Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/musikfachhausbv
Timestamp: 2020-01-29 04:41:38
Document Index: 360211238

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 1', '§ 6', '§ 9', '§ 10', '§ 4', '§ 11', '§ 8', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', 'Art. 1']

MusikfachhAusbV
Verordnung über die Berufsausbildung zum Musikfachhändler/zur Musikfachhändlerin
Der Ausbildungsberuf Musikfachhändler/Musikfachhändlerin wird nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.
Pflichtqualifikationseinheiten nach § 4 Absatz 2 Abschnitt A und integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach § 4 Absatz 2 Abschnitt C sowie
eine im Ausbildungsvertrag festzulegende Wahlqualifikationseinheit nach § 4 Absatz 2 Abschnitt B.
(2) Die Berufsausbildung zum Musikfachhändler/zur Musikfachhändlerin gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):
Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Pflichtqualifikationseinheiten:
Produkte und Dienstleistungen im Musikfachhandel,
Kunden- und dienstleistungsorientiertes Verhalten,
Kundenberatung, Musikgeschichte,
Kassieren und Kassenabrechnung,
Beschwerde, Reklamation und Umtausch,
Warenpräsentation,
Vertriebswege,
Urheber-, Leistungsschutz- und Verwertungsrecht,
Märkte und Zielgruppen;
Einkauf und Warenwirtschaft:
Einkaufsplanung und Bestellung,
Wareneingang und Warenlagerung,
Preisbildung und Kalkulation,
Zahlungsverkehr und rechnerische Abwicklung,
Unternehmerische Entscheidungsprozesse;
Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in einer der Wahlqualifikationseinheiten:
Instrumentengruppen,
Verkauf und Service,
Aufnahme- und Veranstaltungstechnik;
Rechtliche Bestimmungen im Musikalienhandel;
Tonträgerarten und Repertoire,
Digitale Distribution;
Stellung und Struktur,
Personalwirtschaft, arbeits- und sozialrechtliche Vorschriften,
Interne Kommunikation und Kooperation.
(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in Prüfungen nach den §§ 6 und 7 nachzuweisen.
(2) Die Abschlussprüfung besteht aus den zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2. In Teil 2 der Abschlussprüfung sollen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Abschlussprüfung waren, nur insoweit einbezogen werden, als dies für die Feststellung der Berufsbefähigung erforderlich ist.
(3) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses werden Teil 1 der Abschlussprüfung mit 40 Prozent und Teil 2 der Abschlussprüfung mit 60 Prozent gewichtet.
(1) Teil 1 der Abschlussprüfung soll am Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
(2) Teil 1 der Abschlussprüfung erstreckt sich
auf die in den Anlagen 1 und 2 für die ersten zwei Ausbildungsjahre aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
Musikkundlicher Beratungshintergrund.
(4) Für den Prüfungsbereich Warenwirtschaft und Rechnungswesen bestehen folgende Vorgaben:
Waren annehmen und lagern,
Warenbestände erfassen und kontrollieren,
Aufgaben der Steuerung und Kontrolle der Warenbewegungen durchführen sowie
verkaufsbezogene Rechenvorgänge bearbeiten und Kalkulationen durchführen
(5) Für den Prüfungsbereich Musikkundlicher Beratungshintergrund bestehen folgende Vorgaben:
Produkte und Dienstleistungen im Musikfachhandel unterscheiden,
den Musikmarkt einschätzen,
Epochen der Musikgeschichte einordnen,
Musikgattungen und -formen, insbesondere Musikrichtungen der klassischen und populären Musik, unterscheiden sowie
Vorschriften des Urheber-, Leistungsschutz- und Verwertungsrechts berücksichtigen
(1) Teil 2 der Abschlussprüfung soll am Ende der Berufsausbildung stattfinden.
(2) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich
auf die in den Anlagen 1 und 2 aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
(3) Teil 2 der Abschlussprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:
Geschäftsprozesse im Musikhandel,
(4) Für den Prüfungsbereich Geschäftsprozesse im Musikhandel bestehen folgende Vorgaben:
Zusammenhänge der Prozesskette vom Einkauf bis zum Verkauf darstellen,
Instrumente der kaufmännischen Steuerung und Kontrolle einsetzen sowie
für den Nachweis nach Nummer 1 ist aus folgenden Gebieten mindestens eines auszuwählen:
Warenbeschaffung sowie
Der Prüfling soll nachweisen, dass er allgemeine wirtschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darstellen und beurteilen kann;
(6) Für den Prüfungsbereich Kundenberatung bestehen folgende Vorgaben:
kunden- und serviceorientiert kommunizieren und handeln,
fachbezogene Waren erklären sowie bedarfsorientiert beschaffen, anbieten und verkaufen sowie
kulturelle Zusammenhänge, Geschichte und Marktbedeutung der fachbezogenen Waren im Kundengespräch berücksichtigen
der Prüfling soll ein fallbezogenes Fachgespräch durchführen;
der Prüfling soll aus zwei ihm vom Prüfungsausschuss zur Wahl gestellten Aufgaben eine auswählen, die Grundlage für die Kundenberatung ist; den Aufgabenstellungen ist die gewählte Wahlqualifikationseinheit zugrunde zu legen;
die Prüfungszeit für das fallbezogene Fachgespräch beträgt höchstens 30 Minuten, die Vorbereitungszeit für den Prüfling höchstens 15 Minuten.
§ 9 Gewichtung der Prüfungsbereiche, Bestehen der Abschlussprüfung
Warenwirtschaft und Rechnungs-
wesen mit 10 Prozent,
Musikkundlicher Beratungs-
hintergrund mit 30 Prozent,
Musikhandel mit 20 Prozent,
Wirtschafts- und Sozialkunde mit 10 Prozent,
Kundenberatung mit 30 Prozent.
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der Prüfungsbereiche „Geschäftsprozesse im Musikhandel“ oder „Wirtschafts- und Sozialkunde“ durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn
§ 10 Zusatzqualifikationen
(1) Im Rahmen der Berufsausbildung nicht gewählte Wahlqualifikationseinheiten nach § 4 Absatz 2 Abschnitt B können als Zusatzqualifikationen vermittelt werden.
(2) Für die Vermittlung der Zusatzqualifikationen gilt die in der Anlage 1 Abschnitt B enthaltene sachliche Gliederung entsprechend.
§ 11 Prüfung der Zusatzqualifikationen
(1) Zusatzqualifikationen werden im Rahmen der Abschlussprüfung gesondert geprüft, wenn die Auszubildenden glaubhaft machen, dass die dafür erforderlichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt worden sind.
(2) Für die Prüfung der jeweiligen Zusatzqualifikation gilt § 8 Absatz 6 entsprechend.
Anlage 1 (zu § 4 Absatz 1 Satz 1)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Musikfachhändler/zur Musikfachhändlerin
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 658 - 665)
Abschnitt A: Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Pflichtqualifikationseinheiten
1 Beratung, Verkauf und Service
1.1 Produkte und Dienstleistungen im Musikfachhandel
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt A
Warenbereiche und Dienstleistungen im Musikfachhandel, insbesondere der Sortimente Musikalien, Musikinstrumente und Tonträger, unterscheiden
Kunden über Sortimente im Ausbildungsbetrieb informieren
Eigenschaften, Ver- und Anwendungsmöglichkeiten von Waren der Sortimente unter Berücksichtigung ökologischer, wirtschaftlicher und rechtlicher Aspekte darstellen; Informationsquellen zur Aneignung von Warenkenntnissen nutzen
Fachausdrücke und handelsübliche Bezeichnungen für Waren der Sortimente anwenden
Unterschiede von Herstellermarken und Handelsmarken im Verkaufsgespräch erläutern
Trends und innovative Ansätze beobachten sowie für die Sortimentsgestaltung und als Verkaufsargument nutzen
1.2 Kunden- und dienstleistungsorientiertes Verhalten
die Rolle des Verkaufspersonals für eine erfolgreiche Handelstätigkeit erläutern und bei der eigenen Aufgabenerfüllung berücksichtigen
Anforderungen und Aufgaben einer erfolgreichen Verkaufstätigkeit darstellen
durch eigenes Verhalten zur Kundenzufriedenheit und -bindung beitragen
1.3 Kommunikation mit Kunden
auf Erwartungen und Wünsche der Kunden hinsichtlich Waren, Beratung und Service eingehen
auf Kundenverhalten situationsgerecht reagieren
im Kundengespräch sprachliche und nichtsprachliche Kommunikationsformen berücksichtigen
auf Kundeneinwände und Kundenargumente verkaufsfördernd reagieren
Konfliktursachen feststellen, Konfliktlösungen im Beratungsgespräch entwickeln und anwenden
zur Vermeidung von Informations- und Kommunikationsstörungen beitragen
Ergänzungs-, Ersatz- und Zusatzartikel anbieten
1.4 Kundenberatung, Musikgeschichte
Sonderfälle beim Verkauf bearbeiten, dabei rechtliche und betriebliche Vorschriften anwenden
Kundentypen und Verhaltensmuster unterscheiden, in Verkaufsgesprächen individuell nutzen
Kaufmotive und Wünsche von Kunden ermitteln und nutzen
in Verkaufs- und Beratungsgesprächen fachbezogene Waren vorführen und über qualitäts- und preisbestimmende Merkmale informieren
Epochen der Musikgeschichte bei der Beratung berücksichtigen
Wissen über Musikgattungen und -formen, insbesondere Musikrichtungen der klassischen und populären Musik, bei Information und Beratung nutzen
in Verkaufsgesprächen Aspekte der Notenlehre berücksichtigen
1.5 Kassieren und Kassenabrechnung
Kassieranweisung beachten
Kasse vorbereiten, kassieren, bare und unbare Zahlungen abwickeln, Preisnachlässe berücksichtigen
Kaufbelege erstellen
Kasse abrechnen, Kassenbericht erstellen, Einnahmen und Belege weiterleiten
Umtausch und Reklamation kassentechnisch abwickeln
1.6 Serviceleistungen
Nummer 1.6)
Serviceleistungen zur Förderung der Kundenzufriedenheit und -bindung anbieten
an der Entwicklung von Serviceleistungen mitwirken, Kooperationspartner einbeziehen
Kataloge und Nachschlagewerke für Beratung und Verkauf nutzen
1.7 Beschwerde, Reklamation und
Nummer 1.7)
Beschwerde, Reklamation und Umtausch unterscheiden; rechtliche Bestimmungen und betriebliche Regelungen anwenden
Beschwerde, Reklamation und Umtausch entgegennehmen und bearbeiten
Beschwerde, Reklamation und Umtausch als Elemente einer kundenorientierten Geschäftspolitik nutzen
1.8 Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben
Nummer 1.8)
2 Marketing und Vertrieb
2.1 Werbemaßnahmen
bei Werbemaßnahmen Arten, Ziele, Aufgaben und Zielgruppen der Werbung unterscheiden
Werbemittel und Werbeträger des Ausbildungsbetriebes unter Berücksichtigung des rechtlichen Rahmens und der aktuellen Informations- und Werbemöglichkeiten in der Musikbranche einsetzen
2.2 Warenpräsentation
Waren verkaufswirksam präsentieren, Dekorationsmittel einsetzen
Angebotsplätze nach Absatzgesichtspunkten beurteilen, Waren platzieren
2.3 Verkaufsförderung
bei der Planung und Auswertung von verkaufsfördernden Maßnahmen mitwirken, verkaufsfördernde Maßnahmen durchführen
Kunden Messeneuheiten und Produktneuentwicklungen vorstellen, verkaufsfördernde Maßnahmen für diese Produkte initiieren
2.4 Vertriebswege
Vertriebswege im Musikfachhandel sortimentsbezogen unterscheiden
Vor- und Nachteile von E-Commerce aus Sicht von Unternehmen und Kunden beurteilen
Einsatz von E-Commerce für das Unternehmen prüfen, rechtliche Rahmenbedingungen berücksichtigen
2.5 Urheber-, Leistungsschutz- und
Kunden über Vorschriften des Urheber-, Leistungsschutz- und Verwertungsrechts im Musikfachhandel informieren
Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte von Musik beachten
über Lizenzen und Verwertungsgesellschaften informieren
Kunden über die Folgen von Verstößen informieren
2.6 Märkte und Zielgruppen
Nummer 2.6)
Musikmarkt analysieren, nationale und internationale Entwicklungen berücksichtigen
Einflüsse externer Faktoren, insbesondere von Mode, Freizeit, Sport und Massenmedien, auf die Entwicklung von Musiktrends beurteilen
bei der Marktbeobachtung mitwirken, insbesondere Preise, Leistungen und Konditionen von Wettbewerbern vergleichen
Informationsquellen für die Erschließung von Zielgruppen und Märkten auswerten und nutzen
Vorschläge für betriebliche Marketingmaßnahmen entwickeln
3 Einkauf und Warenwirtschaft
3.1 Einkaufsplanung und Bestellung
Bedarf an fachbezogenen Waren unter Berücksichtigung der Umsatz- und Bestandsentwicklung sowie der Absatzchancen ermitteln
aktuelle und saisonale Einflüsse bei der Einkaufsplanung berücksichtigen
Informations- und Bezugsquellen für die Beschaffung von Waren im Musikfachhandel nutzen, Recherchen, insbesondere in Datenbanken und Katalogen, durchführen
Waren im Musikfachhandel mittels unterschiedlicher Liefersysteme nach betrieblichen Vorgaben und rechtlichen Regelungen beschaffen
3.2 Wareneingang und Warenlagerung
Wareneingänge erfassen und kontrollieren, Abweichungen melden und Waren nach betrieblichen Regelungen weiterleiten
Waren annehmen und dabei rechtliche Regelungen beachten
Waren lagern und pflegen
3.3 Bestandskontrolle
warenwirtschaftliche Daten erfassen; Belege des Wareneingangs, der Warenlagerung und des Verkaufs prüfen
Bestände kontrollieren, bei Abweichungen betriebsübliche Maßnahmen einleiten
bei Inventuren mitwirken, rechtliche Regelungen beachten
zur Vermeidung von Inventurdifferenzen beitragen
3.4 Warenwirtschaftssystem
Ziele und Aufgaben der Warenwirtschaft des Ausbildungsbetriebes erläutern
Zusammenhänge zwischen Waren- und Datenfluss darstellen
Möglichkeiten der Datenerfassung und -verarbeitung nutzen
rechtliche Regelungen und betriebliche Vorgaben bei Datensicherung und Datenschutz beachten
4 Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
4.1 Preisbildung und Kalkulation
Elemente der Preisgestaltung erläutern
Folgen von Preisänderungen darstellen
Preisauszeichnung im Rahmen der betrieblichen und rechtlichen Vorgaben sicherstellen
Nachlässe für bestimmte Gruppen prüfen
Handelsspanne ermitteln, Auswirkungen von Preisbildung auf Gewinn und Absatz berücksichtigen
Kalkulationen erstellen, Berechnungen durchführen
die Kalkulation beeinflussende Faktoren unterscheiden; Preisbindung bei Verlagserzeugnissen berücksichtigen
4.2 Zahlungsverkehr und rechnerische Abwicklung
Rechenarten zur Lösung kaufmännischer Sachverhalte einsetzen
Hilfsmittel für Berechnungen nutzen
Belege erfassen und Geschäftsvorgänge unter Berücksichtigung betrieblicher und rechtlicher Regelungen rechnerisch bearbeiten
Vorgänge des Mahnwesens bearbeiten
4.3 Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling
Nummer 4.3)
Kosten- und Leistungsrechnung sowie Controlling im Betrieb als Informations- und Steuerungssystem erklären
betriebswirtschaftliche Kennzahlen ermitteln und auswerten sowie Konsequenzen für das Unternehmen aufzeigen
4.4 Unternehmerische Entscheidungsprozesse
Nummer 4.4)
unternehmerische Selbstständigkeit als Perspektive der Berufs- und Lebensplanung darstellen
Anforderungen an persönliche und fachliche Eignung für unternehmerische Selbstständigkeit beurteilen
Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, Chancen und Risiken unternehmerischer Selbstständigkeit aufzeigen
Abschnitt B: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in einer der Wahlqualifikationseinheiten
1.1 Instrumentengruppen
Formen, Herstellungsarten und Materialien von akustischen und elektronischen Musikinstrumenten unterscheiden, insbesondere Besonderheiten von Blasinstrumenten, Schlaginstrumenten, Streich- und Zupfinstrumenten sowie Tasteninstrumenten darstellen
Möglichkeiten und Funktionsweise der Musikelektronik erläutern
kulturelle Zusammenhänge, Geschichte und Marktbedeutung der Musikinstrumente in das Kundengespräch einbeziehen
Qualität und Wert der Musikinstrumente beurteilen
Bezugsquellen für Instrumente und Zubehör recherchieren, Angebote vergleichen
Instrumente und Zubehör bestellen, insbesondere Außendienst, Informations- und Kommunikationssysteme sowie Kataloge nutzen
handelsübliche Abkürzungen und Spezialbezeichnungen anwenden
1.3 Verkauf und Service
Einzelpersonen und Gruppen in ein Instrument einweisen
bei Auswahl und Verkauf der Instrumente individuelle Aspekte der Kunden berücksichtigen
Serviceleistungen erläutern und anbieten
Zubehörteile sowie Noten und Schulwerke anbieten und für den Kunden zusammenstellen
Reparaturaufträge entgegennehmen und bearbeiten
Stimmen von Instrumenten veranlassen
Instrumente spielfertig vorbereiten
Pflege des Instrumentes erklären und vorführen
1.4 Aufnahme- und Veranstaltungstechnik
über Bestandteile und Anwendungsmöglichkeiten der Veranstaltungstechnik informieren
Fachinformationen, insbesondere über Entwicklungen von Aufnahme- und Veranstaltungstechniken, nutzen
2 Musikalien
Repertoire der klassischen und populären Musik im Verkaufsgespräch einbeziehen
Standardschulwerke bedarfsorientiert anbieten
Werkverzeichnisse bedeutender Komponisten nutzen
kulturelle Zusammenhänge, Geschichte und Marktbedeutung von Noten in das Kundengespräch einbeziehen
Formen der Notenherstellung unterscheiden
2.2 Beschaffung
Musikalien bestellen, insbesondere Außendienst, Informations- und Kommunikationssysteme sowie Kataloge nutzen
elektronische Recherchemöglichkeiten bei Kundenanfragen anwenden
bedeutende Musikverlage und ihre Fachgebiete berücksichtigen
Aufführungsmaterial unter Berücksichtigung der einzelnen Stimmen beim Verlag bestellen
Verlags- und Werkabkürzungen für die Bestellung nutzen
2.3 Verkauf und Service
Kunden über die Verlagslandschaft im In- und Ausland informieren
Kunden bei Auswahl und Verkauf der Musikalien beraten und ihre individuellen Aspekte berücksichtigen
Print-On-Demand-Anfragen von Kunden bearbeiten
Mietmaterialien anbieten und ordnungsgemäße Rückgabe sicherstellen
2.4 Rechtliche Bestimmungen im Musikalienhandel
Ladenpreisbindung im Kundengespräch berücksichtigen
Kunden über mögliche Urheberrechtsverletzungen aufklären
3.1 Tonträgerarten und Repertoire
Arten der Tonträger unterscheiden
über bedeutende Interpreten informieren
Besonderheiten von Einspielungen herausstellen
über den Herstellungsprozess informieren und Erkenntnisse in das Verkaufsgespräch einbinden
kulturelle Zusammenhänge, Geschichte und Marktbedeutung von Tonträgern in das Kundengespräch einbeziehen
Tonträger bestellen, insbesondere Außendienst, Informations- und Kommunikationssysteme sowie Kataloge nutzen
Hersteller- und Vertriebsform nach Fachgebieten berücksichtigen
3.3 Verkauf und Service
Kunden über Konzert- und Festivallandschaft informieren
Auszeichnungen und Ehrungen im Tonträgermarkt beobachten und bei der Warenpräsentation berücksichtigen
Kunden bei Auswahl und Verkauf der Tonträger beraten und ihre individuellen Aspekte berücksichtigen
3.4 Digitale Distribution
Unterschiede der Distribution physischer und nicht-physischer Tonträger darstellen
sich über aktuelle Entwicklungen der digitalen Distribution informieren und Schlussfolgerungen für den Betrieb ableiten
rechtliche Vorschriften bei der digitalen Distribution berücksichtigen
1.1 Stellung und Struktur
(§ 4 Absatz 2 Abschnitt C
Stellung und Funktion des Musikfachhandels in der Gesamtwirtschaft und in der Gesellschaft erklären
Leistungen des Musikfachhandels an Beispielen des Ausbildungsbetriebes erläutern
Betriebs- und Verkaufsform des Ausbildungsbetriebes erläutern
Formen der Zusammenarbeit im Musikfachhandel an Beispielen aus dem Ausbildungsbetrieb erklären
Einflüsse des Standortes, der Verkaufsform, der Sortiments- und Preisgestaltung sowie der Verkaufsraumgestaltung auf die Stellung des Ausbildungsbetriebes am Markt erläutern
1.2 Betriebliche Organisation
organisatorischen Aufbau des Ausbildungsbetriebes mit seinen Aufgaben und Zuständigkeiten und dem Zusammenwirken der einzelnen Funktionsbereiche erklären
Geschäftsfelder, Aufgaben und Arbeitsabläufe im Ausbildungsbetrieb darstellen
lebensbegleitendes Lernen für die berufliche und persönliche Entwicklung begründen, berufliche Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten darstellen
1.4 Personalwirtschaft, arbeits- und
arbeits-, sozial- und mitbestimmungsrechtliche Vorschriften sowie für den Arbeitsbereich geltende Tarif- und Arbeitszeitregelungen beachten
wesentliche Inhalte und Bestandteile eines Arbeitsvertrages sowie die für eine Beschäftigung erforderlichen Personalpapiere darstellen
Ziele und Aufgaben der Personaleinsatzplanung erläutern und zu ihrer Umsetzung beitragen
Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben und Maßnahmen zur Brandbekämpfung ergreifen
Methoden des selbstständigen Lernens anwenden, Fachinformationen nutzen
die eigene Arbeit systematisch planen, durchführen und kontrollieren
Informations- und Kommunikationssysteme des Ausbildungsbetriebes nutzen
Möglichkeiten der Datenübertragung und Informationsbeschaffung nutzen; Sicherheitsanforderungen beachten
Daten eingeben, mit betriebsüblichen Verfahren sowie unter Beachtung des Datenschutzes sichern und pflegen
2.3 Interne Kommunikation und Kooperation
Information, Kommunikation und Kooperation für Betriebsklima, Arbeitsleistung und Geschäftserfolg nutzen
Ursachen von Konflikten analysieren und zur Vermeidung von Kommunikationsstörungen beitragen
Bedeutung von Wertschätzung, Respekt und Vertrauen als Grundlage erfolgreicher Zusammenarbeit beschreiben
Rückmeldungen geben und entgegennehmen
Anlage 2 (zu § 4 Absatz 1 Satz 2)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Musikfachhändler/zur Musikfachhändlerin
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 666 - 667)
Die nachfolgende zeitliche Gliederung nennt die Zeiträume, in denen die jeweiligen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten erstmals schwerpunktmäßig vermittelt werden sollen; in der Regel ist eine Fortführung oder Vertiefung zum Erreichen der beruflichen Handlungsfähigkeit erforderlich.
Abschnitt A Nummer 1.1 Produkte und Dienstleistungen im Musikfachhandel, Lernziele a bis d,
Abschnitt C Nummer 1.1 Stellung und Struktur,
Abschnitt C Nummer 1.2 Betriebliche Organisation,
Abschnitt C Nummer 1.3 Berufsbildung,
Abschnitt C Nummer 1.4 Personalwirtschaft, arbeits- und sozialrechtliche Vorschriften,
Abschnitt C Nummer 1.5 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
Abschnitt C Nummer 2.1 Arbeitsorganisation
(2) In einem Zeitraum von insgesamt vier bis sechs Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus
Abschnitt A Nummer 1.2 Kunden- und dienstleistungsorientiertes Verhalten,
Abschnitt A Nummer 1.3 Kommunikation mit Kunden,
Abschnitt A Nummer 1.5 Kassieren und Kassenabrechnung,
Abschnitt A Nummer 2.1 Werbemaßnahmen,
Abschnitt A Nummer 2.2 Warenpräsentation,
Abschnitt A Nummer 4.2 Zahlungsverkehr und rechnerische Abwicklung, Lernziele a bis c,
Abschnitt C Nummer 1.6 Umweltschutz
(3) In einem Zeitraum von insgesamt zwei bis vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus
Abschnitt A Nummer 3.4 Warenwirtschaftssystem,
Abschnitt C Nummer 2.2 Informations- und Kommunikationssysteme,
Abschnitt C Nummer 2.3 Interne Kommunikation und Kooperation
(1) In einem Zeitraum von insgesamt zwei bis vier Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus
Abschnitt A Nummer 1.1 Produkte und Dienstleistungen im Musikfachhandel, Lernziele e und f,
Abschnitt A Nummer 1.6 Serviceleistungen,
Abschnitt A Nummer 1.7 Beschwerde, Reklamation und Umtausch
Abschnitt A Nummer 1.4 Kundenberatung, Musikgeschichte,
Abschnitt A Nummer 1.8 Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben,
Abschnitt A Nummer 2.3 Verkaufsförderung,
Abschnitt A Nummer 2.4 Vertriebswege,
Abschnitt A Nummer 2.5 Urheber-, Leistungsschutz- und Verwertungsrecht,
Abschnitt A Nummer 2.6 Märkte und Zielgruppen
(3) In einem Zeitraum von insgesamt drei bis fünf Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus
Abschnitt A Nummer 3.2 Wareneingang und Warenlagerung,
Abschnitt A Nummer 3.3 Bestandskontrolle,
Abschnitt A Nummer 4.1 Preisbildung und Kalkulation,
Abschnitt A Nummer 4.2 Zahlungsverkehr und rechnerische Abwicklung, Lernziele d bis f,
(1) In einem Zeitraum von sechs Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus
Abschnitt A Nummer 3.1 Einkaufsplanung und Bestellung,
Abschnitt A Nummer 4.3 Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling,
Abschnitt A Nummer 4.4 Unternehmerische Entscheidungsprozesse
(2) In einem Zeitraum von sechs Monaten sind schwerpunktmäßig die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen der ausgewählten Wahlqualifikationseinheit aus
Abschnitt B Nummer 1 Musikinstrumente,
Abschnitt B Nummer 2 Musikalien oder
Abschnitt B Nummer 3 Tonträger
Stand: Geändert durch Art. 1 V v. 29.5.2015 I 893, 1832
2009, 654: BGBl I