Source: https://www.frankfurt-main.ihk.de/existenzgruendung/rechtsfragen/idem/kg/index.html
Timestamp: 2019-05-23 19:46:16
Document Index: 290660625

Matched Legal Cases: ['§ 161', '§ 105', '§ 705', '§ 266', '§ 288', '§ 276', '§ 288']

Kommanditgesellschaft (KG) - IHK Frankfurt am Main
I. Begriffsbestimmungen und wesentliche Merkmale
I. A. Begriffsbestimmungen
Ein Gewerbe liegt vor bei einer selbständigen, nach außen erkennbaren, legalen Tätigkeit, die auf Dauerhaftigkeit und Gewinnerzielung angelegt ist und kein freier Beruf (z. B. Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, etc.) sowie keine Urproduktion (Landwirtschaft, etc.) ist. Weitere Informationen zum Thema freie Berufe finden Sie hier.
Ein Unternehmen, das ein Gewerbe betreibt, kann auf verschiedene Arten organisiert werden. Jedes Unternehmen, das ein Gewerbe betreibt, muss die Regelungen der Gewerbeordnung (GewO) beachten. Zusätzlich fällt die KG als Unternehmen, das schon eine gewisse Größenordnung erreicht hat, unter die organisationsrechtlichen Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB), unabhängig davon, ob sie ein Handelsgewerbe im engeren herkömmlichen Sinne betreibt.
Das Recht der KG ist in den §§ 161-177 a HGB geregelt. Ergänzend finden die Vorschriften zur oHG (§§ 105-160 HGB) und die Vorschriften über die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (§§ 705-740 BGB) Anwendung. Die KG muss in das Handelsregister eingetragen werden.
II. Die Gründung einer KG
II. A. Wichtigste Erfordernisse
Die KG entsteht durch Gesellschaftsvertrag von mindestens zwei Gesellschaftern. Ein Gesellschafter haftet unbeschränkt (Komplementär). Die Haftung des anderen ist auf seine Einlage beschränkt (Kommanditist). Gesellschafter einer KG können natürliche und juristische Personen (z. B. bei der GmbH & Co. KG), auch ausländische, sein.
Ein Wechsel der Gesellschafter ist nur mit Zustimmung aller Gesellschafter möglich, falls der Vertrag nichts anderes bestimmt.
II. B. Form- und Publizitätsvorschriften
> KG- Mustervertrag
III. Funktionsweise der KG
III. A. Die Geschäftsleitung der KG
III. B. Kontrolle und Jahresabschluss
Speziell: GmbH & Co. KG
Die GmbH & Co. KG ist als Handelsgesellschaft verpflichtet, Handelsbücher zu führen. Sie ist verpflichtet, am Schluss eines jeden Geschäftsjahres eine Bilanz (Jahresbilanz) und eine Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellen (in deutscher Sprache und in Euro)
Kleine GmbH & Co. KGs sind verpflichtet, dem Handelsregister zusammengefasste Bilanzen (§ 266, Abs. 1 HGB) nebst verkürztem Anhang (§ 288 HGB) einzureichen (Offenlegung von Bilanzen). Mittelgroße Gesellschaften haben dem Handelsregister eine zusammengefasste Bilanz, eine zusammengefasste Gewinn- und Verlustrechnung (§ 276 HGB), einen verkürzten Anhang (§ 288 HGB) und Lagebericht sowie den Prüfungsvermerk und den Bericht des Aufsichtsrates einzureichen. Große Gesellschaften sind verpflichtet, den gesamten Jahresabschluss ohne Kürzungen sowie den Prüfungsvermerk und den Bericht des Aufsichtsrats zum Handelsregister einzureichen; Veröffentlichung im Bundesanzeiger.
- 4.840.000 Euro Bilanzsumme
- 9.680.000 Euro Jahresnettoumsatz
- 19.250.000 Euro Bilanzsumme
- 38.500.000 Euro Jahresnettoumsatz