Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20D%C3%BCsseldorf&Datum=08.09.2011&Aktenzeichen=2%20W%2026/11
Timestamp: 2019-07-16 07:34:04
Document Index: 246515786

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 888', 'BGH', '§ 254', 'BGH', '§ 254']

OLG Düsseldorf, 08.09.2011 - I-2 W 26/11 - dejure.org
OLG Düsseldorf, 08.09.2011 - I-2 W 26/11
https://dejure.org/2011,50711
OLG Düsseldorf, 08.09.2011 - I-2 W 26/11 (https://dejure.org/2011,50711)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 08.09.2011 - I-2 W 26/11 (https://dejure.org/2011,50711)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 08. September 2011 - I-2 W 26/11 (https://dejure.org/2011,50711)
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Voraussetzungen für die Erfüllung enes Auskunfts- und /oder Rechnungslegungsanspruch durch Abgabe einer negativen Erklärung
GRUR-RR 2012, 406
Mit dieser Fehlanzeige wird die Auskunftspflicht erfüllt (…vgl. BGH, Urt. v. 17. Mai 2001, I ZR 291/98, BGHZ 148, 26; OLG Düsseldorf, GRUR-RR 2012, 406; OLG Hamm, NZG 2001, 73; OLG München, OLGR München 1996, 206).
Ist dagegen die Auskunft in formaler Hinsicht vollständig und hinreichend substantiiert, steht aber ihre Richtigkeit in Zweifel, kann dem nicht durch eine Zwangsmittelfestsetzung nach § 888 ZPO begegnet werden (OLG Düsseldorf, Beschluss vom 08. September 2011 - I-2 W 26/11 -, juris; OLG Koblenz, Beschluss vom 22. September 2004 - 5 W 574/04 -, juris).
Das sind in erster Linie die durch die GmbH begangenen Handlungen, können aber auch weitere Benutzungshandlungen sein, für die er als Täter in anderer Weise verantwortlich ist (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 08.09.2011 - I-2 W 26/11 Rn. 21 - juris).
Auch in einer negativen Erklärung kann die Erfüllung eines Auskunftsanspruchs zu sehen sein; hiervon ist grundsätzlich auszugehen, sofern nicht die zum Zwecke der Auskunft gegebene Erklärung nicht ernst gemeint, von vornherein unglaubhaft oder unvollständig ist (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss v. 8.9.2011 -I-2 W 26/11, GRUR-RR 2012, 406, Rzn. 4/5 bei juris m.w.N. zur höchstrichterl. Rsp. - Nullauskunft ).
Soweit die Klägerin Zweifel an der Richtigkeit der Auskunft hat, steht ihr zur Nachprüfung und zur Erzwingung der materiellen Wahrheit ausschließlich die eidesstattliche Versicherung zur Verfügung (vgl. BGH LM 1958, § 254 ZPO Nr. 3 = GRUR 1958, 149 mit Anm. Bußmann und BGH LM 1958, § 254 ZPO Nr. 6; OLG Düsseldorf GRUR-RR 2012, 406, 407).