Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XII%20ZB%20115/05
Timestamp: 2019-10-15 08:27:15
Document Index: 23112570

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1587', '§ 1587', '§ 1587', 'BGH', '§ 1587']

BGH, 11.06.2008 - XII ZB 115/05 - dejure.org
https://dejure.org/2008,1463
BGH, 11.06.2008 - XII ZB 115/05 (https://dejure.org/2008,1463)
BGH, Entscheidung vom 11.06.2008 - XII ZB 115/05 (https://dejure.org/2008,1463)
BGH, Entscheidung vom 11. Juni 2008 - XII ZB 115/05 (https://dejure.org/2008,1463)
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BGB § 1587 a Abs. 2 Nr. 2, Abs. 4 Nr. 2 c, Abs. 3
BGB § 1587 a Abs. 2 Nr. 2, Abs. 2 Nr. 4 c, Abs. 3
Versorgungsausgleich für Anrechte im Versorgungswerk der Architektenkammer Baden-Württemberg
Berücksichtigung eines infolge hinausgeschobenen Bezugs von Altersruhegeld erhöhten Zugangsfaktors bei der Bewertung eines Anrechts nach § 1587a Abs. 2 Nr. 4c BGB; Berücksichtigung von mit Hilfe des Vermögens der durch Arbeit der Ehegatten begründeten oder aufrechterhaltenen ...
Infolge Bezugs von Altersruhegeld erhöhter Zugangsfaktor bei der Bewertung eines Anrechts im Versorgungsausgleich zu berücksichtigen
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 11.6.2008, AZ..XII ZB 115/05 (Späterer Rentenbeginn bei berufsständischer Versorgung)" von RiOLG a.D. Werner Gutdeutsch, original erschienen in: FamRB 2008, 333.
Es wäre dem Versorgungsausgleich fremd, wollte man von diesem objektiven Wert - zum Nachteil des ausgleichspflichtigen Ehegatten -allein deshalb abweichen, weil beim ausgleichsberechtigten Ehegatten eine andere individuelle Bezugsdauer der durch den Wertausgleich erhaltenen Anrechte zu erwarten ist als beim Ausgleichsverpflichteten (Senatsbeschluss vom 22. Juni 2008 - XII ZB 115/05 - FamRZ 2008, 1602, 1604 f. für den umgekehrten Fall der Berücksichtigung eines erhöhten Zugangsfaktors beim ausgleichspflichtigen Ehegatten).
Ebenso spielt es für die Bewertung zum Stichtag Ehezeitende keine Rolle, ob die Verminderung des Zugangsfaktors wegen des vorzeitigen Rentenbezugs - als ein für die Höhe der Versorgung maßgeblicher Umstand - auf einer persönlichen Entscheidung des Anspruchsinhabers oder auf einem gemeinsamen Entschluss der Ehegatten beruht (vgl. Senatsbeschluss vom 11. Juni 2008 - XII ZB 115/05 - FamRZ 2008, 1602, 1604).
Dieser Grundsatz lässt sich aber regelmäßig nur dann verwirklichen, wenn das betreffende Anrecht im Versorgungsausgleich mit seinem zum Stichtag Ehezeitende tatsächlich erreichten wirtschaftlichen Wert unter Zugrundelegung der bis dahin erlangten wertbestimmenden Merkmale Berücksichtigung findet (Senatsbeschluss vom 11. Juni 2008 - XII ZB 115/08 - FamRZ 2008, 1602, 1603).
Nach dem in § 1587 a Abs. 1 Satz 2 BGB niedergelegten Halbteilungsgrundsatz ist der ausgleichsberechtigte Ehegatte zur Hälfte an allenerworbenen Versorgungsanwartschaften und -rechten des anderen Ehegatten zu beteiligen; das betreffende Anrecht ist dabei mit seinem zum Stichtag Ehezeitende tatsächlich erreichten wirtschaftlichen Wert unter Zugrundelegung der bis dahin erlangten wertbestimmenden Merkmale im Versorgungsausgleich zu berücksichtigen (Senatsbeschluss vom 11. Juni 2008 - XII ZB 115/05 - FamRZ 2008, 1602, 1603).