Source: http://wildermann.de/de/vergolder/ausbildung/ausbildungsordnung.html
Timestamp: 2018-03-24 17:23:27
Document Index: 294569318

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 25', '§ 3', '§ 1', '§ 7', '§4', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

VergoldAusbV | Bilderrahmen, Restaurierungen, Ölgemälde - Vergolderei Wildermann München
(VergoldAusbV)
Ausfertigungsdatum: 26.05.1997
"Verordnung über die Berufsausbildung zum Vergolder/zur Vergolderin vom 26. Mai 1997 (BGBl. I S. 1241)"
Textnachweis ab: 1. 8.1997
Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 25 der Handwerksordnung. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werden als Beilage zum Bundesanzeiger veröffentlicht.
Auf Grund des § 25 der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Dezember 1965 (BGBl. 1966 I S. 1), der zuletzt durch Artikel 1 Nr. 63 des Gesetzes vom 20. Dezember 1993 (BGBl. I S. 2256) geändert worden ist, in Verbindung mit Artikel 56 des Zuständigkeitsanpassungs-Gesetzes vom 18. März 1975 (BGBl. I S. 705) und dem Organisationserlass vom 17. November 1994 (BGBl. I S. 3667) verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie:
§ 3 Ausbildngsberufsbild
6. Anfertigen von Skizzen und Zeichnungen,
7. Auswählen, Handhaben, Pflegen und Instandhalten von Werkzeugen und Maschinen,
8. Auswählen, Lagern und Entsorgen von Werk- und Hilfsstoffen,
9. Vorbereiten von Untergründen,
10. Ausführen von Verzierungen,
11. Vergolden, Versilbern, Metallisieren,
12. Herstellen und Gestalten von Rahmungen,
13. Ausführen von Maltechniken,
14. Ausführen von Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten,
15. Qualitätssicherung.
(2) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen so vermittelt werden, dass der Auszubildende zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befähigt wird, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Die in Satz 1 beschriebene Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 7 und 8 nachzuweisen.
1. Anfertigen einer Gravur,
2. Anfertigen einer Poliment-Vergoldung auf einer gravierten Platte und
3. Anfertigen einer Ölvergoldung.
1. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz,
2. Arbeitsplanung,
3. Fertigungsverfahren,
4. Werkstoffkunde,
5. berufsbezogene Berechnungen,
6. Gestaltungstechniken,
7. Farbe, Form und Stilkunde.
1. als Arbeitsproben:
a) Ausführen einer Verziertechnik,
b) farbiges Fassen eines Objektes und
c) Ausführen einer Poliment-Vergoldung;
2. als Prüfungsstück: Verzieren, farbiges Gestalten, Glanz- und Mattvergolden eines Objektes.
Der Prüfling hat dem Prüfungsausschuss vor dem Anfertigen des Prüfungsstückes einen bemaßten Entwurf zur Genehmigung vorzulegen. Die Arbeitsproben insgesamt sowie das Prüfungsstück sollen jeweils mit 50 vom Hundert gewichtet werden.
b) Handwerkzeuge, Geräte und Maschinen,
c) Werk- und Hilfsstoffe,
d) Untergrundvorbereitung,
e) Oberflächentechnik,
f) Instandhaltung, Restaurierung;
2. im Prüfungsfach Arbeitsplanung:
a) Materialverbrauch und Fertigungskosten,
b) Planen und Vorbereiten einer Arbeit,
3. im Prüfungsfach Gestaltung:
a) Skizzen und Zeichnungen,
b) Form und Farbe,
c) Stilkunde;
4. im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde: allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt.
Anlage zu §4 des Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Vergolder/zur Vergolderin
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1997, 1243 - 1246
Bedeutung des Ausbildungsvertrages , insbesondere Abschluß, Dauer und Beendigung, erklären
zur Vermeidung von chemischen, thermischen und mechanischen Schädigungen beitragen
Arbeitsmittel umweltgerecht einsetzen und entsorgen
Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen (§ 3 Nr. 5)
Zeitplan und Reihenfolge der Arbeitsschritte unter Beachtung mündlicher und schriftlicher Vorgaben abstimmen und festlegen
Verbrauchsmaterial und Arbeitsmittel bereitstellen
Verbrauchsmaterial und Fertigungskosten ermitteln und berechnen
Pläne und Zeichnungen lesen und umsetzen sowie Handbücher anwenden
Anfertigen von Skizzen und Zeichnungen (§ 3 Nr. 6)
Vorlagen, insbesondere durch Handzeichnen, vergrößern und verkleinern
Vorlagen nach gestalterischen Gesichtspunkten anpassen, verändern und entwerfen
Werkstücke zeichnen
Ergänzungen, insbesondere nach stilistischen Merkmalen, zeichnerisch darstellen
Auswählen, Handhaben, Pflegen und Instandhalten von Werkzeugen und Maschinen (§ 3 Nr. 7)
Werkzeuge, Geräte und Maschinen prüfen, auswählen und handhaben
Werkzeuge, Geräte und Maschinen pflegen, warten und instandhalten, insbesondere unter Beachtung des Umwelt- und Gesundheitsschutzes
Störungen bei Maschinen feststellen und Maßnahmen zu ihrer Behebung ergreifen
Auswählen, Lagern und Entsorgen von Werk- und Hilfsstoffen (§ 3 Nr. 8)
Werk- und Hilfsstoffe, insbesondere Blattmetalle, Metallpulver, Holzwerkstoffe, Farb-, Binde-, Grundierungs- und Lösemittel auswählen
Werk- und Hilfsstoffe unter Beachtung des Umweltschutzes lagern und entsorgen
Vorbereiten von Untergründen (§ 3 Nr. 9)
Grundierungen, insbesondere für Vergolde- und Maltechniken, ansetzen, zubereiten und aufbringen
grundierte Objekte nacharbeiten und schleifen
Untergründe unter Beachtung des Umwelt- und Gesundheitsschutzes für Grundierungen vorbereiten, insbesondere
Holzwerkstücke auf Schädlingsbefall prüfen, Holzfehler beseitigen sowie schleifen und verkitten
Kunststoffe und Glas reinigen und entfetten
Metalluntergründe entfetten, entrosten und vor Korrosion schützen
mineralische Untergründe auf Feuchtigkeit prüfen, schleifen, glätten und ausgleichen
Ausführen von Verzierungen (§ 3 Nr. 10)
Rahmen mit plastischen Ornamenten verzieren
OberflÃ¤chenverzierungen unter Beachtung von Gestaltungsprinzipien sowie historischen und zeitgenössischen Stilelementen auswählen und nach Vorgaben und freier Gestaltung ausführen, insbesondere
Aufsetzarbeiten ausführen
Negativformen aus Abformmaterialien herstellen, insbesondere aus Silicon
Vergolden, Versilbern, Metallisieren (§ 3 Nr. 11)
Metallisierungen mit Schlagmetallen und Blattaluminium ausführen
Glanz- und Mattvergoldungen sowie Glanz- und Mattversilberungen auf Polimentgrund ausführen
Ölvergoldungen ausführen
Metallpulver auf Untergründe auftragen
Mordentvergoldungen ausführen
Hinterglasvergoldungen und Hinterglasversilberungen in Glanz- und Mattechnik ausführen
Herstellen und Gestalten von Rahmungen (§ 3 Nr. 12)
Rahmenleisten zuschneiden und verbinden
Flachglas objektbezogen auswählen und zuschneiden
Passepartout objektbezogen auswählen und zuschneiden
Bilder und Objekte, insbesondere unter Beachtung konservatorischer Gesichtspunkte, einrahmen
Rahmenleisten, insbesondere unter Beachtung von Kundenwünschen sowie gestalterischen und stilistischen Merkmalen, auswählen
Ausführen von Maltechniken (§ 3 Nr. 13)
Streich- und Malwerkzeuge auswählen und handhaben
Überzüge nach gestalterischen und maltechnischen Gesichtspunkten auswählen und auftragen
Schriften malen
Farb- und Bindemittel ansetzen und mischen
Objekte, insbesondere unter Beachtung stilistischer Merkmale, farbig gestalten und fassen
Imitationsmalereien ausführen
Ausführen von Erhaltungs- und Restaurierungsarbeiten (§ 3 Nr. 14)
Fehler und Schäden hinsichtlich ihrer Ursachen erkennen und beurteilen sowie Arbeitsumfang der Restaurierung abschätzen und dokumentieren
Objekte unter Beachtung kunsthistorischer Aspekte und denkmalpflegerischer Vorgaben reinigen und restaurieren
Qualitätssicherung (§ 3 Nr. 15)
Ziele, Aufgaben und Bedeutung der Qualitätssicherung beschreiben
Qualitätsmängel feststellen und dokumentieren; Maßnahmen zur Mängelbeseitigung ergreifen
Pflege, Wartung und Instandhaltung der eingesetzten Geräte und Maschinen als qualitätssichernde Maßnahme erkennen