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Timestamp: 2016-10-22 13:43:28
Document Index: 166942847

Matched Legal Cases: ['Art. 125', 'Art. 72', 'Art. 72', 'BGE', 'Art. 76', 'Art. 100', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 29', 'Art. 8', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 168', 'Art. 183', 'Art. 189', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 276', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66']

5A_90/2016 (16.08.2016)
5A_90/2016 � � Urteil vom 16. August 2016
Bundesrichter Bovey,
vertreten durch Rechtsanwalt Werner Goldmann,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug, I. Zivilabteilung, vom 15. Dezember 2015.
A.A.________ (geb. 1960) und B.A.________ (geb. 1959) heirateten 1991. Sie haben zwei gemeinsame Kinder, C.A.________ (geb. 1993) und D.A.________ (geb. 1994).
Mit Verf�gung des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 27. Juni 2006 wurde der gemeinsame Haushalt der Parteien aufgehoben und A.A.________ gest�tzt auf eine Vereinbarung der Parteien vom 24. Mai 2006 unter anderem verpflichtet, B.A.________ an ihren und den Unterhalt der Kinder einen monatlichen Beitrag von Fr. 14'000.-- zuz�glich Kinderzulagen zu bezahlen. Dabei waren Fr. 2'000.-- f�r jedes Kind und Fr. 10'000.-- f�r die Ehefrau vorgesehen.
Im Februar 2009 wies der Einzelrichter ein Gesuch von A.A.________ auf Herabsetzung der Alimente ab.
Mit Eingabe vom 4. Oktober 2007 reichte A.A.________ beim Kantonsgericht Zug eine Scheidungsklage ein. In der Klageantwort vom 23. Januar 2008 beantragte B.A.________ ebenfalls die Scheidung. Mit Urteil vom 19. Dezember 2014 schied das Kantonsgericht die Ehe der Parteien und regelte die Nebenfolgen. Bez�glich des Unterhalts entschied das Gericht im Wesentlichen Folgendes:
"2. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Vater sich verpflichtet, an den Unterhalt der m�ndigen S�hne C.A.________ und D.A.________ bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Ausbildung monatliche Beitr�ge von je CHF 2'000.00 zuz�glich allf�lliger Ausbildungszulagen zu bezahlen, zahlbar je zum Voraus auf den Ersten des Monats an die Mutter, solange C.A.________ und D.A.________ bei ihr leben und keine andere Zahlstelle bezeichnen, erstmals auf den 1. Januar 2015.
-. (Indexklausel)...
3. Der Kl�ger wird gest�tzt auf Art. 125 ZGB verpflichtet, der Beklagten folgenden monatlichen Unterhaltsbeitrag zu bezahlen, zahlbar je zum Voraus auf den Ersten des Monats:
- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum
Eintritt der Beklagten ins ordentliche AHV-Alter:�������CHF�������10'120.00
- ab Eintritt der Beklagten ins ordentliche AHV-Alter
bis zum Eintritt des Kl�gers ins ordentliche AHV-Alter:�������CHF�������4'480.00
-- (Indexklausel)..."
Mit Urteil vom 15. Dezember 2015 wies das Obergericht des Kantons Zug eine von A.A.________ dagegen erhobene Berufung ab, soweit darauf einzutreten war, und hiess die Anschlussberufung von B.A.________ mit Bezug auf das G�terrecht gut. Auf die Anschlussberufung gegen den Scheidungspunkt trat das Obergericht nicht ein. Damit blieb der erstinstanzliche Entscheid, soweit er den Unterhalt betrifft, unver�ndert.
Gegen dieses Urteil gelangt A.A.________ (Beschwerdef�hrer) mit Beschwerde gem�ss Art. 72 ff. BGG an das Bundesgericht und verlangt eine Reduktion der Unterhaltsbeitr�ge an B.A.________ (Beschwerdegegnerin) auf folgende Betr�ge:
- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum Wegfall des Unterhaltsbeitrages f�r ein Kind: CHF 7'555.00;
- ab Wegfall des Unterhaltsbeitrages f�r ein Kind: CHF 8'555.00;
- ab Wegfall des Unterhaltsbeitrages auch f�r das zweite Kind:
CHF 9'555.00;
- ab Eintritt der Beklagten ins ordentliche AHV-Alter bis zum Eintritt des Kl�gers ins ordentliche AHV-Alter: CHF 4'480.00."
1.1.�Die Beschwerde richtet sich gegen den Endentscheid einer letzten kantonalen Instanz, die als oberes Gericht �ber die Ehescheidung und �ber verm�gensrechtliche Nebenfolgen der Ehescheidung entschieden hat (Art. 72 Abs. 1, 75 Abs. 1 und 90 BGG). Die Beschwerde unterliegt deshalb keinem Streitwerterfordernis (BGE 137 III 380 E. 1.1 S. 382). Sie ist grunds�tzlich zul�ssig. Der Beschwerdef�hrer ist gem�ss Art. 76 Abs. 1 BGG zur Beschwerde berechtigt und die Beschwerdefrist ist eingehalten (Art. 100 Abs. 1 BGG). Insofern kann auf die Beschwerde eingetreten werden.
1.2.�Mit der Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht in diesem Bereich grunds�tzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG; vgl. zu Art. 106 Abs. 2 BGG) und pr�ft mit freier Kognition, ob der angefochtene Entscheid Recht verletzt.
Das Bundesgericht legt indessen seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diesbez�glich kann die rechtsuchende Partei nur vorbringen, die vorinstanzlichen Feststellungen seien offensichtlich unrichtig (Art. 97 Abs. 1 BGG), das heisst willk�rlich (BGE 135 III 397 E. 1.5 S. 401), oder w�rden auf einer anderen Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG (z.B. Art. 29 Abs. 2 BV oder Art. 8 ZGB) beruhen (Urteil 5A_374/2010 vom 9. Juli 2010 E. 1). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdef�hrer, der die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substantiiert aufzeigen, inwiefern diese Voraussetzungen erf�llt sein sollen (vgl. BGE 136 II 508 E. 1.2 S. 511; 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254). Demgegen�ber gen�gt es nicht, einzelne Beweise anzuf�hren, die anders als im angefochtenen Entscheid gewichtet werden sollen, und dem Bundesgericht in appellatorischer Kritik die eigene Auffassung zu unterbreiten, als ob diesem eine freie Sachverhaltspr�fung zuk�me (vgl. BGE 116 Ia 85 E. 2b S. 88; 140 III 264 E. 2.3 S. 266).
Das Sachgericht kann zur Abkl�rung des Sachverhaltes ein Gutachten erstellen lassen (Art. 168 Abs. 1 Bst. d ZPO). F�r die Erstellung eines gerichtlichen Gutachtens enth�lt die ZPO besondere Regeln (Art. 183 ff. ZPO). Auch ein gerichtlich angeordnetes Gutachten hat aber das Gericht zu w�rdigen. Es ist weder an die einzelnen Feststellungen noch an die Folgerungen des Gutachters gebunden. Anders verh�lt es sich nur bei einem Schiedsgutachten (Art. 189 ZPO). Weil es sich beim Gutachter aber regelm�ssig um eine f�r die Kl�rung der entsprechenden Frage besonders qualifizierte Person handelt, setzt ein Abweichen von seinen Feststellungen und Folgerungen immer auch eine schl�ssige Begr�ndung voraus. Soweit es um Sachverhaltsfragen geht, stellt die W�rdigung des Gutachtens durch das Sachgericht eine Tatsachenfeststellung dar, welche das Bundesgericht in der dargelegten Weise bindet. Vom Bundesgericht frei zu pr�fende Rechtsfrage ist demgegen�ber die rechtliche Einordnung der einzelnen tats�chlichen Feststellungen. Sie sollte grunds�tzlich nicht Gegenstand eines Sachverst�ndigengutachtens sein, auch wenn Gutachter dazu immer wieder auch Stellung nehmen (BGE 130 I 337 E. 5.4 S. 345; Urteil 5A_478/2013 vom 6. November 2013 E. 4.1, in: FamPra.ch 2014 S. 405).
Der Beschwerdef�hrer macht einerseits geltend, die Vorinstanz sei ohne nachvollziehbare Begr�ndung von den Feststellungen und den Folgerungen des Gutachters abgewichen. Das kann als zul�ssige Willk�rr�ge interpretiert werden. Zudem macht er geltend, die Vorinstanz habe die Rangordnung der verschiedenen Unterhaltsforderungen verkannt, was unbestrittenermassen eine Rechtsfrage ist. Auf die Beschwerde ist somit grunds�tzlich einzutreten.
Kantonsgericht und Obergericht haben f�r die Festsetzung des Unterhalts die sogenannte einstufige Methode angewendet. Sie haben zuerst die Unterhaltsbed�rfnisse beider Parteien errechnet, sodann ber�cksichtigt, was die Unterhalt fordernde Partei selber leisten kann, und alsdann gepr�ft, ob der ins Recht gefasste Schuldner die sich aufgrund der beiden vorgenannten Kriterien ergebende L�cke bezahlen kann, ohne sich bez�glich seiner eigenen Unterhaltsbed�rfnisse einschr�nken zu m�ssen. Dieses Vorgehen entspricht herrschender Praxis und Lehre (vgl. BGE 141 III 465 E. 3.1 S. 468 f. und 140 III 485 E. 3.3 S. 488 f.; je mit Hinweisen; HEINZ HAUSHEER/THOMAS GEISER/REGINA E. AEBI-M�LLER, Das Familienrecht des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, 5. Aufl. 2014, Rz 10.67 S. 165).
3.1.�Hinsichtlich des monatlichen Bedarfs bis zum Erreichen des ordentlichen Rentenalters ist das Obergericht von Fr. 9'400.-- beim Ehemann und von Fr. 12'472.-- bei der Ehefrau ausgegangen. Es hat vom Bedarf der Ehefrau deren Eigenversorgungskapazit�t von monatlich Fr. 2'350.-- in Abzug gebracht, was einen Fehlbetrag zur Deckung des geb�hrenden Unterhalts von monatlich rund Fr. 10'120.-- ergeben hat. F�r den Ehemann hat das Obergericht ein Einkommen von insgesamt Fr. 307'500.-- pro Jahr bzw. von Fr. 25'625.-- monatlich festgestellt, bestehend aus seinem Nettoeinkommen (Fr. 168'300.--), Mietertrag (Fr. 9'359.---), Verm�gensertrag (Fr. 30'240.--) sowie dem vor Bundesgericht streitigen Betrag von Fr. 99'600.-- j�hrlich, den der Ehemann in seinem eigenen Unternehmen zur Substanzbildung verwendet hat, nach Auffassung des Gerichts aber h�tte aussch�tten k�nnen. Selbst wenn die Unterhaltsbeitr�ge an die beiden vollj�hrigen Kinder von je Fr. 2'000.-- ber�cksichtigt w�rden, k�nne der Beschwerdef�hrer, so hat das Obergericht abschliessend daf�rgehalten, die vom Kantonsgericht festgelegten Fr. 10'120.-- aus seinem laufenden Einkommen monatlich als nachehelichen Unterhalt an die Beschwerdegegnerin bezahlen.
3.2.�Die Berechnung der Bed�rfnisse beider Parteien ist grunds�tzlich unbestritten. Diesbez�glich macht der Beschwerdef�hrer nur geltend, bei seinem Bedarf seien auch die Unterhaltszahlungen an die m�ndigen Kinder zu ber�cksichtigen (Beschwerdeschrift, Ziff. 4, S. 9 ff.). Entgegen der bundesgerichtlichen Praxis (BGE 132 III 209 E. 2.3 S. 211 f.; vgl. dazu nun auch den auf den 1. Januar 2017 in Kraft tretenden Art. 276a ZGB, AS 2015 4299, S. 4300 und 4304) gehe der Ehegattenunterhalt dem M�ndigenunterhalt nicht vor. Wie der Beschwerdef�hrer aber selber richtig festh�lt, ist diese Frage nur von Bedeutung, sofern die Leistungskraft des Schuldners nicht ausreicht, um den nachehelichen Unterhalt an den Ehegatten und den Unterhalt an die m�ndigen Kinder vollst�ndig zu decken. Wie noch zu zeigen sein wird, trifft dies aber vorliegend nicht zu, so dass auf diese Frage hier nicht weiter einzugehen ist.
3.3.�Ebenfalls unbestritten ist der Umfang der Leistungsf�higkeit der Beschwerdegegnerin. Ihr hat die Vorinstanz als Einkommen einen Ertrag von 2.5 % auf ihrem Verm�gen angerechnet. Das ist mit Blick auf das derzeitige wirtschaftliche Umfeld ein relativ hoher Ertrag. Der Betrag ist indessen nicht angefochten und damit er�brigen sich auch weitere Ausf�hrungen.
Einzig streitig ist damit, ob der Beschwerdef�hrer den errechneten Betrag an den Unterhalt der Beschwerdegegnerin leisten kann. Mit Blick darauf, dass die Frage, ob der Unterhalt an den geschiedenen Ehegatten oder an die m�ndigen Kinder vorgeht, offen gelassen worden ist (vgl. vorn E. 3.2), ist unbestrittenermassen dieser bei der Leistungskraft des Beschwerdef�hrers mit zu ber�cksichtigen.
4.1.�Kantonsgericht und Obergericht haben in tats�chlicher Hinsicht unangefochten festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer als Gesch�ftsf�hrer bei der E.________ AG angestellt, aber gleichzeitig auch als Alleineigent�mer der an ihr wirtschaftlich Berechtigte ist. Die Vorinstanzen haben daraus den Schluss gezogen, dass es wie bei einem selbstst�ndig Erwerbenden bei ihm bez�glich seiner Leistungsf�higkeit nicht darauf ankommen kann, was er als Lohn und Dividenden aus dem Unternehmen tats�chlich bezogen hat, sondern ausschliesslich darauf, was er aufgrund des Ganges des Unternehmens beziehen kann. Weil die Zukunft stets unbekannt ist, muss diesbez�glich auf die Vergangenheit abgestellt werden. Die erste Instanz hat ein Gutachten �ber die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens erstellen lassen, das die zwischen 1995 und 2008 eingetretene Entwicklung des Unternehmens untersucht hat. Aufgrund dieses Gutachtens sind die kantonalen Gerichte zum Schluss gekommen, der Beschwerdef�hrer h�tte sich neben seinem in den Jahren 2006 bis 2008 tats�chlich bezogenen Betr�gen von j�hrlich netto Fr. 177'980.-- (inkl. Repr�sentationsspesen von Fr. 9'600.--) einen weiteren Nettobetrag von Fr. 99'600.-- pro Jahr ausbezahlen k�nnen, ohne dass dadurch der Fortbestand des Unternehmens gef�hrdet worden w�re. Seine Leistungsf�higkeit wurde somit auf Fr. 277'580.-- festgesetzt.
4.2.�Der Beschwerdef�hrer wirft den kantonalen Gerichten sinngem�ss im Wesentlichen vor, sie seien sowohl von den Feststellungen wie auch von den Folgerungen des Gutachters abgewichen, indem sie nur auf die letzten drei Jahre und nicht auf die ganze vom Gutachter untersuchte Periode abgestellt und die Feststellung �bergangen h�tten, dass eine Aussch�ttung der Substanzzunahme aus Gr�nden der Liquidit�t gar nicht m�glich gewesen w�re. Die Abweichung von den Schl�ssen des Gutachters sei nicht nachvollziehbar (Beschwerdeschrift, Ziff. 2 und 3, S. 4 ff.). Der Beschwerdef�hrer kritisiert damit �ber weite Strecken bloss die Beweisw�rdigung der Vorinstanz, womit er nicht zu h�ren ist. Soweit er die Argumentation der Vorinstanz als nicht nachvollziehbar bezeichnet, kann darin allerdings auch ein Willk�rvorwurf erblickt werden. Schliesslich wendet er sich auch gegen das Ausmass, in dem von ihm ein Bezug des Substanzzuwachses verlangt wird.
4.3.�Soweit der Beschwerdef�hrer dem Obergericht Willk�r vorwerfen will, ist zu beachten, dass Beweisw�rdigung nach st�ndiger Praxis nicht schon dann willk�rlich ist, wenn eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint (BGE 141 V 385 E. 4.1 S. 390). Willk�r in der Sachverhaltsfeststellung und in der Beweisw�rdigung liegt nur vor, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges Beweismittel, das f�r den Entscheid wesentlich sein k�nnte, unber�cksichtigt gelassen hat oder wenn es auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen getroffen hat. Vorausgesetzt ist dabei, dass die angefochtene Tatsachenermittlung den Entscheid im Ergebnis und nicht bloss in der Begr�ndung als willk�rlich erscheinen l�sst (Art. 9 BV; BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9). Diese Voraussetzungen k�nnen gegeben sein, wenn die Begr�ndung f�r eine auf den Sachverhalt bezogene Schlussfolgerung aufgrund der vom Gericht ber�cksichtigten Tatsachen schlicht nicht nachvollziehbar ist.
4.4.�Diese Voraussetzungen sind im zu beurteilenden Fall aber aus nachstehenden Gr�nden in keiner Weise gegeben:
4.4.1.�Gem�ss Gutachten hat der Beschwerdef�hrer in den Jahren 1994 bis 2008 j�hrlich im Durchschnitt Fr. 272'200.-- an Nettolohn, Privatanteil, Gesch�ftsauto und Dividenden bezogen. Im Gutachten wird ausgef�hrt, das bereinigte Eigenkapital habe 1994 Fr. 999'000.-- und 2008 Fr. 4'016'000.-- betragen. Die effektive Substanz habe um insgesamt Fr. 3'017'000.-- oder Fr. 215'500.-- pro Jahr zugenommen. Damit die E.________ AG in den Jahren 1995 bis 2008 absolut betrachtet keine Substanzzunahme ausweisen w�rde, h�tten die durchschnittlichen j�hrlichen Netto-Bez�ge des Beschwerdef�hrers von Fr. 272'200.-- um Fr. 215'500.-- auf Fr. 487'700.-- erh�ht werden k�nnen. Es sei jedoch zu beachten, dass die E.________ AG von der Liquidit�t her betrachtet gar nicht in der Lage gewesen w�re, massiv h�here Bez�ge an den Beschwerdef�hrer auszusch�tten. F�r eine zus�tzliche Aussch�ttung an den Beschwerdef�hrer h�tten allenfalls die Forderungen der Gesellschaft gegen�ber den Ehegatten A.________�
liquidit�tsneutral�verrechnet werden k�nnen. Der Gutachter war schliesslich der Meinung, dass "�
durch Verrechnung mit den Forderungen gegen�ber Aktion�ren von TCHF 353 und mittels Bardividende von TCHF 120 aus der Ver�usserung des STWEG (...) in der Periode insgesamt TCHF 473 (entspricht im Durchschnitt TCHF 33,8 pro Jahr) zus�tzlich an den Kl�ger ausgesch�ttet h�tte werden k�nnen, ohne dass dadurch die Fortf�hrung der E.________ AG ernsthaft gef�hrdet worden w�re. Bei einer betriebswirtschaftlichen Betrachtungsweise h�tte die E.________ AG in den Jahren 1995 bis 2008 die durchschnittlichen, j�hrlichen Netto-Bez�ge des Kl�gers von TCHF 272,2 um TCHF 33,8 auf TCHF 306 erh�hen k�nnen�" (Ziff. 3.1.2 auf S. 9 des Gutachtens).
4.4.2.�Das Kantonsgericht als Erstinstanz legte seinen Berechnungen nur die Jahre 2006 bis 2008 zugrunde. Es stellte fest, der Beschwerdef�hrer habe durchschnittlich ein Nettoeinkommen von Fr. 177'980.-- (einschliesslich Repr�sentationsspesen von Fr. 9'600.--) pro Jahr bezogen. Zus�tzlich sei aber auch das Einkommen zu ber�cksichtigen, das der Beschwerdef�hrer �ber das effektiv ausbezahlte Nettoeinkommen hinaus aus dem Gewinn der E.________ AG h�tte beziehen k�nnen. Die effektive Substanz des Unternehmens habe in diesen drei Jahren um Fr. 319'000.-- (oder Fr. 106'333.-- pro Jahr) zugenommen, so dass in diesem Umfang weitere Aussch�ttungen m�glich gewesen w�ren, ohne die Fortf�hrung der E.________ AG zu gef�hrden. H�tte der Beschwerdef�hrer diesen Betrag als Lohn bezogen, seien Fr. 106'333.-- als Bruttojahresverg�tung einzusetzen, was einem Nettojahreseinkommen von Fr. 99'600.-- entspreche.
Das Obergericht hat ein j�hrliches Nettoeinkommen von Fr. 168'300.-- festgestellt und im Gegensatz zum Kantonsgericht die Repr�sentationsspesen nicht als Einkommen betrachtet (E. 3.4.6 S. 17). Hinsichtlich der streitigen Aufrechnung von Fr. 99'600.-- hat es dagegen erwogen, das Kantonsgericht habe "richtigerweise die Jahre 2006 bis 2008 als Vergleichsperiode herangezogen und dem Kl�ger zu Rechtein Zusatzeinkommen von netto CHF 99'600.-- angerechnet" (E. 3.4.5 S. 17 des angefochtenen Urteils).
4.4.3.�Es ist eine Frage der Beweisw�rdigung zu bestimmen, welche vergangene Gesch�ftsperiode f�r die Prognose �ber die k�nftigen Ertr�ge eines Unternehmens massgebend sein soll. Die kantonalen Gerichte haben hier - anders als der Gutachter - nur auf die letzten drei Jahre abgestellt. Es liegt auf der Hand, dass die Ertragskraft eines Unternehmens in der Zeit sehr stark variieren kann. Es rechtfertigt sich von daher gesehen ohne weiteres, nur auf die letzten drei Jahre abzustellen.
4.4.4.�Der Beschwerdef�hrer r�gt ferner, zwar habe der Gutachter f�r die Jahre 1995-2008 eine Substanzzunahme von durchschnittlich j�hrlich Fr. 215'500.-- festgestellt, gleichzeitig aber festgehalten, dass die E.________ AG (erstens) mangels gen�gender Liquidit�t und (zweitens) zufolge notwendiger Investitionen gar nicht in der Lage gewesen w�re, Aussch�ttungen in der H�he der Substanzzunahme vorzunehmen.
Der Beschwerdef�hrer m�sste Willk�r in der Sachverhaltsfeststellung r�gen, wonach er in der Lage sei, im Umfang der Substanzzunahme Aussch�ttungen an sich selbst zu t�tigen und so seine liquiden Mittel zu erh�hen. Es gen�gt aber nicht, auf den Gutachter Bezug zu nehmen, selbst wenn dieser tats�chlich ausgef�hrt hat, dass die E.________ AG von der Liquidit�t her betrachtet gar nicht in der Lage gewesen w�re, massiv h�here Bez�ge an den Beschwerdef�hrer auszusch�tten. F�r eine zus�tzliche Aussch�ttung an den Beschwerdef�hrer h�tten allenfalls die Forderungen der Gesellschaft gegen�ber den Ehegatten A.________�
liquidit�tsneutral�verrechnet werden k�nnen. Der Gutachter (S. 7) ist von durchschnittlichen Bez�gen von Fr. 272'188.-- ausgegangen und hat befunden, f�r dar�ber hinaus gehende Aussch�ttungen habe es an der Liquidit�t gefehlt. Das Obergericht wiederum ist von einem Nettoeinkommen von Fr. 168'300.-- ausgegangen und hat Fr. 99'600.-- aufgerechnet zu einem Total von Fr. 267'900.--. Dieser Betrag liegt tiefer als die durchschnittlichen Bez�ge 1994-2008. Bei dieser Ausgangslage m�sste der Beschwerdef�hrer detailliert aufzeigen (E. 1.2 oben), inwiefern sich der Gesch�ftsgang derart verschlechtert hat, dass es nicht mehr m�glich sei, den Durchschnitt der Jahre 1994-2008 auszusch�tten. Das tut er nicht.
4.4.5.�Insgesamt ist es nicht willk�rlich, wenn das Obergericht dem Gutachten entnommen hat, dass von der Liquidit�t her Fr. 267'900.-- j�hrlich h�tten ausbezahlt werden k�nnen und damit auch von diesem Einkommen f�r die Zukunft ausgegangen werden darf. Die Argumentation der Vorinstanz ist somit in sich schl�ssig und kann sich auf das Gutachten abst�tzen.
4.5.�Es kann sich aber sehr wohl fragen, ob es einem Unternehmer zumutbar ist, f�r den Unterhalt der Familie auf einen Substanzzuwachs seines Unternehmens zu verzichten. Trennen sich Ehegatten oder scheiden sie, ist die Aufrechterhaltung der bisherigen Lebenshaltung meist mit zus�tzlichen Kosten verbunden, weil getrennte Haushaltungen teurer sind als ein gemeinsamer. Diese Mehrkosten sind durch eine K�rzung der bisherigen Sparquote zu tragen, welche dadurch auch vollst�ndig entfallen kann. Nur wenn diese nicht ausreicht, m�ssen sich beide Parteien Abstriche bei ihrer bisherigen Lebenshaltung gefallen lassen. Verbleiben demgegen�ber noch weitere Mittel, muss die Sparquote nicht mit der anderen Partei geteilt werden, weil es nicht um eine Verm�gensumverteilung geht (BGE 121 I 97 E. 3b S. 100, den Unterhalt im Massnahmenverfahren betreffend; f�r den nachehelichen Unterhalt: Urteil 5C.278/2000 vom 4. April 2001 E. 3b, in: ZBJV 138/2002 S. 35; vgl. zum Ganzen: HEINZ HAUSHEER/ANNETTE SPYCHER, Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Aufl. 2010, Rz. 05.173 S. 331 f.).
Das gilt auch f�r einen Unternehmerehegatten. Selbst wenn der Ausbau eines Unternehmens f�r dessen prosperierenden Weiterbestand sehr wohl wichtig sein kann, handelt es sich dabei dennoch um Verm�gensaufbau. Der Unterhalt fordernde Ehegatte muss sich aber keine Einschr�nkung seiner eigenen Lebenshaltung gefallen lassen, bloss damit der andere Ehegatte sein Unternehmen weiter aus- und damit weiteres Verm�gen aufbauen kann. Muss ein Unternehmen Aussch�ttungen in einem Umfang vornehmen, der es nicht erlaubt, weitere Substanz aufzubauen, sind damit zweifellos gewisse Risiken verbunden. Die kantonalen Gerichte sind aber auch bei der Leistungsf�higkeit der Beschwerdegegnerin von einem Einkommen aus Verm�gensanlagen ausgegangen, die nicht risikofrei sind (E. 3.3 oben). Im heutigen wirtschaftlichen Umfeld sind Ertr�ge von 2.5% (netto) nur bei Anlagen mit Risiko m�glich. Von daher gesehen ist auch nicht zu beanstanden, dass das Gericht bei der Berechnung der Leistungskraft des Beschwerdef�hrers keinen Betrag f�r den Substanzzuwachs seines Unternehmens vorgesehen hat.
Die Leistungskraft des Beschwerdef�hrers erweist sich somit als ohne weiteres ausreichend, um sowohl den f�r die Beschwerdegegnerin von der Vorinstanz festgesetzten Unterhaltsbeitrag wie auch die Unterhaltsbeitr�ge an die erwachsenen Kinder zu bezahlen.
Insgesamt ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Gem�ss dem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Beschwerdeantworten sind keine eingeholt worden, so dass auch keine Kosten entstanden sind, die zu entsch�digen w�ren.
Eine Parteientsch�digung wird nicht zugesprochen.