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Timestamp: 2016-10-25 01:28:09
Document Index: 282718565

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 4', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE']

K.________, geboren 1954, hatte am 1. Januar 2001 einen Autounfall erlitten und bezog seit dem 1. Januar 2002 eine Invalidenrente, seit dem 1. Februar 2003 eine halbe Rente bei einem Invalidit�tsgrad von 53 % (Verf�gungen vom 8. Januar 2004 und Einspracheentscheid vom 10. M�rz 2004). Im Zuge eines von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahrens liess die IV-Stelle des Kantons Graub�nden K.________ erneut durch das medizinische Abkl�rungsinstitut X.________ abkl�ren und lehnte gest�tzt auf dessen Gutachten vom 4. Juni 2009 eine Rentenerh�hung ab (Verf�gung vom 10. November 2010).
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden mit Entscheid vom 13. Dezember 2011 ab.
K.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei die Sache zu weiteren Abkl�rungen zur�ckzuweisen.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze zur Invalidit�t (Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG) insbesondere bei Beeintr�chtigungen der psychischen Gesundheit (BGE 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; 127 V 294 E. 4c in fine S. 298) und namentlich bei pathogenetisch (�tiologisch) unklaren syndromalen Zust�nden (BGE 136 V 279 E. 3.2 S. 281 f.; 132 V 393 E. 3.2 S. 399; 132 V 65 E. 4.2.1 S. 70 f.; 131 V 49 E. 1.2 S. 50; 130 V 396 E. 5.3.2 S. 398 f.; 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353, E. 2.2.3 S. 354 f.; SVR 2008 IV Nr. 23 S. 71, I 683/06 E. 2.2), zur Rentenrevision (Art. 17 ATSG; BGE 133 V 108; 130 V 343; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 75 f.) sowie zum Beweiswert von Arztberichten und medizinischen Gutachten (BGE 135 V 465 E. 4.3 S. 468 ff.; 125 V 351 E. 3 S. 352 ff.) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Die Vorinstanz hat dem Gutachten des medizinischen Abkl�rungsinstituts X.________ vom 4. Juni 2009 vollen Beweiswert zuerkannt und gest�tzt darauf festgestellt, dass eine rentenrelevante Verschlechterung im massgeblichen Vergleichszeitraum seit der Zusprechung einer halben Rente mit Verf�gung vom 8. Januar 2004 nicht eingetreten sei.
Der Versicherte macht geltend, die neu diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzst�rung sei seiner Auffassung nach nicht �berwindbar und f�hre zu einer vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit. Das Erfordernis der Komorbidit�t sei mit der rezidivierenden depressiven St�rung, gegenw�rtig mittelgradige Episode, ebenso erf�llt wie die Alternativkriterien, wobei er sich namentlich auf eine mittlerweile deutliche soziale Isolation sowie seine chronischen k�rperlichen Begleiterkrankungen beruft.
5.1 Gem�ss Gutachten des medizinischen Abkl�rungsinstituts X.________ vom 4. Juni 2009, welches das kantonale Gericht einl�sslich gew�rdigt und mit dem Vorgutachten vom 22. Mai 2003 verglichen hat, wird dem Beschwerdef�hrer in einer leidensangepassten T�tigkeit wie bis anhin eine 50%ige Arbeitsf�higkeit attestiert. Hinsichtlich der hier allein streitigen Einschr�nkung aus psychischer Sicht ergab sich eine �nderung insofern, als die Experten nunmehr zus�tzlich zu der schon im ersten Gutachten festgestellten rezidivierenden depressiven St�rung, gegenw�rtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung (ICD-10 F45.4) diagnostizierten, w�hrend der Versicherte gem�ss Vorgutachten noch unter einer Entwicklung k�rperlicher Symptome aus psychischen Gr�nden (ICD-10 F68.0) gelitten hatte.
5.2 Der gutachtlichen Einsch�tzung einer unver�nderten Arbeitsf�higkeit von 50 % ist das kantonale Gericht nach eingehenden Ausf�hrungen namentlich auch zur �berwindbarkeit der somatoformen Schmerzst�rung gefolgt. Es konnte keine konkreten Indizien eruieren, welche gegen die Zuverl�ssigkeit des Gutachtens der externen Spezial�rzte gesprochen h�tten (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 S. 227; 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 125 V 351 E. 3b/bb S. 353).
Seine Beurteilung ist mit Blick auf die vorgebrachten R�gen auch letztinstanzlich nicht zu beanstanden.
5.3 Rechtsprechungsgem�ss ist eine depressive St�rung wie die vorliegende in der Regel nicht als andauernde, von depressiven Verstimmungszust�nden unterscheidbare Depression im Sinne eines verselbstst�ndigten Gesundheitsschadens zu qualifizieren, welche es der betroffenen Person verunm�glichen w�rde, die Folgen der somatoformen Schmerzst�rung zu �berwinden (in SVR 2011 IV Nr. 57 S. 171 nicht publizierte E. 6.2.2.2 des Urteils 8C_958/2010 vom 25. Februar 2011).
Demgegen�ber ist die zumutbare Willenskraft, derer es f�r eine Schmerz�berwindung bedarf, nach Auffassung des kantonalen Gerichts, welche einl�sslich und sorgf�ltig dargelegt und begr�ndet wird, unter Ber�cksichtigung der hier vorliegenden Umst�nde vermindert. In �bereinstimmung mit den Experten geht das kantonale Gericht von einer um 50 % eingeschr�nkten Arbeitsf�higkeit aus.
Dass sich der Beschwerdef�hrer deutlich - und allenfalls seit der letzten Begutachtung noch vermehrt - sozial isoliere und an chronischen k�rperlichen Beschwerden leide (welches Alternativkriterium das kantonale Gericht als einziges als gegeben erachtet hat), vermag mit Blick auf die eingeschr�nkte Kognition des Bundesgerichts eine offensichtliche Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung oder eine Rechtsverletzung nicht zu begr�nden und in Anbetracht der dargelegten Rechtsprechung insbesondere die Annahme eines noch weitergehenden Ausmasses der Arbeitsunf�higkeit nicht zu rechtfertigen. Im Gutachten wird denn auch ausdr�cklich ausgef�hrt, dass sich der psychische Gesundheitszustand nicht verschlechtert habe, woran die neue Diagnosestellung nichts zu �ndern vermag.
Auf die Zul�ssigkeit des letztinstanzlich neu eingereichten psychiatrischen Berichts vom 21. Dezember 2011 (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG) sowie die R�ge, dass die Gutachter keine Fremdanamnesen erhoben h�tten und die Vorinstanz zu Unrecht die beantragten Zeugen nicht befragt habe, ist auch deshalb nicht weiter einzugehen, weil die geltend gemachte vollst�ndige Wesensver�nderung in den Akten keine St�tze findet, wobei hier nur der Zeitraum bis zum Erlass der Verf�gung vom 10. November 2010 zu ber�cksichtigen ist (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220; 129 V 167 E. 1 S. 169). So ist den beiden Gutachten des medizinischen Abkl�rungsinstituts X.________ etwa hinsichtlich der vom Beschwerdef�hrer angegebenen Tagesaktivit�ten nichts grundlegend Unterschiedliches zu entnehmen und l�sst sich anhand seiner Angaben auch nicht darauf schliessen, dass er seit und wegen dem Unfall auf Freizeitbesch�ftigungen und soziale Kontakte verzichten w�rde. Weitere diesbez�gliche Abkl�rungen sind nicht angezeigt.
5.4 Damit ist gem�ss den vorinstanzlichen Feststellungen, an welche das Bundesgericht gebunden ist, keine rentenrelevante Ver�nderung des psychischen Gesundheitszustandes eingetreten.
5.5 Anzuf�gen bleibt, dass sich die Leistungseinbussen aus somatischer (ebenfalls um 50 %) und aus psychiatrischer Sicht gem�ss gutachtlicher Gesamtbeurteilung erg�nzen, nicht addieren, da die gleichen Zeitabschnitte zum Einlegen von Pausen und zur Erholung genutzt werden k�nnten.
Da die Revisionsvoraussetzungen mangels Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht erf�llt sind, hat das kantonale Gericht zu Recht keine neue Invalidit�tsbemessung durchgef�hrt, was auch letztinstanzlich nicht beanstandet wird. Es bleibt damit entsprechend der urspr�nglichen Rentenverf�gung vom 8. Januar 2004 beziehungsweise gem�ss Einspracheentscheid vom 10. M�rz 2004, welcher unangefochten geblieben ist, beim ermittelten Invalidit�tsgrad von 53 % und der mit Wirkung ab 1. Februar 2003 zugesprochenen halben Invalidenrente.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, der Ausgleichskasse Panvica, Bern, und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.