Source: http://xn--ringheiligtum-pmmelte-vec.de/aktuelles/zielgruppen-und-beschaeftigungsfoerderung/agh-fuer-fluechtlinge/
Timestamp: 2019-06-20 09:49:46
Document Index: 202584221

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 16', '§ 5', '§ 5', '§ 16', '§ 29', '§5', '§16']

Salzlandkreis | AGH für Flüchtlinge
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Aufruf zur Teilnahme an der Förderung zum Landesprogramm zur sozialen und beruflichen Integration von Flüchtlingen mit guter Bleibeperspektive
Das Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen Anhalt hat ein Landesprogramm zur Unterstützung der sozialen und beruflichen Integration von Flüchtlingen mit guter Bleibeperspektive (Zielgruppe)¹ aufgelegt.
Arbeitsgelegenheiten2 (AGH) nach § 5 Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) oder nach § 16 d Sozialgesetzbuch II (SGB II) stellen eine Möglichkeit dar, auf niederschwelligen Niveau Zugang zu einer Beschäftigung zu finden. Die Beschäftigungsfähigkeit soll entwickelt und gestärkt werden.
Durch die Zielgruppe ergibt sich ein höherer Aufwand bei der Betreuung und Begleitung während der Beschäftigungszeit in einer Arbeitsgelegenheit.
Diesen soll durch die Förderung Rechnung getragen werden.
Im Salzlandkreis wird angestrebt, insgesamt 95 Teilnehmerplätze mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 20 h für die Betreuung und Begleitung im Rahmen von vorhandenen Arbeitsgelegenheiten einzurichten:
75 TN-Plätzen nach § 5 Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) für die Regionen Bernburg, Bördeland, Barby, Calbe, Schönebeck, Staßfurt, Saale-Wipper sowie
20 TN-Plätze (10 nach § 5 Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) und 10 nach § 16 d Sozialgesetzbuch II (SGB II) ) für die Region Aschersleben.
Die individuelle Verweildauer der Teilnehmer soll im Regelfall 6 Monate betragen.
Die Teilnehmer der AGH erhalten eine Mehraufwandentschädigung von 1,05 € je Stunde.
Ein Projekt soll eine Kapazität von mindestens 20 Teilnehmerplätzen haben.
Der Maßnahmen sind für den Zeitraum 01.06.2016 – 30.11.2016 geplant
1 Zielgruppe:
Flüchtlinge mit hoher Bleibeperspektive nach Aufteilung auf die Gebietskörperschaften sind insbesondere:
o Asylantrag ist ggf. noch nicht gestellt – die Person ist nicht aus einem sicheren Herkunftsland
o Asylantrag ist gestellt – die Person ist nicht aus einem sichern Herkunftsland
o Asylantrag ist positiv entschieden = anerkannter Flüchtling.
Die Zuweisung erfolgt durch die jeweils zuständige Stelle nach SGB II bzw. AsylbLG.
Personen aus einem sicheren Herkunftsland sind nicht förderfähig (Anlage II zu § 29 a Asylgesetz vom 20.11. 2015.
Die inhaltlichen Felder für die AHG sind grundsätzlich die gleichen, wie bei allen regulären AGHs.
Siehe Infoblatt des Jobcenters Salzlandkreis
Wer kann sich an der Förderung beteiligen?
Juristische Personen des öffentlichen Rechts und Einrichtungen des privaten Rechts mit Sitz oder Betriebsstätte in Sachsen-Anhalt.
Die fachliche Qualität und Zuverlässigkeit des Antragstellers ist dauerhaft sicherzustellen.
Es werden Projekte zur Begleitung und Betreuung von Flüchtlingen mit guter Bleibeperspektive während ihrer Beschäftigung in AGH gefördert.
Das Landesprogramm umfasst
a) sozialpädagogische Betreuung und Anleitung während der Beschäftigung in einer AGH
b) die Koordinierung ergänzender bzw. weiterführender Maßnahmen, wie z. B. Deutschunterricht, sowie
c) Sprachmittlung.
Die AGH selbst und der Deutschunterricht ist nicht Teil der Förderung.
Die Projektlaufzeit gemäß Landesprogramm endet am 31.12.2016 und grundsätzlich mit der Beendigung der AGH.
Zuwendungsfähig sind die unmittelbaren mit der Durchführung des Projektes entstandenen Personalausgaben und ggf. Honorare auf Realkostenbasis.
Die Förderung beträgt höchstens 200 € pro Teilnehmerplatz und Monat.
Die nicht förderfähigen Ausgaben müssen aus Eigen- oder Drittmitteln finanziert werden.
Projektauswahl und Antragsstellung
Die zu fördernden Projekte werden im Rahmen eines zweistufigen Verfahrens ausgewählt.
Der Wettbewerb bildet die Vorstufe zum Antragsverfahren. Dabei wählt der Regionale Arbeitskreis (RAK) aus den eingereichten Projektvorschlägen die zu fördernden Projekte aus und gibt ein Votum ab. Das Votum umfasst dabei das Begleit- und Betreuungsprojekt und die entsprechenden korrespondierende(n) AGH.
Bei positiver Entscheidung durch den Regionalen Arbeitskreis (RAK) zu einem Projekt erfolgt die Aufforderung zur Antragsabgabe bei der bewilligenden Stelle (Förderservice GmbH der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, FSIB).
Es werden nur Projektideen in das Auswahlverfahren aufgenommen, die folgende Kriterien erfüllen:
Ein Projekt soll eine Kapazität von mindestens 20 Teilnehmerplätzen haben, deren Besetzung durchgehend sicherzustellen ist.
Die Vorlage eines Konzeptes oder Antrages für eine Arbeitsgelegenheit nach §5 AsylbLG oder §16d SGB II für die Zielgruppe der Flüchtlinge mit guter Bleibeperspektive an die die Begleitung und Betreuung nach Landesprogramm gekoppelt werden sollund einer Förderzusage zur Durchführung dieser Arbeitsgelegenheit durch die dafür zuständige Stelle, einschließlich der Zahl der Teilnehmerplätze.
Ein aussagefähiges fachliches Konzept für das Projekt zur Begleitung und Betreuung der Teilnehmenden in den Arbeitsgelegenheiten, in dem die vorgesehenen Aufgaben für Betreuung und Anleitung, Koordinierung und Sprachmittlung in der Arbeitsgelegenheit darzustellen sind.
Das Konzept muss Angaben zum geplanten Personaleinsatz, einschließlich Stellenbeschreibungen, Stellenanteilen und geplanter Vergütung enthalten.
Verbindliche Grundlage für die Förderung sind die „Fördergrundsätze zum Landesprogramm über die Gewährung von Zuwendungen für Projekte zur sozialen und beruflichen Integration von Flüchtlingen mit guter Bleibeperspektive“ vom 01.03.2016.
Durch die Einreichung eines Projektvorschlages entsteht kein Rechtsanspruch auf Förderung.
Es erfolgt keine Erstattung der mit der Einreichung verbundenen Aufwendungen.
Die Unterlagen sind vollständig und in doppelter Ausführung einzureichen.
Die Projektvorschläge sind auf dem Postweg bis zum 03.06.2016 (Posteingangsstempel) zu richten an
Der Projektvorschlag ist in einem verschlossenen Briefumschlag mit Hinweis auf den Wettbewerb „AGH Flüchtlinge“ einzureichen.
Später eingehende Projektvorschläge bzw. Nachreichungen können nicht berücksichtigt werden.
Fragen zur Förderung senden Sie bitte an