Source: http://sso-zug.ch/zaz_behoerden_ssozug.html
Timestamp: 2019-03-23 04:50:04
Document Index: 222437976

Matched Legal Cases: ['§22', '§ 23', '§ 35', '§ 36', '§37', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 175']

Behörden und Obrigkeiten
Das Gesundheitsgesetz (PDF) des Kantons Zug ist per 1.3.2009 in Kraft getreten - folgende Paragraphen sind speziell zu beachten: §22 (Privatapotheke), § 23 (Notfalldienst), § 35 (Aufklärungspflicht), § 36 (Krankengeschichte), §37 (Berufsgeheimnis). Das Gesundheitsgesetz wird durch die Gesundheitsverordnung (PDF) und die Heilmittelverordnung (PDF) präzisiert.
SSO-Mitglieder können sich im SSO-Shop (Website) einloggen und die Vollversion des KVG-Atlas herunterladen.
Zusätzlich zu den jährlichen Ergänzungsleistungen können sich Personen mit einem Anspruch auf EL Kosten für die zahnärztliche Behandlung (einfache, wirtschaftliche und zweckmässige Behandlung) rückerstatten lassen. Die Kosten werden dem Patienten direkt vergütet; die Abtretungserklärung auf dem Patientenbegleitblatt (PDF) erlaubt dem Zahnarzt die direkte Abrechnung mit der Sozialversicherung. Ein Kostenvoranschlag wird zur Absicherung empfohlen, wenn die geplanten Behandlungskosten den Betrag von CHF 2'000.- übersteigen.
Der kantonale Begutachter für Asyl- und Sozialhilfefälle der SSO Zug hat ein eigenes Merkblatt Zahnbehandlung Asylsuchende und anerkannte Flüchtlinge im Kanton Zug (PDF) verfasst.
Die MV wird seit dem 1. Juli 2005 von der SUVA als eigenständige Sozialversicherung geführt. Für die Anmeldung der Versicherten gilt das Wohnsitzprinzip. Die Leistungen sind unter Anwendung des UV/MV-Tarifs (Dentotar) direkt der MV in Rechnung zu stellen.
Die Röntgenverordnung vom 26. April 2017 über den Strahlenschutz bei medizinischen Röntgensystemen definiert in Art. 26-32 die Qualitätssicherung des gesamten Röntgensystems. Die minimalen Anforderungen an die Periodizität der Qualitätssicherung richten sich nach Anhang 11 (Art. 27):
Bildwiedergabe- und Bilddokumentationsystem: wöchentlich Konstanzprüfung
Bildempfangssystem: jährlich Konstanzprüfung und alle 6 Jahre Wartung und Zustandsprüfung
Röntgenanlage (Tubusgerät/OPT/DVT): jährlich Konstanzprüfung und alle 6 Jahre Wartung und Zustandsprüfung
Der Artikel im SDJ "Änderungen im zahnärztlichen Röntgen per 1.1.2018" (PDF) informiert über das neue Strahlenschutzrecht. Die Strahlenschutzverordnung StSV gebietet in Art. 175 eine Fortbildung pro 5 Jahre für alle Personen, die Umgang mit ionisierender Strahlung haben. Der Inhaber einer Röntgenbewilligung ist verpflichtet, die Dosimetrie sowie die Aus- und Fortbildung der Betriebsangehörigen zu koordinieren und zu dokumentieren.
Sterilisation, Aufbereitung von Medizinprodukten MEP
Sterilisationsapparate sind nach den Anweisungen des Herstellers zu betreiben, in den vorgegeben Intervallen zu warten und auf Funktionstüchtigkeit zu prüfen (Revalidierung). Die relevanten Sterilisationsparameter Druck, Temperatur und Zeit müssen eingehalten und im Sterilisationsjournal protokolliert werden. Zur Prozesskontrolle ist bei jedem Sterilisationszyklus (Charge) mindestens ein physikalisch-chemischer Indikator der Klasse 5 oder 6 einzusetzen. Zusätzlich wird mit dem Helixtest einmal pro Woche die optimale Dampfdurchdringung geprüft. Über Wartung und Kontrollen ist für jeden Sterilisator ein Gerätejournal zu führen. Die Rückverfolgbarkeit jedes Instrumentes auf Patientenebene, d. h. bis in die Krankengeschichte, ist je nach Komplexität des Eingriffes sinnvoll, aber nicht zwingend vorgeschrieben.
Es gelten die Vorgaben der Medizinrodukteverordnung MepV sowie die zusammen mit der SSO erarbeitete Checkliste der Vereinigung der Kantonsapotheker. Diese Checkliste der KIGAP (PDF) und die SSO-Qualitätsleitlinien Praxishygiene (PDF) dienen als hilfreicher Leitfaden für die Selbstüberwachung bei der Aufbereitung von unkritischen, semikritischen und kritischen MEP.
Bei der Neu- oder Ersatzbeschaffung eines Autoklaven muss sichergestellt werden, dass dieser über ein Prionenprogramm (134°C, 18 Minuten) verfügt.
- Literatursammlung zur Aufbereitung von Medizinprodukten
Bei einem Zahnarztwechsel oder beim Einholen einer Second Opinion muss der Patient aus Datenschutzgründen die bestehenden Dokumente wie Röntgenbilder oder Kopien der Krankengeschichte beim Zahnarzt anfordern. Am einfachsten werden alle Dokumente (eingeschrieben) an den Patienten zu Handen des weiterbehandelnden Zahnarztes geschickt; im Begleitbrief werden die beigelegten Dokumente genau aufgelistet. Soll ein Direktversand an den Zahnarzt erfolgen, muss der Patient diesen Auftrag (schriftlich) erteilen. In diesem Fall werden die Dokumente eingeschrieben an den Zahnarzt und eine Kopie des Begleitschreibens an den Patienten gesandt..
Die unverschlüsselte elektronische Post gewährleistet keine Vertraulichkeit. Das unverschlüsselte Senden von geschützten Patientendaten und Röntgenbildern via eMail ist rechtswidrig und somit strafbar.
Summe der verkauften Medikamente, medizinischen Hilfsmittel sowie Prophylaxeartikel
Technikkosten für abnehmbare Prothetik und kieferorthopädische Apparaturen
Abgeltungen für die Infrastruktur und das Personal
Für Umsätze bis CHF 100'000.– pro Jahr besteht keine Mehrwertsteuerpflicht. Konsultieren Sie zu diesen Fragen unbedingt Ihren Treuhänder resp. Steuerberater.
Das Medizinalberuferegister (Weblink) dient der Information und dem Schutz der Patienten, dient auch der Qualitätssicherung, erhöht die Transparenz und erleichtert die Zusammenarbeit zwischen den kantonalen Behörden.