Source: https://archivalia.hypotheses.org/date/2008/04/09
Timestamp: 2020-07-02 07:11:52
Document Index: 232899860

Matched Legal Cases: ['§ 53', '§ 53', '§ 72', 'BGH', 'BGH', '§ 72', '§ 72', '§ 72', 'BGH']

09 | April | 2008 | Archivalia
http://openaccess.eprints.org/index.php?/archives/386-Dont-Risk-Getting-Less-By-Needlessly-Demanding-More.html
Peter Suber has answered at
http://www.earlham.edu/~peters/fos/2008/04/price-and-permission-barriers-again.html
Peter Murray-Rust (and I) have often argued that permission barriers
must be removed. See e.g.
http://archiv.twoday.net/stories/4409408
http://archiv.twoday.net/stories/4356023 (and earlyer posts)
MacCallum CJ (2007) When Is Open Access Not Open Access? PLoS Biol
5(10): e285 doi:10.1371/journal.pbio.0050285
On the recent discussion on textmining and PubMedCentral:
http://www.earlham.edu/~peters/fos/2008/04/text-mining-licensed-non-oa-literature.html
http://researchremix.wordpress.com/2008/04/07/non-oa-full-text-for-text-mining
http://wwmm.ch.cam.ac.uk/blogs/murrayrust/?p=1026
Harnad writes: „OA is free online access. With that comes,
automatically, the individual capability of linking, reading,
downloading, storing, printing off, and data-mining (locally).“
„Data-mining (locally)“ is nonsense. If I have to mine 1000 articles
and are allowed to download automatically 10 articles/day I have to
wait 100 days.
Harnad repeats his ideas as mantras. We can do the same:
There are scholars and scientists outside the U.S. under more rigid
copyright regimes without Fair Use.
Let’s have a closer look on the German Copyright law:
It is allowed to make copies for scholarly use if and only if
(i) there are good reasons
(ii) there is no commercial goal („keinen gewerblichen Zwecken dient“).
In my humble opinion medical research in a pharma business is
(i) research according BBB
A scientist in this company may according German law (since January 1, 2008) NOT
(i) make copies of scholarly articles (§ 53 Abs. 2 Nr. 2 UrhG) for scholarly use
(ii) data-mining.
On the problems of the new commercial clausula for universities
(„Drittmittelforschung“) see (in German) the position of the
Urheberrechtsbündnis:
http://www.dfn.de/fileadmin/3Beratung/Recht/Expertise-3-korb-urhg.pdf
§ 53 Abs. 2 Nr. 4 allows him making copies (of some articles in a
journal issue) on paper or for non-digital use only. Because data
mining needs digital use our German pharma scientist has only a chance
to mine the CC-BY subset of OA publications (most hybrid journals have
AFAIK CC-BY-NC).
(i) OA is important for all researchers (including commercial research).
(ii) Commercial medical research is important for world’s health problems.
(iii) Data-mining is a new scientific way to solve medical problems.
(iii) Business companies engaged in commercial research cannot and
will not afford journal licenses for large-scale data-mining.
(SCNR: How many people must die because an OA guru says „There is a
need to update BBB“ and denies the need of re-use?)
There is a simple solution (I will repeat it because it is important
like a mantra):
* MAKE ALL RESEARCH RESULTS CC-BY
Wiener (Foto-)Galerie Momentum: "Ich ist eine andere"
Der Standard verweist in seiner Besprechung in der Print-Ausgabe, 10.4.2008, auf folgende, „archivische“ Arbeiten:
“ …. Näher an das Thema Selbsterforschung führen dann wieder die Collagen von Anja Manfredi, die ein Archiv von Bewegungsabläufen, Posen und Gesten angelegt hat, . ….“
http://derstandard.at/?url=/?id=3296685
http://www.momentum.co.at
Archivztat: Herders "Archiv des Volkes" reloaded.
Die NZZ schafft es Herders „Archiv des Volkes“ in einem Essay über gruppendynamische Vorgänge in Fußball und Eishockeystadien unterzubringen:
“ …. hat schon Johann Gottfried Herder 1777 geglaubt, in den Volksliedern ein in kollektiven Prozessen zustandegekommenes «Archiv des Volkes» aufgefunden zu haben, das auch «der Schatz» von Wissenschaft und Religion sei …..“
Endspiel um den "unbezahlbaren Mythos"
„Feilschen um den literarischen Nachlass von Karl May: Das Land Sachsen bietet 3,5 Millionen Euro, der Bamberger Verleger Lothar Schmid verlangt 15 Millionen – somit gibt es kaum noch eine Chance, dass der Nachlass nach Sachsen, der Heimat des legendären „Winnetou“-Autors, zurückkehrt. ….“
http://www.zeit.de/news/artikel/2008/04/09/2509936.xml
Archivalia berichtete zuletzt:
http://archiv.twoday.net/stories/4845357
Vom (Be-)Nutzen der Archive – ein tagesaktuelles Beispiel.
„Das Chinesische Staatsarchiv hat am Montag historische Aufzeichnungen veröffentlich, die zeigen, dass Tibet seit der Yuan-Dynastie (1271-1368) und somit seit mehr als 700 Jahren zum Hoheitsgebiet Chinas gehört.
Die Urkundensammlung beinhaltet unter anderem 15 offizielle Dokumente über die Verleihung von Titeln an tibetische Beamte oder die Etablierung von Ämtern in Tibet durch die Zentralregierung. Sie wurden als Video auf der Webseite des Staatsarchivs ( http://www.saac.gov.cn ) veröffentlicht.
„Sie sind nur ein kleiner Teil der historischen Dokumente“, erklärte Yang Dongquan, der Direktor des Staatsarchivs.
„Die Aufzeichnungen sind ein unwiderlegbarer Beweis, dass Tibet seit alter Zeit Teil von China ist und Tibet während der letzten 700 Jahre zum Zuständigkeitsbereich der chinesischen Zentralregierung gehört“, sagte Yang und fügte hinzu, dass jeglicher Versuch Tibet von China zu trennen, unakzeptabel sei.
– Ein von Kaiser Toghan Timur erlassenes Edikt, das 1362 Yontan Gyaltshan zum Pazifizierungsbeauftragten in Tibet machte. Es zeigt, dass die Zentralregierung der Yuan-Dynastie in der Hauptstadt Dadu (heutiges Beijing) einen Pazifizierungsrat und in Tibet eine Pazifizierungsabteilung einrichtet, um Souveränität über das Gebiet auszuüben.
– Ein vom ersten Kaiser der Ming-Dynastie (1368-1644) erlassenes Edikt an Hrogskunrgyal, womit er zum General von Olisi ernannt wurde und damit für die militärische und zivile Verwaltung eines entfernten Gebiets in Tibet zuständig war.
– Ein Edikt der Regierung der Republik China, das die Inthronisierung des 14. Dalai Lama genehmigt.
– Ein Telegramm, das der 14. Dalai Lama im Oktober 1951 an den Vorsitzenden Mao Zedong schickte, in dem rt seine Hoffnung ausdrückt, dass „die Einheit und Souveränität des Vaterlandes unter der Führung von Vorsitzendem Mao und der Zentralregierung erhalten bleibe“.
– Ein Gedicht des 14. Dalai Lamas an Mao Zedong, in dem er ihn als „Vorsitzender Mao der Zentralregierung des Volkes“ und „großen Anführer“ und als „liebende Mutter, die uns beschützt“ bezeichnet.
Yang sagte, nachdem Geschichte und Fakten wertgeschätzt werden sollten, sind diese originalen historischen Dokumente „unwiderlegbarer Beweis“, dass Tibet nicht von China zu trennen sei.“
http://german.china.org.cn/china/2008-04/09/content_14687906.htm
Inschriften Mittelrhein-Hunsrück online
Veröffentlicht am 9. April 2008 von Koelges Michael
Zum freien Download. Der erste Band der Reihe befasst sich mit der Liebfrauenkirche in Oberwesel.
Noch mehr 2.0: Webbasierte Literaturverwaltung
http://jakoblog.de/2008/04/09/uebersicht-webbasierter-literaturverwaltung
Die ganze Welt faselt von 2.0. Die ganze Welt? Nein, ein unbeugsames kleines Weblog aus einem kleinen Alpenland leistet Widerstand:
http://weblog.histnet.ch/archives/947
Ansgar Ohly, gewiss kein Außenseiter auf dem Gebiet des Immaterialgüterrechts, formulierte 1995 in der Festgabe für den „Urheberrechtspapst“ Gerhard Schricker: „Einige Museen unterhalten Bildarchive, in denen Reproduktionsfotografien entliehen werden können, oder bestehen bei einem Reproduktionswunsch darauf, die Vorlagen selbst anzufertigen. Diese Fotografien als solche sind, wenn es sich um Reproduktionen von Gemälden oder anderen zweidimensionalen Werken handelt, urheberrechtlich nicht geschützt“ (S. 455). In Fußnote 186 wird diese Auffassung begründet: „Ein Leistungsschutzrecht nach § 72 UrhG, das insoweit in Betracht käme, setzt zwar kein eigenpersönliches geistiges Schaffen, immerhin aber ein Mindestmaß an persönlicher geistiger Leistung voraus, BGH GRUR [=Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht] 1993, 34, 35 – „Bedienungsanweisung“; BGH GRUR 1990, 669, 673 – „Bibelreproduktion“; Ulmer, Urheber- und Verlagsrecht, S. 511. Daran fehlt es, wenn das Ziel einer Aufnahme gerade darin besteht, dem Original möglichst weitgehend zu ähneln, vgl. Nordemann, GRUR 1987, 15, 17; Schneider, Das Recht des Kunstverlags, [1991] S. 354“. Rechtsanwalt David Seiler, im Internet unter http://www.fotorecht.de ein rühriger Vertreter der Interessen der Fotografen, musste 2004 in einer Rezension zugestehen: „Gegen die herrschende Meinung ist die Ansicht, dass derjenige, der ein Gemäldefoto aus einem Katalog vervielfältigt gegen das Urheberrecht des Gemäldefotografen verstößt (Rn 86). Während ich mit dem OLG Düsseldorf (Fotos von Beuys-Zeichnungen) der Meinung bin, dass man derartigen Reproduktionsfotografien durchaus des [!] Schutz als Lichtbild nach § 72 UrhG zuerkennen kann, geht die überwiegende Meinung davon aus, dass Reprofotos weder urheberrechtlich geschützt sind, noch Lichtbildschutz genießen“ ( http://www.jurpc.de/aufsatz/20040251.htm ).
Da der Bundesgerichtshof auf ein „Mindestmaß an – zwar nicht schöpferischer, aber doch – persönlicher geistiger Leistung“ nicht verzichten wollte (bekräftigt auch in der Entscheidung „Telefonkarte“ aus dem Jahr 2000), ist eine Übertragung dieses Grundsatzes auch auf die strittigen Gemäldereproduktionen möglich. Der Urheberrechtler Wilhelm Nordemann schrieb GRUR 1987, S. 18: „Reproduktionen und Duplikate, die mittels Lichtbild hergestellt werden, lassen zwar Produkte entstehen, die objektiv dem Lichtbildbegriff des § 72 UrhG entsprechen. Sie sind jedoch keine Lichtbilder im Sinne des Gesetzes, weil ihnen das Merkmal der individuellen Gestaltung, das den Gesetzgeber zur rechtlichen Gleichstellung einfacher Lichtbilder veranlaßt hat, notwendigerweise abgeht; Originaltreue und individuelle Gestaltung schließen einander aus. Jede andere Beurteilung würde in zahlreichen Fällen zu einer vom Gesetzgeber nicht gewollten Verlängerung der Schutzfrist und zu einem vom Gesetzgeber nicht gewollten Urheberschutz für mittels Lichtbilder hergestellte Vervielfältigungen führen, die keine Bearbeitungsqualität aufweisen.“
Der Bundesgerichtshof hat sich in der Entscheidung „Bibelreproduktion“ ausdrücklich das Argument Nordemanns mit der Verlängerung der Schutzfrist zueigen gemacht. Wenn es bei „Flachware“ auf den Zugang zum gemeinfreien Original ankommt (oder auf die Nutzung alter Fotografien – § 72 UrhG hat eine Schutzfrist von 50 Jahren nach Veröffentlichung), dann steht die nach Ablauf der Schutzfrist gegebene Gemeinfreiheit, die ja eine beliebige Nutzung für alle Zwecke vorsieht, nur noch auf dem Papier.
RGZ Codex Aureus – Faksimile
BGH Bibelreproduktion – E-Text
Bridgeman v. Corel – Wikipedia-Artikel
http://num-scd-ulp.u-strasbg.fr:8080/651
Worm, Ole (1643) Danicorum monumentorum libri sex.
Auf dem Titelblatt ist im Bibliotheksstempel ein Hakenkreuz aus der Zeit der Reichsuniversität zu erkennen.