Source: https://www.companies24.com/rechtsformen/unternehmergesellschaft-2/
Timestamp: 2017-10-19 19:49:01
Document Index: 101840779

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 5', '§ 30', '§ 5', '§ 18', '§ 5']

Die Unternehmergesellschaft | COMPANIES24
Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)?
die kleine Schwester der „GmbH“
Diese oder ähnliche Fragen zur Unternehmergesellschaft (UG) haftungsbeschränkt hört man seit der Einführung der kleinen Schwester der GmbH im November 2008 immer wieder. In letzer Zeit allerdings weniger, denn in der Zwischenzeit ist die Unternehmergesellschaft (UG) haftungsbeschränkt die juristisch korrekt auch „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“ oder „hatungsbeschränkte Unternehmergesellschaft“ genannt wird, schon fast 2 Jahre jung.
Bei der Unternehmergesellschaft (UG) haftungsbeschränkt handelt es sich um eine Unterform der GmbH, die seit Inkraftreten des MoMiG am 01.11..2008 entsprechend § 5a GmbHG, ohne Einhaltung eines Mindestkapitals gegründet werden kann.
Die Unternehmergesellschaft ist also eine Gesellschaft, die mit jedem beliebigen Stammkapital unterhalb des gesetzlich geforderten Stammkapitals von 25.000 EURO gegründet wird. Die Mini-GmbH = haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft kann aber nicht ganz ohne Stammkapital gegründet werden. Nach der gesetzlichen Formulierung wird ein Stammkapital von mindestens 1 EUR vorrausgesetzt. Dies ergibt sich aus § 5 Abs. 2 GmbHG, wonach der Nennbetrag jedes Geschäftsanteils auf volle EUR lauten muss. Dies bedeutet, dass die Untemehmergesellschaft mindestens einen Geschäftsanteil haben muss der auf mindestens 1 EUR zu lauten hat und ein Stammkapital von 1 EUR nicht unterschritten werden kann.
Die Erfahrungen im Ausland – insbesondere in Großbritannien – zeigen, dass ein Stammkapital von mindestens 1.000 EUR schon erforderlich ist, um einen ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb zu gewährleisten. Bei einem zu niedrigen Stammkapital kann das Handelsregister die Eintragung aber trotzdem nicht ablehnen, da es nach der GmbH-Reformk ein Prüfungsrecht mehr hat.
Von Sonderregelungen einmal abgesehen gelten für die Unternehmergesellschaft (Mini-GmbH, haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft) alle zivil- und steuerrechtlichen Vorschriften, die auch für die GmbH maßgebend sind. Dies gilt insbesondere auch für die Publizitätspflichten und die insolvenzrechtlichen Regelungen. Letzteres kommt insbesondere auch dann in Betracht, wenn die Unternehmergesellschaft (Mini-GmbH, haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft) über ein Stammkapital von nur 1 EUR verfügt. Die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft ist im Übrigen auch Kaufmann kraft Rechtsform.
Was ist eine UG = Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt – gerne auch Mini-GmbH genannt? Diese Frage soll hier beantwortet werden. Sie ist die Einstiegsvariante (eine Unterform der GmbH) auf dem Weg zur GmbH. Nach der Gesetzesbegründung soll sie vor allem Existenzgründern dienen, die zu Beginn ihres StartUps noch nicht das nötige Kapital für eine Einlage in Höhe von mindestens 25.000 Euro welches zur Gründung einer GmbH notwendig ist – verfügen.
Sie kann seit dem 01.11.2008 – dem Inkraftreten des MoMiG – ohne Einhaltung eines Mindestkapitals gegründet werden, unterliegt dafür aber strengeren Transparenz- und Kapitalerhaltungsvorschriften.
Das heißt, dass prinzipiell jeder mit einem Stammkapital von mindestens einem Euro, eine Unternehmergesellschaft (UG) – auch als Mini-GmbH oder 1-Euro-GmbH bezeichnet – gründen kann. Die Gründung einer UG bietet sich also an wenn über wenig oder überhaupt kein Eigenkapital verfügbar ist. Eine UG firmiert mit dem Zusatz „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“ bzw. „UG (haftungsbeschränkt)“. Damit die Gründung einer UG reibungslos und schnell über die Bühne geht, muss auf die Vollständigkeit der Unterlagen geachtet werden.
Aber Vorsicht im neuen GmbH-Gesetz lauern Haftungsfallen, die bei der Gründung einer Mini-GmbH (haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft) unbedingt bereits vor der Gründung berücksichtigt werden sollten, damit die geplante „Haftungsbeschränkung“ auch wirklich greift. Informieren Sie sich über die möglichen Haftungsfallen bei der Gründung einer Unternehmergesellschaft. Im Mini-GmbH – Navigator, erfahren Sie neben denm Chancen & Risiken bei der Gründung einer Unternehmergesellschaft, auch wie Sie diese ohne Anwalt selbst gründen können“ und gründen Sie Ihre eigene Unternehmergesellschaft (Mini-GmbH) mit dem Wissen, das Sie elementare Fehler, die bereits bei der Gründung entstehen können, ohne anwaltliche Beratung ausgeschlossen haben. Als Bonus erhalten Sie das Ebook „Die Todsünde eines Unternehmers“, in dem Sie erfahren, welche Schritte Sie unbedingt unterlassen sollten, damit Sie niemals persönlich haften, denn das sollten Sie auf keinen Fall tun.
Einsatzmöglichkeiten der Unternehmergesellschaft (UG)
Längst wird die UG (Unternehmergesellschaft), die nach der Gesetzesbegründung vor allem den Existenzgründern dienen sollte, die zu Beginn ihres startups noch nicht das nötige Kapital für eine Einlage in Höhe von mindestens 25.000 EUR zur Gründung einer GmbH verfügen, als Alternative zur GmbH auch für vielfältige weitere Einsatzmöglichkeiten gesehen. Dem ist prinzipiell nichts entgegenzusetzen, denn dem MoMiG lässt sich keine anderslautende Einschränkung entnehmen, und der Einsatz ist aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar, wenn die Aufbringung eines nennenswerten Mindeststammkapitals nicht erforderlich ist.
a) als Komplementärin einer Unternehmergesellschaft (UG) & Co. KG
Die Verwendung der Unternehmergesellschaft als Komplementärin in einer Unternehmergesellschaft & Co. KG macht immer mehr Sinn, da die Aufbringung von 25.000 EURO für die Komplementär-GmbH wirtschaftlich zweifelhaft ist, weil sie in den meissten Fällen selbst nicht wirtschaftlich aktiv wird. Eine Darlehensgewährung dieses Einlagebetrages an die KG verstößt nach der Neuregelung des MoMiG zwar nicht per se gegen das Verbot der Einlagenrückgewähr, ist aber an den strengen Maßstäben des neuen § 30 Abs. 1 GmbHG. S.2 zu messen. Demzufolge ist festzuhalten, dass eine Unternehmergesellschaft durchaus Komplementärin einer Unternehmergesellschaft & Co. KG sein kann, ohne gesellschaftsvertraglich zwingend am Gewinn der KG beteiligt sein zu müssen. Andernfalls würde die Unternehmergesellschaft außerdem hinter die LTD zurückzufallen, da für diese die Komplementärfähigkeit bereits gerichtlich bestätigt wurde. Weitere Informationen zur UG & Co. KG finden Sie hier…
b) Gemeinnützige UG
Auch bei einer Unternehmergesellschaft die von vornherein auf Erfüllung gemeinnütziger Zwecke gerichtet ist, kann ein Gewinn bereits konzeptionell nicht eintreten. Dies hat zur Folge, dass die Ansparungspflicht des § 5 a Abs. 3 GmbHG auch hier von vornherein leerläuft. Die Vorschrift setzt aber wie dargestellt denknotwendig voraus, dass überhaupt Gewinne zustande kommen. Ernsthafte Bedenken gegen eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft (UG) bestehen daher nicht. Erste gemeinnützige Unternehmergesellschaften (UGs) sind bereits gegründet worden. Die Finanzverwaltung hat die Zulässigkeit der gemeinnützigen Unternehmergesellschaft (UG) bereits bejaht. Wenngleich das OLG München bezogen auf eine gemeinnützige GmbH die Abkürzung »gGmbHG« wegen einer möglichen Verschleierung der Haftungsverhältnisse für unzulässig erklärt hat, dürfte die Abkürzung »gUG« zulässig sein. Ein Verstoß gegen § 18 Abs. 2 HGB ist nicht ersichtlich, da weder die Haftungsbeschränkung noch die Rechtsform verschleiert werden.
Die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) ist eine innovative deutsche Gesellschaftsform, deren Akzeptanz bei Geschäftspartnern und Banken aus unserer Sicht jedoch ebenso lange dauern wird, wie die der englischen Limited. Der Vorteil der Unternehmergesellschaft gegenüber der Limited (LTD) ist mit Sicherheit zu allererst der Kostenfaktor. Die Verwaltungskosten für den Limited-Service in England fallen schließlich jedes Jahr an, es sei denn die Verwaltung der Limited (LTD) wird selbst übernommen, dann entstehen lediglich Kosten für den Firmensitz (Registered Office). Diese Kosten entfallen bei einer Mini-GmbH (haftungsbeschränkten Unterrnehmergesellschaft).
Vorsicht im neuen GmbH-Gesetz lauern Haftungsfallen, die bei der Gründung einer Mini-GmbH (haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft) unbedingt Berücksichtigung finden sollten. Informieren Sie sich über die Haftungsfallen bei der Gründung einer Unternehmergesellschaft im Mini-GmbH Navigator und gründen Sie Ihre eigene Unternehmergesellschaft (Mini-GmbH) mit dem Wissen, das Sie elementare Fehler bereits bei der Firmengründung – ohne anwaltliche Beratung – vermeiden können. Als Bonus erhalten Sie das Ebook „Die Todsünde eines Unternehmers“, in dem Sie erfahren, welche Schritte Sie unbedingt unterlassen sollten, damit Sie niemals persönlich haften, denn das sollten Sie auf keinen Fall tun. Warum erfahren Sie in unserem Gratis-Report.
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„haftungsbeschränkt“
hinter dem eigentlichen Firmennamen, ist zwingend erforderlich und sollte niemals vergessen werden, denn das „haftungsbeschränkt“ soll potentiellen Geschäftspartnern signalisieren, dass die Haftung der UG bei der Gründung auf einen ganz bestimmten Betrag beschränkt bzw. begrenzt wurde. Wird der Zusatz „haftungsbeschränkt“ beispielsweise auf dem Briefpapier vergessen, kann es passieren, das der Unternehmer (Gründer) als Geschäftsführer bei einem entstandenen Schaden persönlich zur Haftung herangezogen wird und mit seinem gesamten Privatvermögen haftet.
Ähnlich verhält es sich, wenn „haftungsbeschränkt“ im Rechtsverkehr nicht akzeptiert wird. In vielen Fällen ist der Geschäftsverkehr mit der haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft, dann nur unter der Voraussetzung möglich, dass die Geschäftsführer/Gesellschafter den Zugriff auf ihr Privatvermögen zulassen müssen (z.B. bei Kreditinstituten, Dauerlieferanten oder Dauerkunden).
Für Verbindlichkeiten der UG (haftungsbeschränkt) steht Gläubigern als Haftungsmasse aber trotzdem grundsätzlich nur das Gesellschaftsvermögen zur Verfügung. Die Gläubiger haben in der Regel nicht die Möglichkeit, zu ihrer Befriedigung auf das Privatvermögen der Gesellschafter zuzugreifen. Dies gilt selbst für den Fall der Insolvenz der haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft. In der Insolvenz haben die Gesellschafter also lediglich den wirtschaftlichen Verlust ihrer Einlage zu fürchten. Sollten die Gesellschafter ihre Einlage noch nicht vollständig erbracht haben, beschränkt sich ihre Haftung auf den noch ausstehenden Betrag.
Die Beschränkung der persönlichen Haftung gilt – wie bei der GmbH – für die Gesellschafter aber erst mit der Eintragung der UG (haftungsbeschränkt) in das Handelsregister. Denn erst mit der Eintragung wird die UG (haftungsbeschränkt) als eigenständiges Rechtssubjekt geschaffen. Sollten vor der Eintragung im Namen der UG (haftungsbeschränkt) Verbindlichkeiten begründet worden sein, z.B. die zukünftigen Geschäftsräume namens der UG (haftungsbeschränkt) in Gründung bereits angemietet werden, können sowohl die jeweils Handelnden als auch die Gesellschafter persönlich haften. Verwendet die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft den Rechtsformzusatz GmbH, dürfte der Handelnde für die Differenz zum vorgeblichen Stammkapital von 25.000 EURO einzustehen haben.
Von Sonderregelungen einmal abgesehen gelten jedoch für die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft alle zivil- und steuerrechtlichen Vorschriften, die auch für die GmbH maßgebend sind. Dies gilt insbesondere auch für die Publizitätspflichten und die insolvenzrechtlichen Regelungen. Letzteres kommt insbesondere auch dann in Betracht, wenn die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft über ein Stammkapital von nur 1 EURO verfügt. Die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft ist Kaufmann kraft Rechtsform.
Die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft ist ingesamt eine innovative deutsche Gesellschaftsform, deren Gründung – wie vom Gesetzgeber gewollt – leicht und schnell realisierbar ist. Trotzdem sollten Gründer einer UG (haftungsbeschränkt) einige wesentliche (versteckte) Risiken bei der Gründung beachten bzw. vermeiden. Dies giltr besonders dann wenn die UG mit mehr als einem Gesellschafter gegründet und die geplante „Haftungsbeschränkung“ auch tatsächlich greift.
Informieren Sie sich über die Haftungsfallen bei der Gründung einer haftungsbeschränkten UG im Mini-GmbH – Navigator! Darin erfahren Sie, wie Sie haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft auch ohne Anwalt selbst gründen“ und dabei elementare Fehler vermeiden können.
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Das Stammkapital einer UG
= Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
Das Stammkapital muss mindestens 1 Euro ergeben so lautet die gesetzliche Vorgabe. Dies ergibt sich aus § 5 Abs. 2 GmbHG, wonach der Nennbetrag jedes Geschäftsanteils auf volle Euro lauten muss. Dies bedeutet, das Stammkapital von 1 Euro darf nicht unterschritten werden.
Der zu wählende Betrag ist im Einzelfall sorgfältig zu prüfen und sollte sich nach dem zu erwartendem Finanzbedarf des Unternehmens richten. Eine unterkapitalisierte Unternehmergesellschaft ist – daher – von Anfang an insolvenzbedroht.
Die Erfahrungen im Ausland haben gezeigt, dass ein Stammkapital von mindestens 1.000 Euro schon erforderlich ist, um einen ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb zu gewährleisten. Das Handelsregister kann die Eintragung einer UG (haftungsbeschränkt) bei einem zu niedrigen Stammkapital trotzdem nicht ablehnen, da es nach der GmbH-Reform kein Prüfungsrecht mehr hat
Es ist aber sicherlich auch vorauszusehen, dass kaum eine haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft (UG) mit einem Stammkapital von über 12.500 Euro gegründet werden wird. Statt sofort 12.500 Euro oder mehr für die Eintragung einer haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft aufzubringen, werden viele Gründer zur Schonung ihrer aktuellen persönlichen Barmittel eher eine reguläre GmbH mit dem gesetzlichen Mindestkapital von 25.000 Euro gründen und von der Möglichkeit der Halbeinzahlung Gebrauch machen.
Das im Gesellschaftsvertrag einer UG (haftungsbeschränkt) festgelegte Stammkapital und die für die Geschäftsanteile zu leistenden Einlagen, müssen zwingend in Geld erbracht werden und dieses muss zum Zeitpunkt der Anmeldung der UG (haftungsbeschränkt) in das zuständige Handelsregister vollständig eingezahlt sein und der Gesellschaft endgültig zur freien Verfügung stehen. Eine Sacheinlage wie z.B. Maschinen, Forderungen, Geschäftsbetriebe etc. – wie bei der GmbH – ist bei der UG (haftungsbeschränkt) ausgeschlossen!
Sacheinlagen sind auch zu späteren Zeitpunkten nicht erlaubt, es sei denn, dass nach Erhöhung des Stammkapitals eine normale GmbH vorliegt. Von da an können Sacheinlagen eingebracht werden. Damit ist jede Form der Sachkapitalerhöhung ausgeschlossen. Dies gilt auch für den Fall, dass durch eine Sachkapitalerhöhung eine Umwandlung in eine normale GmbH erfolgen soll. Eine Kapitalaufbringung durch Hin- und Herzahlen ist zulässig.
Das zur Erhaltung des Stammkapitals erforderliche Vermögen darf grundsätzlich nicht an die Gesellschafter ausgezahlt werden. Kredite an die Gesellschafter aus dem zur Erhaltung des Stammkapitals erforderlichen Vermögen können zu einer Überschuldungsbilanz und damit zur Insolvenzantragspflicht führen. Verluste können das einmal vorhanden gewesene Kapital vermindern oder ganz aufzehren.
Wird die UG (haftungsbeschränkt) zahlungsunfähig oder deckt das tatsächliche Vermögen der Gesellschaft ihre Schulden nicht mehr, müssen die Geschäftsführer unverzüglich, spätestens aber drei Wochen nach Kenntnis der Situation die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragen. Sollte die UG (haftungsbeschränkt) keinen Geschäftsführer haben (Führungslosigkeit), so trifft diese Pflicht die Gesellschafter. Eine Verletzung dieser Insolvenzantragspflicht hat strafrechtliche Konsequenzen. Strafbar machen sich auch Geschäftsführer, die es unterlassen, den Gesellschaftern einen Verlust in Höhe der Hälfte des Stammkapitals anzuzeigen. Bei einem Stammkapital von nur einem (1) Euro steht der Geschäftsführer praktisch täglich mit einem Bein im Gefängnis.
Ansparpflicht & Kapitalerhöhung
Nach den Vorstellungen des Gesetzgebers soll die UG durch erfolgreiches Wirtschaften mit der Zeit zu einer „normalen“ GmbH werden. Im Normalfall wird eine Kapitalerhöhung vorgenommen werden, um die haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft in eine reguläre GmbH zu überführen. Hierzu muss die Summe des vorhandenen Stammkapitals und der thesaurierten Gewinne das Mindestkapital in Höhe von 25 000 Euro erreichen oder übersteigen. Es besteht daher die Pflicht, Kapital „anzusparen“.
Wenn die Rücklage 25.000 Euro erreicht, darf sich die UG trotzdem nicht automatisch „GmbH“ nennen. Das darf sie erst dann, wenn ihr Stammkapital auf einen Betrag von mindestens 25.000 Euro erhöht wird. Die UG darf nicht den kompletten Jahresgewinn an ihre Gesellschafter ausschütten, sondern muss ein Viertel des Jahresüberschusses in eine Rücklage einstellen. Die Rücklage darf nur zum Verlustausgleich vorangegangener Jahre oder für Stammkapitalerhöhungen verwandt werden (so genannte Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln).
Es bedarf der Einschaltung eines Notars. Er meldet die Erhöhung zur Eintragung in das Handelsregister an. Erst nach Eintragung der Kapitalerhöhung darf der Zusatz „UG“ durch den Zusatz „GmbH“ ersetzt werden. Den Gesellschaftern der haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft bleibt es in diesem Fall trotzdem selbst überlassen, die Firma haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft beizubehalten.
Die Geschäftsführung der UG
Jede UG (haftungsbeschränkt) muss einen oder mehrere Geschäftsführer haben. Den Geschäftsführern obliegt die Geschäftsführung der Gesellschaft nach innen und deren Vertretung nach außen. Geschäftsführer einer UG (haftungsbeschränkt) kann – im Prinzip – jede natürliche Person sein. Sie kann zugleich an der Gesellschaft als Gesellschafter beteiligt sein.
Die Geschäftsführer werden durch die Gesellschafter bestimmt und können durch diese jederzeit abberufen werden. Die Geschäftsführer haben jedem Gesellschafter auf Verlangen unverzüglich Auskunft über die Angelegenheiten der Gesellschaft zu geben und Einsicht in Bücher und Schriften zu gestatten. Im Gesellschaftsvertrag kann das Auskunfts- und Einsichtsrecht der Gesellschafter nicht abweichend geregelt werden.
Die Vertretungsmacht der Geschäftsführer im Außenverhältnis ist unbeschränkt. Halten sich Geschäftsführer nicht an die Weisungen der Gesellschafter, können sie zwar intern zur Rechenschaft gezogen werden, Dritten gegenüber kann die interne Beschränkung jedoch nicht entgegengehalten werden. Gewisse Personen können für bestimmte Zeiträume nicht zum Geschäftsführer bestellt werden, wenn z.B. eine rechtskräftige Verurteilung wegen bestimmter Straftaten vorliegen
Ein Fremdgeschäftsführer unterliegt während seiner Tätigkeit als Geschäftsführer, einem aus der Treuepflicht resultierenden Wettbewerbsverbot. Eine Ausnahme besteht dann, wenn den Gesellschaftern die anderweitige unternehmerische Tätigkeit des Geschäftsführers bei seiner Bestellung bekannt war.
Nach Beendigung der Tätigkeit als Geschäftsführer besteht ein Wettbewerbsverbot nur, wenn es vertraglich vereinbart wird. Eine solche Vereinbarung ist nur wirksam, wenn sie einem berechtigten Interesse der Gesellschaft dient und nach Ort, Zeit und Gegenstand die Berufsausübung und wirtschaftliche Betätigung des ausgeschiedenen Geschäftsführers nicht unbillig erschwert. Derartige Wettbewerbsverbote dürfen in der Regel nicht über die Dauer von 2 Jahren hinaus vereinbart werden. Auch ist dem Geschäftsführer eine angemessene Entschädigung zu gewähren. Sie sollte in etwa die Hälfte seiner letzten Bezüge betragen. Wann eine solche Karenzentschädigung entfallen kann, erfahren Sie im GmbH-Navigator
Bei Interesse an der Gründung einer haftungsbeschränkten Unternehmergesellschaft (Mini-GmbH) durch Companies24 können Sie uns gerne per FreeCall unter 0800.6407140 oder über unser Kontaktformular kontaktieren. Alternativ können Sie auch unser Auftragsformular downloaden welches Sie uns per Email oder Fax zausgefüllt zusenden können.
Mini-GmbH (UG) gründen
Die Mini-GmbH (UG haftungsbeschränkt) kann durch eine oder mehrere Personen errichtet werden. Als Gründer können sowohl natürliche Personen als auch Gesellschaften wie z.B. eine englische Limited auftreten. Zur Gründung bedarf es eines Gesellschaftsvertrags, der auch Musterprotokoll genannt wird. Das Musterprotokoll und die Anmeldung zur Eintragung in das Handelsregister müssen von einem Notar beurkundet werden, der die Unterlagen dann auch bei dem Amtsgericht einreicht.
Die Gründung einer UG / Mini-GmbH
Im neuen GmbH-Gesetz lauern Haftungsfallen, die bei der Gründung einer UG / Mini-GmbH unbedingt berücksichtigt werden sollten, wenn die „Haftungsbeschränkung“ auch wirklich greifen soll.
Wir begleiten Sie bei der Gründung Ihrer eigenen Mini-GmbH (Unternehmergesellschaft haftungsbeschränkt) und deren Eintragung im zuständigen Handelsregister. Die Gründung erfolgt unter Verwendung des Musterprotokolls mit maximal einem (1) Geschäftsführer und drei (3) Gesellschaftern. Wenn Ihre Mini-GmbH mit mehr als den vorgenannten Personen gegründet werden soll, empfehlen wir Ihnen, sich von einem Experten einen individuellen Gesellschaftsvertrag erstellen zu lassen, denn das Musterprotokoll regelt in diesen Fällen die Verhältnisse der Gesellschaft und Gesellschafter nur unzureichend.
Die Gründung der Mini-GmbH muss notariell beglaubigt und beim Handelsregister angemeldet werden. Der zuständige Notar erledigt das nachdem Sie den Termin wahrgenommen haben. Wir überwachen den Vorgang beim Handelsregister.
Informieren Sie sich über die Haftungsfallen bei der Gründung einer Mini-GmbH in unserem Praxisreport Mini-GmbH – Navigator und gründen Sie Ihre eigene UG / Mini-GmbH mit dem Wissen, das Sie elementare Fehler, die bereits bei der Gründung entstehen können, ohne anwaltliche Beratung ausgeschlossen haben. Informieren und Gratis hier downloaden