Source: https://www.zer-qms.de/news/information/datum/2014/08/neues-eeg-zum-01-august-in-kraft-getreten-stromsteuer-rueckerstattungen.html
Timestamp: 2018-09-20 03:08:34
Document Index: 237576675

Matched Legal Cases: ['§ 63', '§ 3', '§ 64', '§ 103', '§ 61', '§ 61']

In 2014 sind Stromsteuer-Rückerstattungen für Entsorgungs- und Recyclingbetriebe mit einem Verbrauch unter 10 GW auf Basis einer Bescheinigung einer nach 50001 akkreditierten Zertifizierungsstelle möglich. Die Frist zur Vorlage der Bescheinigung endet am 30.09.2014
Die neuen Leitlinien der EU-Kommission für Energie- und Umweltbeihilfen (ABI. C 200 vom 28.06.2014 S. 1) stellen Unternehmen der Recyclingwirtschaft nach dem NACE/WZ-Code 3832 der Produktion von Primärstoffen gleich. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Entsorgungswirtschaft in den Genuss der Befreiung der EEG-Umlage kommt.
Steigende Energiekosten belasten die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Betrachtet man die Zusammensetzung der Energiekosten, so haben Steuern und die EEG-Umlage einen beträchtlichen Anteil daran. Diesen Anteil können Sie sich teilweise zurückholen. Mit dem Inkrafttreten des EEG 2014 am 01.08.2014 sind dafür endlich die rechtlichen Rahmenbedingungen in Kraft getreten.
Nach der neuen EEG Gesetzesnovelle muss nunmehr jedes Unternehmen, das einen Antrag auf Begrenzung der EEG-Umlage (§§ 63 ff. EEG 2014) stellt, ein Energiemanagementsystem betreiben. Dies kann durch ein DIN EN ISO 50001-Zertifikat, eine EMAS-Zertifizierung oder einen Nachweis eines alternativen Systems (§ 3 Nr. 1 und Nr. 2 Spitzenausgleich-Effizienzverordnung) nachgewiesen werden. Die Möglichkeit des Nachweises eines alternativen Systems (§ 64 Abs. 1 Nr. 3 EEG 2014) gilt nur für Unternehmen mit einem Stromverbrauch von unter 5 Gigawattstunden im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr.
Der Gesetzgeber hat jedoch erkannt, dass es die besonderen Umstände des diesjährigen Antragsverfahrens sehr erschweren, eine solche Zertifizierung rechtzeitig zu erlangen (vgl. Gesetzesbegründung zu § 103 Abs. 1 Nr. 1 EEG 2014). Deshalb wurde für Unternehmen mit einem Stromverbrauch von unter 10 Gigawattstunden im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr für das Antragsjahr 2014 eine Übergangsregelung aufgenommen. Danach müssen Sie dann kein Zertifikat vorlegen, wenn sie dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nachweisen, dass sie bis zum 30.09.2014 dazu nicht in der Lage waren.
Die ZER-QMS kann Ihr Energiemanagementsystem zertifizieren oder Ihnen eine Bescheinigung (gemäß § 61 Abs. 3 Nr. 2 i.V.m. § 61 Abs. 1 Nr. 3 EEG 2014) ausstellen, dass eine Umsetzung bis zum Stichtag 30.09.2014 nicht möglich war.
Wenn Sie mehr über Ihre Steuererstattungs-Möglichkeiten erfahren möchten (z.B. auch: Rückerstattungsmöglichkeiten der Stromsteuern und Energiesteuern), steht Ihnen Herr Fengler (E-Mail: hj.fengler@zer-qms.de oder T: 0221 355 041 18 ) gerne zur Verfügung!