Source: https://www.rechtslupe.de/sozialrecht/arbeitgeberauskuenfte-fuer-das-jobcenter-und-die-kosten-382777
Timestamp: 2019-12-07 06:05:11
Document Index: 130131392

Matched Legal Cases: ['§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 21', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 60', '§ 20', '§ 44', '§ 6', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 57', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 163', '§ 312', '§ 313', '§ 58', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 21', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 21', '§ 60', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 21', '§ 21', '§ 57', '§ 60', '§ 20', '§ 21', '§ 21', '§ 57', '§ 60', '§ 37', '§ 21', '§ 57', '§ 60', 'Art 12', '§ 60', '§ 21', 'Art 3', 'Art 12', 'Art 3', '§ 57', '§ 60', '§ 62', '§ 57', '§ 60', '§ 63', '§ 57', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 57', '§ 60', 'Art 3', '§ 57', '§ 312', '§ 315', '§ 313', '§ 117', '§ 117', '§ 60', '§ 117', '§ 60', '§ 116', '§ 98', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 57', '§ 57', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 57', '§ 57', '§ 60', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 60', '§ 57', '§ 60', '§ 60', '§ 144', '§ 312', '§ 315', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 57', '§ 60', '§ 57', '§ 57', '§ 60', '§ 312', '§ 315', '§ 313', '§ 98', '§ 98', '§ 312', '§ 313', '§ 312', '§ 312', '§ 313', '§ 144']

Arbeit­ge­be­r­aus­künf­te für das Job­cen­ter – und die Kos­ten | Rechtslupe
Arbeit­ge­be­r­aus­künf­te für das Job­cen­ter – und die Kos­ten
Arbeit­ge­ber haben kei­nen Kos­ten­er­stat­tungs­an­spruch für Aus­künf­te, die sie Job­cen­tern auf deren recht­mä­ßi­ge Aus­kunfts­ver­lan­gen ertei­len.
Eine Rechts­grund­la­ge für die Kos­ten­er­stat­tung zuguns­ten des Arbeit­ge­bers ent­hält das gel­ten­de Recht nicht. Ein Kos­ten­er­stat­tungs­an­spruch ergibt sich nicht aus den für Aus­kunfts­ver­lan­gen gegen­über Arbeit­ge­bern und Aus­kunfts­pflich­ten von Arbeit­ge­bern im Rechts­be­reich des SGB II ein­schlä­gi­gen Vor­schrif­ten der § 57 und § 60 Abs 3 SGB II 1. Zwar hat sich das Job­cen­ter für sein Aus­kunfts­ver­lan­gen auf § 57 oder § 60 Abs 3 SGB II stüt­zen kön­nen, doch ent­hal­ten bei­de Vor­schrif­ten kei­ne Rechts­grund­la­ge für einen Kos­ten­er­stat­tungs­an­spruch. Bei auf § 57 oder § 60 Abs 3 SGB II gestütz­ten Aus­kunfts­ver­lan­gen kommt eine Kos­ten­er­stat­tung auf der Grund­la­ge des § 21 Abs 3 Satz 4 SGB X nicht in Betracht, weil die­se all­ge­mei­ne Rege­lung durch die spe­zi­el­le­ren Vor­schrif­ten des SGB II ver­drängt wird. Ver­fas­sungs­recht steht dem Aus­schluss einer Kos­ten­er­stat­tung für Arbeit­ge­be­r­aus­künf­te nicht ent­ge­gen.
Ein Anspruch der Arbeit­ge­be­rin auf Kos­ten­er­stat­tung für die von ihr erteil­te Aus­kunft ergibt sich weder bei einem auf § 57 SGB II noch bei einem auf § 60 Abs 3 SGB II gestütz­ten Aus­kunfts­ver­lan­gen des Job­cen­ters. Bei­de Vor­schrif­ten ent­hal­ten hier­für kei­ne Rechts­grund­la­ge.
Das Job­cen­ter hat sich für sein Aus­kunfts­ver­lan­gen auf § 57 oder § 60 Abs 3 SGB II stüt­zen kön­nen.
Nach § 57 Satz 1 SGB II haben Arbeit­ge­ber der Agen­tur für Arbeit auf deren Ver­lan­gen Aus­kunft über sol­che Tat­sa­chen zu geben, die für die Ent­schei­dung über einen Anspruch auf Leis­tun­gen nach dem SGB II erheb­lich sein kön­nen; die Agen­tur für Arbeit kann hier­für die Benut­zung eines Vor­drucks ver­lan­gen. Die Aus­kunfts­pflicht erstreckt sich nach § 57 Satz 2 SGB II auch auf Anga­ben über das Ende und den Grund für die Been­di­gung des Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­ses. Nach § 60 Abs 3 Nr 1 SGB II hat, wer jeman­den, der Leis­tun­gen nach dem SGB II bean­tragt hat oder bezieht, beschäf­tigt, der Agen­tur für Arbeit auf Ver­lan­gen über die Beschäf­ti­gung, ins­be­son­de­re über das Arbeits­ent­gelt, Aus­kunft zu ertei­len, soweit es zur Durch­füh­rung der Auf­ga­ben nach die­sem Buch erfor­der­lich ist.
§ 57 und § 60 Abs 3 SGB II über­schnei­den sich mit ihren wei­ten Wort­lau­ten in ihren Anwen­dungs­be­rei­chen. Auf­grund der sys­te­ma­ti­schen Stel­lung der Aus­kunfts­pflich­ten nach § 57 und § 60 Abs 3 SGB II mag sich zwar anneh­men las­sen, dass § 57 SGB II vor­ran­gig anzu­wen­den ist und im Rah­men sei­nes Anwen­dungs­be­reichs die Aus­kunfts­pflicht nach § 60 Abs 3 SGB II ver­drängt 2. Aller­dings wirkt es sich recht­lich nicht aus, dass sich das Job­cen­ter vor­lie­gend auf § 60 Abs 3 SGB II gestützt hat, weil – abge­se­hen von der Fra­ge einer Abgren­zung der Anwen­dungs­be­rei­che bei­der Vor­schrif­ten – sowohl die Vor­aus­set­zun­gen des § 57 SGB II als auch des § 60 Abs 3 SGB II für ein recht­mä­ßi­ges Aus­kunfts­ver­lan­gen erfüllt sind.
§ 57 und § 60 Abs 3 SGB II – wie § 60 SGB II ins­ge­samt – die­nen der Ver­wirk­li­chung des Unter­su­chungs­grund­sat­zes nach § 20 Abs 1 SGB X. Sie ermög­li­chen die Über­prü­fung der Leis­tungs­vor­aus­set­zun­gen für Ansprü­che nach dem SGB II dem Grun­de und der Höhe nach. Ihnen kommt dar­über hin­aus eine spe­zi­fi­sche Kon­troll­funk­ti­on inso­fern zu, als die Aus­künf­te ande­rer Aus­kunft­ge­ber durch die Aus­künf­te des Arbeit­ge­bers einer Über­prü­fung zuge­führt wer­den kön­nen 3.
Zwar wird in bei­den Vor­schrif­ten nur die Agen­tur für Arbeit als Berech­tig­te genannt. Doch ist nicht zwei­fel­haft, dass den gemein­sa­men Ein­rich­tun­gen nach § 44b SGB II und den zuge­las­se­nen kom­mu­na­len Trä­gern nach § 6a SGB II die in der Rege­lung auf­ge­führ­ten Rech­te zuste­hen 4. Auch die Ham­bur­ger Arbeits­ge­mein­schaft SGB II als Rechts­vor­gän­ge­rin des beklag­ten Job­cen­ters war zu Aus­kunfts­ver­lan­gen nach § 57 und § 60 Abs 3 SGB II berech­tigt.
Nach bei­den Vor­schrif­ten bezie­hen sich das Aus­kunfts­ver­lan­gen und die Pflicht zur Aus­kunfts­er­tei­lung nicht allein auf lau­fen­de Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se von Per­so­nen, die Leis­tun­gen nach dem SGB II bean­tragt haben oder bezie­hen. Für § 57 SGB II ergibt sich dies schon aus dem Wort­laut. Denn § 57 Satz 2 SGB II erfasst aus­drück­lich been­de­te Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se. Zudem knüpft § 57 Satz 1 SGB II nur an Tat­sa­chen an, die für eine Ent­schei­dung über einen Anspruch auf Leis­tun­gen nach dem SGB II erheb­lich sein kön­nen, ohne hier­für auf eine aktu­el­le Beschäf­ti­gung Bezug zu neh­men. Das Aus­kunfts­ver­lan­gen des Job­cen­ters und die Aus­kunfts­pflicht des (ehe­ma­li­gen) Arbeit­ge­bers wer­den in zeit­li­cher Hin­sicht nur durch die Vor­aus­set­zung begrenzt, dass die Aus­künf­te für den Leis­tungs­an­spruch erheb­lich sein kön­nen; hier­für genügt es, dass sich die ver­lang­te Aus­kunft einem Leis­tungs­zeit­raum zuord­nen lässt 5. Auch Aus­künf­te über ver­gan­ge­ne Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se kön­nen danach für die Ent­schei­dung über einen Anspruch auf Leis­tun­gen nach die­sem SGB II erheb­lich sein 6.
Für § 60 Abs 3 SGB II folgt die Ein­be­zie­hung auch ver­gan­ge­ner Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se aus dem Sinn­zu­sam­men­hang der Vor­schrift. Denn auch inso­weit kön­nen die Aus­künf­te, ins­be­son­de­re über das Arbeits­ent­gelt, für die Durch­füh­rung der Auf­ga­ben nach dem SGB II erfor­der­lich sein, wenn und soweit eine bereits been­de­te Beschäf­ti­gung im Hin­blick auf die Leis­tungs­ge­wäh­rung zeit­wei­lig deckungs­glei­che Zeit­räu­me betrof­fen hat. Dies ist der Fall etwa bei der Prü­fung, ob wegen nach­ge­zahl­ten Arbeits­ent­gelts aus ver­gan­ge­nen Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­sen kei­ne oder eine ver­min­der­te aktu­el­le Hil­fe­be­dürf­tig­keit nach dem SGB II in Betracht kommt oder ob wegen ver­schwie­ge­nen Arbeits­ent­gelts aus ver­gan­ge­nen Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­sen eine Auf­he­bungs- und Erstat­tungs­ent­schei­dung hin­sicht­lich in der Ver­gan­gen­heit bewil­lig­ter Leis­tun­gen nach dem SGB II in Betracht kommt.
Für die Anwen­dung des § 57 wie des § 60 Abs 3 SGB II genügt jeweils das Vor­lie­gen eines bestimm­ten Leis­tungs­falls. Die­ser beginnt mit der Stel­lung des Antrags auf eine bestimm­te Leis­tung und endet, wenn der Leis­tungs­an­trag bestands­kräf­tig abge­lehnt oder zurück­ge­nom­men wor­den ist. Wird eine Leis­tung bewil­ligt, so besteht die Aus­kunfts­pflicht grund­sätz­lich ohne zeit­li­che Begren­zung für die gesam­te Dau­er des Leis­tungs­be­zugs. Auf die Fra­ge, ob in die­sem Zeit­raum ein Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis auf­recht­erhal­ten blieb oder ende­te, kommt es für die Anwen­dung des § 57 und des § 60 Abs 3 SGB II nicht an. Ein Aus­kunfts­ver­lan­gen kann daher – wie hier – auch für Zei­ten eines frü­he­ren Leis­tungs­be­zugs und für ein ver­gan­ge­nes Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis gestellt wer­den, denn auch inso­weit lie­gen ein bestimm­ter Leis­tungs­fall und ein zeit­lich kon­gru­en­tes Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis vor 7.
Einer Erfor­der­lich­keit der ver­lang­ten Aus­kunft zur Durch­füh­rung der Auf­ga­ben nach dem SGB II und Ent­schei­dung über einen Anspruch auf Leis­tun­gen nach dem SGB II steht es auch nicht von vorn­her­ein ent­ge­gen, wenn und soweit sich das Job­cen­ter die Infor­ma­tio­nen aus die­sem bereits vor­lie­gen­den Daten selbst erschlie­ßen könn­te. Viel­mehr spre­chen gute Grün­de dafür, die Aus­kunft über eine Beschäf­ti­gung, ins­be­son­de­re über das Ende und den Grund für die Been­di­gung des Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­ses sowie über das Arbeits­ent­gelt, unmit­tel­bar an der Quel­le, also beim Arbeit­ge­ber, ein­zu­ho­len und die­se Aus­kunft mit ggf bereits vor­lie­gen­den Daten abzu­glei­chen, die­se Daten, ins­be­son­de­re Aus­künf­te ande­rer Aus­kunft­ge­ber, also zu veri­fi­zie­ren, ggf auch zu fal­si­fi­zie­ren 8.
Denn für die Erfor­der­lich­keit der ver­lang­ten Aus­kunft genügt ihre abs­trak­te Erheb­lich­keit für den nach dem mate­ri­el­len Recht zu beur­tei­len­den Leis­tungs­an­spruch. Begrenzt wird die Aus­kunfts­pflicht des Arbeit­ge­bers in inhalt­li­cher Hin­sicht nur dadurch, dass die ver­lang­te Aus­kunft für die Ent­schei­dung über einen Leis­tungs­an­spruch erheb­lich sein kann. Es muss ins­be­son­de­re nicht fest­ste­hen, ob der Inhalt der Aus­kunft Ein­fluss auf die spä­te­re Ver­wal­tungs­ent­schei­dung haben wird. Viel­mehr ist die kon­kre­te Mög­lich­keit der Beein­flus­sung der Ent­schei­dungs­fin­dung aus­rei­chend und es ist damit auf das gesam­te mate­ri­el­le Leis­tungs­recht des SGB II Bezug genom­men 9. Das Job­cen­ter ist auch nicht ver­pflich­tet, die Prü­fung des Leis­tungs­an­spruchs in einer bestimm­ten Rei­hen­fol­ge vor­zu­neh­men und Aus­künf­te nur zu ver­lan­gen, wenn alle ande­ren Erkennt­nis­mög­lich­kei­ten aus­ge­schöpft sind 10. Erfor­der­li­chim Sin­ne des § 57 wie des § 60 Abs 3 SGB II ist danach auch die Ver­voll­stän­di­gung und Über­prü­fung bereits vor­han­de­ner Anga­ben.
Aus­ge­hend hier­von unter­liegt das Aus­kunfts­ver­lan­gen des Job­cen­ters kei­nen recht­li­chen Beden­ken. Unge­ach­tet der Fra­ge nach einer Abgren­zung der § 57 und § 60 Abs 3 SGB II hat sich das Job­cen­ter für sein Aus­kunfts­ver­lan­gen auf § 57 oder § 60 Abs 3 SGB II stüt­zen kön­nen. Die von der Arbeit­ge­be­rin ver­lang­ten und von ihr auch erteil­ten Aus­künf­te waren im Sin­ne die­ser Vor­schrif­ten erfor­der­lich für die Prü­fung, ob und in wel­cher Höhe der bei der Arbeit­ge­be­rin kurz­zei­tig beschäf­tig­te Leis­tungs­be­zie­her wäh­rend des mit die­ser Beschäf­ti­gungs­zeit kon­gru­en­ten Leis­tungs­zeit­raums Anspruch auf die ihm bewil­lig­ten Leis­tun­gen zur Siche­rung des Lebens­un­ter­halts nach dem SGB II hat­te. Denn nach den mit Ver­fah­rens­rügen nicht ange­grif­fe­nen und das Bun­des­so­zi­al­ge­richt bin­den­den Fest­stel­lun­gen des LSG (§ 163 SGG) waren zum einen die vom Leis­tungs­be­zie­her gegen­über dem Job­cen­ter gemach­ten Anga­ben nicht voll­stän­dig, weil sie das Net­to­ar­beits­ent­gelt für März 2007 nicht ent­hiel­ten, und lagen zum ande­ren dem Job­cen­ter von der Arbeit­ge­be­rin für März 2007 weder eine Arbeits­be­schei­ni­gung nach § 312 SGB III noch eine Neben­ein­kom­mens­be­schei­ni­gung nach § 313 SGB III oder eine Ein­kom­mens­be­schei­ni­gung nach § 58 SGB II vor.
§ 57 und § 60 Abs 3 SGB II ent­hal­ten kei­ne Rechts­grund­la­ge für eine Kos­ten­er­stat­tung wegen der Auf­wen­dun­gen des Arbeit­ge­bers für eine auf ein – wie hier – recht­mä­ßi­ges Ver­lan­gen nach § 57 oder § 60 Abs 3 SGB II erteil­te Aus­kunft.
§ 57 SGB II sieht nach sei­nem Wort­laut eine Kos­ten­er­stat­tung nicht vor. Er ver­weist auch nicht auf die all­ge­mei­ne Kos­ten­er­stat­tungs­re­ge­lung in § 21 Abs 3 Satz 4 SGB X.
Auch § 60 Abs 3 SGB II sieht nach sei­nem Wort­laut eine Kos­ten­er­stat­tung nicht vor. Hier zeigt ein Ver­gleich mit § 60 Abs 2 und Abs 4 SGB II 11 zudem, dass das Feh­len eines Kos­ten­er­stat­tungs­an­spruchs für Arbeit­ge­ber nicht etwa auf einem unbe­wuss­ten Unter­las­sen des Gesetz­ge­bers beruht, son­dern einer im Wort­laut und der Geset­zes­sys­te­ma­tik zum Aus­druck gekom­me­nen Rege­lungs­ab­sicht des Gesetz­ge­bers ent­spricht. Denn in § 60 Abs 2 und 4 SGB II wird für die dort gere­gel­ten Aus­kunfts­ver­pflich­te­ten (Leis­tungs- und Unter­halts­ver­pflich­te­te, Ver­wah­rer von Gut­ha­ben oder Ver­mö­gen; Part­ner, Ver­wah­rer von Gut­ha­ben oder Ver­mö­gen des Part­ners) jeweils in Satz 2 aus­drück­lich die ent­spre­chen­de Gel­tung des § 21 Abs 3 Satz 4 SGB X ange­ord­net. Die­sen Ver­weis auf die all­ge­mei­ne Kos­ten­er­stat­tungs­re­ge­lung ent­hält § 60 Abs 3 SGB II – eben­so wie der vor­lie­gend nicht ein­schlä­gi­ge § 60 Abs 5 SGB II – nicht.
Arbeit­ge­ber wer­den danach hin­sicht­lich der Aus­kunfts­pflich­ten nach § 57 und § 60 Abs 3 SGB II in Dienst genom­men, ohne dass sie für die mit der Erfül­lung der Aus­kunfts­pflicht ver­bun­de­nen Auf­wen­dun­gen einen Ersatz bean­spru­chen kön­nen 12.
Die all­ge­mei­ne Kos­ten­er­stat­tungs­re­ge­lung in § 21 Abs 3 Satz 4 SGB X kommt vor­lie­gend nicht zur Anwen­dung.
Nach § 21 Abs 3 Satz 4 Halbs 1 SGB X 13 erhal­ten, falls die Behör­de im Rah­men ihrer Ermitt­lung des Sach­ver­halts Zeu­gen, Sach­ver­stän­di­ge und Drit­te her­an­ge­zo­gen hat, die­se auf Antrag in ent­spre­chen­der Anwen­dung des JVEG eine Ent­schä­di­gung oder Ver­gü­tung. Die­se all­ge­mei­ne ver­fah­rens­recht­li­che Kos­ten­er­stat­tungs­re­ge­lung fin­det im vor­lie­gen­den Zusam­men­hang kei­ne Anwen­dung, weil § 57 und § 60 Abs 3 SGB II zwar der Ver­wirk­li­chung des Unter­su­chungs­grund­sat­zes nach § 20 Abs 1 SGB X die­nen, aber zugleich gegen­über der all­ge­mei­nen Rege­lung zu den Beweis­mit­teln in § 21 SGB X spe­zi­el­le­re Rege­lun­gen ent­hal­ten. § 21 Abs 3 Satz 4 SGB X wird des­halb vor­lie­gend durch die abwei­chen­den Rege­lun­gen in § 57 und § 60 Abs 3 SGB IIim Sin­ne des § 37 Ers­tes Buch Sozi­al­ge­setz­buch ver­drängt. Ihre Spe­zia­li­tät erweist sich neben ihrer Gel­tung nur für einen ein­zel­nen Sozi­al­leis­tungs­be­reich ins­be­son­de­re dar­in, dass nach § 21 Abs 1 Satz 2 Nr 1 SGB X die Behör­de zwar Aus­künf­te jeder Art ein­ho­len kann, hier­durch aber im Unter­schied zu § 57 und § 60 Abs 3 SGB II kei­ne Aus­kunfts­ver­pflich­tung begrün­det wird 14.
Ver­fas­sungs­recht steht dem Aus­schluss einer Kos­ten­er­stat­tung für Arbeit­ge­be­r­aus­künf­te nicht ent­ge­gen. Das Feh­len eines Kos­ten­er­stat­tungs­an­spruchs für auf Ver­lan­gen erteil­te Arbeit­ge­be­r­aus­künf­te nach dem SGB II ist sowohl mit Art 12 Abs 1 Grund­ge­setz (GG) als auch – im Ver­gleich mit Aus­kunfts­ver­pflich­te­ten, denen ein Anspruch ein­ge­räumt ist (§ 60 Abs 2 und 4 SGB II iVm § 21 Abs 3 Satz 4 SGB X) – mit Art 3 Abs 1 GG ver­ein­bar.
Die im Aus­schluss einer Kos­ten­er­stat­tung für Arbeit­ge­be­r­aus­künf­te lie­gen­de, an Art 12 Abs 1 GG zu mes­sen­de Berufs­aus­übungs­re­ge­lung und die an Art 3 Abs 1 GG zu mes­sen­de Ungleich­be­hand­lung der Arbeit­ge­ber gegen­über ande­ren Aus­kunfts­ver­pflich­te­ten sind Aus­druck der Indienst­nah­me der Arbeit­ge­ber und fin­den ihre Recht­fer­ti­gung in der erhöh­ten Sozi­al­pflich­tig­keit der Arbeit­ge­ber 15.
Die Indienst­nah­me der Arbeit­ge­ber fin­det ihren Aus­druck zunächst dar­in, dass ihre Ver­pflich­tung zur Aus­kunfts­er­tei­lung nach § 57 und § 60 Abs 3 SGB II, die durch Ver­wal­tungs­akt kon­kre­ti­siert wird und kon­kre­ti­siert wer­den darf ("auf Ver­lan­gen der Agen­tur für Arbeit"), ggf im Wege der Ver­wal­tungs­voll­stre­ckung durch­ge­setzt wer­den kann 16. Sie fin­det ihren Aus­druck zudem in der Scha­den­er­satz­pflicht nach § 62 Nr 2 SGB II für nicht, nicht rich­tig oder nicht voll­stän­dig erteil­te Aus­künf­te nach § 57 oder § 60 SGB II und in der Buß­geld­be­weh­rung nach § 63 Abs 1 Nr 1 und 4 SGB II für nicht, nicht rich­tig, nicht voll­stän­dig oder nicht recht­zei­tig erteil­te Aus­künf­te nach § 57 Satz 1 oder § 60 Abs 3 SGB II.
Dage­gen spricht nicht, dass in § 60 Abs 2 und 4 SGB II für die dor­ti­gen Aus­kunfts­ver­pflich­te­ten 17 im Unter­schied zu § 60 Abs 3 SGB II Kos­ten­er­stat­tungs­an­sprü­che ein­ge­räumt sind, obwohl für die Aus­kunfts­pflich­ten nach § 60 Abs 2 und 4 SGB II eben­so wie für die nach § 57 und § 60 Abs 3 SGB II Scha­den­er­satz­pflich­ten und Buß­geld­be­weh­run­gen gere­gelt sind. Denn die­se Unter­schied­lich­keit der Rege­lun­gen im SGB II zur Kos­ten­er­stat­tung für Aus­künf­te von Arbeit­ge­bern und von Drit­ten hat ihren Grund in der beson­de­ren Rol­le der zur Aus­kunft ver­pflich­te­ten Arbeit­ge­ber bei der Abwick­lung von Sozi­al­leis­tungs­ver­hält­nis­sen, der als Sach­grund die Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen Arbeit­ge­bern und ande­ren Aus­kunfts­ver­pflich­te­ten im Sin­ne der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts (BVerfG) zu Art 3 Abs 1 GG recht­fer­tigt 18. Die unter­schied­li­che Behand­lung der Arbeit­ge­ber reicht nicht wei­ter, als die­se durch die beson­de­re, durch recht­li­che Rege­lun­gen näher kon­tu­rier­te Rol­le der Arbeit­ge­ber bei der Abwick­lung von Sozi­al­leis­tungs­ver­hält­nis­sen gerecht­fer­tigt ist.
Die das Feh­len eines Kos­ten­er­stat­tungs­an­spruchs für auf Ver­lan­gen erteil­te Arbeit­ge­be­r­aus­künf­te nach dem SGB II recht­fer­ti­gen­de beson­de­re Rol­le der Arbeit­ge­ber bei der Abwick­lung von Sozi­al­leis­tungs­ver­hält­nis­sen wird bestä­tigt zunächst durch einen ver­glei­chen­den Blick auf die Rege­lun­gen des SGB III, die das Vor­bild für die §§ 57 und 60 SGB II bil­de­ten 19. Denn weder für die Erfül­lung der Ver­pflich­tung des Arbeit­ge­bers zur Aus­stel­lung einer Arbeits­be­schei­ni­gung nach § 312 Abs 1 SGB III noch zur Ertei­lung einer Aus­kunft nach § 315 Abs 3 SGB III ist eine Kos­ten­er­stat­tung vor­ge­se­hen; Glei­ches gilt für die Aus­stel­lung einer Neben­ein­kom­mens­be­schei­ni­gung nach § 313 Abs 1 SGB III 20.
Wie die Vor­schrif­ten des SGB II und SGB III regelt dar­über hin­aus für das Sozi­al­hil­fe­recht § 117 SGB XII Aus­kunfts­pflich­ten, sieht für eini­ge Aus­kunfts­ver­pflich­te­te eine Kos­ten­er­stat­tung vor (§ 117 Abs 3 SGB XII, der § 60 Abs 2 SGB II ent­spricht), für Arbeit­ge­ber jedoch nicht (§ 117 Abs 4 SGB XII, der § 60 Abs 3 SGB II ent­spricht). Eine ent­spre­chen­de Rege­lung für Arbeit­ge­be­r­aus­künf­te ent­hielt bereits § 116 Abs 2 Bun­des­so­zi­al­hil­fe­ge­setz. Schließ­lich zeigt auch ein ver­glei­chen­der Blick auf § 98 SGB X, der die Aus­kunfts­pflicht des Arbeit­ge­bers in Ange­le­gen­hei­ten der Sozi­al­ver­si­che­rung ein­schließ­lich der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung zum Rege­lungs­ge­gen­stand hat, die beson­de­re Rol­le der Arbeit­ge­ber, indem auch nach die­ser all­ge­mei­nen, für den Rechts­be­reich des SGB II nicht ein­schlä­gi­gen, ver­fah­rens­recht­li­chen Rege­lung Aus­kunfts­pflich­ten bestehen, für deren Erfül­lung eine Kos­ten­er­stat­tung nicht vor­ge­se­hen ist 21.
Die Indienst­nah­me der Arbeit­ge­ber und ihre beson­de­re Rol­le bei der Abwick­lung von Sozi­al­leis­tungs­ver­hält­nis­sen (auch) durch Aus­kunfts­pflich­ten kor­re­spon­diert zudem mit der arbeits­ver­trag­li­chen Für­sor­ge­pflicht des Arbeit­ge­bers gegen­über dem Arbeit­neh­mer. Mit der Erfül­lung sei­ner Ver­pflich­tun­gen nach § 57 und § 60 Abs 3 SGB II sowie den wei­te­ren genann­ten sozi­al­recht­li­chen Rege­lun­gen erfüllt der Arbeit­ge­ber zugleich sei­ne arbeits­ver­trag­li­chen Neben­pflich­ten 22. Ins­be­son­de­re dies belegt die Eigen­art von Arbeit­ge­bern gegen­über ande­ren Aus­kunfts­ver­pflich­te­ten und bie­tet einen recht­fer­ti­gen­den Grund dafür, dass die sozi­al­recht­li­chen Rege­lun­gen zu Aus­kunfts­pflich­ten der Arbeit­ge­ber die­sen im Unter­schied zu ande­ren Aus­kunfts­ver­pflich­te­ten kei­nen Kos­ten­er­stat­tungs­an­spruch gegen einen Sozi­al­leis­tungs­trä­ger ein­räu­men. Zudem folgt aus die­ser beson­de­ren Pflich­ten­stel­lung der Arbeit­ge­ber gegen­über ihren Arbeit­neh­mern, dass – ent­ge­gen dem Vor­brin­gen der Revi­si­on – eine Dif­fe­ren­zie­rung unter den Arbeit­ge­bern nach Art und Grö­ße des Unter­neh­mens oder der Beschäf­ti­gungs­dau­er ihrer Arbeit­neh­mer oder nach ande­ren Kri­te­ri­en nicht ange­zeigt ist.
Die beson­de­re Ein­bin­dung der Arbeit­ge­ber in das Sozi­al­rechts­sys­tem, von der die Funk­ti­ons­tüch­tig­keit des Sys­tems der Sozia­len Sicher­heit abhängt und die mit­hin letzt­lich auch im Inter­es­se der Arbeit­ge­ber liegt 23, eben­so wie ihre Erfül­lung von sozi­al­recht­li­chen Aus­kunfts­pflich­ten, die zugleich arbeits­ver­trag­li­che Neben­pflich­ten sind, recht­fer­tigt nach wie vor die Belas­tung der Arbeit­ge­ber und ihre Ungleich­be­hand­lung im Ver­gleich zu ande­ren Aus­kunfts­ver­pflich­te­ten mit Blick auf ihre Ver­pflich­tung zur Ertei­lung erfor­der­li­cher Aus­künf­te ohne Anspruch auf eine Kos­ten­er­stat­tung. Hier­an hat sich durch die Aus­deh­nung des Aus­schlus­ses von Kos­ten­er­stat­tungs­an­sprü­chen für Arbeit­ge­be­r­aus­künf­te auf den Rechts­be­reich des SGB II als eines steu­er­fi­nan­zier­ten Sys­tems der Exis­tenz­si­che­rung und sozia­ler Hil­fen nichts geän­dert.
Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 4. Juni 2014 – B 14 AS 38/​13 R
bei­de Vor­schrif­ten in der Fas­sung des Vier­ten Geset­zes für moder­ne Dienst­leis­tun­gen am Arbeits­markt vom 24.12.2003, BGBl I 2954[↩]
so For­mann, SGb 2013, 448, 448; Mey­er­hoff in juris­PK-SGB II, 3. Aufl 2012, § 57 RdNr 17 f, 21 und § 60 RdNr 56 ff; Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB II, K § 57 RdNr 4b, 16, K § 60 RdNr 35 f, bei­de Stand: IV/​2014; aA – die Vor­schrif­ten bestehen gleich­be­rech­tigt neben­ein­an­der – Estel­mann in Estel­mann, SGB II, § 57 RdNr 8 und § 60 RdNr 10, Stand: Febru­ar 2005; San­der in GK-SGB II, § 57 RdNr 13, Stand: Okto­ber 2008, § 60 RdNr 7, Stand: August 2008; aA auch – Anwen­dungs­be­rei­che über­schnei­den sich zum Teil – Blüg­gel in Eicher, SGB II, 3. Aufl 2013, § 57 RdNr 4; offen gelas­sen bei Schoch in LPK-SGB II, 5. Aufl 2013, § 60 RdNr 32: Abgren­zung kann dahin­ste­hen, da Rechts­fol­gen gleich sind[↩]
vgl dazu Stein­mey­er in Gagel, SGB II/​SGB III, § 60 SGB II RdNr 10, Stand: Janu­ar 2008; Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB II, K § 60 RdNr 4a, Stand: IV/​2014[↩]
vgl Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB II, K § 57 RdNr 7, K § 60 RdNr 12, bei­de Stand: IV/​2014[↩]
vgl Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB II, K § 57 RdNr 8a, Stand: IV/​2014[↩]
noch enger Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB II, K § 57 RdNr 16, Stand: IV/​2014, wonach § 57 SGB II ent­ge­gen sei­nem wei­te­ren Wort­laut nur für Aus­künf­te zu bereits been­de­ten Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­sen ein­schlä­gig ist[↩]
vgl zur Kon­gru­enz von Leis­tungs­zeit­räu­men auch mit bereits been­de­ten Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­sen Stein­mey­er in Gagel, SGB II/​SGB III, § 60 SGB II RdNr 38, Stand: Janu­ar 2008; Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB II, K § 60 RdNr 37, Stand: IV/​2014[↩]
vgl Stein­mey­er in Gagel, SGB II/​SGB III, § 60 SGB II RdNr 10, Stand: Janu­ar 2008; Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB II, K § 60 RdNr 4a, Stand: IV/​2014[↩]
vgl Stein­mey­er in Gagel, SGB II/​SGB III, § 57 SGB II RdNr 11, Stand: Sep­tem­ber 2007; Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB II, K § 57 RdNr 14, K § 60 RdNr 21 f, bei­de Stand: IV/​2014[↩]
vgl Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB II, K § 60 RdNr 13, Stand: IV/​2014[↩]
bei­de in der Fas­sung des Vier­ten Geset­zes für moder­ne Dienst­leis­tun­gen am Arbeits­markt vom 24.12.2003, BGBl I 2954[↩]
so auch Mey­er­hoff in juris­PK-SGB II, 3. Aufl 2012, § 57 RdNr 24 und § 60 RdNr 60; San­der in GK-SGB II, § 57 RdNr 25, Stand: Okto­ber 2008, § 60 RdNr 94, Stand: August 2008; Stein­mey­er in Gagel, SGB II/​SGB III, § 60 SGB II RdNr 39, Stand: Janu­ar 2008; Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB II, K § 57 RdNr 11, K § 60 RdNr 38, bei­de Stand: IV/​2014[↩]
in der Fas­sung des Kos­ten­rechts­mo­der­ni­sie­rungs­ge­set­zes vom 05.05.2004, BGBl I 718[↩]
vgl Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB II, K § 60 RdNr 5, 7, Stand: IV/​2014[↩]
vgl zur Indienst­nah­me BSG Urteil vom 18.05.1995 – 7 RAr 2/​95, SozR 3 – 4100 § 144 Nr 1 S 4 19; vgl auch Sie­fert in Mutsch­ler/­Schmidt-De Caluwe/​Coseriu, SGB III, 5. Aufl 2013, § 312 RdNr 4 ff, § 315 RdNr 6, 31; Stein­mey­er in Gagel, SGB II/​SGB III, § 57 SGB II RdNr 4, Stand: Sep­tem­ber 2007, § 60 RdNr 12, 39, Stand: Janu­ar 2008; eine umfas­sen­de Dar­stel­lung bei Schle­gel, Die Indienst­nah­me des Arbeit­ge­bers in der Sozi­al­ver­si­che­rung, Fest­schrift 50 Jah­re BSG, 2004, 265 ff, dort S 279 f auch zur Indienst­nah­me als Berufs­aus­übungs­re­ge­lung[↩]
vgl dazu Stein­mey­er in Gagel, SGB II/​SGB III, § 57 SGB II RdNr 18, Stand: Sep­tem­ber 2007; Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB II, K § 57 RdNr 7a, K § 60 RdNr 17, bei­de Stand: IV/​2014; vgl auch For­mann, SGb 2013, 448, 449 f mwN; zwei­felnd an der Ermäch­ti­gung zur Hand­lungs­form Ver­wal­tungs­akt Blüg­gel in Eicher, SGB II, 3. Aufl 2013, § 57 RdNr 18[↩]
Leis­tungs- und Unter­halts­ver­pflich­te­te, Ver­wah­rer von Gut­ha­ben oder Ver­mö­gen; Part­ner, Ver­wah­rer von Gut­ha­ben oder Ver­mö­gen des Part­ners[↩]
vgl zu die­ser die Dar­stel­lung bei Britz, NJW 2014, 346; zuletzt BVerfG Beschluss vom 26.03.2014 – 1 BvR 1133/​12 18[↩]
vgl dazu Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB II, K § 57 RdNr 5, K § 60 RdNr 6, 11, bei­de Stand: IV/​2014[↩]
vgl dazu Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB III, K § 312 RdNr 27, K § 315 RdNr 40, K § 313 RdNr 22, alle Stand: IV/​2014[↩]
vgl Krau­se in juris­PK-SGB X, 1. Aufl 2013, § 98 RdNr 90; Scholz in Kas­se­ler Komm, § 98 SGB X RdNr 5, Stand: Dezem­ber 2012[↩]
vgl zur Für­sor­ge­pflicht des Arbeit­ge­bers und zu sei­nen Neben­pflich­ten aus dem Arbeits­ver­hält­nis Sie­fert in Mutsch­ler/­Schmidt-De Caluwe/​Coseriu, SGB III, 5. Aufl 2013, § 312 RdNr 4 ff, § 313 RdNr 5; Thom­mes in Gagel, SGB II/​SGB III, § 312 SGB III RdNr 12 ff, Stand: Dezem­ber 2012; Voelz­ke in Hauck/​Noftz, SGB III, K § 312 RdNr 16 ff, K § 313 RdNr 16, bei­de Stand: IV/​2014[↩]
so BSG Urteil vom 18.05.1995 – 7 RAr 2/​95, SozR 3 – 4100 § 144 Nr 1 S 4 19[↩]
ArbeitgeberauskunftGrundsicherungJobcenterKostenerstattung