Source: https://www.schig.com/ueberpruefungen/psychologen-psychologinnen/
Timestamp: 2018-12-14 19:45:55
Document Index: 231764752

Matched Legal Cases: ['§ 131', '§133', '§ 131', '§ 133', '§ 150', '§ 17', '§ 26', '§ 133', '§ 7']

Psychologen & Psychologinnen | SCHIG mbH
Die arbeitspsychologische Eignung erfolgt durch klinische Psychologinnen und Psychologen oder Gesundheitspsychologinnen und Gesundheitspsychologen, die dafür weitergebildet sind und über ein Zertifikat verfügen.
Bei der Bearbeitung eines Antrags prüfen wir die diesem gemäß § 131 Ziffer 4 EisbG beizulegenden Urkunden (Gutachten) anhand folgender Punkte:
Wurde die richtige Person begutachtet (Name, Anschrift und Geburtsdatum)?
Wurde das Gutachten von einer klinischen Psychologin oder einem klinischen Psychologen bzw. Gesundheitspsychologin oder Gesundheitspsychologen erstellt, die/der zur Begutachtung des Vorhandenseins der psychologischen Eignung für das selbständige Führen und Bedienen von Triebfahrzeugen weitergebildet ist und über ein Zertifikat verfügt?
Weist das Gutachten den gesetzlich vorgesehenen Mindestinhalt auf?
Der Mindestinhalt der jeweiligen Gutachten ist gemeinschaftsrechtlich determiniert und ergibt sich aus dem Anhang II der RL 2007/59/EG vom 23.10.2007. Der Mindestinhalt eines Gutachtens gemäß §133 EisbG wird im dortigen Abschnitt 2.2 definiert.
Das Gutachten muss folgendermaßen betitelt sein:
„Gutachten gemäß § 131 Z 4 iVm § 133 EisbG“
Das Gutachten muss folgende Hinweise enthalten:
„befugt gemäß § 150 Abs.3 EisbG und eingetragen in die gemäß § 17 oder § 26 Psychologengesetz vorgesehene Liste“.
„Ich bestätige, bei der Erstellung des Gutachtens die in § 133 EisbG enthaltenen Bestimmungen und damit die im Anhang II der Richtlinie 2007/59/EG vom 23.10.2007 näher festgelegten Untersuchungsanforderungen und -ziele ausreichend berücksichtigt zu haben. Ich konnte dabei feststellen, dass beim Begutachteten, insbesondere im Bezug auf seine Einsatzfähigkeit, keine arbeitspsychologischen Defizite vorliegen und er keine relevanten Persönlichkeitsstörungen aufweist, die eine sichere Ausübung seiner Tätigkeit beeinträchtigen könnten.“
Sollte ein Triebfahrzeugführer für die psychologische Überprüfung vorzeitig wiederbestellt werden, so ist dies mit Datum bitte im Gutachten bekannt zu geben. Diese Information wird im Fahrerlaubnisregister vermerkt.
Zu übermitteln ist das Gutachten, die Unterschrift des Gutachters kann neben der händischen Unterschrift auch als elektronische Signatur erfolgen.
Nachweise von bereits im Eisenbahnbereich tätigen Psychologen
„Ich erkläre an Eides statt, dass ich vor dem 23.04.2010 im Sinne der Bestimmungen der Triebfahrzeugführer-Verordnung (TFVO), BGBl. II Nr. 64/1999 mit der Begutachtung der psychischen Eignung von Triebfahrzeugführern betraut wurde und wiederholt tätig war.“
Diese Passage ist im Gutachten einzufügen.
Zudem ist eine Bestätigung des/der Arbeitgeber/s vorzulegen, aus der hervorgeht, dass die Psychologin und der Psychologe vor dem 23.04.2010 mit der Begutachtung des Vorhandenseins der psychischen Eignung von Personen als Triebfahrzeugführer im Sinne der Triebfahrzeugführer-Verordnung (TFVO), BGBl. II Nr. 64/1999 betraut wurde und wiederholt tätig war.
Nachweise von noch nicht im Eisenbahnbereich tätigen Psychologen
Es ist ein Zertifikat über die Weiterbildung, die zur Begutachtung des Vorhandenseins der psychischen Eignung von Personen als Triebfahrzeugführer befähigt, vorzulegen. Für eine derartige Weiterbildung kommen gem. § 7 PsychologenG per Bescheid anerkannte Einrichtungen in Betracht.