Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202005,%201862
Timestamp: 2020-04-08 02:05:22
Document Index: 316059015

Matched Legal Cases: ['§ 2113', '§ 22', '§ 2042', '§ 22', '§ 22', '§ 2042', '§ 2100', '§ 2113', '§ 2113', '§ 51', '§ 51', 'BGH', '§ 2100', '§ 2102', '§ 51', '§ 2113', '§ 2139', '§ 19', '§ 22', '§ 29', '§ 51', '§ 51', '§ 51', '§ 51', 'BGH', 'BGH', '§ 2113', 'BGH', '§ 2113', 'BGH', '§ 2113', '§ 2100', '§ 51', '§ 51', 'BGH', 'BGH', '§ 51', '§ 51', '§ 51', '§ 22']

Rechtsprechung: FamRZ 2005, 1862 - dejure.org
https://dejure.org/2005,3307
BayObLG, 01.03.2005 - 2Z BR 231/04 (https://dejure.org/2005,3307)
BayObLG, Entscheidung vom 01.03.2005 - 2Z BR 231/04 (https://dejure.org/2005,3307)
BayObLG, Entscheidung vom 01. März 2005 - 2Z BR 231/04 (https://dejure.org/2005,3307)
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BGB § 2113; GBO § 22
Keine Zustimmung des Ersatznacherben bei Übertragung eines zur Vorerbschaft gehörenden Gegenstandes auf den Vorerben
BGB §§ 2042, 2100, 2113; GBO § 22
Übertragung von Grundbesitz auf den Vorerben
GBO § 22; BGB § 2042 § 2100 § 2113
Esatznacherbenzustimmung zu Nacherbengenehmigung
LG Nürnberg-Fürth, 01.12.2004 - 7 T 10982/04
NJW-RR 2005, 956
DNotZ 2005, 790
FamRZ 2005, 1862
Rpfleger 2005, 421
Das gilt auch dann, wenn die Verfügung des Vorerben - wie hier - in der Übertragung des Grundstücks auf den Nacherben selbst besteht (BayObLG, NJW-RR 2005, 956;… MünchKomm-BGB/Grunsky, 6. Aufl., § 2113 Rn. 17;… Demharter, GBO, 29. Aufl., § 51 Rn. 42;… Meikel/Böhringer, GBO, 10. Aufl., § 51 Rn. 41).
OLG Hamm, 13.05.2016 - 15 W 594/15
Freigabe durch den Nacherben
In der jüngeren Rechtsprechung und Literatur besteht weitgehende Einigkeit, dass dem Vor- und dem Nacherben hinsichtlich einzelner Nachlassgegenstände eine solche rechtsgeschäftliche Gestaltungsmacht (ohne Mitwirkung eines Ersatznacherben) einzuräumen ist (vgl. BGH NJW-RR 2001, 217f; BayObLG NJW-RR 2005, 956f; OLG Köln BeckRS 2011, 10906; Palandt/ Weidlich, BGB, 75.Aufl., § 2100 Rdn.18; Burandt/Rojahn/ Lang, ErbR, 2.Aufl., § 2102 BGB Rdn.20; Hügel/Zeiser, GBO, 26.Ed., § 51 Rdn.107f; sehr grundlegend Keim DNotZ 2003, 822,ff; Hartmann ZEV 2009, 107ff; Heskamp RNotZ 2014, 517ff).
a) Die Löschung eines die Verfügungsbeschränkungen des Vorerben nach § 2113 BGB zum Ausdruck bringenden Nacherbenvermerks vor Eintritt des Nacherbfalls (§ 2139 BGB) setzt entweder die Bewilligung aller Nacherben und etwaiger Ersatznacherben gemäß § 19 GBO oder den Nachweis der Grundbuchunrichtigkeit gemäß § 22 Abs. 1, § 29 Abs. 1 GBO voraus (BayObLG NJW-RR 2005, 956;… Demharter § 51 Rn. 37;… KEHE/Munzig GBO 8. Aufl. § 51 Rn. 36).
Nachträglich unrichtig wird das Grundbuch nicht nur, wenn das zum Nachlass gehörende Grundstück durch wirksame Verfügung des Vorerben aus dem Nachlass ausscheidet, weil der Vorerbe mit Zustimmung aller Nacherben über das Grundstück verfügt hat (BayObLG NJW-RR 2005, 956;… Demharter § 51 Rn. 42;… Meikel/Böhringer GBO, 11. Aufl. § 51 Rn. 36).
Da Verfügungen über das Grundstück der Zustimmung des Ersatznacherben nicht bedürfen (vgl. z.B. BGHZ 40, 115/119; BayObLGZ 1959, 493/497), besteht auch keine Veranlassung, eine solche für eine Auseinandersetzungsvereinbarung zwischen dem Vorerben und dem Nacherben (vgl. hierzu BGH DNotZ 2001, 392/394) oder für ein Rechtsgeschäft zwischen dem Vor- und dem Nacherben zu verlangen, mit dem ein Erbschaftsgegenstand aus dem nacherbengebundenen Nachlass herausgenommen werden wird (vgl. hierzu BayObLG NJW-RR 2005, 956).
b) Die Zustimmung der Nacherben beseitigt die Beeinträchtigung und damit die Unwirksamkeit der Verfügung (§ 2113 Abs. 2 i.V.m. Abs. 3 BGB; BGHZ 40, 115; BayObLG NJW-RR 2005, 956;… vgl. Palandt/Weidlich § 2113 Rn. 6 und 12).
Es ist in Rechtsprechung und Literatur anerkannt, dass Verfügungen - auch unentgeltliche -, die der Vorerbe zu Gunsten des Nacherben trifft, ohne Zustimmung des Ersatznacherben endgültig wirksam sind (RGZ 145, 316; BGHZ 40, 115=DNotZ 1964, 623; BayObLG DNotZ 93, 404; BayObLG NJW-RR 2005, 956=Rpfleger 2005, 421;… Palandt/Edenhofer: BGB, 69. Aufl., § 2113, Rdnr. 6 und § 2100, Rdnr. 8;… Meikel/Böhringer: Grundbuchrecht, 10. Aufl., § 51, Rdnr. 41;… Schöner/Stöber: Grundbuchrecht, 14. Aufl., Rdnr. 3478; Reimann DNotZ 2007, 579, 584 m. w. H. in Fußnote 10).
OLG München, 05.01.2017 - 34 Wx 324/16
Zur Einsetzung von Nacherben unter der auflösenden Bedingung einer anderweitigen …
Nachträglich unrichtig wird das Grundbuch (u. a.), wenn das zum Nachlass gehörende Grundstück durch wirksame Verfügung des Vorerben aus dem Nachlass ausscheidet, weil der Vorerbe mit Zustimmung aller Nacherben über das Grundstück verfügt hat (BayObLG NJW-RR 2005, 956;… Demharter § 51 Rn. 42).
OLG Hamm, 22.05.2014 - 15 W 102/13
Auslegung eines Testaments hinsichtlich der Befugnis der Vorerbin zur …
Einer ergänzenden Zustimmung der in dem Testament eingesetzten Ersatzerben zu dem Veräußerungsgeschäft der Vorerbin bedarf es nach gefestigter Rechtsprechung nicht (vgl. etwa BGHZ 40, 119; BayObLG Rpfleger 2005, 421).
9 a) Seit der Entscheidung des Reichsgerichts vom 8.11.1934 (RGZ 145, 316) ist in Rechtsprechung und Schrifttum nahezu einhellig anerkannt, dass ein Grundstück dann endgültig aus der dem Recht des Nacherben unterliegenden Erbschaft ausscheiden kann, wenn der Vorerbe es mit Zustimmung des Nacherben veräußert; der Zustimmung eines Ersatznacherben bedarf es dazu nicht (BGH NJW 1963, 2320; BayObLGZ 1970, 137/142; 1995, 55/46; BayObLG DNotZ 1998, 138/140; 2005, 790;… Schaub in Bauer/von Oefele GBO 2. Aufl. § 51 Rn. 155;… Hügel/Zeiser GBO 2. Aufl. § 51 Rn. 98; Heider ZEV 1995, 1/2).
OLG München, 14.06.2019 - 34 Wx 237/18
Erbengemeinschaft, Grundbesitz, erteilte Vollmacht, Vorerbe, Nacherbe, …
Nachträglich unrichtig wird das Grundbuch (u. a.), wenn das zum Nachlass gehörende Grundstück durch wirksame Verfügung des Vorerben aus dem Nachlass ausscheidet, weil der Vorerbe mit Zustimmung aller Nacherben über das Grundstück verfügt hat (BayObLG NJW-RR 2005, 956;… Demharter § 51 Rn. 42.1).
OLG Bamberg, 01.06.2017 - 8 W 37/17
Löschung eines Nacherbenvermerks - Zusitmmung eines Ersatznacherben
Nachträglich unrichtig wird das Grundbuch u. a., wenn das zum Nachlass gehörende Grundstück durch wirksame Verfügung des Vorerben aus dem Nachlass ausscheidet, weil der Vorerbe mit Zustimmung aller Nacherben über das Grundstück verfügt hat (BayObLG, Beschluss vom 01.03.2005, Az. 2Z BR 231/04, juris bzw. NJW-RR 2005, 956; OLG München…, Beschluss vom 05. Januar 2017 - 34 Wx 324/16 -, Rn. 10, juris).
In einem solchen Fall kann das Grundbuch nach § 22 GBO berichtigt werden, ohne dass es einer Bewilligung des Ersatznacherben bedarf (Bayerisches Oberstes Landesgericht, Beschluss vom 01. März 2005, Az.: 2Z BR 231/04, juris).
Vergütung eines zur Rechtsberatung zugelassenen Berufsbetreuers, Betreuervergütung