Source: http://www.meineimmobilie.de/forum/vermieten-verwalten/gartenpflege-eigenleistung-abrechenbar
Timestamp: 2017-08-18 05:03:07
Document Index: 170415259

Matched Legal Cases: ['§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', 'BGH']

Gartenpflege - Eigenleistung abrechenbar? | Forum | meineimmobilie.de
12.08.2007, 22:56 von vollprofiProfil ansehen
Vermieten & Verwalten|Gartenpflege - Eigenleistung abrechenbar?
ein Miethaus besitzt einen Garten (Wiese, Bäume Sträucher usw.) mit einer Fläche von ca. 1000 qm (ohne Haus).
Kann der Vermieter in den Betriebskosten Gartenpflege geltend machen und wenn ja, in welcher Höhe (ländl. Raum)?
15.08.2007, 15:20 von zaunkoenig
OFD-Hannover war ein Link. Hier nochmal zum nachlesen:
15.08.2007, 10:53 von MarieP
User Gartenpflege durch VM
» 15.08.07 10:44 « Antworten · Weiterleiten · Zitieren · Löschen
An: MarieP
Nach dem Wortlaut des Gesetzes können nur solche Handwerkerleistungen abgezogen werden, die von einem selbständigen Dienstleister erbracht werden.
Wäre allerdings rechtlich zu prüfen, ob der Vermieter nicht auch selbständiger Dienstleister ist. Er ist grundsätzlich selbständig Tätig, allerdings lediglich hinsichtlich von Vermietungseinkünften, die nicht unter die steuerlich relevanten selbständigen Einkünfte der L+L, des Gewerbebetriebes bzw. der freiberuflichen Tätigkeit fallen.
Da es sich um steuerrechtliche Regelungen handelt, und analog dem Abzugsverbot von Eigenleistungen in anderen steuerlichen Bereichen hier nicht etwas anderes gemeint sein kann, dürfte der Abzug beim Mieter nicht möglich sein.
Allerdings kann der Vermieter die Kosten durchaus weitergeben. Dies führt zu erhöhten Einnahmen, jedoch nicht zur Anerkennung von Werbungskosten in gleichem Maße. Der Vermieter wird wirtschaftlich durchaus selbständig tätig und versteuert die Einnahmen auch.
Bei teleologischer Betrachtungsweise müsste dann analog irgendwo auch der Aufwand abzugsfähig sein, denn der Mieter ist wirtschaftlich tatsächlich belastet.
Da der § 35a EStG insgesamt an vielen Ecken kränkelt und insgesamt, trotz BMF-Schreiben und OFD-Anweisungen, sehr löcherig ist, könnte ein mutiger Kläger, der das Kostenrisiko nicht scheut, hier auch ein Grundsatzurteil erwirken.
Kläger kann aber nur ein Mieter sein, der den Abzug nach § 35a EStG fordert. Und dann müsste es auch noch ein liberales Finanzgericht sein, wobei es da ja unterschiedliche Senate gibt und die Liberalität beim entspechenden Senatsvorsitzenden.
Kannst Du auch gerne so einstellen in den Thread.
15.08.2007, 08:53 von Augenroll
Die für NK geleisteten Zahlungen sind als Werbungskosten uneingeschränkt abzugsfähig
Na klar, Hauptsache alles ist abzugsfähig.
14.08.2007, 17:48 von Mortinghale
Eventuell sollte der Mieter später beim Finanzamt nachfragen oob nicht sein Vermieter die Kosten nochmal angesetzt hat. Damit würde sich der Vermieter des Steuerbetruges strafbar machen.
Du blickst echt nicht mehr durch. Das Thema scheint Dir irgendwie nicht zu liegen.
Die Steuervergünstigung für den Mieter hat absolut nichts mit den Abzugsmöglichkeiten des Vermieters zu tun.
Die für NK geleisteten Zahlungen sind als Werbungskosten uneingeschränkt abzugsfähig, während NK-Zahlungen des Mieters Einnahmen darstellen.
Der § 35 a EStG läuft vollkommen nebenher.
14.08.2007, 16:59 von Augenroll
Wenn Hammer das auf die BK-Abrechnung setzt, so steht das dem Mieter zu, dieser braucht lediglich die Abrechnung einreichen und eine Bescheinigung des Vermieters, was Arbeitsleistung war und was Material.
Der Vermieter ist verpflichtet, diese Bescheinigung zu erstellen. Eventuell sollte der Mieter später beim Finanzamt nachfragen oob nicht sein Vermieter die Kosten nochmal angesetzt hat. Damit würde sich der Vermieter des Steuerbetruges strafbar machen.
14.08.2007, 15:46 von Sledge_Hammer
14.08.2007, 15:38 von Mortinghale
Ich setze das doch als Werbungskosten an
Es geht hier um Eigenleistungen des Vermieters; die führen nur zu Einnahmen und nicht zu Werbungskosten.
14.08.2007, 15:25 von Sledge_Hammer
14.08.2007, 15:14 von Mortinghale
Hintergrund des § 35 a EStG ist doch, daß für den "privaten" Stpfl. ein Anreiz geschaffen werden sollte, statt Schwarzarbeitern steuerzahlende Unternehmen zu beschäftigen.
Unsinnigerweise wurde dies anschließend auf NK-Abrechnungen ausgedehnt, obwohl hier die Beschäftigung von Schwarzarbeitern doch ohnehin nie zur Debatte stand.
Und die Grundvoraussetzungen sind doch erfüllt: Der Vermieter bekommt und versteuert das Geld, das der Mieter zahlt.
Und ob er das als Einnahmen aus Gewerbetrieb oder aus V&V versteuert, ist doch unerheblich (schließlich können auch Gewerbebetriebe Vermietungseinnahmen haben).
Alles andere müßte insofern sogar verfassungswidrig sein.
14.08.2007, 15:02 von MarieP
du meinst also der VM ist hier gemäß §35a haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen gleichzeitig Auftraggeber und Auftragnehmer der Leistung und das FA segnet das so ab!?
14.08.2007, 15:00 von Sledge_Hammer
14.08.2007, 14:51 von Mortinghale
wie soll ich es beweisen ? Kann den praktischen Fall ja schlecht konstruieren.
Was meinen eigentlich Taxpert und Zaunkönig dazu ?
14.08.2007, 12:19 von MarieP
Du meinst, das eine Auflistung des VM oder eine Quittung ausreicht. Seh ich nicht so. Erklär mal genauer.
Eine entsprechend aufgebaute NK-Abrechung (bzw. Anlage dazu) müßte m.E. reichen.
Ansonsten sind doch alle Voraussetzungen erfüllt (Der Begriff "Selbständig" soll doch nur einen Unterschied zu "Nichtselbständig" schaffen).
Damit kommst du vorm FA nicht weiter.
14.08.2007, 12:06 von Mortinghale
14.08.2007, 10:04 von cavalier
HAll Augenroll,
Wenn die Kosten über die BK-Abrechnung an die Mieter weitergereicht werden, steht die Steuererleichterung den Mietern zu. Denn diese bezahlen diese Leistung ja auch.
Auch wenn der Mieter die Steuererleichterung in Anspruch nimmt, sind es Subventionen, die Sie ja -wenn der Vermieter die in Anspruch nimmt- als unanständig finden.
Im Übrigen wollte die auch keiner dem Mieter vorenthalten.
14.08.2007, 10:02 von MarieP
Das Thema haushaltsnahe Dienstleistung ist hier schon mehrfach diskutiert worden.
Um die Kosten bei der Steuer anzugeben - muss die Dienstleistung eines Selbstständigen in Anspruch genommen werden!
Also geht die in Anspruchnahme des § 35 a EStG in diesem Fall nur, wenn der VM selbstständig ist.
Dabei ist es unerheblich, ob die Leistungen vom Vermieter direkt oder über eine Firma erbracht werden.
AR gelesen oder geschlafen?
14.08.2007, 09:53 von Augenroll
Unter Berücksichtigung der haushaltsnahen Dienstleistung sollte überlegt werden, diese Arbeiten an eine Firma zu vergeben.
14.08.2007, 08:42 von MarieP
ich bin zwar der Meinung, daß diese ganze Regelung völliger Blödsinn ist und auch nicht lange Bestand haben wird, aber in der derzeit gültigen Form müßten auch Lohnleistungen des Vermieters erfaßt sein.
Schließlich ist sichergestellt, daß die Beträge wirklich gezahlt und vom Empfänger versteuert werden (was schließlich der Hintergrundsinn des § 35 a EStG ist).
13.08.2007, 15:32 von Mortinghale
13.08.2007, 13:53 von MarieP
Sicher, daß Lohnleistungen des Vermieters nicht unter § 35 a EStG fallen ?
Ja - außer der VM kann eine ordnungsgemäße Rechnung stellen.
der Rechnung des beauftragten Unternehmens mit aussagekräftigen Angaben über die erbrachte Dienstleistung (Aufschlüsselung von Material- und Lohnkosten) und
des Kontoauszugs (ggf. Kopie) mit Abbuchung des Rechnungsbetrages oder einer entsprechenden Bescheinigung des Kreditinstituts
13.08.2007, 10:13 von Mortinghale
13.08.2007, 09:29 von RMHV
vollprofi » 13.08.07 03:00 «
... War mir unsicher, da manche Eigenleistungen von Vermietern (v. a. ggü. dem FA) nicht anerkannt werden. Da heißt es dann halt lediglich "Ihre Leistung in allen Ehren...".
Äpfel und Birnen lassen sich bekanntermaßen nicht vergleichen... warum wird es im Zusammenhang mit Mietverhältnissen immer wieder versucht?
Kosten sind nicht zwingend Ausgaben. Der Vermieter kann in der Betriebskostenabrechnung auch Kosten für Eigenleistung ansetzen und dem Mieter in Rechnung stellen. Ausgaben für Eigenleistungen fallen beim Vermieter nicht an.
Die abgerechneten Kosten für Eigenleistungen sind Einnahmen, die der Besteuerung ebenso unterliegen wie Einnahmen für Nettomiete oder vielleicht auch Arbeitslohn.
13.08.2007, 03:00 von vollprofi
Ah, danke. Der Garten wird natürlich schon von Mietern genutzt (Wiese, Wäsche aufhängen usw.).
War mir unsicher, da manche Eigenleistungen von Vermietern (v. a. ggü. dem FA) nicht anerkannt werden. Da heißt es dann halt lediglich "Ihre Leistung in allen Ehren...".
13.08.2007, 00:47 von MarieP
Die Umlage der Gartenpflege hat nichts damit zu tun - ob die Mieter den Garten nutzen dürfen. Hierzu BGH, Urteil v. 26.5.2004 – VIII ZR 135/03.
Der Blick ist Grüne rechtfertigt bei entsprechender mietvertraglichen Vereinbarung die Umlage der Gartenpflegekosten.
Werden die Arbeiten in Eigenleistung vom VM durchgeführt, können die Kosten, die ein Dritter oder eine Drittfirma hierfür in Ansatz bringen würde, auf die Mieter umgelegt weden.
12.08.2007, 23:09 von kathi2007
wenn der Garten von allen Parteien gemeinschaftlich genutzt werden kann und dies so auch im Vertrag steht sollten Kosten umlegbar sein. Diese sollte aber meines Erachtens die Kosten für einmal im Monat Rasenmähen und ab und zu einen Rückschnitt der Pflanzen nicht überschreiten. Warum lassen Sie es die Mieter nicht machen, wenn die den Garten nutzen können??