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Timestamp: 2020-05-26 04:39:29
Document Index: 20071590

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 3', '§ 5', '§ 28', '§ 28', '§ 203', '§ 28', '§ 28', '§ 28', 'Art. 8']

LG Hamburg, Urteil vom 02.03.2017 - 327 O 148/16 - openJur
Urteil vom 02.03.2017 - 327 O 148/16
LG Hamburg, Urteil vom 02.03.2017 - 327 O 148/16
openJur 2017, 857
1. Bei den §§ 4, 4a und 28 Abs. 7 BDSG handelt es sich um Marktverhaltensregelungen im Sinne des § 3a UWG. 2. Die Verpflichtung auf das Datengeheimnis gemäß § 5 BDSG stellt keine "entsprechende Geheimhaltungspflicht" im Sinne des § 28 Abs. 7 S. 1 BDSG dar. 3. § 28 Abs. 7 S. 3 BDSG kann nicht entnommen werden, dass die Schweigepflicht des § 203 StGB damit auf weitere Berufsgruppen erweitert wird, z. B. die Mitarbeiter eines Pharmaunternehmens. Die Norm setzt vielmehr voraus, dass die Angehörigen der weiteren Berufsgruppen einer entsprechenden Geheimhaltungspflicht unterworfen sind. 4. Diese Auslegung hat zwar zur Folge, dass § 28 Abs. 7 S. 3 BDSG keine Bedeutung erlangt, die über § 28 Abs. 7 S. 1 BDSG hinausgeht. Dieses Ergebnis ist jedoch hinzunehmen, weil § 28 Abs. 7 S. 3 BDSG ansonsten über Art. 8 Abs. 3 der der Richtlinie 95/46/EG hinausginge, zu dessen Umsetzung er dient.
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