Source: https://autarkes-leben.com/legale-waffen-in-deutschland/
Timestamp: 2020-05-31 00:59:59
Document Index: 210680543

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 42', '§ 42', '§ 1', '§ 42', '§ 1', '§ 2', '§52', '§ 2', '§ 42']

Legale Waffen in Deutschland -
Equipment, Wissen / Von eckhardt
Das Waffengesetz in Deutschland
Altersgrenzen für legale Waffen
Das Besitzen von Waffen in Deutschland
Das Führen von Waffen in Deutschland
Strafen bei Verstößen gegen das Waffengesetz
Luftgewehre und Luftdruckwaffen
Die Armbrüste
Die Schlagstöcke
Die Reizgas Waffen
Welche Waffen sind legale Waffen und freie Waffen in Deutschland?
Welche Waffen sind illegal in Deutschland?
In Deutschland illegale Schusswaffen
In Deutschland illegale Stichwaffen
In Deutschland illegale Schlagwaffen
Darf ich mein altes Butterfly Messer zu Hause liegen haben? Darf ich ein Einhandmesser oder eine Machete bei mir haben? Wie sieht es mit einem Ritterschwert aus oder vielleicht lieber doch eine Axt? Jagen mit Pfeil und Bogen? Grade wenn du dich mit Outdoor und Survival befasst, entstehen viele Fragen, was die rechtliche Legalität betrifft. Im heutigen Artikel werden alle diese Fragen umfassend beantwortet, wobei der Fokus auf legalen und freien Waffen liegt. Speziell für Schusswaffen, seht euch unseren Artikel zum Waffenschein an. Sollte noch was unklar sein, einfach in die Kommentare und wir kümmern uns drum.
Eines vorneweg bevor du vorhast eine Waffe zu erwerben, solltest du dich umfassend informieren. Das Waffengesetz ist wie alle Gesetze sehr kompliziert mit für Laien unübersichtlichen Ergänzungen und Novellierungen. Besser Du fragst im Zweifel einen Rechtsanwalt oder kostenlos die Polizei. Denn Unwissenheit schützt auch hier nicht vor Strafe und die kann empfindlich sein.
Das deutsche Waffengesetz erfordert für bestimmte Waffen und bestimmte Formen der Verwendung auch bei legale Waffen einen Waffenschein und eine Erlaubnis. Alle Waffen die nicht vom Waffengesetz erfasst werden wie beispielsweise Taschenmesser oder Küchenmesser die als Werkzeuge gelten, sind grundsätzlich legal.
Unter 14 Jahre geht fast gar nichts auch nicht zu Hause. Selbst freie Waffen sind beschränkt und verboten sind auch Spaßwaffen, wenn diese als Waffe verwendet werden. Sonst beginnt der erste Altersabschnitt für den Waffengebrauch, mit 14 manchmal ab 16 Jahren. Dann darf unter Aufsicht an genehmigten Plätzen und Schießständen mit der Waffe, auch einer großkalibrigen Waffe geübt werden.
Die Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis setzt die Vollendung des 18. Lebensjahres voraus. Unter Aufsicht, im Rahmen eines Ausbildungsverhältnisses oder auf Schießstätten ist der Umgang mit Waffen bereits ab dem 14. Lebensjahr möglich. Geprüfte Reizstoffsprühgeräte dürfen auch Jugendliche besitzen.
Grundsätzlich darfst du alle Waffen besitzen die nicht verboten sind oder unter waffenrechtliche Beschränkungen fallen. Besitz bedeutet dabei das du die Waffe zu Hause oder auf privatem Grund bei dir hast und das du sie legal erwerben kannst. Falls du eine Waffe transportieren willst, muss dass entsprechend in einem geschlossenen Behältnis und nicht sofort Einsatz und Zugriffsbereit erfolgen. Ansonsten wird aus dem Waffenbesitz das Führen einer Waffe. Für Messer empfiehlt sich hier ein geschlossenes Behältnis, bei Schusswaffen muss die Waffe entladen sein und am besten das Magazin und die Munition getrennt.
„Eine Waffe führen, bedeutet eine Waffe so bei sich zu tragen, um sie nötigenfalls auch zu gebrauchen”. Das bedeutet, du hast die Waffe am Körper in der Kleidung sofort griffbereit. Dies ist eine ganz wichtige Unterscheidung im Waffengesetz, die häufig missverstanden wird. Nur weil du ein Messer bei Amazon oder im Laden legal kaufen darfst, heißt das noch nicht das du es auch immer bei dir haben darfst. Eine Schusswaffe geladen und im Extremfall hast Du die Waffe sogar in der Hand! Dazu benötigst du, auf jeden Fall, eine spezielle Erlaubnis zum Führen einer jeglichen Waffe außerhalb Deines Hauses oder umfriedeten Grundstücks. Die nicht so leicht ohne sehr wichtigen Grund zu bekommen ist.
Der Waffenschein ist eine Berechtigung zum Führen von Schusswaffen außerhalb Deiner Wohnung oder Deines geschützten umzäunten Grundstückes in geladenen und einsatzbereiten Zustand zum Zweck der Verteidigung.
Es gibt beim Führen von Waffen aber auch berechtigte Ausnahmen, hier gilt z.B. die Jagd, Brauchtumspflege, der Kauf von Waffen oder der Sport als berechtigter Grund die Waffe zu führen. Das man sich persönlich mit einer Waffe sicherer fühlt, ist jedoch nicht ausreichend als Grund. Wichtig ist aber zu Wissen, dass auch bei diesen berechtigten Ausnahmen, die Waffen entsprechend gesichert transportiert werden müssen. Der Sportschütze darf die geladene Waffe nicht verdeckt tragen, sondern muss sie ungeladen und in einem geschlossenen Behältnis zum Schiessstand transportieren, wo er sie dann benutzen darf.
Auch hier gilt wieder die Unterscheidung zwischen Besitz und führen. Wer ein verbotenes Messer wie ein Butterfly Messer besitzt, riskiert eine Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder aber eine Geldstrafe. Für Ersttäter die bisher nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten sind, wird es fast immer eine Geldstrafe. Wer jedoch ein grundsätzlich erlaubtes Messer wie ein Einhandmesser mit sich führt, begeht nur eine Ordnungswidrigkeit, diese ist jedoch mit saftigen Bußgeldern von bis zu 10000 Euro belegt.
Wichtig ist auch zu bedenken, dass wenn ihr eine Waffe bei euch habt, während ihr eine andere Straftat wie Diebstahl begeht, sich die Strafen hier erhöhen, da es sich dann um bewaffneten Diebstahl handelt.
Das sind Nachbauten von täuschend echten Feuerwaffen aber auch Waffen, die mit echten Waffen leicht zu verwechseln sind. Auch die „Softairwaffen“ gehören dazu. „Anscheinswaffe“ ein Begriff aus dem Waffenrecht (in Anlage 1 zu § 1 Absatz 4 genau definiert).
„Nachbildungen von Schusswaffen mit dem Aussehen von echten Schusswaffen unbrauchbar gemachte echte Schusswaffen“.
Auch Anscheinswaffen dürfen nicht in öffentlich geführt werden. Sie müssen in verschlossen Behälter transportiert werden (nach § 42a Nr.1 Waffengesetz). Ausnahmen bestehen bei Brauchtumsveranstaltungen wie etwa Umzügen.
Ausgenommen von der Bestimmung sind solche Nachbildungen, die leicht erkennbar zum Spiel oder für Brauchtumsveranstaltungen bestimmt sind. Wenn die Nachbildungen die Größe der Feuerwaffe um 50 Prozent über- oder unterschreiten, oder aus neonfarbenen Materialien, zumindest teilweise bestehen.
Die Bedrohung von Personen und ein Missbrauch mit Anscheinswaffen kann so verhindert werden. Wie der Überfall mit einer unechten Pistole.
Der Begriff der „Anscheinswaffe“ beinhaltet auch »Softairwaffen«. Damit ist ein Airsoft Spiel in der Öffentlichkeit nicht gestattet.
Andere Länder sind da noch strenger, in Großbritannien beispielsweise ist sowohl die Herstellung, die Einfuhr als auch der Besitz von Anscheinswaffen verboten.
Zunächst zum Besitz: grundsätzlich darfst du alle nicht verbotenen Messer besitzen. Welche Messer verboten sind findest du weiter unten, im Abschnitt zu illegalen Stichwaffen. Dann zum Führen: also zugriffsbereiten Tragen von Messern. Hier gilt eine Grenze von 12cm bei feststehenden Klingen. Der Bereich ohne Anschliff nach dem Schaft zählt auch zur Klingenlänge. Das gezeigte und sehr beliebte Bear Grylls Survival Messer beispielsweise ist also legal und darf geführt werden. Die zweite wichtige Einschränkung sind sogenannte Einhandmesser, also Messer die sich mit einer Hand öffnen lassen und deren Klinge feststellbar ist. Diese darfst du zwar besitzen aber nicht mit dir führen. Wichtig ist zu Wissen, dass die Klingenlänge hier keine Rolle spielt. Einhandmesser dürfen nie geführt werden, egal wie klein. Das oben gezeigte Beispiel Sub Compagnion von Walther darf beispielsweise im Lieferzustand nicht geführt werden, trotz der geringen Größe. Bei diesem speziellen Messer kann aber der Bolzen zum einhändigen öffnen mit einem Imbus Schlüssel entfernt werden. Im Anschluss ist es ein Messer das du auch legal mit dir führen kannst. Im Notfall setzt du den Bolzen wieder ran.
Das Waffengesetz erlaubt den Besitz von feststehenden Messern, mit einseitig geschliffener, feststehender Klinge.
Bei allen Ausstellungen, Märkten, Sportveranstaltungen, Messen, Volksfesten oder ähnlichem darfst du keine Waffen mitführen, dies gilt auch für sonst erlaubte Messer. (§ 42 § 1 Abs. 2).
Die Party und die Disco zählen nicht zu den in § 42 erwähnten Veranstaltungen. Hier gilt jedoch das Hausrecht und es liegt im ermessen des Veranstalters ob er dich mit dem Messer hereinlässt oder nicht.
Eine häufige Frage ist dann noch die Situation mit den Taschenmessern oder Küchenmessern.
Ein Taschenmesser und auch ein Küchenmesser zählen als Werkzeug und fallen nicht unter das Waffengesetz. Das besitzen und führen ist somit immer erlaubt, solange keine weiteren Einschränkungen greifen. Und ja es ist unsinnig das ich ein 30cm Küchenmesser tragen darf und ein Einhandmesser nicht, aber so sind unsere Gesetze nunmal 😉
Luftgewehre und Luftpistolen sind Schusswaffen, die meist mechanisch eine Feder spannen. Bei der Schussauslösung komprimiert die Feder in einen Zylinder Luft, die wiederum das Geschoss antreibt.
Aber es existieren unzählige technische Systeme mit Federspeicher, mit Gasdruckspeicher, CO2-Systeme, Pumpverfahren und Pressluftantrieb.
Luftgewehr und Pistolen werden heute hauptsächlich als spezialisierte Sportgeräte genutzt. Die Einsatzgebiete gehen vom Freizeitspaß bis zu olympischen Wettkämpfen. Du kannst in Deutschland Luftgewehre und ebensolche Pistolen mit bis zu 7,5Joule Mündungsenergie frei ab 18 Jahren erwerben und legal besitzen.
Du darfst sie auf privatem Gelände auch einsetzen, solange keine Gefährdung für außenstehende besteht, also indem beispielsweise Geschosse das private Grundstück verlassen. Hier eigenen sich Kugelfänge oder einfach eine Mauer. Das Führen solcher Waffen ist jedoch eingeschränkt, da sie einerseits als Anscheinswaffe gelten können und andererseits muss ein berechtigtes Interesse vorliegen.
Waffenrechtlich ist die Armbrust im Gegensatz zum Bogen den Schusswaffen gleichgestellt.
Erwerb, Besitz, Führen, Handel und Herstellung bedürfen jedoch keiner Erlaubnis. Alle für Schusswaffen geltenden Regelungen sind auch für die Armbrust geltend. Ausnahme Du verschießt „Pfeile“ mit elastischen Geschossspitzen. Dennoch ist das Schießen mit einer Armbrust als Umgang mit einer Waffe einzuordnen (gem. § 1 Abs. 3 und § 2 Abs. 1 WaffenG.). Das bedeutet das du hier auch wieder darauf achten musst, dass niemand gefährdet wird.
Ein Umgang ist grundsätzlich nur Personen erlaubt, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.
Ausnahmen sind Förderung des Leistungssports und für das Schießen auf Schießstätten unter Aufsicht ab einem Alter von 14 Jahren. Unter 14 Jahren ist ein Schießen mit Armbrüsten selbst unter Aufsicht grundsätzlich nicht gestattet.
Das Jagen mit einer Armbrust ist in Deutschland generell verboten, um die Tiere zu schützen. Wichtig ist hier, wenn du eine Armbrust mit dir führst und beispielsweise Jagdspitzen auf den Pfeilen montiert hast, kann dies bereits als Vorbereitung zur Wilderei bestraft werden.
Als „Sportgerät“ wird vom Waffengesetz der Bogen kategorisiert. Er ist nicht waffenscheinpflichtig und unterliegt nicht den Beschränkungen des Waffengesetzes. Du Darfst also einen Bogen kaufen, besitzen und mit dir führen.
Trotzdem ist der Bogen eine gefährliche Waffe, aber keine Schusswaffe gemäß dem Waffengesetz und darf zu „Sportzwecken“ benutzt werden. Wer öffentlich mit Pfeil und Bogen schießt, ohne notwendige Sicherung und Absperrungen begeht eine Ordnungswidrigkeit.
Mit Erlaubnis des Grundstückeigentümers und mit der nötigen Sorgfalt darf auf Wiesen und im Wald mit Pfeil und Bogen geschossen werden.
Ein Schlagstock ist eine Hieb- und Stoßwaffe aus Holz, Metall oder Gummi. Ihrem Wesen nach ist eine solche Waffe dazu bestimmt, Verletzungen durch Hiebe, Schläge oder Würfe zuzufügen.
Schlagstöcke dringen nicht in den Körper ein. Dennoch gehören sie zu den verbotenen Waffen. Wer solche Waffen kaufen und einsetzen will, macht sich grundlegend strafbar.
Es gibt viele Modelle. Der Teleskop Schlagstock ist meist aus Aluminium oder aus Stahl. Mit bis zu einem Meter länge ist der Teleskop Schlagstock länger als die „Tonfa“, mit etwa 50 Zentimetern. Eine Hieb- und Stoßwaffe zu führen ist prinzipiell verboten. Der Schlagstock ist eine Hiebwaffe und zählt zu den verbotenen Waffen allerdings ist der Besitz erlaubt!
Es gibt aber Ausnahmen, die das Führen in Sonderfällen erlaubt.
Zu künstlerischen Zwecken bei Film, Fernsehen oder Theater ist ein Schlagstock erlaubt. Ein Teleskop Schlagstock darf in einem Behälter mitgeführt werden.
Schlagstöcke zur Selbstverteidigung legitimiert das Gesetz allerdings nicht. Dafür ist ein Schlagstock verboten! Polizisten oder ähnlichen Berufsgruppen dürfen Schlagstöcke bei sich tragen, es muss aber mit der Berufsausübung verbunden sein. Schlagstöcke Führen auf öffentlichen Vergnügungen, Volksfesten, Sportveranstaltungen ist eine Straftat (§52 WaffenG.).
Gaspistolen auch bekannt als Schreckschusswaffen dienen der Selbstverteidigung und dem verschießen von Signalmunition. Beim Schuss wird von speziellen Platzpatronen ein Tränengas mit freigesetzt. Das Tränengas soll eventuelle Angreifer abwehren und vertreiben.
Schreckschusswaffen werden den scharfen Waffen täuschend ähnlich nachgebaut. Anstelle von einem gezogenen Lauf haben Gaswaffen einen Gaslauf. Durch Sperren ist ein Verschießen von scharfer Munition unmöglich. Auch würde der Lauf einer Gaspistole beim Einsatz echter Munition zerbersten, da dieser nicht für so hohe Energien ausgelegt ist. Eine Schreckschusswaffe erzeugt durch Lärm eine abschreckende Wirkung. Während das Gas durch den Lauf schießt, wird zusätzlich ein beeindruckender Knall ausgelöst.
Gaspistolen verschießen Gemische von CN oder Chloracetophenon, CS oder Chlorbenzylidenmalodinitril und Pfeffer-Reizgaspatronen, was auch als Nonivamid bezeichnet wird.
Hergestellt aus Zinkguss, sorgen Sollbruchstellen dafür, dass ein Umrüsten auf eine scharfe Schusswaffe unmöglich ist.
Da die früher nicht waffenscheinpflichtigen Waffen oft in kriminelle Handlungen verwickelt waren, hat der Gesetzgeber, das Führen von Schreckschusswaffen und Anscheinswaffen einer speziellen Erlaubnis „dem kleinen Waffenschein“ unterworfen.
Du kannst jedoch weiterhin eine solche Waffe mit Gaslauf kaufen und Besitzen, wenn diese Waffe ein Prüfsiegel der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) aufweist. Das Kaliber muss auf dem Verschluss erkennbar eingeprägt sein.
Sollte die Waffe jedoch über keine PTB-Kennzeichnung verfügen dann ist selbst der Erwerb und Besitz nicht legal.
Auch zu Anlässen wie Sylvester ist der Schuss aus einer Gaspistole auch für Besitzer mit kleinem Waffenschein in der Öffentlichkeit verboten. Du kannst eine empfindliche Strafe bekommen und den Waffenschein für immer verlieren. Ausnahmen sind Situationen der Notwehr oder Nothilfe.
Schleudern verschießen meist kleine Kugeln oder Steine mit Hilfe eines von Hand gespannten Gummizuges. Nach dem Waffengesetz sind Schleudern oder Steinschleudern in der Bundesrepublik Deutschland nicht erlaubt, wenn diese über Handgelenkstützen, Armstützen oder Vergleichbares verfügen, mit dem die Schleudern zu Präzisionsschleudern umgebaut werden können.
Bereits die Hilfsmittel zur Montage der Vorrichtungen fallen unter das WaffenG. In Deutschland ist der Kauf von Präzisionsschleudern verboten (WaffenG. in Anlage 2 im Abschnitt 1).
Alle anderen Typen von Schleudern sind legale Waffen und können unbedenklich gekauft werden. Sie sind „Gebrauchsgegenstände“ oder „Sportgeräte“ aber auch „Spielzeug“. Es gibt dazu weder eine Reglementierung noch eine Altersbestimmung. Jedoch ist der Verkauf nur an Personen ab 18 Jahren möglich.
Hauptsächlich von Eingeborenen Völkern zum Jagen als ziemlich geräuschlose Betäubungs- oder Tötungswaffe benutzt.
Häufig wird das Blasrohr von Tierärzten verwendet. Damit können aus sicherer Entfernung Tiere betäubt und auch Medikamente verabreicht werden.
Weltweit werden Blasrohre jedoch auch als Sportgeräte verwendet. Hergestellt aus modernen Materialien wie Stahl-, Aluminium- und Kohlefaser. Längen von bis zu zwei Metern und ein Kaliber 16 mm sind durchaus möglich. Bei solchen Turnieren wird aus 5 bis 15 Meter Entfernung auf ein Ziel von lediglich 18 cm Durchmesser Geschossen.
Ein Klassiker aus Schulzeiten waren damals kleine Plastikröhrchen mit denen Papierkugeln durch das ganze Klassenzimmer verschossen werden konnten 😉
Blasrohre können in Deutschland unabhängig vom Alter oder einer Berechtigungen gekauft, erzeugt und verwendet werden.
Allerdings ist die Jagd mit einem Blasrohr und ein Erlegen von Tieren ist in Deutschland und den meisten westlichen Ländern verboten.
Gibt es freie Waffen und legale Waffen in Deutschland? Im internationalen Vergleich gesehen ist das deutsche sehr strikt und erlaubt nur wenige Ausnahmen. Aber dennoch gibt es sogenannte freie Waffen, die auch geführt werden dürfen. Du kannst diese freien Waffen auch zu Notwehrzwecken einsetzen.
Die verschiedenen und reichhaltig im Angebot erhältlichen Abwehrsprays bieten für jeden die Möglichkeit der Verteidigung dazu zählt auch der Klassische Pfefferspray. Fast alle Sprays haben dem Reizstoff Oleoresin-Capsicum und Wirken auf die Schleimhäute. In Deutschland als Tierabwehrmittel deklariert, darf ein Pfefferspray eigentlich nur zur Abwehr von Tierangriffen (Hunde) verwendet werden. Die Sprays dürfen auch ohne eine Altersbeschränkung mitgeführt werden. Dennoch können die Sprays als Notwehrwaffe eingesetzt werden (Notwehrparagraph 32 des Strafgesetzbuches).
Zugelassen zum Einsatz gegen Menschen ist nur CS (2-Chlorbenzylidenmalonsäuredinitril) Gas. Deshalb ist ein Mitführen erst ab 14 Jahren gestattet.
Du kannst, wenn Du volljährig bist, einen Elektroschocker nicht nur kaufen, sondern auch dabeihaben. Laut Waffengesetz ist das erlaubt. Jedoch nur wenn der Elektroschocker über eine PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) Zulassung verfügt. Auch ungeübte Anwender kommen mit einem Elektroschocker gut zurecht.
Die Wirksamkeit des Elektroschockers hängt mit der Stromspannung des Geräts zusammen. Die entscheidet darüber, wie lange ein Angreifer außer Gefecht gesetzt wird. Eine hohe Spannung durchdringt auch dicke Kleidungsstücke wie Wintermäntel und Lederjacken. Meist genügt es, das Elektroschockgerät zu zeigen. Aggressoren werden meist durch die starken Entladungsblitze von ihrem Vorhaben abgehalten.
Die „Kubotans“ sind zwölf bis fünfzehn Zentimeter lange Stöckchen aus Holz oder Aluminium. „Kubotans“ sind Schlagwaffen und Druckverstärker mit unterschiedlichen Schlagvarianten, die jedoch intensiv trainiert werden müssen.
Waffen und Munition können in allen Bereichen zu den in Deutschland verbotenen Gegenständen gehören (Anlage 2 des § 2 Abs. 2 bis 4 Waffengesetz).
Dazu gehören verborgene oder als Waffe nicht erkennbare Gegenstände. Die getarnten Waffen sind etwa Kugelschreiberpistolen oder Stockdegen. Ebenso wie nicht zugelassene Reizstoffsprühgeräte und Elektroschocker.
Relativ neu kommen die „Airtaser“, ein Elektroimpulsgerät dazu.
Hieb- und Stoßwaffen ab 18 Jahren frei zu erwerben aber das öffentliche Führen dieser Waffen ist nach § 42a Waffengesetz verboten.
Als solche nicht erkennbare Waffen wie Stockdegen sind auch in der Schweiz und in Österreich verboten.
„Balisongs“ Butterflymesser sind derzeit ab 18 Jahren in Österreich uneingeschränkt erlaubt.
Im Gegensatz sind in der Schweiz „Balisongs“ sowohl der Besitz als auch der Kauf verboten.
Verboten sind alle Kriegswaffen und die Munition, vollautomatische Schusswaffen wie etwa Maschinenpistolen und Maschinengewehre.
Ebenso die Zielbeleuchtung wie Laserpointer, wenn diese an der Waffe montiert sind oder eine dementsprechende Montagevorrichtung haben.
Als Munition sind Unterkaliber und Treibspiegelgeschosse sowie Leuchtspur und Hartkerngeschosse auf der Verbotsliste.
Verboten sind natürlich alle Explosivstoffe und auch die Molotowcocktails.
Dazu zählen die Wurfsterne, Faustmesser, Butterflymesser (Balisong), Schlagring- oder Knöchelmesser, OTF Springmesser, Kugelschreibermesser.
Spring- und Fallmesser wenn sie beidseitig geschliffen und oder eine Klingenlänge von mehr als 8,5 cm und Fallmesser.
Die Ausnahme für Springmesser!
Einige Springmesser wurden vom Verbot ausgenommen, wenn diese Messer bestimmte Eigenschaften haben. Das Springmesser muss alle diese Voraussetzungen erfüllen.
Die Klinge springt nicht aus der Front, sondern aus der Seite.
Die Klingenlänge ist unter 8,5 cm.
Die Klinge hat in der Mitte 20 Prozent der Breite der Klingenlänge, mindestens.
Die Klinge darf nicht auf beiden Seiten geschliffen sein.
Die Klinge muss einen durchgehenden Rücken haben.
Stahlruten und Nunchakus (Würgegeräte auch Soft-Nunchakus), Schlagringe. Verboten sind auch Schlagstöcke besonders der Teleskopschlagstock.
Die sehr strenge Waffengesetzgebung ist ein in Deutschland sehr kontrovers diskutiertes Thema. Einige finden es lächerlich das ein Einhandmesser mit 5cm Klingenlänge bereits nicht geführt werden darf. Das Verbot von Butterflys ist vermutlich genauso zweifelhaft. Andere plädieren sogar für das Recht Schusswaffen jederzeit tragen zu dürfen. Dann gibt es unsere übereifrigen opportunistischen Politiker die nach jedem Waffenvorfall eine weitere Verschärfung fordern und am liebsten sowieso alles total kontrollieren, überwachen und verbieten wollen.
Uns war es hier nur wichtig etwas Klarheit zu schaffen, damit ihr keinen Ärger bekommt, oder aber zumindestens wisst worauf ihr euch einlasst. Der Artikel wird von uns nach besten Wissen und Gewissen auch weiterhin aktuell gehalten und ausgebaut, sollten sich Gesetze ändern oder neu Waffenhinzukommen.
Eine abschließenden Gedanken noch, eine Waffe die ihr führt oder besitzt kann auch immer gegen euch gerichtet werden. Von daher ist es vielleicht doch interessanter selbst zur Waffe zu werden indem man Kampfsport betreibt wie Krav Maga. Ihr könnt beispielsweise auf http://kampfsportschulen.net eine Kampfsportschule direkt in eurer Umgebung finden.
Schreibt uns doch eure Meinung zum Thema Waffengesetzgebung in Deutschland in die Kommentare. Findet ihr wir brauchen mehr private Waffen oder würde dies die allgemeine Sicherheit nur verschlechtern?