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Timestamp: 2018-11-17 14:49:01
Document Index: 352659039

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 25']

Pflegefinanzierung und Planung der ambulanten Pflege. Impuls Aargau Süd - PDF
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Jasmin Fürst
1 Pflegefinanzierung und Planung der ambulanten Pflege Referat Vision Spitex Impuls Aargau Süd Urs Niffeler, Leiter Sektion Langzeitversorgung 30. April 2014
2 Agenda > Rahmenbedingungen der ambulanten Pflege > Ebene Bund > Ambulante Pflegeleistungen > Umsetzung im Kanton Aargau > Gesundheitspolitische Gesamtplanung (GGpl) > Übergeordnete Strategien > Verordnung und Gesetze > Spitexleitbild 2008 > Praktische Umsetzung > Wer erbringt die Dienstleistung und wie wird sie finanziert? > Finanzierung der Restkosten > Kantonale Tarifordnung 2014 > Aufgaben des Kantons und der Gemeinden 2
3 Rahmenbedingungen 3
4 KVG-Revision: Relevante Änderungen für die ambulante und stationäre Langzeitpflege Der Bundesrat legt die Pflegetarife für die Pflege zu Hause fest. Art. 7 Abs. 2 lit a Massnahmen der Abklärung und Beratung Art. 7 Abs. 2 lit b Massnahmen der Behandlungspflege Art. 7 Abs. 2 lit c Massnahmen der Grundpflege
5 Neue Pflegefinanzierung ab 1. Januar 2011 > Die Krankenversicherer übernehmen einen vom Bundesrat festgelegten Teil der stationären und ambulanten Pflegekosten (KLV 7a) > Auf die Leistungsbezügerinnen und -bezüger darf zusätzlich zur Franchise und zum Selbstbehalt eine sogenannte Patientenbeteiligung von höchstens 20 % des höchsten vom Bundesrat festgelegten Pflegebeitrags überwälzt werden > Die Kantone regeln die Restfinanzierung der ambulanten Pflegekosten 5
7 Gesundheitspolitische Gesamtplanung GGpl (I) > Übergeordnete Strategie > Kanton und Gemeinden streben gemeinsam eine dem gesetzlichen Versorgungsauftrag entsprechende bedarfsgerechte, qualitativ gute und wirtschaftliche Gesundheitsversorgung an welche > ambulanten vor den stationären Leistungen den Vorzug gibt 7
8 Gesundheitspolitische Gesamtplanung GGpl (II) > Strategie 16: Hilfe und Pflege zu Hause > Die Sicherstellung des Angebots der Hilfe und Pflege zu Hause ist Aufgabe der Gemeinden. > Im Sinne des Grundsatzes ambulant vor stationär ist das Angebot so ausgestaltet, dass stationäre Strukturen entlastet werden. > Das Angebot ist sowohl auf Akut- als auch auf Langzeitsituationen ausgerichtet und entspricht dem ausgewiesenen Bedarf. > Gemeinden und Leistungserbringer fördern die Nutzung von Synergien durch geeignete Modelle von Kooperation, Koordination oder Regionalisierung mit den massgebenden Akteuren. 8
9 Spitexleitbild 2008 (I) Zielgruppen der Hilfe und Pflege zu Hause > Physisch und psychisch kranke und rekonvaleszente Personen > Personen mit Behinderung(en) > Betagte Personen mit altersbedingten Einschränkungen > Menschen in der letzten Lebensphase > Frauen vor und nach der Geburt > Hilfeleistende im Umfeld der Leistungsempfängerinnen und -empfänger 9
10 Spitexleitbild 2008 (II) Das Mindestangebot der Hilfe und Pflege zu Hause > HILFE: > Hilfe und Unterstützung im Haushalt > Unterstützung bei der Erledigung von Alltagsaufgaben > Zeitliche Verfügbarkeit der HILFE zu Hause > Tagsüber Montag Freitag, am Wochenende soweit dies zur Entlastung des betreuenden Umfeldes nötig ist 10
11 Spitexleitbild 2008 (III) Das Mindestangebot der Hilfe und Pflege zu Hause > PFLEGE Inhalte: > Spitex-Pflege gemäss KLV Bereiche A-C > Aufgaben der Palliativ-Spitexpflege > Aufgaben der Kinderspitex > Seit dem 1. Januar 2013 Aufgaben der Psychiatrischen Spitex > Zeitliche Verfügbarkeit der PFLEGE zu Hause > Tagsüber an allen Wochentagen > Abends und in der Nacht bei bestehenden Pflegeverhältnissen 11
12 Praktische Umsetzung; Wer erbringt die Spitexleistungen? > Spitex vor Ort mit welcher die Gemeinde einen Leistungsvertrag abgeschlossen hat > Freiberufliche Pflegende > Spitexorganisationen (Privatorganisationen), welche ohne Leistungsvertrag tätig sind. > Organisationen mit einer räumlich begrenzten Leistungserbringung "Inhouse" Spitex > Organisationen mit einem Spezialauftrag z.b Kinderspitex oder ambulante Onkologiepflegeleistungen 12
13 Das Kernelement des überarbeiteten Pflegegesetzes im ambulanten Bereich > Finanzierung der Restkosten der stationären und ambulanten Pflege > Kantonale Tarifordnung für Leistungserbringer der Pflege zu Hause ohne Leistungsvereinbarung mit Gemeinde (Anhang 3 der Pflegeverordnung auf den nächsten 2 Folien ersichtlich) > Spitex mit einem Leistungsvertrag gemäss ausgehandeltem Vertrag - Konditionen. 13
14 Kantonale Tarifordnung für Leistungserbringer der Pflege zu Hause ohne Leistungsvereinbarung mit Gemeinde Anhang 3 1) Gültig ab 1. Januar 2014 Dezentrale Leistungserbringung durch Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu Hause Leistungsart gemäss KLV Normkosten/Std. in Fr. Versichererbeitrag/Std. in Fr. Differenz Art. 7 Abs. 2 lit. a Art. 7 Abs. 2 lit. b Art. 7 Abs. 2 lit. c Räumlich begrenzte Leistungserbringung durch Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu Hause Leistungsart Normkosten/Std.Fr. Versichererbeitrag/Std. in Fr. Differenz 1 gemäss KLV Maximal Art. 7 Abs. 2 lit. a gemäss Versicherertarif Art. 7 Abs. 2 lit. b gemäss Versicherertarif 9.80 Art. 7 Abs. 2 lit. c gemäss Versicherertarif
15 Kantonale Tarifordnung für Leistungserbringer der Pflege zu Hause ohne Leistungsvereinbarung mit Gemeinde Leistungserbringung durch selbständig tätige Pflegefachpersonen Leistungsart Normkosten/Std. in Fr. Versichererbeitrag/Std. in Fr. Differenz 1 gemäss KLV Art. 7 Abs. 2 lit. a Art. 7 Abs. 2 lit. b Art. 7 Abs. 2 lit. c ) Die Differenz zwischen den Normkosten und dem Beitrag der Versicherer wird durch die anspruchsberechtigte Person und die Wohnsitzgemeinde getragen. Die Patientenbeteiligung beträgt 20% des Beitrages des Versicherers, jedoch höchstens den Differenzbetrag. Zusätzlich wird die Patientenbeteiligung gemäss 32 Abs. 1 der Pflegeverordnung auf Fr pro Tag limitiert. 15
16 Rahmenbedingungen 16
17 Kompetenz- und Aufgabenteilung > Kanton > Gemeinden > Leistungserbringer 17
18 Aufgaben des Kantons Aargau ( 3-10 PflG) > Periodische Überprüfung der Pflegeheimkonzeption und des Spitex- Leitbildes > Erlassen der Pflegeheimliste > Überprüfung der Bedarfsplanung und Festlegung des Richtwertes (Pflegeheimkonzeption) > Erteilen von Betriebsbewilligungen für stationäre Pflegeeinrichtungen und ambulante Leistungserbringer > Überprüfen der Qualität- und Leistungsfähigkeit > Bilden eines Forums für Altersfragen > Errichten einer Ombudsstelle > Anerkennen und fördern der Freiwilligenarbeit > Veröffentlichen der Tarife und Taxen (Aufgabe des DGS) 18
19 Pflegegesetz, Änderungen Bereich Hilfe und Pflege zu Hause 12a Abs. 2 (neu) > Patientenbeteiligung: Ergebnis 1. Beratung Grosser Rat vom 16./30. November 2010 sowie Resultat der Volksabstimmung vom 24. November > An den Kosten der Pflege zu Hause beteiligt sich die anspruchsberechtigte Person im Umfang von 20 % pro rata temporis. Als Maximalbeitrag gilt der Höchstbetrag gemäss Art. 25a Abs. 5 KVG. 19
20 Aufgaben der Gemeinden ( PflG) Die Gemeinden sind zuständig für die Planung und Sicherstellung eines bedarfsgerechten und qualitativ guten Angebots > der ambulanten Langzeitpflege > der stationären Langzeitpflege und verstärkte Vernetzung, Koordination und Synergienutzung der Angebote. Übergangsund Palliativpflege stationäre Pflege spezialisierte Pflege Hilfe und Pflege zu Hause DL im Bereich Information, Beratung und Vermittlung Pflegeheime Spitex Pro Senectute / Weitere 20
21 Grundlagen Demografie > Während die über 80 Jährigen im Jahre 2008 noch 3,9 % der Bevölkerung ausmachten, werden es im Jahr 2035 bereits 8,3 % sein. > In diesem Zeitraum verringert sich der Anteil der unter 20 Jährigen von 21,7 % auf 18,6 %. 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% Statistisches Amt des Kantons Aargau 21
22 Bedeutung für die Praxis > Die Gemeinden bleiben zuständig für die Planung und Sicherstellung eines bedarfsgerechten und qualitativ guten Angebots in der ambulanten Pflege. 22
24 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 24
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