Source: https://www.diebewertung.de/erste-beteiligungsgesellschaft-cpo-produktentanker-mbh-co-kg-katastrophenbilanz/
Timestamp: 2020-02-18 12:30:35
Document Index: 101766246

Matched Legal Cases: ['§ 238', '§ 290', '§ 264', '§ 264', '§ 301', '§ 275', '§ 298', 'Art. 67', '§ 5', '§ 252']

Erste Beteiligungsgesellschaft CPO Produktentanker mbH & Co. KG - Katastrophenbilanz - Diebewertung
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SACHANLAGEN 84.049.032,00 150.886.611,93
Hilfs- und Betriebsstoffe 531.883,11 607.564,94
1. Forderungen aus Reedereibetrieb 4.356.967,31 4.784.316,97
2. Forderungen gegen Gesellschafter 9.293,01 7.004,94
3. Sonstige Vermögensgegenstände 271.794,56 355.722,35
4.638.054,88
III. KASSENBESTAND UND GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 3.338.738,33 6.326.308,92
8.508.676,32
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 203.541,26 337.016,88
I. NICHT DURCH VERMÖGENSEINLAGEN GEDECKTE KAPITALANTEILE DER KOMMANDITISTEN 24.509.354,60 0,00
II. NICHT DURCH VERMÖGENSEINLAGEN GEDECKTE KAPITALANTEILE ANDERER GESELLSCHAFTER 8.478.805,63 0,00
32.988.160,23
125.749.409,81 163.304.546,93
1. Kommanditkapital 77.840.000,00 77.840.000,00
2. Kapitalrücklagen (Agio) 3.892.000,00 3.892.000,00
3. Ergebnissonderkonten -82.118.852,45 -68.347.672,92
4. Differenzbetrag für das gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnis -24.066.498,80 -3.043.541,06
5. Entnahmekonten -56.003,35 -56.003,35
6. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Kapitalanteile der Kommanditisten 24.509.354,60 0,00
1. Kommanditkapital 27.360.000,00 27.360.000,00
2. Kapitalrücklagen (Agio) 1.368.000,00 1.368.000,00
3. Ergebnisanteil -37.187.136,55 -24.968.299,13
4. Entnahmen -19.669,08 -19.669,08
5. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Kapitalanteile anderer Gesellschafter 8.478.805,63 0,00
1. Steuerrückstellungen 89.736,45 72.062,77
2. Sonstige Rückstellungen 642.778,17 534.664,51
732.514,62
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 122.359.200,11 145.883.709,97
2. Verbindlichkeiten aus Reedereibetrieb 417.263,99 364.744,56
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.222.464,56 2.363.943,95
4. Sonstige Verbindlichkeiten 17.966,53 60.606,71
– davon aus Steuern: EUR 0,00 (31.12.2016: EUR 40.378,34)
125.016.895,19
1. Umsatzerlöse 29.400.745,82 32.477.813,92
2. Kosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -85.306.893,98 -32.556.575,65
3. Bruttoergebnis vom Umsatz -55.906.148,16 -78.761,73
4. Allgemeine Verwaltungskosten -1.128.243,68 -650.156,74
5. Sonstige betriebliche Erträge 17.697.732,26 920.364,31
– davon aus Währungsumrechnung: EUR 17.672.551,38 (Vj.: 874.375,00)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.284.212,14 -5.068.016,42
– davon aus Währungsumrechnung: EUR 1.283.013,35 (Vj.: 5.031.825,77)
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.304.912,03 -6.175.986,73
8. Steuern vom Ertrag -54.956,00 -48.520,10
9. Ergebnis nach Steuern -46.980.739,75 -11.101.077,41
10. Sonstige Steuern -32.234,94 0,00
11. Konzernjahresfehlbetrag nach Anteilen anderer Gesellschafter -47.012.974,69 -11.101.077,41
12. Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 12.218.837,42 2.879.388,38
13. Konzernjahresfehlbetrag nach Anteilen anderer Gesellschafter -34.794.137,27 -8.221.689,03
14. Belastung des Konzernjahresergebnisses auf den Ergebnissonderkonten 34.794.137,27 8.221.689,03
I. ALLGEMEINE ANGABEN zum KONZERNABSCHLUSS
1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften gemäß §§ 238 ff. HGB aufgestellt.
Aufgrund der unternehmenstypischen Gegebenheiten wurden einige Unterposten abweichend vom HGB entsprechend den Empfehlungen und dem Kontenrahmen des Verbandes Deutscher Reeder e. V. konkretisiert, gegliedert und bezeichnet.
Alle einbezogenen Jahresabschlüsse der konsolidierten Gesellschaften wurden auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.
In den Konzernabschluss der Erste Beteiligungsgesellschaft CPO Produktentanker mbH & Co. KG, Hamburg wurden gemäß §§ 290 und 294 HGB die nachfolgenden Ein-Schiffsgesellschaften einbezogen. Aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss nehmen die Erste Beteiligungsgesellschaft CPO Produktentanker mbH & Co. KG, Hamburg, und die acht nachfolgend genannten Schifffahrtsgesellschaften hinsichtlich der Offenlegung die Befreiungsmöglichkeit des § 264 b HGB in Anspruch.
Name der Gesellschaft Sitz
Erste Beteiligungsgesellschaft
CPO Produktentanker mbH & Co. KG
am Kommanditkapital
% befreit
von der Offenlegungspflicht
nach § 264 b HGB
Kommanditgesellschaft Hamburg 73,99 ja
TS „CPO FRANCE“
Offen Reederei GmbH & Co.
TS „CPO SWEDEN“
TS „CPO GERMANY“
TS „CPO FINLAND“
TS „CPO NORWAY“
TS „CPO RUSSIA“
TS „CPO ITALY“
TS „CPO ENGLAND“
3. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden
Erstkonsolidierungszeitpunkt war der 30. Juli 2007.
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert.
Bei der Kapitalkonsolidierung wurde die Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 HGB a.F.) beibehalten (Vollkonsolidierung mit Minderheitenausweis), da der Erwerbszeitpunkt vor dem 31. Dezember 2009 lag.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Ein-Schiffsgesellschaften werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den für die Erste Beteiligungsgesellschaft CPO Produktentanker mbH & Co. KG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB.
Die aktuell erzielten Chartereinnahmen der acht Schiffsgesellschaften reichen nicht aus, um neben den Kosten für den Schiffsbetrieb, der Verwaltung sowie der im Jahr 2018 durchzuführenden 10-Jahres-Dockung, die zur Aufrechterhaltung des vereinbarten planmäßigen Kapitaldienstes erforderliche Liquidität zu erwirtschaften. Vor diesem Hintergrund wurde mit der finanzierenden Bank zum 31. Juli 2018 eine Abwicklungsvereinbarung getroffen. Diese sieht eine Veräußerung der acht Schiffe und eine anschließende insolvenzfreie Liquidation der Gesellschaft vor. Die Geschäftsführung geht aus diesem Grund nicht von einer Fortführung der Unternehmenstätigkeit aus. Aufgrund der Veräußerung der Finanzanlagen ist auch für die Erste Beteiligungsgesellschaft CPO Produktentanker mbH & Co. KG nicht mehr vom Grundsatz der Unternehmensfortführung auszugehen. Die Geschäftsführung erwartet eine geordnete Abwicklung aller Gesellschaften des Konzerns. Die Bewertung erfolgte unter Abkehr von der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prämisse).
Bei der Bewertung des Sachanlagevermögens wurde das Beibehaltungs- bzw. Fortführungswahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB in Anspruch genommen. Der Vermögensgegenstand wurde weiter zu Anschaffungskosten mit dem Kurs der Entstehung, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibung der Schiffe erfolgte unter Berücksichtigung der Schrottwerte in Höhe von insgesamt EUR 20.455.200,00 (8 mal 9.470 t zu je EUR 270,00 pro t) über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 18 Jahren. Im Geschäftsjahr 2017 wurde neben der planmäßigen Abschreibung (EUR 13.639.457,01) eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von insgesamt EUR 53.198.122,92 auf den voraussichtlich erziebaren Veräußerungserlös vorgenommen.
In den Vorräten werden die Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungs- oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten der Schmierstoffe wird unterstellt, dass die zuerst angeschafften Schmierstoffe zuerst verbraucht werden (FiFo-Verfahren).
Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -guthaben wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und entsprechen dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.
Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2017 / 31. Dezember 2016:
Anschaffungskosten Abschreibung Buchwert Abschreibung
EUR Zugänge/ Abgänge
EUR kumuliert
Tankschiffe 265.946.194,15 0,00 181.897.162,15 84.049.032,00 150.886.611,93 66.837.579,93
Anschaffungskosten (historisch) Abschreibung Buchwert Abschreibung
Vorjahr EUR Zugänge/ Abgänge
Tankschiffe 265.946.194,15 0,00 115.059.582,22 150.886.611,93 164.526.068,94 13.639.457,01
Die Forderungen aus Reedereibetrieb sowie die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Die Forderungen gegen Gesellschafter sind wie im Vorjahr in voller Höhe den sonstigen Vermögensgegenständen mitzugehörig.
Die sonstigen Vermögensgegenstände stellen in Höhe von EUR 109.547,86 (Vorjahr EUR 178.971,47) Forderungen aus Reedereibetrieb dar.
Zum Bilanzstichtag betragen die Pflichteinlagen EUR 77.840.000,00, die gemäß Gesellschaftsvertrag mit einer Hafteinlage von EUR 7.811.000,00 in das Handelsregister eingetragen sind.
Die Darstellung im Eigenkapitalspiegel und der Ausweis in der Bilanz erfolgten erstmalig unter Anwendung des DRS 22. Die Vorjahreszahlen wurden insoweit angepasst.
Das Jahresergebnis wird wie folgt verwendet:
Konzernjahresfehlbetrag -34.794.137,27
Zuweisung zu den Ergebnissonderkonten 13.771.179,53
Zuweisung zum Differenzbetrag für das gegenüber dem
Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnis 21.022.957,74
Urlaubsrückstellungen 206.622,63
Jahresabschluss und Steuererklärungen 97.575,00
Übrige 338.580,54
642.778,17
Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag
– langfristig 121.935.260,19 416.909,87 121.518.350,32 0,00
Vorjahr 145.846.653,56 145.846.653,56 0,00 0,00
– kurzfristig 423.939,92 423.939,92 0,00 0,00
Vorjahr 37.056,41 37.056,41 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Reedereibetrieb 417.263,99 417.263,99 0,00 0,00
Vorjahr 364.744,56 364.744,56 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.222.464,56 2.222.464,56 0,00 0,00
Vorjahr 2.363.943,95 450.823,50 900.000,00 1.013.120,45
4. Sonstige Verbindlichkeiten 17.966,53 17.966,53 0,00 0,00
Vorjahr 60.606,71 60.606,71 0,00 0,00
Gesamt 31. Dezember 2017 125.016.895,19 3.498.544,87 121.518.350,32 0,00
Vorjahr 148.673.005,19 146.759.884,74 900.000,00 1.013.120,45
– erststellige Schiffshypotheken;
– Abtretung aller Fracht- und Chartereinnahmen in stiller Form;
– Abtretung aller Versicherungsansprüche.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind in Höhe von EUR 311.936,81 den Verbindlichkeitenaus Reedereibetrieb und in Höhe von EUR 203,95 den sonstigen Verbindlichkeiten mitzugehörig. Zum 31. Dezember 2016 waren die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 352.634,95 den Verbindlichkeiten aus Reedereibetrieb und in Höhe von EUR 203,95 den sonstigen Verbindlichkeiten mitzugehörig.
6. Steuern vom Ertrag
Eine Rückstellung für latente Steuern wurde für die Gewerbesteuer nicht gebildet, da es sich aufgrund der Besteuerung nach § 5a EStG um permanente Differenzen handelt. Entsprechend sind bei den Ertragsteuern keine latenten Steuern enthalten.
In den Ertragsteuern sind Erträge für latente Steuern in Höhe von EUR 0,00 enthalten.
Die Überleitung zwischen dem ausgewiesenen und erwartetem Ertragsteueraufwand ermittelt sich wie folgt:
Konzernergebnis vor Steuern -46.926
Steuersatz 16,4%
erwarteter Steuerertrag -7.696
Abweichung durch Tonnagebesteuerung 7.751
Ertragsteuern Vorjahre 0
tatsächlicher Steueraufwand 55
7. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Treuhandkommanditistin, die TVP Treuhand und Verwaltungsgesellschaft für Publikumsfonds mbH und die MPC Capital Fund Management GmbH, erhalten zusammen für die Übernahme verschiedener Verwaltungsaufgaben eine Vergütung in Höhe von 0,4 % p. a. der Kommanditbeteiligungen der Muttergesellschaft an den einzelnen Ein-Schiffsgesellschaften zzgl. Umsatzsteuer. Es ergeben sich jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 311.
Im Geschäftsjahr 2018 steht die 10-Jahres-Dockung für die Schiffe an. Die hieraus resultierenden künftigen Zahlungsverpflichtungen werden auf rund TEUR 750 je Schifffahrtsgesellschaft geschätzt.
IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Umsatzerlöse des Konzerns betreffen ausschließlich Chartererlöse, die im internationalen Verkehr erzielt wurden, eine Aufteilung nach regionalen Gesichtspunkten ist nicht möglich.
Die Darstellung der Konzernkapitalflussrechnung folgt dem Mindestgliederungsschema aus dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21).
Die Zusammensetzung der Finanzmittelfonds ergibt sich wie folgt:
Kassenbestand 121 91
Guthaben bei Kreditinstituten 3.218 6.235
3.339 6.326
Die Zinszahlungen des Geschäftsjahres belaufen sich auf TEUR 6.305 (Vorjahr TEUR 6.176).
Die im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthaltenen gezahlten Ertragssteuern betragen TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 49).
Geschäftsführerin und persönlich haftende Gesellschafterin der Erste Beteiligungsgesellschaft CPO Produktentanker mbH & Co. KG ist die Erste CPO Tankschiffreederei GmbH, Hamburg.
Deren gezeichnetes Kapital beträgt EUR 25.000,00.
Die Erste CPO Tankschiffreederei GmbH hat für ihre Tätigkeit sowie die übernommene Haftung im Jahr 2017 eine Vergütung in Höhe von EUR 40.500,00 erhalten.
Geschäftsführer der Erste CPO Tankschiffreederei GmbH, Hamburg, sind:
– Herr Christian Ramm, Geschäftsführer, (ab 24.06.2015),
– Andreas Baron von der Recke, Geschäftsführer (ab 31.03.2017 bis 06.06.2018),
– Herr Dr. Stephan Polomsky, Geschäftsführer (bis 31.03.2017),
– Matthias Ritters, Geschäftsführer (ab 06.06.2018).
Die Erste Beteiligungsgesellschaft CPO Produktentanker mbH & Co. KG und die acht in den Konzernabschluss einbezogenen Ein-Schiffsgesellschaften haben einen gemeinsamen Beirat.
Mitglieder des Beirates waren und sind derzeit:
– Herr Christian Traxel, ehemals Bankdirektor,
– Herr Dr. Axel Schroeder, Aufsichtsratsvorsitzender eines Emissionshauses,
– Herr Bernd H. J. Witzer, Kaufmann (verstorben 2017).
Im Berichtsjahr betrugen die Vergütungen der Beiratsmitglieder insgesamt EUR 15.000,00.
Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2017 stellt sich wie folgt dar:
a) Abschlussprüfungleistungen 79.000,00
b) Steuerberatungsleistungen 24.545,00
c) Sonstige Leistungen 15.534,00
Die Geschäftsführung hat mit der finanzierenden Bank zum 31. Juli 2018 eine Abwicklungsvereinbarung für die acht Einschiffsgesellschaften getroffen zur Veräußerung der acht Schiffe und für eine anschließende insolvenzfreie Liquidation der Gesellschaft vor. Am 21. Dezember 2018 erfolgte der Verkauf aller 8 Produktentanker zu einem Preis von je USD 12,2 Mio. Die Übergabe der Schiffe an den neuen Eigentümer ist im 2. und 3. Quartal 2019 geplant.
Hamburg, den 30. Januar 2019
KAPITALFLUSSRECHNUNG 2017
1. Periodenergebnis -47.013 -11.101 -35.912
2. + Abschreibungen auf Sachanlagen 66.838 13.639 53.199
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 126 -105 231
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -15.949 4.444 -20.393
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 719 165 554
6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -132 -215 83
7. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 6.305 6.176 129
8. +/- Aufwendungen/Erträge aus außerordentlichen Posten 0 0 0
9. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 55 49 6
10. – Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 0 0 0
11. -/+ Ertragsteuerzahlungen -55 -49 -6
12. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
(Summe 1 bis 11) 10.894 13.003 -2.109
13. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit 0 0 0
14. – Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -7.115 -9.002 1.887
15. – Gezahlte Zinsen -6.305 -6.176 -129
16. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
(Summe 14 und 15) -13.420 -15.178 1.758
17. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 12, 13 und 16) -2.526 -2.175 -351
18. Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -461 194 -655
19. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.326 8.307 -1.981
20. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode
(Summe 17 bis 19) 3.339 6.326 -2.987
Zusammensetzung der Finanzmittelfonds (Position 20)
1. Kassenbestand 3.218 91 3.127
2. Bankguthaben 121 6.235 -6.114
3. Bestand Finanzmittelfonds 3.339 6.326 -2.987
Eigenkapital des Mutterunternehmens Kommanditkapital
TEUR Kapitalrücklage gemäß Gesellschaftsvertrag
TEUR sonstige Konzengewinnrücklage
TEUR Entnahmekonten
Stand 31. Dezember 2015 77.840 3.892 5.149 -56
Entnahmen 0
Konzernjahresergebnis -5.149
Stand 31. Dezember 2016 77.840 3.892 0 -56
Konzernjahresergebnis 0
Stand 31. Dezember 2017 77.840 3.892 0 -56
Ergebnissonderkonten
TEUR Differenzbetrag für das gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnis
Stand 31. Dezember 2015 -68.318 0 18.507
Konzernjahresergebnis -30 -3.043 -8.222
Stand 31. Dezember 2016 -68.348 -3.043 10.285
Konzernjahresergebnis -13.771 -21.023 -34.794
Stand 31. Dezember 2017 -82.119 -24.066 -24.510
nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis
TEUR auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne / Verluste
Stand 31. Dezember 2015 28.709 -22.088 6.620
Entnahmen 0 0
Konzernjahresergebnis -2.879 -2.879
Stand 31. Dezember 2016 28.709 -24.968 3.740
Konzernjahresergebnis -12.219 -12.219
Stand 31. Dezember 2017 28.709 -37.187 -8.479
Konzern-Eigenkapital Summe
Stand 31. Dezember 2015 25.126
Konzernjahresergebnis -11.101
Stand 31. Dezember 2016 14.025
Konzernjahresergebnis -47.013
Stand 31. Dezember 2017 -32.988
I. GESCHÄFTSMODELL des KONZERNS
Der Konzern besteht aus acht Schifffahrtsgesellschaften und der Beteiligungsgesellschaft CPO Produktentanker mbH & Co. KG. Bei den einzelnen Gesellschaften handelt es sich um Kommanditgesellschaften. Jeweils rund 74 % der Kommanditanteile der Schifffahrtsgesellschaften werden von der Beteiligungsgesellschaft CPO Produktentanker mbH & Co. KG gehalten. Persönlich haftende Gesellschafterin jeweils ohne Einlage ist sowohl für die Schifffahrtsgesellschaften als auch für die Beteiligungsgesellschaft CPO Produktentanker mbH & Co. KG die Erste CPO Tankschiffreederei GmbH, Hamburg.
Bei den Schiffen der Konzerngesellschaften handelt es sich um acht baugleiche Tankschiffe für Ölprodukte mit einer Tragfähigkeit von je ca. 36.000 t bzw. einem Tankvolumen von je ca. 43.000 cbm. Alle Schiffe wurden im Jahre 2008 als Neubauten von einer koreanischen Werft an die Schifffahrtsgesellschaften ausgeliefert.
Die Vertragsreederin ist mit dem Management von 29 Produktentankern beauftragt.
In 2017 hat sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum in der OECD deutlich auf 2,8 % p.a. gegenüber einem Vorjahreswert von 0,2 % p.a. gesteigert.
Die für Produktentanker erzielbaren Marktraten wurden in 2017 weiterhin – wie bereits im Vorjahr – durch ein Ungleichgewicht zwischen einem höheren Transportangebot und der entsprechend niedrigeren Transportnachfrage nach Produktentankern beeinflusst. Insgesamt erwirtschafteten die acht Handysize Produktentanker eine durchschnittliche Tagesrate von USD 11.514 in dem Scorpio Handysize Tankerpool.
Im Einzelnen wurde das Angebot an Produktentankern durch die Ablieferung von Neubauten beeinflusst. Im gesamten Jahr 2017 kam es zu einem Flottenanstieg von Produktentankern aller Größenordnungen (10 – 125.000 dwt).
Das Jahr 2017 ist im Einzelnen durch folgende Faktoren beeinflusst worden:
a) Die Nachfrage nach Produktentankern ist im Vorjahresvergleich um 3,5% auf 128,7 Mio. dwt angestiegen. Diese Entwicklung lässt sich vor allem mit der Ausweitung der US Raffineriekapazitäten und deren Ausstoß und der damit zusammenhängenden gestiegenen Exportmenge begründen.
Zudem hat sich der innerasiatische Handel deutlich belebt und somit auch erkennbar zu einem Nachfrageanstieg geführt.
b) Mehr als kompensiert wird diese Entwicklung jedoch durch eine um 4,4 % größere Produktentankerflotte (155,9 Mio. dwt), welche insbesondere durch die zahlreichen Neubaubestellungen aus 2015 und 2016, die nunmehr zur Auslieferung kommen, beeinflusst wird.[1]
Im Verlauf des Jahres 2018 konnten Einnahmen im Scorpio Handysize Tankerpool von durchschnittlich USD 11.400 pro Tag erzielt werden.
Die Angebots- und Nachfragesituation der Transportkapazität stellt sich im Einzelnen wie folgt dar:
Im Gegensatz zu den Vorjahren hat sich der Anstieg der Produktentankerkapazität durch einen Rückgang der Neubauablieferungen auf moderate 1,9 % in 2018 reduziert. Gleichzeitig wird jedoch auch der Nachfrageanstieg im gesamten Jahr mit einem verhaltenen Wert von nur noch 2,4 % aufwarten.
Auch wenn sich der Flottenzuwachs bei dem Segment der 8 von der Beteiligungsgesellschaft gehaltenen Handysize Tankern (25-40.000 dwt) gegenüber den Vorjahren nicht geändert hat, stieg das Angebot durch die bereits zuvor erwähnten weiteren Neubauablieferungen bei dem Segment der größeren MR Produktentankern (40-55.000 dwt), welche die Gesamtzahl der MR Tanker im Vergleich zum Vorjahr um ca. 3 % auf insgesamt ca. 1.500 ansteigen ließ. Üblicherweise haben Handysize und MR Tanker ihren eigenen Markt. Sobald sich wie in 2017 geschehen die Einnahmen für MR Tanker jedoch deutlich verschlechtern, steigt die Attraktivität, dass MR Tanker auch im ansonsten für Handysize Tanker typischen Markt fahren und damit das Angebot an Transportkapazität erhöhen.
Der Euro erfuhr im Berichtsjahr gegenüber der Einnahmewährung US-Dollar gemessen an dem Stand per Ende des Jahres von USD/EUR 1,1993 zu USD/EUR 1,0541 per Ende 2016 eine Aufwertung um ca. 13 %. Der Jahresdurchschnitt 2017 lag mit USD/EUR 1,1371 im Vergleich zum Vorjahr mit USD/EUR 1,1068 um knapp 3 % höher.
Das Währungsverhältnis EUR zu USD hat einen direkten Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns, da den vollständig in USD zufließenden Einnahmen im Bereich der laufenden Betriebskosten (u.a. für Besatzung, Ersatzteile und Services) Euro-Ausgaben gegenüberstehen.
Die Schiffe waren im Geschäftsjahr 2017 durchschnittlich 363 Tage im bezahlten Einsatz. Es gab keine nennenswerten Ausfallzeiten aufgrund technischer Probleme.
Die kommerzielle Beschäftigung der Schiffe der Konzerngesellschaften erfolgte seit Ablieferung durch unterschiedliche Makler bzw. Pools. Seit 2012 wurde die Befrachtung durch Albis Shipping, Hamburg, durchgeführt. Zwischen März und Mai 2014 erfolgte ein Wechsel von Albis Shipping in den Scorpio Handymax Tanker Pool, in dem die Schiffe bis zum heutigen Tage ihre Einnahmen mit zurzeit 37 Tankern gleicher Größe teilen.
Im Geschäftsjahr 2017 verzeichnete der Konzern einen Jahresfehlbetrag von TEUR 47.013 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 11.101). Die Veränderung gegenüber 2016 resultiert maßgeblich aus
a) einem deutlich schwächeren USD im Vergleich zum Euro und daraus resultierenden Kurserträgen aus der Darlehensbewertung in Höhe von TEUR 16.796 und
b) einer außerplanmäßigen Abschreibung in Höhe von insgesamt TEUR 53.198 auf den voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös.
Aufgrund der geringfügig niedrigeren Frachteinnahmen im Vergleich zum Vorjahr konnten keine Sondertilgungen geleistet werden. Die planmäßigen Tilgungen beliefen sich auf TUSD 7.500.
Im Folgejahr 2018 konnten Tagesraten von durchschnittlich ca. USD 11.400 erzielt werden, welche wesentlich durch eine längere Schwächephase in den Sommermonaten mit Tagesraten von ca. USD 10.600 in Q2 2018 und ca. USD 8.500 in Q3 2018 beeinflusst wurden.
Der Konzern weist zum 31. Dezember 2017 nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Kapitalanteile der Kommanditisten in Höhe von TEUR 24.509 aus (Vorjahr: Eigenkapital von TEUR 14.025). Der Konzernabschluss wurde unter Abkehr von der Annahme der Fortführung des Konzerns (Going Concern) aufgestellt wegen der mit der finanzierenden Bank vereinbarten Schiffsverkäufe und anschließenden insolvenzfreien Liquidation der Gesellschaften. Entsprechend besteht auch auf Ebene der Ein-Schiffsgesellschaften keine positive Fortführungsprognose. Die Commerzbank hat als finanzierende Bank auf die Einforderung von verbleibenden Darlehensverbindlichkeiten nach Verkauf und Liquidation der Gesellschaften verzichtet.
Der Buchwert der Schiffe, die linear über 18 Jahre abgeschrieben werden, beträgt unter Berücksichtigung der Sonderabschreibung auf den zu erwartenden Verkaufserlös am 31. Dezember 2017 TEUR 84.049 (Vorjahr: TEUR 150.887) und macht rund 67 % (Vorjahr 92 %) des Vermögens aus. Per Ende 2018 wurden alle acht Produktentanker zu einem Preis von jeweils USD 12,2 Mio. verkauft und somit entsprach der Buchwert dem erzielten Verkaufserlös. Die Übergabe an den neuen Käufer ist für März/April 2019 vorgesehen.
Das Kommanditkapital einschließlich des Kommanditkapitals der anderen Gesellschafter in den Schifffahrtsgesellschaften betrug am Jahresende unverändert TEUR 105.200 und ist vollständig eingezahlt. Das bilanzielle Eigenkapital hat sich von ca. 8,6 % der Bilanzsumme im Vorjahr auf 0 reduziert.
Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus den Schiffshypothekendarlehen, die zu je 50% in den Währungen US-Dollar und japanischer Yen in Anspruch genommen wurden. Im Zeitraum von Ende 2014 bis Anfang 2015 erfolgte eine Rekonvertierung der Yen-Darlehen, so dass die Schiffshypothekendarlehen aktuell ausschließlich in USD valutieren. Aufgrund des Darlehensverzichts der Commerzbank im Mai 2015 haben sich die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich reduziert und beliefen sich per Ende 2017 auf TEUR 121.935 (Vorjahr: TEUR 145.847).
Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, die finanzielle Stabilität und Flexibilität zu sichern und somit die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherung der Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten.
Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus den Schiffshypothekendarlehen, welche nach Rekonvertierung der Yen Tranchen per Ende 2014 bzw. Anfang 2015 nur noch in US-Dollar valutieren. Die Hypothekendarlehen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 121.935 (TUSD 146.237). Die ursprünglich aufgrund nicht ausreichender Frachteinnahmen aufgelaufenen Tilgungsstundungen für die Jahre 2009 bis 2014 (TUSD 91.598; TJPY 1.624.090) sind im Rahmen der neuen Finanzierungsstruktur per Mai 2015 neu geordnet worden und weggefallen. Die im Mai 2015 mit der Commerzbank neu geordnete Finanzierungsstruktur beinhaltete eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017. Die Rückführung der Darlehen erfolgte durch vierteljährliche Tilgungen je Schiffsgesellschaft in Höhe von USD 200.000 in 2015 und USD 250.000 in 2016 und 2017. Darüber hinaus waren halbjährliche Sondertilgungen unter Vorhaltung einer Mindestliquidität in Höhe von USD 1 Mio. je Schiffsgesellschaft zu leisten. Im Gegenzug hatten die Gesellschafter u.a. einem Verkaufsbeschluss zugestimmt, sofern die Darlehen nicht vertragsgemäß zurückgeführt worden wären.
Im Rahmen der neuen Finanzierungsstruktur ist die bisherige Konsortialführerin Nord/LB ausgeschieden und hat ihre Anteile an die Commerzbank übertragen. In diesem Zusammenhang hat die Nord/LB gegenüber den Schiffsgesellschaften auf die Rückzahlung der in Anspruch genommenen KK-Kreditlinie in Höhe von USD 1,2 Mio. sowie JPY 8,0 Mio. verzichtet und die bis Mitte 2016 laufenden Zinsswaps kostenfrei für alle 8 Schiffsgesellschaften aufgelöst.
Aufgrund weiter fallender Einnahmen in 2017 und der anstehenden 10-Jahres Dockung aller Schiffe in 2018 wurde die Finanzierungsstruktur per Ende 2017 für die nächsten drei Jahre (2018-2020) im Wesentlichen wie folgt geändert: Zur Sicherstellung des operativen Betriebs der Schiffe hat die Commerzbank auf eine feste Tilgungsstruktur zugunsten einer pay-as-you-earn Struktur bis Mitte 2019 – unter der Maßgabe, dass die Kommanditisten gegen Ausstellung eines Besserungsscheines aus der Gesellschaft ausscheiden – verzichtet.
Im Laufe des 2. und 3. Quartals 2018 führte ein weiterer Verfall der Einnahmen dazu, dass auch die Zinszahlungen nicht bedient werden konnten. Im Rahmen einer Abwicklungsvereinbarung hat die Commerzbank die fällig gewordenen Zinszahlungen nicht eingefordert, sofern bis Ende 2018 ein Verkauf der Produktentanker erfolgt. Gleichzeitig hat die Claus-Peter Offen Tankschiffreederei (GmbH & Co.) KG als Bereederer auf jegliche Vergütung für das Management im 2. Halbjahr 2018 verzichtet und bei Bedarf einen zusätzlichen Kreditrahmen von bis zu USD 1 Mio. bereitgestellt.
Am 21. Dezember 2018 erfolgte der Verkauf aller 8 Produktentanker zu einem Preis von je USD 12,2 Mio. Die Übergabe der Schiffe an den neuen Eigentümer ist im 2. und 3. Quartal 2019 geplant.
Zur Entwicklung der Liquidität wird auf die Konzern-Kapitalflussrechnung verwiesen.
Die in 2017 erzielten Chartereinnahmen belaufen sich auf TEUR 29.382 und lagen um TEUR 7.869 unterhalb der Planung. Die Abweichung resultiert insbesondere aus einer um USD 2.714 pro Tag niedrigeren Poolrate. Der erzielte Durchschnittskurs von 1,1371 USD/EUR lag über dem Plankurs von 1,1000 USD/EUR. Der Reedereiüberschuss (Bruttoergebnis vom Umsatz ohne Abschreibungen und zzgl. Erstattungen Schiffsbetriebskosten) betrug im Geschäftsjahr 2017 TEUR 10.937 (Vorjahr: TEUR 13.595) und lag TEUR 8.065 unterhalb der Planung aus April 2017. Die Nettoerlöse (nach Abzug von Kommissionen und Reisekosten) lagen mit TEUR 27.430 etwa TEUR 8.250 unterhalb der Prognose. Die Schiffsbetriebskosten in Höhe von TEUR 16.493 lagen in etwa auf gleicher Höhe wie im Vorjahr bzw. zum Planwert. Im Ergebnis führte dies zu einem Betriebsüberschuss vor Zinsen und Tilgung in Höhe von TEUR 8.738, welcher den Planwert von TEUR 18.158 unterschreitet.
Die Schiffshypothekendarlehen wurden mit dem jeweiligen Aufnahmekurs bzw. unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Zum 31. Dezember 2017 führte die Bewertung der Darlehen auf den Jahresendkurs zu einem Ertrag von TEUR 16.796.
Der Zinsaufwand für die Endfinanzierung beträgt TEUR 6.256 und liegt aufgrund gestiegener kurzfristiger Darlehenszinsen um TEUR 132 über dem Vorjahreswert. Gegenüber der konservativen Prognose aus April 2017 ergibt sich eine Reduzierung in Höhe von TEUR 690, welche einerseits aufgrund der vertraglich vereinbarten Quartalstilgungen und den damit zusammenhängenden Zinsersparnissen und andererseits wegen unterhalb der Planung liegender Darlehenszinsen entstanden ist.
Der Konzernjahresfehlbetrag vor Anteilen anderer Gesellschafter über TEUR 47.013 (Vorjahr: Konzernjahresfehlbetrag TEUR 11.101) ist wesentlich durch die Sonderabschreibung der Schiffswerte über TEUR 53.198 auf den zu erwartenden Verkaufswert begründet.
Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt neben den Chartereinnahmen, Betriebskosten und Tilgungen der Langfristfinanzierung ein weiterer Schwerpunkt in der Höhe der verfügbaren und vorgehaltenen Liquidität zur Sicherstellung der laufenden und zukünftigen Verpflichtungen.
Die Chartereinnahmen liegen im Jahr 2017 – insbesondere bedingt durch einen deutlichen Rückgang der Charterraten im 2. und 3. Quartal – unter den geplanten Werten und ebenso auf einem niedrigeren Niveau als im Vorjahr. Die Schiffsbetriebskosten liegen mit TEUR 16.493 in 2017 um knapp 12 % über der Prospektannahme. Maßgeblich hierfür ist ein weiterhin gegenüber dem Prospekt um über 15% stärkerer USD im Vergleich zur EUR Berichtswährung.
Aufgrund der niedrigen Chartereinnahmen konnte die geplante Tilgung der Langfristfinanzierung in den vergangenen Jahren nicht bzw. in einzelnen Jahren nur teilweise geleistet werden. Seit einer Neuordnung der Finanzierung mit der finanzierenden Bank im Mai 2015 konnten in 2017 die neu vereinbarten vierteljährlichen Regeltilgungen geleistet werden. In den Vorjahren 2015 und 2016 wurden darüber hinaus auch Sondertilgungen geleistet. In 2018 wurde aufgrund der niedrigen Einnahmen sogar die zuvor beschriebene Abwicklungsvereinbarung notwendig, da neben einer Aussetzung der Tilgung auch die laufenden Zinsen nicht gezahlt werden konnten. Die geplante Ausschüttung von ca. 7,5 % pro Jahr seit 2009 konnte jedoch weiterhin nicht an die Kommanditisten erfolgen.
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren bilden u. a. technische Ausfallzeiten der Schiffe (seit Inbetriebnahme der Schiffe durchweg unterhalb der Prospektannahmen) und die Aufrechterhaltung eines höchst möglichen Sicherheitsstandards an Bord der Schiffe. Dieser kann durch zahlreiche Einzelindikatoren, wie zum Beispiel eine überdurchschnittlich hohe Wiederbesetzungsquote der Schiffsbesatzung, eine niedrige Schadenstatistik und eine hohe Akzeptanz der Schiffe bei den Ölmultis, belegt werden.
Betreffend Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind und einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des abgelaufenen Geschäftsjahres hätten, wird auf die Ausführungen im Konzernanhang verwiesen.
In 2018 hat sich die Einnahmesituation aufgrund der gesunkenen Poolraten (ca. USD 11.500 pro Tag gegenüber USD 12.400 pro Tag in 2017) nochmals verschlechtert. Die Wechselkursentwicklung verlief stabil im Bereich von USD/EUR 1,10 bis 1,15 und hatte somit in 2018 keine größeren wirtschaftlichen Auswirkungen auf das Ergebnis. Die Betriebskosten wurden in 2018 wesentlich von den anstehenden 10-Jahres Dockungen aller acht Produktentanker beeinflusst und werden sich bei ca. EUR 21,1 Mio. bewegen.
Diese Annahmen führen unter Berücksichtigung weiterer Kosten und Einnahmen zu einem Ergebnis / Betriebsüberschuss vor Zinsen und Tilgung von ca. EUR 7,2 Mio.
Auszahlungen an die Gesellschafter werden im Jahr 2018 nicht erfolgen.
Aufgrund der notwendig gewordenen Abwicklungsvereinbarungen und dem damit zusammenhängenden Verkauf aller Produktentanker in 2019, erfolgte keine längerfristige Prognose mehr.
Aufgrund der zuvor beschriebenen Abwicklungsvereinbarung, welche mit der finanzierenden Bank geschlossen wurde, und in Zusammenhang mit der bereits bekannten Entwicklung in 2018, wird im Chancen- und Risikobericht ausschließlich auf mögliche Einflüsse auf den Verkaufsprozess eingegangen.
Für alle acht Produktentanker wurde ein Kaufvertrag geschlossen. Die Übergabe ist in 2019 vorgesehen. Sollte der Fall eintreten, dass ein Schiff nicht vom Käufer übernommen wird, da z. B. vor Übergabe ein wesentlicher Schaden am Schiff aufgetreten ist, wäre eine neue Vereinbarung zum Verkauf des Schiffes mit der finanzierenden Bank zu schließen. Die bestehende Abwicklungsvereinbarung sieht vor, dass die finanzierende Bank auf Forderungen, welche nicht durch den Verkaufserlös gedeckt sind, verzichtet. Ob und zu welchen Bedingungen eine solche Vereinbarung verlängert werden kann, würde zum jetzigen Zeitpunkt nicht feststehen.
Um möglichen Risiken aus den vielfältigen steuerlichen, umweltrechtlichen und sonstigen Regelungen und Gesetzen zu begegnen, wird auf die strikte Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften sowie auf eine umfassende rechtliche Beratung geachtet. Der Umfang des Versicherungsschutzes wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.
Aufgrund der unterzeichneten Kaufverträge und der mit der Bank geschlossenen Abwicklungsvereinbarung sind keine wesentlichen Chancen auf höhere Einnahmen, Überschüsse oder Ausschüttungen in den verbleibenden Monaten bis zur Übergabe der Schiffe an den Käufer zu erwarten.
Aufgrund des anhaltenden Rückgangs der Charterraten sowohl in 2017 als auch 2018 konnte eine Fortführung der Gesellschaften nicht mehr sichergestellt werden. Die mit der Commerzbank geschlossene Abwicklungsvereinbarung vermeidet das Risiko einer möglichen Insolvenz. Die Übergabe der Produktentanker an den Käufer steht in den kommenden Monaten bevor. Im Anschluss wird die Liquidation der Gesellschaften erfolgen.
VI. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZ-INSTRUMENTEN
Es gibt keine Finanzinstrumente (insbesondere Zins- oder Währungssicherungsgeschäfte), welche von den Gesellschaften abgeschlossen worden sind.
[1] Clarkson Research Oil & Tanker Trades Outlook 10/2018
Wir haben den von der Erste Beteiligungsgesellschaft CPO Produktentanker mbH & Co. KG, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Konzernanhang und Konzernlagebericht hin. Dort ist ausgeführt, dass bei Aufstellung des Konzernabschlusses für die Erste Beteiligungsgesellschaft CPO Produktentanker mbH & Co. KG aufgrund der Veräußerung der Seeschiffe sowie des Finanzanlagevermögens nicht mehr vom Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen werden konnte (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die Geschäftsführung geht von einer geordneten Abwicklung der Konzerngesellschaften aus.
Hamburg, den 15. Februar 2019
Steuerberatungsgesellschaft (Hamburg)
Thomas Mattheis, Wirtschaftsprüfer
Ina Peters, Wirtschaftsprüferin
Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2017
Die Billigung des Konzernabschlusses sowie die Feststellung der Einzelabschlüsse zum 31. Dezember 2017 fand am 24.01.2019 statt.
Für so eine Katastrophenbilanz
Für dei Leitung der Geschäftsführung
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