Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=Slg.%202004,%20II-2223
Timestamp: 2019-07-21 05:58:01
Document Index: 58127888

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

EuG, 08.07.2004 - T-44/00 u.a. - dejure.org
EuG, 08.07.2004 - T-44/00 u.a.
https://dejure.org/2004,910
EuG, 08.07.2004 - T-44/00 u.a. (https://dejure.org/2004,910)
EuG, Entscheidung vom 08.07.2004 - T-44/00 u.a. (https://dejure.org/2004,910)
EuG, Entscheidung vom 08. Juli 2004 - T-44/00 u.a. (https://dejure.org/2004,910)
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Wettbewerb - Kartell - Märkte für nahtlose Stahlrohre - Dauer der Zuwiderhandlung - Geldbußen
Anfechtung der Entscheidung 2003/382/EG der Kommission vom 8. Dezember 1999 in einem Verfahren nach Artikel 81 EG-Vertrag; Wettbewerbsverstoß durch Absprachen zum Schutz der Heimatmärkte für unlegierte nahtlose Stahlrohre, die in der Öl- und Gasindustrie verwendet werden; Dauer der Zuwiderhandlung gegen den Gemeinsamen Markt durch das im Rahmen des Europäisch-Japanischen Clubs vereinbarte Prinzip des Heimatmarktschutzes, durch Preisabsprachen und Marktaufteilung; Verletzung der Verteidigungsrechte durch Verweigerung der Einsicht in bestimmte Akten; Anforderungen an die Frist für die Beantwortung der Mitteilung der Beschwerdepunkte insbesondere im Hinblick auf die Komplexität des Sachverhalts; Voraussetzung für eine Verletzung der Verteidigungsrechte durch eine Abweichung zwischen der Mitteilung der Beschwerdepunkte und der angefochtenen Entscheidung; Regeln über die Berechnung der Geldbuße; Bei der Festsetzung der Höhe einer Geldbuße zu berücksichtigende Grundsätze und Umstände; Bezugnahme des Gerichts auf die Beweismittel in den zu gemeinsamer mündlicher Verhandlung verbundenen anderen Rechtssachen
Wettbewerb - DAS GERICHT ERSTER INSTANZ SETZT DIE GELDBUSSEN, DIE DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION GEGEN STAHLROHRHERSTELLER VERHÄNGTE, UM 13 MILLIONEN EURO HERAB
Wettbewerb - Kartelle - Märkte für nahtlose Stahlrohre - Dauer der Zuwiderhandlung - Geldbußen
123recht.net (Pressemeldung, 8.7.2004)
Stahlrohr-Bußgelder von Europa-Gericht bestätigt // Mannesmann Röhrenwerke müssen aber etwas weniger zahlen
Stahlrohr-Bußgelder // Salzgitter Mannesmann muss 12,6 Millionen Euro zahlen
Millionen-Bußen gegen Stahlkonzerne // Mannesmannröhren-Werke AG soll 13,5 Millionen Euro zahlen
Nichtigerklärung der Entscheidung der Kommission K (99) 4154 endg. vom 8. Dezember 1999 betreffend die Anwendung von Artikel 81 EG (IV/E-1/35.860-B nahtlose Stahlrohre)
Slg. 2004, II-2223
(1) Spürbar ist die Beeinträchtigung schon deshalb, weil die insoweit zu Grunde liegenden Vereinbarungen mit dem Ziel einer Wettbewerbsbeschränkung getroffen worden sind (vgl. EuG, Urteile v. 8. Juli 2004 - T-44/00 , Slg. 2004, II-2223, Rzn. 130 u. 196 - Mannesmannröhren-Werke/Kommission und v. 27. Juli 2005 - T-49/02 , Slg. 2005, II-3033 = WuW/E EU-R 967, Rzn. 140 f. - Brasserie nationale/Kommission ).
Die Kommission weist darauf hin, dass der von Generalanwalt Mazák vertretenen Auffassung durch eine andere Rechtsprechung, nämlich das Urteil des Gerichts vom 8. Juli 2004, Mannesmannröhren-Werke/Kommission (T-44/00, Slg. 2004, II-2223, Rn. 51 bis 53), widersprochen worden sei.
Cependant, les droits de la défense ne sont violés du fait d'une discordance entre la communication des griefs et la décision finale qu'à condition qu'un grief retenu dans celle-ci n'ait pas été exposé dans celle-là d'une manière suffisante pour permettre aux destinataires de se défendre (voir arrêt du 8 juillet 2004, Mannesmannröhren-Werke/Commission, T-44/00, EU:T:2004:218, point 98 et jurisprudence citée).
À cet égard, l'obligation de la Commission, dans le cadre d'une communication des griefs, se limite à exposer les griefs avancés et à énoncer, de manière claire, les faits sur lesquels elle se fonde ainsi que la qualification qui leur est donnée, afin que les destinataires de celle-ci puissent se défendre utilement (voir arrêt du 8 juillet 2004, Mannesmannröhren-Werke/Commission, T-44/00, EU:T:2004:218, point 99 et jurisprudence citée).
En effet, la Commission doit entendre les destinataires d'une communication des griefs et, le cas échéant, tenir compte de leurs observations visant à répondre aux griefs retenus en modifiant son analyse, précisément pour respecter leurs droits de la défense (voir arrêt du 8 juillet 2004, Mannesmannröhren-Werke/Commission, T-44/00, EU:T:2004:218, point 100 et jurisprudence citée).
Si la Commission doit effectivement entendre les destinataires d'une communication des griefs et, le cas échéant, tenir compte de leurs observations visant à répondre aux griefs retenus en modifiant son analyse, pour respecter leurs droits de la défense (arrêt du 8 juillet 2004, Mannesmannröhren-Werke/Commission, T-44/00, EU:T:2004:218, point 100), force est de constater qu'elle a précisément procédé de la sorte en l'occurrence.
Ainsi, les droits de la défense ne sont violés du fait d'une discordance entre la communication des griefs et la décision finale qu'à la condition qu'un grief retenu dans celle-ci n'ait pas été exposé dans celle-là d'une manière suffisante pour permettre aux destinataires de se défendre (voir arrêt du 8 juillet 2004, Mannesmannröhren-Werke/Commission, T-44/00, EU:T:2004:218, point 98 et jurisprudence citée).
Auch der von Herrn Verluca formulierte Vorschlag (vgl. oben, Randnr. 225, und Randnr. 80 der angefochtenen Entscheidung), Vallourecs Verkäufe von Glattendrohren an Corus an den Preis und das Volumen der von Corus verkauften OCTG-Premiumrohre mit nach der VAM-Methode geschnittenen Gewinden zu koppeln, entspricht tatsächlich den später geschlossenen Verträgen, die dem Gericht insbesondere in der Rechtssache T-44/00 vorgelegt worden sind und zu denen sich die japanischen Klägerinnen in der gemeinsamen mündlichen Verhandlung äußern konnten (vgl. auch Randnrn. 79, 81 und 111 der angefochtenen Entscheidung).
577 Überdies haben alle Klägerinnen in den Rechtssachen T-44/00, T-48/00 und T-50/00, also Mannesmann, Corus und Dalmine, im Rahmen ihrer Klagen beantragt, im Wege der unbeschränkten Ermessensnachprüfung die Höhe der gegen sie verhängten Geldbuße neu festzusetzen.
578 Die Kommission hat indessen weder in ihren Klagebeantwortungen in den Rechtssachen T-44/00, T-48/00 und T-50/00, die mit den vorliegenden Rechtssachen zu gemeinsamer mündlicher Verhandlung verbunden worden sind (vgl. die Urteile vom heutigen Tage in den Rechtssachen Mannesmannröhren-Werke/Kommission, Randnr. 38, Corus/Kommission, Randnr. 38, und Dalmine/Kommission, Randnrn. 38, 245 bis 247), noch in der mündlichen Verhandlung - auch wenn sie diese Möglichkeit erwähnt hat - den Antrag gestellt, die den Klägerinnen in diesen Rechtssachen auferlegten Geldbußen zu erhöhen.
Deshalb sind die den Klägerinnen in den Rechtssachen T-44/00, T-48/00 und T-50/00 auferlegten Geldbußen nicht erhöht worden (vgl. den Tenor der Urteile Mannesmannröhren-Werke/Kommission, Corus/Kommission und Dalmine/Kommission).
Denn die Kommission muss, eben um die Verteidigungsrechte der Adressaten einer Mitteilung von Beschwerdepunkten zu wahren, diese anhören und gegebenenfalls ihre Stellungnahmen zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen durch eine Änderung ihrer Einschätzung berücksichtigen (Urteil des Gerichts vom 8. Juli 2004, Mannesmannröhren-Werke/Kommission, T-44/00, Slg. 2004, II-2223, Randnr. 100).
Überdies verletzt die Kommission nicht bereits dann die Verteidigungsrechte, wenn sie den betroffenen Unternehmen im Verwaltungsverfahren kein Verzeichnis aller in die Verwaltungsakten aufgenommenen Unterlagen übermittelt (vgl. in diesem Sinne Urteil Mannesmannröhren-Werke/Kommission, oben in Randnr. 88 angeführt, Randnr. 54).
Jedenfalls ist festzustellen, dass die Verteidigungsrechte nur dann durch einen Verfahrensfehler verletzt werden, wenn sich dieser auf die Verteidigungsmöglichkeiten des beschuldigten Unternehmens konkret ausgewirkt hat (Urteil Mannesmannröhren-Werke/Kommission, oben in Randnr. 88 angeführt, Randnr. 55).
Außerdem sei die Glaubhaftigkeit das alleinige Kriterium für die Beurteilung von Beweismitteln (Urteil des Gerichts vom 8. Juli 2004, Mannesmannröhren-Werke/Kommission, T-44/00, Slg. 2004, II-2223, unter Verweisung auf die Schlussanträge vom zum Generalanwalt bestellten Richter B. Vesterdorf in der Rechtssache Rhône-Poulenc/Kommission, T-1/89, Urteil des Gerichts vom 24. Oktober 1991, oben in Randnr. 24 angeführt, II-869, II-954; vgl. in diesem Sinne auch Urteil des Gerichtshofs vom 23. März 2000, Met-Trans und Sagpol, C-310/98 und C-406/98, Slg. 2000, I-1797, Randnr. 29, und Urteil des Gerichts vom 7. November 2002, Vela und Tecnagrind/Kommission, T-141/99, T-142/99, T-150/99 und T-151/99, Slg. 2002, II-4547, Randnr. 223).
Dazu trägt sie vor, dass die unterschiedlichen Erklärungen hinsichtlich der relevanten Ereignisse, auch diejenigen, deren Glaubhaftigkeit zwangsläufig gemindert sei, sich gegenseitig verstärken könnten (Urteil Mannesmannröhren-Werke/Kommission, oben in Randnr. 77 angeführt, Randnr. 87).
Die aus dem Erlass der Leitlinien resultierende Selbstbeschränkung des Ermessens der Kommission ist jedoch nicht unvereinbar mit dem Fortbestand eines erheblichen Ermessens der Kommission (Urteil des Gerichts vom 8. Juli 2004 in der Rechtssache T-44/00, Mannesmannröhren-Werke/Kommission, Slg. 2004, II-2223, Randnrn. 246, 274 und 275).
EuG, 16.06.2011 - T-194/06
SNIA / Kommission - Wettbewerb - Kartelle - Wasserstoffperoxid und …
EuG, 19.11.2014 - T-40/12
European Dynamics Luxembourg und Evropaïki Dynamiki / EUROPOL