Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20BvR%20600/66
Timestamp: 2019-08-24 08:00:09
Document Index: 286411496

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 1', '§ 1', '§ 69', '§ 69', '§ 69']

BVerfG, 16.05.1969 - 1 BvR 600/66 - dejure.org
BVerfG, 16.05.1969 - 1 BvR 600/66
https://dejure.org/1969,11708
BVerfG, 16.05.1969 - 1 BvR 600/66 (https://dejure.org/1969,11708)
BVerfG, Entscheidung vom 16.05.1969 - 1 BvR 600/66 (https://dejure.org/1969,11708)
BVerfG, Entscheidung vom 16. Mai 1969 - 1 BvR 600/66 (https://dejure.org/1969,11708)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1969,11708) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Die zivilrechtliche Verselbständigung der eingetragenen Genossenschaft gegenüber ihren Mitgliedern ist auch für das Grunderwerbsteuerrecht maßgeblich (vgl. zur entsprechenden Fragestellung bei Kapitalgesellschaften BFH-Urteile vom 22. Juni 1966 II 165/62, BFHE 86, 520, BStBl III 1966, 554; vom 18. Dezember 2002 II R 13/01, BFHE 200, 426, BStBl II 2003, 358;… BFH-Beschluss in BFH/NV 2007, 2351; siehe auch BVerfG-Beschluss vom 16. Mai 1969 1 BvR 600/66, HFR 1969, 398).
Entsprechend fallen nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung Kapitalgesellschaften nicht unter den in §§ 5, 6 GrEStG verwendeten Begriff der Gesamthand, weil sie sich vor allem hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse wesentlich von Gesamthandsgemeinschaften unterscheiden (BFH-Urteile vom 22. Juni 1966 II 165/62, BFHE 86, 520, BStBl III 1966, 554, unter 2., und vom 18. Dezember 2002 II R 13/01, BFHE 200, 426, BStBl II 2003, 358, unter 3.; BVerfG-Beschluss vom 16. Mai 1969 1 BvR 600/66, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1969, 398).
Verfassungsrechtlich ist die Beschränkung der Steuerbefreiungen aus §§ 5 und 6 GrEStG auf Gesamthandsgemeinschaften nicht zu beanstanden (BFH in BFHE 86, 520, BStBl III 1966, 554; in BFHE 110, 377, BStBl II 1974, 41; Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 16. Mai 1969 1 BvR 600/66, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1969, 398).
Die Verfassungsmäßigkeit der Beschränkung der Steuerbefreiung nach § 6 Abs. 2 GrEStG auf Gesamthandsgemeinschaften wurde bereits durch den Senat und das BVerfG geprüft und bejaht (Senatsurteil vom 22. Juni 1966 II 165/62, BFHE 86, 520, 523 f., BStBl III 1966, 554; Senatsbeschluss vom 17. Oktober 1973 II B 38/73, BFHE 110, 377, BStBl II 1974, 41; BVerfG-Beschluss vom 16. Mai 1969 1 BvR 600/66, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1969, 398).
Zwar werden auch in den Fällen des § 1 Abs. 3 GrEStG in zulässiger wirtschaftlicher Betrachtung (vgl. BVerfG-Beschluss vom 16.5. 1969 1 BvR 600/66, HFR 1969, 398) Verkehrsvorgänge mit Grundstücken fingiert (…vgl. Fischer, a. a. O., § 1 Rn. 855 m. w. N.).
BFH, 09.12.1976 - V B 30/76
Zulassung der Beschwerde - Grundsätzliche Bedeutung - Sachliche Entscheidung - …
Diese Voraussetzung ist nicht gegeben, soweit das Beschwerdegericht im Rahmen des Verfahrens nach § 69 Abs. 3 und 4 FGO die Rechtsmäßigkeit der Steuerfestsetzung zu prüfen hat; denn insoweit wird über die zugrunde liegenden Rechtsfragen nicht abschließend, sondern nur summarisch entschieden (BFH-Beschlüsse vom 22. September 1967 VI B 59/67, BFHE 90, 253, BStBl II 1968, 37 und vom 28. November 1974 V B 52/73, BFHE 114, 169, BStBl II 1975, 239; Beschlüsse des BVerfG vom 9. Mai 1969 1 BvR 218/69, StRK, Finanzgerichtsordnung, § 69, Rechtsspruch 91, HFR 1969 S. 398, und vom 20. Juni 1973 1 BvR 169/73, StRK, Finanzgerichtsordnung, § 69, Rechtsspruch 136).
Die Nichtanwendung dieser Befreiungsvorschriften ist auch verfassungsrechtlich unbedenklich (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts -BVerfG- vom 16. Mai 1969 1 BvR 600/66, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung -HFR- 1969, 398).