Source: http://www.lecon.eu/25/glaeubigerausschuss.html
Timestamp: 2017-12-12 08:30:31
Document Index: 192224839

Matched Legal Cases: ['§ 56', '§ 56', '§ 69', '§ 160', '§ 270', '§ 270', '§ 270', '§ 270', '§ 270', 'BGH', 'BGH', '§ 71', '§ 69']

Gläubigerausschuss - LECON Insolvenzverwaltung
15. Nov | Sachbearbeiter (m/w) für die Bearbeitung von Restschuldbefreiungsverfahren
15. Nov | Sachbearbeiter (m/w) für die Bearbeitung von Verbraucherinsolvenzverfahren
16. Aug | Rechtsanwalt / Rechtsanwältin für Insolvenzverfahren (natürliche Personen)
16. Aug | Rechtsanwalt / Rechtsanwältin
17. Feb | Thomas Klöckner in Best Lawyers 2016 gelistet
24. Jun | LECON München ist umgezogen
6. Jan | Legal 500 Deutschland – LECON zählt zu „Empfohlenen Kanzleien 2016“
17. Apr | Investor für Atlas International Film
19. Feb | LECON: Thomas Klöckner unter den Besten im Handbuch »Deutschlands Beste Anwälte 2014«
1. Jan | LECON in The Legal 500 unter den führenden Kanzleien für Insolvenzrecht
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Verfahrensnews
14.04.2014 • Leistungen
Um die Sanierungschancen eines Unternehmens entscheidend zu verbessern, ist es zwingend erforderlich, dessen Gläubiger so früh wie möglich „ins Boot zu holen“ und in die Entscheidungsfindung einzubinden, wenn nicht sogar ihnen die Entscheidungskompetenz zu überlassen. Der Ort und das Mittel für eine derartige Gläubigerbeteiligung ist der (vorläufige) Gläubigerausschuss. Er hat entscheidenden Einfluss auf wesentliche Verfahrensfragen:
Auswahl sowie Beratung und Überwachung des Verwalters
Der (vorläufige) Gläubigerausschuss hat ein Mitspracherecht bei der Auswahl des Verwalters sowie die Befugnis, diesen zu beraten und zu überwachen. Ist ein vorläufiger Gläubigerausschuss eingesetzt, aber noch kein Verwalter bestellt, so muss das Gericht dem vorläufigen Gläubigerausschuss Gelegenheit geben, sich zu den Anforderungen, die an den Verwalter zu stellen sind, und zur Person des Verwalters zu äußern, soweit dies nicht offensichtlich zu einer nachteiligen Veränderung der Vermögenslage des Schuldners führt (§ 56 a Abs. 1 InsO). Der vorläufige Gläubigerausschuss kann zudem einen Verwalter eigener Wahl vorschlagen. Das Gericht ist an diese Wahl dann auch gebunden, wenn der Vorschlag einstimmig erfolgt und die vorgeschlagene Person für die Übernahme des Amtes nicht ungeeignet ist (§ 56 a Abs. 2 S. 1 InsO).
Zentrale Aufgabe des Gläubigerausschusses in allen Verfahrensstadien ist zudem die Beratung des (vorläufigen) Insolvenzverwalters und die Überwachung seiner Tätigkeit (§ 69 InsO). So hat der Gläubigerausschuss einen generellen Genehmigungsvorbehalt bei verfahrensbedeutsamen Handlungen (§ 160 InsO).
Beteiligung an der Entscheidung über die Eigenverwaltung
Das Gericht kann Eigenverwaltung anordnen (§ 270 Abs. 1 InsO); vorausgesetzt der Schuldner hat dies beantragt und es sind keine Umstände bekannt, die erwarten lassen, dass die Anordnung zu Nachteilen für die Gläubiger führen wird (§ 270 Abs. 2 InsO). Bevor es jedoch seine Anordnung trifft, muss das Gericht dem vorläufigen Gläubigerausschuss Gelegenheit zur Äußerung zu geben (§ 270 Abs. 3 S. 1 InsO). Der vorläufiger Gläubigerausschuss ist jedoch nicht nur auf ein Mitspracherecht beschränkt. Vielmehr kann er dem Gericht die Entscheidung über die Anordnung der Eigenverwaltung abnehmen, wenn er den Antrag des Schuldners durch einstimmigen Beschluss unterstützt. Dann kann nämlich das Gericht nicht mehr annehmen, die Anordnung sei von Nachteil für die Gläubiger (§ 270 Abs. 3 S. 2 InsO).
Beendigung der Schutzschirmphase
Ist ein Schutzschirmverfahren angeordnet, muss das Gericht diese Anordnung wieder aufheben, wenn der vorläufige Gläubigerausschuss einen entsprechenden Antrag stellt (§ 270 b Abs. 4 S. 1 Nr. 2 InsO). Dabei muss der Antrag weder mit Gründen versehen noch einstimmig beschlossen worden sein.
Der (vorläufige) Gläubigerausschuss ist damit Chance und Werkzeug zugleich, um als Gläubiger ein Insolvenzverfahren zu steuern und klare Zielvorgaben zu machen.
Das kann LECON für Sie tun:
Kompetente Beratung in der Krise
Vertretung der Gläubigerinteressen
Professionelle Vertretung im Gläubigerausschuss
Realisierung von Aus- und Absonderungsrechten
Prüfung von Insolvenzplänen
Bewertung von Sanierungskonzepten
Rechtsprechung zum Gläubigerausschuss
LG Landshut, Beschluss vom 20.07.2015 – 33 T 1203/15 (=ZIP 2015, 1554) – Keine Einsicht der Insolvenzgläubiger in die Unterlagen des Gläubigerausschusses.
BGH, Urteil vom 25.06.2015 – IX ZR 142/13 – Haftung der Ausschussmitglieder wegen unzureichender Kassenprüfung.
LG Halle, Beschluss vom 14.11.2014 – 3 T 86/14 (=ZIP 2014, 2355) – Gläubigerausschuss lehnt die vorläufige Eigenverwaltung ab („MIFA“).
BGH, Urteil vom 09.10.2014 – IX ZR 140/11 – Zur Haftung der Ausschussmitglieder nach § 71 InsO; Konkretisierung der Prüfungspflicht von Geldverkehr und -bestand nach § 69 Satz 2 InsO.
Broschüre – Der (vorläufige) Gläubigerausschuss
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Vorschriften der Insolvenzordnung zum (vorläufigen) Gläubigerausschuss
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