Source: https://www.streifler.de/gesetze/tpg/abschnitt-3
Timestamp: 2020-05-28 08:20:53
Document Index: 198636275

Matched Legal Cases: ['§8', '§8', '§8', '§8', '§ 8', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 1627', '§ 1627', '§ 1627', '§ 8', '§ 1629', '§ 1796', '§ 1796', '§ 1796', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 1627', '§ 1901', '§ 1901', '§ 1904', '§ 1904', '§ 1904', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 17', '§ 17', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 1627', '§ 1627', '§ 1796', '§ 1796', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 1901', '§ 1901', '§ 1904', '§ 1904']

Gesetz über die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen und Geweben, §8 TPG, §8a TPG, §8b TPG, §8c TPG | mit Referenzen
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Gesetz über die Spende, Entnahme und Übertragung von Organen und Geweben (TPG) : Entnahme von Organen und Geweben bei lebenden Spendern
(1) Die Entnahme von Organen oder Geweben zum Zwecke der Übertragung auf andere ist bei einer lebenden Person, soweit in § 8a
nichts Abweichendes bestimmt ist, nur zulässig, wenn
im Fall der Organentnahme ein geeignetes Organ eines Spenders nach § 3
§ 3 Entnahme mit Einwilligung des Spenders § 3 Entnahme mit Einwilligung des Spenders
§ 4 Entnahme mit Zustimmung anderer Personen § 4 Entnahme mit Zustimmung anderer Personen
im Zeitpunkt der Organentnahme nicht zur Verfügung steht und
Der Spender ist darüber zu informieren, dass seine Einwilligung Voraussetzung für die Organ- oder Gewebeentnahme ist. Die Aufklärung hat in Anwesenheit eines weiteren Arztes, für den § 5 Abs. 2 Satz 1 und 2
§ 5 Nachweisverfahren § 5 Nachweisverfahren , Abs. 2
entsprechend gilt, und, soweit erforderlich, anderer sachverständiger Personen zu erfolgen. Der Inhalt der Aufklärung und die Einwilligungserklärung des Spenders sind in einer Niederschrift aufzuzeichnen, die von den aufklärenden Personen, dem weiteren Arzt und dem Spender zu unterschreiben ist. Die Niederschrift muss auch eine Angabe über die versicherungsrechtliche Absicherung der gesundheitlichen Risiken nach Satz 1 enthalten. Die Einwilligung kann schriftlich oder mündlich widerrufen werden. Satz 3 gilt nicht im Fall der beabsichtigten Entnahme von Knochenmark.
(3) Bei einem Lebenden darf die Entnahme von Organen erst durchgeführt werden, nachdem sich der Spender und der Empfänger, die Entnahme von Geweben erst, nachdem sich der Spender zur Teilnahme an einer ärztlich empfohlenen Nachbetreuung bereit erklärt hat. Weitere Voraussetzung für die Entnahme von Organen bei einem Lebenden ist, dass die nach Landesrecht zuständige Kommission gutachtlich dazu Stellung genommen hat, ob begründete tatsächliche Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Einwilligung in die Organspende nicht freiwillig erfolgt oder das Organ Gegenstand verbotenen Handeltreibens nach § 17
§ 17 Verbot des Organ- und Gewebehandels § 17 Verbot des Organ- und Gewebehandels
ist. Der Kommission muss ein Arzt, der weder an der Entnahme noch an der Übertragung von Organen beteiligt ist, noch Weisungen eines Arztes untersteht, der an solchen Maßnahmen beteiligt ist, eine Person mit der Befähigung zum Richteramt und eine in psychologischen Fragen erfahrene Person angehören. Das Nähere, insbesondere zur Zusammensetzung der Kommission, zum Verfahren und zur Finanzierung, wird durch Landesrecht bestimmt.
Die Entnahme von Knochenmark bei einer minderjährigen Person zum Zwecke der Übertragung ist abweichend von § 8 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
§ 8 Entnahme von Organen und Geweben § 8 Entnahme von Organen und Geweben , Abs. 1, Satz. 1
Buchstabe a und b sowie Nr. 2 mit folgender Maßgabe zulässig:
Ein geeigneter Spender nach § 8 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
steht im Zeitpunkt der Entnahme des Knochenmarks nicht zur Verfügung.
Der gesetzliche Vertreter ist entsprechend § 8 Abs. 2
§ 8 Entnahme von Organen und Geweben § 8 Entnahme von Organen und Geweben , Abs. 2
aufgeklärt worden und hat in die Entnahme und die Verwendung des Knochenmarks eingewilligt. § 1627
§ 1627 Ausübung der elterlichen Sorge § 1627 Ausübung der elterlichen Sorge
des Bürgerlichen Gesetzbuchs ist anzuwenden. Die minderjährige Person ist durch einen Arzt entsprechend § 8 Abs. 2
aufzuklären, soweit dies im Hinblick auf ihr Alter und ihre geistige Reife möglich ist. Lehnt die minderjährige Person die beabsichtigte Entnahme oder Verwendung ab oder bringt sie dies in sonstiger Weise zum Ausdruck, so ist dies zu beachten.
Soll das Knochenmark der minderjährigen Person für Verwandte ersten Grades verwendet werden, hat der gesetzliche Vertreter dies dem Familiengericht unverzüglich anzuzeigen, um eine Entscheidung nach § 1629 Abs. 2 Satz 3 in Verbindung mit § 1796
§ 1796 Entziehung der Vertretungsmacht § 1796 Entziehung der Vertretungsmacht
des Bürgerlichen Gesetzbuchs herbeizuführen.
(1) Sind Organe oder Gewebe bei einer lebenden Person im Rahmen einer medizinischen Behandlung dieser Person entnommen worden, ist ihre Übertragung nur zulässig, wenn die Person einwilligungsfähig und entsprechend § 8 Abs. 2 Satz 1 und 2
§ 8 Entnahme von Organen und Geweben § 8 Entnahme von Organen und Geweben , Abs. 2, Satz. 1
aufgeklärt worden ist und in diese Übertragung der Organe oder Gewebe eingewilligt hat. Für die Aufzeichnung der Aufklärung und der Einwilligung gilt § 8 Abs. 2 Satz 4
§ 8 Entnahme von Organen und Geweben § 8 Entnahme von Organen und Geweben , Abs. 2, Satz. 4
(3) Für einen Widerruf der Einwilligung gilt § 8 Abs. 2 Satz 6
§ 8 Entnahme von Organen und Geweben § 8 Entnahme von Organen und Geweben , Abs. 2, Satz. 6
entsprechend § 8 Abs. 2 Satz 1 und 2
aufgeklärt worden ist und in die Entnahme und die Rückübertragung des Organs oder Gewebes eingewilligt hat,
(2) Die Entnahme von Organen oder Geweben zum Zwecke der Rückübertragung bei einer Person, die nicht in der Lage ist, Wesen, Bedeutung und Tragweite der vorgesehenen Entnahme zu erkennen und ihren Willen hiernach auszurichten, ist abweichend von Absatz 1 Nr. 1 nur zulässig, wenn der gesetzliche Vertreter oder ein Bevollmächtigter entsprechend § 8 Abs. 2 Satz 1 und 2
aufgeklärt worden ist und in die Entnahme und die Rückübertragung des Organs oder Gewebes eingewilligt hat. Die §§ 1627
, 1901 Abs. 2 und 3
§ 1901 Umfang der Betreuung, Pflichten des Betreuers § 1901 Umfang der Betreuung, Pflichten des Betreuers , Abs. 2
sowie § 1904
§ 1904 Genehmigung des Betreuungsgerichts bei ärztlichen Maßnahmen § 1904 Genehmigung des Betreuungsgerichts bei ärztlichen Maßnahmen
des Bürgerlichen Gesetzbuchs sind anzuwenden.
(3) Die Entnahme von Organen oder Geweben zum Zwecke der Rückübertragung bei einem lebenden Embryo oder Fötus ist unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 Nr. 2 und 3 nur zulässig, wenn die Frau, die mit dem Embryo oder Fötus schwanger ist, entsprechend § 8 Abs. 2 Satz 1 und 2
aufgeklärt worden ist und in die Entnahme und die Rückübertragung des Organs oder Gewebes eingewilligt hat. Ist diese Frau nicht in der Lage, Wesen, Bedeutung und Tragweite der vorgesehenen Entnahme zu erkennen und ihren Willen hiernach auszurichten, gilt Absatz 2 entsprechend.
(4) Für die Aufzeichnung der Aufklärung und der Einwilligung gilt § 8 Abs. 2 Satz 4
(5) Für einen Widerruf der Einwilligung gilt § 8 Abs. 2 Satz 6
§ 3 Entnahme mit Einwilligung des Spenders§ 3 Entnahme mit Einwilligung des Spenders
§ 4 Entnahme mit Zustimmung anderer Personen§ 4 Entnahme mit Zustimmung anderer Personen
§ 5 Nachweisverfahren§ 5 Nachweisverfahren, Abs. 2
§ 17 Verbot des Organ- und Gewebehandels§ 17 Verbot des Organ- und Gewebehandels
§ 8 Entnahme von Organen und Geweben§ 8 Entnahme von Organen und Geweben, Abs. 1, Satz. 1
§ 8 Entnahme von Organen und Geweben§ 8 Entnahme von Organen und Geweben, Abs. 2
§ 1627 Ausübung der elterlichen Sorge§ 1627 Ausübung der elterlichen Sorge
§ 1796 Entziehung der Vertretungsmacht§ 1796 Entziehung der Vertretungsmacht
§ 8 Entnahme von Organen und Geweben§ 8 Entnahme von Organen und Geweben, Abs. 2, Satz. 1
§ 8 Entnahme von Organen und Geweben§ 8 Entnahme von Organen und Geweben, Abs. 2, Satz. 4
§ 8 Entnahme von Organen und Geweben§ 8 Entnahme von Organen und Geweben, Abs. 2, Satz. 6
§ 1901 Umfang der Betreuung, Pflichten des Betreuers§ 1901 Umfang der Betreuung, Pflichten des Betreuers, Abs. 2
§ 1904 Genehmigung des Betreuungsgerichts bei ärztlichen Maßnahmen§ 1904 Genehmigung des Betreuungsgerichts bei ärztlichen Maßnahmen