Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=C%C3%A2??412/05%20P
Timestamp: 2019-07-22 02:29:37
Document Index: 224016497

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'BGH', 'BGH', '§ 14', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

Rechtsprechung: C-412/05 P - dejure.org
Schlußanträge unten: Generalanwalt beim EuGH, 26.10.2006
Dabei ist von dem Erfahrungssatz auszugehen, dass der insoweit maßgebliche Verkehr die Zeichen im Regelfall nicht gleichzeitig wahrnimmt und miteinander vergleicht und deshalb seine Auffassung aufgrund eines unvollkommenen Bildes gewinnt (EuGH GRUR Int. 2007, 718 - Alcon), wobei regelmäßig davon auszugehen ist, dass Übereinstimmungen stärker wahrgenommen werde als Unterschiede (BGH GRUR 2003, 1047, 1049 - Kellogg"s/Kelly"s; BGH WRP 2016, 199, 202 - Bounty;… Ingerl/Rohnke, 3. Aufl. 2010, MarkenG § 14 Rn. 859 m.w.N).
Generalanwalt beim EuGH, 26.10.2006 - C-412/05 P
https://dejure.org/2006,22035
Generalanwalt beim EuGH, 26.10.2006 - C-412/05 P (https://dejure.org/2006,22035)
Generalanwalt beim EuGH, Entscheidung vom 26.10.2006 - C-412/05 P (https://dejure.org/2006,22035)
Generalanwalt beim EuGH, Entscheidung vom 26. Januar 2006 - C-412/05 P (https://dejure.org/2006,22035)
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Rechtsmittel - Gemeinschaftsmarke - Wortmarke "TRAVATAN" - Widerspruch des Inhabers der Marke "TRIVASTAN" - Verweigerung der Eintragung - Neues Vorbringen - Medizinische Produkte
Generalanwältin äußert sich zu den bei der Beurteilung der Verwechslungsgefahr von Arzneimittel-Marken maßgeblichen Verkehrskreisen
14 - Urteile vom 24. September 2002, Falck und Acciaierie di Bolzano/Kommission (C-74/00 P und C-75/00 P, Slg. 2002, I-7869, Randnr. 178), vom 18. Januar 2007, PKK und KNK/Rat (C-229/05 P, Slg. 2007, I-439, Randnrn. 64 bis 66), und vom 11. Dezember 2008, Kommission/Département du Loiret (C-295/07 P, Slg. 2008, I-0000, Randnr. 99); vgl. auch meine Schlussanträge vom 26. Oktober 2006 in der Rechtssache Alcon/HABM (C-412/05 P, Slg. 2007, I-3569, Nrn. 17 und 18).
Da die Ware nicht verschreibungspflichtig ist, spielen die Endverbraucher, die insbesondere auch der von der Streithelferin gemachten Werbung und den Kommentaren von anderen Patienten ausgesetzt sind, entgegen dem Vorbringen der Klägerin eine Rolle bei der Entscheidung über den Kauf dieser Ware (vgl. in diesem Sinne Schlussanträge der Generalanwältin Kokott in der Rechtssache Alcon/HABM, C-412/05 P, EU:C:2006:687, Nr. 55).
Die Kaufentscheidung für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel wird zwar sehr oft vom Endverbraucher allein getroffen, aber diese Arzneimittel können auch auf Veranlassung der Ärzte erworben werden (vgl. in diesem Sinne Schlussanträge der Generalanwältin Kokott in der Rechtssache Alcon/HABM, C-412/05 P, EU:C:2006:687, Nr. 55).