Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=08.04.2015&Aktenzeichen=IV%20ZR%20150%2F14
Timestamp: 2019-02-22 15:20:15
Document Index: 108445101

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 544', 'Art. 103', '§ 2311', '§ 287', '§ 2311', 'Art 103', '§ 287', '§ 2311', 'Art. 103', '§ 2311', '§ 287', 'BGH', 'BGH', '§ 543']

BGH, 08.04.2015 - IV ZR 150/14 - dejure.org
BGH, 08.04.2015 - IV ZR 150/14
§ 544 Abs. 7 ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG, § 2311 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 287 ZPO
§ 2311 Abs 1 S 1 BGB, Art 103 Abs 1 GG, § 287 ZPO
Pflichtteilsrechtliche Bewertung eines Nachlassgrundstücks; mehrere sich widersprechende Gutachten
Inanspruchnahme eines Insolvenzverwalters auf Feststellung seiner Pflichtteilsforderung zur Insolvenztabelle
BGB § 2311 Abs. 1 S. 1; GG Art. 103 Abs. 1
Maßgeblichkeit des tatsächlichen Veräußerungserlöses bei der Pflichtteilsberechnung
BGB § 2311 Abs. 1 S. 1
Wie bestimmt sich der Nachlasswert für den Pflichtteilsanspruch?
Berechnung des Pflichtteilsanspruchs: Bei Grundstücken gilt nicht automatisch der Verkaufspreis
Der Wert des Nachlasses - eine wichtige Größe für den Pflichtteil
Wertbemessung von Immobilien bei der Berechnung des Pflichtteilsanspruchs
Wertermittlung von Grundstücken im Erbfall
Pflichtteilsberechnung und die Maßgeblichkeit des tatsächlichen Veräußerungserlöses
LG Berlin, 21.08.2012 - 9 O 177/07
KG, 27.03.2014 - 1 U 32/12
FamRZ 2015, 1023
Bei der Berechnung des Pflichtteils ist zu ermitteln, welchen Verkaufserlös der Nachlass am Tag des Erbfalles tatsächlich erbracht hätte; dabei ist grundsätzlich der Verkaufserlös, den die Erben inzwischen bereits erzielt haben, zu berücksichtigen (vgl. zuletzt Senatsbeschluss vom 8. April 2015 - IV ZR 150/14, juris Rn. 4 m.w.N.).
OLG Düsseldorf, 30.06.2015 - 3 U 11/14
Bewertung eines hälftigen Miteigentumsanteils an einem Hausgrundstück
Im Übrigen muss davon ausgegangen werden, dass nicht zuletzt der tatsächlich (auf dem Markt) erzielte Preis einen wesentlichen Anhaltspunkt für die Schätzung des Verkehrswertes nach § 287 ZPO darstellt, und zwar auch dann, wenn er niedriger ausfällt als anhand allgemeiner Erfahrungswerte zu erwarten gewesen wäre (BGH vom 08. April 2015, ZEV 2015, 349).
Zum Einen hätte der Beklagte bei mehreren sich widersprechenden Gutachten kaum mit einleuchtender und logisch nachvollziehbarer Begründung einem von ihnen den Vorzug geben können (vgl. dazu BGH, ZEV 2015, 349); warum in diesem Fall - wie offenbar die Klägerin meint - die höchste Bewertung die ausschlaggebende sein sollte, erscheint nicht nachvollziehbar.
Die Zulassung der Revision erscheint wegen der abweichenden Meinung des erkennenden Senats von der des 21. Zivilsenats in seinem Urteil vom 16. Juni 2015 (I-21 U 166/14) hinsichtlich der entscheidungserheblichen Frage der Wirksamkeit des Kaufvertrages vom 14. Mai 2008 unter dem Gesichtspunkt der Teilunentgeltlichkeit, die wiederum von der Bewertung eines hälftigen Miteigentumsanteils vor dem Hintergrund der Entscheidungen des Bundesgerichtshofs vom 02. Mai 1969 (BeckRS 1969, 31064464), 08. April 2015 (ZEV 2015, 349) und 13. Mai 2015 (BeckRS 2015, 09893) abhängt, geboten, § 543 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 Satz 1 ZPO.