Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BVerfG_17_02_2016_2_BvR_3051_14_Unzulaessigkeit_der_Verfassu-d7517951.html
Timestamp: 2016-10-25 05:43:58
Document Index: 64217734

Matched Legal Cases: ['§ 90', '§ 93', 'Art. 103', '§ 93', '§ 93', '§ 93', '§ 90', 'Art. 103', 'Art. 19', '§ 93']

BVerfG, 17.02.2016 - 2 BvR 3051/14 - Unzulässigkeit der Verfassungsbeschwerde mangels Erhebung der Anhörungsrüge durch den Beschwerdeführer | Urteile auf anwalt24.de
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BVerfG, 17.02.2016 - 2 BvR 3051/14 - Unzulässigkeit der Verfassungsbeschwerde mangels Erhebung der Anhörungsrüge durch den Beschwerdeführer
BundesverfassungsgerichtBeschl. v. 17.02.2016, Az.: 2 BvR 3051/14Gericht: BVerfGEntscheidungsform: BeschlussDatum: 17.02.2016Referenz: JurionRS 2016, 12632Aktenzeichen: 2 BvR 3051/14 Verfahrensgang:vorgehend:OLG Hamm - 25.11.2014 - AZ: III - 1 Vollz (Ws) 557/14Rechtsgrundlagen:§ 90 Abs. 2 BVerfGG§ 93a Abs. 2 BVerfGGArt. 103 Abs. 1 GGIn dem Verfahrenüberdie Verfassungsbeschwerdedes Herrn S... ,gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts Hamm vom 25. November 2014 - III - 1 Vollz (Ws) 557/14 -hat die 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts durchden Richter Landauund die Richterinnen Kessal-Wulf,Königgemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung derBekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473)am 17. Februar 2016 einstimmig beschlossen:Tenor:Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.Gründe1Die Voraussetzungen, unter denen eine Verfassungsbeschwerde zur Entscheidung anzunehmen ist (§ 93a Abs. 2 BVerfGG), liegen nicht vor. Die Verfassungsbeschwerde ist gemäß § 90 Abs. 2 BVerfGG unzulässig, da der Beschwerdeführer keine Anhörungsrüge erhoben hat. In diesem Fall hätte es sich nicht um eine sekundäre Anhörungsrüge gehandelt (vgl. BVerfGK 13, 496 <499>), der Beschwerdeführer schildert vielmehr einen eigenständigen Verstoß des Oberlandesgerichts gegen Art. 103 Abs. 1 GG.2Die Kammer weist zudem darauf hin, dass die Justizvollzugsanstalt zur Gewährleistung wirksamen Rechtsschutzes im Sinne von Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG verpflichtet sein kann, einen Antrag beschleunigt - etwa durch Telefax - an das Gericht weiterzuleiten, so dass der Gefangene rechtzeitig Zugang zum Gericht erhalten kann (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 30. April 1993 - 2 BvR 1605/92, 2 BvR 1710/92 -, [...], Rn. 23; Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 23. Juni 1993 - 2 BvR 1808/92 -, [...], Rn. 11; Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 13. November 2007 - 2 BvR 939/07 -, [...], Rn. 10).3Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.4Diese Entscheidung ist unanfechtbar.LandauKessal-WulfKönigHinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.