Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201986,%20713
Timestamp: 2019-07-22 19:41:33
Document Index: 332754202

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 11', 'BGH', '§ 399', '§ 399', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Eine vom Unternehmer/Auftragnehmer/Bauträger gestellte Vertragsbedingung, in der lediglich auf § 13 VOB/B verwiesen wird, verstößt jedoch gegen § 11 Nr. 10 f AGBG und ist damit unwirksam (Senatsurteil NJW 1986, 713, 714).
Eine solche Inhaltsänderung wird nicht nur bei höchstpersönlichen oder unselbständigen akzessorischen Ansprüchen, sondern auch dann angenommen, wenn ein Gläubigerwechsel zwar rechtlich vorstellbar, das Interesse des Schuldners an der Beibehaltung einer bestimmten Gläubigerperson aber besonders schutzwürdig ist (BGHZ 96, 146, 149;… MünchKomm-Roth 4. Aufl. § 399 BGB Rdn. 1, 8 ff.;… Staudinger/Busche aaO § 399 BGB Rdn. 8, 11 ff.).
Dies ist dann anzunehmen, wenn die Leistung auf höchstpersönlichen Ansprüchen des Berechtigten beruht, die er nur selbst erheben kann, wenn - anders als bei höchstpersönlichen Ansprüchen - ein Gläubigerwechsel zwar rechtlich vorstellbar, das Interesse des Schuldners an der Beibehaltung einer bestimmten Gläubigerperson aber besonders schutzwürdig ist, oder wenn ohne Veränderung des Leistungsinhalts die dem Gläubiger gebührende Leistung mit seiner Person derart verknüpft ist, dass die Leistung an einen anderen Gläubiger als eine andere Leistung erschiene (BGH, Urteil vom 24. Oktober 1985 - VII ZR 31/85, NJW 1986, 713, 714;… vom 4. Dezember 2009 - V ZR 9/09, NJW-RR 2010, 1235 Rn. 12;… vom 24. März 2011, aaO Rn. 42).
Eine Inhaltsänderung wird u.a. dann angenommen, wenn ein Gläubigerwechsel das besonders schutzwürdige Interesse des Schuldners an der Beibehaltung einer bestimmten Gläubigerperson beeinträchtigt (BGHZ 96, 146, 149).
Es verstößt grundsätzlich nicht gegen Treu und Glauben, wenn der Besteller einen ihm zustehenden Vorschußanspruch zur Abwehr gegen eine Restwerklohnforderung des Unternehmers geltend macht und zwar auch dann nicht, wenn der Besteller den Anspruch durch Abtretung erlangt hat (im Anschluß an Senatsurteile BGHZ 54, 244 [BGH 13.07.1970 - VII ZR 176/68]; 95, 250 [BGH 11.07.1985 - VII ZR 52/83]; 96, 146).
Auch die Abtretung des Vorschußanspruchs ist grundsätzlich zulässig (vgl. Senatsurteile BGHZ 95, 250, 254 [BGH 11.07.1985 - VII ZR 52/83] und 96, 146, ausführlicher abgedruckt in NJW 1986, 713, 715).