Source: https://www.rechtslupe.de/strafrecht/erpressung-und-keine-eigenstaendige-noetigung-3132108
Timestamp: 2020-08-10 12:20:35
Document Index: 133502358

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 240', '§ 240', 'BGH', 'BGH', '§ 240', '§ 240']

Erpressung - und keine eigenständige Nötigung | Rechtslupe
Erpressung - und keine eigenständige Nötigung
Eine Dro­hung ist die Ankün­di­gung eines künf­ti­gen Übels, auf des­sen Ein­tritt der Dro­hen­de Ein­fluss hat oder zu haben vor­gibt [1]. Sie kann auch kon­klu­dent erfol­gen [2].
Emp­find­lich ist ein ange­droh­tes Übel aller­dings nur dann, wenn der in Aus­sicht gestell­te Nach­teil so erheb­lich ist, dass sei­ne Ankün­di­gung den Bedroh­ten im Sin­ne des Täter­ver­lan­gens moti­vie­ren kann [3].
Dabeo kann dem Grun­de nach auch die Aus­nut­zung eines bereits zuge­füg­ten Übels von drit­ter Sei­te eine kon­klu­den­te Dro­hung ent­hal­ten [4].
BGH, Urteil vom 29.11.2011 – 1 StR 287/​11 Rn. 24 [inso­weit nicht abge­druckt in NStZ 2012, 347]; Fischer, StGB, 65. Aufl., § 240 Rn. 31; Münch­Komm-StGB/­Sinn, 3. Aufl., § 240 Rn. 69, jeweils mwN[↩]
BGH, Beschluss vom 15.03.1984 – 1 StR 72/​84, NJW 1984, 1632[↩]
BGH, Beschluss vom 05.09.2013 – 1 StR 162/​13, NJW 2014, 401, 403 Rn. 51[↩]
dazu Beck­OK StGB/​Valerius, 37. Ed., § 240 Rn. 34 und Fischer, StGB, 65. Aufl., § 240 Rn. 35[↩]
Räu­be­ri­sche Erpres­sung – und die kon­klu­den­te Dro­hung Die räu­be­ri­sche Erpres­sung erfor­dert eben­so wie der Raub einen fina­len Zusam­men­hang zwi­schen dem Nöti­gungs­mit­tel und der von dem Opfer vor­zu­neh­men­den ver­mö­gens­schä­di­gen­den Hand­lung. Eine kon­klu­den­te Dro­hung…
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