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Timestamp: 2016-10-24 20:22:05
Document Index: 149534588

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 28', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 16', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 159', 'BGE', 'BGE']

I 130/06 (09.05.2007)
vertreten durch Rechtsanw�ltin Petra Oehmke Schiess, Bahnhofplatz 9, 8910 Affoltern am Albis.
Die 1950 geborene D.________ war seit 1. September 1980 zu 100 % als Operateurin/Best�ckerin bei der Firma X.________ AG angestellt. Daneben arbeitete sie seit 1. Januar 1984 als Hauswartin f�r die Firma Y.________; ab Mai 2003 war die Firma Z.________ AG ihre Arbeitgeberin im Rahmen der Hauswartst�tigkeit. Die Versicherte musste sich diversen Operationen unterziehen (ca. 1970 Operation eines dorsalen Handgelenksganglions, 1974 Carpaltunnelsyndromoperation links, 1978 Halsrippenoperation links, 1979 Nervenplexusoperation am Hals links, am 10. Mai 1985 Diskushernienoperation L4/5 links, 1992 Sigmaresektion wegen Adeno-Karzinoms, am 5. M�rz 2002 Sehnenscheidenspaltung II links). Am 10. September 2001 beanspruchte sie bei der Invalidenversicherung wegen R�ckenschmerzen Hilfsmittel. Am 18. April 2002 gew�hrte ihr die IV-Stelle Zug Rumpforthesen. Am 16. September 2002 meldete sich die Versicherte wegen R�ckenproblemen erneut zum Leistungsbezug (Hilfsmittel und Rente) an. Zur Abkl�rung der Verh�ltnisse holte die IV-Stelle diverse Arztberichte sowie Gutachten des Dr. med. M.________, Facharzt FMH f�r Rheumatologie und Innere Medizin, vom 21. Juli 2003 (mit Erg�nzung vom 13. Mai 2004) und des Dr. med. A.________, Neurologe FMH, vom 19. August 2004, ein. Mit Verf�gungen vom 1. September 2004 sprach sie der Versicherten gest�tzt auf einen Invalidit�tsgrad von 62 % ab 1. August 2002 bis 31. Dezember 2003 eine halbe Invalidenrente und ab 1. Januar 2004 eine Dreiviertelsrente zu. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 28. Februar 2005 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragte die IV-Stelle beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht (seit 1. Januar 2007: Bundesgericht), in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei der Einspracheentscheid insofern zu best�tigen, als damit f�r die Zeit vom 1. August 2002 bis 31. Dezember 2003 eine halbe und ab 1. Januar 2004 eine Dreiviertelsrente zugesprochen worden sei; eventuell sei die Sache an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen, damit es nach den in dieser Beschwerde aufgef�hrten Vorgaben das Invalideneinkommen neu festsetze und den Invalidit�tsgrad entsprechend neu ermittle.
Das kantonale Gericht und die Versicherte schliessen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Der Einspracheentscheid datiert vom 28. Februar 2005. Streitig und zu pr�fen ist der Rentenanspruch ab 1. August 2002 (BGE 131 V 164 ff.). Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln ist f�r die Zeit bis 31. Dezember 2002 sowie 31. Dezember 2003 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesen Zeitpunkten auf die neuen Normen des ATSG (in Kraft seit 1. Januar 2003) bzw. der 4. IV-Revision (in Kraft seit 1. Januar 2004) samt Ausf�hrungsverordnungen abzustellen (BGE 130 V 445 ff.).
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber die Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Invalidit�tsbemessung bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis 31. Dezember 2002 und in der seit 1. Januar 2003 geltenden Fassung in Verbindung mit Art. 16 ATSG; BGE 130 V 343 E. 3.4 S. 348 mit Hinweisen), die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis Ende 2003 g�ltig gewesenen und in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung), die Ermittlung des ohne Invalidit�t erzielbaren Einkommens (Valideneinkommen; BGE 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224 mit Hinweis) sowie die Bestimmung des trotz Gesundheitssch�digung zumutbarerweise noch erzielbaren Einkommens (Invalideneinkommen) nach den vom Bundesamt f�r Statistik in der Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelten Tabellenl�hnen und die von diesen zul�ssigen Abz�ge (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475 und E. 4.2.3 S. 481) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt zur Aufgabe des Arztes im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 256 E. 4 S. 261, AHI 2002 S. 62 E. 4b/cc, I 82/01, je mit Hinweisen) sowie zum Grundsatz der freien Beweisw�rdigung und zum Beweiswert von Arztberichten (BGE 125 V 352 ff.; RKUV 2003 Nr. U 487 S. 337 E. 5.1, U 38/01). Richtig ist auch, dass die im ATSG enthaltenen Formulierungen der Arbeitsunf�higkeit (Art. 6), der Erwerbsunf�higkeit (Art. 7), der Invalidit�t (Art. 8), der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16) sowie der Revision der Invalidenrente und anderer Dauerleistungen (Art. 17) den bisherigen von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen in der Invalidenversicherung entsprechen (BGE 130 V 343 ff.; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts I 817/05 vom 5. Februar 2007, E. 3.2); hieran hat die 4. IV-Revision nichts ge�ndert (vgl. SVR 2006 IV Nr. 10 S. 38 E. 2.1, I 457/04 betreffend Art. 17 ATSG). Darauf wird verwiesen.
5.1 Als Gesunde arbeitete die Versicherte seit 1. September 1980 zu 100 % als Operateurin/Best�ckerin bei der Firma X.________ AG. Seit 1. Januar 1984 war sie zus�tzlich als Hauswartin angestellt, zun�chst bei der Y.________, ab Mai 2003 bei der Z.________ AG.
Im Einspracheentscheid vom 28. Februar 2005 addierte die IV-Stelle f�r die Ermittlung des Valideneinkommens die L�hne aus diesen beiden T�tigkeiten und errechnete f�r das Jahr 2002 einen Betrag von Fr. 79'893.-. In medizinischer Hinsicht stellte sie auf das Gutachten des Dr. med. M.________ vom 21. Juli 2003 ab, wonach die Versicherte f�r eine k�rperlich leichte, wechselbelastende Arbeit zu 50 % arbeitsf�hig sei. Auf Grund der LSE zog sie f�r das Jahr 2002 ein Invalideneinkommen von Fr. 29'667.- (Tabelle TA1, Anforderungsniveau 3: Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) bei, da die Versicherte einen reichen Schatz an Berufs- und Fachkenntnissen aufweise. Verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 79'893.- ermittelte die IV-Stelle einen Invalidit�tsgrad von 63 % bzw. den Anspruch auf eine halbe Invalidenrente ab 1. August 2002 bis Ende 2003 und auf eine Dreiviertelsrente ab 1. Januar 2004 (Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis Ende 2003 g�ltig gewesenen und seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung), weshalb sie die Einsprache abwies.
Im Rahmen der Verf�gungen vom 1. September 2004 (Invalidit�tsgrad 62 %) ging die IV-Stelle hinsichtlich des Invalideneinkommens noch anders vor. Beim LSE-Tabellenlohn stellte sie auf das Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive T�tigkeiten) ab, woraus gest�tzt auf die 50%ige Arbeitsf�higkeit f�r das Jahr 2002 ein Einkommen von Fr. 23'944.- resultierte. Zudem rechnete sie den Lohn aus der Hauswartst�tigkeit von Fr. 6637.- an, was total Fr. 30'631.- ergab.
5.2 Die Vorinstanz ermittelte aus den beiden T�tigkeiten der Versicherten bei den Firmen X.________ AG und Y.________ f�r das Jahr 2002 ein Valideneinkommen von total Fr. 80'335.- (Fr. 73'698.- + Fr. 6637.-). Sie ging ebenfalls davon aus, die Versicherte sei f�r eine k�rperlich leichte, wechselbelastende Arbeit zu 50 % arbeitsf�hig. Beim Invalideneinkommen stellte die Vorinstanz auf den von der IV-Stelle im Rahmen der Verf�gung veranschlagten LSE-Tabellenlohn von Fr. 23'944.- (Anforderungsniveau 4) ab; unber�cksichtigt liess sie den Verdienst aus der Hauswartst�tigkeit, da sie diese als nicht mehr zumutbar erachtete. Gest�tzt hierauf errechnete sie einen Invalidit�tsgrad von 70 % (Valideneinkommen Fr. 80'335.-/Invalideneinkommen Fr. 23'944.-), was zum Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab 1. August 2002 f�hre. Bei diesem Ergebnis liess die Vorinstanz die Frage offen, ob vom Invalideneinkommen noch ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen sei.
Als Valideneinkommen f�r das Jahr 2002 zog die Vorinstanz die L�hne der Versicherten aus der 100%igen Erwerbst�tigkeit bei der Firma X.________ AG von Fr. 73'698.- (Einkommen im Jahre 2001 Fr. 71'900.-; Nominallohnentwicklung bei Frauen 2001-2002 im Bereich Verarbeitendes Gewerbe/Industrie 2,5 %, vgl. Bundesamt f�r Statistik, Schweizerischer Lohnindex 2004, Tabelle T1.2.93; BGE 129 V 408) und aus dem Nebenerwerb als Hauswartin bei der Firma Y.________ von Fr. 6637.- heran, was total Fr. 80'335.- ergibt. Dies ist nicht zu beanstanden (vgl. auch RKUV 2005 Nr. U 538 S. 112 E. 4.1.2, U 66/02, und RKUV 2003 Nr. U 476 S. 107, U 130/02; Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 181/05 vom 3. Februar 2006, E. 2), zumal die IV-Stelle hiegegen keine stichhaltigen Einw�nde vorbringt.
7.1 Das kantonale Gericht hat erwogen, der medizinische Sachverhalt sei nicht vollst�ndig abgekl�rt. Auf weitere Untersuchungen sei indessen zu verzichten, weil auf Grund des Valideneinkommens von Fr. 80'335.- und des Invalideneinkommens von Fr. 23'994.- ein Invalidit�tsgrad von 70 % und damit jedenfalls Anspruch auf eine ganze Invalidenrente gegeben sei (E. 5.2 hievor).
7.2 Wie aus Erw�gung 8 hienach erhellt, ist der Vorinstanz beizupflichten, dass der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht nicht hinreichend gekl�rt ist.
Diese Auffassung vertritt auch die Versicherte. Nachdem ihr die Vorinstanz indessen eine ganze Invalidenrente zugesprochen hat, hatte sie kein schutzw�rdiges Interesse, den kantonalen Entscheid anzufechten (vgl. Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 704/05 vom 3. Februar 2006, E. 3.1 mit Hinweis). Letztinstanzlich verlangt sie denn auch die Durchf�hrung einer erg�nzenden medizinischen Abkl�rung, falls der Anspruch auf eine ganze Rente nicht ausgewiesen sei.
8.1.1 Dr. med. M.________ beschrieb im Gutachten vom 21. Juli 2003 eine �berlagerungssymptomatik und Aggravationstendenzen mit erheblicher Diskrepanz zu den objektivierbaren Befunden am Bewegungsapparat; es stelle sich die Frage einer Konversionssymptomatik oder einer anhaltenden somatoformen Schmerzst�rung. Das diffuse Schmerzsyndrom beeintr�chtige die Arbeitsf�higkeit wesentlich mehr als die objektivierbaren Befunde am Bewegungsapparat. In diesem Lichte �berzeugt es nicht, wenn Dr. med. M.________ von einer h�lftigen Arbeitsunf�higkeit aus rheumatologischer Sicht ausging.
Gem�ss Bericht des Dr. med. K.________ vom 19. April 2004 sind die Beschwerden der Versicherten durch die vorliegenden Befunde nicht erkl�rbar. Dr. med. B.________, Innere Medizin FMH, gab im Bericht vom 22. Juni 2004 an, gesamthaft gesehen scheine ihm die Versicherte aus orthop�dischen Gr�nden (LWS und HWS) sowie aus psychischen Gr�nden (Depression) nicht mehr einsatzf�hig. Dr. med. A.________ stellte eine im Vordergrund stehende massivste Aggravationstendenz fest (Bericht vom 19. August 2004).
Festzuhalten ist weiter, dass Frau Dr. med. E.________, Allgemeinmedizin FMH, Regional�rztlicher Dienst (RAD), in der Stellungnahme vom 22. Februar 2005 ausgef�hrt hat, ihres Erachtens nach stehe eine Aggravation im Vordergrund; eine somatoforme Schmerzst�rung sei m�glich bis wahrscheinlich. So oder so halte sie die attestierte 50%ige Einschr�nkung in angepasster T�tigkeit f�r eher hoch. Auch wenn Frau Dr. med. E.________ die Versicherte nicht selber untersucht hatte, sind auf Grund ihrer Einsch�tzung ebenfalls Zweifel am Gutachten des Dr. med. M.________ angebracht.
8.1.2 Notwendig ist nach dem Gesagten die (bis anhin nicht durchgef�hrte) psychiatrische Abkl�rung der Frage, ob und bejahendenfalls in welchem Umfang die Versicherte aus psychischen Gr�nden in der Arbeitsf�higkeit eingeschr�nkt ist. Aufzuzeigen ist insbesondere, inwiefern die Arbeitsunf�higkeit somatisch und/oder psychisch bedingt ist, da f�r die Beurteilung der Zumutbarkeit eines Arbeitseinsatzes aus psychischer Sicht besondere Regeln gelten. Diesfalls kommt der Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensm�ssig erwartet werden kann zu arbeiten (BGE 130 V 352 ff., 127 V 294 E. 5a S. 299 f.; Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 654/05 vom 22. November 2006, E. 6.3.2).
8.2.1 Dr. med. M.________ gab im Gutachten vom 21. Juli 2003 an, die Versicherte sei f�r eine k�rperlich leichte, wechselbelastende Arbeit zu 50 % arbeitsunf�hig. Gleichzeitig f�hrte er aus, die bisherige T�tigkeit als Hauswartin sei seines Erachtens nach nur mehr zu 20 % m�glich.
Die IV-Stelle interpretiert dies dahingehend, dass die bisher nebenerwerblich ausge�bte Hauswartsarbeit in der 50%igen Arbeitsf�higkeit nicht inbegriffen, sondern der Versicherten zus�tzlich zumutbar sei, soweit sie leichte Arbeiten umfasse. Die Vorinstanz vertrat diesbez�glich die Auffassung, der Versicherten k�nne nicht noch zus�tzlich eine T�tigkeit als Hauswartin zugemutet werden. Wenn Dr. med. M.________ ausf�hre, diese Arbeit k�nne nur noch zu 20 % ausge�bt werden, sei dies eher im Sinne eines T�tigkeitsvergleichs zu verstehen. Eine solch reduzierte Arbeitsf�higkeit bezogen auf die Hauswartst�tigkeit d�rfte aber kaum mehr erwerblich umzusetzen sein. Die Versicherte bringt vor, auf Grund der Arztberichte sei unklar, ob �berhaupt noch eine Arbeitsf�higkeit bestehe; neben einem 50%igen Pensum k�nnte sie aber keinem weiteren Erwerb nachgehen, ansonsten eine Arbeitsf�higkeit von mehr als 50 % best�nde.
8.2.2 Die Angaben des Dr. med. M.________ sind mithin missverst�ndlich hinsichtlich der Frage, in welchem Umfang die Versicherte insgesamt arbeits(un)f�hig ist. Es ist unklar, ob er im Ergebnis von 50%iger oder 70%iger Arbeitsf�higkeit in einer angepassten T�tigkeit ausging. Auch in diesem Punkt bildet seine Expertise keine hinreichende Beurteilungsgrundlage.
8.3 Der Auffassung des Dr. med. N.________, Spezialarzt FMH f�r Chirurgie und Orthop�die, wonach die Versicherte auf Grund der Wirbels�ulen-Ver�nderungen - mithin aus rein somatischen Gr�nden - selbst f�r leichte Arbeit nicht mehr einsetzbar sei (Berichte vom 25. August 2003 und 17. M�rz 2004), kann nach dem Gesagten f�r sich allein nicht gefolgt werden, zumal er sie nicht n�her begr�ndet hat.
8.4 In Anbetracht dieser Aktenlage ist eine abschliessende und rechtskonforme Beurteilung der Arbeits(un)f�higkeit und somit des Invalidit�tsgrades nicht m�glich. Festzuhalten ist weiter, dass es beim Zusammenwirken von physischen und psychischen Beeintr�chtigungen grunds�tzlich nicht gerechtfertigt ist, die somatischen und psychischen Befunde isoliert zu betrachten (Urteil des Bundesgerichts I 33/06 vom 9. Januar 2007, E. 6.3 mit Hinweis). Die IV-Stelle, an welche die Sache zur�ckzuweisen ist, hat daher eine interdisziplin�re Begutachtung - vorzugsweise in der hierf�r spezialisierten Abkl�rungsstelle der Invalidenversicherung - zu veranlassen. Diese hat sich zum psychischen und physischen Gesundheitszustand, zu seinen Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit im angestammten Beruf und allenfalls in einer zumutbaren Verweisungst�tigkeit sowie zur Entwicklung/Ver�nderung der gesundheitlichen Situation/Restarbeitsf�higkeit seit allf�lligem Rentenbeginn zu �ussern. Gest�tzt hierauf wird die IV-Stelle �ber den Leistungsanspruch ab 1. August 2002 neu zu befinden haben.
9.1 Im Urteil I 197/05 vom 16. November 2005 hatte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht zu entscheiden, ob es in entsprechender Anwendung des Grundsatzes der Parallelit�t der Bemessungsfaktoren (BGE 129 V 222 E. 4.4 S. 225; AHI 1999 S. 239 E. 1, I 377/98) gerechtfertigt ist, das auf Grund des LSE-Tabellenlohnes ermittelte Invalideneinkommen des Leistungsansprechers um den Prozentsatz zu erh�hen, um den sein Validenlohn �ber dem Durchschnittsverdienst f�r eine vergleichbare T�tigkeit lag. Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hat dies verneint, da angesichts der gesundheitlichen Einschr�nkungen des Versicherten nicht von vornherein davon ausgegangen werden k�nne, er werde auf Grund seiner Kenntnisse und Berufserfahrung - wie als Gesunder - eine �berdurchschnittliche Leistung erbringen und ein �ber der statistischen Norm liegendes Einkommen erzielen k�nnen. Sollte er sich allerdings trotz seiner Behinderung beruflich besonders qualifizieren und sollte sich dies beim Invalideneinkommen tats�chlich lohnwirksam niederschlagen sowie zu einer anspruchsrelevanten Verringerung des Invalidit�tsgrades f�hren, werde diese Tatsache revisionsweise zu ber�cksichtigen sein.
9.2 Vorab ist festzuhalten, dass �ber das zu veranschlagende Invalideneinkommen und in diesem Rahmen �ber die von der Vorinstanz offen gelassene Frage, ob und bejahendenfalls in welchem Umfang von einem allf�llig heranzuziehenden Tabellenlohn ein leidensbedingter Abzug gerechtfertigt ist, erst nach rechtsgen�glicher Ermittlung der Arbeits(un)f�higkeit befunden werden kann (E. 8.4 hievor; Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 618/05 vom 13. Februar 2006, E. 4.6).
9.3 Hinsichtlich der Frage einer allf�lligen Erh�hung des statistischen Invalideneinkommens ist zu beachten, dass die Versicherte bei der X.________ AG unbestrittenermassen Schichtarbeit geleistet hat, was auf Grund entsprechender Zulagen zweifellos auch zum �berdurchschnittlichen Valideneinkommen gef�hrt hat. Da sie im massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides (BGE 131 V 9 E. 1 S. 11, 129 V 167 E. 1 S. 169) diese Stelle nicht mehr inne hatte und auch keine neue zumutbare Erwerbst�tigkeit aufgenommen hat (vgl. auch E. 10 hienach), ist f�r die Bestimmung des hypothetischen Invalideneinkommens auf die LSE-Tabellenl�hne abzustellen (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475; erw�hntes Urteil I 197/05, E. 4). In diesem Rahmen kann nicht der Durchschnittslohn f�r Schichtarbeit herangezogen werden, selbst wenn die medizinische Abkl�rung ergeben sollte, dass der Versicherten eine solche weiterhin zumutbar sei. Denn das Abstellen auf eine entsprechende Verdienstm�glichkeit ist in Anbetracht des f�r die Ermittlung des Invalideneinkommens massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarktes (Art. 16 ATSG; vgl. auch AHI 1998 S. 287 E. 3b, I 198/97) nicht repr�sentativ. Es kann nicht davon ausgegangen werden, die Versicherte m�sse wieder eine Schichtarbeit suchen und/ oder werde eine entsprechende Stelle finden. Weiter ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, dass ihre Erfahrung als Operatorin/Best�ckerin, die sie sich bei der X.________ AG jahrelang aneignen konnte, ein Spezialgebiet betrifft; diese Kenntnisse werden auf dem Arbeitsmarkt h�chstens begrenzt von Nutzen sein. Soweit ihr Valideneinkommen mithin wegen Schichtzulagen und der langj�hrigen Berufserfahrung bei der X.________ AG �berdurchschnittlich hoch war, kann dies beim Invalideneinkommen nicht im Voraus erh�hend veranschlagt werden.
�ber eine Berufsausbildung verf�gt die Versicherte nicht. Bei der Handelsschule Q.________ hat sie lediglich einen Maschinenschreibkurs erfolgreich bestanden (Pr�fungsausweis vom 4. April 1972); dieser Umstand kann ebenfalls nicht von vornherein zu einer Erh�hung des statistischen Invalideneinkommens f�hren.
Die Vorinstanz hat demnach im Ergebnis zu Recht erkannt, dass das Invalideneinkommen gest�tzt auf den LSE-Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 zu bestimmen sein wird, wovon auch die IV-Stelle noch im Rahmen der Verf�gungen vom 1. September 2004 ausgegangen ist (E. 5.1 hievor).
10.1 Im Weiteren macht die IV-Stelle geltend, es w�re der Beschwerdegegnerin im Sinne einer schadenmindernden Aufgabenteilung trotz des Gesundheitsschadens m�glich, die Hauswartt�tigkeit zusammen mit ihrem Ehemann weiter auszu�ben und in diesem Rahmen die k�rperlich leichten Arbeiten zu �bernehmen. Somit w�re es angebracht, beim Invalideneinkommen 50 % des Hauswartlohnes zu ber�cksichtigen.
10.2 Diesbez�glich brachte die Versicherte vorinstanzlich vor, sie �be die Hauswartt�tigkeit gesundheitsbedingt nicht mehr aus, was sie der Hausverwaltung denn auch im Mai 2003 mitgeteilt habe. Die Arbeiten seien interimistisch von ihrem Ehemann bzw. ihrem Sohn �bernommen worden. Da die Hauswartsstelle sowieso ihrem Sohn �bergeben werde, sei dies eine Zwischenl�sung gewesen, weshalb man sich der Einfachheit halber geeinigt habe, sie (die Versicherte) auf der Lohnliste weiterzuf�hren. Letztinstanzlich bringt die Versicherte vor, sie gehe keiner Erwerbst�tigkeit mehr nach, was unbestritten ist. Zudem befindet sich bei den Akten ein Arbeitsvertrag zwischen der Z.________ AG und dem Sohn der Versicherten vom 8. M�rz 2005, wonach dieser ab 1. Mai 2005 als Hauswart angestellt ist.
Gest�tzt hierauf ist erstellt, dass die Beschwerdegegnerin die Hauswartsarbeit nicht mehr aus�bt. Demnach ist bei der Bestimmung des Invalideneinkommens kein entsprechender Lohn anzurechnen (vgl. E. 9.3 hievor); hieran �ndert unter den gegebenen Umst�nden nichts, dass die Versicherte allenfalls noch w�hrend zwei Monaten nach Erlass des Einspracheentscheides (28. Februar 2005) pro forma auf der Lohnliste als Hauswartin stand.
Die Vorinstanz hat zutreffend erwogen, dass dem Abzugskriterium Nationalit�t/Aufenthaltskategorie vorliegend keine relevante Bedeutung zukommt, da die Versicherte seit 1996 das Schweizer B�rgerrecht besitzt. Richtig ist auch, dass Teilzeitarbeit sich in allen Pensen bei Frauen im Anforderungsniveau 4 proportional berechnet zu einer Vollzeitt�tigkeit sogar tendenziell lohnerh�hend auswirkt (LSE 2002 S. 28 Tabelle 8* und 2004 S. 25 Tabelle T6*; vgl. auch Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 654/05 vom 22. November 2006, E. 10.2.3 mit Hinweisen). Weiter ist der Vorinstanz beizupflichten, dass Hilfsarbeiten auf dem massgebenden hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) grunds�tzlich altersunabh�ngig nachgefragt werden und sich das Alter in diesen T�tigkeiten auch nicht lohnsenkend auswirkt (vgl. AHI 1999 S. 177 E. 3b, I 593/98; Urteil des Eidgn�ssischen Versicherungsgerichts I 45/06 vom 5. M�rz 2007, E. 8.2).
Die Vergleichseinkommen (Validen- und Invalideneinkommen) sind entgegen dem Vorgehen von Verwaltung und Vorinstanz nicht nur f�r den Zeitpunkt des allf�lligen Rentenbeginns (2002), sondern auch f�r denjenigen des Erlasses des Einspracheentscheides (2005) zu ermitteln (BGE 129 V 222 E. 4.2 S. 224).
Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Die IV-Stelle hat keinen Anspruch auf Parteientsch�digung, weil den im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde obsiegenden Beh�rden oder mit �ffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel keine Parteientsch�digung zugesprochen werden darf (Art. 159 Abs. 2 OG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150 mit Hinweisen) und kein Ausnahmefall im Sinne der Rechtsprechung (BGE 128 V 124 E. 5b S. 133 sowie 323) vorliegt.
In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden Ziff. 1 des Dispositivs des Entscheides des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 22. Dezember 2005 und der Einspracheentscheid vom 28. Februar 2005 aufgehoben, und es wird die Sache an die IV-Stelle Zug zur�ckgewiesen, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber den Leistungsanspruch ab 1. April 2002 neu verf�ge.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Sozialversicherungsrechtliche Kammer, der Ausgleichskasse der Schweizer Maschinenindustrie, Z�rich, und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen zugestellt.