Source: https://www.haufe.de/finance/jahresabschluss-bilanzierung/jahreswechsel-20122013-wichtige-informationen-rewe/lohnbuchhaltung_188_156878.html
Timestamp: 2017-04-23 10:07:09
Document Index: 64638337

Matched Legal Cases: ['§ 41', '§ 3', '§ 3', '§ 2', '§ 9', '§ 10', '§ 6', '§ 37', '§ 37']

Lohnbuchhaltung 2012/2013 | Finance | Haufe
ELStAM müssen in 2013 einmal abgerufen und verwendet werdenDie bisherigen Lohnsteuerkarten oder Ersatzbescheinigungen werden durch das neue elektronische Verfahren ersetzt. Der Termin für die erstmalige Anwendung der ELStAM (Elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale) ist der 1.1.2013. Im Rahmen einer „Kulanzfrist“ wird den Arbeitgebern ein selbst gewählter Einstiegszeitpunkt in das Verfahren im Laufe des Jahres 2013 ermöglicht. Die ELStAM müssen zumindest für einen im Jahr 2013 endenden Lohnzahlungszeitraum abgerufen und angewendet werden. Im Jahr 2013 werden das bisherige Papierverfahren und das neue elektronische Verfahren also nebeneinander Anwendung finden (Quelle: elster.de). Mehr zum Thema:ELStAM: Kulanzregelungen während des EinführungszeitraumsPapier ade: Elektronische Lohnsteuerkarte ab 2013Muster für Lohnsteuerbescheinigung 2013Die Arbeitgeber sind grundsätzlich verpflichtet, der Finanzverwaltung bis zum 28. Februar des Folgejahres eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung zu übermitteln (§ 41 b Abs. 1 Satz 2 EStG). Die Datenübermittlung ist nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz nach Maßgabe der Steuerdaten-Übermittlungsverordnung authentifiziert vorzunehmen.Zur Ausstellung von elektronischen Lohnsteuerbescheinigungen 2013 und zur Bekanntgabe des Musters für den Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung für das Kalenderjahr 2013 ist das Schreiben der Finanzverwaltung zu beachten (BMF, Schreiben v. 4.9.2012, IV C 5 – S 2378/12/10001).>> Zum Top-Thema "Neue Muster für die Ausstellung der Lohnsteuerbescheinigungen"Keine Übernachtungspauschalen bei LKW-Fahrern, die in der Schlafkabine ihres LKW übernachtenDer BFH hat mit Urteil v. 28.3.2012, VI R 48/11, entschieden, dass ein Kraftfahrer, der in der Schlafkabine seines LKW übernachtet, die Pauschalen für Übernachtungen bei Auslandsdienstreisen nicht anwenden darf. Liegen Einzelnachweise über die Kosten nicht vor, sind die tatsächlichen Aufwendungen zu schätzen.Die Finanzverwaltung (BMF, Schreiben v. 4.12.2012, IV C 5 – S 2353/12/10009) hat Folgendes festgelegt: Einem Kraftfahrer, der anlässlich seiner auswärtigen beruflichen Tätigkeit (Fahrtätigkeit) in der Schlafkabine seines LKW übernachtet, entstehen Aufwendungen, die bei anderen Arbeitnehmern mit Übernachtung anlässlich einer beruflichen Auswärtstätigkeit typischerweise in den Übernachtungskosten enthalten sind. Derartige Aufwendungen können als Reisenebenkosten in vereinfachter Weise ermittelt und glaubhaft gemacht werden. Als Reisenebenkosten in diesem Sinne kommen z. B. in Betracht:Gebühren für die Benutzung der sanitären Einrichtungen (Toiletten sowie Dusch- oder Waschgelegenheiten) auf Raststätten,Aufwendungen für die Reinigung der eigenen Schlafkabine.Aus Gründen der Vereinfachung ist es ausreichend, wenn der Arbeitnehmer die ihm tatsächlich entstandenen und regelmäßig wiederkehrenden Reisenebenkosten für einen repräsentativen Zeitraum von drei Monaten im Einzelnen durch entsprechende Aufzeichnungen glaubhaft macht. Bei der Benutzung der sanitären Einrichtungen auf Raststätten sind nur die tatsächlichen Benutzungsgebühren aufzuzeichnen.Hat der Arbeitnehmer diesen Nachweis erbracht, kann der tägliche Durchschnittsbetrag, der sich aus den Rechnungsbeträgen für den repräsentativen Zeitraum ergibt, für den Ansatz von Werbungskosten oder auch für die steuerfreie Erstattung durch den Arbeitgeber (§§ 3 Nr. 13 und 16 EStG) so lange zu Grunde gelegt werden, bis sich die Verhältnisse wesentlich ändern.Lohnsteuerfreiheit für alle Datenverarbeitungs- und TelekommunikationsgeräteDer Vorteil aus der privaten Nutzung von betrieblichen Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräten einschließlich Zubehör und Software im Betrieb und zu Hause ist lohnsteuerfrei. Sozialversicherungsfrei ist der Vorteil aber nur dann, wenn die Überlassung der Geräte zusätzlich zum Arbeitslohn erfolgt (§ 3 Nr. 45 EStG). In 2012 wurde der Begriff "Personal-Computer" durch den umfassenderen Begriff "Datenverarbeitungsgerät" ersetzt. Dazu zählen Smart-Phone, Tablets etc.Praxis-Tipp: Lohnsteuerfrei sind auch die durch die Nutzung entstehenden laufenden Verbindungskosten (z. B. Interflatrate) und Grundgebühren, die der Arbeitgeber für die an den Arbeitnehmer überlassenen Geräte zahlt übernimmt (R 3.45 LStR 2011).Sachbezug für freie oder verbilligte VerpflegungZum Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung gehören nicht nur der Barlohn, sondern auch Sachbezüge, die der der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zur Verfügung stellt. Für Sachbezüge fallen Beiträge zur Sozialversicherung (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) an. Die Sachbezugswerte sind für das Jahr 2013 angepasst worden.Der Monatswert für die Verpflegung beträgt in 2013 224 EUR. Der Wert für verbilligte oder unentgeltliche Mahlzeiten für ein Mittag- oder Abendessen wird auf 2,93 EUR erhöht. Für ein Frühstück gilt der Wert von 1,60 EUR.>> Mehr zum Thema "Vorläufige Sachbezugswerte 2013"
Sachbezugswert für UnterkunftDer Sachbezugswert für freie Unterkunft beträgt bundeseinheitlich 216 EUR monatlich. Bei der Belegung einer Unterkunft mit mehreren Beschäftigten sowie für Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres und Auszubildende gelten andere Werte (§ 2 Abs. 3 Sozialversicherungsentgeltverordnung).Änderung der maßgebenden Beträge für umzugsbedingte Unterrichtskosten und sonstige Umzugsauslagen ab 1.1.2013 und 1.8.2013Der Höchstbetrag, der für die Anerkennung umzugsbedingter Unterrichtskosten für ein Kind nach § 9 Absatz 2 BUKG maßgebend ist, beträgt bei Beendigung des Umzugs ab1.1.2013 EUR 1.732, und ab1.8.2013 EUR 1.752.Der Pauschbetrag für sonstige Umzugsauslagen nach § 10 Absatz 1 BUKG beträgt für Verheiratete bei Beendigung des Umzugsab 1.1. 2013 EUR 1.374 undab 1.8. 2013 EUR 1.390.Für Ledige gilt bei Beendigung des Umzugsab 1.1. 2013 EUR 679 undab 1.8. 2013 EUR 687.Der Pauschbetrag erhöht sich für jede in § 6 Absatz 3 Sätze 2 und 3 BUKG bezeichnete weitere Person mit Ausnahme des Ehegatten:zum 1.1.2013 um 303 EUR undzum 1.8.2013 um 306 EUR.(BMF, Schreiben v. 1.10.2012, IV C 5 - S 2353/08/10007)Praxis-Tipp: Bei einem beruflich veranlassten Umzug kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die tatsächlichen Umzugskosten bis zu der Höhe der Beträge steuerfrei erstatten, die nach dem Bundesumzugskostenrecht höchstens gezahlt werden können.Vereinfachung bei Aufmerksamkeiten an KundenIm Rahmen des § 37b EStG gilt die für Arbeitnehmer für Sachbezüge unter 40 EUR geltende Begünstigung (R 19.6 LStR 2011) auch für Zuwendungen des Steuerpflichtigen an Dritte. Mit einer Rundverfügung vom 10.10.2012 hat die OFD Frankfurt; S 2297b A-1St 222, über Zweifelsfragen zur Pauschalierung der Einkommensteuer gemäß § 37b EStG eine Erleichterung für die Praxis geschaffen.>> Mehr zum Thema "Keine Pauschalsteuer mehr auf Aufmerksamkeiten an Kunden"
Schlagworte zum Thema: Lohnsteuer, Lohnsteuerkarte, Rechnungswesen, Lohnbuchhaltung, Lohnsteuerbescheinigung, Jahreswechsel, Informationen