Source: https://www.iurastudent.de/skripte/strafrecht-allgemeiner-teil/27-stgb-beihilfe
Timestamp: 2020-08-12 18:28:45
Document Index: 159802463

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 28', '§ 45', 'BGH', '§223', '§212', '§211', 'BGH', '§ 25', 'BGH', 'Art. 103', 'Art. 103', '§ 239', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 249', 'Art. 103', '§ 239', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 249']

§ 27 StGB - Beihilfe | iurastudent.de
Vorsätzliche, rechtswidrige Haupttat.
b) Tathandlung: Hilfeleisten
Hilfeleisten ist jeder Tatbeitrag, der die Haupttat ermöglicht, erleichtert oder fördert. (str.)
-physisch oder psychisch-
Nach st.Rspr. muss die Hilfeleistung nicht kausal iSe conditio sine qua non sein, erforderlich ist aber, dass die Hilfeleistung die Tat tatsächlich erleichtert oder fördert.
! Doppelter Gehilfenvorsatz: Der Vorsatz muss sich sowohl auf die Haupttat, als auch auf das eigene Hilfeleisten beziehen.
IV. Strafzumessung § 28 StGB
Zweittitel:
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https://jura-online.de/lernen/beihilfe-27-stgb/599/excursus?aff-code=mZdco4YpKRjo
Gespeichert von Dominik am/um Mo, 11/06/2012 - 17:00
Beihilfe leistet, wer durch eine Handlung die Herbeiführung des Taterfolges durch den Haupttäter objektiv fördert oder erleichtert, ohne dass sie für den Erfolg selbst ursächlich sein muss.
Rengier, StrafR AT, 5. Auflage München 2013, § 45 Rdn. 82; Wessels/Beulke/Satzger, StrafR AT, 43. Auflage Heidelberg 2013, Rdn. 581
RGSt 1, 373; BGHSt 1, 332.
§223 StGB, §212 StGB,§211 StGB,
Gespeichert von yannik am/um Mi, 23/07/2014 - 17:20
Vorsatz ist das Wissen und Wollen des rechtswidrigen Erfolgs.
Creifelds, "Rechtswörterbuch", 21. Auflage München 2014, S. 1381.
Sonstiges Zivilrecht (inklusive Prozessrecht)
1. Ansicht - Eine sukzessive Beihilfe und Mittäterschaft ist generell zulässig.1
Durch das Einverständnis des Beitretenden, wird diesem das einheitliche Verbrechen zugerechnet.
Wenn jemand in Kenntnis und Billigung des bisherigen Geschehens dem Tatgeschehen beitritt, so bezieht sich sein Einverständnis auf einen verbrecherischen Gesamtplan. Das Einverständnis hat die Kraft, dass dem Beitretenden das einheitliche Verbrechen strafrechtlich zugerechnet wird.
Etwas anderes gilt nur für vollständig abgeschlossene vorangegangene Taten. Hier kann das Einverständnis eine strafrechtliche Verantwortlichkeit nicht begründen.2
1. BGHSt 2, 344.; wohl auch Fischer, StGB, § 25, Rn. 39, Aufl. 61.
2. BGHSt 2, 344 (346).
2. Ansicht - Sowohl eine sukzessive Beihilfe als auch eine solche Mittäterschaft ist nicht möglich.1
Den Grundsätzen der Mittäterschaft wird ansonsten nicht genügt.
Wegen mittäterschaftlicher Begehung haftet man nur für das, was man gemeinsam beherrscht und vorab gebilligt hat. Nur dann kann die Tat als eigene zugerechnet werden.2
Würde man eine sukzessive Mittäterschaft annehmen, würden man letztlich allein den nachträglich gefassten Vorsatz bestrafen.3
Ausdehnung der Tatphase berührt Art. 103 II GG.
Durch die Annahme der Möglichkeit einer sukzessiven Beihilfe/Mittäterschaft wird die strafbare Tatphase zu weit ausgedehnt, was vor allem unter dem Aspekt des Art. 103 II GG bedenklich ist. Schließlich ist zum Zeitpunkt des Beitritts die Wegnahme vollständig vollendet. Beutesicherung und Beendigungserfolge fallen hingegen nicht mehr unter den Tatbestand.4
1. Lackner/Kühl, StGB, § 239, Rn. 6, Aufl. 28.; Rengier, BT I, § 7, Rn. 47, Aufl. 13.
2. Rengier, BT I, § 7, Rn. 47, Aufl. 13.; Eisele, BT II, Rn. 340, Aufl. 2.
3. Eisele, BT II, Rn. 340, Aufl. 2.; Rengier, BT I, § 7, Rn. 47, Aufl. 13.
4. Rengier, BT I, § 7, Rn. 48, Aufl. 13.; auch: Lackner/Kühl, StGB, § 249, Rn. 6, Aufl. 28.; Eisele, BT II, Rn. 340, Aufl. 2.
2. Ansicht - Sowohl eine sukzessive Beihilfe als auch eine solche Mittäterschaft ist nicht möglich.3
Wegen mittäterschaftlicher Begehung haftet man nur für das, was man gemeinsam beherrscht und vorab gebilligt hat. Nur dann kann die Tat als eigene zugerechnet werden.4
Würde man eine sukzessive Mittäterschaft annehmen, würden man letztlich allein den nachträglich gefassten Vorsatz bestrafen.5
Durch die Annahme der Möglichkeit einer sukzessiven Beihilfe/Mittäterschaft wird die strafbare Tatphase zu weit ausgedehnt, was vor allem unter dem Aspekt des Art. 103 II GG bedenklich ist. Schließlich ist zum Zeitpunkt des Beitritts die Wegnahme vollständig vollendet. Beutesicherung und Beendigungserfolge fallen hingegen nicht mehr unter den Tatbestand.6
3. Lackner/Kühl, StGB, § 239, Rn. 6, Aufl. 28.; Rengier, BT I, § 7, Rn. 47, Aufl. 13.
4. Rengier, BT I, § 7, Rn. 47, Aufl. 13.; Eisele, BT II, Rn. 340, Aufl. 2.
5. Eisele, BT II, Rn. 340, Aufl. 2.; Rengier, BT I, § 7, Rn. 47, Aufl. 13.
6. Rengier, BT I, § 7, Rn. 48, Aufl. 13.; auch: Lackner/Kühl, StGB, § 249, Rn. 6, Aufl. 28.; Eisele, BT II, Rn. 340, Aufl. 2.