Source: https://judicialis.de/Bundesverwaltungsgericht_BVerwG-7-C-1-02_Urteil_13.03.2003.html
Timestamp: 2020-02-23 20:09:07
Document Index: 24064960

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 30', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 7']

Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 13.03.2003 mit dem Az.: BVerwG 7 C 1.02	/* Banner Ads */
Aktenzeichen: BVerwG 7 C 1.02
Rechtsgebiete: Verordnung (EWG), Richtlinie 75/422/EWG
Verordnung (EWG) Nr. 259/93 Art. 2 Buchst. i
Verordnung (EWG) Nr. 259/93 Art. 2 Buchst. k
Verordnung (EWG) Nr. 259/93 Art. 30 Abs. 1 Satz 1
Richtlinie 75/422/EWG Art. 1 Buchst. e
Richtlinie 75/422/EWG Art. 1 Buchst. f
Richtlinie 75/422/EWG Art. 3 Abs. 1 Buchst. b
hat der 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts auf die mündliche Verhandlung vom 13. März 2003 durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Sailer und die Richter am Bundesverwaltungsgericht Gödel, Kley, Herbert und Neumann
PUR-Schaumstoff 9 % (32,3 Vol. %), Fe-Restmetalle 6 % (0,37 Vol. %), NE-Restmetalle 6 % (0,33 Vol. %), gemischte Kunststoffe, Stoffe, Filz, Gummi etc. 79 % (67,0 Vol. %).
Das folgt zwar nicht schon daraus, dass das Regierungspräsidium die nach dem angegriffenen Urteil entscheidungserhebliche Tatsache der Kosten einer Beseitigung des nicht verwertbaren Anteils am Bestimmungsort nicht ermittelt hat. Die gegenteilige Auffassung des Verwaltungsgerichtshofs verkennt, dass die in Art. 7 EG-AbfVerbrVO bestimmten, auf eine rasche Behördenentscheidung zielenden Fristen eine nachträgliche gerichtliche Kontrolle nicht ausschließen. Soweit die für den Ökologie-Einwand maßgebenden Kriterien von Tatsachen abhängen, die die Behörde am Versandort nicht festgestellt hat, ist es Aufgabe des Gerichts, die Sache durch entsprechende Aufklärung spruchreif zu machen. Auch wenn die Behörde bei der Erhebung des Ökologie-Einwands über einen Bewertungsspielraum verfügt, darf das Gericht deren Entscheidung nicht allein deshalb aufheben, weil die Behörde die Ermittlung von Tatsachen unterlassen hat; das Gericht hat die Tatsachen aufzuklären, deren Kenntnis die Beurteilung ermöglicht, ob die Einwandserhebung auf dem behördlichen Ermittlungsdefizit beruht (vgl. Urteil vom 5. Oktober 1990 - BVerwG 7 C 55 und 56.89 - BVerwGE 85, 368 <379 f.>).