Source: https://www.anwalt24.de/urteile/bverwg/2012-08-09/bverwg-6-b-1612-_6-c-1912
Timestamp: 2017-11-21 01:14:17
Document Index: 147609505

Matched Legal Cases: ['§ 132', 'Art. 20', 'Art. 92', '§ 47', '§ 52', '§ 47', '§ 52', '§ 63']

BVerwG, 09.08.2012 - BVerwG 6 B 16.12 (6 C 19.12) - Vereinbarkeit des Unterwerfens der für die Verteilung des Landeszuschusses für jüdische Gemeinden maßgeblichen Erfordernisse der ausschließlichen Prüfungskompetenz eines Dritten | anwalt24.de
Beschl. v. 09.08.2012, Az.: BVerwG 6 B 16.12 (6 C 19.12)
Referenz: JurionRS 2012, 22563
Aktenzeichen: BVerwG 6 B 16.12 (6 C 19.12)
OVG Sachsen-Anhalt - 20.07.2011 - AZ: OVG 3 L 165/10
BVerwG, 09.08.2012 - BVerwG 6 B 16.12 (6 C 19.12)
Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Beschwerdeverfahren und - insoweit vorläufig - für das Revisionsverfahren auf jeweils 107 519,34 EUR festgesetzt.
Die Beschwerde des Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision ist begründet. Die Rechtssache hat die sinngemäß geltend gemachte grundsätzliche Bedeutung im Sinne des § 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO. Sie kann zur Klärung der Frage beitragen, ob es mit der Justizgewährungspflicht (Art. 20 Abs. 3 GG i.V.m. Art. 92 GG) vereinbar ist, wenn eine staatsvertragliche Regelung über einen Landeszuschuss für jüdische Gemeinden dahin ausgelegt wird, dass für die Verteilung maßgebliche Erfordernisse der ausschließlichen Prüfungskompetenz eines Dritten unterliegen.
Die Streitwertfestsetzung für das Beschwerdeverfahren folgt aus § 47 Abs. 1 und 3, § 52 Abs. 3 GKG; die vorläufige Streitwertfestsetzung für das Revisionsverfahren beruht auf § 47 Abs. 1, § 52 Abs. 3, § 63 Abs. 1 GKG.