Source: https://vlex.ch/vid/eisenbahngesetz-796164125
Timestamp: 2020-07-14 12:21:22
Document Index: 279708973

Matched Legal Cases: ['Art. 21', 'Art. 31', 'Art. 5', 'Art. 61', 'Art. 71', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8']

Eisenbahngesetz - Gesetzgebung - Gesetzgebung - VLEX 796164125
Originalversion: <a href='/vid/eisenbahngesetz-796164125'>Eisenbahngesetz</a>
(EBG)1
1 Fassung gemäss Ziff. I 4 des BG vom 16. März 2012 über den zweiten Schritt der Bahnreform 2, in Kraft seit 1. Juli 2013 (AS 2012 5619, 2013 1603; BBl 2011 911).
Art. 21Eisenbahnunternehmen
Eisenbahnunternehmen sind Unternehmen, die:
a.die Infrastruktur bauen und betreiben (Infrastrukturbetreiberinnen);b.den Verkehr auf der Infrastruktur durchführen (Eisenbahnverkehrsunternehmen).
Art. 31Enteignung2
2 Gemäss Ziff. II 13 des BG vom 20. März 2009 über die Bahnreform 2, in Kraft seit 1. Jan. 2010, wurden die Randtitel im ganzen Erlass in Sachüberschriften umgewandelt. Die jeweiligen Ziff. und Bst. wurden dabei nicht übernommen (AS 2009 5597; BBl 2005 2415, 2007 2681).
1 Aufgehoben durch Anhang Ziff. 18 des Gerichtsstandsgesetzes vom 24. März 2000, mit Wirkung seit 1. Jan. 2001 (AS 2000 2355; BBl 1999 2829).
2. Kapitel:6 Eisenbahnunternehmen7
1. Abschnitt: Infrastrukturbetreiberinnen8
Art. 5 Infrastrukturkonzession und Sicherheitsgenehmigung1
1 Wer eine Eisenbahninfrastruktur bauen und betreiben will, benötigt eine Infrastrukturkonzession (Konzession).2
2 Das konzessionierte Eisenbahnunternehmen3 ist berechtigt und verpflichtet, die Eisenbahninfrastruktur nach den Vorschriften der Eisenbahngesetzgebung und der Konzession zu bauen und zu betreiben.
4 Für den Betrieb der Infrastruktur ist zusätzlich eine Sicherheitsgenehmigung erforderlich. Der Bundesrat kann für regional tätige Unternehmen Erleichterungen vorsehen.4
3 Ausdruck gemäss Ziff. II 13 des BG vom 20. März 2009 über die Bahnreform 2, in Kraft seit 1. Jan. 2010 (AS 2009 5597; BBl 2005 2415, 2007 2681). Diese Änderung wurde im ganzen Erlass berücksichtigt.
4 Fassung gemäss Ziff. I 4 des BG vom 16. März 2012 über den zweiten Schritt der Bahnreform 2, in Kraft seit 1. Juli 2013 (AS 2012 5619, 2013 1603; BBl 2011 911).
Art. 61Erteilung, Änderung und Erneuerung der Konzession
a.ein öffentliches Interesse am Bau und Betrieb der Infrastruktur besteht; oderb.ein eigenwirtschaftlicher Betrieb erwartet werden kann.
a.keine wesentlichen öffentlichen Interessen, namentlich der Raumplanung, des Umweltschutzes, des Natur- und Heimatschutzes oder der nationalen Sicherheitskooperation, entgegenstehen;b.der Betrieb einer Eisenbahn ohne Erschliessungsfunktion die Voraussetzungen nach Artikel 11 des Personenbeförderungsgesetzes vom 20. März 20092 erfüllt; undc.das Unternehmen im Handelsregister eingetragen ist.
a.die Änderung der Konzession, mit Ausnahme der Ausdehnung;b.die Erneuerung der Konzession.3
3 Eingefügt durch Ziff. I 4 des BG vom 16. März 2012 über den zweiten Schritt der Bahnreform 2, in Kraft seit 1. Juli 2013 (AS 2012 5619, 2013 1603; BBl 2011 911).
Art. 71Übertragung
1 Auf Gesuch der Konzessionsinhaberin kann das UVEK die Konzession auf ein anderes Unternehmen übertragen.2 Die betroffenen Kantone sind vorher anzuhören.
2 Sollen nur einzelne durch Gesetz oder Konzession begründete Rechte oder Pflichten übertragen werden, so legt die Konzessionsinhaberin die darüber abgeschlossenen Betriebsverträge dem Bundesamt für Verkehr (BAV) zur Kenntnisnahme vor. Sie ist dem Bund gegenüber weiterhin für die Erfüllung der durch Gesetz und Konzession begründeten Pflichten verantwortlich.
2 Fassung gemäss Ziff. I 4 des BG vom 16. März 2012 über den zweiten Schritt der Bahnreform 2, in Kraft seit 1. Juli 2013 (AS 2012 5619, 2013 1603; BBl 2011 911).
1 Der Bundesrat kann die Konzession nach Anhören der betroffenen Kantone widerrufen, wenn:
a.innert der in der Konzession festgesetzten Frist der Bau nicht begonnen oder vollendet oder der Betrieb nicht aufgenommen wird;b.das Eisenbahnunternehmen die ihm nach Gesetz und Konzession auferlegten Pflichten in schwerwiegender Weise verletzt;c.wesentliche öffentliche Interessen, namentlich die zweckmässige und wirtschaftliche Befriedigung der Transportbedürfnisse, dies rechtfertigen; das Eisenbahnunternehmen ist angemessen zu entschädigen.
2 Die Konzession erlischt:
a.mit Ablauf der Konzessionsdauer;b.durch Rückkauf durch den Bund;c.durch Verzicht, wenn der Bundesrat diesen nach Anhören der betroffenen Kantone genehmigt;d.1wenn das Eisenbahnunternehmen in der Zwangsliquidation an einer zweiten Steigerung keinem Höchstbietenden zugeschlagen werden kann.
Art. 8a1Erteilung und Erneuerung der Sicherheitsgenehmigung
1 Das BAV erteilt die Sicherheitsgenehmigung.
2 Die Sicherheitsgenehmigung umfasst die Zulassung des Sicherheitsmanagementsystems der Infrastrukturbetreiberin und die Zulassung der Vorkehrungen, die diese getroffen hat, um einen sicheren Betrieb auf ihren Strecken zu gewährleisten.
3 Sie wird für höchstens fünf Jahre erteilt und kann erneuert werden.
1 Eingefügt durch Ziff. I 4 des BG vom 16. März 2012 über den zweiten Schritt der Bahnreform 2, in Kraft seit 1. Juli 2013 (AS 2012 5619, 2013 1603; BBl 2011 911).
Art. 8b1Widerruf
Das BAV widerruft die Sicherheitsgenehmigung jederzeit ohne Anspruch auf Entschädigung ganz oder teilweise, wenn die Voraussetzungen für die Erteilung nicht mehr erfüllt sind oder wenn die Infrastrukturbetreiberin wiederholt oder in schwerer Weise gegen das Gesetz oder die Genehmigung verstossen hat.
2. Abschnitt: Eisenbahnverkehrsunternehmen9
Art. 8c1Netzzugangsbewilligung und Sicherheitsbescheinigung
a.die technischen und betrieblichen Vorschriften;b.die Vorschriften über sicherheitsrelevante Tätigkeiten.
4 Vorbehalten bleibt das Recht, Reisende regelmässig und gewerbsmässig zu befördern, das nach den Artikeln 6-8 des Personenbeförderungsgesetzes vom 20. März 20092 verliehen wird.
Art. 8d1Erteilung und Erneuerung der Netzzugangsbewilligung
1 Das BAV erteilt die Netzzugangsbewilligung, wenn das Unternehmen:
a.über eine genügende Organisation und über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen verfügt, um einen sicheren und zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten;b.finanziell leistungsfähig ist und über einen genügenden Versicherungsschutz verfügt;c.die Anforderungen an die Zuverlässigkeit der für die Geschäftsführung verantwortlichen Personen erfüllt;d.die arbeitsrechtlichen Vorschriften und die Arbeitsbedingungen der Branche einhält;e.seinen Sitz in der Schweiz hat.
2 Die Netzzugangsbewilligung wird...