Source: http://www.parmentier.de/steuer/lohnst07.htm
Timestamp: 2018-01-20 20:49:34
Document Index: 353616960

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§39', '§ 24', '§ 19', '§ 10', '§ 163', '§ 24', '§ 41', '§ 41']

Lohnsteuerberechnung bis 2009 mit Anzeige Berechnungsweg
Lohnsteuerberechnung bis 2009. Dieses Lohnsteuer-Berechnungsprogramm in JavaScript ermittelt den verbleibenden Netto- aus dem Bruttolohn nach Abzug der Sozialabgaben. Die einzelnen notwendigen Schritte zur Berechnung der Lohnsteuer lassen sich in einem eigenen fenster anzeigen. Das Programm berücksichtigt den Altersfreibetrag und Versorgungsbezüge (mit Sterbegeld). Neu: Berücksichtigung von steuerfreien Einnahmen mit Progressionsvorbehalt(z.B. Elterngeld, Arbeitslosengeld I, Krankengeld usw.)
Letzte Programmänderung: 22.10.2009 für frühere Jahre: Lohnsteuerprogramm 2000-2005
Lohnsteuerberechnung 20052006200720082009 Nettolohn
Steuerklasse IIIIIIIVVVI Allgemeine Tabelle (wenn rentenversicherungspflichtig)Besondere Tabelle (nicht rentenversicherungspflichtig)Neu: Gesellschafter mit Versorgunsgzusage (ab 2008)
geboren vor 19411941194219431944nach 1944
notwendige Angaben zur Berechnung monatlicher Bezug aus Erstbezugsjahr Euro
Erstbezugsjahr: vor 20062006200720082009 Sonderzahlung im Erstbezugsjahr Euro
nicht kinderlos oder < 23 J. Einmal-/sonstige Bezüge Euro
vorbehalt (nach § 32b EStG) z.B. Eltern-, Arbeitslosen-, Krankengeld Euro
(Jahres)Freibetrag bzw. -Hinzurechnungsbetrag (aus LStKarte) Euro
als Mini-Job- (bis 400 Euro) oder Gleitzonen-Rechner (bis 800 Euro) nutzen
Krankenversicherungsbeitrag 0.010.510.610.710.810.911.011.111.211.311.411.511.611.711.811.912.012.112.212.312.412.512.612.712.812.913.013.113.213.313.413.513.613.713.813.914.014.114.214.314.414.514.614.714.814.915.015.115.215.315.415.515.615.715.815.916.0 %
Gesetzliche Grundlagen schliessen
Gesetzliche Grundlagen der Lohnbesteuerung ist §39b EStG
Die Tarife der Lohnsteuerklassen I, II und IV bis VI basieren auf dem Grund-, Steuerklasse III auf dem Splittingtarif der Einkommensteuer. Vor der Besteuerung werden bei Steuerklasse I bis V jedoch vorher zusätzlich einige Pausch- und Freibeträge vom Bruttolohn abgezogen.Der Tarif der Steuerklassen V/VI (V wie VI, abzügliche Arbeitnehmerpauschale) ist dagegen vorgesehen, um einen zusätzlichen Verdienst besser der Steuerprogression anzupassen.
Ein Altersentlastungsbetrag (§ 24a) wird bei über 64jährigen zu einem bestimmten Prozentsatz und Höchstbetrag (2006: 38,4 %, 1.824 Euro) gewährt. Von Bezügen und Vorteilen aus früheren Dienstleistungen (Versorgungsbezüge, § 19 EStG) wird ebenso bis zu einem Höchstbetrag nur ein Teil besteuert (2006: 38,4%, 2.880 Euro)
Vorsorgepauschale: Die Jahrespauschale bei rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmern setzt sich zusammen aus
- 11% des Arbeitslohns (max. 1.500 Euro) und
- 12% (2007: 14%, 2008: 16%) des Renteversicherungsbeitrages
- wenn nicht nach 2004 berechnet höher (Günstigerprüfung)
Wenn keine Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden (z.B. Beamte), werden nur 11% des Arbeitslohns (und keine Beiträge zur Rentenversicherung) bei der Vorsorgepauschale berücksichtigt (Besondere Tabelle).
Neu: Durch das Jahressteuergestzt 2008 gilt für Geschäftsführer mit Versorgungszusage, dass sie (ab 2008) zwar nur die verkürzte Vorsorgepauschale erhalten aber mit Günstigerprüfung nach dem alten § 10c.
Prozentsätze 2005 2006 2007 2008 2009
Bemessungsgrenzen 2005 2006 2007 2008 2009
(O) 54.600 EUR
Krankenversicherung 42.300 EUR 42.750 EUR 42.750 EUR 43.200 EUR 44.100 EUR
Zur Berechnung wird die Hälfte des jeweiligen Beitragssatzes mit dem Bruttolohn + evtl. Einmalzahlung multipliziert (Beispiel: Rentenversicherungsprozentsatz 19,5%, Brutto: 2000 Euro, somit 2000 x 9,75% = 195 Euro. Berücksichtigen muss das Programm aber zusätzlich die jeweiligen Bemessungsgrenzen, die bei der Rentenversicherung 2009 in Westdeutschland 64.800 Euro im Jahr betrug (entsprechend 64.800/12 = 5.400 Euro/Monat). Verdient man mehr als die Bemessungsgrenzen, werden nur diese zur Berechnung herangezogen, bei der Rentenversicherung (West) z.B. also 5.400 x 9,75% = 526,50/Monat. Da das Programm auch die vor dem aktuellen Monat erhaltenen Einmalzahlungen berücksichtigen muss, ermittelt das Programm deshalb zum einen den für den Jahreslohn "verbrauchten" Anteil und subtrahiert diesen von der jeweiligen Bemessungsgrenze. Diese Differenz ist dann Bezugsgrösse für die Einmalzahlungen. Ist die Summe des Jahresbruttolohns + schon verrechnete Einmalzahlungen höher als die Bemessungsgrenze, wird die aktuelle Einmalzahlung nicht mehr zur Berechnung herangezogen. Andererseits wird sie voll berücksichtigt, wenn die ermittelte Differenz grösser ist und keine früheren Einmalzahlungen zu berücksichtigen sind, bzw. nicht voll, wenn dies nicht der Fall ist.
Krankenversicherung schliessen
Ab 2009 gibt es einen Krankenkassen-Einheitstarif, der von der Bundesregierung für 2009 auf 14,6% (durch Konjunkturpaket II ab Juli 2009 auf 14,0% erniedrigt) festgelegt wurde (Ermäßigter Satz: 14,0%, ab Juli: 13,4%). Wenn Kassen einen höheren Finanzbedarf haben, können Sie vom Arbeitnehmer einen weiteren (neben dem schon seit 2005 bestehenden von 0,9%) Zusatzbeitrag von bis zu 1 % des sozialversicherungspflichtigen Entgeltes verlangen (bzw. bis 8 € unabhängig davon). Dies dürfte sich zumindest 2009 keine Kasse wagen aus Angst vor Mitgliederabwanderung. Zudem ist anscheinend vorgesehen, dass das Mitglied selbst für die Zahlung an die Kasse verantwortlich ist.
Auf Grund der unterschiedlichen Beitragssätze pro Halbjahr rechnet das Programm auf Jahresbasis mit dem Mittelwert 14,3% (wenn Normalsatz 14,6% eingestellt ist) und mit 13,7% bei anderer Einstellung (ermäßigter Satz).
Bis 400 Euro bleibt Arbeitslohn steuer- und sozialabgabenfrei. Der Arbeitgeber zahlt eine Abgabenpauschale von 25% (ab 1. Juli 2006: 30%).
Für Arbeitsentgelte, die oberhalb der Geringfügigkeitsgrenze von monatlich 400 Euro liegen, wird zwischen 400,01 und 800 Euro eine "Gleitzone" eingeführt. Um die Abgaben dafür zu ermitteln, müssen zunächst die beitragspflichtigen Einnahmen mit folgender Formel ermittelt werden: F x 400 + (2-F) x (AE-400) (F = Faktor / AE = Arbeitsentgelt) (siehe § 163 Abs. 10 SGB VI). Bei einem Faktor von 0,7472 in 2009 läßt sich dieser dann herausrechnen und die Formel vereinfachen zu: beitragspflichtige Einnahmen = 1,2528 * AE - 202,24.
beitragspflichtige Einnahme = tatsächliches Arbeitsentgelt x 0,7472
Bei gleichzeitig 2 oder mehr Arbeitsverhältnissen mit Bezügen von jeweils 401 - 800 Euro muß das eine Arbeitsverhältnis mit der ersten Lohnsteuerkarte und jedes weitere mit Lohnsteuerkarte VI versteuert werden. Da die Summe der Bezüge in jedem Fall dann über 800 Euro liegen, gelten die für den Arbeitnehmer (vergünstigten) Sozialversicherungsbeiträge nicht. Das Kästchen MiniJob darf dann nicht aktiviert werden.
Bei 2 Arbeitsverhältnissen mit Löhnen von insgesamt unter 800 Euro, d.h. von 2 unter 400 Euro bzw. einem von unter 400 und einem weiteren zwischen 400-800 Euro, vertritt Denzler die Meinung, dass zur Berechnung der (vergünstigten) Sozialversicherung beide Löhne addiert werden müssen. Da es sich bei einer der Beschäftigungen immer um einen Minijob handeln muss (sonst liegt der Gesamtbezug in jedem Fall über 800 Euro), ist es sicher aber günstiger das unter 400 Euro Arbeitsverhältnis als MiniJob anzumelden (Arbeitgeber allein zahlt 25% / ab 1.7.06: 30%) und das 2. Beschäftigungsverhälnis (auch wenn es unter 400 Euro liegt) mit der ersten Lohnsteuerkarte anzumelden, was dann auch keine Steuerbelastung ergibt und zusätzlich die vergünstigten Sozialbeiträge beim Arbeitnehmer (bei Bezügen über 400 Euro) bzw. in der Summe weniger trotz voller Sozialversicherung für den 2. Bezug unter 400 Euro . Auch ist eine Kommunikation zwischen den Arbeitgebern nicht notwendig.
Weitere Informationen zur Gleitzonenregelung unter Gleitzone.
Steuergestaltung mit Minjob: Da man einen 400 €-Job neben dem normalen Beschäftigungsverhältnis haben darf, ist zu überlegen, ob man das Einkommen des ersten Beschäftigungsverhältnisses splittet, um die geringere Abgabenbelastung beim Minijob auszunutzen. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass man diesen Minijob in einer zweiten (verbundene) Firma ausführen kann.
Hamburg 3,60 EUR 8 % 4,5 %
Wenn in den Sonstigen Bezügen (keine Bezüge für mehrere Jahre) ein Sterbegeld bzw. Kapitalauszahlung enthalten ist, das/die im Zusammenhang mit den Versorgungsbezügen steht, im entsprechenden Feld angeben. Bei Sterbegeld-/Kapitalauszahlungen werden auch bei weniger als 12 Monaten Laufzeit im aktuellen Jahr immer der volle Höchstbetrag des Versorgungsfreibetrages und des Zuschlages zum Versorgungsfreibetrages berücksichtigt. .
Sozialversicherung: Renten- und Arbeitslosenversicherungsfrei unterliegen die Versorgungsbezüge der vollen Kranken- und Pflegeversicherung, die vom Versorgungsempfänger alleine zu tragen sind. Auch Kapitalauszahlungen gehören dazu. Sterbegeld dagegen nicht (entsprechend anklicken). Zudem sind KV-Beiträge aus Versorgungsbezügen nur zu entrichten, wenn die beitragspflichtigen Einnahmen monatlich ein Zwanzigstel der Bezugsgröße übersteigen.
Liegen steuerfreie Einkünften mit Progressionsvorbehalt neben steuerpflichtigem Lohn vor (z.B. mehrere Monate gearbeitet, dann Bezug von Elterngeld (67% letzten Nettolohns, max. 1.800 Euro) wegen vorübergehende Berufsaufgabe oder Wechsel in Teilzeit (max. 30 Stunden) mit Elterngeld (67% vom früheren Lohn, abz. Teilzeitlohn), wird zur Brechnung der Steuer in diesem Fall nach Abzug der Pauschalen zunächst von der Summe beider Einkünfte die Einkommensteuer ermittelt und daraus dann der Steuersatz (Steuer/Summe der Einkünfte). Dieser (besondere) Steuersatz wird dann auf den steuerpflichtigen Lohn allein angewandt.
der Einkommensteuer unterliegende Lohn 24.000 Euro
Einkommen mit Progressionsvorbehalt 6.000 Euro
Summe 30.000 Euro
Einkommensteuer (2007, Grundtarif) 5.807 Euro
deshalb Steuer 24.000 x 19,3567 % = 4.645 Euro
Rückz. von Einkommen mit Progressionsvorbehalt - 6.000 Euro
Differenz 18.000 Euro
Einkommensteuer davon (2007, Grundtarif) 2.313 Euro
deshalb Steuer 24.000 x 12,85 % = 3.084 Euro
Dieser betrug 2005 40% des Lohns aber max. 1900 Euro. Durch das Alterseinkünftegesetz (AltEinkG) vom Juli 2004 wird dieser Freibetrag ab 2005 jedes Jahr (siehe § 24 a EStG) kontinuierlich gekürzt (2006: 38,4% und max. 1824 Euro) bis 2040 dieser Freibetrag ganz entfällt.
Da Bestandsschutz besteht, ist zukünftig für die Höhe des Freibetrages das Erstberechtigungsjahr maßgebend. Deshalb muß im Optionsfeld angegeben werden, ob man schon 1941 geboren und damit 2005 bezugsberechtigt war. Wenn das Geburtsjahr vor 1941 liegt, gilt der Freibetrag von 2005.
Lohnempfänger in Ostdeutschland haben eine niedrigere Bemessungsgrenze bei der Renten- und Arbeitslosenversicherung, zahlen dafür also einen geringeren Höchstsatz (2009: 54.600 Euro * 0.0995 = 5.432,70 Euro Rentenversicherung jährlich, bzw. 452,73 Euro monatlich)
Die hellen Sachsen wollten den Buß- und Bettag als Feiertag behalten und zahlen 2009 dafür 0,475 % mehr in die Pflegeversicherung ein (der Anteil des Arbeitgebers erniedrigt sich um den gleichen Betrag).
Aus der Finanzverwaltung: schliessen
Konjunkturpaket II: Gesetzgeber verpflichtet Arbeitgeber zur Korrektur der Lohnabrechnung
Nach den Regelungen des 2. Konjunkturpakets ist bereits bei der Lohnabrechnung für den Monat März der Lohnsteuerabzug nach dem neuen Steuertarif vorzunehmen. Die Abrechnungen für Januar und Februar sind grundsätzlich zu korrigieren.
Das Gesetz zur Sicherung von Beschäftigung und Stabilität (2. Konjunkturpaket) ist nicht wie ursprünglich vorgesehen allgemein zum 1.7.2009 in Kraft getreten, sondern hinsichtlich eines Großteils seiner Regelungen bereits mit seiner Bekanntgabe im Bundesgesetzblatt (vgl. Artikel 19 des 2. Konjunkturpakets v. 2.3.2009, BGBl Teil I, 2009, Nr. 11, (4), S. 416, vom 5.03.2009). Dies gilt insbesondere für den neuen Steuertarif 2009.
Damit hat der Arbeitgeber bereits bei der Lohnabrechnung für den Monat März den Lohnsteuerabzug nach dem neuen verbesserten Steuertarif durchzuführen. Für die noch nach der alten Tarifformel abgerechneten Lohnzahlungszeiträume Januar und Februar sieht das Gesetz folgende Verfahrensweise vor:
Verpflichtung zur rückwirkenden Korrektur bei maschineller Lohnabrechnung.
Damit die Steuerentlastung durch den verbesserten Steuertarif beim Arbeitnehmer zeitnah ankommt, wird der Arbeitgeber durch eine Ergänzung der Vorschrift zur Änderung des Lohnsteuerabzugs verpflichtet, die bereits durchgeführten Lohnabrechungen für die Monate Januar und Februar bei der März-Lohnzahlung zu korrigieren, wenn dies für ihn wirtschaftlich zumutbar ist (§ 41c Abs. 1 EStG i.d.F. des 2. Konjunkturpakets).
Nach der Gesetzesbegründung ist hiervon in allen Fällen der maschinellen Lohnabrechnung auszugehen, wenn das Lohnabrechnungsprogramm eine rückwirkende Neuberechnung bereits durchgeführter Lohnabrechnungen vorsieht und ermöglicht. Für die Art und Weise der nachträglichen Erstattung der zuviel einbehaltenen Steuerabzugsbeträge stehen in den jeweiligen Software-Programmen mehrere Wege zur Verfügung.
Zum einen ist eine völlige Neuberechnung der bisherigen Lohnzahlungszeiträume Januar und Februar möglich. Weniger aufwändig ist dagegen eine Differenzberechnung für diese beiden Monate bei der März-Abrechnung nach dem Prinzip des permanenten Lohnsteuer-Jahresausgleichs.
Schließlich ist es aber auch zulässig, die Erstattung der zuviel einbehaltenen Lohnsteuer im Rahmen des Lohnsteuerabzugs einer zeitnah anstehenden Einmalzahlung vorzunehmen. Es ist davon auszugehen, dass die in der Praxis gängige Lohnabrechnungs-Software den Korrekturlauf für die Monate Januar und Februar im Zusammenhang mit dem Programm-Update für den geänderten Programmablaufplan 2009 (vgl. BMF, Schreiben v. 4.3.2009, IV C 5 – S 2361/08/10003) automatisch anstoßen wird.
Freiwillig Korrekturmöglichkeit in allen anderen Fällen.
Arbeitgeber, deren Lohnabrechnungsprogramm eine Neuberechnung der Steuerabzugsbeträge für zurückliegende Lohnabrechnungen nicht vorsieht, sind von der gesetzlichen Pflicht zur rückwirkenden Anwendung des geänderten Steuertarifs durch Aufrollung der bereits abgelaufenen Lohnabrechnungen ausgenommen.
Insbesondere bei kleineren Unternehmen wäre die hiermit verbundene Kosten- und Arbeitsbelastung im Hinblick auf die beim Arbeitnehmer eintretende steuerliche Entlastung wirtschaftlich nicht zu vertreten. Hier bleibt es bei der freiwilligen Korrekturmöglichkeit. Angesichts der geringen steuerlichen Auswirkungen, nach den vom BMF herausgegebenen Entlastungstabellen wird die monatliche Steuerersparnis häufig unter 10 EUR liegen.
Daher ist eine nachträgliche Korrektur der Lohnabzüge bereits aus arbeitsökonomischen Gründen nicht zu empfehlen. Stattdessen ist der Arbeitnehmer bezüglich seiner Steuererstattung auf den am Ende des Jahres durch den Arbeitgeber durchzuführenden betrieblichen Lohnsteuer-Jahresausgleich zu vertrösten. Der hierbei für den Arbeitnehmer eintretende Zinsverlust durch die verspätete Auszahlung kann vernachlässigt werden.
Aus arbeitsrechtlicher Sicht sollte das Lohnbüro den Arbeitnehmer darüber unterrichten, wenn die rückwirkend zum 1.1.2009 Gesetz gewordene Steuertarifänderung nicht bei allen Lohnabrechnungen des Lohnsteuerabzugsverfahrens 2009 berücksichtigt werden konnte. Dem Arbeitnehmer wird dadurch die Möglichkeit der Steuererstattung über seine persönliche Einkommensteuer eröffnet.
Wichtig: Mit der Übermittlung bzw. Ausstellung der Lohnsteuerbescheinigung ist die Änderung des Lohnsteuerabzugs ausgeschlossen (§ 41 c Abs. 3 EStG). Keinerlei Korrekturmöglichkeit besteht deshalb für Arbeitnehmer, die bereits bis Ende Februar aus dem Dienstverhältnis ausgeschieden sind. Für diese kann deshalb sowohl der höhere Grundfreibetrag als auch die verringerte Steuerprogression erst nach Ablauf des Jahres im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung 2009 zum Tragen kommen. Ein evtl. neuer Arbeitgeber darf den Lohnsteuerabzug nur für den neuen Beschäftigungszeitraum durchführen.