Source: http://www.kanzlei-kaempf.net/strafrecht-der-strafverteidiger-als-pflichtverteidiger-teil-1/
Timestamp: 2018-03-19 06:48:38
Document Index: 230788984

Matched Legal Cases: ['§ 140', '§ 140', '§ 140', '§ 140', '§ 140', '§ 140', '§ 140', '§ 140', '§ 81', '§ 140', '§ 140', '§ 140', '§ 138', '§ 138', '§ 138', '§ 138']

Strafrecht: Der Strafverteidiger als Pflichtverteidiger Teil 1 - Rechtsanwalt Kämpf, München | Fachanwalt für Strafrecht
Strafrecht: Der Strafverteidiger als Pflichtverteidiger Teil 1
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Der erste Teil des Beitrags soll über die einzelnen Katalogfälle nach § 140 Absatz 1 StPO für dieBeiordnung des Rechtsanwaltes (Strafverteidigers) als Pflichtverteidiger informieren.
Die StPO (Strafprozessordnung) sieht in bestimmten Fällen vor, dem Beschuldigten/ Angeklagten einen strafrechtlich tätigen Rechtsanwalt – Strafverteidiger – als Pflichtverteidiger zur Seite zu stellen.
Die so genannte „notwendige Verteidigung“ ist in § 140 StPO geregelt. Danach wird zwischen den Katalogfällen des § 140 Absatz 1 StPO und der Generalklausel nach § 140 Absatz 2 StPO unterschieden.
a) Hauptverhandlung vor dem OLG (Oberlandesgericht) oder LG (Landgericht) (§ 140 Absatz 1 Nr. 1 StPO )
b) Vorwurf des Verbrechens (§ 140 Absatz 1 Nr. 2 StPO)
c) drohendes Berufsverbot (§ 140 Absatz 1 Nr. 3 StPO)
d) Anstaltsunterbringung (§ 140 Absatz 1 Nr. 5 StPO)
e) Unterbringung nach § 81 StPO (§ 140 Absatz 1 Nr. 6 StPO)
f) Sicherungsverfahren (§ 140 Absatz 1 Nr. 7 StPO)
g) Verteidiger Ausschluss (§ 140 Absatz 1 Nr. 8 StPO)
§ 138 a StPO sieht die Ausschließung des Verteidigers im Wesentlichen in drei Fällen vor. Danach ist der Verteidiger gemäß § 138 a Absatz 1 Nr. 1 StPO auszuschließen, wenn er sich an der zu verhandelnden Tat selbst beteiligte. Weiterhin ist der Strafverteidiger gemäß § 138 a Absatz 1 Nr.2 StPO auszuschließen, wenn er den mündlichen oder schriftlichen Verkehr mit einen nicht auf freiem Fuße befindlichen Beschuldigten/ Angeklagten dazu nutzt, Straftaten zu begehen oder die Sicherheit der Vollzugsanstalt zu gefährden. Außerdem ist der Strafverteidiger gemäß § 138 a Absatz 1 Nr. 3 StPO auszuschließen, wenn gegen ihn der dringende bzw. hinreichende Tatverdacht hinsichtlich einer Strafvereitelung, Begünstigung oder Hehlerei im Zusammenhang mit der angeklagten Tat besteht.