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Timestamp: 2013-06-19 02:32:50
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Rechtsprechung: VI ZR 234/83
Weitere Entscheidung unten: BGH, 17.09.1985
Rechtsprechung BGH, 18.06.1985 - VI ZR 234/83 Volltextver�ffentlichungen
BGH, 17.09.1985 - VI ZR 234/83
BGHZ 95, 63
NJW 1985, 2189
VersR 1985, 1043
Wird zitiert von ... (27) BGH, 14.02.1995 - VI ZR 272/93 Schadensersatz im Geburtsschadensrecht - Haftungsrechtliche Abgrenzung der …Anders als beim totalen Krankenhausvertrag (hierzu Senatsurteil BGHZ 95, 63, 67 = AHRS 0180/13) oder beim Krankenhausvertrag mit Arztzusatzvertrag (dazu Senatsurteil BGHZ 121, 107, 110 ff.) schuldet der Tr�ger des Belegkrankenhauses grunds�tzlich nicht die �rztlichen Leistungen des Belegarztes, sondern nur die nicht�rztliche pflegerische Betreuung.Das hat zur Folge, da� der Belegarzt bei seiner T�tigkeit im Rahmen der von ihm selbst dem Patienten geschuldeten Leistungen nicht Gehilfe des Belegkrankenhauses ist (Senatsurteil vom 14. Juli 1992 - VI ZR 214/91 - VersR 1992, 1263, 1264 f.; BGH, Urteil vom 29. M�rz 1990 - I ZR 76/88 - NJW 1990, 2317 ; vgl. auch Senatsurteil BGHZ 95, 63, 70).
BGH, 08.12.1992 - VI ZR 349/91 Deliktische Haftung des beamteten Arztes f�r Sch�den aus Vers�umnissen einer …a) F�r den station�ren Behandlungsbereich hat der erkennende Senat allerdings entschieden, da� der beamtete Krankenhausarzt, sogar wenn er selbst liquidationsberechtigt ist, f�r Behandlungsfehler deliktisch nur nach � 839 BGB haftet und sich damit auf das Verweisungsprivileg des � 839 Abs. 1 Satz 2 BGB berufen kann (BGHZ 85, 393 ; 89, 263, 274; 95, 63, 67; Senatsurteile vom 24. Juni 1986 - VI ZR 202/85 - VersR 1986, 1206 = AHRS 0510/6 und vom 19. M�rz 1991 - VI ZR 199/90 - VersR 1991, 779).Das f�hrt sogar dazu, da�, wenn nicht ausdr�cklich etwas anderes vereinbart ist, im Falle eines Arztverschuldens dem Patienten zus�tzlich noch der Krankenhaustr�ger aus Vertrag haftet (Senatsurteil BGHZ 95, 63 = AHRS 0180/13).
BGH, 22.12.1992 - VI ZR 341/91 Schadensersatz und Schmerzensgeld: Arzthaftung, Fehlerhafte Behandlung, Chirurgie …a) Zwar hat das Berufungsgericht nicht verkannt, da� nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats (BGHZ 95, 63, 67 f.) im Regelfall auch bei der Inanspruchnahme gesondert zu liquidierender �rztlicher Leistungen als Wahlleistung der Krankenhaustr�ger nicht aus seiner vertraglichen Verpflichtung betreffend die �rztliche Versorgung entlassen werden soll, also grunds�tzlich kein sog. gespaltener Krankenhausaufnahmevertrag vorliegt, sondern zwischen dem Patienten und dem liquidationsberechtigten Arzt in der Regel ein zu dem Krankenhausvertrag hinzutretender Arztzusatzvertrag geschlossen wird.aa) Wie der Senat in dem bereits erw�hnten Urteil BGHZ 95, 63, 68 ausgef�hrt hat, mu� eine derartige Abweichung im Krankenhausaufnahmevertrag klar zum Ausdruck kommen.Wie oben unter Hinweis auf das Senatsurteil BGHZ 95, 63 ff. dargelegt, l�uft es den Erwartungen des Patienten zuwider und wird seine Rechtsstellung erheblich eingeschr�nkt, wenn ihm bei einer Vertragsgestaltung der vorliegend beabsichtigten Art der Krankenhaustr�ger, den er nach der �u�eren Vertragsgestaltung in erster Linie als seinen Vertragspartner ansehen kann, die f�r den Patienten besonders wichtigen �rztlichen Leistungen gar nicht schuldet und infolgedessen auch als Haftungsschuldner bei etwaigen Fehlleistungen der liquidationsberechtigten �rzte ausf�llt.
BGH, 28.04.1987 - VI ZR 171/86 Vertragliche Beziehungen des KassenpatientenIn Anlehnung an die Entscheidung des erkennenden Senates BGHZ 95, 63 erw�gt es u.a.: Auch der Kassenpatient trete zu dem behandelnden Arzt in eine direkte vertragliche Beziehung, der Krankenhauspatient daneben zu dem Tr�ger des Krankenhauses.Zu Unrecht verweist das Berufungsgericht in diesem Zusammenhang auf das Senatsurteil vom 18. Juni 1985 (BGHZ 95, 63 ff).
OLG N�rnberg, 03.08.1994 - 4 U 752/94 Honoraranspruch eines ArztesSollen hingegen Leistungen aus dem Vertrag mit dem Krankenhaustr�ger v�llig herausgenommen werden, so mu� dies dem Patienten bei Vertragsschlu� hinreichend verdeutlicht werden und klar zum Ausdruck kommen (BGH NJW 85, 2189; BGH NJW 93, 779).Dies hat im Falle des hier gegebenen Arztzusatzvertrages (vgl. oben) zur Folge, da� vertraglich neben dem Kl�ger auch der Widerbeklagte zu 2) nach � 278 BGB und deliktisch �ber � 31 BGB haftet, denn der selbstliquidierende Chefarzt ist Organ des Krankenhaustr�gers (BGH NJW 85, 2189).Auf den letztgenannten Umstand k�nnte sich der Beklagte nicht st�tzen, weil schon zum Zeitpunkt der Erhebung der Widerklage gegen den Kl�ger aufgrund der Entscheidung des BGH in NJW 85, 2189 die M�glichkeit eines Arztzusatzvertrages nahelag, bei dem eine Haftung des Freistaates Bayern aufgrund des Verweisungsprivilegs des � 839 Abs. 1 Satz 2 BGB in Betracht kam, also erhebliche rechtliche Zweifel �ber die Haftung des Widerbeklagten zu 2) nicht erst nach der Erhebung der Widerklage gegen den Kl�ger gekl�rt wurden, so da� die Widerklage gegen den Widerbeklagten zu 2) mit der gegen den Kl�ger h�tte erhoben werden k�nnen.
BGH, 19.02.1998 - III ZR 169/97 Rechtsfolgen der Unwirksamkeit einer Vereinbarung �ber wahl�rztliche Leistungen …Angesichts dieser Interessenlage ist der - hier unstreitig ins Auge gefa�te - totale Krankenhausvertrag mit Arztzusatzvertrag der Regelfall bei der Inanspruchnahme �rztlicher Wahlleistungen (BGHZ 95, 63, 67 ff; 121, 107, 110 f), der gespaltene Arzt-Krankenhaus-Vertrag dagegen der Ausnahmefall, an dessen wirksamer Vereinbarung wegen der damit einhergehenden wesentlichen Beschneidung der Rechtsstellung des Patienten in vorformulierten Vertragsklauseln oder in Allgemeinen Gesch�ftsbedingungew hohe Anforderungen zu stellen sind (BGHZ 121, 107, 112 ff).
BGH, 31.01.2006 - VI ZR 66/05 Arbeit & Soziales - Abgrenzung gesetzliche und private Zusatzkrankenversicherungc) Demgegen�ber entspricht es ebenfalls st�ndiger Senatsrechtsprechung (vgl. BGHZ 95, 63, 67 ff.; 121, 107, 110 ff.; Urteil vom 8. Februar 2000 - VI ZR 325/98 - VersR 2000, 1107), dass bei station�rer Behandlung in einem Krankenhaus, das kein Belegkrankenhaus ist, der Krankenhaustr�ger grunds�tzlich - soweit im Krankenhausaufnahmevertrag nicht klar das Gegenteil zum Ausdruck kommt - auch dann Vertragspartner des Patienten wird, wenn dieser sich durch einen (privaten) Arztzusatzvertrag mit einem liquidationsberechtigten Chefarzt einen zus�tzlichen Schuldner f�r bestimmte �rztliche Leistungen verschafft.
BGH, 30.06.1987 - VI ZR 257/86 Haftung des Arztes f�r Entfernung der einzigen Niere eines Kindes; …Der erkennende Senat hat die in seiner Entscheidung vom 21. September 1971 - VI ZR 122/70 - (NJW 1972, 334 = VersR 1971, 1123) noch offengelassene Frage inzwischen dahin entschieden, da� die Leiter einzelner Fachbereiche eines Krankenhauses als verfassungsm��ig berufene Vertreter des Krankenhaustr�gers anzusehen sind (BGHZ 77, 74 ff.; 95, 63,70; Senatsurteil vom 29. Oktober 1985 - VI ZR 85/84 - VersR 1986, 295,296 = NJW 1986, 776).
OLG K�ln, 23.10.2002 - 5 U 4/02 Alleinige Haftung des die Ambulanz betreibenden ChefarztesAuch hier ist es grunds�tzlich ohne Bedeutung, dass der Chefarzt selbst liquidieren darf (BGHZ 95, 63, 67 ff.).Regelfall ist der sog. Arztzusatzvertrag, bei dem der selbstliquidierende Arzt zu dem zur Verschaffung der �rztlichen Leistungen verpflichteten Krankenhaus hinzutritt (BGHZ 95, 63, 67 ff.).
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