Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_23_11_2010_3_StR_402_10_Vereinbarkeit_der_Verlesung_eine-d4202547.html
Timestamp: 2016-12-05 18:51:28
Document Index: 284077954

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 256', '§ 256', '§ 349', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.11.2010 - 3 StR 402/10 - Vereinbarkeit der Verlesung eines Krankenhausberichts über die Äußerungen des Angeklagten gegenüber der behandelnden Ärztin über die Ursache seiner Handverletzung als Indiztatsache zur Beurteilung seiner Glaubwürdigkeit mit dem Unmittelbarkeitsgrundsatz | Urteile auf anwalt24.de
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BGH, 23.11.2010 - 3 StR 402/10 - Vereinbarkeit der Verlesung eines Krankenhausberichts über die Äußerungen des Angeklagten gegenüber der behandelnden Ärztin über die Ursache seiner Handverletzung als Indiztatsache zur Beurteilung seiner Glaubwürdigkeit mit dem Unmittelbarkeitsgrundsatz
BundesgerichtshofBeschl. v. 23.11.2010, Az.: 3 StR 402/10Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 23.11.2010Referenz: JurionRS 2010, 30828Aktenzeichen: 3 StR 402/10 Rechtsgrundlage:§ 256 Abs. 1 Nr. 2 StPOFundstellen:StraFo 2011, 95-96StV 2011, 715-716Verfahrensgegenstand:Räuberischer Erpressung u.a. Redaktioneller Leitsatz:1.Die Verlesung eines Berichts eines Krankenhauses ist gemäß § 256 Abs. 1 Nr. 2 StPO unzulässig, wenn das Gericht den Inhalt des verlesenen Attests nicht zum Nachweis einer nicht schweren Körperverletzung heranziehen, sondern die in dem Attest niedergelegten Äußerungen des Angeklagten gegenüber dem behandelnden Arzt über die Ursache seiner Verletzung als Indiztatsache zur Beurteilung seiner Glaubwürdigkeit verwerten will.2.Ferner ist die Verlesung eines Attestes ausgeschlossen, wenn sie ausschließlich der Feststellung der Tatfolgen und damit einer für den Strafausspruch wesentlichen Tatsache dient.Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hatnach Anhörung des Beschwerdeführers und des Generalbundesanwalts - zu 2.auf dessen Antrag -am 23. November 2010 gemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO einstimmig beschlossen: Tenor:1.Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Düsseldorf vom 8. Juli 2010 im Strafausspruch mit den Feststellungen zu den bei der Geschädigten eingetretenen Tatfolgen aufgehoben; im Übrigen bleiben die Feststellungen aufrechterhalten. Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin dadurch entstandenen notwendigen Auslagen, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen. 2.Die weitergehende Revision wird verworfen. BGH, 23.11.2010BGH, 23.11.2010