Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=L%205%20AS%20433/10%20B
Timestamp: 2019-05-19 13:57:35
Document Index: 158341770

Matched Legal Cases: ['§ 65', '§ 67', '§ 92', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

LSG Sachsen-Anhalt, 18.01.2011 - L 5 AS 433/10 B - dejure.org
LSG Sachsen-Anhalt, 18.01.2011 - L 5 AS 433/10 B
https://dejure.org/2011,13477
LSG Sachsen-Anhalt, 18.01.2011 - L 5 AS 433/10 B (https://dejure.org/2011,13477)
LSG Sachsen-Anhalt, Entscheidung vom 18.01.2011 - L 5 AS 433/10 B (https://dejure.org/2011,13477)
LSG Sachsen-Anhalt, Entscheidung vom 18. Januar 2011 - L 5 AS 433/10 B (https://dejure.org/2011,13477)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2011,13477) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 65a SGG, § 67 SGG, § 92 SGG
SG Magdeburg, 20.09.2010 - S 6 AS 918/09
Der Zugang zum Gericht würde aus Sicht des Senats in unzumutbarer, durch Sachgründe nicht mehr zu rechtfertigende Weise erschwert (BVerfG…, Beschluss vom 18.04.2007, a.a.O., RdNr. 21; BGH…, Beschluss vom 15.07.2008, a.a.O., RdNr. 14; LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 18.01.2011, a.a.O.;… Zöller, a.a.O., RdNr. 21).
Der Zugang zum Gericht würde aus Sicht des Senats in unzumutbarer, durch Sachgründe nicht mehr zu rechtfertigende Weise erschwert (BVerfG…, Beschluss vom 18.04.2007, aaO., RdNr. 21; BGH…, Beschluss vom 15.07.2008, aaO., RdNr. 14; LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 18.01.2011, aaO.;… Zöller, aaO., RdNr. 21).
Bei der Bewertung einer so genannten PDF-Datei folgt der Senat nicht der Rechtsprechung des BGH (Beschluss vom 15. Juli 2008, X ZB 8/08) und des LSG Sachsen-Anhalt (Beschluss vom 18. Januar 2011, L 5 AS 433/10 B).
Der Kläger hat daraufhin unter Hinweis auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH, Beschluss vom 15. Juli 2008, X ZB 8/08) und des LSG Sachsen-Anhalt (Beschluss vom 18. Januar 2011, L 5 AS 433/10 B) mitgeteilt, er halte seine Berufung nach wie vor für zulässig und rechtlich begründet.
Die vom Kläger in Bezug genommenen Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH, Beschluss vom 15. Juli 2008, X ZB 8/08, in juris) und des LSG Sachsen-Anhalt (Beschluss vom 18. Januar 2011, L 5 AS 433/10 B, in juris), in denen es jeweils um per e-mail, aber nicht in der erforderlichen qualifizierten Form, eingelegte Berufungen ging - in einem Fall fehlte es an der erforderlichen Zulassung durch Rechtsverordnung für das betreffende Oberlandesgericht (…BGH a.a.O.), im anderen an der qualifizierten signierten Form (LSG Sachsen-Anhalt) -, unterscheiden sich vom Streitfall dadurch, dass dort die elektronisch übermittelten Schriftsätze fristgerecht eingingen und die anhängenden PDF-Dateien mit eingescannter Berufungsbegründung und Unterschrift vom Gerichtspersonal fristgerecht geöffnet und ausgedruckt wurden, also rechtzeitig in Schriftform vorlagen.
Die Entscheidung beruht nicht auf einer Abweichung von den zitierten Entscheidungen des BGH (Beschluss vom 15. Juli 2008, X ZB 8/08) und des LSG Sachsen-Anhalt (Beschluss vom 18. Januar 2011, L 5 AS 433/10 B), da hier die im Anhang übermittelte, eingescannte Berufungsschrift erst nach Fristablauf geöffnet wurde und Wiedereinsetzung nicht zu gewähren ist.
Diese Ansicht wird vereinzelt auch in der Sozialgerichtsbarkeit vertreten (LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 18. Januar 2011 - L 5 AS 433/10 B -, juris Rn. 2).
LSG Nordrhein-Westfalen, 06.10.2016 - L 6 AS 241/16
Die Schriftform der Berufungseinlegung ist hier auch nicht etwa dadurch gewahrt, dass der (möglicherweise) vom Kläger unterschriebene und als Anhang mit der E-Mail übersandte Schriftsatz (ohne Datum) innerhalb der Berufungsfrist in der Posteingangsstelle des Landessozialgerichts ausgedruckt worden ist (so für die Klageschrift, die aber nicht unterschrieben werden muss: LSG Sachsen Anhalt Beschluss vom 18.01.2011 - L 5 AS 433/10 B - juris).
BSG, 03.04.2017 - B 4 AS 66/17 B