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Timestamp: 2019-01-21 05:16:10
Document Index: 173725183

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EuG', 'EuG']

Fluggastrechte bei Flugausfall - Flüge, Airports & Airlines - Forum Discover America
Fluggastrechte bei Flugausfall
3. Juli 2018, 11:01
wir haben über die LH Seite folgenden Flug gebucht:
FRA - DEN - LAS
LAS - DEN - FRA.
FRA - DEN und DEN - FRA Lufthansa
DEN - LAS und LAS - DEN United
Aus technischen Gründen konnte der Rückflug nach DEN nicht rechtzeitig stattfinden, die LH Maschine nach FRA war natürlich weg.
Dann wurden wir umgebucht über Newark nach FRA. Flüge mit United.
Ingesamt verlängerte sich die Reisezeit um fast 24 Stunden und wir müssen nun je einen Urlaubstag opfern.
Gepäck fehlt natürlich auch noch, aber ich hoffe das wird schon.
Wer ist mein Ansprechpartner, Vertragspartner war Lufthansa?
Da der Flug in USA startete greifen wohl die EU-Vorgaben nicht oder?
Welche Möglichkeiten bleiben uns, wer hat gleich Erfahrungen?
3. Juli 2018, 11:15
Eigentlich erstmal LH.
Kann sein, dass es da greift, wenn es Code Share war.
Ansonsten nicht, aber bei mir war es eine reine United Buchung, weshalb ich es in eurem Fall versuchen würde.
Habt ihr Unterkunft, Verpflegungsgutscheine, etc. bekommen? Das ist eigentlich, was man erwarten kann. Ansonsten gibt es manchmal noch Voucher oder Zusatzmeilen. Da muss man dann aber oft mal nachhaken und einen Claim öffnen bei der Airline. Die sind da eigentlich ganz fit in den USA.
Aber solche Sachen passieren halt und damit muss man dann leben. Solange sich gekümmert wird, wäre es für mich ok.
3. Juli 2018, 15:27
Ich denke schon, da bei einer Fluggesellschaft mit Sitz in der EU gebucht wurde.
Anders wäre es, wenn der Flug z.B. mit Delta gewesen wäre: auf dem Hinflug greifen dann die EU-Rechte (da in der EU gestartet wird), auf dem Rückflug nicht.
3. Juli 2018, 15:31
Hier kannst du schon mal prüfen, ob ein Anspruch besteht.
3. Juli 2018, 15:47
Kann sein, dass es da greift, wenn es Code Share war
Ich denke schon, da bei einer Fluggesellschaft mit Sitz in der EU gebucht wurde
Wenn ich mich recht erinnere, stellt die Verordnung EG261/400 ausschließlich auf die ausführende Fluglinie ab.
3. Juli 2018, 16:05
Ich finde recht unterschiedliche Aussagen dazu. Immer wieder taucht ein Urteil von 2015 auf, welches sagt, dass die Airline bei der gebucht wurde verantwortlich ist. Das jedoch von einem Amtsgericht. 2009 gab es ein Urteil des BGH, welches das Gegenteil behauptet. Der BGH dürfte wohl mehr Gewicht haben ... vermute ich.
3. Juli 2018, 16:20
Immer wieder taucht ein Urteil von 2015 auf, welches sagt, dass die Airline bei der gebucht wurde verantwortlich ist. Das jedoch von einem Amtsgericht
Hattu ma' 'n' Link?
Der BGH dürfte wohl mehr Gewicht haben ...
Das ist allerdings so.
Meines Wissen ist das von BGH und EuGH ausgeurteilt (und ergibt sich meines Erachtens auch aus dem Wortlaut der Verordnung). Aber ich will nicht ausschließen, dass ich irgendwas übersehen/verpasst habe. So genau hab ich mich damit auch noch nicht beschäftigt.
3. Juli 2018, 16:35
Zum Beispiel: biztravel.fvw.de/reise-knowhow…e-fluegen-/1/143422/15314
Neues Urteil: Das ausführende Unternehmen haftet
Welche der Fluggesellschaften gegenüber dem Fluggast haftet, wenn sich der Flug verspätet oder annulliert wird, wurde erst Anfang 2015 gerichtlich festgeschrieben. Auch wenn eine Airline einen Flug an eine andere vergibt, bleibt sie das ausführende Unternehmen und Fluggäste können sie demnach bei Verspätungen ab drei Stunden zu Entschädigungen heranziehen. Vereinfacht gesagt, haftet nach Reiserecht in der Regel die Fluggesellschaft, die auf der Buchungsbestätigung steht.
3. Juli 2018, 16:54
Der Typ in dem Artikel schmeißt Codesharing und Subcharter/Wetlease durcheinander.
Leider nennt er das Gericht nicht, das das entschieden haben soll. Ich habe den leisen Verdacht, dass er das AG Rüsselsheim meint, das in einem 2015 veröffentlichten Urteil entschieden hat, dass bei Wetleases (nicht bei Codeshares!) die Fluglinie, die das Flugzeug gemietet hat, als ausführende Fluglinie gilt.
Codeshare und Wetlease sind völlig unterschiedliche Sachen. Bei Codeshare verkauft Dir Fluglinie A ein Ticket für einen Flug von Fluglinie B. Fluglinie B führt dabei den Flug ganz normal als einen eigenen durch, verkauft auch selbst Tickets dafür. Bei einem Wetlease mietet Fluglinie A den gesamten Flieger samt Crew, Wartung usw. von Fluglinie B und führt damit eigene Flüge durch. Fluglinie B hat mit der Planung und Durchführung dann weiter nichts mehr damit zu tun.
4. Juli 2018, 08:47
Erst mal danke für Eure Meinungen.
Ich werde es erst mal "nett" bei LH einfordern, bei erfolglosigkeit
United anschreiben.
Und dann an so eine "Eintreibergesellschaft" übergeben.
4. Juli 2018, 12:40
Gebuchte Airline muss zahlen
Man bucht einen Flug bei einer Fluggesellschaft, durchgeführt wird er aber von einer anderen. Wer zahlt die Entschädigung, wenn der Flug stundenlange Verspätung hat? Das hat der EuGH nun entschieden.
Quelle: tagesschau.de/inland/flugverspaetung-urteil-101.html
4. Juli 2018, 13:06
DiRo schrieb:
das, was du dort zitierst ist aber Wet Lease und nicht Code Share. Genau das ist aber hier die Frage.
4. Juli 2018, 13:34
Ich ziehe meine Antwort dann mal zurück :-)
21. Januar 2019, 06:16