Source: http://www.kreisjaegerschafthagen.de/wildernde-hunde.html
Timestamp: 2018-04-23 05:55:54
Document Index: 112379351

Matched Legal Cases: ['§ 55', '§ 70', '§ 25', '§ 25', '§ 19', '§ 39']

Wildernde Hunde - Kreisjägerschaft Hagen e.V.
Gerade in der letzten Zeit häufen sich Berichte über wildernde Hunde, die Rehe zu Tode gehetzt oder sogar gerissen haben.
Deshalb bitten wir alle Hundebesitzer um Rücksichtnahme in Wald und Flur.
Insbesondere während der Setz- und Brutzeit sollte das Verlassen der Wege vermieden werden, damit die Aufzucht der Jungtiere nicht gefährdet wird.
Die wichtigsten Regeln finden Sie in folgender Broschüre:
Nachfolgend einige Links zur Tagespresse:
General-Anzeiger Meckenheim
General-Anzeiger Rhein-Sieg-Kreis
Rechte und Pflichten von Hundehaltern (Stand Januar 2011)
Im Jagdbezirk
Das unbeaufsichtigte Laufenlassen von Hunden in einem Jagdbezirk ist verboten. Ein Verstoß wird gem. §§ 55 und 56 Landesjagdgesetz NRW mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet. Das vorsätzliche Hetzen von Wild durch Hunde kann sogar den Tatbestand der Wilderei und somit einen Straftatbestand erfüllen.
Außerhalb der Wege müssen Hunde immer angeleint werden (auch angrenzende Böschungen entlang der Wege). Nur auf den Wegen und wenn sich die Hunde im unmittelbaren Einwirkungsbereich des Hundehalters/der Hundehalterin befinden, dürfen Hunde auch unangeleint geführt werden.
Nicht betreten werden dürfen:
Saatkämpen
forstwirtschaftliche, jagdliche, imkerliche und fischereiwirtschaftliche Einrichtungen
Ein Verstoß kann gem. § 70 Landesforstgesetz NRW mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro geahndet werden.
Es gilt das allgemeine Betretungsrecht nach dem Landschaftsgesetz für:
Öd- und Brachflächen und für nicht landwirtschaftlich genutzte Flächen (Wiesen und Weiden dürfen z. B. nicht betreten werden)
Zu bedenken ist jedoch, dass insbesondere während der Setz- und Brutzeit das Verlassen der Wege vermieden werden sollte, damit die Aufzucht der Jungtiere nicht gefährdet wird.
Naturschutzgebiete (FFH-Gebiete) und geschützte Landschaftsbestandteile (Ausschilderung: grünes Dreieck mit schwarzem Seeadler)
Hier bestehen weitere Einschränkungen (z. B. vollständiger Leinenzwang) und besondere Ahndungsvorschriften für die einzelnen Naturschutzgebiete.
Die Einhaltung der o.a. Vorschriften dient aber nicht nur dem Schutz der wildlebenden Tiere, sondern auch dem Schutz des Hundehalters/der Hundehalterin und dem seines/ihres Hundes (Ansteckung durch Tollwut, Fuchsbandwurm usw.).
Die zum Jagdschutz berechtigten Personen sind nach § 25 Abs. 4 Nr. 1 Landesjagdgesetz NRW befugt, Personen, die jagdrechtlichen Vorschriften zuwiderhandeln, anzuhalten und ihre Personalien festzustellen. Nach § 25 Abs. 4 Nr. 2 Landesjagdgesetzes NRW sind die zur Ausübung des Jagdschutzes berechtigten Personen auch befugt, wildernde Hunde und Katzen abzuschießen. Katzen gelten bereits als wildernd, wenn sie im Jagdbezirk in einer Entfernung von mehr als 200 m vom nächsten Haus angetroffen werden.
Nach § 19 a Bundesjagdgesetz ist es verboten, Wild unbefugt an seinen Zuflucht-, Nist-, Brut- oder Wohnstätten durch Aufsuchen, Fotografieren, Filmen oder ähnliche Handlungen zu stören. Ein Verstoß kann nach § 39 Abs. 3 Bundesjagdgesetz mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet werden.