Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NZBau%202003,%20149
Timestamp: 2019-08-22 21:20:30
Document Index: 390032384

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', '§ 133', 'BGH', 'BGH', '§ 155', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 155', '§ 155', 'BGH', '§ 155', '§ 155', 'BGH', '§ 155', '§ 1', 'BGH', '§ 8', '§ 4', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 634', '§ 634', '§ 634', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 634', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NZBau 2003, 149 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 05.12.2002
BGH, 05.12.2002 - VII ZR 342/01
https://dejure.org/2002,1503
BGH, 05.12.2002 - VII ZR 342/01 (https://dejure.org/2002,1503)
BGH, Entscheidung vom 05.12.2002 - VII ZR 342/01 (https://dejure.org/2002,1503)
BGH, Entscheidung vom 05. Dezember 2002 - VII ZR 342/01 (https://dejure.org/2002,1503)
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BGB §§ 133, 155, 157
Fehlerhafte Annahme eines Dissenses bei der Auslegung eines Bauvertrages - Mehrdeutige Offerte - Scheinkonsens - Auslegung des Leistungsangebotes in einem Bauvertrag
Dissens beim Bauvertrag
Zur fehlerhaften Annahme eines Dissenses bei der Auslegung eines Bauvertrages
BGB §§ 133 155 157
Unklarheiten in der Leistungsbeschreibung
Leistungsbeschreibung oder Pläne: Was hat Vorrang? (IBR 2003, 117)
NJW 2003, 743
MDR 2003, 326
NZBau 2003, 149
WM 2003, 1430
ZfBR 2003, 253
Insoweit betrifft auch die von der Klägerin zitierte Entscheidung des BGH vom 05.12.2002 (VII ZR 342/01, NZBau 2003, 149) einen vom vorliegenden Fall abweichenden Sachverhalt.
Dies setzt allerdings voraus, dass die Erklärungen der Parteien in ihrem objektiven Erklärungsinhalt nicht übereinstimmen; es genügt nicht, dass eine Partei mit ihrer Erklärung einen von deren objektiven Inhalt abweichenden Sinn verbunden hat (BGH, Urteil vom 31. Mai 1961 - VIII ZR 28/60, NJW 1961, 1668, 1669; Urteil vom 5. Dezember 2002 - VII ZR 342/01, NJW 2003, 743;… Palandt/Ellenberger, BGB, 75. Aufl., § 155 Rn. 2).
(e) Die Beklagte übersieht schließlich auch, dass im Zweifel von den Vertragsparteien regelmäßig dasjenige gewollt sein wird, was detailliert beschrieben ist, da in aller Regel (vgl. auch § 1 Abs. 2 VOB/B) davon auszugehen ist, dass die detaillierte Beschreibung eine allgemeinen Beschreibung an anderer Stelle ersetzen soll (vgl. BGH, Urteil vom 05.12.2002, VII ZR 342/01, BauR 2003, 388; BGH, Urteil vom 11.03.1999, VII ZR 179/98, BauR 1999, 897;… Kniffka/Koeble, a.a.O., 5. Teil, Rn 69;… vgl. auch Vygen/Joussen, a.a.O., Rn 888).
Dieser setzt allerdings voraus, dass die Erklärungen der Parteien in ihrem objektiven Erklärungsinhalt nicht übereinstimmen; es genügt nicht, dass eine Partei mit ihrer Erklärung einen von deren objektiven Inhalt abweichenden Sinn verbunden hat (…BGH, U.v. 10.6.2016 - V ZR 295/14 - juris Rn. 14; U.v. 5.12.2002 - VII ZR 342/01 - NJW 2003, 743; U.v. 31.5.1961 - VIII ZR 28/60 - NJW 1961, 1668;… Ellenberger a.a.O., § 155 Rn. 2).
Ein versteckter Einigungsmangel setzt voraus, dass die Erklärungen der Vertragsparteien in ihrem objektiven Erklärungsinhalt nicht übereinstimmen; es genügt nicht, dass eine Partei mit ihrer Erklärung einen von deren objektiven Inhalt abweichenden Sinn verbunden hat (…zu § 155 BGB vgl. BGH, U.v. 10.6.2016 - V ZR 295/14 - juris Rn. 14; U.v. 5.12.2002 - VII ZR 342/01 - NJW 2003, 743; U.v. 31.5.1961 - VIII ZR 28/60 - NJW 1961, 1668;… Ellenberger a.a.O., § 155 Rn. 2).
Nach dem vorstehend ermittelten Inhalt des Prozessvergleichs liegt damit eine objektive Mehrdeutigkeit der im Vergleich getroffenen Vereinbarung als Grundvoraussetzung eines Dissenses nicht vor, zumal es für eine Nichtübereinstimmung der Willenserklärungen in ihrem objektiven Erklärungsinhalt nicht genügt, dass eine Partei mit ihrer Erklärung einen von deren objektiven Inhalt abweichenden Sinn verbunden hat (…zu § 155 BGB vgl. BGH, U.v. 10.6.2016 - V ZR 295/14 - juris Rn. 14; U.v. 5.12.2002 - VII ZR 342/01 - NJW 2003, 743; U.v. 31.5.1961 - VIII ZR 28/60 - NJW 1961, 1668;… Ellenberger a.a.O., § 155 Rn. 2).
Da das (einschränkende) Begleitschreiben vom 20.02.2015 ("Bedingungen zu den Abbrucharbeiten") im Vertrag zu § 1 Ziff. 2 ausdrücklich einbezogen worden ist, gehen die spezielleren Regelungen bzw. Bedingungen für die Abbrucharbeiten vom 20.02.2015 den allgemeineren Regelungen im Angebot vom 19.02.2015 - schon nach allgemein geltenden Grundsätzen, aber auch nach den bauvertraglichen Grundsätzen vor (vgl. BGH, Urteil vom 05.12.2002, VII ZR 342/01; OLG Schleswig, Urteil vom 22.12.2015, 5 U 55/05, dort Rn 46; Ingenstau/Korbion, Kniffka/Koeble, Kompendium des Baurechts, 4. Auflage 2014, 5. Teil, Rn 73).
OLG München, 19.10.2006 - U (K) 3090/06
Kartellrechtliche Normadressateneigenschaft eines …
OLG Koblenz, 02.03.2007 - 10 U 743/06
Dissens bei notariellem Grundstückskaufvertrag (Miteigentumsprojekt); mehrdeutige …
OLG Hamm, 09.02.2006 - 21 U 70/05
Kündigung des Auftrages nach § 8 Nr. 3 Abs. 1 VOB/B i. V. m. § 4 Nr. 7 VOB/B …
SG Mannheim, 19.05.2011 - S 14 U 78/09
Bei vorangegangenem gerichtlichem Vergleich ist für einen Verschlimmerungsantrag …
OLG Koblenz, 08.03.2017 - 5 U 837/16
OLG Braunschweig, 26.10.2006 - 8 U 182/05
Vereinbarter Zweck nicht erreicht: Mangel!
BGH, 05.12.2002 - VII ZR 360/01
https://dejure.org/2002,744
BGH, 05.12.2002 - VII ZR 360/01 (https://dejure.org/2002,744)
BGH, Entscheidung vom 05.12.2002 - VII ZR 360/01 (https://dejure.org/2002,744)
BGH, Entscheidung vom 05. Dezember 2002 - VII ZR 360/01 (https://dejure.org/2002,744)
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BGB § 634 Abs. 1 a. F.
Fristsetzung mit Ablehnungsandrohung des Bestellers - Entbehrlichkeit der Ablehnungsandrohung bei endgültiger Verweigerung der Mängelbeseitigung durch den Unternehmer - Erfüllungsverweigerung - Verweigerung der Mängelbeseitigung in der Klageerwiderung
Erfüllungsverweigerung, endgültige - in Klageerwiderung
Erhebung einer Schadensersatzklage wegen Mängeln des Werks ohne wirksame Fristsetzung mit Ablehnungsandrohung
BGB § 634 Abs. 1 (a.F.)
Endgültige Erfüllungsverweigerung durch prozessuales Bestreiten
BGB a. F. § 634 Abs. 1
Endgültige Verweigerung der Nachbesserung durch Antrag auf Abweisung der Schadensersatzklage
Fristsetzung ist entbehrlich, wenn Mängel im Prozess bestritten werden! (IBR 2003, 70)
NJW 2003, 580
MDR 2003, 262
WM 2003, 1431
DB 2003, 1674
BauR 2003, 297 (Ls.)
BauR 2003, 386
OLG Stuttgart, 21.04.2009 - 10 U 9/09
Bauvertrag: Schadensersatzanspruch auf Ersatz von Mängelbeseitigungskosten; …
So habe der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 5.12.2002 (AZ: VII ZR 360/01) klargestellt, dass es keiner weitergehenden Fristsetzung bedürfe, wenn der Unternehmer seine Pflicht zur Mängelbeseitigung schlechthin bestreite oder die Beseitigung des Mangels in anderer Weise endgültig verweigere.
Zur Beurteilung ist das gesamte Verhalten des Auftragnehmers heranzuziehen, auch seine spätere Einlassung im Prozess (…BGH a.a.O., Juris RN 12; Urteil vom 5.12.2002, BauR 2003, 386, Juris RN 11 f;… Ingenstau / Korbion a.a.O.).
So kann der Erhebung der Einrede der Verjährung zu entnehmen sein, dass der Verpflichtete ab der Erhebung der Einrede nicht mehr bereit war, die behaupteten Mängel zu beseitigen, und von diesem Zeitpunkt an eine weitere Fristsetzung entbehrlich war (BGH BauR 2003, 386, Juris RN 12).
Die Beklagte hätte sich auch durch eine solche, im Prozess grundsätzlich nachholbare Fristsetzung (vgl. BGH, Urteil vom 5. Dezember 2002 - VII ZR 360/01, BauR 2003, 386, 387 = NZBau 2003, 149, juris Rn. 11) nicht von ihrer im Prozess zum Ausdruck gebrachten Haltung abbringen lassen, keine (weitere) Mängelbeseitigung mehr vornehmen zu wollen.
Dafür spricht ihr bisheriges Verhalten im Prozess (vgl. BGH, Urteil vom 5. Dezember 2002 - VII ZR 344/01, BauR 2002, 1847 = NZBau 2003, 149 = ZfBR 2003, 253).
Der Insolvenzschuldner hätte sich auch durch eine solche, im Prozess grundsätzlich nachholbare Fristsetzung mit Ablehnungsandrohung (vgl. BGH, Urteil vom 5. Dezember 2002 - VII ZR 360/01, BauR 2003, 386, 387 = NZBau 2003, 149) nicht von seiner vor und im Prozess zum Ausdruck gebrachten Haltung abbringen lassen, keine (weitere) Mängelbeseitigung mehr vornehmen zu wollen.
Auch in anderen Fällen hat er die kategorische, teilweise mit rechtlichen Argumenten wie der Einrede der Verjährung untermauerte Weigerung, vorliegende Mängel zu beseitigen, als endgültige Erfüllungsverweigerung beurteilt (vgl. BGH, Urteil vom 5. Dezember 2002 - VII ZR 360/01, BauR 2003, 386, 387 = NZBau 2003, 149) und auch auf den langen Zeitablauf abgestellt, in dem eine Mängelbeseitigung nicht vorgenommen wurde (BGH…, Beschluss vom 28. Oktober 2010 - VII ZR 82/09, BauR 2011, 263 Rn. 13).
BGH, 23.02.2006 - VII ZR 84/05
Fälligkeit von Mängelbeseitigungsansprüchen der Erwerber von Wohnungseigentum; …
Insoweit liegt der Fall grundlegend anders als der vom Senat mit Urteil vom 5. Dezember 2002 - VII ZR 360/01 (BauR 2003, 386 = NZBau 2003, 149 = ZfBR 2003, 253) entschiedene Fall.
Ein solcher Anspruch hat grundsätzlich zur Voraussetzung, dass der Besteller dem Unternehmer wirksam eine angemessene Frist zur Beseitigung des Mangels mit der Erklärung bestimmt hat, dass er diese nach Ablauf der Frist ablehne, sofern eine derartige Fristbestimmung nicht nach allgemeinen Grundsätzen (vgl. § 634 Abs. 2 BGB) entbehrlich ist, etwa weil der Unternehmer seine Pflicht zur Gewährleistung schlechthin bestreitet oder weil er die Beseitigung des Mangels in anderer Weise endgültig verweigert (vgl. BGH, Urteil vom 5. Dezember 2002 - VII ZR 360/01, BauR 2003, 386, 387 = NZBau 2003, 149; Urteil vom 12. September 2002 - VII ZR 344/01, BauR 2002, 1847, 1848 = NZBau 2002, 668).
Zudem ist im Regelfall davon auszugehen, dass ein Auftragnehmer, der noch im späteren Zivilprozess (jedwede) Unvollständigkeiten bzw. Mängel seiner Leistungen bestreitet, sich auch vorprozessual nicht anders verhalten hätte, eine Fristsetzung also fruchtlos gewesen wäre (vgl. BGH, Urteil vom 12.09.2002, VII ZR 344/01, BauR 2002, 1487; BGH, Urteil vom 05.12.2002, VII ZR 360/01, BauR 2003, 386;… Kniffka/Koeble, a.a.O., 6. Teil, Rn 127 mwN).
BGH, 15.04.2004 - VII ZR 291/03
Rechtsnatur eines Vertrages zur Lieferung eines serienmäßig hergestellten …
Dieses Urteil hat der Senat aufgehoben und die Sache an das Berufungsgericht zurückverwiesen (Senatsurteil vom 5. Dezember 2002 - VII ZR 360/01, BauR 2003, 386 = IBR 2003, 70 = NZBau 2003, 149 = ZfBR 2003, 253).
Eine ernsthafte und endgültige Verweigerung liegt vor allem dann vor, wenn der Schuldner seine Pflicht zur Beseitigung des Mangels schlechthin bestreitet (vgl. statt aller BGH, Urt. v. 5. Dezember 2002 - VII ZR 360/01, NJW 2003, 580, BGHZ 50, 160, 166).
OLG Düsseldorf, 06.02.2009 - 21 U 63/07
Partei- und Prozessfähigkeit einer Wohnungseigentümergemeinschaft; …
BGH, 28.10.2010 - VII ZR 82/09
Haftung des Bauträgers: Gehörsverletzung im Schadensersatzprozess wegen …
OLG Brandenburg, 23.02.2005 - 4 U 72/03
Kein Anspruch auf Rückabwicklung eines Kaufvertrages wegen Schadensersatz bei …
OLG Düsseldorf, 29.11.2012 - 5 U 129/07
Betonwerkstein auf Stahlkonstruktion verlegt: AN haftet zu 1/3!
OLG Düsseldorf, 25.09.2007 - 21 U 163/06
Konkludente Abnahme durch rügelose Benutzungsaufnahme
LG Düsseldorf, 09.09.2014 - 16 O 252/10
"Mangel wird von hier aus nicht anerkannt": Keine Fristsetzung erforderlich!
OLG Hamm, 15.03.2011 - 19 W 38/10
Rechtsfolgen der durch einzelne Erwerber von Wohnungseigentum gesetzten Frist zur …
OLG Dresden, 24.08.2016 - 1 U 854/14
Auftragnehmer fordert Vergütung: Auftraggeber kann mit Vorschussanspruch …
OLG Celle, 31.01.2008 - 13 U 57/07
Gewährleistung des Bauunternehmers und des Architekten bei Rissbildungen aufgrund …
LG Duisburg, 24.01.2013 - 8 O 297/09
Vergütungsanspruch für Architektenleistungen i.R.d. Um- und Ausbaus eines …
OLG Dresden, 24.09.2009 - 9 U 1430/08
DIN-gerecht gearbeitet, trotzdem mangelhaft?
OLG Düsseldorf, 06.01.2009 - 21 U 61/07
Anspruch einer Wohnungseigentümergemeinschaft auf Ersatz von …
OLG Düsseldorf, 04.11.2003 - 21 U 196/02
Zur Entbehrlichkeit der Fristsetzung
OLG Düsseldorf, 04.04.2006 - 12 U 135/05
Versäumnisse bei Bauwerksabdichtung im Grundwasserbereich