Source: https://www.anwalt24.de/gesetze/astg/7
Timestamp: 2017-10-17 06:00:05
Document Index: 277251975

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 21', '§ 7', '§ 21', '§ 7', '§ 21', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 1', '§ 21', '§ 7', '§ 21', '§ 16', '§ 7', '§ 21', '§ 7']

§ 7 AStG, Steuerpflicht inländischer Gesellschafter | anwalt24.de
§ 7 AStG – Steuerpflicht inländischer Gesellschafter
(6) (1) 1Ist eine ausländische Gesellschaft Zwischengesellschaft für Zwischeneinkünfte mit Kapitalanlagecharakter im Sinne des Absatz 6a und ist ein unbeschränkt Steuerpflichtiger an der Gesellschaft zu mindestens 1 Prozent beteiligt, sind diese Zwischeneinkünfte bei diesem Steuerpflichtigen in dem in Absatz 1 bestimmten Umfang steuerpflichtig, auch wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 im Übrigen nicht erfüllt sind. 2Satz 1 ist nicht anzuwenden, wenn die den Zwischeneinkünften mit Kapitalanlagecharakter zu Grunde liegenden Bruttoerträge nicht mehr als 10 Prozent der den gesamten Zwischeneinkünften zu Grunde liegenden Bruttoerträge der ausländischen Zwischengesellschaft betragen und die bei einer Zwischengesellschaft oder bei einem Steuerpflichtigen hiernach außer Ansatz zu lassenden Beträge insgesamt 80.000 Euro nicht übersteigen. (2)3Satz 1 ist auch anzuwenden bei einer Beteiligung von weniger als 1 Prozent, wenn die ausländische Gesellschaft ausschließlich oder fast ausschließlich Bruttoerträge erzielt, die Zwischeneinkünften mit Kapitalanlagecharakter zu Grunde liegen, es sei denn, dass mit der Hauptgattung der Aktien der ausländischen Gesellschaft ein wesentlicher und regelmäßiger Handel an einer anerkannten Börse stattfindet.
zur erstmaligen Anwendung des § 7 Absatz 6 siehe Anwendungsvorschriften § 21 Absatz 7 Satz 1 und 3 sowie Absatz 11 Satz 2 AStG
§ 7 Absatz 6 Satz 2 AStG in der Fassung des Artikels 24 des Jahressteuergesetzes 2008 (JStG 2008) vom 20. Dezember 2007 (BGBl. I S. 3150), zur erstmaligen Anwendung für Zeiträume nach dem 31. Dezember 2007 siehe Anwendungsvorschrift § 21 Absatz 17 Satz 1 AStG. Zur erstmaligen Anwendung des § 7 Absatz 6 Satz 2 AStG ab Veranlagungszeitraum 2002 siehe Anwendungsvorschrift § 21 Absatz 10 Satz 2 AStG
(6a) (3) Zwischeneinkünfte mit Kapitalanlagecharakter sind Einkünfte der ausländischen Zwischengesellschaft (§ 8), die aus dem Halten, der Verwaltung, Werterhaltung oder Werterhöhung von Zahlungsmitteln, Forderungen, Wertpapieren, Beteiligungen (mit Ausnahme der in § 8 Abs. 1 Nr. 8 und 9 genannten Einkünfte) oder ähnlichen Vermögenswerten stammen, es sei denn, der Steuerpflichtige weist nach, dass sie aus einer Tätigkeit stammen, die einer unter § 8 Abs. 1 Nr. 1 bis 6 fallenden eigenen Tätigkeit der ausländischen Gesellschaft dient, ausgenommen Tätigkeiten im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 6 des Kreditwesengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. September 1998 (BGBl. I S. 2776), das zuletzt durch Artikel 3 Abs. 3 des Gesetzes vom 22. August 2002 (BGBl. I S. 3387) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung.
siehe Anwendungsvorschrift § 21 Absatz 11 Satz 2 AStG
(7) (4) Die Absätze 1 bis 6a sind nicht anzuwenden, wenn auf die Einkünfte, für die die ausländische Gesellschaft Zwischengesellschaft ist, die Vorschriften des Investmentsteuergesetzes in der jeweils geltenden Fassung anzuwenden sind, es sei denn, Ausschüttungen oder ausschüttungsgleiche Erträge wären nach einem Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung von der inländischen Bemessungsgrundlage auszunehmen.
§ 7 Absatz 7 AStG in der Fassung des Artikels 4 des Richtlinien-Umsetzungsgesetzes vom 9. Dezember 2004 (BGBl I S. 3310) - siehe Anwendungsvorschrift § 21 Absatz 7 Satz 4, Absatz 11 Satz 2 und Absatz 12 AStG
(8) (5) Sind unbeschränkt Steuerpflichtige an einer ausländischen Gesellschaft beteiligt und ist diese an einer Gesellschaft im Sinne des § 16 des REIT-Gesetzes vom 28. Mai 2007 (BGBl. I S. 914) in der jeweils geltenden Fassung beteiligt, gilt Absatz 1 unbeschadet des Umfangs der jeweiligen Beteiligung an der ausländischen Gesellschaft, es sei denn, dass mit der Hauptgattung der Aktien der ausländischen Gesellschaft ein wesentlicher und regelmäßiger Handel an einer anerkannten Börse stattfindet.
§ 7 Absatz 8 AStG angefügt durch Artikel 3 des Gesetzes zur Schaffung deutscher Immobilien-Aktiengesellschaften mit börsennotierten Anteilen vom 28. Mai 2007 (BGBl. I S. 914) - siehe Anwendungsvorschrift § 21 Absatz 15 AStG
Zu § 7: Geändert durch G vom 25. 2. 1992 (BGBl I S. 297), 21. 12. 1993 (BGBl I S. 2310), 19. 12. 2000 (BGBl I S. 1790), 20. 12. 2001 (BGBl I S. 3858), 16. 5. 2003 (BGBl I S. 660), 15. 12. 2003 (BGBl I S. 2676), 22. 12. 2003 (BGBl I S. 2840), 9. 12. 2004 (BGBl I S. 3310), 28. 5. 2007 (BGBl I S. 914) und 20. 12. 2007 (BGBl I S. 3150).