Source: https://www.omsels.info/die-verbote-oder-was-darf-ich-nicht/6-uwg-vergleichende-werbung/4-mitbewerber
Timestamp: 2020-07-13 13:44:35
Document Index: 386411892

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 8', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'EuG']

4.	Mitbewerber | omsels.info – Der Online-Kommentar zum UWG
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Eigenständiger Begriff des Mitbewerbers im Rahmen der vergleichenden Werbung
Der Begriff des Mitbewerbers im Rahmen der vergleichenden Werbung bestimmt sich nach den Vorgaben der Richtlinie 2006/114/EG. Er ist enger als derselbe Begriff, wie er in anderen Bestimmungen des UWG, zum Beispiel in § 8 Abs. 1 Nr. 1 UWG verstanden wird.
1. Maßgeblich: Substituierbarkeit der Waren oder Dienstleistungen
2a. Befriedigung gleicher Bedürfnisse
2b. Veränderliche Verbrauchergewohnheiten berücksichtigen
Maßgeblich: Substituierbarkeit der Waren oder Dienstleistungen
EuGH, Urt. v. 18.11.2010, C‑159/09, Tz. 30 – Vierzon/Lidl
Die Einstufung von Unternehmen als „Mitbewerber“ beruht bei vergleichender Werbung definitionsgemäß auf der Substituierbarkeit der Waren oder Dienstleistungen, die sie auf dem Markt anbieten.
ebenso EuGH, Urt. v. 19. 4. 2007, C-381/05, Tz. 28 - De Landtsheer Emmanuel SA
EuGH, Urt. v. 19. 4. 2007, C-381/05, Ls. 2 - De Landtsheer Emmanuel SA
den augenblicklichen Zustand des Markts und die Verbrauchsgewohnheiten und ihre Entwicklungsmöglichkeiten,
den Teil des Gemeinschaftsgebiets, in dem die Werbung verbreitet wird, ohne jedoch gegebenenfalls die Auswirkungen auszuschließen, die die Entwicklung der in anderen Mitgliedstaaten festgestellten Verbrauchsgewohnheiten auf den in Frage stehenden innerstaatlichen Markt haben kann, und
die besonderen Merkmale der Ware, für die geworben werden soll, und das Image, das der Werbende ihnen geben will.
Befriedigung gleicher Bedürfnisse
EuGH, Urt. v. 19. 4. 2007, C-381/05, Tz. 30 - De Landtsheer Emmanuel SA
BGH, Urt.v.1.10.2009, I ZR 134/07, Tz. 12 – Gib mal Zeitung
Mitbewerber sind Unternehmen, die substituierbare Waren oder Dienstleistungen auf dem Markt anbieten; von einem gewissen Grad der Substitution kann ausgegangen werden, wenn Waren in gewisser Weise gleichen Bedürfnissen dienen können.
Veränderliche Verbrauchergewohnheiten berücksichtigen
EuGH, Urt. v. 19. 4. 2007, C-381/05, Tz. 37 - De Landtsheer Emmanuel SA