Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F19-07-2006-U_267-2005
Timestamp: 2016-10-28 04:48:52
Document Index: 59322731

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 22', 'Art. 41', 'Art 17', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 17']

U 267/05 (19.07.2006)
U 267/05
Pr�sident Ferrari, Bundesrichter Meyer und nebenamtlicher Richter Maeschi; Gerichtsschreiber Schmutz
F.________, 1948, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Max Sidler, Unterm�li 6, 6302 Zug,
Schweizerische National Versicherungs-Gesellschaft, Steinengraben 41, 4051 Basel, Beschwerdegegnerin
F.________, geboren 1948, ist gelernter Grafiker und f�hrt seit 1983 ein eigenes Werbe- und Grafikunternehmen, von 1991 bis 1995 in Form einer Aktiengesellschaft, seither wieder als Einzelfirma. Am 22. Mai 1992 wurde er Opfer eines Auffahrunfalls, als er mit seinem Personenwagen links abbiegen wollte und ein nachfolgender angetrunkener Fahrzeuglenker in den von ihm gesteuerten Wagen stiess. Dabei erlitt er ein Distorsionstrauma der Halswirbels�ule (HWS), in dessen Folge ein myofasziales Syndrom im Bereich der unteren HWS und im rechtsseitigen Nacken- und Schulterg�rtelbereich, eine leichte bis mittelschwere neuropsychologische St�rung (mit erh�hter Erm�dbarkeit und verminderter Konzentrations- und Ged�chtnisleistung) sowie Zeichen einer zentral-neurologischen Ausfallsymptomatik auftraten. Er ist deshalb in seiner T�tigkeit als selbstst�ndiger Grafiker eingeschr�nkt. Mit Verf�gung vom 19. Mai 1999 sprach ihm die IV-Stelle Zug ab 1. Februar 1997 eine ganze Rente auf Grund eines Invalidit�tsgrades von 70 % zu. Die Schweizerische National-Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: National), bei welcher F.________ f�r die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen gem�ss UVG versichert ist, erliess am 12. Juli 1999 nach Einholung eines Gutachtens von Dr. med. R.________, Spezialarzt FMH f�r Physikalische Medizin/Rehaklinik X.________, vom 11. September 1998 eine Verf�gung, mit welcher sie dem Versicherten eine Rente von 70 % ab 1. September 1998 sowie eine Integrit�tsentsch�digung f�r einen Integrit�tsschaden von 20 % gew�hrte. Die gegen den Rentenbeginn gerichtete Einsprache wies sie gest�tzt auf ein Erg�nzungsgutachten des Dr. med. R.________ vom 16. November 1999 ab (Einspracheentscheid vom 13. Januar 2000). Auf ein Begehren um Zusprechung einer Rente von 100 % ab 1. April 2001 erliess die National am 2. Dezember 2002 eine weitere Verf�gung, mit der sie die revisionsweise Erh�hung der Rente mangels einer �nderung des Invalidit�tsgrades ablehnte. Die dagegen erhobene Einsprache, mit welcher der Versicherte eine Rente von neu 75 % beantragte, wies sie mit Einspracheentscheid vom 17. Februar 2003 ab.
F.________ liess gegen diesen Entscheid Beschwerde einreichen und beantragen, es sei ihm revisionsweise ab dem 20. August 2001 eine Rente auf Grund eines Invalidit�tsgrades von 100 % zuzusprechen. Mit der Beschwerde reichte er die Gesch�ftsrechnungen der Gesellschaft ein und machte geltend, seine wirtschaftlichen Verh�ltnisse h�tten sich wesentlich verschlechtert.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug sistierte das Verfahren bis zum Vorliegen eines rechtskr�ftigen Entscheids in dem vom Versicherten angehobenen Haftpflichtprozess, in welchem unter anderem die Fragen der Arbeitsf�higkeit in der bisherigen T�tigkeit und der Zumutbarkeit einer anderen Erwerbst�tigkeit zur Diskussion standen. Das diesbez�gliche Urteil des Kantonsgerichts Zug vom 2. Oktober 2002, welches sich auf ein weiteres Gutachten von Dr. med. R.________/ Rehaklinik X.________ vom 1. Mai 2002 st�tzte, zog F.________ an das Obergericht des Kantons Zug (Urteil vom 6. November 2003) und das Schweizerische Bundesgericht weiter (Urteil vom 22. Juni 2004, 4C.3/2004). Nach Aufhebung der Sistierung und Durchf�hrung eines doppelten Schriftenwechsels wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug die Beschwerde im Wesentlichen mit der Begr�ndung ab, dass weder in gesundheitlicher noch in wirtschaftlicher Hinsicht eine revisionsbegr�ndende �nderung der tats�chlichen Verh�ltnisse eingetreten sei (Entscheid vom 30. Juni 2005).
F.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung der Verf�gung vom 2. Dezember 2002 (recte: des Entscheids des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 30. Juni 2005 und des Einspracheentscheids vom 17. Februar 2003) sei ihm eine Rente auf Grund einer vollst�ndigen Erwerbsunf�higkeit, eventuell einer solchen von mindestens 80 % zuzusprechen.
Die National beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf Vernehmlassung.
1.1 Wie die Vorinstanz richtig feststellt, hat sich der zu beurteilende Sachverhalt vor dem 1. Januar 2003 verwirklicht, weshalb die materiellen Bestimmungen des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetzes �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 und der zugeh�rigen Verordnung (ATSV) vom 11. September 2002 sowie die damit verbundenen Gesetzes- und Verordnungs�nderungen auf den vorliegenden Fall nicht Anwendung finden (BGE 129 V 4 Erw 1.2 mit Hinweis). Weil Dauerleistungen streitig sind und der Einspracheentscheid vom 17. Februar 2003 datiert, ist pr�zisierend festzustellen, dass f�r die Zeit ab 1. Januar 2003 die neuen Bestimmungen anwendbar sind (BGE 130 V 445 ff.). Diese haben bez�glich der hier streitigen Fragen indessen zu keinen �nderungen gef�hrt (BGE 130 V 352 Erw. 3.5.4).
1.2 Im kantonalen Entscheid werden die f�r die Revision von Invalidenrenten (Art. 22 UVG, Art. 41 IVG, Art 17 ATSG; BGE 130 V 349 Erw. 3.5) und die Invalidit�tsbemessung (Art. 18 Abs. 2 UVG, Art. 16 ATSG; BGE 130 V 348 Erw. 3.4) geltenden Regeln zutreffend dargelegt. Das Gleiche gilt bez�glich der vorinstanzlichen Ausf�hrungen zur sozialversicherungsrechtlichen Schadenminderungspflicht (BGE 129 V 463 Erw. 4.2, 123 V 233 Erw. 3c, 117 V 278 Erw. 2b und 400, je mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
Streitig ist, ob eine revisionsbegr�ndende �nderung des Invalidit�tsgrades eingetreten ist. Dies beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts zum Zeitpunkt der urspr�nglichen Rentenverf�gung vom 12. Juli 1999 (mit welcher dem Beschwerdef�hrer eine Rente auf Grund einer Erwerbsunf�higkeit von 70 % zugesprochen wurde) mit dem Sachverhalt im Zeitpunkt des Einspracheentscheids vom 17. Februar 2003 (BGE 125 V 369 Erw. 2; Urteil K. vom 16. M�rz 2005, I 502/04).
2.1 Nach den Akten hat sich der Gesundheitszustand des Beschwerdef�hrers in der massgebenden Zeit nicht wesentlich verschlechtert. Zwar hat der behandelnde Arzt Dr. med. S.________, Facharzt FMH f�r Allgemeine Medizin, in einem Bericht vom 14. Juni 2001 an die Invalidenversicherung ausgef�hrt, die Beschwerden h�tten in den letzten zwei Jahren zugenommen und es bestehe lediglich noch eine Arbeitsf�higkeit von etwa 25 %. In gleichem Sinn �usserte er sich in einem Bericht an die National vom 19. November 2002. Im Gutachten an das Kantonsgericht Zug vom 1. Mai 2002 verneint Dr. med. R.________ jedoch eine objektive Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit den Untersuchungen vom 13. August 1997, 28. Januar 1998 und 20. April 1998 und stellt fest, die von Dr. med. S.________ angegebene deutliche Verschlechterung k�nne weder aus neurologischer, neuropsychologischer und psychiatrischer noch aus rheumatologischer Sicht best�tigt werden. Auch die funktionellen Befunde h�tten sich nicht ge�ndert. Es besteht kein Anlass, von dieser Beurteilung abzugehen, zumal auch der Beschwerdef�hrer nicht daran festh�lt, dass sich der Gesundheitszustand wesentlich verschlechtert hat. Zur Arbeitsf�higkeit des Versicherten im bisherigen Beruf f�hrt Dr.med. R.________ aus, diese sei wie schon im Gutachten vom 11. September 1998 auf 50 % zu sch�tzen, wobei die "tats�chlich realisierte Erwerbsf�higkeit" lediglich bei 25 % liege, wie von der Invalidenversicherung festgehalten worden sei. Es wird damit Bezug genommen auf den von der IV-Stelle Zug ermittelten Grad der Erwerbsf�higkeit. Darauf kann indessen nicht abgestellt werden. Gest�tzt auf das medizinische Gutachten ist vielmehr davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer weiterhin zu 50 % arbeitsf�hig ist, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ebenfalls anerkannt wird.
2.2 Streitig und zu pr�fen ist, ob sich die wirtschaftlichen Verh�ltnisse in einer f�r den Rentenanspruch relevanten Weise ge�ndert haben. Der Beschwerdef�hrer macht diesbez�glich geltend, das Einkommen, welches er ohne den Gesundheitsschaden zu erzielen verm�chte (Valideneinkommen), sei im zivilprozessualen Verfahren auf Grund der Feststellungen des Gerichtsexperten auf Fr. 192'000.- festgesetzt worden, wogegen die Invalidenversicherung (und auch der Unfallversicherer) von einem hypothetischen Einkommen von Fr. 128'000.- ausgegangen sei. Hinsichtlich des Einkommens, welches er trotz des Gesundheitsschadens zu erzielen verm�chte (Invalideneinkommen) bringt er vor, mit der Restarbeitsf�higkeit von 50 % sei er nicht mehr in der Lage, ein Einkommen zu erzielen. Anf�nglich habe er noch kleinere Gewinne erzielt. Diese seien aber immer geringer ausgefallen, weil er wegen der mangelnden Verf�gbarkeit zunehmend Kunden an die Konkurrenz verloren habe. Wegen Schwierigkeiten beim grafischen Gestalten habe er versucht, nur noch als Ideengeber und Projektleiter t�tig zu sein und die grafischen sowie manuellen Arbeiten an Dritte zu �bertragen. Dies habe bei der gegenw�rtigen Wirtschaftssituation dazu gef�hrt, dass er die grossen Kunden verloren und nur noch kleinere Auftr�ge erhalten habe. Diese Angaben scheinen auf Grund der erfolgten erwerblichen Abkl�rungen zuzutreffen, auch wenn nicht auszuschliessen ist, dass andere Faktoren, m�glicherweise auch ein ungen�gendes Anpassen an berufsspezifische Entwicklungen, an der Erwerbseinbusse mitbeteiligt sind. Wie es sich damit verh�lt, kann indessen dahingestellt bleiben. Nach den in den Akten enthaltenen Gesch�ftsunterlagen steht jedenfalls fest, dass der Beschwerdef�hrer in den Jahren nach dem Unfall zun�chst noch Gewinne erzielt hat, wogegen ab 2000 regelm�ssig Verluste resultierten. Es ist daher davon auszugehen, dass in der fraglichen Zeit eine erhebliche �nderung der erwerblichen Verh�ltnisse eingetreten ist, welche eine revisionsweise Neubeurteilung des Rentenanspruchs zu begr�nden vermag.
3.1 Im haftpflichtrechtlichen Urteil vom 6. November 2003 geht das Obergericht des Kantons Zug auf Grund des vom Kantonsgericht eingeholten Gutachtens von H.________, Eidg. Buchhalter-Controller, vom 25. April 2001 von einem hypothetischen Einkommen ohne den Gesundheitsschaden von Fr. 192'000.- ab dem Jahr 2000 aus. Daran hat das Bundesgericht im Urteil vom 22. Juni 2004, mit welchem die Sache zur Neufestsetzung des Schadens an das Obergericht zur�ckgewiesen wurde, nichts ge�ndert. Mit der Vorinstanz kann dieser Betrag auch f�r das sozialversicherungsrechtliche Valideneinkommen als massgebend betrachtet werden. Das f�r den Einkommensvergleich massgebende Valideneinkommen f�r das Jahr 2003 ist somit auf Fr. 192'000.- festzusetzen.
3.2 Hinsichtlich des Invalideneinkommens ist vorab streitig, ob der Beschwerdef�hrer mit der bisherigen T�tigkeit hinreichend eingegliedert ist, beziehungsweise ob ihm die Aufnahme einer unselbstst�ndigen T�tigkeit als Grafiker und Werbefachmann m�glich und zumutbar ist. Der Beschwerdef�hrer verneint dies mit der Begr�ndung, im Gutachten des Dr. med. R.________ werde ausdr�cklich erkl�rt, dass er dank der Selbstst�ndigkeit Kompensationsstrategien finden k�nne, welche in einem Angestelltenverh�ltnis sehr viel schwieriger zu realisieren w�ren. Dem ist entgegenzuhalten, dass der Beschwerdef�hrer mit der selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit seit dem Jahr 2000 keinen Gewinn mehr erzielt hat und auf Grund der Abkl�rungen im zivilrechtlichen Verfahren nichts daf�r spricht, dass diesbez�glich mit einer �nderung zu rechnen ist. Angesichts der bestehenden Restarbeitsf�higkeit von 50 % ist daher offensichtlich, dass der Beschwerdef�hrer in der bisherigen selbstst�ndigen T�tigkeit nicht optimal eingegliedert ist. Daran �ndert die Feststellung im Abkl�rungsbericht f�r Selbstst�ndigerwerbende der Invalidenversicherung vom 9. November 1998 nichts, wonach der Versicherte seine Resterwerbsf�higkeit am sinnvollsten und effizientesten im eigenen Betrieb verwertet und von einer Berufsumstellung keine Verbesserung der Erwerbsf�higkeit zur erwarten w�re. Die Beurteilung erfolgte in einem Zeitpunkt, als der Beschwerdef�hrer mit der selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit noch Gewinne erzielte, was sp�ter nicht mehr der Fall war. Unbehelflich ist auch der Hinweis des Beschwerdef�hrers darauf, dass im Urteil des Obergerichts des Kantons Zug bei der haftpflichtrechtlichen Pr�fung der Restarbeitsf�higkeit von der bisherigen selbstst�ndigen T�tigkeit im eigenen Werbe- und Grafikatelier ausgegangen und ein Wechsel von der Selbstst�ndigkeit zu einer T�tigkeit im Angestelltenverh�ltnis als nicht angezeigt erachtet wurde. Im Urteil vom 22. Juni 2004 hat das Bundesgericht den kantonalen Entscheid in diesem Punkt nicht best�tigt und die Sache zur Neufestsetzung des Erwerbsschadens an das kantonale Gericht zur�ckgewiesen. Zudem kann der Feststellung des Obergerichts im Lichte der sozialversicherungsrechtlichen Schadenminderungspflicht nicht gefolgt werden. Gem�ss diesem Grundsatz hat die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles Zumutbare selber vorzukehren, um die Folgen ihrer Invalidit�t bestm�glich zu mildern. Nach der Rechtsprechung kann unter Umst�nden auch ein Berufswechsel in dem Sinne zumutbar sein, dass eine bisher selbstst�ndig erwerbst�tig gewesene Person eine leidensangepasste unselbstst�ndige Erwerbst�tigkeit aufnimmt. Dabei sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zu ber�cksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umst�nden die verbliebene Leistungsf�higkeit sowie die weiteren pers�nlichen Verh�ltnisse, wie Alter, berufliche Stellung, Verwurzelung am Wohnort. Bei den objektiven Umst�nden sind insbesondere der ausgeglichene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivit�tsdauer massgeblich (AHI 2001 S. 283 Erw. 5a/bb [Urteil P. vom 22. August 2001, I 11/00]; vgl. auch Hardy Landolt, Das Zumutbarkeitsprinzip im schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Diss. Z�rich 1995, S. 138 f. und 296 ff.). Im vorliegenden Fall ist der Wechsel zu einer unselbstst�ndigen T�tigkeit objektiv als m�glich und subjektiv als zumutbar zu betrachten. Der Beschwerdef�hrer war vor Aufnahme der selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit im Jahr 1983 w�hrend Jahren als angestellter Grafiker t�tig gewesen und es spricht nichts daf�r, dass ihm eine entsprechende T�tigkeit unter Ber�cksichtigung der gesundheitlichen Einschr�nkungen nicht mehr m�glich und zumutbar w�re. Im Zeitpunkt der revisionsweisen �berpr�fung des Rentenanspruchs war er 54 Jahre alt und hatte damit eine Aktivit�tsdauer von noch rund zehn Jahren vor sich. Wie im erwerblichen Gutachten vom 25. April 2001 (bezogen auf das Alter von 52 Jahren) ausgef�hrt wird, ist er zwar f�r die Funktion eines "Creative Direktors/Chef-Grafikers" mit einem Lohn von Fr. 150'000.- bis 250'000.- je nach Gr�sse des Betriebs nicht mehr in der "gefragten Altersstruktur". Dagegen k�nnte er unter der Voraussetzung einer kreativen und strategischen Denkweise eine Stelle in einem kleineren bis mittleren Betrieb finden, wobei ein Sal�r von Fr. 150'000.- bis Fr. 180'000.- durchaus denkbar sei. Auch der Umstand, dass der Beschwerdef�hrer �ber ein eigenes Wohnhaus mit Atelier verf�gt, steht angesichts der langj�hrigen erfolglosen Weiterf�hrung der selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit einem Wechsel zu einer unselbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit nicht entgegen, zumal eine solche T�tigkeit durchaus in der N�he des bisherigen Wohnortes ausge�bt werden kann, sodass sich ein Wohnsitzwechsel er�brigt. In W�rdigung der gesamten Umst�nde ist mit der Vorinstanz festzustellen, dass der Beschwerdef�hrer die Restarbeitsf�higkeit mit der selbstst�ndigen T�tigkeit nicht voll ausn�tzt, weshalb bei der Invalidit�tsbemessung nicht auf die erwerblichen Verh�ltnisse in dieser T�tigkeit abgestellt werden kann. Das kantonale Gericht hat f�r die Festsetzung des Invalideneinkommens daher zu Recht Tabellenl�hne herangezogen (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb mit Hinweisen).
3.3 Die Vorinstanz ist bei der Festsetzung des Invalideneinkommens vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert, einschliesslich 13. Monatslohn, bei einer standardisierten Arbeitszeit von 40 Wochenstunden) der mit h�chst anspruchsvollen und schwierigsten bzw. selbstst�ndigen und qualifizierten Arbeiten (Anforderungsniveau 1+2) besch�ftigten M�nner im Bereich Informatikdienste/Dienstleistungen f�r Unternehmen des privaten Sektors von Fr. 8'646.- gem�ss Tabelle TA1 der vom Bundesamt f�r Statistik (BFS) herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2002 ausgegangen und hat unter Ber�cksichtigung einer betriebs�blichen durchschnittlichen Arbeitszeit im Sektor 3 von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft 5/2005, Tab. B 9.2) und unter Annahme einer Arbeitsf�higkeit von 50 % ein Jahreseinkommen von Fr. 54'210.40 ermittelt. Im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 192'000.- berechnete das kantonale Gericht den Invalidit�tsgrad mit 72 % und gelangte zum Schluss, das Revisionsbegehren sei mangels erheblicher �nderung des Invalidit�tsgrades abzuweisen. Der Beschwerdef�hrer bringt dagegen vor, er h�tte eine entsprechende T�tigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gar nicht finden k�nnen, weil es in diesem Lohnbereich auch f�r Gesunde keine Halbtagsstellen gebe. Zudem sei ihm auf Grund der gesundheitlichen Beeintr�chtigungen die Verrichtung h�chst anspruchsvoller oder qualifizierter Arbeiten nicht mehr m�glich. Fraglich k�nne h�chstens sein, ob ihm eine Anstellung im Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) zumutbar sei. Damit w�rde er einen Jahreslohn von Fr. 35'750.- erzielen, wovon ein leidensbedingter Abzug von 25 % vorzunehmen sei, was zu einem Invalideneinkommen von rund Fr. 26'800.- und einem Invalidit�tsgrad von 86 % f�hre. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Wie sich aus Tabelle TB9 der LSE 2002 ergibt, bilden Teilzeitstellen von 50 % bei Besch�ftigten im Anforderungsniveau 1+2 durchaus Gegenstand von Angebot und Nachfrage auf dem allgemeinen (ausgeglichenen) Arbeitsmarkt. Mit dem Hinweis auf das Urteil R. vom 8. Juli 2004 (I 365/03) �bersieht der Beschwerdef�hrer, dass in jenem Entscheid eine Teilzeitbesch�ftigung von unter 30 % zur Diskussion stand. Des Weiteren ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von dem f�r das Anforderungsniveau 1+2 ermittelten Tabellenlohn ausgegangen ist. Der Beschwerdef�hrer verf�gt nicht bloss �ber Berufs- und Fachkenntnisse (Anforderungsniveau 3), sondern vermag auf Grund seiner langj�hrigen Berufserfahrung selbstst�ndige und qualifizierte Arbeiten zu verrichten. Davon wird auch in der erwerblichen Expertise vom 25. April 2001 ausgegangen. Es sind denn auch gerade die qualifizierten T�tigkeiten (Ideen- und Konzeptentwicklung, Projektleitung), wo sich die gesundheitlichen Beeintr�chtigungen weniger auswirken und welche den Beschwerdef�hrer im Rahmen der selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit zu einer Verlagerung in der Hauptt�tigkeit veranlasst haben. Zu einem leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn, wie er nach der Rechtsprechung im Hinblick darauf vorzunehmen ist, dass gesundheitlich beeintr�chtigte Personen im Vergleich zu voll leistungsf�higen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnm�ssig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnans�tzen rechnen m�ssen (BGE 129 V 481 Erw. 4.2.3), besteht kein Anlass, weil der Beschwerdef�hrer auf Grund seiner Fachkenntnisse und Erfahrung weitgehend behinderungsangepasst eingesetzt werden kann. Auch die weiteren pers�nlichen und beruflichen Umst�nde (Alter, Dienstjahre, Nationalit�t/Aufenthaltskategorie) wirken sich nicht oder kaum auf das Invalideneinkommen aus. Dagegen ist zu ber�cksichtigen, dass Teilzeitangestellte sich in der Regel mit einem geringeren Lohn begn�gen m�ssen. Aus Tabelle T8 der LSE 2002 geht hervor, dass sich die Differenz f�r M�nner im Anforderungsniveau 1+2 bei einem Besch�ftigungsgrad zwischen 50 % und 74 % auf rund 8 % bel�uft. Es rechtfertigt sich daher ein Abzug von 8 %, was zu einem Invalideneinkommen von Fr. 48'873.60 und im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 192'000.- zu einem Invalidit�tsgrad von 74 % f�hrt. Angesichts der Differenz von weniger als 5 % gegen�ber der urspr�nglichen Rentenverf�gung vom 12. Juli 1999 und einer prozentualen Erh�hung des Invalidit�tsgrades von 5,7 % kann die �nderung nicht als erheblich betrachtet werden, weshalb die Voraussetzungen f�r eine revisionsweise Neufestsetzung der Rente nicht erf�llt sind (vgl. Maurer, Schweiz. Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 392; Gh�lew/Ramelet/Ritter, Commentaire de la loi sur l'assurance-accidents, Lausanne 1992, S. 115; ferner Kieser, Kommentar ATSG, Rz 15 zu Art. 17).