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Timestamp: 2017-05-01 06:26:32
Document Index: 221908262

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

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b) Dem Inhaber eines privaten Internetanschlusses ist es regelmäßig nicht zumutbar, die Internetnutzung seines Ehegatten einer Dokumentation zu unterwerfen, um im gerichtlichen Verfahren seine täterschaftliche Haftung abwenden zu können. Ebenfalls unzumutbar ist es regelmäßig, dem Anschlussinhaber die Untersuchung des Computers seines Ehegatten im Hinblick auf die Existenz von Filesharing-Software abzuverlangen.	Bundesgerichtshof
Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 6. Oktober 2016 (…)
a) Die Klägerin trägt nach den allgemeinen Grundsätzen als Anspruchstellerin die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass die Voraussetzungen des geltend gemachten Anspruchs auf Schadensersatz erfüllt sind. Sie hat darzulegen und im Bestreitensfall nachzuweisen, dass der Beklagte für die von ihr behauptete Urheberrechtsverletzung als Täter verantwortlich ist (vgl. BGH, Urteil vom 15. November 2012 – I ZR 74/12, GRUR 2013, 511 Rn. 32 = WRP 2013, 799 – Morpheus; Urteil vom 8. Januar 2014 – I ZR 169/12, BGHZ 200, 76 Rn. 14 – BearShare; Urteil vom 11. Juni 2015 – I ZR 75/14, GRUR 2016, 191 Rn. 37 = WRP 2016, 73 – Tauschbörse III; Urteil vom 12. Mai 2016 I ZR 48/15, GRUR 2016, 1280 Rn. 32 = WRP 2017, 79 – Everytime we touch). Allerdings spricht eine tatsächliche Vermutung für eine Täterschaft des Anschlussinhabers, wenn zum Zeitpunkt der Rechtsverletzung keine anderen Personen diesen Internetanschluss benutzen konnten (BGHZ 200, 76 Rn. 15 – BearShare; BGH, GRUR 2016, 191 Rn. 37 – Tauschbörse III).
(1) Der Beweis des ersten Anscheins greift bei typischen Geschehensabläufen ein, also in Fällen, in denen ein bestimmter Tatbestand nach der Lebenserfahrung auf eine bestimmte Ursache für den Eintritt eines bestimmten Erfolges hinweist (st. Rspr; vgl. nur BGH, Urteil vom 29. Januar 1974 VI ZR 53/71, VersR 1974, 750; Urteil vom 1. Oktober 2013 – VI ZR 409/12, MDR 2014, 155 Rn. 14; Versäumnisurteil vom 10. April 2014 – VII ZR 254/13, NJW-RR 2014, 1115 Rn. 9, jeweils m.w.N.). Im Wege des Anscheinsbeweises kann gegebenenfalls von einem bestimmten eingetretenen Erfolg auf die Ursache geschlossen werden (BGH, Urteil vom 22. Mai 1979 – VI ZR 97/78, VersR 1979, 822, 823; Urteil vom 5. November 1996 – VI ZR 343/95, VersR 1997, 205, 206; Urteil vom 19. Januar 2010 – VI ZR 33/09, NJW 2010, 1072 Rn. 8). Dieser Schluss setzt einen typischen Geschehensablauf voraus. Typizität bedeutet in diesem Zusammenhang allerdings nur, dass der Kausalverlauf so häufig vorkommen muss, dass die Wahrscheinlichkeit, einen solchen Fall vor sich zu haben, sehr groß ist (BGH, VersR 1997, 205, 206; BGH, NJW 2010, 1072 Rn. 8; NJW-RR 2014, 1115 Rn. 9). Der Anscheinsbeweis ist entkräftet (erschüttert), wenn der Gegner die ernsthafte Möglichkeit eines anderweitigen Geschehensablaufs beweist (BGH, Urteil vom 13. Februar 2007 – VI ZR 58/06, NJW-RR 2007, 1077 Rn. 10; Urteil vom 7. Februar 2013 – III ZR 200/11, NJW 2013, 1092 Rn. 28).
LG Braunschweig, Entscheidung vom 01.07.2015 – 9 S 433/14 (59) –Inhaltsverzeichnis1 Tatbestand2 Entscheidungsgründe
Keine Haftung wegen Filesharing bei Beibehaltung von individuellem voreingestelltem WPA2-SchlüsselBerechnung des Lizenzschadens bei FilesharingStörerhaftung für Filesharing wird durch Tod des Ehemanns nicht ausgeschlossen
Gericht: BGH Urteil vom 06.10.2016	Aktenzeichen: I ZR 154/15	Bezeichnung: Afterlife	Die Parteien
Klägerin: gibt an, Inhaberin der ausschließlichen Nutzungs- und Verwertungsrechte für den Film „Resident Evil: Afterlife 3D“ zu sein
Ergebnis: Revision erfolglos	Instanzen
3. Instanz: BGH , Az.: I ZR 154/15 am 06.10.2016	Inhaltsverzeichnis1 Tatbestand2 Entscheidungsgründe
Anschlussinhaber Darlegungs- und Beweislast Haftung öffentliche Zugänglichmachung sekundäre Darlegungslast Störerhaftung Täterschaft Umfang der sekundären Darlegungslast Urheberrechtsverletzung WLAN-Anschluss	Facebook
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