Source: https://www.hwk-koeln.de/32,0,349.html
Timestamp: 2020-02-23 16:45:05
Document Index: 309583030

Matched Legal Cases: ['§ 18', '§ 17', '§ 3', '§ 8', '§ 7', '§ 108']

Ratgeber Ausbildungsrecht (wird noch überarbeitet) siehe auch Mindestausbildungsvergütung
Die Vergütung für den laufenden Kalendermonat ist spätestens am letzten Arbeitstag dieses Monats zu zahlen (§ 18, Abs. 2 BBiG).
Wie hoch die aktuelle Ausbildungsvergütung in Ihrem Ausbildungsberuf derzeit ist, können Sie unter dem jeweiligen Beruf in unseremBerufsinformationsportal nachsehen.
Alle betrieblichen und außerbetrieblichen Auszubildenden haben künftig Anspruch auf eine Mindestausbildungsvergütung (MAV). Sie gilt für alle Ausbildungen, die ab dem 1. Januar 2020 beginnen.
Der Ausbildungsbetrieb muss eine über die vereinbarte Ausbildungszeit hinausgehende Beschäftigung gesondert vergüten oder durch entsprechende Freizeit ausgleichen (§ 17 Abs. 3 BBiG). Dies gilt auch dann, wenn die Mehrbeschäftigung gegen gesetzliche oder tarifliche Regelung verstößt. Der Ausbildungsbetrieb kann zwischen Vergütung und Freizeitausgleich wählen.
Überstunden dürfen nur angeordnet werden, wenn entweder der Tarifvertrag, eine Betriebsvereinbarung oder eine ausdrückliche vertragliche Vereinbarung dies gestattet. Das Weisungsrecht des Arbeitgebers reicht zur Anordnung von Überstunden grundsätzlich nicht aus. Die gesetzlichen Höchstarbeitszeiten (§§ 3 ArbZG,§ 8 Abs. 1 JArbSchG "Arbeitszeit") dürfen nicht überschritten werden.
Hat der Auszubildende ein einschlägiges Berufsgrundbildungsjahr oder eine Berufsfachschule erfolgreich besucht, und wird diese Zeit auf die Berufsausbildung angerechnet, hat der Auszubildende entsprechend früher Anspruch auf die Ausbildungsvergütung des nächsten Ausbildungsjahres (7 Abs. 1 BBiG). Dies gilt auch, wenn eine vorangegangene Ausbildung bei einem anderen Betrieb angerechnet wird.
Bei einer Teilzeitausbildung nach § 7a BBiG n.F. kann die Ausbildungsvergütung entsprechend der wöchentlichen Ausbildungszeit reduziert werden.
Die aktuellen Werte finden Sie unterwww.gesetze-im-internet.de/svev/index.html.
Der Auszubildende hat gemäß§ 108 Abs. 2 GewO Anspruch auf eine schriftliche Abrechnung der Ausbildungsvergütung. Der Auszubildende soll die Richtigkeit der Vergütungsberechnung überprüfen können und sehen, wie sich der Nettobetrag errechnet.
AusbildungsvergütungWichtige Urteile