Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=10.12.1980&Aktenzeichen=3%20StR%20423/80
Timestamp: 2019-11-15 07:13:08
Document Index: 387555557

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 10.12.1980 - 3 StR 423/80 - dejure.org
https://dejure.org/1980,1117
BGH, 10.12.1980 - 3 StR 423/80 (https://dejure.org/1980,1117)
BGH, Entscheidung vom 10.12.1980 - 3 StR 423/80 (https://dejure.org/1980,1117)
BGH, Entscheidung vom 10. Dezember 1980 - 3 StR 423/80 (https://dejure.org/1980,1117)
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Ablehnung der Annahme von Heimtücke trotz Arglosigkeit und Wehrlosigkeit eines Opfers
BGH, 20.12.1980 - 3 StR 423/80
NStZ 1981, 140
StV 1981, 339
Dies setzt nicht unbedingt längeres Überlegen oder planvolles Vorgehen voraus; vielmehr kann der Täter auch einer raschen Eingebung folgend die für ihn günstige Situation mit einem Blick erfaßt haben (BGHSt 20, 60, 61 [BGH 09.10.1964 - 3 StR 34/64]; 6, 120, 121; BGH NStZ 1981, 140).
Dies setzt voraus, daß er deren Vorliegen nicht nur in einer äußerlichen Weise wahrgenommen, sondern sie in ihrer Bedeutung für die Tat bewußt erfaßt hat (BGH NJW 1978, 709, 710; 1980, 792, 793; NStZ 1981, 140; BGH, Beschluß vom 16. Juni 1981 - 5 StR 143/81 - m. zahlr. w. Nachw.).
Diese Spontaneität des Tatentschlusses und seiner Ausführung (BGH, Urteil vom 10. Dezember 1980 - 3 StR 423/80 -) konnte im Zusammenhang mit der Vorgeschichte und dem psychischen Zustand der Angeklagten als Beweisanzeichen dafür gewertet werden, daß die Angeklagte die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers nicht bewußt ausgenutzt hat.