Source: https://sowi.uni-graz.at/de/studium/bachelorstudium/nostrifizierung/
Timestamp: 2018-06-18 14:58:31
Document Index: 57664597

Matched Legal Cases: ['§ 46', '§ 90', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 90', '§ 46']

Nostrifizierung - Sozial- &amp; Wirtschaftswissenschaften
Montag, 18. Juni 2018, Graz, 26,4 °C , heiter
Nostrifizierung ist die Anerkennung eines ausländischen Studienabschlusses als Abschluss eines inländischen ordentlichen Studiums (§ 46 Satzungsteil Studienrechtliche Bestimmungen).
Durch die Nostrifizierung wird der ausländische Studienabschluss dem entsprechenden österreichischen Studienabschluss samt allen sich daraus ergebenden Rechten einschließlich der Führung des betreffenden österreichischen akademischen Grades gleichgestellt.
Die Nostrifizierung ist an folgende Voraussetzungen gebunden:
Es muss der Nachweis erbracht werden, dass die Nostrifizierung zwingend für die Berufsausübung oder die Fortsetzung der Ausbildung der Antragstellerin oder des Antragstellers in Österreich erforderlich ist (§ 90 Abs. 1 UG und § 46 Abs. 2 Satzungsteil Studienrechtliche Bestimmungen). Zwingend erforderlich ist eine Nostrifizierung jedenfalls dann, wenn die Antragstellerin/der Antragsteller eine berufliche Tätigkeit in Österreich anstrebt, deren Ausübung auf Grund eines Gesetzes oder einer anderen Rechtsvorschrift an den Besitz eines österreichischen akademischen Grades gebunden ist (Zulassung zu einer „reglementierten Tätigkeit”) oder wenn dies erforderlich ist, um zu einer postgradualen Ausbildung zugelassen zu werden; davon ausgenommen ist eine Zulassung zu einer „reglementierten Tätigkeit”, die aufgrund einer EU-Richtlinie (insbesondere der Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikationen, 2005/36/EG) möglich ist (§ 46 Satzungsteil Studienrechtliche Bestimmungen).
Erforderlich ist auch, dass das ausländische Studium so aufgebaut war, dass es mit dem im Antrag genannten inländischen Studium in Bezug auf das Ergebnis der Gesamtausbildung gleichwertig ist (§ 46 Satzungsteil Studienrechtliche Bestimmungen). Ist die Gleichwertigkeit grundsätzlich gegeben und fehlen nur einzelne Ergänzungen auf die volle Gleichwertigkeit, können entsprechende Auflagen erteilt werden. Diese sind über bescheidmäßige Festsetzung im außerordentlichen Studium (Studium für die Gleichwertigkeit) zu erbringen.
Geburtsurkunde (nicht unbedingt erforderlich - bei Vorlage eines Reisepasses entbehrlich)
Heiratsurkunde (falls nicht auf allen Urkunden Namensgleichheit besteht)
Nachweis, dass die Nostrifizierung zwingend für die Berufsausübung oder die Fortsetzung der Ausbildung in Österreich erforderlich ist
Nachweis der allgemeinen Universitätsreife (z.B. Reifeprüfungszeugnis - nicht unbedingt erforderlich, wenn durch das ausländische Studium nachgewiesen)
Nachweis über das Studium (z.B. Studienbuch)
Nachweis des Studieninhaltes des absolvierten ausländischen Studiums (Studienplan)
Nachweis über die im Rahmen des ausländischen Studiums absolvierten Prüfungen und approbierten wissenschaftlichen Arbeiten (Zeugnisse)
Im Rahmen des ausländischen Studiums verfasste wissenschaftliche Arbeiten (Master-, Diplomarbeiten oder Dissertationen - jeweils mit einer ca. 10seitigen deutschsprachigen Zusammenfassung)
Alle Dokumente sind im Original oder in Form beglaubigter Kopien vorzulegen
Abschlußdiplome (Diplomurkunden) sind jedenfalls im Orginal vorzulegen
Bei fremdsprachigen Dokumenten sind zusätzlich autorisierte Übersetzungen (z.B. von einer/m gerichtlich beeideten ÜbersetzerIn bzw. DolmetscherIn) vorzulegen.
Kosten: EUR 150,- (mit Erlagschein an die Universität zu bezahlen)
Universitätsgesetz 2002 (siehe § 90)
Satzungsteil Studienrechtliche Bestimmungen (siehe § 46)
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft:
FAQs zur Nostrifizierung
Informationen zur beruflichen Anerkennung nach EU-Recht