Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201985,%20269
Timestamp: 2019-07-19 15:22:01
Document Index: 246904462

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BGH, 20.12.1984 - III ZB 28/84 - dejure.org
BGH, 20.12.1984 - III ZB 28/84
https://dejure.org/1984,2949
BGH, 20.12.1984 - III ZB 28/84 (https://dejure.org/1984,2949)
BGH, Entscheidung vom 20.12.1984 - III ZB 28/84 (https://dejure.org/1984,2949)
BGH, Entscheidung vom 20. Dezember 1984 - III ZB 28/84 (https://dejure.org/1984,2949)
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Aufgabenübertragung - Büroangestellter - Rechtsanwalt - Fristsache - Fristenüberwachung - Routine - Kontrollpflicht - Fristablauf - Vorbereitung - Prozeßhandlung - Fristgebundenheit - Auskunftserteilung - Unterrichtungspflicht - Handakte - Beiziehung
OLG Hamburg, 20.07.1984 - 4 U 87/84
VersR 1985, 269
a) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs darf ein Rechtsanwalt im Interesse seiner eigentlichen anwaltlichen Aufgaben die im Zusammenhang mit der Erledigung seiner Mandatsgeschäfte anfallenden einfachen Verrichtungen, die keine besondere Geistesarbeit oder juristische Schulung erfordern, vielmehr wie das Führen eines Fristenkalenders routinemäßig bearbeitet werden, im Rahmen einer von ihm zu verantwortenden Büroorganisation zur selbständigen Erledigung auf geschultes, als zuverlässig erprobtes und sorgfältig überwachtes Personal übertragen (BGH, Beschluß vom 20. Dezember 1984 - III ZB 28/84 - VersR 1985, 269; Beschluß vom 26. Februar 1986 - VIII ZB 1/86 - VersR 1986, 702; BGHZ 43, 148, 153).
Vielmehr handelt es sich nunmehr um die gebotene Prüfung einer Zulässigkeitsvoraussetzung der beabsichtigten Prozeßhandlung, die nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in den eigenen Verantwortungsbereich des Rechtsanwalts fällt (BGH Beschluß vom 20. Dezember 1984 - III ZB 28/84 - Beschluß vom 12. November 1986 - IVb ZB 93/86 - VersR 1987, 463 m.w.N.;… Beschluß vom 12. November 1986 - IVb ZB 119/86 - BGHR ZPO § 233, Fristenkontrolle 1 = VersR 1987, 485 [BGH 12.11.1986 - IVb ZB 119/86] ).
BGH, 29.04.1985 - II ZB 1/85
Prozessbevollmächtigter - Büroangestellter - Regelungsfristen - Hemmung der …
Dazu gehört auch die Berechnung und Eintragung in seinem Büro geläufiger Fristen (vgl. BGHZ 43, 148, 153 und BGH Beschlüsse vom 26.11.1984 - II ZB 4 und 5/84 - VersR 1985, 168 und vom 20.12.1984 - III ZB 28/84 = VersR 1985, 269).
Der Rechtsanwalt muß zwar das Ende einer Frist dann eigenverantwortlich nachprüfen, wenn ihm die Sache zur Vorbereitung der fristgebundenen Prozeßhandlung oder in sonstigem Zusammenhang mit ihr vorgelegt wird (vgl. BGH Beschl. v. 20.12.1984 - III ZB 28/84 - VersR 1985, 269).
BAG, 17.08.1992 - 2 AZB 12/92
Schuldhafte Versäumung der Berufungsbegründungsfrist durch Rechtsanwalt - …
Verpflichtung des Rechtsanwalts zur eigenverantwortlichen Nachprüfung des Fristablaufs, wenn ihm die Sache zur Vorbereitung der fristgebundenen Prozeßhandlung (hier: Berufungsbegründung) vorgelegt wird (vgl. BAG Beschluß vom 15. Oktober 1968 - 1 AZR 311/68 - AP Nr. 49 zu § 233 ZPO; BGH Beschluß vom 20. Dezember 1984 - III ZB 28/84 - VersR 1985, 269).
Denn dann ist die Nachprüfung der Frist keine routinemäßige Büroarbeit mehr, von der sich der Anwalt im Interesse seiner eigentlichen Aufgabe frei machen darf, sondern die gebotene Feststellung einer gesetzlichen Voraussetzung, von der die Zulässigkeit der beabsichtigten Prozeßhandlung abhängt (ständige Rechtsprechung; vgl. BAG Beschlüsse vom 15. Oktober 1968 - 1 AZR 311/68 - und vom 9. Oktober 1972 - 3 AZR 318/72 - AP Nr. 49 und 62 zu § 233 ZPO; BGH Urteil vom 25. März 1981 - VIII ZB 27/81 - und Beschluß vom 20. Dezember 1984 - III ZB 28/84 -, VersR 1981, 551 und 1985, 269).
BGH, 16.02.1987 - II ZB 2/87
Fristablauf - Rechtsmittelbegründungspflicht - Wiedereinsetzung - …
Dieser Anlaß ergibt sich, wenn die Sache dem Anwalt zur Vorbereitung der Rechtsmitteleinlegung oder -begründung vorgelegt wird (st.Rspr., vgl. BGH, Beschl. v. 20. Dezember 1984 - III ZB 28/84, VersR 1985, 269;v. 12. Juli 1983 - VI ZB 6/83, VersR 1983, 988;v 25. März 1981 - VIII ZB 27/81, VersR 1981, 551).
Eine solche Prüfungspflicht obliegt ihm aber dann, wenn ihm die Akte im Zusammenhang mit einer fristgebundenen Prozeßhandlung oder der Vorbereitung einer solchen, z.B. einem Verlängerungsantrag oder der Bearbeitung einer Rechtsmittelbegründung, vorgelegt wird (st.Rspr. vgl. BGH, vom 20. Dezember 1984 - III ZB 28/84 - VersR 1985, 269 f., und vom 19. Februar 1991 - VI ZB 2/91 - NJW-RR 1991, 827).
BGH, 14.10.1987 - VIII ZB 16/87
Anforderungen an die Ausfertigung eines Versäumnisurteils - Notwendigkeit der …
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes hat ein Rechtsanwalt, der die Berechnung und Notierung einfacher und in seinem Büro geläufiger Fristen einem gut ausgebildeten, als zuverlässig erprobten und sorgfältig überwachten Angestellten überlassen hat und überlassen durfte, den Fristenlauf zwar nicht bei jeder Vorlage der Handakten, aber immer dann eigenverantwortlich zu überprüfen, wenn ihm die Handakten im Zusammenhang mit einer fristgebundenen Prozeßhandlung, insbesondere zu deren Bearbeitung vorliegen (Senatsbeschluß vom 25. März 1981 - VIII ZB 27/81 = VersR 1981, 551; BGH Urteil vom 15. Januar 1981 - VII ZB 73/80 = VersR 1981, 459; Beschlüsse vom 1. Oktober 1981 - III ZB 18/81 = VersR 1982, 71, vom 20. Dezember 1984 - III ZB 28/84 = VersR 1985, 269, vom 25. März 1985 - II ZB 2/85 = VersR 1985, 552 und vom 12. November 1986 - IVb ZB 93/86 = VersR 1987, 463, jeweils m.Nachw.).
BGH, 12.11.1986 - IVb ZB 119/86
Berufung - Berufungsfrist - Rechtsanwalt - Rechtsmitteleinlegung
BGH, 23.09.1987 - IVb ZB 48/87
Wiedereinsetzung - Begründungsfrist - Versäumung - Unkenntnis
BGH, 20.07.1987 - AnwZ (B) 7/87
BGH, 12.11.1986 - IVb ZB 94/86