Source: https://ccdigitallaw.ch/index.php/german/copyright/4/42-vermoegensrecht
Timestamp: 2019-11-17 04:23:04
Document Index: 129182345

Matched Legal Cases: ['Art. 10', 'Art. 16', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10']

4.2 Vermögensrecht (Werkverwendungen) :: Competence Center in Digital Law Platform
Nach Art. 10 Abs. 1 URG haben Urheber das ausschliessliche Recht zu bestimmen, ob wann und wie das Werk verwendet werden kann. Es handelt sich um das sog. Vermögensrecht des Urhebers oder der Urheberin - nur sie können über die (wirtschaftliche) Verwendung ihres Werks entscheiden.
Dieses Recht verschafft Urhebern die Möglichkeit, mit ihren Werk etwas zu verdienen. Eine Gewinnerzielung ist aber nicht zwingend erforderlich. Genauso gut können Urheber ihre Werke nichtkommerziell verwerten (so z.B. in sozialen, kulturellen oder kirchlichen Bereichen). Nicht zu vergessen ist, dass die Werkverwendung Urhebern die Möglichkeit bietet, ihre Werke einem Nutzerkreis überhaupt erst zugänglich zu machen.
Im Gegensatz zum Urheberpersönlichkeitsrecht kann der Urheber dieses Vermögensrecht auf Dritte übertragen (Art. 16 Abs. 1 URG).
Doch wann wird das Werk “verwendet” (oder “verwertet”)? Dazu gibt es keine exakte Definition. Vielmehr zählt das Gesetz beispielhaft verschiedene Werkverwendungen auf (Art. 10 Abs. 2 URG), von denen Urheber Gebrauch machen können:
Vervielfältigung eines Werks, Art. 10 Abs. 2 lit. a URG
Verbreitung eines Werks, Art. 10 Abs. 2 lit.b URG
Wahrnehmbar- oder Zugänglichmachen eines Werks, Art. 10 Abs. 2 lit. c URG
Senden eines Werks, Art. 10 Abs. 2 lit. d URG
Weitersenden eines Werks, Art. 10 Abs. 2 lit. e URG
Öffentliche Wahrnehmbarmachung eines Werks, Art. 10 Abs. 2 lit. f URG
Die Werkverwendungen sind technikneutral, so dass auch neue (jetzt noch unbekannte) Verwendungsmöglichkeiten unter dieses Recht fallen können.