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Timestamp: 2016-10-24 23:54:54
Document Index: 210718789

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 559/06 (04.06.2007)
U 559/06
B.________, 1963, Beschwerdef�hrer,
Langstrasse 4, 8004 Z�rich,
vom 5. Oktober 2006.
Der 1963 geborene B.________ ist seit Juni 1999 als Wagenf�hrer bei den Betrieben X.________ t�tig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unfallfolgen versichert. Am 28. Januar 2004 rutschte er bei einer Busstation auf vereistem Boden aus und st�rzte r�ckw�rts auf eine Hand und auf das Becken. Gem�ss Bericht des anderntags aufgesuchten Hausarztes vom 14. Mai 2004 zog er sich dabei eine Handgelenksdistorsion und eine Sacrumcontusion zu. Der Arzt best�tigte eine volle Arbeitsunf�higkeit vom 29. Januar bis 8. Februar 2004 und vom 3. bis 14. M�rz 2004. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld). Nachdem B.________ am 15. M�rz 2004 die Arbeit wieder zu 100 % aufgenommen hatte, erkl�rte ihn der Hausarzt ab 16. August 2004 erneut f�r g�nzlich arbeitsunf�hig. Eine CT-Untersuchung vom 18. August 2004 ergab kleine Diskushernien auf H�he L4/5 und L5/S1. Mit Verf�gung vom 26. November 2004 verneinte die SUVA ihre Leistungspflicht hinsichtlich des Bandscheibenschadens mit der Begr�ndung, es fehle an einem sicheren oder wahrscheinlichen Zusammenhang mit dem Unfall vom 28. Januar 2004. Daran hielt der Versicherer mit Einspraacheentscheid vom 9. M�rz 2005 fest.
Die von B.________ hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 5. Oktober 2006 ab.
B.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, die Sache sei in Aufhebung von kantonalem und Einspracheentscheid zu weiteren Sachverhaltsabkl�rungen und zum neuen Entscheid an den Unfallversicherer zur�ckzuweisen.
Die SUVA beantragt die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, ohne sich weiter zur Sache zu �ussern. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Streitig ist, ob die SUVA aus dem Unfall vom 28. Januar 2004 auch Leistungen f�r Beschwerden aufgrund der am 18. August 2004 festgestellten Diskushernien, wobei diejenige auf H�he L5/S1 im Vordergrund steht, zu erbringen hat.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen �ber den Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung (Art. 6 Abs. 1 UVG), auch bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen (Art. 11 UVV), und die Grunds�tze �ber den f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers nebst anderem vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit; Invalidit�t; Tod; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 Erw. 3.1), namentlich auch bei Diskushernien, zutreffend dargelegt. Danach entspricht es im Bereich des Unfallversicherungsrechts einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenver�nderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht f�llt. Wird die Diskushernie durch den Unfall lediglich ausgel�st, nicht aber verursacht, �bernimmt die Unfallversicherung den durch das Unfallereignis ausgel�sten Beschwerdeschub, sp�tere Rezidive dagegen nur, wenn eindeutige Br�ckensymptome gegeben sind (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192, U 138/99; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 378 S. 190, U 149/99). Ebenfalls richtig sind die vorinstanzlichen Erw�gungen �ber den zu beachtenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) und �ber den Beweiswert versicherungsexterner und -interner Arztberichte (BGE 125 V 351, namentlich E. 3a S. 352 und E. 3b/ee S. 353 f., je mit Hinweis). Darauf wird verwiesen.
Die Vorinstanz ist zum Ergebnis gelangt, die im Oktober 2004 gemeldeten Beschwerden aus der festgestellten Diskushernienproblematik st�nden nicht �berwiegend wahrscheinlich in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 28. Januar 2004, weshalb die SUVA ihre Leistungspflicht zu Recht verneint habe. Diese Beurteilung st�tzt sich namentlich auf die Berichte des Dr. med. M.________, Wirbels�ulenchirurgie, Klinik Y.________, des Kreisarztes und des Dr. med. S.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie, Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA.
4.1 Dr. med. M.________ diagnostiziert im Bericht vom 22. Oktober 2004 eine Lumboischialgie beidseits, mehr rechts, bei kleiner Diskushernie L5/S1 rechts ohne neurologische Ausf�lle. Die Diskushernie verursache m�glicherweise eine Wurzelirritation S1 rechts, stehe aber kaum in einem direkten Zusammenhang zum Unfall vom 28. Januar 2004. Im kreis�rztlichen Bericht vom 14. Februar 2005 wird dieser Auffassung gefolgt und dabei namentlich auch ausgef�hrt, dass sich die im Sommer 2004 neu aufgetretene Symptomatik mit ausstrahlenden Schmerzen in die unteren Extremit�ten wesentlich von den nach der beim Unfall vom 28. Januar 2004 gezeigten Beschwerden unterscheide. Dr. med. S.________ gelangt in der �rztlichen Beurteilung vom 3. M�rz 2005 zum Ergebnis, die festgestellten Diskushernien seien typischerweise degenerativer Natur und durch den Unfall vom 28. Januar 2004 weder verursacht noch verschlimmert worden.
4.2 Wie das kantonale Gericht zutreffend erwogen hat, �berzeugen die erw�hnten Arztberichte in der Darlegung der medizinischen Zusammenh�nge und in der �bereinstimmenden Beurteilung der gesundheitlichen Situation. Es kann daher darauf abgestellt und eine kausale Bedeutung des versicherten Ereignisses f�r die Beschwerden aus der Diskushernienproblematik verneint werden. Hieran �ndert nichts, dass zwei dieser Berichte von versicherungsinternen �rzten erstellt wurden, sind doch keine Anhaltspunkte geltend gemacht oder sonstwie ersichtlich, welche Zweifel an der Zuverl�ssigkeit von deren Aussagen zu begr�nden verm�chten (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/ee S. 353 f. mit Hinweis).
Dass der Hausarzt das Vorliegen einer unfallfremden Gesundheitssch�digung verneint hat (Bericht vom 19. November 2004), rechtfertigt ebenso wenig eine andere Betrachtungsweise wie die von ihm gestellte Diagnose einer posttraumatischen Diskushernie (Bericht vom 15. September 2004). Festzuhalten ist vorab, dass Stellungnahmen der behandelnden �rzte aufgrund deren Vertrauensstellung zum Patienten zur�ckhaltend zu gewichten sind (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353 mit Hinweisen). Abgesehen davon enthalten im vorliegenden Fall die Berichte des Hausarztes auch keine Aspekte, welche die �bereinstimmende und �berzeugend begr�ndete Einsch�tzung der vorerw�hnten Fach�rzte in Frage zu stellen verm�chten. Hervorzuheben ist dabei namentlich auch, dass der Hausarzt selber erst mehrere Monate nach dem Unfall und gest�tzt auf die nach seinen Berichten vom 15. September 2004 und 24. M�rz 2005 im Sommer resp. im Fr�hling und Sommer 2004 hinzugekommene radikul�re Symptomatik auf eine Bandscheibenproblematik geschlossen und deswegen die CT-Untersuchung veranlasst hat. Weiterungen zur von Vorinstanz und Versichertem unterschiedlich beantworteten Frage, ob der Hausarzt mit der Verwendung des Begriffes "posttraumatisch" eine Unfallkausalit�t des Bandscheibenschadens bejahen wollte oder nicht, er�brigen sich.
Die Aussage in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, wonach die vorerw�hnten �rzte Stellung genommen haben, ohne den Beschwerdef�hrer pers�nlich untersucht zu haben, trifft so nicht zu. Der Bericht des Dr. med. M.________ vom 22. Oktober 2004 beruht auf einer Untersuchung in der Wirbels�ulensprechstunde. Wenn die SUVA-�rzte auf die Einsch�tzung dieses Wirbels�ulenspezialisten und auf das CT vom 18. August 2004 abgestellt haben, vermag dies unter den gegebenen Umst�nden den Beweiswert ihrer Berichte nicht zu schm�lern.
Darin wird �berdies nachvollziehbar dargelegt, dass die zwei geltend gemachten "Blockierungen" vom 3. M�rz 2004 und 28. Juli 2004 - jeweils nach Perioden voller Arbeitst�tigkeit -, zwanglos mit einer unfallfremden Gesundheitssch�digung erkl�rt werden k�nnen. Dabei ist entgegen der vom Versicherten vertretenen Auffassung auch nicht wahrscheinlich, dass diese "Blockierungen" und die sp�ter aufgetretene Symptomatik Sp�tfolgen des Unfalles vom 28. Januar 2004 darstellen. Mit dem kantonalen Gericht ist schliesslich die Notwendigkeit weiterer medizinischer Abkl�rungen in antizipierter Beweisw�rdigung zu verneinen.
Die weiteren Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren ebenfalls zu keinem anderen Ergebnis. Dies gilt namentlich auch f�r die teils spekulative medizinische Argumentation. Es kann im �brigen auf die Erw�gungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden.