Source: https://www.steuertipps.de/steuererklaerung-finanzamt/steueraenderung/steueraenderungen-ab-2017
Timestamp: 2020-02-17 01:07:45
Document Index: 274823137

Matched Legal Cases: ['§ 173', '§ 173', '§ 122', '§ 50', '§ 45', '§ 175']

﻿ Steueränderungen ab 2017
2017 treten einige Änderungen hinsichtlich Formalitäten und Nachweisen in Kraft, die wir Ihnen hier kurz vorstellen.
Durch die neue Vorschrift des § 173a AO können Steuerpflichtige nun ihre Fehler korrigieren lassen. Danach muss das Finanzamt Steuerbescheide aufheben oder ändern, soweit dem Steuerpflichtigen bei Erstellung seiner Steuererklärung Schreib- oder Rechenfehler unterlaufen sind und er deshalb dem Finanzamt Tatsachen unzutreffend mitgeteilt hat.
Inkrafttreten: Der neue § 173a AO gilt für Steuerbescheide, die ab dem 1.1.2017 erlassen werden.
Das wird sich ändern, denn Steuerbescheide dürfen ab 2017 elektronisch bekannt gegeben werden. Der neu eingeführte § 122a AO macht es möglich. Allerdings geht das nur, wenn Sie der elektronischen Bekanntgabe zustimmen. Auch Einspruchsentscheidungen dürfen - mit Ihrer Zustimmung - zukünftig elektronisch bekannt gegeben werden.
Inkrafttreten: Dies gilt für Bescheide, die ab dem 1.1.2017 erlassen werden.
Aus der Vorlagepflicht wird damit eine Aufbewahrungspflicht. Belege, die nicht vom Finanzamt angefordert werden, müssen Sie ab Erhalt des Steuerbescheids noch ein Jahr aufheben (§ 50 Abs. 8 EStDV).
Inkrafttreten: Dies gilt für alle Zuwendungen, die ab 1.1.2017 dem Spendenempfänger zufließen.
Fordert das Finanzamt ausnahmsweise Belege an, dürfen Sie diese auch elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Das gilt zum Beispiel für Bescheinigungen der Kapitalertragssteuer (§ 45a EStG).
Inkrafttreten: Dies gilt seit 23.7.2016.
Über einen Antrag auf Erteilung einer verbindlichen Auskunft soll das Finanzamt in Zukunft innerhalb von sechs Monaten ab Eingang des Antrags entscheiden. Ist in dieser Zeit eine Entscheidung nicht möglich, müssen dem Antragsteller die entsprechenden Gründe mitgeteilt werden.
Inkrafttreten: Dies gilt für Anträge, die ab dem 1.1.2017 beim Finanzamt eingehen.
Inkrafttreten: Dies gilt für Anträge, die seit dem 23.7.2016 beim Finanzamt eingegangen sind.
Viele Daten der Steuerpflichtigen werden heute bereits elektronisch an das Finanzamt übermittelt, so zum Beispiel die Höhe der Rentenzahlungen, Lohnersatzleistungen und Krankenversicherungsbeiträge. Eine neue Korrekturvorschrift sorgt zugunsten der Steuerpflichtigen für mehr Rechtssicherheit. Denn stellt sich heraus, dass die übermittelten Daten falsch sind, muss der Steuerbescheid aufgehoben oder geändert werden - und zwar auch dann, wenn die Einspruchsfrist schon längst abgelaufen ist (§ 175b AO).
Inkrafttreten: Dies gilt für Daten, die ab dem 1.1.2017 übermittelt werden müssen.
Muster-Einspruch wegen Untätigkeit