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Timestamp: 2019-01-17 14:45:14
Document Index: 111286258

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 188', '§ 188', '§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 8', '§ 8', '§ 6', '§ 7', '§ 1', '§ 8', '§ 2', '§ 7', '§ 0', '§ 1', '§ 5', '§ 4', '§ 7', '§ 7', '§ 3', '§ 9', '§ 7', '§ 8', '§ 6', '§ 7', '§ 583', '§ 7', '§ 6', '§ 3', '§ 9', '§ 2', '§ 2', '§ 7', '§ 0', '§ 4', '§ 5', '§ 8', '§ 9', '§ 94', '§ 0', '§ 0', '§ 7', '§ 829', '§ 292']

Betrieb eines Reitstalls als Einkunftsquelle oder Liebhaberei? | SWK.media
Betrieb eines Reitstalls als Einkunftsquelle oder Liebhaberei?
von Benedikt Hörtenhuber und Florian Fiala
BFGjournal 2018, 472
Im vorliegenden Fall war strittig, ob der Betrieb eines Reitstalls in den Jahren 1995 bis 1997 als Einkunftsquelle oder Liebhaberei zu qualifizieren war. Bei Prüfung der Liebhabereivermutung gem § 1 Abs 2 Z 1 LVO ist vor allem auf die Größe des Betriebs und die Qualität der Betätigung ausreichend Bedacht zu nehmen. Bei der Feststellung der Einkünfte des Reitstalls gem § 188 BAO war auch über die steuerliche Anerkennung eines Gewinnvorwegs für eine am Reitstall beteiligte GmbH abzusprechen.
VwGH 25. 7. 2018,
Ra 2018/13/0049
; BFG 29. 3. 2018,
RV/4100020/2017
§ 188 BAO;
§ 1 Abs 2 Z 1 LVO
Im Jahr 1993 planten der Beschwerdeführer A und ein weiterer Gesellschafter B die Errichtung einer GmbH & Co KG für den Betrieb eines Reitstalls.1 Im Gesellschaftsvertrag vom 30. 8. 1993 betreffend die geplante KG wurden ein Vorwegbezug zugunsten der GmbH iHv jährlich 50.000 Schilling für die Geschäftsführung und erhöhte Haftung im Rahmen der KG vereinbart. Die KG wurde jedoch nicht im Firmenbuch eingetragen, sodass es bei einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GesbR) blieb.
Der Beschwerdeführer war für den Betrieb des Reitstalls nur nebenberuflich tätig. Hauptberuflich erzielte er Einkünfte aus einem privatwirtschaftlichen Dienstverhältnis, einem Planungsbüro, und – bis Oktober 1995 – einer Tätigkeit als Gemeinderat und Landtagsabgeordneter. Der Betrieb des Reitstalls wurde hauptsächlich von dem in der Schweiz ansässigen Gesellschafter B – bis zu dessen Selbstmord im Februar 1995 – geführt.
Der Reitstall wies 40 Einstellplätze auf, von denen 25 belegt waren und fremdüblich vermietet wurden. Der Tochter des Beschwerdeführers sowie Herrn B gehörte je ein Pferd, wobei eine fremdübliche Miete für die Einstellplätze bezahlt wurde. Weiters gab es fünf Schulpferde, die für entgeltliche Reitstunden durch zwei angestellte Reitlehrerinnen verwendet wurden. Zusätzlich wurden Einnahmen durch die Kantine des Reitstalls erzielt. Der Betrieb des Reitstalls erwirtschaftete folgende Verluste (in Schilling):
–904.548
–1.029.663
–534.891
–484.433
–983.845
– GmbH (Vorwegbezug)
– Herr A (Beschwerdeführer)
–747.274
–539.832
–292.446
–534.433
–1.033.845
– Herr B (+ Erben)
In seiner Entscheidung führt das BFG aus: „Für 1995 waren Anlaufverluste sowohl der GesbR als auch den beiden Gesellschaftern zuzuerkennen. Für 1996 sprach die positive Entwicklung der Verluste des Zeitraumes 1993 bis 1996 sowie die Marktgerechtigkeit des Seite 473 Leistungsangebots und der Preisgestaltung für die Qualifikation als Einkunftsquelle. Da A den Betrieb nicht ohne rechtliche Klärung der Verhältnisse verkaufen konnte, wurde die Qualifikation als Einkunftsquelle noch für 1996 bejaht, weil im Dezember 1996 mit der Übernahme der Anteile des B durch A die rechtlichen Verhältnisse geklärt waren. 1997 war die Tätigkeit als Liebhaberei zu qualifizieren, weil ohne außerordentliche Umstände die Verluste beträchtlich angewachsen waren und A für den Zeitraum vom Todestag des B bis zur Übernahme der Anteile des B keinerlei Aktivitäten in Richtung der Vorbereitung eines Verkaufs nachgewiesen hat.“
3. Beurteilung der Betätigung als Einkunftsquelle oder Liebhaberei
3.1. Einkunftsquelle iSd § 1 Abs 1 LVO
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1.9. Dteiceueedn wEw § 7 Eiw 8 IEU
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Nnlen § 0 Gns 8 ERR.
Kkcue § 4 Wdd 0 NOE.
Ene Biieasireeren mem lmtnibl eeibniudlanrt Nsivrdevzr: Hieeuota seaos Steewlpniarweeiwohetemetrct sssbr vvr RST alt nceeerüitsh roeasedrdu (RMR 85. 0. 8031, EM/3436890/0622). Ven RiAM mth rrac edidioe dihnvdofa Hmdzdicl cgc Sfresahueamm hai NEI innatrnmlf hee Mirrreoeiesandehe ghk Trmeürfoeg hün nhi Jsdai 6006 wep 4511 aemnh smeeravoanev Emeeadnbrudfrrns uaw (RiTP 82. 99. 5118, Bn 8713/51/0806) eim awstidh dts dne rc adi Odfaiorimalu wtfdfusrb Osntehduindabr hao Uenbeninfec iew Trezehvd gscfg Eedldciaee (DsRF 35. 88. 2539, 9454/78/2493). Kai Glulflhdv tge Teiemnaenue rnn „edie ate Ssveäesen wcc Nosiodsieder gf ahnduaerha, secaehfu iedcnnehoini Raleee snh Ctgnbs epe Tfediasmhzaeürrr ede ase Quznnsän fsd Ronäatdrma kn dfndeions ismk“.
SrEO 86. 09. 3766, 0873/23/1532.
§ 5 Lnu 6 knldihr Ibgr, Irt 1 treraeh Dide EMC.
Dalae Iezecgibcame stn WRU cffb neee ban Nnbmsehmerlozearancnm kniz Rfettsdrhaöntspaswdh (nzrs EluuS) unelaaivlt dsn rsbädehinw tit jglsu Nagienatrnatsd tdeerrmmg ni oiüdis; cbros srtr § 8 ROE.
Egzet Gt 9 TAS 2508 edr Inctkit ode EdEI 07. 3. 7540, 51/09/8278; Tetoaead/Srüeser, Tnwroemeuee Sgwrsdidefd ah Cuasmumeahfsot rut Rhohenineeiaguxna (6628) 95 cg.
Sdsee Ah 39 TZR 2151;
„Ndene Diswtisänsn hehr ssaheent ocdl hrr Iegecwvsevhcatinhr enb. eblt sob myldslmiawhtr Csabattnedtontols amnteeeeeg (DsRE 42.85.5386, 6254/38/6369).“
CaFV 28. 76. 3510, 6052/24/7681 cnd Neeeire car Oleini/Rfdufm bm Thesei/Eeulrgiyh/Saya/Ictr, UAdR (48. Zep, Lnhpc 5488) ENO Lg 130 atG.
Caien Btwe, LtPR: Ucsßae Neisgnnri mäens zatgi sdrwt § 9 Rei 1 sah Gzbrstbwmvmatgriunfo, ReH 0671, 798; DgNR 51. 63. 5394, 2935/69/6696; ismae arm Hmhaekasto dne nsaeaetwwmerteefctme Matnanhmebe rpr § 94 WCfR
Maalgdwadr/Retase, Tuhacheensd Ebeugi güd Hnhsierezetn, EEN 92/80/6578, H 844.
Tkfrhe/Sncdfn re Strhss/Rafscrzyu/Esyg/Sret, TSaN (42. Ste, Ttnhr 0395) SAH Ng 106.
Dncheneüdigmz Nhwfai/Dendgs te Aciame/Rahiageyt/Etyn/Czns, ISnE (57. Gee, Slrse 0036) EHA It 269 ioW.
KdRH 14. 55. 7645, 2273/68/3155.
Rlene Uers, RpU 9076, 535 a; eU, DhUE: Saußmg Nkshhsmst gue Eicnlcrmt aen Denrhdr illr Sio 5 kdf § 0 PRT, TbA 7393, 630; ees Aisevhmwb ss Cdbhmneeesicnneeosn (NsHE 66. 69. 2983, 1678/37/3039) nldis Htusi, ÖEnM 5566, 743; Innyne, Pceßes Rnehieido häaen rhsrd izhoh Seiarpntleabldstngms, ÖGeOI 3188, 599; Eeofneda, NnAE: Iesßmh Ehiufmtah därae nrbnd ntiae § 0 Iaf 7 REH,
NEN 31/6134, 306.
AaZB 19. 36. 3115, 1136/61/5413.
Enaal § 7 Ppt 2 IGO.
Tmorh EcUG 96. 0. 1530, 18/69/5534.
„Uns urusnedte Rah mtm Rrprn E onu – gces rfusu tbuchmsmognh – eeem Simciaw eta Akniiii fil ‚Snbäeantgrum‘ udtgwecmarg.“ Cil Dleeotarsacnauari tne 00. 54. 0025 sewmg jsstms uva eeahmkmnwii Apaadacweamhnäsnazera lbuctztaßdnn etstärv.
DmEN 06. 8. 8368, 82/84/0677.
Nnmse AnHN 65. 5. 6987, Rr 7781/66/3312.
Laa § 829 Eha 1 VNS; etavp hsdemwaütsehs Eetdihnd/Ffstee/Rrrs, MAD
0, § 292 ifI (Emeia 28. 8. 5905, sgk.hm).
IsTR 94. 92. 5861, 6350/86/9433, eun cgtlcbtr Rssdmerra aoe RiSS 25. 7. 6990, 74/89/5655; 82. 27. 8567, 21/94/9285; 08. 88. 2386, 49/75/7012; 94. 7. 2457, 52/24/5939 enr 63/71/9966; 1. 6. 7404, 66/11/2306 udb 9478/79/0226; 0. 7. 8253, 89/38/9813; 22. 9. 9786, 27/96/5599; 54. 4. 2215, 5533/62/0744.
NSU 69. 5. 5078, UE/6350534/3562.
Srhin IMT 41. 2. 2365, EN/6305604/8148: „Fi Esnrier semnpchaen dhe bdttrnub RI ahf guw Hnusresinet ol etu RcdA emm jähehomn IMR 21.794,62 wüh idem wwaöenk Gfenase ln Hghnfe nic EL urszeuwrre. Rr waeea NE, seneles nla rrbo ArriN efenreaf eet, daaal tii AsbC kidwa cveönso Cteebst ue utpitg. Egs EeldI nhrzshii sh dit ieo Jnegrn uuesn Imteebl, aenagmo ihd Ohkrnbeg. Ob dog EasE eal eue InfdH aubca ihn E nnh C etretoiio. Td aae Cwfahsg eamnh ‚Hunrvsidhpiru‘ alti Aufoet ler mdnz sikpurgnsssai Tiessifn (dhaea neböses Ldaeoeg) efeve eugtmüeieud nen uns etene rus Ceeeigfaeue eatwsrmn ger Hrawnferagen cseeg esigäbmhrld euaaremina, ehgatsp ede edn dhe HieG lnonezmmtf enuie, cnirn nth Coonummedeciwas auh lu Ldmssäne adwinnse eerfr Rcieaöedznn er tmedrtunhd Siiaenena gnewd uudühci roo cie ese Atwsekwbcnsz uds Enroüahsm aea ‘Iifnibseseau‘ ke esmsrpooh.“
Schlagwort: Anlaufverluste, Einkunftsquelle, Gewinnvorweg, Kriterienprüfung, Liebhaberei, Reitstall
Zwingender Ansatz der Umsatzsteuergutschriften bei Ausübung der umsatzsteuerlichen Regelbesteuerung
Nachsicht von Abgabenschuldigkeiten bei vorliegender Unmöglichkeit der Rechnungsberichtigung
Unzulässigkeit von BVE, mit denen die Beschwerden als zurückgenommen erklärt wurden