Source: https://www.ilco.at/behindertenpass.html
Timestamp: 2019-01-22 08:39:03
Document Index: 357079178

Matched Legal Cases: ['§ 29', '§29', '§29', '§ 29', '§ 29', '§ 29']

Behindertenpass - Ilco Dachverband
Der Behindertenpass ist ein amtlicher Ausweis. Im Behindertenpass ist ein Foto der Inhaberin/des Inhabers und es sind die persönlichen Daten, das Ausstellungsdatum und der Grad der Behinderung vermerkt. Der Behindertenpass wird von der Landesstelle des Bundessozialamtes ausgestellt.
Wer kann sich einen Behindertenpass vom Bundessozialamt ausstellen lassen?
einen Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent haben.
in Österreich wohnen.
Das Antragsformular für den Behindertenpass erhält man beim Bundessozialamt oder auf der Homepage http://www.bundessozialamt.gv.at/basb/Behindertenpass/Allgemeine Informationen
Dem Antrag ist ein Lichtbild sowie der Meldezettel beizulegen. Auch Atteste oder ärztliche Befunde sind mitzuschicken.
Der Antrag für den Behindertenpass und der Behindertenpass sind kostenfrei!
Wenn noch nicht festgestellt worden ist, welchen Behinderungsgrad man hat, stellt das eine Ärztin oder ein Arzt vom Bundessozialamt fest.
Vorteile, die mit dem Behindertenpass möglich sind:
Pauschalierter Steuerfreibetrag ab 25 % Behinderung (ausgenommen bei ganzjährigem Pflegegeldbezug) und/oder Diätverpflegung (mit entsprechender Zusatzeintragung im Behindertenpass)
Gratis Autobahnvignette (mit Zusatzeintragung im Behindertenpass über die Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel wegen dauernder Gesundheitsschädigung oder Blindheit). Das KFZ muss auf die versicherte Person zugelassen sein. Antrag (mit Kopie des Zulassungsscheines) bei der Landesstelle des Bundessozialamts zu stellen.
Befreiung von der motorbezogenen Versicherungssteuer - früher Kfz-Steuerbefreiung (Voraussetzung: Entweder Parkausweis gem. § 29 b StVO oder Zusatzeintragung im Behindertenpass über die Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel)
Behindertenparkausweis §29b, wird ab 01.01.2014 nicht mehr beim Magistrat oder der Bezirkshauptmannschaft, sondern beim zuständigen Bundessozialamt ausgestellt. Außer Gehbehinderten erhalten dann auch chronisch kranke Menschen sowie Stomaträger/innen, die im Behindertenpass den Zusatzeintrag „Unzumutbarkeit öffentlicher Verkehrsmittel wegen dauernder Gesundheitsschädigung“ eingetragen haben, automatisch den Behindertenparkausweis §29b. Dieser berechtigt in Österreich das Parken in einer Kurzparkzone ohne zeitliche Beschränkung und befreit somit von der Entrichtung der Parkometerabgabe.
Mautermäßigungen: auf der Großglocknerhochalpenstraße, Nockalmstraße und Gerlos Alpenstraße genügt der Behindertenpass, für die Felbertauernstraße und auf den verschiedenen Autobahnmautabschnitten, z.b A 10, benötigt man den Parkausweis gem.§ 29 b StVO UND einen Einschränkungsvermerk im Führerschein, z.B. Automatikgetriebe
Autofahrerclub Mitgliedsermäßigungen bei ARBÖ und ÖAMTC (§ 29 b StVO-Parkausweis oder Behindertenpass mit Zusatzeintragung der Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel)
Neu: Behindertenpass statt ÖBB VORTEILSCARD Spezial: Seit 1. Jänner 2014 erhalten Menschen mit Behinderung auch ohne VORTEILSCARD 50% Ermäßigung auf ÖBB Standard-Einzelfahrkarten. Einzige Voraussetzung: Ein Behindertenpass nach dem Bundesbehindertengesetz oder Schwerkriegsbeschädigtenausweis mit dem Eintrag des Grades der Behinderung von mind. 70 % oder mit dem Vermerk „Der/die Inhaber kann die Fahrpreisermäßigung nach Bundesbehindertengesetz in Anspruch nehmen“.
Bitte zeigen Sie den Ausweis bei jeder Fahrkartenkontrolle unaufgefordert vor. Personen mit Pflegegeldbezug ohne Behindertenpass können unter Umständen ebenfalls vom Sozialministeriumservice (eh. Bundessozialamt) eine Bescheinigung erhalten, das sie Fahrpreisermäßigung trotzdem in Anspruch nehmen dürfen
Die Vorteile haben sich nicht geändert: 50 % Rabatt auf Standard-Einzelfahrten, die kostenlose Sitzplatzreservierung und einen Rollstuhlplatz gratis, falls benötigt.
Euro-key , ein Schlüssel zur Benützung von z.B. WC-Anlagen, die behinderten Menschen vorbehalten sind
Eventuell Befreiung von Studiengebühren. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Ausbildungsstätte
Versicherte bei der Gewerblichen Sozialversicherung (GSVG) mit einer Behinderung ab 50 % (Eintragung im Behindertenpass) erhalten eine Befreiung vom Selbstbehalt (Kostenanteil = 20 %) für Leistungen aus dieser Versicherung. Ein Antrag bei der Versicherung ist erforderlich!
Preisermäßigungen bei Freizeit- und Kultureinrichtungen (bitte immer vor dem Kartenerwerb anfragen!)
Besonders zu beachten ist, dass bei allen KFZ bezogenen Vergünstigungen das Fahrzeug auf die behinderte Person zugelassen sein muss!
Hinweis: Der Behindertenpass ersetzt nicht den Ausweis nach § 29 b Straßenverkehrsordnung (Parkausweis bei dauernd starker Gehbehinderung). Dieser kann bei Vorliegen der Voraussetzungen beim Magistrat oder der Bezirkshauptmannschaft beantragt werden.