Source: http://rechtsprechung.niedersachsen.juris.de/purl/gesetze/_ges/IFG
Timestamp: 2019-11-22 21:24:39
Document Index: 179839867

Matched Legal Cases: ['Art. 2', '§ 15', '§ 13', '§ 21', '§ 13', '§ 4', '§ 4', '§ 6', '§ 10', '§ 19', '§ 13', '§ 19', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 42', '§ 42', '§ 44', '§ 13', '§ 13', '§ 5', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 29', '§ 25', '§ 10', '§ 3', '§ 1', '§ 5', '§ 6', '§ 17', '§ 6', '§ 8', '§ 7', '§ 9', '§ 7', '§ 1', '§ 10', '§ 10', 'Art. 2', '§ 10', 'Art. 2', '§ 10', 'Art. 2', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 13']

Gesetz zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes - Aktuelle Gesamtausgabe
Ausfertigungsdatum: 05.09.2005
Fundstelle: BGBl I 2005, 2722
FNA: FNA 201-10, GESTA B048
Stand: Geändert durch Art. 2 Abs. 6 G v. 7.8.2013 I 3154
(+++ Textnachweis ab:  1.1.2006 +++)
§ 15 Inkraftsetzung IFG 1.1.2006
§ 13 Abs 1 Teiländerung BDSG 1990 Inhaltsübersicht (Abschn 2 UAbschn 3 Überschr)
BDSG 1990 Inhaltsübersicht (§§ 21 bis 26) 1.1.2006
§ 13 Abs 1 Teiländerung BDSG 1990 § 4c Abs 2 S 2
BDSG 1990 § 4d Abs 1, 6 S 3
BDSG 1990 § 6 Abs 2 S 4
BDSG 1990 § 10 Abs 3 S 1
BDSG 1990 § 19 Abs 5 S 2 1.1.2006
§ 13 Abs 1 Teiländerung BDSG 1990 § 19 Abs 6 S 1
BDSG 1990 § 21
BDSG 1990 § 22
BDSG 1990 § 23
BDSG 1990 § 24
BDSG 1990 § 25
BDSG 1990 § 26
BDSG 1990 § 42 Abs 1 S 1 Halbs 2
BDSG 1990 § 42 Abs 4 S 3
BDSG 1990 § 44 Abs 2 S 2 1.1.2006
§ 13 Abs 1 Teiländerung BDSG 1990 Dritter Unterabschnitt (Abschn 2) (Überschr) 1.1.2006
§ 13 Abs 2 Einfügung BArchG § 5 Abs 4 S 2 1.1.2006
Gesetz zur Regelung des Zugangs zu Informationen des Bundes 05.09.2005
§ 1 Grundsatz 05.09.2005
§ 2 Begriffsbestimmungen 05.09.2005
§ 3 Schutz von besonderen öffentlichen Belangen 05.09.2005
§ 4 Schutz des behördlichen Entscheidungsprozesses 05.09.2005
§ 5 Schutz personenbezogener Daten 05.09.2005
§ 6 Schutz des geistigen Eigentums und von Betriebs- oder Geschäftsgeheimnissen 05.09.2005
§ 7 Antrag und Verfahren 05.09.2005
§ 8 Verfahren bei Beteiligung Dritter 05.09.2005
§ 9 Ablehnung des Antrags; Rechtsweg 05.09.2005
§ 10 Gebühren und Auslagen 07.08.2013
§ 11 Veröffentlichungspflichten 05.09.2005
§ 12 Bundesbeauftragter für die Informationsfreiheit 05.09.2005
§ 13 05.09.2005
§ 14 Bericht und Evaluierung 05.09.2005
§ 15 Inkrafttreten 05.09.2005
(1) 1Jeder hat nach Maßgabe dieses Gesetzes gegenüber den Behörden des Bundes einen Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen. 2Für sonstige Bundesorgane und -einrichtungen gilt dieses Gesetz, soweit sie öffentlich-rechtliche Verwaltungsaufgaben wahrnehmen. 3Einer Behörde im Sinne dieser Vorschrift steht eine natürliche Person oder juristische Person des Privatrechts gleich, soweit eine Behörde sich dieser Person zur Erfüllung ihrer öffentlich-rechtlichen Aufgaben bedient.
(2) 1Die Behörde kann Auskunft erteilen, Akteneinsicht gewähren oder Informationen in sonstiger Weise zur Verfügung stellen. 2Begehrt der Antragsteller eine bestimmte Art des Informationszugangs, so darf dieser nur aus wichtigem Grund auf andere Art gewährt werden. 3Als wichtiger Grund gilt insbesondere ein deutlich höherer Verwaltungsaufwand.
(3) Regelungen in anderen Rechtsvorschriften über den Zugang zu amtlichen Informationen gehen mit Ausnahme des § 29 des Verwaltungsverfahrensgesetzes und des § 25 des Zehnten Buches Sozialgesetzbuch vor.
amtliche Information: jede amtlichen Zwecken dienende Aufzeichnung, unabhängig von der Art ihrer Speicherung. 2Entwürfe und Notizen, die nicht Bestandteil eines Vorgangs werden sollen, gehören nicht dazu;
Dritter: jeder, über den personenbezogene Daten oder sonstige Informationen vorliegen.
wenn das Bekanntwerden der Information nachteilige Auswirkungen haben kann auf
militärische und sonstige sicherheitsempfindliche Belange der Bundeswehr,
Belange der inneren oder äußeren Sicherheit,
Maßnahmen zum Schutz vor unerlaubtem Außenwirtschaftsverkehr,
die Durchführung eines laufenden Gerichtsverfahrens, den Anspruch einer Person auf ein faires Verfahren oder die Durchführung strafrechtlicher, ordnungswidrigkeitsrechtlicher oder disziplinarischer Ermittlungen,
wenn das Bekanntwerden der Information die öffentliche Sicherheit gefährden kann,
wenn und solange
die notwendige Vertraulichkeit internationaler Verhandlungen oder
die Beratungen von Behörden beeinträchtigt werden,
wenn die Information einer durch Rechtsvorschrift oder durch die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum materiellen und organisatorischen Schutz von Verschlusssachen geregelten Geheimhaltungs- oder Vertraulichkeitspflicht oder einem Berufs- oder besonderen Amtsgeheimnis unterliegt,
wenn das Bekanntwerden der Information geeignet wäre, fiskalische Interessen des Bundes im Wirtschaftsverkehr oder wirtschaftliche Interessen der Sozialversicherungen zu beeinträchtigen,
gegenüber den Nachrichtendiensten sowie den Behörden und sonstigen öffentlichen Stellen des Bundes, soweit sie Aufgaben im Sinne des § 10 Nr. 3 des Sicherheitsüberprüfungsgesetzes wahrnehmen.
(1) 1Der Antrag auf Informationszugang soll abgelehnt werden für Entwürfe zu Entscheidungen sowie Arbeiten und Beschlüsse zu ihrer unmittelbaren Vorbereitung, soweit und solange durch die vorzeitige Bekanntgabe der Informationen der Erfolg der Entscheidung oder bevorstehender behördlicher Maßnahmen vereitelt würde. 2Nicht der unmittelbaren Entscheidungsvorbereitung nach Satz 1 dienen regelmäßig Ergebnisse der Beweiserhebung und Gutachten oder Stellungnahmen Dritter.
(1) 1Zugang zu personenbezogenen Daten darf nur gewährt werden, soweit das Informationsinteresse des Antragstellers das schutzwürdige Interesse des Dritten am Ausschluss des Informationszugangs überwiegt oder der Dritte eingewilligt hat. 2Besondere Arten personenbezogener Daten im Sinne des § 3 Abs. 9 des Bundesdatenschutzgesetzes dürfen nur übermittelt werden, wenn der Dritte ausdrücklich eingewilligt hat.
(3) Das Informationsinteresse des Antragstellers überwiegt das schutzwürdige Interesse des Dritten am Ausschluss des Informationszugangs in der Regel dann, wenn sich die Angabe auf Name, Titel, akademischen Grad, Berufs- und Funktionsbezeichnung, Büroanschrift und -telekommunikationsnummer beschränkt und der Dritte als Gutachter, Sachverständiger oder in vergleichbarer Weise eine Stellungnahme in einem Verfahren abgegeben hat.
(4) Name, Titel, akademischer Grad, Berufs- und Funktionsbezeichnung, Büroanschrift und -telekommunikationsnummer von Bearbeitern sind vom Informationszugang nicht ausgeschlossen, soweit sie Ausdruck und Folge der amtlichen Tätigkeit sind und kein Ausnahmetatbestand erfüllt ist.
1Der Anspruch auf Informationszugang besteht nicht, soweit der Schutz geistigen Eigentums entgegensteht. 2Zugang zu Betriebs- oder Geschäftsgeheimnissen darf nur gewährt werden, soweit der Betroffene eingewilligt hat.
(1) 1Über den Antrag auf Informationszugang entscheidet die Behörde, die zur Verfügung über die begehrten Informationen berechtigt ist. 2Im Fall des § 1 Abs. 1 Satz 3 ist der Antrag an die Behörde zu richten, die sich der natürlichen oder juristischen Person des Privatrechts zur Erfüllung ihrer öffentlich-rechtlichen Aufgaben bedient. 3Betrifft der Antrag Daten Dritter im Sinne von § 5 Abs. 1 und 2 oder § 6, muss er begründet werden. 4Bei gleichförmigen Anträgen von mehr als 50 Personen gelten die §§ 17 bis 19 des Verwaltungsverfahrensgesetzes entsprechend.
(2) 1Besteht ein Anspruch auf Informationszugang zum Teil, ist dem Antrag in dem Umfang stattzugeben, in dem der Informationszugang ohne Preisgabe der geheimhaltungsbedürftigen Informationen oder ohne unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand möglich ist. 2Entsprechendes gilt, wenn sich der Antragsteller in den Fällen, in denen Belange Dritter berührt sind, mit einer Unkenntlichmachung der diesbezüglichen Informationen einverstanden erklärt.
(3) 1Auskünfte können mündlich, schriftlich oder elektronisch erteilt werden. 2Die Behörde ist nicht verpflichtet, die inhaltliche Richtigkeit der Information zu prüfen.
(4) 1Im Fall der Einsichtnahme in amtliche Informationen kann sich der Antragsteller Notizen machen oder Ablichtungen und Ausdrucke fertigen lassen. 2§ 6 Satz 1 bleibt unberührt.
(5) 1Die Information ist dem Antragsteller unter Berücksichtigung seiner Belange unverzüglich zugänglich zu machen. 2Der Informationszugang soll innerhalb eines Monats erfolgen. 3§ 8 bleibt unberührt.
(2) 1Die Entscheidung nach § 7 Abs. 1 Satz 1 ergeht schriftlich und ist auch dem Dritten bekannt zu geben. 2Der Informationszugang darf erst erfolgen, wenn die Entscheidung dem Dritten gegenüber bestandskräftig ist oder die sofortige Vollziehung angeordnet worden ist und seit der Bekanntgabe der Anordnung an den Dritten zwei Wochen verstrichen sind. 3§ 9 Abs. 4 gilt entsprechend.
(1) Die Bekanntgabe einer Entscheidung, mit der der Antrag ganz oder teilweise abgelehnt wird, hat innerhalb der Frist nach § 7 Abs. 5 Satz 2 zu erfolgen.
(3) Der Antrag kann abgelehnt werden, wenn der Antragsteller bereits über die begehrten Informationen verfügt oder sich diese in zumutbarer Weise aus allgemein zugänglichen Quellen beschaffen kann.
(4) 1Gegen die ablehnende Entscheidung sind Widerspruch und Verpflichtungsklage zulässig. 2Ein Widerspruchsverfahren nach den Vorschriften des 8. Abschnitts der Verwaltungsgerichtsordnung ist auch dann durchzuführen, wenn die Entscheidung von einer obersten Bundesbehörde getroffen wurde.
(1) 1Für individuell zurechenbare öffentliche Leistungen nach diesem Gesetz werden Gebühren und Auslagen erhoben. 2Dies gilt nicht für die Erteilung einfacher Auskünfte.
(2) Die Gebühren sind auch unter Berücksichtigung des Verwaltungsaufwandes so zu bemessen, dass der Informationszugang nach § 1 wirksam in Anspruch genommen werden kann.
(3) 1Das Bundesministerium des Innern wird ermächtigt, für individuell zurechenbare öffentliche Leistungen nach diesem Gesetz die Gebührentatbestände und Gebührensätze durch Rechtsverordnung ohne Zustimmung des Bundesrates zu bestimmen. 2§ 10 des Bundesgebührengesetzes findet keine Anwendung.
§ 10 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 2 Abs. 6 Nr. 1 G v. 7.8.2013 I 3154 mWv 15.8.2013
§ 10 Abs. 3 Satz 1: IdF d. Art. 2 Abs. 6 Nr. 2 Buchst. a G v. 7.8.2013 I 3154 mWv 15.8.2013
§ 10 Abs. 3 Satz 2: IdF d. Art. 2 Abs. 6 Nr. 2 Buchst. b G v. 7.8.2013 I 3154 mWv 15.8.2013
(1) Die Behörden sollen Verzeichnisse führen, aus denen sich die vorhandenen Informationssammlungen und -zwecke erkennen lassen.
(2) Organisations- und Aktenpläne ohne Angabe personenbezogener Daten sind nach Maßgabe dieses Gesetzes allgemein zugänglich zu machen.
(3) Die Behörden sollen die in den Absätzen 1 und 2 genannten Pläne und Verzeichnisse sowie weitere geeignete Informationen in elektronischer Form allgemein zugänglich machen.
(1) Jeder kann den Bundesbeauftragten für die Informationsfreiheit anrufen, wenn er sein Recht auf Informationszugang nach diesem Gesetz als verletzt ansieht.
(2) Die Aufgabe des Bundesbeauftragten für die Informationsfreiheit wird von dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz wahrgenommen.
(3) Die Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes über die Kontrollaufgaben des Bundesbeauftragten für den Datenschutz (§ 24 Abs. 1 und 3 bis 5), über Beanstandungen (§ 25 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 4, Satz 2 und Abs. 2 und 3) sowie über weitere Aufgaben gemäß § 26 Abs. 1 bis 3 gelten entsprechend.
§ 13: Änderungsvorschriften
1Die Bundesregierung unterrichtet den Deutschen Bundestag zwei Jahre vor Außerkrafttreten über die Anwendung dieses Gesetzes. 2Der Deutsche Bundestag wird das Gesetz ein Jahr vor Außerkrafttreten auf wissenschaftlicher Grundlage evaluieren.