Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=24.05.2012&Aktenzeichen=9%20S%202246/11
Timestamp: 2020-08-15 20:29:05
Document Index: 377057305

Matched Legal Cases: ['Art 3', 'Art 6', 'Art 6', 'Art 12', '§ 1', '§ 53', '§ 54', '§ 15', '§ 20', '§ 9', 'Art. 12', '§ 66', '§ 64']

VGH Baden-Württemberg, 24.05.2012 - 9 S 2246/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,4130
VGH Baden-Württemberg, 24.05.2012 - 9 S 2246/11 (https://dejure.org/2012,4130)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 24.05.2012 - 9 S 2246/11 (https://dejure.org/2012,4130)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 24. Mai 2012 - 9 S 2246/11 (https://dejure.org/2012,4130)
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Art 3 Abs 1 GG, Art 6 Abs 1 GG, Art 6 Abs 4 GG, Art 12 Abs 1 GG, § 1 Abs 4 BBiG, § 53 Abs 1 BBiG, § 54 BBiG, § 15 Abs 1 BEEG, § 20 Abs 1 BEEG, § 9 Abs 2 S 1 IndFachwirtPrV vom 01.01.1989
Verlängerung einer Frist für die Anrechnung von Prüfungsleistungen bei einem vorangegangenen Prüfungsversuch in der Wiederholungsprüfung um den Zeitraum in Anspruch genommener Elternzeit
VG Stuttgart, 11.07.2011 - 12 K 5233/10
BVerwG, 02.10.2012 - 6 B 34.12
ESVGH 63, 126
Das Berufungsverfahren 9 S 2246/11, entschieden durch Urteil vom 24.05.2012, ist zwar erst nach dem Berufungsverfahren des Klägers anhängig gemacht und entscheidungsreif geworden.
Dabei treffen den Normgeber aus Art. 12 Abs. 1 GG nur ausnahmsweise und unter sehr engen Voraussetzungen entsprechende Schutzpflichten (vgl. Senatsurteil vom 24.05.2012 - 9 S 2246/11 - m.w.N.).
Denn von dem genannten Grundsatz, dass die bisherigen baulichen Nutzungsmöglichkeiten eines Grundstückes im Falle seiner Überplanung abwägungsbeachtlich sind, ist dann eine Ausnahme zu machen, wenn der Inhaber des Baurechts nach aller Voraussicht nicht in der Lage sein wird, sein Vorhaben zu verwirklichen, wenn mit anderen Worten eine Situation gegeben ist, die bereits das Sachbescheidungsinteresse an einem entsprechenden Bauantrag oder einer entsprechenden Bauvoranfrage entfallen ließe (vgl. Hessischer VGH, Beschluss vom 24. Mai 2012 - 3 A 1532/11 .Z -, ESVGH 63, 126 [L] = BRS 79 Nr. 146).
Nach § 66 Abs. 1 i.V.m. § 64 Abs. 1 2. Halbs. HBO darf die Bauaufsichtsbehörde die Bauvoranfrage auch ablehnen, wenn das Bauvorhaben gegen solche öffentlich-rechtlichen Vorschriften verstößt, die im Baugenehmigungsverfahren nicht zu prüfen sind (Hess. VGH, Beschluss vom 24.05.2012 - 3 A 1532/11.Z - BRS 79 Nr. 146 = ESVGH 63, 126 [L]; Hess. VGH, Beschluss vom 01.10.2010 - 4 A 1907/10.Z - BRS 76 Nr. 147 = ESVGH 61, 91).
Die Behörde hat hierbei alle für und gegen die Versagung sprechenden Gesichtspunkte zu ermitteln und einzustellen, insbesondere auch zu überprüfen, ob sich die Versagung als verhältnismäßig und erforderlich darstellt (Hess. VGH, Beschluss vom 24.05.2012 - 3 A 1532/11.Z - BRS 79 Nr. 146 = ESVGH 63, 126 [L]).