Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%202011,%20570
Timestamp: 2020-02-23 16:38:03
Document Index: 250147231

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 30', 'BGH', '§ 30', 'BGH', '§ 30', '§ 30', '§ 30', 'BGH']

https://dejure.org/2011,3576
BGH, 16.03.2011 - 5 StR 581/10 (https://dejure.org/2011,3576)
BGH, Entscheidung vom 16.03.2011 - 5 StR 581/10 (https://dejure.org/2011,3576)
BGH, Entscheidung vom 16. März 2011 - 5 StR 581/10 (https://dejure.org/2011,3576)
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Internetchat; sexuelle Handlung (einige Erheblichkeit; sexualbezogene Körpermerkmale); sexueller Missbrauch von Kindern; Herstellen pornografischer Schriften; Verbrechensverabredung (Pseudonymität; Anonymität; Bindung; Aufdeckung der Identität; freiwilliges Aufgeben ...
Verabredung zu einem Mord im Internetchat in Tateinheit mit Kindesmissbrauch und Vergewaltigung mit Todesfolge und Tateinheit mit Verbreitung kinderpornografischer Schriften; Bewertung eines sexuell aufreizenden Posierens eines dreijährigen Kindes in obszöner Stellung ...
§§ 30 Abs. 2 Var. 3, 211 StGB
Strafbarkeit der Vorbereitungshandlungen zu einem Verbrechen, Anonyme Verbrechensverabredung
Kurznachricht zu "Überlegungen zur Strafwürdigkeit tatvorbereitender computervermittelter Kommunikation im Internet - Zugleich Besprechung von BGH, Beschl. v. 16.03.2011 - 5 StR 581/10 - Zauberwald (= StV 2012, 146) -" von Prof. Dr. Peter Rackow und AkR a. Z. Dr. Stefanie Bock und AkR a. Z. ...
sueddeutsche.de (Meldung mit Bezug zur Entscheidung, 31.08.2011)
shz.de (Pressebericht mit Bezug zur Entscheidung, 13.01.2018)
ln-online.de (Pressebericht mit Bezug zur Entscheidung, 15.01.2018)
a) Die Strafbarkeit wegen Verabredung eines Verbrechens setzt nach § 30 Abs. 2, 3. Alt. StGB den Entschluss von mindestens zwei Personen zur Begehung eines bestimmten Verbrechens als Mittäter voraus (BGH, Beschluss vom 16. März 2011 - 5 StR 581/10, NStZ 2011, 570, 571;… Fischer, StGB, 65. Aufl., § 30 Rn. 12;… Schönke/Schröder/Heine/Weißer, StGB, 29. Aufl., § 30 Rn. 24; jeweils mwN).
Denn zum einen kommt darin gerade die vom Gesetzgeber bei Erlass des § 30 Abs. 2 Var. 2 StGB ins Auge gefasste Gefährlichkeit solcher Verabredungen, die nachfolgend eine ganz eigene Dynamik entwickeln können, zum Ausdruck (BGH, NStZ-RR 2012, 40-41, Rn. 17).
Im Mai 2011 wurde der Angeklagte nach Maßgabe des Beschlusses des Bundesgerichtshofs vom 16. März 2011 (5 StR 581/10, NStZ 2011, 570) rechtskräftig wegen Verabredung zur Begehung eines schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes, wegen gefährlicher Körperverletzung sowie wegen Herstellens pornographischer Schriften und Erwerbs, des Besitzes und der Verbreitung von kinderpornographischen Schriften zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und acht Monaten verurteilt.