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Timestamp: 2016-10-21 21:53:52
Document Index: 10605604

Matched Legal Cases: ['Art. 144', 'Art. 75', 'Art. 307', 'Art. 93', 'BGE', 'BGE', 'Art. 72', 'Art. 76', 'Art. 100', 'Art. 98', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 144', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 314', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 144', 'Art. 29', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 145', 'Art. 314', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 310', 'Art. 310', 'Art. 105', 'Art. 6', 'Art. 8', 'Art. 66', 'Art. 68']

5A_561/2013 (10.01.2014)
5A_561/2013 � � Urteil vom 10. Januar 2014
Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde (KESB) der Stadt Z�rich,
vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Blum, (Kindesvertreter),
vorsorgliche Massnahmen (Kindesschutz, Platzierung eines Kindes),
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, vom 3. Juli 2013.
X.________ (geb. 1961) und Y.________ (geb. 1962) sind die Eltern von Z.________ (geb. 2002). Die Eltern trennten sich 2007.
B.a.�Am 6. April 2007 wurde der Vater nach einer t�tlichen Auseinandersetzung mit der Mutter mit gegenseitig zugef�gten Verletzungen aus der ehelichen Wohnung weggewiesen.
B.b.�Mit Eheschutzentscheid vom 15. Juni 2007 wurde Z.________ der Obhut der Mutter anvertraut; dem Vater wurde ein begleitetes Besuchsrecht zugesprochen.
B.c.�Am 2. Mai 2008 erstattete die Kinderschutzgruppe des Kinderspitals der Vormundschaftsbeh�rde eine Gef�hrdungsmeldung. Die Fachleute berichteten, die anscheinend psychisch beeintr�chtigte Mutter sei dort aufgetaucht und habe agitiert und bizarr argumentierend verlangt, sie sollten ihr ein Attest ausstellen, dass Z.________ seinen Vater nicht mehr sehen m�sse.
B.d.�Am 24. Juli 2008 kam es zu einer Auseinandersetzung auf dem Jugendsekretariat A.________, in deren Verlauf die Mutter eine Mitarbeiterin biss. Der herbeigerufene Notfallpsychiater wies die Mutter in die psychiatrische Klinik B.________ ein, wobei sie noch gleichentags aus der Klinik entlassen wurde.
B.e.�Die Parteien leiteten praktisch gleichzeitig ein Scheidungsverfahren ein. Zwei in dieser Zeit nacheinander eingesetzte Beist�nde berichteten �bereinstimmend, sie k�nnten ihre Aufgabe aufgrund des Verhaltens der Kindsmutter nicht wahrnehmen; diese beschimpfe sie aufs �belste und Vulg�rste und verhindere den Kontakt zum Sohn. Sowohl gegen den Kindsvater (Vorwurf der Kindsmisshandlung; das Verfahren wurde eingestellt) als auch gegen die Prozessbeist�ndin (wegen "Missbr�uchen") leitete die Kindsmutter Strafverfahren ein.
C.a.�Am 25. Juni 2010 ersuchte die Kindsmutter die Vormundschaftsbeh�rde um Fremdplatzierung von Z.________. F�r ein Wochenende wurde das Kind im Kinderzentrum C.________ untergebracht, wonach sich die Situation beruhigt zeigte.
C.b.�Am 7. Oktober 2010 alarmierte die Lehrerin des Kindes den Beistand, da dieses nicht zur Schule gekommen war. Nachdem das Kind in die Schule gebracht werden konnte, wurde die Kindsmutter gegen Lehrerinnen t�tlich, was einen Polizeieinsatz erforderte. Die Kindsmutter wurde mittels f�rsorgerischer Unterbringung in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.
C.c.�Mit Verf�gung ebenfalls vom 7. Oktober 2010 wurde ihr die Obhut entzogen und Z.________ im geschlossenen Heim D.________ platziert.
C.d.�Mitte Februar 2011 wurde Z.________ "auf Zusehen hin" wieder der Obhut der Mutter anvertraut.
C.e.�Mit Scheidungsurteil vom 31. August 2011 wurden die Kindseltern geschieden. Ihnen wurde die gemeinsame elterliche Sorge belassen. Z.________ sollte bei der Mutter wohnen und 14-t�glich das Wochenende beim Vater verbringen.
C.f.�Kurz darauf kam es im Zusammenhang mit der Wochenendbetreuungsregelung zu einer t�tlichen Auseinandersetzung zwischen den Kindseltern. Die neu ernannte Beist�ndin verneinte Anzeichen einer Gef�hrdung von Z.________ durch den Vater, indes sei die Mutter "ausser Rand und Band" und wolle jeden Kindeskontakt zum Vater blockieren.
D.a.�Am 9. M�rz 2012 erstattete das Schuldepartement eine weitere Gef�hrdungsmeldung infolge des Verhaltens der Mutter (allgemeines Misstrauen der Mutter gegen die Fachpersonen, Ausf�lligkeiten, Eklat an Eltern-Anlass).
D.b.�Die Kindsmutter leitete erneut ein Strafverfahren gegen den Vater und weitere Personen ein. Die Polizei meldete der Vormundschaftsbeh�rde, sie habe merkw�rdige und wahnhafte �usserungen zu Protokoll gegeben.
D.c.�Am 26. September 2012 erstattete die Kreisschulpflege erneut eine Gef�hrdungsmeldung; Z.________ sei ohne Meldung der Schule fern geblieben. Die Mutter gef�hrde die Entwicklung des Kindes. Am 6. Dezember 2012 meldete die Kreisschulpflege eine Eskalation der Situation; es m�ssten gegen die Kindsmutter Massnahmen zum Schutze von Eltern und Lehrern getroffen werden.
D.d.�Am 21. Dezember 2012 schilderte die Kinder�rztin von Z.________ der Vormundschaftsbeh�rde, die Mutter sei nach ihrem Eindruck hoch psychotisch und gef�hrde das Kind. Bereits fr�her hatte sie berichtet, Z.________ erscheine retardiert.
E.a.�Mit (superprovisorischem) Entscheid vom 30. Januar 2013 befand die Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde der Stadt Z�rich (nachfolgend KESB), Z.________ sei vorsorglich in einer geeigneten Institution unterzubringen. Mit der Platzierung wurde die Beist�ndin beauftragt, welche Z.________ am folgenden Tag in einer Stiftung f�r Kinder und Jugendliche mit Lernbehinderungen und sozialen Auff�lligkeiten unterbrachte.
E.b.�In der Folge h�rte die KESB sowohl die Eltern als auch Z.________ pers�nlich an und best�tigte mit Entscheid vom 7. M�rz 2013 die Platzierung von Z.________ im Sinne einer vorsorglichen Massnahme. Die KESB bestellte Z.________ einen Kindesvertreter. Der Mutter r�umte sie ein begleitetes Besuchsrecht von einer Stunde pro Monat ein. Vor einem definitiven Entscheid seien Abkl�rungen sowie die Einholung einer Stellungnahme des Kindesvertreters notwendig.
E.c.�Mit Urteil vom 23. Mai 2013 wies der Bezirksrat Z�rich die von der Kindsmutter gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde ab.
F.a.�Am 15. Juni 2013 erhob X.________ beim Obergericht des Kantons Z�rich Beschwerde gegen den Entscheid des Bezirksrats. Sie beantragte, der Obhutsentzug sei aufzuheben, das Kind solle umgehend die Wochenenden und Ferien bei ihr verbringen, die Kontakte zum Vater seien zu sistieren, das Kind sei anzuh�ren und es sei ein Gutachten einzuholen. Mit Nachtrag vom 30. Juni 2013 verlangte sie die sofortige R�ckf�hrung des Kindes zu ihr und seine Einvernahme in ihrem Beisein.
F.b.�Mit Urteil vom 3. Juli 2013 wies das Obergericht die Beschwerde ab. Die Gerichtskosten auferlegte es der Beschwerdef�hrerin; Parteientsch�digungen sprach es keine zu.
X.________ (Beschwerdef�hrerin) zieht das Urteil mit Beschwerde (Eigendatierung: 30. Juli 2013; Postaufgabe: 1. August 2013) an das Bundesgericht weiter. Sie beantragt, das angefochtene Urteil sei kostenf�llig aufzuheben und der Junge sei sofort zu seiner Mutter nach Hause zu entlassen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Sachverhaltsfeststellung und zur Kinderanh�rung nach Art. 144 ZGB zur�ckzuweisen. Subeventualiter sei eine unabh�ngige Kinderexpertise betreffend Obhut, Sorge und Besuchsrecht anzuordnen.
1.1.�Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid (Art. 75 Abs. 1 BGG) betreffend die vorsorgliche Anordnung von Kindesschutzmassnahmen (Art. 307 ff. ZGB). Es handelt sich um einen selbst�ndig er�ffneten Zwischenentscheid, der einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil zur Folge haben kann (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG; BGE 137 III 475 E. 1 S. 477). Bei Zwischenentscheiden folgt der Rechtsweg jenem der Hauptsache (BGE 137 III 380 E. 1.1 S. 382). In dieser geht es um die Anordnung von Kindesschutzmassnahmen (Unterbringung eines Kindes in einem Heim) und damit um eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit in unmittelbarem Zusammenhang mit Zivilrecht (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG) ohne Verm�genswert. Die Beschwerde in Zivilsachen ist damit grunds�tzlich gegeben. Die Beschwerdef�hrerin ist gem�ss Art. 76 Abs. 1 BGG zur Beschwerde berechtigt und die Beschwerdefrist ist eingehalten (Art. 100 Abs. 1 BGG). Insofern kann auf die Beschwerde eingetreten werden.
1.2.�Da es sich um vorsorgliche Massnahmen handelt, kann nur die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (Art. 98 BGG). Hierf�r gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit m�glich belegte R�gen pr�ft, w�hrend es auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
Das Obergericht erwog, die Chronologie der Ereignisse indiziere schwerwiegende pers�nliche Probleme der Mutter, die mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Gef�hrdung des Jungen bedeuteten. Es seien Gef�hrdungsmeldungen von verschiedenen involvierten Fachpersonen eingegangen. Der Junge zeige Schwierigkeiten, welche eine Sonderschulung dringend verlangten, was die Mutter verhindere, indem sie sich mit den Fachpersonen und Amtstr�gern anlege. Das aktuelle Heim berichte, der Junge sei anf�nglich nicht in der Lage gewesen, die K�rperhygiene zu vollbringen, habe einen verwahrlosten Eindruck gemacht, wegen seiner autistischen Z�ge habe er die Regeln des Zusammenlebens nicht beherrscht, habe M�he mit Emotionen umzugehen und sei zudem kinduntypisch auf Themen wie "Essen" oder "2. Weltkrieg" fixiert. Telefonische Kontakte mit dem Vater seien gut verlaufen. Der Mutter gegen�ber scheine er angespannt. Das Obergericht geht sodann auf eine Nachtragseingabe der Beschwerdef�hrerin ein, in der sich diese von einer mit hoher Wahrscheinlichkeit wahnhaften Seite zeige. Sie spreche von Kinderprostitution, weil der Junge offenbar regelm�ssig von Betreuenden geduscht und seine Haut gepflegt werde; der Kindsvater, dessen Anwalt und die Beist�ndin seien daran beteiligt. Weiter behaupte sie, in der Umgebung des Heimes l�gen tote Kinder herum.
�Zusammengefasst befand das Obergericht, angesichts der summarischen Pr�fung, welche bei einer vorsorglichen Massnahme m�glich sei, scheine es ausgeschlossen, den Jungen in die Obhut der Mutter zur�ckzugeben. Auch unkontrollierte Aufenthalte bei der Mutter f�r Wochenende und Ferien k�nnten zur Zeit nicht verantwortet werden.
3.1.�Beispielsweise spricht sie von "ausufernden l�blichen Berichten der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde", welche die Vorinstanz verf�lsche. Berichte seien manipuliert worden. Vor der Platzierung habe der Junge den schulischen Anschluss fast gefunden und es sei vorgesehen gewesen, ihn regul�r weiterzuschulen. Der Kindsvater habe dem Kind nun die Noten gedr�ckt, um den Sonderschulstatus k�nstlich beizubehalten. Der Junge habe ein gl�ckliches Bubenleben gehabt, ein sch�nes zu Hause mit tragf�higen Beziehungen. Das Kind sei nur im Heim untergebracht worden, weil dessen Vater ihr keinen Unterhalt mehr zahlen wolle.
3.2.�Die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin sind �ber weite Strecken appellatorisch. So zeigt sie nicht auf, welcher "l�bliche" Bericht nicht ber�cksichtigt worden sei und inwiefern Berichte nicht korrekt wiedergegeben worden sein sollen. Ebenfalls legt sie nicht dar, worauf sie sich bei den anderen Behauptungen st�tzt. Damit gen�gt sie den R�geanforderungen (vgl. E. 1.2) nicht.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter, der Anspruch auf rechtliches Geh�r ihres Sohnes sei verletzt worden. Er wolle sich endlich zu seiner Situation �ussern. Er habe ein gl�ckliches Bubenleben gehabt, nun sei er verwahrlost und verwildert, werde zugem�llt und aufgrund eines staatlichen Gewaltverbrechens ohne taugliche Beziehungen hermetisch abgeriegelt. Sie beruft sich dabei auf Art. 12 KRK und Art. 144 ZGB.
4.1.�Der Anspruch nach Art. 12 KRK (�bereinkommen vom 20. November 1989 �ber die Rechte des Kindes, Kinderrechtekonvention; SR 0.107) setzt in erster Linie voraus, dass das Kind f�hig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden. Die Anh�rung ist ein Pers�nlichkeitsrecht des Kindes; sie muss nicht notwendigerweise in jedem Fall m�ndlich erfolgen, sondern es kann gen�gen, wenn der Standpunkt des Kindes sonstwie in tauglicher Weise, zum Beispiel durch eine Eingabe seines Vertreters, Eingang in das Verfahren gefunden hat (BGE 124 II 361 E. 3c S. 368 mit Hinweisen; zuletzt Urteil 5A_463/2013 vom 26. September 2013 E. 4.1 f.). Zu beachten ist auch Art. 314a Abs. 1 ZGB, wonach das Kind im Rahmen von Kindesschutzmassnahmen durch die Kindesschutzbeh�rde oder durch eine beauftragte Drittperson in geeigneter Weise pers�nlich angeh�rt wird, soweit nicht sein Alter oder andere wichtige Gr�nde dagegen sprechen. Als Richtlinie ist eine Kinderanh�rung grunds�tzlich ab dem vollendeten sechsten Altersjahr m�glich (BGE 131 III 553 E. 1.2.3 S. 558).
�Vorliegend wurde der Junge am 8. Februar 2013 durch Mitglieder der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde der Stadt Z�rich im Heim, in dem er sich zu dieser Zeit befand, pers�nlich angeh�rt. Die Beschwerdef�hrerin bestreitet dies nicht (Art. 105 Abs. 1 BGG).
�Sodann wurde vorliegend auch dem Element der Sachverhaltsermittlung Gen�ge getan. Nach der Anh�rung des Kindes fand sein Standpunkt weiterhin Eingang in das Verfahren durch die Eingaben der Mutter und der involvierten Fachpersonen. Es kann nicht erwartet werden, dass eine weitere Anh�rung des Jungen in diesem Stadium des Verfahrens g�nzlich neue Aspekte hervorgebracht h�tte. Vielmehr h�tte die Gefahr bestanden, ihn unn�tig zus�tzlich zu belasten (vgl. BGE 133 III 553 E. 4 S. 554 f.).
��berdies handelt es sich bei der zu beurteilenden Platzierung um eine vorsorgliche Massnahme. Wie sowohl die KESB in ihrem Entscheid vom 7. M�rz 2013 als auch die Vorinstanz betonen, sollen vor dem endg�ltigen Entscheid weitere Abkl�rungen getroffen werden, wobei der Junge ebenfalls zu befragen sein werde. Vor diesem Hintergrund ist keine Geh�rsverletzung ersichtlich, wenn die Vorinstanz den Jungen nicht zus�tzlich angeh�rt hat.
4.2.�Etwas anderes kann die Beschwerdef�hrerin auch nicht aus dem von ihr zitierten BGE 133 III 553 ableiten. Dort wird gerade festgehalten, dass von wiederholten Anh�rungen abzusehen ist, wo dies f�r das Kind eine unzumutbare Belastung bedeuten w�rde, was namentlich bei akuten Loyalit�tskonflikten der Fall sein kann, und wo �berdies keine neuen Erkenntnisse zu erwarten w�ren oder der erhoffte Nutzen in keinem vern�nftigen Verh�ltnis zu der durch die erneute Befragung verursachten Belastung st�nde (vgl. BGE 133 III 553 E. 4 S. 554 f. mit weiteren Hinweisen).
4.3.�Der von der Beschwerdef�hrerin ins Feld gef�hrte Art. 144 ZGB wurde mit dem Inkrafttreten der Schweizerischen ZPO per 1. Januar 2008 aufgehoben (AS 2010 1739 S. 1838; BBl 2006 7221), womit hierauf nicht weiter einzugehen ist.
Im Zusammenhang mit der Platzierung macht die Beschwerdef�hrerin sodann eine Verletzung ihres rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) geltend. Sie (die Beschwerdef�hrerin) habe in ihrer Beschwerde an das Obergericht vom 15. Juni 2013 (S. 2) ausgef�hrt, dass der Kindsvater wiederholt gewaltt�tig aufgefallen sei, so dass ihr die kantonale Opferhilfestelle Genugtuungsleistungen ausgerichtet habe. Weiter habe sie erl�utert, der Junge leide an starker Mutterentbehrung und w�nsche "absolut keinen Kontakt vom gewaltt�tigen Kindsvater". Die Vorinstanz habe sich nicht mit diesen Vorbringen und den von ihr eingereichten Beweismitteln auseinandergesetzt.
5.1.�Der verfassungsm�ssige Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) gew�hrleistet dem Betroffenen das Recht, von den Akten Kenntnis zu nehmen (BGE 126 I 7 E. 2b S. 10), sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheides zu �ussern, erhebliche Beweise vorzulegen, und das Recht, mit seinen Beweisofferten zu erheblichen Tatsachen zugelassen zu werden, der Beweisabnahme beizuwohnen oder mindestens sich zum Beweisergebnis zu �ussern (BGE 127 III 576 E. 2c S. 578; 129 II 497 E. 2.2 S. 504; 132 II 485 E. 3.2 S. 494).
5.2.�Soweit die Beschwerdef�hrerin beanstandet, die Vorinstanz sei nicht auf ihre Vorbringen eingegangen, ist die aus dem rechtlichen Geh�r fliessende Begr�ndungspflicht der Vorinstanz betroffen (zum Umfang der Begr�ndungspflicht ausf�hrlich BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88). Die Beschwerdef�hrerin �bergeht dabei, dass die Vorinstanz sich mit ihren Vorw�rfen gegen�ber dem Kindsvater auseinandergesetzt hat, diese im Resultat aber f�r nicht entscheidrelevant hielt, lag vorliegend der Grund f�r die vorsorgliche Heimplatzierung des Jungen doch im Verhalten der bis dahin obhutsberechtigten Mutter (vgl. auch E. 2). Die R�ge ist damit unbegr�ndet.
5.3.�Soweit sie die Nichtber�cksichtigung von Beweismitteln moniert, ist demgegen�ber das Beweisf�hrungsrecht als Teilgehalt des rechtlichen Geh�rs betroffen. Nachdem die Beschwerdef�hrerin jedoch nicht darlegt, welche Beweismittel oder Beweisantr�ge die Vorinstanz ignoriert habe, bleibt die R�ge unsubstanziiert (E. 1.2), weshalb nicht darauf einzutreten ist.
Schliesslich wirft die Beschwerdef�hrerin der Vorinstanz in formeller Hinsicht auch eine Verletzung der Untersuchungs- und Offizialmaxime vor. Sie bezieht sich dabei auf Art. 145 ZGB. Die genannte Bestimmung wurde ebenfalls mit dem Inkrafttreten der Schweizerischen ZPO per 1. Januar 2008 aufgehoben (AS 2010 1739 S. 1838; BBl 2006 7221).
�Abgesehen davon bleibt die R�ge unsubstanziiert, womit hierauf nicht eingetreten werden kann (E. 1.2).
In der Sache kann die Beschwerdef�hrerin so verstanden werden, dass der Obhutsentzug aufgehoben werden solle. Der Junge sei sofort aus dem Heim zu entlassen, damit er zu ihr zur�ckkehren k�nne.
�Soweit sie dar�ber hinaus eine (strafrechtliche) Sanktionierung des Kindsvaters durch das Bundesgericht verlangt, kann im vorliegenden zivilrechtlichen Verfahren von vornherein nicht darauf eingegangen werden.
7.1.�Die hier umstrittene Kindesschutzmassnahme wurde am 30. Januar 2013 (superprovisorisch) resp. am 7. M�rz 2013 von der KESB der Stadt Z�rich angeordnet und vom Obergericht mittels des angefochtenen Entscheides vom 3. Juli 2013 best�tigt. Daher kommen die am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen neuen Bestimmungen des Kindesschutzrechts zur Anwendung (Art. 314 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 14 Abs. 1, Art. 14a SchlT ZGB; vgl. Bundesgesetz vom 19. Dezember 2008 zum Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht, AS 2011 725). Die materiellen Voraussetzungen f�r den Entzug der elterlichen Obhut und f�r die Unterbringung Minderj�hriger richten sich nach Art. 310 Abs. 1 ZGB (vgl. Botschaft zum Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht, BBl 2006 7001 ff., S. 7102). Diesbez�glich wurde im Rahmen der Gesetzesrevision lediglich die Terminologie ge�ndert (Kindesschutzbeh�rde anstatt Vormundschaftsbeh�rde). Es ist an die bisherige Rechtsprechung anzukn�pfen.
7.2.�Nach Art. 310 Abs. 1 ZGB hat die Kindesschutzbeh�rde, wenn einer Gef�hrdung des Kindes nicht anders begegnet werden kann, dieses den Eltern wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen. Die Gef�hrdung muss darin liegen, dass das Kind in der elterlichen Obhut nicht so gesch�tzt und gef�rdert wird, wie es f�r seine k�rperliche, geistige und sittliche Entfaltung n�tig w�re. Unerheblich ist, auf welche Ursachen die Gef�hrdung zur�ckzuf�hren ist: Sie k�nnen in den Anlagen oder in einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren Umgebung liegen. Desgleichen spielt keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden an der Gef�hrdung trifft. Massgebend sind die Verh�ltnisse im Zeitpunkt der Entziehung. Alle Kindesschutzmassnahmen m�ssen erforderlich sein (Subsidiarit�t), und es ist immer die mildeste Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalit�t); diese sollen elterliche Bem�hungen nicht ersetzen, sondern erg�nzen (Komplementarit�t). Die Entziehung der elterlichen Obhut ist daher nur zul�ssig, wenn andere Massnahmen ohne Erfolg geblieben sind oder von vornherein als ungen�gend erscheinen (zum Ganzen Urteil 5A_701/2011 vom 12. M�rz 2012 E. 4.2.1, in: FamPra.ch 2012 821 mit weiteren Hinweisen auf Literatur und Rechtsprechung).
7.3.�Bez�glich des von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalts kann auf die Prozessgeschichte und vorstehende Erw�gung 2 verwiesen werden. Die Vorinstanz kam sodann zum Schluss, f�r die vorsorgliche Massnahme sei kein Gutachten n�tig gewesen; dies h�tte im Gegenteil die dringende Platzierung unverantwortbar verz�gert.
7.4.�Die Beschwerdef�hrerin bestreitet mit keinem Wort die von der Vorinstanz geschilderten Vorf�lle, in welche sie verwickelt gewesen sei. Ebenso wenig �ussert sie sich zu den vorinstanzlichen Ausf�hrungen, wonach bei der Beschwerdef�hrerin der Verdacht gravierender psychischer Schwierigkeiten nahe liege, welche mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Gef�hrdung des Wohls des Jungen mit sich bringe. Mithin setzt sie sich inhaltlich mit der Begr�ndung des angefochtenen Entscheides nicht auseinander. Sie f�hrt zusammengefasst nur aus, der Junge habe fr�her ein gl�ckliches Leben gehabt, im Heim sei er ungl�cklich, er werde dort gedem�tigt und erniedrigt, und er wolle zu ihr zur�ck.
�Nachdem die Beschwerdef�hrerin also mit ihren Sachverhaltsr�gen, soweit sie den Sachverhalt �berhaupt ger�gt hat, nicht durchdringt, ist das Bundesgericht an die Feststellungen der Vorinstanz gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdef�hrerin erschwerte und verweigerte immer wieder die Zusammenarbeit mit Beh�rden, Schulen und den dem Kind zur Seite gestellten Beist�nden; hierbei kam es mehrfach zu t�tlichen Auseinandersetzungen. Die Kindsmutter zeigte sich dabei psychisch sehr instabil. Die Gef�hrdungsmeldungen von verschiedenen Fachpersonen legen eine akute Gef�hrdung des Jungen nahe. Vor diesem Hintergrund ist es nicht willk�rlich, dass die Vorinstanz befand, das Kindeswohl gebiete es, dass der Junge f�r die Zeit der weiteren Abkl�rungen in einem Heim untergebracht werde. Nachdem die Beschwerdef�hrerin bisher die Zusammenarbeit mit den Beist�nden und den weiteren Fachpersonen verweigerte, bot sich keine mildere Massnahme.
7.5.�Inwiefern die von der Beschwerdef�hrerin dar�ber hinaus erw�hnten Art. 6 und 9 KRK sowie Art. 8 EMRK verletzt worden sein sollen, substanziiert die Beschwerdef�hrerin in keiner Weise. Hierauf ist nicht einzutreten (E. 1.2).
�Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdef�hrerin kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientsch�digungen sind keine zuzusprechen (Art. 68 Abs. 1 und 3 BGG).
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde der Stadt Z�rich, dem Kindsvater, dem Kindesvertreter (mit zus�tzlichem Exemplar f�r das Kind), der Beist�ndin des Kinde s, E.________, so wie dem Obergericht des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.