Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F13-05-2003-C_51-2003
Timestamp: 2016-10-28 04:52:35
Document Index: 211043592

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 23', 'Art. 37', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 24', 'Art. 23']

N.________, 1978, Beschwerdef�hrerin,
Die 1978 geborene N.________ ist seit 17. Februar 2001 (im Umfang von 10 bis 20 % eines Vollpensums) als Telefonbefragerin auf Abruf f�r die Firma X.________ t�tig. Ausserdem arbeitete sie seit dem 2. April 2002 im Rahmen eines 50 %igen Teilzeitpensums als N�herin f�r die Firma Y.________. Nachdem die Firma Y.________ das Arbeitsverh�ltnis auf den 31. Juli 2002 durch K�ndigung aus wirtschaftlichen Gr�nden aufgel�st hatte, meldete sich N.________ per 19. August 2002 zum Bezug von Arbeitslosenentsch�digung an. Die Arbeitslosenkasse der Gewerkschaft Bau & Industrie GBI gew�hrte ihr mit zwei Taggeldabrechnungen vom 24. Oktober 2002 Taggelder in der H�he von Fr. 664.- (brutto) f�r den Monat August 2002 und im Betrag von Fr. 1361.20 (brutto) f�r den Monat September 2002 auf der Grundlage eines versicherten Verdienstes von Fr. 2251.-.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich im Sinne der Erw�gungen ab (Entscheid vom 10. Januar 2003).
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt N.________, in den beiden Taggeldabrechnungen vom 24. Oktober 2002 seien die bei ihrer T�tigkeit als Telefonbefragerin f�r die Firma X.________ erzielten L�hne von Fr. 205.05 (f�r den Monat August 2002) und Fr. 478.30 (f�r den Monat September 2002) nicht als Zwischenverdienst anzurechnen.
Den Taggeldabrechnungen vom 24. Oktober 2002 kommt materiell Verf�gungscharakter zu, weil sie beh�rdliche Anordnungen darstellen, mit welchen der Entsch�digungsanspruch f�r die in Frage stehenden Kontrollperioden verbindlich festgelegt wird (BGE 125 V 476 Erw. 1 mit Hinweis). Das kantonale Gericht ist deshalb zu Recht auf die dagegen eingereichte Beschwerde eingetreten.
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen �ber die Berechnung des versicherten Verdienstes (Art. 23 Abs. 1 und 3 AVIG; Art. 37 Abs. 1 und 2 AVIV), den Begriff des Zwischenverdienstes (Art. 24 Abs. 1 AVIG), den Anspruch der versicherten Person auf Ersatz des Verdienstausfalls f�r Tage, an denen sie einen Zwischenverdienst erzielt (Art. 24 Abs. 2 AVIG), sowie die Ermittlung des Verdienstausfalls (Art. 24 Abs. 3 AVIG) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu erg�nzen ist, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Taggeldabrechnungen (24. Oktober 2002) eingetretene Rechts- und Sachverhalts�nderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht ber�cksichtigt werden (BGE 127 V 467 Erw. 1, 121 V 366 Erw. 1b).
3.1 Streitig ist, ob der Verdienst aus der Teilzeitt�tigkeit als Telefonbefragerin f�r die Firma X.________ Nebenverdienst im Sinne von Art. 23 Abs. 3 AVIG oder Zwischenverdienst gem�ss Art. 24 Abs. 1 AVIG darstellt. Dabei wendet sich die Beschwerdef�hrerin einzig gegen den Umstand, dass die Arbeitslosenkasse zur Berechnung des Verdienstausfalles den in den vorliegend massgebenden Kontrollperioden erzielten Lohn aus der Besch�ftigung f�r die Firma X.________ vom versicherten Verdienst abgezogen hat.
3.2 Das kantonale Gericht ist zu Recht zum Schluss gelangt, dass es sich beim Erwerb als Telefonbefragerin um Zwischenverdienst handelt, weil die Versicherte dieses Einkommen zweifellos nicht ausserhalb ihrer normalen Arbeitszeit als Arbeitnehmerin erzielt hat (vgl. Art. 23 Abs. 3 AVIG). Die Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verm�gen nicht zu einem anderen Ergebnis zu f�hren. Sie ersch�pfen sich in den bereits im vorinstanzlichen Verfahren entkr�fteten R�gen. Es kann deshalb auf die zutreffenden Darlegungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden, denen das Eidgen�ssische Versicherungsgericht nichts beizuf�gen hat.
3.3 In seinen Erw�gungen, auf welche das Dispositiv verweist, hat das kantonale Gericht ausserdem festgestellt, dass die in der Vernehmlassung zur Beschwerde von der Arbeitslosenkasse vorgenommene Neuberechnung des versicherten Verdienstes nachvollziehbar sei, der versicherte Verdienst daher Fr. 2347.65 betrage und der Differenzbetrag aus der Neuberechnung der Versicherten auszubezahlen sei. Damit hat die Vorinstanz die Taggeldabrechnungen vom 24. Oktober 2002 sinngem�ss aufgehoben und den versicherten Verdienst auf Fr. 2347.65 fixiert, was im Ergebnis nicht zu beanstanden ist. Mit Blick darauf, dass die Kasse am 17. Januar 2003 berichtigte Taggeldabrechnungen mit einem versicherten Verdienst von Fr. 2348.- erlassen und darin den nachzuzahlenden Differenzbetrag entsprechend den Erw�gungen des kantonalen Gerichtsentscheids festgelegt hat, er�brigen sich Weiterungen.