Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=05.03.1958&Aktenzeichen=2%20BvL%2018/56
Timestamp: 2013-06-20 06:48:48
Document Index: 318961746

Matched Legal Cases: ['Art. 80', 'Art. 80', 'Art. 80', 'Art. 80', 'Art. 3', 'Art. 12', 'Art. 73', 'Art. 80', 'Art. 80', 'Art. 80', 'Art. 80', 'Art. 80', 'Art 2', 'Art 20', 'Art 118', 'Art 13', 'BGH', 'BGH', 'Art. 2', 'BGH', 'Art. 80', 'BGH', 'BGH']

BVerfG, 05.03.1958 - 2 BvL 18/56
Rechtsprechung BVerfG, 05.03.1958 - 2 BvL 18/56 Lex SalamanderArt. 80 GG, Anforderungen an die Erm�chtigungsnorm
Lex Salamander
Verfassungswidrigkeit der Erm�chtigung zur Umsatzbesteuerung von Unternehmen im UStG 1934
FG Baden-W�rttemberg, 26.10.1954 - II 909/53
BVerfG, 03.02.1959 - 2 BvL 18/56
BVerfGE 7, 282
NJW 1958, 540
DVBl 1958, 350
BB 1958, 299
D�V 1958, 233
Wird zitiert von ... (109) BVerfG, 19.12.2000 - 2 BvR 1500/97 K�rperschaftsstatus der Zeugen JehovasDer Beitritt eines kollegialen Verfassungsorgans zu einem Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht setzt einen Beschluss des Kollegialorgans voraus (BVerfGE 7, 282 ).
BVerfG, 12.11.1958 - 2 BvL 4/56 PreisgesetzDie Vorschriften, �ber deren G�ltigkeit die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts eingeholt wird, sind Gesetze im formellen Sinn, die nach Inkrafttreten des Grundgesetzes erlassen worden sind (vgl. BVerfGE 2, 124 [128]; 4, 331 [339 ff.]; 6, 55 [64 ff.]; 7, 282 [290 f.]).129 Abs. 3 GG scheidet als Pr�fungsma�stab aus, da er sich nur auf Erm�chtigungen aus der Zeit vor dem ersten Zusammentritt des Bundestages am 7. September 1949 bezieht (BVerfGE 7, 282 [291]; vgl. BVerfGE 2, 307 [326 ff.]; 4, 7 [21 f.]).Inhalt, Zweck und Ausma� der Erm�chtigung ergeben sich dann auch mit einwandfreier Deutlichkeit aus dem Gesetz (BVerfGE 1, 13 [60]; 2, 307 [334 f.]; 4, 7 [21 f.]; 5, 71 [76 f.]; 7, 282 [302 f.]).Eine "vage Generalklausel", die es dem Ermessen der Exekutive �berl��t, die Grenzen der Freiheit im einzelnen zu bestimmen, ist mit dem Grundsatz der Gesetzm��igkeit der Verwaltung nicht vereinbar (vgl. BVerfGE 6, 32 [42]; 7, 282 [302]; 8, 71 [76]; BayVfGH n. F. 1, 81 [91]; 4, 181 [191]; 7, 113 [119 f.]; BVerwGE 2, 114 [116]; 2, 118 [121]; 3 205 [207]; BayVGH n. F. 8, 30 [34]; OVG Hamburg, VerwRspr. 3, 187 [201 f.]; LVG D�sseldorf, DVBl. 1951, 670 [671];… Ule in: Staats- und verwaltungswissenschaftliche Beitr�ge, 1957, S. 127 [156 ff.]).
BVerfG, 25.11.1980 - 2 BvL 7/76 �ffentlicher DienstDas Grundgesetz fordert in Art. 80 Abs. 1 Satz 2 GG allgemein, da� die zum Erla� von Rechtsverordnungen erm�chtigende Vorschrift nach Inhalt, Zweck und Ausma� n�her bestimmt ist; denn das Parlament soll sich seiner Verantwortung als gesetzgebende K�rperschaft nicht dadurch ent�u�ern k�nnen, da� es einen Teil der Gesetzgebungsmacht der Exekutive �bertr�gt, ohne die Grenzen dieser Kompetenzen bedacht und diese nach Tendenz und Programm so genau umrissen zu haben, da� schon aus der Erm�chtigung erkennbar und vorhersehbar ist, was dem B�rger gegen�ber zul�ssig sein soll (BVerfGE 1, 14 (60); 7, 282 (302); 23, 62 (72f); 41, 251 (265f)).Zur Kl�rung von Zweck, Inhalt und Ausma� der Erm�chtigung k�nnen also, wie auch sonst bei der Auslegung einer Vorschrift, der Sinnzusammenhang der Norm mit anderen Bestimmungen und das Ziel, das die gesetzliche Regelung insgesamt verfolgt, ber�cksichtigt werden (vgl BVerfGE 7, 267 (272f); 7, 282 (291); 8, 274 (307)).Diese wird auch insoweit gen�gend konkretisiert durch die bei der Auslegung gebotene Ber�cksichtigung der bereits aufgezeigten historischen Entwicklung des beamtenrechtlichen Nebent�tigkeitsrechts, der hier insoweit bedeutsamen Rechtszusammenh�nge, des Regelungsinhalts der Nebent�tigkeitsverordnung 1937/1953 und der die Institution des Berufsbeamtentums pr�genden hergebrachten Grunds�tze (vgl BVerfGE 7, 282 (291); 8, 274 (307); 10, 20 (51); 19, 17 (30); 19, 354 (362); 24, 1 (15)).
BVerfG, 16.05.1961 - 2 BvF 1/60 Spinnweber-ZusatzsteuerDurch Urteil vom 5. M�rz 1958 (BVerfGE 7, 282) hat das Bundesverfassungsgericht � 8 UStG 1951 und � 18 Abs. 1 Nr. 1 dieses Gesetzes, soweit er die Bundesregierung zum Erla� von Rechtsverordnungen nach � 8 erm�chtigt, wegen Versto�es gegen Art. 80 Abs. 1 Satz 2 GG f nichtig erkl�rt.Nach der Auffassung des Bundesfinanzhofs beruhen die �� 59-62 UStDB 1951 auf der Erm�chtigung in �� 8, 18 Abs. 1 Nr. 1 des Umsatzsteuergesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. September 1951 (BGBl. I S. 791), die das Bundesverfassungsgericht durch das Urteil vom 5. M�rz 1958 (BVerfGE 7, 282) wegen Versto�es gegen Art. 80 Abs. 1 Satz 2 GG f�r nichtig erkl�rt hat.Die auf � 8 UStG 1934 beruhenden Ausgleichsma�nahmen sollten Ungleichheiten im Wettbewerb bereinigen, welche durch die Allphasenbesteuerung verursacht wurden, und die gerade im Bereich der Textilwirtschaft nach der Erh�hung des allgemeinen Steuersatzes von 0, 85 auf 2 v.H. ab 1. Januar 1932 besonders stark hervorgetreten waren (BVerfGE 7, 282 [298]).Der Verordnunggeber konnte einen Ausgleich f�r die Textilindustrie anordnen und f�r andere Wirtschaftszweige davon absehen, wenn er sich dabei von sachlichen Erw�gungen leiten lie� (BVerfGE 7, 282 [297]).
BVerfG, 20.10.1981 - 1 BvR 640/80 SchulentlassungDas Parlament soll sich seiner Verantwortung als gesetzgebende K�rperschaft nicht dadurch ent�u�ern k�nnen, da� es einen Teil der Gesetzgebungsmacht der Exekutive �bertr�gt, ohne die Grenzen dieser Kompetenzen bedacht und diese nach Tendenz und Programm so genau umrissen zu haben, da� schon aus der Erm�chtigung erkennbar und vorhersehbar ist, was dem B�rger gegen�ber zul�ssig sein soll (BVerfGE 1, 14, 60; 7, 282, 301; 23, 62, 72 f.; 41, 251, 265 f.).Zur Kl�rung von Inhalt, Zweck und Ausma� der Erm�chtigung k�nnen - wie auch sonst bei der Auslegung einer Vorschrift - der Sinnzusammenhang der Norm mit anderen Bestimmungen und das Ziel, das die gesetzliche Regelung insgesamt verfolgt, ber�cksichtigt werden (vgl. BVerfGE 7, 267, 272 f.; 7, 282, 291; 8, 274, 307).
BVerwG, 03.03.1994 - 4 C 1.93 GG Art. 3 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1, Art. 73 Nr. 6, Art. 80 …Der Gesetzgeber hat insbesondere Zweck, Inhalt und Ausma� dieser Erm�chtigung selbst bestimmt und insoweit Tendenz und Programm der Rechtsverordnung umrissen (vgl. BVerfGE 7, 282 [301 ff.]; 20, 257 [269 ff.]; 20, 283 [291]; 38, 61 [83]; 80, 1 [20 f.]; 85, 97 [104 f.]).
BVerfG, 20.12.1966 - 1 BvR 320/57 AllphasenumsatzsteuerDas Bundesverfassungsgericht hat durch die Entscheidung vom 5. M�rz 1958 (BVerfGE 7, 282) den seit 1934 geltenden � 8 f�r nichtig erkl�rt.Allerdings hat das Bundesverfassungsgericht seinen Entscheidungen auf dem Gebiete des Umsatzsteuerrechts, insbesondere zur G�ltigkeit der Erm�chtigung in �� 8 und 18 Abs. 1 Nr. 1 UStG (BVerfGE 7, 282), zur Weitergeltung der Zusatzsteuer in der Textilwirtschaft (BVerfGE 12, 341) sowie zum Ausschlu� eines besonderen Fabrikationsunternehmens von der Gro�handelsverg�nstigung (BVerfGE 19, 64) das geltende Umsatzsteuersystem zugrunde gelegt.Die Verwirklichung der Konzeption auf dem eingeschlagenen Wege ist jedoch gescheitert: Die erteilte Erm�chtigung gen�gte den Erfordernissen des Art. 80 Abs. 1 Satz 2 GG nicht und wurde vom Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung vom 5. M�rz 1958 (BVerfGE 7, 282) f�r nichtig erkl�rt.
BVerfG, 28.10.1975 - 2 BvR 883/73 JustizverwaltungsaktAuch au�erhalb des Bereichs des Art. 80 GG (dazu BVerfGE 7, 282 [301] und st�n dige Rechtsprechung) hat der Gesetzgeber die grundlegenden Entscheidungen selbst zu treffen und zu verantworten (vgl. BVerfGE 33, 125 [158]; 33, 301 [346]).
BVerfG, 27.01.1976 - 1 BvR 2325/73 Speyer-KollegF�r solche Rechtsverordnungen fordert das Grundgesetz aber in Art. 80 Abs. 1 GG allgemein, da� die gesetzliche Erm�chtigung nach Inhalt, Zweck und Ausma� n�her bestimmt ist; denn das Parlament soll sich seiner Verantwortung als gesetz gebende K�rperschaft nicht dadurch ent�u�ern k�nnen, da� es einen Teil der Gesetzgebungsmacht der Exekutive �bertr�gt, ohne die Grenzen dieser Kompetenzen bedacht und diese nach Tendenz und Programm so genau umrissen zu haben, da� schon aus der Erm�chtigung erkennbar und vorhersehbar ist, was dem B�rger gegen�ber zul�ssig sein soll (BVerfGE 1, 14 [60]; 7, 282 [302]; 23, 62 [72 f.]).
BVerfG, 17.07.1974 - 1 BvR 51/69 'Leberpfennig'Diese Grundgesetzbestimmung zwingt den Gesetzgeber, die f�r die Ordnung eines Lebensbereiches entscheidenden Vorschriften selbst zu setzen und, sofern Einzelregelungen der Exekutive �berlassen bleiben, sie nach Zweck und Ausma� so weit zu bestimmen, da� der m�gliche Inhalt der zu erlassenden Verordnungen voraussehbar ist (BVerfGE 7, 282 [301]; 20, 257 [269]).
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