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Timestamp: 2018-05-24 17:45:10
Document Index: 94236943

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 2', '§ 7', '§ 4', '§ 7', 'BGH', '§ 3', '§ 284']

ᐅ Marktteilnehmer und Mitbewerber: Definition, Begriff und Erklärung im JuraForum.de
Marktteilnehmer und Mitbewerber
Erklärung zum Begriff Marktteilnehmer und Mitbewerber
Verhalten der Marktteilnehmer
Arten der Marktteilnehmer
Ablauf auf dem Markt
Marktteilnehmer sind nach § 2 I Nr. 2 UWG neben Mitbewerbern und Verbrauchern alle Personen, Unternehmen und Institutionen, die durch Kauf, Verkauf oder Tausch aktiv am Wirtschaftsmarkt durch anbieten oder nachfragen teilnehmen. In der Mikroökonomie werden sie auch als sog. Wirtschaftssubjekte definiert. Unter Wirtschaftssubjekten versteht man Verbraucher (Privathaushalte), Unternehmen, der Staat und das Ausland hinsichtlich Exporteuren und Importeuren. Auf dem Gesundheitsmarkt sind Marktteilnehmer beispielsweise Patienten, Pharmaunternehmen und Leistungserbringer wie niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser, Apotheken, Physiotherapeuten und Krankenversicherungen.
Sie tauschen auf dem wirtschaftlichen Markt Güter und Dienstleistungen aus, wobei eine festgelegte Strategie verfolgt wird, um ihre Ziele zu erreichen. Ziele sind u.a. Gewinnoptimierung auf Anbieterseite und Nutzenmaximierung bei den Nachfragern. Für Marktteilnehmer ist ein unlauteres Verhalten nach § 3 UWG widerrechtlich, sofern dieses die gesicherten Interessen der anderen Marktteilnehmer und der Allgemeinheit beeinträchtigt. Die Anzahl der Marktteilnehmer auf einem Markt legt grundsätzlich dessen Marktform fest.
Für potentielle Marktteilnehmer kann der Marktzutritt durch sog. Marktschranken erschwert oder verwehrt werden. Marktschranken oder auch Marktbarrieren bestimmen über den Marktein- oder austritt von potentiellen Teilnehmern. Sie stellen zudem Vorteile für diejenigen dar, die sich bereits aktiv im Markt befinden. Mit Markteintrittsstrategien können die Schranken jedoch überwunden werden. Die Aktionen und Reaktionen der Marktteilnehmer ergeben das Marktverhalten. Marktteilnehmer können danach differenziert werden, wie sie sich hinsichtlich des Marktpreises und der Absatzmenge auf dem Markt verhalten.
Je nach Verhaltensart gibt es Mengenfixierer/Mengenanpasser, Preisfixierer/Preisanpasser und Optionsfixierer/Optionsempfänger:
Der Mengenanpasser akzeptiert den zu dem Zeitpunkt herrschenden Preis und gleicht seine Absatzmenge diesem an. Der Mengenfixierer ist dem Mengenanpasser der gegenüberstehender Marktteilnehmer.
Der Preisanpasser kann den Absatzpreis als Aktionsparameter selber bestimmen, wobei der Preisfixierer wiederum die Gegenseite des Preisanpassers darstellt.
Der Optionsfixierer bestimmt den Preis und die Menge und überlässt dem Optionsempfänger die Wahl dies zu akzeptieren oder nicht.
Ein Mitbewerber ist nach dem lauterkeitsrechtlichen Begriff jeder Unternehmer, also jede juristische Person, die mit einem oder mehreren Unternehmen als Anbieter oder Nachfrager von Produkten oder Dienstleistungen in einem konkreten Wettbewerbsverhältnis steht und in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt. Das Wettbewerbsverhältnis besteht, wenn beide Marktpartner gleichartige Waren oder Dienstleistungen innerhalb dessen Endverbraucherkreises versuchen zu veräußern und so das jeweilige Wettbewerbsverhalten des anderen beeinträchtigen. Gesetzlich ist der Begriff des Mitbewerbers in § 2 I Nr. 3 UWG geregelt.
Marktteilnehmer und Mitbewerber bewegen sich auf dem wirtschaftlichen Markt. Unter Markt versteht man den Ort, an welchem Waren regelmäßig gehandelt oder getauscht werden. Der Markt stellt einen Handelsplatz dar, wo Angebot und Nachfrage aufeinander treffen. Bedingung für einen reibungslosen Ablauf und einen optimalen, funktionsfähigen, fairen Markt sind, dass Marktteilnehmer und Mitbewerber ein rechtmäßiges Verhalten im Wettbewerb aufzeigen und dabei die Marktverhaltensregeln bzw. die Marktordnung beachten. Die Marktordnung ist eine staatliche Regulierung des Marktes hinsichtlich Angebots, Nachfrage oder Preisbildung, welche durch Rechtsnormen bestimmt wird. Marktverhaltensregeln können aus ungeschriebenen Handelsbräuchen, gesetzlich festgelegten Handelsklauseln aber auch aus strikten gesetzlichen Normen bestehen.
Gemeinnütziger Verein - Unternehmer oder Verbraucher? Knallgrau schrieb am 01.05.2015, 04:41 Uhr:
Hallo,ist ein gemeinnütziger Verein, nehmen wir mal an aus dem Bildungsbereich, als Unternehmer zu werten oder als Verbraucher?Die Satzung könnte bspw. wie folgt lauten:Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke bzw. mildtätige Wohlfahrtszwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der... » weiter lesen
Bei Werbeanruf erwischt - Welcher § des STGB kommt zum tragen rheinrichs schrieb am 07.03.2012, 01:38 Uhr:
Hallo, angenommen A würde Fa. B. erwischen (Anrufprotokoll), wie diese unerlaubte Werbeanrufe bei A. tätigt (inkl. Anrufername). Müsste A. nun nur wegen Nötigung anzeigen, oder könnte es zusätzlich noch was schönes geben? Liebe Grüße rheinrichs » weiter lesen
Taxi Webseite eines Fahrers rechtens? Taxi-Marc schrieb am 29.02.2012, 21:23 Uhr:
Dieser Fall ist hier hoffentlich richtig, denn es handelt sich nicht ausschließlich um IT-Recht, sondern betrifft auch das Personenbeförderungsgesetz. Ein Betreiber der Seite einer Taxi Interessengemeinschaft ist natürlich bei den alteingesessenen Unternehmen, wie xxxx-xxx & Co. nicht wirklich auf Gegenliebe gestoßen. Man drohte ihm... » weiter lesen
Abmahnung wegen fehlendem Impressum knubbe schrieb am 22.08.2010, 21:42 Uhr:
Hallo Angenohmen eine Person die kein Anwalt ist findet eine deutsche Webseite ( .de Domain / deutscher Besitzer ) welche über kein Impressum verfügt und möchte dagegen vorgehen, kann er dann den Webseitenbesitzer kostenpflichtig abmahnen indem er einen der üblichen Abmahnbriefe mit einer entsprechenden Rechnung an diesen verschickt,... » weiter lesen
Spamming RobertH schrieb am 23.10.2008, 20:38 Uhr:
Hallo, angenommen, dass Person a der Person b die weitere Zusendung von Emails untersagen würde, Person b aber weitere Emails mit einer anderen Emailadresse zusenden würde, da Person a die erste Emailadresse von Person b blockiert haben könnte. Wessen kann sich Person b damit strafbar gemacht haben, was könnte von Person a... » weiter lesen
Abmahnung: Fehlende Anschrift Jascha Vossel schrieb am 09.06.2007, 14:32 Uhr:
Hallo, X bräuchte für einen Moment die Aufmerksamkeit von Fachkundigen Benutzern, die X in dieser Angelegenheit ein paar Tipps und Ratschläge geben könnten. Heute holte X neben zahlreichen Werbeprospekten auch einen Brief der zentrale aus dem Briefkasten. Ungeahnt der Dinge die da auf X zukommen sollten, öffnete X den Brief sauberen... » weiter lesen
Falsche Preisauszeichnung in Discothek MedanoCC schrieb am 14.01.2007, 06:29 Uhr:
Hallo! Ich hätte da eine Frage. Und zwar: Veröffentlicht eine Discothek ein Plakat (und klebt diese vor den Eingang), sowie schreibt auf deren Internet-Seite ein gewisses Angebot (z.B. "99 Cent/Drink") und verlangt dann aber später beim Bezahlen für die Drinks ab 1 Uhr den normalen Preis, kann sie sich darauf berufen, dass in Flyern... » weiter lesen
19.11.2008 | Recht & Gesetz
Das klagende Energieversorgungsunternehmen A. nimmt das beklagte Stromversorgungsunternehmen B. im Verfahren der einstweiligen Verfügung wegen unzutreffender Angaben bei der Werbung von Stromkunden auf Unterlassung erfolgreich in Anspruch. Das klagende Unternehmen A. betreibt ein Versorgungsunternehmen in dem Bereich Strom, Gas, Wärme und Wasser, das beklagte Unternehmen B. ist ein bundesweit tätiges Stromversorgungsunternehmen. Im Oktober... » weiter lesen
Landgericht: Werbeanrufe ohne Einwilligung des Angerufenen sind unzulässig
05.12.2007 | Recht & Gesetz
Ungenehmigte Werbeanrufe von Gewerbetreibenden bei Verbrauchern verstoßen gegen das Wettbewerbsrecht. Dies hat die 18. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt am Main am 30.10.2007 (Aktenzeichen 2-18 O 26/07) entschieden. Die Beklagte ist ein Unternehmen für Telekommunikationsdienstleistungen. Der Kläger, eine Verbraucherorganisation, beanstandet unzulässige telefonische Werbung gegenüber einzelnen Verbrauchern für Dienstleistungen der... » weiter lesen
Fehlerhaftes Vergabeverfahren: LexisNexis erwirkt Beschluss gegen das Land Hessen
01.10.2007 | Recht & Gesetz
LexisNexis Deutschland GmbH erwirkt Beschluss gegen das Land Hessen infolge eines fehlerhaften Vergabeverfahrens Münster (ots) - Vergabekammer urteilt im Sinne des Lösungsanbieters für Recht, Verwaltung und Wirtschaft: Hessen darf auf der Grundlage der bisherigen Ausschreibungsbedingungen das Verfahren nicht fortsetzen und keinen Zuschlag erteilen Münster/Darmstadt, 28. September 2007 - Die 1. Vergabekammer des Landes Hessen hat... » weiter lesen
Marktteilnehmer und Mitbewerber Urteile und Entscheidungen
Zum zulässigen Inhalt und Adressatenkreis eines Richtigstellungsschreibens, das ein Mitbewerber im Anschluss an ein wettbewerbswidriges Rundschreiben eines anderen Mitbewerbers an Marktteilnehmer versendet.
» OLG-MUENCHEN, 06.07.2006, 29 U 1853/06
a) Die Bestimmung des § 7 Satz 1 ElektroG stellt insofern eine Marktverhaltensregelung im Sinne von § 4 Nr. 11 UWG dar, als sie den Schutz der Mitbewerber vor einer Belastung mit höheren Entsorgungskosten infolge nicht gekennzeichneter Elektrogeräte durch andere Marktteilnehmer bezweckt. b) Das in § 7 Satz 1 ElektroG geregelte...
» BGH, 09.07.2015, I ZR 224/13
1. Das Anbieten und Bewerben von Glücksspielen ohne inländische Erlaubnis stellt sich gem. §§ 3, 4 Nr.11, 8 Abs.1, Abs.3 Nr.1 UWG n.F. i.V.m. § 284 Abs. 1 und 4 StGB weiterhin als unlautere Wettbewerbshandlung dar, die geeignet ist, den Wettbewerb zum Nachteil der Mitbewerber, der Verbraucher oder der sonstigen Marktteilnehmer nicht...
» OLG-HAMBURG, 12.08.2004, 5 U 23/04
Sicherheitsfrage 24 - S;ech_s =
Marktteilnehmer und Mitbewerber – Weitere Begriffe im Umkreis
Wettbewerbsverletzungen stellen grundsätzlich einen Verstoß gegen die guten Sitten dar. Zunächst einmal ist unter dem wirtschaftlichen Wettbewerb ein Wettkampf zu verstehen, welcher zwischen zwei oder mehrerer voneinander autonomen Unternehmen...
Inhaltsübersicht 1. Preisbildung auf Basis der Kosten 2. Preisbildung auf der Basis der Nachfrage 3. Konkurrenzorientierte Preisbildung Die Preispolitik ist ein wichtiges Marketinginstrument. Sie beinhaltet alle Entscheidungen, die...
Das Oligopol ist eine Marktform, bei der es zwar viele Nachfrager, aber nur wenige Anbieter gibt. Ein Oligopol mit genau zwei Anbietern heißt Duopol oder Dyopol, während ein Markt, auf dem wenigen Anbietern ebenfalls wenige Nachfrager...