Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Frankfurt&Datum=21.03.2017&Aktenzeichen=8%20U%20228/11
Timestamp: 2020-07-04 13:07:47
Document Index: 311249196

Matched Legal Cases: ['§ 253', '§ 286', '§ 256', '§ 529', '§ 531', 'BGH', '§ 531', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

OLG Frankfurt, 21.03.2017 - 8 U 228/11 - dejure.org
https://dejure.org/2017,10076
OLG Frankfurt, 21.03.2017 - 8 U 228/11 (https://dejure.org/2017,10076)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 21.03.2017 - 8 U 228/11 (https://dejure.org/2017,10076)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 21. März 2017 - 8 U 228/11 (https://dejure.org/2017,10076)
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§ 253 Abs. 3 ZPO, § 286 Abs. 1 ZPO, § 256 Abs. 1 ZPO, § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO, § 531 Abs. 2 ZPO, ...
Vorwerfbarer Diagnosefehler im Zusammenhang mit einer Malaria-Erkrankung; Mitverschulden des Patienten
Arzt übersieht Malaria-Erkrankung und Patientin erleidet Hirnödem: Schmerzensgeld EUR 35.000
Diagnosefehler; Befunderhebungsfehler; Malaria; Mitverschulden; Verjährung; therapeutische Aufklärung
Haftung des behandelnden Arztes wegen eines vorwerfbaren Diagnosefehlers im Zusammenhang mit einer Malaria-Erkrankung
Krankenversicherungsrecht | Arzthaftung | Behandlungsfehler | Vorwerfbarer Diagnosefehler bei Malaria-Erkrankung und Mitverschulden des Patienten
Malaria-Erkrankung nicht erkannt - Schmerzensgeld wegen Diagnosefehlers
Bereitschaftsarzt wegen fehlender Erkennung einer Malaria-Erkrankung zur Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt - Fieber und Durchfall nach außereuropäischem Aufenthalt spricht für mögliche Malaria-Erkrankung
LG Frankfurt/Main, 13.09.2011 - 18 O 175/07
Für die Höhe des Schmerzensgeldes ist primär das Ausmaß der konkreten Beeinträchtigungen maßgebend, wobei an die Funktionen des Schmerzensgeldes anzuknüpfen ist, die wegen der Unmöglichkeit der tatsächlichen Wiedergutmachung in einem Ausgleich der Lebensbeeinträchtigung, des Weiteren auch in einer Genugtuung für das zugefügte Leid bestehen (vgl. etwa BGH, Urteil vom 13.10.1992 - VI ZR 201/91 -, NJW 1993, 781, 782; Senat, Urteil vom 21.03.2017 - 8 U 228/11 -, juris) Die außergewöhnliche ausführliche Begründung des Landgerichts benennt die relevanten Parameter und gewichtet diese zutreffend.
Allerdings ist eine erstmals in der Berufungsinstanz erhobene Verjährungseinrede unabhängig von den Voraussetzungen des § 531 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 bis 3 ZPO zuzulassen, wenn das Erheben der Verjährungseinrede und die den Verjährungseintritt begründenden tatsächlichen Umstände zwischen den Prozessparteien unstreitig sind (vgl. BGH, Beschluss vom 23.06.2008 - GSZ 1/08, BGHZ 177, 212, 213; Urteil vom 12.01.2011 - VIII ZR 148/10, NJW 2011, 842; Senat, Urteil vom 21.03.2017 - 8 U 228/11 -, juris).
Für die Höhe des Schmerzensgeldes ist primär das Ausmaß der konkreten Beeinträchtigungen maßgebend, wobei an die Funktionen des Schmerzensgeldes anzuknüpfen ist, die wegen der Unmöglichkeit der tatsächlichen Wiedergutmachung in einem Ausgleich der Lebensbeeinträchtigung, des Weiteren auch in einer Genugtuung für das zugefügte Leid bestehen (vgl. BGH, Urteil vom 13.10.1992 - VI ZR 201/91 -, NJW 1993, 781, 782; Senat, Urteil vom 21.03.2017 - 8 U 228/11 -, juris).