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Timestamp: 2016-10-21 23:50:46
Document Index: 374200091

Matched Legal Cases: ['Art. 277', 'Art. 277', 'Art. 90', 'Art. 75', 'Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 51', 'Art. 100', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 277', 'Art. 277', 'Art. 277', 'BGE', 'Art. 277', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 272', 'Art. 277', 'BGE', 'Art. 277', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 277', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 277', 'BGE']

5A_503/2012 (04.12.2012)
5A_503/2012
vertreten durch Rechtsanw�ltin Nadine Mounir-Broccard, Beschwerdef�hrer,
vertreten durch Rechtsanw�ltin Katja V. Schwery Fux,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Wallis, I. zivilrechtliche Abteilung, vom 14. Mai 2012.
Y.________ (geb. 1970) ist die Mutter des ausserehelichen Sohnes Z.________ (geb. xxxx 1990). Erst im September 1999 gab sie die Identit�t des Kindsvaters bekannt und erlangten einerseits X.________ (geb. 1947) - verheiratet und Vater zweier Kinder - Kenntnis von seinem ausserehelichen Sohn sowie andererseits Z.________ von seinem Vater.
Daraufhin erhob Z.________ beim Bezirksgericht Brig eine Vaterschafts- und Unterhaltsklage gegen X.________. Im Verlauf dieses Verfahrens anerkannte X.________ im Mai 2001 Z.________ als seinen Sohn. Das Bezirksgericht verpflichtete den Kindsvater mit Urteil vom 11. Dezember 2001 zu monatlichen Unterhaltsbeitr�gen an seinen Sohn von Fr. 700.-- (ab 1. November 1999 bis zum vollendeten 12. Altersjahr), Fr. 750.-- (vom 13. Altersjahr bis zur M�ndigkeit) und verwies f�r die Zeit nach der M�ndigkeit des Kindes auf Art. 277 Abs. 2 ZGB. Der Kindsvater kam seiner Unterhaltspflicht gem�ss Urteil vom 11. Dezember 2001 bis zum Eintritt des Sohnes in das M�ndigkeitsalter nach, stellte die Zahlungen anschliessend aber ein. Im Sommer 2007 begann Z.________ die Handelsmittelschule.
Am 23. September 2009 reichte Z.________ beim Bezirksgericht Brig eine Klage auf M�ndigenunterhalt ein. Er beantragte, sein Vater sei zu verpflichten, ihm ausstehende Unterhaltsbeitr�ge f�r die Zeit vom 1. M�rz 2007 bis Ende September 2009 in der H�he von Fr. 23'250.-- nebst Zins zu 5% seit mittlerem Verfall sowie monatliche Unterhaltsbeitr�ge von Fr. 750.-- ab 1. Oktober 2009 bis zum Abschluss seiner ersten ordentlichen Ausbildung zu bezahlen. X.________ widersetzte sich der Klage.
Mit Entscheid vom 23. September 2010 verpflichtete das Bezirksgericht X.________, seinem Sohn ab 1. Oktober 2008 bis zum ordentlichen Abschluss der Erstausbildung im Sinne von Art. 277 Abs. 2 ZGB einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 750.-- zu bezahlen, wobei ausstehende Unterhaltsbeitr�ge seit 1. Oktober 2008 bis Ende September 2009 in der H�he von insgesamt Fr. 9'000.-- zu 5% seit mittlerem Verfall zu verzinsen seien. Soweit weitergehend wies es die Klage ab. Es erachtete X.________ als zu 3/4 unterliegend und auferlegte Z.________ Gerichtskosten von Fr. 250.-- und X.________ von Fr. 750.--. Es verpflichtete Z.________ zu einer Parteientsch�digung von Fr. 500.-- und X.________ von Fr. 1'500.-- und setzte das Honorar der unentgeltlichen Rechtsbeist�ndin von Z.________ (f�r den unterliegenden Teil von 1/4) auf Fr. 400.-- fest.
Gegen diesen Entscheid erhob X.________ am 25. Oktober 2010 Berufung an das Kantonsgericht Wallis. In der Sache beantragte er die Abweisung der Unterhaltsklage, eventualiter die Reduktion des festgesetzten Unterhalts. Dieser Berufung schlossen sich Z.________ und dessen unentgeltliche Rechtsbeist�ndin bez�glich der Parteientsch�digung und des amtlichen Honorars f�r die unentgeltliche Rechtsbeist�ndin mit Eingabe vom 8. November 2010 an.
Mit Urteil vom 14. Mai 2012 wies das Kantonsgericht die Berufung ab, soweit es darauf eintrat, und best�tigte die bezirksgerichtliche Gerichtskostenregelung. Die Anschlussberufung von Z.________ hiess es teilweise gut, verpflichtete X.________ zu einer Parteientsch�digung f�r das bezirksgerichtliche Verfahren von Fr. 2'475.-- und Z.________ zu einer solchen von Fr. 825.--. Das Honorar der unentgeltlichen Rechtsbeist�ndin von Z.________ f�r das bezirksgerichtliche Verfahren erh�hte es auf Fr. 475.--. Sodann regelte es die Kosten und Entsch�digungen des Berufungsverfahrens.
Dem Bundesgericht beantragt X.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrer) in seiner Beschwerde in Zivilsachen vom 4. Juli 2012, der kantonsgerichtliche Entscheid sei aufzuheben und die Unterhaltsklage sinngem�ss abzuweisen. Sodann seien die gesamten Kosten von Verfahren und Entscheid Z.________ (nachfolgend Beschwerdegegner) aufzuerlegen und dieser habe ihm eine angemessene Parteientsch�digung auszurichten.
Zudem ersucht der Beschwerdef�hrer um aufschiebende Wirkung. Das Kantonsgericht hat auf eine Stellungnahme dazu verzichtet (Schreiben vom 9. Juli 2012). Der Beschwerdegegner hat beantragt, das Gesuch abzuweisen (Vernehmlassung vom 16. Juli 2012) und hat gleichzeitig ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung eingereicht. Die Pr�sidentin der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat der Beschwerde mit Verf�gung vom 18. Juli 2012 f�r die Unterhaltsbeitr�ge bis und mit Juni 2012 die aufschiebende Wirkung zuerkannt, das Gesuch im �brigen jedoch abgewiesen.
Angefochten ist der Endentscheid des Kantonsgerichts, das als oberes Gericht kantonal letztinstanzlich auf Rechtsmittel hin �ber eine Klage auf M�ndigenunterhalt entschieden hat (Art. 90 und Art. 75 BGG). Es handelt sich damit um eine Zivilsache in einer verm�gensrechtlichen Angelegenheit, wobei die erforderliche Streitwertgrenze erreicht ist (Art. 72 Abs. 1, Art. 74 Abs. 1 lit. b und Art. 51 Abs. 4 BGG). Die im �brigen fristgerecht (Art. 100 Abs. 1 BGG) eingereichte Beschwerde in Zivilsachen ist grunds�tzlich zul�ssig. Auf formelle Einzelfragen ist im Sachzusammenhang einzugehen.
2.1 Die Beschwerde ist zu begr�nden (Art. 42 Abs. 2 BGG). Es ist in gedr�ngter Form durch Auseinandersetzung mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sein sollen. Allgemein gehaltene Einw�nde, die ohne aufgezeigten oder erkennbaren Zusammenhang mit bestimmten Entscheidungsgr�nden vorgebracht werden, gen�gen nicht, da das Bundesgericht nicht gehalten ist, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen (BGE 137 III 580 E. 1.3 S. 584; 134 V 53 E. 3.3 S. 60).
Die Verletzung von Grundrechten pr�ft das Bundesgericht nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und geh�rig begr�ndet wird (Art. 106 Abs. 2 BGG). Der Beschwerdef�hrer muss pr�zise angeben, welches verfassungsm�ssige Recht verletzt wurde und substanziiert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darlegen, worin die Verletzung besteht. Das Bundesgericht pr�ft nur ausdr�cklich vorgebrachte, klar und detailliert erhobene sowie, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 137 II 305 E. 3.3 S. 310 f.; 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
2.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig und damit willk�rlich ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG; BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234). Das Vorliegen dieser Voraussetzungen hat der Beschwerdef�hrer genau darzulegen. Auf rein appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung oder Beweisw�rdigung tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356).
Die Sachverhaltsfeststellung beziehungsweise Beweisw�rdigung erweist sich als willk�rlich, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unber�cksichtigt gelassen oder wenn es auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat (BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234).
2.3 Der Beschwerdef�hrer stellt in einem ersten Teil seiner Beschwerde - vorg�ngig zu seiner "Begr�ndung" der Beschwerde (S. 4 ff. der Beschwerde) - den Sachverhalt dar. Soweit seine Darstellung vom kantonsgerichtlich festgestellten Sachverhalt abweicht oder diesen erg�nzt, unterl�sst er es, die kantonsgerichtlichen Feststellungen (im beschriebenen Sinn) zu r�gen. Darauf ist von vornherein nicht einzutreten (BGE 136 II 508 E. 1.2 S. 511 f.).
3.1 Die Unterhaltspflicht der Eltern dauert bis zur M�ndigkeit des Kindes (Art. 277 Abs. 1 ZGB). Hat es dann noch keine angemessene Ausbildung, so haben die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten Umst�nden zugemutet werden darf, f�r seinen Unterhalt aufzukommen, bis eine entsprechende Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann (Art. 277 Abs. 2 ZGB).
Unter dem Gesichtspunkt der Zumutbarkeit gem�ss Art. 277 Abs. 2 ZGB sind nicht nur die wirtschaftlichen Verh�ltnisse, sondern auch die pers�nliche Beziehung zwischen dem Unterhaltspflichtigen und seinem Kind zu beachten (Zumutbarkeit in finanzieller und pers�nlicher Hinsicht; BGE 129 III 375 E. 3 S. 376).
3.2 Vorliegend ist nicht strittig, dass die Handelsmittelschule, in die der Beschwerdegegner im Sommer 2007 eintrat, eine angemessene Ausbildung gem�ss Art. 277 Abs. 2 ZGB darstellt. Der Beschwerdef�hrer macht zudem nicht mehr geltend, der von den kantonalen Instanzen zugesprochene M�ndigenunterhalt sei ihm in finanzieller Hinsicht nicht zumutbar. Vielmehr bringt er vor Bundesgericht einzig noch vor, es sei ihm in pers�nlicher Hinsicht auf Grund der fehlenden pers�nlichen Beziehung zu seinem m�ndigen Sohn nicht zumutbar, noch Unterhalt zu bezahlen.
3.3.1 Das Bundesgericht hat den fr�heren Ausnahmecharakter des M�ndigenunterhalts (BGE 118 II 97 E. 4a S. 98) mit der Herabsetzung des M�ndigkeitsalters relativiert (BGE 130 V 237 E. 3.2 S. 238; 129 III 377 E. 3 S. 376 ff.): Je j�nger ein Kind ist, desto mehr ist es auf M�ndigenunterhalt angewiesen, aber auch umso weniger dazu f�hig, von traumatisierenden Erfahrungen in der Kind-Eltern-Beziehung Abstand zu gewinnen. Entsprechend h�here Anforderungen sind daher an die Einrede der Unzumutbarkeit eines sich darauf berufenden Elternteils zu stellen. Je �lter hingegen ein Kind ist, desto weniger ist es im Allgemeinen auf M�ndigenunterhalt angewiesen, aber auch umso eher sollte es in der Lage sein, zu fr�heren Vorkommnissen Abstand zu gewinnen. Dies wiederum rechtfertigt es, entsprechend weniger hohe Anforderungen an die Einrede der Unzumutbarkeit des in Anspruch genommenen Elternteils zu stellen (BGE 129 III 375 E. 3.4 S. 378).
3.3.2 Eltern und Kinder sind einander allen Beistand, alle R�cksicht und Achtung schuldig, die das Wohl der Gemeinschaft erfordert (Art. 272 ZGB). Eine Verletzung dieser Pflicht, namentlich, wenn das Kind die pers�nlichen Beziehungen bewusst abbricht oder sich dem Kontakt entzieht, kann die Zahlung von M�ndigenunterhalt im Sinne von Art. 277 Abs. 2 ZGB unzumutbar machen, selbst wenn die Eltern dazu wirtschaftlich in der Lage w�ren. Vorausgesetzt ist allerdings, dass das m�ndige Kind schuldhaft seinen Pflichten der Familie gegen�ber nicht nachkommt, dass es mithin ohne Grund aus eigenem Willen die pers�nlichen Beziehungen zu den Eltern abbricht oder sich grundlos dem pers�nlichen Verkehr mit ihnen entzieht. Das Kind muss die Verantwortung daf�r tragen, dass das Eltern-Kind-Verh�ltnis erheblich gest�rt oder gar zerst�rt ist, und diese Verantwortung muss ihm subjektiv zum Vorwurf gereichen (BGE 120 II 177 E. 3c S. 179 f.; 113 II 374 E. 2 S. 376 f.; Urteile 5A_563/2008 vom 4. Dezember 2008 E. 5.1, in: FamPra.ch 2009 S. 520; 5C.231/2005 vom 27. Januar 2006 E. 2, auszugsweise in: FamPra.ch 2006 S. 488).
3.3.3 W�hrend die Beurteilung der Zumutbarkeit gem�ss Art. 277 Abs. 2 ZGB eine Rechtsfrage darstellt, handelt es sich bei den zugrunde liegenden konkreten Umst�nden, die das Gericht zum Nachweis der Zumutbarkeit anf�hrt und als Ursachen - auch im Bereich der inneren, psychischen Vorg�nge - f�r das Fehlen der pers�nlichen Beziehung zwischen Vater und Sohn feststellt, um Tatfragen (Urteil 5P.333/2005 vom 27. Januar 2006 E. 1).
3.3.4 Bei der Beurteilung der Frage, ob es den Eltern nach den gesamten Umst�nden zugemutet werden darf, f�r den Unterhalt des m�ndigen Kindes aufzukommen, steht dem Sachgericht ein weites Ermessen zu (Art. 4 ZGB; BGE 111 II 410 E. 2a S. 411). Das Bundesgericht �bt bei der �berpr�fung solcher Entscheide Zur�ckhaltung und schreitet nur ein, wenn die Vorinstanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn sie Tatsachen ber�cksichtigt hat, die f�r den Entscheid im Einzelfall keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn sie umgekehrt Umst�nde ausser Betracht gelassen hat, die zwingend h�tten beachtet werden m�ssen. Ausserdem greift das Bundesgericht in Ermessensentscheide ein, falls sich diese als offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 137 III 303 E. 2.1.1 S. 305; 132 III 97 E. 1 S. 99).
3.4.1 Das Kantonsgericht hat in tats�chlicher Hinsicht festgestellt, aufgrund der Weigerung der Mutter, den Kindsvater bekannt zu geben, h�tten der Beschwerdef�hrer und Beschwerdegegner erst im September 1999 Kenntnis von ihrem Eltern- und Kindsverh�ltnis erhalten. Die (unverheirateten) Eltern seien in den Jahren nach der Geburt noch miteinander in Kontakt gewesen. Abgesehen von ganz wenigen ("zwei, drei") Ausnahmen sei der Beschwerdegegner aber jeweils nicht zugegen gewesen. Nach der Durchf�hrung des Vaterschaftstests (im Rahmen des Verfahrens auf Vaterschaftsklage) h�tten die Eltern den Kontakt eingestellt.
Der Beschwerdef�hrer habe im Mai 2003 versucht, mit Hilfe des Vormundschaftsamts und des Amtes f�r Kindesschutz einen ersten Kontakt zu seinem Sohn herzustellen. Dabei sollte auf Wunsch des Beschwerdegegners der Kontakt zwischen ihm und dem Beschwerdef�hrer vorerst brieflich entstehen. Das Amt f�r Kindesschutz habe im September 2003 einen Abkl�rungsbericht verfasst, eine Kindesschutzmassnahme als nicht n�tig erachtet und das Dossier geschlossen, ohne den Beschwerdef�hrer davon in Kenntnis zu setzen. Erst im Mai 2005 und nach mehrmaliger Intervention seines Rechtsvertreters habe der Beschwerdef�hrer vom Abkl�rungsbericht Kenntnis erlangt. Der angestrebte Briefkontakt habe sich schliesslich auf wenige Briefe sowie Geburtstags- und Weihnachtskarten beschr�nkt. Einen dar�ber hinausgehenden Kontakt habe es nicht gegeben.
Im Ergebnis h�tten mehrere Gr�nde dazu gef�hrt, dass kein Vater-Sohn-Verh�ltnis habe aufgebaut werden k�nnen. Zwar habe der Beschwerdegegner kein Interesse, seinen Vater kennen zu lernen, was nicht r�hmenswert sei. Der Beschwerdef�hrer m�sse sich aber vorwerfen lassen, sich zu sp�t um eine Kontaktaufnahme zu seinem Sohn bem�ht und bei den vormundschaftlichen Beh�rden zu wenig entschieden interveniert zu haben. Zudem h�tte er einen intensiveren Briefkontakt zu seinem Sohn aufbauen k�nnen. Daneben treffe auch die Kindsmutter am fehlenden Verh�ltnis zwischen Vater und Sohn ein Verschulden und habe auch die ungeschickte Vorgehensweise der vormundschaftlichen Beh�rden dazu beigetragen.
3.4.2 Das Kantonsgericht ist zum Schluss gekommen, der fehlende Kontakt zwischen dem Beschwerdef�hrer und Beschwerdegegner liege nicht einzig in einem pers�nlich vorwerfbaren Verhalten des Beschwerdegegners. Es hat es deshalb f�r den Beschwerdef�hrer als in pers�nlicher Hinsicht zumutbar erachtet, M�ndigenunterhalt zu leisten.
3.5.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt die kantonsgerichtliche Sachverhaltsfeststellung und Beweisw�rdigung als willk�rlich (Art. 9 BV). Das Kantonsgericht habe zwar anerkannt, dass das Verhalten des Beschwerdegegners nicht r�hmlich und dieser nicht bestrebt sei, ihn kennen zu lernen. Jedoch habe es dieses Verhalten im Ergebnis nicht entsprechend gew�rdigt.
Er sei von Anfang an bem�ht gewesen, einen Kontakt zu seinem Sohn herzustellen und sei am Aufbau einer pers�nlichen Beziehung interessiert gewesen. Auch wenn eine anf�ngliche abweisende Haltung des Kindes nachvollzogen werden k�nne, sei es nicht akzeptabel, dass der Beschwerdegegner auch "nach eins, zwei Jahren" keinen Willen zeige, auf die diversen Bem�hungen von ihm zu reagieren. Es sei mit dem Zeitablauf immer weniger gerechtfertigt, dass der Beschwerdegegner den Kontakt zu ihm ablehne, zumal der Beschwerdegegner nach neun Jahren Franz�sischunterricht nun auch in der Lage sei, sich in dieser Sprache mit ihm zu verst�ndigen. Aus seiner Sicht handle es sich eindeutig um eine starrsinnige und einseitig ablehnende Haltung des Beschwerdegegners.
F�r das fehlende Vater-Kind-Verh�ltnis treffe sodann den Beschwerdegegner die alleinige Verantwortung. Diese Verantwortung sei subjektiv bedingt und k�nne nicht mit objektiven Umst�nden gerechtfertigt werden. Mit seinem Verhalten reduziere ihn der Beschwerdegegner auf einen "Zahlvater".
Sodann sei der Vorwurf des Kantonsgerichts, er habe wichtige Zeit ungenutzt verstreichen lassen, ungerechtfertigt. Es werde damit ausser Acht gelassen, dass er in den Jahren 2003 - 2005 mehrmals versucht habe, �ber die vormundschaftlichen Beh�rden und �ber seinen Anwalt mit dem Beschwerdegegner Kontakt aufzunehmen, um eine Beziehung aufzubauen. Zu ber�cksichtigen sei dabei auch, dass er erst im Jahr 1999 Kenntnis davon erlangt habe, der Vater vom Beschwerdegegner zu sein und er sich nicht sogleich in der Lage gesehen habe, Kontakt mit seinem ausserehelichen Sohn aufzubauen, da diese Neuigkeit auch in seiner Familie zu Konflikten gef�hrt habe. Ab dem Jahr 2003 habe er aber die Angelegenheit an die Hand genommen und trotz ablehnender Haltung des Beschwerdegegners regelm�ssig Geburtstags- und Weihnachtskarten zugesandt.
3.5.2 Aufgrund dieser Sachverhaltselemente sei deshalb im Ergebnis festzustellen, dass ihn am heute fehlenden Vater-Sohn-Verh�ltnis kein Verschulden treffe. Vielmehr habe der Beschwerdegegner bisher jegliche Kontaktaufnahme verweigert.
Es sei ihm folglich nicht zumutbar, dem Beschwerdegegner M�ndigenunterhalt zu leisten. Das kantonsgerichtliche Urteil sei im Ergebnis willk�rlich (Art. 9 BV) und verletze Art. 277 Abs. 2 ZGB.
4.1 Soweit sich der Beschwerdef�hrer gegen die kantonsgerichtliche Beweisw�rdigung wendet, begn�gt er sich mit appellatorischer Kritik. F�r die Darlegung der Willk�r in der Beweisw�rdigung reicht es nicht aus, der vom Sachgericht vorgenommenen Beweisw�rdigung in appellatorischer Weise seine eigene entgegenzusetzen, wie dies der Beschwerdef�hrer ausdr�cklich tut ("Es handelt sich dabei aus der Sicht der Unterzeichneten eindeutig um eine starrsinnige und einseitig ablehnende Haltung, die den Verlust des M�ndigenunterhalts zu Folge hat, dies umso mehr der Beschwerdef�hrer sich immer wieder um Kontakt bem�hte."). Eine vertiefte Auseinandersetzung mit der ausf�hrlichen Begr�ndung des Kantonsgerichts fehlt. Darauf ist nicht einzutreten (vgl. E. 2.2 oben).
4.2 Der Beschwerdegegner war im Zeitpunkt der Klageeinreichung 19 Jahre alt.
Das Kantonsgericht hat zurecht anerkannt, dass die ablehnende Haltung des Beschwerdegegners nicht korrekt und r�hmenswert sei. Das Kantonsgericht hat aber ausgef�hrt, dieses Fehlverhalten des Beschwerdegegners sei in einem gewissen Sinne nachvollziehbar und gehe auf die Tatsache zur�ck, dass der Beschwerdegegner w�hrend �ber 13 Jahren ohne Vater aufgewachsen sei und nun pl�tzlich zu einer fremden Person ein Vater-Kind-Verh�ltnis aufbauen solle und dass auch dessen Mutter, den Beschwerdef�hrer und die vormundschaftlichen Beh�rden an dieser Situation ein Verschulden treffe.
Der Beschwerdef�hrer �ussert sich nicht zum kantonsgerichtlichen Hinweis, dass auch die Mutter und die vormundschaftlichen Beh�rden einen mitunter erheblichen Teil zur heutigen Situation beigetragen haben, sondern begn�gt sich mit Ausf�hrungen, wonach jedenfalls ihn selbst kein Verschulden treffe.
Letztlich ist das Kantonsgericht von einem Grenzfall ausgegangen. In Anbetracht des ihm zustehenden betr�chtlichen Ermessensspielraums (vgl. E. 3.3.4 oben) erscheint es nicht als bundesrechtswidrig, dass es in W�rdigung der konkreten Sachumst�nde angenommen hat, die Verantwortung f�r das fehlende Vater-Sohn-Verh�ltnis liege nicht ausschliesslich auf Seiten des Beschwerdegegners, und dass sich der Beschwerdegegner demnach nicht grundlos dem Kontakt zum Beschwerdef�hrer entziehe, weshalb eine schuldhafte und schwerwiegende Verletzung familienrechtlicher Pflichten (einzig) durch den Beschwerdegegner verneint werden d�rfe (zur fehlenden alleinigen Verantwortlichkeit des Kindes vgl. auch Urteile 5A_560/2011 vom 25. November 2011 E. 4.2.1, in: FamPra.ch 2012 S. 496; 5A_563/2008 vom 4. Dezember 2008 E. 5.3, in: FamPra.ch 2009 S. 520; 5C.231/2005 vom 27. Januar 2006 E. 3.2, in: FamPra.ch 2006 S. 488).
4.3 Aus den dargelegten Gr�nden bedeutet es keine rechtsfehlerhafte Ermessensaus�bung, wenn das Kantonsgericht dem Beschwerdef�hrer die Zahlung von M�ndigenunterhalt an den Beschwerdegegner in pers�nlicher Hinsicht zugemutet hat.
Anzuf�gen bleibt jedoch, dass es vom Beschwerdegegner erwartet werden kann, nunmehr zu den erw�hnten Gr�nden f�r die fehlende und nie aufgenommene Vater-Sohn-Beziehung Abstand zu gewinnen (vgl. E. 3.3.1 oben). Sollte er auch weiterhin den Kontakt zum Beschwerdef�hrer verweigern, w�re infrage gestellt und neu zu pr�fen, inwieweit an den obigen Ausf�hrungen festgehalten werden k�nnte (wobei dies vor allem eine Unterhaltspflicht des Beschwerdef�hrers an den Beschwerdegegner f�r eine an die Handelsmittelschule anschliessende Ausbildung betreffen w�rde).
5.1 Der Beschwerdef�hrer wendet sich sodann gegen die kantonsgerichtliche Erh�hung der Parteientsch�digung aus dem bezirksgerichtlichen Verfahren an den Beschwerdegegner. Wie die nachfolgenden Ausf�hrungen zeigen, kann offen gelassen werden, ob der Beschwerdef�hrer f�r die selbstst�ndige Anfechtung der kantonalen Kostenregelung �berhaupt rechtsgen�gliche Antr�ge stellt (vgl. dazu BGE 134 III 235 E. 2 S. 236 f.; Urteil 4A_225/2011 vom 15. Juli 2011 E. 2.6.2).
5.2 Das Kantonsgericht hat die Parteientsch�digung des Beschwerdegegners f�r das bezirksgerichtliche Verfahren gest�tzt auf die einschl�gigen kantonalen Rechtsgrundlagen auf Fr. 3'300.-- erh�ht. Angesichts des Unterliegens des Beschwerdegegners vor Bezirksgericht von 1/4 setzte es die vom Beschwerdef�hrer zu leistende Parteientsch�digung demnach auf Fr. 2'475.-- fest. Im Umfang des Unterliegens bestimmte es das Honorar der unentgeltlichen Rechtsbeist�ndin des Beschwerdegegners auf Fr. 475.--.
5.3 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, es sei nicht nachvollziehbar, weshalb das Kantonsgericht auf das Begehren der Rechtsvertreterin des Beschwerdegegners auf Erh�hung der Parteientsch�digung des bezirksgerichtlichen Verfahrens eingetreten sei. Der Entscheid sei insoweit unzureichend begr�ndet und verletze damit seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV). Die Erh�hung erweise sich im �brigen als willk�rlich (Art. 9 BV), da sie ungerechtfertigt sei und in keinem Verh�ltnis zum geringen Aktenumfang stehe.
5.4.1 Geht es um einen Kostenentscheid (Gerichts- und/oder Parteikosten) wird die Partei pers�nlich und unmittelbar betroffen (BGE 117 Ia 251 E. 1b S. 255). Folglich ist nur die Partei selbst legitimiert, einen (behaupteterweise) zu tiefen Parteikostenersatz anzufechten. Steht hingegen die Festsetzung der Entsch�digung der unentgeltlichen Rechtsbeist�ndin in Frage, ist die Rechtsvertreterin, der das Honorar nicht ihrer Kostenliste entsprechend festgesetzt wurde, zur Beschwerde legitimiert (Urteil 5D_175/2008 vom 6. Februar 2009 E. 1.2, in: Pra 2009 Nr. 114 S. 779).
5.4.2 Das Kantonsgericht ist auf die Anschlussberufung des Beschwerdegegners und seiner Rechtsvertreterin mit der Begr�ndung eingetreten, dass die Gegenpartei (gemeint ist der Beschwerdegegner) den Kostenentscheid und damit die Parteientsch�digung mit Anschlussberufung anfechten k�nne. Sodann sei nur die Offizialanw�ltin befugt, in Bezug auf ihr amtliches Honorar ein Rechtsmittel einzureichen (Ziff. 1e S. 5 f. des angefochtenen Entscheids).
Das Kantonsgericht ist demnach zutreffend davon ausgegangen, die Anschlussberufung des Beschwerdegegners betreffe (nur) die Parteientsch�digung und diejenige seiner Rechtsvertreterin (nur) ihr Honorar als unentgeltliche Rechtsbeist�ndin.
Im �brigen hat das Kantonsgericht die Erh�hung der Parteientsch�digung auf Fr. 3'300.-- auf beinahe zwei Seiten (Ziff. 4c/cc S. 18 f. des angefochtenen Entscheids) ausf�hrlich begr�ndet. Die R�ge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r erweist sich demnach als unbegr�ndet.
5.5 Soweit der Beschwerdef�hrer die Festsetzung der Parteientsch�digung als willk�rlich beanstandet, gen�gt es nicht, wenn er behauptet, der angefochtene Entscheid sei willk�rlich. Er hat vielmehr die kantonale Bestimmung, die seines Erachtens willk�rlich angewandt worden sein soll, zu bezeichnen und anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen zu zeigen, inwiefern der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem und offensichtlichem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 138 I 1 E. 2.1 S. 3; 110 Ia 1 E. 2a S. 3).
Diesen Anforderungen vermag die Willk�rr�ge des Beschwerdef�hrers nicht zu gen�gen, weshalb darauf nicht einzutreten ist.
Aus den dargelegten Gr�nden muss die Beschwerde abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdef�hrer wird kosten-, nicht hingegen entsch�digungspflichtig, da das Bundesgericht in der Hauptsache keine Vernehmlassung eingeholt hat und der Beschwerdegegner im Verfahren um aufschiebende Wirkung teilweise unterlegen ist, womit es sich insoweit rechtfertigt, die Parteikosten wettzuschlagen.
Das Gesuch des Beschwerdegegners um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung (Art. 64 BGG) muss - soweit es nicht gegenstandslos geworden ist - abgewiesen werden, da der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung gegen�ber familienrechtlichen Beistands- und Unterhaltspflichten subsidi�r ist (zu Art. 277 Abs. 2 ZGB vgl. BGE 127 I 202 E. 3 S. 204 ff.) und der Beschwerdegegner vor dem Hintergrund der finanziellen Verh�ltnisse seiner unterst�tzungspflichtigen Eltern die Bed�rftigkeit nicht darlegt (Urteil 5C.150/2005 vom 11. Oktober 2005 E. 5; vgl. auch Urteil 5A_508/2007 vom 3. Juni 2008 E. 5).
Das Gesuch des Beschwerdegegners um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung f�r das bundesgerichtliche Verfahren wird abgewiesen, soweit es nicht gegenstandslos geworden ist.