Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=05.11.2002&Aktenzeichen=XI%20ZR%20381/01
Timestamp: 2019-07-24 07:53:42
Document Index: 391699594

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 812', '§ 259', '§ 818', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 05.11.2002 - XI ZR 381/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,69
BGH, 05.11.2002 - XI ZR 381/01 (https://dejure.org/2002,69)
BGH, Entscheidung vom 05.11.2002 - XI ZR 381/01 (https://dejure.org/2002,69)
BGH, Entscheidung vom 05. November 2002 - XI ZR 381/01 (https://dejure.org/2002,69)
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"Scheinanweisung" des vermeintlichen Darlehensnehmers - Bereicherungsrechtlicher Ausgleich bei Scheinanweisungsfällen im Deckungsverhältnis - Nichtleistungskondiktion bei Dreiecksbeziehung in Anweisungsfällen - Rückabwicklung einer fehlerhaften Banküberweisung
Nichtleistungskondiktion des Zahlenden gegen den Zahlungsempfänger bei bloßer "Scheinanweisung" des vermeintlichen Darlehensnehmers
Zur Frage bereicherungsrechtlicher Ansprüche bei Zahlung aufgrund einer bloßen "Scheinanweisung" des vermeintlichen Darlehensnehmers
Rückabwicklung einer Zahlung aufgrund einer "Scheinanweisung"
Kreditrecht - "Scheinanweisung": Zahlender hat Nichtleistungskondiktion
BGB § 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2, § 259 Abs. 1, § 818 Abs. 1
Direktkondiktion bei fehlender Anweisungslage; Zurechnung einer vermeintlichenAnweisung
Bereicherungsrecht, Bereicherungsausgleich bei "Scheinanweisung"
Bereicherungsrechtliche Rückabwicklung im Dreiecksverhältnis bei unwirksamer Anweisung
ZIP 2003, 69
MDR 2003, 328
WM 2003, 14
BB 2003, 390
DB 2003, 199
JR 2003, 367
Nach dem bereicherungsrechtlichen Leistungsbegriff bewirkt der Angewiesene, der von ihm getroffenen allseits richtigen Zweckbestimmung entsprechend, mit seiner Zuwendung an den Anweisungsempfänger zugleich eine eigene Leistung an den Anweisenden und eine Leistung des Anweisenden an den Anweisungsempfänger (…BGH, Urteile vom 16. Juni 2015 - XI ZR 243/13, BGHZ 205, 378 Rn. 17;… vom 1. Juni 2010 - XI ZR 389/09, WM 2010, 1218 Rn. 31;… vom 29. April 2008 - XI ZR 371/07, BGHZ 176, 234 Rn. 9; vom 5. November 2002 - XI ZR 381/01, BGHZ 152, 307 unter II 1 a [juris Rn. 15]; st. Rspr.).
a) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gebieten es Treu und Glauben, dem Anspruchsberechtigten einen Auskunftsanspruch zuzubilligen, wenn die zwischen den Parteien bestehenden Rechtsbeziehungen es mit sich bringen, dass der Anspruchsberechtigte in entschuldbarer Weise über das Bestehen oder den Umfang seines Rechts im Ungewissen ist, und wenn der Verpflichtete in der Lage ist, unschwer die zur Beseitigung dieser Ungewissheit erforderliche Auskunft zu erteilen (BGHZ 10, 385, 387; 81, 21, 24; 95, 285, 287 f.; 148, 26, 30; 152, 307, 316).
Als Leistung eines Dritten - hier des Beklagten - könnte diese Zahlung nur angesehen werden, wenn die Klägerin bei objektiver Betrachtung aus der Sicht der GbR als der Zuwendungsempfängerin mit Fremdtilgungswillen gehandelt hätte (vgl. Senat, BGHZ 152, 307, 313 …und Urteil vom 8. April 2003 - XI ZR 423/01, BGHR BGB § 267 Abs. 1 Fremdtilgungswille 2 m.w.Nachw.).
Das Berufungsgericht hat zu Recht ausgeführt, dass eine Anrechnung nach den schadensersatzrechtlichen Grundsätzen der Vorteilsausgleichung im Rahmen des Bereicherungsausgleichs grundsätzlich keine Anwendung findet (vgl. Senat BGHZ 152, 307, 315 f.).
Der Beklagte kann sich im Rahmen des Bereicherungsausgleichs nicht auf Vertrauensschutz berufen (vgl. hierzu Senat BGHZ 152, 307, 314).
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