Source: http://www.fz-juelich.de/gp/DE/Leistungen/Personalbetreuung/Auslaenderbetreuung/ausserhalb-EU/_node.html
Timestamp: 2014-08-30 08:19:40
Document Index: 60743329

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 9', '§ 19', '§ 9', '§18', '§ 9', '§ 5']

Forschungszentrum Jülich - für Mitarbeiter außerhalb der EU
Service für Mitarbeiter außerhalb der EU
Beratung der Institute über Visa- und Aufenthalts- sowie arbeitsrechtliche BestimmungenKlärung von Zustimmungsanfragen der unterschiedlichen Botschaften über Einreisevisa an das AusländeramtErteilung der Zustimmung an das Ausländeramt zur Einreise des Gastes oder direkte Kontaktaufnahme mit den Botschaften bei Problemfällen
Die deutschen Bestimmungen für Einreise und Aufenthalt von ausländischen Mitarbeitern sind von der Staatsangehörigkeit abhängig und sehr vielfältig. Für die Erlangung eines Visums bzw. Aufenthaltstitels sollte mit einer mehrmonatigen Bearbeitungszeit gerechnet werden, da die deutschen Auslandsvertretungen mit den hiesigen Behörden korrespondieren müssen. Es sollte sich deshalb sechs bis acht Wochen vor Beginn des Dienstgeschäftes mit einer der diplomatischen oder konsularischen Vertretung der Bundesrepublik Deutschlang in Verbindung gesetzt werden.
Ausländeramt Düren
Antragstellung an das Ausländeramt zur Einholung der AufenthaltsgenehmigungVerhandlungen mit dem Ausländeramt, insbesondere bei ErmessensentscheidungenTerminüberwachung und Einhaltung der Fristen für Verlängerungen der AufenthaltsgenehmigungenAusgabe von Verpflichtungserklärungen
Der mobile Forscher
Das Forschervisum (§ 20 Aufenthaltegesetz) gilt für Mitarbeiter (ausgenommen Studenten oder sich in der Ausbildung befindliche Mitarbeiter), die einen Aufenthalt von mehr als drei Monaten in Deutschland planen und deren Forschungsprojekt innerhalb eines oder mehrerer EU-Staaten mindestens 12 Monate andauert.
Durch die Reform des Zuwanderungsgesetzes wurde ein neuer Aufenthaltstitel speziell für Forscher eingeführt: Das sogenannte "Forschervisum" beziehungsweise die Aufenthaltserlaubnis "Forscher". Der Aufenthaltstitel berechtigt zur Ausübung der Erwerbstätigkeit für das bezeichnete Forschungsvorhaben und zur Ausübung von Tätigkeiten in der Lehre und soll den Aufenthalt und die Mobilität der Forscher innerhalb der EU erleichtern. Der Antrag ist bei der Ausländerbehörde zu stellen.
Die Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG (§ 9 a AufenthG) ist ein unbefristeter Aufenthaltstitel und wird durch die Ausländerbehörde erteilt. Soweit dieses Gesetz nichts anderes regelt, ist die Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG der Niederlassungserlaubnis gleichgestellt.
Der hochqualifizierte Forscher
Für hoch qualifizierte Mitarbeiter besteht die Möglichkeit, auf Antrag eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis (Niederlassungserlaubnis) nach § 19 Aufenthaltegesetz zu bekommen. Hochqualifiziert sind Forscher mit besonderen fachlichen Kenntnissen, sowie Lehrpersonen und wissenschaftliche Mitarbeiter in herausgehobener Funktion. Über den Antrag auf Einstufung der hoch qualifizierten Forscher entscheidet verbindlich die Ausländerbehörde.
Die Niederlassungserlaubnis nach § 9 Aufenthaltegesetz ist eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung. Sie wird nach 5 Jahren Besitz einer Aufenthaltserlaubnis und einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis auf Antrag durch die Ausländerbehörde erteilt. Alle Arten der unbefristeten Aufenthaltsgenehmigung gelten nur, wenn der Forscher beabsichtigt, sich längerfristig in Deutschland niederzulassen. 6 Monate nach Ausreise aus Deutschland erlischt dieses Recht.
Familie Aufenthalt von Ehepartnern und Kindern aus Drittstaaten
Ist der Mitarbeiter im Besitz einer Niederlassungserlaubnis, einer Erlaubnis zum Daueraufenthalt EG, einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Erwerbstätigkeit nach §18 Aufenthaltegesetz oder eines Forschervisum wird dem Aufenthalt der Familie aufgrund des Grundsatzes zur Herstellung und Wahrung der familiären Lebensgemeinschaft seitens der jeweiligen deutschen Vertretung zugestimmt unter der Voraussetzung, dass die Höhe des Einkommens, der Wohnraum und die Krankenversicherung den Erfordernissen gemäß Aufenthaltegesetz erfüllt werden können. Der Nachweis deutscher Sprachkenntnisse bei nachreisenden Ehepartnern ist nur erforderlich, wenn er keinen Hochschulabschluß oder eine entsprechende Qualifikation vorlegen kann oder der Ehepartner in Deutschland keine Aufenthaltserlaubnis nach §§ 9, 19 und 20 AufenthG besitzt.
Der nach-/mitreisende Ehepartner muss bei Einreise das 18. Lebensjahr vollendet haben!
Erwerbstätigkeit von Ehepartnern aus Drittstaaten
Das geltende Zuwanderungsgesetz sieht die Möglichkeit der Ausübung einer Erwerbstätigkeit für diesen Personenkreis grundsätzlich nicht vor. Den Familienangehörigen wird als Auflage in die Aufenthaltsgenehmigung der Vermerk -Erwerbstätigkeit nicht gestattet- geschrieben. Nach Ablauf der Sperrfrist von 2 Jahren, in denen die Ehe in Deutschland bestehen muss, ist die Auflage zum Zweck der Arbeitssuche oder Arbeitsaufnahme auf Antrag durch die Ausländerbehörde zu ändern.
Einholen von ArbeitsgenehmigungenBeratung zur Beantragung von Arbeitslosengeld innerhalb der EU
Forscher und wissenschaftliches Personal benötigen zur Arbeitsaufnahme gem. § 5 Beschäftigungsverordnung keine Arbeitsgenehmigung der Bundesagentur für Arbeit. Nichtbefreit von der Zustimmung durch die Arbeitsagentur (ZAV) sind Studenten aus nicht EU-Ländern und den neuen Beitrittsstaaten der EU nach dem 01.05.2004, die nicht an einer deutschen Universität oder Hochschule eingeschrieben sind. Vor Einreise ist daher die Zustimmung einzuholen.
Einladungsschreiben zur Vorlage bei der Deutschen Botschaft (doc, 74 kB)
Einladung zur Vorlage bei der Deutschen Botschaft - english (doc, 74 kB)
Euraxess Deutschland - Das offizielle deutsche Mobilitätsportal mit vielen Informationen für Forscher/innen, die einen Forschungsaufenthalt in Deutschland planen.Gästehaus des Forschungszentrums Jülich