Source: http://blog.riff-theband.de/2007/11/08/163/
Timestamp: 2018-02-19 08:01:01
Document Index: 17606433

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 6', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 137', 'Art. 6']

Aachen deutscher Ziviljustiztag 08.11.2007 – : Vernebelungstaktik der Justiz? « drummer's private thoughts
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Aachen deutscher Ziviljustiztag 08.11.2007 – : Vernebelungstaktik der Justiz?
lesen Sie den Beitrag des CEED und besuchen Sie massenhaft Aaachen,
protestieren Sie, reden Sie mit Ihren Nachbarn….
Sehr geehrte Frau Boele-Woelki,Sehr geehrter Herr Boularbah,Sehr geehrter Herr PolakAm 8. November
werden Sie auf dem 5. Europäischer Tag der Ziviljustiz Aachen, Justizzentrum, über grenzüberschreitendes
Sorgerecht der Eltern, vortragen.1. In dem Einladungsschreiben steht :
“Dieser Tag bietet eine Gelegenheit, den Bürgern die Ziviljustiz verständlich zu machen und ihnen den
Zugang dazu zu erleichtern. … Dieser Tag soll außerdem das Bewusstsein der EU-Bürger für den
entstehenden gemeinsamen Rechtsraum schärfen” .
Doch, obwohl das Thema der Veranstaltung “Sorgerecht” ist, und dies sogar über Grenzen hinaus, stellen
wir fest, dass eine Bevölkerungsgruppe an diesem Treffen nicht zu Wort kommen wird : die der ELTERN.
Es ist erstaunlich insoweit, dass die Eltern, insbesondere die nicht-deutschen Eltern, die meist
Interessierten sind, wenn es darum geht, den Bürgern die deutsche Ziviljustiz in
Sorgerechtsangelegenheiten zu erläutern und verständlich zu machen.
Diese Tagung ist scheinbar ein reines Juristentreffen, wozu noch ein Paar Kinder in Erscheinung kommen
sollen, um das ganze nach Aussen, dem Scheine nach “familienfreundlich” zu gestalten.
2. Uns ist nicht ganz klar, ob diese Veranstaltung eine rein deutsche Veranstaltung ist, wozu einige
Gäste, wie Sie, aus dem Ausland eingeladen werden, damit sie sich als “Europäische” Veranstaltung
darstellen kann und eventuell auch aus Bruxelles mitfinanziert werden kann.
Sicher ist, dass die Veranstalter, das Justizministerium Nordrhein-Westphalens und das Justizministerium
des Bundes (Berlin), sind.
Die Einladungsbroschüre wurde kostengünstig von den Insassen des Gefängnisses (JVA) der Stadt Geldern
Der Bürgermeister der Stadt Geldern ist, so wie der Zufall es auch will, neulich in einer
Sorgerechtssache im Fernsehen in Erscheinung getreten.
Mit diesem Beitrag wollte uns das deutsche ARD Fernsehen klar machen, dass das deutsche JUGENDAMT,
vertreten durch die Lokalpolitiker (hier der Bürgermeister) ermächtigt wäre, Kinder ohne objektiven
Grund und vor allem ohne kontradiktorische Verhandlung einer Familie wegzureissen und für immer von den
Eltern / Grosseltern zu trennen. Man wollte uns glaubhaft machen, dass der Kinderklau, solange er
deutsch-legalisiert wäre, duchaus moralisch gut wäre.
>Diese Schande, dieses Unrecht, diese unerträgliche Kollusion zwischen Recht und Politik, die sich 1000
fach jeden Tag in Deutschland wiederholt, soll in der BRD salonfähig gemacht werden, auch anlässlich
solcher Tagungen an der Sie teilnehmen werden.
www.rp-online.de/public/article/regional/niederrheinnord/geldern/nachrichten/geldern/493104 , fing
Nicht genug dessen, das Lokalblatt des Bürgermeisters der Stadt, die Zeitung RP (tatsächlich eine
Hetzkampagne gegen diejenigen an, die auf der Seite des Rechts und der Gerechtigkeit stehen; gerade
diejenigen wir die bei Ihrer deutsch-europäischer Veranstaltung so sehr vermissen : die Eltern, die Betroffenen.
3. Ferner, obwohl in der BRD der wahre Grundrichter der deutschen Familienjustiz die lokalpolitische
Institution JUGENDAMT und seinem im Hintergrund agierenden und am Parlament vorbei rechtskräftig
beschliessenden Rat “Jugendfamilienausschuss” sind, werden diese beiden undurchsichtigen Akteuren mit
keinem Wort in dem Programm erwähnt, das wir vorliegen haben. Ist es ein bedauerndswerter Zufall oder
eine deutsche Vertuschungsstrategie ?
Da Sie sich anlässlich des Informationstages vorgenommen haben, die Entstehung rechtskräftige
Entscheidungen in der deutschen Familienjustiz, der Europäischen Union und ihrern Bürgern, nahe zu
bringen, erscheint es uns vor ausserordentlichen Wichtigkeit, dass die ausserparlamentarische
Beschlussfähigkeit und Zusammensetzung der Jugendhilfeausschüsse (Lokalpolitiker, Polizei,
Richterschaft, Schulen, sowie sog. “Wohlfahrt”-Verbände, etc), sowie die Lokalpolitische
Kontrollfunktion des JUGENDAMTES in Zivilrechtlichen Familienreschtsverfahren in der Bundesrepublik
Deutschland, erläutert werden. Da die einladenden deutschen Ministerien, möglicherweise vergessen haben,
dass das Sorgerecht keine Juristen- oder Behördenangelegenheit, sondern an erster Stelle eine
Familienangelegenheit, ist, haben wir – ELTERN – für Sie schon ein Bisschen Vorarbeit geleistet. Eltern
aus aller Welt wenden sich seit Dezember letzten Jahres, um genau den Punkt, den wir in dem deutschen
Juristen-Programm dieser Tagung vermissen, an die Öffentlichkeit zu bringen.
Siehe die Petition der 10 Eltern zur Abschaffung des deutschen Jugendamts an das Europäische Parlament :
deutsch : http://www.jugendamt-wesel.com/PETITION/Petition_de.pdf englisch :
http://www.jugendamt-wesel.com/PETITION/Petition_eng.pdf
Da deutsche Journalisten über den amtslegalen Kinderklau des deutschen JUGENDAMTS nicht frei berichten
dürfen, ohne von JURISTEN bedroht zu werden, haben wir beschlossen, aus dem Ausland, über das was in
Deutschland Juristen und Politiker mit der Androhung von “rechtlichen Mitteln” zu vertuschen versuchen,
Hier ist ein Video des Polnischen Senders TVN, der Ihnen das wahre Gesicht der offiziellen
Kinderklaubehörde JUGENDAMT ausgezeichnet erläutert. Das was sie da sehen werden, hat mit den Amtslügen deutscher Offiziellen nichts gemeinsames. Unter diesem Aspekt ist es vielleicht kein bedauerliches Vergessen, sondern klares politisches Kalkül, dass die Welteinmalige Institution JUGENDAMT stets in ihrer Kinderschutzfunktion dargestellt wird; Schutz der Kinder von den anderen Kulturen, Schutz der
Kinder gegen die nicht deutsche Ordnung, Schutz der Kinder vor Eltern, die mit den lokal Kleinstfürsten
nicht gedankenkonform gehen wollen. Sie, wie die Vertreter der übrigen 26 Nationen der EU, werden daher
herzlich gebeten, an die Plenarsitzung des Europa-Parlaments mit dem Thema “JUGENDAMT” in Januar 2008
teilzunehmen. Dort werden nicht-deutsche Bürger der Europäischen Union mehr über das tatsächliche
deutsche Sorgerecht erfahren, als in der oben genannten Tagung.
Olivier KarrerCEED – Paris
Europäischer Tag der Ziviljustiz €œ eine gemeinsame Initiative der Europäischen
Kommission und des Europarats
REPORT: Kindesentzug durch deutsche Juge¦
Und eine weitere Meldung von Walter Keim aus Norwegen
Sehr geehrter Professor Dr. Patrick Wautelet, sehr geehrte Frau Professorin Dr. Katharina Boele-Woelki,
ich beziehe mich auf die 5. Europäischer Tag der Ziviljustiz Aachen, Justizzentrum, 8. November 2007.
Sie werden über Grenzüberschreitende Sorgerechts und Umgangskonflikte” vortragen.
Ich möchte hinweisen auf die “Bamberger Erklärung” vom 21. Oktober 2007 verabschiedet im Rahmen des
internationalen Symposiums “Deutsche Jugendämter und Europäische Menschenrechtskonvention” unter der
Leitung : Annelise Oeschger, Präsidentin der Konferenz der Internationalen
Nichtregierungs-Organisationen des Europarates (Anlage 2:
http://www.petra-heller.com/AKTUELLES_nach_Datum.146.0.html#071023) stellt fest: “Im Rahmen des Kinder- und Jugendschutzes in Deutschland, namentlich von Seiten der Jugendämter, kommt es zu Verletzungen der Menschenrechte, insbesondere der von Art. 3 (Verbot der Folter), Art. 6 (Recht auf ein faires Verfahren vor unabhängigen Gerichten), Art. 8 (Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens), Art. 13 (Recht auf wirksame Beschwerde) und Art. 14 (Diskriminierungsverbot) der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte”. Leider greift weder die Presse noch die juristische herrschende Meinung dieses Problam auf: Querulanten in Richterrobe, 31.03.2007, Politik – Seite 04: Rolf Lamprecht (Ehrenvorsitzender der “Justizpressekonferenz Karlsruhe”) über den Fall Görgülü: “Justizverbrechen werden von der eigenen Zunft nur widerwillig wahrgenommen. Nichts sehen! Nichts hören! Nichts sagen! Letztmals geschehen in Naumburg. Dort beging das Oberlandesgericht (OLG) -objektiv – Rechtsbeugung im Wiederholungsfall. Keiner regte sich auf.”(Anlage: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv.bin/dump.fcgi/2007/0331/politik/0056/index.html )
Jedoch hat der Menschenrechtskommissar Deutschland 2006 besucht und am 11.7.07 seinen Bericht mit
konkreten Vorschlägen veröffentlicht (Anlage A). Ich schlage vor seine Vorschläge umzusetzen:
* “Punkt 10: Der Fall Görgülü ist jedoch der erste deutsche Fall, der im Ministerkomitee des Europarats
seit mehr als zwei Jahren einer Lösung harrt. (Der Fall betrifft den rechtlich anerkannten biologischen
Vater eines 1999 unehelich geborenen Sohnes, der seit 2000 in Sachsen-Anhalt um das Sorge- und
Besuchsrecht kämpft. Der Vater wandte sich an den Gerichtshof mit der Beschwerde, sein Recht auf Achtung
des Familienlebens sei verletzt worden, weil ihm der Umgang mit seinem Sohn und das Sorgerecht
verweigert worden seien. In seinem Urteil vom 26. Mai 2004 stellte der Gerichtshof eine Verletzung des
Artikels 8 fest.)” * Punkt 35: (…) Was das Jurastudium an Hochschulen angeht, stellt der Kommissar mit
Bedauern fest, dass die internationalen Vorschriften im Bereich der Menschenrechte oft nur als
fakultatives Fach gelehrt zu werden scheinen. Er bestärkt die deutschen Hochschulen darin,
Menschenrechte in den Kernlehrplan des Jurastudiums aufzunehmen. (…) Der Kommissar betont auch, wie
wichtig es ist, Richter und Staatsanwälte an Gerichten auf Länder- und kommunaler Ebene im Thema
Europäische Menschenrechtskonvention zu schulen, um deren direkte nationale Umsetzung zu stärken. Dem
Kommissar ist bekannt, dass das Bundesministerium der Justiz an der Entwicklung des neuen Programms für
die Menschenrechtserziehung von Rechtsexperten (HELP) des Europarats Anteil hat, und er ermutigt die
deutschen Behörden, sich aktiv an dessen Umsetzung zu beteiligen.
* Die Schaffung unabhängiger außergerichtlicher Beschwerdeorgane.
* Menschenrechtsausschüsse für Landesparlamente
* Der Ausbau der Infrastruktur für die Menschenrechtserziehung für alle Berufe einschließlich von
Polizei und Justiz sowie staatlichen Bediensteten im Allgemeinen sowie Parlamentarier auf Bundes- und
Länderebene. Ich bin 1982 aus Bayern nach Norwegen ausgewandert. Ab 1997 hat mich meine Mutter
beauftragt ihre Intereressen zu vertreten und dadurch habe ich gezwungenerma ß en mit deutschen Behörden
zu tun gehabt.Da ich das Recht auf eine gute Verwaltung * Recht auf begründete Antwort innerhalb
angemessener Zeit
* Akteneinsicht und Informationsfreiheit * von Ombudsmann überwacht vermisst habe,
habe ich ca. 25 Petitionen über das Recht auf eine gute Verwaltung und Informationsfreiheitsgesetze
geschrieben (Anlage 1). Zwar hat der Bundestagspräsident meine Petition zur Informationsfreiheit am
22.12.04 (http://aitel.hist.no/~walterk/wkeim/files/041222btp.pdf ) dem Bundeskanzler zur
Berücksichtigung überwiesen und der Bundestag hat gegen den Willen der Regierung ein IFG verabschiedet,
aber wegen zahlreicher Ausnahmen und Einschränkungen hat der Bund sich dadurch nur vom letzten auf den
vorletzten Platz verbessert. Der bayrische Landtag hat nicht nur meine Petition zur Einführung der
Informationsfreiheit abgelehnt, weil es vom Ministerium nicht befürwortet wurde, sondern sogar die
Begründung dafür geheim gehalten. Bedauerlicherweise dokumentieren diese Petitionen, dass deutsche
Parlamentarier Bürger- und Menschenrechte ablehnen, die sonst in der zivilisierten Welt überall
selbstverständlich sind. Rächt sich hier, dass deutsche Parlamente zu sehr von Staatsdienern dominiert
sind? In der Schweiz (z. B. Basel) sind Regierungsräte, die Staatsschreiber, die Departementssekretäre
und deren Substitute, die Mitglieder sämtlicher Gerichte, Staatsanwälte und die der Staatsanwaltschaft
zugeteilten Kriminalkommissäre. nicht wählbar. In Deutschland gibt zwar Art. 137 diese Möglichkeit, aber
sie wurde nicht gesetzlich umgesetzt und ausgeschöpft. Deutschland erfüllt bisher nicht die Anforderungen, die die EU an neue Mitglieder stellt: * Gewaltentrennung ist nicht gewährleistet und D verstößt gegen Europarecht (Empfehlung Nr. R (94)12, Anlage E), d.h. die Unabhängigkeit der Gerichte
(Art. 6 EMRK) und die Bindung an das Gesetz stehen nur auf dem Papier und sind nicht gewährleistet
(Anlage 3: http://aitel.hist.no/~walterk/wkeim/files/gewaltentrennung.htm ). * das Menschenrecht der
(allgemeinen) Akteneinsicht (Informationsfreiheit Anlage 4:
http://aitel.hist.no/~walterk/wkeim/files/ifg-material.htm) müsste auch in den letzten acht
Bundesländern respektiert werden. Das steht im Gegensatz zum in Deutschland vielfach praktizierten
Amtsgeheimnis aus dem Obrigkeitsstaat. Nur in 8 Bundeländern, Weissrussland und Russland wird den
Bürgern dieses Bürgerrecht vorenthalten. * Entkriminalisierung der Beleidigungen (siehe Anlage 5:
http://merlin.obs.coe.int/iris/2006/10/article1 ). Bis jetzt wird jährlich gegen ca. 180.000 Personen
wegen Beleidigung ermittelt, das entspricht ca. 20% aller Verurteilten in Strafverfahren Anlage 5:
http://beschwerdezentrum.de/_aktuell/Briody_Artikel/beleidigungsgesetze.html)
Im Interesse der Heranführung Deutschlands an die zivilisierte Welt möchte ich mich dafür einsetzen
diese EU Normen auch in Deutschland einzuführen und darauf hinweisen dass die Unabhängigkeit der Justiz
ist eine Voraussetzung für eine Demokratie ist. Bayern ist hier (neben einigen wenigen anderen
Bundesländern) die Ausnahme in West- und Mitteleuropa. Obwohl ich sowohl dem Bundesjustizministerium,
Bundestag und 4 Länderparlamenten vorgeschlagen habe die Vorschläge des Menschenrechtskommissars
durchzuführen zeigen die Erfahrungen der letzten 10 Jahre, dass das Problembewusstsein völlig zu fehlen
scheint. Ich würde es begrüssen, wenn Sie einen Beitrag dazu leisten könnten auch in Deutschland für
Errungenschaften Verständnis zu schaffen, die die deutsche Justiz vermittelbar machen in Europa.
1. Über Faminienrecht: http://aitel.hist.no/~walterk/wkeim/files/familienrecht.htm
2. “Bamberger Erklärung” vom 21. Oktober 2007 verabschiedet im Rahmen des internationalen Symposiums “Deutsche Jugendämter und Europäische Menschenrechtskonvention” unter der Leitung : Annelise Oeschger, Präsidentin der Konferenz der Internationalen Nichtregierungs-Organisationen des Europarates:
3. Gewaltentrennung in Deutschland und Europa: http://aitel.hist.no/~walterk/wkeim/files/gewaltentrennung.htm
4. Informationsfreiheit:
http://aitel.hist.no/~walterk/wkeim/files/ifg-material.htm
5. Beleidigung in Deutschland und Europa:
Defamation is international law, OSCE, Coucil of Europe and law in Germany:
http://aitel.hist.no/~walterk/wkeim/files/defamation.htm ,
http://merlin.obs.coe.int/iris/2006/10/article1 und
http://beschwerdezentrum.de/_aktuell/Briody_Artikel/beleidigungsgesetze.html
6. Bericht des Menschenrechtskommissars Thomas Hammarberg über seinen Besuch in Deutschland 9. €œ 11. und 15. €œ 20. Oktober 2006: http://aitel.hist.no/~walterk/wkeim/files/Bericht-des-Menschenrechtskommissars.html , https://wcd.coe.int/ViewDoc.jsp?Ref=CommDH(2007)14&Language=lanGerman 7. 11.08.07: Brief an BMJ:
Menschenrechtsverletzungen in Deutschland: Praxis des Deutsches Familienrechts im internationalen
Vergleich : http://aitel.hist.no/~walterk/wkeim/files/0708bmj.htm 8. 21.08.07: Bundestag: Petition Pet
1-16-06-10000-026309 Menschenrechte als verbindliches Grundrecht im Grundgesetz verankern und Judikative unabhängig machen und dem Gesetz unterwerfen : http://aitel.hist.no/~walterk/wkeim/petition_gg.htm
Der Staat hat die Eltern entrechtet – von Konrad Adam 20.10.2006 (!)
Ich werde noch nachfragen, damit ich die Rechte bekomme, den kompletten Artikel einzustellen. Er muss von vielen gelesen werden:
(Zitat http://www.welt.de/print-welt/article88410/Der_Staat_hat_die_Eltern_entrechtet.html von Konrad
Adam)20. Oktober 2006, 00:00 Uhr
Im ganzen Land werden plötzlich misshandelte und vernachlässigte Kinder entdeckt. Der Vorwurf, der Staat
habe versagt, ist wahr: Er macht die Eltern zu Arbeitsmaschinen und verwaltet die lästigen Kinder am
liebsten selbst. Das ist erstens falsch und zweitens funktioniert es nicht.
Die Nachricht von dem toten Kind in Bremen scheint eine Lawine ausgelöst zu haben. Seither werden
landauf, landab in Kellern, Kühlschränken und Kinderzimmern vernachlässigte und misshandelte,
geschlagene und verhungerte Kinder entdeckt. Und jedes Mal steht der Schuldige fest: der Staat,
vertreten durch die Polizei, das Jugendamt, die verantwortliche Behörde oder die unverantwortliche
Senatorin. Sie alle, heißt es dann regelmäßig, hätten versagt. Natürlich hat der Staat versagt. Aber doch nicht erst seit gestern oder vorgestern, und auch nicht nur durch Unterlassen. Versagt hat er, als er, im Widerspruch zu der Verfassung, auf den Gedanken kam, den Eltern ihr natürliches Recht zu bestreiten und sie von der “zuvörderst ihnen” obliegenden Pflicht zu befreien, die Kinder, die sie in die Welt gesetzt haben, auch zu versorgen und zu erziehen.
Keine Rechte ohne Pflichten, der Wahlspruch von New Labor in England, gilt auch in umgekehrter Reihenfolge. Dann heißt er: Keine Pflichten ohne Rechte. Als sich der Staat dazu erbot, den Eltern das
Erziehungsgeschäft abzunehmen, hat er gegen diese Regel verstoßen – doch das ist eine Vorstellung, die
bei den Staatsfrommen, die auf der Linken und der Rechten in der Mehrheit sind, schlecht ankommt.
Sie wollen die Botschaft, die sie mit ihrem lauten Ruf nach Betreuung stillschweigend verbreiten, nicht
wahrhaben. Die lautet: Kinder sind lästig! Wenn sie sich denn schon nicht vermeiden lassen, sollten sie
von den Eltern so schnell wie möglich in einer Krippe abgeliefert, an eine Tagesstätte weitergereicht
oder in einer Ganztagsschule geparkt werden. Auf keinen Fall sich selbst drum kümmern, denn das bedeutet
den Verzicht auf “Karriere”! In dieser Frage ist der West-Staat, wie wir ihn seit der Vereinigung
kennen, der legitime Nachfolger der Ost-Partei: Er hat immer Recht, weiß alles besser und muss die
Bürger deshalb von der ärgsten Last, der Last der Freiheit, befreien.
Alle politischen Kräfte unter Einschluss der FDP sind sich darin einig, dass das Land, um zu überleben,
in ein großes Arbeitshaus verwandelt werden muss. Wenn die Leute dazu genötigt sind, ganztags und außer
Hause zu arbeiten, haben sie für das, was früher die Privatsphäre ausmachte, immer weniger Zeit; die
überlassen sie dann zwangsläufig dem Staat. Die Staatsvertreter sehen das mit Freude, denn damit steigt
ihre Aussicht auf Machtgewinn. Und weil die Macht die Währung ist, in der sie rechnen, betrachten sie
die schleichende Enteignung als Geschäft.
Gewiss vermögen die Vielen, wie es bei Aristoteles heißt, mehr als jeder Einzelne allein. Aber doch nur
so lange, wie der Staat sie lässt. Das tut er aber nicht. Der Staat, vertreten durch seine Ämter und
Behörden, mischt sich ein, will mitgestalten und, wie die Floskel lautet, aktivieren: Als ob in einem
Land, das den bei weitem größten Teil seines kollektiven Reichtums darauf verwendet, Renten zu bezahlen,
Krankheiten zu kurieren, Arbeitslosigkeit zu verwalten und Pflege zu gewähren, die Rede vom
“aktivierenden” Staat nicht ein Witz wäre, den nur noch bekennende Linke ernst nehmen. Tatsächlich
aktiviert ein solcher Staat zu gar nichts mehr; er lähmt, entmutigt, tötet ab.
Eine eher kläglich als üppig bemessene Grundversorgung, bestehend aus sozialen Dienstleistungen, aus
Fernsehunterhaltung und Energiezufuhr, sicherstellen und zumessen, das kann der Staat und soll er auch.
Aber schon bei der Bildung ist er, wie nicht erst die Pisa-Studien bewiesen haben, drastisch
überfordert, bei der Erziehung erst recht. Alles, was über ein sozialistisch kalkuliertes Mittelmaß
hinausreicht, ist den Behörden unzugänglich und eben deshalb auch suspekt. Exzellenz ist eine Sache, die
von der Staatsmacht beschädigt oder unterdrückt, aber nicht gezüchtet werden kann. Der Staat lebt auch
hier von Voraussetzungen, die er nicht garantieren, geschweige denn schaffen kann.
Erziehung, sagt Fontane, sei Innensache, “Sache des Hauses, und vieles, ja das Beste kann man nur aus
der Hand der Eltern empfangen”. Doch Eltern kommen in den Programmschriften der Parteien, Gewerkschaften und Verbände nur noch ausnahmsweise vor; und wenn, dann bloß als Risikofaktoren, die so schnell wie möglich durch den Eingriff von oben an den Rand zu schieben oder zu ersetzen sind.
Das tote Kind aus Bremen hat gezeigt, dass, wie und mit was für Folgen Eltern versagen können. Dass, wie
und mit was für Folgen der Staat versagt, hat der Fall aber auch gezeigt. Schließlich war es der Staat,
der die Existenz von Kindern zum Merkmal einer neuen Unterschicht gemacht und Millionen von ihnen in die
Armut getrieben hat. In Deutschland nennt man das sozial.
Dieser Eintrag wurde am Donnerstag, 08. November 2007 um 16:33 erstellt und ist abgelegt unter Familienpolitik.	Mit dem RSS 2.0 Feed kannst du den Antworten zu diesem Artikel folgen. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder einen Trackback von deiner eigenen Seite senden.