Source: https://www.diebewertung.de/adrealis-service-kapitalverwaltungs-gmbh-und-die-bilanz/
Timestamp: 2018-07-15 22:50:01
Document Index: 196273399

Matched Legal Cases: ['§ 267', '§ 340', '§ 256', '§34', '§ 286', '§ 316', '§ 29', '§ 317', '§ 328']

ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH und die Bilanz - Diebewertung
Eine Service KVG sollte eine solide, verlustfreie Bilanz haben. Das erscheint uns gerade bei SERVICE KVG Gesellschaften ein wichtiger Punkt zu sein. Hier hat sich der Verlust erneu erhöht laut letzter im Unternehmensreister hinterlegter Bilanz. Gerade Service KVG’s sollen ja die Nachhaltigkeit, in wirtschaftlicher Hinsicht, von Investitionen von Alternativen Investment Fonds überwachen und prüfen. Dafür sollte man dann sicherlich auch selber erfolgreich sein. Laut dieser letzten hinterlegten Bilanz „hakt es hier bei dieser KVG aber noch sehr“. Interessant an diesem Unternehmen ist dann auch, das
Die 2010 gegründete XOLARIS Gruppe ist der erste rechtlich unabhängige Full Service- Dienstleister für Initiatoren geschlossener Fonds in Deutschland. Das Leistungsportfolio beinhaltet sowohl alle Treuhanddienstleistungen als auch Dienstleistungen im Bereich der Fondsverwaltung, des Fondcontrollings und –reportings. Die XOLARIS Gruppe betreut aktuell mehr als 16.500 Anleger von 16 Emissionshäusern und verwaltet Fonds mit einem Volumen von rund EUR 320 Millionen.
Die xpecto AG vermietet seit 2001 Systeme zur Anlegerverwaltung und Vertriebsabrechnung. Die Produkte ermöglichen den Kunden die schlagkräftige Verwaltung ihres Tagesgeschäfts. Initiatoren, Emissionshäuser und Finanzunternehmen profitieren von den innovativen Lösungen und können so guten Service und hohe Transparenz bieten. Derzeit nehmen 75 namhafte Kunden die Leistungen der xpecto AG in Anspruch.
Gesellschafter dieser Service KVG sind. Hoffen wir für die Zukuft einmal das Herr Klaile dann hier nicht so umstritten ist wie bei den V+ Plus Fonds zumindest in Bezug auf seine Investitionsentscheidungen.
ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH (vormals: reconcept Vermögensmanagement GmbH)
täglich fällig 228.259,01 241.518,27
2. Forderungen an Kunden 90.157,14 24.782,28
3. Sachanlagevermögen 446,00 0
a) Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 102.747,47
b) andere Forderungen 6.602,53 31.987,99
6.602,53
5. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 16.070,95
325.464,68 417.106,96
a) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
täglich fällig 0,00 58.072,65
täglich fällig 27.285,87 19.168,28
27.285,87
a) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.300,07 103.936,47
b) andere Verbindlichkeiten 26.042,30 42.587,05
30.342,37
a) Steuerrückstellungen 0,00 1.437,25
b) andere Rückstellungen 75.466,00 39.800,00
75.466,00
Gezeichnetes Kapital 125.000,00 125.000,00
b) Kapitalrücklage 690.000,00 535.000,00
c) Bilanzverlust -622.629,56 -507.894,74
192.370,44
Gesamtbetrag der Nettoinventarwerte der von der Gesellschaft verwalteten Fondsgesellschaften EUR 8.847.321,97 / Anzahl der verwalteten Investmentvermögen: 2
1. Zinsaufwendungen 6.936,19 15.936,47
2. Provisionserträge 474.467,78 154.366,14
3. Provisionsaufwendungen 70.338,97 31.773,30
4. Sonstige betriebliche Erträge 90.886,91 144.637,33
aa) Löhne und Gehälter 328.258,34 334.032,26
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung 53.067,96 52.732,69
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 221.442,50 602.768,80 215.631,59
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,00 132.923,63
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 24,55 0,00
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -114.713,82 -484.026,47
9. Sonstige Steuern 21,00 -562,00
10. Jahresfehlbetrag -114.734,82 -484.588,47
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -507.894,74 -23.306,27
12. Bilanzverlust -622.629,56 -507.894,74
A. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Grundlauen der Währungsumrechnung
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 i.V.m. § 340a HGB, unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB), des Handelsgesetzbuchs (HGB), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und des GmbH – Gesetzes aufgestellt. Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt entsprechend den Gliederungsvorschriften der RechKredV.
Die Gesellschaft übernimmt als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft die kollektive Vermögensverwaltung von inländischen geschlossenen Publikums Alternative Investmentfonds (AIF) und von inländischen geschlossenen Spezial Alternative Investmentfonds (Spezial-AIF).
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Es kam die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zu Nennwerten bewertet.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind ausreichend bemessen und nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des Erfüllungsbetrages passiviert.
Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden entsprechend § 256a HGB bewertet.
B. Erläuterungen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung
Forderungen gegen Kunden
Darin enthalten sind Fremdwährungsforderungen in Höhe von TCAD (Tausend Kanadische Dollar) 1,4 (TEUR 0,9).
Das Sachanlagevermögen beinhaltet in voller Höhe die Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen das Finanzamt Hamburg-Harburg in Höhe von TEUR 6,5.
Der Bilanzverlust hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Verlustvortrag zum 1.1.2015 507.894,74 €
Jahresfehlbetrag 2015 114.734,82 €
Bilanzverlust zum 31.12.2015 622.629,56 €
Im Berichtsjahr wurden TEUR 155 der Kapitalrücklage zugeführt.
Die sonstigen Rückstellungen betragen TEUR 75 und setzen sich wie folgt zusammen: Aufsichtsratvergütung (TEUR 36), Jahresabschlussprüfung und -erstellung (TEUR 35), Steuerberatung (TEUR 2) sowie sonstige Posten (TEUR 2).
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 4. Diese resultieren vollständig aus Lieferungen und Leistungen.
Weiterhin resultieren die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6 aus der Lohn- und Kirchensteuer und in Höhe von TEUR 20 aus der Umsatzsteuer.
Die Provisionserträge ergeben sich aus gegenüber Dritten erbrachten Dienstleistungen und sind ausschließlich im Inland entstanden.
Die Provisionsaufwendungen resultieren aus der Auslagerung von Dienstleistungen, die mit den erbrachten Provisionserträgen im Zusammenhang stehen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen TEUR 8 für Sachbezüge aufgrund der PKW-Nutzung, TEUR 7 (Vorjahr TEUR 0) aus der Währungsumrechnung sowie TEUR 75 für die Personalüberlassung an die reconcept GmbH.
Die anderen Verwaltungsaufwendungen enthalten TEUR 64 Rechts- und Beratungskosten, TEUR 32 Mietaufwendungen, TEUR 14 Fahrzeugkosten, TEUR 36 Aufsichtsratvergütung, TEUR 24 Jahresabschluss- und Prüfungskosten sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 2) aus der Währungsumrechnung.
Es haben sich keine periodenfremden Erträge und Aufwendungen ergeben.
Fristigkeiten:
bis 3 Monate 3-12 Monate 1-5 Jahre über 5 Jahre
Forderungen an Kreditinstitute 228.259,01 0,00 0,00 0,00
(241.518,27) (0,00) (0,00) (0,00)
Forderungen an Kunden 0,00 90.157,14 0,00 0,00
(0,00) (24.782,28) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 27.285,87 0,00 0,00 0,00
(77.240,93) (0,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 30.342,37 0,00 0,00 0,00
(146.523,52) (0,00) (0,00) (0,00)
Aufgliederung nach geografischen Märkten
Die Aufgliederung nach geografischen Märkten kann unterbleiben, da sich die Märkte nicht wesentlich unterscheiden (§34 Abs. 2 RechKredV).
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt aufgrund des geschlossenen Geschäftsbesorgungsvertrags für Mietaufwendungen und Leasing-gebühren T€ 39. Die Verpflichtungen bestehen in voller Höhe gegenüber verbundenen Unternehmen.
Im Geschäftsjahr 2015 waren durchschnittlich 5 Mitarbeiter beschäftigt.
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 15 ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen.
Es gab einen Gesellschafterwechsel in der KVG. Die bisher alleinige Gesellschafterin der KVG, die reconcept GmbH, hat ihre Geschäftsanteile mit Vertrag vom 26. Januar 2016 zu je 50 % an die XOLARIS GmbH und die xpecto AG verkauft.
Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Personen sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen.
Die Firmierung der KVG hat sich geändert und lautet seit dem 08. Juni 2016 ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH. Die Gesellschaft firmierte vorher unter reconcept Vermögensmanagement GmbH.
Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2015:
Herr Carsten Diettrich, Dipl. Kaufmann, Hamburg
Herr Karsten Reetz, Bankkaufmann, Hamburg
Mit Wirkung zum 07. April 2016 ist Herr Karsten Reetz aus der Geschäftsführung der Kapitalverwaltungsgesellschaft ausgeschieden und Herr Dr. Guido Komatsu als neuer Geschäftsführer bestellt worden.
Herr Michael Conrad, Steuerberater (Vorsitzender)
Frau Katharina Hollensteiner, Rechtsanwältin (stellvertretende Vorsitzende)
Frau Stefanie Schoth, Kauffrau
Im Zuge des Verkaufs der KVG sind die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder zum 31. Mai 2016 von ihren Ämtern zurückgetreten.
Herr Stefan Klaile, Herr Harald Elsperger und Herr Thomas Soltau sind als neue Mitglieder des Aufsichtsrates der KVG bestellt worden. Herr Klaile übernimmt den Vorsitz des Aufsichtsrates, Herr Harald Elsperger ist stellvertretender Vorsitzender.
Die Aufsichtsratvergütung in 2015 betrug TEUR 36.
Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführungsvergütung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 114.713,82 zusammen mit dem Verlustvortrag von EUR 507.894,74, mithin einen Bilanzverlust von EUR 622.629,56, auf neue Rechnung vorzutragen.
Dr. Guido Komatsu
Unsere bisherige Alleingesellschafterin, die reconcept GmbH, hat ihre Anteile an der ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH zu je 50% mit Vertrag vom 26. Januar 2016 zu je 50 % an die XOLARIS GmbH, Konstanz, und die xpecto AG, Landshut, verkauft. Der Vertrag ist im Mai 2016 wirksam geworden.
Die Gesellschafterversammlung hat daraufhin am 19. Mai 2016 eine Änderung der Firma unserer Gesellschaft von reconcept Vermögensmanagement GmbH in ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH beschlossen, die mit Handelsregistereintragung am 8. Juni 2016 wirksam geworden ist.
Die ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH fungiert als Kapitalverwaltungsgesellschaft von Gesellschaften, die im Geltungsbereich des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) initiiert werden. Die Verwaltung der Sachwertinvestitionen erfolgt nach den Maßgaben und Auflagen des KAGB. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft verwaltet ausschließlich geschlossene Publikums- und Spezialfonds. Es handelt sich dabei um Fonds, die in Anlagen zur Erzeugung, zum Transport und zur Speicherung von Strom, Gas oder Wärme aus erneuerbaren Energien sowie in die dazu genutzte Infrastruktur investieren.
Über allgemeine politische, wirtschaftliche und rechtliche Länderrisiken hinaus werden die Länder der Investitionsstandorte insbesondere auch hinsichtlich der Chancen und Risiken überprüft, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Stromerzeugung und dem Verkauf von Strom stehen, wie z.B. Stromeinspeisegesetze und andere Fördermechanismen, Tarifsysteme, Angebots- und Nachfragesituation, Strompreisbildungsmechanismen, Strom- und Netzinfrastruktur sowie Wettbewerbsumfeld.
Neben diesen Faktoren hat insbesondere die Situation an den Finanzmärkten Einfluss auf das Zustandekommen der Investitionen und die Rentabilität der Sachwerte, da Investitionen i.d.R. unter Beanspruchung von Fremdkapital getätigt werden.
Bei den Anlegern handelt es sich i.d.R. um Privatinvestoren; sie sind bei einer Investition in Sachwertfonds unternehmerisch Beteiligte, die bereit sind, ihren Anlagebetrag für einen gewissen Zeitraum fest zu investieren.
Der Absatz der Produkte an die Privatinvestoren hängt vor allem von der Bereitschaft der Anleger ab, unternehmerische Risiken einzugehen, eine gewisse Zeit über die Investitionssumme nicht verfügen zu können und letztendlich von der Nachfrage nach Sachwerten.
Daneben kann die individuelle Vermögensverwaltung und Anlageberatung erbracht werden, soweit sich diese auf Anlagen zur Erzeugung, zum Transport und zur Speicherung von Strom, Gas oder Wärme aus erneuerbaren Energien oder die dafür genutzte Infrastruktur beziehen.
Die Kernaufgabe einer Kapitalverwaltungsgesellschaft im Geltungsbereich des KAGB ist die kollektive Vermögensverwaltung. Diese umfasst die Portfolioverwaltung, das Risikomanagement, administrative Tätigkeiten, den Vertrieb von eigenen Investmentanteilen sowie Tätigkeiten im Zusammenhang mit den Vermögensgegenständen der verwalteten Fonds.
Für zukünftiges Geschäft plant die ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH, als Service-KVG für Sachwertinvestitionen von Drittanbietern zu fungieren.
Weiterhin ist geplant, zukünftig Produkte an semiprofessionelle und professionelle Investoren als Spezial-AIF anzubieten, um auch an diesem an Bedeutung gewinnenden Markt partizipieren zu können.
Die Verwaltung der regulierten Investmentvermögen (AIF und Spezial-AIF) nach KAGB erfolgt durch die ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH als regulierte und lizensierte Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG). Die Gesellschaft ist zukunftsweisend ausgerichtet, um auch die laufende Verwaltung weiterer Fonds über den Lebenszyklus der Beteiligungen zu begleiten und zu sichern.
Nach Angaben des Branchenverbandes bsi (Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V.) haben die Mitglieder des Verbandes im ersten Jahr nach Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) für semiprofessionelle, professionelle und Publikums-Anleger rd. EUR 10,3 Mrd. in Sachwerte investiert bzw. die Verwaltung hierfür übernommen.
Davon entfielen auf KAGB-konforme Strukturen rd. EUR 4,9 Mrd., verteilt auf EUR 0,7 Mrd. aus geschlossenen AIF für Publikums-Anleger, EUR 1,0 Mrd. aus geschlossenen Spezial-AIF und EUR 3,2 Mrd. aus offenen Spezial-AIF. Weitere rd. EUR 5,4 Mrd. entfielen auf investierende Bestandsfonds, Investitionen über ausländische Strukturen, AIFMD Strukturen sowie sonstige Strukturen für semiprofessionelle und professionelle Anleger.
Die Gesellschaft bewegte sich im Berichtsjahr in dem kleinsten der genannten Segmente. Im Jahr 2014 betrug das Investitionsvolumen rd. EUR 700 Mio., von den Verbandsmitgliedern konnten lediglich rd. EUR 81 Mio. Eigenkapital vertrieben werden. Das durch Publikumsfonds platzierte Eigenkapital (nicht KAGB-konform) betrug demgegenüber 2012 rd. EUR 3,1 Mrd. und 2013 rd. EUR 2,3 Mrd.. Eine Begründung für diesen deutlichen Abstieg ist, dass die meisten KAGB-Produktzulassungen erst zu spät im Jahr 2014 erfolgt sind.
Die Fachpublikation exxec-news geht für 2015 durch sich in Platzierung befindliche AIFs und bereits geschlossene Fonds von einem Investitionsvolumen von rd. EUR 4,2 Mrd. aus. Hinzu kommen etwa EUR 800 Mio. aus Beteiligungen nach dem Vermögensanlagegesetz.
Der Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V. (bsi) geht davon aus, dass sich der Markt für Sachwerte in 2016 weiter entwickelt und der Ausblick positiv ist. Er belegt dies mit den Zahlen einer Erhebung bei seinen Mitgliedsunternehmen. Hiernach sind 2015 EUR 8,9 Mrd. neue Investitionen in Sachwerte erfolgt, 83% aller Investitionen gingen hierbei in Immobilien.
82% der Investitionen in Sachwerte (EUR 7,3 Mrd.) erfolgten durch regulierte Vehikel; dazu gehörten geschlossene Publikums-AIF (EUR 0,7 Mrd.), geschlossene Spezial-AIF (EUR 1,5 Mrd.), offene Spezial-AIF (EUR 2,8 Mrd.) und die europäisch regulierten Luxemburger Strukturen (SICAF und SICAV: EUR 2,3 Mrd.). EUR 1,6 Mrd. sind über un- bzw. teilregulierte Produkte gelaufen. Die Platzierungszahlen zeigen einen positiven Trend; die Mitglieder des bsi konnten 2015 für ihre geschlossenen Publikums-AIF EUR 1 Mrd. Fondsvolumen platzieren und EUR 521 Mio. EK einwerben (2014: EUR 81 Mio.); bei professionellen Investoren wurden EUR 1,7 Mrd. platziert und EUR 1 Mrd. Eigenkapital für geschlossene Spezial-AIF eingeworben (2014: EUR 592 Mio.).
Die Marktstellung der Gesellschaft ist weiterhin nicht aussagekräftig beurteilbar, da die Gesellschaft erst in 2014 als Kapitalverwaltungsgesellschaft zugelassen wurde und die Zukunftsaussichten der Branche der geschlossenen Fonds schwer zu prognostizieren sind.
Positiv ist hier hervorzuheben, dass die Gesellschaft bereits die Zulassung als KVG erhalten hat und die bisher emittierten Produkte sich in dem Wachstumsmarkt der Erneuerbaren Energien befinden.
Die Gesellschaft wurde am 5. April 2013 als zukünftige Kapitalverwaltungsgesellschaft gemäß Kapitalanlagegesetzbuch gegründet. Zum 15. Mai 2014 hat sie einen Antrag auf Zulassung als KVG gestellt; diese wurde per 26. November 2014 erteilt. Die Gesellschaft fungiert als Kapitalverwaltungsgesellschaft für die Sachwertfonds „RE03 Windenergie Finnland“ und „RE04 Wasserkraft Kanada“. Bei dem Beteiligungsangebot „RE06 Windenergie Finnland“ sowie „RE09 Windenergie Deutschland“ hat die KVG die Portfoliomanagementberatung übernommen und berät die Beteiligungsgesellschaft – ohne Verwalterin des Vermögens zu sein – beim Erwerb von Vermögensgegenständen auf Basis der im Verkaufsprospekt aufgeführten Investitionskriterien. Die wesentlichen Erträge der Gesellschaft werden aus dem Angebot und der Verwaltung von Sachwertfonds generiert; die wesentlichen Aufwendungen setzen sich aus Personal- und Sachkosten zusammen.
Der Sachwertfonds „RE03 Windenergie Finnland“ wurde per 11. Juni 2014, vor Auslaufen der KAGB-Übergangsfrist für diesen Fonds am 21. Juli 2014, geschlossen. In der Folge wurde der Fonds komplett auf die Regeln des KAGB umgestellt.
Die Vertriebsanzeige gemäß § 316 Kapitalanlagegesetzbuch für den Sachwertfonds „RE04 Wasserkraft Kanada“ wurde im Oktober 2013 bei der BaFin eingereicht; die Billigung wurde per 18. September 2014 erteilt.
Der Geschäftsverlauf in 2015 entspricht nicht der ursprünglichen Prognose, in 2015 zwei Beteiligungsangebote am Markt zu platzieren. Statt dessen konnte eine Gebühr für Portfoliomanagementberatung (Beratung der Beteiligungsgesellschaft beim Erwerb von Vermögensgegenständen auf Basis der im Verkaufsprospekt aufgeführten Investitionskriterien – ohne Verwalterin des Vermögens zu sein) vereinnahmt werden. Die Gesamtkosten konnten deutlich unter den budgetierten Zahlen gehalten werden. Dennoch hat dies im Ergebnis die Liquidität der Gesellschaft belastet. Die Gesellschafterin hat Darlehen und Erhöhungen der Kapitalrücklage in ausreichender Höhe zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit bereitgestellt.
Aufgrund hoher fixer Kosten bei noch geringen Erträgen aus der Verwaltungstätigkeit weist die Gesellschaft in 2015 einen Jahresfehlbetrag i.H.v. TEUR 115 aus.
Bedingt durch die Zuführungen zur Kapitalrücklage durch die Alleingesellschafterin in Höhe von TEUR 155 hat sich das Eigenkapital dennoch zum Ende des Geschäftsjahres von TEUR 152 auf TEUR 192 erhöht.
Zu den nennenswerten, das Geschäft der Gesellschaft beeinflussenden Ereignissen nach dem Berichtsstichtag, vgl. „4. Nachtragsbericht“.
3.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Gesellschaft hat mit Gründung am 5. April 2013 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 115 erzielt (Vorjahr Jahresfehlbetrag TEUR 485). Dabei ist die Ertragslage im Wesentlichen geprägt durch die realisierten Provisionserträge in Höhe von TEUR 474 (Vorjahr TEUR 154), die Erträge aus der Personalüberlassung in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr TEUR 122), die Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 381 (Vorjahr TEUR 387), andere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 222 (Vorjahr TEUR 216) sowie Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr TEUR 32).
Auf Basis der abgeschlossenen Dienstleistungs- und Vermögensverwaltungsverträge mit drei Fondsgesellschaften konnten im Rahmen der Geschäftstätigkeit Provisionserträge in Höhe von TEUR 474 erzielt werden.
Die Provisionsaufwendungen beinhalten im Wesentlichen die Aufwendungen für die Treuhand- und Haftungsvergütungen der Fondsgesellschaften (TEUR 54).
Aufgrund der Inanspruchnahme von Dienstleistungen, insbesondere für die rechtliche Beratung, sind im Geschäftsjahr 2015 Aufwendungen in Höhe von TEUR 64 entstanden, die unter den anderen Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen werden. Weitere wesentliche Posten innerhalb der anderen Verwaltungsaufwendungen stellen die Aufsichtsratvergütungen (TEUR 36), die Mieten (TEUR 32) und die Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 24) dar.
3.3.2 Vermögens und Finanzlage
Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2015 eine Eigenkapitalquote von ca. 59 % auf (Vorjahr 37 %). Der Anstieg der Eigenkapitalquote resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Kapitalrücklage um TEUR 155 sowie aus der Reduzierung der Verbindlichkeiten um TEUR 166. Gegenläufig hat sich der Jahresfehlbetrag 2015 in Höhe von TEUR 115 ausgewirkt. Die Kapitalstruktur ist hauptsächlich durch ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 192 (Vorjahr TEUR 152), Rückstellungen in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr TEUR 41) sowie übrige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 58 (Vorjahr TEUR 120) gekennzeichnet.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden Zuführungen zur Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 155 vorgenommen. Zur weiteren finanziellen Unterstützung im Rahmen der Anlaufphase hatte die Gesellschafterin der Gesellschaft ein bis zum 31. Dezember 2015 befristetes Darlehen in Höhe von TEUR 450 gewährt, welches im Berichtsjahr unterjährig bis zu einem Betrag in Höhe von TEUR 245 in Anspruch genommen wurde (Vorjahr TEUR 88). Das Darlehen wurde bis zum Bilanzstichtag vollständig getilgt.
Das Vermögen der Gesellschaft besteht zum Bilanzstichtag in Bankguthaben in Höhe von TEUR 228 (Vorjahr TEUR 242), Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr TEUR 25) und anderen Aktiva in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr TEUR 48). Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Investitionen in das Anlagevermögen getätigt und sind nach derzeitigem Stand auch nicht für das Geschäftsjahr 2016 geplant.
Die Liquidität der Gesellschaft hat sich wie folgt entwickelt:
Jahresfehlbetrag -115
+ Zunahme der Rückstellungen 34
Abnahme von Forderungen an Kunden sowie + andere Aktiva 78
Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
– sowie anderer Passiva -62
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -65
+ Zuführung zur Kapitalrücklage 155
– Rückzahlung von Krediten (netto) -104
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 51
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -14
+ Zahlungsmittel am Anfang der Periode 242
= Finanzmittel am Ende der Periode 228
3.3.3. Wesentliche finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Im Geschäftsjahr wurden geringe Provisionserträge und sonstige betriebliche Erträge im Verhältnis zu den bestehenden Aufwendungen erzielt. In dieser Phase des Unternehmens erfolgt die Steuerung des Unternehmens im Wesentlichen über die vorhandene und benötige Liquidität. Als Folge dessen waren im Geschäftsjahr 2015 die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren die Cashflows. So wurde in 2015 der negative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR -65 und der Mittelabfluss aus der Rückführung von Darlehen in Höhe von TEUR 104 nahezu vollständig durch die Zuführungen zur Kapitalrücklage (TEUR 155) finanziert. Insgesamt ist der Finanzmittelfonds von TEUR 242 um TEUR 14 auf TEUR 228 leicht zurückgegangen.
Eine Steuerung über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren ist nicht vorgesehen.
4 Nachtragsbericht
Nach dem Bilanzstichtag und bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Lage des Unternehmens erwarten lassen:
Die Firmierung der KVG hat sich geändert und lautet seit dem 08. Juni 2016 ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH.
Herr Carsten Diettrich bleibt Geschäftsführer der Kapitalverwaltungsgesellschaft. Mit Wirkung zum 07. April 2016 ist Herr Karsten Reetz aus der Geschäftsführung der Kapitalverwaltungsgesellschaft ausgeschieden und Herr Dr. Guido Komatsu als neuer Geschäftsführer bestellt worden.
Im Zuge des Verkaufs der KVG sind die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder zum 31. Mai 2016 von ihren Ämtern zurückgetreten. Herr Stefan Klaile, Herr Harald Elsperger und Herr Thomas Soltau sind als neue Mitglieder des Aufsichtsrates der KVG bestellt worden. Herr Klaile übernimmt den Vorsitz des Aufsichtsrates, Herr Harald Elsperger ist stellvertretender Vorsitzender.
Darüber hinaus hat die Gesellschaft am 13. April 2016 bei der BaFin einen Antrag auf Erweiterung der Erlaubnis als AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft auf die Verwaltung von Investmentvermögen in den Bereichen Immobilien und Schiffe gestellt, der es der ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH erlaubt, zukünftig auch Investitionen in diese Sachwerte zu verwalten.
5 Prognose, Chancen- und Risikobericht
Die für das letzte Jahr getroffene Ergebnisprognose konnte trotz geringerer als geplanter Umsatzerlöse aufgrund von geringer angefallenen Kosten übertroffen werden.
Der Geschäftsplan der ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH sieht für das Geschäftsjahr 2016 ein zu emittierendes Eigenkapital (EK) von EUR 175 Mio. vor. Hieraus resultieren einmalige Einnahmen und in der Folge dann laufende Einnahmen aus den einzelnen Fonds.
Wesentliche einmalige Erträge in 2016 sollen aus den zu emittierenden Publikums- und Spezial-AIFs generiert werden. Laufende Gebühreneinnahmen sind aus dem RE 03 und dem RE 04 als auch den weiteren zu emittierenden Produkten vorgesehen. Das Ergebnis der Gesellschaft wird aufgrund der noch geringen Anzahl verwalteter Fonds und daraus resultierend geringen Erträgen noch durch die hohen Personalkosten sowie vergleichsweise hohen Beraterkosten während der Anlaufphase belastet werden. Es wird daher in 2016 mit einem Jahresfehlbetrag gerechnet. Der Geschäftsplan ist mit den Gesellschafterinnen abgestimmt. Hiernach gehen wir von deutlich erhöhten Provisionserträgen und einem höheren Jahresfehlbetrag als im Vorjahr aus, der jedoch in jedem Fall unterhalb von TEUR 400 liegen soll. Die Provisionserträge sollen bereits 2016 über dem Wert von 2015 liegen. Allerdings führen die korrespondierenden Provisionsaufwendungen durch zugekaufte Dienstleistungen dazu, dass in der Planung das Nettoprovisionsergebnis leicht zurückgeht. Sofern die Einnahmen nicht ausreichen, um die laufende Geschäftstätigkeit zu finanzieren, werden wir dementsprechend die uns von den Gesellschafterinnen zugesagte Eigenkapital-finanzierungslinie in Anspruch nehmen.
Die Prognose erscheint der Geschäftsführung unter den gegeben Marktbedingungen als realistisch. Die Lage des Unternehmens wird sich voraussichtlich erst in 2 Jahren positiver darstellen. Dies ist der im Wirtschaftsbericht bereits dargestellten Anlaufphase geschuldet. Gewinne kann die Gesellschaft erst erzielen, sobald die Erträge aus Angebot und Verwaltung von Fonds die Ausgaben, im wesentlichen Personalkosten, übersteigen. Durch die strategische Entscheidung der neuen Gesellschafterinnen, die ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH als Kapitalverwaltungsgesellschaft zu übernehmen, sieht sich die Geschäftsführung der Unterstützung der Gesellschafterinnen, insbesondere der Bildung der notwendigen Kapitalrücklagen sowie der Zurverfügungstellung von Liquiditätsdarlehen, versichert.
Das Risikomanagement dient dazu, bewusste Vorgaben zu schaffen, welche Risiken eingegangen werden sollen und eingegangen werden dürfen, ohne den Fortbestand der Gesellschaft zu gefährden. Das Risikomanagement ist daher als die systematische, umfassende, zukunfts- und zielorientierte Steuerung der Risikogesamtposition der Gesellschaft zu verstehen. Die Risikosteuerung und -überwachung obliegt vorrangig dem Risikomanager. Dieser stellt sicher, dass Risiken fortwährend identifiziert, analysiert und bewertet werden. Außerdem überwacht er die Wirksamkeit der beschriebenen Risikosteuerungsmaßnahmen. Ziel ist es, frühzeitig Informationen über Risiken und Potentiale sowie ihre finanzielle Auswirkung zu gewinnen und so zu steuern, dass der Fortbestand der KVG nicht gefährdet wird
Der Bereich Risikomanagement nimmt die Aufgabe der dauerhaften Risikocontrollingfunktion gemäß § 29 KAGB sowie gemäß Artikel 39 der Level-II-VO (delegierten Verordnung (EU) Nr. 231/2013) wahr. Der Bereich ist somit verantwortlich für die ordnungsgemäße Umsetzung und Anwendung des Risikomanagementsystems der Gesellschaft, insbesondere der Prozesse:
Risikoidentifikation bzw. Risikoinventur
Risikobewertung in Bezug auf Schadenshöhe und Schadeneintrittswahrscheinlichkeit
Risikosteuerung durch Festlegung von Gegenmaßnahmen sowie durch die Überwachung der Gegenmaßnahmenumsetzung
Laufende Risikoüberwachung mit Hilfe eines Limit-Systems und Feststellung von Handlungsbedarfen
Regelmäßige Risikoberichterstattung an Geschäftsführung und Aufsichtsrat sowie ggf. Erstellung von Ad hoc-Risikoberichten
Das Risikomanagement beinhaltet sowohl die Liquiditätsüberwachung als auch die Ergebnisüberwachung der Fonds (AIFs) und der KVG (AIFM).Die Risiken werden sowohl auf Ebene der KVG als auch auf Ebene der Investmentvermögen systematisch ermittelt, klassifiziert und nach Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewertet, wobei über Stressszenarien Worst-Case-Ausprägungen bestimmt werden. Über ein Ad hoc-verfahren wird sichergestellt, dass plötzlich auftretende Risiken auch außerhalb der regelmäßigen Aktualisierung in die Risikoüberwachung einfließen und entsprechend kommuniziert werden. Die wesentlichen Risiken im Berichtsjahr, die bei Realisierung Auswirkungen auf den Fortbestand der Geschäftstätigkeit haben und bis hin zur Insolvenz führen können, sind rechtliche Risiken, Reputationsrisiken, Platzierungsrisiken und Geschäftsrisiken.
Das rechtliche Risiko besteht im Wesentlichen aus der Umsetzung des Kapitalanlagegesetzbuches durch die Gesellschaft und in der Anwendung des Gesetzes durch die BaFin und der damit einhergehenden Anforderungen und Produktgenehmigungen. Fehlerhafte Handhabungen durch die KVG können Schadenersatzforderungen gegen die KVG oder die betreuten AIF nach sich ziehen. In diesem Bereich sind auch Risiken aus der Umsetzung von Rechtsänderungen einzuordnen. Derzeit gibt es keine Rechtsstreitigkeiten.
Reputations- und Platzierungsrisiken können der Gesellschaft durch die Nichterfüllung von Erwartungen einer Gruppe von Stakeholdern, z.B. durch einen negativen Einfluss auf den Gewinn oder die Liquidität eines verwalteten Investmentvermögens entstehen. Durch die Änderung des Geschäftsmodells und Aufstellung der ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH als unabhängige Service-Gesellschaft für Emissionshäuser und Emittenten außerhalb der Gruppe der bisherigen und jetzigen Gesellschafterinnen im Hinblick auf Konzeption, Prospektherausgabe und Vertrieb in der Investitionsphase und in Bezug auf Risiko- und Portfoliomanagement in der Bewirtschaftungsphase der Fonds werden Teilbereiche des Assetmanagements mit Unterstützung externer Dienstleister oder im Rahmen von Auslagerungen wahrgenommen, wofür entsprechende Verträge geschlossen werden. Für die Überwachung der Qualität der Dienstleistungen und Auslagerungen ist ein entsprechendes laufendes Controlling eingerichtet. Dennoch kann nicht ausgeschlossenen werden, dass ein Fehlverhalten der KVG, eines die Tätigkeit der KVG unterstützenden Dienstleisters oder eines ausgelagerten Dienstleisters mit der KVG in Zusammenhang gebracht werden und die Marktstellung und die Vermarktungsfähigkeit der Tätigkeiten der KVG negativ beeinträchtigen und damit über die Liquidität und die Erträge den Fortbestand der KVG gefährden können.
So müssen für Fonds „RE 04 Wasserkraft Kanada“ bestimmte Projekte realisiert werden. Es besteht Handlungsbedarf in der Projektakquise, um weitere Alternativen zu finden. Für den „RE 03 Windenergie Finnland“ besteht das Reputationsrisiko u.a. darin, dass die prospektierten Anlageziele nicht erreicht werden. Weiterhin besteht das Risiko, dass für den bisher als Blind-Pool geführten Fonds „RE 04 Wasserkraft Kanada“ nicht ausreichend Eigenkapital eingeworben wird. Die Nichtplatzierung von ausreichend Eigenkapital kann Rückabwicklungs- und Performance-Risiken der betreuten Investmentvermögen zur Folge gaben.
Die KVG ist auf das Management von Fonds in der Bewirtschaftungsphase (Portfolio- und Risikomanagement) sowie die Initiierung von Fonds in der Investitions- und Platzierungsphase (Konzeption von Beteiligungsangeboten, Prospektherausgabe, Begleitung des Vertriebs der Kommanditanteile) ausgerichtet. Eine Investitionszurückhaltung von Anlegern kann erhebliche Auswirkungen auf die Ertrags- und Liquiditätssituation der KVG haben, da sich die Vergütungen grundsätzlich am verwalteten Vermögen bemessen. Die Erlöse aus der Portfolioverwaltung korrelieren direkt mit den Nettoinventarwerten des Investmentvermögens und können sich durch negative Marktwertentwicklungen der verwalteten Sachwerte verschlechtern. Daneben befindet sich die KVG als selbstständiges Haus in der Anfangsphase und muss erst Kunden bzw. Investmentvermögen für sich gewinnen, die entsprechende Dienstleistungen nachfragen.
Die wesentlichen Risiken sind an die Geschäftsleitung adressiert und Steuerungsmaßnahmen sind eingeleitet. Alle weiteren identifizierten Risiken haben keinen oder keinen signifikanten Einfluss auf den Fortbestand der Gesellschaft. Ungeachtet dieses Risikoberichts können weitere Risiken, die bisher als solche noch nicht erkannt oder als unwesentlich eingestuft wurden, ebenfalls negative Auswirkungen haben.
5.3. Chancenbericht
Die Identifikation und Wahrnehmung von Chancen obliegt dem operativen Management. Diese werden von der Geschäftsführung in regelmäßigen Abständen mit dem Aufsichtsrat und den Gesellschafterinnen diskutiert und Strategien für die zukünftige Ausrichtung der Gesellschaft abgeleitet. Eine aggregierte Sicht der in diesen Strategiegesprächen ermittelten Chancen ist Bestandteil der regelmäßigen Berichterstattung an den Aufsichtsrat der Gesellschaft.
Die für die ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH identifizierten Chancen sind einerseits strategische und operative, zum anderen auch rechtliche. Die größten Potentiale der Gesellschaft liegen in der Änderung der Geschäftsstrategie hin zu einer rein unabhängigen Service-KVG, die Dienstleistungen in mehreren Assetklassen anbieten kann.
Die strategischen und operativen Chancen ergeben sich aus dem steigenden Energiebedarf der Bevölkerung und dem zunehmenden öffentlichen Druck, die Energie aus regenerativen Mitteln zu erzeugen. Mit stetig wachsender Bevölkerung steigt auch der Energiebedarf stetig an. Die zunehmende Knappheit oder nur noch kostspielige Fördermöglichkeit von Ressourcen wie Öl und Gas ebenso wie der politische Wille, den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern, führen zu einem stetigen Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere aus Sonne, Wind und Wasser. Genau in diese Zukunftstechnologien investiert die Gesellschaft das Kapital der von ihr verwalteten Sachwertfonds. Der kontinuierliche Ausbau der vorhandenen Kompetenzen und der Eintritt in neue, weniger etablierte Märkte bieten der Gesellschaft Wachstumschancen für die Zukunft. Darüber hinaus hat die Gesellschaft, einen Erweiterungsantrag bei der BaFin gestellt, der neben den bisher genehmigten Tätigkeiten auch die Verwaltung von Immobilien und Schiffen zulässt. Dies wird flankiert von einem entsprechenden Personalaufbau in der Gesellschaft.
Darüber hinaus ist vorgesehen mit dem Angebot von Spezial-AIFs auch in den Bereich der institutionellen Investoren vorzudringen.
Rechtliche Chancen ergeben sich aus der Umsetzung des Kapitalanlagegesetzbuches. Durch die mit der Einführung dieses Gesetztes in 2013 gestiegenen Anforderungen sowohl an Kapitalverwalter als auch an die Produkte, die Sachwertfonds an sich, können sich für zugelassene Gesellschaften Chancen ergeben. Einerseits ist damit zu rechnen, dass einige Marktteilnehmer das Marktsegment der geschlossenen Publikums-AIF nicht mehr bespielen, um nicht den gesetzlichen Anforderungen genügen zu müssen. Auf diese Weise könnte der Wettbewerb für die bereits zugelassene Gesellschaft abnehmen und der Marktanteil ausgebaut werden; dies gerade unter den neuen Gesellschafterinnen und der damit verbundenen Unabhängigkeit von einem Emissionshaus als Muttergesellschaft. Hieraus verstärkt sich für die bereits zugelassene Gesellschaft die Chance, als Servicegesellschaft für Emissionshäuser zu fungieren, die keine eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft gründen, dennoch aber am Markt aktiv bleiben möchten.
der ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH, Hamburg
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 ist noch nicht festgestellt worden.
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebricht der ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH (bis 8. Juni 2016 firmierend als reconcept Vermögensmanagement GmbH), Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht unter Berücksichtigung der Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) und der delegierten Verordnung (EU) Nr. 231/2013 nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss und über den Lagebericht unter Einbeziehung der Buchführung abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit, die Verwaltung der betreuten Investmentvermögen und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebricht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 7. Juli 2016
gez. Kampmeyer
gez. Grums
Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015 und des Lageberichtes der ADREALIS Service Kapitalverwaltungs-GmbH, bis 8. Juni 2016 firmierend als reconcept Vermögensmanagement GmbH, Hamburg.
Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung anweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin.