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Timestamp: 2017-09-26 04:24:08
Document Index: 393928582

Matched Legal Cases: ['§ 36', '§ 43', '§ 54', '§ 4', '§ 55', '§ 14', '§71', '§ 34', '§ 71', '§ 34', '§ 71', '§ 36', '§ 37', '§ 43', '§ 36']

Fachforum auf dem 7. Berlin-Brandenburger Pflegetag - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Gerhardt Wichterman Geändert vor über 3 Jahren
Präsentation zum Thema: "Fachforum auf dem 7. Berlin-Brandenburger Pflegetag"— Präsentation transkript:
1 Fachforum auf dem 7. Berlin-Brandenburger Pflegetag 12.02.2009
Begleitung von Menschen mit Behinderung im Spannungsfeld zwischen Eingliederungshilfe und Pflege - Schwerpunkt Wohnen - Fachforum auf dem 7. Berlin-Brandenburger Pflegetag
2 1. Problemaufriss Demographische Entwicklung: immer mehr alte und pflegebedürftige Menschen Zunahme von alt werdenden Menschen mit geistiger Behinderung und psychischer Erkrankung Anstieg des Pflegebedarfs mit zunehmend steigendem Unterstützungsbedarf Pflegeversicherungsleistungen für diesen Personenkreis ambulant geregelt (§§ 36 ff SGB XI) Pflegeversicherungsleistungen in stationärer Behindertenhilfe nur pauschal (§ 43 a SGB XI)
3 Leitfrage: Wie kann eine bessere Realisierung der Leistungsansprüche von SGB XI in das SGB XII für diesen Personenkreis auch im stationären Kontext gelingen?
4 Rechtliche Ausgangslage: beide Leistungssysteme im Vergleich
Eingliederungshilfe nach SGB XII: das genuine Leistungssystem mit Teilhabezielen für Menschen mit doppeltem Handicap offener und bedarfsorientierte Leistungskatalog nach § 54 SGB XII in Verbindung mit § 4 SGB IX altersunbegrenzt und Pflege grundsätzlich mit umfasst (vgl. § 55 S. 1 SGB XII)
5 Pflegeversicherungsleistungen nach SGB XI:
Grundsätzlich vorrangige Versicherungsleistungen mit Pflegestufensystematik Gesetzlich abschließend definiert für Grundpflege (Ernährung, Körperpflege, Mobilität) und hauswirtschaftliche Versorgung Somatisch-funktioneller Pflegebegriff mit entsprechenden Leistungen (§§ 14/ 15 SGB XI) Entwicklungen hin zu einem teilhabeorientierten Pflegebegriff (PWG 2008) Pflegeversicherungsleistungen gebunden an Einrichtungstyp bzw. Versorgungsvertrag (§71 Abs. 1, SGB XI) Ambulante bzw. stationäre Leistungen nach PVG ruhen in stationären SGB XII –Heimen (§ 34 Abs. 2 bzw. § 71 Abs. 4)
6 Forderung: Auf der Grundlage des individuellen Wunsch —
und Wahlrechtes jeder Person: Anerkennung des Rechts auf Zugehörigkeit und ein langjähriges ‚Zuhause’ in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe. Erschließung von ambulanten PV-Leistungen durch Neudefinition von ‚Häuslichkeit’ (Überarbeitung § 34, Abs. 2 SGB XI / > § 71 Abs. 4 SGB XI) PV-Leistungen nach § 36 SGB XI (Pflegesachleistungen) oder nach § 37 SGB XI (Pflegegeld) Nutzung externer ambulanter bzw. Aufbau interner Pflegefachdienste
7 Überblick wichtiger Umsetzungsformen zwischen SGB XI/SGB XII in den Bundesländern:
Vier modellhafte Ausprägungen: Überwiegend immer noch SGB XII-Leistungen in allen Bundesländern ‚Binnendifferenzierte Einrichtungsteile’ (= binnendifferenziertes Fachpflegeheim) nach SGB XI unter formalem Dach des SGB XII Ausgliederung von SGB XI-Fachpflegeheimen mit leistungsrechtlicher ‚Aufsattelung’ von SGB XII-Leistungen für zweiten Lebensbereich SGB XI - Einrichtungen mit fachlicher Spezialisierung und erhöhten Pflegesätzen bzw. zusätzlichen Stellen für Soziale Betreuung nach § 43 Abs 2 SGB XI Forderung: Im Falle der Ausgliederung von gesonderten Pflegebereichen Beachtung von Grundstandards – keine ‚konventionelle Altenhilfe’!
8 Ambulante Unterstützungsleistungen in privater Häuslichkeit
Unterstützungsleistungen des PVG nach §§ 36 ff SGB XI definiert und gedeckt Weitere Leistungsmöglichkeiten nach PWG 2008 Forderung: Bezahlung der Koordinationsleistungen an Leistungserbringer (’Budetmix’) Bedarfsgerechtes Persönlichen Budgets für Teilhabeleistungen auch für Menschen mit komplexer/ schwerer Behinderung
9 Weiterentwicklung von seniorengerechten Begleitmodellen und Pflegebedarf (SGB XII)
Weiterentwicklung der professionellen Praxis mit ergänzender Pflegefachlichkeit Einbezug der Menschen mit Behinderung als Experten in eigener Sache Zunahme der Rolle der Wohnung als ‚Alltagsort’ / entschleunigter Lebensrhythmus Bedarf an Grund- und Behandlungspflege kann zunehmen Bereitstellung zusätzlicher sächlicher, räumlicher und personeller Ressourcen Angebotspalette auch im zweiten Lebensbereich auf freiwilliger Basis
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