Source: https://schlemann.com/krankenversicherung/beratung-krankenversicherung/kinderkrankenversicherung/?s=
Timestamp: 2020-01-19 08:27:20
Document Index: 209378939

Matched Legal Cases: ['§ 198', '§ 2', '§ 2', '§ 198', '§ 198', '§ 2']

Kinderkrankenversicherung & Kindernachversicherung
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„Geburtsteddy“
Kinderkrankenversicherung: Worauf sollten Sie unbedingt achten?
Ihr Nachwuchs ist angekommen?
Kinderkrankenversicherung – gesetzlich oder privat?
Beide Eltern gesetzlich krankenversichert
Beide Eltern privat krankenversichert
Eltern unterschiedlich krankenversichert
Kinderkrankenversicherung und Adoption
Herzlichen Glückwunsch!! Bei kürzeren Nächten und vollen Windeln können wir Ihnen nicht helfen; in allen Fragen zur privaten Krankenversicherung aber schon. Geben Sie mir einfach kurz Bescheid, wir kümmern uns gerne für Sie um die Kinderkrankenversicherung – Sie sind vermutlich erst mal anderweitig beschäftigt. Mit Eingabe weniger Daten können Sie mir auch schon direkt dieses unterschriebene Formular Kindernachversicherung zukommen lassen.
Für meine Kunden gibt es zur Geburt einen „Geburtsteddy“ mit aufgedruckten Geburtsdaten des Kindes. Verraten Sie mir dafür bitte einfach Name, Geburtsdatum und -zeit, Gewicht und Größe des Babys. [Update: unsere Lieferantin hat sich leider zur Ruhe gesetzt, wir sind noch auf der Suche nach Ersatz]
Zu allen anderen Fragen rund um die Geburt siehe meine Checkliste Geburt.
Sind beide Elternteile in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert, so muss das Kind mit der „Bescheinigung für die Krankenversicherung“ vom Standesamt zur gesetzlichen Familienversicherung angemeldet werden. Vorteil: Die Familienversicherung ist kostenlos. Dafür sind die medizinischen Leistungen sehr eingeschränkt.
Sind beide Elternteile privat krankenversichert, darf auch das Neugeborene privat krankenversichert werden (siehe unten „Kindernachversicherung„). Für das Baby fällt ab dem Tag der Geburt ein eigener Krankenversicherungsbeitrag an, der jedoch deutlich günstiger ist, als die Beiträge für Erwachsene (ca. 1/5).
Hier gilt die Faustregel „das Kind wird bei dem besser verdienenden Elternteil mitversichert“. Es gibt allerdings auch einige Ausnahmen, z.B. können die Kinder von Beamten immer in günstigen privaten Beamtentarifen versichert werden. Der Dienstherr übernimmt über die Beihilfe i.d.R. 80% der Beiträge. Beamtenkinder profitieren so zu einem ausgesprochen günstigen Beitrag von ca. 30-50 EUR von den deutlich besseren PKV-Leistungen!
Vorsicht Falle: Solange die Eltern nicht verheiratet sind, kann das Kind auch dann zunächst in der GKV ohne eigenen Beitrag familienversichert werden, wenn der „Mehrverdiener“ privat krankenversichert ist. Diese Familienversicherung endet jedoch mit Heirat, ab dann zahlt das dann freiwillig versicherte Kind in der GKV einen eigenen Beitrag i.H.v. ca. 190 EUR (Stand 2019). Wie auf unserer Seite PKV Anwartschaftsversicherung für Beamtenkinder ausführlich beschrieben könnte das Kind dann zwar in die PKV wechseln – primär in die private Krankenversicherung des dort versicherten Elternteils, nur wenige PKV-Anbieter versichern Kinder alleine wenn die Eltern woanders versichert sind. Der Abschluss einer PKV für das Kind ist jedoch nur möglich, wenn es “gesund” genug ist, um in die PKV aufgenommen zu werden! Liegt eine chronische Erkrankung vor, wurde eine kieferorthopädische Behandlung empfohlen bzw. wird sie gerade durchgeführt oder wenn es in den letzten drei Jahren relevantere Behandlungen gab, dann kann der Antrag des Kindes im Rahmen der sog. “Risikoprüfung” auch abgelehnt werden. Folge: Das Kind zahlt weiterhin einen hohen Beitrag für seine GKV mit schwachen Leistungen. Sollten Eltern bei der Krankenversicherung ihres Kindes wirklich sparen wollen oder müssen, empfehlen wir deshalb immer unbedingt den Abschluss einer PKV Anwartschaftsversicherung, sinnvollerweise kombiniert mit einer passenden Zusatzversicherung, insbesondere fürs Krankenhaus!
Neugeborene Kinder haben gem. § 198 VVG einen Anspruch auf „Kindernachversicherung“ als Kinderkrankenversicherung im Tarif der privaten Krankenversicherung eines Elternteils ohne sog. „Gesundheitsprüfung“, d.h. es werden keine Fragen nach dem Gesundheitszustand gestellt. Das Kind ist dann rückwirkend zum Geburtstermin krankenversichert, d.h. alle Kosten ab Geburt werden übernommen (die Geburt selbst wird i.d.R. über die Mutter abgerechnet).
Dieser Anspruch wird besonders wichtig bei einer Frühgeburt (in Deutschland knapp 10% der Geburten). Ca. 30% der Frühchen haben je nach Schwangerschaftswoche langfristige gesundheitliche Probleme, rund 10% sind schwer behindert („Immer mehr Frühgeburten“, Ärztezeitung v. 12.11.2010, Studien zu den Langzeitfolgen einer Frühgeburt)!
Der Anspruch auf Kindernachversicherung gilt gem. § 2 Absatz 2 MB/KK (PKV Musterbedingungen) nur unter folgenden Einschränkungen:
erst ab Vollendung der Geburt (d.h. Durchtrennung der Nabelschnur)
der private Krankenversicherungsvertrag des Elternteils muss bei den meisten Gesellschaften mindestens 3 Monate bestanden haben
die Kindernachversicherung muss innerhalb von 2 Monaten ab vollendeter Geburt bei der Krankenversicherung beantragt werden
der Umfang der Versicherungsleistungen darf nicht höher sein als beim Elternteil; u.a. deshalb sollten die Eltern rechtzeitig vor der Geburt (besser noch vor der Schwangerschaft!) überprüfen, ob sie langfristig richtig krankenversichert sind. Das gilt auch für private Zusatzversicherungen und Krankentagegeldversicherungen bzw. eine private Pflegetagegeldversicherung!
Tipp: vereinzelte Anbieter verzichten in ihren Bedingungen generell auf die 3-Monatsfrist, für die normalerweise der Vertrag des Elternteils vor der Geburt bestanden haben muss.
Problematisch können angeborene Schäden / Anomalien oder Geburtsschäden sein, die vor Vollendung der Geburt entstanden sind. Hier besteht gem. § 2 Absatz 2 MB/KK kein garantierter Anspruch auf „Kindernachversicherung„, d.h. es ist nicht eindeutig geregelt, dass das Kind ohne Gesundheitsprüfung in den Tarif des Elternteils aufgenommen wird!
Teilweise wird vertreten, dass in diesen Fällen ein Anspruch auf Kindernachversicherung dennoch aus § 198 Abs. 1 VVG folgt. Auch hier steht jedoch „ab Vollendung der Geburt“! Von einigen Anbieter wird auch berichtet, dass sie selbst ohne klare Regelung Kinder in diesen Fällen versichern. Aber wollen Sie sich in dem Moment, in dem Sie durch die Geburt eines behinderten Kindes vor gewaltigen neuen Herausforderungen stehen, einer solchen Unsicherheit aussetzen und auf das Wohlwollen der Gesellschaft angewiesen sein bzw. diese ggf. durch mehrere Instanzen verklagen müssen?
Deshalb meine Empfehlung: wählen Sie beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung einen „guten“ Anbieter bzw. Tarif, der von vornherein auf diese Regelung verzichtet und Ihnen für den Ernstfall somit mehr Sicherheit bietet. Gerne checken wir für Sie, wie das bei Ihrem Tarif geregelt ist.
Sollten Sie über eine Adoption nachdenken, kann die Auswahl der richtigen Kinderkrankenversicherung besonders wichtig sein!
Ein Kundenfall: Der Ehemann war auf unsere Empfehlung hin beim Deutschen Ring (jetzt Signal Iduna) versichert, seine Ehefrau (Beamtin) war schon bei der Debeka krankenversichert. Bei der Adoption eines neugeborenen Kindes, das als “Frühchen” 8 Wochen zu früh zur Welt kam, stellte sich die Frage der Kindernachversicherung. Diese wäre grundsätzlich bei beiden Gesellschaften, Debeka und Deutscher Ring, möglich gewesen. Allerdings war das Kind als Frühchen nicht 100% gesund.
Aussage der Debeka: Kindernachversicherung bei Adoptivkindern nur mit Gesundheitsprüfung und Risikozuschlägen. Das ist gem. § 198 VVG und § 2 Abs. 3 MB/KK 2009 grundsätzlich möglich – mit einem RZ bis zu 100% des Beitrags!
Der Deutsche Ring dagegen stellte Adoptivkinder leiblichen Kindern gleich, d.h. keine Gesundheitsfragen, keine Risikoprüfung und keine Risikozuschläge! Seit 2013 hat der Deutsche Ring seine Politik leider geändert. Nun wird bei Adoptivkindern nicht nur die Beantwortung von Gesundheitsfragen gefordert sondern auch eine ärztliche Untersuchung!
Wichtig: Es gibt weiterhin „gute“ Tarife, die auch bei der Kindernachversicherung von minderjährigen Adoptivkindern auf die Vereinbarung eines Risikozuschlags verzichten. Steht diese Option im Raum, sollten Sie unbedingt darauf achten!
Wie in unserem Beitrag PKV Anwartschaftsversicherung für Beamtenkinder ausführlich beschrieben sollten Beamte, die ihr Kind anfangs gesetzlich familienversichern, um bei der Krankenversicherung ihres Kindes zu sparen, unbedingt eine PKV Anwartschaftsversicherung für Beamtenkinder abschließen, sinnvollerweise kombiniert mit einer passenden Zusatzversicherung, insbesondere fürs Krankenhaus! Mit einer solchen Anwartschaft sichern Sie sich den späteren Wechsel in die PKV bei Fortfall des Anspruchs auf Familienversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Ggf. kann ein (gesundes) Kind auch alleine bei einer anderen Gesellschaft als die Eltern versichert werden (sog. „Kinderalleinversicherung“, z.B. wenn deren Tarif wichtigen Auswahlkriterien für eine gute Krankenversicherung nicht entspricht). Dabei findet dann jedoch eine sog. „Gesundheitsprüfung“ anhand vom Kunden zu beantwortender Gesundheitsfragen statt. Für den Antrag ist eine Kopie des Mutterpasses mit den Ergebnissen der U1 und U2 Untersuchungen erforderlich.
Kosten werden hier erst ab Policierung übernommen, nicht schon ab Geburt! Die ersten Untersuchungen des Kindes (U1 und U2) werden allerdings nicht gesonder berechnet sondern sind bei stationärer Entbindung in der sog. „DRG-Fallpauschale“ enthalten, die die Krankenversicherung der Mutter übernimmt. Dennoch ist wenn diese Option gewählt werden soll etwas Eile geboten bevor weitere Kosten entstehen.
Hier finden Sie eine Übersicht, wie einzelne Gesellschaften mit einer Kinderalleinversicherung laut ihren Annahmerichtlinien umgehen (freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Levelnine, Stand 04/2013, ohne Gewähr):
Ja Nein Hinweis/Voraussetzungen
Allianz X ab dem 2. L J+ Vorsorgeuntersuchung U7
Alte Oldenburger X ab dem 6. Lebensjahr
ARAG X
AXA X ab dem 16. L J
Barmenia X • außer Ärzte in den Ärztetarifen
• im Alter von 8 – 12 ist eine Bestätigung erforderlich, dass keine KFO-Behandlung erfolgt bzw. erforderlich ist.
BBKK X Nicht im Tarif CP
BBV X ab dem 6. L J
Central X ab dem 13. Lebensmonat mit U1 bis U9, davor nur in Ausnahmefällen (Hinweis: sehr problematische Beitragsentwicklung bei den Central Tarifen!)
Concordia X ab dem 8. L J, davor nur wenn ein Elternteil gleichartig versichert ist.
Continentale X X
DBV-Winterthur X
Debeka X
Deutscher Ring X
DEVK X außer M2-M4 (ab Alter 4, sofern alle U-Untersuchen duchgeführt wurden)
DKV X Ausnahme: BestMed Tarife. Hier ist eine Kinder Soloversicherung nicht möglich, es sei denn, es zeichnet sich ab, dass ein Elternteil in unmittelbarer Zukunft ebenfalls bei der DKV eine VV abschließen wird.
Gothaer X Kinder sind in der Krankheitskostenvollvers. alleine versicherbar, sofern ein gesetzl. Vertreter die Eigenschaft des VN übernimmt.
HALLESCHE X NEU: seit 4/2015 unabhängig vom Alter ab Geburt (vorher nur ab 8. Lebensjahr)
HanseMerkur X
HUK-Coburg X ab dem 6. Lebensjahr
LKH X
LVM X Ein Elternteil muss in einer PKV versichert sein
Mannheimer X ab dem 6. Lebensjahr
Münchener Verein X
Nürnberger X
Provinzial X
R+V X
SDK X Ein Elternteil muss in einer PKV versichert sein
Signal X Ab dem 49. Lebensmonat, davor nur wenn ein Elternteil gleichartig versichert ist.
UKV X
uniVersa X
Württembergische X ab dem 5. L J, davor nur in Ausnahmefällen
Zögern Sie nicht und stellen Sie uns ihre Frage zum Thema Kinderkrankenversicherung
11/29/2018 - Facebook
Ich kann Dr. Schlemann nur wärmstens weiterempfehlen!
Ich studiere zurzeit in meinem dritten Jahr in Bayreuth Philosophie und VWL und hatte war bis dato mit all den Ratschlägen und vermeintlich sinnvollen Versicherungen die ich als Studierender abschließen könnte/sollte gelinde gesagt komplett überfordert! Zudem studiere ich zurzeit in Japan weshalb ich... mehrIch kann Dr. Schlemann nur wärmstens weiterempfehlen!
Ich studiere zurzeit in meinem dritten Jahr in Bayreuth Philosophie und VWL und hatte war bis dato mit all den Ratschlägen und vermeintlich sinnvollen Versicherungen die ich als Studierender abschließen könnte/sollte gelinde gesagt komplett überfordert! Zudem studiere ich zurzeit in Japan weshalb ich dachte, dass ich dieses Thema in naher Zukunft auf keinen Fall angehen könnte.
Aber weit gefehlt! - Dann wurde mir Dr. Schlemann empfohlen und schon in der Interaktion per Email vor dem eigentlichen Gespräch war ich begeistert von seiner Antwortgeschwindigkeit und seiner Orientierung an meinen Bedürfnissen: Er klärte für mich in Windeseile, dass alle potentiellen Versicherungen auch von hier aus abschließbar sind und war zudem sehr flexibel mit der Teminfindung.
Während der Beratung hat Dr. Schlemann mich sehr gut verständlich durch die wichtigen Überlegungen geführt und mir sehr differenzierte Empfehlungen gegeben. Ich habe mich durchweg gut an der Hand genommen gefühlt und hatte das Gefühl, dass sich Dr. Schlemann ausschließlich nach meinen Plänen und Interessen richtet. Er stellte zudem viele sehr gute Fragen zu meinen Umständen während der Beratung.
Abschließend kann ich sagen, dass ich jetzt ein sehr viel klareres Bild davon habe was bei meiner jetzigen Lebenslage wirklich wichtig und sinnvoll für mich ist.
Vielen Dank nochmal es war wirklich wundervoll! weniger