Source: https://www.anwalt24.de/urteile/bsg/2010-05-18/b-7-al-43_08-r
Timestamp: 2018-01-21 02:59:21
Document Index: 351770877

Matched Legal Cases: ['§ 170', '§ 155', '§ 105', '§ 105', '§ 155', '§ 155']

BSG, 18.05.2010 - B 7 AL 43/08 R | anwalt24.de
Urt. v. 18.05.2010, Az.: B 7 AL 43/08 R
Referenz: JurionRS 2010, 18717
Aktenzeichen: B 7 AL 43/08 R
LSG Chemnitz - 02.10.2008 - AZ: L 3 AL 125/07
SG Chemnitz - AZ: S 31 AL 234/06
SGb 2010, 483
Az: B 7 AL 43/08 R
L 3 AL 125/07 (Sächsisches LSG)
S 31 AL 234/06 (SG Chemnitz)
Prozessbevollmächtigte: ........................................ ,
Der 7. Senat des Bundessozialgerichts hat auf die mündliche Verhandlung vom 18. Mai 2010 durch die Richter Dr. F i c h t e , Dr. K o l o c z e k und C o s e r i u sowie die ehrenamtlichen Richter R o h k a m m und H a n n i g
Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des Sächsischen Landessozialgerichts vom 2. Oktober 2008 aufgehoben. Die Sache wird zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an dieses Gericht zurückverwiesen.
Die Revision ist im Sinne der Zurückverweisung an das LSG begründet (§ 170 Abs 2 Satz 2 Sozialgerichtsgesetz [SGG]). Die Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache nur durch den Berichtserstatter ist regelmäßig ein auch ohne Rüge der Beteiligten von Amts wegen zu beachtender Verfahrensfehler; denn das LSG hat die Sache nicht in der vorschriftsmäßigen Besetzung entschieden (BSGE 99, 189 = SozR 4-1500 § 155 Nr 2, jeweils RdNr 11; BSG SozR 4-1500 § 105 Nr 1 RdNr 13).
Das dem Vorsitzenden/Berichterstatter hiernach eingeräumte Ermessen ist in gleicher Weise wie bei einer Entscheidung des erstinstanzlichen Richters - ohne Beteiligung der ehrenamtlichen Richter - durch Gerichtsbescheid (§ 105 SGG) in der Weise begrenzt, dass es sich um eine Sache ohne besondere Schwierigkeiten tatsächlicher oder rechtlicher Art handeln muss (angedeutet in BSG SozR 4-1500 § 155 Nr 1 RdNr 45 f; BSGE 99, 189 = SozR 4-1500 § 155 Nr 2, jeweils RdNr 22). Ist die Rechtssache mit besonderen rechtlichen oder tatsächlichen Schwierigkeiten verbunden, muss der konsertierte Einzelrichter eine Entscheidung des Senats herbeiführen.