Source: https://www.my-stuwe.de/auslandsbafoeg/faqs/
Timestamp: 2020-07-02 22:25:33
Document Index: 336703470

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 5', '§ 16', '§ 7', '§ 15', '§ 48', '§ 5', '§ 48', '§ 1', '§ 5']

﻿FAQs – Auslands-BAföG – Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim
zur finanziellen Förderung im Ausland
Die wichtigsten Fragen zum BAföG im Ausland
Die folgenden Informationen sollen eine erste Orientierung geben und stellen den Regelfall dar. Im Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) können jedoch weitere Voraussetzungen und Ausnahmen formuliert sein, weshalb eine individuelle Beratung unverzichtbar ist.
FAQs – Auslandsförderung
Auslandsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG)
Wann und wie ist der Antrag auf Ausbildungsförderung für eine Ausbildung im Ausland zu stellen?
Der Antrag ist wegen des Bearbeitungsumfangs so früh wie möglich zu stellen – nach Möglichkeit circa sechs Monate vor Aufnahme der Ausbildung im Ausland. Er ist einzureichen beim Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim, Amt für Ausbildungsförderung, Postfach 2642, 72716 Reutlingen. Selbstverständlich ist auch eine „spätere“ Antragstellung möglich; allerdings müssen Sie hinsichtlich der Finanzierung Ihrer Auslandsausbildung die Dauer der Bearbeitung berücksichtigen. Nach Eingang Ihres Antrages erhalten Sie eine entsprechende Eingangsbestätigung. Gefördert wird vom Beginn des Monats, in dem die Ausbildung aufgenommen wird; frühestens aber vom Beginn des Antragsmonats an.
Welche Unterlagen sind für die Antragstellung nötig?
Antragsformulare wie bei Inlandsförderung (Formblatt 1, Werdegang, Formblatt 3 der Eltern mit Einkommensnachweisen des vorletzten Kalenderjahres vor Beginn des Bewilligungszeitraums), zusätzlich: Formblatt 6 – Antrag auf Ausbildungsförderung für eine Ausbildung im Ausland / Einschreibebescheinigung der ausländischen Hochschule auf entsprechendem Vordruck (Certificate of Enrolment). Nach Aufnahme des Auslandsstudiums: endgültiger Nachweis der Immatrikulation auf dem Vordruck / gegebenenfalls Nachweis über beitragspflichtige Kranken- und Pflegeversicherung / Nachweis über gezahlte Studiengebühren.
Alle Formulare zum Download finden Sie hier.
Sie müssen Ihren ständigen Wohnsitz im Inland haben, Grundkenntnisse in Ihrer Studienfachrichtung während einer zumindest einjährigen Ausbildung in Deutschland erlangt haben, in derselben Fachrichtung wie in Deutschland studieren und in Ihrer Fachrichtung noch innerhalb der Förderungshöchstdauer nach § 15a BAföG (Regelstudienzeit) studieren.
Für welchen Zeitraum wird ein Studium im Ausland gefördert?
Die Förderung ist in der Regel nur für die Dauer eines Jahres und für einen einzigen zusammenhängenden Zeitraum in einem Land möglich. In dieser Zeit muss eine Immatrikulation als full-time-student vorliegen. Weiterhin muss die Ausbildung mindestens sechs Monate oder ein Semester dauern.
Ja, Studiengebühren, soweit diese notwendig sind und Sie alle Möglichkeiten zum Erlass oder zur Ermäßigung der Studiengebühren ausgeschöpft haben. Die Notwendigkeit und Ihre Erlassbemühungen müssen Sie nachweisen. Studiengebühren werden längstens für die Dauer eines Jahres bis zur Höhe von 4.600 Euro bedarfserhöhend berücksichtigt. Sollten Sie für die Durchführung einer ausländischen Ausbildung bereits Studiengebühren in Höhe von 4.600 Euro oder für 12 Monate (unabhängig von der Höhe der Ihnen erstatteten Studiengebühren) erhalten haben, ist der Anspruch erschöpft. Verwaltungs-, Registrierungs-, Benutzergebühren und Ähnliches können nicht übernommen werden. Es werden außerdem nur die Studiengebühren berücksichtigt, die Sie selbst zu tragen haben und die an die ausländische Hochschule zu entrichten sind. Ihre Zahlungen sind durch Quittungen zu belegen. Reisekosten für die Hin- und Rückreise zum Ausbildungsort werden pauschal mit insgesamt 500 bis 1.000 Euro bedarfserhöhend berücksichtigt. Dies ist abhängig vom Land, in dem Sie die Ausbildung durchführen. Eine isolierte Erstattung von Reisekosten und Studiengebühren ist ausgeschlossen.
Nein, eine isolierte Erstattung der Reisekosten und Studiengebühren – ohne Ermittlung des Grundbedarfs und ohne Feststellung einer möglichen Anrechnung vom Einkommen / Vermögen des/der Auszubildenden beziehungsweise vom Einkommen der Eltern – ist ausgeschlossen.
Auf besonderen Antrag können die Reisekosten und Studiengebühren in einer Summe mit der ersten Auszahlung der Fördermittel erstattet werden. Die erste Auszahlung kann frühestens im Monat der Aufnahme der Auslandsausbildung erfolgen. Allerdings ist die Erstattung der Studiengebühren nur nach Vorlage der entsprechenden Zahlungsquittung möglich. Dies bedeutet, dass eine Abschlagszahlung zur Zahlung dieser Kosten nicht möglich ist, da die Erstattung frühestens erfolgen kann, wenn Sie die Studiengebühren bereits bezahlt haben. Hinsichtlich dieser Kosten müssen Sie also in Vorleistung treten.
Dies ist im Wesentlichen davon abhängig, wann die Antragsunterlagen vollständig vorliegen. Im Idealfall erhalten Sie die erste Zahlung, wenn Sie den Auslandsaufenthalt antreten.
Das ist leider nicht möglich. Bitte beachten Sie dies bei der Planung Ihres Auslandsstudiums! Es besteht lediglich die Möglichkeit, über einen Förderungsanspruch dem Grunde nach zu entscheiden. Damit wird aber lediglich eine Entscheidung über die prinzipielle Förderungsfähigkeit der Auslandsausbildung, nicht aber auch über die konkrete Höhe des Förderungsanspruchs, getroffen!
Ausbildungsförderung nach dem BAföG für ein Studium im Ausland
(Stand: 26. BAföGÄndG – Juli 2019) – Ausführungen gelten für Bewilligungszeiträume ab August 2019
Nach § 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 und 2 BAföG in Verbindung mit § 16 BAföG kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausbildung auch im außereuropäischen Ausland gefördert werden. Zu den Bedingungen, die für die Förderung in Deutschland gelten, kommen noch weitere hinzu. Mehr über diese Voraussetzungen und was Sie im Zusammenhang mit einem Förderungsantrag für ein Studium im Ausland beachten müssen, erfahren Sie im Folgenden:
Sie müssen Ihren ständigen Wohnsitz im Inland haben. Das heißt, dass Sie sich nicht nur zu Ausbildungszwecken in Deutschland aufhalten dürfen.
Sie müssen die Grundkenntnisse in Ihrer Studienfachrichtung während einer zumindest einjährigen Ausbildung in Deutschland, in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in der Schweiz an einer gleichrangigen Ausbildungsstätte bereits erlangt haben. Ohne diese einjährige Startphase kann Ihr Studium im außereuropäischen Ausland nur in Ausnahmefällen gefördert werden.
Förderungsfähig ist in der Regel ein Studienaufenthalt von maximal einem Jahr. Ein Studium, das vollständig in einem Nicht-EU-Land und nicht in der Schweiz durchgeführt wird, ist nicht förderungsfähig.
Sie müssen im Ausland in derselben Fachrichtung wie in Ihrem bisherigen Studiengang studieren. Bei einem Studium in einer anderen Fachrichtung ist eine Prüfung im Rahmen von § 7 Abs. 3 BAföG (Fachrichtungswechsel) erforderlich.
Die Ausbildung sollten Sie noch innerhalb der Förderungshöchstdauer angetreten haben. Die Förderungshöchstdauer entspricht der Regelstudienzeit Ihres Studiengangs. Eine Förderung nach Ablauf der Förderungshöchstdauer ist nur unter den in § 15 Abs. 3 BAföG bestimmten Voraussetzungen möglich.
Wenn Sie die Ausbildung nach Ablauf des vierten Fachsemesters aufnehmen, ist eine Leistungsbescheinigung nach § 48 BAföG (Formblatt 5 – sogenannter Eignungsnachweis) vorzulegen, sofern Sie diese Bescheinigung nicht schon beim bisher zuständigen (Inlands-)BAföG-Amt vorgelegt haben.
Das Studium muss mindestens sechs Monate oder ein Semester dauern. Bei Trimestern ist die Mindestdauer nur erfüllt, wenn die tatsächlichen Vorlesungszeiten im Ausland der Dauer der inländischen Vorlesungszeiten eines Semesters im Wesentlichen entsprechen. Davon ist auszugehen, wenn die Vorlesungszeit im Ausland inklusive der Prüfungszeit 13 Wochen + ein Tag beträgt. Im Falle eines Kooperationsabkommens (DAAD, bilaterale Hochschulpartnerschaften) muss die Ausbildung mindestens zwölf Wochen dauern. Fügen Sie bitte gegebenenfalls eine Kopie der Ausfertigung des Kooperationsabkommens bei. Wichtig: Selbst geringfügige Abweichungen führen dazu, dass das Studium nicht gefördert werden kann. Im Zweifelsfall setzen Sie sich daher mit dem zuständigen Amt für Ausbildungsförderung in Verbindung!
Die Ausbildung im Ausland muss einer Ausbildung in Deutschland, in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in der Schweiz gleichwertig sein. Die Gleichwertigkeit ist von Amts wegen zu prüfen. Auf besondere Anforderung ist eine Dokumentation der ausländischen Hochschule vorzulegen.
Förderungsleistungen für ein Studium im Ausland werden nur für die Zeit gewährt, in der Sie tatsächlich als Vollzeitstudent in Ihrer Fachrichtung immatrikuliert sind, die Ausbildungsstätte besuchen und Ihre Arbeitskraft hierdurch voll in Anspruch genommen wird.
Die Auslandsausbildung muss zumindest zu einem Teil auf Ihr Studium in Deutschland, in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in der Schweiz anrechenbar sein. Dies bedeutet, dass eine Förderung nur für eine solche Ausbildung im Ausland möglich ist, die in Deutschland, in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in der Schweiz abgeschlossen werden soll. Wenn Sie im Rahmen Ihrer Ausbildung im Ausland einen zusätzlichen Abschluss erreichen, endet die Auslandsförderung mit dem Abschlussmonat.
Für die Anfertigung einer Studienabschlussarbeit können Studierende nur gefördert werden, wenn sie gleichzeitig als Vollzeitstudent in ihrer Fachrichtung an der ausländischen Hochschule immatrikuliert sind; anderenfalls kann unter Umständen aber ein Förderungsanspruch durch das bisherige BAföG-Amt bestehen.
Die Förderung ist während eines Ausbildungsabschnitts in der Regel nur für die Dauer eines Jahres und für einen einzigen zusammenhängenden Zeitraum in einem einzigen Land möglich. Wenn Sie beispielsweise bereits für ein Studium in einem Land außerhalb der EU gefördert wurden, ist die Förderung eines weiteren Studiums im Ausland nur bei Vorliegen eng eingegrenzter Ausnahmevoraussetzungen möglich.
Zusammensetzung der Förderungsleistungen
Die Ausbildungsförderung wird im Regelfall – wie auch bei einer Förderung Ihrer Ausbildung im Inland – in Form von Zuschuss bzw. unverzinslichem Darlehen geleistet; nachgewiesene Studiengebühren werden hingegen in voller Höhe als Zuschuss geleistet.
Grundbedarf in Höhe von z. Zt. max. € 744,00. Hierin enthalten ist eine Wohnkostenpauschale für Studierende, die während der Ausbildung nicht bei ihren Eltern wohnen. Diese wird pauschal gewährt, unabhängig von den tatsächlich im Ausland anfallenden Kosten für die Unterkunft.
Ggf. erhöht sich der monatliche Grundbedarf um einen Auslandszuschlag. Der Auslandszuschlag ist abhängig vom Land, in dem Sie die Ausbildung fortsetzen und bemisst sich nach dem Prozentsatz, den das Auswärtige Amt zum Kaufkraftausgleich festlegt.
Zuschlag zur Krankenversicherung im Inland bei entsprechendem Nachweis einer erforderlichen Krankenversicherung bis zu € 84,00 (€ 155,00 für freiwillig Versicherte in besonderen Fällen).
Zuschlag zur Krankenversicherung im Ausland in Höhe von € 84,00.
Zuschlag zur Pflegeversicherung von € 25,00 (€ 34,00 für freiwillig Versicherte in besonderen Fällen), wenn Sie während Ihres Auslandsaufenthaltes im Inland beitragspflichtig in der Pflegeversicherung oder entsprechend privat versichert sind und einen Nachweis hierüber vorlegen.
Studiengebühren, soweit diese notwendig sind und Sie alle Möglichkeiten zum Erlass oder zur Ermäßigung der Studiengebühren ausgeschöpft haben. Die Notwendigkeit und Ihre Erlassbemühungen müssen Sie nachweisen. Studiengebühren für die ausländische Ausbildungsstätte sind längstens für die Dauer eines Jahres bis zu einer Höhe von € 4.600,00 erstattungsfähig. Sollten Sie für die Durchführung einer ausländischen Ausbildung bereits Studiengebühren in Höhe von € 4.600,00 oder für 12 Monate (unabhängig von der Höhe der Ihnen erstatteten Studiengebühren) erhalten haben, ist der Anspruch erschöpft. Verwaltungs- und Benutzergebühren können nicht übernommen werden. Es werden außerdem nur die Studiengebühren berücksichtigt, die Sie selbst zu tragen haben und die an die ausländische Hochschule zu entrichten sind. Ihre Zahlungen sind durch Quittungen zu belegen.
Reisekosten für die Hin- und Rückreise zum Ausbildungsort werden pauschal mit insgesamt € 500,00 bis € 1.000,00 bedarfserhöhend berücksichtigt. Die Höhe ist abhängig vom Land, in dem Sie die Ausbildung durchführen.
Wie bei der Inlandsförderung ist die Förderung abhängig vom eigenen anzurechnenden Einkommen und Vermögen sowie dem anzurechnenden Einkommen des Ehegatten / der Eltern. Aus dem Grundbedarf sowie den mit der Auslandsausbildung einhergehenden bedarfserhöhenden Leistungen wird der monatliche Bedarf ermittelt, der um Ihr anzurechnendes Einkommen / Vermögen sowie das anzurechnende Einkommen des Ehegatten / der Eltern gemindert wird (= individueller monatlicher Förderungsbetrag). Eine isolierte Erstattung von Reisekosten und Studiengebühren ist ausgeschlossen.
Reisekosten und Studiengebühren werden ihrer Höhe nach anteilig auf die Monate des Bewilligungszeitraums verteilt (s.o.) und ausgezahlt. Sollten bei Ihnen deshalb Finanzierungsschwierigkeiten auftreten, können die Reisekosten und Studiengebühren auf besonderen Antrag in einer Summe mit der ersten Auszahlung von Fördermitteln erstattet werden. Allerdings kann dies für Studiengebühren erst nach Zahlung und Vorlage des entsprechenden Zahlungsnachweises (Quittung, Kontoauszug, etc.) erfolgen.
Was Sie sonst noch wissen und beachten sollten
Förderung einer Ausbildung im Ausland kann auch geleistet werden, wenn Sie an der inländischen Hochschule beurlaubt sind.
Die Zeit einer Ausbildung im Ausland bleibt – längstens jedoch bis zu einem Jahr – bei der Bemessung der Förderungshöchstdauer unberücksichtigt. Aber: Diese Regelung gilt nicht für Auszubildende, bei denen ein Auslandsaufenthalt durch die Studien- und Prüfungsordnung vorgeschrieben ist.
Für die Dauer des Auslandsstudiums wird ein eigenständiger Bewilligungszeitraum von maximal zwölf Monaten festgelegt; ggf. wird der von Ihrem bisher zuständigen BAföG-Amt festgelegte Bewilligungszeitraum abgeändert.
Während einer Auslandsausbildung besteht kein Anspruch auf Inlandsförderung. Daher müssen Sie, falls Sie Inlandsförderung beziehen, Ihrem zuständigen Inlandsförderungsamt die Aufnahme einer Auslandsausbildung mitteilen.
Wenn Sie Ihre Bankverbindung ändern möchten, teilen Sie uns dies bitte rechtzeitig vorher schriftlich mit.
Nicht zuletzt wegen der langen Postlaufzeiten empfehlen wir Ihnen – für die Dauer Ihres Auslandsaufenthaltes -, einen Bevollmächtigten (Vollmacht) im Inland zu benennen, um eine reibungslose Bearbeitung Ihres Antrages auf Leistungen nach dem BAföG zu gewährleisten.
Der Antrag ist im Grunde genauso zu stellen, wie Sie es wahrscheinlich schon von Ihrer Inlandsförderung kennen. Füllen Sie die Antragsformulare (Formblatt 6, Formblatt 1, Anlage 1 zu Formblatt 1, Formblatt 3) bitte sorgfältig aus und fügen Sie die erforderlichen Unterlagen (Einkommens- und Vermögensnachweise von Ihnen, Einkommensnachweise des Ehegatten / der Eltern des vorletzten Kalenderjahres vor Beginn des Bewilligungszeitraums im Ausland (nicht des vorletzten Kalenderjahres vor dem Zeitpunkt der Antragstellung), Nachweis der Einschreibe- und Studiengebühren, jeweils mit Zahlungsbeleg / Kontoauszug), bei.
Reichen Sie Ihren Antrag bitte rechtzeitig – ca. sechs Monate – vor Aufnahme Ihres Auslandsstudiums beim Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim, Amt für Ausbildungsförderung, Postfach 2642, 72716 Reutlingen ein, damit Ihnen die zustehenden Förderungsleistungen bereits zu Beginn Ihrer Auslandsausbildung zur Verfügung stehen.
Hinweis: Ansprüche können aus dem Inhalt dieser Informationen nicht hergeleitet werden. Es gelten allein die gesetzlichen Bestimmungen.
Ausbildungsförderung nach dem BAföG für ein Praktikum im Ausland
(Stand: 26. BAföGÄndG – 07.2019) – Ausführungen gelten für Bewilligungszeiträume ab August 2019
Nach § 5 Abs.5 BAföG kann unter bestimmten Voraussetzungen auch für die Teilnahme an einem Praktikum im außereuropäischen Ausland Ausbildungsförderung geleistet werden. Vorpraktika sind jedoch prinzipiell nicht förderungsfähig. Hiermit möchten wir Sie darüber informieren, welche Voraussetzungen Sie im Zusammenhang mit einem Förderungsantrag für ein Praktikum im Ausland beachten müssen.
Sie müssen Ihren ständigen Wohnsitz im Inland haben. Das bedeutet, dass Sie sich nicht nur zu Ausbildungszwecken in Deutschland aufhalten dürfen.
Sie müssen die Grundkenntnisse in Ihrer Fachrichtung während einer zumindest einjährigen Ausbildung in Deutschland, in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in der Schweiz bereits erlangt haben. Ohne diese einjährige Startphase besteht nur in Ausnahmefällen Förderungsfähigkeit Ihres Praktikums im Ausland.
Wenn Sie bereits für die Dauer eines Jahres außerhalb Deutschlands, eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder der Schweiz studiert und hierfür Leistungen nach dem BAföG erhalten haben, ist die Förderung für ein Praktikum im außereuropäischen Ausland in der Regel nicht mehr möglich.
Wenn Sie das Praktikum im Ausland nach Ablauf des vierten Fachsemesters aufnehmen, ist eine Leistungsbescheinigung nach § 48 BAföG (Formblatt 5) vorzulegen, sofern Sie diese Bescheinigung nicht schon beim bisher zuständigen (Inlands-)BAföG-Amt vorgelegt haben.
Das Praktikum muss im Zusammenhang mit dem Besuch einer förderungsfähigen Berufsfachschule oder Fachschule, einer Höheren Fachschule, Akademie oder Hochschule in Deutschland, in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in der Schweiz nach der jeweils geltenden Studien- und Ausbildungsordnung (PO) gefordert werden, also vorgeschrieben sein und den Anforderungen der Studien- und Ausbildungsordnung genügen.
Die zeitliche Dauer und die inhaltliche Ausgestaltung des Praktikums müssen in den Ausbildungsbestimmungen geregelt sein. Das Vorliegen dieser Voraussetzungen ist durch die inländische Ausbildungsstätte/ Prüfungsstelle im Formblatt 6 zu bescheinigen.
Das Praktikum muss nach den maßgeblichen Ausbildungsbestimmungen mindestens zwölf Wochen dauern (vorgeschriebene Mindestdauer). Selbst geringfügige Abweichungen führen dazu, dass das Praktikum nicht gefördert werden kann!
Es ist eine Bescheinigung über die Durchführung des Praktikums der Praktikantenstelle im Ausland vorzulegen (Praktikantenbescheinigung).
Grundbedarf in Höhe von z. Zt. max. € 744,00 für Studierende und max. € 580,00 für Schüler (wie bei der Inlandsförderung ist die Förderung abhängig vom eigenen anzurechnenden Einkommen und Vermögen sowie dem anzurechnenden Einkommen des Ehegatten / der Eltern). Im Bedarf enthalten ist eine Wohnpauschale für Auszubildende, die während der Ausbildung nicht bei ihren Eltern wohnen. Diese wird pauschal gewährt, unabhängig von den tatsächlich im Ausland anfallenden Kosten für die Unterkunft.
Zuschlag zur Krankenversicherung im Inland bei entsprechendem Nachweis bis zu € 84,00 (€ 155,00 für freiwillig Versicherte in besonderen Fällen), wenn die Krankenversicherung während des Auslandsaufenthaltes fortgeführt wird.
Zuschlag zur Krankenversicherung im Ausland in Höhe von € 84,00 (außer bei Schülern).
Zuschlag zur Pflegeversicherung in Höhe von € 25,00 (€ 34,00 für freiwillig Versicherte in besonderen Fällen), wenn Sie während Ihres Auslandsaufenthaltes im Inland beitragspflichtig in der Pflegeversicherung oder entsprechend privat versichert sind und einen Nachweis hierüber vorlegen.
Der Auslandszuschlag gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 1 BAföG-Auslandszuschlags wird nicht gewährt.
Sollte es wegen fehlender Anspruchsvoraussetzungen nicht zu einer Zahlung von Ausbildungsförderung für Ihr Praktikum im Ausland kommen, erkundigen Sie sich bei Ihrem zuständigen Inlandsförderungsamt, ob Ihnen für diese Zeit Inlandsförderung bewilligt werden kann.
Die Ausbildungsförderung wird im Regelfall – wie auch bei einer Förderung Ihrer Ausbildung in Deutschland, in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in der Schweiz in Form von Zuschuss bzw. unverzinslichem Darlehen geleistet.
Der Antrag ist im Grunde genauso zu stellen, wie Sie es wahrscheinlich schon von Ihrer Inlandsförderung kennen. Füllen Sie die Antragsformulare (Formblatt 6, Formblatt 1, Anlage 1 zu Formblatt 1, Formblatt 3) bitte sorgfältig aus und fügen Sie die erforderlichen Unterlagen (Einkommens- und Vermögensnachweise von Ihnen, Einkommensnachweise des Ehegatten / der Eltern des vorletzten Kalenderjahres vor Beginn des Bewilligungszeitraums im Ausland (nicht des vorletzten Kalenderjahres vor dem Zeitpunkt der Antragstellung)), bei.
Reichen Sie Ihren Antrag bitte rechtzeitig – ca. sechs Monate – vor Aufnahme Ihres Praktikums beim Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim, Amt für Ausbildungsförderung, Postfach 2642, 72716 Reutlingen, ein, damit Ihnen die zustehenden Förderungsleistungen bereits zu Beginn Ihrer Auslandsausbildung zur Verfügung stehen.
Ausbildungsförderung nach dem BAföG für einen Schulbesuch im Ausland
Nach § 5 Abs. 2 S.1 Nr.1 BAföG kann unter bestimmten Voraussetzungen auch für einen Schulbesuch im Ausland Ausbildungsförderung geleistet werden. Neben den schon für die Förderung in Deutschland geltenden Bedingungen müssen allerdings weitere Voraussetzungen erfüllt sein. Hiermit möchten wir Sie darüber informieren, welche Voraussetzungen dies sind und was Sie im Zusammenhang mit einem Förderungsantrag für einen Schulbesuch im Ausland noch beachten müssen.
Förderungsfähig ist der Besuch von Ausbildungsstätten, der dem Besuch von im Inland gelegenen Schulen mit gymnasialer Oberstufe ab Klasse 11, Schulen mit gymnasialer Oberstufe ab Klasse 10, soweit die Hochschulzugangsberechtigung nach 12 Schuljahren erworben werden kann, nach dem BAföG förderungsfähigen Berufsfachschulklassen oder Fach- und Fachoberschulklassen gleichwertig ist.
Der Schulbesuch muss mindestens ein Schuljahr bzw. ein Schulhalbjahr dauern.
Der Schulbesuch ist durch eine Bestätigung der dortigen Ausbildungsstätte nachzuweisen.
Nach dem Auslandsschulbesuch müssen Sie Ihre Schulausbildung an der bisher besuchten Schule fortsetzen.
monatlicher Grundbedarf von zurzeit maximal € 580,00 für die Zeit des tatsächlichen Schulbesuchs. Maßgeblich ist der auch für das Inland geltende Bedarfssatz für Schüler, die nicht bei ihren Eltern wohnen.
Zuschlag zur Krankenversicherung bei Nachweis einer erforderlichen Krankenversicherung bis zu € 84,00.
Ein Auslandszuschlag wird nicht gewährt.
Schulgebühren werden nicht übernommen.
Reisekosten werden für die Hinreise zum Ausbildungsort sowie für eine Rückreise bedarfserhöhend berücksichtigt. Der Reisekostenzuschlag beträgt insgesamt € 500,00 bis € 1.000,00. Die Höhe ist abhängig vom Land, in dem Sie die Ausbildung durchführen.
Die gewährte Ausbildungsförderung wird als Zuschuss geleistet.
Wenn Sie in Deutschland ein Gymnasium besuchen: Zusätzlich ist noch eine Bescheinigung Ihrer inländischen Schule bezüglich der erreichten Jahrgangsstufe (Bescheinigung inländische Schule) einzureichen.
Nach Antritt der Schulausbildung im Ausland ist diese durch eine Bescheinigung der ausländischen Ausbildungstätte (Bescheinigung ausländische Schule) nachzuweisen.
Reichen Sie Ihren Antrag bitte rechtzeitig – ca. sechs Monate – vor Aufnahme Ihres Schulbesuchs beim Studierendenwerk Tübingen-Hohenheim, Amt für Ausbildungsförderung, Postfach 2642, 72716 Reutlingen, ein, damit Ihnen die zustehenden Förderungsleistungen bereits zu Beginn Ihrer Auslandsausbildung zur Verfügung stehen.