Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_13_07_2010_XI_ZR_28_09_Internationale_Zustaendigkeit_der-d4058890.html
Timestamp: 2016-12-05 21:30:55
Document Index: 173381477

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 2', 'EuG', 'Art. 3', 'EuG', 'Art. 5', 'EuG', 'Art. 40', '§ 826', '§ 830', '§ 830', '§ 32', '§ 826', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.07.2010 - XI ZR 28/09 - Internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte bei der Beteiligung eines in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union ansässigen Brokers als Gehilfe an der vorsätzlich sittenwidrigen Schädigung eines Anlegers durch einen deutschen gewerblichen Terminoptionsvermittler; Begründung des Gehilfenvorsatzes durch die Vermittlung von Optionsgeschäften | Urteile auf anwalt24.de
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BGH, 13.07.2010 - XI ZR 28/09 - Internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte bei der Beteiligung eines in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union ansässigen Brokers als Gehilfe an der vorsätzlich sittenwidrigen Schädigung eines Anlegers durch einen deutschen gewerblichen Terminoptionsvermittler; Begründung des Gehilfenvorsatzes durch die Vermittlung von Optionsgeschäften
BundesgerichtshofUrt. v. 13.07.2010, Az.: XI ZR 28/09Gericht: BGHEntscheidungsform: UrteilDatum: 13.07.2010Referenz: JurionRS 2010, 21357Aktenzeichen: XI ZR 28/09 Verfahrensgang:vorgehend:LG Düsseldorf - 30.10.2007 - AZ: 6 O 359/06OLG Düsseldorf - 29.01.2009 - AZ: I-6 U 256/07nachgehend:BGH - 20.09.2010 - AZ: XI ZR 28/09Rechtsgrundlagen:Art. 2 Abs. 1 VO 44/2001/EG (EuGVVO)Art. 3 Abs. 2 VO 44/2001/EG (EuGVVO)Art. 5 Nr. 3 VO 44/2001/EG (EuGVVO)Art. 40 f. EGBGB§ 826 BGB§ 830 Abs. 1 S. 1 BGB§ 830 Abs. 2 BGB§ 32 ZPOFundstellen:BB 2010, 2532DB 2010, 2099-2102ELF 2010, 57-61EuLF 2010, 129EWiR 2011, 13GWR 2010, 432IPRax 2011, 492-495MDR 2010, 1132-1134NJW-RR 2011, 197-202NZG 2011, 69-75RIW/AWD 2010, 723-728WM 2010, 1590-1596ZBB 2010, 430ZIP 2010, 1998-2004Amtlicher Leitsatz:BGB §§ 826 C, 830a)Beteiligt sich ein in einem Mitgliedstaat der EU ansässiger Broker als Gehilfe an der vorsätzlich sittenwidrigen Schädigung eines Anlegers durch einen deutschen gewerblichen Terminoptionsvermittler und überweist der Anleger als Folge der unerlaubten Handlung des Vermittlers das Anlagekapital von seinem in Deutschland geführten Konto an den Broker, ist für eine gegen diesen gerichtete Schadensersatzklage die internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte gegeben. b)Besteht die unerlaubte Handlung in der Vermittlung von Optionsgeschäften, die für den Anleger aufgrund überhöhter Gebühren des Vermittlers chancenlos sind, handelt der Broker, der dem Vermittler den Zugang zur Börse eröffnet, mit Gehilfenvorsatz, wenn er die vom Vermittler erhobenen Gebühren kennt oder wenn er aufgrund der Kenntnis früherer Missbrauchsfälle weiß, dass für den Vermittler ein großer Anreiz besteht, seine geschäftliche Überlegenheit zum Schaden des Anlegers auszunutzen, und dessen Geschäftsmodell gleichwohl keiner Überprüfung unterzieht. Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat auf die mündliche Verhandlung vom 13. Juli 2010 durch den Vorsitzenden Richter Wiechers, den Richter Dr. Joeres, die Richterin Mayen und die Richter Dr. Ellenberger und Dr. Matthias für Recht erkannt: Tenor:Auf die Revision der Beklagten wird das Grund- und Schlussurteil des 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 29. Januar 2009 aufgehoben. Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen. BGH, 13.07.2010BGH, 13.07.2010