Source: https://www.kbw.de/tagungen/fachtagung-sozialrecht-sgb-ii/2016
Timestamp: 2017-10-17 11:41:54
Document Index: 322369932

Matched Legal Cases: ['EuG', '§1', 'EuG', '§ 17', '§ 18', 'EuG', '§ 68', '§ 35', '§ 7']

Sozialrecht SGB II 2016
Das war unsere Tagung "Sozialrecht SGB II 2016".
Nachdem das Projekt „SGB II-Vereinfachungsgesetz“ im vergangenen Jahr ins Stocken geraten war, liegt nun der Kabinettsbeschluss für das „Neunte Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch - Rechtsvereinfachung“ vor. Es soll zum 01.08.2016 in Kraft treten.
Die Fachtagung wirft einen Blick auf die anstehenden Neuregelungen. Welche Vereinfachungen werden wirklich eintreten und welche Auswirkungen haben diese für die Praxis? Die Tagung wird sich darüber hinaus dem Kernthema Langzeitarbeitslosigkeit in den Jobcentern widmen, Ursachen aufdecken und erfolgversprechende Projekte vorstellen.
In einer Podiumsdiskussion am 2. Tagungstag wird der Frage nachgegangen, ob und wie die Jobcenter auf die Flüchtlinge aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern vorbereitet sind und wie die soziale und arbeitsmarkttechnische Integration gelingen kann. Das Team des Kommunalen Bildungswerks e. V. würde sich freuen, Sie zu dieser Tagung zu begrüßen.
Aktuelle Entwicklungen im SGB II - die geplanten Rechtsvereinfachungen 2016
Herr Martin Vogt, Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Aktuelle Rechtsprechung des BSG zum SGB II - open door oder closed shop?
Frau Dr. Elke Roos, Richterin am Bundessozialgericht
Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit - ein Kampf gegen Windmühlen?
Herr Prof. Dr. Stefan Sell, Professor für Volkswirtschaftslehre, Sozialpolitik und Sozialwissenschaften
Der Kampf der Jobcenter gegen (Langzeit)Arbeitslosigkeit - der Mensch im Mittelpunkt
Frau Sabine Arimond, Jobcenter Köln, Standortleiterin U 25
Anforderungen an eine ordnungsgemäße Massenentlassungsanzeige - eine aktuelle personalrechtliche Fragestellung in den Jobcentern
Frau Karin Spelge, Richterin am Bundesarbeitsgericht
Datenschutz aktuell - Kommunikation mit Strafverfolgungsbehörden und Gerichten und ihre Auswirkungen auf die Erteilung von Aussagegenehmigungen an Beschäftigte von Jobcentern
Herr Eric Janzen, hauptamtlicher Datenschutzbeauftragter
Podiumsdiskussion: Ausländer im SGB II - die Herausforderungen des Flüchtlingszustroms an die Jobcenter
Frau Rodopi Panidou (Leiterin Referat Grundsatz und Recht Jobcenter Offenbach)
Herr Rainer Radloff (Geschäftsführer Jobcenter Bielefeld)
Frau Brigitte Pothmer (Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales)
Herr Georg Classen (Flüchtlingsrat Berlin)
Moderation: Herr Ralf Bierstedt
Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Vereinfachung des passiven Leistungsrechts hat mit ihren über 30 Lösungsvorschlägen wesentlich dazu beigetragen, dass das 9. Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch nun auf den Weg gebracht werden konnte (Geplantes Inkrafttreten: 01.08.2016). Es ist davon auszugehen, dass weitere Änderungen in das Gesetzgebungsverfahren Eingang finden werden. Der Gesetzesentwurf sieht folgende Hauptaspekte vor.
Entschärfung der Schnittstellenproblematik bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende zur Ausbildungsförderung
Verlängerung des Regelbewilligungszeitraums von sechs auf zwölf Monate, Ermöglichung von Vorauszahlungen auf Leistungen des Folgemonats sowie eine einheitliche Vorschrift für vorläufige Entscheidungen
Weiterentwicklung der Einkommensanrechnung an unterschiedlichen Stellen
Zahlung von Leistungen der aktiven Arbeitsmarktpolitik für die sog. Arbeitslosengeld-Aufstocker zukünftig von den Agenturen für Arbeit (nicht mehr von den Jobcentern)
Mit Urteilen vom 03. und 16.12.2015 sowie 20.01.2016 haben die in Angelegenheiten der Grundsicherung für Arbeitsuchende zuständigen Senate des BSG einen vorläufigen Schlusspunkt unter die seit Jahren mit wechselnden Begründungen diskutierte Frage gesetzt, ob arbeitsuchende Unionsbürger bzw. Unionsbürger ohne Freizügigkeitsberechtigung und Aufenthaltsrecht einen Anspruch auf existenzsichernde Leistungen haben können. Nach der Entscheidung des EuGH in Sachen Alimanovic (C 67/14) blieb für Ansprüche nach dem SGB II kaum noch ein Spielraum. Lösungsansatz ist jetzt bei tatsächlicher Aufenthaltsverfestigung die Ermessenssozialhilfeleistung an Ausländer Der Vortrag beschäftigt sich mit den aufgezeigten Lösungsansätzen und der Tragweite der Entscheidungen für die kommunale Praxis. Darüber hinaus sind Entscheidungen zum Verhältnis der SGB II-Leistungen sowie der Leistungen nach dem AsylbLG, zur vorzeitigen Verrentung von Leistungsbeziehern sowie die in jüngster Zeit zahlreichen Mehrbedarfsentscheidungen Gegenstand der Betrachtung. Das Einstiegsgeld und seine Voraussetzungen sowie das immer wieder virulente Thema der Erstattungsansprüche zwischen Bund und Kommunen runden das Bild ab.
Herr Prof. Stefan Sell
Die Verfestigung und Verhärtung der Langzeitarbeitslosigkeit gerade in den vergangenen Jahren, in denen insgesamt eine positive Arbeitsmarktentwicklung zu beobachten war, ist eine der zentralen „Achilles- Fersen“ des so genannten „Jobwunders“ in Deutschland. Die Arbeitsmarktpolitik in ihrer Ausgestaltung seit der „Hartz-Reform“ ist mit dem Dilemma konfrontiert, dass sie gleichsam nur eine halbierte Antwort auf die spezifischen Probleme der Langzeitarbeitslosigkeit zu geben in der Lage ist. Nicht nur die Philosophie, sondern auch die Instrumente wurden reduziert auf eine angebotsseitig verengte Sicht auf Arbeitslosigkeit. Die Gründe dafür wurden vor allem und immer mehr ausschließlich in der Person des Arbeitslosen gesucht. Aber die Nachfrageseite des Arbeitsmarktes ist ja nicht verschwunden. Im Zusammenspiel der drastisch reduzierten Fördermittel für Langzeitarbeitslose und einem immer restriktiver ausgestalteten Förderrecht, das die Maßnahmen möglichst weit weg vom ersten Arbeitsmarkt zwingt, ist kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Der Referent weist auf die Notwendigkeit einer innovativen Neuausrichtung der Arbeitsmarktpolitik hin, die sich vor allem durch eine intelligente Verknüpfung öffentlich geförderter Beschäftigung, Qualifizierung und Erschließung neuer Beschäftigungsfelder vor allem im kommunalen Raum auszeichnet.
Frau Sabine Arimond
„Die Grundsicherung für Arbeitssuchende soll es den Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht“ (§1 SGB II). Dieser Satz birgt ein hohes Maß an Verantwortung für die Mitarbeiter/innen der Jobcenter. Im Jobcenter Köln werden sie dabei geleitet von dem Gedanken: Der Mensch im Mittelpunkt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Menschen, die sich schon lange im Leistungsbezug befinden. Die Vermittlungshemmnisse sind vielfältig, die Historien individuell, das notwendige Maß an Stabilisierungs- und Integrationsleistungen variiert. Das Jobcenter Köln hat dies erkannt und seine Beratungs- und Vermittlungsarbeit neu aufgestellt. Traditionelle Beratungswege werden konsequent hinterfragt, neue Wege in der Beratung ausprobiert. Der Beitrag wird sich mit neuen Beratungsansätzen, deren Erfolg, aber auch deren Grenzen beschäftigen.
Anforderungen an eine ordnungsgemäße Massenentlassungsanzeige – eine aktuelle personalrechtliche Fragestellung in den Jobcentern
Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) hat das deutsche Verständnis des Massenentlassungsverfahrens mit der Entscheidung "Junk" im Jahr 2005 auf den Kopf gestellt. § 17 und § 18 KSchG sind zwar vom Gesetzgeber nicht geändert worden. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat diese Vorschriften jedoch in zahlreichen Entscheidungen seit 2006, vor allem aber in den Jahren seit 2012, grundlegend neu interpretiert. Das führt zu neuen Anforderungen an eine ordnungsgemäße Massenentlassungsanzeige. Diese und das vom EuGH geprägte neue Verständnis von Sinn und Zweck des Massenentlassungsverfahrens werden anhand der aktuellen Rechtsprechung des BAG vorgestellt und erläutert.
Begriff der Entlassung - Sinn und Zweck des Massenentlassungsverfahrens
Wann ist eine Massenentlassungsanzeige erforderlich (Nachkündigungen)? - Behandlung der Änderungskündigung
Voraussetzungen einer ordnungsgemäßen Anzeige - Wann ist die beizufügende Stellungnahme des Betriebsrats ordnungsgemäß?
Was unterscheidet die Regelungen der §§ 68 Abs. 1, 73 und 69 Abs. 1 Nr. 1 und 2 SGB X voneinander? Wie prägen Gesetzesvorbehalt und Sozialgeheimnis die Ermittlungsbefugnisse von Staatsanwaltschaft, Polizei und Strafgericht? Unter welchen Voraussetzungen und in welchem Umfang kann/darf/muss ein Jobcenter Unterlagen und Sozialdaten für Strafermittlungsverfahren und Gerichtsverfahren übermitteln? Wo liegt der Unterscheid zwischen Auskunftsersuchen und Zeugenladung/-befragung? Wie reglementiert das gesetzliche Weitergabeverbot des § 35 Abs. 3 SGB I die Aussagegenehmigung in gerichtlichen und nicht gerichtlichen Vernehmungen von Beschäftigten des öffentlichen Dienstes? Was ist bei Zivilverfahren zu beachten? Verletzung der Fürsorgepflicht des Dienstherrn bzw. Arbeitgebers als Grundlage eigener Strafhandlungen von Beschäftigten beim unbefugten Offenbaren von Privatgeheimnissen - eine Bagatelle? Diese und zahlreiche weitere Fragen beantwortet Eric Janzen anschaulich, nachvollziehbar und praxisgerecht - Umsetzung vor Ort ausdrücklich erwünscht!
In der Podiumsdiskussion tragen Experten ihre Überlegungen vor, wie die Jobcenter den Herausforderungen der wachsenden Zahl der auf den Arbeitsmarkt drängenden Flüchtlinge gerecht werden können. Wie sind sie organisatorisch aufgestellt? Welche Möglichkeiten bietet der Arbeitsmarkt? Ausgehend von einer rechtlichen Einordnung der Antragstellung von Ausländern und einer Würdigung der Geltungsdauer der Verpflichtungserklärungen sollen auch die Positionen und Ideen der Politik beleuchtet werden. Um den Betroffen selbst eine Stimme zu geben, wird der Vertreter einer Flüchtlingsorganisation anwesend sein.
Frau Sabine Arimond ist seit 2005 im Jobcenter Köln beschäftigt. Sie absolvierte als Quereinsteigerin von 2003 bis 2005 eine zweijährige Ausbildung zur Verwaltungsfachwirtin bei der Stadt Köln. Danach war sie als persönliche Ansprechpartnerin, Fallmanagerin, Teamleiterin und stellvertretende Standortleiterin tätig. Derzeit leitet Sie den Standort U25 und den „Integration Point“ im Jobcenter Köln. Der Standort U25 ist im speziellen für die Belange der ca. 12000 unter 25jährigen Leistungsempfänger nach dem SGB II in Köln zuständig.
Herr Ralf Bierstedt ist Leiter des kommunalen Jobcenters der Stadt Münster. Der Verwaltungswirt ist seit mehr als 15 Jahren mit dem Themenfeld kommunale Arbeitsmarktpolitik befasst. Er wirkte u. a. bei einer von der Bertelsmann- Stiftung groß angelegten Untersuchung zur Beschäftigungsförderung in Kommunen (BiK) mit. Im Rahmen der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende war er mit der Antragstellung und der Umsetzung der kommunalen Trägerschaft im Kreis Minden-Lübbecke befasst. Dort war Herr Bierstedt nach Übergang in die Option zunächst als Vorstand der KomJob AöR und später als Leiter des Amtes „proArbeit“ tätig. 2011 wechselte er nach Münster und war dort bis zum Übergang als Optionskommune Geschäftsführer des als gemeinsame Einrichtung geführten Jobcenters.
Herr Georg Classen
Herr Georg Classen ist beruflich in der Stadtteilarbeit, der Mieter-, Sozialhilfe- und Flüchtlingsberatung und in der Beratung behinderter und chronisch kranker Studierender tätig. Seit 2001 ist er hauptberuflicher Mitarbeiter des Flüchtlingsrates Berlin e.V. Sein Spezialgebiet ist das Flüchtlingssozialrecht. Zahlreiche Veröffentlichungen und Arbeitshilfen finden sich auf der Homepage des Flüchtlingsrates. Herr Classen ist aktiv in der Fortbildung von Flüchtlingsberater/innen und der Unterstützung lokaler Willkommensinitiativen und -strukturen für Asylsuchende in den Berliner Stadtteilen.
Herr Eric Janzen ist hauptamtlicher Datenschutzbeauftragter der Kreisstadt Unna und war zuvor über 10 Jahre Datenschutzbeauftragter in Nebenfunktion. Nach Stationen in verschiedenen kommunalen Aufgabengebieten folgten ab 2005 Leitungsfunktionen im Leistungsbereich der ARGE bzw. des SGB II-Jobcenters Kreis Unna. Zuletzt war er über 5 Jahre für die Steuerung und Fachaufsicht des Leistungsbereiches, des Außendienstes und der OWiG-Stelle verantwortlich und in Nebenfunktion seit 2005 auch Datenschutzbeauftragter der ARGE bzw. des Jobcenters. Nebenberuflich ist Eric Janzen seit 2006 bundesweit als Dozent für Datenschutzrecht tätig, u. a. bei verschiedenen überregionalen Bildungsträgern. Als hauptamtlicher Datenschutzbeauftragter betreut er seit Anfang 2013 mehrere Stadt- und Gemeindeverwaltungen sowie die Kreisverwaltung Unna im Rahmen interkommunaler Zusammenarbeit und weiterhin das Jobcenter Kreis Unna.
Frau Rodopi Panidou
Frau Rodopi Panidou, M.L.E. und Volljuristin, ist seit 2008 im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende beschäftigt. Seit 2012 leitet sie das Referat Grundsatz und Recht des kommunalen Jobcenters der Stadt Offenbach am Main. Im Rahmen dieser Aufgabe ist sie zugleich Justiziarin des als kommunaler Eigenbetrieb organisierten Jobcenters. Sie ist zudem als Dozentin für Sozialrecht für den Rechtskreis SGB II tätig.
Frau Brigitte Pothmer
Frau Brigitte Pothmer ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages und Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Geboren und aufgewachsen im Wendland, studierte sie später Sozialpädagogik und Sozialarbeit in Hildesheim. Seit 1992 ist sie Mitglied der Grünen, deren Referentin für Frauenpolitik im Niedersächsischen Landtag sie von 1990-1994 war. Als grüne Abgeordnete des Niedersächsischen Landtages war sie anschließend bis 2003 zuständig für Frauen-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, zuletzt auch als stellvertretende Fraktionsvorsitzende, ehe sie Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Niedersachsen wurde. Brigitte Pothmer ist Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Bundestages. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen u. a. die Themen Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit, Mindestlohn und jüngst die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen.
Herr Rainer Radloff
Herr Rainer Radloff, Dipl. Kaufmann, ist seit 1987 in der Arbeitsmarktpolitik und Wirtschaftsförderung tätig. Er war von 1990 bis 1992 Geschäftsführer der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bielefeld mbH (WEGE) und danach bis 2007 der Regionalen Personalentwicklungsgesellschaft mbH (REGE). Seit 2005 ist er Leiter des Jobcenters Arbeitplus Bielefeld. Er ist Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der Jobcenter in NRW.
Frau Dr. Elke Roos ist seit 2006 Richterin am Bundessozialgericht. Sie war dort zunächst Mitglied der zuständigen Senate für die Arbeitslosenversicherung einschließlich Insolvenzgeldangelegenheiten und für die Grundsicherung für Arbeitsuchende sowie anschließend im zuständigen Senat für die Gesetzliche Krankenversicherung. Seit 2014 ist sie stellvertretende Vorsitzende des u. a. für soziales Entschädigungsrecht, Schwerbehindertenrecht, Elternund Betreuungsgeld, soziales Kindergeld und Rechtsschutz bei überlangen Gerichtsverfahren zuständigen 9./10. Senats. In ihre Lehr-, Vortrags- und Veröffentlichungstätigkeit beschäftigt sie sich insbesondere mit Fragen des Verfahrens-, Krankenversicherungs- und Arbeitsförderungsrecht sowie der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Frau Dr. Roos ist Mitautorin eines Kommentars zum Sozialverwaltungsverfahren sowie eines Fachanwaltskommentars zum Insolvenzrecht, ferner ist sie Mitherausgeberin eines Kommentars zu Mutterschutz, Elterngeld und Elternzeit sowie des SGG-Kommentars der Beck´schen Grauen-Reihe und Vorsitzende der SGB III-Kommission des Deutschen Sozialgerichtstags.
Herr Prof. Stefan Sell, Dipl.-Sozialwissenschaftler, leitete 1994 das Arbeitsamt Tübingen. Er promovierte 1995 an der Ruhr-Universität Bochum im Bereich Sozialökonomie. Bis 1999 war er Professor für Wirtschaftswissenschaften und Arbeitsmarktpolitik an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Mannheim und wechselte dann an die Hochschule Koblenz, Campus Remagen. Er ist bis heute dort als Professor für Volkswirtschaftslehre, Sozialpolitik und Sozialwissenschaften tätig. Er leitet das Institut für Sozialpolitik und Arbeitsmarktforschung (ISAM) der Hochschule Koblenz. Prof Sell betreibt den sozialpolitischen Blog „Aktuelle Sozialpolitik. Informationen, Analysen und Kommentare aus den Tiefen und Untiefen der Sozialpolitik“.
Frau Karin Spelge studierte Rechtswissenschaften an der Georg-August-Universität in Göttingen. Nach Abschluss ihrer juristischen Ausbildung trat sie 1990 in den Richterdienst des Landes Niedersachsen ein und wurde als Richterin am Arbeitsgericht an mehreren Arbeitsgerichten eingesetzt. Von 1993 bis 1997 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an das Bundesverfassungsgericht abgeordnet. 1998 wurde sie zur Direktorin am Arbeitsgericht Nienburg ernannt. Von 2000 bis 2008 war Frau Spelge Vorsitzende Richterin am Landesarbeitsgericht Niedersachsen. Mit Wirkung vom 01. Juni 2008 hat der Bundespräsident Frau Spelge zur Richterin am Bundesarbeitsgericht ernannt. Sie ist Mitglied des 6. Senats, der u. a. für die Auslegung der Tarifverträge des öffentlichen Dienstes und für Teile des Kündigungsrechts zuständig ist.
Herr Martin Vogt, Volljurist, ist seit dem Jahr 2004 im Themenkreis „Grundsicherung für Arbeitsuchende“ tätig, seit Anfang 2010 ist er im Bundesministerium für Arbeit und Soziales Leiter des Referats für Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende. In die Zuständigkeit dieses Referates fallen u. a. die Aspekte Regelbedarfe und Mehrbedarfe, Bedarfe für Unterkunft und Heizung im SGB II sowie die Begleitung der Leistungen für Bildung und Teilhabe. Nicht zuletzt unterliegen auch die teilweise komplexen Fragen im Zusammenhang mit dem Zugang zum System der Grundsicherung für Arbeitsuchende (u. a. Feststellung der Hilfebedürftigkeit, Sonderregelungen für bestimmte Personengruppen etc.) seiner Verantwortung.
Praxis trifft Politik. Besuch des Bundeskanzleramts
Berliner Geschichten – Stadtführung Berlins Historische Mitte und Scheunenviertel
Der Gendarmen Markt mit den beiden Dom-Gebäuden und mit dem Konzerthaus ist Vielen schon bekannt. Doch wie kamen die Gendarmen auf den Markt und wie ist es um das französische Erbe in Berlin bestellt? Weiter geht es über Unter den Linden zum Berliner Dom und zur Museumsinsel. Ob Neue Wache, Zeughaus oder Altes Museum und Bodemuseum – hier befinden sich die ganz großen Sehenswürdigkeiten der Stadt, die Sie nicht verpassen dürfen. Das Scheunenviertel rund um den Hackeschen Markt und die Oranienburger Straße ist vor allem bekannt für das Jüdische Leben in Berlin im 20. Jahrhundert. Heute ist es vor allem ein Platz für das kreative Schaffen in Berlin und Zeugnis des ständigen Wandels in der Stadt. Berliner Geschichten werden auf der Stadtführung lebendig und anschaulich erzählt.
Website Kohlhammer Verlag
L & D Support GmbH
Die Messungs- und Beratungsmethoden von L&D Support unterstützen Menschen und Organisationen dabei, all ihre Potenziale optimal zu nutzen. Grundlage unserer einzigartigen Methode bildet ein multipel skalierter Fragebogen, der einen objektiven Einblick in das zu erwartende Verhalten einer Person mit Blick auf das angestrebte Veränderungsziel ermöglicht. Unsere wissenschaftlich validierten Messverfahren haben wir in den letzten 25 Jahren zu einer modernen, ganzheitlichen Beratungsmethode weiterentwickelt. Für die Arbeitsmarktintegration von Langzeitarbeitslosen unterstützen wir Sie mit der ABC-Methode und bei der fundierten Erstanalyse in der Flüchtlingsarbeit mit InCheck. Wir sind davon überzeugt, dass Menschen in Tätigkeiten, die zu ihnen passen, produktiver arbeiten und stärkeres Engagement für ihre Aufgaben zeigen.
Website L&D Support GmbH
Die prosozial GmbH ist ein innovativer IT-Dienstleister im Sozial- und Bildungsbereich. An unserem Firmensitz in Koblenz arbeiten mehr als 130 qualifizierte Mitarbeiter aus unterschiedlichen Spezialgebieten kontinuierlich daran, uns und unsere Kunden durch intelligente Software und Services voranzubringen. Vom Einzelprodukt bis zur komplexen Organisationslösung. Von selbst administrierten Client/Server-Lösungen über Cloudanwendungen bis hin zu webbasierten Apps. Ob in Jobcentern, Sozial- und Jugendämtern, in Beschäftigungsgesellschaften oder Bildungswerken, in Betreuungsbehörden oder Betreuerbüros - heute vertrauen mehr als 15.000 Anwender in unsere Lösungen, Services und Beratungsleistungen.
Website von prosozial
Elterngeld-/Betreuungsgeldbescheide - Aufhebung und Änderung
JUD080
Weiterbildung Code:JUD080 als PDF
SGB II - Sonderregelungen Auszubildende
Sonderregelung für Auszubildende im Rahmen der §§ 7 (5) und 27 SGB II
SOB063
Weiterbildung Code:SOB063 als PDF
23.08. 23.08.2018 - 24.08.2018
SGB II - Eingliederungsvereinbarung
15.02. 15.02.2018 - 16.02.2018
SOB066
Weiterbildung Code:SOB066 als PDF
28.11. 28.11.2017 - 29.11.2017
23.10. 23.10.2017 - 24.10.2017
SGB II - Rückabwicklung
Rückabwicklungsansprüche in der Grundsicherung für Arbeitsuchende
SOG041N
Weiterbildung Code:SOG041N als PDF
12.12. 12.12.2017 - 14.12.2017
Weiterbildung Code:SOB065Z als PDF
SGB II/SGB XII - Arbeitsrecht und Sozialleistungen - Schnittstellen
19.03. 19.03.2018 - 20.03.2018
SOD130
Weiterbildung Code:SOD130 als PDF
SGB II - Krankenversicherung - Vertiefung
Problemfeld Krankenversicherung (SGB V) bei der Gewährung von Leistungen nach SGB II - Vertiefung
13.06. 13.06.2018 - 14.06.2018
SOD120A
Weiterbildung Code:SOD120A als PDF
SGB II Beratungs- und Integrationsarbeit (Ü25) psychologische Grundlagen
Psychologische Grundlagen der Beratungs- und Integrationsarbeit (Ü25)
11.12. 11.12.2017 - 12.12.2017
20.11. 20.11.2017 - 21.11.2017
Supervision Betreuer SGB II Vertiefung
SOG217N
25.06. 25.06.2018 - 26.06.2018
Sozialgerichtsverfahren - RVG Kostengrundentscheidung & Kostenfestsetzung
Von der Kostengrundentscheidung bis zur Kostenfestsetzung im sozialrechtlichen Widerspruchsverfahren und im sozialgerichtlichen Verfahren - unter Berücksichtigung der Änderungen im RVG vom 01.08.2013
SOA197
Weiterbildung Code:SOA197 als PDF