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Timestamp: 2016-10-21 15:07:32
Document Index: 23804594

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19', 'BGE', 'Art. 109', 'BGE', 'Art. 109']

8C_454/2012 (20.08.2012)
8C_454/2012
Urteil vom 20. August 2012
Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Bundesgasse 35, 3011 Bern,
Unfallversicherung (Arbeitsunf�higkeit),
Die 1960 geborene K.________ war als Verk�uferin in einer Metzgerei bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend Mobiliar) unfallversichert, als am 11. April 2006 ein Personenwagen auf die Gegenfahrbahn geriet und frontal mit dem von ihr gelenkten Fahrzeug zusammenstiess. Die Mobiliar anerkannte ihre Leistungspflicht f�r diesen Unfall, kam f�r die Heilbehandlung auf und richtete Taggelder aus. Gest�tzt auf ein beim medizinischen Zentrum X.________ in Auftrag gegebenes interdisziplin�res Gutachten (vom 20. Juni 2010) stellte sie ihre Taggeldleistungen jedoch mit Verf�gung vom 12. Juli 2010 r�ckwirkend auf den 30. Juni 2010 hin ein, da K.________ ab dem Zeitpunkt der Begutachtung in ihrem angestammten T�tigkeitsbereich als Metzgereiverk�uferin und in anderen wechselbelastenden T�tigkeiten als 100 % arbeitsf�hig angesehen werde. Gleichzeitig verneinte die Mobiliar einen Anspruch auf weitere Geldleistungen in Form von Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung. Daran hielt sie, nachdem das medizinische Zentrum X.________ ihm gestellte Zusatzfragen am 4. Mai 2011 beantwortet hatte, mit Einspracheentscheid vom 15. August 2011 fest.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 17. April 2012 ab.
K.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erheben mit dem Begehren, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids seien ihr die gesetzlich geschuldeten Leistungen zuzusprechen. Eventualiter seien weitere medizinische Abkl�rungen vorzunehmen und danach sei �ber den Leistungsanspruch neu zu entscheiden.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss den Art. 95 f. BGG erhoben werden. Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder der Unfallversicherung ist das Bundesgericht - anders als in den �brigen Sozialversicherungsbereichen (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG) - nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG). Es wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), pr�ft indessen - unter Beachtung der Begr�ndungspflicht in Beschwerdeverfahren (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) - grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden Fragen, also auch solche, die vor Bundesgericht nicht mehr aufgegriffen werden, zu untersuchen (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber die Leistungsvoraussetzungen des nat�rlichen (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) und des ad�quaten Kausalzusammenhangs (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181 mit Hinweis) zutreffend dargelegt. Dasselbe gilt f�r den Beweiswert von �rztlichen Berichten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3b S. 352), namentlich von Haus�rzten (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353) und von behandelnden Spezialisten (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470), sowie f�r die unzul�ssige Beweisregel "post hoc, ergo propter hoc" (BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34 E. 4.2.3 [U 290/06]). Darauf wird verwiesen.
Die Beschwerdef�hrerin wehrt sich dagegen, dass das kantonale Gericht davon ausgegangen ist, sie sei ab 30. Juni 2010 wieder zu 100 % arbeitsf�hig gewesen.
3.1 Die Vorinstanz hat in W�rdigung der medizinischen Aktenlage - insbesondere des polydisziplin�ren Gutachtens des medizinischen Zentrums X.________ vom 20. Juni 2010, der Stellungnahmen hiezu des Dr. med. B.________, FMH Innere Medizin, spez. Rheumaerkrankungen vom 2. August 2010, des medizinischen Instituts Y.________ vom 27. Dezember 2010 sowie des Prof. Dr. med. E.________, Facharzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie und Traumatologie, Regionaler �rztlicher Dienst (RAD) der Invalidenversicherung, vom 20. August 2010 - mit einl�sslicher Begr�ndung zutreffend erwogen, dass die Einstellung der Taggeldleistungen Ende Juni 2010 mit gleichzeitiger Pr�fung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integrit�tsentsch�digung rechtm�ssig war (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Weiter hat sie richtig erkannt, dass die Versicherte seither in der bisherigen T�tigkeit als Verk�uferin in einer Metzgerei oder in einer anderen wechselbelastenden T�tigkeit wieder voll arbeitsf�hig ist, weshalb keine Erwerbsunf�higkeit bzw. Invalidit�t und damit auch kein Rentenanspruch besteht.
3.2.1 Die Vorbringen der Versicherten verm�gen nicht zu einer anderen Beurteilung zu f�hren, zumal sie sich in weiten Teilen in einer w�rtlichen Wiederholung der bereits vorinstanzlich erhobenen und entkr�fteten Einw�nde ersch�pfen. Die Kritik des Neurologen Prof. Dr. med. S.________ und der Psychiaterin Frau Dr. med. R.________ vom medizinischen Institut Y.________ am Gutachten des medizinischen Zentrums X.________ vermag dessen Zuverl�ssigkeit nicht generell in Frage zu stellen. Nicht stichhaltig ist namentlich ihre Beanstandung, das neurologische Teilgutachten sei insofern widerspr�chlich, als auf S. 38 darauf hingewiesen werde, dass im Zusammenhang mit den geklagten Schmerzen in der linken Nackenregion sowie im Bereich der linken Kopfh�lfte auch Konzentrationsst�rungen best�nden, auf S. 39 hingegen zu lesen sei, dass seitens der Explorandin keine kognitiven St�rungen genannt w�rden. Die letztere Aussage bezog sich auf die unmittelbaren Unfallfolgen und deckt sich mit den initialen medizinischen Unterlagen, welche keine kognitiven Defizite erw�hnten. Auch die R�ge, die Anamneseerhebung im psychiatrischen Teilgutachten sei zu knapp, welche jedoch auf die Anamnese im Hauptgutachten verwies, sodass einzig erg�nzende Angaben aus psychiatrischer Sicht festgehalten wurden, vermag die Aussagekraft zur Arbeitsf�higkeit im Gutachten des medizinischen Zentrums X.________ ebenso wenig in Frage zu stellen wie die �brigen Kritikpunkte, zumal sich auch, entgegen den Darlegungen des medizinischen Instituts Y.________, eine hauptgutachterliche W�rdigung im Sinne einer mit den beteiligten Spezial�rzten erarbeiteten versicherungsmedizinischen Gesamtbeurteilung findet (S. 50 ff.) und schliesslich nicht ersichtlich ist, inwiefern die Diagnosen unvollst�ndig sein sollten. Die geklagten Bewegungsdefizite und -schmerzen im Bereich der Wirbels�ule sind durch das diagnostizierte, als gravierend bezeichnete, Polytrauma mit den diversen Frakturen erfasst und auch das Streckdefizit im Bereich des rechten Ellenbogengelenks wurde gutachterlich gew�rdigt. S�mtliche gesundheitlichen St�rungen am Bewegungsapparat sahen die �rzte denn auch als unfallbedingt an, konnten hierin jedoch keine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit f�r die angestammte T�tigkeit als Metzgereiverk�uferin oder f�r eine behinderungsangepasste Wechselt�tigkeit erkennen und bezeichneten einzig die geklagten Kopfschmerzen als unfallfremd.
3.2.2 Nach dem Gesagten kommt dem Gutachten des medizinischen Zentrums X.________ vom 20. Juni 2010 volle Beweiskraft zu. Die polydisziplin�re Expertise ist in der Gesamtbeurteilung umfassend, schl�ssig sowie nachvollziehbar begr�ndet, weshalb die Vorinstanz zu Recht darauf abstellte. Beizupflichten ist dem kantonalen Gericht schliesslich auch darin, dass die Berufung der Versicherten auf die Stellungnahmen ihres Hausarztes Dr. med. B.________ (vom 2. August 2010) und des RAD-Arztes Dr. med. E.________ (vom 20. August 2010) nicht verf�ngt. Es wird auf dessen einl�ssliche Begr�ndung hiezu verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG). Es verzichtete demnach in zul�ssiger antizipierter Beweisw�rdigung (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148) auf weitere medizinische Abkl�rungen. Somit steht daher fest, dass der Beschwerdef�hrerin mangels unfallbedingter Beeintr�chtigung des Leistungsverm�gens und damit verbundener Erwerbseinbusse kein Anspruch auf Taggelder oder eine Invalidenrente zusteht. Ein entsch�digungsberechtigender Integrit�tsschaden wurde schliesslich vor Bundesgericht nicht geltend gemacht.
Da die Beschwerde offensichtlich unbegr�ndet ist, wird sie im Verfahren nach Art. 109 BGG, d.h. ohne Durchf�hrung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Begr�ndung, erledigt.
Die Gerichtskosten von Fr. 750.- werden der Beschwerdef�hrerin auferlegt.
Luzern, 20. August 2012