Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20R%2053/11
Timestamp: 2020-02-24 09:01:54
Document Index: 387868940

Matched Legal Cases: ['§ 1', 'Art 2', 'Art 25', '§ 116', '§ 120', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1']

BFH, 11.12.2013 - II R 53/11 - dejure.org
https://dejure.org/2013,44251
BFH, 11.12.2013 - II R 53/11 (https://dejure.org/2013,44251)
BFH, Entscheidung vom 11.12.2013 - II R 53/11 (https://dejure.org/2013,44251)
BFH, Entscheidung vom 11. Dezember 2013 - II R 53/11 (https://dejure.org/2013,44251)
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Versicherungsteuerpflicht einer Garantieversicherung für Industrieanlage im Ausland - Einschränkung des Revisionsantrags gegenüber dem bisherigen Klagebegehren
Versicherungsteuerpflicht einer Garantieversicherung für Industrieanlage im Ausland; Einschränkung des Revisionsantrags gegenüber dem bisherigen Klagebegehren
§ 1 Abs 2 S 2 Nr 1 VersStG, Art 2 Buchst d EWGRL 357/88, Art 25 EWGRL 357/88, § 116 Abs 7 S 1 FGO, § 120 Abs 3 Nr 1 FGO
Versicherungsteuerpflicht einer Garantieversicherung für Industrieanlage im Ausland – Einschränkung des Revisionsantrags gegenüber dem bisherigen Klagebegehren
Versicherungsteuerpflicht einer Garantieversicherung für Industrieanlage im Ausland
Versicherungsteuerpflicht einer Garantieversicherung für eine im Ausland belegene IndustrieanlageDer Tatbestand des § 1 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 VersStG knüpft bei der Versicherung von Risiken in Bezug auf unbewegliche Sachen ausschließlich an die geographische Belegenheit ...
Versicherungsteuerpflicht einer Garantieversicherung für eine im Ausland belegene Industrieanlage
Versicherung von Risiken in Bezug auf unbewegliche Sachen knüpft an geographische Lage an
Garantieversicherung für Industrieanlage im Ausland
BFHE 244, 56
BB 2014, 536
BStBl II 2014, 352
Schließlich habe der BFH (Urteil vom 11. Dezember 2013, II R 53/11) bereits zu der speziell geregelten Sonderbelegenheit in § 1 Abs. 2 VersStG in der bis 11. Dezember 2012 geltenden Fassung (VersStG a.F.) bei Risiken in Bezug auf unbewegliche Sachen (§ 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 VersStG a.F.) entschieden, dass es insoweit auf den Sitz des Versicherungsnehmers nicht ankomme .
Das von der Klägerin angeführte Urteil des BFH (II R 53/11) stehe dem nicht entgegen, da in jenem Fall die Steuerbarkeit deshalb abgelehnt worden sei, weil der Tatbestand von § 1 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 VersStG ausschließlich an die geographische Belegenheit des Risikos (Industrieanlage in Norwegen als unbewegliche Sache) anknüpfe.
ff) Etwas anderes folgt - entgegen der Ansicht der Klägerin - auch nicht unter Beachtung des BFH-Urteils vom 11. Dezember 2013 (II R 53/11, BStBl. II 2014, 352).
Die Begründung des BFH, dass der Tatbestand von § 1 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 VersStG a.F. "ausschließlich an die geographische Belegenheit des Risikos anknüpft" (vgl. BFH-Urteil vom 11. Dezember 2013, II R 53/11, BStBl. II 2014, 352, Rdnr. 20), ist vor dem Hintergrund zu betrachten, dass der BFH den Argumenten entgegengetreten ist, für die Steuerbarkeit genüge ein Bezug zu den Vermögensinteressen des im Inland ansässigen Versicherungsnehmers.
Soweit der BFH (vgl. Urteil vom 11. Dezember 2013, II R 53/11, BStBl. II 2014, 352, Rdnr. 26) zudem ausführt, dass es nach den unionsrechtlichen Vorgaben bei richtlinienkonformer Auslegung geboten sei, bei der Versicherung von Risiken mit Bezug auf unbewegliche Sachen auf das objektiv nachprüfbare Merkmal der geographischen Belegenheit des Gegenstandes und nicht auf die mit der Risikoübernahme durch den Versicherer verbundenen wirtschaftlichen Belange des Versicherungsnehmers abzustellen, führt auch dies zu keinem anderen Ergebnis.
Wesentliches Merkmal für ein Versicherungsverhältnis i.S. des § 1 Abs. 1 VersStG ist das Vorhandensein eines vom Versicherer gegen Entgelt übernommenen Wagnisses (Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 19. Juni 2013 II R 26/11, BFHE 241, 431, BStBl II 2013, 1060, Rz 12, und vom 11. Dezember 2013 II R 53/11, BFHE 244, 56, BStBl II 2014, 352, Rz 16, jeweils m.w.N.;… BFH-Beschluss vom 30. März 2015 II B 79/14, BFH/NV 2015, 1013, Rz 4).
Für die Anwendung des § 4 Nr. 5 Satz 1 VersStG ist demnach, nicht anders als für die Auslegung des Merkmals "Versicherungsverhältnis" i.S. des § 1 Abs. 1 VersStG allein auf das Vorhandensein eines vom Versicherer gegen Entgelt übernommenen Wagnisses abzustellen (vgl. BFH-Urteil vom 11. Dezember 2013 II R 53/11, BFHE 244, 56, BStBl II 2014, 352, m.w.N.).
Schadenselbstbehalt der Reiseveranstalter unterliegt nicht der Versicherungsteuer
Wesentliches Merkmal für ein "Versicherungsverhältnis" im Sinne des § 1 Abs. 1 VersStG ist das Vorhandensein eines vom Versicherer gegen Entgelt übernommenen, beim Versicherungsnehmer angesiedelten Wagnisses, um nach dem Gesetz der Großen Zahl im Kollektiv gleichartiger Risiken einen versicherungstechnischen Risikoausgleich herzustellen (vgl. BFH-Urteile 11. Dezember 2013 II R 53/11, BFHE 244, 56, BStBl II 2014, 352; vom 19. Juni 2013 II R 26/11, BFHE 241, 431, BStBl II 2013, 1060; vom 16. Dezember 2009 II R 44/07, BFHE 228, 285, BStBl II 2010, 1097 m.w.N.; Medert, DStR 2010, 443).
FG Köln, 06.05.2014 - 2 K 430/11
Versicherungsteuer auch bei konzerninterner Absicherung des …
Wesentliches Merkmal für ein "Versicherungsverhältnis" im Sinne des § 1 Abs. 1 VersStG ist das Vorhandensein eines vom Versicherer gegen Entgelt übernommenen Wagnisses (BFH-Urteile 11. Dezember 2013 II R 53/11, BFHE 244, 56, BStBl II 2014, 352; vom 19. Juni 2013 II R 26/11, BFHE 241, 431, BStBl II 2013, 1060; vom 16. Dezember 2009 II R 44/07, BFHE 228, 285, BStBl II 2010, 1097).
FG Köln, 18.01.2017 - 2 K 3758/14
Umlagezahlungen eines Charterausfallpools unterliegen der Versicherungssteuer
Wesentliches Merkmal für ein "Versicherungsverhältnis" im Sinne des § 1 Abs. 1 VersStG ist das Vorhandensein eines vom Versicherer gegen Entgelt übernommenen Wagnisses (vgl. BFH-Urteile 11. Dezember 2013 II R 53/11, BFHE 244, 56, BStBl II 2014, 352; vom 19. Juni 2013 II R 26/11, BFHE 241, 431, BStBl II 2013, 1060; vom 16. Dezember 2009 II R 44/07, BFHE 228, 285, BStBl II 2010, 1097).
Wesentliches Merkmal für ein "Versicherungsverhältnis" im Sinne des § 1 Abs. 1 VersStG ist das Vorhandensein eines vom Versicherer gegen Entgelt übernommenen Wagnisses (BFH-Urteile 11. Dezember 2013 - II R 53/11, BStBl. II 2014, 352; vom 19. Juni 2013 - II R 26/11, BStBl. II 2013, 1060; vom 16. Dezember 2009 - II R 44/07, BStBl. II 2010, 1097).
Wesentliches Merkmal eines "Versicherungsverhältnisses" im Sinne des § 1 Abs. 1 VersStG ist das Vorhandensein eines vom Versicherer gegen Entgelt übernommenen, beim Versicherungsnehmer angesiedelten Wagnisses, um damit eine Gefahrengemeinschaft zu bilden mit dem Ziel, Gefahren, d. h. ungewisse Schäden oder ungewisse Verluste, die die Mitglieder der Gefahrengemeinschaft unmittelbar selbst treffen, gemeinsam zu tragen (vgl. BFH-Urteile 11. Dezember 2013 II R 53/11, BStBl II 2014, 352; vom 19. Juni 2013 II R 26/11, BStBl II 2013, 1060; vom 16. Dezember 2009 II R 44/07, BStBl II 2010, 1097; FG Hamburg, Urteil vom 10. Februar 2009, 2 K 14/09, EFG 2009, 1074).
FG Köln, 16.03.2018 - 2 K 1430/14
Einordnung einer Vereinbarung als eine der Versicherungsteuer unterliegende …