Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/2/82260000029.htm
Timestamp: 2018-12-10 13:44:12
Document Index: 302438147

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 22', '§ 33', '§ 3', '§ 5', '§ 33', '§ 4', '§ 5']

2.26.029 Rohrwiesen und Gänswiesen
Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Natur- und Landschaftsschutzgebiet "Rohrwiesen und Gänswiesen" vom 24. Oktober 1988 (Ges. Bl. vom 22.12.1988, S. 430).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199), und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20.Dezember1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
(1) Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet "Rohrwiesen und Gänswiesen" hat als Ganzes eine Größe von rund 21,3 ha. Es besteht aus dem Naturschutzgebiet und Landschaftsschutzgebiet "Rohrwiesen und Gänswiesen" mit den in den Absätzen 2 und 3 näher bezeichneten Flächen. Das Natur- und Landschaftsschutzgebiet wird nach dem Stand vom 24. Oktober 1984 im wesentlichen wie folgt begrenzt: Im Norden durch die nördliche Grenze des Grundstücks Flst. Nr. 534 auf dem Gebiet der Gemeinde Laudenbach, im Osten durch die Bundesstraße 3, im Süden durch den Rohrwiesenweg (Flst. Nrn. 2203 und 4357) auf dem Gebiet der Stadt Hemsbach und im Westen durch den Weg Flst. Nrn. 533/1, 2463 und 3/1, ausgenommen bleiben die vom Bebauungsplan "Judenäcker" der Gemeinde Hemsbach vom 27. Juni 1975 (Kleintierzuchtgelände) erfaßten Grundstücke.
(2) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 12 ha. Es umfaßt nach dem Stand vom 24.Oktober 1984 auf dem Gebiet der Stadt Hemsbach die Grundstücke Flst. Nrn. 4350 bis 4352, 4354 (teilweise), 4355, 4355/2, 4356, 4356/1 und /9 (teilweise) sowie auf dem Gebiet der Gemeinde Laudenbach das Grundstück Flst. Nr. 2463 (teilweise).
(4) Die Grenzen des Natur- und Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 mit durchgezogener roter Linie (Naturschutzgebiet) und mit durchgezogener grüner Linie (Landschaftsschutzgebiet) sowie in einer Detailkarte im Maßstab 1 : 1 500 mit durchgezogener roter, grau angeschummerter Linie (Naturschutzgebiet) und mit durchgezogener grüner, flächig schwarz punktierter Linie (Landschaftsschutzgebiet) eingetragen.
Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Karlsruhe und beim Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Naturschutzgebiet (§§ 3 bis 5)
2. die Erhaltung des Feinreliefs feuchter Standorte, das durch nutzungsbedingte Veränderungen und trockene Standorte bereichert wurde,
4. die Erhaltung der an sie angepaßten, z.T. in ihrem Bestand bedrohten Tierarten und Tiergemeinschaften,
8. Tiere einzubringen, wildlebenden Tieren nachzustellen, sie mutwillig zu beunruhigen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder Puppen, Larven, Eier oder Nester oder sonstige Brut-, Wohn- oder Zufluchtsstätten dieser Tiere zu entfernen, zu beschädigen oder zu zerstören; Vögel zu beringen sowie zum Fang von Tieren geeignete Vorrichtungen zu errichten, zu betreiben oder mit sich zu führen;
11. Feuer anzumachen oder zu unterhalten, sowie zu grillen;
§ 5 Zuverlässige Handlungen in dem Naturschutzgebiet
b) die Jagd einschließlich Wildfütterung ansonsten nur randlich in einem 15 m breiten Streifen entlang der Westgrenze des Naturschutzgebietes sowie nördlich des Weges Grundstück Flst. Nr. 4354 erfolgt,
c) jagdliche Einrichtungen wie Hochsitze, Jagdkanzeln, Futterstellen usw. nur in der Zeit vom 1. September bis Ende Februar und nur in dem in Buchstabe b) genannten Streifen landschaftsgerecht und unter Berücksichtigung des Schutzzweckes errichtet werden,
Das Aneignungsrecht des Jagdausübungsberechtigten bleibt hierüber unberührt, soweit es sich nicht auf Eier von Felderwild bezieht;
4. für Schutzzonen an Verkehrswegen, ausgenommen die Amphibienschutzzäune;
Schutz und Pflegemaßnahmen werden in einem Pflegeplan oder durch Einzelanordnung festgelegt.
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 33 Abs. 2 Nr. 4 LJagdG handelt,
wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 in Verbindung mit § 5 Nr. 1 dieser Verordnung die Jagd ausübt.