Source: https://geschaeftsbericht.gwg-gruppe.de/konzernanhang/konsolidierungsgrundsaetze
Timestamp: 2020-02-25 12:51:59
Document Index: 181541405

Matched Legal Cases: ['§ 309', '§ 309', '§ 309', '§ 309', '§ 309', '§ 304', '§ 309', '§ 309']

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften wurden die Ab­schlüsse der Konzernunternehmen zur Einbeziehung in den Konzernabschluss grundsätzlich einheitlich nach den bei der GWG Gesellschaft für Wohnungs-­ und Gewerbebau Ba­den­-Württemberg AG geltenden Bilanzierungs­- und Bewer­tungsmethoden aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Die Anteile der in den Kon­solidierungskreis einbezogenen Gesellschaften wurden gegen das Eigenkapital der Tochterunternehmen aufgerechnet. Aus Erstkonsolidierungen im Jahr 2001 ergaben sich ein aktivi­scher Unterschiedsbetrag von € 2.356.902,12 und ein passi­vischer Unterschiedsbetrag von € 5.545.311,40. Der passivi­sche Unterschiedsbetrag wurde als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung innerhalb der Rückstellungen aus­gewiesen. Der aktivische Unterschiedsbetrag wurde als Ge­schäfts- und Firmenwert im Jahr 2001 voll abgeschrieben.
Im Jahr 2002 wurden weitere Geschäftsanteile an der BWG Baugesellschaft Württembergischer Genossenschaften mbH zu unterschiedlichen Zeitpunkten erworben. Für die Anteile wurde eine Erstkonsolidierung auf Basis der Wertverhältnis­se am Konzernbilanzstichtag vorgenommen. Der sich dabei ergebende aktivische Unterschiedsbetrag wurde gemäß § 309 Abs. 1 HGB mit je 25% in den Jahren 2002 und 2003 sowie mit 50% im Jahr 2004 abgeschrieben.
Im Geschäftsjahr 2003 haben sich durch Erstkonsolidierun­gen ein aktivischer Unterschiedsbetrag von € 738.276,86 sowie ein passivischer Unterschiedsbetrag von € 348.420,84 ergeben. Der aktivische Unterschiedsbetrag wurde gemäß § 309 Abs.1 HGB mit 25% im Jahr 2003 und mit 75% im Jahr 2004 abgeschrieben. Damit wurde zum 31. Dezember 2004 kein aktivischer Unterschiedsbetrag mehr ausgewie­sen. Nachdem in den Vorjahren der passivische Unter­schiedsbetrag im Zusammenhang mit zu erwartenden Mehr­aufwendungen gegen die sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst wurde, können wir ab dem Jahr 2007 von Gewin­nen im operativen Bereich ausgehen. Deshalb wird der pas­sivische Unterschiedsbetrag ab dem Jahr 2007 in vier Teilbe­trägen aufgelöst. In den Jahren 2007 bis 2010 erfolgte die Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrages in Höhe von insgesamt € 3.660.063,17. Der passivische Unter­schiedsbetrag ist somit per 31. Dezember 2010 vollständig aufgelöst.
Im Jahr 2006 wurden mit Geschäftsanteilskauf-­ und ­-übertra­gungsvertrag vom 20. Dezember 2006 weitere Geschäftsan­teile an der GWG ImmoInvest GmbH (vorher: Schwäbisch Hall Immobilien Gesellschaft für Bauen und Wohnen mbH) erwor­ben. Für die Anteile wurde eine Erstkonsolidierung auf Basis der Wertverhältnisse am Konzernbilanzstichtag vorgenom­men. Der sich dabei ergebende aktivische Unterschiedsbe­trag (€ 961,14) wurde gemäß § 309 Abs. 1 HGB im Jahr 2006 voll abgeschrieben. Unter dem gleichen Datum wurde im Nachtrag zum ursprünglichen Kaufvertrag vom 28. Mai 2003 eine Abrechnung der vereinbarten Besserungsschein­ansprüche vorgenommen. Nach dieser Abrechnung sind nun­ mehr sämtliche Ansprüche aus dem Besserungsschein abge­golten. Der sich aus den nachträglichen Anschaffungskosten ergebende aktivische Unterschiedsbetrag (€ 117.641,16) wurde gemäß § 309 Abs. 1 HGB im Jahr 2006 voll abge­schrieben.
Die GWG 1. Wohn GmbH & Co. KG wurde zum 24. November 2008 gegründet. Für die Anteile wurde eine Erstkonsolidierung auf Basis der Wertverhältnisse zum Erwerbszeitpunkt vorgenom­men. Gesellschafter sind die GWG Beteiligungsgesellschaft mbH (Komplementär) und die GWG Gesellschaft für Wohnungs-­ und Gewerbebau Baden­-Württemberg AG (Kommanditist).
Die GWG 2. Wohn GmbH & Co. KG wurde zum 28. Oktober 2009 gegründet. Für die Anteile wurde eine Erstkonsolidierung auf Basis der Wertverhältnisse zum Erwerbszeitpunkt vorge­nommen. Gesellschafter sind die GWG Beteiligungsgesellschaft mbH (Komplementär) und die GWG Gesellschaft für Wohnungs-­ und Gewerbebau Baden­-Württemberg AG (Kommanditist).
Der Zwischengewinn aus der Veräußerung des Wohnungsbe­standes in Neckarsulm von der GWG Gesellschaft für Woh­nungs-­ und Gewerbebau Baden­-Württemberg AG an die GWG 2. Wohn GmbH & Co. KG in Höhe von € 10,5 Mio. wurde eli­miniert.
Die GWG 3. Wohn GmbH & Co. KG wurde zum 16. November 2010 gegründet. Für die Anteile wurde eine Erstkonsolidierung auf Basis der Wertverhältnisse zum Erwerbszeitpunkt vorge­nommen. Gesellschafter sind die GWG Beteiligungsgesellschaft mbH (Komplementär) und die GWG Gesellschaft für Wohnungs-­ und Gewerbebau Baden­-Württemberg AG (Kommanditist).
Der Zwischengewinn aus der Veräußerung eines Teil­-Wohnungsbestandes in Stuttgart von der GWG Beteiligungs­gesellschaft mbH an die GWG 3. Wohn GmbH & Co. KG in Höhe von € 6,9 Mio. wurde eliminiert.
Mit Eintragung vom 12. Juli 2012 beim Amtsgericht Stuttgart HRA 727576 wurde der Sitz der Stream Vermögensverwal­tungs GmbH & Co. KG nach Stuttgart verlegt und mit Eintra­gung vom 10. Dezember 2013 die Firma in GWG 4. Wohn GmbH & Co. KG geändert. Gesellschafter sind die GWG Beteiligungsgesellschaft mbH (Komplementär) und die GWG Gesellschaft für Wohnungs-­ und Gewerbebau Baden­-Württem­berg AG (Kommanditist). Für die Anteile wurde die Erstkonso­lidierung auf Basis der Wertverhältnisse zum 01. Januar 2013 vorgenommen. Der sich aus den Anschaffungskosten erge­bende aktivische Unterschiedsbetrag (€ 2.543,37) wurde ge­mäß § 309 Abs. 1 HGB im Jahr 2013 voll abgeschrieben.
Der Zwischengewinn aus der Veräußerung eines Teil­-Wohnungsbestandes in Heilbronn/Hockenheim von der GWG Gesellschaft für Wohnungs-­ und Gewerbebau Baden­-Württemberg AG an die GWG 4. Wohn GmbH & Co. KG in Höhe von € 15,7 Mio. wurde eliminiert.
Darüber hinaus wurde im Rahmen der Vollkonsolidierung auf eine weitere Eliminierung von Zwischenergebnissen gemäß § 304 HGB verzichtet, da diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Ver­mögens­, Finanz-­ und Ertragslage des Konzerns nur von un­tergeordneter Bedeutung sind.
Im Jahr 2010 wurden mit Geschäftsanteilskauf­- und ­-übertra­gungsvertrag vom 31. Mai 2010 Geschäftsanteile an der Aufbau- und Handelsgesellschaft mbH in Hamburg erworben. Für die Anteile wurde eine Erstkonsolidierung auf Basis der Wertverhältnisse am 31. Mai 2010 nach der Neubewer­tungsmethode vorgenommen.
Im Jahr 2014 wurden mit Geschäftsanteilskauf­- und -­übertra­gungsvertrag vom 31. März 2014 Geschäftsanteile an der Einhorn Wohnpark Sendling GmbH (jetzt GWG Wohnpark Sendling GmbH) erworben. Für die Anteile wurde eine Erst­konsolidierung auf Basis der Wertverhältnisse am 31. März 2014 nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Der sich dabei ergebende aktivische Unterschiedsbetrag von € 1,7 Mio. wurde gemäß § 309 Abs. 1 HGB im Geschäftsjahr mit T€ 343,2 (Vorjahr: T€ 343,2) abgeschrieben.
Im Jahr 2014 wurde die Beteiligung an der GWG Beteiligungsgesellschaft mbH erstmals in den Konsolidie­rungskreis einbezogen. Für die Anteile wurde eine Erstkonsoli­dierung auf Basis der Wertverhältnisse am 1. Januar 2014 nach der Neubewertungsmethode vorgenommen. Der sich da­ bei ergebende aktivische Unterschiedsbetrag von T€ 6,5 wur­de gemäß § 309 Abs. 1 HGB im Jahr 2014 voll abgeschrieben.
Die Konzernforderungen und ­-verbindlichkeiten sowie die In­nenumsätze und alle sich entsprechenden Aufwendungen und Erträge der zum Konsolidierungskreis gehörenden Unter­nehmen wurden grundsätzlich gegeneinander verrechnet.