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Timestamp: 2020-01-23 04:45:33
Document Index: 59822989

Matched Legal Cases: ['§ 116', '§ 116', '§ 160', '§ 116', '§ 116', '§ 116', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 116', '§ 116', '§ 411', '§ 116', '§ 118', '§ 397', '§ 116', '§ 116', '§ 116', '§ 116', '§ 411', 'BGH', '§ 116', '§ 116', '§ 116', '§ 116', '§ 411', '§ 116', '§ 118', '§ 397', '§ 116', '§ 116', '§ 116', 'BGH', '§ 116', '§ 116']

BSG, 24.04.2008 - B 9 SB 58/07 B - dejure.org
https://dejure.org/2008,9737
BSG, 24.04.2008 - B 9 SB 58/07 B (https://dejure.org/2008,9737)
BSG, Entscheidung vom 24.04.2008 - B 9 SB 58/07 B (https://dejure.org/2008,9737)
BSG, Entscheidung vom 24. April 2008 - B 9 SB 58/07 B (https://dejure.org/2008,9737)
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Rechtsfolgen einer verspäteten Ablehnung eines Antrags auf Befragung des Sachverständigen hinsichtlich des Fragerechts der Beteiligten; Erfordernis einer hinreichend konkreten Bezeichnung der erläuterungsbedürftigen Punkte i.R.e. avisierten Sachverständigenbefragung
Das Recht auf Befragung eines Sachverständigen, der ein schriftliches Gutachten erstattet hat
SG Kassel, 19.10.2004 - S 14/13 VJ 1488/01
SG Kassel, 02.11.2004 - S 14/13 VJ 1488/01
LSG Hessen, 27.06.2007 - L 4 VJ 3/04
LSG Hessen, 19.07.2007 - L 4 SB 78/04
AnwBl 2009, 67
Dementsprechend sind auch bei fehlender Fristsetzung rechtsmissbräuchlich gestellte Anträge auf Befragung bereits beauftragter Sachverständiger unerheblich (BSG SozR 4-1500 § 116 Nr. 2) .
Zwar besteht das Fragerecht grundsätzlich nur hinsichtlich solcher Gutachten, die innerhalb des Rechtszuges eingeholt worden sind (BSG SozR 4-1500 § 116 Nr. 2 RdNr 9) .
Die Anhörung eines bereits erstinstanzlich tätig gewordenen Sachverständigen ist in der zweiten Instanz dann zulässig, wenn sich - wie hier - das LSG anders als das SG in seiner Entscheidung auf dessen Gutachten berufen will und auch berufen hat (…in diese Richtung wohl BSG SozR 4-1500 § 160 Nr. 24 RdNr 16; vgl zu sonstigen Ausnahmefällen BSG SozR 4-1500 § 116 Nr. 2 RdNr 9 mwN) .
Das Fragerecht besteht allerdings im Grundsatz nur innerhalb des Rechtszuges, in dem das Gutachten eingeholt worden ist (BSG, Beschluss vom 24.4.2008 - B 9 SB 58/07 B).
BSG, 31.10.2012 - B 2 U 245/12 B
Sozialgerichtliches Verfahren - Anspruch auf rechtliches Gehör - Antrag auf …
Der Senat hat - ebenso wie andere Senate des BSG - mehrfach betont, dass einem Beteiligten das Recht zusteht, dem Sachverständigen diejenigen Fragen vorlegen zu lassen, die er zur Aufklärung der Sache für dienlich erachtet (…vgl zuletzt BSG Beschluss vom 18.7.2012 - B 2 U 105/12 B - BSG Beschluss vom 24.7.2012 - B 2 U 100/12 B - zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen;… vgl auch BSG Beschluss vom 9.12.2010 - B 13 R 170/10 B - BSG Beschluss vom 19.11.2009 - B 13 R 247/09 B - BSG Beschluss vom 27.11.2007 - B 5a/5 R 60/07 B - SozR 4-1500 § 116 Nr. 1; BSG Beschluss vom 24.4.2008 - B 9 SB 58/07 B - SozR 4-1500 § 116 Nr. 2; BSG Beschluss vom 12.12.2006 - B 13 R 427/06 B) .
Der BGH hat daraus in ständiger Rechtsprechung die Pflicht der Gerichte abgeleitet, dem Antrag einer Partei auf mündliche Befragung gerichtlicher Sachverständiger nachzukommen (vgl BGHZ 6, 398, 400 f; BGH Urteil vom 21.10.1986 - VI ZR 15/85 - NJW-RR 1987, 339, 340; BGH Urteil vom 17.12.1996 - VI ZR 50/96 - NJW 1997, 802, 802 f ;… zur Rechtsprechung des BSG vgl Beschluss vom 9.12.2010 - B 13 R 170/10 B - Beschluss vom 19.11.2009 - B 13 R 247/09 B - Beschluss vom 27.11.2007 - B 5a/5 R 60/07 B - SozR 4-1500 § 116 Nr. 1; Beschluss vom 24.4.2008 - B 9 SB 58/07 B - SozR 4-1500 § 116 Nr. 2; Beschluss vom 12.12.2006 - B 13 R 427/06 B) .
Unabhängig von der nach § 411 Abs. 3 ZPO im pflichtgemäßen Ermessen des Gerichts liegenden Möglichkeit, das Erscheinen des Sachverständigen zum Termin von Amts wegen anzuordnen, steht jedem Beteiligten gemäß § 116 S 2 SGG, § 118 Abs. 1 S 1 SGG iVm §§ 397, 402, 411 Abs. 4 ZPO das Recht zu, dem Sachverständigen diejenigen Fragen vorlegen zu lassen, die er zur Aufklärung der Sache für dienlich erachtet (stRspr, zB Senatsbeschluss vom 24.4.2008 - B 9 SB 58/07 B - SozR 4-1500 § 116 Nr. 2 RdNr 5 mwN).
Zudem verkennt der Kläger, dass das Recht eines Beteiligten, Fragen an einen Sachverständigen zu stellen, grundsätzlich nur mit Blick auf solche Gutachten besteht, die im selben Rechtszug erstattet worden sind (stRspr, zB Senatsbeschlüsse vom 12.10.2017 - B 9 V 32/17 B - Juris RdNr 16 und vom 24.4.2008 - B 9 SB 58/07 B - SozR 4-1500 § 116 Nr. 2 RdNr 9).
Dementsprechend sind rechtsmissbräuchlich gestellte Anträge unerheblich (BSG SozR 4-1500 § 116 Nr. 2) .
Nach der Rechtsprechung des BVerfG und ihm folgend der anderer Bundesgerichte umfasst der Anspruch auf rechtliches Gehör grundsätzlich auch die Anhörung gerichtlicher Sachverständiger (BVerfG Beschluss vom 6.3.2013 - 2 BvR 2918/12 - zitiert nach Juris; Beschluss vom 3.2.1998 - 1 BvR 909/94; Beschluss vom 17.1.2012 - 1 BvR 2728/10 - Juris; BSG SozR 4-1500 § 116 Nr. 2;… BSG SozR 3-1750 § 411 Nr. 1; BGH MDR 2009, 1126, Beschluss vom 14.7.2009 - VIII ZR 295/08) .
Der Kläger verkennt bereits, dass das Recht eines Beteiligten, Fragen an einen Sachverständigen zu stellen, grundsätzlich nur mit Blick auf solche Gutachten besteht, die im selben Rechtszug erstattet worden sind (stRspr, zB Senatsbeschluss vom 12.10.2017 - B 9 V 32/17 B - Juris RdNr 16; Senatsbeschluss vom 24.4.2008 - B 9 SB 58/07 B - SozR 4-1500 § 116 Nr. 2 RdNr 9) .
Unabhängig davon erfordert die Ausübung des Fragerechts stets eine hinreichend konkrete Bezeichnung der noch erläuterungsbedürftigen Punkte (Senatsbeschluss vom 15.5.2017 - B 9 SB 85/16 B - Juris RdNr 7; Senatsbeschluss vom 24.4.2008 - B 9 SB 58/07 B - SozR 4-1500 § 116 Nr. 2 RdNr 5; BSG Beschluss vom 7.8.2014 - B 13 R 439/13 B - Juris RdNr 10; BSG Beschluss vom 9.12.2010 - B 13 R 170/10 B - Juris RdNr 11, jeweils mwN) .
BSG, 31.03.2010 - B 1 KR 2/10 B
Zur Begründung trägt er im Wesentlichen vor, der Beschluss des Bundessozialgerichts (BSG) stehe "in diametralem Widerspruch zur Rechtsprechung des 9. Senats des BSG (Beschluss vom 24.4.2008, B 9 SB 58/07 B), welche (bereits) in der Begründungsschrift vom 12.6.2009 angeführt wurde, und zur jüngeren Entscheidung 8. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs (Beschluss vom 14.07.2009, VIII ZR 295/08)".
Dabei berücksichtigt er nicht, dass der angefochtene Beschluss ausdrücklich auf die von dem 9. Senat aufgestellten Grundsätze Bezug nimmt und sie zugrunde legt (vgl RdNr 5 des angefochtenen Beschlusses: Beschluss vom 24.4.2008, B 9 SB 58/07 B = SozR 4-1500 § 116 Nr. 2).
Allerdings gelangt der 1. Senat zu dem Ergebnis, dass der Kläger in seiner Beschwerdebegründung nicht - wie erforderlich - hinreichend dargelegt hat, dass Fragen an den Sachverständigen angekündigt worden sind, die objektiv sachdienlich, dh entscheidungserheblich sind (vgl BSG SozR 4-1500 § 116 Nr. 2 RdNr 5).
Es entspricht ständiger Rechtsprechung des BSG, dass - unabhängig von der nach § 411 Abs. 3 ZPO im pflichtgemäßem Ermessen des Gerichts liegenden Möglichkeit, zur weiteren Sachaufklärung von Amts wegen das Erscheinen des Sachverständigen zur mündlichen Verhandlung anzuordnen - jedem Beteiligten gemäß § 116 S 2, § 118 Abs. 1 S 1 SGG iVm §§ 397, 402, 411 Abs. 4 ZPO das Recht zusteht, einem Sachverständigen diejenigen Fragen vorlegen zu lassen, die er zur Aufklärung der Sache für dienlich erachtet (…BSG SozR 4-1500 § 116 Nr. 1 RdNr 7; BSG SozR 4-1500 § 116 Nr. 2 RdNr 5; BSG Beschluss vom 17.4.2012 - B 13 R 355/11 B - Juris RdNr 13; BSG Beschluss vom 25.4.2013 - B 13 R 29/12 B - Juris RdNr 12, jeweils mwN; s auch BVerfG [Kammer] Beschluss vom 3.2.1998 - 1 BvR 909/94 - NJW 1998, 2273).
Eine Ausnahme gilt nur, wenn das vorinstanzliche Gericht dem Antrag auf Anhörung eines Sachverständigen verfahrensfehlerhaft nicht nachgekommen ist (vgl BSG SozR 4-1500 § 116 Nr. 2 RdNr 9; BSG Beschluss vom 18.7.2013 - B 5 R 148/13 B - RdNr 13; vgl auch BGH Beschluss vom 10.5.2005 - VI ZR 245/04 - Juris RdNr 3).
Insoweit verkennt der Kläger bereits, dass das Recht eines Beteiligten, Fragen an Sachverständige zu stellen, grundsätzlich nur mit Blick auf solche Gutachten besteht, die im selben Rechtszug bereits erstattet worden sind (vgl stRspr, zB Senatsbeschluss vom 12.10.2017 - B 9 V 32/17 B - Juris RdNr 16; Senatsbeschluss vom 24.4.2008 - B 9 SB 58/07 B - SozR 4-1500 § 116 Nr. 2 RdNr 9).
Unabhängig davon erfordert die Ausübung des Fragerechts stets eine hinreichend konkrete Bezeichnung der noch erläuterungsbedürftigen Punkte (Senatsbeschluss vom 15.5.2017 - B 9 SB 85/16 B - Juris RdNr 7; Senatsbeschluss vom 24.4.2008 - B 9 SB 58/07 B - SozR 4-1500 § 116 Nr. 2 RdNr 5; BSG Beschluss vom 7.8.2014 - B 13 R 439/13 B - Juris RdNr 10; BSG Beschluss vom 9.12.2010 - B 13 R 170/10 B - Juris RdNr 11, jeweils mwN).
BSG, 18.07.2012 - B 2 U 105/12 B
BSG, 23.06.2016 - B 3 P 1/16 B
Sozialgerichtliches Verfahren - Fragerecht der Beteiligten an den …
BSG, 16.06.2016 - B 13 R 119/14 B
Nichtzulassungsbeschwerde - Verfahrensmangel - rechtliches Gehör - Verletzung des …
BSG, 17.07.2019 - B 13 R 103/18 B
BSG, 15.03.2017 - B 5 R 366/16 B
Erwerbsminderungsrente; Verfahrensrüge; Nicht beachteter Beweisantrag; Fragerecht …
BSG, 01.09.2015 - B 5 R 98/15 B
Rente wegen Erwerbsminderung; Gehörsrüge; Anordnung des Erscheinens des …
BSG, 15.03.2018 - B 3 P 34/17 B
BSG, 20.12.2016 - B 5 R 316/16 B
Rente wegen Erwerbsminderung; Verfahrensrüge; Formal ordnungsgemäßer Beweisantrag
BSG, 12.11.2009 - B 5 R 380/09 B
BSG, 30.03.2011 - B 9 SB 3/11 B
BSG, 19.11.2009 - B 9 SB 46/09 B
BSG, 26.05.2009 - B 5 R 162/09 B