Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=20.02.1997&Aktenzeichen=VII%20ZR%20227/96
Timestamp: 2019-10-16 20:51:33
Document Index: 93279263

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', '§ 204', 'BGH', 'BGH', '§ 204', '§ 211', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 204', '§ 204', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 212', '§ 204', 'BGH', 'BGH', '§ 697', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 697', 'BGH', 'BGH', '§ 204', 'BGH', '§ 697', '§ 211', 'BGH']

BGH, 20.02.1997 - VII ZR 227/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,1025
BGH, 20.02.1997 - VII ZR 227/96 (https://dejure.org/1997,1025)
BGH, Entscheidung vom 20.02.1997 - VII ZR 227/96 (https://dejure.org/1997,1025)
BGH, Entscheidung vom 20. Februar 1997 - VII ZR 227/96 (https://dejure.org/1997,1025)
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Verjährungsfristbeginn bei Werklohnforderungen nach einer Verjährungsunterbrechung - Verjährungsunterbrechung durch Zustellung eines Mahnbescheides - Beendigung einer Verjährungsunterbrechung aufgrund eines Stillstandes des Verfahrens - Anforderungen an die Wirksamkeit ...
BGB § 211 Abs. 2 S. 1
Verjährung des Anspruchs auf Restwerklohn bei Stillstand des Verfahrens
Wann endet die Unterbrechungswirkung eines zum Stillstand gekommenen Verfahrens? (IBR 1997, 393)
BGHZ 134, 387
NJW 1997, 1777
MDR 1997, 628
VersR 1997, 843
WM 1997, 1338
BauR 1997, 641
ZfBR 1997, 199
c) Da im Rahmen von § 204 Abs. 2 Satz 2 BGB bei einer gerichtlichen Verfügung auf deren Zugang abzustellen ist (vgl. BGH, Urteil vom 20. Februar 1997 - VII ZR 227/96, BGHZ 134, 387), hätte die durch die Verfügung vom 17. Februar 2005 ausgelöste Hemmung der Verjährung am 23. August 2005 geendet, § 204 Abs. 2 Satz 1 BGB.
Ähnlich hat der Bundesgerichtshof zur Vorschrift des § 211 Abs. 2 Satz 1 BGB a.F. mit dem Sinn und Zweck der Vorschrift argumentiert: Es komme im Falle der Beendigung der Unterbrechungswirkung durch Nichtbetrieb des Prozesses darauf an, dass die Partei, die die Verjährung erneut unterbrechen wolle, die letzte Prozesshandlung des Gerichts und damit die Notwendigkeit kenne, den Prozess weiter zu betreiben (BGH, Urteil vom 20. Februar 1997 - VII ZR 227/96, BGHZ 134, 387, 390 f.).
Nach BGH, Urteil vom 20.02.1997, VII ZR 227/96 (NJW 1997, 1777) und BGH, Urteil vom 05.021998, VII ZR 279/96 (NJW-RR 1998, 954) kommt es bei gerichtlichen Prozesshandlungen in Gestalt von Verfügungen auf den Zeitpunkt deren Wirksamwerdens, nämlich deren Zugang an.
Die Sechsmonatsfrist des § 204 Abs. 2 beginnt bei einem Güteverfahren i. S. v. § 204 Abs. 1 Nr. 4 BGB nicht bereits mit der Feststellung der Gütestelle vom Scheitern des Verfahrens, sondern erst dann, wenn die Partei davon unterrichtet wird (vgl. BGHZ 134, 387, 390 f.).
Die die Klageabweisung tragenden Erwägungen des Landgerichts stehen teilweise im Widerspruch zur BGH-Rechtsprechung (BGHZ 134, 387).
Dies entsprach der Rechtslage zu § 212 a BGB a. F. nach gescheitertem Güteverfahren und gilt ebenso für § 204 Abs. 2 Satz 1 BGB n. F., der dem Gläubiger nach Beendigung des Verfahrens noch einen Zeitraum von sechs Monaten zur Weiterverfolgung der Ansprüche zur Verfügung stellt, ohne dass die Verjährungsfrist weiterläuft (vgl. auch BGHZ 134, 387, 390, 391 und BGH NJW 2002, 1488; vgl. auch BT-Drucks. 14/6040 Seite 117).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs wird die Verfügung gemäß § 697 Abs. 1 ZPO, den geltend gemachten Anspruch nunmehr zu begründen, als Prozeßhandlung noch nicht mit ihrer gerichtsinternen Ausführung, sondern erst mit ihrem Zugang bei der Partei wirksam (Senatsurteil vom 20. Februar 1997 - VII ZR 227/96, BGHZ 134, 387 m.w.N.).
Der Senat muss nicht abschließend entscheiden, ob für den Beginn des Stillstands des Verfahrens der Eingang des das Ruhen des Verfahrens beantragenden Schriftsatzes der Klägerin am 2. November 1999 maßgeblich ist, wie die Beklagte meint, oder ob mit dem Berufungsgericht im Anschluss an das Landgericht auf die Zustellung des das Ruhen des Verfahrens anordnenden Beschlusses am 3. Dezember 1999 abzustellen ist (vgl. hierzu allerdings BGH, Urteile vom 20. Februar 1997 - VII ZR 227/96, BGHZ 134, 387 und vom 5. Februar 1998 - VII ZR 279/96, BauR 1998, 613 = ZfBR 1998, 185).
Diese lag in der Aufforderung des Anspruchstellers zur Anspruchsbegründung nach § 697 Abs. 1 ZPO (BGH 20. Februar 1997 - VII ZR 227/96 - BGHZ 134, 387) vom 4. Mai 2001 bzw. deren Zugang bei der ZVK.
Da nach Mitteilung über den Widerspruch des Beklagten durch gerichtliche Verfügung vom 17. Januar 2002 das Verfahren in Stillstand geriet, endete die Hemmung sechs Monate nach Zugang der letzten Verfügung des Gerichts (§ 204 Abs. 2 Satz 1, 2 BGB; vgl. BGHZ 134, 387, 390 f).
Danach ist die Unterbrechungswirkung vorliegend jedenfalls nicht vor Zugang der Aufforderung zur Anspruchsbegründung nach § 697 Abs. 1 ZPO entfallen, die eine Prozesshandlung im Sinne des § 211 Abs. 2 Satz 1 BGB darstellt (BGHZ 134, 387, 390 f. = NJW 1997, 1777, 1778) und dem Kläger am 7.4.1997 zugestellt worden ist (Bl. 10 GA).
Zulässigkeit einer gegenüber dem Gerichtsvollzieher erklärten bzw. eingelegten …