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Timestamp: 2019-12-14 01:50:12
Document Index: 173847300

Matched Legal Cases: ['§123', '§ 312', '§ 119', '§ 119', '§ 120', '§ 119', '§120', '§ 119']

Vertragsabschluss mit "dubioser" Werbefirma - wie weiter vorgehen / kündigen? - Seite 2 - Sonstige Fallen und Erfahrungen - Auktionshilfe.info - eBay - PayPal - Kleinanzeigen
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Vertragsabschluss mit "dubioser" Werbefirma - wie weiter vorgehen / kündigen?
12. Februar 2015, 15:49
srebos schrieb:
Wie soll ich weiter fortfahren?
Mindestens lässt man sich die Anspruchsgrundlage in Kopie zusenden, auf der die Gegenseite Ihre Forderung begründet.
Aber als Zeuge scheide ich als Sohn natürlich aus.
werv schrieb:
hilfsweise fechte ich es auch nach §123 BGB (Arglistige Täuschung) wegen den Lügen des Werbers an.
Nach der Sachlage handelt es sich um eine arglistige Täuschung, die natürlich einer Anfechtungserklärung bedarf. Die hilfsweise Alternative kann sich immer nur auf die schlechtere Situation in diesem Fall das Bestehen eines Vertrages beziehen.
Auch wenn man dann diese hilfsweise Kündigung des Vertrages ausspricht, so erkennt man damit weder einen Vertrag an, noch begründet sich dadurch ein Vertrag.
Interessant ist weiterhin in dieser Sache, ob der Unterzeichner für den Auftraggeber, auf dem hoffentlich dann vorliegenden Vertrag überhaupt in Namen des Auftraggebers Verträge schließen durfte.
srebos
12. Februar 2015, 17:03
Die Kündigung ist fertig und geht morgen raus.
Der Werber hat angerufen (unterdrückte Nummer) und gefragt ob die Rechnung gekommen ist, meine Mutter hat das bejaht jedoch auch erwidert, dass Sie eine Kopie von dem Vertrag haben möchte. Der Werber hat dann darauf gesagt, meine Mutter hätte das doch bekommen mit dem zugestellten Schreiben. Der will jetzt die Kopie nochmal wegschicken, nach Karneval. Meine Mutter hat diesem von der Anzeige bei der Polizei nichts mitgeteilt und auch noch nicht gesagt, dass Sie kündigen will.
Ich habe ihr erstmal gesagt, dass wenn der Kerl nochmal anruft, Sie die Telefonnummer erfragen soll, damit ich direkt zu ihm zugestellt werde.
21. Februar 2015, 15:27
Am 18.2. wurde die Kündigung zugestellt und heute gab Post vom Anwalt der jeweiligen Firma. Man ist mit der 1. Rate im Verzug und es sind Kosten in Höhe von 70€ entstanden.
Ich habe meiner Mutter empfohlen die Angelegenheit einem eigenem Anwalt zu übergeben.
*alte_eule*
21. Februar 2015, 16:43
Reichst du mir bitte mal den Namen des Anwalts und Anschrift per PN rein?
Dafür klickst du auf den Briefkasten links in der Zeile unter meinem Account.
21. Februar 2015, 18:21
Die Kanzlei gibt es jedenfalls wirklich.
Deine Mutter hat um Zusendung der Anspruchsgrundlage in Form der Kopie des Vertrages gebeten. Ist die mittlerweile eingetroffen?
Ohne können die sich die Mahnung samt Kosten jedenfalls erst mal sonst wo...
Jedenfalls kommt sie da ohne eigenen Anwalt nicht weiter.
Den soll sie umgehend aufsuchen, damit der sich mit dem Kollegen auseinandersetzt.
grafiksammler
21. Februar 2015, 19:51
Man ist mit der 1. Rate im Verzug und es sind Kosten in Höhe von 70€ entstanden.
Widersprecht der Fälligkeit der 1. Rate und des gesamten Vertrages ( ggf. macht das Euer RA ) weil die Vertragskopie noch nicht rechtzeitig zugegangen ist.
21. Februar 2015, 19:58
Gewerbliche haben kein Widerrufsrecht nach § 312, 355 BGB.
Hier ziehen nur die §§ 119, 120, 123, 142.1 BGB
Das heisst, Ich muss den -Vertrag wegen 119 Irrtum in meiner Erklärung zum Vertrag, 120 falscher oder fehlerhafter Information zum Vertrag,
123 Täuschung oder DRohung bei Abschluss des Vertrages und 142.1 die Anfechtbarkeit ist bekannt, anfechten.
Daher schreibe ich der Firma folgenden Brief:
hiermit fechte ioch den behaupteten Vertrag gemäss §§ 119, 120, 123, 142.1 BGB an.
Die Forderung stelle ich streitig. *
Gleichzeitig verbiete ich ihenn die Weitergabe meiner Daten nach dem BDSG und verlange die sofortige Löschung.
* Wenn ich eine Forderung Streitig, nicht strittig, stelle unterbinde ich die Meldung an die Schufa und die Einschaltung eines seriösen Inkassobüros.
Das per Einwurfeinschreiben mit Zeugen. Der Zeuge bestätigt mir auf einer Kopie, dass das Schreiben im Umschlag eingetütet wurde und gemeinsam bei Postens abgegeben wurde.
Diese Art der Anfechtuing gegen ominösen Vertragsabschluss kommt mir in anderen Foren öfter vor und hat gute Aussichten auf Erfolg.
Kündigen enthebt mich nicht der Verpflichtung zu zahlen, eine anfechtung schon.
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Krennz ( 21. Februar 2015, 20:04 )
21. Februar 2015, 20:30
@ srebos,
ohne deiner Mutter zu nahe treten zu wollen, sie ist als Schäfchen an einen Wolf geraten, der sich dieser Tatsache absolut bewusst ist.
Lass sie sich einen Wolf (Anwalt) nehmen, der sie in dieser Sache unterstützt, damit sie keinen Fehler macht.
Anders bekommt sie keine Ruhe.
21. Februar 2015, 21:38
Ich bin mir der Situation vollkommen bewusst, und ich habe ihr auch schon gesagt, dass Sie sich auf Stress einstellen soll. Ohne Anwalt geht nichts mehr. Ich habe Ihr da nun eine Adresse genannt, da geht Sie nächste Woche hin.
Ich werde hier weiter updaten, wenn es Neues gibt..
21. Februar 2015, 22:07
Ich brauche erst mal keinen Anwalt, wsenn ich die Anfechtung gemäss den genannten §§ BGB erkläre. Das ist meine persönliche Erfahrung, die von vielen Usern in den Fällen bestätigt wurden.
Soll ich jetzt die Foren und Threads hier aufzählen? Bekomme ich von der "Geschätsleitung" die Erlaubnis dazu?
Ich sage nur Rechti, Echte Abzocke.
Da haben wir mit dieser Art der Verträge fast täglich zu tun. Sogar die Vorgehensweise ist uns nicht unbekannt. Nur die Firma ist neu.
Jedem das Seine und uns allen guten Erfolg.
21. Februar 2015, 22:54
Meine Mutter hat eine Rechtsschutzversicherung. Ich nehme mal an, die übernehmen zumindest z.T.
Und eine Kopie des Vertrages ist nicht gekommen, die haben sich in der Zeit lieber um ihren Rechtsbeistand bemüht um die Forderung durchzusetzen.
21. Februar 2015, 23:29
Ich wünsche auf jeden Fall viel Erfolg und fände es schön, du hältst uns weiter auf dem Laufenden.
21. Februar 2015, 23:41
Natürlich. Vielen Danke für die Hilfe. Updates folgen.
22. Februar 2015, 16:54
Krennz schrieb:
Ich kann nicht erkennen, warum hier der § 120 BGB zutreffen sollte.
Eine Forderung bestreitet man. Hier träfe also eher das Bestreiten des Vorliegens eines Vertrages zu, was allerdings in Gegensatz zu der Anfechtung und der damit eingetretenden Nichtigkeit von Anfang an steht.
Wenn ich eine Forderung Streitig, nicht strittig, stelle unterbinde ich die Meldung an die Schufa und die Einschaltung eines seriösen Inkassobüros.
Man stellt nichts, sondern bestreitet einfach. Und das Unterbinden der Weitergabe an ein Inkassobüro ist mehr Vermutung als vorgegebene Regel. Es sei denn, man will diese Weitergabe dazu verwenden, das annehmende Inkassobüro als unseriös zu definieren.
22. Februar 2015, 16:57
Solltest Du das doch noch selbst weiterverfolgen wollen, dann wendest Du Dich eben an den Anwalt mit der Forderung, die Anspruchsgrundlage zu übersenden. Am besten noch gleich mit einer Bevollmächtigung desjenigen, der bei Deiner Mutter war, dass er berechtigt ist, in Namen des Unternehmens Verträge zu schließen.
22. Februar 2015, 19:32
Ich fürchte, dass man in diesem Fall mit Inkasso rechnen muss.
In früheren Jahren war Klaus-Jörg Reeh selber auf diesem Gebiet tätig. Es liegt nahe, dass es sich um den selben Herrn handelt nach Firma und HRB-Nummer
web2.cylex.de/firma-home/eko-w…ftsdatenbank-8988341.html
abconline.de/deu/company/8842617-EKO_Klaus_Joerg_Reeh
kompany.de/p/de/hra2530%20remscheid
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von schabbesgoi ( 22. Februar 2015, 19:34 )
22. Februar 2015, 22:09
@ Heiner " 120 ist die falsche Übermittlung. Der Typ, der den Vertrag vermittelt hat, hat etwas behauptet, was nicht richtig ist, also falsch.
Obwohl, §§ 119, 123 und 142.1 reichen eigentlich auch schon um klarzumachen, dass es hier keine übereinstimmende Willenserklärung gibt.
Und eine streitig Stellung der Forderung kann Schufa und Inkasso verhindern.
Wobei, wenn die mir mit Schufa drohen, ohne Mitgleid in der Schutzgemeinschaft zu sein, machen die sich evtl. sogar strafbar. (ich denke da an Nötigung)
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Krennz ( 22. Februar 2015, 22:13 )
22. Februar 2015, 23:41
@Krennz
Kann es sein, dass du die Gesetzes-Stafetten, die du so von dir gibst, nicht einmal liest? §120 BGB:
Eine Willenserklärung, welche durch die zur Übermittlung verwendete Person oder Einrichtung unrichtig übermittelt worden ist, kann unter der gleichen Voraussetzung angefochten werden wie nach § 119 eine irrtümlich abgegebene Willenserklärung.
Kannst du uns erklären, wen die Mutter des TE als Übermittler benutzt haben soll? Merkst du selbst, nicht? Ein sinnloses Aufzählen von unpassenden Paragraphen ist meistens nicht das Mittel der Wahl.
23. Februar 2015, 06:58
Rechtsschutzversicherung greift eher nicht, das es sich um eine gewerbliche/selbstständige RSV handelt, bei der der allgemeine Vertrags-RS nur private Verträge betrifft (wenn denn Privat-RS eingeschlossen ist). Der allgemeine Vertrags-RS für Gewerbetreibende ist als Zusatzrisiko möglich, sündhaft teuer und wird nur von ganz wenigen Gesellschaften angeboten.
Ist also eher nicht mitversichert.
14. Dezember 2019, 02:50