Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Sachsen&Datum=05.05.2015&Aktenzeichen=3%20B%20111/15
Timestamp: 2019-06-17 03:53:41
Document Index: 70137045

Matched Legal Cases: ['§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 37', '§ 2', '§ 11', '§ 80', '§ 2', 'Art. 5', '§ 80', '§ 37', '§ 80']

OVG Sachsen, 05.05.2015 - 3 B 111/15 - dejure.org
https://dejure.org/2015,11759
OVG Sachsen, 05.05.2015 - 3 B 111/15 (https://dejure.org/2015,11759)
OVG Sachsen, Entscheidung vom 05.05.2015 - 3 B 111/15 (https://dejure.org/2015,11759)
OVG Sachsen, Entscheidung vom 05. Mai 2015 - 3 B 111/15 (https://dejure.org/2015,11759)
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VwGO § 80 Abs. 1 S. 1 VwGO § 80 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 VwGO § 80 Abs. 4 S. 3 VwGO § 80 Abs. 5 VwGO § 80 Abs. 6 S. 1 VwVfG § 37 Abs. 5 S. 1 SächsVwVfZG § 2 Abs. 3
Rundfunkbeitrag, Säumniszuschläge, Anforderung von öffentlichen Abgaben und Kosten
Verhängung von Säumniszuschlägen bei rückständigen Rundfunkbeiträgen
VG Chemnitz, 23.01.2015 - 3 L 476/14
VerfGH Sachsen, 03.12.2015 - 66-IV-15
des Sächsischen Oberverwaltungsgerichtes vom 5. Mai 2015 (3 B 111/15) und dabei inhaltlich gegen die Zurückweisung seines Antrags auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung von Widersprüchen gegen Rundfunkbeitragsbescheide.
Gegen diesen Beschluss erhob der Beschwerdeführer Beschwerde zum Sächsischen Oberverwaltungsgericht, die mit angefochtenem Beschluss vom 5. Mai 2015 (3 B 111/15) zurückgewiesen wurde, soweit sie die hier verfahrensgegenständliche Beitragsfestsetzung betraf.
Bei den gemäß § 11 Abs. 1 der Rundfunkbeitragssatzung über das Verfahren zur Leistung der Rundfunkbeiträge festzusetzenden Säumniszuschlägen handelt es sich nicht um öffentliche Abgaben i. S. v. § 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 VwGO (in Fortführung von SächsOVG, Beschl. v. 5. Mai 2015 - 3 B 111/15 -, juris Rn. 13).
Dieser Auffassung schließt sich der Senat auch nach erneuter Prüfung nicht an, so dass kein Anlass besteht, von seinem Beschluss vom 5. Mai 2015 (- 3 B 111/15 -, juris Rn. 13 m. w. N.;… so auch SächsOVG, Beschl. v. 18. März 2015 - 5 B 322/15 - , juris Rn. 9) abzuweichen.
Dem steht § 2 Abs. 1 HVwVfG nicht entgegen, denn diese Vorschrift bezieht sich nur und ausschließlich auf den Kernbereich der Rundfunkfreiheit im Sinne von Art. 5 Abs. 1 GG, nicht aber auf die Abwicklung des Beitragsverfahrens (vgl. dazu VG Frankfurt, Beschluss vom 28.11.2006, Az.: 10 G 352/06; VG Hamburg, Beschluss vom 05.02.1999, Az.: 5 VG 3508/98; OVG NRW, Urteil vom 29.04.2008, Az.: 19 A 368/04; Sächsisches OVG, Beschluss vom 05.05.2015, Az.: 3 B 111/15).
Widerspruch und Klage haben auch insoweit gemäß § 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 VwGO keine aufschiebende Wirkung (a. A. SächsOVG, B. v. 5.5.2015 - 3 B 111/15 - juris m. w. N.).
VG Wiesbaden, 06.07.2015 - 5 L 702/15
Dass Bescheide einer öffentlich-rechtlichen Anstalt, die mit Hilfe automatischer Einrichtungen erstellt werden, keine Unterschrift und keinen Namen des ausstellenden Beschäftigten aufweisen müssen, ergibt sich aus § 37 Abs. 5 HVwVfG (vgl. dazu auch die Ausführungen des Sächs. OVG, Beschluss vom 05.05.2015, Az.: 3 B 111/15).
Widerspruch und Klage haben auch insoweit gemäß § 80 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 VwGO keine aufschiebende Wirkung (VG München, B. v. 28.7.2015, M 6b S 15.2537; a. A. SächsOVG, B. v. 5.5.2015 - 3 B 111/15 - juris m. w. N.).