Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/3/83160000012.htm
Timestamp: 2018-11-17 09:37:50
Document Index: 245173712

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 64', '§ 2', '§ 64', '§ 22', '§ 4']

3.16.012 Hinteres Bleichtal
Verordnung des Landratsamtes Emmendingen als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Hinteres Bleichtal" vom 10. März 1986 (Badische Zeitung vom 19.03.1986).
Auf Grund von §§ 22, 58 Absatz 3 und § 64 Absatz 1 Nummer 2 des Gesetzes zum Schutze der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG -) vom 21. Oktober 1975 (Gesetzblatt Seite 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (Gesetzblatt Seite 199), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Freiburg als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Herbolzheim (Stadtteil Bleichheim), der Stadt Kenzingen und der Gemeinde Freiamt, Landkreis Emmendingen, werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt.
Das Schutzgebiet führt die Bezeichnung "Hinteres Bleichtal".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 2 523 Hektar.
Im Norden bildet die Kreisgrenze Emmendingen und Ortenau die Abgrenzung bis zum Raubühl. Ab hier begrenzt die L 110 im Osten das Schutzgebiet bis zu den "Hinteren Höfen". Entlang dem landwirtschaftlichen Weg verläuft die Grenze bis zum Waldrand, überquert - dem Weg weiterfolgend - das "Martinsloch", verläßt den Weg auf der Höhe und verläuft dann dem Waldrand entlang. Sie geht weiter entlang der Waldgrenze Stein Nummer 86 bis Stein Nummer 72. Ab dieser Stelle verläuft die Abgrenzung entlang dem Waldrand und umfährt den "Höllenberg".
Den landwirtschaftlichen Weg aufwärts bis zur L 110 und dieser auf ca. 100 m Länge folgend umfährt sie das landwirtschaftliche Anwesen "Auf dem Buck" und umschließt das Waldstück bis zum Weiher bei der "Oberen Rostmühle".
Im Bereich der Gewanne "Im Bühler, Schutzhof, Mürle, Wildgumme und Gschächtrich" verläuft die Grenze im wesentlichen entlang dem Waldrand. Sie bezieht teilweise das Wasserschutzgebiet "Beim Freihof" mit ein und folgt dann dem Waldrand am "Unteren Berg" bis zur Waldgrenze Stein Nummer 168. Ab hier verläuft sie entlang der Waldgrenze bis zum Stein Nummer 103, verläßt dann die vermarkte Grenze und stößt im Bereich des Gemeindewaldes "Hüls" wieder auf die Waldgrenze Stein Nummer 128.
Sie folgt der Waldgrenze bis Stein Nummer 112, verläuft am Wassergraben abwärts bis zum Aubächle und geht an diesem entlang bis zum Grenzstein Nummer 57. Die Abgrenzung schließt den Waldbereich auf Gemarkung Hecklingen mit ein, durchquert den Gemeindewald "Auhalde" und trifft bei der Friedenseiche auf die Gemarkungsgrenze Bleichheim und Bombach, der sie bis zum Gewann Stollreute folgt..
Den Pfarrberg einbeziehend verläuft die Grenze entlang dem Waldrand bis zum "Meier's Wald", überquert das Tal und folgt der K 5139 bis zum Bleichbach. Ab hier bildet der Waldrand die westliche Grenze bis zur Kreisgrenze im Norden.
Die Grenze bildende Straßen und Wege sind nicht Bestandteil des Schutzgebietes. Die Grenze bildende Gewässer gehören aber mit beiden Ufern zum Schutzgebiet.
Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Emmendingen in Emmendingen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
1. Die naturhafte und landschaftlich reizvolle Tallandschaft der Hinteren Bleiche mit ihren Nebenbächen zu erhalten;
2. Einen ausgeglichenen Wasserhaushalt und damit die Leistungsfähigkeit der Natur in diesem Raum mit seinen charakteristischen pflanzlichen und tierischen Lebensgemeinschaften zu sichern;
3. Die Vielfalt und Schönheit der Landschaft als attraktiver Naherholungsraum mit seinem besonderen Erholungswert zu erhalten.
10. Aufstellung von Wohnwagen oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze oder das Zelten oder Dauerabstellen von Kraftfahrzeugen;
13. Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als vier Hektar;
15. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Bäume, Hecken, Gebüsche oder der Ufervegetation von Bächen oder Gräben.
3. für die ordnungsmäßige Unterhaltung und Instandhaltung der Straßen, Wege, Plätze, Gewässer, Rückhaltebecken, Ver- und Entsorgungsleitungen und Fernmeldeanlagen,
Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Absatz 1 Nummer 2 Naturschutzgesetz handelt, wer in dem Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig
1. entgegen § 22 Absatz 2 Naturschutzgesetz in Verbindung mit § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen,
Emmendingen, den 10. März 1986