Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=30.10.1974&Aktenzeichen=IV%20ZR%20172%2F73
Timestamp: 2019-04-21 19:24:14
Document Index: 292840553

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 2301', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 812', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Andernfalls ist er dem Erben mangels Bestehens eines rechtlichen Grundes zur Herausgabe verpflichtet (vgl. OLG Düsseldorf VersR 1996, 590; BGH NJW 75, 382; NJW 84, 480; WM 76, 1130).
Nach gesicherter Rechtsprechung kann durch einen solchen Vertrag ohne Einhaltung der für Schenkungen von Todes wegen geltenden Formvorschriften (§ 2301 BGB) dem Dritten ein schuldrechtlicher Anspruch auch dann zugewendet werden, wenn es sich im Verhältnis zwischen dem Versprechensempfänger (hier Erblasser) und dem Dritten (hier Beklagte) um eine unentgeltliche schenkweise Zuwendung handelt und der Anspruchserwerb des Dritten erst mit dem Tode des Versprechensempfängers eintreten soll (vgl. nur BGH, NJW 1975, 382, 383).
Der Dritte erwirbt dann den schuldrechtlichen Anspruch gegen den Versprechenden (hier die Bank) mit dem Tode des Versprechensempfängers von selbst (vgl. BGH, NJW 1975, 382; BGH, NJW 1984, 480; BGH, NJW 1987, 3131, 3132).
Der solchermaßen Begünstigte darf den erworbenen Anspruch gegen den Versprechenden, den Gegenstand der Zuwendung, allerdings nur behalten, wenn in seinem Verhältnis zum Erblasser (Valuta-Verhältnis) ein rechtlicher Grund für die Vermögensverschiebung besteht; andernfalls hat er das Erlangte dem Erben - hier der Erbengemeinschaft nach dem Vater der Parteien - als ungerechtfertigte Bereicherung herauszugeben (§ 812 Abs. 1 S. 1 BGB; ständige Rspr., vgl. BGH, NJW 1975, 382, 383; BGHZ 66, 8, 13 = MDR 1976, 475 = NJW 1976, 749; BGH, NJW 1984, 480, 481; BGH, NJW 1984, 2157; BGH, NJW 1987, 3131, 3132).