Source: https://www.radarwarnsysteme.de/Radarwarner/Valentine-One::222.html?language=de
Timestamp: 2019-01-20 08:27:48
Document Index: 297198159

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§21', '§ 23']

Tipps bei Geschwindigkeitsüberschreitung
Deutsche Autofahrer nehmen es mit dem Geschwindigkeitsniveau oft nicht allzu genau und zu schnelles Fahren, kann fast schon als eine Freizeitaktivität gesehen werden. Es gibt keinen vergleichbaren Delikt, welcher so häufig für Geldbußen oder ein Fahrverbote verantwortlich ist, wie die Geschwindigkeitsüberschreitung. Aus diesem Grund hagelt es tagtäglich Bußgelder, Punkte oder Fahrverbote.
Doch eine Zuwiderhandlung gegen die Geschwindigkeitsbeschränkung ist kein Kavaliersdelikt und kann darüber hinaus, auch sehr teuer werden.
Aber mit welchen Strafen müssen Raser rechnen? Wann droht ein Fahrverbot? Gibt es Differenzen zwischen der Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts und einer ausserhalb geschlossener Ortschaft? Und was ist insbesondere für Fahranfänger entscheidend, die mit 20, 10 oder 5 km/h zu schnell unterwegs sind und geblitzt wurden? Unser Ratgeber zum Thema Geschwindigkeitsüberschreitung bietet viele wichtige Informationen und Lösungen.
Welche Höchstgeschwindigkeit gilt ausserorts?
Die zulässige Geschwindigkeitsobergrenze ausserhalb der Ortschaft beträgt Tempo 100. Der Flensburger Katalog unterscheidet eine Tempoüberschreitung ausserhalb der Ortschaft und eine Missachtung des Höchstgeschwindigkeitslimits innerorts. Doch welche Geschwindigkeit ist ausserhalb einer geschlossenen Ortschaft überhaupt erlaubt?
Die höchstzulässige Geschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften liegt gemäß § 3 Absatz 3 Ziffer 2 Straßenverkehrsordnung (StVO) bei 100 km/h (für Automobile bis 3,5 Tonnen), auch gilt für Fahrzeug-Lenker auf Schnellstrassen eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h.
Es handelt sich hierbei, wenn nicht durch Beschilderungen anders geregelt, um eine empfohlene höchtzulässige Geschwindigkeit, also keine fest abgesteckte Geschwindigkeitsbeschränkung. Stehen hier jedoch Schilder, die eine maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit vorgeben, so ist diese autoritativ, die Empfehlung der Richtgeschwindigkeit ist aufgehoben. Doch viele Fahrzeugführer halten sich ungern an die Geschwindigkeitsbegrenzungen, was dazu führt, dass sie häufig geblitzt werden, ausserorts wie in der Stadt.
Wer bei einer Tempoüberschreitung außerorts bis zu 20 km/h zu flott unterwegs ist und erwischt wird, muss für die Überschreitung laut Punktekatalog zwischen 10 Euro und 30 Euro Verwarngeld entrichten. Wer noch zügiger unterwegs ist, muss mit erheblich höheren Geldbußen wie auch Punkten in Flensburg rechnen.
Tipp: Wird ein Fahrer außerorts mit 41 km/h über der erlaubten Geschwindigkeit und mehr geblitzt, droht ihm obendrein ein Fahrverbot. In unserer Bußgeldtabelle sehen Sie im Detail die jeweils drohenden Verwarnungen (Ausgaben, Punkte, Fahrverbot) die der Bußgeldkatalog bei Missachtung der Hächstgeschwindigkeit außerorts bereitstellt.
Welche Geschwindigkeitsgrenze gilt innerorts?
Wer innerhalb geschlossener Ortschaft geblitzt wird, weil er zu schnell unterwegs ist, muss im Unterschied zu einem Verstoß ausserorts laut Bußgeldrechner mit höheren Bußgeldern rechnen.
Der Grund hierfür ist, dass innerhalb von Ortschaften ein anderes Gefahrenpotenzial gegeben ist. als ausserorts § 3 Absatz 3 Ziffer 2 StVO schreibt innerhalb geschlossener Ortschaften eine erlaubte Höchstgeschwindigkeit für KFZ, Kraftrad und alle anderen Fahrzeuge, von 50 km/h vor. Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung in der Ortschaft kann es schnell besonders kostenintensiv werden, wogegen für Straßenverkehrssünder, die bis zu 20 km/h zu schnell unterwegs waren, Verwarnungsgelder zwischen 15 und 35 ¤ verhängt werden. Punkte oder auch ein Fahrverbot wegen kleiner Geschwindigkeitsübertretung sieht der Bussgeldkatalog bei diesen Fällen bisher nicht vor.
Doch wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit um 21 km/h und mehr übertreten, werden die Strafen wesentlich höher und es drohen zudem Punkte in der Verkehrssünderkartei.
Ab 31 km/h zu schnell in einer geschlossenen Ortschaft blüht dann spätestens das Fahrverbot, welches mindestens für einen Monat festgesetzt wird. Dem Bußgeldrechner können Sie die betreffenden Strafen (Kosten, Punkte, Fahrverbot) aus dem Punktekatalog für die Zuwiderhandlung der Geschwindigkeitsobergrenze in der Ortschaft entnehmen.
Zu schnell gefahren und geblitzt worden? In einer geschlossenen Ortschaft wie ausserorts werden durch festinstallierte (ortsfeste) Blitzer die betreffenden Saktionen für ein Geschwindigkeitsdelikt ermittelt und verhängt – ebenso wie durch mobile Verkehrsüberwachungsmaßnahmen durch Laser.
Geschwindigkeitsüberschreitung in besonderen Situationen im Verkehr
Der Bußgeldkatalog sieht für Geschwindigkeitsdelikte aber noch weitere Strafen vor, welche sich auf spezifische Verkehrssituationen beziehen. Wer z. B. an angekündigten Gefahrenstellen wie Bahnübergänge, Straßenkreuzungen oder auch bei schlechter Sicht zu schnell gefahren ist, sollte mit einem größeren Verwarnungsgeld wegen unangepasster Geschwindigkeit rechnen. In den genannten Beispielen wären es nach der derzeitigen Bußgeld-Tabelle 100 Euro sowie ein Punkt in Flensburg.
Ebenso teuer wird es, falls ein Autofahrer durch zu schnelles Fahren in der unmittelbaren Nähe von Kindern, älteren oder hilfebedürftigen Menschen deren Gesundheit in Gefahr bringt. Dann drohen als Strafe gemäß Punktekatalog 80¤ und 1 Punkt. Aber auch wer mit Schneeketten zu schnell unterwegs ist, und die vorschriftsmäßigen 50 km/h um 10 km/h übertritt, bekommt entsprechend dem Bußgeldrechner ein Verwarngeld von insgesamt 15 bis 20¤ auferlegt. Mit Schneeketten dürfen Sie nebenbei bemerkt weder innerhalb geschlossener Ortschaften noch außerorts schneller fahren als 50 km/h (§ 3 Absatz 4 StVO).
Bei einem Geschwindigkeitsüberschreitung über 60 km/h droht ein Verwarngeld zwischen 600 bis 680 EUR und noch dazu gibt's 2 Punkte und 3 Monate Fahrverbot oben drauf. Um nicht geblitzt zu werden – innerorts oder außerhalb geschlossener Ortschaft – und keine praktische Erfahrung mit dem nach Bußgeldkatalog oder Bussgeldrechner drohenden Strafen zu machen, rüsten sich etliche Fahrzeugführer mit einem entsprechenden Radarwarner aus, was aber ebenso untersagt ist und ein Verwarnungsgeld selbst ohne Tempoübertretung zur Folge hat. Unsere Bußgeldtabelle zeigt häufige Geschwindigkeitsvergehen und nennt die dazugehörenden Sanktionen (Kosten, Punkte, Fahrverbot).
Geschwindigkeit: Bestimmungen durch die Straßenverkehrsordnung (StVO)
Zu hohes Tempo, ganz gleich ob innerhalb oder außerhalb der Ortschaft, zählt nach Meldungen des Statistischen Bundesamts zu den häufigsten Unfallursachen. Außerdem sind Geschwindigkeitsverstöße zugleich auch der am häufigsten registrierte Verstoß, gegen die durch Straßenverkehrsrecht vorgeschriebenen Richtlinien im Verkehrswesen – was allein nicht den lückenlosen Geschwindigkeitsüberwachungen zu verdanken ist. Umso bestürzender ist es, daß viele Fahrzeugführer oftmals nicht wissen, welche Höchstgeschwindigkeiten erlaubt sind, wenn Ihnen nicht gerade alle 10 Meter ein Straßenschild das Limit weist.
Um sein Wissen in Hinblick auf Fahrgeschwindigkeit und Höchstgeschwindigkeit zu trainieren, finden Sie anschließend den § 3 Straßenverkehrsordnung, welcher alle Regelungen zur Fahrzeuggeschwindigkeit enthält. Demgemäß gilt:
(1) Wer ein Vehikel führt, darf nur so schnell fahren, daß das Gefährt jederzeit beherrscht wird. Die Fahrgeschwindigkeit ist besonders den Strecken-, Straßenverkehrs-, Sicht- und Wetterbedingungen sowie den individuellen Kompetenzen und den Eigenarten von Gefährt und Beladung anzupassen. Beträgt die Sichtweite durch Nebel, Schneefall oder Wolkenbruch weniger als 50 m, darf nicht schneller als 50 km/h gefahren werden, falls nicht eine geringere Fahrzeuggeschwindigkeit notwendig ist. Es darf nur so schnell gefahren werden, dass in der ersichtlichen Wegstrecke gebremst werden kann. Auf Fahrspuren, die so schmal sind, dass dort entgegen kommende Vehikel in Gefahr geraten könnten, muss jedoch so langsam gefahren werden, dass wenigstens innerhalb der Hälfte der übersehbaren Route, gehalten werden kann.
(2) Ohne stichhaltigen Grund dürfen Fahrzeuge nicht so gemächlich fahren, daß sie den Verkehrsdurchfluss behindern.
(2a) Wer ein Auto führt, muss sich besonders bei Kindern, schutzbedürftigen und älteren Menschen, vor allem durch Verringerung der Geschwindigkeit und Mittels Bremswilligkeit so verhalten, dass eine Unfallgefährdung dieser Verkehrsbeteiligten ausgeschlossen ist.
(3) Die höchstzulässige Geschwindigkeit beträgt auch unter günstigsten Voraussetzungen
1. in der Ortschaft für jeden Fahrzeuge 50 km/h,
2. außerhalb von Ortschaften
aa) Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse über 3500 bis 7500 kg, bis auf Personenkraftwagen,
bb) PKWs mit Anhänger,
cc) Lastkraftwagen und Wohnmobile jeweils bis zu einem erlaubten Gesamtgewicht von 3,5 t mit Anhänger sowie
dd) Omnibusse, auch mit Gepäckanhänger, 80 km/h,
aa) Kraftfahrzeuge mit einem erlaubten Gesamtgewicht über 7500 kg,
bb) alle Fahrzeuge mit Anhänger, ausgenommen Personenkraftwagen, LKWs und Wohnmobile jeweils bis zu einer zulässigen Gesamtmasse von 3500 kg, sowie
cc) Kraftomnibusse mit Fahrgästen, für die keine Sitze mehr zur Verfügung stehen, 60 km/h,
c) für Automobile sowie für andere Kraftfahrzeuge mit einem erlaubten Gesamtgewicht bis 3,5 t 100 km/h.
Diese Geschwindigkeitsgrenze gilt nicht auf Autobahnen (Zeichen 330.1) wie auch auf anderen Straßen mit Spuren für eine Fahrtrichtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Konstruktionen geteilt ist. Sie gilt darüber hinaus nicht auf Verkehrswegen, die zumindest zwei durch Fahrbahnbegrenzung (Verkehrszeichen 295) oder durch Leitlinien (Verkehrsschild 340) gekennzeichnete Fahrspuren für jede Richtung haben.
(4) Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt für Fahrzeuge mit Schneeketten auch unter günstigsten Umständen 50 km/h.“ (§ 3 StVO)
Zu schnell gefahren: Wann blüht ein Fahrverbot?
Wer geblitzt wurde und erheblich zu schnell gefahren ist, bekommt in der Regel, nicht unbegründete Sorgen um seinen Führerschein. Doch ab wann gibt es für Raser ein Fahrverbot? Und wie lange ist der "Lappen" bei welcher Tempoüberschreitung innerhalb von Ortschaften oder ausserorts weg? Der Punktekatalog sieht bei der Geschwindigkeitsüberschreitung klare Bestimmungen vor, wonach bei folgenden Übertretungen ein Fahrverbot ausgesprochen wird:
- 1 Monat Fahrverbot ab 31 km/h innerhalb bzw. ab 41 km/h außerhalb geschlossener Ortschaft plus Verwarnungsgeld und Punkte im Flensburger Zentralregister
- 2 Monate Fahrverbot ab 51 km/h innerhalb bzw. ab 61 km/h außerorts sowie Verwarnungsgeld und Flensburger Punkte
- 3 Monate Fahrverbot ab 61 km/h innerhalb bzw. über 70 km/h außerhalb der Ortschaft zuzüglich Bußgeld und Punkte in Flensburg
Im anschluss finden Sie noch weitere Strafmaßnahmen aus dem Flensburger Katalog:
Genau genommen muss ein Fahrzeugführer schon vergleichsweise schnell in geschlossenen Ortschaften unterwegs sein, damit er seinen Führerschein riskiert und ein Fahrverbot verhängt bekommt. Nur wer mit 31 km/h zu schnell unterwegs war, bekommt laut Bußgeldrechner die Lenkberechtigung für einen Monat entzogen. Das wären also in einer Tempo-50-Zone satte 81 km/h.
Ebenso gibt es ein Verwarngeld von 160 ¤ sowie zwei Punkte. Genauso ist ein Kfz-Fahrer seinen Fahrerausweis für einen Monat los, sofern er mit 41 bis 50 km/h zu schnell war. Hierbei sieht die Bußgeld-Tabelle zuzüglich 200 Euro Verwarngeld und 2 Punkte vor. Wer das höchstzulässige Tempo um 51 bis 60 km/h übertritt und geblitzt wird, muss zwei Monate Fahrverbot auf der Rechnung haben, ab 61 km/h Tempoübertretung gibt es drei Monate Fahrverbot. Zusätzlich kommen noch jeweils drastische Geldstrafen wie auch Punkte in Flensburg oben drauf. Folgende Zusammenfassung veranschaulicht noch einmal, wann bei Tempoverstößen innerorts ein Fahrverbot ausgesprochen wird und wie hoch es ausfällt:
- mit 31 bis 40 km/h zu schnell geblitzt: 1 Monat Fahrverbot, 160 Euro Bußgeld, 2 Punkte
- mit 41 bis 50 km/h zu schnell geblitzt: 1 Monat Fahrverbot, 200¤ Bußgeld, 2 Punkte
- mit 61 bis 70 km/h zu schnell geblitzt: 3 Monate Fahrverbot, 480 EUR Bußgeld, 2 Punkte
Der Blick in den aktuellen Punktekatalog zur Tempoübertretung außerorts zeigt, daß die Fahrerlaubnis ab einem Geschwindigkeitsverstoß von 41 km/h und mehr eingezogen wird. Genau wie bei den Tempoverstößen innerhalb von Ortschaften werden ebenso in dieser Bußgeldtabelle mit steigendem Tempo die Sanktionen drakonischer.
Wer mit 41 bis 50 km/h zu schnell unterwegs ist, muss für einen Monat seinen Führerschein abgeben, obendrein kommt noch ein Verwarnungsgeld von summa summarum 160 ¤ sowie zwei Punkte. Auch wer mit 51 bis 60 km/h zu schnell durch die Gegend fährt und kontrolliert wird, bekommt entsprechend Punktekatalog ein Fahrverbot für einen Monat sowie 240 EUR Bußgeld und 2 Punkte.
Zwei Monate muss ein Kraftfahrer dem entgegen auf die Fahrerlaubnis verzichten, sofern er mit 61 bis 70 km/h zu schnell gemessen wurde. Bei über 70 km/h gibt es ein dreimonatiges Fahrverbot. Für die beiden letzten Fälle kommt naturgemäß noch ein happiges Verwarngeld genau so wie Punkte hinzu. Folgende Zusammenfassung veranschaulicht nochmals, wann und für welche Dauer bei Geschwindigkeitsüberschreitungen außerhalb von Ortschaften ein Fahrverbot verhängt wird:
- mit 41 bis 50 km/h zu schnell geblitzt: 1 Monat Fahrverbot, 160 Euro Bußgeld, 2 Punkte
- mit 51 bis 60 km/h zu schnell geblitzt: 1 Monat Fahrverbot, 240 EUR Bußgeld, 2 Punkte
- mit über 70 km/h zu schnell geblitzt: 3 Monate Fahrverbot, 600EU Bußgeld, 2 Punkte
Die Straßenverkehrsordnung schreibt bei schlechter Sicht auf Grund von widrigen Witterungs­bedingungen wie Nebel, Niederschlag oder Schneefall eine Geschwindigkeits­Anpassung vor, um die Sicherheit im Straßenverkehr nicht obendrein aufs Spiel zu setzen. Demgemäß liegt dann die zulässige Höchstgeschwindigkeit bei Tempo 50.
Wer trotz widrigen Sichtverhältnissen zu schnell fährt und dabei geblitzt oder sonstwie erwischt wird, muss neben einem Verwarnungsgeld und Punkten auch auf ein Fahrverbot eingestellt ist. So wird die Fahrerlaubnis für einen Monat konfisziert, wenn trotz ungünstigen Sichtverhältnissen- und/oder Straßenverhältnisse
- die Geschwindigkeitsübertretung innerorts bei 31 bis 40 km/h lag
Mit zunehmender Geschwindigkeit fallen ebenso die Sanktionen im Bußgeldkatalog höher aus und deswegen kann die Fahrerlaubnis bei 71 km/h und mehr bis zu drei Monate eingezogen werden. Zudem kann sogar dann ein Fahrverbot erlassen werden, wenn Fahrzeuglenker innerhalb eines Jahres zweimal mit Tempoüberschreitungen mit mehr als 26 km/h ins Auge stechen. Unter diesem Sachverhalt gelten sie als Wiederholungstäter, es spielt dann auch keine Rolle, wenn die entsprechenden Verstöße selbst nicht zum Fahrverbot geführt hätten.
Wird ein Fahrverbot festgelegt, bleibt der Führerschein zwar bestehen, jedoch ist es dem Fahrzeugführer für den Zeitraum des Fahrverbots verboten, Kraftfahrzeuge im Straßenverkehr zu führen. Das In-Kraft-Treten des Fahrverbots wird bei Fahrern, die in den letzten 2 Jahren bereits ein Fahrverbot ableisten mussten, zusammen mit dem Bescheid rechtskräftig. Die Lenkberechtigung muss mit Wirksamkeit für den Zeitraum des Fahrverbotes bei der Dienststelle übergeben werden. Mit der Aushändigung des Fahrausweises startet die Verbotsfrist, Kraftfahrzeuge im Verkehr zu führen.
Tipp: Betroffene können das Datum für den Fristbeginn des Fahrverbots in einem Zeitraum von 4 Monaten selbst wählen. Notwendigkeit hierfür ist, dass binnen 2 Jahren kein Fahrverbot verhängt wurde. Dann gelten sie für die Straßenverkehrsbehörden nämlich als Ersttäter. Wer trotz Fahrverbot ein Gefährt im Straßenverkehr lenkt, begeht nach §21 StVG eine Straftat. Diese Überschreitung wird mit einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr oder einer hohen Buße geahndet.
In Ausnahmesituationen kann von einem Fahrverbot abgesehen werden, wohingegen es immer vom dazugehörenden Einzelfall gebunden ist und ob die Begründung vorurteilsfrei nachvollziehbar ist. Eine „Gleichung“, mit dem sich das Fahrverbot gegen eine höhere Geldbuße eintauschen lässt, gibt's beileibe nicht. Über die Jahre haben sich aber trotzdem verschiedenartige Fallgruppen herausgebildet, in denen die Vollstreckung des Fahrverbotes – mit oder ohne Kompensation durch eine Erhöhung der Strafzahlung – zurückgenommen wurde. Zu den Fallkonstellationen gehören:
- beim sogenannten Augenblicksversagen
- der mögliche Verlust des Arbeitsplatzes bei abhängig Beschäftigten
- erheblich langer Zeitablauf zwischen Vergehen und Urteil
- spezielle private Umstände
- spezielle Gegebenheiten des Sachverhalts bei der Tatbegehung
- Vorliegen eines abwendbaren Verbotsirrtums
Autorüpel sollten sich darauf aber niemals verlassen, dass eine dieser Argumente auch in der Tat zur Aufhebung der Entscheidung führt, da Amtsgerichte nur in Ausnahmefällen vom Fahrverbot absehen. Wer die Gefahr seiner beruflichen Anstellung als Motiv angibt, erhält üblicherweise den Verweis, dass erstmal auch der Jahresurlaub benutzt werden kann oder aber alternativ auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen werden kann.
Im Einzelfall können sich Leidtragende an einen Rechtsanwalt für Verkehrsrecht wenden. Zudem kann sich auch eine verkehrspsychologische Intensivberatung günstig auf das hinsichtlich der Geschwindigkeitsübertretung vollstreckte Fahrverbot auswirken, falls der Amtsrichter der Ansicht ist, dass sich der Betroffene in nächster Zeit im Straßenverkehr regelgerecht und achtsam benehmen wird.
Wer zu flott gefahren ist und geblitzt wurde, wird zur Geldstrafe verdonnert. Je nachdem, ob Sie nun mit 10 km/h, mit 20 km/h oder sogar mit 40 km/h zu schnell gefahren waren, wird vom Punktekatalog eine darauf basierende Sanktionierung vorgegeben. Aber wie geht es nach dem Blitzen weiter?
Zu schnell gefahren und kontrolliert: Was kommt nun?
Es hängt davon ab, mit welcher Methode die Geschwindigkeitsübertretung ermittelt wurde: Wurde das Delikt bei einer amtlichen Verkehrskontrolle mit Laserpistole kontrolliert oder durch Videoaufzeichnung aus einem Gefährt heraus – vornehmlich auf Bundesstraßen der Fall – wird der Kraftfahrer sofort danach angehalten und auf der Stelle über die Sanktionen belehrt. Ein Verwarngeld (bis 55¤) können die Kraftfahrer oft auch vor Ort entrichten.
Über ein Bußgeld werden sie schriftlich benachrichtigt . Wer nach einer Sanktionierung nicht direkt bezahlen will oder kann, bekommt eine Geldstrafe über den Postweg zugesandt. Dann kommen aber genauso wie beim Bußgeld zusätzliche Gebühren und Auslagen zu der Strafe für die Tempoüberschreitung hinzu. Anderenfalls wird schnelles Fahren durch stationäre Radarfallen auf Film dokumentiert. Unter diesem Sachverhalt erhält der Fahrzeughalter innerhalb von ein paar Tagen oder Wochen den Bußgeldbescheid von den Ordnungsbehörden.
Bei einem Geschwindigkeitsverstoß, der gemäß Punktekatalog mit maximal 55 Euro belangt wird, bekommt der KFZ-Halter oft erst einmal einen Verwarnungsbogen zugeschickt. Wer dem Delikt zusagt und das fällige Knöllchen innerhalb der vorgeschriebenen Frist berappt, muss keine weiteren Konsequenzen fürchten und die Sache darf als abgeschlossen betrachtet werden.
Wenn der Fahrzeughalter das Strafzettel allerdings nicht innerhalb der vorgeschriebenen Frist bezahlt oder mit der Anschuldigung andersweitiger Meinung ist, dann wird ein Bußgeldverfahren eröffnet. An der Höhe der Geldstrafe ändert diese Vorgehensweise jedoch nichts, wohingegen aber im Auge zu behalten ist, dass auf Grund von Verwaltungskosten die zu bezahlende Summe letzten Endes weitaus höher ausfallen kann, als das eigentliche Bußgeld für die Geschwindigkeitsübertretung.
Tipp: Liegt die entsprechend Flensburger Katalog für die Tempoübertretung zu aussprechende Strafe bei zumindest 55 EUR, so erfolgt eine automatisierte Eröffnung des Strafverfahrens. Dem Beschuldigten wird dann oftmals zunächst ein Anhörungsbogen zugesandt, in dem er sich zu der Anschuldigung aussprechen kann.
Da die Messgenauigkeit von Kontrollgerät zu Kontrollgerät verschieden ausfallen kann, wird vom gemessenen Ergebnis bei der Geschwindigkeitskontrolle eine Toleranz abgezogen, die von der Physikalisch-Technischen Anstalt des Bundes reglementiert wird – unwichtig, ob der Tempoverstoß durch Laser, einen Rotlicht Blitzer oder eine Videoaufzeichnung festgestellt wurde.
Als Abschätzung können sich Fahrzeugführer folgende Toleranz-Regelung einprägen: Bei stationären Blitzer-Automaten werden 3 km/h bei Geschwindigkeiten unter 100 km/h abgezogen. Bei Geschwindigkeitsüberwachungen von über 100 Stundenkilometern werden von der Geschwindigkeit 3 Prozent als Toleranz abgezogen.
Im Unterschied zu Videoaufnahmen aus fahrenden Fahrzeugen haben stationäre Radarfallen prinzipiell eine geringere Toleranz. Demgemäß fällt der Toleranzabzug bei einem Geschwindigkeitsverstoß, die von einem Vehikel per Videoaufnahme festgestellt wird, in der Regel größer aus. Nach Angaben des ADAC können 4 bis 5 km/h bei Fahrgeschwindigkeiten von unter 100 km/h abgezogen werden, wogegen es bei schnelleren Fahrgeschwindigkeiten 4 bis 5 Prozent sind. Möglicherweise und bei besonders unpräzisen Messtechniken kann der Toleranz-Abzug noch größer ausfallen .
Tachometer nicht immer sehr präzise
An diesem Punkt sei auch darauf hingewiesen, dass sogar bei modernen Autos die Tachometeranzeige nie sehr genau funktioniert. Auf Diese Weise kann der Blick auf den Tachometer für Fahrzeugführer immer lediglich einen ersten Orientierungswert geben, wenn sie die Toleranz schnell ermitteln wollen. Grundsätzlich ist es so, dass die Mehrzahl Tachos ein höhere Geschwindigkeit als die real gefahrene anzeigen und ein paar Prozente abweichen. Ein Geschwindigkeitsmesser darf dabei sogar laut StVo nicht weniger anzeigen als die gefahrene Geschwindigkeit, was am Rande bemerkt von den Fahrzeugerzeugern sicher gestellt werden muss.
Als Alternative zum Tachometer kann ein kurzer Blick auf das Navigationsgerät helfen, welches üblicherweise genauere Angaben bietet und somit in Sachen Toleranz einen besseren Orientierungswert anzeigt. Den Toleranzabzug nehmen die Behörden jedoch eigenverantwortlich vor. Er ist entsprechend in dem jeweiligen Bußgeldbescheid angegeben und erfolgt nicht erst auf Verweis durch den Beschuldigten.
Zu schnell gefahren mit Lastwagen und Omnibus
Die Straßenverkehrsordnung sieht für eine Geschwindigkeitsüberschreitung durch Lastkraftwagen oder Autobusse drakonischere Strafen entsprechend Punktekatalog vor. Die Fahrgeschwindigkeit von 50 km/h in geschlossenen Ortschaften dürfen zudem Lastkraftwagen mit einem Bruttogewicht ab 3,5 bis 7,5 Tonnen sowie darüber hinaus wie auch (Kraft-) Busse nicht übertreten. Bei Vergehen von 16 bis 25 km/h in der Ortschaft droht bereits ein Bußgeld von summa summarum 80 bis 95 Euro wie auch ein Punkt in Flensburg.
Bei der gültigen Geschwindigkeitsobergrenze auf einspurigen Bundes- oder Landstraßen wird nach Gewichtskategorien differenziert. So dürfen kleinere Lastwagen mit einer erlaubten Gesamtmasse von 3,5 bis 7,5 Tonnen und Busse maximal 80 km/h schnell fahren, während für schwergewichtige Sattelschlepper mit mehr als 7,5 Tonnen höchsten 60 km/h genehmigt sind.
Letztere Höchstgeschwindigkeitsgrenze gilt im Übrigen auch für Autobusse, in denen nicht für alle Fahrgäste ein Sitzplatz zur Verfügung steht.
Tipp: Auf Kraftfahrtstraßen oder Autobahnen, bei denen die Verkehrsspuren besonders voneinander getrennt sind, liegt die höchstzulässige Geschwindigkeit für Lastwagens mit über 3,5 Tonnen wie auch Omnibusse ohne Anhänger ebenfalls bei 80 km/h. Werden von Autobussen spezielle Bedingungen erfüllt, wie etwa das Vorhandensein von einem Geschwindigkeitsregler, dann dürfen diese auf abgetrennten Kraftfahrstraßen und Schnellstraßen auch 100 km/h fahren.
Doch genau wie bei KFZ-Fahrern halten sich seit langem auch nicht alle Lastkraftwagen- bzw. Autobusfahrer an die Tempovorgaben, so daß in den aufgeführten drei Bereichen auch ständig Geschwindigkeitsverstöße ermittelt werden. Mit welchen Konsequenzen (Verwarngeld, Punkte, Fahrverbot) nach einem Geschwindigkeitsverstoß auszugehen ist, verbildlicht unser Bußgeldkatalog für die Geschwindigkeitsübertretung von Sattelschleppern und Omnibussen.
Lastkraftwagen und Omnibus: Tempoübertretung innerorts
Wurde die erlaubte Geschwindigkeit mit dem LKW oder Omnibus übertreten, dann blühen nachfolgende Sanktionsmaßnahmen laut Punktekatalog:
LKW & Omnibus: Tempoüberschreitung außerorts
Wurde die zulässige Geschwindigkeitsobergrenze mit dem LKW oder Omnibus übertreten, dann drohen nachfolgende Sanktionen entsprechend Punktekatalog:
* Ein Fahrverbot wird angeordnet, wenn es innerhalb eines Jahres zu 2 Tempoüberschreitungen mit 26 km/h oder mehr gekommen ist. Als Fristende gilt die Rechtskraft des ersten Bescheids.
LKW mit gefährlichen Gütern: Geschwindigkeitsübertretung innerorts
Wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit von kennzeichnungspflichtigen Kraftfahrzeugen mit gefährlichen Gütern oder Autobussen mit Passagieren übertreten, dann sind folgende Sanktionsmaßnahmen möglich:
- 11 – 15 km/h zu schnell – 60 Euro, ein Punkt; für mehr als fünf Minuten Dauer oder in mehr als zwei Fällen nach Fahrtantritt. 120 Euro Bußgeld, 1 Punkt
Wurde die höchstzulässige Geschwindigkeit von kennzeichnungspflichtigen Fahrzeugen mit risikoreichen Gütern oder Omnibussen mit Insassen außerhalb der Ortschaft missachtet, dann können folgende Strafmaßnahmen entsprechend Flensburger Katalog drohen:
Zu schnell gefahren: Konsequenzen für Führerscheinneulinge
Im Besonderen Führerscheinneulinge, die sich noch in der „Bewährungszeit“ befinden, müssen beachten, dass ihnen bei einem Geschwindigkeitsdelikt während der Probezeit zusätzliche Sanktionen blühen, als Fahrzeuglenkern, die ihre Probezeit schon hinter sich haben.
Mit den strengeren Konsequenzen für den Zeitraum der Probezeit, beide Jahre nach Erhalt des Fahrerausweises läuft, sollen vornehmlich junge Fahrzeuglenker bzw. Fahranfänger zu einem achtsameren Fahren angeregt werden, zumal diese insgesamt gesehen infolge der fehlenden Fahrpraxis und Unerfahrenheit regelmäßig Unfälle verursachen und auch durch schnelles Fahren ins Auge stechen.
Führerscheinneulinge, die sich zum ersten Mal einen schwerwiegenden Verstoß (Kategorie A) oder zwei weniger schwerwiegende Verstöße (Kategorie B) genehmigen, müssen eine Aufbauseminar besuchen und auch verlängert sich die Probezeit auf in der Summe vier Jahre. Doch wann blühen Fahramateuren Probezeit-Aktionen nach einer Geschwindigkeitsüberschreitung?
Zu schnelles Fahren kann sowohl zur Klasse der folgenschweren, aber ebenfalls zur Gruppe der weniger tragischen Überschreitungen gehören. Bedeutend dabei ist, mit welcher Tempoübertretung der junge Fahrzeugführer geblitzt wurde. Bei einem Geschwindigkeitsdelikt von mehr als 20 km/h mit dem Kraftwagen oder wenigstens 15 km/h mit einem Lastkraftwagen handelt es sich um einen A-Verstoß und demgemäß muss der Führerscheinneuling mit Strafmaßnahmen rechnen.
Bei einem Geschwindigkeitsverstoß von nicht mehr als 20 km/h mit dem Personenkraftwagen oder nicht mehr als 15 km/h mit einem Lastkraftwagen handelt es sich um einen B-Vertoß und folglich muss der Führerscheinneulinge nur dann mit extra Maßnahmen rechnen, wenn er bereits einen B-Verstoß auf seinem Konto hat (oder sich schon in der verlängerten Probezeit befindet).
Grundsätzlich können Tempoverstöße nur dann zu den vorgesehenen Sanktionsmaßnahmen in die Probezeit führen, falls Sie so gravierend sind, dass es zu einem Eintrag im Verkehrszentralregister kommt. Das ist prinzipiell dann der Sachverhalt, wenn
- eine Übertretung mit einem Bußgeld von zumindest 60 Euro gegeben ist.
A-Verstöße: Was sind folgenschwere Verkehrsüberschreitungen?
In der Kategorie A der tragischen Verkehrsvergehen, von denen bereits einer zu Probezeit-Sanktionen führt, gehören etwa Verkehrsdelikte wie:
- Nötigung (z. B. durch Betätigung der Lichthupe oder dichtes Auffahren auf der Autobahn)
- unberechtigtes Entfernen vom Unglücksort
- gefahrvoller Eingriff in das Verkehrsgeschehen (z. B. durch illegale Rennen)
Des weiteren gehören auch die viele Ordnungswidrigkeiten zu den A-Verstößen wie z. B.:
- Überschreitung einer roten Lichtzeichenanlage
- Geschwindigkeitsübertretung mit über 20 km/h
- Fehler beim Einfahren oder Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer durch Vorfahrtsverletzung
B-Verstöße: Was sind weniger schwerwiegende Verkehrsdelikte?
In Kategorie B der weniger dramatischen Delikte, von denen erst bei zweien Probezeit-Sanktionen zu befürchten sind, zählen etwa:
- Geschwindigkeitsüberschreitung mit kleiner als 20 km/h
Fahrer sollten sich nicht von der Bezeichnung „weniger schwerwiegend“ blenden lassen, weil selbst diese Vergehen im Einzelfall tragische Folgen haben können.
Geblitzt in der Probezeit: Welche Schritte greifen?
Wer innerhalb der Probezeit durch zu schnelles Fahren auffällig gewesen ist (einmal mit mehr als 20 km/h bzw. zweimal mit langsamer als 20 km/h), den erwarten besondere Probezeit-Initiativen, wobei in der Summe drei Kategorien zu unterscheiden sind.
1. Bei der ersten Auffälligkeit (einmal A-Verstoß oder zweimal B-Verstöße) wird die Probezeit auf alles in allem 4 Jahre erweitert als auch die Beteiligung an einem Seminar zum Punkteabbau angeordnet.
2. Wer nach der Teilnahme am Fahreignungsseminar wieder durch einen A-Verstoß oder 2 B-Verstöße auffällig wird, bekommt eine Verwarnung auferlegt. Ebenso wird dem Fahrer die freiwillige Teilnahme an verkehrspsychologischer Nachschulung empfohlen, die aber nicht obligatorisch ist. Werden noch vor der Beendigung des Fahreignungsseminars Vergehen verursacht, gibt es noch keine dieser Maßnahmen. Stattdessen soll abgewartet werden, ob sich beim Führerscheinneulinge das Verhalten im Verkehr durch die Beteiligung am Fahreignungsseminar verbessert.
3. Wer nach Verlauf von 2 Monaten nach der Sanktionierung wieder von sich reden macht (einmal A-Verstoß oder zweimal B-Verstoß), bekommt die Lenkberechtigung entzogen. Auch wer trotz Anordnung keine Teilnahmeurkunde für das Fahreignungsseminar einreichen kann, muss wissen, dass die Fahrerlaubnis entzogen wird.
Raserei im Ausland: Welche Strafe bei einer Geschwindigkeitsübertretung droht
Wer mit dem KFZ unterwegs ist, drückt gerne mal stärker aufs Gaspedal. Doch das sollte sich jeder Fahrzeuglenker zweimal überlegen. Nicht nur, weil die Unfallgefahr sich erhöht, sondern ebenfalls, weil im Ausland das Verwarnungsgeld-Niveau zumeist wesentlich höher ausfallen als hierzulande. Das trifft ebenso auf zu hohes Tempo zu. So reißt sich der ein oder andere Reisende mit einer Übertretung schnell ein empfindliches Loch in die Urlaubskasse.
Geldstrafen für Rasen oft erheblich höher
Während der Punktekatalog in der Bundesrepublik für einen Geschwindigkeitsverstoß von bis zu 20 km/h nicht mehr als 35 Euro Verwarngeld vorsieht, liegen die Sätze ausserhalb von Deutschland stellenweise weit höher. Ein paar Beispiele gefällig?
Werfen wir einen Blick in die Schweiz. Hier muss ein Fahrzeugführer mindestens 145 Euro zahlen, wenn er 20 km/h zügiger unterwegs ist als erlaubt. Doch auch im vergötterten Urlaubsland Italien werden Geschwindigkeitsverstöße wesentlich heftiger sanktioniert als hierzulande. Es werden zumindest 170¤ aus der Ferienkasse fällig. Falls man sich bei Dunkelheit zum Rasen ködern lässt, fällt das Verwarngeld in Italien einmal mehr um 30 Prozent kostspieliger aus.
Europäische Verwarngeld-Rekordhalter bei einem Geschwindigkeitsdelikt sind aber nochmals die skandinavischen Länder. So werden in Schweden wenigstens 290 EUR, in Norwegen sogar 480¤ Verwarnungsgeld fällig. Eine Tempoüberschreitung in Österreich kann bei wenigstens 50 Stundenkilometern ebenfalls immer wieder mal drastische Geldbußen mit sich bringen. Entsprechend müssen sie sich immer mit den bedeutendsten länderspezifischen Verkehrsvorschriften im Strassenverkehr des Ferienlands vertraut machen, bevor Sie die Exkursion antreten. So können Sie unliebsame Überraschungen und Empörung meiden.
Bußgeldkatalog Geschwindigkeitsüberschreitungen im Ausland
Im Weiteren finden Sie eine Zusammenfassung der Bussgelder für Geschwindigkeitsverstöße in Europa:
- Italien Bußgeld: mit 20 km/h zu schnell ab 170 Euro. Bei mehr als 50 km/h zu schnell ab 530 Euro (Mindeststrafe tagsüber, zwischen 22-7 Uhr 30 teurer)
Während auf innerdeutschen Schnellstraßen auf vielen Abschnitten keine Höchstgeschwindigkeit vorgeschrieben ist, sieht es überall anders doch wesentlich anders aus und ebenfalls wie beim Flensburger Katalog zur Geschwindigkeitsverstöße dominieren auch hier teils strengere Regelungen. In Norwegen gilt mit einer kleinen Sonderregelung auf Autobahnen eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h, obwohl die Kennzeichnung in Schweden max. 110 oder 120 km/h gestatten. Der Vergleich zeigt, daß die Höchstgeschwindigkeit für Pkw auf Autobahnen in den meisten Ländern (zum Beispiel Belgien, Niederlande, Portugal, Schweiz, Königreich Spanien, Türkei) bei 120 km/h liegt.
Zahlreiche weitere Länder genehmigen demgegenüber auch eine Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h. Führerscheinneulinge, die noch in der Probezeit sind und entsprechend bisher keine zwei Jahre Fahrpraxis haben, sollten sich besonders in Frankreich zügeln. Denn dort ist es Führerscheinneulingen erlaubt auf Autobahnen höchstens 110 km/h zu fahren. Tipp: Auf Landstraßen gilt dagegen in vielen Ländern eine Grenzgeschwindigkeit von 80 oder 90 km/h, während in der Ortschaft eine Geschwindigkeit von 50 km/h über die Staatsgrenzen hinweg so gut wie Richtwert ist.
Bußgeld bei Geschwindigkeitsüberschreitung: Zeitig zahlen kann Vergünstigungen bringen
Wer trotz aller Sicherheitsinitiativen doch einmal ausserhalb des Landes beim viel zu flotten Fahren erwischt und geblitzt wurde, kann stellenweise bei unmittelbarer Entrichtung vor Ort oder kurzfristiger Bezahlung einen Rabatt auf den Strafzettel bekommen.
Ein ideales Paradebeispiel ist Italien, wo nur die Mindestbuße zu bezahlen ist, wenn innerhalb von 60 Tagen gezahlt wird. Nach einer Geschwindigkeitsübertretung in Frankreich gibt es dem entgegen einen Preisnachlass auf die Strafzahlung, wenn der Betroffene diese binnen 15 Tagen ausgleicht. Königreich Spanien und Griechenland stellen fix zahlenden Temposündern die höchsten Vergünstigungen in Aussicht. So gibt's 50 % Abschlag, sofern sie in 10 Tagen (Griechenland) bzw. 20 Tagen (Königreich Spanien) das Verwarngeld bezahlen.
Die Geschwindigkeitsübertretung stellt die häufigste Ordnungswidrigkeit dar. Das betrifft sowohl männliche wie auch weibliche Fahrer, wogegen Männer doch fast viermal so häufig Zuwiderhandlungen auslösen wie Frauen. Das untermauern ebenso die alljährlichen Zahlen und Daten vom Kraftfahrtbundesamt.
- Häufigste Ordnungswidrigkeit bei Männern: Geschwindigkeitsübertretung (2.117.000 Überschreitungen)
- Häufigste Übertretung bei Frauen: Geschwindigkeitsübertretung (626.00 Übertretungen)
Doch auch wenn vielen Autofahrern die Geschwindigkeitsbeschränkung innerhalb oder außerhalb geschlossener Ortschaft ein wunder Punkt ist und eine unerfreuliche Angelegenheit veranschaulicht, gibt's gleich einige gute Gründe, warum eine beschränkte Geschwindigkeitsobergrenze vorteilhaft ist. Überhöhte Geschwindigkeit ist eine der häufigsten Unfallauslöser. So wurde alleinig im Jahr 2015 unter allen Zusammenstößen mit Personenschaden 47.024 auf zu schnelle Fahrgeschwindigkeiten zurückgeführt. Das sind annähernd 12,8 Prozent.
Erheblich folgenschwerer schaut es im Falle der Geschwindigkeitsübertretung auf der Autobahn aus, wo nahezu jeder zweite Verkehrstote auf eine solche zuzuschreiben ist. Aber auch beim Blick auf die Unfallstatistik ohne Verstorbene fällt auf, dass eine Übertretung der Geschwindigkeitsobergrenze häufig der Grund für Unfälle ist. Allein die Daten des Statistischen Bundesamtes und des KBA machen deutlich, daß eine Geschwindigkeitsüberschreitung zu den Hauptgründen für Straßenverkehrszusammenstöße zählen. Entsprechend erklärt sich auch der Sinn und die Daseinsberechtigung eines Höchstgeschwindigkeitslimits.
Wie aus weiteren Meldungen zur Unfalldynamik auf innerdeutschen Straßen deutlich wird, ist primär bei jüngeren Straßenverkehrsteilnehmern zwischen 18 und 24 Jahren die Verkehrsunfallgefahr mehr als doppelt so ausgeprägt ist, wie in allen anderen Jahrgängen. Wohingegen auch hier zu schnelle Geschwindigkeit ein Hauptunfallgrund ist.
Was orten Radarfallen Warner?
Ein Radarfallen Warner funktioniert im Grunde genommen wie ein Radio mit eingebauter Antenne. Hierbei wird das Umfeld ununterbrochen nach Signalen im Suchlauf "abgetastet". Wenn ein entscheidendes Signal mittels der Antenne erfasst wird, welches im Frequenzraum von Radar- oder Laserpistolen eingesetzt wird (K Band, Ka Band, Laser), erfolgt die Meldung der erfassten Frequenz. Die konkrete Wahrscheinlichkeit in eine K-Band Messung zu fahren liegt bei etwa zehn Prozent. Bei einer KA-Band Überprüfung bei 40% und Laser bei 40 Prozent. Radarwarner werden Sie lediglich vor portablen Radar- oder Lasermessungen, sowie vor jedem festinstallierten Blitzerkasten mit Radar- oder Lasertechnik warnen.
Es gibt aber leider auch etliche feste Blitzer, die vollkommen ohne Radar und Laser (Deutschland) die Geschwindigkeit messen. Solche Tempokontrollen erfolgen z.B, mit Kontaktschleifen im Strassenbelag oder anhand von Lichtschranken, welche während des Fahrens durchfahren werden. Wegen eines solchen Weg-Zeit-Messprinzips kann ein Radarfallen Warner keinen Schutz gegen stationäre Radarfallen gewähren. Auch kommt es im K-Frequenzband in innerörtlichen Gebieten zwangsläufig zu Fehlalarmen. Diese nervigen Gefahrenmeldungen werden von automatisierten Türöffnern oft verursacht, weil diese exakt die Gleiche Frequenz nutzen, wie es eine K-Band Radarmessung auch verwendet. Aufgrund dieser Tatsache kann vom Radar Warner nicht mehr klar differiert werden, welche Apparatur diese Frequenz ausstrahlt! Die Meisten K-Band Gefahrenmeldungen, ganz besonders in städtischen Regionen, werden von exakt diesen Türöffnern ausgelöst. Die Problematik ist, dass Radarfallen Warner hochempfindlich zum einen sein sollen, um möglichst früh auf Tempokontrollen reagieren zu können, zum Anderen aber, detektieren diese dann zwangsläufig auch diese „störenden“ Signale auf selbiger Signalfrequenz. Diese Unannehmlichkeit lässt sich über die Abschaltung des K-Frequenzbands, oder durch eine Reduktion der Alarmlautstärke, einfach lösen. Im Display können Autofahrer ausgesprochen gut visuell sehen, auf welche Singnalfrequenz sich die Meldung bezieht. Jede Meldung im K-Band muss vom Fahrzeuglenker selber und eigenhändig, auf die eventuelle Bedrohung beurteilt werden. So gesehen sind bei eingeschaltetem K-Band Alarmmeldung in einem abgelegenen Wald, komplett anders vom Nutzer zu Werten, als vor einem Supermarkt, einer Apotheke oder einer Raststätte! Auf jeder anderen Frequenz kommt es nahezu nie, zu derartigen Fehlalarmen, da diese Frequenzbänder ausschließlich zum Überwachen vom Gesetzgeber freigegeben sind! Im nachfolgenden bekommen Sie eine kurze Zusammenfassung über alle Messmethoden die in Deutschland und EU Anwendung finden.
Die unterschiedlichen Mess-Methoden
Meßtechniken: Fest Installierte Blitzer
Was erfassen Blitzer-Warner?
Stationäre Blitzer überwachen normalerweise die Fahrzeuggeschwindigkeit mit Kontaktschleifen, welche in der Fahrbahn integriert sind. Diese Kontakt-Schleifen werden auch bei Starenkästen nicht selten eingesetzt. Bei der Messung mit Kontakt-Schleife, wird die Zeit für eine bekannte Distanz (Messbereich), ermittelt. Die ermittelte Zeit ermöglicht eine mathematische Weg/Zeit Erfassung der Fahrzeuggeschwindigkeit.
Gegen feste Blitzer sind bloß Warnapparate mit GPS nützlich, oder auch Navigationen mit GPS. GPS Warngeräte werden Blitzer Warner bezeichnet, welche vollständig andersartig als Radarwarner arbeiten. Blitzer Warner scanen nicht die Umgebung nach Frequenzen ab, sondern kennen ihre aktuelle Fahrzeuglocation mittels der GPS Antenne und vergleichen die Fahrzeugposition, mit einer im Gerätespeicher hinterlegten Blitzerdatenbank. Falls Sie auf einen im Datenspeicher hinterlegten Starenkasten zufahren, wird eine Warninfo ausgegeben. Sofern der Blitzerstandort noch recht neu ist, kann es manchmal vorkommen, dass keine Alarmmeldung erfolgt, weil dieser neue Blitzkasten von den Herstellern bislang nicht in die Datenbank eingetragen wurde. Blitzer Warner verfügen weder über Radar- oder Laserempfänger, noch sind Blitzer Warner im Stande, bewegliche Kontrollstellen wie zum Beispiel. aus geparkten Autos, hinter Brücken, in Waldstücken oder am Straßenrand, zu erfassen oder zu melden. Mobile Messmethoden können nur Radarfallenwarner Orten und Alarmieren. Es kommt auch vielmals vor, dass Stationärer Blitzer von Zeit zu Zeit keine Messanlage im Starenkasten verbaut haben. Die Messgeräte rotieren wechselnd in den diversen Blitzer-Säulen des Kreisbezirks. Dies führt dazu, dass nicht unbedingt auch gemessen und geknipst wird! Auch in solchen Fällen können Radarfallenwarner kein Radar lokalisieren, da kein Radarsignal oder Messungen mit Laser aktiv sind. Hier helfen Blitzerwarner gegen stationäre Blitzer. Diese zeigen feste Blitzer immer an, abgekoppelt davon, ob dieser scharf geschaltet ist oder nicht.
Lichtschrankenmessungen ES1.0 (ausschließlich Deutschland)
Bewegliche Lichtschrankenmessungen bestimmen die Fahrgeschwindigkeit ebenfalls ohne Radar oder Laser. Messungen per Lichtschranke beruhen ebenfalls auf dem Funktionsprinzip der Geschwindigkeitsermittlung mittels Weg/Zeit. Hierbei wird eine bekannte Distanz, innerhalb der gemessenen Zeit durchquert, welche ihre Reisegeschwindigkeit errechnen lässt. Gegen Messungen per Lichtschranke helfen nur Lichtschrankenstörer. Diese blockieren die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Systemkomponenten der Messapparatur, welche aus Lichtschranke und der Fotoeinheit besteht. Der technische Schwachpunkt dieser Meßtechnik ist die Funkschnittstelle zwischen den zwei System-Einheiten. Ein Lichtschrankenstörer stört beim Durchqueren der Lichtschranke für einen kurzen Augenblick die Funkkonnektivität beider Komponenten. Dies sorgt dafür, dass der Fotoapparat kein Auslösesignal bekommen kann. Es erfolgt zwar der Meßvorgang zur Geschwindigkeitskontrolle, allerdings erreicht der Fotobefehl zur Erzeugung des Beweis-Fotos, nicht die Fotokamera. Lichtschrankenzerstörer ergänzen bereits vorhandene Radar- und Laser Warnsysteme um eine weitere Messmethode, die Messmethode: Lichtschranke.
Einseitensensor Opto-Speed ES3.0 (nur Deutschland)
Neben der Messung mittels Lichtschranke werden von den Gesetzeshütern in Deutschland hochmoderne, nicht durch Funk störanfällige Weg/Zeit Messverfahren eingesetzt. Das Grundprinzip zur Messung der Geschwindigkeit ist aber identisch, mit dem der o.g. Lichtschrankenanlagen. Der Schwachpunkt dieser Messmethode liegt jedoch in den lichtsensiblen Helligkeitssensoren, welche zur Messung vorbeifahrender Autos zum Einsatz kommt. Gegen diese Messmethoden hilft der ESO Guard. Der ESO Jammer besteht aus einer Hochleistungs-Diode in einem wasserdichten Gehäuse. Diese Diode erzeugt einen unsichtbaren Streustrahl in Fahrtrichtung nach rechts und links, so dass dieser die 5 optischen Sensoren der Fotozellen/Messbereiches optisch blendet. Hierdurch kann keine Durchfahrtszeit ermittelt werden, also nicht gemessen werden. So durchqueren Sie eine ESO3.0 Anlage, ohne das es zu einem Bildnachweis kommt! Die hinterher fahrenden Autos hingegen, werden ohne Zwischenfälle ertappt, wenn diese zu schnell fahren. Diese ESO Messung kommt zusehendst mehr zum Einsatz! Hier geht's im Webshop zum Kombischutz gegen Radar, Laser, ES1.0 Tempomessungen. Oder hier zum ESO 3.0 Jammer.
Der ESO Guard wird hinter dem Kennzeichen montiert und ist völlig unsichtbar. Sollte Ihre Kennzeichen Halterung weniger als 3-6cm Dicke haben, empfehlen wir im Autoteilezubehör (D&W oder A.T.U) diese zu Besorgen, oder weitaus besser, einen Genevo FF2 Laserblinder mit Kennzeichen-Halterung, in welche ebenso der ESO-GUARD eingebaut werden "könnte". Hier geht es zum ESO3.0 Optospeed-Blocker.
Laserpistolen und Ihre Besonderheiten
Laserpistolen können von Radarfallen Warner zwar frühzeitig geortet werden, müssen aber aufgrund verschiedenartiger Arten, in 3 Kategorien kategorisiert werden.
1. Stationäre Laserpistolen
Diese Meßsäulen kontrollieren üblicherweise bloß Einseitig. Beim Vorbeifahren von der falschen Fahrspur, löst ein Warngerät kein Warnsignal aus! Erst wenn dieser „in Betrieb“ gewesen sein sollte, wird der Radarfallenwarner erst nach dem Vorbeifahren an der Kontrollstelle Laser melden. Dies liegt daran, dass die Laserstrahlen nicht frontseitig kommen, sondern rückseitig vom Radar Warngerät entdeckt werden.
2. Bewegliche Laserpistolen (Dreibein)
Radar- und Laserwarner alarmieren bei den oberen zwei Messtechniken frühzeitig. Dies ist so, weil diese Blitzergeräte die Laserlichtstrahlen im Dauerfeuer emittieren. Diese langfristigen Signale können ordentliche Radar Warner problemlos erfassen, wobei Ihnen angemessen viel Zeit zum reagieren bleibt. Diese portablen Geschwindigkeitsüberwachungen am Fahrbahnrand sind allerdings überaus instandhaltungsintensiv, und häufig stehen diese am Straßenrand, ohne im Sende- bzw. Kontrollbetrieb zu sein. Dies führt dazu, dass nicht zwingend überwacht oder fotografiert wird! Auch in dieser Situation können Radar Warner kein Signal erfassen, was sich jedoch auch kurzfristig wieder ändern kann.
3. Mobile Lasergeräte (mit Messpersonal)
Eine Messung per Laserpistole und Person am Fahrstreifenrand andererseits, sendet nicht ununterbrochen, sonder nur im Millisekundenbereich. Die Messung ist schneller als man auf Warnungen des Warngeräts reagieren könnte. Sollte der Meßbeamte beim ersten Überwachungsvorgang erfolgreich die Messung mit Laserpistole vollzogen haben, ist das Reagieren auf die äußerst kurze Messzeit, keinesfalls möglich. Für den Fall, dass vorausfahrende Kraftfahrzeuge bereits gelasert werden, bleibt sogar hier ausreichend Zeit zum reagieren und abbremsen, weil die Laserlichtstrahlen ebenso Ihr Fahrzeug nebenbei treffen.
Laserjammer sind Störgeräte, die insbesondere gegen solche personenbezogene Lasermessungen konzipiert wurden. Es wird eine aktive Beeinflussung des äusserst kurzen Überwachungsvorgangs realisierbar. Hier werden Laserstrahlen vom Laserblocker zur Laserpistole der Messbeamten, im Bereich von Millisekunden gesendet, sobald die Sensortechnik ein Lasersignal lokalisiert. Der Jammer wird unmittelbar den Meßbetrieb für bloß 2-3 Sekunden aktiv blockieren, diese Zeit dient zum Runterbremsen! Danach stellt sich die Störroutine selbständig wieder ab. So wird der Verdacht einer Störung durch Antilaser-Geräte verschleiert. Während des Störprozesses kommt es zu keinem geeignetem Meßergebnis! Laserjammer funktionieren ausschließlich gegen Laserkontrollen uns sind insbesondere für die geschilderte Situation entwickelt. Laserjammer ergänzen vorhandene Radar- und Blitzerwarner. Hier geht’s zum High Tech Blocker im Webshop.
Radarstationen zählen zu der am meisten eingesetzten Messtechnologie. Alle Radarfallen werden von Radarwarnern gut erkannt und vorgewarnt. Gegen ein Großteil von Lasergeräten werden Radarwarner ebenfalls effizient alarmieren, außer Laserpistole aus den vorweg genannten Gründen. Fest installierte Blitzer, Lichtschrankenmessungen und Optospeed Messungen aber, können von Radarwarngeräten wegen der völlig andersartigen Messmethode, nicht lokalisiert werden. Die praktische Warscheinlichkeit Radar und Laser zu begegnen liegt bei 80%, die von Weg/Zeit-Messungen hingegen bei 20%. Um eine vollständige Sicherheit gegen alle Messtechniken zu erreichen, wird eine Zusammenstellung von Radarfallen Warner, Lichtschrankenjammer, Blitzer Warner und Opto Speed Jammer, wie auch evtl. ein Laserblocker benötigt.
Es gibt verschiedene technische Lösungen, die vor Radarmessungen bzw. Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen warnen: Einerseits verfügen eine Menge der handelsüblichen Navis mittlerweile über eine Funktionalität, die Straßenverkehrsteilnehmer vor Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen Alarm gibt, zum Anderen gibt es eine Fülle von „Blitzkasten-Anwendungen“ für das Mobilfunktelefon, die dieselbe Funktionalität bieten. Ebenso sind autonome Radar-Warnapparate zu bekommen. De facto erlaubt ist keine der drei Varianten – zumindestens für den Fahrzeugführer während dem Fahren. Bei den Radar-Warngeräten kommt verschärfend hinzu, dass einige der Apparate mit einem Störer ausgestattet sind, der das Auslösen des Blitzautomatens abwenden soll. Diese Handhabe ist in der Bundesrepublik Deutschland verboten.
Wortwörtlich heißt es in § 23 Abs. 1b StVO: „Wer ein Gefährt führt, darf ein technisches Gerät nicht verwenden oder einsatzbereit mit sich führen, das in der Lage ist, Geschwindigkeitsüberwachungen zu orten oder zu stören. Das gilt insbesondere für Apparate zur Störung oder Meldung von Geschwindigkeitsüberwachungen (Radarwarn- oder Laserstörgeräte).“
Gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese Formulierung zu deuten? In Bezug auf Radarfallen Warner, nein. Was Blitzer-Anwendungen betrifft, schon eher. Denn genau genommen besagt die Verordnung, dass der Fahrer oder die Fahrzeuglenkerin des Gefährts während des Fahrens eine Blitzerkasten-App nicht verwenden darf. Es ist aber nicht ausdrücklich rechtswidrig, vor Abfahrt in einer App zu überprüfen, inwiefern sich auf der geplanten Reiseroute Blitzer befinden. Das anschließende mit sich führen des Handys ist auch nicht illegal, denn es geht in diesem Zusammenhang nämlich nicht um ein Gerät, das ursprünglich in der Lage ist, Verkehrsüberwachungen wie z.B. Radarmessungen anzuzeigen.
Straßenverkehrsüberwachung und Blitzkasten App genutzt – was jetzt?
Beim Gebrauch von Blitzerkasten-Apps geht es um eine Überschreitung. Können die Beamten bei einer Kontrolle deutlich erkennen, dass eine Blitzkasten-Warn-Applikation auf dem Handy des Fahrzeugführers aufgespielt ist und gerade aktiv verwendet wird, kann diese Übertretung mit 75€ und einem Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg sanktioniert werden. In aller Regel wird es für einen Beamten aber überaus schwer ersichtlich sein, ob eine entsprechende Anwendung installiert ist oder aber nicht. Ist die Anzeige des Mobilfunktelefone zum Zeitpunkt der Geschwindigkeitsüberwachung nicht in Betrieb genommen, ist nicht eindeutig nachvollziehbar, welche Apps Sie auf Ihrem Handy installiert haben.
Darf ich andere Verkehrsteilnehmer per Lichtsignal alarmieren?
Es ist nicht erlaubt, andere Kraftfahrer zum Beispiel per Lichthupe auf eine Blitzeranlage zu alarmieren. Diese Lichthupe darf ausschließlich eingesetzt werden, um vor Gefahren zu informieren und bei einem Blitzer handelt es sich gemäß zurzeit geltender Gesetzeslage nicht um eine Gefahr im Straßenverkehr. Die ungerechtfertigte Verwendung von Lichtzeichen im Verkehr kann mit einem Verwarnungsgeld sanktioniert werden – vor allem wenn andere Verkehrsteilnehmer dadurch belästigt oder sogar einem Risiko aussetzt (z. B. geblendet) werden.
Ein Widerspruch gegen den Bescheid lohnt sich insbesondere dann, wenn Sie davon ausgehen, dass das Geschwindigkeitskontrollgerät nicht den Maßgaben der Physikalisch-Technischen-Anstalt des Bundes (PTB) entspricht. So muss der Abstand zwischen Blitzerkasten und Induktionskontakt im Boden (anhand vom Fahrzeugdruck errechnet diese die Fahrzeuggeschwindigkeit) beispielsweise 1,20 Meter betragen, aber selbst zu Geschwindigkeitszeichen muss ein Minimalabstand eingehalten werden - dieser ist in den Landkreisen anders geregelt, in Niedersachsen liegt er bei wenigstens 150 Metern.
Tatsächlich erfüllen nicht alle Blitzkasten, die derzeit in der BRD Verwendung finden, die strikten PTB-Leitlinien. In einzelnen Gemeinden werden die Radarmessgeräte deshalb auch zuweilen stilllgelegt und keine Bußgelder erlassen. Ebenfalls ein Fehler in der Einstellung des Gerätes oder eine reflektierende Trassenoberfläche sind Intervenierungsmöglichkeiten, die Sie in Ihrem Schriftstück ansprechen sollten, falls sie aus ihrer Sichtweise stichhaltig sind. Sind mehrere Autos auf dem Foto zu sehen, ist die Zuweisung der Meßresultate nicht zweifelsfrei möglich und Sie sollten einen Widerspruch gegen den Bescheid einlegen .
Gegen eine Geldbuße Einspruch einlegen können Sie ebenso ohne Rechtsbeistand, denn zu Anfang müssen Sie lediglich ein formloses Anschreiben aufsetzen. Die Vertretung durch einen Jurist kann Ihnen jedoch Vorzüge bringen , denn Ihr Anwalt kann früh Akteneinsicht beantragen und damit etwaige Auswertungsfehler feststellen. Ob sich die Kosten, die Sie für einen Rechtsanwalt entrichten müssen, „rentieren“, hängt vom individuellen Fall ab. Droht durch die mutmaßliche Geschwindigkeitsübertretung ein Fahrverbot, ist es größtenteils für Personen, die beruflich von ihren Führerschein abhängig sind, dienlich, zu klagen. Insbesondere wenn sie eine Rechtsschutzversicherung haben. Ohne Rechtsschutzversicherung kann ein Gerichtsverfahren bis hin zur letzten Instanz Aufwendungen im vierstelligen Bereich verursachen. Sofern sie sich dafür entschließen, einen Jurist einzuschalten, wählen Sie eine Anwaltskanzlei aus, welche sich auf Verkehrsrecht ausgerichtet hat.
Sanktionen und Geldbußen bei Geschwindigkeitsübertretungen
Das Verwarngeld besteht aus dem überschrittenen km/h-Wert und dem Ort der Nichtbeachtung, also innerhalb einer geschlossenen Ortschaft oder außerorts. Lkw und Pkw mit Trailer müssen obendrein mit empfindlicheren Geldstrafen rechnen als normale Personenkraftwagen.
Beispiele für Geschwindigkeitsverstößen von Pkw außerorts:
- Zwischen 11 und 15 km/h – 20€
- Zwischen 26 und 30 km/h – 80 Euro + 1 Punkt (1 Monat Fahrverbot, wenn es das zweite Mal innerhalb eines Jahres zu einem Geschwindigkeitsdelikt von 26 km/h oder mehr gekommen ist)
- Mehr als 70 km/h – 600 Euro + 2 Punkte + 3 Monate Fahrverbot