Source: http://www.steuerlinks.de/richtlinie/lsth-2011/hin41c.3.html
Timestamp: 2018-09-21 01:15:14
Document Index: 223863636

Matched Legal Cases: ['§ 38', '§ 39', '§ 39', '§ 33', '§ 41', '§ 42', '§ 1', '§ 50', '§ 39', '§ 33']

Hinweis 41c.3 LStH 2011
[ Hinweis 41c.1 LStH 2011 ]
[ Hinweis 42b LStH 2011 ]
Das Finanzamt hat die zu wenig einbehaltene Lohnsteuer vom Arbeitnehmer nachzufordern, wenn
der Barlohn des Arbeitnehmers zur Deckung der Lohnsteuer nicht ausreicht und die Steuer weder aus zurückbehaltenen anderen Bezügen des Arbeitnehmers noch durch einen entsprechenden Barzuschuss des Arbeitnehmers aufgebracht werden kann (> § 38 Abs. 4 EStG ),
eine Änderung der Lohnsteuerabzugsmerkmale erforderlich war, diese aber unterblieben ist (> § 39 Abs. 4 EStG ),
in den Fällen des § 39a Abs. 5 EStG ein bescheinigter Freibetrag rückwirkend herabgesetzt worden ist und der Arbeitgeber die zu wenig erhobene Lohnsteuer nicht nachträglich einbehalten kann,
die rückwirkende Änderung eines bescheinigten Pauschbetrags für behinderte Menschen und Hinterbliebene (> § 33b EStG ) wegen der bereits erteilten Lohnsteuerbescheinigung nicht zu einer Nacherhebung von Lohnsteuer durch den Arbeitgeber führen kann (>BFH vom 24.9.1982 - BStBl 1983 II S. 60),
der Arbeitgeber dem Finanzamt angezeigt hat, dass er von seiner Berechtigung, Lohnsteuer nachträglich einzubehalten, keinen Gebrauch macht, oder die Lohnsteuer nicht nachträglich einbehalten kann (> § 41c Abs. 4 EStG ),
der Arbeitnehmer in den Fällen des § 42d Abs. 3 Satz 4 EStG für die nicht vorschriftsmäßig einbehaltene oder angemeldete Lohnsteuer in Anspruch zu nehmen ist; wegen der Wahl der Inanspruchnahme > R 42d.1 Abs. 3 und 4 oder
die Voraussetzungen der unbeschränkten Einkommensteuerpflicht nach § 1 Abs. 3 EStG nicht vorgelegen haben und es dies bereits bei Erteilung der Bescheinigung hätte bemerken können (> § 50 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 EStG ); auch bei einer fehlerhaft erteilten Bescheinigung nach § 39c Abs. 4 EStG kann das Finanzamt die zu wenig erhobene Lohnsteuer nachfordern (>BFH vom 23.9.2008 - BStBl 2009 II S. 666).
Erkenntnisse aus rechtswidriger Außenprüfung
>BFH vom 9.11.1984 (BStBl 1985 II S. 191).
Freibeträge, rückwirkende Änderung
Wird Lohnsteuer nach Ablauf des Kalenderjahres wegen der rückwirkenden Änderung eines bescheinigten Pauschbetrags für behinderte Menschen und Hinterbliebene (> § 33b EStG ) und einer bereits erteilten Lohnsteuerbescheinigung nachgefordert, bedarf es keiner förmlichen Berichtigung des Freibetrags; es genügt, wenn die Inanspruchnahme des Arbeitnehmers ausdrücklich mit der rückwirkenden Änderung des eingetragenen Freibetrags begründet wird (>BFH vom 24.9.1982 - BStBl 1983 II S. 60).
Für die Nachforderung ist im Allgemeinen das für die Einkommensbesteuerung des Arbeitnehmers zuständige Finanzamt zuständig (>BFH vom 21.2.1992 - BStBl II S. 565). Für die Nachforderung zu wenig einbehaltener Lohnsteuer von beschränkt einkommensteuerpflichtigen Arbeitnehmern ist stets das Betriebsstättenfinanzamt zuständig (>BFH vom 20.6.1990 - BStBl 1992 II S. 43).
Hinweis 40b.2 LStH 2011
Hinweis 41.3 LStH 2011
Hinweis 41a.1 LStH 2011
Hinweis 41b LStH 2011
Hinweis 41c.1 LStH 2011
Hinweis 42b LStH 2011
Hinweis 42d.1 LStH 2011
Hinweis 42d.2 LStH 2011
Hinweis 42e LStH 2011
Hinweis 42f LStH 2011