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Timestamp: 2019-12-14 21:29:10
Document Index: 50110609

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 21', '§ 1', '§ 5', '§ 39', '§ 5', '§ 8', '§ 7', '§ 1', '§ 7', '§ 16', '§ 4', '§ 4', '§ 5']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein LankNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Lankower Seeufer, Grammsee und Umgebung" vom 8. November 1994 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Lankower Seeufer,...
juris-Abkürzung: LankNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 08.11.1994
Fundstelle: GVOBl. 1995 28
Gliederungs-Nr: 791-4-155
"Lankower Seeufer, Grammsee und Umgebung"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Lankower Seeufer, Grammsee und Umgebung" vom 8. November 1994 01.01.2003
Aufgrund des § 17 Abs. 1 und des § 21 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes verordnet die Ministerin für Natur und Umwelt die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 3 ; aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 3 und § 8 Abs. 1 :
(1) Der südliche Uferbereich des Lankower Sees, der Grammsee mit Uferbereich sowie Bereiche der daran angrenzenden land- und forstwirtschaftlichen Nutzflächen in den Gemeinden Ziethen und Mustin, Kreis Herzogtum Lauenburg, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Lankower Seeufer, Grammsee und Umgebung" unter Nummer 160 in das beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 193 ha groß und umfaßt die Gemarkungsteile Wietingsbek, Lankower Schaar, Am Lankower See, Am Grammsee, Grammsee, Im Ellerbrook und Droege Moor, Baalen und Grammseer Riede in den Gemarkungen Ziethen und Mustin.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in den Abgrenzungskarten, Blatt 1 und 2, im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karten ist beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Oberste Naturschutzbehörde, 24149 Kiel, verwahrt. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung.
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus dem Grammsee, den Uferbereichen des Grammsees und des Lankower Sees sowie den Niederungs- und Hangbereichen zwischen den beiden Seen und den angrenzenden als Acker, Grünland oder Wald genutzten Flächen einschließlich des im Forst Farchau gelegenen intakten Baalenmoores.
den strukturreichen, charakteristischen Landschaftsausschnitt mit nahezu vollständiger Biotopabfolge der Seeökosysteme mit ihren Ufer- und Verlandungszonen als Teile eines eiszeitlichen Rinnensystems,
die land- und wasserseitig ungestörten Uferzonen am Lankower See und am Grammsee sowie den sich ungestört entwickelnden Grammsee,
die unbeeinflußte Entwicklung der Waldökosysteme
auf der großen Halbinsel im Lankower See im westlichen Teil des Gebietes,
in der Schlucht am westlichen Rand des Gebietes
im Baalenmoor einschließlich der umgebenden Hänge und
auf den Steilhängen zum Lankower See und zum Grammsee und zu den Niederungen einschließlich der Erlenbrüche in diesen Niederungen
das intakte Baalenmoor und
extensiv genutzte, nährstoffarme Weidegrünlandflächen im Bereich der geomorphologisch und landschaftskundlich bedeutsamen eiszeitlichen Rinnen-Partie östlich Wietingsbek
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der in den Abgrenzungskarten Blatt 1 und 2 in waagerechter Schraffur dargestellten Flächen als Grünland; nicht zulässig ist das Aufbringen von Dünger, Pflanzenschutzmitteln oder anderen Stoffen sowie der Umbruch;
die auf den Schutzzweck ausgerichtete forstwirtschaftliche Bodennutzung der Waldflächen nach Maßgabe der Bestimmungen der Richtlinie für die Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen auf Waldflächen in Naturschutzgebieten im Kreis Herzogtum Lauenburg entlang der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern vom 21. Juni 1994 (Amtsbl. Schl.-H. S. 271); nicht zulässig ist die forstwirtschaftliche Bodennutzung der in den Abgrenzungskarten Blatt 1 und 2 waagerecht unterbrochen schraffiert dargestellten Waldflächen;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes ; nicht zulässig ist es, die Jagd auf Wasserwild auf den Wasserflächen und in einem 50 Meter breiten Landbereich um die Wasserflächen herum auszuüben, die Fallenjagd mit Totschlagfallen auszuüben, geschlossene Hochsitze und Fütterungseinrichtungen zu errichten sowie Wildäcker anzulegen;
die ordnungsgemäße Ausübung der erwerbsmäßigen Fischerei im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes bis zum 31. Dezember 1995;
Untersuchungen und Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege oder zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die untere Naturschutzbehörde durchführt oder durchführen läßt; bei Maßnahmen im Bereich der Kulturdenkmale ist § 16 Abs. 9 des Landesnaturschutzgesetzes zu beachten.
(2) In Beständen, deren Bestockung nicht der Zielvorgabe einer natürlichen Vegetation entspricht, kann die untere Naturschutzbehörde im Einzelfall Maßnahmen, die geeignet sind, den heimischen Laubbaumanteil zu begünstigen, als Ausnahme von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 12 zulassen.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 18 das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege betritt oder im Naturschutzgebiet außerhalb der dafür bestimmten Wege fährt oder reitet;
den Bestimmungen des § 5 Abs. 1 Nr. 2 die forstwirtschaftliche Bodennutzung ausübt.
die Landesverordnung zur einstweiligen Sicherstellung des geplanten Naturschutzgebietes "Lankower Seeufer, Grammsee und Umgebung" vom 28. März 1990 (GVOBl. Schl.-H. S. 243);
die Landesverordnung zur Verlängerung der Geltungsdauer der Landesverordnung zur einstweiligen Sicherstellung des geplanten Naturschutzgebietes "Lankower Seeufer, Grammsee und Umgebung" vom 14. Februar 1992 (GVOBl. Schl.-H. S. 176) und
die Landesverordnung zur Änderung der Landesverordnung zur einstweiligen Sicherstellung des geplanten Naturschutzgebietes "Lankower Seeufer, Grammsee und Umgebung" vom 28. Juni 1994 (GVOBl. Schl.-H. S. 318).