Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=26.06.2012&Aktenzeichen=XI%20ZR%20259/11
Timestamp: 2019-07-20 06:16:48
Document Index: 317855209

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 354', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.06.2012 - XI ZR 259/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,14278
BGH, 26.06.2012 - XI ZR 259/11 (https://dejure.org/2012,14278)
BGH, Entscheidung vom 26.06.2012 - XI ZR 259/11 (https://dejure.org/2012,14278)
BGH, Entscheidung vom 26. Juni 2012 - XI ZR 259/11 (https://dejure.org/2012,14278)
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WpHG § 2 Abs. 3 S. 1 Nr. 2; HGB § 354
Beratungspflicht bei Verkauf von Wertpapieren als Festpreisgeschäft
LG Aachen, 05.08.2010 - 1 O 648/09
Auch ist die Beklagte nicht zur Aufklärung über ihre Gewinnmarge verpflichtet (BGH XI ZR 178/10 und XI ZR 182/10) und besteht bei einem Kommissionsvertrag zwischen Anleger und Bank, wie im vorliegenden Fall, keine Aufklärungspflicht der Bank über eine allein von der Emittentin an sie gezahlte Vergütung (BGH XI ZR 259/11 - zitiert nach der Pressemitteilung des BGH).
Aufklärungspflichtige Rückvergütungen liegen dann vor, wenn Teile ausgewiesener Aufgabeaufschläge oder Verwaltungsgebühren, die der Kunde an einen Dritten zahlt, hinter seinem Rücken an die beratende Bank - regelmäßig umsatzabhängig - zurückfließen, so dass die Bank ein für den Kunden nicht erkennbares besonderes Interesse hat, gerade dieses Produkt zu empfehlen (BGH, Urteil vom 26.06.2012, XI ZR 259/11).
Diese Grundsätze betreffen lediglich Rückvergütungen aus offen ausgewiesenen Vertriebsprovisionen, deren Rückfluss an die beratende Bank dem Kunden verheimlicht wird (BGH, Urteil vom 26.06.2012, Az. XI ZR 259/11, XI ZR 316/11, XI ZR 355/10, XI ZR 356/10, zit. nach juris).
Weitergehende Aufklärungspflichten der Beklagten bestanden insoweit nach Ansicht der Kammer nicht (vgl. insoweit auch die PM des BGH NR. 99/12 zur noch nicht im Volltext veröffentlichen Entscheidung vom 26.06.2012, XI ZR 259/11).
Diese Auffassung hat der Bundesgerichtshof in weiteren Entscheidungen vom 26.06.2012 nochmals bestätigt (siehe Pressemeldung des Bundesgerichtshofs vom 26. Juni 2012 zu XI ZR 259/11, XI ZR 316/11, XI ZR 355/10 und XI ZR 356/10).