Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=18.02.2010&Aktenzeichen=III%20ZR%20295/09
Timestamp: 2019-11-15 20:54:57
Document Index: 265605089

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 7', '§ 24', '§ 3', '§ 5', '§ 11', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', '§ 24', 'BGH', '§ 24', 'BGH', '§ 24', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 426', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 24', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 3', '§ 3', 'BGH', '§ 2', '§ 281', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 18.02.2010 - III ZR 295/09 - dejure.org
https://dejure.org/2010,985
BGH, 18.02.2010 - III ZR 295/09 (https://dejure.org/2010,985)
BGH, Entscheidung vom 18.02.2010 - III ZR 295/09 (https://dejure.org/2010,985)
BGH, Entscheidung vom 18. Februar 2010 - III ZR 295/09 (https://dejure.org/2010,985)
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BBodSchG § 2 Abs. 3, 5, § 3 Abs. 1 Nr. 11, § 4 Abs. 1, 3, § 7 Satz 1, § 24 Abs. 2; BlmSchG § 3 Abs. 1, § 5 Abs. 1; ThürOBG § 11 Abs. 2
§ 2 Abs 3 BBodSchG, § 2 Abs 5 BBodSchG, § 3 Abs 1 Nr 11 BBodSchG, § 4 Abs 1 BBodSchG, § 4 Abs 3 BBodSchG
Bodenschutzrecht: Ausgleichsanspruch mehrerer Verpflichteter bei Vorrang der Bestimmungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes; Voraussetzungen einer schädlichen Bodenveränderung; Begriff der Altlast; ordnungsrechtliche Inanspruchnahme des Eigentümers bei Zwangsverwaltung
Voraussetzungen eines Ausgleichsanspruchs nach § 24 Abs. 2 Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG); Analoge Anwendung der Bestimmungen des Bundes-Bodenschutzgesetzes als Maßstab eines allgemeinen Ausgleichs zwischen mehreren Störern i.S.d. Ordnungsrechts; Abgrenzung der ...
Voraussetzungen eines Ausgleichsanspruchs nach § 24 Abs. 2 BBodSchG bei einem Grundstück, für das Zwangsverwaltung angeordnet ist
Zu den Voraussetzungen eines Ausgleichsanspruchs nach § 24 BBodSchG; schädliche Bodenveränderungen; Altlasten; Bodenkontamination; Recyclinganlage; Abfallentfernung; Abfallverwertungsanlage; Beseitigungskosten
Voraussetzungen eines Ausgleichsanspruchs nach § 24 Abs. 2 Bundes-Bodenschutzgesetz ( BBodSchG ); Analoge Anwendung der Bestimmungen des Bundes-Bodenschutzgesetzes als Maßstab eines allgemeinen Ausgleichs zwischen mehreren Störern i.S.d. Ordnungsrechts; Abgrenzung der ...
Subsidiarität der Inanspruchnahme eines Störers nach BBodSchG wegen des Vorrangs immissionsschutzrechtlicher Bestimmungen; keine analoge Anwendung von § 24 Abs. 2 BBodSchG
Ausgleichsanspruch des BBodSchG nicht analog anwendbar! (IBR 2010, 1171)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 18.02.2010, Az.: III ZR 295/09 (Voraussetzungen eines Ausgleichsanspruchs nach § 24 BBodSchG bei einem Grundstück, für das Zwangsverwaltung angeordnet ist)" von RA Hans-Martin Bergsdorf, original erschienen in: ZfIR 2010, 372 - ...
LG Meiningen, 12.03.2008 - 3 O 209/07
BGHZ 184, 288
MDR 2010, 809
NVwZ 2010, 789
NZM 2010, 403
VersR 2010, 1315
BauR 2010, 1054
BauR 2010, 1055
Die Ablehnung des zivilrechtlichen Innenregresses bei einer Störermehrheit, sofern keine abweichenden Spezialbestimmungen (z. B. § 24 Abs. 2 BBodSchG) normiert sind, ist keine neue Aussage des Bundesgerichtshofs (vgl. BGH, Urt. v. 18.2.2010 - III ZR 295/09 - BGHZ 184, 288 = NVwZ 2010, 789), sondern hat eine mittlerweile mehr als dreißigjährige Tradition (…vgl. BGH, Urt. v. 11.6.1981 - III ZR 39/80 - NJW 1981, 2457;… danach z. B. BGH, Urt. v. 26.9.2006 - VI ZR 166/05 - NJW 2006, 3628, 3631).
Demgegenüber lehnt der Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung einen allgemeinen Ausgleichsanspruch des in Anspruch genommenen Störers gegen andere Pflichtige entsprechend § 426 BGB ab (vgl. nur Senatsurteile vom 11. Juni 1981 - III ZR 39/80, NJW 1981, 2457, 2458; vom 18. September 1986 - III ZR 227/84, BGHZ 98, 235, 239 f und vom 18. Februar 2010 - III ZR 295/09, BGHZ 184, 288 Rn. 32; BGH, Urteile vom 2. April 2004 - V ZR 267/03, BGHZ 158, 354, 360 …und vom 26. September 2009 - VI ZR 166/05, NJW 2006, 3628 Rn. 24).
§ 24 Abs. 2 Satz 1 BBodSchG, der einen von der Heranziehung unabhängigen Ausgleichsanspruch vorsieht, wenn mehrere Verpflichtete vorhanden sind, stellt lediglich eine auf den Anwendungsbereich des Bundes-Bodenschutzgesetzes beschränkte Sonderregelung dar (Senatsurteil vom 18. Februar 2010 aaO).
vgl. BGH, Urteil vom 18. Februar 2010 - III ZR 295/09 -, juris Rn. 23 f. und 39; VG Gelsenkirchen, Urteile vom 12. April 2013 - 8 K 5789/10 und 8 K 3061/11 -, jeweils juris Rn 24, bestätigend die Ausführungen des OVG O2.
vgl. BGH, Urteil vom 18. Februar 2010 - III ZR 295/09 -, juris Rn. 23 f. und 39; VG Gelsenkirchen, Urteil vom 12. April 2013 - 8 K 5789/10 -, juris Rn. 24, und Beschluss vom 4. April 2014 - 9 L 349/14 -, juris Rn. 53 f.; Sondermann/Hejma in: Versteyl/Sondermann, BBodSchG Kommentar, 2. Auflage 2005, § 3 Rn 71; Peine, in: Fluck/Frenz/Fischer/Franßen, Kreislaufwirtschaftsrecht, Abfallrecht und Bundesbodenschutzrecht, Stand: September 2011, § 3 BBodSchG Rn. 111 ff.; Becker, BBodSchG, Stand: 1. Oktober 2017, § 3 Rn. 26; Schäling, Grenzen der Sanierungsverantwortlichkeit nach dem Bundes-Bodenschutzgesetz, 2008, S. 80 f.; Radtke, Wege aus der "kostenlosen" Abfallentsorgung durch den Staat bei Insolvenz des Betreibers einer Abfallentsorgungsanlage, 2011, S. 221 ff. und 301 ff.; Nicklas, Der Vollzug des BBodSchG und der BBodSchV im Land Brandenburg, LKV 2000, 376 (380).
vgl. BGH, Urteil vom 18. Februar 2010 - III ZR 295/09 -, juris Rn. 17 m.w.N.; Becker, BBodSchG, Stand: 1. September 2012, § 2 Rn. 42.
Denn in der Regel stellt es eine endgültige Erfüllungsverweigerung im Sinne von § 281 Abs. 2 BGB dar, wenn der Mieter - wie hier die Beklagten - ohne die Vornahme der geschuldeten Arbeiten auszieht und auch keine Anstalten für die Vorbereitung oder Ausführung der erforderlichen Maßnahmen getroffen hat (…vgl. BGH, Urt. v. 19. November 1997 - XII ZR 281/95 - NJW 1998, 1303f; Urteil vom 18. Februar 2010 - III ZR 295/09 -, BGHZ 184, 288ff).
Es muss also durch Gesetz ein Gesamtschuldverhältnis begründet sein oder zumindest die Begründung durch Verwaltungsakt ermöglicht werden (vgl. auch BGH, Urt. v. 18.02.2010 - III ZR 295/09 -, juris, Rn. 32 m. w. N.).
Die grundsätzliche ordnungsrechtliche Verantwortlichkeit des Zwangsverwalters aufgrund seiner tatsächlichen Sachherrschaft, von der die Vorinstanz ausgeht (vgl. hierzu auch BGH, Urteil vom 18. Februar 2010 - III ZR 295/09 - NVwZ 2010, 789 Rn. 47), stellt auch die Beschwerde nicht in Frage.
Während dieses Zeitraumes übte der Beklagte die tatsächliche Gewalt über das Grundstück aus und bestimmte dessen Nutzungsart (zur Haftung des Zwangsverwalters als Zustandsstörers vgl. BGH, Urteil vom 18.02.2010 - III ZR 295/09-, juris).
VG Köln, 12.03.2013 - 14 K 1774/11
Rechtmäßigkeit der Aufnahme einer Grundstücksfläche als unsachgemäße …
vgl. BGH, Urteil vom 18. Februar 2010 - III ZR 295/09 -, juris Rn. 15.
VG Köln, 19.03.2013 - 14 K 1770/13
Löschung der Eintragung eines Grundstücks aus dem Altlastenkataster und …