Source: https://www.dashoefer.de/dasfibuwissen/schreiben-des-bundesfinanzministeriums-zu-den-steuerlichen-ma%C3%9Fnahmen-zur-f%C3%B6rderung-der-hilfe-f%C3%BCr-fl%C3%BCchtlinge.html
Timestamp: 2019-12-07 19:31:30
Document Index: 352410735

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 52', '§ 5', '§ 5', '§ 52', '§ 52', '§ 52', '§ 52', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 52', '§ 10', '§ 2', '§ 34', '§ 47', '§ 191', '§ 10', '§ 52', '§ 41', '§ 41', '§ 41', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 39', '§ 139', '§ 139', '§ 81', '§ 22', '§ 8', '§ 40', '§ 41', '§ 52', '§ 10', '§ 41', '§ 10']

Schreiben des Bundesfinanzministeriums zu den steuerlichen Maßnahmen zur Förderung der Hilfe für Flüchtlinge | dasFiBuWissen - Fachwissen von Experten für Ihren Erfolg.
Schreiben des Bundesfinanzministeriums zu den steuerlichen Maßnahmen zur Förderung der Hilfe für Flüchtlinge
dasFiBuWissen-News [ Stand: 05.10.2015 ]
Das Bundesfinanzministerium hat mit dem Schreiben vom 22.09.15 diverse steuerliche Maßnahmen bekanntgegeben, um die Spendenbereitschaft für Flüchtlinge zu fördern und um bürokratische Hemmnisse abzubauen. Ein Kommentar von Volker Hartmann.
Die Not der Flüchtlinge, die aufgrund der verheerenden Kriege in ihren Heimatländern zu uns nach Deutschland kommen, ist groß. Um den betroffenen Menschen zu helfen, haben die Bürgerinnen und Bürger in den vergangenen Wochen und Monaten ein beispielloses Engagement unter Beweis gestellt. Weil die Unterbringung und die Betreuung der Flüchtlinge gegenwärtig und auch in der Zukunft Unsummen an finanziellen Mitteln verschlingen wird, haben eine Vielzahl von Spendenorganisationen zu Spenden aufgerufen.
Das telefonische Mahnen: eine sehr effektive Methode
Lernen Sie, mit welchen Strategien und Gesprächstechniken Sie ihre säumigen Kunden am Telefon zur Zahlung bewegen und – falls strategisch gewünscht – den Kunden ans Unternehmen binden.
Praxistraining I: Grundlagen mit Praxisübungen »
Praxistraining II: Mahntelefonate noch erfolgreicher führen »
Zur Förderung und Unterstützung dieses gesamtgesellschaftlichen Engagements, um die Spendenbereitschaft zu fördern und um bürokratische Hemmnisse abzubauen, hat das Bundesfinanzministerium mit dem Schreiben vom 22.09.15 diverse steuerliche Maßnahmen bekanntgegeben.
§ 10b – Steuerbegünstigte Zwecke
(1) 1Zuwendungen (Spenden und Mitgliedsbeiträge) zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke im Sinne der §§ 52 bis 54 der Abgabenordnung können insgesamt bis zu
4 Promille der Summe der gesamten Umsätze und der im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälterals Sonderausgaben abgezogen werden. 2Voraussetzung für den Abzug ist, dass diese Zuwendungen
an eine Körperschaft, Personenvereinigung oder Vermögensmasse, die in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem Staat belegen ist, auf den das Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR-Abkommen) Anwendung findet, und die nach § 5 Absatz 1 Nummer 9 des Körperschaftsteuergesetzes in Verbindung mit § 5 Absatz 2 Nummer 2 zweiter Halbsatz des Körperschaftsteuergesetzes steuerbefreit wäre, wenn sie inländische Einkünfte erzielen würde,geleistet werden. 3Für nicht im Inland ansässige Zuwendungsempfänger nach Satz 2 ist weitere Voraussetzung, dass durch diese Staaten Amtshilfe und Unterstützung bei der Beitreibung geleistet werden. 4Amtshilfe ist der Auskunftsaustausch im Sinne oder entsprechend der Richtlinie 77/799/EWG einschließlich der in diesem Zusammenhang anzuwendenden Durchführungsbestimmungen in den für den jeweiligen Veranlagungszeitraum geltenden Fassungen oder eines entsprechenden Nachfolgerechtsaktes. 5Beitreibung ist die gegenseitige Unterstützung bei der Beitreibung von Forderungen im Sinne oder entsprechend der Richtlinie 2008/55/EG des Rates vom 26. Mai 2008 über die gegenseitige Unterstützung bei der Beitreibung von Forderungen in Bezug auf bestimmte Abgaben, Zölle, Steuern und sonstige Maßnahmen (ABl. L 150 vom 10.6.2008, S. 28) einschließlich der in diesem Zusammenhang anzuwendenden Durchführungsbestimmungen in den für den jeweiligen Veranlagungszeitraum geltenden Fassungen oder eines entsprechenden Nachfolgerechtsaktes. 6Werden die steuerbegünstigten Zwecke des Zuwendungsempfängers im Sinne von Satz 2 Nummer 1 nur im Ausland verwirklicht, ist für den Sonderausgabenabzug Voraussetzung, dass natürliche Personen, die ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Geltungsbereich dieses Gesetzes haben, gefördert werden oder dass die Tätigkeit dieses Zuwendungsempfängers neben der Verwirklichung der steuerbegünstigten Zwecke auch zum Ansehen der Bundesrepublik Deutschland beitragen kann. 7Abziehbar sind auch Mitgliedsbeiträge an Körperschaften, die Kunst und Kultur gemäß § 52 Absatz 2 Nummer 5 der Abgabenordnung fördern, soweit es sich nicht um Mitgliedsbeiträge nach Satz 8 Nummer 2 handelt, auch wenn den Mitgliedern Vergünstigungen gewährt werden. 8Nicht abziehbar sind Mitgliedsbeiträge an Körperschaften, die
den Sport (§ 52 Absatz 2 Nummer 21 der Abgabenordnung),
die Heimatpflege und Heimatkunde (§ 52 Absatz 2 Nummer 22 der Abgabenordnung) oder
Zwecke im Sinne des § 52 Absatz 2 Nummer 23 der Abgabenordnungfördern. 9Abziehbare Zuwendungen, die die Höchstbeträge nach Satz 1 überschreiten oder die den um die Beträge nach § 10 Absatz 3 und 4, § 10c und § 10d verminderten Gesamtbetrag der Einkünfte übersteigen, sind im Rahmen der Höchstbeträge in den folgenden Veranlagungszeiträumen als Sonderausgaben abzuziehen. 10§ 10d Absatz 4 gilt entsprechend.
(1a) 1Spenden zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke im Sinne der §§ 52 bis 54 der Abgabenordnung in den Vermögensstock einer Stiftung, welche die Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 2 bis 6 erfüllt, können auf Antrag des Steuerpflichtigen im Veranlagungszeitraum der Zuwendung und in den folgenden neun Veranlagungszeiträumen bis zu einem Gesamtbetrag von 1 Million Euro zusätzlich zu den Höchstbeträgen nach Absatz 1 Satz 1 abgezogen werden. 2Der besondere Abzugsbetrag nach Satz 1 bezieht sich auf den gesamten Zehnjahreszeitraum und kann der Höhe nach innerhalb dieses Zeitraums nur einmal in Anspruch genommen werden. 3§ 10d Absatz 4 gilt entsprechend.
(2) 1Zuwendungen an politische Parteien im Sinne des § 2 des Parteiengesetzes sind bis zur Höhe von insgesamt 1 650 Euro und im Fall der Zusammenveranlagung von Ehegatten bis zur Höhe von insgesamt 3 300 Euro im Kalenderjahr abzugsfähig. 2Sie können nur insoweit als Sonderausgaben abgezogen werden, als für sie nicht eine Steuerermäßigung nach § 34g gewährt worden ist.
(3) 1Als Zuwendung im Sinne dieser Vorschrift gilt auch die Zuwendung von Wirtschaftsgütern mit Ausnahme von Nutzungen und Leistungen. 2Ist das Wirtschaftsgut unmittelbar vor seiner Zuwendung einem Betriebsvermögen entnommen worden, so darf bei der Ermittlung der Zuwendungshöhe der bei der Entnahme angesetzte Wert nicht überschritten werden. 3Ansonsten bestimmt sich die Höhe der Zuwendung nach dem gemeinen Wert des zugewendeten Wirtschaftsguts, wenn dessen Veräußerung im Zeitpunkt der Zuwendung keinen Besteuerungstatbestand erfüllen würde. 4In allen übrigen Fällen dürfen bei der Ermittlung der Zuwendungshöhe die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten nur überschritten werden, soweit eine Gewinnrealisierung stattgefunden hat. 5Aufwendungen zugunsten einer Körperschaft, die zum Empfang steuerlich abziehbarer Zuwendungen berechtigt ist, können nur abgezogen werden, wenn ein Anspruch auf die Erstattung der Aufwendungen durch Vertrag oder Satzung eingeräumt und auf die Erstattung verzichtet worden ist. 6Der Anspruch darf nicht unter der Bedingung des Verzichts eingeräumt worden sein.
(4) 1Der Steuerpflichtige darf auf die Richtigkeit der Bestätigung über Spenden und Mitgliedsbeiträge vertrauen, es sei denn, dass er die Bestätigung durch unlautere Mittel oder falsche Angaben erwirkt hat oder dass ihm die Unrichtigkeit der Bestätigung bekannt oder infolge grober Fahrlässigkeit nicht bekannt war. 2Wer vorsätzlich oder grob fahrlässig eine unrichtige Bestätigung ausstellt oder wer veranlasst, dass Zuwendungen nicht zu den in der Bestätigung angegebenen steuerbegünstigten Zwecken verwendet werden, haftet für die entgangene Steuer. 3Diese ist mit 30 Prozent des zugewendeten Betrags anzusetzen. 4In den Fällen des Satzes 2 zweite Alternative (Veranlasserhaftung) ist vorrangig der Zuwendungsempfänger in Anspruch zu nehmen; die in diesen Fällen für den Zuwendungsempfänger handelnden natürlichen Personen sind nur in Anspruch zu nehmen, wenn die entgangene Steuer nicht nach § 47 der Abgabenordnung erloschen ist und Vollstreckungsmaßnahmen gegen den Zuwendungsempfänger nicht erfolgreich sind. 5Die Festsetzungsfrist für Haftungsansprüche nach Satz 2 läuft nicht ab, solange die Festsetzungsfrist für von dem Empfänger der Zuwendung geschuldete Körperschaftsteuer für den Veranlagungszeitraum nicht abgelaufen ist, in dem die unrichtige Bestätigung ausgestellt worden ist oder veranlasst wurde, dass die Zuwendung nicht zu den in der Bestätigung angegebenen steuerbegünstigten Zwecken verwendet worden ist; § 191 Absatz 5 der Abgabenordnung ist nicht anzuwenden.
() Fußnote § 10b: Zur Anwendung vgl. § 52 Abs. 24e 1
§ 41b – Abschluss des Lohnsteuerabzugs
(1) 1Bei Beendigung eines Dienstverhältnisses oder am Ende des Kalenderjahres hat der Arbeitgeber das Lohnkonto des Arbeitnehmers abzuschließen. 2Auf Grund der Eintragungen im Lohnkonto hat der Arbeitgeber spätestens bis zum 28. Februar des Folgejahres nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz auf elektronischem Weg nach Maßgabe der Steuerdaten-Übermittlungsverordnung vom 28. Januar 2003 (BGBl. I S. 139), zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 26. Juni 2007 (BGBl. I S. 1185), in der jeweils geltenden Fassung, insbesondere folgende Angaben zu übermitteln (elektronische Lohnsteuerbescheinigung):
Name, Vorname, Geburtsdatum und Anschrift des Arbeitnehmers, die auf der Lohnsteuerkarte oder der entsprechenden Bescheinigung eingetragenen Besteuerungsmerkmale, den amtlichen Schlüssel der Gemeinde, die die Lohnsteuerkarte ausgestellt hat, die Bezeichnung und die Nummer des Finanzamts, an das die Lohnsteuer abgeführt worden ist sowie die Steuernummer des Arbeitgebers,
die Dauer des Dienstverhältnisses während des Kalenderjahres sowie die Anzahl der nach § 41 Absatz 1 Satz 6 vermerkten Großbuchstaben U,
die Art und Höhe des gezahlten Arbeitslohns sowie den nach § 41 Absatz 1 Satz 7 vermerkten Großbuchstaben S,
die einbehaltene Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer,
das Kurzarbeitergeld, das Schlechtwettergeld, das Winterausfallgeld, den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach dem Mutterschutzgesetz, die Entschädigungen für Verdienstausfall nach dem Infektionsschutzgesetz vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), zuletzt geändert durch Artikel 11 § 3 des Gesetzes vom 6. August 2002 (BGBl. I S. 3082), in der jeweils geltenden Fassung, sowie die nach § 3 Nummer 28 steuerfreien Aufstockungsbeträge oder Zuschläge,
die auf die Entfernungspauschale anzurechnenden steuerfreien Arbeitgeberleistungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte,
die pauschal besteuerten Arbeitgeberleistungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte,
für die steuerfreie Sammelbeförderung nach § 3 Nummer 32 den Großbuchstaben F,
die nach § 3 Nummer 13 und 16 steuerfrei gezahlten Verpflegungszuschüsse und Vergütungen bei doppelter Haushaltsführung,
Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen und an berufsständische Versorgungseinrichtungen, getrennt nach Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil,
die nach § 3 Nummer 62 gezahlten Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung,
die Beiträge des Arbeitnehmers zur gesetzlichen Krankenversicherung und zur sozialen Pflegeversicherung,
die Beiträge des Arbeitnehmers zur Arbeitslosenversicherung,
den nach § 39b Absatz 2 Satz 5 Nummer 3 Buchstabe d berücksichtigten Teilbetrag der Vorsorgepauschale.3Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer einen nach amtlich vorgeschriebenem Muster gefertigten Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung mit Angabe des lohnsteuerlichen Ordnungsmerkmals (Absatz 2) auszuhändigen oder elektronisch bereitzustellen. 4Wenn das Dienstverhältnis vor Ablauf des Kalenderjahres beendet wird, hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer die Lohnsteuerkarte auszuhändigen. 5Nach Ablauf des Kalenderjahres darf der Arbeitgeber die Lohnsteuerkarte nur aushändigen, wenn sie eine Lohnsteuerbescheinigung enthält und der Arbeitnehmer zur Einkommensteuer veranlagt wird. 6Dem Arbeitnehmer nicht ausgehändigte Lohnsteuerkarten ohne Lohnsteuerbescheinigungen kann der Arbeitgeber vernichten; nicht ausgehändigte Lohnsteuerkarten mit Lohnsteuerbescheinigungen hat er dem Betriebsstättenfinanzamt einzureichen.
(2) 1Für die Datenübermittlung nach Absatz 1 Satz 2 hat der Arbeitgeber aus dem Namen, Vornamen und Geburtsdatum des Arbeitnehmers ein Ordnungsmerkmal nach amtlich festgelegter Regel für den Arbeitnehmer zu bilden und zu verwenden. 2Das lohnsteuerliche Ordnungsmerkmal darf nur erhoben, gebildet, verarbeitet oder genutzt werden für die Zuordnung der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung oder sonstiger für das Besteuerungsverfahren erforderlicher Daten zu einem bestimmten Steuerpflichtigen und für Zwecke des Besteuerungsverfahrens. 3Nach Vergabe der Identifikationsnummer (§ 139b der Abgabenordnung) hat der Arbeitgeber für die Datenübermittlung anstelle des lohnsteuerlichen Ordnungsmerkmals die Identifikationsnummer des Arbeitnehmers zu verwenden. 4Das Bundesministerium der Finanzen teilt den Zeitpunkt der erstmaligen Verwendung durch ein im Bundessteuerblatt zu veröffentlichendes Schreiben mit. 5Der nach Maßgabe der Steuerdaten-Übermittlungsverordnung authentifizierte Arbeitgeber kann die Identifikationsnummer des Arbeitnehmers für die Übermittlung der Lohnsteuerbescheinigung 2010 beim Bundeszentralamt für Steuern erheben. 6Das Bundeszentralamt für Steuern teilt dem Arbeitgeber die Identifikationsnummer des Arbeitnehmers mit, sofern die übermittelten Daten mit den nach § 139b Absatz 3 der Abgabenordnung beim Bundeszentralamt für Steuern gespeicherten Daten übereinstimmen. 7Die Anfrage des Arbeitgebers und die Antwort des Bundeszentralamtes für Steuern sind über die zentrale Stelle (§ 81) zu übermitteln. 8§ 22a Absatz 2 Satz 5 bis 8 ist entsprechend anzuwenden.
(3) 1Ein Arbeitgeber ohne maschinelle Lohnabrechnung, der ausschließlich Arbeitnehmer im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung in seinem Privathaushalt im Sinne des § 8a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch beschäftigt und keine elektronische Lohnsteuerbescheinigung erteilt, hat anstelle der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung eine entsprechende Lohnsteuerbescheinigung auf der Lohnsteuerkarte des Arbeitnehmers zu erteilen. 2Liegt dem Arbeitgeber eine Lohnsteuerkarte des Arbeitnehmers nicht vor, hat er die Lohnsteuerbescheinigung nach amtlich vorgeschriebenem Muster zu erteilen. 3Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer die Lohnsteuerbescheinigung auszuhändigen, wenn das Dienstverhältnis vor Ablauf des Kalenderjahres beendet wird oder der Arbeitnehmer zur Einkommensteuer veranlagt wird. 4In den übrigen Fällen hat der Arbeitgeber die Lohnsteuerbescheinigung dem Betriebsstättenfinanzamt einzureichen.
(4) Die Absätze 1 bis 3 gelten nicht für Arbeitnehmer, soweit sie Arbeitslohn bezogen haben, der nach den §§ 40 bis 40b pauschal besteuert worden ist.
() Fußnote § 41b: Zur Anwendung vgl. § 52 Abs. 52c
BMF-Schreiben vom 22.09.15
Inhalt dieses BMF-Schreibens sind insbesondere folgende Maßnahmen:
Spendenaktionen von gemeinnützigen Körperschaften zur Förderung der Hilfe für Flüchtlinge
Maßnahmen steuerbegünstigter Körperschaften zur Unterstützung von Flüchtlingen
Besonders hervorgehoben werden sollen in diesem Beitrag insbesondere die Maßnahmen, die in der Lohn- und Gehaltsabrechnung von Bedeutung sind.
Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, ihren Beitrag zur Unterstützung der Flüchtlinge zu leisten. In diesem Zusammenhang haben Arbeitnehmer nach Maßgabe von Tz. V des BMF-Schreibens vom 22.09.15 die Möglichkeit, steuermindernd auf die Auszahlung von Teilen ihres Arbeitslohnes bzw. auf Teile eines angesammelten Wertguthabens bei Zeitwertkonten durch Arbeitslohnverzicht zu verzichten. Stattdessen überweist der Arbeitgeber die Arbeitslohnspende des Arbeitnehmers auf ein Spendenkonto einer spendenempfangsberechtigten Einrichtung im Sinne des § 10b Absatz 1 Satz 2 EStG.
Der gespendete Arbeitslohn braucht nicht im Rahmen der Lohn- und Gehaltsabrechnung der Lohnversteuerung zu unterworfen zu werden. Das bedeutet, dass der Arbeitslohnverzicht das lohnsteuerpflichtige Einkommen und damit die persönliche Steuerlast des Arbeitnehmers vermindert.
Bitte beachten Sie, dass der nicht lohnversteuerte Arbeitslohn vom Arbeitgeber zwar grundsätzlich im Lohnkonto aufzuzeichnen ist. Aus Vereinfachungsgründen kann auf die Aufzeichnung im Lohnkonto verzichtet werden, wenn der Arbeitnehmer den Verzicht schriftlich erklärt hat und der Arbeitgeber diese Erklärung als Anlage zum Lohnkonto nimmt. Der Arbeitgeber braucht den außer Ansatz bleibenden, nicht im Lohnkonto aufgezeichnete Arbeitslohn auch nicht in der Lohnsteuerbescheinigung (vgl. § 41b Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 EStG anzugeben.
Bitte weisen Sie Ihre Arbeitnehmer darauf hin, dass die vom Arbeitnehmer gespendeten Beträge nicht im Rahmen der persönlichen Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden können.
Diese Maßnahmen gelten grundsätzlich für alle Arbeitnehmer, d.h. auch für Gesellschafter-Geschäftsführer von Kapitalgesellschaften, die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit beziehen. Von entscheidender Bedeutung ist jedoch, dass der Gesellschafter-Geschäftsführer vor Fälligkeit seiner Bezüge auf Teile seines Arbeitslohnes verzichtet. Verzichtet der Gesellschafter-Geschäftsführer erst nach Fälligkeit seiner Bezüge auf den Arbeitslohn, handelt es sich um Einkommensverwendung. In diesem Fall gilt der Arbeitslohn lohnsteuerlich als zugeflossen und muss vollumfänglich der Lohnversteuerung unterworfen werden. Die Fälligkeit der Vergütung für den Gesellschafter-Geschäftsführer richtet sich nach den jeweiligen Vereinbarungen im Anstellungsvertrag.
Aufsichtsratsmitglieder von Kapitalgesellschaften
Eine Sonderregelung gilt für Aufsichtsratsmitglieder von Kapitalgesellschaften. Die oben dargestellten lohnsteuerlichen Regelungen gelten grundsätzlich auch für Aufsichtsratsmitglieder, die auf Teile ihrer Aufsichtsratsvergütung zugunsten der Flüchtlinge verzichten.
Aus Sicht des Arbeitgebers handelt es sich nicht um Spenden der Kapitalgesellschaft, sondern um Aufsichtsratsvergütungen, für die § 10 Absatz 4 KStG zur Anwendung kommt. In diesem Zusammenhang gelten die Hälfte der gezahlten Aufsichtsratsvergütungen als nicht abzugsfähige Betriebsausgaben.