Source: https://www.jusmeum.de/urteil/bverfg/459632a2bfdf4f28c18ee642d2c574c0ef1a57be92447495c0a622b44119fa04
Timestamp: 2019-01-16 09:58:43
Document Index: 181435212

Matched Legal Cases: ['§ 93', '§ 93', '§ 90', '§ 93', 'Art. 19', '§ 124', 'Art. 10', '§ 124']

BVerfG, 2 BvR 1699/98: BVerfG: verfassungsbeschwerde, bekanntmachung, beweismittel, zustellung, copyright, presse, bibliothek, organisation
Urteil des BVerfG vom 27.09.2000, 2 BvR 1699/98
2 BvR 1699/98
BVerfG: verfassungsbeschwerde, bekanntmachung, beweismittel, zustellung, copyright, presse, bibliothek, organisation
Verfassungsbeschwerde, Bekanntmachung, Beweismittel, Zustellung, Copyright, Presse, Bibliothek, Organisation
- 2 BvR 1699/98 -
des jugoslawischen Staatsangehörigen N...
- Bevollmächtigte: Rechtsanwälte Fred-J. Hullerum und Koll., Schießgrabenstraße 11, Lüneburg -
gegen den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. August 1998 - BVerwG 9 B 465.98 -
gemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 27. September 2000 einstimmig beschlossen:
Der Verfassungsbeschwerde kommt keine grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung zu und ihre Annahme ist mangels hinreichender Aussicht auf Erfolg nicht zur Durchsetzung der in § 90 Abs. 1 BVerfGG genannten Rechte angezeigt (§ 93a Abs. 2 BVerfGG).
Der geltend gemachte Verstoß gegen Art. 19 Abs. 4 GG durch den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts liegt schon deshalb nicht vor, weil die Vorschrift des § 124a Abs. 3 VwGO, auf deren Nichtbeachtung der Beschwerdeführer die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision gestützt hat, vorliegend nicht anwendbar ist. Gemäß Art. 10 Abs. 1 Nr. 2 des 6. VwGOÄndG vom 1. November 1996 (BGBl I S. 1630) richtet sich die Zulässigkeit der Berufung nach dem bisherigen Recht, da das Urteil des Verwaltungsgerichts Lüneburg vor dem 1. Januar 1997 zum Zweck der Zustellung an die Parteien herausgegeben wurde. Anwendbar ist danach § 124 Abs. 3 Satz 2 VwGO (a.F.), wonach die zur Begründung der Berufung dienenden Tatsachen und Beweismittel angegeben werden sollten; das Ausbleiben einer solchen Berufungsbegründung hatte keine für den Berufungsführer nachteiligen Rechtsfolgen (vgl. BVerwGE 107, 117 <119>).