Source: http://www.freigeisterchen.de/religionsunterricht
Timestamp: 2017-11-25 01:59:20
Document Index: 25854782

Matched Legal Cases: ['§7', '§ 10', '§10', '§ 18', '§18', '§ 19', '§19', '§46']

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Kosten für den Religionsunterricht
Religionsunterricht in den Bundesländern
Rechtliche Grundlage für Religionsunterricht im Schleswig-Holstein (SH)
Rechtliche Grundlage für Religionsunterricht im Saarland (SL)
Rechtliche Grundlage für Religionsunterricht im Sachsen (SN)
Rechtliche Grundlage für Religionsunterricht im Sachsen-Anhalt (ST)
Rechtliche Grundlage für Religionsunterricht im Thüringen (TH)
Auf dieser Seite sind die Grundlagen für den RU in den einzelnen Ländern zu finden.
Siehe auch: Schulgesetze; Abschaffung des Religionsunterrichtes und Abmeldung vom Religionsunterricht
Religionsunterricht ist ein traditionelles Streitfeld von Staat, Kirchen und Eltern. Seit dem Mittelalter bis ins Jahr 1918 waren die Kirchen für die Schulen in Deutschland zuständig. Die Verweltlichung des Schulen stieß auf heftige kirchliche Gegenwehr - welche in der Weimarer Republik ein Volks-Schulgesetz erfolgreich verhinderte. Von der Demokratie befreit, beschlossen die Katholische Kirche dann mit den Nationalsozialisten das sog. Reichskonkordat, welches ihnen Konfessionsschulen garantierte. In der Bundesrepublik gaben sich die Kirchen als Opfer aus und forderten - in Verdrehung der Tatsachen ihrer Mittäterschaft im Dritten Reich (ein Thema, an dem niemand gerade wirklich interessiert war) - eine „Rechristianisierung Deutschlands“. Das Ergebnis der Verhandlungen war der Artikel 7 des Grundgesetzes, dessen Formulierung unklar und unsauber war wie kaum ein anderer.
In Deutschland wurden in 2009 an allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen für Religionslehrer insgesamt 1,7 Mrd. Euro ausgegeben.1)
Artikel 7 des Grundgesetzes bestimmt „Der Religionsunterricht ist in den öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen ordentliches Lehrfach.“ - dieser Verfassungsauftrag wird von den einzelnen Ländern unterschiedlich ausgeführt. Ausser in Bremen, Berlin und Brandenburg ist Religion in allen Bundesländern ordentliches Lehrfach.
Ggfs. wird Ersatzunterricht (in weiterführenden Schulen) angeboten, in Grundschulen besteht lediglich eine Aufsichtspflicht seitens der Schule für das Kind, eine Teilnahmeverpflichtung am Religionsunterricht besteht nicht! Siehe auch: Teilnahme an religiösem Unterricht, Riten und Kulthandlungen
Rechtliche Grundlagen für Religionsunterricht in Hamburg (HH)
§7 SchulG
§ 10 - Grundsätze
(3) Der Religionsunterricht wird nach Bekenntnissen getrennt in Übereinstimmung mit den Lehren und Grundsätzen der betreffenden Kirche oder Religionsgemeinschaft erteilt. §10 SchoG
§ 18 - Religionsunterricht
§18 SchulG
§ 19 - Religions- und Ethikunterricht
(2) Die Schülerinnen und Schüler nehmen entweder am Religionsunterricht oder am Ethikunterricht teil.
(3) Der Religionsunterricht wird in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Die Schulbehörden erlassen die Richtlinien und genehmigen die Lehrbücher im Einvernehmen mit den Religionsgemeinschaften.
(4) Im Fach Ethik werden den Schülerinnen und Schülern das Verständnis für ethische Werte und Normen sowie der Zugang zu philosophischen und religiösen Fragen vermittelt.
(5) Der Unterricht in diesen Fächern wird eingerichtet, sobald hierfür die erforderlichen Unterrichtsangebote entwickelt sind und geeignete Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung stehen
§19 SchulG LSA
§46 ThürSchulG
Reli Adieu - Gesetze und Erlasse
Materialsammlung Schule, Bildung, Lehre und Forschung
Frerk, Violettbuch Kirchenfinanzen 2010, S. 144
religionsunterricht.txt · Zuletzt geändert: 2014/10/15 11:52 von hkolbe