Source: https://www.elo-forum.org/alg-i/179171-vermittlungsvorschlag-trotz-gutachten.html
Timestamp: 2018-05-24 12:27:35
Document Index: 307764504

Matched Legal Cases: ['§ 145', '§ 136', '§ 159', '§ 136', '§ 137', '§ 145', '§ 145', '§ 145', '§ 137', '§ 145']

Vermittlungsvorschlag trotz Gutachten - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
Start > Information > ALG I -> Vermittlungsvorschlag trotz Gutachten
Post #2158535 (1)
Vermittlungsvorschlag trotz Gutachten
meine Frau ist seit 05/2015 wegen Depressionen krank geschrieben und seit 10/2016 durch die KK ausgesteuert aber weiterhin AU.
Gutachten durch dem Medizinischen Dienst wurde erstellt. Darin steht:
Kein Fall nach § 145 STGB III
“Es ist im Hinblick auf soziale Absicherung von einem vollschichtigen Leistungsvermögen für stressarme Arbeiten mit vielfältigen qualitativen Einschränkungen auszugehen.
Eine neue Begutachtung ist in 3 Monaten anzustreben auch im Hinblick auf berufliche Rehamaßnahmen. Bis zu diesem Zeitpunkt ist ein erheblich eingeschränkten aber nicht aufgehobens Leistungsvermögen zu unterstellen. Eine Rückkehr an den alten Arbeitsplatz ist nicht zu empfehlen.
Bei dem Gespräch im Dezember wurde eine EGV mit RFB in einem relativ unwahrscheinlich Job ausgefüllt da es laut dem alten Vermittler keinen stressfreien Job gib damit sie aber fiktiv dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.
Mittlerweile gibt es eine neue Vermittlerin die uns erstmal sagte das wir keine AU mehr abgeben sollen und das im März ein neuer Termin mit dem ärztlichen Dienst gemacht wird.
Heute flatterte ein Vermittlungsvorschlag für ihren alten Job wahlweise Vollzeit, Teilzeit oder GFB ins Haus aber ohne RFB nur mit Antwortschreiben.
Meine Frau ist weiterhin durch den Hausarzt AU geschrieben. ALG 1 ist nach § 136 Stgb III für ein Kahr genehmigt.
Wie sollen wir uns jetzt verhalten? Muss sie sich bewerben?
Mehr Beiträge von Acxiss finden
AW: Vermittlungsvorschlag trotz Gutachten
Acxiss, nur aus Vermittlungsvorschlägen (VV's) heraus, die eine Rechtsfolgenbelehrung (RFB) enthalten, kann und darf die Agentur für Arbeit (AfA) Sperrzeiten verhängen.
Aus einem VV heraus, der keine RFB enthält, darf die AfA keine Sperrzeit verhängen. Dies geht im Umkehrschluss aus § 159 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB III hervor, ich zitiere:
Den VV, den Deine Frau erhalten hat, und der keine RFB enthält, kann Deine Frau deswegen getrost ignorieren. Sie muss noch nicht einmal den Rückmeldebogen, der Bestandteil des VV's ist, ausfüllen und an die AfA zurückschicken.
Okay alles klar.....
Versteh nur net warum die uns sowas schicken. Der erste Vermittler und auch der ÄD haben uns gesagt das bis März erstmal nix passiert und wir auch keine Bewerbungen schreiben müssen.
08.01.2017, 13:44 #4
Das was euch die meisten SB erzählen ist sowieso nur Schall und Rauch, immer schriftlich Verlangen mit der dazugehörigen Rechtsgrundlage.
Ich würde immer schön weiter die AU beim Amt einreichen, egal was mir ein SB dort versucht zu erzählen.
08.01.2017, 19:12 #5
soll ich morgen mal dort anrufen und den Hintergrund des VV erfragen oder schießt man sich damit ein Eigentor?
Kann mir jemand noch erklären was dieser Satz bedeuten kann/soll:
"es ist ein erheblich eingeschränkten aber nicht aufgehobenes Leistungsvermögen zu unterstellen."
Die Begründung der SB für die AU war, dass sie ja jetzt wissen das meine Frau wegen der Krankheit AU ist und wir nun nur noch eine AU bei denen abgegeben müssen wenn sie wegen einer anderen Krankheit AU ist. ich versteh das auch nicht so ganz AU ist doch AU und bei ihr ist es ja nicht so das es erst seit gestern ist....... die aktuelle AU geht bis Mitte Februar!
08.01.2017, 19:29 #6
soll ich morgen mal dort anrufen und den Hintergrund des VV erfragen ob schießt man sich damit ein Eigentor?
08.01.2017, 20:08 #7
Will halt einfach mal wissen warum der kam...
08.01.2017, 20:43 #8
Weil deine Frau nicht aufgrund Nahtlosigkeitkeit ALG 1 bekommt, sondern ganz normal nach § 136 SGB III, da die Untersuchung beim MD der BA ergeben hat, dass sie nicht erwerbsunfähig unter 3h/Tag ist. Sie muss sich also mit ihrem Restleistungsvermögen der Vermittlung zur Verfügung gestellt haben, ansonsten wäre ALG 1 abgelehnt worden. Und wenn man lt. der Untersuchung erwerbsfähig ist und mit seinem Restleistungsvermögen arbeiten kann, dann bekommt man auch Vermittlungsvorschläge.
Das einzige, was wohl nicht korrekt gelaufen ist, ist, dass kein Berufswunsch in Verbis eingegeben wurde, der leidensgerecht sein könnte, es sei denn, der alte Beruf wäre doch (noch) leidensgerecht. Das kann man aus der Ferne nicht beurteilen.
Würde die BA die durchgehende Arbeitsunfähigkeit als solche werten (DURCHGEHEND), obwohl eben die medizinische Untersuchung beim MD ergeben hat, dass Arbeitsfähigkeit vorliegt (wenn auch nur eingeschränkt), dann müsste das ALG 1 eingestellt werden. Denn dann steht sie seit Antragstellung und entgegen der von ihr getätigten Angabe, sich im Umfang ihres Restleistungsvermögens zur Verfügung zu stellen, eben NICHT zur Verfügung. Und hätte demnach keinen Anspruch auf ALG 1.
Kurz gesagt: Eurer Problem ist, dass sie ALG 1 nach § 137 SGB III bekommt und nicht nach § 145 SGB III, weil sie lt. MD nicht so krank ist, wie sie denkt, krank zu sein.
08.01.2017, 22:05 #9
Hm okay muss sie sich jetzt auf den VV bewerben oder kann sie sich bewerben......ich verstehe langsam nix mehr :)
08.01.2017, 22:13 #10
Da der VV ohne RFB ist braucht deine Frau sich nicht auf den VV zu bewerben und hat auch mit keiner Sanktion zu rechnen.
08.01.2017, 22:23 #11
Bewerben muss deine Frau sich generell nicht, denn Gutachten sagt aus nix mehr mit der bisherigen Tätigkeit ebenso fehlt die RFB.
Das Angebot nicht in die Tonne kloppen sondern schön abheften!!
Dann verstehe ich so einiges nicht z.b. ausgesteuert aber nicht nach § 145 SGB III.
08.01.2017, 23:10 #12
Das habe ich doch erläutert. In solchen Fällen wird der MD eingeschaltet. Wenn der im Gutachten feststellt, dass auch seiner Meinung nach keine 3h/Tag möglich sind, gibt es ALG 1 gem. § 145 SGB III. Wenn er aber meint, es liegt noch ein Leistungsvermögen von über 3h/Tag vor, dann muss sich der Betreffende im Rahmen dieses Restleistungsvermögens verfügbar erklären und bekommt ALG 1 nach § 137 SGB III. Erklärt er sich weiter als nicht verfügbar, wird ALG 1 abgelehnt.
08.01.2017, 23:13 #13
Das ergibt sich aus dem Eingangsbeitrag des TE, das augrund des Gutachten des MD der Arbeitsagentur der § 145 SGB III.keine Anwendung findet,, da der TE aufgrund des Gutachtens wohl mehr wie 15 Stunden wöchentlich Leistungsfähig ist
08.01.2017, 23:41 #14
Der Schlüssel liegt laut dem alten SB in dem Wort “Stressarme leichte Tätigkeit“. So eine Tätigkeit gibt es laut im nicht und auch die EGV die er nur wegen seinem Controller gemacht hat enthält einen völlig abstrusen Job als Pförtner, wo uns allen klar ist das sie diesen Job nie findet....ich hoffe nicht das die neue SB jetzt durchdreht....das wäre dem Heilungsverlauf nicht förderlich...eher das Gegenteil.
08.01.2017, 23:45 #15
Es ist aber schon etwas seltsam, jemandem einen VV fuer genau die Stelle zu schicken, die lt. Gutachten nicht empfohlen wird. Kann da mal wieder jemand nicht lesen?
09.01.2017, 00:51 #16
Ich ruf morgen trotzdem mal an und lass mir das mal erklären....
09.01.2017, 01:15 #17
Mach das schriftlich, dann kann man sich nicht so leicht rausreden.
09.01.2017, 15:21 #18
So jetzt aber, eine Mail und ein Anruf hat folgendes erbracht:
Der VV kam nicht von unserer Agentur sondern von der aus dem Nachbar- Landkreis. Wir müssen uns nicht bewerben und die SB (war wirklich sehr sehr nett) hat es nochmal in die Akte geschrieben das keine VV zugeschickt werden dürfen. Bei unserem nächsten Termin Anfang März wird dann durch den ÄD neu entschieden. Bis dahin müssen wir nichts unternehmen...
Ein Glück. Danke für eure Beiträge
Vermittlungsvorschlag vs. ärztliches Gutachten Jakob Allgemeine Fragen 2 06.03.2016 22:55
Sanktionen bis zu 60% trotz AU und Gutachten Anonym1 ALG II 9 22.04.2013 18:11
Massnahme trotz ärztliches Gutachten Shiva2204 ALG II 11 18.09.2012 18:12
Vermittlungsvorschlag trotz AU ? Edley Allgemeine Fragen 3 21.10.2011 10:42