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Timestamp: 2016-10-24 16:07:24
Document Index: 64744657

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE']

Die 1954 geborene A.________ meldete sich am 25. Januar 2008 erneut zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an, nachdem die IV-Stelle des Kantons Thurgau mit Verf�gungen vom 18. Juli 2003 und vom 14./19. Februar 2007 (best�tigt mit Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2008) die fr�heren Rentengesuche abgewiesen hatte. Nach umfangreichen medizinischen Abkl�rungen, insbesondere der Einholung eines polydisziplin�ren Gutachtens der MEDAS Spital X.________ vom 5. Januar 2009 und dem Beizug eines erg�nzenden Berichts dieser MEDAS vom 22. Februar 2010, basierend auf einer zus�tzlichen neuropsychologischen Untersuchung vom 21. Januar 2010, sowie einer erneuten Stellungnahme der MEDAS vom 10. September 2010 gew�hrte die IV-Stelle eine befristete ganze Invalidenrente f�r die Zeit vom 1. April bis 30. Juni 2008 (Verf�gung vom 20. Oktober 2011).
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst die Versicherte beantragen, unter Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides sei ihr sp�testens ab Januar 2010 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Durchf�hrung einer neuropsychologischen Oberbegutachtung an die IV-Stelle zur�ckzuweisen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).
Streitig und zu pr�fen ist der Anspruch der Versicherten auf eine �ber die befristete ganze Rente hinausgehende Rente der Invalidenversicherung. Das kantonale Gericht hat die f�r die Beurteilung der Streitsache massgebenden Bestimmungen und Grunds�tze zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.1 Nach �berzeugender W�rdigung der medizinischen Aktenlage hat das kantonale Gericht gest�tzt auf das polydisziplin�re Gutachten der MEDAS Spital X.________ vom 5. Januar 2009 und deren erg�nzenden Bericht vom 22. Februar 2010, basierend auf einer neuropsychologischen Untersuchung durch Dr. med. N.________, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie sowie f�r Neurologie, vom 21. Januar 2010, sowie einer zus�tzlichen Stellungnahme der MEDAS vom 10. September 2010 (zur Arbeitsf�higkeit aus integraler Sicht des Hauptgutachters) festgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin in einem Pensum von insgesamt sechs Stunden t�glich (aufgeteilt in zwei Bl�cke zu jeweils drei Stunden) mit der Notwendigkeit einer zwischenzeitlichen Ruhepause f�r einfache geistige T�tigkeiten (ohne besondere Verantwortungsgrade, ohne besonderen Zeitdruck unter Ausschluss von T�tigkeiten mit mittleren oder gar h�heren Anforderungen an die kognitiven F�higkeiten) einsetzbar ist. Dies entspreche einer Arbeitsf�higkeit von 70 %. F�r die angestammte T�tigkeit im Bereich der Gastronomie bzw. als Kioskverk�uferin wurde eine Arbeitsf�higkeit ausgeschlossen. Dies ist nicht zu beanstanden.
2.2 Die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin sind nicht geeignet, die f�r das Bundesgericht verbindlichen tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz zur Arbeitsf�higkeit als offensichtlich unrichtig oder sonst wie bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen (Art. 97 Abs. 1 und 105 Abs. 2 BGG). Insbesondere gen�gen sie nicht, Zweifel an der fachlichen Qualifikation des Dr. med. N.________ und damit am Beweiswert der MEDAS-Begutachtung zu begr�nden. Auf die Durchf�hrung einer neuropsychologischen Oberbegutachtung kann mithin verzichtet werden (antizipierte Beweisw�rdigung (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162).
3.1 Hinsichtlich des f�r die Invalidit�tsbemessung massgebenden Einkommensvergleichs r�gt die Beschwerdef�hrerin ausschliesslich die H�he des durch die Vorinstanz mit Bezug auf das Invalideneinkommen gew�hrten Abzugs vom Tabellenlohn LSE (TA1, Total, Frauen, Anspruchsniveau 4) von 10 % und verlangt einen Abzug von mindestens 15 %. Diesbez�glich ist darauf hinzuweisen, dass die Frage nach der H�he des Abzuges eine typische Ermessensfrage beschl�gt und letztinstanzlicher Korrektur somit nur dort zug�nglich ist, wo das Ermessen durch das kantonale Gericht rechtsfehlerhaft ausge�bt wurde, also eine Ermessens�berschreitung, -missbrauch oder -unterschreitung vorliegt (BGE 137 V 71 E. 5.1 S. 72 f. mit Hinweis auf BGE 132 V 393 E. 3.3 in fine S. 399). Eine willk�rliche und damit missbr�uchliche Ermessensaus�bung liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn ein Entscheid eine Norm oder einen klaren und unumstrittenen Rechtsgrundsatz offensichtlich schwer verletzt, sich mit sachlichen Gr�nden schlechthin nicht vertreten l�sst oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft; willk�rliche Rechtsanwendung liegt nicht schon vor, wenn eine andere L�sung in Betracht f�llt oder sogar vorzuziehen w�re (BGE 131 I 57 E. 2 S. 61; vgl. auch SVR 2006 ALV Nr. 15 S. 51 E. 4.3 [C 223/05] und BVG Nr. 26 S. 98 E. 11.1.2 [B 15/05], je mit Hinweisen).
Die Einwendungen der Beschwerdef�hrerin verm�gen eine dementsprechend rechtsfehlerhaft Ermessensaus�bung durch die Vorinstanz nicht zu begr�nden. Nachdem die Beeintr�chtigung der kognitiven F�higkeiten bereits mit der Einschr�nkung in der Arbeitsf�higkeit von 30 %, wie auch mit der Wahl der LSE-Tabelle (TA1, Total, Frauen, Anspruchsniveau 4) ber�cksichtigt wurden, kann der gew�hrte leidensbedingte Abzug von 10 % nicht beanstandet werden. So darf, wie die Vorinstanz richtig erwog, der Leidensabzug und die reduzierte Arbeitsf�higkeit nicht doppelt ber�cksichtigt werden (8C_652/2010 vom 22. September 2010 E. 5.2.2). Eine Ber�cksichtigung des Alters ist nicht angebracht, so wirkt sich das fortgeschrittene Alter im Bereich der Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt grunds�tzlich nicht zwingend lohnsenkend aus (vgl. z.B. Urteil 8C_190/2010 vom 19. M�rz 2010 E. 3.4). Was schliesslich den mit Verweis auf Ausf�hrungen in der Lehre (vgl. PHILIPP GEERTSEN, Der Tabellenlohnabzug, in: Kieser/Lendfers [Hrsg.]: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139 ff., S. 147 f.) geltend gemachten reduzierten Besch�ftigungsgrad als Grund f�r einen entsprechenden Abzug auch bei Frauen betrifft, ist darauf nicht weiter einzugehen, da damit eine rechtsfehlerhafte Ermessensaus�bung durch die Vorinstanz nicht erstellt w�re.
3.2 Nachdem gegen die Invalidit�tsbemessung keine weiteren Einwendungen erhoben werden, hat es mit der vorinstanzlich best�tigten Leistungsablehnung sein Bewenden.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau, der AHV-Ausgleichskasse Metzger und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.