Source: https://www.tis-gdv.de/tis/bedingungen/trp_faktoren_umzug/trp_faktoren_umzug-htm/
Timestamp: 2020-08-07 21:59:59
Document Index: 149877422

Matched Legal Cases: ['§ 451', '§ 407', '§7', '§ 451', '§ 7', '§ 451', '§ 451', '§ 451']

Unverbindliche Hinweise und Risikofaktoren für die Versicherung von Umzugsgut – Transport Informations Service
Risiko Umzugsgut
Risiko Verkehrshaftung
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Unverbindliche Hinweise und Risikofaktoren
für die Versicherung von „Umzugsgut“
„Der Möbelspediteur“
Umzugsgut und Verpackung
Schadenverhütungsmaßnahmen / -empfehlungen
Güterschadenhaftpflichtversicherung / Verkehrshaftungsversicherung
Höherwertdeklaration / Erweiterte Haftung
Güterschadenversicherung / Umzugsgutversicherung
Schadenmanagement des Umzugsunternehmers
Für den Transportversicherer ist die Risikoanalyse einer der Kernbereiche seiner Tätigkeit. Diese ist geprägt durch den scheinbaren Widerspruch von allgemein gültigen und objektiven Faktoren einerseits sowie individueller Erfahrung und subjektiver Auslegung andererseits. In diesem nicht standardisierbaren Arbeitsmuster liegt der wesentliche Unterschied zu den sonstigen, tariflich gestützten Versicherungssparten.
Die komplexen Funktionsweisen der Risikoanalyse und der Prämienfindung sollen hier jedoch nicht behandelt werden, da gerade aus den vorgenannten Gründen eine allgemeingültige, universelle Gesamtbetrachtung kaum möglich ist.
Schon die Entscheidung, welche Informationen für den Transportversicherer maßgeblich sind, gestaltet sich schwierig.
Nachfolgend werden wesentliche Risikofaktoren genannt und ein Weg einer möglichen Katalogisierung aufgezeigt. Dieser Katalog ist nicht abschließend und die Auswahl der jeweils relevanten Faktoren, die kohärent mit dem Informationsbedarf des Anwenders sind, dem Einzelfall vorbehalten.
Name, Rechtsform, Firmierung, Gründungsjahr, Geschäftssitz
Amtsgericht / Handelsregistereintrag / Gewerbeanmeldung
Niederlassungen, Betriebsstätten, Tochterunternehmen im In- und Ausland
Art der gewerblichen Mitarbeiter, z.B.: Berufskraftfahrer, Fachkraft für Möbel-, Küchen-, Umzugsservice (FMKU), Meister für Möbel-, Küchen-, Umzugsservice (MMKU – neuer Meisterberuf im Lauf des Jahres 2019 aufgelegt ), Schreiner, Elektriker, Installateure, Gesamtjahresumsatz gemäß Gewinn- und Verlustrechnung der Bilanz
Gesamtkubikmeter der Fahrzeuge
Anzahl der jährlich durchgeführten Umzüge
Anteil Privatumzüge
Anteil Gewerbeumzüge
Verbandszugehörigkeiten, Kooperationszugehörigkeiten
Nationalen Kooperation
Beteiligung an Arbeitsgemeinschaften
Art der Auftraggeber / Tätigkeitsbereich
Firmenmitarbeiter/Behördenmitarbeiter, Expatriierte (vermittelt/ bezahlt durch Arbeitgeber)
Gewerbliche Kunden als Auftraggeber für dessen Mitarbeiter (Expatriierte)
Verlagerung von Industrieanlagen (wird nicht weiter betrachtet)
„ARGE“ (Großprojekte)
Gerichtsvollzieher, Räumungsklage
Bundeswehr / Behörde / Auswärtiges Amt
Vorversicherungsinformationen (mit Einverständnis des Kunden)
Verlauf der letzten 3-5 Jahre
Erläuterungen zur Schadensituation
Einzelschadenaufstellung
Detailinformationen zu Großschäden, z.B.: Schadenursache, Brand, Unfall, Transport, Lagerung, Handling
Frachtführer, Spediteur, Lagerhalter
Typische Umzugsdienstleistungen, z.B. Verpacken, Aufbauen, Abbauen, Kennzeichnen, Montagearbeiten (Montage von Möbeln)
Anschlussarbeiten (ggf. Risiken der Betriebshaftpflichtversicherung)
Gelegentliche Beauftragung
Ständige Beauftragung (langfristige vertragliche Bindung)
ADSp 2017 (unverbindlich empfohlen für alle anderen Leistungen außer „Umzüge, Lagerung von Umzugsgut, Aktenlagerung oder Selfstorage“)
Allgemeine Geschäftsbedingungen für Umzüge und Lagerungen 2014
Haftungsinformationen „Die Haftung des Möbelspediteurs – Unterrichtung über die Haftungsbestimmungen gemäß § 451 g HGB -„
Lagerverträge mit Geschäftskunden
Allgemeinen Lagerbedingungen des Deutschen Möbeltransports (ALB)
Lagerverträge mit Verbrauchern
Haftungsinformationen Lager „Die Haftung des Lagerhalters“
Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Aktenlagerung
(AGB-Akten)
Allgemeinen Bedingungen für die Selbsteinlagerung der deutschen Möbelspedition (ABSdM)
Transport von Neumöbeln fällt unter Frachtrecht §§ 407 ff. HGB
Verkehrshaftungsversicherung / Güterschadenhaftpflichtversicherung (siehe unten)
Pflichtversicherung nach §7a GüKG bei innerdeutschen Transporten mit LKW über 3,5 t zul. Gesamtgewicht
Aufklärungspflicht nach § 451g HGB über Schadenmeldefristen, begrenzte Haftung und Möglichkeiten der Haftungserweiterung bzw. einer Versicherung des Umzugsgut
Ggf. Höherwertdeklaration
Güterschadenversicherung / Umzugsgutversicherung (siehe unten)
Besonderheit: Vermietung von Lagerflächen / (Selfstorage) ist ein Mietvertrag und daher ist eine Betriebshaftpflichtversicherung empfehlenswert.
Eigene oder fremde Transportmittel, z.B.: gemietete oder geleaste Transportmittel
Über 3,5 t, (§ 7a GüKG)
Kastenwagen (Möbelkoffer)
Eignung für Transportgut
Luftfederung (In Deutschland Standard)
Zurrpunkte / Zurrschienen
Wandpolster und Ösen zur Arretierung
LCL (Teilpartie)
FCL (Komplettpartie)
Spezielle Gerätschaften (Anzahl)
Lift/Laufband
Möbelrutscher
Tragehilfen (Gurte)
Reine Vermittlung und Organisation von Umzügen
Durchführung von Umzügen im Selbsteintritt
Selfstorage (Mietvertrag)
Verzollungen / Zollbüro (Carnet-T.I.R.-Verfahren)
Baustelle und Außenaufzüge
Gebäudekenntnisse
ggf. technische Hilfsmittel für Umzug von entsprechenden Umzugsobjekten
Einsatz von Außenaufzügen
Treppenhaus / Aufzüge geeignet für Umzugsobjekte
Raumverhältnisse an Beladestelle/Entladestelle
Berücksichtigung baulicher Veränderungen am Haus
um ein Objekt aus dem bzw. ins Gebäude zu verbringen
technische Hilfsmittel bereit stellen
Einrichten von Halteverboten
Markierungen der Objekte
Alter / Neuer Standort
Erstellung eines Zeitplan, Ablaufplan
Ein- / Ausfuhrbestimmungen
durch eigene Mitarbeiter, Subunternehmer
Stauung / Umschlag
Auswahl geeigneter Transportmittel
Abholung aus Gebäude
Verbringen bis zum Bestimmungsort innerhalb eines Gebäudes
durch eigene Mitarbeiter, Subunternehmer oder Auftraggeber
Ohne Be-/Entladung des Transportmittels durch Umzugsunternehmer: Beförderung ab/bis „Bordsteinkante“
Typische Umzugsdienstleistungen
Entpacken der Umzugskartons
Einräumen der Schränke
anbringen / abhängen der Bilder (Nagel zu Nagel)
Entrümpelung, Entsorgung (Logistik)
Sonstige Dienstleistungen (Betriebshaftpflichtversicherung empfehlenswert)
Anpassen von Arbeitsplatten, etc.
Gas-, Wasser-, Elektro-Installation
Relocation Service (Umzug mit Zusatzleistungen)
Suche von Wohnungen,
An- und Abmelden,
VISA-Service,
Suchen von Kindergarten- und Schulplätzen uvm.
Lagerort (Anschrift)
Eignung des Lagers
Maximaler Lagerwert
Lage des Grundstücks (Hang, Gewässer, Industriegebiet, Nachbarschaft)
Umzäunung, abschließbares Betriebsgelände
Bauart / Bedachung
Regenwasserführende Leitungen im Gebäude
Lagerung bei Subunternehmern
Single- / Multiuser Lager
Gefahr von „Vermischung“ der Partien bei Multiuser Lager
Innen- oder Freilager
in verschließbaren Containern
wenn auf Freigelände Klima/Feuchteproblematik
in verschließbaren LiftVan (standardisierte Holzbehälter)
transportbedingte Zwischenlagerung
Lagergrund
Zolllagerung / behördliche Verfügung
Akten-/Archivlagerungen
Ausgabe von Akten
Vernichtung (gemäß Datenschutzrecht oder am Ende der handelsrechtlichen Aufbewahrungsfristen)
Pfandkammergut
Eigentumsverhältnisse / Verfügungsberechtigung
Mietvertrag kein Verkehrsvertrag
Selfstorage / Selbsteinlagerung
Lagerflächen / Container
Roboter / Wachdienst
Feuerlöscheinrichtungen (z.B. Sprinkler, Feuerlöscher)
Sicherheitsverschlag
Berechtigte Personen auf dem Lager
Geschirr, Deko, Lampen
technische Geräte (braune und weiße Ware)
EDV Anlagen, technische Geräte
Lagereinrichtungen, Regale
Ordner, Akten, Dokumente, Software, Fotografien
Hochwertige Gegenstände, z.B.: (Vitrinen, Kunst, Antiquitäten, Skulpturen, Münzen, Briefmarkensammlung, Wertpapiere)
Musikinstrumente, z.B. (Harfe, Klavier / Flügel)
Laborproben, Gefahrgüter
Wert der Güter / diebstahlgefährdet
Volumen der Güter / sperrig
Zerbrechlichkeit, Bruchempfindlichkeit, Stoßempfindlichkeit
Ungezieferanfälligkeit
Brennbar / explosiv
gebrauchte oder neue Güter
reparaturbedürftige Güter
Güter mit Vorschäden
Spezialverpackung für Antiquitäten und Kunstobjekte
Karton (Faltschachtel) z.B.: (Umzugskarton normiert, Umzugskarton für Kleidertransporte, Bücherkarton)
Plastikboxen (Alternative zum Karton (Faltschachtel))
Aktenrollregal
LiftVan (Überseeumzug)
Packhilfsmittel z.B.: (Seidenpapier, Zeitungspapier, Packpapier, Kartonagen, Stoffe, Schaumstoffschnipsel, Flocken, Holzwolle, Luftpolsterfolien)
Nutzung des unverbindlich empfohlenen Umzugsvertrages und Arbeitsscheins (Beispielsweise der AMÖ)
Umfang Qualitätskontrollen
Kundenkommunikation (Aufklärungspflichten)
Arbeitsschein mit Hinweis auf die gesetzliche Haftung und Schadensmeldefristen, Information vor Vertragsschluss
AGB und Haftungsinformationen sollten nicht zusammen ausgehändigt werden
Belehrung nach § 451 g HGB
Versicherung (oder)
Hinweis auf Schadensmeldefristen bei Ablieferung
qualifiziertes / geschultes Personal
Fachkraft für Möbel-, Küchen-, Umzugsservice (FMKU)
Meister für Möbel-, Küchen-, Umzugsservice (MMKU – neuer Meisterberuf im Lauf des Jahres 2019 aufgelegt)
Handwerker z.B. (Elektriker, Schreiner, Installateure)
sichtbarer Ausweis
Kleidung und Schmuck ohne Schadenpotenzial, z.B. Nieten, Uhren
Dritte / Aushilfen
Kollegenhilfe (AMÖ-Betrieb oder in sonstiger Weise qualifiziert)
Ggf. Gestellung von Arbeitskleidung
Körperhygiene, z.B: Fett-Abdruck zum Beispiel auf Polstermöbel
Im Privathaushalt (Privatsphäre)
Bei Gewerbekunden
Schnittstellenkontrolle (gegengezeichnete Abschreibungen bei Beschädigungen)
Durchführung Umzug
Verbraucher über deren Rechte aufklären (HGB)
Hinweise auf Versicherungsmöglichkeit
Aufnahme von Umzugsgut mit erhöhtem Schadenpotential
Umzugsverträge mit Hinweisfelder für Vorschäden
Geeignetes, erfahrenes, geschultes Personal
Verträglichkeit der Packhilfsmittel mit der Ware beachten, z.B. (Beispiel: Luftpolsterfolie bei Schellacke / Öl vermeiden, Klebebänder bei Lacken)
Nutzung geeignete Verpackungen
Herstellung beanspruchungsgerechter Verpackungen
Umschlagmittel, z.B. (Hebezeuge, Aufzüge, Gabelstapler)
Schnelle Schadenaufnahme und Bearbeitung
Dokumentation / Fotodokumentation
Möglichkeiten der Selbstreparatur zur Schadenreduktion, z.B. (Einsatz eigener Schreiner, Möbel- / Korrekturstifte)
Fahrzeugwartung/ -eignung
Versierter Stauer auf Fahrzeug
Beschränkter Zutritt / Zutrittskontrollen
Ggf. Sicherheitschecks durch Beratungsunternehmen / Sachverständig
Inventur / Bestandsaufnahme (insbesondre bei)
Besitzerwechsel Umzugsunternehmen
Wechsel des Versicherer
Schnittstellenkontrollen, z.B. (Protokoll bei Entnahme aus Lager)
Möbelspediteur als Versicherungsnehmer
Berechtigte Ansprüche der Haftung aus Verkehrsvertrag werden ersetzt
Möglicher Versicherungsschutz des Möbelspediteurs
Geltungsbereich (Deutschland, Europa, weltweit)
Regelhaftung, National (HGB) 620 EUR/m³
Haftungserweiterung / Höherwertdeklaration
Versicherbare Aufwendungen und Kosten
Höherwertdeklaration
Güterschadenversicherung (integriert oder separat)
Abgrenzung Betriebshaftpflichtversicherung (Aufbau/Montage)
Haftungsvereinbarung bei grenzüberschreitenden Umzügen
Regelungen des HGB finden für internationale Umzüge keine generelle Anwendung bzw. HGB kann vereinbart werden (Rechtswahlklausel in den AGB)
Nutzung der CMR nicht möglich
Haftung nach vorgelegten Geschäftsbedingungen
Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Aktenlagerung (AGB-Akten)
ggf. Muster anfordern
Haftung nach Individualvereinbarungen, z.B. (Haftungserhöhung bis Zeitwert)
Haftung auf angegebenen Wert
Wegfall der Haftungsbegrenzung / Haftungshöchstbetrag bis zum angegebenen Wert
Haftung des Möbelspediteurs nach Maßgabe des Haftungsregime
Tatsächlicher Wert (Zeitwert)
Haftungsausschlüsse des Möbelspediteurs gelten weiterhin
Bsp. Unabwendbares Ereignis
Fristen Schadenmeldung (offener / verdeckter Schaden)
Auftraggeber als Versicherter
Finanzieller Schaden durch Verlust oder Beschädigung des Umzugsgut wird ersetzt
Schließt Lücke zwischen tatsächlichem Schaden und gesetzlicher / vertraglicher Haftung
Haus zu Haus inkl. Verpacken und Auspacken
Ggf. Inventarliste
Alter der Objekte
Vertragsmaxima
Versicherungssumme = Versicherungswert bestehend aus z. B.
Versicherbare Aufwendungen und Kosten, z. B.
Vernichtungskosten
Havarie Grosse Beiträge
Rechtzeitige Schadenmeldung an Versicherer
Zügige Schadenbearbeitung
Auftreten der Mitarbeiter (Packer)
Einfluss auf Abschreibung
Möglichst Vorort- bzw. Sofortreparatur durch geeignete Mitarbeiter
Schadenminderung durch eigene Fachleute
Bspwse. Schreiner, Elektromonteure
Professioneller Ab-/Aufbau, Reparaturen
Sachverständige/Spezialgutachter
Bei Einsatz fremder Dienstleister für typische Umzugsdienstleistungen
Bei kombinierten Transporten (Übersee) beim ausführenden Transportunternehmen mit der Problematik der Feststellung des Schadenorts bei Übersee-Beförderungen
Regress beim Subunternehmer maximal in Höhe der Zeitwertentschädigung
Durchbrechungsmöglichkeit bei qualifizierten Verschulden
Informationen über Handelsbräuche, Gewohnheiten und Verkehrssitte der Möbelspedition des Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) e.V.
Befindet sich in Ausnahmesituation, hierauf geschultes und erfahrenes Personal sinnvoll
Gesetzliche Aufklärungspflicht des Möbelspediteurs
Information des Umzugskunden gem. § 451 g, Ziffer 1 HGB über Möglichkeit einen weitergehenden Versicherungsschutz abzuschließen
Information des Umzugskunden gem. § 451 g, Ziffer 2 HGB über Schadenmeldefristen
Abschluss einer Güterschadenversicherung um weitergehenden Versicherungsschutz, sofern gewünscht, zu realisieren
Möbelspediteur, bei anderen Tätigkeiten kein Umzugsgutvertrag sondern Verkehrsverträge bzw. Werk- / Dienstleistungsverträge
Besondere Anspruchshaltung der Kunden / Geschädigten