Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20198,%20216
Timestamp: 2019-08-19 02:45:04
Document Index: 282343998

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 10', '§ 10', '§ 16', '§ 28', '§ 28', '§ 49', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 49', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 10', 'BGH', '§ 10', '§ 10', '§ 52', '§ 10', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 10', '§ 10', '§ 16', '§ 10', '§ 74', 'BGH', 'BGH', '§ 10', 'BGH', 'BGH', '§ 10', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.09.2013 - V ZR 209/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,24088
BGH, 13.09.2013 - V ZR 209/12 (https://dejure.org/2013,24088)
BGH, Entscheidung vom 13.09.2013 - V ZR 209/12 (https://dejure.org/2013,24088)
BGH, Entscheidung vom 13. September 2013 - V ZR 209/12 (https://dejure.org/2013,24088)
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ZVG § 10 Abs. 1 Nr. 2
§ 10 Abs 1 Nr 2 ZVG, § 16 WoEigG, § 28 Abs 2 WoEigG, § 28 Abs 5 WoEigG, § 49 InsO
Dingliches Recht der Wohnungseigentümergemeinschaft durch das in § 10 Abs. 1 Nr. 2 ZVG enthaltene Vorrecht
Keine dingliche Wirkung des Vorrechts der Wohnungseigentümergemeinschaft für Hausgeldrückstände in der Zwangsversteigerung und Insolvenz
Keine dingliche Haftung des Wohnungseigentümers für Hausgeldschulden des Voreigentümers; Abrechnungsspitzen; Duldung der Zwangsvollstreckung
Keine dingliche Wirkung des Verwertungsvorrechts wohnungseigentumsrechtlicher Ansprüche unabhängig von Zwangsversteigerung, Insolvenz oder freihändigem Verkauf
Keine dingliche Wirkung des in § 10 Abs. 1 Nr. 2 ZVG enthaltenen Vorrechts
Vorrecht für Rangklasse 2 kein dingliches Recht!
Zu Vorrechten einer WEG-Gemeinschaft - Keine Haftung für Hausgeldschulden des Voreigentümers
Mietrecht - Erwerber von Wohnungseigentum haften nicht für Hausgeldrückstände des Voreigentümers
Kein dingliches Recht der Wohnungseigentümergemeinschaft durch das in § 10 Abs. 1 Nr. 2 ZVG enthaltene Vorrecht
Wohnungseigentumsgesetz (WEG) - Erwerber von Wohnungseigentum haften nicht für Hausgeldrückstände des Voreigentümers
Hausgeldschulden: Keine Haftung des Käufers
Erwerb von Wohnungseigentum - wer muss für ausstehendes Hausgeld aufkommen?
Schrottimmobilien - Haftung für Hausgeldrückstände vom Voreigentümer?
Haftet das veräußerte Wohnungseigentum weiter für Hausgeldrückstände des Voreigentümers?
Erwerber von Haftung für Wohngeldrückstände freigesprochen
Erwerber einer Eigentumswohnung haftet nicht für Hausgeldrückstände des Voreigentümers
Erwerber von Wohnungseigentum in der Insolvenz: keine Haftung für Hausgeldschulden des Voreigentümers
ZVG § 10 Abs. 1 Nr. 2; InsO § 49
Hausgelder; dingliches Recht
Erwerber von Wohnungseigentum haftet nicht für Hausgeldrückstände des Voreigentümers! (IMR 2013, 464)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 13.09.2013, Az.: V ZR 209/12 (Zwangsvollstrackung in Wohnungseigentum - Hausgeldrückstände des Veräußerers)" von Notar a. D. Sebastian Herrler, original erschienen in: NJW 2013, 3515 - 3518.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 13.09.2013, Az.: V ZR 209/12 (Keine dingliche Wirkung des Verwertungsvorrechts wohnungseigentumsrechtlicher Ansprüche unabhängig von Zwangsversteigerung ...)" von Prof. Dr. Matthias Becker, original erschienen in: ZfIR 2013, 806 - 812.
BGHZ 198, 216
NJW 2013, 3515
NJW 2103, 3515
ZIP 2013, 2122
MDR 2013, 1309
NZI 2013, 997
NZM 2013, 733
ZMR 2014, 80
NJ 2014, 78
WM 2013, 1949
Rpfleger 2014, 31
Nach der Rechtsprechung des Senats enthält § 10 Abs. 1 Nr. 2 ZVG lediglich eine Privilegierung schuldrechtlicher Ansprüche im Zwangsversteigerungsverfahren und verleiht diesen keine dingliche Wirkung (Senat, Urteil vom 13. September 2013 - V ZR 209/12, BGHZ 198, 216 Rn. 8 ff.).
Dieses Ergebnis ist eine Folge der gesetzgeberischen Entscheidung, wonach die Wohnungseigentümergemeinschaft die Zwangsversteigerung aus der Rangklasse 2 des § 10 Abs. 1 ZVG selbst betreiben darf (vgl. § 10 Abs. 3, § 52 Abs. 2 Satz 2 ZVG; BT-Drucks. 16/887, S. 44; Senat…, Beschluss vom 17. April 2008 - V ZB 13/08, NJW 2008, 1956 Rn. 17); der Gesetzgeber hat - in den Grenzen von § 10 Abs. 1 Nr. 2 ZVG - eine umfassende Privilegierung der Wohnungseigentümergemeinschaft im Zwangsversteigerungsverfahren geschaffen (vgl. Senat, Urteil vom 13. September 2009 - V ZR 209/12, BGHZ 198, 216 Rn. 13, 16).
Es begründet kein dingliches Recht der Wohnungseigentümergemeinschaft, aufgrund dessen sie von dem eingetragenen Eigentümer Befriedigung aus dem Wohnungseigentum verlangen könnte (grundlegend Senat, Urteil vom 13. September 2013 - V ZR 209/12, BGHZ 198, 216 Rn. 8 ff., insbes. Rn. 9, 15;… Beschluss vom 9. Mai 2014 - V ZB 123/13, BGHZ 201, 157 Rn. 15).
Die darauf bezogene Kritik (…vgl. Böttcher, ZVG, 6. Aufl., § 10 Rn. 19;… Stöber, ZVG, 21. Aufl., § 10 Rn. 4.3;… Bärmann/Becker, WEG, 13. Aufl., § 16 Rn. 187b ff.; Becker, ZfIR 2013, 809, 811; Schneider, ZWE 2014, 61, 66) lässt insbesondere außer Acht, dass die für den Umfang des Vorrechts gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 2 ZVG maßgeblichen Begriffe der "Beschlagnahme" einerseits und des "nach § 74a Abs. 5 (ZVG) festgesetzten Werts" außerhalb des Zwangsversteigerungs- bzw. Insolvenzverfahrens keine funktionelle Entsprechung finden, ein Duldungstitel den Umfang des Vorrechts aber aus Gründen der Bestimmtheit nicht offenlassen könnte (eingehend zum Ganzen Senat, Urteil vom 13. September 2013 - V ZR 209/12, BGHZ 198, 216 Rn. 17 ff.).
Insbesondere müssten die Erwerber nicht die Zwangsvollstreckung dulden, weil nach höchstrichterlicher Rechtsprechung des BGH das Vorrecht des § 10 Abs. 1 Nr. 2 ZVG kein dingliches Recht begründet (BGH, Urt. vom 13.09.2013 - V ZR 209/12, juris, Rn. 8).
Auch die Entscheidung des BGH vom 13.09.2013 - V ZR 209/12 -, bei der es um die Überprüfung der vorgenannten Entscheidung des LG Landau ging, hat diese Frage unter der Rn. 26 (juris) ausdrücklich offen gelassen.
Auch hängen diese Hausgeldrückstände auch nicht als Belastungen am Wohnungseigentum selbst, begründen insbesondere kein Vorrecht im Sinn von § 10 Abs. 1 Nr. 2 ZVG (vgl. BGH, Urt. v. 13.09.2013 - V ZR 209/12, NJW 2013, 3515, juris Rz. 8).
OLG Köln, 17.09.2013 - 19 W 27/13
Anforderungen an die Darlegung der Dringlichkeit im einstweiligen …
Soweit es der Antragstellerin darum geht, ihre Wohngeldansprüche aus vergangenen Jahren zu verfolgen, ist die Eintragung eines Widerspruchs im Grundbuch nicht dringlich, da nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden kann, dass nach einem Eigentumswechsel der frühere Wohnungseigentümer aus der Haftung entlassen ist (vgl. dazu auch BGH, Urt. v. 13.09.2013 - V ZR 209/12).