Source: http://www.immo-himberg.at/rechtliches.htm
Timestamp: 2019-11-12 14:33:01
Document Index: 66403889

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 34', '§ 20', '§ 28', '§ 30', '§ 29']

Gesetzliche Grundlagen der Hausverwaltung:
Bei der Verwaltung von Miethäusern ist das MRG (Mietrechtsgesetz) die gesetzliche Grundlage.
Im Fall von Eigentumswohnungen zeigt das WEG (Wohnungseigentumsgesetz) die Mindestleistungen des Verwalters auf. Die gesetzlichen Regelungen werden in der Regel durch einen Verwaltervertrag ergänzt, der die Einzelheiten regelt.
§ 21 WEG Auflösung und Verlängerung des Verwaltungsvertrags
(2) Wurde der Verwalter auf bestimmte, mehr als dreijährige Zeit bestellt, so können sowohl die Eigentümergemeinschaft als auch der Verwalter nach Ablauf von drei Jahren den Verwaltungsvertrag ohne
Angabe von Gründen unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten zum
Ende jeder Abrechnungsperiode (§ 34 Abs. 2) kündigen.
(3) Im Übrigen kann der Verwaltungsvertrag jederzeit aus wichtigen Gründen von der Eigentümergemeinschaft gekündigt oder bei grober Verletzung der Pflichten des Verwalters auf Antrag eines Wohnungseigentümers vom Gericht aufgelöst werden; bei Auflösung durch das Gericht ist die Wiederbestellung des Verwalters
§ 20 WEG: Aufgaben und Befugnisse des Verwalters
§ 28 WEG Ordentliche Verwaltung:
(1) In Angelegenheiten der ordentlichen Verwaltung der Liegenschaft entscheidet - unbeschadet der Rechte des einzelnen Wohnungseigentümers nach § 30 - die Mehrheit der Wohnungseigentümer.
8. die Vermietung der verfügbaren allgemeinen, aber einer abgesonderten Benützung zugänglichen Teile der Liegenschaft, an eine Person, die nicht Wohnungseigentümer ist, und
9. die Aufkündigung der nach Z 8 geschlossenen Mietverträge.
§ 29 WEG Außerordentliche Verwaltung
1. die Veränderung den Antragsteller übermäßig beeinträchtigen würde oder
2. die Kosten der Veränderung - unter Berücksichtigung auch der in absehbarer Zeit anfallenden Erhaltungsarbeiten - nicht aus der Rücklage gedeckt werden könnten.
(3) Eine Aufhebung des Mehrheitsbeschlusses aus dem Grund des Abs. 2 Z 2 hat nicht stattzufinden, wenn der nicht gedeckte Kostenanteil von der beschließenden Mehrheit getragen wird oder wenn es sich um eine Verbesserung handelt, die auch unter Berücksichtigung der fehlenden Kostendeckung in der Rücklage allen
Wohnungseigentümern eindeutig zum Vorteil gereicht.