Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202010,920
Timestamp: 2019-05-21 22:06:24
Document Index: 284765936

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 14', '§ 23', '§ 14', '§ 23', '§ 39', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 14', 'BGH']

BGH, 11.03.2010 - I ZR 18/08 - dejure.org
https://dejure.org/2010,2053
BGH, 11.03.2010 - I ZR 18/08 (https://dejure.org/2010,2053)
BGH, Entscheidung vom 11.03.2010 - I ZR 18/08 (https://dejure.org/2010,2053)
BGH, Entscheidung vom 11. März 2010 - I ZR 18/08 (https://dejure.org/2010,2053)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2010,2053) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 14 UrhG, § 23 S 1 UrhG
Urheberrechtsschutz: Einräumung des Rechts zur Nutzung von Werken der Tonkunst als Klingeltöne für Mobiltelefone unter aufschiebender Bedingung - Klingeltöne für Mobiltelefone II
Einräumung eines Rechts zur Nutzung umgestalteter Musikwerke als Klingelton oder Freizeichenuntermalungsmelodie durch einen Berechtigten zugunsten der Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) unter einer aufschiebenden Bedingung; Aufschiebende Bedingung einer in jedem Einzelfall erfolgten Vorlage einer durch einen Berechtigten erteilten Benutzungsbewilligung durch einen Lizenznehmer vor Beginn der Nutzung eines Musikwerkes
GEMA-Lizenz nicht automatisch für Klingeltöne verwendbar
UrhG § 14; UrhG § 23 S. 1; UrhG § 39
Markenrecht - GEMA und Verwertung einer Marke in Form eines Klingeltons
GEMA hat bei Rechtevergebung zweistufiges Lizenzierungsverfahren einzuhalten
Benutzungsbewilligung des Urhebers für die Verwendung bearbeiteter Musikwerke als Klingeltöne oder Freizeichenuntermalungsmelodien
BGH bestätigt zweistufiges Lizenzierungsverfahren für Klingeltonauswertung
LG Hamburg, 29.12.2006 - 308 O 292/06
GRUR 2010, 920
GRUR Int. 2010, 1007
MMR 2010, 769
BB 2010, 2121
K&R 2010, 663
ZUM 2010, 792
Entgegen der Ansicht der Revision kann der Urheber eine Verwertungsgesellschaft, die er zur Wahrnehmung urheberrechtlicher Nutzungsrechte ermächtigt hat, auch zur Wahrnehmung der damit im Zusammenhang stehenden Urheberpersönlichkeitsrechte ermächtigen (vgl. BGH, Urteil vom 17. Februar 1983 - I ZR 194/80, GRUR 1983, 379, 381 = WRP 1983, 395 - Geldmafiosi; Urteil vom 1. Oktober 1998 - I ZR 104/96, GRUR 1999, 230, 231 - Treppenhausgestaltung; Urteil vom 11. März 2010 - I ZR 18/08, GRUR 2010, 920 Rn. 26 = WRP 2010, 1268 - Klingeltöne für Mobiltelefone II).
Es ist deshalb rechtlich nicht zu beanstanden, wenn die Berechtigten einer Verwertungsgesellschaft Nutzungsrechte, deren Ausübung das Urheberpersönlichkeitsrecht in besonderer Weise berühren kann, nur unter einer Bedingung zur Wahrnehmung einräumen, die ihnen die Zustimmung vorbehält (vgl. BGH, Urteil vom 11. März 2010 - I ZR 18/08, GRUR 2010, 920 Rn. 35 = WRP 2010, 1268 - Klingeltöne für Mobiltelefone II).
Hingegen hat der Bundesgerichts in der Entscheidung "Klingeltöne für Mobiltelefone II" die Zulässigkeit der Geltendmachung des ebenfalls im Urheberpersönlichkeitsrecht wurzelnden Anspruchs auf Verbieten der Entstellung des Werkes, § 14 UrhG, im Wege der gewillkürten Prozessstandschaft auf der Grundlage einer hierauf bezogenen Ermächtigung bejaht (ZUM 2010, 792 Rnrn. 25, 26).
Der Feststellung, dass seine Lizenzeinnahmen durch die Verletzungshandlung tatsächlich beeinträchtigt sind, bedarf es dazu nicht (BGHZ 141, 267 = GRUR 1999, 984, 985 - Laras Tochter; GRUR 2010, 920 Tz. 16 - Klingeltöne für Mobiltelefone II).