Source: https://de.slideshare.net/Cannily/datenschutzunterricht
Timestamp: 2017-10-19 18:39:02
Document Index: 133443579

Matched Legal Cases: ['EuG', 'BGH', 'EuG', 'BGH', 'EuG', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'EuG', 'BGH', 'BGH']

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Aufgrund einer Seminararbeit wurde eine Lösung ausgearbeitet, welche es ermöglicht, dass junge Menschen sensibler mit ihren Daten umgehen lernen. Diese Lösung heißt Datenschutz-Unterricht.
In dieser Präsentation ist die 1. Stunde zu sehen, welche sich mit Social Networks und der Vorratsdatenspeicherung beschäftigt.
1. Das Internet in der Europäischen Union:<br />Eine kritische Analyse der Datenschutzrichtlinien und Verbraucherrechte<br />
2. Datenschutz-Unterricht<br />Social Networks und andere Datenfallen<br />Facebook & Co<br />Wo liegen die Gefahren?<br />Datenerfassung in der EU<br />Vorratsdatenspeicherung<br />Entstehungsgeschichte<br />Datenspeicherung<br />Kritische Abwägung des Nutzens<br />Urteil des EuGH und BGH<br />
3. Social Networks und andere Datenfallen<br />Berühmte Vertreter:<br />Facebook (ca. 100 Millionen Nutzer aus der EU)<br />Schüler/StudiVZ (16,6 Millionen Nutzer aus der EU)<br />Andere Datenfallen:<br />Onlineshos wie: Amazon<br />Suchmaschinen wie Google<br />
4. Social Networks und andere Datenfallen<br />Wo liegen die Gefahren?<br />Daten liegen bei einer finanzorientierten Firma<br />Datenlecks <br />SchülerVZ: 1 Millionen Profildaten gestohlen (2009)<br />„SocialAds“<br />Manipulation des Nutzers durch Kundenspezifische Werbung<br />
5. Social Networks und andere Datenfallen<br />„Instant Personalization“<br />Nutzer werden, um Anwendungen zu nutzen, gezwungen , Ihre Daten an Dritte weiterzugeben.<br />Stalker<br />Erhalten Informationen über das Profil<br />Geben sich als Party-Bekanntschaft aus<br />Erschleichen sich so das Vertrauen<br />Es werden auch Daten über Nicht-Mitglieder gesammelt<br />
6. Datenerfassung in der EU:Vorratsdatenspeicherung<br />Entstehungsgeschichte<br />Datenspeicherung<br />Kritische Abwägung des Nutzens<br />Urteil des EuGH und BGH<br />
7. Entstehungsgeschichte<br />1. Entwurf (2002):<br />Zwölfmonatige Speicherfrist<br />Verfolgung von schweren Straftaten und Terrorismus<br />2. Entwurf (2004)<br />Bis zu 36 Monaten Speicherung<br />Verfolgung und Vorbeugung von Straftaten<br />Auch Kleindelikte wie „Filesharing“<br />
8. Entstehungsgeschichte<br />Drama um den 2. Entwurf<br />Ministerrat beruft sich auf die „3. Säule der EU“ die PJZS<br />Könnte durch Rahmenbeschluss Parlament umgehen<br />Parlament protestiert; wirf Kompetenzanmaßung vor<br />Argumentiert, dass es sich um die „1. Säule der EU“ handele<br />Kommission schließt sich 2005 der Meinung des Parlaments an<br />
9. Einwurf: Säulen der EU<br />
10. Entstehungsgeschichte<br />3. Entwurf (2005)<br />Kommission bringt in unter Artikel 95 EGV ein<br />Parlament stimmt ab aber Rat ist Gesetzgebende Organ<br />mind. Speicherzeit von 6 Monaten (keine maximal)<br />Parlament überabeitet den Entwurf<br />200 Punkte werden verändert<br />u.a wird die Liste der zu speichernden Daten gekürzt<br />Daten dürfen nur bei schweren Straftaten verwendet werden<br />
11. Entstehungsgeschichte<br />Alexander Alvero stellt den abgeänderten Entwurf vor<br />„eine ausgewogene Balance von Sicherheit und Freiheit“<br />Kritiker und Befürworter lehnen den Entwurf ab<br />Brit. Innenminister Charles Clarke übernimmt <br />Verhandelt neuen Entwurf hinter dem Rücken des Ausschusses mit den größten Fraktionen aus<br />Alvero nennt das Verhalten „Skandalös“ und lässt seinen Namen vom Entwurf streichen<br />
12. Entstehungsgeschichte<br />Abstimmung und Ratifizierung<br />14. Dezember 2005:<br />EVP und PSE überstimmten den Rest mit 378 zu 197 Stimmen<br />21. Februar 2006:<br />Europarat ratifiziert die Richtlinie<br />
13. Datenspeicherung<br />Speicherung nur bei schweren Delikten<br />Keine Speicherung von Inhalt<br />Maximale Speicherung von 24 Monaten<br />
14. Datenspeicherung<br />Gespeichert wird<br />Internet Dienste:<br />Beginn und Ende der Verbindung (Datum und Uhrzeit)<br />Angaben zu den benutzten Diensten (Skype/ICQ)<br />u.a Gesprächsdauer<br />Uhrzeit des Gesprächsbeginns/Nachrichtenversendung<br />Uhrzeit der Gesprächsbeendung/Nachrichtenempfang<br />
15. Datenspeicherung<br />Email Provider speichern:<br />Beim Versenden und Empfang einer Nachricht:<br />Datum der Versendung einer Nachricht<br />Kennung des elektronischen Postfachs des Absenders sowie allen Empfängern<br />Internetprotokolladresse (IP)<br />
16. Datenspeicherung<br />Internet Provider speichern:<br />Internetprotokolladresse<br />Eindeutige Kennung des Anschlusses<br />Datum und Uhrzeit des Verbindungsbeginns und Ende in Zusammenhang zur IP<br />
17. Kritische Abwägung des Nutzens<br />Entwürfe immer kurz nach einem Terroranschlag<br />2. Entwurf 2004 kurz nach Anschlägen in Madrid<br />3. Entwurf 2005 kurz nach Anschlägen in London<br />
18. Kritische Abwägung des Nutzens<br />
19. Kritische Abwägung des Nutzens<br />Zusammenfassung<br />Kosten stehen der mit Studien belegten ineffizienzgegenüber<br />Nach 6 Monaten musste allein die Telekom 19 Terrabyte an Daten löschen.<br />Auch Kleinunternehmen benötigen die entsprechende Hardware um alles zu protokollieren<br />Die Datensicherheit ist fraglich und Datenmissbrauch ist vorprogrammieret<br />
20. Urteil des EuGH und BGH<br />Urteil des EuGH<br />Irland klagt vor dem Europäischen Gerichtshof<br />Beantragt Nichtigerklärung aus formellen Gründen<br />da es sich um PJZS und nicht um Artikel 95 handele<br />VdS betrifft die Verbrechensbekämpfung<br />Vorratsdatenspeicherung hätte mit einem Rahmenbeschluss beschlossen werden müssen<br />
21. Urteil des EuGH und BGH<br />10. Februar 2009<br />EuGH weißt Klage ab<br />„Die Richtlinie ist auf einer tauglichen Rechtsgrundlage erlassen worden, da unterschiedliche Regelungen in den Mitgliedstaaten finanzielle Belastungen für Unternehmen bedeuten und daher den Binnenmarkt hemmen würden“<br />
22. Urteil des EuGH und BGH<br />Urteil des BGH<br />Größte Massenklage mit 35.000 Unterzeichnern<br />Ausgegangen u.a. von dem AK Vorratsdatenspeicherung<br />Beteiligt: Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger<br />Klägerin und Beklage in einem<br />
23. Urteil des EuGH und BGH<br />02. März 2010<br />BGH erklärt das Gesetz für nichtig<br />da es gegen das Grundgesetz (Fernmeldegeheimnis) verstößt<br />aber nicht die EU Vorratsdatenspeicherung <br />gibt aber Auflagen<br />neues Gesetz darf nur bei schweren Straftaten gelten<br />darf nur bei einem begründeten Verdacht angewandt werden<br />
24. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit<br />	Von Arne Rantzen und Rafi Samadi<br />
Direito Sao Bernardo InventáRio Julgado Stj 090828 Julgado 13