Source: https://www.kanzlei-leistikow.de/schmerzensgeld_asbestopfer.php
Timestamp: 2018-12-10 20:36:39
Document Index: 367269487

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Schmerzensgeld Asbestopfer | Asbestose, Pneumokoniose, Lungenkrebs, Mesotheliom | Rechtsanwaltskanzlei Leistikow
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Schmerzensgeld Asbest 2017
Schmerzensgeld 2012 - 2016
Vorsicht bei Renovierungsanzeigen
Grundsätzlich ist bei Angeboten zur Übernahme von Renovierungsarbeiten Vorsicht geboten. In Häusern, die zwischen 1960 und 1990 gebaut wurden, ist mit fast hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit Asbest zu finden. Für Heimwerker bedeutet das bei vielen Umbau- und Renovierungsarbeiten eine große Gefahr. Dies gilt natürlich auch für beruflich mit Renovierungsarbeiten befassten Personen. Für beide Personengruppen interessant sind die Informationen aus dem Artikel »Asbest: Gefahr bei Renovierungsarbeiten« (DeutscheHandwerksZeitung) vom 13.01.2016.
Asbestose, Pneumokoniose, Lungenkrebs, Mesotheliom ?
Viele Begriffe werden oft für die Folgen eingeatmeter Asbestpertikel verwendet und verwechselt.
Wir empfehlen jedem, der sich mit dem Thema befasst, den Überblick und die Erläuterung der verschiedenen Begriffe und Zusammenhänge › die Webseite von Wikipedia.
Wichtiges Urteil 2012
Ende 2012 erstreitet die Kanzlei ein, aus unserer Sicht für den künftigen juristischen Umgang mit Gesundheitsgefährdung durch Asbestkontakt in Deutschland, bahnbrechendes Urteile ... . Das Urteil des Berliner Landgerichts vom 21.12.2012 finden Sie in Gänze › hier
Wichtiges Urteil 2011
Im Jahr 2011 wird vor dem Landgericht Dresden ein Urteil erstritten, welches einem Mieter ein Schmerzensgeld von 20.000,00 € für die psychosomatischen Belastungen zuspricht. Wir halten dieses Urteil für einen wichtigen Baustein zur Stärkung der Rechte bei Asbest im Privatbereich. Das Urteil des Dresdener Landgerichts vom 25.02.2011 finden Sie in Gänze › hier
Klage wegen fahrlässiger Überlassung einer Asbestwohnung
07. Januar 2016 Rechtsanwaltskanzlei Leistikow
Die Anwaltskanzlei Leistikow reicht Klage wegen fahrlässiger Überlassung einer Asbestwohnung beim Amtsgericht Tempelhof/Kreuzberg ein
Zur Einsparung besonderer Sanierungsaufwendungen verfiel der Vermieter auf den Einfall in Anzeigen die Wohnung ohne Hinweis auf die ihm bekannte Asbestbelastung anzupreisen und dabei wegen der erforderlichen Sanierung dem neuen Mieter gegen einen Mietpreisnachlass bzw. Gutscheine für den Baumarkt zur eigenen Bearbeitung und Renovierung zu überlassen. Dies erfolgte ohne Hinweis auf die Gefahrstoffe und die Gesundheitsgefahren der Asbestkontaminierung.
Der Gechädigte hatte in der Folge der Mieterin bei der notwendigen Bodensanierung aktiv geholfen. Dazu gehörten tagelange Arbeiten durch Abnehmen von allen asbesthaltigen Flexplatten, Zurechtbrechen der Platten, um diese volumensparend in den Hausmüll zu entsorgen, Abschmirgeln des schwarzen asbesthaltigen Asbestklebers mit Sandpapier. Die Arbeiten nahm der Mandant an insgesamt 5 Tagen hintereinander jeweils 8 Stunden vor, wobei er ohne Schutzmassnahmen auf dem Boden kniete und die Arbeit dort verrichtete.
Neben einem Schmerzensgeld klagt die Anwaltskanzlei Leistikow auf Schadenersatz aufgrund der -› Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts.
Klage auf aktuelles und zukünftiges Schmerzensgeld
25.06.2014 Rechtsanwaltskanzlei Leistikow
Die Anwaltskanzlei Leistikow verklagt die Wohnungsbaugesellschaft degewo AG auf ein angemessenes Schmerzensgeld und die Feststellung von Ansprüchen aus zukünftigen gesundheitlichen Schäden. In der gesamten Mietwohnung des betroffenen Mandanten befindet sich Asbest in Form von Vinyl-Asbest-Bodenplatten, Asbestkleber und asbesthaltigen Platten auf der Terrasse. Nach Inaugenscheinnahme eines Gutachters sind die Asbestplatten wohl altersbedingt beschädigt und im gesamten Wohnungsbereich angeschnitten und brüchig. Ebenfalls gab es Anbohrungen der Platten hindurch auch durch den Kleber vor Eintritt in den Mietvertrag. Brüchig sind auch die Platten auf der Terrasse.
Musterklage auf Schmerzensgeld
04.09.2013 Anwaltskanzlei Leistikow
Die Kanzlei Leistikow führt seit September 2013 eine Musterklage auf Schmerzensgeld wegen Krebserkrankungen von Berliner Mietern, die seit vielen Jahren in einer Asbestwohnung leben.
Schmerzensgeld für Bewohner von Wohnungen und Häuser mit Asbestbelastung
19.01.2013 Anwaltskanzlei Leistikow
Die Kanzlei Leistikow verfolgt Ansprüche von Betroffenen aus Wohnungen und Häusern mit Asbestbelastung auf Schmerzensgeld.
Das Landgericht Berlin spricht Klägern Feststellungsansprüche zu
21.12.2012 Anwaltskanzlei Leistikow
Urteil des Landgerichts Berlin, Geschäftszeichen 65 S 200/12: Das Landgericht Berlin hat in einem Mietprozess in zweiter Instanz im Dezember 2012 den Klägern Feststellungsansprüche dahingehend zugesprochen, "dass die Beklagte verpflichtet ist, den Klägern alle materiellen und immateriellen Schäden, die ihnen aus der Gesundheitsgefährdung, die durch den Asbestkontakt in den Mieträumen in der Seelingstrasse…..Berlin bereits entstanden sind bzw. als Spätfolgen noch entstehen werden, zu ersetzen soweit die Ansprüche nicht auf einen Sozialversicherungsträger oder andere Dritte übergegangen sind……….."
Damit gewährte das Landgericht Berliner Mietern einen Feststellungsanspruch für Gesundheitsschäden, die durch Asbest in der Zukunft entstehen können. Die lange Inkubationszeit des Asbeststaubs (20 bis 30 Jahre) führt dazu, dass regelmäßig die Ansprüche verjährt wären, wenn der Schaden sichtbar würde.
"Das Feststellungsinteresse wurde bejaht, zum Zwecke der Hemmung der Verjährung und wegen des gewissen Grades Wahrscheinlichkeit, dass ein künftiger Schaden möglich ist…."
Im konkreten Fall waren "beschädigte Vinylasbestplatten ohne besondere Staubschutzvorkehrungen entfernt worden. …………"
"Das Gutachten hat zudem eine Gefährdung durch die gebrochenen und zum Teil weiter vorhandenen Asbestplatten bejaht."………
"Aber auch wenn das Risiko für die Kläger relativ gering ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Asbestfasern eingeatmet haben, sich eine Faser im Gewebe der Lunge oder des Rippenfalls einnistet und zu einer – jedenfalls in Bezug auf ein Mesotheliom – tödlichen Erkrankung führt. Obgleich die statistischen Werte und Ausgangsbetrachtungen nur ein sehr geringes Risiko für die Kläger ergeben, durch Asbestfasern verursacht schwerwiegend, meist tödlich zu erkranken, kann die Berufungskammer einen Anspruch der Kläger hier nicht ausschließen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bereits eine Asbestfaser zu entsprechenden Erkrankungen führen kann, auch wenn dies statistisch nur einen Fall unter 25.000 Einwohnern trifft.
"Auch für den Zeitraum ab Juli 2005 hätte die Beklagte einzustehen, denn mit der Verwendung gesundheitsgefährdender Materialien haftet sie den Klägern und ihren Eltern als (damaligen) Mietern dafür, dass sich diese Gefahren nicht realisieren. Sie hätte die Mieter, die Eltern der Kläger, vorab auf die Gesundheitsgefahren hinweisen müssen."
Die Kanzlei LeistikowSchreyeck, die das Urteil erstritt, fordert nunmehr die betroffene GEWOBAG und andere Vermieter von über 60.000 Wohnungen in Berlin auf, den ehemaligen und derzeitigen Mietern schriftlich die Sicherung zukünftiger materieller und immaterieller Schäden zuzusagen und sich damit der Verantwortung der durch gebrochene Asbestplatten und unfachmännische Sanierung und Beseitigung zu stellen. Dazu gehört auch, dass unsachgemäße Sanierungen, wie in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen, unterblieben. Schon jetzt verfolgt die Kanzlei für Mieter, die nicht geklagt haben, außergerichtlich Feststellungsansprüche gegen die GEWOBAG. Eine Antwort bleibt abzuwarten.
Die Kanzlei LeistikowSchreyeck regt an einen Geldbetrag für alle zukünftigen Asbestgeschädigten insolvenzsicher bereitzustellen.
Vertretung von Mietern aus Wohnungen mit Asbestbodenplatten
19.04.2012 Anwaltskanzlei Leistikow
Die Kanzlei Leistikow übernimmt Vertretung von Mietern deren Wohnungen mit defekten Asbestbodenplatten kontaminiert sind auch hinsichtlich Schmerzensgeldforderungen.
Wie jede Kapitalgesellschaft sind auch Kapitalgesellschaften auf dem Wohnungsmarkt in erster Linie gewinnorientiert. Was uns irritiert ist das Gefühl, dass Gewinnorientierung und soziale Verantwortung im Rahmen der Vermietung eines durch die Verfassung geschützten Raumes nicht unbedingt zusammen passen.
Kanzlei Leistikow, Januar 2016
Trotz der BGH-Rechtsprechung klagen wir weiterhin auf Feststellungsansprüche bezüglich Schadenersatz und Schmerzensgeld in der Zukunft.
Die Bewertung des BGH-Urteils ist ausschließlich für den damals entschiedenen Fall. Der BGH hebt in seinem Urteil darauf ab, dass wenn ein Gutachter festhält, "mit einer Tumorerkrankung sei nicht zu rechnen", ein Feststellungsanspruch nicht gegeben ist. Dem können wir theoretisch sogar folgen.
Entgegen der Auffassung einiger Gerichte und der Asbestverwender liegt diese Beurteilung aber nicht für alle Fälle vor. Niemand hat bisher für jeden Einzelfall gesagt, dass die Gefahr einer Tumorerkrankung nicht vorliegt. Auch kein Gutachter.
Der BGH hat in seiner Entscheidung auch gesagt:
"Es kann dabei offen bleiben, ob die Auffassung des Berufungsgerichts zutrifft, die Zulässigkeit der Feststellungsklage setze eine hinreichende Wahrscheinlichkeit dafür voraus, dass die Pflichtverletzung der Beklagten in Zukunft zu einem Gesundheitsschaden bei den Klägern führen werde.
Selbst wenn man für die Zulässigkeit der Feststellungsklage die bloße Möglichkeit eines durch die Pflichtverletzungen verursachten Schadenseintritts genügen lassen wollte (vgl. BGH, Urteile vom 16. Januar 2001- VI ZR 381/99, NJW 2001, 1431 unter II 2; vom 20. Januar 2001 - VI ZR 325/99, NJW 2001, 3414 unter II 3; Beschluss vom 9. Januar 2007 - VI ZR 133/06, NJW-RR 2007, 601 Rn. 5), ist die Zulässigkeit der Klage im Streitfall zu verneinen."
Der BGH sieht also für Feststellungsklagen die Zulassungshürde eventuell sogar bei der bloßen Möglichkeit des Schadenseintritts. Insofern allerdings beziehen sich die Aussagen des BGH eindeutig nur auf die Wertung des Gutachters, dass in dem konkreten Fall "mit einer Tumorerkrankung" [ ] "nicht zu rechnen" sei.
Bei dieser Ausgangslage lohnt sich ein weiteres Drängen auf eine positive Entscheidung. Letztlich ist damit zu rechnen, dass ein Mieter Erfolg haben wird.
Kanzlei Leistikow, Juni 2014
Kanzlei Leistikow, Dezember 2012
Kanzlei Leistikow, Januar 2013