Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZB%2016/63
Timestamp: 2018-12-19 10:30:47
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 233', 'BGH', '§ 233', '§ 232', '§ 233', '§ 212', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 233']

BGH, 09.01.1964 - VII ZB 16/63 - dejure.org
BGH, 09.01.1964 - VII ZB 16/63
VersR 1964, 269
Es kann zwar davon ausgegangen werden, daß in der Kanzlei des früheren Prozeßbevollmächtigten der Klägerin, wie dies rechtlich geboten ist (vgl. BGH, Beschlüsse vom 9.1.1964 - VII ZB 16/63 - VersR 1964, 269 und vom 22.9.1971 V ZB 7/71 - VersR 1971, 1125) die Eintragung wichtiger Fristen im Terminkalender durch einen Erledigungsvermerk in den Handakten gekennzeichnet wird.
Ein Rechtsanwalt, der ein Rechtsmittel eingelegt hat, muß seine Handakten nicht immer dann, wenn sie ihm vorgelegt werden, auf das Vorhandensein eines Erledigungsvermerks über die Eintragung der Rechtsmittelbegründungsfrist im Fristenkalender überprüfen (Bestätigung der Beschlüsse vom 30.9.1963 VIII ZB 16/63 VersR 63, 1223 und vom 9.1.1964 VII ZB 16/63 VersR 64, 269 = LM ZPO § 233 (Fc) Nr. 25 und Nr. 27).
BGH, 14.07.1966 - IV ZB 172/66
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat jeder Rechtsanwalt, soweit es sich um die Wahrung wichtiger Fristen handelt, zwei Pflichten: Er muß einmal anordnen, daß die Notierung solcher Fristen im Fristenkalender durch einen Erledigungsvermerk in den Handakten vermerkt wird (Senatsbeschluß vom 2. Oktober 1951, IV ZB 60/51, LM, § 233 ZPO, Anhang Nr. 10; Senatsbeschluß vom 10. Januar 1962, IV ZB 408/61, LM, § 232 ZPO, Cc Nr. 8; Beschluß vom 15. Februar 1960, VII ZB 5/60, VersR 1960, 406; Beschluß vom 9. Januar 1964, VII ZB 16/63, LM, § 233 ZPO, Fc Nr. 27).
(…Senatsbeschluß vom 2. Oktober 1951 a.a.O.; Senatsurteil vom 13. Juli 1959, IV ZR 57/59, LM, § 212 a ZPO, Nr. 2;… Senatsbeschluß vom 10. Januar 1962 a.a.O.;… Beschluß vom 15. Februar 1960 a.a.O.; Beschluß vom 9. Januar 1964 aaO).
Zu dieser notwendigen Nachprüfung gehört auch die Kontrolle des Bürovermerks in den Handakten über die Eintragung der Frist im Fristenkalender (Senatsbeschluß vom 29. November 1972 - VIII ZB 56/72 = VersR 1973, 186; BGH Urteil vom 1. Juli 1976 - III ZR 88/75 = VersR 1976, 1154; Beschlüsse vom 9. Januar 1964 - VII ZB 16/63 = VersR 1964, 269 und vom 15. Mai 1972 - II ZB 2/72 = VersR 1972, 886).
Dazu gehört dann aber auch, dass die Eintragung einer Frist im Fristenkalender von der damit beauftragten Angestellten durch einen Erledigungsvermerk an der Fristennotierung auf den Handakten kenntlich gemacht wird (vgl. BGH, BGH-Report 2003, 697; VersR 1964, 269; VersR 1971, 1125).
Auch einem vielbeschäftigten Anwalt ist zuzumuten, die ihm zur Bearbeitung einer fristgebundenen Prozeßhandlung vorgelegten Handakten darauf zu prüfen, ob sie einen Vermerk über die von ihm angeordnete Notierung der Frist enthalten (im Anschl. an BGH VersR 64, 269; 71, 1125).
BGH, 05.10.1995 - V ZB 21/95
Möglichkeit der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Fristversäumung - …
Er mußte jedoch sicherstellen, daß aus seinen Handakten die Fristennotierung durch einen entsprechenden Erledigungsvermerk feststellbar war (BGH, Beschl. v. 9. Januar 1964, VII ZB 16/63, VersR 1964, 269).
Da er allgemein angeordnet hatte, daß nach der Notierung der Fristen im Fristenkalender in den Handakten jeweils ein Erledigungsvermerk anzubringen sei, hat er auch insoweit seinen Sorgfaltspflichten genügt (vgl. BGH, Beschlüsse vom 9. Januar 1964 - VII ZB 16/63 - LM § 233 (Fc) ZPO Nr. 27 und vom 17. Dezember 1973 - VIII ZB 26/73 - VersR 1974, 387, 388).