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Timestamp: 2019-10-17 00:47:54
Document Index: 320281519

Matched Legal Cases: ['Art 2', 'Art 3', 'Art 6', 'Art 7', 'Art 2', 'Art 3', 'Art 2']

Landesrecht BW Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg 9. Senat | 9 S 1971/96 | Beschluss | Ermöglichung eines gemeinsamen Unterrichts behinderter Schüler mit Nichtbehinderten - kein Anspruch auf integrative Beschulung; Feststellung der Sonderschulpflicht - zur Möglichkeit einer Benachteiligung | Langtext vorhanden
Aktenzeichen: 9 S 1971/96
ECLI: ECLI:DE:VGHBW:1996:0903.9S1971.96.0A
Normen: Art 2 Abs 1 GG, Art 3 Abs 3 S 2 GG, Art 6 Abs 2 GG, Art 7 GG, Art 2a Verf BW ... mehr
Ermöglichung eines gemeinsamen Unterrichts behinderter Schüler mit Nichtbehinderten - kein Anspruch auf integrative Beschulung; Feststellung der Sonderschulpflicht - zur Möglichkeit einer Benachteiligung
1. Behinderte Schüler und/oder ihre Eltern haben nach derzeitiger Rechtslage in Baden-Württemberg keinen einfachgesetzlichen oder unmittelbar verfassungsrechtlichen Anspruch auf sonderpädagogische uä Maßnahmen zur Ermöglichung eines gemeinsamen Unterrichts mit nicht behinderten Schülern an einer Grundschule (integrative Beschulung); ob ihnen eine integrative Beschulung ermöglicht werden soll, unterliegt der alleinigen Entscheidung durch den (Landes-)Gesetzgeber.
2. Die Frage, ob die Feststellung der Sonderschulpflicht für ein behindertes Kind eine Benachteiligung iSv Art 3 Nr 3 S 2 GG (Art 2a LV (Verf BW)) darstellt, ist im Anfechtungsstreit gegen die Feststellung der Sonderschulpflicht zu prüfen.
VGHBW-Ls 1996, Beilage 11, B 1
vorgehend VG Karlsruhe, 2. Juli 1996, Az: 3 K 1740/96
Vergleiche OVG Lüneburg, 29. November 1996, Az: 13 M 4539/96
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