Source: http://ra-kerschbaumer.at/blog/category/schmerzensgeld/
Timestamp: 2017-12-12 00:25:19
Document Index: 347538977

Matched Legal Cases: ['OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1299', 'OGH']

Schmerzensgeld Archives - Mag. Johannes Kerschbaumer (Rechtsanwalt) - Spezialist bei Schadenersatz
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Unerlassener Kaiserschnitt, Sauerstoffmangel, Schmerzensgeld
23. Februar 2017 /in Arzthaftung, Behandlungsfehler, Schmerzensgeld /von Matthias Fichtinger
OGH vom 29.09.2016, 9 Ob 6/16x
Der Beklagte ist Gynäkologe und betreute die Mutter der Klägerin während ihrer Schwangerschaft. Aufgrund eines von ihm falsch beurteilten CTG, das eine sofortige Einleitung der Entbindung erforderlich gemacht hätte, sowie weiterer ihm zurechenbaren Verzögerungen kam es erst mit einer Verspätung von fünf Stunden zur Entbindung. Dabei wurden ein Nabelschnurknoten sowie eine Nabelschnurumschlingung festgestellt. Aufgrund der damit verbundenen Sauerstoffunterversorgung weist die Klägerin schwere Hirnschäden auf. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit lag ein Sauerstoffmangel bereits bei der Erstellung des ersten CTG vor. Wieweit zu diesem Zeitpunkt bereits eine Schädigung des kindlichen Gehirns vorlag, lässt sich nachträglich nicht sagen. Je länger eine Sauerstoffunterversorgung stattfindet, desto schwerer ist die Schädigung. Zum damaligen Zeitpunkt war der Gesamtschaden jedenfalls noch nicht eingetreten. Es ist allerdings nicht feststellbar, wie viel des Schadens damals bereits eingetreten war. Dadurch, dass die Entbindung nicht in der erforderlichen Entschlossenheit angestrebt wurde, ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der Schaden größer geworden.
http://ra-kerschbaumer.at/wp-content/uploads/2017/01/logo-kerschbaumer-weiss-1-300x100.png 0 0 Matthias Fichtinger http://ra-kerschbaumer.at/wp-content/uploads/2017/01/logo-kerschbaumer-weiss-1-300x100.png Matthias Fichtinger2017-02-23 16:37:332017-02-23 17:00:05Unerlassener Kaiserschnitt, Sauerstoffmangel, Schmerzensgeld
Geburtsvorgang, Behandlungsfehler, Schmerzengeld
http://ra-kerschbaumer.at/wp-content/uploads/2017/01/logo-kerschbaumer-weiss-1-300x100.png 0 0 Matthias Fichtinger http://ra-kerschbaumer.at/wp-content/uploads/2017/01/logo-kerschbaumer-weiss-1-300x100.png Matthias Fichtinger2017-02-23 16:36:412017-02-23 17:00:10Geburtsvorgang, Behandlungsfehler, Schmerzengeld
Feuerwerksrakete, Produkthaftung, Schmerzengeld
23. Februar 2017 /in Produkthaftung, Schmerzensgeld /von Matthias Fichtinger
OGH 5 Ob 200/16x
http://ra-kerschbaumer.at/wp-content/uploads/2017/01/logo-kerschbaumer-weiss-1-300x100.png 0 0 Matthias Fichtinger http://ra-kerschbaumer.at/wp-content/uploads/2017/01/logo-kerschbaumer-weiss-1-300x100.png Matthias Fichtinger2017-02-23 16:35:552017-02-23 17:00:18Feuerwerksrakete, Produkthaftung, Schmerzengeld
Spirale, Behandlungsfehler, Schmerzensgeld
5. Januar 2017 /in Arzthaftung, Behandlungsfehler, Schmerzensgeld /von qqilipp
OGH 23.11.2017, 1 Ob 138/16z, Spirale, Behandlungsfehler
In dieser Entscheidung hatte der OGH die Frage zu klären, ob ein ordentlicher und pflichtgetreuer Durchschnitts-(fach-)arzt in der konkreten Situation des behandelnden Gynäkologen als Sachverständiger iSd § 1299 ABGB gemessen am jeweiligen zumutbaren Erkenntnisstand der Ärzte und nach den aktuell anerkannten Regeln ärztlicher Kunst in der Lage gewesen wäre, das Risiko des Abwanderns einer Spirale in den Bauchraum abzusehen und ob er über dieses erhebliche Risiko folglich hätte aufklären müssen. Gegenständlich ist die Spirale nach dem lege artis erfolgten Einsetzen in den Bauchraum abgewandert, verwuchs dort mit dem Dünndarm und musste operativ entfernt werden. Ob die „Spirale” im konkreten Fall wie vom Gynäkologen behauptet durch die Gebärmutterwand (hindurch) oder über die Eileiter in den Bauchraum abgewandert ist, ist aber, weil beides unter das Risiko des „Abwanderns“ einzuordnen ist, unerheblich. Der vom Gericht festgestellte Inhalt des mit der „Spirale“ ausgelieferten und Warnhinweise enthaltenden Beipackzettels, wurde als zumutbarer Erkenntnisstands eines solchen Facharztes betrachtet und deswegen die Haftung für sämtliche damit verbundenen Folgen und Schäden, ausgesprochen.
http://ra-kerschbaumer.at/wp-content/uploads/2017/01/logo-kerschbaumer-weiss-1-300x100.png 0 0 qqilipp http://ra-kerschbaumer.at/wp-content/uploads/2017/01/logo-kerschbaumer-weiss-1-300x100.png qqilipp2017-01-05 17:26:222017-01-05 17:26:22Spirale, Behandlungsfehler, Schmerzensgeld
Schmerzengeld, Entwicklung der Rechtsprechung
28. Dezember 2016 /in Schmerzensgeld /von qqilipp
Höchstschmerzengeld € 250.000,00
Nunmehr hat das LG Innsbruck mit einem Urteil vom 27.06.2016, 69 Cg 36/11 k, den bisher höchsten Schmerzengeldzuspruch des OLG Linz zu 2 R 150/14 p von € 220.000,00 Betrag überschritten und einen Schmerzengeldbetrag in der Höhe von € 250.000,00 zugesprochen. Er betraf ein im Urteilszeitpunkt neunjähriges Mädchen, das bereits zwei Monate nach seiner Geburt wegen eines ärztlichen Narkosefehlers bei einer Hernienoperation aufgrund Sauerstoffmangels (hypoxisch-ischämisches Ereignis) eine irreparable Hirnschädigung mit einer alle Körperteile und -funktionen betreffenden schwersten globalen psychomotorisch-kombinierten Entwicklungsstörung iVm einer Kombination von motorischen, perzeptiven, sprachlichen, sozialen und emotionalen Auffälligkeiten sowie lebenslanger Pflegebedürftigkeit, absoluter Immobilität (kann nicht einmal ihre Körpersituation im Bett selbstständig verändern), Stuhl- und Harninkontinenz, völlige verzerrten visuellen, akustischen, kinästhetischen, gustatorischen, taktilen und olfaktionrischen Sinneswahrnehmungen sowie aufgrund seiner geistigen Behinderung auch Unfähigkeit, die Sprache für und in der menschlichen Interaktion zu benutzen, ohne Besserungsaussichten erlitten hatte. Überdies wurde der Zuspruch einer Verunstaltungsentschädigung in der Höhe von € 25.000,00 gewährt.
http://ra-kerschbaumer.at/wp-content/uploads/2017/01/logo-kerschbaumer-weiss-1-300x100.png 0 0 qqilipp http://ra-kerschbaumer.at/wp-content/uploads/2017/01/logo-kerschbaumer-weiss-1-300x100.png qqilipp2016-12-28 13:19:392016-12-28 13:19:39Schmerzengeld, Entwicklung der Rechtsprechung
Schmerzengeld, Höchstzuspruch € 250.000,00
28. Dezember 2016 /in Arzthaftung, Behandlungsfehler, Schmerzensgeld /von qqilipp
http://ra-kerschbaumer.at/wp-content/uploads/2017/01/logo-kerschbaumer-weiss-1-300x100.png 0 0 qqilipp http://ra-kerschbaumer.at/wp-content/uploads/2017/01/logo-kerschbaumer-weiss-1-300x100.png qqilipp2016-12-28 13:17:222016-12-28 13:17:22Schmerzengeld, Höchstzuspruch € 250.000,00
Intraoperative Wachheit, Aufklärungspflicht
Aufklärungspflicht auch bei äußerst geringen Risken, Intraoperative Wachheit
Die Aufklärungspflicht eines Arztes reicht umso weiter, je weniger die Operation aus der Sicht eines vernünftigen Patienten vordringlich oder gar geboten ist (hier: Sterilisation). Gerade bei nicht dringlichen Operationen gilt, dass der Patient selbst die Abwägung vornehmen soll, ob er trotz des statistisch unwahrscheinlichen Risikos nachteiliger Folgen sich der geplanten Operation unterziehen oder aber seinen bisherigen Gesundheitszustand unverändert belassen will. Daher kann sich eine Aufklärungspflicht auch ergeben, wenn die Wahrscheinlichkeit des Risikoeintritts zahlenmäßig sehr gering ist, hier die intraoperative Wachheit.
http://ra-kerschbaumer.at/wp-content/uploads/2017/01/logo-kerschbaumer-weiss-1-300x100.png 0 0 qqilipp http://ra-kerschbaumer.at/wp-content/uploads/2017/01/logo-kerschbaumer-weiss-1-300x100.png qqilipp2016-12-28 12:45:322016-12-28 12:45:32Intraoperative Wachheit, Aufklärungspflicht
Schmerzengeld für Erblindung, psychisches Leid € 150.000,00
In der Entscheidung des OGH zu 3 Ob 1128/11 m wurden einem wegen eines Spitalsfehlers erblindeten Kind ein Schmerzengeldbetrag in der Höhe von € 150.000,00 und eine Verunstaltungsentschädigung in der Höhe von € 15.000,00 zugesprochen. Bei der Beurteilung des Schmerzengeldes und der Verunstaltungsentschädigungen betrachteten die Höchstrichter zunächst eine frühere Entscheidung, in der das bisher höchste Schmerzengeld in Österreich, vor 10 Jahre, in der Höhe von ATS 218.000,00 zugesprochen wurden.
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