Source: http://www.pflege-deutschland.de/pflegeversicherung/gesetz/ermittlung-grad-pflegebeduerftigkeit.html
Timestamp: 2017-03-28 10:11:34
Document Index: 350595488

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 15', '§ 114', '§ 115', '§ 131', '§ 140', '§ 15', '§ 15', '§ 15']

Pflegeversicherungsgesetz (§ 15 SGB XI) Ermittlung des Grades der Pflegebedürftigkeit
Pflegeversicherungsgesetz: § 15 SGB XI Allgemein
§ 114 Qualitätsprüfungen § 115 Ergebnisse von Qualitätsprüfungen §§ 131 - 139 Pflegevorsorgefonds §§ 140 - 144 Überleitungs- Übergangsrecht § 15 SGB XI: Ermittlung des Grades der Pflegebedürftigkeit, Begutachtungsinstrument
Anlage 1 zu § 15: Einzelpunkte der Module 1 bis 6; Bildung der Summer der Einzelpunkte in jedem Modul
Das Modul umfasst fünf Kriterien, deren Ausprägungen in den folgenden Kategorien mit den nachstehenden
Punkten gewertet werden:
Fähigkeit vorhanden / unbeeinträchtigt
Fähigkeit in geringem Maße vorhanden
Das Modul umfasst elf Kriterien, deren Ausprägungen in den folgenden Kategorien mit den nachstehenden
vorhanden / unbeeinträchtigt
Mit diesem Modul wird die Häufigkeit des Auftretens von bestimmten Verhaltensweisen bzw. von psychischen Problemlagen erfasst und in den folgenden Kategorien mit den nachstehenden Punkten gewertet:
häufig (zweimal bis mehrmals wöchentlich, aber nicht täglich)
Körperpflege im Bereich des Kopfes (Kämmen, Zahnpflege / Prothesenreinigung, Rasieren)
Bewältigung der Folgen einer Harninkontinenz und Umgang mit Dauerkatheter und Urostoma
Das Modul umfasst zwölf Kriterien:
Die Ausprägungen der Kriterien 4.1 bis 4.7, 4.11 und 4.12 werden in den folgenden Kategorien mit den
Die Ausprägungen des Kriteriums 4.8 werden wegen seiner besonderen Bedeutung für die pflegerische Versorgung in den folgenden Kategorien mit den nachstehenden Punkten gewertet:
Die Ausprägungen der Kriterien 4.9 und 4.10 werden wegen ihrer besonderen Bedeutung für die pflegerische
Versorgung in den folgenden Kategorien mit den nachstehenden Punkten stärker gewertet:
Die Punkte der Kriterien 4.11 und 4.12 gehen in die Berechnungen nur ein, wenn überwiegend inkontinent
oder komplett inkontinent angegeben ist oder eine künstliche Ableitung von Stuhl bzw. Harn erfolgt.
Bei Kindern im Alter bis 18 Monate werden die Kriterien 4.1 bis 4.12 durch das Kriterium 4.K ersetzt:
Bestehen gravierender Probleme bei der Nahrungsaufnahme die einen außergewöhnlichen
pflegeintensiven Hilfebedarf im Bereich der Ernährung auslösen
Besonderheiten bei Sondenernährung
Bei Sondenernährung ergeben sich die Punkte in Abhängigkeit vom Anteil der Sondenernährung an der
Nahrungsaufnahme in den folgenden Kategorien:
nur gelegentlich bzw. nicht täglich Zufuhr von Sondennahrung:
ein- bis dreimal täglich Sondennahrung und täglich oral Nahrung:
mindestens viermal täglich Sondennahrung und täglich
oral Nahrung:
ausschließlich oder nahezu ausschließlich Sondennahrung:
Sind bei der Sondenernährung keine Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten feststellbar, werden keine Punkte vergeben.
Besonderheiten bei parenteraler Ernährung
Bei parenteraler Ernährung ergeben sich die Punkte in Abhängigkeit vom Anteil der parenteralen Ernährung an der Nahrungsaufnahme:
Sind bei der parenteralen Ernährung keine Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten feststellbar, werden keine Punkte vergeben.
Häufigkeit der Hilfe (Anzahl): täglich
Summer aller Häufigkeiten der Kriterien 5.1 bis 5.7
entfällt oder seltener als einmal täglich
ein- bis dreimal täglich
vier- bis achtmal täglich
entfällt oder seltener als einmal wöchentlich
wöchentliche Häufigkeit multipliziert mit
Besuche von Einrichtungen zur Frühförderung bei Kindern
Erläuterungen zur Modulbewertung im Modul 5
Für jedes der Kriterien 5.1 bis 5.K wird zunächst die Häufigkeit ermittelt, mit der die betreffenden Maßnahmen durchgeführt werden (Maßnahmen/Kriterien pro Monat). Berücksichtigt werden nur die Maßnahmen, die vom Versicherten nicht selbständig durchgeführt werden können.
Die Zahl der Maßnahmen wird summiert (z. B: dreimal Medikamentengabe und einmal Blutzuckermessen pro Tag entspricht vier Maßnahmen pro Tag oder 120 Maßnahmen monatlich). Diese Häufigkeit wird umgerechnet in einen Durchschnittswert (z. B. pro Tag, pro Woche, pro Monat). Danach gelten in den folgenden Kategorien die nachstehenden Punkte:
für die Kriterien 5.1 bis 5.7:
Durchschnittliche Häufigkeit der Maßnahmen:
seltener als einmal täglich:
ein- bis dreimal täglich: 1 Punkt
vier- bis achtmal täglich: 2 Punkte
mehr als achtmal täglich:
für die Kriterien 5.8 bis 5.11:
seltener als einmal pro Woche:
ein- oder mehrmals wöchentlich: 1 Punkt
ein- bis zweimal täglich: 2 Punkte
mindestens dreimal täglich:
für die Kriterien 5.12 bis 5.15 und 5.K:
Betrachtet wird hier ein Zeitraum von einem Monat. Eine Maßnahme innerhalb dieses Zeitraums wird mit einem Punkt gewertet. Findet eine Maßnahme regelmäßig wöchentlich statt, wird sie entsprechend mit 4,3 Punkten gewertet. Handelt es sich um besonders zeitaufwändige Besuche bei Ärzten oder Einrichtungen oder um zeit- und technikintensive Maßnahmen in häuslicher Umgebung, werden sie doppelt gewertet (8,6 bzw. 2).
Die Werte der Kriterien 5.12 bis 5.15 – bei Kindern bis 5.K – werden addiert.
0 bis unter 4,3
4,3 bis unter 8,6
8,6 bis unter 12,9
12,9 bis unter 60
Interktion mit Personen im direkten Kontakt
Anlage 2 (zu § 15) Bewertungssystematik (Summe der Punkte und gewichtete Punkte) Schweregrad der Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten im Modul
2 Erhebliche
4 Schwerste
Summe der Punkte im Modul 1
Gewichtete Punkte im Modul 1
Summe der Punkte im Modul 2
Summe der Punkte im Modul 3
Gewichtete Punkte für die Module 2 und 3
Summe der Punkte im Modul 4
Gewichtete Punkte im Modul 4
5 Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen
Summe der Punkte im Modul 5
Gewichtete Punkte im Modul 5
6 Gestaltung des Alltagslebens und soziale Kontakt
Summe de rPunkte im Modul 6
Gewichtete Punkte im Modul 6