Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=L%202%20U%20232/98
Timestamp: 2020-04-10 13:21:25
Document Index: 2089240

Matched Legal Cases: ['§ 41', '§ 41', '§ 41', '§ 54', '§ 39', '§ 26', '§ 41', '§ 41', '§ 41', '§ 54', '§ 41', '§ 13']

LSG Bayern, 25.11.1998 - L 2 U 232/98 - dejure.org
https://dejure.org/1998,7890
LSG Bayern, 25.11.1998 - L 2 U 232/98 (https://dejure.org/1998,7890)
LSG Bayern, Entscheidung vom 25.11.1998 - L 2 U 232/98 (https://dejure.org/1998,7890)
LSG Bayern, Entscheidung vom 25. November 1998 - L 2 U 232/98 (https://dejure.org/1998,7890)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1998,7890) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Unfallversicherung - Betriebskosten - Hilfsmittel - kein Ermessen des Unfallversicherungsträgers
Zum Anspruch einer Versicherten auf Erstattung der auf den Betrieb eines Treppenlifters entfallenden Stromkosten; Gewährung von Wohnungshilfe durch den Einbau eines Treppenlifters; Zur rechtlichen Qualifizierung der gemeinsamen Richtlinien der Unfallversicherungsträger ...
Übernahme der Betriebskosten für Hilfsmittel
SG Augsburg, 06.05.1998 - S 3 U 384/97
Erst wenn die Prüfung ergeben hat, dass der Anspruch dem Grunde nach gegeben ist, steht dem Unfallversicherungsträger im Hinblick auf die im Einzelfall auszuführenden Maßnahmen ein Auswahlermessen zu (vgl Bayerisches LSG, Urteil vom 25. November 1998 - L 2 U 232/98 = HVBG-Info 1999, 1670;… Brackmann/Krasney, aaO RdNr 15; Kater/Leube, SGB VII, § 41 RdNr 1; aA offenbar Römer in Hauck/Noftz, SGB VII, K § 41 RdNr 4).
Durch die Bezeichnung der zu schaffenden Regelungen als "Richtlinien" und durch die Benennung der Verbände der Unfallversicherungsträger als Erlassberechtigte macht das Gesetz deutlich, dass § 41 Abs. 4 SGB VII keine Ermächtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen, sondern lediglich von Verwaltungsvorschriften darstellt (vgl Bayerisches LSG, Urteil vom 25. November 1998 - L 2 U 232/98 = HVBG-Info 1999, 1670 zu den ab dem 1. Januar 1981 geltenden Richtlinien;… allgemein zu Verwaltungsvorschriften Hommel in Peters/Sautter/Wolff, Kommentar zur Sozialgerichtsbarkeit, 4. Aufl, § 54 RdNr 109 mwN).
Gesetzliche Unfallversicherung - Anspruch auf erneute Wohnungshilfe
Über Art, Umfang und Durchführung der Rehabilitation und damit auch (etwa) über die Höhe der Wohnungshilfe als Leistung der sozialen und beruflichen Rehabilitation (§§ 39 Abs. 1 Nr. 2, 41 Abs. 2 SGB VII) entscheidet der Unfallversicherungsträger gemäß § 26 Abs. 5 SGB VII indessen nach pflichtgemäßem Ermessen (…Krasney, in: Brackmann, SGB VII, § 41 Rn. 15;… Römer, a.a.O. § 41 Rn 9; anders: Bay LSG, Urt. v. 25. November 1998, - L 2 U 232/98 -, HVBG-INFO 1999, 1670).
Durch die Bezeichnung der zu schaffenden Regelungen als "Richtlinien" und durch die Benennung der Verbände der Unfallversicherungsträger als Erlassberechtigte macht das Gesetz deutlich, dass § 41 Abs. 4 SGB VII keine Ermächtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen, sondern lediglich von Verwaltungsvorschriften darstellt (vgl. Bayerisches Landessozialgericht , Urteil vom 25. November 1998 - L 2 U 232/98 = HVBG-Info 1999, 1670 zu den ab dem 01. Januar 1981 geltenden Richtlinien;… allgemein zu Verwaltungsvorschriften Hommel in Peters/Sautter/Wolff, Kommentar zur Sozialgerichtsbarkeit, 4. Aufl., § 54 Randnr. 109 m. w. N.).
Durch die Bezeichnung der zu schaffenden Regelungen als "Richtlinien" und durch die Benennung der Verbände der Unfallversicherungsträger als Erlassberechtigte macht das Gesetz deutlich, dass § 41 Abs. 4 SGB VII keine Ermächtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen, sondern lediglich von Verwaltungsvorschriften darstellt (vgl. Bayerisches LSG, Urteil vom 25. November 1998 - L 2 U 232/98 = HVBG-Info 1999, 1670 zu den ab dem 1. Januar 1981 geltenden Richtlinien; BSG…, Urteil vom 6. Mai 2003, a.a.O.).
SG München, 25.02.2014 - S 1 U 5014/13
Keine Kostenübernahme für ein Notstromaggregat im Rahmen der Wohnungshilfe zur …
Jedenfalls in den Fällen, in denen von der Verwaltung aufgestellte Richtlinien nicht auf einer vom Gesetz- oder Verordnungsgeber zugewiesenen inhaltlichen Regelungskompetenz beruhen, handelt es sich bei Richtlinien um Verwaltungsvorschriften, die innerhalb der betroffenen Verwaltungsbehörden gelten (Verwaltungsbinnenrecht) und die im Range des Parlamentsgesetzes garantierten subjektiv-öffentlichen Rechte der Versicherten weder einschränken noch über deren gesetzliche Grenzen erweitern können (…BSG SozR 3-2500 § 13 Nr. 4; Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 25. November 1998, Az.: L 2 U 232/98;… Udsching, Festschrift für Krasney Seite 678, 683 mwN).