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Timestamp: 2019-01-18 19:01:12
Document Index: 118386929

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 106', 'Art. 57', 'Art. 58', 'Art. 57', 'Art. 57', 'Art. 58', 'Art. 57', 'Art. 57', 'Art. 57', 'Art. 118', 'Art. 57', '§ 10', 'Art. 97', 'Art 6', 'Art 12', 'Art 41', 'Art 47', 'Art 47', 'Art 47', 'Art 52', 'Art. 47', 'Art. 52', 'Art. 12', 'Art. 41', '§ 47', 'Art. 6', '§ 47']

Rechtsprechung: 6/93 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: VerfG Brandenburg, 19.05.1994 | FG Berlin, 28.03.1995
StGH Niedersachsen, 15.08.1995 - StGH 2/93, StGH 3/93, StGH 6/93, StGH 7/93, StGH 8/93, StGH 9/93, StGH 10/93
NVwZ 1996, 585
DVBl 1995, 1175
Soweit die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts wie auch der Landesverfassungsgerichte im Bereich des Finanzausgleichs (vgl. BVerfGE 72, 330 ; StGH BW…, Urteil vom 10. Mai 1999 - 2/97 -, DVBl 1999, S. 1351 ;… BayVerfGH, Entscheidung vom 28. November 2007 - Vf. 15-VII-05 -, BayVBl 2008, S. 172 ; BrbVerfG…, Urteil vom 18. Dezember 1997 - VfGBbg 47/96 -, LKV 1998, S. 195 ; HessStGH…, Urteil vom 21. Mai 2013 - P.St. 2361 -, NVwZ 2013, S. 1151 ; NdsStGH, Beschluss vom 15. August 1995 - StGH 2/93 u.a. -, NVwZ 1996, S. 585 ; NdsStGH…, Urteil vom 25. November 1997 - StGH 14/95 u.a. -, NVwZ-RR 1998, S. 529 ; VerfGH NRW…, Urteil vom 10. Mai 2016 - VerfGH 24/13 -, juris, Rn. 44 ff.; RhPfVerfGH…, Urteil vom 14. Februar 2012 - VGH N 3/11 -, NVwZ 2012, S. 1034 ; LVerfG SH…, Urteil vom 27. Januar 2017 - LVerfG 4/15 -, juris, Rn. 94 ff.; ThürVerfGH…, Urteil vom 21. Juni 2005 - 28/03 -, NVwZ-RR 2005, S. 665 ), von Neugliederungsmaßnahmen (vgl. BVerfGE 86, 90 ; RhPfVerfGH…, Urteil vom 18. März 2016 - VGH N 9/14 -, juris, Rn. 109; SächsVerfGH…, Urteil vom 25. November 2005 - Vf. 119-VIII-04 -, LKV 2006, S. 169 ; ThürVerfGH…, Urteil vom 18. Dezember 1996 - 2/95 -, NVwZ-RR 1997, S. 639 ), Vorhabengesetzen (vgl. BVerfGE 95, 1 ) und bei der Bezifferung grundrechtlich gewährleisteter Leistungsansprüche (vgl. BVerfGE 125, 175 ; 137, 34 ; vgl. StGH BW…, Urteil vom 6. Juli 2015 - 1 VB 130/13 -, juris, Rn. 130 f.) oder in Besoldungsfragen (vgl. BVerfGE 130, 263 ; 139, 64 ; 140, 240 ; 145, 1 ; 145, 304 ) besondere Anforderungen an die Begründungslast im Gesetzgebungsverfahren gestellt hat, betraf dies typischerweise die gesetzliche Ausgestaltung in der Verfassung selbst angelegter (Leistungs-)Rechte, die ohne entsprechende Anforderungen an Ermittlung und Begründung der Regelungsgrundlagen leerzulaufen drohen.
Beide Bestimmungen verwirklichen für das Land Niedersachsen die in Art. 28 GG enthaltene bundesverfassungsrechtliche Garantie der kommunalen Selbstverwaltung und haben nach Zweck und Entstehungsgeschichte jedenfalls den selben Mindestgehalt wie Art. 28 Abs. 1 Satz 2 und 3 sowie Abs. 2 GG (Nds. StGH, DVBl. 1995 S. 1175 linke Spalte unter Hinweis auf Nds. StGHE 1, 163, 168; 2, 1, 143).
Zum Selbstverwaltungsrecht gehört nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfGE 71, 25, 36 m.w.N.) und der Verfassungsgerichte der Länder (…VerfGH NW, DVBl. 1993, S. 1205;… VerfGH Rh.Pf., DVBl. 1992, S. 981; BW StGH, VBlBW 1994, S.15; Nds. StGH DVBl. 1995, S. 1175;… BayVerfGH, BayVBl. 1997, S. 303) die Finanzhoheit der Kommunen.
Nach Art. 106 Abs. 6 GG in der Fassung vom 12. Mai 1969 (BGBl. I S. 359) haben sie die alleinige Ertragshoheit über die Realsteuern, an deren Aufkommen aber Bund und Länder durch eine Umlage beteiligt werden (Nds. StGH, DVBl. 1995, S. 1175, 1177 linke Spalte).
Die Niedersächsische Verfassung enthält mit Art. 57 Abs. 4 NV einerseits und mit Art. 58 NV andererseits somit zwei selbständige Ausformungen der finanziellen Absicherung der kommunalen Gebietskörperschaften, die sich auf je verschiedene kommunale Aufgabenbereiche beziehen und auch ihrem Regelungscharakter nach verschieden sind (Nds. StGH, DVBl. 1995, S. 1175 f.): Art. 57 Abs. 4 NV regelt abschließend die Frage einer Aufgabenübertragung durch Landesgesetze und deren Finanzierung.
Diesem Gebot kann der Gesetzgeber aber nur nachkommen, wenn die Bestimmungen über die Deckung der Kosten erkennbar und nachprüfbar sind (Nds. StGH, DVBl. 1995, S. 1175, 1176 rechte Spalte).
Wie der Staatsgerichtshof in seiner Entscheidung vom 15. August 1995 (DVBl. 1995, S. 1175, 1176 rechte Spalte) ausgeführt hat, muß der Gesetzgeber bei der Prüfung der Kosten, die von Art. 57 Abs. 4 NV erfaßt werden, alle Ausgaben berücksichtigen, welche die Aufgabenerfüllung verursacht.
Der normative Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers eröffnet diesem die Möglichkeit, die von der Verfassung geforderte Deckung der Kosten entweder gesondert (Nds. StGH, DVBl. 1995, S. 1175, 1177 linke Spalte) im Zusammenhang mit dem allgemeinen Finanzausgleich zu regeln oder ein selbständiges Gesetz über die Deckung der Kosten der Auftragsverwaltung zu beschließen.
Die Ausgleichsmasse für die Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises ist nach der Rechtsprechung des Staatsgerichtshofs (DVBl. 1995, S. 1175, 1177 linke Spalte) finanzkraftunabhängig zu verteilen.
Da Art. 58 NV nicht wie Art. 57 Abs. 4 NV eine Kostenanalyse verlangt, zielt die Bedarfsermittlung nicht darauf ab, daß der gesamte kommunale Finanzausgleich ein bloßes Erstattungssystem wird und somit jegliche Aufgabenautonomie der Kommunen verloren geht (Nds. StGH, DVBl. 1995, S. 1175, 1178 linke Spalte).
Dabei konnte nicht festgestellt werden, daß dem Landesgesetzgeber ein Formenmißbrauch (DVBl. 1995, S. 1175, 1176 rechte Spalte) unterlaufen ist.
Wenn der Staatsgerichtshof in seiner Entscheidung vom 15. August 1995 (DVBl. 1995, S. 1175, 1177 linke Spalte) ausgeführt hat, daß der besondere Ansatz nach Art. 57 Abs. 4 NV finanzkraftunabhängig zu verteilen ist, so bedeutet dies nicht, daß die im Gesetz gewählte Einwohnerzahl alleiniges Kriterium für die Verteilung sein muß.
Der Staatsgerichtshof hat in dieser Entscheidung lediglich festgestellt, daß der "Vorab" zur Deckung der Kosten des übertragenen Wirkungskreises finanzkraftunabhängig zu gewähren sei (DVBl. 1995, S. 1175, 1179 linke Spalte).
Dieser in den Entscheidungen zum Länderfinanzausgleich entwickelte Gedanke ist auch auf den kommunalen Finanzausgleich übertragbar (StGH, DVBl. 1995, S. 1175, 1179 linke Spalte).
Derzeit sieht nur noch die niedersächsische Landesverfassung neben einem allgemeinen Finanzausstattungsgebot eine auf die Übertragung staatlicher Aufgaben beschränkte Kostenerstattungspflicht vor (vgl. Art. 57 Abs. 4 und 58 NdsVerf; vgl. weiter NdsStGH, DVBl. 1995, 1175; wobei auch dort aber offenbar eine Erweiterung auf sämtliche übertragenen öffentlichen Aufgaben geplant ist, vgl. Henneke, LK 2004, 152, [153]).
Dabei sind jedoch die dem finanzkraftunabhängigen, ,,vorab" zu gewährenden Mehrbelastungsausgleich dienenden Finanzmittel durch einen eigenen Ansatz zu kennzeichnen, um sie von der finanzkraftabhängig zu verteilenden Schlüsselmasse unterscheiden und auf diese Weise die Einhaltung des Konnexitätsprinzips überprüfen zu können (vgl. NdsStGH, DVBl. 1995, 1175, [1177]).
Der Vorbehalt der finanziellen Leistungsfähigkeit des Landes bezieht sich nicht nur auf die vom Land zu erbringende Ausgleichsleistung, sondern auch auf das vom Land im Ergebnis zu gewährleistende Niveau der Finanzbedarfsbefriedigung (StGH Niedersachsen vom 15.8.1995 = NVwZ 1996, 585/588).
Überdies stünde er im Widerspruch zu Art. 118 Abs. 1 BV, wonach wesentlich Ungleiches nicht ohne sachlichen Grund gleich behandelt werden darf (VerfGH 50, 15/49; VerfGH Nordrhein-Westfalen DVBl 1989, 151/153 f.; DVBl 1993, 1205/1209; StGH Niedersachsen vom 15.8.1995 = DVBl 1995, 1175/1178; für den bundesstaatlichen Finanzausgleich BVerfG vom 20.2.1952 = BVerfGE 1, 117/131; BVerfG vom 24.6.1986 = BVerfGE 72, 330/387, 398, 418 f.; BVerfGE 86, 148/215, 250, 254; aus der Literatur vgl. Kirchhof, DVBl 1980, 711/719; Hoppe, DVBl 1992, 117/120; Birk/Inhester, DVBl 1993, 1281/1284; Bayer, DVBl 1993, 1287/1290).
Selbstverwaltungsträgern eine - im Sinne des hergebrachten Aufgabendualismus ursprünglich staatliche Aufgabe übertragen wird (a.A. NdsStGH, DVBl. 1995, 1175 f. zu Art. 57 Abs. 4 NdsVerf).
bb) Bei der Prognose über die mit der Aufgabenübertragung verbundenen Mehrbelastungen der kommunalen Aufgabenträger hat der Gesetzgeber sämtliche verursachten Kosten der Verwaltungstätigkeit, also insbesondere die Zweckausgaben wie auch die Personal- und Sachkosten (vgl. NdsStGH, DVBl. 1995, 1175 [1176]), zugrunde zulegen.
Damit ist zugleich dem Einwand begegnet, ein vollständiger Ausgleich der durch die Aufgabenübertragung verursachten Kosten bewirke einen von der Verfassung nicht gebotenen Verwaltungsaufwand und führe durch eine zusätzliche Zweckbindung von Finanzierungsmitteln zu einem verfassungswidrigen Eingriff in das kommunale Selbstverwaltungsrecht (vgl. dazu NdsStGH, DVBl. 1995, 1175 [1176]; DVBl. 1998, 185 [186]).
übertragener Aufgaben zusammengefasst wird; auch die Berücksichtigung eventueller Synergie-Effekte bei den kommunalen Selbstverwaltungsträgern ist zulässig (vgl. NdsStGH, DVBl. 1995, 1175 [1176]).
2008, 152 = juris, Rn. 63 ff.; DVBl. 1998, 185, 187 = juris, Rn. 100 ff.; DVBl. 1995, 1175, 1177 f. = juris, Rn. 100 ff.; VerfGH Sachsen, SächsVBl.
2008, 152 = juris, Rn. 63 ff.; NVwZ-RR 2001, 553, 556 f. = juris, Rn. 132 f.; DVBl. 1998, 185, 187 = juris, Rn. 100 ff.; DVBl. 1995, 1175, 1177 f. = juris, Rn. 100 ff.).
Dem ist nur Rechnung getragen, wenn dies "erkennbar und nachprüfbar" geschieht (so NdsStGH, DVBl. 1995, 1175, 1176 …sowie Urteil vom 25.11.1997, a.a.O., S. 22 des Umdrucks).
Von Verfassungs wegen reicht es vielmehr aus, die Erstattung der Verwaltungskosten für sämtliche oder mehrere übertragene Aufgaben pauschaliert zu bestimmen (vgl. NdsStGH, DVBl. 1995, S. 1175, 1176 …sowie Urteil vom 25.11.1997, a.a.O., S. 23 des Umdrucks; BayVerfGH, Entscheidung vom 18. April 1996 - Az.: Vf. 13-VII-93 - , S. 37 des Umdrucks) und in einem einheitlichen Ansatz zusammenzufassen, etwa in der Form von gesonderten Zuweisungen zu den Kosten der Pflichtaufgaben, wie dies in den Gemeindefinanzierungsgesetzen der Jahre 1991 und 1992 jeweils in § 10 geschehen ist.
Sie hätte jedoch den Nachteil, daß die Kommunen einer mittelbaren Beeinflussung beim "Wie" der Aufgabenwahrnehmung ausgesetzt würden (vgl. auch NdsStGH, DVBl. 1995, S. 1175, 1176 …sowie Urteil vom 25.11.1997, a.a.O., S. 23 des Umdrucks).
Dies liegt nicht im Sinne von Art. 97 Abs. 3 Satz 1 LV, der seinerseits eine Schutzvorschrift zugunsten der kommunalen Selbstverwaltung ist (in diesem Sinne auch NdsStGH, DVBl. 1995, S. 1175, 1176).
VerfG Brandenburg, 19.05.1994 - VfGBbg 6/93, VfGBgb 6/93 EA
Art 6 Abs 2 Verf BB, Art 12 Abs 1 Verf BB, Art 41 Abs 1 Verf BB, Art 47 Abs 1 Verf BB, Art 47 Abs 2 Verf BB
Keine Verletzung von Verf BB Art 47 Abs 2 und Art 52 Abs 4 durch den Erlaß eines Räumungsurteils nach langer Verfahrensdauer - fristgerechte Einlegung einer Verfassungsbeschwerde bei noch im Aufbau befindlicher Justizverwaltung der neuen Bundesländer
LV Art. 47 Abs. 2; LV Art. 52 Abs. 4; LV Art. 12 Abs. 1; LV Art. 41 Abs. 1; VerfGGBbg § 47 Abs. 1
Beschwerdefrist; Fristversäumung; Wiedereinsetzung; Gleichheitsgrundsatz; Prüfungsmaßstab; Zuständigkeit des Landesverfassungsgerichts; faires Verfahren; zügiges Verfahren; Eigentum
Verfassungsverstoß; Räumungsurteil ohne Ersatzwohnraum; Zwangsvollstreckung
NJ 1994, 414
Artikel 52 Abs. 4 Satz 1 LV ist ein Grundrecht (s. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, st. Rspr. seit Beschluss vom 19. Mai 1994 - VfGBbg 6/93, 6/93 EA -, LVerfGE 2, 105, 112 und Beschluss vom 14. Juli 1994 - VfGBbg 3/94 -, LVerfGE 2, 115 , 116).
Es ist weiterhin zu berücksichtigen, daß an einem kleineren Amtsgericht Privatklagesachen üblicherweise einem Richter zugewiesen sind, der mit dem Hauptteil seiner Arbeitskraft für andere Aufgaben zuständig ist, welche - mitbedingt dadurch, daß es sich bei den Privatklageverfahren um Angelegenheiten handelt, für die die Staatsanwaltschaft ein öffentliches Interesse verneint hat - im Vordergrund seiner Aufmerksamkeit zu stehen pflegen; auch auf die hohe Belastung, der die Amtsrichterschaft im Land Brandenburg, teils noch als Folge des Neuaufbaus der Justiz in einem neuen Bundesland, ausgesetzt ist (vgl. hierzu Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 19.5.1994 - VfGBbg 6/93; 6/93 EA - LVerfGE 2 S. 105, 112; Beschluß vom 19.1.95 - VfGBbg 9/94 - zur Veröffentlichung in LVerfGE 3, Teil Brandenburg, Nr. 1 vorgesehen), ist in diesem Zusammenhang hinzuweisen.
VerfG Brandenburg, 19.01.1995 - VfGBbg 9/94
Der Anspruch auf ein zügiges gerichtliches Verfahren gewährleistet, dass der ein Gericht anrufende Bürger in einem überschaubarem Zeitrahmen eine Entscheidung erlangt (vgl. VerfGBbg, Beschluss vom 19.5.1994 - VfGBbg 6/93, 6/93 EA, AU S. 11 insoweit in NJ 1994, 414 nicht abgedruckt).
Außerdem darf bei der Verfahrensdauer vor dem Amtsgericht die Situation der Umstrukturierung der Justizorganisation in dem neugegründeten Bundesland Brandenburg und die darin begründete Arbeitsbelastung der Gerichte nicht unberücksichtigt bleiben (vgl. VerfGBbg, Beschluss vom 19.5.1994 - VfGBbg 6/93, 6/93 EA -, AU S. 11, insoweit in NJ 1994, 414 nicht abgedruckt; Beschluss vom 14.7.1994 - VfGBbg 3/93 - AU S. 3).
Asylrecht; Verwaltungsprozeßrecht; zügiges Verfahren; Rechtswegerschöpfung; …
"Artikel 52 Abs. 4 Satz 1 LV ist ein Grundrecht (s. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, st. Rspr. seit Beschluß vom 19. Mai 1994 - VfGBbg 6/93, 6/93 EA -, LVerfGE 2, 105, 112 und Beschluß vom 14. Juli 1994 - VfGBbg 3/94 -, LVerfGE 2, 115 [Leitsatz 1], 116).
Zu prüfen ist allein, ob im Rahmen der Rechtsanwendung Grundrechte nicht oder nicht hinreichend beachtet worden sind und die Beschwerdeführerin dadurch im Sinne des Art. 6 Abs. 2 LV in einem in der Verfassung gewährleisteten Grundrecht verletzt worden ist (Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 19. Mai 1994 - VfGBbg 6/93- 6/93 EA -, LVerfGE 2, 105, 110).
Willkürlich ist eine gerichtliche Entscheidung, wenn sie unter keinem rechtlichen Aspekt vertretbar ist und sich deshalb der Schluß aufdrängt, sie beruhe auf sachfremden Erwägungen (…vgl. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, a.a.O., S. 7 des Umdrucks; Beschluß vom 19. Mai 1994 - VfGBbg 6/93, 6/93 EA - LVerfGE 2, 105, 110).
Der Anspruch auf ein zügiges Verfahren gewährleistet, daß der ein Gericht anrufende Bürger in angemessener Zeit eine Entscheidung erlangt (vgl. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 19. Mai 1994 - VfGBbg 6/93, 6/93 EA -, LVerfGE 2, 105, 112).
VerfG Brandenburg, 16.03.2006 - VfGBbg 62/05
Arbeitsrecht; zügiges Verfahren
Artikel 52 Abs. 4 Satz 1 LV ist ein Grundrecht (s. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, st. Rspr. seit Beschluß vom 19. Mai 1994 - VfGBbg 6/93, 6/93 EA -, LVerfGE 2, 105, 112 und Beschluß vom 14. Juli 1994 - VfGBbg 3/94 -, LVerfGE 2, 115 [Leitsatz 1], 116).
Es kann dahingestellt bleiben, ob die (Gesetzes-)Verfassungsbeschwerde bereits wegen einer Versäumung der einjährigen Einlegungsfrist nach § 47 Abs. 3 VerfGGBbg unzulässig ist oder ob diese Frist erst mit Inkrafttreten des VerfGGBbg oder mit der Aufnahme der Arbeit durch das Verfassungsgericht zu laufen beginnt bzw. im Hinblick hierauf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren ist, wenn anschließend binnen angemessener Frist das Verfassungsgericht angerufen wird (VerfGBbg, Beschluß vom 19. Mai 1994 - VfGBbg 6/93 - insoweit in NJ 1994, 414 nicht mit abgedruckt; zur Veröffentlichung vorgesehen in LKV 1994).
VerfG Brandenburg, 17.10.1996 - VfGBbg 19/95
Das Verfassungsgericht greift bei der Kontrolle einer fachgerichtlichen Entscheidung grundsätzlich nur - und, wenn sich die Beschwer wie hier vornehmlich aus Einzelausführungen in der Begründung der Entscheidung ergeben soll, allenfalls ausnahmsweise (siehe Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 20. April 1995 - VfGBbg 11/94 -, S. 6 des Umdrucks, zur Veröffentlichung in LVerfGE 3 Nr. 4 vorgesehen) - ein, wenn die fachgerichtliche Entscheidung willkürlich erscheint und sich deshalb der Schluß aufdrängt, sie beruhe auf sachfremden Erwägungen (vgl. zum Ganzen Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, a.a.O., S. 7 des Umdrucks und bereits Beschluß vom 19. Mai 1994 - VfGBbg 6/93, 6/93 EA - LVerfGE 2, 105, 110).
VerfG Brandenburg, 14.07.1994 - VfGBbg 3/94
VerfG Brandenburg, 28.05.2009 - VfGBbg 12/09
Willkür; Anwaltshonorar
VerfG Brandenburg, 20.06.2014 - VfGBbg 27/14
Wohnung; Kündigung; Begründungserfordernis; Rechtswegerschöpfung
VG Potsdam, 27.12.2017 - 7 L 1336/17
FG Berlin, 28.03.1995 - V 6/93
EFG 1995, 703