Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%202007,%2096
Timestamp: 2019-06-20 10:35:54
Document Index: 134757069

Matched Legal Cases: ['§ 118', '§ 124', '§ 179', '§ 182', '§ 133', '§ 157', '§ 15', '§ 56', '§ 32', '§ 124', '§ 15']

BFH, 11.07.2006 - VIII R 10/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,1234
BFH, 11.07.2006 - VIII R 10/05 (https://dejure.org/2006,1234)
BFH, Entscheidung vom 11.07.2006 - VIII R 10/05 (https://dejure.org/2006,1234)
BFH, Entscheidung vom 11. Juli 2006 - VIII R 10/05 (https://dejure.org/2006,1234)
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AO 1977 § 118 Satz 1, § 124 Abs. 1 Satz 2, § 179 Abs. 3, § 182 Abs. 1; BGB § 133, § 157; EStG § 15a Abs. 1, 2, 4 und 5; FGO § 56 Abs. 1 und 2
Feststellung des verrechenbaren Verlusts
Unvollständiger Feststellungsbescheid
Ausgleichsfähigkeit von Verlusten der KG durch den Kommanditisten mit anderen Einkünften aus Gewerbebetrieb; Vorliegen ausgleichsfähiger Verluste; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung einer Revisionsbegründungsfrist; Verzögerungen bei der Briefbeförderung als schuldlose Verhinderung; Auslegung eines Verwaltungsakts der Finanzbehörde
FG München, 21.10.2003 - 6 K 1333/03
BFHE 214, 18
BB 2006, 2171
DB 2006, 2159
DB 2006, 2160
BStBl II 2007, 96
Die Beklagte, deren Verwaltungsakte das Revisionsgericht in eigener Zuständigkeit auslegt (…BSGE 67, 104, 110 = SozR 3-1300 § 32 Nr. 2 S 11 mwN; BFHE 214, 18, 23 mwN), und die Vorinstanzen haben - ungeachtet insbesondere des fragmentarischen Charakters ihrer Begründungen - jeweils über ein PB in diesem umfassenden Sinne entschieden und nicht zu erkennen gegeben, sie wollten entgegen der Gesetzeslage etwa nur eine Teil-Entscheidung treffen.
Versagen sie, so darf ihnen das, da sie darauf keinen Einfluss haben, im Rahmen der Wiedereinsetzung nicht als Verschulden zur Last gelegt werden (…vgl. BFH-Urteile vom 24. Juni 1988 III R 177/85, BFH/NV 1989, 351;… vom 24. Januar 2002 III R 5/01, BFH/NV 2002, 778; Senatsurteil vom 11. Juli 2006 VIII R 10/05, BFHE 214, 18, BStBl II 2007, 96, jeweils m.w.N.).
Weil der Verwaltungsakt nur mit dem bekannt gegebenen Inhalt wirksam wird (vgl. § 124 Abs. 1 Satz 2 AO), muss aber die Auslegung zumindest einen Anhalt in der bekannt gegebenen Regelung haben (vgl. BFH-Urteile vom 28. November 1985 IV R 178/83, BFHE 145, 226, BStBl II 1986, 293, und in BFHE 214, 18, BStBl II 2007, 96;… BFH-Beschluss vom 16. März 2001 IV B 17/00, BFH/NV 2001, 1103).
Im Zweifel ist das den Betroffenen weniger belastende Auslegungsergebnis vorzuziehen, da er als Empfänger einer auslegungsbedürftigen Willenserklärung der Verwaltung durch etwaige Unklarheiten aus deren Sphäre nicht benachteiligt werden darf (BFH-Urteil in BFHE 214, 18, BStBl II 2007, 96).
Die Frage, welchen Inhalt ein Verwaltungsakt hat, ist vom Revisionsgericht vielmehr in eigener Zuständigkeit zu beantworten und ggf. zu korrigieren (BFH-Urteil in BFHE 214, 18, BStBl II 2007, 96).
Die Auslegung eines Verwaltungsakts durch das FG ist im Revisionsverfahren überprüfbar (BFH-Urteil vom 11. Juli 2006 VIII R 10/05, BFHE 214, 18, BStBl II 2007, 96).
Im Übrigen ist das Revisionsgericht selbst zur Auslegung befugt, wenn die tatsächlichen Feststellungen des FG hierfür ausreichen (BFH-Urteil in BFHE 214, 18, BStBl II 2007, 96).
Im Zweifel ist das den Betroffenen weniger belastende Auslegungsergebnis vorzuziehen, da er als Empfänger einer auslegungsbedürftigen Willenserklärung der Verwaltung durch etwaige Unklarheiten aus deren Sphäre nicht benachteiligt werden darf (…BFH-Beschluss vom 16.3.2001 IV B 17/00, BFH/NV 2001, 1103; Urteile vom 11.7.2006 VIII R 10/05, BStBl II 2007, 96 …und vom 22.7.2015 V R 49/14, BFH/NV 2015, 1692).
Im Zweifel ist das den Betroffenen weniger belastende Auslegungsergebnis vorzuziehen, da er als Empfänger einer auslegungsbedürftigen Willenserklärung der Verwaltung durch etwaige Unklarheiten aus deren Sphäre nicht benachteiligt werden darf (vgl. BFH-Urteil vom 11. Juli 2006 VIII R 10/05, BFHE 214, 18, BStBl II 2007, 96, m.w.N.).
Der BFH ist nicht an die Auslegung eines Bescheides durch das FG gebunden (vgl. BFH-Urteil in BFHE 214, 18, BStBl II 2007, 96).
Entscheidend sind der erklärte Wille der Behörde und der sich daraus ergebende objektive Erklärungsinhalt der Regelung, wie ihn der Betroffene nach den ihm bekannten Umständen unter Berücksichtigung von Treu und Glauben verstehen konnte (vgl. BFH-Urteile vom 11. Juli 2006 VIII R 10/05, BFHE 214, 18, BStBl II 2007, 96; vom 18. Februar 1997 VII R 96/95, BFHE 182, 282, BStBl II 1997, 339).
Bei der Auslegung ist nicht allein auf den Tenor des Bescheides abzustellen, sondern auch auf den materiellen Regelungsgehalt einschließlich der für den Bescheid gegebenen Begründung (BFH in BFHE 214, 18, BStBl II 2007, 96;… BFH-Beschluss vom 9. März 1995 X B 242/94, BFH/NV 1995, 858).
Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben - Übergangsgeldanspruch - Zeit des …
FG Köln, 14.01.2015 - 2 K 687/12
Erneuter (zweiter) Erstattungsantrag
FG Baden-Württemberg, 19.11.2014 - 1 K 3220/12
Ermittlung des verrechenbaren Verlusts nach § 15a Abs. 4 EStG im Falle eines …