Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20R%20325/67
Timestamp: 2020-02-16 21:27:06
Document Index: 322576726

Matched Legal Cases: ['Art. 3', '§ 4', '§ 217', '§ 33', '§ 65', 'Art. 3']

BFH, 16.02.1970 - VI R 325/67 - dejure.org
BFH, 16.02.1970 - VI R 325/67
https://dejure.org/1970,600
BFH, 16.02.1970 - VI R 325/67 (https://dejure.org/1970,600)
BFH, Entscheidung vom 16.02.1970 - VI R 325/67 (https://dejure.org/1970,600)
BFH, Entscheidung vom 16. Februar 1970 - VI R 325/67 (https://dejure.org/1970,600)
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Körperbehinderte - Private Kraftfahrzeugkosten - Außergewöhnliche Belastung - Vertretbare Schätzung - Zwangsläufigkeit
BFHE 98, 353
DB 1970, 1670
BStBl II 1970, 380
Bietet die Finanzverwaltung für die bilanzielle Bewertung eines bestimmten Wirtschaftsguts im Rahmen von Verwaltungsanweisungen ein allgemeingültiges vereinfachtes Bewertungsverfahren an, welches auf verwaltungsseitig ermittelten und veröffentlichten Pauschalwerten beruht, dann ist sie aufgrund des Gleichbehandlungsgebots gemäß Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes gehalten, die dazu ergangenen Verwaltungsanweisungen bei allen Steuerpflichtigen gleichmäßig anzuwenden (sog. Selbstbindung der Verwaltung durch typisierende oder pauschalierende Verwaltungsanweisungen, vgl. z.B. BFH-Urteil vom 16. Februar 1970 VI R 325/67, BFHE 98, 353, BStBl II 1970, 380; Klein/Gersch, AO, 13. Aufl., § 4 Rz 9).
BFH, 22.10.1996 - III R 203/94
Kfz-Kosten Schwerbehinderter als außergewöhnliche Belastung; Angemessenheit der …
Sie hat zugelassen, daß dieser durch Verwaltungsvorschrift festgesetzte Satz ohne Einzelnachweis der tatsächlichen Aufwendungen der Steuerberechnung zugrunde gelegt wird (u. a. BFH-Urteil vom 16. Februar 1970 VI R 325/67, BFHE 98, 353, BStBl II 1970, 380).
BFH, 01.08.1975 - VI R 158/72
Grundsätze über Berücksichtigung von Kfz-Aufwendungen bei Geh- und …
Bei niedrigerer Minderung der Erwerbsfähigkeit kann ein Betrag in dieser Höhe nicht ohne zusätzliche Nachweise berücksichtigt werden (Urteile des BFH vom 23. Februar 1968 VI R 260/67, BFHE 91, 535, BStBl II 1968, 408, und vom 16. Februar 1970 VI R 325/67 und VI R 317/67, BFHE 98, 353 und 251, BStBl II 1970, 380 und 452).
Andererseits können bei einer höheren Minderung der Erwerbsfähigkeit als 70 v. H. auch höhere Beträge als 750 DM in angemessenem Umfang als außergewöhnliche Belastung anerkannt werden (BFH-Urteile VI 66/65, VI R 325/67).
Die auch bei großzügiger Beurteilung hiernach nicht berücksichtigungsfähigen Privatfahrten sind griffweise zu schätzen (Urteile des Senats VI 66/65, VI R 325/67 und VI R 317/67).
Seine Würdigung entspricht nach Auffassung des Senats insoweit nicht der Lebenserfahrung, als sie -- abweichend von den Urteilen VI 66/65, VI R 325/67 und VI R 317/67 -- dem Grad der Minderung der Erwerbsfähigkeit nicht das ihm zuzuerkennende Gewicht beimißt.
Die hiernach nicht berücksichtigungsfähigen Kfz-Kosten sind griffweise zu schätzen (BFH-Urteile in BFHE 116, 378, BStBl II 1975, 825; vom 16. Februar 1970 VI R 325/67, BFHE 98, 353, BStBl II 1970, 380, und VI R 317/67, BFHE 98, 251, BStBl II 1970, 452).
BFH, 02.10.1992 - III R 63/91
KfZ-Kosten bei stark Gehbehinderten sind außergewöhnliche Belastungen
Die hiernach nicht berücksichtigungsfähigen Kosten sind griffweise zu schätzen (BFH-Urteile in BFHE 116, 378, BStBl II 1975, 825; vom 16. Februar 1970 VI R 325/67, BFHE 98, 353, BStBl II 1970, 380, und VI R 317/67, BFHE 98, 251, BStBl II 1970, 452).
BFH, 23.07.1976 - VI R 228/74
Berücksichtigung von Mehraufwendungen als Werbungskosten bei auswärtiger …
Diese auf Einzelbeobachtungen beruhenden Durchschnittswerte werden im allgemeinen von den Gerichten berücksichtigt, wenn sie nicht im Einzelfall zu einer unzutreffenden Besteuerung führen (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 23. Juni 1967 VI B 11/67, BFHE 89, 256, BStBl III 1967, 611; vom 23. Februar 1968 VI R 260/67, BFHE 91, 535, BStBl II 1968, 408; vom 16. Februar 1970 VI R 325/67, BFHE 98, 353, BStBl II 1970, 380, und vom 20. Dezember 1971 VI R 257/70, BFHE 104, 217, BStBl II 1972, 246).
In den Urteilen VI R 325/67 und VI R 317/67 vom 16. Februar 1970 (BFH 98, 353, 251, BStBl II 1970, 380, 452), hat der Senat ausgeführt, daß er an seiner bisherigen Rechtsprechung, nach der die in den gleichlautenden Erlassen der Länder-Finanzministerien enthaltene Verwaltungsregelung eine vertretbare Schätzung nach § 217 AO darstellt, festhält.
In dem Urteil VI R 325/67 vom heutigen Tage (BStBl II 1970, 380) hat sich der Senat erneut mit der Frage befaßt, unter welchen Voraussetzungen bei Schwerkörperbehinderten, die geh- und stehbehindert sind, Kosten für private Fahrten mit ihrem Kraftfahrzeug als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG neben den nach § 65 EStDV zu gewährenden Pauschbeträgen für Körperbehinderte berücksichtigt werden können.
FG Thüringen, 28.02.2001 - III 643/00
Verpflegungsmehraufwand eines Leiharbeitnehmers nur für die ersten drei Monate …
Eine tatsächliche Bindungswirkung kann sich lediglich aus dem Gleichheitsgrundsatz (Art. 3 Abs. 1 GG ) ergeben (vgl. BFH-Urteil vom 16.2. 1970, VI R 325/67, BFHE 98, 353 , BStBl II 1970, 380).