Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%201998,%20273
Timestamp: 2020-08-05 05:25:08
Document Index: 330773382

Matched Legal Cases: ['§ 157', '§ 69', '§ 39', '§ 39', '§ 76', '§ 27', '§ 13', '§ 39', '§ 30', '§ 129', '§ 39', '§ 54', '§ 39', '§ 112', '§ 112', '§ 39', '§ 39', '§ 76', '§ 54', '§ 39', '§ 112', '§ 112', '§ 39', '§ 109', '§ 39', '§ 39', '§ 39', '§ 112', '§ 112', '§ 109', '§ 109', '§ 109', '§ 14', '§ 54', '§ 112', '§ 112', '§ 39', '§ 39', '§ 112', '§ 69', '§ 371', '§ 51', '§ 107', '§ 39', '§ 675']

Rechtsprechung: NJW-RR 1998, 273 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Köln, 28.04.1997
https://dejure.org/1996,137
BSG, 21.08.1996 - 3 RK 2/96 (https://dejure.org/1996,137)
BSG, Entscheidung vom 21.08.1996 - 3 RK 2/96 (https://dejure.org/1996,137)
BSG, Entscheidung vom 21. August 1996 - 3 RK 2/96 (https://dejure.org/1996,137)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1996,137) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Kosten eines stationären Aufenthaltes beim sogenannten Krankenhauswandern von Patienten und bei fehlender medizinischer Erforderlichkeit - Vergütungsanspruch des Krankenhausträgers gegen die Krankenkasse - Erschleichen einer medizinisch nicht notwendigen Behandlung unter ...
SG Stuttgart, 15.09.1993 - S 10 KR 2600/92
LSG Baden-Württemberg, 23.06.1995 - L 4 KR 2180/93
NJW-RR 1998, 273
NZS 1997, 228
Dieses im bürgerlichen Recht (§ 157 BGB) entwickelte Auslegungsverfahren ist auch auf öffentlich-rechtliche Verträge wie die AMPV anwendbar (…vgl zB BSG SozR 4-2500 § 69 Nr. 7 RdNr 24; BSG SozR 3-2500 § 39 Nr. 4 S 18 f mwN = Juris RdNr 22) .
Das BSG hat mehrfach entschieden, dass es dem behandelnden Arzt nicht angelastet werden kann, wenn er aufgrund einer für ihn nicht erkennbaren Irreführung oder Fehlinformation Behandlungsmaßnahmen einleitet, die sich später als unnötig herausstellen (vgl SozR 3-2500 § 39 Nr. 4 - Krankenhauswanderer;… SozR 3-2500 § 76 Nr. 2 - unbegründeter Krankheitsverdacht).
In der Regel erlauben die genannten Merkmale lediglich die negative Ausgrenzung von Maßnahmen, die nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung gehören, weil sie bestimmten Mindestanforderungen nicht genügen (…vgl zB BSG SozR 3-2500 § 27 Nr. 6): Positiv verdichtet sich das gesetzliche Rahmenrecht erst dann zum durchsetzbaren Einzelanspruch, wenn der - an Stelle der Krankenkasse kraft gesetzlichen Auftrags handelnde - Leistungserbringer festgelegt hat, welche Sach- oder Dienstleistungen zur Wiederherstellung oder Besserung der Gesundheit notwendig sind (…inzwischen ständige Rechtsprechung: vgl BSGE 73, 271, 279 ff = SozR 3-2500 § 13 Nr. 4 S 18 ff;… BSGE 78, 154, 155 = SozR 3-2500 § 39 Nr. 3 S 8 f;… Senatsurteil vom 24. September 1996 - SozR 3-2500 § 30 Nr. 8 S 32 f;… siehe auch BSGE 77, 194, 200, 203 = SozR 3-2500 § 129 Nr. 1 S 7, 10; BSG SozR 3-2500 § 39 Nr. 4 S 19 f).
Diesen Anspruch macht die Klägerin zu Recht mit der (echten) Leistungsklage nach § 54 Abs. 5 SGG geltend, denn es handelt sich bei der auf Zahlung der Behandlungskosten eines Versicherten gerichteten Klage eines Krankenhausträgers gegen eine Krankenkasse um einen sog Parteienstreit im Gleichordnungsverhältnis, in dem eine Regelung durch Verwaltungsakt nicht in Betracht kommt (…BSGE 92, 300 = SozR 4-2500 § 39 Nr. 2;… BSGE 86, 166, 167 f = SozR 3-2500 § 112 Nr. 1;… BSGE 90, 1 f = SozR 3-2500 § 112 Nr. 3; BSG SozR 3-2500 § 39 Nr. 4).
Damit folgt der GS früherer Rspr des 3. und 6. Senats des BSG, dass es dem behandelnden Arzt nicht angelastet werden kann, wenn er auf Grund einer für ihn nicht erkennbaren Irreführung oder Fehlinformation Behandlungsmaßnahmen einleitet, die sich später als unnötig herausstellen (Krankenhauswanderer - SozR 3-2500 § 39 Nr. 4;… unbegründeter Krankheitsverdacht - SozR 3-2500 § 76 Nr. 2).
Diesen Anspruch macht die Klägerin zu Recht mit der (echten) Leistungsklage nach § 54 Abs. 5 SGG geltend; denn es handelt sich bei der auf Zahlung der Behandlungskosten eines Versicherten gerichteten Klage eines Krankenhausträgers gegen eine Krankenkasse um einen sog Parteienstreit im Gleichordnungsverhältnis, in dem eine Regelung durch Verwaltungsakt nicht in Betracht kommt (…BSGE 92, 300 = SozR 4-2500 § 39 Nr. 2;… BSGE 86, 166, 167 f = SozR 3-2500 § 112 Nr. 1;… BSGE 90, 1 f = SozR 3-2500 § 112 Nr. 3; BSG SozR 3-2500 § 39 Nr. 4;… BSG SozR 4-2500 § 109 Nr. 11 RdNr 10) .
Die Zahlungsverpflichtung einer KK entsteht - unabhängig von einer Kostenzusage - unmittelbar mit Inanspruchnahme der Leistung durch den Versicherten kraft Gesetzes, wenn die Versorgung - wie hier - in einem zugelassenen Krankenhaus durchgeführt wird und iS von § 39 Abs. 1 Satz 2 SGB V erforderlich ist (…stRspr, vgl BSGE 70, 20, 22 = SozR 3-2500 § 39 Nr. 1 S 3; BSG SozR 3-2500 § 39 Nr. 4 S 19;… BSGE 86, 166, 168 = SozR 3-2500 § 112 Nr. 1 S 3;… BSGE 90, 1, 2 = SozR 3-2500 § 112 Nr. 3 S 20;… BSGE 102, 172 = SozR 4-2500 § 109 Nr. 13, RdNr 11;… BSGE 104, 15 = SozR 4-2500 § 109 Nr. 17, RdNr 15;… BSG SozR 4-2500 § 109 Nr. 19 RdNr 11;… BSG SozR 4-5565 § 14 Nr. 10 RdNr 11) .
a) Die Klage ist als (echte) Leistungsklage nach § 54 Abs. 5 SGG zulässig; denn es geht bei einer auf Zahlung der Behandlungskosten eines Versicherten gerichteten Klage eines Krankenhausträgers gegen eine Krankenkasse um einen sog Parteienstreit im Gleichordnungsverhältnis, in dem eine Regelung durch Verwaltungsakt nicht in Betracht kommt (…BSGE 86, 166, 167 f = SozR 3-2500 § 112 Nr. 1;… BSGE 90, 1 f = SozR 3-2500 § 112 Nr. 3; BSG SozR 3-2500 § 39 Nr. 4).
Die Prognose des Krankenhausarztes, dass eine weitere psychiatrische Behandlung im Krankenhaus notwendig ist, muss vielmehr von der Krankenkasse hingenommen werden, sofern sie vertretbar ist, weil der Arzt auch die volle strafrechtliche und zivilrechtliche Verantwortung für seine Entscheidung trägt (zur Maßgeblichkeit der Vertretbarkeit der Entscheidung des Krankenhausarztes vgl BSG SozR 3-2500 § 39 Nr. 4;… BSGE 89, 104 = SozR 3-2500 § 112 Nr. 2).
Wie der Senat auch schon für die Zeit vor der Neufassung des § 69 SGB V durch das GKV-Gesundheitsreformgesetz vom 22. Dezember 1999 (BGBl I S 2626) entschieden hat, waren die Abrechnungsbeziehungen zwischen Krankenkasse und Krankenhaus bereits nach der bis zum 31. Dezember 1988 geltenden Rechtslage gemäß §§ 371 ff Reichsversicherungsordnung (…BSGE 51, 108, 109 ff = SozR 1500 § 51 Nr. 23 mwN) sowie nach den ab 1. Januar 1989 maßgeblichen §§ 107 ff SGB V (BSG SozR 3-2500 § 39 Nr. 4 mwN) öffentlich-rechtlich geprägt.
LSG Bayern, 19.04.2001 - L 4 KR 61/99
LSG Nordrhein-Westfalen, 15.05.1997 - L 16 KR 183/96
LSG Nordrhein-Westfalen, 12.11.2002 - L 5 KR 46/00
LSG Nordrhein-Westfalen, 29.08.2000 - L 5 KR 64/00
LSG Niedersachsen-Bremen, 01.12.2004 - L 3 KA 360/02
Berechnung der Fallpunktzahl für ein Zusatzbudget.
LSG Nordrhein-Westfalen, 21.09.1999 - L 5 KR 20/99
LSG Nordrhein-Westfalen, 20.03.2001 - L 5 KR 54/00
LSG Berlin-Brandenburg, 20.01.2006 - L 1 KR 11/03
Zahlung von Krankenhausbehandlungskosten nach Kostenübernahmeerklärung der …
LSG Nordrhein-Westfalen, 27.11.2001 - L 5 KR 42/01
SG Dortmund, 15.05.2001 - S 8 KR 24/00
LSG Schleswig-Holstein, 19.08.2003 - L 1 KR 63/02
Anspruchbegehren eines Versicherten auf Zahlung des Pflegesatzes für eine …
SG Trier, 06.02.2001 - S 4 KR 90/99
Klage über einen sogenannten Parteienstreit im Gleichordnungsverhältnis; …
SG Konstanz, 14.08.2012 - S 8 KR 309/12
Anspruch auf Erstattung von Krankenhausbehandlungskosten; Zugehörigkeit der …
OLG Köln, 28.04.1997 - 12 W 19/97
https://dejure.org/1997,5612
OLG Köln, 28.04.1997 - 12 W 19/97 (https://dejure.org/1997,5612)
OLG Köln, Entscheidung vom 28.04.1997 - 12 W 19/97 (https://dejure.org/1997,5612)
OLG Köln, Entscheidung vom 28. April 1997 - 12 W 19/97 (https://dejure.org/1997,5612)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1997,5612) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Beendigung Steuerberatermandat
Steuerberatung; Übergabe von DATEV-Beständen nach Mandatsbeendigung
LG Köln, 30.01.1997 - 2 O 333/96
Rechtlich bestehen keine Bedenken dagegen, die Zustimmung zur Datenübertragung als Inhalt der Verpflichtung zur Herausgabe der vom Steuerberater bei einem Dritten abgespeicherten Daten anzusehen (vgl. KG RDV 1996, 252, OLG Köln NJW-RR 1998, 273, Geisendorfer DSWR 1993, 253 m.w.N.).
Nachdem der Vertrag durch Kündigung beendet worden war, hätte die Beklagte nach den §§ 675 Abs. 1, 667 BGB unverzüglich die E-Bestände an den neuen Steuerberater übertragen müssen, auch soweit darin eigene Arbeitsgeheimnisse enthalten sind (vgl. OLG Köln, NJW-RR 1998, 273).