Source: https://www.admody.com/urteilsdatenbank/cbd5cea360a6/LG-Dortmund_Beschluss_vom_11-Februar-2004_Az_14-VI-Qs-4-04
Timestamp: 2019-09-22 02:24:16
Document Index: 89025943

Matched Legal Cases: ['§ 98', '§ 68', '§ 97', '§ 26', '§ 122', '§ 95', '§ 98', 'BGH', 'BGH']

Landgericht Dortmund, Beschluss vom 11. Februar 2004, Az.: 14 (VI) Qs 4/04
Aktenzeichen: 14 (VI) Qs 4/04
Der Beschluss des Amtsgerichts Hamm vom 11. September 2002 wird unter Verwerfung der Beschwerde im Óbrigen dahin abgeändert, dass die Rechtsanwalt C als Beistand des Zeugen P aus der Staatskasse zu zahlenden Gebühren und Auslagen auf 191,40 EUR festgesetzt werden.
Die Beschwerde des Vertreters der Landeskasse, mit der dieser sich gegen die Festsetzung der an den Zeugenbeistand zu zahlenden Gebühren und Auslagen auf 365,40 EUR wendet, ist nach § 98 Abs. 3 BRAGO zulässig und aus dem Tenor ersichtlichen Umfang begründet. Ohne Erfolg wendet sich der Vertreter der Landeskasse dagegen, dass das Amtsgericht die gesamte Tätigkeit des nach § 68 b StPO bestellten Beistandes für den Zeugen P während des Berufungsverfahrens für erstattungsfähig gehalten hat. Zwar ist nach dem Wortlaut des Beschluss des Berufungsgerichts die Bestellung des Beistandes "für die Vernehmung" des Zeugen erfolgt. Diese ist jedoch verständigerweise dahin auszulegen, dass damit auch notwendige Vorgespräche des Beistandes mit dem Zeugen erfasst sein sollten. Ein sachlicher Grund für die Herausnahme derselben aus der Bestellung ist nämlich nicht ersichtlich. Da der Zeuge in Haft war, gebührt dem Beistand die Kommunikationserschwerniszulage des § 97 Abs. 1 Nr. 3 BRAGO. Er kann auch die Auslagenpauschale nach § 26 BRAGO geltend machen.
Jedoch ist der Gebührenanspruch des bestellten Zeugenbeistandes nach §§ 122 Abs. 1, 97 Abs. 1 Satz 1, 95, 85 Abs. 1 BRAGO, insoweit ist die Beschwerde des Vertreters der Landeskasse begründet, in entsprechender Anwendung des zweiten Halbsatzes des § 95 BRAGO zu bestimmen (vgl. OLG Hamm, Jur Büro 2000, 532). Der Gebührenanspruch des Zeugenbeistandes ist also auf die Hälfte der Gebühren eines bestellten Verteidigers beschränkt. Er beläuft sich vorliegend mithin auf 1/2 von 300,- EUR = 150,- EUR zzgl. 15,- EUR und 26,40 EUR MwSt = 191,40 EUR.
Verwirkung steht dem Rechtsbehelf des Vertreters der Landeskasse vor abgelaufener Jahresfrist vor Einlegung desselben ersichtlich nicht entgegen.
Die Nebenentscheidung beruht auf § 98 Abs. 4 BRAGO.
Az: 14 (VI) Qs 4/04
https://www.admody.com/urteilsdatenbank/cbd5cea360a6/LG-Dortmund_Beschluss_vom_11-Februar-2004_Az_14-VI-Qs-4-04
<a href="https://www.admody.com/urteilsdatenbank/cbd5cea360a6/LG-Dortmund_Beschluss_vom_11-Februar-2004_Az_14-VI-Qs-4-04" title="Landgericht Dortmund, Beschluss vom 11. Februar 2004, Az.: 14 (VI) Qs 4/04">Landgericht Dortmund, Beschluss vom 11. Februar 2004, Az.: 14 (VI) Qs 4/04</a>
[URL=https://www.admody.com/urteilsdatenbank/cbd5cea360a6/LG-Dortmund_Beschluss_vom_11-Februar-2004_Az_14-VI-Qs-4-04]Landgericht Dortmund, Beschluss vom 11. Februar 2004, Az.: 14 (VI) Qs 4/04[/URL]
<ref name=6nPD7LHXS7>{{cite web|title=Landgericht Dortmund, Beschluss vom 11. Februar 2004, Az.: 14 (VI) Qs 4/04|url=https://www.admody.com/urteilsdatenbank/cbd5cea360a6/LG-Dortmund_Beschluss_vom_11-Februar-2004_Az_14-VI-Qs-4-04|publisher=Admody Rechtsanwälte Aktiengesellschaft|accessdate=22. September 2019}}</ref>
LG Dortmund, Urteil vom 15. Januar 2016, Az.: 3 O 610/15 - BPatG, Beschluss vom 5. März 2009, Az.: 30 W (pat) 81/06 - OLG Hamm, Beschluss vom 16. Mai 2011, Az.: I-8 AktG 1/11 - OLG Rostock, Beschluss vom 4. August 2014, Az.: 20 Ws 193/14 - BGH, Urteil vom 6. Dezember 2011, Az.: II ZR 149/10 - LG Köln, Urteil vom 12. Januar 2012, Az.: 91 O 77/11 - BPatG, Beschluss vom 16. September 2004, Az.: 8 W (pat) 44/02 - BPatG, Beschluss vom 25. August 2003, Az.: 30 W (pat) 77/02 - BGH, Beschluss vom 15. März 2012, Az.: I ZR 125/11 - Hessisches LAG, Urteil vom 10. Mai 2010, Az.: 16 Sa 1581/09