Source: https://xn--machpis-d1a.ch/gesetze-im-netz/
Timestamp: 2018-12-13 19:55:04
Document Index: 87269744

Matched Legal Cases: ['Art. 176', 'Art. 197', 'Art. 176', 'Art. 143', 'Art. 143', 'Art. 144', 'Art. 144', 'Art. 147']

Gesetze im Netz – MACHÖPIS
DAS INTERNET BIETET VIELE CHANCEN – ABER AUCH RISIKEN
Viele nützliche und wichtige Dienstleistungen werden heute über das Internet in Anspruch genommen. Dazu zählen beispielsweise Bankgeschäfte oder Online-Einkäufe. Aber auch die Kontaktpflege zu Freunden und der Familie ist rund um die Uhr über soziale Netzwerke möglich. Neben den vielen Chancen, die das Netz bietet, gibt es aber auch Risiken.
Heute kannst du jederzeit kommunizieren – mit wem du willst, wann du willst, wo du willst und worüber du willst!
Doch die schöne digitale Welt hat auch ihre Schattenseiten. Die Gefahren im Internet sind zahlreich und sehr verschieden. Sei es Mobbing, sexuelle Übergriffe, Abofallen, Rechtsverletzungen, Schadsoftware, Identitätsdiebstahl oder weitere Straftaten.
Online-Kommunikation und neue Medien bieten faszinierende unerwartete Chancen, aber auch Gefahren von Straftaten, Missbrauch und Abhängigkeit.
GEWALT & PORNOGRAPHIE
EHRVERLETZUNGEN/DROHUNG/NÖTIGUNG
COMPUTER DELIKTE
Als sexuelle Belästigung gilt jede Handlung mit sexuellem Bezug, die von einer Seite unerwünscht ist!
Mit 10 Jahren ist man strafrechtlich verantwortlich
GEWALT und PORNOGRAPHIE
Gewaltdarstellungen (Art. 176 StGB)
Pornographie (Art. 197 StGB)
Verboten sind Bilder und Videos von …
Pornographie mit
Personen unter 18 J. (16 J. wenn einvernehmlich)
Auch ein Nacktselfie von dir selbst, welches du zwar nicht weitersendest, aber dennoch auf deinem Handy hast, ist unter 16 Jahren „verbotene Kinderpornographie” und kann bestraft werden.
Legale Pornographie darf nicht an unter 16-Jährige zugänglich gemacht, nicht auf dem eigenen Handy gezeigt oder den Link dazu versendet werden.
Das Versenden eines Links zu einer solchen Seite ist bereits eine Straftat. Man darf weder das Video noch den Link dazu teilen.
Informationen zum Thema Pornografie und deren rechtliche Rahmenbedingungen
Es ist nicht erlaubt jemanden zu beschimpfen, etwas Unwahres über ihn zu behaupten oder ihn schlecht zu machen. Dies gilt im Gespräch wie auch in schriftlicher Kommunikation (WhatsApp, Snapchat, etc.). Auch die Bearbeitung eines Bildes einer anderen Person kann eine Straftat sein.
Der Straftatbestand hat zum Ziel jemanden zu bestrafen, der über eine andere Person ehrverletzende und rufschädigende Äusserungen tätigt oder weiter verbreitet.
Die Verleumdung ist üble Nachrede wider besseres Wissen. Der Täter beschuldigt oder verdächtigt eine Person gegenüber einem Dritten eines unehrenhaften Verhaltens oder anderer rufschädigender Tatsachen, die in Wirklichkeit nicht bestehen und somit unwahr sind.
Nonverbale Ehrverletzungen (Art. 176 StGB)
Das Gesetz stellt auch nonverbale Eingriffe unter Strafe. Der mündlichen üblen Nachrede und der mündlichen Verleumdung ist die Ehrverletzung durch Schrift, Bild, Gebärde oder durch andere Mittel gleichgestellt – Beispiel: Fotomontage).
Der Beschimpfung macht sich strafbar, wenn jemand in anderer Weise – d.h. nicht durch üble Nachrede oder Verleumdung – durch Wort, Schrift, Bild, Gebärde oder Tätlichkeiten in der Ehre angegriffen wird.
Jemanden durch schwere Drohung in Schrecken oder Angst versetzen, Ankündigung eines erheblichen Übels das vom Willen des Täters abhängt, z.B. Drohen mit der Tötung eines Angehörigen oder Ergreifen eines Tischmessers verbunden mit Drohgebärden, Zerbrechen eines Glases als Waffe.
Jemanden zwingen, etwas zu tun oder nicht zu tun, unter Androhung von Gewalt oder von Nachteilen, z.B. das Opfer in seiner Freiheit einschränken wenn es nicht „gehorcht”; zum Mitgehen zwingen, über längere Zeit gewaltsam festhalten oder systematisch auflauern (Stalking).
Art. 143 StGB – Datendiebstahl/unbefugte Datenbeschaffung
Art. 143bis StGB – Hacking
Unbefugtes Eindringen in ein Datenverarbeitungssystem: Der Hacker dringt ohne Erlaubnis in eine fremde Datenverarbeitungsanlage ein.
Das Umgehen von Systemsperren auf eigenen Geräten ist nicht verboten, man verliert jedoch die Garantie für das Gerät (Jailbreak).
Art. 144 bis Ziff. 1 StGB – Datenbeschädigung
Der Täter führt unbefugt eine beliebige Handlung aus, durch die Daten eines anderen gelöscht, verändert oder unbrauchbar gemacht werden.
Art. 144 bis Ziff. 2 StGB – Viren-Tatbestand
Herstellen von datenschädigenden Programmen: Der Täter stellt ein Virenprogramm her, welches zur Datenschädigung geeignet ist.
Art. 147 StGB – Computerbetrug
Betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage:
Man macht sich strafbar, wenn
man auf eine Datenverarbeitungsanlage einwirkt.
unrichtige, unvollständige oder unbefugte Daten verwendet (sog. Datenmanipulation).
man durch die Datenverarbeitungsanlage eine Vermögensverfügung auslöst und infolgedessen ein Vermögensschaden bei einem Dritten entsteht.