Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=03.03.1972&Aktenzeichen=III%20R%2030%2F71
Timestamp: 2019-10-18 17:56:32
Document Index: 337481168

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 10', '§ 12', '§ 9', '§ 12', '§ 9', '§ 12']

BFH, 03.03.1972 - III R 30/71 - dejure.org
BFH, 03.03.1972 - III R 30/71
https://dejure.org/1972,542
BFH, 03.03.1972 - III R 30/71 (https://dejure.org/1972,542)
BFH, Entscheidung vom 03.03.1972 - III R 30/71 (https://dejure.org/1972,542)
BFH, Entscheidung vom 03. März 1972 - III R 30/71 (https://dejure.org/1972,542)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1972,542) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Bewertung von Kapitalforderungen - Anwendbarkeit der Vorschriften - Besonderer Umstand - Niedrige Verzinsung - Längere Unkündbarkeit - Fester Zinssatz - Gewinnentwicklung eines Gewerbebetriebs
Bewertung von Kapitalforderungen bei der Vermögensbesteuerung
BFHE 105, 282
BStBl II 1972, 516
c) In seiner Entscheidung vom 3. März 1972 III R 30/71 (BFHE 105, 282, 284, BStBl II 1972, 516) billigte zwar der Senat für die Bewertung einer Forderung die sogenannte "Diskontmethode" der Vermögensteuer-Richtlinien 1960.
Er schloß damit jedoch die seit den Vermögensteuer-Richtlinien 1963 angewandte sog. Zinsdifferenzmethode (vgl. Abschn. 56 Abs. 4 VStR in den ab 1963 geltenden Fassungen) nicht aus (vgl. BFHE 105, 282, 284, BStBl II 1972, 516).
Solchen Fällen des ganz oder teilweise ausgeglichenen Zinsverzichts mit der Folge, daß die Abzinsung zu berichtigen oder daß ein Wirtschaftsgut zu aktivieren sei, sei gemeinsam, daß im Zusammenhang mit der Unverzinslichkeit des Darlehens greifbare und abgrenzbare Vorteile für den Betrieb wirksam würden, die auch ein Erwerber im Rahmen des Gesamtkaufpreises berücksichtigen würde (vgl. BFH-Urteile vom 9. Juli 1969 I R 38/66, BFHE 96, 559, BStBl II 1969, 744; vom 3. März 1972 III R 30/71, BFHE 105, 282, BStBl II 1972, 516).
Welche Grundsätze hierfür maßgebend sind, hat der Senat zuletzt in seinem Urteil vom 3. März 1972 III R 30/71 (BFHE 105, 282, BStBl II 1972, 516) entschieden.
Nach der Rechtsprechung des Senats ist § 14 BewG kein Anwendungsfall des § 10 Abs. 2 und 3 BewG (vgl. Urteil III R 30/71), so daß die besonderen Umstände bei der Forderungsbewertung auch persönliche Verhältnisse mitumfassen können.
BFH, 12.03.1997 - II R 52/94
Bewertung des auf Geldzahlung gerichteten Pflichtteilanspruchs
Aus denselben Gründen ist auch das Merkmal der besonderen Umstände in § 12 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 2 BewG nicht unter Rückgriff auf § 9 Abs. 2 BewG auszulegen (vgl. BFH-Urteil vom 3. März 1972 III R 30/71, BFHE 105, 282, BStBl II 1972, 516).
Gesellschafterdarlehen als "verdeckte Beteiligungen"; Bewertung unverzinslicher …
Denn nur in dem Zusammenwirken der niedrigeren Verzinsung und der längeren Unkündbarkeit liegt ein besonderer Umstand im Sinne des § 12 Abs. 1 BewG 1965, der zu einer Bewertung der Schuld unter dem Nennwert führen kann (vgl. BFH-Urteil vom 3. März 1972 III R 30/71, BFHE 105, 282, BStBl II 1972, 516, und die dort zitierten Entscheidungen).
Es werde darauf hingewiesen, dass der Bundesfinanzhof bereits mit Urteil vom 3. März 1972 (III R 30/71) entschieden habe, dass die Vorschriften des § 9 Abs. 2 und 3 BewG im Rahmen des § 12 BewG nicht anzuwenden seien.