Source: http://www.jurablogs.com/2011/12/08/werbung-bestellformular-widerrufsbelehrung
Timestamp: 2017-09-25 13:38:29
Document Index: 58117975

Matched Legal Cases: ['§ 312', 'Art. 246', '§ 1', '§ 312', '§ 312', '§ 312', '§ 505', '§ 491', '§ 4', '§ 3', '§ 4', '§ 3', '§ 8', '§ 5', '§ 12']

Ist in einer Werbeanzeige für ein Zeitschriftenabonnement ein Bestellformular beigefügt, mit dem die Zeitschrift abonniert werden kann, muss darin ein Hinweis gemäß § 312c Abs. 1 BGB, Art. 246 § 1 Abs. 1 Nr. 10 EGBGB, § 312d Abs. 4 Nr. 3 BGB enthalten sein, dass im Falle einer Bestellung kein Widerrufsrecht besteht.
Haushaltsgegenstände des täglichen Bedarfs im Sinne des § 312b Abs. 3 Nr. 5 BGB sind nicht Zeitungen und Zeitschriften.
Für den herkömmlichen Versandhandel gelten die Regelungen des § 312b Abs. 3 Nr. 5 BGB nicht.
Auf Fernabsatzverträge ist die für Ratenlieferungsverträge gemäß § 505 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, Satz 2 und 3, § 491 Abs. 2 Nr. 1 BGB geltende Bagatellgrenze von 200 € nicht entsprechend anwendbar.
Dies entschied jetzt der Bundesgerichtshof in einem Klageverfahren gegen den Springer-Verlag. Dieser verlegt unter anderem die 14-tägig erscheinende Zeitschrift „Computer Bild“. Darin veröffentlichte sie im Juni 2008 eine Anzeige, in der sie für ein Jahresabonnement dieser Zeitschrift zum Preis von 91 € (mit DVD) oder 65 € (mit CD) warb. Die Bestellung konnte mit einer Postkarte oder einem Coupon, die der Anzeige beigefügt waren, aufgegeben werden. Angaben zum Bestehen oder Nichtbestehen eines Widerrufsrechts enthielten weder die Anzeige noch die Postkarte oder der Coupon. Die Klägerin, eine in die Liste nach § 4 UKlaG eingetragene qualifizierte Einrichtung, ist der Ansicht, die Beklagte verstoße gegen ihre Verpflichtung, die Verbraucher vor Abgabe der auf den Abschluss eines solchen Vertrags gerichteten Erklärung darauf hinzuweisen, dass ihnen kein Widerrufsrecht zustehe. Sie sieht darin zugleich einen Verstoß gegen § 3 UWG, weil es sich bei diesen Vorschriften um Marktverhaltensregelungen im Sinne des § 4 Nr. 11 UWG handele. Die Klägerin nimmt die Beklagte gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 1 UKlaG, § 8 Abs. 3 Nr. 3 und Abs. 1 Satz 1 UWG auf Unterlassung und gemäß § 5 UKlaG, § 12 Abs ...
Veröffentlicht December 8, 2011 5:41am im Blog Rechtslupe.
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