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Timestamp: 2016-10-23 16:15:21
Document Index: 93066169

Matched Legal Cases: ['Art. 97', 'Art. 103', 'Art. 84', 'Art. 88', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 4', 'Art. 3', 'Art. 28', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 7', 'Art. 6', 'Art. 5', 'Art. 4', 'Art. 11', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 156']

1A.57/2006 (06.09.2006)
1A.57/2006
1P.167/2006 /scd
2. Ehepaar B.________
1P.167/2006
Bank A.________, Beschwerdef�hrerin, und dieser vertreten durch Rechtsanwalt Urs Hofstetter-Arnet,
Gemeinderat Root, Schulstrasse 14, 6037 Root,
Baubewilligung f�r den Bau einer Mobilfunkantenne;
Verwaltungsgerichtsbeschwerde und Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 13. Februar 2006.
Am 14. Juli 2005 erteilte der Gemeinderat Root der Orange Communications SA die Baubewilligung f�r die Errichtung einer Mobilfunkanlage auf Parzelle Nr. 981, GB Root, und wies die gegen das Bauvorhaben erhobenen Einsprachen ab.
Gegen diesen Entscheid f�hrten die Bank A.________ und 18 weitere Einsprecher Verwaltungsbeschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern. Dieses wies die Beschwerden am 13. Februar 2006 im Sinne der Erw�gungen ab.
Dagegen haben die Bank A.________ (im Folgenden: Beschwerdef�hrerin 1) und die im Rubrum genannten weiteren Einsprecher Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht erhoben. Sie beantragen die Aufhebung des verwaltungsgerichtlichen Entscheids sowie des Entscheids des Gemeinderats Root, die Abweisung des Baugesuchs und die Verweigerung der Baubewilligung. Eventuell sei die Sache zu neuem Entscheid an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen. In weiteren Eventualantr�gen verlangen sie die Vervollst�ndigung und Neuberechnung des Standortdatenblattes und die Erg�nzung des Baugesuchs, die Anordnung einer Expertise zur Frage der Einhaltung des Grenzwertes beim un�berbauten Grundst�ck Nr. 1070 sowie zur Tauglichkeit des vom Bundesamt f�r Umwelt (BAFU) am 16. Januar 2006 empfohlenen Qualit�tssicherungssystems.
Die Bank A.________ hat auch staatsrechtliche Beschwerde erhoben mit dem Antrag auf Aufhebung des verwaltungsgerichtlichen Entscheids.
Die Orange Communications SA beantragt, beide Beschwerden seien abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Das Verwaltungsgericht �ussert sich zu den formellen R�gen der Beschwerden, ohne einen Antrag zu stellen. Der Gemeinderat Root h�lt an seiner Baubewilligung fest und verweist auf seine Stellungnahme zur kantonalen Verwaltungsgerichtsbeschwerde.
Das BAFU �ussert sich in seiner Vernehmlassung zu den in der Beschwerdeschrift erhobenen umweltrechtlichen R�gen. Es weist darauf hin, dass die Angaben des Standortdatenblatts zur vertikalen Senderichtung inkonsistent seien, weil die Kombination des angegebenen elektrischen und mechanischen Winkelbereichs einen gesamten Neigungswinkel von 0� bis -18� und nicht von 0� bis -10� ergebe. Lege man einen gesamten Neigungswinkel von -18� zugrunde, so werde der Anlagegrenzwert bei OMEN Nr. 2 zu �ber 80% ausgesch�pft und auf der un�berbauten Parzelle Nr. 1070 (OMEN Nr. 14) auf eine H�he von 8.5 m �ber Boden �berschritten.
Mit Schreiben vom 28. Juni 2006 reichte die Beschwerdegegnerin ein neues Standortdatenblatt ein, in dem die Winkelbereiche gem�ss den Anforderungen des BAFU verbindlich in einen elektrischen und mechanischen Neigungswinkel aufgeteilt sind, die kombiniert einen maximalen Winkelbereich von 0� bis -10� ergeben. Ausserdem best�tigte die Beschwerdegegnerin, dass die vorliegend streitige Anlage in ihr im Aufbau befindliches Qualit�tssicherungssystem eingebunden werde. Das Schreiben und das neue Standortdatenblatt wurden den Beschwerdef�hrern zugestellt.
Am 14. Juli 2006 �usserten sich die Beschwerderf�hrer zur Vernehmlassung des BAFU.
Mit Verf�gung vom 4. Mai 2006 wurde den Beschwerden die aufschiebende Wirkung erteilt.
1.1 Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid, der sich in erster Linie auf die Verordnung vom 23. Dezember 1999 �ber den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 814.710) und damit auf Bundesverwaltungsrecht st�tzt. Dagegen steht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht offen (Art. 97 ff. OG). Die Beschwerdef�hrer sind als Bewohner bzw. als Eigent�mer von Liegenschaften in der N�he der streitigen Mobilfunkanlage zur Beschwerde legitimiert (Art. 103 lit. a OG). Auf die rechtzeitig erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher einzutreten.
1.2 Mit ihrer staatsrechtlichen Beschwerde macht die Beschwerdef�hrerin 1 die willk�rliche Anwendung von kantonalen Grenzabstandsvorschriften geltend. Dabei handelt es sich um selbst�ndige Bestimmungen des kantonalen Bau- und Planungsrechts, die keinen engen Zusammenhang mit dem Bundesumweltrecht aufweisen, weshalb die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht zum Zuge kommt. Damit ist die staatsrechtliche Beschwerde zul�ssig (Art. 84 Abs. 2 OG).
Nach st�ndiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung haben Grenzabstandsvorschriften auch nachbarsch�tzenden Charakter, so dass die Beschwerdef�hrerin 1 als Eigent�merin von angrenzendem Bauland durch die ger�gte Verfassungsverletzung in eigenen Rechten betroffen und zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 88 OG; BGE 127 I 44 E. 2D S. 47). Auch auf die staatsrechtliche Beschwerde ist daher einzutreten.
1.3 Nachdem beide Beschwerden sich gegen denselben Entscheid richten und dasselbe Bauvorhaben betreffen, und auch die Beschwerdef�hrer zum Teil dieselben sind, rechtfertigt es sich, beide Beschwerdeverfahren zu vereinigen.
Die Beschwerdef�hrer r�gen zun�chst eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, und zwar sowohl im Einspracheverfahren als auch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren.
2.1 Das Verwaltungsgericht bejahte im angefochtenen Entscheid eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, weil nur das erste Standortdatenblatt vom 2. Dezember 2004, nicht aber das zweite, erg�nzte Standortdatenblatt vom 6. April 2005 �ffentlich aufgelegt worden sei. Es ging jedoch davon aus, dass dieser Mangel im verwaltungsgerichtlichen Verfahren behoben worden sei.
Die Beschwerdef�hrer halten dieses Vorgehen f�r verfassungswidrig: Bei wichtigen �nderungen oder Erg�nzungen des Standortdatenblattes m�sse zwingend eine neue �ffentliche Auflage erfolgen; dies ergebe sich aus dem bundesrechtlichen Geh�rsanspruch und � 202 Abs. 2 des kantonalen Planungs- und Baugesetzes vom 7. M�rz 1989 (PBG), wonach das Baubewilligungsverfahren erneut durchzuf�hren sei, wenn die Abweichung als solche der Bewilligungspflicht unterstehe. Eine Heilung im verwaltungsgerichtlichen Verfahren sei somit nicht m�glich.
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist eine Heilung von Verfahrensm�ngeln im Rechtsmittelverfahren grunds�tzlich m�glich, wenn die Rechtsmittelinstanz �ber dieselbe Kognition verf�gt wie die erste Instanz und den Beschwerdef�hrern aus der Heilung kein Nachteil erw�chst; ausgeschlossen ist die Heilung bei besonders schwerwiegenden Verletzungen der Parteirechte (BGE 126 I 68 E. 2 S. 72; 126 V 130 E. 2 S. 132; je mit Hinweisen). Ein schwerer Mangel wird beispielsweise angenommen, wenn der Betroffene von einer Verf�gung gar nichts weiss bzw. keine Gelegenheit erhalten hat, an einem gegen ihn laufenden Verfahren teilzunehmen (BGE 129 I 361 E. 2.1 S. 364 mit Hinweisen).
Im vorliegenden Fall unterschied sich das �berarbeitete Standortdatenblatt vom 6. April 2005 nur insoweit vom �ffentlich aufgelegten Standortdatenblatt vom 2. Dezember 2004, als darin ein weiterer Ort mit empfindlicher Nutzung (OMEN Nr. 14) auf der un�berbauten Parzelle Nr. 1070 berechnet wurde. Es wurde somit lediglich die Immissionsprognose erg�nzt, dagegen keine �nderung des Bauprojekts vorgenommen; insbesondere blieben die technischen Daten der Anlage unver�ndert. Insofern ist, entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer, � 202 Abs. 2 PBG nicht anwendbar, der eine bewilligungspflichtige Abweichung des Bauvorhabens von den genehmigten Pl�nen verlangt. Insgesamt ist daher von einem heilungsf�higen Mangel auszugehen. Es ist auch nicht ersichtlich, welcher Nachteil den Beschwerdef�hrern entstanden sein soll, haben sie doch vor Verwaltungsgericht eine �berschreitung des Anlagegrenzwerts auf der Parzelle Nr. 1070 ger�gt.
Das Vorgehen des Verwaltungsgerichts verletzte deshalb den Anspruch der Beschwerdef�hrer auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) nicht.
2.2 Die Beschwerdef�hrer r�gen auch eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs durch das Verwaltungsgericht. Dieses habe den Gemeinderat Root am 9. November 2005 aufgefordert, ihm die Stellungnahmen der Dienststelle Raumentwicklung, Wirtschaftsf�rderung und Geoinformation (rawi) vom 19. Januar 2005 sowie vom 16. Juni 2005 einzureichen. Diese Unterlagen seien den Beschwerdef�hrern jedoch nicht zur Kenntnis gebracht worden. Auch die im Urteil S. 9 erw�hnte Stellungnahme der Dienststelle Umwelt und Energie (uwe) vom 27. September 2005 h�tten die Beschwerdef�hrer erst auf Anfrage, nach Erlass des verwaltungsgerichtlichen Entscheids, erhalten.
2.2.1 Den Beschwerdef�hrern wurde die Vernehmlassung des Gemeinderats Root vom 27. September 2005 am 18. Oktober 2005 zur Kenntnisnahme zugestellt. In der Vernehmlassung wird das Schreiben des uwe vom selben Tag als Beilage erw�hnt; zudem st�tzt sich die Gemeinde in ihrer Vernehmlassung auf die Berechnungen des uwe, um darzulegen, weshalb der Anlagegrenzwert am OMEN Nr. 14 nicht �berschritten sei. Die Beschwerdef�hrer hatten somit Kenntnis von der Existenz dieses Schreibens und seines wesentlichen Inhalts und h�tten beim Verwaltungsgericht Einsicht darin verlangen k�nnen. Es ist im Lichte von Art. 29 Abs. 2 BV nicht zu beanstanden, wenn das Verwaltungsgericht Vernehmlassungsbeilagen - die den Parteien h�ufig schon bekannt sind - diesen nicht von Amtes wegen, sondern grunds�tzlich nur auf Anfrage zustellt. Dies entspricht auch der bundesgerichtlichen Praxis.
2.2.2 Mit Schreiben vom 9. November 2005 stellte das Verwaltungsgericht fest, dass die von der Gemeinde eingereichten Akten unvollst�ndig seien, weil sie weder die in der Baubewilligung erw�hnten Stellungnahmen der Dienststelle Raumentwicklung Wirtschaftsf�rderung und Geoinformation (rawi) vom 19. Januar und vom 16. Juni 2005 noch die Einsprachen enthielten. Der Instruktionsrichter forderte deshalb die Gemeinde auf, diese Unterlagen nachzureichen. Eine Kopie dieses Schreibens wurde den Beschwerdef�hrern zugestellt. Damit hatten die Beschwerdef�hrer die M�glichkeit, Einsicht in die nachgereichten Unterlagen zu verlangen, sofern sie dies w�nschten. Dagegen durften sie nicht darauf vertrauen, dass ihnen das Verwaltungsgericht die nachgereichten Unterlagen von Amtes wegen zustellen w�rde: Diese waren Bestandteil der vorinstanzlichen Akten, in die den Parteien grunds�tzlich nur auf Antrag hin Einsicht gew�hrt wird.
2.3 Schliesslich machen die Beschwerdef�hrer geltend, das Verwaltungsgericht h�tte die von ihnen beantragte Expertise zur Frage der Einhaltung des Anlagegrenzwerts auf OMEN Nr. 14 nicht abweisen d�rfen.
Dieses OMEN befindet sich auf der un�berbauten Parzelle Nr. 1070. Die Beschwerdegegnerin hatte in ihrem erg�nzten Standortdatenblatt vom 6. April 2005 nachgewiesen, dass der Anlagegrenzwert bei einer zweigeschossigen �berbauung in 7.50 m H�he eingehalten werde. Die Beschwerdef�hrer bestritten nicht die Richtigkeit dieser Berechnung, sondern machten geltend, es sei mit einer dreigeschossigen Bauweise zu rechnen, weshalb andere H�hen- und Abstandsangaben der Berechnung zugrunde zu legen seien. Streitig war somit in erster Linie, von welcher k�nftigen �berbauung der Parzelle Nr. 1070 auszugehen sei (vgl. dazu unten, E. 4.4). Dabei handelte es sich um eine Frage des kantonalen und kommunalen Baurechts, die vom Verwaltungsgericht und nicht von einem Experten f�r Strahlungsberechnung zu beantworten war. Insofern durfte das Verwaltungsgericht die beantragte Expertise ohne Verletzung des rechtlichen Geh�rs ablehnen. Aus den gleichen Gr�nden ist auch im bundesgerichtlichen Verfahren keine Expertise anzuordnen.
2.4 Nach dem Gesagten ist eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs zu verneinen.
Das BAFU beanstandet, dass die Angaben des bewilligten Standortdatenblatts zur vertikalen Strahlungsrichtung der Antennen widerspr�chlich seien.
3.1 Der Inhaber einer Mobilfunkanlage muss der Beh�rde im Bewilligungsverfahren ein Standortdatenblatt einreichen, das die aktuellen und geplanten technischen und betrieblichen Daten der Anlage sowie Angaben �ber die von der Anlage erzeugte Strahlung enth�lt (Art. 11 Abs. 2 lit. a und c NISV). Wird bei den technischen Daten der Anlage ein Winkelbereich anstatt eines fixen Winkels f�r die vertikale Senderichtung eingetragen, muss die NIS-Berechnung unter Zugrundelegung der bez�glich der NIS-Belastung ung�nstigsten Senderichtung innerhalb des gew�hlten Winkelbereichs erfolgen (Vollzugsempfehlung Ziff. 2.1.6 S. 18), d.h. i.d.R. mit dem steilsten Winkel. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Anlagegrenzwert in allen bewilligten Einstellungen der Anlage eingehalten wird.
3.2 Gem�ss Zusatzblatt 2 des der Baubewilligung zugrundeliegenden Standortdatenblatts vom 6. April 2005 betr�gt der Bereich f�r den mechanischen Neigungswinkel bei allen Antennen 0� bis -10�; der elektrische Neigungswinkel ist mit 0� bis -8� angegeben. F�r den gesamten Neigungswinkel ist ein Bereich von 0� bis -10� angegeben. Wie das BAFU zutreffend darlegt, kann jedoch durch eine Kombination der elektrischen und der mechanischen Verstellm�glichkeiten ein Gesamt-Neigungsbereich von 0� bis -18� erreicht werden.
Im Standortdatenblatt (S. 5) findet sich jedoch folgende Erkl�rung der anlageverantwortlichen Firma:
"Der im Feld 'Gesamter Neigungswinkel' angegebene Bereich umfasst den maximal m�glichen Winkelbereich. Dieser Winkel setzt sich zusammen aus einer beliebigen Kombination der in den Kolonnen 'mechanischer Neigungswinkel' und 'elektrischer Neigungswinkel' angegebenen Bereiche."
Nach der bisherigen Praxis der kantonalen NIS-Fachstelle durften die in den Kolonnen "mechanischer Neigungswinkel" und "elektrischer Neigungswinkel" angegebenen Bereiche beliebig kombiniert werden, durften jedoch zusammen genommen den bewilligten maximalen Neigungswinkel (hier: -10�) nicht �berschreiten.
Die Baubewilligung ist deshalb so auszulegen, dass ein gesamter Neigungswinkel von maximal -10� und nicht von -18� bewilligt worden ist. Insofern ist es richtig, der Immissionsprognose, wie im Standortdatenblatt vom 6. April 2005 geschehen, einen Neigungswinkel von -10� zugrunde zu legen.
3.3 Wie das Bundesgericht j�ngst entschieden hat (vgl. Entscheid 1A.116/2005 vom 31. Mai 2006 E. 4.3), ist jedoch eine verbindliche Aufteilung des gesamten Neigungswinkels in einen elektrisch und einen mechanisch verstellbaren Bereich im Hinblick auf eine transparente und praktikable Kontrolle der Sendeanlagen zu verlangen. Die Praxis bestimmter kantonaler Vollzugsbeh�rden, dem Betreiber eine beliebige Kombination von mechanischem und elektrischem Verstellbereich (im Rahmen des bewilligten gesamten Neigungswinkels) zu gestatten, widerspricht der Vollzugsempfehlung (Ziff. 3.4 S. 36) und erschwert die von Art. 12 NISV vorgeschriebene Kontrolle der Emissionsbegrenzungen durch die Vollzugsbeh�rde.
Dementsprechend ist die Baubewilligung und das Standortdatenblatt, wie von der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 28. Juni 2006 vorgeschlagen wurde, in dem Sinne abzu�ndern, dass der mechanische Neigungswinkel der Antennen auf 0� bis -2� reduziert wird, so dass er zusammen mit dem unver�nderten Bereich f�r den elektrischen Neigungswinkel (0� bis - 8�) einen Gesamtwinkelbereich von 0� bis -10� ergibt.
Zu pr�fen ist weiter, ob die geplante Anlage (mit einer kritischen vertikalen Senderichtung von -10�) den Anlagegrenzwert von 6 V/m (Art. 4 Abs. 1 NISV i.V.m. Ziff. 64 lit. b Anh. 1 NISV) an allen Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) in der Umgebung einh�lt.
Die Beschwerdef�hrer sind der Auffassung, der Anlagegrenzwert werde auf der un�berbauten Parzelle Nr. 1070 (OMEN Nr. 14) �berschritten.
4.1 Gem�ss Art. 3 Abs. 3 lit. c NISV gelten als Orte mit empfindlicher Nutzung auch diejenigen Fl�chen von un�berbauten Grundst�cken, auf denen Nutzungen nach den Buchstaben a und b zugelassen sind, d.h. auf denen R�ume, in denen sich Personen regelm�ssig w�hrend l�ngerer Zeit aufhalten, gebaut werden d�rfen (lit. a). F�r die NIS-Berechnung ist dabei grunds�tzlich die nach Zonenplan und Baureglement maximal zul�ssige H�he des Fussbodens des obersten m�glichen Stockwerks plus 1.50 m zugrundezulegen (Vollzugsempfehlung Ziff. 2.1.3 S. 15).
Die Parzelle Nr. 1070 liegt in der zweigeschossigen Wohnzone ohne Verdichtung mit Gestaltungsplanpflicht. Gem�ss � 75 Abs. 1 PBG kann der Gestaltungsplan unter bestimmten, in Abs. 3 genannten, qualitativen Voraussetzungen vom Zonenplan, vom Bau- und Zonenreglement oder vom Bebauungsplan abweichen; vorausgesetzt wird weiter eine gewisse, im Bau- und Zonenreglement festzulegende Mindestfl�che (vgl. Art. 28 Abs. 3 des Bau- und Zonenreglements der Gemeinde Root vom 2. Dezember 2001 [BZR]). Dabei darf die Geschosszahl h�chstens um ein Vollgeschoss vom massgebenden Zonen- oder Bebauungsplan abweichen (� 75 Abs. 2 PBG).
4.2 Das Verwaltungsgericht hielt es f�r fraglich, ob die besonderen Voraussetzungen von � 75 PBG gegeben seien; werde nur eine zweigeschossige �berbauung realisiert, sei der Anlagegrenzwert in 7,5 m H�he auf jeden Fall eingehalten. Aber auch wenn ein drittes Geschoss gebaut werden d�rfe, sei dies nur als Dachgeschoss realisierbar (� 28 Abs. 4 BZR i.V.m. � 34 Abs. 2 BZR). Unter Ber�cksichtigung des Gel�ndeverlaufs und der Messvorgaben des BAFU (vgl. Vollzugsempfehlung Ziff. 2.1.3 S. 15) ergebe sich deshalb eine H�he des OMEN von 9 m relativ zum Mastfuss (Gel�ndekorrektur 0.5 m + Untergeschoss: 1 m + 2 Vollgeschosse � 3 m + Zuschlag von 1.50 m); auch in dieser H�he sei der Anlagegrenzwert noch eingehalten, wie die Dienststelle uwe zutreffend festgehalten habe.
4.3 Die Beschwerdef�hrer r�gen zun�chst, das Verwaltungsgericht habe �bersehen, dass sich die Stellungnahmen der Dienststelle uwe vom 19. Januar 2005 und vom 16. Juni 2005 auf das veraltete Standortdatenblatt vom 2. Dezember 2004 bezogen h�tten, weshalb sie die Einhaltung der Anlagegrenzwerte im Bereich des kritischen OMEN Nr. 14 gar nicht h�tten best�tigen k�nnen.
Dagegen ist einzuwenden, dass sich die Stellungnahme des uwe vom 16. Juni 2005 ausdr�cklich zur Einhaltung des Grenzwerts auf der un�berbauten Parzellen Nr. 1070 �usserte (Stellungnahme zur Einsprache der Bank A.________, S. 8) und damit die Richtigkeit der erg�nzenden Berechnung im Standortdatenblatt vom 6. April 2005 best�tigte. Im �brigen konnte sich das Verwaltungsgericht auf die neue Berechnung der Dienststelle uwe vom 27. September 2005 st�tzen, welche die Gemeinde mit ihrer Vernehmlassung eingereicht hatte. Darin wird die Einhaltung des Anlagegrenzwerts auch bei einer OMEN-H�he von 8.5 m ab Terrain bei einem horizontalen Abstand von 11.35 m best�tigt.
4.4 Die Beschwerdef�hrer halten die vom Verwaltungsgericht zugrundegelegten Annahmen �ber H�he und Abstand einer k�nftigen �berbauung des Grundst�cks Nr. 1070 vom Mastfuss f�r falsch.
Die Beschwerdef�hrer sind der Auffassung, aufgrund der tats�chlichen Situation sei mit einer dreigeschossigen �berbauung des Grundst�cks zu rechnen: Aufgrund der bestehenden Hochspannungsleitung s�dlich der Parzelle seien Teile des Grundst�cks nicht �berbaubar; diese negative Auswirkung m�sse durch eine Konzentration der Bauten auf dem �brigen Parzellenteil ausgeglichen werden.
Es sei unrealistisch anzunehmen, das Untergeschoss werden talseitig nur 1 m aus dem Boden herausragen, realistisch seien 1.5 bis 2 m. Auch der von der Gemeinde und vom Verwaltungsgericht zugrundegelegte horizontale Abstand von 11.35 m sei zu gering: Der Grenzabstand in der ein- und zweigeschossigen Wohnzone betrage generell 4 m (� 122 PBG), weshalb die Distanz zum Mastfuss nur 9 m betrage.
4.4.1 Das Bundesgericht kann die Auslegung und Anwendung des kantonalen und kommunalen Baurechts nur auf Willk�r hin �berpr�fen (Art. 9 BV). Willk�r liegt nach der Rechtsprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder sogar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht weicht vom Entscheid der kantonalen Instanz nur ab, wenn dieser offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 125 I 166 E. 2A S. 168; 125 II 10 E. 3a S. 15, 129 E. 5b S. 134; je mit Hinweisen).
4.4.2 Die Ausf�hrungen und Beilagen der Beschwerdef�hrer 1 zur beschr�nkten �berbaubarkeit des Grundst�cks aufgrund der Hochspannungsleitung belegen lediglich, dass eine dreigeschossige Bauweise f�r sie w�nschenswert w�re; inwiefern diese in einem k�nftigen Gestaltungsplan tats�chlich bewilligt wird, ist noch v�llig ungewiss. Insofern ist es nicht willk�rlich, wenn das Verwaltungsgericht auf die im Zonenplan vorgesehene Regel�berbauung mit nur zwei Geschossen abgestellt hat.
Aber auch die Eventualbegr�ndung des Verwaltungsgerichts zur H�he und Entfernung k�nftiger OMEN bei einer dreigeschossigen Bauweise l�sst keine Willk�r erkennen. Die Gemeinde und, ihr folgend, das Verwaltungsgericht gingen von einem horizontalen Abstand eines k�nftigen OMEN zum Antennenmast von mindestens 11.5 m aus, unter Zugrundelegung eines Grenzabstands von 6 m (5.15 m bestehender Grenzabstand Parzelle Nr. 981 + 6 m Grenzabstand Parzelle 1070 + Durchmesser Geb�udemauer). Diese Auffassung kann sich auf � 122 Abs. 1 PBG st�tzen, wonach der Grenzabstand grunds�tzlich die H�lfte der Fassadenh�he, mindestens aber 4 m betr�gt. Ein Grenzabstand von nur 4 m w�rde deshalb eine Fassadenh�he von nur 8 m voraussetzen; bei dreigeschossiger Bauweise betr�gt die Fassadenh�he aber, auch nach Berechnung der Beschwerdef�hrer, ca. 12 m. Auch die Annahme von Gemeinde und Verwaltungsgericht, ein Untergeschoss werde 1 m aus dem gewachsenen Boden herausragen, kann nicht als geradezu willk�rlich betrachtet werden.
4.5 Unter Zugrundelegung dieser Werte ist der Anlagegrenzwert der NISV eingehalten, und zwar selbst bei einer dreigeschossigen Bauweise. Die Ausf�hrungen des BAFU zu einer m�glichen �berschreitung des Anlagegrenzwerts in 8.5 m H�he beziehen sich auf einen gesamten Neigungswinkel von -18� und sind deshalb nach dem oben (E. 3) Gesagten nicht einschl�gig.
Sollte aufgrund eines Gestaltungsplans oder einer (von der Beschwerdef�hrerin beantragten) Aufzonung der Parzelle doch ein OMEN errichtet werden, das n�her am Hauptstrahl der Antennen liegt und an dem der Anlagegrenzwert nicht eingehalten wird, so m�sste die Mobilfunkanlage nachtr�glich angepasst werden (vgl. zur vergleichbaren Situation bei der Ausn�tzung von Baureserven BGE 128 II 340 E. 4.1.1 S. 350). Bei dieser Rechtslage braucht die Beschwerdef�hrerin 1 bei der �berbauung ihres Grundst�cks keine R�cksicht auf die bestehende Mobilfunkanlage zu nehmen, sondern es ist Sache der Beschwerdegegnerin, ihre Anlage so anzupassen, dass diese auch nach der �berbauung der Parzelle Nr. 1070 den Anlagegrenzwert an allen Orten mit empfindlicher Nutzung einh�lt.
Schliesslich sind die Beschwerdef�hrer der Auffassung, dass die Baubewilligung zu verweigern sei, weil die Leistung der Mobilfunkanlage nicht aufgrund der Hardwarekonfiguration der Anlage auf die im Standortdatenblatt deklarierte Leistung von 2160 Watt ERP (�quivalente Strahlungsleistung) pro Sektor beschr�nkt sei. Dies widerspreche der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Entscheid 1A.160/2004 vom 10. M�rz 2005), wonach der Immissionsprognose im Standortdatenblatt die maximale Leistung der Anlage zugrunde zu legen sei. Auch die vertikale Senderichtung der Antennen m�sse durch den Einbau von Winkelbegrenzern so begrenzt werden, dass die fernsteuerbaren Neigungswinkel nicht �ber die deklarierten Werte hinausgefahren werden k�nnten.
Das vom BAFU empfohlene, ab 1. Januar 2007 vorgesehene Kontrollsystem sei ungen�gend, da es �berschreitungen der Anlagegrenzwerte nicht verhindern k�nne. Dieses Kontrollsystem widerspreche nicht nur der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur NISV, sondern gen�ge auch den Anforderungen der Maschinenrichtlinie 98/37/EG nicht, die in das Gesetz vom 19. M�rz 1976 �ber die Sicherheit von technischen Einrichtungen und Ger�ten (STEG; SR 819.1) aufgenommen worden sei. Rechtswidrig sei schliesslich auch das vom BAFU vorgeschlagene �bergangssystem, wonach bis zur Einf�hrung des Qualit�tssicherungssystems eine Protokollf�hrung durch die Betreiber von Hand m�glich sei.
5.1 In den Urteilen BGE 128 II 378 E. 4 S. 379 ff. und 1A.160/2004 vom 10. M�rz 2005 E. 3.3 (publ. in URP 2005 S. 576) entschied das Bundesgericht, dass im Standortdatenblatt grunds�tzlich die maximale Strahlungsleistung ERP der Mobilfunkanlage anzugeben sei und nicht ein tieferer, durch Fernsteuerung einstellbarer Wert. Der ERP einer Anlage komme f�r die Anwendung der NISV zentrale Bedeutung zu. Sei die im Standortdatenblatt deklarierte ERP niedriger als die maximale Strahlungsleistung der Anlage, so bestehe keine Gew�hr daf�r, dass die Grenzwerte im Betrieb tats�chlich eingehalten w�rden, da die Strahlungsleistung jederzeit mittels Fernsteuerung erh�ht werden k�nnte. Die Anwohner von Mobilfunkanlagen h�tten jedoch ein schutzw�rdiges Interesse daran, dass die Einhaltung der NIS-Grenzwerte durch objektive und �berpr�fbare bauliche Vorkehrungen gew�hrleistet werde. Werde von diesem Grundsatz abgewichen und der Betrieb der Anlage mit einer niedrigeren als der maximalen ERP der Anlage bewilligt, m�sse dies im Bewilligungsentscheid begr�ndet und dargelegt werden, wie die Einhaltung der bewilligten ERP gew�hrleistet werden k�nne.
In einem Entscheid vom 18. August 2005 �bertrug das Verwaltungsgericht Luzern diese L�sung auch auf die Einhaltung der bewilligten Senderichtung der Antennen: Es entschied, dass dies mittels technischer Vorkehren oder allenfalls mittels unangek�ndigter und wiederholter Kontrollen sichergestellt werden m�sse, wobei der Entscheid �ber die zu treffende Massnahme der Baubewilligungsbeh�rde obliege (E. 9).
Aufgrund dieser Gerichtsentscheide bat die Arbeitsgruppe NIS des Cercl'Air (in der Vertreter von kantonalen und kommunalen NIS-Fachstellen sowie von involvierten Bundes�mtern den Vollzug der NISV im Bereich Mobilfunk koordinieren) das Bundesamt f�r Kommunikation (BAKOM) um eine Expertise, wie den Vorgaben des Bundesgerichts nachgekommen werden k�nne und ob es alternative Kontrollm�glichkeiten gebe, die nicht ausschliesslich auf den baulichen Elementen ("Hardwareelementen") beruhten.
Das BAKOM sprach sich in seiner Expertise vom 30. September 2005 gegen Hardwarekontrollen aus, die bei den heutigen Sendersystemen wenig zweckm�ssig seien und die Betriebskosten massiv ansteigen lassen k�nnten. Es empfahl vielmehr, die durch Software gesteuerten Einstellungen in den jeweiligen Netzkontrollzentren einzusehen und deren Zuverl�ssigkeit mit einem Qualit�tssicherungssystem sicherzustellen. Damit w�ren effiziente und umfassende Kontrollen m�glich, welche den Betrieb eines Netzes kaum einschr�nken w�rden.
Gest�tzt auf diese Expertise und auf Vorgaben der Arbeitsgruppe NIS des Cercl'Air vom 15. Dezember 2005 empfahl das BAFU mit Rundschreiben vom 16. Januar 2006 ein sogenanntes Qualit�tssicherungssystem zur Anwendung, das neben der Sendeleistung auch die aktuell eingestellten elektrischen und mechanischen Neigungswinkel erfassen soll. Jeder Netzbetreiber implementiert eine oder mehrere Datenbanken, in denen s�mtliche Hardware-Komponenten und Ger�teeinstellungen, welche die Sendeleistung und -richtung beeinflussen, erfasst und laufend aktualisiert werden. Das Qualit�tssicherungssystem muss �ber eine automatisierte �berpr�fungsroutine verf�gen, die einmal pro Arbeitstag die effektiv eingestellten Sendeleistungen und -richtungen s�mtlicher Antennen des betreffenden Netzes mit den bewilligten Werten bzw. Winkelbereichen vergleicht. Festgestellte �berschreitungen eines bewilligten Wertes m�ssen innerhalb von 24 Stunden behoben werden, falls dies durch Fernsteuerung m�glich ist, andernfalls innerhalb einer Arbeitswoche. Stellt das Qualit�tssicherungssystem solche �berschreitungen fest, wird automatisch ein Fehlerprotokoll erzeugt. Die Fehlerprotokolle m�ssen der Vollzugsbeh�rde alle zwei Wochen zugestellt und mindestens 12 Monate aufbewahrt werden. Die Netzbetreiber gew�hren den Vollzugsbeh�rden uneingeschr�nkte Einsicht in ihre Datenbanken (Rundschreiben des BAFU vom 16. Januar 2006, Ziff. 3). Das ordnungsgem�sse Funktionieren dieses Kontrollsystems muss durch eine externe Pr�fstelle auditiert und beglaubigt werden. Diese formalisierte Selbstkontrolle der Netzbetreiber soll durch regelm�ssige Rapporte an die Vollzugsbeh�rde erg�nzt werden, die ihrerseits Stichprobenkontrollen durchf�hrt.
Die Netzbetreiberinnen Orange, TDC (Sunrise) und Swisscom Mobile haben sich verpflichtet, das empfohlene Kontrollsystem bis sp�testens 31. Dezember 2006 zu implementieren. Der Stand und das ordnungsgem�sse Funktionieren dieses Systems sollen periodisch, erstmals Ende 2006, kontrolliert werden. Sollte ein Netzbetreiber seine Verpflichtung zum Aufbau eines Qualit�tssicherungssystems nicht einhalten, dann w�rden k�nftig f�r die NIS-Beurteilung die maximale installierte Sendeleistung und der maximal durch Fernsteuerung einstellbare Winkelbereich zugrunde gelegt werden (Rundschreiben des BAFU vom 16. Januar 2006, Ziff. 6).
F�r die �bergangszeit bis zur Inbetriebnahme der Kontrollsysteme sieht das Rundschreiben vor, dass die anlageverantwortliche Firma best�tigen m�sse, dass die geplante Anlage in ihr Qualit�tssicherungssystem eingebunden werde. Den Bewilligungsbeh�rden wird empfohlen, diese Verpflichtung in der Baubewilligung in geeigneter Form festzuhalten, z.B. als Bedingung oder Auflage (Rundschreiben des BAFU vom 16. Januar 2006, Ziff. 5).
5.2 Zweck der oben zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist es, im Interesse der Anwohner von Mobilfunkanlagen die Einhaltung der bewilligten ERP und damit der NISV-Grenzwerte zu gew�hrleisten. Dies ist sichergestellt, wenn aufgrund der Hardwareelemente der Anlage keine h�here als die bewilligte Sendeleistung m�glich ist. Andere Kontrollsysteme sind aber ebenfalls m�glich, sofern sie eine wirksame Kontrolle erm�glichen.
Aufgrund der Expertise des BAKOM und den Ausf�hrungen des BAFU ist grunds�tzlich davon auszugehen, dass das vorgesehene Qualit�tssicherungsprogramm diesen Anforderungen entspricht (so schon Entscheid 1A.116/2005 E. 5). Den Beschwerdef�hrern ist einzur�umen, dass �berschreitungen der bewilligten ERP nicht verhindert werden k�nnen; das Kontrollsystem sorgt jedoch daf�r, dass diese sofort erkannt und regelm�ssig schon am folgenden Tag behoben werden k�nnen. Wie das BAFU zutreffend darlegt, f�hrt nicht jede �berschreitung der bewilligten Sendeleistung zu einer �berschreitung des Anlagegrenzwerts.
Das vorgesehene Kontrollsystem hat den Vorteil, dass es alle Mobilfunkstationen erfasst, also auch alle bestehenden Anlagen, deren Leistung bisher nicht durch Hardwarevorkehrungen begrenzt war. Zudem erfasst das Qualit�tssicherungssystem nicht nur die Sendeleistung, sondern s�mtliche f�r die nichtionisierende Strahlung massgeblichen Parameter einer Mobilfunkantenne. Insbesondere wird erstmals eine Kontrolle der Senderichtungen m�glich sein.
Es wird Aufgabe des BAFU und der kantonalen Vollzugsbeh�rden sein zu pr�fen, ob die Qualit�tssicherungssysteme der Mobilfunkbetreiber die ihnen zugedachte Kontrollfunktion effektiv erf�llen. Sollte sich das Kontrollsystem, auch nach allf�lligen Verbesserungen und Erg�nzungen, als ungen�gend erweisen, m�sste wieder auf die Kontrolle durch bauliche Vorkehrungen zur�ckgekommen werden. Dagegen erscheint es unzweckm�ssig, zum jetzigen Zeitpunkt, in dem das Kontrollsystem noch im Aufbau ist, eine Expertise �ber dessen Tauglichkeit anzufordern. Der entsprechende Antrag der Beschwerdef�hrer ist daher abzuweisen.
Die Beschwerdegegnerin hat mit Schreiben vom 28. Juni 2006 zugesichert, dass die vorliegend streitige Anlage in ihr Qualit�tssicherungssystem eingebunden werde. Darauf ist sie zu behaften. F�r die �bergangszeit, bis zur Inbetriebnahme dieses Systems, steht es im Ermessen der Vollzugsbeh�rde, wie sie die Einhaltung der bewilligten Parameter kontrollieren will. Auf jeden Fall ist, wie in der Baubewilligung vorgeschrieben, eine Abnahmemessung vorzunehmen.
5.3 Die Beschwerdef�hrer leiten zus�tzliche Kontrollanforderungen aus dem STEG und der dazugeh�rigen Verordnung vom 12. Juni 1995 (STEV; SR 819.11) i.V.m. der EG-Richtlinie Nr. 98/37 vom 22. Juni 1998 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten f�r Maschinen (Maschinenrichtlinie; ABl. Nr. L 207/1 vom 23. Juli 1998) ab, auf welche die Verordnung verweist.
Das STEG und seine Verordnung sind jedoch nicht anwendbar, soweit die Sicherheit von technischen Einrichtungen und Ger�ten durch andere bundesrechtliche Bestimmungen gew�hrleistet wird (Art. 1 Abs. 2 STEG).
5.3.1 Derartige besonderen Bestimmungen sind in erster Linie in den Fernmeldeanlagen-Verordnungen des Bundesrats (FAV; SR 784.101.2) und des Bundesamtes f�r Kommunikation (SR 784.101.21) vom 14. Juni 2002 enthalten; subsidi�r kommt die Verordnung vom 9. April 1997 �ber die elektromagnetische Vertr�glichkeit (SR 734.5) zur Anwendung. Fernmeldeanlagen d�rfen grunds�tzlich nur angeboten oder in Verkehr gebracht werden, wenn sie den grundlegenden Anforderungen gem�ss Art. 7 FAV und den �brigen einschl�gigen Bestimmungen der Verordnung gen�gen; dies ist in einem Konformit�tsbewertungsverfahren nachzuweisen (Art. 6 Abs. 1 und 2 FAV).
5.3.2 Der Schutz der Allgemeinheit vor der nichtionisierenden Strahlung, die durch den bestimmungsgem�ssen Betrieb von Mobilfunkantennen entsteht, ist jedoch nicht im Fernmelderecht, sondern in der NISV geregelt. Diese legt die Immissionsgrenzwerte fest, die zum Schutz der Gesundheit an allen Orten eingehalten werden m�ssen, an denen sich Menschen aufhalten (Art. 5 NISV i.V.m. Anh. 2 NISV), und ordnet vorsorgliche Emissionsbegrenzungen in Form von Anlagegrenzwerten an (Art. 4 NISV i.V.m. Anh. 1 NISV). Die Einhaltung dieser Werte wird im Bewilligungs- oder Konzessionsverfahren sichergestellt (vgl. Art. 11 Abs. 1 NISV), d.h. f�r Mobilfunkanlagen i.d.R. im Baubewilligungsverfahren. Insbesondere wird der Nachweis verlangt, dass die Immissionsgrenzwerte �berall eingehalten werden; notfalls m�ssen bestimmte Fl�chen im direkten Umfeld der Antenne abgesperrt werden, um deren Betreten durch Menschen zu verhindern.
Das Bundesgericht hat das Erfordernis einer effektiven Kontrolle der bewilligten Einstellungen, namentlich der Sendeleistung, aus den Bestimmungen der NISV abgeleitet. Das STEG und die Maschinenrichtlinie 98/37/EG finden in diesem Zusammenhang keine Anwendung.
Schliesslich sind die Beschwerdef�hrer der Auffassung, dass die UMTS-Antennen nicht bewilligt werden d�rften, weil die Messungen der UMTS-Strahlung gegenw�rtig viel zu ungenau sei, um sicherzustellen, dass die einmal in Betrieb genommene Anlage die Anlagegrenzwerte im massgebenden Betriebszustand tats�chlich einzuhalten verm�ge. Sie verweisen hierf�r auf einen Entscheid des Staatsrats Wallis vom 5. Oktober 2005.
6.1 Das BAFU hat sich in seiner Vernehmlassung wie folgt zu dieser R�ge ge�ussert:
F�r die Messung von UMTS-Strahlung h�tten BUWAL und METAS (Bundesamt f�r Metrologie) am 17. September 2003 den Entwurf einer Empfehlung publiziert, die heute noch g�ltig sei. Er basiere auf umfangreichen Vorarbeiten und Messungen der Scuola Universitaria professionale della Svizzera Italiana (SUPSI). Aufgrund von Hinweisen aus der Praxis �ber unterschiedliche Messergebnisse derselben UMTS-Immission durch verschiedene Messger�te und Messfachleute habe das METAS Vergleichsmessungen durchgef�hrt und am 10. November 2005 den Bericht "Nichtionisierende Strahlung, Vergleichsmessungen mit UMTS Codeleistungs-Messger�ten" publiziert. Die Vergleichsmessungen h�tten ergeben, dass die Streuung der Messwerte tats�chlich hoch war. Das METAS sei zum Schluss gekommen, dass das im Entwurf vom 17. September 2003 empfohlene Messverfahren grunds�tzlich tauglich sei, dass aber zur Verringerung der Messunsicherheit die Messger�te spezifisch f�r Messungen nach der Schwenkmethode kalibriert werden sollten.
Nachdem das METAS umgehend ein derartiges Kalibrierverfahren eingerichtet hatte und alle Messlabors, die f�r Code-selektive UMTS-Messungen akkreditiert sind, ihre Messger�te auf diese Weise beim METAS nachkalibrieren liessen, habe sich die Streuung der Messwerte betr�chtlich verringert; sie liege heute im gleichen Bereich wie bei Messungen von GSM-Strahlung.
Das BAFU folgert daraus, dass heute Messsysteme existieren, die UMTS-Strahlung zuverl�ssig messen k�nnen, und dass das empfohlene Messverfahren f�r den Nachweis der Einhaltung der �berschreitung des Anlagegrenzwerte geeignet sei. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen sei auch nicht davon auszugehen, dass der Entwurf der Messempfehlung in grundlegenden Aspekten zu �berarbeiten sein werde.
6.2 F�r das Bundesgericht besteht keine Veranlassung, von dieser Einsch�tzung der Umweltschutzfachstelle des Bundes abzuweichen.
Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde r�gt die Beschwerdef�hrerin 1 die willk�rliche Anwendung der kantonalen Vorschriften �ber Grenzabst�nde. Sie ist der Auffassung, � 122 PBG m�sse auch auf freistehende Mobilfunkmasten Anwendung finden. Bei einer Gesamth�he von 25 m betrage der minimale Grenzabstand gem�ss � 122 Abs. 1 PBG 12.5 m.
7.1 Das Verwaltungsgericht f�hrte dazu Folgendes aus: Die �� 122 - 125 PBG w�rden die Grenzabst�nde f�r "Geb�ude", "Bauten" und "Unterniveaubauten" regeln. Als Baute werde nach st�ndiger verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung ein Geb�ude oder eine �berdachte bauliche Anlage qualifiziert, welche Menschen, Tiere oder Sachen gegen �ussere Einfl�sse zu sch�tzen verm�ge und mehr oder weniger abgeschlossen sei; verlangt werde eine "geb�ude�hnliche Baute". Dass eine Mobilfunkantenne nicht unter diesen Begriff falle, sei evident. F�r "blosse" Anlagen existierten dagegen keine Grenzabstandsvorschriften.
Das Verwaltungsgericht hielt die im PBG erw�hnten Abstandsvorschriften f�r abschliessend und verneinte das Vorliegen einer Gesetzesl�cke. Einem Bed�rfnis nach Grenzabstandsvorschriften f�r Mobilfunkantennen m�sse auf der Ebene der Gesetzgebung nachgekommen werden. Auf dem Weg der Rechtsprechung k�nne dies nicht geschehen, auch deshalb nicht, weil der Immissionsschutz im Bereich der nichtionisierenden Strahlung bereits durch die Vorgaben des geltenden Umweltrechts, insbesondere der NISV, gew�hrleistet sei.
7.2 Die Beschwerdef�hrerin 1 h�lt dies im Ergebnis f�r stossend: W�rde die Antenne unmittelbar an die Grenze gestellt, so m�sste eine Nachbarbaute zur�ckweichen, egal ob es sich um eine Mobilfunkantenne oder um eine �hnliche andere Einrichtungen handle. Im �brigen habe das Verwaltungsgericht in einem anderen Urteil ein 5 m hohes Kunststoffrohr mit einer zylinderf�rmigen Verkleidung von 1 m Durchmesser als Baute qualifiziert. Dann aber sei es willk�rlich, die 25 m hohe und massive Antenne als Anlage und nicht als geb�ude�hnliches Objekt einzustufen, mit der Folge, dass diese an die Grenze gestellt werden k�nne.
7.3 Im vorliegenden Fall soll der Antennenmast nicht unmittelbar an die Grenze, sondern in 5.15 m Abstand davon errichtet werden, weshalb sich keine Probleme bei der �berbauung der Nachbarparzelle ergeben. �berdies verkennt die Beschwerdef�hrerin bei ihrem Beispiel, dass ein Geb�ude oder eine geb�ude�hnliche Baute auf dem Nachbargrundst�ck ihrerseits einen Grenzabstand einhalten m�sste. Im �brigen ist nicht ersichtlich, weshalb ein Antennenmast nicht auch unmittelbar an einer Hausfassade angebracht werden k�nnte. Der Umstand, dass eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder sogar vorziehen w�re, gen�gt nach st�ndiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht, um Willk�r zu begr�nden (BGE 125 I 166 E. 2A S. 168; 125 II 10 E. 3a S. 15, 129 E. 5b S. 134; je mit Hinweisen).
Die Beschwerdef�hrerin belegt ihre Behauptung, das Verwaltungsgericht habe in einem anderen Fall ein Kunststoffrohr als geb�ude�hnliche Baute anerkannt, nicht; da sie weder Datum noch Aktennummer des Entscheids nennt, kann ihre Behauptung auch nicht �berpr�ft werden. Auf diese R�ge ist daher nicht einzutreten (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).
Nach dem Gesagten ist die Baubewilligung hinsichtlich des mechanischen Neigungswinkels der Antennen abzu�ndern. Im �brigen ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen. Auch die staatsrechtliche Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdef�hrer. Sie tragen deshalb die Gerichtskosten (Art. 156 OG). Praxisgem�ss hat die durch ihren Rechtsdienst vertretene Beschwerdegegnerin keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung.
Die Baubewilligung vom 14. Juli 2005 wird insoweit abge�ndert, als in Abweichung zum Standortdatenblatt vom 6. April 2005 ein mechanischer Neigungswinkel der Antennen Nrn. 1-6 von 0� bis -2� festgelegt wird.
Im Verfahren 1A.57/2006 wird den Beschwerdef�hrern die Gerichtsgeb�hr von Fr. 4'000.-- zu gleichen Teilen auferlegt. Im Verfahren 1P.167/2006 wird der Bank A.________ die Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'000.-- auferlegt.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Gemeinde Root und dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, sowie dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.