Source: https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/verarbeitung-personenbezogener-daten-durch-rechtsanwalte/
Timestamp: 2018-07-23 05:53:35
Document Index: 345598180

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 38', '§ 34', '§ 34', '§ 33', '§ 43', '§ 38']

Verarbeitung personenbezogener Daten durch Rechtsanwälte | Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg
Verarbeitung personenbezogener Daten durch Rechtsanwälte
Rechtsanwälte werden für ihre Mandanten datenschutzrechtlich im Rahmen einer Funktionsübertragung tätig. Damit sind sie bei der Wahrnehmung des Mandats Daten verarbeitende Stelle im Sinne des § 3 Absatz 7 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) und unterliegen grundsätzlich der Aufsicht der Datenschutzaufsichtsbehörde, soweit die Verarbeitung und Nutzung von personenbezogenen Daten im Sinne des § 38 Absatz 1 Satz 1 BDSG betroffen sind (Beschluss des Düsseldorfer Kreises vom 9. November 2007).
Selbstauskunftsersuchen von Betroffenen nach § 34 BDSG, die sich auf personenbezogene Daten beziehen, die im Zusammenhang mit der Wahrnehmung eines Mandats stehen, darf der Anwalt jedoch nur mit Zustimmung des jeweiligen Mandanten erfüllen (§ 34 Absatz 7, § 33 Absatz 2 Satz 1 Nr. 3 BDSG, § 43a Absatz 2 der Bundesrechtsanwaltsordnung).
Auch Auskunftsersuchen der Aufsichtsbehörde nach § 38 Absatz 3 BDSG, die die Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten aus dem Mandantenverhältnis betreffen, darf der Anwalt nur mit Zustimmung seines jeweiligen Mandanten beantworten.