Source: https://jurabisz.de/?x=erfolgskupiertes_delikt
Timestamp: 2020-08-07 16:06:20
Document Index: 47232038

Matched Legal Cases: ['§ 242', '§ 263', '§ 267', '§ 242', '§ 263', '§ 267']

Erfolgskupiertes Delikt | jurAbisZ.de
Erfolgskupiertes Delikt
Ein erfolgskupiertes Delikt (kupiertes Erfolgsdelikt, Absichtsdelikt) ist ein strafrechtlicher Tatbestand mit einer überschießenden Innentendenz. Das heißt: Im subjektiven Tatbestand gibt es ein Element, das keine Entsprechung im objektiven Tatbestand hat.
Für die Tatvollendung reicht es aus, dass der Erfolg subjektiv erstrebt wird (und die weiteren objektiven Tatbestandsmerkmale vorliegen).
Beendet ist dagegen die Tat meist erst dann, wenn sich auch die überschießende Innentendenz realisiert hat (Festigung und Sicherung des Gewahrsams beim Diebstahl)
Diebstahl, § 242 StGB (Zueignungsabsicht)
Betrug, § 263 StGB (Bereicherungsabsicht)
Urkundenfälschung, § 267 StGB (Absicht, die Urkunde zur Täuschung im Rechtsverkehr zu benutzen)
Was ist ein erfolgskupiertes Delikt? Ein erfolgskupiertes Delikt weist im subjektiven Tatbestand ein Merkmal auf, das keine Entsprechung im objektiven Tatbestand hat: die sogenannte überschießende Innentendenz. Dieses Merkmal muss sich für die Tatbestandserfüllung nicht objektiv realisieren.
Welche Tatbestände sind erfolgskupierte Delikte? Beispiele: Diebstahl (§ 242 StGB), Betrug (§ 263 StGB), Urkundenfälschung (§ 267 StGB).
Wann ist ein erfolgskupiertes Delikt vollendet? Mit der Erfüllung aller objektiven Tatbestandsmerkmale. Ob sich die überschießende Innentendenz verwirklicht hat, spielt für die Vollendung keine Rolle.
Strafrecht Definitionen > Tatbestand > Subjektiver Tatbestand > Überschießende Innentendenz > Erfolgskupiertes Delikt