Source: https://www.swfr.de/geld/bafoeg/bafoeg-und-finanzierung-in-zeiten-der-corona-pandemie/
Timestamp: 2020-07-08 10:39:07
Document Index: 244188272

Matched Legal Cases: ['§15', '§34', '§34', '§ 7', '§ 56', '§ 47']

BAföG und Finanzierung in Zeiten der Corona-Pandemie - Studierendenwerk Freiburg-Schwarzwald
Pauschale Verlängerung der Regelstudienzeit aufgrund der Corona-Pandemie
Um besondere Härten beim Studieren unter Pandemie-Bedingungen weiter abzufedern wird für alle im Sommersemester 2020 immatrikulierten Studierenden in Baden-Württemberg pauschal die Regelstudienzeit um ein Semester verlängert. Aufgrund der Verknüpfung der Förderungshöchstdauer mit der Regelstudienzeit wird damit zugleich für Studierende, die im SS 2020 noch im BAföG-Bezug sind, die Förderungshöchstdauer für BAföG um ein Semester erhöht.
Deshalb wichtig: Falls Ihre Förderungshöchstdauer im August/September 2020 endet, müssen Sie rechtzeitig einen Weiterförderungsantrag stellen. Die Weiterförderung erfolgt nicht automatisch, sondern nur bei Einreichung eines neuen Antrages.
Wenn Sie dazu noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihre/n Sachbearbeiter/in (diese finden Sie auf unserer Homepage unter "Persönliche BAföG-Beratung").
Zur Zeit ist alles anders… Vielleicht auch beim BAföG!
Stellen Sie einen Aktualisierungsantrag fürs BAföG, falls sich an Ihrem oder dem Einkommen Ihrer Eltern etwas verändert hat! Auch wenn Sie bisher kein BAföG erhalten haben: Stellen Sie einen Antrag!
Infos erhalten Sie bei der allgemeinen BAföG-Beratung unter der Tel.Nr. 0761/2101-326. Schriftliche Anfragen richten Sie an die allgemeine BAföG-Beratung, Kontakt siehe Infokasten.
FAQs BAföG und Finanzierung in Zeiten der Corona-Pandemie
Nein, wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung per Erlass mitgeteilt hat, wirkt sich die Verschiebung des Vorlesungsbeginns in keinem Fall auf den BAföG-Anspruch aus. Studierende (egal ob Erstsemester oder bereits in Förderung beﬁndliche) haben also aktuell nicht zu befürchten, dass sie im bzw. für den April kein Geld erhalten. Auch Selbst- und Onlinestudium zählen als Studienaktivität. Informieren Sie sich auch beim Amt für Ausbildungsförderung. Wichtig ist, dass der Antrag spätestens im April gestellt werden muss, sofern bisher kein Bescheid ergangen ist, der das Sommersemester 2020 erfasst.
BAföG und Aktualisierungsantrag, wenn ein Elternteil akut von der Corona-Pandemie betroffen ist und ein vermindertes Einkommen erzielt
Auszubildende müssen einen Aktualisierungsantrag stellen, auf dem die Eltern die Angaben zu ihrem derzeitigen Einkommen machen und auch unterschreiben müssen. Den Aktualisierungsantrag gibt es unter https://www.bafög.de/de/alle-antragsformulare-432.php (Formblatt 7).
Die jetzige epidemische Lage allein ist kein Urlaubsgrund, da sie alle Studierenden betrifft.
Für weitere Nachfragen zu den Voraussetzungen im Urlaubssemester Leistungen nach dem SGB II zu beziehen, steht die Sozialberatung Ihnen telefonisch zur Verfügung. Sie dürften dann z.B. im Urlaubssemester keinerlei Studienleistungen erbringen.
Für Studierende der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg dagegen gilt:
Aufgrund der seit 17.4. geltenden Corona-Verordnung gibt die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Studierendendie Möglichkeit, sich aufgrund der Pandemie beurlauben zu lassen. Studierende dürfen sich beurlauben lassen, wenn sie an der Uni immatrikuliert sind (§15 ZImmO und §34 Abs 1 Corona-Satzung) und für das Sommersemester trotz Beurlaubung an Lehrveranstaltungen und Prüfungen teilnehmen (§34 Abs. 2 Corona-Satzung)- der Erwerb des Semestertickets ist ausgeschlossen; die Beurlaubungsgebühr beträgt 133 Euro.
Achtung: Wer sich beurlauben lässt, hat keinen Bafög-Anspruch.
Die Anspruchsvoraussetzungen bei Wohngeld bleiben gleich.
Wer aktuell aufgrund von Jobverlust oder ausbleibenden Lohnzahlungen keine Einkünfte hat, ist nicht automatisch berechtigt Wohngeld zu beantragen. Die Grundvoraussetzung einer BAföG-Ablehnung „dem Grunde nach“ und die Prüfung der Deckung der monatlichen Lebenskosten bleibt bestehen.
Nein, Sie haben aktuell nicht pauschal Anspruch auf ALG II-Leistungen. Vollzeitstudierende sind in der Regel von Leistungen nach dem SGB II ausgeschlossen (siehe § 7 Abs. 5 SGB II). Ausnahmen bestehen in nur wenigen Fällen so zum Beispiel:
Im Urlaubssemester aufgrund von Schwangerschaft/Kindererziehung oder bei Beurlaubung wegen eigener Erkrankung/Beeinträchtigung. Wichtig ist, dass in der Beurlaubung aufgrund der genannten Gründe keinerlei Studienaktivitäten erbracht werden, da sonst die ALG II Leistungen gefährdet sind und rückgefordert werden können. Darüber hinaus müssen noch andere Voraussetzungen erfüllt sein. Ob ein Anspruch auf ALG II besteht, können Sie gern telefonisch mit der Sozialberatung erörtern.
Sie können bei der Jobvermittlung des Studierendenwerks nach Jobs suchen. Bitte beachten Sie die aktuelle Verfahrensweise unserer Jobvermittlung unter www.swfr.de/geld/studijob/jobvermittlung
Aktuell gibt es Bereiche, die erhöhten Bedarf an Personal haben. Versuchen Sie sich aktiv dort zu bewerben:
Reinigungsﬁrmen
Erntehelfer/in, hier wurde dieses neue Portal gestartet: www.daslandhilft.de
Eine Ausnahme von dieser Regel sind aktuell nur:
Teilzeitstudierende, also Studierende, die bisher mehr als 20 Stunden pro Woche sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben. Diese Personengruppe kann Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld bekommen.
Studierende, die kein BAföG bekommen können und jetzt ihr Einkommen verloren haben, können Arbeitslosengeld beim Jobcenter beantragen. In der Regel müssen Sie dafür ein Urlaubssemester beantragen. Das ist jetzt nicht so. Das Geld, das Sie vom Jobcenter bekommen, müssen Sie später aber vermutlich zurückbezahlen. Bitte beachten Sie: Sie können kein Geld vom Jobcenter bekommen, wenn Sie mit einem Studentenvisum in Deutschland sind.
Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) ermöglicht zum Teil sehr drastische Maßnahmen, um die Verbreitung von Infektionskrankheiten einzudämmen und deren Behandlung zu erleichtern. Maßnahmen können z.B. Tätigkeitsverbote oder Quarantänemaßnahmen sein. Konkrete behördliche Tätigkeitsverbote oder behördlich angeordnete Quarantänemaßnahmen gegen eine Person, von der im Einzelfall eine Ansteckungsgefahr ausgeht, können einen Entschädigungsanspruch nach dem IfSG auslösen. Achtung: freiwillige Quarantäne löst z.B. keinen Entschädigungsanspruch aus. Nach § 56 Abs. 2 IfSG bemisst sich die Entschädigung nach dem Verdienstausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls gewährt. Vom Beginn der siebten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gewährt, soweit der Verdienstausfall die für die gesetzliche Krankenversicherungspﬂicht maßgebende Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht übersteigt.
Was kann ich noch machen, wenn ich gerade meine Krankenversicherung, Miete, Handyrechnung etc. aufgrund von fehlenden Lohnzahlungen/Jobs gerade nicht zahlen kann?
Was soll ich beachten, wenn ich eine alternative Finanzierung in Erwägung ziehe?
Lassen Sie sich in den „Finanziellen Hilfen“ des Studierendenwerks beraten. Zur Zeit erreichen Sie die Beraterinnen am besten per mail unter sozialberatung(at)swfr.de oder telefonisch unter 0761/2101-233.
Telefon: 0761 2101 326
Alternative finanzielle Hilfe
E-Mail: sozialberatung(at)swfr.de
Telefon: 0761 2101 233
FAQs vom Deutschen Studentenwerk
Unsere Dachorganisation Deutsches Studentenwerk hat alle wichtige Fragen über BAföG, Finanzierung und Mietvertrag mit den Studierendenwerken in Zeiten der Corona-Pandemie mit dieser Datei zusammengefasst.
Infos zu unseren Einrichtungen und Angeboten in Zeiten von Corona findet Ihr hier: