Source: https://www.baurechtsiegen.de/werkvertrag-haftung-des-werkunternehmers-fuer-schaeden/
Timestamp: 2018-05-28 03:06:53
Document Index: 173867015

Matched Legal Cases: ['§ 535', '§ 546', '§ 281', '§ 280', '§ 276', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 280', '§ 281', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 287', '§ 256', '§ 256', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 249', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 633', '§ 645', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 633', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91']

Werkvertrag – Haftung des Werkunternehmers für Schäden - Baurecht Siegen-Kreuztal
Haftung des Werkunternehmers für Schäden die bei der Erbringung der Werkleistung verursacht wurden
AG Brandenburg, Urteil vom 11.05.2017
Aktenzeichen: 31 C 354/15
1. Die Beklagte wird verurteilt, die Klägerin von Schadenersatzforderungen des Eigentümers der Immobilie „Straße… in … B…“ in Bezug auf bis zu 20 Stück Bohrlöcher in historischen Wand-Fliesen in den von der Klägerin angemieteten Gewerberäumen im Erdgeschoss freizustellen.
Der Eigentümer der Gewerberäume kann grundsätzlich von der Klägerin als Mieterin dieser Räume hier Schadenersatz in Höhe der erforderlichen Kosten für die Reparatur dieser historischen Wand-Fliesen verlangen (§ 535 Abs. 1, § 546 Abs. 1, § 281 Abs. 1 und § 280 Abs. 1 BGB). Die Klägerin muss somit als Mieterin nachweisen, dass ein Vertretenmüssen ihrerseits im Sinne von § 276 BGB nicht vorliegt. Wenn nämlich ein Schaden beim Mietgebrauch entstanden ist und Ursachen, die in den Obhuts- und Verantwortungsbereich des Vermieters fallen, ausgeräumt sind – so wie hier unstreitig der Fall –, trägt nach gefestigter Rechtsprechung (BGH, Urteil vom 29.06.2011, Az.: VIII ZR 349/10, u.a. in: NJW 2011, Seite 2717 f.; BGH, Urteil vom 27.01.2010, Az.: IV ZR 129/09, u.a. in: NJW-RR 2010, Seite 691 f.; BGH, Urteil vom 26. November 1997, Az.: XII ZR 28/96, u.a. in: NJW 1998, Seite 594 f.; BGH, Urteil vom 19.10.1995, Az.: IX ZR 82/94, u.a. in: NJW 1996, Seite 321 ff.; BGH, Urteil vom 18.05.1994, Az.: XII ZR 188/92, u.a. in: NJW 1994, 2019 ff.; BGH, NJW 1992, 683; BGH, NJW 1976, 1315; KG Berlin, Beschluss vom 31.05.2010, Az.: 12 U 147/09, u.a. in: MDR 2010, Seite 1109 f.; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 24.02.2017, Az.: 31 C 179/14, u.a. in: IMR 2017, 191 = BeckRS 2017, Nr.: 102388 = IBRS 2017, Nr.: 0847 = „juris“; AG Bremen, Urteil vom 27.07.2016, Az.: 17 C 68/15, u.a. in: WuM 2016, Seite 685 ff.) die Klägerin als Mieterin die Beweislast dafür, dass sie den Schadenseintritt dessen ungeachtet nicht zu vertreten hat.
In der Mietpraxis zählt grundsätzlich das Anbringen einer den „üblichen Rahmen“ übersteigenden Anzahl an Dübel-Löchern in Wänden und Decken der Mieträume nur dann als Pflichtverletzung, wenn diese Bohrungen in einem ungewöhnlichen Ausmaß oder aber erkennbar ohne Rücksicht auf berechtigte Belange des Vermieters/Hauseigentümers durchgeführt wurden, da vom Grundsatz her das Bohren von Dübellöchern – sei es in Wände und in Decken – vom vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache in der Regel mit umfasst ist (BGH, Urteil vom 20.01.1993, Az.: VIII ZR 10/92, u.a. in: NJW 1993, Seite 1061 ff.; OLG Düsseldorf, Urteil vom 16.02.2016, Az.: I-24 U 63/15, u.a. in: ZMR 2016, Seite 440 f.; LG Berlin, Urteil vom 20.12.2013, Az.: 63 S 216/13, u.a. in: Grundeigentum 2014, Seite 253 f.; LG Berlin, Urteil vom 26.02.2013, Az.: 63 S 199/12, u.a. in: Grundeigentum 2013, Seite 1005; LG Berlin, Urteil vom 10.01.2002, Az.: 61 S 124/01, u.a. in: Grundeigentum 2002, Seite 261; LG Münster, Urteil vom 22.10.1999, Az.: 3 S 97/98, u.a. in: WuM 1999, Seite 720; AG Neunkirchen, Urteil vom 08.12.2015, Az.: 13 C 864/14 (06), u.a. in: „juris“; AG Pankow-Weißensee, Urteil vom 24.09.2014, Az.: 7 C 135/14, u.a. in: Grundeigentum 2014, Seite 1533 f.; AG Köpenick, Urteil vom 05.10.2012, Az.: 4 C 64/12, u.a. in: Grundeigentum 2012, Seite 1639).
Insofern geht das Gericht zwar in der Regel bei Mietrechtsverfahren auch davon aus, dass die Anbringung von Regalen/Wandmodulen mittels Wand-Dübel in derartigen Läden durchaus noch zum gewöhnlichen Mietgebrauch gehört (AG Wiesbaden, Urteil vom 22.04.2013, Az.: 91 C 5829/11, u.a. in: „juris“; AG Rheinbach, Urteil vom 07.04.2005, Az.: 3 C 199/04, u.a. in: NZM 2005, Seite 822 f.).
Da es sich vorliegend hinsichtlich der historischen (und denkmalgeschützten) Wand-Fliesen um Schadensersatzansprüche wegen einer Pflichtverletzung handelt, wäre gemäß § 280 BGB auch eine vorherige Fristsetzung des Vermieters gegenüber der Klägerin als Mieterin zur Leistung gemäß § 281 Abs. 1 BGB grundsätzlich nicht erforderlich (BGH, Urteil vom 12.05.2004, Az.: XII ZR 223/01, u.a. in: NZM 2004, Seite 583 f.; BGH, WuM 1997, Seite 217 f.; BGH, NJW-RR 1992, Seite 1226 ff.; BGH, NJW 1991, Seite 2416 ff.; KG Berlin, NJW-RR 2007, Seite 1602 f.; KG Berlin, WuM 2007, Seite 71 f.; LG Dessau-Roßlau, Urteil vom 29.09.2016, Az.: 5 S 177/15, u.a. in: „juris“; LG Heidelberg, Urteil vom 24.06.2013, Az.: 5 S 52/12, u.a. in: ZMR 2014, Seite 41 ff.; LG Berlin, Grundeigentum 1998, Seite 1213; LG Saarbrücken, WuM 1999, Seite 547; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 24.02.2017, Az.: 31 C 179/14, u.a. in: IMR 2017, 191 = BeckRS 2017, Nr.: 102388 = IBRS 2017, Nr.: 0847 = „juris“; AG Halle/Saale, Urteil vom 24.02.2011, Az.: 93 C 3977/09).
Der Hauseigentümer/Vermieter wäre zwar auch zu einer konkreten Darlegung verpflichtet und müsste zumindest einen spezifizierten Kostenvoranschlag oder eine entsprechende Rechnung dem geltend gemachten Ersatzanspruch zugrunde legen, welche zumindest hinreichend genug ein Aufmaß bzw. die Massen enthalten muss (OLG Brandenburg, Urteil vom 15.12.2010, Az.: 3 U 58/10, u.a. in: „juris“; KG Berlin, KG-Report 2002, Seite 96 f. = Grundeigentum 2001, Seite 1402 f.; LG Berlin, MM 2005, Seite 146; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 24.02.2017, Az.: 31 C 179/14, u.a. in: IMR 2017, 191 = BeckRS 2017, Nr.: 102388 = IBRS 2017, Nr.: 0847 = „juris“).
Dem genügt aber das von der Klägerseite hier eingereichte Kostenangebot der Firma W… GmbH vom 04.07.2014 – Anlage K 6 (Blatt 14 bis 15 der Akte) –, welches den Umfang der Restaurierung der historischen Fliesen ausreichend genau bezeichnet. Der dem Vermieter bzw. Eigentümer des Hauses als Schadenersatz insofern bezüglich dieser Bohrlöcher ggf. zustehende Geldbetrag könnte das erkennende Gericht diesbezüglich im Übrigen wohl nunmehr auch gemäß § 287 ZPO auf dieser Grundlage schätzen (OLG Düsseldorf, NJW-RR 2004, Seite 300; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 24.02.2017, Az.: 31 C 179/14, u.a. in: IMR 2017, 191 = BeckRS 2017, Nr.: 102388 = IBRS 2017, Nr.: 0847 = „juris“; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 21.02.2005, Az.: 32 C 137/04, u.a. in: Grundeigentum 2005, Seite 1555 ff. = BeckRS 2005, Nr. 30996294), wenn der konkrete Umfang des Schadens – d.h. insbesondere die konkrete Anzahl der Bohrlöcher – unstreitig wäre.
Gegenstand einer Feststellungsklage kann im Übrigen unter anderem das Bestehen eines Rechtsverhältnisses sein. Rechtsverhältnis im Sinne des § 256 ZPO ist die aus dem vorgetragenen Rechtsverhältnis abgeleitete rechtliche Beziehung einer Person zu einer anderen. Feststellungsfähig sind grundsätzlich subjektive Rechte aller Art. Auch Ansprüche als einzelne Folgen von Rechtsbeziehungen begründen Rechtsverhältnisse im Sinne des § 256 ZPO und können folglich Gegenstand von Feststellungsklagen sein (BGH, Urteil vom 03.05.1983, Az.: VI ZR 79/80, u.a. in: NJW 1984, Seite 1556 f.; OLG Hamm, Urteil vom 04.05.2016, Az.: I-12 U 101/15, u.a. in: ZMR 2017, Seite 351 ff.).
Für die Feststellung der Pflicht zum Ersatz noch nicht entstandener Schäden in Schadensersatzprozessen fordert der Bundesgerichtshof, dass nach der Erfahrung des Lebens und dem gewöhnlichen Lauf der Dinge eine gewisse Wahrscheinlichkeit für die Entstehung weiterer in der Zukunft liegender Ersatzansprüche spricht. Allerdings stellt der Bundesgerichtshof an diese Wahrscheinlichkeit teils nur geringe Anforderungen. So soll ein Feststellungsinteresse nur zu verneinen sein, wenn aus der Sicht des Geschädigten bei verständiger Würdigung kein Grund gegeben ist, mit dem Eintritt eines Schadens wenigstens zu rechnen (BGH, Beschluss vom 09.01.2007, Az.: VI ZR 133/06, u.a. in: NJW-RR 2007, Seite 601 f.; BGH, Urteil vom 20.03.2001, Az.: VI ZR 325/99, u.a. in: NJW 2001, Seite 3414 f.; OLG Hamm, Urteil vom 04.05.2016, Az.: I-12 U 101/15, u.a. in: ZMR 2017, Seite 351 ff.).
Nach diesen Grundsätzen besteht hier ein Feststellungsinteresse der Klägerin (OLG Hamm, Urteil vom 04.05.2016, Az.: I-12 U 101/15, u.a. in: ZMR 2017, Seite 351 ff.). Diese begehrt die Feststellung von Schadensersatzansprüchen, die als einzelne Folgen der vertraglichen Rechtsbeziehung der Parteien auf der Grundlage des zwischen ihnen vereinbarten Vertrages Gegenstand einer Feststellungsklage sein können. Das erforderliche Feststellungsinteresse setzt auch nicht voraus, dass die Gefährdung im zeitlichen Zusammenhang mit der Klage eingetreten ist, sie muss lediglich (noch) gegenwärtig sein. Die erforderliche Gefährdung der Ansprüche liegt darin, dass die Beklagte das Recht der Klägerin ernstlich bestreitet. Ein Feststellungsurteil ist geeignet, diese Gefahr zu beseitigen (OLG Hamm, Urteil vom 04.05.2016, Az.: I-12 U 101/15, u.a. in: ZMR 2017, Seite 351 ff.).
Nach gefestigter höchstrichterlicher Rechtsprechung, der beizutreten ist, steht insofern auch einem Mieter anerkanntermaßen ein Freistellungsanspruch zu und zwar ein solcher, gerichtet auf Ersatz des vom Hauseigentümer/Vermieter begehrten Schadens, der sich inhaltlich hier nach den Kosten einer dem Denkmalschutz gerecht werdenden Reparatur dieser Fliesen bemisst (BGH, Urteil vom 28.04.1994, Az.: VII ZR 73/93, u.a. in: NJW 1994, Seite 2231 f.; BGH, Urteil vom 05.11.1991, Az.: VI ZR 145/91, u.a. in: NJW 1992, Seite 553 f.; BGH, NJW-RR 1991, Seite 280; BGH, Urteil vom 05.04.1990, Az.: III ZR 213/88, u.a. in: NJW-RR 1990, Seite 1303 ff.; BGH, WM 1976, Seite 1133; OLG Hamm, Urteil vom 04.05.2016, Az.: I-12 U 101/15, u.a. in: ZMR 2017, Seite 351 ff.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 15.08.2014, Az.: 4 U 223/13, u.a. in: ZMR 2015, Seite 16 ff.; OLG Karlsruhe, Urteil vom 29.11.2013, Az.: 1 U 27/13, u.a. in: ZMR 2014, Seite 582 f.).
Auflagen des Denkmalschutzes müssen nämlich auch bei der Ermittlung des im Sinne von § 249 BGB erforderlichen Aufwandes mit Berücksichtigung finden (BGH, Urteil vom 05.04.1990, Az.: III ZR 213/88, u.a. in: NJW-RR 1990, Seite 1303 ff.; BGH, Urteil vom 19.04.1977, Az.: VI ZR 34/75, u.a. in: VersR 1977, Seite 743).
Nach ständiger Rechtsprechung (BGH, Urteil vom 07.11.1985, Az.: VII ZR 270/83, u.a. in: NJW 1986, Seite 922 ff.; OLG Koblenz, Urteil vom 26.11.1997, Az.: 7 U 681/97, u.a. in: NJW-RR 1998, Seite 374; OLG Bamberg, Urteil vom 04.04.1986, Az.: 1 U 224/85, u.a. in: BauR 1987, Seite 211 f.) ist eine mangelhafte Erbrachte Werkleistung für sich allein zwar noch keine Eigentumsverletzung. Ein Unternehmer, der eine mangelhafte Werkleistung erbringt, haftet aber dann dem Auftraggeber bzw. Gebäudeeigentümer gegenüber wegen Verletzung des Eigentums an dem Haus (§ 823 Abs. 1 BGB), wenn durch seine Arbeiten vorher unversehrte Teile des Hauses beschädigt wurden (BGH, Urteil vom 07.11.1985, Az.: VII ZR 270/83, u.a. in: NJW 1986, Seite 922 ff.; OLG Koblenz, Urteil vom 26.11.1997, Az.: 7 U 681/97, u.a. in: NJW-RR 1998, Seite 374).
Aber auch für die Kosten einer erneuten Anbringung der Regale/Wandmodule müsste hier dem Grunde nach wohl die Beklagten gegenüber der Klägerin im Rahmen der Gewährleistungsansprüche aufkommen (BGH, Urteil vom 07.11.1985, Az.: VII ZR 270/83, u.a. in: NJW 1986, Seite 922 ff.; OLG Koblenz, Urteil vom 26.11.1997, Az.: 7 U 681/97, u.a. in: NJW-RR 1998, Seite 374).
Nach der herrschenden Rechtsprechung ist ein Unternehmer dann nicht für den Mangel seines Werks verantwortlich, wenn dieser auf verbindliche Vorgaben des Bestellers oder von diesem gelieferte Stoffe oder Bauteile oder Vorleistungen anderer Unternehmer zurückzuführen ist und der Unternehmer seine Prüfungs- und Hinweispflicht erfüllt hat (BGH, Urteil vom 08.11.2007, Az.: VII ZR 183/05, u.a. in: NZBau 2008, Seite 109 ff.; BGH, Urteil vom 12.05.2005, Az.: VII ZR 45/04, u.a. in: NZBau 2005, Seite 456; BGH, Urteil vom 23.10.1986, Az.: VII ZR 48/85, u.a. in: BauR 1987, Seite 79 f.; BGH, Urteil vom 11.04.1957, Az.: VII ZR 308/56, u.a. in: LM BGB § 633 Nr. 3; OLG Saarbrücken, Urteil vom 17.12.2015, Az.: 4 U 140/14, u.a. in: NJW 2016, Seite 3186 ff.).
In den genannten Fällen von verbindlichen Vorgaben und Vorleistungen ist die Eigenverantwortung des Unternehmers für die Herstellung des Werkes eingeschränkt und deshalb die verschuldensunabhängige Mängelhaftung des Unternehmers nicht uneingeschränkt interessengerecht. Hat der Unternehmer seine weiteren, auf die ordnungsgemäße Vertragserfüllung gerichteten Pflichten erfüllt, entspräche sie auch nicht der Risikozuordnung des Gesetzes, wie sie in § 645 BGB zum Ausdruck kommt. Es ist deshalb nach Treu und Glauben geboten, den Unternehmer unter der Voraussetzung aus der Mängelhaftung zu entlassen, dass er seine ebenfalls auf die ordnungsgemäße Vertragserfüllung gerichtete Pflicht erfüllt hat, den Besteller/Auftraggeber auf die Bedenken hinzuweisen, die ihm – dem Unternehmer – bei der gebotenen Prüfung gegen die Geeignetheit der (verbindlichen) Vorgaben, der gelieferten Stoffe oder Bauteile oder der Vorleistung anderer Unternehmer gekommen sind oder bei ordnungsgemäßer Prüfung hätten kommen müssen. Die Erfüllung dieser Prüfungs- und Hinweispflicht ist ein Tatbestand, der den Unternehmer von der Haftung befreien kann (BGH, Urteil vom 08.11.2007, Az.: VII ZR 183/05, u.a. in: NZBau 2008, Seite 109 ff.; OLG Saarbrücken, Urteil vom 17.12.2015, Az.: 4 U 140/14, u.a. in: NJW 2016, Seite 3186 ff.).
Der Auftragnehmer/Unternehmer haftet somit nur dann nicht, wenn er die ihm obliegende Mitteilung gegenüber dem Besteller/Auftraggeber auch gemacht hat. Der Unternehmer/Auftragnehmer haftet demnach trotz eines Mangels seiner Leistung nur dann nicht, wenn er Bedenken gegen die vorgesehene Art der Ausführung (auch wegen der Sicherung gegen Unfallgefahren), gegen die Güte der vom Auftraggeber gelieferten Stoffe oder Bauteile oder gegen die Leistungen anderer Unternehmer unverzüglich – möglichst schon vor Beginn der Arbeiten – dem Besteller/Auftraggeber gegenüber (ggf. sogar schriftlich) mitgeteilt hat. Diese Regel ist eine Konkretisierung von Treu und Glauben (§ 242 BGB), die im Grundsatz auch für jeden Werk-(Bau-)vertrag gelten (BGH, Urteil vom 08.11.2007, Az.: VII ZR 183/05, u.a. in: NZBau 2008, Seite 109 ff.; BGH, Urteil vom 23.101986, Az.: VII ZR 267/85, u.a. in: BauR 1987, Seite 86 f.; BGH, Urteil vom 23.06.1960, Az.: VII ZR 71/59, u.a. in: NJW 1960, Seite 1813; BGH, Urteil vom 11.04.1957, Az.: VII ZR 308/56, u.a. in: LM BGB § 633 Nr. 3; OLG Saarbrücken, Urteil vom 17.12.2015, Az.: 4 U 140/14, u.a. in: NJW 2016, Seite 3186 ff.).
Dies gilt auch für Verträge, die seit dem 01. Januar 2002 geschlossen worden sind und auf die das mit dem Gesetz zur Modernisierung des Schuldrechts geänderte Werkvertragsrecht anwendbar ist (BGH, Urteil vom 08.11.2007, Az.: VII ZR 183/05, u.a. in: NZBau 2008, Seite 109 ff.).
Grundsätzlich haftet ein Unternehmer/Auftragnehmer somit auch dann, wenn die von ihm hergestellte Leistung mangelhaft ist und die Mangelursache (auch) im Verantwortungsbereich des Auftraggebers/Bestellers liegt (OLG Saarbrücken, Urteil vom 17.12.2015, Az.: 4 U 140/14, u.a. in: NJW 2016, Seite 3186 ff.).
Der Rahmen der Prüfungs- und Hinweispflicht und ihre Grenzen ergeben sich hierbei aus dem Grundsatz der Zumutbarkeit, wie sie sich nach den besonderen Umständen des Einzelfalls darstellt (BGH, Urteil vom 08.11.2007, Az.: VII ZR 183/05, u.a. in: NZBau 2008, Seite 109 ff.; BGH, Urteil vom 23.10.1986, Az.: VII ZR 48/85, u.a. in: BauR 1987, Seite 79 f.). Was hiernach zu fordern ist, bestimmt sich in erster Linie durch das vom Unternehmer/Auftragnehmer zu erwartende Fachwissen und durch alle Umstände, die für den Unternehmer bei hinreichend sorgfältiger Prüfung als bedeutsam erkennbar sind (BGH, Urteil vom 08.11.2007, Az.: VII ZR 183/05, u.a. in: NZBau 2008, Seite 109 ff.; BGH, Urteil vom 12.12.2001, Az.: X ZR 192/00, u.a. in: BauR 2002, Seite 945 f.; BGH, Urteil vom 23.10.1986, Az.: VII ZR 48/85, u.a. in: BauR 1987, Seite 79 f.; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 04.01.1989, Az.: 17 U 139/87, u.a. in: NJW 1989, Seite 233 f.).
Steht die Arbeit eines Werkunternehmers in engem Zusammenhang mit der Vorarbeit eines anderen Unternehmers oder ist sie aufgrund dessen Planung auszuführen, muss er prüfen und gegebenenfalls auch geeignete Erkundigungen einziehen, ob diese Vorarbeiten, Stoffe oder Bauteile (wie hier die Holzständerwand/Lattenkonstruktion) eine geeignete Grundlage für sein Werk bieten und keine Eigenschaften besitzen, die den Erfolg seiner Arbeit in Frage stellen können (BGH, Urteil vom 08.11.2007, Az.: VII ZR 183/05, u.a. in: NZBau 2008, Seite 109 ff.; BGH, Urteil vom 23.10.1986, Az.: VII ZR 48/85, u.a. in: BauR 1987, Seite 79).
Auch wenn der Unternehmer/Auftragnehmer den Besteller/Auftraggeber darauf hingewiesen hat, dass bestimmte Voraussetzungen für sein Werk vorliegen müssen, muss er sich grundsätzlich vor Ausführung seines Werkes vergewissern, ob diese Voraussetzungen auch tatsächlich eingehalten worden sind. Der Unternehmer/Auftragnehmer muss dies im Rahmen des ihm Zumutbaren selbständig prüfen (BGH, Urteil vom 08.11.2007, Az.: VII ZR 183/05, u.a. in: NZBau 2008, Seite 109 ff.; BGH, Urteil vom 14.09.1999, Az.: X ZR 89/97, u.a. in: NZBau 2000, Seite 196; OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 04.01.1989, Az.: 17 U 139/87, u.a. in: NJW 1989, Seite 233 f.).
Der Unternehme/Auftragnehmer wird aus dieser Haftung in der Regel nur entlassen, wenn er trotz Einhaltung seiner Prüfpflichten tatsächlich nicht erkennen konnte, dass die ihm für die Herstellung seines Werks von dem Auftraggeber/Besteller gemachten Vorgaben nicht geeignet sind, die vereinbarte oder nach dem Vertrag vorausgesetzte Funktion zu erfüllen. Es kommt dabei auf das von dem Unternehmer/Auftragnehmer zu erwartende Fachwissen, die sonstigen Umstände der Vorgaben und Vorleistungen und die Möglichkeiten zur Untersuchung an (OLG Saarbrücken, Urteil vom 17.12.2015, Az.: 4 U 140/14, u.a. in: NJW 2016, Seite 3186 ff.).
Für diesen Haftungsbefreiungstatbestand trägt jedoch der Unternehmer als Auftragnehmer die Darlegungs- und Beweislast (OLG Saarbrücken, Urteil vom 17.12.2015, Az.: 4 U 140/14, u.a. in: NJW 2016, Seite 3186 ff.). Nachdem hier nämlich entsprechend obigen Darlegungen festzustellen ist, dass von Seiten der Beklagten unterlassene Feststellungen zu den örtlichen Gegebenheiten hinter der Holzständerwand/Lattenkonstruktion durch nicht ausreichende Prüfung der Örtlichkeiten sowie mangelnde Abklärung dazu geführt haben, dass den Mitarbeitern der Beklagten die dahinter befindlichen historischen (denkmalgeschützten) Wand-Fliesen und damit die Gefahr der Beschädigung dieser Fliesen durch Bohrlöchern nicht bekannt waren und dadurch Schutzmaßnahmen zur Verhinderung des Schadens nicht erfolgten, ist der Anscheinsbeweis dafür, dass der Schaden durch einen der Beklagten zuzurechnenden Organisationsmangel verursacht worden ist, erbracht. Dieser Anscheinsbeweis führt entsprechend obigen Erwägungen zu einer Umkehrung der Darlegungs- und Beweislast (Reichsgericht, Urteil vom 06.01.1939, Az.: III 26/38, u.a. in: RGZ Band 159, Seite 283 ff.; LG München I, Urteil vom 20.12.1996, Az.: 20 O 22457/93, u.a. in: IBRRS 2004, Nr.: 0024).
Bei einem Unternehmen wie der hiesigen Beklagten werden die zur Herstellung des von ihr angebotenen Werkes erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fertigkeiten aber grundsätzlich vorausgesetzt. Das Unternehmen der Beklagtenfirma muss für das dazu nötige Wissen und Können einstehen. Die Spezialkenntnisse der jeweiligen Fachplaner muss die Beklagte zwar in der Regel nicht haben. Die Beklagte durfte sich aber auf die Planung der Klägerin nicht verlassen, wenn ggf. Lücken und Mängel erkennbar waren. Vorgaben der Klägerin als Auftraggeberin haben die Beklagte als Auftragnehmerin also nicht von einer eigenen Prüfung entbunden. Dabei mussten die Mitarbeiter der Beklagten die Prüfmethoden anwenden, die üblicherweise und nach den anerkannten Regeln der Technik verwendet werden, auch wenn die Beklagte einen Sachverständigen grundsätzlich nicht hinzuziehen musste und auch keine technischen Versuche unternehmen musste, soweit diese nicht nach der Verkehrssitte oder den anerkannten Regeln der Technik geboten waren (OLG Saarbrücken, Urteil vom 17.12.2015, Az.: 4 U 140/14, u.a. in: NJW 2016, Seite 3186 ff.).
Sind den Mitarbeitern der Beklagten die Verhältnisse hinter der Holzständerwand/Lattenkonstruktion nicht bekannt, hätten sie sich über sie vergewissern und gegebenenfalls für eine sachgerechte Information durch andere Beteiligte – etwa der Klägerin – sorgen müssen (BGH, Urteil vom 04.03.1971, Az.: VII ZR 204/69, u.a. in: WM 1971, Seite 682 ff. = BauR 1971, Seite 265 ff.; BGH, Urteil vom 02.10.1969, Az.: VII ZR 109/67, u.a. in: Rspr. BauZ 3.01 – Blatt 421 = FHZivR 16, Nr. 786 OLG Karlsruhe, Urteil vom 27.02.2002, Az.: 7 U 134/00, u.a. in: BauR 2002, Seite 1884 ff.).
Daraus folgt, dass die Mitarbeiter der Beklagten ihre oben dargelegte Verpflichtung zur Überprüfung der örtlichen Gegebenheiten schuldhaft verletzt haben (LG München I, Urteil vom 20.12.1996, Az.: 20 O 22457/93, u.a. in: IBRRS 2004, Nr.: 0024). Es kommt nämlich hier auch auf die im Verkehr verlangten Fähigkeiten und Kenntnisse eines derartigen Unternehmens an (OLG Bamberg, Urteil vom 04.04.2005, Az.: 4 U 95/04, u.a. in: NJW-RR 2006, Seite 742 ff.).
Dementsprechend wird in den einschlägigen Verkehrskreisen insbesondere aber auch erwartet, dass ein Unternehmer mit sämtlichen Aufgaben, die er vertraglich übernommen hat, ausreichend vertraut oder jedenfalls in der Lage ist, sich in die anstehenden Problemlösungen einzuarbeiten. Nach diesem Maßstab hat sich die Beklagte aber hier schon deshalb nicht entlastet, weil sie ein in der Vorgehensweise ihrer Mitarbeiter liegendes Übernahmeverschulden nicht ausgeräumt hat (OLG Bamberg, Urteil vom 04.04.2005, Az.: 4 U 95/04, u.a. in: NJW-RR 2006, Seite 742 ff., LG München I, Urteil vom 20.12.1996, Az.: 20 O 22457/93, u.a. in: IBRRS 2004, Nr.: 0024).
Danach waren die Mitarbeiter der Beklagten – d.h. die Zeugen B… S… und R… – hier aber verpflichtet, auf für sie als Mitarbeiter eines Fachunternehmens erkennbare Schwierigkeiten bei der Anbringung der Regale/Wandmodule die Klägerin hinzuweisen. Die Mitarbeiter der Beklagten waren also verpflichtet, sich darüber zu informieren, ob die Holzständerwand/Lattenkonstruktion diese Regale/Wandmodule tragen/halten kann und ob sich hinter dieser Holzständerwand/Lattenkonstruktion evtl. gefährdete Teile/Leitungen/Fliesen befinden. Sie konnte sich also nicht darauf verlassen, dass sich hinter der Holzständerwand/Lattenkonstruktion keine gefährdeten (denkmalgeschützten) Fliesen befinden. Vielmehr musste sie sich vergewissern, ob und wenn „ja“ was direkt hinter der Holzständerwand/Lattenkonstruktion sich befand. Denn nur dann konnte sie gewährleisten, dass auch die im Rahmen ihrer zu erbringenden Leistung keine hinter der Holzständerwand befindlichen Fliesen (bzw. Gas-, Wasser- oder Stromleitungen) beschädigt wurden. Bedenken, die ihnen aufgrund der eigenen, zumutbaren Feststellungen hätten kommen müssen, hätten die Mitarbeiter der Beklagten der Klägerin somit schon vor Beginn der Bohrarbeiten mitteilen müssen (BGH, Urteil vom 08.11.2007, Az.: VII ZR 183/05, u.a. in: NZBau 2008, Seite 109 ff.).
Der Klägerin ist hier auch nicht eine Schadens-Mit-Verantwortung zuzuweisen. Eine eingeschränkte Haftung des Beklagten wegen eines Mitverschuldens der Klägerin kommt schon deshalb nicht in Betracht, weil sich die Mitarbeiter der Beklagte bei der Ausführung der Bohrungen insofern nicht an Vorgaben der Klägerin zur Art und Weise – insbesondere der Tiefe – der Bohrung orientiert haben, solche damit auch nicht ursächlich für die fehlerhaften Bohrungen waren. Nach dem eigenen Vorbringen der Beklagtenseite soll die Klägerin den Mitarbeitern der Beklagten nämlich überhaupt keine Informationen über die örtlichen Verhältnisse und Gegebenheiten hinter der Holzständerwand/Lattenkonstruktion zur Verfügung gestellt haben (OLG Karlsruhe, Urteil vom 27.02.2002, Az.: 7 U 134/00, u.a. in: BauR 2002, Seite 1884 ff.).
Hier stehen somit gerade nicht etwaig falsche Vorgaben der Klägerin über die örtlichen Gegebenheiten und Rahmenbedingungen im Raum. Nur wenn die Klägerin somit unzutreffende Angaben gemacht und es deshalb zu den Schäden gekommen wäre, würde die Klägerin als Auftraggeberin für einen daraus entstehenden Schaden eine Mithaftung wegen Verschuldens gegen sich selbst treffen (BGH, Urteil vom 15.05.2013, Az.: VII ZR 257/11, u.a. in: NJW 2013, Seite 2268 ff.).
Insofern hätte die Klägerin auf Nachfrage der Mitarbeiter der Beklagten diese wohl auf die historischen (denkmalgeschützten) Fliesen direkt hinter der Holzständerwand/Lattenkonstruktion aufmerksam machen müssen (BGH, Urteil vom 18.04.2002, Az.: VII ZR 70/01, u.a. in: NJW-RR 2002, Seite 1175 f.; BGH, Urteil vom 23.10.1986, Az.: VII ZR 267/85, u.a. in: NJW 1987, Seite 644 f.; BGH, Urteil vom 22.03.1984, Az.: VII ZR 50/82, u.a. in: NJW 1984, Seite 1676 ff.; OLG Koblenz, Urteil vom 03.11.2005, Az.: 5 U 450/05, u.a. in: OLG-Report 2006, Seite 153 f.; OLG Frankfurt/Main, BauR 2004, Seite 1669; OLG Karlsruhe, BauR 2002, Seite 1884 f.). Jedoch haben die Mitarbeiter der Beklagten hier unstreitig gerade nicht bei der Klägerin nachgefragt, ob sich hinter der Holzständerwand ggf. gefährdete Teile (wie Gas-, Wasser- und Stromleitungen oder aber eben historische Fliesen) befinden, obwohl sie hierzu verpflichtet gewesen wären.
Die Kosten bezüglich des vorprozessual von der Klägerin eingeholten Kostenangebots der Firma W… GmbH und die Kosten der Demontage und Montage der Wandpaneele sind hier im Übrigen als „notwendige“ Kosten anzusehen (BGH, Beschluss vom 25.10.2016, Az.: VI ZB 8/16, u.a. in: BeckRS 2016, Nr.: 20743 = „juris BGH, Beschluss vom 18.11.2008, Az.: VI ZB 24/08, u.a. in: MDR 2009, Seite 231; BGH, Beschluss vom 14.10.2008, Az.: VI ZB 16/08, u.a. in: NJW-RR 2009, Seite 422 f.; BGH, VersR 2008, Seite 801; BGH, NJW 2003, Seite 1398; OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 13.05.2016, Az.: 18 W 74/16, u.a. in: BeckRS 2016, Nr.: 14510; OLG Köln, Beschluss vom 20.4.2016, Az.: 17 W 26/15, u.a. in: NJW-RR 2016, Seite 1275 f.; OLG Bremen, Beschluss vom 12.06.2015, Az.: 2 W 32/15, u.a. in: BeckRS 2016, Nr.: 1455, OLG Karlsruhe, VersR 2004, Seite 931 f.; OLG Köln, VersR 2004, Seite 803).
Die Frage der Notwendigkeit dieser Kosten beantwortet sich nämlich nach der Sachlage im Zeitpunkt der kostenauslösenden Beauftragung (sog. „ex ante“-Betrachtung), weshalb es in der Regel auch keine Rolle spielt, ob das erstellte Kostenangebot und die hierfür erforderlichen Kosten der Demontage und Montage der Wandpaneele den Gerichtsprozess dann tatsächlich gefördert haben (BGH, Beschluss vom 26.02.2013, Az.: VI ZB 59/12, u.a. in: NJW 2013, Seite 1823 f.). Diese Maßnahmen waren in dieser Sache aber „ex ante“ notwendig, da die Klägerin den Umfang des Schadens nicht anders hätte ermitteln können. Auch hat die Klägerin der Beklagten ein vorwerfbare Handlung nachgewiesen und hat die Kostenschätzung der Firma W… GmbH letztlich bei der Entscheidungsfindung des Gerichts auch eine Rolle gespielt, so dass einer Erstattungsfähigkeit dieser Kosten in Höhe von insgesamt 110,00 Euro netto wohl auch aus den §§ 91 und 96 ZPO herzuleitende Rechtsgedanken abzuleiten wäre. Insofern sind die hierfür entstandenen Kosten in Höhe von 110,00 Euro netto vorliegend auch zu erstatten.
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