Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202018,%20445
Timestamp: 2019-04-25 22:50:57
Document Index: 305876753

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 117', '§ 574', '§ 574', 'Art. 2', 'Art. 103', '§ 61', '§ 20', '§ 22', '§ 61', '§ 20', '§ 61', '§ 20', 'BGH', '§ 20', 'BGH', '§ 20']

BGH, 10.01.2018 - XII ZB 451/17 - dejure.org
§ 117 Abs. 1 Satz 4 FamFG, §§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 522 Abs. 1 Satz 4 ZPO, § 574 Abs. 2 ZPO, Art. 2 Abs. 1 GG, Art. 103 Abs. 1 GG, § 61 Abs. 1 FamFG, § 20 JVEG, § 22 JVEG
§ 61 Abs 1 FamFG, § 20 JVEG
FamFG § 61 Abs. 1 ; JVEG § 20
Zeitaufwand des Auskunftspflichtigen ist nicht nach berufstypischen Stundensätzen zu bewerten
Familienrecht - Ehegattenunterhalt - Bewertung des für die Erteilung einer Auskunft aufzuwendenden Zeitaufwands
AG Aachen, 21.02.2017 - 222 F 226/16
MDR 2018, 357
FamRZ 2018, 445
BGH, 21.11.2018 - XII ZB 351/18
Wert des Beschwerdegegenstands bei einer Verpflichtung zur Auskunftserteilung
Zum Wert des Beschwerdegegenstands bei einer Verpflichtung zur Auskunftserteilung (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 10. Januar 2018 - XII ZB 451/17 - FamRZ 2018, 445).
Die entsprechenden Ausführungen des Beschwerdegerichts sind rechtlich auch nicht zu beanstanden (vgl. Senatsbeschluss vom 10. Januar 2018 - XII ZB 451/17 - FamRZ 2018, 445 Rn. 5 ff. mwN).
Dieses Verfahrensgrundrecht verbietet es den Gerichten, den Beteiligten den Zugang zu einer in der Verfahrensordnung eingeräumten Instanz in unzumutbarer, aus Sachgründen nicht mehr zu rechtfertigender Weise zu erschweren (Senatsbeschluss vom 10. Januar 2018 - XII ZB 451/17 - FamRZ 2018, 445 Rn. 4 mwN).
a) Die Begründung des Oberlandesgerichts, wonach die Erwachsenheitssumme nicht erreicht sei, weil bei einer Verpflichtung zur Auskunft auf den Zeitaufwand für die Erfüllung des Anspruchs abzustellen sei, den man auf der Grundlage eines Stundensatzes von 3, 50 EUR nach § 20 JVEG zu ermitteln habe, bewegt sich im Rahmen der Rechtsprechung des Senats (vgl. Senatsbeschluss vom 10. Januar 2018 - XII ZB 451/17 - FamRZ 2018, 445 Rn. 5 mwN).
Auch in Zusammenschau mit einem ggf. zeitlichen Aufwand lässt sich nicht hinreichend feststellen, dass der Beschwerdewert erreicht wird, zumal zur Bewertung des aufzuwendenden Zeitaufwandes - wie bei der Verpflichtung zur Auskunft (vgl. BGH, FamRZ 2018, 445 ) - auf die Regelung des § 20 JVEG und den dort festgelegten Stundensatz von 3, 50 EUR zurückgegriffen werden kann.