Source: http://sacredgarden.de/spenden
Timestamp: 2019-11-18 19:08:12
Document Index: 74882672

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 52', '§ 52', '§ 10', '§ 5', '§ 50', '§ 52', '§ 4']

Zur Zeit kann über Paypal oder über das Konaktformular gespendet werden.
An anderen möglichkeiten wird gearbeitet.
vom Sponsern und Spenden:
1. Anerkennung als Spende
Unterstützungsleistungen (Zuwendungen) eines Unternehmens, die nicht als Betriebsausgabe zu klassifizieren sind, können unter bestimmten Voraussetzungen als Spenden (Zuwendungen) steuerlich abzugsfähig sein. Eine Aufwendung ist nach § 10b Einkommensteuergesetz (EStG) Spende, wenn sie zugleich
zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke (gemeinnützige, mildtätige, kirchliche Zwecke nach §§ 52 bis 54 Abgabenordnung - AO) uneigennützig (freiwillig) (d.h. Ausgaben, denen kein Zufluss auf anderem Wege gegenübersteht – BFH-Urteil vom 20.2.1991) oder aufgrund einer uneigennützig (freiwillig) eingegangenen Verpflichtung geleistet wird,
kein Entgelt für eine bestimmte Gegenleistung ist,
nicht in wirtschaftlichem Zusammenhang mit den Leistungen des Empfängers steht.
Dabei ist die Motivation des Leistenden entscheidend. Ist die entsprechende Spendenmotivation auf die allgemeine Förderung des Sports, der Kultur und der Kunst gerichtet und überwiegt dieses Ziel, sind Mittel auch dann als Spenden anzusehen, wenn für sie ein betrieblicher Nebenanlass bestand. Spenden können auch in Form von Sachzuwendungen erfolgen.
Solche Zuwendungen (Spenden) zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke im Sinne der §§ 52 bis 54 Abgabenordnung (AO) können bei natürlichen Personen als Sonderausgaben steuerlich berücksichtigt werden und zwar insgesamt bis
4 Promille der Summe der gesamten Umsätze und der im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter (§ 10b Abs. 1 S. 1 EStG).
Bei Kapitalgesellschaften können sie in den obengenannten Grenzen im Rahmen der Gewinnermittlung als „beschränkt abziehbare Betriebsausgaben“ abgesetzt werden.
Voraussetzung für die steuerliche Berücksichtigung ist insbesondere, dass die Spenden (Zuwendungen) an eine nach § 5 Absatz 1 Nummer 9 des Körperschaftsteuergesetzes steuerbefreite Körperschaft, Personenvereinigung oder Vermögensmasse geleistet werden.
Die Zuwendungen (Spenden) dürfen nur dann abgezogen werden, wenn sie durch eine Spendenbescheinigung nachgewiesen werden, die der Zuwendungsempfänger nach amtlich vorgeschriebenen Vordruck ausgestellt hat (§ 50 Einkommensteuer-Durchführungsverordnung - EStDV). Einzelheiten hierzu siehe das BMF-Schreiben vom 13.12.2007.
Die Steuerprivilegierung kann auch für Mitgliedsbeiträge gelten.
Nicht als Spende anerkannt sind Mitgliedsbeiträge an Körperschaften, die
die Heimatpflege und Heimatkunde (§ 52 Absatz 2 Satz 1 Nummer 22 der Abgabenordnung)
2.Klassifizierung als Betriebsausgaben
Die Aufwendung des Sponsors ist als Betriebsausgabe anerkannt, sofern sie betrieblich veranlasst ist und ein wirtschaftlicher Vorteil für das Unternehmen angestrebt wird. Ein solcher Vorteil liegt bereits in der Sicherung oder Erhöhung des unternehmerischen Ansehens (BFH, Urt. v. 3. 2. 1993, I R 37/91, BStBl. 1993, II, S. 441) oder in der Werbung für die Produkte des Unternehmens. Für die Berücksichtigung der Aufwendungen als Betriebsausgaben kommt es nicht darauf an, ob die Leistungen notwendig, üblich oder zweckmäßig sind. Die Aufwendungen dürfen auch dann als Betriebsausgaben abgezogen werden, wenn die Geld- oder Sachleistungen des Sponsors und die erstrebten Werbeziele für das Unternehmen nicht gleichwertig sind. Bei einem starken Missverhältnis zwischen den Leistungen des Sponsors und dem erstrebten wirtschaftlichen Vorteil ist allerdings der Betriebsausgabenabzug zu versagen (§ 4 Abs.5 Satz 1 Nr. 7 Einkommensteuergesetz - EStG).
Folgende Möglichkeiten der Darstellung des Unternehmens lassen auf den für die Einordnung als Betriebsausgabe erstrebten wirtschaftlichen Vorteil schließen:
werbewirksame Hinweise durch den Gesponserten:
Anbringung von Produkt- oder Unternehmenskennzeichen des Sponsors auf Plakaten, Fahrzeugen, in Katalogen, auf Eintrittskarten u. ä. des Gesponserten, Berichterstattung in Zeitungen, Rundfunk oder Fernsehen oder Teilnahme des Sponsors an Pressekonferenzen und anderen öffentlichen Veranstaltungen des Gesponserten;
öffentlichkeitswirksame Hinweise durch den Sponsor:
Der Gesponserte gestattet dem Sponsor, sein Emblem oder Logo zu nutzen, um auf diesem Weg selbst auf seine Unterstützung hinzuweisen; dieser Verweis muss öffentlichkeitswirksam erfolgen, d. h. er muss geeignet sein, das Ansehen des Sponsors als Unternehmer in der Öffentlichkeit zu sichern und zur Steigerung „des Rufs des Sponsors“ beizutragen.
Ein Möbelhersteller setzt sich für die Wiederaufforstung des Stadtwaldes einer Stadt ein. Die Stadt forstet mit finanzieller Unterstützung des Unternehmens den Wald wieder auf. Im Rahmen eines Stadtfestes, über das die örtliche Presse ausführlich berichtet, überreicht das Unternehmen den Scheck an die Verantwortlichen des Projektes. Ihm wird gestattet, entsprechende Schilder aufzustellen, die auf sein finanzielles Engagement hinweisen.