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Timestamp: 2016-10-26 17:28:28
Document Index: 225965520

Matched Legal Cases: ['Art. 104', 'Art. 132', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 54', 'Art. 66', 'BGE', 'BGE', 'Art. 54', 'Art. 66', 'Art. 103', 'Art. 103', 'BGE', 'Art. 104', 'Art. 105', 'Art. 114', 'BGE', 'Art. 78', 'BGE', 'Art. 114', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 14', 'Art. 13', 'Art. 17', 'Art. 21', 'Art. 17', 'Art. 530', 'Art. 17', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 35', 'Art. 106', 'Art. 7', 'Art. 14', 'Art. 26', 'BGE', 'Art. 26', 'Art. 156', 'Art. 156', 'Art. 153', 'Art. 153', 'Art. 159']

2A.369/2005 (24.08.2007)
Bundesrichter Wurzburger, Bundesrichter M�ller,
Die JPC Holding AG ist eine im Handelsregister eingetragene Aktiengesellschaft mit Sitz in Z�rich (vormals: Appenzell). Mit Fusionsvertrag vom 7. Dezember 2001 �bernahm die Gesellschaft die TMI Holding Services AG, Z�rich. Diese war im hier interessierenden Zeitraum (1995-1997) Gruppentr�gerin der Mehrwertsteuergruppe Nr. 231 278, welche als solche vom 1. Januar 1995 bis 31. Dezember 2002 im Register der Mehrwertsteuerpflichtigen eingetragen war.
Die nachmalige JPC Holding AG schloss am 8. September 1992 mit der Casin� Kursaal Locarno SA einen (in italienischer Sprache abgefassten) Vertrag �ber den Betrieb von Geldspielautomaten ("Slot machines") und weitere Angebote des Kursaals (Restauration, Dancing, Vari�t�-Theater). Die betriebliche Leitung des Spielautomatensaals und der �ffentlichen Lokale sollte gem�ss Vertrag einer Betriebsgesellschaft mit Sitz in Locarno �bertragen werden, die s�mtliche Rechte und Pflichten aus dem Vertrag zu �bernehmen hatte (Vertrag, lit. I Ziff. 2). Entsprechend dieser Vereinbarung gr�ndete die nachmalige JPC Holding AG am 13. November 1992 eine Tochtergesellschaft, die Tivolino Locarno SA, Locarno (heute: CLA Casin� SA, Muralto; im Folgenden: Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA). Diese Gesellschaft - nicht jedoch die Casin� Kursaal Locarno SA - war damals Mitglied der erw�hnten Mehrwertsteuergruppe Nr. 231 278.
Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung f�hrte in den Jahren 1997 und 1998 bei der Casin� Kursaal Locarno SA sowie bei der nachmaligen CLA Casin� SA eine Mehrwertsteuerkontrolle betreffend die 11 Steuerperioden vom 1. Quartal 1995 bis zum 3. Quartal 1997 durch. Aufgrund dieser Kontrolle forderte sie mit Erg�nzungsabrechnung (Nr. 24579) vom 14. Januar 1998 von der damaligen Gruppentr�gerin (TMI Holding Services AG, Z�rich) Mehrwertsteuern von Fr. 1'697'283.-- nach (zuz�glich Verzugszins ab mittlerem Verfall).
Die Aufrechnungen betrafen (neben solchen im Gastrobereich) haupts�chlich den Bereich "Spiele": Die Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA war davon ausgegangen, mit Bezug auf die "Slot machines" von der Steuer ausgenommene Ums�tze zu t�tigen, und hatte diese deshalb nicht versteuert. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung vertrat demgegen�ber die Auffassung, die steuerbefreiten Gl�cksspielums�tze w�rden durch die Casin� Kursaal Locarno SA als Inhaberin der beh�rdlichen Bewilligung f�r den Betrieb von Geldspielautomaten realisiert; die Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA habe ihrerseits die Gutschriften, die sie als Entgelt f�r die aufgrund des Vertrags vom 8. September 1992 erbrachten Dienstleistungen von der Casin� Kursaal Locarno SA erhalte, zu versteuern.
Mit f�rmlichem Entscheid vom 9. Mai 2001 best�tigte die Eidgen�ssische Steuerverwaltung die von der damaligen Gruppentr�gerin bestrittene Nachforderung. Mit Bezug auf die Bemessungsgrundlage lehnte sie es insbesondere ab, die im Vertrag vorgesehene h�lftige Beteiligung der Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA an den kantonalen Bewilligungsgeb�hren mehrwertsteuerlich als Entgeltminderung zu betrachten.
Die Gruppentr�gerin erhob am 11. Juni 2001 Einsprache und beantragte in der Hauptsache, der Entscheid vom 9. Mai 2001 sei aufzuheben und die noch zu bezahlende Mehrwertsteuer sei auf Fr. 1'295'050.-- (nebst Verzugszins) festzusetzen. Die Einsprecherin hielt daran fest, dass die Verg�tungen der Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA an die Casin� Kursaal Locarno SA f�r die anteiligen Bewilligungsgeb�hren entgeltmindernd zu ber�cksichtigen seien.
Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung hiess die Einsprache teilweise gut: An der umstrittenen Bemessungsgrundlage �nderte sie zwar nichts, hingegen schrieb sie der Einsprecherin aufgrund von Korrekturen im Bereich des Vorsteuerabzugs insgesamt Fr. 333'617.-- gut; entsprechend wurde der geschuldete Mehrwertsteuerbetrag auf Fr. 1'363'666.-- festgesetzt (Fr. 1'697'283.-- ./. Fr. 333'617.--). Schliesslich behielt sich die Steuerverwaltung vor, ihre Forderung aufgrund einer weiteren Kontrolle "zu berichtigen" (Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2002, insbesondere Ziff. 3 des Dispositivs).
Die JPC Holding AG (als neue Gruppentr�gerin) focht den Einspracheentscheid mit Beschwerde vom 2. Dezember 2002 bei der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission an. Dabei verlangte sie erneut, die anteiligen Bewilligungsgeb�hren seien von dem der Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA zustehenden Entgelt abzuziehen und die zu entrichtende Mehrwertsteuer sei auf Fr. 1'295'050.-- (nebst Verzugszins) festzusetzen.
Die Eidgen�ssische Steuerrekurskommission hielt zun�chst fest, dass nur mehr die steuerliche Behandlung der Ums�tze im Bereich "Spiele" streitig sei (also nicht auch derjenigen im Restaurations- oder Theaterbereich sowie der Vermietung bestimmter Liegenschaften). Ebenfalls unbestritten sei, dass die Ums�tze, die sich aus dem Geldeinsatz bei Gl�cksspielen ergeben und damit von der Mehrwertsteuer ausgenommen seien, der Casin� Kursaal Locarno SA als Inhaberin der notwendigen Konzessionen zuzurechnen seien.
F�r die mehrwertsteuerliche Behandlung der (noch) umstrittenen Leistungen sei jedoch nicht nur auf den Gesichtspunkt des Leistungsaustausches abzustellen, wie dies die beschwerdef�hrende Gruppentr�gerin tue, sondern es sei der zwischen ihr (bzw. der Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA) und der Casin� Kursaal Locarno SA abgeschlossene Vertrag vom 8. September 1992 zu pr�fen. Diese Vereinbarung stelle entgegen der Ansichten der "Beschwerdeparteien" einen "eigentlichen Gesellschaftsvertrag" dar. Die Aktivit�ten der Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA seien "Beitragsleistungen", welche sie im Innenverh�ltnis im Rahmen einer stillen Gesellschaft erbringe, indem sie die Spielautomaten ("Slot machines") liefere, das Personal ausbilde sowie Restaurationsbetriebe und das Theater bewirtschafte. Eine stille Gesellschaft sei aber nicht mehrwertsteuerpflichtig; vielmehr seien die Ums�tze dem oder den Gesellschaftern zuzurechnen, die sie in ihrem eigenen Namen erbringen.
Die Steuerrekurskommission erwog im Weiteren, einige der im Vertrag vereinbarten T�tigkeiten seien "reine Arbeitsleistungen"; da zwischen diesen und der vertraglich geregelten Gewinnverteilung kein direkter Zusammenhang bestehe, handle es sich nicht um steuerbare Leistungen. Wohl w�rden zwischen den Parteien auch "typisch steuerbare T�tigkeiten" geregelt, so die Vermietung der R�umlichkeiten f�r den Spielsalon; weil aber von einer einfachen Gesellschaft auszugehen sei, h�tten konsequenterweise die Gegenstand der Nachbelastung bildenden T�tigkeiten der Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA allesamt als steuerfreie gesellschaftsrechtliche Beitragsleistungen zu gelten.
Hinsichtlich der umstrittenen Bemessungsgrundlage (Bewilligungsgeb�hren) f�hrte die Steuerrekurskommission aus, da die T�tigkeiten der Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA f�r die Casin� Kursaal Locarno SA als gesellschaftsrechtliche - und damit nicht steuerbare - Beitragsleistungen zu betrachten seien, stelle sich weder die Frage nach einem mehrwertsteuerlichen Leistungsaustausch zwischen diesen Gesellschaftern noch diejenige nach einer Entgeltsminderung.
Dem entsprechend hiess die Eidgen�ssische Steuerrekurskommission die Beschwerde teilweise gut, hob den Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2002 auf und wies die Sache zur Sachverhaltsfeststellung und neuen Entscheidung im Sinn der Erw�gungen an die Eidgen�ssische Steuerverwaltung zur�ck (Entscheid vom 3. Mai 2005). Der beschwerdef�hrenden JPC Holding AG wurden im Rahmen ihres Unterliegens Verfahrenskosten auferlegt und im Rahmen ihres Obsiegens eine Parteientsch�digung zugesprochen (je Fr. 1'000.--; Ziff. 2 und Ziff. 3 des Entscheid-Dispositivs).
Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung hat am 2. Juni 2005 Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht erhoben. Sie beantragt, den Entscheid der Steuerrekurskommission vom 3. Mai 2005 aufzuheben und den Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2002 zu best�tigen, mit Ausnahme des Berichtigungsvorbehalts gem�ss Ziff. 3 des Dispositivs. Sie r�gt eine Verletzung von Bundesrecht (Art. 104 lit. a OG).
Die Beschwerdegegnerin JPC Holding AG stellt in ihrer Vernehmlassung vom 29. September 2005 folgende Antr�ge:
- weiter sei in Best�tigung des vorinstanzlichen Entscheids festzustellen, dass die CLA Casin� SA gegen�ber der Casin� Kursaal Locarno SA in den Steuerperioden vom 1. Januar 1995 bis zum 30. September 1997 im Zusammenhang mit dem Vertrag zum Betrieb eines Casinos in Locarno keine der Mehrwertsteuer unterliegenden Leistungen erbracht habe.
- Eventuell sei in Ab�nderung des vorinstanzlichen Entscheids die f�r die Steuerperioden vom 1. Januar 1995 bis zum 30. September 1997 noch zu entrichtende Mehrwertsteuer auf Fr. 1'295'050.-- nebst Verzugszinsen (seit dem 30. Oktober 1996) festzusetzen.
- Die Kosten des vorliegenden Verfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen bzw. der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen; Ziff. 2 des Dispositivs (Verfahrenskosten) des vorinstanzlichen Entscheids sei entsprechend dem Verfahrensausgang anzupassen;
- zudem sei ihr, der Beschwerdegegnerin, eine angemessene Entsch�digung zuzusprechen; Ziffer 3 des Dispositivs des vorinstanzlichen Entscheids (Parteientsch�digung) sei entsprechend dem Verfahrensausgang anzupassen.
Die Beschwerdegegnerin hat dem Bundesgericht am 5. April 2006 eine Kopie der deutschen �bersetzung des Vertrags vom 8. September 1992 eingereicht.
Der angefochtene Entscheid der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission erging am 3. Mai 2005. Auf das vorliegende Verfahren findet deshalb noch das bis Ende 2006 geltende Bundesgesetz vom 16. Dezember 1943 �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) Anwendung (vgl. Art. 132 Abs. 1 des am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 �ber das Bundesgericht, BGG; SR 173.110).
Das Bundesgericht pr�ft von Amtes wegen und mit freier Kognition, welches Rechtsmittel zul�ssig und in welchem Umfang darauf einzutreten ist (BGE 132 I 140 E. 1.1 S. 142, mit Hinweisen).
2.1 Beschwerdeentscheide der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission k�nnen nach den Art. 97 ff. OG mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht angefochten werden (Art. 54 Abs. 1 der Verordnung vom 22. Juni 1994 �ber die Mehrwertsteuer [MWSTV; AS 1994 1464] bzw. Art. 66 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 2. September 1999 �ber die Mehrwertsteuer [Mehrwertsteuergesetz, MWSTG; SR 641.20]).
2.2 Die Steuerrekurskommission hat die Sache "zur Sachverhaltsfeststellung und neuen Entscheidung im Sinne der Erw�gungen" an die Eidgen�ssische Steuerverwaltung zur�ckgewiesen. R�ckweisungsentscheide sind formell Zwischenentscheide, weil das Verfahren nicht abgeschlossen wird; gegen Zwischenentscheide ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nur beschr�nkt zul�ssig. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt indessen ein R�ckweisungsentscheid im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dann als Endentscheid, wenn er eine Grundsatz- oder Teilfrage abschliessend und f�r die Vorinstanz verbindlich beantwortet (BGE 124 II 409 E. 1f S. 420, mit Hinweisen).
Der hier angefochtene Entscheid beantwortet die Grundsatzfrage des mehrwertsteuerlichen Leistungsaustausches und pr�judiziert sie f�r die beschwerdef�hrende Steuerverwaltung verbindlich. Er ist deshalb prozessual einem Endentscheid gleichzustellen und kann daher selbst�ndig mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht angefochten werden (vgl. BGE 129 II 286 E. 4.2 S. 291, mit Hinweisen).
2.3 Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung ist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert (Art. 54 Abs. 2 MWSTV bzw. Art. 66 Abs. 2 MWSTG; Art. 103 lit. b OG). Mit der Beh�rdenbeschwerde soll eine richtige und einheitliche Anwendung des Bundesrechts sichergestellt werden. Diese Legitimation ist an keine besonderen Voraussetzungen gebunden; insbesondere braucht die Eidgen�ssische Steuerverwaltung kein schutzw�rdiges Interesse im Sinn von Art. 103 lit. a OG nachzuweisen (BGE 125 II 326 E. 2c S. 329).
2.4 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde k�nnen die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ger�gt werden (Art. 104 lit. a und lit. b OG). Hat - wie hier - als Vorinstanz eine richterliche Beh�rde entschieden, ist das Bundesgericht allerdings an deren Sachverhaltsfeststellung gebunden, wenn der Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften ermittelt wurde (Art. 105 Abs. 2 OG).
2.5 Das Bundesgericht wendet im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. An die Begr�ndung der Parteibegehren oder an die Erw�gungen der Vorinstanz ist es gem�ss Art. 114 Abs. 1 OG nicht gebunden; es kann deshalb die Beschwerde auch aus andern als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder abweisen (BGE 132 II 47 E. 1.3 S. 50, mit Hinweisen).
2.6 Die Beschwerdegegnerin �ussert sich in ihrer Vernehmlassung vom 29. September 2005 nicht nur zur Beschwerde der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung, sondern sie stellt dar�ber hinaus selbst�ndige Antr�ge (Feststellungsbegehren; Antr�ge zur Ab�nderung des angefochtenen Entscheids; vgl. oben lit. E). Die "Vernehmlassung" l�uft damit auf eine Anschlussbeschwerde hinaus. Die M�glichkeit der Anschlussbeschwerde besteht aber im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nur dort, wo dies gesetzlich besonders vorgesehen ist (vgl. z.B. Art. 78 Abs. 2 des Bundesgesetzes �ber die Enteignung; SR 711); im Allgemeinen und insbesondere im Mehrwertsteuerrecht ist eine Anschlussbeschwerde ausgeschlossen (vgl. BGE 107 Ib 167 E. 1a; Urteil 2A.121/2004 vom 16. M�rz 2005, E. 4, je mit Hinweisen).
Die Antr�ge der Beschwerdegegnerin k�nnen, soweit damit anderes verlangt wird als ein Nichteintreten oder eine Abweisung, nur im Rahmen von Art. 114 Abs. 1 OG mit ber�cksichtigt werden.
2.7 Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung beantragt vor Bundesgericht, den Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2002 zu best�tigen, ausgenommen den Vorbehalt gem�ss Ziff. 3 des Dispositivs (vgl. oben lit. D). Der zitierte Berichtigungsvorbehalt, von der Vorinstanz als "redaktionelles Versehen" bezeichnet, bildet also im vorliegenden Verfahren nicht mehr Streitgegenstand.
Umstritten ist die mehrwertsteuerliche Behandlung der Ums�tze aus den Leistungen, welche die nachmalige CLA Casin� SA im kontrollierten Zeitraum (1. Quartal 1995 bis 3. Quartal 1997) aufgrund des Vertrags vom 8. September 1992 gegen�ber der Casin� Kursaal Locarno SA im Bereich "Spiele" erbrachte. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung besteuerte diese (bis dahin nicht deklarierten) Ums�tze bei der Rechtsvorg�ngerin der heutigen Beschwerdegegnerin als Gruppentr�gerin. Die Vorinstanz vertrat demgegen�ber die Auffassung, die Ums�tze seien als Beitragsleistungen zu qualifizieren, die im Innenverh�ltnis einer (stillen) einfachen Gesellschaft erbracht w�rden und deshalb steuerfrei seien. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung r�gt in ihrer Beschwerde an das Bundesgericht, indem die Vorinstanz einen Leistungsaustausch verneint habe, habe sie nicht nur den Sachverhalt unrichtig beurteilt, sondern auch die Vorgaben von Art. 4 MWSTV nicht ber�cksichtigt und insofern Bundesrecht verletzt; sie h�lt an einer Besteuerung gem�ss ihrem Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2002 fest.
4.1 Der (Mehrwert-)Steuer im Inland unterliegen die entgeltliche Lieferung von Gegenst�nden, die entgeltlich erbrachten Dienstleistungen, der Eigenverbrauch sowie der entgeltliche Bezug von Dienstleistungen aus dem Ausland, sofern sie nicht ausdr�cklich von der Besteuerung ausgenommen sind (Steuerobjekt; Art. 4 lit. a-d MWSTV; vgl. auch Art. 5 MWSTG). Als Dienstleistung gilt jede Leistung, die keine Lieferung eines Gegenstandes ist (Art. 6 Abs. 1 MWSTV; Art. 7 Abs. 1 MWSTG).
Von der Besteuerung ohne Recht zum Vorsteuerabzug ausgenommenen ("unecht befreit") sind u.a. die Ums�tze bei Wetten, Lotterien und sonstigen Gl�cksspielen mit Geldeinsatz (Art. 14 Ziff. 19 MWSTV in Verbindung mit Art. 13 MWSTV). Der Grund f�r diese Steuerbefreiung liegt darin, dass solche Spiele und Spielger�te anderweitig fiskalisch belastet werden und insbesondere einer grossen kantonalen Absch�pfung unterliegen (vgl. Kommentar des Eidgen�ssischen Finanzdepartements zur Verordnung vom 22. Juni 1994 �ber die Mehrwertsteuer, publiziert in: BBl 1994 III/1 S. 530 ff., 547).
4.2 Mehrwertsteuerpflichtig ist, wer eine mit der Erzielung von Einnahmen verbundene gewerbliche oder berufliche T�tigkeit selbst�ndig aus�bt, selbst wenn die Gewinnabsicht fehlt, sofern seine Lieferungen und Dienstleistungen oder sein Eigenverbrauch im Inland j�hrlich gesamthaft Fr. 75'000.-- �bersteigen (subjektive Steuerpflicht; Art. 17 Abs. 1 MWSTV; vgl. auch Art. 21 Abs. 1 MWSTG).
Steuerpflichtig sind insbesondere nat�rliche Personen, Personengesellschaften, juristische Personen des privaten und �ffentlichen Rechts, unselbst�ndige �ffentliche Anstalten sowie Personengesamtheiten ohne Rechtsf�higkeit, die unter gemeinsamer Firma Ums�tze t�tigen (Art. 17 Abs. 2 MWSTV). Als Mehrwertsteuersubjekte kommen demnach praktisch alle am Wirtschaftsverkehr teilnehmenden, aus mehreren Personen bestehenden Gebilde in Frage, falls sie nach aussen hin auftreten und gemeinsam Ums�tze t�tigen. Auf die zivilrechtliche Rechtsform und auf die Rechtspers�nlichkeit kommt es nicht an (Urteil 2A.520/2003 vom 29. Juni 2004, E. 2.2, mit Hinweisen).
Zu den "Personengesamtheiten ohne Rechtsf�higkeit" z�hlt unter anderem die einfache Gesellschaft im Sinn von Art. 530 ff. OR. Aufgrund der weit gefassten gesetzlichen Umschreibung des Steuersubjekts in Art. 17 Abs. 2 MWSTV k�nnen jedoch auch solche Personengemeinschaften steuerpflichtig werden, denen das Wesensmerkmal der zivilrechtlichen einfachen Gesellschaft, der Wille zur Erreichung eines gemeinsamen Zwecks, fehlt. Entscheidend ist, ob die betreffende Gemeinschaft im Verkehr mit Dritten als solche auftritt. Daraus folgt, dass die sogenannten "stillen" Gesellschaften, die typischerweise gerade nicht nach aussen hin auftreten, der subjektiven Steuerpflicht nicht unterliegen (vgl. Urteil 2A.520/2003 vom 29. Juni 2004, E. 4.1, mit Hinweisen; vgl. Alois Camenzind/Niklaus Honauer/Klaus A. Vallender, Handbuch zum Mehrwertsteuergesetz, 2. Aufl., Bern/ Stuttgart/ Wien 2003, S. 352 Rz. 1027).
Die gegen�ber dem Zivilrecht und dem �brigen Steuerrecht weite Ausgestaltung des Steuersubjekts ergibt sich nicht nur aus dem Wortlaut von Art. 17 Abs. 1 und 2 MWSTV; sie erscheint auch aus teleologischen Gr�nden geboten, denn die schweizerische Mehrwertsteuer zielt auf die Belastung der Endverbraucher (vgl. BGE 123 II 295 E. 5a S. 301, mit Hinweisen).
4.3 Lieferungen und Dienstleistungen sind nur steuerbar, wenn sie "gegen Entgelt" erbracht werden (Art. 4 lit. a und lit. b MWSTV, Art. 5 lit. a und lit. b MWSTG). Entgelt als Gegenleistung f�r Lieferungen oder Dienstleistungen setzt einen Leistungsaustausch voraus, ansonsten nicht von einem steuerbaren Umsatz gesprochen werden kann. Ein Leistungsaustausch ist gegeben, wenn der erbrachten Leistung in Form einer Lieferung oder einer Dienstleistung eine Gegenleistung in Form eines Entgelts gegen�bersteht, Leistung und Gegenleistung innerlich verkn�pft sind und zudem ein direkter urs�chlicher Zusammenhang zwischen Leistung und Gegenleistung besteht (BGE 126 II 249 E. 4a S. 252 f. und 443 E. 6a S. 451 f., je mit Hinweisen).
Auch bei einfachen Gesellschaften und Gesellschaftszusammenschl�ssen sind Leistungen zwischen der Gesellschaft einerseits und den Gesellschaftern anderseits grunds�tzlich nur steuerbar, wenn ein Leistungsaustausch vorliegt (Jean Marc Rivier/Annie Rochat, Droit Fiscal Suisse, La Taxe sur la Valeur Ajout�e, Fribourg 2000, S. 247 f.). Das ist dann der Fall, wenn der Gesellschafter f�r die an die Gesellschaft erbrachte Leistung eine spezielle Entsch�digung erh�lt; hingegen wird kein Leistungsaustausch begr�ndet, wenn die Leistung des Gesellschafters bloss durch seine ordentliche Beteiligung am Gewinn und Verlust der Gesellschaft abgegolten wird (Camenzind/ Honauer/Vallender, a.a.O., S. 162 Rz. 422).
Die Vorinstanz erwog, die Casin� Kursaal Locarno SA und die Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA bildeten aufgrund des Vertrags vom 8. September 1992 eine "stille" einfache Gesellschaft. Gemeinsamer Zweck seien der Umbau bzw. die Renovation vorhandener Lokalit�ten sowie der anschliessende Betrieb einer Dancing- und einer Snack-Bar, eines Vari�t�-Theaters und eines Spielautomatensaals. Die Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA erbringe ihre Leistungen im Innenverh�ltnis und werde daf�r nicht mit einer direkten Gegenleistung der Gesellschaft oder des andern Gesellschafters, sondern mit einer Gewinnbeteiligung abgegolten; ein Leistungsaustausch finde insofern nicht statt, weshalb keine steuerbaren Ums�tze get�tigt w�rden.
5.1 Die rechtliche W�rdigung des fraglichen Vertrags durch die Vorinstanz kann als Rechtsfrage vom Bundesgericht frei �berpr�ft werden.
Auszugehen ist vom Grundsatz, dass f�r die Beurteilung eines Vertrags in erster Linie der �bereinstimmende wirkliche Parteiwille massgebend ist (vgl. Art. 18 Abs. 1 OR). Bleibt eine tats�chliche Willens�bereinstimmung unbewiesen, ist der mutmassliche Parteiwille aufgrund des Vertrauensprinzips zu ermitteln, d.h. die Erkl�rungen der Parteien sind so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umst�nden verstanden werden durften und mussten (vgl. aus der konstanten Rechtsprechung des Bundesgerichts statt vieler: BGE 131 III 467 E. 1.1 S. 469). Bei spezifisch mehrwertsteuerlichen Begriffen ist deren wirtschaftlichem Gehalt Rechnung zu tragen (vgl. Jean-Marc Rivier, L'interpr�tation des r�gles de droit qui r�gissent la Taxe � la Valeur Ajout�e, in: ASA 63 355 ff., insbesondere S. 363); jedoch bleiben die zivilrechtlichen Kriterien grunds�tzlich auch f�r die steuerrechtliche W�rdigung des Rechtsgesch�fts massgebend (ASA 57 267 E. 2b).
Der Vertrag vom 8. September 1992 zwischen der Casin� Kursaal Locarno SA und der (nachmaligen) JPC Holding AG (Beschwerdegegnerin) wird von der Beschwerdegegnerin als "Zusammenarbeitsvertrag" bezeichnet. Die Beschwerdegegnerin bzw. die gem�ss Vertrag in deren Rechte und Pflichten eingetretene (nachmalige) CLA Casin� SA (Betriebsgesellschaft) verpflichtet sich, im Kursaal Locarno einen Spielautomatensaal einzurichten und zu betreiben (Vertrag, lit. A/2). Eigent�merin des Kursaals Locarno und Inhaberin der entsprechenden Konzessionen von Bund, Kanton und Stadt ist die Casin� Kursaal Locarno SA; sie besitzt ebenfalls die Genehmigung zur Installation von ca. 140 Geldspielautomaten ("Slot machines"; lit. A/1). Im Anschluss an diese "Grundlagen" werden im Vertrag die "Grunds�tze der Zusammenarbeit" (lit. B) sowie insbesondere die "Slot machines" (lit. C) und die Bereiche "Restauration/Dancing" (lit. D), "Vari�t�-Theater" (lit. E) und "Grand Jeu" (lit. F) geregelt.
Im Vertrag werden die von den Parteien zu erbringenden Leistungen detailliert umschrieben. So verpflichtet sich die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit dem hier zur Diskussion stehenden Bereich "Spiele", den Spielautomatensaal umfassend zu planen und einzurichten (lit. C/1.2); die Casin� Kursaal Locarno SA garantiert ihr im Gegenzug das exklusive Recht, die "Slot machines" zu liefern, zu betreiben und instand zu halten (lit. C/2.1). Die Casin� Kursaal Locarno SA stellt das f�r den Spielautomatensaal notwendige Personal (lit. C/4.4), w�hrend die Beschwerdegegnerin f�r dessen Aus- und Weiterbildung sorgt (lit. C/4.2). Die Betriebskosten werden grunds�tzlich von der Beschwerdegegnerin �bernommen (lit. C/5.1). Die Vertragsparteien erhalten je die H�lfte des Spielerl�ses (lit. C/5.4); zus�tzlich garantiert die Beschwerdegegnerin der Casin� Kursaal Locarno SA unabh�ngig vom Betriebsergebnis einen j�hrlichen Betrag von 3 Mio. Franken (lit. C/5.5).
5.2.1 Insgesamt und auch speziell mit Bezug auf den Bereich "Slot machines" vermittelt der Vertrag den Eindruck, dass die Parteien ihre gegenseitigen Rechte und Pflichten m�glichst genau festlegen wollten. So wird im Vertrag festgehalten, die Zusammenarbeit beruhe auf dem "Prinzip der klaren Aufteilung der im folgenden erl�uterten Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten" (lit. B/Ingress). Es f�llt auf, dass wohl von "Zusammenarbeit" ("collaborazione") die Rede ist, an keiner Stelle des umfangreichen Vertragswerks aber von einem Gesellschaftsverh�ltnis. Ein solches wurde von der Beschwerdegegnerin denn auch im Einsprache- und Rekursverfahren nie geltend gemacht. Im Gegenteil: Vor der Vorinstanz f�hrte die Beschwerdegegnerin w�rtlich aus: "Der ZUSAMMENARBEITSVERTRAG stellt aber auch keinen Gesellschaftsvertrag dar, zumal namentlich die beiden Parteien unterschiedliche Risiken am Ergebnis des CASINOS tragen" (Beschwerde vom 2. Dezember 2002 an die Eidgen�ssische Steuerrekurskommission, S. 24 Ziff. 103).
Die Auffassung der Vorinstanz, der Vertrag vom 8. September 1992 stelle einen "eigentlichen Gesellschaftsvertrag" dar, steht im Widerspruch zur zitierten Parteierkl�rung und findet auch im Vertragswortlaut keine St�tze. Als Ganzes stellt der Vertrag - zivilrechtlich betrachtet - einen gemischten oder zusammengesetzten Vertrag dar, mit welchem die Parteien die gegenseitigen Verpflichtungen als Geb�udeeigent�merin/Vermieterin/Konzession�rin einerseits und als Betriebsgesellschaft anderseits konkret umschreiben und regeln wollten. Anhaltspunkte daf�r, dass sie zu diesem Zweck nach dem mutmasslichen Parteiwillen eine einfache Gesellschaft eingegangen w�ren, finden sich im Zusammenarbeitsvertrag nicht.
5.2.2 Die Vorinstanz verweist zwar zutreffend darauf, dass im Bereich des Mehrwertsteuerrechts eine lediglich zivilrechtliche Beurteilung des Sachverhalts nicht ausschlaggebend sei. Im vorliegenden Fall dr�ngt es sich indessen nicht auf, den fraglichen Vertrag vom 8. September 1992 - abweichend von den zivilrechtlichen Kriterien - in einer so genannten wirtschaftlichen Betrachtungsweise als Gesellschaftsvertrag zu deuten:
Der Betrieb von Spiels�len geh�rt zum statutarischen Zweck der Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA. Grunds�tzlich macht es somit selbstredend wirtschaftlich Sinn, mit der Geb�udeeigent�merin und Konzessionsinhaberin einen Zusammenarbeitsvertrag abzuschliessen. Dass die beiden Parteien dabei unterschiedliche Risiken am Ergebnis des Casinos tragen, wurde von der Beschwerdegegnerin gerade als Anhaltspunkt gegen das Vorliegen eines Gesellschaftsverh�ltnisses angef�hrt. Zwar wurde dieser Umstand von der Vorinstanz als nicht massgebend bezeichnet; �berzeugender argumentiert jedoch die beschwerdef�hrende Steuerverwaltung: Die Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA verf�ge �ber gen�gend unternehmerische Erfahrung, um die Rentabilit�t der "Slot machines" absch�tzen zu k�nnen. Als gesch�ftlich orientierte Unternehmung h�tte sie sich kaum auf eine Vertragsklausel eingelassen, wonach nicht nur die eigene Entsch�digung umsatzabh�ngig definiert, sondern dem Vertragspartner zus�tzlich noch ein Umsatz aus dem Spielerl�s von 3 Mio. Franken j�hrlich garantiert wird.
Jedenfalls war eine Zusammenarbeit in der vereinbarten Form und zu den vereinbarten Bedingungen f�r beide Vertragsparteien wirtschaftlich durchaus sinnvoll, ohne dass sie sich daf�r zu einer einfachen Gesellschaft h�tten zusammenschliessen m�ssen.
5.3 Gegen die Auffassung der Vorinstanz, wonach die Parteien aufgrund des fraglichen Vertrags eine stille einfache Gesellschaft gebildet haben sollen, spricht auch ein weiterer, im �ffentlichen Recht begr�ndeter Umstand:
Inhaberin der notwendigen beh�rdlichen Konzessionen f�r den Betrieb der Geldspielautomaten ("Slot machines") war wie erw�hnt die Casin� Kursaal Locarno SA. Die entsprechende Konzession war nach dem damals anwendbaren kantonalen Recht pers�nlich und un�bertragbar (vgl. Legge del 1� marzo 1966 sull'esercizio del commercio e delle professioni ambulanti, e degli apparecchi automatici, Art. 5 Abs. 1; zur Entwicklung der bundesrechtlichen Regelung der Spielbanken [Art. 35 aBV] bzw. der Gl�cksspiele [Art. 106 BV] vgl. ausf�hrlich Urteil 2A.599/2004 vom 7. Juni 2005, E. 4; zur Tessiner Ausf�hrungsgesetzgebung vgl. Legge di applicazione della legge federale sul commercio ambulante e della legge federale sul gioco d'azzardo e sulle case da gioco del 27 gennaio 2003, Art. 7). Daraus folgt, dass die mehrwertsteuerbefreiten Ums�tze (Art. 14 Ziff. 19 MWSTV) aus den Geldspielautomaten rechtlich allein der Casin� Kursaal Locarno SA zustehen. Eine �bertragung der Konzession, auch eine teilweise, mit entsprechender Beteiligung am Erl�s h�tte gegen zwingendes kantonales Recht verstossen (vgl. das erw�hnte Urteil 2A.599/2004 vom 7. Juni 2005, E. 6 und E. 7). Den Vertragsparteien darf nicht unterstellt werden, dass sie eine gesetzwidrige Abmachung eingehen wollten oder eingegangen seien, zumal sie sich im Vertrag ausdr�cklich verpflichtet hatten, "s�mtliche geltenden Gesetze von Bund, Kanton und Gemeinden gewissenhaft einzuhalten" (lit. B/5).
5.4 Aus den dargelegten Gr�nden kann der Zusammenarbeitsvertrag vom 8. September 1992 nicht als Gesellschaftsvertrag interpretiert werden. Damit steht gleichzeitig fest, dass die Lieferungen und Dienstleistungen, welche die Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA aufgrund des Vertrags gegen�ber der Casin� Kursaal Locarno SA im �berpr�ften Zeitraum unbestrittenermassen erbrachte, unter anderem im hier zur Diskussion stehenden Bereich "Spiele", keine steuerfreien gesellschaftsrechtlichen Beitragsleistungen sind. Da die Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA f�r diese Leistungen entsch�digt wurde, ist ferner ein Leistungsaustausch zu bejahen (vgl. oben E. 4.3); dass die Entsch�digung dabei in Form (der H�lfte) des Spielerl�ses vereinbart wurde, �ndert grunds�tzlich nichts an deren Entgelt-Eigenschaft.
Unter diesen Umst�nden unterliegen die von der Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA f�r ihre Leistungen vereinnahmten Betr�ge als steuerbare Ums�tze der Mehrwertsteuer. Von diesem Ergebnis ging im Grunde genommen auch die Beschwerdegegnerin selber aus, bestritt sie doch zugegebenermassen in den bisherigen Verfahren die grunds�tzliche Steuerbarkeit der betreffenden Leistungen nicht, sondern jeweils nur die Bemessungsgrundlage der Steuer (vgl. Vernehmlassung vom 29. September 2005, S. 13 Ziff. 67).
Nachdem das "rechtliche Konstrukt" einer stillen einfachen Gesellschaft abzulehnen ist, braucht nicht weiter gepr�ft zu werden, ob ein steuerbarer Leistungsaustausch selbst im Fall eines Gesellschaftsverh�ltnisses vorliegen w�rde, wie die beschwerdef�hrende Steuerverwaltung hilfsweise annimmt.
Die Beschwerde der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung ist in diesem Punkt gutzuheissen.
F�r den Fall, dass das Bundesgericht einen Leistungsaustausch bejahen sollte, verlangt die Beschwerdegegnerin, "dass die Bemessungsgrundlage der Steuer der tats�chlichen Berechnungsregel des Vertrages angepasst wird". Konkret ist umstritten, ob die von der Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA der Casin� Kursaal Locarno SA r�ckverg�teten anteiligen Bewilligungsgeb�hren entgeltmindernd ber�cksichtigt werden m�ssen oder nicht.
6.1 Grundlage f�r die Bemessung der Mehrwertsteuer bildet das Entgelt. Art. 26 Abs. 1 MWSTV verlangt ausdr�cklich, dass die Steuer vom Entgelt berechnet wird; dazu geh�rt alles, was der Empf�nger oder an seiner Stelle ein Dritter als Gegenleistung f�r die Lieferung oder Dienstleistung aufwendet (Abs. 2). Nicht zum Entgelt geh�ren diejenigen Zuwendungen, die nicht in einem urs�chlichen Zusammenhang mit der steuerbaren Leistung stehen. Was zum Entgelt zu z�hlen ist, beurteilt sich aus der Sicht des Abnehmers (Empf�ngers) und nicht des Leistungserbringers (ASA 72 483 E. 5 S. 492; Urteil 2A.43/2002 vom 8. Januar 2003, E. 3.3; BGE 126 II 443 E. 6a S. 451, je mit Hinweisen).
Vorliegend ist demnach Berechnungsgrundlage, was die Casin� Kursaal Locarno SA als Abnehmerin bereit oder verpflichtet ist, f�r die von der CLA Casin� SA erhaltenen Leistungen aufzuwenden. Massgebend ist auch hier der wirkliche oder mutmassliche Parteiwille, wie er sich aus dem Zusammenarbeitsvertrag ergibt.
6.2 Gem�ss Vertrag werden die umstrittenen Bewilligungsgeb�hren ("tasse speciali") aus dem Bruttoertrag ("provento lordo") bezahlt (lit. C/5.2). Zudem sollen beide Parteien 50% des Brutto-Betriebsergebnisses ("risultato d'esercizio lordo") erhalten (vgl. lit. C/5.4). F�r die Modalit�ten der Kostenaufteilung wird auf eine separate Aufstellung verwiesen (lit. C/5.3). Darin wird das Bruttoergebnis ("risultato lordo") definiert als Differenz zwischen den gesamten Bruttoeinnahmen ("incasso lordo globale") sowie zus�tzlichen Einnahmen (W�hrungsdifferenzen, Bankzinsen) einerseits und verschiedenen Einnahmen-Minderungen anderseits, darunter die fraglichen Bewilligungsgeb�hren. Die Geb�hren werden demnach vorweg aus dem Kassabestand ("contenuto di cassa") bezahlt und vom Brutto-Spielertrag abgezogen, bevor dieser h�lftig zwischen den Vertragsparteien geteilt wird.
6.3 Es steht fest und ist unbestritten, dass die Casin� Kursaal Locarno SA allein die beh�rdlichen Konzessionen f�r den Betrieb von Geldspielautomaten innehat. Die mehrwertsteuerbefreiten Gl�cksspielums�tze werden durch sie allein realisiert, und sie allein ist rechtlich Schuldnerin der Bewilligungsgeb�hren ("tasse speciali"). Eine andere Abmachung w�re gesetzlich nicht zul�ssig (vgl. oben E. 5.3). Auch wenn sich die Parteien nach der dargestellten vertraglichen Regelung im Ergebnis je zur H�lfte in die Bewilligungsgeb�hren teilten und auch wenn diese zun�chst aus dem Kassabestand h�tten bezahlt werden sollen, wurde die CLA Casin� SA als (blosse) Betriebsgesellschaft dadurch nicht zur Schuldnerin der �ffentlich-rechtlichen Geb�hren. Weder die Brutto-Spielertr�ge als solche (weil sie ausschliesslich der Konzession�rin zuzurechnen sind) noch die hoheitlichen Bewilligungsgeb�hren (weil wie gesagt einzig die Konzession�rin Schuldnerin ist) k�nnen als Gegenleistung, d.h. als Entgelt im mehrwertsteuerlichen Sinn aufgefasst werden.
Gem�ss Vertrag erh�lt die Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA f�r ihre Leistungen 50% des Brutto-Betriebsergebnisses nach Abzug insbesondere der Bewilligungsgeb�hren ("tasse cantonali e comunali"). Damit ist das steuerbare Entgelt festgelegt. In tats�chlicher Hinsicht wurden freilich die Spielertr�ge der "Slot machines" fortlaufend (w�chentlich) verteilt, wodurch die Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA zun�chst mehr erhielt, als ihr laut Aufteilungsvereinbarung zugestanden h�tte. Die Korrektur wurde angeblich so vorgenommen, dass die von der Casin� Kursaal Locarno SA bezahlten Bewilligungsgeb�hren j�hrlich zur H�lfte der CLA Casin� SA weiterfakturiert und von dieser anschliessend r�ckverg�tet wurden. Dies vermag jedoch nichts daran zu �ndern, dass Entgelt nur das sein kann, was die Casin� Kursaal Locarno SA als Empf�ngerin laut Vertrag f�r die Leistungen der CLA Casin� SA aufzuwenden verpflichtet war. Die Bewilligungsgeb�hren (bzw. der h�lftige Anteil daran) geh�ren ausdr�cklich nicht dazu; sie werden denn auch der Leistungserbringerin anteilsm�ssig weiterbelastet und stellen f�r diese insofern eine "Entgeltsminderung" dar.
Die beschwerdef�hrende Steuerverwaltung �ussert in diesem Zusammenhang die Auffassung, mit der Weiterfakturierung der Bewilligungsgeb�hren an die Betriebsgesellschaft gebe die Casin� Kursaal Locarno SA einen Teil ihres Gesch�ftsaufwands weiter und erziele "auf einer eigenst�ndigen Umsatzstufe einen weiteren Ertrag", w�hrend bei der Betriebsgesellschaft ein Aufwand in der fakturierten H�he entstehe. Diese spekulative Argumentation ist schwer nachvollziehbar; vor allem l�sst sie ausser Acht, dass mit dem aufgezeigten, sachverhaltsm�ssig an sich nicht bestrittenen Vorgehen der Vertragsparteien im Ergebnis der Entsch�digungsvereinbarung nachgelebt wird, wonach die Bewilligungsgeb�hren von dem h�lftig zu teilenden Brutto-Spielertrag abzuziehen sind. Im �brigen w�rde eine solche Beurteilung der Verh�ltnisse dazu f�hren, dass die Mehrwertsteuer nicht vom vereinbarten und tats�chlich erzielten Entgelt, also nicht vom Entgelt im Sinn des Art. 26 MWSTV, berechnet w�rde.
Zusammengefasst ergibt sich, dass die Vorinstanz einen mehrwertsteuerlichen Leistungsaustausch zwischen der Casin� Kursaal Locarno SA und der Betriebsgesellschaft CLA Casin� SA zu Unrecht verneint und dadurch Bundesrecht verletzt hat (vgl. oben E. 5). In diesem Punkt erweist sich die Beschwerde der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung als begr�ndet, und der angefochtene Entscheid ist insoweit aufzuheben.
Die Frage der Bemessungsgrundlage (Bewilligungsgeb�hren) stellte sich f�r die Vorinstanz nicht, weil sie f�lschlicherweise von einem Gesellschaftsverh�ltnis ausging. In diesem Punkt dringt die Beschwerdegegnerin mit ihrer Auffassung durch, wonach die anteiligen Bewilligungsgeb�hren nicht in die Steuerbemessung einzubeziehen bzw. dass sie entgeltmindernd zu ber�cksichtigen seien (vgl. oben E. 6). Die einschl�gige Differenz f�r alle 11 Abrechnungsperioden wurde von der Beschwerdegegnerin in den bisherigen Verfahren zahlenm�ssig ausgewiesen; sie f�hrt angeblich zu einer Steuernachforderung von insgesamt Fr. 1'295'050.-- (gegen�ber Fr. 1'363'666.-- gem�ss Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2002). Die beschwerdef�hrende Eidgen�ssische Steuerverwaltung hat die entsprechenden Berechnungen und Betr�ge nie bestritten, so dass dem Eventualantrag der Beschwerdegegnerin zu entsprechen und die geschuldete Mehrwertsteuer auf Fr. 1'295'050.-- festzusetzen ist.
Nachdem die Frage des Zinsenlaufs nicht (mehr) umstritten ist, wird der auf dem geschuldeten Steuerbetrag zu entrichtende Verzugszins entsprechend den �bereinstimmenden Antr�gen von Beschwerdef�hrerin und Beschwerdegegnerin auf 5% ab dem 30. Oktober 1996 (mittlerer Verfall) festgelegt.
Nach dem Gesagten ist der angefochtene Entscheid vom 3. Mai 2005 aufzuheben und die geschuldete Mehrwertsteuer auf Fr. 1'295'050.-- festzusetzen (zuz�glich Verzugszins).
Da keine Partei vollst�ndig obsiegt, sind die bundesgerichtlichen Kosten verh�ltnism�ssig zu verlegen (Art. 156 Abs. 3 OG). Die Beschwerdegegnerin unterliegt zum weit �berwiegenden Teil. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung unterliegt mit ihrem Antrag, der Einspracheentscheid vom 31. Oktober 2002 sei unver�ndert zu best�tigen. Unter diesen Umst�nden erscheint es gerechtfertigt, die bundesgerichtlichen Kosten zu neun Zehnteln der Beschwerdegegnerin und zu einem Zehntel der Beschwerdef�hrerin, die ebenfalls Verm�gensinteressen wahrnimmt, aufzuerlegen (vgl. Art. 156 Abs. 1 und Abs. 2 OG in Verbindung mit Art. 153 und Art. 153a OG ).
Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung erh�lt nach der Regel des Art. 159 Abs. 2 OG keine Parteientsch�digung. Die Beschwerdegegnerin ist vor Bundesgericht nicht anwaltlich vertreten, weshalb sich die Frage eines anteiligen Parteikostenersatzes von vornherein nicht stellt.
�ber die Kosten des Verfahrens vor der damaligen Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission (Vorinstanz) hat das Bundesverwaltungsgericht neu zu entscheiden.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird im Sinn der Erw�gungen gutgeheissen. Der Entscheid der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission vom 3. Mai 2005 wird aufgehoben. Die Beschwerdegegnerin schuldet f�r die Steuerperioden vom 1. Quartal 1995 bis zum 3. Quartal 1997 Mehrwertsteuern im Betrag von Fr. 1'295'050.--, zuz�glich Zins von 5% ab 30. Oktober 1996.
Die Gerichtsgeb�hr von insgesamt Fr. 10'000.-- wird zu Fr. 1'000.-- der Beschwerdef�hrerin und zu 9'000.-- der Beschwerdegegnerin auferlegt.
Die Vorinstanz hat �ber die Kosten ihres Verfahrens neu zu entscheiden.