Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2074,%20240
Timestamp: 2020-04-07 15:03:56
Document Index: 237479469

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 130', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 128', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 128']

BGH, 30.04.1979 - II ZR 137/78 - dejure.org
https://dejure.org/1979,123
BGH, 30.04.1979 - II ZR 137/78 (https://dejure.org/1979,123)
BGH, Entscheidung vom 30.04.1979 - II ZR 137/78 (https://dejure.org/1979,123)
BGH, Entscheidung vom 30. April 1979 - II ZR 137/78 (https://dejure.org/1979,123)
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Forthaften eines noch vorhandenen Gesellschaftsvermögens - Persönliche Gesellschafterhaftung mit dem Privatvermögen in der Gesellschaft bürgerlichen Rechts - Akzessorietät der Gesellschafterhaftung zur Gesellschaftsschuld - Haftung des eintretenden Gesellschafters für ...
Zur Haftung des eintretenden BGB-Gesellschafters
BGHZ 74, 240
NJW 1979, 1821
MDR 1979, 823
DNotZ 1979, 537
WM 1979, 774
DB 1979, 1550
Auch die Senatsentscheidung vom 30. April 1979 (BGHZ 74, 240, 242) bezeichnet es bereits als folgerichtig, den Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts - ähnlich wie nach § 130 HGB den Handelsgesellschafter - bei Annahme einer akzessorischen Haftung der Gesellschafter für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft auch für die vor seinem Beitritt begründeten Gesamthandsverbindlichkeiten haften zu lassen.
Fehlte es hieran, war seine Haftung auf seinen Anteil am Gesellschaftsvermögen beschränkt (Sen.Urt. v. 30. April 1979 - II ZR 137/78, NJW 1979, 1821).
Dieses Erfordernis entspricht auch dem - nach der früheren Rechtsprechung zur Haftungsverfassung der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (vgl. BGHZ 74, 240, 242 f) bestehenden - Grundsatz, daß der in eine Anwaltssozietät Eintretende für vorher begründete Verbindlichkeiten nur kraft besonderer Vereinbarung mit dem Gläubiger haftet.
Dabei kommt es weder auf den Zeitpunkt der Leistung noch auf eine begriffliche Unterscheidung von Alt- und Neuschulden, sondern nur darauf an, ob der Vertrag seinerseits - auch im Namen und zu Lasten des in Anspruch genommenen Gesellschafters abgeschlossen worden ist (vgl. BGHZ 74, 240, 241 f.).
Zu prüfen ist deshalb, ob sich der eintretende Gesellschafter nicht den Umständen nach im Einzelfall die Gesellschaftsschuld dem Gläubiger gegenüber "zu eigen gemacht" hat (vgl. BGHZ 74, 240, 244).
Aus dem Gesetz kann eine solche Haftung nicht abgeleitet werden (vgl. BGHZ 74, 240).
dazu BGHZ 74 S. 240, 242 f. = DB 1979 S. 1550 .
Allerdings kommt nach der Rechtsprechung des Senates (BGHZ 74, 240, 243) eine "akzessorische" Haftung der Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts entsprechend §§ 128 ff. HGB nicht in Betracht.
Aus der gemeinsamen Tatbestandsverwirklichung als haftungsauslösendem Element folgt jedoch, daß derjenige, der in eine GbR eintritt, nicht für deren "vorher begründete Verbindlichkeiten" haftet (vgl. BGH-Urteil in BGHZ 74, 240, NJW 1979, 1821).
Für die Revisionsinstanz ist aufgrund der Unterstellung des Berufungsgerichts davon auszugehen, daß der Beklagte im Zusammenhang mit seiner nachträglichen Beteiligung an der N-GbR - neben seiner Haftung mit dem übernommenen Anteil am Gesellschaftsvermögen - einen auf die Höhe seiner Beteiligungsquote beschränkten Zugriff auf sein Privatvermögen im Wege des Schuldbeitritts eröffnet hat (vgl. BGHZ 74, 240; vgl. im übrigen unten Nr. 2).
Eine entsprechende besondere Haftungsvereinbarung des Beklagten mit der Gläubigerin für die bereits vorher begründete Darlehensverbindlichkeit (vgl. BGHZ 74, 240) ist hier zu bejahen.
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