Source: http://www.kg-schwarz.de/information_steuerlexikon/index/xid/306697,0
Timestamp: 2018-11-14 00:09:12
Document Index: 137693233

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 19', '§ 2', '§ 8', '§ 8', '§ 37', '§ 4', '§ 37', '§ 37']

Die Zuwendung stellt für den Arbeitnehmer einen zum steuerpflichtigen Arbeitslohn gehörenden geldwerten Vorteil dar, wenn der für die Annahme von Arbeitslohn erforderliche Zusammenhang mit dem Dienstverhältnis gegeben ist (§ 8 Abs. 1 i.V.m. § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG und § 2 Abs. 1 LStDV). Der geldwerte Vorteil ist grundsätzlich nach § 8 Abs. 2 Satz 1 EStG zu bewerten. Die Freigrenze für Sachbezüge i.H.v. 44 EUR im Kalendermonat (§ 8 Abs. 2 Satz 11 EStG) und R 8.1 Abs. 2 S. 9 LStR sind zu beachten. Nicht zum steuerpflichtigen Arbeitslohn gehören insbesondere Zuwendungen, die der Arbeitgeber im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse erbringt. Dies sind auch Zuwendungen im Rahmen einer üblichen Betriebsveranstaltung (vgl. R 19.5 LStR) oder Zuwendungen aus geschäftlichem Anlass.
Beachte: Es können die Aufteilungsgrundsätze der bisherigen VIP-Logen-Regelung zur Differenzierung zwischen nicht steuerbaren und steuerpflichtigen Zuwendungen sowie die Übertragung dieser Aufteilungsgrundsätze auf ähnlich gelagerte Sachverhalte auch ab 2007 weiterhin angewendet werden. Die Regelungen zur Pauschalsteuer und Übernahme der Steuer sind jedoch ab 2007 durch den neuen § 37b EStG überholt. Die Aufwendungen bei VIP-Logen sind beim einladenden Unternehmer wie bisher nach den obigen Kriterien weiter aufzuteilen (Werbung = BA, Bewirtung = BA i.H.v. 70 % und Geschenke = BA im Rahmen des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG. Lediglich die Regelungen zur Übernahme der Besteuerung wurden ab 2007 durch § 37b EStG ersetzt. Einzelheiten zu § 37b EStG regelt das BMF-Schreiben vom 19.05.2015 - IV C 6 - S 2297-b/14/10001.