Source: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/aufsichtsrat-31617/version-145338
Timestamp: 2019-04-19 02:19:54
Document Index: 301260058

Matched Legal Cases: ['§ 95', '§ 4', '§ 1', '§ 36', '§ 100', '§ 6', '§ 100', '§ 36', '§ 36']

Revision von Aufsichtsrat vom Di., 04.05.2010 - 13:51 • Definition | Gabler Wirtschaftslexikon
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2. Zusammensetzung: a) Der Aufsichtsrat muss nach § 95 AktG mind. aus drei Mitgliedern bestehen; Höchstzahl: je nach Grundkapital maximal 21 Mitglieder. Ein Drittel der Aufsichtsratsmitglieder müssen (von den Betriebsangehörigen in geheimer Wahl unmittelbar gewählte) Vertreter der Arbeitnehmer (keine leitenden Angestellten) sein (§§ 4 ff. DrittelbG). Grundsätzlich keine Beteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat, wenn die Aktiengesellschaft weniger als 500 Arbeitnehmer beschäftigt (§ 1 I Nr. 1 S. 1 DrittelbG). Bei der Genossenschaft besteht der Aufsichtsrat grundsätzlich aus drei Mitgliedern, es sei denn, die Satzung legt eine höhere Zahl fest (§ 36 I S. 1 GenG).
f) Die Aufsichtsratsmitglieder dürfen nicht dem Vorstand angehören. Wer bereits in zehn AGs oder KGaAs Aufsichtsratsmitglied oder in einem von der AG abhängigen Unternehmen gesetzlicher Vertreter ist (Überkreuzverflechtung, § 100 AktG), darf einen weiteren Aufsichtsratsposten nicht übernehmen. Bei Genossenschaften vgl. auch insoweit die Besonderheiten anhand § 6 III MitbestG, wonach u.a. § 100 AktG auf sie nicht anzuwenden ist.
7. Abberufung: Die Bestellung zum Mitglied des Aufsichtsrats bei einer Genossenschaft kann auch vor Ablauf des Zeitraums, für das es gewählt wurde, durch die Generalversammlung per Beschluss (mind. 3/4 der abgegeb. Stimmen) widerrufen werden (vgl. § 36 III GenG). Zu den übrigen Gesellschaften siehe Abberufung.
9. Für seine Tätigkeit erhält der Aufsichtsrat eine Vergütung (Aufsichtsratsvergütung). Ber der Genossenschaft gilt nach § 36 II GenG die Besonderheit, dass deren Aufsichtsratsmitgleider „keine nach dem Geschäftsergebnis bemessene Vergütung beziehen dürfen“.