Source: https://www.deubner-steuern.de/produkte/personengesellschaften/p/144-schicksal-negativer-kapitalkonten-908575
Timestamp: 2019-11-14 23:30:29
Document Index: 52195758

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 15', '§ 15', '§ 10', '§ 15', '§ 6']

14.4 Schicksal negativer Kapitalkonten
Grundsätzlich kann auch ein Kommanditanteil mit negativem Kapitalkonto Gegenstand einer unentgeltlichen Übertragung (Abtretung) mit der Folge der Buchwertverknüpfung i.S.d. § 6 Abs. 3 EStG sein. Der nach § 15a Abs. 4 EStG gesondert festgestellte beschränkt verrechenbare Verlust geht auf den Rechtsnachfolger über, so dass künftig zuzurechnende Gewinnanteile mit den Verlustanteilen aus der Zeit der Zurechnung nach § 15a Abs. 2 EStG beim Altgesellschafter ausgeglichen werden können.1) BFH, Urt. v. 10.03.1998 - VIII R 76/96 , BStBl II 1999, 269 , zu II.3b) der Gründe; BFH, Beschl. v. 17.12.2007 - GrS 2/04 , BStBl II 2008, 608 : Das Verlustabzugsverbot nach § 10d EStG ist nicht analog anwendbar; Schmidt/Wacker, EStG , 38. Aufl. 2019, § 15a Rdnr. 234. Dies schließt es zugleich aus, dass in der Person des Neugesellschafters ein "Erwerbsverlust" entsteht. Stattdessen ist das negative Kapitalkonto in der Person des Erwerbers fortzuführen (§ 6 Abs. 3 Satz 3 EStG ).