Source: http://www.jurablogs.com/2013/10/02/kg-berlin-werbung-internet-kinder-richtet-spiel-dargestellt-ist-unlauter
Timestamp: 2017-01-22 12:15:00
Document Index: 39711364

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 540', '§ 313', '§ 8', '§ 4', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BlogsDr. Damm & Partner RechtsanwälteOktober 2013KG Berlin: Werbung im Internet, die sich an Kinder richtet und als Spiel dargestellt ist, ist unlauterKG Berlin, Urteil vom 15.01.2013, Az. 5 U 84/12 § 3 Abs. 2 UWG, § 4 Nr. 1 UWG, § 4 Nr. 3 UWG Das KG Berlin hat entschieden, dass eine Werbung auf einem Internetportal für Kinder ab sieben Jahren, welche die Animation eines Schneebälle werfenden Elches mit der Aufforderung “Klick und wirf zurück” darstellt, ohne ausreichend deutliche Kennzeichnung unlauter ist. Dabei sei zu berücksichtigen, dass Kinder der angesprochenen Zielgruppe eine schwächere Aufmerksamkeits- und Lesekompetenz aufwiesen als Jugendliche oder Erwachsene und daher höhere Anforderungen an die Deutlichkeit eines Werbehinweises zu stellen seien. Diese Auffassung vertrat auch das OLG Köln (hier). Zum Volltext der Entscheidung:Kammergericht BerlinUrteil1. Die Berufung der Antragsgegnerin gegen das Urteil der Kammer für Handelssachen 96 des Landgerichts Berlin vom 23. März 2012 - 96 O 126/11 - wird zurückgewiesen.2. Die Antragsgegnerin hat die Kosten des Verfahrens zweiter Instanz zu tragen.GründeA. Von der Wiedergabe eines Tatbestands wird gemäß § 540 Abs. 2 i.V. mit § 313a Abs. 1 Satz 1 ZPO abgesehen.B. Die Berufung der Antragsgegnerin ist statthaft, form- und fristgerecht eingelegt und auch sonst zulässig. In der Sache ist sie jedoch unbegründet. Zu Recht hat das Landgericht in der angefochtenen Entscheidung einen (dringenden) Unterlassungsanspruch aus §§ 8, 3, 4 Nr. 3 UWG wegen verschleierter Werbung angenommen. Dies hält den Angriffen der Berufung stand.I. Vergeblich wendet die Berufung ein, dass die mit der Werbung angesprochene Zielgruppe nicht zu einer geschäftlichen Handlung veranlasst werde, was einen Verstoß gegen § 4 Nr. 3 UWG ausschließe ...Zum vollständigen Artikel20 LeserLampmann, Haberkamm & Rosenbaum:BGH: Wann richtet sich Werbung an Minderjährige?133 LeserLampmann, Haberkamm & Rosenbaum:Ich bin dann mal zum Gericht36 LeserLampmann, Haberkamm & Rosenbaum:Es kann nur einen (Testsieger) geben!25 LeserDr. Damm & Partner Rechtsanwälte:OLG Hamburg: Werbung für Medikament mit Stiftung Warentest-Testergebnis ist wettbewerbs...123 LeserUnterhalt24 Blog:OLG München: HKÜ ist nicht auf die Gebiete von Ostjerusalem anwendbar34 LeserRechtslupe:Seediensttauglichkeitszeugnisse für behinderte Chefingenieure eines Kreuzfahrtschiffes444 LeserUnterhalt24 Blog:OLG Hamm: Tochter zahlt für den Heimaufenthalt der eigenen Mutter36 LeserLampmann, Haberkamm & Rosenbaum:Keine unzulässige Werbung mit Selbstverständlichkeiten bei freiwilliger Sonderleistung10 verwandte ArtikelAn Kinder gerichtete Lock-Werbung der Firma Müller unlauter“Klick und wirf zurück”LG Berlin: Verschleierte Internet-Werbung, die Kinder durch ein Spiel auf Werbeseiten lockt, ist wettbewerbswidrigOnlinespiele – und die gezielte Werbeansprache von KinderLG Berlin: Nicht abzubrechende Werbung bei Browserspielen wettbewerbswidrig / Unzulässigkeit von sog. InterstitialsOLG Hamm: Zur erforderlichen Platzierung der WiderrufsbelehrungOLG Hamburg: Zur unzulässigen Werbung mit gesundheitsbezogenen Angaben für Kindernahrung - Zulassungsantrag gemäß HCV wirkt nicht
legalisierendOLG Köln: Irreführende Werbung durch physikalisch nicht korrekte Interpretation eines ExperimentsBGH: Gezielter Einsatz von Schülern als Kaufmotivatoren wettbewerbswidrig - Tony TalerBGH: Zulässige Werbung gegenüber Kindern mit Zeugnisaktion - Kaufpreisermäßigung von 2 € für jede Eins im Zeugnis durch Media-MarktÜber den ArtikelVeröffentlicht October 2, 2013 7:59am im Blog Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte.KategorienWettbewerbsrechtThemenWettbewerbsrecht, Urteile & Beschlüsse, Verbraucherschutz, Werbung, Kammergericht Berlin, Kg Berlin, Bannerwerbung, Verschleiert, Werbebanner, ZielgruppeTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresDie Verwendung von kostenfrei zur Verfügung gestellten Fotos kann auch für Webdesigner zur Falle werdenvon Kai Riefenstahl / karief.comLG Hannover: Unterlassungserklärung unter der auflösenden Bedingung einer auf Gesetz oder höchstrichterlicher Rechtsprechung beruhenden Klärung nicht ausreichenvon Marcus Beckmann / Beckmann und Norda Rechtsanwälte BielefeldBerliner HU will Dienstverhältnis mit Andrej Holm beendenvon beck-blogLG Düsseldorf: Von Vodafone verwendete Klauseln zur automatischen Nachbuchung von kostenpflichtigem Datenvolumen ohne Zustimmung des Kunden unzulässigvon Marcus Beckmann / Beckmann und Norda Rechtsanwälte BielefeldAuf den Hund gekommen: 9 tierisch aktuelle Urteilevon Jannina Schäffer / iurratio OnlineAls nächstes lesen - bislang 73 Leser:Auf den Hund gekommen: 9 tierisch aktuelle Urteile