Source: http://kanzlei-hogrefe.de/bank-und-kapitalmarktrecht/futura-finanz-ag-iff-ag/
Timestamp: 2018-01-23 14:08:34
Document Index: 269696791

Matched Legal Cases: ['§ 823', '§ 263', '§ 25', '§ 826', '§ 826', '§ 826']

Futura Finanz AG / IFF- AG – Kanzlei Hogrefe
Futura Finanz AG / IFF- AG
18.06.2015 Capital Sachwert, Deltoton, Lion Equity Fond
Die Kanzlei Hogrefe hat in allen Fällen bezgl. des Verantwrtlichen der Furura Finanz AG ein obsiegendes Urteil oder Vergleiche für die Mandantschaft erwirkt.
Capital Sachwert Alliance Beteiligungsfonds 4 AG & Co. KG und Capital Sachwert Alliance Beteiligungsfonds 5 AG & Co. KG
Der 12. Senat des Oberlandesgerichts Nürnberg verurteilte Vertriebschef auf Betreiben der Kanzlei Hogrefe als Anlegerschützer in der mündlichen Verhandlung im März 2013 an den Kläger EUR 43.635,87 nebst Zinsen hieraus in Höhe von 5%-Punkten über dem Basiszinssatz seit Klageerhebung zu zahlen. Damit übernahm der Senat im wesentlichen die zur Verurteilung führenden Gründe des Landgerichts Nürnberg.
In einem weiteren Urteil gegen den Beklagten wurde dessen Berufung gegen das Endurteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth zurückgewiesen. Damit wurde das vorausgegangene erstinstanzliche Urteil des Landgerichts Nürnberg bestätigt.
In dem erstinstanzlichen Urteil wurde der Vertriebskopf verurteilt, an den Kläger EUR 41.005,10 nebst Zinsen hieraus in Höhe von 5%-Punkten über dem Basiszinssatz seit Klagerhebung zu zahlen. Das Gericht begründete die Entscheidung unter anderem wie folgt:
„Der Beklagte muss, weil er durch Betrug die Beteiligung des Klägers und seiner Ehefrau an den CSA 4 und 5 erreicht hat, ihnen daraus entstandene Schäden ersetzen (§ 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 263 Abs. 1, § 25 Abs. 1 Fall 2 StGB).“
„Der Beklagte hat den Kläger durch die Vermittler vorsätzlich getäuscht und geschädigt.“
12. Senat des Oberlandesgerichtes verureilt Vertriebskopf an den Kläger EUR 26.685,67 nebst Zinsen
Nürnberg verurteilt den Verantwortlichen an den Kläger EUR 26.685,67 nebst Zinsen in Höhe von 5%-Punkten über dem Basiszinssatz seit Klageerhebung zu zahlen. Damit schloss sich das Oberlandesgericht im wesentlichen Ergebnis dem erstinstanzlichen Urteil des Landgerichts Nürnberg an.
Der Vertriebskopf wurde verurteilt, an die Klagepartei die geleisteten Einzahlungen von EUR 5.902,90 sowie Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz zu zahlen.
Weiter wurde der Veranwortlichen verurteilt, den Kläger von allen etwaigen künftigen Ansprüchen aus der Beteiligung freizustellen. Es wurde festgestellt, dass der Beklagte verpflichtet ist, dem Kläger alle zukünftigen Schäden im Zusammenhang mit der Beteiligung, insbesondere Steuerschäden, zu ersetzen. Damit der Beklagtensich nicht durch ein Insolvenzverfahren enthaften kann, sorgte die Kanzlei Hogrefe auch dafür, dass festgestellt wurde, dass der Beklagte aus einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung zu Schadensersatz verpflichtet ist. In der Begründung kam das Gericht zu dem Ergebnis, dass der Verantwortlichen dem Kläger wegen vorsätzlich sittenwidriger Schädigung i.S.d. § 826 BGB zum Schadensersatz verpflichtet ist. Der Beklagte hat den Kläger in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Weise vorsätzlich geschädigt. Ein sittenwidriges Verhalten i.S.d. § 826 BGB liegt vor, wenn eine bewusst unrichtige Auskunft aus eigennützigen Interessen gegeben wird. Wird eine Auskunft aufgrund grobfahrlässigen Verhaltens leichtfertig in unrichtiger Weise erteilt, ist die Handlung dann als sittenwidrig zu werten, wenn die Auskunft für die Entschließung des Empfängers – für den Auskunftsgeber erkennbar – von Bedeutung ist und dieser unter Verfolgung eigener Interessen in dem Bewusstsein einer möglichen Schädigung des Empfängers handelt. Unter Berücksichtigung dieses Maßstabes liegt ein sittenwidriges Verhalten i.S.d. § 826 BGB erst recht vor, wenn wie hier mittelbar durch die Vertriebsmitarbeiter bewusst falsche Auskünfte erteilt werden. Das Gericht kam zu der Überzeugung, dass die Vertriebsmitarbeiter und die Vermittlung an den Kläger nach Maßgabe des vom Beklagtem verwendeten „Präsentationsgesprächs“ erfolgte und dieses Verkaufsgespräch für die Anlageentscheidung ursächlich gewesen ist.
Sollten Sie ähnlich betroffen sein, sollten Sie sich an einen im Bank- und Kapitalmarktrecht erfahrenen Rechtsanwalt wenden.
Selbstverständlich ist auch die Kanzlei Hogrefe bereit, hier behilflich zu sein.