Source: http://www.landesrecht-hamburg.de/jportal/portal/page/bshaprod.psml?showdoccase=1&st=lr&doc.id=jlr-StudKAPOHA2005V3P36&doc.part=X&doc.origin=bs
Timestamp: 2020-02-21 22:11:46
Document Index: 109539716

Matched Legal Cases: ['§ 43', '§ 44', '§ 45', '§ 46', '§ 47', '§ 101', '§ 1', '§ 36', '§ 2', '§ 12', '§ 27', '§ 7', '§ 22', '§ 23', '§ 25', '§ 63', '§ 60', '§ 7', '§ 7', '§ 5', '§ 38', '§ 21', '§ 22', '§ 19', '§ 20', '§ 29', '§ 19', '§ 22', '§ 22', '§ 28', '§ 29', '§ 42', '§ 42', '§ 36', '§ 38', '§ 43', '§ 46', '§ 46']

Vom 20. Juli 2005 *)
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: zuletzt geändert durch Verordnung vom 30. Oktober 2018 (HmbGVBl. S. 361)
Auf Grund von § 43 Absatz 3 Satz 1 , § 44 Absatz 2 Satz 3 , § 45 Absatz 4 , § 46 Absatz 2 , § 47 Absatz 2 und § 101 des Hamburgischen Schulgesetzes vom 16. April 1997 (HmbGVBl. S. 97), zuletzt geändert am 29. Juni 2005 (HmbGVBl. S. 267), und § 1 Nummern 12, 13, 14, 15, 16 und 18 der Weiterübertragungsverordnung-Schulrecht vom 9. Dezember 2003 (HmbGVBl. S. 580), geändert am 17. Mai 2005 (HmbGVBl. S. 199), wird verordnet:
§ 36b Fachunterricht Deutsch
Diese Verordnung gilt für die Ausbildung und Prüfung von Studienbewerberinnen und Studienbewerbern am Studienkolleg Hamburg. Soweit das Studienkolleg Hamburg auf Grundlage einer Kooperationsvereinbarung mit einzelnen Hochschulen in Hamburg ausländische Studierende durch Propädeutikkurse zu Beginn ihres Studium unterstützt, gelten nur die Bestimmungen der §§ 2 , 4 , 13 , 14 und 15 .
Die Zulassung zum Studienkolleg ist beschränkt. Die Zulassungszahlen für die Kurse ergeben sich aus der Anlage 1 .
(1) Ein Antrag auf Zulassung muss schriftlich bei der Zulassungsstelle des Studienkollegs Hamburg eingehen. Er muss je nach Ausbildungsbeginn bis zum 31. März oder bis zum 30. September eines Jahres für den jeweils folgenden Kurs eingegangen sein.
eine Vorprüfungsdokumentation (VPD) der Arbeits- und Servicestelle für internationale Studienbewerbungen (uni-assist), aus der sich die Berechtigung zum Besuch eines Studienkollegs ergibt,
eine amtlich beglaubigte Kopie eines deutschen Sprachzeugnisses (Mindestniveau B2 gemäß dem europäischen Referenzrahmen).
(6) Die Zulassung für einen Fachkurs erfolgt unter dem Vorbehalt einer nachträglichen Zuweisung in den Sprachkurs Deutsch gemäß § 12 . Die Zulassung ist der Bewerberin bzw. dem Bewerber schriftlich oder elektronisch mitzuteilen.
Kann ein Prüfling an der abschließenden Prüfung eines Kurses insgesamt oder an einzelnen Prüfungsteilen wegen Krankheit oder wegen eines sonstigen wichtigen Grundes nicht teilnehmen, so bestimmt das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses, wann die Prüfung nachgeholt oder fortgesetzt wird. Bereits abgelegte Prüfungsteile werden angerechnet. Der wichtige Grund ist unverzüglich nachzuweisen. Bei Krankheit kann die Vorlage einer amtsärztlichen Bescheinigung verlangt werden. Wer an der abschließenden Prüfung eines Kurses ohne wichtigen Grund nicht teilnimmt, hat die Prüfung insgesamt nicht bestanden. Wird eine Prüfung durch den Prüfling mehr als insgesamt zweimal unterbrochen, gilt sie als nicht bestanden.
(2) Die Wiederholung des zweiten Ausbildungsabschnitts ist ausgeschlossen, wenn der Prüfling in der schriftlichen Prüfung in allen Fächern mangelhafte Leistungen oder in einem Fach ungenügende und in einem weiteren Fach mangelhafte oder ungenügende Leistungen erbracht hat; in besonders gelagerten Einzelfällen kann der Prüfungsausschuss Ausnahmen genehmigen. Satz 1 gilt entsprechend, wenn der Prüfling aufgrund einer Pflichtwidrigkeit im Sinne von § 27 Absatz 1 Satz 1 von der Fortsetzung der Prüfung ausgeschlossen wurde.
Die Verteilung der Kursplätze an deutsche und ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber erfolgt nach § 7 , soweit sich aus den nachfolgenden Bestimmungen nichts anderes ergibt.
(1) Die sich aus der Anlage 1 ergebende Gesamtzahl der Zulassungszahlen wird bis einschließlich Wintersemester 2019 um 50 Plätze je Semester erhöht. Diese Plätze werden zur Ermöglichung der Aufnahme von Personen eingerichtet, die nach dem 1. Januar 2014 in die Bundesrepublik Deutschland eingereist sind und
eine Aufenthaltserlaubnis nach § 22 , § 23 Absatz 1, 2 oder 4 , § 25 Absatz 1, 2, 3 oder 5 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) in der Fassung vom 25. Februar 2008 (BGBl. I S. 163), zuletzt geändert am 8. März 2018 (BGBl. I S. 342), oder
eine Aufenthaltsgestattung nach § 63 des Asylgesetzes in der Fassung vom 2. September 2008 (BGBl. I S. 1799), zuletzt geändert am 20. Juli 2017 (BGBl. I S. 2780, 2783), oder eine Duldung nach § 60a AufenthG , die jeweils für mindestens sechs Monate ausgestellt wurde,
(2) Übersteigt die Zahl der berechtigten Bewerberinnen und Bewerber die nach Absatz 1 Satz 1 festgelegte Zahl, erfolgt die Auswahl innerhalb dieses Personenkreises gemäß § 7 Absatz 4 . Die ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber werden sodann vorrangig vor den regulären Studienbewerberinnen und Studienbewerbern in die von ihnen gewählten Fachkurse aufgenommen. Für die Bewerberinnen und Bewerber, die nicht im Rahmen des Kontingents von 50 Plätzen vorrangig aufgenommen wurden, gelten die Kriterien des regulären Vergabeverfahrens nach § 7 .
(3) Die nach § 5 Absatz 2 Nummern 1 und 3 genannten Dokumente können nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 3. Dezember 2015 über den Hochschulzugang und die Hochschulzulassung für Studienbewerberinnen bzw. Studienbewerber, die fluchtbedingt den Nachweis der im Heimatland erworbenen Hochschulzugangsberechtigung nicht erbringen können, ersetzt werden. Wer die Eignungsprüfung nicht bestanden hat, wird nicht zugelassen.
Fachunterricht Deutsch
(1) Alle Kollegiatinnen und Kollegiaten müssen das Deutsche Sprachdiplom Stufe II der Kultusministerkonferenz der Länder in der Bundesrepublik Deutschland entsprechend der Prüfungsordnung für die Prüfungen zum Deutschen Sprachdiplom (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 6. Dezember 1996 in der jeweils geltenden Fassung) am Studienkolleg ablegen. Weist eine Kollegiatin bzw. ein Kollegiat das Deutsche Sprachdiplom Stufe II nach, kann sie bzw. er zur Notenverbesserung erneut in die Prüfung eintreten.
(2) Die Prüfungen zum Deutschen Sprachdiplom Stufe II ersetzen die Feststellungsprüfung im Fach Deutsch und umfassen einen schriftlichen und einen mündlichen Prüfungsteil. Der mündliche Prüfungsteil zum Deutschen Sprachdiplom Stufe II ersetzt die mündliche Prüfung gemäß § 38 Absätze 1 und 3 in Verbindung mit § 21 Absatz 1 .
(3) Kollegiatinnen bzw. Kollegiaten, die die Feststellungsprüfung im Fach Deutsch wiederholen, nehmen nicht erneut an der Prüfung zum Deutschen Sprachdiplom teil, sondern absolvieren eine schriftliche und mündliche Prüfung im Fach Deutsch.
(4) Das Gesamtergebnis der Prüfungen zum Deutschen Sprachdiplom Stufe II entspricht der Prüfungsnote nach § 22 Absatz 1 . Abweichend von § 19 Absatz 1 werden die Vornoten im Fach Deutsch spätestens drei Unterrichtstage vor Beginn der schriftlichen Prüfung in den weiteren schriftlichen Prüfungsfächern festgesetzt. Soweit in § 20 Absatz 8 und § 29 Absatz 2 auf die Leistungen in den schriftlichen Prüfungen Bezug genommen wird, ist für das Fach Deutsch auf die Prüfungsnote zum Deutschen Sprachdiplom Stufe II abzustellen. Im Übrigen gelten die Vorschriften nach Teil A Abschnitt 4 dieser Verordnung, insoweit sie nicht im Widerspruch zu den Vorgaben der in Absatz 1 Satz 1 genannten Prüfungsordnung einschließlich ihrer Ausführungsbestimmungen stehen.
(1) Auf Antrag der Kollegiatinnen und Kollegiaten und nach Beschluss der Kurskonferenz können die Kollegiatinnen und Kollegiaten des ersten Semesters vorzeitig an der Feststellungsprüfung im Ganzen oder in einzelnen Fächern teilnehmen, wenn ein erfolgreicher Abschluss zu erwarten ist (Freischuss). Dies ist grundsätzlich der Fall, wenn die Leistungen in dem jeweiligen Fach zum Zeitpunkt des Konferenzbeschlusses mindestens „gut“ sind. Ein Freischuss im Fach Englisch kann absolviert werden, wenn die Note in diesem Fach mindestens „gut“ (2) bezogen auf die Niveaustufe B2 ist. Die Kurskonferenz tagt mindestens sechs Wochen vor dem Prüfungstermin. § 19 gilt entsprechend.
(2) Ein Freischuss im Fach Deutsch ist nur als Teil eines Freischusses in allen Fächern möglich. Die Prüfung im Fach Deutsch besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Eine mündliche Prüfung in einem anderen Prüfungsfach ist bei einem Freischuss in allen Fächern nicht möglich.
(4) Die vorgezogene Prüfung ist insgesamt bestanden, wenn die Voraussetzungen des § 22a erfüllt sind. Die vorgezogene Prüfung in einem einzelnen Fach ist bestanden, wenn die Note der schriftlichen Prüfung, die Prüfungsnote insgesamt und die Endnote in diesem Fach mindestens „ausreichend“ lauten. § 22 gilt entsprechend.
(3) Wer die Ergänzungsprüfung bestanden hat, erhält darüber ein Zeugnis. Das Zeugnis ist in Verbindung mit dem Zeugnis der Feststellungsprüfung gültig und enthält die Endnoten für die geprüften Fächer. Außerdem enthält es eine Durchschnittsnote gemäß § 28 Absatz 1 . Die Durchschnittsnote errechnet sich aus den Endnoten der geprüften und der angerechneten Prüfungsfächer. Wer die Ergänzungsprüfung nicht bestanden hat, erhält eine Teilnahmebescheinigung.
(2) Die Fächer der schriftlichen Prüfung ergeben sich aus der Anlage 2 . Für die einzelnen Arbeiten stehen den Prüflingen in den Fächern Deutsch und Mathematik nach näherer Festlegung bei der Bestimmung der Aufgaben jeweils vier bis fünf und im Fach Englisch drei Zeitstunden zur Verfügung.
(5) Besteht die Kollegiatin oder der Kollegiat die abschließende Prüfung nicht, gilt § 29 .
(1) Studienbewerberinnen und Studienbewerber nach § 42 Absatz 1 Satz 1 , die im laufenden Ausbildungsabschnitt nicht das Studienkolleg besucht haben, können an der Abschlussprüfung als Externe teilnehmen. Zugelassen wird, wer Kenntnisse der deutschen Sprache auf dem Niveau C 1 nachweisen kann, im Übrigen die Voraussetzungen nach § 42 Absatz 1 erfüllt und nicht mehr als einmal an der Abschlussprüfung in Hamburg oder in einem anderen Land in der Bundesrepublik Deutschland ohne Erfolg teilgenommen hat. In besonders gelagerten Einzelfällen kann das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses Ausnahmen genehmigen.
Kurse für deutsche und ausländische Studienbewerberinnen und Studienbewerber ( § 36 Absatz 4 , § 38 Absatz 1 )
Kurse für Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler und jüdische Immigrantinnen und Immigranten aus der ehemaligen Sowjetunion ( § 43 , § 46 Absatz 2 )
zwei der Fächer Physik, Biologie und Chemie nach Wahl der Kollegiatinnen oder Kollegiaten im Rahmen des Angebots des Studienkollegs (Es gilt § 46 Absatz 1 Satz 3 )