Source: https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/14063
Timestamp: 2018-10-21 04:51:17
Document Index: 163529389

Matched Legal Cases: ['§ 47', '§ 59', '§ 20', '§ 11', '§ 44', '§ 43', '§ 44', '§ 21', '§ 45', '§ 65', '§ 43', '§ 4', '§ 46', '§ 38', '§ 38', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 7', '§ 14', '§ 24', '§ 2', '§ 14', '§ 21', '§ 18', '§ 24', '§ 37', '§ 27', '§ 37', '§ 37', '§ 8', '§ 9', '§ 60', '§ 6', '§ 37', '§ 31']

REVOSax Landesrecht Sachsen - POKfB
Prüfungsordnung der Landesdirektion Sachsen für die Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement
Vollzitat: Prüfungsordnung der Landesdirektion Sachsen für die Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement vom 18. Juli 2014 (SächsABl. S. 900)
für die Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement
(POKfB)
Aufgrund des Beschlusses des Berufsbildungsausschusses vom 26. Juni 2014 erlässt die Landesdirektion Sachsen als zuständige Stelle nach § 47 Abs. 1 Satz 1, §§ 59 und 79 Abs. 4 Satz 1 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), das zuletzt durch Artikel 22 des Gesetzes vom 25. Juli 2013 (BGBl. I S. 2749, 2758) geändert worden ist, folgende Prüfungsordnung für die Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement:
Gegenstand und Gliederung des Teils 1 der Abschlussprüfung
Gegenstand und Gliederung des Teils 2 der Abschlussprüfung
Bescheinigung und Prüfungszeugnis
2) Die Prüfungsausschüsse bestehen aus jeweils drei Mitgliedern. Der Prüfungsausschuss für gemeinsame Aufgaben besteht aus mindestens drei Mitgliedern.
(4) Ausgeschlossene und befangene Prüfungsausschussmitglieder dürfen nicht an der Beschlussfassung mitwirken. Die §§ 20 und 21 des Verwaltungsverfahrensgesetzes ( VwVfG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. Januar 2003 (BGBl. I S. 102), das zuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 25. Juli 2013 (BGBl. I S. 2749, 2753) geändert worden ist, gelten entsprechend.
Erstellung von Prüfungsaufgaben und Entscheidung über deren Eignung für die schriftliche Prüfung und die Fachaufgabe in der Wahlqualifikation,
Entscheidung über die Zulassung zur Abschlussprüfung (§ 11 Abs. 1 Satz 2),
Abnahme der Fachaufgabe in der Wahlqualifikation und der Ergänzungsprüfung sowie Beschlüsse über die Ergebnisse dieser Prüfungen,
(1) Zum Teil 1 der Abschlussprüfung ist zuzulassen (§ 44 Abs. 2 in Verbindung mit § 43 Abs. 1 Nr. 2 und 3 BBiG)
(2) Zum Teil 2 der Abschlussprüfung ist zuzulassen,
wer an Teil 1 der Abschlussprüfung teilgenommen hat,
(3) Die Voraussetzung nach Absatz 2 Nr. 2 gilt nicht, wenn Auszubildende aus Gründen, die sie nicht zu vertreten haben, an Teil 1 der Abschlussprüfung nicht teilgenommen haben. In diesem Fall ist Teil 1 der Abschlussprüfung zusammen mit Teil 2 abzulegen (§ 44 Abs. 3 BBiG). § 21 Abs. 4 gilt entsprechend.
(4) Auszubildende können nach Anhören der Ausbildenden und der Berufsschule vor Ablauf ihrer Ausbildungszeit zum Teil 1 und zum Teil 2 der Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen (§ 45 Abs. 1 BBiG).
(5) Behinderte Menschen sind zur Abschlussprüfung auch zuzulassen, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 Nr. 2 und 3 oder des Absatzes 2 Nr. 3 und 4 nicht vorliegen (§ 65 Abs. 2 Satz 2 BBiG). Der Nachweis der Behinderung ist rechtzeitig unter Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung zu erbringen. Die zuständige Stelle kann ein amtsärztliches Gutachten verlangen.
(6) Zur Abschlussprüfung ist ferner zuzulassen, wer in einer berufsbildenden Schule oder einer sonstigen Berufsbildungseinrichtung ausgebildet worden ist, wenn dieser Bildungsgang der Berufsausbildung im Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement entspricht (§ 43 Abs. 2 Satz 1 BBiG).
(7) Des Weiteren ist zur Abschlussprüfung zuzulassen,
zum Zeitpunkt des Beginns der Prüfung (Datum der ersten Prüfungsleistung) eine mindestens viereinhalbjährige berufspraktische Tätigkeit als Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement im Bereich des öffentlichen Dienstes nachweisen kann. Als berufspraktische Tätigkeit gelten auch Ausbildungszeiten in einem anderen einschlägigen Ausbildungsberuf.
(4) Die berufspraktische Tätigkeit ist nachzuweisen. Der Nachweis muss einen hinreichenden Aufschluss darüber zulassen, dass tatsächlich die Tätigkeit eines Kaufmannes/einer Kauffrau für Büromanagement ausgeübt wurde. Die zuständige Stelle kann die Verwendung besonderer Formulare verlangen.
(1) Der Auszubildende ist mit seiner Zustimmung innerhalb der Anmeldefrist unter Verwendung der von der zuständigen Stelle vorgegebenen Anmeldeformulare vom Ausbildenden gesondert zum Teil 1 und Teil 2 der Abschlussprüfung anzumelden.
(2) Der Ausbildungsbetrieb teilt der zuständigen Stelle mit der Anmeldung zur Prüfung mit, welche Variante für den Prüfungsteilnehmer im Prüfungsbereich „Fachaufgabe in der Wahlqualifikation“ nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 3 der Verordnung über die Erprobung abweichender Ausbildungs- und Prüfungsbestimmungen in der Büromanagementkaufleute-Ausbildungsverordnung (Erprobungsverordnung) vom 11. Dezember 2013 (BGBl. I S. 4141), geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 16. Juni 2014 (BGBl. I S. 791), in der jeweils geltenden Fassung, zur Vorbereitung auf das fallbezogene Fachgespräch gewählt wird.
(3) Besteht kein Berufsausbildungsverhältnis, kann der Prüfungsbewerber selbst den Antrag auf Zulassung stellen. Die erforderlichen Nachweise sind beizufügen.
(1) Über die jeweilige Zulassung zur Abschlussprüfung entscheidet die zuständige Stelle. Hält sie die Zulassungsvoraussetzungen nicht für gegeben, entscheidet der Prüfungsausschuss für gemeinsame Aufgaben (§ 46 Abs. 1 BBiG).
(1) Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfungsteilnehmer die berufliche Handlungsfähigkeit für den Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement erworben hat. In ihr soll der Prüfungsteilnehmer nachweisen, dass er
Die Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Büromanagement und zur Kauffrau für Büromanagement (Büromanagementkaufleute-Ausbildungsverordnung – BüroMKfAusbV) vom 11. Dezember 2013 (BGBl. I S. 4125), geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 16. Juni 2014 (BGBl. I S. 791), in der jeweils geltenden Fassung, sowie die Erprobungsverordnung sind zugrunde zu legen (§ 38 BBiG).
(2) Die Abschlussprüfung besteht aus den zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2. In Teil 2 der Abschlussprüfung sollen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Abschlussprüfung waren, nur insoweit einbezogen werden, als dies für die Feststellung der Berufsbefähigung nach § 38 BBiG erforderlich ist.
(1) Teil 1 der Abschlussprüfung soll zur Mitte des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
(2) Teil 1 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in den Anlagen 1 und 2 der Büromanagementkaufleute-Ausbildungsverordnung für die ersten 15 Monate genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Teil 1 der Abschlussprüfung findet im Prüfungsbereich „informationstechnisches Büromanagement“ statt.
(4) Für den Prüfungsbereich „informationstechnisches Büromanagement“ bestehen folgende Vorgaben:
der Prüfungsteilnehmer soll nachweisen, dass er in der Lage ist, im Rahmen eines ganzheitlichen Arbeitsauftrages Büro- und Beschaffungsprozesse zu organisieren und kundenorientiert zu bearbeiten; dabei soll er nachweisen, dass er unter Anwendung von Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen recherchieren, dokumentieren und kalkulieren kann;
der Prüfungsteilnehmer soll berufstypische Aufgaben schriftlich computergestützt bearbeiten;
(2) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich auf die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach den Anlagen 1 und 2 der Büromanagementkaufleute-Ausbildungsverordnung sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
Der Prüfungsteilnehmer soll nachweisen, dass er in der Lage ist, komplexe Arbeitsaufträge handlungsorientiert zu bearbeiten; dabei soll er zeigen, dass er Aufträge kundenorientiert abwickeln, personalbezogene Aufgaben wahrnehmen und Instrumente der kaufmännischen Steuerung fallbezogen einsetzen kann;
der Prüfungsteilnehmer soll berufstypische Aufgaben schriftlich bearbeiten;
Der Prüfungsteilnehmer soll nachweisen, dass er in der Lage ist,
mit dem Prüfungsteilnehmer soll ein fallbezogenes Fachgespräch durchgeführt werden, für das folgende Vorgaben bestehen:
Grundlage für das fallbezogene Fachgespräch ist eine der festgelegten Wahlqualifikationen nach § 4 Abs. 3 BüroMKfAusbV,
bewertet werden die Leistungen, die der Prüfungsteilnehmer im fallbezogenen Fachgespräch zeigt,
das Fachgespräch wird mit einer Darstellung von Aufgabe und Lösungsweg durch den Prüfungsteilnehmer eingeleitet;
zur Vorbereitung auf das fallbezogene Fachgespräch soll der Prüfungsteilnehmer
für jede der beiden festgelegten Wahlqualifikationen nach § 4 Abs. 3 BüroMKfAusbV einen höchstens dreiseitigen Report über die Durchführung einer betrieblichen Fachaufgabe erstellen oder
eine von zwei praxisbezogenen Fachaufgaben, die ihm vom Prüfungsausschuss zur Wahl gestellt werden, bearbeiten und Lösungswege entwickeln; Grundlage für die Fachaufgabe ist eine der festgelegten Wahlqualifikationen nach § 4 Abs. 3 BüroMKfAusbV.
Wird die Variante nach Satz 1 Nr. 3 Buchst. a gewählt, hat der Ausbildende zu bestätigen, dass die Fachaufgaben vom Prüfungsteilnehmer eigenständig im Betrieb durchgeführt worden sind. Der Prüfungsausschuss für gemeinsame Aufgaben kann verbindliche Formvorschriften beschließen. Die Reporte müssen der zuständigen Stelle spätestens am ersten Tag von Teil 2 der Abschlussprüfung zugegangen sein. Auf die Vorlagefrist wird mit der Bekanntmachung der Termine nach § 7 hingewiesen. Die Reporte werden nicht bewertet. Aus den beiden betrieblichen Fachaufgaben wählt der Prüfungsausschuss eine aus. Ausgehend von der gewählten Fachaufgabe und dem dazu erstellten Report entwickelt der Prüfungsausschuss für die zugrunde liegende Wahlqualifikation das fallbezogene Fachgespräch so, dass die in Satz 1 Nr. 1 genannten Vorgaben nachgewiesen werden können. Wird die Variante nach Satz 1 Nr. 3 Buchst. b gewählt, ist dem Prüfungsteilnehmer eine Vorbereitungszeit von 20 Minuten einzuräumen. Ausgehend von der Fachaufgabe, die der Prüfungsteilnehmer gewählt hat, entwickelt der Prüfungsausschuss für die zugrunde liegende Wahlqualifikation das fallbezogene Fachgespräch so, dass die in Satz 1 Nr. 1 genannten Vorgaben nachgewiesen werden können.
der Prüfungsteilnehmer soll nachweisen, dass er in der Lage ist, allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt darzustellen und zu beurteilen;
der Prüfungsteilnehmer soll fallbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;
(7) Termin und Ort für den Prüfungsbereich Fachaufgabe in der Wahlqualifikation sollen den Prüfungsteilnehmern bis spätestens zehn Tage vor deren Beginn von der zuständigen Stelle mitgeteilt werden.
(8) Der Prüfungsbereich Fachaufgabe in der Wahlqualifikation ist begrenzt öffentlich. Vertreter des Staatsministeriums des Innern und der zuständigen Stelle sowie Mitglieder und stellvertretende Mitglieder des Berufsbildungsausschusses können anwesend sein. Der Prüfungsausschuss kann im Einvernehmen mit der zuständigen Stelle Dritte als Zuhörer zulassen, sofern keiner der Prüfungsteilnehmer widerspricht. Teilnehmer des gleichen Prüfungstermins können nicht zugelassen werden. Bei der Beratung über das Prüfungsergebnis dürfen nur die Mitglieder des Prüfungsausschusses anwesend sein.
(1) Auf Antrag des Prüfungsteilnehmers ist die Prüfung in einem der Prüfungsbereiche „Kundenbeziehungsprozesse“ oder „Wirtschafts- und Sozialkunde“ durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn der Prüfungsbereich schlechter als „ausreichend“ bewertet worden ist und die mündliche Ergänzungsprüfung für das Bestehen der Abschlussprüfung den Ausschlag geben kann. § 14 Abs. 7 und 8 gilt entsprechend.
(2) Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis zwei zu eins zu gewichten. § 24 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend.
(1) Die zuständige Stelle soll behinderten Prüfungsteilnehmern (§ 2 Abs. 1 Satz 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch [ SGB IX] – Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen – [Artikel 1 des Gesetzes vom 19. Juni 2001, BGBl. I S. 1046, 1047], das zuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 14. Dezember 2012 [BGBl. I S. 2598, 2606] geändert worden ist) auf schriftlichen Antrag entsprechend der Art und Schwere der nachgewiesenen Behinderung eine angemessene Prüfungsvergünstigung gewähren. Dies gilt insbesondere für die Dauer von Prüfungszeiten, die Zulassung von Arbeits- und Hilfsmitteln und die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen Dritter wie Gebärdensprachendolmetscher für hörbehinderte Menschen. Die fachlichen Anforderungen dürfen jedoch nicht geringer bemessen werden.
(6) Die Absätze 2 und 3 Satz 2 gelten nicht für Prüfungsleistungen in der Fachaufgabe in der Wahlqualifikation und der Ergänzungsprüfung.
(2) Ein Prüfungsteilnehmer, der den ordnungsgemäßen Prüfungsablauf stört oder zu stören versucht, kann von der Abschlussprüfung ganz oder teilweise ausgeschlossen werden. In Eilfällen kann in der schriftlichen Prüfung der Vorsitzende des Prüfungsausschusses für gemeinsame Aufgaben den teilweisen Ausschluss und seine sofortige Vollziehung anordnen. Die vom Ausschluss betroffene Prüfungsleistung ist mit der Note „ungenügend“ (0 Punkte) zu bewerten.
(4) Wird der gewählte Report für die Fachaufgabe in der Wahlqualifikation gemäß § 14 Abs. 5 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a nicht fristgerecht eingereicht, gilt § 21 Abs. 2 und 3.
(5) Bei Verstößen gegen das Anonymitätsprinzip (§ 18) kann die betroffene Prüfungsleistung mit der Note „ungenügend“ (0 Punkte) bewertet werden.
(6) Wird ein Tatbestand nach Absatz 1 bis 4 erst nach Abschluss der Prüfung bekannt, kann die betroffene Prüfungsleistung innerhalb von fünf Jahren nachträglich mit der Note „ungenügend“ (0 Punkte) bewertet und das Gesamtergebnis der Abschlussprüfung entsprechend berichtigt werden. In schweren Fällen ist die Abschlussprüfung für nicht bestanden zu erklären. Ein bereits erteiltes Zeugnis ist einzuziehen und ungültig zu machen.
(1) Prüfungsbewerber können nach erfolgter Zulassung bis eine Woche vor Beginn des Teils 1 oder des Teils 2 der Abschlussprüfung ohne Angabe von Gründen schriftlich zurücktreten. Die Prüfung gilt in diesem Fall als nicht abgelegt.
(3) Wird in den Fällen des Absatzes 2 ein wichtiger Grund nachgewiesen, gilt die Prüfung als nicht abgelegt. In sich abgeschlossene Prüfungsleistungen können anerkannt werden. Das Prüfungsverfahren wird zum nächsten Prüfungstermin fortgesetzt. Die Anerkennung der bereits erbrachten Prüfungsleistungen erlischt, wenn das Prüfungsverfahren nicht spätestens im übernächsten Prüfungstermin abgeschlossen wird.
(3) In den Niederschriften über die Fachaufgabe in der Wahlqualifikation und die Ergänzungsprüfung sind mindestens zu dokumentieren:
(4) Die Niederschrift über die schriftliche Prüfung ist von der Aufsichtführung, die Niederschriften über die Fachaufgabe in der Wahlqualifikation und die Ergänzungsprüfung sind vom jeweiligen Prüfungsausschuss zu unterzeichnen.
(2) In der Fachaufgabe in der Wahlqualifikation sowie der Ergänzungsprüfung einigen sich die Mitglieder des Prüfungsausschusses auf eine Bewertung. Kommt eine Einigung nicht zustande, ist das Ergebnis die Durchschnittspunktzahl der Einzelbewertungen; § 24 Abs. 2 Satz 2 gilt entsprechend.
(1) Die Beschlüsse über die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung, das Gesamtergebnis sowie das Bestehen und Nichtbestehen der Abschlussprüfung werden vom Prüfungsausschuss für gemeinsame Aufgaben gefasst. Die Beschlüsse über die Ergebnisse der Fachaufgabe in der Wahlqualifikation und der Ergänzungsprüfung werden vom jeweiligen Prüfungsausschuss gefasst.
(2) Die Prüfungsbereiche sind wie folgt zu gewichten:
informationstechnisches Büromanagement mit 25 Prozent,
Kundenbeziehungsprozesse mit 30 Prozent,
Fachaufgabe in der Wahlqualifikation mit 35 Prozent,
(3) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen wie folgt bewertet worden sind:
(1) Über das Ergebnis des Teils 1 der Abschlussprüfung erhält der Prüfungsteilnehmer eine Bescheinigung.
(2) Über die bestandene Abschlussprüfung erhält der Prüfungsteilnehmer von der zuständigen Stelle unverzüglich nach dem Beschluss des Gesamtergebnisses ein Zeugnis (§ 37 Abs. 2 Satz 1 BBiG).
(3) Das Prüfungszeugnis enthält mindestens
Bei nicht bestandener Abschlussprüfung erhält der Prüfungsteilnehmer von der zuständigen Stelle einen schriftlichen Bescheid. Die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung und der Fachaufgabe in der Wahlqualifikation sowie das Gesamtergebnis sind anzugeben. Auf die Möglichkeit der Wiederholung der Prüfung gemäß § 27 ist hinzuweisen.
(1) Die Abschlussprüfung kann im Falle des Nichtbestehens zweimal wiederholt werden (§ 37 Abs. 1 Satz 2 BBiG), frühestens jedoch zum jeweils nächsten Prüfungstermin. Die Prüfung ist vollständig zu wiederholen. Der erste Teil der Abschlussprüfung ist nicht eigenständig wiederholbar (§ 37 Abs. 1 Satz 3 BBiG).
(2) In der Wiederholungsprüfung ist der Prüfungsteilnehmer auf Antrag von der Prüfung in einzelnen Prüfungsbereichen zu befreien, wenn seine Leistungen in diesen Prüfungsbereichen mindestens mit der Note „ausreichend“ (50,00 Punkte) bewertet worden sind und die Wiederholungsprüfung spätestens im übernächsten Prüfungstermin abgeschlossen wird.
Diese Prüfungsordnung ist mit Ausnahme der §§ 8 Abs. 1 bis 6 und § 9 auf Maßnahmen der beruflichen Umschulung nach § 60 BBiG entsprechend anzuwenden.
Für eine Zusatzqualifikation nach §§ 6 und 7 der Erprobungsverordnung gelten die Regelungen dieser Prüfungsordnung entsprechend. Das Ergebnis der Prüfung nach § 37 BBiG bleibt hiervon unberührt.
Auf Antrag ist dem Prüfungsteilnehmer oder einem Bevollmächtigten Einsichtnahme in seine Prüfungsarbeiten zu gewähren. Die zuständige Stelle kann zentrale Akteneinsichtstermine bestimmen. Die schriftlichen Prüfungsarbeiten und Reporte über die Durchführung betrieblicher Fachaufgaben sind bei der zuständigen Stelle fünf Jahre, die Anmeldungen und die Niederschriften zehn Jahre aufzubewahren.
Für Fachangestellte für Bürokommunikation, deren Berufsausbildungsverhältnis vor dem 1. August 2014 bestanden hat, ist die Prüfungsordnung der Landesdirektion Sachsen für die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Fachangestellter/Fachangestellte für Bürokommunikation (POFABük) vom 22. Januar 2007 (SächsABl. SDr. S. S 66), zuletzt geändert durch Bekanntmachung vom 28. Juni 2012 (SächsABl. S. 1012), weiter anzuwenden.
(1) Diese Prüfungsordnung tritt am 1. August 2014 in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Prüfungsordnung der Landesdirektion Sachsen für die Zwischen- und Abschlussprüfung sowie die Umschulungsprüfung im Ausbildungsberuf Fachangestellter/Fachangestellte für Bürokommunikation ( POFABük) vom 22. Januar 2007 vorbehaltlich der Übergangsregelung in § 31 außer Kraft.
(3) Die Prüfungsordnung wurde durch Erlass des Staatsministeriums des Innern vom 4. Juli 2014 – Az.: 13-6041.20/5 – genehmigt.
Chemnitz, den 18. Juli 2014
SächsABl. 2014 Nr. 31, S. 900
Quelle: REVOSax http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/14063 Stand vom 21.10.2018