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Timestamp: 2018-10-15 09:22:44
Document Index: 83537019

Matched Legal Cases: ['Art 2', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 8', 'Art. 182', 'Art. 12', 'Art. 87', 'Art. 36', 'Art. 43', 'Art. 38', 'Art. 39', 'Art. 13', 'Art. 54', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 15', 'Art. 12', 'Art.75', 'Art. 76', 'Art. 77', 'Art. 70', 'Art.102', 'Art. 165', 'Art. 16', 'Art. 5', 'Art. 87', 'Art. 89', 'Art. 107', 'Art. 27', 'Art. 147', 'Art. 162', 'Art. 142', 'Art. 114']

Agrarpolitik Stellungnahme Uniterre zur Botschaft des Bundesrates - PDF
Agrarpolitik Stellungnahme Uniterre zur Botschaft des Bundesrates
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1 Agrarpolitik Stellungnahme Uniterre zur Botschaft des Bundesrates Mai 2012! Valentina Hemmeler Maïga, Gewerkschaftssekretärin! Zuständig für Agrarpolitik und Ernährungssouveränität! 1
2 Ernährungssouveränität Die Stellungnahme von Uniterre stützt sich auf das Konzept der Ernährungssouveränität, das La Via Campesina erarbeitet hat.! Vorrang der lokalen Produktion und des lokalen Konsums Preise, welche die Produktionskosten decken Kein Dumping; Verzicht auf Exportsubventionen Integration der neuen Generation Anerkennung der Rechte der Bäuerinnen/Bauern Zugang zu Ressourcen (Land, Wasser, Saatgut, Wissen, Kredite) Gewährleistung des Rechts, sich vor Billigimporten zu schützen Sinnvolle Instrumente, um strukturelle Überschüsse zu vermeiden Bäuerliche und nachhaltige Landwirtschaft fördern Klimatische Justiz Agrarreform Verbot von GVO Gewährleistung der Kosummentenrechte Gesunde, regional und kulturell angepasste Lebensmittel Aktive Mitbestimmung der Bevölkerung in der Ausrichtung der Agrarund Ernährungspolitik 2
3 Ernährungssouveränität Wir richten uns nach dem gesamten Konzept, wir haben eine klare Linie und die Gesetzesänderungen verfolgen dasselbe Ziel.! Wir unterstützen die Minderheitsposition der WAK-N:! Ø Art 2 al 4: «Die Massnahmen des Bundes orientieren sich am Grundsatz der Ernährungssouveränität». " Der Mehrheitsvorschlag ist viel zu eng gefasst: Die internationale Dimension, der Zugang zu Boden, Krediten und Saatgut, die GVO, die sozialen Bedingungen, die faire Preise, die Agrodiversität, die Mengenregulierung, der Respekt der natürlichen Ressourcen usw. werden nicht thematisiert.! 3
4 Markt und Wirtschaft Rahmenbedingungen! Ø Stärkung der Produzentenvertretung in den Branchenorganisationen (Art. 8, Art. 9)! Ø Verbot von Preisdumping (Art. 8b)! Ø Eine Marktbeobachtungsstelle, die auf ALLEN Stufen funktioniert(art. 27)! Ø Verfolgung von Zuwiderhandlungen (Art. 182)! Ø Unterstützung von kurzen Wirtschaftskreisläufen (Art. 12, Art. 87)! 4
5 Milchmarkt! Markt und Wirtschaft Ø Milchkaufverträge (Art. 36b geändert) Preis, Menge, Qualität, Vorauszahlungen, Dauer! Ø Mengensteuerung in Produzentenhand, speziell wenn BOM nicht beschlussfähig. Milchmarktbeobachtung (Art. 43)! Ø Beibehalt der Verkäsungs- und Silofreizulagen(Art. 38, Art. 39)! Ø Marktentlastung (Einschluss des Rechts auf Produktionsverzicht) (Art. 13) Verbot von Exportsubventionen! Ackerbaukulturen! Ø Beiträge für Futterpflanzenanbau, um die Abhängigkeit von Importen zu reduzieren => Getreide, Eiweisspflanzen extenso, bio (Art. 54)! Ø Besteuerung der Handelsfuttermittel (einheimisch und importiert), um die Beiträge für den Anbau von Futterpflanzen (Getreide, Eiweisspflanzen, Gras, ) und den Milchproduktionsverzicht zu finanzieren.! 5
6 Markt und Wirtschaft Internationaler Handel! Ø Einsetzen oder Erhöhen von Zolltarifen, welche auf Grund der Produktionsbedingungen festgelegt werden (Respekt der sozialen und ökologischen Bedingungen) (Art. 17)! Ø Betreffend verbotener Produktionsmethoden müssten Arbeitsbedingungen ein Kriterium sein (Art. 18)! Ø Sonderregelung für zweckgebundene Zollerträge, damit eine Unterstützung für eine einheimische nachhaltige Produktion finanziert werden kann. (Art. 19a)! Soziale Gerechtigkeit! Ø Die Unterstützung für Förderungs-, Qualitätsverbesserungs- und Nachhaltigkeitsmassnahmen muss an die Anerkennung der Standardarbeitsverträge entlang der ganzen Wertschöpfungskette gekoppelt werden => Beispiel Genève Région Terre Avenir (Art. 11 und Art. 12)! Ø Ökokonditionalität UND soziale Konditionalität sind nötig (Art. 15)! Ø Die Garantierung einer gerechten Verteilung des Mehrwerts, falls Absatzförderung erwünscht (Art. 12)! 6
7 Direktzahlungen! Umwelt / Energie Einverständnis mit einem neuen System der Direktzahlungen! Ø Produktionssystembeiträge: Weiterentwicklung von Extenso- Programmen für Eiweisspflanzen (Art.75)! Ø Ressourceneffizienzbeiträge: Energie einfügen (Art. 76). Entwicklung eines Projekts über die Potenziale in der Landwirtschaft (erneubare Energieproduktion und Effizienzthematik) mit BLW, BFE, BAFU und den bäuerlichen Organisationen.! Ø Übergangsbeiträge: Diese sollten nach den Bedürfnissen und der Nachfrage der Gesellschaft ausgerichtet werden; nicht schon heute ihre Zweckbestimmung durchsetzen (Art. 77)! Ø GVO: Kapitel Zugang zu Ressourcen! 7
8 Direktzahlungen Voraussetzungen zur Gewährung von Direktzahlungen (Art. 70a):! Ø SAK: Zurückweisung aller Änderungen, die sich zum Nachteil von kleinen Betrieben, Betrieben mit hoher Diversität usw., auswirken.! Ø Anerkennung der paralandwirtschaftlichen Tätigkeiten => (SAK für Verarbeitung und Vermarktung von Hofprodukten, Aufwertung der Arbeit der Bäuerinnen)! Ø Anerkennung von kollektiven Betriebsformen! Ø Beibehaltung der Anspruchsberechtigung auf DZ auf Baulandzonen => periurbane und urbane Landwirtschaft! Ø Beibehaltung der Degression der Direktzahlungen in Bezug auf Hektaren und GVE.! Ø Ausbildung: Beibehaltung der Ausnahmen und/oder Anerkennung der Lernleistung! 8
9 Zugang zu Ressourcen Zugang zu Land! Ø Erleichterung für Junge Menschen zum Zugang zu Land und der Übernahme von Betrieben: => neuer Artikel 86b Teil eines eigenen Kapitels.! Ø Genehmigung der Aufteilung eines Betriebs, wenn dadurch ein weiterer Betrieb entsteht (Art.102) und der aufgeteilte Betrieb nicht gefährdet wird (Zerstückelungsverbot)! Ø Bewirtschaftung von Brachland (z. B. in urbanen Zonen) fördern, damit neue Betriebsmöglichkeiten entstehen (Art. 165b)! Ø Änderung der Verordnung über die sozialen Begleitmassnahmen, die Umschulungsbeihilfen davon abhängig machen, dass frei werdendes Land an Nachbarn veräussert wird, anstatt an eine/n neue/n Landwirtin/Landwirt! Ø Gewährleistung einer transparenten Information über den Grundstückmarkt. (Verkauf, Kauf, Pacht)! Ø Ebenso Anpassungen des Bäuerlichen Pachtrechtes (Art. 16, 52, 53) und des Bäuerlichen Bodenrechts (Art. 5, 59, 65, 90)! 9
10 Kredite! Zugang zu Ressourcen Ø Unterstützung für innovative Projekte (Art. 87)! Ø Zugang zu Krediten für Junglandwirte/-innen bei einer Betriebsübernahme ab einem Arbeitsaufkommen von 0.75 SAK (Art. 89)! Ø Investitionskredite für kleinbäuerliche Gewerbe auch im Talgebiet (Art. 107)! 10
11 Zugang zu Ressourcen Saatgut! Ø Artikel über Gentechnik => Verbot der Gentechnik, ausser für Forschungszwecke (Art. 27a)! Ø Förderung und Unterstützung beim Aufbau von bäuerlichen Saatgut- Vernetzungen (Art. 147a)! Ø Erstellung eines separaten Saatgutkatalogs für bäuerliches Saatgut (Art. 162)! Ø Mögliche Unterstützung von Organisationen, die sich in der Schweiz für die Schweizer Tiergenetik-Ressourcen engagieren (Art. 142)! Forschung! Ø Gewährleistung der Präsenz einer öffentlichen Agrarforschung, die unabhängig und partizipativ ist (Art. 114)! 11
12 Weitere Informationen Uniterre! Avenue du Grammont 9! 1007 Lausanne! Tel.: ! Detaillierte Stellungnahme! 12
Kriterien Name der Begleitmassnahme (BM) Inhalt Marktforschung Anwendungsbereich Stufe: evtl. vorgelagert Stufe: Landwirtschaft Stufe: Evtl. nachgelagert Problematik Bedürfnisse/Ziele Priorität (Note 1-10)