Source: http://www.vermieter-forum.com/threads/wohnflaechenabhaengige-posten-wie-berechnen.2713/
Timestamp: 2016-10-23 03:18:08
Document Index: 251885150

Matched Legal Cases: ['§ 76', '§ 78', '§ 78', '§ 79', '§ 80', '§ 15', '§ 13', '§ 25', '§ 27', '§ 75']

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von lostcontrol, 05.04.2007.
ihr lieben, ich brüchte eure hilfe:
bei einer tante hat sich die (glückliche) situation ergeben, dass nach einer komplett-renovierung sämtliche wohnungen neu vermietet werden sollen, und so ergibt sich jetzt die möglichkeit, endlich mal die betriebskostenaufstellungen auf den neuesten stand zu bringen. natürlich hat die gute jetzt mich darum gebeten, ihr da zu helfen, und eigentlich ist im grossen ganzen alles ziemlich klar, bis auf das leidige thema mit den wohnflächen bzw. nutzflächen der wohnungen bzw. genauer gesagt dem prozentualen anteil an z.b. der grundsteuer.
da ich für die von mir bisher betreuten wohnungen die vom architekten angegebenen werte übernehmen konnte, musste ich das ja noch nie selbst berechnen, und trotz mehrfacher diskussion hier im forum ist mir da das eine oder andere immernoch nicht so ganz klar:
wenn keller- bzw. dachbodenabteile in unterschiedlicher grösse mitvermietet werden (bzw. unter umständen auch eben NICHT mitvermietet werden), wie wirkt sich das auf die berechnung aus?
werden gemeinsam genutzte räumlichkeiten wie z.b. das treppenhaus tatsächlich nach der wohnungsgrösse umgelegt oder durch die anzahl der parteien geteilt?
und (mir vielleicht am wichtigsten):
stimmt das, dass wenn man dem mietvertrag eine ausführliche betriebskostenaufstellung beilegt und dort besagter umlageschlüssel (in diesem fall in prozent) angegeben ist, der mieter mit unterschrift unter den mietvertrag diesen umlageschlüssel so anerkennt und später hier auch nicht mehr bemängeln kann, falls sich herausstellen sollte, dass falsche angaben der wohnfläche bzw. eine falsche berechnung des prozentanteils vorliegen?
gute grundrisse zu den wohnungen und die entsprechenden wohnflächenberechnungen liegen vor - allerdings eben nicht für die nutzflächen und flächen wie keller, dachbodenanteile und treppenhaus...
hilfe! ich möchte meiner tante da ja schon gerne helfen, möchte aber sichergehen, dass das dann auch korrekt ist...
(die wohnflächenverordnung kenne ich, aber 100% schlau werde ich da auch nicht drauss, vor allem nicht bei der zweiten frage...)
für hilfe wäre ich da sehr dankbar :-)))
wenn keller- bzw. dachbodenabteile in unterschiedlicher grösse mitvermietet werden (bzw. unter umständen auch eben NICHT mitvermietet werden), wie wirkt sich das auf die berechnung aus?Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Vermietet werden Wohnräume mit einer angegebenen / vereinbarten Größe. Sonstige Räume (Keller, Boden, Garten etc.) werden kostenfrei zur Nutzung überlassen. Schon ist das Problem gelöst.
werden gemeinsam genutzte räumlichkeiten wie z.b. das treppenhaus tatsächlich nach der wohnungsgrösse umgelegt oder durch die anzahl der parteien geteilt?Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Die Summe der Einzelflächen der Wohnungen ergibt die Gesamtfläche, über die die Kosten verteilt werden. Gemeinschaftsflächen wie Treppenhäuser werden nicht explizit erwähnt.
Warum Prozente in der Abrechnung? Warum so kompliziert?
Die Wohnfläche gilt als vereinbart, sie wird gleichzeitig als Umlagemaßstab vereinbart, wenn man will, kann man ja auch noch die Gesamt(wohn und umlage)fläche im Mietvertrag nennen - das ist es dann.
Solche Angaben sind für den Mieter - und den Verwalter - auch viel einfacher zu verstehen als irgendwelche Prozente (also 52,7m² von 748m² Gesamtfläche statt 8,37%) .
Abweichungen der wirklichen Wohnfläche von der vereinbarten i.H.v. ein paar Prozent dürfen vorkommen, daraus ergeben sich keine Probleme. Wenn man antürlich eine Wohnung mit 50m² als 75m² vermietet und abrechnet... aber darum geht es hier ja nicht.
hi martens :-)
Die Wohnfläche gilt als vereinbart, sie wird gleichzeitig als Umlagemaßstab vereinbart, wenn man will, kann man ja auch noch die Gesamt(wohn und umlage)fläche im Mietvertrag nennen - das ist es dann.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
bei der prozentgeschichte geht's hauptsächlich um die grundsteuer (aber auch um die versicherungen) - und die fällt ja nicht nur auf die wohnfläche an sondern auch auf das treppenhaus, den dachboden, den keller etc. irgendwer hat hier mal erklärt dass der prozentuale anteil der wohnungsfläche an der gesamtwohnfläche des gebäudes auch für diese flächen angenommen wird (womit ich nach wie vor schwierigkeiten habe, denn die mieter der kleineren wohnungen benutzen ja das treppenhaus genauso "intensiv" wie die der grossen wohnungen).
in prozent deshalb, weil man ja im umlageschlüssel nicht nur den anteil angeben sollte sondern auch das gesamte, bei quadratmeter hiesse das ja dann, dass die komplette nutzfläche und die komplette gemeinschaftsfläche wegfallen würden, und dann ist der ärger vorprogrammiert, wenn mal jemand einsicht in die unterlagen nehmen möchte und dort steht eine andere quadratmeterzahl...
das mit den kellern als kostenfrei wird nicht klappen, da diejenigen mieter, die keinen keller bekommen, dann motzig werden (und den fall wird es mindestens in einem falle geben). ausserdem sind die keller ja nicht gleich gross - ich kenn das problem schon von anderen objekten, bei denen es zoff deswegen gab...
ich möchte meine tante da jetzt halt gerne auf der felsenfesten seite wissen mit ihrer neu-aufstellung der betriebskosten.
wenn - wie du schreibst - die wohnfläche "als vereinbart" gilt, gilt das dann automatisch auch für den betriebskosten-umlageschlüssel und wir sind die sorgen los, wenn der anteil (auch wenn er falsch sein sollte) so im mietvertrag steht?
felsenfest - das geht schon mal nicht. Wenn man es ordentlich machen will, sollte man es einfach halten, dann können es Mieter, Anwälte und sogar Richter auch nach ein paar Jahren noch verstehen. Man selbst natürlich auch, wenn man es dann erläutern muß.
Die Wohnfläche wird vereinbart, weicht sie nicht grob von der tatsächlichen Wohnfläche ab, ist das ziemlich "felsenfest".
Um mal auf die Frage aus dem anderen ollen thread einzugehen, der Anspruchsteller muß nachweisen, daß die Fläche nicht stimmt, also der Mieter, der die Flächenangabe irgendwann bezweifeln mag.
Gleichzeitig wird die Wohnfläche als Umlageschlüssel für verschiedene Kosten vereinbart. Wenn man dann noch die Gesamtfläche angibt - ist in den von uns verwendeten RNKs nicht der Fall - ist das auch ziemlich felsenfest.
Alles andere wird mitgenutzt, Zuwegung, Vorgarten, Hof, Keller, Treppenhaus, Bodenräume, wasweißichnochalles.
Grundsteuer, falls das Objekt aus einem Grundstück mit einem Wohnhaus besteht, wird auch die Grundsteuer komplett über die Gesamtwohnfläche verteilt. Die Logik dahinter ist, daß ja alles weitere, für das Grundsteuer zu zahlen wäre, mitgenutzt werden kann, s.o.
Hat man Gewerbe im Objekt oder sonstige für die Steuer separat zu bewertende Teile, muß man diese herausrechnen (Vorabzug), scheint mir hier aber nicht der Fall zu sein.
Also konkret, der Mieter X mit 50m² von 400m² Gesamtfläche zahlt also 50/400 (1/8 oder 12,5% - ich würde aber immer bei den Flächen bleiben) der Grundsteuer für das gesamte Objekt und gut ist. Genauso zahlt er eben 50/400 der Gebäudeversicherung, der Straßenreinigungskosten, der Müllabfuhr, des Wassers (sofern nicht anders vereinbart), der Gartenpflege etc.
Diese Vorgehensweise funtkioniert bisher und ist klar verständlich.
hi martens, Original von Martens
felsenfest - das geht schon mal nicht.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
kann ich dir leider nur zustimmen... aber der versuch, dem nahezukommen, ist ja durchaus legitim :-)
Die Wohnfläche wird vereinbart, weicht sie nicht grob von der tatsächlichen Wohnfläche ab, ist das ziemlich "felsenfest".Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
also eigentlich hatte ich meiner tante schon dazu geraten, es wie wir zu halten und darauf zu verzichten, eine quadratmeterangabe im mietvertrag aufzunehmen...
wäre denn die prozentzahl in den betriebskostenverteilern als eine solche "vereinbarung" zu werten? das wäre dann für mich (und meine bisherigen erfahrungen) ausreichend...
Um mal auf die Frage aus dem anderen ollen thread einzugehen, der Anspruchsteller muß nachweisen, daß die Fläche nicht stimmt, also der Mieter, der die Flächenangabe irgendwann bezweifeln mag.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
oh - da hab ich eh wenig sorge - ich kenn die grundrisse, die sind vom architekten und da gehe ich schon davon aus, dass gerichte die übernahme dieser daten auch als völlig in ordnung empfinden würden (wir hatten noch nie einen "anzweiflungsfall").
Gleichzeitig wird die Wohnfläche als Umlageschlüssel für verschiedene Kosten vereinbart. Wenn man dann noch die Gesamtfläche angibt - ist in den von uns verwendeten RNKs nicht der Fall - ist das auch ziemlich felsenfest.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
naja - genau da fängt das problem aber doch an: addiert man die wohnflächen der einzelnen wohnungen, dann kommt dabei noch lange nicht die quadratmeteranzahl heraus, für die man grundsteuer bezahlt...
Also konkret, der Mieter X mit 50m² von 400m² Gesamtfläche zahlt also 50/400 (1/8 oder 12,5% - ich würde aber immer bei den Flächen bleiben) der Grundsteuer für das gesamte Objekt und gut ist.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
was meinst du jetzt mit "gesamtfläche"? die gesamte wohnfläche (also wenn man sämtliche wohnungs-quadratmeter addiert) oder die gesamte fläche (also wenn man alles addiert, auch treppenhaus, gemeinschaftsräume, kellerabteile, dachböden usw.)?
wenn ich nur die wohnflächen nehme (also mal als beispiel 3 wohnungen in einem objekt à 50qm, 100qm und 150qm ergeben zusammen 200qm wohnfläche), die besteuerte fläche wären aber 300qm, dann müsste ja die vermieterin/eigentümerin für die restlichen 100qm aufkommen, d.h. für garten, treppenhaus etc., was ja wenig sinnvoll wäre (ok, den mietern würde das vielleicht gefallen, aber stimmig ist das natürlich nicht, denn sie nutzen diese flächen ja auch).
Diese Vorgehensweise funtkioniert bisher und ist klar verständlich.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
naja - mir ist sie offensichtlich nicht so ganz verständlich.
da verstehe ich eher noch, dass man den anteil der jeweiligen wohnung in prozent von der gesamten WOHNfläche ausrechnet und diesen prozentsatz dann auf die gesamte zu besteuernde fläche anwendet. das ist zwar nicht unbedingt supergerecht (falls jede wohnung von singles bewohnt wird, würde das treppenhaus ja durch den 150qm-mieter nicht mehr genutzt als durch den 50qm-mieter), aber wenigstens nachvollziehbar.
ich kenne eben auch die rechnung, dass zum anteil an der gesamtwohnfläche eben noch ein pro-partei-anteil an den sonstigen nutzflächen addiert wird (also im oben genannten beispiel mit 3 parteien für jede partei eben noch 1/3 der restfläche).
und wie ist das nun mit dem vorgegebenen verteiler im mietvertrag?
wäre der per unterschrift "felsenfest" vereinbart oder streitbar?
p.s.: wir nehmen den prozentwert ohnehin "nur" für grundsteuer und versicherungen - die anderen posten in der betriebskostenabrechnung werden entweder nach parteien oder nach verbrauch abgerechnet (müll müssen die mieter bei uns selbst bezahlen - ist beim hiesigen müllsystem auch deutlich günstiger für die mieter).
kann ich dir leider nur zustimmen... aber der versuch, dem nahezukommen, ist ja durchaus legitim :-)Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Um das Ziel zu erreichen wäre es sicher hilfreich, wenn man sich an den von Martens vorgezeichneten Ablauf halten würde. Immerhin versteht er den Zusammenhang und versucht nicht aus einer Mischung von Ahnungslosigkeit und Gerechtigkeitswahn heraus irgendwelche aberwitzigen Konstruktionen zu rechfertigen. Wenn also die Wohnflächen bekannt sind, steht einer Vereinbarung dieser Werte als Rechengröße doch wohl nicht wirklich etwas entgegen. Damit ist alles vereinbart, was für eine zumindest hinsichtlich des Umlageschlüssels unangreifbare Betriebskostenabrechnung erforderlich ist.
Betriebskosten werden nach einem Umlageschlüssel auf die einzelnen Wohnungen verteilt. Damit ist das Verfahren in vollem Umfang beschrieben. Größenordnungen, die die Höhe der Kosten bestimmen, mag man bei der Vereinbarung des Umlageschlüssels in die Erwägungen einfließen lassen. Steht der Umlageschlüssel fest, ist es aber völlig irrelevant ob z.B. die Grundsteuer nun auch auf Treppenhäuser und Grundstücksfläche anfällt oder eben nicht. Wenn Wohnfläche als Umlageschlüssel vereinbart ist, ist Wohnfläche der Umlageschlüssel und nichts weiter. Die Gesamtumlagemenge ist die Summe der Wohnflächen aller Wohnungen und nichts weiter. Nur am Rande sei mir hier noch der Hinweis erlaubt, dass die Berechnung der Grundsteuer bei einem Mietwohngrundstück nicht das geringste mit irgendwelchen Fläche zu tun hat. Zur Berechnung der Grundsteuer wird zunächst ein Einheitswert benötigt. Dieser ist nach § 76 Bewertungsgesetz (BewG) bei vermieteten Grundstücken - von Ausnahmen bei Ein- u. Zweifamilienhäusern abgesehen - im Ertragswertverfahren (§§ 78-82 BewG) zu ermitteln. Nach § 78 BewG wird der Grundstückswert ermittelt durch Multiplikation der Jahresrohmiete nach § 79 BewG mit einem Vervielfältiger nach § 80 BewG. Der Vervielfältiger ergibt sich aus den Anlagen zum Bewertungsgesetz. Er hängt ab von der Nutzungsart, der Bauart, der Altersklasse und der Gemeindegröße, nicht aber von irgendwelchen Flächen. Es handelt sich dabei um eine dimensionslose Zahl. Damit ist der Einheitswert berechnet. Durch Multiplikation des Einheitswerts mit der Steuermesszahl nach § 15 Grundsteuergesetz (GrStG) erhält man den Steuermessbetrag (§ 13 GrStG). Auf diesen Steuermessbetrag wendet die Gemeinde ihren Hebesatz an (§ 25 GrStG) und setzt den Grundsteuerbetrag fest (§ 27 GrStG).
Wo in diesem Verfahren findet man also einen Ansatz für die zwanghafte Einbeziehung irgendwelcher Gemeinschaftsflächen in den Umlageschlüssel? :banana
hi RMHV, Original von RMHV
Wenn also die Wohnflächen bekannt sind, steht einer Vereinbarung dieser Werte als Rechengröße doch wohl nicht wirklich etwas entgegen. Damit ist alles vereinbart, was für eine zumindest hinsichtlich des Umlageschlüssels unangreifbare Betriebskostenabrechnung erforderlich ist.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
damit ich auch sicher sein kann, dass ich das jetzt kapiert hab:
das hiesse bei dem genannten beispiel (3 wohnungen mit 50/100/150qm auf 300qm gebäudefläche), dass die kosten wie folgt verteilt würden:
wohnung A mit 50qm = 25% der wohnfläche = 25% der grundsteuer,
wohnung B mit 100qm = 50% der wohnfläche = 50% der grundsteuer,
wohnung C mit 150qm = 75% der wohnfläche = 75% der grundsteuer,
dabei werden flächen wie kellerabteile oder dachbodenabteile (egal ob tatsächlich mitvermietet bzw. tatsächlich vorhanden) NICHT einbezogen, so dass gegebenenfalls diejenigen, die z.b. kein kellerabteil haben, den grundsteueranteil für die kellerabteile der anderen mitbezahlen müssen?
Betriebskosten werden nach einem Umlageschlüssel auf die einzelnen Wohnungen verteilt. Damit ist das Verfahren in vollem Umfang beschrieben. Größenordnungen, die die Höhe der Kosten bestimmen, mag man bei der Vereinbarung des Umlageschlüssels in die Erwägungen einfließen lassen.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
das hiesse dann, man kann den umlageschlüssel eigentlich tatsächlich unabhängig von der wohnungsgrösse festlegen?
UND (und mir sehr wichtig): was diesbezüglich im mietvertrag festgelegt wurde, gilt, und zwar unabhängig davon, ob der prozentsatz nun dem prozentualen anteil an der wohnungsfläche entspricht oder nicht?
Nur am Rande sei mir hier noch der Hinweis erlaubt, dass die Berechnung der Grundsteuer bei einem Mietwohngrundstück nicht das geringste mit irgendwelchen Fläche zu tun hat.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
das ist mir schon klar, wie das berechnet wird (auch wenn mir nach wie vor unlogisch erscheint, warum dabei so extrem unterschiedliche werte rauskommen - sei's drum). letztendlich ist da ja für mich nur wichtig, dass ich den betrag sauber auf die mieter verteilt bekomme, egal wie hoch oder niedrig der betrag nun ist.
Wo in diesem Verfahren findet man also einen Ansatz für die zwanghafte Einbeziehung irgendwelcher Gemeinschaftsflächen in den Umlageschlüssel?Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
garnicht natürlich. aber irgendwie müssen die kosten ja verteilt werden...
ist doch wie bei der gartenpflege, da kann ich ja auch nicht anfangen danach zu verteilen, wer nun von seinem fenster aus wieviel von der magnolienblüte sieht und wer wieviel vom hibiskus... für irgendeinen verteilerschlüssel muss man sich halt entscheiden.
nur scheint es bei der grundsteuer eben irgendwie logisch, dass hier nach wohnfläche vorgegangen wird (auf parteien umzulegen erschiene mir bei unterschiedlichen wohnungsgrössen da doch deutlich ungerecht).
gibt's da eigentlich mittlerweile vorgaben, welche betriebskosten WIE umgelegt werden müssen oder ist man da immernoch frei in seiner entscheidung, was nach anzahl der parteien / anzahl der personen / anteil der wohnfläche umgelegt werden darf bzw. muss? (beim verbrauch ist es ja klar...)
Dein Rechenbeispiel zur Grundsteuer stimmt.
Deine weitergehenden Überlegungen sind nicht so richtig hilfreich, niemand muß den "Grundsteueranteil" des anderen bezahlen, blos weil er einen qualitativ anderen Kellerraum nutzt. Diese Überlegungen bringen es nicht, laß es sein.
Es geht hier nur um ein Schema, das muß rechtlich zulässig sein und sonst nichts. Ich muß ja auch die Gartenpflege nach dem vereinbarten Schlüssel zahlen, wenn ich überhaupt nicht auf Geranien stehe und statt der Buchenhecke viel lieber einen Zaun hätte. Oder so ähnlich...
Also grundsätzlich die Wohnflächen als Maßstab vereinbaren, Wasser und Heizung nach Verbrauch, ggfs. auch Müll wenn technisch möglich, Kabel TV nach Anschluß und fertig ist die Laube.
Wenn eine Wohnung 50m² und eine andere 75m² hat, dann kann sich jeder - auch ein Richter - darunter etwas vorstellen - 17,865% "von's janze" ist immer erklärungsbedürftig und führt zu unnötigen Diskussionen.
Also die Dinge möglichst einfach und nachvollziehbar halten, dann kommst Du eher in Richtung "felsenfest".
Also grundsätzlich die Wohnflächen als Maßstab vereinbaren, Wasser und Heizung nach Verbrauch, ggfs. auch Müll wenn technisch möglich, Kabel TV nach Anschluß und fertig ist die Laube.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
neee, ganz so machen wir das nicht.
da gibt's schon auch so einige posten, die wir nach parteien machen, z.b. den schornsteinfeger, den allgemeinstrom, das allgemeinwasser, die wassergrundgebühr etc. (klar, zumindest beim schorni könnte man darüber streiten, aber letztendlich wird das ja dieses mal meine tante entscheiden wie sie das abrechnen möchte - ihr bier, es sei denn sie will das ich das künftig für sie mache, aber dann werd ich ihr auch irgendeinen ausgleich dafür abknöpfen müssen).
heizung ist bei ihr glücklicherweise glücklicherweise auch so ein altmodisches system mit einzelöfen für jede wohnung - das ist supereinfach abzurechnen, weil's da eigentlich nichts abzurechnen gibt ausser evtl. wartung und natürlich dem schornsteinfeger.
müll machen bei uns hier die mieter selbst mit der abfallgesellschaft - da können sie auch was sparen, wenn sie sich umweltgerecht verhalten (unser müllsystem hier ist zwar absolut irrwitzig kompliziert, aber wer sich daran hält, kann tatsächlich bares geld sparen).
gleiches gilt fürs fernsehkabel: die anschlüsse liegen und werden nicht abkassiert, die verträge sollen die mieter selbst machen. ich hab das mal durchgespielt mit kabel-bw, die mehrfachnutzerverträge funktionieren nur, wenn wirklich jeder auch den anschluss nutzen will (und das will ich nicht voraussetzen, da wir auch mieter haben, die tatsächlich keinen fernseher haben).
d.h. konkret: soviel wie möglich bleibt den mietern selbst überlassen - beim strom ist das ja ohnehin selbstverständlich, aber auch ansonsten haben sie so jede menge freiheiten, die es in einer nutzungsgemeinschaft z.b. beim müll nicht gäbe.
aber ich werd meiner tante mal vorschlagen schornsteinfeger und allgemeinkosten (strom, wasser) per wohnfläche abzurechnen - das ist durchaus 'ne sinnvolle alternative...
Bei Einzelheizungen (Gasthermen? eine pro Wohnung?) den Schornsteinfeger nach Wohnungen umzulegen, ist sinnvoll, sobald man Ofenheizungen mit einzelnen Öfen (Kohle, Öl) hat, sind in einer größeren Wohnung auch wieder mehr Öfen, da ist Fläche wieder sinnig.
Allgemeinwasser? Wassergrundgebühr? Das wird separat kontiert und nach einem eigenen Schlüssel verteilt? hm, wäre mir zuviel Aufwand. Wasser, inkl. der Grundgebühren und der Sprengwasseranteile ist Wasser für's Haus und wird nach Fläche oder nach Verbrauch umgelegt.
Solch separate Abrechnungssysteme für den Müll sind eine feine Sache - auch für die Verwaltung - nur haben wir soetwas in Berlin leider noch nicht.
Bei Einzelheizungen (Gasthermen? eine pro Wohnung?) den Schornsteinfeger nach Wohnungen umzulegen, ist sinnvoll, sobald man Ofenheizungen mit einzelnen Öfen (Kohle, Öl) hat, sind in einer größeren Wohnung auch wieder mehr Öfen, da ist Fläche wieder sinnig.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
sind alles ölkachelöfen, und jeweils einer, der eben mehrere räume versorgt.
ich hab dieses system auch in 2 objekten, ist eigentlich 'ne feine sache für die verwaltung (kein stress mit der heizkostenabrechnung) aber auch für die mieter, da sie so die komplette kontrolle über ihre heizkosten haben. öl für ihren eigenen tank müssen sie selbst kaufen (und können so sehen, dass sie einen möglichst guten preis erwischen) und wie sie tatsächlich heizen, ob 24°C oder 18°C bleibt ihnen zu 100% selbst überlassen - d.h. da gibt's gute einsparmöglichkeiten.
Allgemeinwasser?Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
allgemeinwasser wird ebenso wie allgemeinstrom auch garnicht wenig für zentralheizung verbraucht...
Wassergrundgebühr? Das wird separat kontiert und nach einem eigenen Schlüssel verteilt? hm, wäre mir zuviel Aufwand. Wasser, inkl. der Grundgebühren und der Sprengwasseranteile ist Wasser für's Haus und wird nach Fläche oder nach Verbrauch umgelegt.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
ich trenne zwischen wassergrundgebühr, klarwasser und abwasser - einfach deshalb, weil die steuersätze da unterschiedlich sind. wir hatten da mal einen dem das extrem wichtig war, und seither mach ich das halt so. ist ja nicht wirklich viel akt, steht doch so auch auf unserer wasserrechnung drauf.
und nachdem die wasserrechnung noch schwerer verständlich wird, wenn man das in der betriebskostenabrechnung nochmal anders listet als auf dem beleg, dient das ja der klarheit.
Solch separate Abrechnungssysteme für den Müll sind eine feine Sache - auch für die Verwaltung - nur haben wir soetwas in Berlin leider noch nicht.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
naja - in berlin ist das ganze ja meines wissens auch noch staatlich organisiert, oder verwechsel ich da was?
bei uns macht das ein privates unternehmen, und die nehmen eben eine jährliche grundgebühr, in der eine bestimmte anzahl an leerungen der restmülltonne enthalten ist, die grünen recycling-tonnen werden umsonst geleert und die biotonne (wer sowas hat) kostet pro leerung extra.
das heisst dann im endeffekt: wer schön brav die recycling-sachen raustrennt, spart wirklich geld (denn dann reichen normalerweise die in der grundgebühr enthaltenen leerungen der restmülltonne). beim biomüll ist das so 'ne sache, und obwohl ich eigentlich starkgrüne tendenzen habe möchte ich lieber nicht, dass die mieter dieses angebot nutzen, weil ich nicht scharf darauf bin, dass da plötzlich eine kleine insektenzuchtanlage entsteht weil die mieter leerungsgebühren sparen wollen...
übrigens wäre das durchaus möglich, für ein mietshaus den müll gemeinsam zu organisieren - nur hab ich das bisher immer abgelehnt, weil ich a) keinen bock habe das auch noch umlegen zu müssen und b) die belegung der wohnungen halt unterschiedlich ist, und der müll müsste dann nach parteien abgerechnet werden, was letztendlich dann ja wieder ungerecht wäre...
ich will's doch wenigstens versuchen möglichst gerecht zu sein :-)))
ich will's doch wenigstens versuchen möglichst gerecht zu sein :-)))Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Offenbar haben wir es hier mit einem hoffnungslosen Fall zu tun. Für jedes Gerechtigkeitsargument findet man immer und ohne Probleme auch eine Begründung für das Gegenteil. Grundsätzlich lässt sich - nahezu - jeder beliebige Umlageschlüssel vereinbaren. Das wird die Mieter aber nicht von einer Gerechtigkeitsdiskussion abhalten...
losti ist eben beratungsresistent. :Blumen
Im Ernst, man sollte Schlüssel vereinbaren, die juristisch funktionieren. Es geht hier primär nicht um Gerechtigkeit sondern um Verträge, die möglichst wirksam das ausdrücken sollen, was die Vertragsparteien wünschen, oder zumindest der Vermieter wünscht: die Umlage der Betriebskosten auf die Mieter.
Was nützt mir der "gerechte" Vertrag, den mir der Richter drei Jahre und unzählige und unnütze Arbeitsstunden später um die Ohren haut? Nix.
Hat man die Auswahl zwischen verschiedenen Schlüsseln, würde ich die naheliegenden Schlüssel nehmen, sofern sie verwaltungstechnisch keinen allzugroßen Aufwand machen. Je einfacher das System, desto besser läßt es sich verkaufen.
Aber, ein jeder nach seiner facon...
*lol* - quark, ich bin nicht beratungsresistent. sonst würde ich hier doch garnichts fragen sondern einfach das machen, was ich so für richtig halte.
wir werden grundsteuer & versicherungen nach wohnflächen umlegen - wie ihr es mir so mühevoll jetzt bereits mehrfach erklärt habt. nochmals herzlichen dank :-)))
das problem: eine der wohnungen wird kein kellerabteil bekommen. und das könnte natürlich dann im endeffekt ärger geben. aber den werden wir einfach vorher schon "ausschalten", in dem wir dem mieter von vornherein erklären dass das so ist und dass dafür die kaltmiete der wohnung etwas günstiger ist.
festgelegte quadratmeterpreise bezüglich der kaltmiete wird es ohnehin auch im betroffenen haus nicht geben, dazu sind die wohnungen einfach zu unterschiedlich bezüglich sanierungszustand und ausstattung (EBKs, badsanierungen, böden usw.).
das muss dem mieter einfach vorab verständlich gemacht werden, und das könnte sich dann eben etwas schwieriger gestalten, sollte aber zu bewältigen sein.
die wohnungen werden ja jetzt alle erst wieder neu vermietet, und - so hart das klingen mag - wem der verteiler nicht passt, der soll sich halt was anderes suchen.
das sind wirklich gute wohnungen die zudem auch noch vergleichsweise günstig sind, da gibt es genug interessenten.
und jetzt kreidet mir halt nicht an, dass ich manchmal zum gerechtigkeitsfimmel neige - vom grundzug her ist das ja nichts schlechtes.
ich wußte es, Du verstehst es doch! Man muß ja die Preise der unterschiedlichen Wohnungen nicht offenlegen, und die eine ist eben top, dafür nur nach Norden, die andere ist oll, hat dafür morgends und abends Sonne, die Dritte hat eben keinen Kellerraum, dafür diese Nische im Flur... Es kommt nur darauf an, daß der Mieter das akzeptiert.
Dein "Gerechtigkeitsfimmel" ist schon ok, er kann einem nur manchmal irgendwie im Wege stehen. Wenn ich vor lauter "Gerechtigkeit" plötzlich viel mehr Arbeit habe, als ich bezahlt bekomme, dann bis denn,
Dein "Gerechtigkeitsfimmel" ist schon ok, er kann einem nur manchmal irgendwie im Wege stehen. Wenn ich vor lauter "Gerechtigkeit" plötzlich viel mehr Arbeit habe, als ich bezahlt bekomme, dann Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
ja eben. bringt ja auch nix, wenn ich irgendwelche total abstrusen abrechnungsmodi errechne, die dann hinterher für niemand mehr nachvollziehbar sind.
zumal es hier ja noch nicht mal um ein objekt geht, bei dem ich das dann hinterher selbst ausbaden müsste, sondern eben um ein objekt meiner tante (es sei denn ich lass mich überreden und mach den kram für sie, aber ich denke mal das lass ich lieber, auch wenn mir das "taschengeld" gut gefallen würde - ich mag meine tante, und wenn ich mich unbedingt mit ihr zoffen will dann lieber über nebensächliches als über dinge, die mit geld verbunden sind).
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