Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202007,%20368
Timestamp: 2019-07-17 21:52:05
Document Index: 139724737

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 21.11.2006 - VI ZR 76/06 - dejure.org
https://dejure.org/2006,1527
BGH, 21.11.2006 - VI ZR 76/06 (https://dejure.org/2006,1527)
BGH, Entscheidung vom 21.11.2006 - VI ZR 76/06 (https://dejure.org/2006,1527)
BGH, Entscheidung vom 21. November 2006 - VI ZR 76/06 (https://dejure.org/2006,1527)
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Annahme eines konkludenten Angebots auf Abschluss eines Erlassvertrages; Abrechnungsschreiben bei teilweiser Regulierung eines Verkehrsunfallschadens "nach Maßgabe des DAV-Abkommens"; Erforderlichkeit der unmissverständlichen Abgabe eines Angebotes auf Abschluss eines Erlassvertrages; Grundsatz der interessengerechten Auslegung empfangsbedürftiger Willenserklärungen; Eingeschränkte Überprüfbarkeit der Auslegung einer individuellen Vereinbarung im Revisionsrechtszug
Gebührenabrechnung nach DAV-Abkommen - Anspruchsverzicht auf weitere Ansprüche
Auslegung von Willenserklärungen im Rahmen von Abfindung und Vergleich nach Verhandlungen
Rechtsfolgen der Abrechnung der Tätigkeit eines Rechtsanwalts beim Verkehrsunfall gegenüber dem gegnerischen Haftpflichtversicherer
Stellung von Gebührenrechnung ist kein Verzicht des Mandanten
Unfallschadensregulierung - Kein Verzicht bei Abrechnung nach DAV-Abkommen
Gebührenpraxis - Erklärungswert einer anwaltlichen Gebührenabrechnung in der Hauptsache
Verkehrsunfallschadenregulierung - Abrechnung gemäß "DAV-Abkommen"
LG Bremen, 22.11.2005 - 8 O 916/05
OLG Bremen, 14.03.2006 - 3 U 72/05
NJW 2007, 368
MDR 2007, 555
NZV 2007, 74
VersR 2007, 71
An das Vorliegen des Willens des Mieters, auf etwaige Ansprüche gegen den Vermieter wegen eines nur vorgetäuschten (Eigen-)Bedarfs zu verzichten, sind strenge Anforderungen zu stellen; der Verzichtswille muss - auch unter Berücksichtigung sämtlicher Begleitumstände - unmissverständlich sein (Anschluss an und Fortführung von BGH, Urteile vom 21. November 2006, VI ZR 76/06, NJW 2007, 368 Rn. 9;… vom 26. Oktober 2009, II ZR 222/08, NJW 2010, 64 Rn. 18;… vom 18. September 2012, II ZR 178/10, WM 2012, 2231 Rn. 22;… vom 22. April 2015, IV ZR 504/14, juris Rn. 15).
Dabei hat es rechtsfehlerhaft nicht berücksichtigt, dass an das Vorliegen des Willens einer Partei, auf Ansprüche zu verzichten, strenge Anforderungen zu stellen sind und der Verzichtswille - auch unter Berücksichtigung sämtlicher Begleitumstände - unmissverständlich sein muss (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteile vom 21. November 2006 - VI ZR 76/06, NJW 2007, 368 Rn. 9;… vom 26. Oktober 2009 - II ZR 222/08, NJW 2010, 64 Rn. 18;… vom 18. September 2012 - II ZR 178/10, WM 2012, 2231 Rn. 22;… vom 22. April 2015 - IV ZR 504/14, juris Rn. 15; jeweils mwN).
Der Verzichtswille darf nicht vermutet werden, sondern muss - unter Berücksichtigung sämtlicher Begleitumstände - unmissverständlich sein (st. Rspr.;… BGH, Urteile vom 15. Juli 2016 - V ZR 168/15, WM 2016, 2344 Rn. 35, insoweit in BGHZ nicht abgedruckt;… vom 10. Juni 2015 - VIII ZR 99/14, NJW 2015, 2324 Rn. 19;… vom 22. April 2015 - IV ZR 504/14, juris Rn. 15;… vom 18. September 2012 - II ZR 178/10, WM 2012, 2231 Rn. 22;… vom 26. Oktober 2009 - II ZR 222/08, NJW 2010, 64 Rn. 18; vom 21. November 2006 - VI ZR 76/06, NJW 2007, 368 Rn. 9;… Beschlüsse vom 14. Februar 2017 - VI ZB 24/16, NJW 2017, 1887 Rn. 13;… vom 10. Mai 2016 - VIII ZR 214/15, NJW-RR 2016, 982 Rn. 14; jeweils mwN).
Das Angebot auf Abschluss eines solchen Vertrages muss unmissverständlich erklärt werden (BGH, Urt. v. 21. November 2006 - VI ZR 76/06, NJW 2007, 368, Tz. 9, m.w.Nachw.).
An die Feststellung eines Verzichtswillens sind grundsätzlich strenge Anforderungen zu stellen (st. Rspr.;… vgl. BGH, Urt. v. 7.3.2002 - IX ZR 293/00, NJW 2002, 1788, 1790;… Urt. v. 7.3.2006 - VI ZR 54/05, NJW 2006, 1511 Tz. 10; Urt. v. 21.11.2006 - VI ZR 76/06, NJW 2007, 368 Tz. 9, jeweils m.w.N.).
An die Feststellung eines Erlasswillens sind grundsätzlich strenge Anforderungen zu stellen (… BGH, Urt. v. 7.3.2002 - IX ZR 293/00, NJW 2002, 1788, 1790; Urt. v. 21.11.2006 - VI ZR 76/06, NJW 2007, 368 Tz. 9;… Urt. v. 13.9.2007 - I ZR 155/04, TranspR 2007, 466 Tz. 17).
An die Feststellung eines Verzichtswillens sind nämlich strenge Anforderungen zu stellen, er darf nicht vermutet werden (BGH NJW 2007, 368, 369; 2006, 1511, 1512).
Selbst bei eindeutig erscheinender Erklärung des Gläubigers darf ein Verzicht deshalb nicht angenommen werden, ohne dass bei der Feststellung zum erklärten Vertragswillen sämtliche Begleitumstände berücksichtigt worden sind (BGH NJW 2007, 368, 369; 2006, 1511, 1512; 2002, 1044, 1046).
Das Angebot auf Abschluss eines solchen Vertrages muss unmissverständlich erklärt werden (…st. Rspr., BGH, Urt. v. 26.10.2009, II ZR 222/08; NJW 2007, 368).