Source: https://www.transparenz.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen2014_tp.c.65490.de&asl=bremen203_tpgesetz.c.55340.de&template=20_gp_ifg_meta_detail_d
Timestamp: 2019-06-21 00:19:09
Document Index: 41254902

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 3', '§ 6', '§ 3', '§ 29', '§ 6', '§ 3', '§ 9', '§ 5', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 9', '§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 12', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6']

Veröffentlichungsdatum:13.10.2005 Inkrafttreten11.12.2012
Gesamtausgabe in der Gültigkeit vom 11.12.2012 bis 19.12.2018Außer Kraft
Zuletzt geändert durch:§ 6 geändert, §§ 3 bis 5 und Anlage neu gefasst durch Verordnung vom 20.11.2012 (Brem.GBl. S. 506)
FundstelleBrem.GBl. 2005, 531
Gliederungsnummer:86-e-2
Zitiervorschlag: "Verordnung für die Gestaltung barrierefreier Informationstechnik nach dem Bremischen Behindertengleichstellungsgesetz (Bremische Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung - BremBITV) vom 27. September 2005 (Brem.GBl. 2005, 531), zuletzt § 6 geändert, §§ 3 bis 5 und Anlage neu gefasst durch Verordnung vom 20. November 2012 (Brem.GBl. S. 506)"
juris-Abkürzung: BremBITV
Gliederungs-Nr:: 86-e-2
Amtliche Abkürzung: BremBITV
Gliederungs-Nr: 86-e-2
Gesamtausgabe in der Gültigkeit vom 11.12.2012 bis 19.12.2018
V aufgeh. durch § 29 des Bremischen Behindertengleichstellungsgesetzes vom 18. Dezember 2018 (Brem.GBl. S. 608, 610)
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: § 6 geändert, §§ 3 bis 5 und Anlage neu gefasst durch Verordnung vom 20.11.2012 (Brem.GBl. S. 506)
Auf Grund des § 9 Abs. 2 Satz 1 des Bremischen Behindertengleichstellungsgesetzes vom 18. Dezember 2003 (Brem.GBl. S. 413 - 86-e-1) verordnet der Senat:
der in § 5 Satz 1 des Bremischen Behindertengleichstellungsgesetzes genannten Behörden des Landes Bremen und der Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven und der sonstigen nicht bundesunmittelbaren Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts mit Sitz im Land Bremen als Träger öffentlicher Gewalt.
Die Gestaltung von Angeboten der Informationstechnik (§ 1) nach dieser Verordnung ist dazu bestimmt, behinderten Menschen im Sinne von § 2 des Bremischen Behindertengleichstellungsgesetzes, denen ohne die Erfüllung zusätzlicher Bedingungen die Nutzung der Informationstechnik nur eingeschränkt möglich ist, den Zugang dazu zu eröffnen.
(2) Auf der Startseite des Internet- oder Intranetangebotes (§ 1 Nummer 1 und 2) einer Behörde im Sinne des § 9 Absatz 1 Satz 1 des Behindertengleichstellungsgesetzes sind gemäß Anlage 2 folgende Erläuterungen in Deutscher Gebärdensprache und in Leichter Sprache bereitzustellen:
Hinweise zur Navigation und
Alle Angebote nach § 1 Nummer 1 und 2 sind
spätestens bis zum 31. März 2013 nach § 3 Absatz 1 und
spätestens bis zum 31. Dezember 2013 nach § 3 Absatz 2
zu gestalten. Mindestens ein Zugangspfad zu den genannten Angeboten soll mit der Freischaltung dieser Angebote die Anforderungen und Bedingungen der Priorität I der Anlage 1 erfüllen.
Die Verordnung ist unter Berücksichtigung der technischen Entwicklung regelmäßig zu überprüfen. Sie wird drei Jahre nach dem 11. Dezember 2012 auf ihre Gesamtwirkung überprüft. Dabei werden die nach § 12 Absatz 4 des Bremischen Behindertengleichstellungsgesetzes anerkannten Verbände und die oder der Landesbehindertenbeauftragte beteiligt.
Beschlossen, Bremen, den 27. September 2005
Prinzip 1: Wahrnehmbarkeit - Die Informationen und Komponenten der Benutzerschnittstelle sind so darzustellen, dass sie von den Nutzerinnen und Nutzern wahrgenommen werden können.
Für jeden Nicht-Text-Inhalt, der dem Nutzer oder der Nutzerin präsentiert wird, ist eine Text-Alternative bereitzustellen, die den Zweck dieses Inhalts erfüllt.
Text-Alternativen müssen in den folgenden Fällen nicht bereitgestellt werden:
Aufgezeichnete Audio- und Video-Dateien
Audio-Deskription oder Volltext-Alternative
Informationen und Beziehungen
Aussagekräftige Reihenfolge
Veränderbare Textgröße
Der Text lässt sich ohne assistive Technologie bis auf 200% vergrößern, ohne dass es zu einem Verlust von Inhalt oder Funktionalität kommt.
Prinzip 2: Bedienbarkeit - Die Komponenten der Benutzerschnittstelle und die Navigation müssen bedient werden können.
Zeitbezogene Anforderungen
Anhalten, beenden, ausblenden
müssen angehalten, beendet oder ausgeblendet werden können, es sei denn, diese Bewegung ist wesentlich für eine Aktivität.
Informationen, die sich automatisch aktualisieren und die
Dreimaliges Aufblitzen - Unterschreiten der Schwellenwerte
Webseiten enthalten keine Elemente, die in einem Zeitraum von einer Sekunde häufiger als dreimal aufblitzen, es sei denn, das Aufblitzen liegt unterhalb der „generalflash“ - oder „red-flash“-Schwelle.
Webseiten - Titel
Fokus - Reihenfolge
Zweck eines Links (im Kontext)
Prinzip 3: Verständlichkeit - Die Informationen und die Bedienung der Benutzerschnittstelle müssen verständlich sein.
Sprache einzelner Abschnitte
Bei Fokussierung
Bei Eingabe
Prinzip 4: Robustheit - Inhalte müssen so robust sein, dass sie von möglichst allen Benutzeragenten, einschließlich assistiver Technologien, zuverlässig interpretiert werden können.
Name, Rolle, Wert
Prinzip 1: Wahrnehmbarkeit - Die Informationen und Komponenten der Benutzerschnittstelle sind so darzustellen, dass sie von den Nutzerinnen und Nutzer wahrgenommen werden können.
Aufgezeichnete Audio-Inhalte, die im Vordergrund Sprache enthalten, haben keine oder abschaltbare Hintergrundgeräusche. Hintergrundgeräusche sind mindestens 20 Dezibel leiser als die sprachlichen Inhalte im Vordergrund, sofern es sich nicht um nur gelegentliche Toneffekte handelt, die ein oder zwei Sekunden dauern.
Audio-Inhalte, die ein Audio-CAPTCHA oder Audio-Logo sind, sowie Audio-Inhalte, bei denen es vorrangig um den musikalischen Ausdruck geht, sind hiervon ausgenommen.
der Text kann im Vollbildmodus ohne assistive Technologie bis auf 200% vergrößert werden, ohne dass die
Nutzerinnen oder Nutzer eine Textzeile horizontal scrollen müssen.
Dreimaliges Aufblitzen
Für Wörter oder Ausdrücke, die in einem ungebräuchlichen oder eingeschränkten Sinn - einschließlich Dialekte und Fachjargon - verwendet werden, gibt es Mechanismen zur Erläuterung.
Es sind kontextabhängige Hilfen zur Verfügung zu stellen. Hilfe-Funktionen werden in Leichter Sprache verständlich angeboten.
Es sind kurze und gebräuchliche Begriffe zu verwenden. Abstrakte Begriffe und Fremdwörter sind zu vermeiden oder zu erklären und ggf. mit Hilfe konkreter Beispiele zu erläutern. Zusammengesetzte Substantive sind durch Bindestrich zu trennen.
Es sind kurze Sätze mit einfacher Satzgliederung zu bilden.
Es sind klare Schriftarten mit deutlichem Kontrast und mit einer Schriftgröße von mindestens 1.2 em (120 Prozent, idealerweise mit einer Schriftgröße von 14 Punkt bei der Schriftart Arial) zu verwenden. Wichtige Informationen und Überschriften sind hervorzuheben. Es sind maximal zwei verschiedene Schriftarten zu verwenden.
Es sind aussagekräftige Symbole und Bilder zu verwenden, die den Text erklären.
Verordnung für die Gestaltung barrierefreier Informationstechnik nach dem Bremischen Behindertengleichstellungsgesetz (Bremische Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung - BremBITV) vom 27. September 2005 14.10.2005 bis 19.12.2018
Eingangsformel 14.10.2005 bis 19.12.2018
§ 1 - Sachlicher Geltungsbereich 14.10.2005 bis 19.12.2018
§ 2 - Einzubeziehende Gruppen behinderter Menschen 14.10.2005 bis 19.12.2018
§ 3 - Anzuwendende Standards 11.12.2012 bis 19.12.2018
§ 4 - Übergangsregelungen 11.12.2012 bis 19.12.2018
§ 5 - Evaluation 11.12.2012 bis 19.12.2018
§ 6 - In-Kraft-Treten 11.12.2012 bis 19.12.2018
Anlage 1 11.12.2012 bis 19.12.2018
Anlage 2 11.12.2012 bis 19.12.2018