Source: https://www.cadastre.ch/de/services/glossar.html
Timestamp: 2018-09-23 08:06:48
Document Index: 234278056

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 40', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 18', 'Art. 41', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 11']

Glossar active
Abkürzungen und Begriffe aus dem schweizerischen Katasterwesen
Informationsebene der amtlichen Vermessung: Sie enthält technische Angaben wie Planeinteilungen, Beschriftung des Plans für das Grundbuch, Toleranzstufen etc..
AMO, Administration de la Mensuration Officielle
Verwaltungssystem für die Vermessungsoperate der Fachstelle Eidgenössische Vermessungsdirektion.
Als amtliche Vermessung im Sinne des Zivilgesetzbuches (ZGB) gelten die zur Anlage und Führung des Grundbuches vom Kanton genehmigten und vom Bund anerkannten Vermessungen (Art. 1 VAV).
Die amtliche Vermessung ist zudem eine Infrastrukturaufgabe mit einer eingespielten Organisation, mit klar definierten Produkten und mit bedürfnisgerechten Dienstleistungen.
Vorgeschriebene Schnittstelle für den Austausch von Daten der amtlichen Vermessung, beschrieben mit der Datenbeschreibungssprache INTERLIS.
Archivierung der Daten der amtlichen Vermessung
Periodisches Erstellen von Kopien des Datenbestands und deren dauerhafte und sichere Aufbewahrung (Art. 2 GeoIV).
Qualitätsstandard der amtlichen Vermessung: Digitale Daten gemäss den eidgenössischen Vorschriften von 1993 (VAV, TVAV). Die AV93 beinhaltet in numerischer Form die Informationsebenen, die im Objektkatalog beschrieben sind.
Publikationsreihe der Fachstelle Eidgenössische Vermessungsdirektion für allgemeine Informationen oder als Begleitbrief zu Umfragen und ähnlichem.
Schnittstelle für den digitalen Datentransfer zwischen den Nachführungsgeometern und den Grundbuchämtern. Einige Jahre zuvor noch als "kleine Schnittstelle" bezeichnet.
Im Basisplan der amtlichen Vermessung (BP-AV) wird die reale Welt inklusive Höhendaten im Massstab von 1:2500 bis 1:10 000 abgebildet. Der Basisplan ist ein Darstellungsmodell der amtlichen Vermessung und ist auf Papier oder im Rasterformat erhältlich. Er ersetzt den früheren Übersichtsplan.
Der Bund unterscheidet für die Bemessung der Abgeltungen der amtlichen Vermessung die folgenden Beitragszonen:
Zone I: überbaute Gebiete und Bauzonen
Zone II: Landwirtschafts- und Forstwirtschaftsgebiete im Talgebiet gemäss landwirtschaftlichem Produktionskataster
Zone III: Landwirtschafts- und Forstwirtschaftsgebiete im Berg- und Sömmerungsgebiet gemäss landwirtschaftlichem Produktionskataster
Besondere Anpassungen von aussergewöhnlich hohem nationalen Interesse (BANI)
Arbeiten, an deren Kosten sich der Bund infolge des aussergewöhnlich hohen nationalen Interesses in besonderem Masse beteiligt. Dabei kann es sich beispielsweise um periodische Nachführungen oder Anpassungen von Datenmodellen handeln.
Referenzsystem, das auf der Basis hochgenauer Koordinaten durch Fixpunkte oder permanente Satellitenmessstationen gebildet wird.
Anpassung von Geodaten an einen anderen Bezugsrahmen. In der Schweiz ist damit die Anpassung der Landesvermessung 1903 an die Landesvermessung 1995 via Transformationsdatensatz CHENyx06 gemeint.
Definiert Grösse, Form und Lage eines Ellipsoids. Bezüge dafür sind der Erdmittelpunkt, die Erdachse und der Nullmeridian von Greenwich.
Informationsebene der amtlichen Vermessung: Sie enthält Angaben über die natürliche oder künstliche Beschaffenheit der Erdoberfläche, zum Beispiel Gebäude, Strassen, Gewässer, Wald etc.
Vermessungszeichen (für Grenzpunkt) aus Messing, das bei harten Unterlagen (zum Beispiel Beton, Asphalt, Mauern, Pflastersteine) eingesetzt wird. Der Bolzen ist 5-10 cm lang (Versicherungsbolzen sind 4,5 cm lang).
Der Aufbau der Bundes Geodaten-Infrastruktur (BGDI) betrifft denjenigen Teil der Nationalen Geodaten-Infrastruktur (NGDI), der sich innerhalb der Bundesverwaltung abspielt.
Internetdienst, mit dem darstellbare Geodatensätze angezeigt, vergrössert, verkleinert und verschoben, Daten überlagert und die für die Daten relevanten Inhalte von Geometadaten angezeigt werden können und der ein Navigieren in den Geodaten ermöglicht (Art. 2 GeoIV).
Transferformat für Grafikdaten im Vektorformat. Systemspezifisches, weit verbreitetes Transferformat des CAD-Systems AutoCAD.
Das Datenmodell beschreibt den Inhalt gemäss Objektkatalog und die Datenstruktur in einer normierten Datenbeschreibungssprache (z.B. INTERLIS). Das aktuelle Datenmodell DM.01-AV-CH stammt aus dem Jahr 2001.
Schutz der Persönlichkeits- und Grundrechte der Personen, über welche Behörden oder Private Geodaten bearbeiten. Mit geeigneten Massnahmen ist zu verhindern, dass die Geodaten von unberechtigten Personen eingesehen, verändert, gebraucht oder beschädigt werden können.
Informationsebene der amtlichen Vermessung: Gebiete, die dauerhaft in Bewegung sind (durchschnittlich 1 bis 10 cm pro Jahr) und durch den Kanton entsprechend bezeichnet werden.
Internetdienst, der das Herunterladen von Kopien vollständiger Geodatensätze oder von Teilen davon und – sofern durchführbar – den direkten Zugriff darauf ermöglicht (Art. 2 GeoIV).
Mass für die digitale Auflösung (Erfassung) von Rasterdaten. Dpi = dot per inch (Anzahl Punkte pro 2.54 cm).
Mit dem dynamischen Auszug aus dem Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster) – abrufbar über die kantonalen ÖREB-Geoportale – können sich Interessierte über öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen informieren und diese visualisieren.
EGID, Eidgenössischer Gebäudeidentifikator
Einmalige Zahlenfolge, die jedem Gebäude zugeordnet wird, das von einer im Einwohnerregister geführten Person bewohnt wird. Dasselbe, für Wohnungen, ist der EWID, der eidgenössische Wohnungsidentifikator.
E-GRID, Eidgenössische Grundstücksidentifikation
Primäre Bezeichnung jedes in der amtlichen Vermessung und im Grundbuch aufgenommenen Grundstücks (Art. 16 TGBV).
eGRIS, Elektronisches Grundstücksinformationssystem
Mit der Realisierung von eGRIS soll der Informationsaustausch im Grundbuchwesen durch die Einführung eines schweizweiten, elektronischen Grundstückinformationssystems (eGRIS) vereinfacht werden.
Durch den Bundesrat eingesetzte ausserparlamentarische Kommission. Sie hat folgende Aufgaben:
Sie führt das Staatsexamen für lngenieur-Geometerinnen und Ingenieur-Geometer durch.
Sie führt das Geometerregister und erteilt oder verweigert das Patent.
Sie übt die Disziplinaraufsicht über die im Register eingetragenen Personen aus.
Fachstelle des Bundes für die Oberleitung und -aufsicht über die amtliche Vermessung und die Oberaufsicht über den Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster). Gehört zum Bereich "Geodäsie und Eidgenössische Vermessungsdirektion" im Bundesamt für Landestopografie swisstopo.
Fachstelle des Bundes für die Oberaufsicht über das Grundbuch
Informationsebene der amtlichen Vermessung: Sie enthält Objekte wie Mauern, Brücken, Brunnen etc.
Als Erneuerung gilt die Erstellung der Bestandteile der amtlichen Vermessung neuer Ordnung durch Umarbeitung und Ergänzung einer definitiv anerkannten amtlichen Vermessung (Art. 18 VAV).
Ersterhebung der amtlichen Vermessung
Als Ersterhebung gilt die Erstellung der Bestandteile der amtlichen Vermessung in Gebieten ohne definitiv anerkannte amtliche Vermessung (Art. 18 VAV).
Dachorganisation der staatlichen europäischen Karten- und Katsterorganisationen. Für die amtliche Vermessung von besonderem Interesse ist die Expert Group on Cadastre and Land Registry.
Die Eidgenössische Vermessungsdirektion ist die Fachstelle des Bundes. Ihr obliegen die Oberleitung und die Oberaufsicht über sämtliche Belange der amtlichen Vermessung (Art. 40 VAV).
«cadastre» ist die Fachzeitschrift für das schweizerische Katasterwesen. Als Information für die Fachleute aus den Bereichen amtliche Vermessung und ÖREB-Kataster erscheint die Fachzeitschrift «cadastre» dreimal jährlich in Deutsch und Französisch.
Ein dauerhaft mit einem Granitstein oder einem Bolzen – teilweise geschützt durch einen Schacht – vor Ort gekennzeichneter Punkt. Man unterscheidet zwischen Lagefixpunkten, deren Koordinaten (und teilweise deren Höhe) mit hoher Genauigkeit bestimmt wurden und Höhenfixpunkten, deren Höhen millimetergenau bekannt sind. Ausgehend von diesen Fixpunkten werden weitere Objekte wie Grenzpunkte, Gebäudeecken, Strassenränder etc. eingemessen. Fixpunkte definieren somit den Raumbezug und bilden die Grundlage für Karten, Pläne und geografische Daten.
Informationsebene der amtlichen Vermessung: Fixpunkte sind dauerhaft mit Stein oder Bolzen vor Ort gekennzeichnete Punkte, deren Koordinaten und/oder Höhen mit hoher Genauigkeit bestimmt wurden.
Ein Gelände wird systematisch überflogen und aus der Luft fotografiert.
Informationsebene der amtlichen Vermessung: Die Lage eines Gebäudes wird mit seiner Adresse eindeutig festgelegt. Diese besteht in der Regel aus einem Ortschaftsnamen mit Postleitzahl, einem Strassen- oder Gebietsname und einer Hausnummer.
Geodaten, die auf einem Recht setzenden Erlass des Bundes, eines Kantons oder einer Gemeinde beruhen (Art. 3 GeoIG). Sie sind eigentümer- oder behördenverbindlich, wenn es der Gesetzgeber vorsieht. Die Daten der amtlichen Vermessung sind eigentümerverbindliche Georeferenzdaten des Bundesrechts.
Raumbezogene Daten, die mit einem bestimmten Zeitbezug die Ausdehnung und Eigenschaften bestimmter Räume und Objekte beschreiben, insbesondere deren Lage, Beschaffenheit, Nutzung und Rechtsverhältnisse (Art. 3 GeoIG). Die Daten der amtlichen Vermessung sind Georeferenzdaten.
Abbildungen der Wirklichkeit, welche Struktur und Inhalt von Geodaten systemunabhängig festlegen (Art. 3 GeoIG).
Vernetzbare Anwendung, welche die Nutzung von elektronischen Dienstleistungen im Bereich der Geodaten vereinfacht und Geodaten in strukturierter Form zugänglich macht (Art. 3 GeoIG).
Geografische Namen der amtlichen Vermessung
Namen von Gemeinden, Ortschaften, Strassen, Stationen und der topografischen Objekte, die in den Informationsebenen Nomenklatur (Flurnamen, Ortsnamen und Geländenamen), Bodenbedeckung und Einzelobjekte verwendet werden (Art. 3 GeoNV).
Ein Geografisches Informationssystem (GIS) besteht aus raumbezogenen Daten und aus Verfahren und Methoden für die systematische Erfassung, Aktualisierung, Verarbeitung und Umsetzung dieser Geodaten. Ein GIS dient als Instrument zur Entscheidungsfindung in Recht, Verwaltung und Wirtschaft sowie als Hilfsmittel für Planung und Entwicklung.
Raumbezogene Information, die durch die Verknüpfung von Geodaten gewonnen wird (Art. 3 GeoIG).
Formale Beschreibungen der Merkmale von Geodaten, beispielsweise von Herkunft, Inhalt, Struktur, Gültigkeit, Aktualität, Genauigkeit, Nutzungsrechten, Zugriffsmöglichkeiten oder Bearbeitungsmethoden (Art. 3 GeoIG). Somit sind Metadaten «Daten über Daten». Durch sie werden die Daten besser auffindbar und ihre Handhabung wird erleichtert.
Register, in dem alle in der amtlichen Vermessung tätigen Ingenieur-Geometerinnen und -Geometer eingetragen sind.
Geobasisdaten, die für weitere Geodaten als geometrische Grundlage dienen (Art. 3 GeoIG). Die Daten der amtlichen Vermessung sind Georeferenzdaten.
GNSS (Global Navigation Satellite Systems) ist der Oberbegriff für Positionierungssysteme mittels Satelliten. Es sind verschiedene Systeme in Betrieb:
GPS (USA), GLONASS (Russland), GALILEO (Europa), COMPASS (China).
Qualitätsstandard der amtlichen Vermessung: Grafische Pläne gemäss den eidgenössischen Vorschriften von 1919.
Grenzpunkte legen den Verlauf einer Grenze fest. Die Verbindungen zwischen benachbarten Grenzpunkten – dies können Geraden und Kreisbögensein – bilden die eigentliche Grenze. Man unterscheidet dabei zwischen der Landesgrenze, Kantonsgrenzen, Gemeindegrenzen und Grundstücksgrenzen. Grenzpunkte werden im Gelände mit Grenzzeichen markiert. Zu diesem Zweck verwendet man Granitsteine, Messingbolzen, Röhren, Kunststoffmarken oder in Stein gemeisselte Kreuze. Landes-, Kantons- und Gemeindegrenzsteine sind meistens sehr markant, oft sind sie zudem mit Jahreszahlen und Wappen geschmückt.
Register über die Grundstücke und die an diesen bestehenden privatrechtlichen Rechte und Lasten. Es besteht aus dem Tagebuch (in dem die Grundbuchanmeldungen nach der Reihenfolge ihres Eingangs eingeschrieben werden), dem Hauptbuch (d.h. der Gesamtheit aller Grundbuchblätter), den auf der amtlichen Vermessung beruhenden Plänen, den Belegen (Kauf-, Dienstbarkeitsverträge etc.) und den Hilfsregistern (Gläubiger-, Eigentümerregister).
Vermessung, auf welcher der Plan für das Grundbuch beruht, der für die Aufnahme und Beschreibung der einzelnen Grundstücke verwendet wird.
Die Grundbuchvermessung wird heute amtliche Vermessung genannt.
Im Sinne des Grundbuches: Liegenschaft (Parzelle), selbständiges oder dauerndes Recht (Baurecht, Quellenrecht etc.).
Halbgrafische Vermessung
Qualitätsstandard der amtlichen Vermessung: Grafische Pläne gemäss den eidgenössischen Vorschriften von 1919, für Polygonpunkte (Fixpunkte) wurden Koordinaten berechnet
Historisierung der Daten der amtlichen Vermessung
Festhalten von Art, Umfang und Zeitpunkt einer Änderung von Geobasisdaten (Art. 2 GeoIV). In der amtlichen Vermessung werden die rechtsverbindlichen Änderungen historisiert.
Informationsebene der amtlichen Vermessung: Unter Hoheitsgrenzen versteht man die Grenzen zwischen Gemeinden, Bezirken und Kantonen sowie die Landesgrenze.
Informationsebene der amtlichen Vermessung: Digitales Terrainmodell in der Form eines Zwei-Meter-Gitters. Angabe von Werten in Meter und Zentimeter über Meereshöhe.
Fixpunkt der amtlichen Vermessung. Man unterscheidet HFP1 (Punkte des Landesnivellements), HFP2 (Punkte des kantonalen Nivellements) und HFP3 (Punkte von Gemeindenivellements). Bestandteil der Informationsebene Fixpunkte.
Digitales Höhenmodell. Man unterscheidet zwischen dem DTM (digitales Terrainmodell, digitales Geländemodell), welches die unverbaute Topografie des gewachsenen Bodens simuliert und dem DOM (digitales Oberflächenmodell), welches auch die sichtbaren Strukturen der Bodenoberfläche wie Häuser und Vegetation berücksichtigt.
Informationsebenen der amtlichen Vermessung
Die digitalen Daten der amtlichen Vermessung sind in elf thematische Ebenen gegliedert, die frei miteinander kombiniert werden können:
Sprache für die systemneutrale Beschreibung und den Austausch von Geodaten. INTERLIS besteht aus einer Datenbeschreibungssprache und einem Transferformat.
Kantonale ÖREB-Portale
Online-Zugriff auf den ÖREB-Kataster im Kantonsgebiet oder Teilen davon.
Kantonsgrenzstein
Alte Kantonsgrenzsteine sind kulturhistorisch wertvolle Objekte, die heutigen Hoheitsgrenzen entsprechen häufig den historischen Grenzverläufen. Deshalb sind die meisten historischen Grenzzeichen auch heute noch gültige Grenzmarken.
In einem Kataster werden Grundstücke systematisch erfasst.
Privatrecht: In einem beschreibenden Teil (Grundbuch) und in einem geometrischen Teil (amtliche Vermessung) werden die geometrische Lage (rechtsgültige Grenzen), die baulichen Anlagen und die tatsächliche Situation beschrieben.
Öffentliches Recht: Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen.
In der Schweiz unterliegt die Nutzung eines Grundstücks mancherlei Einschränkungen. Im ÖREB-Kataster sind die wichtigsten dieser Beschränkungen zusammengefasst und abrufbar.
Früherer Begriff für eine Erneuerung. S. auch Erneuerung
Aufarbeitung von definitiv anerkannten grafischen, halbgrafischen, teilnumerischen oder vollständig numerischen Vermessungen in den Standard AV93.
Anderer älterer Begriff für amtliche Vermessung oder Grundbuchvermessung. Wird in der Schweiz nicht mehr verwendet, eher in Deutschland und Österreich.
Geodätisches Bezugssystem in der Schweiz vor 1903. Projektion (Abbildung) der Erdoberfläche auf einem Kegelmantel mit Berührungskreis und Koordinatenursprung in der Sternwarte Bern z.B. flächentreue (oder äquivalente), unechte Bonn-Projektion der Dufour- und Siegfriedkarte.
Publikationsreihe der Fachstelle Eidgenössische Vermessungsdirektion. Kreisschreiben werden für wichtige Präzisierungen von gesamtschweizerisch anwendbaren rechtlichen Vorschriften und langfristig gültigen Vorgaben erstellt.
Publikationsreihe des Bundesamts für Landestopografie swisstopo. Kreisschreiben werden für wichtige Präzisierungen von gesamtschweizerisch anwendbaren rechtlichen Vorschriften und langfristig gültigen Vorgaben erstellt.
Grenzpunkt aus Kunststein: Gegossener Kopf, in den ein Metallanker (oft mit Widerhaken) eingegossen ist. Geeignet für weiche Böden oder bei erschwert zugänglichen Stellen im Berggebiet ausserhalb der Bauzone.
Fixpunkte der amtlichen Vermessung. Es wird zwischen LFP1 (Punkte der Landesvermessung), LFP2 (Punkte der kantonalen Triangulation) und LFP3 (Punkte der Parzellarvermessung) unterschieden. Alte Bezeichnungen sind auch Triangulations-, Polygon- oder Basispunkte.
Landeshöhennetz 1995 (LHN95)
Im Zuge der neuen Landesvermessung LV95 entstand auch ein neuer Höhenbezugsrahmen. LHN95 ist ein potentialtheoretisch strenges Höhensystem, das auch die kinematischen Phänomene (tektonische Hebung der Alpen) berücksichtigt. Ausgangspunkt von LHN95 ist der Fundamentalpunkt der neuen Landesvermessung in Zimmerwald. Der amtliche Höhenbezug der Geobasisdaten und somit auch der amtlichen Vermessung richtet sich jedoch nach wie vor nach dem Landesnivellement 1902 (LN02).
Das Schweizerische Landesnivellementnetz (LN02) ist die Ausgangsbasis der meisten Höhenbestimmungen für die Karten und Vermessungen in der Schweiz. Es besteht aus insgesamt 18 Hauptschleifen und zusätzlichen Nebenlinien mit ca. 8000 Nivellementfixpunkten. Als Ausgangspunkt der Höhenmessung dient der «Repère Pierre du Niton» in Genf.
Landesvermessung 1903 (LV03)
Die Landestriangulation (LV03) wurde ab ca. 1900 aufgebaut und war bis ungefähr zur Jahrtausendwende die offizielle Grundlage für die meisten Vermessungen in der Schweiz. Der Fundamentalpunkt dieses Fixpunktnetzes ist die alte Sternwarte in Bern (Landeskoordinaten 600 000 m / 200 000 m). Sie wird allmählich durch die Landesvermessung 1995 (LV95) abgelöst.
Landesvermessung 1995 (LV95)
Die Landesvermessung 1995 (LV95) löst allmählich die über 100-jährige Landestriangulation (LV03) und das Landesnivellement (LN02) ab. Ursprung des neuen Fixpunktnetzes bleibt die alte Sternwarte in Bern (Landeskoordinaten neu 2 600 000 m / 1 200 000 m).
Dank Anschlussmessungen an die Punkte der Landesvermessung LV03 können die Daten vom Bezugssystem CH1903 übernommen und in das neue System CH1903+ transformiert werden.
Computersystem für die Erfassung, Auswertung, Verwaltung und Ausgabe von Informationen im Bereich «Grund und Boden». Heute wird eher der Begriff geografisches Informationssystem (GIS) verwendet.
Methode zur Aufnahme von Höhenmodellen mittels Laserscannern, meistens aus einem Flugzeug (Airborne Laserscanning).
Aktualisierung der Bestandteile der amtlichen Vermessung an die veränderten rechtlichen und tatsächlichen Verhältnisse, für deren Nachführung ein Meldewesen eingerichtet werden kann (Liegenschaften, Gebäude etc.).
In der jährlichen Leistungsvereinbarung der amtlichen Vermessung werden die in der vierjährigen Programmvereinbarung festgelegten Ziele zwischen der Eidgenossenschaft und den Kantonen konkretisiert.
Informationsebene der amtlichen Vermessung: Grundstücke, soweit diese flächenmässig ausgeschieden werden können.
Lokale Entzerrung
Nachträgliche Verbesserung der Einpassung bei Vermessungswerken an den übergeordneten Bezugsrahmen. In der Regel handelt es sich dabei um ältere Vermessungswerke, deren geometrische Eigenschaft nicht auf nachträgliche Verbesserungen an den Fixpunkte angepasst wurde und deren absolute Genauigkeit nicht der TVAV entspricht.
Mit dem Vermessungsflugzeug aufgenommenes Foto der Erdoberfläche.
Grenzpunkt aus Granit: Kann überall gesetzt werden. Der Stein ist 60–70 cm lang.
Aktualisierung der Bestandteile der amtlichen Vermessung an die veränderten rechtlichen und tatsächlichen Verhältnisse (Art. 18 VAV).
Es wird zwischen laufender und periodischer Nachführung unterschieden.
Nachführungsgeometerin / Nachführungsgeometer
Gemeinde- oder kreisweise mandatierte Ingenieur-Geometerin oder -Geometer, die/der mit der Nachführung der amtlichen Vermessung beauftragt ist.
Mit einer Nationale Geodaten-Infrastruktur sollen Geoinformationen einen erhöhten volkswirtschaftlichen Nutzen und einen wesentlichen Beitrag zu Wirtschaftswachstum und nachhaltiger Entwicklung liefern, indem ein optimales Angebot zu vorteilhaften, transparenten Preisen, mit leichtem Zugang und entsprechendem Bekanntheitsgrad geschaffen wird.
Bei der NGDI handelt es sich um ein allgemein verfügbares System von Verfahren, institutionellen Einrichtungen, Technologien, Daten und Personen, die den gemeinsamen Austausch und die effiziente Nutzung geografischer Daten ermöglichen. Den Rahmen dazu bildet in der Schweiz das Kontaktnetzwerk e-geo.ch, über das alle Leistungsfaktoren koordiniert und gesteuert werden.
Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen.
Methode zur Bestimmung der Höhen von Fixpunkten, insbesondere der Höhenfixpunkte (HFP).
Informationsebene der amtlichen Vermessung: Flur-, Orts- und Geländenamen.
Bei amtlichen Vermessungen, Landumlegungen etc. werden alle heute noch gebräuchlichen Orts- und Flurnamen erhoben und ihre Schreibweise festgelegt. Sie sind ein Hilfsmittel für Grundeigentümer, Bewirtschafter, Rettungsdienste, Zustelldienste, Behörden, Wanderer, Forscher, Historiker etc.
Öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkung (ÖREB)
Eine Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und behördlichen Einschränkungen – sogenannte öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkungen (ÖREB) – sind bei der Nutzung von Grund und Boden zu beachten.
Die 17 wichtigsten ÖREB werden in acht Bereiche gegliedert:
Ein grösserer, einheitlich zu bearbeitender Teil eines Vermessungswerkes. Es gilt zwischen verschiedenen Arten von Operaten zu unterscheiden:
Standardoperate
Spezialoperae
FP2-Operate
Standard- oder Spezialoperate
Vgl. dazu Weisung «Amtliche Vermessung: Administrative Abläufe für Operate»
Publikationsreihe des Bundesamts für Landestopografie swisstopo. Mit dem ÖREB-Kataster-Express werden allgemein gültige Informationen, Umfragen oder Vorlagen verschickt.
Entzerrte, lagerichtige und massstabsgetreue fotografische Abbildung der Erdoberfläche.
Alter Begriff für die amtliche Vermessung bzw. Grundbuchvermessung.
Patent für Ingenieur-Geometerinnen und -Geometer
Wer das Staatsexamen für Ingenieur-Geometerinnen und Ingenieur-Geometer bestanden hat, erhält das Patent als Ingenieur-Geometer oder Ingenieur-Geometerin. Inhaberinnen und Inhaber des Patents verwenden im Amts- und Geschäftsverkehr die Berufsbezeichnung «patentierte Ingenieur-Geometerin» oder «patentierter Ingenieur-Geometer» und die Abkürzung «Pat. Ing.-Geom.». Er resp. sie kann sich im Register der Ingenieur-Geometerinnen und Ingenieur-Geometer eintragen lassen, und so die Berechtigung zur selbständigen Ausführung von Arbeiten in der amtlichen Vermessung erlangen (Art. 41 GeoIG).
Anpassung der Bestandteile der amtlichen Vermessung an die veränderten tatsächlichen Verhältnisse, für deren Nachführung kein Meldewesen eingerichtet werden kann. Die periodische Nachführung wird jeweils in Zeitabständen von rund 6–12 Jahren vorgenommen (z.B. Waldränder).
Kleinste Speichereinheit in einem gerasterten Medium (Foto, Bildschirm, TV-Bildschirm).
Ein aus den Daten der amtlichen Vermessung erstellter analoger oder digitaler grafischer Auszug, der als Bestandteil des Grundbuches die Liegenschaften sowie die flächenmässig ausgeschiedenen selbstständigen und dauernden Rechte und Bergwerke abgrenzt. Ihm kommen die Rechtswirkungen von Eintragungen im Grundbuch zu.
Plan für das Grundbuch nach alter Ordnung (vor 1992)
Analog gezeichneter und rechtsgültiger Plan auf einer masshaltigen Aluplatte nach Abschluss einer Grundbuchvermessung.
Amtliche Vermessung: Instrument der Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung (NFA), welches die strategischen Programmziele festlegt und die Beitragsleistung des Bundes sowie die Einzelheiten der Finanzaufsicht regelt. In der Verbundaufgabe «Amtlichen Vermessung» wird zwischen der Eidgenossenschaft und den Kantonen eine Programmvereinbarung über vier Jahre abgeschlossen. Diese wird in jährlichen Leistungsvereinbarungen konkretisiert.
ÖREB-Kataster: Instrument der Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung (NFA), welches die strategischen Programmziele festlegt und die Beitragsleistung des Bundes sowie die Einzelheiten der Finanzaufsicht regelt. In der Verbundaufgabe «ÖREB-Kataster» wird zwischen der Eidgenossenschaft und den Kantonen eine Programmvereinbarung über vier Jahre abgeschlossen.
Die Form der Erde wird als Schmiegungskugel des Erdellipsoides in eine Ebene mit einem rechtwinkligen Koordinatensystem abgebildet. Diese Abbildung heisst Projektion, das dazugehörige Abbildungssystem Projektionssystem.
Provisorisch anerkannte Vermessung
Qualitätsstandard der amtlichen Vermessung: Vor 1919 gemäss Geometerkonkordat oder kantonalen Richtlinien erstellte grafische Pläne der amtlichen Vermessung.
Qualitätsstandard der amtlichen Vermessung: Die erzeugten Geodaten werden ab den Plänen für das Grundbuch digitalisiert und georeferenziert. Die Datenstruktur wird gemäss Standard AV93 erstellt. Das erreichte Produkt eignet sich für Planungen, diverse Leitungskataster als Basis für eine Erneuerung der amtlichen Vermessung; es wird später durch eine Ersterhebung oder Erneuerung abgelöst.
Qualitätsstandard der Daten der amtlichen Vermessung
Standards der amtlichen Vermessung, abhängig von der Zeitperiode der Entstehung der Vermessung.
Digital gespeicherte Bilder, die aus einzelnen Bildpunkten (Pixel) bestehen. Für jedes Pixel wird ein Farbwert oder Grauwert gespeichert. Für Strichvorlagen genügen die Informationen schwarz oder weiss. Rasterdaten sind im Allgemeinen ungenauer als Vektordaten und schlecht strukturierbar.
Datenformat der Firma ESRI für Vektordaten.
Datenbanksprache («Structured Query Language»), zur Definition, Abfrage und Bearbeitung von Daten in relationalen Datenbanken.
Staatsexamen für Ingenieur-Geometerinnen und Ingenieur-Geometer
Anwendungsorientierte Prüfung zur Erlangung des Patentes für Ingenieur-Geometerinnen und -Geometer (bis 2008: Patentprüfung).
Der statische Auszug aus dem Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster) enthält detaillierte Informationen über die einzelnen ÖREB eines bestimmten Grundstücks.
Dieser Auszug ist auf Papier oder als PDF-Datei erhältlich und umfasst mehrere Seiten.
Internetdienst, mit dem nach Geodiensten und, auf der Grundlage entsprechender Geometadaten, nach Geodatensätzen gesucht werden kann (Art. 2 GeoIV).
Positionierungsdienst des Bundeamtes für Landestopografie swisstopo, basierend auf dem automatischen GNSS-Netz der Schweiz.
Gerät, mit dem man Horizontalrichtungen, Vertikalwinkel und – anders als mit einem Theodoliten – auch die Schrägstrecke (die schräg gemessene Entfernung) zum Zielpunkt ermitteln kann. Es dient zur raschen Auf- und Einmessung von Punkten.
Teilnumerische Vermessung
Qualitätsstandard der amtlichen Vermessung: Halbgrafische Pläne gemäss den eidgenössischen Weisungen für die automatische Datenverarbeitung in der Parzellarvermessung von 1974; Polygon- und Grenzpunkte sowie Parzellendefinitionen und Flächenberechnung in digitaler Form.
Älteste Vermessungsmethode. Vermessung vom Boden aus. Aufnahme von Geodaten mittels Tachymeter oder Theodolit.
Abkürzung für Tiff-World-File. Das Tiff-World-File ist eine ASCII-Datei mit einer Beschreibung zu Ausdehnung, Position und Skalierung einer Bilddatei in einem CAD oder GIS-System.
Winkelmessinstrument zur Messung von Horizontalrichtungen und Vertikalwinkeln. Hierzu wird der Theodolit mittels eines Stativs über einem Punkt lotrecht aufgestellt.
Das Tagged Image File Format (TIFF oder auch kurz TIF) ist ein Datenformat zur Speicherung von Bilddaten.
TLM, Topografisches Landschaftsmodell des Bundesamtes für Landestopografie swisstopo
Geobasisdaten, welche die Form und Bodenbedeckung der Erdoberfläche sowie deren Nomenklatur in drei Dimensionen beschreiben. Zur Erfassung und zur Nachführung des TLM werden die Methoden der bildgestützten 3D-Erfassung, der 2.5D-Erfassung und der Felderfassung eingesetzt.
Das Territorium der Eidgenossenschaft wird für die amtlichen Vermessung in Gebiete mit folgenden Qualitätsanforderungen, so genannte Toleranzstufen (TS), eingeteilt:
TS 1: Stadtgebiete,
TS 2: Überbaute Gebiete und Bauzonen,
TS 3: Intensiv genutzte Landwirtschafts- und Forstwirtschaftsgebiete,
TS 4: Extensiv genutzte Landwirtschafts- und Forstwirtschaftsgebiete,
TS 5: Das Sömmerungsgebiet und unproduktive Gebiete.
Internetdienst zur Umwandlung von Geodatensätzen (Art. 2 GeoIV).
Methode für die Bestimmung von Lagefixpunkten in der Vermessung. Man unterscheidet zwischen Fixpunktnetzen 1. bis 4. Ordnung.
Früherer grafischer oder in Rasterform überführter Plan der damaligen Grundbuchvermessung in den Massstäben 1:2'500 bis 1:10'000 mit Höheninformationen in Form von Höhenkurven und -koten.
Datentyp, mit dem die Lage (und Höhe) von Punkt-, Linien- oder Flächenobjekten mittels Koordinatenwerten x,y,(z) geometrisch beschrieben werden. Diesem Datentyp können Sachdaten zugewiesen werden.
Eine Verbundaufgabe ist ein Aufgabenbereich, der von Bund und Kantonen finanziell gemeinsam getragen wird. Der Bund übernimmt dabei die strategische Verantwortung und die Oberaufsicht, die operative Ausführung obliegt den Kantonen. Die amtliche Vermessung und der Kataster der öffentich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB-Kataster) sind solche Verbundaufgaben.
Die Grenzfeststellung und das Anbringen von Grenzzeichen (Art. 11 VAV).
Vollnumerische Vermessung
Qualitätsstandard der amtlichen Vermessung: Digitale Daten gemäss den eidgenössischen Vorschriften von 1974.
Aktuelles Projektionssystem der schweizerischen Landesvermessung: schiefachsige, winkeltreue (oder konforme) Zylinderprojektion. Winkeltreue Doppel-Projektion (Abbildung) des Bessel’schen Erdellipsoides auf eine Schmiegungskugel und auf einen Zylindermantel mit Berührungskreis durch die Sternwarte Bern.