Source: https://ag-mav.org/ueber-uns/satzung/
Timestamp: 2018-05-24 21:19:50
Document Index: 31598956

Matched Legal Cases: ['§ 56', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 10', '§ 13', '§ 7', '§ 8', '§ 7', '§ 5', '§ 5', '§ 9', '§ 15', '§ 7', '§ 10', '§ 9', '§ 2', '§ 13', '§ 59', '§ 59', '§ 15', '§ 17', '§ 15', '§ 3']

Satzung – Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen
Satzung der Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen
in den Diakonischen Werke in Niedersachsen
(1) Die Arbeitsgemeinschaften der Mitarbeitervertretungen beim Diakonischen Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen und beim Diakonischen Werk Oldenburg bilden gemäß § 56 MVG-K die Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen der Diakonischen Werke in Niedersachsen (agmav)
(2) Die agmav verfolgt den Zweck, die Mitarbeitervertretungen der Diakonischen Werke in Niedersachsen im Rahmen der Gesetze zu beraten und deren Interessen zu vertreten.
§ 2 Aufgaben der agmav
(1) Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere:
(2) Auf Beschluss der Mitgliederversammlung können weitere konkrete Aufgaben im Sinne von § 2 Abs. 1 Buchstabe a übernommen werden.
Mitglieder der agmav sind alle Mitarbeitervertretungen von Einrichtungen, die einem Diakonischen Werk angeschlossen sind und einen Betrieb mit eigener Mitarbeitervertretung in Niedersachsen betreiben. Gesamtmitarbeitervertretungen können nicht Mitglied sein.
Organe der agmav sind:
(1) Die Vollversammlung findet mindestens einmal im Jahr statt. Sie wird von der bzw. dem Vorsitzenden mit einer Frist von mindestens drei Wochen unter Angabe der Tagesordnung und des Tagungsortes schriftlich einberufen. Die Vollversammlung ist einzuberufen, wenn dies mindestens 25 Mitglieder unter Angabe des zu beratenden Gegenstandes verlangen. In dringenden Ausnahmefällen kann die Ladungsfrist abgekürzt werden, hierbei kann auf die Schriftform verzichtet werden, so dass Einladungen per email versandt werden dürfen.
(2) Die Vollversammlung wird von einem Mitglied des Vorstandes eröffnet. Die Vollversammlung benennt zu Beginn der Versammlung durch offene Abstimmung eine Versammlungsleitung.
(3) Die Vollversammlung ist beschlussfähig, wenn sie satzungsgemäß einberufen ist.
(4) In der Vollversammlung haben Mitglieder mit
bis zu drei Mitarbeitervertretern eine Stimme,
fünf Mitarbeitervertretern zwei Stimmen,
sieben bis fünfzehn Mitarbeitervertretern drei Stimmen,
mehr als fünfzehn Mitarbeitervertretern fünf Stimmen.
Das Stimmrecht ist für jede Stimme durch Delegierte wahrzunehmen, wobei jede/r Delegierte nur eine Stimme hat.
(5) Die Vollversammlung beschließt:
a) über Anträge mit einfacher Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten;
b) mit zwei Drittel Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten, über Satzungsänderungen und die Auflösung der agmav. Der Beschluss über die Auflösung der agmav ist nur von einer eigens hierfür einberufenen Vollversammlung möglich.
(6) Antragsberechtigt sind die Mitglieder gem. § 3 dieser Satzung sowie die Regionalversammlungen und der Vorstand.
(7) Über den Verlauf der Vollversammlung sowie deren Beschlüsse sind die Mitglieder zu unterrichten.
(8) Anträge sind schriftlich bei der bzw. dem Vorsitzenden der agmav einzureichen. Anträge, die bis vier Wochen vor einer Vollversammlung bei der bzw. dem Vorsitzenden eingegangen sind, sind auf die Tagesordnung der nächsten Vollversammlung zu nehmen. Die Vollversammlung kann abweichende Fristen durch Beschluss festlegen.
(9) Aus der Vollversammlung heraus können Initiativanträge gestellt werden. Diese bedürfen vor Aufnahme in die Tagesordnung, der Unterstützung von 20 Stimmberechtigten. Näheres kann in einer Geschäftsordnung geregelt werden.
Aufgaben der Vollversammlung sind insbesondere:
Die Entgegennahme des Vorstandsberichts,
Diskussion und Beschlussfassung über Anträge,
Bekanntgabe der Mitglieder des Vorstandes der agmav gemäß § 10,
Wahl der Beisitzerinnen und Beisitzer der Schiedsstelle gemäß § 13,
Die Beschlussfassung über die Auflösung der agmav
§ 7 Regionen
Es werden folgende Regionen gebildet:
Nord-West mit den Landkreisen und kreisfreien Städten
Nord-Ost mit den Landkreisen, kreisfreien Städten und Regionen
Süd mit den Landkreisen und kreisfreien Städten
Sind Mitarbeitervertretungen für Teileinrichtungen in mehreren Regionen zuständig, gehören sie der Region an, in der die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind.
§ 8 Regionalversammlungen
(1) Die Regionalversammlung ist die Versammlung der in einer Region gem. § 7 bestehenden Mitarbeitervertretungen.
(2) Für das Stimmrecht gilt § 5 Abs. 4.
(3) Die Regionalversammlung dient dem Erfahrungsaustausch und der Willensbildung der agmav in der jeweiligen Region. Die Regionalversammlung kann Anträge an die Vollversammlung und an den Vorstand stellen. Die Regionalversammlung ist nach Erforderlichkeit vom Vorstand der agmav unter Angabe der Tagesordnung schriftlich einzuberufen. Für die Einladung gilt § 5 Abs. 1.
(4) Sie ist außerdem innerhalb von zwei Monaten einzuberufen, wenn mindestens fünf Mitglieder der Region dies unter Angabe des zu beratenden Gegenstandes verlangen.
(5) Die Regionalversammlung wählt aus ihrer Mitte sechs Mitglieder für den Vorstand der agmav.
(6) Über den Verlauf und die Beschlüsse der Regionalversammlung sind die Mitglieder der Region zu unterrichten.
§ 9 Wahl des Vorstandes der agmav
(1) Innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss der Neuwahl der Mitarbeitervertretungen gem. § 15 MVG-K in der die Mitarbeitervertretungen beim Diakonischen Werk ev. Kirchen in Niedersachsen gewählt werden, werden die Wahlen zum Vorstand eingeleitet. Der Vorstand besteht aus 18 Personen, die in den Regionalversammlungen gewählt und in der Vollversammlung bekannt gegeben werden.
(2) Die Wahlausschreibung zur Wahl in den Regionalversammlungen erfolgt mindestens acht Wochen vor dem Wahltermin. Wahlvorschläge sind schriftlich bis spätestens vier Wochen vor der Wahl eingehend bei der bzw. dem Vorsitzenden der agmav einzureichen. Vorschlagsberechtigt sind die Mitglieder gem. § 7 der Satzung der jeweiligen Region und der Vorstand. Es sollten doppelt so viele Wahlbewerberinnen und Wahlbewerber zur Verfügung stehen, wie Kandidatinnen und Kandidaten zu wählen sind.
(3) Die Vorgeschlagenen müssen Mitglieder von Mitarbeitervertretungen sein.
(4) Der Einladung ist die Liste der Wahlbewerberinnen und Wahlbewerber der jeweiligen Region beizufügen.
(5) Für die Durchführung der Wahl bestellt die Regionalversammlung mittels offener Abstimmung einen Wahlvorstand. Dieser besteht aus mindestens drei Personen. Wahlbewerberinnen und Wahlbewerber dürfen nicht Mitglied des Wahlvorstandes sein
(6) Der Wahlvorstand prüft die Ordnungsmäßigkeit der Wahlvorschläge und die Wählbarkeit der Vorgeschlagenen.
(7) Der Wahlvorstand führt vor der Wahl eine Befragung der Vorgeschlagenen durch.
(8) Die Wahlen werden in einem Wahlgang in geheimer und unmittelbarer Wahl durchgeführt. Bei Stimmengleichheit der nicht gewählten Wahlbewerberinnen und Wahlbewerber findet zur Festlegung der Reihenfolge der Nachrückerinnen und Nachrücker jeweils eine Stichwahl statt.
(9) Der Wahlvorstand stellt das Wahlergebnis in der Regionalversammlung fest.
§ 10 Bekanntgabe der Mitglieder des agmav-Vorstandes
(1) Spätestens 8 Wochen nach den Vorstandswahlen in den Regionalversammlungen findet die Vollversammlung zur Bekanntgabe der Mitglieder des Vorstandes der agmav statt.
(2) Die Wahlvorstände der Regionalversammlungen oder von ihnen Beauftragte geben die gewählten Mitglieder für den Vorstand der agmav bekannt. Diese stellen sich der Vollversammlung vor.
(3) Sollte für eine oder mehrere Regionen in den Regionalversammlungen nicht die erforderliche Anzahl von sechs Vorstandsmitgliedern gewählt worden sein, werden diese Plätze von den Nachrückerinnen und Nachrückern gem. § 9 Abs. 8 eingenommen. Sie rücken in der Reihenfolge ihrer Stimmergebnisse nach. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.
(4) Scheidet ein Vorstandsmitglied aus dem Vorstand aus, rückt die Nachrückerin bzw. der Nachrücker mit der nächstniedrigeren Stimmenzahl der jeweiligen Region nach. Ist diese Liste erschöpft, so gilt Abs. 3 entsprechend.
(5) Stehen nach Eintritt sämtlicher Ersatzmitglieder keine Nachrückerinnen und Nachrücker mehr zur Verfügung und sind weniger als 15 Mitglieder im Vorstand verblieben , so sind Neuwahlen durchzuführen. Es sei denn, dass die Wahlperiode in weniger als einem Jahr endet. Der so neu gewählte Vorstand ist bis zur nächsten turnusmäßigen Wahl im Amt.
(6) Im Übrigen gelten die Wahlvorschriften gem. MVG-K.
(1) Der Vorstand wählt aus seiner Mitte eine Vorsitzende bzw. einen Vorsitzenden und drei Stellvertreterinnen bzw. Stellvertreter.
(3) Die Amtszeit der Vorstandsmitglieder beträgt vier Jahre, Wiederbenennung und Wiederwahl sind zulässig.
a) vorgezogene Neuwahlen,
b) Ausscheiden aus der Mitarbeitervertretung,
c) Niederlegung des Amtes.
(5) Unbeschadet des Abs. 4 haben die Vorstandsmitglieder nach Ablauf der Amtszeit die Geschäfte bis zur Übernahme durch den neu gewählten Vorstand weiterzuführen.
(6) Der Vorstand tritt nach Bedarf, mindestens sechsmal jährlich, zusammen. Näheres kann in einer Geschäftsordnung geregelt werden.
(7) Über den Verlauf der Vorstandssitzung ist eine Niederschrift anzufertigen, die die gefassten Beschlüsse enthält.
(1) Der Vorstand ist verantwortlich für die Durchführung der Aufgaben nach § 2.
(2) Der Vorstand sorgt für die laufende Information aller Mitglieder und nimmt Anregungen und Anträge entgegen.
(3) Der Vorstand kann Anträge an die Vollversammlung und die Regionalversammlungen stellen und ist verpflichtet, die von Mitgliedern gestellten Anträge an die zuständigen Organe weiterzuleiten.
(4) Der Vorstand benennt aus seiner Mitte Mitglieder für den Verein ‚Diakonische Arbeitnehmerinitiative‘ (Dia e.V.)
(5) Der Vorstand kann Mitglieder für die Aufsichtsräte der Diakonischen Werke benennen, soweit diese eine Beteiligung der agmav vorsehen.
§ 13 Wahl der Beisitzerinnen und Beisitzer der Schiedsstelle
Die Beisitzerinnen und Beisitzer der Schiedsstelle gemäß § 59 MVG-K werden von der Vollversammlung in geheimer und unmittelbarer Wahl gewählt. Näheres beschließt die Vollversammlung jeweils vor der Wahl. Die Amtszeit ist die gesetzliche Amtszeit der Schiedsstelle gem. § 59 MVG-K ( 6 Jahre ).
Zur Förderung der Sachdiskussion und zur Verbesserung des Informationsaustausches, sowie zur Erarbeitung strategischer Positionen und daraus folgend von Anträgen werden Arbeitskreise gebildet.
Es können weitere Arbeitskreise eingerichtet werden.
§ 15 Zusammenarbeit mit Gewerkschaften
(1) Die agmav arbeitet mit den Gewerkschaften zusammen, die Tarifverträge mit Geltung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Einrichtungen der Diakonie geschlossen haben.
(2) Der Vorstand gewährleistet den regelmäßigen Informationsaustausch mit den Gewerkschaften. Bei Bedarf kann ein Arbeitskreis gebildet werden, in dem Beauftragte der Gewerkschaften mit Mitgliedern des Vorstandes der agmav zusammenarbeiten.
Die agmav finanziert sich über die beteiligten Diakonischen Werke. Diese tragen die Kosten der laufenden Geschäftsführung und die Personalkosten für die freigestellten Vorstandsmitglieder.
§ 17 Austritt aus der agmav
(1) Verlangen die Mitarbeitervertretungen aus dem Bereich eines beteiligten Diakonischen Werkes den Austritt aus der agmav, so ist dies nur zu Beginn einer Wahlperiode möglich. Maßgebend ist die allgemeine Wahlzeit (§ 15 MVG-K) beim betreffenden Diakonischen Werk.
(2) Ein entsprechender Beschluss bedarf der Mehrheit der Mitglieder gem. § 3 beim betreffenden Diakonischen Werk. Der Beschluss muss auf einer Versammlung der Mitarbeitervertretungen des betreffenden Diakonischen Werkes gefasst werden, zu der der bzw. die Vorsitzende der agmav einlädt.
(3) Die Einladung hat zu erfolgen, wenn mindestens ein Viertel der Mitarbeitervertretungen aus dem Bereich des entsprechenden Diakonischen Werkes dies beantragen. Die Einladung erfolgt mit einer Frist von sechs Wochen unter Nennung des Beratungsgegenstandes. Teilnahmeberechtigt sind nur Mitarbeitervertretungen des betreffenden Bereiches und der Vorstand.
Die Satzung der agmav tritt am 1. März 2015 in Kraft. Zu demselben Zeitpunkt tritt die Satzung vom 1. Mai 2007 außer Kraft