Source: https://rd.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-09791-5_9
Timestamp: 2019-10-19 19:39:06
Document Index: 314789393

Matched Legal Cases: ['§ 929', '§ 929', '§ 1', '§ 1', '§ 57', '§ 51', '§ 5', '§ 1', '§ 66', '§ 31', '§ 133', '§ 32', '§ 929', '§ 929', '§ 929', '§ 4', '§ 929', 'BGH', 'BGH', '§ 40', '§ 929', '§ 929', 'BGH', '§ 929', '§ 929', 'BGH', '§ 57', '§ 929', '§ 929', '§ 6', 'BGH', '§ 32', '§ 41', '§ 51', '§ 930', '§ 930', '§ 67', '§ 930', '§ 930', '§ 50', '§ 930', '§6', '§ 930', '§ 930', '§ 930', '§ 67', '§ 32', '§ 51', '§ 6', '§ 42', '§ 6', '§ 50', '§ 32', '§ 42', '§ 14', '§ 51', '§ 5', '§ 31', '§ 67', '§ 57', '§ 8', '§ 183', '§ 182', '§ 182', '§ 1', '§ 854', '§ 929', '§ 929', '§ 32', '§ 51', '§ 67', '§ 43', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 930', '§ 930', 'BGH', 'BGH', '§ 930', '§ 930', '§ 930', '§ 929', '§ 164', '§ 164', '§ 164', 'BGH', '§ 51', '§ 929', '§ 929', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 934', '§ 10', 'BGH', 'BGH', '§ 929', '§ 929', '§ 952', '§ 952', '§ 53', '§ 1154', '§ 792', '§ 398', '§ 929931', '§ 793', '§ 55', '§ 75', '§ 40', '§ 53', '§ 952', '§ 793', '§ 932', 'Art. 16', 'Art. 21', '§ 365', '§ 932', '§ 42', 'BGH', '§ 42', '§ 363', '§ 931', '§ 363']

Eigentumserwerb vom Berechtigten | Springer for Research & Development
Sachenrecht pp 87-107 | Cite as
§ 929, 1 enthält den Grundtatbestand des abgeleiteten Eigentumserwerbs, von welchem das Gesetz ausgeht: Das Eigentum wird erworben durch Einigung über den Eigentumsübergang sowie durch Übergabe der Sache. Das Gesetz entscheidet sich damit einmal für das Trennungsprinzip und gegen das Vertragsprinzip. Nach dem Vertragsprinzip, das z.B. im französischen Recht anerkannt ist, reicht für die Übereignung das Grundgeschäft (Kauf usw.) aus, das Eigentum geht schon mit dem Kaufvertrag über. Nach dem Trennungsprinzip ist zur Übereignung ein eigenes Übereignungsgeschäft erforderlich. Das Gesetz entscheidet sich in § 929, 1 weiter für das Traditionsprinzip: Die Übereignung fordert grundsätzlich eine Übergabe der Sache, eine dingliche Einigung reicht nicht aus. Es entscheidet sich schließlich zugunsten des Abstraktionsprinzips 1 gegen eine kausale Übereignung, d.h. der Eigentumserwerb ist unabhängig von der Existenz oder Wirksamkeit des Grundgeschäfts. Hieraus ergibt sich ferner, daß der Eigentumsübergang von der Kaufpreiszahlung unabhängig ist.
Vgl. § 1 III 3 c. Abstraktionsprinzip und Trennungsprinzip dürfen nicht verwechselt werden, vgl. Jauemig JuS 94, 721. Ist das Trennungsprinzip bejaht, so kann das Übereignungsgeschäft entweder kausal oder abstrakt sein.Google Scholar
Vgl. oben § 1 III 1 b.Google Scholar
Vgl. oben § I III 3 e aa.Google Scholar
Vgl. Heck § 57 III; Baur-Stümer § 51 II 1 a; E. Wolf § 5 A III h.Google Scholar
Vgl. auch oben § 1 III 1 a.Google Scholar
Vgl. RG 12, 81 f.; Wolff-Raiser § 66 I 4 b.Google Scholar
Da erst Einigung und Übergabe zusammen das dingliche Rechtsgeschäft ausmachen, muß die Verfügungsbefugnis noch zur Zeit der Übergabe bestehen; da andererseits aber nur die Einigung ein Rechtsgeschäft ist, nicht aber die Übergabe, muß die Geschäftsfähigkeit nur bei der Einigung vorhanden sein, nicht mehr bei der Übergabe, vgl. J. vGierke § 31 I 1.Google Scholar
So z.B. auch O. vGierke § 133 III; Eichler II 1, 102 Fn. 40; Schwab-Prütting § 32 III pr.; Erman-Michalski § 929 N. 11.Google Scholar
L0 Vgl. Soergel-Mühl § 929 N. 12; Jauemig § 929 N. 2 a.Google Scholar
Wenn er etwa die Sache dem Käufer nur leihweise überlassen will.Google Scholar
Vgl. oben § 4 IV 2.Google Scholar
Der Erwerber hat das gekaufte Buch seinem Freund F verliehen, er bittet den Veräußerer, das Buch dem F auszuhändigen, was geschieht.Google Scholar
Z.B.: Der Veräußerer hatte das verkaufte Buch an B verliehen, er weist den B an, das Buch an den Erwerber oder an F herauszugeben.Google Scholar
Vgl. etwa Damrau, JuS 78, 523; Staudinger-Wiegand § 929 N. 67 ff.; Musielak, JuS 92, 718.Google Scholar
Das ist hM., vgl. nur RG LZ 1918, 498; BGH WM 62, 820; BGH NJW 79, 714; Westermann-Westermann § 40 II 1; Staudinger-Wiegand § 929 N. 95 ff.; RGRK-Pikart § 929 N. 44.Google Scholar
Vgl. BGH WM 62, 820; Soergel-Mühl § 929 N. 5; RGRK-Pikart § 929 N. 27; Tiedtke, Jura 83, 475; Mormann, WM 66, 3.Google Scholar
So z.B. auch BGH NJW 79, 715; Wolff, JherJahrb 44, 188; Heck § 57 II; Soergel-Mühl § 929 N. 5; RGRK-Pikart § 929 N. 44.Google Scholar
Etwa: Der Eigentümer veräußert die im Safe liegenden Wertpapiere an den Erwerber und behält sich daran den Nießbrauch vor, indem er dem Erwerber einen der beiden Schlüssel übergibt (nach Wolff, JherJahrb 44, 188 ).Google Scholar
Johow, Begründung 390 ff., sprach von „Übergabe im weiteren Sinne“.Google Scholar
Etwa: Der Erwerber hat die Sache von einem Dieb gemietet.Google Scholar
D.h. der Entschluß, die Sache künftig nicht mehr als Eigenbesitzer, sondern als Fremdbesitzer oder Besitzdiener für einen anderen besitzen zu wollen.Google Scholar
Vgl. oben I 2 a.Google Scholar
Vgl. oben § 6 II 1 a.Google Scholar
Vgl. etwa BGH JZ 64, 130; Schwab-Prütting § 32 III 3; M. Wolf N. 406; Westermann-Westermann § 41 II 2 b; Baur-Stümer § 51 V 2.Google Scholar
Vgl. etwa Palandt-Bassenge § 930 N. 6; Soergel-Mühl § 930 N. 12; Wolff-Raiser § 67 I 1.Google Scholar
Vgl. RGRK-Pikart § 930 N. 25; Staudinger-Wiegand § 930 N. 18; Eichler II 1, 140; Lange § 50 IV 1 b.Google Scholar
So zutreffend etwa Wacke 69 ff.; Staudinger-Wiegand § 930 N. 18 ff.Google Scholar
Vgl. oben §6íI1,2.Google Scholar
Vgl. etwa Erman-Michalski § 930 N. 3; Soergel-Muhl § 930 N. 6; RGRK-Pikart § 930 N. 5; Wolff-Raiser § 67 I 3.Google Scholar
HM., vgl. etwa Schwab-Prütting § 32 III 4; Baur-Stümer § 51 VI 1 a.Google Scholar
Vgl. oben § 6 III 3 b.Google Scholar
So auch Westermann-Westermann § 42 II 4 a.Google Scholar
Vgl. dazu oben § 6 III 2 a.Google Scholar
Vgl. etwa Lange § 50 V 2; Schwab-Prütting § 32 III 4; Westermann-Westermann § 42 II 4 b.Google Scholar
Vgl. dazu Larenz AT § 14 IV.Google Scholar
Vgl. oben § I I 2; II I b.Google Scholar
Vgl. etwa Baur-Stürner § 51 VI 1 b; E. Wolf § 5 A VII c 4.Google Scholar
J. vGierke § 31 V 2; Wolff-Raiser § 67 II 2.Google Scholar
Vgl. Heck § 57 II.Google Scholar
Zum Miteigentum allgemein vgl. oben § 8 III 2.Google Scholar
D.h. die Einwilligung oder die Genehmigung, §§ 183, 184.Google Scholar
Vgl. § 182 II.Google Scholar
Vgl. § 182 I.Google Scholar
Vgl. oben § 1 III 1 a.Google Scholar
Das gilt auch für Besitzerwerb nach § 854 II.Google Scholar
Vgl. Soergel-Mühl § 929 N. 13; RGRK-Pikart § 929 N. 55.Google Scholar
Vgl. etwa Schwab-Priitting § 32 III 3; Baur-Stümer § 51 V 5; Wolff-Raiser § 67 I 4; Westermann-Westermann § 43 IV 2.Google Scholar
Von anticipare, vorwegnehmen, vgl. die Glosse von Liebs, Das antekapierte Besitzkonstitut, JZ 72, 751.Google Scholar
Der allgemein übliche Ausdruck ist ungenau, weil nicht nur das Besitzkonstitut antizipiert wird, sondern auch die dingliche Einigung.Google Scholar
Regelmäßig handelt es sich um Sicherungsübereignungen.Google Scholar
Vgl. BGH 21, 55. Auch die Übereignung nur der pfändbaren Sachen ist unwirksam, vgl. BGH JZ 88, 471.Google Scholar
Serick II 166 ff.Google Scholar
Vgl. BGH WM 60, 1226; BGH JZ 84, 199.Google Scholar
Vgl. etwa BGH 28, 20; BGH NJW 79, 977; Palandt-Bassenge § 930 N. 4; Soergel-Mühl § 930 N. 7 und 40.Google Scholar
BGH 21, 56; BGH WM 66, 95; Soergel-Mühl § 930 N. 7 und 43; RGRK-Pikart § 930 N. 28; Jauemig § 930 N. 4 a.Google Scholar
Vgl. den Fall RG 140, 223 ff.Google Scholar
Vgl. Cohn, Das rechtsgeschäftliche Handeln für denjenigen, den es angeht, 1931.Google Scholar
Vgl. etwa Soergel-Muhl § 929 N. 14; Erman-Brox § 164 N. 9; Eichler II 1, 104.Google Scholar
So zu Recht etwa Eichler II I, 104; Soergel-Schultze-vLasaulx 39 vor § 164; MünchenerKThiele § 164 N. 44; BGH NJW 55, 590.Google Scholar
Zu Entwicklung und Dogmatik des Geheißerwerbs vgl. neuestens die lesenswerte Dissertation von Franz-Josef Kolb, Geheißerwerb, 1997.Google Scholar
Vgl. etwa Baur-Stümer § 51 III 3; Jauernig § 929 N. 3 g; Soergel-Mühl § 929 N. 7; M. Wolf N. 402; BGH NJW 86, 1166.Google Scholar
Das ist hM., vgl. etwa BGH WM 69, 831; NJW 73, 142; JZ 82, 683; E. Wolf § 5 A IV c 2; Eichler II 1, 101 Fn. 33; M. Wolf N. 402.Google Scholar
Wie Wadle, JZ 74, 693 überzeugend dargelegt hat. Nach § 934 (2) wird der Erwerber Eigentümer, wenn der dritte Besitzer diesem auf Geheiß des Veräußerers die Sache übergibt, vgl. unten § 10 III 4 c.Google Scholar
Das ist hM., vgl. etwa BGH 36, 60; BGH JZ 75, 29; Erman-Michalski § 929 N. 10; PalandtBassenge § 929 N. 17.Google Scholar
Entsprechend steht das Eigentum an einem Schuldschein dem Inhaber der Forderung zu, § 952Google Scholar
Vgl. Erman-Hefermehl § 952 N. 3; Baur-Stümer § 53 d I 2.Google Scholar
Übergabe ist erforderlich etwa beim Hypothekenbrief, § 1154 I; bei der Anweisung, § 792 I 3; entsprechend bei Rektawechsel und Rektascheck sowie bei der Übertragung von Wechseloder Scheckforderungen nach § 398. Die Besitzübergabe erfolgt in den Formen der §§ 929931.Google Scholar
Das ist der Vertrag des Ausstellers des Wertpapiers mit dem ersten Nehmer, durch welchen das verbriefte Recht bestellt wird, vgl. dazu Palandt-Thomas § 793 N. B.Google Scholar
So etwa Westermann-Gursky § 55 II 2; Wolff-Raiser § 75 II Fn. 13; Schwab-Prütting § 40 I.Google Scholar
So auch vTuhr I S. 67 Fn. 9; Baur-Stümer § 53 d III 4; § 952 N. 18.Google Scholar
Inhaberpapiere sind Wertpapiere, bei denen die Leistung an den jeweiligen Inhaber versprochen wird; sie kann nur von dem geltend gemacht werden, der im Besitz des Papiers ist; Beispiele sind Inhaberschuldverschreibungen nach § 793.Google Scholar
Beispiele sind etwa Wechsel und Scheck. Es gelten zwar nicht die §§ 932 ff., wohl aber die weitgehend entsprechenden Regeln in Art. 16 WG, Art. 21 ScheckG, § 365 HGB, welche den Schutz des gutgläubigen Erwerbers noch über die §§ 932 ff. ausdehnen.Google Scholar
Er ist ferner mittelbarer Besitzer, die verwahrende Bank Besitzmittler.Google Scholar
Vgl. dazu Peters, JuS 76, 426 f.Google Scholar
Zu den gesetzlichen Grundlagen vgl. Heinsius-Horn-Than, Depotgesetz (1975) § 42 N. 8-20.Google Scholar
Vgl. BGH 5, 31; auch OLG Zweibrücken WM 65, 1015 f.Google Scholar
Zur Verpfändung von Bundesschatzbriefen vgl. LG Konstanz WM 88, 818, 1125.Google Scholar
Vgl. Zöllner, FS. Raiser (1974) 261 ff.; Heinsius-Hom-Than § 42 N. 31 ff.Google Scholar
Vgl. dazu etwa Brox, Handelsrecht und Wertpapierrecht (12. Aufl. 1996 ) N. 713 ff.Google Scholar
Zu den Theorien vgl. etwa Heymann, FG. Felix Dahn III (1905) 106 ff.; Staub-Canaris, HGB 3. Aufl. 1978 ff., § 363 N. 75 ff.Google Scholar
Vgl. etwa Soergel-Mühl § 931 N. 11; Schlegelberger-Hefermehl, HGB, 5. Aufl. 1976, § 363 N. 57.Google Scholar
Vgl. Schnauder, NJW 91, 1546.Google Scholar
Das SchiffsRG (RGBI I 1940, 1499 ff.) regelt das materielle Schiffssachenrecht, während die Schiffsregisterordung (RGBI I 1940, 1591 ff.; BGBl I 1951, 360 ff.; BGB1 I 1980, 833 ff.) das formelle Recht regelt, ähnlich der Grundbuchordnung.Google Scholar
Wieling H.J. (1997) Eigentumserwerb vom Berechtigten. In: Sachenrecht. Springer-Lehrbuch. Springer, Berlin, Heidelberg
DOI https://doi.org/10.1007/978-3-662-09791-5_9