Source: http://docplayer.org/16019140-Neues-namens-und-buergerrecht.html
Timestamp: 2020-07-13 04:29:41
Document Index: 63007401

Matched Legal Cases: ['Art. 160', 'Art. 160', 'Art. 30', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 30', 'Art. 13', 'Art. 12', 'Art. 30', 'Art. 37', 'Art. 161', 'Art. 271', 'Art. 30']

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1 Neues Namens- und Bürgerrecht RA lic. iur. Simon Bachmann Ab 1. Januar 2013: Neues Namens- und Bürgerrecht Überblick Das Namensrecht ab 2013 Übergangsbestimmungen Partnerschaftsgesetz Bürgerrecht Namensänderung nach neuem Recht 27. November 2012 Neues Namens- und Bürgerrecht 2 1
2 Namen der Ehegatten Jeder Ehegatte behält bei der Eheschliessung seinen Namen (Art. 160 Abs. 1 ZGB). Die Brautleute können erklären, dass sie einen der Ledignamen als gemeinsamen Familiennamen tragen wollen (Art. 160 Abs. 2 ZGB). Nach Auflösung der Ehe kann der überlebende Ehegatte jederzeit erklären, dass er wieder seinen Ledignamen tragen will, wenn er bei der Eheschliessung seinen Namen geändert hat (Art. 30a ZGB). 27. November 2012 Neues Namens- und Bürgerrecht 3 Namen der ehelichen Kinder Behalten die Brautleute ihre Namen, so bestimmen sie im Ehevorbereitungsverfahren, welchen ihrer Ledignamen ihre Kinder tragen sollen. Die Eltern können beim ersten Kind innerhalb eines Jahres seit der Geburt auf die Wahl zurückkommen. Das zweite eheliche Kind erhält denselben Namen wie sein älteres Geschwister Haben die Ehegatten im Ehevorbereitungsverfahren den Namen für die Kinder ausnahmsweise nicht bestimmt, erfolgt dies mit der Geburtsmeldung des ersten Kindes. Die Wahl ist definitiv. Tragen die Eltern einen gemeinsamen Familiennamen, erhält das Kind diesen Namen. 27. November 2012 Neues Namens- und Bürgerrecht 4 2
3 Namen der unehelichen Kinder Sind die Eltern nicht verheiratet, so erhält das Kind den Ledignamen der Mutter Nicht miteinander verheiratete Eltern können bei gemeinsamer elterlicher Sorge erklären, dass das Kind den Ledignamen des Vaters tragen soll. Die Erklärung hat spätestens innerhalb eines Jahres seit Übertragung der gemeinsamen elterlichen Sorge zu erfolgen. Die gleiche Erklärung kann der Vater abgeben, wenn er alleiniger Inhaber der elterlichen Sorge wird. 27. November 2012 Neues Namens- und Bürgerrecht 5 Übergangsbestimmungen I Der Ehegatte, der vor dem 1. Januar 2013 seinen Namen bei der Eheschliessung geändert hat, kann jederzeit erklären, dass er wieder seinen Ledignamen tragen will (Art. 8a Schlusstitel ZGB). Führen die Eltern nach dem 1. Januar 2013 aufgrund einer Erklärung nach Art. 8a Schlusstitel ZGB über keinen gemeinsamen Familiennamen mehr, so können sie bis Ende 2013 gemeinsam erklären, dass das Kind den Ledignamen des Elternteils erhält, der wieder seinen Ledignamen angenommen hat (Art. 13d Schlusstitel ZGB). Das gilt nur für im Zeitpunkt der Erklärung verheiratete Eltern, nicht aber bei geschiedenen oder verwitweten Personen (also nicht bei Erklärungen nach Art. 30a und 119 ZGB). 27. November 2012 Neues Namens- und Bürgerrecht 6 3
4 Übergangsbestimmungen II Bei gemeinsamer elterlichen Sorge nicht verheirateter Eltern oder des Vaters allein, die vor dem 1. Januar 2013 erteilt wurde, kann bis Ende 2013 die Erklärung abgegeben werden, dass das Kind den Ledignamen des Vaters tragen soll (Art. 13d Schlusstitel ZGB). Hat das Kind das zwölfte Altersjahr vollendet, so muss es der Änderung seines Namens zustimmen. Dieser Grundsatz gilt generell. 27. November 2012 Neues Namens- und Bürgerrecht 7 Neuerungen im Partnerschaftsgesetz Bei der Eintragung der Partnerschaft kann erklärt werden, dass der Ledigname eines der Partner als gemeinsamer Name getragen werden soll (Art. 12a PartG). Nach der Auflösung der Partnerschaft kann der Partner, der seinen Namen geändert hat, jederzeit erklären, wieder den Ledignamen tragen zu wollen (Art. 30a PartG). Wurde die Partnerschaft vor dem 1. Januar 2013 registriert, so können die Partner bis Ende 2013 erklären, den Ledignamen des einen Partners als gemeinsamen Namen tragen zu wollen (Art. 37a PartG). 27. November 2012 Neues Namens- und Bürgerrecht 8 4
5 Neues Bürgerrecht Bei der Eheschliessung behält jeder Ehegatte sein Bürgerrecht (Art. 161 ZGB). Das Kind erhält das Bürgerrecht des Elternteils, dessen Namen es trägt (Art. 271 ZGB). Erwirbt das Kind während der Minderjährigkeit den Namen des anderen Elternteils, so erhält es dessen Bürgerrecht anstelle des bisherigen. Das gilt auch für vor dieser Gesetzesänderung erworbene Bürgerrechte. 27. November 2012 Neues Namens- und Bürgerrecht 9 Namensänderung nach Art. 30 ZGB Sofern keine Namenserklärung möglich ist, kommt allenfalls eine Namensänderung in Frage Entscheid des Chefs DJS Verfahrensführung beim Amt für Handelsregister und Zivilstandswesen. Zu bewilligen, wenn achtenswerte Gründe vorliegen. Auch die Änderung des Ledignamens kann bewilligt werden. 27. November 2012 Neues Namens- und Bürgerrecht 10 5