Source: http://gelbe-sammlung.kultus-bw.de/jportal/portal/bs/21/page/sammlung.psml?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&fromdoctodoc=yes&doc.id=aiz-jlr-EULehrVBWrahmen%4020050806&doc.part=x&doc.price=0.0&doc.aizid=jlr-EULehrVBWV7Anlage-P5&doc.aizhl=
Timestamp: 2020-07-11 04:35:16
Document Index: 192706187

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 4', '§ 7', '§ 8', '§ 10', '§ 13', '§ 17', '§ 1', '§ 1', '§ 5']

Gesamtausgabe in der Gültigkeit vom 06.08.2005 bis 19.10.2007
§ 1 - Anerkennung 06.08.2005 bis 19.10.2007
§ 2 - Feststellung der erforderlichen deutschen Sprachkenntnisse 01.10.2003 bis 19.10.2007
§ 4 - Antragstellung 06.08.2005 bis 19.10.2007
§ 7 - Zeitliches oder inhaltliches Defizit 06.08.2005 bis 19.10.2007
§ 8 - Ziel der Eignungsprüfung 06.08.2005 bis 19.10.2007
§ 10 - Meldung und Zulassung zur Eignungsprüfung 06.08.2005 bis 19.10.2007
§ 13 - Inhalt und Dauer des Anpassungslehrgangs 06.08.2005 bis 19.10.2007
§ 17 - Einstellung in den öffentlichen Schuldienst 06.08.2005 bis 19.10.2007
(1) Eine in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union, in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder in der Schweiz mit einem Diplom im Sinne der Richtlinie 89/48/EWG oder 92/51/EWG erworbene oder anerkannte Befähigung für einen Lehrerberuf wird auf Antrag als Befähigung für die Ausübung des Lehrerberufs an öffentlichen Schulen in Baden-Württemberg anerkannt, wenn
die für das Diplom, das Prüfungszeugnis oder den Befähigungsnachweis des Antragstellers im Sinne der genannten Richtlinien erforderliche Ausbildung keine wesentlichen fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen, erziehungswissenschaftlichen, fachlichen oder schulpraktischen Defizite gegenüber der Ausbildung in Baden-Württemberg aufweist und
die Dauer der erforderlichen Ausbildung im Sinne der genannten Richtlinien gegenüber der für die Ausübung des Lehrerberufs in der jeweiligen Schulart in Baden-Württemberg vorgeschriebenen Ausbildungsdauer um nicht mehr als ein Jahr unterschritten wurde.
(2) Entspricht der Ausbildungsinhalt nicht den Anforderungen nach Absatz 1 Nr. 3, können die vorhandenen Defizite ganz oder teilweise durch den Nachweis von Berufserfahrung ausgeglichen werden. Ersetzt die nachgewiesene Berufserfahrung die Defizite nicht vollständig, so kann vom Antragsteller verlangt werden, dass er nach seiner Wahl entweder einen Anpassungslehrgang durchläuft oder eine Eignungsprüfung erfolgreich ablegt.
(3) Entspricht die Ausbildungsdauer nicht den Anforderungen nach Absatz 1 Nr. 4, so kann vom Antragsteller der Nachweis von Berufserfahrung verlangt werden.
(4) Vom Antragsteller darf nur entweder eine Maßnahme nach Absatz 2 oder ein Nachweis nach Absatz 3 verlangt werden. Liegt sowohl ein inhaltliches (Absatz 1 Nr. 3) als auch ein zeitliches Defizit (Absatz 1 Nr. 4) vor, kann nur der Ausgleich des inhaltlichen Defizits gemäß Absatz 2 verlangt werden.
(1) Voraussetzung für die Feststellung der erforderlichen deutschen Sprachkenntnisse ist
der Nachweis des Großen Deutschen Sprachdiploms eines Goethe-Instituts oder
ein in anderer Weise erbrachter Nachweis, der vom Kultusministerium als gleichwertig anerkannt wurde, und die Teilnahme an einem Kolloquium mit einer vom Kultusministerium bestimmten Kommission.
Diplome, Prüfungszeugnisse oder sonstige Befähigungsnachweise im Sinne der Richtlinien,
Nachweis der Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaates der Europäischen Union, eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz,
Nachweise der Studien- und Ausbildungsinhalte z. B. in Form von Studienbuch, Studienordnung, Prüfungsordnung oder in anderer geeigneter Weise; aus den Nachweisen müssen die Studien- oder Ausbildungsinhalte und die Dauer der absolvierten Ausbildung zur Erlangung des Diploms hervorgehen,
Zeitliches oder inhaltliches Defizit
(1) Wird ein zeitliches Defizit (§ 1 Abs. 1 Nr. 4, Abs. 3) festgestellt, so kann vom Antragsteller der Nachweis von Berufserfahrung verlangt werden. Berufserfahrung ist die Ausübung einer der angestrebten Laufbahn entsprechenden Tätigkeit als Lehrer in einem Mitglied- oder Vertragsstaat. Die Dauer der nachzuweisenden Berufserfahrung beträgt das Doppelte der fehlenden Ausbildungszeit, höchstens jedoch vier Jahre. Das Doppelte der fehlenden Ausbildungszeit kann ausnahmsweise, insbesondere bei überdurchschnittlichen Leistungen, unterschritten werden.
(2) Wird ein inhaltliches Defizit (§ 1 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 2) festgestellt, so kann vom Antragsteller verlangt werden, daß er nach seiner Wahl entweder einen Anpassungslehrgang durchläuft oder eine Eignungsprüfung erfolgreich ablegt. Die Wahlentscheidung ist vom Antragsteller innerhalb angemessener Frist zu treffen. Nach der Zulassung zu einem Anpassungslehrgang oder der Zulassung zu einer Eignungsprüfung ist eine Änderung der Wahlentscheidung nicht mehr möglich.
(1) Anträge auf Zulassung zur Eignungsprüfung sind unter Vorlage einer Ablichtung des Bescheids nach § 5 Abs. 2 an das Kultusministerium oder die jeweilige obere Schulaufsichtsbehörde zu richten und müssen spätestens zu dem im Amtsblatt Kultus und Unterricht bekanntgegebenen Meldetermin für die jeweilige Prüfung dort eingegangen sein (Ausschlußfrist). Verspätet eingehende und unvollständige Anträge werden nicht berücksichtigt.
Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union, eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz, deren im Herkunftsstaat erworbene Lehrerqualifikation auf Grund der Bestimmungen dieser Verordnung mit der Befähigung für eine Lehrerlaufbahn nach den Vorschriften des Landes Baden-Württemberg gleichgestellt worden ist, können sich zu den jeweiligen Einstellungsterminen gleichberechtigt mit inländischen Lehrkräften um die Einstellung in den öffentlichen Schuldienst bewerben. Ein Anspruch auf Einstellung in den öffentlichen Schuldienst kann aus der Gleichstellung nicht abgeleitet werden.