Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=19.11.1996&Aktenzeichen=VI%20ZR%20350/95
Timestamp: 2013-05-20 17:17:54
Document Index: 17892626

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung BGH, 19.11.1996 - VI ZR 350/95 Zu fr�he sectio� 823 Abs. 1 BGB, Arzthaftung, Einordnung eines Behandlungsfehlers als "grob" setzt die dahingehende W�rdigung des Sachverst�ndigengutachtens voraus
BGB � 823Annahme eines groben Behandlungsfehlers
Wird zitiert von ... (24) BGH, 07.10.2004 - V ZB 22/04 Wohnungseigentum - Erg�nzende Auslegung der Gemeinschaftsordnung?Bei der Subsumtion des festgestellten Sachverhalts unter diesen unbestimmten Rechtsbegriff ist dem Tatrichter deshalb ein von dem Rechtsbeschwerdegericht - als das der Senat hier gem�� � 28 Abs. 3 FGG zu entscheiden hat - nur beschr�nkt �berpr�fbarer Beurteilungsspielraum zuzubilligen (OLG K�ln, ZMR 2002, 153, 154; 780, 781; vgl. auch BGHZ 10, 14, 17 f�r den Begriff der groben Fahrl�ssigkeit; BGHZ 10, 242, 248 f�r den Begriff des erheblichen Mangels i.S.v. � 459 Abs. 1 Satz 2 BGB a. F.; BGH, Urt. v. 19. November 1996, VI ZR 350/95, NJW 1997, 798 f�r den Begriff des groben Behandlungsfehlers).
BGH, 13.01.1998 - VI ZR 242/96 Annahme eines groben Behandlungsfehlers bei der BefunderhebungAuch unter diesem Blickpunkt k�nnte indes das angefochtene Urteil nicht aufrecht erhalten werden, weil das Berufungsgericht die f�r eine solche Beweislastumkehr erforderliche tatrichterliche Bewertung des �rztlichen Verhaltens als grob fehlerhaft nicht vorgenommen und insbesondere die hierf�r gebotene W�rdigung unterlassen hat, ob der Erstbeklagte durch die ihm zur Last gelegten Unterlassungen eindeutig gegen bew�hrte �rztliche Behandlungsregeln oder gesicherte medizinische Erkenntnisse versto�en und einen Fehler begangen hat, der aus objektiver Sicht nicht mehr verst�ndlich erscheint, weil er einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf (Senatsurteile vom 11. Juni 1996 - VI ZR 172/95 - VersR 1996, 1148, 1150 und vom 19. November 1996 - VI ZR 350/95 - VersR 1997, 315, 316).F�r diese Beurteilung bedarf es vielmehr einer wertenden Entscheidung des Tatrichters �ber die Schwere des Behandlungsfehlers, die auf tats�chlichen Anhaltspunkten beruhen mu� und sich in der Regel aus der medizinischen Bewertung des Behandlungsgeschehens durch den Sachverst�ndigen ergibt (Senatsurteil vom 19. November 1996 - aaO.).
BGH, 03.07.2001 - VI ZR 418/99 Bejahung eines groben BehandlungsfehlersEin grober Behandlungsfehler liegt nur dann vor, wenn der Arzt eindeutig gegen bew�hrte �rztliche Behandlungsregeln oder gesicherte medizinische Erkenntnisse versto�en und einen Fehler begangen hat, der aus objektiver Sicht nicht mehr verst�ndlich erscheint, weil er einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf (st.Rspr., vgl. BGHZ 138, 1, 6; Senatsurteile vom 4. Oktober 1994 - VI ZR 205/93 - VersR 1995, 46, 47; vom 19. November 1996 - VI ZR 350/95 - VersR 1997, 315, 316; vom 3. November 1998 - VI ZR 253/97 - VersR 1999, 231, 232; vom 29. Mai 2001 - VI ZR 120/00 - zur Ver�ffentlichung bestimmt).Es ist dem Tatrichter nicht gestattet, ohne entsprechende medizinische Darlegungen des Sachverst�ndigen einen groben Behandlungsfehler aus eigener Wertung zu bejahen (vgl. z.B. BGHZ 138, 1, 6 f.; Senatsurteile vom 19. November 1996 - VI ZR 350/95 - aaO; vom 16. Mai 2000 - VI ZR 321/98 - VersR 2000, 1146, 1148; sowie vom 27. M�rz 2001 - VI ZR 18/00 -, vom 29. Mai 2001 - VI ZR 120/00 - und vom 19. Juni 2001 - VI ZR 286/00 - s�mtlich zur Ver�ffentlichung bestimmt).Von dessen Einsch�tzung durfte das Berufungsgericht mangels Ausweisung entsprechender eigener Sachkunde nicht abweichen (vgl. Senatsurteile vom 19. November 1996 - VI ZR 350/95 - aaO, und vom 21. Januar 1997 - VI ZR 86/96 - VersR 1997, 510).
BGH, 29.05.2001 - VI ZR 120/00 Annahme eines groben Behandlungsfehlers im Arzthaftungsproze�aa) Ein grober Behandlungsfehler ist nicht bereits bei zweifelsfreier Feststellung einer Verletzung des ma�geblichen �rztlichen Standards gegeben; er setzt vielmehr neben einem eindeutigen Versto� gegen bew�hrte �rztliche Behandlungsregeln oder gesicherte medizinische Erkenntnisse die Feststellung voraus, da� der Arzt einen Fehler begangen hat, der aus objektiver Sicht nicht mehr verst�ndlich erscheint, weil er einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf (st.Rspr. vgl. z.B. BGHZ 138, 1, 6; Senatsurteile vom 19. November 1996 - VI ZR 350/95 - VersR 1997, 315, 316 und vom 3. November 1998 - VI ZR 253/97 - VersR 1999, 231, 232).Auch wenn es insoweit um eine juristische, dem Tatrichter obliegende Beurteilung geht, mu� diese doch in vollem Umfang durch die vom �rztlichen Sachverst�ndigen mitgeteilten Fakten getragen werden und sich auf die medizinische Bewertung des Behandlungsgeschehens durch den Sachverst�ndigen st�tzen k�nnen; es ist dem Tatrichter nicht gestattet, ohne entsprechende Darlegungen oder gar entgegen den medizinischen Ausf�hrungen des Sachverst�ndigen einen groben Behandlungsfehler aus eigener Wertung zu bejahen (vgl. z.B. BGHZ 138, 1, 6 f.; Senatsurteile vom 19. November 1996 - VI ZR 350/95 - aaO;… vom 3. November 1998 - VI ZR 253/97 - aaO …und vom 16. Mai 2000 - VI ZR 321/98 - aaO, jeweils m.w.N.; siehe auch Senatsurteil vom 27. M�rz 2001 - VI ZR 18/00 - zur Ver�ffentlichung bestimmt).
BGH, 16.05.2000 - VI ZR 321/98 Haftung von Beleg�rztenNach der st�ndigen Rechtsprechung des erkennenden Senats obliegt die abschlie�ende Beurteilung des �rztlichen Verhaltens im Sinne eines groben Fehlers n�mlich dem Tatrichter (Senatsurteile BGHZ 138, 1, 6; vom 19. November 1996 - VI ZR 350/95 - NJW 1997, 798 = VersR 1997, 315 und vom 28. April 1998 - VI ZR 403/96 - NJW 1998, 2735 = VersR 1998, 853 jeweils m.w.N.), wobei allerdings dessen juristische Gewichtung des �rztlichen Vorgehens durch die vom Sachverst�ndigen mitgeteilten medizinischen Fakten in vollem Umfang getragen werden mu�.
BGH, 19.06.2001 - VI ZR 286/00 Begriff des groben Behandlungsfehlersa) Ein grober Behandlungsfehler setzt nicht nur einen eindeutigen Versto� gegen bew�hrte �rztliche Behandlungsregeln oder gesicherte medizinische Erkenntnisse voraus, sondern erfordert auch die Feststellung, da� ein Fehler vorliegt, der aus objektiver Sicht nicht mehr verst�ndlich erscheint, weil er einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf (st.Rspr., vgl. z.B. BGHZ 138, 1, 6; Senatsurteile vom 19. November 1996 - VI ZR 350/95, VersR 1997, 315, 316; vom 3. November 1998 - VI ZR 253/97, VersR 1999, 231, 232 und vom 29. Mai 2001 - VI ZR 120/00, zur Ver�ffentlichung bestimmt).Die Beurteilung, ob diese Voraussetzungen erf�llt sind, obliegt zwar dem Tatrichter; dessen wertende Entscheidung mu� aber auf ausreichenden tats�chlichen Feststellungen beruhen, die sich auf die medizinische Bewertung des Behandlungsgeschehens durch den Sachverst�ndigen st�tzen und auf dieser Grundlage die juristische Gewichtung des �rztlichen Vorgehens als grob behandlungsfehlerhaft zu tragen verm�gen; es ist dem Tatrichter nicht gestattet, ohne entsprechende medizinische Darlegungen des Sachverst�ndigen einen groben Behandlungsfehler aus eigener Wertung zu bejahen (vgl. z.B. BGHZ 138, 1, 6 f.; Senatsurteile vom 19. November 1996 - VI ZR 350/95, aaO; vom 16. Mai 2000 - VI ZR 321/98 - VersR 2000, 1146, 1148 …und vom 29. Mai 2001 - VI ZR 120/00, aaO).
BGH, 27.01.1998 - VI ZR 339/96 Feststellung eines groben Behandlungsfehlers im Arzthaftungsproze�Das ist nach der st�ndigen Rechtsprechung des erkennenden Senats nur dann der Fall, wenn der Arzt eindeutig gegen bew�hrte �rztliche Behandlungsregeln oder gesicherte medizinische Erkenntnisse versto�en und einen Fehler begangen hat, der aus objektiver Sicht nicht mehr verst�ndlich erscheint, weil er einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf (Senatsurteil vom 19. November 1996 - VI ZR 350/95 - VersR 1997, 315, 316 m.w.N.).Auch bei dieser Gesamtbetrachtung mu� jedoch die dem Tatrichter obliegende juristische Bewertung des Behandlungsfehlers als grob oder nicht grob auf tats�chlichen Anhaltspunkten beruhen, so da� nach den vom erkennenden Senat im Urteil vom 19. November 1996 (a.a.O. m.w.N.) n�her dargelegten Grunds�tzen auch bei dieser Gesamtbetrachtung die W�rdigung des medizinischen Sachverst�ndigen nicht au�er acht gelassen werden kann.
BGH, 06.10.1998 - VI ZR 239/97 Rechtsfolgen des Versto�es eines Arztes gegen die Pflicht zur Erhebung eines …Ob ein �rztlicher Behandlungsfehler als grob einzustufen ist, richtet sich nach den gesamten Umst�nden des Einzelfalles, deren W�rdigung weitgehend im tatrichterlichen Bereich liegt (vgl. u.a. Senatsurteile vom 10. Mai 1983 - VI ZR 270/81 - VersR 1983, 729, 730 f.; vom 4. Oktober 1994 - VI ZR 205/93 - VersR 1995, 46 f. und vom 19. November 1996 - VI ZR 350/95 - VersR 1997, 315, 316).
LAG D�sseldorf, 17.03.1998 - 16 Sa 632/96 K�ndigung: au�erordentliche K�ndigung eines Oberarztes wegen eines …Dies ist nach der st�ndigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (nur) dann der Fall, wenn der Arzt eindeutig gegen bew�hrte �rztliche Behandlungsregeln oder gegen gesicherte medizinische Erkenntnisse versto�en und einen Fehler begangen hat, der aus objektiver Sicht nicht mehr verst�ndlich erscheint, weil er einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf (vgl. BGH, u. a. Urteil vom 19.11.1996, NJW 1997, 798, zu II 1 a der Gr�nde n. w. N.).Dies ist schon deshalb geboten, weil der Richter den berufsspezifischen Sorgfaltsma�stab in aller Regel nur mit Hilfe eines medizinischen Sachverst�ndigen ermitteln kann und bei der Frage, ob ein Fehler nach den dargelegten Kriterien einen groben Behandlungsfehler darstellt, die W�rdigung des Geschehens durch einen medizinischen Sachverst�ndigen einbeziehen mu� (BGH, Urteil vom 19.11.1996, a. a. O.).
BGH, 22.01.1998 - VI ZR 339/96 Das ist nach der st�ndigen Rechtsprechung des erkennenden Senats nur dann der Fall, wenn der Arzt eindeutig gegen bew�hrte �rztliche Behandlungsregeln oder gesicherte medizinische Erkenntnisse versto�en und einen Fehler begangen hat, der aus objektiver Sicht nicht mehr verst�ndlich erscheint, weil er einem Arzt schlechterdings nicht unterlaufen darf (Senatsurteil vom 19. November 1996 - VI ZR 350/95 - VersR 1997, 315, 316 m.w.N.).Auch bei dieser Gesamtbetrachtung mu� jedoch die dem Tatrichter obliegende juristische Bewertung des Behandlungsfehlers als grob oder nicht grob auf tats�chlichen Anhaltspunkten beruhen, so da� nach den vom erkennenden Senat im Urteil vom 19. November 1996 (aaO m.w.N.) n�her dargelegten Grunds�tzen auch bei dieser Gesamtbetrachtung die W�rdigung des medizinischen Sachverst�ndigen nicht au�er acht gelassen werden kann.
OLG Naumburg, 13.03.2001 - 1 U 76/00 Fehldiagnose ist nicht immer ein Behandlungsfehler
OLG Naumburg, 29.04.2008 - 1 U 19/07 Pr�fungspflichten des hinzugezogenen Arztes bzgl. der erbetenen �rztlichen …
OLG Naumburg, 14.08.2008 - 1 U 8/08 Arzthaftung: Keine Fehlerhaftigkeit einer Kortison-Dauertherapie bei fehlenden …
OLG Stuttgart, 27.06.2000 - 14 U 8/00 Arzthaftung
OLG Naumburg, 10.05.2010 - 1 U 97/09 Anforderungen an die �rztliche Risikoaufkl�rung bei mehreren Behandlungsmethoden …
OLG Stuttgart, 02.02.1999 - 14 U 4/98 Pflichten des eine schwangere Patientin betreuenden Arztes
OLG Zweibr�cken, 22.06.1999 - 5 U 32/98 Abweisung der Klage gegen den Notarzt wegen Nichterkennens eines Herzinfaktes bei …
OLG Hamm, 19.06.2002 - 3 U 202/01 OLG Naumburg, 08.12.2011 - 1 U 8/11 Zul�ssigkeit eines Teilurteils bei Klageh�ufung von Feststellungs- und …
OLG K�ln, 22.04.1998 - 5 U 87/96 OLG K�ln, 16.06.1999 - 5 U 164/95 OLG K�ln, 05.12.2001 - 5 U 51/01 OLG Koblenz, 08.09.2011 - 5 U 250/11 Unterbleiben einer Floureszenzangiographie als Befunderhebungsfehler eines …