Source: https://www.anwalt.de/gesetze/fev_2010/anlage_6
Timestamp: 2020-02-17 12:36:22
Document Index: 369511636

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 48', '§ 9']

Anlage 6 FeV 2010 - (zu den §§ 12, 48 Absatz 4 und 5)Anforderungen an das Sehvermögen - anwalt.de
Anlage 6 FeV 2010 - (zu den §§ 12, 48 Absatz 4 und 5)Anforderungen an das Sehvermögen
Sehtest (§ 12 Absatz 2)Der Sehtest (§ 12 Absatz 2) ist bestanden, wenn die zentrale Tagessehschärfe mit oder ohne Sehhilfen mindestens beträgt: 0,7/0,7. Über den Sehtest ist eine Sehtestbescheinigung gemäß dem Muster dieser Anlage zu erstellen.
Augenärztliche Untersuchung (§ 12 Absatz 5)Besteht der Bewerber den Sehtest nicht, ist eine augenärztliche Untersuchung erforderlich. Bei dieser Untersuchung ist unter anderem auf Sehschärfe, Gesichtsfeld, Dämmerungs- oder Kontrastsehen, Blendempfindlichkeit, Diplopie sowie andere Störungen der Sehfunktion zu achten, die ein sicheres Fahren in Frage stellen können. Es müssen folgende Mindestanforderungen erfüllt sein:
Zentrale TagessehschärfeFehlsichtigkeiten müssen – soweit möglich und verträglich – korrigiert werden. Dabei dürfen folgende Sehschärfenwerte nicht unterschritten werden:
Übrige SehfunktionenGesichtsfeld:
Normales Gesichtsfeld eines Auges oder ein gleichwertiges beidäugiges Gesichtsfeld mit einem horizontalen Durchmesser von mindestens 120 Grad, insbesondere muss das zentrale Gesichtsfeld bis 20 Grad normal sein. Insgesamt sollte das Gesichtsfeld jedes Auges an mindestens 100 Orten geprüft werden. Ergeben sich unklare Defekte oder steht nicht zweifelsfrei fest, dass die Mindestanforderungen erfüllt werden, so hat eine Nachprüfung an einem manuellen Perimeter nach Goldmann mit der Marke III/4 zu erfolgen.Beweglichkeit:
Klassen C, C1, CE, C1E, D, D1, DE, D1E und der Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung (§ 12 Absatz 6, § 48 Absatz 4 Nummer 4 und Absatz 5 Nummer 2)Bewerber um die Erteilung oder Verlängerung der Fahrerlaubnis müssen die nachfolgenden Mindestanforderungen an das Sehvermögen erfüllen:
Untersuchung durch einen Augenarzt, einen Arzt mit der Gebietsbezeichnung „Arbeitsmedizin“, einen Arzt mit der Zusatzbezeichnung „Betriebsmedizin“, einen Arzt bei einer Begutachtungsstelle für Fahreignung, einen Arzt des Gesundheitsamtes oder einen anderen Arzt der öffentlichen Verwaltung.Über die Untersuchung ist eine Bescheinigung gemäß dem Muster dieser Anlage zu erstellen.
Zentrale TagessehschärfeFeststellung unter Einhaltung der DIN 58220, Ausgabe Januar 1997.Fehlsichtigkeiten müssen – soweit möglich und verträglich – korrigiert werden. Dabei dürfen folgende Sehschärfenwerte nicht unterschritten werden: Sehschärfe auf jedem Auge 0,8 und beidäugig 1,0.Die Korrektur mit Gläsern von mehr als plus 8,0 Dioptrien (sphärisches Äquivalent) ist nicht zulässig; dies gilt nicht für intraokulare Linsen oder Kontaktlinsen.
Übrige SehfunktionenNormales Farbensehen (geprüft mit einem geeigneten Test, beispielsweise Tafeln nach Ishihara oder Velhagen).Normales Gesichtsfeld, geprüft mit einem automatischen Halbkugelperimeter, das mit einer überschwelligen Prüfmethodik das Gesichtsfeld bis 70 Grad nach beiden Seiten und bis 30 Grad nach oben und unten untersucht. Insgesamt sollte das Gesichtsfeld jedes Auges an mindestens 100 Orten geprüft werden. Alternativ kann eine Prüfung mit einem manuellen Perimeter nach Goldmann mit mindestens vier Prüfmarken (z. B. III/4, I/4, I/2 und I/1) an jeweils mindestens zwölf Orten pro Prüfmarke erfolgen.Stereosehen, geprüft mit einem geeigneten Test (z. B. Random-Dot-Teste). Ausreichendes Kontrast- oder Dämmerungssehen, geprüft mit einem standardisierten anerkannten Prüfverfahren.
Augenärztliche UntersuchungKönnen die Voraussetzungen bei der Untersuchung nach Nummer 2.1 nicht zweifelsfrei festgestellt werden, ist zusätzlich eine augenärztliche Untersuchung erforderlich.Sind nur die Anforderungen an das normale Farbensehen nicht erfüllt, ist eine zusätzliche augenärztliche Untersuchung entbehrlich, wenn das Farbensehen bereits Gegenstand einer früheren augenärztlichen Untersuchung war und hierbei die Anforderungen bei nicht normalem Farbensehen nach den Nummern 2.2.2 und 2.2.3 erfüllt wurden.Über die nach Satz 1 erforderliche Untersuchung ist ein Zeugnis gemäß dem Muster dieser Anlage zu erstellen. Es müssen folgende Mindestanforderungen erfüllt sein:
Zentrale TagessehschärfeFehlsichtigkeiten müssen – soweit möglich und verträglich – korrigiert werden. Dabei dürfen folgende Sehschärfenwerte nicht unterschritten werden: Sehschärfe des besseren Auges oder beidäugige Sehschärfe: 0,8, Sehschärfe des schlechteren Auges: 0,5.Werden diese Werte nur mit Korrektur erreicht, soll die Sehschärfe ohne Korrektur auf keinem Auge weniger als 0,05 betragen.Die Korrektur mit Gläsern von mehr als plus 8,0 Dioptrien (sphärisches Äquivalent) ist nicht zulässig; dies gilt nicht für intraokulare Linsen oder Kontaktlinsen.In Einzelfällen kann unter Berücksichtigung von Fahrerfahrung und Fahrzeugnutzung der Visus des schlechteren Auges für die Klassen C, CE, C1, C1E unter 0,5 liegen, ein Wert von 0,1 darf nicht unterschritten werden. Ein augenärztliches Gutachten ist in diesen Fällen erforderlich.
Normales Gesichtsfeld beider Augen, wenigstens normales binokulares Gesichtsfeld mit einem horizontalen Durchmesser von mindestens 140 Grad, insbesondere muss das zentrale Gesichtsfeld bis 30 Grad normal sein. Insgesamt sollte das Gesichtsfeld jedes Auges an mindestens 100 Orten geprüft werden. Ergeben sich unklare Defekte oder steht nicht zweifelsfrei fest, dass die Mindestanforderungen erfüllt werden, so hat eine Nachprüfung an einem manuellen Perimeter nach Goldmann mit der Marke III/4 zu erfolgen.Beweglichkeit und Stereosehen:
Ausschluss bei Doppeltsehen im Gebrauchsblickfeld (d. h. 25 Grad Aufblick, 30 Grad Rechts- und Linksblick, 40 Grad Abblick). Ausschluss bei Schielen ohne konstantes binokulares Einfachsehen.Farbensehen:
Farbensehen: Bei Rotblindheit oder Rotschwäche mit einem Anomalquotienten unter 0,5 ist eine Aufklärung des Betroffenen über die mögliche Gefährdung erforderlich.Kontrast- oder Dämmerungssehen, Blendempfindlichkeit:
Sonderregelung für Inhaber einer bis zum 31. Dezember 1998 erteilten FahrerlaubnisHinsichtlich des Sehvermögens gelten für Inhaber einer bis zum 31. Dezember 1998 erteilten Fahrerlaubnis folgende Anforderungen (in dieser Gliederungsnummer sind alle Paragraphen ohne Gesetzesangaben solche der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung in der bis zum 31. Dezember 1998 geltenden Fassung):Mindestanforderungen an die zentrale Tagessehschärfe und die übrigen Sehfunktionen (§ 9a Absatz 5)
Bei Fahrerlaubnisinhabern derKlassen 1, 1a, 1b, 3, 4, 5Klasse 2
Bei Beidäugigkeit0,4/0,20,7/0,20,7/0,5Bei Einäugigkeit0,60,70,7
Gesichtsfeldnormales Gesichtsfeld eines Auges oder gleichwertiges beidäugiges Gesichtsfeldnormale Gesichtsfelder beider
AugenBeweglichkeitBei Beidäugigkeit:
Normale Augenbeweglichkeit, kein Augenzittern.Normale Beweglichkeit beider
Augen; zeitweises Schielen
unzulässigStereosehenkeine Anforderungennormales StereosehenFarbensehenkeine AnforderungenRotblindheit oder Rotschwäche mit einem Anomalquotienten unter 0,5
MusterSehtestbescheinigung(Anlage 6 Nummer 1.1 der Fahrerlaubnis-Verordnung)
Nr.Amtlich anerkannte Sehteststelle:
Der Sehtest wurde durchgeführtohne Sehhilfe⃞Identität nachgewiesen ⃞mit Sehhilfe⃞Ausweisdokument
Der Sehtest0,7 oder mehr⃞⃞ist bestanden⃞weniger⃞⃞ist nicht bestanden⃞
Sonstige Zweifel an ausreichendem Sehvermögengemäß Anlage 6 der Fahrerlaubnis-Verordnung⃞
MusterBescheinigung über die ärztliche Untersuchung
Angaben über den untersuchenden ArztName, Facharztbezeichnung, ggf. Gebiets- oder Zusatzbezeichnung des Arztes, ggf. Angabe über Tätigkeit bei einer Begutachtungsstelle für Fahreignung oder über Stellung als Arzt der öffentlichen Verwaltung, Anschrift
Familienname, Vornamen: ..........Tag der Geburt: ..........Ort der Geburt: ..........Wohnort: ..........Straße/Hausnummer: ..........
Zentrale Tagessehschärfe nach DIN 58220 ..........Farbensehen ..........Gesichtsfeld ..........Stereosehen ..........Kontrast- oder Dämmerungssehen ..........
⃞ erreicht, ohne Sehhilfe
⃞ erreicht, mit Sehhilfe
⃞ nicht erreicht
⃞ ja⃞ nein
Familienname, Vornamen des Bewerbers: ..........Tag der Geburt: ..........Ort der Geburt: ..........Wohnort: ..........Straße/Hausnummer: ..........Nummer des Personalausweises: ..........Untersuchungsbefund vom .......... über– Zentrale Tagessehschärfe nach DIN 58220– Farbensehen– Kontrast- oder Dämmerungssehen– Gesichtsfeld– Stereosehen
.........., den..........
MusterZeugnis über die augenärztliche Untersuchung
Familienname, Vornamen des Bewerbers: ..........Tag der Geburt: ..........Ort der Geburt: ..........Wohnort: ..........Straße/Hausnummer: ..........Nummer des Personalausweises: ..........Untersuchungsbefund vom.......... über– Zentrale Tagessehschärfe nach DIN 58220– Farbensehen– Gesichtsfeld– Stereosehen– Kontrast- oder Dämmerungssehen
⃞ ja,
.......... , den..........