Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=Slg.%201991,%20I-4685
Timestamp: 2019-07-19 09:08:04
Document Index: 89623332

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 60', 'EuG', 'EuG', 'Art. 2', 'EuG', 'EGMR', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

Rechtsprechung: Slg. 1991, I-4685 - dejure.org
https://dejure.org/1991,406
EuGH, 04.10.1991 - C-159/90 (https://dejure.org/1991,406)
EuGH, Entscheidung vom 04.10.1991 - C-159/90 (https://dejure.org/1991,406)
EuGH, Entscheidung vom 04. Januar 1991 - C-159/90 (https://dejure.org/1991,406)
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1. Vorabentscheidungsverfahren - Anrufung des Gerichtshofes - Erforderlichkeit einer Vorabentscheidung in bezug auf ein beim vorlegenden Gericht anhängiges Verfahren - Voraussetzung für die Ausübung der Vorlagebefugnis - Fortbestehen der Zuständigkeit des Gerichts
Ärztliche Schwangerschaftsabbruch als Dienstleistung; Verbreitung von Informationen
EGV Art. 60
Freier Dienstleistungsverkehr - Verbot der Verbreitung von Informationen über Kliniken, die in anderen Mitgliedstaaten Schwangerschaftsabbrüche vornehmen.
NJW 1993, 776
EuZW 1993, 35
EuGH, 24.03.1994 - C-275/92
H.M. Customs und Excise / Schindler
Lotterien mögen für sittlich zumindest fragwürdig gehalten werden, doch ist es nicht Sache des Gerichtshofes, die Beurteilung, die der Gesetzgeber in den Mitgliedstaaten vorgenommen hat, in denen diese Tätigkeit rechtmässig ausgeuebt wird, durch seine eigene Beurteilung zu ersetzen (Urteil vom 4. Oktober 1991 in der Rechtssache C-159/90, Society for the Protection of Unborn Children Ireland, Slg. 1991, I-4685, Randnr. 20).
Im Einzelnen vertreten sie unter Berufung insbesondere auf die Urteile vom 27. September 1988 in der Rechtssache 263/86 (Humbel, Slg. 1988, 5365, Randnrn. 17 bis 19) und vom 4. Oktober 1991 in der Rechtssache C-159/90 (Society for the Protection of Unborn Children Ireland, Slg. 1991, I-4685, Randnr. 18) die Ansicht, es liege kein Entgelt im Sinne von Artikel 60 des Vertrages vor, wenn dem Patienten in einer Krankenanstalt Versorgung gewährt werde, ohne dass er dafür bezahlen müsse, oder wenn die ihm entstandenen Kosten ganz oder zum Teil erstattet würden.
EuGH, 04.07.2019 - C-622/17
Ein Mitgliedstaat kann aus Gründen der öffentlichen Ordnung wie der Bekämpfung …
Hierzu ist festzustellen, dass dieses Argument nicht die Zulässigkeit des Vorabentscheidungsersuchens, sondern die Begründetheit des Ausgangsverfahrens betrifft und insbesondere Gegenstand der ersten Vorlagefrage ist (vgl. entsprechend Urteil vom 4. Oktober 1991, Society for the Protection of Unborn Children Ireland, C-159/90, EU:C:1991:378" Rn. 15).
Wie sich aus den Urteilen vom 21. April 1988 in der Rechtssache 338/85 (Fratelli Pardini, Slg. 1988, 2041) und vom 4. Oktober 1991 in der Rechtssache C-159/90 (Society for the Protection of Unborn Children Ireland, Slg. 1991, I-4685) ergebe, sei der Gerichtshof somit nicht zur Beantwortung der Vorlagefrage zuständig.
In Bezug auf die vom vorlegenden Gericht aufgeworfene Frage der Sittenwidrigkeit der Prostitutionstätigkeit ist daran zu erinnern, dass es, wie der Gerichtshof bereits entschieden hat, nicht seine Sache ist, die Beurteilung der Gesetzgeber der Mitgliedstaaten, in denen eine angeblich unsittliche Tätigkeit rechtmäßig ausgeübt wird, durch seine eigene Beurteilung zu ersetzen (vgl. zum freiwilligen Schwangerschaftsabbruch Urteil vom 4. Oktober 1991 in der Rechtssache C-159/90, Society for the Protection of Unborn Children Ireland, Slg. 1991, I-4685, Randnr. 20, und zum Lotteriespiel Urteil vom 24. März 1994 in der Rechtssache C-275/92, Schindler, Slg. 1994, I-1039, Randnr. 32).
Im Übrigen hat der Gerichtshof nach seiner ständigen Rechtsprechung im Vorabentscheidungsverfahren dann, wenn eine nationale Regelung in den Anwendungsbereich des Gemeinschaftsrechts fällt, dem vorlegenden Gericht alle Auslegungshinweise zu geben, die es benötigt, um die Vereinbarkeit dieser Regelung mit den Grundrechten, wie sie sich insbesondere aus der EMRK ergeben, beurteilen zu können, deren Wahrung der Gerichtshof sichert (vgl. insbesondere Urteile vom 18. Juni 1991 in der Rechtssache C-260/89, ERT, Slg. 1991, I-2925, Randnr. 42, und vom 4. Oktober 1991 in der Rechtssache C-159/90, Society for the Protection of Unborn Children Ireland, Slg. 1991, I-4685, Randnr. 31).
Wie der Gerichtshof in seinen Urteilen vom 21. April 1988 in der Rechtssache 338/85 (Pardini, Slg. 1988, 2041, Randnr. 11) und vom 4. Oktober 1991 in der Rechtssache C-159/90 (Society for the Protection of Unborn Children Ireland, Slg. 1991, I-4685, Randnr. 12) ausgeführt hat, sind die nationalen Gerichte nur dann befugt, den Gerichtshof im Rahmen des Vorabentscheidungsersuchens gemäß Artikel 177 EG-Vertrag anzurufen, wenn ein Rechtsstreit bei ihnen anhängig ist, in dem sie eine Entscheidung zu erlassen haben, bei der die Vorabentscheidung Berücksichtigung finden kann.
So hat er die Auffassung vertreten, dass die nach den Gesetzen eines Mitgliedstaats legale Vornahme eines Schwangerschaftsabbruchs unabhängig von der Bewertung als "höchst unmoralisch" (durch die damals klagende Society for the Protection of Unborn Children) unter die Dienstleistungsfreiheit - und damit unter Art. 2 EG-Vertrag - fällt (Urteil vom 4. Oktober 1991 - Rs. C-159/90 - SPUC - Slg. I-4685, 4739 Rn. 19 f.).
Wie der Gerichtshof nämlich bereits im Urteil vom 4. Oktober 1991 in der Rechtssache C-159/90 (Society for the Protection of Unborn Children Ireland, Slg. 1991, I-4685, Randnr. 29) entschieden hat, kann diese Vorschrift, die eine Ergänzung zu Artikel 59 darstellt, keine Beschränkungen verbieten, die nicht in den Geltungsbereich des Artikels 59 fallen.
EuGH, 01.02.1996 - C-177/94
Strafverfahren gegen Perfili
OLG Hamm, 16.06.2004 - 8 UF 8/04
Vollstreckungsabwehrklage gegen die Vollstreckung von Unterhaltsforderungen; …
EGMR, 21.04.2015 - 38044/12
CHYLINSKI AND OTHERS v. THE NETHERLANDS
https://dejure.org/1991,16671
Generalanwalt beim EuGH, 11.06.1991 - C-159/90 (https://dejure.org/1991,16671)
Generalanwalt beim EuGH, Entscheidung vom 11.06.1991 - C-159/90 (https://dejure.org/1991,16671)
Generalanwalt beim EuGH, Entscheidung vom 11. Juni 1991 - C-159/90 (https://dejure.org/1991,16671)
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The Society for the Protection of Unborn Children Ireland Ltd gegen Stephen Grogan und andere.
Freier Dienstleistungsverkehr - Verbot der Verbreitung von Informationen über Kliniken, die in anderen Mitgliedstaaten Schwangerschaftsabbrüche vornehmen
30 Schlussanträge des Generalanwalts Van Gerven in der Rechtssache Society for the Protection of Unborn Children Ireland (C-159/90, EU:C:1991:249, Nr. 26).
62 Vgl. Schlussanträge des Generalanwalts Van Gerven in der Rechtssache Society for the Protection of Unborn Children Ireland (C-159/90, nicht veröffentlicht, EU:C:1991:249, Nr. 31), Weiler, J.H.H., Fries, S.C., "A human right policy for the European Community and Union: The question of competences", Alston, P., (Hrsg.), The EU and Human Rights , Oxford University Press, 1999, S. 163, sowie Dougan, M., a. a. O., S. 1216, der betont, dass die Wachauf- und die ERT-Rechtsprechung letztlich durch dasselbe Gebot der Einheit und Wirksamkeit des Unionsrechts gebunden seien.
19: - Vgl. zum Handeln der Gemeinschaft u. a. Urteile vom 13. November 1990 in der Rechtssache C-331/88 (Fedesa u. a., Slg. 1990, I-4023, Randnr. 13), vom 5. Mai 1998 in der Rechtssache C-180/96 (Vereinigtes Königreich/Kommission, Slg. 1998, I-2265, Randnr. 96) sowie, zum Handeln eines Mitgliedstaats, Schlussanträge des Generalanwalts van Gerven vom 11. Juni 1991 in der Rechtssache C-159/90 (The Society for the Protection of Unborn Children Ireland, Slg. 1991, I-4685, Nr. 35) und Schlussanträge des Generalanwalts Jacobs vom 26. Januar 1995 in der Rechtssache C-384/93 (Alpine Investments, Slg. 1995, I-1141, Nr. 80).