Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201997,%203018
Timestamp: 2019-11-17 00:44:50
Document Index: 4780425

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 645', '§ 7', 'BGH', 'BGH', '§ 6', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 645', 'BGH', 'BGH', '§ 645', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 645', 'BGH', 'BGH', '§ 326', '§ 645', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 21.08.1997 - VII ZR 17/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,983
BGH, 21.08.1997 - VII ZR 17/96 (https://dejure.org/1997,983)
BGH, Entscheidung vom 21.08.1997 - VII ZR 17/96 (https://dejure.org/1997,983)
BGH, Entscheidung vom 21. August 1997 - VII ZR 17/96 (https://dejure.org/1997,983)
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Vergütungsanspruch eines Elektroinstallateurs für eine Starkstrominstallation nebst weiteren Elektroarbeiten die infolge von Rheinhochwasser zerstört wurden; Voraussetzungen der höheren Gewalt und eines unabwendbaren Ereignisses ; Risiko einer Überflutung
Vergütungsgefahr; Gefahrtragung, in Werkvertrag; Hochwasser, Schäden durcch -; Vergütungsanspruch; unabwendbar, -e Umstände
BGB § 645 Abs. 1 Satz 1; VOB/B § 7 Nr. 1
Begriff des unabwendbaren Umstandes; Vergütungsgefahr bei Unmöglichkeit der Leistung aufgrund Mitwirkung des Auftraggebers
Unabwendbarer Umstand; Vergütungsgefahr
Verantwortlichkeit der Bundesrepublik Deutschland für die Zerstörung der am "Schürmann-Bau" erbrachten Leistungen der Auftragnehmer
Schürmann-Bau beim BGH! (IBR 1997, 446)
BGHZ 136, 303
NJW 1997, 3018
NJW-RR 1997, 1450 (Ls.)
MDR 1997, 1020
WM 1997, 2179
BB 1997, 2502
BauR 1997, 1019
ZfBR 1997, 300
bb) Auf dieser Grundlage durfte die Beklagte den Vertrag nach § 6 Nr. 7 VOB/B kündigen, auch wenn sie als Bauherrin der Gefahr, die sich aus der Veränderung des Hochwasserschutzes ergab, näher als die Klägerin als Auftragnehmerin stand (zu letzterem: BGH, Urteil vom 21. August 1997 - VII ZR 17/96, BGHZ 136, 303, 311f. in einem den Schürmann-Bau betreffenden Rechtsstreit).
Der Besteller ist der Gefahr für das Werk, die sich aus dem von ihm zur Verfügung gestellten Stoff ergibt und die zur Unausführbarkeit des Werks geführt hat, näher als der Unternehmer (vgl. BGH, Urteil vom 21. August 1997 - VII ZR 17/96, BGHZ 136, 303, 308).
Der Bundesgerichtshof hat dem Werkunternehmer deshalb unter Heranziehung des in § 645 Abs. 1 BGB zum Ausdruck kommenden Rechtsgedankens einen Anspruch auf Vergütung für von ihm erbrachte Werkleistungen zuerkannt, wenn seine Werkleistung infolge von Umständen untergeht, die in der Person des Bestellers liegen (BGH, Urteil vom 21. August 1997 - VII ZR 17/96, BGHZ 136, 303, 308;… Palandt/Sprau, BGB, 75. Aufl., § 645 Rn. 8 f.), auch wenn es an einem Verschulden des Bestellers fehlt.
Dies gilt auch, wenn die VOB/B vereinbart sind (Bestätigung von BGH, Urt. v. 21.08.1997 - VII ZR 17/96 - NJW 1997, 3018).
Die allgemeinen Unmöglichkeitsregeln sind insoweit ausgeschlossen (…Bestätigung von BGH, Urt. v. 30.11.1972, VII ZR 239/71, BGHZ 60, 14; Urt. v. 21.08.1997 - VII ZR 17/96 - NJW 1997, 3018).
Diese Vorschrift gilt auch, wenn die VOB/B vereinbart ist (vgl. BGH, Urt. v. 21.08.1997, VII ZR 17/96, NJW 1997, 3018 m. w. N.).
In seinem Anwendungsbereich schließt § 645 Abs. 1 S. 1 BGB als Sonderbestimmung die allgemeinen Unmöglichkeitsregeln aus (…vgl. BGH, Urt. v. 30.11.1972, VII ZR 239/71, BGHZ 60, 14; Urt. v. 21.08.1997 a. a. O.).
§ 326 Abs. 2 BGB bleibt aber im Falle der vom Besteller verschuldeten Unmöglichkeit anwendbar (vgl. § 645 Abs. 2 BGB sowie BGH, Urteil vom 30. November 1972 - VII ZR 239/71, BGHZ 60, 14, 18; Urteil vom 21. August 1997 - VII ZR 17/96, BGHZ 136, 303, 307).
Bauvertrag: Entschädigungsanspruch des Bauunternehmers bei witterungsbedingtem …
Ähnlich verhält es sich in dem vom BGH am 21. August 1997 (VII ZR 17/96) entschiedenen Fall.
Die Voraussetzungen des § 7 Nr. 1 VOB/B sind nur dann erfüllt, wenn das Ereignis objektiv unvorhersehbar und unvermeidbar war (BGHZ 136, 303 - 309, ).
In diesem Fall kann der Unternehmer und damit auch ein Architekt nur den Anteil des Honorars verlangen, der den tatsächlich erbrachten Leistungen entspricht (BGH NJW-RR 1990, 1110; NJW 1997, 3018; 1999, 3556; BauR 2003, 881).
Auszugehen ist von dem - auf den Fall des Rücktritts entsprechend anwendbaren - Grundsatz, dass nach einer berechtigten Kündigung aus wichtigem Grund dem Architekten derjenige Anteil des Honorars zusteht, der den bis zur Kündigung erbrachten Leistungen entspricht (BGH NJW-RR 1990, 1109; NJW 1997, 3018).
Das ergebe sich hinreichend aus den Entscheidungen des Bundesgerichtshofs zum Schürmannbau (BGHZ 137, 35 = BauR 1997, 1022 = NJW 1998, 456 = ZfBR 1998, 33 -Schürmann-Bau II ; BGHZ 136, 303 = BauR 1997, 1019 = NJW 1997, 3018 -Schürmann-Bau I ).
Dies folge auch aus den Darlegungen des Bundesgerichtshofs (BGHZ 136, 303 = NJW 1997, 3018 - Schürmann-Bau I).
Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus der von den Beklagten zu 3) bis 6) in ihrer Klageerwiderung (Schriftsatz vom 13.2.98 S. 29 f, Bl. 540 f d.A.) zitierten Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 21.8.1997 (Hagedorn I, NJW 1997, 3018).
OLG Brandenburg, 20.12.2007 - 12 U 74/07
Verschlechterungsrisiko des Werkunternehmers bis zur Abnahme - Schäden wegen …