Source: http://via-deutschland.de/transparenzbericht-12-2018.htm
Timestamp: 2019-10-20 09:31:15
Document Index: 266090150

Matched Legal Cases: ['§ 319', '§ 61', '§ 48', '§ 316', '§ 57', '§ 319']

Transparenzbericht zum 31. Dezember 2018
Nach Artikel 13 der EU-VO sind Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die bei Unternehmen von öffentlichem Interesse Abschlussprüfungen durchführen, verpflichtet, jährlich spätestens vier Monate nach Abschluss des Geschäftsjahres einen Transparenzbericht auf der Webseite des Abschlussprüfers bzw. der Prüfungsgesellschaft zu veröffentlichen. Die VIA GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (im Folgenden kurz VIA) führt Abschlussprüfungen bei Unternehmen von öffentlichem Interesse im Sinne von § 319a Abs. 1 Satz 1 HGB durch.
Die Leitungsstruktur der VIA ergibt sich aus dem GmbHG und dem Gesellschaftsvertrag der Gesellschaft. Die Gesellschaft hat fünf Geschäftsführer. Wichtige Entscheidungen werden von den Geschäftsführern in gemeinsamer Abstimmung getroffen. Die zeitliche und personelle Gesamtplanung erfolgt unter Einbeziehung aller mandatsverantwortlichen Geschäftsführer einschließlich derjenigen von Kooperationspartnern. Für die Auftragsdurchführung ist mit diesen eine Priorität vereinbart. Herr WP/StB Dipl.-Kfm. Udo Heuberger ist der für die Qualitätssicherung verantwortliche Geschäftsführer. Weitere übergreifende Geschäftsführungsaufgaben sind organisatorisch geregelt. Dabei wurden auch regionale und fachspezifische Gesichtspunkte berücksichtigt.
Verbund mit anderen Praxen
Seit dem 29. Dezember 2016 Mehrheitsbeteiligung der Gebr. Haßlinger GbR an der VIA GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und der VIA GmbH & Co. KG Steuerberatungsgesellschaft, jeweils Nürnberg, mit den Gesellschaftern Prof. Dr. Christian Haßlinger, Dr. Marius Haßlinger und Dipl.-Kfm. Hans-Joachim Haßlinger. Über die Gebr. Haßlinger GbR besteht ein Netzwerk der VIA mit den übrigen Gesellschaften/Praxen der Haßlinger-Gruppe:
HT Haßlinger Treuhand PartGmbB Wirtschaftsprüfer Steuerberater, Koblenz
WP/StB Hans-Joachim Haßlinger (Einzelpraxis), Bad Kreuznach
Klein & Haßinger Steuerberater Partnerschaft, Kastellaun
Die VIA bildet mit den oben genannten Praxen/Gesellschaften ein Netzwerk.
Das Organisationshandbuch erläutert die gesetzlichen und satzungsmäßigen Berufspflichten sowie die von der Wirtschaftsprüferpraxis unter Beachtung der berufsständischen Vorgaben entwickelten Regelungen zur Sicherstellung der Einhaltung der gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften. Alle Mitarbeiter werden über die Änderungen informiert.
Darüber hinaus hat jedes Mitglied des Prüfungsteams im Rahmen der Prüfungsplanung jährlich für den jeweils durchzuführenden Auftrag eine Unabhängigkeitserklärung zu unterzeichnen. Die Mitarbeiter werden über die Grundsätze hinsichtlich Unabhängigkeit und Vermeidung der Besorgnis der Befangenheit mit der Aufforderung, in Konfliktfällen unverzüglich die Praxisleitung hierüber zu benachrichtigen, unterrichtet. Zudem findet jährlich eine diesbezügliche Mitarbeiterunterweisung statt.
Dokumentation der bedeutsamen Aspekte der vorgenommenen Konsultationen und der Gründe für die Entscheidung,
Beschwerden von Mitarbeitern können der Praxisleitung ohne Besorgnis von persönlichen Nachteilen zur Kenntnis gebracht werden. Die Praxisleitung hat den Sachverhalt zu prüfen und festzustellen, ob die Beschwerden oder Vorwürfe berechtigt sind. Sind die Beschwerden oder Vorwürfe begründet, so hat die Praxisleitung unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, die die Beseitigung festgestellter Mängel und die Verbesserung bzw. Einhaltung der Regelungen des Qualitätssicherungssystems bewirken.
Die Einhaltung von Gesetzen und fachlichen Regeln wird insbesondere durch die bereits beschriebenen qualitätssichernden Maßnahmen erreicht. Dazu gehören die Aktualisierung des Organisationshandbuchs einschließlich der Arbeitshilfen und Checklisten, der Zugang zu Fachinformationen, die Regelungen zur Aus- und Fortbildung und die Anleitung des Prüfungsteams.
Im Rahmen der sachlichen Prüfungsplanung ist eine risikoorientierte Prüfungsstrategie und ein darauf aufbauendes Prüfungsprogramm zu entwickeln. Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer hat sich davon zu überzeugen, dass die vorgesehenen Mitarbeiter über ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten sowie zeitliche Ressourcen verfügen. Entsprechend § 61 BS WP/vBP hat der verantwortliche Wirtschaftsprüfer sicherzustellen, dass mit den Mandanten keine Vergütungsvereinbarungen geschlossen werden, die vom Ergebnis der Abschlussprüfung oder der Erbringung zusätzlicher Nichtprüfungsleistungen abhängig sind.
Eine Konsultation hat zu erfolgen, wenn es im Interesse der Qualitätssicherung erforderlich ist. Vor Einholung von fachlichem Rat sind zunächst die vorhandenen Recherchemöglichkeiten (z.B. Fachbibliothek, Internet, Datenbanken) zu nutzen. Über die Einholung von fachlichem Rat außerhalb des Prüfungsteams entscheidet der verantwortliche Wirtschaftsprüfer.
Sofern eine wesentliche Konsultation stattgefunden hat, ist eine Dokumentation des Sachverhalts und des Ergebnisses einschließlich des Namens des Konsultierten sowie ob und wie eine Umsetzung erfolgt ist vorzunehmen.
Gegenstand der Berichtskritik ist die Überprüfung des Prüfungsberichts vor seiner Auslieferung im Hinblick auf die Einhaltung der fachlichen Regeln. Die im Prüfungsbericht dargestellten Prüfungshandlungen und Prüfungsfeststellungen sind auf Schlüssigkeit zu prüfen.Je nach Größe, Branche und Komplexität des Prüfungsauftrags entscheidet der verantwortliche Wirtschaftsprüfer, ob eine Berichtskritik vorzunehmen ist. Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer entscheidet, welcher Wirtschaftsprüfer/ Mitarbeiter mit der Berichtskritik beauftragt wird. Die persönliche Eignung setzt ein hinreichendes Maß an Berufserfahrung und Objektivität bezüglich des zu beurteilenden Gegenstands voraus. Die Berichtskritik soll nur von solchen fachlich und persönlich geeigneten Personen wahrgenommen werden, die an der Erstellung des Prüfungsberichts nicht selbst mitgewirkt haben und die an der Durchführung der Prüfung nicht wesentlich beteiligt waren (§ 48 Abs. 2 Satz 2 Berufssatzung).
Tritt bei der Durchführung von Prüfungen eine für das Prüfungsergebnis bedeutsame Zweifelsfrage oder auch Meinungsverschiedenheit auf, so ist diese möglichst frühzeitig an den verantwortlichen Wirtschaftsprüfer heranzutragen. Dieser entscheidet, ob diese intern (Literatur) geklärt werden kann oder extern mit anderen Berufskollegen zu erörtern ist (Konsultation). Sollte eine Klärung nicht erreicht werden können, ist für fachliche Fragen das IDW und für berufsrechtliche Fragen die WPK heranzuziehen.
Die Verantwortung für die Nachschau liegt bei der Praxisleitung. Die im Rahmen der Nachschau mit der Durchführung einer Auftragsprüfung betrauten Wirtschaftsprüfer dürfen weder an der Auftragsdurchführung noch an der auftragsbegleitenden Qualitätssicherung beteiligt sein. Eine jährliche Bewertung bzw. Nachschau hinsichtlich der Angemessenheit und Wirksamkeit des Qualitätssicherungssystems erfolgt für:
In einem Dreijahreszyklus hat die Beurteilung der Angemessenheit und Wirksamkeit zur Abwicklung von Abschlussprüfungen nach § 316 HGB zu erfolgen.
Neben den internen Sicherungsmaßnahmen im Rahmen jährlicher Nachschauen unterliegt unser Qualitätssicherungssystem einer nach § 57a (1) WPO vorgeschriebenen externen Qualitätskontrolle. Mit Bescheinigung vom 16. Juni 2016 hat die Wirtschaftsprüfungskammer der VIA GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Teilnahme am System der Qualitätskontrolle bestätigt.
Gesetzlich vorgeschriebene Abschlussprüfungen im Sinne von § 319a HGB wurden im Geschäftsjahr 2018 bei folgenden Unternehmen durchgeführt:
Gemeinnützige Haftpflichtversicherungsanstalt Kassel (HAVA Kassel), Anstalt des öffentlichen Rechts, Kassel
Gemeinnützige Haftpflicht-Versicherungsanstalt Darmstadt (GHV DARMSTADT), Anstalt des öffentlichen Rechts, Darmstadt
Die Organmitglieder sind entsprechend dem Geschäftsmodell grundsätzlich ohne Vergütung tätig. Sie erhalten ihre Bezüge von der jeweils kooperierenden Berufsgesellschaft, hier vorwiegend der VIA GmbH & Co. KG Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, bzw. der Bijok GdbR, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Wolfgang und Christina-Anne Bijok, Kronach. Die Gesamtvergütungen in den kooperierenden Berufsgesellschaften erfolgen nach entsprechendem Beschluss der Gesellschafter.
Im Kalenderjahr 2018 stellte sich unter Konsolidierung der in beruflicher Zusammenarbeit mit gesellschaftsrechtlich verbundenen Kooperationspartnern erzielte Umsatz sowie der davon auf die VIA entfallende Umsatz wie folgt dar:
Gesamtumsatz der Gruppe (TEUR)
von Gesamtumsatz entfallen auf VIA WPG (TEUR)
von Gesamtumsatz entfallen auf Haßlinger Treuhand (TEUR)
Einnahmen aus der Abschlussprüfung des Jahresabschlusses und Konzernabschlusses von Unternehmen von öffentlichem Interesse 1.454 1.070 384
Einnahmen aus der Abschlussprüfung des Jahresabschlusses und konsolidierten Abschlusses anderer Unternehmen 130 10 37
Einnahmen aus zulässigen Nichtprüfungsleistungen für Unternehmen, die vom Abschlussprüfer oder von der Prüfungsgesellschaft geprüft werden kann 185 185 185
Einnahmen aus Nichtprüfungsleistungen für andere Unternehmen 3.637 45 46
Gesamt 5.624 1.352 644
„Die Geschäftsführung erklärt, dass die Maßnahmen zur Wahrung der Unabhängigkeit Bestandteil des Qualitätssicherungssystems der VIA GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sind und eine interne Überprüfung der Einhaltung der Unabhängigkeitsanforderungen stattgefunden hat.“
„Die Geschäftsführung erklärt, dass die Berufsangehörigen der VIA GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zur Erfüllung der Fortbildungspflichten angehalten worden sind.“
Nürnberg, den 29. März 2019