Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20104/87
Timestamp: 2013-05-20 15:35:34
Document Index: 361368359

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: VI ZR 104/87
Rechtsprechung BGH, 20.10.1987 - VI ZR 104/87 Volltextver�ffentlichungen (2)
Zu den Begriffen des "Stillstands" und "Weiterbetreibens" des Prozesses in � 211 Abs. 2 BGB bei Unterbrechung der Verj�hrung durch Klageerhebung gem. � 209 BGB
NJW-RR 1988, 279
VersR 1988, 389
Wird zitiert von ... (14) BGH, 27.01.1999 - XII ZR 113/97 Verfahrensrecht - Verj�hrungshemmung durch "Stillhalteabkommen"Umgekehrt soll � 211 Abs. 2 Satz 1 BGB der Partei aber nicht zum Nachteil gereichen, wenn sie triftige Gr�nde hat, das Verfahren einstweilen nicht weiter zu betreiben (vgl. BGH Urteil vom 7. Dezember 1978 - VII ZR 278/77 - NJW 1979, 810, 811; vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82 - NJW 1983, 2496, 2497 = WM 1983, 533; Urteil vom 1. Juli 1986 - VI ZR 120/85 - NJW 1987, 371, 372; vom 24. September 1987 - VII ZR 187/86 - NJW 1988, 128, 129; vom 20. Oktober 1987 - VI ZR 104/87 - VersR 1988, 389, 390; vom 6. Juli 1995 - IX ZR 132/94 - NJW-RR 1995, 1335, 1336; vom 20. Februar 1997 - VII ZR 227/96 - NJW 1997, 1777 jeweils m.w.N.).Im Interesse der Rechtssicherheit und Rechtsklarheit komme es weder auf Motive und Absichten der Parteien noch darauf an, ob ihr Verhalten unter den gegebenen Umst�nden sinnvoll und proze�wirtschaftlich vern�nftig sei; vielmehr seien die nach au�en erkennbaren Umst�nde des Proze�stillstandes ma�gebend (…vgl. insbesondere Urteile vom 21. Februar 1983 aaO und vom 20. Oktober 1987 aaO sowie BGHZ 106, 295, 299).
OLG Saarbr�cken, 25.11.2010 - 8 U 624/09 Werkvertrag - Mahnverfahren: Kein Kostenvorschuss, kein Weiterbetreiben!Die von � 204 Abs. 2 Satz 2 BGB erfassten F�lle sind dadurch charakterisiert, dass der Berechtigte ohne einen triftigen, f�r den anderen Teil erkennbaren Grund unt�tig bleibt (vgl. BGH NJW-RR 1988, 279 f. Tz. 12; NJW 2009, 1598 ff. Tz. 27; jeweils zit. nach juris;… M�nchKomm.BGB/Grothe, 5. Aufl., � 204 Rdnr. 73).Danach f�llt unter den Begriff des Weiterbetreibens - wie schon bei der Vorg�ngerregelung des � 211 Abs. 2 Satz 2 BGB, die durch � 204 Abs. 2 Satz 3 BGB nahezu wortgleich �bernommen wurde, weshalb zur n�heren Bestimmung des Begriffs des Weiterbetreibens auf die hierzu ergangene Rechtsprechung ohne Weiteres zur�ckgegriffen werden kann (vgl. BGH NJW 2010, 1662 f. Tz. 10, zit. nach juris) - jede Verfahrenshandlung, die dazu bestimmt und geeignet ist, das stillstehende Verfahren wieder in Gang zu bringen (vgl. BGH NJW-RR 1988, 279 f. Tz. 14, zit. nach juris;… Staudinger/Peters/Jacoby, BGB, Bearb. 2009, � 204 Rdnr. 132;… M�nchKomm.BGB/Grothe, a. a. O., � 204 Rdnr. 83).Die Verfahrenshandlung muss nicht das prozessuale Gewicht einer Klageerhebung oder eines prozessleitenden Schriftsatzes haben (vgl. BGH NJW-RR 1988, 279 f. Tz. 16, zit. nach juris).Es kommt auch nicht darauf an, ob der Erfolg tats�chlich eingetreten ist, das Verfahren also tats�chlich seinen Fortgang genommen hat, sondern vielmehr darauf, ob die Handlung eine dazu geeignete Ma�nahme gewesen ist (vgl. BGH NJW-RR 1988, 279 f. Tz. 18 f., zit. nach juris).Als ausreichend ist etwa ein Aussetzungsantrag, ein Verweisungsantrag an das �rtlich und sachlich zust�ndige Gericht, ein Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe oder die Zahlung der Prozessgeb�hr angesehen worden (vgl. BGH NJW-RR 1988, 279 f. Tz. 17 f., zit. nach juris).
BGH, 28.09.1999 - VI ZR 195/98 Verfahrensrecht - Ende der Verj�hrungsunterbrechung durch Nichtbetreiben?Die Verj�hrungsunterbrechung endet deshalb gem�� � 211 Abs. 2 Satz 1 BGB dann, wenn ein Kl�ger sein Klagebegehren "ohne triftigen Grund" nicht mehr weiter betreibt (vgl. Senatsurteile vom 1. Juli 1986 - VI ZR 120/85 - NJW 1987, 371, 372 und vom 20. Oktober 1987 - VI ZR 104/87 - VersR 1988, 389, 390; ferner BGHZ 106, 295, 299 sowie BGH, Urteil vom 6. Juli 1995 - IX ZR 132/94 - NJW-RR 1995, 1335, 1336 und vom 27. Januar 1999 - XII ZR 113/97 - NJW 1999, 1101, 1102 m.w.N.).
OLG N�rnberg, 27.03.1995 - 7 UF 4166/94 BGB � 209 Abs. 1, � 211 Abs. 2, � 1378 Abs. 4Der Bundesgerichtshof hat in verschiedenen Entscheidungen betont, es sei Zweck der Bestimmung eine Umgehung der Verj�hrungsvorschriften zu verhindern; eine Verj�hrung k�nne durch Rechtsgesch�fte weder ausgeschlossen noch erschwert werden; eine Verj�hrung k�nne auch nicht dadurch ausgeschlossen werden, einen Proze� zwar zu beginnen, dann aber nicht mehr zu betreiben; die Anwendung des � 211 II 1 BGB sei daher auf Fallgestaltungen zu beschr�nken, in denen die Partei "ohne triftigen Grund" unt�tig bleibe (vgl. BGH, NJW-RR 1994, Seite 889 f�r den Fall, da� der Verfahrensstillstand durch das Gericht herbeigef�hrt wurde, BGH, NJW 1987, Seite 371 , BGH, NJW-RR 1988, Seite 279, auch BAG, NJW 1990, S. 2578).Der BGH hat in seiner Entscheidung vom 20.10.1987, NJW-RR 1988, Seite 279, herausgehoben, da� dieser "triftige Grund" im Interesse der Rechtssicherheit aus nach au�en erkennbar werdenden Umst�nden des Proze�stillstandes und nicht aus innerlich gebliebenen Motiven der Parteien deutlich werden m�sse.Zwar ist richtig, da� der Bundesgerichtshof in mehreren Entscheidungen betont hat, da� die Voraussetzungen dieser Norm nicht mit einem engen Ma�stab gemessen werden d�rfen, BGHZ 73, S. 8, BGH VersR 1966, Seite 36, BGH NJW-RR 1994, 514 , BGH NJW-RR 1988, Seite 279.Der Senat sieht sich in dieser Auslegung durch das Urteil des BGH vom 20.10.1987, NJW-RR 1988, Seite 279, 280, best�tigt.Da� in dem Schreiben des Antragsgegnervertreters vom 23.03.1994 und der darin mitgeteilten Ank�ndigung einer Bezifferung kein Weiterbetreiben im Sinne des � 211 Abs. 2 Satz 2 BGB erblickt werden kann, hat der Bundesgerichtshof f�r einen �hnlich gelagerten Fall einer Ank�ndigung mit Urteil vom 20.10.1987, NJW-RR 1988, Seite 279, ausgesprochen.
BAG, 22.04.2004 - 8 AZR 620/02 Verj�hrungDie Anordnung des Ruhens des Verfahrens nach �� 251 aF, 251a ZPO beendet nach � 211 Abs. 2 Satz 1 BGB aF die Unterbrechung der Verj�hrung, da das Ruhen des Verfahrens prim�r auf dem Willen der Parteien beruht, auch wenn eine Entscheidung durch das Gericht und damit dessen Mitwirkung erforderlich ist (BGH 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82 - NJW 1983, 2496; 20. Oktober 1987 - VI ZR 104/87 - NJW-RR 1988, 279; 18. Oktober 2000 - XII ZR 85/98 - NJW 2001, 218;… Staudinger/ Peters BGB � 211 Rn. 10).Im Interesse der Rechtssicherheit und der Rechtsklarheit komme es weder auf die Motive noch die Absichten der Parteien an noch darauf, ob das Verhalten unter den gegebenen Umst�nden sinnvoll und prozesswirtschaftlich vern�nftig sei, ma�geblich seien vielmehr die nach au�en erkennbaren Umst�nde des Prozessstillstandes (20. Oktober 1987 - VI ZR 104/87 - NJW-RR 1988, 279).
BGH, 06.07.1995 - IX ZR 132/94 Weiterbetreiben des ProzessesDie unter � 211 Abs. 2 Satz 1 BGB fallenden Sachverhalte werden dadurch gekennzeichnet, da� die Parteien ohne triftigen Grund unt�tig bleiben; allerdings ist im Interesse der Rechtssicherheit auf die nach au�en erkennbaren Umst�nde des Verfahrensstillstands im Verantwortungsbereich der Parteien abzustellen, nicht auf innerlich gebliebene Beweggr�nde oder auf eine Umgehungsabsicht (…BGH, Urt. v. 17. Oktober 1975 - I ZR 3/75, VersR 1976, 36 f;… v. 19. September 1978 - VI ZR 141/77, aaO.; v. 21. Februar 1983 - VII ZR 4/82, NJW 1983, 2496 f; v. 20. Oktober 1987 - VI ZR 104/87, NJW-RR 1988, 279 ; v. 13. April 1994 - VIII ZR 50/93, NJW-RR 1994, 889 ).Es ist anerkannt, da� im Sinne des � 211 Abs. 2 Satz 2 BGB der Rechtsstreit durch eine Proze�handlung weiterbetrieben wird, die dazu bestimmt und geeignet ist, das stillstehende Verfahren wieder in Gang zu bringen; unerheblich ist, ob diese Handlung im Einzelfall zum Erfolg f�hrt (BGHZ 52, 47, 51; 73, 8, 10 f; BGH, Urt. v. 20. Oktober 1987 - VI ZR 104/87, NJW-RR 1988, 279 f; v. 19. Januar 1994 - XII ZR 190/92, NJW-RR 1994, 514, 515, jeweils m.w.N.).Die Gefahr einer Umgehung des � 225 BGB , die eine Ankn�pfung bereits an die Verweisung vom 10. April 1991 gebieten k�nnte, bestand nicht (vgl. BGH, Urt. v. 20. Oktober 1987 - VI ZR 104/87, aaO.).
BGH, 19.01.1994 - XII ZR 190/92 Anforderungen an die Unterbrechung der Verj�hrung des Anspruchs auf …Es kann dahinstehen, ob die Unterbrechung der Verj�hrung (erst) dadurch beendet worden ist, da� das Amtsgericht am 2. M�rz 1990 das Ruhen des Verfahrens angeordnet hat (vgl. BGH, Urteil vom 20. Oktober 1987 - VI ZR 104/87 - BGHR BGB � 211 Abs. 2 Satz 1 Stillstand 1 = LM Nr. 58 zu � 209 BGB ).Unter den Begriff des Weiterbetreibens im Sinne des � 211 Abs. 2 Satz 2 BGB f�llt jede Proze�handlung, die dazu bestimmt und geeignet ist, den stillstehenden Proze� wieder in Gang zu bringen (BGH, Urteil vom 20. Oktober 1987 aaO. BGHR BGB � 211 Abs. 2 Satz 2 Weiterbetreiben 1 im Anschlu� an BGHZ 55, 212 und 73, 8, 11 ff).
BGH, 24.01.1989 - XI ZR 75/88 Unterbrechung der Verj�hrung bei Aussetzung der VerhandlungIm Interesse der Rechtssicherheit ist f�r den Beginn des Laufes der neuen Verj�hrung an die nach au�en erkennbar werdenden Umst�nde des Proze�stillstandes anzukn�pfen (BGH, Urteil vom 20. Oktober 1987 - VI ZR 104/87, BGHR BGB � 211 Abs. 2 Satz 1 Stillstand 1).
OLG D�sseldorf, 25.01.2000 - 24 U 50/99 Verj�hrung von Schadensersatzanspr�chen wegen unterbliebener …Zwar reicht dazu jede Proze�handlung aus, die erkennbar auf die Beendigung des Stillstands ausgerichtet und tats�chlich geeignet ist, den Proze� wieder in Gang zu setzen, wobei ein nicht zu enger Ma�stab anzulegen ist (vgl. BGH NJW 1971, 751; NJW 1979, 809; NJW-RR 1988, 279; NJW-RR 1994, 514; OLG N�rnberg NJW-RR 1995, 1091).Die Kl�ger wiesen damit nur auf die unterlassene Beif�gung bestimmter - lesbarer - Unterlagen zum Schriftsatz vom 19. Juli 1997 hin; dies hatte keine prozessualen Wirkungen (vgl. BGH NJW-RR 1988, 279 unter 3.; OLG N�rnberg NJW-RR 1995, 1091), welche das Verfahren in ein anderes Stadium bringen sollten.
OLG Karlsruhe, 23.02.2006 - 8 U 143/05 Verfahrensrecht - Schriftsatz f�rdert Rechtstreit nicht: kein "Weiterbetreiben"Auch unter Ber�cksichtigung, dass die Erf�llung der Voraussetzungen des � 211 Abs. 2 Satz 2 BGB a. F. nicht mit einem engen Ma�stab gemessen werden d�rfen (BGHZ 73, 8,11; BGH NJW-RR 88, 279) wie unter Beachtung, dass der Kl�ger das Schreiben im Jahre 2000 selbst und ohne anwaltliche Unterst�tzung verfasste, kann dem Schreiben unter Abw�gung aller Umst�nde des vorliegenden Einzelfalles eine Eignung zur F�rderung des Prozesses i. S. der BGH-Rechtsprechung nicht zuerkannt werden.Angesichts der eigenen Unt�tigkeit des Kl�gers "ohne triftigen Grund" (vgl. hierzu BGH NJW-RR 88, 279f. m.w.N.) verst��t die Einrede der Verj�hrung durch den Beklagten auch nicht gegen den Grundsatz von Treu und Glauben (� 242 BGB).
BAG, 29.03.1990 - 2 AZR 520/89 Anspr�che aus Annahmeverzug - Verj�hrung
OLG Jena, 22.04.2005 - 1 WF 455/04 Verj�hrung des Anspruchs auf Zugewinnausgleich bei Stufenklage; …
BGH, 22.11.1988 - VI ZR 20/88 Einschr�nkung der Vollmacht des Haftpflichtversicherers
OLG K�ln, 11.01.2001 - 7 U 61/00 Aussetzung des Rechtsstreits - Auswirkung auf Verj�hrung