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Timestamp: 2019-01-16 16:03:49
Document Index: 389420203

Matched Legal Cases: ['§15', '§16', '§15', '§15', '§16', '§34', '§16', '§34', '§ 34']

Veräusserungsgewinn EkSt | yourXpert
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16.03.2018 | Preis: 73 € | Steuererklärung
ich war alleiniger Kommanditist einer GmbH&CO KG. Bei der GmbH Komplementärin war ich alleiniger Gesellschafter und GF.
Um eine Verschmelzung mit der Komplementärgesellschaft herbei zu führen, habe ich den Austritt aus der KG erklärt. Damit gab es nur noch die Komplementärgesellschaft- beide Gesellschaften verschmolzen miteinander.
Mein KG Anteil betrug Euro 500,-- die Aufgabe erfolgte 11.2016. Die Schlussbilanz der KGwies ein kleines MINUS auf. Waren und Umlaufvermögen sind nicht vorhanden gewesen. Nun schickt das FA einen Bescheid für 2016 über die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen und des verrechenbaren Verlustes nach §15a Abs. 4 EStG.
Festgestellt wird ein Gewinn aus Gewerbebetrieb und ausgewiesen der negativ Gewinn aus Gesamthandelsbilanz. Den Gewinn kann ich schon nicht nachvollziehen.
Dann folgt die Aufteilung der Besteuerungsgrundlagen: 100/100)
ausgewiesen wird der Veräusserungsgewinn i.s.d. §16,34 EStG wie bei der Feststellung
verrechenbarer Verlust i.s.d. §15 a : NULL
Nach Anwendung des §15a sind im Folgebescheid dann 500,- anzusetzen ( Einlage)
dann wird der steuerpflichtige Veräusserungsgewinn i.s.d. §16 EStG -davon tarifbegünstigtse VGewinne ausgewiesen i.s.d. §34 Abs 2 Nr. 1 EStG
Welche Auswirkung hat das auf meine EkSt 2016? Wird der ausgewiesene Gewinn meinem steuerpflichtigen hinzugerechnet?
In Nachgang wird noch die Kapitalkontenentwicklung dargelegt und ein Gewinn zuzurechnende steuerpflichtige Haftungsminderung mit 500 ausgewiesen.
Berechnung der im Folgebescheid anzusetzenden Einkünfte
hier wird dann wieder ausgewiesen:
steuerpflichtige Veräusserungsgewinn i.s.d. §16 EStG -davon tarifbegünstigtse VGewinne ausgewiesen i.s.d. §34 Abs 2 Nr. 1 EStG -Betrag wie in Abschnitt 1
In einer Anlage teilte das FA ferner mit, dass es ein negatives Kapitalkonto durch Entnahmen und Verluste gibt. Der o.a. Gewinn entspricht dem Betrag des negativen Kapitalkontos durch Entnahmen.
Die Gewinn- und Verlustanteile der Kommanditgesellschaft (KG) werden im Rahmen der gesonderten und einheitlichen Feststellung bei der KG festgestellt. Bei der Veranlagung berücksichtigt das Finanzamt, soweit vorliegend, die handels- und steuerrechtlichen Jahresabschlüsse und die Steuererklärung, gegebenenfalls schätzt das Finanzamt auch die Besteuerungsgrundlagen. Der Bescheid über die gesonderte und einheitliche Feststellung ist als Grundlagenbescheid auch für Ihre persönliche Besteuerung maßgeblich. Falls die Besteuerungsgrundlagen unzutreffend sind, sind diese durch eine Änderung bei der KG zu korrigieren, beispielsweise im Einspruchsverfahren, soweit diese verfahrensrechtlich noch möglich ist.
Nach Ihrer Sachverhaltsschilderung stellt sich mir der Bescheid wie folgt dar:
Auf Sie entfällt ein Veräußerungsgewinn aus der Aufgabe Ihres KG-Anteils, dieser wird allerdings auf 0 € festgestellt. Der Veräußerungsgewinn ist der Betrag, um den der Veräußerungspreis (bei Ihnen wahrscheinlich 0 €) nach Abzug der Veräußerungskosten (wahrscheinlich 0 €) den Wert Ihres Anteils am Betriebsvermögen (ebenfalls wahrscheinlich 0 €) übersteigt.
Ihr negatives Kapitalkonto ist jedoch, soweit dies aus dem Sachverhalt zu entnehmen ist, durch Entnahmen entstanden. Dies müssen nicht unbedingt Barentnahmen sein, es können auch Buchungen auf dem Kapitalkonten sein, die als Entnahmen zu werten sind. Diese Entnahmen werden dem Gewinn zugerechnet, dadurch kommen die Ihnen zuzurechnenden 500 € zustande. Dies ist die steuerpflichtige Haftungsminderung .
Im Ergebnis werden Ihnen 500 € Gewinn aus Gewerbebetrieb zugerechnet. Dieser Gewinn wird bei Ihrer Veranlagung zur Einkommensteuer den Einkünften zugerechnet.
Der Verweis auf § 34 EStG besagt, dass bei Ihrer Einkommensteuerveranlagung eine Begünstigung des Gewinns vorgenommen wird, jedoch ist dies bei dem in Frage kommenden Betrag unbedeutend.
Bernd T.s
Kunde - 16.03.2018 22:29:
Zunaechst danke. Der neg. BETRAG aus Entnahmen (kapitalkonto) weust einen hoehren Betrag als die 500 aus. Dieser ust dann identisch mit dem mehrfach sufgefuehrtem Veraeusserungsgewinn. Greift dieser hiehere Betrag dann?
Bernd Thomas - 16.03.2018 22:45:
der Betrag der steuerpflichtige Haftungsminderung entsteht, soweit durch Entnahmen ein negatives Kapitalkonto des Kommanditisten entsteht oder sich erhöht. Dieser Betrag wird in dem Bescheid über die gesonderte und einheitliche Feststellung der KG festgestellt. Wenn dieser Betrag unzutreffend ist, sollten Sie prüfen, ob noch ein Einspruch oder eine andere Änderung des Feststellungsbescheids möglich ist, da diese Feststellung nur da, nicht in ihrem persönlichen Einkommensteuerbescheid geändert werden kann.
Beachten Sie bitte die einmonatige Einspruchsfrist, da eine Änderung außerhalb der Einspruchsfrist nur in eng begrenzten Ausnahmefällen möglich ist!
Kunde - 18.03.2018 12:29:
Danke. Ich habe mit die Bilanz angesehen, es wird auf Kapitalkonto 3 ein negativer Betrag ausgewiesen. Insofern kann ich den Bescheid nachvollziehen. Allerdings habe ich mir keine Entnahmen getätigt, sondern ein Darlehen gewährt. Im Zuge der Verschmelzung sollten sich diese dann bereinigen, da ich wiederrum der Komplementärin ein Darlehen gewährt hatte. Welche Möglichkeiten bleiben mir nun?
Bernd Thomas - 18.03.2018 12:44:
sollte ein steuerlich anzuerkennendes Darlehen gewährt worden sein, dann wäre dies nicht als Entnahme zu erfassen. Allerdings werden Darlehen, die eine Personengesellschaft ihren Gesellschaftern gewährt, vom Finanzamt in Entnahmen der Gesellschafter umqualifiziert, wenn die Darlehensgewährung einem Fremdvergleich nicht standhält. Möglicherweise ist dies hier der Fall.
Aber auch hier wäre eine Änderung im Bescheid über die gesonderte und einheitliche Gewinnfeststellung der KG anzustreben, eine Änderung in Ihrem Einkommensteuerbescheid ist nicht möglich.
Eine Änderung des Bescheids kann im Einspruchsverfahren oder durch andere Änderungsmöglichkeiten der Abgabenordnung erreicht werden, wenn die Voraussetzungen gegeben sind.
Kunde - 18.03.2018 12:53:
Die EkSt 2016 wurde durch Fristverlängerung noch nicht abgegeben, erfolgt nächste Woche.
Wäre dann noch eine Berichtigung wie in Ihrem 2. Absatz mögliche- in der Feststellung und in der Folge in der EkSt?
Um genau zu sein, wurde das Darlehen der KG nicht an mich als Privat gegeben, sondern an meine Einzelfirma ( mit eigener Steuernummer). Wäre das relevant?
Wichtig erscheint mir ja, bereits jetzt den Feststellungsbescheid berichtigen zu lassen, weil sonst alles andere nur mehr als schwer möglich sein wird, richtig. Wie wäre die empfohlene Vorgehensweise?
Bernd Thomas - 18.03.2018 13:06:
in Ihrer persönlichen Steuererklärung wird das im Feststellungsbescheid festgestellte Ergebnis angesetzt. Sollte dieses noch einmal auf Ebene der KG geändert werden, wird auch von Amts wegen Ihr persönlicher Steuerbescheid noch einmal geändert.
Zur Änderung des Feststellungsbescheids wäre die Erhebung eines Einspruchs das Mittel der Wahl, sofern die Einspruchsfrist (ein Monat ab Bekanntgabe) noch nicht abgelaufen ist. Sollte diese Frist versäumt worden sein, wäre zu prüfen, ob es eine Wiedereinsetzungsmöglichkeit oder eine andere Änderungsmöglichkeit nach der Abgabenordnung gibt.
Ob die Darlehensgewährung an Sie im Bereich Ihres Privat- oder Betriebsvermögens erfolgt ist, ist wahrscheinlich unerheblich. Wesentlich ist bei dieser Frage vor allem, ob die Darlehensgewährung dem Fremdvergleich standhält, beispielsweise in Bezug auf Zinsen und Sicherheiten, zudem ist hierbei normalerweise eine im Voraus getroffene, schriftliche, zivilrechtlich wirksame und auch tatsächlich durchgeführte Vereinbarung erforderlich.
Bernd Thomas - 18.03.2018 13:14:
P.S.: Ich bitte um Entschuldigung, die Forensoftware verstümmelt meinen Namenszug durch eine Autokorrektur leider immer zu "T.s". Ich habe dies an yourXpert gemeldet und um Korrektur gebeten!
Kunde - 18.03.2018 13:21:
Danke.Einspruchsfrist ist nicht abgelaufen,Feststellungsbescheid kam vorgestern. Vertrag nit Zins und Sichetheit vorhanden. Insofern unproblematisch.
Die GmbH wurde 2017 verkauft,Erwerber hat mit seiner e.K. Verschmolzen. Kann uch dann noch fuer 2016 agi33
Kunde - 18.03.2018 13:22:
Sorry, agieren
Kunde - 20.03.2018 21:19:
ich lege Einspruch ein und berichtige die Angabe bzgl. der Entnahme und weise daraufhin, dass es sich um ein Darlehen handelt? Soll darauf verwiesen werden, dass ich ein Darlehen der GmbH gegeben hatte, mit der die KG nun verschmolzen wurde und sich dadurch die VB ausgleichen?
Bernd Thomas - 20.03.2018 21:38:
ein Einspruch ist das richtige Rechtsmittel.Legen Sie den Vertrag und gegebenenfalls ergänzende Unterlagen (Beschlüsse der Gesellschaft, Korrespondenz o.ä.) bei, damit das Finanzamt prüfen kann, dass das Darlehen dem Fremdvergleich standhält.
Kunde - 13.04.2018 16:47:
Ich habe Antwort vom FA aufgrund meines Einspruches erhalten. Dazu habe ich Fragen. Würden Sie diesbezüglich mich weiter beraten?
Bernd Thomas - 13.04.2018 16:59:
gerne berate ich Sie weiterhin, ich melde mich deswegen morgen bei Ihnen!
Bernd Thomas - 14.04.2018 19:16:
bitte stellen Sie mir Ihre Frage als X-Mail. Wenn Sie eine Vertretung im Rechtsbehelfsverfahren wünschen, beauftragen Sie mich bitte direkt mit Ihrer Vertretung, ich würde dann nach StBVV abrechnen.
bernd.T.s@yahoo.de
Bernd Thomas - 14.04.2018 19:39:
aufgrund unserer Namensähnlichkeit macht die Software aus meinem Nachnamen immer ein T.
Ich heiße Bernd T-h-o-m-a-s,
die E-Mail ist bernd.t-h-o-m-a-s@yahoo.de.
Die Bindestriche bitte entfernen.
Kunde - 16.04.2018 09:32:
Ist die eingabe mit euro 100 dann ok?
Bernd Thomas - 16.04.2018 09:39:
bitte auch den Vertrag hochladen über die Schaltfläche "Datei hochladen"!
Kunde - 19.04.2018 10:07:
Hallo, benötigen Sie noch Unterlagen?
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