Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Karlsruhe&Datum=23.07.1986&Aktenzeichen=11%20W%208/86
Timestamp: 2020-04-06 06:01:12
Document Index: 245293259

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 24', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 10', '§ 15', '§ 242', '§ 15']

OLG Karlsruhe, 23.07.1986 - 11 W 8/86 - dejure.org
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OLG Karlsruhe, 23.07.1986 - 11 W 8/86 (https://dejure.org/1986,3297)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 23.07.1986 - 11 W 8/86 (https://dejure.org/1986,3297)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 23. Juli 1986 - 11 W 8/86 (https://dejure.org/1986,3297)
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Stimmrecht in einer Wohnungseigentümergemeinschaft; Stimmenverteilung in einer Teilungserklärung; Eingriffe in Vereinbarungen und Beschlüsse der Wohnungseigentümer; Ersetzen von Regelungen aus der Teilungserklärung oder aus Beschlüssen der Wohnungseigentümer; Wirkung ...
LG Karlsruhe, 31.12.1985 - 11 T 230/85
NJW-RR 1987, 975
2 Z 4/86">NJW-RR 1986, 566; OLG Karlsruhe WuM 1988, 325; KG Rpfleger 1978, 24; Jennißen-Elzer, § 24 Rdnr. 11; Harz/Kääb, Fachanwaltskommentar, S. 872; Palandt-Bassenge, BGB, 68. Aufl. WEG § 24 Rdnr. 6; Riecke/Schmid-Riecke, Fachanwaltskommentar § 25 Rdnr. 52; Spielbauer/Then, WEG, § 25 Rdnr. 8; Bärmann/Armbrüster/Merle/Pick/Wenzel, WEG, 10. Aufl., § 25 Rdnr. 27; Niedenführ/Kümmel/Vandenhouten, WEG, 8. Aufl. § 25 Rdnr. 2).
Eine solche Regelung ist auch dann zulässig, wenn sie dazu führt, daß einer der Wohnungseigentümer allein über die Mehrheit der Stimmen verfügt (dazu beispielsweise: BayObLGZ 1986, 10, 13; OLG Karlsruhe, WuM 1988, 325, 326; OLG Zweibrücken, ZMR 1990, 30, 31;… Merle, a.a.O., Rdnr. 29 zu § 25 WEG ; jeweils m.w.N.).
Das Landgericht hat vielmehr zu Recht statt dessen geprüft, ob besondere Umstände vorliegen, die die Wahl der weiteren Beteiligten zur Verwalterin mit den Stimmen des Mehrheitseigentümers, des Antragsgegner zu 1) a), als rechtsmißbräuchlich erscheinen lassen (von diesem Ansatz ausgehend auch: KG, NJW-RR 1987, 268 [KG Berlin 05.11.1986 - 24 W 1558/86] ; KG, NJW-RR 1986, 643, 644 [KG Berlin 08.01.1986 - 24 W 3636/85] ; BayObLGZ 1986, 10, 14; OLG Karlsruhe, WuM 1988, 325, 326 [OLG Karlsruhe 23.07.1986 - 11 W 8/86] ;… Merle, a.a.O., Rdnr. 160 zu § 25 WEG ;… Lüke, a.a.O., Rdnr. 25 zu § 25 WEG ; und letztlich auch OLG Celle, ZMR 1989, 436, 438 sowie OLG Zweibrücken, ZMR 1990, 30, 32).
BayObLG, 13.01.1994 - 2Z BR 130/93
Zweckbestimmung eines Sondereigentums Festlegung eines Eigentums als …
Er ist einer Änderung durch eine Vereinbarung der Wohnungseigentümer im Sinn des § 10 Abs. 1 Satz 2 WEG entzogen (…a.M. Weitnauer WEG 7. Aufl. § 15 Rn. 15; die zum Beleg angeführte Entscheidung des OLG Braunschweig vom 8.11.1976, DNotZ 1977, 438, betrifft andere Fragen; die ferner angeführte Entscheidung des OLG Karlsruhe vom 23.7.1986, NJW-RR 1987, 975, befaßt sich mit der Änderung einer in der Teilungserklärung enthaltenen Stimmrechtsregelung, betrifft also ebenfalls einen anderen Fall).
Das gilt auch für die von den Antragsgegnern in erster Instanz vorgelegten Beschlüsse des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 23. Juli und vom 15. Dezember 1986 (11 W 8/86 und 71/86).
Nach ständiger Rechtsprechung des Senats (Die Justiz 83, 412; zuletzt Senatsentscheidung vom 23.07.1986 - 11 W 8/86 -) sind dem Richter ändernde Eingriffe in Vereinbarungen und Beschlüsse der Wohnungseigentümer nur unter den Voraussetzungen gestattet, unter denen die Rechtsprechung Eingriffe in Verträge zuläßt.
Ein derartiges Stimmenübergewicht führt zwar nicht dazu, daß die betreffende Stimmrechtsregelung in der Teilungserklärung als solche unzulässig und unwirksam ist (BayObLG NJW-RR 1986, 566; OLG Karlsruhe WuM 1988, 325, 326) [OLG Karlsruhe 23.07.1986 - 11 W 8/86] .
Mit den Problemen der Wohnungseigentümergemeinschaft in Zusammenhang mit dieser Stimmrechtsverteilung hat sich der Senat bereits in seiner Entscheidung vom 23.7.1986 - 11 W 8/86 -, auf die Bezug genommen wird, grundsätzlich auseinandergesetzt.
Auch wenn der Parkplatz P 1 danach im uneingeschränkten gemeinschaftlichen Eigentum aller Miteigentümer steht, ist damit ein Anspruch des Antragstellers auf eine Änderung der Rechtslage (Zustimmung zur Änderung der Teilungserklärung und Wahrung der geänderten Teilungserklärung im Grundbuch) nicht ausgeschlossen, wenn eine Zustimmungsverweigerung treuwidrig (§ 242 BGB) wäre (…Palandt-Bassenge, BGB, 47. Aufl., § 15 WEG Anm. 2 a; OLG Karlsruhe NJW-RR 87, 975; BayObLG NJW-RR 87, 714).