Source: https://www.akh.de/beratung/bauen-mit-architekten
Timestamp: 2020-07-13 14:28:09
Document Index: 240577608

Matched Legal Cases: ['§ 67', '§ 1', '§ 20', '§ 68', '§ 2', '§ 68', '§ 2', '§ 68', '§ 68', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 67', '§ 68']

Bauen mit Architekten - AK Hessen
Kompetent planen und bauen
Sie möchten für Ihre Familie ein Haus bauen? Ihr Unternehmen braucht größere Räumlichkeiten? Ihre Immobilie soll saniert oder barrierefrei ausgestattet werden? Sie möchten den Ortskern Ihrer Gemeinde aufwerten? Oder eine Uferzone neu gestalten? Ihr*e Architekt*in, Innen­architekt*in, Landschafts­architekt*in oder Stadtplaner*in findet gemeinsam mit Ihnen heraus, auf welchem Weg Sie Ihr Ziel am besten erreichen und begleitet Sie durch das Projekt.
Qualität sichern – Verbraucher schützen
Planen und Bauen ist immer ein komplexer Prozess, der hohe Anforderungen an den Bauherrn oder die Bauherrin stellt und Entscheidungen von erheblicher Tragweite mit sich bringt, die auch bedeutende finanzielle Folgen haben können. Wenn Sie also bauen möchten – und dabei spielt die Art der Planungs- oder Bauaufgabe keine Rolle – sollten Sie dies mit einem oder einer Architekt*in, Innen­architekt*in, Landschafts­architekt*in oder Stadtplaner*in tun. Diese begleiten Sie kompetent von der Planungs- über die Genehmigungs- und durch die Realisierungphase.
Augen auf bei der Auftragsvergabe!
Ab einer bestimmten Größenordnung (z.B. bei Wohngebäuden bereits ab 200m² Wohnfläche und mehr als zwei Wohneinheiten) des Bauvorhabens müssen Bauanträge in Hessen von einem Entwurfsverfasser eingereicht werden, der eine unbeschränkte Bauvorlage­berechtigung besitzt. In Hessen ist unbeschränkt bauvorlageberechtigt, wer aufgrund des Hessischen Architekten- und Stadtplanergesetzes die Berufs­bezeichnung Architekt*in führen darf. (§ 67 Abs. 1 Hessische Bauordnung).
Reicht eine Person, die sich zwar Architekt oder Architektin nennt, jedoch nicht in das Berufsverzeichnis der zuständigen Kammer eingetragen ist, einen Bauantrag ein und wird dieser genehmigt und das Gebäude entsprechend errichtet, ist das Gebäude mangels rechtmäßiger Genehmigung ein „Schwarzbau“. Ein solcher kann bestenfalls seitens der Behörde nachträglich genehmigt werden, wenn eine bauvorlageberechtigte Person einen neuen Bauantrag stellt. Das führt allerdings zu zusätzlichen Kosten für den Bauherrn bzw. die Bauherrin.
Eine Person, die nicht in das Berufsverzeichnis eingetragen ist, unterliegt nicht der Berufsaufsicht der Kammer. Es ist daher nicht sicher, ob der bzw. die Auftragnehmer*in im Schadensfall eine Berufs­haftpflicht­versicherung besitzt. Bei schlechten finanziellen Verhältnissen des Auftragnehmers oder der Auftragnehmerin droht bei fehlender Berufs­haftpflicht­versicherung dem oder der Bauherr*in die Gefahr, auf dem Schaden „sitzen zu bleiben“.
Was machen Sie, wenn Sie feststellen, dass der oder die vermeintliche Architekt*in, Innen­architekt*in, Landschafts­architekt*in und Stadtplaner*in gar keine*r ist oder das beauftragte Büro sich nicht so nennen darf?
In diesen Fällen wenden Sie sich an die Architekten- und Stadt­planer­kammer Hessen, die gem. § 1 Abs. 1 und 4 sowie § 20 HASG Ordnungswidrigkeitenbehörde ist und das unberechtigte Führen der Berufs­bezeichnung verfolgt. Schicken Sie der Kammer per Post oder E-Mail Unterlagen zu, aus denen hervorgeht, dass die Berufs­bezeichnung oder davon abgeleitete Bezeichnungen geführt werden. Teilen Sie telefonisch oder per E-Mail den Link zu der Homepage des betreffenden Büros mit.
Gute Gründe für das Bauen mit Architekt*innen
Sie möchten Kostensicherheit
Ihr*e Architekt*in bespricht zunächst mit Ihnen, wie viel Geld Sie investieren können. So kann er oder sie die Planung exakt an Ihren Möglichkeiten ausrichten. Die genaue Kostenkalkulation ist Teil der Leistung von Architekt*innen und stellt sicher, dass der finanzielle Deckel nicht gesprengt wird.
Sie definieren Ihre Bedürfnisse
Ihr*e Architekt*in arbeitet gemeinsam mit Ihnen heraus, welche Anforderungen Sie an Ihr neues Haus stellen. Dabei kann er oder sie Ihre Wünsche mit seinen oder ihren Erfahrungen abgleichen und Grundriss, Raumaufteilung und Bauausführung optimal auf die geplante Nutzung abstimmen.
Gemeinsam mit dem Architekten oder der Architektin können Sie Ihre gestalterischen Wünsche am besten in die Praxis umsetzen. Das individuell gestaltete Haus trägt zu Ihrem Wohlbefinden und Ihrer Zufriedenheit bei und wertet zusätzlich das Straßen- und Stadtbild auf.
Wenn Sie ein Familienhaus bauen, später aber zu zweit oder gar alleine in dem Gebäude wohnen werden, kann Ihr*e Architekt*in dies von Anfang an berücksichtigen: Flexible Grundrisse ermöglichen es, später Wände zu versetzen, Zimmer zusammen zu legen oder aus einem Einfamilienhaus ein Haus für zwei Parteien zu machen. Das erhöht den Wohnwert und hilft Ihnen, langfristig Kosten zu sparen.
Sie nehmen Rücksicht auf die Umwelt
Ihr*e Architekt*in stellt sicher, dass gesundheitlich unbedenkliche Materialien verbaut werden, dass sorgfältig mit den natürlichen Ressourcen umgegangen wird und dass Ihr Haus keine überflüssige Energie verbraucht. Er kann auch die gezielte Nutzung von Sonnenenergie oder Regenwasser in das Gesamtkonzept des Gebäudes integrieren.
Sie möchten nicht unnötig Zeit verlieren
Ihr*e Architekt*in koordiniert in Ihrem Auftrag die Bauausführung, sorgt dafür, dass die einzelnen Gewerke aufeinander abgestimmt werden und verhindert auf diese Weise unnötige Wartezeiten. Er oder sie überprüft Rechnungen, weist Zahlungen an, kontrolliert die Leistungen der Handwerker und achtet darauf, dass der Zeitplan eingehalten wird.
Sie legen Wert auf unabhängige Beratung
Ihr*e Architekt*in wird ausschließlich in Ihrem Auftrag tätig. Seine oder ihre Planungen hängen nicht von gewerblichen Interessen ab und unterliegen nicht der Einflussnahme durch Dritte. Er oder sie ist Sachwalter allein Ihrer Interessen.
Sie wollen kein Risiko eingehen
Das Gesetz verpflichtet Architekt*innen dazu, für die zugesagten Leistungen gerade zu stehen. Jede*r Architekt*in, der eine Bauvorlage bei der zuständigen Behörde zur Genehmigung einreicht, muss über eine ausreichende Haftpflichtversicherung verfügen. Treten trotz aller Kontrolle Bauschäden auf, bekommen Sie Ihren finanziellen Schaden ersetzt.
Architekt*innen, Innen­architekt*innen, Landschafts­architekt*innen und Stadtplaner*innen
Geschützte Berufs­bezeichnung
Die gesetzlich geschützten Berufs­bezeichnungen Architekt*in, Innen­architekt*in, Landschafts­architekt*in und Stadtplaner*in und davon abgeleitete Bezeichnungen wie z. B. Büro für Architektur oder Architekturbüro dürfen nur Personen und Gesellschaften führen, die in ein Berufsverzeichnis (sogenannte Architektenliste) einer Architekten­kammer eingetragen sind.
Verbraucher*innen/Auftraggeber*innen sollen davon ausgehen können, dass Personen und Gesellschaften, die diese Berufs­bezeichnungen führen, die gesetzlichen Eintragungsvoraussetzungen erfüllen und nachgewiesen haben.
Wer eine dieser geschützten Bezeichnungen führt, ohne in ein Berufsverzeichnis eingetragen zu sein, handelt ordnungswidrig. Hierfür können Geldbußen bis zu einer Höhe von 25.000 Euro verhängt werden. Ansprech­partnerin ist die AKH, die die Ordnungswidrigkeitenverfahren als zuständige Behörde durchführt.
Alle hessischen Architekt*innen und Stadtplaner*innen unterliegen der Verpflichtung zur beruflichen Fortbildung und müssen gegenüber der Architekten- und Stadt­planer­kammer Hessen regelmäßig nachweisen, dass sie dieser Pflicht nachgekommen sind. Die kontinuierliche Fortbildung dient dem Verbraucher­schutz und ist darüber hinaus unerlässlich für eine dauerhaft erfolgreiche Berufsausübung.
Ein Preiswettbewerb ist nur dort wirtschaftlich sinnvoll, wo der Nachfrager für eine bestimmte Leistung oder Ware die Angebote mehrerer Bewerber*innen vergleichen und preislich gegeneinander abwägen kann. Eine solche Vergleichbarkeit ist bei den individuellen Leistungen der Architekt*innen nicht gegeben – insbesondere nicht für die schöpferische, geistige Entwurfsleistung.
Alle selbständig tätigen hessischen Architekt*innen und Stadtplaner*innen sind verpflichtet, eine hinreichende Berufs­haftpflicht­versicherung abzuschließen, um im Schadensfall für Sach- und Vermögensschäden aufkommen zu können.
Eine Person, die nicht in das Berufsverzeichnis eingetragen ist, unterliegt nicht der Berufsaufsicht der Kammer. Es ist daher nicht sicher, ob der Auftragnehmer im Schadensfall eine Berufs­haftpflicht­versicherung besitzt. Bei schlechten finanziellen Verhältnissen des Auftragnehmers droht Bauherr*innen bei fehlender Berufs­haftpflicht­versicherung die Gefahr, auf einem Schaden “sitzen zu bleiben“.
Für jede Bauaufgabe der richtige Partner
Um es gleich vorweg zu nehmen – den Architekten bzw. die Architektin gibt es nicht. Dazu ist das Aufgabenspektrum viel zu umfangreich. Ihnen allen gemeinsam ist jedoch die Ver­ant­wor­tung für unsere gebaute Umwelt als Ergebnis ihrer schöpferischen Arbeit. Als Treuhänder ihres Bauherren oder ihrer Bauherrin begleiten Architekt*innen aller Fach­richtungen die Verwirklichung von Planungs- und Bauvorhaben von der ersten Idee bis zur Fertigstellung und oft noch darüber hinaus – unabhängig, umfassend und kompetent.
Entsprechend den unter­schiedlichen Tätigkeitsbereichen werden unterschiedliche Berufs­bezeichnungen verwendet.
Sie suchen eine*n Architekt*in, Innen­architekt*in, Landschafts­architekt*in oder einen Stadtplaner*in? Im Büroverzeichnis der AKH können Sie bequem nach Architekt*innen mit unterschiedlichsten Tätigkeits­schwerpunkten in Ihrer Nähe suchen.
Hier finden Sie eine Liste aller selbständig tätigen AKH-Mitglieder, die der Veröffentlichung nicht widersprochen haben, jedoch ohne Referenzen oder Tätigkeits­schwerpunkte.
Verzeichnis aller selbständigen Mitglieder
(Hochbau-) Architekt*innen
... begleiten als Treuhänder*innen ihres Bauherrn oder ihrer Bauherrin die Verwirklichung von Bauvorhaben: von der Suche nach einem Grundstück über die Finanzierung, die Beantragung von Fördergeldern, die Planung, Genehmigung und Ausschreibung bis hin zur Überwachung der Bauausführung und der Abnahme des Bauvorhabens. Neben der Planung und Realisierung von Neubauten übernehmen Architekt*innen Aufgaben wie Sanierung von Gebäuden, verdichtetes Bauen im Bestand, Denkmalpflege, Projektsteuerung oder auch Facility Management.
Bistum Limburg/Pressestelle
Neubau einer Kindertagesstätte, Baunatal; Karampour + Meyer Architekten PartmbH; Tag der Architektur 2018
MHK Europazentrale, Dreieich; AS+P Albert Speer + Partner GmbH; Tag der Architektur 2019
Haus unter Bäumen, Frankfurt/Main; klaus leber architekten; Tag der Architektur 2017
Sporthalle am Schuldorf, Seeheim-Jugenheim; Loewer + Partner Architekten und Ingenieure; Tag der Architektur 2016
Bischofshaus, Limburg; BLFP Frielinghaus Architekten Planungs GmbH und BLFP Frielinghaus Architekten Bauleitungs GmbH; Tag der Architektur 2015
Wohn- und Atelierhaus, Frankfurt/Main; Franken Architekten GmbH; Tag der Architektur 2015
MainTor Primus, Frankfurt/Main; KSP Jürgen Engel Architekten GmbH; Tag der Architektur 2015
Innen­architekt*innen
...sind spezialisierte Gestalter*innen und fachkompetente Planer*innen für Innenräume in öffentlichen und privaten Gebäuden. Ihre Disziplin orientiert sich nah an den Bedürfnissen der Menschen. Die Gestaltung von Begenungsorten und Arbeitsstätten gehört genauso, wie die Nutzungsänderung und die Sanierung in erfahrene Hände von Innen­architekt*innen. Bauen im Bestand wird durch die Expertise aus der Innen­architektur zur lohnenden und nachhaltigen Investition. Innen­architekt*innen berücksichtigen dabei gestalterische, technische, wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte. Sie planen und koordinieren durch alle Leistungsphasen im Projekt.
JL INNENARCHITEKTUR
Jean-Luc Valentin Fotografie
Fotografie Jens Paritzsch
Sanierung Villa Hochschild, Frankfurt/Main; JL INNENARCHITEKTUR Jan Leithäuser; Tag der Architektur 2018
Gustav-Heinemann-Schule, Rüsselsheim; BZM ARCHITEKTEN M. Marhöfer; Tag der Architektur 2018
MVZ-Jugenheim; Angela Fritsch Architekten; Tag der Architektur 2017
DIESEL Flagshipstore, Frankfurt/Main; w40 Interiors GmbH &amp; Interior Design Department DIESEL; Tag der Architektur 2014
Umbau Wohn- und Bürohaus, Frankfurt/Main; B.A.S. Büro für Architektur + Stadt Peter Begon; Tag der Architektur 2012
Gynaecologicum, Darmstadt; Andernach + Partner, Innen­architektin + Ingenieure &amp; Architekt Klaus Ethner; Tag der Architektur 2012
Umbau/Sanierung einer denkmalgeschützten Scheune, Frankfurt/Main; berresheim.architekten BDA; Tag der Architektur 2015
Landschafts­architekt*innen
... tragen eine wesentliche gestalterische Ver­ant­wor­tung für den Zustand unserer natürlichen Lebensgrundlagen und deren Wechselspiel mit der gebauten Umwelt. Ihre Kenntnisse ökologischer Zusammenhänge und ihre planerische Kompetenz sind gefragt bei der Entwicklung grüner Infrastrukturen in Stadt und Land, für die Klimaanpassung und die Umweltentwicklung. Ihr Aufgabengebiet erstreckt sich von der Objektplanung über Freiraumplanung, Dorfentwicklung hin zu Landschaftsplanung und großräumiger Gebietsentwicklung. Dabei sind sie in die interdisziplinäre Zusammenarbeit zum Beispiel mit Stadtplaner*innen, Biolog*innen, Wasserbau- oder Verkehrsingenieur*innen eingebunden.
RMP Stephan Lenzen Landschafts­architekten
Ines Schulz, Schulz Landschafts­architekten AKH
GTL Grüchtel Triebswetter Landschafts­architekten
Realisierungswettbewerb mit Ideenteil Landesgartenschau Darmstadt; 1. Preis; RMP Stephan Lenzen Landschafts­architekten
Ideenwettbewerb Masterplan Guxhagen-Breitenau; 1. Preis; LOMA architecture.landscape.urbanism
Tierpark Sababurg, Hofgeismar; Schulz Landschafts­architekten AKH, Baufrösche Architekten und Stadtplaner GmbH; Tag der Architektur 2019
Schlossgartenteich Fulda; MANN LANDSCHAFTSARCHITEKTUR; Tag der Architektur 2016
Central &amp; Park Wohnen im Europaviertel, Frankfurt/Main; Ute Wittich Gartenarchitektur; Tag der Architektur 2017
Außenanlagen Zisterzienserabtei Eberbach, Etville; Bernard und Sattler Landschafts­architekten; Vorbildliche Bauten 2011
Marktplatz Eschwege; GTL Grüchtel Triebswetter Landschafts­architekten; Tag der Architektur 2015
... tragen durch konkrete Gestaltungskonzepte für Straßen, Plätze und Freiräume dazu bei, Städte und Gemeinden attraktiv, lebenswert und zukunftssicher zu machen. Sie erstellen Flächennutzungs- und Bauleitpläne, arbeiten mit städtebaulichen Entwürfen die Potenziale spezifischer Orte heraus und beraten Bauherr*innen und Investoren bei der Entwicklung und Bebauung von Grundstücken. Zu Ihren Aufgaben gehören auch die gemeindeübergreifende Regional- und Landesplanung sowie Raumordnung. Stadtplaner*innen steuern die Siedlungsentwicklung, in Metropolregionen, zeigen Perspektiven für ländliche Räume auf und bearbeiten großräumige Infrastrukturvorhaben.
Wettbewerb ‚Westliches Umfeld DIE-Bahnhof‘, Fulda, 1. Preis; yellow z urbanism architecture AG
Realisierungswettbewerb ‚Blumenrod‘, Limburg/Lahn, 1. Preis; Studio Schultz Granberg GbR und häfner jiménez betcke jarosch landschaftsarchitektur gmbh
Ideenwettbewerb Entwicklung Bieber Waldhof West, Offenbach, 1. Preis; rheinflügel severin
Realisierungswettbewerb ‚Blumenrod‘, Limburg/Lahn, 2. Preis; Architekten: Thomas Schüler Architekten Stadtplaner und faktorgruen Landschafts­architekten
ZOB Freiheitsplatz, Hanau; netzwerkarchitekten GmbH; Tag der Architektur 2018
Wohnen am Weiher, Hochheim/Main; Faerber Architekten; Tag der Architektur 2017
Wohnquartier Riedberg 02, Frankfurt/Main; Stefan Forster Architekten Gmbh; Tag der Architektur 2017
Wettbewerb ‚Westliches Umfeld DIE-Bahnhof‘, Fulda, 2. Preis; raumwerk gesellschaft für Architektur und Stadtplanung GmbH
Gedenkstätte für die ermordeten Wiesbadener Juden; planung.freiraum, Valeria Sass und Reinhard Angelis; Vorbildliche Bauten 2011
Campusbebauung 1 Fachhochschule Frankfurt/Main; Heribert Gies Architekt GmbH; Vorbildliche Bauten 2008
Spezialisten können noch mehr
Viele Architektinnen und Architekten spezialisieren sich im Lauf Ihres Berufslebens und erwerben besondere Qualifikationen. So können sie weitergehende Dienstleistungen rund um das Planen und Bauen anbieten – ob es nun um den Sicherheits- und Gesundheitsschutz auf der Baustelle geht oder um die Erstellung von bautechnischen Nachweisen, um Fachgutachen oder um Energieberatung.
Ihnen allen gemeinsam ist jedoch die Ver­ant­wor­tung für unsere gebaute Umwelt als Ergebnis ihrer schöpferischen Arbeit.
Nachweis­berechtigte für bautechnische Nachweise
In der Hessischen Bauordnung (HBO) ist geregelt, dass bautechnische Nachweise für Wärme- und Schallschutz, vorbeugenden Brand­schutz und Standsicherheit von sogenannten Nachweis­berechtigten erstellt werden müssen. AKH-Mitglieder, die die entsprechende Qaulifikation erworben haben und in die Listen der Nachweis­berechtigten nach § 68 HBO eingetragen sind, können diese bautechnischen Nachweise selbst erstellen, ohne dass sie von einer weiteren Person geprüft werden müssen.
1. Wärmeschutz und Schallschutz
Wärmeschutztechnische und schallschutztechnische Nachweise sind allgemein, d. h. für Gebäude der Gebäudeklassen 1 bis 5 sowie für Sonderbauten im Sinne des § 2 Abs. 9 HBO erforderlich.
Bei der Errichtung von Neubauten oder der grundlegenden Sanierung von Gebäuden wird der Energie­ausweis als öffentlich-rechtlicher Nachweis gefordert. Mit ihm wird die Einhaltung der energetischen Anforderungen und Grenzwerte an Gebäude bestätigt, die sich aus den Vorgaben der Energieeinsparverordnung ergeben. Diese Art von Energie­ausweisen ist auf Grundlage des rechnerisch ermittelten Energiebedarfs auszustellen. Zur Ausstellung sind in Hessen die Nachweis­berechtigten für Wärmeschutz berechtigt, die in einer Liste nach Landesrecht geführt werden.
2. Vorbeugender Brand­schutz:
Im vorbeugenden Brand­schutz muss ein*e Nachweis­berechtigte*r nur für die Gebäudeklasse 4 tätig werden. Für die Gebäudeklasse 5 wird ein*e Prüf­sach­verständige*r nach HBO benötigt. Bei Sonderbauten findet hinsichtlich des vorbeugenden Brand­schutzes eine bauaufsichtliche Prüfung oder eine Prüfung durch eine*n Prüf­sach­verständige*n statt (§ 68 Abs. 4, S. 3 HBO).
Bei der Standsicherheit ergeben sich die Befugnisse des oder der Nachweis­berechtigten als Umkehrschluss aus einem Kriterienkatalog, der als Anlage zu § 2 Abs. 3 der Nachweis­berechtigten­verordnung beigefügt ist, sowie weiteren Hinweisen des zuständigen Ministeriums. Der oder die Nachweis­berechtigte darf Nachweise danach z. B. nicht erstellen, wenn die Baugrundverhältnisse nicht eindeutig sind und keine übliche Flachgründung nach DIN 1054 erlauben. In den anderen Fällen - ausgenommen Sonderbauten - müssen die Prüf­sach­verständigen für Standsicherheit nach HBO tätig werden. Für Sonderbauten bleibt es bei der bauaufsichtlichen Prüfung (siehe auch Hessische Prüfberechtigten- und Prüf­sachverständigen­verordnung).
Nachweis­berechtigtenliste
Sie suchen eine*n Nachweis­berechtigte*n für bautechnische Nachweise nach HBO?
Hier finden Sie die bei der AKH gemäß § 68 HBO eingetragenen Nachweis­berechtigten:
Liste der Nachweis­berechtigten der AKH
Auch die Ingenieurkammer Hessen führt Nachweisberechtigenlisten.
Liste der Nachweis­berechtigten der IngKH
Liste der bei der AKH gemäß § 68 HBO in Verbindung mit § 2 Abs. 4, § 4 Abs. 3 und § 4 Abs. 6 NBVO eingetragenen Nachweis­berechtigten, die bei ihrer Tätigkeit auf Gebäude nach § 67 Abs. 3 HBO beschränkt sind:
Liste der eingeschränkt Nachweis­berechtigten der AKH
Prüf­sach­verständige für Brand­schutz
Nach § 68 der Hessischen Bauordnung erfolgt die Prüfung von brandschutztechnischen Nachweisen bei Gebäuden der Gebäudeklasse 5 durch Prüf­sach­verständige für Brand­schutz. Diese Prüfung darf nicht durch den Ersteller des jeweiligen Brand­schutznachweises erfolgen.
In der Regel werden die Brand­schutznachweise bei dieser Gebäudeklasse also von einem oder einer bauvorlagenberechtigten Entwurfsverfasser*in (immer die ausreichende Sachkunde vorausgesetzt) oder einem oder einer Fachplaner*in bzw. Sachkundigen für Brand­schutz erstellt.
Die Prüfung/Bescheinigung sowie die Überwachung der Bauausführung erfolgen dann durch eine*n Prüf­sach­verständige*n für Brand­schutz. Hat ein*e Prüf­sach­verständige*r für Brand­schutz den Brand­schutznachweis erstellt, so muss ein*e andere*r Prüf­sach­verständige*r diesen Nachweis prüfen.
Prüf­sach­verständigenliste
Sie suchen eine*n Prüf­sach­verständige*n für Brand­schutz?
Hier finden Sie das Verzeichnis der hessischen Prüf­sach­verständigen für Brand­schutz:
Die AKH bestellt und vereidigt Sachverständige für Fragen des Bauwesens, Städtebaus und Berufswesens. Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige erfüllen ihre Aufgaben unabhängig, weisungsfrei, persönlich, gewissenhaft und unparteiisch und erstatten ihre Gutachten nach bestem Wissen und Gewissen.
Sie werden häufig von Gerichten, Privatpersonen oder Behörden beauftragt
eine unabhängige fachliche Beratung zu leisten,
einen Schaden zu beurteilen oder dessen Ursache zu ermitteln,
eine Sache zu bewerten,
einen fachlichen Streit gerichtlich oder außergerichtlich zu klären,
den tatsächlichen Zustand einer Sache festzustellen.
Ob es dabei um die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken geht, um die Beurteilung von Schäden an Gebäuden oder um Honorarfragen – meist geht es um erhebliche Beträge. Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige erstellen ihre Gutachten mit der gebotenen Sachkunde und Objektivität und sind somit besonders zuverlässige und vertrauenswürdige Ansprech­partner*innen für alle Beteiligten.
Sie suchen eine*n Sachverständige*n? In unserer Online-Sachverständigensuche finden Sie hessische Architekt*innen, Landschafts- und Innen­architekt*innen sowie Stadtplaner*innen, die als Sachverständige öffentlich bestellt und vereidigt wurden.
Das bundesweite IHK-Sachverständigenverzeichnis enthält Angaben zu über 8.300 von Industrie- und Handelskammern, von Architekten-, Ingenieur- und Landwirtschaftskammern öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen.
Koordinator*innen für Sicherheits- und Gesundheitsschutz
Wenn Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber auf einer Baustelle tätig sind ist die Bauherrschaft gesetzlich verpflichtet, für Sicherheit auf der Baustelle zu sorgen. Das gilt in der Regel auch beim Bau eines Einfamilienhauses. Sie als Bauherr*in müssen diese Aufgabe jedoch nicht selbst übernehmen. Sie können damit auch eine*n so genannte*n Sicherheits- und Gesund­heitsschutzkoordinator*in (SiGeKo) beauftragen. Diese*r verfügt über entsprechende baufachliche, arbeitsschutzfachliche und praktische Kenntnisse.
Bei entsprechender Qualifizierung kann Ihr*e Architekt*in diese Funktion selbst übernehmen. Er oder sie hat nicht nur die nötige Fachkenntnis und Erfahrung, sondern kennt das Projekt auch bestens und muss sich nicht erst einarbeiten – das spart Zeit.
Als SiGeKo kümmert sich der Architekt oder die Architektin um die Sicherheit auf Ihrer Baustelle: Der SiGeKo muss schon während der Planung eventuelle Gefährdungen erkennen, entsprechende Schutzmaßnahmen bestimmen und deren Einhaltung überwachen. Der SiGeKo kündigt Ihr Bauvorhaben gegenüber den staatlichen Ämtern für Arbeitsschutz vorab an. Er erstellt einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan, definiert Maßnahmen, die vor Gefahren schützen und koordiniert die Unternehmen und Arbeiter so, dass sie sich nicht gegenseitig gefährden. So wird die Unfallgefahr minimiert und Störungen des Bauablaufs und damit des Zeitplans werden vermieden. Auch später profitieren Sie noch von seiner Arbeit: Der SiGeKO stellt Unterlagen zusammen mit Angaben zu Sicherheit und Gesundheitsschutz, die bei zukünftigen Arbeiten am Bauwerk zu beachten sind.
Sie suchen einen SiGeKo? In unserer Koordinatorenliste finden Sie schnell einen geeigneten SiGeKo in Ihrer Nähe:
Die energetische Optimierung von neuen wie von Bestandsgebäuden ist nicht nur aus Gründen des Umweltschutzes, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen für Gebäudeeigentümer*innen von enormer Bedeutung: Die Kosten für den Betrieb von Gebäuden übersteigen im Lauf ihrer Nutzung die Bau- oder Umbaukosten bei weitem. Den Hauptanteil dieser Betriebskosten machen die Energiekosten aus.
Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) hat der Gesetzgeber Vorgaben und Mindestanforderungen aufgestellt, die bei einem Neubau oder Umbau von Gebäuden einzuhalten sind. Außerdem schreibt das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) bei Neubauten den teilweisen Einsatz regenerativer Energien für Warmwasser und Heizung vor. Auch bei Vermietung oder Verkauf einer Bestandsimmobilie muss ein Energie­ausweis vorgelegt werden.
Energieberater*innen erstellen Energie­ausweise, beraten Eigentümer*innen qualifizert dahingehend, wie sie die Energieeffizienz ihrer Gebäude verbessern können, erstellen Sanierungspläne und informieren über mögliche Fördermittel, denn die energetische Optimierung von Neu- und Bestandsbauten wird durch Programme wie die „Vor-Ort-Beratung“ für Wohngebäude des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder vergünstigte Darlehen der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für besonders energiesparende Gebäude gefördert.
Sie suchen eine*n Energieberater*in? Hier finden Sie ein Verzeichnis von AKH-Mitgliedern, die beim BAFA für das Förderprogramm "Vor-Ort-Beratung" registriert sind oder durch eine Zusatzqualifizierung die Voraussetzungen hierfür erworben haben. So können Sie schnell und bequem nach geeigneten Energieberater*innen in Ihrer Nähe suchen.
Sie suchen über die hessischen Grenzen hinaus? In dem gemeinsamen Portal der deutschen Architekten- und Ingenieurkammern können Sie sich über die jeweiligen Förderbedingungen in den einzelnen Bundesländern informieren und gezielt nach qualifizierten Energieeffizienz-Experten suchen.
Informationsportal Energieeinsparung
BAFA-Seiten zur Bundesförderung für Energieberatung
Sachkundige für Brand­schutzplanung
Die Brand­schutzplanung kann immer vom Architekten oder der Architektin selbst geleistet werden, sofern er oder sie für die Anforderungen des jeweiligen Bauvorhabens über ausreichende Kenntnisse verfügt. Falls dies nicht der Fall ist, müssen entsprechend spezialisierte Personen – z.B. Sachkundige / Fachplaner*innen oder Sachverständige – hierfür zusätzlich beauftragt werden.
Für die Prüfung / Bescheinigung von Brand­schutzplanungen schreibt die Hessische Bauordnung je nach Gebäudeklasse bestimmte Fachleute wie Nachweis­berechtigte oder Prüf­sach­verständige für Brand­schutz vor.
Sie suchen eine*n Sachkundige*n für Brand­schutzplanung? Hier finden Sie eine Liste der Personen, die den Zertifikats­lehr­gang „Sachkundiger für Brand­schutzplanungen der Gebäudeklasse 5 und Sonderbauten" der AKH erfolgreich absolviert haben:
Architektur ist ein Spiegel unserer Gesellschaft und verlangt von Planern und Planerinnen ein waches öffentlich-soziales Bewusstsein und eine für Veränderungen offene Geisteshaltung.
Ansprech­partner*in
Prüf­sach­verständige
Sachkundige Brand­schutz
Bücher über Architektur liegen im Trend - Architekturführer, opulente Bildbände ebenso wie kenntnisreiche Monografien über Architekten­­persönlich­keiten, einzelne Bauwerke oder Baustile. Daher möchten wir Ihnen einige neu erschienene Architekturbücher der AKH und der Akademie der AKH oder anderer Autor*innen kurz vorstellen.