Source: http://www.unterweger.co.at/t/t3s0501.html
Timestamp: 2018-12-16 06:26:31
Document Index: 204195184

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 1', '§ 1']

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Verordnung des Bundesministers für Finanzen betreffend die Ermittlung des Einkommens von Sportlern
BGBl. II 418/2000, 29. Dezember 2000
Auf Grund der §§ 2 und 33 des Einkommensteuergesetzes 1988 wird verordnet:
§ 1. Auf Antrag hat die Ermittlung des in Österreich steuerpflichtigen Anteils der Einkünfte von selbständig tätigen Sportlern pauschal zu erfolgen. Sie ist nur dann zulässig, wenn der Sportler in Österreich unbeschränkt steuerpflichtig ist und im Kalenderjahr überwiegend im Rahmen von Sportveranstaltungen (Wettkämpfen, Turnieren) im Ausland auftritt. Die pauschale Ermittlung hat sowohl die Einkünfte aus der Tätigkeit als Sportler als auch die Einkünfte aus Werbetätigkeit des Sportlers zu umfassen.
§ 2. Der Anteil der in Österreich zu versteuernden Einkünfte aus der Tätigkeit als Sportler und aus Werbetätigkeit des Sportlers beträgt 40% der insgesamt in Kalenderjahr erzielten Einkünfte aus der Tätigkeit als Sportler und aus Werbetätigkeit des Sportlers.
§ 3. Erfolgt eine pauschale Ermittlung der steuerpflichtigen Einkünfte gemäß § 1, ist eine Anrechnung ausländischer Steuern, die für Einkünfte im Sinne des § 1 entrichtet wurden, ausgeschlossen. Ausländische Einkünfte aus der Tätigkeit als Sportler und aus Werbetätigkeit des Sportlers sind bei der Festsetzung der Steuer für das übrige Einkommen zu berücksichtigen.
Motive zur Verordnung betreffend die Ermittlung des Einkommens von Sportlern
Mit der Verordnung soll eine einfache Ermittlung des in Österreich zu versteuernden Anteils der Einkünfte als Sportler sowie der Werbeeinkünfte des Sportlers erreicht werden. Einkünfte von selbständigen, international tätigen Sportlern unterliegen verschiedensten Besteuerungsrechten. Sowohl die Zuordnung der jeweiligen Betriebsausgaben, als auch die Ermittlung der Anteile am Einkommen, für das Österreich das Besteuerungsrecht hat, sowie die Ermittlung der darauf anrechenbaren ausländischen Steuern ist äußerst kompliziert und arbeitsaufwendig. Mit der Pauschalierung wird sowohl für die Verwaltung, als auch für den Steuerpflichtigen selbst eine einfache und im Regelfall den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Berechnungsmöglichkeit geschaffen.