Source: http://www.bgbau-medien.de/dguv/208_019/titel.htm?gesamt=1
Timestamp: 2018-01-17 05:05:17
Document Index: 4396755

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 45', '§ 46', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17']

DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, Titel
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, Inhaltsverzeichnis
1 Unfallgeschehen im Zusammenhang mit Hubarbeitsbühnen
4 Allgemeine Hinweise zum sicheren Betrieb von Hubarbeitsbühnen
4.1 Kennzeichnung von Hubarbeitsbühnen
4.2 Betriebshandbuch – Betriebsanleitung
4.3 Krafteinwirkungen – Sicherheit gegen Umkippen
4.4 Auswahl entsprechend der Gefährdungsbeurteilung
4.5 Aufbau und Standsicherheit, Anforderungen an Verkehrswege
4.6 Wind und Wetter
4.7 Einsatz von Hubarbeitsbühnen in öffentlichen Verkehrsräumen
4.8 Arbeiten unter elektrischen Gefährdungen
4.9 Baumpflegearbeiten
10 Schlussgedanken
11.1 Weiterführende Vorschriften und Regeln
11.1.1 Gesetze, Verordnungen und Regeln
11.1.2 Unfallverhütungsvorschriften, BG-Regeln, BG-Grundsätze und BG-Informationen
11.1.3 Andere Schriften
11.2 Andere Quellen
Anhang 1 4 x 4 Merkregeln
Anhang 2 Muster eines Bedienerausweises
Anhang 4 Muster einer Betriebsanweisung für Hubarbeitsbühnen
Anhang 5 Auswahl einer Hubarbeitsbühne
Anhang 6 Checkliste zum sicheren Betreiben von Hubarbeitsbühnen
Anhang 7 Fragen und Antworten für ein sicheres Betreiben der Hubarbeitsbühnen
Anhang 8 Checkliste bei Übergabe/Übernahme einer Hubarbeitsbühne
Anhang 9 Unterweisungsnachweis
Anhang 10 Beaufort-Skala
Anhang 11 Muster einer Gefährdungsbeurteilung zur Benutzung von Hubarbeitsbühnen
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, 1 Unfallgeschehen im Zusammenhang mit Hubarbeitsbühnen
An hochgelegenen Arbeitsplätzen ereignen sich mehr Unfälle bei der Benutzung von Leitern als bei der Benutzung von Hubarbeitsbühnen.
Nicht zuletzt ist dies auf den hohen Sicherheitsstandard der Hubarbeitsbühnen zurückzuführen.
In den vergangenen 20 Jahren wurden von den staatlichen Arbeitsschutzbehörden durchschnittlich fünf Arbeitsunfälle pro Jahr gemeldet, bei denen Bediener von Hubarbeitsbühnen ums Leben gekommen sind.
Die Sicherheit beim Umgang mit Hubarbeitsbühnen ist wesentlich vom Verhalten des Bedieners abhängig. Das zeigen die nachfolgenden Unfallanalysen der Berufsgenossenschaft Holz und Metall(BGHM).
Die Unfallursachen (Bild 1-1) sind:
Fehlverhalten des Bedieners (z. B. unsachgemäße Abstützung, Quetschen im Arbeitskorb durch falsches Steuern der Bühne)
technische Mängel an den eingesetzten Hubarbeitsbühnen (z. B. Bruch der Parallelführung führte zum Kippen des Arbeitskorbes)
äußere Einwirkungen (z. B. Umsturz einer Hubarbeitsbühne, die von einem Brückenkran angefahren wurde)
Das Fehlverhalten von Hubarbeitsbühnen-Bedienern steht damit an erster Stelle der Unfallursachen.
Bild 1-1: Ursachen von Hubarbeitsbühnen-Unfällen mit tödlichen Folgen
Die Unfallarten lassen sich wiederum unterteilen in Fälle (Bild 1-2), bei denen
Hubarbeitsbühnen umgekippt sind,
Bediener sich im Arbeitskorb eingequetscht haben,
Bediener durch den Peitscheneffekt aus dem Arbeitskorb herausgeschleudert wurden,
Bediener, z. B. beim Übersteigen, abgestürzt sind und
sonstige Unfälle, z. B. beim Abladen einer Hubarbeitsbühne oder bei Reparaturarbeiten.
Um das Unfallrisiko trotz des zunehmenden Einsatzes von Hubarbeitsbühnen zu minimieren, müssen sich alle am Prozess beteiligten Personen in hohem Maße verantwortlich zeigen. Bereits die Auswahl einer geeigneten Hubarbeitsbühne ist eine wichtige Voraussetzung, um die Sicherheit zu gewährleisten.
Nicht zuletzt muss der Bediener hinsichtlich möglicher Gefahren intensiv geschult werden.
Bild 1-2: Unfallarten beim Einsatz von Hubarbeitsbühnen
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, 4 Allgemeine Hinweise zum sicheren Betrieb von Hubarbeitsbühnen
Informationen zum sicheren Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen gehen bereits aus der Kennzeichnung und der Betriebsanleitung hervor. Daneben gibt die Gefährdungsbeurteilung wesentliche Hinweise für die Auswahl der richtigen Hubarbeitsbühne, auch unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten, wie Untergrund und Verkehrsweg.
Fahrbare Hubarbeitsbühnen sind mit allen erforderlichen Angaben dauerhaft und gut sichtbar gekennzeichnet, die für ihre bestimmungsgemäße Verwendung notwendig sind.
Jede fahrbare Hubarbeitsbühne trägt ein Fabrikschild mit allen wichtigen Angaben (Bild 4-1).
Bild 4-1: Fabrikschild
Für spezielle Einsatzbereiche ist das Eigengewicht der Hubarbeitsbühne entscheidend (z. B. Einsatz auf Decken, über Schächten usw.), welches daher auf dem Fabrikschild angegeben ist. Dabei ist auf die jeweiligen Radlasten/Stützlasten zu achten.
Für die Bedienperson selbst ist die Tragfähigkeit von besonderer Bedeutung. Diese Nennlast (maximale Belastung im Arbeitskorb) wird auf dem Betriebsschild angegeben. Sie ist unterteilt in die maximal zulässige Personenzahl und die Zuladung für Ausrüstungen, wie Werkzeuge und Arbeitsmaterial.
Eine Überschreitung der Personenzahl oder der Zuladung kann zu einer Überbelastung der Hubarbeitsbühne und Einschränkung der Standsicherheit führen.
Des Weiteren ist die höchstzulässige Windgeschwindigkeit in m/s für Hubarbeitsbühnen, die für den Einsatz im Freien zugelassen sind, angegeben. Wird die höchstzulässige Windgeschwindigkeit von 12,5 m/s (Windstärke 6) überschritten, ist der Betrieb einzustellen. Außerdem dürfte unter der entsprechenden Windbelastung ein Arbeiten in angehobener Position durch die Schwankungen der Arbeitsbühne unmöglich sein. Mit einem Windmesser kann die Windgeschwindigkeit in Höhe des Arbeitskorbes genau bestimmt werden.
Darüber hinaus gibt das Fabrikschild Auskunft über die maximal zulässige Handkraft. Durch das Arbeiten vom Arbeitskorb aus werden Handkräfte auf Teile der Umgebung übertragen. Diese Kräfte wirken auf die Hubarbeitsbühne zurück. Eine Überschreitung des zulässigen Wertes gefährdet die Standsicherheit. Der angegebene Wert gilt als Gesamtwert aller auf der Arbeitsbühne tätigen Personen.
Für den Einsatz an unter Spannung stehenden elektrischen Systemen oder Anlagen muss die fahrbare Hubarbeitsbühne isoliert sein. Sollte dies der Fall sein, ist auf dem Fabrikschild und natürlich in der Betriebsanleitung ein entsprechender Hinweis zu finden. Ohne diese Isolierung ist ein Arbeiten an unter Spannung stehenden elektrischen Systemen bzw. Anlagen untersagt.
Folgende Angaben müssen an fahrbaren Hubarbeitsbühnen auf einem oder mehreren dauerhaft angebrachten Fabrikschildern unauslöschlich und gut sichtbar sein:
Firmenbezeichnung und Adresse des Herstellers oder seines Bevollmächtigten
Modell und Bezeichnung der Maschine
Serien- oder Fabriknummer
Eigenmasse in Kilogramm
Nennlast (Tragfähigkeit) in Kilogramm
Aufteilung der Nennlast in zulässige Personenzahl und Zuladung in Kilogramm
höchstzulässige Handkraft in Newton
höchstzulässige Windgeschwindigkeit in m/s
höchstzulässige Schrägstellung des Untergestelles
u.U. Angaben über den hydraulischen Anschluss
u.U. Angaben über den elektrischen Anschluss
Bild 4-2: Beispiel für zusätzliche Kennzeichnung
Der Hersteller stellt ein Betriebshandbuch zur Verfügung, in dem er Auskünfte über die Ausrüstung der Hubarbeitsbühne und deren Sicherheitseinrichtungen gibt. Hier werden ebenfalls Festlegungen getroffen, die ein sicheres und bestimmungsgemäßes Verwenden ermöglichen.
Das Betriebshandbuch informiert z. B. über
die Betriebsanleitung, die ausführliche Angaben für einen sicheren Betrieb enthält (befindet sich an der Hubarbeitsbühne),
das Transportieren und Abstellen,
die Abnahmeprüfung,
Prüfungen nach wesentlichen Änderungen oder Reparaturen,
die Instandhaltung durch qualifiziertes Personal,
Änderung der Nutzung sowie
Ergebnis- und Änderungsangaben (von Prüfungen, wesentlichen Änderungen, Reparaturen).
Die Hersteller haben Sicherheitseinrichtungen, z. B. Lastmomentbegrenzer, eingebaut, die ein Umkippen der Bühne verhindern sollen. Das Risiko eines Umsturzes kann jedoch nicht völlig ausgeschlossen werden, wenn sich die Benutzer nicht streng an die Vorgaben des Herstellers halten.
Um die Gefährdung "Umkippen" weitestgehend auszuschließen, sollte Folgendes beachtet werden:
kein Überfahren von Teilen bzw. Hineinfahren in Vertiefungen im Verkehrsweg
Verhinderung von unnötigen Schwingbewegungen der fahrbaren Hubarbeitsbühne
keine großflächigen Materialien transportieren
Vermeidung einer Überbelastung des Arbeitskorbes
keine größeren Montagekräfte aufbringen oder Werkzeuge einsetzen, die den Hebelarm beim Arbeiten erheblich verlängern
Beachtung der Kennzeichnung der fahrbaren Hubarbeitsbühne, des Arbeitsdiagramms und des Betriebshandbuchs
Für den Bediener sind nachfolgende Informationen zu einzelnen Krafteinwirkungen beim Betrieb von Hubarbeitsbühnen von Bedeutung, um ungewolltes Umkippen zu verhindern.
Die Nennlast setzt sich zusammen aus der Last der zugelassenen Personen im Arbeitskorb und der Last aus Werkzeug und Material.
Hieraus ergeben sich für den Bediener folgende Hinweise:
Beachtung der vom Hersteller für den Arbeitskorb der fahrbaren Hubarbeitsbühne angegebenen maximalen Korblast
Beachtung des Gewichtes der mitfahrenden Personen
Beachtung des Arbeitsdiagramms des Herstellers, siehe Betriebshandbuch
zugelassene Personenzahl, siehe Kennzeichnung der fahrbaren Hubarbeitsbühne und Betriebshandbuch
kein Transport von Material mit hoher Flächenpressung (hohes Gewicht mit kleiner Grundfläche)
Verteilung von Lasten im Arbeitskorb
kein Anbringen von Lasten außerhalb des Arbeitskorbes und keine Benutzung der fahrbaren Hubarbeitsbühne als Kran (dies sind Sonderlasten, die der Hersteller ausdrücklich erlauben muss – siehe Betriebshandbuch)
Handkräfte entstehen durch Montagetätigkeiten, die vom Hersteller in der Standsicherheitsberechnung nach DIN EN 280 berücksichtigt wurden.
Hinweise für den Bediener:
Beachtung der vom Hersteller angegebenen zulässigen Handkraft (siehe Kennzeichnung der fahrbaren Hubarbeitsbühne und Betriebshandbuch)
kein Drücken oder Ziehen von mehreren Personen in die gleiche Richtung
kein Einsatz von fahrbaren Hubarbeitsbühnen als Montagewerkzeug, z. B. zum Eindrücken von Bauteilen usw.
Die Gefährdungsbeurteilung, als zentrale Informationsquelle für die mit der Arbeit verbundenen Gefährdungen und den daraus abzuleitenden Maßnahmen (siehe Abschnitt 6 ), bezieht auch die Auswahl der zum Einsatz kommenden Hubarbeitsbühne ein (siehe Anhang 5 ).
Ein wesentliches Entscheidungskriterium ist, ob nur senkrecht in die Höhe gehoben werden soll oder eine seitliche Auslenkung erforderlich ist. Auch das Mitführen von Arbeitsgeräten oder Montagematerial sowie von weiteren Personen sind bei der Auswahl zu berücksichtigen.
Entscheidend ist, dass im Vorfeld wichtige Informationen zur Örtlichkeit eingeholt werden, die Gefährdungsbeurteilung durchgeführt wird und somit die richtige Hubarbeitsbühne zum Einsatz kommt. Als Hilfestellung kann das Formular ˶Auswahl einer Hubarbeitsbühne˝ im Anhang 5 verwendet werden.
Bestimmte Typen von mobilen Hubarbeitsbühnen sind mit Stützauslegern und/oder Stabilisatoren ausgerüstet, welche nach den Vorgaben des Herstellers eingesetzt werden müssen. Er gibt in der Bedienungsanleitung an, ob das Fahrwerk freigehoben werden muss oder ob Bodenkontakt der Räder bzw. der Ketten bestehen darf oder muss.
Die Fläche des Fußes am Stützausleger einer fahrbaren Hubarbeitsbühne ist relativ klein und erzeugt somit einen großen Druck auf den Boden. Die meisten Erdböden können diesen Druck nicht aufnehmen (z. B. grüne Wiese, manche gepflasterten Flächen, Kellerböden usw.).
Bei bestimmten Bodenverhältnissen müssen darüber hinaus im Voraus zusätzliche Lastverteilungen vorgesehen werden, z. B. zusätzliche Unterlagen aus Holz, Beton- oder Stahlplatten. Für eine wirkungsvolle Ableitung der Stützkräfte in den Aufstellgrund müssen diese mittig und gleich mäßig verteilt auf die Unterlagen aufgebracht werden. Die notwendige Größe der lastverteilenden Unterlagen kann rechnerisch ermittelt werden.
20 cm x 20 cm = 400 cmÂ² = 0,04 mÂ²
250 kN/mÂ² (1)
27 kN / 0,04 mÂ² = 675 kN/mÂ²
Stützkraft der Hubarbeitsbühne: 27 kN = 2,7 t
40 cm x 40 cm =1600 cmÂ² = 0,16 mÂ²
27 kN / 0,16mÂ² = 169 kN/mÂ²
(1) Wert des zulässigen Bodendruckes aus Tabelle 1 der BGI 713 ˶Auto-Betonpumpen˝, Ausgabe 1995
Besondere Vorsicht ist beim Arbeiten am Hang bzw. auf geneigten Ebenen geboten. Hierfür ist die Einhaltung der Angaben in der Bedienungsanleitung unerlässlich, da der Einsatzbereich jeder fahrbaren Arbeitsbühne auf bestimmte Längs- und Querneigungen beschränkt ist. Werden diese überschritten, kann die Hubarbeitsbühne umkippen oder es verlängern sich die Bremswege, die den Bediener oder auch andere in gefährliche Situationen bringen können.
Beim Einsatz von Lkw-Hubarbeitsbühnen sind folgende Benutzerhinweise für das Abstützen zu beachten:
Untergrund auf Haftung prüfen (Schotter, Teer, Kopfsteinpflaster, Zustand – trocken/nass) und Bodentragfähigkeit, d. h. zulässigen Bodendruck (kN/m2), berücksichtigen.
Ausstützreihenfolge beachten:
Bild 4-6: Beispiele zur Abstützung
Besteht die Gefahr, dass Personen aus dem Arbeitskorb herausgeschleudert werden können, muss in der Gefährdungsbeurteilung eine Schutzmaßnahme festgelegt werden. Eine wirkungsvolle Maßnahme ist der Einsatz von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) gegen Absturz. Viele Hersteller von Auslegerbühnen (Teleskop- oder Gelenkteleskopbühnen) schreiben in ihrer Betriebsanleitung die Benutzung von PSA gegen Absturz vor und stellen geeignete Anschlagpunkte im Arbeitskorb zur Verfügung. Zum Einsatz von PSA gegen Absturz in Arbeitskörben von Hubarbeitsbühnen siehe Abschnitt 9 .
Wind beeinträchtigt je nach Stärke die Standsicherheit von fahrbaren Hubarbeitsbühnen. Deshalb hat der Hersteller für Hubarbeitsbühnen, die im Freien eingesetzt werden dürfen, in der Bedienungsanleitung die zulässigen Windlasten in Abhängigkeit von der Ausladung des Arbeitskorbes festgelegt. Dieser Wert ist auch auf dem Fabrikschild angegeben. Diese Maschinen sind für 12,5 m/s = 45 km/h ausgelegt, doch muss die maximale Windgeschwindigkeit für eine Maschine unbedingt in der Betriebsanleitung des Herstellers nachgelesen werden. Bei vielen älteren Maschinen kann die Windgeschwindigkeit erheblich unter diesen 12,5 m/s liegen.
Es ist daran zu denken, dass manche Maschinen für Windstille ausgelegt sind und damit nur in Innenräumen eingesetzt werden dürfen. Auf diesen Maschinen finden sich normalerweise Hinweise wie "Nicht für den Einsatz bei Wind geeignet", "Für den Einsatz bei Windstille" oder "Nur für den Einsatz in Innenräumen".
Die Windgeschwindigkeit sollte unbedingt in Arbeitshöhe gemessen werden, da die Windgeschwindigkeit mit der Höhe zunimmt. In einer Höhe von 20 m ist sie 50 % höher als am Boden. Für eine zuverlässige Messung ist ein Windmesser (Aneometer) erforderlich.
Der Bediener darf sich aber nicht nur auf die Angaben der Wetterdienste verlassen. Vielmehr sind die tatsächlichen Verhältnisse vor Ort entscheidend. Eine so genannte Trichterwirkung kann zwischen Gebäuden und an Ecken von Gebäuden und Dachkanten auftreten. Hier nimmt die Windgeschwindigkeit ebenfalls zu.
Gefühlte Kälte bei Wind lässt den Bediener frieren und beeinträchtigt seine Leistungsfähigkeit. Diesbezüglich sollte dann entsprechende Kleidung getragen werden.
Andere Wetterbedingungen können ebenfalls Gefahren mit sich bringen:
Regen: Schwere oder lang anhaltende Regenfälle können die Bodenverhältnisse verschlechtern und zum Absinken der Ausleger oder Räder führen. Wiederholte Überprüfung der Standsicherheit sollte durch den Bediener durchgeführt werden. Auch der erforderliche Reifengrip bei verfahrbaren Bühnen lässt bei Nässe nach.
Eis und Schnee: Einfrieren von Komponenten, Wegrutschen der Stützenfüße oder Räder, andere Bodenverhältnisse beim Auftauen, Kälte beeinträchtigt Leistungsfähigkeit des Bedieners, glatte Oberflächen beeinträchtigen Standsicherheit der Maschine. Auch besteht die Gefahr des Einfrierens von Komponenten. Kälte beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit des Bedieners.
Sonne: Durch die Sonneneinstrahlung kann der Asphalt aufweichen und die Stützen bzw. Räder können einsinken (Gefahr des Umsturzes). Sonne kann Sonnenbrand verursachen und den Bediener blenden.
Gewitter: Kein Einsatz der Hubarbeitsbühne bei Gewitter.
4.7 Einsatz in öffentlichen Verkehrsräumen
Aus diesem Grund sind bei einem Einsatz im öffentlichen Verkehrsbereich Absperrund Sicherungsmaßnahmen (Arbeitsstellensicherung) vorzusehen. Hierzu ist in der Regel vor Beginn der Arbeiten eine verkehrsrechtliche Anordnung nach § 45 StVO (Straßenverkehrs-Ordnung), ggf. eine Ausnahmegenehmigung nach § 46 StVO oder eine Sondernutzungserlaubnis nach dem Straßen- und Wegegesetz anlässlich der besonderen Nutzung des öffentlichen Bereiches notwendig. Diese können im Allgemeinen bei den örtlichen Straßenverkehrsbehörden beantragt werden.
Neben den herstellerseits vorgesehenen bühnenbezogenen Sicherheitseinrichtungen, wie z. B. reflektierenden Warn - markierungen an der Hubarbeitsbühne sowie an den Abstützeinrichtungen, muss der jeweilige Einsatz- und Wirkbereich zusätzlich mit Absperrkegeln und/oder Warnbaken abgesichert werden. Hierbei ist auch der Raum unterhalb seitlich ausgeschwenkter Hubarbeitsbühnen und der Tragkonstruktionen zu berücksichtigen, sofern der freie Raum unterhalb der Konstruktionsteile oder des Arbeitskorbes weniger als 4,50 m (siehe Pkt. 2.6.3 des Kap. 2.10, BGR 500 ) beträgt. Zusätzlich können Rundum- oder Blitzlichtleuchten sowie eine Leuchte an der Unterseite des Arbeitskorbes zur besseren Absicherung der möglichen Gefährdungen beitragen.
Gegebenenfalls müssen zusätzlich im Straßenverkehrsbereich Verkehrszeichen ent sprechend dem Verkehrszeichen- oder auch Regelplan (Beschilderungsplan) nach RSA 95 ˶Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen˝ aufgestellt werden (Bild 4-8). Dieser Verkehrszeichenplan ist Teil der bereits oben genannten verkehrsrechtlichen Anordnung. Bezüglich weitergehender Informationen zur ˶Verkehrssicherung an Baustellen˝ wird auf die gleichnamige Informationsschrift der BG BAU verwiesen.
Beim Einsatz von fahrbaren Hubarbeitsbühnen können für die Personen im Arbeitskorb elektrische Gefährdungen entstehen.
Soll mit elektrisch betriebenen Arbeitsmitteln gearbeitet werden, sind fahrbare Hubarbeitsbühnen mit Steckvorrichtungen im Arbeitskorb zu bevorzugen. Eine unzulässige Zugbeanspruchung von freihängenden Zuleitungen vom Erdboden bis in den Arbeitskorb entfällt hierdurch.
Stromkreise, an die fahrbare Hubarbeitsbühnen und elektrische Betriebsmittel angeschlossen werden, müssen einen Fehlerstromschutzschalter (Fl-Schutzschalter; internationale Bezeichnung: RCD â Residual Current protective Device) mit einem Auslösestrom von l?N ≤ 30 mA besitzen, um Personen im metallischen Arbeitskorb im Fehlerfall weitestgehend zu schützen.
Grundsätzlich sollten schutzisolierte elektrische Betriebsmittel zum Einsatz kommen (Kennzeichnung ).
Ausführen von Elektroschweißarbeiten im Arbeitskorb
Die Durchführung von Elektroschweißarbeiten (z. B. Lichtbogenhandschweißen) vom Arbeitskorb einer fahrbaren Hubarbeitsbühne aus birgt Gefahren für die
Personen im Arbeitskorb (z. B. Körperdurchströmungen) und die
Maschine (z. B. vagabundierende Ströme)
Für Elektroschweißarbeiten ist u. a. Folgendes zu beachten:
möglichst die Schweißmaschine an die Steckvorrichtung im Arbeitskorb der fahrbaren Hubarbeitsbühne anschließen
automatische Abschaltung der Stromversorgung über einen RCD mit l?N ≤ 30 mA (z. B. FI-Schutzschalter im Baustromverteiler) bzw. der Einsatz von Schweißgeräten für erhöhte elektrische Gefährdung, gekennzeichnet mit
Verwendung isolierender Unterlagen für den Lichtbogenschweißer und die Schweißmaschine
gut leitender Anschluss der Schweißstromrückleitungen an die zu schweißenden Werkstücke in der Nähe der Schweißstelle
isoliertes Ablegen des Stabelektrodenhalters bzw. des Lichtbogenbrenners
unbeschädigte Isolierstoffteile von Stabelektrodenhaltern und Lichtbogenbrennern
unbeschädigte Isolierung der Schweißleitungen auf der ganzen Länge
Arbeiten am Stabelektrodenhalter oder Lichtbogenbrenner nur im spannungsfreien Zustand
kein Kontakt der fahrbaren Hubarbeitsbühne mit der Schweißkonstruktion
Tragen der nach Gefährdungsbeurteilung festgelegten PSA (z. B. unbeschädigte Schweißerschutzhandschuhe an beiden Händen sowie entsprechende Sicherheitsschuhe, u. U. schwer entflammbare Arbeitsanzüge)
Einsatz in der Nähe von Freileitungen
Der Einsatz von fahrbaren Hubarbeits- bühnen in der Nähe von elektrischen Frei- leitungen birgt bei Annäherung die Gefahr eines Spannungsüberschlags. Kann durch technische Maßnahmen nicht sicherge- stellt werden, dass die Sicherheitsabstän- de eingehalten werden, sollte möglichst eine Abschaltung der Freileitung unter Einhaltung der fünf Sicherheitsregeln mit dem Betreiber der Anlage vereinbart werden.
Keinesfalls darf der Sicherheitsabstand zu Freileitungen und Oberleitungen unterschritten werden. Es drohen tödliche Spannungsüberschläge und Körperdurchströmungen selbst bei Einsatz eines isolierten Arbeitskorbes.
Als Richtwerte für die Sicherheitsabstände gelten die Werte in der Tabelle unten.
bis 1 000 1
über 1 000 bis 110 000 3
über 110 000 bis 220 000 4
über 220 000 bis 380 000 5
bei unbekannter Spannung 5
Grundsätzlich wird ein Mindestabstand von Stromleitungen auf Gittermasten von 15 m und auf Masten (Holz- oder Betonmasten) von 9 m empfohlen. Wenn innerhalb dieses Bereiches bis zu den Sicherheitsabständen gearbeitet werden muss, muss die Gefährdung vor Arbeits beginn zweifelsfrei geklärt werden.
Elektrostatische Aufladung der Hubarbeitsbühne
Beim Einsatz von fahrbaren Hubarbeitsbühnen kann es zur elektrostatischen Aufladung der Bühne kommen. Sofern Perso nen im Arbeitskorb in diesem Fall geerdete Teile der Umgebung berühren, findet eine Entladung über ihren Körper statt. Der fließende elektrische Strom kann zu erheblichen Gesundheitsgefährdungen führen. Das Gleiche gilt für Personen, die auf ˶Erde˝ stehen und eine aufgeladene Hubarbeitsbühne berühren.
Neben der Gefährdung von Personen kann auch die Steuerung einer fahrbaren Hubarbeitsbühne durch elektrostatische Entladevorgänge beschädigt werden.
Bild 4-9: Antistatikband zur Ableitung elektrostatischer Aufladungen der Hubarbeitsbühne
Fehlfunktionen sind nicht auszuschließen. Eine elektrostatische Aufladung kann auch bei Indoor-bereiften Hubarbeits bühnen auftreten. Durch die mangelhafte Leitfähigkeit der Bereifung oder der Ketten und die ständigen Trennvorgänge zwischen Reifen und beschichteten Fußböden findet eine elektrostatische Aufladung der Bühne statt. Die Hersteller empfehlen, ein Antistatikband an das Fahrgestell anzubringen, das die Karosserie mit dem Boden leit fähig verbindet (Bild 4-9). Bei nicht leitfähigen Böden oder Bodenbeschichtungen bzw. -belägen muss ein Konzept gegen elektrostatische Auf- und Entladungen (ESD-Konzept) mit entsprechenden Schutzmaßnahmen aufgestellt werden.
Zunehmend werden Hubarbeitsbühnen bei Baumpflegearbeiten eingesetzt. Spezielle Bau- und Antriebsarten ermöglichen besonders im unwegsamen Gelände ein hohes Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit. Die Hersteller bieten für die Baumpflege besonderes Zubehör wie z. B. Spezialkörbe mit spannbarem Handlauf, Trenngitter usw. an.
Allerdings ergeben sich innerhalb des Arbeitskorbes durch die Verwendung von Motorkettensägen zusätzliche Gefährdungen. Deshalb darf sich grundsätzlich immer nur eine Person im Arbeitskorb befinden. Ist eine zweite Person innerhalb des Arbeitskorbes z. B. für die Bedienung der Hubarbeitsbühne erforderlich, dürfen nur Hubarbeitsbühnen zum Einsatz kommen, deren Arbeitskorb ein Trenngitter aufweist. Dieses Trenngitter verhindert mögliche Verletzungen der zweiten Person. Ist kein Trenngitter vor handen, darf sich nur der Bediener der Motorkettensäge im Arbeitskorb aufhalten. Alternativ hierzu ist die Beantragung einer Ausnahmegenehmigung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft möglich. Inhalt dieser Ausnahme genehmigung ist u. a. die Verwendung von vollständiger PSA, wie diese üblicherweise für Motorsägenführer vorgeschrieben ist. Die zweite Person im Arbeitskorb muss zusätzlich zur vor genannten PSA weiteren Körperschutz benutzen. Dieser besteht insbesondere aus sehr umfangreicher Schutzkleidung im Oberkörperbereich.
Außerdem werden an diese Personen besondere Anforderungen gestellt wie z. B.:
Zusatzlehrgänge für Baumarbeiten
spezielle Eignungs- und Vorsorgeuntersuchungen
Weitere Informationen finden sich in dem Merkheft GBG 1 ˶Baumarbeiten im Gartenbau˝ der ehemaligen Gartenbau Berufsgenossenschaft (seit 01.01.2013 eingegliedert in die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau).
Weitergehende Hinweise und Regelungen, einschließlich der richtigen Anwendung der PSA gegen Absturz sowie der möglichen Rettung, fi nden Sie in der BG-Information ˶Schutz gegen Absturz â Persönliche Absturzschutzausrüstung sachkundig auswählen, anwenden und prüfen˝ (BGI 826).
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, 10 Schlussgedanken
Fahrbare Hubarbeitsbühnen sind hochtechnisierte Geräte, die das Arbeiten in großen Höhen ermöglichen.
Sie bieten die erforderlichen Sicherheitseinrichtungen, um bei bestimmungsgemäßer Verwendung ein unfallfreies Arbeiten zu gewährleisten. Wesentlichen Einfluss auf das Sicherheitsniveau haben die Personen, die mit Hubarbeitsbühnen umgehen. Vermieter, Betreiber, Unternehmer und Führungskräfte, Prüfer, Instandhaltungspersonal und vor allen Dingen die Bedienpersonen tragen ihren Teil dazu bei.
Entscheidend ist, dass alle Beteiligten ihren Pflichten mit hohem Verantwortungsbewusstsein nachkommen.
Voraussetzung hierfür ist das notwendige Wissen, aber auch der Wille zum sicheren Arbeiten und nicht zuletzt ein ausreichendes Maß an Kontrolle.
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, 11 Vorschriften und Regeln
Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG )
Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV )
TRBS 1203 „Befähigte Personen – Allgemeine Anforderungen“
TRBS 2111 Teil 4 „Mechanische Gefährdungen – Maßnahmen zum Schutz vor Gefährdungen durch mobile Arbeitsmittel“
TRBS 2121 „Gefährdungen von Personen durch Absturz“
Regeln für Arbeitsstätten (ASR)
Straßenverkehrs-Ordnung (StVO )
„Grundsätze der Prävention“ (BGV A1 )
„Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“ (BGV A3 )
„Bauarbeiten“ (BGV C22 )
„Betreiben von Arbeitsmitteln“ (BGR 500 ), Kapitel 2.10 „Betreiben von Hebebühnen“
„Prüfung von Hebebühnen“ (BGG 945 )
„Prüfbuch für Hebebühnen“ (BGG 945-1)
˶Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 25 (Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten)˝ (BGI/GUV-I 504-25)
˶Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 41 (Arbeiten mit Absturzgefahr)˝ (BGI 504-41)
„Sicherheit und Gesundheitsschutz durch Koordinieren“ (BGI 528)
˶Metallbau-Montagearbeiten˝ (BGI 544)
„Auswahl und Betrieb elektrischer Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen“ (BGI/GUV-I 608)
˶Schutz gegen Absturz â Persönliche Absturzschutzausrüstung sachkundig auswählen, anwenden und prüfen˝ (BGI 826)
˶Warnkleidung˝ (BGI/GUV-I 8591)
˶Baumarbeiten im Gartenbau˝ (GBG 1)
11-1.3 Andere Schriften
„Fahrbare Hubarbeitsbühnen – Berechnung – Standsicherheit – Bau – Sicherheit – Prüfungen“
„Schutz gegen Absturz – Anschlageinrichtungen – Anforderungen und Prüfverfahren“
„Sicherheit von Maschinen – Sicherheitsabstände gegen Erreichen von Gefährdungsbereichen mit den oberen und unteren Gliedmaßen“
VDI 2058-2
„Beurteilung von Lärm am Arbeitsplatz“
Zu Abschnitt 4.5 Aufbau und Standsicherheit, Anforderungen an Verkehrswege (1) Wert des zulässigen Bodendruckes aus Tabelle 1 der BGI 713 ˶Auto-Betonpumpen˝, Ausgabe 1995
Zu Abschnitt 7.2 Prüfungen in Verantwortung des Betreibers, Prüffristen, Abs. 2 Zitat aus Punkt 2.9.1, Kap. 2.10 ˶Betreiben von Hebebühnen˝ der BGR 500 Ausgabe 04.2008
Zu Anhang 10 Scott Huler: Die Sprache des Windes. Wie ein Admiral aus dem 19. Jahrhundert Wissenschaft in Poesie verwandelte. mareverlag, Hamburg 2009, ISBN 978-3-86648-114-5
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren HubarbeitsbÃ¼hnen, 12. Abbildungsverzeichnis
Titelbild: BGHM/Dr. Einhaus
Titelbild Mini 1, 2 und 3: BGHM/Stocker
Bild 1-1: BGHM/Deuchert
Bild 1-2: BGHM/Deuchert
Bild 3-1 und Bild 3-2: Lift-Manager GmbH, Jänkendorf/Jäkel
Bild 3-3, Bild 3-4 und Bild 3-5: Lift-Manager GmbH, Jänkendorf/Jäkel
Bild 3-6: Lift-Manager GmbH, Jänkendorf/Jäkel
Bild 4-1: Lift-Manager GmbH, Jänkendorf/Jäkel
Bild 4-2: BGHM/Stocker
Bild 4-3: BGHM Gebrauchsgrafik
Bild 4-4: BG Verkehr/Dippel
Bild 4-5: BGHM/Petzsch
Bild 4-6: Palfinger Platforms GmbH, Krefeld
Bild 4-7: IPAF Deutschland, Schwanewede
Bild 4-8: Verwaltungs-BG
Bild 4-9: BGHM/Petzsch
Bild 5-1: BGHM AK BGI 720
Bild 6-1: BGHM AK BGI 720
Bild 6-2: BGHM/Stocker
Bild 6-3 und Bild 6-4: BGHM/Stocker
Bild 6-5: IFA, Sankt Augustin/ Nischalke-Fehn
Bild 7-1: Lift-Manager GmbH, Jänkendorf/Jäkel
Bild 8-1: BGHM AK BGI 720
Bild 9-1: IPAF Deutschland, Schwanewede
Bild 9-2: SKYLOTEC GmbH, Neuwied
Bild 9-3: IPAF Deutschland, Schwanewede
Bild 9-4: BGHM/Zepp
Bild 9-5: IKAR GmbH, Fulda
Anhang 1: Resch-Verlag GmbH, GrÃ¤felfing
Anhang 2: Resch-Verlag GmbH, GrÃ¤felfing
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, Anhang 1
Copyright Verlag Dr. Ingo Resch GmbH, erhältlich unter www.resch-verlag.com
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, Anhang 2
Muster eines Bedienerausweises
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, Anhang 3
gemäß Kapitel 2.10, Abs. 2.1 der BG-Regel "Betreiben von Arbeitsmitteln" (BGR 500 )
Herr/Frau geb.:
Er/sie hat seine/ihre Befähigung zum Bedienen der vorstehen genannten Hubarbeitsbühne(n) gemäß Kapitel 2.10, Abs. 2.1 "Betreiben von Hebebühnen" der BG-Regel "Betreiben von Arbeitsmitteln" (BGR 500 ) gegenüber dem Unternehmer nachgewiesen.
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, Anhang 4
Muster einer Betriebsanweisung für Hubarbeitsbühnen
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, Anhang 5
Auswahl einer Hubarbeitsbühne
Für welchen Einsatz wird die Hubarbeitsbühne benötigt, welche Arbeiten sollen ausgeführt werden?
Wo befindet sich die Baustelle/der Einsatzort?
Sind Hindernisse zu überwinden?
Wenn ja, in welcher Höhe muss das Gerät wie weit ausschwenken können? m
Wie viel Tragkraft benötigen Sie im Arbeitskorb? Person/en und kg Material
fester, ebener Unter-
befestigter Schotterboden
unbefestigte Rohbaustelle
empfindliche Böden Sonstiges:
Bestehen Einschränkungen bei der Bodenbelastung? ja nein wenn ja, welche
Welches Arbeitsbühnen-System wird bevorzugt?
Abmessungsbeschränkungen für die Zufahrt: m max.
Transportbreite m max.
Abmessungsbeschränkungen für die Aufstellfläche: m max.
Wann wird das Gerät benötigt? vom
/ Mietdauder
(Std./Tage)
Wird das Gerät selbst abgeholt? ja nein, ich bitte um Anlieferung
Ansprechpartner ________________________
Straße ________________________
Rückrufnummer ________________________
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, Anhang 6
Checkliste zum sicheren Betreiben von Hubarbeitsbühnen
Fragen zur Bedienperson ja nein
1. Werden mit der selbstständigen Bedienung der Hubarbeitsbühne Personen beauftragt, die das 18. Lebensjahr vollendet haben?
2. Wurde die Bedienperson vom Unternehmer schriftlich beauftragt?
3. Wurde die mit der Bedienung beauftragte Person unterwiesen?
4. Hat die Bedienperson die Betriebsanleitung bzw. das Betriebshandbuch des Herstellers gelesen und verstanden?
5. Hat die Bedienperson Einsicht in das Prüfbuch genommen, um sich über den sicherheitstechnischen Zustand der Bühne zu informieren?
6. Ist die Bedienperson mit den Notsteuereinrichtungen ausreichend vertraut und kann sie diese, sofern vorhanden, auch bedienen?
7. Wurde der Schlüssel zur Inbetriebnahme mit besonderem Hinweis auf sorgfältiges Verwahren übergeben?
8. Hat die Bedienperson die Bühne augenscheinlich auf Mängel überprüft?
9. Resultieren aus der Arbeitsumgebung keine Gefahren?
10. Kann die Bedienperson während der Bewegungen den Raum unterhalb der Bühne einsehen?
11. Ist der Kfz-Führerschein gültig für das Fahren im öffentlichen Straßenverkehr?
12. Wurde die entsprechende Schutzkleidung zur Durchführung der Arbeiten ausgewählt?
Fragen zur Auswahl der Hubarbeitsbühne ja nein
1. Ist die ausgewählte Hubarbeitsbühne für die vorgesehenen Arbeiten hinsichtlich der Reichweite, der Tragfähigkeit und der aufzubringenden Handkräfte geeignet?
2. Ist der Explosionsschutz berücksichtigt?
3. Ist die Hubarbeitsbühne für Arbeiten an oder in der Nähe spannungsführender elektrischer Anlagen ausreichend isoliert?
4. Sind an der Hubarbeitsbühne gut sichtbar und dauerhaft Beschriftungen angebracht über:
die Tragfähigkeit?
die zulässige Lastverteilung?
das Eigengewicht?
5. Sind an der Einsatzstelle Betriebsanleitung und Betriebsanweisung vorhanden?
6. Wurde die Hubarbeitsbühne regelmäßig und aktuell geprüft?
7. Sind die gegebenenfalls im Prüfbuch eingetragenen Mängel beseitigt und im Prüfbuch schriftlich bestätigt?
Fragen zur arbeitstäglichen Sicht- und Funktionsprüfung ja nein
1. Ist die Hubarbeitsbühne frei von äußeren Beschädigungen (Kratzer, Beulen, Risse)?
2. Sind die Reifen in Ordnung (Rissfreiheit, ausreichendes Profil, Reifendruck)?
3. Sind die Hydraulikleitungen unbeschädigt und weisen keine Leckagen auf?
4. Sind die Hydraulikschläuche und elektrischen Leitungen unbeschädigt?
5. Ist die Umwehrung in Ordnung, vollständig und der Zugang mangelfrei?
6. Sind die vorhandenen Warnkennzeichnungen unbeschädigt?
7. Ist die Beschriftung insgesamt gut lesbar?
8. Ist die kurz gefasste Betriebsanleitung in der Arbeitsbühne gut lesbar?
9. Sind gegebenenfalls auf der Arbeitsbühne für jede mitfahrende Person unbeschädigte Anschlagpunkte und persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz vorhanden?
10. Können Einrichtungen der Hubarbeitsbühne nach Außerbetriebnahme gegen unbefugte Benutzung gesichert werden (z. B. Schaltschloss mit Sicherheitsschlüssel oder Schlosstaste mit selbsttätiger Verriegelung)?
11. Kommen nach dem Loslassen der Steuerung alle Bewegungen der Hubarbeitsbühne selbsttätig zum Stillstand?
12. Sind die Steuerungsorgane so beschaffen, dass ein unbeabsichtigtes Betätigen ausgeschlossen ist?
13. Ist bei gleichzeitiger Betätigung mehrerer Steuerorgane eine nicht bestimmungsgemäße Bewegung ausgeschlossen?
14. Sind bei mehreren Steuerplätzen die Steuerorgane gegeneinander verriegelt, sodass nur vom ausgewählten Steuerplatz aus eine Steuerung möglich ist?
15. Sind die Steuerplätze so angeordnet und gestaltet, dass die Bedienperson
die Steuerorgane ohne Behinderung bedienen kann?
nicht durch die Bewegungen oder durch Material gefährdet wird?
nicht der Absturzgefahr ausgesetzt ist?
16. Sind die vom Fahrer zu betätigenden akustischen Warneinrichtungen funktionsbereit?
Fragen zur Aufstellung der Hubarbeitsbühne am Einsatzort ja nein
1. Sind alle Abstützungen entsprechend der Herstellervorgabe ausgefahren und mithilfe der Dosenlibellen justiert worden?
2. Sind stabile Bodenplatten vorhanden und werden diese benutzt?
3. Wurde der Untergrund auf Tragfähigkeit und eventuelle Unebenheiten, Schächte und Kanäle überprüft?
4. Wurde der Verkehrsraum entsprechend der Vorgaben ordnungsgemäß abgesperrt oder markiert?
5. Sind gegebenenfalls die Blinkleuchten zur Wahrnehmung für andere Verkehrsteilnehmer wirksam?
Wenn alle relevanten Fragen mit „ja“ beantwortet wurden, dann ist die Hubarbeitsbühne einsetzbar und einem sicherheitsgerechten Verhalten im Vorfeld wird entsprochen.
1. Das zulässige Gewicht im Korb niemals überschreiten!
2. Keine defekte Hubarbeitsbühne verwenden!
3. Die Bühne immer waagerecht und auf tragfähigem Unterboden aufstellen!
4. Bei der Aufstellung auf abfallendem Gelände Vorlegeklötze unter die Räder legen!
5. Die Hubarbeitsbühne nicht als Kran benutzen!
6. Den Arbeitskorb nicht in angehobener Stellung durch Übersteigen, Umsteigen oder Aussteigen verlassen!
7. Nicht auf dem Geländer des Korbes sitzen oder stehen!
8. Die Arbeitshöhe nicht durch Leitern, Planken o. Ä. erhöhen!
9. Die Hubarbeitsbühne bei Gewitter oder bei einer Windstärke über 12,5 m/s nicht verwenden!
10. Die jährlichen Prüfungen unbedingt einhalten!
11. Material und Werkzeug sicher im Korb verstauen!
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, Anhang 8
Checkliste vor Übergabe/Übernahme einer Hubarbeitsbühne
Betrieb: Bauvorhaben:
Bühnenhersteller/Typ: Baujahr: Inventar-Nr:
Prüfteil Beanstandung
Regelmäßige Prüfungen entsprechend den Wartungs- und Instandhaltungsvorschriften des Herstellers durchgeführt
Baustelle und mechanische Einrichtungen
Fahrgestell, Fahrwerk
Einrichtungen zur standsicheren Aufstellung
Zahnstangen, Spindeln
Hydraulische/pneumatische Bauteile
Schalter und Stellteile, Befehlseinrichtungen
Zugangs- und Ladestellen
Aufstiege/Übergänge
Tragfähigkeit der Aufstellfläche
Verankerung am Bauwerk/am Arbeitsgerüst
Prüfer Datum Unterschrift
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, Anhang 9
Thema: Betrieb von Hubarbeitsbühnen Datum:
Unterweisungspunkte (besprochene Themen kennzeichnen)
Betrieb allgemein Betriebsanleitung/Püfnachweise von reqemäßigen Prüfungen
Kennzeichnung und Hinweise an der Maschine
Einsatzgrenzen (z.B. Wind, Neiqung, Reichweite, zul. Last)
Sicherheitseinrichtungen, Reichweiten
Arbeitstäqliche Sicht- und Funktionsprüfung
Lastenverteilungen und Kräfte an der Maschine, Gesamtgewicht
Bestimmungsgemäße Benutzung (z. B. kein Übersteigen, kein Kran)
Übernahme und Transport Führerscheinklasse bzgl. der Gewichtsklassen im Straßenverkehr
Eignung von Zugfahrzeugen bzw. Transportmitteln, Ladungssicherung
Höchstgeschwindigkeiten, Durchfahrtshöhen und -breiten
Aufstellung am Arbeitsort Belastbarkeit von Bodenabdeckungen
Belastbarkeit von Decken, Fußböden und Bauteilen in Gebäuden
Aufstellung, Abstützfolge der Stützen im Gefälle
Lastverteilungen, notwendige Fläche der Unterbauung
Gefahr durch Lastübernahme
Gefahren anderer Gewerke, Krananlagen
Verdeckte Gefahren z. B. Kanäle, mangelhafte Abdeckungen
Sondereinsatz Arbeiten im öffentï¬ichen Verkehrsraum
Baum- und Ausästarbeiten
Arbeiten unter Spannunq. Abstände zu Freileitungen
Unterschrift Unterweisender Unterschrift Teilnehmer
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, Anhang 10
Als Anhaltspunkte für die Windstärken können folgende Angaben (nach Beaufort-Skala) verwendet werden:
Windstärke Bezeichnung Geschwindigkeit Auswirkung
0 Windstille 0 - 2 0,0 - 0,3 Rauch steigt senkrecht auf
1 leiser Zug 2 - 5 0,3 - 1,6 Windrichtung nur durch Rauch erkennbar
2 leichte Brise 6-11 1,6 - 3,4 im Gesicht fühlbar
3 schwache Brise 12-19 3,4 - 5,5 bewegt Zweige und Blätter
4 mäßige Brise 20-28 5,5 - 8,0 bewegt dünne Äste
5 frische Brise 29-38 8,0 - 10,8 kleine Bäume schwanken
6 starker Wind 39-49 10,8 -13,9 Regenschirm schwierig zu benutzen
7 steifer Wind 50-61 13,9 -17,2 erschwert das Gehen
8 stürmischer Wind 62-74 17,2 - 20,8 bricht Zweige von den Bäumen
9 Sturm 75-88 20,8 - 24,5 kleinere Schäden an Dächern
10 schwerer Sturm 89-102 24,5 - 28,5 entwurzelt Bäume
11 orkanartiger Sturm 103-117 28,5 - 32,7 schwere Sturmschäden
12 Orkan > 117 > 32,7 schwere Sturmschäden
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, Anhang 11
Muster einer Gefährdungsbeurteilung zur Benutzung von Hubarbeitsbühnen
Diese Mustergefährdungsbeurteilung führt nur die allgemein üblichen Gefährdungen und Schutzmaßnahmen bei der Benutzung von Hubarbeitsbühnen auf. Jeder Einsatz einer Hubarbeitsbühne unterliegt jedoch anderen Bedingungen.
Die vorliegende Mustergefährdungsbeurteilung muss also für jeden Einsatz neu erstellt werden, das heißt:
Arbeitsbereich: Informationen:
DIN EN 280, ArbSchG , BetrSichV , TRBS 1203 , TRBS 2111 , BGV A1 , BGV A3 , BGV C22, BGR 500 Kapitel 2.10 , BGR 198 , BGI 544, BGI 720 , BGG 945
Berufsgruppe/Person:
G-Faktor Ermittelte Gefährdungen und deren Beschreibung
Bearbeiter/Berater
beim Aufstellen und Betrieb auf Quetsch- und
Scherstellen achten
Quetschstellen zwischen bewegten Teilen oder festen und beweglichen Teilen
zusätzliche Gefahrstellen beim Aufstellen der Bühne z. B. in der Nähe von Konstruktionen
Bühne nicht unter Deckenkanten oder Rohrleitungen verfahren
Körperteile nur innerhalb des Arbeitskorbes belassen
Beachtung der Steuerfunktionen bei Bewegungsumkehr
Einsatz einer elektronischen Abschaltleiste oder von Sensoren
Abdeckung der Steuereinrichtung durch Schutzbügel zum Vermeiden einer ungewollten Fehlbedienung
auf Prüfung durch „befähigte Personen“ achten
bewegte Transportmittel, bewegte Arbeitsmittel zulässige Tragfähigkeit beachten
unzureichende Standsicherheit
mangelhafte Betriebssicherheit
Sicherheitseinrichtungen unwirksam
bei Verlassen Sicherung der Bühne gegen unbefugte Benutzung (Schlüsselschalter)
Bedienung nur durch Mitarbeiter, die mindestens 18 Jahre alt, zuverlässig, unterwiesen und schriftlich beauftragt sind
Sichtbehinderung beim Verfahren der Bühne
Sicherung gegen Verkehrsgefahren (Absperrungen, Signalleuchten)
mindestens jährliche Prüfung durch befähigte Person
Quetschen durch ungeschützte Maschinenteile
Auswahl und Benennung geeigneter Bediener
Bodenöffnungen schließen, umwehren oder abdecken
Tragfähigkeit des Untergrundes kontrollieren
gegenseitige Gefährdungen ausschließen
Beachtung des Schwenkbereiches der Drehsäule
sachgemäße Abstützung auf schrägen Ebenen
unkontrolliert bewegte Teile Betriebsanleitung beachten
ungewollte Lageveränderung von Lasten
ungesicherte Lagerung von Werkzeugen und Material
Lagerung der Werkzeuge und Materialien nur innerhalb des Arbeitskorbes, keine sperrigen oder überstehenden Teile mitführen
Gefährdung von Arbeitsbereichen unterhalb des Arbeitskorbes
Absperrung und Sicherung des Arbeitsbereiches
zum Aufstieg auf die Bühne nur hierfür bestimmte Aufstiege benutzen
beim Arbeiten auf der Bühne durch Übersteigen, Umsteigen, Aufsteigen
Verbot des Aus-, Über-, Auf- und Umsteigens
beim Verfahren der Bühne aufgrund der Geländebeschaffenheit
Absturz/Umsturz aufgrund unsachgemäßer Abstützung
entsprechend Betriebsanleitung, Baustellenordnung, PSA gegen Absturz verwenden, vorgesehene Anschlagpunkte nutzen
Unterweisung und Einweisung der Beschäftigten
Eignungsuntersuchung nach G 41
Sichtkontrolle auf erkennbare Mängel vor Benutzung
Isolationsfehler der elektrischen Anlage der Hubarbeitsbühne
Prüfung durch Elektrofachkraft
Annäherung des Gerätes an aktive elektrische Teile
Verwendung einer isolierten Hubarbeitsbühne
Spannungsfreiheit der elektrischen Anlage herstellen
Einsatz von Hubarbeitsbühnen mit Elektroantrieb
Gefährdung durch Einsatz von Hubarbeitsbühnen mit Verbrennungsmotoren in geschlossenen Räumen
Betriebsanweisung für Dieselkraftstoff und Batteriesäure
Hubarbeitsbühnen mit Rußpartikelfilter
Batterieladestellen und -räume einrichten
Gefährdungen durch Batterieflüssigkeit
Austausch der kompletten Batterie
brennbare Feststoffe, Flüssigkeiten, Gase/explosionsfähige Atmosphäre
Sichtkontrolle Kraftstoffanlage
Kraftstoffanlage nicht dicht
Zündquellen beim Einsatz von Hubarbeitsbühnen in brand- und explosionsgefährdeten Bereichen
Einsatzkoordination in brand- und explosionsgefährdeten Bereichen
Beachtung der zulässigen Windgeschwindigkeit (vmax meistens 12,5 m/s = 45 km/h)
Nichtbeachtung der zulässigen Windgeschwindigkeit
Beachtung der Einsatzmöglichkeit im Freien (manche Bühnen sind nur für den Einsatz im Innenbereich zugelassen)
Belastung durch zu hohe oder zu niedrige Temperaturen sowie durch Nässe
Beachtung der Temperaturschwankungen mit zunehmender Höhe
Benutzung zweckmäßiger Arbeitskleidung, ggf. Wetterschutzkleidung
Verlust der Standsicherheit durch Regen, Eis, Schnee
ständige Kontrolle der Standsicherheit
Signalgebung vereinbaren
im Umgebungslärm untergehende Warnsignale
Nichtwahrnehmung Dritter im Gefahrenbereich oder beim Verfahren der Bühne
Sonstige Gefährdungen 11.1 Gefährdung durch Menschen
Einsatz geeigneter Koordinatoren
Montagearbeiten verschiedener Gewerke aufeinander
Unterweisung aller Beschäftigten über auftretende gegenseitige Gefährdungen
Qualifikation, Verantwortung
Beschäftigte körperlich und geistig geeignet
Bedienpersonal nicht geeignet
Bedienung nur durch Mitarbeiter, die mindestens 18 Jahre alt sind
Bedienpersonal ohne ausreichende Kenntnisse
Ausbildung/Schulung des Bedienpersonals
Bedienpersonal nicht schriftlich beauftragt
schriftliche Beauftragung des Bedienpersonals durch den Unternehmer
nicht geregelte Verantwortlichkeit bei wechselnden Montagestellen und Montagepersonal
Einsatz bzw. Benennung eines Aufsicht Führenden
kein Aufsicht Führender
Rettungs- und Alarmplan festlegen
spezielle wirksame Maßnahmen treffen für Rettung aus der Höhe und für Rettung aus der PSA gegen Absturz, ggf. Abstimmung mit Rettungsdienst und Feuerwehr
Notablass üben
Regelung, dass eine zweite Person in der Bedienung des Notablasses und des Bedienpultes am Unterwagen eingewiesen und geübt ist und sich in der Nähe der Hubarbeitsbühne aufhält
Unterweisung, Arbeitsanweisung,
Unterweisung zum allgemeinen Umgang mit Hubarbeitsbühnen
Bedienpersonal nicht ausreichend eingewiesen und unterwiesen
spezielle Unterweisung auf der Grundlage der Betriebsanweisung und der örtlichen Situation
Unkenntnis der Gefahren
Einweisung vor Ort in den Gerätetyp
fehlende Betriebsanweisung
Einweisung in die Sicherheitseinrichtungen und den Notablass
fehlende Montageanweisung
schriftliche Montageanweisung gemäß BGV C22 § 17
DGUV Information 208-019: Sicherer Umgang mit fahrbaren Hubarbeitsbühnen, Herausgeber
kostenfreie Servicehotline 0800 9990080-2
Webcode: M1545-1