Source: https://www.dataguard.de/gesetz/betroffenenanfrage/
Timestamp: 2018-09-20 10:29:16
Document Index: 167292482

Matched Legal Cases: ['§ 34', 'Art. 15', '§ 34', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 21']

﻿ Betroffenenanfrage - DataGuard
Das umfassende Auskunftsrecht der betroffenen Person ist sowohl in Artikel 15 DSGVO als auch in § 34 BDSG festgeschrieben. Kunden, Mitarbeiter und andere Betroffene können dieses gesetzlich verankerte Auskunftsrecht ausüben, indem sie eine Betroffenenanfrage an das Unternehmen stellen. Diese Auskunftsanfragen zielen darauf ab, Informationen über sämtliche personenbezogenen Daten einzuholen, welche über die betroffene Person verarbeitet werden. Solche Betroffenenanfragen nach dem Datenschutzrecht verlangen einen sorgsamen Umgang und eine schnelle Beantwortung seitens des Unternehmens. Als kompetenter Datenschutzpartner unterstützt Sie DataGuard mit Informationen, teilt Ihnen mit, was Sie bei der Auskunftserteilung beachten sollten und welche Fristen Sie bei der Beantwortung einer solchen Anfrage einhalten müssen.
Art. 15 DSGVO normiert, dass betroffene Personen ein Recht auf Informationen haben und damit Unternehmen zur Auskunftserteilung auffordern können. Auch das Bundesdatenschutzgesetz regelt in § 34 BDSG das Auskunftsrecht des Betroffenen. Um ihre Informationsrechte geltend zu machen, können betroffene Personen sogenannte Betroffenenanfragen stellen und zunächst eine Bestätigung darüber einfordern, ob das Unternehmen überhaupt personenbezogene Daten zu ihrem Profil verarbeitet. In weiterer Folge kann ein Betroffener auch Hintergrundinformationen zur Verarbeitung seiner Daten anfordern (Art. 15 Absatz 1 DSGVO).
Die Betroffenenanfrage erfasst jedoch nicht nur das Auskunftsrecht nach Art. 15 DSGVO, sondern kann auch andere Betroffenenrechte, wie die Rechte auf Datenlöschung, Datenberichtigung, Einschränkung der Datenverarbeitung und Datenübertragbarkeit, berühren (Art. 16 ff. DSGVO). Eventuell möchte der Betroffene außerdem ein Widerspruchsrecht nach Art. 21 DSGVO geltend machen.
Die DSGVO und das BDSG sprechen das Recht auf Auskunft der betroffenen Person zu. Dem Kreis der Betroffenen gehören mehrere Personengruppen an. Demnach können zum Beispiel Kunden oder Besucher der Unternehmenswebseite, aber auch Mitarbeiter und Lieferanten Informationen vom Unternehmen verlangen und eine Betroffenenanfrage stellen. Hierbei handelt es sich um Personen, die wissen möchten, ob beziehungsweise welche personenbezogenen Daten das besagte Unternehmen erhoben und gespeichert hat. Diese Betroffenen, egal ob eigene Mitarbeiter oder Kunden, haben ein Recht darauf, die näheren Umstände der Datenverarbeitung zu erfahren.
Eine sorgfältige Beantwortung von Betroffenenanfragen ist unumgänglich, zumal solche Auskunftsersuchen eine gesetzliche Beantwortungsfrist auslösen und bei unzureichender Bearbeitung eine Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde nach sich ziehen können. Deshalb sollten Unternehmen alle Schritte dokumentieren und diese Punkte beachten:
Das Unternehmen muss die Betroffenenanfrage sofort, jedenfalls aber spätestens innerhalb eines Monats beantworten. Diese Frist beginnt an dem Tag zu laufen, an dem das Auskunftsersuchen eingetroffen ist. Eine Verlängerung der Beantwortungsfrist um zwei Monate lässt der Gesetzgeber nur dann zu, wenn es sich um einen Ausnahmefall handelt und das Unternehmen die Verzögerung begründet. In diesem Fall muss der Verantwortliche den Anfragenden innerhalb eines Monats über diesen Umstand unterrichten.
Im nächsten Schritt ist zu überprüfen, ob Ihr Unternehmen zur Person des Anfragenden personenbezogene Daten speichert und verarbeitet. Finden sich keine entsprechenden Informationen in der Datenbank, teilen Sie diesen Umstand in Form einer Negativauskunft mit. In allen anderen Fällen beantworten Sie die Betroffenenanfrage, indem Sie dem Anfragenden eine Kopie mit den personenbezogenen Daten übermitteln. Hierbei ist darauf zu achten, dass Sie dem Betroffenen nur die ihn betreffenden Informationen in Kopie geben. Informationen, die auf natürliche Personen im Unternehmen Rückschlüsse ziehen lassen (beispielsweise auf den Sachbearbeiter) sind unkenntlich zu machen.