Source: https://www.bayernwerk.de/cps/rde/xchg/bayernwerk/hs.xsl/7571.htm
Timestamp: 2017-04-30 10:51:35
Document Index: 310824765

Matched Legal Cases: ['§ 100', '§ 100', '§ 100', '§ 100', '§ 24', '§ 19', '§ 100', '§ 100', '§ 100', '§ 100', '§ 100', '§ 101', '§18']

Einspeiseabrechnung - Bayernwerk Bayernwerk
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Inhalt: Einspeiseabrechnung
1. Allgemeines zur neuen Einspeiseabrechnung
1.1	Neues Layout
1.2	Einbindung von Betreibern
In mehreren Gesprächen mit unseren Kunden wurde deutlich, dass wir unsere Abrechnung noch verbessern können. Sie soll verständlicher und nachvollziehbarer werden. Ihre Anmerkungen haben wir sehr ernst genommen und umgesetzt:
1.3	Vorzeichenumkehr
1.4	Neue Kapitelstruktur
1.5	Grafische Elemente
Durch das EEG 2017 wurden folgende Verpflichtungen eingeführt:
Es müssen in diesem Fall zwei Tranchenzählpunkte existieren
DV1 = Drittanbieter 1, DV2 = Drittanbieter 2
Bei Bestandsanlagenwird dies im § 100 Abs. 2 Nr. 8 EEG 2017 (§ 100 Abs. 1 Nr. 8 EEG 2014) geregelt. In der Direktvermarktung nach Marktprämienmodell werden somit die Grundvergütung und der Zuschlag nach § 100 Abs. 2 Nr. 8 EEG 2017 (§ 100 Abs. 1 Nr. 8 EEG 2014) addiert. Von dem Ergebnis wird dann der Marktwert abgezogen.
Bei diesem Beispiel wurden 100% der erzeugten Menge auch eingespeist, sodass 10% mit dem Marktwert vergütet werden müssen.
Mit der EEG Novelle 2014 wurde das Marktintegrationsmodell für Neuanlagen zum 01.08.2014 gestrichen.
Unter bestimmten Umständen kann zur Ermittlung der Vergütung Ihrer Anlage eine weitere Anlage relevant sein. Geregelt ist dies in § 24 EEG 2017 „Zahlungsansprüche für Strom aus mehreren Anlagen“.
Unter den Voraussetzungen, dass...
„die Anlagen sich auf demselben Grundstück, demselben Gebäude, demselben Betriebsgelände oder sonst in unmittelbar räumlicher Nähe befinden“
für den in den Anlagen erzeugte Strom Anspruch nach § 19 Absatz 1 in Abhängigkeit von der Bemessungsleistung oder der installierten Leistung besteht“
Sofern Korrekturen in den Vormonaten darzustellen sind, wird dies über neue Korrekturzeilen gelöst. Am Beispiel eines fehlerhaften Marktwerts für den Monat Juli würde die Korrektur wie folgt aussehen.
Grundvergütung EEG
33.219,60
Systemdienstleistungsbonus
- 2,959
- 11.007,48
Abzug fehlerhafter Marktwert (01.07.-31.07.)
- 408.736
11.959,62
Korrigierter Marktwert (01.07.-31.07.)
408.736
- 12.658,55
Zuschlag § 100 Abs. 1 Nr. 8 EEG
II. Marktprämie
4.3	Repoweringbonus
4.4 Vergütung bei neu angeschlossenen WEA ab 01.08.2014
Bei Windenergieanlagen, die vor dem 01.08.2014 in Betrieb gegangen sind, waren Sie es gewohnt, auf den Abrechnungen die Grundvergütung, sowie bei fernsteuerbaren Windenergieanlagen den Marktwert, sowie den Zuschlag nach § 100 Abs. 2 Nr. 8 EEG 2017 (§ 100 Abs.1 Nr. 8 EEG 2014) ausgewiesen zu bekommen.
Durch die Änderung im EEG 2017 entfällt der Zuschlag nach § 100 Abs. 2 Nr. 8 EEG 2017 (§ 100 Abs.1 Nr. 8 EEG 2014). Des Weiteren wurde die Grundvergütung nach EEG umbenannt in Anzulegender Wert.
5.1	Fördergrenze / Höchstbemessungsleistung
Mit der Novellierung des EEG im Jahr 2014 hat der Gesetzgeber eine maximale Fördergrenze für Biogasanlagen eingefügt. Diese ist für Anlagen mit der Inbetriebnahme vor dem 01.08.2014 in § 101 Abs. 1 EEG 2017 geregelt. Die Fördergrenze ergibt sich in diesen Fällen aus Maximalwert von 95% der installierten Leistung und dem historischen Maximum der jeweiligen Bemessungsleistung.
5.2	Vergütungsbestandteile
Technologie-Bonus (T1 = Gasaufbereitung 0 - 350 Nm³/h )
5.2.2 Bis Inbetriebnahme 07/2014
Für Anlagen mit einem Inbetriebnahmedatum bis zum 31.07.2014 können folgende Bestandteile vergütet werden:
5.2.3 Ab Inbetriebnahme 08/2014
Für Anlagen mit einem Inbetriebnahmedatum ab dem 01.08.2014 wird lediglich der „Anzulegende Wert“ in Abhängigkeit der Einspeisemenge vergütet. Darüber hinaus wird nach EEG 2017 jeder Neuanlage mit einer installierten Leistung von >100kW ein pauschaler Flexibilitätszuschlag gewährt.
6. Wasserabrechnung
Eine Ertüchtigungsmaßnahme gilt nicht als neue Inbetriebnahme. Für die Verpflichtung zur Direktvermarktung nach dem EEG 2017 gilt die Anlage weiterhin als Bestandanlage.
7.2	Selbstverbrauch
7.3	Anlagen mit Vorrichtung zur Abwärmeabfuhr oder > 2 MW
8.1	Abrechnung der Vermeidungsarbeit / Vermeidungsleistung Gesetzliche Grundlage für die Vergütung der Vermeidungsarbeit und Vermeidungsleistung ist §18 Absatz 3 der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV). Zur Veranschaulichung dient folgende Grafik:
In einem nachgelagerten Netz gibt es dezentrale Einspeiseanlagen. Dadurch verringert sich für das nachgelagerte Netz der Strombezug aus dem vorgelagerten Netz 1. Dieser Einspareffekt wird in Form von Vermeidungsarbeit und Vermeidungsleistung an die Einspeiseanlagen weitergegeben. Sofern in dem nachgelagerten Netz ein Einspeiseüberschuss (Einspeisung > Verbrauch) besteht, wird dieser Überschuss in das vorgelagerte Netz übergeben (Rückspeisung). Für das vorgelagerte Netz 1 verringert sich dadurch der Strombezug aus dem vorgelagerten Netz 2. Dieser Einspareffekt wird an das nachgelagerte Netz und dort an die Einspeiseanlagen weitergegeben.