Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%202005,%20596
Timestamp: 2019-10-17 01:45:28
Document Index: 317494674

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 535', 'Art. 5', 'BGH', '§ 535', 'Art. 5', 'Art. 14', '§ 242', '§ 535', 'Art. 5', '§ 535', '§ 535', 'Art. 5', 'Art. 14', 'Art. 5', 'Art. 4', 'Art. 14', 'Art. 5', 'Art. 4', 'Art. 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 5', 'Art. 14']

BGH, 02.03.2005 - VIII ZR 118/04 - dejure.org
BGH, 02.03.2005 - VIII ZR 118/04
https://dejure.org/2005,507
BGH, 02.03.2005 - VIII ZR 118/04 (https://dejure.org/2005,507)
BGH, Entscheidung vom 02.03.2005 - VIII ZR 118/04 (https://dejure.org/2005,507)
BGH, Entscheidung vom 02. März 2005 - VIII ZR 118/04 (https://dejure.org/2005,507)
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BGB § 535; GG Art. 5 Abs. 1 S. 1, 14 Abs. 1 S. 1
Kein Anspruch des fremdsprachigen Mieters auf Duldung einer Parabolantenne, wenn Mieter per Kabel bereits fünf muttersprachliche Sender empfangen kann
Decoder statt Parabolantenne eines russischen Mieters
Anspruch auf Duldung der Anbringung einer Parabolantenne; Abwägung zwischen dem Eigentumsrecht einerseits und dem Recht auf freie Information andererseits; Folgen einer erheblichen Beeinträchtigung des Gesamtbilds der Fassade des Gebäudes durch Anbringung einer ...
Kein Anspruch auf Parabolantenne
Anbringen einer Parabolantenne durch ausländischen Mieter
heise.de (Pressebericht, 03.03.2005)
Zum "Recht auf Parabolantenne"
Mietrecht - Anspruch eines Mieters auf Anbringung einer Parabolantenne
Fünf Fernsehprogramme in der Muttersprache genügen - Russischer Mieter hat keinen Anspruch auf eine Satellitenantenne
Keine Schüssel für ausländische Mieter, wenn Kabelprogramme empfangbar
anwalt-mietrecht.de (Rechtsprechungsübersicht)
Parabolantenne, Satellitenschüssel, Breitbandkabel
Vermieter muss keine sog. Schüssel dulden, wenn ausreichender Empfang über Kabelanschluss
Keine Satellitenschüssel bei ausreichendem Programmangebot über Kabel
123recht.net (Pressemeldung, 2.3.2005)
Mieterrecht auf Anbringung von Satellitenschüssel eingeschränkt // Kein automatischer Anspruch auf Parabolantenne für Ausländer
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 02.03.2005, VIII ZR 118/04 (Parabolantenne bei Kabelversorgung)" von RA Frank-Georg Pfeifer, original erschienen in: WuM 2005, 512 - 513.
NJW-RR 2005, 596
NZM 2005, 335
ZMR 2005, 436
Ein Mieter, dem die Abrechnung zugegangen ist, ist zwar gehalten, die Auszahlung des sich hieraus ergebenden Guthabens an alle Mieter zu fordern, da diese in ihrer Gesamtheit die Überzahlung erbracht haben (vgl. Senatsurteil vom 2. März 2005 - VIII ZR 118/04, WuM 2005, 257, unter II 1;… Schmidt-Futter/Langenberg, aaO, Rdnr. 424;… Schmidt-Futterer/Blank, aaO, Vor § 535 Rdnr. 259;… aA Schach, aaO, S. 1680).
b) Die erforderliche Abwägung, ob das Informationsrecht des Mieters aus Art. 5 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 2 GG im konkreten Fall das Eigentumsrecht des Vermieters aus Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG überwiegt, ist grundsätzlich Aufgabe des Tatrichters und vom Revisionsgericht nur eingeschränkt überprüfbar (…Senatsurteile vom 10. Oktober 2007 - VIII ZR 260/06, aaO Rn. 14;… vom 16. November 2005 - VIII ZR 5/05, aaO Rn. 27; vom 2. März 2005 - VIII ZR 118/04, aaO unter II 2 b;… Senatsbeschlüsse vom 21. September 2010 - VIII ZR 275/09, WuM 2010, 737 Rn. 4;… vom 16. September 2009 - VIII ZR 67/08, aaO Rn. 5;… vom 17. April 2007 - VIII ZR 63/04, aaO Rn. 3).
Die Anbringung einer Parabolantenne an der Balkonbrüstung der gemieteten Wohnung ohne Zustimmung des Vermieters ist vertragswidrig, wenn der Vermieter nicht - aufgrund einer aus § 242 BGB herzuleitenden Nebenpflicht aus dem Mietvertrag - verpflichtet ist, die Anbringung einer Parabolantenne durch den Mieter zu dulden (vgl. Senatsurteil vom 2. März 2005 - VIII ZR 118/04, NJW-RR 2005, 596, unter II 2 m.w.Nachw.).
Das erfordert in der Regel eine fallbezogene Abwägung der von dem eingeschränkten Grundrecht und dem grundrechtsbeschränkenden Gesetz geschützten Interessen, die im Rahmen der auslegungsfähigen Tatbestandsmerkmale des bürgerlichen Rechts (§§ 535 Abs. 1 Satz 1 und 2, 242 BGB) vorzunehmen ist (BVerfGE 90, 27, 32 ff.; BVerfG…, Beschluss vom 24. Januar 2005, aaO, unter II 2 b aa; Senatsurteil vom 2. März 2005 - VIII ZR 118/04, NJW-RR 2005, 596, unter II 2 a m.w.Nachw.).
a) In der Rechtsprechung und im Schrifttum ist anerkannt, dass in einem Mietverhältnis dem durch Art. 5 Abs. 1 GG grundrechtlich geschützten Informationsbedürfnis des Mieters in der Regel hinreichend Rechnung getragen wird, wenn der Vermieter einen Breitbandkabelanschluss bereitstellt (vgl. Senatsurteil vom 2. März 2005, aaO;… OLG Frankfurt am Main und OLG Karlsruhe, aaO;… MünchKommBGB/Schilling, aaO, § 535 Rdnr. 79 ff.;… Schmidt-Futterer/ Eisenschmid, aaO, § 535 Rdnr. 390 f. m.w.Nachw.).
Die Abwägung, ob das Informationsrecht des Mieters aus Art. 5 Abs. 1 GG im konkreten Fall das Eigentumsrecht des Vermieters aus Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG überwiegt, ist grundsätzlich dem Tatrichter vorbehalten (vgl. Senatsurteil vom 2. März 2005, aaO, unter II 2 b).
Die Abwägung, ob das Informationsrecht des Mieters aus Art. 5 Abs. 1 GG und/oder sein Grundrecht auf Religionsfreiheit aus Art. 4 GG im konkreten Fall das Eigentumsrecht des Vermieters aus Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG überwiegen, ist grundsätzlich Aufgabe des Tatrichters und vom Revisionsgericht nur eingeschränkt überprüfbar (…Senatsurteile vom 16. November 2005, aaO, unter III 3, und vom 2. März 2005 - VIII ZR 118/04, NJW-RR 2005, 596, unter II 2 b).
Die Abwägung, ob das Informationsrecht des Mieters aus Art. 5 Abs. 1 GG und/oder sein Grundrecht auf Religionsfreiheit aus Art. 4 GG im konkreten Fall das Eigentumsrecht des Vermieters aus Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG überwiegen, ist dabei grundsätzlich Aufgabe des Gerichts (BGH, Urteil vom 16.11.2005, Az.: VIII ZR 5/05, u. a. in: NJW 2006, Seiten 1062 ff.; BGH, Urteil vom 02.03.2005, Az.: VIII ZR 118/04, u. a. in: NJW-RR 2005,Seiten 596 f.; BGH, Urteil vom 10.10.2007, Az.: VIII ZR 260/06, u. a. in: NJW 2008, Seiten 216 ff.).
Dies gilt auch für ständig in Deutschland lebende Ausländer, wenn diese ihr Informationsinteresse am Empfang von Programmen ihrer Heimatländer durch Bezug eines zusätzlichen digitalen Kabelprogramms befriedigen können (Senatsurteil vom 2. März 2005 - VIII ZR 118/04, NJW-RR 2005, 596, unter II 2 b).
Der Empfang von insgesamt sieben Fernsehsendern ihres Herkunftslandes reicht jedenfalls aus, um das bestehende Informationsinteresse der Kläger zu befriedigen, auch wenn sich die Programminhalte dreier dieser Sender überschneiden sollten (vgl. BVerfG NJW-RR 2005, 661, 662; BVerfG, Beschluss vom 17. März 2005, BeckRS 2005, Nr. 25459; Senatsurteil vom 2. März 2005, aaO, unter II 2 b).
Die erforderliche Abwägung, ob das Informationsrecht des Mieters aus Art. 5 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 2 GG im konkreten Fall das Eigentumsrecht des Vermieters aus Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG überwiegt, ist grundsätzlich Aufgabe des Tatrichters und vom Revisionsgericht nur eingeschränkt überprüfbar (…Senatsurteile vom 10. Oktober 2007 - VIII ZR 260/06, aaO Rn. 14;… vom 16. November 2005 - VIII ZR 5/05, aaO Rn. 27; vom 2. März 2005 - VIII ZR 118/04, aaO unter II 2 b;… Senatsbeschlüsse vom 16. September 2009 - VIII ZR 67/08, aaO Rn. 5;… vom 17. April 2007 - VIII ZR 63/04, aaO Rn. 3).
Antenne trotz Breitbandkabels?
LG Kaiserslautern, 11.05.2005 - 3 S 28/05
Wohnraummiete: Untersagung einer Parabolantenne nach Installation einer …
AG Frankfurt/Main, 18.03.2010 - 33 C 3756/09
Entfernung einer Parabolantenne
LG Hamburg, 16.09.2014 - 316 S 44/14
Wohnungsmiete: Anspruch des Vermieters gegen einen ausländischen Mieter auf …
AG Hamburg, 20.03.2014 - 40a C 76/13
Kein generelles Verbot von Parabolantennen!
AG Hamburg-Bergedorf, 18.08.2009 - 409 C 150/09
Parabolantenne im Mietvertrag wirksam untersagt