Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=EuGHE%201989,%204311
Timestamp: 2020-04-02 16:46:02
Document Index: 318583170

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 119', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

EuGH, 13.12.1989 - 102/88 - dejure.org
https://dejure.org/1989,836
EuGH, 13.12.1989 - 102/88 (https://dejure.org/1989,836)
EuGH, Entscheidung vom 13.12.1989 - 102/88 (https://dejure.org/1989,836)
EuGH, Entscheidung vom 13. Dezember 1989 - 102/88 (https://dejure.org/1989,836)
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Richtlinie 79/7 des Rates, Artikel 4 Absatz 1
1 . Sozialpolitik - Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Bereich der sozialen Sicherheit - Nationale Rechtsvorschriften, die bei Arbeitsunfähigkeit Leistungen gewährleisten, deren Betrag von den früheren Einkünften unabhängig ist - Ausnahme von diesem Grundsatz für ...
Auslegung von europäischen Richtlinien; Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Bereich der sozialen Sicherheit; Anspruch auf Leistungen bei Arbeitsunfähigkeit; Bemessungsgrundlage für Leistungen bei Arbeitsunfähigkeit
1. Sozialpolitik - Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Bereich der sozialen Sicherheit - Nationale Rechtsvorschriften, die bei Arbeitsunfähigkeit Leistungen gewährleisten, deren Betrag von den früheren Einkünften unabhängig ist - Ausnahme von diesem Grundsatz für ...
Gewährleistung eines sozialen Minimums bei arbeitsunfähigen Versicherten; Teilzeitbeschäftigter Versicherter; Gleichbehandlung von Männern und Frauen; Mittelbare Diskriminierung aufgrund des Geschlechts
Gleichbehandlung von Männern und Frauen - Soziale Sicherheit - Richtlinie 79/7/EWG - Teilzeitbeschäftigung.
Generalanwalt beim EuGH, 05.07.1989 - 102/88
EuGHE 1989, 4311
NZA 1991, 59
Eine unmittelbare geschlechtsbezogene Benachteiligung liegt nicht nur dann vor, wenn bei einer Auswahlentscheidung direkt an das Geschlecht angeknüpft wird, sondern auch dann, wenn negativ auf Auswahlkriterien abgestellt wird, welche ausschließlich von Angehörigen eines Geschlechts erfüllt werden können, wie beispielsweise die Schwangerschaft bei Frauen (st. Rspr. des EuGH, vgl. 13. Dezember 1989 - C-102/88 - EuGHE 1989, 4311 = AP EWG-Vertrag Art. 119 Nr. 22).
(16) - Vgl. z. B. Urteil vom 13. Dezember 1989 in der Rechtssache C-102/88 (Ruzius-Wilbrink, Slg. 1989, 4311, Randnr. 17).
(27) - Urteil Ruzius-Wilbrink, zitiert in Fußnote 16, Randnrn.
(28) - Ibidem, Nr. 4 der Schlussanträge des Generalanwalts Darmon zum Urteil Ruzius-Wilbrink, zitiert in Fußnote 16, Hervorhebungen von mir.
(47) - Vgl. z. B. Urteil Ruzius-Wilbrink, zitiert in Fußnote 16, Randnr. 15, und Urteil vom 7. Mai 1991 in der Rechtssache C-229/89 (Kommission/Belgien, Slg. 1991, I-2205, Randnr. 13).
(67) - Urteil in den Rechtssachen Borrie Clarke, zitiert in Fußnote 10, Tenor; Federatie Nederlandse Vakbeweging, a. a. O., Tenor, und McDermott und Cotter, zitiert in Fußnote 13, Tenor, Satz 2. Siehe auch Urteil Ruzius-Wilbrink, zitiert in Fußnote 16, Randnr. 21.
Daß die Bezahlung einer Tätigkeit im Lohn- oder Gehaltsverhältnis unter dem Existenzminimum liegt (vgl. Urteil vom 23. März 1982 in der Rechtssache 53/81, Levin, Slg. 1982, 1035, Randnrn. 15 und 16) oder daß die normale Arbeitszeit 18 Stunden pro Woche (vgl. Urteil vom 13. Dezember 1989 in der Rechtssache C-102/88, Ruzius-Wilbrink, Slg. 1989, 4311, Randnrn.
7 und 17) oder 12 Stunden pro Woche (vgl. Urteil vom 3. Juni 1986 in der Rechtssache 139/85, Kempf, Slg. 1986, 1741, Randnrn. 2 und 16) oder selbst 10 Stunden pro Woche (vgl. Urteil vom 13. Juli 1989 in der Rechtssache 171/88, Rinner-Kühn, Slg. 1989, 2743, Randnr. 16) nicht übersteigt, hindert nach der Rechtsprechung des Gerichtshofes nicht, die Person, die diese Tätigkeit ausübt, als Arbeitnehmer im Sinne des Artikels 48 EWG-Vertrag (Urteile Levin und Kempf), des Artikels 119 EWG-Vertrag (Urteil Rinner-Kühn) oder der Richtlinie 79/7 (Urteil Ruzius-Wilbrink) anzusehen.
Im übrigen haben, wenn das nationale Recht unter Verstoß gegen das Gemeinschaftsrecht eine unterschiedliche Behandlung mehrerer Personengruppen vorsieht, die Angehörigen der benachteiligten Gruppe Anspruch auf die gleiche Behandlung und auf Anwendung der gleichen Regelung wie die übrigen Betroffenen, wobei diese Regelung, solange das Gemeinschaftsrecht nicht richtig durchgeführt ist, das einzig gültige Bezugssystem bleibt (vgl. sinngemäß Urteile vom 4. Dezember 1986 in der Rechtssache 71/85, Federatie Nederlandse Vakbeweging, Slg. 1986, 3855, vom 24. März 1987 in der Rechtssache 286/85, McDermott und Cotter, Slg. 1987, 1453, vom 13. Dezember 1989 in der Rechtssache C-102/88, Ruzius-Wilbrink, Slg. 1989, 4311, vom 27. Juni 1990 in der Rechtssache C-33/89, Kowalska, Slg. 1990, I-2591, und vom 7. Februar 1991 in der Rechtssache C-184/89, Nimz, Slg. 1991, I-297).
19 Aus dem Urteil vom 13. Dezember 1989 in der Rechtssache C-102/88 ( Ruzius-Wilbrink, Slg. 1989, 4311 ) ergibt sich, daß in einem Fall mittelbarer Diskriminierung die Angehörigen der benachteiligten Gruppe, sei es die der Männer oder der Frauen, entsprechend dem Umfang ihrer Beschäftigung Anspruch auf Anwendung der gleichen Regelung wie die übrigen Arbeitnehmer haben.
Auf diese Bestimmung kann sich der Einzelne vor den nationalen Gerichten berufen, um eine mit ihr unvereinbare nationale Rechtsvorschrift für unanwendbar erklären zu lassen (Urteile vom 13. Dezember 1989, Ruzius-Wilbrink, C-102/88, Slg. 1989, 4311, Randnr. 19, und vom 27. Oktober 1993, Van Gemert-Derks, C-337/91, Slg. 1993, I-5435, Randnr. 31).
30 - Vgl. u. a. Urteile vom 4. Dezember 1986, Federatie Nederlandse Vakbeweging (71/85, Slg. 1986, 3855), vom 24. März 1987, McDermott und Cotter (286/85, Slg. 1987, 1453), vom 13. Dezember 1989, Ruzius-Wilbrink (C - 102/88, Slg. 1989, 4311), vom 27. Juni 1990, Kowalska (C-33/89, Slg. 1990, I-2591), und vom 7. Februar 1991, Nimz (C-184/89, Slg. 1991, I-297).
Das Argument, die Gewährung einer außerordentlichen Erhöhung sei nicht erforderlich, wenn die Pensionsbezieher und ihre Ehegatten gemeinsam über ausreichende Mittel verfügten, um das soziale Minimum nicht zu unterschreiten, kann nicht als objektive Rechtfertigung für die unterschiedliche Behandlung der Bezieher von Kleinstpensionen und der Bezieher höherer Pensionen angeführt werden, da Letztere grundsätzlich schon aufgrund der Höhe ihrer Pensionen über ausreichende Mittel verfügen (vgl. entsprechend Urteil vom 13. Dezember 1989, Ruzius-Wilbrink, C-102/88, Slg. 1989, 4311, Randnr. 16).
EuGH, 27.10.1993 - C-337/91
Van Gemert-Derks / Bestuur van de Nieuwe Industriële Bedrijfsvereniging
EuGH, 21.11.1990 - C-373/89
Integrity / Rouvroy
EuG, 04.03.1998 - T-146/96
De Abreu / Gerichtshof
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Festsetzung der Versorgungsbezüge - Berücksichtigung der Zeiten des freiwilligen …