Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=C-394/12
Timestamp: 2019-03-20 20:32:21
Document Index: 323839448

Matched Legal Cases: ['Art. 10', 'EuG', 'Art. 4', 'EuG', '§ 27', '§ 77', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 18', 'Art. 19']

Vorabentscheidungsersuchen - Gemeinsames Europäisches Asylsystem - Verordnung (EG) Nr. 343/2003 - Bestimmung des für die Prüfung eines Asylantrags zuständigen Mitgliedstaats - Kontrolle der Einhaltung der Kriterien, nach denen sich die Zuständigkeit für die Prüfung eines Asylantrags richtet - Umfang der gerichtlichen Kontrolle
Vorabentscheidungsersuchen - Gemeinsames Europäisches Asylsystem - Verordnung (EG) Nr. 343/2003 - Bestimmung des für die Prüfung eines Asylantrags zuständigen Mitgliedstaats - Kontrolle der Einhaltung der Kriterien, nach denen sich die Zuständigkeit für die Prüfung eines Asylantrags richtet - Umfang der gerichtlichen Kontrolle“
Dublin II-VO, Dublinverfahren, Vorabentscheidungsverfahren, zuständiger Mitgliedstaat, Wiederaufnahmegesuch, Asylantrag, Selbsteintritt, Selbsteintrittsrecht, Souveränitätsklausel, Humanitäre Klausel, humanitäre Gründe, systemische Mängel, Ungarn, Griechenland, subjektives Recht, Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaats
Vorabentscheidungsersuchen - Asylgerichtshof - Auslegung der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in einem Mitgliedstaat gestellten Asylantrags zuständig ist (ABl. L 50, S. 1), insbesondere ihrer Art. 10, 16, 18 und 19, sowie der Verordnung (EG) Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September 2003 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 343/2003 (ABl. L 222, S. 3) - Somalische Staatsangehörige, die die Grenze zur Union in Griechenland überquert hat und anschließend von dort über Drittstaaten und Ungarn nach Österreich eingereist ist, wo sie weniger als zwölf Monate nach ihrer ersten Einreise in das Unionsgebiet einen Asylantrag gestellt hat - Bestimmung des für die Prüfung dieses Asylantrags zuständigen Mitgliedstaats
Wird zitiert von ... (923)
EuGH, 16.02.2017 - C-578/16
C. K. u.a.
Der im vorliegenden Urteil vorgenommenen Auslegung von Art. 4 der Charta steht auch das Urteil vom 10. Dezember 2013, Abdullahi (C-394/12, EU:C:2013:813, Rn. 60), nicht entgegen, in dem der Gerichtshof zur Dublin-II-Verordnung im Wesentlichen entschieden hat, dass ein Asylbewerber unter Umständen wie denen der Rechtssache, in der dieses Urteil ergangen ist, seiner Überstellung nur unter Berufung auf die Existenz systemischer Schwachstellen im zuständigen Mitgliedstaat entgegentreten kann.
Nach alledem wird man letztlich unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des EuGH (Urteil vom 10. Dezember 2013 - C 394/12 - [Abdullahi]) eine Rechtsverletzung des Asylbewerbers durch eine objektiv rechtswidrige Entscheidung des Bundesamtes nach § 27a AsylVfG in den Fällen einer nach vorheriger Zustimmung des ersuchten Mitgliedstaates abgelaufenen Überstellungsfrist nur dann verneinen können, wenn der ursprünglich zuständige Staat im gemäß § 77 Abs. 1 AsylVfG maßgeblichen Zeitpunkt in hinreichend eindeutiger Weise - in allgemeiner Form wie z. B. einem Abkommen für bestimmte Fälle oder aber im Einzelfall - zu erkennen gegeben hat, weiterhin zur Aufnahme bereit zu sein (in diesem Sinne auch etwa VGH München, Urteil vom 20. Mai 2015 - II ZB 14.50036 -, VGH Mannheim, Urteil vom 29. April 2015 - A 11 S 121/15 -, VG Sigmaringen, Urteil vom 28. Januar 2015 - 1 K 500/14 -, VG Oldenburg, Urteil vom 7. Juli 2014 - 3 A 416/14 -, alle in juris).
VG Regensburg, 28.02.2014 - 5 S 14.30203
En outre, pour autant qu'il ressort de la demande de décision préjudicielle que la juridiction de renvoi s'attend à l'introduction d'un nombre important d'affaires portant sur l'exécution immédiate des décisions d'éloignement, il découle d'une jurisprudence constante de la Cour que le nombre important de personnes ou de situations juridiques potentiellement concernées par la décision qu'une juridiction de renvoi doit rendre après avoir saisi la Cour à titre préjudiciel n'est pas susceptible, en tant que tel, de constituer une circonstance exceptionnelle de nature à justifier le recours à une procédure accélérée (voir, notamment, ordonnances du président de la Cour du 5 octobre 2012, Abdullahi, C-394/12, non publiée, EU:C:2012:623, point 11 ; du 5 juin 2014, Sánchez Morcillo et Abril García, C-169/14, EU:C:2014:1388, point 10, ainsi que du 27 juin 2016, S., C-283/16, non publiée, EU:C:2016:482, point 12).
Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts - Recht auf Asyl - Art. 18 der Charta der Grundrechte - Verordnung (EG) Nr. 343/2003 - Bestimmung des für die Prüfung eines Asylantrags zuständigen Mitgliedstaats - Stellung des Asylantrags in einem Mitgliedstaat, nachdem der Antragsteller nacheinander in zwei anderen Mitgliedstaaten in die Union eingereist war - Wirkung der Zuständigkeitsübernahme durch den Mitgliedstaat der zweiten Einreise - Recht des Antragstellers, der Zuständigkeit dieses Mitgliedstaats entgegenzutreten - Umfang der gerichtlichen Überprüfung gemäß Art. 19 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 - Urteil vom 21. Dezember 2011, N. S. u. a. (verbundene Rechtssachen C-411/10 und C-493/10)
Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts - Recht auf Asyl - Art. 18 der Charta der Grundrechte - Verordnung (EG) Nr. 343/2003 - Bestimmung des für die Prüfung eines Asylantrags zuständigen Mitgliedstaats - Stellung des Asylantrags in einem Mitgliedstaat, nachdem der Antragsteller nacheinander in zwei anderen Mitgliedstaaten in die Union eingereist war - Wirkung der Zuständigkeitsübernahme durch den Mitgliedstaat der zweiten Einreise - Recht des Antragstellers, der Zuständigkeit dieses Mitgliedstaats entgegenzutreten - Umfang der gerichtlichen Überprüfung gemäß Art. 19 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 343/2003 - Urteil vom 21. Dezember 2011, N. S. u. a. (verbundene Rechtssachen C-411/10 und C-493/10)“