Source: https://www.haufe.de/steuern/steuer-office-gold/guerschingstenger-bewertungsrecht-bewg-202-betriebse-i-entstehung-und-bedeutung-der-vorschrift_idesk_PI16039_HI11199253.html
Timestamp: 2019-09-23 19:49:39
Document Index: 205941883

Matched Legal Cases: ['§ 202', '§ 202', '§ 201', '§ 4', '§ 202', '§ 4', '§ 202', '§ 202', '§ 4']

Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 202 Betriebse ... / I. Entstehung und Bedeutung der Vorschrift | Steuer Office Gold | Steuern | Haufe
Die Ermittlung des Jahresertrags sollte zunächst zur Sicherstellung einer einheitlichen Rechtsanwendung bei gleichen Sachverhalten und zur Erleichterung der Bewertung mit Zustimmung des Bundesrats in einer Rechtsverordnung geregelt werden. Das vereinfachte Ertragswertverfahren ist jedoch letztlich im Bewertungsgesetz geregelt worden.
§ 202 Abs. 1 BewG regelt, wie die Betriebsergebnisse zu ermitteln sind, die zur Berechnung des Jahresertrags (§ 201 Abs. 2) maßgebend sind. Ausgangswert ist der Gewinn i.S.d. § 4 Abs. 1 Satz 1 EStG, der um Hinzurechnungen und Abzüge zu korrigieren ist. Die Korrekturen sollen im Wesentlichen Doppelerfassungen vermeiden und einmalige Vorgänge ausfiltern, um die zukünftig nachhaltig zu erzielenden Jahreserträge zu bestimmen.
Zusätzlich sieht § 202 Abs. 1 Nr. 3 BewG Korrekturen vor, die einen gesellschaftsrechtlichen Bezug haben.
Für die Fälle der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG bestimmt § 202 Abs. 2 BewG den Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben als Ausgangswert.
Der betriebliche Ertragsteueraufwand ist mit einem pauschalen Abschlag von 30 % nach § 202 Abs. 3 BewG zu berücksichtigen.
(1) 1Die einzelnen Betriebsergebnisse sind gesondert zu berechnen; Ausgangswert ist sowohl bei Personenunternehmen als auch bei Kapitalgesellschaften der Gewinn im Sinne des § 4 Absatz 1 Satz 1 EStG und nicht das zu versteuernde Einkommen. 2Bei Kapitalgesellschaften ist der Ausgangswert um Gewinnausschüttungen zu erhöhen und um Einlagen zu m...