Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=14.07.2005&Aktenzeichen=III%20ZR%20391%2F04
Timestamp: 2019-10-17 17:01:16
Document Index: 119969249

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 276', '§ 11', '§ 28', '§ 3', 'BGH', 'BGH', '§ 543', '§ 426', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', '§ 3', 'BGH', '§ 611', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 14.07.2005 - III ZR 391/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,1172
BGH, 14.07.2005 - III ZR 391/04 (https://dejure.org/2005,1172)
BGH, Entscheidung vom 14.07.2005 - III ZR 391/04 (https://dejure.org/2005,1172)
BGH, Entscheidung vom 14. Juli 2005 - III ZR 391/04 (https://dejure.org/2005,1172)
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BGB § 276 a. F.; SGB XI § 11 Abs. 1 Satz 1, § 28 Abs. 3; HeimG § 3 Abs. 1 (F: 5. November 2001)
Bestehen von Obhutspflichten eines Heimträgers aus dem Heimvertrag zum Schutz der körperlichen Unversehrtheit der Heimbewohner; Pflichtverletzung durch Unterlassung eines intensiv geführten Gesprächs
recht-der-pflege.de
Verhaltenspflichten bei Sturzgefährdung
Pflichten des Trägers einer Pflegeeinrichtung bei Sturzgefährdung von Heimbewohnern
Zur Pflicht des Trägers eines Pflegeheims, die körperliche Unversehrtheit der Heimbewohner zu schützen
Betreuungsrecht - Pflicht des Trägers eines Pflegeheims, die körperliche Unversehrtheit der Heimbewohner zu schützen
Pflegeheime müssen einschneidende Schutzmaßnahmen nicht gegen den Willen ihrer Bewohner ergreifen
Schutzpflicht der körperlichen Unversehrtheit von Heimbewohnern
Obhutspflicht von Heimen für Senioren // Sturzgefährdeten muss zu Schutz geraten werden
rwth-aachen.de (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Zusammenfassung von "Praxishinweis zum Urteil des BGH vom 14.07.2005, Az.: III ZR 391/04 (Zur Pflicht des Trägers eines Pflegeheims, die körperliche Unversehrtheit der Heimbewohner zu schützen)" von RA Robert Roßbruch, original erschienen in: PflR 2005, 464 - 468.
Zusammenfassung von "Akutes Sturzrisiko in Pflegeheimen - Verfehlte Prozeßstrategie und Prozeßleitung - Zugleich Besprechung des Urteils des BGH vom 14.7.2005 - III ZR 391/04 -" von RA Dr. Ruth Schultze-Zeu und RA Hartmut Riehn, original erschienen in: MedR 2005, 696 - 701.
Kurznachricht zu "Die zivilrechtliche Haftung des Heimträgers nach einem Sturz im Heim" von Dr. Hannes Ludyga, M. A., original erschienen in: BtPrax 2008, 64 - 67.
Zusammenfassung von "Zur Haftung des Pflegeheimträgers bei sturzbedingten Verletzungen von Heimbewohnern" von Prof. Dr. Bernd Rohlfing, original erschienen in: BtPrax 2006, 94 - 97.
LG Dresden - 14 O 3013/03 ./. OLG Dresden 7 U 753/04
LG Dresden, 26.03.2004 - 14 O 3013/03
OLG Dresden, 23.09.2004 - 7 U 753/04
OLG Dresden, 17.01.2006 - 2 U 753/04
NJW 2005, 2613
MDR 2005, R9
FamRZ 2005, 1560
VersR 2005, 1443
Auf die hiergegen vom Beklagten - nach erfolgreicher Nichtzulassungsbeschwerde - erhobene Revision hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 14.07.2005 - III ZR 391/04 -(NJW 2005, 2613) das Grundurteil des 7. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Dresden aufgehoben und die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückverwiesen.
Ein Anlass für die Zulassung der Revision nach § 543 Abs. 2 ZPO besteht nicht, da sämtliche anstehenden Rechtsfragen potentiell grundlegender Art durch die Urteile des Bundesgerichtshofs vom 28.04.2005 (III ZR 399/04 - NJW 2005, 1937) und vom 14.07.2005 (III ZR 391/04 - NJW 2005, 2613) geklärt sind.
Der Streitfall wirft auch nicht die Frage auf, ob die für den Patienten geltenden Beweiserleichterungen bei Geltendmachung eines übergeleiteten Anspruchs im Gesamtschuldnerausgleich nach § 426 Abs. 2 BGB Anwendung finden (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 14. Juli 2005 - III ZR 391/04 - VersR 2005, 1443 und BGHZ 163, 53 zur Beweislast bei der Haftung wegen eines voll beherrschbaren Risikos; OLG Hamm, GesR 2005, 70; OLG Stuttgart, Urteil vom 18. April 2006 - 1 U 127/04 - rechtskräftig durch Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde durch den erkennenden Senat vom 10. Juli 2007 - VI ZR 94/06 und OLG Stuttgart, Urteil vom 19. Oktober 2004 - 1 U 87/03 - rechtskräftig durch Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde durch den erkennenden Senat vom 31. Mai 2005 - VI ZR 300/04 - Geiß/Greiner, Arzthaftpflichtrecht, 6. Aufl., B V Rn. 256; Frahm/Nixdorf/Walter, Arzthaftungsrecht, 4. Aufl., Rn. 139; Schramm, Der Schutzbereich der Norm im Arzthaftungsrecht, Diss.
Nach der Rechtsprechung des Senats (24 U 30/04, Beschluss vom 10.02.2005) die im Einklang mit den Entscheidungen des BGH (III ZR 399/04) vom 28.04.2005 (NJW 2005, 1937) und (III ZR 391/04) vom 14.07.2005 (NJW 2005, 2613) steht, ist grundsätzlich die Klägerin für eine mögliche Pflichtverletzung der Mitarbeiter der Beklagten beweispflichtig.
Soweit sich der Unfall bei einer konkreten Pflege- oder Betreuungsmaßnahme ereignet hat, die in den voll beherrschbaren Gefahrenbereich des Pflegeheimträgers fiel, können allerdings Beweiserleichterungen zugunsten der Klägerin bis hin zu einer Beweislastumkehr eingreifen, wovon auch der BGH (NJW 2005, 1937, 1938; NJW 2005, 2613, 2614; NJW 1991, 1540, 1541; ebenso der 9. Zivilsenat des OLG Hamm, NJW-RR 2003, 30) ausgeht.
Der Beklagten erwachsen aus dem Heimvertrag Obhutspflichten zum Schutz der körperlichen Unversehrtheit der ihr anvertrauten Versicherten, deren schuldhafte Verletzung zu Schadensersatzansprüchen führen kann (vgl. BGH, Urteil vom 14. Juli 2005 - III ZR 391/04-, juris).
Eine schuldhafte Verletzung dieser Pflichten ist daher geeignet, sowohl einen Schadensersatzanspruch aus positiver Vertragsverletzung des Heimvertrags als auch einen damit konkurrierenden deliktischen Anspruch aus §§ 823, 831 BGB zu begründen (vgl. BGH, Urteil vom 28. April 2005 - III ZR 399/04-, juris; BGH, Urteil vom 14. Juli 2005 - III ZR 391/04 -, juris; Senat, Beschluss vom 20. März 2008 -I-24 U 166/07-, juris; OLG Koblenz, Urteil vom 21. März 2002 - 5 U 1648/01 -, juris).
OLG Bamberg, 01.08.2011 - 4 U 197/09
Haftung des Krankenhausträgers: Schadensersatzpflichtige Obhutspflichtverletzung …
Deshalb habe die Schwester deren Willen achten dürfen ( BGH MedR 2005, 721 = BGH III ZR 391/04 ).
Im Übrigen trage die Beklagte (auch im Schriftsatz vom 20.10.2008) im Zusammenhang mit Entscheidungen des BGH ( III ZR 399/04 = VersR 05, 984 / III ZR 391/04 = MedR 05, 721 - jeweils eine Heimunterbringung betreffend) zu Rechtsfragen vor, die zu entscheiden seien.
Die vom BGH - allerdings bezogen auf eine Unterbringung im Pflegeheim - in den von der Beklagten zitierten Entscheidungen aufgestellten Anforderungen ( BGH III ZR 399/04 / BGH III ZR 391/04 ) sind gegeben.
Eine schuldhafte Verletzung dieser Pflichten war daher geeignet, sowohl einen Schadensersatzanspruch aus positiver Vertragsverletzung des Heimvertrages als auch einen damit konkurrierenden deliktischen Anspruch aus §§ 823, 831 BGB zu begründen (vgl. BGH NJW 2005, 1937; 2005, 2613; OLG Koblenz NJW-RR 2002, 867, 868).
Die zu erbringenden Leistungen haben sich hierbei nach dem jeweils allgemein anerkannten Stand medizinisch-pflegerischer Erkenntnisse zu richten (§ 3 Abs. 1 HeimG; BGH NJW 2005, 2613).
Eine schuldhafte Verletzung dieser Pflichten war daher geeignet, sowohl einen Schadensersatzanspruch aus positiver Vertragsverletzung des Heimvertrages (§§ 611, 675, 280 Abs. 1 BGB) als auch einen damit konkurrierenden deliktischen Anspruch (§§ 823, 831 BGB) zu begründen (vgl. BGH NJW 2005, 1937; 2005, 2613; OLG Koblenz NJW-RR 2002, 867, 868; Senat VersR 2008, 1079 = OLGR Düsseldorf 2008, 585).
Allein der Umstand, dass ein Heimbewohner im Bereich des Pflegeheims gestürzt ist und sich dabei verletzt hat, indiziert nicht den Schluss auf eine schuldhafte Pflichtverletzung des Pflegepersonals (BGH, Urteil vom 14. Juli 2005 - III ZR 391/04 - NJW 2005, 2613).
Die von der Beklagten in ihrer Berufungsbegründung zitierten beiden Entscheidungen des Bundesgerichtshofes (BGH, NJW 2005, 1937 f und NJW 2005, 2613 f), die diesen Grundsatz bestätigen, betreffen Fälle, in denen sich die Stürze -anders als vorliegend - nicht im Zusammenhang mit einer vom Pflegeheim konkret geschuldeten Hilfeleistung ereignet haben.
OLG Düsseldorf, 02.03.2006 - 8 U 163/04
Zur Aufsichtspflicht eines Krankenhausträgers gegenüber einer unter Demenz und …
Das ebenfalls von der Klägerin zitierte Urteil des OLG Dresden hat der BGH in seiner Entscheidung vom 14.07.2005 (NJW 2005, 2613) aufgehoben; auch in jenem Fall lagen besondere Umstände vor (mehrere vorangegangene Stürze), die aufgrund einer akuten Sturzgefährdung entsprechende Maßnahmen erforderten.
OLG Köln, 25.08.2010 - 5 U 73/10
Haftung des Krankenhausträgers bei Sturz einer Patientin; Mitverschulden der …
AG Paderborn, 26.04.2011 - 57 C 680/08
Schadenersatz wegen Pflichtverletzung des Trägers eines Seniorenpflegheims …