Source: https://ipp-heidelberg.de/aus-und-weiterbildung/fuer-psychologen/angebot-1/
Timestamp: 2020-05-31 16:27:01
Document Index: 54517556

Matched Legal Cases: ['§5', '§ 5', '§ 1', '§ 6', '§ 5', '§ 1', '§ 7', '§ 16', '§ 17']

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Erwerb der Approbation als Psychologischer Psychotherapeut für Psychologen mit Diplom- oder Masterabschluss in klinischer Psychologie
Zugangsvoraussetzung für die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten ist gemäß §5 Abs. 2 Satz 1 des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG)­­­
ein im Inland abgeschlossenes Psychologiestudium (Diplom oder Master), was das Fach Klinische Psychologie einschließt
ein in einem EU-Mitgliedstaat oder einem anderen EWR-Vertragsstaat erworbenes gleichwertiges Diplom im Studiengang Psychologie
Eine Dokumentation zur Überprüfung der Gleichwertigkeit von im Ausland erworbenen Hochschulabschlüssen finden Sie hier.
Das IPP bietet eine Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten in Teilzeitform über fünf Jahre mit staatlicher Abschlussprüfung gemäß § 5 Abs. 1 PsychThG und §§ 1 – 5 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychThAPrV) an. Es ist als Ausbildungsstätte nach § 6 Abs. 1 PsychThG staatlich anerkannt.
Wir bilden Sie in den beiden Verfahrensrichtungen Analytische und Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie aus. Dabei folgen wir dem Grundgedanken, dass beide Verfahren psychoanalytisch begründet sind. Mit der kombinierten Ausbildung erwerben Sie daher die Kompetenz für ein breites Spektrum von Settings und Behandlungsmethoden.
Eine solche Verbundlösung erfordert zwar mehr Zeitaufwand als die tiefenpsychologische Ausbildung allein, aber sie hat, abgesehen von der breiteren Behandlungskompetenz, noch zwei weitere entscheidende Vorteile:
Sie erzielen aus den Ausbildungstherapien nicht unerhebliche Einkünfte, mit denen Sie Selbsterfahrung und Supervision komfortabel gegenfinanzieren können (vgl. Kostenübersicht).
Ablauf der fünfjährigen kombinierten Ausbildung
Praktisch-klinische Tätigkeit
Das 18-monatige klinische Praktikum für Psychotherapeuten in Ausbildung können Sie an einer der Einrichtungen absolvieren, mit denen unser Institut Kooperationsverträge unterhält. In den kasuistischen Seminaren und in der begleitenden Lehranalyse haben Sie die Möglichkeit, die Erfahrungen aus dem Praktikum zu reflektieren.
Nach der Zwischenprüfung beginnen Sie mit den Ausbildungsbehandlungen, die in ganz unterschiedlichen Settings durchgeführt werden: von der Krisenintervention und der fokalen Kurzzeittherapie bis hin zur hochfrequenten analytischen Langzeitbehandlung. Auch diese Therapien werden durch von der DGPT anerkannte Lehranalytiker bzw. Supervisoren supervidiert.
Der vorgeschriebene Mindestumfang der Selbsterfahrung beträgt 120 Stunden in dem Verfahren, was Gegenstand der vertieften Ausbildung ist (§ 5 Abs. 1 PSychThAPrV). Da analytische und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie dem Gesetz nach zwei verschiedene Verfahren sind, wären daher in der kombinierten Ausbildung in jedem der beiden Verfahren mindestens 120 Stunden abzuleisten. Es ist jedoch wesentlich sinnvoller, dies zu einem einzigen kontinuierlichen Selbsterfahrungsprozess zusammenzufassen.
Wir empfehlen, die Lehranalyse über den vorgeschriebenen Mindestumfang hinaus ausbildungsbegleitend durchzuführen. Denn sowohl im klinischen Praktikum, als auch in der praktischen Ausbildung kann es vorkommen, dass man mit erschütternden menschlichen Tragödien konfrontiert ist. Außerdem werden insbesondere in den hochfrequenten analytischen Langzeittherapien nicht selten eigene Erlebnisse und Erfahrungen mobilisiert. All das geht über den Rahmen der Supervision hinaus und gehört in den geschützten Raum der Lehranalyse.
Die Gegenfinanzierung der Kosten für diese intensivere Selbsterfahrung ist durch das Honorar gewährleistet, was Sie durch die Ausbildungsbehandlungen erzielen. Dieses geben wir nach Abzug eines Betriebskostenanteils an Sie weiter (vgl. Kostenübersicht).
Ihren Lehranalytiker bzw. Ihre Lehranalytikerin, der/die ebenso wie die Supervisoren von der DGPT anerkannt sein muss, wählen Sie natürlich selbst. Mit ihm bzw. ihr besprechen Sie auch alle weiteren Einzelheiten des Ablaufs Ihrer Lehranalyse.
Der erste Teil der Ausbildung dauert in der Regel zwei Jahre. Dieser Zeitraum wird benötigt, um das Klinikpraktikum zu absolvieren und darüber hinaus sich in die Theorie einzuarbeiten, mit den Erstinterviews erste praktische Erfahrungen zu sammeln, diese in den kasuistisch-technischen Seminaren zu reflektieren und mit der Lehranalyse zu beginnen.
Nicht immer gelingt es, alle Ausbildungsbehandlungen innerhalb dieser drei Jahre abzuschließen. Vor allem die analytischen Langzeitbehandlungen mit einem Umfang von mindestens 240 Stunden können länger dauern. Hierdurch entstehen Ihnen jedoch keine zusätzlichen Kosten. Denn die Seminargebühren sind auf die insgesamt fünfjährige Theorievermittlung begrenzt, während Supervision und ggf. die Fortführung der Selbsterfahrung durch die erzielten Behandlungshonorare abgedeckt werden.
Wenn die zeitlichen und inhaltlichen Vorgaben für die Ausbildung (§ 1-5 PsychThAPrV) erfüllt sind, können Sie sich beim Regierungspräsidium zur Approbationsprüfung anmelden (§ 7 PsychThAPrV). Diese besteht aus einem schriftlichen (§ 16) und einem mündlichen (§ 17) Teil. Für den mündlichen Teil legen Sie als Falldarstellung eine tiefenpsychologische und eine psychoanalytische Behandlung vor.
Im Gegensatz zu einer verbreiteten Auffassung ist die Kombination von analytischer und tiefenpsychologischer Fachkunde in der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten zwar zeitaufwendiger, aber keinesfalls teurer als der Erwerb einer tiefenpsychologischen oder verhaltenstherapeutischen Fachkunde allein.
Folgen Sie dem Link, um eine detaillierte Modellrechung für die kombinierte Ausbildung in analytischer und tiefenpsychologischer Psychotherapie einzusehen.
Die Modellrechnung zeigt die Bilanz von Einnahmen und Kosten für eine kombinierte Ausbildung. Diese Modellrechnung basiert auf den aktuellen Vorgaben des Psychotherapeutengesetzes und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung, unseren aktuellen Gebührensätzen, sowie den aktuellen Honoraren für Lehranalyse und Supervision. Alle diese Zahlen können nicht garantiert werden und sich ändern. Wir bitten daher um Verständnis, dass die Modellrechnungen unverbindlich sind. Außerdem weisen wir darauf hin, dass weder die Gebühren für die staatliche Prüfung, noch eventuelle Vergütungen für das Klinikpraktikum berücksichtigt worden sind.
Haben Sie Fragen zur Weiterbildung? Gern steht Ihnen unsere Ausbildungskoordinatorin, Frau Gudrun Rißmann, telefonisch (06221 – 658936), per E-Mail (ausbildung[at]ipp-heidelberg.de) oder persönlich im Institut, Alte Bergheimer Straße 5 in 69115 Heidelberg, zu Verfügung.