Source: http://elibrary.verlagoesterreich.at/main/e-journals/juridikum-zeitschrift-fur-kritik-recht-gesellschaft/2016/heft-3/juridikum-2016-3.html
Timestamp: 2017-04-27 03:14:18
Document Index: 377749596

Matched Legal Cases: ['§ 129', '§ 209', '§ 210', '§ 220', '§ 221', '§ 207', '§ 20', '§ 32', '§ 44', '§ 45', '§ 46', '§ 49', '§ 51', '§ 52', '§ 75', '§ 28', '§ 27', '§ 43', 'Art 11', 'Art 2', '§ 10', '§ 2', 'Art 79', '§ 10', 'Art 78', 'Art 21', 'Art 22', 'Art 24', '§ 2', 'Art 20', 'Art 8', 'Art 14', '§ 10', '§ 21', '§ 27', '§ 28', '§ 28', 'Art 27', 'Art 30', 'Art 3', 'Art 3', 'Art 5', 'Art 6', 'Art 13', 'Art 15', 'Art 59', 'Art 1', 'Art 2', 'Art 6', 'Art 20', 'Art 215', 'Art 256', 'Art 263', 'Art 275', 'Art 41', 'Art 47', 'Art 48', 'Art 51', 'Art 52', 'Art 105', 'EuG', 'Art 24', 'Art 6', 'Art 47', 'Art 6', 'Art 47', 'EGMR', 'EuG', 'Art 3', 'Art 13', 'Art 1', 'Art 3', 'Art 1', 'Art 2', '§ 104', 'Art 36', '§ 38', '§ 382', '§ 382', '§ 1', '§ 6', '§ 11', '§ 1361', '§ 1', '§ 2', '§ 14', '§ 34', '§ 203', '§ 323']

JURIDIKUM 2016/3 - Heft 3 - 2016 - juridikum - zeitschrift für kritik, recht, gesellschaft - e-Journals
/ JURIDIKUM 2016/3
Volltext Cover Download vor.satzJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 277–278
Voithofer, Caroline Erschütterungen des Glaubens an die Objektivität des (Rechts)Systems
Bundespräsidentenwahl 2016, staatenlos, Nicht-Recht, Nicht-Status, Arendt, Rechtsphilosophie, JURIDIKUM 2016, 277 Abstract:Den Glauben an die Objektivität des (Rechts)Systems zu erschüttern, ist etwas, auf... Abstract:Den Glauben an die Objektivität des (Rechts)Systems zu erschüttern, ist etwas, auf das kritische Jurist_innen mit dem Hinterfragen (rechts)dogamtischer Wahrheitsansprüche eigentlich hinwirken. Dass die zu vermutenden jüngsten Erschütterungen hingegen nicht Jubel auslösen, ist geradezu eine Aufforderung dazu, sich selbst und was da passiert, in den Blick zu nehmen. Die jüngsten Erschütterungen, von denen der Beitrag ausgeht, sind die VfGH-E zur Aufhebung der Bundespräsidentenwahl und Erlebnisse von Bürger_innen in Situationen mit Menschen, die durch das/im Rechtssystem zu nicht mehr Verarbeitbaren/Verarbeiteten gemacht werden sowie Reaktionen des Rechtssystems in diesen Situationen. Volltext	merk.würdigJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 281–283
Kraml, Barbara There still is some way to go ...
45 Jahre ‚Kleine Strafrechtsreform‘ in Österreich Sexualstrafrecht, Rechtsgeschichte, Homosexualität, queer, EPG, JURIDIKUM 2016, 281, § 129 Ib StG 1852, § 209 StGB, § 210 StGB, § 220 StGB, § 221 StGB, § 207b StGB Abstract:Am 23. und 24. Juni 2016 fand an der Universität Wien eine interdisziplinäre Tagung... Abstract:Am 23. und 24. Juni 2016 fand an der Universität Wien eine interdisziplinäre Tagung statt, die sich unter dem Topos „45 Jahre ‚Kleine Strafrechtsreform‘. Kontinuitäten und Brüche im Umgang mit Homosexualität(en) in Österreich im 20. Jahrhundert“ mit der Geschichte und dem Nachwirken der Homosexuellenverfolgung auseinandersetzte. Volltext	merk.würdigJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 284–286
Broucek, Miriam Handbuch Crowdfunding & AltFG
Alternative Finanzierungen, Alternativfinanzierungsgesetz, Alternative Investmentfonds, Aufsichtsrecht, Bankwesen, Crowdfunding, Crowdinvesting, Finanzmarktaufsicht, Finanzmarktregulierung, Gewerberecht, Investmentfonds, Kapitalmarktrecht, Konsumentenschutzrecht, Konzessionsrecht, Prospektrecht, Unternehmensgründung, Wertpapieraufsichtsgesetz, Zahlungsdienstleistungen, AIFMG, AltFG, BWG, FMABG, GewO, KMG, KSchG, ZaDiG, JURIDIKUM 2016, 284 Abstract:Rezension zu: Kaufmann/Seper/Zenz (Hrsg), Handbuch Crowdfunding & AltFG, MANZ Verlag,... Abstract:Rezension zu: Kaufmann/Seper/Zenz (Hrsg), Handbuch Crowdfunding & AltFG, MANZ Verlag, Wien (2016), 149 Seiten, ISBN 978-3-214-00883-3.Der Artikel bietet eine kurzbündige Rezension zu dem im Frühjahr 2016 im MANZ-Verlag erschienen Werk. Mit dem vorliegenden Handbuch werden die Rechtskonstruktionen alternativer Finanzierungsformen für juristische LaiInnen verständlich erklärt und diese mit den Gegebenheiten am österreichischen Markt in Bezug gesetzt. Der Schwerpunkt des Buches liegt in der Darstellung der regulatorischen Verpflichtungen, der eine von JungunternehmerInnen gewählte Finanzierungsstruktur unterliegen können, und deren Konsequenzen, allen voran Konzessionserfordernisse. Schließlich wird ein Überblick über das österreichische Alternativfinanzierungsgesetz und die zugehörige Informationsverordnung gegeben und abschließend Praxissszenarien zum Crowdinvesting aufgezeigt. Volltext	recht & gesellschaftJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 287–296
Meinken, Henning Gewerkschaftliche Organisation im Strafvollzug
Warum Strafgefangene unter den derzeitigen Bedingungen eine Gewerkschaft brauchen Strafvollzug, Rechtsvergleich Österreich Deutschland, Gefangenen-Gewerkschaft, GGBO, GG/BO, Arbeitspflicht, Gefängnis, JVA, Gewerkschaftsfreiheit, JURIDIKUM 2016, 287, § 20 StVG, § 32 StVG, § 44 StVG, § 45 StVG, § 46 StVG, § 49 StVG, § 51 StVG, § 52 StVG, § 75 StVG, § 28 HstVollzG, § 27 HstVollzG, § 43 HstVollzG, Art 11 EMRK, Art 2 ILO-Übereinkommen Abstract:Auch in Österreich gibt es aktuell die Bestrebungen eine Gefangenen-Gewerkschaft, wie... Abstract:Auch in Österreich gibt es aktuell die Bestrebungen eine Gefangenen-Gewerkschaft, wie die in Deutschland bereits aktive Gefangenen-Gewerkschaft Bundesweite Organisation (GG/BO), aufzubauen. Dieser Artikel vergleicht die arbeitsspezifischen Bedingungen des Strafvollzugs in Österreich und Deutschland und versucht eine Antwort zu geben, ob und unter welchen Voraussetzungen eine gewerkschaftliche Organisation der Gefangenen unter den derzeitigen Gegebenheiten vielversprechend ist. Volltext	recht & gesellschaftJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 297–308
Grund, Sebastian Die Staateninsolvenz als Geschäftsmodell
Spekulative Hedgefonds, Staatschuldenkrisen und das „Hold-Out Creditor“ Problem Staateninsolvenz, Spekulation, Hold-Out Creditor, Völkerrecht, Internationaler Währungsfonds, Vereinte Nationen, Argentinien, US-amerikanische Rechtssprechung, JURIDIKUM 2016, 297 Abstract:Zwischen 1980 und 2010 konnten mehr als die Hälfte aller Staaten ihre Auslandsschulden... Abstract:Zwischen 1980 und 2010 konnten mehr als die Hälfte aller Staaten ihre Auslandsschulden zumindest temporär nicht mehr bezahlen. Finanzkrisen von Staaten sind jedoch weder ein Anwendungsfall des innerstaatlichen Insolvenzrechts, noch gibt es einen völkerrechtlichen Mechanismus, der ein geordnetes Insolvenzverfahren im internationalen Kontext ermöglicht. Diese Lücke in der globalen Finanzarchitektur erlaubt es spezialisierten Hedgefonds, mit der Zahlungsunfähigkeit von Nationen zu spekulieren. Sowohl die argentinische Staatsschuldenkrise 2001 als auch die griechische Finanzkrise 2012 haben verdeutlicht, dass das Völkerrecht immer weniger Schutz vor aggressivem InvestorInnenverhalten bietet. Dieser Beitrag wirft ein Licht auf den Rechtsrahmen für Staatsschulden und erklärt anhand des argentinischen Insolvenzfalles, warum Hedgefonds mit einer moralisch fragwürdigen – aber völlig legalen – Taktik bankrotte Staaten als Geiseln nehmen können. Außerdem behandelt der Beitrag die Reformvorschläge. Volltext	recht & gesellschaftJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 309–318
Oberprantacher, Andreas Kritik der Grenze
Am Rande eines geschichtsmächtigen Narrativs Grenzregime, Gouvernementalität, Europa, Rechtsphilosophie, Flucht, Migration, Illegalität, JURIDIKUM 2016, 309 Abstract:Dieser Text ist dem Versuch gewidmet, anhand einiger programmatischer Gedanken eine... Abstract:Dieser Text ist dem Versuch gewidmet, anhand einiger programmatischer Gedanken eine Kritik der Grenze zu formulieren, die sich nicht einseitig auf zwischenstaatliche Grenzverläufe fixiert, sondern das globale Wuchern von Grenzzonen auf einem mikro- und makroskopischen Niveau problematisiert. In diesem Sinne wird es auch darauf ankommen, neben der staatlichen Autorität (und das territoriale Prinzip, auf das sie sich beruft) noch andere Aspekte und Kräfte zu diskutieren, welche relevant sein könnten, um zu begreifen, wie es sich mit Grenzen momentan verhält. Volltext	recht & gesellschaftJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 319–328
Hense-Lintschnig, Philipp „Grenzmanagement“ und Assistenzeinsatz
Über „Handarbeit“ mit Beistand an Österreichs Binnengrenzen Schengen, Grenzkodex, Binnengrenze, Grenzkontrollen, Assistenzeinsatz, Bundesheer, Sicherheitsrecht, Wehrrecht, Schengener Grenzkodex, JURIDIKUM 2016, 319, § 10 Abs 2 GrenzkontrollG, § 2 WehrG, Art 79 B-VG Abstract:Dieser Beitrag geht der Frage nach, wie das von Österreich installierte... Abstract:Dieser Beitrag geht der Frage nach, wie das von Österreich installierte „Grenzmanagement“ juristisch konzipiert ist. Auf eine Untersuchung der nationalstaatlichen Rechtsgrundlage, die in § 10 Abs 2 Grenzkontrollgesetz die Wiedereinführung von Grenzkontrollen an den Binnengrenzen ermöglicht, folgt eine Untersuchung der VO (EU) 2016/399 (Schengener Grenzkodex). Kursorisch wird überprüft, ob diese ein gemeinsames Ganzes bilden. Abschließend wird der seit Herbst 2015 stattfindende Assistenzeinsatz des österreichischen Bundesheeres rechtlich gewürdigt. Volltext	recht & gesellschaftJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 329–338
Matti, Emanuel Wer braucht wie viel Schutz?
Mechanismen zur Identifikation besonders schutzbedürftiger Personen im Asyl- und Grundversorgungsrecht Asylverfahren, Grundversorgung, Minderjährige, Opfer von Folter und Gewalt, Unionsrecht, Vulnerabilität, JURIDIKUM 2016, 329, Art 78 AEUV, Art 21 Aufnahmerichtlinie, Art 22 Aufnahmerichtlinie, Art 24 Verfahrensrichtlinie, § 2 GVG-Bund Abstract:Asylsuchende, die in der Europäischen Union einen Antrag auf internationalen Schutz... Abstract:Asylsuchende, die in der Europäischen Union einen Antrag auf internationalen Schutz stellen, sind vielfach besonders vulnerabl wie etwa Minderjährige, Menschen mit Behinderung, Personen mit schweren körperlichen oder psychischen Erkrankungen oder Personen die Folter, Vergewaltigung oder sonstige schwere Formen psychischer, physischer oder sexualiserter Gewalt erlitten haben. Daher ist ein Mechanismus zur Abklärung besonderer Bedürfnisse bereits bei Antragstellung sowie in späteren Phasen des Asylverfahrens dringend geboten. Die Vorgaben der unionsrechtlichen Aufnahme- und Verfahrensrichtlinie verpflichten die Mitgliedstaaten zur Schaffung eines eindeutigen gesetzlichen Rahmens zur Identifikation vulnerabler Schutzsuchender. Im vorliegenden Beitrag wird dargelegt, dass ein effektiver Identifikationsmechanismus im österreichischen Asyl- und Grundversorgungsrecht fehlt. Ein solcher Mechsanismus wäre aber notwendig, um eine adäquate Versorgung und ein faires Asylverfahren gewährleisten zu können, weshalb entsprechende Umsetzungsmöglichkeiten vorgeschlagen werden. Volltext	recht & gesellschaftJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 339–349
Rieder, Clemens M Zur Bewilligung von DoppelstaatsbürgerInnenschaften im österreichischen Staatsbürgerschaftsgesetz 1985 – eine kritische Analyse
DoppelstaatsbürgerInnenschaft, UnionsbürgerInnenschaft, Interpretation, VwGH, JURIDIKUM 2016, 339, Art 20 AUEV, Art 8 EMRK, Art 14 EMRK, § 10 StbG, § 21 StbG, § 27 StbG, § 28 StbG Abstract:Österreich gehört in der EU zu jenen Mitgliedstaaten, die... Abstract:Österreich gehört in der EU zu jenen Mitgliedstaaten, die DoppelstaatsbürgerInnenschaften nur sehr eingeschränkt zulassen. Der vorliegende Beitrag analysiert § 28 StbG 1985, der es Antragstellenden erlaubt, unter bestimmten Voraussetzungen um die Bewilligung der Beibehaltung der StaatsbürgerInnenschaft anzusuchen. Es soll dabei zunächst die derzeitige Interpretation dieser Bestimmung durch den VwGH herausgearbeitet werden, die es in einem zweiten Schritt kritisch zu evaluieren gilt. Volltext	recht & gesellschaftJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 350–360
Traußnigg, Martin Effektiver Rechtsschutz vs öffentliche Sicherheit
Zum Recht auf ein faires Verfahren in der europäischen Terrorbekämpfung Grundrechte, Menschenrechte, Europa, EU, EMRK, GRC, Terrorismus, öffentliche Sicherheit, Vertraulichkeit, effektiver Rechtsschutz, Verteidigungsrechte, faires Verfahren, Art 27 RL 2004/38/EG, Art 30 RL 2004/38/EG, JURIDIKUM 2016, 350, Art 3 Satzung-Europarat, Art 3 EMRK, Art 5 EMRK, Art 6 EMRK, Art 13 EMRK, Art 15 EMRK, Art 59 EMRK, Art 1 7. ZP EMRK, Art 2 EUV, Art 6 EUV, Art 20 AEUV, Art 215 AEUV, Art 256 AEUV, Art 263 AEUV, Art 275 AEUV, Art 41 GRC, Art 47 GRC, Art 48 GRC, Art 51 GRC, Art 52 GRC, Art 105 VfO-EuG, Art 24 UN-Charta Abstract:Der vorliegende Beitrag behandelt den Umfang der in Art 6 Abs 1 EMRK und Art 47 GRC... Abstract:Der vorliegende Beitrag behandelt den Umfang der in Art 6 Abs 1 EMRK und Art 47 GRC verankerten Verfahrensgarantien im Kontext der uni- bzw multilateralen Bekämpfung des internationalen Terrorismus auf europäischer Ebene. Anhand ausgewählter Judikatur des EGMR (Chahal, A und andere) bzw des EuGH (ZZ, Kadi IV) wird das Spannungsverhältnis zwischen der Wahrung öffentlicher Sicherheitsinteressen und der Gewährleistung effektiven Rechtsschutzes bzw fairer Verfahren einführend erörtert. Der Fokus liegt insb auf dem legitimen Allgemeininteresse der Vertraulichkeit bestimmter Informationen bzw Beweise, das jedoch in jedem Einzelfall mit den subjektiven Rechtspositionen betroffener Individuen in Einklang gebracht werden muss. Volltext	thema: FJT 2016 ? Beiträge zur feministischen RechtspolitikJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 361–363
Doll, Isabell | Rössl, Ines | Sagmeister, Maria FJT 2016 ? Beiträge zur feministischen Rechtspolitik
Vorwort JURIDIKUM 2016, 361 „Die“ feministische Rechtswissenschaft gibt es nicht. Sie ist thematisch und in ihren... „Die“ feministische Rechtswissenschaft gibt es nicht. Sie ist thematisch und in ihren theoretischen Prämissen divers und umfasst akademische, rechtspraktische und aktivistische Perspektiven, die sich wechselseitig bereichern. Ein Ort des Austausches und der Vernetzung feministisch-juristischer Theorien und Praxen im deutschsprachigen Raum ist seit den 1970er Jahren der Feministische Juristinnen*tag, kurz FJT.Der FJT findet seit 1978 jährlich statt und gibt feministisch fundierten Theoretikerinnen und Praktikerinnen aus den verschiedenen juristischen Berufen, sowie Studentinnen die Gelegenheit sich auszutauschen, miteinander zu arbeiten und eine Basis für langfristige Kooperationen aufzubauen. Durch den trinationalen Charakter (D, Ö, CH) der Konferenz bietet sie einen der wenigen Räume für die Erarbeitung von länderübergreifenden Strategien zur Förderung von Geschlechtergerechtigkeit. Im Mai 2016 fand der FJT erstmals in Österreich statt und lockte mehr als 300 Teilnehmerinnen nach Wien. Veranstaltet wurde die mehrtägige Konferenz vom Verein österreichischer Juristinnen und der Professur für Rechtsphilosophie und Legal Gender Studies an der Universität Wien. In Arbeitsgruppen, Podiumsdiskussionen und Workshops wurden zahlreiche Themen behandelt, von denen hier nur einige genannt werden sollen: Eigentums- und Vermögensdelikte im Geschlechtervergleich, Familienrecht aus queerer Perspektive, Genderstereotypen im Arbeitsschutz, Opferrechte im Strafverfahren, Pornographie im Lichte neuer Medien, reproduktive Rechte, Gleichbehandlungsrecht, der Privilegienbegriff als theoretisches Konzept und Völkerrechtsinstrumente wie CEDAW und Istanbul-Konvention. Inhaltlicher Schwerpunkt der Tagung war das aktuelle Thema Flucht und Geschlecht. Dabei ging es ua um genderspezifische Aspekte des Flüchtlingsbegriffs und des Grenzregimes, die Unterbringung von geflüchteten Frauen* und LGBTI-Personen sowie um Geschlechter(de)konstruktionen in Asylverfahren.Der vorliegende juridikum-Schwerpunkt nimmt den FJT 2016 zum Anlass, Schlaglichter auf die feministische Rechtswissenschaft zu werfen, die Beiträge sind von Vortragenden des diesjährigen FJT verfasst, wobei es sich in erster Linie um Beiträge mit konkret rechtspolitischem Bezug handelt. Volltext	thema: FJT 2016 ? Beiträge zur feministischen RechtspolitikJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 364–375
Markard, Nora Gender auf der Flucht
Eröffnungsvortrag auf dem 42. FJT Schlagwörter:, Flüchtlingsrecht, Kriegsflüchtlinge, Frauenrechte, Intersektionalität, sexuelle Gewalt, LGBTI, Art 3 VO (EU) 604/2013, Art 13 VO (EU) 604/2013, JURIDIKUM 2016, 364, Art 1A2 GFK, Art 3 EMRK, Art 1 AEMR, Art 2 AEMR, § 104 Abs 13 AufenthG, Art 36 Istanbul-Konvention Abstract:Flucht und Asyl waren bestimmende Themen des 42. Feministischen Juristinnentags. Dieser... Abstract:Flucht und Asyl waren bestimmende Themen des 42. Feministischen Juristinnentags. Dieser Beitrag stellt eine gekürzte Fassung des Eröffnungsvortrags dar, der sich feministischen Perspektiven auf dieses Thema widmete und dabei einen Schwerpunkt auf Kriegsflüchtlinge legte. Im 1. Abschnitt setzt sich der Beitrag mit dem Flüchtlingsbegriff auseinander und entwickelt intersektionale Perspektiven auf geschlechtsspezifische Verfolgung. Im 2. Abschnitt werden die Gefahren der Flucht insbes für Frauen und Mädchen im Transit skizziert. Der 3. Abschnitt widmet sich der Ankunft im Aufnahmeland, eingebettet in die auf Externalisierung ausgerichtete europäische Flüchtlingspolitik, und spricht geschlechtsspezifische Probleme der Unterbringung und des Asylverfahrens an. Abschließend widmet sich der Beitrag der Verschiebung der Diskussion nach den sexistischen Übergriffen in der Silvesternacht in Köln und verwehrt sich gegen Strategien des “Otherings” sexualisierter Gewalt. Volltext	thema: FJT 2016 ? Beiträge zur feministischen RechtspolitikJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 376–387
Frings, Dorothee Geflüchtete Frauen – Schutz vor Gewalt und Selbstermächtigung in Flüchtlingsunterkünften
geflüchtete Frauen, Gewaltschutz, Flüchtlingsunterkünfte, Flüchtlingsaufnahme, Gemeinsames Europäisches Asylsystem, UN-Frauenrechtskonvention, CEDAW, AEUV, BRK, EMRK, GRC, Istanbul-Konvention, Richtlinie 2013/33/EU, SGB II, SGB XII, JURIDIKUM 2016, 376, § 38a SPG, § 382b Exekutivordnung, § 382e Exekutivordnung, § 1 AsylbLG, § 6 AsylbLG, § 11 AsylbLG, § 1361b BGB, § 1 GewSchG, § 2 GewSchG, § 14 LPatG, § 34 PolG NRW, § 203 StGB, § 323c StGB Abstract:Geflüchtete Frauen sind in Sammelunterkünften für Flüchtlinge in Österreich und... Abstract:Geflüchtete Frauen sind in Sammelunterkünften für Flüchtlinge in Österreich und Deutschland unzureichend vor häuslicher Gewalt und vor sexuellen Übergriffen fremder Männer geschützt. Internationale Standards und die verbindlichen EU-Vorschriften werden derzeit nicht eingehalten. Anders als in Österreich kann in Deutschland auch kein angemessener individueller Schutz angeboten werden, weil es an Vorschriften fehlt, die zum Zweck des Gewaltschutzes ausdrücklich Ausnahmen von der Residenz- und Wohnpflicht zulassen. Auch die Finanzierung einer geschützten Unterbringung für asylsuchende Frauen ist bislang nicht rechtssicher geregelt. Rechtsverluste für die betroffenen Frauen sind vorprogrammiert. Volltext	thema: FJT 2016 ? Beiträge zur feministischen RechtspolitikJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 388–397
Stelkens, Anke Wahlarbeitszeit
Schlüssel zu einer selbstbestimmten Erwerbsbiographie Wahlarbeitszeit, Arbeitszeitrecht, Sozialrecht, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Elternzeit, Elternkarenz, Pflegezeit, Pflegekarenz, Familienpflegezeit, Teilzeitarbeit, EU-Elternzeitrichtlinie, BEEG, TZBG, MSchG, LAG, FamLAG, KUG, KEG, VKG, JURIDIKUM 2016, 388 Abstract:Die Sachverständigenkommission „Arbeits-, Gleichstellungs- und Wirtschaftsrecht“... Abstract:Die Sachverständigenkommission „Arbeits-, Gleichstellungs- und Wirtschaftsrecht“ des Deutschen Juristinnenbundes hat ein Konzept für ein Wahlarbeitszeitgesetz erarbeitet. Das G soll für die Beschäftigten umfassende subjektive Rechte auf eine selbstbestimmter(e) Zeitverwendung in der Erwerbsarbeit rechtspolitisch umsetzen. Wahlarbeitszeit meint eine lebensphasenorientierte Gestaltung von Erwerbsarbeitszeit, die für beide Geschlechter die Möglichkeit eines gleichberechtigten und partnerschaftlichen Lebens eröffnet und damit den Abschied vom „40 Jahre - 40 Stunden - Normalarbeitsverhältnis“ mit seinen negativen ökonomischen und beruflichen Folgen insbesondere für Frauen bedeutet. Das Konzept wurde auf dem djb Bundeskongress im September 2015 erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert. Auf dem FJT 2016 war das Konzept Thema einer AG. Eine möglichst weite Verbreitung der rechtspolitischen Idee eines WahlarbeitszeitG, Diskussionen und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht. Volltext	thema: FJT 2016 ? Beiträge zur feministischen RechtspolitikJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 398–402
Marlen, Kristina Frauen kaufen Sex
Sexarbeit, Prostitution, Feminismus, Patriarchat, Ökonomie, Gender, Körper, Selbstbestimmung, Sexualität, Bondage, SM, Domina, Tantra, ProstG, ProstSchG, JURIDIKUM 2016, 398 Abstract:Frauen als Kundinnen in der Sexarbeit – gibt es das überhaupt? Ja, es gibt sie, und... Abstract:Frauen als Kundinnen in der Sexarbeit – gibt es das überhaupt? Ja, es gibt sie, und sie sind keine Ausnahme mehr. Was suchen Frauen, wenn sie sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen? Ist dies als Akt der Emanzipation zu lesen, und was bedeutet es für die Annahme, dass „käufliche Liebe“ ein Ausdruck des Patriarchats sei? Welches Licht wirft das auf Sexarbeit selbst und kann es uns ermöglichen, die Machtverhältnisse zwischen Kund*in und Anbieter*in neu zu lesen? Verändert es unseren feministischen Blick auf Sexarbeit? In diesem Artikel werden einige der herrschenden Narrative in und um Sexarbeit, weibliches Begehren und Sexualverhalten benannt und hinterfragt. Kristina Marlen ist Sexarbeiterin in Berlin und wendet sich mit ihrem Angebot an alle Geschlechter. Sie setzt sich für eine emanzipatorische Praxis in der Sexarbeit ein – sowohl am individuellen Arbeitsplatz als auch in der medialen Darstellung des Berufs. Volltext	thema: FJT 2016 ? Beiträge zur feministischen RechtspolitikJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 403–408
Asylrecht, Sexualstrafrecht, Antidiskriminierungsrecht, Gewaltschutz, Verschuldensprinzip, Unterhaltsrecht, Schwangerschaftsabbruch, Feministischer Juristinnen*tag, Feministische Rechtswissenschaft, JURIDIKUM 2016, 403 Abstract:Anlässlich des Feministischen Juristinnen*tags 2016 wurden im Plenum rechtspolitische... Abstract:Anlässlich des Feministischen Juristinnen*tags 2016 wurden im Plenum rechtspolitische Resolutionen (Stimmenmehrheit von 80 %, Sperrminorität 7 Stimmen) und Fachstellungnahmen (mindestens 40 Stimmen) beschlossen. Diese betreffen die Themen Flucht und Geschlecht, das Sexualstrafrecht und insbes die Umsetzung der Istanbul-Konvention, die Abschaffung des Verschuldensprinzips beim nachehelichen Unterhalt, Opferrechte im Strafverfahren, das Gleichbehandlungsrecht, und die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs. Volltext	nach.satzJURIDIKUM 2016/3, Jahrgang 2016, Heft 3, S. 409–412
Broucek, Miriam Die Herren des Geldes – Das Geld der Herren
Feministische Analysen des Finanzsystems – ein Tagungsbericht Ökonomie, Feminismus, Finanzkrise, JURIDIKUM 2016, 409 Abstract:Am 17. Juni 2016 fand unter der Organisation von ua der AK Wien, dem Institut für... Abstract:Am 17. Juni 2016 fand unter der Organisation von ua der AK Wien, dem Institut für Institutionelle und Heterodoxe Ökonomie, dem Beigewum und WU-Studierendenvertretetungen eine Konferenz an der WU Wien statt, welche sich ausschließlich der feministischen Ökonomie und der geschlechtlichen Dimension des Finanzsystems widmete. Feministische Ökonominnen beleuchteten in ihren Vorträgen die männliche Dominanz in Institutionen, Leitbildern und Verhaltensweisen des Finanzsektors, deren soziale und ökonomische Auswirkungen und setzten diesem männlichen Herrschaftsverhältnis eine feministische Denkweise von Wirtschaft entgegen. Volltext	Fachgebiete