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Timestamp: 2016-10-21 00:47:57
Document Index: 84467627

Matched Legal Cases: ['Art. 42', 'Art. 13', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 82', 'Art. 83', 'e contrario', 'Art. 86', 'Art. 89', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 49', 'Art. 51', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 50', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 42', 'Art. 51', 'Art. 13', 'Art. 8', 'Art. 64', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_1008/2015 (20.06.2016)
2C_1008/2015 � � Urteil vom 20. Juni 2016
A.A.________ (geb. 1988) stammt aus Serbien. Sie heiratete am 12. Januar 2008 den in der Schweiz aufenthaltsberechtigten Landsmann C.________ (geb. 1984), worauf ihr am 12. August 2008 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei diesem erteilt wurde. Mitte Oktober 2009 trennten sich die Eheleute; am 23. Dezember 2010 wurde die Ehe geschieden und die Bewilligung von A.A.________ am 21. Mai 2012 widerrufen bzw. nicht mehr verl�ngert (vgl. Nichteintretensentscheid des Bundesgerichts 2C_90/2014 vom 29. Januar 2014). Am 20. M�rz 2014 ersuchte A.A.________ darum, ihre Situation als schwerwiegenden pers�nlichen H�rtefall zu behandeln, was das Migrationsamt des Kantons Z�rich tags darauf ablehnte, worauf A.A.________ am 28. M�rz 2014 in ihre Heimat ausreiste.
Am 25. Juli 2014 heiratete A.A.________ den Schweizer B�rger B.A.________ (geb. 1965). Dieser hat zwei S�hne aus einer fr�heren Ehe (geb. 1989 bzw. 1992) und eine Tochter (geb. 2010) aus einer ausserehelichen Beziehung. Kurz vor der Ehe mit B.A.________ hatte A.A.________ am 8. Mai 2014 noch den Schweizer B�rger D.________ (geb. 1960) heiraten wollen; das entsprechende Gesuch zog sie jedoch am 14. Mai 2014 wieder zur�ck. Das Migrationsamt des Kantons Z�rich lehnte es am 14. Januar 2015 ab, A.A.________ die Einreise und den Aufenthalt im Familiennachzug zu gestatten; verschiedene Indizien (Altersunterschied, widerspr�chliche Aussagen, Zusammenleben mit einem fr�heren Partner vom 1. Oktober 2010 bis zum 11. Februar 2013) wiesen darauf hin, dass es A.A.________ nicht um eine echte eheliche Beziehung gehe, sondern einzig darum, in der Schweiz eine Aufenthaltsbewilligung zu erlangen, "um hier weiter einer Erwerbst�tigkeit nachgehen zu k�nnen" ("Umgehungsehe" bzw. "Scheinehe"). Die hiergegen gerichteten kantonalen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg. Das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich ging in seinem Urteil vom 21. Oktober 2015 davon aus, dass es dem Ehepaar A.________ nicht gelungen sei, die verschiedenen f�r eine Umgehungsehe sprechenden Indizien zu entkr�ften; angesichts der "gewichtigen" Hinweise, welche f�r das Vorliegen einer Umgehungsabsicht zumindest seitens der Gattin spr�chen, habe darauf verzichtet werden d�rfen, ihr im Familiennachzug eine Aufenthaltsbewilligung "auf Probe" zu erteilen.
Das Ehepaar A.________ beantragt vor Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich aufzuheben und das Migrationsamt anzuhalten, A.A.________ die beantragte Bewilligung zu erteilen. Die Ausf�hrungen der kantonalen Beh�rden ersch�pften sich in blossen "Vermutungen und M�glichkeiten", st�tzten sich indessen auf keine "sorgf�ltige, gewissenhafte und unvoreingenommene Beurteilung". Zwischen A. und B.A.________ bestehe eine umfassende Liebes- und Lebensbeziehung. Die erste in der Schweiz gelebte Verbindung sei auseinandergegangen, da A.A.________ Opfer h�uslicher Gewalt geworden sei. Sie habe in der Folge im M�rz 2014 innerhalb von 5 Tagen die Schweiz "Hals �ber Kopf" verlassen m�ssen, weshalb sie "emotional v�llig durcheinander" gewesen sei. Die kantonalen Beh�rden unterstellten A.A.________ aktenwidrig, willk�rlich und entgegen den aktenkundigen Beweisen, dass sie eine "kalte, gef�hlslose, kalkulierende, junge Frau sei", die ihren Gatten nicht wirklich liebe und die ihn nur wegen der Aufenthaltsbewilligung geheiratet habe.
Das Migrationsamt und das Staatssekretariat f�r Migration (SEM) beantragen ohne weitere Begr�ndung, die Beschwerde abzuweisen; die Sicherheitsdirektion und das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich haben darauf verzichtet, sich vernehmen zu lassen. Das Ehepaar A.________ hat am 15. Februar 2016 an seinen Antr�gen und Ausf�hrungen festgehalten.
Mit Verf�gung vom 8. Dezember 2015 wies der Abteilungspr�sident das mit der Beschwerde verbundene Gesuch ab, A.A.________ f�r die Dauer des Verfahrens vorsorglich zu gestatten, bei ihrem Gatten zu wohnen, da f�r eine derartige Massnahme nach der Aktenlage keine Notwendigkeit bestehe, nachdem A.A.________ sich nach ihren eigenen Darlegungen in Serbien befinde und im Rahmen von Tourismusaufenthalten jeweils w�hrend zweimal 90 Tagen pro Jahr zu ihrem Ehemann in die Schweiz kommen k�nne.
1.1.�B.A.________ ist Schweizer B�rger und seit dem 25. Juli 2014 mit A.A.________ verheiratet. Er hat grunds�tzlich einen gesetzlich (Art. 42 Abs. 1 AuG [SR 142.20]) wie verfassungs- (Art. 13 BV) bzw. konventionsm�ssig (Art. 8 Ziff. 1 EMRK) begr�ndeten Anspruch darauf, seine Ehefrau in die Schweiz nachziehen zu k�nnen (Urteil 2C_1170/2012 vom 24. Mai 2013 E. 1.1). Ob die Voraussetzungen hierf�r erf�llt sind, ist eine Frage der materiellen Beurteilung und nicht des Eintretens (BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179 f.; Urteil 2C_195/2012 vom 2. Januar 2013 E. 1.1, nicht publ. in: BGE 139 I 37 ff.). Die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den kantonal letztinstanzlichen Endentscheid (Art. 90 BGG) ist daher zul�ssig (vgl. Art. 82 i.V.m. Art. 83 lit. c Ziff. 2 [e contrario], Art. 86 Abs. 1 lit. d und Art. 89 BGG).
1.2.�Nicht einzutreten ist auf die erg�nzend eingereichte subsidi�re Verfassungsbeschwerde; dieser kommt keine eigenst�ndige Bedeutung zu, nachdem das Bundesgericht die R�ge einer Verletzung von verfassungsm�ssigen Rechten auch im Rahmen der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten pr�fen kann (Art. 95 lit. a BGG; vgl. BGE 137 V 57 E. 1.3 S. 60; 136 II 5 E. 1.4 S. 9; Urteil 2C_75/2013 vom 29. August 2013 E. 1.2).
2.1.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, wie die Vorinstanz ihn festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann diesen - soweit entscheidwesentlich - bloss berichtigen oder erg�nzen, wenn er offensichtlich unrichtig oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensrechte ermittelt worden ist (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Die beschwerdef�hrende Person muss rechtsgen�gend dartun, dass und inwiefern der festgestellte Sachverhalt bzw. die beanstandete Beweisw�rdigung klar und eindeutig mangelhaft erscheint (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.; 133 III 350 E. 1.3 S. 351 f.). Auf rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung bzw. an der Beweisw�rdigung geht das Bundesgericht nicht ein (BGE 136 II 101 E. 3 S. 104 f.). Die beschwerdef�hrende Partei muss in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte bekr�ftigen, die sie bereits im kantonalen Verfahren vertreten hat, sondern mit ihrer Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ankn�pfen (vgl. BGE 134 II 244 E. 2 S. 245 f.).
2.2.�Die vorliegende Eingabe gen�gt diesen Begr�ndungsanforderungen weitgehend nicht: Die Beschwerdef�hrer beschr�nken sich darauf, in einzelnen Punkten - beispielsweise etwa hinsichtlich der Frage des Vorliegens ehelicher Gewalt w�hrend der ersten Beziehung -, die bereits vor der Vorinstanz erhobenen, von dieser jedoch verworfenen Einw�nde zu wiederholen und allgemein zu behaupten, alle entlastenden Elemente seien �bergangen worden. Mit den Darlegungen des Verwaltungsgerichts zu ihren Einw�nden setzen sie sich unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten kaum zielgerichtet auseinander. Zwar behaupten sie, die Beweisw�rdigung und die Feststellung des Sachverhalts seien willk�rlich bzw. in Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Geh�r erfolgt (Art. 29 BV), sie legen indessen nicht detailliert dar, inwiefern die Ausf�hrungen der Vorinstanz im Resultat als offensichtlich unhaltbar zu gelten h�tten (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG; "qualifizierte R�ge- und Substanziierungspflicht": BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254; 133 IV 286 E. 1.4 u. 6.2). Die Betroffenen haben die mangelhafte Sachverhaltsfeststellung oder die Verletzung anderer verfassungsm�ssiger Rechte nicht nur zu behaupten, sondern sie m�ssen sie zudem - je einzeln - auch argumentativ begr�nden. Soweit die vorliegende Eingabe diesen Anforderungen nicht gen�gt und sich in unzul�ssiger appellatorischer Kritik ersch�pft, wird darauf nicht weiter eingegangen. Der rechtlichen Beurteilung ist im Folgenden der Sachverhalt (inkl. Beweisw�rdigung) zugrunde zu legen, wie die Vorinstanz ihn festgestellt hat.
3.1.�Ausl�ndische Ehegatten haben Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung, soweit sie mit dem niederlassungsberechtigten oder dem schweizerischen Partner zusammenwohnen (Art. 43 Abs. 1 bzw. 42 Abs. 1 AuG) bzw. - bei fortbestehender Ehegemeinschaft - ein wichtiger Grund f�r ihr Getrenntleben vorliegt (Art. 49 AuG). Durch das Gesetz nicht gesch�tzt sind fiktive Beziehungen (Art. 51 Abs. 1 lit. a AuG). F�r die Annahme, es liege eine Umgehungsehe vor bzw. der Bewilligungsanspruch werde rechtsmissbr�uchlich geltend gemacht, bedarf es konkreter Hinweise darauf, dass zumindest einer der Ehegatten nicht eine eigentliche Lebensgemeinschaft f�hren will, sondern die Ehe ausschliesslich aus zuwanderungsrechtlichen �berlegungen eingegangen ist (vgl. BGE 127 II 49 E. 5a S. 57; Urteil 2C_400/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 3.1 mit Hinweisen).
3.2.�Indizien hierf�r k�nnen unter anderem darin liegen, dass der ausl�ndischen Person die Wegweisung drohte, weil sie ohne Heirat keine Aufenthaltsbewilligung erhielte oder ihr diese nicht verl�ngert w�rde. F�r das Vorliegen einer Ausl�nderrechtsehe k�nnen sodann die Umst�nde des Kennenlernens und die kurze Dauer der Bekanntschaft sprechen sowie die Tatsache, dass die Ehegatten nie eine Wohngemeinschaft aufgenommen haben. Dasselbe gilt, wenn f�r die Heirat etwa eine Bezahlung vereinbart wurde oder wenn ein erheblicher Altersunterschied zwischen den Ehepartnern besteht. Dass die Begr�ndung einer wirklichen Lebensgemeinschaft gewollt war, ergibt sich nach der Rechtsprechung nicht notwendigerweise schon daraus, dass die Ehegatten w�hrend einer gewissen Zeit zusammengelebt und (angeblich) intime Beziehungen unterhalten haben; ein derartiges Verhalten kann auch nur dazu dienen, den wahren Aufenthaltszweck den Beh�rden gegen�ber zu vertuschen (BGE 128 II 145 E. 3.1 S. 152 f.; 122 II 289 E. 2b S. 295 mit Hinweisen; Urteil 2C_1033/2014 vom 29. April 2015 E. 2.2).
3.3.�Eine Umgehungsehe liegt umgekehrt jedoch nicht bereits dann vor, wenn ausl�nderrechtliche Motive f�r den Eheschluss auch eine Rolle gespielt haben. Erforderlich ist, dass der Wille zur F�hrung einer gemeinsamen Lebensgemeinschaft im Sinne einer auf Dauer angelegten wirtschaftlichen, k�rperlichen und spirituellen Verbindung bei einem der Ehepartner fehlt (vgl. BGE 121 II 97 E. 3b S. 101 f. mit Hinweisen; Urteil 2C_177/2013 vom 6. Juni 2013 E. 3.4). Grunds�tzlich ist es an der Migrationsbeh�rde, die Umgehungsehe nachzuweisen. Dass eine solche vorliegt, darf wegen des damit verbundenen Eingriffs in die Ehefreiheit nicht leichthin angenommen werden (vgl. die Urteile 2C_153/2015 vom 15. M�rz 2016 E. 5.3 [hierzu SPESCHA/PRIULI, Bundesgericht weist Rechtsmissbrauchsargument im Migrationskontext energisch in die Schranken, in: dRSK, publiziert am 20. Mai 2016] und 2C_400/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 3.2). Die Beh�rden m�ssen den Sachverhalt von Amtes wegen m�glichst zuverl�ssig abkl�ren; indessen wird der Untersuchungsgrundsatz durch die Mitwirkungspflichten der Parteien relativiert (vgl. Art. 90 AuG). Diese kommen naturgem�ss insbesondere bei Tatsachen zum Tragen, die eine Partei besser kennt als die Beh�rden und die ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit einem vern�nftigen Aufwand erstellt werden k�nnen (vgl. BGE 124 II 361 E. 2b S. 365). Im vorliegenden Zusammenhang gelten die entsprechenden Pflichten umso strenger, je mehr Indizien vorliegen, welche gemeinhin darauf schliessen lassen, dass in erster Linie die ausl�nderrechtliche Gesetzgebung umgangen werden soll. In diesem Fall darf und muss von den Eheleuten erwartet werden, dass sie von sich aus Umst�nde vorbringen und klar belegen, dass den allgemeinen Hinweisen zum Trotz der Beziehung ein echter Ehewille zugrunde liegt (vgl. etwa die Urteile 2C_1033/ 2014 vom 29. April 2015 E. 2.3 und 2C_177/2013 vom 6. Juni 2013 E. 3.4 in fine).
3.4.�Im Verwaltungsprozessrecht gilt ganz allgemein der Grundsatz der freien Beweisw�rdigung (BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 485). Frei ist die Beweisw�rdigung vor allem darin, dass sie nicht an bestimmte starre Beweisregeln gebunden ist, die dem Richter vorschreiben, wie ein g�ltiger Beweis zu Stande kommt und welchen Beweiswert die einzelnen Beweismittel im Verh�ltnis zueinander haben. Freie Beweisw�rdigung ist indessen nicht mit freiem Ermessen zu verwechseln; es wird dadurch keine Wahlfreiheit einger�umt (Urteil 2C_244/2010 vom 15. November 2010 E. 3.3 mit Hinweisen). Im Bereich der Beweisw�rdigung steht dem Sachgericht regelm�ssig ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40; Urteil 2C_244/2010 vom 15. November 2010 E. 3.3). Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin in diesen nur ein, wenn die Vorinstanz ihr Ermessen missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst (vgl. BGE 132 III 209 E. 2.1; 129 I 8 E. 2.1 S. 9; 120 Ia 31 E. 4b S. 40 sowie das Urteil 2C_244/2010 vom 15. November 2010 E. 3.3).
4.1.�Die kantonalen Beh�rden sind davon ausgegangen, dass im vorliegenden Fall verschiedene Indizien daf�r spr�chen, dass die Beschwerdef�hrerin keinen Willen zu einer echten Lebensgemeinschaft gehabt habe, sondern es ihr ausschliesslich darum gegangen sei, in der Schweiz verbleiben und hier arbeiten zu k�nnen. Sie begr�nden dies haupts�chlich mit dem grossen Altersunterschied zwischen den Ehegatten von 23 Jahren und dem Umstand, dass die Beschwerdef�hrerin die Schweiz nach der ersten Ehe h�tte verlassen m�ssen, weil die von ihr behauptete h�usliche Gewalt weitgehend unbewiesen geblieben ist. Bereits im Verfahren um die Erteilung einer nachehelichen H�rtefallbewilligung habe sie sich in verschiedene Widerspr�che verstrickt und nicht dartun k�nnen, dass sie tats�chlich schwerwiegender h�uslicher Gewalt ausgesetzt gewesen sei (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG; BGE 138 II 229 E. 3.1 und 3.2 S. 231 ff., mit Hinweisen). Die Eheleute h�tten sich kurz nach der Scheidung des Beschwerdef�hrers verheiratet, obwohl die Beschwerdef�hrerin wenig zuvor noch ihrerseits mit einem anderen Partner zusammengelebt habe und im Mai 2014 einen dritten Schweizer habe heiraten wollen, wobei der Altersunterschied auch hier aussergew�hnlich gross gewesen sei. Die Heirat habe in einem kleinen Rahmen und ohne Beisein von Familienangeh�rigen stattgefunden, was weder den serbischen noch den hiesigen Gebr�uchen entspreche.
4.2.�Die Beschwerdef�hrer haben sich nach ihren Angaben angeblich im Dezember 2012 kennen und im April 2013 lieben gelernt; in der Folge habe sich die Beschwerdef�hrerin vom 3. Mai bis 30. Juli 2014 besuchsweise bei ihrem k�nftigen Gatten aufgehalten und diesen am 25. Juli 2014 geheiratet. Mit den kantonalen Vorinstanzen ist indessen nicht nachvollziehbar, weshalb sie dann am 8. Mai 2014 ein Gesuch zur Vorbereitung der Ehe mit dem 28 Jahre �lteren Schweizer B�rger D.________ eingereicht und am 14. Mai 2014 wieder zur�ckgezogen hat (nachdem dieser noch anderweitig verheiratet war). Trotz der von ihr behaupteten psychischen Belastungen �berzeugt ihre Erkl�rung nicht, dass es sich dabei um eine "Kurzschlusshandlung" gehandelt habe und sie ihren heutigen Gatten mit einer "gewissen Naivit�t" dadurch habe unter Druck setzen wollen, sie zu heiraten, bzw. ihn dadurch "zu kr�nken und zu verletzen". Bei einer objektiven Betrachtungsweise liegt vielmehr die Annahme der kantonalen Beh�rden n�her, dass die Beschwerdef�hrerin sich in dieser Zeit - nachdem sie keine nacheheliche H�rtefallbewilligung erh�ltlich machen konnte - offenbar darum bem�ht hat, �ber eine neue Ehe ein Nachzugsrecht zu erlangen, um in der Schweiz verbleiben und hier arbeiten zu k�nnen. Der �lteste Sohn des Beschwerdef�hrers ist nur gerade knapp ein Jahr j�nger als die Beschwerdef�hrerin; zudem haben weder die Eltern des Ehepaars noch die in der Schweiz wohnhaften S�hne oder die Schwester des Beschwerdef�hrers an der Hochzeitsfeier und dem anschliessenden Abendessen teilgenommen; dies obwohl gem�ss der eingereichten Fotounterlagen und der Aussagen der Eheleute ein gutes Verh�ltnis zu beiden Familien besteht. Schliesslich hat der Beschwerdef�hrer am 8. Oktober 2014 erkl�rt, er habe "M�he" damit gehabt, sich sofort wieder zu verheiraten.
4.3.�Die Beweisw�rdigung der Vorinstanz kann weder als einseitig noch unhaltbar bezeichnet werden; sie erscheint aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung realistischer als die Erkl�rungsversuche der Beschwerdef�hrer: Das Verwaltungsgericht und die Sicherheitsdirektion haben nicht �bersehen, dass der Schweizer Gatte zwar verschuldet ist (Fr. 35'000.--), aufgrund seines "guten" Erwerbseinkommens aber nicht "gerade der typischen Zielgruppe" zugeordnet werden k�nne, welche von Ausl�ndern und Ausl�nderinnen bewusst f�r die Eingehung von "Gef�lligkeitsehen" gesucht w�rden, was gegen eine solche sprechen k�nnte. Die Annahme der Vorinstanz, dass die Beschwerdef�hrerin im Mai 2014 in die Schweiz gekommen sei, um eine Ehe in die Wege zu leiten und sich schliesslich bewilligungsbedingt zur Heirat des am 17. Mai 2014 gerade erst geschiedenen Beschwerdef�hrers veranlasst sah, ist - im Gegensatz zum Verhalten der Beschwerdef�hrerin im Zusammenhang mit dem Gesuch um die Vorbereitung der Ehe mit D.________ - �berzeugender.
4.4.�Auch die weiteren von der Vorinstanz in ihrer Gesamtw�rdigung ber�cksichtigten Umst�nde sind im Rahmen des ihr zustehenden Ermessensspielraums vertretbar, selbst wenn die Bedeutung gewisser angeblich widerspr�chlicher Antworten zu einzelnen Punkten zu relativieren w�re, wie die Beschwerdef�hrer dies geltend machen. Dass ein eigentliches Hochzeitsfest erst sp�ter geplant gewesen sei bzw. die Beschwerdef�hrer unterschiedlich auf die Frage geantwortet haben, ob ein Heiratsvermittler aufgetreten sei oder nicht, erscheint f�r sich allein tats�chlich nicht ausschlaggebend. W�hrend der Beschwerdef�hrer eine Heiratsvermittlung verneinte, erkl�rte seine Gattin, dass sie ihren Mann bei dessen Paten am 20. Dezember 2012 zum ersten Mal gesehen habe; unter dem Begriff "Heiratsvermittler" kann ohne weiteres und widerspruchsfrei etwas anderes verstanden werden, als der Umstand, dass die Brautleute sich anl�sslich einer Einladung bei einem Dritten - hier dem Paten - kennengelernt haben. Die Eheleute haben indessen auch �ber ihre Zukunftspl�ne und den Wunsch nach Kindern abweichende Angaben gemacht; dies l�sst im Hinblick auf das von der Beschwerdef�hrerin eingeleitete, indessen in der Folge gescheiterte Ehevorbereitungsverfahren mit D.________ Zweifel an der Glaubw�rdigkeit ihres Ehewillens aufkommen, selbst wenn die am 8. und 31. Oktober 2014 erfolgten beh�rdlichen Befragungen - auch nach Ansicht des Verwaltungsgerichts - im �brigen "einen hohen Grad an �bereinstimmung" ergeben haben. Nachdem die Einvernahmen nicht gleichzeitig, sondern in einem Abstand von 23 Tagen in Z�rich bzw. auf der schweizerischen Vertretung in Serbien erfolgt sind, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Ehegatten sich abgesprochen haben.
4.5.�Die Vorinstanz hat somit kein Bundesrecht verletzt, wenn sie das Vorliegen einer Ausl�nderrechtsehe bejahte, auch wenn gewisse Hinweise heute allenfalls daf�r sprechen k�nnten, dass die Beziehung sich inzwischen zu einer wirklichen Ehe im Sinne einer affektiven, sexuellen, seelisch-geistigen und wirtschaftlichen Gemeinschaft entwickelt haben k�nnte (vgl. zum "amor superveniens": Urteile 2C_731/2015 vom 19. Februar 2016 E. 2.1; 2C_883/2015 vom 5. Februar 2016 E. 3.4; 2C_1033/2014 vom 29. April 2015 E. 3.2.3; 2A.66/2007 vom 12. Juni 2007 E. 3.7; BGE 121 II 1 E. 2d S. 4). Sollten die Ehegatten dies k�nftig neben den von ihnen im bisherigen Verfahren eingereichten, f�r sich allein nicht gen�genden Familienfotos weiter belegen k�nnen (Fortbestehen weiterer regelm�ssiger wechselseitiger Besuche, enge Kontakte per Brief oder �ber die Neuen Medien, wechselseitige Unterst�tzungsleistungen, zus�tzliche Hinweise auf gemeinsame Aktivit�ten, Erkl�rungen von Zeugen usw.), w�re gegebenenfalls in einem neuen Bewilligungsverfahren unter Ber�cksichtigung der Verh�ltnisse dannzumal �ber den Anspruch wiedererw�gungsweise neu zu befinden. Grundlage eines Nachzugsgesuchs bildet nicht notwendigerweise das Vorliegen bzw. der Beweis einer Liebesheirat, sondern der Bestand einer "Realbeziehung", die eine auf Dauer konzipierte, wirtschaftliche, k�rperliche und spirituelle Vereinigung umfasst, was nach der Praxis minimale wechselseitige Kenntnisse der Partner und ein solidarisches, nicht auf Gleichg�ltigkeit beruhendes Verhalten voraussetzt. Dies k�nnte bei den Beschwerdef�hrern inzwischen der Fall sein (vgl. Urteile 2C_1033/2014 vom 29. April 2015 E. 3.2.3; 2C_804/2013 vom 3. April 2014 E. 3.1 und 2C_808/2013 vom 18. Februar 2014 E. 3.2). Diesbez�gliche Aspekte kann das Bundesgericht in seinem Verfahren nicht ber�cksichtigen, da es an den Streitgegenstand und die ermittelten sachverhaltlichen Vorgaben des Verwaltungsgerichts gebunden ist (vgl. Art. 99 BGG: "Novenverbot").
5.1.�Lagen nach der willk�rfrei erfolgten Beweisw�rdigung bei einer Gesamtsicht der Umst�nde zum Zeitpunkt des Entscheids der Vorinstanz gen�gende Hinweise daf�r vor, dass zumindest die Beschwerdef�hrerin beim Eheschluss die ausl�nderrechtliche Gesetzgebung umgehen wollte, durfte die Vorinstanz einen Anspruch auf Familiennachzug verneinen (Art. 42 i.V.m. Art. 51 Abs. 1 lit. a AuG). Das entsprechende Recht erlosch ohne weitere Interessenabw�gung, nachdem die auf eine Umgehungsehe weisenden Indizien von den Eheleuten nicht rechtsgen�gend widerlegt wurden. Es kann nicht von einem tats�chlichen, d.h. intakten und gepflegten, Familien- und Eheleben ausgegangen werden, wie dies erforderlich w�re, damit sich die Beschwerdef�hrer auf die Garantien von Art. 13 BV bzw. Art. 8 EMRK berufen k�nnten (Schutz des Familien- und Privatlebens; Urteil 2C_75/2013 vom 29. August 2013 E. 4.3 mit Hinweisen).
5.2.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist dementsprechend abzuweisen, und auf die subsidi�re Verfassungsbeschwerde ist nicht einzutreten. Da die Beschwerdef�hrer ihre Bed�rftigkeit - trotz der Vertretung durch eine Rechtsanw�ltin - auch nicht ansatzweise belegt haben und gem�ss dem angefochtenen Entscheid der Beschwerdef�hrer im Gegenteil �ber ein "gutes" Erwerbseinkommen verf�gen soll, ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung abzuweisen (Art. 64 BGG). Die Beschwerdef�hrer haben die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens solidarisch zu tragen (vgl. Art. 66 Abs. 1 i.V.m. Abs. 5 BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG).
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wird abgewiesen.
2.2.�Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden den Beschwerdef�hrern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.