Source: http://www.wohnungseigentumsrecht.net/weg-recht-verstehen/1-wohnungseigentumsrechtliche-begriffe/1-2-sondereigentum-wohnungseigentum-teileigentum/
Timestamp: 2017-08-17 23:22:07
Document Index: 205425699

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 15', '§ 18']

1.2 Sondereigentum, Wohnungseigentum, Teileigentum – Fachanwalt Wohnungseigentumsrecht Berlin Gregor Schliepe
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Wenn das Sondereigentum an einer Wohnung besteht, heißt es Wohnungseigentum (§ 1 Abs. 2 WEG), wenn es an Räumen besteht, die nicht Wohnzwecken dienen (zum Beispiel separate Hobbyräume oder auch Tiefgaragenstellplätze), heißt es Teileigentum (§ 1 Abs. 3 WEG). In der Regel gilt das zum Wohnungseigentum gesagte für das Teileigentum entsprechend.
Eine Einheit, die Sondereigentum sein soll, muss räumlich in sich abgeschlossen sein (§ 3 Abs. 2 S. 1 WEG). Ein Dach ist – z. B. bei einem Balkon – nicht unbedingt erforderlich. Im Falle von Tiefgaragenstellplätzen ist eine dauerhafte Markierung ausreichend (§ 3 Abs. 2 S. 2 WEG).
Nicht zum Sondereigentum, sondern immer zum gemeinschaftlichen Eigentum gehören:
die Gebäudebestandteile, die seine äußere Hülle bilden (z. B. auch die Fenster der Eigentumswohnung);
die Gebäudebestandteile, die die Wohnung von anderem Wohnungseigentum oder die dem gemeinschaftlichen Eigentum abgrenzt (z. B. Wand zum Treppenhaus);
die Gebäudebestandteile, die für Bestand und Sicherheit des Gebäudes erforderlich sind (z. B. tragende Wände innerhalb der Eigentumswohnung);
Anlagen und Einrichtungen, die dem gemeinschaftlichen Gebrauch der Wohnungseigentümer dienen (z. B. Steigestränge für Heizung und Wasser innerhalb der Eigentumswohnung).
Grundsätzlich kann der Wohnungseigentümer mit seiner Eigentumswohnung machen was er will (§ 13 Abs. 1 WEG).
Die gesetzlichen Grenzen dieser Freiheit des Wohnungseigentümers liegen dort, wo er andere Wohnungseigentümer über das unvermeidliche Maß hinaus beeinträchtigt (§ 14 WEG).
Darüber hinaus können die Wohnungseigentümer aber auch weitere Einschränkungen oder Regelungen des Gebrauchs vereinbaren (in der Teilungserklärung bzw. durch Zustimmung aller Eigentümer, § 15 Abs. 1 WEG), unter bestimmten Voraussetzungen sogar mehrheitlich beschließen (§ 15 Abs, 2 WEG).
Bei besonders schweren Pflichtverletzungen eines Wohnungseigentümers kann ihm das Wohnungseigentum sogar entzogen werden. Hierzu zählt auch Säumnis bei den Wohngeldzahlungen (§ 18 Abs. 2 Ziff. 2. WEG).