Source: http://parhamer.eu/index.php?g=leitbild-hausordnung
Timestamp: 2020-07-05 23:41:38
Document Index: 196334315

Matched Legal Cases: ['§49', '§47', '§47', '§49', '§60', '§ 47', '§ 2', '§ 49', '§ 48']

Leitbild - Hausordnung Gymnasium Parhamerplatz, A-1170 Wien.
Leitbild - Hausordnung
Hausordnung am Parhamergymnasium
I. Zusammenleben am Parhamergymnasium
Aus gesundheitlichen Gründen sind stark koffeinhaltige Getränke (Energydrinks, …) verboten. Vom Konsum stark zuckerhaltiger Getränke wird nachdrücklich abgeraten.
II. Verhaltensvereinbarungen
In vielen Gesprächen und Arbeitssitzungen haben sich die Schulpartner (SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern, Verwaltung und Schulpersonal) auf folgende Verhaltensvereinbarungen geeinigt.
1. Grundprinzipien am Parhamerplatz
Respekt vor- und füreinander
So viel Selbstverantwortung wie möglich
Wiedergutmachung als Alternative (vor Strafe)
2. Grundziele am Parhamerplatz:
2.1. Grundziele der LehrerInnen
Ermutigung und Freude zur Bestärkung der SchülerInnen (Lob, Ermutigung, Hinweise auf erbrachte Leistungen, Auszeichnungen, Dank)
Selbstverantwortlichkeit fördern (für sich selbst - für die Gemeinschaft)
Ursachen für Fehler und Fehlverhalten suchen und Wiedergutmachung (statt Strafe) anbieten
harmonische und offene Schulatmosphäre
Konsequenzen, wo nötig – ohne Verletzung der Persönlichkeit
hohes Niveau der eigenen Professionalität
Einbeziehung von SchülernInnen und Eltern in Lebens- und Entscheidungsprozesse in der Schule (rechtzeitige Information an Eltern)
Vorbildfunktion für SchülerInnen
regelmäßiges Feedback ermöglichen
2.2 Grundziele der SchülerInnen
Jeder in der Schulgemeinschaft möchte sich möglichst wohl fühlen.
Daher wollen wir uns um respektvollen höflichen Umgang miteinander bemühen.
Dieser Umgang soll von Vertrauen geprägt sein.
Dies erfordert auch immer wieder Toleranz, die anderen so zu akzeptieren, wie sie sind (z.B. auch im Umgang mit anderen Kulturen).
In den Pausen, beim Turnen,…werden wir gegenseitig auf Sicherheit achten, damit Erholung möglich ist.
Es erfordert auch manchmal sich selbst zurückzunehmen und Schimpfwörter zu vermeiden, niemanden auszugrenzen und Schwächen nicht auszunutzen.
Wir werden Regeln einzelner LehrerInnen, die nicht durch die Verhaltens-vereinbarungen geregelt sind, respektieren.
2.3 Grundziele der Eltern
ehrliche, offene Zusammenarbeit mit der Schule
konkrete, kontinuierliche Unterstützung der SchülerInnen
Vertrauen in die fachliche Kompetenz der Lehrer
Kritik sachlich, ohne übertriebene Emotion vorbringen
aktive Beteiligung am Schulleben (Feste,…..)
2.4 wir alle….
bemühen uns um Verständnis für die Bedürfnisse der ganzen Schulgemeinschaft:
Damit das Schulhaus nicht unnötig verschmutzt wird, versprechen wir das Haus sauber zu halten.
Wir achten auf Einrichtung + Gestaltung der Räume, damit auch nachfolgende SchülerInnen gut damit und darin arbeiten können.
Wir wollen immer wieder unser eigenes Verhalten überlegen sowie Fehler zugeben und wieder gut machen.
Bei Problemen, die nicht selbst gelöst werden können, wenden wir uns an eine/n VertrauenslehrerIn, den Direktor oder die MediatorInnen.
3. Anrecht der SchülerInnen
Du hast ein Anrecht darauf:
von allen respektvoll, wohlwollend, freundlich behandelt und nach Maßgabe von Zeit und Möglichkeiten persönlich gefördert zu werden
auf Privatheit und Intimsphäre
dich bei persönlichen Problemen vertrauensvoll an deine/n Lehrer/in , deinen Klassenvorstand, eine/n Vertrauenslehrer/in, unsere MediatorInnen, den Direktor zu wenden
Wissen zu erwerben sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln zu können
konstruktiv zum Unterricht beizutragen, Ideen einzubringen, Vorschläge für Projekte, Lektüre… zu machen
vor MitschülerInnen, die sich nicht an diese Vereinbarungen halten, geschützt zu werden
Aufgaben und Verantwortung in der Organisation Schule zu übernehmen
III. Das Kollegsystem am Parhamerplatz
IV. Geschäftsordnung Disziplinarkommission
Die Disziplinarkommission greift Anlassfälle auf, für welche die Einberufung einer Disziplinarkonferenz (Schulkonferenz §49 SchUG) nicht erforderlich ist, für die aber dennoch Handlungsbedarf besteht. Die Geschäftsordnung für die Disziplinarkommission gilt als Zusatz zur Hausordnung.
Die Disziplinarkommission soll die Deeskalation in bestehenden Konflikten ermöglichen.
Die Disziplinarkommission hat im Sinne des §47 SchUG an der Erziehung der Schüler/innen mitzuwirken und allenfalls Erziehungsmittel zu beschließen. Die Disziplinarkommission kann die Anwendung von Erziehungsmitteln im Sinne der §47 und §49 SchUG empfehlen und vorbereiten.
Die Disziplinarkommission ist mit Vertreter/innen der Schulpartner paritätisch besetzt. Lehrer/innen, Eltern und Schüler/innen entsenden je zwei Vertreter/innen in die Disziplinarkommission. Jede Kurie nominiert zwei ständige Mitglieder, die an den Sitzungen der Disziplinarkommission teilnehmen. Die jeweilige Kurie kann statt der ständigen Mitglieder andere Vertreter/innen in die Disziplinarkommission entsenden. Die Mitglieder der Personalkommission sollen von ihren Kurien so nominiert werden, dass sie den jeweiligen Anlassfall beurteilen können, aber nicht befangen sind.
Darüber hinaus gehört der Schulleiter der Disziplinarkommission mit Stimmrecht an. Der Schulleiter leitet die Sitzungen der Disziplinarkommission. Er kann durch seine Stellvertreter/innen vertreten werden.
Der/die den Anlassfall gebende Schüler/in hat das Recht, sich vor der Disziplinarkommission zu äußern, ist aber bei Diskussion, Beschlussfassung und Abstimmung nicht anwesend. Die Erziehungsberechtigten (§60 SchUG) sind entsprechend einzubinden.
Für die Sitzung der Disziplinarkommission können auch weitere Personen (Betroffene, Zeug/innen) zur Stellungnahme geladen werden. Diese weiteren Personen sind bei Diskussion, Beschlussfassung und Abstimmung nicht anwesend.
Die Disziplinarkommission wird zu einem Fall einberufen, wenn
• der Dienststellenausschuss der Lehrer/innen eine Einberufung fordert
• mindestens je 1 Vertreter/in von zumindest 2 Kurien der Schulpartner die Einberufung fordert
• der Direktor die Einberufung fordert
Die Einberufung wird durch die Direktion spätestens eine Woche vor dem gewünschten Termin
vorgenommen, wobei der Direktor gegenüber den Vertreter/innen der Schulpartner zum Anlassfall informationspflichtig ist. Die Einberufung erfolgt an die Vertreter/innen der Schulpartner sowie an den/die den Anlassfall gebende/n Schüler/in bzw. an die Erziehungsberechtigten.
Die Schulpartner benennen ihre Vertreter/innen, sofern dies nicht die ständigen Mitglieder der Kommission sind, sowie allfällige Zeugen, Betroffene usw. spätestens 3 Tage vor der Sitzung gegenüber dem Direktor.
Die Sitzung wird durch ein Protokoll dokumentiert, das zumindest folgende Punkte enthalten muss:
• Datum der Einladung
• Anlassfall und dazu an die Mitglieder der DK übermittelte Informationen
• Datum, Ort und Dauer des Zusammentreffens, Protokollführung
• Stimmberechtigte Mitglieder und weitere Personen
Die Diskussion und das Abstimmungsverhalten in der Disziplinarkommission erfolgt vertraulich. Das Protokoll über die Sitzung wird den teilnehmenden Personen, den Vertreter/innen der Schulpartner und den Betroffenen durch den Direktor übermittelt. Zu Beginn der Sitzung wird entschieden, wer das Protokoll zu führen hat.
Beschlusstexte sind so zu formulieren, dass darüber mit JA oder NEIN abgestimmt werden kann.
Die Beschlüsse werden mehrheitlich gefasst. Die stimmberechtigten Mitglieder dürfen sich nicht der Stimme enthalten. Der Schulleiter entscheidet nur bei Stimmengleichheit.
Tritt mit Beschluss des SGA vom 23.01.2013 als Zusatz zur Hausordnung in Kraft.
Zur Information Ausschnitte aus dem SchUG (gekürzt, die im Originaltext verwendete Schreibung wurde beibehalten)
§ 47. (1) Im Rahmen der Mitwirkung der Schule an der Erziehung der Schüler (§ 2 des Schulorganisationsgesetzes) hat der Lehrer in seiner Unterrichts- und Erziehungsarbeit die der Erziehungssituation angemessenen persönlichkeits- und gemeinschaftsbildenden Erziehungsmittel anzuwenden, die insbesondere Anerkennung, Aufforderung oder Zurechtweisung sein können. Diese Maßnahmen können auch vom Klassenvorstand und vom Schulleiter (...), in besonderen Fällen auch von der Schulbehörde erster Instanz ausgesprochen werden. (...)
(2) Wenn es aus erzieherischen Gründen oder zur Aufrechterhaltung der Ordnung notwendig erscheint, kann der Schulleiter einen Schüler in eine Parallelklasse, (...) versetzen. Wenn mit einer solchen Maßnahme nicht das Auslangen gefunden werden kann, kann die Schulkonferenz (...) die Stellung eines Antrages auf Ausschluß des Schülers (§ 49 Abs. 2) androhen.
(4) Im Rahmen der Mitwirkung an der Erziehung kann das Verhalten des Schülers außerhalb der Schule berücksichtigt werden; hiebei dürfen nur Maßnahmen gemäß Abs. 1 und § 48 gesetzt werden. Eine Bestrafung für ein Verhalten, das Anlaß zu Maßnahmen der Erziehungsberechtigten, der
Jugendwohlfahrtsbehörden, sonstiger Verwaltungsbehörden oder der Gerichte ist, ist unzulässig.
(2) Bei Vorliegen der Voraussetzungen nach Abs. 1 hat die Schulkonferenz (...) einen Antrag auf Ausschluß des Schülers an die Schulbehörde erster Instanz zu stellen. Dem Schüler ist vor der Beschlußfassung über die Antragstellung Gelegenheit zur Rechtfertigung zu geben. Überdies ist den Erziehungsberechtigten Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Die Schulkonferenz hat bei ihrer Beratung die für und gegen den Ausschluß sprechenden Gründe zu berücksichtigen und ihren Antrag zu begründen. Eine Zweitschrift des Antrages ist dem Schüler zuzustellen.