Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_28_07_2009_4_StR_254_09_Vollendeter_Betrug_bei_fehlendem-d3830464.html
Timestamp: 2016-12-10 11:14:38
Document Index: 40899218

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 651', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 263', '§ 349']

BGH, 28.07.2009 - 4 StR 254/09 - Vollendeter Betrug bei fehlendem Bemerken des Betankens des Fahrzeugs durch das Kassenpersonal; Voraussetzungen für das Vorliegen eines vollendeten Betruges in den Fällen des Selbstbedienungstankens | Urteile auf anwalt24.de
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BGH, 28.07.2009 - 4 StR 254/09 - Vollendeter Betrug bei fehlendem Bemerken des Betankens des Fahrzeugs durch das Kassenpersonal; Voraussetzungen für das Vorliegen eines vollendeten Betruges in den Fällen des Selbstbedienungstankens
BundesgerichtshofBeschl. v. 28.07.2009, Az.: 4 StR 254/09Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 28.07.2009Referenz: JurionRS 2009, 22570Aktenzeichen: 4 StR 254/09 Verfahrensgang:vorgehend:LG Essen - 27.01.2009 Rechtsgrundlage:§ 263 StGBFundstellen:DAR 2010, 272JA 2009, 903-904Life&Law 2010, 38-43NJW 2010, 99NStZ 2009, 694NStZ-RR 2010, 74-75NZV 2010, 38-39RÜ 2009, 713-715StV 2010, 22Verfahrensgegenstand:Diebstahl u.a.Redaktioneller Leitsatz:1.In den Fällen des Selbstbedienungstankens setzt die Annahme eines vollendeten Betruges voraus, dass der Täter durch (konkludentes) Vortäuschen von Zahlungsbereitschaft bei dem Kassenpersonal einen entsprechenden Irrtum hervorruft, der anschließend zu der schädigenden Vermögensverfügung (Einverständnis mit dem Tankvorgang) führt.2.An der erforderlichen Irrtumserregung fehlt es, wenn das Betanken des Fahrzeugs vom Kassenpersonal überhaupt nicht bemerkt wird. Ist dies der Fall, liegt jedoch regelmäßig ein Betrugsversuch vor.Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbundesanwalts und des Beschwerdeführers am 28. Juli 2009 gemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPObeschlossen:Tenor:1.Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Essen vom 27. Januar 2009 mit den Feststellungen aufgehoben,a)soweit der Angeklagte in den Fällen II. 2 und 3 der Urteilsgründe wegen Betruges verurteilt worden ist,b)im Ausspruch über die Gesamtstrafe.2.Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.3.Die weiter gehende Revision wird verworfen.