Source: http://oeffentlicher-dienst.info/tvoed/tr/2014/tarifeinigung.html
Timestamp: 2017-04-27 10:57:44
Document Index: 178473224

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 10', '§ 26', '§ 9', '§ 9', '§ 10', '§ 8', '§ 9', '§ 46', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 8', '§ 8', '§ 17']

Öffentlicher-Dienst.Info - TVöD - Tarifverhandlungen 2012 - Tarifeinigung
TVöD - Tarifrunde 2014
Teil AGemeinsame Regelungen für Bund und VKA
Die Tabellenentgelte (einschließlich der Beträge aus einer individuellen Zwischenstufe und aus einer individuellen Endstufe sowie der Tabellenwerte für die Entgeltgruppen 2Ü und 15 Ü) werden ab 01.03.2014 um 3,0 Prozent, mindestens aber 90 Euro und
ab 01.03.2015 um weitere 2,4 Prozent
2. Auszubildende, Praktikanten
ab 01.03.2014 um einen Festbetrag in Höhe von 40,00 Euro und ab 01.03.2015 um einen Festbetrag in Höhe von 20,00 Euro.
§ 16a TVAöD - Allgemeiner Teil - (Übernahme von Auszubildenden) wird
ab dem 01.03.2014 wieder in Kraft gesetzt und tritt mit Ablauf des
29.02.2016 außer Kraft. c) Fahrtkostenerstattung
§ 10 Abs. 2 Satz 2 und 3 TVAöD - Besonderer Teil - BBiG wird wie folgt
"2Beträgt die Entfernung zwischen den Ausbildungsstätten hierbei mehr
als 100 km, werden im Bahnverkehr Zuschläge bzw. besondere Fahrpreise (z. B. für ICE) erstattet. 3Die nachgewiesenen notwendigen Kosten einer Unterkunft am auswärtigen Ort werden, soweit nicht eine unentgeltliche Unterkunft zur Verfügung steht, erstattet."
Der Urlaubsanspruch nach § 26 Abs. 1 Satz 2 TVöD beträgt ab dem Urlaubsjahr 2014 bei Verteilung der Arbeitszeit auf fünf Tage in der Kalenderwoche 30 Arbeitstage.
b) Auszubildende, Praktikanten
Der Urlaubsanspruch nach § 9 Abs. 1 TVAöD - Besonderer Teil BBiG -, § 9 Abs. 1 Satz 1 TVAöD - Besonderer Teil Pflege - und § 10 TVPöD beträgt ab dem Urlaubsjahr 2014 bei Verteilung der wöchentlichen Ausbildungszeit auf fünf Tage in der Kalenderwoche 28 Arbeitstage.
4. Arbeitnehmerüberlassung
Die Tarifvertragsparteien werden unter Berücksichtigung gesetzlicher Änderungen des AÜG in Gespräche über tarifvertragliche Regelungen zur Arbeitnehmerüberlassung eintreten.
Teil B Besondere Regelung für den Bund
1. Leistungsgeminderte Beschäftigte
Die Fortgeltung der in der Protokollerklärung zum 3. Abschnitt TVÜ-Bund genannten tariflichen Regelungen wird entsprechend der für die VKA getroffenen
Regelungen für den Bund übernommen.
2. Befristete Beschäftigungsverhältnisse
Der Bund und die Gewerkschaften verständigen sich darauf, die Entwicklung
befristeter Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Dienst bis September
2015 wissenschaftlich aufarbeiten und bewerten zu lassen.
3. Übergangsversorgung Feuerwehr
Für Anwendungsfälle der für die VKA getroffenen Regelung zur Übergangsversorgung Feuerwehr im feuerwehrtechnischen Einsatzdienst der Bundeswehr werden die für die VKA getroffenen Regelungen entsprechend für den
Bund übernommen.
Teil C Besondere Regelungen für die VKA 1. Einmalige Pauschalzahlung
Der Tarifvertrag über eine einmalige Pauschalzahlung 2012 und 2013 (VKA)
wird für die Jahre 2014 und 2015 mit der Maßgabe verlängert, dass die einmalige Pauschalzahlung jeweils 360 Euro beträgt.
2. Verlängerung des bisherigen Übergangsrechts
§ 8 Abs. 3 sowie § 9 Abs. 2a und Abs. 3 Buchst. b und c TVÜ-VKA werden bis
zum Ende der Laufzeit dieser Tarifeinigung verlängert.
Die Tarifvertragsparteien werden nach Abschluss der Tarifrunde 2014 in Tarifverhandlungen zur Übergangsversorgung der Beschäftigten im feuerwehrtechnischen Einsatzdienst eintreten. Ziel dabei ist es, unter Beibehaltung der bisherigen Versicherungsregelung die vereinbarte einmalige Abfindung in eine monatliche Zahlung bei Fortbestand des Arbeitsverhältnisses unter Freistellung
von der Arbeit umzugestalten. Hierbei werden sich die Tarifvertragsparteien auf
einen, im Vergleich zur geltenden Regelung, höheren Zahlbetrag bezogen auf
die Dauer von 36 Monaten verständigen, der auf Wunsch des Beschäftigten ratierlich auch für einen längeren Zeitraum gezahlt werden kann. Die monatliche
Zahlung beginnt frühestens zu dem Zeitpunkt, zu dem vergleichbare Beamtinnen und Beamte im Einsatzdienst der Berufsfeuerwehr in den gesetzlichen Ruhestand treten oder auf Antrag in den Ruhestand versetzt werden können, und
erfolgt längstens bis zum Beginn des Kalendermonats, für den die/der Beschäftigte eine abschlagsfreie Rente wegen Alters beziehen kann.
Für § 46 (VKA) Nr. 4 BT-V wird ein einmaliges Sonderkündigungsrecht zum 31.
Dezember 2014 vereinbart.
4. Leistungsgeminderte Beschäftigte
Zur Überleitung leistungsgeminderter Beschäftigter in den TVöD gelten die Regelungen der Anlage 1.
5. TV-V
a) Lineare Entgelterhöhung
ab 01.03.2014 um 3,3 Prozent und
Es werden zum TV-V die weiteren Regelungen gemäß Anlage 2 vereinbart.
c) Weitere Abreden
Die Tarifvertragsparteien vereinbaren, nach Abschluss der Tarifrunde 2014
in Tarifverhandlungen einzutreten mit dem Ziel
aa) der Tarifierung von Maßnahmen über die Auswirkungen des demografischen Wandels im Geltungsbereich des TV-V,
bb) der tarifvertraglichen Stärkung der unteren Entgeltgruppen im TV-V mit
dem Ziel ihrer vermehrten Nutzung in der Praxis
aufnehmen. Vorab werden sich die Tarifvertragsparteien über die in den Tarifverhandlungen jeweils zu behandelnden Themenfelder verständigen.
Die Gewerkschaften kündigen an, in die Demografietarifverhandlungen u.a.
das Thema Entgeltsicherung bei Leistungsminderung einzubringen.
6. Entgelterhöhung TV-Fleischuntersuchung
Die Stundenentgelte nach § 7 Abs. 2 Satz 1 Buchst. a bis d TV-Fleischuntersuchung werden
ab 01.03.2014 um 3,0 Prozent, mindestens aber 0,53 Euro und
Die Entgeltbestandteile nach § 8 Abs. 1 Satz 1 1. Halbsatz, Abs. 2 Satz 1, Abs.
5 Satz 2 Buchst. a bis d, Abs. 10 Satz 1 und § 9 Satz 2 Buchst. a bis d TV-Fleischuntersuchung sowie die Begrenzung der Entgeltsummen nach § 8 Abs.
7 Buchst. a bis c TV-Fleischuntersuchung werden zu denselben Zeitpunkten
wirkungsgleich erhöht. Dabei werden abweichend von Satz 2 die Entgelte für
die Stückvergütung für Schweine (Fleischuntersuchung) nach § 8 Abs. 1 Satz 1
1. Halbsatz TV-Fleischuntersuchung um die Hälfte erhöht.
Der Erholungsurlaub nach § 17 Abs. 1 Satz 2 TV-Fleischuntersuchung beträgt
ab dem Urlaubsjahr 2014 einheitlich 33 Werktage.
Teil DSchlusserklärung
Die betroffenen Tarifverträge werden mit Wirkung vom 01.03.2014 in Kraft gesetzt.
Die Mindestlaufzeit für vorstehende Teile A 1, A 2 a und b, C - soweit nicht anders
vereinbart - ist bis zum 29.02.2016.
Die Arbeitgebervertreter erklären, dass von Maßregelungen (Abmahnung, Entlassungen o. ä.) aus Anlass gewerkschaftlicher Warnstreiks, die bis einschließlich
01.04.2014, 24:00 Uhr, durchgeführt wurden, abgesehen wird, wenn sich die Teilnahme an diesen Warnstreiks im Rahmen der Regelungen für rechtmäßige Arbeitskämpfe gehalten hat.
Erklärungsfrist bis 30.04.2014.
Potsdam, den 1. April 2014