Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/fernstrassenplanung
Timestamp: 2020-05-25 15:20:39
Document Index: 256230566

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 17', '§ 50', '§ 17', '§ 76', '§ 50', '§ 50', '§ 4', '§ 46', '§ 46', '§ 4', '§ 3', '§ 3']

Fernstraßenplanung | Rechtslupe
Schlagwort: Fernstraßenplanung
Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss des Lan­des­be­trie­bes Stra­ßen­bau und Ver­kehr Schles­­wig-Hol­stein für den Neu­bau der Bun­des­au­to­bahn A 20 – Nord-West-Umfah­­rung Ham­burg, Abschnitt von der Lan­des­gren­ze Nie­­der­­sach­­sen/­­Sch­les­­wig-Hol­stein bis B 431 – vom 30. Dezem­ber 2014 für rechts­wid­rig und nicht voll­zieh­bar erklärt. Der plan­fest­ge­stell­te Abschnitt gehört zur „Nord-West-Umfah­­rung Ham­burg“, die bei Lübeck
Lärm­schutz­an­la­gen an einer Bun­des­fern­stra­ße
Lärm­schutz­an­la­gen an einer Bun­des­fern­stra­ße ste­hen als deren Bestand­tei­le (§ 1 Abs. 4 Nr. 1 FStrG) in einem untrenn­ba­ren pla­nungs­recht­li­chen Zusam­men­hang mit dem Gesamt­vor­ha­ben, auch wenn sie erst nach Bestands­kraft des ursprüng­li­chen Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­ses in einem der Lärm­sa­nie­rung die­nen­den Plan­än­de­rungs­ver­fah­ren plan­fest­ge­stellt und errich­tet wer­den. Einer gestei­ger­ten Plan­recht­fer­ti­gung bedarf es bei nach­träg­lich plan­fest­ge­stell­ten Lärm­schutz­an­la­gen nicht .
Fern­stra­ßen­pla­nung im Vogel­schutz­ge­biet
Ände­run­gen eines fern­stra­ßen­recht­li­chen Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­ses, die nicht nur des­sen Begrün­dungs­ele­men­te, son­dern das Vor­ha­ben selbst betref­fen, erfol­gen stets mit Wir­kung gegen­über allen Betrof­fe­nen. Die ver­­­fah­­rens- und mate­ri­ell­recht­li­chen Anfor­de­run­gen an die fern­stra­ßen­recht­li­che Plan­fest­stel­lung sind ein­heit­lich auf den­sel­ben Abschnitt als Vor­ha­ben im fern­stra­ßen­recht­li­chen Sin­ne anzu­wen­den. Danach kön­nen Ent­schei­dun­gen, die einen bestimm­ten Abschnitt betref­fen, grund­sätz­lich
Pri­va­te Belan­ge in der Fern­stra­ßen­pla­nung
Der Klä­ger kann sich für eine Ver­let­zung des dritt­schüt­zen­den Gebots gerech­ter Abwä­gung pri­va­ter Belan­ge (§ 17 Satz 2 FStrG) jeden­falls dann nicht auf kumu­la­tiv wir­ken­de Belas­tun­gen durch ande­re Plan­än­de­run­gen oder ‑ergän­zun­gen beru­fen, wenn er durch die ange­foch­te­ne Maß­nah­me selbst nicht nach­tei­lig betrof­fen sein kann. Die Kla­ge ist in einem sol­chen Fall
Die sach­li­che Zustän­dig­keit des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts für Strei­tig­kei­ten über fern­stra­ßen­recht­li­che Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren gemäß § 50 Abs. 1 Nr. 6 VwGO umfasst auch Strei­tig­kei­ten dar­über, ob eine Plan­än­de­rung nach § 17d FStrG i.V.m. § 76 Abs. 2 VwVfG ohne erneu­tes Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren zuge­las­sen wer­den durf­te. Eine Strei­tig­keit "betrifft" im Sin­ne die­ser Vor­schrift das Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren, wenn sie Teil
Zustän­dig­keit des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt für fern­stra­ßen­recht­li­che Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren
Die sach­li­che Zu­stän­dig­keit des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts für Strei­tig­kei­ten über fern­stra­ßen­recht­li­che Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren gemäß § 50 Abs. 1 Nr. 6 VwGO um­fasst nicht Strei­tig­kei­ten dar­über, ob die kon­kre­te Bau­aus­füh­rung sich im Rah­men des Plan­fest­stel­lungs­be­schlus­ses hält. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ist für die Ent­schei­dung des Rechts­streits sach­lich unzu­stän­dig. Der als Zustän­dig­keits­norm allein in Betracht kom­men­de § 50 Abs.
§ 4 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. Abs. 3 UmwRG stellt für die dar­in ge­nann­ten Ver­fah­rens­män­gel eine Son­der­re­ge­lung zu § 46 VwVfG dar, schließt die Auf­he­bung der an­ge­grif­fe­nen Ent­schei­dung wegen an­de­rer Ver­fah­rens­män­gel nach Maß­ga­be des § 46 VwVfG aber nicht aus. Feh­ler bei der Durch­füh­rung der Um­welt­ver­träg­lich­keits­prü­fung be­grün­den kei­nen Ver­fah­rens­man­gel nach § 4 Abs.
Ber­li­ner Stadt­au­to­bahn A 100 darf gebaut wer­den; aber teil­wei­se neue Ent­schei­dung über Lärm­schutz erfor­der­lich. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat die Kla­gen meh­re­rer in ihrem Eigen­tum oder durch Immis­sio­nen betrof­fe­ner pri­va­ter Klä­ger sowie des Bezirks­am­tes Frie­d­­richs­hain-Kreu­z­­berg und des BUND Ber­lin gegen den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss des Lan­des Ber­lin für den Neu­bau der A 100 im
Be­ab­sich­tigt der Vor­ha­ben­trä­ger bei einem ge­setz­lich so­fort voll­zieh­ba­ren fern­stra­ßen­recht­li­chen Plan­fest­stel­lungs­be­schluss nach dem Bau­ab­lauf­plan wäh­rend eines län­ge­ren Zeit­raums (hier: rund 17 Mo­na­te seit Be­schluss­da­tum) kei­ne bau­li­chen Voll­zugs­maß­nah­men, son­dern le­dig­lich die Um­set­zung punk­tu­el­ler na­tur­schutz­fach­li­cher Vor­ab­maß­nah­men, be­steht kein öffent­i­ches In­ter­es­se an einer so­for­ti­gen Voll­zie­hung des Be­schlus­ses in sei­nem vol­len Um­fang. In einem sol­chen Fall
UVP-Vor­prü­fung in der Fern­stra­ßen­pla­nung
Der Plan­fest­stel­lungs­be­hör­de steht im Rah­men einer UVP-Vor­­­­­prü­­­fung des Ein­zel­falls (§ 3c UVPG) für ihre pro­gnos­ti­sche Be­ur­tei­lung mög­li­cher Um­welt­aus­wir­kun­gen eines Vor­ha­bens ein Ein­schät­zungs­spiel­raum zu. Die ge­richt­li­che Über­prü­fung des Er­geb­nis­ses der Vor­prü­fung be­schränkt sich des­halb nach § 3a Satz 4 UVPG auf eine Plau­si­bi­li­täts­kon­trol­le. Mit Rück­sicht auf den das Plan­fest­stel­lungs­recht prä­gen­den Grund­satz der
Ber­li­ner Stadt­au­to­bahn
Auf Antrag eines Natur­schutz­ver­ban­des und meh­re­rer pri­va­ter Antrag­stel­ler hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt der Ber­li­ner Senats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung durch Eil­be­schluss unter­sagt, an der für die Ver­län­ge­rung der Stadt­au­to­bahn A 100 vor­ge­se­he­nen Tras­se bau­vor­be­rei­ten­de Maß­nah­men durch­zu­füh­ren, ins­be­son­de­re Tei­le der Tras­se frei­zu­le­gen. Gegen den Wei­ter­bau der Auto­bahn sind meh­re­re Kla­gen beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt anhän­gig, dar­un­ter die
Fern­stra­ßen­pla­nung vs. Städ­te­bau­pla­nung
Die für fern­stra­ßen­recht­li­che Plan­fest­stel­lun­gen zustän­di­gen Behör­den haben nicht die Kom­pe­tenz, bei Gele­gen­heit der fern­stra­ßen­recht­li­chen Pla­nung selbst­stän­di­ge städ­te­bau­li­che Pla­nungs­auf­ga­ben, die über den Ver­knüp­fungs­be­reich zwi­schen dem fern­stra­ßen­recht­li­chen Vor­ha­ben und dem übri­gen Stra­ßen­netz weit hin­aus­rei­chen, als not­wen­di­ge Fol­ge­maß­nah­me mit­zu­er­le­di­gen. Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Urteil vom 6. Okto­ber 2010 – 9 A 12.09