Source: http://www.diplom.de/Arbeitsrechtliche-Probleme-Outsourcing/1939.html
Timestamp: 2013-06-19 20:29:13
Document Index: 104017419

Matched Legal Cases: ['§ 613', '§ 613', 'EuG', '§ 613', '§ 613', '§ 323', '§ 22', '§ 133', '§ 613', '§ 323', '§ 322', '§ 111', '§ 321', '§ 322', '§ 325', '§ 325', '§ 325', '§ 325', '§ 203', 'EuG']

Unter besonderer Berücksichtigung des Umwandlungsgesetzes
Institution / Hochschule: Leibniz Universität Hannover Deutschland
ISBN (eBook): 978-3-8324-1939-4
ISBN (Paperback) :978-3-8324-1939-4 P
ISBN (CD) :978-3-8324-1939-4 CD
Prämierung: Arbeit zitieren: Walter, Björn Mai 1998: Arbeitsrechtliche Probleme beim Outsourcing, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte: Outsourcing, Ausgliederung, Umwandlungsgesetz, Arbeitsrecht, Betriebsübergang
Diplomarbeit von Björn Walter
Die heutigen Märkte unterliegen einer bisher noch nicht gekannten Dynamik, durch die sie immer komplexer und internationaler werden. Für die beteiligten Unternehmen folgt daraus, daß sie zunehmend reaktionsfähiger werden müssen, was u.a. Konsequenzen für ihre Organisationsformen bedeutet. Der Blick in die Zeitungen läßt zunehmend eine Tendenz dahingehend erkennen, daß die zentralistisch orientierten Strukturen zugunsten kleinerer Einheiten aufgeteilt werden, um sich so schneller dem Wandel der Märkte anpassen zu können. Für die Region Hannover können hierfür zwei Beispiele genannt werden:
- die Preussen Elektra beabsichtigt unter dem Dach einer Holding fünf selbständige Gesellschaften zu gründen, die die bisherigen Aufgaben der Veba-Tochter übernehmen sollen.
- bei Bahlsen sollen Teile der Verwaltung auf kompetente Dienstleister verlagert werden.
Im Zusammenhang mit solchen Umstrukturierungen von Unternehmen wird immer wieder von "Just-in-Time", "Lean Production" oder "Outsourcing" gesprochen.
Es ist zu beobachten, daß bei der Ermittlung derjenigen Bereiche eines Unternehmens, deren Aufgaben von Dritten ausgeführt werden sollen, betriebswirtschaftliche Zielsetzungen im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen. Dabei erfolgt eine grundsätzliche Unterscheidung in auslagerungsfähige und nicht-auslagerungsfähige Aufgabenbereiche. Anhand dieser Unterscheidung soll gezeigt werden, wann es sich für ein Unternehmen lohnt, Aktivitäten abzugeben und bei Bedarf von externen Anbietern zu beziehen. Die Bestimmung dieser Bereiche kann beispielsweise anhand von Transaktionskosten oder anderen Kennzahlen erfolgen. Diese Überlegungen werden inzwischen nicht nur auf die Bereiche der Produktion im Sinne einer Verringerung der Fertigungstiefe bezogen, sondern auch in der Dienstleistungsbranche ist Outsourcing schon seit langer Zeit ein Thema.
In diesem Zusammenhang muß jedoch darauf hingewiesen werden, daß neben den betriebswirtschaftlichen Zielgrößen, die durch eine Outsourcing-Maßnahme erreicht werden sollen, auch zu beachten ist, daß Unternehmensveränderungen eng mit Fragen des Arbeitnehmerschutzes verbunden sind. Die vorliegende Arbeit zeigt daher auf, welche Fragen im Bereich des Arbeitsrechts bei der Durchführung von Outsourcing-Maßnahmen von Bedeutung sein können, wobei hier eine besondere Berücksichtigung des am 1.1.1995 in Kraft getretenen Umwandlungsgesetzes erfolgt.
Im Rahmen des zweiten Kapitels werden dafür wesentliche Begriffe der vorliegenden Problemstellung näher betrachtet. Darüber hinaus erfolgt eine kurze Darstellung des klassischen Betriebsübergangs nach § 613 a BGB. Den Hauptteil der Arbeit bildet das dritte Kapitel, da dort die unterschiedlichen arbeitsrechtlichen Fragestellungen beim Outsourcing behandelt werden. Hierbei wird das Kapitel dreigeteilt, in dem zunächst auf individualarbeitsrechtliche Fragen eingegangen wird, bevor im zweiten Bereich eine Untersuchung auf der betriebsverfassungsrechtlichen Ebene erfolgt. Im letzten Abschnitt des dritten Kapitels werden schließlich die Folgen von Outsourcing-Maßnahmen für den Bereich der Unternehmensmitbestimmung aufgezeigt.
Allgemeine Aussagen zum Outsourcing
Definition und Gründe des Outsourcing
Mögliche Erscheinungsformen des Outsourcing
Grundlagen zum Umwandlungsgesetz
Entstehungsgeschichte und Ziele des Umwandlungsgesetzes
Aufbau des Umwandlungsgesetzes
Umwandlungsarten im Sinne des Gesetzes
Rechtsfolgen des "klassischen" Betriebsübergangs durch Einzelrechtsnachfolge gem. § 613 a BGB
Ziel und Voraussetzungen der Rechtsnorm
Die Rechtsprechungen des EuGH und BAG zum Betriebsübergang im Vergleich
Rechtsfolgen eines Betriebsübergangs nach § 613 a BGB
Arbeitsrechtliche Probleme bei Unternehmensveränderungen nach dem Umwandlungsgesetz
Fragen auf der Ebene des Individualarbeitsrechts
Anwendbarkeit von § 613 a Abs. 1 und 4 BGB
Abhängigkeit des Übergangs vom Willen der Arbeitnehmer
Zuordnung von Arbeitnehmern im Interessenausgleich nach § 323 Abs. 2 UmwG
Inhaltsschutz der betroffenen Arbeitsverhältnisse
Weitergeltung einzelvertraglich geregelter Rechte undPflichten
Weitergeltung der Rechte und Pflichten aus bestehenden Betriebsvereinbarungen
Weitergeltung der Rechte und Pflichten aus bestehenden Tarifverträgen
Haftungsschutz der betroffenen Arbeitsverhältnisse
Haftungsschutz bei Verschmelzungen nach §§ 22, 45 UmwG
Haftungsschutz bei Spaltungen nach §§ 133, 134 UmwG
Haftungsschutz bei Formwechsel
Bestandsschutz der betroffenen Arbeitsverhältnisse
Kündigungsverbot aufgrund einer Umwandlung nach § 613 a Abs. 4 BGB
Erhalt der kündigungsrechtlichen Stellung nach § 323 Abs. 1 UmwG
Gemeinsame Führung eines Betriebs nach § 322 Abs. 2 UmwG
Fragen auf der Ebene der Betriebsverfassung
Unterrichtung und Beteiligung des Betriebsrats
Unterrichtungspflichten nach dem Umwandlungsgesetz
Weitere Unterrichtungs- und Beteiligungspflichten nach dem Betriebsverfassungsgesetz
Unterrichtung des Betriebsrats bei Vorliegen einer Betriebsänderung nach § 111 BetrVG
Durchführung eines Interessenausgleichsverfahrens
Vereinbarung eines Sozialplans
Übergangsmandat des Betriebsrats nach § 321 UmwG
Allgemeines zum Übergangsmandat
Sachlicher Anwendungsbereich der Regelung zum Übergangsmandat
Träger, Kompetenzen und Befristung des Übergangsmandates
Abgrenzung zum Restmandat
Vermutung eines gemeinsamen Betriebs nach § 322 Abs. 1 UmwG
Bedeutung der Rechtsnorm und deren Zusammenhang mit der Rechtsprechung des BAG zum gemeinsamen Betrieb
Voraussetzungen der Vermutung eines gemeinsamen Betriebs
Folgen der Vermutung eines gemeinsamen Betriebs
Vereinbarung der Fortgeltung von Rechten und Beteiligungsrechten des Betriebsrats nach § 325 Abs. 2 UmwG
Allgemeines zur Rechtsnorm
Voraussetzungen für die Fortgeltung von Rechten und Beteiligungsrechten des Betriebsrats für die Vereinbarung
Möglicher Inhalt einer Vereinbarung zur Fortgeltung
Formen der Vereinbarung zur Fortgeltung der Rechte und Beteiligungsrechte des Betriebsrats
Fragen auf der Ebene der Unternehmensmitbestimmung
Grundlagen zur Unternehmensmitbestimmung
Beibehaltung der Unternehmensmitbestimmung nach § 325 Abs. 1 UmwG
Vorgeschichte und Inhalt der Rechtsnorm
Anwendungsbereich nach § 325 Abs. 1 S. 1 UmwG 84
Ausschluß der Beibehaltung nach § 325 Abs. 1 S. 2 UmwG
Fortgeltung der Amtsdauer bei Formwechsel nach § 203 UmwG
http://www.diplom.de/ean/9783832419394
Walter, Björn Mai 1998: Arbeitsrechtliche Probleme beim Outsourcing, Hamburg: Diplomica Verlag
Outsourcing, Ausgliederung, Umwandlungsgesetz, Arbeitsrecht, Betriebsübergang
OrganisationUnternehmensführungKernkompetenzGlobalisierungProzessoptimierung
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