Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=04.10.2007&Aktenzeichen=I%20ZB%2011/07
Timestamp: 2019-04-24 15:09:55
Document Index: 67227831

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 766', '§ 766', '§ 807', '§ 900', 'BGH', 'BGH', '§ 807', '§ 802', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 807', 'BGH', 'BGH', '§ 900', '§ 185', 'BGH']

BGH, 04.10.2007 - I ZB 11/07 - dejure.org
BGH, 04.10.2007 - I ZB 11/07
ZPO §§ 766, 807, 900 Abs. 1
Antrag auf Nachbesserung bei unvollständig oder ungenau aufgestelltem Vermögensverzeichnis durch den Gerichstvollzieher; Anspruch auf Erinnerung im Sinne der Zivilprozessordnung bei Ablehnung eines Antrags auf Nachbesserung; Wahlrecht des Gläubigers auf Nachbesserung des Vermögensverzeichnisses beim Gerichtsvollzieher oder im Rahmen eines Erinnerungsverfahrens
Nachbesserung eines vom Gerichtsvollzieher aufgenommenen Vermögensverzeichnisses
Zu den Rechten des Gläubigers, der geltend macht, der Gerichtsvollzieher habe ein unvollständiges oder ungenaues Vermögensverzeichnis aufgenommen
Verfahren zur Abnahme der eidesstattlichen Versicherung - Erinnerung des Gläubigers gegen eine behauptet unvollständige oder ungenaue Aufnahme des Vermögensverzeichnisses durch den Gerichtsvollzieher - fehlendes Rechtsschutzinteresse
ZPO § 766 § 807 § 900 Abs. 1
Zulässigkeit der Erinnerung des Gläubigers gegen die Aufnahme eines unvollständigen oder ungenauen Vermögensverzeichnisses durch den Gerichtsvollzieher
Erst Antrag auf Nachbesserung bei Gerichtsvollzieher!
Gerichtsvollziehervollstreckung - Ein Schritt nach dem anderen: erst Nachbesserung, dann Erinnerung
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH v. 04.10.2007, Az.: I ZB 11/07 (Zwangsvollstreckung/ Unvollständiges Vermögensverzeichnis/ Nachbesserung/ Ablehnung durch Gerichtsvollzieher/ Erinnerung)" von Bürovorsteher Horst-Reiner Enders, original erschienen in: JurBüro 2008, 328.
AG Schwäbisch Hall, 04.12.2006 - M 2416/06
LG Heilbronn, 24.01.2007 - 1 T 519/06
NJW-RR 2008, 1163
MDR 2008, 650
MDR 2010, 491
WM 2008, 879
Rpfleger 2008, 318
Der Gläubiger kann danach die Nachbesserung einer Vermögensauskunft verlangen, wenn der Schuldner ein äußerlich erkennbar unvollständiges, ungenaues oder widersprüchliches Verzeichnis vorgelegt hat (vgl. BGH, Beschluss vom 4. Oktober 2007 - I ZB 11/07, NJW-RR 2008, 1163 Rn. 8;… Beschluss vom 20. November 2008 - I ZB 20/06, WM 2009, 1431 Rn. 13;… Beschluss vom 3. Februar 2011 - I ZB 50/10, NJW-RR 2011, 667 Rn. 7;… Beschluss vom 12. Januar 2012 - I ZB 2/11, MDR 2012, 606 Rn. 20, jeweils noch zu § 807 ZPO aF;… Voit in Musielak/Voit, ZPO, 12. Aufl., § 802d Rn. 13).
BGH, 03.02.2011 - I ZB 50/10
Eidesstattliche Versicherung: Nachbesserung des Vermögensverzeichnisses bei …
Das Beschwerdegericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs der Gläubiger die Nachbesserung einer eidesstattlichen Versicherung verlangen kann, wenn der Schuldner ein äußerlich erkennbar unvollständiges, ungenaues oder widersprüchliches Verzeichnis vorgelegt hat (BGH, Beschluss vom 19. Mai 2004 - IXa ZB 297/03, NJW 2004, 2979, 2980; Beschluss vom 4. Oktober 2007 - I ZB 11/07, NJW-RR 2008, 1163 Rn. 8;… Beschluss vom 20. November 2008 - I ZB 20/06, WM 2009, 1431 Rn. 13).
BGH, 28.04.2016 - I ZB 92/15
Vermögensauskunft: Nachbesserungspflicht hinsichtlich eines …
Der Gläubiger kann die Nachbesserung einer Vermögensauskunft verlangen, wenn der Schuldner ein äußerlich erkennbar unvollständiges, ungenaues oder widersprüchliches Verzeichnis vorgelegt hat (vgl. BGH, Beschluss vom 4. Oktober 2007 - I ZB 11/07, NJW-RR 2008, 1163 Rn. 8;… Beschluss vom 20. November 2008 - I ZB 20/06, WM 2009, 1431 Rn. 13;… Beschluss vom 3. Februar 2011 - I ZB 50/10, NJW-RR 2011, 667 Rn. 7;… Beschluss vom 12. Januar 2012 - I ZB 2/11, MDR 2012, 606 Rn. 20, jeweils noch zu § 807 ZPO aF).
BGH, 12.01.2012 - I ZB 2/11
Eidesstattliche Versicherung: Umfang des Fragerechts des Gläubigers
a) Der Gläubiger kann die Nachbesserung einer eidesstattlichen Versicherung nur verlangen, wenn der Schuldner ein äußerlich erkennbar unvollständiges, ungenaues oder widersprüchliches Verzeichnis vorgelegt hat (BGH, NJW 2004, 2979, 2980; Beschluss vom 4. Oktober 2007 - I ZB 11/07, NJW-RR 2008, 1163 Rn. 8;… Beschluss vom 20. November 2008 - I ZB 20/06, WM 2009, 1431 Rn. 13;… Beschluss vom 3. Februar 2011 - I ZB 50/10, NJW-RR 2011, 667 Rn. 7;… MünchKomm.ZPO/Eickmann aaO § 900 Rn. 19; vgl. auch § 185o GVGA).
Der Senat hat mit Beschluss vom 4. Oktober 2007 (I ZB 11/07, NJW-RR 2008, 163) entschieden, dass ein Gläubiger, der geltend macht, der Gerichtsvollzieher habe ein unvollständiges oder ungenaues Vermögensverzeichnis aufgenommen, zunächst gehalten ist, beim Gerichtsvollzieher eine Nachbesserung des Vermögensverzeichnisses zu beantragen, und erst gegen eine Ablehnung eines solchen Antrags Erinnerung einlegen kann.
LG Halle, 02.03.2017 - 1 T 358/16
Gerichtsvollzieherkosten: Gebühr für die Ablehnung eines
Hierzu verweist die Gläubigerin insbesondere auf zwei Entscheidungen des BGH (Beschlüsse v. 04.10.2007, - I ZB 11/07 - und vom 03.02.2011 - I ZB 50/10 -) sowie auf mehrere Entscheidungen von verschiedenen Amtsgerichten, die die Auffassung vertreten, dass für die Nachbesserung des Vermögensverzeichnisses weder Gebühren noch Auslagen verlangt werden können.