Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/minder-schwerer-fall
Timestamp: 2019-12-11 21:45:37
Document Index: 284907968

Matched Legal Cases: ['§ 250', '§ 46', '§ 23', '§ 49', '§ 213', '§ 213', '§ 244', '§ 132', '§ 21', '§ 13', '§ 49']

Minder schwerer Fall | Rechtslupe
Schlagwort: Minder schwerer Fall
Raub – und der min­der schwe­re Fall
Die Rege­lung des min­der schwe­ren Fal­les in § 250 Abs. 3 StGB dif­fe­ren­ziert nicht zwi­schen den Qua­li­fi­ka­ti­ons­tat­be­stän­den der Absät­ze 1 und 2, deren jewei­li­ger Unrechts­grad in einer deut­lich abge­stuf­ten Min­dest­straf­an­dro­hung zum Aus­druck kommt. Zwar darf im Hin­blick auf § 46 Abs. 3 StGB ein min­der schwe­rer Fall nicht schon des­halb abge­lehnt wer­den, weil
Nach der gefes­tig­ten Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs liegt ein min­der schwe­rer Fall dann vor, wenn das gesam­te Tat­bild ein­schließ­lich aller sub­jek­ti­ven Momen­te und der Täter­per­sön­lich­keit vom Durch­schnitt der erfah­rungs­ge­mäß gewöhn­lich vor­kom­men­den Fäl­le in einem Maße abweicht, dass die Anwen­dung des Aus­nah­me­straf­rah­mens gebo­ten erscheint. Die danach erfor­der­li­che Gesamt­be­trach­tung und die Wür­di­gung aller
Der Son­der­straf­rah­men eines min­der schwe­ren Fal­les – und der gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund
Sieht das Gesetz den Son­der­straf­rah­men eines min­der schwe­ren Fal­les vor und ist auch – wie hier gemäß § 23 Abs. 2, § 49 Abs. 1 StGB – ein gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund gege­ben, so muss bei der Straf­rah­men­wahl zunächst geprüft wer­den, ob der mil­de­re Son­der­straf­rah­men zur Anwen­dung kommt. Dabei ist im Rah­men
Bei der Bemes­sung der Höhe der inner­halb des Aus­nah­me­straf­rah­mens aus § 213 StGB gefun­de­nen Stra­fe kann es zwar im Ein­zel­fall rechts­feh­ler­haft sein, wenn das Tat­ge­richt bei einer Viel­zahl von fest­ge­stell­ten Schuld­min­de­rungs­grün­den und aus­drück­lich fest­ge­stell­ten Feh­lens von Schul­d­er­hö­hungs­grün­den ohne nähe­re Begrün­dung eine deut­lich ober­halb des Min­dest­ma­ßes lie­gen­de Stra­fe ver­hängt . Aller­dings
Die älte­re Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ver­langt als not­wen­di­ge Bedin­gung des § 213 Alt. 1 StGB eine vor­sätz­li­che schwe­re Belei­di­gung . Jeden­falls hält sie es für erfor­der­lich, dass das pro­vo­zie­ren­de Tat­op­fer sich des belei­di­gen­den Cha­rak­ters des eige­nen Ver­hal­tens bewusst gewe­sen sein muss . An der Trag­fä­hig­keit einer vor­sätz­lich oder zumin­dest im Bewusst­sein
Die Prü­fung, ob ein min­der schwe­rer Fall – hier im Sin­ne des § 244a Abs. 2 StGB – vor­liegt, erfor­dert eine Gesamt­be­wer­tung aller straf­zu­mes­sungs­re­le­van­ten Umstän­de . Inso­weit könn­te es auf recht­li­che Beden­ken sto­ßen, dass die Straf­kam­mer die Anwen­dung des Son­der­straf­rah­mens im Hin­blick auf das Tat­bild und die Täter­per­sön­lich­keit des Ange­klag­ten B.
Beson­ders schwe­re räu­be­ri­sche Erpres­sung – und die Fra­ge des min­der schwe­ren Falls
Ob ein der­art beson­de­rer Aus­nah­me­fall vor­liegt, dass die Anwen­dung des Regel­straf­rah­mens nicht mehr ange­mes­sen erscheint, ist dar­an aus­zu­rich­ten, ob das gesam­te Tat­bild ein­schließ­lich aller sub­jek­ti­ven Momen­te der Täter­per­sön­lich­keit vom Durch­schnitt der erfah­rungs­ge­mäß vor­kom­men­den Fäl­le in einem Maß abweicht, dass die Anwen­dung eines Aus­nah­me­straf­rah­mens gebo­ten erscheint. In die damit gebo­te­ne Gesamt­wür­di­gung
Der 3. Straf­se­nat des Bun­des­ge­richts­hofs hat dem Gro­ßen Senat für Straf­sa­chen gemäß § 132 Abs. 2 und 4 GVG fol­gen­de Rechts­fra­ge zur Ent­schei­dung vor­ge­legt: Kann der Tatrich­ter im Rah­men der nach §§ 21, 49 Abs. 1 StGB gebo­te­nen Gesamt­wür­di­gung aller schuld­re­le­van­ten Umstän­de die Ermes­sens­ent­schei­dung, von einer Straf­rah­men­ver­schie­bung abzu­se­hen, rechts­feh­ler­frei allein dar­auf stüt­zen, dass
Min­der schwe­rer Fall – und der gleich­zei­tig gege­be­ne gesetz­lich ver­typ­te Mil­de­rungs­grund
Sieht das Gesetz einen beson­de­ren Straf­rah­men für min­der schwe­re Fäl­le vor und ist – wie hier gemäß § 13 Abs. 2, § 49 Abs. 1 StGB – auch ein gesetz­lich ver­typ­ter Mil­de­rungs­grund gege­ben, so muss bei der Straf­rah­men­wahl zunächst geprüft wer­den, ob der Son­der­straf­rah­men zur Anwen­dung kommt. Ver­mag die vor­ab vor­zu­neh­men­de