Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/115090,10.html
Timestamp: 2019-12-10 21:54:53
Document Index: 389195135

Matched Legal Cases: ['§ 2112', '§ 2113', '§ 2113', '§ 2111', '§ 2111', '§ 2125', 'BGH', 'BGH', '§2124']

Verfasst am: 14 Feb 2007 - 17:55:55 Titel:
gehöre wohl auch zu den Glücklichen, die diese Ha schreiben dürfen. kann aber nicht behaupten mich wirklich zu freuen ^.-
groß Gedanken gemacht hab ich mir auch noch nicht, aber ab morgen wird Vollgas gegeben!
Verfasst am: 15 Feb 2007 - 16:01:42 Titel:
naja,die HA scheint halt schon schwer zu sein, weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. am meisten fällt mir immernoch zu frage 3 ein, aber ich werd mich wohl auch erstmal reinlesen...
Verfasst am: 16 Feb 2007 - 02:22:29 Titel:
joa, Frage 2 und 3 sagen mir auch deutlich mehr als Frage 1.
wie es aussieht, scheint eine zwingende Einhaltung der Reihenfolge der Aufgaben ja auch nicht erforderlich zu sein. aber fange wohl dennoch mit der ersten an. mal sehen, was ich morgen so alles finden kann.
Verfasst am: 17 Feb 2007 - 21:13:10 Titel:
denke auch, dass S die Vorerbin sein soll. mir fällt jedenfalls nichts ein, wie man das Testament sonst auslegen könnte.
Müsste sie denn dann auch nicht die vorläufigen Vorzüge des Erbes geniessen können?
generell kann der Vorerbe das Erbe auch selbst nutzen. (§ 2112) aber es gilt die Faustregel, dass der Nachlass für den Nacherben möglichst ungeschmälert erhalten bleiben soll. so sind z.B. vom Nacherben nicht genehmigte unengeltliche Verfügungen des Vorerben unwirksam. aber erst bei Antritt der Nacherbschaft. § 2113 Abs. 2
eine Verfügung ist also nur dann wirksam, wenn als Ausgleich der Verfügung ein anderer Wert in das Vermögen einfließt, der die Verfügung ausgleicht.
wobei ich den Gesetzeswortlaut etwas irritierend finde.. darin werden ja nur "Gegenstände" erwähnt. gelten diese nun auch für das direkte Vermögen, also Bargeld?
wenn etwas durch Bargeld gekauft wird, bleibt es woh dabei, da das Geld zwar aus dem Nachlass verschwindet, der gekaufte Gegenstand aber einfließt und dadurch ein Wertausgleich stattfindet. aber bei der Zurückzahlung der Schulden?
"da mein Grundvermögen meinem Sohn erhalten bleiben soll, soll Sybille das restliche Darlehen an B alleine zurückzahlen; [...] darunter soll Johann keinesfalls finanziell leiden müssen."
damit erteilt der E der S wohl eine Beschränkung bei der Benutzung des Erbes. damit schließt er ja aus, dass S das Erbe für die Rückzahlung der Schulden benutzen darf. vielmehr will er ja damit sagen, dass die S die Schulden aus ihrem eigenen Vermögen zurückzahlen soll.
das hätte sie ja natürlich nicht machen müssen. der E kann ihr ja kaum auftragen seine Schulden zu übernehmen. diese hätten wohl, wenn S nicht gezahlt hätte, später von J beglichen werden müssen (er erbt ja auch das renovierte Haus, das rechtlich belastet ist)
nun zahlt sie dennoch die Schulden zurück und verlangt einen Ausgleich. gem. § 2113 Abs. 2 müsste doch ihre Verfügung über den Nachlass unwirksam sein.
aber was dann? dann müsste ja das Geld von der Bank zurückgefordert werden. dann muss J sowieso zahlen ^.-
oder man legt es so aus, dass S mit der Annahme des Erbes auch die Verpflichtung eingegangen ist die Schulden aus eigener Tasche zu zahlen.. wenn dieser Abschnitt im Testament überhaupt gültig ist..
muahaha, die Ha wird lustig
Verfasst am: 18 Feb 2007 - 11:31:20 Titel:
@ Kassis
Laut Sachverhalt zahlt S Tilgung und Zinsen ja aus den für das Haus in der Plöck eingehenden Mieteinahmen und diese Mieteinahmen stellen gem. §§ 2111 I 1 2.HS, 100. 99 III Nutzugen dar, die unmittelbar in das Vermögen des Vorerben einfließen. Im Ergebnis zahlt sie deshalb doch aus ihrer eigenen Tasche oder verstehe ich irgendwie falsch ?
Man muss hier ja zwischen dem Vermögen des Vorerben und dem Nachlassvermögen unterscheiden .....
Verfasst am: 19 Feb 2007 - 01:00:50 Titel:
jup, da scheint etwas Wahres dran zu sein. nun ergibt sich so langsam nen grobes Bild.
zwei Paragraphen scheinen mir im ersten Blick in Verbindung mit § 2111 I dann auch sehr wichtig zu sein, nämlich §§ 2125 I, 2124 II.
damit könnte man das Problem mit den bezahlten Schulden angehen. aber muss mir das noch genauer anschauen
Verfasst am: 19 Feb 2007 - 10:36:08 Titel:
habe hier noch ein paar links, die interessant sein könnten:
einmal zum rechtsberatungsgesetz:
[url]http://www.dnoti.de/topact/top0202.htm
[url]http://www.dnoti.de/topact/top0208.htm[/url]
und einmal zur tilgung eines darlehens aus den früchten der erbschaft:
[url]http://www.recht.com/heymanns/start.xav?bk=heymanns_bgh_ed_bghrz&startbk=heymanns_bgh_ed_bghrz&start=%2F%2F*%5B%40attr_id%3D'BGB%2F2124%2F2%2FAnwendungsbereich_3'%5D&hls=BGH%2C%20Urt.%20v.%2007.07.2004%20-%20IV%20ZR%20140%2F03[/url]
edit: sorry für die fehlerhafte verlinkung, aber irgendwie funktioniert das gerade bei mir nicht so richtig...
Verfasst am: 19 Feb 2007 - 14:14:34 Titel:
hab auch mit der tollen hausarbeit angefangen und keine ahnung von erb-und sachenrecht....könnt ihr mir gute fallbücher empfehlen?oder literatur zu dieser hausarbeit? würd mich auf ne antwort freuen...ausserdem gibt es ein BGH-Urteil zu diesem Fall AZ: IV ZR 140/03, zumindest ähnlich,grüsse, alfa
Verfasst am: 27 Feb 2007 - 10:09:56 Titel:
*malwiederhochholt*
wie sieht's denn so bei euch aus? seid ihr weitergekommen?
Verfasst am: 27 Feb 2007 - 12:38:15 Titel:
also ich hab das im Prinzip so wie Juninho gemacht und innerhalb des §§2124II,2126-Anspruchs den Darlehensvertrag incl. der RBerG-Problematik eingebaut.... Letzendlich verneine ich aber das Zurückbehaltungsrecht der S wegen dem Testament, wonach die S die Schulden zahlen soll... is irgendwie schon verschachtelt alles, aber letzendendes hab ich dann so alle SV-Angaben zu diesem Teil eingebaut... is jemand schon fertig mit der Frage 1??