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Timestamp: 2016-10-24 12:22:45
Document Index: 393294634

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 15', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 5', 'BGE', 'in fine', 'Art. 30', 'Art. 8', 'BGE']

C 326/00 (22.03.2002)
C 326/00 Vr
L.________, 1969, Beschwerdef�hrerin,
Amt f�r Wirtschaft und Arbeit, Arbeitslosenversicherung, Stampfenbachstrasse 32, 8001 Z�rich, Beschwerdegegner,
A.- Die 1969 geborene L.________ war seit 24. Mai 1993 als K�chenhilfe im Restaurant X.________ t�tig. Nach der Geburt ihres zweiten Kindes (5. April 1999) k�ndigte sie das Arbeitsverh�ltnis am 26. April 1999 per 31. Mai 1999.
Am 2. Juni 1999 meldete sie sich auf den 1. Juni 1999 zum Bezug von Arbeitslosenentsch�digung an. Das Amt f�r Wirtschaft und Arbeit des Kantons Z�rich (AWA) verneinte die Anspruchsberechtigung mit Wirkung ab 1. Juni 1999 wegen fehlender Vermittlungsf�higkeit (Verf�gung vom 13. Oktober 1999).
B.- Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich ab (Entscheid vom 24. August 2000).
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt L.________, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei ihre Vermittlungsf�higkeit in der Zeit vom 1. Juni bis
15. Dezember 1999 zu bejahen.
Das AWA und das Staatssekretariat f�r Wirtschaft verzichten auf eine Stellungnahme.
1.- Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen �ber die Vermittlungsf�higkeit als eine der Voraussetzungen f�r den Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung (Art. 8 Abs. 1 lit. f in Verbindung mit Art. 15 Abs. 1 AVIG) sowie die dazu ergangene Rechtsprechung (BGE 125 V 58 Erw. 6a, 123 V 216 Erw. 3, je mit Hinweis; vgl. auch ARV 1993/94 Nr. 31 S. 225 Erw. 3a betreffend Versicherte mit betreuungsbed�rftigen Kindern) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.- a) Zur Begr�ndung seines ablehnenden Entscheides verweist das kantonale Gericht insbesondere auf die Aussage der Beschwerdef�hrerin vom 11. Oktober 1999 gegen�ber dem AWA, wonach sie nicht bereit sei, eine Stelle ausserhalb ihres Wohnortes Y.________ anzunehmen. Den von der Versicherten ausgef�llten Formularen �ber den Nachweis der pers�nlichen Arbeitsbem�hungen der Monate Juni bis September 1999 ist indes zu entnehmen, dass sie sich bei der Stellensuche keineswegs auf ihren Wohnort beschr�nkt hat.
Entgegen der Ansicht der Vorinstanz setzte sich die Beschwerdef�hrerin somit bei der Auswahl des Arbeitsplatzes in �rtlicher Hinsicht keine derart engen Grenzen, dass das Finden einer Stelle schon aus diesem Grund �usserst ungewiss gewesen w�re (BGE 123 V 216 Erw. 3, 120 V 388 Erw. 3a mit Hinweisen).
b) Im Antrag auf Arbeitslosenentsch�digung vom 2. Juni 1999 f�hrte die Versicherte aus, sie habe das letzte Arbeitsverh�ltnis wegen "Familienaufgaben nach der 2. Schwangerschaft" (ihr erstes Kind wurde am 26. Oktober 1995 geboren) aufgel�st. Sie sei bereit und in der Lage, Teilzeit, h�chstens 20 Stunden pro Woche, zu arbeiten. Auf Anfrage der Industrie-Arbeitslosenkasse Winterthur nannte sie als Grund der K�ndigung den Umstand, dass sie beim ehemaligen Arbeitgeber auch mittags h�tte arbeiten m�ssen und abends zu wenig und zu kurzfristig zum Einsatz gekommen w�re. Am 11. Oktober 1999 gab sie gegen�ber dem AWA an, sie k�nne von Montag bis Freitag, jeweils von 18.30 bis 24.00 Uhr, und an den Wochenenden von 10.00 bis 14.00 Uhr einer Erwerbst�tigkeit nachgehen, weil in dieser Zeit ihr Ehemann die Kinder betreuen k�nne. Der Ehemann der Beschwerdef�hrerin unterschrieb gleichentags eine Best�tigung �ber die Kinderbetreuung, in welcher festgehalten wurde, dass er bereit und in der Lage sei, die Kinder von Montag bis Freitag jeweils ab 18.00 Uhr und samstags und sonntags von 10.00 bis 14.00 Uhr zu beaufsichtigen. F�r die Versicherte kommen in erster Linie T�tigkeiten im Gastgewerbe oder im Reinigungsdienst in Frage, bei welchen abendliche Eins�tze h�ufig sind. Mit Blick auf diesen Arbeitsmarkt bleibt ihr deshalb trotz ihrer famili�ren Verpflichtungen eine gen�gend grosse Auswahl an Erwerbsm�glichkeiten, sodass ihr die Vermittlungsf�higkeit auch wegen der zeitlichen Arbeitseinschr�nkungen nicht abgesprochen werden kann (vgl. SVR 1997 ALV Nr. 81 S. 246 Erw. 3a/bb).
Als Anspruchsvoraussetzung schliesst der Begriff der Vermittlungs(un)f�higkeit graduelle Abstufungen aus (BGE 125 V 58 Erw. 6a mit Hinweisen). Entweder ist die versicherte Person vermittlungsf�hig, insbesondere bereit, eine zumutbare Arbeit (im Umfang von mindestens 20 Prozent eines Normalarbeitspensums; vgl. Art. 5 AVIV und BGE 125 V 58 Erw. 6a in fine mit Hinweisen) anzunehmen, oder nicht. Erst bei der Bemessung des Entsch�digungsanspruchs wird daher die zeitlich eingeschr�nkte Disponibilit�t der Versicherten zu ber�cksichtigen sein.
c) Insgesamt l�sst sich dem Verhalten der Beschwerdef�hrerin keine Absicht zur Nichtwiederaufnahme einer Arbeitnehmert�tigkeit entnehmen. Ihre allenfalls qualitativ nicht in jeder Hinsicht gen�genden Arbeitsbem�hungen w�ren - nach dem auch im Arbeitslosenversicherungsrecht geltenden Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip - mit einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung (Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG) zu sanktionieren (SVR 1997 ALV Nr. 81 S. 246 Erw. 3b/bb mit Hinweisen).
3.- Nach dem Gesagten haben Vorinstanz und AWA die Vermittlungsf�higkeit ab 1. Juni 1999 zu Unrecht verneint.
Die Verwaltung wird nach Pr�fung der �brigen Voraussetzungen (Art. 8 Abs. 1 AVIG) �ber den Anspruch auf Arbeitslosentaggelder im massgebenden Zeitraum (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) befinden.
Kantons Z�rich vom 24. August 2000 und die Verf�gung
des Amtes f�r Wirtschaft und Arbeit des Kantons Z�rich
vom 13. Oktober 1999 aufgehoben, und es wird festgestellt,
dass die Beschwerdef�hrerin ab 1. Juni 1999
vermittlungsf�hig war.
III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, der Industrie- Arbeitslosenkasse Winterthur und dem Staatssekretariat