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Timestamp: 2019-06-18 11:09:04
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Matched Legal Cases: ['§29', '§29', '§30', '§29', '§29', '§30', '§31', '§32', '§ 33']

Orie.de • Thema anzeigen - Gegen wie viele Vorschrift kann man bei einer Ori verstoßen?
Gegen wie viele Vorschrift kann man bei einer Ori verstoßen?
von Peter Trunner » 16. 9. 07. 12:07
ist ruhig zur Zeit hier im Forum, daher meine Anfrage an die Gesetzeshüter in unseren Reihen:
Gegen wie viele Gesetze und Vorschriften kann man als Macher oder Teilnehmer einer Ori verstoßen?
Da hat doch hier einer netter Weise das Landeswaldgesetzt (oder so) zitiert und neben dem §29 gibt es sicher noch eine Menge § die man übertreten kann.
Da gibt es irgendwo (genau so was interessiert mich) eine Passage in der steht das dass unnötige umherfahren im Ort verboten ist.
Vielleicht können wir unser Halbwissen zusammenwerfen und daraus ein Unwissen machen?
Versteht sich von selbst, das korrekte Quellenangaben gewünscht sind.
Also denn, mal sehen was draus wird.
Re: Gegen wie viele Vorschrift kann man bei einer Ori versto
von Hartmut Mester » 17. 9. 07. 12:22
Peter Trunner hat geschrieben: Da gibt es irgendwo (genau so was interessiert mich) eine Passage in der steht das dass unnötige umherfahren im Ort verboten ist.
Wenn wir allerdings einer Fahrtanweisung folgen, kann dies nicht mehr als "unnötiges umherfahren" bezeichnet werden.
von Peter Trunner » 17. 9. 07. 19:06
Ja ich weis, und unsere Fahrten sind alle genehmigt
Aber aus Jux und Tollerei interessiert mich wo so was steht
Rein so zum Spass.
STVO §29-33
von Gorodish » 21. 9. 07. 11:50
Da sich bisher kein Gesetzeshüter oder Rechtsgelehrter gefunden hat, sich des Thema's anzunehmen, werfe ich als Laie / Unwissender / Suchender mal folgendes in den Ring:
Die im Raum stehende Artikulierung des "unnötigen Umherfahrens" findet sich in der STVO §30, den ich weiter unten zitiere. Darüber hinaus scheinen die §29 bis 33 (alle unten zitiert) für Ori-Veranstalter und -Teilnehmer interessant.
Wie nicht anders zu erwarten war, handelt es sich bei allen §§ um Gummi-§, wobei im Zweifelsfall nur eines sicher sein dürfte: Sie werden gegen den Beschuldigten ausgelegt werden...
Hierzu gibt es wahrscheinlich diverse Verwaltungsvorschriften und -richtlinien - möglicherweise verschiedene - auf Länderebene; vielleicht sogar auf Landkreisebene ??? Die STVO gibt jedoch nix belastbares her zum Thema Erlaubnispflicht. Zum Einstieg in das Thema reicht es aber erstmal aus denke ich.
§29 "Übermässige Strassenbenutzung" betrifft unter anderem die Erlaubnispflicht von Veranstaltungen, interessanterweise fehlt in der STVO jedoch eine Angabe, ab wievielen Fahrzeuge/Teilnehmer eine Veranstaltung erlaubnispflichtig ist. Für gewisse Teilnehmer gilt vorrangig Abs.1 (rasen), für andere Abs. 2 (Konvoi). Für manche auch beide...
§30 Abs. 1 &2 wie erwähnt unnützes Umherfahren - nichts belastbares. Abs. 1 betrifft alle Veranstaltungen Abs. 2 die mir persönlich so lieben Nacht-Ori's...
§31 naja, eher so als Gag, wobei eben auch die "Sonderprüfungen" von Ori's als Spiel ausgelegt werden könnten.
§32 Abs. 1 betrifft vor allem Ausfahrten aus unbefestigten Abschnitten. Abs. 2 eher die Zusatz-Scheinwerfer an der Front
§ 33 Abs.1 Pkt 2 betrifft die Verpflegungsausgabe unterwegs , Abs. 2 die Beschilderung von Ori's.
Diese Auflistung erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wurde in aller Eile erstellt. Ich bitte um Vervollständigung.
Hier die aus der STVO zitierten §§:
(3) An Sonntagen und Feiertagen dürfen in der Zeit von 0 bis 22 Uhr Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 t sowie Anhänger hinter Lastkraftwagen nicht verkehren. Das Verbot gilt nicht für (......)
jedoch nur in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Allerheiligen (1. November), jedoch nur in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland,
Sport und Spiele auf der Fahrbahn und den Seitenstreifen sind nur auf den dafür zugelassenen Straßen erlaubt (Zusatzschilder hinter Zeichen ....).
3.außerhalb geschlossener Ortschaften jede Werbung und Propaganda durch Bild, Schrift, Licht oder Ton,
wenn dadurch Verkehrsteilnehmer in einer den Verkehr gefährdenden oder erschwerenden Weise abgelenkt oder belästigt werden können. Auch durch innerörtliche Werbung und Propaganda darf der Verkehr außerhalb geschlossener Ortschaften nicht in solcher Weise gestört werden.
(3) Ausgenommen von den Verboten des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 3 und des Absatzes 2 Satz 2 sind in der Hinweisbeschilderung für Nebenbetriebe an den Bundesautobahnen und für Autohöfe Hinweise auf Dienstleistungen, die unmittelbar den Belangen der Verkehrsteilnehmer auf den Bundesautobahnen dienen.
von Gorodish » 21. 9. 07. 11:59
Ach ja, ich vergass: Dem Veranstalter und allen Teilnehmern der kleinen Camel Trophy viel Spass und viel Erfolg. Fahrt vorsichtig ! Ich bin diesmal beruflich leider verhindert, werde aber beim nächsten Mal (hoffentlich) wieder dabei sein können.