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Timestamp: 2016-10-25 06:58:55
Document Index: 64687651

Matched Legal Cases: ['Art. 156', 'Art. 22', 'Art. 123', 'Art. 156', 'Art. 22', 'Art. 43', 'Art. 89', 'Art. 90', 'Art. 33', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 86', 'Art. 86', 'Art. 269', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 30', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 30', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 260', 'Art. 3', 'Art. 156', 'Art. 3', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 3', 'Art. 3', 'de lege ferenda', 'de lege lata', 'Art. 9', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 7', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 9', 'Art. 7', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 156', 'Art. 21', 'BGE', 'Art. 277', 'Art. 156', 'BGE', 'Art. 22', 'Art. 22', 'Art. 22', 'Art. 21', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 278', 'Art. 152']

6S.46/2005 (02.02.2006)
6S.46/2005 /bie
6P.134/2005
X.________, zzt. im Bezirksgef�ngnis, Beschwerdef�hrer,
(Strafverfahren; Willk�r, rechtliches Geh�r)
6S.46/2005
Versuchte Erpressung (Art. 156, Art. 22 StGB)
Staatsrechtliche Beschwerde (6P.134/2005) gegen den Beschluss des Kassationsgerichts des Kantons Z�rich vom 3. Oktober 2005 und Nichtigkeitsbeschwerde (6S.46/2005) gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Strafkammer, vom 29. Oktober 2004.
Im Jahre 1983 begingen X.________ und Y.________ (der damals noch Z.________ hiess) einen bewaffneten Raub�berfall auf ein Juweliergesch�ft. Nach seiner Entlassung aus dem Vollzug mehrerer Strafen rief X.________ seinen ehemaligen Komplizen an und forderte ihn auf, den ihm zustehenden Beuteanteil am n�chsten Mittwoch, 21. August 2002, ins Restaurant Anker zu bringen, sonst werde er ihn aufsuchen. Am Mittwoch teilte Y.________ X.________ telefonisch mit, dass er nicht kommen werde und das Geld nicht habe. Daraufhin erwiderte X.________, das sei schlecht, ganz schlecht, und wiederholte seine Ank�ndigung, er werde ihn zu Hause aufsuchen.
Am 21. September 2002 kam es zwischen X.________ und A.________ zum Streit, der in einer k�rperlichen Auseinandersetzung endete. Dabei verletzte X.________ seinen Kontrahenten mit einem aufgeklappten Messer am Daumen.
Mit zweitinstanzlichem Urteil vom 29. Oktober 2004 sprach das Obergericht des Kantons Z�rich X.________ der einfachen K�rperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit dessen Ziff. 2 Abs. 1) sowie der versuchten Erpressung (Art. 156 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB) schuldig. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Gef�ngnisstrafe von 18 Monaten und nahm davon Vormerk, dass die Strafe durch Haft bereits vollst�ndig erstanden ist. Es ordnete seine Verwahrung gest�tzt auf Art. 43 Ziff. 1 Abs. 2 StGB an.
X.________ und sein Verteidiger erhoben dagegen, je mit eigener Begr�ndung, kantonale Nichtigkeitsbeschwerde, welche das Kassationsgericht des Kantons Z�rich mit Sitzungsbeschluss vom 3. Oktober 2005 abwies, soweit es auf sie eintrat.
Mit staatsrechtlicher Beschwerde beantragen sowohl X.________ (mit Eingabe vom 29. Oktober 2005) als auch sein Vertreter (mit Eingabe vom 4. November 2005), den Beschluss des Kassationsgerichts des Kantons Z�rich aufzuheben. Der Parteivertreter f�hrt �berdies eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde mit dem Antrag, das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 29. Oktober 2004 aufzuheben.
Das Kassationsgericht des Kantons Z�rich verzichtet auf eine Stellungnahme zur staatsrechtlichen Beschwerde, das Obergericht des Kantons Z�rich auf eine solche zur Nichtigkeitsbeschwerde.
I. Staatsrechtliche Beschwerde (Eingabe vom 29. Oktober 2005)
1.1 Die staatsrechtliche Beschwerde ist binnen 30 Tagen, von der nach dem kantonalen Recht massgebenden Er�ffnung oder Mitteilung des Erlasses oder der Verf�gung an gerechnet, dem Bundesgericht schriftlich einzureichen (Art. 89 Abs. 1 OG). Die Beschwerdeschrift muss ausser der Bezeichnung des angefochtenen Entscheides oder Erlasses die Antr�ge des Beschwerdef�hrers sowie eine Begr�ndung enthalten (Art. 90 Abs. 1 OG). Als gesetzliche Frist kann die Beschwerdefrist nicht erstreckt werden (Art. 33 Abs. 1 OG). Der Beschwerdef�hrer ersucht sinngem�ss um Fristerstreckung, um seine Beschwerdeschrift nach Einsicht in die Akten zu erg�nzen (Beschwerde, S. 50). Dem Gesuch kann nicht entsprochen werden.
1.2 Die staatsrechtliche Beschwerde ist grunds�tzlich kassatorischer Natur und kann nur zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids f�hren (BGE 129 I 129 E. 1.2, mit Hinweisen). Soweit der Beschwerdef�hrer beantragt, die Staatsanwaltschaft Z�rich sei anzuweisen, ihm uneingeschr�nkt Einsicht in die elektronisch gespeicherten Aufzeichnungen der Telefon�berwachung zu gew�hren (Beschwerde, S. 50), ist darauf nicht einzutreten.
Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebotes (Art. 8 Abs. 1 und 2 BV), des Willk�rverbotes (Art. 9 BV), der Verfahrensgarantien (Art. 29 Abs. 1 und 2 BV; Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 2 [recte: 3] lit. b und d EMRK) sowie des Grundsatzes "Keine Strafe ohne Gesetz" (Art. 1 StGB). Er wirft den kantonalen Instanzen im Wesentlichen Willk�r in der Beweisw�rdigung vor und macht geltend, der Schuldspruch st�tze sich auf unverwertbare Beweismittel. Gegen�ber dem Obergericht erhebt er den Vorwurf der tief sitzenden Voreingenommenheit. Es habe s�mtliches Beweismaterial zu seinen Ungunsten ausgelegt und damit gegen Art. 1 StGB verstossen. Zwischen den Untersuchungs-, Anklage- und Justizvollzugsbeh�rden h�tten unzul�ssige Kontakte stattgefunden, auch wenn dieses "Justizkomplott" nicht bewiesen werden k�nne. Weiter bringt er vor, das Kassationsgericht habe seine R�gen �bergangen oder missverstanden, aus dem Gesamtzusammenhang gerissen und in Einzelheiten zerlegt, aktenwidrige Feststellungen getroffen, ihm das rechtliche Geh�r verweigert und die Grunds�tze des fairen Verfahrens missachtet. Soweit das Kassationsgericht auf seine Vorbringen nicht eingetreten sei, sei es in Willk�r und �berspitzten Formalismus verfallen, weil f�r ihn als Laien nicht die gleichen Massst�be hinsichtlich der Begr�ndungsanforderungen gelten k�nnten. Der Beschwerdef�hrer erhebt seine Vorw�rfe insbesondere im Zusammenhang mit der R�ge, die Gutachterin Dr. B.________ sei befangen. Schliesslich macht er geltend, es sei ihm die Einsicht in die Gesamtheit der aufgezeichneten Telefongespr�che verweigert worden, worunter sich m�glicherweise entlastende Hinweise f�nden.
2.1 Die staatsrechtliche Beschwerde ist gegen�ber anderen bundesrechtlichen Rechtsmitteln absolut subsidi�r (Art. 86 Abs. 2 OG); sie ist zul�ssig wegen Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte (Art. 86 Abs. 1 lit. a OG). Eine Verletzung von Bundesstrafrecht ist mit eidgen�ssischer Nichtigkeitsbeschwerde geltend zu machen (Art. 269 BStP). Soweit der Beschwerdef�hrer vorbringt, die kantonalen Instanzen h�tten gegen Art. 1 StGB verstossen, ist auf dessen Beschwerde nicht einzutreten.
2.2 F�r das staatsrechtliche Beschwerdeverfahren ist die Sach- und Rechtslage massgebend, wie sie im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides bestanden hat. Die Verfassungsm�ssigkeit eines kantonalen Entscheides beurteilt sich aufgrund der damaligen Verh�ltnisse; sp�ter eingetretene Tatsachen sind nicht mitzuber�cksichtigen (vgl. BGE 121 I 367 E. 1b S. 370; 120 Ia 286 E. 2c/bb S. 291, mit Hinweisen). Stellt das Anfechtungsobjekt einen Beschluss des Kassationsgerichts des Kantons Z�rich dar, ist zu beachten, dass dieses auf kantonale Nichtigkeitsbeschwerde hin sich auf die �berpr�fung beschr�nkt, ob der angefochtene Entscheid (hier das Urteil des Obergerichts) an einem Nichtigkeitsgrund leidet (� 430 StPO/ZH). Massgebend sind dabei die dem obergerichtlichen Urteil zugrunde liegenden Verh�ltnisse. Soweit der Beschwerdef�hrer r�gt, es sei ihm die Einsichtnahme in die Festplatte verweigert worden, auf welcher nachtr�glich s�mtliche Aufzeichnungen der Telefon�berwachung gespeichert wurden (Beschwerde, S. 49 f.), bezieht er sich auf sp�ter eingetretene Umst�nde. Das Obergericht ber�cksichtigte die Festplatte bei der Entscheidfindung nicht; sie wurde - im Gegensatz zu den verfahrensrelevanten Ausz�gen in Papierform - erst nach dem Urteilsspruch zu den Akten genommen (OG act. 52 und 57). Das Kassationsgericht musste deshalb die ger�gte Verletzung des Akteneinsichtsrechts und des rechtlichen Geh�rs nicht behandeln (vgl. angefochtenen Beschluss, S. 40). Die genannten R�gen k�nnen daher auch nicht Gegenstand des staatsrechtlichen Beschwerdeverfahrens sein. Darauf ist nicht einzutreten.
2.3.1 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde pr�ft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und bloss allgemein gehaltene, rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (grundlegend: BGE 110 Ia 1 E. 2a; 125 I 492 E. 1b S. 495, mit Hinweisen).
Das Bundesgericht pr�ft frei, ob das Kassationsgericht auf eine in einer kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde gegen ein Urteil des Obergerichts vorgebrachte R�ge der willk�rlichen Beweisw�rdigung hin zu Unrecht Willk�r verneint und diese Verfassungsverletzung nicht behoben hat. Diese Pr�fung l�uft aber regelm�ssig darauf hinaus zu beurteilen, ob das Obergericht die Beweise willk�rlich gew�rdigt habe; trifft dies zu, h�tte das Kassationsgericht Willk�r bejahen m�ssen, und im gegenteiligen Fall hat es zu Recht Willk�r verneint. Bei der Begr�ndung der R�ge, das Kassationsgericht habe Willk�r zu Unrecht verneint, darf und muss sich der Beschwerdef�hrer daher auch entsprechend mit den Erw�gungen des Obergerichts auseinander setzen. Er darf sich nicht auf eine reine Wiederholung der vor dem Kassationsgericht gegen das obergerichtliche Urteil erhobenen R�gen beschr�nken, sondern hat sich zugleich mit der Begr�ndung des Kassationsgerichts auseinander zu setzen. Andernfalls gen�gt seine staatsrechtliche Beschwerde den vorstehend genannten Begr�ndungsanforderungen nicht (BGE 125 I 492 E. 1a/cc, mit Hinweis).
2.3.2 Die weitschweifige Beschwerdeschrift gen�gt diesen Anforderungen ganz �berwiegend nicht. Der Beschwerdef�hrer begn�gt sich �ber weiteste Strecke damit, in teils w�rtlicher Wiederholung die bereits vor Kassationsgericht erhobene Kritik an der obergerichtlichen Beweisw�rdigung zu erneuern. Mit der Begr�ndung des angefochtenen Beschlusses setzt er sich nicht in rechtsgen�gender Weise auseinander. Auch dort, wo er Bezug nimmt auf die Erw�gungen des Obergerichts, �bt er appellatorische Kritik. Ferner behauptet der Beschwerdef�hrer, die Grunds�tze des fairen Verfahrens und das Gleichheitsgebot seien missachtet worden (Beschwerde, S. 20, 34 und 51), legt aber auch in dieser Hinsicht nicht dar, inwiefern seine verfassungsm�ssigen Rechte durch den angefochtenen Entscheid verletzt sein sollen. Gleiches gilt f�r den pauschal erhobenen Vorwurf des �berspitzten Formalismus (Beschwerde, S. 2, 11 f., 21 und 47). Zur Geltendmachung eines Nichtigkeitsgrundes in der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde an das Kassationsgericht gelten gem�ss � 430 Abs. 2 StPO/ZH dieselben Anforderungen an die Beschwerdebegr�ndung wie im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde (BGE 127 I 38 E. 3b; Donatsch/Schmid, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Z�rich, Z�rich 1996/1998, � 430 N. 32). Dass das Kassationsgericht seinerseits zum Schluss gelangte, die R�gen seien �berwiegend nicht gen�gend substanziiert, ist daher verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Auf die Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten.
2.3.3 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Gutachterin Dr. B.________ sei befangen. Soweit er in diesem Zusammenhang die "Grunds�tze des fairen Verfahrens" anruft und die Vorbringen den gesetzlichen Begr�ndungsanforderungen gen�gen, rechtfertigt es sich, darauf nachstehend einzugehen und sie zusammen mit der entsprechenden R�ge seines Vertreters zu behandeln (E. 4).
3. II. Staatsrechtliche Beschwerde (Eingabe vom 5. November 2005)
Der Beschwerdef�hrer r�gt, das Kassationsgericht habe gegen das Willk�rverbot verstossen (Art. 9 BV), indem es das psychiatrische Gutachten als nicht mangelhaft erachtet habe, obwohl darin unverwertbare Sachverhaltsmomente Eingang gefunden h�tten.
4.1 Das Abstellen auf ein nicht schl�ssiges Gutachten kann gegen Art. 9 BV verstossen, wenn gewichtige, zuverl�ssig begr�ndete Tatsachen oder Indizien die �berzeugungskraft des Gutachtens ernstlich ersch�ttern (BGE 128 I 81 E. 2 S. 86). Ein Entscheid ist willk�rlich, der mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Willk�r liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 129 I 173 E. 3.1, mit Hinweisen).
4.2 Aus den Akten ergibt sich, dass die Strafuntersuchung urspr�nglich wegen Verdachts auf strafbare Vorbereitungshandlungen zu vors�tzlicher T�tung angehoben wurde. Grund daf�r war die Vermutung, der Beschwerdef�hrer habe im Strafvollzug gegen�ber Mith�ftlingen mehrfach ge�ussert, er werde sich nach seiner Entlassung an Exponenten aus Justiz und Regierung r�chen (BG act. 4/1/1 S. 4). Der Tatverdacht hat sich nicht erh�rtet. Das Strafverfahren wurde in diesem Umfang mit Verf�gung vom 9. Juli 2003 teileingestellt (BG act. 5/8/1). Am 22. September 2002 wurde der Beschwerdef�hrer wegen Verdachts auf einfache K�rperverletzung verhaftet (BG act. 3/5/1).
Die Untersuchungsbeh�rden setzten mit Schreiben vom 26. November 2002 Dr. B.________ als gerichtliche Gutachterin ein (BG act. 3/6/ 1). Sie erstattete am 26. Oktober 2003 das psychiatrische Gutachten, gest�tzt auf verschiedene Vorakten, einschliesslich die Akten des eingestellten Strafverfahrens (BG act. 15 S. 3).
4.3 Das Kassationsgericht h�lt zun�chst fest, dass sich ein Gutachten nicht auf unbewiesene Tatsachen st�tzen d�rfe. Werde ein Strafverfahren mangels Beweisen eingestellt, m�sse der entsprechende Sachverhalt bei der psychiatrischen Beurteilung ausser Betracht bleiben (angefochtener Beschluss, S. 20 ff.). Das Kassationsgericht erw�gt sodann, ein psychiatrisches Gutachten sei nicht erst als mangelhaft im Sinne von � 127 StPO/ZH zu betrachten, wenn es massgeblich oder schwergewichtig auf solche unverwertbaren Elemente abstelle. Vielmehr liege ein Mangel nach genannter Bestimmung bereits vor, wenn die unverwertbaren Sachverhaltsmomente bei der Begutachtung eine mitentscheidende Rolle gespielt h�tten. Von einer Verbesserung des Mangels d�rfe nur abgesehen werden, wenn sich aus dem Gutachten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ergebe, dass die unverwertbaren Momente lediglich von untergeordneter oder erg�nzender Bedeutung seien, so dass gesagt werden k�nne, der Gutachter w�re ohne Bezugnahme auf diese Elemente zu den gleichen Ergebnissen gelangt (angefochtener Beschluss, S. 22 f.). Nach ausf�hrlicher W�rdigung der gutachterlichen Ausf�hrungen stellt das Kassationsgericht fest, dass die Gutachterin die unverwertbaren Elemente bei ihrer Prognose nicht mehr ausdr�cklich thematisiert, sondern schwergewichtig die Umst�nde der Anlasstaten und das Verhalten des Beschwerdef�hrers nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug ber�cksichtigt hat (angefochtener Beschluss, S. 26). Das Kassationsgericht kommt zum Schluss, mit ausreichender Wahrscheinlichkeit w�re die Gutachterin auch ohne Bezugnahme auf die unverwertbaren Elemente zu den gleichen Ergebnissen gelangt (angefochtener Beschluss, S. 26 f.).
4.4 Das Kassationsgericht legt eingehend dar, weshalb die �berzeugungskraft des psychiatrischen Gutachtens durch die Tatsache, dass darin unverwertbare Elemente von untergeordneter bzw. erg�nzender Bedeutung Eingang gefunden haben, nicht ernstlich ersch�ttert wird. Als wesentlich erachtet es, dass mit hinreichender Sicherheit feststeht, dass auch eine (neue) Begutachtung - ohne Ber�cksichtigung der unverwertbaren Elemente - zu keiner g�nstigeren Beurteilung f�hren w�rde. Eine Verbesserung des Mangels unter diesen Umst�nden erwiese sich als sinn- und zwecklos. Damit st�tzt sich die Auslegung und Anwendung von � 127 StPO/ZH auf sachlich vertretbare Gr�nde. Das Kassationsgericht durfte daher, ohne in Willk�r zu verfallen, von der R�ckweisung des Gutachtens absehen. Auch ist nicht ersichtlich, inwiefern das Abstellen auf das fragliche Gutachten sich im Ergebnis als geradezu unhaltbar erweisen sollte. Wie der Beschwerdef�hrer selbst einr�umt, nimmt die Gutachterin bei der zusammenfassenden psychiatrischen Beurteilung unter dem Titel "Zum Prognose- und Massnahmebereich" (BG act. 15 S. 128-133) auf die unverwertbaren Elemente nicht mehr Bezug. Vor diesem Hintergrund vermag dessen Behauptung, die unverwertbaren Tatsachen h�tten das Gutachten gleichwohl mitgepr�gt, und die Auffassung der Vorinstanz w�rde die rechtsstaatlichen Anforderungen an ein psychiatrisches Gutachten bedenklich senken, Willk�r nicht darzutun.
Der Beschwerdef�hrer r�gt zur Hauptsache eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Er macht geltend, die Gutachterin Dr. B.________ erscheine befangen und w�re zum Ausstand verpflichtet gewesen.
5.1 Der Gutachter ist nicht Mitglied des urteilenden Gerichts, weshalb sich seine Unabh�ngigkeit und Unparteilichkeit nicht nach Art. 30 Abs. 1 BV, sondern nach Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK richten, welche ein faires Verfahren garantieren. Die Anforderungen dieser Verfahrensgarantien an die Unbefangenheit des gerichtlichen Sachverst�ndigen entsprechen indessen weitgehend denjenigen, die Art. 30 Abs. 1 BV an den Richter stellt. Befangenheit ist danach anzunehmen, wenn Umst�nde vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit des Gutachters zu erwecken. Es braucht nicht nachgewiesen zu werden, dass dieser tats�chlich befangen ist. Es gen�gt vielmehr, wenn Umst�nde vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit objektiv zu begr�nden verm�gen. Solche Umst�nde k�nnen in einem bestimmten pers�nlichen Verhalten des betreffenden Sachverst�ndigen liegen, so wenn er seinen Bericht in beleidigendem Ton oder sonst auf unsachliche Art und Weise abfasste. Sie k�nnen ferner in gewissen Gegebenheiten funktioneller oder organisatorischer Art begr�ndet sein. In beiden F�llen kann bei der Beurteilung der Umst�nde, welche die Gefahr der Voreingenommenheit begr�nden, nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abgestellt werden; das Misstrauen in die Unvoreingenommenheit muss in objektiver Weise begr�ndet erscheinen (BGE 127 I 196 E. 2b; 125 II 541 E. 4a; 124 I 121 E. 3a; 118 Ia 282 E. 3d).
Das Kassationsgericht hat das Vorliegen eines Ablehnungsgrundes gest�tzt auf das kantonale Verfahrensrecht gepr�ft (� 111 StPO/ZH in Verbindung mit � 96 Ziff. 3 und 4 GVG/ZH). Der Beschwerdef�hrer beschr�nkt sich darauf, eine Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK zu r�gen. Die Beschwerde ist daher einzig unter diesem verfassungsrechtlichen Gesichtswinkel entgegenzunehmen. Das Bundesgericht pr�ft mit freier Kognition, ob die Auslegung des kantonalen Prozessrechts mit den Verfahrensgarantien vereinbar ist (BGE 126 I 68 E. 3b, mit Hinweisen).
5.2.1 Der Beschwerdef�hrer sieht die Befangenheit von Dr. B.________ in erster Linie in ihrer "pers�nlichen N�he" zu Dr. C.________, der im eingestellten Strafverfahren als potentielles Opfer zu gelten habe. Die Gutachterin sei ferner als "profilierte Exponentin der Psychosekte VPM" (Verein zur F�rderung Psychologischer Menschenkenntnis) zum Ausstand verpflichtet gewesen. Der VPM vertrete ein starres, ideologisches und umstrittenes psychologisches Konzept, und der Berufsverband der deutschen Psychologen habe es als unverantwortlich bezeichnet, dass Mitglieder des VPM sich der Aufgabe der Jugend-Betreuung annehmen d�rften. Schliesslich begr�ndet der Beschwerdef�hrer die Befangenheit damit, dass Dr. B.________ �ffentlich f�r die Versch�rfung des Verwahrungsrechts eingetreten sei.
5.2.2 Die Unparteilichkeit von Sachverst�ndigen kann in Frage stehen, wenn zwischen ihnen und einer Prozesspartei oder auch zu Dritten, die am Prozessausgang ein Interesse haben, eine besondere Beziehung, Bindungen oder auch Gegens�tzlichkeiten bestehen (vgl. BGE 125 II 541 E. 4c S. 545 f.; 118 Ia 282 E. 5e; Urteil des Europ�ischen Gerichtshofes f�r Menschenrechte vom 22. Juni 1989, i.S. Langborger gegen Schweden, in: Recueil CourEDH Serie A Band 155, Ziff. 35; Andreas Donatsch, Zur Unabh�ngigkeit und Unbefangenheit des Sachverst�ndigen, Festschrift Guido von Castelberg, Z�rich 1997, S. 49). So ergeben sich Zweifel an der Unbefangenheit eines Sachverst�ndigen, der zu einem anderen Experten, der im gleichen Prozess wegen Befangenheit ausgeschlossen wurde, enge Kontakte unterhalten und dabei auch die im Prozess zu beantwortende Gutachterfrage er�rtert hat (BGE 97 I 320 E. 4c S. 328).
Zwischen Dr. B.________ und Dr. C.________ besteht keine besondere Beziehung, die ein objektives Misstrauen an der Unvoreingenommenheit der Gutachterin rechtfertigen w�rde. Zum einen ist Dr. C.________ im vorliegenden Verfahren nicht Partei, und es gibt keine Hinweise, dass er am Prozessausgang ein pers�nliches Interesse h�tte. Im eingestellten Strafverfahren hat die Untersuchungsbeh�rde zwar in Betracht gezogen, er k�nnte von den mutmasslich ge�usserten Rachegedanken des Beschwerdef�hrers betroffen sein. Die vermutete �usserung richtete sich jedoch in unbestimmter Weise gegen Personen aus Justiz und Regierung und nicht speziell gegen Dr. C.________. Das Gutachten wurde sodann erst nach Einstellung des Verfahrens erstattet, worauf die Gutachterin in ihrem Bericht hinweist (BG act. 15 S. 8). Dass Dr. C.________ in gleicher Sache als Gutachter t�tig gewesen sei und im vorliegenden Prozess aus diesem Grund nicht als unbeteiligter Dritter gelten k�nnte, behauptet der Beschwerdef�hrer nicht. Zum anderen ergibt sich auch in pers�nlicher Hinsicht keine kritische N�he der Gerichtsgutachterin zu Dr. C.________. Fest steht, dass sich die beiden Sachverst�ndigen kannten und als Berufskollegen zusammenarbeiteten. Der Umstand, dass Dr. C.________ die Gutachterin in anderem Zusammenhang den Untersuchungsbeh�rden als Expertin vorgeschlagen hatte, l�sst sie im vorliegenden Verfahren nicht als befangen erscheinen. Gleiches gilt f�r die Tatsache, dass die Gutachterin zur Wahl als ausserordentliche Bezirksadjunktin von einer Expertenkommission vorgeschlagen wurde, in der auch Dr. C.________ Einsitz nahm. Ferner mag zutreffen, dass im Rahmen ihrer T�tigkeit als Supervisorin ein (fach�rztliches) Vertrauensverh�ltnis zu Dr. C.________ entstanden ist. Daraus l�sst sich jedoch nicht ableiten, dass �ber das Berufliche hinaus eine besondere pers�nliche Verbundenheit best�nde, welche die Gefahr der Beeinflussung zu begr�nden verm�chte. Die einzelnen Vorbringen erwecken weder f�r sich allein noch zusammen berechtigte Zweifel an der fachlichen Objektivit�t und Unvoreingenommenheit von Dr. B.________.
5.2.3 Was die Mitgliedschaft von Dr. B.________ beim VPM anbelangt, vermag der Beschwerdef�hrer den Anschein der Befangenheit nicht darzutun. So f�hrt er weder aus, worin das Engagement in der besagten Organisation bestanden haben soll, noch legt er dar, inwiefern das vom VPM getragene Gedankengut geeignet sein k�nnte, die Gefahr der Unvoreingenommenheit im Hinblick auf die konkrete Begutachtung zu begr�nden. Allein die Zugeh�rigkeit zu einer bestimmten - wenn auch umstrittenen - Vereinigung bewirkt noch nicht den Anschein der Befangenheit.
Der Einwand des Beschwerdef�hrers, das Kassationsgericht verkenne, dass die tats�chliche Befangenheit der Gutachterin nicht nachgewiesen zu sein brauche, geht fehl. Die Erw�gung der Vorinstanz, es h�tte dargelegt werden m�ssen, dass sich die Ideologie des VPM nachteilig auf das Gutachten ausgewirkt habe, damit das Gutachten im Sinne von � 127 StPO/ZH mangelhaft sei, bezieht sich ausschliesslich auf diese Norm des kantonalen Prozessrechts (angefochtener Beschluss, S. 15). F�r das Vorliegen eines Ablehnungsgrundes nach � 111 StPO/ ZH in Verbindung mit � 96 GVG/ZH verlangt das Kassationsgericht keinen Nachweis der tats�chlichen Befangenheit (angefochtener Beschluss, S. 10 ff.).
5.2.4 Schliesslich erweckt der schlichte Hinweis des Beschwerdef�hrers, Dr. B.________ sei �ffentlich f�r die Versch�rfung des Verwahrungsrechts eingetreten, ebenfalls keine Zweifel an ihrer Unbefangenheit. Der blosse Umstand, dass ein Sachverst�ndiger abstrakt, ohne Bezug zum konkreten Verfahren, eine politische oder wissenschaftliche Meinung ge�ussert hat, begr�ndet f�r sich allein noch keine Befangenheit (BGE 118 Ia 292 E. 5e; 105 Ia 162 E. 6a). Dass die Gutachterin zum vorliegenden Verfahren in der �ffentlichkeit Stellung genommen h�tte, macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. Die R�ge erweist sich somit als unbegr�ndet.
7. III. Nichtigkeitsbeschwerde
8.1 Mit Nichtigkeitsbeschwerde r�gt der Beschwerdef�hrer eine Verletzung von Art. 9 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 betreffend die �berwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (B�PF; SR 780.1, in Kraft seit dem 1. Januar 2002) in Verbindung mit Art. 3 B�PF. Er macht geltend, der Schuldspruch wegen vollendeten Erpressungsversuchs sowie die psychiatrische Begutachtung st�tzten sich auf die Abh�rprotokolle der Telefon�berwachung, die im Rahmen des eingestellten Strafverfahrens wegen Verdachts auf strafbare Vorbereitungshandlungen angeordnet worden seien. Als Zufallsfunde seien die Telefonprotokolle unverwertbar, weil ihm im Zeitpunkt der �berwachungsanordnung der Vorwurf der versuchten Erpressung noch nicht zur Last gelegt worden sei.
Die Vorinstanz erw�gt, Zufallsfunde aus bewilligter Telefon�berwachung, die andere strafbare Handlungen als die in der Bewilligung aufgef�hrten betreffen, d�rften ohne Einholung einer erneuten Zustimmung der Genehmigungsbeh�rden verwendet werden, wenn die Voraussetzungen nach Art. 3 B�PF f�r jene Straftaten erf�llt seien. Der Tatbestand der Erpressung falle unter den Katalog der bewilligungsf�higen Straftaten, weshalb die Telefonprotokolle rechtm�ssig bei den Akten l�gen und verwertbar seien (angefochtenes Urteil, S. 71 f.).
8.2.1 Gem�ss Art. 3 Abs. 1 B�PF m�ssen f�r die Anordnung einer �berwachung folgende Voraussetzungen erf�llt sein: "Bestimmte Tatsachen begr�nden den dringenden Verdacht, die zu �berwachende Person habe eine in Absatz 2 oder 3 genannte strafbare Handlung begangen oder sei daran beteiligt gewesen (lit. a); die Schwere der strafbaren Handlung rechtfertigt die �berwachung (lit. b); andere Untersuchungshandlungen sind erfolglos geblieben, oder die Ermittlungen w�ren ohne die �berwachung aussichtslos oder unverh�ltnism�ssig erschwert (lit. c)". In Abs. 2 und 3 wird ein Deliktskatalog aufgestellt, der die Straftaten abschliessend aufz�hlt, zu deren Verfolgung die Anordnung der �berwachung zul�ssig ist.
Vorliegend wurde die Telefon�berwachung angeordnet wegen Verdachts auf strafbare Vorbereitungshandlungen (Art. 260bis StGB), die zu den �berwachungsf�higen Straftaten im Sinne von Art. 3 Abs. 2 lit. a B�PF z�hlen, und als rechtm�ssig genehmigt (BG act. 4/2/4 und 4/2/9). Der Tatverdacht hat sich in der Folge nicht erh�rtet, und die Strafuntersuchung wurde diesbez�glich eingestellt. Anl�sslich der �berwachung ergaben sich zuf�llig erfasste Hinweise auf den sp�ter eingeklagten Vorwurf des Erpressungsversuchs. Auch der Tatbestand der Erpressung (Art. 156 StGB) geh�rt zu den Delikten, zu deren Verfolgung eine �berwachung zul�ssig ist (Art. 3 Abs. 2 lit. a B�PF).
8.2.2 Die Verwertbarkeit von Zufallsfunden regelt Art. 9 B�PF. Dessen Abs. 1 bestimmt: "Werden durch die �berwachung andere strafbare Handlungen als die in der �berwachungsanordnung aufgef�hrten bekannt, so k�nnen die Erkenntnisse gegen die verd�chtigte Person verwendet werden, wenn diese Straftaten zus�tzlich zur vermuteten Straftat begangen werden (lit. a) oder die Voraussetzungen f�r eine �berwachung nach diesem Gesetz erf�llen (lit. b)". Nach Art. 9 Abs. 1 lit. a B�PF k�nnen zuf�llig erfasste Hinweise ohne weiteres verwendet werden, wenn die urspr�nglich vermutete Haupttat nachgewiesen ist. Erweist sich hingegen nachtr�glich, dass die Straftat nicht bewiesen werden kann, so ist f�r die Verwertbarkeit von Zufallsfunden gem�ss Art. 9 Abs. 1 lit. b B�PF erforderlich, dass die neu entdeckten Straftaten ihrerseits die materiellen Voraussetzungen f�r eine �berwachung erf�llen (vgl. nur Niklaus Schmid, Verwertung von Zufallsfunden sowie Verwertungsverbote nach dem neuen Bundesgesetz �ber die �berwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs, ZStrR 120/2002 S. 290 ff.). In Art. 9 Abs. 2 B�PF wird sodann geregelt, wie zu verfahren ist, wenn die erfassten Zufallsfunde Dritte betreffen. Sind die Voraussetzungen nach Art. 9 Abs. 1 und 2 B�PF nicht gegeben, so d�rfen die Informationen nicht verwendet und es m�ssen die betreffenden Dokumente und Datentr�ger umgehend vernichtet werden (Art. 9 Abs. 3 B�PF).
Da die Strafuntersuchung hinsichtlich des Verdachts auf strafbare Vorbereitungshandlungen eingestellt wurde, beurteilt sich die Verwertbarkeit der fraglichen Telefonprotokolle nach Art. 9 Abs. 1 lit. b B�PF. Der darin enthaltene Verweis auf "die Voraussetzungen f�r eine �berwachung nach diesem Gesetz" weist auf Art. 3 B�PF ("Voraussetzungen") zur�ck.
8.3 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Zufallsfunde seien unverwertbar, weil im Zeitpunkt der �berwachungsanordnung noch kein Verdacht wegen versuchter Erpressung bestanden habe. Zu pr�fen ist somit nur, ob der vom Zufallsfund Betroffene bez�glich der Straftat, auf welche die zuf�llig gefundenen Beweise zutreffen, bereits vorher Beschuldigter gewesen sein muss. Es stellt sich mit anderen Worten die Frage, ob es eines vorbestehenden Tatverdachtes bedarf, damit der Zufallsfund verwertbar ist.
9. Der Beschwerdef�hrer st�tzt seine Ansicht auf die in der Rechtskommission des St�nderates vertretene Auffassung, wonach f�r die Verwertbarkeit von Zufallsfunden s�mtliche Voraussetzungen von Art. 3 B�PF erf�llt sein m�ssten, bzw. auf eine entsprechende Literaturstelle (Niklaus Ruckstuhl, Technische �berwachungen aus anwaltlicher Sicht, AJP 2005 S. 155). Ferner beruft er sich auf eine Lehrmeinung, welche de lege ferenda ein alternatives Verwertungsmodell postuliert (Judith Natterer, Die Verwertbarkeit von Zufallsfunden aus der Telefon�berwachung im Strafverfahren, Diss. Basel 2001, S. 155 ff. und 158).
Die �berwiegende Lehre lehnt das Erfordernis eines vorbestehenden Tatverdachts ab (Peter Goldschmid, Der Einsatz technischer �berwachungsger�te im Strafprozess, Diss. Bern 2001, S. 211 ff.; Thomas Hansjakob, B�PF/V�PF: Kommentar zum Bundesgesetz und zur Verordnung �ber die �berwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs, St. Gallen 2002, S. 207; David H�ppi, Zufallsfunde aus genehmigten Telefon�berwachungen, SJZ 86/1990 S. 394 ff.; Marc Jean-Richard-dit-Bressel, Ist ein Millionendiebstahl ein Bagatelldelikt?, ZStrR 119/ 2001 S. 53 f.; Natterer, a.a.O., S. 116 [de lege lata]; Niklaus Oberholzer, Grundz�ge des Strafprozessrechts, 2. Aufl., Bern 2005, Rz. 1318; Ders., Das neue Bundesgesetz �ber die �berwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (B�PF), ZGRG 2002 S. 13 f.; Schmid, a.a.O., S. 292 ff.).
9.1 Der generelle Verweis in Art. 9 Abs. 1 lit. b B�PF l�sst offen, welche der in Art. 3 B�PF genannten Voraussetzungen im Einzelnen erf�llt sein m�ssen. Der Wortlaut scheint zun�chst zu verlangen, dass auch bei Zufallsfunden das Erfordernis des dringenden Tatverdachts nach Art. 3 Abs. 1 lit. a B�PF gilt. Der Entwurf des Bundesrates (Art. 7 Abs. 4) sah demgegen�ber noch eine gezielte Verweisung vor und bezeichnete ausdr�cklich nur die Anforderungen an die Straftat als massgeblich (Botschaft des Bundesrates vom 1. Juli 1998, BBl 1998 4310). In der Botschaft heisst es dazu, die beiden anderen genannten Voraussetzungen - dringender Tatverdacht und Subsidiarit�t - w�rden durch den Zufallsfund obsolet, da dieser den dringenden Tatverdacht begr�nde und weitere Untersuchungshandlungen ausl�se (BBl 1998 4273). Der bundesr�tliche Entwurf wurde durch die Rechtskommission des Nationalrates �berarbeitet, die hierf�r eine Subkommission einsetzte (AB 1999 N 2602). Der Wortlaut des geltenden Art. 9 B�PF geht auf deren Entwurf bzw. eine redaktionelle �nderung des St�nderates zur�ck (AB 2000 S 403). Die Frage, welche Tragweite dem Verweis in Art. 9 Abs. 1 lit. b B�PF zukommen soll, wurde in der parlamentarischen Beratung nicht er�rtert. Einzig die vorbereitende Rechtskommission des St�nderates brachte sie zur Sprache, wo sinngem�ss argumentiert wurde, alle Voraussetzungen von Art. 3 B�PF m�ssten erf�llt sein, da andernfalls bei Zufallsfunden die Erkenntnisse leichter ins Verfahren Eingang finden k�nnten als im Falle der urspr�nglichen Anordnung (Protokoll, S. 9). Zu der hier zu beurteilenden Streitfrage, ob der dringende Tatverdacht im Sinne von Art. 3 Abs. 1 lit. a B�PF bereits im Zeitpunkt der �berwachungsanordnung bestanden haben muss, oder ob es gen�gt, dass der Zufallsfund einen dringenden Tatverdacht erst begr�ndet, l�sst sich den Gesetzesmaterialien nichts entnehmen.
Der Annahme eines vorbestehenden Tatverdachts auch f�r Zufallsfunde stehen Sinn und Zweck von Art. 9 B�PF entgegen. Diese Norm regelt die Verwendbarkeit von Zufallsfunden, die gest�tzt auf eine rechtm�ssig angeordnete und genehmigte Telefon�berwachung erfasst werden (im Gegensatz zu den Erkenntnissen bei fehlender Genehmigung gem�ss Art. 7 Abs. 4 B�PF). Schon ihrem Begriff nach sind Zufallsfunde aber Tatsachen, die einen Tatverdacht begr�nden. Sie entspringen dem (rechtm�ssigen) Einsatz strafprozessualer Zwangsmassnahmen und zeichnen sich gerade dadurch aus, dass sie aus verdachtsgesteuerten Untersuchungshandlungen stammen, aber mit diesem Verdacht nichts zu tun haben (Hansjakob, a.a.O., S. 202 f.; Natterer, a.a.O., S. 2 f., 9 und 15 ff.; vgl. auch BGE 122 I 182 E. 5b/aa S. 196). Es kann deshalb nicht darauf ankommen, ob bereits im Zeitpunkt der Anordnung der �berwachung ein einschl�giger Tatverdacht in Bezug auf sp�tere Zufallsfunde bestanden hat. Abgesehen davon ist der Zeitpunkt, in dem der Verdacht aufkommt, f�r den Schutz der Privatsph�re des �berwachten ohne Bedeutung, denn mit der Telefonabh�rung ist der Einbruch in den pers�nlichen Geheimbereich bereits in vollem Gang. Ein Verzicht, den Zufallsfund als Beweismittel zu verwerten, kann daran nichts mehr �ndern (H�ppi, a.a.O., S. 397). Einen vorbestehenden Tatverdacht auch f�r Zufallsfunde zu verlangen, h�tte zur Folge, dass solche praktisch �berhaupt nie verwendet werden k�nnten (vgl. BGE 122 I 182 E. 5b/aa S. 196, mit weiteren Hinweisen). Dies jedoch liesse sich mit der neu geschaffenen Gesetzesregelung, die sicherstellt, dass auch nicht verdachtsgest�tzte, aber rechtm�ssig erhobene Erkenntnisse verwertbar sein k�nnen, nicht vereinbaren.
9.2 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Verwertung von Zufallsfunden gem�ss Art. 9 Abs. 1 lit. b B�PF nicht voraussetzt, dass bez�glich der neu entdeckten Straftaten bereits im Zeitpunkt der �berwachungsanordnung ein Tatverdacht bestanden hat. Dass sich aufgrund der zuf�llig erfassten Hinweise ein dringender Tatverdacht auf versuchte Erpressung ergeben hat, wird vom Beschwerdef�hrer nicht in Frage gestellt. Anzumerken bleibt, dass die Vorinstanz im Schuldpunkt wegen versuchter Erpressung zur Hauptsache auf die Aussagen verschiedener Personen abstellt und nicht auf die Abh�rprotokolle (angefochtenes Urteil, S. 47 ff.). Da diese nach dem Gesagten rechtm�ssig bei den Akten liegen, kann dahin gestellt bleiben, ob dem in Art. 9 Abs. 3 B�PF statuierten Verwertungsverbot Fernwirkung zukommt und sich auf mittelbar erlangte Beweise erstreckt. Die Beschwerde erweist sich insoweit als unbegr�ndet.
Eine Bestrafung wegen Erpressungsversuchs gem�ss Art. 156 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 21 f. StGB setzt unter anderem voraus, dass der T�ter jemandem ernstliche Nachteile androht. Der Beschwerdef�hrer stellt sich auf den Standpunkt, die Anforderungen an die Androhung ernstlicher Nachteile seien in seinem Fall nicht erf�llt. Die zweifache Ank�ndigung, er werde den Gesch�digten zu Hause aufsuchen, wenn er nicht zu ihm komme, lasse noch keine unzul�ssige �belszuf�gung erkennen. Wollte man eine implizite Androhung gen�gen lassen, m�sse das als Drohung gewertete Verhalten gleichwohl eindeutige Schl�sse zulassen und d�rfe nicht durch die Vorstellungen des Opfers ersetzt werden. Weiter macht der Beschwerdef�hrer geltend, er habe die Schwelle zum strafbaren Versuch noch nicht �berschritten.
10.1 Bei der Androhung ernstlicher Nachteile stellt der T�ter dem Opfer die Zuf�gung eines �bels in Aussicht, dessen Eintritt er als von seinem Willen abh�ngig erscheinen l�sst. Ob die angedrohten Nachteile "ernstliche" im Sinne des Gesetzes sind, entscheidet sich nach einem objektiven Massstab. Die Androhung muss geeignet sein, auch eine besonnene Person in der Lage des Betroffenen gef�gig zu machen und so seine freie Willensbildung und -bet�tigung zu beschr�nken (BGE 122 IV 322 E. 1a, mit weiteren Hinweisen).
10.2 Die Vorinstanz stellt verbindlich fest (Art. 277bis Abs. 1 BStP), dass der Beschwerdef�hrer am 16. August 2002, wenige Tage nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug, erstmals versuchte, den Gesch�digten telefonisch zu erreichen. Dies, nachdem es ihm gelungen war, dessen Telefonnummer trotz Namens�nderung ausfindig zu machen. Am Sonntag, 18. August 2002, rief er erneut an und forderte den Gesch�digten auf, seinen Beuteanteil aus dem gemeinsam begangenen Raub�berfall im Jahre 1983 am n�chsten Mittwoch ins Restaurant Anker zu bringen, ansonsten werde er ihn zu Hause aufsuchen. Der Beschwerdef�hrer f�gte an, er brauche keine Natelnummer, er finde ihn auch so. Nach diesem Telefongespr�ch wusste der Gesch�digte, dass ein gewaltiges Problem auf ihn zukommen werde. Er hatte Angst davor, dem Beschwerdef�hrer im Milieu zu begegnen und meldete sich bei der Polizei. Dort sagte man ihm polizeiliche Begleitung f�r ein Treffen mit dem Beschwerdef�hrer am Z�rcher Hauptbahnhof zu. Am besagten Mittwoch, 21. August 2002, rief er den Beschwerdef�hrer im Restaurant Anker an und er�ffnete ihm, er werde nicht kommen, stehe ihm aber f�r ein Gespr�ch im Hauptbahnhof zur Verf�gung. Die Beute habe er nicht dabei. Daraufhin erkl�rte der Beschwerdef�hrer, das sei schlecht, ganz schlecht, und k�ndigte in �berfreundlicher, zuckers�sser Manier ein weiteres Mal an, er werde ihn zu Hause aufsuchen. Damit hat er die Angst des Gesch�digten, der ihn als gewaltt�tig kannte, massiv gesch�rt. Noch am gleichen Abend tauchte der Gesch�digte vor�bergehend unter und brachte seine Familie in Sicherheit.
10.3 Die Ank�ndigung des Beschwerdef�hrers, er werde den Gesch�digten aufsuchen, wenn er ihm seinen Anteil an der Beute nicht bringe, stellt isoliert betrachtet noch keine drohende �usserung dar. Ob eine bestimmte �usserung als Drohung zu verstehen ist, beurteilt sich jedoch nach den gesamten Umst�nden, unter denen sie erfolgte. Der Beschwerdef�hrer hat nie in Abrede gestellt, dass er am Telefon seinen Beuteanteil einforderte. Er hat keine Zweifel offen gelassen, dass er sich holen werde, was ihm vermeintlich zusteht. So diktierte er dem Gesch�digten, wann und an welchem Ort er die Geld�bergabe erwartete. Sein Ansinnen hat er wiederholt ge�ussert und einen Tonfall angeschlagen, der keinen anderen Schluss zuliess, als dass er seinen Beuteanteil bedingungslos eintreiben werde. Er wusste, welche Wirkungen die erw�hnten �usserungen beim Gesch�digten erzielen w�rden. Sp�testens als er ihm sagte, es sei schlecht, ganz schlecht, dass er das Geld nicht habe, drohte er ihm unmissverst�ndlich mit Nachteilen. Allerdings hat der Beschwerdef�hrer nicht ausdr�cklich angek�ndigt, welche Nachteile der Gesch�digte f�r den Fall zu gew�rtigen hat, dass er seiner Aufforderung nicht nachkommt. Darauf kann es indes nicht ankommen. Die Ank�ndigung kann in beliebiger Form geschehen und braucht nicht ausdr�cklich zu erfolgen (Rehberg/Schmid/ Donatsch, Strafrecht III, 8. Aufl., Z�rich 2003, S. 241; Philippe Weissenberger, in: Basler Kommentar, Strafgesetzbuch II, Basel 2003, Art. 156 N. 13).
Auch bei einer impliziten Androhung muss zwar hinreichend klar sein, worin der in Aussicht gestellte Nachteil besteht. Wie die Vorinstanz aber zu Recht festh�lt, lassen sich die �usserungen des Beschwerdef�hrers im Umfeld des Verbrechermilieus, vor dessen Hintergrund sich der konkrete Fall abspielt, nur dahin verstehen, dass er drohte, Gewalt anzuwenden, wenn sich der Gesch�digte seinem Ansinnen weiterhin widersetzen sollte. Der Gesch�digte hat die Worte des Beschwerdef�hrers denn auch in diesem Sinn verstanden. Er f�rchtete sich vor der gewaltsamen Eintreibung des Beuteanteils und hatte grosse Angst um die Sicherheit seiner Familie. Aber nicht nur der Gesch�digte fasste die Ank�ndigung als Androhung einer gewaltsamen Eskalation auf. Auch D.________, ein enger Freund des Beschwerdef�hrers, der w�hrend des zweiten Telefongespr�chs neben ihm stand, und E.________, den er sp�ter als Vermittler anheuerte, waren der Ansicht, er werde seinen Beuteanteil eintreiben, egal, zu welchen Mitteln er greifen m�sse. Die Ank�ndigung war somit gen�gend konkret und von einem Ausmass, das auch die Willensfreiheit einer vern�nftigen Person in der Lage des Betroffenen eingeschr�nkt h�tte. Dass die in Aussicht gestellte Gewalt einen ernstlichen Nachteil darstellt, kann nicht fraglich sein.
10.4.1 Die Vorinstanz hat zu Recht erkannt, dass der Beschwerdef�hrer durch die implizite Gewaltandrohung mit der Tatausf�hrung begonnen hatte. Nach der Rechtsprechung geh�rt zur "Ausf�hrung" der Tat jede T�tigkeit, die nach dem Plan, den sich der T�ter gemacht hat, auf dem Weg zur Tatbestandsverwirklichung den letzten entscheidenden Schritt darstellt, von dem es in der Regel kein Zur�ck mehr gibt, es sei denn wegen �usserer Umst�nde, die eine Weiterverfolgung der Absicht erschweren oder verunm�glichen (BGE 131 IV 100 E. 7.2.1; 120 IV 113 E. 1b S. 115, je mit weiteren Hinweisen). Wer, wie der Beschwerdef�hrer, eine vermeintliche Forderung mit allen Mitteln eintreiben will und versucht, den Gesch�digten durch Drohungen gef�gig zu machen, hat die Schwelle zum strafbaren Versuch �berschritten.
10.4.2 Nach Auffassung der Vorinstanz liegt ein vollendeter Versuch nach Art. 22 Abs. 1 StGB vor, da der Beschwerdef�hrer alles unternommen habe, was ihm zur Erreichung seines Ziels, n�mlich den Beuteanteil erh�ltlich zu machen, als zweckm�ssig erschien.
Vollendeter Versuch liegt vor, wenn die strafbare T�tigkeit zu Ende gef�hrt wird, aber der tatbestandsm�ssige Erfolg nicht eintritt (Art. 22 Abs. 1 StGB). Die Abgrenzung des vollendeten vom unvollendeten Versuch ist auf der Grundlage des konkreten Tatplans vorzunehmen. Es ist zu fragen, ob der T�ter alle Voraussetzungen geschaffen hat, die nach seinem Plan zum Eintritt des Erfolges h�tten f�hren sollen.
Dem Beschwerdef�hrer ist einzur�umen, dass die rechtliche W�rdigung der Vorinstanz insoweit mit deren Feststellungen in tats�chlicher Hinsicht nicht im Einklang steht. Sie hat verbindlich festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer die Sache nach dem Telefongespr�ch vom 21. August 2002 nicht als erledigt betrachtete (angefochtenes Urteil, S. 57; vgl. auch Beschluss des Kassationsgerichts, S. 10). Als ihm der Gesch�digte kurz zuvor er�ffnet hatte, dass er nicht ins Restaurant Anker komme und das Geld nicht habe, erwiderte er drohend, das sei schlecht, sehr schlecht, und f�gte in zuckers�ssem Ton hinzu, er werde ihn zu Hause aufsuchen. Im Zeitpunkt, als er die Drohungen ausstiess, war die geplante Geld�bergabe also bereits geplatzt. Nachdem ihn der Gesch�digte soeben versetzt hatte, konnte er unm�glich annehmen, dieser werde ihm das Geld nun ohne Weiteres aush�ndigen. Vielmehr wusste er, dass er nachsetzen musste, um den Beuteanteil erh�ltlich zu machen. So sagte er wenig sp�ter gegen�ber E.________, keine Macht der Welt bringe ihn davon ab, er habe Zeit, es gebe auch h�ssliche M�glichkeiten und er bestimme das "Schlachtfeld" (angefochtenes Urteil, S. 57). Ist demnach davon auszugehen, dass er seinen Beuteanteil weiterhin eintreiben wollte, jedoch die konkreten Schritte, die dazu erforderlich sind, noch nicht festgelegt hat, hat er die strafbare Handlung im Sinne von Art. 22 Abs. 1 StGB nicht zu Ende gef�hrt. Bei richtiger Betrachtung liegt deshalb ein unvollendeter Versuch vor (Art. 21 Abs. 1 StGB). Gleichwohl f�hrt dies nicht zur Aufhebung des obergerichtlichen Urteils. Da hier weder ein R�cktritt noch t�tige Reue zur Diskussion stehen, bleibt die Unterscheidung zwischen unvollendetem und vollendetem Versuch ohne praktische Bedeutung. In einem solchen Fall ist der Beschwerdef�hrer durch den angefochtenen Entscheid nicht beschwert (BGE 127 IV 97 E. 1).
Die Nichtigkeitsbeschwerde ist demzufolge abzuweisen.
12. IV. Kosten- und Entsch�digungsfolge
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer grunds�tzlich die Kosten vor Bundesgericht zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG; Art. 278 Abs. 1 BStP). Er ersucht indessen f�r beide Beschwerden um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege. Mit Bezug auf die Eingaben des Parteivertreters sind die gesetzlichen Voraussetzungen erf�llt und die Begehren gutzuheissen (Art. 152 Abs. 1 OG). Insoweit werden f�r das bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten erhoben, und es wird dem Vertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Paul Rechsteiner, eine Entsch�digung ausgerichtet.
Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege f�r die staatsrechtliche Beschwerde kann allerdings nur teilweise stattgegeben werden, denn die pers�nliche Eingabe des Beschwerdef�hrers vom 29. Oktober 2005 war von vornherein aussichtslos. Im entsprechenden Umfang wird er kostenpflichtig. Seinen finanziellen Verh�ltnissen wird bei der Festsetzung der Gerichtsgeb�hr Rechnung getragen.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege f�r die staatsrechtliche Beschwerde wird teilweise gutgeheissen.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege f�r die Nichtigkeitsbeschwerde wird gutgeheissen.
Dem Vertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Paul Rechsteiner, wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von insgesamt Fr. 4'000.-- ausgerichtet.