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Timestamp: 2017-01-16 21:42:05
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Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 14', '§ 25', '§2', '§ 1', '§ 14', '§ 18', '§ 14', '§ 1', '§ 14', '§ 22', '§ 2', '§2', '§25', '§18', '§14', '§14', '§ 2', '§ 14', '§ 18', '§ 25', '§ 25']

forum.oeffentlicher-dienst.info • Thema anzeigen - Zulage höherwertige Tätigkeit
Zulage höherwertige Tätigkeit
von Herfi am 09.12.2016, 10:44 Hallo zusammen,habe in der Suche leider keine passende Antwort für mich gefunden und bevor ich die Kollegen in der Personalstelle wild mache möchte ich ein wenig Sicherheit haben. Zur Situation:Ich sitze auf einer (bisherigen) EG9-Stelle, bin in EG 8 St. 3 eingruppiert, mache seit Januar 15 den A II und erhalte seitdem die Zulage für höherwertige Tätigkeit auf EG 9 St. 2Das sind allerdings nur ca. 2,6 % mehr. Wenn ich § 14 Abs. 3 TVöD richtig verstehe stehen mir aber 4,6 % als Zulage vom Tabellenentgelt zu.Sehe ich das richtig?
Beiträge: 3Registriert: 09.12.2016, 10:05
Re: Zulage höherwertige Tätigkeit
von Dpunkt am 09.12.2016, 10:57 Die neue Entgeltordnung sagt dazu folgendes aus: Hat eine Beschäftigte/ein Beschäftigter die für ihre/seine Eingruppierung nach den Absätzen 1 und 2 vorgeschriebene Prüfung nicht abgelegt, ist ihr/ihm alsbald die Möglichkeit zu geben, Ausbildung und Prüfung nachzu-holen. Besteht hierzu aus Gründen, die die/der Beschäftigte nicht zu vertreten hat, keine Möglichkeit oder befindet sich die/der Beschäftigte in der Ausbildung, erhält sie/er mit Wirkung vom Ersten des vierten Monats nach Beginn der maßgebenden Beschäftigung eine persönliche Zulage. Die Zulage wird in Höhe des Unterschiedes zwischen dem Entgelt, das sie/er jeweils erhalten würde, wenn sie/er zu diesem Zeitpunkt in der ihrer/seiner Tätigkeit entsprechenden Entgeltgruppe eingruppiert wäre, und dem jeweiligen Entgelt ihrer/seiner bisherigen Entgeltgruppe gewährt.Ist nach meiner Auffassung somit eindeutig geregelt.In welchem Bundesland befindet sich dein Arbeitgeber?Denn nur im Bereich der kommunalen Arbeitgeberverbände Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saar und Schleswig-Holstein besteht die Ausbildungs- und Prüfungspflicht. Gruß
Beiträge: 44Registriert: 15.06.2016, 13:51
von Herfi am 09.12.2016, 11:01 Ich arbeite in NRW
von Draco am 09.12.2016, 11:13 Gemäß § 14 (3) TVöD müsstest Du eine Zulage in Höhe von 4,5 % erhalten.
Beiträge: 426Registriert: 27.02.2012, 16:14
von Spid am 09.12.2016, 11:48 Dpunkt hat geschrieben:Die neue Entgeltordnung sagt dazu folgendes aus: Hat eine Beschäftigte/ein Beschäftigter die für ihre/seine Eingruppierung nach den Absätzen 1 und 2 vorgeschriebene Prüfung nicht abgelegt, ist ihr/ihm alsbald die Möglichkeit zu geben, Ausbildung und Prüfung nachzu-holen. Besteht hierzu aus Gründen, die die/der Beschäftigte nicht zu vertreten hat, keine Möglichkeit oder befindet sich die/der Beschäftigte in der Ausbildung, erhält sie/er mit Wirkung vom Ersten des vierten Monats nach Beginn der maßgebenden Beschäftigung eine persönliche Zulage. Die Zulage wird in Höhe des Unterschiedes zwischen dem Entgelt, das sie/er jeweils erhalten würde, wenn sie/er zu diesem Zeitpunkt in der ihrer/seiner Tätigkeit entsprechenden Entgeltgruppe eingruppiert wäre, und dem jeweiligen Entgelt ihrer/seiner bisherigen Entgeltgruppe gewährt.Ist nach meiner Auffassung somit eindeutig geregelt.In welchem Bundesland befindet sich dein Arbeitgeber?Denn nur im Bereich der kommunalen Arbeitgeberverbände Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saar und Schleswig-Holstein besteht die Ausbildungs- und Prüfungspflicht. GrußDie neue EGO gilt aber erst ab 01.01.2017. Bis dahin ergeben sich Ausbildungs- und Prüfungspflicht aus Anlage 3 zu § 25 BAT - und dort heißt es in §2 Abs. 1: "Hat ein Angestellter die für seine Eingruppierung nach § 1 vorgeschriebene Prüfung nicht abgelegt, ist ihm alsbald die Möglichkeit zu geben, Ausbildung und Prüfung nachzuholen. Besteht hierzu aus Gründen, die der Angestellte nicht zu vertreten hat, keine Möglich-keit oder befindet sich der Angestellte in der Ausbildung, erhält er mit Wirkung vom Ersten des vierten Monats nach Beginn der maßgebenden Beschäftigung eine persönliche Zulage. Die Zulage wird in Höhe des Unterschiedes zwischen der Grundvergütung, die er jeweils erhalten würde, wenn er zu diesem Zeitpunkt in der seiner Tätigkeit entsprechenden Vergütungsgruppe eingruppiert gewesen wäre, und der jeweiligen Grundvergütung seiner bisherigen Vergütungsgruppe gewährt."
Beiträge: 2371Registriert: 03.08.2014, 11:27
von Draco am 09.12.2016, 14:35 Draco hat geschrieben:Gemäß § 14 (3) TVöD müsstest Du eine Zulage in Höhe von 4,5 % erhalten.Ich ziehe meine Aussage hiermit zurück.
von ditho am 12.12.2016, 09:04 Es gibt allerdings noch den § 18 IV iVm Abs. III TVÜ VKA, danach ist bis zum Inkrafttreten der EGO für die Zahlung der Zulage § 14 TVöD anzuwenden.(3) Bis zum In-Kraft-Treten der Eingruppierungsvorschriften des TVöD gilt – auch für Beschäftigte im Sinne des § 1 Abs. 2 – § 14 TVöD mit der Maßgabe, dass sich die Voraussetzungen für die übertragene höherwertige Tätigkeit nach § 22 Abs. 2 BAT/BAT-O bzw. den entsprechenden Regelungen für Arbeiter bestimmen.(4) 1Die Absätze 1 und 3 gelten in Fällen des § 2 der Anlage 3 zum BAT entsprechend. 2An die Stelle der Begriffe Grundvergütung, Vergütungsgruppe und Vergütung treten die Begriffe Entgelt und Entgeltgruppe.Nach meiner Auffassung ist hier bis zum Endes des Jahres 2016 eine 4,5%-Zulage zu zahlen.
Beiträge: 4Registriert: 09.09.2013, 07:49
von Spid am 12.12.2016, 12:26 Ich interpretiere die zitierte Norm anders. Sollte die Bestimmung der Höhe der Zulage nicht mehr nach §2 Abs. 1 der Anlage 3 zu §25 BAT erfolgen sollen, wäre §18 Abs. 4 Satz 2 TVÜ-VKA überflüssig, da die zu ändernden Begriffe dann völlig ohne Belang wären. Der Verweis auf §14 TVÖD ergeht deshalb meines Erachtens nur in Bezug auf die Zeitvorschriften in §14 Abs. 1 und 2 TVÖD.
von ditho am 12.12.2016, 13:21 Der Arbeitgeberkommentar des KAV NRW stützt meine Annahme, allerdings sind Kommentarmeinungen auch nicht rechtsverbindlich. Nach dem Kommentar richten sich die Anspruchsvoraussetzungen nach § 2 der Anlage 3 zum BAT, die Zahlung der Zulage erfolgt allerdings nach § 14 TVöD iVm. § 18 III TVÜ VKA. Ab 01.01.2017 haben wir dann ja wieder eine klare Regelung (hoffe ich)
von Dpunkt am 12.12.2016, 15:48 Spid hat geschrieben:Dpunkt hat geschrieben:Die neue Entgeltordnung sagt dazu folgendes aus: Hat eine Beschäftigte/ein Beschäftigter die für ihre/seine Eingruppierung nach den Absätzen 1 und 2 vorgeschriebene Prüfung nicht abgelegt, ist ihr/ihm alsbald die Möglichkeit zu geben, Ausbildung und Prüfung nachzu-holen. Besteht hierzu aus Gründen, die die/der Beschäftigte nicht zu vertreten hat, keine Möglichkeit oder befindet sich die/der Beschäftigte in der Ausbildung, erhält sie/er mit Wirkung vom Ersten des vierten Monats nach Beginn der maßgebenden Beschäftigung eine persönliche Zulage. Die Zulage wird in Höhe des Unterschiedes zwischen dem Entgelt, das sie/er jeweils erhalten würde, wenn sie/er zu diesem Zeitpunkt in der ihrer/seiner Tätigkeit entsprechenden Entgeltgruppe eingruppiert wäre, und dem jeweiligen Entgelt ihrer/seiner bisherigen Entgeltgruppe gewährt.Ist nach meiner Auffassung somit eindeutig geregelt.In welchem Bundesland befindet sich dein Arbeitgeber?Denn nur im Bereich der kommunalen Arbeitgeberverbände Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saar und Schleswig-Holstein besteht die Ausbildungs- und Prüfungspflicht. GrußDie neue EGO gilt aber erst ab 01.01.2017. Bis dahin ergeben sich Ausbildungs- und Prüfungspflicht aus Anlage 3 zu § 25 BATIm BAT-Ost ist der § 25 der Anlage 3 nicht belegt. Daher gibt es in den neuen Bundesländern auch jetzt keine Ausbildungs- und Prüfungspflicht.Nein