Source: https://zahnarztrechnung.info/goz-2060-kompositfuellung-einflaechig.php
Timestamp: 2020-04-02 19:48:03
Document Index: 300295868

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 28', '§ 2', '§ 6', '§ 6']

GOZ 2060 - Kompositfüllung, einflächig
Präparieren einer Kavität und Restauration mit Kompositmaterialien, in Adhäsivtechnik (Konditionieren), einflächig, ggf. einschließlich Mehrschichttechnik, einschließlich Polieren, ggf. einschließlich Verwendung von Inserts € 68,17
von der GKV (gesetzliche Krankenversicherung) zugebilligtes Honorar für ungefähr vergleichbare Arbeit (BEMA 13 e). € 55,83
die begleitende GOZ 2030 ggf. zweimal pro Zahn anzusetzen.
für Farbschichtung, individualisiertes Kauflächenrelief u.ä. hier tatsächlich den Faktor zu erhöhen. -> Kommentar der BZÄK oben
die erschütterten und angeätzten Zähne nach GOZ 1020 zu fluoridieren.
Für das Eröffnen der kariösen Stelle, das Entfernen der Karies, das Anlegen einer Matrize um den Zahn, das Anätzen (30 - 120 Sekunden), Abspülen (30 - 60 Sekunden), das Legen einer Unterfüllung, das Legen der Füllung selbst, die Aushärtungszeit der Füllung (mehrfach 10 - 20 Sekunden), ihre Ausarbeitung und Einstellung auf die richtige Bisshöhe und für ihre Politur stehen mit Faktor 2,3 etwa 11 Minuten zur Verfügung.
Faktor 3,1, damit stehen bis zu 15 Minuten zur Verfügung.
Die entsprechende Leistung der eGOZ ist die 0411 - F1 - einflächige Füllung.
Die ggf. in kleinen "Häppchen" (Mehrschichttechnik) eingebrachte Füllung wird mittels dünnfließender Kunststoffe an Schmelz und Zahnbein (Dentin) verankert, nachdem diese Zahnhartsubstanzen angeätzt wurden.
Zuvor ist natürlich das Loch entsprechend zu präparieren (vorzubereiten).
Da der Verordnungsgeber hier die Kariesentfernung nicht beschrieben hat, ist das Anfärben mittels Kariesdetektor oder die Kariesdiagnostik mittels Laserfluoreszenz zusätzlich vergleichend berechenbar.
Auch das Anlegen von Formgebungshilfen (Matrize und Keile) ist nicht in der Leistungsbeschreibung enthalten und kann daher separat abgerechnet werden, ggf. zweimal, siehe hierzu GOZ 2030.
Besondere Farbgestaltung ist per Faktorerhöhung berechenbar, Inserts, Materialien sind aber bereits inbegriffen.
Die Nummer 2060 gilt für alle einflächigen Kavitäten, die in adhäsiver Restaurationstechnik mit Kompositmaterialien sowohl an Front- als auch an Seitenzähnen versorgt werden. Die Leistung wird je Kavität, also bei getrennten Kavitäten ggf. auch mehrfach je Zahn, berechnet. Maßnahmen zur Konditionierung und adhäsiven Verankerung der Restauration sind mit der Gebühr abgegolten. Dies gilt sowohl für die Schmelzkonditionierung als auch für die kombinierte Schmelz-Dentinkonditionierung.
Zusätzlich verwendete konfektionierte Füllkörper (Inserts) als Teil der Restauration sind Bestandteil der Leistung.
Die Leistung kann in Ein- oder Mehrschichttechnik erbracht werden.
Die Politur in derselben Sitzung ist Bestandteil der Leistung.
Für die Politur älterer Restaurationen zur Beseitigung von Gebrauchsspuren kann die Gebührennummer 2130 GOZ berechnet werden.
Die Kosten des Restaurationsmaterials, ggf. auch für Inserts, sind mit der Gebühr abgegolten. Das ggf. erforderliche Anlegen einer Formgebungshilfe ist im Verordnungstext nicht beschrieben und ist unter der Nr. 2030 GOZ zusätzlich berechnungsfähig. Die Ausarbeitung auf der Kaufläche bzw. der Oberfläche und ggf. an den approximalen Kontaktflächen sowie die Okklusionskontrolle sind Bestandteil der Leistung.
Neben der Präparation eines Zahnes zur Aufnahme einer Krone oder eines Brücken- oder Prothesenankers sind Leistungen nach den Nummern 2050ff. nicht berechnungsfähig. Kavitätenversorgungen/Aufbaufüllungen innerhalb der Präparationssitzung sind nach der Nummer 2180 zu berechnen. Wird der Leistungsinhalt der Nummern 2050 ff. an Zähnen erfüllt, die zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Krone, Brücke oder Prothesenanker versorgt werden sollen, sind diese nach den entsprechenden Nummern zu berechnen.
Entfernen einer Füllung
Kombinierte Schmelz-Dentinkonditionierung in mehreren Teilschritten
Kombination unterschiedlich visköser Materialien
Mehrfarbentechnik
Voluminöse Restauration in komplexer Mehrschichttechnik
subgingivale Ausdehnung der Kavität
Verwendung oszillierender, ultraschallgetriebener oder lasergestützter Präparationsinstrumente (ggf. nach § 2)
Einsatz chemomechanischer Mittel bei der Kariesentfernung (ggf. nach § 2)
Besondere Verfahren zur Verdichtung des Füllungsmaterials
Feinanatomische Gestaltung der Füllungsoberfläche
Besonderer Aufwand bei Kontrolle der statischen und dynamischen Okklusion
Die Füllungsleistungen werden neu strukturiert. Die Nrn. 2050, 2070, 2090 und 2110 bilden die plastischen Füllungen ohne Verwendung von Kompositmaterialien in Adhäsivtechnik unterschiedlichen Umfangs ab. Die Leistungen nach den Nummern 2060, 2080, 2100 und 2120 beschreiben die entsprechenden Füllungen unter Verwendung von Kompositmaterialien in Adhäsivtechnik, das heißt insbesondere mit obligatorischer Lichtaushärtung und fakultativem Einsatz der Mehrschichttechnik. Der Begriff Adhäsivtechnik wird als Oberbegriff für die Schmelz-Dentin-Adhäsivtechnik und die Schmelz-Adhäsiv-Technik verwendet.
Ein möglicher höherer Aufwand bei der Anwendung der Mehrfarbentechnik und bei einer speziellen Farbanpassung kann einzelfallbezogen bei der Bemessung der Honorare innerhalb des Gebührenrahmens berücksichtigt werden.
Die Leistungen nach den Nummern 2060, 2080, 2100 und 2120 umfassen ggf. auch Unterfüllungen und die Anwendung von Formungshilfen.
Die Leistung der GOZ 2060 ähnelt der BEMA 13 e.
Die Leistung ist daher mit GKV-Versicherten vereinbarungsfähig im Rahmen der Mehrkostenregelung nach § 28 SGB V. Auch neben der BEMA 13a nicht abrechenbaren Formgebungshilfen (Matrize und Keile) sind dann ggf. nach GOZ 2030 zu vereinbaren.
Intakte Füllungen sind nur auf Verlangen nach § 2 Abs. 3 GOZ auszutauschen.
Kostenerstatter: "Die GOZ 2197 ist nicht neben einer adhäsiven Füllung berechenbar."
(Hier ist die Rechtslage nicht ganz eindeutig, die Tendenz zeigt aber deutlich dahin, dass die 2197 nicht zusätzlich abrechenbar ist.)
+ besondere Maßnahmen GOZ 2030
+ Anlegen von Spanngummi GOZ 2040
+ Konturierung einer Nachbarzahnfüllung GOZ 2130
+ Maßnahmen zur Vitalerhaltung der Pulpa GOZ 2330
+ Maßnahmen zur Erhaltung der freiliegenden vitalen Pulpa GOZ 2340
+ Anwendung Kariesdetektor vergleichend nach § 6 GOZ
+ Kariesdiagnostik mittel Laserfluoreszenz vergleichend nach § 6 GOZ
- die Position GOZ 2060 schließt selbst keine Leistungen neben sich aus
Der Kostenerstatter will eine zusätzliche GOZ 2197 nicht erstatten. Hier ist die Rechtslage nicht ganz eindeutig, die Tendenz zeigt aber deutlich dahin, dass die 2197 nicht zusätzlich abrechenbar ist.