Source: https://www.seminaroberlaa.at/content/steuerberater/diverses/steuerforum_oberlaa/index_ger.html?category=e89268&topic=topics5
Timestamp: 2020-02-24 01:36:38
Document Index: 375501984

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 132', '§ 2', '§ 1', '§ 132', '§ 2']

Registrierkassenpflicht bei Liebhaberei
Ich hatte gerade eine interessante Diskussion mit der Finanz: Eine 78-jährige Gastwirtin - das Gasthaus hat einen Umsatz von knapp über 16.000 EUR und seit drei Jahren Verluste - will ihr Gasthaus nicht schließen, weil sie Angst vor Vereinsamung hat. Die Anschaffung einer Registrierkasse scheint mir widersinnig, daher wollte ich, dass die Finanz den Betrieb als Liebhabereibetrieb einstuft.
Dabei wurde ich darauf hingewiesen, dass auch im Falle von Liebhaberei iS des § 1 Abs 1 L-VO keine Liebhaberei im Sinne des UStG vorliegt und daher die Registrierkassenpflicht bestehen bleibt.
Im Erlass, Seite 6 findet sich dazu …
§ 132a Abs. 1 BAO verweist auf § 2 Abs. 1 UStG 1994, „gewerbliche oder berufliche Tätigkeit
liegt auch dann vor, wenn die Absicht, Gewinn zu erzielen, fehlt“.
Wie viele Details im Zusammenhang mit der Registrierkassenpflicht, scheint mir auch dieses Ergebnis äußerst fragwürdig. Wozu sollte jemand eine Registrierkasse anschaffen, dessen betriebliche Tätigkeit die Finanz nicht als Einkunftsquelle zulässt, weil er laufend Verluste abschreibt und der auch noch Kleinunternehmer ist.
Ich hatte gerade eine interessante Diskussion mit der Finanz: Eine 78-jährige Gastwirtin - das Gasthaus hat einen Umsatz von knapp über 16.000 EUR und seit drei Jahren Verluste - will ihr Gasthaus nicht schließen, weil sie Angst vor Vereinsamung hat. Die Anschaffung einer Registrierkasse scheint mir widersinnig, daher wollte ich, dass die Finanz den Betrieb als Liebhabereibetrieb einstuft. Dabei wurde ich darauf hingewiesen, dass auch im Falle von Liebhaberei iS des § 1 Abs 1 L-VO keine Liebhaberei im Sinne des UStG vorliegt [u]und daher die Registrierkassenpflicht bestehen bleibt[/u]. Im Erlass, Seite 6 findet sich dazu … [i]§ 132a Abs. 1 BAO verweist auf § 2 Abs. 1 UStG 1994, „gewerbliche oder berufliche Tätigkeit liegt auch dann vor, wenn die Absicht, Gewinn zu erzielen, fehlt“. [/i] Wie viele Details im Zusammenhang mit der Registrierkassenpflicht, scheint mir auch dieses Ergebnis äußerst fragwürdig. Wozu sollte jemand eine Registrierkasse anschaffen, dessen betriebliche Tätigkeit die Finanz nicht als Einkunftsquelle zulässt, weil er laufend Verluste abschreibt und der auch noch Kleinunternehmer ist.
erstellt am: 04.12.2015 10:26:00 von: Thomas Fiebich