Source: https://www.holsteiner.auction/de/agb
Timestamp: 2020-08-13 10:38:19
Document Index: 69594397

Matched Legal Cases: ['§ 383', '§ 12', '§ 449', '§ 14', '§ 13', '§ 383', '§ 474', '§ 449']

AGB | Holsteiner Verband
Kontakt +49 4121 4979-0 Holsteiner Verband
Auktionsbedingungen der Holsteiner Elite-Fohlenauktion
I. Veranstalterin der Auktion ist die Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn, Westerstraße 93-95, 25336 Elmshorn.
Die Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn veranstaltet eine Fohlenauktion, auf der durch einen öffentlich bestellten und vereidigten Auktionator als verantwortlichem Leiter der Auktion Fohlen versteigert werden. Der Aussteller ist der Eigentümer des Fohlens.
II. Bei der Versteigerung werden die im Auktionskatalog aufgeführten Fohlen im Namen und für Rechnung des Ausstellers als Verkäufer öffentlich versteigert im Sinne des § 383 Abs. 3 BGB. Im Fall der Ersteigerung kommt der Kaufvertrag über das Fohlen zwischen dem Aussteller als Verkäufer und dem Ersteigerer als Käufer zustande. Die Veranstalterin weist darauf hin, dass sie für ihre Vermittlungstätigkeit vom Austeller eine Vermittlungsgebühr von, je nach erzieltem Zuschlagspreis, zwischen 5 % und 13 % erhebt.
I. Während der Versteigerung wird das Fohlen an der Hand vorgeführt. Das Anbieten der Fohlen erfolgt in Euro. Die Fohlen werden mit einem Anfangsgebot von € 4.000,00 angeboten. Es werden nur Mehrgebote von mindestens € 100,00 angenommen.
II. Zweifel über die Gültigkeit des Zuschlags sind sofort geltend zu machen. Das Ausgebot kann nach Entscheidung des beauftragten Auktionators wieder aufgenommen und fortgesetzt werden. Dies ist auch dann zulässig, wenn der Kaufzettel bereits unterzeichnet ist, muss jedoch spätestens bis zum endgültigen Zuschlag des letzten Fohlens der Auktion erfolgen. Zweifel über die Gültigkeit des Zuschlags können nur Bieter des betreffenden Fohlens, der Auktionator oder die Veranstalterin über dessen Geschäftsführer anmelden. Über Zweifel hinsichtlich der Gültigkeit des Zuschlages entscheidet eine Kommission, bestehend aus dem Auktionator, dem Geschäftsführer der Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn und dem Vorsitzenden des Verbandes der Züchter des Holsteiner Verbandes e.V. bzw. dessen Stellvertreter mit einfacher Mehrheit. Eine sofortige Geltendmachung von Zweifeln ist nicht Voraussetzung für eine gerichtliche Überprüfung der Wirksamkeit des Zuschlags.
I. Die Zuschlagspreise sind Nettopreise. Der Käufer schuldet dem Verkäufer/Aussteller das zugeschlagene Gebot zuzüglich der Umsatzsteuer hierauf (=Verkaufspreis). Die Umsatzsteuer wird vom Zuschlagspreis erhoben und beträgt je nach Veranlagung des Verkäufers 0 % (Privatverkauf), 10,7 % (pauschalierender Landwirt) oder 19 % (Gewerbe/pauschalierender Landwirt). Im Auktionskatalog ist bei dem jeweiligen Fohlen hinter dem Namen des Ausstellers der entsprechende Mehrwertsteuersatz ausgewiesen. Die Angabe der Mehrwertsteuer erfolgt nach Mitteilung durch den Aussteller. Die Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH übernimmt für diese Angabe keine Haftung.
II. Die Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn erhebt für seine Vermittlung vom Käufer eine Auktionsgebühr in Höhe von 6% des Zuschlagspreises (netto) zuzüglich 16 % Umsatzsteuer.
IV. Der Abrechnungsbetrag wird vor diesem Hintergrund wie folgt berechnet:
+ Umsatzsteuer (je nach Satz des Verkäufers 0 %, 10,7 % oder 16 %)
+ Auktionsgebühr in Höhe von 6 % des Zuschlagspreises (netto)
+ Umsatzsteuer (16 %) auf diese (gemäß §§ 12, 2 UStG)
Zwischensumme 1 und 2 (Verkaufspreis + Auktionsgebühr) = Bruttopreis
V. Der Abrechnungsbetrages ist sofort nach Zuschlag zur Zahlung fällig. Die Zahlung hat entweder im Auktionsbüro in bar bzw. durch Scheck oder per Überweisung auf das Konto der Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn bei der UniCredit Bank zu erfolgen.
VI. Der Aussteller behält sich bis zur vollständigen Bezahlung des Abrechnungsbetrages an die Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn das Eigentum am jeweiligen Fohlen gemäß § 449 BGB vor. Im Falle der Zahlung durch Scheck oder der Überweisung erfolgt der Eigentumsübergang im Zeitpunkt der vorbehaltlosen Gutschrift des Abrechnungsbetrages auf dem Konto der Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn bei der Uni Credit Bank.
VII. Zahlt der Käufer den Abrechnungsbetrag nicht binnen 5 Werktagen (einschließlich Samstag) nach dem Auktionstag, so kann der Verkäufer vom Kaufvertrag zurücktreten und das Pferd anderweitig veräußern. Der Erstkäufer haftet hierbei für einen etwaigen Mindererlös und ist auch der Veranstalterin gegenüber schadensersatzpflichtig.
XIII. Der Anspruch des Ausstellers gegen den Käufer auf Zahlung des Verkaufspreises (Zuschlagspreis + USt) ist vom Aussteller an die Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn als Veranstalterin zur Einziehung und Abrechnung abgetreten. Im Falle eines Zahlungsverzuges des Käufers tritt die Veranstalterin gegenüber dem Aussteller nicht in Vorlage.
Die Veranstalterin ist befugt, gegen den Käufer im Falle des Verzugs Klage auf Zahlung des Verkaufspreises und der weiteren Nebenforderungen zu erheben, ohne dass es eines besonderen Auftrages des Ausstellers bedarf. Die Kosten der gerichtlichen Geltendmachung hat der Aussteller zu tragen.
IX. Die Veranstalterin der Auktion weist darauf hin, dass sie sich vorbehält, an dritte Personen, die kausal an dem Abschluss des Kaufvertrages beteiligt waren, aus der Vermittlungsgebühr eine Provision zu zahlen.
IV. Sofern der Käufer das abnahmefähige Fohlen nicht umgehend beim Verkäufer abholt, hat er tägliche Unterhaltskosten in Höhe von € 5,00 an den Verkäufer zu entrichten. Über diese Kosten muss der Käufer zuvor informiert werden.
V. Für den Fall, dass auf Käuferseite mehrere Personen ein Fohlen ersteigert haben, so haften diese dem Verkäufer/Aussteller für Forderungen aus dem Auktionskauf (Kaufpreis, Abnahme, etc.) als Gesamtschuldner. Des Weiteren stehen den Käufern die eigenen Forderungen aus dem Auktionsgeschäft als Gesamtgläubiger zu, so dass der Verkäufer/Aussteller berechtigt ist, an jeden der Käufer zu leisten.
Für sämtliche zur Versteigerung kommenden Fohlen hat die Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn bei der Vereinigten Tierversicherung eine obligatorische Versicherung mit folgenden Konditionen vereinbart:
2. Der Versicherungsschutz endet nach zwölf Wochen (frühestens jedoch mit Vollendung des sechsten Lebensmonats des Fohlens), wobei die Versicherungssumme dem Abrechnungspreis entspricht.
5. Im Einzelnen ergeben sich die Bedingungen dazu aus der Information der VTV auf der Seite 161 im Auktionskatalog.
I. Als Beschaffenheit des Fohlens sind die nachfolgen- den beschriebenen Eigenschaften zwischen Käufer und Aussteller vereinbart:
2. Die körperliche Verfassung, wie sie sich aus dem Protokoll der fachtierärztlichen Untersuchung des Auktionstierarztes ergibt. Dieses Protokoll stellt die körperliche Verfassung zum Zeitpunkt des Zuschlags dar. Das tierärztliche Protokoll kann vom Kaufinteressenten beim Auktionstierarzt eingesehen werden. Alle darüber hinaus gehenden schriftlichen oder mündlichen Erklärungen des Tierarztes oder von Beauftragten der Veranstalterin sind nicht Teil der Beschaffenheitsvereinbarung.
II. Gewährleistungsansprüche des Käufers aus dem Auktionskauf sind an den Aussteller als Verkäufer zu richten.
III. Ansprüche wegen Mängeln oder sonstige Schadensersatzansprüche verjähren ab Gefahrübergang - falls der Verkäufer Unternehmer (§ 14 BGB) und der Käufer Verbraucher (§ 13 BGB) ist nach Ablauf von zwei Jahren und - in allen anderen Fällen nach Ablauf von einem Jahr.
IV. Von den vorstehenden Haftungsbeschränkungen ist ausgenommen
- die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen Pflichtverletzung des Verkäufers oder der Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn oder einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder eines Erfüllungsgehilfen des Verkäufers oder der Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH beruhen;
- die Haftung für sonstige Schäden die auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Verkäufers oder der Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn oder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Verkäufers oder der Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn beruhen.
G. Änderungen, anwendbares Recht, Gerichtsstand und Salvatorische Klausel
II. Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
III. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis zwischen dem Käufer und der Veranstalterin, der Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, ist der Sitz der Veranstalterin, sofern es sich bei dem Käufer um einen Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt oder der Käufer über keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland verfügt.
IV. Sollten einzelne Regelungen oder Teile derselben unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Regelungen nicht berührt.ht umgehend beim Verkäufer abholt, hat er tägliche Unterhaltskosten (ortsüblich) an den Verkäufer zu entrichten. Über diese Kosten muss der Käufer zuvor informiert werden.
Auktionsbedingungen der Holsteiner Sommer-Reitpferdeauktion
I. Veranstalterin der Auktion ist die Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn, Westerstraße 93-95, 25336 Elmshorn (Email: [email protected]), im Folgenden auch „H. V. Vermarktungs- und Auktions GmbH“ oder „Veranstalterin“ genannt. Der Aussteller ist der Eigentümer des Pferdes.
Die H. V. Vermarktungs- und Auktions GmbH verkauft die Pferde im Wege des Agenturgeschäfts, das heißt im Namen und für Rechnung des Ausstellers über einen öffentlich bestellten und vereidigten Auktionator . Es handelt sich um eine öffentliche Versteigerung i. S. d. §§ 383 Abs. 3, 474 Abs. 2 Satz 2 BGB. Die gesetzlichen Bestimmungen zum Verbrauchsgüterkauf der §§ 474 ff. BGB finden damit keine Anwendung. Der Kaufvertrag kommt zwischen dem Aussteller als Verkäufer und dem Ersteigerer als Käufer zustande.
Die Veranstalterin weist darauf hin, dass sie für ihre Vermittlungstätigkeit vom Austeller eine Vermittlungsgebühr von, je nach erzieltem Zuschlagspreis, zwischen 8 % und 14 % erhebt.
B. Versteigerung, Gefahrübergang
I. Die zur Versteigerung kommenden Pferde werden vor der Auktion an der Hand gezeigt bzw. unter dem Reiter vorgestellt oder im Freispringen vorgeführt. Während der Versteigerung wird das zu verkaufende Pferd vorgeritten bzw. an der Hand vorgeführt. Das Ausbieten der Pferde erfolgt in EURO. Es werden nur Aufgebote von mindestens 300,00 EURO angenommen.
II. Zweifel über Gültigkeit des Zuschlags sind sofort geltend zu machen. Das Ausgebot kann nach Entscheidung des beauftragten Auktionators wieder aufgenommen und fortgesetzt werden. Dies ist auch dann zulässig, wenn der Kaufzettel bereits unterzeichnet ist, muss jedoch spätestens bis zum endgültigen Zuschlag des letzten Pferdes erfolgen. Zweifel über die Gültigkeit des Zuschlags können nur Bieter des betreffenden Pferdes, der Auktionator oder die H. V. Vermarktungs- und Auktions GmbH über einen ihrer Geschäftsführer anmelden. Über Zweifel hinsichtlich der Gültigkeit des Zuschlags entscheidet eine Kommission, bestehend aus a) dem Auktionator, b) einem Geschäftsführer der H. V. Vermarktungs- und Auktions GmbH und c) dem Vorsitzenden des Verbandes der Züchter des Holsteiner Pferdes e.V. bzw. einem von diesem beauftragtes Vorstandsmitglied an seiner Stelle mit einfacher Mehrheit. Eine sofortige Geltendmachung von Zweifeln ist nicht Voraussetzung für eine gerichtliche Überprüfung der Wirksamkeit des Zuschlags.
III. Falls der Käufer den Kaufzettel nicht vollständig ausfüllt oder nicht ordnungsgemäß unterschreibt, kann das Pferd nach pflichtgemäßem Ermessen der Auktionsleitung erneut zur Versteigerung kommen, bei Haftung des ersten Käufers für einen etwaigen Mindererlös.
IV. Mit dem Zuschlag des Auktionators geht die Gefahr für das gekaufte Pferd auf den Käufer über.
I. Die Zuschlagspreise sind Nettopreise. Der Käufer schuldet dem Verkäufer/Aussteller das zugeschlagene Gebot zuzüglich der Umsatzsteuer hierauf (=Verkaufspreis). Die Umsatzsteuer wird vom Zuschlagspreis erhoben und beträgt je nach Veranlagung des Verkäufers 0 % (Privatverkauf), 10,7 % (pauschalierender Landwirt) oder 16 % (Gewerbe/optierender Landwirt). Im Auktionskatalog ist bei dem jeweiligen Pferd hinter dem Namen des Ausstellers der entsprechende Mehrwertsteuersatz ausgewiesen. Die Angabe der Mehrwertsteuer erfolgt nach Mitteilung durch den Aussteller. Die Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH übernimmt für diese Angabe keine Haftung.
II. Die Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn erhebt für ihre Vermittlung vom Käufer eine Auktionsgebühr in Höhe von 6 % des Zuschlagspreises (netto) zuzüglich 16 % Umsatzsteuer.
III. Die H. V. Vermarktungs- und Auktions GmbH hat für das zur Versteigerung kommende Pferd bei der Vereinigten Tierversicherung eine obligatorische Versicherung vereinbart (Vgl. G. II) und erhebt hierfür vom Käufer eine Betrag in Höhe von 1,5 % des Bruttopreises zuzüglich Versicherungssteuer und 19 % Umsatzsteuer.
IV. Der Abrechnungsbetrag wird gegenüber dem Käufer vor diesem Hintergrund wie folgt berechnet:
V. Der Abrechnungsbetrag ist sofort nach Zuschlag zur Zahlung fällig. Die Zahlung hat entweder im Auktionsbüro in bar bzw. durch Scheck oder binnen 5 Werktagen (einschließlich Samstag) nach dem Auktionstag per Überweisung auf das Konto der H. V. Vermarktungs- und Auktions GmbH bei der UniCredit Bank zu erfolgen. Kosten und Zinsen, die durch die Einlösung eines Schecks entstehen, trägt der Käufer. Bei Bezahlung in Fremdwährung ist der auf dem Konto der H. V. Vermarktungs- und Auktions GmbH eingehende Betrag maßgebend. Dieser muss dem Rechnungsbetrag in Euro entsprechen.
VI. Der Aussteller behält sich bis zur vollständigen Bezahlung des Abrechnungsbetrages an die Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn das Eigentum am jeweiligen Pferd gemäß § 449 BGB vor. Im Falle der Zahlung durch Scheck oder der Überweisung erfolgt der Eigentumsübergang im Zeitpunkt der vorbehaltlosen Gutschrift des Abrechnungsbetrages auf dem Konto der Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn bei der Uni Credit Bank.
VII. Erfolgt der Eigentumswechsel nicht am Auktionstag, so kann die H. V. Vermarktungs- und Auktions GmbH bestimmen, dass das Pferd bis dahin auf Kosten und Risiko des Käufers in den Stallungen der Veranstalterin in Elmshorn untergebracht wird. Mangels Zahlung ist der Käufer dem Aussteller und der H. V. Vermarktungs- und Auktions GmbH gegenüber schadenersatzpflichtig. Die Eigentumsurkunde steht dem Käufer jedenfalls erst nach dem Eigentumswechsel zu.
VIII. Zahlt der Käufer den Abrechnungsbetrag nicht binnen 5 Werktagen (einschließlich Samstag) nach dem Auktionstag, so kann der Verkäufer vom Kaufvertrag zurücktreten und das Pferd anderweitig veräußern. Der Erstkäufer haftet hierbei für einen etwaigen Mindererlös und ist auch der Veranstalterin gegenüber schadensersatzpflichtig.
IX. Der Anspruch des Ausstellers gegen den Käufer auf Zahlung des Verkaufspreises (Zuschlagspreis + USt) ist vom Aussteller an die Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn als Veranstalterin zur Einziehung und Abrechnung abgetreten. Im Falle eines Zahlungsverzuges des Käufers tritt die Veranstalterin gegenüber dem Aussteller nicht in Vorlage.Die Veranstalterin ist befugt, gegen den Käufer im Falle des Verzugs Klage auf Zahlung des Verkaufspreises und der weiteren Nebenforderungen zu erheben, ohne dass es eines besonderen Auftrages des Ausstellers bedarf. Die Kosten der gerichtlichen Geltendmachung hat der Aussteller zu tragen.
X. Die Veranstalterin der Auktion weist darauf hin, dass sie sich vorbehält, an dritte Personen, die kausal an dem Abschluss des Kaufvertrages beteiligt waren, aus der Vermittlungsgebühr eine Provision zu zahlen.
Der Aussteller haftet als Verkäufer für die nachfolgend beschriebenen und vereinbarten Beschaffenheiten des Pferdes zum Zeitpunkt des Gefahrübergangs:
1) die im Katalog erfolgten Angaben zur Abstammung und zum Alter sowie bezüglich Geschlecht und Farbe. Die Kurzinformationen wurden von den Züchtern gemacht oder aus den Zuchtdaten entnommen. Die Erfolge beziehen sich überwiegend auf Deutschland
2) die körperliche Verfassung, wie sie dokumentiert ist
· in den Röntgenaufnahmen
- Huf vorn beiderseits 90° auf das Hufgelenk zentriert
- Zehe vorn beiderseits 90° auf das Fesselgelenk zentriert
- Übersichtsaufnahme Zehe hinten beiderseits 90°
- Sprunggelenke beiderseits 0°, 45° und 115°
- Kniegelenke beiderseeits 110° und 180°
- Oxspring beiderseits mit Abbildung des Fesselgelenkspaltes
- drei Aufnahmen des Rückens (Brustwirbelsäule sowie vordere Lendenwirbelsäule, soweit möglich mit Wirbelkörpern)
· im Protokoll der klinischen Untersuchung durch die Fachtierärzte (s. zum Kontakt Seite 166).
Über dieses Protokoll hinausgehenden schriftlichen oder mündlichen Erklärungen des Tierarztes oder der Beauftragten des Veranstalters führen nicht zur Haftung.
Die Röntgenaufnahmen und die Protokolle der klinischen Untersuchung durch die Fachtierärzte können am Auktionstag im Vermarktungsbüro der Veranstalterin eingesehen werden. Des Weiteren können die vorhandenen Protokolle und Röntgenaufnahmen im Vorfeld bei der Veranstalterin zur Einsichtnahme angefordert werden.
E. Gewährleistungsausschluss, Mangelanzeigefrist, Nachbesserung
I. Über die vorstehend in D. vereinbarten Beschaffenheiten hinaus wird seitens des Ausstellers als Verkäufer nicht gehaftet, das heißt, der Verkauf des Pferdes erfolgt im Übrigen unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung.
II. Beschaffenheitsmängel sind zur Wahrung der Gewährleistungsansprüche innerhalb einer Ausschlussfrist von drei Wochen nach dem Gefahrübergang beim Aussteller oder der Veranstalterin in Textform anzuzeigen. Die Kontaktdaten des Ausstellers ergeben sich aus dem Austellerverzeichnis des Katalogs zur Sommerauktion 2020. Maßgeblich für die Fristwahrung ist der Zeitpunkt des Zugangs der Mangelanzeige.
III. Von den vorstehenden Haftungsbegrenzungen oder Haftungsausschlüssen unter D. und E. I. und II. ist ausgenommen.
Die Gewährleistungsansprüche des Käufers verjähren innerhalb von drei Monaten nach dem Gefahrübergang.
Hiervon ist ausgenommen die Haftung für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen Pflichtverletzung des Verkäufers oder der Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn oder einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder eines Erfüllungsgehilfen des Verkäufers oder der Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH beruhen. Ebenfalls hiervon ist ausgenommen die Haftung für sonstige Schäden die auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Verkäufers oder der Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn oder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Verkäufers oder der Holsteiner Verband Vermarktungs- und Auktions GmbH, Elmshorn beruhen.
G. Weitere Kosten, Versicherung
I. Die Pferde werden mit Halfter und zwei neuen Stricken übergeben.
II. Für sämtliche zur Versteigerung kommenden Pferde hat die H. V. Vermarktungs- und Auktions GmbH bei der Vereinigten Tierversicherung eine obligatorische Versicherung mit folgenden Konditionen vereinbart:
1) Der Versicherungsschutz beginnt mit dem Zuschlag.
2) Der Versicherungsschutz der Pferde endet nach 12 Wochen, wobei die Versicherungssumme dem Abrechnungspreis entspricht.
3) Innerhalb dieses Zeitraums ist der Transport der Pferde in den ersten Käuferstall mitversichert.
4) Die zu leistende Entschädigung beträgt 80 % der jeweiligen Versicherungssumme, abzüglich eines evtl. Verwertungserlöses. Schadenfälle sind unverzüglich der H. V. Vermarktungs- und Auktions GmbH und beim Versicherer zu melden.
5) Im Einzelnen ergeben sich die Bedingungen dazu aus der Information der VTV auf Seite 167 im Auktionskatalog, auf die verwiesen wird.
H. Änderungen, anwendbares Recht, Gerichtsstand und salvatorische Klausel
I. Änderungen im Ablauf der Veranstaltung behalten sich die H.V. Vermarktungs- und Auktions GmbH bzw. der Auktionator vor. Sie werden zu gegebener Zeit bekanntgegeben.
III. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis zwischen dem Käufer und der H. V. Vermarktungs- und Auktions GmbH ist der Sitz der Veranstalterin, sofern es sich bei dem Käufer um einen Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen handelt oder der Käufer über keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland verfügt.
IV. Sollten einzelne Regelungen oder Teile derselben unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Regelungen nicht berührt.
V. Im Fall von Widersprüchen zwischen der deutschen und der englischen Fassung dieser Auktionsbedingungen gilt allein die deutsche Fassung. Bei der Auslegung ist die deutsche Fassung auch für die Auslegung der englischen Fassung vorrangig heranzuziehen und maßgebend.