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Timestamp: 2020-05-28 15:31:42
Document Index: 118243943

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 8', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 28', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 28', '§ 7', '§ 7', '§ 28', '§ 7', '§ 7', '§ 28', '§ 28', '§ 7', '§ 336', '§ 7']

BSG, 11.03.2009 - B 12 R 11/07 R - dejure.org
https://dejure.org/2009,338
BSG, 11.03.2009 - B 12 R 11/07 R (https://dejure.org/2009,338)
BSG, Entscheidung vom 11.03.2009 - B 12 R 11/07 R (https://dejure.org/2009,338)
BSG, Entscheidung vom 11. März 2009 - B 12 R 11/07 R (https://dejure.org/2009,338)
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Sozialversicherungspflicht - Anfrageverfahren nach § 7a SGB IV - keine Elementenfeststellung des Vorliegens einer abhängigen Beschäftigung
Sozialversicherungspflicht; Anfrageverfahren nach § 7a SGB 4; keine Elementenfeststellung des Vorliegens einer abhängigen Beschäftigung; hinreichende Bestimmung einer abhängigen Beschäftigung
Sozialversicherungspflicht - Anfrageverfahren nach § 7a SGB IV - keine Elementenfeststellung des Vorliegens einer abhängigen Beschäftigung - hinreichende Bestimmung einer abhängigen Beschäftigung
Überprüfung der Sozialversicherungspflicht bei einer Promotorentätigkeit; Umfang des Anfrageverfahrens nach § 7a Viertes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IV)
Versicherter Personenkreis - Beschäftigteneigenschaft - Statusfeststellung nach § 7a SGB IV - isolierte Feststellung der Beschäftigung unzulässig - keine Elementenfeststellung - hinreichende Bestimmung einer Beschäftigung - Promotorentätigkeit für Mobilfunkgeräte
Zur Feststellung der Sozialversicherungspflicht im Antragsverfahren
SGB IV §§ 7a, 7, 8
Zur Prüfung der Sozialversicherungspflicht im Statusfeststellungsverfahren
Kurznachricht zu "Das Status-Feststellungsverfahren für den GmbH-Geschäftsführer" von RA/FAArbR Manfred Meyer, original erschienen in: GmbH-StB 2012, 154 - 157.
Kurznachricht zu "Statusfeststellung" von RA/FASozR/FAMedR Prof. Dr. Hermann Plagemann, original erschienen in: NWB 2010, 2317 - 2323.
SG Köln, 21.03.2005 - S 8 RA 154/02
BSGE 103, 17
NZS 2010, 47 (Ls.)
In allen Rechtszügen war der Auffangstreitwert festzusetzen (vgl zB BSG Urteil vom 11.3.2009 - B 12 R 11/07 R - BSGE 103, 17 = SozR 4-2400 § 7a Nr. 2 RdNr 30; BSG Urteil vom 4.6.2009 - B 12 R 6/08 R - USK 2009-72; BSG Urteil vom 30.10.2013 - B 12 KR 17/11 R - Die Beiträge Beilage 2014, 387, 400) , weil Gegenstand des Rechtsstreits nicht (auch) eine Beitrags(nach)forderung war.
b) Auf dieser vertraglichen Grundlage ist der Beigeladene zu 1) im Rahmen jeweils zeitlich befristeter Dauerschuldverhältnisse für die Klägerin tätig geworden (zur Maßgeblichkeit der zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer bestehenden konkreten Rechtsbeziehung bei der Feststellung von Versicherungspflicht oder Versicherungsfreiheit im Rahmen des Statusfeststellungsverfahrens nach § 7a SGB IV vgl. BSG, Urteil v. 11.3.2009, B 12 R 11/07 R, SozR 4-2400 § 7a Nr. 2;… Urteil v. 4.6.2009, B 12 KR 31/07 R, SozR 4-2400 § 7a Nr. 3;… Urteil v. 28.9.2011, a.a.O.; Urteil v. 30.10.2013, B 12 KR 17/11 R, USK 2013-171).
Dieser hat die bis dahin angefochtenen Bescheide über die darin vorgenommene (unzulässige) Elementenfeststellung des Bestehens einer Beschäftigung hinaus in ihrem Verfügungssatz um die notwendigen (vgl BSGE 103, 17 = SozR 4-2400 § 7a Nr. 2, Leitsatz und RdNr 11 ff; BSG Urteil vom 4.6.2009 - B 12 R 6/08 R - Juris RdNr 13 ff) Feststellungen zum Vorliegen von Versicherungspflicht und ihres Beginns "ergänzt".
Bei Vertragsgestaltungen der vorliegenden Art ist für die Frage der Versicherungspflicht nämlich nicht auf den gesamten vom RV erfassten Zeitraum, sondern jeweils auf die Verhältnisse abzustellen, die nach Annahme des einzelnen Auftragsangebots während dessen Durchführung bestehen (…vgl BSG SozR 3-2400 § 7 Nr. 13 S 35; BSG Urteil vom 28.5.2008 - B 12 KR 13/07 R - Die Beiträge Beilage 2008, 333 ff, Juris RdNr 24; BSGE 103, 17 = SozR 4-2400 § 7a Nr. 2, RdNr 27; vgl insbesondere auch das Urteil des Senats vom 31.3.2015 - B 12 KR 17/13 R -, das einen einzelnen Projektvertrag über eine Tätigkeit im Rackjobbing zum Gegenstand hatte;… zur Bedeutung einer durchgehenden Verpflichtung zur Dienstbereitschaft vgl BSG SozR 4-2400 § 7 Nr. 19) .
ff) Im Rahmen der erneuten Verhandlung wird das LSG ggf schließlich zu prüfen haben, ob trotz bestehender Beschäftigung während der Durchführung der jeweiligen Aufträge Versicherungsfreiheit wegen Geringfügigkeit dieser Beschäftigung iS des § 8 SGB IV vorlag (zu den insoweit zu beachtenden Konstellationen vgl BSGE 103, 17 = SozR 4-2400 § 7a Nr. 2, RdNr 27 ff) .
Der Typusbegriff der Beschäftigung (vgl zur Legaldefinition § 7 Abs. 1 SGB IV;… zur Verfassungsmäßigkeit vgl BVerfG SozR 3-2400 § 7 Nr. 11) setzt grundsätzlich die tatsächliche Erbringung von Arbeit auf der Grundlage eines Rechtsverhältnisses voraus, das die Verpflichtung hierzu begründet (vgl zB BSGE 103, 17 = SozR 4-2400 § 7a Nr. 2, RdNr 11 und zur Funktion RdNr 15 f mwN; daran anknüpfend etwa BSG Urteil vom 4.6.2009 - B 12 R 6/08 R - Juris RdNr 11, 15 = USK 2009-72) .
Dies entspricht auch Sinn und Zweck der Regelung, divergierende Entscheidungen unterschiedlicher Versicherungsträger zu vermeiden (BSG Urteil vom 11.3.2009 - B 12 R 11/07 R - BSGE 103, 17 = SozR 4-2400 § 7a Nr. 2, RdNr 16, 17, 22;… vgl zur Gleichwertigkeit der Verfahren auch bereits BSG Urteile vom 4.6.2009 - B 12 KR 31/07 R - SozR 4-2400 § 7a Nr. 3 RdNr 13 und - B 12 R 6/08 R - Juris RdNr 17).
Gegen die Annahme eines umfassenden "Bestandsschutzes" für den Arbeitgeber (und den Arbeitnehmer) nach beanstandungsfreien Betriebsprüfungen spricht schließlich, dass das Verfahren der Betriebsprüfung (heute) inhaltsgleich und rechtlich gleichwertig neben dem Einzugsstellenverfahren (vgl § 28h Abs. 2 SGB IV) und dem Anfrageverfahren (vgl § 7a SGB IV) besteht (vgl - zum Anfrageverfahren - BSGE 103, 17 = SozR 4-2400 § 7a Nr. 2, RdNr 17, 22 f;… BSG SozR 4-2400 § 7a Nr. 3 RdNr 13, 18 f) und für die Entscheidungskompetenzen der Einzugsstelle und der "Clearing-Stelle" im Rahmen der Beschäftigtenversicherung (entsprechende) zeitliche Einschränkungen gesetzlich (gerade) nicht gelten.
Das LSG hat die Berufung der Klägerin zurückgewiesen und zur Begründung im Wesentlichen auf das erstinstanzliche Urteil verwiesen; Rechtsprechung des BSG (Urteile vom 11.3.2009 - B 12 R 11/07 R - BSGE 103, 17 = SozR 4-2400 § 7a Nr. 2 sowie vom 4.6.2009 - B 12 R 6/08 R) ändere nichts an der rechtlichen Bewertung (Urteil vom 23.2.2011) .
ff) Das gewonnene Auslegungsergebnis wird auch nicht dadurch in Frage gestellt, dass der 12. Senat des BSG in seiner Rechtsprechung (Urteil vom 11.3.2009 - B 12 R 11/07 R - BSGE 103, 17 = SozR 4-2400 § 7a Nr. 2, RdNr 17 und vom 4.6.2009 - B 12 R 6/08 R - Juris RdNr 17) entschieden hat, dass die Verfahren nach § 7a SGB IV einerseits und nach §§ 28h, 28p SGB IV andererseits bezüglich der Feststellung der Versicherungspflicht inhaltlich gleichwertig sind - wie dies auch in § 7a Abs. 1 S 1 Halbs 2 SGB IV zum Ausdruck kommt.
Vor dem Hintergrund, dass das BSG die vollständige Gleichwertigkeit der Verfahren nach § 7a SGB IV mit denjenigen nach §§ 28h, 28p SGB IV anerkannt habe (zB Urteil vom 11.3.2009 - B 12 R 11/07 R - BSGE 103, 17 = SozR 4-2400 § 7a Nr. 2), müsse die Sachkunde von Steuerberatern auch für die erstgenannten Verfahren bejaht werden.
Der Senat hat seine abweichende Auffassung hierzu im Urteil vom 11.3.2009 - B 12 R 11/07 R - (vgl Terminvorschau Nr. 16/09 und Terminbericht Nr. 16/09;… zur Veröffentlichung in SozR und BSGE vorgesehen) bereits ausführlich dargelegt und begründet.
Der Senat hat im Urteil vom 11.3.2009 (B 12 R 11/07 R) bereits ausführlich dargelegt, dass das auf die Feststellung von Versicherungspflicht bezogene und beschränkte Statusfeststellungsverfahren nach § 7a SGB IV insofern Grenzen und Möglichkeiten der entsprechenden Verfahren der Einzugsstellen (§ 28h Abs. 2 Satz 1 SGB IV) und der Träger der Rentenversicherung als Prüfstellen (§ 28p Abs. 1 Satz 5 SGB IV) teilt.
Ob Feststellungen nach § 7a SGB IV jeweils auch für leistungsrechtliche Entscheidungen als verbindlich zu beachten sind, ist eine Frage leistungsrechtlicher Regelungen - wie mittlerweile etwa des ausdrücklich hierauf Bezug nehmenden § 336 SGB III (vgl auch hierzu das Urteil des Senats vom 11.3.2009, B 12 R 11/07 R) - und kann nicht umgekehrt allein § 7a SGB IV entnommen werden.
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