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Timestamp: 2019-08-21 10:33:44
Document Index: 194327873

Matched Legal Cases: ['§ 37', '§ 335', '§ 48', '§ 113', '§ 48', '§ 48', '§ 48', '§ 335', '§ 335', '§ 48']

BVerwG, 26.10.1978 - III C 18.77 - dejure.org
BVerwG, 26.10.1978 - III C 18.77
https://dejure.org/1978,185
BVerwG, 26.10.1978 - III C 18.77 (https://dejure.org/1978,185)
BVerwG, Entscheidung vom 26.10.1978 - III C 18.77 (https://dejure.org/1978,185)
BVerwG, Entscheidung vom 26. Januar 1978 - III C 18.77 (https://dejure.org/1978,185)
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Grundsätze des allgemeinen Verwaltungsrechts - Rücknahme fehlerhafter Verwaltungsakte - Ausübung des Ermessens - Rücknahmeverfügung - Feststellungsbescheid
FG § 37a Abs. 2; LAG § 335a Abs. 2
VG Berlin, 14.12.1976 - 9 A 127.75
BVerwGE 57, 1
Zwar kann nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ein angefochtener Verwaltungsakt trotz unterlassener Ermessensbetätigung dann Bestand haben, wenn die gebotene Ermessensbetätigung nicht zu einem anderen rechtlich vertretbaren Ergebnis hätte führen können, d.h. wenn jeder Verwaltungsakt mit einem anderen Inhalt fehlerhaft gewesen wäre (vgl. Urteil vom 23. Januar 1975 - BVerwG 3 C 40.74 - ; BVerwGE 57, 1 ).
vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Oktober 1978 - 3 C 18.77 -, BVerwGE 57, 1 = juris Rn. 17; Sachs, a. a. O., § 48 Rn. 79, 81.
Der gemäß § 113 Abs. 1 Satz 1 VwGO gebotenen Aufhebung des Rücknahmebescheides vom 5. Februar 1987 läßt sich schließlich nicht mit Erfolg entgegenhalten, es habe auch bei Ausübung des in §§ 48, 49 VwVfG eingeräumten Ermessens keine andere Entscheidung in der Sache getroffen werden können, jeder Verwaltungsakt mit anderem Inhalt wäre also fehlerhaft (vgl. insoweit Urteil vom 26. Oktober 1978 - BVerwG 3 C 18.77 - BVerwGE 57, 1 [BVerwG 26.10.1978 - 3 C 18/77]).
Aus der Tatsache allein, dass der Rücknahme kein Vertrauensschutz entgegensteht, folgt nämlich nicht, dass eine Ermessensentscheidung nicht geboten wäre (BVerwG, Urt. v. 26. Oktober 1978 - BVerwG 3 C 18.77 -, BVerwGE 57, 1, 5/6;… Stelkens/Bonk/Sachs, VwVfG, 6. Aufl. 2001, § 48 Rdnr. 107).
Eine Ermessensausübung muss nach Wortlaut oder Inhalt des Bescheides erkennbar sein (vgl. BVerwG, Urteil vom 26.10.1978 - III C 18.77 -, BVerwGE 57, 1, 6), ferner die angestellten Erwägungen, die Abwägung des Für und Wider der sich gegenüberstehenden Belange (vgl. BVerwG, Urteil vom 14.10.1965 - II C 3.63 -, BVerwGE 22, 215, 217).
Das von ihr herangezogene Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. Oktober 1978 - BVerwG 3 C 18.77 - <BVerwGE 57, 1 ff.> enthält keine Ausführungen zu der Vorschrift des § 48 VwVfG, die das Berufungsgericht seiner rechtlichen Würdigung zugrunde gelegt hat.
Zwar steht die Rücknahme des Rückforderungsbescheides auch dann, wenn ein Betroffener keinen Vertrauensschutz genießt, im Ermessen der Ausgleichsbehörde (Urteile vom 26. Oktober 1978 - BVerwG 3 C 18.77 - BVerwGE 57, 1 = Buchholz 427.3 § 335a LAG Nr. 62 …und vom 23. Januar 1992 a.a.O.).
Etwas anderes gilt ausnahmsweise aber dann, wenn auch bei fehlerfreier Betätigung des Ermessens ein Verwaltungsakt gleichen Inhalts hätte ergehen müssen, weil jede andere Entscheidung ermessensfehlerhaft wäre, sog. Ermessensreduktion auf Null (vgl. BVerwG-Urteil vom 26. Oktober 1978 3 C 18.77, BVerwGE 57, 1; Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg-Urteil vom 14. April 1993 11 S 461/92; VGHBW-Ls 1993, Beilage 7, B4; Juris-Nr. MWRE 109109300).
VGH Baden-Württemberg, 14.04.1993 - 11 S 461/92
Zur Rücknahme eines nachträglich rechtswidrig gewordenen Verwaltungsakts mit …
Die Unterlassung der grundsätzlich gebotenen Ermessensausübung stellt daher in der Regel einen zur Aufhebung der Behördenentscheidung führenden Ermessensfehler dar (vgl. BVerwG, Urt. v. 26.10.1978 -3 C 18.77- BVerwGE 57, 1 (4), Urt. v. 23.01.1975 -3 C 40.74-, Buchholz 427.3 § 335a Nr. 54).
Etwas anderes gilt ausnahmsweise aber dann, wenn auch bei fehlerfreier Betätigung des Ermessens ein Verwaltungsakt gleichen Inhalts hätte ergehen müssen, weil jede andere Entscheidung ermessensfehlerhaft wäre (Ermessensreduktion auf Null; vgl. BVerwG, Urt. v. 26.10.1978 -3 C 18.77- BVerwGE 57, 1 (6);… Kopp, VwVfG, aaO., § 48 Rdnr. 37 m.w.N.).
BVerwG, 27.06.1990 - 7 B 93.90
BVerwG, 09.05.1985 - 3 C 21.84
Schadenfeststellung Rücknahme - Schadenfeststellung - Rücknahme - …
OVG Nordrhein-Westfalen, 29.09.1997 - 13 B 1987/97
Rechtmäßigkeit einer Verfügung der Regulierungsbehörde bei missbräuchlicher …
BVerwG, 23.10.1980 - 3 C 36.78
Anforderungen an die Rücknahme einer rechtswidrigen Schadensfeststellung - …
BVerwG, 09.11.1978 - 3 C 68.77
Rücknahme von Zuerkennungsbescheiden - Pflichtgemäßes Ermessen - …
VGH Baden-Württemberg, 01.03.1990 - 6 S 3067/88
Nachschieben von Gründen, wenn die Behörde bei der Entscheidung über die …
BVerwG, 09.12.1982 - 3 C 54.81
Währungsausgleichsentschädigung für den Verlust von Spareinlagen - Beweiskraft …
VGH Baden-Württemberg, 24.08.1992 - 9 S 1920/90
Berufserlaubnis für Apotheker: Ermessensentscheidung bei erstmaliger Erteilung …
BVerwG, 11.08.1983 - 1 B 74.83
Nichtzulassung der Revision mangels grundsätzlicher Bedeutung - Genehmigung …
BVerwG, 10.08.1983 - 4 B 136.83
Revisionsrechtliche Geltendmachung eines unzulässigen Überraschungsurteils - …
VG Berlin, 30.03.2009 - 21 A 320.05
Durchsuchung, Ausländerbehörde, Feststellungsklage, Mitwirkungspflicht, …
VG Augsburg, 15.10.2008 - Au 5 K 08.604
Vorbescheid, Nachbarklage, Ermessen, fehlende Begründung