Source: https://s-j-a.org/satzung/
Timestamp: 2019-10-20 00:24:09
Document Index: 135319244

Matched Legal Cases: ['§4', '§7', '§ 4', '§4', '§4', '§15']

Satzung – SJA e.V.
Der Verein „Stelle für Jesidische Angelegenheiten“ ist ein religiöser, kultureller, sozialer und parteipolitisch unabhängiger Verein, der sich für die Erhaltung, Anpassung und Öffnung der jesidischen Religion und Kultur mit dem modernen Weltfortschritt einsetzt. Ferner sollen Jesiden unabhängig von ihren Wohnorten mit Krediten bzw. Mikrokrediten zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage aus Vereinsmitteln, zweckgebundenen Spenden und ggf. öffentlichen Zuschüssen unterstützt werden. Die Rückzahlung der Kredite ist so zu vereinbaren, dass eine fördernde und wohltätige Förderung der Bedürftigen damit erreicht bleibt. Alle Jesiden, sich zum Jesidentum bekennende Menschen, Anders- und Nichtgläubige mit dem Willen, Jesiden zu unterstützen, finden – unabhängig von ihrer Herkunft – im Verein „Stelle für Jesidische Angelegenheiten“ die Aufnahme. Der Verein ist den Prinzipien der Demokratie, Toleranz und gegenseitiger Achtung verpflichtet. Der Verein behält sich das Recht vor, zu politischen Themen Stellung zu nehmen, sofern ein Zusammenhang zum Jesidentum bzw. zu Jesiden oder zur Arbeit des Vereins erkennbar ist.
Der Verein „Stelle für Jesidische Angelegenheiten“ soll als Bindeglied zwischen den Kulturen auf der Basis der modernen „multikulturellen Gesellschaft“, unter Förderung der Toleranz, gegenseitiger Akzeptanz und eines demokratischen Dialoges, fungieren.
Darüber hinaus beteiligt sich der Verein „Stelle für Jesidische Angelegenheiten“ aktiv am gesellschaftlichen Leben in der Bundesrepublik Deutschland wie auch in der Welt als Vertreter der gemeinsamen Interessen der jesidischen Gemeinschaft. Ein Arbeitsschwerpunkt ist die Förderung der Verständigung und der gegenseitigen Achtung zwischen Jesiden und Nicht-Jesiden. Dabei gilt besondere Solidarität des Vereins den Jesiden, die in ihren Heimatorten aufgrund ihres Glaubens oder ihrer Ethnie starker Verfolgung ausgesetzt sind.
Unter Beachtung der herausragenden Rolle jesidischer Frauen gilt eine aktive Teilhabe und Selbstorganisation von Frauen im Verein als auch in der Gesellschaft als Ziel des Vereins „Stelle für Jesidische Angelegenheiten“ und soll auch durch ihn gefördert werden.
Neben der Vertretung jesidischer Interessen in der Bundesrepublik ist ein Schwerpunkt der Arbeit des Vereins die Unterstützung der Integration von jesidischen Zuwanderern. Dabei bemüht sich der Verein „Stelle für Jesidische Angelegenheiten“ besonders um den Aufbau jesidischer Gemeinden/Zweigstellen in der Bundesrepublik und Europa. Der Verein konzertiert sich dabei auf die Betreuung durch unentgeltliche Berufsbildungs- und Ausbildungsseminare, Sprachkurse, Weiterbildungskurse, Religionsunterricht und andere Integrationsmaßnahmen. Für seine Ziele arbeitet der Verein „Stelle für Jesidische Angelegenheiten“ auf wissenschaftlich-methodischer Basis.
Besondere Aufmerksamkeit gilt seitens des Vereins „Stelle für Jesidische Angelegenheiten“ der finanziellen Unterstützung jesidischer Mitmenschen basierend auf Spenden durch Vergabe von zins- und gebührlosen Krediten bzw. Mikrokrediten.
Als eines der obersten Ziele des Vereins sollen in den ursprünglichen Hauptsiedlungsgebieten der Jesiden Zentren entstehen, die Altenheime, Waisenhäuser, Krankenhäuser, Schulen und andere Bildungseinrichtungen und weitere notwendige soziale Einrichtungen beherbergen und den Jesiden unentgeltlich zur Verfügung stehen.
Unterrichtung in der jesdischen Religionslehre für alle Interessierten.
Förderung und Unterstützung religiöser, kultureller, sozialer und politischer Veranstaltungen und Projekte sowie sportlicher Aktivitäten, die das Zusammengehörigkeitsgefühl und den Sinn für die Gemeinschaft der Jesiden stärken.
Unterstützung und Förderung von jesidischen Schülern und Studenten.
Frauen soll durch gezielte Förderung und Ausstattung mit Ressourcen (z.B. Bildung, finanzielle Mittel, Räume, Kontakte etc.) die Möglichkeit geschaffen werden, sich inner- und außerhalb des Vereins zu organisieren und aktiv an den Entscheidungsprozessen mitzuwirken.
Einsatz für interkulturellen und religiösen Dialog zwischen Jesiden und Nicht-Jesiden. Dabei soll die Freundschaft, Annäherung und Kontaktherstellung zur besseren Kommunikation zu anderen religiösen, karitativen Organisationen, Menschenrechtsorganisationen und anderen Einrichtungen angestrebt werden.
Neben der Vertretung der jesidischen Interessen in der Bundesrepublik und der Öffentlichkeit, sieht sich der Verein „Stelle für Jesidische Angelegenheiten“ als Ansprechpartner der Behörden, Institutionen und aller anderen Einrichtungen den Jesiden betreffend. Dabei bemüht er sich besonders um den Aufbau jesidischer Gemeinden in der Bundesrepublik und allen anderen Ländern, in denen die Jesiden eine Heimat gefunden haben.
Bekämpfung jeder Art von Vorurteilen in Form rassistischer, religiöser und politischer Diskriminierung. Dabei sollen alle Bemühungen, in Deutschland eine demokratische Überzeugung zu fördern, unterstützt werden. Die Welt und vor allem die deutsche Öffentlichkeit für spezifische jesidische Themen zu interessieren und sie diesbezüglich zu informieren, sowie die Förderung von Wissenschaft, Kunst, Religion und Geistesgeschichte sollen zentrale Aufgaben des Vereins „Stelle für Jesidische Angelegenheiten“ sein.
Weiter informiert er durch den Aufbau seiner Internetpräsenz die Öffentlichkeit über junges jesidisches Leben in Deutschland. Der Verein engagiert sich insbesondere durch das Schreiben von Pressemitteilungen, durch die Teilnahme an interreligiösen Dialogprojekten sowie durch die Organisationen von Veranstaltungen. Der Verein „Stelle für Jesidische Angelegenheiten“ vertritt die Interessen seiner Mitglieder_innen gegenüber jesidischen und nicht-jesidischen Institutionen des In- und Auslandes und Unterstützt Gruppen und Einzelpersonen, die den Zielen des Vereins dienen.
Der Verein wird in Zusammenarbeit mit entsprechend wirkenden Organisationen im In- und Ausland, die die jesidische Minderheit, die in ihrer Art insbesondere von Genozid und Vertreibung bedroht ist, durch Beschaffung und Verbreitung zuverlässiger Informationen, durch Lobbyarbeit, Kampagnen und Unterstützung von humanitären und Entwicklungshilfen als Selbsthilfe wirken. Dabei wird die enge Zusammenarbeit mit anderen jesidischen Vereinen und Organisationen angestrebt.
Die Durchführung und Unterstützung von Studien und Forschung über die religiösen, kulturellen, sozialen und historischen Fachgebiete des Jesidentums, z.B. das Sammeln der mündlich überlieferten Gebete und religiösen Texte und deren schriftliche Festhaltung, sollen Aufgaben des Vereins sein. Dies soll durch Herausgabe von verschiedensprachigen Büchern, Zeitschriften sowie Flyern und Handouts geschehen. Das Sammeln und die Bereitstellung von Spendengeldern im Rahmen der deutschen Gesetzgebung, um die Ziele und Aufgaben des Vereins zu unterstützen. Darüber hinaus sollen Projekte zur Bildung und Unterstützung von hilfsbedürftigen Jesiden im In- und Ausland organisiert werden.
§4 Das Emblem
§7 Mitgliedschaft – Erwerb
Ordentliches Mitglied des Vereins kann jede Person werden, die sich zum jesidischen Glauben bekennt. Mitglieder_innen können auch natürliche und juristische Personen nicht-jesidischer Herkunft sein, die die Interessen des Vereins gemäß § 4 dieser Satzung anerkennen.
durch Austritt zum Ende eines Geschäftsjahres, der dem Schriftführer des Vereins schriftlich mindestens 2 Monate vor Ende des Geschäftsjahres mitzuteilen ist
durch den Ausschluss wegen unehrenhafter Handlung oder vereinsschädigendem Verhalten
bei Nichterfüllen der Beitragspflicht nach Mahnung, sobald der Vorstand dies dem Mitglied schriftlich mitgeteilt hat.
Über einen Ausschluss gemäß Ziff. 1.c entscheidet der Vorstand. Dessen Beschluss kann innerhalb von 4 Wochen nach Bekanntgabe der Entscheidung durch schriftlich beim Vorstand einzulegenden Widerspruch angefochten werden. Über den Widerspruch entscheidet eine unverzüglich einzuberufende (außerordentliche) Mitglieder_innen- Versammlung endgültig. Der ordentliche Rechtsweg kann nicht ausgeschlossen werden.
Jedes Mitglied hat eine Stimme. Das gilt auch für jede juristische Person
Die Satzung des Vereins anzuerkennen und zu akzeptieren. Ferner ist das Mitglied verpflichtet, die Ziele und Aufgaben des Vereins gemäß §4 der Satzung anzuerkennen.
Der Vorstand des Vereins kann auch Mitglieder_innen in bestimmten Fällen von dem Mitgliedsbeitrag befreien, so z.B. Ehren-Mitglieder_innen
Spenden oder öffentliche Zuwendungen, die dem Verein mit einer bestimmten Zweckbestimmung zufließen, dürfen vom Verein nur zweckentsprechend verwendet werden.
Zur Realisierung und Durchführung der im §4 erwähnten Ziele und Aufgaben können vom Vorstand Ausschüsse gebildet werden.
Organe des Vereins sind a) der Vorstand b) die Mitglieder_innenversammlung.
3 weitere Mitglieder_innen
Alle Vorstands-Mitglieder_innen müssen bei ihrer Wahl eine ordentliche Mitgliedschaft von mindestens drei Monaten nachweisen können. Der Vorstand wir von der Mitglieder_innenversammmlung auf die Dauer von 4 Jahren gewählt, bleibt jedoch nach Ablauf der Amtszeit bis zur Neuwahl eines Vorstandes im Amt.
Der Vorstand koordiniert und unterstützt die Arbeit der verschiedenen Ausschüsse.
§15 Die Mitglieder_innen-Versammlung
die Entgegenahme des Rechenschaftsberichts der Vorstandes
gegeben falls die Wahl des neuen Vorstandes (Wiederwahl ist zulässig)
die Änderung der Satzung des Vereiens
die Ernennung von Ehren-Mitglieder_innendie Auflösung des Vereins.
Außerordentliche Mitglieder_innen-Versammlungen können bei Bedarf stattfinden. Der Vorstand beruft eine außerordentliche Mitglieder_innen-Versammlung von sich aus beim Vorliegen eines wichtigen Grundes ein, wenn mindestens ein Drittel der stimmberechtigten Mitglieder_innen dies schriftlich unter Angabe eines Grundes beantragt. In beiden Fällen muss die Einberufung schriftlich mit einer Einladungsfrist von mindestens 4 Wochen erfolgen.
Jede fristgerechte einberufene Mitglieder_innen-Versammlung ist unabhängig von der Zahl der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder_innen beschlussfähig. Sie beschließt über alle Anträge mit einfacher Mehrheit, soweit Satzung, Geschäftsordnung oder Gesetz nicht zwingend etwas anderes bestimmen.
main2019-08-15T14:12:00+00:00