Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20N%C3%BCrnberg&Datum=04.04.1995&Aktenzeichen=3%20U%204115/94
Timestamp: 2019-10-22 10:27:47
Document Index: 322860474

Matched Legal Cases: ['§ 656', '§ 58', 'BGH', '§ 307', '§ 9', '§ 269', 'BGH']

OLG Nürnberg, 04.04.1995 - 3 U 4115/94 - dejure.org
https://dejure.org/1995,3780
OLG Nürnberg, 04.04.1995 - 3 U 4115/94 (https://dejure.org/1995,3780)
OLG Nürnberg, Entscheidung vom 04.04.1995 - 3 U 4115/94 (https://dejure.org/1995,3780)
OLG Nürnberg, Entscheidung vom 04. April 1995 - 3 U 4115/94 (https://dejure.org/1995,3780)
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Einziehungsermächtigung als Ermächtigung oder Vollmacht, das Weisungsrecht des Schuldners gegenüber seiner Bank auszuüben; Aufwendungsersatz der Schuldnerbank in Höhe der Belastungsbuchung wegen der Einlösung einer Lastschrift ; Wirksamwerden einer Belastungsbuchung mit ...
Wirksamkeit der Vereinbarung des Einzugsermächtigungsverfahrens durch AGB einer Partnervermittlungs-GmbH
Vereinbarung einer Einzugsermächtigung in AGB
Lastschriftinkasso und "unvollkommene Verbindlichkeit' i. S. des § 656 BGB
LG Nürnberg-Fürth, 09.11.1994 - 3 O 3880/94
NJW-RR 1995, 1144
ZIP 1995, 1329
MDR 1995, 788
WM 1995, 1307
WM 1995, 1308
Im Gegensatz dazu stehen diejenigen Autoren, die eine Befristung der Widerspruchsmöglichkeit verneinen (…van Gelder in: Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechts-Handbuch § 58 Rdn. 70, 71; Reiser/Krepold BuB 6/315 zu Abschnitt III Nr. 2 LSA und 6/477;… Reyher/Terpitz, Der Lastschriftverkehr, 1982, S. 75;… Gößmann, Recht des Zahlungsverkehrs 3. Aufl. Rdn. 151, 157; Bauer WM 1981, 1186, 1189;… Bundschuh, Festschrift für Stimpel, 1985, S. 1039, 1044 ff.; Hadding Sparkasse 1986, 48, 50; Denck ZHR 147, 554; Vortmann EWiR 1995, 1043); Pönisch WuB I D 2. - 1.97).
Denn angesichts der erheblichen Rationalisierungsvorteile und der Kostenersparnis auf Seiten des Verwenders sowie der Möglichkeit des anderen Teils zum Widerruf von Buchungen stehen - anders als beim Abbuchungsverfahren - in diesem Fall den Vorteilen für den Verwender keine Nachteile auf Seiten der Kunden gegenüber, die so beachtlich wären, dass sie ohne weiteres als unangemessen bewertet werden müssten (BGH NJW 2003, 1237, 1238; 1996, 988, 989; OLG Nürnberg NJW-RR 1995, 1144, 1145;… Palandt/Heinrichs, a.a.O., § 307, Rn. 124;… MünchKomm./Basedow, a.a.O., § 9 AGBG, Rn. 107;… Bub/Treier, a.a.O., Rn. II 423;… Sternel, Mietrecht, 3., Aufl., Rn. III 110).
Eine im Einvernehmen mit dem Gläubiger erteilte Einzugsermächtigung führt dazu, dass die Geldschuld, die nach §§ 269 Abs. 1, 270 Abs. 4 BGB eigentlich eine Schickschuld ist, in eine Holschuld umgewandelt wird, was zur Folge hat, dass fortan der Vermieter für den rechtzeitigen Einzug der Mieten Sorge zu tragen hat (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 30. Januar 1985, IVa ZR 91/83, in MDR 1985, 472 f.; OLG Nürnberg, Urteil vom 4. April 1995, 3 U 4115/94, in NJW-RR 1995, 1144 ff.).