Source: http://www.markenmagazin.de/bgh-angebotsmanipulation-und-ueberwachungspflicht-bei-amazon-urteil-vom-03-03-2016-i-zr-14014/
Timestamp: 2017-03-29 07:09:03
Document Index: 395503651

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH: Angebotsmanipulation und Überwachungspflicht bei Amazon Urteil vom 03.03.2016 - I ZR 140/14 - markenmagazin:recht
vorgehend KG Berlin, 20. Mai 2014, Az: 5 U 148/12
vorgehend LG Berlin, 9. August 2012, Az: 52 O 33/12
b) Als Störer kann bei der Verletzung absoluter Rechte auf Unterlassung in Anspruch genommen werden, wer – ohne Täter oder Teilnehmer zu sein – in irgendeiner Weise willentlich und adäquat-kausal zur Verletzung des geschützten Rechtsguts beiträgt. Da die Störerhaftung nicht über Gebühr auf Dritte erstreckt werden darf, die die rechtswidrige Beeinträchtigung nicht selbst vorgenommen haben, setzt die Haftung des Störers nach der Rechtsprechung des Senats die Verletzung von Prüfpflichten voraus. Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen eine Prüfung zuzumuten ist (vgl. BGH, Urteil vom 30. April 2008- I ZR 73/05, GRUR 2008, 702 Rn. 50 = WRP 2008, 1104 – Internetversteigerung III; Urteil vom 12. Mai 2010 – I ZR 121/08, BGHZ 185, 330 Rn. 19 – Sommer unseres Lebens; Urteil vom 15. August 2013 – I ZR 80/12, GRUR 2013, 1030 Rn. 21 = WRP 2013, 1348 – File-Hosting-Dienst; Urteil vom 26. November 2015 – I ZR 174/14, GRUR 2016, 268 Rn. 21 = WRP 2016, 341 – Störerhaftung des Access-Providers). Dabei sind Funktion und Aufgabenstellung des in Anspruch Genommenen ebenso zu berücksichtigen wie die Eigenverantwortung desjenigen, der die rechtswidrige Beeinträchtigung selbst unmittelbar vorgenommen hat (vgl. BGH, Urteil vom 17. Mai 2001 – I ZR 251/99, BGHZ 148, 13, 17 – ambiente.de; Urteil vom 9. November 2011 – I ZR 150/09, GRUR 2012, 304 Rn. 51 = WRP 2012, 330 – Basler Haar-Kosmetik).
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