Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2000/00'7'06.htm
Timestamp: 2018-01-23 09:58:03
Document Index: 143302837

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 77', '§ 20', '§ 22', '§ 13', '§ 9', '§ 10', '§ 18', '§ 11', '§ 16', '§ 23', '§ 11', '§ 28']

10. Jahrgang, Nr. 7 vom 19. Dezember 2000, S. 36
Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Wirtschaftsinformatik der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg
Aufgrund des § 17 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) in der Fassung vom 1. Juli 1998 (GVBl. LSA S. 300) hat die Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg die folgende Prüfungsordnung für den Studiengang Wirtschaftsinformatik der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät erlassen:
(1) Die Diplomprüfung bildet einen berufsqualifizierenden Abschluss des Studiums der Wirtschaftsinformatik. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob die Kandidatin bzw. der Kandidat die Zusammenhänge des Faches überblickt und über die Fähigkeit verfügt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden.
Aufgrund der bestandenen Diplomprüfung verleiht die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät den Diplomgrad „Diplom-Wirtschaftsinformatiker“. Einer Absolventin wird der Diplomgrad „Diplom-Wirtschaftsinformatikerin“ verliehen.
(1) Die Regelstudienzeit beträgt für das gesamte Studium einschließlich der Diplomprüfung zehn Semester, aufgeteilt in das Grundstudium (vier Semester) und das Hauptstudium (sechs Semester).
(2) Der Studienumfang umfasst im Pflicht- und Wahlpflichtbereich insgesamt höchstens 160 Semesterwochenstunden. Näheres regelt die Studienordnung nach Maßgabe der Bestimmungen dieser Prüfungsordnung. In der Studienordnung sind die Studieninhalte so ausgewählt, dass das Studium in der Regelstudienzeit abgeschlossen werden kann.
(3) Zu den in Abs. 2 ausgewiesenen Semesterwochenstunden kommen gegebenenfalls weitere Semesterwochenstunden für Zusatzfächer (§ 20) sowie ein Studium Generale im Umfang von etwa zehn Semesterwochenstunden. Die Inhalte des Studium Generale können von den Studierenden frei gewählt werden und sind nicht Gegenstand von Prüfungen im Rahmen des Studienganges der Wirtschaftsinformatik.
(2) Die Dauer der mündlichen Prüfungen beträgt in der Regel 15 bis 20 Minuten, bei mündlichen Fachprüfungen (§ 22) 20 bis 30 Minuten je Kandidatin bzw. je Kandidat und Prüfungsleistung. Zu den mündlichen Prüfungen können Studierende als Zuhörerinnen bzw. Zuhörer zugelassen werden, sofern die Kandidatinnen bzw. Kandidaten nicht widersprechen und die räumlichen Verhältnisse dies erlauben. Die Zulassung erstreckt sich jedoch nicht auf die Beratung und die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses an die Kandidatinnen bzw. an den Kandidaten.
(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in demselben Studiengang an anderen Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes werden von Amts wegen angerechnet.
(1) Durch die Diplom-Vorprüfung soll die Kandidatin bzw. der Kandidat nachweisen, dass sie bzw. er das Ziel des Grundstudiums erreicht und die Kenntnisse und Fähigkeiten, insbesondere die inhaltlichen Grundlagen der Wirtschaftsinformatik, der Informatik, der Betriebswirtschaftslehre, der Volkswirtschaftslehre und der Statistik, ein methodisches Instrumentarium und eine systematische Orientierung erworben hat, die erforderlich sind, um das weitere Studium mit Aussicht auf Erfolg zu betreiben.
Grundzüge der Wirtschaftsinformatik (16 Leistungspunkte),
Grundzüge der Informatik (36 Leistungspunkte),
Grundzüge der Volkswirtschaftslehre (18 Leistungspunkte),
(4) Über die in Abs. 2 genannten Fächer hinaus können Leistungspunkte in den Fächern Buchführung (4 Leistungspunkte), Mathematik (10 Leistungspunkte) und Wirtschaftsrecht (4 Leistungspunkte) erworben werden.
(1) Zur Diplom-Vorprüfung wird nur zugelassen, wer an der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg für den Studiengang Wirtschaftsinformatik eingeschrieben ist.
(2) Die Diplom-Vorprüfung ist bestanden, wenn insgesamt mindestens 105 Leistungspunkte erworben wurden und in allen Fächern gemäß § 13 Abs. 2 jeweils mindestens 50 Fachpunkte gemäß § 9 erreicht worden sind.
1. Wahlfach,
2. Wahlfach.
Ein Fach soll ein Angebot von mindestens 28 Leistungspunkten umfassen. Die Inhalte der Fächer regelt die Studienordnung.
(3) Ein Fach gemäß Abs. 2 Satz 1 Ziffern 4 und 5 gilt als von der bzw. dem Studierenden gewählt, sobald sie bzw. er sich zur ersten mündlichen Fachprüfung in dem betreffenden Fach gemeldet hat.
Die Lehrveranstaltungen an der ausländischen Hochschule müssen im Umfang von mindestens 28 Leistungspunkten eingebracht werden und dem Niveau des Hauptstudiums entsprechen.
Über die an der ausländischen Hochschule erbrachten Studienleistungen müssen benotete Leistungsnachweise vorgelegt werden.
an der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg für den Studiengang Wirtschaftsinformatik eingeschrieben ist,
sich nicht in einem schwebenden Verfahren zu der Diplomprüfung oder einer vergleichbaren Prüfung für einen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer anderen Hochschule befindet,
die Diplomprüfung im Studiengang Wirtschaftsinformatik oder einem anderen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Hochschule nicht endgültig nicht bestanden hat und
den Nachweis über eine erfolgreiche berufspraktische Tätigkeit im Umfang von etwa 18 Wochen erbringt.
eine schriftliche Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls wann und wo die Kandidatin bzw. der Kandidat bereits eine Diplomprüfung im Studiengang Wirtschaftsinformatik oder eine vergleichbare, berufsqualifizierende Prüfung in einem universitären wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Hochschule endgültig nicht bestanden hat und ob sie bzw. er sich in einem schwebenden Verfahren gemäß Abs. 1 Ziffer 3 befindet.
(3) Zu der mündlichen Fachprüfung eines Faches wird nur zugelassen, wer in diesem Fach mindestens 24 Leistungspunkte gemäß § 10 einreicht. Davon müssen mindestens 4 Leistungspunkte aus einem Seminar oder einer von der Studienordnung vorgesehenen Ersatzleistung stammen. Die Studienordnung kann in den einzelnen Fächern obligatorische Teilleistungen im Umfang von bis zu 24 Leistungspunkten vorsehen.
(4) Die Bearbeitungszeit für die Diplomarbeit darf sechs Monate nicht überschreiten. Für Diplomarbeiten mit experimenteller Aufgabenstellung kann aus fachlich begründeter Notwendigkeit auch eine Bearbeitungsdauer von neun Monaten festgelegt werden. Thema, Aufgabenstellung und Umfang der Diplomarbeit sind von der Betreuerin bzw. dem Betreuer so zu begrenzen, dass die Frist zur Bearbeitung der Diplomarbeit eingehalten werden kann. Im Einzelfall kann auf begründeten Antrag der Prüfungsausschuss die Bearbeitungszeit ausnahmsweise um höchstens drei Monate verlängern. Die Bearbeitungszeit beginnt mit dem Ausgabetag gemäß Abs. 3.
(6) Die Kandidatin bzw. der Kandidat hat der Arbeit ein Verzeichnis der von ihr bzw. ihm benutzten Quellen und sonstigen Hilfsmittel beizufügen und eine Versicherung abzugeben, dass sie bzw. er die Arbeit selbständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß aus den benutzten Quellen entnommen worden sind, als solche kenntlich gemacht hat. Darüber hinaus ist von der Kandidatin bzw. von dem Kandidaten eine schriftliche Erklärung abzugeben darüber, ob und gegebenenfalls wann und wo sie bzw. er bereits eine Diplomprüfung im Studiengang Wirtschaftsinformatik oder eine vergleichbare, berufsqualifizierende Prüfung in einem universitären wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Hochschule nicht bestanden hat, ob sie ihren bzw. er seinen Prüfungsanspruch durch Versäumen einer Frist verloren hat und ob sie bzw. er sich in einem schwebenden Verfahren gemäß § 18 Abs. 1 Ziffer 3 befindet.
(14) Werden in der Gesamtbewertung der Diplomarbeit mindestens 50 Fachpunkte erreicht, so erhält die Kandidatin bzw. der Kandidat 40 Leistungspunkte.
(1) Die Bestimmungen dieser Prüfungsordnung gelten für alle Studierenden, die ab dem Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung an der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg für den Studiengang Wirtschaftsinformatik eingeschrieben werden.
(2) Die Bestimmungen dieser Prüfungsordnung über die Diplomprüfung gelten darüber hinaus für alle Studierenden, die ab dem Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung das Hauptstudium im Studiengang Wirtschaftsinformatik aufnehmen.
(3) Eine Studentin bzw. ein Student, die bzw. der bei Inkrafttreten der vorliegenden Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Wirtschaftsinformatik an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg eingeschrieben ist, kann unwiderruflich erklären, dass sie bzw. er nach der vorliegenden Diplomprüfungsordnung geprüft werden möchte. Sobald diese Erklärung beim Prüfungsausschuss eingegangen ist, gilt für diese Studentin bzw. diesen Studenten die vorliegende Diplomprüfungsordnung. Über die Anrechnung von Prüfungsleistungen entscheidet der Prüfungsausschuss entsprechend § 11. Die in § 16 Abs. 3 und § 23 Abs. 4 aufgeführten Fristen werden zugunsten der in Satz 1 genannten Studierenden um zwei Semester verlängert, sofern der Antrag innerhalb von drei Monaten nach Inkrafttreten dieser Diplomprüfungsordnung gestellt wird. Prüfungen nach der Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Wirtschaftsinformatik der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg vom 26. September 1995 sind letztmals vier Semester nach Inkrafttreten der vorliegenden Prüfungsordnung möglich.
(4) Andere als die in den Abs. 1 bis 3 aufgeführten Studierenden des Studienganges Wirtschaftsinformatik an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg werden nach Ablauf einer Frist von zwei Jahren nach Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung von Amts wegen in die vorliegende Prüfungsordnung übergeleitet. Über die Anrechnung bereits erbrachter Leistungen entscheidet der Prüfungsausschuss entsprechend § 11.
Diese Prüfungsordnung tritt unter Berücksichtigung der Übergangsbestimmungen des § 28 nach ihrer Genehmigung durch das Kultusministerium am Tage nach ihrer Bekanntmachung im Amtsblatt der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg in Kraft, gleichzeitig tritt die Prüfungsordnung vom 26. September 1995 (MBl. LSA 1996, S. 1452) außer Kraft.