Source: https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulrecht/rs/1997-2017/2013_19b.html
Timestamp: 2020-02-19 10:19:03
Document Index: 372002339

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 24', '§ 132', '§ 8', '§ 8', '§ 1', '§ 6', '§ 9', '§ 8']

Bildungsdokumentation – Vorgangsweise für die SchülerInnendatenmeldung 2013/14
Geschäftszahl: BMUKK-13.002/0001-IT/1/2013
SachbearbeiterIn: Josef Steiner
Abteilung: IT/1
josef.steiner@bmukk.gv.at
Inhalt: Bildungsdokumentation, SchülerInnendatenmeldung 2013/14, Vorgangsweise
Geltung: Schuljahr 2013/14
Rundschreiben Nr. 19b/2013
Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) gibt hiermit nachstehende Richtlinien für die Durchführung der diesjährigen SchülerInnendatenerhebung im Rahmen der Bildungsdokumentation bekannt, wobei die inhaltlichen Eckpunkte zuerst kurz dargestellt werden, um den Betroffenen einen raschen Überblick zu ermöglichen:
Rücksendefrist für die allgemein bildenden Pflichtschulen ist die 42. Woche (d.h. bis 20. Oktober 2013), für die weiterführenden Schulen bis Ende November 2013.
Im Internet stellt Statistik Austria unter http://www.statistik.at => Fragebögen => Bildungseinrichtungen => Schulstatistik => Öffentliche Schulen (OES) bzw. Privatschulen gemäß Privatschulgesetz (PS) eine Sammlung von technisch/organisatorischen Informationen und Unterlagen zur Durchführung der SchülerInnendatenmeldung zur Verfügung. Der Direktlink auf die Seite für öffentliche Schulen lautet:
http://www.statistik.at/web_de/frageboegen/bildungseinrichtungen/schulstatistik/oeffentliche_schulen/.
Selbstverständlich ist weiterhin ein umfangreiches Hilfe-System mit Hinweisen zur Behebung der ausgewiesenen Fehlerpunkte integriert.
Da es bisher relativ häufig zu unvollständigen Angaben zum Fremdsprachenunterricht gekommen ist, wird nun im Zuge der Online-Datenprüfung als Unterstützung der Schule bei der Überprüfung der Vollständigkeit der Fremdsprachen-Meldungen auch eine Übersicht über den für die einzelnen Klassen gemeldeten Fremdsprachenunterricht angezeigt. Allenfalls fehlende Fremdsprachen-Meldungen sind vor Datenübermittlung bei den betroffenen SchülerInnen zu ergänzen.
Ebenso sollte nicht auf die Meldung von Externistenprüfungen vergessen werden.
Hinweis auf die künftige Erhebung über Schulpflichtverletzungen:
Durch die kürzliche Änderung des Schulpflichtgesetzes 1985 und des Bildungsdokumentationsgesetzes (siehe BGBl. I Nr. 77/2013 vom 23.5.2013) wurde mit 1. September 2013 ein fünfstufiges Verfahren zur Vermeidung von Schulpflichtverletzungen eingeführt, dessen Wirksamkeit auch anhand von über die Bildungsdokumentation zu erhebenden (Zusatz-)Informationen überprüft werden soll.
Zu diesem Zweck sollen künftig jeweils rückblickend über das vergangene Schuljahr die Zahl der eingeleiteten Maßnahmen gem. § 24a Schulpflichtgesetz 1985, die höchste erreichte Stufe und bei den betroffenen SchülerInnen die Zahl der unentschuldigten Fehlstunden im abgelaufenen Schuljahr erhoben werden. (Die technischen Details der Datenmeldung werden in einer Novelle zur Bildungsdokumentationsverordnung festgelegt, welche sich zurzeit in Begutachtung befindet.)
Diese Informationen über Schulpflichtverletzungen werden erstmals im Herbst 2014 zu melden sein, jedoch rückblickend über das Schuljahr 2013/14. Es wird daher notwendig sein, bis zu einer entsprechenden Anpassung der verschiedenen Schülerverwaltungs-programme die gem. § 24a Schulpflichtgesetz 1985 getroffenen Maßnahmen an den Schulen für eine nachträgliche Dateneingabe zu dokumentieren.
Gemäß § 132 Schulorganisationsgesetz können mit dem Schuljahr 2013/14 an zumindest dreijährigen mittleren und höheren Schulen Schulversuche zur „Neuen Oberstufe“ im Sinne des BGBl. I Nr. 9/2012 begonnen werden.
Da in der „Neuen Oberstufe“ geänderte Regelungen betr. Aufstiegsberechtigungen, Zeugnisdruck, etc. zur Anwendung kommen und somit auch geänderte BilDok-Plausibilitätsprüfungen Anwendung finden müssen, wurden für diese Schulversuche auch neue Schulformkennzahlen vergeben.
Die Datenmeldung zur Bildungsdokumentation erfolgt in diesen Schulformen weiterhin jährlich (weil es sich dabei nicht um „organisatorisch in Semester gegliederte Bildungsgänge“ handelt – die Frage des Aufsteigens und Wiederholens stellt sich weiterhin nur am Ende des Unterrichtsjahres und nicht auch im Halbjahr), das Attribut „semester“ ist demnach weiterhin mit „g“ zu signieren, die Klassenbezeichnung folgt weiterhin den bisherigen Bezeichnungen für Klassen/Jahrgänge und das Attribut „organisation“ ist bei diesen Schulformen in allen Schulstufen mit „o“ zu belegen.
Alternativ stellt das BMUKK kostenlos auch eine entsprechende Excel-Routine zur Verfügung, mit der die erforderliche XML-Datei automationsunterstützt generiert werden kann. Auch der Datenimport via genormte CSV-Schnittstelle oder aus bestehenden – auch unvollständigen – BilDok-XML-Dateien wird durch entsprechende Makros unterstützt, ebenso die Anforderung von Ersatzkennzeichen und die Bearbeitung der Fehlerrückmeldungen aus der Datenvalidierung. Verfügbar ist diese Excel-Datei auf Anforderung bei der BilDok-Hotline der Statistik Austria.
Damit sollte praktisch für alle Schulen, denen zumindest ein üblicher PC-Arbeitsplatz zur Verfügung steht, die Möglichkeit zur Erstellung und Übermittlung einer elektronischen SchülerInnendatenmeldung gegeben sein.
Für öffentliche Schulen steht primär das XML-Upload Service via Portal Austria-Zugang zur Verfügung. Die Anforderung der dafür notwendigen schulspezifischen Portal Austria-Kennung erfolgt analog zur Vergabe von Portal Austria-Kennungen für Ersatzkennzeichen per E-Mail an die Adresse bildok@bmukk.gv.at oder ekz@bmukk.gv.at. Diese Portal Austria-Kennung steht der Schule dauerhaft für die BilDok-Datenmeldung sowie Anforderung von Ersatzkennzeichen und die Abfrage des eigenen BilDok-Meldestands zur Verfügung.
Diese Übermittlungsbestätigung ist - im Gegensatz zu allf. programmspezifischen Datenexportübersichten - der einzige Beleg, mit dem die erfolgreiche Daten-übermittlung an Statistik Austria nachgewiesen werden kann. Es wird daher den Schulen empfohlen, diese Übermittlungsbestätigung auszudrucken und für den Fall allfälliger Urgenzen aufzubewahren.
Dies ist im Falle einer Papierdatenmeldung zum einen das Summenblatt ("Summenblatt.pdf"), das samt den zugehörigen Erläuterungen und Code-Tabellen (Ausbildungsstand, Staatencode und Schulformen) entweder auf der von Statistik Austria bereitgestellten Informationsseite unter der Internetadresse
http://www.statistik.at/web_de/frageboegen/bildungseinrichtungen/schulstatistik/oeffentliche_schulen/ (siehe auch Pkt. 4) herunter geladen oder auch bei der BilDok-Hotline angefordert werden kann.
Insbesondere bei dieser Meldevariante wird spezielle Vorsorge zu treffen sein, damit es für allfällige Rückfragen oder Fehlerkorrekturen (z.B. bei unplausiblen oder unvollständigen Daten) an der Schule möglich ist, die einzelnen Fragebögen den konkreten SchülerInnen wieder korrekt zuzuordnen. Es wären daher z.B. Aufzeichnungen verfügbar zu halten, über die etwa mittels Sozialversicherungs-nummer bzw. Ersatzkennzeichen oder anderen am Schülerblatt angeführten Merkmalskombinationen die SchülerInnen an der Schule zuverlässig identifiziert werden können. Eine Weitergabe derartiger Aufzeichnungen ist aus Datenschutzgründen selbstverständlich nicht zulässig, sie sind an der Schule jedenfalls unter Verschluss zu halten.
der 1. Oktober 2013 und
für Schulerfolgsdaten zusätzlich der letzte Schultag des Schuljahres 2012/13
für Schulerfolgsdaten zusätzlich der letzte Schultag des jeweils vorangegangenen Semesters, Lehrganges oder Unterrichtsjahres
Der Stichtag für die Erhebung der Daten über die Beendigung der Ausbildung ist grundsätzlich der Tag der Beendigung des Schulbesuchs bzw. der Tag des Ab-schlusses eines Prüfungstermins.
Die Datenmeldungen über den Schulerfolg im Schuljahr 2012/13 bzw. Sommer-semester 2013, die (erfolgreichen) Bildungsabschlüsse und die sonstigen (nicht erfolgreichen bzw. vorzeitigen) Beendigungen von Ausbildungen seit der letzten Datenmeldung, sowie die im Schuljahr (bzw. Wintersemester) 2013/14 laufenden Ausbildungen samt den zugehörigen SchülerInnenstammdaten per letztem zutreffenden Stichtag sind gemäß Durchführungsverordnung bis zu folgenden Terminen an die Statistik Austria zu übermitteln:
von allgemein bildenden Pflichtschulen jeweils bis Ende der 42. Kalender-woche, das ist in diesem Jahr der 20. Oktober 2013
von anderen Schularten mit ganzjähriger Unterrichtsorganisation bis Ende November 2013
von Schularten mit lehrgangs- oder saisonmäßiger Unterrichtsorganisation bzw. verkürztem Unterrichtsjahr ebenfalls bis Ende November 2013 oder bei späterem Beginn bis Ende der 5. Woche nach Unterrichtsbeginn
von Schularten mit semestriger Unterrichtsorganisation die obgenannten Daten ebenfalls bis Ende November 2013 und zusätzlich
die Schulerfolgs- bzw. Abschlussdaten über das Wintersemester 2013/14, sowie die laufenden Ausbildungen im Sommersemester 2014 dann bis Ende März 2014.
Bei Problemen mit dem Portal Austria-Zugang (z.B. gesperrte UserInnen-Kennungen oder Passwortverlust) ist der ServiceDesk im BRZ (E-Mail: help-desk@brz.gv.at bzw. Tel. 01/71123-33332, Mo. - Fr. von 8:00 bis 16:00 Uhr) zu kontaktieren.
Im Internet stellt Statistik Austria für die öffentlichen Schulen unter http://www.statistik.at => Fragebögen => Bildungseinrichtungen => Schulstatistik => Öffentliche Schulen (OES) eine Informationsseite zur Verfügung. Der Direktlink auf diese Seite lautet:
Das BilDokG sieht insbesondere ein Recht des Betroffenen auf Auskunft (§ 8 Abs 4 BilDokG), eine Löschungsverpflichtung vieler Daten, insbesondere der Sozialversicherungsnummer zwei Jahre nach Abgang des Schülers oder der Schülerin von der Bildungseinrichtung (§ 8 Abs 5 BilDokG), und ein Verbot der Verwendung der Daten für andere Zwecke als den der Bildungsdokumentation (§ 1 BilDokG in Verbindung mit § 6 Abs 1 Z 3 DSG 2000) vor. Weiters ist sicherzustellen, dass die erforderlichen Datensicherheitsmaßnahmen eingehalten werden (§ 9 Bildungsdokumentationsverordnung in Verbindung mit § 8 Abs 2 BilDokG). Die Verantwortung für die Einhaltung der daten-schutzrechtlichen Bestimmungen an der Bildungseinrichtung trägt der Leiter/die Leiterin der Bildungseinrichtung.
Wien, 20. September 2013