Source: https://www.betriebsrat.com/lexikon/wirtschaftsausschuss
Timestamp: 2017-05-25 16:21:28
Document Index: 102614077

Matched Legal Cases: ['§ 91', '§ 106', '§ 111', '§ 106', '§ 108', '§ 19']

Wirtschaftsausschuss | Lexikon für den Betriebsrat | W.A.F.
StartseiteLexikonWirtschaftsausschuss	Wirtschaftsausschuss
Der Wirtschaftsausschuss im Einzelnen	Wirtschaftsausschuss und Betriebsratsausschuss	Berichtspflicht	Wirtschaftliche AngelegenheitenDie Beteiligung des Betriebsrats in wirtschaftlichen Angelegenheiten kommt im BetrVG in drei Bereichen vor:
mit der Unterrichtung der Arbeitnehmer in den §§ 91 bis 110 BetrVG
beim Wirtschaftsausschuss nach den §§ 106 ff, BetrVG
in den Bereichen Betriebsänderungen, Interessenausgleich und Sozialplan aus den §§ 111 bis 113 BetrVG.
Das Betriebsverfassungsgesetz schränkt die unternehmerische Entscheidungsfreiheit des Arbeitgebers grundsätzlich nicht ein. Daher bestehen im Bereich der wirtschaftlichen Angelegenheiten des Unternehmens nur sehr begrenzte Beteiligungsrechte des Betriebsrats. Der Wirtschaftsausschuss im Einzelnen
Nach § 106 BetrVG ist ein Wirtschaftsausschuss in Unternehmen zu bilden, die in der Regel mehr als 100 ständig beschäftigte Arbeitnehmer haben. Es geht dabei nicht um den Betrieb, sondern um das Unternehmen. Ein Unternehmen kann aus mehreren Betrieben bestehen. Der Wirtschaftsausschuss soll mit dem Unternehmer die wirtschaftlichen Angelegenheiten beraten und den Betriebsrat unterrichten. Das setzt natürlich voraus, dass der Unternehmer den Wirtschaftsausschuss rechtzeitig und umfassend unterrichtet. Der Wirtschaftsausschuss besteht aus mindestens drei und höchstens sieben Mitgliedern, die dem Unternehmen angehören müssen. Ein Mitglied davon muss auch Mitglied des Betriebsrats sein. Der Wirtschaftsausschuss soll monatlich einmal zusammentreten. Der Unternehmer hat an den Sitzungen teilzunehmen. Die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses werden vom Betriebsrat für die Dauer seiner Amtszeit bestimmt. Besteht ein Gesamtbetriebsrat, so bestimmt dieser die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses. Die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses können jederzeit abberufen werden.
Wirtschaftsausschuss und Betriebsratsausschuss
Der Betriebsrat kann mit der Mehrheit der Stimmen seiner Mitglieder beschließen, die Aufgaben des Wirtschaftsausschusses einem Ausschuss des Betriebsrats zu übertragen. Die Zahl der Mitglieder des Ausschusses darf die Zahl der Mitglieder des Betriebsausschusses nicht überschreiten.
Nach § 108 Abs. 1 BetrVG sollen Sitzungen des Wirtschaftsausschusses mit dem Unternehmer einmal im Monat stattfinden. Diese Regelung ist jedoch nicht zwingend vorgeschrieben, so dass die Sitzungen auch in kürzeren oder längeren Zeitabständen durchgeführt werden können. In Betrieben mit in der Regel mehr als 1000 ständig beschäftigten Arbeitnehmern hat der Unternehmer zusätzlich mindestens einmal in jedem Kalendervierteljahr nach vorheriger Abstimmung mit dem Wirtschaftsausschuss und dem Betriebsrat die Arbeitnehmer schriftlich über die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Unternehmens zu unterrichten. In kleineren Betrieben, in denen wenigstens mehr als 20 wahlberechtigte Arbeitnehmer sind, kann die Unterrichtung auch mündlich erfolgen.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Rubrik Wirtschaftsausschuss
Seminare	Der erfolgreiche Wirtschaftsausschuss Teil IV
Bilanzpolitische Gestaltungsspielräume	Der erfolgreiche Wirtschaftsausschuss Teil I
Analyse des Jahresabschlusses	Praxistage Wirtschaftsausschuss
Antworten auf konkrete Praxisfragen erhalten	Fehler in der Betriebsratsarbeit vermeiden
der Betriebsratsarbeit	mehr anzeigen
Videos	Checklisten	Geschäftsführung des Wirtschaftsausschusses
Checkliste: Errichtung eines Wirtschaftsausschusses	Kosten des Betriebsrats
Checkliste: Kosten des Betriebsrats	Brauchen wir eine Jugend- und Auszubildendenvertretung
Checkliste: Brauchen wir eine Jugend- und Auszubildendenvertretung	mehr anzeigen
Musterbriefe	Vorschlag zum Mitglied im Wirtschaftsausschuss - 1
Aus dem Lexikon	Bilanz
In einer Bilanz wird das Vermögen eines Unternehmens dem Kapital gegenübergestellt.	Kapitalgesellschaft
Bei einer Kapitalgesellschaft haftet der Unternehmer nicht mit seinem privaten Vermögen, sondern ausschließlich mit seinem eingelegten Kapital.	Jugend- und Auszubildendenvertretung
Die Jugend- und Auszubildendenvertretung ist ein eigenständiges Organ der Betriebsverfassung. Sie vertritt nicht nur die Belange der jugendlichen Arbeitnehmer, sondern auch die der in Berufsausbildung stehenden Arbeitnehmer.	Zinsaufwandsquote
Die Rentabilität beschreibt das Verhältnis einer Erfolgsgröße (z.B. Gewinn) zum eingesetzten Kapital.	Passiva
Die rechte Seite einer Bilanz, auch bezeichnet als Kapitalseite oder Passiva, zeigt, wie die Vermögenswerte eines Unternehmens finanziert wurden.	Materialaufwandsquote
Neben der Personalaufwandsquote lässt sich die Materialaufwandsquote, das Verhältnis zwischen dem Materialaufwand und den Umsatzerlösen, errechnen.	Liquidität
Die Liquidität eines Unternehmens ist die Grundvoraussetzung für seine wirtschaftliche Handlungsfähigkeit.	Kosten
Kosten bezeichnen aus betriebswirtschaftlicher Sicht den bewerteten Verbrauch an Produktionsfaktoren in Geldeinheiten (GE), die zur Erstellung einer betrieblichen Leistung in einer bestimmten Periode notwendig sind.	mehr anzeigen
Urteile	Betriebsabrechnungsbögen
1 ABR 74/90	Berücksichtigung von Auszubildenden
8 TaBV 6/84	Jahresabschluss - bei Erläuterung Notizen möglich
1 ABR 64/82	Wegfall des Wirtschaftsausschusses bei Verringerung der Belegschaft
7 ABR 41/03	Antragsrecht
1 ABR 30/79	Befristet Beschäftigte werden (evtl.) berücksichtigt
2 TaBV 6/89	Beschäftigte nach § 19 Abs. 2 Satz 1 1. Alternative BSHG
1 ABR 14/00	Wirtschaftsausschuss als Hilfsorgan des Betriebsrats
1 ABR 31/78	Anspruch des Wirtschaftsausschusses auf detaillierte Erfolgsberechnung
5/2 BV 40/87	mehr anzeigen
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