Source: https://www.janolaw.de/wirtschaftsrecht/steuern-rechtsstreit/muster/verguetungsvereinbarung-rechtsanwalt-mandant.html
Timestamp: 2019-08-24 02:59:06
Document Index: 179718046

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 34', '§ 612', '§ 632', '§ 34', '§ 34', '§ 4', '§ 8']

Vergütungsvereinbarung Rechtsanwalt Mandant | Muster | Wirtschaftsrecht
Mustervorlage für eine Vergütungsvereinbarung zwischen Rechtsanwalt und Mandant, mit der ein Pauschal- oder ein Stundensatzhonorar für eine Beratung oder ein Gutachten vereinbart werden kann.
Nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) soll der Anwalt mit seinem Mandanten für Beratung und Gutachten eine Gebührenvereinbarung treffen, § 34 RVG. Vergütung ist der Oberbegriff für Gebühren und... Erläuterung einblenden
Nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) soll der Anwalt mit seinem Mandanten für Beratung und Gutachten eine Gebührenvereinbarung treffen, § 34 RVG. Vergütung ist der Oberbegriff für Gebühren und Auslagen, so dass die gesetzlichen Tatbestände zu Auslagen gelten und über diese keine Vereinbarung getroffen werden muss.
Trifft der Rechtsanwalt keine Gebührenvereinbarung erhält der Rechtsanwalt nunmehr eine Gebühr nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechts. Im Falle einer Beratung wird der Anwalt dann eine angemessene Gebühr nach § 612 BGB erhalten, im Falle eines Gutachtens eine angemessene Gebühr nach § 632 BGB. Welche Gebühr angemessen ist, wird nach folgenden Kriterien beurteilt werden:
Bedeutung der Sache,
das besondere Haftungsrisiko des Anwalts.
Berät der Rechtsanwalt einen Verbraucher oder erstellt er einem solchen ein Gutachten, kann er höchstens 250,- Euro abrechnen, wenn er keine anderslautende Vereinbarung getroffen hat. Hinzu kommen lediglich Auslagen und Umsatzsteuer. Im Falle einer Erstberatung ist die Vergütung darüber hinaus bei Verbrauchern auf 190,- Euro beschränkt, § 34 Abs. 1 Satz 3 RVG.
Weiterer Nachteil einer fehlenden Vereinbarung: Trifft der Rechtsanwalt keine anderweitige Vereinbarung, ist die Gebühr für die Beratung (nicht für ein Gutachten) auf die Vergütung einer nachfolgenden Tätigkeit anzurechnen, § 34 Abs. 2 RVG. Wird der Anwalt daher für den Auftraggeber weiter außergerichtlich tätig, wird die Gebühr für die Beratung angerechnet, d. h. sie wird in den meisten Fällen entfallen.
Eine Gebühren- oder Vergütungsvereinbarung ist allerdings im Rahmen der Beratungshilfe unzulässig, § 4 Abs. 6 RVG i.V.m. § 8 Beratungshilfegesetz, BerHG.