Source: http://www.statistik.uni-dortmund.de/promotionsordnung.html
Timestamp: 2018-01-23 17:51:21
Document Index: 248786658

Matched Legal Cases: ['§ 108', '§ 2', '§ 94', '§ 1', '§ 21', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 6', '§ 7', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 16', '§ 28', '§ 28', '§ 4', '§ 87', '§ 90', '§ 5', '§ 6', '§ 9', '§ 4', '§ 12', '§ 7', '§ 8', '§ 10', '§ 11', '§ 6', '§ 4', '§ 4', '§ 7', '§ 10', '§ 11', '§ 4', '§ 5', '§ 7', '§ 10', '§ 5', '§ 4', '§ 8', '§ 7', '§ 8', '§ 5', '§ 4', '§ 9', '§ 4', '§ 10', '§9', '§5', '§5', '§5', '§5', '§ 11', '§ 3', '§ 17', '§ 3', '§11', '§ 10', '§ 7', '§ 10', '§ 12', '§ 13', '§ 17', '§ 28', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 11', '§ 17', '§18', '§ 17', '§ 17', '§ 19', '§ 20', '§ 5', '§ 22']

Fakultät Statistik - Promotionsordnung
Prüfungs- und Studienordnungen >
Promotionsprüfungsordnung
Zweite Ordnung zur Änderung der Promotionsordnung
Promotionsordnung der Technischen Universität Dortmund
für die Fakultät Statistik
Nach der Fassung vom 02. Juni 1986
mit den Änderungen vom 01. September 1992 (Satzung zur Änderung der Promotionsordnung der Universität Dortmund für den Fachbereich Statistik)
und vom 12. November 1999 (Zweite Satzung zur Änderung der Promotionsordnung der Universität Dortmund für den Fachbereich Statistik)
Die folgende Version einer Promotionsordnung ist eine Zusammenstellung der Promotionsordnung der Fakultät Statistik in der Fassung vom 02. Juni 1986, in der die späteren Änderungen der Ordnung (von 1992 und 1999) bereits eingebaut wurden und in der weibliche und männliche Formen parallel verwendet werden. An einigen Stellen sind zusätzliche Hinweise oder Erläuterung angemerkt worden.
Maßgeblich ist die jeweils gültige Fassung der Promotionsordnung der Fakultät Statistik!
zur Gliederung der Promotionsordnung
Der Senat der Universität Dortmund hat in seiner 268. Sitzung am 6. März 1986 die Promotionsordnung für den Fachbereich Statistik beschlossen, die der Minister für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen mit Erlaß vom 14. Mai 1986 - I B 2 - 8101/051 - gemäß §§ 108 Abs. 1, 94 Abs. 4 WissHG genehmigt und im gemeinsamen Amtsblatt des Kultusministeriums und des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (GABl. NW. 8/1986, S. 458) veröffentlicht hat.
Die Promotionsordnung für den Fachbereich Statistik ist am 16. August 1986 in Kraft getreten.
Der Senat der Universität Dortmund hat in seiner 342. Sitzung am 16. Juli 1992 die Änderungen der Promotionsordnung für den Fachbereich Statistik vom 2. Juni 1986 (GABl. NW. 8/1986, S. 458/Amtliche Mitteilungen der Universität Dortmund Nr. 18/86 vom 24. September 1986) beschlossen. Diese Änderungen hat das Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen mit Erlaß vom 27.7.1992 (I B 2-8101/051) genehmigt.
Die Veröffentlichung der Satzung zur Änderung der Promotionsordnung der Universität Dortmund für den Fachbereich Statistik erfolgte im gemeinsamen Amtsblatt des Kultusministeriums und des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen Nr. 10/92 (GABl. NW. II S. 319).
Die Satzung (Änderungssatzung) ist am 16. Oktober 1992 in Kraft getreten.
Die Satzung (Zweite Änderungssatzung) tritt mit Wirkung vom 1. Oktober 1999 in Kraft. Sie wird im Amtsblatt des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung (ABl.NW.) veröffentlicht.
Aufgrund des § 2 Abs. 4 und des § 94 Abs. 4 des Gesetzes über die wissenschaftlichen Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (WissHG) vom 20. November 1979 (GV. NW. S.926), zuletzt geändert durch Gesetz vom 17. Dezember 1985 (GV. NW. S. 765), hat die Universität Dortmund die folgende Promotionsordnung als Satzung erlassen:
Gliederung der Promotionsordnung
Zweck der Promotion
Wiederholung der mündlichen Prüfung
Widerruf der Zulassung zur Promotion, vorzeitige Beendigung
Antrag auf Zulassung als Doktorandin resp. Doktorand (Promotionsantrag)
Zulassung als Doktorandin/Doktorand
Betreuerin/Betreuer, Betreuung
Vollzug der Promotion
Promotion ohne Betreuung
Ungültigkeitserklärung der Promotionsleistungen
§ 1 Promotionsrecht
(1) Die Universität Dortmund hat das Recht der Promotion.
(2) Sie verleiht den Grad einer Doktorin der Naturwissenschaften (Dr. rer.nat.) bzw. eines Doktors der Naturwissenschaften (Dr. rer.nat.) nach Maßgabe dieser Promotionsordnung. Für die Durchführung des Verfahrens ist der Fachbereich Statistik zuständig.
(3) Für außerordentliche wissenschaftliche Leistungen kann der Doktorgrad ehrenhalber (Dr. rer.nat. h.c.) verliehen werden (§ 21).
§ 2 Zweck der Promotion
Durch die Promotion wird eine über das allgemeine Studienziel hinausgehende Befähigung zu selbständiger wissenschaftlicher Arbeit nachgewiesen. Die Befähigung wird aufgrund einer wissenschaftlich beachtlichen schriftlichen Arbeit (Dissertation) und einer mündlichen Prüfung festgestellt.
§ 3 Promotionsausschuß
(1) Für die Durchführung der Promotion und die Erledigung der weiteren, ihm durch diese Promotionsordnung zugewiesenen Aufgaben wird ein Promotionsausschuß eingerichtet.
(2) Der Promotionsausschuß besteht aus vier Professorinnen und Professoren, darunter der Vorsitzenden oder dem Vorsitzenden und ihrer Stellvertreterin/ihrem Stellvertreter resp. seiner Stellvertreterin/seinem Stellvertreter, zwei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern, von denen nach Möglichkeit eine oder einer promoviert sein soll, und einer Studentin oder einem Studenten mit abgeschlossenem Grundstudium. Die/Der Vorsitzende und Stellvertreterin/Stellvertreter sowie die anderen Mitglieder des Promotionsausschusses werden vom Fachbereichsrat nach Gruppen getrennt gewählt. Gleichzeitig werden eine Professorin/ein Professor, eine nach Möglichkeit promovierte wissenschaftliche Mitarbeiterin/ein nach Möglichkeit promovierter wissenschaftlicher Mitarbeiter und eine Studentin/ein Student mit abgeschlossenem Grundstudium als Vertreterinnen/Vertreter für den Verhinderungsfall gewählt. Die Amtszeit für das studentische Mitglied beträgt ein Jahr, für die anderen Mitglieder drei Jahre; Wiederwahl ist zulässig. Die Zusammensetzung des Promotionsausschusses ist bekanntzugeben.
(3) Der Promotionsausschuß hat insbesondere folgende Aufgaben:
Feststellung der Voraussetzung zur Promotion, Entscheidung über Auflagen (weitere Qualifikationsnachweise) oder anzuerkennende Ersatzleistungen (§ 4).
Beschlußfassung über die Zulassung als Doktorandin/Doktorand (§ 6).
Bestellung der Betreuerinnen und Betreuer (§ 7).
Bestellung der Gutachterinnen und Gutachter für die Dissertation (§ 10).
Bestellung der Prüfungskommission (§ 11).
Festsetzung eines Termins für die mündliche Prüfung (§ 12).
Entscheidung über Widersprüche (§ 16).
(4) Der Promotionsausschuß achtet darauf, daß die Bestimmungen der Promotionsordnung eingehalten werden. Er berichtet regelmäßig dem Fachbereichsrat über die Entwicklung der Promotionsverfahren und gibt Anregungen zu Änderungen der Promotionsordnung.
(5) Die Mitglieder des Promotionsausschusses haben das Recht zur Teilnahme an der mündlichen Prüfung.
(6) Die Mitglieder des Promotionsausschusses unterliegen der Amtsverschwiegenheit; sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch die Vorsitzende/den Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten.
(7) Die Sitzungen des Promotionsausschusses sind nichtöffentlich. § 28 Abs. 4 Satz 2 WissHG bleibt unberührt.
(8) Der Promotionsausschuß ist beschlußfähig, wenn mehr als die Hälfte der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind. Der Promotionsausschuß entscheidet mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der/des Vorsitzenden. Bei wissenschaftlichen Entscheidungen haben nur die Professorinnen und Professoren und die promovierten wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Stimmrecht. § 28 Abs. 4 Satz 2 WissHG bleibt unberührt.
(9) Der Promotionsausschuß kann die Erledigung der laufenden Geschäfte der/dem Vorsitzenden übertragen. Über Widersprüche entscheidet jedoch der Promotionsausschuß.
[Anmerkung: Vorsitzender des Promotionsausschusses ist zur Zeit Prof. Dr. J. Rahnenführer.]
§ 4 Voraussetzungen zur Promotion
einen berufsqualifizierenden Abschluß oder eine andere den Studiengang abschließende Prüfung nach einem einschlägigen wissenschaftlichen Studium mit einer Regelstudienzeit von wenigstens acht Semestern oder
einen berufsqualifizierenden Abschluß oder eine andere den Studiengang abschließende Prüfung nach einem einschlägigen wissenschaftlichen Studium mit einer Regelstudienzeit von wenigstens sechs Semestern und daran anschließende, angemessene, auf die Promotion vorbereitende Studien in den Promotionsfächern oder
ein Ergänzungsstudium im Sinne des § 87 Abs. 4 WissHG
[Anmerkung: Ein solches Ergänzungsstudium wird zur Zeit nicht angeboten.]
(2) Einschlägig im Sinne des Absatzes 1 sind Abschlüsse im Studiengang Statistik und Mathematik.
(3) Absolventinnen und Absolventen anderer als in Absatz 2 genannten Studiengänge können bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen des Absatzes 1 zum Promotionsverfahren zugelassen werden, wenn
die Promotionsbewerberin resp. der Promotionsbewerber den Nachweis erbringt, daß der betreffende Studiengang wesentliche Fächerinhalte des Studiengangs Statistik einschließt und eine erhebliche Anrechnung im Sinne des § 90 Abs. 5 WissHG gestattet und
der Promotionsausschuß vor Eröffnung des Promotionsverfahrens feststellt, daß die Bewerberin/der Bewerber über hinreichende Kenntnisse in Statistik verfügt.
Steht die Qualifikation nach Satz 1 Nr. 2 nicht zweifelsfrei fest, kann der Promotionsausschuß nach Anhörung der betroffenen Fachvertreterinnen oder Fachvertreter die Zulassung zur Promotion vom Nachweis weiterer Studienleistungen sowie sonstiger Leistungen, die die Eignung für eine Promotion im Fachbereich Statistik erkennen lassen, abhängig machen.
(4) Bewerberinnen und Bewerber nach Absatz 1 Buchstabe b haben ihre Promotionsabsichten vor der Aufnahme der auf die Promotion vorbereitenden Studien unter Beibringung der Unterlagen über einen erfolgreichen Studienabschluß dem Fachbereich anzuzeigen. Nach Anhörung der Bewerberin/des Bewerbers bestimmt der Promotionsausschuß die Inhalte des auf die Promotion vorbereitenden Studiums. Es sind bis zu fünf Leistungsnachweise zu erbringen.
(5) Hat eine Bewerberin oder ein Bewerber ihren oder seinen Studienabschluß nicht im Geltungsbereich des Grundgesetzes erworben, muß sie/er beim Promotionsausschuß einen Antrag auf Anerkennung der Gleichwertigkeit stellen. In Zweifelsfällen ist die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen anzurufen.
§ 5 Antrag auf Zulassung als Doktorandin/Doktorand (Promotionsantrag)
(1) Die Bewerberin/Der Bewerber richtet ihren/seinen Antrag auf Zulassung als Doktorandin/Doktorand (§ 6) unter Angabe eines Arbeitsthemas oder Einreichung einer Dissertation (§ 9) schriftlich an die Vorsitzende/den Vorsitzenden des Promotionsausschusses.
(2) Das Thema soll so gewählt sein, daß in der Regel zur Bearbeitung nicht mehr als zwei Jahre erforderlich sind. Auch empirische Arbeiten sollen in höchstens drei Jahren abgeschlossen sein können.
(3) Dem Promotionsantrag sind beizufügen:
das Reifezeugnis oder die sonstige Hochschulzugangsberechtigung der Bewerberin oder des Bewerbers,
das Abschlußzeugnis über die Hochschulausbildung (in der Regel Zeugnis über die Diplomprüfung, die Staatsprüfung etc.) der Bewerberin oder des Bewerbers, ggf. weitere Leistungen im Sinne des § 4 Abs. 3,
ein Lebenslauf, aus dem der wissenschaftliche Werdegang der Bewerberin oder des Bewerbers hervorgeht.
(4) In dem Antrag sind folgende Erklärungen abzugeben:
ob die Bewerberin oder der Bewerber bereits ein Promotionsverfahren im Fachbereich Statistik der Universität Dortmund beantragt hatte oder sich in einem solchen Verfahren befand und das Verfahren entweder abgeschlossen oder abgebrochen wurde oder
ob die Bewerberin oder der Bewerber schon an anderer Stelle eine Promotionszulassung erhalten hat oder sich in einem Promotionsverfahren befindet oder ob sie/er ein solches Verfahren abgebrochen oder abgeschlossen hat (im letzteren Fall ist anzugeben, welcher Promotionserfolg erzielt wurde),
ob die Bewerberin oder der Bewerber mit der Teilnahme von Zuhörerinnen oder Zuhörern an der mündlichen Prüfung einverstanden ist (vgl. § 12 Abs. 6).
Ist ein Promotionsverfahren abgebrochen worden, so kann der Promotionsausschuß den Antrag zurückweisen.
(5) Der Promotionsantrag soll Vorschläge für die Betreuung der Dissertation (§ 7) enthalten. Im Falle einer Promotion ohne Betreuung (§ 8) kann die Bewerberin/der Bewerber Vorschläge für die Benennung der Gutachterinnen und Gutachter sowie der Prüferinnen und Prüfer (§ 10 Absatz 1, § 11 Abs. 2) machen.
(6) Benötigt die Bewerberin oder der Bewerber personelle oder sächliche Mittel und/oder einen Arbeitsplatz vom Fachbereich, muß sie/er dem Promotionsantrag einen Antrag auf Bereitstellung mit Begründung und Terminplan beifügen. Die benötigten Mittel müssen möglichst genau aufgeführt sein. Diesen Antrag legt der Promotionsausschuß mit einer Stellungnahme versehen unverzüglich dem Fachbereichsrat Statistik zur Entscheidung vor.
§ 6 Zulassung als Doktorandin/Doktorand
(1) Der Promotionsausschuß prüft unverzüglich die Bewerbungsunterlagen auf Vollständigkeit und auf Erfüllung der Voraussetzungen zur Promotion gemäß § 4. Bei Unvollständigkeit der Bewerbungsunterlagen kann der Promotionsausschuß der Bewerberin oder dem Bewerber Auflagen machen.
(2) Die/Der Vorsitzende des Promotionsausschusses teilt der Bewerberin/dem Bewerber die Annahme des Zulassungsantrages (Zulassung) oder die Ablehnung schriftlich mit. Bei der Annahme werden ggf. die Auflagen (§ 4), die bestellten Betreuerinnen/Betreuer (§ 7) oder die Gutachterinnen/Gutachter (§ 10) und Prüferinnen/Prüfer (§ 11) sowie die bewilligten Mittel genannt. Ein Ablehnungsbescheid ist mit Gründen zu versehen.
(3) Der Promotionsantrag ist abzulehnen, wenn die Bewerberin/der Bewerber ohne triftigen Grund innerhalb der vom Promotionsausschuß festzusetzenden Frist nicht die erforderlichen Unterlagen beibringt oder die Voraussetzungen für die Promotion nicht nachweist (§ 4, § 5). Der Promotionsausschuß kann die Zulassung ablehnen, wenn der Fachbereichsrat die beantragten Mittel nicht bewilligt und diese unabdingbare Voraussetzung für die Erstellung der Dissertation sind.
(4) Der Promotionsantrag ist abzulehnen, wenn keine ausreichende fachlich kompetente Betreuung der Dissertation (§ 7) bzw. fachlich kompetente Begutachtung (§ 10) gesichert ist.
(5) Der Promotionsantrag ist abzulehnen, wenn die Bewerberin/der Bewerber zweimal ein Promotionsverfahren abgebrochen oder erfolglos abgeschlossen hat (vgl. § 5 Abs. 4 Nrn. 1 und 2).
(6) Die Zulassung als Doktorandin/Doktorand kann nicht verweigert werden, wenn das Thema der eingereichten Dissertation in ein im Fachbereich Statistik vertretenes Fachgebiet fällt und wenn die Bewerberin/der Bewerber die übrigen Voraussetzungen nach § 4 erfüllt (§ 8).
§ 7 Betreuerin/Betreuer, Betreuung
(1) Ist der Promotionsantrag angenommen und hat die Bewerberin/der Bewerber mit ihrem/seinem Promotionsantrag noch keine Dissertation eingereicht, so bestellt der Promotionsausschuß eine Professorin/einen Professor oder eine Privatdozentin/einen Privatdozenten des Fachbereiches, die/der für das Arbeitsthema fachlich kompetent ist, zur Betreuerin/zum Betreuer der Dissertation. Im Einvernehmen mit der Bewerberin/dem Bewerber kann die Zahl der Betreuenden auf zwei erhöht werden. Die zweite Betreuerin/der zweite Betreuer muß die gleiche Qualifikation erfüllen.
(2) Bei der Bestellung der Betreuerinnen/Betreuer ist den Vorschlägen der Bewerberin/des Bewerbers nach Möglichkeit zu folgen. Ein abweichende Entscheidung ist schriftlich zu begründen. Die Bestellung von Betreuerinnen/Betreuern aus anderen Fachbereichen bzw. Hochschulen kann nur im Einvernehmen mit der Bewerberin/dem Bewerber erfolgen.
(3) Die Betreuung erstreckt sich in der Regel auf die fachliche und methodische Beratung der Doktorandin/des Doktoranden. Sie schließt die Überprüfung des Fortgangs der Arbeit und ggf. die Verwendung der zur Verfügung stehenden Mittel ein.
(4) Bei Unstimmigkeiten zwischen Betreuerinnen/Betreuern und der Bewerberin/dem Bewerber ist der Promotionsausschuß zuständig. Er kann auf Antrag der Bewerberin/des Bewerbers oder der Betreuerinnen/Betreuer Änderungen im Betreuungsverhältnis vornehmen.
§ 8 Promotion ohne Betreuung
(1) Hat die Bewerberin/der Bewerber mit ihrem/seinem Promotionsantrag (§ 5) eine von ihr/ihm bereits fertiggestellte Dissertation eingereicht, so prüft der Promotionsausschuß, ob das Thema in ein im Fachbereich Statistik vertretenes Fachgebiet fällt. Der Promotionsantrag kann nicht abgelehnt werden, wenn ein im Fachbereich Statistik vertretenes Fachgebiet für das von der Bewerberin/vom Bewerber bearbeitete Thema zuständig ist und wenn die Bewerberin/der Bewerber die übrigen Voraussetzungen (§ 4) erfüllt.
(2) Die Feststellung, ob ein Fachgebiet zuständig ist, erfolgt im Einvernehmen mit den in Frage kommenden Fachvertreterinnen/Fachvertretern.
(3) Bei Zweifeln, ob ein Fachgebiet zuständig ist, führt auf Antrag der Bewerberin/des Bewerbers der Promotionsausschuß des Fachbereichs Statistik innerhalb angemessener Frist eine Entscheidung der betroffenen Fachvertreterinnen/Fachvertreter herbei.
§ 9 Einreichung der Dissertation
(1) Die Dissertation ist in drei gebundenen oder gehefteten maschinenschriftlichen Exemplaren beim Promotionsausschuß einzureichen. Dieser prüft, ob die Voraussetzungen gemäß § 4 und die formalen Anforderungen aus den nachfolgenden Absätzen erfüllt sind und gibt sie ggf. unverzüglich an die Gutachterinnen/Gutachter (§ 10) weiter.
(2) Die Dissertation muß eine selbständige Forschungsleistung darstellen und den Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis erweitern. Die dabei verwendeten Hilfen sind in der Dissertation anzugeben.
(3) Die Dissertation kann in Ausnahmefällen bereits vor Abschluß des Promotionsverfahrens ganz oder teilweise veröffentlicht werden. Über diese Ausnahme entscheidet der Promotionsausschuß. Der Ausschuß kann für diesen Fall Auflagen machen.
(4) Die Dissertation ist in der Regel in deutscher Sprache abzufassen; über Ausnahmen entscheidet der Promotionsausschuß im Vernehmen mit den Gutachterinnen/Gutachtern.
[Anmerkung: Es gibt bereits einige Dissertationen in englischer Sprache.]
(5) Die Dissertation darf nicht bereits früher Gegenstand eines Promotions- oder Prüfungsverfahrens gewesen sein. Bei der Einreichung ist anzugeben, ob die vorgelegte Dissertation ganz oder teilweise einer Hochschule im Zusammenhang mit einer staatlichen oder akademischen Prüfung vorgelegen hat.
(6) Zusammen mit der Dissertation ist eine Kurzfassung, die das besondere Forschungsziel hervorhebt, einzureichen.
Anmerkung / Hinweis:
Falls noch nicht früher geschehen, so muß spätestens mit der Einreichung der Dissertation (§9) ein Promotionsantrag (§5) gestellt werden, wozu eine Reihe weiterer Unterlagen (§5 Absatz 3, Abiturzeugnis, Diplomzeugnis, Lebenslauf) eingereicht werden müssen sowie eine Reihe von Erklärungen abgegeben werden müssen (§5 Absatz 4, formloses Schreiben o.ä.); darüber hinaus können/sollen Vorschläge gemacht werden, wer die Dissertation betreuen resp. begutachten soll (§5 Absatz 5).
(1) Nach Einreichung der Dissertation bestellt der Promotionsausschuß zwei Gutachterinnen/Gutachter gemäß den nachfolgenden Absätzen und nach Möglichkeit unter Berücksichtigung der Vorschläge der Bewerberin/des Bewerbers. Die/Der Vorsitzende des Promotionsausschusses hat der Bewerberin/dem Bewerber die Namen der Gutachterinnen/Gutachter unverzüglich schriftlich mitzuteilen, falls sie vom Vorschlag der Bewerberin/des Bewerbers abweichen.
(2) Zur Gutachterin/Zum Gutachter werden für das Thema kompetente Professorinnen/Professoren bzw. habilitierte Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler der Universität Dortmund oder anderer Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen bestellt. Erste Gutachterin/Erster Gutachter ist in der Regel dasjenige Fachbereichsmitglied, das die Arbeit betreut hat. Wurde die Arbeit nicht unter der Betreuung einer Professorin/eines Professors oder habilitierten Mitgliedes des Fachbereichs Statistik angefertigt, so muß die erste Gutachterin/der erste Gutachter Professorin/Professor bzw. Privatdozentin/Privatdozent des Fachbereiches Statistik sein. Ausnahmen bedürfen der Zustimmung des Fachbereichsrates.
(3) Die zweite Gutachterin/der zweite Gutachter muß Professorin/Professor oder Privatdozentin/Privatdozent sein. Mindestens eine der Gutachterinnen/einer der Gutachter muß Professorin/Professor oder Privatdozentin/Privatdozent des Fachbereiches Statistik sein.
[Anmerkung: An der Fakultät Statistik ist es die Regel, stets zwei Gutachterinnen oder Gutachter seitens der Fakultät zu bestellen, gegebenenfalls kann dann noch ein drittes (externes) Gutachten hinzukommen, so daß in diesen Fällen die Prüfungskommission aus fünf Mitgliedern besteht.]
(4) Auf Antrag der Bewerberin/des Bewerbers oder eines Mitglieds der Prüfungskommission (§ 11) kann der Promotionsausschuß höchstens zwei weitere Professorinnen/Professoren oder Privatdozentinnen/Privatdozenten als Gutachterinnen/Gutachter hinzuziehen. Im Promotionsverfahren haben Gutachterinnen/Gutachter, die nicht zum Fachbereich gehören, die Rechte von Mitgliedern des Fachbereiches.
(5) Die Gutachterinnen/Gutachter legen dem Promotionsausschuß (§ 3) in der Regel innerhalb von sechs Wochen unabhängige begründete Gutachten vor und beantragen Annahme, Umarbeitung oder Ablehnung der Dissertation. Kann ein Gutachten nicht fristgemäß vorgelegt werden, kann der Promotionsausschuß eine andere Gutachterin/einen anderen Gutachter beauftragen. Im Falle der Annahme schlagen die Gutachterinnen/Gutachter das Prädikat der Dissertation vor. Als Note gelten: "Genügend", "Gut", "Sehr gut", "Ausgezeichnet". Die Note "Ausgezeichnet" darf nur bei ungewöhnlich hohen wissenschaftlichen Leistungen erteilt werden. Auch im Falle der Annahme können auf Vorschlag einer/eines oder mehrerer Gutachterinnen/Gutachter vom Prüfungsausschuß für die in § 17 genannten Exemplare der Dissertation Änderungen ausschließlich redaktioneller Art verlangt werden.
(6) Die/Der Vorsitzende des Promotionsausschusses unterrichtet unverzüglich schriftlich die Bewerberin/den Bewerber über die Annahme, Umarbeitung oder Ablehnung der Dissertation. Wird die Dissertation der Bewerberin/dem Bewerber zur Umarbeitung zurückgegeben, so stellt der Promotionsausschuß eine angemessene Frist, innerhalb der sie neu einzureichen ist. Läßt die Bewerberin/der Bewerber diese Frist ohne wichtigen Grund verstreichen, so ist die Dissertation abzulehnen.
(7) Falls sich die Gutachterinnen/Gutachter über die Annahme, Umarbeitung oder Ablehnung der Dissertation nicht einigen, so bestellt der Promotionsausschuß bis zu zwei weitere Gutachterinnen/Gutachter. Diese erstellen ihre Gutachten ebenfalls innerhalb von sechs Wochen. Nach Eingang der zusätzlichen Gutachten entscheidet der Prüfungsausschuß (§ 3) über die Annahme, Umarbeitung oder Ablehnung der Dissertation.
(8) Wurde die Annahme der Dissertation befürwortet, so wird sie mit den Gutachten (ohne Notenangabe) für die Dauer von zehn Tagen im Dekanat des Fachbereiches Statistik zur Einsichtnahme für die in Forschung und Lehre tätigen Mitglieder und Angehörigen der Universität Dortmund ausgelegt. Dies wird den anderen Fachbereichen der Universität Dortmund mitgeteilt.
(9) Erfolgt kein Einspruch, ist die Dissertation angenommen. Erfolgt innerhalb von drei Tagen nach Ablauf der in Absatz 8 genannten Frist ein begründeter Einspruch gegen die Annahme der Dissertation, so entscheidet der Promotionsausschuß unter Anhörung der Gutachterinnen/Gutachter über das weitere Verfahren. Der Bewerberin/Dem Bewerber muß rechtliches Gehör gewährt werden.
(10) Ist die Dissertation angenommen, so wird sie durch die Prüfungskommission (§11) auf der Grundlage der Gutachten benotet.
(11) Eine abgelehnte Dissertation bleibt mit allen Gutachten bei den Akten des Promotionsausschusses.
(1) Der Promotionsausschuß bestellt nach Annahme der Dissertation die Prüfungskommission und benennt ihre Vorsitzende/ihren Vorsitzenden. Die Prüfungskommission besteht aus einer Professorin/einem Professor des Fachbereiches als Vorsitzender/Vorsitzendem, die/der nicht gleichzeitig Gutachterin/Gutachter sein darf, zwei Gutachterinnen/Gutachtern (vgl. § 10) sowie einer weiteren Prüferin/einem weiteren Prüfer, die/der promoviert sein muß. Gemäß Absatz 2 bzw. Absatz 3 können weitere Mitglieder in die Prüfungskommission gewählt werden.
(2) Mindestens die Hälfte der Mitglieder der Prüfungskommission müssen dem Fachbereich angehören. Die Bewerberin/Der Bewerber hat das Recht, eine Betreuerin/einen Betreuer (§ 7) oder im Falle der Promotion ohne Betreuung eine Professorin/einen Professor oder eine Privatdozentin/Privatdozenten ihrer/seiner Wahl für die Prüfungskommission vorzuschlagen. Werden weitere Gutachterinnen/Gutachter gemäß § 10 hinzugezogen, so kann sie der Promotionsausschuß als weitere Mitglieder in die Prüfungskommission bestellen.
(3) Aufgaben der Prüfungskommission sind:
Durchführung der mündlichen Prüfung (§ 12),
Feststellung des Ergebnisses der Prüfung (§ 13),
ggf. Erteilung von Auflagen für die zur Veröffentlichung bestimmte Form der Dissertation (§ 17).
(4) Die Prüfungskommission soll ihre Entscheidungen einvernehmlich treffen. Kann kein Einvernehmen hergestellt werden, führt sie die Entscheidung durch Mehrheitsbeschluß herbei. Die Prüfungskommission ist nur beschlußfähig, wenn alle Mitglieder anwesend sind. Bei Stimmengleichheit zählt die Stimme der/des Vorsitzenden doppelt.
(5) War die Prüfungskommission mehrfach nicht beschlußfähig, so kann der Promotionsausschuß im Einvernehmen mit der Doktorandin/dem Doktoranden eine neue Prüfungskommission bestellen.
(1) Die mündliche Prüfung findet in Form einer Disputation statt.
(2) Nach Annahme der Dissertation setzt der Promotionsausschuß einen Termin für die mündliche Prüfung fest, der durch Aushang im Fachbereich bekanntgegeben wird. Im Rahmen der mündlichen Prüfung haben nur die Mitglieder der Prüfungskommission das Fragerecht. Die Bewerberin/Der Bewerber und die Mitglieder der Prüfungskommission sind mit einer Frist von zehn Tagen einzuladen.
(3) Die mündliche Prüfung dauert in der Regel eine Stunde und beginnt mit einem hochschulöffentlichen freien Vortrag der Kandidatin/des Kandidaten von höchstens 20 Minuten über die wichtigsten Ergebnisse ihrer/seiner Dissertation. Die anschließende mündliche Prüfung erstreckt sich, ausgehend von dem in der Dissertation behandelten Thema, mit Schwerpunkt auf das Gebiet der Statistik, aus dem die Dissertation entstammt. Von der Kandidatin/Vom Kandidaten wird dabei der Nachweis eingehender selbständiger Beschäftigung mit dem Fachgebiet verlangt.
(4) Die mündliche Prüfung wird von der Vorsitzenden/vom Vorsitzenden der Prüfungskommission geleitet. Die wesentlichen Gegenstände und Ergebnisse der Prüfung sind in einem Protokoll, das von einem Mitglied der Prüfungskommission geführt wird, festzuhalten.
(5) Die Mitglieder des Promotionsausschusses haben das Recht, der mündlichen Prüfung beizuwohnen; § 28 Absatz 4 Satz 2 WissHG bleibt unberührt.
(6) Als Zuhörerin/Zuhörer der mündlichen Prüfung ist zugelassen, wer selbst die Zulassung als Doktorandin/Doktorand beantragt hat, es sei denn, die Bewerberin/der Bewerber hat dem bei ihrer/seiner Zulassung widersprochen. Weitere Zuhörerinnen/Zuhörer können zugelassen werden, wenn sich die Bewerberin/der Bewerber im Promotionsantrag damit einverstanden erklärt hat. Diese Zulassung erstreckt sich nicht auf die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses an die Bewerberin/den Bewerber.
(7) Erscheint die Bewerberin/der Bewerber nicht zur mündlichen Prüfung oder bricht sie/er ohne triftigen Grund ab, so gilt diese als nicht bestanden. Hierüber entscheidet der Promotionsausschuß.
§ 13 Ergebnis der Prüfung
(1) Unmittelbar im Anschluß an die mündliche Prüfung entscheidet die Prüfungskommission auf der Grundlage der Dissertation, der Gutachten und der Leistungen in der mündlichen Prüfung, ob
die Bewerberin/der Bewerber zu promovieren ist,
die Bewerberin/der Bewerber die mündliche Prüfung wiederholen muß oder
die Promotion abgelehnt wird.
(2) Entscheidet die Prüfungskommission, daß die Doktorandin/der Doktorand zu promovieren ist, wird das Prädikat für die Leistungen in der mündlichen Prüfung festgelegt. Dieses lautet: "Genügend", "Gut", "Sehr gut", "Ausgezeichnet". Das Prädikat "Ausgezeichnet" darf nur bei ungewöhnlich hohen wissenschaftlichen Leistungen erteilt werden.
(3) Gleichzeitig wird die Gesamtnote für die Promotion unter Verwendung der Bewertungsskala aus Absatz 2 von der Prüfungskommission festgesetzt. Die Leistungen der mündlichen Prüfung sind bei der Festlegung der Gesamtnote angemessen zu berücksichtigen.
(4) Anschließend trägt die Vorsitzende/der Vorsitzende der Prüfungskommission die Prädikate in die Promotionsakte ein und teilt in Gegenwart der Prüferinnen/Prüfer der Kandidatin/dem Kandidaten die Bewertung seiner Leistungen mit.
§ 14 Wiederholung der mündlichen Prüfung
(1) Ist die mündliche Prüfung nicht bestanden, so sind die Bewertungen ebenfalls in die Promotionsakte aufzunehmen und der Bewerberin/dem Bewerber mitzuteilen.
(2) Die Bewerberin/Der Bewerber darf die mündliche Prüfung nur einmal, und zwar innerhalb eines Jahres, wiederholen. Über Fristverlängerung entscheidet auf Antrag der Promotionsausschuß. Den frühesten Termin für die Wiederholung bestimmt der Promotionsausschuß.. Wird auch die Wiederholungsprüfung nicht bestanden, erlöschen alle aus der Annahme der Dissertation hervorgehenden Rechte und die Promotion ist endgültig nicht bestanden.
(3) Hat die Prüfungskommission die Promotion endgültig abgelehnt, ist das Promotionsverfahren damit erfolglos beendet. Der Promotionsausschuß kann einmalig einen Antrag auf ein erneutes Promotionsverfahren zulassen.
§ 15 Widerruf der Zulassung zur Promotion, vorzeitige Beendigung
(1) Der Promotionsausschuß kann die Zulassung zur Promotion im Einvernehmen mit der Betreuerin/dem Betreuer resp. den Betreuerinnen/Betreuern widerrufen, wenn sich die Doktorandin/der Doktorand nicht im erforderlichen Maße um die Fertigstellung der Dissertation bemüht. Vor einer Entscheidung des Promotionsausschusses ist der Bewerberin/dem Bewerber rechtliches Gehör zu gewähren.
(2) Die Rücknahme eines Promotionsantrages ist dem Promotionsausschuß gegenüber schriftlich zu erklären. Sie ist nur zulässig,
solange nicht eine Ablehnung der Dissertation erfolgt ist,
nach Annahme der Dissertation bis zum Beginn der mündlichen Prüfung.
In allen anderen Fällen des Rücktritts gilt die Prüfung als nicht bestanden.
§ 16 Rechtsbehelf
Gegen Entscheidungen des Promotionsausschusses, der Prüfungskommission oder der Gutachterinnen/Gutachter kann gemäß den Vorschriften der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) Widerspruch eingelegt werden. Über Widersprüche gegen Entscheidungen der Prüfungskommission und der Gutachterinnen/Gutachter entscheidet der Promotionsausschuß. Über Widersprüche gegen Entscheidungen des Promotionsausschusses entscheidet der Fachbereichsrat. Der Widerspruch ist schriftlich oder zur Niederschrift bei der Dekanin/beim Dekan bzw. bei der/dem Vorsitzenden des Promotionsausschusses einzulegen. Vor ablehnenden Entscheidungen ist der Bewerberin/dem Bewerber Gelegenheit zum rechtlichen Gehör zu geben.
(1) Hat die Prüfungskommission die Bewerberin oder den Bewerber promoviert, ist diese bzw. dieser verpflichtet, ihre bzw. seine Dissertation in angemessener Weise der wissenschaftlichen Öffentlichkeit durch Vervielfältigung und Verbreitung zugänglich zu machen. Das für die Veröffentlichung vorgesehene Manuskript ist der Vorsitzenden oder dem Vorsitzenden des Promotionsausschusses vorzulegen. Diese bzw. dieser prüft unter Beteiligung der Erstgutachterin bzw. des Erstgutachters, ob die von der Prüfungskommission erteilten Auflagen (§ 11) erfüllt sind.
(2) In angemessener Weise der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich gemacht ist die Dissertation dann, wenn die Verfasserin oder der Verfasser neben den für die Prüfungsunterlagen und den Fachbereich erforderlichen drei Exemplaren für die Archivierung drei Exemplare, die auf alterungsbeständigem holz- und säurefreiem Papier ausgedruckt und dauerhaft haltbar gebunden sein müssen, unentgeltlich an die Hochschulbibliothek abliefert
und darüber hinaus die Verbreitung sicherstellt durch:
die Ablieferung weiterer 40 Exemplare in Buch- oder Fotodruck
den Nachweis der Veröffentlichung in einer wissenschaftlichen Zeitschrift
den Nachweis einer Verbreitung über den Buchhandel durch eine gewerbliche Verlegerin/einen gewerblichen Verleger mit einer Mindestauflage von 150 Exemplaren; auf der Rückseite des Titelblattes ist die Veröffentlichung als Dissertation unter Angabe des Dissertationsortes auszuweisen
die Ablieferung eines Mikrofiches (Mutterkopie) und 40 Abzügen
die Ablieferung einer elektronischen Version, deren Datenformat und Datenträger mit der Hochschulbibliothek abzustimmen sind.
[Anmerkung der Fakultät Statistik: Wenn die Dissertation nach Beendigung des Promotionsverfahrens elektronisch veröffentlicht wird, wünscht die Universitätsbibliothek aus organisatorischen Gründen drei gedruckte gebundene Exemplare (anstelle der in § 17, Absatz 2, Satz 1 genannten drei Ausfertigungen). Da sich hier des öfteren Änderungen ergeben, sollte zuvor in der Bibliothek noch mal nachgefragt werden.]
In den Fällen a), d) und e) überträgt die Doktorandin bzw. der Doktorand der Hochschule das Recht, im Rahmen der gesetzlichen Aufgaben der Hochschulbibliotheken weitere Kopien von der Dissertation herzustellen und zu verbreiten bzw. in Datennetzen zur Verfügung zu stellen.
(3) Wird die Dissertation von einem gewerblichen Verlag vertrieben und wird dafür ein Druckkostenzuschuß aus öffentlichen Mitteln gewährt, sind zusätzlich zehn Exemplare der Universitätsbibliothek zu Tauschzwecken zur Verfügung zu stellen.
(4) Für die Veröffentlichung in einer wissenschaftlichen Zeitschrift ist eine von der oder dem Promotionsausschußvorsitzenden unter Beteiligung der Erstgutachterinnen bzw. Erstgutachter genehmigt gekürzte Fassung zulässig. Im Falle einer übergreifenden Forschungsarbeit kann die Veröffentlichung gemeinsam mit anderen daran beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erfolgen.
(5) Die Dissertation ist auf dem Titelblatt unter Angabe von Ort und Jahr der Einreichung als Dissertation am Fachbereich Statistik der Universität Dortmund zu bezeichnen. Auf der Titelseite sind der Tag der mündlichen Prüfung sowie die Namen der Erstgutachterin bzw. des Erstgutachters und der Zweitgutachterin bzw. des Zweitgutachters anzugeben.
[Anmerkung: Dieser Paragraph 17 hat in den letzten Jahren diverse Änderungen durchgemacht, insbesondere was die jeweilige Anzahl an Exemplaren betrifft!!]
§18 Vollzug der Promotion
(1) Nachdem alle Promotionsleistungen einschließlich der Übergabe der Exemplare [und der Zusammenfassung gemäß § 17 Absatz 3]* erbracht sind, wird eine Promotionsurkunde auf den Tag der mündlichen Prüfung ausgestellt.
*[Anmerkung: Da der Paragraph 17 mehrfach geändert wurde, steht hier leider noch ein alter Verweis auf eine frühere Fassung von § 17 (3), in der zusätzlich eine einseitige Zusammenfassung für die Bibliothek abgeliefert werden sollte. Eine solche Zusammenfassung ist inzwischen nicht mehr vorgesehen.]
(2) Soll die Dissertation in einer Zeitschrift oder innerhalb einer wissenschaftlichen Reihe erscheinen, so kann die/der Vorsitzende des Promotionsausschusses auf Antrag der Doktorandin/des Doktoranden die Promotionsleistung als erfüllt erklären, wenn die Herausgeberin/der Herausgeber bzw. die Verlegerin/der Verleger die Annahme des von der Vorsitzenden/vom Vorsitzenden der Prüfungskommission für druckfertig erklärten Manuskripts ggf. durch einen rechtsgültigen Vertrag bescheinigt.
(3) Nach Aushändigung der Promotionsurkunde hat die Doktorandin/der Doktorand das Recht zum Führen des Doktortitels.
§ 19 Ungültigkeitserklärung der Promotionsleistungen
(1) Ergibt sich vor der Aushändigung der Promotionsurkunde, daß die Bewerberin/der Bewerber im Verfahren getäuscht bzw. den Versuch dazu gemacht hat oder daß wesentliche Erfordernisse für die Promotion nicht erfüllt waren, so erklärt der Fachbereichsrat auf Antrag des Promotionsausschusses die Promotionsleistungen für ungültig.
(2) Der Bewerberin/Dem Bewerber ist Gelegenheit zum rechtlichen Gehör zu geben.
§ 20 Aberkennung des Doktorgrades
Der Doktorgrad wird aberkannt, wenn sich nachträglich herausstellt, daß er durch Täuschung erworben worden ist oder wenn wesentliche Voraussetzungen für die Verleihung irrtümlich als gegeben angesehen worden sind. Über die Aberkennung entscheidet der Fachbereichsrat.
(1) Der Doktorgrad ehrenhalber darf nur für außerordentliche wissenschaftliche Leistungen verliehen werden.
(2) Mitgliedern der Universität Dortmund kann der Doktorgrad nicht ehrenhalber verliehen werden, und Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftlern, die bis vor wenigen Jahren Mitglied der Universität Dortmund waren, soll er nicht ehrenhalber verliehen werden.
(3) Für die Verleihung des Doktorgrades ehrenhalber sind im Fachbereichsrat die Stimmen von mindestens vier Fünfteln der stimmberechtigten Mitglieder erforderlich.
(4) Die Verleihung des Doktorgrades ehrenhalber bedarf in jedem Einzelfall des Beschlusses durch den Senat.
(1) Diese Promotionsordnung findet Anwendung für alle Bewerberinnen/Bewerber, die den Antrag auf Zulassung (§ 5) nach Inkrafttreten dieser Promotionsordnung stellen.
(2) Für Bewerberinnen/Bewerber, die vor Inkrafttreten dieser Promotionsordnung einen Antrag auf Zulassung zur Promotion stellen, findet die Promotionsordnung der Abteilung Statistik vom 3. November 1975 (Amtliche Mitteilungen der Universität Dortmund Nr. 53 vom 8. Januar 1976) in der Fassung der Änderung vom 31. September 1979 (Amtliche Mitteilungen der Universität Nr. 13 vom 2. Oktober 1979) Anwendung.
Die Promotionsordnung tritt nach Genehmigung durch das Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen am Tage nach der Veröffentlichung im Gemeinsamen Amtsblatt des Kultusministeriums und des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen in Kraft. Unbeschadet des § 22 Absatz 2 tritt zum gleichen Zeitpunkt die bisherige Promotionsordnung außer Kraft.
Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse des Fachbereichsrates des Fachbereichs Statistik vom 19.6.1985 und 29.1.1986 und des Senats der Universität Dortmund vom 6.3.1986 sowie der Genehmigung des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 14.5.1986 (I B 2-8101/051).
Dortmund, den 2. Juni 1986
Die Änderungssatzung (vom 01. September 1992) tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Gemeinsamen Amtsblatt des Kultusministeriums und des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (GABl. NW.) in Kraft.
Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse des Fachbereichsrates des Fachbereichs Statistik vom 2.11.1988 und des Senats der Universität Dortmund vom 16.7.1992 sowie der Genehmigung des Ministeriums für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 27.7.1992 (I B 2-8101/051).
Dortmund, den 1. September 1992
Prof. Dr. D. Müller-Böling
Die Zweite Änderungssatzung (vom 12. November 1999) tritt mit Wirkung vom 1. Oktober 1999 in Kraft. Sie wird im Amtsblatt des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (ABl. NW.) veröffentlicht.
Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse des Fachbereichsrates des Fachbereichs Statistik vom 23.06.1999, des Senats der Universität Dortmund vom 05.08.1999 sowie der Genehmigung des Ministeriums für Schule und Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 22.10.1999.
Dortmund, 12.11.1999
Prof. Dr. Albert Klein
Zusammenstellung: Magdalena Thöne
Zuletzt geändert am 13.04.2015 13:55