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Timestamp: 2019-03-19 21:29:13
Document Index: 89447868

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 51', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 2']

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Heinrich Etschmann
Felicitas Guglhör
Nachfolgend finden Sie die Satzung als PDF zum herunterladen.
Satzung_130924.pdf
Geschichte des Förderverein für das staatliche Gymnasium mit Internat Hohenschwangau e. V.
Ein Resümee zur Geschichte des Vereins von Inge Mader,
ehem. 1. Vorsitzende (1991 – 2001), Germering, den 30.06.2009:
I. Die Entwicklung des Vereins in rechtlicher Hinsicht
Am 27. Oktober 1975 fand in Traubing bei Starnberg, Gasthof „Alter Wirt“, die Gründer­versammlung des „Fördervereins für das Staatliche Schülerheim Hohenschwangau“ statt. Gründungsmitglieder waren seinerzeit:
Anselm Herbert, Bollschweiler Horst und Lilly, Boventer Dr. Hans, Eder Hans, Guggemos Annemarie, Haggenmiller Peter, Hartmann Otto, Hentschel Helga, Lipp Erika, Mader Dr. Fritz, Mohr-Reuther Hildegard, Ressle Paul, Ruhland Egon.
Der Vereinsvorstand wurde in folgender Zusammensetzung gewählt:
1. Vorsitzender: Horst Bollschweiler
2. Vorsitzender: Peter Haggenmiller
Schriftführer: Lilly Bollschweiler
Kassenwart: Erika Lipp
Beisitzer: Hildegard Mohr-Reuther
In Anlehnung an die Satzung des FVs für das Gymnasium Marktoberdorf wurde eine Vereinssatzung erarbeitet. Der Zweck des Vereins wurde in § 2 zunächst wie folgt definiert:
„Der Verein ist ein Zusammenschluß von am Heim interessierten Personen und Eltern, deren Kinder im Staatlichen Schülerheim des Gymnasiums Hohenschwangau untergebracht sind. Er ist nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet. Der Verein stellt sich folgende Aufgaben:
1. die Förderung der Erziehung der Heimschüler und -schülerinnen;
2. die Beratung der Heimleitung und der Eltern bei der Erziehung der Heimschüler und -schülerinnen;
3. die Unterstützung der Heimschüler und -schülerinnen in materieller Hinsicht.
Der Verein verfolgt damit unmittelbar und ausschließlich gemeinnützige Zwecke.“
Gemeinnützige Vereine können gem. § 51 AO (Abgabenordnung) auf Antrag von der Steuerlast befreit werden. Ein entsprechender Antrag wurde gestellt. Sodann wurde der Vereinszweck im Hinblick auf seine Gemeinnützigkeit durch das örtlich zuständige Finanzamt Kaufbeuren überprüft. Das Amtsgericht Füssen erteilte konstruktive Hinweise zu notwendigen Korrekturen und schließlich erfolgte nach vorangegangener notarieller Beurkundung am 9.12.1975 die
Eintragung in das Vereins-Register, unter der Nr. 195, Amtsgericht Kaufbeuren, Zweigstelle Füssen.
Unter dem Vorsitz von Frau Inge Mader musste die Vereinssatzung nach über 19 Jahren einer veränderten Gesetzeslage angepasst werden. Das Finanzamt hatte zuvor Bedenken hinsichtlich der einst gewährten Steuerbefreiung geäußert, auch die Befugnis zur Ausstellung von Spendenquittungen bedurfte der Erneuerung. In engem Kontakt mit dem Finanzamt und dem Amtsgericht, Abt. Registergericht, wurde die Satzung fachgerecht ergänzt.
13 Jahre später vollzog der 1. Vorsitzende, Herr Rüdiger Brambrink, erneut eine Satzungs­änderung und nahm eine Anpassung an die veränderten Verhältnisse in Heim und Gymnasium vor. Name und Zweck des Vereins wurden neu formuliert:
§ 1, Name, Sitz und Vereinsjahr. Der Verein führt jetzt den Namen:
„Förderverein für das staatliche Gymnasium mit Schülerheim Hohenschwangau“ (weiterer Text unverändert).
§ 2, Der Verein ist ein Zusammenschluss von am Gymnasium und / oder am Schülerheim interessierten Personen und Eltern, deren Kinder das Gymnasium besuchen und / oder im staatlichen Schülerheim untergebracht sind. (Weiterer Text unverändert).
1. die Förderung der Schülerinnen und Schüler am Gymnasium und im Schülerheim.
2. die Beratung der Schul- und Heimleitung bei Förderprojekten der Internatsschule
3. die Unterstützung von Förderprojekten der Internatsschule in materieller Hinsicht .“
Im Übrigen blieb die Satzung unverändert.
Während bisher in § 1 der Satzung der Vereinszweck als die Förderung des Schülerheims und seiner Bewohner definiert war, schloss die „neue“ Satzung die Förderung des Gymnasiums mit all seinen Schülern ein. Der FV wird fortan für die gesamte „Schulfamilie“ tätig.
§ 2 Ziff. 2. enthält eine Beschränkung der Beratungskompetenz des FVs. Diese bezieht sich nun ausschließlich auf Förderprojekte, die in sachlichem Zusammenhang mit der Internatsschule stehen. Ein Austausch über Erziehungsziele - wie bisher vorgesehen - findet fortan nicht mehr statt.
Der Gründungsvorstand - Förderverein für das staatliche Schülerheim Hohenschwangau e.V. 1975
von links nach rechts: Egon Ruland, Rosemarie Gorny, Oswitha Grimm, Hildegard Mohr-Reuter, Inge Mader, Christel Liebich, Karin Lori.
II. Chronologie der Vereinsgeschichte
Mit großem Einsatz gingen die 73 Erstmitglieder seinerzeit an die Arbeit. Ein Jahresbeitrag von DM 50,- wurde beschlossen. Die Bedürfnisse und Wünsche der Heimschüler wurden von Heimleiter Friedrich Glaser vertreten und etwa auftretende Probleme in enger Zusammenarbeit mit dem Vereinsvorstand einer Lösung zugeführt.
Bereits am 25. Febr. 1975 fand ein erstes Wintersportfest am Tegelberg statt! Übrigens bei tollem Wetter!
Am 24. Jan. 1976 konnte dem Heim ein VW-Bus übergeben werden, der Platz für insgesamt 9 Personen bot. Er ermöglichte fortan die unkompliziertere Durchführung von Wochenendausflügen, Veranstaltungsbesuchen, Zubringerdiensten an Heimfahrts­wochen­enden, zum Eishockeytraining, an den Tegelberg für kurzfristige Skiausflüge in der kurzen Freizeit zwischen Unterricht und Studierzeit und vieles mehr. Bis zur Entscheidung im Jahr 2007, den Heimbus zukünftig zu leasen, waren seitens des FVs 4 Kleinbusse in Folge angeschafft worden.
Ein Wochenendzeltlager, welches in der Zeit vom 16. bis zum 18.7.1976 stattfand, wurde um zwei sachkundige Vorträge angereichert: „Probleme der Schulpolitik“, Referent Thomas Goppel, MdL; „Rauschgift“, Dipl.-Chem. Dr. Reuther.
Ein kleines Heimlokal mit Ladengeschäft, im Erdgeschoß eingerichtet und vom Hausmeister betrieben, entwickelte sich zum beliebten Treffpunkt der Schüler. Sachspenden wurden vermittelt, hierunter für das Orchester: eine Geige, eine Tuba, ein Saxophon; für den Fernsehraum: eine Stereo-Anlage, ein Farbfernseher, neue Bestuhlung; fürs Heimstüberl: eine Eckbank, gebrauchte, solide Stühle, Bänke, Tische; für die Heim-Wohnzimmer, die sich auf den verschiedenen Stockwerken befinden: ein Schreibtisch, mehrere bequeme Sessel, ein Sofa, Vorhänge, ein Staubsauger.
Die Zusammensetzung des Vereinsvorstandes wurde bereits nach 2 Jahren einem ersten Mitgliederwechsel unterzogen. Auszug Amtsgericht Kaufbeuren vom 28.12.1977:
1. Vorsitzender: Herr Egon Ruhland, 2. Vorsitzender Herr Walter Held.
Frau Erika Lipp übertrug die Schriftführung auf Frau Gertrud Hofbauer. Sie übte dieses Amt viele Jahre aus und stand auch danach immer wieder aushilfsweise zur Verfügung, z.B. im Jahr 2000, als Versammlungsleiterin bei einer Mitgliederversammlung. Frau Ressle blieb Kassenwart, Frau Mohr-Reuther Beisitzerin.
Der Verein umfasst 129 Mitglieder bei 236 Heimschülern. Der Übertrag des Vereins­vermögens ins Folgejahr beläuft sich auf ca. DM 1000,-.
Voraussichtliche Ausgaben bis Schuljahres­ende:
Wochenendlager DM 500,-; Video-Recorder DM 250,- bis höchstens DM 750,-; Installation einer neuen „Rufanlage“ für den Heimbereich von etwa DM 750,- wird gestrichen zu Gunsten einer gebrauchten Anlage, die die Fa. Siemens zur Verfügung stellt. Es ist anzumerken, dass mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen von Anbeginn sehr verantwortungsbewusst umgegangen worden ist.
Weitere Kosten entstanden für Wartung und Betanken des VW-Busses mit DM 1.400,-; die Kosten der Segelbootbetreuung beliefen sich auf DM 100,-.
Bastelgeld für die Mädchen im Hause Brötzner: DM 100,-, für die Mädchen im Haus Brumme, 50,- DM. Diese Ausgaben unterstützten die Betreuung der extern untergebrachten Mädchen.
Die ersten Mädchen, die das Gymnasium besuchen konnten, wohnten noch außerhalb des Internats in den Häusern der Familien Brötzner und Brumme in Hohenschwangau. Da dort im Sommer auch Feriengäste beherbergt wurden, ergaben sich organisatorische Probleme, bei denen der FV zwischen den Mädchen, den Vermieterinnen, Herrn OStD Thamm und Heimleiter StD Glaser als Vermittler fungierte. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden die Mädchen schließlich in das Internat übernommen (1980).
Herr Plaschke übergab einen Wanderpokal für das Schülerheim und ein Wander-Abzeichen für engagierte Schüler, als Ansporn, dieses zusätzliche „Bewegungstraining“ mit Spaß zu absolvieren.
Herr Ruhland setzte sich als 1. Vorsitzender 14 Jahre lang sehr engagiert und erfolgreich für die Belange der Heimbewohner ein. Er bemühte sich insbesondere um einen guten Kontakt zur Schulleitung. Bei schulischen Veranstaltungen strebte er 5 Minuten Redezeit an, um die Ziele des FVs Eltern, Lehrern und Heimbetreuern nahe bringen zu können und um ihre Unterstützung für die weitere Zusammenarbeit zu gewinnen. Dies gelang ihm in hervorragender Weise. Über viele Jahre war sein Wirken spürbar.
Der Schul- und Heimleitung wird in diesem Jahr das Goldene Schulabzeichen übergeben, Verleihmodus freibleibend, jedoch Bericht darüber erwünscht. Es wurde im Laufe der Jahre an besondere Förderer und Sponsoren des Schülerheims verliehen (siehe Protokolle).
In Absprache mit der Heimleitung vollzog sich die praktische Hilfeleistung. Nachfolgend eine kleine Übersicht, die keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:
50 Stühle für Studiersäle (DM 2500,-), Landhockey-Schläger, ein Tischfußballspiel und ein Billardtisch mit Zubehör. Dieser stand mehrere Jahre vor der Mensa und wurde beim Warten auf die Essensausgabe viel bespielt. Zu einem späteren Zeitpunkt ließ der FV die abgenutzte Tischplatte durch eine stabile Schieferausführung ersetzen. Diese war der intensiven Benutzung gewachsen. Weitere Gelder wurden für die Unterstützung der Wochenendlager (z.B. im Sauwald, Skihütte etc.), für Musikinstrumente, einen Boots­anhänger, und Rücklagen für die spätere Anschaffung eines Busses verwandt. Der Gesamtetat belief sich auf ca. DM 10.000,- (Beiträge und Spenden), bei einem Stand von 139 Mitgliedern.
Die Vorstandsitzungen fanden in der Regel bei Herrn Glaser in der Schule statt. Meist gab es eine Brotzeit aus Weißwürsten und Brezeln. Man war hungrig, denn die Vorstandsmitglieder hatten zum Teil eine weite Anfahrt hinter sich: z.B. von Stuttgart oder München. So wurde es innerhalb kürzester Zeit zur Tradition, sich bei einem kleinen Imbiss zu treffen und zwar reihum bei den verschiedenen Vorständen. Die gegenseitige Gastfreundschaft trug sehr zum persönlichen Einsatz für Heim und Schule bei. Besonders zu erwähnen seien die vielen Treffen bei Zahnärztin Frau Mohr-Reuther. Als Gründingsmitglied stand sie dem Verein von 1975 – 1991 sehr engagiert als Beisitzerin zur Verfügung.
In diesem Jahr konnten zahlreiche Projekte realisiert werden: Ein großer Farbfernseher für den neuen Mädchenaufenthaltsraum, Besuch des Bayr. Raritätentheathers, Durchführung von Skiausflügen- und Wettkämpfen. Auf besonderen Wunsch des Leiters des Schulorchesters und zur Pflege der musischen Anlagen bei den Schülern wurde die geplante Anschaffung eines Bariton-Saxophons mit einem Zuschuss von DM 500,- bedacht. Von Erfolg gekrönt war schließlich auch die Suche nach einem Liegeplatz für das Boot. Ein Segelboot Marke Flipper mit Zubehör war zuvor gespendet worden. Viele Segelstunden verbrachten die Schüler mit Heimleiter Herrn Glaser auf dem Boot und natürlich auch bei der Pflege und Instandhaltung. Besonders der von Möwen verursachte Schmutz erforderte ständige Reinigungseinsätze und den Pinsel konnte man eigentlich immer schwingen, sei es mit Bootslack oder -farbe. Seine Schüler dankten ihm diesen unermüdlichen Einsatz durch ihre Zuwendung. Ganz besonders war dies 2007 bei seiner Beisetzung zu spüren. Eine überwältigende Zahl von Schülern war nach Starnberg gereist, um ihm die letzte Ehre zu erweisen.
Der Erwerb eines neuen Kleinbusses vom Typ Mitsubishi L 300 (DM 17.766,71) stand in diesem Jahr im Vordergrund. Hierfür mussten sämtliche Rücklagen aufgewendet werden. Hier ein Dank an unseren Kassier, Herrn Gerhard Greav, der das Vorhaben mit viel Umsicht und persönlichem Einsatz begleitet hat.
Nachfolgend auszugsweise ein Abriss über die vielfältigen Projekte und Unternehmungen, denen der Förderverein seine Unterstützung angedeihen ließ.
Eine Duschkabine für den Mädchentrakt fand zunächst keinen Sponsor, der FV sprang ein; helle Farben für das Treppenhaus wurden ebenfalls zur Verfügung gestellt. Für die allgemeine Heimverschönerung wurden Leim, Holz, Leisten, Glas, Bilderrahmen und Teppichboden angeschafft; ein stabiler Skiständer für den Bus war notwendig geworden, die Bastelgruppe erhielt Bausätze für Modellschiff und -flugzeug (DM 600,- !), der Katamaran musste repariert werden, der Kostenaufwand betrug DM 800,-; Fahrräder, Schlitten, Tischfußball, Tischtennisplatten folgten nach.
Herr Ruhland lud zum 30. Jubiläumsball der Althohenschwangauer den Vorstand des FV ein. Es war ein sehr netter Abend!
Im Jahresbericht des Gymnasiums erhält auch ein jährlicher Rückblick des FV seinen Platz.
Am 9. Sept.1991 wird Frau Inge Mader zur 1. Vorsitzenden gewählt. Sie hat das Amt bis zum 10. Sept. 2001 inne. 14 Jahre haben Herr Ruhland und 10 Jahre Frau Mader mit den Verantwortlichen von Heim und Gymnasium zum Wohl der „Schulfamilie“ konstruktiv zusammengearbeitet. Der Focus war hierbei stets auf die Internatsbewohner sowie deren bestmöglicher Entwicklung im persönlichen wie im schulischen Bereich gerichtet.
Besondere Aufmerksamkeit galt der Bildung von Rücklagen, zum Zwecke des Wieder­erwerbs eines geeigneten Heimbusses, um stets die individuelle Mobilität der Schüler zu gewährleisten. Mit größtmöglicher Sorgfalt wurden die sich wandelnden Sorgen und Belastungen, aber auch die Wünsche der Heimschüler und -schülerinnen behandelt und versucht, gemeinsam ein Umfeld zu gestalten, in dem sich alle Beteiligten wohlfühlen; denn das Schülerheim war für den größten Teil des Jahres ihr Zuhause.
Oft ging es um materiell kleinere Anliegen, deren Dringlichkeit indes gegenwärtig war. Da war z.B. jener Wunsch der Mädchen, zur Verbesserung der Wohnatmosphäre eine große Grünpflanze im Gemeinschaftsraum zu haben. Daraufhin wurden von privater Seite 3 stattliche Pflanzen aus München herbeigeschafft. Die Freude bei den Mädchen war groß.
Herr Ruhland hatte das „Bierstüberl“ aus der Taufe gehoben, ein beliebter Treffpunkt zum Ratschen und Spielen, betrieben und betreut vom allseits beliebten Hausmeister, Herrn Heinrich Schwarz. Im Keller fand sich eine komplett ausgestattete Werkstatt, in der man z.B. abends ferngesteuerte Modellflugzeuge unter der fachkundigen Anleitung von Herrn Fröhlich bauen konnte, der eigentlich im Hauptberuf der Heimkoch war. Er mochte seine Pappenheimer und zählte seine Freizeitstunden, die er in der Werkstatt zubrachte, nicht. Nach 16 Jahren wurde die Werkstatt aufgelöst und das Werkzeug nebst Tischkreissäge und Bohrmaschine abgeschrieben. Es ließ sich für die Tätigkeit von Herrn Fröhlich leider kein Nachfolger finden.
Ungezählte andere Erwerbungen für Spiel, Sport und Freizeit, z.B. die heißgeliebte Märklineisanbahn-Anlage hatten ihren festen Platz im „Heim-Zuhause“. Wer krank war, durfte alleine damit spielen! Nach der Pensionierung von Herrn Glaser betreute Herr OStD Weber die Märklin-Eisenbahn, die mit Hilfe des FV immer wieder erweitert wurde.
Das Boot schaffte es nach 14 Jahren intensiver Benutzung nicht mehr durch den TÜV. Es entstanden erhebliche Kosten für einen neuen Motor, Persenning, Tütensack für Vorsegel, Schwimmwesten, Rettungsring mit Leine, Schwertkurbel, Anker mit Leine, Motorsicherung mit Kette. Obwohl der FV die Kosten für den Erwerb eines Segelscheines in voller Höhe getragen hätte, fand sich für die Betreuung und den Betrieb der inzwischen 3 Boote nach der Pensionierung von Herrn Glaser kein geeigneter Nachfolger. Die zu übernehmende Verantwortung war wohl zu groß. So trennte sich der FV von den Booten und gab den teuren Liegeplatz auf.
Die Photo-AG, geleitet von Herrn Moritz, erhielt zu verschiedenen Anlässen Zuschüsse.
Eine Protokoll-Notiz vom 20. Fördervereinsjahr: Im Neubau wird für die Mädchen in Abstimmung mit Heimleiter Herrn Helbing und Frau Vogel eine Küche eingebaut mit Elektroherd und dazugehörigem Eisschrank, dazu eine Tee- respektive Kaffeemaschine. Besonderer Dank gilt Herrn Grimm für den kostenlosen Einbau der Küchenmöbel nebst dazugehöriger Arbeitsplatte. Mit einem Würstl-Essen wurde die Küche am 6. Mai 1996 eingeweiht.
10 Stühle für den Aufenthaltsraum der Mittelstufe wurden angeschafft. Übergabe der Heim-Telefon-Anlage inklusive umfassender Unterlagen an Heimleiter Herrn Helbing. Damit geht die Anlage in den Besitz des Heimes über.
Für jedes Stockwerk im Altbau wurde ein Staubsauger zur Vereinfachung von Reinigungs­arbeiten gestiftet. Zudem wurde eine Fa. gesucht und schließlich auch gefunden, die kostenfrei den Transport von Polstermöbeln von München nach Hohenschwangau durchführte.
Am 15.September wurde OStD E. Weber als Beisitzer in den FV-Vorstand gewählt. Herr Weber ist das erste gewählte Mitglied im Vorstand des FVs aus dem Schulbereich. Dieser direkte Kontakt zum Gymnasium hat die Förderung der Heimschüler und -schülerinnen positiv beeinflusst.
Anläßlich des 25-jährigen Jubiläums des FVs wurde allen Heimschülern ein festliches Mittagessen gestiftet. Im Speisesaal gab es Entenbraten, dies fand allgemein großen Anklang.
Seit Gründung des Vereins im Oktober 1975 war der jährliche Mitgliedsbeitrag von DM 50,- nicht erhöht worden. Im Zuge der Währungsumstellung wurde der Beitrag auf € 30,- festgelegt.
Beförderungsangebot:
1. Kleinbus 27.01.1976 3.800,00 DM VW-Kleinbus (9-Sitzer, Farbe: Orange)
2. Kleinbus 1982 17.766,71 DM VW-Kleinbus
3. Kleinbus 26.04.1991 28.697,60 DM Mitsubishi (Farbe: Beige)
4. Kleinbus 05.01.1999 43.900,00 DM Mitsubishi (8-Sitzer, Farbe: Silber)
Insgesamt wurden für Busse seitens des FV 94.164,31 DM ausgegeben.
Über 100 Spiele vom Würfel mit Lederbecher bis Billardtisch, stabil durch Schieferplatte; vom Ball bis zum Boot wurden vom FV zur Verfügung gestellt.
Diese wurden für das Photolabor, sportliche Ereignisse, Computeranlage, Modell­eisenbahn, Bierstüberl, die Küchen im Neu- und Altbau, den Modellbau in der Werkstatt und die Seidenmalerei gewährt. Um die vorgenannten Ziele zu erreichen, waren hunderte von ehrenamtlich zu leistende Arbeitsstunden notwendig. Der Vorstand dankt an dieser Stelle Eltern, Lehrern und Sponsoren für ihre mannigfaltige Hilfe und Unterstützung.
Rückblickend zeigt sich, dass der Vorsitz des Vereins in den ersten 26 Jahren insgesamt viermal gewechselt hat:
1. Horst Bollschweiler (1975 – 77), 2. Peter Haggenmiller (März – Sept. 1977), Egon Ruhland (1977- 91), Inge Mader (1991 – 2001). Die Vorstandschaft hatte wenig Veränderungen zu verzeichnen. Es gab 5 Kassenwarte: Erika Lipp (1975 – 77), Frau Ressle (1977 – 1979), Gerhard Graev (1979 -89), Alfred Sobotta (1989 - 1993) und Frau Christl Liebich (1993 – 2001) sorgten in jahrelanger Arbeit durch solide und übersichtliche Kassenführung für eine kontinuierliche Fördermöglichkeit des Schülerheims. Unsere 3 Schriftführerinnen: Lilli Bollschweiler (1975 – 76), Gertrud Hofbauer (1976 – 81) und Rosemarie Gorny (1981 – 2003), erstellten über Jahre zuverlässig die Protokolle.
Am 18. Oktober 2001 wurde Frau Philine Olbrich zur 1. Vorsitzenden gewählt.
In diesem Jahr wird das Gymnasium „Partnerschule des Leistungssports“. Dieses vom Kultusministerium vergebene Prädikat tragen nur 11 Schulen in Bayern. Aus diesem Anlaß steigt die Frequentierung des Heimbusses, da vermehrt Fahrten zu Sport- und Trainingsveranstaltungen durchgeführt werden. Ein 2. Bus wird hauptsächlich für die Sportler eingesetzt.
Der FV des Schülerheims hat 100 Mitglieder.
Am 30.09.2003 findet eine umfassende Neubesetzung des Vorstands statt: Herr Jens Bauer übernimmt fortan den 1.Vorsitz, stellvertretende Vorsitzende wird Frau Karin Müller, Herr Reinhardt Neft Schriftführer und Frau Christine Stendel Kassiererin, Herr OStD Weber bleibt Beisitzer.
Am 3.10. 2005 wird erneut ein neuer Vorstand gewählt:
Vorsitzender Rüdiger Brambrink, stellvertretende Vorsitzende Frau Claudia Köpf, Kassen­wart Frau StR’in Barbara Huber, Schriftführer Herr OStR Peter John, Beisitzer Herr OStD Edward Weber. 2005 sind von 5 Vorstandsmitgliedern 2 aus der Elternschaft und 3 aus dem Bereich Schule. Dieser persönliche Einsatz der Lehrer legt die Vermutung nahe, dass sich zu wenig Eltern an der Gestaltung des FV beteiligen. Es ist zu wünschen, dass sich das in den nächsten Jahren wieder ändert.
Im Jahresbericht der Schule schreibt der 1. Vorsitzende Herr Brambrink: Förderprojekte 2005 und 2006 waren
Anschaffung und Unterhalt von 2 Kleinbussen zum Schülertransport, z.B. Sporttraining- und Wettkämpfe, wie auch Bahnhofs- und Arztfahrten.
Finanzierung von 2 FSJ-Betreuern im Rahmen des Projektes Schule – Leistungssport
Anschaffung von Spielen und Material zur Freizeitgestaltung im Schülerheim.
Wie bereits eingangs erwähnt, wird in der Vereinsgeschichte zum zweiten Mal eine Satzungsänderung vorgenommen. Der Name des Vereins wird wie folgt neu formuliert:
„Förderverein für das staatliche Gymnasium mit Schülerheim Hohenschwangau“.
Auch Zweck und Aufgaben des Vereins werden neu definiert (siehe Satzung „Neu“, unter I. rechtlicher Rahmen, Jahr 2007). Durch die Namensänderung erfährt der Verein eine Erweiterung seiner Fördertätigkeit und wird in Zukunft gleichermaßen für Gymnasium und Internat tätig. Die gesamte Elternschaft kann den FV nun unterstützen.
Des Weiteren gibt die neue Satzung die Möglichkeit, den Heimbus nun für alle Schüler von Heim und Gymnasium einzusetzen. Diese Trennung war über viele Jahre ein Problem bei der praktischen Nutzung
Herr Brambrink erwähnt für das Jahr 2007, dass im Mittelpunkt der Förderung die Finanzierung der beiden FSJ-Betreuer stand, die für die Internats-Schule mehr als 3000 Arbeitsstunden leisteten für verschiedene Arbeiten, Betreuungen und vor allem die Durchführung des Schülerfahrdienstes. Es wurde mit den beiden Kleinbussen mehr als 25000 km zurückgelegt.
Ich möchte mein Resümee der Vereinsgeschichte schließen mit einem besonderen Dank an alle Mitglieder des Vorstandes, die sich in den vergangenen 34 Jahren unermüdlich für die Belange von Heim und Schule eingesetzt haben. Nach dieser Vorleistung mache ich mir um die Zukunft keine Sorgen.
Im Zuge der Umbenennung der Schule durch das Kultusministerium von „Staatliches Gymnasium mit Schülerheim Hohenschwangau“ in „Staatliches Gymnasium mit Internat Hohenschwangau“ musste auch der Name des Fördervereins dementsprechend aktualisiert werden. Dieser Schritt erfolgte bei der Jahreshauptversammlung am 11.09.2013 unter Leitung des 1. Vorsitzenden Rüdiger Brambrink. Durch einstimmigen Beschluss wurde der Name auf „Förderverein für das Staatliches Gymnasium mit Internat Hohenschwangau e.V.“ geändert. Ebenso musste die Satzung des Fördervereins formell an die veränderte Namensgebung angepasst werden. Aus diesem Grund wurde eine Neufassung der Satzung zur Aufnahme des neuen Vereinsnamens einstimmig verabschiedet.
III. Vorstandsmitglieder
Beck, Alexander, 87669 Rieden a.F., Aggensteinstraße 2, (1.Vors.)
Bauer, Jens, 82205 Gilching, Meginhardstr. 21, (1.Vors.)
Bollschweiler, Horst, 82256 Fürstenfeldbruck, Aicherstr. 9, (1. Vors.)
Bollschweiler, Lilly, 82256 Fürstenfeldbruck, Aicherstr. 9. (Schriftf.)
Brambrink, Rüdiger, 87459 Pfronten, Stapferweg 26, (1.Vors.)
Etschmann, Heinrich, 87642 Halblech, Guggenbergweg 2, (2.Vors.)
Gorny, Rosemarie, 81477 München, Stockmannstr. 7, (Schriftf.)
Graev, Gerhard, 86972Altenstadt/Schongau, Staufenstr. 4, (Kassenw.)
Grimm, Oswitha, 87645 Schwangau, Staufenweg 6, (2.Vors.)
Haggenmiller, Peter, 86972 Altenstadt bei Schongau, (2. Vors.)
Held, Walter, 87781 Ungerhausen, Krebsbachstr. 11, (2.Vors.)
Hofbauer, Gertrud, 86971 Peiting, Eibenweg 1, (Schriftf.)
Huber, Barbara, 87645 Schwangau, Am Jürgenfeld 39, (Kassenw.)
John, Peter, 87645 Hohenschwangau, Colomanstr. 10, (Schriftf.)
Köpf, Claudia, 82389 Böbing, Wimperstr. 15, (2.Vors.)
Liebich, Christel, 73766 Denkendorf, Goethestr. 16, (Kassenw.)
Lipp, Erika, 86989 Steingaden/Oberbayern, (Kassenw.)
Lori, Karin, 86984 Prem, Kirchplatz 12, (Beisitzerin)
Mader, Inge, 82110 Germering, Hartstr. 39, (ab 2001) Planeggerstr. 4 A, (1.Vors.)
Mohr-Reuther, Hildegard, 82110 Germering, Untere Bahnhofstr. 42
(ab 1995) 83324 Grassau, Aichstr. 22, (Beisitzerin)
Müller, Karin, 84189 Wurmsham, Münster 3, (2.Vors,)
Neft, Reinhardt, 86940 Schwifting,Merowingerstr. 29, (Schriftf.)
Olbrich, Philine, 87675 Rettenbach a.A., Dorfstr. 6 (vorher Nr. 3 ½), (1.Vors.)
Paulus, Peter, 86899 Landsberg/Lech, Konrad-Schmalholz-Str.13, (Beisitzer)
Ressle, Inge, 86956 Schongau, Altenstädterstr. 45, (Kassenw.)
Ruhland, Egon, 81925 München, Oberföhringerstr. 164, (1.Vors.)
Simmes, Edeltraud, 87616 Marktoberdorf, (2.Vors.)
Sobotta, Alfred, 86956 Schongau, Schönlinder Str. 62 a
(ab 1991) 86877 Walkertshofen, Tulpenstr. 8, (Kassenw.)
Stendel, Christine, 87629 Füssen, Glückstr. 15, (Kassenw.)
Weber, Edward, 87642 Buching, Brunnenweg 14, (Beisitzer)