Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=LKV%201999,%2026
Timestamp: 2020-08-11 10:40:45
Document Index: 51316742

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 17', '§ 67', '§ 67', '§ 17', '§ 17', '§ 31', '§ 67', '§ 31', '§ 17', '§ 17', '§ 17']

BVerwG, 26.03.1998 - 4 A 7.97 - dejure.org
https://dejure.org/1998,473
BVerwG, 26.03.1998 - 4 A 7.97 (https://dejure.org/1998,473)
BVerwG, Entscheidung vom 26.03.1998 - 4 A 7.97 (https://dejure.org/1998,473)
BVerwG, Entscheidung vom 26. März 1998 - 4 A 7.97 (https://dejure.org/1998,473)
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Straßenplanung; Planfeststellung; Abwägungskontrolle; Bedarfsplan; Alternativenprüfung; Befreiung vom Veränderungsverbot im Landschaftsschutzgebiet; naturschutzrechtliche Eingriffsregelung.
Straßenplanung - Planfeststellung - Abwägungskontrolle - Bedarfsplan - Alternativenprüfung - Befreiung vom Veränderungsverbot im Landschaftsschutzgebiet - Naturschutzrechtliche Eingriffsregelung
Reichweite des Bedarfsplan nach dem FStrAbG
BauR 1998, 896 (Ls.)
LKV 1999, 26
Nach der Rechtsprechung des Senats begegnet es daher keinen rechtlichen Bedenken, wenn der Verkehrswegebau als Mittel eingesetzt wird, um regionale Zentren an das weiträumige Straßennetz anzuschließen oder die wirtschaftliche Entwicklung in bisher unzureichend erschlossenen Räumen zu fördern (vgl. BVerwG, Urteile vom 12. Juli 1985 - BVerwG 4 C 40.83 - BVerwGE 72, 15, vom 24. November 1989 - BVerwG 4 C 41.88 - BVerwGE 84, 123 und vom 26. März 1998 - BVerwG 4 A 7.97 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 137).
Er übersieht hierbei indes, dass ein Verkehrsbedarf, der als Planrechtfertigung zu dienen und als Abwägungsposten zu Buche zu schlagen geeignet ist, nach der Rechtsprechung des Senats auch dann zu bejahen sein kann, wenn ein berechtigtes Interesse daran besteht, eine Region zur Förderung ihrer wirtschaftlichen Entwicklung infrastrukturell aufzuschließen (…vgl. BVerwG, Urteile vom 6. Dezember 1985 - BVerwG 4 C 59.82 - a.a.O. und vom 26. März 1998 - BVerwG 4 A 7.97 - a.a.O.).
Die Pflicht zur Überprüfung des Variantenvergleichs kann so weit gehen, auch die Frage nach der "Null-Variante", also danach, ob auf das Vorhaben verzichtet werden kann, nicht auszusparen (zur Prüfung der Null-Variante vgl. Urteil vom 26. März 1998 - BVerwG 4 A 7.97 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 137 S. 240).
vgl. BVerwG, Urteil vom 26. März 1998 - 4 A 7.97 -, juris Rn. 26, und Beschluss vom 20. Februar 2002 - 4 C3.12.02 -, juris Rn. 3; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 13. Oktober 2005 - 3 S 2521/04 -, juris Rn. 46; VG Minden, Urteil vom 22. Oktober 2014 - 11 K 2069/13 -, juris Rn. 55; Gellermann, BNatSchG, § 67 Rn. 10; Lau, BNatSchG, § 67 Rn. 4.
Es begegnet nach der ständigen Rechtsprechung des Senats keinen rechtlichen Bedenken, wenn der Verkehrswegebau als Mittel eingesetzt wird, um regionale Zentren miteinander zu verknüpfen oder die wirtschaftliche Entwicklung in bisher unzureichend erschlossenen Räumen zu fördern (vgl. BVerwG, Urteile vom 12. Juli 1985 - BVerwG 4 C 40.83 - BVerwGE 72, 15, vom 24. November 1989 - BVerwG 4 C 41.88 - BVerwGE 84, 123 und vom 26. März 1998 - BVerwG 4 A 7.97 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 137).
Wird eine unter Umständen vorzugswürdige, weil öffentliche und/oder private Belange weniger stark beeinträchtigende Alternative nicht erkannt oder vorzeitig ausgeschieden, liegt ein Abwägungsmangel vor (vgl. Senatsurteil vom 25. Januar 1996 - BVerwG 4 C 5.95 - BVerwGE 100, 238 - A 60; Urteil vom 26. März 1998 - BVerwG 4 A 7.97 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 137 - A 241/ Schwerin = UPR 1998, 382; Beschluss vom 26. Juni 1992 - BVerwG 4 B 1 - 11.92 - DVBl 1992, 1435 = NVwZ 1993, 572).
vgl. BVerwG, Urteil vom 26. März 1998 - 4 A 7.97 -, juris, Rn. 26; Beschlüsse vom 14. September 1992 - 7 B 130.92 -, juris, Rn. 5, und vom 20. Februar 2002 - 4 B 12.02 -, juris, Rn. 3 (jeweils zu § 31 Abs. 1 BNatSchG a. F.); OVG NRW, Beschluss vom 30. Januar 2017 - 8 A 1205/14 -, juris, Rn. 9 ff.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 20. Februar 2002 - 4 B 12.02 -, juris, Rn. 3 unter Verweis auf BVerwG, Urteil vom 26. März 1998 - 4 A 7.97 -, juris (zu der § 67 BNatSchG vergleichbaren Vorschrift des § 31 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BNatSchG a.F.); OVG NRW, Urteil vom 11. September 2012 - 8 A 104/10 -, juris, Rn. 42.
vgl. zur Begründung einer atypischen Sondersituation wegen der Singularität eines Vorhabens BVerwG, Beschluss vom 12. April 2005 - 9 VR 41.04 -, juris, Rn. 36 und Urteil vom 26. März 1998 - 4 A 7.97 -, juris, Rn. 26.
Diese Ausführungen und ihre zusammenfassende Darstellung genügen den Anforderungen an die Prüfung der Frage, ob in der Abwägung unüberwindliche Belange dazu nötigen, von dem geplanten Straßenbauvorhaben Abstand zu nehmen (…"Null-Variante" - vgl. hierzu die Senatsurteile vom 10. April 1997 - BVerwG 4 C 5.96 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 130, S. 194 - und vom 26. März 1998 - BVerwG 4 A 7.97 - LKV 1999, 26).
Wird den für eine solche Ortsumgehung sprechenden öffentlichen Belangen im Planfeststellungsbeschluss in rechtlich nicht zu beanstandender Weise ein höheres Gewicht beigemessen als den dem Vorhaben entgegenstehenden Belangen des Natur- und Landschaftsschutzes, sind grundsätzlich die Anforderungen an das Vorliegen der naturschutzrechtlichen Befreiungslage gegeben (vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 18. Juni 1997 - BVerwG 4 C 3.95 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 131 S. 200 ; Urteil vom 26. März 1998 - BVerwG 4 A 7.97 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 137 S. 237 ).
Erteilung eines immissionsschutzrechtlichen Vorbescheides zur Errichtung einer …
OVG Rheinland-Pfalz, 06.05.2020 - 8 A 11545/19
BVerwG, 20.02.2002 - 4 B 12.02
Abwägungsentscheidung; Ausnahmesituation; Bilanzierung; Biotopschutz; …
VGH Baden-Württemberg, 17.07.2007 - 5 S 130/06
Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau einer Bundesstraße
OVG Nordrhein-Westfalen, 20.11.2017 - 8 A 2389/14
Anforderungen an die Durchführung eines förmlichen Planfeststellungsverfahrens ; …