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Timestamp: 2019-02-22 05:12:07
Document Index: 249574042

Matched Legal Cases: ['§ 65', '§ 3', '§ 2', '§ 29', '§ 65', '§ 29', '§ 29']

VGH Bayern, 22.03.2007 - 11 CS 06.1634 - dejure.org
VGH Bayern, 22.03.2007 - 11 CS 06.1634
Berücksichtigungsfähig ist ein Fehlverhalten in zeitlicher Hinsicht allein nach Maßgabe der gesetzlichen Tilgungs- und Verwertungsbestimmungen, wobei solche gesetzlich festgelegten Fristen nicht unter Hinweis auf den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz relativiert werden können (BVerwG, 09.06.2005 - 3 C 21.04 -, DVBl. 2005, 1333ff; vgl. auch BayVGH, 22.03.2007 - 11 CS 06.1634 -, juris, Rn. 21).
Zwischen zwei Trunkenheitsfahrten können mehrere Jahre liegen, solange wie hier keine Tilgungsreife eingetreten ist (vgl. OVG NRW, B.v. 27.11.2013 - 16 B 1031/13 - NZV 2014, 543; B.v. 25.10.2013 - 16 B 856/13 - juris; BayVGH, B.v. 27.9.2013 - 11 CS 13.1399 - juris; B.v. 22.8.2011 - II ZB 10.2620 - juris; B.v. 6.9.2007 - 11 CS 07 480 und 11 CE 07.481 - juris; B.v. 22.3.2007 - 11 CS 06.1634 - juris; vgl. auch BVerwG, B.v. 21.5.2012 - 3 B 65/11 - Buchholz 442.10, § 65 StVG Nr. 2).
Der Grundsatz, dass ein Kraftfahrer in einem Fahrerlaubnisentziehungsverfahren eine rechtskräftige strafgerichtliche Entscheidung mit dem darin festgestellten Sachverhalt gegen sich gelten lassen muss, sofern sich nicht gewichtige Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der tatsächlichen Feststellungen im Strafurteil ergeben (…vgl. BVerwG, B.v. 3.9.1992 - 11 B 22.92 - NVwZ-RR 1993, 165, juris Rn. 3; BayVGH, B.v. 22.3.2007 - 11 CS 06.1634 - juris, Rn. 22; OVG NW, B.v. 26.3.2012 - 16 B 304/12 - juris;… Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, Kommentar, 43. Aufl. 2014, § 3 StVG Rn. 56. m. w. N.), gilt in gleicher Weise auch für die Fahrerlaubnisbehörde, wenn sie den dem Strafurteil zugrundeliegenden Vorgang zum Anlass für die Anordnung einer MPU nimmt.
Wie lange dem Inhaber einer Fahrerlaubnis ein in der Vergangenheit liegendes Fehlverhalten entgegengehalten werden darf, beantwortet sich nämlich - soweit einschlägige Regelungen vorhanden sind - nach Maßgabe gesetzlicher Tilgungs- und Verwertungsbestimmungen (…vgl. BVerwG Urteil vom 9.6.2005 Buchholz 442.10 § 2 StVG Nr. 11, S. 7, Juris Rn. 26; VGH München, Beschluss vom 22.3.2007, 11 CS 06.1634, Juris Rn. 21; OVG Lüneburg…, Beschluss vom 25.4.2007, 12 ME 142/07, Juris Rn. 7 f.) , d.h. insbesondere nach § 29 StVG.
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts muss ein Kraftfahrer in einem Fahrerlaubnisentziehungsverfahren eine rechtskräftige strafgerichtliche Entscheidung bzw. einen bestandskräftigen Bußgeldbescheid mit dem darin festgestellten Sachverhalt gegen sich gelten lassen, sofern sich nicht gewichtige Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der tatsächlichen Feststellungen im Strafurteil bzw. im Bußgeldbescheid ergeben (vgl. m.w.N. BVerwG…, Beschluss vom 3.9.1992, NVwZ-RR 1993, 165 f, Juris Rn. 3; VGH München, Beschluss vom 22.3.2007, 11 CS 06.1634, Juris Rn. 22).
Zwischen zwei Trunkenheitsfahrten können mehrere Jahre liegen, solange - wie hier - keine Tilgungsreife eingetreten ist (vgl. OVG NRW, NZV 2014, 543; B.v. 25.10.2013 - 16 B 856/13 - juris; BayVGH, B.v. 27.9.2013 - 11 CS 13.1399 - juris; B.v. 22.8.2011 - II ZB 10.2620 - juris; B.v. 6.9.2007 - 11 CS 07 480 und 11 CE 07.481 - juris; B.v. 22.3.2007 - 11 CS 06.1634 - juris; vgl. auch BVerwG, B.v. 21.5.2012 - 3 B 65/11 - Buchholz 442.10, § 65 StVG Nr. 2 ).
VG Ansbach, 27.02.2012 - AN 10 S 12.00140
Soweit der Antragsteller vortragen lässt, diese Tat liege so weit zurück, dass sie nicht mehr verwertbar sei, ist dem entgegenzuhalten, dass es für die Frage, wie lange einem Betroffenen ein in der Vergangenheit zurückliegendes Fehlverhalten entgegengehalten werden darf, einzig auf die maßgeblichen Tilgungs- und Verwertungsbestimmungen ankommt (vgl. BayVGH vom 22.3.2007, 11 CS 06.1634).
Wie lange einem Betroffenen ein in der Vergangenheit liegendes Fehlverhalten entgegengehalten werden darf, richtet sich nach herrschender Meinung allein nach den Tilgungs- und Verwertungsbestimmungen, insbesondere § 29 StVG (OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 23. Juni 2010 - 10 B 10545/10.OVG - BayVGH, Beschlüsse vom 22. März 2007 - 11 CS 06.1634 - und vom 6. Mai 2008 - 11 CS 08.551 -, beide juris).
Denn die Frage, wie lange einem Betroffenen ein in der Vergangenheit liegendes Fehlverhalten entgegengehalten werden darf, richtet sich, sofern diese einschlägig sind, allein nach den Tilgungs- und Verwertungsbestimmungen des § 29 StVG (BayVGH vom 22.3.2007, Az. 11 CS 06.1634; vom 6.5.2008, Az. 11 CS 08.551, beide Juris; OVG Greifswald NJW 2008, 3016).
VG Ansbach, 06.09.2013 - AN 10 K 12.02334
Wiederholte Trunkenheitsfahrt; Nichtvorlage eines Gutachtens; Verwertbarkeit …
VG Ansbach, 08.03.2012 - AN 10 K 11.02114
VG Ansbach, 23.01.2013 - AN 10 S 12.02333
VG Würzburg, 24.07.2012 - W 6 K 12.381
Keine "Zäsurwirkung" durch eine zwischenzeitliche Neuerteilung der Fahrerlaubnis
VG Ansbach, 30.11.2011 - AN 10 S 11.02113