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Timestamp: 2016-10-26 11:21:45
Document Index: 72487322

Matched Legal Cases: ['Art. 90', 'Art. 75', 'Art. 74', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 95', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 337', 'Art. 337', 'Art. 335', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 65', 'Art. 68']

4A_37/2010 (13.04.2010)
4A_37/2010
A-Z.________,
vom 27. November 2009.
A-Z.________ (Beschwerdef�hrerin) trat am 17. Mai 2004 bei der X.________ AG (Beschwerdegegnerin) eine 80 % Stelle als Redaktorin f�r die Zeitschrift Y.________ an. Sie war in dieser Funktion unter anderem f�r Werbeauftr�ge und f�r sogenannte Publireportagen zust�ndig. Das Gehalt betrug gem�ss Einzelarbeitsvertrag vom 30. August 2005 monatlich Fr. 4'320.-- brutto. Zudem hatte die Beschwerdef�hrerin Anspruch auf einen 13. Monatslohn.
Gem�ss Sachdarstellung der Beschwerdegegnerin musste die Gesch�ftsleitung verschiedentlich feststellen, dass die Beschwerdef�hrerin durch fehlende Kooperationsbereitschaft auffiel, Auftr�ge zur�ckwies und den Vorgesetzten und Mitarbeitern mangelnden Respekt entgegenbrachte. Am 10. April 2006 lud B.________, Mitglied der Gesch�ftsleitung und f�r die betriebswirtschaftliche Seite der Verlagsmedien der Beschwerdegegnerin zust�ndig, die Beschwerdef�hrerin in sein B�ro. An dieser Sitzung nahmen auch N.X.________, Gesch�ftsf�hrer der Beschwerdegegnerin, und C.________, direkte Vorgesetzte der Beschwerdef�hrerin, teil. Grund dieser Sitzung war gem�ss Aussage von B.________ ein Vorfall vom 4. April 2006, bei dem die Beschwerdef�hrerin ihm gegen�ber die Arbeit verweigert habe. Die Beschwerdef�hrerin r�umte ein, dass ihr B.________ am 4. April 2006 tats�chlich weitere Auftr�ge f�r Publireportagen habe �bertragen wollen. Sie habe diese aber wegen des damals bestehenden Arbeitsanfalls nicht �bernehmen k�nnen.
Nach Darstellung der Beschwerdef�hrerin soll ihr an dieser Sitzung - nachdem B.________ den Vorfall vom 4. April 2006 thematisiert habe - von diesem er�ffnet worden sein, dass sie ihre "Sachen zusammenpacken und verreisen solle". Sie sei daraufhin in ihr B�ro gegangen, wo sie auf die Herren D.________ und E.________ getroffen sei. Sie habe die beiden �ber die ihr gegen�ber ausgesprochene fristlose K�ndigung orientiert. In der Befragung vor dem Arbeitsgericht antwortete die Beschwerdef�hrerin auf die Frage, ob arbeitgeberseits wirklich von einer fristlosen Vertragsaufl�sung die Rede gewesen sei, sie kenne den genauen Wortlaut nicht mehr.
Der Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin ersuchte die Beschwerdegegnerin mit E-Mail vom 11. April 2006, den Grund f�r die K�ndigung und die sofortige Freistellung bekannt zu geben. Ausserdem wurde die Beschwerdegegnerin darauf aufmerksam gemacht, dass die Beschwerdef�hrerin schwanger und "die K�ndigung auch aus diesem Grund nichtig" sei.
Mit Poststempel vom 12. April 2006 sandte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdef�hrerin eine auf den 10. April 2006 datierte schriftliche Verwarnung, in der unter anderem festgehalten wurde, dass die Beschwerdef�hrerin aufgrund "fehlender Kooperationsbereitschaft, mangelnder Einsicht und fehlender Akzeptanz" vor�bergehend aus dem Team des Y.________ freigestellt werde. Die Woche vom 10. bis 14. April solle ihr dazu dienen, sich �ber ihr Verhalten im Betrieb klar zu werden. Die bereits geplanten Ferien in der Osterwoche d�rfe sie beziehen. Man erwarte sie am Montag, den 24. April 2006, um 7.30 Uhr, an der O.________strasse 2 in P.________ zur Definition ihrer neuen Aufgaben. Am 18. April 2006 erschien im Intranet der Beschwerdegegnerin unter dem Titel "Verwarnung an A-Z.________" eine im Inhalt mit dem Schreiben vom 12. April 2006 gleichlautende Meldung.
Die Beschwerdef�hrerin teilte der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 13. April 2006 mit, dass das Vorgehen der Beschwerdegegnerin vom 10. April 2006 ihr als Arbeitnehmerin gegen�ber unverst�ndlich und unakzeptabel sei und de facto einer fristlosen K�ndigung gleichk�me, die nun seitens der Arbeitgeberin - in Kenntnis der Schwangerschaft - in eine Verwarnung umgewandelt worden sei. Dies akzeptiere sie so nicht.
Die Beschwerdegegnerin wiederholte in ihrem Schreiben vom 20. April 2006 ihren Standpunkt, wonach zu keinem Zeitpunkt die Absicht bestanden habe, der Beschwerdef�hrerin eine fristlose K�ndigung auszusprechen. Sie sei jedoch per sofort freigestellt worden und man erwarte sie am 24. April, 7.30 Uhr, zur Arbeitsaufnahme zur�ck.
Der neue Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin reagierte mit Schreiben vom 21. April 2006 und hielt fest, seine Mandantin habe in Anwesenheit des gesamten Personals in dem�tigender Art und Weise ihren Arbeitsplatz r�umen und die Schl�ssel abgeben m�ssen. Dies obwohl weder anl�sslich der Freistellung noch in den bisherigen Schreiben vom 10. und 20. April 2006 die Gr�nde f�r die Freistellung h�tten angegeben werden k�nnen. Das Vertrauensverh�ltnis sei irreversibel zerst�rt und eine Wiederaufnahme der Arbeit nicht mehr zumutbar.
Die Beschwerdegegnerin nahm mit Schreiben vom 26. April 2006 zur Kenntnis, dass die Beschwerdef�hrerin momentan krank geschrieben sei, und erkl�rte, sie werde nach ihrer Genesung am Arbeitsplatz zur�ckerwartet.
Gem�ss Arztzeugnis vom 20. April 2006 von Dr. med. F.________ war die Beschwerdef�hrerin vom 20. bis und mit 28. April 2006 unverschuldet an der Arbeitsleistung verhindert. Sie nahm nach dem 28. April 2006 die Arbeit bei der Beschwerdegegnerin nicht wieder auf. Die Beschwerdegegnerin bezahlte ihr den Lohn bis Ende Juni 2006.
Die Beschwerdef�hrerin klagte am 29. September 2006 beim Arbeitsgericht des Kantons Wallis. Sie verlangte von der Beschwerdegegnerin eine Entsch�digung wegen fristloser Entlassung von Fr. 25'139.--, ferner Fr. 2'160.-- als Anteil des 13. Monatslohns resp. der Gratifikation sowie Fr. 2'700.-- als Ferienlohn. Die Arbeitslosenkasse V.________ hinterlegte eine Subrogationsklage und meldete Fr. 11'099.75 (an die Beschwerdef�hrerin ausbezahlte Taggelder) zur Verrechnung an. Die Beschwerdef�hrerin pr�zisierte ihr Begehren dahingehend, dass die Beschwerdegegnerin zu verpflichten sei, ihr Fr. 29'999.-- nebst Zins zu 5 % seit dem 1. Juli 2006 zu bezahlen. Am 21. Februar 2008 wies das Arbeitsgericht die Klagen der Beschwerdef�hrerin und der V.________ ab.
Die Beschwerdef�hrerin erhob Berufung an das Kantonsgericht des Kantons Wallis und beantragte die Gutheissung der Klage. Mit Urteil vom 27. November 2009 wies das Kantonsgericht die Berufung und die Klage ab. Wie schon das Arbeitsgericht erkannte auch das Kantonsgericht, dass die Beschwerdef�hrerin eine fristlose K�ndigung durch die Beschwerdegegnerin nicht habe beweisen k�nnen. Vielmehr sei davon auszugehen, dass die Beschwerdef�hrerin anl�sslich der Sitzung vom 10. April 2006 vor�bergehend freigestellt worden sei und nach Ablauf der im Arztzeugnis festgehaltenen Arbeitsunf�higkeit ab dem 29. April 2006 wieder h�tte zur Arbeit erscheinen m�ssen. In ihrem Schreiben vom 21. April 2006 habe sie jedoch unmissverst�ndlich zum Ausdruck gebracht, dass sie nicht mehr an den Arbeitsplatz zur�ckkehren wolle. Mit dieser klaren Willens�usserung habe sie das Arbeitsverh�ltnis faktisch und rechtlich beendet. Nachdem sie ihre Arbeitskraft nicht l�nger angeboten habe, habe sie s�mtliche Lohnanspr�che �ber den 29. April 2006 hinaus verloren. Mit der Bezahlung des Lohns bis zum 30. Juni 2006 sei die Beschwerdegegnerin ihren Verpflichtungen vollumf�nglich nachgekommen.
Die Beschwerdef�hrerin beantragt mit Beschwerde in Zivilsachen, das Urteil des Kantonsgerichts vom 27. November 2009 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr den Betrag von Fr. 29'999.-- nebst Zins zu 5 % seit dem 1. Juli 2006 zu bezahlen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Beschwerdegegnerin beantragt die Abweisung der Beschwerde und die Best�tigung des angefochtenen Urteils. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Vernehmlassung.
Das angefochtene Urteil des Kantonsgerichts ist ein verfahrensabschliessender Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz (Art. 75 Abs. 1 BGG). Der Streitwert von Fr. 29'999.-- �bersteigt die Grenze nach Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG. Da die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen ebenfalls erf�llt sind, ist unter Vorbehalt einer rechtsgen�glichen Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) auf die Beschwerde einzutreten.
Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Die Beschwerde ist hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten. In der Beschwerdeschrift ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht kann das Bundesgericht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.2; 133 III 439 E. 3.2). Macht der Beschwerdef�hrer eine Verletzung des Willk�rverbots von Art. 9 BV geltend, gen�gt es nicht, wenn er einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei willk�rlich; er hat vielmehr im Einzelnen aufzuzeigen, inwiefern dieser offensichtlich unhaltbar ist (BGE 134 II 349 E. 3 S. 352). Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 135 I 313 E. 1.3; 133 II 396 E. 3.1 S. 399).
Die vorliegende Beschwerde vermag diesen Begr�ndungsanforderungen in weiten Teilen nicht zu gen�gen, wie in den nachstehenden Erw�gungen aufgezeigt wird.
Die Beschwerdef�hrerin verkennt diese Grunds�tze �ber weite Strecken. Auf ihre eigene Darstellung des Sachverhalts in der Beschwerde kann nicht abgestellt werden, ebenso wenig auf die zahlreichen tats�chlichen Ausf�hrungen in der rechtlichen Begr�ndung der Beschwerde, soweit diese im angefochtenen Urteil keine St�tze finden und keine rechtsgen�gliche Sachverhaltsr�ge erhoben wird.
Die Vorinstanz kam in W�rdigung der Beweise zum Schluss, dass die Beschwerdef�hrerin das Vorliegen einer fristlosen K�ndigung nicht nachgewiesen habe.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz habe Art. 8 ZGB verletzt, indem sie ihr die Beweislast einseitig auferlegt habe. Zudem habe die Vorinstanz viel zu hohe Anforderungen an das Beweismass gestellt und damit die Grunds�tze des Regelbeweismasses verletzt.
4.1 Nach Art. 8 ZGB hat, wo es das Gesetz nicht anders bestimmt, jene Partei das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, die aus ihr Rechte ableitet. Die R�ge einer falschen Beweislastverteilung geht daher fehl. Entgegen der Meinung der Beschwerdef�hrerin muss nicht die Beschwerdegegnerin beweisen, dass sie nicht fristlos gek�ndigt hat. Da die Beschwerdef�hrerin aus einer (ungerechtfertigten) fristlosen K�ndigung Rechte ableiten will, hat sie das Vorliegen einer fristlosen K�ndigung zu beweisen. Dies hat die Vorinstanz zutreffend erkannt.
4.2 Nach dem bundesrechtlichen Regelbeweismass gilt ein Beweis als erbracht, wenn das Gericht nach objektiven Gesichtspunkten von der Richtigkeit einer Sachbehauptung �berzeugt ist und ihm allf�llige Zweifel als unerheblich erscheinen. Ausnahmen von diesem Regelbeweismass der vollen �berzeugung ergeben sich einerseits aus dem Gesetz und sind anderseits durch Rechtsprechung und Lehre herausgearbeitet worden. Danach wird insbesondere eine �berwiegende Wahrscheinlichkeit als ausreichend betrachtet, wo ein strikter Beweis nicht nur im Einzelfall, sondern der Natur der Sache nach nicht m�glich oder nicht zumutbar ist und insofern eine "Beweisnot" besteht (BGE 133 III 153 E. 3.3 S. 162; 132 III 715 E. 3.1 S. 719 f.; 130 III 321 E. 3.2 S. 324; 128 III 271 E. 2b/aa S. 275).
F�r den Nachweis von Tatsachen und Umst�nden, aus denen auf eine fristlose Entlassung geschlossen werden kann, ergibt sich weder aus dem Gesetz eine Ausnahme noch besteht nach Massgabe der vorstehend wiedergegebenen Rechtsprechung Veranlassung, vom Regelbeweismass im Sinne einer Beweiserleichterung abzugehen. So l�sst sich nicht sagen, dass ein strikter Nachweis einer fristlosen K�ndigung der Natur der Sache nach generell nicht m�glich oder zumutbar w�re. Dies gilt auch, wenn - wie vorliegend - eine m�ndlich ausgesprochene fristlose K�ndigung nachgewiesen werden soll. Die Beschwerdef�hrerin vermag die von ihr behauptete Beweisnot nicht darzutun. Sie kritisiert mit ihren Ausf�hrungen vielmehr die vorinstanzliche W�rdigung der in den Akten liegenden Umst�nde und Beweise. Wenn die Vorinstanz - anders als die Beschwerdef�hrerin dies m�chte - nicht folgern konnte, der Beweis f�r eine fristlose K�ndigung sei erbracht, so verletzte sie damit nicht die Grunds�tze zum bundesrechtlichen Regelbeweismass.
Diese Grunds�tze werden auch nicht durch die vorinstanzliche Erw�gung verletzt, wonach das Vorliegen einer fristlosen K�ndigung nicht leichthin angenommen und insbesondere nicht jedes Wegweisen vom Arbeitsplatz nach einer Auseinandersetzung als fristlose K�ndigung gewertet werden d�rfe. Damit brachte die Vorinstanz lediglich zutreffend zum Ausdruck, dass der Umstand, wonach die Beschwerdef�hrerin nach der Sitzung vom 10. April 2006 vom Arbeitsplatz gewiesen wurde, f�r sich allein nicht gen�gt, um auf eine fristlose K�ndigung zu schliessen. In der Tat muss der Ausspruch einer K�ndigung als fristlos unmissverst�ndlich sein. Die Aufforderung, den Arbeitsplatz sofort zu r�umen, kann auch als Freistellung und ordentliche K�ndigung verstanden werden (WOLFGANG PORTMANN, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, 4. Aufl. 2007, N. 15 zu Art. 337 OR; STREIFF/VON KAENEL, Arbeitsvertrag, 6. Aufl. 2006, N. 18 zu Art. 337 OR; vgl. auch MANFRED REHBINDER, in: Berner Kommentar, 1992, N. 6 zu Art. 335 OR, nach dem im Verweis von der Arbeitsstelle im Zweifel keine K�ndigung liegt). Die Vorinstanz ging korrekt vor, indem sie die weiteren Umst�nde und Beweise w�rdigte und nicht bloss aus dem Wegweisen vom Arbeitsplatz auf eine fristlose K�ndigung schloss. Damit stellte sie keine zu hohen Anforderungen an das Beweismass. Die R�ge der Verletzung von Art. 8 ZGB ist unbegr�ndet.
Weiter r�gt die Beschwerdef�hrerin eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung. Die Vorinstanz habe die Beweise willk�rlich gew�rdigt.
5.1 Dem Sachgericht steht im Bereich der Beweisw�rdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zu (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur ein, wenn das Sachgericht sein Ermessen missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst (vgl. BGE 132 III 209 E. 2.1; 129 I 8 E. 2.1; 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Inwiefern das kantonale Gericht sein Ermessen im dargelegten Sinn missbraucht haben soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (BGE 130 I 258 E. 1.3). Namentlich gen�gt es nicht, einzelne Beweise anzuf�hren, die anders als im angefochtenen Entscheid gewichtet werden sollen, und dem Bundesgericht in appellatorischer Kritik die eigene Auffassung zu unterbreiten, als ob diesem die freie Pr�fung aller Tat- und Rechtsfragen zuk�me (vgl. BGE 116 Ia 85 E. 2b).
5.2 Diese Begr�ndungsanforderungen missachtet die Beschwerdef�hrerin gr�sstenteils. Sie unterbreitet dem Bundesgericht weitgehend blosse appellatorische Kritik unter freier Erg�nzung des vorinstanzlich festgestellten Sachverhalts, ohne rechtsgen�glich aufzuzeigen, inwiefern die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig w�re. Sie wirft der Vorinstanz vor, "die beigebrachten objektiven Beweisindizien im unmittelbaren Nachgang zur Sitzung �berhaupt nicht oder nur sehr knapp thematisiert" zu haben und insbesondere den "Sachverhalt" der sich widersprechenden Schreiben vom 10. April 2006 und vom 25. April 2006 "nicht mit einem Wort thematisiert" zu haben. Sie legt aber nicht mit Aktenhinweisen dar, dass sie Behauptungen zu dieser Thematik bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht h�tte. Auf die weitgehend appellatorischen Vorbringen der Beschwerdef�hrerin in diesem Zusammenhang kann nicht eingegangen werden (Erw�gungen 2 und 3).
Soweit wenigstens ansatzweise hinl�nglich begr�ndete Willk�rr�gen betreffend die Beweisw�rdigung auszumachen sind, ist dazu Folgendes auszuf�hren:
5.2.1 Nicht zutreffend ist der Vorhalt, die Vorinstanz habe mit keinem Wort erw�hnt, welche Bedeutung die R�umung des Arbeitsplatzes und die Schl�sselabgabe habe.
Die Vorinstanz hielt diesbez�glich fest, dass das Vorliegen einer fristlosen K�ndigung nicht leichthin angenommen und insbesondere nicht jedes Wegweisen vom Arbeitsplatz nach einer Auseinandersetzung als fristlose K�ndigung aufgefasst werden d�rfe. Aus vorstehender Erw�gung 4.2 ergibt sich, dass diese Auffassung nicht zu beanstanden und insbesondere nicht willk�rlich ist. Zudem ist im angefochtenen Urteil nicht festgestellt, dass die Beschwerdegegnerin die Abgabe "aller" Schl�ssel verlangt habe. Gem�ss der Aktenstelle (act. 235), auf welche die Beschwerdef�hrerin verweist, gestand B.________ lediglich zu, dass er von der Beschwerdef�hrerin "die Schl�ssel" verlangt habe. Soweit sie an ihrem neuen Arbeitsplatz gearbeitet h�tte, h�tte sie diese Schl�ssel ohnehin nicht ben�tigt. Bei dieser Beweislage ist es nicht willk�rlich, dass sich die Vorinstanz lediglich zum Wegweisen vom Arbeitsplatz �usserte.
5.2.2 Sodann wirft die Beschwerdef�hrerin der Vorinstanz Willk�r bei der W�rdigung der Zeugenaussagen zum Sachverhalt betreffend den unmittelbaren Nachgang zur Sitzung vor. Die Vorinstanz zitiere die entsprechenden Zeugenaussagen falsch und interpretiere einzelne Zeugenaussagen in v�llig falscher Art und Weise sowie im Widerspruch zu den �brigen Zeugenaussagen.
Die Vorinstanz erwog diesbez�glich, die Zeugen D.________ und E.________, welche die Beschwerdef�hrerin unmittelbar nach der Sitzung getroffen und �ber die ausgesprochene K�ndigung orientiert habe, h�tten nicht pers�nlich mitbekommen, dass B.________ angeblich eine fristlose K�ndigung ausgesprochen haben soll. D.________ habe die Erkl�rung der Beschwerdef�hrerin ihm gegen�ber, sie sei soeben fristlos entlassen worden, eher "als einen Witz" erachtet. Die Vorinstanz f�hrte mit Verweis auf Seite 217 der Akten weiter aus, E.________ habe gem�ss seinen Aussagen gest�tzt auf das nachtr�gliche Verhalten von B.________ nicht auf eine fristlose K�ndigung schliessen k�nnen.
Die Beschwerdef�hrerin bemerkt an sich zutreffend, dass auf Seite 217 der Akten keine Aussage von E.________ protokolliert ist, wonach dieser gest�tzt auf das nachtr�gliche Verhalten von B.________ nicht auf eine fristlose K�ndigung habe schliessen k�nnen. Andererseits ergibt sich aus seinen dort protokollierten Aussagen auch nicht das Gegenteil, dass er gest�tzt auf das nachtr�gliche Verhalten von B.________ auf eine fristlose K�ndigung geschlossen habe. Was den Zeugen D.________ angeht, so versteht die Beschwerdef�hrerin dessen Aussage, er habe eine fristlose K�ndigung eher als Witz betrachtet, im Sinne, dass er in der Walliser Umgangssprache habe zum Ausdruck bringen wollen, die fristlose K�ndigung sei v�llig ungerechtfertigt und absurd. Demgegen�ber interpretierte die Vorinstanz diese Aussage dahingehend, dass der Zeuge die Er�ffnung der Beschwerdef�hrerin, sie sei soeben fristlos entlassen worden, nicht ernst genommen und eher als Witz betrachtet habe. Diese Interpretation ist naheliegender, jedenfalls nicht willk�rlich, zumal sich die Beschwerdef�hrerin veranlasst sah zu erwidern, dies (d.h. die Erkl�rung, sie sei soeben fristlos entlassen worden) sei wahr. Weiter ist hervorzuheben, dass die Zeugen D.________ und E.________, wie auch die Zeugen Z.________ und G.________, keine unmittelbar eigenen Wahrnehmungen zur Sitzung vom 10. April 2006 �ussern konnten, sondern nur indirekt die Angaben und subjektiven Einsch�tzungen wiedergaben, die ihnen die Beschwerdef�hrerin berichtet hatte. Dass die Vorinstanz solchen Aussagen kein oder kein grosses Gewicht beimass, ist nicht willk�rlich.
5.2.3 Indem die Beschwerdef�hrerin behauptet, s�mtliche zeitnahen Indizien zum Vorfall vom 10. April 2006 deuteten auf eine fristlose Entlassung hin, unterbreitet sie dem Bundesgericht lediglich ihre eigene Sicht der Dinge und ihre Ansicht, wie die Beweise und Indizien zu w�rdigen w�ren. Die diesbez�glichen Ausf�hrungen ersch�pfen sich in einer appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid, zeigen aber keine willk�rliche Beweisw�rdigung auf (vgl. Erw�gung 5.1). Namentlich vermag die Beschwerdef�hrerin die Erw�gung der Vorinstanz nicht als unhaltbar auszuweisen, wonach die Beschwerdef�hrerin in ihren Schreiben den Standpunkt, es sei ihr am 10. April 2006 fristlos gek�ndigt worden, selber mehrmals relativiert habe. F�r das Bundesgericht besteht daher kein Anlass, in die Beweisw�rdigung der Vorinstanz einzugreifen.
5.3 Die Beschwerdef�hrerin f�hrt schliesslich unter Verweis auf ein �rztliches Zeugnis von Dr. med. F.________ vom 16. Mai 2006, wonach sie nur in einem nicht belasteten Arbeitsumfeld mit reduziertem Stress voll arbeitsf�hig sei, aus, es sei ihr schlicht nicht zumutbar gewesen, weiterhin zur Arbeit zu erscheinen. Diese Behauptung st�tzt die Beschwerdef�hrerin wiederum auf Umst�nde (insb. Arztzeugnis vom 16. Mai 2006) ab, die im angefochtenen Urteil nicht festgestellt sind. Entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrerin hat die Vorinstanz im �brigen die Frage der Unzumutbarkeit der Wiederaufnahme der Arbeit nicht ausgeblendet. Vielmehr erachtete sie die im Zusammenhang mit der Freistellung vom 10. April 2006 stehenden Ereignisse keineswegs als derart, dass deswegen die Fortsetzung des Arbeitsverh�ltnisses f�r die Beschwerdef�hrerin unzumutbar geworden w�re. Inwiefern die Vorinstanz mit dieser Beurteilung Bundesrecht verletzen w�rde, wird in der Beschwerde nicht, jedenfalls nicht rechtsgen�glich, begr�ndet und ist nicht ersichtlich.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdef�hrerin kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 i.V.m. Art. 65 Abs. 4 lit. c sowie Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Gerichtsschreiberin: Sommer