Source: https://www.123recht.net/Kuendigung-und-Urlaubsanspruch-__f317885.html
Timestamp: 2017-11-22 11:12:36
Document Index: 118794907

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§5']

8.7.2011 Thema abonnieren Zum Thema: Kündigung Urlaubsanspruch
PapstFnord
Ich habe meinen Arbeitsvertrag am 30.06. zum 31.07. gekündigt, da ich ab 01.08. eine neue Arbeitsstelle antreten werde. Bei meinem momentanen Arbeitgeber bin ich seit 01.01.2010 auf ein Jahr befristet bis zum 31.12.2010 angestellt.
laut § 13 BUrlG kann in tarifverträgen abgewichen werden,
wenn bisher für eine "freie" woche 5 tage Urlaub eingereicht werden musste, lässt dies auch auf eine 5-tage-woche schließen
oder deinen urlaub per arbeitsgericht durchzusetzen
liebe noch das problem, wie hoch der wäre
Hmm, da muss ich mich Entschuldigen. Ich hätte mich besser einlesen sollen. Nachdem ich das gemacht habe, bin ich auch der Meinung, dass ich unter die 5-Tage Woche einzuordnen bin. Gut, dann habe ich nur Anspruch auf 23 Tage, aber der eine Tag macht mir auch nichts aus.
Vielleicht hätte ich da noch was erwähnen müssen. Mein Urlaub ist genehmigt und ich befinde mich schon mittendrin. Ich habe zu Anfang des Jahres meinen Jahresurlaub eingereicht. Dieser wurde mir auch so genehmigt. Urlaub habe ich vom 27.06. bis zum 27.07., also an einem Stück. Ich wusste ja vorher nicht, dass ich meinen Job wechseln werde. Das habe ich auch erst am 29.06., also am Tag vor meiner Kündigung, erfahren.
§ 13 sieht im übrigen auch sehr gut aus.
Junior-Partner (5012 Beiträge, 2248x hilfreich)
Was steht denn im NGG-TV zur Anzahl der Urlaubstage und zur 12telung? Und wie findet dieser TV Anwendung im Arbeitsvertrag - vollumfänglich?
quote:§ 13 sieht im übrigen auch sehr gut aus.
Soweit ich das Beurteilen kann, sagt § 13 aus, dass Tarifverträge in bestimmten Fällen vom BUrlG abweichen können, allerdings nicht zu ungunsten des Arbeitnehmers. Daher sollte die gesetzliche Grundlage bezüglich Urlaubsanspruch trotz des Tarifvertrages so als Minimum stimmen.
Soweit ich das Beurteilen kann, sagt § 13 aus, dass Tarifverträge in bestimmten Fällen vom BUrlG abweichen können, allerdings nicht zu ungunsten des Arbeitnehmers.
Ich glaube gerade das sagt der § 13 Abs. 1 nicht aus. Allerdings ist dieser § mir inhaltlich immer noch ein Rätsel. Ein abweichen zugunsten der AN müsste man auch nicht erst gesetzlich festlegen.
Das 20 Tage im Jahr wohl das gesetzliche Minimum ist, ist unbestritten. Wenn der AG mir 23 Tage zusagt, dann ist das in Ordnung. Wenn er mir aber nun nur 13 oder 14 Tage genehmigen will, da ich kündige, ist das aber nicht rechtens.
Meine Chefin hat mich letzte Woche angerufen und mir mitgeteilt, dass ich wohl nur Anspruch auf 14 Tage habe, da ich gekündigt (123recht.net Tipp: Kündigung Arbeitsvertrag Arbeitnehmer ) habe. Hier liegt ja das Problem. §5 des BUrlG sagt ja aus, dass nur gekürzt werden darf, wenn ein AN während der Wartezeit und in der ersten Hälfte des Jahres aus dem Unternehmen austritt.
Meine Chefin hat mir dann allerdings eine Standpauke gehalten und mir die 4 Tage nicht anerkannt, trotz Vorlage des Scheins vom Arzt und Kostenübernahme der Krankenkasse. Ich sollte die 4 Tage nacharbeiten. Zusammenfassend bedeutet das ja weniger Lohn für mehr Arbeit.
Der AG hat die 4 Tage nicht bezahlt, aber Sie mussten zusätzlich 4 Tage arbeiten?
Wie gesagt, die Krankenkasse zahlt für die 4 Tage, allerdings ja auch nur einen bestimmten Prozentsatz. Daher habe ich für die 4 Tage weniger verdient. Und ja, ich habe diese 4 Tage nachgearbeitet. Das dieser Vorgang alles andere als rechtens ist, sieht ein Blinder. Die Frage ist nur, welche Konsequenzen das für den AG hat und ob ich das zur Not als Druckmittel einsetzen kann.
Die Frage ist nur, welche Konsequenzen das für den AG hat
Wenn Sie nichts dagen unternehmen, keine.
Das Problem war folgendes. Ich wusste damals ja noch nicht, dass ich meinen AG wechseln werde. Ich konnte mir also überlegen dagegen vorzugehen und mir den Unmut meiner Vorgesetzten auf mich zu ziehen und eventuell keine Vertragsverlängerung, oder mich zu wehren. Ich habe erstmal nichts gesagt. Nun sieht das ganze anders aus. Die Frage ist nur, was blüht meinem AG in so einem Falle?
Wie lange dauert denn so ein Vorgang beim Arbeitsgericht? Kann man eventuell einen Antrag auf Dringlichkeit stellen?
Die Frage ist nur, was blüht meinem AG in so einem Falle?
Das "Schöne" beim Arbeitsgericht ist, dass der AG in der Regel nur das zahlen muss, was dem AN sowieso zugestanden hätte. Er sitzt halt dummerweise was Lohnzahlungen, etc. betrifft am längeren Hebel und kann erstmal tun und lassen, was er will.
Das kann dauern. Nach 3 bis 4 Wochen wird allerdings ein Gütetermin angesetzt. Sollte man sich bereits dort einigen und der AG dann auch zahlen, dann geht es relativ zügig.
Was mir noch nicht ganz klar ist, ob ein AG eine Krankmeldung einfach ablehnen kann. Ich bin momentan ja nicht an meinem Wohnort. Wenn ich mir nun hier einen Krankenschein organisiere, ist das zulässig?
Folglich müsste ja der Krankenschein eines dort angesiedelten Arztes Gültigkeit haben.
Was ist denn das für eine Begründung (den letzten Satz mal ausgenommen)?
Manchmal sollte man auch verzichten können und nicht um jede Erbse feilchen wollen.
Wenn das nur alle Arbeitgeber auch so sehen würden....
Gerade das "feilchen" um jedes Komma, jeden Cent, ...jeden.., hat uns Arbeitnehmer ja irgendwie a u c h in "Verruf" gebracht..(das sagt jetzt ein Arbeitnehmer-Jaa!)
Bevor Fragen kommen: habe selbst auch schon(und gerade eben/vor kurzem lieber auf was verzichtet, ales eeewig damit rumzumachen).
Und das vielleicht gerade genau dieses Verhalten einige AGs dazu anhält, ihre eigenen Gesetze zu machen, ist Ihnen noch nicht in den Sinn gekommen?
fb307576-40
Moin! Habe ich das jetzt richtig verstanden, wenn mir zum 31.07. gekündigt wurde, stehen mir evtl. meine vollen Urlaubstage zu, bzw. wenigstens die gesetzlichen auf jeden Fall? Also 20 Tage? Bei mir ist es so, dass ich ab dem 01.08. nach Canada gehe und natürlich meinen Urlaub noch nehmen würde, wenn er mir zusteht. Oder ist es dafür jetzt zu spät? Mfg
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