Source: http://behinderung.org/finanzen.htm
Timestamp: 2014-03-12 09:20:46
Document Index: 41830505

Matched Legal Cases: ['§19', '§20', '§21', '§22', '§23', '§24', '§25', '§19']

Finanzielle Erleichterungen und Hilfen - behinderung.org
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InhaltFinanzielle Erleichterungen und HilfenSteuern sparenHilfen zur beruflichen Eingliederung von SchwerbehindertenErleichterungen im PersonenverkehrWeiteres1. Steuern sparen
Jeder behinderte Arbeitnehmer, Unternehmer oder Freiberufler kann zum Ausgleich von behinderungsbedingten Mehraufwendungen Steuerermäßigungen in der Einkommen- und Lohnsteuer geltend machen.
In den Genuß der Steuervergünstigungen kommen zunächst einmal alle Schwerbehinderten. Jedoch auch Behinderte deren Grad der Behinderung zwischen 25 und 50 liegt können unter bestimmten Voraussetzungen davon Gebrauch machen. Hat die Behinderung zum Beispiel zu einer äußerlich erkennbaren und dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit geführt oder beruht die Behinderung auf einer Berufskrankheit oder erhält der Behinderte eine Rente oder andere laufende Bezüge, so gehören auch sie zum begünstigten Personenkreis.
Dabei gibt es 2 Wege:Hier werden erhöhte Aufwendungen im Einzelnen geltend gemacht. Jede einzelne Belastung oder Ausgabe muß durch Quittungen, Rechnungen oder andere Belege ganz genau nachgewiesen werden.Diese andere Möglichkeit nennt sich "Pauschbetrag für Behinderte". Dabei erhält jeder Betroffene, je nach Grad der Behinderung, einen bestimmten Betrag von seinen Einkünften steuerfrei. Man spart sich also das Sammeln von Einzelnachweisen. Der Pauschbetrag kann auf der Lohnsteuerkarte eingetragen werden, so daß die monatliche Steuerlast bereits vermindert wird und man nicht das Geld erst nach der Steuererklärung zurückbekommt.Eltern können den Pauschbetrag für ihr behindertes Kind auf sich übertragen lassen, wenn ihn das Kind nicht selbst in Anspruch nimmt. (Sie müssen jedoch für das Kind einen Kinderfreibetrag erhalten.)
Außer dem Behinderten-Pauschbetrag kann noch folgendes berücksichtigt werden:Aufwendungen für eine Hilfe im Haushalt bis höchstens 1.800 DM im Jahr, wenn der Steuerpflichtige oder sein im Haushalt lebender Ehegatte oder sein Kind hilflos oder schwer behindert (Grad der Behinderung mindestens 45) sind (Hilflose können unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 12.000 DM als Sonderausgaben geltend machen, wenn ihre Haushaltshilfe die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten im häuslichen Bereich erledigt)Außerordentliche KrankheitskostenAufwendungen für eine HeilkurBei Heim- oder Pflegeunterbringung können in den Gesamtaufwendungen enthaltene Kosten für hauswirtschaftliche Dienstleistungen bis zu einem Betrag von 1.200 DM im Kalenderjahr ( bei Unterbringung zur Pflege bis zu 1.800 DM) abgestzt werdenWer eine hilflose Person H (im Schwerbehindertenausweis)
persönlich in seiner Wohnung oder in der des Behinderten pflegt, kann entweder die tatsächlichen Kosten oder einen Pauschbetrag von 1.800 DM geltend machen.
Nicht abzugsfähig von der Steuer ist jedoch die Brillenversicherung, deren Abschluss für Behinderte trotzdem sinnvoll sein kann, wenn beispielsweise die Gefahr besteht, dass das Gestell häufig kaputt geht. Das Gestell kann nämlich ganz gut versichert werden, während die Krankenkassen bei Behinderten unter bestimmten Umständen sowieso einen Teil der Kosten für die Gläser übernehmen. 2. Hilfen zur beruflichen Eingliederung von Schwerbehinderten Name durch wen wer berechtigt Art der Leistungen Leistungen zur Förderung der Arbeitsaufnahme Arbeitsamt (FdA-Anordnung) alle Arbeitnehmer Bewerbungskosten, Reisekosten, Arbeitsausrüstung Überbrückungsbeihilfe, Fahrkostenbeihilfe, Beförderungsmittel, Trennungsbeihilfe, Familienheimfahrten, Umzugskosten, Leistungen für eine Arbeitsaufnahme im Ausland, Überbrückungsgeld bei Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit Leistungen zur berufl. Rehabilitation (Erlangung oder Erhaltung eines Ausbildungs- oder Arbeits- platzes) Arbeitsamt (A Reha) andere Rehabilitationsträger alle Arbeitnehmer Reisekosten, Beförderungsmittel, Führerschein, Hilfsmittel, Technische Arbeitshilfen, Verdienstausfall, Wohnkosten Leistungen zur Förderung der beruflichen Bildung Arbeitsamt alle Arbeitnehmer Unterhaltsgeld, Lehrgangsgebühren einschl. Lehrmittel, Fahrkosten, Arbeitskleidung, Unterkunft und Verpflegung, Kinderbetreuungskosten Leistungen zur beruflichen Rehabilitation (Bildungsmaßnahmen) Arbeitsamt (A Reha) andere Rehabilitationsträger alle Arbeitnehmer Ausbildungsgeld, Übergangsgeld, Maßnahmekosten, Fernunterrichtsgebühren, Lernmittel, Arbeitskleidung, Unterkunft und Verpflegung, Reisekosten, Haushaltshilfe, Krankenversicherung, andere Leistungen Technische Arbeitshilfen Hauptfürsorgestelle (§19 SchwbAV) Schwerbehinderte (wenn sie nicht in Eigentum des Arbeitgebers übergehen) Erst- und Ersatzbeschaffung, Wartung, Instandhaltung, Ausbildung im Gebrauch Kraftfahrzeughilfen Rehabilitationsträger (KfzHV) Hauptfürsorgestelle (§20 SchbAV) Schwerbehinderte <big>1.Beschaffung eines Kfz</big> *Zuschuß bis zur Höhe des Kaufpreises höchstens jedoch 18000 DM *höherer Zuschuß möglich, wenn wegen Art der Behinderung größeres Fahrzeug erforderlich *Zuschuß ist einkommensabhängig <big>2.Behinderungsbedingte Zusatzausstattung</big> *Übernahme der Kosten in vollem Umfang, auch für Einbau und Reperaturen <big>3. Fahrerlaubnis</big> *einkommensabhängiger Zuschuß *bei Kosten für behinderungsbedingte Untersuchungen, Ergänzungsprüfungen und Eintragungen in vorhandene Führerscheine volle Übernahme der Kosten <big>4. Härtefälle</big> *Leistungen in Härtefällen, z.B. zu den Kosten für Reperaturen, Taxi, Beförderungsdienste *Kfz ist infolge der Behinderung zum Erreichen des Arbeits- und Ausbildungsortes erforderlich *Kfz muß nach Größe und Ausstattung behindertengerecht sein und eine evtl. erforderliche behinderungsbedingte Zusatzausstattungohne unverhältnismäßigen Mehraufwand ermöglichen *keine Obergrenze für den Anschaffungspreis des Kfz *bei Gebrauchtwagen: Verkehrswert mindestens 50% des Neuwagenpreises *erneute Förderung eines Kfz in der Regel nicht vor Ablauf von 5 Jahren Gründung und Erhaltung einer selbstständigen beruflichen Existenz Hauptfürsorgestelle (§21 SchwbAV) Schwerbehinderte Darlehen oder Zinszuschüsse *persönliche und fachliche Voraussetzungen für die Tätigkeit *Sicherstellung des Lebensunterhaltes durch die Tätigkeit *Zweckmäßigkeit der Tätigkeit unter Berücksichtigung von Lage und Entwicklung des Arbeitsmarktes Wohnungshilfen Hauptfürsorgestelle (§22 SchwbAV) Schwerbehinderte Zuschüsse, Zinszuschüsse und/oder Darlehen: *Beschaffung von behinderungsgerechtem Wohnraum *Anpassung von Wohnraum und seiner Ausstattung an behinderungsbedingte Bedürfnisse *Umzug in eine behinderungsgerechte oder erheblich verkehrsgünstiger zum Arbeitsplatz gelegene Wohnung Erhaltung der Arbeitskraft Hauptfürsorgestelle (§23 SchwbAV) Schwerbehinderte Zuschuß bis zur Höhe der entstehenden Aufwendungen für die Teilnahme an diesen Maßnahmen Übliche Erholungsmöglichkeiten können wegen Art und Schwere der Behinderung nicht genutzt werden; eine besondere Einrichtung ist notwendig Maßnahmen zur Erhaltung und Erweiterung beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten Hauptfürsorgestelle (§24 SchwbAV) Schwerbehinderte Zuschuß bis zur Höhe der entstehenden Aufwendungen für die Teilnahme an diesen Maßnahmen Leistungen in besonderen behinderungsbedingten Lebenslagen Hauptfürsorgestelle (§25 SchwbAV) Schwerbehinderte Zuschuß und/oder Darlehen je nach Einzelfall Andere Leistungen als die in den §§19 bis 24 geregelten Hilfen, wenn und soweit sie erforderlich sind, um die Ziele der begleitenden Hilfe zu erreichen.Nach obenDrucken