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Timestamp: 2016-10-26 02:28:50
Document Index: 162641570

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 107', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_310/2011 (05.09.2011)
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 30. November 2010.
Der 1972 geborene G.________ war als selbstst�ndig erwerbender Bodenleger bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Unfallfolgen versichert, als er am 31. Mai 2005 bei der Arbeit einen Unfall erlitt. Ein Zementsack fiel beim Abladen aus einer H�he von drei Paletten herunter und prallte gegen die rechte Seite des Kopfes - nach anderer Darstellung in den Akten auch gegen die rechte Schulter-/Nackenpartie - des Versicherten. Der Kopf wurde dadurch nach links gekippt. G.________ verlor das Gleichgewicht, knickte in den Knien ein resp. fiel auf diese. Der gleichentags aufgesuchte Hausarzt erhob die Befunde einer starken Druckdolenz der Halswirbels�ule (HWS), rechtsseitig betont, allseits schmerzhaft bewegungseingeschr�nkt, mit lumbalen Schmerzen ins rechte Bein ausstrahlend, ohne Hinweise auf radikul�re Symptome. Er diagnostizierte eine Distorsion von HWS und Lendenwirbels�ule (LWS) und best�tigte eine Arbeitsunf�higkeit (Bericht vom 22. Juni 2005). Die SUVA gew�hrte Heilbehandlung und richtete Taggeld aus. Am 22. November 2005 teilte sie G.________ mit, sie werde aufgrund der bez�glich Unfallfolgen wieder gegebenen vollen Arbeitsf�higkeit ab 1. April 2006 kein Taggeld mehr leisten. Daran hielt sie mit Schreiben vom 29. Mai 2006 fest. Mit Verf�gung vom 22. Oktober 2008 er�ffnete die SUVA dem Versicherten, s�mtliche Versicherungsleistungen w�rden mit sofortiger Wirkung eingestellt. Sie verneinte �berdies einen Anspruch auf eine Invalidenrente und auf eine Integrit�tsentsch�digung. Zur Begr�ndung f�hrte sie aus, die noch bestehenden Beschwerde an der LWS seien nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter Natur. Bez�glich der noch geklagten Beschwerden im Bereich des Kopfes und des Nackens fehle es an einer organisch nachweisbaren Unfallfolge; die Ad�quanzpr�fung ergebe, dass dem Unfall vom 31. Mai 2005 keine rechtserhebliche Bedeutung f�r diese Beschwerden zukomme. Die von G.________ hiegegen erhobene Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 27. Januar 2010 ab.
G.________ f�hrte Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des Einspracheentscheides seien die UVG-Leistungen auch ab dem 22. Oktober 2008 zuzusprechen. Replicando beantragte er �berdies, die SUVA sei zur Bezahlung der Kosten eines von ihm eingeholten und im kantonalen Verfahren aufgelegten medizinischen Gutachtens zu verpflichten. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden wies die Beschwerde mit Entscheid vom 30. November 2010 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst G.________ die Aufhebung des kantonalen Entscheides beantragen und sein vorinstanzliches Leistungsbegehren erneuern.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (BGE 134 V 250 E. 1.2 S. 252 mit Hinweisen). Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Pflicht zur Begr�ndung der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254; Urteil 8C_934/2008 vom 17. M�rz 2009 E. 1 mit Hinweisen, nicht publ. in: BGE 135 V 194, aber in: SVR 2009 UV Nr. 35 S. 120). Das Bundesgericht darf nicht �ber die Begehren der Parteien hinausgehen (Art. 107 Abs. 1 BGG).
Der vorinstanzliche Entscheid ist nicht angefochten, soweit der Anspruch des Beschwerdef�hrers auf �bernahme der Kosten des von ihm eingereichten Gutachtens verneint wurde.
Streitig und zu pr�fen ist, ob aus dem Unfall vom 31. Mai 2005 �ber den 22. Oktober 2008 hinaus Anspruch auf UVG-Leistungen besteht. Dabei steht gem�ss Beschwerdebegr�ndung nurmehr ein Leistungsanspruch aufgrund von HWS-bezogenen Beschwerden zur Diskussion.
Umstritten ist zun�chst, ob die noch geklagten Beschwerden mit einer organisch objektiv ausgewiesenen Sch�digung als Folge des Unfalls vom 31. Mai 2005 zu erkl�ren sind. Die SUVA und das kantonale Gericht verneinen eine solche Sch�digung, der Beschwerdef�hrer bejaht sie.
4.1 Ob eine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge vorliegt, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181; Urteil 8C_749/2010 vom 6. Januar 2011 E. 4.1, auch zum Folgenden). Dabei gilt es zu beachten, dass beispielsweise das Thoracic-outlet-Syndrom oder myofasziale und tendinotische bzw. myotendinotische Befunde f�r sich allein nicht als organisch hinreichend nachweisbare Unfallfolgen zu betrachten sind. Auch Verh�rtungen und Verspannungen der Muskulatur, Druckdolenzen im Nacken sowie Einschr�nkungen der HWS-Beweglichkeit k�nnen f�r sich allein nicht als klar ausgewiesenes organisches Substrat der Beschwerden qualifiziert werden. Gleiches gilt f�r Nackenverspannungen bei Streckhaltung der HWS mit Retrohaltung (SVR 2009 UV Nr. 18 S. 69, 8C_744/2007 E. 4.5). Rechtsprechungsgem�ss kann von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abkl�rungen best�tigt wurden und die hiebei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (Urteil 8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 2 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 135 V 465, aber in: SVR 2010 UV Nr. 6 S. 25).
4.2 Vorab ist festzuhalten, dass die nach dem Unfall durchgef�hrten Untersuchungen mittels R�ntgen und (konventionellem) MRI keine Hinweise f�r eine unfallbedingte strukturelle Sch�digung im HWS-Bereich ergaben (u.a. Berichte des Hausarztes vom 14. Juli 2005 und der Radiologie B.________ vom 26. Juli 2005). Sodann wurde zwar aufgrund einer Abkl�rung mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT; fmri) auf eine Verletzung der ligamenta alaria geschlossen (Bericht fmri-Zentrum X.________ vom 26. Juni 2006 mit Nachtrag vom 18. September 2006). Diese Diagnose wurde aber, wie das kantonale Gericht in nicht zu beanstandender W�rdigung der medizinischen Akten erkannt hat, in weiteren fach�rztlichen Berichten verl�sslich widerlegt. Das ist letztinstanzlich nicht mehr umstritten. Die Vorinstanz hat �berdies zutreffend auf die Rechtsprechung gem�ss BGE 134 V 231 verwiesen. Danach kommt den mittels fmri/fMRT erhobenen Befunden f�r die Beurteilung der Unfallkausalit�t von Beschwerden nach Schleudertraumen der HWS und �quivalenten Unfallmechanismen nach dem aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft kein Beweiswert zu (BGE 134 V 231).
4.3 Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf den Bericht des Dr. med. habil. F.________, Radiologiezentrum Z.________, vom 17. M�rz 2009 sowie auf die Gutachten des Prof. Dr. med. K.________, Zentrum f�r Chirurgie, Klinik f�r Unfallchirurgie, Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie, Klinik U.________, vom 27. April 2009 (mit erg�nzender Stellungnahme vom 25. September 2010) und des Prof. Dr. med. G.________, Facharzt f�r Neurochirurgie FMH, vom 10. Mai 2010 (mit erg�nzender Stellungnahme vom 26. August 2010). Auf diese medizinischen Akten und deren Beurteilung durch die Vorinstanz ist nachfolgend einzugehen.
4.4 Gem�ss dem angefochtenen Entscheid st�tzt der Bericht des Dr. med. habil. F.________ vom 17. M�rz 2009 den Schluss auf eine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge nicht. Diese Beurteilung ist richtig und wird vom Beschwerdef�hrer auch nicht begr�ndet in Frage gestellt. Der Radiologe f�hrt in erster Linie aus, weshalb gem�ss den von ihm durchgef�hrten Untersuchungen, entgegen der vorangegangenen, fmri-gest�tzten Diagnosestellung, keine Verletzung der ligamenta alaria vorliege. Er beschreibt sodann Bewegungseinschr�nkungen an der HWS, h�lt aber zugleich - zutreffend - fest, der radiologische Nachweis von Funktionsst�rungen alleine stelle noch keinen Beweis hinsichtlich einer haftungsausf�llenden Kausalit�t einer HWS-Beschleunigungsverletzung und der posttraumatisch entstandenen Beschwerden dar.
4.5 Prof. Dr. med. K.________ bejaht die Unfallkausalit�t der noch geklagten Beschwerden im Bereich der HWS. Er begr�ndet dies zum einen mit der Geeignetheit der unfallbedingten Krafteinwirkung, eine Verletzung der HWS zu verursachen, mit den festgestellten Bewegungseinschr�nkungen der HWS und mit dem Umstand, dass im engsten zeitlichen Zusammenhang mit dem Ereignis erstmals Beschwerden an der HWS aufgetreten seien. Zum anderen habe die kinesiologische EMG-Untersuchung willentlich nicht beeinflussbare pathologische Muskelaktivit�ten im Nackenbereich ergeben. Sodann l�gen keine Erkrankungen vor, die alternativ zum erlittenen Trauma die Beschwerden erkl�ren k�nnten.
Es geht hier darum, ob die noch bestehenden Beschwerden mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit mit einer organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge erkl�rt werden k�nnen, mithin mit einem unfallbedingten organischen Substrat im Sinne einer bildgebend oder sonst wie klar nachweisbaren strukturellen Ver�nderung (SVR 2009 UV Nr. 49 S. 173, 8C_957/2008 E. 3.1; Urteil 8C_711/2010 vom 14. Januar 2011 E. 5.2; E. 3 hievor). Eine Aussage des Inhalts, dass hier eine solche strukturelle Ver�nderung besteht, findet sich weder im Gutachten vom 27. April 2009 noch in der erg�nzenden Stellungnahme vom 25. September 2010 des Prof. Dr. med. K.________. Dieser begr�ndet den Schluss auf nat�rliche Unfallkausalit�t der Beschwerden mit anderen Gesichtspunkten.
Der Beschwerdef�hrer schliesst dennoch aus den zitierten Feststellungen des Experten auf eine solche L�sion im Bereich der HWS. Das bedarf daher n�herer Betrachtung.
4.5.1 Alleine die grunds�tzliche Geeignetheit eines Ereignisses, zu einer Verletzung zu f�hren, reicht nicht, um diese als organisch objektiv ausgewiesen zu betrachten. Gleiches gilt f�r den Umstand, dass unmittelbar nach dem Ereignis erstmals Beschwerden im betreffenden Bereich auftreten, zumal dies auf einen beweisrechtlich unzul�ssigen "post hoc ergo propter hoc"-Schluss hinausliefe (BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f.; SVR 2010 UV Nr. 10 S. 40, 8C_626/2009 E. 3.2; 2009 UV Nr. 13 S. 52, 8C_590/2007 E. 7.2.4; 2008 UV Nr. 11 S. 34, U 290/06 E. 4.2.3). Dass Bewegungseinschr�nkungen ohne bildgebenden/apparativen Nachweis einer strukturellen Verletzung ebenfalls nicht gen�gen, wurde bereits festgehalten (E. 3 hievor). Auch der mangelnde Nachweis einer anderweitigen Ursache der Beschwerden gen�gt nicht, um auf eine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge als Ursache schliessen zu k�nnen.
Die entsprechenden Ausf�hrungen des Prof. Dr. med. K.________ gestatten daher nicht, eine unfallbedingte Sch�digung als organisch objektiv ausgewiesen zu betrachten.
4.5.2 Zu pr�fen bleibt die Bedeutung des mittels kinesiologischem EMG erhobenen Befundes.
Das kantonale Gericht hat den Beweiswert des Befundes unter anderem mit der Begr�ndung verneint, diese Untersuchungsmethode sei wissenschaftlich nicht anerkannt. Ob das so generell formuliert zutrifft, kann offen bleiben, da das kinesiologische EMG jedenfalls schon von seiner inhaltlichen Zielsetzung und Aussagekraft her nicht geeignet ist, den hier streitigen Nachweis einer strukturellen Ver�nderung zu erbringen. Gem�ss Gutachten des Prof. Dr. med. K.________ vom 27. April 2009 dient dieses Untersuchungsverfahren dem Nachweis funktioneller muskul�rer St�rungen, wobei der Experte funktionelle St�rungen als schmerzhafte Bewegungseinschr�nkungen umschreibt (vgl. auch: MICHAEL KRAMER, Kinesiologisches Fine-Wire EMG des M. semispinalis capitis zur Darstellung muskul�rer Dysfunktionen nach HWS-Beschleunigungsverletzungen QTF II�, in: Graf/Grill/Wedig [Hrsg.], Beschleunigungsverletzung der Halswirbels�ule - "HWS-Schleudertrauma", 2009; S. 121 ff., S. 121 und 124; DERSELBE, Kinesiologisches Fine-Wire EMG des M. semispinalis capitis zur Darstellung muskul�rer Dysfunktionen nach HWS-Beschleunigungsverletzungen II�, Habilitationsschrift 2004, u.a. S. 15, 16, 90 und 92, [abgerufen am 24. August 2011 �ber:
http://www.uniklinikulm.de/fileadmin/Kliniken/Chirurgische_Klinik/chirurgie3/Habilitation_M._Kramer.pdf]; PFEIFER/VOGT/BANZER, Kinesiologische Elektromyographie [EMG], in: Deutsche Zeitschrift f�r Sportmedizin, Heft 11/2003, S. 331 f., S. 331 [abgerufen am 24. August 2011 �ber:
http://www.zeitschriftsportmedizin.de/fileadmin/externe_websites/ext.dzsm/content/archiv2003/heft11/stint_11_03.pdf]). Das kinesiologische EMG dient also, wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, gerade nicht dem Nachweis struktureller, sondern bloss funktioneller Defizite. Aus solchen funktionellen Beeintr�chtigungen, wie Bewegungseinschr�nkungen oder Auff�lligkeiten im Muskelverhalten, kann aber noch nicht geschlossen werden, es liege eine hief�r urs�chliche strukturelle Sch�digung aus Unfall vor (vgl. E. 3 hievor).
4.6 Prof. Dr. med. G.________ f�hrt im Gutachten vom 10. Mai 2010 namentlich aus, die neurologische Befundung habe am rechten Auge eine Verengung der Lidspalten im Sinne einer Ptosis und an der rechten Stirnseite eine verminderte Schweisssekretion im Sinne einer Anhidrosis ergeben. Es sei somit ein neurologischer Ausfall diagnostiziert, der auf einer L�sion des Symphatikus-Grenzstranges im Hals beruhe. Das bestehende Schmerzsyndrom werde durch diesen Nachweis einer organischen Verletzung als sympathisch unterhaltener Schmerz verst�ndlich und sei direkte Folge des schweren Traumas. Die bei den vorangegangenen Abkl�rungen erhobenen objektiven Untersuchungsergebnisse der St�rung der Halsbeweglichkeit und des muskul�ren Systems durch kinesiologisches EMG wiesen sodann die St�rung des muskuloskelettalen Systems objektiv nach. Zusammenfassend f�hrt der Gutachter aus, durch den Arbeitsunfall vom 31. Mai 2005 sei �berwiegend wahrscheinlich eine schwere Kontusion des Halses mit neurologischen Ausf�llen und anhaltenden St�rungen des muskuloskelettalen Systems aufgetreten. Dar�ber hinaus sei es bei diesem Unfall mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit zu einem dauernd beeintr�chtigenden, schweren, durch Interaktion zwischen dem sympathischen und nozizeptiven System, durch sympathisch afferente Kupplung verursachten regionalen Schmerzsyndrom gekommen.
4.6.1 Es gilt nochmals zu betonen, dass es an dieser Stelle (noch) nicht darum geht, die Unfallkausalit�t der bestehenden Beschwerden abschliessend zu bejahen oder zu verneinen. Zu pr�fen ist vorerst nur, ob mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit eine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge vorliegt, welche die Beschwerden zu erkl�ren vermag. Dass sich aus den vorangegangenen Untersuchungen, auch mittels kinesiologischem EMG, und den damit erhobenen Befunden bez�glich HWS-Beweglichkeit und Muskelverhalten keine solche Verletzung ergibt, wurde bereits festgehalten. Prof. Dr. med. G.________ diagnostiziert nun neu eine L�sion des Sympathikus-Grenzstranges im Hals. Er leitet dies aus den von ihm erhobenen Befunden einer Lidspaltenverengung am rechten Auge und einer verminderten Schweisssekretion an der rechten Stirnseite sowie aus den in medizinischen Vorakten erw�hnten Bewegungseinschr�nkungen und Muskelaktivit�ten im HWS-Bereich ab.
4.6.2 Zum Gutachten des Prof. Dr. med. G.________ hat sich Dr. med. A.________, Facharzt f�r Neurologie FMH, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie, von der Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA in der neurologischen Beurteilung vom 30. Juli 2010 ge�ussert. Der Versicherungsmediziner vermag aufgrund des von Prof. Dr. med. G.________ aufgelegten Fotomaterials keine signifikante Differenz der Lidspalten im Seitenvergleich erkennen und opponiert der Diagnose einer unfallbedingten Ptosis auch aus anderen Gr�nden, wie etwa dem Umstand, dass entsprechende Symptome in den vorangegangenen medizinischen Akten nicht erw�hnt worden seien. Das Vorliegen einer verminderten Schweisssekretion an der rechten Stirnseite erachtet Dr. med. A.________ gest�tzt auf den von Prof. Dr. med. G.________ aufgelegten Papierabdruck nach Ninhydrintest h�chstens f�r m�glich.
4.6.3 Ob nun eine Lidspaltenverengung und eine Schweisssekretionsminderung vorliegen oder nicht, ist f�r die hier zu beantworte Frage nicht entscheidend. Es muss daher nicht auf die entsprechenden Einw�nde, welche Prof. Dr. med. G.________ in der erg�nzenden Stellungnahme vom 26. Oktober 2010 gegen�ber der neurologischen Beurteilung des Dr. med. A.________ erhebt, eingegangen werden. Das gilt namentlich auch f�r die Kritik des Gutachters, der Versicherungsmediziner habe sich seine Meinung ohne eigene Untersuchung des Versicherten gebildet. Massgebend ist vielmehr, ob eine unfallbedingte Sch�digung, welche solche (und/oder andere) Beschwerden zu erkl�ren verm�chte, bildgebend/apparativ und damit organisch objektiv nachgewiesen wurde. Auch Prof. Dr. med. G.________ vermag sich bei seiner Beurteilung, wonach die von ihm erhobenen Befunde und weitere Beschwerden organischer Natur seien, nicht auf einen solchen Nachweis zu st�tzen. Er leitet den Schluss auf eine organische Unfallfolge im Halsbereich vielmehr aus den von ihm festgestellten Symptomen an Auge und Stirn und anderen, nach dem Gesagten ebenfalls nicht organisch nachgewiesenen �rztlichen Feststellungen ab. Das gen�gt nicht, um auf eine solche unfallbedingte Sch�digung schliessen zu k�nnen.
5.1 Eine organische objektiv ausgewiesene Unfallfolge, welche die noch bestehenden Beschwerden zu erkl�ren verm�chte, liegt nach dem Gesagten nicht vor. Das schliesst zwar - entgegen dem vorinstanzlichen Entscheid - noch nicht aus, dass die Beschwerden nat�rlich unfallkausal sind (vgl. Urteile 8C_605/2010 vom 9. November 2010 E. 6 Ingress und 8C_585/2010 vom 5. November 2010 E. 6 Ingress). Anders als bei einem klaren unfallbedingten organischen Korrelat kann der zus�tzlich zum nat�rlichen erforderliche ad�quate Kausalzusammenhang aber nicht ohne besondere Pr�fung bejaht werden (E. 3 hievor). Ergibt sich dabei, dass es an der Ad�quanz fehlt, er�brigen sich auch Weiterungen zur nat�rlichen Kausalit�t (BGE 135 V 465 E. 5.1 S. 472).
5.2 Die SUVA hat den ad�quaten Kausalzusammenhang nach der Schleudertrauma-Praxis gepr�ft und verneint. Das kantonale Gericht hat dies best�tigt. Der Beschwerdef�hrer wendet einzig ein, es handle sich hier nicht um einen Schleudertrauma-Fall. Damit postuliert er offensichtlich nicht die Anwendung der Psycho-Praxis, welche denn auch kein f�r ihn g�nstigeres Ergebnis erwarten liesse. Dem Beschwerdef�hrer geht es vielmehr darum, die Unfallad�quanz ohne besondere Pr�fung zu bejahen, da eine organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolge vorliege. Letzteres trifft, wie vorstehend dargelegt wurde, nicht zu. Damit geht der Einwand fehl.
Die vorgenommene Ad�quanzbeurteilung entspricht im �brigen Gesetz und Praxis, was der Beschwerdef�hrer denn auch nicht in Frage stellt. Die Verneinung eines weiteren Leistungsanspruchs erfolgte demnach zu Recht.