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Timestamp: 2016-10-24 00:09:20
Document Index: 99780442

Matched Legal Cases: ['Art. 12', 'Art. 17', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 82', 'Art. 83', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 27', 'Art. 12', 'Art. 27', 'Art. 25', 'Art. 2', 'Art. 25', 'Art. 27', 'Art. 12', 'Art. 18', 'Art. 42', 'Art. 97', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 12', 'Art. 394', 'Art. 394', 'Art. 12', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 13', 'Art. 28', 'Art. 13', 'Art. 27', 'Art. 25', 'Art. 15', 'Art. 12', 'Art. 1', 'Art. 97', 'Art. 13', 'Art. 12', 'Art. 17', 'Art. 65', 'Art. 68']

2C_247/2010 (16.02.2011)
Rechtsanw�lte Prof. Dr. Tomas Poledna und Philipp do Canto,
Aufsichtskommission �ber die Anw�ltinnen und Anw�lte im Kanton Z�rich.
Der italienische Staatsangeh�rige X.________, der zun�chst in seiner Heimat als Anwalt ("Avvocato") zugelassen wurde, ist im Kanton Z�rich in der �ffentlichen Liste der Anw�lte aus den Mitgliedstaaten der EU und EFTA, die in der Schweiz unter ihrer urspr�nglichen Berufsbezeichnung st�ndig Parteien vor Gerichtsbeh�rden vertreten d�rfen, eingetragen. Ende Mai 2008 beauftragte ihn sein in der Schweiz niedergelassener Landsmann Y.________ - zus�tzlich zu anderen Anw�lten - mit der Wahrnehmung seiner Interessen. Im September 2008 verzeigte er ihn bei der Aufsichtskommission �ber die Anw�ltinnen und Anw�lte des Kantons Z�rich (im Folgenden: Aufsichtskommission) unter anderem wegen seiner Vorgehensweise bei der Rechnungsstellung und bei der R�ckgabe der Klientenakten.
Am 1. Oktober 2009 beschloss die Aufsichtskommission, X.________ mit einer Busse von Fr. 4'000.-- zu belegen. Sie warf ihm vor, zum einen durch unklare Abmachungen sowie mangelnde Aufkl�rung bez�glich des Honorars, zum anderen durch die Verweigerung der detaillierten Rechnungsstellung und schliesslich durch mangelnde Sorgfalt bei der R�ckgabe der Anwaltsakten seine Pflichten als Anwalt gegen�ber Y.________ verletzt zu haben. Die von X.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich am 11. Februar 2010 ab.
X.________ hat am 24. M�rz 2010 beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht mit dem Antrag, den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufzuheben und dieses anzuweisen, den Beschluss der Aufsichtskommission vom 1. Oktober 2009 ebenfalls aufzuheben. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen mit der Anweisung, ihm bloss eine Verwarnung oder einen Verweis zu erteilen oder subeventuell die Busse zu reduzieren.
Das gleichzeitig mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Sistierung des bundesgerichtlichen Verfahrens, bis "die damit zusammen h�ngende Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft Z�rich-Sihl" rechtskr�ftig abgeschlossen wurde, hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung mit Verf�gung vom 25. Juni 2010 abgewiesen.
Innert erstreckter Frist zur Replik hat sich X.________ am 6. Oktober 2010 erg�nzend unter Hinweis auf das von ihm eingereichte Protokoll der Staatsanwaltschaft Z�rich-Sihl vom 2. Juni 2010 �ber die Einvernahme des Zeugen Z.________ ge�ussert. Er h�lt an seinen Antr�gen fest und ersucht erneut um Sistierung des bundesgerichtlichen Verfahrens.
Das Bundesgesetz vom 23. Juni 2000 �ber die Freiz�gigkeit der Anw�ltinnen und Anw�lte (Anwaltsgesetz, BGFA; SR 935.61), welches neben den Berufspflichten (Art. 12 f. BGFA) insbesondere auch das Disziplinarrecht (Art. 17 ff. BGFA) abschliessend regelt, ist Teil des Bundesverwaltungsrechts. Damit unterliegt das angefochtene Urteil, bei dem es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Endentscheid handelt (vgl. Art. 86 Abs. 1 lit. d und Art. 90 BGG), der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 lit. a BGG). Da keiner der Ausschlussgr�nde von Art. 83 BGG Anwendung findet, ist dieses Rechtsmittel zul�ssig (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_344/2007 vom 22. Mai 2008 E. 1).
Der Beschwerdef�hrer hat in seiner Eingabe vom 6. Oktober 2010 erneut um Sistierung ersucht. Gegen�ber der vom Bundesgericht am 25. Juni 2010 erlassenen Verf�gung, mit welcher die in der Beschwerde beantragte Sistierung abgelehnt worden war, hat sich nichts Neues ergeben, das es nahe legen w�rde, dem Gesuch nunmehr stattzugeben.
Das Bundesgericht pr�ft mit Blick auf die Begr�ndungspflicht nach Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen. Es ist nicht gehalten, einen Sachverhalt wie eine erstinstanzliche Beh�rde auf alle m�glichen Rechtsfragen hin zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254; 133 IV 150 E. 1.2 S. 152; 134 I 65 E. 1.3 S. 67 f.).
Die Vorinstanzen gehen davon aus, dass der Beschwerdef�hrer den Berufsregeln des eidgen�ssischen Anwaltsgesetzes (BGFA) grunds�tzlich unterliegt. Dieser stellt die Anwendbarkeit dieses Gesetzes vor Bundesgericht nicht in Frage. Er hat sich im Kanton Z�rich in die Liste der Anw�lte aus Mitgliedstaaten der EU oder der EFTA (Art. 28 BGFA) eintragen lassen und kann daher in der Schweiz st�ndig Parteien vor Gerichtsbeh�rden vertreten (Art. 27 Abs. 1 BGFA). Gleich wie ein im kantonalen Anwaltsregister eingetragener Anwalt untersteht er in seiner gesamten - forensischen und nicht-forensischen - Anwaltst�tigkeit den Berufsregeln gem�ss Art. 12 BGFA (Art. 27 Abs. 2 i.V.m. Art. 25 BGFA; Hans Nater, in: Fellmann/Zindel, Kommentar zum Anwaltsgesetz, 2005, N. 18 zu Art. 2 BGFA; Bohnet/Martenet, Droit de la profession d'avocat, 2009, S. 360 f. Rz. 830; Walter Fellmann, Anwaltsrecht, 2010, S. 24 f. und 51 Rz. 155 i.V.m. Rz. 75; Dreyer/ Chappuis/Mach, in: Commentaire romand, Loi sur les avocats, 2010, N. 1-3 zu Art. 25 sowie N. 3 f. vor Art. 27-29 BGFA; vgl. zudem Ziff. 2.4 und 4.1 des Code de d�ontologie des avocats europ�ens vom 28. Oktober 1988 [in der Fassung vom 20. August 2007]).
5.1 Gem�ss Art. 12 lit. i BGFA kl�ren die Anw�lte ihre Klientschaft bei �bernahme des Mandates �ber die Grunds�tze ihrer Rechnungsstellung auf und informieren sie periodisch oder auf Verlangen �ber die H�he des geschuldeten Honorars. Diese Regel findet sich im Wesentlichen auch in Art. 18 Abs. 3 der Schweizerischen Standesregeln vom 10. Juni 2005 und in Ziff. 3.4 des erw�hnten Code de d�ontologie des avocats europ�ens.
5.2 Die Vorinstanzen werfen dem Beschwerdef�hrer vor, er habe seinen Klienten - den Verzeiger - nicht bereits bei �bernahme des Mandats �ber die Art des geforderten Honorars aufgekl�rt. Der Beschwerdef�hrer behauptet, er habe mit seinem fr�heren Mandanten eine Honorarpauschale von Fr. 75'000.-- f�r eine "erste Phase" vereinbart. Demgegen�ber hat Letzterer erkl�rt, er sei davon ausgegangen, die angefallenen Stunden w�rden abgerechnet und er habe hierauf einen Vorschuss zu leisten.
5.3 Der Beschwerdef�hrer macht vor Bundesgericht geltend, es l�gen keinerlei Indizien vor, dass ein Kostenvorschuss vereinbart worden sei. Vielmehr sei in den Akten von Vorausleistung und Pauschalen die Rede. Dem Klienten habe als im Raum Z�rich t�tiger Gesch�ftsmann klar sein m�ssen, dass es beim vereinbarten Betrag um eine pauschale Verg�tung ging, zumal es an einer ausdr�cklichen Abmachung �ber einen Kostenvorschuss fehlte. Dies verkenne die Vorinstanz.
5.4 Der Beschwerdef�hrer legt nicht entsprechend seiner R�ge- bzw. Begr�ndungspflicht nach Art. 42 Abs. 2, Art. 97 Abs. 1 und Art. 106 Abs. 2 BGG dar (vgl. auch BGE 135 V 39 E. 2.2 S. 41; 134 I 65 E. 1.3-1.5 S. 67 f.; 133 IV 286 E. 6.2 S. 288), aus welchen Elementen der Akten auf die Vereinbarung eines Pauschalhonorars bzw. die Aufkl�rung des Mandanten hier�ber geschlossen werden k�nnte. Der Beschwerdef�hrer bleibt ebenso unbestimmt, wenn er behauptet, der Verzeiger sei auf fr�here schriftliche Zusagen zur�ck gekommen. Es ist nicht am Bundesgericht, die Akten auf allf�llige Dokumente zu durchforsten. Die von der Vorinstanz angef�hrten Erkl�rungen lassen hingegen den Schluss zu, der Beschwerdef�hrer habe den Verzeiger �ber die Grunds�tze der Rechnungsstellung nicht aufgekl�rt.
Sein Hinweis auf den zwischen ihm und seinem damaligen Klienten verwendeten italienischen Ausdruck "acconto" geht fehl. Entgegen seinen Andeutungen ist darunter nicht die Vorausbezahlung bzw. Vorausleistung eines pauschalen Entgelts zu verstehen. Vielmehr geht es bei diesem Ausdruck sehr wohl um einen "Vorschuss" oder eine "Anzahlung" (vgl. Langenscheidts Handw�rterbuch Italienisch; Devoto/Oli, il DEVOTO-OLI 2010; Conto/Boss, W�rterbuch der Rechts- und Wirtschaftssprache). Aus der Forderung eines Vorschusses ist denn - selbst nach Ansicht des Beschwerdef�hrers - nicht auf die Vereinbarung eines Pauschalhonorars zu schliessen. Zwar ist eine solche Vereinbarung nach den Standesregeln nicht ausgeschlossen (vgl. dazu Art. 18-20 der Schweizerischen Standesregeln). Sie stellt jedoch die Ausnahme dar und war noch vor einigen Jahren in manchen Kantonen verboten (vgl. Harari/Corminboeuf, Les honoraires de l'avocat, in: Jeanneret/Hari [Hrsg.], D�fis de l'avocat au XXIe si�cle, 2008, S. 250; Michel Valticos, in: Commentaire romand, Loi sur les avocats, N. 222 und 283 zu Art. 12 BGFA). Mithin musste es f�r den Verzeiger nicht "ohne weiteres" klar sein, dass es beim geforderten Betrag um eine pauschale Verg�tung ging. Entgegen der Behauptung des Beschwerdef�hrers handelt es sich auch nicht um die "herk�mmliche auftragsrechtliche Verg�tung i.S.v. Art. 394 Abs. 3 OR" eines Anwalts. Haben die Parteien die H�he der Anwaltsverg�tung nicht klar geregelt, ist von einer Honorierung nach Stundenaufwand auszugehen (vgl. Walter Fellmann, in: Berner Kommentar zum OR, 1992, N. 395 ff. und 441 ff. zu Art. 394 OR; ders., Anwaltsrecht, S. 406 ff. Rz. 1211 ff.; Beat Hess, Das Anwaltsgesetz des Bundes [BGFA] und seine Umsetzung durch die Kantone am Beispiel des Kantons Bern, ZBJV 140/2004 S. 119 f.; Bohnet/ Martenet, a.a.O., S. 1174 f. Rz. 2972). Daran �ndert nichts, dass der Beschwerdef�hrer selber angeblich "generell" mit Pauschalsummen abrechnet und er dem Verzeiger keinen Stundensatz mitgeteilt hatte.
Gegen eine Aufkl�rung dar�ber, dass ein Pauschalhonorar vereinbart werde, spricht auch, dass dieses den Angaben des Beschwerdef�hrers zufolge bloss eine "erste Phase" abgelten sollte. Wie schon die Aufsichtskommission beanstandet hat, legt er nicht eindeutig dar, worin diese Phase genau bestanden haben soll. Dieser Information bedarf ein potentieller Klient, bevor er sich auf ein Pauschalhonorar einl�sst, das nur einen Teil einer allenfalls notwendigen Vertretung abdeckt. Vor allem wenn ein Pauschalhonorar nicht die Anwaltsverg�tung f�r den gesamten Rechtsstreit darstellen soll, setzt eine entsprechende Vereinbarung eine klare Bestimmung der jeweils abgegoltenen Leistungen voraus. Diesbez�glich ersch�pfen sich die Darlegungen des Beschwerdef�hrers aber in der Behauptung, der Betrag von Fr. 75'000.-- sei f�r die "ersten Abkl�rungen, Beratungen und erforderlichen Massnahmen in der Schweiz und hinsichtlich der drohenden Verhaftung des Verzeigers und Beschlagnahmungen in Italien vereinbart". Das ist unzureichend.
Unbehelflich ist der Hinweis des Beschwerdef�hrers auf die vom Verzeiger unterzeichnete Anwaltsvollmacht, wonach sich der Klient "in allen F�llen zur Zahlung des Honorars und der Barauslagen des Bevollm�chtigten" verpflichtet. Dass dem Anwalt grunds�tzlich eine Verg�tung zu entrichten ist, versteht sich von selbst, zumal der Honorarverzicht bei Prozessverlust unzul�ssig ist (zu Letzterem Art. 12 lit. e BGFA). Das heisst aber noch nicht, dass ein Pauschalhonorar geschuldet wird (vgl. Bohnet/Martenet, a.a.O., S. 1171 ff. Rz. 2966 ff.; Fellmann, Berner Kommentar, a.a.O.; ders., Anwaltsrecht, S. 407 Rz. 1213 und 1215). Hier�ber bedarf es als spezielle Form des Honorars einer ausdr�cklichen Vereinbarung. Nach dem Gesagten geht auch das Vorbringen des Beschwerdef�hrers fehl, ein Honorar werde selbst dann geschuldet, wenn dar�ber gar keine Vereinbarung getroffen wurde. Weder der fr�he Zeitpunkt der Einforderung der Summe von Fr. 75'000.-- noch die H�he dieses Betrages deuten schliesslich darauf hin, dass ein Pauschalhonorar vereinbart bzw. der Verzeiger dar�ber aufgekl�rt wurde.
Die gesamte Argumentation des Beschwerdef�hrers l�uft im �brigen darauf hinaus, dem Verzeiger habe aufgrund der Gesamtumst�nde klar sein m�ssen, dass nur ein Pauschalhonorar gemeint sein k�nne, auch wenn dar�ber keine Aufkl�rung durch den Anwalt stattgefunden habe. Mithin ist der Schluss der Vorinstanzen, der Beschwerdef�hrer habe den Verzeiger bei �bernahme des Mandats nicht �ber die Grunds�tze seiner Rechnungsstellung aufgekl�rt, nicht zu beanstanden. Selbst wenn der Beschwerdef�hrer den Verzeiger einige Monate sp�ter mitgeteilt haben sollte, bei dem f�r die weitere Vertretung zus�tzlich geforderten Betrag von Fr. 350'000.-- handle es sich um ein Pauschalhonorar, �ndert dies nichts am urspr�nglichen Fehlverhalten.
5.5 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, zwei Mitarbeiter des italienischen Konsulats in Z�rich, die an einer Besprechung mit ihm und dem Verzeiger anwesend gewesen seien, k�nnten die hinreichende Orientierung �ber das Honorar best�tigen. Die Vorinstanz habe durch den Verzicht auf ihre Einvernahme seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt (Art. 29 Abs. 2 BV).
Die Vorinstanz hat stillschweigend in antizipierter Beweisw�rdigung auf die Einvernahme der beiden Zeugen verzichtet (vgl. BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; Urteil 4A_33/2009 vom 4. Mai 2009 mit Hinweisen). Der Beschwerdef�hrer f�hrt ein Gespr�ch an, das am 20. Juni 2008 im italienischen Konsulat stattgefunden haben soll. Der Verzeiger hatte ihm das Mandat durch Unterzeichnung zweier Vollmachten indes bereits einen knappen Monat zuvor erteilt; dementsprechend war der Beschwerdef�hrer auch schon vor dem erw�hnten Datum t�tig geworden. Inwiefern die beiden Zeugen etwas �ber die Aufkl�rung bei �bernahme des Mandats aussagen k�nnten, ist daher weder ersichtlich noch vom Beschwerdef�hrer, der bei dem Gespr�ch dabei gewesen sein will, dargelegt worden. Wenn er nun vor Bundesgericht erg�nzend erkl�rt, die formelle Mandatierung habe erst am 20. Juni 2008 im italienischen Konsulat stattgefunden, so setzt er sich zudem zu seinen �brigen Vorbringen in Widerspruch. Die antizipierte Beweisw�rdigung der Vorinstanz erscheint unter diesen Umst�nden nicht als willk�rlich. Bloss erg�nzend sei bemerkt, dass sich aus dem von ihm nachgereichten Protokoll der Einvernahme eines der benannten Zeugen vom 2. Juni 2010 ergibt, dass diese nichts Bestimmtes zur Mandatserteilung, Vereinbarung und Aufkl�rung �ber das Honorar aussagen k�nnen, zumal sie bei den Gespr�chen zur Mandatserteilung nicht dabei waren. Lediglich vom H�rensagen meinte der Zeuge, der Beschwerdef�hrer habe einen Betrag von Fr. 60'000.-- verlangt. Damit ist nichts �ber die Art des Honorars ausgesagt, geschweige denn entspricht dieser Betrag den angeblich vereinbarten Fr. 75'000.--.
Zu der von den Vorinstanzen beanstandeten Rechnungsstellung macht der Beschwerdef�hrer geltend, dass er aufgrund der Mandatierung im italienischen Konsulat im Juni 2008 nach dem weniger strengen italienischen Recht abzurechnen hatte. Soweit das �berhaupt eine Rolle spielen k�nnte, �bersieht der Beschwerdef�hrer, dass seine Beauftragung in Z�rich, wo er eine B�roadresse hat, schon rund einen Monat fr�her ausserhalb des Konsulats stattgefunden hatte. Ausserdem hatte er sich als Anwalt, der in der Schweiz st�ndig Parteien vor Gerichtsbeh�rden vertritt, in der Liste nach Art. 28 BGFA eintragen lassen (vgl. dazu auch das Urteil des Bundesgerichts 2A.536/2003 vom 9. August 2004 E. 3.2.2 und E. 4 mit Hinweisen). Schliesslich sollte er den Verzeiger namentlich gegen�ber inl�ndischen Gerichtsbeh�rden vertreten, wozu er sich im Mai 2008 eine entsprechende Vollmacht ausstellen liess.
Nach dem Dargelegten geht auch sein Einwand fehl, er praktiziere erst seit kurzer Zeit in Z�rich, weshalb er mit den hiesigen Usanzen noch weniger vertraut gewesen sei. Als Anwalt, der sich in die erw�hnte Liste eintragen l�sst, muss er die entsprechenden inl�ndischen Berufsregeln zur Kenntnis nehmen und einhalten (s. zudem Hinweise in E. 4 hievor). Der Beschwerdef�hrer beruft sich zwar auch darauf, dass er von der Vereinbarung einer Pauschale ausgegangen sei und daher nicht ohne weiteres seinen Aufwand detailliert nach Stunden ausweisen k�nne. Das rechtfertigt jedoch nicht den Ansatz eines in keiner Weise n�her erl�uterten Entgelts von 23'965.14 Euro netto zuz�glich einer Pauschale von 12.5%.
Die Vorinstanzen lasten dem Beschwerdef�hrer ebenfalls an, ein verschlossenes Kuvert mit Dokumenten, die dem Berufsgeheimnis unterworfen sind, in einem Restaurant hinterlegt zu haben, damit der Klient sie dort abholt.
7.1 Gem�ss Art. 13 BGFA unterstehen Anw�lte zeitlich unbegrenzt und gegen�ber jedermann dem Berufsgeheimnis �ber alles, was ihnen infolge ihres Berufes anvertraut worden ist (Abs. 1). Sie sorgen f�r die Wahrung des Berufsgeheimnisses durch ihre Hilfspersonen (Abs. 2). Das gilt ebenso f�r die gem�ss Art. 28 BGFA in einer Liste eingetragenen Anw�lte aus Mitgliedstaaten der EU oder EFTA, auch wenn Art. 13 BGFA weder in Art. 27 noch in Art. 25 BGFA ausdr�cklich erw�hnt wird (s. Fellmann, Anwaltsrecht, S. 49 Rz. 147; Kaspar Schiller, Schweizerisches Anwaltsrecht, 2009, S. 97 Rz. 405-407; Bohnet/Martenet, a.a.O., S. 361 Rz. 830 mit Hinweis; vgl. zudem Art. 15 der Schweizerischen Standesregeln und Ziff. 2.3 des Code de d�ontologie des avocats europ�ens).
Darum besorgt zu sein, das Berufsgeheimnis zu gew�hrleisten, geh�rt zu den Pflichten der sorgf�ltigen und gewissenhaften Berufsaus�bung nach Art. 12 lit. a BGFA (vgl. Art. 1 der Schweizerischen Standesregeln). Die Vorinstanzen werfen dem Beschwerdef�hrer vor, diese Sorgfaltspflichten verletzt zu haben.
7.2 Der Beschwerdef�hrer wendet ein, bei den im Restaurant deponierten Unterlagen habe es sich nicht um dem Berufsgeheimnis unterworfene Akten gehandelt. Entgegen seinen Andeutungen gehen die Vorinstanzen jedoch nicht davon aus, dass er dem Verzeiger s�mtliche "sensiblen" Dokumente mit eingeschriebener Post zugestellt habe. Neben Zeitungsartikeln habe sich auch das eine oder andere beh�rdliche und somit vom Berufsgeheimnis gesch�tzte Aktenst�ck - wenn auch nur in Kopie - ebenfalls im Briefumschlag befunden, den der Beschwerdef�hrer dem Kellner �berlassen hatte. Inwiefern die Annahme der Vorinstanzen gegen die Aktenlage spricht, f�hrt der Beschwerdef�hrer nicht n�her aus, obwohl die Vorinstanzen f�r ihre Feststellungen auf zwei seiner Eingaben verweisen (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG). Ob - wie die Vorinstanzen meinen - auch die den Verzeiger betreffenden Zeitungsartikel zu den sch�tzenswerten Dokumenten zu z�hlen sind, kann hier offen gelassen werden.
7.3 Der Beschwerdef�hrer macht zus�tzlich geltend, der Wirt und seine Kellner seien als Hilfspersonen von ihm oder vom Verzeiger zu betrachten, da er und der Verzeiger Stammg�ste des betreffenden Restaurants gewesen seien. Der Inhaber und die Mitarbeiter des Speiselokals werden jedoch nicht bereits deswegen zu ihren Hilfspersonen. Der Beschwerdef�hrer behauptet zudem selber nicht, dass der Wirt bzw. die Kellner von ihm oder vom Verzeiger entsprechende Anweisungen erhalten h�tten (vgl. Schiller, a.a.O., S. 130 f. Rz. 540-542). Im �brigen hatte der Wirt nachtr�glich erkl�rt, dass er nicht als Hilfsperson h�tte auftreten wollen (vgl. dessen Schreiben vom 11. Februar 2009).
7.4 Der Beschwerdef�hrer behauptet ferner, er sei durch seinen Klienten vom Berufsgeheimnis entbunden worden (vgl. hiezu allg. Fellmann, Anwaltsrecht, 2010, S. 213 ff. und 230 Rz. 501 ff. und 560; Schiller, a.a.O., S. 104 f. Rz. 435 ff.; Bohnet/Martenet, a.a.O., S. 756 f. und 778 f. Rz. 1839 und 1905 ff.; Maurer/Gross, in: Commentaire romand, Loi sur les avocats, N. 382 ff. zu Art. 13 BGFA). Insoweit f�hrt er nur an, der Verzeiger habe nicht der von ihm per E-Mail angek�ndigten Hinterlegung widersprochen und die Unterlagen im Restaurant abgeholt.
Dem Beschwerdef�hrer mag zwar darin beigepflichtet werden, dass eine Entbindung vom Berufsgeheimnis auch konkludent oder stillschweigend erfolgen kann. Ob eine solche Situation hier vorliegt, ist allerdings zweifelhaft. Mangels Antwort des Verzeigers auf seine E- Mail-Nachricht konnte der Beschwerdef�hrer im Zeitpunkt, als er die Unterlagen im Restaurant hinterlegte, nicht ohne weiteres auf das Einverst�ndnis schliessen. Er konnte noch nicht einmal sicher sein, dass sein Klient die Nachricht bereits zur Kenntnis genommen hatte. So oder anders war der Beschwerdef�hrer aber zu einem sorgf�ltigen Umgang mit den Unterlagen verpflichtet. Dem gen�gte sein Vorgehen nicht. Bereits der Umstand, ein vertrauliches Dossier in einem �ffentlich zug�nglichen Restaurant zu deponieren, verst�sst gegen die Sorgfaltspflichten des Anwalts, um so mehr, als er die Unterlagen einem ihm namentlich nicht bekannten Kellner aush�ndigte und den Inhaber des Restaurants nicht �ber die Hinterlegung unterrichtete. Ebenso wenig vergewisserte er sich, dass die Unterlagen bis zu ihrer Abholung sicher verwahrt werden. Unbehelflich erweisen sich die weiteren Versuche des Beschwerdef�hrers, den Verstoss gegen die Sorgfaltspflichten zu verharmlosen. Daher haben die Vorinstanzen insoweit zu Recht eine Verletzung der Berufsregel, den Beruf sorgf�ltig und gewissenhaft auszu�ben (Art. 12 lit. a BGFA), angenommen.
Der Beschwerdef�hrer r�gt schliesslich die ihm auferlegte Busse als unverh�ltnism�ssig. Die Vorinstanzen haben beim Entscheid �ber die Disziplinarmassnahme nach Art. 17 BGFA auf die mehrfachen Pflichtverletzungen, das anschliessende Verhalten des Beschwerdef�hrers gegen�ber dem Verzeiger - namentlich Drohungen und Vorw�rfe - und seine Einsichtslosigkeit abgestellt.
Das ist nicht zu beanstanden. Bei der Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung ist sodann zu beachten, dass die Bestimmung von Art und Mass der zu ergreifenden Disziplinarsanktion vorab Sache der zust�ndigen Aufsichtsbeh�rde ist. Anders als bei der Frage, ob ein disziplinarwidriges Verhalten vorliegt, welche das Bundesgericht mit freier Kognition pr�ft, auferlegt sich dieses Zur�ckhaltung, wenn es um die anzuordnende Massnahme geht. Insoweit greift das Bundesgericht nur ein, wenn die angefochtene Sanktion den Rahmen des pflichtgem�ssen Ermessens sprengt und damit als klar unverh�ltnism�ssig und geradezu willk�rlich erscheint (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2A.499/2006 vom 11. Juni 2007 E. 5.1; 2A.177/2005 vom 24. Februar 2006 E. 4.1, in: ZBGR 88/2007 S. 356). Entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers wurde ihm nicht angelastet, dass er die Zul�ssigkeit der Sanktion gerichtlich �berpr�fen liess. Das konnte die Aufsichtskommission ohnehin noch nicht wissen. Gewiss wird der Beschwerdef�hrer damit erstmals in der Schweiz disziplinarrechtlich belangt. Die Ausfl�chte und Besch�nigungsversuche des Beschwerdef�hrers zeigen aber deutlich, dass dieser das Gewicht seines Fehlverhaltens immer noch verkennt. Mit Blick auf die Gesamtumst�nde durften die Vorinstanzen davon ausgehen, dass mit einer Verwarnung, einem Verweis oder einer geringf�gigeren Busse das Ziel der Disziplinierung (Schutz der Interessen der Klientschaft und der W�rde des Amtes) nicht erreicht wird. Die gegen den Beschwerdef�hrer verh�ngte Sanktion erweist sich daher nicht als geradezu willk�rlich.
Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. Diesem Ausgang entsprechend hat der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 65 f. BGG). Parteientsch�digungen werden nicht geschuldet (vgl. Art. 68 BGG).