Source: http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=fr&zoom=&type=show_document&highlight_docid=atf%3A%2F%2F120-IA-256%3Afr
Timestamp: 2016-10-23 22:12:04
Document Index: 16075701

Matched Legal Cases: ['Art. 86', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 59', 'Art. 84', 'Art. 4']

120 Ia 25638. Auszug aus dem Urteil der II. Zivilabteilung vom 2. Juni 1994 i.S. R. gegen X. Bank (staatsrechtliche Beschwerde)
Effets de la nature cassatoire du recours de droit public en mati�re de mainlev�e d'opposition. Quand, saisi d'un recours de droit public, le Tribunal f�d�ral annule une d�cision par laquelle la mainlev�e d'opposition a �t� accord�e ou refus�e, il ne peut pas, en r�gle g�n�rale, se prononcer lui-m�me sur la mainlev�e. Il y a exception � cette r�gle lorsque le Tribunal f�d�ral n'examine pas la d�cision attaqu�e uniquement sous l'angle de l'arbitraire et que la situation juridique peut �tre consid�r�e comme suffisamment claire (pr�cision de la jurisprudence). Faits � partir de page 257
A.- Mit Zahlungsbefehl Nr. 2360/1993 des Betreibungsamtes Luzern vom 9. M�rz 1993 liess R. die X. Bank f�r Fr. ... nebst Zins betreiben. Die Betriebene erhob Rechtsvorschlag.
Mit Entscheid vom 23. September 1993 erteilte der Amtsgerichtspr�sident III von Luzern-Stadt R. die definitive Rechts�ffnung.
Diesen Entscheid hob die Schuldbetreibungs- und Konkurskommission des Obergerichts des Kantons Luzern mit Entscheid vom 7. Februar 1994 auf Rekurs der X. Bank hin auf und wies das Rechts�ffnungsgesuch ab.
1. a) Der Entscheid der Schuldbetreibungs- und Konkurskommission des Obergerichts ist ein letztinstanzlicher kantonaler Endentscheid im Sinne von Art. 86 f. OG. Da kein anderes Rechtsmittel an das Bundesgericht offen steht, ist die staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung von Art. 4 BV grunds�tzlich zul�ssig.
b) Auf den Antrag des Beschwerdef�hrers, den angefochtenen Entscheid nicht nur aufzuheben, sondern die definitive Rechts�ffnung direkt zu erteilen, kann wegen der kassatorischen Natur der staatsrechtlichen Beschwerde nicht eingetreten werden. Wohl hat das Bundesgericht in seiner neusten Rechtsprechung vereinzelt solche Antr�ge als grunds�tzlich zul�ssig erkl�rt, wenn die Rechtslage als gen�gend klar betrachtet werden k�nne (BGE 116 II 627; Entscheid v. 13. August 1993 i.S. F., zitiert bei SP�HLER, Die Praxis der staatsrechtlichen Beschwerde, Bern 1994, S. 27 Rz. 12a). Gleichzeitig hat es aber die entsprechenden Antr�ge bei provisorischen Rechts�ffnungen verweigert (BGE 111 III 10 E. 1; BGE 98 Ia 350). Eine Begr�ndung f�r diese unterschiedliche Behandlung findet sich in der Regel nicht (BGE 116 II 627; BGE 111 III 10 E. 1; BGE 101 Ia 160 E. 4; BGE 98 Ia 323 E. 6; BGE 98 Ia 350 E. 1). Aus BGE 72 I 96 und BGE 98 Ia 537 ist aber ersichtlich, wie es zu dieser Rechtsprechung gekommen ist. Die �ber die blosse Aufhebung des angefochtenen Entscheides hinausgehenden Antr�ge werden dort n�mlich nur als zul�ssig angesehen, wenn das Bundesgericht den angefochtenen Entscheid nicht nur auf Willk�r hin �berpr�ft. Eine Verletzung anderer verfassungsm�ssiger Rechte als des Willk�rverbotes wird aber regelm�ssig nur bei der definitiven Rechts�ffnung geltend gemacht werden k�nnen, sei BGE 120 Ia 256 S. 258es, dass das zu vollstreckende Urteil gegen Art. 59 BV verstossen haben soll oder eine Verletzung eines Konkordates oder eines Staatsvertrages ger�gt wird (Art. 84 Abs. 1 Bst. b und c OG). Das entscheidende Kriterium f�r die Zul�ssigkeit weitergehender Antr�ge ist somit die vorgebrachte R�ge und nicht die Art der verlangten Rechts�ffnung. Vorliegend r�gt der Beschwerdef�hrer aber ausschliesslich eine Verletzung von Art. 4 BV. Das Bundesgericht kann deshalb auch bei einer Gutheissung der Beschwerde nicht �ber die Rechts�ffnung selber entscheiden.
116 II 627,
111 III 10,
98 IA 350,
101 IA 160 suite... ,
98 IA 323,