Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFHE%20162,%20437
Timestamp: 2020-02-25 02:59:46
Document Index: 46669322

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 15', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 70', '§ 9', '§ 9']

BFH, 22.08.1990 - I R 66/88 - dejure.org
BFH, 22.08.1990 - I R 66/88
https://dejure.org/1990,2386
BFH, 22.08.1990 - I R 66/88 (https://dejure.org/1990,2386)
BFH, Entscheidung vom 22.08.1990 - I R 66/88 (https://dejure.org/1990,2386)
BFH, Entscheidung vom 22. August 1990 - I R 66/88 (https://dejure.org/1990,2386)
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Ausschließlichkeit der Grundstücksverwaltungstätigkeit - Herstellungskosten - Überlassene Betriebsvorrichtungen - Herstellungskosten der überlassenen Gebäude
GewStG § 9 Nr. 1 S. 2
Gewerbesteuer; Überschreiten der ausschließlichen Grundstücksverwaltungstätigkeit
BFHE 162, 437
BB 1991, 897
DB 1991, 788
BStBl II 1991, 249
BFH, 11.04.2019 - III R 36/15
Keine erweiterte Kürzung des Gewerbeertrags einer grundbesitzverwaltenden …
aa) Der I. Senat des BFH hat diese von ihm im Urteil in BFHE 122, 534, BStBl II 1977, 778 begründete Ausnahme vom Ausschließlichkeitsgebot im Urteil vom 22. August 1990 I R 66/88 (BFHE 162, 437, BStBl II 1991, 249, unter Entscheidungsgründe) selbst wieder in Frage gestellt und im Urteil in BFHE 167, 557, BStBl II 1992, 738, unter II.1.b jedenfalls durch eine Sphärenbetrachtung eingegrenzt.
FG Köln, 29.04.2015 - 13 K 2407/11
Erweiterte Kürzung, Betriebsvorrichtung, Mitvermietung Hotelzimmereinrichtung
Der Senat geht insoweit von der - auch von den Beteiligten geteilten - einhelligen Meinung aus, wonach der Begriff Grundbesitz in § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG ebenso wie in Satz 1 dieser Bestimmung im (gegenüber dem Einkommensteuerrecht engeren) bewertungsrechtlichen Sinne zu verstehen ist (vgl. BFH-Urteile vom 22. Juni 1977 I R 50/75, BFHE 122, 534, BStBl II 1977, 778; vom 22. August 1990 I R 66/88, BFHE 162, 437, BStBl II 1991, 249, vom 26. Februar 1992 I R 53/90, BFHE 167, 557, BStBl II 1992, 738; vom 20. September 2007 IV R 19/05, BFHE 219, 190, BStBl II 2010, 985;… Gosch in Blümich, EStG/KStG/GewStG, § 9 GewStG Rdnr. 64;… Güroff in Glanegger/Güroff, GewStG, 8. Aufl., 2014, § 9 Nr. 1 Rdnr. 20;… Roser in Lenski/Steinberg, GewStG, § 9 Nr. 1 Rdnr. 111;… Schnitter in Frotscher/Maas, KStG/ GewStG/UmwStG, § 9 Rdnr. 45).
Die Überlassung derartiger Betriebsvorrichtungen stellt daher keine Verwaltung oder Nutzung von Grundbesitz, sondern eine eigenständige wirtschaftliche Tätigkeit dar (vgl. Beispiel BFH-Urteil vom 26. Februar 1992 I R 53/90, BFHE 167, 557, BStBl II 1992, 738), die sich regelmäßig begünstigungsschädlich auswirkt (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 22. August 1990 I R 66/88, BFHE 162, 437, BStBl II 1991, 249; vom 17. Mai 2006 VIII R 39/05, BFHE 213, 64, BStBl II 2006, 659;… BFH-Beschluss vom 7. April 2011 IV B 157/09, BFH/NV 2011, 1392).
Die erweiterte Kürzung ist z. B. auch ausgeschlossen, wenn das Unternehmen eigenen Grundbesitz verwaltet und nutzt und außerdem zu seinem Betriebsvermögen gehörende bewegliche Sachen oder Rechte vermögensverwaltend durch Vermietung und Verpachtung nutzt (s. z. B. zur Mitvermietung von Betriebsvorrichtungen BFH-Urteil vom 22. August 1990 I R 66/88, BFHE 162, 437, BStBl II 1991, 249).
BFH, 07.04.2011 - IV B 157/09
Erweiterte Kürzung des Gewerbeertrags nach § 9 Nr. 1 Sätze 2 ff. GewStG - …
Zwar weist die Klägerin insoweit zutreffend darauf hin, dass der Senat eine solche relative Geringfügigkeitsgrenze in seinem Beschluss vom 27. Februar 2002 IV S 7-10/01, BFH/NV 2002, 1052 (betreffend die Streitjahre 1985 bis 1988) erwogen hat (vgl. zur früheren Rechtsprechung auch BFH-Urteile in BFHE 167, 557, BStBl II 1992, 738; vom 22. August 1990 I R 66/88, BFHE 162, 437, BStBl II 1991, 249).
d) Nach ständiger Rechtsprechung und einhelliger Meinung im Schrifttum ist der Begriff "Grundbesitz" in § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG ebenso wie in Satz 1 dieser Bestimmung im (gegenüber dem Einkommensteuerrecht engeren) bewertungsrechtlichen Sinne zu verstehen (vgl. BFH-Urteile vom 22. Juni 1977 I R 50/75, BFHE 122, 534, BStBl II 1977, 778, unter 1. der Gründe; vom 22. August 1990 I R 66/88, BFHE 162, 437, BStBl II 1991, 249, und vom 26. Februar 1992 I R 53/90, BFHE 167, 557, BStBl II 1992, 738, unter II.1.a der Gründe; FG Berlin, Urteil in EFG 1998, 1145, bestätigt durch BFH-Beschluss vom 28. März 2000 VIII R 38/98, n.v.; Blümich/Gosch, § 9 GewStG Rz 64;… Güroff in Glanegger/Güroff, GewStG, 6. Aufl., § 9 Nr. 1 Rz 21; Stäuber in Lenski/Steinberg, Gewerbesteuergesetz, § 9 Nr. 1 Rz 106).
a) Der Begriff des Grundbesitzes in § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG richtet sich nach den Vorschriften des Bewertungsrechts (ständige Rechtsprechung, vgl. insbesondere BFH-Urteil vom 22. Juni 1977 I R 50/75, BFHE 122, 534, BStBl II 1977, 778, und zuletzt BFH-Urteil vom 22. August 1990 I R 66/88, BFHE 162, 437, BStBl II 1991, 249;… Glanegger/Güroff, Gewerbesteuergesetz, Kommentar, 2. Aufl., 1991, § 9 Nr. 1 Rdnr. 20, m. w. N.).
Da § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG eine Ausnahmevorschrift ist, ist deren Anwendungsbereich - unter Berücksichtigung des ursprünglichen Zwecks der Vorschrift, nur die Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes zu begünstigen - eher enger zu fassen als auszuweiten (vgl. BFH-Urteile vom 12. März 1980 I R 99/78, BFHE 130, 332, BStBl II 1980, 470, m. w. N., und in BFHE 162, 437, BStBl II 1991, 249).
BFH, 26.08.1993 - IV R 18/91
Zulässigkeit einer Ersetzung des Gewerbesteuermeßbescheids im Revisionsverfahren
In diesem Fall kann nicht mehr davon ausgegangen werden, daß die Betriebsvorrichtungen im Zusammenhang mit der Überlassung von Grundbesitz mitvermietet werden (vgl. auch BFH-Urteil vom 22. August 1990 I R 66/88, BFHE 162, 437 [BFH 22.08.1990 - I R 66/88], BStBl II 1991, 249, und Urteil des Reichsfinanzhofs vom 16. Mai 1939 I 160/39, RStBl 1939, 790).
In seinem Urteil in BFHE 162, 437 [BFH 22.08.1990 - I R 66/88], BStBl II 1991, 249 hat der I.Senat des BFH jedoch dargelegt, daß die Herstellungskosten der Betriebsvorrichtung in dem durch sein Urteil in BFHE 122, 534, BStBl II 1977, 778 entschiedenen Fall nur einen unwesentlichen Bruchteil der Herstellungskosten des vermieteten Grundbesitzes betragen haben.
BFH, 05.03.2008 - I R 56/07
Keine erweiterte Kürzung für Grundstücksunternehmen bei Betrieb eines …
Diese hat damit eine Tätigkeit ausgeübt, die einen "gewerblichen Charakter" (Senatsurteil vom 22. August 1990 I R 66/88, BFHE 162, 437, BStBl II 1991, 249) aufweist, ohne dass es insoweit entscheidend ist, ob mit dieser Tätigkeit alle Tatbestandsvoraussetzungen des § 15 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) erfüllt sind (s. insoweit insb. Blümich/Gosch, § 9 GewStG Rz 73;… Glanegger/ Güroff, a.a.O., § 9 Nr. 1 Rz 23; Niedersächsisches Finanzministerium, Erlass vom 14. Januar 1992, Steuererlasse in Karteiform --StEK--, GewStG § 9 Nr. 26; in der Sache auch Oberfinanzdirektion Frankfurt, Verfügung vom 29. August 2006, StEK GewStG § 9 Nr. 52 [zum Betrieb von Photovoltaikanlagen];… a.A. Roser in Lenski/Steinberg, a.a.O., § 9 Nr. 1 Rz 129).
Da die GmbH auf dem von der Klägerin angemieteten Grundstück ein Gebäude errichtete, das bewertungsrechtlich als eigenständiges Grundstück bewertet (vgl. §§ 70 Abs. 3, 68 Bewertungsgesetz) sowie der GmbH zugerechnet wurde, und da sich die Tätigkeit der GmbH lediglich darin erschöpfte, dieses sowie eigene Flächen an Dritte zu vermieten, liegt eine Nutzung und Verwaltung eigenen Grundbesitzes i.S.d. § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG vor (vgl. BFH-Urteil vom 22.08.1990 I R 66/88, BFHE 162, 437, BStBl II 1991, 249).
FG Köln, 07.07.2004 - 7 K 4166/01
Inanspruchnahme der erweiterten Kürzung des Gewerbeertrags gemäß § 9 Abs. 1 S. 2 …
Die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs stellt Insoweit allein auf das Verhältnis der Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten für die überlassenen Betriebsvorrichtungen gegenüber den Herstellungs- und Anschaffungskosten für die überlassenen Gebäude ab (vgl. BFH-Urteile vom 22. August 1990 I R 66/88, a.a.O.;… vom 26. August 1993 IV R 18/91, a.a.O.).
bzw. 44% (vgl. BFH-Urteil vom 22. August 1990 I R 66/88, a.a.O.) und im Streitfall ein deutlich niedriger Prozentsalz vorliege, so ist auch dieser Einwand der Klägerin letztlich nicht durchgreifend.