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Timestamp: 2016-10-21 00:41:28
Document Index: 282985311

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19', 'BGE']

U 132/01 (21.09.2004)
U 132/01
Pr�sident Ferrari, Bundesrichterin Widmer und nebenamtlicher Richter Brunner; Gerichtsschreiber Widmer
G.________, 1959, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Werner Mutzner, Badenerstrasse 21, 8026 Z�rich,
Der 1959 geborene G.________ arbeitete seit 1986 als Bodenleger bei der Firma W.________ AG in X.________ und war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unf�lle versichert. Am 15. M�rz 1996 wurde er als Lenker eines Toyota-Landcruiser in eine Auffahrkollision verwickelt, als ein hinter ihm fahrender Lastwagen auf sein stehendes Fahrzeug auffuhr. Unmittelbar nach dem Unfall versp�rte der Versicherte Schmerzen im Nacken, eine Nackensteife, eine Bewegungseinschr�nkung der Halswirbels�ule (HWS), Nausea und Hinterkopfschmerzen. Am n�chsten Tag war er weitgehend schmerzfrei. An den Folgetagen traten wiederum Schmerzen unter Ausstrahlung in Schultern und Oberarm auf, zudem entwickelte sich ein Ohrensausen (Tinnitus).
Am 20. M�rz 1996 begab sich G.________ zu seinem Hausarzt in Behandlung, der ein Schleudertrauma der HWS diagnostizierte; die R�ntgenbefunde ergaben keine Hinweise auf oss�re L�sionen. Es wurden Physiotherapie und Schmerzmittel verordnet und eine Arbeitsunf�higkeit ab 27. M�rz 1996 zu 100 % auf unbestimmte Dauer bescheinigt. Am 8. Mai 1996 unternahm der Versicherte einen ersten Arbeitsversuch, der aber nach wenigen Tagen abgebrochen werden musste. Die SUVA kam f�r die Heilbehandlung auf. Nachdem er seine Arbeit am 22. Juli 1996 zu 50 % wieder aufgenommen hatte, hielt sich der Versicherte vom 18. September bis 16. Oktober 1996 in der SUVA-Klinik Y.________ auf. Im Austrittsbericht vom 22. Oktober 1996 wurden weiterhin Kopfschmerzen und Schmerzen im HWS-Bereich sowie eine Einschr�nkung der Beweglichkeit der HWS festgehalten; die Arbeitsf�higkeit im bisherigen Beruf wurde mit 50 % beziffert. In der Beurteilung vom 29. November 1996 �usserte Kreisarzt-Stellvertreter Dr. S.________ die Annahme, dass die Sch�digung an der Halswirbels�ule in diesem Fall st�rker ausgebildet war als anf�nglich angenommen, weshalb er zus�tzliche Abkl�rungen mit bildgebenden Verfahren anregte. Zwei in der Folge durchgef�hrte Abkl�rungen in der Klinik Z.________ vom 8. Dezember 1996 und 21. Januar 1997 ergaben die Diagnose eines "Status nach HWS-Distorsionstrauma mit ausgepr�gter lokal weichteilrheumatischer Reaktion und Wirbels�ulenfehlhaltung. Im n�chsten kreis�rztlichen Bericht vom 17. Februar 1997 wurde ausgef�hrt, die f�r das Schmerzbild in erster Linie verantwortlichen Muskelverspannungen seien nicht mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit als Unfallfolgen anzusehen; es wurde dem Versicherten der stufenweise Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess empfohlen. Am 28. Februar 1997 verf�gte die SUVA per 10. M�rz 1997 eine Arbeitsf�higkeit von 50 % und k�rzte das Taggeld entsprechend auf die H�lfte.
Hiegegen erhob die Arbeitgeberin namens des Versicherten und in eigenem Namen Einsprache. Die SUVA holte eine Expertise des Dr. med. M.________, Spezialarzt f�r physikalische Medizin, vom 23. Juni 1997 ein. Im Wesentlichen gest�tzt auf die Aussagen des Gutachters, dass keine nennenswerten organischen Unfallfolgen mehr vorl�gen, verf�gte die SUVA am 4. August 1997 die Einstellung der Versicherungsleistungen auf den 11. August 1997. Dagegen erhob der Versicherte wiederum Einsprache, in welcher insbesondere die Durchf�hrung der von Dr. med. M.________ vorgeschlagenen neuropsychologischen Abkl�rung verlangt wurde. Im Rahmen des Einspracheverfahrens veranlasste die Anstalt eine MRI-Untersuchung beim medizinisch radiodiagnostischen Institut am Spital B.________. Mit Entscheid vom 29. M�rz 1999 lehnte die SUVA die Einsprachen gegen die Verf�gungen vom 28. Februar und 4. August 1997 ab mit der Begr�ndung, dass kein somatischer Befund mehr vorliege, w�hrend die psychisch bedingten Beschwerden nicht in einem ad�quaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis st�nden.
Der Versicherte liess beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich Beschwerde erheben mit den Antr�gen, unter Aufhebung des Einspracheentscheides seien ihm weiterhin die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, namentlich das volle Taggeld auszurichten. Ferner sei die SUVA zu verpflichten, die Kosten f�r die MRI-Untersuchung vom 6. Mai 1999 im Betrag von Fr. 1016.75 zu ersetzen. Im Laufe des Verfahrens liess er ein von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebenes Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle (MEDAS) vom 9. Dezember 1999 einreichen. Mit Entscheid vom 23. Februar 2001 wies das Sozialversicherungsgericht die Beschwerde ab. Es bejahte den nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Gesundheitsschaden, verneinte aber die Ad�quanz dieses Zusammenhanges.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst G.________ die vorinstanzlich gestellten Rechtsbegehren erneuern. Eventualiter sei die Sache zur Beweiserg�nzung und zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. W�hrend die SUVA auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Sozialversicherung (seit 1. Januar 2004 im Bundesamt f�r Gesundheit) auf eine Vernehmlassung. Die beigeladene Krankenkasse Sanitas sieht ebenfalls von einer Stellungnahme ab.
Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche Bestimmungen im Unfallversicherungsbereich ge�ndert worden. Weil in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen Rechts�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1), und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grunds�tzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheides (hier: 29. M�rz 1999) eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 121 V 366 Erw. 1b), sind im vorliegenden Fall die bis zum 31. Dezember 2002 geltenden Bestimmungen anwendbar.
2.1 Die Vorinstanz hat die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht der Unfallversicherung zun�chst vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) zutreffend dargelegt (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b). Richtig sind auch die Ausf�hrungen zu dem f�r die Leistungspflicht der Unfallversicherung weiter vorausgesetzten ad�quaten Kausalzusammenhang im Allgemeinen (BGE 125 V 461 Erw. 5a, 123 V 103 Erw. 3d, 139 Erw. 3c, 122 V 416 Erw. 2a) und zur Ad�quanzbeurteilung bei Unf�llen mit Schleudertrauma der HWS ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle mit in der Folge l�ngere Zeit anhaltenden gesundheitlichen Beeintr�chtigungen und Einschr�nkung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit (BGE 117 V 359). Darauf kann verwiesen werden.
2.2 Zu verdeutlichen ist, dass in F�llen, in welchen die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der HWS geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zur vorliegenden ausgepr�gten psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten, die Beurteilung unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall (BGE 115 V 135 ff. Erw. 4 ff.) vorzunehmen ist (BGE 123 V 99 Erw. 2a mit Hinweisen). Dies setzt indessen voraus, dass die psychische Problematik bereits unmittelbar nach dem Unfall eindeutige Dominanz aufweist (RKUV 2002 Nr. U 467 S. 438 Erw. 3a). Wird die Rechtsprechung gem�ss BGE 123 V 99 Erw. 2a in einem sp�teren Zeitpunkt angewendet, ist zu pr�fen, ob im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt die physischen Beschwerden gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind. Nur wenn dies zutrifft, ist die Ad�quanz nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) zu beurteilen. (RKUV 2002 Nr. U 465 S. 439 Erw. 3b).
2.3 Zus�tzlich ist darauf hinzuweisen, dass klar fassbare physische Befunde nach einem Unfall praxisgem�ss ohne weiteres diesem zugeordnet werden, selbst wenn es sich um eine singul�re beziehungsweise aussergew�hnliche Unfallfolge handelt (BGE 107 V 177 Erw. 4b). Bei organisch nachweisbar behandlungsbed�rftigem Befund deckt sich somit bei der Beurteilung gesundheitlicher St�rungen die ad�quate, d.h. rechtserhebliche Kausalit�t weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t; die Ad�quanz hat hier gegen�ber dem nat�rlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbstst�ndige Bedeutung (BGE 117 V 365 Erw. 5d/bb mit Hinweisen).
Der rechtserhebliche medizinische Sachverhalt ist hinreichend abgekl�rt. Auf die Anordnung eines neuropsychologischen Gutachtens ist entgegen dem Eventualantrag des Beschwerdef�hrers zu verzichten, da die medizinischen Unterlagen, insbesondere das Gutachten des Dr. M.________ vom 23. Juni 1997 und die Expertise der MEDAS vom 9. Dezember 1999 eine schl�ssige Beurteilung der nat�rlichen Kausalit�t erlauben und von zus�tzlichen Beweismassnahmen keine neuen Erkenntnisse erwartet werden k�nnen.
Streitig ist zun�chst, ob es sich bei den Beschwerden, an welchen der Versicherte leidet, um nat�rliche Folgen des Unfalls vom 15. M�rz 1996 handelt.
4.1 Zu pr�fen ist vorab, welche Beschwerden mit Einfluss auf die Arbeits- beziehungsweise Erwerbsf�higkeit im massgeblichen Zeitpunkt vorlagen und welche Befunde organischer und/oder psychischer Natur erhoben wurden.
Im Gutachten des Dr. med. M.________ vom 23. Juni 1997 werden Schmerzen im Nacken und im Hinterkopf festgehalten, die sich bei l�ngerem Stehen und Sitzen verst�rken. Im Weiteren litt der Beschwerdef�hrer an Tinnitus (Ohrensausen) und mangelnder Konzentrationsf�higkeit. Eine Einschr�nkung der Beweglichkeit von Hals- und Brustwirbels�ule lag nicht vor; ebenso wurden muskul�rer Hartspann, Schwindelerscheinungen, Sehst�rungen, �belkeit oder vermehrte M�digkeit verneint. Der Gutachter diagnostizierte ein "zerviko-cephales Syndrom mit psychogener Mitbeteiligung bei Status nach Distorsionstrauma der Halswirbels�ule" und bescheinigte volle Arbeitsunf�higkeit.
Laut dem MEDAS-Gutachten vom 9. Dezember 1999, welches acht Monate nach Erlass des Einspracheentscheides erstellt wurde, nannte der Versicherte als haupts�chliche Beschwerden seit Monaten gleichbleibende, dauernde Nackenschmerzen. Diagnostiziert wurde ein HWS-Distorsionstrauma mit chronifiziertem, gering- bis m�ssiggradigem Zervikalsyndrom mit nuchal tendomyopathischen Beschwerden und posttraumatischem Tinnitus, Angst und depressive St�rung gemischt sowie eine kognitive St�rung (Konzentrationsst�rung, Erm�dbarkeit) nach Beschleunigungstrauma der HWS.
Die im Wesentlichen �bereinstimmenden Diagnosen der beiden Gutachten lassen f�r den massgeblichen Zeitpunkt des Einspracheentscheides die Annahme zu, dass der Versicherte an einem chronifizierten Zervikalsyndrom sowie einem posttraumatischen Tinnitus nach HWS-Distorsionstrauma litt; die �ngstlich-depressive St�rung scheint sich erst im Laufe der Zeit entwickelt zu haben, d�rfte aber im Zeitpunkt des Einspracheentscheides ebenfalls bereits vorgelegen haben. F�r die im MEDAS-Gutachten diagnostizierte kognitive St�rung gab es im Zeitpunkt der Begutachtung durch Dr. M.________ ebenfalls bereits Anhaltspunkte (nachlassende Konzentration).
4.2 F�r das gering- bis m�ssiggradige Zervikalsyndrom bestehen keine objektivierbaren organischen Befunde. Laut beiden Expertisen liegen keine klinischen Anhaltspunkte f�r ein radikul�res Reiz- oder sensibles beziehungsweise motorisches Ausfallsyndrom vor. Die Diskushernie bei HWK 6/7 wird als asymptomatisch beschrieben.
Die von der MEDAS diagnostizierte leichte "kognitive Beeintr�chtigung nach Beschleunigungstrauma der HWS" l�sst sich - laut psychiatrischem Untergutachten - nicht mit einer depressiven St�rung erkl�ren, sondern sei "verd�chtig auf eine organisch kognitive Beeintr�chtigung, wie dies nach Beschleunigungstrauma bei der Halswirbels�ule h�ufig beschrieben wird". Anschliessend verweist der begutachtende Psychiater allerdings darauf, dass "die gesamte Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit unter besonderer Ber�cksichtigung des neurologischen Gutachtens" festzulegen sei. Diese Bemerkung l�sst darauf schliessen, dass nach Auffassung des Psychiaters die vermutete organisch bedingte kognitive Beeintr�chtigung abkl�rungsbed�rftig ist, d.h. nur zusammen mit objektivierbaren Befunden bejaht werden kann, und die Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit ohnehin nicht allein und auch nicht wesentlich zu erkl�ren vermag. Dementsprechend erachtet er auch vor allem die �ngstliche Krankheitsverarbeitung sowie die depressive St�rung als Grund f�r die erhebliche Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit; die kognitive Beeintr�chtigung wird nur zus�tzlich angef�hrt.
Die W�rdigung dieser �rztlichen Aussagen f�hrt zum Ergebnis, dass die vom Versicherten geklagten Beschwerden und die sich daraus ergebende Verminderung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit nicht oder nur zu einem unwesentlichen Teil auf organische Befunde zur�ckzuf�hren sind. Soweit solche �berhaupt zu bejahen sind, l�sst sich diesen jedenfalls kein klar abgrenzbarer Teil der Beschwerden und der sich daraus ergebenden Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit zuordnen.
4.3 Das sowohl im Gutachten des Dr. M.________ wie auch in der Expertise der MEDAS diagnostizierte Zervikalsyndrom (ICD-10 S 13.4) stellt eine Diagnose �ber eine fassbare gesundheitliche Beeintr�chtigung dar und wird in beiden Gutachten als unfallkausal angesehen. Gleiches gilt f�r den diagnostizierten posttraumatischen Tinnitus. Als unfallkausal muss auf Grund des Gutachtens der MEDAS auch die kognitive St�rung nach Beschleunigungstrauma der HWS (ICD-10 Nr. 06.8) gelten. Wenn die Vorinstanz in umfassender W�rdigung der �rztlichen Berichte und Gutachten zum Schluss gelangt, dass die erheblichen gesundheitlichen Beeintr�chtigungen, an denen der Versicherte nach wie vor leidet, auf den Unfall vom 15. M�rz 1996 zur�ckzuf�hren sind, ist dieser Einsch�tzung beizupflichten. Der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den anhaltenden Beschwerden, welche die typische Symptomatik nach einem derartigen Unfallereignis wiederspiegeln, ist daher zu bejahen.
Zu beurteilen bleibt die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs.
5.1 Der Unfall vom 15. M�rz 1996 ist in �bereinstimmung mit der Vorinstanz dem mittleren Bereich zuzuordnen. Der entstandene, relativ geringf�gige Sachschaden spricht zwar eher f�r ein leichtes Unfallereignis; der Beschwerdef�hrer weist aber zu Recht unter Berufung auf den Bericht des Dr. med. S.________, stellvertretender SUVA-Kreisarzt, vom 29. November 1996 darauf hin, dass die durch das Auffahren des LKW freigesetzte hohe Energie wegen der starren Beschaffenheit des Gel�ndewagens offensichtlich in hohem Masse auf den K�rper des Versicherten einwirkte. Hinzu kommt, dass ihn der Aufprall unvorbereitet traf.
5.2 Ist der Unfall im mittleren Bereich anzusiedeln, sind weitere unfallbezogene Kriterien zur Beurteilung der Ad�quanz heranzuziehen. Vorab ist dabei festzuhalten, dass beim Beschwerdef�hrer keine ausgepr�gte psychische Problematik auszumachen ist, welche die zum typischen Beschwerdebild nach einem Schleudertrauma der HWS geh�renden Beeintr�chtigungen ganz in den Hintergrund treten lassen w�rde. Das Beschwerdebild enth�lt wohl eine betr�chtliche psychische Komponente. Es liegen aber in erster Linie die typischen Beschwerden nach Schleudertrauma der HWS wie Kopf- und Nackenschmerzen, Tinnitus, Konzentrationsst�rungen und rasche Erm�dbarkeit vor. Die psychische Komponente erscheint mehr als Folge denn als Ursache der Beschwerden. So wurden eine psychische St�rung, eine �berwiegend psychosomatische Genese der Beschwerden oder eine Symptomausweitung im Rahmen des psychosomatischen Konsiliums am 24. September 1996 in der Klinik Y.________, ausdr�cklich verneint. Im Gutachten des Dr. M.________ wird ein zerviko-cephales Syndrom mit psychogener Mitbeteiligung diagnostiziert. Ein eigenst�ndiges psychisches Leiden stellte er nicht fest. Im MEDAS-Gutachten wird "Angst und depressive St�rung, gemischt" diagnostiziert, diese Diagnose findet sich aber erst an zweiter Stelle nach dem HWS-Distorsionstrauma und neben den ebenfalls unfallbedingten kognitiven St�rungen. Entgegen der SUVA und mit der Vorinstanz ist eine Dominanz der psychischen Problematik unmittelbar nach dem Unfall wie auch im Verlaufe der Entwicklung bis zum Erlass des Einspracheentscheides (Erw. 2.2 hievor) zu verneinen mit der Folge, dass bei der W�rdigung der weiteren unfallbezogenen Merkmale auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten zu verzichten ist (BGE 117 V 367 Erw. 6a).
5.3 Die W�rdigung der einzelnen Kriterien ergibt Folgendes:
Der Unfall war nicht von besonders dramatischen Umst�nden begleitet und kann auch nicht als besonders eindr�cklich bezeichnet werden. Die erlittenen Verletzungen waren �usserlich nicht besonders schwer; vorliegend kommt allerdings hinzu, dass der Versicherte an einer unfallbedingten kognitiven St�rung leidet, welche als geeignet erscheint, eine psychische Fehlentwicklung auszul�sen.
Der Beschwerdef�hrer litt vom Unfallzeitpunkt am 15. M�rz 1996 bis zum Erlass des Einspracheentscheides (29. M�rz 1999) - und dar�ber hinaus - trotz zahlreicher Therapien stets an Nacken- und Kopfschmerzen, und er stand w�hrend dieser Zeit dauernd in �rztlicher Behandlung. Teilweise im Gegensatz zur Auffassung der Vorinstanz ist deshalb nicht nur das Kriterium der Dauerschmerzen, sondern auch jenes der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung als erf�llt zu betrachten.
Der Versicherte war nach dem Unfall vom 15. M�rz 1996 ab dem 18. M�rz h�lftig und ab dem 27. M�rz bis zum 22. Juli 1996 voll arbeitsunf�hig. Vom 22. Juli bis zum 22. Oktober 1996 bestand eine h�lftige Arbeitsf�higkeit, wobei in diesen Zeitraum allerdings der Aufenthalt in der Klinik Y.________ (vom 18. September bis zum 16. Oktober) fiel. Im Austrittsbericht dieser Klinik vom 27. Oktober 1996 wird eine h�lftige Arbeitsf�higkeit ab 21. Oktober 1996 bescheinigt, der Arbeitsversuch musste aber bereits nach einem Tag abgebrochen werden. In der Folge konnte der Beschwerdef�hrer trotz grossem Einsatzwillen nicht zur Arbeit eingesetzt werden, ein Teileinsatz war auch aus organisatorischen Gr�nden nicht m�glich. Am 27. Februar 1997 legte SUVA-Kreisarzt Dr. L.________ die Arbeitsf�higkeit erneut auf 50 % fest, um dem Versicherten den Einstieg in den Arbeitsprozess zu erleichtern, was jedoch nicht gelang, und der Beschwerdef�hrer blieb �ber den Zeitpunkt des Einspracheentscheides hinaus ohne Arbeit. Sowohl im Gutachten des Dr. M.________ vom 23. Juni 1997 wie auch in der Expertise der MEDAS vom 9. Dezember 1999 wird f�r die bisherige T�tigkeit volle Arbeitsunf�higkeit ausgewiesen. Der Beschwerdef�hrer war somit im Wesentlichen vom Unfallzeitpunkt bis zum Erlass des Einspracheentscheides immer mindestens zu 50 % arbeitsunf�hig. Mit dem kantonalen Gericht ist deshalb das Kriterium des Grades und der Dauer der Arbeitsunf�higkeit als gegeben anzunehmen, wobei dieses Merkmal sogar in einem besonderen Masse erf�llt ist. Auch wenn die unfallbezogenen Kriterien nach objektiven Massst�ben zu pr�fen sind, kann und darf ber�cksichtigt werden, dass eine lange Arbeitsunf�higkeit und das Scheitern mehrerer Arbeitsversuche einen leistungsorientierten Menschen in einem besonderen Masse belasten k�nnen. Wie den Gutachten und den sonstigen Unterlagen zu entnehmen ist, spielt die Arbeit im Selbstverst�ndnis des Beschwerdef�hrers eine zentrale Rolle. Dr. M.________ spricht von einem "jungen, hochqualifizierten Spezialisten", der unbedingt wieder zur Arbeitsf�higkeit gebracht werden sollte. Die Arbeitgeberin attestiert dem Versicherten hervorragende Leistungen und bezeichnet ihn als richtigen "Chrampfer". Der psychiatrische Gutachter der MEDAS sodann weist darauf hin, dass die �ngstliche und pessimistische Krankheitsverarbeitung dadurch erkl�rbar sei, dass der Versicherte sich stark auf seine eigene k�rperliche Leistungsf�higkeit abst�tzt und diese nun mit dem Unfall eingeb�sst habe. Die beeintr�chtigte Arbeitsf�higkeit f�llt unter den geschilderten Umst�nden auch bei objektiver Betrachtungsweise ganz besonders ins Gewicht.
Ein schwieriger Heilungsverlauf ist insofern zu bejahen, als trotz verschiedener Therapien und eines Aufenthalts in der Klinik Y.________ die immer wieder erhoffte Besserung nicht eintraf. Eine solche Entwicklung kann die mittlerweile aufgetretene depressive St�rung einleuchtend erscheinen lassen.
Weil die massgebenden unfallbezogenen Kriterien einerseits in geh�ufter Weise vorliegen und anderseits das Merkmal des Grades und der Dauer der Arbeitsunf�higkeit in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist, ist die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und den zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides vorhandenen Beschwerden mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit zu bejahen.
Dem Einspracheentscheid liegen zwei Verf�gungen zu Grunde. In derjenigen vom 28. Februar 1987 wurde die Arbeitsf�higkeit ab 10. M�rz 1997 auf 50 % festgesetzt und ein entsprechend reduziertes Taggeld ab dem genannten Datum ausgerichtet. In der Verf�gung vom 4. August 1997 wurden die Leistungen per 11. August 1997 eingestellt.
Bis zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 29. M�rz 1999 war noch kein stabilisierter Gesundheitszustand eingetreten. Dr. M.________ empfahl weitere Abkl�rungen und eine Rehabilitationsbehandlung, um die Arbeitsf�higkeit wieder herzustellen. Auch in dem nach dem Einspracheentscheid erstellten MEDAS-Gutachten werden medizinische Massnahmen vorgeschlagen, und die Wiedererlangung der vollen Arbeitsf�higkeit wird zumindest als M�glichkeit in Aussicht gestellt. Angesichts dieser �rztlichen Beurteilungen kann nicht gesagt werden, von einer Fortsetzung der Heilbehandlung sei im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten gewesen; mindestens bis zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides besteht deshalb Anspruch auf Taggelder.
Die H�he des Taggeldes h�ngt vom Grad der Arbeitsunf�higkeit ab. Dieser bemisst sich grunds�tzlich im Hinblick auf die bisherige T�tigkeit des Versicherten, sofern von ihm vern�nftigerweise nicht verlangt werden kann, seine Restarbeitsf�higkeit in einem anderen T�tigkeitsbereich zu verwerten (BGE 114 V 283 Erw. 1d mit Hinweisen). In beiden Gutachten wird dem Beschwerdef�hrer in der angestammten T�tigkeit eine volle Arbeitsunf�higkeit attestiert. Es stellt sich also lediglich die Frage, ob von ihm h�tte verlangt werden k�nnen, dass er sich einem anderen T�tigkeitsbereich zuwendet. Dabei gilt es vorab zu beachten, dass er dazu offenbar nicht aufgefordert wurde. W�hrend die SUVA in der ersten Verf�gung vom 28. Februar 1997 davon ausging, dass er entsprechend der verbliebenen Arbeitsf�higkeit in seinem angestammten Beruf t�tig sein w�rde, lehnte sie mit der zweiten Verf�gung ihre Leistungspflicht mangels Kausalit�t ab, k�mmerte sich also nicht mehr darum, ob und wie weit der Beschwerdef�hrer seine Restarbeitsf�higkeit verwerten w�rde. Nachdem zuerst Dr. M.________ und sp�ter die Gutachter der MEDAS die Notwendigkeit weiterer medizinischer Abkl�rungen und Therapien bejaht hatten, konnte vom Versicherten vor deren Abschluss vern�nftigerweise nicht erwartet werden, dass er versuchen w�rde, eine andere Erwerbst�tigkeit aufzunehmen. Mindestens bis zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides ist deshalb der Grad der Arbeitsunf�higkeit im angestammten Beruf massgeblich. Weil in diesem Bereich eine volle Einschr�nkung der Einsatzf�higkeit vorliegt, hat der Versicherte Anspruch auf ein volles Taggeld bis zu diesem Zeitpunkt. F�r die Zeit danach wird die SUVA �ber die gesetzlichen Leistungen neu verf�gen.
Zur Erstattung der Kosten eines von einer Partei in Auftrag gegebenen Privatgutachtens ist der Unfallversicherer nur verpflichtet, wenn dieses f�r deren Interessenwahrung notwendig gewesen ist und sich der medizinische Sachverhalt erst auf Grund der neu beigebrachten Untersuchungsergebnisse schl�ssig feststellen l�sst (RKUV 1994 Nr. U 182 S. 47 f. Erw. 3). Der Beschwerdef�hrer verlangt die �bernahme der Kosten f�r die MRI-Untersuchung vom 6. Mai 1999. Hintergrund dieses Begehrens ist, dass die im Rahmen des Einspracheverfahrens vom medizinisch radiodiagnostischen Institut des Spitals B.________ am 17. November 1997 erstellten R�ntgenbilder anscheinend nicht mehr auffindbar waren. Die SUVA gab in der Folge eine weitere R�ntgenuntersuchung bei der Universit�tsklinik Balgrist in Auftrag; diese MRI-Untersuchung wurde aber ohne Seitenrotation durchgef�hrt. Der Versicherte sah sich dadurch veranlasst, beim radiodiagnostischen Institut neue MRI-Aufnahmen erstellen zu lassen, die im Wesentlichen den ersten Befund vom 17. November/12. Dezember 1997 best�tigten. Auch wenn die R�ntgenbilder nicht mehr auffindbar waren, bestand f�r den Beschwerdef�hrer keine Notwendigkeit, die Aufnahmen selber zu veranlassen. Einerseits war der Bericht der ersten MRI-Untersuchung vom 1. Dezember 1997 bei den Akten, und andererseits konnten sich aus diesen vom Beschwerdef�hrer get�tigten Abkl�rungen keine neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse ergeben, lassen sich diesen Aufnahmen doch h�chstens Hinweise f�r die Pr�fung der letztlich ohnehin unbestrittenen nat�rlichen Kausalit�t entnehmen. Die SUVA kann daher nicht zur Kosten�bernahme verpflichtet werden.
In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 23. Februar 2001 und der Einspracheentscheid vom 29. M�rz 1999 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer weiterhin Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen, insbesondere ein volles Taggeld bis zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides, hat. Im �brigen wird die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abgewiesen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, dem Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) und der SANITAS Grundversicherungen AG, Z�rich, zugestellt.