Source: https://www.jusline.at/gesetz/noe_jvo/gesamt
Timestamp: 2019-04-20 15:21:31
Document Index: 77726469

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 28', '§ 28', '§ 2', '§ 30', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 60', '§ 13', '§ 14', '§ 9', '§ 60', '§ 15', '§ 68', '§ 68', '§ 140', 'Art. 24', '§ 140', '§ 67', '§ 70', '§ 70', '§ 9', '§ 44', '§ 16', '§ 56', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 68', '§ 69', '§ 20', '§ 68', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 68', '§ 68', '§ 22', '§ 23', '§ 22', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 91', '§ 23', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 100', '§ 26', '§ 26', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 4', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 3', '§ 33', '§ 34', '§ 34', '§ 35', '§ 37', '§ 1', '§ 36', '§ 37', '§ 38', '§ 40', '§ 38', '§ 39', '§ 40', '§ 41', '§ 40', '§ 42', '§ 43', '§ 43', '§ 63', '§ 44', '§ 44', '§ 45', '§ 45', '§ 60', '§ 117', '§ 19', '§ 47', '§ 87', '§ 87', '§ 87', '§ 48', '§ 48', '§ 49', '§ 49', '§ 50', '§ 51', '§ 52', '§ 53', '§ 54', '§ 54', '§ 54', '§ 55', '§ 56', '§ 57', '§ 57', '§ 56', '§ 57', '§ 57', '§ 58', '§ 55', '§ 56', '§ 59', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 61', '§ 62', '§ 62', '§ 62', '§ 62', '§ 63', '§ 64', '§ 65', '§ 66', '§ 67', '§ 56', '§ 68', '§ 69', '§ 70', '§ 58', '§ 71', '§ 71', '§ 105', '§ 72', '§ 72', '§ 73', '§ 73', '§ 22', '§ 22', '§ 61', '§ 61', '§ 61', '§ 61', '§ 62', '§ 110', '§ 110', '§ 53', '§ 53', '§ 57', '§ 57', '§ 57']

NÖ Jagdverordnung (NÖ JVO) - Gesamt - JUSLINE Österreich
Gesamte Rechtsvorschrift NÖ JVO
NÖ Jagdverordnung
NÖ JVO
Stand der Gesetzesgebung: 22.02.2019
NÖ Jagdverordnung (NÖ JVO)
StF: LGBl. 6500/1-0
§ 1 NÖ JVO Versteigerungsbedingungen
(1) Der vom Jagdausschuß gemäß § 28 Abs. 2 des NÖ Jagdgesetzes 1974 (NÖ JG) erstellte Entwurf der Versteigerungsbedingungen (Anlage 1) ist der Bezirksverwaltungsbehörde in zweifacher Ausfertigung vorzulegen.
(2) Die Bezirksverwaltungsbehörde hat nach Überprüfung gemäß § 28 Abs. 3 NÖ JG eine Ausfertigung der Versteigerungsbedingungen dem Obmann des Jagdausschusses zurückzustellen. Die zweite Ausfertigung verbleibt bei der Jagdbehörde.
§ 2 NÖ JVO Kundmachung
Der Obmann des Jagdausschusses hat die Versteigerung unter Verwendung von Kundmachungsformularen nach dem Muster der Anlage 2 nach den Vorschriften des § 30 Abs. 1 und 3 NÖ JG und die Einschaltung in der vom NÖ Landesjagdverband herausgegebenen Fachpresse zu veranlassen.
§ 4 NÖ JVO Hinterlegung des Vadiums
(1) Nach Abschluß des Versteigerungsverfahrens sind die erlegten Vadien jenen Bietern, die die Jagd nicht erstanden haben, gegen Bestätigung in der Versteigerungsniederschrift zurückzustellen. Die Versteigerungsniederschrift ist sodann vom Schriftführer zu verlesen und von sämtlichen Bietern, vom Obmann des Jagdausschusses und vom Schriftführer zu unterfertigen.
(2) Das vom Ersteher erlegte Vadium ist vom Obmann des Jagdausschusses bei der Gemeinde zur Verwahrung zu hinterlegen.
(3) Der Ersteher erhält das von ihm erlegte Vadium nach fristgerechtem Ersatz der der Jagdgenossenschaft durch die Verpachtung erwachsenen Kosten und nach fristgerechtem Erlag des ersten Pachtschillings zurück, sofern es nicht mit Zustimmung des Erstehers auf diese Kosten oder auf diesen Pachtschilling angerechnet wird.
§ 5 NÖ JVO Vertragsmuster
Pachtverträge sind nach dem Muster der Anlagen 4 bis 7 auszufertigen.
§ 6 NÖ JVO § 6
Die Höhe des Bagatellbetrages für die Auszahlung des Pachtschillings beträgt € 15,–.
§ 6a NÖ JVO § 6a
Bei der Antragstellung auf Anerkennung der Befugnis zur Eigenjagd oder zur Erweiterung bestehender Eigenjagdgebiete (§ 6 NÖ JG) sind die auf der Homepage des Landes Niederösterreich (www.noe.gv.at) zur Verfügung gestellten Formulare oder die Formulare der Anlage 7a bis 7c zu verwenden.
§ 6b NÖ JVO § 6b
Jagdausübungsberechtigte von umfriedeten Eigenjagdgebieten haben laufend Aufzeichnungen über das im umfriedeten Eigenjagdgebiet vorkommende Schalenwild zu führen, die mindestens folgenden Inhalt aufweisen müssen:
den Gesamtbestand zum 30. Juni des Jagdjahres, getrennt nach Wildarten;
alle Zu- und Abgänge, mit
Datum des Zu- oder Abganges,
Herkunft (Abgeber und Transporteur),
Bezeichnung der Wildart, gegliedert nach Altersklasse und Geschlecht;
die erlegten Stücke und das Fallwild, mit
Datum des Erlegens bzw. Auffindens,
Abnehmer des Wildbrets bzw. Entsorger,
Bezeichnung der Wildart, gegliedert nach Altersklasse und Geschlecht.
§ 7 NÖ JVO § 7
Die Versicherungssummen für die Jagdhaftpflichtversicherung müssen für Personen- und Sachschäden mindestens € 1,1 Millionen je Schadensereignis betragen.
§ 8 NÖ JVO § 8
(1) Jagdkarten und Jagdgastkarten sind nach den in den Anlagen 8 bis 10 dargestellten Vordrucken auszufertigen und zwar nach der
Anlage 8 in grüner Farbe für die Jagdkarte,
Anlage 9 in grauer Farbe für die 14tägige Jagdgastkarte und nach der
Anlage 10 in weißer Farbe für die dreitägige Jagdgastkarte.
(2) Das ungefähre Ausmaß der Jagdkarten und der Jagdgastkarten hat 10,5 cm x 7,5 cm, pro Seite zu betragen.
(3) Anträge auf Ausstellung einer Jagdkarte können bereits einen Monat vor Beginn des Jahres, für das die Jagdkarte begehrt wird, bei der Bezirksverwaltungsbehörde gestellt werden.
§ 10 NÖ JVO Prüfungsablauf
(1) Der Vorsitzende der Prüfungskommission hat die Prüfung zu leiten und selbst Prüfungsfragen zu stellen. Er hat ferner dafür zu sorgen, dass die Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt wird. Prüfungswerber, die sich ordnungswidrig verhalten, kann er nach Ermahnung erforderlichenfalls von der Prüfung ausschließen.
(2) Tritt ein Prüfungswerber während der Prüfung zurück oder wird er von der Prüfung ausgeschlossen, so gilt die Prüfung als nicht bestanden und ist der Prüfungswerber für “nicht geeignet” zu erklären.
(3) Nach Beendigung der Prüfung beschließt die Prüfungskommission in nicht öffentlicher Sitzung über das Prüfungsergebnis.
(4) Über den Verlauf der Prüfung ist eine von dem Vorsitzenden und den beiden weiteren Mitgliedern der Prüfungskommission zu unterfertigende Niederschrift aufzunehmen, welche den Tag der Prüfung, die Zusammensetzung der Prüfungskommission, die Personaldaten der Prüfungswerber und jedenfalls das Prüfungsergebnis für jeden Prüfungswerber und gegebenenfalls die Bestimmung einer Frist zu enthalten hat, nach deren Ablauf die Prüfung frühestens wiederholt werden kann.
§ 11 NÖ JVO Zeugnis
(1) Auf Grund der Niederschrift hat die Prüfungskommission für jene Bewerber, bei denen das Prüfungsergebnis auf “geeignet” lautet, ein Zeugnis nach Anlage 11 auszufertigen, mit dem Rundsiegel jener Geschäftsstelle des NÖ Landesjagdverbandes, bei der die Prüfungskommission eingerichtet ist, zu versehen und das Zeugnis nachweislich auszufolgen.
(2) Wurde ein Prüfungswerber für “nicht geeignet” erklärt, so ist ihm hierüber eine Verständigung nach Anlage 12 unter Angabe der Frist, nach deren Ablauf die Wiederholung der Prüfung zulässig ist, nachweislich auszufolgen. Für eine Teilwiederholung ist das Muster Anlage 13 zu verwenden.
§ 12 NÖ JVO Gültigkeit
Die vor einer Prüfungskommission nach den Bestimmungen des § 60 NÖ JG und dieser Verordnung mit Erfolg abgelegte Prüfung hat im ganzen Lande Niederösterreich Gültigkeit.
§ 13 NÖ JVO Entschädigung
Dem Vorsitzenden der Prüfungskommission und den beiden weiteren Mitgliedern gebührt eine Entschädigung, die mit dem Betrage von € 9,– für jeden geprüften Prüfungswerber festgesetzt wird. Sie haben darüber hinaus Anspruch auf den Ersatz ihrer aus der Teilnahme an der Prüfung erwachsenen Barauslagen.
§ 14 NÖ JVO Prüfung am Sitz des NÖ Landesjagdverbandes
Die Vorschriften der §§ 9 bis 13 sind sinngemäß von der gemäß § 60 Abs. 1 NÖ JG am Sitz des NÖ Landesjagdverbandes eingerichteten Prüfungskommission anzuwenden.
§ 15 NÖ JVO Antragsbeilagen
(1) Der Prüfungswerber hat dem Ansuchen um Zulassung zur Prüfung für den Wachdienst zum Schutze der Jagd beizulegen:
eine Strafregisterbescheinigung, die nicht älter als drei Monate sein darf,
das im § 68 Abs. 2 Z 3 NÖ JG erwähnte Dienstzeugnis oder die dort angeführte Bescheinigung eines Bezirksjägermeisters sowie den in § 68 Abs. 2 Z 4 NÖ JG erwähnten Nachweis,
den Staatsbürgerschaftsnachweis, bei Staatsangehörigen eines EU-, EWR-Mitgliedstaates, der Schweizerischen Eidgenossenschaft oder langfristig aufenthaltsberechtigten Drittstaatsangehörigen im Sinne der Richtlinie 2003/109/EG (§ 140 Z 11 NÖ JG) oder Familienangehörigen im Sinne des Art. 24 der Richtlinie 2004/38/EG (§ 140 Z 12 NÖ JG) den Reisepass,
eine von einer fachlich geeigneten Stelle ausgestellte Bescheinigung der Eigenschaften gemäß § 67 Abs. 1 Z 4 NÖ JG, die nicht älter als drei Monate sein darf.
(2) Der Prüfungswerber hat dem Ansuchen um Zulassung zur Berufsjägerprüfung beizulegen:
die Zeugnisse und Bescheinigungen gemäß § 70 Abs. 1 Z 5 bis Z 8 NÖ JG,
eine von einer fachlich geeigneten Stelle ausgestellte Bescheinigung der Eigenschaften gemäß § 70 Abs. 1 Z 3 NÖ JG, die nicht älter als drei Monate sein darf.
(3) Eine Pflicht zur Vorlage von Urkunden nach Abs. 1 und Abs. 2 besteht nicht, wenn die zu beweisenden Tatsachen und Rechtsverhältnisse durch Einsicht in das Strafregister (§ 9 Strafregistergesetz 1968, BGBl. Nr. 277/1968) oder in das Zentrale Personenstandsregister (ZPR, § 44 Personenstandsgesetz 2013 – PStG 2013, BGBl. Nr. 16/2013) oder in andere den Behörden zur Verfügung stehende Register, insbesondere im Zentralen Melderegister (ZMR, § 16 Meldegesetz 1991 – MeldeG, BGBl. Nr. 9/1992) und im Zentralen Staatsbürgerschaftsregister (ZSR, § 56a Staatsbürgerschaftsgesetz 1985 – StbG, BGBl. Nr. 311/1985), festgestellt werden können.
§ 15a NÖ JVO Prüfungsstoff für die Berufsjägerprüfung
(1) Der Prüfungswerber hat im mündlichen Teil der Prüfung Kenntnisse in folgenden Fachbereichen nachzuweisen:
Kenntnis der jagdrechtlichen Vorschriften Niederösterreichs, des NÖ Naturschutzgesetzes 2000, des Tierschutzgesetzes, des Forstgesetzes 1975, der Vorschriften über den Umweltschutz, des Waffengesetzes 1996, des NÖ Fischereigesetzes 2001, der Vorschriften über Wildkrankheiten und Wildbrethygiene, der Vorschriften über Nationalparks und über Rechte und Pflichten der beeideten Wachorgane und des Strafgesetzbuches;
Kenntnis über die Handhabung, Wirkung und Behandlung der Waffen und der Munition sowie der Fallen und Fangvorrichtungen und die dabei zu beachtenden Vorsichtsmaßregeln;
Kenntnis über Wildkunde und Wildökologie der Wildarten, über Ansprüche des Wildes an den Lebensraum, Auswirkungen der Wildhege und des Jagdbetriebes auf das Wild und seinen Lebensraum, über Wildökologische Raumplanung, Wildfütterung, über tragbaren Wildstand, Wildkrankheiten, Wildseuchen und Wildbrethygiene;
Kenntnis über Artenschutz, Umweltschutz, Naturschutz und Biotopbeurteilung;
Kenntnis über die Ursachen, Erkennung und Verhütung von Wildschäden, Feststellung ihres Ausmaßes und Berechnung des Schadens, Wechselwirkungen zwischen Land-, Forst- und Jagdwirtschaft, Maßnahmen zur Verbesserung der natürlichen Einstands- und Äsungsverhältnisse sowie Äsungs- und Freiflächen, über Grünlandwirtschaft und Ackerbau;
Kenntnisse über die Funktionen des Waldes, Forstbotanik, Waldbau, Forstnutzung und Forstschutz, Naturschutz;
Kenntnisse über die wichtigsten in Österreich freilebenden Tiere und über die wichtigsten in Österreich geschützten und gefährdeten Pflanzen;
Kenntnisse über Jagdbetrieb, ökologisch ausgerichtete Abschußplanung einschließlich Wildzählung, Wilddichte und Geschlechterverhältnis sowie Reviereinrichtungen;
Kenntnis über die wichtigsten Sportarten und Freizeitaktivitäten, soweit sie Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt haben können (insbesondere Schifahren, Mountainbike, Paragliding und ähnliches);
Kenntnis über das Jagdhundewesen;
Kenntnis über das jagdliche Brauchtum;
Kenntnis über den jagdlichen Schriftverkehr und über Berufskunde.
(2) Der Prüfungswerber hat im schriftlichen Teil der Prüfung Kenntnisse bei der Abfassung von Meldungen oder Anzeigen sowie die Behandlung von Fragen des Jagdbetriebes und der Wildbewirtschaftung nachzuweisen.
§ 16 NÖ JVO Einladung
Die Behörde, welcher der Vorsitzende der Prüfungskommission angehört, hat die Prüfung vorzubereiten und die Mitglieder der Prüfungskommission sowie die Prüfungswerber zeitgerecht und nachweislich unter Angabe des Ortes, des Tages und der Stunde zur Prüfung einzuladen.
§ 17 NÖ JVO Identitätsnachweis
Zu Beginn der Prüfung haben sich die Prüfungswerber beim Vorsitzenden der Prüfungskommission über ihre Identität auszuweisen. Bis zu diesem Zeitpunkt kann ein Prüfungswerber jederzeit von der Prüfung zurücktreten.
§ 18 NÖ JVO Prüfungsablauf
(1) Der Vorsitzende der Prüfungskommission hat die Prüfung zu leiten und selbst Prüfungsfragen zu stellen. Er hat ferner dafür zu sorgen, daß die Prüfung ordnungsgemäß durchgeführt wird. Prüfungswerber, die sich ordnungswidrig verhalten, kann er nach Ermahnung erforderlichenfalls von der Prüfung ausschließen.
(2) Tritt ein Prüfungswerber während der Prüfung zurück oder wird er von der Prüfung ausgeschlossen, so gilt die Prüfung als nicht bestanden. Bei der Prüfung für den Wachdienst zum Schutze der Jagd ist der Prüfungswerber für “nicht geeignet” zu erklären. Bei der Berufsjägerprüfung lautet das Ergebnis auf “nicht bestanden”.
(4) Über den Verlauf der Prüfung ist eine Niederschrift zu führen. In der Prüfungsniederschrift sind jedenfalls der Tag der Prüfung, die Zusammensetzung der Prüfungskommission, die Personaldaten der Prüfungswerber und das Ergebnis der Prüfung festzuhalten. Die Niederschrift ist von den Mitgliedern der Prüfungskommission zu unterfertigen.
§ 19 NÖ JVO Zeugnis, Ergänzungsprüfung
(1) Den Prüfungswerbern, die die Prüfung für den Wachdienst zum Schutze der Jagd bestanden haben und für “geeignet” erklärt wurden, ist ein nach Anlage 14 ausgefertigtes Zeugnis nachweislich auszufolgen. Das Zeugnis ist
von sämtlichen Mitgliedern der Prüfungskommission zu unterzeichnen,
mit dem Amtssiegel der Behörde, welcher der Vorsitzende angehört zu versehen
mit dem Gebührenvermerk zu versehen.
Den Prüfungswerbern, die die Prüfung nicht bestanden haben und für “nicht geeignet” erklärt wurden, ist eine nach Anlage 15 ausgefertigte Verständigung über das Ergebnis der Prüfung nachweislich auszufolgen.
(2) Prüfungen gemäß § 68 Abs. 4 letzter Satz NÖ JG sind vom Vorsitzenden der Prüfungskommission abzunehmen. Zeugnis und Verständigung sind nach den Mustern der Anlage 16 und 17 auszufertigen und nachweislich auszufolgen.
(3) Bei der Berufsjägerprüfung ist den Prüfungswerbern, die die Prüfung “bestanden” haben ein nach Anlage 18 ausgefertigtes Zeugnis nachweislich auszufolgen. Das Zeugnis ist
von sämtlichen Mitgliedern der Prüfungskommission zu unterzeichnen
Den Prüfungswerbern, die die Prüfung “nicht bestanden” haben, ist eine nach Anlage 19 auszufertigende Verständigung über das Ergebnis der Prüfung nachweislich auszufolgen.
(4) Prüfungen gemäß § 69 Abs. 2 NÖ JG sind vom Vorsitzenden der Prüfungskommission abzunehmen. Zeugnis und Verständigung sind nach den Mustern der Anlage 19a und 19b auszufertigen und nachweislich auszufolgen.
§ 20 NÖ JVO Gültigkeit
Die vor einer Prüfungskommission nach den Bestimmungen der §§ 68 und 70 NÖ JG und dieser Verordnung mit Erfolg abgelegte Prüfung hat im ganzen Lande Niederösterreich Gültigkeit.
§ 21 NÖ JVO Entschädigung
Den Mitgliedern der Prüfungskommission gebührt eine Entschädigung, die mit dem Betrage von € 9,– für jeden geprüften Prüfungswerber festgesetzt wird. Sie haben darüber hinaus Anspruch auf Ersatz der ihnen aus der Teilnahme an der Prüfung erwachsenen Barauslagen.
§ 21a NÖ JVO § 21a
Vom NÖ Landesjagdverband ist jährlich mindestens ein Weiterbildungskurs für Jagdaufseher gemäß § 68a NÖ JG zu jedem der in § 68 Abs. 4 Z 1 bis 4 NÖ JG genannten Themenbereiche anzubieten. Der Jagdaufseher hat innerhalb von drei Jahren mindestens einen dieser Weiterbildungskurse zu besuchen.
§ 22 NÖ JVO Schußzeiten
(1) Folgendes Wild darf grundsätzlich nur während der nachstehend angeführten Zeiträume verfolgt, gefangen und erlegt werden:
Älterer Bock vom 16. Mai bis 15. Oktober,
Jährling vom 16. April bis 15. Oktober,
Schmalgeiß vom 16. April bis 31. Dezember,
sonstige Geißen und Kitze vom 16. August bis 31. Dezember;
Altersklassen I und II vom 1. August bis 30. November,
Altersklasse III vom 1. August bis 31. Dezember, jedoch
Schmalspießer vom 1. Mai bis 31. Dezember,
Kalb vom 1. Juli bis 31. Dezember,
Schmaltiere vom 1. Mai bis 31. Dezember,
sonstige Tiere vom 1. Juli bis 31. Dezember;
Rotwild in umfriedeten Eigenjagdgebieten:
Hirsch, Kalb und sonstige Tiere vom 1. August bis 15. Jänner,
Schmalspießer und Schmaltiere vom 1. Juni bis 15. Jänner;
Hirsch (Altersklasse I+II+III) vom 1. September bis 15. Jänner, jedoch
Schmalspießer vom 1. Mai bis 15. Jänner,
Schmaltier vom 1. Mai bis 15. Jänner,
sonstige Tiere und Kalb vom 1. September bis 15. Jänner,
sonstige Tiere und Kalb vom 1. Juli bis 15. Jänner;
Bock vom 1. Juli bis 31. Dezember,
Geiß der Altersklasse III vom 1. Juli bis 31. Dezember,
sonstige Geißen und Kitze vom 1. August bis 31. Dezember;
Steinwild in umfriedeten Eigenjagdgebieten:
vom 1. August bis 15. Jänner;
Muffelwild:
vom 1. Juni bis 31. Dezember;
Muffelwild in umfriedeten Eigenjagdgebieten:
vom 1. Juni bis 15. Jänner;
Keiler, nichtführende Bache und Frischling vom 1. Jänner bis 31. Dezember,
führende Bache vom 16. Juli bis 15. Februar;
Feldhase vom 1. Oktober bis 31. Dezember, jedoch in Weingärten und in den an Weingärten angrenzenden Grundflächen bis zu einer Tiefe von etwa 200 m, sowie in Weingartenrieden in den von Weingärten ganz oder teilweise umschlossenen Grundflächen vom 1. Oktober bis 31. Jänner;
Wildkaninchen vom 1. Jänner bis 31. Dezember;
Dachs vom 16. Juni bis 31. Jänner;
Fuchs vom 1. Jänner bis 31. Dezember;
Edelmarder vom 1. November bis 28. Februar, Steinmarder vom 1. Jänner bis 31. Dezember;
Waldiltis vom 1. Jänner bis 31. Dezember;
Wiesel vom 1. Jänner bis 31. Dezember;
Haselhahn vom 1. September bis 31. Oktober;
Rackelhahn vom 1. bis 31. Mai und 1. Oktober bis 28. März;
Rebhuhn vom 21. bis 30. September und vom 16. bis 30. November;
Fasan vom 1. Oktober bis 31. Dezember;
Ringeltaube vom 1. September bis 31. Jänner,
Türkentaube vom 15. September bis 31. Jänner,
Turteltaube vom 15. September bis 31. Jänner;
Graugans und Saatgans vom 1. August bis 31. Jänner;
Stockente vom 1. September bis 31. Dezember, Krickente, Knäkente, Pfeifente, Schnatterente, Spießente, Löffelente, Tafelente, Reiherente und Schellente vom 1. Oktober bis 31. Dezember;
Bläßhuhn vom 1. August bis 28. bzw. 29. Februar;
Marderhund vom 1. Jänner bis 31. Dezember;
Waschbär vom 1. Jänner bis 31. Dezember.
(2) Der Anfangs- und Schlußtag der Schußzeit werden in diese eingerechnet.
§ 23 NÖ JVO Schonzeiten
Alle jagdbaren Tiere, die im § 22 Abs. 1 nicht angeführt sind, dürfen während des ganzen Jahres, Federwild insbesondere während der Brut- und Aufzuchtszeit weder verfolgt, noch gefangen, noch erlegt, noch absichtlich gestört und auch grundsätzlich nicht gehalten werden. Gelege des Federwildes (Nester und Eier) sind grundsätzlich ganzjährig geschont.
§ 23a NÖ JVO Geltungsbereich
Dieser Abschnitt gilt für Jagdhunde, zu deren Haltung der Jagdausübungsberechtigte nach § 23d verpflichtet ist.
§ 23b NÖ JVO Jagdhunde, Herkunftsnachweis, Eignung
(1) Jagdhunde müssen reinrassig sein. Die Reinrassigkeit ist durch einen Herkunftsnachweis zu belegen, der mindestens folgenden Inhalt aufweisen muß:
Angaben über den Jagdhund (Zuchtbuchnummer, Chip-Nummer, Name, Rasse, Geschlecht, Wurfdatum, Farbe, Abzeichen, Haarart),
Angaben über die Abstammung des Jagdhundes (Zuchtbuchnummer, Name, Rasse, Geschlecht, Farbe, Abzeichen, Haarart und Prüfungs- und Leistungsnachweise von mindestens drei Vorfahrengenerationen),
Angaben über den Züchter (Name, Adresse),
Unterschrift des Züchters,
Unterschrift der zuchtbuchführenden Organisation,
Angaben über das Zuchtbuch (z. B. Logo eines nationalen Dachverbandes),
Angaben über die internationale Anerkennung (z. B. Logo eines internationalen Dachverbandes),
Angaben über den Besitzer (Name, Adresse).
(2) Eine Jagdhunderasse ist dann geeignet, wenn sie einer der folgenden Gebrauchsgruppen angehört:
Stöberhunde und Apportierhunde,
Brackierhunde und Laufhunde,
Erdhunde oder
Schweißhunde.
§ 23c NÖ JVO Gebrauchsfähigkeit, Prüfungs- und Leistungsnachweise
(1) Jagdhunde müssen jene Eigenschaften besitzen, die erforderlich sind, um einen ordnungsgemäßen Jagdbetrieb entsprechend den im Jagdgebiet herrschenden Kultur- und Wildstandsverhältnissen, sicherzustellen. Sie müssen fähig sein, in Befolgung der Befehle ihres Führers das Wild sicher aufzuspüren und das kranke, angeschossene oder erlegte Wild rasch zu finden (Gebrauchsfähigkeit). Die Gebrauchsfähigkeit ist bis zum Verlust der erforderlichen Leistungsfähigkeit höchstens bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres gegeben.
(2) Die Gebrauchsfähigkeit ist einmalig durch einen Prüfungs- und Leistungsnachweis nachzuweisen, der mindestens den Anforderungen des Abschnittes 26 entspricht und von einer vom NÖ Landesjagdverband gemäß § 91 Abs. 3 NÖ JG anerkannten Organisation ausgestellt wurde.
§ 23d NÖ JVO Mindestanzahl der Jagdhunde pro Jagdgebiet
(1) Für die Bejagung auf Schalenwild muß für jedes Jagdgebiet bzw. mehrere Jagdgebiete pro angefangene 300 Stück jährlichen Schalenwildabschuß mindestens ein reinrassiger, gebrauchsfähiger Jagdhund mit den entsprechenden Prüfungs- und Leistungsnachweisen zur Verfügung stehen. Für den vierten und jeden folgenden zur Verfügung stehenden Hund erhöht sich die jährliche Schalenwildabschußzahl auf 500 Stück pro Jagdhund.
(2) Für die Bejagung auf Niederwild muß für jedes Jagdgebiet bzw. mehrere Jagdgebiete pro angefangene 300 Stück jährlichen Niederwildabschuß (Summe von Feldhase, Fasan, Rebhuhn und Wildenten) mindestens ein reinrassiger, gebrauchsfähiger Jagdhund mit den entsprechenden Prüfungs- und Leistungsnachweisen zur Verfügung stehen. Für den vierten und fünften zur Verfügung stehenden Hund erhöht sich die jährliche Niederwildabschußzahl auf 500 Stück pro Jagdhund und ab dem sechsten auf je 1.000 Stück.
(3) Die für die Bejagung auf Schalenwild zur Verfügung stehenden Jagdhunde können auch gleichzeitig für die Bejagung auf Niederwild zur Verfügung stehen. Dabei sind sie wie folgt zu berücksichtigen:
Vorsteh-, Stöber- und Apportierhunde: ein Jagdhund pro angefangene 300 Stück Niederwildabschuß,
Brackier-, Lauf-, Erd- und Schweißhunde: ein Jagdhund pro angefangene 50 Stück Niederwildabschuß.
(4) Für die Berechnung des jährlichen Wildabschusses nach Abs. 1, 2 und 3 ist der Durchschnitt der letzten fünf abgelaufenen Jagdjahre laut Abschußliste heranzuziehen.
(5) Wenn die zur Verfügung stehenden Jagdhunde nicht im Besitz und Führung der Jagdausübungsberechtigten oder Jagdaufseher stehen, müssen sie von Jägern mit gültiger NÖ Jagdkarte im Umkreis von 25 km Luftlinie, gemessen von der Grenze der betreffenden Jagdgebiete, für den Einsatz bereit gehalten werden.
§ 23e NÖ JVO Meldungen und Kontrolle
(1) Der Jagdausübungsberechtigte hat dem NÖ Landesjagdverband alle zur Verfügung stehenden reinrassigen, gebrauchsfähigen Jagdhunde mit Name, Rasse, Geschlecht und Wurfdatum, sowie Name, Wohnort und Mitgliedsnummer des NÖ Landesjagdverbandes des Hundeführers sowie die notwendigen Jagdgebietsdaten mit einem vom NÖ Landesjagdverband aufzulegenden Formblatt zu melden.
(2) Der Jagdausübungsberechtigte hat dem NÖ Landesjagdverband die Herkunftsnachweise sowie Prüfungs- und Leistungsnachweise zur Einsicht vorzulegen. Das Anfertigen von Kopien durch den NÖ Landesjagdverband ist gestattet. Der Jagdausübungsberechtigte hat den Verlust der erforderlichen Leistungsfähigkeit, die Veräußerung und den Verlust eines genannten Jagdhundes unverzüglich dem NÖ Landesjagdverband zu melden.
§ 24 NÖ JVO Abschußplan
Der Abschußplan für Schalenwild mit Ausnahme des Schwarzwildes und für Auer- und Birkhahnen ist nach dem Muster Anlage 20, 20a oder 20b zu erstellen. Der Abschußplan kann auch EDV-unterstützt erstellt werden, wenn er inhaltlich dem Muster der Anlagen 20, 20a oder 20b entspricht und sämtliche Angaben dieser Muster, insbesondere unter Einhaltung der Reihenfolge dieser Angaben, enthält. Eine Ausfertigung des Abschußplanes bzw. der Abschußverfügung ist von der Bezirksverwaltungsbehörde der Bezirksgeschäftsstelle des NÖ Landesjagdverbandes zu übermitteln.
§ 25 NÖ JVO Altersklassen
Die der Abschußplanung unterliegenden Wildstücke sind in Altersklassen zu unterteilen. Die Zuordnung in eine bestimmte Altersklasse ist wie folgt vorzunehmen:
Rehböcke, die
das 2. Lebensjahr noch nicht vollendet haben: Jährlinge,
das 2. Lebensjahr vollendet haben: Ältere Böcke;
Rothirsche, die
das 5. Lebensjahr noch nicht vollendet haben: Klasse III,
das 5. Lebensjahr vollendet und das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet haben: Klasse II,
das 10. Lebensjahr vollendet haben: Klasse I;
Damhirsche, die
das 3. Lebensjahr noch nicht vollendet haben: Klasse III,
das 3. Lebensjahr vollendet und das 9. Lebensjahr noch nicht vollendet haben: Klasse II,
das 9. Lebensjahr vollendet haben: Klasse I;
Sikahirsche, die
das 3. Lebensjahr vollendet und das 8. Lebensjahr noch nicht vollendet haben: Klasse II,
das 8. Lebensjahr vollendet haben: Klasse I;
Gamsböcke, die
Gamsgeißen, die
das 3. Lebensjahr vollendet und das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet haben: Klasse II,
Muffelwidder, die
das 4. Lebensjahr noch nicht vollendet haben: Jugend,
das 4. Lebensjahr vollendet haben: Ältere Widder.
§ 26 NÖ JVO Abschußverfügung
(1) Bei der Verfügung von Abschüssen mit Ausnahme solcher gemäß § 100 Abs. 1 und 2 NÖ JG – ist auf eine zweckvolle Gliederung des Abschusses trophäentragender Wildstücke nach Altersklassen zu achten, damit im verbleibenden Wildstand ein biologisch richtiger Altersklassenaufbau hergestellt wird.
(2) Das Hauptgewicht des Abschusses ist in der jüngsten Altersklasse festzulegen.
(3) In der Altersklasse II ist der Eingriff grundsätzlich sehr mäßig zu halten.
§ 26a NÖ JVO Durchführung des Abschusses
(1) Bei der Durchführung des Abschusses dürfen nur jene Stücke erlegt werden, die auf Grund ihrer Körper- und Trophäenentwicklung darauf schließen lassen, daß sie das der bewilligten Altersklasse entsprechende Lebensalter haben.
(2) Beim Rotwild dürfen zur Gewährleistung des biologisch richtigen Altersklassenaufbaues in der Altersklasse II beidseitige Kronenhirsche nicht erlegt werden. Als Krone gilt jedes Geweih mit mehr als zwei Enden über dem Mittelspross, wobei die Endenanordnung gleichgültig ist. Als Ende zählt jede Stangenabzweigung ab 4 cm Länge, gemessen vom tiefsten Punkt der inneren Seitenlänge des jeweiligen Endes bis zu deren Spitze.
(3) Abs. 1 und 2 gelten nicht in umfriedeten Eigenjagdgebieten.
§ 26b NÖ JVO Abschußliste
Für die Abschußliste sind die Formblätter nach der Anlage 20c zu verwenden. Die Abschußliste kann auch EDV-unterstützt erstellt werden, wenn sie inhaltlich dem Muster der Anlage 20c entspricht und sämtliche Angaben dieses Musters, insbesondere unter Einhaltung der Reihenfolge dieser Angaben, enthält. Eine Ausfertigung der Abschußliste, in der die Angaben über Erleger entfallen, ist von der Bezirksverwaltungsbehörde der Bezirksgeschäftsstelle des NÖ Landesjagdverbandes zu übermitteln.
§ 27 NÖ JVO Hegeschaubereich
Die öffentliche Hegeschau wird von der Bezirksverwaltungsbehörde für den ganzen Verwaltungsbezirk oder nur für Teile desselben (Hegeringe) angeordnet. In dem Hegeschaubereich sind Jagdgebiete mit gleichartigen jagdlichen Verhältnissen einzubeziehen, sodaß eine entsprechende Übersicht und Beurteilungsmöglichkeit gewährleistet ist.
§ 27a NÖ JVO Trophäen
(1) Bei der Hegeschau sind vom Erleger, bei Fallwildstücken vom Jagdausübungsberechtigten, die Trophäen der der Abschußplanung unterliegenden Schalenwildstücke – ausgenommen Muffelschafe und Gamskitze – für den in der Verordnung festgesetzten Zeitraum vorzulegen. Bei Rothirschen der Altersklassen I und II ist die Trophäe in ungekapptem Zustand (ganzer Schädel mit Oberkiefer) vorzulegen. Bei Geweihträgern – ausgenommen Rehböcke – sind auch die linken Unterkieferäste vorzulegen. Zu diesem Zweck haben die Erleger bzw. Jagdausübungsberechtigten diese Trophäen und Unterkieferäste während des Erlegungsjahres und des diesem folgenden Jagdjahres aufzubewahren.
(2) Bei Fallwildstücken gelten die Vorlagepflichten des Abs. 1 nur insoweit, als die dort genannten Trophäen und Unterkieferäste vorhanden sind.
(3) Die Trophäen sind von den Erlegern bzw. Jagdausübungsberechtigten mit den vom NÖ Landesjagdverband aufgelegten Trophäenanhängern zu versehen..
§ 27b NÖ JVO Durchführung
(1) Die Hegeschau ist vom NÖ Landesjagdverband zu veranstalten. Der NÖ Landesjagdverband kann mit der Durchführung den Bezirksjägermeister und die Hegeringleiter betrauen. Zur Hegeschau sind die Jagdberechtigten (§ 4 NÖ JG) und die Jagdausübungsberechtigten in geeigneter Form einzuladen.
(2) Die Kennzeichnung durch Anbohren aller vorgelegter Trophäen ist auf der Rückseite des linken Rosenstockes bzw. Stirnzapfens und auf der Außenseite der Unterkiefer unterhalb der Zahnreihe vorzunehmen.
(3) Die Trophäenbeurteilung und -kennzeichnung erfolgt vor der Eröffnung der Hegeschau. Die mit der Durchführung betrauten Personen haben einen Bericht über die Beurteilung zu erstatten.
(4) Bei der Hegeschau ist der Gesamtabschuß nach Geschlechtergruppen und Altersklassen sowohl in den einzelnen Jagdgebieten als auch innerhalb des gesamten Hegeschaubereiches nach biologischen und jagdwirtschaftlichen Gesichtspunkten zu beurteilen.
(5) Die Zuordnung zu der jeweiligen Altersklasse ist am Trophäenanhänger zu vermerken.
(6) Über das Ergebnis der Überprüfung hinsichtlich der Erfüllung der Abschußverfügung und der Einhaltung der Geschlechtergruppen und Altersklassen innerhalb der einzelnen Jagdgebiete und des gesamten Hegeschaubereiches ist im Rahmen der Hegeschau zu berichten.
(7) Die Wildschadenssituation ist hinsichtlich Ausmaß, Ursachen, Entwicklung und Vermeidung ebenfalls zu besprechen.
(8) Die Rückgabe der Trophäen und Unterkiefer erfolgt nach Schluß der Hegeschau.
§ 28 NÖ JVO Verbringung der Trophäe ins Ausland
Besitzt der Erleger eines Wildstückes, dessen Trophäe vorlagepflichtig ist, keinen Wohnsitz im Inland und beabsichtigt er eine solche Trophäe ins Ausland zu verbringen, ist sie vorher dem Bezirksjägermeister oder dem von ihm nominierten Vertreter vorzulegen und von diesem zu beurteilen. Das Beurteilungsergebnis und die Verbringung der Trophäe ins Ausland sind auf dem Trophäenanhänger zu vermerken, und dieser ist bei der Hegeschau anstelle der Trophäe vom Bezirksjägermeister oder dem von ihm nominierten Vertreter vorzulegen.
§ 29 NÖ JVO Kastenfallen für Haarraubwild
(1) Kastenfallen sind Fanggeräte, deren kastenförmiger oder röhrenförmiger Fangraum aus Holz oder anderen Materialien mit gleichwertiger Festigkeit besteht und in denen das einschliefende Tier durch einen Auslösemechanismus, welcher auf das Gewicht der jeweils zum Fang beabsichtigten Haarraubwildarten abzustimmen ist, lebend gefangen wird. Bei den kleineren Kastenfallen (Abs. 3) ist für sonstige Tiere eine geeignete Öffnung vorzusehen, die das Entkommen der Tiere ermöglicht.
(2) Die Kastenfallen für das Fangen von Haarraubwild müssen so beschaffen sein, dass das Tier unversehrt gefangen wird. Werden Kastenfallen aus Gittermaterial verwendet, sind diese beim Fangeinsatz seitlich und nach oben vollkommen zu verblenden. Die geschlossene Falle muß im Fangraum eine Luftzirkulation zulassen.
(3) Der Fangraum der geschlossenen Kastenfalle hat, je nachdem, für welche Tierart sie verwendet werden soll, folgende Mindestmaße aufzuweisen:
Breite und Höhe in cm
Bei einer röhrenförmigen Falle gilt das Breiten- und Höhenmaß als Durchmesser. Die Höhen- und Breitenmaße sind durch den Fangraummittelpunkt zu messen.
§ 30 NÖ JVO Kastenfallen für Schwarzwild
(1) Kastenfallen für den Lebendfang von Schwarzwild sind Fanggeräte, deren Fangraum aus Holzbrettern, Metallgitterstäben, oder anderen Materialien mit gleichwertiger Festigkeit bestehen, die in einem Abstand von 3 bis 5 cm angeordnet sind. Sie müssen mit einem Boden versehen sein. Die Beschaffenheit der Fangtore und deren Auslösemechanismus muß gewährleisten, dass nur Frischlinge gefangen werden.
(2) Kastenfallen für den Lebendfang von Schwarzwild müssen so beschaffen sein, dass die Tiere unversehrt gefangen werden.
(3) Der Fangraum der geschlossenen Kastenfalle muß mindestens 95 cm breit und hoch und mindestens 165 cm lang sein.
§ 30a NÖ JVO (entfällt)
§ 31 NÖ JVO Verwendung von Kastenfallen
Kastenfallen dürfen nur von Personen verwendet werden, die
eine gültige Jagdkarte besitzen,
in den vorangegangenen zehn Jagdjahren mindestens drei Jahre hindurch im Besitz einer niederösterreichischen Jagdkarte waren oder den Besuch eines vom NÖ Landesjagdverband abzuhaltenden Schulungskurses über die ordnungsgemäße Handhabung nachweisen,
in der Lage sind, die aufgestellten Fallen zur Vermeidung von Quälerei des Wildes in kurzen Zeitabständen, mindestens aber täglich, zu überprüfen und
eine schriftliche Zustimmung des Jagdausübungsberechtigten – bei Jagdgesellschaften des Jagdleiters – besitzen.
§ 32 NÖ JVO Betäubende Stoffe
(1) Die Verwendung betäubender Stoffe ist nur mit Bewilligung der Bezirksverwaltungsbehörde zulässig. Bei nicht jagdbaren Wildarten ist diese auf § 3 Abs. 8 NÖ JG zu stützen. Die Bewilligung in umfriedeten Eigenjagdgebieten ist nur dann zu erteilen, wenn diese im Interesse der Jagdwirtschaft gelegen ist. In anderen Jagdgebieten ist die Bewilligung nur dann zu erteilen, wenn dies
aus wissenschaftlichen Gründen,
zur Bekämpfung von Wildkrankheiten,
im Interesse der Gesundheit oder Sicherheit des Menschen oder der öffentlichen Sicherheit, einschließlich der Verteidigung und des Schutzes der Zivilbevölkerung, oder
zur Abwendung erheblicher land-, forst-, fischerei-, wasser- oder sonstiger erheblicher Schäden
(2) Bei der Anwendung betäubender Stoffe hat ein Tierarzt anwesend zu sein. Die Verwendung von Schußwaffen zur Abgabe solcher Stoffe ist zulässig.
(3) Bei Gefahr im Verzug ist die Verwendung betäubender Stoffe auch ohne Bewilligung gemäß Abs. 1 zulässig. Hierüber ist unverzüglich die Anzeige an die Bezirksverwaltungsbehörde zu erstatten.
§ 33 NÖ JVO Maßnahmen beim Raub- oder Schwarzwild
Das lebend gefangene Raubwild darf nur unter Vermeidung von Qualen für das Tier mit geeigneten Mitteln getötet werden. Lebend gefangenes Schwarzwild (Frischlinge) ist durch einen Fangschuß weidgerecht zu töten.
§ 34 NÖ JVO § 34
Zur Kennzeichnung von umfriedeten Eigenjagdgebieten, deren Sperre für jagdfremde Personen von der Bezirksverwaltungsbehörde bewilligt wurde, sowie von Fütterungsbereichen und Wildschutzgebieten, sind die in der Anlage 21 enthaltenen Tafeln zu verwenden. Die kreisrunden Tafeln sind in grüner Farbe mit einem in der Mitte horizontal verlaufenden weißen Streifen auszuführen. Der Durchmesser hat 40 bis 45 cm zu betragen, während der weiße Streifen eine Breite von etwa 1/5 des Durchmessers aufzuweisen hat. Die Tafeln haben in schwarzer Aufschrift die Worte “Jagdliches Sperrgebiet Betreten verboten” bzw. “Befristetes jagdliches Sperrgebiet Betreten verboten” bzw. “Wildschutzgebiet betreten verboten” zu enthalten.
§ 35 NÖ JVO Berechnung der Amtskosten
(1) Für die Berechnung der Amtskosten des Schlichters in Verfahren über Jagd- und Wildschadenansprüche gelten die Bestimmungen der §§ 37 bis 42 sinngemäß. Weiters gebührt dem Schlichter für jede angefangene halbe Stunde der im § 1 der Landes-Kommissionsgebührenverordnung 1976, LGBl. 3860/1, festgesetzte Betrag.
(2) Für den Fall der Bereitstellung eines Schriftführers ist eine Pauschalvergütung von € 9,– zu entrichten.
(3) Alle übrigen Kosten des Verfahrens (Amtskosten) insbesondere für die Beschaffung der erforderlichen Drucksorten und für die Vornahme von Zustellungen sind in der Höhe der dadurch entstehenden Barauslagen zu ersetzen.
§ 36 NÖ JVO Formblätter
Für das Verfahren vor den Schlichtern sind die in den Anlagen 22 bis 24 angeführten Formblätter zu verwenden.
§ 37 NÖ JVO Arten der Kostenvergütung
Dem Mitglied des Jagdbeirates gebühren
die Reisekostenvergütung gemäß § 38; sie umfaßt die Kosten der Beförderung der Person für die Strecke zwischen dem Wohnort und dem Ort der Dienstverrichtung und zwischen den Orten mehrerer Dienstverrichtungen;
die Reisezulage gemäß §§ 40 und 41; sie umfaßt die Tagesgebühr und die Nächtigungsgebühr.
§ 38 NÖ JVO Reisekostenvergütung
(1) Das Mitglied des Jagdbeirates erhält, gleichgültig, mit welchem Beförderungsmittel es die Reise zurücklegt, oder ob es zu Fuß geht, als Reisekostenvergütung für jeden begonnenen Kilometer zwischen Ausgangspunkt der Dienstreise und Ausgangspunkt der Tätigkeit im Ort der Dienstverrichtung zwischen dem Endpunkt einer Tätigkeit und dem Ausgangspunkt einer allfälligen weiteren Tätigkeit und dem Endpunkt der Reise ein Kilometergeld.
(2) Die Höhe des Kilometergeldes richtet sich nach den auf Grund der Dienstpragmatik der Landesbeamten festgelegten Sätzen.
(3) Die Länge der zurückgelegten Reisestrecke ist anhand des elektronischen Distanzprogrammes gemäß der NÖ Distanzprogrammverordnung, LGBl. 2100/5 oder, im Falle, daß das Mitglied des Jagdbeirates die Strecke zu Fuß zurückgelegt hat, an Hand einer Straßenkarte im Maßstab von höchstens 1 : 200.000 festzustellen, wobei die kürzeste benützbare Strecke der Berechnung zugrunde zu legen ist.
(4) Bei Benützung oder Mitbenützung eines von der Behörde zur Verfügung gestellten Dienstkraftfahrzeuges gebührt kein Kilometergeld.
(5) Bei Bergbesteigungen entspricht der Strecke von einem Kilometer ein Höhenunterschied von 75 m im An- oder Abstieg.
§ 39 NÖ JVO (entfällt)
§ 40 NÖ JVO Reisezulage
Das Ausmaß der Reisezulagen (Tages- und Nächtigungsgebühr) richtet sich nach der Landes-Reisegebührenvorschrift, 8. Abschnitt des NÖ Landes-Bedienstetengesetzes (NÖ LBG), LGBl. 2100.
§ 41 NÖ JVO Tagesgebühr
Für Zeiträume in der Dauer bis zu fünf Stunden gebührt die halbe, für Zeiträume von mehr als fünf Stunden die ganze Tagesgebühr (§ 40).
§ 42 NÖ JVO Antragstellung
(1) Der Anspruch auf Reisegebühren (Reisekostenvergütung und Reisezulage) ist bei der Behörde, welche die Tätigkeit des Jagdbeirates in Anspruch genommen hat, spätestens bis zum Ende des Kalendermonates geltend zu machen, welcher der Beendigung der Tätigkeit folgt. Der Anspruch auf die Gebühren erlischt, wenn der Antrag nicht fristgerecht vorgelegt wird.
(2) Die Anweisung der Gebühren ist von der in Abs. 1 angeführten Behörde zu veranlassen.
§ 43 NÖ JVO § 43
Die jährliche Jagdkartenabgabe gemäß § 63 NÖ JG beträgt ab 1. Jänner 2019 € 33,60.
§ 44 NÖ JVO § 44
Zur Wildtierhaltung sind zugelassen:
Gehege zur Fleischgewinnung: Rot-, Dam-, Sika- und Muffelwild
Zuchtgehege: Rot-, Dam-, Sika-, Muffel- und Steinwild
§ 45 NÖ JVO § 45
(1) Der erfolgreiche Abschluß des Faches Jagd und Fischerei im Gesamtausmaß von 6 Wochenstunden einer öffentlichen oder mit Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Höheren Lehranstalt für Forstwirtschaft im Sinne des Land- und forstwirtschaftlichen Bundesschulgesetzes, BGBl.Nr. 175/1966, i.d.F. BGBl. I Nr. 35/2018, (Försterschule) ersetzt die Jagdprüfung, wenn der Freigegenstand “Jagdliches Schießen” erfolgreich besucht wurde und durch eine dabei ausgestellte Bestätigung ein Mindestmaß an Schießfertigkeit nachgewiesen wurde.
(2) An der Universität für Bodenkultur Wien erfolgreich abgelegte Prüfungen über die Lehrveranstaltungen
Wildbiologie und Jagdbetrieb,
Wildbestimmungsübungen,
Wildökologie in der Forst- und Jagdwirtschaft,
Grundlagen der Ökologie,
Forstrecht, Jagdrecht, Fischereirecht sowie
Jagdbetriebslehre und die nachgewiesene Teilnahme an den entsprechenden Übungen samt einer Bestätigung über ein Mindestmaß an Schießfertigkeit
umfassen den im § 60 Abs. 4 und 5 NÖ JG angeführten Prüfungs- und Lehrstoff und ersetzen die Jagdprüfung.
(3) Der erfolgreiche Abschluss einer Forstfachschule im Sinne des § 117 des Forstgesetzes 1975, BGBl.Nr. 440, i.d.F. BGBl. I Nr. 56/2016, ersetzt die Jagdprüfung, wenn der Freigegenstand “Jagdliches Schießen – praktischer Unterricht” erfolgreich besucht wurde und durch eine dabei ausgestellte Bestätigung über ein Mindestmaß an Schießfertigkeit nachgewiesen wurde.
(4) Der erfolgreiche Abschluß einer landwirtschaftlichen Fachschule im Sinne des § 19 des NÖ Landwirtschaftlichen Schulgesetzes, LGBl. 5025–11, ersetzt die Jagdprüfung, wenn das Schwerpunktfach „Jagdwesen“ erfolgreich besucht wurde und durch eine dabei ausgestellte Bestätigung ein Mindestmaß an Schießfertigkeit nachgewiesen wurde.
(5) Das Mindestmaß an Schießfertigkeit gemäß Abs. 1 bis 4 wird nachgewiesen, wenn von fünf auf eine Entfernung von 100 m abzugebenden Büchsenschüssen auf die Rehbockscheibe drei Treffer mindestens im Ring 8 erzielt werden und wenn auch bei Abgabe von Flintenschüssen eine sicherheitstechnisch einwandfreie Handhabung der Waffe festgestellt werden kann. Hiebei müssen von zehn geworfenen Wurftauben mindestens drei erkennbar getroffen werden. Auf jede Wurftaube dürfen zwei Schüsse (Doublette) abgegeben werden. Die Verwendung anderer als Bock- oder Doppelflinten ist untersagt.
§ 47 NÖ JVO Einschränkung der Rotwildkirrung
(1) Die Kirrfütterung (Kirrung) von Rotwild ist in der Zeit vom 1. Dezember bis 31. Juli verboten.
(2) In der Zeit vom 1. August bis 30. November ist die Vorlage aller Futterarten, mit Ausnahme von Äpfeln und Birnen oder Rüben, verboten.
(3) Eine Kirrung ist nur für jenes Rotwild gestattet, für das eine ordnungsgemäße Rotwildfütterung (§ 87 Abs. 3 NÖ JG) betrieben wird.
(4) Zur Kirrfütterung (Kirrung) von Rotwild darf maximal eine Kirrstelle pro angefangene 100 ha Waldfläche vorhanden sein. Bei jeder Kirrstelle darf maximal der Inhalt eines 20 Liter Kübels an Äpfeln und/oder Birnen oder 5 Stück nicht zerkleinerte Rüben pro Tag vorgelegt sein, wobei zu keinem Zeitpunkt mehr als diese Menge vorliegen darf.
(5) Der Anzeige der Errichtung der Kirrfütterung (§ 87 Abs. 4 und 5 NÖ JG) ist ein Plan im Maßstab von 1 : 25.000 oder größer beizulegen, in dem die Kirrstelle und die ordnungsgemäß betriebene Rotwildfütterung (§ 87 Abs. 3 NÖ JG), die vom Anzeiger betrieben wird bzw. an der er sich beteiligt, eingezeichnet sind.
(6) Abs. 1 bis 5 gelten nicht in umfriedeten Eigenjagdgebieten.
§ 48 NÖ JVO § 48
Die Bezirksverwaltungsbehörde hat über sämtliche Eigen- und Genossenschaftsjagdgebiete einen Jagdkataster nach dem Muster der Anlage 25 zu führen. Führt sie den Jagdkataster in elektronischer Form, so hat dieser mindestens den Inhalt, der in dem Muster der Anlage 25 enthalten ist, aufzuweisen.
§ 49a NÖ JVO § 49a
§ 50 NÖ JVO Schadensfläche
(1) Die Schadensfläche ist vom Geschädigten unter Angabe der betroffenen Katastralgemeinde, der Grundstücksnummer sowie des Flächenausmaßes eindeutig abzugrenzen und in einer Kopie des Kataster-Mappenblattes oder in einer vergleichbaren Unterlage wie beispielsweise einem Luftbild planlich darzustellen.
(2) Bei Fegeschäden entfällt die Abgrenzung und Darstellung der Schadensfläche.
§ 51 NÖ JVO Schadensarten
Festzustellen ist, ob
Verbiß-,
Schäl- oder
§ 52 NÖ JVO Schadensbewertung
(1) Sind der Bewertung von Wildschäden nach dieser Verordnung die Entgelte für Lieferungen (z. B. Preise für Forstpflanzen oder Holz) oder sonstige Leistungen (z. B. Fremdarbeiten) zugrundezulegen, ist die auf das Entgelt entfallende Umsatzsteuer
unberücksichtigt zu lassen, wenn der Geschädigte mit dem betroffenen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb umsatzsteuerrechtlich der Regelbesteuerung unterliegt,
und in allen übrigen Fällen, insbesondere bei land- und forstwirtschaftlicher Umsatzsteuerpauschalierung, als Bestandteil des Entgeltes mitzuberücksichtigen.
(2) Grundsätzlich sind bei der Bewertung von Wildschäden nach dieser Verordnung jene Arbeitskosten zu unterstellen, die bei Einsatz familienfremder Arbeitskräfte anfallen.
§ 53 NÖ JVO Definition
Verbißschäden sind die durch das Abäsen des für das Höhenwachstum maßgeblichen Leittriebes an Pflanzen des forstlichen Bewuchses verursachten Schäden. Als Abäsen des Leittriebes gilt bereits das Abäsen seiner Leitknospe
§ 54 NÖ JVO Abgeltung von Verbißschäden
Die Abgeltung eines Wildschadens wegen Verbiß kann auf derselben Schadensfläche nur einmal innerhalb von zwölf Monaten geltend gemacht werden. Bei überlappenden Schadensflächen sind jene Flächenanteile, auf welchen Verbissschäden innerhalb der letzten zwölf Monate nach diesen Bestimmungen bereits bewertet wurden, in Abzug zu bringen..
§ 54a NÖ JVO (weggefallen)
§ 54a NÖ JVO seit 14.12.2015 weggefallen.
§ 55 NÖ JVO Schadensaufnahme
(1) Bei sehr ungleichmäßiger Schadensverteilung auf der Schadensfläche sind vor der Schadensaufnahme Teilflächen mit annähernd gleichartigem Schadbild auszuscheiden und getrennt zu erheben und zu bewerten.
(2) Bei Verbiß an Verjüngungen unter Schirm erfolgt die Schadensaufnahme nur dann, wenn der Altbestand im Durchschnitt bereits das um zehn Jahre verminderte Hiebsreifealter gemäß Forstgesetz 1975, BGBl. Nr. 440/1975 i.d.F. BGBl. I Nr. 56/2016 erreicht hat.
(3) Die Schadensaufnahme erfolgt nur auf Schadensflächen, deren Ausmaß mindestens 300 m² erreicht. Wege oder Straßen unter vier Metern Breite unterbrechen dabei nicht den Zusammenhang der Schadensfläche.
(4) Die Schadensaufnahme ist mittels Stichprobenerhebung durchzuführen.
(5) Das Flächenausmaß der einzelnen Probeflächen beträgt jeweils 10 m². Es sind kreisförmige Probeflächen anzulegen (Radius r = 1,78 Meter).
(6) Bis zu einem Flächenausmaß von einem Hektar der Schadensfläche sind mindestens 15 Probeflächen anzulegen, bei einem darüber hinausgehenden Flächenausmaß sind je angefangenem Viertelhektar zwei weitere Probeflächen anzulegen.
(7) Die Probeflächen sind nach einem fixen Flächenraster anzulegen, wobei die erste Probefläche nach dem Zufallsprinzip auszuwählen ist. Die Mittelpunkte der Probeflächen sind dauerhaft zu markieren
§ 56 NÖ JVO Erhebungen
.Es sind zu erheben:
Nur mindestens einjährige Pflanzen.
Vor der Schadenserhebung das vom Geschädigten erstrebte Verjüngungsziel auf der Schadensfläche beim Eintritt der Verjüngung in die Dickungsphase mit den Zehntelanteilen der Zielbaumarten.
In jeder Probefläche die Anzahl der verbissenen und unverbissenen Pflanzen getrennt nach Zielbaumarten nach folgenden Vorgaben:
Sind fünf Pflanzen der Zielbaumart oder weniger in der Probefläche vorhanden: alle Pflanzen dieser Baumart.
Sind mehr als fünf Pflanzen der Zielbaumart in der Probefläche vorhanden: alle jene Pflanzen dieser Baumart, die mindestens zwei Drittel der Oberhöhe der jeweiligen Zielbaumart bezogen auf die Probefläche erreicht haben. Sind das weniger als fünf Pflanzen dieser Baumart, sind die höchsten fünf Pflanzen je Zielbaumart in der Probefläche zu erheben.
Als Oberhöhe je Zielbaumart gilt die mittlere Höhe der drei höchsten Pflanzen dieser Baumart bezogen auf die Probefläche.
Die zuletzt in der „Forstpflanzen-Preisliste der Niederösterreichischen Landesforstgärten“ veröffentlichen Nettopreise der Forstpflanzen in Euro je Pflanze getrennt nach den einzelnen Zielbaumarten der Schadenserhebung. Bei der Angabe von Nettopreisen mehrerer Größensortimente für die jeweilige Baumart ist als der für die weitere Schadensbewertung maßgebliche Pflanzenpreis der arithmetisch gemittelte Wert aller wurzelnackten Sortimente mit Ausnahme von Sortimenten mit einer Größe von mehr als 120 cm heran zu ziehen (Referenzwert).
§ 57 NÖ JVO Schadensbewertung
(1) Die der Schadensbewertung zugrunde zu legende Mindestanzahl der nach waldbaulichen Grundsätzen erforderlichen Anzahl unverbissener Pflanzen (Soll-Werte) beträgt für Reinbestände beim
Nadelholz, mit Ausnahme der Kiefern, 3.000 Pflanzen je Hektar,
Laubholz und bei den Kiefern 5.000 Pflanzen je Hektar.
(2) Für jede Zielbaumart sind folgende Daten getrennt je Hektar zu ermitteln:
Die Gesamtanzahl der erhobenen Pflanzen.
Die Zahl der erhobenen unverbissenen Pflanzen.
Die Zahl der erhobenen verbissenen Pflanzen.
Das Verbißprozent (Prozentanteil der erhobenen verbissenen Pflanzen an der Gesamtanzahl der erhobenen Pflanzen in Hundertstel).
Die Soll-Anzahl unverbissener Pflanzen je Hektar. Diese ergibt sich je Zielbaumart aus der Multiplikation der Soll-Werte je Hektar für den Reinbestand mal dem Zehntelanteil dieser Baumart gemäß angestrebtem Verjüngungsziel des Geschädigten.
(3) Die Pflanzenzahlen je Hektar aus der Stichprobenerhebung ergeben sich aus den jeweiligen Summen über alle Probeflächen mal 1000 dividiert durch die Anzahl der Probeflächen.
(4) Zu ermitteln ist weiters der Grundschadenswert je Zielbaumart. Dieser ergibt sich aus der Division des Referenzwertes gemäß der „Forstpflanzenpreisliste der Niederösterreichischen Landesforstgärten“ durch 2.
(5) Ist die Soll-Anzahl der unverbissenen Pflanzen je Zielbaumart und Hektar kleiner als die Gesamtanzahl der erhobenen Pflanzen dieser Baumart je Hektar, ergibt sich der Schadensbetrag je Hektar für diese Baumart durch Multiplikation des Grundschadenswertes mit der Soll-Anzahl der unverbissenen Pflanzen je Hektar und dem Verbißprozent in Hundertstel.
(6) Ist die Soll-Anzahl der unverbissenen Pflanzen je Zielbaumart und Hektar größer oder gleich groß wie die Gesamtanzahl der erhobenen Pflanzen dieser Baumart je Hektar, ergibt sich der Schadensbetrag je Hektar für diese Baumart durch Multiplikation des Grundschadenswertes mit der Anzahl der erhobenen verbissenen Pflanzen je Hektar.
(7) Der Schadensbetrag für die gesamte Schadensfläche ergibt sich aus der Summe der Schadensbeträge der Zielbaumarten je Hektar mal dem Flächenausmaß der Schadensfläche in Hektar.
(8) Der Schaden ist mit 0 zu bewerten, wenn mindestens 100% der Soll-Werte gemäß § 57 Abs. 1 unverbissen geblieben sind. Bei Mischbeständen ist dabei von den Anteilen der jeweiligen Zielbaumarten gemäß dem erstrebten Verjüngungsziel nach § 56 Z 2 auszugehen.
§ 57a NÖ JVO (weggefallen)
§ 57a NÖ JVO seit 14.12.2015 weggefallen.
§ 58 NÖ JVO Schadenersatz wegen ausbleibender Naturverjüngung
(1) Schadenersatz kann begehrt werden wegen wildbedingt ausbleibender Naturverjüngung
auf Kahlflächen oder Räumden, auf denen der Geschädigte eine Naturverjüngung beabsichtigt,
auf überschirmten Flächen, deren Altbestand im Durchschnitt bereits das um zehn Jahre verminderte Hiebsreifealter gemäß Forstgesetz 1975, BGBl. Nr. 440/1975 i.d.F. BGBl. I Nr. 56/2016 erreicht hat.
(2) Die ausbleibende Naturverjüngung ist mittels geeigneter Kontrollzäune nachzuweisen. Kontrollzäune sind dann geeignet, wenn
sie ein Mindestausmaß von 5 m mal 5 m aufweisen,
die dafür ausgewählte Fläche hinsichtlich der Verjüngungsbedingungen der Schadensfläche entspricht und
pro Schadensfläche mindestens ein Kontrollzaun vorhanden ist; übersteigt die Schadensfläche das Ausmaß von drei Hektar, muß jeweils pro angefangenen drei Hektar ein weiterer Kontrollzaun vorhanden sein.
(3) Ein Schadenersatzanspruch gebührt dann, wenn sich innerhalb des Kontrollzaunes eine flächendeckende Verjüngung über das Keimlingsstadium hinaus eingestellt hat bei gleichzeitigem verbissbedingten Ausbleiben der Verjüngung außerhalb des Zaunes.
(4) Verbissbedingtes Ausbleiben der Naturverjüngung liegt dann vor, wenn insgesamt weniger als 500 mindestens einjährige Pflanzen je Hektar auf der Schadensfläche vorhanden sind.
(5) Das verbissbedingte Ausbleiben der Verjüngung außerhalb des Zaunes ist mittels Stichprobenerhebungen nachzuweisen. Für die Durchführung dieser Stichprobenerhebungen gelten die Bestimmungen des § 55 Abs. 3 bis 7.
(6) Der Schadensbetrag in Euro je Hektar Schadensfläche ist die Summe des 300-fachen Referenzwertes für die Baumart Fichte und des 500-fachen Referenzwertes für die Baumart Buche gemäß § 56.
(7) Der Schadensbetrag in Euro je Schadensfläche ergibt sich durch die Multiplikation des Schadensbetrages in Euro je Hektar mit dem Ausmaß der Schadensfläche in Hektar.
§ 59 NÖ JVO Definition
Schälschäden sind die durch Abreißen der Rinde und Bloßlegen des Holzes oder Bastes an Stämmen oder Wurzeln des forstlichen Bewuchses verursachte Schäden. Nicht als Schälschäden gelten Kratzwunden bis zu 1 cm Breite, durch die das Holz nicht freigelegt wurde.
§ 60 NÖ JVO Schadensaufnahme
(1) Bis zu einer Schadensfläche von 5.000 m² ist eine Vollaufnahme durchzuführen.
(2) Bei Schadensflächen über 5.000 m² kann eine Stichprobenaufnahme erfolgen.
(3) Bei der Stichprobenaufnahme betragen das Mindestausmaß je Probefläche 100 m² und die Mindestanzahl der Probeflächen 4 je Hektar. Für jede Schadensfläche sind mindestens 8 Probeflächen einzulegen. Die Mittelpunkte oder die Eckpunkte der Probeflächen sind dauerhaft zu kennzeichnen.
(4) Bei sehr ungleichmäßiger Schadensverteilung auf der Schadensfläche sind Teilflächen mit annähernd gleichartigem Schadbild auszuscheiden.
§ 60a NÖ JVO (weggefallen)
§ 60a NÖ JVO seit 14.12.2015 weggefallen.
§ 61 NÖ JVO Erhebungen
(1) Es sind zu erheben:
das Wuchsalter
die Standortsgüte
die Stammzahl je Hektar und die Fläche des zu bewertenden Bestandes oder Bestandesteiles; bei Nadel-Laub-Mischbeständen die Flächenanteile nach Bestandesgrundfläche von Nadelholz und Laubholz in Zehntel
die Baumzahl je Schädigungsgrad nach ausscheidendem Bestand und Endbestand getrennt; beim ausscheidenden Bestand genügt die Unterscheidung, ob ungeschädigt oder geschädigt (keine Bestimmung des Schädigungsgrades)
der Blochholzerlös für Fichte, Güteklasse B, Stärkeklasse 2b als Durchschnittswert der letzten fünf Jahre.
(2) Das Wuchsalter ist das tatsächliche Alter des Baumes und ist zu ermitteln
aus vorhandenen Unterlagen (Wirtschaftsplan bzw. Forsteinrichtung) oder
mittels Zuwachsbohrer (Anzahl der gezählten Jahrringe zuzüglich des Wuchsalters bis zur Bohrhöhe) oder
durch Zählung der Jahrringe an vergleichbaren Stockabschnitten.
(3) Hinsichtlich der Standortsgüte werden die Stufen schlecht, mittel und gut unterschieden.
Bei 40-jährigen und älteren Beständen ist die Standortsgüte in Abhängigkeit von Alter und Oberhöhe für das jeweilige Ertragstafelgebiet aus der Tabelle 1 zu bestimmen.
Als Oberhöhe gilt in einem gleichaltrigen Bestand die mittlere Höhe der vorherrschenden Bäume.
Bei Beständen, die jünger als 40 Jahre sind, ist die Standortsgüte anhand des fünfjährigen Höhenzuwachses oberhalb der Brusthöhe vorherrschender Bäume aus der Tabelle 2 zu ermitteln.
(4) Die Stammzahl je Hektar ergibt sich durch Division der Stammzahl auf der Schadensfläche durch das Flächenausmaß in Hektar. Die maximal zu bewertende Stammzahl je Hektar ist für Nadelholz der Tabelle 7 und für Laubholz der Tabelle 8 zu entnehmen.
(5) Jeder geschädigte Baum ist nach forstfachlichen Gesichtspunkten gutachtlich entweder dem Endbestand oder dem ausscheidenden Bestand zuzuordnen. Im Endbestand ist von folgender Stammzahl je Hektar in ausreichender räumlicher Verteilung auszugehen:
Nadelholz: 600
Laubholz: 300.
Die Bestimmung des Schädigungsgrades richtet sich nach der maximalen Schälwundenbreite der breitesten Wunde. Bei mehreren Schälwunden sind die Ausmaße der Schälwundenbreiten zu addieren, wobei überlappende Bereiche nicht addiert werden. Die Schälwundenbreite ist an der jeweils breitesten Stelle zu ermitteln.
Beim Nadelholz werden beim Endbestand folgende Schädigungsgrade unterschieden:
schwach: Breite bis 5 cm
mittel: Breite über 5 cm bis zum halben Stammumfang
stark: Breite größer als der halbe Stammumfang
Beim Laubholz werden beim Endbestand folgende Schädigungsgrade unterschieden:
stark: Breite über 5 cm
(6) Bei Nadel-Laub-Mischbeständen sind bei der
maximal zu bewertenden Stammzahl je Hektar (Abs. 4),
Bestimmung von Endbestand und ausscheidendem Bestand (Abs. 5) sowie
Berücksichtigung einer Überbestockung (§ 62)
die Flächenanteile des Nadelholzes bzw. des Laubholzes zu berücksichtigen.
§ 62 NÖ JVO Schadensbewertung
(1) Je nach Höhe des Blochholzerlöses für Fichte, Güteklasse B, Stärkeklasse 2b und der Standortsgüte erfolgt die Bewertung der Schälschäden mit Hilfe der Tabellen 9 bis 17.
(2) Liegt eine Überbestockung vor (tatsächliche Stammzahl je Hektar größer als die maximal zu bewertende Stammzahl je Hektar), ist der Schadenswert des ausscheidenden Bestandes mit einem Faktor zu reduzieren, der sich aus der Division der maximal zu bewertenden Stämme je Hektar durch die tatsächliche Stammzahl je Hektar errechnet.
(3) Weisen 30 % oder mehr der Stämme des Endbestandes einen Schädigungsgrad „stark“ auf, ist wegen Bestandesschädigung dem nach § 62 Abs. 1 ermittelten Schadenswert ein Zuschlag von 40 % hinzuzuzählen.
(4) Weisen 50 % des Bewuchses einer 10jährigen Altersklasse des Gesamtbetriebes Schälschäden auf und wird der Anteil des unbeschädigten Bewuchses durch den Wildschaden noch weiter vermindert, ist wegen betriebswirtschaftlicher Schädigung dem nach § 62 Abs. 1 ermittelten Schadenswert ein Zuschlag von 60 % hinzuzuzählen.
§ 63 NÖ JVO Neue Schälschäden auf alt geschälten Stämmen
Treten neue Schälschäden auf bereits geschälten Stämmen des Endbestandes auf, ist der neue Schaden dann zu bewerten, wenn der alte Schaden einen geringeren Schälgrad als den Schälgrad “stark” aufweist. Bei der Bestimmung des Schälgrades eines bereits geschälten Stammes ist der alte Schaden mit zu berücksichtigen. Bei der Bewertung des neuen Schadens ist der Tabellenwert des alten Schadens in Abzug zu bringen.
§ 64 NÖ JVO Definition
Fegeschäden sind die durch das Abschlagen oder Abreiben der Rinde mit dem Geweih und Bloßlegen des Holzes oder Bastes an Stämmen des forstlichen Bewuchses verursachte Schäden. Einem Fegeschaden ist das beim Fegen bewirkte Herausziehen von Pflanzen des forstlichen Bewuchses gleichzuhalten.
§ 65 NÖ JVO Schadensaufnahme
Fegeschäden sind durch eine Vollaufnahme zu erheben.
§ 66 NÖ JVO Erhebungen
(1) Anspruch auf Schadenersatz für Fegeschäden besteht bei Pflanzen, die dem obersten Drittel der Verjüngung angehören, wenn in einem Umkreis von r = 0,80 m keine ungeschädigte Pflanze derselben Baumart und sozialen Stellung vorhanden ist. In diesem Umkreis einer gefegten Pflanze, für die Schadenersatz geltend gemacht wird, kann keine weitere entschädigt werden.
(2) Für jede solche Pflanze ist zu erheben, ob sie kleiner oder gleich 70 cm, größer als 70 cm und kleiner oder gleich 130 cm oder größer als 130 cm ist.
(3) Pflanzen, die als geschädigt erhoben wurden, sind dauerhaft zu markieren. Der Schadenersatzanspruch für eine geschädigte Pflanze kann nur einmal geltend gemacht werden.
§ 67 NÖ JVO Schadensbewertung
Der Schadensbetrag je geschädigter Pflanze ergibt sich aus der Multiplikation des Referenzwertes für die jeweilige Baumart gemäß § 56, für Pflanzen mit einer Höhe
kleiner oder gleich 70 cm mit dem Faktor Zwei
von mehr als 70 cm bis einschließlich 130 cm mit dem Faktor Vier
von mehr als 130 cm mit dem Faktor Sechs.
§ 68 NÖ JVO Erhebungen
Es ist zu erheben:
das Ausmaß der Schadensfläche;
der Prozentanteil der geschädigten Aufwüchse. Als geschädigt gilt jeder Aufwuchs, an dem ein Schälschaden im Schädigungsgrad mittel oder stark oder ein Verbiß-, oder Fegeschaden verursacht wurde;
der erntekostenfreie Erlös je Raummeter im Erntebestand (Stockzins) als Durchschnittswert der letzten fünf Jahre;
die zu erwartende Holzmenge des Erntebestandes in Raummetern bei wildschadensfreiem Wachstum je Hektar;
der zeitliche Abstand zwischen den Abtrieben der Fläche (Umtriebszeit).
§ 69 NÖ JVO Schadensbewertung
Der Stockzins ist mit der zu erwartenden Holzmenge zu multiplizieren und durch die Umtriebszeit zu dividieren. Zur Ermittlung der Schadenshöhe ist dieses Ergebnis mit der Schadensfläche in Hektar und dem Prozentanteil der geschädigten Aufwüchse zu multiplizieren.
§ 70 NÖ JVO Schadenersatz wegen Totalausfall von Ausschlagbewuchs
(1) Kommt es wildschadensbedingt zu einem Totalausfall von Ausschlagbewuchs ist dies mittels geeigneter Kontrollzäune nachzuweisen.
(2) § 58 ist sinngemäß anzuwenden
§ 71 NÖ JVO § 71
(1) Bei forstlichen Spezialkulturen wie Christbaumkulturen, Forstgärten, Forstsamenplantagen, Schnellwuchsplantagen, Versuchs- und Beispielsanlagen und dgl. sowie an forstlichem Bewuchs von besonders schwierigen Standorten mit außergewöhnlich hohen Aufforstungskosten sind die verursachten Wildschäden nach den nachgewiesenen oder glaubhaft gemachten tatsächlichen Aufwänden, Ertragserwartungen und Schadensauswirkungen unter Zugrundelegung der zur Zeit der Schadensverursachung zutreffenden Werte und eines Zinsfußes von 3 % zu bewerten. Ein Drittschaden, eine Gefahrenerhöhung oder der Wert einer besonderen Vorliebe bleiben bei der Schadensbewertung außer Betracht.
(2) Soweit der Wildschaden einen erwarteten Ertrag verzögert, ist er mit dem höheren der beiden Werte
Differenz der diskontierten Ertragswerte oder
Verzinsung des Kostenwertes auf die Dauer der Verzögerung
(3) Soweit der Wildschaden behebbare Verschlechterungen bewirkt, ist er mit dem Wert des zu seiner Behebung erforderlichen Aufwandes zu bewerten.
(4) Soweit der Wildschaden nicht behebbare Verschlechterungen bewirkt, ist er mit dem höheren der beiden Werte
diskontierter Wert des entfallenden Ertrages oder
Wert des verlorenen Aufwandes und Verzinsung des Kostenwertes ab dem Zeitraum des jeweiligen Aufwandes bis zum Zeitpunkt der Leistung des Wildschadenersatzes
(5) Bei der Bewertung von Wildschäden an Christbaumkulturen und Forstgärten sind solche Schäden nur dann zu ersetzen, wenn erwiesen ist, dass der Besitzer vergeblich solche Vorkehrungen getroffen hat, durch die solche Anpflanzungen bei ordentlicher Wirtschaftsführung geschützt zu werden pflegen (§ 105 NÖ JG)
§ 72 NÖ JVO § 72
(1) Durch diese Verordnung werden folgende Rechtsakte der Europäischen Union umgesetzt:
Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen; ABl.Nr. L 206 vom 22. Juli 1992, Seite 7 (CELEX 392L0043).
Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten; ABl.Nr. L 103 vom 25. April 1979, Seite 1 (CELEX 379L0409).
Richtlinie 81/854/EWG des Rates vom 19. Oktober 1981 zur Anpassung, aufgrund des Beitritts Griechenlands, der Richtlinie 79/409/EWG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten; ABl.Nr. L 319 vom 7. November 1981, Seite 3.
Richtlinie 86/122/EWG des Rates vom 8. April 1986 zur aufgrund des Beitritts Spaniens und Portugals erforderlichen Anpassung der Richtlinie 79/409/EWG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten; ABl.Nr. L 100 vom 16. April 1986, Seite 22.
Richtlinie 91/244/EWG der Kommission vom 6. März 1991 zur Änderung der Richtlinie 79/409/EWG des Rates über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten; ABl.Nr. L 115 vom 8. Mai 1991, Seite 41.
Richtlinie 94/24/EG des Rates vom 8. Juni 1994 zur Änderung von Anhang II der Richtlinie 79/409/EWG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten; ABl.Nr. L 164 vom 30. Juni 1994, Seite 9.
Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (kodifizierte Fassung), ABl.Nr. L 20, vom 26. Jänner 2010, Seite 7.
Richtlinie 2013/17/EU des Rates vom 13. Mai 2013 zur Anpassung bestimmter Richtlinien im Bereich Umwelt aufgrund des Beitritts der Republik Kroatien; ABl.Nr. L 158 vom 10. Juni 2013, Seite 193.
(2) Diese Verordnung wurde als technische Vorschrift nach der Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Informationsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften und der Vorschriften für die Dienste der Informationsgesellschaft 98/34/EG, ABl.Nr. L 204 vom 21. Juli 1998, S. 37, und 98/48/EG, ABl.Nr. L 217 vom 5. August 1998, S. 18, der Kommission mitgeteilt:
Mitteilung 2002/265/A (Ablauf der Stillhaltefrist: 10. Oktober 2002).
Mitteilung 2009/448/A (Ablauf der Stillhaltefrist: 5. November 2009)
§ 73 NÖ JVO § 73
(1) Die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung LGBl. Nr. 110/2015 anhängigen Verfahren sind nach der bisherigen Rechtslage zu Ende zu führen.
(2) Die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Verordnung LGBl. Nr. 96/2018 anhängigen Verfahren sind nach der bisherigen Rechtslage zu Ende zu führen.
(3) § 22 Abs. 1 Z 2a und 6a in der Fassung der Verordnung LGBl. Nr. 96/2018 treten mit Ablauf des 31. Dezember 2019 außer Kraft.
(4) § 22 Abs. 1 Z 5a in der Fassung der Verordnung LGBl. Nr. 96/2018 tritt am 1. Jänner 2020 in Kraft.
Anl. 0 NÖ JVO
Bestimmung der Standortsgüte mittels Alter und Oberhöhe anhand der Fichte gem. § 61 Abs. 3
Ertragstafelgebiet
NÖ südlich der Donau
(Oberhöhe in Meter)
bis 10.9
11.0–15.2
ab 15.3
bis 13.9
14.0–19.0
ab 19.1
bis 16.7
ab 22.4
bis 19.0
19.1–25.1
ab 25.2
NÖ nördlich der Donau
bis 14.8
14.9–17.8
ab 17.9
bis 18.1
18.2–22.0
ab 22.1
bis 20.7
20.8–25.3
ab 25.4
bis 22.6
22.7–27.8
ab 27.9
WA ... Wuchsalter
Bestimmung der Standortsgüte mittels des fünfjährigen Höhenzuwachses über Brusthöhe anhand der Fichte gem. § 61 Abs. 3
(5-jähriger Höhenzuwachs in cm)
121 – 222
116 – 311
ab 312
Schälschadensbewertung maximal zu bewertende Stammzahl beim Nadelholz gem. § 61 Abs. 4
Oberhöhe (m)
maximale Stammzahl/ha
Schälschadensbewertung maximal zu bewertende Stammzahl beim Laubholz gem. § 61 Abs. 4
Schälschadenswerte gem. § 62 Abs. 1
Standortsgüte: schlecht
Holzerlös: weniger als € 68,–/fm (Blochholz Fichte Güteklasse B, Stärkeklasse 2b)
Ausscheidender Bestand Endbestand
pro Stamm (€)
Schälschadenswerte pro Stamm (€)
Holzerlös: € 68,–/fm bis € 76,–/fm (Blochholz Fichte Güteklasse B, Stärkeklasse 2b)
schadenswerte pro Stamm (€)
Holzerlös: mehr als € 76,–/fm (Blochholz Fichte Güteklasse B, Stärkeklasse 2b)
Standortsgüte: mittel
Standortsgüte: gut
Mindesterfordernisse für Jagdhunde gemäß Abschnitt 6a nach Gebrauchsgruppen
Jagdhunde aller Gebrauchsgruppen dürfen keinerlei Angst bei der Schußabgabe (Schußscheue) zeigen und müssen ihre Führigkeit zeigen.
Nachweis auf der künstlichen Schweißfährte (mind. 300 Schritt Länge) für Schalenwildbejagung
Feld- oder Wasserarbeit:
Nachweis des Vorstehens von Niederwild (Feder- oder Haarwild) im Rahmen der Feldsuche
Bringen von verschiedenen Niederwildarten bei der Feldarbeit auf kurze (Freiverlorenbringen) und längere Distanzen (Schleppen)
Stöbern im Schilf und Finden von Wasserwild im Schilf
Bringen von Wasserwild
Nachweis der Stöberarbeit
Spurarbeit mit Lautnachweis
Bringen von Niederwild
Wasserfreudigkeit
Bringen von verschiedenen Niederwildarten (Feder- und Haarwild) auf kurze (Freiverlorenbringen) und längere Distanzen (Schleppen)
Brackierhunde und Laufhunde
Nachweis der Brackierarbeit
Nachweis auf der künstlichen Schweißfährte (mind. 800 Schritt Länge, Übernachtfährte)
Arbeit unter der Erde am erlegten Raubwild
Nachweis auf der künstlichen Schweißfährte (mind. 300 Schritt Länge)
Nachweis auf der künstlichen Schweißfährte (mind. 1000 Schritt Länge, Übernachtfährte)
Versteigerungsbedingungen (Pachtbedingungen)
Versteigerungsniederschrift
Jagdpachtvertrag (im Wege der öffentlichen Versteigerung)
Jagdpachtvertrag (im Wege des freien Übereinkommens)
Jagdpachtvertrag/Vereinbarung (Verlängerung des bestehenden Jagdpachtverhältnisses)
Jagdpachtvertrag (Jagdeinschlüsse)
Jagdpachtvertrag (nach Zuerkennung eines Vorpachtrechtes)
Antrag auf Anerkennung der Befugnis zur Eigenjagd
Antrag auf Anerkennung der Befugnis zur umfriedeten Eigenjagd
Anhang Grundstücksverzeichnis
Muster für die Jagdkarte (grün)
Muster für die 14-tägige Jagdgastkarte (grau)
Muster für die 3-tägige Jagdgastkarte (weiß)
Zeugnis (Jagdprüfung)
Verständigung (Nichteignung, Jagdprüfung)
Verständigung (Wiederholung praktischer Teil Jagdprüfung)
Zeugnis (Prüfung für den Wachdienst zum Schutze der Jagd)
Verständigung (Nichteignung, Prüfung für den Wachdienst zum Schutze der Jagd)
Zeugnis (Ergänzungsprüfung für den Wachdienst zum Schutze der Jagd)
Verständigung (Nichteignung, Ergänzungsprüfung für den Wachdienst zum Schutze der Jagd)
Zeugnis (Berufsjägerprüfung)
Verständigung (Nichtbestehen, Berufsjägerprüfung)
Zeugnis (Ergänzungsprüfung für Berufsjäger)
Verständigung (Nichtbestehen, Ergänzungprüfung für Berufsjäger)
Abschußplan für Schalenwild mit Ausnahme des Schwarzwildes
revierübergreifender Abschußplan
Abschußplan für Auer- und Birkwild
Kennzeichnung von Sperrgebieten
Verständigung (§ 110 Abs. 2 NÖ JG)
Verständigung (§ 110 Abs. 3 NÖ JG)
Niederschrift (Schlichter/Vergleich)
Anl. 1 NÖ JVO
Anl. 2 NÖ JVO
Anl. 3 NÖ JVO
Anl. 4 NÖ JVO
Anl. 5 NÖ JVO
(Anm.: Anlage 5 ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 5a NÖ JVO
Anl. 6 NÖ JVO
(Anm.: Anlage 6 ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 7 NÖ JVO
Anl. 7a NÖ JVO
(Anm.: Anlage 7a ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 7b NÖ JVO
Antrag auf Anerkennung der Befugnis zur Eigenjagd mehrere Personen
(Anm.: Anlage 7b ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 7c NÖ JVO
(Anm.: Anlage 7c ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 8 NÖ JVO
Muster Jagdkarte (grün)
Anl. 9 NÖ JVO
Anl. 10 NÖ JVO
(Anm.: Anlage 10 ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 11 NÖ JVO
(Anm.: Anlage 11 ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 12 NÖ JVO
Verständigung (Nichteignung Jagdprüfung)
(Anm.: Anlage 12 ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 13 NÖ JVO
Anl. 14 NÖ JVO
Anl. 15 NÖ JVO
(Anm.: Anlage 15 ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 16 NÖ JVO
Anl. 17 NÖ JVO
(Anm.: Anlage 17 ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 18 NÖ JVO
(Anm.: Anlage 18 ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 19 NÖ JVO
(Anm.: Anlage 19 ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 19a NÖ JVO
(Anm.: Anlage 19a ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 19b NÖ JVO
Verständigung (Nichtbestehen, Ergänzungsprüfung für Berufsjäger)
(Anm.: Anlage 19b ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 20 NÖ JVO
(Anm.: Anlage 20 ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 20a NÖ JVO
(Anm.: Anlage 20a ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 20b NÖ JVO
Abschussplan für Auerwild und Birkwild
(Anm.: Anlage 20b ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 20c NÖ JVO
(Anm.: Anlage 20c ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 21 NÖ JVO
(Anm.: Anlage 21 ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 22 NÖ JVO
(Anm.: Anlage 22 ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 23 NÖ JVO
(Anm.: Anlage 23 ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 24 NÖ JVO
(Anm.: Anlage 24 ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 25 NÖ JVO
(Anm.: Anlage 25 ist als PDF dokumentiert.)
Anl. 26 NÖ JVO
NÖ Jagdverordnung (NÖ JVO) Fundstelle
LGBl. 6500/1-1
LGBl. 6500/1-2
LGBl. 6500/1-3
LGBl. 6500/1-4
LGBl. 6500/1-5
LGBl. 6500/1-6
LGBl. 6500/1-7
LGBl. 6500/1-8
LGBl. 6500/1-9
LGBl. 6500/1-10
LGBl. 6500/1-11
LGBl. 6500/1-12
LGBl. 6500/1-13
LGBl. 6500/1-14
LGBl. 6500/1-15
LGBl. 6500/1-16
LGBl. 6500/1-17
LGBl. 6500/1-18
LGBl. 6500/1-19
LGBl. 6500/1-20
LGBl. 6500/1-21
LGBl. 6500/1-22
LGBl. 6500/1-23
LGBl. 6500/1-24
LGBl. 6500/1-25
LGBl. 6500/1-26
LGBl. 6500/1-27
LGBl. 6500/1-28
LGBl. 6500/1-29
LGBl. 6500/1-30
LGBl. 6500/1-31
LGBl. 6500/1-32
[CELEX-Nr.: 392L0043, 379L0409, 381L0854, 386L0122, 391L0244, 394L0024]
LGBl. 6500/1-33
LGBl. 6500/1-34
LGBl. 6500/1-35
LGBl. 6500/1-36
[CELEX-Nr.: 31999L0022]
LGBl. 6500/1-37
LGBl. 6500/1-38
LGBl. 6500/1-39
LGBl. 6500/1-40
LGBl. 6500/1-41
LGBl. 6500/1-42
LGBl. 6500/1-43 (DFB)
LGBl. 6500/1-44
LGBl. 6500/1-45
LGBl. 6500/1-46
LGBl. 6500/1-47
LGBl. 6500/1-48
LGBl. 6500/1-49
LGBl. 6500/1-50
LGBl. 6500/1-51
LGBl. 6500/1-52 (DFB)
LGBl. 6500/1-53 (DFB)
LGBl. 6500/1-54
LGBl. 6500/1-55
LGBl. 6500/1-56
[CELEX-Nr.: 32009L0147, 32013L0017]
LGBl. 6500/1-57
LGBl. Nr. 110/2015
LGBl. Nr. 40/2017
LGBl. Nr. 96/2018
Die NÖ Landesregierung hat am 11. Dezember 2018 aufgrund des NÖ Jagdgesetzes 1974, LGBl. 6500 in der Fassung LGBl. Nr. 68/2018, verordnet:
(NÖ JVO)
§§, Tabelle
Vorgang bei der öffentlichen Versteigerung von Genossenschaftsjagden
Anbotverfahren
Hinterlegung des Vadiums
Befugnis zur Eigenjagd, Antragstellung
Abschnitt 1c:
Aufzeichungspflichten für umfriedete Eigenjagdgebiete
Jagdprüfung Einladung, Identitätsnachweis
Prüfung am Sitz des NÖ Landesjagdverbandes
Prüfung für den Wachdienst zum Schutz der Jagd, Berufsjägerprüfung
Bestellung der Prüfungskommission für den Wachdienst zum Schutze der Jagd
Prüfungsstoff für die Berufsjägerprüfung
Zeugnis, Ergänzungsprüfung
Weiterbildungskurse für Jagdaufseher
Schuß- und Schonzeiten
Schußzeiten
Jagdhunde, Herkunftsnachweis, Eignung
Gebrauchsfähigkeit, Prüfungs- und Leistungsnachweise
Mindestanzahl der Jagdhunde pro Jagdgebiet
Meldungen und Kontrolle
Abschußplan und Abschußliste
Abschußverfügung
Durchführung des Abschusses
Abschnitt 7a:
Hegeschaubereich
Verbringung der Trophäe ins Ausland
Fallen, Fangen von Wild
Kastenfallen für Haarraubwild
Kastenfallen für Schwarzwild
Verwendung von Kastenfallen
Betäubende Stoffe
Maßnahmen beim Raub- oder Schwarzwild
Jagd- und Wildschadensverfahren
Berechnung der Amtskosten
Kostenvergütung für Jagdbeiratsmitglieder
Arten der Kostenvergütung
Jagdprüfungsersatz
Einschränkung der Kirrfütterung von Schwarzwild, Kirrautomaten
Einschränkung der Rotwildkirrung
Einrichtung eines Jagdkatasters
Wildschäden im Walde – Allgemeines
Schadensfläche
Verbißschäden
Abgeltung von Verbißschäden
Schadenersatz wegen ausbleibender Naturverjüngung
Neue Schälschäden auf alt geschälten Stämmen
Schäden im Ausschlagwald
Schadenersatz wegen Totalausfall von Ausschlagbewuchs
Schadensbewertung an forstlichen Spezialkulturen
Umgesetzte EU-Rechtsakte und Informationsverfahren
Bestimmung der Standortsgüte mittels Alter und Oberhöhe anhand der Fichte gem. §§ 53 Abs. 4, 54a Abs. 4 und 57 Abs. 3
Bestimmung der Standortsgüte mittels des fünfjährigen Höhenzuwachses über Brusthöhe anhand der Fichte gem. §§ 53 Abs. 4, 54a Abs. 4 und 57 Abs. 3
Schälschadensbewertung - maximal zu bewertende Stammzahl beim Nadelholz gem. § 57 Abs. 4
Schälschadensbewertung - maximal zu bewertende Stammzahl beim Laubholz gem. § 57 Abs. 4
Schälschadenswerte gem. § 57 Abs. 7
Tabellen 9 bis 17
Druckfehlerberichtigungen wurden berücksichtigt.
Übersicht NÖ JVO
NÖ JagdverordnungAnlage