Source: http://aycapima.de/pflegegrade.html
Timestamp: 2019-05-25 21:17:43
Document Index: 30384761

Matched Legal Cases: ['§41', '§42', '§ 43', '§15', '§14', '§15']

Mit Inkrafttreten des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes am 1. Januar 2016 wurden die Weichen für einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff gestellt, der seit dem 1. Januar 2017 gilt. Fünf neue Pflegegrade ersetzen die bisherigen drei Pflegestufen. Künftig erhalten alle Pflegebedürftigen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung, unabhängig davon, ob sie von körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen betroffen sind. Die Überleitung in die neuen Pflegegrade erfolgt automatisch. (Quelle)
Leistungsbeträge der fünf Pflegegrade (PG)
Mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff wächst die Zahl der Versicherten, die Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung haben, da die Unterstützung deutlich früher ansetzt. In den Pflegegrad 1 werden künftig erstmalig Menschen eingestuft, die noch keine erheblichen Beeinträchtigungen haben, aber schon in gewissem Maß – zumeist körperlich – eingeschränkt sind. Grundlage: §41, §42, § 43 SGB XI
ambulant 125 € * 316 € 545 € 728 € 901 €
Leistungsbetrag vollstationär 125 € 770 € 1.262 € 1.775€ 2.005 €
*) Nur zweckgebundene Kostenerstattung (keine Geldleistung).
Die Definition der fünf Pflegegrade
Absatz 3 des 2017 neugeregelten §15 Sozialgesetzbuch XI definiert folgende fünf Pflegegrade:
Pflegegrad 1 (ab 12,5 Gesamtpunkten):
Das Zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) definiert den Begriff der Pflegebedürftigkeit in §14 Sozialgesetzbuch XI seit dem 1. Januar 2017 folgendermaßen:
Der Grad der Pflegebedürftigkeit wird anhand von sechs Modulen geprüft (§15 Absatz 2 SGB XI). Für jedes Kriterium das in den Modulen geprüft wird, werden Punkte vergeben. In Abhängigkeit der ermittelten Gesamtpunkte, wird eine pflegebedürftige Person einem Pflegegrad zugeordnet.
Geprüfte Kriterien: Positionswechsel im Bett, Halten einer stabilen Sitzposition, Fortbewegen innerhalb des Wohnbereichs, usw.
Geprüfte Kriterien: Erkennen von Personen aus dem näheren Umfeld, örtliche und zeitliche Orientierung, Erkennen von Risiken und Gefahren, Beteiligung an einem Gespräch, usw.
Geprüfte Kriterien: Motorisch geprägte Verhaltensauffälligkeiten, physisch aggressives Verhalten gegenüber anderen Personen, Wahnvorstellungen, Antriebslosigkeit bei depressiver Stimmungslage, usw.
Geprüfte Kriterien: Waschen des vorderen Oberkörpers, An- und Auskleiden des Ober- und Unterkörpers, Essen und Trinken, Benutzen einer Toilette oder eines Toilettenstuhls, usw.
Geprüfte Kriterien: Medikation, Versorgung intravenöser Zugänge (Port), Messung und Deutung von Körperzuständen, Verbandwechsel und Wundversorgung, Arztbesuche, usw.
Geprüfte Kriterien: Gestaltung des Tagesablaufs und Anpassung an Veränderungen, Ruhen und Schlafen, Interaktion mit Personen im direkten Kontakt, usw.