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Timestamp: 2016-10-23 06:31:12
Document Index: 221111070

Matched Legal Cases: ['§31', '§ 32', '§ 765', '§398', '§404', '§ 826']

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Zwangsverst. Aufheb.wg. Fristablauf
03.02.2006 17:24 | Preis: ***,00 € |
ein in der Zwangsversteigerung stehendes Miethaus ist mit heutigem Datum bekannt gegeben worden,Empfang03.02.2006), orig.Text: 1. Das Verfahren wird, soweit es von der Gläubigerin aus dem Anordnungsbeschluss vom 21.09.04 betrieben wird, gem. §31Abs. 1ZVG aufgehoben,
weil innerhalb der seit dem 23.07.2005 laufenden Sechsmonatsfrist kein Fortsetzuingsantrag gestellt wurde.
2. Der Beschluss wird erst mit Rechtskraft wirksam.
Die Beschlagnahme fällt erst mit der Rechtskraft dieses Beschlusses.
Was heißt das alles, welche Frist habe ich abzuwarten um dem Zwangsverwalter die Schlüssel wieder abzunehmen?
Was kann ich machen wenn die Bank einen Fortsetzungsantrag stellt?
Geht es dann mit meinen Frist wieder von vorne los?
(die ersten hatte ich wg. des Schocks einfach ignoriert, da die Selbtrettung des eigenen Whs dringender war. es war einfach die Angst das alles zusammen stürzte) Bisher habe ich seit 1.5Jahren mit Angst gelebt und versucht schlau zu machen.
Wie ist in so einem Verfahren das an deisem Stand ist
03.02.2006 | 19:20
Ab Rechtskraft dieses Beschlusses entfällt tatsächlich die Beschlagnahmewirkung. Die Rechtskraft liegt hier vor, wenn bei allen Beteiligten die Zustellung bewirkt wurde, da hier keine Beschwerdemöglichkeit gegeben ist.
Ein Fortsetzungsantrag ist nunmehr nicht mehr statthaft, vgl. § 32 ZVG. Weiterhin entfallen alle bisher entstandenen Rechtspositionen (vor allem Beschlagnahme). Allerdings kann der Gläubiger tatsächlich ein neues Verfahren beantragen (vorbehaltlich des genauen Sachverhalts). Fraglich ist dann aber, ob nicht ggf. das Rechtschutzbedürfnis fehlt bzw. ob es realiter zu erwarten ist, dass der Gläubiger die Zwangsversteigerung weiter betreiben wird. Allerdings können Sie dann auch wieder Schutzanträge stellen.
Mangels genauer Kenntnis insbesondere des Beschlusses vom 23.7.05 bzw. der davor liegenden Maßnahmen kann ich Ihre Frage leider nur so grob beantworten.
Sie sollten aber bei neuen Maßnahmen prüfen (lassen), ob nicht wiederum ein entsprechender Schutzantrag (wie gehabt oder nach § 765a ZPO) geboten ist.
Ich hoffe, dass Ihre Fragen mithin beantwortet worden sind. Ansonsten stehe ich für Rückfragen im Rahmen der kostenlosen Nachfragemöglichkeit gerne zur Verfügung. Ist eine weitere (sehr zu empfehlende!) Vertretung gewünscht, kontaktieren Sie mich einfach über die untenstehende E-Mail! Mit freundlichen Grüßen
Nachfrage vom Fragesteller	06.02.2006 | 06:57
Das Verfahren der zw.verst. wurde ca. 1Wo vor dem Termin selber durch die Gläubigerin vorläufig per Antrag aufgehoben.
Gründe wurden mir nicht mitgeteilt.
durch intesive Nachfrage bei dem Sachb. der Gläuberin erfuhr ich, dass dieses Hausinterne Prüfungsgründe seien.
Ich werde wieder hören.
Da nun die Rechtsgrundlage der Beschlagnahme entfallen ist, habe ich Fragen.
Wer trägt die bisherigen Kosten der zwVerwaltung.
Welche Pflichten hat der nun abbestellte Zwverw. uns gegenüber?
Es wurde eine Whg vermietet, die Mieterin hat wohl nich pünktl. und dann schleppen, dann nicht mehr bezahlt.
Der Zwverw. hat keine Bemühungen vorangetrieben um án die Schuld zu kommen. Habe gehört aussichtslosigkeit, wg. Nichtummeldung usw. kein Einkommen usw.
Haben wir einen Schadenersatzanspruch?
Eine Whg (war unsere ZweitWhg) wurde geräumt und die Möberl kostenlos untergestellt. Haben wir das Recht auch herstellung des Urzustandes? Kosten? Ersatz?
Diese Whg wollte er wohl auch vermieten, es gelang ihnm aber nicht.
Wer trägt die Eintragungen aus dem Grundbuch ABt.II Zwangsverw.+ Zwangsversteigerung aus und wer trägt die Kosten in diesem fall?
Die Gläubigerin hat die Forderungen nach §398BGB abgetreten (verkauft?) es bleibt nach §404 BGB das Recht erhalten??Was bedeutet das?
ich gehe davon aus, dass die Altgläubigerin die Forderungen an eine GmbH abgetreten hat, um so die negativen Zahlen in den eigenen Büchern sauber zu bereinigen
06.02.2006 | 10:39
ich habe Ihre Ausgangsfrage beantwortet und sehe mich nunmehr mit einem regelrechten „Sturm“ von Nachfragen konfrontiert. Dies ist weder der originäre Sinn der Nachfragefunktion noch können Sie ernsthaft erwarten, dass ich diese weiteren 4 Fragen kostenlos beantworte. Zumal die relativ kursorischen Informationen nicht reichen, um Ihre Fragen professionell zu beantworten. Sie sollten daher unbedingt einen insolvenzrechtlich ausgerichteten Anwalt VOR ORT konsultieren, dies dürfte auch mittels Beratungshilfe finanzierbar sein.
Ansonsten verweise ich auf die Möglichkeit, mir eine kostenpflichtige Direktanfrage zu senden (über http://123recht.net/anwalt.asp?id=102490&state=).
Im Rahmen der Nachfrage weise ich allerdings darauf hin, dass Schadensersatz wegen Pflichtverletzungen des ZW grds. nur dem Gläubiger zusteht (Ausnahme: sittenwidrige, vorsätzliche Schädigung). ob dies hier vorliegt, kann aufgrund der erhöhten Anforderungen des § 826 BGB hier nicht beantwortet werden.
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