Source: https://www.quertour.de/reisen/finanzierungshilfen
Timestamp: 2018-05-26 10:02:14
Document Index: 102929109

Matched Legal Cases: ['§45', '§39', '§53', '§39', '§45', '§53', '§45', '§ 39', '§ 53', '§ 58', '§ 58', '§ 55', '§39', '§42', '§45']

quertour ünterstützt bei der Finanzierung der Reisen für Menschen mit Behinderung | quertour · Reisen für Menschen mit Behinderung
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Ob über Ihre Krankenkasse „Betreuungs- und Entlastungsleistungen“ (früher: Niedrigschwellige Betreuungsangebote) (§45b SGB XI), Verhinderungspflege (§39 SGB XI) oder über die Stadt/Gemeinde als Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch(§53 SGB XII) – unsere Mitarbeiterin Bianca Langerbeins ist hier gut informiert, und berät Sie gerne, welche Möglichkeiten Sie ausschöpfen können, damit auch Ihre Reise finanzierbar bleibt.
Um Ihnen eine bessere Übersicht der Ihnen zustehenden Finanzierungshilfen über Ihre Pflegeversicherung zu geben, haben wir unsere Reisepreise aufgeschlüsselt. Hierin enthalten sind u.a. die Pflegeleistungen für die pflegebedingten Aufwendungen nach §39 SGB XI sowie die Entlastungsleistungen nach §45b SGB XI, die die Betreuungsangebote vor Ort, aber auch die Unterkunfts- und Verpflegungsleistungen beinhalten.
Die Pflegekassen gewähren Ihre Hilfen nur, wenn eine Pflegebedürftigkeit in Form eines Pflegegrades 1 bis 5 (früher: Pflegestufe 0 bis 3) und gleichzeitig eine häusliche Pflege (Unterstützung im Alltag durch Angehörige oder ambulante Dienste) vorliegt. Personen, die in einer vollstationären Einrichtung untergebracht sind, zählen in der Regel leider nicht dazu – wohl aber, wenn sie regelmäßig, z. B. die Wochenenden zu Hause verbringen und hier dann häusliche Pflege erhalten. Wer bisher noch keine Pflegestufe hat, kann über den Medizinischen Dienst seiner Krankenversicherung (MDK) ein Pflegegutachten erstellen lassen. Der MDK empfiehlt der Krankenkasse dann den entsprechenden Pflegegrad (1–5) – (früher Pflegestufe 0–3).
Städte und Gemeinden hingegen fördern mit der Eingliederungshilfe (§53 SGB XII) Ferienmaßnahmen, die Menschen mit Behinderungen am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben mitwirken lassen.
Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen“ (Entlastungsbetrag) nach §45b SGB XI
Entlastungsbeträge, zu denen auch die niedrigschwelligen Betreuungsangebote zählen, haben das Ziel, pflegende Angehörige zu entlasten. quertour ist anerkannter Träger niedrigschwelliger Betreuungsangebote. Somit haben Sie die Möglichkeit, einen Teil der Reisekosten von Ihrer Pflegekasse erstattet zu bekommen – bei quertour weisen wir diese als Betreuungsleistung aus.
Menschen, die in ihrer Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt sind, und als pflegebedürftig anerkannt sind (Pflegegrad 1–5 bzw. früher Pflegestufe 0–3) und häusliche Pflege in Anspruch nehmen, stehen ab dem 01.01.2017 ein Entlastungsbetrag von 1.500,– EUR /Jahr (125,– EUR /Monat) zu, der auch für einen betreuten Urlaub einzusetzen ist.
Bei Ihrer Krankenkasse können Sie, sofern sie einen Pflegegrad 1 bis 5 (früher: Pflegestufe 0, 1, 2 oder 3) haben, Verhinderungspflege beantragen. Die hieraus resultierenden Zuschüsse von bis zu 1.612,– Euro können Sie auch für einen Urlaub einsetzen.
Auch wenn der Pflegebedürftige in einem Wohnheim untergebracht ist, kann unter bestimmten Voraussetzungen Verhinderungspflege gewährt werden. Sollte der Pflegebedürftige regelmäßig an Wochenenden oder in den Ferien zu Hause sein und die Pflege z. B. durch einen Angehörigen erfolgen, besteht ein Anspruch auf Pflegegeld und somit auch auf Verhinderungspflege.
Kann Verhinderungspflege woanders als zu Hause, z. B. an einem Ferien- oder Urlaubsort stattfinden – und auch bei Auslandsaufenthalten?
Die Leistung ist an die Verhinderung der Pflegeperson gebunden. Allerdings kann der Urlaub der Pflegeperson auch zu Hause erfolgen während der Pflegebedürftige eine Urlaubsreise durchführt. Es können jedoch nur pflegebedingte Kosten abgerechnet werden.
Auch bei einem vorübergehenden Auslandsaufenthalt kann das Pflegegeld und somit auch Verhinderungspflege gewährt werden. Laut dem Verband der Angestellten Krankenkassen wird bei vorübergehenden Auslandsaufenthalten und aus Deutschland heraus organisierter Verhinderungspflege (mitreisender BetreuerIn) Anspruch auf Leistungen nach § 39 SGB XI eingeräumt.
Die Verhinderungspflege ist bei einem Höchstbetrag von 1.612,– Euro, begrenzt auf 42 Tage im Kalenderjahr. Außerdem kann bis zu 50% des Leistungsbetrags für Kurzzeitpflege (bis zu 806,– Euro) künftig zusätzlich für Verhinderungspflege ausgegeben werden. Die Verhinderungspflege kann dadurch auf max. 2.418,- Euro aufgestockt werden. Der für die Verhinderungspflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird aber auf den Leistungsbetrag für eine Kurzzeitpflege angerechnet.
Wünschen Sie die Verhinderungspflege selbst mit Ihrer Krankenkasse abzurechnen, erhalten sie von uns nach der Reise eine Teilnahmebescheinigung zur Vorlage bei Ihrer Krankenkasse. Vergewissern Sie sich im Vorfeld der Reise, ob Sie anspruchsberechtigt sind. Bitte beachten Sie, dass ein Anspruch bestehen muss! Ob dieser vorliegt, besprechen Sie im Zweifelsfall bitte mit Ihrer Krankenkasse! Sollte kein Anspruch vorliegen, so wird immer der volle Reisepreis berechnet. (Ebenso, wenn die Ansprüche für das Kalenderjahr anderweitig verbraucht wurden).
Was muss ich tun, wenn ich die Antragstellung von Finanzierungshilfen seitens der Pflegekasse direkt über quertour vornehmen möchte?
Gegen eine geringe Bearbeitungsgebühr übernehmen wir für Sie die Antragstellung und Abrechnung mit Ihrer Pflegekasse, sofern Sie einen Anspruch auf Finanzierungshilfen haben.
Sie gehen dann wie folgt vor:
• Sie füllen das „Antragsformular auf Finanzierungshilfen“ aus und leiten diesen zusammen mit den Anmeldeunterlagen an quertour weiter. Durch Ihre Unterschrift stimmen Sie der Abtretungserklärung an quertour zu. Wir können dadurch mit Ihrer Krankenkasse die anfallenden Kosten direkt abrechnen.
Für die Antragstellung und komplette Abwicklung und dadurch, dass wir in Vorkasse gehen, berechnen wir eine einmalige Gebühr von 30,– Euro.
Pflegebedürftige Menschen mit einem Pflegegrad 2 bis 5 haben die Möglichkeit, sich für einen kurzen Zeitraum in einer Pflegeeinrichtung vollstationär betreuen zu lassen, wenn es zu Hause für diesen Zeitraum keine Betreuungsmöglichkeit gibt. Die Gründe für eine Aufnahme in eine vollstationäre Kurzzeitpflege sind sehr verschieden. Die Leistungshöhe liegt bei 1.612,– Euro. Das sonst übliche Pflegegeld wird dabei für bis zu 8 Wochen hälftig weitergezahlt.
Es besteht aber die Möglichkeit, Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege miteinander zu koppeln. So kann bei einer Verhinderungspflege der halbe Betrag aus der Kurzzeitpflege zusätzlich angesetzt werden. Es gibt sich also ein Höchstbetrag von 2.418,– Euro (1.612,– aus der Verhinderungspflege plus 806,– Euro aus der Kurzzeitpflege).
Menschen mit Lernschwierigkeiten können nach § 53 SGB XII Fördermittel für eine Ferienmaßnahme beantragen, wenn diese nicht vordergründig einer Ferienerholung dient, sondern nach Art und Schwere der vorhandenen Behinderung sinnvoll oder geboten ist und der Zielsetzung nach § 58 Nr. 1 und 2 SGB IX entspricht:
SGB IX § 58 Hilfen zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben
Die Hilfen nach § 55 Abs. 2 Nr. 7 umfassen vor allem:
1. Hilfen zur Förderung der Begegnung und des Umgangs mit nichtbehinderten Menschen.
2. Hilfen zum Besuch von Veranstaltungen oder Einrichtungen, die der Geselligkeit, der Unterhaltung oder kulturellen Zwecken dienen. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld bei Ihrem Amt für Grundsicherung (früher Sozialamt).
Allgemein ist zu unterscheiden zwischen Finanzierungshilfen (§39b, §42 und §45b SGB XI) der Krankenkasse bzw. der Pflegeversicherung und der der Eingliederungshilfen der Städte / Gemeinden.
Die Pflegekassen gewähren ihre Hilfen nur, wenn eine Pflegebedürftigkeit in Form eines Pflegegrades 1 bis 5 (früher: Pflegestufe 0 bis 3) und gleichzeitig eine häusliche Pflege (Unterstützung im Alltag durch Angehörige oder ambulante Dienste) vorliegt. Personen, die in einer vollstationären Einrichtung untergebracht sind, zählen in der Regel leider nicht dazu – wohl aber, wenn sie regelmäßig, z.B. die Wochenenden zu Hause verbringen und hier dann häusliche Pflege erhalten. Wer bisher noch keine Pflegestufe hat, kann über den Medizinischen Dienst seiner Krankenversicherung (MDK) ein Pflegegutachten erstellen lassen. Der MDK empfiehlt der Krankenkasse dann den entsprechenden Pflegegrad (1-5) - (früher Pflegestufe 0–3).
Menschen, die in ihrer Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt sind, und als pflegebedürftig anerkannt sind (Pflegegrad 1-5 bzw. bis 2016 Pflegestufe 0-3)und häusliche Pflege in Anspruch nehmen, stehen ab dem 01.01.2017 ein Entlastungsbetrag von 1.500,– EUR /Jahr (125,– EUR /Monat) zu, der auch für einen betreuten Urlaub einzusetzen ist.
Es besteht Anspruch auf „Verhinderungspflege“, wenn eine Pflegeperson wegen eigenen Urlaubs, Krankheit oder anderen Gründen nicht in der Lage ist, die Pflege sicherzustellen – die Pflegekasse übernimmt sodann die Kosten für die Pflegevertretung. Voraussetzung für die Leistung ist, dass der Pflegebedürftige mindestens 6 Monate vorher in seiner häuslichen Umgebung von einer Pflegeperson gepflegt wurde und mindestens ein Pflegegrad (Pflegestufe) vorliegt. Auch wenn der Pflegebedürftige in einem Wohnheim untergebracht ist, kann unter bestimmten Voraussetzungen Verhinderungspflege gewährt werden. Sollte der Pflegebedürftige regelmäßig an Wochenenden oder in den Ferien zu Hause sein und die Pflege z.B. durch einen Angehörigen erfolgen, besteht ein Anspruch auf Pflegegeld und somit auch auf Verhinderungspflege.
Die Verhinderungspflege ist bei einem Höchstbetrag von 1.612,– Euro, begrenzt auf 42 Tage im Kalenderjahr. Außerdem kann bis zu 50% des Leistungsbetrags für Kurzzeitpflege (bis zu 806 Euro) künftig zusätzlich für Verhinderungspflege ausgegeben werden. Die Verhinderungspflege kann dadurch auf max. 2.418,- Euro aufgestockt werden. Der für die Verhinderungspflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird aber auf den Leistungsbetrag für eine Kurzzeitpflege angerechnet.
Wenn Sie wünschen und gegen eine geringe Bearbeitungsgebühr, übernehmen wir für Sie die Antragstellung und Abrechnung mit Ihrer Pflegekasse, sofern Sie einen Anspruch auf Finanzierungshilfen haben. Sie gehen dann wie folgt vor: