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Timestamp: 2020-01-26 01:44:33
Document Index: 8312007

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 55', '§ 55', '§ 55', 'in dubio', 'in dubio']

Rechtsprechung: NJW 1988, 477 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerfG, 23.09.1987
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BVerfG, 23.09.1987 - 2 BvR 814/87 (https://dejure.org/1987,794)
BVerfG, Entscheidung vom 23.09.1987 - 2 BvR 814/87 (https://dejure.org/1987,794)
BVerfG, Entscheidung vom 23. September 1987 - 2 BvR 814/87 (https://dejure.org/1987,794)
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Jugendlicher - Arbeitsleistung - Anfechtbarkeit - Jugendgericht
LG München I, 10.04.1987 - 462 Js 162912/86
NJW 1988, 477
NStZ 1988, 34
FamRZ 1988, 143 (Ls.)
Ob auch eine großzügigere Regelung des Ablehnungsrechts möglich wäre oder den Anforderungen des Strafverfahrens gar besser entsprochen hätte, hat das Bundesverfassungsgericht nicht zu entscheiden (vgl. Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 23. September 1987 - 2 BvR 814/87 -, NJW 1988, S. 477).
Für die Hauptverhandlung folgt dies unmittelbar aus der verfassungsrechtlich unbedenklichen (vgl. Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 23. September 1987 - 2 BvR 814/87 -, NJW 1988, S. 477) Regelung in § 25 Abs. 2 Satz 2 StPO, die eine Ablehnung nach dem letzten Wort des Angeklagten als unzulässig erklärt.
Dennoch ist hier die Regelung des § 25 Abs. 2 Satz 2 StPO - nicht zuletzt im Blick auf die Notwendigkeit einer Straffung des Verfahrens (vgl. BTDrucks IV/178 S. 34) - vertretbar und deshalb verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (vgl. Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 23. September 1987 - 2 BvR 814/87 -, NJW 1988, S. 477).
Nach dem letzten Wort kann - was verfassungsrechtlich unbedenklich ist (vgl. Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts 23. September 1987 - 2 BvR 814/87 -, NJW 1988, S. 477) - eine Ablehnung nicht mehr formuliert werden.
Für den Fall einer Hauptverhandlung folgt dies unmittelbar aus der verfassungsrechtlich unbedenklichen (vgl. BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 23. September 1987 - 2 BvR 814/87 -, NJW 1988, S. 477) Regelung in § 25 Abs. 2 Satz 2 StPO, die eine Ablehnung nach dem letzten Wort des Angeklagten als unzulässig erklärt.
Nach dem Willen des Gesetzgebers kommt es hier um der erzieherischen Wirkung willen in ganz besonderem Maße auf eine möglichst baldige rechtskräftige Entscheidung an (vgl. BTDrucks I/3264 S. 46; Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats des BVerfG vom 23.9. 1987 - 2 BvR 814/87 -, juris, Abs.-Nr. 1; Beschluss des Bayerischen Obersten Landesgerichts vom 13.7. 1956 - RevReg. 1 St 609/56 -, BayObLGBayObLGE 56, 163 ;… Brunner/Dölling, JGG, 11. Aufl., § 55 Rn. 1;… Diemer/Schoreit/Sonnen, JGG, 4. Aufl. 2002, § 55 Rn. 2 ff.;… Nothacker, Zur besonderen Beschränkung der Rechtsmittel im Jugendstrafverfahren (§ 55 JGG), GA 1982, S. 451 ).
Dieser Obliegenheit ist der Beschwerdeführer nicht nachgekommen, da er die bestehende Möglichkeit nicht genutzt hat, die Befangenheit des Richters der Strafvollstreckungskammer, die er sinngemäß geltend macht, im fachgerichtlichen Verfahren mit einem Ablehnungsantrag zu rügen (vgl. BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 23. September 1987 - 2 BvR 814/87 -, juris, Rn. 3;… Beschlüsse der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 11. April 1991 - 2 BvR 383/91 -, juris, Rn. 1, …und vom 26. August 1991 - 2 BvR 964/90 -, NJW 1993, S. 2926).
Der Grundsatz "in dubio pro reo" - für den nicht entschieden ist, ob ihm Verfassungsrang zukommt (vgl. Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 23. September 1987 - 2 BvR 814/87 -, NJW 1988, S. 477; Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 4. Februar 1997 - 2 BvR 122/97 -, JURIS) - ist ein strafverfahrensrechtlicher Satz, der zu Gunsten eines Angeklagten Anwendung findet.
Das Oberlandesgericht war entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht gehalten, nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" - für den nicht entschieden ist, ob ihm Verfassungsrang zukommt (vgl. BVerfG, 3. Kammer des Zweiten Senats, Beschluss vom 23. September 1987 - 2 BvR 814/87 -, NJW 1988, S. 477; .
Der Antrag hätte sich im Übrigen mit der Entscheidung in der Sache erledigt, weil danach ein relevantes rechtliches Interesse an einer Zulassung nicht mehr ersichtlich ist (vgl. auch Beschluss des BVerfG vom 23.09.1987 - 2 BvR 814/87 -).
Die Beschränkung des Rechtsmittelzuges im Jugendstrafrecht ist vom Gesetzgeber ausdrücklich gewollt und auch verfassungsrechtlich unbedenklich, vgl. BVerfG FamRZ 1988, 143.
OLG Düsseldorf, 23.04.1997 - 5 Ss OWi 98/97
BayObLG, 22.10.2004 - 1St RR 150/04
Keine Revision des Angeklagten bei ungünstiger Berufungsentscheidung nach …
BVerfG, 23.09.1987 - 2 BvR 841/87
https://dejure.org/1987,13804
BVerfG, 23.09.1987 - 2 BvR 841/87 (https://dejure.org/1987,13804)
BVerfG, Entscheidung vom 23.09.1987 - 2 BvR 841/87 (https://dejure.org/1987,13804)
BVerfG, Entscheidung vom 23. September 1987 - 2 BvR 841/87 (https://dejure.org/1987,13804)
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Ablehnung - Richter - Letztes Wort - Angeklagter