Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F06-08-2004-U_259-2003
Timestamp: 2016-10-21 09:04:22
Document Index: 112196062

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 132', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

U 259/03 (06.08.2004)
U 259/03
P.________, 1971, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Michael B. Graf, Poststrasse 13, 9201 Gossau SG,
Die 1971 geborene P.________ war als Fabrikationsmitarbeiterin erwerbst�tig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Am 18. November 2001 erlitt sie einen Verkehrsunfall, bei welchem sie sich Prellungen und Quetschungen an Rumpf, linkem Ellbogen und beiden Unterschenkeln sowie eine Herzquetschung (Contusio cordis) zuzog. In der Folgezeit entwickelten sich nach Feststellung der Klinik B.________, wo sich die Versicherte im Fr�hsommer 2002 w�hrend eines Monats zur medizinischen und beruflichen Abkl�rung sowie zur Therapie aufhielt, ein chronisches generalisiertes Schmerzsyndrom vor allem der linken K�rperh�lfte, dies zusammen mit einer Anpassungsst�rung und Symptomausweitung. Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht, �bernahm die gesetzlichen Leistungen f�r die Heilbehandlung und richtete Taggelder aus. Der Arbeitgeber l�ste das Anstellungsverh�ltnis per Ende Juli 2002 auf.
In einer mit Einspracheentscheid vom 10. Februar 2003 best�tigten Verf�gung vom 10. September 2002 stellte die SUVA die f�r die Folgen des Unfalls ausgerichteten Leistungen (Taggeld, Heilbehandlung) mit Wirkung ab dem 15. September 2002 unter Hinweis auf das Fehlen behandlungsbed�rftiger Unfallfolgen ein.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau ab (Entscheid vom 3. September 2003).
P.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit den Rechtsbegehren, die SUVA sei, unter Aufhebung von kantonalem Gerichts- und Einspracheentscheid, zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen �ber den 15. September 2002 hinaus auszurichten; eventuell sei die Sache zur Abkl�rung und neuen Verf�gung an die Verwaltung zur�ckzuweisen. Ausserdem wird auf Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung angetragen.
Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung, Abteilung Unfall (seit 1. Januar 2004 im Bundesamt f�r Gesundheit), verzichtet auf Vernehmlassung.
Strittig und zu pr�fen ist, ob die Beschwerdef�hrerin infolge des Unfallereignisses vom 18. November 2001 an Gesundheitssch�digungen leidet, f�r welche die SUVA �ber den 15. September 2002 hinaus Versicherungsleistungen schuldet.
Im kausalen System der obligatorischen Unfallversicherung besteht nur insoweit ein Leistungsanspruch, als der Gesundheitsschaden durch eines der versicherten Ereignisse (mit-)verursacht ist (vgl. Art. 6 und 36 UVG).
2.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gem�ss UVG setzt zun�chst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des nat�rlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umst�nde, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher St�rungen ist; es gen�gt, dass das sch�digende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die k�rperliche oder geistige Integrit�t des Versicherten beeintr�chtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche St�rung entfiele. Ob zwischen einem sch�digenden Ereignis und einer gesundheitlichen St�rung ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, wor�ber die Verwaltung (im Beschwerdefall der Richter) im Rahmen der freien Beweisw�rdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse M�glichkeit eines Zusammenhangs gen�gt f�r die Begr�ndung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 119 V 337 Erw. 1 mit Hinweisen).
2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung gilt ein Ereignis als ad�quate Ursache, wenn es nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuf�hren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als beg�nstigt erscheint (BGE 129 V 181 Erw. 3.2, 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen).
2.3 Lehre und Rechtsprechung lassen den sozialen Unfallversicherer f�r Sch�den somit nur dann einstehen, wenn diese sowohl in einem nat�rlichen wie auch in einem ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem sch�digenden Ereignis stehen. Der Voraussetzung des ad�quaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 V 462 Erw. 5c, 123 V 102 Erw. 3b mit Hinweisen). Dies bedeutet aber nicht, dass im Ergebnis nur psychisch Gesunde am Schutz der sozialen Unfallversicherung teilhaben. Die Frage, ob ein Unfall nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitssch�digung herbeizuf�hren, darf in der sozialen Unfallversicherung also nicht einzig nach den Verh�ltnissen eines psychisch gesunden Versicherten beantwortet werden (BGE 112 V 36 Erw. 3c, best�tigt mit BGE 115 V 135 Erw. 4b). Massgebend ist vielmehr eine weite Bandbreite von Versicherten. Dazu geh�ren auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung anf�llig auf psychische St�rungen sind und einen Unfall seelisch weniger gut verkraften als Gesunde. Die Gr�nde daf�r, dass einzelne Gruppen von Versicherten einen Unfall langsamer oder schlechter verarbeiten als andere, k�nnen beispielsweise in einer ung�nstigen konstitutionellen Pr�disposition oder in einem angeschlagenen Gesundheitszustand, in einer psychisch belastenden sozialen, famili�ren oder beruflichen Situation oder in der einfach strukturierten Pers�nlichkeit des Verunfallten liegen. Somit bilden im Rahmen der wie erw�hnt weit gefassten Bandbreite auch solche Versicherte Bezugspersonen f�r die Ad�quanzbeurteilung, welche im Hinblick auf die Verarbeitung eines Unfallerlebnisses zu einer Gruppe mit erh�htem Risiko geh�ren, weil sie aus Sicht der Versicherung nicht optimal auf einen Unfall reagieren. Daraus ergibt sich, dass f�r die Beurteilung der Frage, ob ein konkretes Unfallereignis als alleinige Ursache oder als Teilursache nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, zu einer bestimmten psychischen Sch�digung zu f�hren, kein allzu strenger, sondern ein im dargelegten Sinne realit�tsgerechter Massstab angelegt werden muss. Umgekehrt hat es das Eidgen�ssische Versicherungsgericht in BGE 123 V 98 abgelehnt, bei psychischen Gesundheitssch�den auf das Erfordernis der Ad�quanz zu verzichten und die nat�rliche Kausalit�t gen�gen zu lassen, wie es in der Praxis bei singul�ren physischen Folgen �blich ist.
Ob psychische St�rungen mit einem Unfall oder einer Berufskrankheit in einem ad�quaten Kausalzusammenhang stehen, h�ngt demnach davon ab, ob der Unfall oder die Berufskrankheit unter Ber�cksichtigung der weiten Bandbreite von Versicherten, f�r welche die soziale Unfallversicherung Schutz bieten soll, nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, zu solchen St�rungen zu f�hren (BGE 129 V 181 Erw. 3.3, 125 V 462 Erw. 5c).
Die Versicherte macht namentlich geltend, die im Bereich des linken Hemithorax weiterbestehenden Schmerzen seien auf eine Distorsion der Halswirbels�ule oder eine unfallbedingte hirnorganische Ver�nderung zur�ckzuf�hren. Die Kontusionen an Thorax, Ellbogen und Unterschenkeln selber sind unbestrittenermassen ausgeheilt.
3.1 Der Unfall vom 18. November 2001 bestand in einer seitlichen Frontalkollision; die Beschwerdef�hrerin stiess dabei mit dem rechten Jochbein (Wangenpartie) gegen den Innenspiegel, ohne dass dabei - mit Ausnahme einer kleinen Sch�rfung - eine Verletzung manifest geworden w�re. Eine eigentliche Schleudertraumaverletzung (im Sinne des sogenannten Peitschenschlagmechanismus, das heisst nach abrupter Retro- und sodann Anteflexionsbewegung ohne Kopfanprall; vgl. Pschyrembel, Klinisches W�rterbuch, 259. Auflage, S. 1499 [Stichwort: Schleudertrauma]) scheidet bei diesem Hergang aus. Zu fragen ist vielmehr, ob eine Distorsion der Halswirbels�ule oder eine milde traumatische Hirnverletzung stattgefunden habe (dazu J�rg Senn, Das "Schleudertrauma" der Halswirbels�ule - Bemerkungen zum Stand der Diskussion, in: SZS 40/1996, S. 317 ff.; Steinegger/Walz/Dvorak/Jenzer/Radanov/Kind, Das sogenannte "Schleudertrauma" und der Grenzbereich zum leichten Sch�del-Hirn-Trauma ["mild traumatic brain injury"], unter Ber�cksichtigung psychoreaktiver St�rungen nach Unf�llen - zum Erkenntnisstand, in: SZS 40/1996, S. 433 ff.). Verletzungen von umgebenden Weichteilen (B�ndern, Sehnen, Muskeln, Gelenkkapseln, Nerven) oder gar der Halswirbels�ule selbst, die durch einen "�quivalenten" Mechanismus entstanden sind (so bei Distorsion der Halswirbels�ule mit Kopfanprall), und auch das Sch�del-Hirn-Trauma (vgl. Felix Walz, Weichteilverletzungen der Halswirbels�ule und "leichte" Hirnverletzungen bei Autoinsassen; biomechanische Voraussetzungen, in: SZS 40/1996, S. 437 f., 444) sind mit den Folgen eines Schleudertraumas vergleichbar. In solchen F�llen kommt die Rechtsprechung zum nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang nach Schleudertrauma (BGE 119 V 335, 117 V 359) zur Anwendung (RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2).
3.2 Eine am 18. Januar 2002 im Spital M.________ durchgef�hrte Magnetresonanztomographie (MRI) der Halswirbels�ule - die Beschwerdef�hrerin klagte erst anl�sslich der Aufnahme eines Arbeitsversuchs am 14. Januar 2002 �ber Nackenbeschwerden - zeigt ein unauff�lliges Bild. Dies allein vermag eine Sch�digung der (Weichteil-)Strukturen bekanntlich nicht auszuschliessen. Indes wurde der Befund durch eine eingehende neurologische - wenn auch nicht neuropsychologische - Abkl�rung best�tigt (Bericht des Dr. R.________ vom 5. M�rz 2002). Als ausschlaggebend erscheint, dass in der Befundaufnahme des erstversorgenden Spitals M.________ weder �ussere noch innere Verletzungen des Kopfes verzeichnet wurden, die auf eine namhafte Gewalteinwirkung hingedeutet h�tten (wie etwa eine Sch�delprellung oder Gehirnersch�tterung [Commotio cerebri]; vgl. SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 3a). Bei dieser Ausgangslage spricht kaum etwas f�r das Vorliegen eines Sch�del-Hirn-Traumas (einer milden traumatischen Hirnverletzung) oder einer Distorsionsverletzung der Halswirbels�ule. Wurde in medizinischen Stellungnahmen mitunter von letzterem ausgegangen (so im Bericht des Neurologen Dr. A.________ vom 15. Mai 2002), so handelt es sich dabei nicht um das Ergebnis einer einl�sslichen Kausalit�tsbeurteilung, welche an der vorstehend dargelegten Sachlage etwas zu �ndern verm�chte.
3.3 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird in diesem Zusammenhang geltend gemacht, das kantonale Gericht habe eine materielle Rechtsverweigerung begangen, indem es sich in seinem Entscheid nicht zur Relevanz von (in autorisierter deutscher �bersetzung vorliegenden) Berichten des Zentrums f�r medizinische Rehabilitation F.________ (Bosnien-Herzegowina), sowie des Radiologischen Zentrums U.________, Sarajevo, vom Juli 2003 ausgesprochen hatte.
3.3.1 Das kantonale Gericht hat auch eine dritte Eingabe des Rechtsvertreters mit den genannten medizinischen Dokumentationen zu den Prozessakten genommen, wiewohl der zweifache Schriftenwechsel schon abgeschlossen war, und der Gegenpartei zur Kenntnis- und allf�lligen Stellungnahme zugesandt. Davon hat die SUVA Gebrauch gemacht. Der Umstand, dass die fraglichen Atteste nur in der Prozessgeschichte, nicht aber in den materiellen Erw�gungen des angefochtenen Entscheids Erw�hnung finden, stellt f�r sich allein keine Verletzung der Justizgew�hrleistung, des rechtlichen Geh�rs oder der gerichtlichen Begr�ndungspflicht dar. Vielmehr hat das kantonale Gericht damit zu erkennen gegeben, dass es den Berichten keine verfahrensentscheidende Bedeutung beimass.
3.3.2 Selbst wenn ein Verfahrensmangel angenommen werden m�sste, w�re er im bundesgerichtlichen Leistungsprozess heilbar, zumal eine umfassende �berpr�fungsbefugnis des erkennenden Gerichts vorgesehen ist (Art. 132 lit. a und b OG). Die computertomographisch abgest�tzten Feststellungen der bosnischen �rzte, wonach die Versicherte zum einen eine Gehirnersch�tterung mit der Folge einer "Hypodens-Zone links parietal", zum andern eine nackentraumatisch verursachte dorso-mediale Diskushernie erlitten habe, sind kaum mit dem Unfallhergang und den aktenkundigen Befunden vereinbar. Nicht nur zeigte die zwei Monate nach dem Unfall im Spital M.________ durchgef�hrte MRI der Halswirbels�ule ein unauff�lliges Bild, nachdem (erst) anl�sslich eines Arbeitsversuchs Mitte Januar 2002 Nackenbeschwerden aufgetreten sind. In der Klinik B.________ wurde lediglich eine Radiographie der Brustwirbels�ule angefertigt, die keine posttraumatischen Ver�nderungen sichtbar machte; die an der Halswirbels�ule erhobenen Befunde (Bewegungsschmerzen, Druckdolenzen) liessen den (nochmaligen) Einsatz bildgebender Diagnostik offenbar nicht als erforderlich erscheinen. Auch kann der anhand der beigebrachten Atteste geltend gemachte Hirnbefund nicht auf den Unfall zur�ckgef�hrt werden, weil nichts darauf hindeutet, dass der Unfall L�sionen im Bereich des Kopfes hervorgerufen haben k�nnte (Erw. 3.2 hievor). Entscheidmassgebend ist, dass die (alternativ) notwendigen Begleitsymptome einer milden Gehirnverletzung (Ged�chtnisst�rung [Amnesie], [auch kurzzeitiger] Bewusstseinsverlust oder eine andere Ver�nderung des Bewusstseins zur Zeit des Unfalls [Desorientierung, Verwirrtheit]; dazu Gerhard Jenzer, Klinische Aspekte bei HWS-Belastungen durch Kopfanprall oder Beschleunigungsmechanismus: Grenzbereich zum "leichten" Sch�del-Hirn-Trauma, in: SZS 40/1996, S. 465 ff.) bei der Beschwerdef�hrerin nicht gegeben waren (Bericht des SUVA-Kreisarztes vom 30. Januar 2002).
3.4 Ein Hinweis auf eine m�gliche organische Sch�digung ergibt sich schliesslich aus dem Bericht des behandelnden Physiotherapeuten W.________ vom 3. Juni 2003, soweit dieser die Auffassung vertritt, beim Unfall seien diverse Rippen verrenkt worden, wodurch bei mehreren B�ndern Zerrungen oder Risse eingetreten seien. Solche Verletzungen f�hrten zu einer labilen Gelenksverbindung zwischen Rippen und Wirbeln. Diese Destabilisierung wiederum erm�gliche eine Verletzung von seitlich austretenden Nerven. Die dadurch hervorgerufenen Schmerzen w�rden durch eine aus Gr�nden der Stabilisierung eintretende Muskelverspannung noch verst�rkt. Dieses Erkl�rungsmuster f�r eine somatische Ursache des Schmerzbefundes ist zwar durchaus nachvollziehbar; es entspricht aber nur einer Hypothese, welche durch diagnostische Mittel nicht erh�rtet wird. Im Austrittsbericht der Klinik B.________ vom 27. Juni 2002 wird ausdr�cklich festgehalten, in der klinischen Untersuchung zeige sich eine uneingeschr�nkte Beweglichkeit der Wirbels�ule bei guter Bandstabilit�t.
3.5 Schliesslich kann aus der biomechanischen Beurteilung der Arbeitsgruppe f�r Unfallmechanik vom 26. Juni 2002, wonach die bei der Beschwerdef�hrerin festgestellten Beschwerden und Befunde durch die Kollisionseinwirkung "erkl�rbar" seien, mit Bezug auf die Kausalit�tsfrage nichts abgeleitet werden. Eine unfalltechnische oder biomechanische Analyse vermag allenfalls gewichtige Anhaltspunkte zur - einzig mit Blick auf die Ad�quanzpr�fung relevanten (Urteil W. vom 30. April 2001, U 396/99, Erw. 2b in fine) - Schwere des Unfallereignisses zu liefern; sie bildet aber - weder in bejahendem noch in verneinendem Sinne - eine hinreichende Grundlage f�r die Beurteilung der nat�rlichen Kausalit�t (RKUV 2003 Nr. U 489 S. 359).
3.6 Nach dem Gesagten lagen mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit keine organischen Folgen des Unfalles vom 18. November 2001 mehr vor, als die SUVA gest�tzt auf die umfangreichen medizinischen Akten den Fall mit Verf�gung vom 10. September 2002 auf Mitte September 2002 ohne Zusprechung von Rentenleistungen abschloss. Die Vorinstanz durfte daher ohne Verletzung von Bundesrecht die andauernden Beschwerden und Schmerzen nicht als somatische Folgen des erlittenen Unfalls interpretieren, bei welchen sich der nat�rliche und der ad�quate Kausalzusammenhang im praktischen Ergebnis weitgehend decken.
Es bleibt zu pr�fen, wie es sich mit der Unfallkausalit�t der Beeintr�chtigungen psychischer Genese (Schmerz- und Anpassungsst�rung) verh�lt.
4.1 In den Jahren 1999 und 2000 fanden vorab im Bereich der lumbalen Wirbels�ule orthop�dische, neurologische und neurophysiologische Abkl�rungen wegen R�ckenschmerzen statt. Es ergaben sich keine sicher pathologischen Befunde. Als Ursache der in verschiedenen somatischen Untersuchungen beschriebenen Schmerzen ohne nachweisbares anatomisches Korrelat wurde eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung diagnostiziert (Bericht des Dr. I.________, Spezialarzt f�r Psychiatrie, vom 6. Juni 2000). Das nach dem Unfall aufgetretene, gem�ss �rztlicher Feststellung vorwiegend auf einer Anpassungsst�rung beruhende, durch den organisch fassbaren Gesundheitszustand nicht erkl�rliche Schmerzsyndrom f�gt sich zwanglos in diese Krankengeschichte ein. Der erhebliche Vorzustand bildet ein Indiz daf�r, dass das als psychogen zu interpretierende Schmerzsyndrom bez�glich der linken (beim Unfall haupts�chlich in Mitleidenschaft gezogenen) K�rperh�lfte nicht in einem nat�rlichen Kausalverh�ltnis zum versicherten Ereignis steht.
4.2 Selbst wenn das Unfallereignis hinsichtlich im Zeitpunkt des Einspracheentscheids bestehender gesundheitlicher Beschwerden psychogener Natur nat�rlich kausal w�re, scheiterte ein weiterer Leistungsanspruch gegen�ber dem obligatorischen Unfallversicherer aufgrund des Erfordernisses eines ad�quaten Kausalzusammenhangs.
4.2.1 Da nach dem Gesagten keine Schleudertraumaverletzung und auch kein �hnliches Geschehen vorliegt, ist es nicht zu beanstanden, dass das kantonale Gericht die Entwicklung im Lichte der Kriterienreihe gem�ss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa pr�fte; anders als bei der Distorsion der Halswirbels�ule ("Schleudertrauma") oder bei einer milden hirnorganischen Verletzung (vgl. BGE 117 V 367 Erw. 6a [in fine] in Verbindung mit 363 Erw. 5d/aa) wird f�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer in der Folge eingetretenen psychischen Fehlentwicklung bei der Betrachtung der einzelnen Kriterien zwischen physischen und psychischen Komponenten differenziert, weil letztere nicht einbezogen werden d�rfen.
4.2.2 Im Rahmen der f�r die Belange der Ad�quanzbeurteilung vorzunehmenden Katalogisierung (BGE 115 V 138 Erw. 6) ist das Ereignis vom 18. November 2001 auf Grund des Geschehensablaufs und der erlittenen Verletzungen den mittelschweren Unf�llen zuzuordnen. Es handelt sich aber nicht um einen Vorfall, der im Grenzbereich zu den schweren Unf�llen anzusiedeln w�re (vgl. zur diesbez�glichen Rechtsprechung die in RKUV 1999 Nr. U 330 S. 122 Erw. 4b/bb enthaltene Kasuistik). Der Verkehrsunfall nimmt sich zwar aufgrund der Bilder des einen Totalschaden aufweisenden Fahrzeugs der Versicherten zun�chst dramatisch aus; er verlief aber, was die aufgetretenen Verletzungen anbetrifft, gl�cklicherweise glimpflich. Der Austrittsbericht des Spitals M.________ vom 30. November 2001, wo die Beschwerdef�hrerin vom 18. bis 23. November 2001 hospitalisiert war, weist an Diagnosen einzig Prellungen und Quetschungen an Rumpf, linkem Ellbogen und beiden Unterschenkeln sowie eine Herzquetschung aus. Insbesondere letztere entwickelte sich - als ernsthaftester Befund - in der Folge ausgesprochen g�nstig.
4.2.3 Da vom �usseren Ablauf her ein mittelschwerer, nicht im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen liegender Unfall gegeben ist, wird die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs bejaht, falls ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden unfallbezogenen Kriterien (besonders dramatische Begleitumst�nde oder besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung; ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung; Dauerbeschwerden; �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit [BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa]) in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist oder die zu ber�cksichtigenden Kriterien insgesamt geh�uft oder auffallend zum Tragen kommen (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb).
4.2.4 Der Unfallablauf verursachte bei der Beschwerdef�hrerin gewiss einen grossen Schrecken, der nachvollziehbar einige Zeit nachwirkt. Doch macht dies und der zus�tzliche Umstand, dass die Versicherte w�hrend einer gewissen Zeit im demolierten Auto eingeschlossen blieb und von der Feuerwehr befreit werden musste, den erlittenen - mittelschweren - Unfall nicht zu einem Ereignis, welches f�r die andauernden, sich ausweitenden Beschwerden ad�quat kausal w�re. Die Dauerschmerzen und die langw�hrende Behandlungsbed�rftigkeit waren schon fr�h zu einem erheblichen Teil psychisch �berlagert bzw. verursacht (vgl. die Berichte des Dr. R.________ vom 5. M�rz 2002 und der Klinik B.________ vom 27. Juni 2002 einschliesslich des psychosomatischen Konsiliums vom 3. Juni 2002). Soweit eine psychische Fehlentwicklung f�r Bestand, Ausmass oder Dauer der betreffenden Umst�nde verantwortlich war, d�rfen diese vorliegend nicht ber�cksichtigt werden. So vermag keines der einschl�gigen Kriterien f�r sich allein oder im Verbund mit anderen die Ad�quanz zu begr�nden. Im �brigen ist der beschwerdef�hrerische Vorwurf an die SUVA, der Druck zur Wiederaufnahme der Arbeit sei �berm�ssig gross gewesen, habe das Leiden verschlimmert und damit die Arbeitsunf�higkeit verl�ngert, unbegr�ndet. Die Verwaltung hat sich im vorliegenden Fall vorbildlich um eine berufliche Reintegration bem�ht, weil sie eine Fixierung auf die Beschwerden und das damit verbundene Chronifizierungsrisiko verhindern wollte (vgl. die beiden Schreiben der SUVA vom 20. und 26. M�rz 2002 an den Rechtsvertreter der Versicherten).
Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann gew�hrt werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), da die Bed�rftigkeit aktenkundig ist, die Beschwerde nicht als aussichtslos zu bezeichnen und die Vertretung geboten war (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Rechtsanwalt Michael B. Graf, Gossau, f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.