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Timestamp: 2019-01-16 12:57:23
Document Index: 68602660

Matched Legal Cases: ['§ 35', 'EuG', 'EuG', 'EuG', '§ 35', '§ 10', '§ 33', '§ 33', '§ 35']

Absetzbarkeit – Neue Gerichtsurteile – Aktuelle Urteile
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admin 18. Oktober 2017 Steuerrecht Urteile
Mit einem Grundsatzurteil hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass die Kosten eines Scheidungsverfahrens unter das neu eingeführte Abzugsverbot für Prozesskosten fallen. Scheidungskosten sind daher entgegen der bisherigen Rechtsprechung aufgrund der seit dem Jahr 2013 geltenden Neuregelung nicht mehr als außergewöhnliche Belastung abziehbar. Urteil des BFH vom 18.05.2017 Aktenzeichen: VI R 9/16 DStR 2017, 1808
Häusliches Arbeitszimmer: Kein Schreibplatz in Praxis – BFH vom 22.02.2017 – Az. III R 9/16
admin 1. August 2017 Steuerrecht Urteile
Eine selbstständige Logopädin betrieb zwei Praxen, in denen sämtliche Räume zur Behandlung von Patienten ausgestattet waren. Der Bundesfinanzhof bejahte unter diesen Umständen die Absetzbarkeit der Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer, in dem die Inhaberin ihre Verwaltungsarbeiten erledigen konnte. Anders als das Finanzamt hielten es die Richter für nicht zumutbar, dass die Logopädin die Büroarbeiten außerhalb
Kosten für Brust-OP nur bei Beeinträchtigung mit Krankheitswert absetzbar – FG Rheinland-Pfalz vom 20.05.2014 – Az. 5 K 1753/13
admin 2. Juli 2015 Steuerrecht Urteile
Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hat entschieden, dass Operationskosten für eine Bruststraffung und Brustverkleinerung bei deutlicher Ungleichheit der Brüste einer jungen Frau trotz psychischer Folgen der Asymmetrie keine sogenannten außergewöhnlichen Belastungen darstellen und daher auch nicht steuerlich berücksichtigt werden können. Ungeachtet der durch ein ärztliches Attest belegten Hemmungen mit depressiven Zügen sowie angeblich großen Problemen in der
Reparaturkosten für Falschbetankung nicht abzugsfähig – BFH vom 20.03.2014 – Az. VI R 29/13
admin 8. Dezember 2014 Steuerrecht Urteile
Ein Arbeitnehmer hatte auf dem Weg von seinem Wohnort zur Arbeitsstelle an der Tankstelle irrtümlich Benzin anstatt Diesel getankt. Im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung beantragte er neben der Entfernungspauschale (0,30 Euro für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte) den Abzug der durch die Falschbetankung verursachten Reparaturaufwendungen in Höhe von ca. 4.200 Euro.
Kein Abzug einer Spende an den Papst – FG Köln vom 15.01.2014 – Az. 13 K 3735/10
admin 27. Mai 2014 Steuerrecht Urteile
Eine anlässlich einer Generalaudienz bei Papst Benedikt XVI. durch Übergabe eines Schecks über 50.000 Euro getätigte Spende ist trotz Ausstellung einer Spendenbescheinigung durch den „Heiligen Stuhl“ in Deutschland nicht als Spende steuermindernd absetzbar. Das Finanzgericht Köln sah in diesem Fall nicht die katholische Kirche Deutschland, sondern den Vatikanstaat als Empfänger der Zuwendung an. Nach deutschem
Fahrtkostenberechnung bei fehlender Betriebsstätte – FG Münster vom 22.03.2013 – Az. 4 K 4834/10 (nicht rechtskräftig)
Ein Selbstständiger, der regelmäßig zu mehreren Arbeitsorten fährt, kann Fahrtkosten in der Regel mit 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer als Betriebsausgabe absetzen. In dem vom Finanzgericht Münster entschiedenen Fall handelte es sich um eine für eine städtische Musikschule tätige selbstständige Musikpädagogin, die verschiedene Schulen und Kindergärten zum Musikunterricht aufsuchen musste. Entscheidend war dabei, dass keine
Absetzbarkeit der Kosten für Facharztausbildung des Praxisnachfolgers – BFH vom 06.11.2012 – Az. VIII R 49/10
admin 13. Juni 2013 Steuerrecht Urteile
Der Bundesfinanzhof lehnt die Anerkennung von Aufwendungen eines Facharztes für die Facharztausbildung seines Sohnes, der als sein Nachfolger unentgeltlich in seine Praxis eintreten soll, als Sonderbetriebsausgaben ab. Dies wird im Wesentlichen damit begründet, dass eine solche Ausbildung einem fremden Dritten nicht gewährt worden wäre. Auch der Sohn kann die Aufwendungen nicht als Sonderbetriebsausgaben geltend machen,
Strenge Anforderungen an Absetzbarkeit von Spenden im Ausland – FG Düsseldorf vom 14.01.2013 – Az. 11 K 2439/10
admin 15. Mai 2013 Steuerrecht Urteile
Das Finanzgericht Düsseldorf weist darauf hin, dass Spenden an im Ausland ansässige gemeinnützige Organisationen in Deutschland nur dann steuerlich absetzbar sind, wenn der Empfänger der Spende die deutschen gemeinnützigkeitsrechtlichen Vorgaben erfüllt und der Spender dies gegenüber dem für ihn zuständigen Finanzamt durch Vorlage geeigneter Belege nachweist. Als Nachweis anerkannt sind u.a. die Satzung, der Tätigkeitsbericht
Schuldzinsenabzug für Immobilie bei gemeinsamer Ehegatten-Finanzierung – BFH vom 20.06.2012 – Az. IX R 29/11
admin 28. Februar 2013 Steuerrecht Urteile
Der Erwerber einer zur Vermietung bestimmten Immobilie kann die für die Finanzierung anfallenden Zinsen auch dann steuerlich geltend machen, wenn sein Ehegatte die gesamtschuldnerische persönliche Mithaftung für ein der Finanzierung der Immobilie dienendes Darlehen übernimmt, das Geld also „aus einem Topf“ stammt. Bedeutungslos ist dabei, ob die gesamtschuldnerische Mithaftung von vornherein oder nachträglich übernommen wird.
Häusliches Arbeitszimmer eines Hochschullehrers – BFH vom 27.10.2011 – Az. VI R 71/10
Für die Frage der Absetzbarkeit des häuslichen Arbeitszimmers eines Steuerpflichtigen, der seine einzige berufliche Tätigkeit teilweise zu Hause und teilweise auswärts ausübt, kommt es darauf an, ob er im Arbeitszimmer diejenigen Handlungen vornimmt und Leistungen erbringt, die für den ausgeübten Beruf wesentlich und prägend sind. Maßgeblich ist hierbei der inhaltliche (qualitative) Schwerpunkt der betrieblichen und
Begrenzte Absetzbarkeit von Schulgeld – BFH vom 08.06.2011 – Az. X B 176/10
Der Bundesfinanzhof hält die Begrenzung der Absetzbarkeit von Schulgeld als Sonderausgaben auf 30 Prozent und jährlich maximal 5.000 Euro für verfassungsrechtlich zulässig. Ein Anspruch auf den Besuch einer Privatschule gehört nicht zu dem existenziellen Bedarf eines Schulkindes. Beschluss des BFH vom 08.06.2011 Aktenzeichen: X B 176/10 FamRZ 2011, 1586
Außergewöhnliche Belastung: kontraststarkes Fernsehgerät für Sehbehinderten – FG Rheinland-Pfalz vom 23.03.2011 – Az. 2 K 1855/10
admin 27. September 2011 Steuerrecht Urteile
Ein Steuerpflichtiger machte Aufwendungen für die Anschaffung eines besonders kontraststarken Fernsehgerätes in Höhe von 4.000 Euro als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend. Dies begründete er mit der fortgeschrittenen Sehbehinderung seiner Ehefrau. Das Finanzamt und das daraufhin angerufene Finanzgericht Rheinland-Pfalz verweigerten die steuerliche Anerkennung. Bei einem Fernsehgerät handelt es sich – anders als bei einer Brille oder
Absetzbarkeit alternativer Heilbehandlungsmethoden – FG Münster vom 16.06.2010 – Az. 10 K 1655/09
Aufwendungen für alternative Heilbehandlungsmethoden wie Lerntherapie, energetische Heilbehandlung, Energieberatung, Feng Shui-Arbeiten u.a. sind nach einem Urteil des Finanzgerichts Münster grundsätzlich nur dann als außergewöhnliche Belastung steuerlich abziehbar, wenn ihre medizinische Erforderlichkeit durch ein vor der Behandlung ausgestelltes amts- oder vertrauensärztliches Gutachten, aus dem sich die Krankheit und die medizinische Notwendigkeit der den Aufwendungen zugrunde liegenden
Absetzbarkeit von Zeitschriften – BFH vom 13.04.2010 – Az. VIII R 26/08
admin 28. Dezember 2010 Steuerrecht Urteile
Wer als Selbstständiger Ausgaben für Zeitschriften steuerlich geltend machen will, sollte darauf achten, dass das Finanzamt wie bei Fachbüchern nur solche Belege anerkennt, auf denen auch die genaue Bezeichnung des Titels und der Name des Erwerbers aufgeführt sind. Fachfremde Zeitschriften wie z.B. Computerzeitschriften für einen Rechtsanwalt können grundsätzlich nicht als Betriebsausgabe abgesetzt werden, da es
Außergewöhnliche Belastung: Ausgleich eines Erbanspruchs – BFH vom 28.04.2010 – Az. VI B 167/09
admin 25. September 2010 Steuerrecht Urteile
Zahlungen im Zusammenhang mit dem vorzeitigen Erbausgleich eines unehelichen Kindes können nicht als außergewöhnliche Belastung steuermindernd geltend gemacht werden. Beschluss des BFH vom 28.04.2010 Aktenzeichen: VI B 167/09 DStRE 2010, 830
Absetzbarkeit von Beerdigungskosten bei „Versorgungsvertrag“ – BFH vom 19.01.2010 – Az. X R 17/09
admin 29. Juli 2010 Steuerrecht Urteile
Hat sich im Rahmen eines „Versorgungsvertrags“ („Altenteilsvertrag“) der Vermögensübernehmer (Kind) gegenüber den Vermögensübergebern (Eltern) verpflichtet, u.a. die Kosten einer standesgemäßen Beerdigung zu tragen, so sind die nach dem Tod des Letztverstorbenen hierfür entstehenden laufenden Aufwendungen als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig, wenn nicht der Vermögensübernehmer, sondern ein Dritter Erbe wird. Urteil des BFH vom 19.01.2010 Aktenzeichen: X
Kosten für nicht anerkannte Behandlungsmethoden nicht absetzbar – FG Niedersachsen vom 08.01.2009 – Az. 11 K 490/07
Die von der Krankenkasse nicht übernommenen Kosten für eine alternative Krebstherapie können nicht als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abgesetzt werden, wenn die Methode medizinisch nicht allgemein anerkannt ist und von den maßgeblichen wissenschaftlichen Fachgesellschaften abgelehnt wird. Eine Ausnahme kann allenfalls gelten, wenn der Steuerpflichtige nachweist, dass aus gesundheitlichen Gründen eine Behandlungsmethode der Schulmedizin (z.B.
Kosten für Toupet keine außergewöhnliche Belastung – FG Rheinland-Pfalz vom 12.11.2008 – Az. 2 K 1928/08
Die Kosten für die Anschaffung eines Toupets können auch dann grundsätzlich nicht als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer abgesetzt werden, wenn der Haarausfall krankheitsbedingt ist. Eine Anerkennung ist nur dann ausnahmsweise möglich, wenn der Steuerpflichtige eine psychische Belastung durch den Haarausfall nachweisen kann. Bei einem älteren Mann ist dies in aller Regel zu verneinen. Urteil
Absetzbarkeit des häuslichen Arbeitszimmers bei Kapitaleinkünften – BFH vom 27.03.2009 – Az. VIII B 184/08
admin 15. Juni 2009 Steuerrecht Urteile
Aufwendungen eines Steuerpflichtigen für ein häusliches Arbeitszimmer sind nicht schon deshalb bei den Einkünften aus Kapitalvermögen in voller Höhe abzuziehen, weil der Steuerpflichtige Anlageentscheidungen ausschließlich im Arbeitszimmer trifft. Urteil des BFH vom 27.03.2009 Aktenzeichen: VIII B 184/08 NWB 2009, 1314
Beschränkte Absetzbarkeit von Auslandsunterhalt – FG Berlin-Brandenburg vom 06.11.2008 – Az. 13 K 13009/08
admin 29. Mai 2009 Steuerrecht Urteile
Bei der Unterhaltszahlung an in Deutschland lebende Personen ist nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs davon auszugehen, dass diese sich nicht selbst unterhalten können, also z.B. nicht in der Lage sind, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Unterhaltsleistungen können danach bis zu einer Höchstgrenze von derzeit 7.680 Euro steuerlich geltend gemacht werden. Diese Vermutung gilt jedoch nicht für Unterhaltsleistungen,
Keine Anerkennung von Barzahlung einer haushaltsnahen Dienstleistung – BFH vom 20.11.2008 – Az. VI R 14/08
admin 29. April 2009 Steuerrecht Urteile
Wer sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer absetzen will, sollte unbedingt auf die Art der Bezahlung achten. Die Barzahlung einer Rechnung aus der Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen ohne bankmäßige Dokumentation des Zahlungsvorgangs schließt die entsprechenden Aufwendungen von der Steuerermäßigung nach § 35a Abs. 2 Satz 2 EStG aus. Urteil des BFH
Kosten der Pilotenausbildung steuerlich nicht abzugsfähig – FG Berlin-Brandenburg vom 17.12.2008 – Az. 8 K 6331/06 B
Ein junger Mann ließ sich von einer Fluggesellschaft zum Verkehrspiloten ausbilden. Die Schulungskosten wurden zum Teil von einer Fluggesellschaft und zum Teil von ihm selbst getragen, wobei die Fluggesellschaft ihm ein Darlehen in Höhe des Eigenanteils gewährte. Er wollte den von ihm zu tragenden Anteil steuermindernd geltend machen. Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg lehnte dies ab. Aufwendungen
EuGH schreibt Anerkennung grenzüberschreitender Spenden vor – EuGH vom 27.01.2009 – Az. C-318/07
Nach deutschem Recht ist ein Steuerabzug von Spenden an gemeinnützige Einrichtungen nur möglich, wenn diese ihren Sitz in Deutschland haben und gewisse Anforderungen insbesondere hinsichtlich der Gemeinnützigkeit erfüllen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hält die einschränkende Regelung wegen Verstoßes gegen das Prinzip des freien Kapitalverkehrs für unzulässig. Danach sind auch Spenden eines deutschen Steuerpflichtigen an Einrichtungen
Kosten für haushaltsnahe Dienstleistungen nur gleich absetzbar – FG Köln vom 14.08.2008 – Az. 10 K 4217/07
admin 28. Februar 2009 Steuerrecht Urteile
Eine Steuerermäßigung für sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen gemäß § 35a Abs. 2 EStG setzt voraus, dass der Steuerpflichtige für den Abrechnungszeitraum tatsächlich Einkommen zu versteuern hat. Das Gesetz sieht nämlich nur eine Ermäßigung der festgesetzten Steuer vor und keine Steuererstattung beziehungsweise Festsetzung einer negativen Einkommensteuer, die auf spätere Abrechnungszeiträume übertragen werde könnte. Urteil des FG Köln
Ausgaben auch für ausländisches Internat absetzbar – BFH vom 17.07.2008 – Az. X R 62/04
admin 31. Januar 2009 Steuerrecht Urteile
Schulgeld für den Besuch eines englischen Internats kann bis zu einem Drittel als Sonderausgabe (§ 10 Abs. 1 Nr. 9 EStG) abziehbar sein, wenn es sich um eine in Deutschland anerkannte Schule handelt, die für viele Eltern und nicht nur für eine reiche Minderheit erschwinglich ist. Dies bejahte der Bundesfinanzhof bei einem jährlichen Schulgeld von
Absetzbarkeit von Kosten für Auslandssprachkurs – BFH vom 10.04.2008 – Az. VI R 13/07
admin 27. Dezember 2008 Steuerrecht Urteile
Das Finanzamt muss die Kosten für einen Sprachkurs in England anerkennen, wenn für eine berufliche Neueinstellung (hier als IT-Berater) gute Englischkenntnisse erforderlich sind und der Steuerpflichtige den Aufenthaltszeitraum und die Absolvierung einer Abschlussprüfung glaubhaft machen kann. Er muss sich nicht darauf verweisen lassen, er hätte einen Sprachkurs genauso gut im Inland besuchen können. Urteil des
Besuchsfahrten zu kranken Angehörigen keine außergewöhnliche Belastung – FG München vom 22.09.2008 – Az. 7 K 4430/06
Entstehen einem Steuerpflichtigen zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstands (außergewöhnliche Belastung), so wird auf Antrag die Einkommensteuer durch Abzug des unzumutbaren Teils der Aufwendungen von den Einkünften ermäßigt (§ 33 Abs. 1, Satz 1 EstG). Das Finanzgericht München lehnte die Anerkennung von Aufwendungen für Fahrten
Eingeschränkte Absetzbarkeit einer Unterhaltsabfindung – BFH vom 19.06.2008 – Az. III R 57/05
Vereinbaren Ehegatten anlässlich ihrer Scheidung statt laufender Unterhaltszahlungen eine einmalige Abfindung, so ist hinsichtlich der steuerlichen Absetzbarkeit der Unterhaltsleistungen zu differenzieren. Nur Leistungen, mit denen kein typischer Unterhaltsbedarf, sondern ein besonderer und außergewöhnlicher Bedarf abgedeckt wird (beispielsweise Krankheits- oder Pflegekosten), können ohne betragsmäßige Beschränkung nach § 33 EStG abgezogen werden, soweit sie die zumutbare Belastung
Beschränkte Absetzbarkeit von Renovierungskosten – FG Baden-Württemberg vom 10.04.2008 – Az. IX R 20/08
admin 31. Oktober 2008 Steuerrecht Urteile
Unmittelbar nach dem Erwerb eines vermieteten Zweifamilienhauses ließ der neue Eigentümer umfangreiche Renovierungsarbeiten (u.a. neue Laminatböden und Fenster) durchführen. Die hierfür entstandenen Kosten von über 30.000 Euro wollte er als Ausgaben von seinen Mieteinnahmen abziehen. Das Finanzgericht Baden-Württemberg anerkannte jedoch nur die jährlich üblicherweise anfallenden Renovierungskosten von 2.200 Euro. Der Rest müsse als anschaffungsnaher Aufwand
Mitgliedsbeiträge sind keine Steuerberaterkosten – BFH vom 30.04.2008 – Az. X B 263/07
admin 26. September 2008 Steuerrecht Urteile
Mitgliedsbeiträge für den Bund der Steuerzahler sind keine abziehbaren Steuerberaterkosten. Der Bundesfinanzhof begründete dies damit, dass der Bund der Steuerzahler nicht nur steuerliche Fachbeiträge verfasst, sondern auch politische Aktivitäten betreibt. Letztere sind dem Bereich der privaten Lebensführung des Steuerpflichtigen zuzuordnen. Ein steuermindernder Abzug von Steuerberaterkosten setzt voraus, dass der infrage stehende Beitrag für die steuerliche
Stammzellenkonservierung steuerlich nicht absetzbar – BFH vom 15.10.2007 – Az. III B 112/06
admin 31. Juli 2008 Steuerrecht Urteile
Zunehmend lassen Eltern nach der Geburt ihres Kindes Blut aus der Nabelschnur entnehmen und einlagern, um die darin enthaltenen Stammzellen bei einer möglichen späteren Erkrankung des Kindes zu Behandlungszwecken einsetzen zu können. Obwohl die Methode von der Schulmedizin inzwischen weitestgehend anerkannt ist, verweigert der Bundesfinanzhof die Anerkennung der meist nicht unerheblichen Kosten als außergewöhnliche Belastung.
Außergewöhnliche Belastung für Allergiker: rechtzeitiger Nachweis erforderlich – BFH vom 14.12.2007 – Az. III B 178/06
Allergiematratzen und -bettzeug können als außergewöhnliche Belastung von der Steuer abgezogen werden, wenn die krankheitsbedingte Notwendigkeit nachgewiesen wird. Der Bundesfinanzhof fordert hierfür die Vorlage eines amts- oder vertrauensärztlichen Attests, das zwingend vor der Anschaffung ausgestellt sein muss. Ein nachträglicher Nachweis wird ausnahmslos nicht anerkannt. Beschluss des BFH vom 14.12.2007 Aktenzeichen: III B 178/06 NWB 2008,
„Fauler“ Kredit für Arbeitgeber – BFH vom 07.02.2008 – Az. VI R 75/ 06
admin 28. Juni 2008 Steuerrecht Urteile
Gewährt ein Arbeitnehmer seinem akut von Insolvenz bedrohten Arbeitgeber ein Darlehen, um seinen Arbeitsplatz zu retten, und erhält er das Geld schließlich nicht mehr zurück, kann er den Verlust von der Steuer absetzen. Die für die Absetzbarkeit geforderte berufliche Veranlassung des Darlehens wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass der Darlehensvertrag mit dem alleinigen Gesellschafter-Geschäftsführer des Arbeitgebers,
Barzahlung einer haushaltsnahen Dienstleistung – FG Sachsen-Anhalt vom 28.02.2008 – Az. 1 K 791/07
admin 25. Juni 2008 Steuerrecht Urteile
Wer sogenannte haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer absetzen will, sollte unbedingt auf die Art der Bezahlung achten. Eine Steuerermäßigung für derartige Dienstleistungen kommt gemäß § 35a Abs. 2 EStG nämlich nur bei unbarer Zahlung auf das Konto des Leistungserbringers (z.B. Handwerker) in Betracht. Barzahlungen sind nach einem Urteil des Finanzgerichts Sachsen-Anhalt auch dann nicht anzuerkennen,
Absetzbarkeit der Kosten für teure Delphintherapie – BFH vom 15.11.2007 – Az. III B 205/06
admin 26. Mai 2008 Steuerrecht Urteile
Ein Ehepaar ließ seine behinderte Tochter an einer Delphintherapie in den USA teilnehmen. Die Kosten machten die Eltern als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend. Wie bereits das Finanzamt versagte auch der Bundesfinanzhof in letzter Instanz die steuerliche Anerkennung. Unabdingbare Voraussetzung wäre die Vorlage eines amts- oder vertrauensärztlichen Gutachtens über die Notwendigkeit der Therapie gewesen und zwar
Diätkosten steuerlich nicht absetzbar – BFH vom 21.06.2007 – Az. III R 48/04
admin 31. März 2008 Steuerrecht Urteile
Aufwendungen für Diätverpflegung sind ausnahmslos nicht als außergewöhnliche Belastung abziehbar. Dies gilt auch für Sonderdiäten, die – wie z.B. bei der Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) – eine medikamentöse Behandlung ersetzen. Urteil des BFH vom 21.06.2007 Aktenzeichen: III R 48/04 DstRE 2008, 82
Kosten nach Einbruchdiebstahl nur teilweise absetzbar – FG Baden-Württemberg vom 07.11.2007 – Az. 2 K 441/04
admin 29. März 2008 Steuerrecht Urteile
Aufwendungen für die Wiederbeschaffung von gestohlenem Hausrat und gestohlener Kleidung können nach einem Urteil des Baden-Württembergischen Finanzgerichts nur dann als außergewöhnliche Belastung steuermindernd geltend gemacht werden, wenn und soweit die notwendigen Wiederbeschaffungskosten nicht von einer bestehenden Hausratversicherung erstattet werden. Das Gericht hält es nicht für gerechtfertigt, Kosten, die aufgrund des Fehlens eines entsprechenden Versicherungsschutzes entstanden
Umbau eines an pflegebedürftigen Angehörigen vermieteten Zimmers – BFH vom 04.07.2007 – Az. IX B 50/07
admin 25. März 2008 Steuerrecht Urteile
Ein Ehepaar hatte den pflegebedürftigen Vater des Mannes in die gemeinsame Wohnung aufgenommen. Das an den Vater vermietete Zimmer musste behindertengerecht umgebaut werden. Die hierfür anfallenden Kosten wollte das Ehepaar bei seinen Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geltend machen. Der Bundesfinanzhof versagte die Abzugsmöglichkeit, da das Gesetz hierfür die Vermietung von abgeschlossenem Wohnraum fordert. Dabei
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