Source: https://www.terranets-bw.de/de/erdgastransport/gasnetz-informationen/
Timestamp: 2018-01-20 19:07:36
Document Index: 87143780

Matched Legal Cases: ['§ 11', 'Art. 30', 'Art. 30', '§ 6', '§6', '§12', 'Art. 26', '§13', '§5', '§ 20', '§ 7', '§ 19', '§ 10', 'Art. 30', '§ 16', '§ 11']

Gasnetz-Informationen :: terranets bw
Unser Fernleitungsnetz ist die Basis für alle Leistungen rund um den Erdgastransport. Informieren Sie sich über technische Daten, Netzanschluss und Netzzugang.
Das Transportnetz der terranets bw hat eine Länge von rund 2000 km und ist über elf Einspeisepunkte direkt mit den Transportnetzen der Netzbetreiberunternehmen Open Grid Europe GmbH, GASCADE Gastransport GmbH, Fluxys TENP GmbH sowie bayernets GmbH gekoppelt. Zwei Verdichteranlagen, im Raum Karlsruhe und Ulm, schaffen die während der Starklastzeiten erforderlichen Kapazitäten zum Transport der von den Verbrauchern benötigten Erdgasmengen. Zur Systemstabilität tragen sowohl ein vollständig in unserem Fernleitungsnetz integrierter Untertageerdgasspeicher sowie ein weiterer direkt angeschlossener Untertageerdgasspeicher bei.
Über rund 200 Netzkopplungspunkte sind die Verteilnetze von etwa 50 direkt nachgelagerten Ausspeisenetzbetreibern sowie vierzehn Letztverbrauchern (Industrie) an unser Erdgashochdrucknetz angeschlossen. Weitere rund 70 Ausspeisenetzbetreiber sind den direkt angeschlossenen Ausspeisenetzen nachgelagert. Anbindungen zu ausländischen Netzkopplungspartnern bestehen über drei buchbare Grenzübergangspunkte im Bodenseeraum (Vorarlberg und Ostschweiz), sowie in Basel.
Leitungsnetzkarte terranets bw
Netzkopplungspunkte Einspeisung
Netzkopplungspunkte Ausspeisung
Das Hochdruckleitungsnetz der terranets bw mit Betriebsnenndrücken bis 80 bar erstreckt sich über eine Gesamtlänge von rund 2000 km. Über das Leitungsnetz der terranets bw wird Erdgas zu ca. 200 Netzkopplungs- und Ausspeisepunkten transportiert.
Die Höchstlast im Geschäftsjahr 2016 wurde am 19.01.2016 zwischen 08:00 Uhr und 09:00 Uhr gemessen. In dieser Stunde entnahmen nachgelagerte Netzbetreiber und Industriekunden eine Menge von insgesamt 21.629 MWh/h zeitgleich aus dem Transportnetz der terranets bw. Die entnommene Jahresarbeit im Geschäftsjahr 2016 betrug 81.294.478 MWh.
Wir transportieren ausschließlich Erdgas der Beschaffenheit H. Der Brennwert an den Ein- und Ausspeisepunkten bewegte sich im Geschäftsjahr 2016 zwischen 11,00 kWh/m3N und 11,70 kWh/m3N. Weitere Informationen zu den Strukturmerkmalen des Netzes der terranets bw erhalten Sie in unserem pdf-Dokument „Netzstruktur".
Transparenzmodul
Sie möchten einen Netzanschluss oder eine Netzkopplung zur direkten Anbindung an das Hochdruckleitungsnetz der terranets bw realisieren? Hierfür gehen Sie bitte wie folgt vor:
Schritt 1: Sie brauchen erste Informationen?
Für erste Informationen für einen Netzanschluss an das Fernleitungsnetz der terranets bw kontaktieren Sie bitte netzanschluss[at]terranets-bw.de
Schritt 2: Sie stellen eine verbindliche Netzanschlussanfrage
Für eine verbindliche Anfrage an terranets bw zur Durchführung der für eine Anschlusszusage notwendigen Prüfungen verwenden Sie bitte folgendes Formular und senden dies an netzanschluss[at]terranets-bw.de
Netzanschlussanfrageformular — XLS, 32kb
Schritt 3: Rückantwort von terranets bw: Kostenabschätzung für die Bearbeitung
Nach Eingang der Netzanschlussanfrage bei terranets bw werden wir Ihnen umgehend mitteilen, welche Kosten mit der Bearbeitung Ihrer Anfrage verbunden sind und welche weiteren Unterlagen für die Prüfungen benötigt werden.
Schritt 4: Netzanschlussprüfung durch terranets bw
Nach Eingang der vollständigen Unterlagen werden die für eine Anschlusszusage notwendigen Prüfungen (bspw. Kapazitätssimulation, -berechnung und -auswertung, Grobtrassierung, Anschlussmöglichkeiten) durchgeführt. Das Ergebnis ist ein Prüfbericht inklusive einer Kostenschätzung zur Herstellung des Netzanschlusses.
Schritt 5: Sie entscheiden sich für einen Netzanschluss
Sollten Sie sich für die Realisierung des Netzanschlusses entscheiden, sollte vor Beginn der Planung und dem Bau des Netzanschlusses die vertragliche Grundlage geschaffen werden.
Schritt 6: Abschluss eines Netzanschlussvertrages bzw. Netzkopplungsvertrages
Diese Verträge regeln die wesentlichen technischen und rechtlichen Bedingungen der Gasübergabe/-übernahme und bieten somit eine solide Basis für die Zusammenarbeit.
Netzanschlussvertrag — PDF, 89kb
Netzanschlussvertrag - Anlage 1
Netzanschlussvertrag - Anlage 2 (1)
Netzanschlussvertrag - Anlage 2 (2)
Netzanschlussvertrag - Anlage 2 (3)
Netzanschlussvertrag - Anlage 2 (4)
Netzanschlussvertrag - Anlage 3
Netzkopplungsvertrag — PDF, 94kb
Netzkopplungsvertrag - Anlage 1
Netzkopplungsvertrag - Anlage 2 (1)
Netzkopplungsvertrag - Anlage 2 (2)
Netzkopplungsvertrag - Anlage 2 (3)
Netzkopplungsvertrag - Anlage 2 (4)
Netzkopplungsvertrag - Anlage 3
Netzkopplungsvertrag - Anlage 4
Richtlinien terranets bw — PDF, 209kb
Schritt 7: Realisierung des Netzanschlusses; Planung und Bau des Netzanschlusses.
Nach Abschluss des Netzanschlussvertrags bzw. Netzkopplungsvertrags werden wir umgehend die erforderlichen Maßnahmen zur Herstellung des Netzanschlusses einleiten.
Für den Anschluss einer Biogasanlage beachten Sie bitte die Vorgehensweise unter dem nachfolgenden Menüpunkt.
Hannes Kattner
Mail h.kattner[at]terranets-bw.de
Tel +49 (0) 711 7812-2064
Fax +49 (0) 711 7812-1229
Mit der Biogasanlage "Hahnennest" entstand im März 2012 die erste Biogaseinspeisung in ein Erdgashochdruckleitungsnetz in Baden-Württemberg. Durch die enge Kooperation zwischen dem Betreiber "Energiepark Hahnennest" und den Experten der terranets bw wurde in kürzester Zeit die Planung und der Bau der Biogaseinspeiseanlage realisiert.
Sie planen eine Biogasanlage mit Aufbereitung und Einspeisung in ein Erdgasnetz und wollen prüfen, ob diese Anlage an das Fernleitungsnetz der terranets bw angeschlossen werden kann?
Bitte beachten Sie dabei die technischen Mindestanforderungen für die Einspeisung von Biogas bevor Sie einen verbindlichen Antrag zur Prüfung eines Netzanschlussbegehrens an uns stellen.
Für erste Informationen für einen Netzanschluss Biogas an das Fernleitungsnetz der terranets bw kontaktieren Sie bitte: netzanschluss[at]terranets-bw.de
Schritt 2: Sie stellen eine verbindliche Netzanschlussanfrage Biogas
Für eine verbindliche Anfrage an terranets bw zur Durchführung der für eine Anschlusszusage Biogas notwendigen Prüfungen verwenden Sie bitte folgendes Formular und senden dies an: netzanschluss[at]terranets-bw.de
Biogas Netzanschlussbegehren — PDF, 56kb
Technische Mindestanforderungen für die Einspeisung von Biogas — PDF, 73kb
Nach Eingang der Netzanschlussanfrage Biogas bei terranets bw werden wir Ihnen umgehend mitteilen, welche Kosten mit der Bearbeitung Ihrer Anfrage verbunden sind und welche weiteren Unterlagen für die Prüfungen benötigt werden.
Schritt 4: Netzanschlussprüfung Biogas durch terranets bw
Nach Eingang der vollständigen Unterlagen werden die für eine Anschlusszusage Biogas notwendigen Prüfungen (bspw. Kapazitätssimulation, -berechnung und -auswertung, Grobtrassierung, Anschlussmöglichkeiten) durchgeführt. Das Ergebnis ist ein Prüfbericht inklusive einer Kostenschätzung zur Herstellung des Netzanschlusses Biogas.
Schritt 5: Sie entscheiden sich für einen Netzanschluss Biogas
Sollten Sie sich für die Realisierung des Netzanschlusses Biogas entscheiden, sollte vor Beginn der Planung und dem Bau des Netzanschlusses die vertragliche Grundlage geschaffen werden.
Schritt 6: Abschluss eines Netzanschlussvertrages Biogas
Diese Verträge regeln die wesentlichen technischen und rechtlichen Bedingungen der Gasübergabe/-übernahme und bieten somit eine solide Basis für die Zusammenarbeit. Für den Abschluss eines Netzanschlussvertrags Biogas kontaktieren Sie bitte: netzanschluss[at]terranets-bw.de
Schritt 7: Realisierung des Netzanschlusses Biogas
Nach Abschluss des Netzanschlussvertrags Biogas werden wir umgehend die erforderlichen Maßnahmen zur Herstellung des Netzanschlusses einleiten.
Allgemeines zum Netzzugang
Hier finden Sie alle relevanten Informationen für den Netzzugang. Der Zugang zum Leitungsnetz erfolgt auf Basis der aktuell gültigen Kooperationsvereinbarung und unseren Geschäftsbedingungen. Hier finden Sie eine detaillierte Beschreibung des Zugangs zum Leitungsnetz der terranets bw.
Geschäftsbedingungen für den Ein- und Ausspeisevertrag - gültig für Transporte ab dem 01.10.2016
Geschäftsbedingungen für den Ein- und Ausspeisevertrag - gültig für Transporte ab dem 01.11.2015
Kooperationsvereinbarung VIII
Unsere Ansprechpartner im Netzzugang:
Andreas Schlund: a.schlund[at]terranets-bw.de
Andreas Maunz: a.maunz[at]terranets-bw.de
Laura Brändle: l.braendle[at]terranets-bw.de
Netzbetreiber, die der terranets bw direkt nachgelagert sind, bestellen zur Abwicklung von Transporten innerhalb eines Marktgebietes einmal jährlich für das jeweils folgende Kalenderjahr („Bestelljahr“) in dem vorgelagerten Netz die berechnete maximal vorzuhaltende feste Ausspeisekapazität an Netzkopplungspunkten bzw. Ausspeisezonen. In ungeraden Kalenderjahren wird im Rahmen der jährlichen internen Bestellung von direkt nachgelagerten Netzbetreibern unverbindlich der Bedarf für die auf das Bestelljahr folgenden zehn Jahre (Langfristprognose) prognostiziert.
Die Bestellung sowie ggf. die Übermittlung der Langfristprognose erfolgt bei terranets bw mittels des Formulars „interne Bestellung“. Es gelten die Regelungen der Kooperationsvereinbarung zwischen den Betreibern von in Deutschland gelegenen Gasversorgungsnetzen in ihrer für den jeweiligen Zeitraum maßgeblichen Fassung sowie das Preisblatt der terranets bw.
Formular interne Bestellung — XLS
terranets bw veröffentlicht gemäß § 11 Ziffer 9 der Kooperationsvereinbarung zwischen den Betreibern von in Deutschland gelegenen Gasversorgungsnetzen (Änderungsfassung vom 16. Dezember 2016) Kapazitätsangaben zu den internen Bestellungen der unmittelbar nachgelagerten Netzbetreiber. Diese können Sie untenstehender Liste entnehmen.
Kapazitätsangaben zu den internen Bestellungen 2018 - PDF
Kapazitätsangaben zu den internen Bestellungen 2018 - XLS
Kapazitätsangaben zu den internen Bestellungen der unmittelbar nachgelagerten Netzbetreiber für vergangene Jahre können Sie untenstehend entnehmen.
Kapazitätsangaben zu den internen Bestellungen 2017 - PDF
Kapazitätsangaben zu den internen Bestellungen 2017 - XLS
Kapazitätsangaben zu den internen Bestellungen 2016 - PDF
Kapazitätsangaben zu den internen Bestellungen 2016 - XLS
Kapazitätsangaben zu den internen Bestellungen 2015 - PDF
Kapazitätsangaben zu den internen Bestellungen 2015 - XLS
Wir bieten unseren Transportkunden Kapazitäten sowohl auf fester als auch unterbrechbarer Basis an. Kapazitäten können auf Jahres-, Monats-, Wochen- oder Tagesbasis gebucht werden.
Transportkapazitäten sind online über die von den Fernleitungsnetzbetreibern eingerichtete Primärkapazitätsplattform PRISMA primary buchbar.
Transportkunden, die bei terranets bw Kapazitäten gebucht haben, können diese sekundär über die Handelsplattform PRISMA secondary vermarkten.
Die Entgelte der terranets bw sind unserem Preisblatt zu entnehmen.
Preisblatt 2015 gültig ab 01. November 2015
Preisblatt 2015 gültig bis 01. November 2015
Gerne stellen wir Ihnen die Kapazitätsabrechnung per E-Mail zur Verfügung. Bitte senden Sie uns dazu das folgende Formular ausgefüllt zu:
Formular elektronische Abrechnung
Die Abwicklung der Belieferung von Entnahmestellen mit Gas erfolgt nach der von der Bundesnetzagentur getroffenen Festlegung einheitlicher Geschäftsprozesse und Datenformate vom 20.08.2007 (Az. BK 7-06-067).
Zur Übermittlung der An- und Abmeldungen für die betreffenden Geschäftsprozesse ist die nachfolgend genannte E-Mail-Adresse zu verwenden: editrans[at]terranets-bw.de
Detailliertere Regelungen finden Sie in unseren Geschäftsbedingungen für den Ein-und Ausspeisevertrag (entry-exit System).
Im Folgenden finden Sie die Entnahmestellen und die dazugehörigen Zählpunktbezeichnungen im Netz der terranets bw sowie das Kommunikationsdatenblatt.
Zählpunktbezeichnungen und MaLo-ID
Kommunikationsdatenblatt terranets bw
Geschäftsprozesse GeLiGas
Transparenzinformationen gemäß (EG) VO 715/2009
Die europäischen Fernleitungsnetzbetreiber sind gemäß Verordnung (EG) VO 715/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bedingungen für den Zugang zu den Erdgasfernleitungsnetzen und insbesondere von Kapitel 3 des Anhangs I in der Fassung vom 10. November 2010 verpflichtet, auf ihren Internetseiten regelmäßig, verschiedene aktualisierte Informationen in einem gängigen Datenformat zu veröffentlichen.
Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die implementierten Transparenzanforderungen und zeigt, wo die dazugehören Informationen auf unserer Website zu finden sind. Weitere Veröffentlichungen gem. Verordnung (EG) VO 715/2009 Anhang 1 Ziff. 3.3 finden Sie auf der ENTSOG Transparenzplattform.
Annex I to Regulation (EG) 715/2009
Eine ausführliche Beschreibung der angebotenen
Dienstleistungen und Entgelte Netzzugang
Verschiedene Transportverträge und andere maßgebliche Unterlagen Netzzugang / Verträge und Richtlinien
Netzkodex / Standardbedingungen Verträge und Richtlinien
Anforderungen an die Gasqualitätparameter Maßgebliche Punkte
Druckanforderungen Netzkopplungspunkte Einspeisung / Netzkopplungspunkte Ausspeisung
Verfahren für eine Unterbrechung der unterbrechbaren Kapazität Verträge und Richtlinien -
Geschäftsbedingungen für den Ein- und Ausspeisevertrag
Harmonisierte Verfahren, die bei Nutzung des Fernleitungsnetzes
angewandt werden inkl. der Definition von Schlüsselbegriffen Verträge und Richtlinien -
Bestimmungen über Verfahren der Kapazitätszuweisung,
des Engpassmanagements, Verhütung der Kapazitätshortung
und Wiederverwendung Prisma primary /
Verträge und Richtlinien -
Regeln für Kapazitätshandel auf dem Sekundärmarkt
ggü. Fernleitungsnetzbetreiber Verträge und Richtlinien -
Regeln für den Ausgleich von Mengenabweichungen;
Berechnungen der Ausgleichsenergiepreise NetConnect Germany
Flexibilität- und Toleranzwerte ohne separates Entgelt sowie mit separatem Entgelt NetConnect Germany
Ausführliche Beschreibung des Gasnetzes inkl. Anlagenbetreiber an Kuppelstellen /
Namen der angrenzenden Netzbetreiber Technische Beschreibung
Anschlussregeln Netzanschluss / Verträge und Richtlinien
Informationen über Notfall-Mechanismen Verträge und Richtlinien
Für Kuppelstellen vereinbarten und Interoperabilität betreffende Verfahren
(falls relevant), Verfahren für Nominierung und Matching, sonstige Verfahren
für Allokation und Mengenabweichungen einschließlich verwendeter Methoden Verträge und Richtlinien -
Beschreibung der Methodik und des Verfahrens für Berechnung der technischen Kapazität Verfahren zur Ermittlung der technischen Ein- und Ausspeisekapaztäten
3.3.(1) a-e, 3.3.(4), 3.3.(5)
Kapazitäten, Nominierungen und Renominierungen,
tatsächliche Lastflüsse, Brennwerte
ENSTOG Transparenzplattform
3.3 (1) f)
Kapazitätsrelevante Instandhaltungsmaßnahmen /
Kapazitätsinformationen - Unterbrechnungen
ENTSOG Transparenzplattform
3.3 (1) g)
Kapazitätsrelevante Instandhaltungsmaßnahmen
3.4 (1) und (2)
Ausgleichsdienstleistungen NetConnect Germany
Weitere Flexibilitätsdienstleistung des Fernleitungsnetzbetreibers; hier OFC NetConnect Germany
Das sich im Netz befindliche und prognostizierte Gasvolumen NetConnect Germany
Nutzerfreundliche Instrumente für die Tarifberechnung Entgelte
Transparenzinformationen gemäß Verordnung (EU) 2017/460, Art. 30
Die europäischen Fernleitungsnetzbetreiber sind gemäß Art. 30 der Verordnung (EU) 2017/460 der Kommission vom 16. März zur Festlegung eines Netzkodex über harmonisierte Fernleitungsentgeltstrukturen verpflichtet Informationen vor der Entgeltperiode zu veröffentlichen.
Die folgende Tabelle bietet einen Überblick über die Transparenzanforderungen und zeigt, wo die dazugehörigen Informationen auf unserer Website zu finden sind. Weitere Veröffentlichungen gem. Verordnung (EU) 2017/460 Artikel 31 (2) finden Sie auf der ENTSOG Transparenzplattform.
Informationen zu den in der angewandten Referenzpreismethode verwendeten Parametern
Link auf vereinfachtes Entgeltmodell
Angewendete Parameter im vereinfachten Entgeltmodell (simplified Model)
prognostizierte Kapazitätsbuchung entry [kWh/h/a]
prognostizierte Kapazitätsbuchung exit [kWh/h/a]
Anteil Erlösobergrenze entry
Anteil Erlösobergrenze exit
Informationen zu den zulässigen Erlösen
Die zulässigen Erlöse der terranets bw betragen:
140.531.482
Informationen zu den Änderungen der zulässigen Erlöse
Die Steigerung der zulässigen Erlösobergrenze der Entgeltperiode 2018 gegenüber der Erlösobergrenze für 2017 resultiert bei der terranets bw, insb. aus einer Erhöhung der Kosten für Lastflusszusagen zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit in Baden-Württemberg.
Informationen zu den folgenden Parametern: Typen des reguliertem Anlagevermögens und ihr Gesamtwert, Kapitalkosten, Investitionsausgaben, operative Ausgaben, Anreizmechanismen und Effizienzziele, Inflationsindizes
Gesamtwert des regulierten Anlagevermögens im Kostenbasisjahr 2015: 345.564.288 €
Typen des regulierten Anlagevermögens (vgl. Anlage 1 der GasNEV):
I.	Allgemeine Anlagen
II.	Gasbehälter
III.	Erdgasverdichteranlagen
IV.	Rohrleitungen/ Hausanschlussleitungen
V.	Mess-, Regel- und Zähleranlagen
VI.	Fernwirkanlagen
Kapitalkosten des Kostenbasisjahres 2015:
32.557.089 €
Die Methode zur Berechnung der Kapitalkosten ist in §§ 6-8 GasNEV festgelegt.
Die Investitionsausgaben bestimmen sich nach den Anschaffungs- und Herstellungskosten des Anlagegutes. In der deutschen Anreizregulierung ist keine Neubewertung des Anlagegutes vorgesehen. Die Anlagegüter werden nach §6 (5) GasNEV linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer ist in Anlage 1 GasNEV vorgegeben.
Abschreibungszeiträume und –beträge für Anlagetypen:
Betrag im Kostenbasisjahr 2015: 3.672.929 €
Betrag im Kostenbasisjahr 2015: 659.182 €
Betrag im Kostenbasisjahr 2015: 2.423.507 €
Betrag im Kostenbasisjahr 2015: 9.069.140 €
Betrag im Kostenbasisjahr 2015: 2.582.052 €
Betrag im Kostenbasisjahr 2015: 1.668.659 €
Operative Ausgaben des Kostenbasisjahres 2015:
61.664.196 €
Die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber unterliegen dem System der Anreizregulierung gemäß den Vorgaben der ARegV, §§12-16 regeln hierbei Anreizmechanismen und Effizienzziele.
Der Erlösobergrenze eines Netzbetreibers, die für die Regulierungsperiode (fünf Jahre) bestimmt wird, liegen die Kosten zu Grunde, welche im Basisjahr (Jahr 3 vor der neuen Regulierungsperiode) beim Netzbetreiber entstanden und von der Regulierungsbehörde geprüft sind. Des Weiteren wird ein Effizienzvergleich zwischen den Fernleitungsnetzbetreibern durchgeführt und auf Basis deren Aufwands- und Strukturparameter unternehmensindividuelle Effizienzwerte ermittelt. Etwaige Ineffizienzen sind über die Dauer einer Regulierungsperiode abzubauen.
Der zur Bestimmung der zulässigen Erlöse 2018 verwendete Inflationsindex beträgt: 1,005 (0,5 %) (d.h., 107,4 (2016) - 106,9 (2015).
Informationen zu den zulässigen Erlösen aus Fernleitungsentgelten inklusive Kennzahlen zu Kapazitäts-/Arbeitsaufteilung, Entry-Exit-Split und Aufteilung nach systeminterner/systemübergreifender Nutzung
Zulässige Erlöse aus Fernleitungsentgelten 2018 betragen:
116.334.343 €
Kapazitäts-/ Arbeitsaufteilung:
100% Kapazitätsentgelte
Entry-Exit-Split
Die der Bildung der Fernleitungsentgelte zugrunde liegenden zulässigen Erlöse für Ein- bzw. Ausspeisepunkte entsprechen den Anteilen der prognostizierten Ein- bzw. Ausspeisebuchungen an der prognostizierten Gesamtbuchung. Somit ergibt sich ein Entry-Exit-Split in Höhe von ca. 3 % (Entry) zu ca. 97 % (Exit).
Die Aufteilung nach systeminterner/ systemübergreifender Nutzung wird im Rahmen der Konsultation nach Art. 26 NC TAR bestimmt und entsprechend veröffentlicht.
Informationen zum Ausgleich des Regulierungskontos in der vergangenen Entgeltperiode
Tatsächliche regulierte Erlöse aus Fernleitungs- und Systemdienstleistungen 2016:
117.727.567 €
Saldo des Regulierungskontos des abgeschlossenen Geschäftsjahres 2016:
1.901.092 €
Der Saldo des Regulierungskontos des abgeschlossenen Geschäftsjahres 2016 wird im Jahr 2017 festgestellt und in gleichmäßigen Raten – inklusive Verzinsung – über die folgenden 5 Kalenderjahre ausgeglichen.
Information zur beabsichtigte Nutzung des Auktionsaufschlags
Gemäß §13 (4) GasNZV werden Auktionserlöse auf dem Regulierungskonto nach §5 ARegV verbucht. Dieses Vorgehen entfaltet somit eine entgeltmindernde Wirkung in den Jahren in denen das Regulierungskonto ausgeglichen wird.
Informationen zu Fernleitungs- und Systemdienstleistungsentgelten und ihrer Berechnung
Informationen zur Berechnung der Fernleitungsentgelte sind dem vereinfachten Entgeltmodell zu entnehmen. Gemäß des Beschlusses der Bundesnetzagentur BK9-17/609 (Festlegung „INKA“) sind folgende Positionen als Systemdienstleistungsentgelte definiert:
Berechnung Biogasumlage:
Nach Ziffer 6 des Beschlusses der Bundesnetzagentur BK9-17/609 (Festlegung „INKA“) ist die Biogasumlage nach § 20b GasNEV als Systemdienstleistung eingeordnet. Die Berechnung der Biogasumlage ist beschrieben in § 7 der Kooperationsvereinbarung zwischen den Betreibern von in Deutschland gelegenen Gasversorgungsnetzen vom 27.10.2017. Hiernach werden die bundesweiten Biogas-Gesamtkosten des Jahres 2018 in Höhe von 199.507.937 € durch die bundesweit bei Fernleitungsnetzbetreibern gebuchte bzw. bestellte Kapazität an Netzanschlusspunkten zu Letztverbrauchern und Netzkopplungspunkten zu nachgelagerten Netzbetreibern ohne Beachtung von Multiplikatoren oder saisonalen Faktoren des Jahres 2018 in Höhe von 291.495.193 (kWh/h)/a geteilt. Hieraus ergibt sich eine Biogasumlage in Höhe von 0,68443 €/(kWh/h)/a.
Berechnung Marktraumumstellungsumlage:
Nach Ziffer 6 des Beschlusses der Bundesnetzagentur BK9-17/609 (Festlegung „INKA“) ist die Marktraumumstellungsumlage nach § 19a Abs. 1 EnWG als Systemdienstleistung eingeordnet. Die Berechnung der Marktraumumstellungsumlage ist beschrieben in § 10 der Kooperationsvereinbarung zwischen den Betreibern von in Deutschland gelegenen Gasversorgungsnetzen vom 27.10.2017. Hiernach werden die bundesweiten Umstellungskosten des Jahres 2018 in Höhe von 104.442.367,39 € durch die bundesweit bei Fernleitungsnetzbetreibern gebuchte bzw. bestellte Kapazität an allen Ausspeisepunkten (inkl. Speicher und Grenz- und Marktgebietsübergangspunkten) ohne Beachtung von Multiplikatoren oder saisonalen Faktoren des Jahres 2018 in Höhe von 403.738.196 (kWh/h)/a geteilt. Hieraus ergibt sich eine Marktraumumstellungsumlage in Höhe von 0,2587 €/(kWh/h)/a.
Berechnung Messentgelt / Messstellenbetriebsentgelt:
Die Kosten der Messung und des Messstellenbetriebs setzen sich aus den operative Kosten der Abteilung Messung und Messstellenbetrieb zzgl. des Verwaltungskostenaufschlages sowie der Kapitalkosten der Messeinrichtungen zusammen. Die Aufteilung in Kosten der Messung sowie des Messstellenbetriebs erfolgt anhand der SAP-Kostenstellenberichte.
Die Entgelte für Messung und Messstellenbetrieb sind dem Preisblatt zu entnehmen.
Informationen zu Änderungen der Fernleitungsentgelten
Die Steigerung der Entgelte resultiert aus der Steigerung der Erlösobergrenze, wie in den Informationen zu Art. 30 (1)(b)(ii) beschrieben.
Für die Entgeltperiode 2019 gehen wir derzeit vor dem Hintergrund der nicht abgeschlossenen Kostenprüfung für die dritte Regulierungsperiode sowie der unklaren Kapazitätssituation in Baden-Württemberg von keiner wesentlichen Änderung der Fernleitungsentgelte gegenüber dem Entgelt des Jahres 2018 aus.
Welcher Referenzpreismethode die Entgeltbildung der Jahre 2020 ff. unterliegt ist derzeit schwer abzuschätzen. Dementsprechend können auch keine indikativen Aussagen zur Entgeltentwicklung der Jahre 2020-2022 getroffen werden.
Hierzu verweisen wir auf die abschließende Konsultation gemäß Artikel 26 Tariff Network Code, welche gemäß der Festlegung “INKA“ (BK9-17/609) von der Bundesnetzagentur durchgeführt wird.
Informationen zum im Tarifjahr 2018 verwendeten Referenzpreismodell inkl. vereinfachtem Entgeltmodell
Link auf das vereinfachte Entgeltmodell
Für einen reibungslosen Ablauf der geschäftlichen Zusammenarbeit stellen wir Ihnen technische Hinweise und Anforderungen sowie Geschäftsbedingungen und Standardverträge zur Verfügung
Geschäftsbedingungen für den Ein- und Ausspeisevertrag - gültig für Transporte ab dem 01.01.2018
Ergänzende Geschäftsbedingungen zu KOV IX
PRISMA Registrierung - Vollmachtserklärung
PRISMA Registrierung - Benötigte Dokumente
PRISMA Registrierung - Datenblatt
Kooperationsvereinbarung IX_gültig ab 01.01.2018
BDEW/BKU/GEODE - Leitfaden Krisenvorsorge Gas
Handlungsleitfaden zur Wiederinbetriebnahme von Gasnetzen - pdf
Handlungsleitfaden zur Wiederinbetriebnahme von Gasnetzen - docx
Richtlinien terranets bw
Planungshinweise 2012 Anlagen
Planungshinweise 2012
Technische Mindestanforderungen Messung terranets bw
EASEE Gas Nomination & Matching-Process
EG VO 715/2009
NC CAM - Netzcodex über Mechanismen für die Kapazitätszuweisung in Fernleitungsnetzen
Netzbetreiberstammdaten
Wir sind immer auf dem aktuellen Stand – auch was Ihre Kontaktdaten betrifft. Einmal jährlich aktualisieren wir unsere Stammdaten aller Netzbetreiber im Netzgebiet der terranets bw. Das ausgefüllte Stammdatenblatt senden Sie bitte zurück an: info[at]terranets-bw.de
Meldung Netzbetreiberstammdaten 2012
Hier erhalten Sie Informationen zum Verfahren zur Ermittlung der technischen Ein- und Ausspeisekapazitäten, zur Kapazitätsauslastung, zu historischen Kapazitätsauslastungen und technischen Kapazitäten, zu kapazitätsrelevanten Instandhaltungsmaßnahmen sowie Unterbrechungen im Netzgebiet der terranets bw.
Verfahren zur Ermittlung der technischen Ein- und Ausspeisekapazitäten:
Verfahren zur Ermittlung der technischen Ein- und Ausspeisekapazitäten
Informationen zur aktuellen Kapazitätsauslastung:
Historische Kapazitätsauslastungen der letzten fünf Jahre:
Kapazitätsauslastung 2012
Kapazitätsauslastung 2013
Kapazitätsauslastung 2014
Kapazitätsauslastung 2015
Kapazitätsauslastung 2016
Historische technische Kapazitäten der letzten fünf Jahre:
Technische Kapazität 2012
Technische Kapazität 2013
Technische Kapazität 2014
Technische Kapazität 2015
Technische Kapazität 2016
Nominierungen und Renominierungen der letzten fünf Jahre:
2007 bis 2011 Nominierungen und Renominierungen
Für Informationen nach 2011, besuchen Sie bitte die ENTSOG Tranparency Plattform
Wir halten unsere Netze immer auf dem aktuellsten Stand der Technik. Informieren Sie sich über aktuelle Wartungs-, Instandhaltungs- und Einbindungsmaßnahmen im Netzgebiet der terranets bw, die Kapazitätseinschränkungen zur Folge haben können. Davon betroffene Transportkunden oder Netzbetreiber werden rechtzeitig über mögliche Einschränkungen ihrer Transportkapazität informiert.
Im Zeitraum 2006 bis 2011 sowie 2013 und 2014 war der Transport im Gasnetz der terranets bw uneingeschränkt möglich. Trotz regionaler Kapazitätseinschränkungen konnte durch den Einsatz interner Schalt- und Ersatzmaßnahmen die Unterbrechung der unterbrechbaren Kapazitäten vermieden werden.
Nachstehend finden Sie Informationen zu Unterbrechungen an maßgeblichen Ein- und Ausspeisepunkten im Netzgebiet der terranets bw aufgrund Kapazitätsengpässen nach § 16 EnWG.
Unterbrechungen 2012
Informationen zu Unterbrechungen an maßgeblichen Ein- und Ausspeisepunkten im Netzgebiet der terranets bw aufgrund von Überbuchungen finden Sie unter nachfolgendem Link.
Unterbrechungen 2015
Informationen zu Unterbrechungen an maßgeblichen Ein- und Ausspeisepunkten im Netzgebiet der terranets bw aufgrund geplanter Instandhaltungsmaßnahmen finden Sie unter nachfolgendem Link.
Unterbrechungen 2017
LFZ-Ausschreibungen
Das Ergebnis der Ausschreibung von Lastflusszusagen für den Zeitraum 01.01.2013 bis 01.01.2014 können Sie nachstehend einsehen.
2013 - Ergebnisse Ausschreibung LFZ
Das Ergebnis der Ausschreibung von Lastflusszusagen für den Zeitraum 01.01.2014 bis 01.01.2015 können Sie nachstehend einsehen.
2014 - Ergebnisse Ausschreibung LFZ
Das Ergebnis der Ausschreibungen von Lastflusszusagen für den Zeitraum 01.01.2015 bis 01.01.2016 können Sie nachstehend einsehen.
2015 - Ergebnisse Ausschreibung LFZ
Das Ergebnis der Ausschreibungen von Lastflusszusagen für den Zeitraum 01.01.2016 bis 01.01.2017 können Sie nachstehend einsehen.
2016 - Ergebnisse Ausschreibung LFZ
Das Ergebnis der Ausschreibungen von Lastflusszusagen für den Zeitraum 01.01.2017 bis 01.01.2018 können Sie nachstehend einsehen.
2017 - Ergebnisse Ausschreibung LFZ
Das Ergebnis der Ausschreibungen von Lastflusszusagen für den Zeitraum 01.01.2018 bis 01.01.2019 können Sie nachstehend einsehen.
2018 - Ergebnisse Ausschreibung LFZ
Das Ergebnis der Ausschreibungen von Lastflusszusagen inForm von Abschaltverträgen (LiFA) für den Zeitraum 01.01.2018 bis 01.01.2019 können Sie nachstehend einsehen.
2018 - Ergebnisse Ausschreibung LiFA
Informationen zum Bilanzkreismanagement, den Virtuellen Handelspunkt (VHP), über die Bereitstellung von Abrechnungs- und Regelenergiedaten sowie über das Regelenergiemanagement können Sie auf der Internetseite der NetConnect Germany GmbH & Co. KG unter www.net-connect-germany.de einsehen.
FAQ LiFA
Wird auf dem Preisblatt der terranets bw ein separates Entgelt für die über LiFA generierten, befristet festen Kapazitäten ausgewiesen?
Nein, die Entgelte werden jedoch auf den Transportrechnungen seitens terranets bw an die VNB als separate Position aufgelistet.
Ist eine Pönale, die vom Kunden für den Fall des Verstoßes gegen die Abschaltvereinbarung zu zahlen ist, auf dem Preisblatt zu veröffentlichen?
Der Abschaltkunde ist gemäß des veröffentlichten Entwurfs für einen Abschaltvertrag lediglich zur Zahlung von Schadensersatz verpflichtet. Eine Pönale zahlt dieser nicht. Daher ist eine Pönale nicht zu veröffentlichen.
Wie ist die im Rahmen der internen Bestellung "vereinbarte maximale Kapazität" zu verstehen, anhand welcher die Kapazitätsgrenze für die Bereitstellung von positiven Lastflusszusagen berechnet wird?
Die „vereinbarte maximale Kapazität“ ist die seitens terranets im Rahmen der internen Bestellung zugesagte feste und unterbrechbare Kapazität, also die gesamte interne Bestellleistung, welche der VNB nach den Regeln der KoV akzeptiert hat.
Diese Kapazität ist die Ausgangsbasis für den Abruf von LiFA:
Ausgangsbasis LiFA - PDF
Hinsichtlich der durch tnbw mitgeteilten Kapazitätsgrenze, welche der VNB im Engpassfall nicht überschreiten darf, gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Kapazitätsgrenze LiFA - PDF
Wie wird im Falle einer Engpasssituation hinsichtlich des Abrufs von LiFA verfahren?
terranets bw wird für den Abruf auf die im Rahmen des Leitfadens Krisenvorsorge verwendeten Formulare aufbauen und diese an die in diesem Zusammenhang hinterlegten Emailadressen versenden. Der Abruf erfolgt im Bedarfsfall bis 12:00 Uhr eines Tages, für den Folgetag. Die Bereitstellung der LiFA erfolgt jeweils ab 06:00 Uhr, wobei die Abrufdauer zwischen 1 Stunde und 240 Stunden liegen kann.
Wer ist für das Zusammenführen von Potenzialen (Pooling) verantwortlich?
Der VNB ist für das Poolen von Potenzialen verantwortlich. Er führt die einzelnen Angebote im Vorfeld zusammen und bietet diese im Rahmen der Ausschreibung innerhalb eines Angebotes an terranets bw an.
Wie ist die Vertragsstrafe zu berechnen?
Die Vertragsstrafe wird gemäß des durch terranets bw veröffentlichten Preisblattes ermittelt. Demnach beträgt Sie im Zeitraum vom 01.01.2018, 6:00 Uhr bis 01.04.2018, 6:00 Uhr sowie vom 01.10.2018, 6:00 Uhr bis 01.01.2019, 06:00 Uhr das Doppelte des Jahreskapazitätsentgelts für die maximale stündliche Kapazitätsüberschreitung an diesem Tag. Sie fällt jeden Tag neu an.
Das Jahreskapazitätsentgelt versteht sich zuzüglich der Entgelte für Messung, Messstellenbetrieb, Biogaskostenwälzung und Marktraumumstellung gem. Ziffer I des Preisblattes.
Beispiel für eine maximalen Überschreitung i.H.v. 1.000 kWh/h an einem Tag:
1.000 (kWh/h) * 4,58597 € (Jahreskapazitätsentgelt inkl. Nebenkosten) * 2 = 9.171,94 €
Für jeden weiteren Tag einer Überschreitung, fällt die Vertragsstrafe, unter Einbeziehung der jeweiligen maximalen Überschreitung, neu an.
Trotz einer Überschreitung der geltenden Kapazitätsgrenze nach einem Abruf der LiFa besteht dann keine Verpflichtung die Vertragsstrafe zu bezahlen, wenn der Anbieter nachweist, dass der/die bestehenden Abschaltvertrag/-verträge tatsächlich in erforderlichem Umfang genutzt wurde/n und das sich aus dieser Nutzung des/der Abschaltvertrages/-verträge ergebende Abschaltpotential sowie die interne Bestellung richtig berechnet wurde, entsprechend den Regeln der KoV.
terranets bw führt zum 1. Januar 2018 ein neues Produkt zur Stabilisierung der Gasversorgung in Baden-Württemberg bei Lastspitzen ein. Lastflusszusagen in Form von Abschaltverträgen (LiFA) ist ein temporäres Produkt, das sich an Verteilnetzbetreiber im Netzgebiet der terranets bw richtet und zur Stabilisierung des Netzes vorhandene Spitzenlastinstrumente und Abschaltpotenziale von RLM-Kunden nutzt. LiFA dient der Überbrückung eventueller Kapazitätslücken bis Ausbaumaßnahmen im Gastransportnetz, welche über die deutschlandweiten Netzentwicklungspläne Gas identifiziert werden, wirken.
Alle der terranets bw direkt nachgelagerten Verteilnetzbetreiber (VNB) können sich an der Ausschreibung von Lastflusszusagen beteiligen.
Der direkt nachgelagerte VNB der terranets bw bündelt dabei das Potenzial der Abschaltkunden in seinem und ggf. in dem ihm nachgelagerten Netz.
Durch die Orientierung an der Festlegung der Bundesnetzagentur zu den Kosten für Lastflusszusagen als volatile Kosten im Sinne von § 11 Absatz 5 ARegV („KOLA“) beträgt die Mindestlosgröße 10 MW je Los. Die Bündelung von Angeboten mehrerer direkt nachgelagerter VNB der terranets bw ist möglich.
Vertragliche Vereinbarungen hinsichtlich LiFA werden abgeschlossen zwischen:
terranets bw und dem direkt nachgelagerten VNB
Vertrag über positive Lastflusszusagen in Form von Abschaltverträgen (LiFA)
Angebotsbogen für positive Lastflusszusagen für den Zeitraum vom 01.01.2018 bis 01.01.2019
dem direkt nachgelagerten VNB und dem Abschaltkunden (AK)
Abschaltvereinbarung Anschlussnehmer – MUSTER
ggf. zwischen dem der terranets bw direkt nachgelagerten VNB und dem ihm wiederum nachgelagerten VNB, welcher dann wieder einen Vertrag mit einem Abschaltkunden schließt
Vertrag über positive Lastflusszusagen in Form von Abschaltverträgen (LiFA) - MUSTER
Die Entwürfe für Verträge, in denen terranets bw nicht als Vertragspartner genannt ist, stellen reine Musterverträge dar. Sie wurden von terranets bw mit äußerster Sorgfalt erstellt und grundsätzlich mit der Bundesnetzagentur und der Landesregulierungsbehörde abgestimmt. Ob der Vertragsinhalt in jedem Einzelfall rechtlich und tatsächlich den Bedürfnissen der konkreten Vertragspartner entspricht, sollte von den konkreten Vertragspartnern jeweils selbst geprüft werden. terranets bw kann keine Gewähr oder Haftung für den Inhalt der Verträge übernehmen.
Mail lfz@terranets-bw.de
Tel +49 (0) 711 7812-1359
Fax +49 (0) 711 7812-1403
Grundlage für die Ausgestaltung dieses neuen, temporären Produktes ist die besondere Situation in Baden-Württemberg, die aufgrund der Einbindung in vorgelagerte sowie europäische Netze durch eine komplexe Struktur sowie dem stark steigenden Bedarf an Transportkapazitäten in den Verteilernetzen, bestimmt ist.
Die Nachfrage nach Kapazitäten im Versorgungsgebiet des baden-württembergischen Fernleitungsnetzbetreibers terranets bw ist seit 2010 durch einen kontinuierlich steigenden Bedarf in den nachgelagerten Netzen geprägt. Die Transportnachfrage welche die Verteilnetzbetreiber im Rahmen der Internen Bestellung im Netz der terranets bw meldeten, stieg für 2017 und für 2018 im Vergleich zum Vorjahr jeweils um ca. 4 %.
Ergänzend zur Realisierung erforderlicher Netzausbaumaßnahmen und der Kontrahierung von Lastflusszusagen an Einspeisepunkten in das Netz der terranets bw soll LiFA als marktbezogene Übergangslösung einen wertvollen Beitrag zur Entschärfung dieser Situation leisten. So kann vorhandenes Potenzial vorhandener Spitzenlastinstrumente und Abschaltpotenziale von RLM-Kunden im gesamten Netzgebiet der terranets bw genutzt werden, um im Falle einer Gasmangellage die Versorgungssicherheit in Baden-Württemberg weiterhin zu gewährleisten. LiFA schließt dabei an die, nun auslaufenden, Abschaltverträge, welche die Landesregulierungsbehörde Baden-Württemberg bis dato als Instrument zur Glättung von Leistungsspitzen genehmigt hat, an. Bei LiFA sind zusätzlich auch VNB, welche nicht unter das Regulierungsregime der Landesregulierung Baden-Württemberg, sondern unter jenes der Bundesnetzagentur, fallen berechtigt, sich an den Ausschreibungen zu beteiligen.
Prozess Angebot LiFA
terranets bw schreibt jeweils für die Laufzeit eines Jahres LiFA-Kapazitäten mit einer Mindestlosgröße von 10 MW öffentlich aus.
Ausschreibungstext LiFA
Angebote können eingereicht werden
Als direkt nachgelagerter VNB der terranets bw: Angebot erfolgt direkt an terranets bw im Rahmen der Ausschreibung.
Als nicht direkt nachgelagerter VNB der terranets bw: Angebot erfolgt über den vorgelagerten, direkt nachgelagerten VNB der terranets bw, der an der Ausschreibung teilnimmt.
Als Abschaltkunde: Angebot erfolgt an den zuständigen VNB, der selbst oder über den ihm vorgelagerten VNB an der Ausschreibung teilnimmt.
Nach erfolgtem Zuschlag schließen terranets bw und die ausgewählten VNB bilaterale LiFA-Verträge.
Die Abschaltpotenziale dürfen keinesfalls doppelt vermarktet werden (wie z.B. in NCG-Auktionen zu Regelenergie wie LTO und STB).
Das Bündeln („Poolen“) mehrerer Abschaltverträge in einem Los ist möglich, so dass auch Abschaltpotenziale geringer als 10 MW berücksichtigt werden können.
Die Vergütung erfolgt zunächst seitens terranets bw an den VNB, dessen Angebot kontrahiert wurde. Die Weiterverrechnung erfolgt zwischen VNB und Abschaltkunde. Die aus LiFA resultierenden Kosten tragen dabei diejenigen VNB, welche durch LiFA zusätzlich geschaffene, befristet feste Bestellkapazitäten erhalten.
Nach erfolgter interner Bestellung für 2018 wurden zunächst lediglich die unbefristet festen Bestellkapazitäten seitens terranets bw bestätigt. Darüber hinausgehende Kapazitäten wurden in Form von unterbrechbaren Kapazitäten vergeben.
terranets bw arbeitet mit Hochdruck an einer Verbesserung der aktuellen Kapazitätssituation. So werden neben LiFA ebenfalls Lastflusszusagen an Einspeisepunkten in das Netz der terranets bw ausgeschrieben um die Kapazitätslücke zwischen Ein- und Ausspeisekapazitäten zu schließen. Sofern durch diese Lastflusszusagen unterbrechbare Kapazitätsanteile in befristet feste Kapazitäten umgewandelt werden können, werden deren Kosten auf alle Netzkunden im Netz der terranets bw umgelegt. Entsprechend generierte befristet feste Bestellkapazitäten werden somit zum regulären Entgelt abgerechnet.
Das Ziel einer Kontrahierung von LiFA ist, darüber hinaus weitere unterbrechbare Kapazitätsanteile in befristet feste Kapazitäten umzuwandeln. Im Zuge der Ausschreibung von LiFA haben VNB, welche sich nicht an einer entsprechenden Ausschreibung beteiligt haben, die Wahl, ob sie durch LiFA generierte befristet feste Bestellkapazitäten in Anspruch nehmen möchten. Diese aus LiFA resultierenden Kosten werden dabei ebendiesen Kapazitäten zugerechnet, sodass die Entgelte für aus LiFA generierten, befristet festen Bestellkapazitäten mit einem entsprechenden Aufschlag auf das reguläre Entgelt versehen werden.
Prozess Abruf LiFA
Im Bedarfsfall ruft terranets bw die LiFA bei direkt nachgelagerten VNB ab, mit denen LiFA-Verträge abgeschlossen wurden. Die jeweiligen VNB sind wiederum für die Abschaltung der Abschaltkunden verantwortlich. Zwischen terranets bw und dem Abschaltkunden findet keine Kommunikation statt.
Mit dem Abruf seitens terranets bw verringert sich der zulässige Kapazitätsbezug am jeweiligen Regionalcluster um die Höhe ebendieser Lastflusszusage. Die Unterbrechung von über LiFA kontrahierten Kapazitäten erfolgt dabei parallel zur Unterbrechung unterbrechbarer interner Bestellkapazitäten.
Im Falle der Überschreitung der dann noch zulässigen Kapazität durch den VNB, greift die in den LiFA-Verträgen festgelegte Vertragsstrafenregelung. Die Regelung orientiert sich an derjenigen für die Interne Bestellung. Die Vertragsstrafe wird sich jedoch deutlich erhöhen. Die Veröffentlichung des Preisblattes mit der Höhe der Vertragsstrafe erfolgt am 30.09.2017.
Für 2018 sind als mögliche Unterbrechungszeiträume das erste Quartal sowie November und Dezember definiert. In diesen Zeiträumen können LiFA, je Kalenderjahr und Vertrag, maximal für die Dauer von 240 Stunden abgerufen werden. Der Abruf erfolgt dabei bis 12 Uhr des Vortags für den Folgetag ab 06 Uhr für LiFA mit Leistungspreisen. Für LiFA mit Arbeitspreiskomponenten erfolgt der Abruf mit einer Frist von zwei Stunden.
Der Abrufprozess orientiert sich grundsätzlich an den im Rahmen des „Leitfadens Krisenvorsorge Gas“ verwendeten Formularen. Der Abruf der Lastflusszusagen erfolgt dabei über den gemäß Ziffer 6.7 des „Leitfadens Krisenvorsorge Gas“ der KoV abgestimmten Kommunikationsweg.
29. Sept. 2017 Ankündigung Ausschreibung
16. Okt. 2017 Start Ausschreibung
10. Nov. 2017 Frist zur Einreichung von Angeboten durch VNB
01. Dez. 2017 Frist zur Annahme von Angeboten durch terranets bw
Alle für die Teilnahme an der Ausschreibung benötigten Informationen finden Sie nach dem Start der Ausschreibung in unserer Rubrik "Ausschreibungen".
Die Ergebniss der Ausschreibung sind im Anschluss des Verfahrens in der Rubrik "Netztransparenz" verfügbar.
Um sich einen schnellen Überblick über das Produkt LiFA zu verschaffen, haben wir die wesentlichen Aspekte in untenstehendem Dokument zusammengefasst.
Produktblatt LiFA