Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202003,%202020
Timestamp: 2019-07-24 01:50:54
Document Index: 127010395

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 27', 'Art. 32', 'Art. 34', '§ 4', '§ 305', 'Art. 49', 'Art. 34', 'Art. 3', '§ 4', 'BGH', '§ 4', 'BGH', 'Art. 34', '§ 4', 'Art. 27', '§ 305', '§ 4', 'BGH', 'BGH', '§ 1', '§ 1', '§ 661', 'Art. 34', 'BGH', 'Art. 34', 'Art. 34', '§ 4', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', 'BGH', 'BGH', '§ 78', '§ 3', 'Art. 34', 'BGH', '§ 144', 'BGH', '§ 4', 'Art. 27', 'Art. 29', 'Art. 34', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', '§ 15']

BGH, 27.02.2003 - VII ZR 169/02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,459
BGH, 27.02.2003 - VII ZR 169/02 (https://dejure.org/2003,459)
BGH, Entscheidung vom 27.02.2003 - VII ZR 169/02 (https://dejure.org/2003,459)
BGH, Entscheidung vom 27. Februar 2003 - VII ZR 169/02 (https://dejure.org/2003,459)
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EGBGB Art. 27 Abs. 1, Art. 32, Art. 34; HOAI § 4; BGB § 305; EG-Vertrag Art. 49, 50
Rechtswahlvereinbarung in grenzüberschreitendem Architektenvertrag oder Ingenieurvertrag ; Mindestsatzregelung als zwingende Bestimmung im Sinne des Art. 34 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB); Beendigung der Leistung des Architekten oder Ingenieurs ; Auslegung der Dienstleistungsfreiheit
Art. 3, 7, 10 EVÜ
Begriff des gewählten "Rechts" - Eingriffsnormen des Forumstaates - Anwendungsfälle - Berufs- und Gebührenrecht - Nicht vom Geltungsbereich des Vertragsstatuts erfasste Gesichtspunkte
Grenzüberschreitender Architekten- /Ingenieurvertrag
Bundesgerichtshof bezieht Position - Schriftliche Honorarvereinbarungen nach Planungsbeginn sind unwirksam
HOAI-Mindestsatzfiktion verstößt möglicherweise gegen EU-Recht
wgk.eu (Leitsatz)
Die Mindestsatzregelung des § 4 HOAI bei grenzüberschreitenden Architekten- und Ingenieurleistungen
HOAI auch für Ausländer bindend - Wichtige BGH- Entscheidung zu Planungsverträgen mit Auslandsbezug
Keine Geltung der HOAI auf Grund Rechtswahlvereinbarung zu Gunsten des deutschen materiellen Schuldrechts ("Berliner Alexanderhaus")
Ab wann sind Architekt und Bauherr nicht mehr an die zwingende Vorschrift des § 4 HOAI gebunden?
Luxemburgisches Ingenieurbüro plant für Berliner Objekt: HOAI - Mindestsätze anwendbar?
e-consult-ag.de (Entscheidungsbesprechung)
Honorarvereinbarung erst nach Beendigung wirksam
Sind Ausländer an das HOAI-Preisrecht gebunden? (IBR 2003, 253)
Ist die HOAI europarechtskonform? (IBR 2003, 254)
Zusammenfassung von "Europarecht und HOAI" von Ri BGH a.D. Prof. Friedrich Quack, original erschienen in: ZfBR 2003, 419 - 420.
Zusammenfassung von "Öffentlich-rechtliches Preisrecht als Eingriffsnorm i.S.d. Art. 34 EGBGB" von RA Dr. Matthias Kilian, RA Carsten Müller, LL.M., original erschienen in: IPRax 2003, 436 - 440.
Zusammenfassung von "Die Geltung der HOAI für internationale Architektenverträge und die Abweichung von einem nach § 4 IV HOAI fingierten Mindestsatz" von Rechtsanwalt Dr. Sven Hartung, original erschienen in: NZBau 2003, 553 - 554.
Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch, Art. 27 Abs. 1, 32 und 34 ; Bürgerliches Gesetzbuch, § 305 ; HOAI, § 4
BGHZ 154, 110
NJW 2003, 2020
MDR 2003, 683
NZBau 2003, 386
NJ 2003, 432
DB 2003, 1676 (Ls.)
BauR 2003, 748
ZfBR 2003, 367
Denn es handelt sich nicht um Vertragsrecht, sondern um zwingendes öffentliches Preisrecht (BGH, Urt. v. 27.2.2003 - VII ZR 169/02, BauR 2003, 748;… Pott/Dahlhoff/Kniffka/Rath, HOAI, 8. Aufl., § 1 Rn. 20;… Koeble, in: Locher/Koeble/Frik, HOAI, 9. Aufl., § 1 Rn. 19).
aa) Sieht das Gesetz - wie hier § 661a BGB - nicht ausdrücklich den internationalen Geltungsanspruch vor, sind für die Einordnung einer Bestimmung als zwingende Norm im Sinne des Art. 34 EGBGB die mit ihr verfolgten ordnungspolitischen Interessen maßgebend (vgl. BGHZ 154, 110, 115 ;… Staudinger/Magnus Art. 34 EGBGB Rn. 2, 51 ff;… MünchKomm-Martiny 3. Aufl. 1998 Art. 34 EGBGB Rn. 12;… Sonnenberger aaO S. 109 ff; jeweils m.w.N.).
Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat für den vergleichbaren Sachverhalt der Preisbindung grenzüberschreitender Dienstleistungen von Architekten und Ingenieuren nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) entschieden, dass die Mindestpreisregel des § 4 Abs. 4 HOAI aF nach nationalem Kollisionsrecht auch ohne eine ihre Anwendbarkeit anordnende Norm Geltung beansprucht, wenn Architekten oder Ingenieure im Ausland Pläne für in Deutschland gelegene Bauvorhaben entwerfen (BGH, Urteil vom 27. Februar 2003 - VII ZR 169/02, BGHZ 154, 110, 115 f.).
Der hier zu beurteilende Sachverhalt unterscheidet sich insoweit auch nicht wesentlich von demjenigen, der dem in BGHZ 154, 110 abgedruckten Urteil des VII. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs zugrunde gelegen hat; denn im einen wie im anderen Fall wird ein Produkt vom Ausland aus auf einem inländischen Markt angeboten, auf dem die Preise gebunden sind (…aA Diekmann/Idel aaO).
Soweit der Senat entschieden hat, dass eine Honorarvereinbarung nicht vor Beendigung des Architektenauftrags geändert werden kann (BGH, Urteil vom 27. Februar 2003 - VII ZR 169/02, BGHZ 154, 110, 117; Urteil vom 21. Januar 1988 - VII ZR 239/86, BauR 1988, 364 m.w.N.), betrifft das lediglich die Vereinbarung von Honoraren, für die gemäß § 4 Abs. 4 HOAI der Mindestsatz gilt, sofern bei Auftragserteilung nichts anderes vereinbart worden ist.
aa) In Fällen mit Auslandsberührung ist das deutsche Kollisionsrecht von Amts wegen zu beachten und anzuwenden (BGH, Urteil vom 27. Februar 2003 - VII ZR 169/02, BGHZ 154, 110, 114 m.w.N.).
Da § 78 AMG, § 3 AMPreisV als öffentlich-rechtliche Normen zwingendes Preisrecht regeln, unterliegen sie gemäß Art. 34 EGBGB nicht dem Vertragsstatut (vgl. BGH NJW 2003, 2020 [2021] m. w. N., OLG Hamburg, a. a. O., Tz. 72 f.).
Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung kommt eine spätere - auch mündliche - Abänderung einer getroffenen Vergütungsvereinbarung erst wieder nach Beendigung der Architektentätigkeit in Betracht, so dass auch Bestätigungen (z.B. im Sinne des § 144 BGB) oder stillschweigende Änderungen oder Abschlagsrechnungen bzw. Abschlagszahlungen keinen rechtlichen Einfluss haben (BGH, BauR 2003, 748;… Locher/Koeble/Frik, Kommentar zur HOAI, 9. Auflage, § 4 Rn. 57).
Welches Recht auf die Verträge zwischen der Internetapotheke DocMorris und ihren Kunden, seien es die Patienten selbst, seien es deren Krankenklassen, anwendbar ist, ob also, wie von der Beklagten vorgetragen, eine wirksame Rechtswahl zugunsten des niederländischen Rechts nach Art. 27 Abs. 1 EGBGB vorliegt, oder ob über die objektive Anknüpfung nach Art. 29 Abs. 2 bzw. 28 Abs. 5 EGBGB deutsches Recht als Vertragsstatut berufen ist, kann offen bleiben, da die Arzneimittelpreisverordnung als zwingendes öffentliches Recht gemäß Art. 34 EGBGB ohnehin nicht vom Vertragsstatut erfasst ist (vgl. zum Preisrecht der HOAI: BGH NJW 2003, 2020, 2021).
Spätere Preisvereinbarungen sind unwirksam (BGH Urt. v. 27.02.2003, VII ZR 169/02, BauR 2003, 748, JURIS Rdnr 34).
Da der Kläger die nach seiner Behauptung mündlich beauftragten Arbeiten vor der Erteilung des Auftrages für die weiteren Leistungsphasen im Vertrag vom 07.06.2000 vollständig erbracht hatte, steht dies einer späteren Vereinbarung eines von den Mindestsätzen abweichenden Honorars für die beendeten Teilleistungen nicht entgegen (Vgl. BGH Urt. v. 27.02.2004, VII ZR 169/02, BauR 2003, 748, JURIS Rdnr 34; Kniffka/Koeble 12. Teil Rdnr 267;… Locher/Koeble/Frik 8. Aufl. § 4 Rdnr 40).
OLG Brandenburg, 11.12.2007 - 11 U 116/07
Konkludente Vereinbarung der Leistungsphase 3 des § 15 Abs. 2 HOAI und …