Source: https://nullbarriere.de/pflegekasseleistung.htm?output=print
Timestamp: 2018-08-16 22:02:04
Document Index: 62576631

Matched Legal Cases: ['§ 36', '§ 39', '§ 42', '§ 40', '§ 41', '§ 45', '§ 43', '§ 43', '§ 45']

Pflegeversicherung - Finanzielle Leistungen der Pflegekasse
/pflegekasseleistung.htm | 17.08.2018
Finanzielle Leistungen der PflegekasseDrucken
Pflegeversicherung - Pflegeleistungen seit 2017
Pflegesachleistungen für häusliche Pflege (§ 36 SGB XI)
Pflegegrad 1 0 EUR
Pflegegrad 2 689 EUR
Pflegegrad 3 1.298 EUR
Pflegegrad 4 1.612 EUR
Pflegegrad 5 1.995 EUR
Pflegesachleistungen können für die Hilfe durch einen ambulanten Pflegedienstes eingesetzt werden. Pflegesachleistungen können auch mit dem Pflegegeld kombiniert werden.
Pflegegrad 2 316 EUR
Pflegegrad 3 545 EUR
Pflegegrad 4 728 EUR
Pflegegrad 5 901 EUR
Pflegegrad 1-5 40 EUR
Für die Gründung von ambulant betreuten Wohngruppen wie Senioren- oder Pflege-Wohngemeinschaften gibt es seit 01.01.2017 eine Anschubfinanzierung (Pflegegrade 1-5). Die einmalige Höchstsumme beträgt 2.00 EUR pro Person bz. 10.0000 EUR pro Wohngruppe.
Der pauschale Zuschlag für ambulant betreute Wohngruppen beträgt seit 01.01.2017 für alle Pflegegrade (1-5) 214 EUR pro Monat.
Hinweis: Die Höchstgrenze einer ambulant betreuten WG liegt bei 12 Personen.
Häusliche Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson (§ 39 SGB XI)
Der jährliche Leistungsumfang für die Verhinderungspflege (auch: Ersatzpflege) beträgt seit 01.01.2017 1.612 EUR, der Zeitumfang 42 Kalendertage.
Der Leistungsbetrag der Verhinderungspflege kann unter Anrechung auf den für die Kurzzeitpflege (§ 42 SGB XI) zustehenden Leistungsbetrag um bis zu 806 EUR (50 % der Kurzzeitpflege) auf insgesamt 2.418 EUR erhöht werden, soweit für diesen Betrag noch keine Kurzzeitpflege in Anspruch genommen wurde. Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege können also miteinander kombiniert werden, da eine ähnliche Wahlmöglichkeit auch bei der Kurzzeitpflege eingeräumt wird.
Verhinderungspflege - Was ist das?
Der Leistungsbetrag der Kurzzeitpflege beträgt seit 01.01.2017 für die Pflegegrade 2-5 1.612 EUR. Für Pflegebedürftige im Pflegegrad 1 kann der Entlastungsbetrag i.H.v. 125 EUR eingestzt werden
Künftig kann die Kurzzeitpflege unter Anrechnung auf den für Verhinderungspflege zustehenden Leistungsbetrag um bis zu 1.612 EUR auf dann 3.224 EUR verdoppelt werden, soweit Verhinderungspflege noch nicht in Anspruch genommen wurde. Die zeitliche Beschränkung erweitert sich in diesem Falle ebenfalls um das Doppelte auf 8 Wochen pro Kalenderjahr.
Anspruch auf Kurzzeitpflege besteht in begründeten Einzelfällen auch in geeigneten Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen und anderen geeigneten Einrichtungen, wenn die Pflege in einer von den Pflegekassen zur Kurzzeitpflege zugelassenen Pflegeeinrichtung nicht möglich ist oder nicht zumutbar erscheint.
Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes (§ 40 SGB XI)
Pflegegrad 1-5 4.000 EUR
Pflegegrad 1-5 bei Zusammenwohnen mehrerer Anspruchsberechtigter 16.000 EUR
Teilstationäre Pflege (Tagespflege und Nachtpflege) (§ 41 SGB XI)
Pflegegrad 1 bis 125 EUR einsetzbarer Entlastungsbetrag
* Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI - das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen
Hinweis: Wenn der oder die Angehörige verstirbt, die man pflegt, zahlt die Pflegversicherung das Pflegegeld bis zum Ende des Monats. Betreuungsleistungen werden bis zum Todestag erbracht, und der Pflegedienst wird bis ebenfalls zum Todestag bezahlt.
Tages- und Nachtpflege (teilstationäre Versorgung) ist die zeitweise Betreuung im Tagesverlauf in einer Pflegeeinrichtung.
Vollstationäre Pflege - § 43 SGB XI
Pflegegrad 1 Zuschuss in Höhe von 125 Euro monatlich
Pflegegrad 2 770 EUR
Pflegegrad 3 1.262 EUR
Pflegegrad 4 1.775 EUR
Pflegegrad 5 2.005 EUR
Durch Leistungen der vollstationären Pflege werden Pflegebedürftige, die zum Beispiel in einem Pflegeheim leben, unterstützt.
Leistungen in Einrichtungen der Behindertenhilfe (§ 43a SGB XI)
Der Höchstbetrag zur Abgeltung der pflegebedingten Aufwendungen beträgt bereits seit 2015 266 EUR pro Monat.
Zusätzliche Betreuungsleistungen und Entlastungsleistungen (§ 45b SGB XI)
Seit 01.01.2017 erhalten Pflegebedürftige aller Pflegegrade (1 bis 5), die ambulant gepflegt werden, einen einheitlichen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich.
Die zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen sollen Pflegebedürftige und pflegenden Angehörigen unterstützen, zum Beispiel eine Betreuung oder hauswirtschaftliche Versorgung oder die Organisation des Pflegealltags finanzieren helfen.
Der Entlastungsbetrag wird zusätzlich zu den sonstigen Leistungen der Pflegeversicherung bei häuslicher Pflege gewährt und mit anderen Leistungsansprüchen nicht verrechnet.
Wer seinen Anspruch auf ambulante Pflegesachleistungen nicht voll ausschöpft, kann zudem ab 1. Januar 2015 den nicht für den Bezug von ambulanten Sachleistungen genutzten Betrag - maximal aber die Hälfte des hierfür vorgesehenen Leistungsbetrages - für niedrigschwellige Betreuungsangebote und Entlastungsangebote verwenden.
Rentenerhöhende Beitragszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung.
Leistungen der Sozialen Sicherung (Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung während der pflegerischen Tätigkeit, geregelt in Paragraf 44 SGB XI) stehen nur Pflegepersonen zu, die einen Pflegebedürftigen mindestens 14 Stunden wöchentlich pflegen (Paragraf 19 Satz 2 SGB XI).
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