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Timestamp: 2019-02-18 19:51:08
Document Index: 132179400

Matched Legal Cases: ['§ 86', '§ 7', '§ 86', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§86', '§ 24', '§ 43', 'BVerG']

Krankengeld wird eingestellt,was tun! DRINGEND! | Erwerbslosenforum Deutschland
Krankengeld wird eingestellt,was tun! DRINGEND!
dringend eingestellt krankengeld
bin seit dem 3.2. diesen Jahres durchgehend krankgeschrieben und damit auch schon im Krankengeldbezug.
Am 11.8.14 bekam ich Post von der Krankenkassen,dass der MDK nach Aktenlage
entschieden hat,dass die Krankengeldzahlung zum 15.8. eingestellt wird. Es war kein rechtsmittelfähiger Bescheid, sondern es wurde darauf hingewiesen, dass man sich bis zum 25.8. äussern sollte.
Gegen diesen Bescheid habe ich Widerspruch eingelegt und um persönliche Begutachtung gebeten, da es sich um eine psychische Erkrankung handelt.
Zusätzlich habe ich Akteneinsicht gefordert und nur das Erstgutachten nach Aktenlage von meiner Krankenkasse erhalte( das aus 5 Zeilen besteht).
Heute wurde ich von einem Allgemeinchirurg des MDK Nord begutachtet, bei dem ich kein gutes Gefühl habe und denke, dass er der Krankenkasse mitteilen wird,dass ich arbeitsfähig bin,obwohl mein Arzt eine medizinische Begründung geschrieben hat,warum er mich für arbeitsunfähig hält.
Vorsorglich habe ich schon einen Antrag auf ALG I gestellt.
Was kann ich tun,wenn das Zweitgutachten auch negativ für mich ausfällt?
Widerspruch hast Du ja schon eingelegt.
Bei Ablehnung bliebe die Klage vorm Sozialgericht.
Bei finanzieller Not eine "Einstweilige Anordnung" auf Weiterzahlung des Krankengeldes erwirken.
Wie kann man sich gegen die Einschätzung der Krankenkasse zur Wehr setzen?
Gut,mit der Klage werde ich mich wohl befassen müssen.
Also meinereiner.......... ich jetzt........ ich würde mit dem Papierkram zum Rechtspfleger am SG gehen. (Wenn der Widerspruch nix bewirkt.)
Okay und dorthin allen schriftlichen Kram mitnehmen von der Krankenkasse?Kostet mich auch nichts,oder.?
schallerdirk schrieb:
Nee, Klagen vorm SG kosten nix.
Dein behandelnder Arzt muß auch einen Widerspruch einlegen....weil ja seine Entscheidung über deine weitere AU aufgehoben wurde...
also bitte deinen Arzt, dass er auch einen kurzen Widerspruch schreibt und er darlegt, aus welchen Gründen er dich weiterhin für au hält..
außerdem unbedingt lückenlos, überlappend, AU-nachweise bei der KK einreichen...bzw.Auszahlungsscheine...die kann man auch im I-net ausdrucken..es handelt sich um das Muster 17 der kassenärztlichen Vereinigung...
Also Widerspruch gegen die Begutachtung nach Aktenlage wurde doch schon eingelegt und ein Zweitgutachten angefordert,woraufhin ich ja heute persönlich von einem fachfremden Arzt begutachtet wurde.Also nochmal Widerspruch gegen das Zweitgutachten einlegen?Versteh nur noch Bahnhof....Das hat der Arzt schon getan mit dem Widerspruch.Daraufhin bekam ich die Einladung zur persönlichen Begutachtung.
Hallo schallerdirk,
Also Widerspruch gegen die Begutachtung nach Aktenlage wurde doch schon eingelegt und ein Zweitgutachten angefordert,woraufhin ich ja heute persönlich von einem fachfremden Arzt begutachtet wurde.Also nochmal Widerspruch gegen das Zweitgutachten einlegen?
Gegen Gutachten kann man keinen Widerspruch einlegen, den Widerspruch legst du gegen den Bescheid zur Krankengeldeinstellung ein.
Auch wenn es nicht extra drauf steht ist das ein Bescheid, immerhin wird damit eine Geldleistung "aufgehoben" ... theoretisch hat dieser Widerspruch auch die "aufschiebende Wirkung" ... die KK müsste also weiter zahlen bis zum Widerspruch mit Bescheid entschieden wurde ...
Machen die aber meistens nicht ...
Halte dich auch an den Beitrag von @Anna B. und lass unbedingt deine AU ohne Lücke weiter von deinem Arzt bescheinigen, sonst gibst du der KK eine "Steilvorlage" für die Einstellung der Zahlungen ...
Versteh nur noch Bahnhof....Das hat der Arzt schon getan mit dem Widerspruch.Daraufhin bekam ich die Einladung zur persönlichen Begutachtung.
Soweit so gut (oder schlecht) du kennst ja das Ergebnis der aktuellen Begutachtung noch nicht und ob ein Chirurg der passende Fachmann für psychische Probleme sein kann sei auch mal in Frage zu stellen ...
Dein Arzt kann nur medizinischen Widerspruch einlegen direkt beim Med. Dienst der KK (MDK) den Widerspruch gegen den Bescheid der KK musst du selber einlegen, denn du bist der Versicherte (mit dem Anspruch auf Krankengeld) und nicht dein Arzt ...
Ob das Sozialgericht da schon eingreifen wird, habe ich meine Zweifel ...
Bitte wende dich an die UPD (Unabhängige Patientenberatung), die haben schon viel Erfahrung mit solchen Vorgehensweisen der KK und schreibe notfalls Beschwerden an die übergeordneten Stellen deiner KK (Bezirksdirektion /Landesdirektion/ Bundesversicherungsamt) ... die Kassen wollen sparen und das wird inzwischen häufig auf diesem Wege versucht ...
Dass dabei keiner gesund werden kann, ist denen ziemlich egal ...
Gut,danke euch für die Hinweise. Mit der UPD habe ich mich telefonisch in Verbindung gesetzt. Haben mir auch geraten, erstmal das Zweitgutachten abzuwarten und dann ggf. Klage vor dem zuständigen Sozialgericht einzureichen.
Weitergehende AU-Bescheinigungen meines Arztes sind gesichert.Da mach ich mir keine Sorgen.
Oder soll mein Arzt nochmals Widerspruch gegen das Zweitgutachten einlegen bzw. ich nochmals gegen den Widerspruch?
Ich gehe von einem negativen Ausgang aus, da der Arzt des MDK schon solche Andeutungen gemacht hat.
Vielleicht kann ja "Machts Sinn" hier mal konkrete Hilfestellung bieten, als KK Fachmann.
Es sei nur mal am Rande angemerkt, die KK´s scheren sich einen Dreck um solche Widersprüche gegen die Einstellung von KG auf MDK-Begutachtung. Hier geht es ums sparen.
Gegen den Bescheid der KK musst du als versicherter Widerspruch und eben Klage vor dem Sozialgericht einreichen. Eine Bescheid ein Widerspruch, mehrere Bescheide mehrere Widersprüche.
Gegen das Gutachten des MDK muss sich der dich behandelnde Arzt zu Wehr setzen, eben mit seinen Ausführungen zur Begründung der anhaltenden AU.
Sollte die KK bei der Zahlungseinstellung des KG bleiben (Widerspruchsbescheid.), wovon mal auszugehen ist, dann müsstest du beim für dich zum zuständigen Sozialgericht gem. §§ 86a/86b (einstweilige Anordnung) Klage einreichen. Dazu gibt es genügend Hinweise im I-Net.
Danke Saurbier,
das im Moment Wichtigste ist wohl geschehen:
a. Antrag des Arztes zur erneuten Entscheidung der Krankenkasse auf der Basis
eines Zweitgutachtens
b. eigener Widerspruch
c. persönliche Arbeitslosmeldung / Antrag auf ALG I
Da eine erneute Begutachtung stattgefunden hat, ist das Ergebnis kurzfristig
abzuwarten oder zu erfragen.
Für Details käme es dann auf Details an, am besten anonymisierte Dokumente
P.S.: bin kein KK-Fachmann
Kann ich mal laienhaft nachfragen:
Gibt man damit nicht zum Ausdruck, daß man kein Krankengeld mehr will, sondern lieber unter die Fittiche der AfA?
Der Krankenkasse schicke ich weiterhin die Auszahlungsscheine zu,um die Arbeitsunfähigkeit darzulegen.
Soll ich der Arbeitsagentur auch eine AU Bescheinigung übergeben?Habe die Befürchtung,dass dann kein ALG I bewilligt wird,da mein Arzt mich weiterhin für arbeitsunfähig hält und ich dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehe.
nein, lt. BSG ist das kein Problem.
Soll ich der Arbeitsagentur auch eine AU Bescheinigung übergeben? Habe die
Befürchtung, dass dann kein ALG I bewilligt wird,da mein Arzt mich weiterhin
für arbeitsunfähig hält und ich dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehe.
du musst der AA deine Situation erklären. Wenn der MDK "arbeitsfähig" sagt und der
Hausarzt "arbeitsunfähig", gilt die Beurteilung des MDK für die Krankenkasse, warum
also nicht auch für die AA? Vgl. hier § 7 Abs. 2 Satz 1 AU-RL:
Das Gutachten des Medizinischen Dienstes ist grundsätzlich verbindlich.
Im Übrigen gibt es da die §§ 86 und 96 SGB X:
Du kannst ja nichts dafür, wenn MDK und Krankenkasse einen Alleingang machen.
Von deinem Arzt brauchst du für das evtl. Krankengeld trotzdem AU-Bescheinigungen.
Und bei der AA musst du dich im Rahmen deines Leistungsvermögens der Arbeitsvermitt-
lung zur Verfügung stellen - aber nicht selbst beurteilen, wie dein Leistungsvermögen
letztlich ist. Dafür gibt es wieder einen AA-Arzt.
Also steht dir Krankengeld oder Alg I zu. Stelle bei beiden Leistungsträgern noch
in diesem Monat August einen Antrag auf vorläufige Leistungen nach § 43 SGB I,
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_1/__43.html dann verbesserst du die
weiteren Chancen auf baldige Zahlung - auch für ein evtl. ER-/eA-Verfahren.
Wie habe ich das zu verstehen mit der vorläufigen Leistung bzw.wie muss das beantragt werden?
Die Krankenkasse will dich zur Arbeitsagentur abschieben und die Arbeitsagentur
vielleicht wieder zurück zur Krankenkasse. Das Verschiebe-Spiel kann endlos dauern,
obwohl klar ist, dass du entweder Krankengeld oder Arbeitslosengeld zu bekommen
Damit das nicht auf deinem Rücken ausgetragen wird, schiebst du den "Schwarzen Peter" den
Leistungsträgern zu und stellst - am besten per Fax, jedenfalls morgen oder übermorgen bei der
der Krankenkasse und bei der AA eingehend - jeweils den formlosen Antrag, dass du spätestens
am 01.10.2014 Arbeitslosengeld bzw. Krankengeld für die Zeit ab 16.08.2014 als vorläufige
Leistung nach § 43 SGB I haben möchtest.
KK und AA wissen dann schon. Aber falls sie sich dumm oder tot stellen, stellst du am 02.10.2014
einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung. Das weitere wäre dann ähnlich, wie in
diesem Beschluss des Sozialgerichtes Darmstadt vom 20.11.2012, S 1 AL 358/12 ER:
https://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=157039&s0=vorl%E4ufige%20Leistung&s1=Arbeitslosengeld&s2=Krankengeld&words=&sensitive=
Super danke für die Info.Sobald ich die Gutachten in der Hand habe werde ich das mal anonym hier hochladen.Anwalt und VDK werden auch eingeschaltet.
Erst zum Oktober den Antrag stellen oder doch September?
Damit KK oder AA spätestens am 01.10.2014 in der Zahlungspflicht sind, musst
du den Antrag auf vorläufige Leistungen, § 43 SGB I, noch diesen Monat - August -
bei beiden eingereicht haben - am besten nachweisbar. Alg I Antrag hast du ja
offenbar schon gestellt und auch Widerspruch bei der KK eingelegt.
Okay werde ich machen.Vielen Dank erstmal.Sobald es etwas Neues gibt,melde ich mich.
Ja ALG I Antrag ist gestellt und Widerspruch eingelegt bei der KK.
So habe telefonisch erfahren,dass das Krankengeld zum 2.9 eingestellt wird.Bescheid ist auf dem Weg.Nun bin ich etwas Baff.
hat man dich angerufen, oder hast du wohlmöglich telefonisch nachgefragt.
Bitte bitte, mach mit keinem (weder KK noch AfA) etwas per Telefon, in deinem eigenen Interesse.
Telefongespräche sind bei denen Schall und Rauch, denn wenn es später wohlmöglich in einem Verfahren um Nachweise bzw. Beweise geht, leiden die dortigen SB´s leider immer wieder an Gedächnisverlust, nach dem Motto - ist ja schon so lange her und ich hatte ja auch so viele andere Dinge zu tun -.
Mit Behörden, gerade diesen verkehrt man grundsätzlich nur schriftlich.
Zum einen müssen diese dann auch entsprechende § aufführen, auf welche sie sich zu berufen gedenken und zum anderen hat man damit ein ausreichendes Beweismittel für ein Klageverfahren. Den Ausführungen eines Schriftstückes kann man sich nicht so leicht entziehen wie bei einem Telefongespräch, im besonderen kan man da keine dümlichen Sprüche und Verweise auf irgendwelche Gesetze los lassen die nicht haltbar sind.
Es ist sowieso grundsätzlich immer darauf zu achten, dass die Gegenseite (KK/AfA) bei ablehnenden Bescheiden grundsätzlich die zutreffende Rechtslage (§xyz) angibt.
"Machts Sinn" hat ja ausführlich geschrieben, wie es weiter gehen sollte.
Also ab, sofort entsprechende Anträge stellen, sonst fehlt dir demnächst das Geld zum Leben.
Eben auch aus diesem Grund hat "Machts Sinn" wohl auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass du bei beiden (KK und AfA) einen Antrag nach § 43 SGB I (Vorläufige Leistungen) stellen sollst.
Käme jetzt von beiden (KK/AfA) darauf ein ablehnender Bescheid, dann müsstest du bei dem für dich zuständigen Sozialgericht unverzüglich einen Antrag auf eine einstweilige Anordnung nach §§86a/86b stellen, welche du mit fehlenden Leistungen zur Sicherung deines Lebensunterhaltes begründen kannst (Ausnahme: du hättest noch irgendwo geldwertes Vermögen).
Also ran und ja nichts verschlafen, die Zeit drängt, denn wir haben bereits den 28. August.
Noch ein kleiner Hinweis: es wäre schon Vorteilhafter, wenn du entsprechende Bescheide hier Anonymisiert einstellen könntest, denn dann können wir drüber schauen und ggf. handfestere Tipps geben.
Ja ich habe telefonisch nachgefragt aus Neugierde,aber einen schriftlichen Bescheid über die Einstellung des Krankengeldes zum 2.9. habe ich noch nicht erhalten,obwohl dieser laut SB der KK gestern wohl per Einschreiben per Rückschein herausgegangen sein soll.
Ja die Schreiben an die KK bzw. AA sind soweit verfasst und werden heute noch per Fax mit Sendenachweis verschickt.
Habe nachher auch noch einen Termin beim Anwalt.
Okay sobald ich die Unterlagen vollständig habe von der KK werde ich sie hier einstellen.
So Update: War eben noch beim Sozialgericht und habe mich dort beraten lassen.
Mir wurde geraten, jetzt schon einen Antrag auf einstweilige Anordnung zur Weiterzahlung des Krankengeldes zu stellen, was ich auch gemacht habe.
Das ist sehr gut! Schaden kann die EA auf keinen Fall, denke ich.
Soll ich trotzdem vorläufige Leistung nach Paragraph 43 SGB I bei der KK und AA stellen,obwohl ich eine einstweilige Anordnung gestellt habe?
Soll ich trotzdem vorläufige Leistung nach Paragraph 43 SGB I bei der KK und AA
stellen,obwohl ich eine einstweilige Anordnung gestellt habe?
Ja klar, mach´das, noch diesen Monat.
P.S.: hast du den eA-Antrag auch schon begründet (Anordnungsanspruch, Anord-
nungsgrund) oder musst du das nachreichen?
Und ist das MDK-Gutachten bereits angefordert?
Begründet ist der Antrag beim Sozialgericht schon,da muss nichts weiter eingereicht werden.
Sobald das Schreiben der Krankenkasse über die endgültige Ablehnung des Widerspruchs eingetroffen ist, werde ich Akteneinsicht inkl.Zusendung des MDK-Gutachtens anfordern.(Ablehnungsschreiben des Widerspruchs befindet sich seit gestern auf dem Postwege).
Mich wundert auch,dass im 1.Schreiben das Krankengeld zum 15.8. eingestellt werden soll und jetzt nach persönlicher Begutachtung des MDK zum 2.9 eingestellt wird.Wo ist die Logik?
Mein Gesundheitszustand hat sich so stark verschlechtert,dass ich ggf.sogar in stationäre Therapiemassnahme gehen muss.Das wird am 2.9. beim nächsten Arzttermin entschieden.
Du warst ja auch beim Anwalt. Hat er nichts davon gesagt, dass der Wider-
spruch aufschiebende Wirkung haben könnte und dies näher zu prüfen wäre:
http://www.bundesversicherungsamt.de/fileadmin/redaktion/Krankenversicherung/Rundschreiben/Rundschreiben49.pdf
http://www.bundesversicherungsamt.de/fileadmin/redaktion/Krankenversicherung/Rundschreiben/Rundschreiben61.pdf
Und das Sozialgericht hat darüber auch nicht beraten?
Dass über deinen Widerspruch bereits entschieden ist, kann ich kaum glauben;
so schnell ist der Widerspruchsausschuss sonst nie!
Doch,das mit der aufschiebende Wirkung hat mir das Sozialgericht erzählt.Hatte ich vergessen zu erwähnen.Sorry.
Das der Widerspruchsausschuss so schnell reagiert,wundert mich auch.
Ich gehe stark davon aus,dass es irgendein Bescheid mit Rechtshilfebelehrung ausgestellt vom SB der KK ist.
Sobald ich die Unterlagen habe,kann ich näheres dazu sagen.
Doch, das mit der aufschiebende Wirkung hat mir das Sozialgericht erzählt.
Und was ist mit der aufschiebenden Wirkung? Wird die von der Krankenkasse nicht
berücksichtigt oder ist die Krankengeld-Bewilligung in deinem Fall kein Verwaltungsakt
mit Dauerwirkung?
Denke, dass ein eA-Antrag nachrangig wäre.
Wie gesagt,habe ich die eA heute beim Sozialgericht gestellt.Denke,dass es einige Tage dauern wird.
In meinem Widerspruch an die KK habe ich die Schreiben des Bundesversicherungsamtes mit eingefügt und auf die aufschiebende Wirkung hingewiesen.
Erst auf Nachfrage kam ein Dreizeiler über den Eingang des schriftlichen Widerspruchs.
Die Bewilligung des Krankengeldes war ein ganz normaler Schrieb, in so etwa: Hiermit bewilligen wir Krankengeld usw.
Trotzdem gehst du der Frage der aufschiebenden Wirkung des Widerspruchs nicht weiter
nach, obwohl es dafür nur darauf ankäme, ob die Krankengeld-Bewilligung ein Verwaltungs-
akt mit Dauerwirkung ist? In diesem Falle würde der Anordnungsanspruch (Erfolgsaussicht
in der Sache) und der Anordnungsgrund (Eil- und Hilfsbedürftigkeit) keine Rolle
Als Laie nachgefragt,woran erkenne ich,ob das ein Verwaltungsakt mit Dauerwirkung ist?
So steht es nicht im Bewilligungsschreiben.
So hier Chronologie der ganzen Ereignisse:
1.) Arbeitusunfähigkeit ab 3.2.2014
2.) Anfang März durch Arbeitgeber angeregt Überprüfung der Arbeitsunfähigkeit
durch den MDK ( Überprüfung des MDK - Ergebnis weiterhin arbeitsunfähig)
3.) Mitteilung der Krankenkasse am 11.8 über Einstellung zum 15.8 mit der
Möglichkeit sich bis zum 25.8 zur Angelegenheit zu äussern.
4.) Widerspruch am 13.8 gegen die Einstellung des Krankengeldes inkl.Anforderung des MDK Gutachtens. ( nach Rücksprache mit der Unabhängigen Patienberatung)
5.) Zusendung des Gutachtens nach Aktenlage des MDK per E-Mail durch Krankenkasse am 14.8
6.) Einladung am 21.8. zur persönlichen Begutachtung am 26.8.
7.) Antrag auf eA am 28.8 durch Sozialgericht die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs herzustellen und Weiterzahlung des Krankengeldes.
8.) Mitteilung der Krankenkasse am 27.8.(zugestellt am 29.8.) über Einstellung des Krankengeldes zum 02.9. mit der Möglichkeit sich bis zum 10.9 zu äussern.
Das aktuelle Gutachten habe ich noch,wurde aber angefordert.
So im Anhang die wichtigsten Schreiben in anonymisierter Form:
Mir wurde mitgeteilt,dass dieses alles Anhörungsbögen sind und noch nichtmal dem Widersspruchsverfahren vorgelegt wurde.
Da weiss die eine Hand nicht,was die andere macht.
wenn du willst, stelle ich auch die Merkmale für einen Verwaltungsakt mit Dauerwirkung
hier ein. Falls es aber keine gegenteiligen Aussagen der Kasse gibt - z. B. mit der jeweiligen
Überweisung / Übersendung des nächsten Auszahlschein-Formulars - ist dieser Charakter
der Entscheidung hier eindeutig. Insbesondere kommt es nicht darauf an, dass im Bescheid
die Worte "auf Dauer" erscheinen.
Davon geht übrigens auch deine Krankenkasse aus, denn sonst bedürfte es nicht der
jeweiligen Anhörung nach § 24 SGB X, jetzt wieder mit Frist bis zum 10.09.2014. Ganz
unabhängig davon ist die Vorgehensweise der Krankenkasse verfahrensrechtlich nicht
P.S.: Bist du auch so mutig, den gestrigen ER-/eA-Antrag hier einzustellen?
Muss erstmal wieder zu Sinnen kommen.
Wie muss ich jetzt weitervorgehen?Habe Montag einen Termin beim VDK.So wie ich verstanden habe,sind das alles Anhörungsbögen oder.Der schriftliche Bescheid über die endgültige Einstellung ist ja noch nicht da geschweige denn der Widerspruchsausschuss wurde eingeschaltet.Akteneinsicht inkl.Zusendung des aktuellen MDK Gutachtens wurde heute gestellt.
Da hast du vollkommen recht - das meinte ich mit verfahrensrechtlich "nicht sauber".
Genau genommen sind die beiden Briefe vom 11. und 27.08.2014 inhaltlich derart widersprüchlich,
dass völlig offen ist, ob es sich um Entscheidungen und um Anhörungen oder nur um Anhörungen
handelt. Dann kommt es auf den Empfängerhorizont und die Auslegung an und das gibt "Spielräume",
obwohl dir sicher nicht nach "Spiel" zumute ist. Dritte tun sich da leichter, z.B. auch mit dem Ein-
wand, dass auch die Anhörung noch keine ausreichende Anhörung ist, weil sich die für die Ent-
scheidung erheblichen Tatsachen daraus nicht nachvollziehbar ergeben (z. B. wieso sollte ein
fachfremder Arzt des MDK die AU besser beurteilen können als dein Facharzt???).
Wenn du die Anträge nach § 43 SGB I gestellt hast, kannst du entspannen und abwarten,
was sich beim VDK am Montag ergibt. Da bin ich auch gespannt.
Okay,ich werde berichten,was beim VDK rausgekommen ist und stelle dann auch das medizinische Gutachten online,sobald ich das habe.
@Machts Sinn und alle anderen:
Mein Gesundheitszustand hat sich so stark verschlechtert,dass ich nochmals in der Notfallambulanz der Psychatrie gewesen war.Mir wurde nahegelegt,mich sofort stationär aufzunehmen.
Montag bin ich regulär da und entscheide dann dort vor Ort auch,ob ich den Klinikaufenthalt warnehmen werde.
Das ist ja der 1.9. Zum 2.9.soll ja das Krankengeld mit Stellungnahme bis zum 10.9 eingestellt werden.Ob es sich um einen Anhörungsbogen etc. handelt,weiss die KK wohl selber nicht.
Müsste ich nicht bei dieser Konstellation weiterhin über den 2.9. Krankengeld bekommen?
Doch - natürlich!
Wünsch´dir alles Gute!
Schließe mich an..........
Danke,so nun kurz.Bin heute stationär aufgenommen worden,weil es gesundheitlich gar nicht mehr geht.
Der VDK nimmt sich der Sache an und schüttelte nur den Kopf bei der Vorgehensweise der KK.
So bin dann erstmal weg für einige Zeit.
Krankenkasse und MDK-Helferlein ...
... sieht so aus, als hätten beide mal wieder unter Beweis gestellt, was
sie wirklich "drauf" haben: die Krankenkasse als krank-mach-Kasse und ein
Allgemein-Chirurg des MDK Nord als psychiatrischer Obergutachter - nach
dem Prinzip: Versuch - Irrtum - nächster Versuch - ...
Tja lieber Machts Sinn,
so läuft das eben hierzulande ab.
Die Kassen sind ja bekanntlich alle leer und die welche noch über Geld verfügen, na die werden eben durch die Berliner Politik erfolgreich für fremde Dinge geplündert.
Die Betroffenen bleiben dann eben auf der Strecke.
Wie sagen es Politiker doch immer - ist ein Einzelfall, der ist zwar schlimm und sollte nicht passieren, aber dennoch sollte man ihn nicht veralgemeinern -.
Wenn man bedenkt, dass ca. 41 Millionen Arbeitnehmer hierzulande gezählt werden, na dann sind die Betroffenen leider in der Minderheit und werden es auch bleiben.
Die Frage ist allerdings, wann der Rest soweit ist das er bemerkt wie unsere Sozialsystem kontinuierlich zerschlagen bzw. aushöhlt wird und das nicht mehr mitmachen will.
Vor kurzem habe ich im Radio so beiläufig einen wunderschönen Bericht gehört, wonach der Staat als oberster Hüter unseres Rechtssystem derjenige selbst ist, welcher für sich in Anspruch nimmt die eigenen Gesetze immer weniger zu achten.
Die Bananenrepublik ruft.
schallerdirk wünsche ich natürlich auch gute Besserung.
Nöö...... die KK haben (im Moment) genug Kohle! Und es ist ausdrücklich nicht Aufgabe der KK, Gewinn zu machen.
die KK´s haben genug Geld.
Na ja solange der Bund seinen Zuschauss gegeben hat, mag das zutreffen.
Aber was macht denn der Bundesfinanzminister die ganze Zeit mit unseren Sozialkassen.
Er plündert sie damit der Bundeshaushalt entlich einmal ausgeglichen ist, weil man sich bei der CDU strikt weigert, den Vermögenden eine höhere Steuer aufzuerlegen.
Damals unter Kohl mussten wir 53% Abführen und dieser Betrag wurde sogar durch das BVerG als gerecht bestätigt.
Heute darf man natürlich sowas nicht machen, dann nimmt man lieber das Geld aus den bis dato so prallen Sozialkassen. Die Arbeiter haben eben keine Lobby, die Reichen aber die Posten wo sich Politiker später zur Ruhe setzen können mit einem guten Salär.
Übrigens, schon jetzt jammern die KK´s wieder, dass ihre Überschüsse demnächst ins Minus rutschen, besonders die Ersatzkassen.
Na klar sollen die Kassen keine Gewinne machen, sie sollen "nur" kostendeckend arbeiten. Gerade das ist ein schöner schwammiger Ausdruck.
Ist genug Geld in der Kasse, dann werden zuerst die Gehälter der Vorstände erhöht, danach dann die der Mitarbeiter bei der nächsten Lohnrunde. Bliebe dann was ürbig, na dann wird es angespart, damit der Bund seine Zuschüsse minimieren kann.
So Zwischenfazit.Auf mein Gesuch bzw. des Vdk die Akteneinsicht zu gewähren,ist die Krankenkasse bisher nicht eingegangen.
Der Arzt in der Klinik hat auch eine Begründung geschrieben,warum er mich arbeitsunfähig hält.Keine Reaktion.
Keine Auszahlung des Krankengeldes für den Zahlschein bis zum 28.8,obwohl Krankengeld zum 2.9. eingestellt werden sollte.Bisher auch kein rechtskräftiger Einstellungsbescheid gegen den man offziell Einspruch erheben könnte.
weiterhin Zahlscheine regelmäßig einreichen....
Das werde ich natürlich machen.Nachdem ich der Sachbearbeiterin eine gepfefferte E-Mail geschickt habe, kam postwendend am nächsten Tag der Brief mit der Mitteilung,dass Krankengeld bis zum letzten Vorstellungstag ( 28.8.) überwiesen worden ist, dass die Akte an den VdK übermittelt worden ist sowie der Hinweis, dass über die Weiterbewilligung des Krankengeldes noch entschieden werden muss und ich mich in Geduld üben muss.
Ein neuer Zahlschein wurde nicht geschickt, aber mal gut das ich mir einige Kopien gemacht habe.
manche KK´s haben dafür Vordrucke die man über deren Homepage erhalten kann.
So jetzt wieder eine Nachricht von mir.Bin seit letzten Donnerstag wieder zuhause,da ich zwischengeparkt worden bin auf einer Suchtstation,weil die Kapazität auf der Depressionsstation nicht ausreichend war.
Bin allerdings dort auf der Warteliste und hoffe bald wieder aufgenommen werden kann.
Die Krankenkasse hat auf Druck der Klinik und dem VdK erstmal eingelenkt und zahlt weiterhin Krankengeld.Eigentlich solange ich stationär aufgenommen bin,aber der VdK hat mir mitgeteilt,dass es auch weiterhin gezahlt wird,solange regelmässig Befunde etc.vom Facharzt für Psychatrie und Psychotherapie vorgelegt werden.
Und das gute ist,dieser ist auch in der selben Institution untergebracht wie die Klinik.
Die Krankenkasse hat auf Druck der Klinik und dem VdK erstmal eingelenkt und zahlt weiterhin Krankengeld.
Hallo Schallderdirk,
Wünsch´dir alles Gute.
So da bin ich wieder.Das Krankengeld wird immer noch gezahlt und mein Gesundheitszustand ist so einigermassen, aber noch lange nicht wieder arbeitsfähig. Nun habe ich vor kurzem ein Schreiben von der Krankenkasse erhalten, dass mein Krankengeldanspruch am 27.7.15 endet und ich somit ausgesteuert werde.
Meine behandelde Psychaterin sieht mich auch über den Zeitraum als arbeitsunfähig.
So gibt es ein Blankoformular für die Krankenkasse,also Zahlschein.Bedingt durch den Streik der Post,ist der neue Zahlschein noch nicht eingetroffen.
Als allererstes Nachrechnen wie lange wurde das Krankengeld gezahlt - volle 78 wochen?
falls dem nicht so ist -> Widerspruch bei der Krankenkasse stellen....
Wenn du gerechtfertigt ausgesteuert wirst solltest du:
Dich beim Arbeitsamt melden und ALG 1 beantragen (sollte im auch im Schreiben der KK stehen)
Paralell oder am besten schon vorher Formlos einen Rehaantrag stellen bei der DRV stellen. Formulare etc können später Nachgereicht werden Dies ist wichtig damit du das sog. Dispositionsrecht hast - Das Arbeitsamt wird dich sonst irgendwann- eher sehr bald - auffordern einen Rehaantrag zu stellen - dann hast du aber kein Dispositionsrecht mehr und musst nach deren pfeife tanzen...
3. alles weitere immer hier besprechen... vor allem wenns um Ärztlichen Dienst etc geht
4. Erkundige dich über die Nahtlosigkeitsregel
5. solltest du wieder in eine Klinik gehen wende dich an den sozialdienst die sollten dir in allen mit dem ämtern und kk in sachen aussteuerung etc helfen
Ähm,danke,aber das ist alles schon erledigt.Mir gehtss nur um das Blankoformular.
Bei welcher Krankenkasse bist Du?
Bei der TK konnten die mir das innerhalb 10 min zufaxen.... Anruf bei der Hotline genügt....
Danach habe ich immer das fax genommen und selber ausgedruckt
geh auf die Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung..dort gibt es die Formularsammlung und dann druckst du dir den Vordruck einfach aus..
müssen die anerkennen...
ich glaube, das ist Muster 17 oder 17E
Hier muss ich dir leider widersprechen Du musst direkt auf dem Sozialgericht eine Schweigepflichtsentbindung deiner Ärzte unterschreiben. Macht euren Ärzten nicht noch mehr Arbeit.
Das Gericht wird automatisch eine Stellungnahme des Arztes anfordern.
So läuft das grade in meinem Fall.
Vielleicht hat sich das ja auch mittlerweile so geändert. Der Beitrag ist ja schon was älter