Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201986,%20183
Timestamp: 2020-06-03 07:57:51
Document Index: 56716163

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 7', '§ 3', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 28.05.1985 - VI ZR 258/83 - dejure.org
https://dejure.org/1985,609
BGH, 28.05.1985 - VI ZR 258/83 (https://dejure.org/1985,609)
BGH, Entscheidung vom 28.05.1985 - VI ZR 258/83 (https://dejure.org/1985,609)
BGH, Entscheidung vom 28. Mai 1985 - VI ZR 258/83 (https://dejure.org/1985,609)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1985,609) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Anforderungen an einen aufmerksamen Autofahrer im Straßenverkehr - Gebotene Vorsicht und Wachsamkeit eines Verkehrsteilnehmers an schwer einsehbaren Straßen - Erhöhte Anforderungen an die Sorgfalt im Straßenverkehr bei Sichtung von Kindern auf Straßen und Gehwegen - ...
StVG § 7 Abs. 2; StVO § 3 Abs. 2 a
NJW 1986, 183
NJW 1986, 83
MDR 1986, 308
VersR 1985, 864
Die Prüfung nach § 17 Abs. 3 StVG hat sich insoweit aber auch darauf zu erstrecken, ob ein "Idealfahrer" überhaupt in diese Gefahrensituation geraten wäre und ob der Verkehrsteilnehmer in der konkreten Unfallsituation wie ein "Idealfahrer" reagiert hat (BGH, Urteil vom 10.07.2007, Az.: VI ZR 199/06, u.a. in: NJW 2007, Seiten 3120 ff.; BGH, Urteil vom 13.12.2005, Az.: VI ZR 68/04, u.a. in: NJW 2006, Seiten 896 ff.; BGH, Urteil vom 17.03.1992, Az.: VI ZR 62/91, u.a. in: NJW 1992, Seiten 1684 ff.; BGH, Urteil vom 13.12.1990, Az.: III ZR 14/90, u.a. in: NJW 1991, Seiten 1171 f.; BGH, Urteil vom 28.05.1985, Az.: VI ZR 258/83, u.a. in: NJW 1986, Seiten 183 f.; BGH, Urteil vom 13.05.1969, Az.: VI ZR 270/67, u.a. in: VersR 1969, Seite 827; OLG Köln, Urteil vom 24. April 1996, Az.: 13 U 146/95; OLG Köln, NZV 1992, Seite 233; LG Flensburg, Urteil vom 05.01.2018, Az.: 2 O 228/13, u.a. in: NZV 2018, Seite 239; AG Brandenburg an der Havel, Urteil vom 13.01.2017, Az.: 31 C 71/16, u.a. in: DAR 2017, Seiten 322 ff.).
Auch für den Idealfahrer gilt in der Regel der Vertrauensgrundsatz, nach dem sich der Kraftfahrer in gewissem Umfang darauf verlassen darf, dass andere Verkehrsteilnehmer sich sachgerecht verhalten, solange keine besonderen Umstände vorliegen, die geeignet sind, dieses Vertrauen zu erschüttern (vgl. BGH NJW 1986, 183;… KG a. a. O.).
Die Anschlußrevision verkennt dies im Grundsatz auch nicht, meint jedoch unter Hinweis auf das Senatsurteil vom 28. Mai 1985 - VI ZR 258/83 - VersR 1985, 864, daß auch der sog. Idealfahrer sich in gewissem Umfang darauf verlassen dürfe, daß andere Verkehrsteilnehmer sich sachgerecht verhielten, solange keine besonderen Umstände vorlägen, die geeignet seien, dieses Vertrauen zu erschüttern.
Der Fahrer, der mit Erfolg die Unabwendbarkeit des Unfalls geltend machen will, muss sich wie ein "Idealfahrer" verhalten haben (vgl. BGH, NJW 1986, 183; NJW 1987, 2375).
OLG Düsseldorf, 31.03.2020 - 1 U 101/19
Gefordert wird nicht die absolute Unvermeidbarkeit, sondern ein an durchschnittlichen Verhaltensanforderungen gemessenes ideales, also überdurchschnittliches Verhalten (BGH, Urteil vom 28.05.1985 - VI ZR 258/83; OLG Koblenz, Urteil vom 04.10.2005 - 12 U 1236/04), welches sachgemäß, geistesgegenwärtig ist und über den gewöhnlichen und persönlichen Maßstab hinausgeht, wobei alle möglichen Gefahrenmomente zu berücksichtigen sind.
BGH, 17.02.1987 - VI ZR 75/86
Unabwendbares Ereignis bei Verkehrsunfall mit einem Kind; Direktanspruch gegen …
OLG Celle, 04.12.2019 - 14 U 127/19
OLG Naumburg, 11.10.1995 - 5 U 96/95
Haftungsverteilung bei einem Unfall mit einem Kind in einem Wohngebiet