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Timestamp: 2019-06-24 10:11:57
Document Index: 324563775

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 9', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 31', 'Art. 32', 'Art. 36', 'Art. 36', 'Art. 21', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 272', 'Art. 161', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 22', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 251', 'Art. 261', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 30', 'Art. 7', 'Art. 311', 'Art. 321', 'Art. 7', 'Art. 36', 'Art. 36', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 21', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 91', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 161', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 22', 'Art. 23', 'Art. 241', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 261', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 30', 'Art. 311', 'Art. 321', 'Art. 36', 'Art. 36']

Art. 4 Comunicazione della denominazione delle autorità comp...
Art. 6 Comunicazione della decisione dell'autorità d'approva...
Sezione 2: Trattamento di dati personali nell'ambito della s...
Art. 7 Controllo dell'esecuzione degli ordini di sorveglianz...
Art. 9 Protezione dei dati e sicurezza dei dati
Sezione 4: Sorveglianza dei servizi telefonici
Art. 16 Forme di sorveglianza (in tempo reale e retroattiva)
Art. 16a Ricerca e salvataggio di persone disperse
Art. 16b Misure di sorveglianza con implicazioni internazion...
Art. 18 Obblighi degli offerenti di prestazioni di telecomun...
Sezione 5: Informazioni sui collegamenti di telecomunicazion...
Art. 19 Sistema di smistamento delle domande di informazioni...
Art. 19a Registrazione di dati personali in occasione della ...
Sezione 6: Sorveglianza di Internet
Art. 24 Accessi a Internet e applicazioni soggetti a sorvegl...
Art. 24a Forme di sorveglianza (in tempo reale)
Art. 24b Forme di sorveglianza (retroattiva)
Art. 24c Misure di sorveglianza con implicazioni internazion...
Art. 25 Esecuzione della sorveglianza
Art. 26 Obblighi dei fornitori di accesso a Internet
Sezione 7: Sorveglianza del traffico all'interno di reti di ...
Art. 31 Fatturazione
Art. 32 Rimedi giuridici
Art. 36a Disposizione transitoria relativa alla modifica del...
Art. 36b Disposizione transitoria sulla modifica del 23 nove...
vom 31. Oktober 2001 (Stand am 1. September 2017)
gestützt auf Artikel 17 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 20001 betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF),
1 Diese Verordnung regelt die Organisation und das Verfahren zur Überwachung des Post- oder Fernmeldeverkehrs sowie die Erteilung von Auskünften über die Fernmeldeanschlüsse.
den Dienst für die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (Dienst);
die anordnenden Behörden;
die Anbieterinnen von Postdiensten;
die Anbieterinnen von Fernmeldediensten, einschliesslich die Internetzugangsanbieterinnen;
die Betreiberinnen von internen Fernmeldenetzen oder Hauszentralen.
1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Nov. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5955).
Art. 21Begriffe und Abkürzungen
Art. 3 Dienst
1 Der Dienst ist dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement (Departement) administrativ zugewiesen.1
2 Er ergreift die notwendigen Massnahmen, um, innerhalb und ausserhalb der Dienstzeit, die Überwachungsanordnungen empfangen und die Prüfung nach Artikel 11 Absatz 1 Buchstabe a und Artikel 13 Absatz 1 Buchstabe a BÜPF durchführen zu können.
1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 22. Aug. 2007, in Kraft seit 1. Sept. 2007 (AS 2007 4029).
Art. 4 Meldung der Namen der zuständigen Behörden
Die Kantone und die zuständigen Bundesämter melden dem Dienst den Namen:
der Behörden, die zur Anordnung einer Überwachung zuständig sind;.
der Genehmigungsbehörde;
der Behörden nach Artikel 14 Absatz 2 Buchstaben b und c BÜPF, die Auskünfte über Fernmeldeanschlüsse verlangen können.
Art. 5 Einreichung der Überwachungsanordnung beim Dienst
1 Die anordnende Behörde kann die Überwachungsanordnung beim Dienst einreichen:
per Post, per Telefax oder mit einem anderen durch das Departement zugelassenen sicheren Übertragungsmittel;
mündlich, in dringlichen Fällen.
2 Wenn sie die Überwachung mündlich anordnet, erhält sie die Nutzinformationen, die Verkehrs- und Rechnungsdaten sowie weitere Auskünfte über den Post- oder Fernmeldeverkehr einer Person erst, nachdem sie die Überwachungsanordnung mit einem Übertragungsmittel nach Absatz 1 Buchstabe a bestätigt hat.
3 Die anordnende Behörde reicht ebenfalls jede Abänderung oder jede Verlängerung der Überwachungsanordnung sowie jede gemachte Ergänzung mit einem Übertragungsmittel nach Absatz 1 Buchstabe a beim Dienst ein.
Art. 6 Mitteilung des Entscheids der Genehmigungsbehörde
1 Die Genehmigungsbehörde teilt dem Dienst ihren Entscheid mit den allfälligen zusätzlichen Vorkehren zum Schutz der Persönlichkeit umgehend schriftlich mit.
2 Der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) teilt dem Dienst den Genehmigungs- und den Freigabeentscheid im Rahmen von Artikel 27 Absatz 3 des Nachrichtendienstgesetzes vom 25. September 20151 (NDG) selber mit.2
2 Eingefügt durch Anhang 4 Ziff. II 11 der Nachrichtendienstverordnung vom 16. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 4151).
2. Abschnitt: Bearbeitung von Personendaten im Rahmen der Überwachung des Post- oder Fernmeldeverkehrs
Art. 7 Kontrolle der Ausführung der Überwachungsanordnungen
1 Die Behörden, die Überwachungen anordnen oder genehmigen, sowie die Anbieterinnen von Post- oder Fernmeldediensten können diejenigen Personendaten bearbeiten, die sie für die Kontrolle der Ausführung der Überwachungsanordnungen benötigen.
2 Der Dienst führt eine Geschäftskontrolle über:
die Durchführung der Überwachungen von Post- oder Fernmeldediensten;
die Gebühren und Entschädigungen.
1 Der Dienst errichtet und betreibt ein Verarbeitungszentrum für die Daten aus der Überwachung des Fernmeldeverkehrs.1
2 Das Verarbeitungszentrum muss rund um die Uhr einsatzfähig sein, um:
die durch die Anbieterinnen von Fernmeldediensten gelieferten Daten aus der Überwachung des Fernmeldeverkehrs entgegenzunehmen und in einem Informationssystem aufzuzeichnen;
die Daten für die betroffene Behörde bereitzustellen.
3 Der Dienst macht die Daten der Überwachung der Behörde zugänglich, die als Empfängerin der Überwachungsdaten vorgesehen ist.
4 Der Dienst kann dieser Behörde die Daten auch in einer anderen Form übermitteln.
2 Fassung gemäss Anhang 4 Ziff. II 11 der Nachrichtendienstverordnung vom 16. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 4151).
1 Für die Gewährleistung der Datensicherheit gelten die Verordnung vom 14. Juni 19932 zum Bundesgesetz über den Datenschutz und die Bestimmungen zur IKT-Sicherheit in der Bundesinformatikverordnung vom 26. September 20033.
2 Die Anbieterinnen von Post- oder Fernmeldediensten folgen den Anweisungen des Dienstes für die Datensicherheit bezüglich der Übertragung der Überwachungsdaten. Sie sind für die Datensicherheit bis zum Übergabepunkt der Daten an den Dienst verantwortlich.
Art. 10 Vernichtung der Daten
1 Der Dienst vernichtet die Überwachungsdaten, nachdem er sie den Behörden nach Artikel 8 Absätze 3 oder 4 übergeben hat, spätestens aber drei Monate nach der Einstellung der Überwachung.
2 Er vernichtet die Daten aus der Geschäftskontrolle ein Jahr nach Einstellung der Überwachung.
3 Der Artikel 962 des Obligationenrechts1 und die Gesetzgebung über die Archivierung bleiben vorbehalten.
Art. 11 Überwachungsanordnung
Die beim Dienst eingereichte Überwachungsanordnung muss die folgenden Angaben enthalten:
den Namen der anordnenden Behörde;
den Namen der Behörde, die als Empfängerin der Überwachungsdaten vorgesehen ist;
soweit diese Daten bekannt sind: die Namen, Adressen und Berufe der tatverdächtigen Personen und der allenfalls zu überwachenden weiteren Personen;
im Fall von Personen, die einem Berufsgeheimnis nach Artikel 271 Absatz 1 der Strafprozessordnung3 (StPO) unterstehen: einen Vermerk über diese Besonderheit;
den Grund der Überwachung, insbesondere die Straftat, die mit der Überwachung aufgeklärt werden soll;
den Namen der Postdienst-Anbieterin und, wenn möglich, den Namen der mitwirkenden Poststellen;
wenn nötig, die weiteren Auskünfte über den Postverkehr einer Person und die Anträge auf zusätzliche Vorkehren zum Schutz der Persönlichkeit;
den Beginn und die Dauer der Überwachung.
1 Fassung gemäss Anhang 4 Ziff. II 11 der Nachrichtendienstverordnung vom 16. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 4151).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Nov. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5955).
4 Fassung gemäss Anhang 4 Ziff. II 11 der Nachrichtendienstverordnung vom 16. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 4151).
Art. 12 Überwachungstypen
das Abfangen der Postsendungen (Echtzeit-Überwachung);
die Lieferung folgender Daten über den Postverkehr (Echtzeit-Überwachung), soweit diese Daten verfügbar sind:
die Identität der Empfängerinnen und Empfänger der Postsendungen,
die Identität der Absenderinnen und Absender der Postsendungen,
den Zustellungsstand der Postsendungen;
die Lieferung folgender Verkehrs- und Rechnungsdaten (rückwirkende Überwachung):
für Postsendungen mit Zustellnachweis: die Empfängerin oder den Empfänger, die Absenderin oder den Absender und die Art der Postsendung sowie, wenn die Information verfügbar ist, den Zustellungsstand der Postsendung,
wenn die Anbieterin von Postdiensten Daten registriert und sie nach Abschluss der von einer Kundin oder eines Kunden verlangten Dienstleistung aufbewahrt: sämtliche verfügbaren Daten;
die weiteren Auskünfte über den Postverkehr einer Person, die in der Überwachungsanordnung festgehalten sind.
Art. 13 Durchführung der Überwachung
1 Der Dienst bestimmt im Einzelfall, wenn nötig nach Absprache mit der anordnenden Behörde, die technischen und organisatorischen Massnahmen für die Durchführung der Überwachung.
2 Jede Anbieterin von Postdiensten meldet dem Dienst die Ausführung der angeordneten Massnahmen.
3 Ist eine Anbieterin von Postdiensten infolge betrieblicher Probleme vorübergehend nicht in der Lage, ihre Pflichten bei einer aktiven Überwachung oder zum Vollzug einer neuen Überwachungsanordnung wahrzunehmen, muss sie dies dem Dienst unverzüglich melden.
4 Der Dienst prüft mit der Anbieterin von Postdiensten, ob Begehren über weitere Auskünfte über den Postverkehr einer Person erfüllt werden können und ob die verlangten Verkehrs- und Rechnungsdaten vorhanden sind. Er benachrichtigt die anordnende Behörde über seine Feststellungen und berät sie, wenn nötig, über das weitere Vorgehen.
Art. 14 Pflichten der Anbieterinnen von Postdiensten
1 Jede Anbieterin von Postdiensten muss in der Lage sein, jene Überwachungstypen nach Artikel 12 auszuführen, die durch sie angebotene Dienste betreffen.
2 Jede Anbieterin von Postdiensten muss in der Lage sein, die Überwachungsanordnungen auch ausserhalb der Dienstzeit entgegenzunehmen und sie so rasch wie möglich auszuführen. Sie meldet dem Dienst den Namen der Kontaktpersonen.
4. Abschnitt: Überwachung der Telefondienste2
Art. 15 Überwachungsanordnung
1 Die beim Dienst eingereichte Überwachungsanordnung muss die folgenden Angaben enthalten:
wenn möglich, den Namen der Anbieterin von Fernmeldediensten;
die bekannten Adressierungselemente;
wenn nötig, die Anträge:
auf die Bewilligung einer Direktschaltung,
auf die allgemeine Genehmigung für die Überwachung von mehreren Anschlüssen ohne Genehmigung im Einzelfall (Art. 272 Abs. 2 und 3 StPO), und
auf die zusätzlichen Vorkehren zum Schutz der Persönlichkeit;
die vom Dienst gewünschten Zusatzaufgaben gemäss Artikel 13 Absatz 2 BÜPF.
2 Wenn die Durchführung gewisser Überwachungstypen es erfordert, kann das Departement vorsehen, dass die dem Dienst eingereichte Überwachungsanordnung weitere technische Angaben enthalten soll.
5 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Nov. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5955).
Art. 161Überwachungstypen (Echtzeit und rückwirkend)
die Übertragung des Fernmeldeverkehrs (Echtzeit-Überwachung der Nutzinformationen);
bei Mobiltelefonie: die Bestimmung und die simultane oder periodische Übertragung des Zell-Identifikators (Cell ID), des Standortes und der Hauptstrahlungsrichtung der Antenne, mit der das Endgerät der überwachten Person momentan verbunden ist (Echtzeit-Überwachung);
die Bereitstellung und die simultane oder periodische Übertragung folgender Angaben, selbst wenn es nicht zum Aufbau einer Kommunikation kommt, (Echtzeit-Überwachung):
die verfügbaren Adressierungselemente (Rufnummern der abgehenden und ankommenden Kommunikationsvorgänge),
die tatsächliche bekannte Zielrufnummer und die zwischengeschalteten verfügbaren Rufnummern, falls der Anruf um- oder weitergeleitet wurde,
die erzeugten Signale, einschliesslich der Zeichengabe für den Bereitschaftszustand, die Parameter der Fernmeldeanlagen (z.B. IMSI-Nummer, IMEI-Nummer) und die erzeugten Signale für die Aktivierung der Konferenzschaltung oder der Anrufumleitung,
bei Mobiltelefonie: den Zell-Identifikator (Cell ID), den Standort und die Hauptstrahlungsrichtung der Antenne, mit der das Endgerät der überwachten Person zum Zeitpunkt der Kommunikation verbunden ist,
das Datum und die Uhrzeit;
die Lieferung folgender Daten, sofern es zum Aufbau einer Kommunikation gekommen ist (rückwirkende Überwachung):
die verfügbaren Adressierungselemente (Rufnummern der abgehenden und eingehenden Kommunikationsvorgänge, sofern diese der Fernmeldedienstanbieterin bekannt sind),
die Kommunikationsparameter des Endgerätes der Mobiltelefonie und die Parameter zur Teilnehmeridentifikation (wie die IMSI-Nummer und die IMEI-Nummer),
das Datum, die Zeit und die Dauer der Verbindung;
der Antennensuchlauf: rückwirkende Eruierung aller an einem bestimmten Standort angefallenen mobilen Kommunikationsvorgänge während eines bestimmten Zeitraumes, sofern es zum Aufbau einer Kommunikation gekommen ist.
Art. 16a1Suche und Rettung vermisster Personen
Für die Suche und Rettung vermisster Personen gemäss Artikel 3 BÜPF können nur die folgenden Überwachungstypen angeordnet werden:
die Überwachungstypen nach Artikel 16 Buchstaben b, c und d;
soweit möglich die Bestimmung der letzten aktiven Position des mobilen Endgerätes der vermissten Person und die Lieferung aller zur Standortbestimmung notwendigen Angaben, wie:
Zell-Identifikator (Cell ID),
Hauptstrahlungsrichtung und Frequenzband der Antenne der Mobiltelefonie.
1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Nov. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5955).
Art. 16b1Überwachungsmassnahmen mit Auslandsbezug
1 Ziel der Überwachungsmassnahmen nach Artikel 16 Buchstabe a, Buchstabe c Ziffern 1, 2, 3 und 5 und Buchstabe d Ziffern 1, 2 und 4 kann jedes Adressierungselement sein, unabhängig vom Standort des Endgeräts, von der Landeskennzahl der Rufnummer und von der Netzzugehörigkeit.
2 Ziel der Überwachungsmassnahmen nach Artikel 16 Buchstabe a, Buchstabe b, Buchstabe c Ziffer 4 und Buchstabe d Ziffer 3 und nach Artikel 16a kann auch ein ausländisches Adressierungselement sein, welches sich im Netzwerk einer schweizerischen Fernmeldedienstanbieterin befindet.
Art. 17 Durchführung der Überwachung
2 Wenn der Dienst feststellt, dass die angeordnete Überwachung den Anschluss von Trägerinnen und Trägern von Berufsgeheimnissen betrifft, ohne dass Vorkehren nach Artikel 271 Absatz 1 StPO1 oder nach Artikel 70b Absatz 1 des Militärstrafprozesses vom 23. März 19792 (MStP) beziehungsweise, im Falle von Überwachungen nach Artikel 26 Absatz 1 Buchstabe a NDG3, ohne dass Vorkehren nach Artikel 58 Absatz 3 NDG in Verbindung mit Artikel 23 der Nachrichtendienstverordnung vom 16. August 20174 (NDV) angeordnet worden sind, so zeichnet der Dienst den Fernmeldeverkehr auf und benachrichtigt die Genehmigungsbehörde.5
3 Jede Anbieterin von Fernmeldediensten meldet dem Dienst die Ausführung der angeordneten Massnahmen.
4 Sie leitet dem Dienst auf Verlangen die Daten zu. Der Dienst regelt in seinen Richtlinien nach Anhörung der Anbieterinnen die Spezifikationen dieser Zuleitung unter Berücksichtigung der Standards des Europäischen Institutes für Telekommunikationsnormen (ETSI).6
5 Bei Überwachungsmassnahmen, die nicht explizit in dieser Verordnung aufgeführt sind, stellt sie dem Dienst jene bereits vorhandenen Schnittstellen zur Verfügung, von denen aus der Fernmeldeverkehr der überwachten Person in Echtzeit und permanent zum Verarbeitungszentrum übertragen werden kann. Der Dienst regelt die Überwachungsmodalitäten im Einzelfall.7
6 Ist infolge technischer oder anderer Pannen eine Anbieterin von Fernmeldediensten vorübergehend nicht in der Lage, ihre Pflichten bei aktiven Überwachungen oder zum Vollzug neuer Überwachungsanordnungen wahrzunehmen, so muss sie dies dem Dienst unverzüglich mitteilen. Die Verkehrsdaten, die nicht dem Dienst übertragen werden konnten, sind nachzuliefern.8
7 Die Überwachung ist so durchzuführen, dass weder die überwachte Person noch andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer davon Kenntnis erhalten. Sie ist so zu planen, dass eine unbefugte oder unsachgemässe Verwendung der erfassten Informationen verhindert wird.9
4 SR 121.1
5 Fassung gemäss Anhang 4 Ziff. II 11 der Nachrichtendienstverordnung vom 16. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 4151).
6 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Nov. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5955).
7 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Nov. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5955).
8 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Nov. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5955).
9 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Nov. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5955).
Art. 18 Pflichten der Anbieterinnen von Fernmeldediensten
1 Jede Anbieterin von Fernmeldediensten muss in der Lage sein, die Überwachungstypen nach diesem Abschnitt, die durch sie angebotene Dienste betreffen, auszuführen oder durch Dritte ausführen zu lassen.1
2 Die Überwachung des Fernmeldeverkehrs ist von der Aufnahme des Kundenbetriebes eines Fernmeldedienstes an sicherzustellen.
3 Jede Anbieterin von Fernmeldediensten muss sicherstellen, dass sie die Überwachungsanordnungen auch ausserhalb der Dienstzeit entgegennehmen und so rasch wie möglich ausführen kann. Sie meldet dem Dienst schriftlich die Kontaktangaben der verantwortlichen Personen.2
4 Sie muss eine durch den Dienst im Verhältnis der Zahl ihrer Teilnehmerinnen und Teilnehmer festgelegte Anzahl Anschlüsse gleichzeitig überwachen können.
5 Sie hat zu gewährleisten, dass innerhalb des durch die Überwachungsanordnung bestimmten Zeitraumes die Überwachung des gesamten über ihre eigene Infrastruktur geführten Fernmeldeverkehrs ermöglicht wird:
wenn er über den überwachten Anschluss abgewickelt wird;
wenn er zu technischen Speichereinrichtungen unter Kontrolle der eigenen Infrastruktur geleitet wird; oder
wenn er aus solchen abgerufen wird.
6 Der Dienst kann die Anbieterinnen von Fernmeldediensten zur Zusammenarbeit verpflichten, um die Überwachung des Fernmeldeverkehrs zu vollziehen, der zwischen verschiedenen Netzen übermittelt wird oder von verschiedenen Anbieterinnen verarbeitet wird.
7 Zur Überprüfung der Überwachungsbereitschaft haben die Anbieterinnen von Fernmeldediensten dem Dienst die Benutzung ihrer Fernmeldedienste unentgeltlich zu gewähren.3
8 Wenn nötig unterstützen die Anbieterinnen von Fernmeldediensten den Dienst, um sicherzustellen, dass die übermittelten Überwachungsdaten tatsächlich mit dem Fernmeldeverkehr der überwachten Personen übereinstimmen.4
3 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Nov. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5955).
4 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Nov. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5955).
5. Abschnitt: Auskünfte über Fernmeldeanschlüsse mit Ausnahme von Internet
Art. 19 System zur Vermittlung der Auskunftsgesuche über die Fernmeldeanschlüsse
1 Der Dienst erstellt und führt in Zusammenarbeit mit den Anbieterinnen von Fernmeldediensten ein System, das die Auskunftsgesuche über die Fernmeldeanschlüsse vermittelt und folgende Auskünfte gibt (Vermittlungssystem):
die Adressierungselemente der Anschlüsse einer bestimmten Person;
soweit verfügbar, die Identität der Personen, deren Anschlüsse mit bestimmten Adressierungselementen übereinstimmen.
2 Das Vermittlungssystem sucht den Namen der Anbieterin von Fernmeldediensten und die Angaben nach Artikel 14 Absatz 1 BÜPF:
durch den automatisierten Abruf des Verzeichnisses der Fernmeldeanschlüsse der Anbieterin von Fernmeldediensten; oder
durch die Weiterleitung des Auskunftsgesuches an die Anbieterin von Fernmeldediensten.
3 Die Anbieterinnen von Fernmeldediensten müssen die Auskunftsgesuche innert der Frist beantworten, die das Departement für die betreffende Dringlichkeitsstufe festlegt.
4 Die Anbieterinnen von Fernmeldediensten müssen die Informationen nach Absatz 1 laufend nachführen. Nach Ausschalten eines Anschlusses müssen die diesbezüglichen Daten noch während sechs Monaten zur Auskunftserteilung zur Verfügung stehen.
5 Die Anbieterinnen von Fernmeldediensten übernehmen die Kosten der Infrastruktur, die sie für die Behandlung der Auskunftsgesuche brauchen; der Dienst übernimmt die Installations- und Betriebskosten für das Vermittlungssystem.
Art. 19a1Erfassung von Personendaten beim Verkauf von Prepaid-SIM-Karten
1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 23. Juni 2004, in Kraft seit 1. Aug. 2004 (AS 2004 3383).
Art. 20 Benützung des Vermittlungssystems
1 Jede in Artikel 14 Absätze 2 und 2bis BÜPF erwähnte Behörde bezeichnet die Personen, die für die Benutzung des Vermittlungssystems vorgesehen sind.1
2 Der Dienst erteilt die Zugriffsbewilligungen an diese Personen, wenn eine genügende Benutzungsfrequenz zu erwarten ist:
zur Bestimmung der zu überwachenden Anschlüsse und Personen;
für die Erfüllung von Polizeiaufgaben;
zur Erledigung von Verwaltungsstrafsachen.
Art. 21 Protokollierung
1 Der Dienst protokolliert die Zugriffe auf das Vermittlungssystem.
2 Er bewahrt die Protokolle während eines Jahres auf. Die Protokolle werden so ausgestaltet, dass die abgefragten Daten festgestellt werden können. Er vernichtet sie nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist.
3 Die Anbieterinnen von Fernmeldediensten dürfen die Auskunftsgesuche anonymisiert protokollieren.
Art. 22 Auskunftserteilung durch den Dienst
1 Die in Artikel 14 Absätze 2 und 2bis BÜPF erwähnten Behörden können vom Dienst Auskunft über die Fernmeldeanschlüsse verlangen. Sie reichen ihre Auskunftsbegehren per Post, per Telefax oder mit einem anderen durch das Departement zugelassenen sicheren Übertragungsmittel ein.1
2 Der Dienst bewahrt die Auskunftsgesuche und die erteilten Antworten während eines Jahres auf. Er vernichtet diese Daten nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist.
6. Abschnitt: Überwachung des Internets3
den Namen der Internetzugangsanbieterin, wenn sie bekannt ist;
die angeordneten Überwachungstypen, einschliesslich:
der bekannten Adressierungselemente (z.B. E-Mail-, elektronische Postfach-, Rechner- und IP-Adresse, Benutzername, MAC-Adresse, E.164-Nummer, IMSI-Nummer, IMEI-Nummer ),
der bekannten Anmeldungsdaten (Log-in),
der Bewilligung einer Direktschaltung,
der Anträge auf zusätzliche Vorkehren zum Schutz nicht beteiligter Benützerinnen und Benützer;
den Beginn und das Ende der Überwachung;
1 Folgende Internetzugänge können überwacht werden:
Zugang durch eine Wählverbindung zu einem Network Access Server;
Breitbandzugang (z.B. xDSL, Kabelmodem);
Zugang mittels Mobile Packet Data Technologie (z.B. über GPRS oder LTE);
kabelloser Zugang (z.B. Wi-Fi, Wimax, WLL);
andere Zugänge zum Netz via OSI-Schicht 2 (z.B. Ethernet über FTTH-Zugang);
andere Zugänge zum Netz via OSI-Schicht 3 (z.B. IP-Broadband-Zugang).
2 Folgende Anwendungen können überwacht werden:
synchrone und asynchrone elektronische Postdienste (z.B. Instant Messaging, E-Mail);
auf digitalen Medien basierende Fernmeldedienste (z.B. VoIP, Audio- und Videoübertragungen).
Art. 24a1Überwachungstypen (Echtzeit)
Als Echtzeitüberwachung können folgende Überwachungstypen angeordnet werden:
die Übermittlung sämtlicher Daten, die über den überwachten Zugang gesendet oder empfangen werden;
die Bereitstellung und die simultane oder periodische Übermittlung der folgenden Angaben über den Internetzugang:
das Datum und die Uhrzeit, zu der die Datenverbindung hergestellt und getrennt wird,
die Art der Datenverbindung oder des Anschlusses,
die verwendeten Anmeldungsdaten (Log-in),
die verfügbaren Adressierungselemente, insbesondere des Ursprungs der Kommunikation,
die Kommunikationsparameter der Endgeräte und die Parameter zur Teilnehmeridentifikation (z.B. MAC-Adresse, IMEI-Nummer, IMSI-Nummer),
bei Zugang über ein Mobilfunknetz: die Bestimmung und die periodische Übertragung des Zell-Identifikators (Cell ID), des Standortes und der Hauptstrahlungsrichtung der Antenne, mit der das Endgerät der überwachten Person momentan verbunden ist,
die technischen Änderungen, die während der Verbindung stattfinden, und, falls bekannt, ihre Ursachen;
die Übermittlung der Nutzinformationen, die über die überwachte Anwendung gesendet oder empfangen werden;
die Bereitstellung und die simultane oder periodische Übermittlung folgender Angaben über die überwachte Anwendung:
das Datum und die Uhrzeit der Kommunikation (Beginn und Ende),
die verfügbaren Adressierungselemente, insbesondere diejenigen des Ursprungs und des Ziels der Kommunikation,
bei der Überwachung von E-Mail-Verkehr: die Umschlaginformationen gemäss dem benutzten Protokoll,
die anderen verfügbaren Kommunikationsparameter,
die technischen Änderungen während der Kommunikation und ihre Ursachen, falls bekannt.
Art. 24b1Überwachungstypen (rückwirkend)
Als rückwirkende Überwachung können folgende Überwachungstypen angeordnet werden:
die Übermittlung der folgenden Angaben über den überwachten Zugang:
das Datum und die Uhrzeit, zu der die Datenverbindung hergestellt und getrennt wurde,
bei Zugang über ein Mobilfunknetz: den Zell-Identifikator (Cell ID), den Standort und die Hauptstrahlungsrichtung der Antenne, mit der das Endgerät der überwachten Person zum Zeitpunkt der Kommunikation verbunden ist,
die Übermittlung der folgenden Angaben bei Versand oder Empfang von Meldungen durch einen asynchronen elektronischen Postdienst:
das Datum und die Uhrzeit des Versands oder des Empfangs von Mitteilungen bei der Internetzugangsanbieterin,
bei der Überwachung von E-Mail-Verkehr: die Umschlaginformationen gemäss benutztem Protokoll,
die IP-Adressen der sendenden und empfangenden Fernmeldeanlagen der asynchronen elektronischen Postdienste,
die anderen verfügbaren Adressierungselemente.
Art. 24c1Überwachungsmassnahmen mit Auslandsbezug
Ziel der Überwachungsmassnahmen nach Artikel 24a Buchstaben a und b und 24b Buchstabe a können auch Anschlüsse nach Artikel 24 Absatz 1 Buchstaben c und d sein, die ein ausländisches Adressierungselement haben, welches sich im Netzwerk einer schweizerischen Fernmeldedienstanbieterin befindet.
Art. 251Durchführung der Überwachung
1 Der Dienst bestimmt im Einzelfall:
die technischen und organisatorischen Massnahmen für die Durchführung der Überwachung, wenn nötig im Einvernehmen mit der anordnenden Behörde;
die zu verwendenden Datenträger, die Art und Weise der Übermittlung und die zulässigen Datenformate, wenn nötig nach Anhörung der Internetzugangsanbieterinnen.
2 Wenn der Dienst feststellt, dass die angeordnete Überwachung Trägerinnen und Träger von Berufsgeheimnissen betrifft, ohne dass Vorkehren nach Artikel 271 Absatz 1 StPO2 oder nach Artikel 70b Absatz 1 MStP3 beziehungsweise, im Falle von Überwachungen nach Artikel 26 Absatz 1 Buchstabe a NDG4, ohne dass Vorkehren nach Artikel 58 Absatz 3 NDG in Verbindung mit Artikel 23 NDV5 angeordnet worden sind, so zeichnet der Dienst die Daten auf und benachrichtigt die Genehmigungsbehörde.6
3 Die Internetzugangsanbieterinnen melden dem Dienst die Ausführung der angeordneten Massnahmen.
4 Sie leiten dem Dienst auf Verlangen die Daten zu. Der Dienst regelt in seinen Richtlinien nach Anhörung der Anbieterinnen die Spezifikation dieser Zuleitung unter Berücksichtigung der Standards des Europäischen Institutes für Telekommunikationsnormen (ETSI).
5 Bei Überwachungsmassnahmen, die nicht explizit in dieser Verordnung aufgeführt sind, stellen sie dem Dienst jene bereits vorhandenen Schnittstellen zur Verfügung, von denen aus der Fernmeldeverkehr der überwachten Person in Echtzeit und permanent zum Verarbeitungszentrum übertragen werden kann. Der Dienst regelt die Überwachungsmodalitäten im Einzelfall.
6 Ist infolge technischer oder anderer Pannen eine Internetzugangsanbieterin vorübergehend nicht in der Lage, ihre Pflichten bei Echtzeit-Überwachungen oder zum Vollzug neuer Überwachungsanordnungen wahrzunehmen, muss sie es dem Dienst unverzüglich mitteilen. Die Verkehrsdaten, die nicht dem Dienst übertragen werden konnten, sind nachzuliefern.
7 Die Überwachung ist so durchzuführen, dass weder die überwachte Person noch andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer davon Kenntnis erhalten. Sie ist so zu planen, dass eine unbefugte oder unsachgemässe Verwendung der erfassten Informationen verhindert wird.
5 SR 121.1
6 Fassung gemäss Anhang 4 Ziff. II 11 der Nachrichtendienstverordnung vom 16. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Sept. 2017 (AS 2017 4151).
Art. 261Pflichten der Internetzugangsanbieterinnen
1 Jede Internetzugangsanbieterin muss in der Lage sein, die Überwachungstypen nach diesem Abschnitt, die durch sie angebotene Dienste betreffen, auszuführen oder durch Dritte ausführen zu lassen.
2 Die Überwachung des Fernmeldeverkehrs ist von der Aufnahme des Kundenbetriebes eines Internet-Dienstes an sicherzustellen.
3 Jede Internetzugangsanbieterin muss sicherstellen, dass sie die Überwachungsanordnungen auch ausserhalb ihrer Bürozeiten empfangen und so rasch wie möglich ausführen kann. Sie meldet dem Dienst schriftlich die Kontaktangaben der verantwortlichen Personen.
4 Jede Internetzugangsanbieterin hat die Überwachung des gesamten von der Überwachungsanordnung erfassten Internetverkehrs zu ermöglichen, der über ihre eigene Infrastruktur geführt wird und der den Überwachungen gemäss Artikel 24-24c unterliegt.
5 Der Dienst kann die Internetzugangsanbieterinnen zur Zusammenarbeit verpflichten, um die Überwachung des Fernmeldeverkehrs zu vollziehen, der durch mehr als ein Netzwerk führt.
6 Zur Überprüfung der Überwachungsbereitschaft haben die Internetzugangsanbieterinnen dem Dienst die Benutzung ihrer Dienste unentgeltlich zu gewähren.
7 Wenn nötig unterstützen die Internetzugangsanbieterinnen den Dienst, um sicherzustellen, dass die übermittelten Überwachungsdaten tatsächlich mit dem Fernmeldeverkehr der überwachten Personen übereinstimmen.
1 Die zuständige Internetzugangsanbieterin übermittelt dem Dienst auf Anfrage folgende Angaben:
bei IP-Adressen: die Art des Anschlusses, das Datum und die Uhrzeit der Zuteilung oder das Datum und die Uhrzeit des Anfangs und gegebenenfalls des Endes des Zuteilungszeitraumes, den Namen, die Adresse, die Anmeldungsdaten (Log-in) und, soweit bekannt, den Beruf der Teilnehmerin oder des Teilnehmers, sowie weitere IP-Adressen, die die Internetzugangsanbieterin dieser oder diesem zugeteilt hat;
bei EDV-Systemen: sofern verfügbar, zusätzlich die Domainnamen und weitere Adressierungselemente unter denen diese der Internetzugangsanbieterin bekannt sind;
bei elektronischen Postdiensten, sofern sie von den Internetzugangsanbieterin zur Nutzung durch Kunden eingerichtet sind: soweit bekannt, den Namen, die Adresse und den Beruf der Teilnehmerin oder des Teilnehmers.1
2 Der Dienst sucht über die öffentlich zugänglichen Datenbanken die zuständige Internetzugangsanbieterin für Auskunftsgesuche und Überwachungen der Internet-Zugänge.2
3 Er bewahrt die Auskunftsgesuche und die erteilten Antworten während eines Jahres auf. Er vernichtet diese Daten nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist.
7. Abschnitt: Überwachung des Verkehrs innerhalb von internen Fernmeldenetzen oder Hauszentralen
Art. 28 Vorbereitung der Überwachung
Wenn die Überwachungsanordnung eine Überwachung des Verkehrs innerhalb eines internen Fernmeldenetzes oder einer Hauszentrale vorsieht, bestimmt der Dienst im Einvernehmen mit der Betreiberin dieses Netzes oder dieser Zentrale und wenn nötig mit der anordnenden Behörde, wie die Überwachung durchzuführen ist.
Art. 29 Durchführung der Überwachung
1 Der Dienst richtet die Überwachung selber ein oder beauftragt damit auf eigene Kosten die Betreiberin des internen Fernmeldenetzes oder der Hauszentrale, wenn diese einverstanden ist und über die angemessenen Einrichtungen verfügt.
2 Wenn die Betreiberin mit der Überwachung beauftragt ist, müssen die Auflagen für die Datensicherheit im Auftrag enthalten sein.
8. Abschnitt: Gebühren und Rechtsschutz
Art. 30 Gebühren und Entschädigungen
3 Die anordnende Behörde kann vom Dienst verlangen, dass er ihr die zu erwartenden Kosten für eine bestimmte Überwachung mitteilt.
1 Aufgehoben durch Art. 7 der V vom 7. April 2004 über die Gebühren und Entschädigungen für die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs, mit Wirkung seit 1. Mai 2004 (AS 2004 2021).
Art. 311Rechnungsstellung
Die Rechnungsstellung für Dienstleistungen des Dienstes sowie der Post- und Fernmeldedienstanbieterinnen richtet sich nach Artikel 5 der Verordnung vom 7. April 20042 über die Gebühren und Entschädigungen für die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs.
1 Fassung gemäss Ziff. II der V vom 16. Nov. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 4337).
2 SR 780.115.1
Art. 321Rechtsschutz
Gegen Verfügungen des Dienstes über den Vollzug dieser Verordnung kann nach den allgemeinen Bestimmungen über die Bundesrechtspflege Beschwerde geführt werden.
1 Fassung gemäss Ziff. II 77 der V vom 8. Nov. 2006 über die Anpassung von Bundesratsverordnungen an die Totalrevision der Bundesrechtspflege, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 4705).
1 Das Departement regelt:
die zugelassenen Übertragungsmittel zur Einreichung der Überwachungsanordnungen nach Artikel 5 Absatz 1 Buchstabe a;
die Fristen für die Beantwortung der Auskunftsgesuche nach Artikel 19 Absatz 3 in Funktion der verschiedenen Dringlichkeitsstufen;
die durch die Behörden nach Artikel 14 Absätze 2 und 2bis BÜPF zu verwendenden Formulare, um vom Dienst die Auskünfte nach den Artikeln 22 und 27 einzuholen;
wenn nötig, die technischen ergänzenden Angaben, die in Artikel 15 Absatz 2 erwähnt sind;
1bis Der Dienst regelt durch Richtlinien die technischen und administrativen Einzelheiten der einzelnen Überwachungstypen.3
2 Er legt Form und Inhalt folgender Formulare fest:
die durch die anordnende Behörde zu verwendenden Formulare, um die Überwachungsanordnung beim Dienst einzureichen;
die durch den Dienst zu verwendenden Formulare, um die Anbieterinnen von Post- oder Fernmeldediensten mit der Durchführung der Überwachungsanordnung zu beauftragen;
die durch die Behörden nach Artikel 14 Absatz 2 BÜPF zu verwendenden Formulare, um vom Dienst die Auskünfte nach den Artikeln 22 und 27 einzuholen.
3 Das Departement räumt den Anbieterinnen von Post- und Fernmeldediensten beim Erlass von technischen Vorschriften angemessene Übergangsfristen für die Umsetzung ein.
2 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 12. März 2004, mit Wirkung seit 1. April 2004 (AS 2004 1431).
3 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 12. März 2004, in Kraft seit 1. April 2004 (AS 2004 1431).
Die Verordnung vom 1. Dezember 19971 über den Dienst für die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs wird aufgehoben.
1 [AS 1997 3022]
1 Die Änderung kann unter AS 2001 3111 konsultiert werden.
1 Während maximal drei Monaten nach Inkrafttreten dieser Verordnung vollzieht der Dienst die Überwachungsanordnungen, die nach dem alten Recht genehmigt worden sind.
2 Bis zur Inbetriebnahme des Verarbeitungszentrums nach Artikel 8 übertragen die Anbieterinnen von Fernmeldediensten die Daten aus der Überwachung des Fernmeldeverkehrs nach bisheriger Praxis an den Dienst. Der Dienst zeichnet den Fernmeldeverkehr auf oder überträgt ihn mit Direktschaltung an die Strafverfolgungsbehörde, die als Empfängerin der Überwachungsdaten vorgesehen ist.
3 Die Anbieterinnen von Post- oder Fernmeldediensten melden innert drei Monaten nach Inkrafttreten dieser Verordnung die Überwachungsmassnahmen innerhalb ihres Dienstleistungsangebots, die sie nicht imstande sind auszuführen. Sie treffen die notwendigen Massnahmen, um diese Überwachungstypen innerhalb der durch den Dienst im Einzelfall festgesetzten Frist ausführen zu können und melden es dem Dienst, sobald sie dazu in der Lage sind.
4 Spätestens vom 1. April 2004 an übertragen die Anbieterinnen von Fernmeldediensten die Daten aus jeder Überwachung des Fernmeldeverkehrs gemäss den Richtlinien nach Artikel 33 Absatz 1bis. Das Departement kann den Gebührenanteil von Anbieterinnen, die diese Daten schon zwischen dem 1. April 2003 und dem 1. April 2004 nach den neuen Anforderungen übertragen, angemessen erhöhen; die Mehrkosten werden nicht auf die anordnenden Behörden überwälzt. Es kann mit einer Anbieterin einen späteren Beginn der Datenübertragung vereinbaren. Dieser richtet sich nach den technischen Möglichkeiten der Anbieterin und kann spätestens auf den Zeitpunkt der Aufhebung der regionalen Dienststellen festgelegt werden.1
5 Die Internet-Anbieterinnen übertragen vom 1. April 2003 an die Daten aus jeder Überwachung dem Dienst. Vorher müssen sie die Auskünfte nach Artikel 14 BÜPF erteilen und vorhandene Verkehrsdaten des E-Mail-Verkehrs übermitteln.
1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 12. März 2004, in Kraft seit 1. April 2004 (AS 2004 1431).
2 Aufgehoben durch Art. 7 der V vom 7. April 2004 über die Gebühren und Entschädigungen für die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs, mit Wirkung seit 1. Mai 2004 (AS 2004 2021).
Art. 36a1Übergangsbestimmung zur Änderung vom 23. Juni 2004
Anbieterinnen von Fernmeldediensten müssen von ihren Kundinnen und Kunden, deren Prepaid-SIM-Karte nach dem 1. November 2002 in Betrieb genommen worden ist, bis zum 31. Oktober 2004 die Daten nach Artikel 19a erfassen. Nach Ablauf dieser Frist sind die Nummern der nicht registrierten Kundinnen und Kunden ausser Betrieb zu nehmen.
Art. 36b1Übergangsbestimmung zur Änderung vom 23. November 2011
Anbieterinnen von Festnetzinternetzugängen und mobilen Internetzugängen müssen zwölf Monate nach Inkrafttreten dieser Änderung in der Lage sein, die neu in den 6. Abschnitt dieser Verordnung aufgenommenen Überwachungsmassnahmen auszuführen. Die bereits vorhandenen Schnittstellen nach Artikel 25 Absatz 5 müssen hingegen ab dem Inkrafttreten dieser Änderung zur Verfügung gestellt werden.
Internetzugangsanbieterin: Fernmeldedienstanbieterin oder der Teil einer Fernmeldedienstanbieterin, die der Öffentlichkeit fernmeldetechnische Übertragungen von Informationen auf der Basis der IP-Technologien (Netzprotokoll im Internet [Internet Protocol]) unter Verwendung von IP-Adressen anbietet;
Betreiberinnen von internen Fernmeldenetzen oder Hauszentralen: die Personen, die über die Beschaffung, die Erstellung und den Betrieb dieser Einrichtungen entscheiden;
Echtzeit-Überwachung: das Abfangen in Echtzeit und die simultane, leicht verzögerte oder periodische Übertragung der Post- oder Fernmeldeverkehrsdaten, inklusive der Nutzinformationen, durch die Anbieterinnen von Post- oder Fernmeldediensten gemäss den Angaben der Überwachungsanordnung;
rückwirkende Überwachung: die Herausgabe der Verkehrs- und Rechnungsdaten der zurückliegenden sechs Monate durch die Anbieterinnen von Post- oder Fernmeldediensten;
Direktschaltung: direkte Übertragung des Fernmeldeverkehrs der überwachten Person vom Dienst an die anordnende Behörde;
Nutzinformationen: der Anteil des zu überwachenden Fernmeldeverkehrs, der die zwischen Benutzenden bzw. zwischen deren Endeinrichtungen ausgetauschten Informationen (z.B. Laute, Telefax, E-Mails und Daten) enthält;
Verkehrs- und Rechnungsdaten: die Informationen, die von der Anbieterin über den Post- oder Fernmeldeverkehr von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aufgezeichnet werden, um die Tatsache der Postsendung oder der Kommunikation und die Rechnungsstellung zu belegen;
Adressierungselemente: Kommunikationsparameter sowie Nummerierungselemente, wie Kennzahlen, Rufnummern und Kurznummern (Art. 3 Bst. f des Fernmeldegesetzes vom 30. April 19972; FMG);
Kommunikationsparameter: die Elemente zur Identifikation von Personen, Computerprozessen, Maschinen, Geräten oder Fernmeldeanlagen, die an einem fernmeldetechnischen Kommunikationsvorgang beteiligt sind (Art. 3 Bst. g FMG);
E.164-Nummer: Adressierungselement des Nummerierungsplans E.164 (vgl. das 2. Kapitel der Verordnung vom 6. Oktober 19973 über die Adressierungselemente im Fernmeldebereich);
IMEI-Nummer (IMEI: International Mobile Equipment Identity): internationale Nummer zur Identifizierung von Mobiltelefonie-Geräten;
IMSI-Nummer (IMSI: International Mobile Subscribers Identity): internationale Nummer, die zur Identifikation der Teilnehmerin oder des Teilnehmers in einem Mobilfunknetz dient;
IP-Adresse (Internet-Protokoll-Adresse): Adresse, die alle verbundenen Geräte in einem Informatiknetzwerk identifiziert, die das Internet-Protokoll benutzen;
MAC-Adresse (Media Access Control Address): Hardware-Adresse, die in einer Netzwerkkarte- oder einem Netzwerkadapter hinterlegt ist und als eindeutige Adresse auf der Ebene der OSI-Schicht 2 gebraucht wird;
SIM-Nummer (SIM: Subscriber Identity Module): Serien-Nummer der SIM Karte, die die Karte eindeutig identifiziert;
Cell ID: unveränderter Zell-Identifikator (Cell Global Identification) der Mobiltelefonie;
Umschlaginformationen: Adressierungselemente, die den Datagrammen eines E-Mail angehängt werden;
DSL (Digital Subscriber Line): Breitband-Internetzugang mittels Bitübertragungsschicht auf einer Teilnehmeranschlussleitung, der einen hohen Datenfluss erlaubt;
xDSL: Gruppe von Techniken, die mit der DSL-Technologie verwandt sind. Der Buchstabe «x» steht für diverse Abkürzungen, mit denen die verschiedenen DSL-Technologien bezeichnet werden;
FTTH (Fiber To The Home): Glasfaserleitung bis zur Wohnung des Teilnehmers;
Kabelmodem: Modemtyp, der es erlaubt, sich mit dem Internet über ein Kabelfernsehnetz zu verbinden;
SIM-Karte (SIM Subscriber Identity Module): Chipkarte, die zur Identifikation der Teilnehmerin oder des Teilnehmers in einem Mobilfunknetz dient;
Prepaid SIM-Karte: SIM-Karte, bei welcher die Kundenbeziehung für Mobiltelefone nicht über ein Abonnementsverhältnis aufgenommen wird;
GPRS (General Packet Radio Service): Mobiltelefoniedienst, der die paketvermittelte Datenübertragung über GSM erlaubt;
GSM (Global System for Mobile Communications): Standard der zweiten Mobilfunk-Generation;
UMTS (Universal Mobile Telecommunications System): Standard der dritten Mobilfunk-Generation;
LTE (Long Term Evolution): Standard der vierten Mobilfunk-Generation;
OSI-Referenzmodell (Open Systems Interconnection): Modell nach ISO-Norm 7498, welches zur Beschreibung offener Kommunikationsarchitekturen in Computernetzen dient;
OSI-Schicht 2: (engl. Data Link Layer) nach dem OSI-Referenzmodell;
OSI-Schicht 3: (engl. Network Layer) nach dem OSI-Referenzmodell;
Ethernet: Familie von Netzwerktechnologien der OSI-Schichten 1 und 2 auf der Basis der IEEE-Norm 802.3;
Network Access Server (NAS): Server, der von einer Internetzugangsanbieterin betrieben wird und den Kunden den Zugang zum Internet ermöglicht;
Instant Messaging (sofortige Nachrichtenübermittlung): synchrone Echtzeitkommunikation zwischen zwei oder mehr Teilnehmern. Es gibt eine Vielzahl von Instant Messaging Diensten und es werden zum Teil proprietäre Protokolle verwendet. Neben Textnachrichten können häufig auch Multimedia-Inhalte übertragen werden.
VoIP (Voice over IP auch IP-Telefonie oder Internet-Telefonie): Technik, die es erlaubt, über das IP Protokoll zu telefonieren;
Wi-Fi: Standard für kabellose Netzwerke nach der IEEE-Norm 802.11;
Wimax (Worldwide Interoperability for Microwave Access): Standard für kabellose Netzwerke nach der IEEE-Norm 802.16;
WLL (Wireless Local Loop): drahtloser Teilnehmeranschluss, der eine Alternative zum leitungsgebundenen Anschlussnetz darstellt;
IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers): gemeinnützige Organisation, die die Veröffentlichung der Normen, die von den Mitgliedern der Organisation verfasst werden, sicherstellt;
IETF (Internet Engineering Task Force): internationale, informelle Organisation, die die meisten Internetstandards erarbeitet;
ISO (International Organization for Standardization): weltweite Organisation für die Erarbeitung und Veröffentlichung internationaler Normen;
ITU (International Telecommunication Union): internationale Organisation der Vereinten Nationen, die sich dem Wachstum und der nachhaltigen Entwicklung von Telekommunikations- und Informationstechnologie widmet;
ITU-T: Bereich der ITU, der Empfehlungen im Bereich der Telekommunikationsstandardisierung herausgibt.
AS 2001 3111
1 SR 780.12 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Nov. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5955).3 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 23. Nov. 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5955).
du 31 octobre 2001 (Etat le 1er septembre 2017)
vu l'art. 17 de la loi fédérale du 6 octobre 2000 sur la surveillance de la correspondance par poste et télécommunication (LSCPT)1,
1 La présente ordonnance règle l'organisation et la procédure applicables à la surveillance de la correspondance par poste ou télécommunication ainsi que l'octroi de renseignements sur les raccordements de télécommunication.
au service chargé de la surveillance de la correspondance par poste et télécommunication (service);
aux autorités habilitées à ordonner une surveillance;
aux fournisseurs de services postaux;
aux fournisseurs de services de télécommunication, y compris aux fournisseurs d'accès à Internet;
aux exploitants de réseaux de télécommunication internes ou de centraux domestiques.
Art. 21Termes et abréviations
Les termes et abréviations utilisés dans la présente ordonnance sont définis dans l'annexe.
1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 23 nov. 2011, en vigueur depuis le 1er janv. 2012 (RO 2011 5955).
Art. 3 Service
1 Le service est rattaché administrativement au Département fédéral de justice et police (DFJP).1
2 Il prend les mesures nécessaires pour être à même de recevoir des ordres de surveillance et de procéder à la vérification prévue aux art. 11, al. 1, let. a, et 13, al. 1, let. a, LSCPT durant les heures de service et en dehors.
1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 22 août 2007, en vigueur depuis le 1er sept. 2007 (RO 2007 4029).
Art. 4 Communication du nom des autorités compétentes
Les cantons et les offices fédéraux concernés communiquent au service le nom:
des autorités habilitées à ordonner une surveillance;
des autorités habilitées à autoriser une surveillance;
des autorités visées à l'art. 14, al. 2, let. b et c, LSCPT qui peuvent demander des renseignements sur les raccordements de télécommunication.
Art. 5 Transmission de l'ordre de surveillance au service
1 L'autorité qui ordonne une surveillance peut transmettre au service l'ordre de surveillance:
par poste, par télécopie ou par tout autre moyen de transmission sécurisé autorisé par le département;
oralement, en cas d'urgence.
2 Si elle effectue la transmission oralement, elle ne reçoit les informations utiles, les données relatives au trafic et à la facturation ainsi que les autres données afférentes à la correspondance par poste ou télécommunication d'une personne qu'après avoir confirmé son ordre par un moyen de transmission mentionné à l'al. 1, let. a.
3 Elle transmet au service, par un moyen de transmission mentionné à l'al. 1, let. a, toute modification ou toute prorogation de l'ordre de surveillance ainsi que tout complément qui y est apporté.
Art. 6 Communication de la décision de l'autorité habilitée à autoriser la surveillance
1 L'autorité habilitée à autoriser la surveillance communique immédiatement, par écrit, sa décision au service ainsi que les éventuelles mesures supplémentaires de protection de la personnalité.
2 Le Service de renseignement de la Confédération (SRC) communique lui-même au service la décision d'autorisation et l'aval en vertu de l'art. 27, al. 3, de la loi fédérale du 25 septembre 2015 sur le renseignement (LRens)1.2
2 Introduit par le ch. II 11 de l'annexe 4 à l'O du 16 août 2017 sur le renseignement, en vigueur depuis le 1er sept. 2017 (RO 2017 4151).
Section 2 Traitements de données personnelles effectués dans le cadre de la surveillance de la correspondance par poste ou télécommunication
Art. 7 Suivi de l'exécution des ordres de surveillance
1 Les autorités habilitées à ordonner ou à autoriser une surveillance ainsi que les fournisseurs de services postaux ou de télécommunication peuvent traiter les données personnelles qui leur sont nécessaires pour assurer le suivi de l'exécution des ordres de surveillance.
2 Le service gère un système de suivi des affaires relatif:
à l'exécution des ordres de surveillance de la correspondance par poste ou télécommunication;
aux émoluments et aux indemnités.
Art. 8 Centre de traitement
1 Le service crée et exploite un centre de traitement des données recueillies lors de la surveillance de la correspondance par télécommunication.1
2 Le centre de traitement doit être opérationnel 24 heures sur 24 pour:
recevoir et enregistrer dans un système d'information les données recueillies lors de la surveillance de la correspondance par télécommunication qui lui sont transmises par les fournisseurs de services de télécommunication;
mettre les données à la disposition de l'autorité concernée.
3 Le service rend accessibles les données relatives à chaque surveillance aux autorités auxquelles ces données sont destinées.
4 Le service peut aussi leur communiquer les données sous une autre forme.
2 Nouvelle teneur selon le ch. II 11 de l'annexe 4 à l'O du 16 août 2017 sur le renseignement, en vigueur depuis le 1er sept. 2017 (RO 2017 4151).
Art. 91Protection et sécurité des données
1 La sécurité des données traitées par le service est régie par les dispositions de l'ordonnance du 14 juin 1993 relative à la loi fédérale sur la protection des données2 et par les dispositions relatives à la sécurité des technologies de l'information et de la communication de l'ordonnance du 26 septembre 2003 sur l'informatique dans l'administration fédérale3.
2 Les fournisseurs de services postaux ou de télécommunication se conforment aux instructions du service pour les questions de sécurité des données relatives à la transmission des données provenant d'une surveillance. Ils sont responsables de la sécurité des données jusqu'au point de transmission des données au service.
Art. 10 Destruction des données
1 Le service détruit les données relatives à une surveillance après les avoir transmises aux autorités mentionnées à l'art. 8, al. 3 ou 4, mais au plus tard trois mois après la levée de la surveillance.
2 Il détruit les données figurant dans le système de suivi des affaires une année après la levée de la surveillance.
3 L'art. 962 du code des obligations1 et la législation sur l'archivage sont réservés.
Art. 11 Ordre de surveillance
L'ordre de surveillance transmis au service doit contenir les indications suivantes:
le nom de l'autorité qui a ordonné la surveillance;
le nom de l'autorité à laquelle les résultats de la surveillance sont destinés;
pour autant que ces informations soient connues: les noms, adresses et professions des suspects et des autres personnes qui doivent, le cas échéant, être également surveillées;
dans le cas de personnes tenues au secret professionnel au sens de l'art. 271, al. 1, du code de procédure pénale (CPP)3: une mention indiquant cette particularité;
le motif de la surveillance, en particulier l'infraction que la surveillance doit permettre de révéler;
le nom du fournisseur de services postaux et, si possible, celui de l'office postal impliqué;
si nécessaire, les renseignements complémentaires sur la correspondance par poste des personnes concernées et les demandes de mesures supplémentaires de protection de la personnalité;
le début et la fin de la surveillance.
1 Nouvelle teneur selon le ch. II 11 de l'annexe 4 à l'O du 16 août 2017 sur le renseignement, en vigueur depuis le 1er sept. 2017 (RO 2017 4151).
2 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 23 nov. 2011, en vigueur depuis le 1er janv. 2012 (RO 2011 5955).
4 Nouvelle teneur selon le ch. II 11 de l'annexe 4 à l'O du 16 août 2017 sur le renseignement, en vigueur depuis le 1er sept. 2017 (RO 2017 4151).
Art. 12 Types de surveillance
Les types de surveillance suivants peuvent être ordonnés:
l'interception des envois postaux (surveillance en temps réel);
la transmission des données suivantes afférentes à la correspondance par poste, pour autant qu'elles soient disponibles (surveillance en temps réel):
l'acheminement des envois postaux;
la transmission des données suivantes relatives au trafic et à la facturation (surveillance rétroactive):
dans le cas des envois postaux avec justificatifs de distribution: le destinataire, l'expéditeur et la nature de l'envoi ainsi que, si cette information est disponible, l'acheminement de l'envoi,
dans le cas des données que le fournisseur de services postaux enregistre et qu'il conserve après avoir exécuté la prestation qui lui a été demandée par l'usager: toutes les données disponibles;
les renseignements complémentaires sur la correspondance par poste des personnes concernées qui sont demandés dans l'ordre de surveillance.
Art. 13 Mise en oeuvre de la surveillance
1 Le service détermine dans chaque cas les mesures techniques et organisationnelles à prendre pour mettre en oeuvre la surveillance, si nécessaire après entente avec l'autorité ayant ordonné cette dernière.
2 Chaque fournisseur de services postaux annonce au service l'exécution des mesures ordonnées.
3 Si, suite à des problèmes d'exploitation, un fournisseur de services postaux est temporairement empêché de remplir ses obligations lors d'une surveillance en temps réel ou au moment d'exécuter un nouvel ordre de surveillance, il en avise immédiatement le service.
4 Le service examine avec les fournisseurs de service postaux si les demandes de renseignements complémentaires peuvent être exécutées et si les données demandées relatives au trafic et à la facturation sont disponibles. Il informe de ses constatations l'autorité ayant ordonné la surveillance et, le cas échéant, la conseille quant à la marche à suivre.
Art. 14 Obligations des fournisseurs de services postaux
1 Chaque fournisseur de services postaux doit être en mesure d'exécuter les types de surveillance énoncés à l'art. 12 qui concernent les services qu'il offre.
2 Il doit être en mesure de recevoir des ordres de surveillance en dehors des heures de service et de les exécuter dans les meilleurs délais. Il communique au service le nom des personnes de contact.
Section 4 Surveillance des services téléphoniques2
Art. 15 Ordre de surveillance
1 L'ordre de surveillance transmis au service doit contenir les indications suivantes:
dans le cas de personnes tenues au secret professionnel au sens de l'art. 271, al. 1, CPP3: une mention indiquant cette particularité;
si possible, le nom du fournisseur de services de télécommunication;
les ressources d'adressage connues;
si nécessaire, les demandes relatives:
à l'autorisation d'effectuer un branchement direct,
à l'autorisation générale de surveiller plusieurs raccordements sans qu'il soit nécessaire de demander à chaque fois une nouvelle autorisation (art. 272, al. 2 et 3, CPP); et
à des mesures supplémentaires de protection de la personnalité;
les tâches demandées au service en vertu de l'art. 13, al. 2, LSCPT.
2 Si l'exécution de certains types de surveillance l'exige, le département peut prévoir que l'ordre de surveillance transmis au service contienne des indications techniques supplémentaires.
5 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 23 nov. 2011, en vigueur depuis le 1er janv. 2012 (RO 2011 5955).
Art. 161Types de surveillance (en temps réel et rétroactive)
la transmission de la correspondance par télécommunication (surveillance en temps réel du contenu);
pour la téléphonie mobile: la détermination et la transmission simultanée ou périodique de l'identification cellulaire (Cell ID), de la position et de la direction d'émission de l'antenne de téléphonie mobile avec laquelle l'équipement terminal de la personne surveillée est momentanément reliée (surveillance en temps réel);
la mise à disposition et la transmission simultanée ou périodique des renseignements suivants, même si la communication n'est pas établie (surveillance en temps réel):
les ressources d'adressage disponibles (numéros d'appel des communications entrantes et sortantes),
le numéro d'appel de destination réel connu et les numéros intermédiaires disponibles, si l'appel a été dévié ou transféré,
les signaux émis par le raccordement surveillé, y compris le signal d'accès, les caractéristiques des installations de télécommunication (par exemple le numéro IMSI et le numéro IMEI) et les signaux émis pour effectuer des audioconférences ou des transferts d'appels,
pour la téléphonie mobile: l'identification cellulaire (Cell ID), la position et la direction d'émission de l'antenne de téléphonie mobile avec laquelle l'équipement terminal de la personne surveillée est relié au moment de la communication,
la transmission des données suivantes, si la communication a été établie (surveillance rétroactive):
les ressources d'adressage disponibles (numéros d'appel des communications entrantes et sortantes, pour autant qu'ils soient connus du fournisseur de services de télécommunication),
les paramètres de communication de l'équipement terminal de la téléphonie mobile et les paramètres pour l'identification de l'usager (comme le numéro IMSI et le numéro IMEI),
pour la téléphonie mobile: l'identification cellulaire (Cell-ID), la position et la direction d'émission de l'antenne de téléphonie mobile avec laquelle l'équipement terminal de la personne surveillée est reliée au moment de la communication,
la date, l'heure et la durée de la correspondance;
la recherche par champ d'antennes: recherche rétroactive de toutes les communications effectuées par téléphonie mobile à un endroit précis et durant un laps de temps déterminé si une communication a été établie.
Art. 16a1Recherche et sauvetage de personnes disparues
Pour la recherche et le sauvetage de personnes disparues selon l'art. 3 LSCPT seuls peuvent être ordonnés les types de surveillance suivants:
les types de surveillance selon l'art. 16, let. b, c et d;
dans la mesure du possible la détermination du dernier lieu de localisation enregistré de l'équipement terminal mobile de la personne disparue et la transmission de toutes les données nécessaires à la détermination de la position telles que:
l'identification cellulaire (Cell ID),
la direction d'émission et la bande de fréquence de l'antenne de téléphonie mobile.
1 Introduit par le ch. I de l'O du 23 nov. 2011, en vigueur depuis le 1er janv. 2012 (RO 2011 5955).
Art. 16b1Mesures de surveillance en rapport avec l'étranger
1 Les mesures de surveillance selon l'art. 16, let. a, c, ch. 1, 2, 3 et 5, et let. d, ch. 1, 2 et 4, peuvent avoir pour cible toute ressource d'adressage, indépendamment de la position de l'équipement terminal, de l'indicatif national et de l'appartenance de réseau.
2 Les mesures de surveillance selon l'art. 16, let. a, b, c, ch. 4, et let. d, ch. 3, et selon l'art. 16a peuvent également avoir pour cible une ressource d'adressage étrangère se trouvant dans le réseau d'un fournisseur de services de télécommunication suisse.
Art. 17 Mise en oeuvre de la surveillance
2 Si le service constate que la surveillance ordonnée concerne le raccordement de personnes tenues au secret professionnel et qu'aucune mesure spéciale de protection au sens de l'art. 271, al. 1, CPP1 ou selon l'art. 70b, al. 1, de la procédure pénale militaire du 23 mars 1979 (PPM)2 n'a été ordonnée ou, dans le cas de surveillances selon l'art. 26, al. 1, let. a, LRens3, qu'aucune mesure spéciale de protection au sens de l'art. 58, al. 3, LRens, en relation avec l'art. 23 de l'ordonnance du 16 août 2017 sur le renseignement (ORens)4, n'a été ordonnée, il enregistre les communications et avise l'autorité qui a autorisé la surveillance.5
3 Chaque fournisseur de services de télécommunication annonce au service l'exécution des mesures ordonnées.
4 Il transmet sur demande les données au service. Le service, après audition des fournisseurs de services de télécommunication, règlemente dans ses directives les spécifications de cette transmission en tenant compte des normes de l'institut européen des normes de télécommunication (ETSI).6
5 En cas de mesures de surveillance ne figurant pas explicitement dans la présente ordonnance, il met à la disposition du service les interfaces existantes à partir desquelles la correspondance par télécommunication des personnes surveillées peut être transmise en temps réel et sans interruption au centre de traitement. Le service réglemente les modalités de la surveillance dans chaque cas.7
6 Si, suite à une panne technique ou de toute autre nature, un fournisseur de services de télécommunication est temporairement empêché de remplir ses obligations lors d'une surveillance en temps réel ou au moment d'exécuter un nouvel ordre de surveillance, il en avise immédiatement le service. Les données relatives au trafic qui ne peuvent pas être transmises au service doivent être livrées après coup.8
7 La surveillance doit être mise en oeuvre de façon à ce que ni les personnes surveillées ni d'autres usagers n'en aient connaissance. Elle doit être conçue de façon à empêcher une utilisation non autorisée ou abusive des informations recueillies.9
5 Nouvelle teneur selon le ch. II 11 de l'annexe 4 à l'O du 16 août 2017 sur le renseignement, en vigueur depuis le 1er sept. 2017 (RO 2017 4151).
6 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 23 nov. 2011, en vigueur depuis le 1er janv. 2012 (RO 2011 5955).
7 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 23 nov. 2011, en vigueur depuis le 1er janv. 2012 (RO 2011 5955).
8 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 23 nov. 2011, en vigueur depuis le 1er janv. 2012 (RO 2011 5955).
9 Introduit par le ch. I de l'O du 23 nov. 2011, en vigueur depuis le 1er janv. 2012 (RO 2011 5955).
Art. 18 Obligations des fournisseurs de services de télécommunication
1 Chaque fournisseur de services de télécommunication doit être en mesure d'exécuter ou de faire exécuter par des tiers les types de surveillance énoncés dans la présente section qui concernent les services qu'il propose.1
2 La surveillance de la correspondance par télécommunication doit être assurée dès le début de l'exploitation commerciale d'un service de télécommunication.
3 Chaque fournisseur de services de télécommunication doit être en mesure de recevoir des ordres de surveillance également en dehors des heures de service et de les exécuter dans les meilleurs délais. Il communique par écrit au service le nom des personnes de contact responsables.2
4 Il doit pouvoir assurer la surveillance simultanée d'un nombre de raccordements fixé par le service en proportion du nombre de ses usagers.
5 Durant la période fixée sur l'ordre de surveillance, il doit garantir qu'il peut exécuter la surveillance de toute la correspondance par télécommunication qui transite par sa propre infrastructure:
si cette correspondance est effectuée depuis le raccordement surveillé;
si elle est déviée sur ses installations techniques d'enregistrement, ou
si elle est consultée sur ces installations techniques.
6 Le service peut exiger des fournisseurs de services de télécommunication qu'ils collaborent pour exécuter les surveillances des communications qui traversent plus d'un réseau ou qui sont traitées par plus d'un fournisseur de services.
7 Les fournisseurs de services de télécommunication sont tenus d'autoriser le service à utiliser gratuitement leurs services pour le contrôle de l'aptitude à effectuer les surveillances.3
8 Si nécessaire, les fournisseurs de services de télécommunication apportent leur soutien au service pour vérifier que les informations transmises lors de la surveillance correspondent bien à la correspondance par télécommunication des personnes surveillées.4
3 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 23 nov. 2011, en vigueur depuis le 1er janv. 2012 (RO 2011 5955).
4 Introduit par le ch. I de l'O du 23 nov. 2011, en vigueur depuis le 1er janv. 2012 (RO 2011 5955).
Section 5 Renseignements sur les raccordements de télécommunication, à l'exception d'Internet
Art. 19 Système de commutation des demandes de renseignements sur les raccordements de télécommunication
1 Le service met sur pied et exploite, en collaboration avec les fournisseurs de services de télécommunication, un système de commutation des demandes de renseignements sur les raccordements de télécommunication (système de commutation) permettant d'obtenir les renseignements suivants:
les ressources d'adressage des raccordements appartenant à une personne déterminée;
si elle est disponible, l'identité des personnes dont les raccordements correspondent à des ressources d'adressage déterminées.
2 Le système de commutation recherche le nom du fournisseur de services de télécommunication et les données prévues à l'art. 14, al. 1, LSCPT:
par consultation automatisée du répertoire des raccordements de télécommunication tenu par le fournisseur de services de télécommunication; ou
par transmission de la demande de renseignements au fournisseur de services de télécommunication.
3 Les fournisseurs de services de télécommunication sont tenus de répondre aux demandes de renseignements dans le délai fixé par le département pour le degré d'urgence de la demande.
4 Les fournisseurs de services de télécommunication mettent à jour continuellement les informations mentionnées à l'al. 1. Après la mise hors service d'un raccordement, les données relatives à ce dernier doivent être disponibles durant encore six mois pour l'octroi de renseignements.
5 Les fournisseurs de services de télécommunication prennent à leur charge les frais inhérents à l'infrastructure dont ils ont besoin pour traiter les demandes de renseignements; le service prend à sa charge les frais d'installation et d'exploitation du système de commutation.
Art. 19a1Saisie de données personnelles lors de la vente de cartes SIM à prépaiement
Les fournisseurs de services de télécommunication doivent s'assurer que, lors de la vente de cartes SIM à prépaiement, les données personnelles du client (nom, prénom, adresse, date de naissance) sont enregistrées sur présentation d'un passeport ou d'une carte d'identité valable ou d'un autre document de voyage reconnu pour entrer en Suisse. Le type et le numéro de la pièce d'identité doivent également être saisis.
1 Introduit par le ch. I de l'O du 23 juin 2004, en vigueur depuis le 1er août 2004 (RO 2004 3383).
Art. 20 Utilisation du système de commutation
1 Chaque autorité mentionnée à l'art. 14, al. 2 et 2bis, LSCPT, désigne les personnes susceptibles d'utiliser le système de commutation.1
2 Le service autorise ces personnes à utiliser le système de commutation s'il est prévisible qu'elles en auront besoin suffisamment souvent:
pour déterminer les raccordements et les personnes à surveiller;
pour exécuter des tâches de police; ou
pour régler des affaires relevant du droit pénal administratif.
Art. 21 Journalisation
1 Le service journalise les accès au système de commutation.
2 Il conserve les procès-verbaux de journalisation durant une année sous une forme permettant de déterminer quelles données ont été consultées. Il les détruit à l'expiration du délai de conservation.
3 Les fournisseurs de services de télécommunication sont autorisés à journaliser les demandes de renseignements sous une forme anonyme.
Art. 22 Octroi de renseignements par le service
1 Les autorités mentionnées à l'art. 14, al. 2 et al. 2bis, LSCPT, peuvent demander au service des renseignements sur les raccordements de télécommunication. Elles adressent leurs demandes par poste, par télécopie ou par tout autre moyen de transmission sécurisé autorisé par le département.1
2 Le service conserve durant une année les demandes de renseignements et les réponses données à ces demandes. Il détruit ces données à l'expiration du délai de conservation.
Section 6 Surveillance de l'Internet3
Art. 23 Ordre de surveillance
le nom du fournisseur d'accès à Internet, si celui-ci est connu;
les types de surveillance ordonnés ainsi que:
les ressources d'adressage connues (par exemple adresse e-mail, case postale électronique, équipement de courrier électronique, adresse IP, nom d'utilisateur, adresse MAC, numéro E.164, numéro IMSI, numéro IMEI),
les données connues utilisées pour la procédure d'identification (login),
l'autorisation d'effectuer un branchement direct,
les demandes de mesures pour protéger les utilisateurs non concernés;
Art. 241Accès Internet et applications pouvant faire l'objet d'une surveillance
1 Les accès Internet suivants peuvent faire l'objet d'une surveillance:
accès via un serveur d'accès distant par ligne commutée;
accès à large bande (par exemple xDSL, modem câble);
accès par réseau mobile à commutation de paquets (par exemple GPRS, LTE);
accès Internet sans fil (par exemple Wi-Fi, Wimax, WLL);
autres accès de couche OSI 2 au réseau (par exemple Ethernet par accès FTTH);
autres accès de couche OSI 3 au réseau (par exemple accès IP à large bande).
2 Les applications suivantes peuvent faire l'objet d'une surveillance:
services de messagerie synchrones et asynchrones (par exemple messagerie instantanée, e-mails);
services de télécommunication fondés sur des médias numériques (par exemple VoIP, transmission audio et vidéo).
Art. 24a1Types de surveillance (en temps réel)
Comme mesure de surveillance en temps réel, les types de surveillance suivants peuvent être ordonnés:
la transmission de toutes les données envoyées ou reçues par le biais de l'accès surveillé.
la mise à disposition et la transmission simultanée ou périodique des données suivantes sur l'accès Internet:
la date et l'heure de début et de fin d'une connexion,
le type de connexion ou de raccordement,
les données utilisées pour la procédure d'identification (login),
les ressources d'adressage disponibles, en particulier celles de l'origine de la communication,
les paramètres de communication des équipements terminaux et les paramètres pour l'identification de l'abonné (par exemple adresse MAC, numéro IMSI, numéro IMEI),
en cas d'accès par un réseau téléphonique mobile: la détermination et la transmission périodique de l'identification cellulaire (Cell ID), de la position et de la direction d'émission de l'antenne de téléphonie mobile avec laquelle l'équipement terminal de la personne surveillée est momentanément relié (surveillance en temps réel),
les changements techniques qui ont lieu pendant la connexion et leurs raisons, dans le cas où elles sont connues;
la transmission des contenus des communications effectuées par le biais de l'application faisant l'objet d'une surveillance;
la mise à disposition et la transmission simultanée ou périodique des données suivantes relatives à l'application surveillée:
la date et l'heure de la communication (début et fin),
les ressources d'adressage disponibles, en particulier celles de l'origine et de la destination de la communication,
pour la surveillance du trafic par e-mail: les informations de l'enveloppe selon le protocole utilisé,
les autres paramètres de communication disponibles,
les changements techniques lors de la communication et leurs causes si elles sont connues.
Art. 24b1Types de surveillance (rétroactive)
Comme mesure de surveillance rétroactive, les types de surveillance suivants peuvent être ordonnés:
la transmission des données suivantes relatives à l'accès surveillé:
les paramètres de communication et les paramètres pour l'identification de l'usager des équipements terminaux (par exemple adresse MAC, numéro IMEI, numéro IMSI),
en cas d'accès par un réseau téléphonique mobile: l'identification cellulaire (Cell ID), la position et la direction d'émission de l'antenne de téléphonie mobile avec laquelle l'équipement terminal de la personne surveillée est relié au moment de la communication,
la transmission des données suivantes lors de l'envoi ou de la réception de messages par le biais d'un service de messagerie électronique asynchrone:
la date et l'heure de l'envoi ou de la réception de messages auprès du fournisseur d'accès à Internet,
lors de la surveillance du trafic par e-mail: les informations de l'enveloppe selon le protocole utilisé,
les adresses IP de l'équipement de courrier électronique expéditeur et destinataire du service de messagerie électronique asynchrone,
les autres ressources d'adressage disponibles.
Art. 24c1Mesures de surveillance en rapport avec l'étranger
Les mesures de surveillance selon l'art. 24a, let. a et b, et l'art. 24b, let. a, peuvent également avoir pour cible des raccordements selon l'art. 24, al. 1, let. c et d, ayant une ressource d'adressage étrangère se trouvant dans le réseau d'un fournisseur de services de télécommunication suisse.
Art. 25 Mise en oeuvre de la surveillance
1 Le service détermine dans chaque cas:
les mesures techniques et organisationnelles à prendre pour mettre en oeuvre la surveillance, si nécessaire après entente avec l'autorité ayant ordonné cette dernière;
le type de support de données à utiliser, la manière de transmettre les données et les formats de données admis, si nécessaire après avoir consulté le fournisseur d'accès à Internet.1
2 Si le service constate que la surveillance ordonnée concerne des personnes tenues au secret professionnel et qu'aucune mesure spéciale de protection au sens de l'art. 271, al. 1, CPP2 ou selon l'art. 70b, al. 1, PPM3 n'a été ordonnée ou, dans le cas de surveillances selon l'art. 26, al. 1, let. a, LRens4, qu'aucune mesure spéciale de protection au sens de l'art. 58, al. 3, LRens, en relation avec l'art. 23 ORens5, n'a été ordonnée, il enregistre les données et avise l'autorité qui a autorisé la surveillance.6
3 Les fournisseurs d'accès à Internet annoncent au service l'exécution des mesures ordonnées.
4 Ils transmettent sur demande les données au service. Le service, après audition des fournisseurs de services de télécommunication, règlemente dans ses directives les spécifications de cette transmission en tenant compte des normes de l'institut européen des normes de télécommunication (ETSI).7
5 En cas de mesures de surveillance ne figurant pas explicitement dans la présente ordonnance, ils mettent à la disposition du service les interfaces existantes à partir desquelles la correspondance par télécommunication des personnes surveillées peut être transmise en temps réel et sans interruption au centre de traitement. Le service réglemente les modalités de la surveillance dans chaque cas.8
6 Si, suite à une panne technique ou de toute autre nature, un fournisseur d'accès à Internet est temporairement empêché de remplir ses obligations lors d'une surveillance en temps réel ou au moment d'exécuter un nouvel ordre de surveillance, il en avise immédiatement le service. Les données relatives au trafic qui ne peuvent pas être transmises au service doivent être livrées après coup.9
7 La surveillance doit être mise en oeuvre de façon à ce que ni les personnes surveillées ni d'autres usagers n'en aient connaissance. Elle doit être conçue de façon à empêcher une utilisation non autorisée ou abusive des informations recueillies.10
6 Nouvelle teneur selon le ch. II 11 de l'annexe 4 à l'O du 16 août 2017 sur le renseignement, en vigueur depuis le 1er sept. 2017 (RO 2017 4151).
9 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 23 nov. 2011, en vigueur depuis le 1er janv. 2012 (RO 2011 5955).
10 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 23 nov. 2011, en vigueur depuis le 1er janv. 2012 (RO 2011 5955).
Art. 261Obligations des fournisseurs d'accès à Internet
1 Chaque fournisseur d'accès à Internet doit être en mesure d'exécuter ou de faire exécuter par des tiers les types de surveillance énoncés dans la présente section qui concernent les services qu'il propose.
2 La surveillance de la correspondance par télécommunication doit être assurée dès le début de l'exploitation commerciale d'un service Internet.
3 Chaque fournisseur d'accès à Internet doit être en mesure de recevoir les ordres de surveillance également en dehors des heures d'ouverture de bureau et de les exécuter dans les meilleurs délais. Il communique par écrit au service le nom des personnes de contact responsables.
4 Chaque fournisseur d'accès à Internet doit garantir pouvoir exécuter la surveillance de tout le trafic Internet transitant par sa propre infrastructure défini dans l'ordre de surveillance et soumis aux surveillances énoncées aux art. 24 à 24c.
5 Le service peut contraindre le fournisseur d'accès à Internet de collaborer en vue d'exécuter la surveillance de la correspondance par télécommunication effectuée par le biais de plus d'un réseau.
6 Les fournisseurs d'accès à Internet sont tenus d'autoriser le service à utiliser gratuitement leurs services pour le contrôle de l'aptitude à effectuer les surveillances.
7 Si nécessaire, les fournisseurs d'accès à Internet apportent leur soutien au service pour vérifier que les informations recueillies lors de la surveillance correspondent bien à la correspondance par télécommunication des personnes surveillées.
Art. 27 Renseignements sur les usagers d'Internet
1 Les fournisseurs d'accès à Internet fournissent au service, s'il en fait la demande, les données suivantes:
dans le cas des adresses IP attribuées: le type de raccordement, la date et l'heure de l'attribution ou la date et l'heure du début et le cas échéant de la fin de la période de l'attribution, le nom, l'adresse, les données utilisées pour la procédure d'identification (login) et, si elle est connue, la profession de l'usager ainsi que les autres adresses IP que le fournisseur d'accès à Internet lui a attribuées;
dans le cas des systèmes informatiques: si ces informations sont disponibles, les noms des domaines et d'autres éléments d'adressage de ces systèmes que les fournisseurs d'accès à Internet connaissent;
dans le cas de services de messagerie électronique pour autant qu'ils soient aménagés par les fournisseurs d'accès Internet pour une exploitation par une clientèle: si ces informations sont connues, le nom, l'adresse et la profession de l'usager.1
2 Le service recherche, au moyen des banques de données accessibles au public, le fournisseur d'accès à Internet concerné par les demandes de renseignements et les surveillances des accès à Internet.2
3 Il conserve durant une année les demandes de renseignements et les réponses données à ces demandes. Il détruit ces données à l'expiration du délai de conservation.
Section 7 Surveillance de la correspondance à l'intérieur de réseaux de télécommunication internes ou de centraux domestiques
Art. 28 Préparation de la surveillance
Si l'ordre de surveillance prévoit la surveillance de la correspondance à l'intérieur d'un réseau de télécommunication interne ou d'un central domestique, le service détermine, après entente avec l'exploitant de ce réseau ou de ce central et, si nécessaire, avec l'autorité ayant ordonné la surveillance, la manière de mettre en oeuvre la surveillance.
Art. 29 Mise en oeuvre de la surveillance
1 Le service exécute lui-même la surveillance ou la fait exécuter à ses frais par l'exploitant du réseau de télécommunication interne ou du central domestique si celui-ci y consent et dispose des équipements adéquats.
2 Lorsque l'exécution est confiée à l'exploitant, le mandat doit contenir les exigences en matière de sécurité des données.
Section 8 Emoluments et voies de droit
Art. 30 Emoluments et indemnités
3 Les autorités qui ordonnent une surveillance peuvent demander au service de leur communiquer le montant prévisible des émoluments exigibles pour la surveillance en question.
1 Abrogés par l'art. 7 de l'O du 7 avr. 2004 sur les émoluments et les indemnités en matière de surveillance de la correspondance par poste et télécommunication, avec effet au 1er mai 2004 (RO 2004 2021).
Art. 311Facturation
La facturation des prestations du service et des fournisseurs de services postaux et de télécommunication se fonde sur les dispositions de l'art. 5 de l'ordonnance du 7 avril 2004 sur les émoluments et les indemnités en matière de surveillance de la correspondance par poste et télécommunication2.
1 Nouvelle teneur selon le ch. II de l'O du 16 nov. 2016, en vigueur depuis le 1er janv. 2017 (RO 2016 4337).
Art. 321Voies de droit
Les décisions du service relatives à l'exécution de la présente ordonnance sont sujettes à recours conformément aux dispositions générales de la procédure fédérale.
1 Nouvelle teneur selon le ch. II 77 de l'O du 8 nov. 2006 portant adaptation d'O du CF à la révision totale de la procédure fédérale, en vigueur depuis le 1er janv. 2007 (RO 2006 4705).
1 Le département règle:
les moyens autorisés pour la transmission des ordres de surveillance visée à l'art. 5, al. 1, let. a;
les délais visés à l'art. 19, al. 3, pour l'octroi de renseignements en fonction des différents degrés d'urgence;
les exigences relatives aux demandes de renseignements visées aux art. 22 et 27;
au besoin, les indications techniques supplémentaires visées à l'art. 15, al. 2;
1bis Le service règle dans des directives les détails techniques et administratifs relatifs à la mise en oeuvre de chaque type de surveillance.2
2 Il fixe la forme et le contenu des formulaires suivants:
les formulaires que l'autorité qui ordonne une surveillance doit utiliser pour transmettre l'ordre de surveillance au service;
les formulaires que le service doit utiliser pour charger les fournisseurs de services postaux ou de télécommunication d'exécuter l'ordre de surveillance;
les formulaires que les autorités mentionnées à l'art. 14, al. 2 et 2bis, LSCPT doivent utiliser pour demander au service les renseignements visés aux art. 22 et 27.
3 Lorsqu'il édicte les instructions techniques visées à l'al. 1, let. e, le département accorde aux fournisseurs de services postaux ou de télécommunication des délais raisonnables pour la transposition de ces instructions.
1 Abrogée par le ch. I de l'O du 12 mars 2004, avec effet au 1er avr. 2004 (RO 2004 1431).
2 Introduit par le ch. I de l'O du 12 mars 2004, en vigueur depuis le 1er avr. 2004 (RO 2004 1431).
3 Nouvelle teneur selon le ch. II 11 de l'annexe 4 à l'O du 16 août 2017 sur le renseignement, en vigueur depuis le 1er sept. 2017 (RO 2017 4151).
L'ordonnance du 1er décembre 1997 sur le service de surveillance de la correspondance postale et des télécommunications1 est abrogée.
1 [RO 1997 3022]
1 Le mod. peut être consultée au RO 2001 3111.
1 Le service exécute, durant les trois mois qui suivent l'entrée en vigueur de la présente ordonnance, les ordres de surveillance qui ont été autorisés en vertu de l'ancien droit.
2 Jusqu'à la mise en service du centre de traitement visé à l'art. 8, les fournisseurs de services de télécommunication transmettent au service la correspondance par télécommunication de la personne surveillée conformément à la pratique en vigueur jusque-là. Le service enregistre la correspondance par télécommunication ou la transmet par branchement direct à l'autorité de poursuite pénale à laquelle les résultats de la surveillance sont destinés.
3 Les fournisseurs de services postaux ou de télécommunication communiquent au service, dans les trois mois qui suivent l'entrée en vigueur de la présente ordonnance, les types de surveillance qu'ils ne sont pas en mesure d'exécuter dans le cadre des services qu'ils proposent. Ils prennent les dispositions nécessaires pour être en mesure d'exécuter ces types de surveillance dans les délais fixés au cas par cas par le service et avisent le service dès qu'ils sont à même de le faire.
4 Le 1er avril 2004 au plus tard, les fournisseurs de services de télécommunication transmettent les données recueillies lors de chaque surveillance de la correspondance par télécommunication, conformément aux directives visées à l'art. 33, al. 1bis. Le département peut augmenter de manière appropriée la part des émoluments des fournisseurs qui appliquent déjà les nouvelles exigences entre le 1er avril 2003 et le 1er avril 2004; les frais supplémentaires ne sont pas répercutés sur les autorités ayant ordonné la surveillance. Il peut convenir avec un fournisseur de reporter la transmission des données selon les nouvelles exigences. Ce report dépend des capacités techniques du fournisseur; les nouvelles exigences doivent être satisfaites au plus tard au moment où les centres régionaux sont supprimés.1
5 Dès le 1er avril 2003, les fournisseurs d'accès à Internet transmettent au service les données recueillies lors de chaque surveillance. Auparavant, ils sont tenus de fournir les renseignements visés à l'art. 14 LSCPT et de transmettre les données relatives au trafic dont ils sont en possession.
1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 12 mars 2004, en vigueur depuis le 1er avr. 2004 (RO 2004 1431).
2 Abrogé par l'art. 7 de l'O du 7 avr. 2004 sur les émoluments et les indemnités en matière de surveillance de la correspondance par poste et télécommunication, avec effet au 1er mai 2004 (RO 2004 2021).
Art. 36a1Disposition transitoire relative à la modification du 23 juin 2004
D'ici le 31 octobre 2004, les fournisseurs de services de télécommunication doivent enregistrer les données mentionnées à l'art. 19a et concernant les clients dont la carte SIM à prépaiement a été mise en service après le 1er novembre 2002. A l'expiration de ce délai, les numéros des clients non enregistrés seront mis hors service.
Art. 36b1Disposition transitoire relative à la modification du 23 novembre 2011
Les fournisseurs d'accès fixe et d'accès mobile à Internet doivent être mesure, dans les 12 mois à compter de l'entrée en vigueur de la présente modification, d'exécuter les nouvelles mesures de surveillance définies dans la section 6 de la présente ordonnance. Les interfaces existantes visées à l'art. 25, al. 5, doivent, elles, être mises à la disposition du service dès l'entrée en vigueur de la présente modification.
fournisseur d'accès à Internet: le fournisseur de services de télécommunication ou le secteur d'un fournisseur de services de télécommunication qui offre une prestation publique de transmission d'informations sur la base de la technologie IP (protocole du réseau internet [Internet Protocol]) et d'adresses IP;
exploitant de réseaux de télécommunication internes ou de centraux domestiques: les personnes qui décident de l'acquisition, de la mise en oeuvre et de l'exploitation de ces équipements;
surveillance en temps réel: l'interception en temps réel et la transmission simultanée, légèrement différée ou périodique de données relatives à la correspondance par poste ou télécommunication, y compris des contenus, par les fournisseurs de services postaux ou de télécommunication conformément aux instructions figurant sur l'ordre de surveillance;
surveillance rétroactive: la remise des données relatives au trafic et à la facturation des six mois précédents par les fournisseurs de services postaux ou de télécommunication;
branchement direct: la transmission directe de la correspondance par télécommunication des personnes surveillées entre le service et l'autorité ayant ordonnée la surveillance;
contenu: la part de la correspondance par télécommunication à surveiller qui contient les informations échangées entre les utilisateurs ou entre les installations terminales (par ex.: sons, télécopies, e-mails et données);
données relatives au trafic et à la facturation: les informations relatives à la correspondance par poste ou télécommunication des usagers que les fournisseurs de services enregistrent comme justificatif des envois postaux ou des communications et de la facturation;
ressources d'adressage: les paramètres de communication ainsi que les éléments de numérotation tels que les indicatifs, les numéros d'appel et les numéros courts (art. 3, let. f, de la loi du 30 avril 1997 sur les télécommunications, LTC2);
paramètres de communication: les éléments permettant d'identifier les personnes, les processus informatiques, les machines, les appareils ou les installations de télécommunication qui interviennent dans une opération de télécommunication (art. 3, let. g, LTC);
numéro E.164: ressources d'adressage du plan de numérotation E.164 (cf. chap. 2 de l'ordonnance du 6 octobre 1997 sur les ressources d'adressage dans le domaine des télécommunications3);
numéro IMEI(International Mobile Equipment Identity): numéro d'identification international d'équipements de téléphonie mobile;
numéro IMSI(International Mobile Subscribers Identity): numéro d'identification international de tout usager dans un réseau de téléphonie mobile;
adresse IP (Internet Protocol Address): adresse qui identifie tout équipement connecté à un réseau informatique utilisant le protocole Internet;
adresse MAC (Media Access Control Address): adresse matérielle stockée dans une carte ou un adaptateur réseau et utilisée comme identifiant unique au niveau de la couche 2 du modèle OSI;
numéro SIM(Subscriber Identity Module): numéro de série de la carte SIM l'identifiant de manière univoque;
Cell ID: identifiant statique d'une cellule (Cell global identitfication) de la téléphonie mobile;
informations de l'enveloppe: ensemble des ressources d'adressage accompagnant les datagrammes constitutifs d'un e-mail;
DSL (Digital Subscriber Line): mode d'accès à Internet à large bande permettant un haut débit de données par le biais d'une couche physique mise en oeuvre sur une ligne de raccordement d'usager;
xDSL: famille de techniques relatives à la technologie DSL. Le préfixe «x» définit différentes abréviations caractérisant les technologies DSL;
FTTH (Fiber To The Home): ligne à fibre optique allant jusqu'au domicile de l'usager;
modem câble: type de modem qui permet de se connecter à Internet en étant relié à un réseau de télévision par câble.
carte SIM (Subscriber Identity Module): carte à puce permettant d'identifier les usagers dans un réseau mobile;
carte SIM à prépaiement: carte SIM pour laquelle les clients de téléphonie mobile n'ont pas souscrit d'abonnement;
GPRS (General Packet Radio Service): service de téléphonie mobile permettant la transmission de données par paquets sur le réseau GSM;
GSM (Global System for Mobile Communications): standard de deuxième génération pour la téléphonie mobile cellulaire;
UMTS (Universal Mobile Telecommunications System): standard de troisième génération pour la téléphonie mobile cellulaire;
LTE (Long Term Evolution): standard de quatrième génération pour la téléphonie mobile cellulaire;
modèle OSI (Open Systems Interconnection): modèle selon la norme ISO 7498 servant à décrire des architectures de communication ouvertes dans les réseaux informatiques;
couche OSI 2: couche liaison de données (angl. Data Link Layer) du modèle OSI;
couche OSI 3: couche réseau (angl. Network Layer) du modèle OSI;
Ethernet: famille de technologies de réseau des couches OSI 1 et 2 basée sur la norme IEEE 802.3;
serveur d'accès distant: serveur exploité par un fournisseur d'accès à Internet pour permettre à ses clients d'accéder au réseau;
messagerie instantanée: communication en temps réel synchrone entre deux ou plusieurs usagers. Il existe de nombreux services de messagerie instantanée qui sont partiellement basés sur des protocoles propriétaires. Outre des messages sous forme texte, des contenus multimédia peuvent souvent être transmis;
VoIP (Voice over IP, aussi téléphonie IP ou téléphonie Internet): technique permettant la communication vocale au moyen du protocole IP;
Wi-Fi: standard pour les réseaux sans fil selon la norme IEEE 802.11;
Wimax (Worldwide Interoperability for Microwave Access): standard pour les réseaux sans fil selon la norme IEEE 802.16;
WLL (Wireless Local Loop): accès d'usagers sans fil représentant une alternative au réseau d'accès câblé;
IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers): organisation d'intérêt général assurant la publication de ses propres normes rédigées par ses membres;
IETF (Internet Engineering Task Force): groupe informel, international, qui élabore la plupart des normes relatives à l'Internet;
ISO (Organisation internationale de normalisation): organisation mondiale édictant et publiant des normes internationales;
UIT (Union internationale des télécommunications): institution internationale des Nations Unies qui se consacre à l'expansion et au développement durable de la technologie de télécommunication et d'information;
UIT-T: secteur de l'UIT qui publie des recommandations dans le domaine des normes de télécommunication.
RO 2001 3111
1 RS 780.12 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 23 nov. 2011, en vigueur depuis le 1er janv. 2012 (RO 2011 5955).3 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 23 nov. 2011, en vigueur depuis le 1er janv. 2012 (RO 2011 5955).