Source: https://www.notwehrfakten.at/faelle/
Timestamp: 2020-05-29 11:12:06
Document Index: 349993192

Matched Legal Cases: ['§ 3', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

Fälle – NotwehrFakten
Gesammelte Fälle
Es handelt sich hier um eine Sammlung von Notwehrfälen, bei denen sich der Verteidiger erfolgreich mit Hilfe einer Schusswaffe verteidigt hat. In allen hier dargestellten Fällen wurde entweder das Verfahren gegen den Schützen eingestellt oder es erfolgte gem § 3 StGB (Notwehr) ein gerichtlicher Freispruch. Erfreulich ist, dass in einem großen Teil der Fälle der Verteidiger den Angriff nur dadurch abwehren konnte, indem er dem Angreifer mit einer Schusswaffe gedroht hat. Somit ist in diesen Fällen der Angriff nicht nur für den Angegriffenen gut ausgegangen, sondern auch der Angreifer blieb unverletzt. Des Weiteren kann davon ausgegangen werden, dass viele solche Fälle nicht an die Öffentlichkeit gelangen, da der Angegriffene, der nur durch Drohung (also durch das bloße Herzeigen der Waffe) den Angriff abwehren konnte, mangels eines Schadens (weder auf seiner Seite noch auf der Seite des Angreifers) darauf verzichtet hat, die Polizei zu informieren.
Am 29. April 2017 schossen zwei Türsteher in Wien einen 42-jährigen Iraker vor einer Diskothek in Wien-Favoriten nieder. Die beiden Türsteher behaupteten von Anfang an eine Notwehrsituation. An dieser Darstellung war nach Einholung eines Schießgutachtens und Auswertung des Bildmaterials aus Überwachungskameras vor dem Lokal nicht zu rütteln. Das Verfahren gegen beide Verdächtige wurde eingestellt, teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien mit. Quelle: Die Presse 23. 01. 2018, Kein Prozess gegen
Bei einem Überfall auf ein Innsbrucker Juweliergeschäft stürmten vier Täter in das Geschäftslokal. Einer der Täter war mit einer Pistole, ein weiterer mit einer Axt bewaffnet gewesen. Der im Geschäft befindliche Security-Mitarbeiter erkannte, daß es sich dabei um einen Raubüberfall handelt und gab zwei Schüsse in Richtung der Männer ab, wobei einer der Angreifer getroffen wurde. Auf der Flucht konnten drei Täter ergriffen werden, einer davon war der Verletzte. Quelle: Kurier, 24.10.2017, https://kurier.at/chronik/oesterreich/ueberfall-auf-juwelier-alarmfahndung-in-innsbruck/293.996.304 Kronen Zeitung, 24.10.2017,
Dramatische Szenen spielten sich um drei Uhr früh in Zwentendorf ab. Ein Hausbesitzer ertappte einen Einbrecher auf frischer Tat und streckte ihn mit einem Kopfschuss nieder. Der Kriminelle, ein 27-Jähriger aus dem Bezirk, brach zunächst in die ans Wohnhaus angrenzende Firma ein. Aus dem Büro stahl er einen Schlüssel für das Wohnhaus, mit diesem gelangte er in das Innere des Hauses. Durch Geräusche geweckt, nahm der Hausbesitzer (37) seine Glock aus dem Nachtkästchen und schrie mehrmals „Kommt’s nicht rauf, ich schieße!“ Weil aber die Schritte lauter wurden, gab er einen Warnschuss in eine Kommode ab. Im Dunkeln sah er dann eine Silhouette auf der Treppe näher kommen. Ungezielt schoss er ein zweites Mal und traf den Einbrecher in den Kopf. Laut dem Richter war der Schuss gerechtfertigt und er sprach den Schützen frei. Quelle: NÖN.at, 24. 03. 2016,
Gegen 4.00 Uhr stiegen ein 60-jähriger Arbeiter und ein 36-jähriger Beschäftigungsloser durch ein Fenster in ein vermeintlich unbewohntes Haus in Ferlach ein. Sie begannen, das mehrstöckige Haus zu durchsuchen. Dabei wurden sie vom Hausbesitzer aus St. Veit auf frischer Tat ertappt. Der 68-Jährige stellte die beiden Männer im 1. Stock des Hauses und hielt sie mit einer Faustfeuerwaffe bis zum Eintreffen der verständigten Polizeistreife in Schach. Quelle: ORF-Online, 17.09.2015,
In Bad Ischl, Oberösterreich, hatte ein resoluter Taxifahrer drei Männer vertrieben, die ihn berauben wollten. Nachdem ihm einer der Räuber Pfefferspray ins Gesicht gesprüht hatte, zog er seine Pistole und gab zwei Warnschüsse in die Luft ab. Die drei Täter flüchteten ohne Beute. Quelle: ORF-Teletext, 16. 07.
In einer Trafik in der Leopoldauer Straße in Wien Floridsdorf wurde ein Räuber mit einem Gewehr in die Flucht geschlagen. Schon im April 2014 wurde das Geschäft überfallen. Ende Jänner 2015 wurde die Trafik zum zweiten Mal Schauplatz eines Überfalls. Doch dieses Mal reagierte die Belegschaft anders. Der Chef holte ein Gewehr unter dem Pult hervor und eine Mitarbeiterin warf einen Kartenständer auf den Täter, der daraufhin ohne Beute das Weite suchte. Quelle: ORF-Online, 07. 02. 2015,
Nothilfe: In Herzogenburg/NÖ stiegen Einbrecher über die Auslage in ein Waffengeschäft ein und erbeuteten Munition und Ferngläser. Ein Anrainer bemerkte den Einbruch, nahm seine mit Gummimunition geladene Flinte und schoss aus dem Fenster. Die Einbrecher blieben unverletzt, ergriffen aber die Flucht. Quelle: ORF-Online, 05. 05.
Ein überfallener Juwelier schoss auf drei Räuber und traf einen tödlich. Die drei Räuber kamen in das Geschäft in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus. Einer von ihnen sprang hinter den Ladentisch und bedrohte den Juwelier und seine Ehefrau mit einer Schusswaffe. Der Überfallene griff daraufhin zur eigenen Pistole und feuerte mehrmals auf den Angreifer. Alle drei ergriffen daraufhin die Flucht aus dem Lokal. Einer der Männer brach aber tödlich getroffen an der nächsten Straßenecke zusammen. Quelle: ORF-Online, 05. 07. 2013, Juwelier erschießt
Ein 59-jähriger Taxifahrer hat in der Nacht auf Mittwoch in Wien-Donaustadt einen jungen Fahrgast erschossen. Der Taxilenker wurde von dem vermeintlichen Fahrgast von hinten am Hals gepackt und mit einem Messer bedroht. Der Fahrer zog daraufhin einen Revolver aus dem Seitenfach der Wagentür und gab einen Schuss ab. Der Angreifer brach nach kurzer Flucht tot zusammen. Notwehr. Quelle: Der Standard, 05. 06. 2013, Taxifahrer erschoss Räuber in
Ein Einbrecher-Trio ist in Spielfeld, Bezirk Leibnitz, bei einem Diebstahl von den Besitzern auf frischer Tat ertappt worden. Die Ehefrau des Lokalbesitzers wurde auf das Trio aufmerksam und alarmierte ihren Mann und die Polizei. Der Wirt schnappte sich seine Schrotflinte. Er stürmte zu den Einbrechern, stellte sie mit vorgehaltener Waffe und gab einen Warnschuss in den Boden ab. Während einer der drei flüchtete, streckte der zweite seine Hände hoch. Der dritte Angreifer ging auf den Lokalbesitzer zu und griff nach dessen Schrotflinte. Der ebenfalls alarmierte und bewaffnete Sohn des Angegriffenen schoss dem angreifenden Täter gezielt in die Beine. Quelle: ORF-Online, 28. 11. 2012, Einbrecher ertappt und
Mit einem Schuss in die Luft hat ein Mann in Breitenbrunn, Burgenland, ein Einbrechertrio vertrieben. Die Täter befanden sich bereits im Haus. Die Einbrecher schlugen die Haustür ein und zwängten die Kellertür auf, um sich Zutritt zu verschaffen. Dabei hatten sie nicht mit dem Hausbesitzer gerechnet, der sich im Keller aufhielt. Das Opfer, Mitglied eines Schützenvereins, schrie die Eindringlinge an und feuerte einen Schuss aus einer Pistole ab. Die Täter flüchteten. Quelle: ORF-Online, 01. 04. 2012, Schuss in die Luft vertrieb
Bei einem Überfall auf einen Geldtransporter in Wien-Favoriten kam es zu einer Schießerei. Die beiden Räuber sind dabei angeschossen und schwer verletzt worden. Geschossen hat einer der beiden überfallenen Geldboten. Quelle: ORF-Online, 09. 03. 2012,
Ein unbekannter Täter stahl aus einem Gasthaus in Stockerau, Zigaretten und Bargeld. Anschließend versuchte er über eine Treppe in den 1. Stock zu gelangen. Das dort wohnhafte Wirtsehepaar war in der Zwischenzeit wach geworden. Als der Täter die Treppe betrat, gab der Wirt mit einem Luftdruckgewehr einen Schuss in die Luft ab. Danach flüchtete der Täter aus dem Lokal. Quelle: Presseaussendung der Sicherheitsdirektion NÖ, 08. 12.
In Wien ist auf ein Juweliergeschäft ein Überfall verübt worden. Dabei stach der Räuber dem 45-jährigen Juwelier plötzlich in den Rücken. Der Juwelier wehrte sich und schoss dem Täter in den rechten Oberarm. So konnte er verhindern, dass der Mann ein zweites Mal zustach. Quelle: ORF-Online, 26. 07. 2011, Juwelier-Überfall: 13-Jähriger als
Ein Taxifahrer hat sich bei einem Überfall in Wien-Leopoldstadt zur Wehr gesetzt und seinen Revolver gezogen. Einem der Angreifer schoss er in den Bauch. Der Verletzte fuhr mit seinem Komplizen mit einem Taxi ins Spital, wo er operiert wurde. Dort wurden die beiden schließlich von der Polizei festgenommen. Quelle: ORF-Online, 29. 08. 2010, Taxifahrer schoss Räuber in den
Ein unbekannter Täter versuchte, mit einer Pistole einen Juwelier in der Grazer Innenstadt zu überfallen. Der Juwelier zog seine eigene Waffe worauf der Täter die Flucht ergriff. Quelle: ORF-Online, 08. 04. 2010, Juwelier vertrieb Räuber mit eigener
Ein bewaffneter Räuber war in eine Trafik in der Wiener Vorgartenstraße gestürmt und hatte den Trafikanten mit einer „Spielzeugpistole“ bedroht und Bargeld verlangt. Als der Räuber seine Waffe auf den Trafikanten richtete, griff dieser zu seiner Smith & Wesson, die er unter dem Kassenpult verwahrt hatte und schoss. Der Schuss traf den Räuber in die Brust. Für ihn kam jede ärztliche Hilfe zu spät. Das Verfahren gegen einen Trafikanten wurde eingestellt. Quelle: ORF-Online, 04. 01. 2010,
Ein 16-Jähriger schlich sich vermummt, und bewaffnet mit einem Schraubenzieher in ein Waffengeschäft, nahe der Mariahilferstraße, ein. Dort wollte er eine versperrte Vitrine öffnen. Da der Filialleiter den Einbruchsversuch rechtzeitig erkannte, konnte er richtig reagieren. Nachdem der Einbrecher das Geräusch des Durchladens der Pistole des Waffenhändlers hörte, gab er auf. Quelle: Die Presse, 17.12.2009, Wien: Überfall auf Waffengeschäft
Bei einem Überfall auf einen Wiener Juwelier hat eine Angestellte nicht gezögert und dreimal auf die zwei Täter geschossen. Laut Polizei wurde ein Räuber verletzt. Es war Notwehr. Quelle: ORF-Online, 30. 12. 2008, Räuber bei Juwelierüberfall
Ein Mann brach im Jagdrevier Reutte/Tirol in die Jagdhütte „Bertlshütte“ ein. Aus dieser stahl er ein Fernsehgerät samt Receiver. In weiterer Folge brach er auch in die nahegelegene „Opelhütte“, ebenfalls eine Jagdhütte, ein. Am nächsten Vormittag wurde er von zwei zuständigen Revierjägern in der Hütte wahrgenommen, worauf er mit einem gestohlenen Jagdmesser bewaffnet zu Fuß flüchtete. Er konnte von den beiden Jägern gestellt und der inzwischen verständigten Polizei Reutte übergeben werden. Quelle: ORF-Online, 21. 11. 2008, Einbrecher von Jägern
Mutig hat ein 72-jähriger Mann aus Walding (OÖ) Einbrecher verjagt. Als er bemerkte, dass Einbrecher die Tür aufbrechen wollten, holte der Jäger seine Waffe und wollte die ungebetenen Gäste verjagen. Als dann der ganze Türstock zu wackeln begann, ging der 72-jährige Jäger mit seiner Glock-Pistole die Einbrecher suchen. Von der Pistole ließen sich die unbekannten Täter einschüchtern und ergriffen die Flucht. Quelle: ORF-Online, 27. 12. 2006, 72-Jähriger verjagt
Mit einem Freispruch ist in Salzburg der Prozess, wegen fahrlässiger Tötung, gegen einen Asylwerber aus Dagestan zu Ende gegangen. Der Asylwerber hatte während einer Messerstecherei unter Flüchtlingen, in einer Wohnung in Hallein, einen Tschetschenen erschossen. Er selbst und andere waren vorher bei dem Gemetzel verletzt worden. Das Gericht billigte dem Dagestaner Notwehr zu. Der Dagestaner hätte außer dem Schusswaffengebrauch keine Möglichkeit mehr gehabt, sein Leben zu schützen, erklärte die Richterin in ihrer Urteilsbegründung. Dass die Schusswaffe des Freigesprochenen illegal war, hatte auf das Strafverfahren keinen Einfluss. Quelle: Kurier, 10. 08.
Ein Wiener Altmetallhändler hatte in Wien-Penzing drei mutmaßliche Metalldiebe mit Warnschüssen zu vertreiben versucht. Der Händler war nach mehreren Diebstählen wachsam geworden. Er forderte das Trio zum Stehenbleiben auf. Als sie nicht reagierten, gab er aus einer Smith & Wesson drei Warnschüsse ab. Einer der beiden hatte sich dabei trotzdem auf ihn zubewegt. In Notwehr hatte er dann dem Angreifer aus nächster Nähe ins Bein geschossen. Der wurde festgenommen und in ein Spital gebracht. Die beiden anderen Verdächtigen flüchteten. Quelle: http://wien.orf.at/stories/129192/, 12. 08. 2006, Altmetallhändler schoss auf
Ein Motorradhändler hatte durch die Abgabe von Warnschüssen in seinem Geschäft in Birkfeld, in dem schon oft eingebrochen worden war, Einbrecher vertrieben. Bei einem vorangegangenen Einbruch hatten sie den Wachhund vergifteten. Quelle: Kronen Zeitung, 16. 07. 2006, Wir wehren
Mit einem Gewehr hat ein 41-Jähriger in Gols einen Einbrecher gestellt. Nach einer kurzen Verfolgung hielt er den Mann in Schach bis die Polizei eintraf. Quelle: Vienna-Online, 22. 06. 2006, Wiener stellte angeheiterten
Im Wiener Straflandesgericht ist ein 50-jähriger Mann, er war Offizier beim Bundesheer, vom Vorwurf der „Fahrlässigen Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen“ freigesprochen worden. Der Mann hatte in Wien-Hernals seinen Nachbarn erschossen. Der Richter billigte ihm zu, in Notwehr gehandelt zu haben. Dem Offizier machten vor allem die nächtlichen Lärmattacken des direkt über ihm wohnenden Mannes zu schaffen. Am Tag der Tat, gegen 06.35 Uhr, klopfte der Offizier gegen die Tür des Lärmerregers. Der hatte wieder einmal in voller Lautstärke Musik gespielt. Plötzlich riss der Störenfried seine Wohnungstür auf und lief auf den 50-Jährigen zu, wobei er eine 70 Zentimeter lange Eisenstange schwang und „I derschlag‘ di! I hau dir den Schädel ein!“ rief. Der Offizier machte daraufhin von seiner Schusswaffe Gebrauch, die er beim Verlassen seiner Wohnung eingesteckt hatte. Quelle: ORF-Online, 16. 03. 2007,
Ein Fußballfan wollte mit einem Taxi mitfahren. Als der Taxilenker sich wegen des Verhaltens des Hooligans weigerte die Fahrt anzutreten, ging dieser mit einer zerbrochenen Bierflasche auf ihn los. Der Taxler schoss mit seiner Pistole auf den Angreifer. Er streifte ihn am Jackenärmel worauf der Mann die Flucht ergriff. Der Taxilenker meldete den Vorfall bei der Polizei. Er handelte in Notwehr. Quelle: ORF-Online, 05. 12. 2005;
Im Bezirk Neunkirchen kam es in einer Autohandelsfirma zu einem Schusswechsel zwischen Einbrechern und dem Händler. Der Firmenchef wurde über den Einbruch alarmiert. Die Polizei kam aber zu spät. Der Besitzer traf auf die Einbrecher, die sofort das Feuer auf ihn eröffneten. Dieser schoss zurück und vertrieb so die Täter. Quelle: ORF-Online, 16. 08. 2005,
In Elsbethen, Salzburg, wurde ein Einbrecher von einem Tankstellenbesitzer bei einem Einbruch auf frischer Tat ertappt. Der Tankstellenpächter forderte den Mann auf stehenzubleiben und feuerte mit einem Revolver zweimal. Der Täter erlitt dabei einen Oberschenkeldurchschuss. Die Schüsse seien gerechtfertigt gewesen, entschied das Gericht, und stellte das Verfahren gegen den Tankstellenpächter ein. Quelle: ORF-Online, 24. 11. 2005,
Nach Mitternacht wurde ein Geschäftsmann aus Krems durch ein Geräusch am Fenster seines Hauses wach. Ohne Licht zu machen blickte er durch die Jalousie. Draußen bemerkte er einen Fremden am Fenster hantieren. Offensichtlich handelte es sich um einen Einbrecher. Der Geschäftsmann nahm eine Pistole der Marke Colt zur Hand und repetierte diese deutlich hörbar durch. Dieses markante Geräusch kannte der ungebetene Gast offensichtlich so gut, dass er „mit donnernden Hufen“ die Örtlichkeit verließ. So konnte der Geschäftsmann mit seiner Faustfeuerwaffe, ohne sie zu benutzen, eine Straftat verhindern. Quelle: Persönliche Angaben des Geschädigten an den Verfasser der
In Gloggnitz, BH Neunkirchen, entdeckte ein Mann nach 21.00 Uhr, auf seinem Betriebsgelände einen fremden Kleinbus. Beim Einfahrtstor bemerkte er, dass die unbekannten Täter Stahl- und Alufelgen zum Abtransport bereit gelegt hatten. Daraufhin nahm der Firmen-Chef seine mitgeführte Pistole in die Hand. Er forderte die beiden Einbrecher auf, stehen zu bleiben. Als diese ins Auto sprangen, gab der Firmenchef einen Warnschuss ab. Als der Kleinbus schließlich direkt auf ihn zuraste, feuert der Mann dann mehrmals auf den Wagen. Die getroffene Lenkerin fuhr trotzdem weiter. Sie wurde aber mit ihrem Komplizen von der Polizei gefasst. Quelle: ORF-Online, 14. 06. 2005, Firmenchef schoss auf
In der Salzburger Altstadt versuchten zwei Täter die Panzerscheibe eines Juweliers zu knacken. Ein in seiner Freizeit als Security arbeitender Polizist feuerte in die Luft und nahm einen Täter fest. Quelle: Salzburger Nachrichten, 27. 08. 2004, Warnschüsse nach
Drei Männer brachen um 04.00 Uhr früh in ein Juwelier-Geschäft in Wien-Meidling ein. Der Geschäftsführer hatte aber im Hinterzimmer genächtigt und bemerkte den Einbruch. Trotz Aufforderung zu verschwinden, ging das Trio auf den Mann los. Dieser gab mehrere Schüsse ab, von denen einer einen Einbrecher in den Kopf traf. Die beiden Komplizen flüchteten. Es war Notwehr. Quelle: Vienna Online, 27. 04. 2004, Juwelier erschoss
Ein Mann wollte in Wien-Landstraße eine Trafik ausrauben, der Trafikant schoss aber auf den Räuber. Dieser konnte zwar flüchten, wurde aber vermutlich verletzt. Quelle: ORF-Online, 21. 02. 2004, Trafikant schoss auf
In Neudörfl (Bezirk Mattersburg) endete ein Beziehungsdrama mit einem Toten. Der Ex-Lebensgefährte einer Neudörflerin starb durch das Projektil aus der Pistole eines Security-Mannes, der die Frau vor den Angriffen des Mannes schützen sollte. Der Schuss soll sich während eines Handgemenges gelöst haben. Der Ex-Freund, ein 40-jähriger Burgenländer, wurde in den Kopf getroffen und starb noch am Tatort. Das Urteil des Richters lautete letztendlich auf Freispruch für den Security. Quelle:
Sicher glaubte sich ein vorerst unbekannter Einbrecher, der gegen vier Uhr früh in das Bahnhofsrestaurant in Fehring eindrang. Er wurde aber dabei von dem in der Nähe wohnenden Pächter beobachtet. Der Pächter vertrieb den Einbrecher durch die Abgabe von Warnschüssen. Dabei dürfte der Einbrecher derart erschrocken sein, dass er sein vor dem Restaurant fluchtbereit abgestelltes Auto zurückließ. Die Gendarmerie verfolgte den Täter und konnte den Mann noch in Tatortnähe stellen. Quelle: Kronen Zeitung, 17. 01.
Notburga R. aus Röthelstein bei Frohnleiten war gerade mit dem Zusperren ihres Kaufhauses beschäftigt, als plötzlich ein Jugendlicher mit Kapuzenjacke und Brille auftauchte. „Gib mir‘s Geld, sonst erschieß ich dich!“, herrschte er die Frau an. Sie flüchtet in einen Nebenraum und hat ihrem Mann in der Küche laut zugerufen, er soll das Gewehr holen. Der Räuber ist in Anbetracht des bewaffneten Widerstands ohne Beute geflüchtet. Mit einem Warnschuss in die Luft unterstrich der Ehemann deutlich, dass Räuber dort unerwünscht sind. Quelle: Kronen Zeitung, 07. 08.
Nach einem nächtlichen Einbruchsalarm eilte der Trafikant Ludwig K. Bewaffnet mit einer Pistole zu seiner Trafik in Wien-Hernals. Tatsächlich ertappte er dort drei Ganoven und hielt sie mit der Waffe in Schach bis die Polizei eintraf. Quelle: U-EXPRESS, 27. September
Eine Autohändlerin aus Leobersdorf im Bezirk Baden, hatte drei Einbrecher in die Flucht geschlagen. Sie war durch Geräusche munter geworden und gab drei Warnschüsse in die Luft ab. Die Einbrecher konnten mit geringer Beute entkommen. Die Gendarmerie kam viel zu spät. Quelle: Kronen Zeitung, 07. 08. 2002, Frau verjagte Einbrecher mit
Im Stil eines japanischen Schwertkämpfers lief ein 34-Jähriger bei St. Gilgen Amok. Ein Zivilist stoppte ihn mit zwei Schüssen aus seiner Pistole, ehe er von einem Gendarmen mit einem dritten Schuss außer Gefecht gesetzt wurde. Quelle: Kronen Zeitung, 17. 08.
Bei Mannersdorf im Burgenland hat ein Jäger mit seiner Waffe zwei Einbrecher gestellt. Ein Täter wurde verhaftet, der zweite flüchtete. Quelle: Kronen Zeitung , 19. 09.
Bei einer Schießerei in der Fasangasse in Wien wurde ein Mann getötet und zwei weitere schwerverletzt. Der Wirt des Lokals wurde unter Tatverdacht festgenommen. Er wurde jedoch vom Gericht freigesprochen, da es sich bei den Schüssen um Notwehr handelte. Quelle: APA, 12. 11.
Nicht lange fackelte der Gastwirt Johann S. aus Uttendorf herum, als er kurz nach vier Uhr früh einen Einbrecher in der Küche seines Wirtshauses ertappte. Er holte seine Pistole aus der Wohnung. Mit „Hände hoch!“ schrie er den Eindringling an und feuerte eine Kugel in den Boden ab. Der Täter lief an ihm vorbei. Da schoss der Wirt noch einmal. Diesmal in die Wand. Der Einbrecher flüchtete. Quelle: Oberösterreichische Nachrichten, 10. 12. 1998
In Wien wurde das Verfahren gegen einen Lokalbesitzer, gegen den wegen Mordes und zweifachen Mordversuches ermittelt worden war, eingestellt. Der Mann hatte eine Rauferei unter einigen seiner Gäste in seinem Lokal schlichten wollen und hatte, als er von den Raufenden angegriffen wurde, einen Mann erschossen und zwei weitere schwer verletzt. Das Gericht erkannte die Notwehrsituation des Mannes an. Quelle: Salzburger Nachrichten, 27. 8.
Trafiküberfall in Wien-Neubau: Ein 77-jähriger Trafikant verhinderte durch bloße Drohung mit seiner Faustfeuerwaffe das Gelingen eines Raubüberfalls auf sein Geschäft. Der Täter wurde verhaftet. Quelle: Salzburger Nachrichten, 27. 08. 1999, Es war
Ein Wiener Notar hatte in seinem, vor seinem Wohnhaus abgestellten Geländewagen, eine Alarmanlage eingebaut. Als dieser in der Nacht ausgelöst wurde, eilte der Notar mit einer Faustfeuerwaffe bewaffnet zum Einbruchsobjekt. Dort konnte er den Autodieb auf frischer Tat ertappen. Mit vorgehaltener Waffe hielt er den Einbrecher solange in Schach, bis die Polizei eintraf. Quelle: ORF-2, Help-TV, 02. 09.
Tankstellenüberfall in der Steiermark Zwei maskierte und bewaffnete Männer überfielen eine Tankstelle bei Graz. Der geistesgegenwärtige Tankwart zog eine Pistole, worauf die beiden Täter die Flucht ergriffen. Sie konnten kurz danach verhaftet werden. Quelle: ORF-2, Help-TV, 02. 09.
Als Günther N. zu seinem Fahrzeug kam hantierte ein Mann mit einem Stanley-Messer am Seitenfenster seines Pkw herum. N. stellte den Einbrecher zur Rede, der daraufhin das Messer gegen den Ex-Polizisten richtete. Doch mit der Wehrhaftigkeit seines Gegenübers hatte der Kriminelle nicht gerechnet. Nach einer kurzen Schrecksekunde flüchtete der Mann. N. rannte dem verhinderten Autoeinbrecher nach. Dabei zog der frühpensionierte Beamte seine Privatwaffe – für die er einen Waffenpass besaß – und feuerte in die Luft. Das war dem Einbrecher dann doch nicht mehr ganz geheuer und er gab auf. Günther N. hielt den Einbrecher mit seiner Waffe in Schach und verständigte über sein Handy die Polizei. Quelle: Die Presse, 29.01.1998, Pensionist schoss scharf und stellte
Der Geschäftsführer Reinhard P. aus Traun, war in seinem ebenerdig gelegenen Geschäftsraum in Pasching mit Büroarbeiten beschäftigt, als kurz nach 16 Uhr ein vermummter Mann hinter ihm stand. Der Maskenmann, der unbemerkt durch eine Hintertür ins Büro gekommen war, packte P. an den Haaren, setzte ihm ein Messer am Hals an und verlangte Geld. Nach einem Handgemenge, bei dem P. an den Händen und an der Brust verletzt wurde, gab der Firmenchef seinen Widerstand vorerst auf. P. nahm aus einem Kasten neben seinem Arbeitsplatz drei Kellnerbrieftaschen und schleuderte sie auf den Boden. Als sich der Räuber um das Geld bücken wollte, ließ sich P. samt Sessel zur Seite fallen, griff sich seine unter dem Schreibtisch versteckte Pistole und zielte auf den Täter. Der Messerheld flüchtete ohne Beute. Quelle: Oberösterreichische Nachrichten, 08. 07.
Der Besitzer eines Uhren- und Schmuckgeschäftes in Kössen wurde telefonisch in Kenntnis gesetzt, dass Einbrecher in seinem Geschäft seien. Der Eigentümer nahm danach eine Flinte an sich und begab sich zum Einbruchsobjekt. Als zwei Einbrecher, mit dem in einer Tasche verwahrten Diebesgut aus der aufgebrochenen Geschäftstür traten, hob der Geschäftsmann die Waffe auf halbe Brusthöhe und richtete die Mündung grob auf sie. Der vordere stellte die Tasche auf den Boden und startete los, um sich auf den Geschäftsmann zu werfen. Der Angegriffene schoss und traf den Angreifer ins Schienbein. Teile der ausgetretenen Geschosse trafen den zweiten Einbrecher in den Knöchel. Dem Schützen wurde vom Gericht Notwehr zuerkannt. Quelle: Zeitschrift des Milizschützenverband, 6/98, Ein Einbruch in
Ein Seekirchner Unternehmer stellte in der Nacht einen Einbrecher in seiner Firma. Der Unternehmer lief dem fliehenden Einbrecher mit gezogenem Revolver nach. Nach dem der Täter zu Sturz kam, forderte ihn der Eigentümer mit angeschlagener Waffe auf, sich zu erheben. Der Einbrecher stand auf, schlug aber unmittelbar danach mit einem mitgeführten Geißfuß dem Unternehmer gegen den Kopf. Dieser schoss und verletzte den Angreifer schwer. Dem Unternehmer wurde Notwehr zugebilligt. Quelle: Zeitschrift des Milizschützenverband, 4/97, Notwehr gegen
Roland F. wurde am Wiener Schwedenplatz von einer Gruppe Burschen angestänkert. F. lief vorerst nicht weg, sondern entschloss sich seine Pistole zu ziehen um zwei Warnschüsse abzugeben. Danach war Roland F. weggelaufen. Die Burschen sind ihm dann nachgelaufen und haben ihn niedergerissen. Als der Angegriffene bemerkte, dass sich unter der Jacke eines Angreifers ein „schwerer Gegenstand“ abzeichnete und der Angreifer trotz der lauten Rufe: „Halt, oder ich schieße!“ nicht von ihm abließ, schoss er dem Kontrahenten zweimal in den Oberschenkel. Roland F. wurde freigesprochen. Ihm wurde vom Richter Notwehr zugebilligt. Quelle: Zeitschrift des Milizschützenverband, 3/96, Zwei Schüsse ins Bein:
Im Zuge einer tätlichen Auseinandersetzung hatte Rainer L. einen Gegner durch Abgabe eines Schusses mit einem Revolver schwer verletzt. In der Folge verfolgte ihn Joachim W. mit einem ca. 80 cm langen Samuraischwert bis auf die Fahrbahn der vorbeiführenden Straße. Nach einer Fluchtstrecke von etwa 40 Meter wandte sich Rainer L. um und schoss zweimal auf den Verfolger. Hans Joachim W. erlitt dabei tödliche Verletzungen. Der diesbezügliche Schuldspruch durch das LG für Strafsachen Wien wurde am 19. 3. 1996 vom OGH aufgehoben. Dem Schützen wurde vom OGH Notwehr zugebilligt. Quelle: OGH vom 19.3.1996,
Wolfgang H. hatte in einem Gasthaus in Spital/Drau Peter B. durch einen Schuss mit seiner Pistole am linken Oberschenkel verletzt. Zuvor war der Angreifer nach einem Wurf mit einem Aschenbescher auf Wolfgang H. zugegangen. Die Schussabgabe wurde vom OGH als Notwehr anerkannt. Quelle: OGH v. 18. 4. 1989,
In St. Pölten schoss Josef K. nach einem Streit auf seinen Schwiegervater, nachdem ihn dieser mit dem Umbringen bedroht hatte und ihm bewaffnet entgegengetreten war. Der Angreifer verstarb nach einem Treffer in den Hals. Nach einer Verurteilung in erster Instanz, wurde das angefochtene Urteil vom OGH aufgehoben. Quelle: OGH, 18.4.1985, 12Os173/84, KG St. Pölten 19 Vr
In Burgau (Stmk.) versuchte ein Betrunkener mit einem etwa fußballgroßen Stein auf einen Mann einzuschlagen. Als der Angegriffene eine mitgeführte Pistole aus der Tasche zog, ließ der Täter von seinem Ansinnen ab und flüchtete. Durch das bloße „Herzeigen“ seiner Schusswaffe, hatte der Angegriffene eine offensichtlich schwere Verletzung seiner Person verhindern können. Quelle: Notwehrhandlung des Verfassers der