Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F16-01-2002-I_248-2001
Timestamp: 2016-10-22 16:18:39
Document Index: 42823686

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art 135', 'Art. 159']

I 248/01 (16.01.2002)
I 248/01 Gi
M.________, 1950, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Christof Tschurr, Bellerivestrasse 59, 8034 Z�rich,
A.- M.________, geb. 1950, war von Mai 1986 bis Ende April 2000 bei der E.________ AG mit Sitz in Y.________ als ungelernter Maurer angestellt gewesen. Gem�ss Bericht der Arbeitgeberin (vom 1. Februar 1999) war er ab 22. Januar 1998 krankheitsbedingt der Arbeit ferngeblieben. Auf Anmeldung zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (vom 19. Januar 1999) hin kl�rte die IV-Stelle des Kantons Z�rich die medizinischen sowie die beruflich-erwerblichen Verh�ltnisse ab. Mit Verf�gung vom 3. November 1999 verneinte sie einen Anspruch auf eine Invalidenrente mangels rentenbegr�ndender Invalidit�t.
B.- Die dagegen eingereichte Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich ab (Entscheid vom 15. M�rz 2001).
C.- M.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, in Aufhebung des kantonalen Entscheides und der Verwaltungsverf�gung vom 3. November 1999 sei die "Sache zur allf�lligen erg�nzenden Sachverhaltsabkl�rung und zur Berechnung und Festsetzung der gesetzlichen Leistungen aus IVG an die Vorinstanz bzw. an die Beschwerdegegnerin zur�ckzuweisen". Ferner sei ihm die unentgeltliche Verbeist�ndung zu gew�hren.
1.- Streitig und zu pr�fen ist, ob der Beschwerdef�hrer an einem Gesundheitsschaden leidet, welcher ihn in seiner Arbeits- und Erwerbsf�higkeit so sehr beeintr�chtigt, dass daraus ein rentenbegr�ndender Invalidit�tsgrad (Art. 28 IVG) resultiert. Die Vorinstanz hat die dabei massgebenden Bestimmungen und Grunds�tze zutreffend dargelegt.
2.- Kantonales Gericht und Verwaltung haben entscheidwesentlich auf die Angaben der Dres. med. K.________, visierender Oberarzt, und W.________, Assistenzarzt, Klinik und Institut f�r Physikalische Medizin am Spital (Bericht vom 6. April 1999) abgestellt. Diese diagnostizierten persistierende, belastungsabh�ngige Schmerzen und Einschlafgef�hl an beiden H�nden (Status nach Karpaltunnelsyndromoperationen an rechter und linker Hand am 23. Januar und
25. Februar 1998) sowie ein cervico- und lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei/mit leichter Wirbels�ulenfehlhaltung mit muskul�rer Dysbalance, mittelgrosser, medial bis medio-lateral rechts liegender Diskushernie C4/5 mit Myelom-Behinderung, flachbogig medio-lateral links liegender Diskushernie C5/6, leichter Spondylose L3/4 und L4/5 und Symptomausweitung (f�nf positive Waddellzeichen) mit generalisiertem Weichteilschmerzsyndrom. F�r die �ber Jahre hinweg ausge�bte T�tigkeit als Maurer best�nde eine Arbeitsf�higkeit von 50%, leichte oder mittelschwere Arbeiten seien ohne Einschr�nkungen der Arbeitsf�higkeit m�glich.
3.- a) In medizinischer Hinsicht ist nach den Akten von erheblichen Befunden auszugehen, deren Relevanz unter den Aerzten umstritten ist. Dr. med. S.________, Spezialarzt FMH f�r Physikalische Medizin, speziell Rheumatologie, diagnostizierte seinerseits ein chronifiziertes Schmerzsyndrom der Halswirbels�ule bei degenerativen Ver�nderungen (Bandscheibenschaden), ein nicht objektivierbares Schmerzsyndrom beider H�nde nach operativer Nervendekompression beidseits sowie wiederholte Lumbalgien. Auf Grund der chronischen, ausgeweiteten Schmerzsymptomatik sei die Belastbarkeit bleibend reduziert; die Wiederaufnahme der Arbeit als Maurer sei nicht zumutbar, aus "rheumatologischer Sicht besteh(e) keine bleibende Arbeitsf�higkeit f�r eine leichte k�rperliche Arbeit (Arbeit in wechselnder Position, keine Lasten �ber 5-10kg)" (Bericht vom 4. Januar 2000). Seine Stellungnahme zur Arbeitsf�higkeit weicht, entgegen der Vorinstanz, insoweit grunds�tzlich von derjenigen der Rheumatologen des Universit�tsspitals Z�rich (vgl. Erw. 2a in fine hievor) ab, als er, anders als diese, unmissverst�ndlich eine Arbeitsf�higkeit (auch) f�r leichte k�rperliche T�tigkeiten verneint. Die zeitlichen Verh�ltnisse erhellen - die strittige Verwaltungsverf�gung erging am 3. November 1999, der Beschwerdef�hrer stand seit 18. November 1999 bei Dr. med. Schildknecht in Behandlung, dessen Arztbericht datiert vom 4. Januar 2000 -, dass die Angaben des Dr. med.
S.________ geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses der Verwaltungsverf�gung (3. November 1999) zu beeinflussen (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis). Sie sind daher, entgegen der Vorinstanz, f�r den hier zu beurteilenden Fall grunds�tzlich massgeblich.
b) In W�rdigung der gesamten medizinischen Akten erscheint der Sachverhalt als ungen�gend abgekl�rt. Beim Bericht der Rheumatologen des Spitals (vom 6. April 1999) handelt es sich nicht um ein Administrativgutachten, sondern bloss um eine erweiterte �rztliche Berichterstattung, der die rechtsprechungsgem�ss erforderlichen Voraussetzungen abgehen, unter denen einem Arztbericht volle Beweiskraft zukommt (BGE 122 V 160 Erw. 1c mit Hinweisen): Es ist, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu Recht ger�gt wird, nicht klar, ob der Rheumaklinik s�mtliche Akten zur Verf�gungen standen; es fehlt eine ausf�hrliche Aufnahme der geklagten (subjektiven) Beschwerden und deren kritische Gegen�berstellung mit den objektiven Befunden, worunter Diskushernien C4/5 und C5/6. Insbesondere die Widerspr�che zum Bericht des Dr. med. Schildknecht (vom 4. Januar 2000), seines Zeichens auch Spezialarzt FMH f�r Rheumatologie, lassen sich im Wege der Beweisw�rdigung nicht ausr�umen.
Die Vorinstanz durfte demnach nicht abschliessend auf den Bericht der Rheumatologen des Spitals (vom 6. April 1999) abstellen. Die IV-Stelle wird im Rahmen von erg�nzenden Abkl�rungen dem Umstand Rechnung tragen, dass Dr. med.
B.________, ebenfalls Spezialarzt FMH f�r Rheumaerkrankungen "im Hinblick auf die zervikale Dekompression und Diskushernienoperation" eine neurologische Abkl�rung f�r "dringend" erachtete (Bericht vom 5. April 2001). Im Lichte des Berichtes des E.________, Arzt und Psychoanalytiker, vom 29. August 2001 wird auch der Frage nachzugehen sein, ob allenfalls psychiatrische Aspekte mitzuber�cksichtigen sind.
4.- Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Dem Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses entsprechend steht dem Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung zu (Art 135 in Verbindung mit Art. 159 OG); damit ist sein Antrag auf Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung gegenstandslos.
Kantons Z�rich vom 15. M�rz 2001 und die Verf�gung der
IV-Stelle des Kantons Z�rich vom 3. November 1999 aufgehoben
und es wird die Sache an die Verwaltung zur�ckgewiesen,
damit sie, nach erg�nzenden Abkl�rungen
im Sinne der Erw�gungen �ber den Rentenanspruch neu