Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202013,%20370
Timestamp: 2019-06-16 20:04:00
Document Index: 369491905

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 251', '§ 280', '§ 281', '§ 634', '§ 635', '§ 635', '§ 251', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 635', 'BGH', '§ 440', '§ 439', 'BGH', '§ 635', 'BGH', '§ 439', 'BGH', '§ 251', '§ 439', '§ 635', 'BGH', '§ 281', 'BGH', 'BGH', '§ 633', 'BGH', '§ 633', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.10.2012 - VII ZR 179/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,80659
BGH, 11.10.2012 - VII ZR 179/11 (https://dejure.org/2012,80659)
BGH, Entscheidung vom 11.10.2012 - VII ZR 179/11 (https://dejure.org/2012,80659)
BGH, Entscheidung vom 11. Januar 2012 - VII ZR 179/11 (https://dejure.org/2012,80659)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2012,80659) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 251 Abs 2 S 1 BGB, § 280 Abs 1 BGB, § 281 Abs 1 BGB, § 634 Nr 4 BGB, § 635 Abs 3 BGB
Mängel der Werkleistung: Schadensersatzanspruch des Bestellers bei vom Unternehmer verweigerter Nacherfüllung wegen Unverhältnismäßigkeit
BGB §§ 635 Abs. 3, 251 Abs. 2 S. 1, 634 Nr. 4, 280 Abs. 1, 281 Abs. 1
Schadensersatz ohne vorherige Fristsetzung wegen Unverhältnismäßigkeit der Nacherfüllung beim Werkvertrag; Kriterien für Unverhältnismäßigkeit nach § 251 Abs. 2 S. 1 BGB
Schadensersatz statt der Leistung für Mängel der Werkleistung ohne vorherige Fristsetzung bei Verweigerung der Nacherfüllung als unverhältnismäßig
Zum Recht des Bestellers, ohne vorherige Fristsetzung Schadensersatz statt der Leistung zu beanspruchen, wenn der Unternehmer die Nacherfüllung zu Recht als unverhältnismäßig verweigert hat; zur Prüfung der Unverhältnismäßigkeit des Nacherfüllungsaufwands
Mängelbeseitigung unverhältnismäßig: Höhe des Schadensersatzes?
Schadensersatz und der unverhältnismäßige Aufwand für die Nachbesserung
Wasserleitungen schlecht gedämmt - Handwerker verweigert das Beseitigen der Mängel als "unverhältnismäßig": Schadenersatz?
Schadensersatz für schuldhaft verursachte Werkmängel entfällt nicht allein aufgrund rechtmäßiger Verweigerung wegen Unverhältnismäßigkeit
Baumangel: Folgen des Unverhältnismäßigkeitseinwandes für Schadensersatzhöhe
Schadensersatzanspruch: Umfang bei unverhältnismäßiger Nacherfüllung
Schadenersatz statt Mängelbeseitigung
Schadensersatz; unverhältnismäßiger Aufwand für die Nachbesserung
Nachbesserung wegen Unverhältnismäßigkeit verweigert: Schadensersatz ohne Fristsetzung! (IBR 2012, 700)
Nachbesserungsaufwand unverhältnismäßig: Wie hoch ist der Schadensersatz? (IBR 2012, 699)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 11.10.2012, Az.: VII ZR 179/11 (Höhe des Schadensersatzes bei unverhältnismäßiger Mängelbeseitigung)" von RA/VorsRiOLG a.D. Wolfgang Zepp, original erschienen in: NJW 2013, 370 - 373.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 11.10.2012, Az.: VII ZR 179/11 (Höhe des Schadensersatzanspruchs bei unverhältnismäßiger Mängelbeseitigung)" von Wiss. Mit. Tony Grobe, original erschienen in: NZBau 2013, 99 - 102.
LG Osnabrück, 13.05.2009 - 10 O 2795/07
OLG Oldenburg, 21.07.2011 - 8 U 141/09
NJW 2013, 370
MDR 2012, 1404
NZBau 2013, 99
NJ 2013, 27
WM 2013, 1529
JR 2014, 115
BauR 2013, 81
ZfBR 2013, 36
aa) Der Besteller hat die Möglichkeit, den Schaden nach allgemeinen schadensrechtlichen Grundsätzen in der Weise zu bemessen, dass er im Wege einer Vermögensbilanz die Differenz zwischen dem hypothetischen Wert der durch das Werk geschaffenen oder bearbeiteten, im Eigentum des Bestellers stehenden Sache ohne Mangel und dem tatsächlichen Wert der Sache mit Mangel ermittelt (vgl. BGH, Urteile vom 11. Oktober 2012 - VII ZR 179/11, BauR 2013, 81 Rn. 10 = NZBau 2013, 99 m.w.N.;… vom 8. Januar 2004 - VII ZR 181/02, BauR 2004, 847, 850, juris Rn. 29 = NZBau 2004, 269 …und vom 16. November 2007 - V ZR 45/07, NJW 2008, 436 Rn. 11 f. m.w.N.).
Auf den Ersatz eines geringeren Minderwerts muss er sich in diesem Fall, vorbehaltlich der Unverhältnismäßigkeit der Aufwendungen (vgl. auch BGH, Urteil vom 11. Oktober 2012 - VII ZR 179/11, BauR 2013, 81 Rn. 11 = NZBau 2013, 99), nicht verweisen lassen.
Soweit sich aus den Entscheidungen vom 11. Oktober 2012 (VII ZR 179/11 und VII ZR 180/11, BauR 2013, 81 = NZBau 2013, 99 und juris) etwas anderes ergeben könnte, hält der Senat daran nicht fest.
Unterbleibt die Nacherfüllung und steht dem Käufer ein Schadensersatzanspruch zu, so kann er im Rahmen des kleinen Schadensersatzes Ausgleich des mangelbedingten Minderwerts oder Ersatz der Mängelbeseitigungskosten verlangen (vgl. Senat…, Urteil vom 15. Juni 2012 - V ZR 198/11, BGHZ 193, 326 Rn. 31; zum Werkvertragsrecht BGH, Urteil vom 11. Oktober 2012 - VII ZR 179/11, NJW 2013, 370 Rn. 10 mwN).
c) Wie es sich auf den Schadensersatzanspruch auswirkt, wenn die zur Mängelbeseitigung erforderlichen Kosten unverhältnismäßig sind, ist höchstrichterlich bislang nur für das Werkvertragsrecht (§ 635 Abs. 3 BGB) entschieden (BGH, Urteil vom 11. Oktober 2012 - VII ZR 179/11, NJW 2013, 370 Rn. 12).
Das ergibt sich aus § 440 BGB, wonach es zur Entstehung des Schadensersatzanspruchs grundsätzlich einer Fristsetzung nicht bedarf, wenn der Käufer die Nacherfüllung gemäß § 439 Abs. 3 BGB verweigert (BT-Drucks. 14/4060, S. 232; vgl. zum Werkvertragsrecht: BGH, Urteil vom 11. Oktober 2012 - VII ZR 179/11, NJW 2013, 370 Rn. 8).
Im Werkvertragsrecht entspricht es ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass bei der Beurteilung der Unverhältnismäßigkeit nach § 635 Abs. 3 BGB das Verschulden des Unternehmers zu berücksichtigen ist (BGH, Urteil vom 11. Oktober 2012 - VII ZR 179/11, NJW 2013, 370 Rn. 12 mwN).
Kann der Verkäufer die Nachbesserung nach § 439 Abs. 3 BGB verweigern, ist es folgerichtig, ihn schadensersatzrechtlich nicht für einen Teil der Mängelbeseitigungskosten einstehen zu lassen, sondern den Schadensersatz auf die Höhe der Differenz des Wertes der Kaufsache in mangelfreiem und in mangelhaftem Zustand zu beschränken (zum Werkvertragsrecht BGH, Urteil vom 11. Oktober 2012 - VII ZR 179/11, NJW 2013, 370 Rn. 12;… vgl. auch Urteil vom 27. November 2009 - LwZR 11/09, NZM 2010, 442 Rn. 11 f.).
aa) Die für die Beurteilung der Unverhältnismäßigkeit im Sinne des § 251 Abs. 2 Satz 1 BGB maßgebenden Kriterien entsprechen jenen, die bei der nach § 439 Abs. 3 BGB gebotenen Prüfung des unverhältnismäßigen Nacherfüllungsaufwands heranzuziehen sind (vgl. zu § 635 Abs. 3 BGB: BGH, Urteil vom 11. Oktober 2012 - VII ZR 179/11, NJW 2013, 370 Rn. 12).
Bei einem Schadensersatzanspruch statt der Leistung scheidet eine Naturalrestitution aus, weil dadurch die Erfüllung der vertraglichen Leistung herbeigeführt würde, die der Besteller - wie in § 281 Abs. 4 BGB ausdrücklich geregelt ist - gerade nicht mehr verlangen kann (vgl. BGH, Urteil vom 11. Oktober 2012 - VII ZR 179/11, NJW 2013, 370 Rn. 9).
In der Sache macht sie damit geltend, dass mangels nachteiliger Auswirkungen des allein in der vertraglichen Abweichung begründeten Mangels der Beseitigungsaufwand unverhältnismäßig sei (vgl. BGH, Urteil vom 11. Oktober 2012 - VII ZR 179/11, BauR 2013, 81 Rn. 11 f. = NZBau 2013, 370;… Kniffka/Kniffka, ibr-online-Kommentar Bauvertragsrecht, Stand: 28. Juli 2015, § 633 BGB Rn. 53 i.V.m. Rn. 40).
Dieses unter Beweis gestellte Vorbringen, mit dem zugleich behauptet wird, die im Rahmen der Bauüberwachung erfolgte Zustimmung zur Verwendung von Kies der Körnung 2/5 sei für die aufgetretenen Mangelsymptome an den Fahrbahnspuren und Stellplatzflächen nicht ursächlich, ist im Hinblick auf den Einwand der Unverhältnismäßigkeit des Mängelbeseitigungsaufwands erheblich (vgl. BGH, Urteil vom 11. Oktober 2012 - VII ZR 179/11, BauR 2013, 81 Rn. 11 f. = NZBau 2013, 370;… Kniffka/Kniffka, ibr-online-Kommentar Bauvertragsrecht, Stand: 28. Juli 2015, § 633 BGB Rn. 53 i.V.m. Rn. 40).
Der Restwerklohnanspruch für Arbeiten in der Doppelhaushälfte 6a ist Gegenstand des Parallelverfahrens VII ZR 179/11.
Aufwendungen für die Beseitigung eines Werkmangels sind vielmehr nur dann unverhältnismäßig, wenn der damit in Richtung auf die Beseitigung des Mangels erzielte Erfolg oder Teilerfolg bei Abwägung aller Umstände des Einzelfalles in keinem vernünftigen Verhältnis zur Höhe des dafür gemachten Geldaufwandes steht und es dem Unternehmer nicht zugemutet werden kann, die vom Besteller in nicht sinnvoller Weise getätigten Aufwendungen tragen zu müssen (BGH, Beschluss vom 30.07.2015, VII ZR 70/14, NZBau 2015, 618; BGH, Beschluss vom 18.07.2013, VII ZR 231/11, www.juris.de; BGH, Urt. v. 11.10.2012, VII ZR 179/11, www.juris.de; BGH, Urteil vom 10.11.2005, VII ZR 137/04, www.juris.de; BGH, Urteil vom 10.11.2005, VII ZR 64/04, www.juris.de vgl. auch OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.02.2014, 23 U 62/13, www.juris.de).
Auf die Revision der Beklagten hat der Bundesgerichtshof das Senatsurteil mit Urteil vom 11. Oktober 2012 (VII ZR 180/11, vgl. das Urteil in der Parallelsache VII ZR 179/11, BauR -, 81 = NJW -, 370) im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als die Beklagte unbedingt zur Zahlung eines 2.935,12 Euro nebst Zinsen übersteigenden Betrages verurteilt und die Widerklage hinsichtlich eines Betrages von 39.270,55 Euro nebst Zinsen abgewiesen worden ist; in diesem Umfang hat er die Sache an den Senat zurückverwiesen.
OLG Koblenz, 18.01.2017 - 13 UF 477/16
Zu den Eigentumsverhältnissen an einer in die Ehe mitgebrachten Einbauküche und …
OLG München, 15.12.2015 - 9 U 701/13
Schadensersatz wegen Mängeln des Bauwerks: Wahlrecht des Bestellers zwischen …