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Timestamp: 2016-10-23 14:22:54
Document Index: 205628315

Matched Legal Cases: ['Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE']

A.________, 1947, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Advokat Guido Ehrler, Rebgasse 1, 4058 Basel,
A.________ (geb. 1947) war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. 1977 erlitt er einen Autounfall, bei welchem er sich eine Patellarfraktur am rechten Knie zuzog. Die SUVA schloss den Fall nach einem Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts vom 19. September 1983 ab. Am 26. Oktober 1996 erlitt A.________ erneut einen Unfall mit Verletzung der rechten Hand. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen und beendete den Fall am 4. Juni 1998. Am 20. Januar 1999 meldete die Arbeitslosenkasse GBI einen R�ckfall zum Unfall von 1996; im Juni 1999 erhielt die SUVA �berdies eine R�ckfallmeldung betreffend den Autounfall von 1977. Mit Verf�gung vom 14. Dezember 2001 sprach die SUVA A.________ ab 1. Juni 2001 eine Rente auf Grund einer Erwerbsunf�higkeit von 40 % zu und lehnte die Ausrichtung einer Integrit�tsentsch�digung ab. Mit Einspracheentscheid vom 3. Mai 2002 gew�hrte die Anstalt ihm eine Entsch�digung f�r eine Integrit�tseinbusse von 9,5 % und best�tigte die Rente.
A.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, es sei ihm eine Rente gest�tzt auf einen Invalidit�tsgrad von mindestens 70 % zuzusprechen.
Das kantonale Sozialversicherungsgericht hat die gesetzlichen Vorschriften zum Anspruch auf eine Rente der Unfallversicherung (Art. 18 Abs. 1 und 2 UVG) sowie die Rechtsprechung zur Bedeutung �rztlicher Ausk�nfte im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 352 Erw. 3a) richtig dargelegt. Ferner trifft zu, dass das ATSG materiellrechtlich nicht anwendbar ist. Darauf wird verwiesen.
2.1 Gem�ss Bericht von SUVA-Kreisarzt Dr. med. W.________ vom 27. Februar 2001 kann der Beschwerdef�hrer ganztags eine leichte bis mittelschwere, wechselbelastete und m�glichst abwechslungsreiche T�tigkeit im mittelmotorischen Bereich ohne Repetitivit�t, Kraftgriffe oder Pr�zision sowie ohne Leiterarbeit und Zwangshaltungen im Knien und Kauern besorgen. Stehend k�nne er h�chstens 15 kg, gehend 5-10 kg tragen. Weitere Eingriffe seien nicht indiziert; die beschriebene Zumutbarkeit von T�tigkeiten gelte ab sofort. Laut einem Gutachten von Dr. med. I.________, Praxisgemeinschaft X.________, Fach�rzte FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, vom 12. Oktober 2001 sei der Versicherte in der zuletzt ausge�bten Arbeit als angelernter Kunststoffrohrleger zu 50 % arbeitsf�hig. Diese T�tigkeit k�nne an 8 Stunden im Tag ausge�bt werden, wobei die Leistung um 50 % vermindert ausfalle. Dem Beschwerdef�hrer seien Arbeiten ohne dauerndes Stehen und Gehen, am besten im Wechsel, durchaus zumutbar. Angesichts der rechten Hand seien Arbeiten, welche eine spezielle Feinmotorik voraussetzten, nicht denkbar, ebenso wenig Handmanipulationen, die kraftvolle T�tigkeiten verlangen. Im Schreiben vom 9. November 2001 erg�nzt Dr. I.________ auf entsprechende Nachfrage, dass in geeigneten, angepassten Arbeiten ein normales Pensum von 8 Stunden am Tag zumutbar sei. Prof. Dr. med. T.________ beziffert im Bericht vom 19. April 1999 die Arbeitsf�higkeit im bisherigen Beruf auf 50 % und f�gt an, in leichten Arbeiten bestehe eine ganzt�gige Arbeitsf�higkeit.
2.2 Die erw�hnten medizinischen Berichte stimmen �berein: gem�ss allen �rzten besteht in der bisherigen T�tigkeit als Kunststoffrohrleger eine eingeschr�nkte Leistungsf�higkeit von 50 %, wobei der Beschwerdef�hrer diese auch verteilt auf 8 Arbeitsstunden im Tag erbringen kann. Eine leichte, den gesundheitlichen Einschr�nkungen namentlich der rechten Hand angepasste Arbeit hingegen kann der Versicherte voll aus�ben. Entgegen den Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind die Angaben von Dr. I.________ nicht in dem Sinne zu verstehen, dass auch in einer leidensangepassten T�tigkeit nur noch eine Arbeits- oder Leistungsf�higkeit von 50 % bestehen w�rde. Sodann besteht kein Anlass zu weiteren medizinischen Abkl�rungen.
2.3 Gest�tzt auf die Angaben der �rzte hat die SUVA einen Erwerbsvergleich vorgenommen. Dabei ging sie einerseits von einem nicht bestrittenen hypothetischen Valideneinkommen von Fr. 75'985.- aus, welches der Beschwerdef�hrer im Jahr 2001 h�tte verdienen k�nnen, wenn er an keinen gesundheitlichen Einschr�nkungen leiden w�rde. Sodann zog die SUVA die L�hne von f�nf der in ihrer Sammlung dokumentierter Arbeitspl�tze (DAP) enthaltenen, dem Beschwerdef�hrer zumutbaren Stellen bei. Auf diesen Lohnvergleich kann indessen nicht abgestellt werden. In BGE 129 V 472 hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht ein Grundsatzurteil zur Frage gef�llt, unter welchen Bedingungen auf DAP-Tabellen zur�ckgegriffen werden kann. Demnach muss die Unfallversicherung mindestens f�nf zumutbare Arbeitsplatzdokumentationen vorlegen. Ferner hat sie Angaben zu machen �ber die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitspl�tze, den H�chst- und den Tiefstlohn sowie �ber den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Dies erm�glicht eine �berpr�fung des Auswahlermessens und erlaubt eine zuverl�ssige Beurteilung der von der SUVA verwendeten DAP-L�hne hinsichtlich ihrer Repr�sentativit�t (BGE 129 V 480 Erw. 4.2.2). Gen�gt die SUVA im Einzelfall diesen Anforderungen nicht, kann bei einer Bestreitung nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt weren. Diesfalls hat das im Beschwerdeverfahren angerufene Gericht die Sache entweder an den Versicherer zur�ckzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gest�tzt auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) vorzunehmen (BGE 129 V 480 f. Erw. 4.2.2 in fine).
2.4 Somit ist der Einkommensvergleich vorliegend an Hand der LSE vorzunehmen. Gem�ss Tabelle TA1 der LSE 2000 verdienten M�nner im privaten Sektor in einfachen und repetitiven T�tigkeiten durchschnittlich Fr. 4437.- im Monat (13. Monatslohn inbegriffen). Da der Rentenbeginn unbestrittenermassen im Juni 2001 liegt, ist dieser Lohn um die Nominallohnentwicklung von 2000 auf 2001 , d.h. um 2,5 %, aufzuwerten (Bundesamt f�r Statistik, Lohnentwicklung 2001, kommentierte Ergebnisse und Tabellen, Tabelle T1.93 S. 31). Der so erhaltene Lohn beruht auf einer standardisierten 40-Stunden-Woche und ist auf die im Jahr 2001 �blich gewesene durchschnittliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden pro Woche zu erh�hen. Dies ergibt einen hypothetischen Jahresverdienst von Fr. 57'031.- (Fr. 4437 x 12 + 2,5 % x 41,8./.40). Im Weiteren ist zu ber�cksichtigen, dass Versicherte wegen gesundheitlicher Beeintr�chtigungen, des Alters, ausl�ndischer Nationalit�t, Teilzeitarbeit und dem Umstand, dass sie eine g�nzlich neue Arbeit antreten m�ssen, oft nicht das Lohnniveau gesunder Personen am gleichen Arbeitsplatz erreichen. Je nach den konkreten Umst�nden des Einzelfalls kann, muss aber nicht ein zus�tzlicher Abzug von den Tabellenl�hnen gew�hrt werden, welcher in Ber�cksichtigung aller Elemente h�chstens 25 % betragen darf (zum Ganzen: BGE 126 V 75). Vorliegend fallen die eingeschr�nkte rechte Hand sowie der T�tigkeitswechsel und das Alter des Versicherten erschwerend ins Gewicht, weshalb ein Abzug von 20 % vom soeben ermittelten hypothetischen Jahresverdienst gew�hrt werden kann. Damit ergibt sich ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 45'624.-, was im Vergleich zum erw�hnten hypothetischen Valideneinkommen einem Invalidit�tsgrad von fast exakt 40 % entspricht. Damit ist die dem Beschwerdef�hrer zugesprochene Rente im Ergebnis zu best�tigen.