Source: https://www.buzer.de/gesetz/6678/index.htm
Timestamp: 2019-09-16 04:04:00
Document Index: 378043725

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 8', '§ 18', '§ 17', '§ 17', '§ 19']

Psych-PV Psychiatrie-Personalverordnung
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Geltung ab 01.01.1991; FNA: 2126-9-11 Krankheitsbekämpfung, Impfwesen
Anlage 1 (zu § 4 Abs. 1) Psychiatrische Einrichtungen für Erwachsene
Anlage 2 (zu § 8) Einrichtungen für Kinder- und Jugendpsychiatrie
(3) 1Die Stichtagserhebungen nach Absatz 2 sind jeweils am dritten Mittwoch der Monate Januar, April, Juli und Oktober durchzuführen; die Vertragsparteien können abweichende Vereinbarungen treffen. 2Die Ergebnisse der Stichtagserhebungen hat die Einrichtung den anderen Vertragsparteien, den in § 18 Abs. 1 Satz 2 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes genannten Beteiligten und der zuständigen Landesbehörde so rechtzeitig schriftlich oder elektronisch mitzuteilen, daß Vorverhandlungen nach § 17 Abs. 6 der Bundespflegesatzverordnung durchgeführt werden können.
(4) 1Die Vertragsparteien schließen nach § 17 Abs. 7 der Bundespflegesatzverordnung Rahmenvereinbarungen, die
2§ 19 Abs. 1 der Bundespflegesatzverordnung gilt entsprechend.
Text in der Fassung des Artikels 54 Gesetz zum Abbau verzichtbarer Anordnungen der Schriftform im Verwaltungsrecht des Bundes G. v. 29. März 2017 BGBl. I S. 626 m.W.v. 5. April 2017
bereiche Ärzte Kranken-
personal Diplom-
logen Ergo-
peuten Bewegungs-
gymnasten,
peuten Sozial-
dienst Diplom-
peuten Beweg-
gen Sprach-
bereiche Kranke Behandlungsziele Behandlungsmittel
A1 Regel-
behandlung Akut psychisch Kranke Erkennen und Heilen,
Stabilisierung Diagnostik, Psychopharmako-
therapie, Psychotherapie,
Soziotherapie 1), Ergotherapie
A2 Intensiv-
behandlung Psychisch Kranke,
manifest selbst-
gefährdet, fremdgefährdend,
somatisch vitalgefährdet Erkennen und Heilen,
abschätzung, Krisen-
bewältigung, Stabilisierung
weitere therapeutische
Maßnahmen Diagnostik, Erst- und Notfall-
behandlung, einzelbezogene
einschließlich Psychopharmako-
A3 Reha-
bilitative Behandlung Für die reha-
bilitative Behandlung
ausreichend stabilisierte
Kranke mit psychischen
und sozialen Krankheitsfolgen Bessern, Lindern der Krankheits-
folgen - mit diesen leben
lernen, Ent-
Wieder- eingliederung Mehrdimensionale rehabilitative
Behandlung; Psychotherapie
zur Bewältigung der Krankheits-
folgen, Sozio-
therapie, Ergo-
A4 Langdauernde Behandlung
Schwer- und Mehrfach-
kranker Psychisch Kranke mit
anhaltend akuten Symptomen
und/oder erheblichen
Krankheitsfolgen Bessern, Lindern,
Verhüten von Verschlimmerung,
Stabilisierung als
Maßnahmen Medizinische Grundversorgung
mit hohem ärztlichen
und pflegerischen Aufwand,
mehr- dimensionale
therapeutischen Milieus
A5 Psycho-
therapie Kranke mit schweren
Neurosen oder Persönlichkeits-
störungen, die stationär psycho-
therapeutisch behandelt werden
müssen Erkennen und Heilen, Krisen-
bewältigung, Befähigung zur
ambulanten psycho-
therapeutischen Behandlung Komplexe psycho-
A6 Tages-
klinische Behandlung 2) Psychisch Kranke, nicht
oder nicht mehr vollstationär
behandlungs- bedürftig Erkennen und Heilen,
Stabilisierung, Wieder-
Krisenbewältigung Diagnostik, Psychopharmako-
Soziotherapie, Ergotherapie
S1 Regel-
behandlung Alkohol- und Medikamenten-
abhängige Erkennen der Abhängigkeit,
Entgiftung, Befähigung zur
ambulanten Behandlung oder
zur Entwöhnung, soziale
Stabilisierung Psychiatrische,
neurologische und allgemein-
Behandlung, Motivation zur
Inanspruchnahme suchtspezifischer
S2 Intensiv-
Behandlung Alkohol-, Medikamenten- und Drogen-
abhängige, manifest selbst-
somatisch vitalgefährdet Erkennen und Heilen, Risiko-
bewältigung, Entgiftung,
Delirbehandlung,
therapeutische Maßnahmen Psychiatrische,
intensive medikamentöse
Behandlung, Motivation
suchtspezifischer Hilfen
S3 Reha-
bilitative Behandlung einschließ-
lich sog. Entwöhnung Ausreichend entgiftete,
motivierte und belastbare
abhängige oder inzwischen
zur rehabilitativen
Behandlung befähigte Schwer-
und Mehrfachkranke Abstinenz, Befähigung
zu ambulanter Behandlung,
Integration in Selbsthilfe-
gruppen, Wieder-
eingliederung Suchtspezifische
mehrdimensionale Behandlung
S4 Langdauernde Behandlung
kranker Alkohol- und Medikamenten-
abhängige mit anhaltenden
psychiatrischen, neurologischen
und internistischen
erkrankungen, erhebliche
Rückfallgefahr,
oder Entlassung in
nicht möglich Bessern, Lindern,
Befähigung zur rehabilitativen
Behandlung, Eingliederung
in komplementäre Einrichtungen
und ambulante Behandlung Medizinische Grundversorgung
mit hohem ärztlichen und
pflegerischen Aufwand; sucht-
spezifische soziotherapeutisch
S5 Psycho-
therapie Alkohol- und Medikamten-
abhängige mit schweren Neurosen
oder Persönlichkeits-
störungen, erhebliche
Rückfallgefahr Erkennen der Abhängigkeit,
Abstinenz, Befähigung zur
therapeutischen Behandlung,
Krisenbewältigung Psycho-
suchtspezifischer
S6 Tages-
klinische Behandlung 2) Alkohol- und Medikamenten-
abhängige, entgiftet, nicht
vollstationär behandlungs-
bedürftig Erkennen der Abhängigkeit,
ambulanten Behandlung,
gruppe, Krisen- bewältigung,
Vermeidung oder Verkürzung voll-
stationärer Behandlung Diagnostik, Psychotherapie,
Soziotherapie 1), Ergotherapie,
Motivation zur Inanspruchnahme
G1 Regel-
behandlung Akut psychisch Kranke
im höheren Lebens-
alter (meist Multi-
morbidität) Erkennen und Heilen,
Bessern, psychische,
somatische und soziale
Stabilisierung, vorwiegend
Entlassung nach Hause Psychiatrische,
neurologische, allgemein-
Medizinische Grundversorgung;
gegebenenfalls Einbeziehung
weiterer gebiets-
G2 Intensiv-
behandlung Psychisch Kranke im
höheren Lebensalter, manifest selbst-
gefährdet, fremdgefährdend und
somatisch vitalgefährdet Erkennen und
Heilen, Risiko-
bewältigung, Bessern der
vital bedrohlichen Störungen,
therapeutische Maßnahmen Psychiatrische und
somatische Diagnostik, Erst- und Notfall-
Intensivbehandlung einschließlich
G3 Reha-
bilitative Behandlung Ausreichend stabilisierte
psychisch Kranke im höheren
Lebensalter mit psychischen,
somatischen und sozialen Einbußen Bessern und Lindern,
mit Krankheit und Alter leben
lernen, Wieder-
eingliederung zu Hause
oder in Einrichtungen der
Altenhilfe Training zum Ausgleich
von Einbußen lebens-
praktischer Fertigkeiten,
Orientierungs- und Gedächtnis-
training, Sozio-
therapie 1), Psychotherapie
G4 Langdauernde
Behandlung Schwer- und Mehrfach-
kranker Psychisch Kranke
im höheren Lebensalter mit
anhaltenden akuten Symptomen
und erheblichen psychischen,
somatischen und sozialen
Einbußen Bessern und
Lindern, Verhüten von
Maßnahmen oder Entlassung
in häusliche oder Heimpflege Medizinische Grundversorgung
mit kontinuierlich hohem
ärztlichen und pflegerischen
Aufwand, gegebenenfalls
ergänzt durch Einbeziehung
ärztlicher Leistungen,
G5 Psycho-
therapie Kranke im höheren Lebens-
alter mit schweren Neurosen
werden müssen Erkennen von
Krankheit, Krisen-
bewältigung, Befähigung
zur ambulanten psycho-
G6 Tages-
klinische Behandlung 2) Psychisch Kranke
alter, nicht oder
nicht mehr vollstationär
bedürftig Erkennen von Krankheit,
Bessern, psychische, somatische
und soziale Stabilisierung, Krisen-
bewältigung, Wieder-
eingliederung, Vermeidung oder
Verkürzung voll-
stationärer Behandlung Psychiatrische, neurologische
und allgemein-
und Therapie einschließlich
Pharmakotherapie. Training
Einbußen lebens-
KJ1 Kinder-
trische Regel-
und Intensiv-
(bis 14. Lebensjahr) Vorschul- und Schulkinder
mit akuten psychischen, psycho-
somatischen und/ oder neuro-
mit u.a. selbst- und fremd-
gefährdendem Verhalten,
schweren Verhaltens-
störungen, Teilleistungs-
störungen sowie Entwicklungs-
störungen der kognitiven,
emotionalen, psychosozialen
Kompetenz Psychosoziale Integration in
Familie, Heim, Kindergarten,
Schule u.a.; Ausgleich von
Entwicklungs- und Funktions-
defiziten; Befähigung zur
ambulanten Behandlung Diagnostik und medizinische
Grundversorgung, heilpädagogische
Behandlung, Elternberatung,
Familientherapie, Einzel-
und Gruppenpsycho-
therapie, funktionelle
Therapien, Entwicklungs-
KJ2 Jugend-
behandlung Jugendliche und Heranwachsende
somatischen und/oder neuro-
mit u.a. schweren Verhaltens-
störungen und Entwicklungs-
Kompetenz Psychosoziale Integration;
Bewältigung der gestörten alters-
typischen Ablösungs-
und Verselbständi-
gungsprozesse; Befähigung zur
Grundversorgung; Milieutherapie;
Elternberatung; Familientherapie;
Einzel- und Gruppenpsycho-
therapie; Beschäftigungs-
therapie; Arbeitstherapie
KJ3 Jugend-
trische Intensiv-
behandlung Psychisch kranke Jugendliche
und psychosozial retardierte
Heranwachsende, manifest selbst-
gefährdet, vital gefährdet,
fremdgefährdend, hochgradig
erregt Krisen-
bewältigung; Befähigung zur
Regelbehandlung (KJ2)
oder zur ambulanten
Behandlung Diagnostik und medizinische
Grundversorgung; eng strukturierte
Betreuung (evtl. freiheits-
entziehende Maßnahmen);
Krisenbewältigung; Elternberatung;
Familientherapie;
Einzeltherapie; überwiegend
stationsgebundene
KJ4 Reha-
bilitative Behandlung Längerfristig psychisch
kranke Kinder, Jugendliche,
Heranwachsende mit krankheits-
bedingten komplexen kognitiven,
emotionalen und psychosozialen
Defiziten Entlassung in Familie, Wohn-
gemeinschaft, Heim o.ä.
Eingliederung Medizinische Grundversorgung
Milieutherapie; Rehabilitations-
programm mit speziellen Trainings-
maßnahmen; Arbeitstherapie,
Maßnahmen zur Eingliederung;
Beratung von Bezugspersonen;
Familientherapie; Einzelpsycho-
therapie (evtl. nur phasenweise)
KJ5 Lang-
dauernde Behandlung Schwer-
und Mehrfach-
kranker Langfristig schwer psychisch
kranke und mehrfach behinderte
Heranwachsende, selbstgefährdet,
fremdgefährdend, erregt,
desorientiert Verhaltens-
korrektur und Vermittlung
grundlegender lebenspraktischer
und sozialer Fertigkeiten
Maßnahmen (evtl.
Aufgabenbereich KJ4) Medizinische Grundversorgung;
eng strukturierte Betreuung
(evtl. freiheits-
Verlaufsdiagnostik;
Gruppenbehandlung;
KJ6 Eltern-Kind-Behandlung
(gemeinsame Aufnahme von
Kind und Bezugs-
person) Kinder mit psychischen, psycho-
somatischen und neuro-
Kommunikations- und Inter-
aktionsstörungen, selbst-
verletzendem Verhalten Stärkung der elterlichen
Erziehungs- und Betreuungs-
kompetenz auf der Basis
der Entwicklungs-
diagnostik; Einleitung
ambulanter Behandlung Diagnostik und medizinische
Grundversorgung; Frühtherapie;
Elternberatung;
Familientherapie; spezielle
Therapieprogramme für Kind
und Eltern (Erzieher) als
kurzfristige Intensivmaßnahme
KJ7 Tages-
klinische Behandlung 1) Kinder und Jugendliche mit
psychischen, psycho-
die keiner voll-
bedürfen Wahrung der Integration in
Familie oder Heim; Verbesserung
der psychosozialen Kompetenz;
Befähigung zu Schulbesuch bzw.
Fortsetzung der beruflichen
Ausbildung Diagnostik und medizinische
Grundversorgung; heilpädagogische
Behandlung; Elternberatung;
Familientherapie; Einzel- und
funktionelle Therapien; Entwicklungs-
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