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Timestamp: 2016-10-22 23:41:30
Document Index: 165471183

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 396', 'Art. 85', 'BGE', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 42']

X.________ erhob am 7. M�rz 2011 Strafantrag gegen Y.________ und machte geltend, dieser habe ihn beschimpft und bedroht. An der von der Staatsanwaltschaft anberaumten Vergleichsverhandlung mit dem Beschuldigten blieb X.________ fern. Das Untersuchungsamt St. Gallen stellte mit Verf�gung vom 29. Juni 2011 das Strafverfahren gegen den Beschuldigten ein. Gegen die Einstellungsverf�gung erhob X.________ am 25. Juli 2011 Beschwerde, auf welche die Anklagekammer des Kantons St. Gallen wegen versp�teter Beschwerdeeinreichung nicht eintrat.
X.________ f�hrt mit Eingabe vom 27. November 2011 Beschwerde in Strafsachen gegen den Entscheid der Anklagekammer des Kantons St. Gallen. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, der Nichteintretensentscheid verstosse gegen den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV) sowie auch gegen Art. 10, 24 und 30 BV.
3.1 Gem�ss Art. 396 Abs. 1 StPO ist die Beschwerde innert 10 Tagen schriftlich und begr�ndet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen. Nach Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO gilt eine Zustellung bei einer eingeschriebenen Postsendung, die nicht abgeholt worden ist, am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt, sofern die Person mit einer Zustellung rechnen musste. Die Begr�ndung eines Verfahrensverh�ltnisses verpflichtet die Parteien, sich nach Treu und Glauben zu verhalten, d.h. unter anderem daf�r zu sorgen, dass ihnen Entscheidungen, welche das Verfahren betreffen, zugestellt werden k�nnen (BGE 130 III 396 E. 1.2.3 S. 399). Von einem Verfahrensbeteiligten ist zu verlangen, dass er f�r die Nachsendung seiner an die bisherige Adresse gelangenden Korrespondenz besorgt ist, allenfalls l�ngere Ortsabwesenheiten der Beh�rde mitteilt oder einen Stellvertreter ernennt (BGE 119 V 89 E. 4b/aa S. 94).
3.2 Der Beschwerdef�hrer musste angesichts seiner Strafantragstellung am 7. M�rz 2011 mit der Zustellung eines beh�rdlichen Schriftst�ckes rechnen. Daran �ndert nichts, dass die Zustellung der Einstellungsverf�gung dreieinhalb Monate nach der Stellung des Strafantrages erfolgte, da dies - entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers - keinesfalls eine lange Verfahrensdauer darstellt.
Mithin galt die nach den unbestrittenen Feststellungen im angefochtenen Entscheid am 30. Juni 2011 zur Abholung gemeldete Einstellungsverf�gung sieben Tage sp�ter, d.h. am 7. Juli 2011 als zugestellt. Die zehnt�gige Rechtsmittelfrist lief somit am 18. Juli 2011 ab (vgl. Art. 90 Abs. 2 StPO) und die Beschwerdekammer trat auf die am 25. Juli 2011 erhobene Beschwerde nicht ein. Die R�gen, die der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringt, erweisen sich, soweit sie den Begr�ndungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG zu gen�gen verm�gen, als offensichtlich unbegr�ndet.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Kantonalen Untersuchungsamt und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.