Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20101202_OGH0002_0020OB00173_10W0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-01-24 23:33:50
Document Index: 331191853

Matched Legal Cases: ['OGH', '§523', '§833', '§888', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 364', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§457', '§523', '§14', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 523', '§ 14', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 523', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 523', 'OGH', '§ 14', '§ 7', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 523', 'OGH', 'OGH', '§833', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 14', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 14', '§ 14', 'OGH', '§ 14', 'OGH', 'OGH', '§ 14', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 890', 'OGH', 'OGH', '§ 14', 'OGH', 'OGH', '§ 523', 'OGH', 'OGH', '§ 14', 'OGH', '§ 14', '§ 1425', 'OGH', '§ 5', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§14', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 14', 'OGH', '§ 523', 'OGH', 'OGH', '§ 523', 'OGH', 'OGH', '§ 14', '§ 14', '§ 828', '§ 829', '§ 828', '§ 502', '§ 50', '§ 519', '§ 52', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 2Ob173/10w - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 2Ob649/50 4Ob518/60 5Ob...
RS0013417
2Ob649/50; 4Ob518/60; 5Ob109/65; 1Ob42/64; 8Ob230/64 (8Ob231/64, 8Ob232/64); 8Ob45/66; 5Ob107/66; 7Ob167/66; 6Ob237/67; 8Ob180/69 (8Ob181/69); 7Ob223/71; 7Ob149/72; 5Ob228/72; 5Ob81/74; 7Ob216/74; 1Ob2/75; 4Ob524/75; 7Ob552/78; 5Ob640/78; 3Ob590/79; 3Ob561/80; 1Ob688/81; 1Ob727/81; 6Ob603/82; 2Ob572/84 (2Ob573/84); 5Ob32/84; 5Ob57/84; 6Ob609/87; 3Ob560/87 (3Ob561/87); 1Ob33/87; 7Ob626/94; 5Ob2036/96i; 1Ob2019/96k; 1Ob2003/96g; 1Ob80/97i; 6Ob346/97v; 2Ob55/99y; 1Ob6/00i; 1Ob5/01v; 4Ob8/04m; 6Ob84/05d; 10Ob53/08d; 5Ob290/07v; 2Ob173/10w; 3Ob140/11a; 2Ob123/11v; 4Ob108/12d; 3Ob21/13d; 2Ob119/13h; 7Ob30/15k; 7Ob108/15f; 9Ob74/17y; 5Ob41/18t
04.10.1950
ABGB §523 Ca
ABGB §833 B1
ABGB §888
Jedem Teilhaber einer Gemeinschaft steht das Recht zu, die zur Wahrung des Gesamtrechtes erforderlichen Rechtsbehelfe zu ergreifen, deren es zur Wahrung seines Anteilsrechtes bedarf. Der Gegner kann sich einer derartigen Klage gegenüber nicht darauf berufen, dass der Kläger allein zur Geltendmachung dieser Ansprüche nicht befugt sei.
2 Ob 649/50
Entscheidungstext OGH 04.10.1950 2 Ob 649/50
4 Ob 518/60
Entscheidungstext OGH 05.07.1960 4 Ob 518/60
Veröff: MietSlg 7786
5 Ob 109/65
Entscheidungstext OGH 10.06.1965 5 Ob 109/65
Veröff: MietSlg 17713
1 Ob 42/64
Entscheidungstext OGH 26.06.1964 1 Ob 42/64
Beisatz: Selbst ein Minderheitseigentümer ist zur Räumungsklage gegen einen Benützer, dessen Titel zur weiteren Benützung erloschen ist, berechtigt, ohne dazu die Zustimmung der übrigen Miteigentümer zu benötigen. (T1)
8 Ob 230/64
Entscheidungstext OGH 17.09.1964 8 Ob 230/64
nur: Jedem Teilhaber einer Gemeinschaft steht das Recht zu, die zur Wahrung des Gesamtrechtes erforderlichen Rechtsbehelfe zu ergreifen, deren es zur Wahrung seines Anteilsrechtes bedarf. (T2)
Veröff: MietSlg 16010
8 Ob 45/66
Entscheidungstext OGH 22.02.1966 8 Ob 45/66
Beis wie T1; Beisatz: Dieser Räumungsklage steht die Streitanhängigkeit eines vom anderen Hälfteeigentümer gegen denselben Dritten geführten Räumungsprozesses nicht entgegen. (T3)
Veröff: MietSlg 18032
5 Ob 107/66
Entscheidungstext OGH 20.10.1966 5 Ob 107/66
7 Ob 167/66
Entscheidungstext OGH 05.10.1966 7 Ob 167/66
Beisatz: Abwehr einer Störung durch Minderheitseigentümer. (T4)
Veröff: MietSlg 18049
6 Ob 237/67
Entscheidungstext OGH 31.08.1967 6 Ob 237/67
Veröff: EvBl 1968/231 S 391 = MietSlg 19119
8 Ob 180/69
Entscheidungstext OGH 25.11.1969 8 Ob 180/69
Beis wie T1; Veröff: MietSlg 21037
7 Ob 223/71
Entscheidungstext OGH 22.12.1971 7 Ob 223/71
Beis wie T1; Beisatz: Hier: Häfteeigentümer (T5)
Veröff: MietSlg 23038
Veröff: MietSlg 24043
5 Ob 228/72
Entscheidungstext OGH 10.01.1973 5 Ob 228/72
Auch; Veröff: MietSlg 25515
5 Ob 81/74
Entscheidungstext OGH 05.06.1974 5 Ob 81/74
nur: Jedem Teilhaber einer Gemeinschaft steht das Recht zu, die zur Wahrung des Gesamtrechtes erforderlichen Rechtsbehelfe zu ergreifen, deren es zur Wahrung seines Anteilsrechtes bedarf. (T6)
Veröff: EvBl 1974/275 S 603 = MietSlg 26042
7 Ob 216/74
Entscheidungstext OGH 21.11.1974 7 Ob 216/74
Veröff: ImmZ 1975,90 = JBl 1975,201
Beisatz: Hier: Klage nach § 364 ABGB. (T7)
4 Ob 524/75
Entscheidungstext OGH 21.05.1975 4 Ob 524/75
nur T6; Beisatz: Dieses Klagerecht des einzelnen Teilhabers gegen Dritte kann nur dort in Frage kommen, wo die Klage keine Veränderung des gemeinsamen Vermögens anstrebt, sondern den Zweck verfolgt, im Interesse der Gesamtheit den rechtswidrigen Eingriff eines Dritten in die gemeinsame Sache abzuwehren. (T8)
Veröff: SZ 48/62
7 Ob 552/78
Entscheidungstext OGH 20.04.1978 7 Ob 552/78
nur T6
5 Ob 640/78
Entscheidungstext OGH 14.07.1978 5 Ob 640/78
3 Ob 590/79
Entscheidungstext OGH 20.02.1980 3 Ob 590/79
3 Ob 561/80
Entscheidungstext OGH 06.05.1981 3 Ob 561/80
Beis wie T1; Beisatz: Wenn sich ein Dritter unberechtigt sowohl ein Nutzungsrecht als auch ein Eigentumsrecht (Miteigentum) anmaßt, kann jeder Miteigentümer ein Räumungsbegehren und Feststellungsbegehren stellen. (T9)
1 Ob 688/81
Entscheidungstext OGH 14.10.1981 1 Ob 688/81
nur T6; Veröff: MietSlg 33033
1 Ob 727/81
Entscheidungstext OGH 06.11.1981 1 Ob 727/81
Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 54/163 = MietSlg 33075(22) = JBl 1982,599
6 Ob 603/82
Entscheidungstext OGH 14.07.1982 6 Ob 603/82
nur T6; Beisatz: Zumal wenn kein Anhaltspunkt für die Anwendbarkeit besonderer Organisationsvorschriften, die das Klagerecht einem bestimmten Organ zuwiesen (SZ 48/62), oder für eine Übergehung der übrigen Teilhaber (SZ 1/72) vorliegt und keine Rechtsbegründung zugunsten der Gemeinschaft angestrebt wird (EvBl 1974/275 S 603). (T10)
2 Ob 572/84
Entscheidungstext OGH 05.06.1984 2 Ob 572/84
nur T6; Beis wie T5; Veröff: RZ 1985/10 S 63
5 Ob 32/84
Entscheidungstext OGH 02.10.1984 5 Ob 32/84
Veröff: JBl 1985,492 = MietSlg 3630
5 Ob 57/84
Entscheidungstext OGH 16.10.1984 5 Ob 57/84
6 Ob 609/87
Entscheidungstext OGH 25.06.1987 6 Ob 609/87
Veröff: SZ 60/122 = MietSlg 39/28
3 Ob 560/87
Entscheidungstext OGH 23.09.1987 3 Ob 560/87
Auch; nur T6; Beis wie T8; Veröff: SZ 60/183 = WoBl 1988,17
1 Ob 33/87
Entscheidungstext OGH 21.10.1987 1 Ob 33/87
nur T6; Beis wie T8; Veröff: SZ 60/216
7 Ob 626/94
Entscheidungstext OGH 22.02.1995 7 Ob 626/94
nur T6; Beis wie T1
Vgl; Beisatz: Die Klage auf Feststellung des Nichtbestehens einer Grunddienstbarkeit ist von allen Miteigentümern des dienenden Grundstücks einzubringen; wegen der Gefahr unlösbarer Verwicklungen bei isolierter Entscheidung über das Begehren nur eines von mehreren Miteigentümern liegt sogar der Fall einer einheitlichen Streitpartei vor. (T11)
Veröff: SZ 69/110
Auch; nur T2; Beis wie T8; Beisatz: Dies gilt auch für den Teilhaber einer bürgerlich-rechtlichen Gesellschaft. Die Klage darf nur nicht auf Veränderung oder Feststellung des gemeinsamen Rechts gerichtet sein. (T12)
1 Ob 2003/96g
Entscheidungstext OGH 26.11.1996 1 Ob 2003/96g
1 Ob 80/97i
Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 80/97i
Vgl auch; Beisatz: Und zwar alle possessorischen Rechtsmittel sowie Räumungsklagen, Negatorienklagen und Eigentumsklagen. (T13)
6 Ob 346/97v
Entscheidungstext OGH 10.06.1998 6 Ob 346/97v
Beisatz: Ein Miteigentümer kann allein Gemeinschaftsrechte nur soweit geltend machen, als er damit vorhandene Rechte der Gemeinschaft wahren will, nicht aber soweit er dadurch erst Rechte für sich und die Miteigentümer zu erwirken versucht. (T14)
2 Ob 55/99y
Entscheidungstext OGH 29.04.1999 2 Ob 55/99y
Vgl auch; nur T2; Beisatz: Hier: Nachbarrechtlicher Unterlassungsanspruch. (T15)
1 Ob 6/00i
Entscheidungstext OGH 28.04.2000 1 Ob 6/00i
Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Geltendmachung von Rechten aus Grunddienstbarkeiten. (T16)
1 Ob 5/01v
Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 5/01v
Beis ähnlich wie T11; Beis ähnlich wie T14
4 Ob 8/04m
Entscheidungstext OGH 16.03.2004 4 Ob 8/04m
nur T6; Beis wie T14; Beisatz: Der einzelne Partner darf dabei keine Ansprüche verfolgen, deren Geltendmachung eine Willensbildung innerhalb der Gemeinschaft vorausgehen muss. (T17)
6 Ob 84/05d
Entscheidungstext OGH 23.06.2005 6 Ob 84/05d
Auch; Beisatz: Das Klagerecht gegen die Anmaßung einer Servitut und gegen störende Eigentumseingriffe steht jedem Miteigentümer zu. (T18)
Beisatz: Die Feststellung des Bestehens einer Grunddienstbarkeit (auf Grund einer actio confessoria) kann nur einheitlich von allen Miteigentümern (des herrschenden Grundstücks) und gegen alle Miteigentümer (des dienenden Grundstücks) gemeinsam verlangt werden. (T19)
Beisatz: Hier: Das „Einverleibungsbegehren" wurde nicht vom Dienstbarkeitsberechtigten, sondern vom mit der Grunddienstbarkeit belasteten Miteigentümer des dienenden Grundstücks gestellt und gegen die Alleineigentümerin des herrschenden Grundstücks gerichtet. (T20)
10 Ob 53/08d
Entscheidungstext OGH 10.06.2008 10 Ob 53/08d
Beisatz: Auch ein Minderheitseigentümer kann daher die Beseitigung rechtswidriger Eingriffe nicht nur gegenüber Dritten, sondern auch gegenüber anderen Miteigentümern im petitorischen und possessorischen Verfahren begehren. (T21)
Beisatz: Jeder Minderheitseigentümer ist daher auch zur Räumungsklage gegen einen titellosen Benützer einer Wohnung aktivlegitimiert. Er bedarf zur Klagsführung nicht der Zustimmung der übrigen Mitmieter. (T22)
Auch; Beisatz: Bei einer Miteigentümergemeinschaft ist auf Klagsseite jeder einzelne Berechtigte zur Abwehr von Störungen legitimiert, soferne er sich nicht in Widerspruch mit den Übrigen setzt. Insbesondere gilt dies auch für einen Wohnungseigentümer hinsichtlich allgemeiner Hausteile. (T23)
Auch; nur T2; Vgl Beis wie T13; Beis wie T21
3 Ob 140/11a
Entscheidungstext OGH 08.11.2011 3 Ob 140/11a
Auch; Auch Beis wie T16
2 Ob 123/11v
Entscheidungstext OGH 28.03.2012 2 Ob 123/11v
Beis wie T1; Beis wie T8; Beis wie T12
Auch; nur T2; Beis wie T13; Beis wie T21
7 Ob 30/15k
Entscheidungstext OGH 09.04.2015 7 Ob 30/15k
9 Ob 74/17y
Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 Ob 74/17y
Auch; nur T2; nur T6; Beis wie T21
ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0013417
JJR_19501004_OGH0002_0020OB00649_5000000_001
Rechtssatz für 3Ob8/54 3Ob35/54 2Ob969...
RS0012106
3Ob8/54; 3Ob35/54; 2Ob969/53; 3Ob673/35; 8Ob349/62; 8Ob2/64; 1Ob21/64; 8Ob110/64; 6Ob231/64; 7Ob120/66; 5Ob362/66; 8Ob109/67; 6Ob135/70; 5Ob173/70; 6Ob211/70; 5Ob195/72; 8Ob63/74; 1Ob191/74; 7Ob161/75; 4Ob589/76; 7Ob514/77; 6Ob531/78; 7Ob552/78; 3Ob504/78; 1Ob33/79; 5Ob703/79; 6Ob765/82; 5Ob51/82; 1Ob555/83; 5Ob587/84; 7Ob531/86; 3Ob595/85 (3Ob596/85); 4Ob504/87 (4Ob505/87); 8Ob556/88; 5Ob1501/89; 1Ob620/89; 7Ob642/89; 2Ob531/92; 7Ob517/92; 8Ob643/92; 2Ob570/95; 4Ob572/95; 1Ob226/97g; 7Ob133/98d; 2Ob287/99s; 4Ob236/99f; 8Ob225/98b; 6Ob36/00p; 4Ob245/00h; 7Ob1/01z; 6Ob255/00v; 5Ob104/05p; 8Ob111/06s; 7Ob8/07p; 7Ob189/07f; 1Ob191/09h; 2Ob173/10w; 6Ob70/14h; 7Ob186/15a; 6Ob188/15p; 1Ob101/16h
ABGB §457
ABGB §523 Ba
ZPO §14 Bc
Die Miteigentümer einer Liegenschaft bilden bei Klagen auf Einräumung einer Grundservitut oder Hausservitut eine notwendige und einheitliche Streitgenossenschaft.
3 Ob 8/54
Entscheidungstext OGH 10.03.1954 3 Ob 8/54
Veröff: SZ 27/64
3 Ob 35/54
Entscheidungstext OGH 10.03.1954 3 Ob 35/54
2 Ob 969/53
Entscheidungstext OGH 14.04.1954 2 Ob 969/53
Beisatz: Ebenso muss die Unterlassungsklage gegen die Anmaßung einer Grunddienstbarkeit (Fahrrecht) gegen alle Miteigentümer des angeblichen herrschenden Grundstückes gerichtet werden. (T1) Veröff: SZ 27/101
3 Ob 673/35
Entscheidungstext OGH 05.11.1935 3 Ob 673/35
Beisatz: Ebenso bei Teilungsklagen (T2) Veröff: SZ 17/157
8 Ob 349/62
Entscheidungstext OGH 21.12.1962 8 Ob 349/62
Beisatz: Duldung einer Dienstbarkeit und Beseitigung von Hindernissen. (T3)
8 Ob 2/64
Entscheidungstext OGH 14.01.1964 8 Ob 2/64
1 Ob 21/64
Entscheidungstext OGH 26.02.1964 1 Ob 21/64
Beisatz: Klage mehrerer Miteigentümer auf Feststellung des Bestehens einer Servitut. (T4)
8 Ob 110/64
Entscheidungstext OGH 28.04.1964 8 Ob 110/64
Beisatz: Die Eigentumsfreiheitsklage ist bei Ausübung einer behaupteten Grunddienstbarkeit durch einen Miteigentümer des angeblich herrschenden Grundstückes gegen alle Miteigentümer zu richten. Wird nur der Störer geklagt, ist der Mangel dieser Passivlegitimation von amtswegen zu berücksichtigen. (T5) Veröff: JBl 1965,89
Veröff: JBl 1965,316
7 Ob 120/66
Entscheidungstext OGH 17.08.1966 7 Ob 120/66
Beisatz: Immission (T6) Veröff: RZ 1967,36
5 Ob 362/66
Entscheidungstext OGH 22.12.1966 5 Ob 362/66
Beisatz: Notwendige Streitgenossenschaft der Miteigentümer einer Liegenschaft bei Klagen auf Einräumung einer Dienstbarkeit, auf Duldung ihrer Ausübung oder auf Beseitigung von Hindernissen, die dieser Ausübung entgegenstehen. (T7)
8 Ob 109/67
Entscheidungstext OGH 23.05.1967 8 Ob 109/67
Beis wie T2; Beisatz: Für die materiell-rechtliche Beurteilung, ob der Nachteil eines Teilhabers den Aufschub der Teilung rechtfertigen kann, ist eine einheitliche Streitgenossenschaft ohne Bedeutung. (T8)
6 Ob 135/70
Entscheidungstext OGH 02.09.1970 6 Ob 135/70
Beisatz: Auch bei nachbarrechtlichen Ansprüchen, die Dienstbarkeiten gleichkommen. (T9)
Auch; Beisatz: Ebenso bei Teilungsklage. (T10)
Beis wie T1; Beis wie T5; Beisatz: Der Grundsatz, wonach eine auf § 523 ZPO gestützte Klage nicht nur gegen einen Miteigentümer der Liegenschaft, von dem die Störung ausgeht, sondern gegen sämtliche Miteigentümer des Grundstückes, zu deren Gunsten die Servitut ausgeübt wird, zu richten ist, hat in gleicher Weise auf die servitutsberechtigten Eigentümer mehrerer herrschender Liegenschaften dann Anwendung zu finden, wenn diese in Ansehung der ihnen gemeinsam eingeräumten Servitut in dinglichen Rechtsgemeinschaft stehen und in Ansehung des Prozessgegenstandes eine notwendige Streitgenossenschaft nach § 14 ZPO bilden. (T11)
1 Ob 191/74
Entscheidungstext OGH 06.11.1974 1 Ob 191/74
7 Ob 161/75
Entscheidungstext OGH 02.10.1975 7 Ob 161/75
Auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Veröff: MietSlg 27063
4 Ob 589/76
Entscheidungstext OGH 16.11.1976 4 Ob 589/76
Beis wie T1; Beisatz: Anders nur, wenn eine der beklagten Partei zustehende Personalservitut vorliegt, deren Nichtbestehen festgestellt werden soll. (T12)
7 Ob 514/77
Entscheidungstext OGH 31.03.1977 7 Ob 514/77
6 Ob 531/78
Entscheidungstext OGH 02.03.1978 6 Ob 531/78
Beisatz: Nicht jedoch bei gegenüber einzelnen Miteigentümern bestehenden Anspruch auf "Verschaffung" der Dienstbarkeit. (T13)
5 Ob 703/79
Entscheidungstext OGH 26.02.1980 5 Ob 703/79
6 Ob 765/82
Entscheidungstext OGH 03.11.1982 6 Ob 765/82
Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Nimmt der Kläger nur die Person des Störers wegen Unterlassung weiterer Eingriffshandlungen - auch wenn sich diese objektiv als Dienstbarkeitsausübung darstellen - in Anspruch, bindet die Prozessentscheidung etwa vorhandene Miteigentümer der herrschenden Liegenschaft nicht. (T14)
5 Ob 51/82
Entscheidungstext OGH 01.03.1983 5 Ob 51/82
1 Ob 555/83
Entscheidungstext OGH 13.04.1983 1 Ob 555/83
Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 56/60 = JBl 1983,645
5 Ob 587/84
Entscheidungstext OGH 02.10.1984 5 Ob 587/84
Beisatz: Selbst wenn man die Annahme einer notwendigen und einheitlichen Streitgenossenschaft nicht überzeugend findet und es Sache des Klägers sein lässt, in Beurteilung seiner Durchsetzungsinteressen zu entscheiden, ob er alle Miteigentümer oder nur die störenden belangt, ist jedenfalls die Passivlegitimation des belangten Miteigentümers gegeben. Dieser Grundsatz gilt auch in dem Fall, in dem sich der die unberechtigte Eingriffshandlung setzende Miteigentümer nicht auf eine Grunddienstbarkeit, sondern auf sein Eigentumsrecht an dem von der Eingriffshandlung betroffenen Grundstücksteil beruft. (T15)
7 Ob 531/86
Entscheidungstext OGH 03.04.1986 7 Ob 531/86
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Es sei denn, der Kläger behauptet, dass die Art der Ausübung des Servitutsrechtes durch den Beklagten gegen den Willen der Miteigentümer erfolge. (T16) Beis wie T5; Beis wie T12; Beis wie T14
3 Ob 595/85
Entscheidungstext OGH 09.07.1986 3 Ob 595/85
4 Ob 504/87
Entscheidungstext OGH 30.06.1987 4 Ob 504/87
8 Ob 556/88
Entscheidungstext OGH 21.04.1988 8 Ob 556/88
Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T14; Veröff: EvBl 1989/26 S 117
5 Ob 1501/89
Entscheidungstext OGH 24.01.1989 5 Ob 1501/89
Beisatz: Hier: Die Verpflichtung zur Herstellung eines ortsüblichen Zaunes. (T17)
1 Ob 620/89
Entscheidungstext OGH 05.07.1989 1 Ob 620/89
7 Ob 642/89
Entscheidungstext OGH 07.09.1989 7 Ob 642/89
Auch; Beisatz: Solidarhaftung bei Klagen auf fällige Einzelleistung aus einem Reallastvertrag. (T18) Veröff: RZ 1994/19 S 44
8 Ob 643/92
Entscheidungstext OGH 03.12.1992 8 Ob 643/92
2 Ob 570/95
Entscheidungstext OGH 30.10.1995 2 Ob 570/95
Auch; Veröff: SZ 68/206
Vgl; Beis wie T5 nur: Die Eigentumsfreiheitsklage ist bei Ausübung einer behaupteten Grunddienstbarkeit durch einen Miteigentümer des angeblich herrschenden Grundstückes gegen alle Miteigentümer zu richten. (T19)
Beisatz: Keine notwendige Streitgenossenschaft sämtlicher Miteigentümer, wenn gegen einen Miteigentümer als Störer mit schlichter Unterlassungsklage vorgegangen wird. (T20)
1 Ob 226/97g
Entscheidungstext OGH 25.11.1997 1 Ob 226/97g
7 Ob 133/98d
Entscheidungstext OGH 15.09.1998 7 Ob 133/98d
Auch; Beisatz: Übt ein Miteigentümer ohne Einspruch seiner Mitgenossen eine Grunddienstbarkeit zugunsten eines bestimmten (herrschenden) Grundstückes aus, dann haben alle Miteigentümer im Fall ihrer Redlichkeit Ersitzungsbesitz an dieser Dienstbarkeit. Aus diesem Grund könnte die Unterbrechungswirkung nach § 523 ABGB einer Klage nicht zukommen, die nur gegen einen der Miteigentümer des Nachbargrundstückes erhoben wurde. (T21)
2 Ob 287/99s
Entscheidungstext OGH 21.10.1999 2 Ob 287/99s
Vgl auch; Beisatz: Dies gilt auch im Falle der Aufkündigung gegen mehrere Miteigentümer als Mitbestandgeber. (T22)
4 Ob 236/99f
Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 236/99f
8 Ob 225/98b
Entscheidungstext OGH 30.03.2000 8 Ob 225/98b
6 Ob 36/00p
Entscheidungstext OGH 05.10.2000 6 Ob 36/00p
Auch; Beisatz: Hier: Servitutsklage. (T23)
4 Ob 245/00h
Entscheidungstext OGH 24.10.2000 4 Ob 245/00h
6 Ob 255/00v
Entscheidungstext OGH 29.03.2001 6 Ob 255/00v
Vgl auch; Beis ähnlich wie T21 nur: Übt ein Miteigentümer ohne Einspruch seiner Mitgenossen eine Grunddienstbarkeit zugunsten eines bestimmten (herrschenden) Grundstückes aus, dann haben alle Miteigentümer im Fall ihrer Redlichkeit Ersitzungsbesitz an dieser Dienstbarkeit. (T24)
Beisatz: Hier: Klage, in der Freiheit des Eigentums von fremden Nutzungsrechten behauptet wird, wurde zutreffend nicht gegen die Wohnungseigentümergemeinschaft, sondern gegen alle Wohnungseigentümer als notwendige Streitgenossen gerichtet). (T25)
Veröff: SZ 74/57
5 Ob 104/05p
Entscheidungstext OGH 30.08.2005 5 Ob 104/05p
Vgl; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Zwischenantrag auf Feststellung einer Reallast. (T26)
8 Ob 111/06s
Entscheidungstext OGH 30.11.2006 8 Ob 111/06s
Vgl auch; Beis wie T20; Beisatz: Notwendige Streitgenossenschaft der Liegenschaftsmiteigentümer nur dann, wenn im Sinne des § 523 ABGB auch das Bestehen eines vom Störer etwa beanspruchten Rechtes zum Gegenstand der Freiheitsklage gemacht wird. (T27)
7 Ob 8/07p
Entscheidungstext OGH 18.04.2007 7 Ob 8/07p
Vgl auch; Beis wie T20; Beis wie T27; Beisatz: Hier: Da nur ein Unterlassungsbegehren gestellt wurde, sind die Beklagten keine Streitgenossen im Sinne des § 14 ZPO, sodass sich die Unterbrechungswirkung nach § 7 KO hinsichtlich des Verfahrens gegen den Zweitbeklagten nicht auch auf jenes gegen den Erstbeklagten und die Drittbeklagte erstreckt. (T28)
7 Ob 189/07f
Entscheidungstext OGH 16.11.2007 7 Ob 189/07f
Auch; Auch Beis wie T4
6 Ob 70/14h
Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 70/14h
Auch; Beisatz: In der Regel erstreckt sich nämlich die Wirkung des zu fällenden Urteils kraft Beschaffenheit des streitigen Rechtsverhältnisses notwendiger Weise auf sämtliche Miteigentümer. (T29)
6 Ob 188/15p
Entscheidungstext OGH 26.11.2015 6 Ob 188/15p
Auch; Beisatz: Eine Eigentumsfreiheitsklage gemäß § 523 ABGB muss grundsätzlich gegen sämtliche Miteigentümer einer Liegenschaft gerichtet werden, da sich in der Regel die Wirkung des zu fällenden Urteils kraft Beschaffenheit des streitigen Rechtsverhältnisses notwendigerweise auf sämtliche Miteigentümer erstreckt und bei isolierter Entscheidung die Gefahr unlösbarer Verwirklichungen gegeben wäre. (T30)
Beisatz: Gegen einen einzelnen der Miteigentümer kann hingegen – und nur ausnahmsweise – dann mit schlichter Unterlassungsklage vorgegangen werden, wenn nur dessen Störung und nicht ein allen Miteigentümern gemeinsam zustehenden vermeintliches Recht Gegenstand des Verfahrens ist. Dies ist bei Aufrechterhaltung eines in die Verfügungsmacht der Eigentümer fallenden Zustandes aber nicht der Fall. (T31)
Bem: Mit ausführlicher Auseinandersetzung mit der bisherigen Rechtsprechung. (T32)
Beisatz: Hier: Feststellung des Bestehens einer Grunddienstbarkeit; unmittelbare Nachbarschaft des dienenden und herrschenden Grundstücks ist nicht erforderlich. Daher ist auch die Einbeziehung der Eigentümer der zwischen dem herrschenden und dienenden Grundstück liegenden Grundstücke in das Prozessrechtsverhältnis nicht notwendig. (T33)
ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0012106
JJR_19540310_OGH0002_0030OB00008_5400000_001
Rechtssatz für 5Ob4/66 7Ob62/67 6Ob191...
RS0013384
5Ob4/66; 7Ob62/67; 6Ob191/69; 8Ob277/70; 5Ob228/72; 7Ob184/73; 9Os31/77; 1Ob701/77; 7Ob659/79; 5Ob559/80; 5Ob70/82; 2Ob730/86; 1Ob2019/96k; 5Ob282/01h; 10Ob53/08d; 3Ob144/08k; 2Ob155/08w; 2Ob173/10w; 7Ob30/15k; 9Ob74/17y
ABGB §833 A
Auch ein Minderheitseigentümer kann die Beseitigung rechtswidriger Eingriffe nicht nur gegenüber Dritten, sondern auch gegenüber anderen Miteigentümern begehren ( abweichend von 5 Ob 317/63 ).
5 Ob 4/66
Entscheidungstext OGH 20.01.1966 5 Ob 4/66
Veröff: EvBl 1966/214 S 263 = ImmZ 1966,302 = MietSlg 18048
7 Ob 62/67
Entscheidungstext OGH 19.04.1967 7 Ob 62/67
Veröff: MietSlg 19033
6 Ob 191/69
Entscheidungstext OGH 29.10.1969 6 Ob 191/69
Veröff: MietSlg 21059 = JBl 1970,528
8 Ob 277/70
Entscheidungstext OGH 15.12.1970 8 Ob 277/70
Veröff: MietSlg 22054
Veröff: MietSlg 25515
Veröff: MietSlg 25455 = RZ 1974/73 S 138
9 Os 31/77
Entscheidungstext OGH 26.04.1977 9 Os 31/77
Veröff: EvBl 1977/234 = SSt 48/38
1 Ob 701/77
Entscheidungstext OGH 26.04.1978 1 Ob 701/77
Beisatz: Im possessorischen oder petitorischen Verfahren. (T1)
Veröff: SZ 51/56
7 Ob 659/79
Entscheidungstext OGH 05.07.1979 7 Ob 659/79
Veröff: EvBl 1980/44 S 157
5 Ob 559/80
Entscheidungstext OGH 02.09.1980 5 Ob 559/80
Beisatz: Hier: Räumungsbegehren wegen Benützung einer Wohnung ohne Rechtstitel. (T2)
Veröff: MietSlg 32042
5 Ob 70/82
Entscheidungstext OGH 18.01.1983 5 Ob 70/82
2 Ob 730/86
Entscheidungstext OGH 26.05.1987 2 Ob 730/86
Beisatz: Eingriff in sein Anteilsrecht. (T3)
5 Ob 282/01h
Entscheidungstext OGH 26.02.2002 5 Ob 282/01h
3 Ob 144/08k
Entscheidungstext OGH 11.07.2008 3 Ob 144/08k
Auch; Beisatz: Hier: Abwehr von Baumaßnahmen, die nicht durch einen wirksamen Mehrheitsbeschluss gedeckt sind. (T4)
Auch; Beisatz: Bei einer eigenmächtigen Veränderung einer bisher bestehenden konkreten Benutzung der gemeinschaftlichen Sache oder der Verletzung einer Benutzungsvereinbarung durch einen anderen Miteigentümer. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0013384
JJR_19660120_OGH0002_0050OB00004_6600000_001
Rechtssatz für 6Ob84/68 5Ob195/72 3Ob2...
RS0035468
6Ob84/68; 5Ob195/72; 3Ob218/73; 5Ob620/77 (5Ob621/77); 3Ob504/78; 5Ob703/79; 6Ob765/82; 1Ob523/92; 1Ob178/97a; 9ObA257/98d; 7Ob1/99v; 3Ob146/99p; 6Ob251/99a; 6Ob67/02z; 7Ob293/04w; 10Ob76/07k; 5Ob163/08v; 5Ob12/09i; 5Ob133/09h; 2Ob173/10w; 5Ob200/10p; 4Ob204/11w; 4Ob196/11v; 3Ob116/16d; 2Ob5/18a; 6Ob167/17b; 5Ob115/18z; 1Ob160/18p; 10Ob26/19z
Ob bei einer Streitpartei nach § 14 ZPO alle Streitgenossen gemeinsam geklagt werden müssen, richtet sich im wesentlichen nach der materiellrechtlichen Beurteilung des Streitgegenstandes, ob nämlich diese eine einheitliche Entscheidung erfordert. Zur Geltendmachung eines Anspruches, der eine Verfügung über eine mehreren Teilhabern gehörigen Sache erfordert, müssen daher alle Teilhaber gemeinsam geklagt werden.
6 Ob 84/68
Entscheidungstext OGH 24.04.1968 6 Ob 84/68
3 Ob 218/73
Entscheidungstext OGH 20.12.1973 3 Ob 218/73
Entscheidungstext OGH 26.02.1979 5 Ob 703/79
Auch; nur: Ob bei einer Streitpartei nach § 14 ZPO alle Streitgenossen gemeinsam geklagt werden müssen, richtet sich im wesentlichen nach der materiellrechtlichen Beurteilung des Streitgegenstandes. (T1); Beisatz: Es ist verfehlt, aus dem im § 14 ZPO angeordneten verfahrensrechtlichen Rechtsfolgen Rückschlüsse auf das Vorliegen der dort umschriebenen materiellen Tatbestandsvoraussetzungen zu ziehen. (T2)
1 Ob 523/92
Entscheidungstext OGH 19.02.1992 1 Ob 523/92
Auch; nur: Zur Geltendmachung eines Anspruches, der eine Verfügung über eine mehreren Teilhabern gehörigen Sache erfordert, müssen daher alle Teilhaber gemeinsam geklagt werden. (T3); Beisatz: Mehrere Gesamthandschuldner müssen als einheitliche Streitpartei in Anspruch genommen werden. (T4) Veröff: JBl 1992,590
Auch; nur: Ob bei einer Streitpartei nach § 14 ZPO alle Streitgenossen gemeinsam geklagt werden müssen, richtet sich im wesentlichen nach der materiellrechtlichen Beurteilung des Streitgegenstandes, ob nämlich diese eine einheitliche Entscheidung erfordert. (T5); Beisatz: Von notwendiger Streitgenossenschaft spricht man, wenn es das materielle Recht gebietet, die Klage für oder gegen alle übrigen Partner zu erheben. (T6)
Vgl auch; Beisatz: Ob die Wirkung des Urteils sich auf sämtliche Streitgenossen erstrecken muss, richtet sich nach der besonderen Gestaltung des Rechtsverhältnisses, sohin nach dem materiellen bürgerlichen Recht. (T7)
7 Ob 1/99v
Entscheidungstext OGH 09.02.1999 7 Ob 1/99v
6 Ob 251/99a
Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 251/99a
Vgl auch; Beisatz: In einem über Kontrollbefugnis eines Dritten geführten Rechtsstreit bildeten die Gesellschafter einer GesbR nicht nur materielle Streitgenossen, sondern auch eine einheitliche Streitpartei im Sinn des § 14 ZPO, weil das Klagebegehren das gemeinsame Rechtsverhältnis der Mitglieder der Gemeinschaft zur beklagten Partei betrifft, die Frage der Kontrollbefugnis Dritter nur für oder gegen alle festgestellt werden kann und bei Nichterfassung aller Beteiligter die Gefahr unlösbarer Verwicklungen durch divergierender Entscheidungen besteht. (T8)
6 Ob 67/02z
Entscheidungstext OGH 07.11.2002 6 Ob 67/02z
Entscheidungstext OGH 18.01.2007 10 Ob 76/07k
5 Ob 163/08v
Entscheidungstext OGH 21.10.2008 5 Ob 163/08v
Auch; Beisatz: Hier: Kann ohne Zusammenwirken aller Mit- oder Wohnungseigentümer die geschuldete Leistung nicht erbracht werden, entsteht entgegen § 890 ABGB nicht eine Solidarschuld, sondern eine Gesamthandschuld, weshalb die Leistungserbringung auch bloß von allen gemeinsam verlangt werden kann. (T9); Veröff: SZ 2008/155
5 Ob 12/09i
Entscheidungstext OGH 07.07.2009 5 Ob 12/09i
nur T5; Veröff: SZ 2009/89
5 Ob 133/09h
Entscheidungstext OGH 19.01.2010 5 Ob 133/09h
Auch; nur T3; Beisatz: In Fällen, die Verfügungen über die ganze Sache betreffen, wie etwa Veränderungen der gemeinsamen Sache oder Klagen auf Einräumung oder Feststellung einer Grunddienstbarkeit, sind stets alle Teilhaber gemeinsam aktiv und passiv legitimiert und bilden eine notwendige Streitpartei gemäß § 14 ZPO. (T10)
5 Ob 200/10p
Entscheidungstext OGH 29.03.2011 5 Ob 200/10p
Auch; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Erhaltungspflicht im gemischten Haus mit Wohnungseigentum und Stockwerkseigentum. (T11)
Auch; Beisatz: Der Bauberechtigte ist daher nicht gleich einem Miteigentümer zu behandeln und bildet daher mit diesem auch im Prozess über die von einem Dritten behaupteten Rechte am Grundstück keine notwendige Streitgenossenschaft. (T12)
nur T5; Beis wie T6; Beisatz: Hier: grundbücherliche Einverleibung eines mehreren Vermächtnisnehmern eingeräumten Vorkaufrechtes wird nicht von allen Bedachten begehrt: keine einheitliche Streitpartei. (T13)
Vgl; Beis wie T7; Veröff: SZ 2018/18
5 Ob 115/18z
Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 115/18z
nur T3; Beisatz: Hier: Klagebegehren nach § 523 ABGB (Eigentumsfreiheitsklage) auf Duldung (bzw auf Wiederherstellung des früheren Zustands); unterirdische Wasserleitung - notwendige Streitgenossenschaft sämtlicher Miteigentümer des dienenden Guts, welchen der auf dem Servitutsverhältnis beruhende Eingriff zuzurechnen ist und deren gemeinschaftliche Tätigkeit zur Beseitigung erforderlich ist. (T14)
ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0035468
JJR_19680424_OGH0002_0060OB00084_6800000_002
Rechtssatz für 5Ob47/73 1Ob3/79 1Ob33/...
RS0035473
5Ob47/73; 1Ob3/79; 1Ob33/79; 4Ob532/81; 1Ob38/93; 1Ob509/96; 1Ob2019/96k; 2Ob390/97k; 7Ob125/04i; 8Ob63/04d; 7Ob293/04w; 7Ob20/06a; 10Ob63/06x; 10Ob76/07k; 3Ob249/08a; 2Ob173/10w; 16Ok3/11; 4Ob204/11w; 4Ob196/11v; 2Ob106/15z; 7Ob186/15a; 8Ob116/15i; 2Ob5/18a; 6Ob167/17b
Eine einheitliche Streitpartei im Sinne des § 14 ZPO liegt nicht vor, wenn trotz Gemeinsamkeit des rechtserzeugenden Sachverhaltes keine rechtliche Notwendigkeit zu einer im jedem Falle einheitlichen Entscheidung gegeben ist, abweichende Entscheidungen also nicht zu unlösbaren Verwicklungen führen (vgl SZ 43/61). Darüber hinaus ist das Vorliegen einer einheitlichen Streitpartei aus den Fällen der Erweiterung der Rechtskraft abzuleiten, so auch bei einer Rechtskrafterstreckung auf den Gesamtrechtsnachfolger, aber auch auf den Einzelrechtsnachfolger (vgl SZ 28/265; Fasching II, 197; III 727 f).
5 Ob 47/73
Entscheidungstext OGH 28.07.1973 5 Ob 47/73
Veröff: SZ 46/35 = EvBl 1973/234 S 490 = RZ 1973/130 S 106
nur: Eine einheitliche Streitpartei im Sinne des § 14 ZPO liegt nicht vor, wenn trotz Gemeinsamkeit des rechtserzeugenden Sachverhaltes keine rechtliche Notwendigkeit zu einer im jedem Falle einheitlichen Entscheidung gegeben ist, abweichende Entscheidungen also nicht zu unlösbaren Verwicklungen führen (vgl SZ 43/61). (T1)
Veröff: SZ 52/35 = SZ 53/2
Veröff: JBl 1980,545
Vgl; nur T1; Veröff: JBl 1983,438 = GesRZ 1982,164 (teilweise kritisch Ostheim)
Vgl; nur T1; Veröff: SZ 69/94
nur T1; Beisatz: Daher resultiert aus der Beanspruchung desselben Gegenstandes durch verschiedene Kläger aus verschiedenen Sachverhalten keine einheitliche Streitpartei. (T2)
Beisatz: Hier: Mehrere Erlagsgegner (§ 1425 ABGB), die den Erlag aus verschiedenen Rechtsgründen in Anspruch nehmen (T3)
10 Ob 63/06x
Entscheidungstext OGH 19.12.2006 10 Ob 63/06x
Auch; nur T1; Beisatz: Im vorliegenden Fall wurde vom Erblasser ein Testament errichtet, das alle an den beiden Erbrechtsverfahren Beteiligten (die Lebensgefährtin, die drei Kinder und zwei Enkelkinder) begünstigt. Die Nachträge ändern (nur) bestimmte einzelne „Zuteilungen"; davon sind jeweils nur einzelne Erben betroffen. Schon die unterschiedliche Betroffenheit spricht dagegen, dass alle Erben in einen Erbrechtsprozess integriert werden müssten, der alle vier relevanten Verfügungen umfasst, also auch solche, von denen einzelne Verfahrensbeteiligte gar nicht betroffen sind. Der Wunsch nach Entscheidungsharmonie allein vermag nicht zu rechtfertigen, dass alle diese Personen zwingend (bei sonstiger Klagsabweisung) wegen der Gültigkeit, des Inhalts etc aller Verfügungen prozessieren müssen. (T4)
Vgl auch; Beisatz: Aus der Beanspruchung desselben Gegenstandes durch verschiedene Kläger aus verschiedenen Sachverhalten resultiert keine einheitliche Streitpartei, weil bei einem Streit um das „bessere Recht" das Ergebnis bei jedem Anspruchswerber ein anderes sein kann. Dass etwa zwischen verschiedenen Beklagten selbst wieder strittig sein kann, wessen Forderungen vorgehen, ändert nichts daran. Diese Fragen können zwischen zwei Parteien, die beide beklagte Parteien sind, also auf der gleichen Seite des Prozessrechtsverhältnisses stehen, nicht bindend geklärt werden. (T5)
Vgl auch; Beisatz: Hier wurden in einem Verfahren zur Abstellung eines Marktmissbrauchs nach § 5 KartG die Antragsgegnerin und ihre begünstigte Vertragspartnerin nicht als einheitliche Streitpartei qualifiziert. (T6)
Auch; nur T1; Beisatz: Hier werden obligatorische Ansprüche auf Übertragung zweier Liegenschaftsanteile geltend gemacht. (T7)
8 Ob 116/15i
Entscheidungstext OGH 19.02.2016 8 Ob 116/15i
Vgl aber; nur T1
Auch; nur T1; Veröff: SZ 2018/18
ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0035473
JJR_19730728_OGH0002_0050OB00047_7300000_001
Rechtssatz für 5Ob2036/96i 1Ob2003/96g...
RS0101793
5Ob2036/96i; 1Ob2003/96g; 3Ob231/97k; 1Ob178/97a; 10Ob69/98i; 5Ob216/98w; 2Ob69/99g; 5Ob80/99x; 7Ob81/99h; 6Ob255/00v; 6Ob84/05d; 6Ob140/05i; 5Ob104/05p; 3Ob79/09b; 8Ob66/09b; 1Ob191/09h; 2Ob173/10w; 3Ob140/11a; 7Ob175/13f; 7Ob186/15a; 6Ob188/15p; 1Ob101/16h; 10Ob81/16h; 9Ob76/17t; 1Ob160/18p
ZPO §14 Bb
Die Feststellung des Bestehens einer Grunddienstbarkeit (auf Grund einer actio confessoria) kann nur einheitlich von allen Miteigentümern (des herrschenden Grundstücks) und gegen alle Miteigentümer (des dienenden Grundstücks) gemeinsam verlangt werden. Sie bilden eine einheitliche Streitpartei, sodass die Klage nur eines von mehreren Miteigentümern mangels Dispositionsbefugnis über den Streitgegenstand abzuweisen wäre; dies gilt auch bei einer Klage auf Feststellung des Nichtbestehens einer Grunddienstbarkeit. Eine Nichtbeteiligung der übrigen Miteigentümer des dienenden Grundstücks am Verfahren, könnte zu dem unhaltbaren Ergebnis führen, dass eine Grunddienstbarkeit einzelne ideelle Anteile des dienenden Grundstücks belastet, andere hingegen nicht. Gleiches gilt für eine letztlich auf Lastenfreistellung des dienenden Grundstücks abzielende Klage auf Feststellung der Freiheit von einer Dienstbarkeit; wegen der Gefahr unlösbarer Verwicklungen bei isolierter Entscheidung über das Begehren nur eines von mehreren Miteigentümern liegt sogar der Fall einer einheitlichen Streitpartei vor.
3 Ob 231/97k
Entscheidungstext OGH 28.08.1997 3 Ob 231/97k
nur: Die Feststellung des Bestehens einer Grunddienstbarkeit (auf Grund einer actio confessoria) kann nur einheitlich von allen Miteigentümern (des herrschenden Grundstücks) und gegen alle Miteigentümer (des dienenden Grundstücks) gemeinsam verlangt werden. Sie bilden eine einheitliche Streitpartei, sodass die Klage nur eines von mehreren Miteigentümern mangels Dispositionsbefugnis über den Streitgegenstand abzuweisen wäre; dies gilt auch bei einer Klage auf Feststellung des Nichtbestehens einer Grunddienstbarkeit. (T1)
nur: Die Feststellung des Bestehens einer Grunddienstbarkeit (auf Grund einer actio confessoria) kann nur einheitlich von allen Miteigentümern (des herrschenden Grundstücks) und gegen alle Miteigentümer (des dienenden Grundstücks) gemeinsam verlangt werden. Sie bilden eine einheitliche Streitpartei, sodass die Klage nur eines von mehreren Miteigentümern mangels Dispositionsbefugnis über den Streitgegenstand abzuweisen wäre. (T2)
Beisatz: Gleiches gilt auch für Koppelfischereiberechtigte als gemeinschaftlich dinglich Berechtigte, wenn einer oder einzelne von ihnen eine gerichtliche Entscheidung über den Bestand des (gekoppelten) Fischereirechts begehren. (T3)
10 Ob 69/98i
Entscheidungstext OGH 19.05.1998 10 Ob 69/98i
5 Ob 216/98w
Entscheidungstext OGH 29.09.1998 5 Ob 216/98w
Auch; nur: Die Feststellung des Bestehens einer Grunddienstbarkeit (auf Grund einer actio confessoria) kann nur einheitlich gegen alle Miteigentümer (des dienenden Grundstücks) gemeinsam verlangt werden. Dies gilt auch bei einer Klage auf Feststellung des Nichtbestehens einer Grunddienstbarkeit. (T4)
Beisatz: Die Klage auf Löschung einer das gemeinsame Gut belastenden Dienstbarkeit ist von allen Miteigentümern zu erheben. (T5)
Beisatz: Die Rechtskrafts- und Tatbestandswirkungen, die zwischen einer die Feststellung des Rechtsbestandes ein- und derselben Dienstbarkeit betreffenden actio confessoria und actio negatoria wechselseitig bestehen, können nicht gänzlich unbeachtet bleiben. (T6)
Beisatz: Es könnte, wollte man jedem einzelnen Miteigentümer einer mit einer Dienstbarkeit belasteten Liegenschaft die Legitimation zur Klage auf Feststellung des Nichtbestehens sowie auf grundbücherliche Löschung dieser Dienstbarkeit zugestehen, zu unlösbaren Verwicklungen bei unterschiedlichen Entscheidungen kommen. (T7)
5 Ob 80/99x
Entscheidungstext OGH 13.04.1999 5 Ob 80/99x
Vgl auch; nur: Die Feststellung des Bestehens einer Grunddienstbarkeit kann nur einheitlich gegen alle Miteigentümer (des dienenden Grundstücks) gemeinsam verlangt werden. Sie bilden eine einheitliche Streitpartei. (T8)
Beisatz: Wenn nur ein einheitliches Vorgehen in Bezug auf die Gesamtheit der Anteile an einem Grundbuchskörper möglich ist, wirkt sich der Erfolg des Rechtsmittels eines Miteigentümers auch zugunsten aller anderen aus (RPflSlgG 2042). (T9)
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Ob den jeweiligen Eigentümern (Miteigentümern) einer Liegenschaft gegenüber dem Eigentümer (den Eigentümern) der Nachbarliegenschaft ein Nutzungsrecht an dieser zusteht, betrifft für sich keine Geschäftsführungshandlung, somit keine Angelegenheit der Verwaltung (hier: Klage, in der Freiheit des Eigentums von fremden Nutzungsrechten behauptet wird, wurde zutreffend nicht gegen die Wohnungseigentümergemeinschaft, sondern gegen alle Wohnungseigentümer als notwendige Streitgenossen gerichtet). (T10)
Beisatz: Die Frage, ob eine notwendige Streitgenossenschaft vorliegt, kann nicht vom erst ex post feststehenden Prozesserfolg abhängen. (T11)
Beisatz: Auch wenn daher alle Miteigentümer des dienenden Grundstücks bereits mit Ausnahme der Beklagten schon titelmäßig zur Verbücherung verpflichtet wurden, bedeutet das nicht zwingend, dass die anderen Miteigentümer mit der Klageführung des Klägers auch einverstanden sind. (T12)
Beisatz: Hier: Das „Einverleibungsbegehren" wurde nicht vom Dienstbarkeitsberechtigten, sondern vom mit der Grunddienstbarkeit belasteten Miteigentümer des dienenden Grundstücks gestellt und gegen die Alleineigentümerin des herrschenden Grundstücks gerichtet. (T13)
6 Ob 140/05i
Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 140/05i
Vgl auch; Beisatz: Nur der Eigentümer, nicht aber auch ein Fruchtgenussberechtigter, ist zur Servitutsklage (actio confessoria) betreffend eine Grunddienstbarkeit aktiv legitimiert. (T14)
Veröff: SZ 2005/104
Beisatz: Gleiches gilt für die Feststellung einer Reallast. (T15)
3 Ob 79/09b
Entscheidungstext OGH 22.04.2009 3 Ob 79/09b
nur T2; nur T1
8 Ob 66/09b
Entscheidungstext OGH 18.06.2009 8 Ob 66/09b
Auch; Beisatz: Die Miteigentümer einer Liegenschaft bilden jedenfalls im Prozess über die Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens einer Servitut eine einheitliche Streitpartei nach § 14 ZPO. (T16)
Auch; nur T4; Auch Beis wie T16
nur: Die Feststellung des Bestehens einer Grunddienstbarkeit (auf Grund einer actio confessoria) kann nur einheitlich von allen Miteigentümern (des herrschenden Grundstücks) gemeinsam verlangt werden. (T17)
7 Ob 175/13f
Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 175/13f
Auch; nur: Die Feststellung des Bestehens einer Grunddienstbarkeit kann nur einheitlich von allen Miteigentümern (des herrschenden Grundstücks) und gegen alle Miteigentümer (des dienenden Grundstücks) gemeinsam verlangt werden. Die Miteigentümer bilden eine einheitliche Streitpartei, sodass die Klage nur eines von mehreren Miteigentümern mangels Dispositionsbefugnis über den Streitgegenstand abzuweisen wäre. Dies gilt auch bei einer Klage auf Feststellung des Nichtbestehens einer Grunddienstbarkeit. (T18)
Vgl auch; Beisatz: Eine Eigentumsfreiheitsklage gemäß § 523 ABGB muss grundsätzlich gegen sämtliche Miteigentümer einer Liegenschaft gerichtet werden, da sich in der Regel die Wirkung des zu fällenden Urteils kraft Beschaffenheit des streitigen Rechtsverhältnisses notwendigerweise auf sämtliche Miteigentümer erstreckt und bei isolierter Entscheidung die Gefahr unlösbarer Verwicklungen gegeben wäre. (T19)
Beisatz:Gegen einen einzelnen der Miteigentümer kann hingegen – und nur ausnahmsweise – dann mit schlichter Unterlassungsklage vorgegangen werden, wenn nur dessen Störung und nicht ein allen Miteigentümern gemeinsam zustehenden vermeintliches Recht Gegenstand des Verfahrens ist. Dies ist bei Aufrechterhaltung eines in die Verfügungsmacht der Eigentümer fallenden Zustandes aber nicht der Fall. (T20)
Bem: Mit ausführlicher Auseinandersetzung mit der bisherigen Rechtsprechung. (T21)
nur: Die Feststellung des Bestehens einer Grunddienstbarkeit kann nur einheitlich von allen Miteigentümern des herrschenden Grundstücks gegen alle Miteigentümer des dienenden Grundstücks gemeinsam verlangt werden. Sie bilden eine notwendige Streitgenossenschaft. (T22)
Beisatz: Hier: Feststellung des Bestehens einer Grunddienstbarkeit; unmittelbare Nachbarschaft des dienenden und herrschenden Grundstücks ist nicht erforderlich. Daher ist auch die Einbeziehung der Eigentümer der zwischen dem herrschenden und dienenden Grundstück liegenden Grundstücke in das Prozessrechtsverhältnis nicht notwendig. (T23)
10 Ob 81/16h
Entscheidungstext OGH 18.07.2017 10 Ob 81/16h
9 Ob 76/17t
Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 76/17t
Vgl; Beis wie T19; Beisatz: Hier: Klagebegehren nach § 523 ABGB (Eigentumsfreiheitsklage) auf Duldung (bzw auf Wiederherstellung des früheren Zustands); unterirdische Wasserleitung - notwendige Streitgenossenschaft sämtlicher Miteigentümer des dienenden Guts, welchen der auf dem Servitutsverhältnis beruhende Eingriff zuzurechnen ist. (T24)
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0101793
JJR_19960430_OGH0002_0050OB02036_96I0000_001
Entscheidungstext 2Ob173/10w
wobl 2011,381/141 - wobl 2011/141 = MietSlg 62.065 = MietSlg 62.591
2Ob173/10w
Der Oberste Gerichtshof hat durch den Senatspräsidenten Dr. Baumann als Vorsitzenden und die Hofräte Dr. Veith, Dr. E. Solé, Dr. Schwarzenbacher und Dr. Nowotny als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Parteien 1. D*****, 2. M*****, beide vertreten durch Mag. Franz Hofmann, Rechtsanwalt in Vöcklabruck, gegen die beklagte Partei I***** GmbH, *****, vertreten durch Dr. Stefan Hoffmann und Dr. Thomas Herzog, Rechtsanwälte in Vöcklabruck, wegen Unterlassung (Streitwert 9.000 EUR), über den Rekurs der beklagten Partei gegen den Beschluss des Landesgerichts Wels als Berufungsgericht vom 9. Juni 2010, GZ 22 R 116/10f-10, womit das Urteil des Bezirksgerichts Vöcklabruck vom 26. Jänner 2010, GZ 13 C 857/09v-6, aufgehoben wurde, den
Die klagenden Parteien haben die Kosten der Rekursbeantwortung selbst zu tragen.
Eine GmbH (in der Folge „Verkäuferin“) plante die Errichtung von insgesamt 25 Wohneinheiten auf zwei Liegenschaften. Mit diesen Wohneinheiten sollte je ein Badeplatz auf einer dritten Liegenschaft (in der Folge „Badeplatz“) verbunden werden, sodass jeder Eigentumswohnung ein 1/25-Anteil am Badeplatz zugeordnet werden sollte. Tatsächlich wurde aber nur die Wohnanlage auf einer Liegenschaft realisiert, weil der geplanten Anlage auf der anderen Liegenschaft die naturschutzrechtliche Bewilligung versagt wurde.
Die Kläger sind Wohnungseigentümer in dieser Wohnanlage und erwarben mit Kaufverträgen vom 14. 6. 1996 und vom 6. 4. 2000 von der Verkäuferin insgesamt je 2/50-Anteile des Badeplatzes als schlichte Miteigentümer. Die Verkäuferin verpflichtete sich im ersten Kaufvertrag, hinsichtlich der in ihrem Eigentum verbleibenden Flächen des Badeplatzes keine Verkäufe durchzuführen, die eine inadäquate Nutzung der ihr vorerst verbliebenen Grundstücksflächen ermöglichten, wie zB mit Vereinen jeglicher Rechtsform, Pfadfindern, Wassersportvereinen, politischen Organisationen etc. Die Vertragsparteien verpflichteten sich auch, sämtliche wechselseitigen Rechte und Pflichten auf etwaige Rechtsnachfolger zu überbinden.
Mit Kaufvertrag vom 27. 3. 2000 erwarb die Beklagte von der Verkäuferin 10/50-Anteile am Badeplatz. Die beklagte Käuferin hat danach das Recht, den Stellplatz im Bootshaus an Personen zu veräußern, die nicht Wohnungseigentümer in der oben erwähnten Wohnanlage sind, ebenso das Recht, ihre Bootsstellplätze an Personen zu vermieten und 6/50-Miteigentumsanteile an Personen zu veräußern, die nicht Wohnungseigentümer in der oben erwähnten Wohnanlage sind. Insgesamt darf aber durch diese Möglichkeit keine unzumutbare Beeinträchtigung der übrigen Miteigentümer gegeben sein, und es darf diesen die gemeinsame Benützung der Liegenschaft nicht verleidet werden.
Mit weiterem Kaufvertrag vom 27. 4. 2001 erwarb die Beklagte von der Verkäuferin deren restliche 24/50-Anteile am Badeplatz samt dem Recht der ausschließlichen Benützung von 13 Kabinen im Bootshaus und 9 Stellplätzen in der Steganlage. Im Vertrag wurde festgehalten, dass die Liegenschaft als Badeplatz der Wohnungseigentümer der erwähnten Wohnanlage dient und dass mit den Eigentumswohnungen der Wohnanlage jeweils 2/50-Miteigentumsanteile am Badeplatz und damit die Mitbenützung des Badeplatzes in einem wirtschaftlichen und rechtlichen Zusammenhang stehen. Die Beklagte nahm die oben näher beschriebenen Einschränkungen und Bedingungen zur Kenntnis und ließ sie auch für sich gelten. Sie erklärte in diesem Zusammenhang, sämtliche Verträge, die die angeführten Liegenschaften betreffen, zu kennen, und verpflichtete sich, sich im Sinn der in diesen Verträgen enthaltenen Bestimmungen als Rechtsnachfolgerin der Verkäuferin gemäß diesen Bestimmungen zu verhalten.
Nachdem der Versuch der Beklagten, eine Realteilung der Liegenschaft zu erreichen, gescheitert war, entschloss sich deren Geschäftsführer, die erworbenen Anteile teilweise zu verkaufen, wobei er sich an die ursprünglich vereinbarte Beschränkung nicht mehr gebunden fühlte.
Zu 13 C 484/02f des Erstgerichts klagten die Kläger die Beklagte auf Unterlassung der Veräußerung der in deren Eigentum stehenden 23/50-Anteile des Badeplatzes in kleineren Anteilen als 1/25-Anteilen an Dritte. Der Klage wurde in erster und zweiter Instanz stattgegeben. Der Oberste Gerichtshof wies die außerordentliche Revision der Beklagten gegen das Urteil des Berufungsgerichts mit Beschluss vom 11. 5. 2005, 7 Ob 63/05y, zurück. In dieser Entscheidung führte der Oberste Gerichtshof abschließend aus, die Frage der (mangelnden) Aktivlegitimation der beiden Kläger zufolge Nichtbeteiligung aller Miteigentümer am gegenständlichen Verfahren werde in der außerordentlichen Revision nicht aufgegriffen. Daher könne der Oberste Gerichtshof im Rahmen einer außerordentlichen Revision darauf nicht eingehen.
Mit ihrer nunmehrigen Klage begehren die Kläger, die Beklagte zu verurteilen, hinsichtlich der in ihrem Eigentum stehenden restlichen 1/50- bzw 1/25-Anteile am Badeplatz es zu unterlassen, diese Anteile an mehr als eine Person zu veräußern. Sie brachten vor, die Beklagte habe mit Kaufvertrag vom 27. 4. 2001 die Verwertungsbeschränkung gemäß dem Kaufvertrag vom 14. 6. 1996 übernommen und in der Vergangenheit dagegen verstoßen. Der Geschäftsführer der Beklagten habe mitgeteilt, die übrigen Badeplatzanteile nunmehr ebenfalls in 1/50-Anteilen zu verkaufen, woraus sich eine erhebliche Beeinträchtigung und Verschlechterung der Benützungsmöglichkeiten der Kläger ergäben.
Die Beklagte wendete unter anderem ein, die Kläger seien infolge der Nichtbeteiligung aller anderen Miteigentümer am Verfahren nicht aktiv klagslegitimiert.
Das Erstgericht wies das Klagebegehren ab und meinte, das Klagebegehren sei so formuliert, dass es sich um keinen teilbaren Anspruch handle. Die Kläger seien daher allein nicht aktiv legitimiert. Das Erstgericht verwies auf die zitierte Entscheidung des Obersten Gerichtshofs im Vorverfahren.
Das Berufungsgericht hob das Urteil des Erstgerichts auf und verwies die Rechtssache zur neuerlichen Entscheidung nach Verfahrensergänzung an das Erstgericht zurück. In rechtlicher Hinsicht führte es aus, es liege kein Fall einer notwendigen Streitgenossenschaft vor. Die Kläger stützten ihr Begehren auf eine zwischen der seinerzeitigen Verkäuferin und ihnen abgeschlossene Vereinbarung, deren Pflichten die Beklagte vertraglich übernommen habe. Die Gefahr unlösbarer Verwicklungen durch divergierende Einzelentscheidungen bestehe im vorliegenden Fall nicht, weil es nur darum gehe, ob im Verhältnis zwischen den Parteien dieses Rechtsstreits die Verfügungsbefugnis der Beklagten über die noch in ihrem Eigentum stehenden Anteile des Badeplatzes vertraglich beschränkt sei. Eine solche Beschränkung seiner Verfügungsfreiheit könne ein Miteigentümer durchaus auch nur mit einem anderen Miteigentümer oder einzelnen anderen Miteigentümern vereinbaren, die ihn dann auch bei Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen auf Unterlassung klagen könnten.
Das Berufungsgericht ließ den Rekurs an den Obersten Gerichtshof zu, weil dieser in seiner im Vorprozess ergangenen Entscheidung 7 Ob 63/05y angedeutet habe, dass bei einer Klage wie der vorliegenden mangelnde Aktivlegitimation der Kläger wegen Nichtbeteiligung aller Miteigentümer am Verfahren vorliegen könnte, welche Ansicht vom Berufungsgericht aber nicht geteilt werde.
Gegen den Aufhebungsbeschluss richtet sich der Rekurs der Beklagten mit dem Antrag, das erstinstanzliche Urteil wiederherzustellen. Hilfsweise wird beantragt, den angefochtenen Beschluss des Rekursgerichts ersatzlos aufzuheben und diesem die endgültige Entscheidung über die Rechtssache aufzutragen.
Die Kläger beantragen in der Rekursbeanwortung, dem Rekurs nicht Folge zu geben.
Der Rekurs ist unzulässig.
Die Rechtsansicht des Berufungsgerichts entspricht der ständigen oberstgerichtlichen Rechtsprechung dazu, wann eine einheitliche Streitpartei (notwendige Streitgenossenschaft) vorliegt bzw wann dies nicht der Fall ist (RIS-Justiz RS0035496; RS0035409; RS0035473). Es hat im Rahmen dieser Rechtsprechung das Vorliegen einer notwendigen Streitgenossenschaft iSd § 14 ZPO verneint: In Fällen, die Verfügungen über die ganze Sache betreffen, wie etwa Veränderungen der gemeinsamen Sache oder Klagen auf Einräumung oder Feststellung einer Grunddienstbarkeit, sind stets alle Teilhaber gemeinsam aktiv und passiv legitimiert und bilden eine notwendige Streitpartei gemäß § 14 ZPO (Sailer in KBB3 § 828 Rz 6 mwN aus der Rechtsprechung). Ein solcher Fall liegt hier nicht vor. Wie aber schon das Berufungsgericht ausgeführt hat, stehen dem einzelnen Teilhaber nach ständiger Rechtsprechung alle petitorischen und possessorischen Klagen sowohl gegen Dritte als auch gegen Mitberechtigte zur Verfügung (Sailer in KBB3 § 829 Rz 5; Egglmeier-Schmolke in Schwimann, ABGB-TaKomm § 828 Rz 9, jeweils mwN aus der Rechtsprechung; vgl RIS-Justiz RS0013417; RS0013384).
Die von den Vorinstanzen zitierte Passage aus der Entscheidung 7 Ob 63/05y steht dem nicht entgegen: Der Oberste Gerichtshof drückt damit nur aus, dass er auf die Frage der Aktivlegitimation der Kläger mangels Relevierung in der Revision nicht eingehen konnte; eine Aussage darüber, ob die Aktivlegitimation vorlag, hat er nicht getroffen.
Der Rekurs zeigt keine (sonstige) erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO auf, weshalb er zurückzuweisen war.
Die Kostenentscheidung gründet sich auf die §§ 50, 41 ZPO. Nach ständiger Rechtsprechung des Senats findet im Zwischenstreit über die mangels erheblicher Rechtsfrage verneinte Zulässigkeit des Rekurses gegen einen Aufhebungsbeschluss des Berufungsgerichts iSd § 519 Abs 1 Z 2 ZPO ein Kostenvorbehalt nach § 52 ZPO nicht statt (RIS-Justiz RS0123222). Die Kläger haben in der Rekursbeantwortung aber auf die Unzulässigkeit des Rekurses nicht hingewiesen.
E95905
ECLI:AT:OGH0002:2010:0020OB00173.10W.1202.000
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