Source: https://www.komnet.nrw.de/_sitetools/dialog/6173
Timestamp: 2017-05-23 10:38:13
Document Index: 21347660

Matched Legal Cases: ['§34', '§ 34', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 3', '§ 2']

Gelten Anforderungen an Umkleideräume auch für Studenten der Zahnmedizin?
KomNet Dialog 6173
Stand: Kategorie: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Wasch- und Umkleideräume
Gelten die Richtlinien §34 zur Gestaltung von Umkleideräumen auch für Studenten der Zahnmedizin? Welche Konsequenzen hat eine Missachtung der Richtlinien?
Wir können Ihrer Frage nur sehr wenige Informationen zum Arbeitsplatz entnehmen, daher sind nur einige allgemeine Hinweise möglich: I. Vermutlich beziehen Sie sich auf den § 34 der alten Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV vom 20. März 1975). Aktuell gültig ist jetzt die Arbeitsstättenverordnung vom 12. August 2004. In dieser ArbStättV sind Regelungen zu Umkleideräumen unter § 6 der Verordnung i.V.m.Ziffer 4.1 Abs. 3 des Anhangs getroffen. "§ 6 Umkleideräume Geeignete Umkleideräume sind zur Verfügung zu stellen, wenn die Beschäftigten bei ihrer Tätigkeit besondere Arbeitskleidung tragen müssen und es ihnen nicht zuzumuten ist, sich in einem anderen Raum umzukleiden. " "Ziffer 4.1 Umkleideräume nach § 6 Abs. 2 Satz 3 müssen a. leicht zugänglich und von ausreichender Größe und sichtgeschützt eingerichtet werden; entsprechend der Anzahl gleichzeitiger Benutzer muss genügend freie Bodenfläche für ungehindertes Umkleiden vorhanden sein, b. mit Sitzgelegenheiten sowie mit verschließbaren Einrichtungen ausgestattet sein, in denen jeder Beschäftigte seine Kleidung aufbewahren kann. Kleiderschränke für Arbeitskleidung und Schutzkleidung sind von Kleiderschränken für persönliche Kleidung und Gegenstände zu trennen, wenn Umstände dies erfordern. (4) Wasch- und Umkleideräume, die voneinander räumlich getrennt sind, müssen untereinander leicht erreichbar sein." II. Ob die Arbeitsstättenverordnung anzuwenden ist, ist davon abhängig, ob a) ein Arbeitsstätte im Sinne der Verordnung vorliegt und b) Arbeitnehmer im Sinne der Arbeitsstättenverordnung beschäftigt werden Studenten sind allgemein keine Arbeitnehmer im Sinne der Arbeitsstättenverordnung, gleichwohl besteht Versicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung. Nähere Informationen dazu bietet z.B. der Dialog 2592 der KomNet-Datenbank an. III. Möglicherweise müssen aber Anforderungen an Umkleideräume auf Grund des Umgangs mit Gefahrstoffen (§ 3 Abs. 5 Gefahrstoffverordnung) oder biologischen Arbeitsstoffen (§ 2 Abs. 8 Biostoffverordnung) in Verbindung mit der TRGS 525 "Umgang mit Gefahrstoffen in Einrichtungen zur humanmedizinischen Versorgung" oder der TRBA 250 "Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege" erfüllt werden. Informative Seiten über Arbeitssicherheit an Hochschulen bieten z.B. die TU München unter http://portal.mytum.de/siss/aktuelles/news_article.2008-11-12.6071726403?searchterm=arbeitsschutz an. Die meisten Universitäten verfügen über eigene Abteilungen für Arbeitssicherheit, die ebenfalls vor Ort beraten können. Weiterführende Informationen
Ist es nach der aktuellen Arbeitsstättenverordnung zwingend erforderlich, dass für Frauen und Männer getrennte Umkleideräume existieren?
Muss in einer Arztpraxis ein Umkleideraum vorhanden sein?