Source: https://bundestag.github.io/gesetze/d/dachdausbv_1998/
Timestamp: 2019-10-13 21:03:43
Document Index: 33627799

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 27', '§ 4', '§ 7', '§ 10', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Verordnung über die Berufsausbildung zum Dachdecker/zur Dachdeckerin (DachdAusbV 1998)
BGBl I: 1998, 918
Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinnedes § 25 der Handwerksordnung. Die Ausbildungsordnung und derdamit abgestimmte, von der Ständigen Konferenz derKultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschlandbeschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werdendemnächst als Beilage zum Bundesanzeiger veröffenlticht.
Der Ausbildungsberuf Dachdecker/Dachdeckerin wird für die Ausbildung für das Gewerbe Nummer 4, Dachdecker, der Handwerksordnung staatlich anerkannt.
(1) Die Ausbildung dauert drei Jahre. Für das dritte Ausbildungsjahr kann zwischen den Fachrichtungen
Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik und
(2) Auszubildende, denen der Besuch eines nach landesrechtlichen Vorschriften eingeführten schulischen Berufsgrundbildungsjahres nach einer Rechtsverordnung gemäß § 27a Abs. 1 der Handwerksordnung als erstes Jahr der Berufsausbildung anzurechnen ist, beginnen die betriebliche Ausbildung im zweiten Ausbildungsjahr.
Lesen und Anwenden von Zeichnungen und Plänen, Anfertigen von Skizzen, Durchführen von Messungen,
Herstellen von Mauerwerk, Putz und Beton,
Verarbeiten von Holz und Herstellen von Holzbauteilen,
Verarbeiten von Kunststoffen und bituminösen Werkstoffen,
Herstellen von Wärmedämmungen, Durchführen zusätzlicher Maßnahmen bei Dachdeckungen,
Verarbeiten von Schiefer, Dachplatten und Schindeln,
Verarbeiten von Dachziegeln und Dachsteinen,
Verarbeiten von Metallen,
Montieren und Einbauen von Einbauteilen,
Herstellen von Unterkonstruktionen für Außenwandbekleidungen,
Einbauen von Vorrichtungen zur Ableitung von Oberflächenwasser,
Verarbeiten von Wellplatten,
Einbauen von Energiesammlern und Energieumsetzern.
in der Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik:
a) Decken von Dach- und Wandflächen mit Schiefer, Dachplatten, Schindeln, Wellplatten, Dachziegeln und Dachsteinen,
b) Abdichten mit Kunststoffen und bituminösen Werkstoffen,
c) Ausführen von Deckungen mit Blechen,
d) Bekleiden von Außenwänden,
e) Errichten von Blitzschutzanlagen für den äußeren Blitzschutz,
f) Reparieren von Dach- und Wandflächen sowie von Holzkonstruktionen,
g) Berichtswesen, Aufmaß, qualitätssichernde Maßnahmen;
in der Fachrichtung Reetdachtechnik:
a) Vorbereiten von Deckungen mit Reet,
b) Decken von ebenen Dachflächen mit Reet,
c) Herstellen von Anschlüssen und Abschlüssen,
d) Decken von gewölbten und geschweiften Dachflächen mit Reet,
f) Reparieren von Dachflächen und von Holzkonstruktionen,
g) Berichtswesen, Aufmaß, qualitätssichernde Maßnahmen.
Die in § 4 genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen nach der in der Anlage für die berufliche Grundbildung und für die berufliche Fachbildung enthaltenen Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung (Ausbildungsrahmenplan) vermittelt werden. Eine von dem Ausbildungsrahmenplan innerhalb der beruflichen Grundbildung und innerhalb der beruflichen Fachbildung abweichende sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
§ 7 Berufsausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten
Die Berufsausbildung wird in geeigneten Einrichtungen außerhalb der Ausbildungsstätte ergänzt. Die Handwerkskammer regelt die Durchführung der überbetrieblichen Ausbildung auf der Grundlage des Ausbildungsrahmenplanes (Anlage, Abschnitt IV).
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage in Abschnitt I für das erste Ausbildungsjahr sowie in Abschnitt II für das dritte Ausbildungshalbjahr aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt höchstens sechs Stunden drei praktische Aufgaben ausführen. Hierfür kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:
Decken eines Teilbereiches einer Dach- oder Wandfläche mit Schiefer, Dachplatten oder Schindeln,
Decken eines Teilbereiches einer Dachfläche mit Dachziegeln oder Dachsteinen,
Herstellen eines Teilbereiches einer Dachabdichtung mit Kunststoffen oder bituminösen Werkstoffen.
Sicherheit und Gesundheitsschutz auf der Baustelle,
Umweltschutz, Naturschutz an Gebäuden,
Skizzen, Zeichnungen und Verlegepläne,
Regelwerk des Dachdeckerhandwerks,
Bau- und Bauhilfsstoffe, Maschinen, Geräte und Werkzeuge,
§ 10 Gesellenprüfung
(2) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt höchstens zwölf Stunden vier praktische Aufgaben ausführen. Hierfür kommt insbesondere aus den folgenden vier Gebieten je eine der angegebenen Aufgaben in Betracht:
a) Schiefer-, Dachplatten-, Schindel- und Wellplattendeckungen:
aa) Decken von Dachflächen mit Schiefer, Dachplatten oder Schindeln
einschließlich Traufe sowie Ortgang oder Grat,
bb) Decken von Dachflächen mit Wellplatten einschließlich Einbauen von
Formteilen oder
cc) Herstellen von Anschlüssen oder Abschlüssen;
b) Dachziegel- und Dachsteindeckungen:
aa) Decken von Dachflächen einschließlich Traufe sowie Grat oder Ortgang
und First,
bb) Herstellen von Anschlüssen oder Abschlüssen,
cc) Einbauen von Teilen einer Blitzschutzanlage oder
dd) Montieren und Einbauen von Einbauteilen;
c) Abdichtungen:
aa) Abdichten einer Dachfläche einschließlich Herstellen eines Anschlusses
oder Abschlusses mit Kunststoffen, bituminösen Werkstoffen oder
bb) Herstellen von Bauwerksabdichtungen an waagerechten und senkrechten
Flächen oder
cc) Herstellen und Abdichten von Bewegungsfugen;
d) Außenwandbekleidungen:
aa) Ausführen von Bekleidungen insbesondere mit Dachziegeln, Dachsteinen,
Schiefer, Faserzement, Metallen oder Kunststoffen,
bb) Herstellen von Anschlüssen oder Abschlüssen oder
cc) Herstellen von Abdeckungen;
a) Reetdachdeckung:
aa) Decken von ebenen Dachflächen einschließlich Traufe sowie Ortgang oder
bb) Decken von gewölbten oder geschweiften Dachflächen,
cc) Herstellen von Firstabdeckungen und Einbauen von Teilen einer
Blitzschutzanlage oder
dd) Herstellen von Anschlüssen;
b) Dachziegel- und Dachsteindeckung:
aa) Decken eines Teilbereiches einer Dachfläche einschließlich Traufe,
Ortgang und First,
cc) Montieren und Einbauen von Einbauteilen;
Abdichten einer Dachfläche einschließlich Herstellen eines Anschlusses
aa) Ausführen von Bekleidungen mit kleinformatigen Platten,
bb) Herstellen von Abschlüssen oder
cc) Herstellen von Abdeckungen.
Dabei sollen das Einrichten einer Baustelle, die Sicherheit und der Gesundheitsschutz, der Umweltschutz sowie qualitätssichernde Maßnahmen einbezogen werden.
(3) Der Prüfling soll im schriftlichen Teil der Prüfung in den Prüfungsbereichen Dachdeckungen, Abdichtungen, Außenwandbekleidungen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft werden. In den Prüfungsbereichen Dachdeckungen, Abdichtungen und Außenwandbekleidungen soll der Prüfling zeigen, daß er insbesondere durch Verknüpfung von Informationen, technologischen, mathematischen und zeichnerischen Fragestellungen Lösungswege und Arbeitsabläufe darstellen sowie Maßnahmen zur Sicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz anwenden kann. Es kommen Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
im Prüfungsbereich Dachdeckungen:
a) Regelwerk des Dachdeckerhandwerks,
b) Dachkonstruktionen, Deckunterlagen,
c) Wärmeschutz,
d) Werkstoffe,
e) Deckarten, Befestigungstechniken,
f) Anschlüsse und Abschlüsse,
g) Ableiten von Oberflächenwasser,
h) Energiesammler und Energieumsetzer,
i) Blitzschutzanlagen für den äußeren Blitzschutz;
im Prüfungsbereich Abdichtungen:
b) Deckunterlagen,
d) Werkstoffe für das Abdichten von Bauwerken,
e) Aufbau und Schichtenfolge von Dächern mit Abdichtungen,
f) Aufbau und Schichtenfolge von Dachbegrünungen,
g) Abdichten von Flächen gegen Bodenfeuchtigkeit und gegen nichtdrückendes Wasser,
h) Anschlüsse und Abschlüsse;
im Prüfungsbereich Außenwandbekleidungen:
b) Unterkonstruktionen für Außenwandbekleidungen,
d) Werkstoffe, Befestigungstechniken,
e) Anschlüsse und Abschlüsse, Abdeckungen;
im Prüfungsbereich Dachdeckungen
im Prüfungsbereich Abdichtungen
im Prüfungsbereich Außenwandbekleidungen
(5) Der schriftliche Teil der Prüfung ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Bereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Der schriftliche Teil der Prüfung hat gegenüber der mündlichen Prüfung das doppelte Gewicht.
Prüfungsbereich Dachdeckungen
30 vom Hundert,
Prüfungsbereich Außenwandbekleidungen
20 vom Hundert.
(7) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und im schriftlichen Teil der Prüfung sowie innerhalb des schriftlichen Teils der Prüfung in mindestens zwei der Prüfungsbereiche Dachdeckungen, Abdichtungen und Außenwandbekleidungen mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind. Werden die Prüfungsleistungen in einer der vier praktischen Aufgaben oder in einem der vier Prüfungsbereiche mit "ungenügend" bewertet, so ist die Prüfung nicht bestanden.
Anlage (zu § 4) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Dachdecker/zur Dachdeckerin
(Fundstelle: BGBl. I 1998, 922 - 931)
Fertigung und Verwaltung erklären
Auftragsübernahme, Leistungserfassung, Arbeitsplan und Ablaufplan (§ 4 Abs. 1 Nr. 5)
* a) Ziel des Arbeitsauftrages erkennen
b)  Arbeitsschritte, Arbeitsmittel und Sicherungsmaßnahmen planen
c)  Bau- und Bauhilfsstoffe festlegen
d)  Geräte, Hilfsmittel und Werkzeuge festlegen
e)  ausgeführte Arbeiten anhand von Vorgaben prüfen
f)  Arbeitsberichte erstellen
Einrichten, Sichern und Räumen von Baustellen (§ 4 Abs. 1 Nr. 6)
Arbeitsplatz auf der Baustelle:
a) Arbeitsplatz einrichten, unterhalten und räumen, ergonomische Gesichtspunkte berücksichtigen
b) Arbeitsplatz sichern
c) Arbeits- und Schutzgerüste nach Vorgaben aufbauen, unterhalten und abbauen
d) bei der Prüfung der Betriebssicherheit von Arbeits- und Schutzgerüsten mitwirken
Werkzeuge, Geräte und Maschinen:
e) Bereitstellen von Werkzeugen, Geräten und Maschinen veranlassen
f) Störungen an Geräten und Maschinen erkennen und melden
g) Werkzeuge, Geräte und Maschinen warten
h) Geräte und Maschinen in Betrieb nehmen, Aufschmelz-, Schweiß- und Lötgeräte unter Aufsicht in Betrieb nehmen
Prüfen, Lagern und Auswählen von Bau- und Bauhilfsstoffen (§ 4 Abs. 1 Nr. 7)
* a) Bau- und Bauhilfsstoffe sowie Einbauteile auf Verwendbarkeit prüfen
b)  Bau- und Bauhilfsstoffe sowie Einbauteile nach Vorgabe abrufen, auf
der Baustelle transportieren und lagern
Lesen und Anwenden von Zeichnungen und Plänen, Anfertigen von Skizzen, Durchführen von Messungen (§ 4 Abs. 1 Nr. 8)
Skizzen, Zeichnungen und Pläne:
a) Skizzen von Ansichten und Schnitten lesen und anwenden
b) Bauzeichnungen und Verlegepläne lesen
c) Skizzen anfertigen Messungen:
d) Messungen mit Bandmaß und Gliedermaßstab durchführen
e) Höhen mit Wasserwaage und Schlauchwaage übertragen
f) Geraden ausfluchten
g) Meßpunkte anlegen und sichern
h) rechte Winkel anlegen und prüfen
Herstellen von Mauerwerk, Putz und Beton (§ 4 Abs. 1 Nr. 9)
* a) Mörtelgruppen nach Verwendungszweck unterscheiden
b)  Bindemittel und Zuschläge für Mörtel und Beton auswählen
c)  Mauer-, Putz- und Verstrichmörtel herstellen und in seiner Konsistenz
d)  Mauerwerksteile aus Steinen herstellen
e)  Schornsteine aus Steinen und Formteilen herstellen
f)  einlagigen Wandputz herstellen
g)  Brettschalungen herstellen
h)  Betonstahlmatten zuschneiden
i)  Bewehrungen mit Abstandshaltern einbauen
k)  Beton herstellen, einbringen, verdichten und nachbehandeln
Verarbeiten von Holz und Herstellen von Holzbauteilen (§ 4 Abs. 1 Nr. 10)
* a) Holz und Holzwerkstoffe nach dem Verwendungszweck unterscheiden
b)  Maßnahmen des vorbeugenden Holzschutzes durchführen, insbesondere im
Hinblick auf pflanzliche und tierische Schädlinge
c)  Sortier- und Schnittholzklassen unterscheiden
d)  Holz und Holzwerkstoffe lagern
e)  Holz bearbeiten, insbesondere durch Anreißen, Stemmen, Sägen, Hobeln
f)  Nägel und Schrauben entsprechend der Norm auswählen
g)  Holzverbindungen und Holzbefestigungen herstellen
Verarbeiten von Kunststoffen und bituminösen Werkstoffen (§ 4 Abs. 1 Nr. 11)
* a) Oberflächen der Deckunterlage auf ihre Eignung für Abdichtungen prüfen
b)  Thermoplaste, Duromere und Elastomere nach ihren Eigenschaften
c)  Thermoplaste und Elastomere verformen
d)  Duromere schneiden, bohren und verkleben
e)  Kunststoff- und Bitumenbahnen nach Bezeichnung und Verwendungszweck
unterscheiden, schneiden, nageln und fixieren
f)  Klebe-, Anstrich- und Dichtungsmittel unterscheiden und verarbeiten
g)  Kunststoff- und Bitumenbahnen kleben und schweißen
Herstellen von Wärmedämmungen, Durchführen zusätzlicher Maßnahmen bei Dachdeckungen (§ 4 Abs. 1 Nr. 12)
Wärmedämmstoffe nach Eigenschaften und nach dem Verwendungszweck unterscheiden und einbauen
Verarbeiten von Schiefer, Dachplatten und Schindeln (§ 4 Abs. 1 Nr. 13)
* a) Formen von Schiefer, Dachplatten und Schindeln unterscheiden
b)  Schiefer und Dachplatten behauen und lochen
c)  Schiefer sortieren
d)  Schindeln sägen und schneiden
e)  Deckarten unterscheiden, Teilbereiche von Dach- und Wandflächen nach
Vorgabe decken
Verarbeiten von Dachziegeln und Dachsteinen (§ 4 Abs. 1 Nr. 14)
* a) Dachziegel und Dachsteine unterscheiden und bearbeiten, insbesondere behauen, reißen, kneifen, schneiden, teilen und bohren
b)  Deckarten unterscheiden, Teilbereiche von Dachflächen nach Vorgabe
Verarbeiten von Metallen (§ 4 Abs. 1 Nr. 15)
* a) Eigenschaften von Stahl und Nichteisenmetallen unterscheiden
b)  Bleche und Profile bearbeiten, insbesondere anreißen, zuschneiden,
abkanten, falzen, runden, bördeln, sägen, bohren, feilen, nieten und
c)  Befestigungsmittel für Bleche auswählen und anwenden
d)  Maßnahmen des Korrosionsschutzes durchführen
Montieren und Einbauen von Einbauteilen (§ 4 Abs. 1 Nr. 16)
Einbauteile für Dächer und Wände nach Verwendungszweck unterscheiden und einbauen
* *) Im Zusammenhang mit anderen Ausbildungsinhalten zu vermitteln.
Auftragsübernahme, Leistungserfassung:
a) Arbeitsauftrag hinsichtlich der Vorgaben prüfen
b) Technische Regelwerke, insbesondere Regelwerk des Dachdeckerhandwerks, Bauvorschriften und Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen sowie Arbeitsanweisungen, anwenden
c) Vorleistungen anderer Gewerke auf Sicht prüfen Arbeitsplan und Ablaufplan:
d) Zeitaufwand und personelle Unterstützung abschätzen
e) Arbeitsschritte festlegen und nach Vorgaben abstimmen sowie Maßnahmen zur Sicherstellung des Arbeitsablaufes ergreifen
f) Witterungsbedingungen für die Durchführung von Arbeiten berücksichtigen
Einrichten, Sicherheit und Gesundheitsschutz auf der Baustelle:
a) Eignung der Verkehrswege beurteilen und Maßnahmen zur Nutzung veranlassen
b) Lichtquellen und Absperrungen aufstellen und unterhalten
c) ergonomische Arbeitsweisen anwenden
d) Gefahrstoffe erkennen und mögliche Gefahren abschätzen
e) Lagerung von Gefahrstoffen sicherstellen
f) Gefährdung durch Freileitungen und in Betrieb befindliche Maschinen auf der Baustelle beachten
g) Belüftung von Arbeitsräumen sicherstellen
h) Schutzausrüstungen verwenden sowie Maßnahmen zum Schutz von Personen auf Baustellen ergreifen
i) bei Arbeitsunfällen Sofortmaßnahmen zur Versorgung von verletzten Personen ergreifen, Unfallstelle sichern
k) Arbeits- und Schutzgerüste auf- und abbauen
l) Betriebssicherheit von Gerüsten beurteilen
m) Geräte und Maschinen für den Arbeitsablauf auswählen, anfordern, transportieren, lagern und für den Einsatz vorbereiten
n) Förder- und Transportgeräte bedienen sowie Lastaufnahme- und Anschlagmittel einsetzen
o) Abfall auf der Baustelle sortenrein trennen und für den Abtransport vorbereiten
p) Entsorgung von Gefahrstoffen veranlassen
q) Maßnahmen des Naturschutzes bei Dächern und Außenwandbekleidungen ergreifen, insbesondere für Vögel und Fledermäuse
r) Baustoffe, Geräte und Maschinen für den Abtransport vorbereiten
s) Baustelle übergeben
* a) Bau- und Bauhilfsstoffe sowie Einbauteile ermitteln, anfordern und bereitstellen
b)  Bau- und Bauhilfsstoffe auf Maßhaltigkeit und Formgenauigkeit prüfen
* a) Zeichnungen auf Übereinstimmung mit den Gegebenheiten auf der Baustelle prüfen
b)  Verlegepläne anwenden
c)  Skizzen für Aufmaße anfertigen
d)  Bauteile mit Meßinstrumenten einmessen und prüfen
* a) Holz und Holzwerkstoffe auswählen
b)  Holzkonstruktionen, insbesondere für Dachstühle und Fachwerkwände,
c)  Dach- und Wandflächen latten und schalen
d)  Vordeckbahnen auf Schalungen aufbringen
* a) Aufschmelz- und Schweißgeräte sowie Bitumenkocher in Betrieb nehmen, Sicherheitsvorschriften beachten
b)  Aufbau von belüfteten und nicht belüfteten Dächern mit Abdichtungen
herstellen, Schichtenfolge sowie konstruktive und bauphysikalische
c)  Anschlüsse und Abschlüsse bei Dachabdichtungen herstellen
* a) Wärmedämmungen bei belüfteten und nichtbelüfteten geneigten Dachkonstruktionen sowie bei Außenwandbekleidungen herstellen, konstruktive und bauphysikalische Unterschiede beachten
b)  zusätzliche Maßnahmen durchführen, insbesondere Unterdächer,
Unterdeckungen und Unterspannungen herstellen
c)  Anschlüsse und Abschlüsse herstellen
Teilbereiche von Dach- und Wandflächen mit Schiefer, Dachplatten und Schindeln in unterschiedlichen Deckarten decken
* a) Teilbereiche von Dachflächen mit Dachziegeln und Dachsteinen in unterschiedlichen Deckarten decken, Formteile einbauen
b)  Anschlüsse und Abschlüsse herstellen
c)  Firstziegel und Firststeine in Mörtel und mit Trockenelementen
* a) Lötgeräte in Betrieb nehmen, Sicherheitsvorschriften beachten
b)  Teilbereiche von Dach- und Wandflächen mit Blechen in
unterschiedlichen Deckarten decken
c)  Abdeckungen herstellen
d)  Abschlüsse herstellen
Herstellen von Unterkonstruktionen der Bekleidungsart für Außenwandbekleidungen (§ 4 Abs. 1 Nr. 17)
* a) Aufbau der Unterkonstruktion entsprechend festlegen
b)  Untergrund prüfen, insbesondere im Hinblick auf die Verankerung von
c)  Verankerungsmittel auswählen
d)  Unterkonstruktionen ausrichten und befestigen
Einbauen von Vorrichtungen zur Ableitung von Oberflächenwasser (§ 4 Abs. 1 Nr. 18)
* a) Rinnen und Kehlen aus Metallen und aus Kunststoffen anbringen
b)  Dachgullys einbauen
c)  Außenentwässerungen herstellen
d)  Innenentwässerung anschließen
Verarbeiten von Wellplatten (§ 4 Abs. 1 Nr. 19)
* a) Wellplatten aus unterschiedlichen Werkstoffen schneiden und bohren
b)  Teilbereiche von Dach- und Wandflächen mit Wellplatten decken,
Formteile einbauen
Einbauen von Energiesammlern und Energieumsetzern (§ 4 Abs. 1 Nr. 20)
* a) Energiesammler und Energieumsetzer, insbesondere Sonnenkollektoren und photovoltaische Elemente, in Dach- und Wandflächen einbauen
b)  Anschlüsse an Dachdeckungen, Dachabdichtungen und
* a) in der Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik
Decken von Dach- und Wandflächen mit Schiefer, Dachplatten, Schindeln, Wellplatten, Dachziegeln und Dachsteinen (§ 4 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe a)
* a) Dach- und Wandflächen decken
b)  Anschlüsse und Abschlüsse bei Deckungen mit Schiefer, Dachplatten,
Schindeln und Wellplatten herstellen
c)  Gratziegel und Gratsteine in Mörtel und mit Trockenelementen verlegen
d)  Fugenverstrich, Querschlag und Innenverstrich ausführen
Abdichten mit Kunststoffen und bituminösen Werkstoffen (§ 4 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe b)
* a) Flächen gegen Bodenfeuchtigkeit und gegen nichtdrückendes Wasser abdichten
c)  Bewegungsfugen herstellen und abdichten
d)  Oberflächenschutz von Dachabdichtungen, insbesondere durch
Besplittungen, Kiesschüttungen und Plattenbeläge, herstellen
e)  Aufbau und Schichtenfolge von extensiven und intensiven
Dachbegrünungen herstellen
Ausführen von Deckungen mit Blechen (§ 4 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe c)
b)  Dehnungsausgleicher herstellen und einbauen
c)  Anschlüsse herstellen
Bekleiden von Außenwänden Blechen (§ 4 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe d)
* a) Bekleidungen mit offenen und hinterlegten Fugen herstellen
Errichten von Blitzschutzanlagen für den äußeren Blitzschutz (§ 4 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe e)
* a) Erdungswiderstand von gebräuchlichen Erderformen ermitteln, Abmessungen von Oberflächen- und Tiefenerdern festlegen und dokumentieren
b)  Erder unter Beachtung im Erdreich verlegter Kabel und Rohrleitungen
c)  Potentialausgleich herstellen, Potentialausgleichsschiene montieren,
vorhandene Erdleitungen anschließen
d)  Blitzschutzanlagen für den äußeren Blitzschutz nach technischen Regeln
errichten, insbesondere Anordnung von Fangeinrichtungen und
Ableitungen unter Beachtung von Näherungen zu elektrischen Anlagen
festlegen und dokumentieren
e)  Widerstände von Erdungs- und Blitzschutzanlagen messen, beurteilen und
Reparieren von Dach- und Wandflächen sowie von Holzkonstruktionen (§ 4 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe f)
* a) Schäden feststellen, Ursachen ermitteln
b)  erste Maßnahmen zur Schadensbegrenzung ergreifen
c)  Reparatur durchführen
Berichtswesen, Aufmaß, qualitätssichernde Maßnahmen (§ 4 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe g)
* a) ausgeführte Arbeiten auf fehlerfreie Ausführung prüfen, Endkontrolle durchführen
b)  ausgeführte Arbeiten dokumentieren, insbesondere Tagesbericht
erstellen und Aufmaß anfertigen
* b) in der Fachrichtung Reetdachtechnik
Vorbereiten von Deckungen mit Reet (§ 4 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe a)
* a) Reet auf Verwendbarkeit prüfen und nach Anwendungsbereich sortieren
b)  Befestigungstechnik festlegen
c)  Befestigungsmittel auswählen
Decken von ebenen Dachflächen mit Reet (§ 4 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe b)
* a) Deckunterlage ebener Dachflächen prüfen und herstellen
b)  ebene Dachflächen in unterschiedlichen Befestigungstechniken,
insbesondere Binden, Nähen und Schrauben, decken
Herstellen von Anschlüssen und Abschlüssen (§ 4 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe c)
* a) Decktechniken für Anschlüsse und Abschlüsse unterscheiden, Decktechnik festlegen
b)  Traufdeckungen unter Beachtung des Kniepunktes herstellen
c)  Ortgangdeckungen herstellen
d)  Firstabdeckungen unterschiedlicher Art herstellen
e)  Grat- und Kehldeckungen herstellen
f)  Anschlüsse an Einbauteilen, insbesondere an Schornsteinen, herstellen
Decken von gewölbten und geschweiften Dachflächen mit Reet (§ 4 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe d)
* a) Deckunterlage gewölbter und geschweifter Dachflächen prüfen und herstellen
b)  gewölbte und geschweifte Dachflächen in unterschiedlichen
Befestigungstechniken, insbesondere Binden, Nähen und Schrauben,
c)  Übergänge bei gewölbten und geschweiften Dachflächen formen
Errichten von Blitzschutzanlagen für den äußeren Blitzschutz (§ 4 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe e)
Reparieren von Dachflächen und Holzkonstruktionen ergreifen (§ 4 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe f)
b)  erste Maßnahmen zur Schadensbegrenzung
Berichtswesen, Aufmaß, qualitätssichernde Maßnahmen (§ 4 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe g)
IV. Ausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten Zur Grundlegung oder Vertiefung sollen von den in den Abschnitten I - III aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnissen in geeigneten überbetrieblichen Ausbildungsstätten vermittelt werden:
im ersten Ausbildungsjahr während mindestens acht Wochen insbesondere die in laufender Nummer 9 und 10, laufender Nummer 11 Buchstaben a - e, laufender Nummer 12, 13 und 14 sowie laufender Nummer 15 Buchstabe b aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse,
im zweiten Ausbildungsjahr während drei Wochen insbesondere die in laufender Nummer 5 Buchstaben a - c, laufender Nummer 8, laufender Nummer 9 Buchstaben a und c, laufender Nummer 10 Buchstaben a und b, laufender Nummer 12 Buchstaben a und c sowie laufender Nummer 14 Buchstabe a aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse,
im dritten Ausbildungsjahr während drei Wochen
a) in der Fachrichtung Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik insbesondere die in laufender Nummer 1 Buchstaben b und d, laufender Nummer 2 Buchstaben a bis c und Buchstabe e sowie laufender Nummer 5 Buchstaben a, c und e,
b) in der Fachrichtung Reetdachtechnik insbesondere die in laufender Nummer 2 Buchstabe b, laufender Nummer 3 Buchstaben a, b, d und e, laufender Nummer 4 Buchstabe c sowie laufender Nummer 5 Buchstaben a, c und e
aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse. Die Handwerkskammer läßt auf Antrag des Ausbildenden Ausnahmen zu, wenn die in Satz 1 bezeichneten Fertigkeiten und Kenntnisse in gleicher Weise im Ausbildungsbetrieb vermittelt werden können.