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Timestamp: 2016-10-27 09:05:39
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Matched Legal Cases: ['Art. 752', 'Art. 752', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 752', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 752', 'Art. 752', 'Art. 752', 'Art. 752', 'Art. 63', 'Art. 156', 'Art. 159']

4C.136/2006 (28.08.2006)
4C.136/2006 /ruo
alle vier vertreten durch F�rsprecher Georg Friedli.
aktienrechtliche Verantwortlichkeit; Prospekthaftung,
Berufung gegen das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Bern vom 15. November 2005.
Der Verwaltungsrat der X.________ AG beabsichtigte im Jahr 1999, das Unternehmen, welches bis zu diesem Zeitpunkt stets Verluste geschrieben hatte, an die B�rse zu bringen. Das wichtigste Produkt der X.________ AG war die Software "Z.________". Im Hinblick auf den B�rsengang beauftragte der Verwaltungsrat, welchem unter anderen C.________ (Beklagter 1), D.________ (Beklagter 2), E.________ (Beklagter 3) und F.________ (Beklagter 4) angeh�rten, die Bank Y.________ mit der Begleitung des B�rsenganges als Lead Bank. Weitere Auftr�ge wurden an diverse Rechtsberater, Wirtschaftspr�fer und an eine PR-Agentur erteilt. Der Emissionsprospekt f�r den B�rsengang datiert vom 24. November 1999. Darin wurde unter anderem der Ausgabepreis auf Fr. 240.-- pro Aktie festgesetzt. Am 25. November 1999 war der erste Handelstag der Aktien der X.________ AG an der B�rse. Bereits an diesem ersten Tag stieg der Aktienkurs von Fr. 240.-- um 65 % auf Fr. 390.--.
Am 3. Dezember 1999 erwarb A.________ (Kl�ger 1) 50 Aktien der X.________ AG zum Kurs von Fr. 399.--. Der Kaufpreis betrug demzufolge inkl. Kommissionen und Abgaben total Fr. 20'076.75. Am 10. und 21. Februar 2000 kaufte B.________ (Kl�ger 2) je 20 Aktien der zum Preis von Fr. 905.-- bzw. Fr. 775.-- pro Titel. Der entrichtete Kaufpreis betrug inkl. Kommissionen und Abgaben total Fr. 33'763.15.
Nach dem B�rsengang stieg der Kurs der Aktienkurs zun�chst steil an. Einen H�chststand erreichte der Kurs am 8. Februar 2000 mit Fr. 1'100.-- pro Aktie. Die H�chstmarke von Fr. 1'100.-- wurde nochmals am 2. M�rz 2000 erreicht.
Im Fr�hling/Sommer 2000 geriet die X.________ AG in einen Liquidit�tsengpass. Der Versuch, in gen�gendem Ausmass Neukunden zu �berzeugen, misslang. Am 26. Oktober 2000 musste der Gesch�ftsbetrieb eingestellt und am 6. November 2000 die Nachlassstundung beantragt werden. Die Software "Z.________" wurde am 15. November 2000 an die neu gegr�ndete new X.________ AG verkauft. Auch die new X.________ AG musste ihren Gesch�ftsbetrieb im April 2001 einstellen.
Der Kl�ger 2 verkaufte seine Aktien am 10. Mai 2000 zum Preis von Fr. 413.--. Daraus resultierte ein Erl�s von Fr. 16'439.80. Ausgehend von einem Kaufpreis von Fr. 33'763.15 erlitt der Kl�ger 2 einen Verlust von Fr. 17'323.35.
Am 13. Dezember 2004 gelangten die Kl�ger ans Handelsgericht des Kantons Bern und beantragten, die Beklagten 1 bis 4 sowie die Bank Y.________ seien unter solidarischer Haftung zu verpflichten, dem Kl�ger 1 den Betrag von Fr. 19'649.25 sowie dem Kl�ger 2 den Betrag von Fr. 17'323.35, je zuz�glich Zins von 5% seit 18. Oktober 2004, zu bezahlen. Im Verlauf des Verfahrens vor dem Handelsgericht trafen die Kl�ger 1 und 2 mit der Bank Y.________ einen Vergleich.
Mit Berufung vom 10. April 2006 beantragen die Kl�ger dem Bundesgericht, das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Bern vom 15. November 2005 aufzuheben und die Streitsache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
D.a Die Beklagten beantragen die Abweisung der Berufung, soweit darauf einzutreten sei.
Mit Urteil vom heutigen Tag wies das Bundesgericht eine gleichzeitig erhobene staatsrechtliche Beschwerde ab.
Die Aktien der X.________ AG wurden im November 1999 an die B�rse gebracht. Wichtigstes Produkt der Unternehmung war die Software "Z.________". Grundlage f�r den B�rsengang bildete unter anderem der Emissionsprospekt vom 24. November 1999. Der Emissionspreis wurde auf Fr. 240.-- festgelegt. Am ersten Handelstag, dem 25. November 1999, stieg der Aktienkurs von Fr. 240.-- um 65 % auf Fr. 390.--. Der Kl�ger 1 kaufte in der Folge am 3. Dezember 1999 Aktien der X.________ AG f�r Fr. 399.-- pro Titel. Der Kl�ger 2 t�tigte am 10. und 21. Februar 2000 zwei K�ufe zum Preis von Fr. 905.-- bzw. Fr. 775.-- pro Titel. Der Kl�ger 1 hielt die Aktien bis zur Er�ffnung der Nachlassstundung und erlitt quasi einen Totalverlust. Der Kl�ger 2 verkaufte seine Aktien bereits am 10. Mai 2000, erlitt dabei aber auch einen erheblichen Verlust.
Die Kl�ger machen geltend, dass die im Emissionsprospekt gemachten Angaben in ihrer Gesamtheit irref�hrend und unvollst�ndig gewesen seien. Insbesondere seien M�ngel der Software "Z.________" und massive Probleme bei den Kunden verschwiegen worden. Wegen unrichtiger und irref�hrender Angaben verlangen die Kl�ger gest�tzt auf Art. 752 OR von den f�r die Erstellung des Emissionsprospektes verantwortlichen Beklagten Schadenersatz.
Das Handelsgericht des Kantons Bern hat die Frage, ob der Emissionsprospekt t�uschend war, vorerst offen gelassen und das Verfahren auf die Frage der Kausalit�t beschr�nkt. Dabei hat es den nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen den Angaben im Emissionsprospekt und dem Kaufentscheid der Kl�ger bzw. dem sp�ter eingetretenen Schaden verneint. Die Kl�ger werfen dem Handelsgericht in diesem Zusammenhang in verschiedener Hinsicht vor, Bundesrecht verletzt zu haben.
Gem�ss Art. 752 OR haftet jeder, der bei der Abgabe oder Verbreitung von unrichtigen, irref�hrenden oder den gesetzlichen Anforderungen nicht entsprechenden Angaben in Emissionsprospekten oder �hnlichen Mitteilungen im Rahmen der Gr�ndung einer Gesellschaft oder bei der Ausgabe von Aktien, Obligationen oder anderen Titeln absichtlich oder fahrl�ssig mitgewirkt hat, den Erwerbern der Titel f�r den dadurch verursachten Schaden.
2.2 Die nat�rliche Kausalit�t ist gegeben, wenn ein Handeln (z.B. falsche Angaben im Emissionsprospekt) Ursache im Sinn einer conditio sine qua non f�r den Eintritt eines Schadens ist. Dies ist eine Tatfrage, die nur im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde �berpr�ft werden kann. Rechtsfrage ist demgegen�ber, ob zwischen der Ursache und dem Schadenseintritt ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht. Dies ist eine Wertungsgesichtspunkten unterliegende Rechtsfrage, die nur im Berufungsverfahren �berpr�ft werden kann (BGE 123 III 110 E. 2 S. 111, 113 II 345 E. 2a S. 351, 113 II 52 E. 2 S. 55 f.).
2.3 Nicht nur ein Handeln, sondern auch ein Unterlassen (z.B. Unterdr�cken von relevanten Angaben im Emissionsprospekt) kann kausal f�r die Sch�digung eines Anlegers sein. Grunds�tzlich unterscheidet die Rechtsprechung auch bei Unterlassungen zwischen nat�rlichem und ad�quatem Kausalzusammenhang. W�hrend bei Handlungen die wertenden Gesichtspunkte erst bei der Beurteilung der Ad�quanz zum Tragen kommen, spielen diese Gesichtspunkte bei Unterlassungen in der Regel schon bei der Feststellung des hypothetischen Kausalverlaufs eine Rolle. Es ist daher bei Unterlassungen in der Regel nicht sinnvoll, den festgestellten oder angenommenen hypothetischen Geschehensablauf auch noch auf seine Ad�quanz zu pr�fen. Die Feststellungen des Sachrichters im Zusammenhang mit Unterlassungen sind daher entsprechend der allgemeinen Regel �ber die Verbindlichkeit der Feststellungen zum nat�rlichen Kausalzusammenhang f�r das Bundesgericht bindend. Nur wenn die hypothetische Kausalit�t ausschliesslich gest�tzt auf die allgemeine Lebenserfahrung - und nicht gest�tzt auf Beweismittel - festgestellt wird, unterliegt sie der �berpr�fung im Berufungsverfahren (BGE 132 III 305 E. 3.5 S. 311, 115 II 440 E. 5a S. 447 f., je mit Hinweisen).
Im Zusammenhang mit dem Kausalit�tsnachweis machen die Kl�ger in erster Linie geltend, dass im Bereich der Prospekthaftung generell die Vermutung gelte, dass allf�llige falsche Angaben im Emissionsprospekt kausal f�r den Kaufentschluss des Anlegers und den damit in Zusammenhang stehenden Schaden sind. Die Vorinstanz habe Art. 8 ZGB und Art. 752 OR verletzt, indem sie von dieser Vermutung abgewichen sei und an den Nachweis des Kausalzusammenhangs zu strenge Beweisanforderungen gekn�pft habe.
3.1 Nach Art. 8 ZGB hat, wo es das Gesetz nicht anders bestimmt, jene Partei das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, die aus ihr Rechte ableitet. Nach dem bundesrechtlichen Regelbeweismass gilt ein Beweis als erbracht, wenn das Gericht nach objektiven Gesichtspunkten von der Richtigkeit einer Sachbehauptung �berzeugt ist. Ausnahmen von diesem Regelbeweismass der vollen �berzeugung ergeben sich einerseits aus dem Gesetz und sind anderseits durch Rechtsprechung und Lehre herausgearbeitet worden. Danach wird insbesondere eine �berwiegende Wahrscheinlichkeit als ausreichend betrachtet, wo ein strikter Beweis nicht nur im Einzelfall, sondern der Natur der Sache nach nicht m�glich oder nicht zumutbar ist und insofern eine "Beweisnot" besteht (BGE 130 III 321 E. 3.2 S. 324 mit Hinweisen). Nach dem Beweismass der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit ("la vraisemblance pr�pond�rante", "la verosimiglianza preponderante") gilt ein Beweis als erbracht, wenn f�r die Richtigkeit der Sachbehauptung nach objektiven Gesichtspunkten derart gewichtige Gr�nde sprechen, dass andere denkbare M�glichkeiten vern�nftigerweise nicht massgeblich in Betracht fallen (BGE 130 III 321 E. 3.3 S. 325). Eine weitere Beweiserleichterung ist in denjenigen F�llen vorgesehen, in denen eine Behauptung nur glaubhaft gemacht werden muss. Die Glaubhaftmachung ("la simple vraisemblance", "la semplice verosimiglianza") ist vom Beweismass der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit insoweit zu unterscheiden, als die Glaubhaftmachung insbesondere summarische Verfahren mit Beweismittelbeschr�nkungen betrifft. Glaubhaft gemacht ist dabei eine Tatsache schon dann, wenn f�r deren Vorhandensein gewisse Elemente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der M�glichkeit rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben k�nnte (BGE 130 III 321 E. 3.3 S. 325 mit Hinweisen).
3.2 Nach st�ndiger Rechtsprechung gilt das Beweismass der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit namentlich f�r den Nachweis des nat�rlichen bzw. hypothetischen Kausalzusammenhangs (BGE 128 III 271 E. 2b/aa S. 276, 121 III 358 E. 5 S. 363, 107 II 269 E. 1b S. 273, je mit Hinweisen). Auch f�r die Verantwortlichkeit aus der Prospekthaftung gelten grunds�tzlich die allgemeinen Haftungsvoraussetzungen. Der Kl�ger hat daher grunds�tzlich den Nachweis zu erbringen, dass zwischen der pflichtwidrigen Handlung und dem eingetretenen Schaden ein Kausalzusammenhang besteht. Dem Kl�ger obliegt der Beweis, dass er sich beim Kaufentscheid auf fehlerhafte Prospektangaben gest�tzt hat und mit besserem Wissen die Titel nicht oder nicht zu diesem Preis erworben h�tte.
3.2.1 Wie allgemein beim Kausalit�tsnachweis ist auch im Bereich der Prospekthaftung der Nachweis der Kausalit�t schwer zu erbringen. Der klagende Anleger d�rfte sich oft in "Beweisnot" befinden. Die Rechtsprechung sieht daher schon seit langem - in Einklang mit dem allgemeinen Schadenersatzrecht - eine Beweiserleichterung f�r den Nachweis des Kausalzusammenhangs vor. Erforderlich ist nicht ein strikter und absoluter Beweis. Vielmehr hat sich der Richter mit derjenigen Gewissheit zufrieden zu geben, die nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der Lebenserfahrung verlangt werden kann (BGE 47 II 272 E. 5 S. 293, 59 II 434 E. II/5 S. 451 f., 76 II 307 E. 6 S. 319). Auch in der Lehre herrscht Einigkeit darin, dass das Beweismass der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit f�r den Nachweis des Kausalzusammenhangs ausreicht und kein strikter Beweis verlangt werden kann. Eine solche Beweiserleichterung gilt zun�chst f�r den Erstk�ufer, der die Aktien innerhalb der Zeichnungsfrist gest�tzt auf die Angaben im Prospekt am Prim�rmarkt zum Emissionspreis erwirbt. In diesem Fall ist davon auszugehen, dass die Angaben im Prospekt direkt kausal f�r den Kaufentschluss sind (Christian A. Camendzind, Prospektzwang und Prospekthaftung bei �ffentlichen Anleihensobligationen und Notes, Diss. Z�rich 1989, S. 106; Andreas Rohr, Grundz�ge des Emissionsrechts, Z�rich 1990, S. 222 f.; im Ergebnis gleich B�rgi/Nordmann, Z�rcher Kommentar, Z�rich 1979, N. 14 zu Art. 752 OR, die jedoch anstatt der zutreffenden Umschreibung "�berwiegende Wahrscheinlichkeit" den auf Verfahren mit Beweismittelbeschr�nkung zugeschnittenen Begriff der "Glaubhaftmachung" verwenden; �hnlich auch Peter B�ckli, Schweizer Aktienrecht, 3. Auflage, Z�rich 2004, S. 2029 f., � 18 N 36, am Ende). Das Beweismass der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt nach der neueren Literatur jedoch auch f�r den sp�teren Erwerber, der die Aktientitel am Sekund�rmarkt zum - vom Markt gebildeten - Aktienkurs kauft, und zwar auch dann, wenn er den Emissionsprospekt nicht gelesen hat. Unter der Annahme eines effizienten Kapitalmarktes darf der Erwerber n�mlich davon ausgehen, dass die Preisbildung am Markt unter Einbezug der Informationen aus dem Emissionsprospekt zustande gekommen ist. Freilich ist in diesem Fall im Rahmen des Wahrscheinlichkeitsbeweises zu ber�cksichtigen, dass im Laufe der Zeit andere Faktoren wie neuere Unternehmensdaten, Presseberichte, Konjunktureinsch�tzungen, positive oder negative Marktstimmung etc. f�r die Einsch�tzung des Wertpapiers bestimmend werden k�nnen (ausf�hrlich mit weiteren Differenzierungen Fr�d�ric H. Lenoir, Prospekthaftung im Zusammenhang mit Going Publics, Diss. St. Gallen 2004, S. 142 ff.; Roberto/Wegmann, Prospekthaftung in der Schweiz, SZW 2001, S. 169 f.; Dobler/von der Crone, Aktivlegitimation zur Geltendmachung von Verantwortlichkeitsanspr�chen, SZW 2005, S. 213;).
3.2.2 Die soeben umschriebene Beweiserleichterung in Bezug auf das Beweismass (Wahrscheinlichkeitsbeweis anstatt strikter Beweis) hat keinen Einfluss auf die Beweislastverteilung. Als Anspruchsvoraussetzung f�r die Prospekthaftung liegt die Beweislast auch f�r den Kausalzusammenhang - genau gleich wie f�r die anderen Anspruchsvoraussetzungen - beim Kl�ger. In der Literatur wird zwar zum Teil die Auffassung vertreten, der Kl�ger habe nicht nachzuweisen, dass er sich auf angebliche Falschangaben im Prospekt verlassen habe, weil er annehmen d�rfe, die Titel w�rden vom Markt unter Ber�cksichtigung der vorhandenen Informationen richtig bewertet (so insbesondere Rolf Watter, Basler Kommentar OR II, 2. Aufl., Basel 2004, N. 26 zu Art. 752 OR; im Ergebnis �hnlich B�ckli, a.a.O., Rz. 36 zu � 18, der von einer "Vermutung" der nat�rlichen Kausalit�t und damit implizit von einer Beweislastumkehr spricht). Eine solche Umkehr der Beweislast ist jedoch systemfremd und findet auch im Gesetz keine St�tze. Genau gleich wie im allgemeinen Schadenersatzrecht hat der Kl�ger auch bei der Prospekthaftung den Nachweis zu erbringen, dass zwischen der pflichtwidrigen Handlung und dem eingetretenen Schaden ein Kausalzusammenhang besteht, weil er sich beim Kaufentscheid auf die fehlerhaften Prospektangaben gest�tzt hat und mit besserem Wissen die Titel nicht oder nicht zu diesem Preis erworben h�tte (B�rgi/Nordmann, a.a.O., Rz. 14 zu Art. 752 OR; Dobler/von der Crone, a.a.O., S. 213; Rohr, a.a.O., S. 223; Camendzind, a.a.O., S. 107 f.).
3.2.3 Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass der Kl�ger, der sich auf eine Prospekthaftung gem�ss Art. 752 OR beruft, insofern in den Genuss einer Beweiserleichterung gelangt, als er f�r den Nachweis des nat�rlichen bzw. hypothetischen Kausalzusammenhangs keinen strikten Beweis, sondern nur den Beweis der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erbringen hat (vgl. E. 3.2.1). Dagegen �ndert diese Beweiserleichterung nichts daran, dass die Beweislast beim Kl�ger bleibt. Eine Beweislastumkehr, wie sie in der Literatur vereinzelt bef�rwortet wird, ist im Gesetz nicht vorgesehen und w�re auch systemfremd (vgl. E. 3.2.2). Die Beweiserleichterung reicht aus, die legitimen Interessen des Kl�gers, der sich bei der Durchsetzung seiner Anspr�che in Beweisschwierigkeiten befinden kann, zu sch�tzen. Innerhalb dieses bundesrechtlich abgesteckten Rahmens verf�gt der kantonale Sachrichter bei der Beweisw�rdigung �ber den erforderlichen Ermessensspielraum, um den individuell gelagerten Einzelf�llen gerecht zu werden.
3.3.1.2 Weiter r�gt der Kl�ger 1, dass f�r den Nachweis des Kausalzusammenhangs bei ihm das strengere Beweismass f�r Erwerber am Sekund�rmarkt anstatt das Beweismass f�r Erwerber am Prim�rmarkt zur Anwendung gebracht wurde. Auch dieser Einwand ist unbegr�ndet. Wie erw�hnt gilt nach der Rechtsprechung f�r den Nachweis des nat�rlichen bzw. hypothetischen Kausalzusammenhangs generell der Beweismassstab der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit. Das gleiche Beweismass ist auch auf den Nachweis des Kausalzusammenhangs im Rahmen der Prospekthaftung anzuwenden (E. 3.2.1). Eine Differenzierung an die Anforderungen des Beweises f�r Ersterwerber, die neu ausgegebene Aktien auf dem Prim�rmarkt erwerben, und f�r sp�tere Erwerber, welche die Titel auf dem Sekund�rmarkt kaufen, ist nicht angebracht. Im Gegenteil ist in beiden F�llen das Beweismass der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fordern. Den Unterschieden im Einzelfall kann der kantonale Sachrichter im Rahmen seines Ermessens bei der Beweisw�rdigung Rechnung tragen. Im �brigen scheint der Kl�ger 1 ohnehin zu verkennen, dass er nicht als Ersterwerber gelten kann, wie er vorgibt. Der Kl�ger 1 hat die Aktien der X.________ AG nicht zum Emissionspreis von Fr. 240.--, sondern zum wenige Tage nach dem B�rsengang gehandelten B�rsenkurs von Fr. 399.-- gekauft. Der seit dem B�rsengang innert weniger Tage massiv angestiegene B�rsenkurs widerspiegelt nicht nur die dem Prospekt zu Grunde liegenden Erkenntnisse, sondern bei gleich bleibender Informationslage auch weitere Umst�nde wie Zukunftsglaube, Risikobereitschaft und Spekulation der Anleger, welche f�r den Kauf der Aktien durch den Kl�ger 1 - ebenfalls - urs�chlich gewesen sein k�nnen.
3.3.1.3 Schliesslich wirft der Kl�ger 1 dem Handelsgericht eine bundesrechtswidrige Auslegung des Begriffs der nat�rlichen Kausalit�t vor. Effektiv wird an dieser Stelle jedoch beanstandet, dass die Vorinstanz die nat�rliche Kausalit�t des Prospektes f�r den Erwerb der Titel der X.________ AG zu Unrecht verneint habe. Damit kritisiert der Kl�ger 1 die auf Beweisw�rdigung beruhenden Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz, welche f�r das Bundesgericht verbindlich sind (Art. 63 Abs. 2 OG). Insoweit ist auf die Berufung nicht einzutreten.
3.3.2 Weiter hat die Vorinstanz sowohl in Bezug auf den Kl�ger 1 als auch auf den Kl�ger 2 ausgef�hrt, dass die durch den Emissionsprospekt geschaffene Anlagestimmung im Zeitpunkt des Kaufs durch den Kl�ger 1 am 3. Dezember 1999 und durch den Kl�ger 2 am 10. und 21. Februar 2000 nicht massgebend gewesen sei. Vielmehr seien namentlich der Zukunftsglaube, die Risikobereitschaft und Spekulation der Anleger ausschlaggebend gewesen. Diesbez�glich kritisieren die Beklagten (recte: Kl�ger) nicht die Beweislastverteilung bzw. das von der Vorinstanz geforderte Beweismass. Vielmehr r�gen sie die Annahme der Vorinstanz als bundesrechtswidrig, dass der Emissionsprospekt nicht - indirekt - kausal f�r ihren Kaufentscheid gewesen sei. Damit wenden sie sich aber gegen die Beweisw�rdigung, die im konnexen Beschwerdeverfahren als verfassungskonform gesch�tzt worden ist und im vorliegenden Berufungsverfahren nicht �berpr�ft werden kann. Auf diese R�gen ist daher nicht einzutreten.
Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass dem Handelsgericht im Zusammenhang mit seinen Feststellungen zum nat�rlichen Kausalzusammenhang keine Bundesrechtsverletzungen vorgeworfen werden k�nnen. Die Beweislast f�r den nat�rlichen oder hypothetischen Kausalzusammenhang wurde zutreffend den Kl�gern 1 und 2 auferlegt. Und zutreffend hat die Vorinstanz f�r den Nachweis des nat�rlichen Kausalzusammenhangs das Beweismass der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit verlangt. Die Beweisw�rdigung in Bezug auf den nat�rlichen bzw. hypothetischen Kausalverlauf kann im Berufungsverfahren nicht �berpr�ft werden. Darauf wurde ausf�hrlich im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde eingegangen. Damit er�brigt es sich, auf die Kritik der Kl�ger einzugehen, die sie an der Eventualbegr�ndung der Vorinstanz zum ad�quaten Kausalzusammenhang und Selbstverschulden �ben.
Aus diesen Gr�nden ist die Berufung abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Kl�ger kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 Abs. 1 und Art. 159 Abs. 2 OG).