Source: https://dib-deutsche-insolvenz-und-schuldnerberatung.de/aktuelles.html
Timestamp: 2017-09-26 01:46:08
Document Index: 163852440

Matched Legal Cases: ['§ 254', '§ 11', '§ 850', '§850', '§850', '§ 55']

D.I.B. Deutsche Insolvenz- und Schuldnerberatung e.V.- Aktuelles
seit 01. August 2015 neue temporäre Schuldnerberatungsstellen in Bad Belzig und Beeskow
Ein weiterer wichtiger Schritt zu mehr Bürgernähe wurde am 01.08.2015 vollzogen.
Basierend auf der sehr erfolgreichen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Landesverband Brandenburg des Demokratischen Frauenbundes e.V. wurden in dessen Räumen im Haus der Begegnung in Beeskow und in Zusammenarbeit mit dem Verein Frauenpower e.V. in der Nähstube in Bad Belzig neue Beratungsmäglichkeiten geschaffen.
Somit können wir unser verbraucherorientiertes Beratungsangebot nun auch den Hilfe- und Ratsuchenden in diesen Städten und dessen Umkreis, im wahrsten Sinne des Wortes, näher bringen.
Beratungen werden nach telefonischer Vereinbarung durchgeführt.
seit 01. März 2015 neuer Standort in Brandenburg an der Havel
Ein für unseren Verein sehr wichtiger Schritt zu mehr Bürgernähe wurde am 01.03.2015 vollzogen.
Unsere Beratungsstelle in Brandenburg an der Havel zieht von der Altstädtischen Große Heidestraße in den Stadtteil Hohenstücken. Im dortigen Bürgerhaus wurde uns vom Landesverband des Demokratischen Frauenbundes e.V. ein Raum für unsere Beratungstätigkeit zur Verfügung gestellt.
Damit können wir unser verbraucherorientiertes Beratungsangebot einem größeren Kreis von Hilfe- und Ratsuchenden, im wahrsten Sinne des Wortes, näher bringen.
Vorerst werden Beratungen nach telefonischer Vereinbarung jeden Donnerstag in der Zeit von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr durchgeführt.
Für terminierte Beratungen stehen auch andere Tage und Zeiten zur Verfügung.
Da wir eine kleiner gemeinnütziger Verein sind, der ausschließlich von Spenden und staatlichen Aufwandsentschädigungen finanziell getragen wird, ist uns ein sparsamer Umgang mit diesen bescheidenen Mtteln ein Bedürfnis. Wir verzichten auf kostspielige Werbeaktionen und setzen auf die Macht der Mundpropapanda.
Eine gute Beratung ist die beste Werbung!
Dem Rechnung tragend, wird der Einsatz unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter vorerst dem erwarteten Anfangsbedarf angepasst.
Bei entsprechendem Bedarf sind wir in der Lage, dass bestehende Angebot zeitlich zu erweiteren.
Sie finden unsere Beratungsstelle in den Räumen der Landesgeschäftsstelle des Demokratischen Frauenbundes
1.OG. (orangene Ebene) Raum 1.33
Unserem Netz der Beratungsstellen haben wir somit einen bedeutenden Standort hinzugefügt.
Wir freuen uns, Sie in unserem neuen Beratungsraum begrüßen zu dürfen.
seit 01. November: Inkasso ja- aber nicht mit allen Mitteln
Der Bundesrat hat am 20. September 2013 das „Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken“ verabschiedet. Gegenüber Schuldnern gelten zukünftig strengere Transparenz- und Informationspflichten seitens der Inkassounternehmen. Zudem wurde beschlossen, dass sich die Inkassokosten in Zukunft am Rechtsanwaltsvergütungsgesetz orientieren, welches regelt, dass die Kosten maximal bis zur Höhe vergleichbarer Anwaltsgebühren erstattungsfähig sind. Die neue gesetzliche Regelung bringt allen Beteiligten am Inkassoprozess – Schuldnern, Gerichten, Inkassounternehmen – mehr Transparenz und Klarheit in die Erstattungsfähigkeit der Inkassokosten.
Schätzungsweise 20 Millionen Mahnschreiben werden jedes Jahr in Deutschland von Inkassounternehmen verschickt. Dabei sind nur vorgerichtliche Mahnungen erfasst worden. Nach eigenen Angaben der Inkassounternehmen werden auf diese Weise über 5 MILLIARDEN Euro, teils im eigenen Namen teils im Namen von Auftraggebern beigetrieben. Dabei wurden den säumigen Zahlern teils nicht unerhebliche Inkassogebühren in Rechnung gestellt. Dies hatte in einzelenen Fällen besondere Auswüchse der Gestalt, dass die ursprüngliche Forderung zB. 8,25 Euro betrug, sich durch Inkasso- und Auskunftsgebühren aber auf 63.50 Euro summierte.
Wahrlich ein einträgliches Geschäft,wenn man bedenkt, dass die tatsächlichen Aufwendungen des Inkassounternehmers maximal 20,00 Euro betragen.
Stellt sich nur die Frage ob bei 8,25 Euro ein Inkassounternehmen beauftragt und damit die Schuldsumme exorbitant erhöht werden muss.
Nach dem Gesetz (§ 254 BGB) trifft den Geschädigten, also denjenigen, der einen Schadensersatzanspruch geltend machen kann, eine sogenannte „Schadensminderungspflicht“. Danach ist der Geschädigte verpflichtet, den Schaden nach Möglichkeit abzuwenden bzw. so gering wie möglich zu halten. Bei der Frage, ob der Schadensminderungspflicht genügt wurde, kommt es darauf an, was ein verständiger, wirtschaftlich denkender Geschädigter zum Zwecke der Schadensbeseitigung aufwenden würde.
Im oben geschilderten Fall kann wohl kaum von Schadensminderung die Rede sein. Hier trifft eher der Fall von Gewinnsucht zu.
Dem wurde mit dem „Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken“ nun ein Riegel vorgeschoben. So wurde das Rechtsdienstleistungsgesetz vom 12. Dezember 2007 (BGBl. I S. 2840), das zuletzt durch Artikel 14 des Gesetzes vom 25. Juli 2013 (BGBl. I S. 2749) geändert worden ist, u.a. um den § 11a ergänzt. Dieser besagt:
"(1) Registrierte Personen, die Inkassodienstleistungen erbringen, müssen, wenn sie eine Forderung gegenüber einer Privatperson geltend machen, mit der ersten Geltendmachung folgende Informationen klar und verständlich übermitteln:
4. wenn ein Zinssatz über dem gesetzlichen Verzugszinssatz geltend gemacht wird, einen geson- derten Hinweis hierauf und die Angabe, aufgrund welcher Umstände der erhöhte Zinssatz gefordert wird,
(2) Privatperson im Sinne des Absatzes 1 ist jede natürliche Person, gegen die eine Forderung geltend gemacht wird, die nicht im Zusammenhang mit ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit steht. “
Das Gesetz finden Sie unter hier
seit 01. September mit neuer Anschrift
Am 01.09.2014 haben wir unseren Vereinsitz nach Potsdam verlegt.
Damit einher gehen natürlich auch eine Änderung der Geschäftsadresse und die Verlegung der Hauptberatungsstelle von Ludwigsfelde nach Potsdam. Unsere neue Anschrift lautet:
In der bisherigen Struktur der Beratungsstellen ändert sich für Sie nichts. Die Beratungen im Rathaus Ludwigsfelde und in der Beratungsstelle Brandenburg a.d.Havel finden wie bisher statt.	Für unsere Potsdamer Mandanten entfällt der umständliche Weg nach Ludwigsfelde.
Wir freuen uns, Sie in unseren neuen und modernen Büroräumen begrüßen zu dürfen.
Seit 01.07.2014 ist das "Gesetz zur Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens und zur Stärkung der Gläubigerrechte" in Kraft.
Es bringt viele postive aber auch eingige negative Änderungen für den Schuldner mit.
Die wesentlichen Änderungen wurden von Herrn Wolfgang Schrankenmüller, Stuttgart zusammengefasst. Diese können Sie: hier nachlesen
... Pfändungsschutzkonto (P-Konto)
"seit 01.01.2012 hilft nur noch das Pfändungsschutzkonto (P-Konto)"
Seit dem Jahreswechsel 2012 gibt es gravierende Änderungen bezüglich des Kontenpfändungsschutzes. Der alte Kontenpfändungsschutz nach § 850l ZPO, der bis zum 31.12.2011 noch parallel zum neuen Kontenpfändungsschutz (§850k ZPO) auf dem P-Konto bestand, ist ersatzlos wegfallen.
Seit 01.01.2012 gibt es nur noch den Pfändungschutz nach §850k ZPO für gepfändete Konten, die in ein P-Konto umgewandelt worden sind! Insbesondere gilt dies für Bezieher von Sozialleistungen: Sowohl der bisherige 14-tägige Pfändungsschutz nach § 55 SGB I als auch das Verrechnungsverbot von Sozialleistungen bei überzogenen Girokonto fallen weg bzw. werden eingeschränkt. Doch keine Panik! Sollten Sie von einer Pfändung betroffen sein und kein P-Konto haben, können Sie das bestehende Konto in ein P-Konto umwandeln lassen. Der Pfändungsschutz wird dann bis zu einem Monat rückwirkend eingeräumt.
"In Deutschland leben über 2,5 Millionen Kinder in Einkommensarmut. "
sagt der Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V. .
" Mehr als 1,6 Millionen Betroffene: Kinderarmut nimmt in Deutschland wieder zu"
schreibt "Spiegel-Online" am 11.10.2014
"jeder fünfte Jugendliche in Deutschland arm oder von Armut bedroht."
schreibt "Süddeutsche.de" am 30. Mai 2014
Die Armutsgrenze muss fallen!
Auch nur ein armes Kind ist ein Kind zuviel in der Armutsstatistik!
Kinder sind die Zukunft unseres Landes, Kinder sind die Zukunft unserer Erde.
Kinder-Armut darf es deshalb nicht geben.
Doch Kinderarmut ist real, nicht nur in der sogenannten Dritten Welt, sondern auch bei uns in Deutschland! Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Armut der Kinder in Deutschland geben der Kinder-Report des Deutschen Kinderhilfswerks sowie Untersuchungen von Unicef.
Arm ist, so die herrschende Definition der Armut der EU, wer über weniger als 60 % des mittleren Netto-Einkommens verfügt. Für eine Alleinerziehende mit zwei Kindern sind das in Deutschland ca. 1440 Euro. 45 % dieser Kleinfamilien fallen unter die Armutsgrenze. Vor allem deren Kinder sind arm, auch wenn man es ihnen nicht ansieht.
Armut bemisst sich nach dem, was die anderen haben, wird subjektiv erlebt. Und Armut ist nicht nur materiell, sie misst sich auch an der Fürsorge, die Kinder bekommen und die Eltern geben.
Arme Kinder sind ausgeschlossen vom normalen Lebensstandard; sie werden schon sehr früh aus den Lebensbereichen Bildung, Kultur und Sport ausgegrenzt.
Wir sehen...:
...ein reiches Deutschland hat arme Kinder.
Jedes sechste Kind in Deutschland lebt in Armut. Das sind mehr als 2,5 Millionen Mädchen und Jungen. Das sind Martina, Jana, Leon, Thomas, das sind Einzelschicksale. Ihnen fehlt es an Geld für Essen, Kleidung und Spielsachen.
...die Armut wächst, die Geburtenrate sinkt.
Seit 1965 hat sich die Geburtenrate von 1,3 Millionen auf 680.000 beinahe halbiert.
Die Zahl der Kinder, die arm sind, ist hingegen um das 16-Fache angestiegen.
Arme Kinder müssen im Jahr 2015 im Monat mit 267 Euro auskommen. Das ist der Hartz IV Regelsatz für Kinder im Alter vom 6 bis 13 Jahren. In den 267 Euro sind 1,32 Euro für Spielsachen und maximal 1,06 Euro für Schulsachen pro Monat enthalten.
Rechnet man das auf ein Jahr um, so bekommen Arme Kinder Spielsachen für 15,84 Euro und für ihre Schulbildung billigt ihnen die Gesellschaft 12,72 Euro pro Jahr zu.
Und was ist mit gesunder Ernährung?
Ein 15 Jahre altes Kind, das sich ausgewogen und gesund ernähren möchte, muss täglich im Durchschnitt 4,68 Euro im Discounter oder 7,44 Euro im Supermarkt ausgeben, so das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund. Im Hartz IV Regelsatz sind für die Ernährung, das Essen, aber nur 3,13 Euro vorgesehen.
Ein Unding, das nicht mehr gesteigert werden kann.