Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81180000057.htm
Timestamp: 2018-11-20 22:39:02
Document Index: 94467735

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 2', '§ 5', '§ 5', '§ 1', '§ 2']

1.18.057 Unteres Metter- und Tiefental
Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Unteres Metter- und Tiefental" vom 21.10.1988 (Ludwigsburger Kreiszeitung vom 02.11.1988).
Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juli 1983 (GBl. S. 199) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Städte Bietigheim-Bissingen und Sachsenheim wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Unteres Metter- und Tiefental".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 169 ha und umfaßt das Mettertal zwischen Sachsenheim und Bietigheim Bissingen sowie Teile des Tiefentals von der Gemarkungsgrenze Bietigheim-Bissingen bis zur Mündung in das Mettertal.
· Markung Bietigheim: Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Essigberg, Obere Mühlwiesen und Helenenburg.
· Markung Metterzimmern: Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Äußere Berge, Talwiesen, Rauschen, Schmiedsbrunnen, Nähere Berge, Bodenrain, Mühlsteige, Stegwiesen, Bietigheimer Straße, Schleifweg, Essigberg, Tiefental, Biet, Setzinger Diestelhalde, Eibensacker, Helmles Weinberg, Helmles, Unter den Benzgärten, Geizenbrunnen, Rain, Hinteres Tal und Vorderes Tal.
· Markung Großsachsenheim: Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Mühlwiesen, Siechenwiesen, Steingrube, Seite, Oberer Höllbrunnen und Unterer Höllbrunnen.
· Markung Kleinsachsenheim: Teile des Gewannes Siechenwiesen.
(2) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und in 5 Flurkarten im Maßstab 1 : 2 500 schwarz umrandet und grün angeschummert eingetragen.
(3) Die Karten enthalten die rechtsverbindliche Festsetzung des Landschaftsschutzgebietes und sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten ist bei der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Ludwigsburg in 7140 Ludwigsburg, Hindenburgstraße 40, Zimmer 701 niedergelegt und kann von jedermann kostenlos während der Dienststunden eingesehen werden.
Schutzzweck ist die Erhaltung und Sicherung des Charakters einer vielgestaltigen Kulturlandschaft in ihrer Funktion für den Naturhaushalt, als Lebensraum der heimischen wildlebenden Tier- und Pflanzenwelt. Das Gebiet der beiden naturnahen Täler, in denen sich Wald, Wiesen, ehemalige Weinberge und Obstbaumwiesen mit verschiedenartigen Sukzessionsflächen abwechseln, ist als Rückzugsgebiet für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, in der von intensivster Bebauung umgebenden Landschaft, zu sichern. Die Vielschichtigkeit der Nutzungsarten, die diesen Tälern mit ihrer Umgebung einen eigentümlichen Reiz geben, ist für die ruhesuchende Bevölkerung als Naherholungsraum zu erhalten. Das reizvolle Landschaftsbild soll vor störenden und beeinträchtigenden Veränderungen bewahrt werden, dazu gehört auch die Aufrechterhaltung der bestehenden Nutzungsstrukturen.
7. Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel, einschließlich Motorsportanlagen, sowie Anlagen für Modell- und Segelflugzeuge;
10. Verankern von Booten, Bojen und anderen schwimmenden Anlagen und die Errichtung von Stegen, sowie das Befahren der Metter mit Booten oder ähnlichen Sportgeräten vom 01.03. bis 15.07.;
14. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestsandteilen wie Hecken, Gebüschen Feld- und Ufergehölzen, Schilf- und Röhrichtbeständen, Felsen und ähnlichen Naturerscheinungen sowie die Beseitigung von Obstbäumen und der Umbruch von Wiesen in den Tallagen.
1. a) für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke, mit der Ausnahme von Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 14 sowie für die ordnungsgemäße Bewirtschaftung der Hanggrundstücke im Mettertal;
b) für die Beseitigung von Obstbaumhochstämmen, wenn anstelle des alten Baumes auf demselben Grundstück ein junger Obstbaum (Hochstamm) gepflanzt wird;
3. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 14, sofern Unterhaltungsmaßnahmen nicht lediglich aus Verkehrssicherheitsgründen vorgenommen werden;
(1) Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft
· § 1 Abs. 1 Ziffer 16 der Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg über geschützte Landschaftsteile im Landkreis Ludwigsburg vom 21.07.1967, soweit diese das in der Anlage zu dieser Verordnung abgegrenzte Gebiet betrifft;
· § 2 Abs. 3 Ziffer 15 der Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg über die einstweilige Sicherstellung von Schutzgebieten im Landkreis Ludwigsburg vom 25.03.1985, soweit diese das in der Anlage zu dieser Verordnung abgegrenzte Gebiet betrifft.
Ludwigsburg, den 21.10.1988