Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%202012,%20687
Timestamp: 2018-05-21 07:26:30
Document Index: 98930529

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 21', '§ 49', '§ 224', 'BGH', '§ 21', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 02.08.2012 - 3 StR 216/12 - dejure.org
Gefährliche Körperverletzung; minder schwerer Fall; verminderte Schuldfähigkeit (Vorwerfbarkeit der Trunkenheit zur Tatzeit; Erörterungsmangel hinsichtlich der möglichen Alkoholabhängigkeit des Angeklagten)
§ 21 StGB, § 49 Abs 1 StGB, § 224 StGB
Strafrahmenmilderung bei gefährlicher Körperverletzung: Verminderung der Schuldfähigkeit bei Alkoholrausch durch Alkoholkrankheit oder Alkoholüberempfindlichkeit des Täters
Versagung der Strafrahmenmilderung bei Vorliegen von die infolge der Herabsetzung der Einsichtsfähigkeit oder Steuerungsfähigkeit verminderte Tatschuld aufwiegenden schulderhöhenden Umständen
Strafverfahren - Wird ein Täter, dessen Steuerungsfähigkeit bei Begehung einer Straftat infolge vorausgegangenen Alkoholgenusses erheblich vermindert war, milder bestraft?
Bei Alkoholerkrankung des Täters kann sein Alkoholrausch unverschuldet sein
LG Rostock, 25.01.2012 - 13 Ks 241/11
NStZ 2012, 687
Dafür spricht zum einen der Umstand, dass die Ausführungen auf den Beschluss des Senats vom 2. August 2012 (3 StR 216/12, NStZ 2012, 687, 688) verweisen, dem sich erstgenannter Rechtssatz nicht entnehmen lässt.
Dafür spricht zum einen der Umstand, dass die Urteilsausführungen auf den Beschluss des Senats vom 2. August 2012 (3 StR 216/12, NStZ 2012, 687, 688) verweisen, dem sich erstgenannter Rechtssatz nicht entnehmen lässt.
Dafür spreche zum einen der Umstand, dass die Ausführungen auf den Beschluss des Senats vom 2. August 2012 (3 StR 216/12, NStZ 2012, 687, 688) verwiesen, dem sich erstgenannter Rechtssatz nicht entnehmen lasse.
Dies kommt jedoch in der Regel nicht in Betracht, wenn der Täter alkoholkrank ist oder ihn der Alkohol zumindest weitgehend beherrscht (BGH NStZ 2004, 495; NStZ 2012, 687;… OLG Hamm a.a.O.;… Schönke/Schröder-Perron/Weißer, StGB, 29. Aufl., § 21 Rn. 20, jew. m.w.N.).
Eine Alkoholerkrankung, bei der schon die Alkoholaufnahme nicht als ein die Schuld erhöhender Umstand zu werten ist, liegt regelmäßig vor, wenn der Täter den Alkohol aufgrund eines unwiderstehlichen oder ihn weitgehend beherrschenden Hanges trinkt, der seine Fähigkeit, der Versuchung zum übermäßigen Alkoholkonsum zu widerstehen, einschränkt (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 2. August 2012 - 3 StR 216/12).
Eine Alkoholerkrankung, bei der schon die Alkoholaufnahme nicht als schulderhöhender Umstand zu werten ist, liegt regelmäßig vor, wenn der Täter den Alkohol aufgrund eines unwiderstehlichen oder ihn weitgehend beherrschenden Hanges trinkt, der seine Fähigkeit einschränkt, der Versuchung zum übermäßigen Alkoholkonsum zu widerstehen (st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Beschluss vom 2. August 2012 - 3 StR 216/12, NStZ 2012, 687).
BGH, 21.06.2016 - 5 StR 194/16
Rechtsfehlerhafte Ablehnung der Strafrahmenverschiebung bei alkoholbedingter …
Eine Alkoholerkrankung, bei der schon die Alkoholaufnahme nicht als schulderhöhender Umstand zu werten ist, liegt regelmäßig vor, wenn der Täter den Alkohol aufgrund eines unwiderstehlichen oder ihn weitgehend beherrschenden Hanges trinkt, der seine Fähigkeit einschränkt, der Versuchung zum übermäßigen Alkoholkonsum zu widerstehen (st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Beschlüsse vom 2. August 2012 - 3 StR 216/12, NStZ 2012, 687, und vom 15. September 2015 - 5 StR 341/15).