Source: https://www.firmeno.de/gewerbeversicherung/berufshaftpflichtversicherung.html
Timestamp: 2019-06-26 00:49:32
Document Index: 365939491

Matched Legal Cases: ['§ 823', '§ 51', '§ 51', '§ 12', '§ 278', '§ 276', '§ 831', '§ 51', '§ 67', '§ 51']

Berufshaftpflichtversicherung Vergleich für Freiberufler 2019
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Die Berufshaftpflichtversicherung ist eine spezielle Haftpflicht, die bestimmten Berufsgruppen einen Versicherungsschutz vor „echten“ Vermögensschäden bietet. In diese Berufsgruppen fallen zum Beispiel Architekten, Ärzte, Unternehmensberater oder Ingenieure. Für jede Tätigkeit, wo das Risiko besteht, durch beispielsweise eine falsche Beratung, Bedienung, Zeichnungsfehler oder Berechnungsfehler einen Vermögensschadenfall zu produzieren, sollte eine Berufshaftpflicht bestehen. Wir zeigen Ihnen hier passende Angebote für Ihre Branche oder Gewerbe.
1 Welchen Versicherungsschutz bietet die Berufshaftpflicht?
1.1 Sachschäden
1.2 Personenschäden
1.3 “Unechte“ und „Echte“ Vermögensschäden
1.4 Ausschlüsse
2 Bei einer Berufshaftpflichtversicherung entstehen welche Kosten?
2.1 Gibt es einen Berufshaftpflicht Vergleich?
3 Haben die Berufshaftpflicht und die Vermögensschadenhaftpflicht dieselben Leistungen?
4 Was ist der Unterschied zwischen einer Betriebshaftpflicht und einer Berufshaftpflicht?
4.1 Was ist ein „unechter“ Schaden an einem Vermögen?
4.2 Wann tritt ein echter Schaden an einem Vermögen auf?
5 Für welchen Beruf ist eine Berufshaftpflichtversicherung sinnvoll und für wen ist sie Pflicht?
5.1 Berufshaftpflicht für Berufe mit Kammermitgliedschaft
5.1.1 Berufshaftpflichtversicherung Freiberufler
Welchen Versicherungsschutz bietet die Berufshaftpflicht?
Im Laufe dieses Beitrages werden Sie neben der Berufshaftpflichtversicherung noch die Begriffe Betriebshaftpflichtversicherung und Vermögensschadenhaftpflichtversicherung kennen lernen. Während die Betriebshaftpflicht hauptsächlich einen Schutz vor Sach- und Personenschäden in ihrer Police bereithält, fokussiert sich die Berufshaftpflicht oder Vermögensschadenhaftpflicht auf den „echten“ Vermögensschaden.
Sachschäden und Personenschäden können aber auch Versicherungsschutz durch eine Berufshaftpflichtversicherung erhalten. Man kann hier also schon von einer erweiterten Betriebshaftpflichtversicherung mit einer speziellen Berufsversicherung sprechen. Hier haben sich in den letzten Jahren besonders Hiscox und Markel mit Sonderkonzepten hervorgetan.
Der Anspruch zum Schadensersatz findet sich im Bürgerlichen Gesetzbuch. Dort heißt es im § 823 Absatz 1 : Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.
Ein Sachschaden ist leider schnell passiert. Gerade Handwerker können davon ein Lied singen. Wie schnell ist bei der Arbeit durch Unachtsamkeit eine Vase oder eine Lampe umgestoßen? Und als Folge wird noch der teure Teppich beschädigt. Auch bei einem Besuchsauftrag innerhalb der eigenen Dienstleistung kann so etwas passieren. Für beratende Berufe ist dies aber eher selten anzufinden. Die Vermögenshaftpflicht ist hier als deutlich wichtiger anzusehen.
Aber auch wichtig : Die Berufshaftpflicht reguliert nicht nur berechtigte Schadensersatzforderungen von Dritten. Sie wehrt nach Prüfung auch unberechtigte Forderungen nach Schadensersatz ab. Notfalls macht die Berufshaftpflichtversicherung dies bis vor Gericht. Dem Unternehmen werden hier durch seine Berufshaftpflichtversicherung keine Kosten auferlegt. Dies ist ein Art passiver Rechtsschutz.
Die Sachschäden werden bei den Versicherungen am meisten gemeldet. Ein „beliebter“ Schaden ist der Mietsachschaden. Dies kann der Fall sein, wenn überlaufendes Wasser im Büro Bodenschäden beim Vermieter hinterlässt.
Besonders unfreundlich und sehr teuer ist der Schaden an einer Person. Dies ist keinem Unternehmen zu wünschen. Aber auch hier bietet die Berufshaftpflicht einen Schutz vor berechtigten und hohen finanziellen Schmerzensgeldforderungen. Hierbei spielt es auch keine Rolle, ob der Personenschaden fahrlässig verursacht wurde.
Schnell kippt ein Mitarbeiter unabsichtlich heißen Kaffee auf den Kunden, so dass sich dieser schwer verbrüht. Auch im Außendienst ist ein Personenschaden möglich. Gerade bei mobilen Unternehmen, wie einem Fahrradkurier. Ein angefahrene Person kann einen hohen Schaden verursachen.
“Unechte“ und „Echte“ Vermögensschäden
Was ist ist ein „unechter“ oder „echter“ Schaden einem Vermögen? Wir wollen Ihnen das an Hand zweier Beispiele kurz zeigen.
Echter Vermögensschadensfall
Herr Clemens ist Unternehmensberater und besitzt nur eine Betriebshaftpflichtversicherung. Eines Tages muss er ziemlich eilig in die Verwaltungsbehörde und findet keinen Parkplatz. Da er ja nur 15 Minuten für seinen Termin braucht, stellt er mit seinem Wagen kurz eine Einfahrt zu. Dadurch kann Herr Müller seinen Termin bei einem Gerichtstermin nicht wahrnehmen. Er verliert dadurch den Streit vor Gericht und bleibt auf einen Schaden von 10 000 Euro sitzen.
Herr Clemens bekommt die berechtigten Ansprüche von Herrn Müller und denkt an seine betriebliche Haftpflichtversicherung. Schließlich ist er hier in seiner gewerblichen Tätigkeit als Unternehmensberater versichert. Leider resultiert dieser Schaden am fremden Vermögen nicht aus einem vorangegangenen Personen- oder Sachschaden. Es ist also kein „unechter“ Vermögensschaden, sondern ein echter. Der Berater muss die Kosten von 10 000 Euro leider aus seiner eigenen Tasche bezahlen, da er keine Berufshaftpflicht oder Vermögenshaftpflicht besitzt.
Unechter Vermögensschadenfall
Herr Klindert hat eine kleine Schreinerei. Er hat den Auftrag bei Herrn Schmutz eine neue Balkontür einzubauen. Herr Schmutz hat sich für diesen Einbau einen Tag Urlaub genommen. Leider kommt es bei dem Einbau zu einem Unfall. Eine Bohrmaschine fällt aus dem 1ten Stock Herrn Schmutz genau auf dem Kopf. Es kommt zu einem Personenschaden.
Durch diesen Unfall kann Herr Schmutz 10 Monate nicht arbeiten. Nach 6 Wochen bekommt er Krankengeld von seiner Krankenkasse ausgezahlt. Hierdurch hat er insgesamt einen finanziellen Nachteil von 6 000 Euro.Dieser finanzielle Schaden resultiert aus einem vorangegangenen Personenschaden und ist in der Betriebshaftpflicht mitversichert.
Markel bietet bei vielen Berufshaftpflichtversicherungen für verschiedene Berufe auch ein Forderungsmanagement an. Der Schutz dieser Online Forderungsmanagement Zusatzversicherung umfasst die Bonitätsprüfung, den Service des Inkassos und einen Online Rechtsservice. Bei der Prüfung der Bonität bekommt das Unternehmen wichtige Infos über Betriebe und deren Finanzstatus. Dies dient als Sicherheit und hilft Ausfälle von Zahlungen zu vermeiden. 4 gewerbliche Auskünfte sind jeweils kostenlos. Weitere Checks für die Bonitätsprüfung gibt es zu individuellen Sonderkonditionen.
Der Inkassoservice ist im Forderungsmanagement ein sehr wichtiger Bereich.Das Forderungsmanagement deckt alle Forderungen zwischen 25 € und 250 000 € ab. Inbegriffen sind die außergerichtliche Mahnung, gerichtlicher Mahn- und Vollstreckungsbescheid bis hin zur Durchführung von Zwangsvollstreckungen.
Unternehmen entlasten so die Buchhaltung durch Auslagerung der Mahnverfahren bis hin zur Vollstreckung. Sie benötigen dafür nur ein paar Klicks mit Ihrer Computermaus. 🙂
Mit dieser Deckung erhalten Sie die Forderungen ohne Abzüge. Es besteht kein Risiko von zusätzlichen Kosten. Der Stand und Ablauf der Mahnforderung ist jederzeit online einsehbar. Mitteilungen zum jeweiligen Status kommen per Mail.
Wie die allgemeine Haftpflichtversicherung besitzt auch die Berufshaftpflicht beziehungsweise Vermögensschadenhaftpflichtversicherung Ausschlüsse in ihren Versicherungsbedingungen verankert. So sieht eine Vermögenshaftpflicht für einen Rechtsanwalt und Steuerberater vor, dass zum Beispiel der Schaden aus Veruntreuung oder wissentlicher Pflichtverletzung nicht abgesichert ist.
Bei einer Berufshaftpflichtversicherung entstehen welche Kosten?
Wir wollen Ihnen am Beispiel der Markel Berufshaftpflichtversicherung für einen Rechtsanwalt aufzeigen, welche Kosten bei dieser Pflichtversicherung anfallen. Wir berechnen die Versicherung für einen Anwalt mit einer Deckungssumme von 1 Millionen Euro und einem Jahresumsatz bis 100 000 Euro.
Der Bruttobeitrag beläuft sich bei diesem Versicherungsschutz und dem Umsatz auf 1060.29 €. Durch einen Selbstbehalt von 1 500 €, einem E-Mail Versandnachlass von 5 €, einen Existenzgründer-Nachlass von 15 Prozent und einem 10 Prozent Laufzeit-Nachlass bei 3 Jahren Laufzeit des Vertrages mit automatischer Verlängerung verringern sich in der Berufshaftpflichtversicherung die Kosten auf 766 € im Jahr.
Noch entspannter wird der Anwalt, wenn er den Beitrag während seiner Gründungsphase sieht. Nimmer er nur die Mindestversicherungssumme von 250 000 € und schätzt seinen Umsatz im ersten Jahr auf bis zu 50 000 €, hat er mit seiner Berufshaftpflichtversicherung nur einen Beitrag von 299 € zu zahlen.
Gibt es einen Berufshaftpflicht Vergleich?
Wenn man von einem Berufshaftpflichtversicherung Vergleich spricht, dann ist auch von einem Vermögensschadenhaftpflicht Vergleich die Rede. Beide Versicherungen geben dem Versicherungsnehmer einen Versicherungsschutz gegen „echte“ Vermögensschadenfälle. Im Grunde trennt die beiden Produkte nur der Name.
Aus einem einfachen Grund haben wir 2019 keinen Berufshaftpflicht Vergleich auf dieser Homepage. Im Gegensatz zu vielen standardisierten Produkten gibt es bei der Berufshaftpflichtversicherung zu viele unterschiedliche Tarife mit unterschiedlicher Absicherung.
So haben manche Versicherer, wie Markel, sich darauf spezialisiert Sonderkonzepte für Berufsgruppen zu entwickeln. So hat man eine spezielle Berufshaftpflichtversicherung für Rechtsanwälte, Notare, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Architekten und Ingenieure im Portfolio.
Diese Berufshaftpflichtversicherungen enthalten automatisch eine zeitlich unbegrenzte Nachmeldefrist, eine Büro- und Betriebshaftpflichtversicherung, Umwelthaftpflicht- und Umweltschadenversicherung, Absicherung von Mietsachschäden und die Mitversicherung von Drohnen.
Optional kann noch eine Vermögenseigenschadenversicherung mit in den Abschluss eingebracht werden. Hiermit können Fahrlässigkeiten der eigenen Mitarbeiter, die zu einem Schaden des Firmenvermögens führen, mitversichert werden. Dieser Baustein ist als Schutz der eigenen Mitarbeiter und des Firmenvermögens angedacht.
Zusätzlich ist eine Cyber Risk Versicherung, eine D&O Versicherung und ein Rechtsschutz bezüglich des Honorars möglich. Hier übernimmt die Berufshaftpflicht die Kosten für Honorklagen gegen zahlungsunfähige oder – unwillige Auftraggeber.
Wir haben schon vorab einen Berufshaftpflicht Vergleich für die verschiedene Freiberufler durchgeführt und präsentieren die besten Spezialangebote für Ihren Beruf. Sie können dann anhand des Beitrages und der Leistungen entscheiden, welche Berufshaftpflicht das optimale Preis- und Leistungsverhältnis für einen Freiberufler darstellt.
Über welchen Versicherer sollte man sich Informationen über die Berufshaftpflicht einholen?
Hier kommt es darauf an, welcher Freiberufler eine Versicherung sucht. So hat eine Versicherung, wie Hiscox oder Markel, spezielle Absicherungsangebote bei der Berufshaftpflichtversicherung für Freiberufler. Wenn Sie mehr Informationen zu dem Thema brauchen, nehmen Sie bitte per Telefon oder Mail Kontakt mit uns auf. Vielen Dank.
Haben die Berufshaftpflicht und die Vermögensschadenhaftpflicht dieselben Leistungen?
In der Regel ist mit den beiden Begriffen Berufshaftpflichtversicherung und Vermögensschadenhaftpflichtversicherung der gleiche Versicherungsschutz gemeint. Beide versichern den Versicherungsnehmer gegen einen „echten“ Vermögensschaden.
Wie auch die Berufshaftpflicht bezahlt die Vermögensschadenhaftpflicht begründete und versicherte Haftpflichtansprüche. Und Sie wehrt unberechtigte Ansprüche ab. In der Vermögenshaftpflicht beginnt der Versicherungsfall beim Verstoß, der spätere Ansprüche aus der Haftung nach sich ziehen kann.
Die Vermögenshaftpflicht ist oftmals ohne die Versicherung von Personen- und Sachschäden zu bekommen. Hier sollte man bei der Versicherung nachfragen, ob diese Deckungserweiterung mit einer Betriebshaftpflicht eingeschlossen werden kann.
Was ist der Unterschied zwischen einer Betriebshaftpflicht und einer Berufshaftpflicht?
Während die Betriebshaftpflicht einen Schutz vor Sach- und Personenschäden und „unechten“ Vermögensschäden beinhaltet, legt die Berufshaftpflicht Ihren Fokus auf den echten Vermögensschadenfall.
Was ist ein „unechter“ Schaden an einem Vermögen?
Von einem „unechten“ Vermögensschaden spricht man, wenn diesem ein Personenschaden vorausgegangen ist. Wenn also ein Kunde in Ihrem Unternehmen einen Unfall erleidet, für den Sie verantwortlich sind, dann spricht man von einem Personenschaden. Kann diese Person durch diesen Unfall einen lange gebuchten Urlaub nicht antreten, dann spricht man von einem „unechten“ Vermögensschaden. Der Vermögensschaden muss also kausal mit dem vorangegangen Schaden zusammenhängen.
Wann tritt ein echter Schaden an einem Vermögen auf?
Für spezielle berufliche Gruppen gilt es, das Risiko eines Beratungsfehlers oder Planungsfehlers absichern zu lassen. So ein Fehler kann zum Beispiel einem Architekt, Arzt, Unternehmensberater oder Anwalt passieren.
So kann ein Unternehmensberater durch eine fehlende Aufklärung oder eine fehlerhafte Dokumentierung bei einem neuen Arbeitsablauf einen Schaden von mehreren Tausend Euro produzieren.
Wenn hier hauptsächlich ein Vermögensschadenfall ohne Zusammenhang mit einem Personen- oder Sachschaden entsteht, dann ist keine Versicherungsschutz durch die Betriebshaftpflichtversicherung vorhanden. Hier muss eine Berufshaftpflicht bestehen.
Ein „echter“ Vermögensschaden entsteht auch, wenn die Steuerberatungsgesellschaft vergisst, ihren Mandanten auf eine bestimmte Frist beim Finanzamt hinzuweisen. Durch das Versäumnis entsteht dem Unternehmen ein Vermögensschaden von 20 000 Euro. Auch hier haftet die Betriebshaftpflichtversicherung nicht.
Für welchen Beruf ist eine Berufshaftpflichtversicherung sinnvoll und für wen ist sie Pflicht?
Es lässt sich sagen, das alle selbstständigen, beruflichen Tätigkeiten, bei deren Ausübung sich ein „echter Vermögensschaden“ durch eine Falschberatung entwickeln kann, durch eine Berufshaftpflicht versichert sein sollten.
Es gibt aber auch Berufsgruppen, denen gesetzlich eine Berufshaftpflichtversicherung vorgeschrieben ist.Hier handelt es sich um sogenannte Kammerberufe. Von einem Kammerberuf spricht man, wenn für diesen sehr strenge berufs- und standesrechtliche Regelungen für den Zugang für diesen Beruf gelten.
Die Berufshaftpflichtversicherung hat für diese Berufe auch deshalb eine so hohe Bedeutung, da beispielsweise Rechtsanwälte die Zulassungsurkunde von der Kammer nur erhalten, wenn Sie den Nachweis über einen bestehenden Vertrag bei einer Versicherung vorlegen.
Berufshaftpflicht für Berufe mit Kammermitgliedschaft
Sehr bekannte Kammerberufe sind :
Rechtsanwälte Ingenieure Patentanwalt Psychotherapeut
Steuerberatung Tierarzt Wirtschaftsprüfer Zahnärzte
Berufshaftpflicht für Ärzte, Psychologen, Zahnarzt und einem Psychotherapeut
Die Berufshaftpflichtversicherung ist für Ärzte eine Pflichtversicherung, die sich im Gesetz wiederfindet. An erster Stelle steht der Schutz gegen Schäden aus Behandlungsfehlern. So sollte der Versicherungsschutz der Arzthaftpflichtversicherung Schäden aus Aufklärungsfehler, Therapiefehler und Diagnosefehler versichert haben.
Ebenfalls Bestandteil der Arzthaftpflicht muss die Mitversicherung von Schäden aus Verletzung der Verkehrssicherungspflicht, Personenschäden, Sachschäden, unechte und echte Schäden an fremden Vermögen und die Abwehr berechtigter Ansprüche sein.
Wie bei allen Vermögenschadenhaftpflichtversicherung und Berufshaftpflichtversicherungen muss auf die genaue Beschreibung der Tätigkeit größte Sorgfalt gelegt werden. Auch bei der versicherten Deckungssumme sollte man die Risiken nicht unterschätzen. Nebentätigkeiten, wie Sonntagsdienst, sind in der Beschreibung gesondert aufzuführen.
Auch eine Psychologe kann einen echten Vermögensschadenfall produzieren. Man muss sich nur vorstellen, dass der Psychologe von einem Unternehmen engagiert wird, um eine wichtige Managerposition mit der richtigen Person zu besetzen. Ein wenig später stellt sich dies als schwere finanzielle Entscheidung dar. Das Unternehmen verklagt den Psychologen auf 45 000 € Schadensersatz.
Auch der Rechtsanwalt braucht eine Versicherung für seinen Berufsalltag. Hier ist die Haftpflichtversicherung für einen Rechtsanwalt gesetzlich vorgeschrieben. Genauer findet sich die Gesetzespflicht im § 51 Absatz 1 der Bundesrechtsanwaltsordnung. Diese Pflicht zur Versicherung gilt auch für einen angestellten Anwalt. Die Berufshaftpflichtversicherung muss ein Unternehmen also auch für angestellte Rechtsanwälte abschließen.
Im Verfahren der Zulassung erfolgt die Aushändigung der Urkunde zur Zulassung als Anwalt erst, wenn der Abschluss der Berufshaftpflicht durch die Vorlage einer Versicherungsbestätigung vorliegt. Als Alternative kann auch eine vorläufige Zusage der Deckung dienen. Diese Pflichten finden sich im § 51 und § 12 Abschnitt 2 Satz 2 BRAO.
Aber der Anwalt sollte nicht zu jeder beliebigen Versicherung greifen. Hier schreibt die Rechtsanwaltskammer Mindestanforderungen vor, den die Versicherer zu erfüllen haben. Zuerst einmal muss die Vermögensschadenhaftpflicht Vermögensschäden für den Anwalt begleichen. Diese Definition findet sich im BGB.
§ 278 BGB Abs 1 und 2 – Verantwortlichkeit des Schuldners für Dritte – Der Schuldner hat ein Verschulden seines gesetzlichen Vertreters und der Personen, deren er sich zur Erfüllung einer Verbindlichkeit bedient, in gleichem Umfang zu vertreten wie eigenes Verschulden. Die Vorschrift des § 276 Abs. 3 findet keine Anwendung.
§ 831 BGB Nr.1 und 2. BGB – Haftung für den Verrichtungsgehilfen – (1) 1. Wer einen anderen zu einer Verrichtung bestellt, ist zum Ersatz des Schadens verpflichtet, den der andere in Ausführung der Verrichtung einem Dritten widerrechtlich zufügt. 2. Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Geschäftsherr bei der Auswahl der bestellten Person und, sofern er Vorrichtungen oder Gerätschaften zu beschaffen oder die Ausführung der Verrichtung zu leiten hat, bei der Beschaffung oder der Leitung die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder wenn der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde. (2) Die gleiche Verantwortlichkeit trifft denjenigen, welcher für den Geschäftsherrn die Besorgung eines der im Absatz 1 Satz bezeichneten Geschäfte durch Vertrag übernimmt.
Die Versicherung muss dem Rechtsanwalt auch einen Schutz bei Pflichtverletzung zur Seite stellen. Einen Ausschluss kann die Haftpflichtversicherung für den Anwalt aber bei einer wissentlichen Pflichtverletzung beinhalten.
Im § 51 Absatz BRAO ist auch nachzulesen, dass die Berufshaftpflichtversicherung für einen Rechtsanwalt mindestens die Deckungssumme von 250 000 Euro je Versicherungsfall bei einer Höchstersatzleistung pro Jahr in Höhe von mindestens 1 Million Euro bereitstellen muss.
Auch der Steuerberater gehört zu den Kammerberufen und deshalb ist eine Vermögenshaftpflicht für ihn eine Pflichtversicherung. Es kann sich bei einer verspäteten Abgabe einer Steuererklärung oder bei einer falschen Auskunft oder Beratung sehr schnell ein hoher finanzieller Schaden entwickeln.
Nähere Angaben zur Berufshaftpflicht finden Steuerberater in den §§ 67 und 158 des Steuerberatungsgesetzes. Wichtige Regelungen über die Vermögensschadenversicherung stehen ebenfalls im §§ 51 ff. der Verordnung zur Durchführung der Vorschriften über Steuerberatungsgesellschaften und Steuerbevollmächtigte.
Die Berufshaftpflicht für Steuerberater sollte eine Deckung von Anderkonten ohne Sublimit und eine Vertrauensschadenversicherung und Betrugsversicherung enthalten. Des weiteren die Mithaftung ein- und austretender Gesellschafter die Verletzungen von Pflichten über die Geheimhaltung und Datenschutzgesetzen.
Gerade bei den Steuerberatern lässt sich statistisch sagen, dass alle 5 Jahre ein Schaden gemeldet wird. In der Regel treten diese Beratungsschäden ca. 5 bis 7 Jahre nach der Begehung des des schadenverursachenden Fehlers ein. Bei Versicherungsabschluss ist aus diesem Grund auf eine hohe Versicherungssumme, auch auf die Zukunft gerichtet, zu achten.
Man muss leider feststellen, das das Risiko einer Haftung durch einen Vermögensschaden für Architekten in den letzten Jahren gestiegen ist. So gab es Rechtsprechungen, die das Haftungsrisiko des Architekten verschärft haben.
Häufig tritt der Fall auf, dass Schäden wegen Mängel am Bau auftreten, die später auf Planungsfehler oder Bauüberwachungsfehler zurückzuführen sind. Wird der Architekt für diese Fehler in Haftung genommen, kann schnell eine Summe von mehreren Zehntausend Euro in Rechnung gestellt werden.
Ein häufig zu beobachtender Schaden ist ein Fehler in der Statik. So übersah ein prüfender Ingenieur in einem Fall, dass dem Statiker ein Berechnungsfehler unterlaufen. Dadurch stürzte das Vordach einer Schule ein und es entstand ein Schaden von 50 000 Euro am Gebäude.
Besonderes Augenmerk sollte man in der sogenannten Architektenhaftpflicht auf die Nachhaftung und auf die Selbstbeteiligung legen. So hat die Markel Versicherung eine zeitlich unbegrenzte Nachmeldefrist im Vertrag. Wir haben verschiedene Anbieter für eine Architektenhaftpflichtversicherung im Angebot. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und lassen Sie sich die notwendigen Informationen von uns zusenden.
Laut dem BFB (Bundesverband der Freien Berufe) gibt es in Deutschland über 1 000 000 Freiberufler. Den größten Bereich besetzen die Vertreter der Heilberufe mit über 30 Prozent. Zu den Heilberufen zählt der Arzt, Zahnarzt, Tierarzt, Apotheker und der Therapeut.
Am zweitgrößten ist die Gruppe der rechts-. Wirtschafts- und steuerberatende Berufe wie Anwalt, Wirtschaftsprüfer oder Unternehmensberater. Die drittgrößte Gruppe bilden die Berufsgruppen rund um Kultur. Hier finden sich alle kreativen, geisteswissenschaftlichen und Lehrtätigkeiten. Die vierte Gruppe bilden die technischen und naturwissenschaftlichen Berufe.
Kosmetiker Fußpfleger Heilpraktiker Journalisten
Trainer It-Spezialist Kreative Dozenten
Wissenschaftler Therapeuten Hebammen Krankengymnasten
Heilmasseure Diplom-Psychologen Buchprüfer Dolmetscher
Übersetzer Schriftsteller Lehrer Erzieher
Welcher Freiberufler benötigt noch eine Berufshaftpflicht?
Laut aktueller Rechtsprechung werden auch viele Selbstständige als Freiberufler eingestuft. Wir zeigen Ihnen in der folgenden Übersicht Beispiele.
Bergführer Bildhauer Showmaster Designer
Erfinder Beschäftigungstherapeut Ergotherapeut Fahrlehrer
Insolvenzverwalter Künstler Logopäde Reitlehrer
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