Source: https://www.kpb-inso.de/kommentar/inso-k0084/
Timestamp: 2019-03-19 04:01:29
Document Index: 295073328

Matched Legal Cases: ['§ 84', '§ 84', '§ 16', '§ 95', '§ 84', 'BGH']

Lüke – 39. Lfg. 02.2010 – INSO § 84 – Auseinandersetzung einer Gesellschaft oder Gemeinschaft
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH © RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH 978-3-8145-8700-4 Kübler/Prütting/Bork (Hrsg.), InsO: Kommentar zur Insolvenzordnung 2015 § 84 Auseinandersetzung einer Gesellschaft oder Gemeinschaft
(1) 1Besteht zwischen dem Schuldner und Dritten eine Gemeinschaft nach Bruchteilen, eine andere Gemeinschaft oder eine Gesellschaft ohne Rechtspersönlichkeit, so erfolgt die Teilung oder sonstige Auseinandersetzung außerhalb des Insolvenzverfahrens. 2Aus dem dabei ermittelten Anteil des Schuldners kann für Ansprüche aus dem Rechtsverhältnis abgesonderte Befriedigung verlangt werden.
(2) 1Eine Vereinbarung, durch die bei einer Gemeinschaft nach Bruchteilen das Recht, die Aufhebung der Gemeinschaft zu verlangen, für immer oder auf Zeit ausgeschlossen oder eine Kündigungsfrist bestimmt worden ist, hat im Verfahren keine Wirkung. 2Gleiches gilt für eine Anordnung dieses Inhalts, die ein Erblasser für die Gemeinschaft seiner Erben getroffen hat, und für eine entsprechende Vereinbarung der Miterben.
Früheres Recht und Entwurfsregelungen: §§ 16, 51 KO; § 95 RegE
Literatur: Blaurock, Handbuch der stillen Gesellschaft, 6. Aufl., 2003; Bork, Wider die Rechtsfähigkeit der Wohnungseigentümergemeinschaft – eine resignierende Polemik, ZIP 2005, 1205; ders., Die Insolvenz der Wohnungseigentümergemeinschaft, ZInsO 2005, 1067; ders., Insolvenzfähigkeit der Bruchteilsgemeinschaft, ZIP 2001, 545; ders., Vinkulierte Namensaktien in Zwangsvollstreckung und Insolvenz des Aktionärs, in: Festschrift Henckel, 1995, S. 23; Engel, Abfindungsklauseln – eine systematische Übersicht, NJW 1986, 345; Fischer, Teilrechtsfähigkeit der Wohnungseigentümergemeinschaft – Neues Arbeitsfeld für Insolvenzgericht und Verwalter?, NZI 2005, 586; Geck, Die Auflösung der stillen Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung der Auseinandersetzung, DStR 1994, 657; Gundlach/Frenzel/Schmidt, Der Auseinandersetzungsanspruch des stillen Gesellschafters in der Insolvenz des Unternehmensträgers – zugleich ein Beitrag zu § 84 InsO, ZIP 2006, 501; Heckelmann, Abfindungsklauseln in Gesellschaftsverträgen, 1973; Keller, Insolvenzvermerk im Grundbuch bei der Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Rpfleger 2000, 201; Kümpel, Bank- und Kapitalmarktrecht, 3. Aufl., 2004; Landsmann, Die stille Gesellschaft in der Insolvenz, 2007; Müller, Die Buchwertklausel – ein Dauerthema, ZIP 1995, 1561; Nissen, Das (Insolvenz-)Rechtssubjekt Wohnungseigentümergemeinschaft, 2007; Paulick, Die Unterbeteiligung in gesellschaftsrechtlicher und steuerrechtlicher Sicht, ZGR 1974, 253; Paulus, Konzernrecht und Konkursanfechtung, ZIP 1996, 2141; Prütting, Ist die Gesellschaft bürgerlichen Rechts insolvenzfähig?, ZIP 1997, 1725; Rasner, Abfindungsklauseln in OHG- und KG-Verträgen, NJW 1983, 2905; Reymann, Der BGH-Beschluss zur Grundbuchfähigkeit der GbR – Ist dies das Ende des Erwerberschutzes?, ZfIR 2009, 81; Rittstieg, Zur Problematik von Abfindungsbeschränkungen im GmbH-Recht, DB 1985, 2285; Ruhwedel, Die Partenreederei, 1973; Schebesta, Rechtsfragen bei CpD-Konten sowie „Und“- Konten, WM 1985, 1329; Karsten Schmidt, Insolvenzordnung und Unternehmensrecht – Was bringt die Reform?, in: Kölner Schrift, 2. Aufl., S. 1199; ders., Die Partenreederei als Handelsgesellschaft, 1995; ders., Die Handels-Personengesellschaft in Liquidation, ZHR 153 (1989), 270; ders., Das Vollstreckungs- und Insolvenzrecht der stillen Gesellschaft, KTS 1977, 1 und 65; Karsten Schmidt/Jungmann, Anmeldung von Insolvenzforderungen mit Rechnungslegungslast des Schuldners, NZI 2002, 65; Smid, Zur Stellung des Insolvenzverwalters in der Auseinandersetzung der Gemeinschaft von Insolvenzschuldner und Drittem, InVo 2006, 45; Stephan, Das Bankgeheimnis im InsolvenzverInsolvenzverfahrenfahren, WM 2009, 241; Uhlenbruck, Gesellschaftsrechtliche Aspekte des neuen Insolvenzrechts, in: Kölner Schrift, 2. Aufl., S. 879; Ulmer, Abfindungsklauseln in Personengesellschafts- und GmbH-Verträgen, in: Festschrift Quack, 1991, S. 477; ders., Die Sicherung der GmbH gegen das Überfremdungsrisiko in der Insolvenz eines Gesellschafters, ZHR 149 (1985), 28; ders., Wirksamkeitsschranken gesellschaftsvertraglicher Abfindungsklauseln, NJW 1979, 81; Vallender, Wohnungseigentum in der Insolvenz, NZI 2004, 401; Wagner, Der atypische stille Gesellschafter im Konkurs der Massengesellschaft, KTS 1979, 53; E. Wagner, Einseitige Umwandlung von Oder-Konten in Und-Konten?, NJW 1991, 1790; Wischemeyer, Maßnahmen der Sicherung, Verwaltung und Verwertung bei Mitberechtigung des Schuldners an Immobilien im Insolvenzverfahren, ZInsO 2009, 116.
I.	Entstehungsgeschichte und Normzweck II.	Anwendungsbereich 1.	Grundregel und nicht erfasste Rechtsverhältnisse a)	Gütergemeinschaft b)	Körperschaften c)	Nicht rechtsfähiger Verein d)	Kapitalanlagegesellschaften e)	Wohnungseigentümergemeinschaft f)	Partenreederei 2.	Geregelte Gemeinschaftsverhältnisse a)	Gesellschaften ohne Rechtspersönlichkeit aa)	Personenhandelsgesellschaften, Partnerschaftsgesellschaft, EWIV bb)	Konzern cc)	Kommanditgesellschaft auf Aktien dd)	Gesellschaft bürgerlichen Rechts ee)	Stille Gesellschaft ff)	Unterbeteiligung b)	Bruchteilsgemeinschaft c)	Erbengemeinschaft d)	Gemeinschaftskonto III.	Auseinandersetzung und Auseinandersetzungsfolgen 1.	Voraussetzungen der Auseinandersetzung a)	Fortbestehendes Gemeinschaftsverhältnis b)	Auseinandersetzungsverlangen 2.	Verfahren der Auseinandersetzung a)	Stellung des Verwalters b)	Anwendbare Rechtsvorschriften 3.	Vertraglicher Ausschluss oder Beschränkungen der Auseinandersetzung a)	Unwirksamkeit bei der Bruchteilsgemeinschaft und der Erbengemeinschaft b)	Gesellschaftsvertragliche Klauseln 4.	Auseinandersetzungsfolgen IV.	Absonderungsrecht