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Timestamp: 2019-10-19 15:59:23
Document Index: 357204162

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 4', '§ 8', '§ 4', '§ 8', '§ 8', '§ 8']

XI Grundzüge der Besteuerung der Aktiengesellschaft / 1.7.5 Gesellschafterfremdfinanzierung/Zinsschranke | Deutsches Anwalt Office Premium | Recht | Haufe
Durch das UntStRfG 2008 ist die steuerliche Behandlung der Fremdfinanzierung der Körperschaften grundlegend neu geregelt worden. An die Stelle der bisherigen Gesellschafterfremdfinanzierung (§ 8a KStG a. F.) tritt nunmehr die Zinsschranke gem. § 4h EStG i. V. m. § 8a KStG. Nach der Gesetzesbegründung soll die Zinsschranke die Eigenkapitalquote deutscher Unternehmen erhöhen und zur Sicherung des inländischen Steuersubstrats beitragen.
Die Verfassungsmäßigkeit der Zinsschranke gem. § 4h EStG i. V. m. § 8a KStG ist nach Auffassung des FG Berlin-Brandenburg zweifelhaft. Nach Auffassung des BFH bestehen zumindest ernstliche Bedenken, ob § 8a Abs. 2 Alt. 3 KStG den verfassungsrechtlichen Anforderungen standhält, weil neben sog. Back-to-Back-Finanzierungen auch übliche Fremdfinanzierungen von der sog. Zinsschranke erfasst werden.
Rz. 1889
personenunabhängige Regelung,
Unabhängigkeit der Regel von der Relation der Eigenkapital- zur Fremdkapital-Finanzierung,
keine Differenzierung nach Art des Fremdkapitals,
übermäßige Vergütungen werden als nichtabzugsfähige Betriebsausgaben mit der Möglichkeit eines Vortrags statt als vGA behandelt,
keine Erstreckung auf die Ebene des Fremdkapital-Gebers.
1.7.5.1 § 8a KStG a. F. (bis 2007)
1.7.5.2 Zinsschranke (ab 2008)