Source: http://health-articles.net/o/oegl-lebensberater.at1.html
Timestamp: 2018-11-21 04:05:05
Document Index: 180459399

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 4', '§ 7', '§ 27', '§ 7', '§ 8']

Heft 48 Juni 2014
Die digitale Zeitung für Lebens-
und Sozialberater/innen
Herausgeber: ÖGL Österreichische Gesellschaft für Lebensberatung in Kooperation mit BG LSB Wirtschaftskammer OÖ
Nach einigen Unruhen im letzten Jahr über un-
sere Ausübungsrechte, ist es nun Dank des enormen Einsatzes unserer Bundesvertretung möglich, freudig unser Fest „25 Jahre Lebens- und Sozialberatung" zu feiern! Auch in der ÖGL gibt es Veränderungen: den Vorsitz führt nun Mag. Franz Landerl, der viel Erfahrung und langjähriges Engagement in der Berufsgruppe mitbringt. Die Segel sind somit Vize-Präsidentin der ÖGL wieder auf volle Fahrt gesetzt, um gemeinsam mit der Berufsgruppe für uns LSB einzutreten. Nach 14 Jahren habe ich mich in die zweite Rei- he zurückgezogen und nutze hier die Gelegen- heit, mich bei Ihnen für die gute Zusammenar- beit und Unterstützung sowie für so manch tol e Kooperation zu bedanken! Darüber hinaus erfahren Sie in dieser Zeitung über so manche Aktivität aus den Bundeslän- dern. Vieles lässt sich auch anderswo sinnvoll umsetzen. Als großen Schwerpunkt bringen wir diesmal einen umfangreichen Bericht vom Nützliche Informationen für Sie als EPU, neue Arbeitsfelder, reizvol e Weiterbildungsangebote, Literatur- und Kulturtipps ergänzen diese Einen erholsamen Sommer, genussvolle Momente und viel Freude beim Lesen PS: Sie wollen Korrespondent für Ihr Bundes- land sein? Oder ein interessantes Thema, Fachbuch oder Ihre eigene Dienstleistung vorstellen? Schreiben Sie uns! Präsidentin der ÖGL Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe
Österr. Gesellschaft für Lebensberatung ist der 31. August 2014.
IMPULSE VON DER BUNDESVERTRETUNG
Stabile Gesetzeslage für LSB
Von Andreas Herz, MSc, FVO, FGO
Bekanntermaßen wurden vom Fachverband gegen das Psychologengesetz 2013 bereits im
Rahmen des Begutachtungsverfahrens schwerwiegende Bedenken gegen die zu weit ge-
fassten Tätigkeitsvorbehalte dieses Gesetzes vorgebracht und wurden auch bereits seit dem
Frühjahr letzten Jahres zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um den drohenden Eingriff in das
Grundrecht der Erwerbsfreiheit der gewerblichen Lebens- und SozialberaterInnen zu verhin-
In der vom Nationalrat am 26. März 2014 im Rahmen des EU-Patientenmobilitätsgesetzes (EU-PMG)
beschlossenen Gesetzesnovelle zum Psychologengesetz 2013 (PG 2013, BGBl. I Nr. 32/2014) wur- de in § 13 Abs. 2 PG 2013 die Wortfolge „Der den Gesundheitspsychologinnen und Gesundheitspsy- chologen vorbehaltene Tätigkeitsbereich" durch die Wortfolge „Der Tätigkeitsbereich der Gesund- heitspsychologinnen und Gesundheitspsychologen" ersetzt. Darüber hinaus wurde im Bericht des Gesundheitsausschuss zu dieser Änderung klargestellt, dass für den Bereich der Gesundheitspsy- chologen kein Tätigkeitsvorbehalt besteht, sondern lediglich ein Berufsvorbehalt, und somit nicht in die Berufsausübung bzw. die Ausübung von Tätigkeiten gemäß Gewerbeordnung 1994, BGBl. Nr. 194/1994, insbesondere des Gewerbes der Lebens- und Sozialberatung, eingegriffen wird.
Zur Unterscheidung Tätigkeitsvorbehalt vs. Berufsvorbehalt darf in diesem Zusammenhang auf folgenden Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit hingewiesen werden (Hervorhe- bungen nicht im Original):• Die Regelung des Berufsvorbehalts zielt darauf ab, dass jene Fälle verhindert wer- den, in denen insgesamt gleich dem Beruf der Gesundheitspsychologen gearbeitet wird, ohne aber die Berufsberechtigung dafür erlangt zu haben.
• Jedenfalls zulässig bleibt aber die Anwendung einzelner psychologischer Beratungs- maßnahmen im Zusammenhang mit Gesundheitsverhalten, da das Psychologenge- setz 2013 ja gerade im Bereich der Gesundheitspsychologie auf einen Tätigkeits- vorbehalt verzichtet. Das wäre ein genereller Ausschließlichkeitsanspruch auch für die Ausübung von bestimmten einzelnen Tätigkeiten, was aber nicht der Fall ist.
• Insbesondere bei überschneidenden Tätigkeiten, die unter berufsspezifischen As- pekten mehreren Berufen zugeordnet sind, wirkt der Berufsvorbehalt nicht, weil die betreffende Berufsberechtigung jeweils vorgeht.
In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass es nie die Intention des Fachverbandes war, den Berufsvorbehalt der psychologischen Berufe, auf Grundlage der psychologischen Wissenschaft, de- ren Erkenntnissen, Theorien, Methoden und Techniken, umfassend im krankheitswertigen Bereich tätig zu werden, in Zweifel zu ziehen, bzw. den Tätigkeitsbereich der Lebens- und Sozialberate- rInnen auf diesen Bereich zu erweitern.
Abschließend können wir Ihnen versichern, dass wir als gesetzliche Interessensvertretung aller Le- bens- und SozialberaterInnen weiterhin alle Möglichkeiten ausschöpfen werden, um die Interessen Ihres Berufsstandes bestmöglich zu vertreten.
IMPULSE OÖ
Von Mag. Franz Landerl, ÖGL-Präsident, BGSprecher OÖ Ein Tätigkeitsvorbehalt im Psychologengesetz 2013 hätte beinahe das Aus für die Berufs-
gruppe bedeutet. Glücklicherweise wurde der Passus durch die intensive Arbeit des Fach-
verbandes der gewerblichen Dienstleister abgewendet und in die Ausübung von Tätigkeiten
des Gewerbes der Lebens- und Sozialberatung in keiner Weise eingegriffen. Die Anwendung
einzelner psychologischer Beratungsmaßnahmen, die sich auf das Gesundheitsverhalten
beziehen, bleibt auch nach der Änderung des Gesetzes zulässig.
Supervisorenpool
Auf Bundesebene wird eine Liste aller SupervisorInnen eingerichtet. Mit diesem Eintrag dürfen Le-
bens- und SozialberaterInnen in den Ausbildungen als Supervisoren tätig sein. Neben einer aktiven Gewerbeberechtigung ist auch eine Zusatzqualifikation von mindestens 100 Stunden Supervisions- fortbildung nötig.
Die Berufsgruppe präsentiert sich auch heuer wieder in verschiedenen oberösterreichischen Medi-
en, um über die Inhalte der Beratungstätigkeiten aufzuklären. Neben den 14tägigen Fachartikeln in der Gesundheitsbeilage der OÖN, erscheint seit März diesen Jahres im Monatsmagazin „Die Obe- rösterreicherin" eine Doppelseite mit je einem Fachthema, das in den Beratungsgesprächen häufig thematisiert wird.
In der Sonderbeilage „Life & more" des Wirtschaftsmagazins „Chefinfo" veröffentlicht die Berufs- gruppe in Form von Fachartikeln Informationen zu verschiedenen Lebenssituationen.
Über die Leistungen der LebensberaterInnen, ErnährungsberaterInnen und sportwissenschaftlichen BeraterInnen wurden die HörerInnen von Radio Arabella in vier Studiostunden aufgeklärt. Die Bei- träge des Radiosenders über die Lebens- und Sozialberatung haben wir Ihnen zum Nachhören bereitgestellt. Die Themen Sexualberatung, sportwissenschaftliche Beratung sowie Ernährungsbe- ratung hören Sie in den kommenden Ausgaben des Newsletters.
•Zum Nachhören
Neuer Vorstand – ÖGL Österreichische Gesellschaft für Lebensberatung
Verstärkte Aktivitäten im Zeichen der Gesundheitsförderung
Die ÖGL - Österreichische Gesellschaft für Lebensberatung ist eine in Kooperation mit der Be- rufsgruppe Lebens- und Sozialberatung (LSB) der Wirtschaftskammer gegründete Plattform für Diplom-Lebensberater/innen, Ernährungswissenschafter/innen und Diätolog/innen sowie Sportwis- senschafter/innen mit dem Ziel, die Dienstleistungen dieser Berufsgruppe als Säule der Gesund- heitsvorsorge hervorzuheben. Nach 14 Jahren zieht sich nun die Gründungspräsidentin Elfriede Zörner in die zweite Reihe zurück und übergibt den Vorsitz des gemeinnützigen Vereins an Mag. Franz Landerl. Vize-Präsident Gottfried Huemer und Schriftführer Mag. Andreas Urich ergänzen das Die Mission der ÖGL lautet: Die Gesundheit der Menschen ist unser Anliegen! Dafür agiert die ÖGL praxisnah und gut vernetzt mit gezielten Programmen und Angeboten für die Gesundheit von Mit- arbeiter/innen der Klein- und Mittelunternehmen (KMU) sowie in Gemeinden. „Gesunde, motivierte Mitarbeiter/innen sind ein wesentlicher Baustein für den Erfolg eines Unternehmens. Was innere Kündigung oder dauernde Erschöpfung nicht nur für den Einzelnen, sondern für das gesamte Un- ternehmen ausmacht, wird vielen immer klarer", bekräftigt Mag. Franz Landerl, Präsident der ÖGL. Gesundmachende Faktoren verstärken
Es kommt es darauf an, in einem Prozess zwischen Gesundheit und Krankheit die gesunden Fak-
toren zu fördern. Dazu ist es nötig, das Vertrauen zu entwickeln, dass die Herausforderungen des Lebens erklärbar sind, dass jeder über die nötigen Ressourcen verfügt, um sie zu bewältigen und dass es Sinn macht, sich diesen Anforderungen zu stellen.
Das neue ÖGL-Vorstandsteam Team (v.l.n.r: Schriftführer Mag. Andreas Urich, Präsident Mag. Franz Landerl sowie die beiden Vize- Präsidenten Elfriede Zörner und Gottfried Huemer; Foto ÖGL) IMPULSE AUS OÖ
25 Jahre Lebens- und Sozialberatung
Fr. 04.07.2014, Redoutensäle, Promenade 39, 4020 Linz
Sehr geehrte Damen und Herren, in einer sich rasch verändernden Gesellschaft suchen Menschen vermehrt nach professioneller Un- terstützung in der Lebensbewältigung, in der Ernährungsberatung und in der sportwissenschaftlichen Beratung. Daher gewinnt unsere Dienstleistung als Prävention gesundheits- und sozialpolitisch zu- nehmend an Bedeutung.
Vor 25 Jahren hat Prof.in Dr.in Rotraud A. Perner maßgeblich an der Gründung unseres Berufstandes mitgewirkt, was liegt daher näher als mit ihr gemeinsam zu feiern, sich untereinander auszutauschen, Musik und Buffet zu genießen.
Wir laden Sie herzlich ein zu diesem Fest, das die ÖGL – Österreichische Gesellschaft für Le-
bensberatung in Kooperation mit der Berufsgruppe OÖ organisiert.
An diesem Abend haben Sie auch die Möglichkeit, nach Voranmeldung eigene Veröffentlichungen
auf unserem Büchertisch zu präsentieren.
Die Veranstaltung wird von der internationalen Musikgruppe Kohelet 3 umrahmt.
Anmeldung: Wir freuen uns auf Ihre verbindliche Anmeldung bis spätestens 30.06.2014 unter Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Melden Sie sich daher rasch an. Die Reihung erfolgt nach Eingang Ihrer verbindlichen Anmeldung.
Eintreffen, Check-in Fachgruppenobfrau Mag.a Dr.in Viktoria Tischler Aktuelles aus der Branche
Präsident ÖGL & Berufsgruppensprecher Mag. Franz Landerl DLB Bundesvorsitzender Lebens- & Sozialberater Andreas Herz, MSc Das Pflänzchen ist gewachsen – Die Entwicklung der Lebens- & Sozialberatung
und einige Zukunftsaspekte
Prof.in Dr.in Rotraud A. Perner Abendessen (Buffet) mit musikalischer Begleitung durch Kohelet 3
Büchertisch mit Werken aus dem Kollegenkreis Die Veranstaltung wird moderiert von Constanze Hill.
LSB-Stand am Leiblachtaler Gesundheitstag
Für die Region Leiblachtal fand auch heuer wieder Anfang Mai der Gesundheitstag statt, um der
Bevölkerung einen Überblick über das vielfältige Angebot im Gesundheitsbereich zu bieten. Neben verschiedenen Infoständen, Vorträgen und Gesundheitstest boten Schüler der Hörbranzer Mittel- schule als kulinarische Ergänzung selbstzubereitete Vitamincocktails und Snacks an.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Geschäftsführer des Sozialsprengel Leiblachtal, Tho- mas Winzek, MA, Landesrat Dr. Christian Bernhard, den Bürgermeistern aus der Region und den Ehrengast, Nadine Wallner, der jüngsten Weltmeisterin im Freeriding. Drei Lebensberaterinnen aus dem Vorarlberger Referentinnenpool nutzten die Gelegenheit und informierten über den Berufsstand sowie spezielle Dienstleistungen: Elfriede Zörner (li. im Bild) Coaching und Supervision,Edith Ploss mobiler Seniorenberatung, Mag. Karin Thissen (re. im Bild) Familienberatung u. Handwerkerschule Wolfurt: Senioren geben ihr Wissen an Junge weiter
- eine tolle Initiative mit Mediator KR Walter Eberle
Niedrigseilgarten wurde gemeinsam gebaut
In Wolfurt entstand in der Nähe der Ach mit tatkräftiger Hilfe der Bürger ein Niedrigseilgarten.
Über 100 Schüler, Eltern, Pensionisten und Arbeitslose packten beim Bau mit an.
Kinder sollen wieder mehr im Freien spielen können - und auch die Begegnung der Generationen
soll gefördert werden. Diese Ziele sind im Vorarlberger Spielraumgesetz verankert. Die Gemeinde Wolfurt nimmt dieses Thema sehr ernst. Es soll immer mehr Spielräume in Wolfurt geben, die mit dem Nutzer entstehen und wachsen - weg von vorgefertigten Lösungen, hin zu maßgeschneiderten Wie Hochseilgarten, nur niedriger
Ähnlich wie bei einem Hochseilgarten wurden
zwischen mehreren alten Bäumen unterschied- liche Stationen angebracht - in steigenden Schwierigkeitsgraden. Bei einem Niedrigseil- garten balancieren und schaukeln die Kinder jedoch nicht in acht Metern über dem Boden, sondern höchstens in eineinhalb. Am 29. Mai, dem Weltspieletag wurde der Niedrigseilgarten erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und in- zwischen ist er bereits zu einem beliebten Ziel von Schulausflügen geworden.
Die Wolfurter Handwerkerschule ist ein in Österreich einzigartiges Projekt, das von Mediator KR Walter Eberle gemeinsam mit Mittelschul-Direktor Norbert Moosbrugger und Seniorenbörse-Obmann Werner Kessler 2011 initiiert und gestartet wurde. Ziel des Projektes ist es Verständnis zwischen den Generationen zu schaffen und die Jungen durch die langjährige Berufserfahrung der Pensionisten für handwerkliche Berufe zu begeistern.
IMPULSE AUS SALZBURG
Von Günter Schwiefert, BGSprecher Salzburg LSB – Interaktionstage
Regelmäßig organisiert die WKS Interaktionstage, bei denen neben der Behandlung berufspolitischer
Fragen auch jeweils ein Impus-Workshop stattfindet, der als Fortbildung anrechenbar ist.
Im Mai wurde das gerade sehr aktuelle Thema „Achtsamkeit in der Beratung" von unserem Bundes- sprecher Andreas Herz referiert und fand großen Anklang. Der nächste Interaktionstag ist am 10. November geplant.
Das Thema wird „Bühnenkunst und Lebensregie – Humor, Kreativität und persönlicher Ausdruck im Dialog der Beratung" sein. Referentin ist Gerda Gratzer, die ihre Erfahrung mit Theater und Bühnen- arbeit in ihre Arbeit als Lebens- und Sozialberaterin erfolgreich integriert. Netzwerken bringt s
Gab es früher zur Vernetzung der Lebensberaterinnen einen Stammtisch, sind es zur Zeit gleich zwei
Angebote, die der geografischen Vielfalt Salzburgs Rechnung tragen.
Zwei Fachkreistreffen finden regelmäßig statt. Sie haben unterschiedliche Themenschwerpunkte und sind als Fortbildung anrechenbar. Fachkreistreffen Pinzgau:
Mittwoch, 16. Juli, um 18:00 Uhr in 5730 Mittersill, Thalbach 51
Thema: Der Wertebaum, ein Hilfsmittel für die Beratung.
Info: Lisa Eberharter, Tel. 07562 4575,
Fachkreistreffen Salzburg Stadt:
16. September, um 18:30 Uhr im „Raum für Begegnung",
5300 Hallwang, Mayrwiesstraße 2
Informationen: Dr. LMargit Walter-Riesner, 0676 / 76 11 419, Selbstverständlich sind auch Besucher aus anderen Bezirken Salzburgs und den angrenzenden Bun- desländern willkommen. Die WKS wird ihre Mitglieder über die aktuellen Termine und Themen infor- Guide für Lebens- und Sozialberatung
Im Bundesland Salzburg wird nach dem Vorbild der Steiermark und Oberösterreichs der Guide für
Lebensberatung, ein Verzeichnis aller Lebens- und Sozialberaterinnen Salzburgs, erscheinen. Anfang Dezember soll diese Broschüre, eine Kooperation der Wirtschaftskammer mit den Salzburger Nachrichten, heraus kommen.
Der Grundeintrag für Mitglieder ist kostenlos. Die Salzburger Nachrichten, die ähnliche Projekte be- reits für Ärzte, Rechtsanwälte und andere Berufsgruppen mit großem Echo durchgeführt haben, wer- den den Guide einer Wochenendausgabe beilegen, was eine große Verbreitung garantiert. Daneben wird der Guide auch bei sozialen Einrichtungen, Beratungsstellen, Ärzten und anderen Multiplika- toren aufliegen.
Neben dem Verzeichnis der Lebensberaterinnen werden darin auch einige Artikel zu speziellen The- menbereichen und Schwerpunkten der Lebens- und Sozialberatung die Dienstleistungen dieser Be- rufsgruppe einem breiten Kreis der Bevölkerung näher bringen.
Die Salzburger Nachrichten werden die Mitglieder im Sommer kontaktieren, um die Daten auf den aktuellen Stand zu bringen.
 Diesmal mit Vortrag von unserem Ehrenmitglied
Univ.Prof. Dr.mult. Hilarion Petzold
im Garten der Heilandskirche ( Kaiser Josef-Platz 8, 8010 Graz)
 bei Schlechtwetter in den Räumlichkeiten des Martin-Luther-Hauses LEHRGANGSABSOLVENTINNEN FAMILIENMITGLIEDER SteiGLS Fest
AUSBILDNERINNEN 18.30 Uhr:
Vortrag von Professor Petzold: "Was kennzeichnet gute Beratung?" ca. 19.30 Uhr:
Überreichung der Diplome und Abschlusszeugnisse Essen, Trinken, Musik und Tanz … ☺  Anmeldungen bitte bis spätestens 21. Juni 2014 *)
 0316/38 68 73). DANKE!
Speisen und Getränke sind selbst zu bezahlen – Gratisbowle wieder vorhanden ☺. *) Da bei Redaktionsschluss die Anmeldefrist bereits abgelaufen war, bitte telefonisch nachfragen!!! WK FÜR EPUS
Soziale Absicherung für
Sie sind das Rückgrat der oberösterreichischen Wirtschaft: die KleinstunternehmerInnen in unserem Land. Dem Ungleichgewicht zwischen selbstständig und unselbst- ständig Arbeitenden bei der Gesundheitsver¬sicherung muss ein Ende gesetzt werden.
Dank des unermüdlichen Einsatzes der WKO sind ös- terreichische Selbstständige europaweit am besten abgesichert. Eine lange Liste von Verbesserungen für Selbstständige konnte bereits umgesetzt werden. Den- noch sind die Belastungen und das Ungleichgewicht noch zu hoch. Die WKO setzt sich daher für die weitere Entlastung unserer Kleinstunternehmen ein. • Entlastung, Fairness und Gesundheit
Entlastung, Fairness und Gesundheit bilden die Eckpfeiler des Zielekataloges für selbst ständig Arbeitende. Bei den Forderungen geht es um konkrete Schritte und spürbare Entla stungen. Die aktuelle Abgabenquote liegt bei 45 Prozent, das muss sich ändern! • Senkung des Beitragssatzes der gewerblichen Krankenversicherung um zehn Prozent
Derzeit liegt der Beitragssatz von Selbstständigen bei 7,65 Prozent. Eine Senkung um zehn Prozent auf 6,88 Prozent ergibt eine Ersparnis von rund EUR 500 pro Jahr.
• Flexibilisierung der Beitragsvorschreibung
Selbstständige sollen wählen können, ob sie monatlich oder quartalsweise Beitragsvor- schreibungen bekommen möchten. Auch die flexible Herabstufung oder Hinaufsetzung der Beitragsgrundlage soll an die laufenden wirtschaftlichen Verhältnisse angepasst werden kön • Mindestprämie für Krankenversicherung von Unselbstständigen und Selbstständigen
Die Anpassung der ASVG-Geringfügigkeitsgrenze an die GSVG-Mindestbeitrags grundlage bei einheitlichen EUR 500 hilft Selbstständigen durch die Beitragsentlastung einerseits und senkt auf der anderen Seite die Lohnnebenkosten für den Dienstgeber im • Verbesserung der Unterstützungsleistung für lang andauernde Krankheit oder Unfall
Selbstständige erhalten derzeit ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit Anspruch auf Unter stützungsleistung (sog. „Krankengeld"). Zukünftig soll es bei einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens sechs Wochen rückwirkend ab dem 1. Tag diese Unterstützungsleistung geben. Die WKO fordert von der SVA als Versichertengemeinschaft der Selbstständigen einen weiteren Aus- bau der Gesundheitsförderungsprogramme: • Einführung der Vorsorgeuntersuchung Plus
Personalisierte Vorsorgeuntersuchen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
• Österreichweites Angebot Gesundheitscheck Junior
Kinder von Selbstständigen im Alter von sechs bis 17 Jahren können von einem Gesund heitscheck Gebrauch machen.
• Ausbau eines Gesundheitsclubs mit gesundheitsfördernden Maßnahmen
Attraktive Vergünstigungen für verschiedene Zielgruppen unter den Versicherten in Zusam menarbeit mit regionalen Partnern aus Gesundheit, Fitness und Freizeit. WK FÜR EPUS
Weiterbildung für EPU: 2 weitere kostenlose Webinare
Erstmals bietet die Wirtschaftskammer österreichweit Ein-Personen-Unternehmen die Möglich-
keit, Weiterbildung in Form von kostenlosen Webinaren („Web-Seminaren") von zu Hause aus zu
Die Webinare sind durch ein verstärktes Maß an Interaktivität im Rahmen einer Live-Veranstaltung
charakterisiert. Eine beliebig große Gruppe (bis zu max. 500 Teilnehmer) kann an der Veranstaltung teilnehmen. Bei dieser speziellen Form des Webinars kommen mehrere Kameras zum Einsatz und
die Experten präsentieren ihre Inhalte in einem Setting, das einer Interviewsituation entspricht.
Das Format ist den Teilnehmern von Interviewsituationen aus dem TV bekannt, wobei Fragen und
Rückmeldungen der Teilnehmer hier bereits im Rahmen der Onlineveranstaltung live behandelt wer- den können. Die Fragen werden über Chat gestellt und von den Experten live beantwortet. Der Ein-
satz von Folien, Simulationen, Videos und Unterlagen während des Expertengesprächs unterstreicht
und verdeutlicht den Inhalt. Nützen Sie Ihre Chance! Speziell für Ein-Personen-Unternehmen gibt es nach den ersten beiden Seminaren (Online-Marke-
ting für EPU, Neukundengewinnung) 2 weitere Themen: • Mein unternehmerisches ICH
Ihre Vorteile: Sie erhalten einen kostenlosen Top-Vortrag. Es fallen keine Wegzeiten oder Anfahrts-
kosten an. Sie können unkompliziert von Ihrem PC von zu Hause aus teilnehmen. So kommen Sie zu Ihrem Webinar: auf Webinar-Thema klicken Anmeldelink klicken und anmelden Bestätigungsemail kommt Zur Durchführung:• Lautsprecher aktivieren zugesendeten Teilnamelink klicken Fenster zum Webinar öffnet sich WIE GESUNDE ENTWICKLUNG MÖGLICH IST
Symposium für Salutogenese in Berlin diskutierte
Salutogenese in Gesundheits-, Sozial- und Bildungsberufen
Bericht von Rolf Bastian „Ist Heilung möglich? Und: Kann die Menschheit gerettet werden?" Diese zwei Fragen formulierte kein Arzt, kein Philosoph und kein anderer Wis- senschaftler. Vielmehr stellte sie der Taxifahrer, der den israelischen Philosophen Dr. Yeshayahu Ben- Aharon zu seinem Vortrag in die Alice-Salomon- Hochschule (ASH) im Berliner Stadtteil Marzahn- Hellersdorf fuhr, in der vom 2. – 4. Mai 2014 das zweite vom Dachverband Salutogenese in Koo- peration mit dem Kooperationsverbund Gesunde Hochschulen und der ASH ausgerichtete Sympo- sium stattfand. Er traf damit intuitiv den Kern der Salutogenese: Verknüpft sie doch die theoretische mit einer lebenspraktischen Perspektive, sieht Heilen als einen Prozess an - und nicht zuletzt als ein universelles Prinzip, welches das Individuum prägt, aber gleichzeitig über es hinausweist. Dass sie außerdem eine professionelle Fragestellung beinhaltet, drückte das Thema des Symposiums aus: „Salutogenese in Gesundheits-, Sozial- und Bildungsberufen. Eine Wende zur Selbstorganisation Heilung schafft Neues
Wie entsteht Gesundheit? Diese Frage stand explizit oder implizit hinter den Vorträgen und den Dis-
kussionen im Audimax und den Seminarräumen der ASH. Einige der mehr als 100 TeilnehmerInnen setzten sich neu mit dem Thema Salutogenese auseinander, andere sind im Rahmen ihres Studiums darauf gestoßen oder beschäftigen sich professionell schon seit Jahren damit.
Ben-Aharon stellte im Hauptvortrag am dritten Tag die Frage in einen globalen, kulturellen Kontext, der die vorausgegangenen Diskussionen zusammenführte. Kohärenz sei dynamisch. Anknüpfend an Aaron Antonovsky beschrieb er Gesundheit als einen Werdeprozess, in dem sie gegen die Krank- heitstendenz immer wieder errungen werden müsse. Bei Heilung entstehe etwas Neues. Die Post- strukturalisten – wie Deleuze, Foucault und Derrida – hätten philosophisch dieselbe Frage formuliert: Wie entwickeln sich Gestalt und Struktur aus einer unstrukturierten Welt? Die Frage nach der Gesun- dung unterscheide sich letztlich nicht von der nach Neuem in Wissenschaft, Politik, Philosophie und Kunst, sei also universell - womit Gesundheit ihrerseits künstlerische Momente enthalte. Dynamische und systemische Sicht
Dynamik und universelles, damit systemisches Verständnis als die wesentlichen Aspekte von Ge-
sundheit hatte Theodor Petzold, Arzt und Sprecher des Dachverbands Salutogenese, bereits in sei- ner Einführung herausgearbeitet. Der Schaffensprozess sei mit der Frage verknüpft, wie aus Chaos Ordnung entsteht. Alle lebendigen dynamischen Vorgänge folgten dem Prinzip der Selbstregulation, die sich an attraktiven Zielen ausrichtet, wobei der übergeordnete Attraktor die Kohärenz sei, „der WIE GESUNDE ENTWICKLUNG MÖGLICH IST
wichtigste Begriff in allen Lebenswissenschaften". Damit könnten wir uns der Frage nähern, „wie der Mensch eine derart lebendige, dynamische und komplexe Ordnung herstellen und über lange Zeit aufrecht erhalten kann." Im diesem Modell – konkretisiert als iterativer Kreislauf von Wahrnehmen (der eigenen Bedürfnisse), Handeln (unter Nutzung interner und externer Ressourcen) und Reflektie- ren, Verstehen und Lernen (Bilanzieren der Handlung) – könne Gesundheit als eine ständige Annä- herung an den von der WHO definierten Idealzustand des „vollständigen Wohlbefindens" verstanden In diesem Prozess wird das Individuum nicht isoliert betrachtet, sondern in Resonanz zu seinen Bezugssystemen: dem sozialen Umfeld, kulturellen Institutionen wie Schule, Beruf, Staat usw., aber auch der globalen und universellen/spirituellen Dimension. Sie besitzen jeweils eine eigene Kommu- nikation und Kohärenz, und das Kleine entwickelt sich in Resonanz zum Großen (sichtbar etwa im Verhältnis Kind-Familie). Diese systemische Sichtweise erweitert den Ansatz von Antonovsky – und folgt damit durchaus dessen Verständnis der relativ jungen Salutogenese, der er prophezeit hatte, dass sie „eine lange Geschichte vor sich hat", also noch gestaltungsfähig ist. Wurzeln sozialer Kohärenz
Wie lassen sich individuelle und soziale Kohärenz verbinden? Dieser Frage widmete sich am ersten
Tag der Arzt Dr. med. Eckhard Schiffer. Angeregt hatte ihn ein Vortrag Antonovskys 1990 in Deutsch- land: Der Begründer der Salutogenese hatte sich dort mit der Frage beschäftigt, ob NS-Schergen, religiöse Fundamentalisten und Finanzhaie ein starkes Kohärenzgefühl besitzen könnten – und sie widerstrebend bejaht: Salutogene Orientierung mache keine Vorschläge für ein moralisches Leben. Kohärenzgefühl sei durchaus mit skrupellosem Verhalten vereinbar, könne sogar auf Kosten der Op- fer erreicht werden, etwa wenn Menschen zur Abwehr des eigenen Leids andere leiden ließen.
Können wir nun, fragte Schiffer, mit einem erweiterten Verständnis sozialer Salutogenese der Wech- selbeziehung zwischen der Verfasstheit von Individuum und Gesellschaft besser Rechnung tragen, indem wir Kohärenz an ethisches Han- deln koppeln? Was aber ist das Binde- glied? Gruppenkohärenz trete auch bei Organisationen wie der Mafia auf. Einen Schritt weiter brachte ihn eines ihrer Ele- mente: Heute, da immer mehr Menschen zu den Verlierern im entfesselten Kon- kurrenzkampf zählten, forderten viele ein auf die Gesellschaft ausgewei-tetes Fair Play. Eventuell sei es sinnvoll, den SOC- Fragebogen um Fragen zu erweitern, die auf förderliche Momente nicht nur see- lischer, sondern auch sozialer Gesund- heit zielen: Empathie, Sozialkompetenz, Respekt, Toleranz etc.
Aber: „Fair-Play lässt sich nicht verordnen", stellte Schiffer klar. Menschlichkeit, gar Liebe als mora- lische Forderung, als „Muss" zu postulieren, führe schnell zur Etablierung sog. ‚falscher Identitäten‘. Das aber widerspricht dem salutogenen Ziel eines autonomen Individuums, das sich an seinen Be- dürfnissen orientiert. Kann sozial kohärentes Verhalten ein Bedürfnis, ein Attraktor sein? Hier schlug Schiffer die Brücke zur Wurzel menschlicher Verbundenheit: der in frühkindlichen Lächeldialogen WIE GESUNDE ENTWICKLUNG MÖGLICH IST
erlebten Erfahrung, ein wertvolles Geschenk zu sein. Diese Spiegelung durch Mutter, Vater und an- dere Menschen lege ein „Gedächtnis der Liebe" an, das sich im Leben immer wieder aktivieren lasse. Solche „Augenblicke der Begegnung" ließen sich aber nicht verordnen oder trainieren, sondern nur erleben, am besten in Spielen. Schiffer berichtete von Erfahrungen an Schulen mit Rollenspielen, in denen Jugendliche nicht belohnt werden, indem sie den anderen besiegen, sondern ihn wahrneh- men. „Die in der Begegnung entstehenden Lächeldialoge, die mit positiv-liebevoller Wahrnehmung verknüpft sind, haben selbst schweres Mobbing aufgelöst." Seine Schlussfolgerung: „Das Salutoge- nese-Modell ist durch soziale Gesundheit sowohl ergänzungswürdig als auch ergänzungsfähig".
Die Resonanz des Auditoriums ließ spüren, dass dieser Ansatz einen „Missing Link" im umfassenden Salutogenese-Verständnis bildete. Die Erfahrung der Liebe am Beginn unseres Lebens schafft Ver- bundenheit mit uns selbst, unseren Mitmenschen und dem Sein an sich. Sie entfaltet das Bedürfnis, zu lieben und geliebt zu werden, das die Grundlage sozialer Kohärenz ist: Wem gegeben wurde, der kann geben. Selbst wenn sie verschüttet ist, kann sie wieder aktiviert werden, denn kein Mensch ist ohne Liebe, sonst wäre er tot. „Wenn wir das Leben einfach leben", so Petzold in seinem Resümee dieses Vortrags, „ist es salutogen - bevor wir überhaupt an Moral denken." Triebfedern sind heute Geld und Angst
Individuelle und soziale Gesundheit entwickeln sich unter Bedingungen, die Kohärenz fördern oder
stören können. Zwei Blöcke beleuchteten ausführlich Situation und Entwicklungsmöglichkeiten un- seres Gesellschafts-, Wirtschafts- und Gesundheitssystems. Prof. Dr. med. Eberhard Göpel vom Kooperationsverbund Hochschule für Gesundheit verknüpfte das Thema Gesundheitsförderung mit bürgerschaftlicher und beruflicher Kompetenz; im interaktiv angelegten Hauptvortrag des zweiten Tages sprachen Dr. med. Ellis Huber, Prof. Dr. Bernd Fittkau und Dorothée Remmler-Bellen vom Bundesverband Deutscher Präventologen über salutogene Heilkultur und Gesundheitssystem.
Bei der Bestandsaufnahme herrschte Konsens: Die Monopolisierung und Ökonomisierung aller Be- reiche prägten auch das Gesundheitssystem; die Menschen sollten als unmündige Konsumenten stillgelegt werden. Als Folge, so Göpel, scheiterten viele bereits an ihrer grundlegenden Lebens- gestaltung wie Ernährung, Bewegung usw. Der gesellschaftlich dominante Attraktor, das Geld, sei auch der zentrale Treiber des Gesundheitssystems, betonte Fittkau. „Es belohnt diejenigen, die daran verdienen wollen, und orientiert sich an den Wohlhabenden zu Lasten der Bedürftigen." Eine weitere Triebfeder, obwohl pathogen und Grund vieler Krankheiten, werde ebenfalls gern genutzt: „Die Mar- ketingstrategie der Pharmaindustrie basiert auf Angst", sagte Huber. Als Beispiel verwies er auf den massiven staatlichen Ankauf von Tamiflu vor einigen Jahren, bei der ängstigende Fernsehbilder einer drohenden Vogelgrippen-Epidemie verbreitet wurden. „In 14 Tagen stellten allein in Deutschland die Behörden aus Steuermitteln zweistellige Millionenbeträge bereit, und das Zeug liegt nun auf Halde. Wir hatten 20 Jahre lang versucht, ähnlich viel Geld für die Prävention zu bekommen – ohne Erfolg." Elemente eines salutogenen Gesundheitssystems
Wie kann hier Neues im Sinn einer Heilung entstehen? Göpel nannte einige gesundheitsfördernde
Ziele. Selbstregulation und –Verantwortung sollten Unmündigkeit und Konsumentenhaltung überwin- den; eine sinnstiftende, intergenerative Lebenssicht die trostlose individualistisch-lineare Perspek- tive ablösen, deren Fixpunkte Geburt und Tod sind. Die Wissenschaft benötige ein integrierendes Konzept, das beispielsweise das Körpermodell um ein Persönlichkeitsmodell ergänzt, Sachlogik um WIE GESUNDE ENTWICKLUNG MÖGLICH IST
Sinnlogik und Kausalorientierung um Ergebnisbetrachtung. Dazu könnten auch intelligente Denkan- sätze aufgegriffen werden, die schon in den 60er und 70er Jahren entwickelt, jedoch in der folgenden neoliberalen Offensive weitgehend ignoriert wurden. Als Beispiele zitierte er Buchtitel wie „Entmün- digung durch Experten" von Ivan Illich, „Der wiederentdeckte Körper" von Helmut Milz, „Gesundheit fördern, statt kontrollieren" von Alf Trojan/Brigitte Stumm und andere Arbeiten. Solche Ziele erfordern neue Steuerungsgrößen in allen Systemen. Fittkau plädierte für eine Gemein- wohl-Ökonomie, welche die Zweck-Mittel-Vertauschung im Wirtschaftssystem korrigiert, denn Geld biete keine sinnstiftenden Ziele. Ein salutogenes Gesundheitssystem sollte Verhalten belohnen, das der Gemeinschaft dient, Kooperation und Solidarität fördern, eine flächendeckende Prävention si- chern und die Transformation einer angstgeprägten Misstrauenskultur in eine Vertrauenskultur unter- stützen. Remmler-Bellen forderte die Stärkung sozialer Resilienz, gesellschaftlicher Integration und die Entfaltung der individuellen Gesundheitskräfte. Huber wollte das Krankheitsverwaltungssystem letztlich in ein echtes Gesundheitssystem verwandelt sehen, das die Verhältnisse mit den Menschen gestaltet, nicht für sie. Es müsse „die Wunden heilen können, die ein entfesselter Kapitalismus in die Bevölkerung schlägt" und zu einer „gesunden Marktwirtschaft" beitragen. Insgesamt müssten die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass sie den Menschen gut tun, betonte Göpel. Dazu seien partnerschaftliche Konzepte notwendig: öffentliche Einrichtungen, die soziale Gemeinschaft, soziale Anerkennung, gewaltfreie Konfliktlösung usw. unterstützen, sowie übergreifende Verantwortungsgemeinschaften von Gemeinden und Hochschulen, die sowohl sozi- ale als auch gesundheitliche Chancenungleichheiten zu reduzieren versuchen. Schon heute gibt es Netzwerke, die sich in diesem Sinne engagieren, etwa , und Workshops zeigten, wo eine salutogene Entwicklung auf kommunaler Ebene begonnen hat: Etwa im Berliner Bezirk Marzahn- Hellersdorf, in dem gesundheitsfördernde Projekte umgesetzt wurden, oder in der Schweiz, aus der ein Teilnehmer, Dr. Deppeler, der abschließenden Fishbowl-Runde von einem Best-Practice-Projekt berichtete. Im Rahmen einer „Community Empowerment" wurde die Bevölkerung dort gefragt: Was Konsequenzen für Gesundheitsberufe
Die praktischen Konsequenzen der Salutogenese für die Gesundheitsberufe hatte Petzold in seiner
Einführung umrissen. Sie betreffen insbesondere das Verhältnis zum Patienten: Er ist nicht Konsu- ment, sondern Partner, der in einem kooperativen Prozess in seiner Selbstregulation gestärkt werden soll. Dabei müsse der Behandler im Sinne des Gesundheits-Krankheits-Kontinuums immer die ge- sunden Anteile sehen und fördern – selbst bei schwersten (auch chronischen) Erkrankungen. Wie diese Ansätze in die Mediziner-Ausbildung einfließen können, berichtete Prof. Dr. med. Ulrich Schwantes, der an der Medizinischen Hochschule Brandenburg i.Gr. (Neuruppin) einen Reformstudi- engang initiiert hat. Das Medizinstudium sei heute geprägt von Zeitdruck, Stress, sinnentfremdetem Lernen mit entwertenden Leistungshürden, ständiger Konkurrenz und weitgehender Praxisferne. „Vieles ist nicht verstehbar, nicht machbar, zeigt wenig Sinn". Beispielsweise gebe es 14.500 offiziell gelistete Krankheiten, welche die Studenten lernen müssten; der Hausarzt treffe jedoch im Jahr al- lenfalls auf 300. Der salutogenetisch orientierte Studiengang will Praxisbezug ab dem 1. Semester sicherstellen – unter anderem mit Simulationspatienten - und emotionale Lernziele integrieren. Die WIE GESUNDE ENTWICKLUNG MÖGLICH IST
künftigen Ärzte sollen beobachtetes und eigenes Verhalten reflektieren, Patienten als autonomen Kooperationspartner akzeptieren, entwertende Gefühle im Umgang mit ihnen wahrnehmen und auch nonverbale Kommunikationsmittel einsetzen können. Das Studium ist modular aufgebaut, setzt auf Teamarbeit und Kooperation, lässt viel Zeit für das Selbststudium. Mit dem Akronym TRIK umriss Schwantes die neuen Grundsätze: Teamarbeit, Reflexion, Interaktion, Kommunikation.
Gibt es bereits salutogenetisch orien- tierte Lehrangebote? Als Studienobjekt bot sich die gastgebende Hochschule an: Verfolgt sie doch sei vielen Jahren die Professionalisierung von Gesund- heits-, Sozial- und Bildungsberufen und begreift sich als gesundheitsfördernde Organisation; ihr Leitbild ist stark auf Ressourcen ausgerichtet. Im Hauptvor- trag des ersten Tages berichteten Prof. Dr. Anja Voss und Prof. Dr. Gesine Bär von der ASH, inwieweit Salutogenese in den Ausbildungsinhalten der Hochschu- le ihren Ausdruck findet. Dazu hatten sie Abschlussarbeiten der letzten Jahre ausgewertet. Die Antwort ist noch recht unbefriedigend: Der Begriff Salutogenese wurde kaum ver- wendet, ebenso wenig als Seminartitel. „Das ist erstaunlich, wenn man bedenkt, welche Kernkom- petenzen - Achtsamkeit, Ressourcenorientierung etc. - wir voraussetzen." Viele Elemente der Salu- togenese seien zwar im Lehrangebot enthalten, das Gesamtkonzept als solches leide aber offenbar noch an mangelndem Theorie-Praxis-Transfer. Dabei eigne es sich sehr gut zur Integration des breit- gefächerten Studienangebots. So könnte das Symposium - wie es der Rektor der ASH, Prof. Dr. Uwe Bettig, bereits in seiner Begrüßung formuliert hatte – Inspiration gewesen sein, diesen Ansatz an der Hochschule noch stärker zu verankern.
Gesundheitsfördernde Methoden
Mit welchen Methoden das Individuum gesundheitsfördernd angeregt werden kann, beleuchteten
zahlreiche Workshops. Sie reichten von körperorientierten Ansätzen über Themen wie Genogramm, Beziehungsgestaltung, Supervision, selbstorganisierende Hypnose, spirituelle Psychotherapie, Ge- sundheitskultur in Teams bis zu Gesundheitsschutz und Salutogenese in Kitas, Schulen und Studien- seminaren oder betrieblichen Führungsmodellen, die Resilienz und Gemeinwohl fördern.
Im Workshop zum Thema Salutogene Kommunikation und Kooperation verwies Petzold auf die bahnbrechenden Arbeiten des Anthropologen Michael Tomasello mit Kleinkindern, der herausgefun- den hat, dass der Wunsch nach Zusammenarbeit ein angeborenes menschliches Bedürfnis ist. Damit ist neben dem Gedächtnis der Liebe ein zweites Modul identifiziert, das individuelle mit sozialer und hier insbesondere kultureller Kohärenz innerlich verbindet. Misslingt Kooperation, ärgern wir uns. In Dreiergruppen versuchten die Teilnehmer, sich an einen Moment großen Ärgers zu erinnern und das Bedürfnis nach Zusammenarbeit anders zu kommunizieren als durch Ausagieren dieser Emotion. WIE GESUNDE ENTWICKLUNG MÖGLICH IST
Die Schwierigkeiten, die viele hatten, verdeutlichten: Der Schritt vom präverbalen Ausdruck von Be- dürfnissen zu deren sprachlichen Artikulation im kulturellen Umfeld ist ein Kohärenzübergang, der oft der Hilfestellung bedarf.- Damit war ein zentrales Thema des Symposiums berührt, denn systemver- ändernde Neuerungen sind in der Regel Kohärenzübergänge. Wie kann dieser Wandel angestoßen, wie gestaltet werden? Heilung durch Ereignisse
Auslöser des Kohärenzübergangs kann ein (spirituelles) Ereignis ein. Dies ist das Forschungsthema
von Dr. Ben-Aharon. Der Wissenschaftler und Aktivist - der den Kibbutz Harduf sowie israelische und internationale Organisationen gegründet hat - schilderte ein bewegendes Ereignis aus dem Jahr 2003, nachdem in Israel die zweite Intifada ausgebrochen war. Die Stimmung war damals sehr ag- gressiv und hasserfüllt. Viele Menschen, die jahrelang versucht hatten, zwischen Juden und Palästi- nensern Brücken zu bauen, waren verzweifelt. Emil Shoufani, palästinensischer israelischer Staatsbürger und höchster Geistlicher der grie- chisch-katholischen Kirche in Nazareth, begriff, dass Methoden wie Dialoge nicht mehr ausreich- ten; etwas Neues war erforderlich. Seine Inspirati- on: Die Araber könnten die Juden nicht verstehen, solange sie die Geschichte von Auschwitz nicht kennen, und die Juden hätten kein Vertrauen zu Arabern, solange diese die Juden nicht verstehen. Er verfasste gemeinsam mit einem islamischen Araber und einem palästinensischen Ex-Kommu- nisten einen Aufruf, und nach intensiver Vorberei- tung reisten rund 250 Menschen - israelische Ju- den, muslimische und christliche israelische Araber - für fünf Tage nach Ausschwitz mit der Idee: Der Ort der tiefsten Wunde und des tiefsten Schmerzes sollte Ort der größten Heilung sein. Das erforderte Mut, denn viele wurden auch von ihren eigenen Leuten kritisiert.
Den heilenden Kern dieses Ereignisses schilderte Ben-Aharon mit den Worten eines Freundes, einem islamischen, laizistischen Araber. „Nach einigen Tagen sagte eine jüdische Frau plötzlich, dass sie als achtjähriges Kind hier interniert war und ihre Mutter umgebracht wurde. Ich hatte das Gefühl, der Boden tue sich auf. Da sprach ich auf Arabisch ein islamisches Gebet für die jüdische Tote. Ein Freund, ein gläubiger Moslem, protestierte: Dieses Gebet sei nur für Moslems; das war die archety- pische Reaktion. Ich sagte: Nein, es ist für alle Menschen, und er akzeptierte das. Wir spürten, dass wir alle Menschen sind – wir hatten das Universelle gefunden. Wir kamen völlig verändert zurück, es war eine Lebensinitiation." Im Moment des größten Schmerzes entstand eine neue Kohärenz der Liebe, die so nicht in der Welt gewesen war. Sie ist nichtlokal und nichtlinear, kann universell wirken.
Die Reise sei ein Jahr lang öffentlich diskutiert worden, so Ben-Aharon; der heilende Effekt sei noch zu spüren. Zwar habe sich die politische Lage nicht geändert. „Aber es gibt zwei Arten von Geschich- te: Die äußere - hier müssen wir oft verzweifeln – und die innere, bei der die Frage im Zentrum steht, wie Heilung möglich ist." Und, Shoufani zitierend: „Wir haben Israel für alle Zeiten verwandelt, indem wir etwas Neues als Keim angelegt haben. Es ist eine ethische Tatsache geworden." Wann das Neue WIE GESUNDE ENTWICKLUNG MÖGLICH IST
sich zeigt, wisse man nicht. Heilung sei ein fortwährender Prozess des Werdens. Sie finde statt, wo eine Wunde ist. Wichtig sei, dass man die richtigen Fragen stelle – dann kämen die Antworten.
Ben-Aharon betonte, im Rückblick glaube man oft, die Entwicklung sei logisch-linear verlaufen und das Neue habe so kommen müssen. Das sei jedoch eine nachträgliche Konstruktion. In der Vorschau und im Ereignen sei es immer eine Überraschung. „Neues ist etwas Neues." Der historische Moment des Durchbruchs sei eine andere Dimension. „Das ist das Schöpferische." Das Symposium als Ereignis
War das Symposium ein heilendes Ereignis? Diese Frage zu stellen ist angesichts des geschilderten
erschütternden Beispiels fast vermessen, dennoch notwendig. Resonanz nach innen war in den in- teraktiven Sessions wie auch dem von Marianne Klues-Ketels geleiteten World-Café zu sehen: Hier entstand eine Fülle kreativer Ideen, wie wir selbst salutogen/kooperativ wirksam sein und wie über- geordnete Instanzen Salutogenese fördern können. Kann diese Resonanz verändernd auf die Gesellschaft ausstrahlen? Auch diese Frage kann vor- sichtig bejaht werden. Einmal sicherlich über die in der Fishbowl-Runde angeregten Multiplikatoren- Netzwerke und Öffentlichkeitsarbeit mit dem Resümee, dass es ganz wesentlich und vorrangig da- rum geht, in allen gesellschaftlichen Bereichen die Fragestellung der Salutogenese zu verfolgen: Wie können Menschen sich gesund entwickeln? Auch gibt es jetzt ein „Salutogenese-TV" mit Aufnahmen vom Symposium. Vor allem aber war eine Gemeinsamkeit des Optimismus zu spüren, der umso bemerkenswerter war, als zeitgleich zum Symposium die äußere weltpolitische Lage (s. Ukraine) wieder einmal unter antagonistischen Sichtweisen - entweder-oder, wir-ihr, gut-böse – sich beäng- stigend zuspitzte. Geradezu greifbar wurde dieser Optimismus in dem Dokumentarfilm „Junge Stim- men" von Anne Nielsen und Heidrun Bühler, in dem Jugendliche gefragt wurden, was für sie ein gutes Leben ausmache und was sie sich wünschten. Auf berührende Weise wurde spürbar, welch guten Kontakt diese jungen Menschen zu ihren Bedürfnissen haben: Zwar durchaus eine klare Sicht auf ihre individuellen, auch materiellen Wünsche – wie Sicherheit in Ausbildung, Beruf und Rente – aber ebenso große Nähe zu sozialen, kulturellen, globalen, ethischen und spirituellen Zielen, die sie ganz selbstverständlich in ihre Lebensperspektive integrieren. Diese Kohärenz war etwas Neues, das jetzt ebenfalls in der Welt ist - und etwas mehr Hoffnung auf Gesundung macht.
ÖGL Österr.Gesel schaft f. Lebensberatung, Am Mühlenteich 1 Hafnerstraße 16, 4020 Linz in Kooperation mit BG Lebens- u.Sozialberatung, Wirt- 37581 Bad Gandersheim schaftskammer OÖ • Für den Inhalt verant- Gestaltung u. Layout: Schuller & Kneidin- ger Kommunikationsberatung – Kontakt, Redaktion und Verteilerliste
c/o Alice Salomon Hochschule Alice Salomon Platz 5 EUR 15,–/Jahr + Spenden erbeten an:
ÖGL KtoNr. 721-0590.87, BLZ 15.000,
Vermeidung von psychischen Belastungen am Arbeitsplatz
Seit 1. Jänner 2013 verpflichtet das Arbeitnehmerschutzgesetz Unternehmen ausdrücklich dazu,
dass sie ihre Mitarbeiter neben körperlichen Gefahren auch vor psychischen Belastungen schützen. Dazu wurden auch die §§ 4 und 7 des Gesetzes geändert.
Psychische Belastungen ergeben sich aus den vielfältigen Einflüssen und Anforderungen, die am Ar-
beitsplatz auf die Beschäftigten einwirken. Dies betrifft die Gestaltung der Arbeitsplätze, den Einsatz von Arbeitsmitteln und die Gestaltung der Arbeitsabläufe und -organisation. • Häufige Arbeitsunterbrechungen, • widersprüchliche Ziele, • wenig Planungsmöglichkeiten, • monotone Tätigkeiten und • unklare Arbeitszeiten verstärken die Gefahr.
Im ersten Schritt ist es notwendig, mögliche psychische Fehlbelastungen an Arbeitsplätzen systema-
tisch zu ermitteln. Im zweiten Schritt müssen Maßnahmen zur Gefahrenverhütung für kritisch beur- teilte Arbeitsplätze erarbeitet und festgelegt werden. Diese beiden Schritte stellen die so genannte Arbeitsplatzevaluierung bezüglich psychischer Belastungen dar. Ihre Ergebnisse sind schriftlich im Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument festzuhalten. Im dritten Schritt werden die vorgese- henen Maßnahmen umgesetzt.
LSB: Die ideale Berufsgruppe für Stressprävention
Laut unserem Tätigkeitskatalog sind wir die ideale Berufsgruppe für die Begleitung bei der Evalu-
ierung. Im Text steht unter anderem wörtlich bei Absatz 1.1.2 berufliche Themen: . Zeitmanage- ment und Umgang mit Stress, Unterstützung bei spezifischen Themen der Berufsfähigkeit (Burnout, Mobbing). Alltags- und Arbeitsorganisation. Psychohygiene d.h. Entwicklung eines gesunden Um- AUFGABEN von betrieblichem/betrieblicher StresspräventionsmoderatorIn
1. ZIEL DIESER FUNKTION
Die Person unterstützt die Menschen in ihrer Gesundheitserhaltung und hilft dem Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht im Rahmen des Arbeitnehmerschutzgesetzes § 7 ASchG nachzukommen.
2. BETRIEBSINTERNE MODERATORIN FÜR STRESSPRÄVENTION
a. Gibt bei Auffälligkeiten und Gefährdungen direkt Information an die Betroffenen.
b. Führt intern die Evaluierung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz für Tätig keitsgruppen durch.
Überprüft die Wirkung der gesetzten Maßnahmen.
Erstellt das Gesundheitsschutzdokument.
Führt Nachevaluierungen durch.
Überprüft die Verhältnisse bei neuen Arbeitsplätzen auf Stressfaktoren.
Weist die Geschäftsführung auf Gefährdungen hin.
c. Vernetzt die MA mit Experten, Coaches, Psychologen,… d. Führt Aktionen und Projekte durch, die der Stressprävention und der Gesundheit der e. Schafft Bewusstseinsbildung bei den Menschen im Betrieb f. Gibt Wissen weiter oder übergibt Wissen zum eigenverantwortlichen Umgang.
g. Anlaufstelle für Mitarbeiter/innen, Arbeitsmediziner, Arbeitspsychologen Funktionsbedingt passen auch Aufgaben dazu wie: • Anlaufstelle für Burnout-bedingte Fragen und Anliegen • ArbeitnehmerInnenschutzbeauftragter des gesamten Betriebes • Coaching und psychologische Beratung • Mobbing – Mediator B) WELCHE ROLLE NIMMT DER STRESSPRÄVENTIONSMODERATOR IM BETRIEB EIN?
Die Person nimmt eine neutrale Rolle gegenüber Arbeitnehmer und Arbeitgeber ein – er konzen-
triert sich auf die Optimierung der Arbeitsbedingungen auf Vermeidung von Stressbelastungen. Ein menschengerechtes Denken und Handeln wird vorausgesetzt.
3. BETRIEBSEXTERNE MODERATORIN FÜR STRESSPRÄVENTION
a. Führt als externe/r Dienstleister/in die Evaluierung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz für Tätigkeitsgruppen durch.
Bereitet das Gesundheitsschutzdokument vor oder gibt Unterstützung bei der Erstellung des Gesundheitsschutzdokumentes.
b. Stellt sein Expertenwissen in Bezug auf Stress auslösende Faktoren zur Verfügung.
c. Sensibilisiert die Mitarbeiter/innen in Bezug auf mögliche Gefahren aus seinem Erfahrungswissen.
d. Bietet Vorträge und Workshops an, die der Stressprävention der MA dienen und schafft damit Bewusstseinsbildung bei den einzelnen Personen.
e. Gibt den MA die Möglichkeit bei individuellen und vertraulichen Coachinggesprächen den Umgang mit Stress zu reflektieren.
B) WELCHE ROLLE NIMMT DIE/DER EXTERNE STRESSPRÄVENTIONSMODERATORIN
IM BETRIEB EIN?
Die Person nimmt eine neutrale Rolle gegenüber Arbeitnehmer und Arbeitgeber ein – sie/er konzentriert sich auf einen optimalen Prozessablauf während der Evaluierungsphase. Ein men- schengerechtes Denken und Handeln wird vorausgesetzt.
Zweitägige Aufschulung zum/zur betrieb-
lichen StresspräventionsmoderatorIn
Professionelle Begleitung von Klein- und Mittel-
betrieben bei der (verpflichtenden) Evaluierung zur Vermeidung von psychischer Belastung am Arbeitsplatz. Detailinfos unter +43 7613/45000 Zwei Termine zur Auswahl:
Donnerstag, 16. Oktober und Freitag, 17. Oktober 2014
Donnerstag, 04. Dezember und Freitag, 05. Dezember 2014
Kosten: Euro 348,- (für ÖGL Mitglieder Euro 298)
Institut Huemer Gemeinnützige GmbH, Fachwerk für Stressprävention, Familien- und
Auf in die Selbstständigkeit – Teil 5
Ausgewählte Wahlmöglichkeiten (Optionen) in der
gesetzlichen Sozialversicherung (Teil 1)
Um bessere Leistungen aus der gesetzlichen Sozialversicherung zu beziehen, gibt es eine Vielzahl von Wahlmöglichkeiten in den einzelnen Zweigen der gesetzlichen Sozialversicherung. In Folge wer- den die Wahlmöglichkeiten in der Unfallversicherung und in der Krankenversicherung erläutert, die zu einer Verbesserung des Versicherungsschutzes führen – in diesem Zusammenhang werden - die zusätzlichen Leistungen (Werte 2014), - die zusätzlichen Beiträge (Werte 2014),sowie - die steuerliche Behandlung der Beiträge und der Leistungen Beiträge und Leistungen
Der verpflichtende Unfallversicherungsbeitrag für Selbständige beträgt EUR 104,04/Jahr. Im Falle von Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen leistet der Unfallversicherungsträger in Form einer monat- lichen steuerfreien Versehrtenrente, sofern die Erwerbsfähigkeit um mindestens 20 % vermindert ist.
Die Versehrtenrente beläuft sich aufgrund des Pflichtbeitrages auf folgende Beträge: Erwerbsminderung Erwerbsminderung Um einen besseren Schutz zu erreichen, kann durch höhere Beiträge die Leistung wesentlich erhöht Zusätzlicher Beitrag Erwerbsminderung Erwerbsminderung 156,15 355,04 1.065,12 2.662,79 Die Höherversicherung kann jederzeit beantragt werden und beginnt mit dem auf das Einlangen der Anmeldung folgenden Tag.
Steuerliche Behandlung der Beiträge und der Leistungen
Die einbezahlten Höherversicherungsbeiträge stellen Sonderausgaben im Rahmen der sogenannten Topfsonderausgaben dar (maximal kann ein Viertel geltend gemacht werden – der Betrag wird bei Einkünften über EUR 36.400,00 zudem sukzessive reduziert).
Laut dem Gesetz sind lediglich Bezüge aus einer gesetzlichen Unfallversorgung steuerfrei – Leis- tungen im Zusammenhang mit der freiwilligen Höherversicherung sind daher steuerpflichtige Be- Unser Tipp:
Fragen Sie Ihren Steuerberater zu diesem Thema bzw. beraten auch wir Sie gerne. In einem persön- lichen Gespräch lassen sich die verschiedene Möglichkeiten besser darstellen.
In unseren nächsten Ausgaben beschäftigen wir uns mit weiteren Themen aus dem Bereich der So- zialversicherung. Zögern Sie nicht uns Ihre Fragen zum Thema Steuern und Sozialversicherung zu senden, wir werden nach Möglichkeit gerne in den nächsten Beiträgen darauf eingehen.
Pillweinstraße 30, 4020 Linz Eva-Maria Ganner Tel.: 0732 / 66 63 61 22 Interuniversitäres Kolleg für Gesundheit
und Entwicklung Graz / Schloss Seggau
Der akademische Grad „MEd" weist in der interdis-
ziplinären Arbeit im Gesundheits-, Erziehungs- und Bildungsbereich eine zusätzliche Qualifikation für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nach. Am Interuni- ) steht der Universi- tätslehrgang zum MEd Lebens- und SozialberaterInnen offen, die sich mit Angehörigen anderer psychosozialer Berufe (PsychotherapeutInnen, SozialarbeiterInnen, …) zu Entwicklungs-spezifischen Themen vernetzen möchten. Neben der abgeschlossenen Ausbildung als Lebens- und SozialberaterIn sind für die Teilnahme min- destens vier Jahre berufliche Vorerfahrung notwendig.
Es gibt viele Gründe, auch wenn man schon mitten im Beruf steht, als Studentin oder Student in eine akademische Weiterbildung zu investieren. Etwa, mehr Wissen und vertiefte Kompetenz für die eigene Arbeit zu erwerben, vermehrt im Erziehungs- und Bildungsbereich tätig werden zu können, die eigene Qualifikation mit einem akademischen Abschluss abzurunden. Oder, als Angehörige oder Angehöriger eines helfenden Berufes einmal zurückzutreten und sich zu fragen, wo man selber steht und wohin man gehen will. Das Team des Interuniversitären Kolleg hat diese Anliegen gebündelt und seit 1999 verschiedene Masterprogramme entworfen. „Wir wussten vor 15 Jahren nicht, ob sich jemand für das, was wir anbieten, interessieren würde, aber wir hielten es für wichtig, es Menschen in helfenden Berufen an- zubieten", meint Christian Endler, Leiter des Kolleg. Mittlerweile haben über 500 Studierende an den Masterprogrammen teilgenommen oder nehmen an ihnen teil.
„Wer von uns möchte nicht mit seiner angestammten Kompetenz aufgenommen, ernstgenommen und gefördert werden?" skizziert Paul Paß, Tiefenpsychologischer Leiter, die Didaktik am Kolleg. „Studierende und Staff lernen voneinander, bei den Treffen werden in Workshops Themen bespro- chen, in Supervisions- und Balintgruppen Fälle reflektiert, und zwischen den Treffen tauscht man sich per Internet über Texte aus". „Die Theorie-Module betreffen tiefenpsychologische und saluto- genetische Grundlagen, Entwicklungspsychologie, Erziehung, Sozialisation und Bildung" fasst die Lehrgangsleiterin Elfriede Wieser zusammen.
Das Interuniversitäre Kolleg) entstand als Arbeitsgemeinschaft in- und auslän-
discher universitärer Einrichtungen, dem inter-uni.net for integrated health sciences. Seine Curricula basieren auf einer tiefenpsychologischen, salutogenetischen (ressourcenorientierten) und wissen- schaftlichen Grundhaltung – in ihrem Inhalt und in der Didaktik der Lehre. Die Arbeit in Wochenend- Workshops und per Internet erfolgt überwiegend in Kleingruppen (ca. 12 Personen), wobei – je nach TeilnehmerInnen – sowohl interdisziplinäre als auch fachspezifische Themen reflektiert und behan- delt werden. Die Programme des Kolleg wurden im Leonardo da Vinci Projekt A/02/B/F/PP-124.205 entwickelt und von der Europäischen Kommission gefördert. Ursprünglich als Lehrgänge universi- tären Charakters standardisiert, sind sie seit 2012 gemäß § 27 des österreichischen Hochschul-Qua- litätssicherungsgesetzes in Partnerschaft mit ausländischen Universitäten als Universitätslehrgänge zugelassen und beim österreichischen BMWFW registriert.
In der Forschung befassen sich Staff und Studierende vor allem mit Themen der Gesundheits-, Psy- Upgrade zum Master of Education (MEd), (A7, 60 ECTS-Punkte, 3 Semester)
• durch die Teilnahme in Kleingruppen an o 6 Workshops (Fr 13h – So 13h) im Schloss Seggau bei Graz (www.seggau.com): 31. Okt.-2. Nov. 14 / 16.-18. Jan. 15 / 10.-12. April 15 / 26.-28. Juni 15 / 16.-18. Okt. o Internet- und Tutoring-gestützter Fernlehre und Lesearbeit zwischen den Seminaren, wöchentlichem Kontakt (ca. ½ Tag bei freier Zeiteinteilung + Vertiefung nach persön lichem Interesse, Sommerpause) • zu den Bereichen o Salutogenetische Grundhaltung, Orientierung an Ressourcen o Tiefenpsychologische Grundhaltung, Orientierung an Beziehung o Entwicklungspsychologie und -pathologie o Sozialisation und Entwicklung, Erziehung und Bildung o Fallsupervision / Balint-Arbeit in der Kleingruppe, Kommunikation o > neben den regelmäßigen schriftlichen Arbeiten aus der Fernlehre ist keine gesonderte Masterarbeit zu verfassen < • Kosten: gesamt € 7.200 = € 2.400 pro Semester Bei der Einschreibung für den MEd ersetzt der Nachweis der Ausbildung in Lebens- und Sozialbe-
ratung sowie mindestens vierjährige Berufserfahrung den Aufnahmetest. Kontakt für die Zusendung weiterer Informationen und Terminvereinbarungen für die Abklärung indi-
, Tel.: 03135 21 13 8.
Wie wir das Beste in uns aktivieren können – Ericksons Hypnotherapie unverhüllt
Jeffrey K. Zeig, Ph.D Gründer und Präsident der Milton H. Erickson Foundation (www.erickson-foundation.org). Herausgeber, Co-Herausgeber, Autor und Co-Autor von mehr als 20 Büchern über Psychotherapie, die in 15 verschiedenen Sprachen erschienen sind. Jeff Zeig ist der Begründer der „Evolution of Psychotherapy"-Konferenzen, der Kurzzeit-Therapie-Konferenzen, der Paar-Konferenzen und des In- ternationalen Kongresses „Ericksonian Approaches to Hypnosis and Psychotherapy". Fortschrittliche Coaches und BeraterInnen verhalten sich nicht wie Exorzisten, die die Schwächen und Leidenszustände ihrer KlientInnen als böse Dämonen ansehen und diese vertreiben. Sie agieren vielmehr als Schatzsucher und machen sich gemeinsam mit ihren KlientInnen auf den Weg, deren verborgene Ressourcen, Stärken und Qualitäten ans Tageslicht zu bringen. Die Methode nach Milton H. Erickson ist dafür ein besonders kraftvolles Werkzeug. Sie unterstützt die KlientInnen dabei, die Tiefen ihrer Persönlichkeit und ihrer Erfahrungen zu ergründen und dabei ungenutzte Potenziale wie Zielstrebig- keit, Intelligenz, Zuversicht oder Liebe anzuzapfen. Dadurch werden schließlich heilsame Prozesse in Bewegung gebracht.
Der Workshop wurde sowohl für ungeübte als auch erfahrene Coaches und BeraterInnen konzipiert und bietet Vortrag, Live-Demonstrationen, Übungen und Videosequenzen. Vorerfahrungen in den Methoden der Hypnosetherapie nach Milton Erickson sind nicht notwendig, erfahrene Anwender sind aber gerne willkommen!ZielsetzungIn diesem intensiven Workshop werden die beachtlichen Erfolge und Auswirkungen, die durch die Verfahren von Erickson und Zeig in Coaching und Therapie erzielt werden konnten, präsentiert. Die Teilnehmenden erlernen dabei auch klassische Methoden wie die Anwendung der Einstreutechnik (Seeding) oder von Metaphern, die in einer Vielzahl von Coaching-The- men einsetzbar sind.
Der Workshop wird von Birgit Traxler, erfahrene Coach, Supervisorin und Lebensberaterin aus Österreich, die seit 2011 mit Jeff Zeig zusammenarbeitet, simultan ins Deutsche übersetzt.
Alle Details zur Veranstaltung 25. - 26. Oktober 2014 1. Tag: 10.00 – 18.00 Uhr 2. Tag: 09.00 - 17.00 Uhr gesamt: 16 LE à 45 Min.
Wien, Adresse wird noch bekannt gegeben.
€ 490,- (Netto zzgl. 20 % Ust.) Anerkannter Bildungsträger: waff, wien-cert, Ö-Cert (Pausensnacks inklusive, Mittagessen extra) Teilnehmende
Interne u. externe BeraterInnen, TrainerInnen und Coaches, TherapeutInnen, Lebens- u. Abschluss
Teilnahmezertifikat von „the green field - Systemische Beratung & Coaching" Anmeldung &
Telefon: +43 (0) 676 9400 271 (Christian K. Mang) (Bei Anmeldung bitte angeben: Name, Erreichbarkeit, Rechnungsanschrift) Stornierungen bitte nur schriftlich. Bei Stornierung ab vier Wochen vor dem Seminartermin werden 50 % des Seminarpreises verrechnet, ab zwei Wochen vor dem Seminarter min werden 100 % ver rechnet. Eine Absage durch den Veranstalter kann aus triftigen Gründen (z.B.: Ausfall des Vortra genden, Teilnehmermangel) erfolgen. AGBs siehe WebSite.
Die Große Göttin im Reich der Väter
Matriarchale Spurensuche im Heiligen Land
06. – 15. Februar 2015
9 - tägige Studien- und Begegnungsreise für Frauen nach ISRAEL und PALÄSTINA mit
Mariane Shakti Wolf & Regula Alon
Diese etwas andere Reise ins Heilige Land gibt uns einen tieferge-
henden Einblick in religionsgeschichtliche Zusammenhänge mutter- rechtlicher und vaterrechtlicher Kulturen, in biblische Mythen und in die altorientalische Welt. Abseits touristischer Zentren machen wir uns auf die Suche nach
großen biblischen Frauengestalten, lernen deren Kultur-und Lebensräu- me kennen und gewinnen neue Sichtweisen über die Kult-Frauen von Wir begegnen engagierten Frauen der Gegenwart und erfahren von
ihrem Frau-Sein, ihren Visionen und Träumen in einem krisenreichen und patriarchal-dominierten Umfeld.
Mit viel Liebe zum Land und seinen Menschen, mit umfangreichem, religionsge-
schichtlichen Wissen und fundiertem, theologischem Hintergrund, begleitet Mariane Shakti Wolf als erfahrene Israel-Reisende, Theologin, Erwachsenenbild-
nerin, Matriarchatsforscherin, interessierte Frauen informativ und einfühlsam auf dieser etwas anderen Reise. Einheimische Reiseführerin vor Ort ist Frau Regula Alon. Sie führt mit großem
Engagement durchs Land und bringt uns so die grandiose Landschaft näher, bietet Einblick in die faszinierenden kulturellen, historischen und archäologischen Hintergründe ihrer Wahlheimat Israel.
Durchgeführt wird die Reise von der Agentur *ISRAEL MAL ANDERS* aus Mün-
ster in Deutschland. Dem Inhaber und Geschäftsführer des Unternehmens Etai
Paldi, ist es ein Anliegen, exklusive Israel-Reisen anzubieten oder Themenreisen in Kooperation
mit externen Reiseleiter/innen durchzuführen.
Wir legen Wert auf Qualität und Individualität. Daher bevorzugen wir kleine Reisegruppen mit
max. 15 Personen. Dies ermöglicht u.a. Zeit zu haben zum Erforschen und Erfahren, zum Ver-
weilen und Genießen, für Begegnungen und Gespräche mit Menschen vor Ort. Ein Luxus, der
Es ist uns ein Anliegen, Sie vor und während der Reise bestens zu beraten und zu begleiten. Neh- men Sie Kontakt mit uns auf, wir informieren Sie gerne über Details und Wissenswertes zu dieser außergewöhnlichen Reise. Unsere Kontaktdaten:
Mariane Shakti Wolf,  0034-649 413 108  Etai Paldi,  0049-251 490 4789  Intervisionsgruppe für Systemische Aufstellungen
Bestehende Intervisionsgruppe nimmt gerne ab Herbst 2014 neue TeilnehmerInnen auf.
Voraussetzung: Systemische Aufstellungsausbildung (bzw. in Ausbildung)
Zielgruppe: Lebens- und SozialberaterInnen, SupervisorInnen,
Ziel ist es, Anliegen und Fragen der TeilnehmerInnen mit Systemischen Aufstellungenim kollegialen
Austausch durchzuführen Ort: Linz, Andreas-Hofer-Platz, Kandlheim, Edlbacherstraße
Termine für 2014: Mittwoch, 10. September 2014
Mittwoch, 22. Oktober 2014 Donnerstag, 04. Dezember 2014 Zeit: 18 bis 21 Uhr; Termine für 2015 werden im Herbst gemeinsam festgelegt
Kosten: Anteilmäßige Raummiete, ca. € 10/Jahr
Wunsch: möglichst regelmäßige Teilnahme
Gruppengröße: ca. 10 - 15 Personen
Auskunft bei Eveline Bauernfeind,
Tel.0664 2727 592, LITERATUR – KULTUR – IMPULSE
Tiger in High Heels: Warum ich in unserer Idiotengesellschaft als
Frau leben muss (Erweiterte Neuausgabe)
Ein rebellisches, provokantes Selbsterfahrungsbuch. Die aufregende Biogra- phie einer außergewöhnlichen Grenzgängerin (Monika Donner) sowie spiritu- elle und wissenschaftliche Erkenntnisse führen den Leser auf den Sinn des Le- bens hin: die bewusste Selbstbefreiung des Menschen von unnötigen sozialen MONIKA DONNER ist bekannt aus zahlreichen TV-Sendungen. Sie wurde als Junge geboren, machte an einem Jesuitenkollegium ihre Reifeprüfung, war Of- fizier des Bundesheeres und arbeitet zurzeit als Juristin im österreichischen Verteidigungsministeri- um. Außerdem ist sie Lebens- und Sozialberaterin. Sie lebt in einer heterolesbischen Partnerschaft mit einer Frau und schreibt am Drehbuch ihres ersten Films.
Plädoyer fürs Menschsein – lange vor dem Song-Contest! Sie lebt ganz offiziell als Frau - ohne Ge- schlechtsumwandlung. Sie hat dieses Recht juristisch für alle Menschen erstritten. Sie hat Schluss gemacht mit dem staatlichen Zwang, der Männer mit dieser Veranlagung wie »unwertes Leben« behandelte und viele zu einer Geschlechtsumwandlung nötigte, die sie selbst als Verstümmelung betrachten. Das erstrittene Recht gilt für beide Geschlechter, auch für Frauen, die als Mann leben AMRA Verlag (12. Dezember 2013)
Monika Donner, Peter Hajek
Die Wege zweier krisengebeutelter Familien kreuzen sich auf einer Fahrt zu
einem auf einer Burg gelegenen Therapiezentrum: Hier ein Arzt mit Burnout, der um die verschwundene Gunst seiner Ehefrau buhlt, dort die konservati- ve Kanzlerin, welche von ihrem Gatten mit Männern betrogen wird. Das alles macht den Job für die ¬Therapeutin nicht einfach. Trotzdem: Unter ihrer Anlei- tung entdecken die beiden Paare auf einer mythisch-enthemmten Reise, wäh- rend der die pubertierenden Kinder als perfekte Vorbilder fungieren, gänzlich verschüttete ¬Seiten ihres Selbst: Jenseits aller gesellschaftlichen Schubladen erscheint die Mannigfaltigkeit des Menschseins und am Ende auch ihre wahre Bestimmung. Ein humorvoller, provokanter und zugleich tiefgründiger Roman, der den Blick auf den Urgrund unserer modernen Gesellschaft zu richten vermag. Ehrlich, scho- nungslos und obsessiv wird das Leben der Protagonisten durchleuchtet.
Berger & Söhne, Ferdinand (2. Juni 2014)
376 Seiten; gebundene Ausgabe
LITERATUR – KULTUR – IMPULSE
Everflow (CD Juni 2014)
VOICIANO nennt sich das neue Akustikprojekt der beiden EDENBRIDGE
Hauptakteure LebensberaterinSabine Edelsbacher (Vocals) und Lanvall (Piano, akustische Gitarren & andere Saiteninstrumente, Percussion). VOICIANO basiert ausschließlich auf akustischen Instrumenten, vor- nehmlich dem Piano, jedoch kommen viele weitere Instrumente wie akustische Gitarren, Hackbrett, Kacapi, Bouzouki, Mandoline, Saz und diverse Percussion Instrumente zum Einsatz. Zusätzlich dazu gibt es ein echtes Streicherensemble der „Jungen Philharmonie Freistadt". Die Mu- sik wurde fast ausschließlich ohne Clicktracks eingespielt, das heißt ohne vorher festgelegte durch- gehende Tempoangaben, was die Lebendigkeit und die Seele der Songs hervorhebt. Die Pianoparts als Basis wurden von Lanvall überhaupt durchgehend live eingespielt.
Es ist ein Akustikprojekt und eignet sich mitunter auch für Workshops zum Auflegen, da es eher ruhig ist. Die englischen Texte sind anspruchsvoll und regen zum Nachdenken und Träumen an.
CD, 25. Juni 2014
10 Songs; Produced by LANVALL, Orchestral Score by LANVALL;Recorded at FARPOINT
STATION Studio (Austria) by LANVALL; Strings recorded at STUDIO WEINBERG (Austria) by
MATTHIAS KRONSTEINER and LANVALL; Mixed and mastered at SEAGULL MUSIC STUDIO
(Austria) by GANDALF
Eine tragische Posse von Ulrich Becher und Peter Preses
16.07. - 23.08.2014, 20 Uhr
Sommertheater vom Feinsten im reizvollen Ambiente der Scheune
des Stiftes Wilhering.
Ist es ein Lehrstück über die Zivilcourage eines kleinen Fleischer- meisters, der gegen die Nazi-Besatzer in Österreich mutig Widerstand leistet? Oder eine Posse über die zwiespältige Naivität eines Urwieners, der sich durch diese Zeit durchzu- schlängeln versucht, immer ein wenig Opfer, gerissen und listig? In jedem Fall ist es ein Stück österreichische Geschichte, das mit Schmäh und höchst absurden Si- tuationen zum Nachdenken über diese Zeit anregt.
Musik: D 4 Herrengesangsgruppe
Mit: Günter Rainer (als „Der Bockerer"), Julia Frisch, Nicola Gerbel; Christian Bauer, Harald Boding-
bauer, Martin Dreiling, Matthias Hacker, Manuel Klein, Klaus Köhler, Maximilian Modl, Peter Woy u.a.
Spuren im Leben:
Diese freie Broschüre bietet Information und Hilfe vor und nach
einem Schwangerschaftsabbruch und ist über die gierungen NÖ, OÖ, Salzburg, Steiermark, Kärnten, Burgen- land, Tirol und Vorarlberg sowie beim Verein freier Hebammen in Wien zu beziehen.
Arbeitsgemeinschaft Spuren im Leben 4210 Gallneukirchen Karin Lamplmair
Ich nannte sie Nadine: Informationen und Hilfe vor und nach
einem Schwangerschaftsabbruch [Gebundene Ausgabe]
Jede Frau, die einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung zieht,
steckt in dem Zwiespalt zwischen der intuitiven Haltung, das Unge- borene zu schützen und verstandesmäßigen Überlegungen. Dieser innere Kampf hinterlässt Spuren, die Sie als Lebens- und Sozialbera- terIn oft noch Jahre später entdecken können. Wie Sie sicher wissen, wird bei Familienaufstellungen manchmal sichtbar, dass ein Kind nach einem Schwangerschaftsabbruch „fehlt". Diese Lücke besteht, unab- hängig davon, ob die Frau den Schwangerschaftsabbruch im Nachhi- nein als richtig oder falsch einschätzt.
Verlag: Sternsteinverlag; Auflage: 1., Aufl. (4. Januar 2013)
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Quelle (dies muss auf Ihrer Homepage angeführt werden):
Source: http://www.oegl-lebensberater.at/lsb048.pdf