Source: https://www.eu-foerdermittel.eu/integrationsprojekte-2018-antragsmoeglichkeiten-beim-bamf/
Timestamp: 2020-04-05 12:53:25
Document Index: 59903559

Matched Legal Cases: ['§44', '§60', '§25', '§29', '§44', '§44']

Integrationsprojekte 2018 – Antragsmöglichkeiten beim BAMF | EU-Fördermittel-Plattform
Zusätzlich zu den gesetzlichen Integrationsangeboten, wie Integrationskurse, Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderinnen und Zuwanderer und Jugendmigrationsdienste fördert das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Projekte zur gesellschaftlichen und sozialen Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern.
Förderung von Integrationsprojekten des BAMF in 2018
Wichtigste förderfähige Projektziele sind
Stärkung der Kompetenzen von Zugewanderten;
Stärkung der aktiven Partizipation der Zugewanderten am gesellschaftlichen und politischen Leben, unter anderem durch Einbeziehung von Migrantenorganisationen in die Integrationsarbeit vor Ort;
Verbesserung der wechselseitigen Akzeptanz von Zuwanderer- und Aufnahme- bevölkerung;
An altersunabhängigen Projekten können Eingewanderte mit dauerhafter Bleibeperspektive ab 12 Jahren ohne weitere Altersbeschränkungen teilnehmen.
Diese Projekte sollen folgende Möglichkeiten schaffen:
Wichtige Ziele der altersunabhängigen Projekte sind:
Die Förderung gegenseitiger Akzeptanz und der Abbau von Vorurteilen zwischen Menschen mit und ohne Flucht- und/oder Migrationserfahrung;
Stärkung der interkulturellen Kompetenz der Bevölkerung;
Erleichterung des Einlebens und der Teilhabe am Alltagsleben von Zugewanderten / Geflüchteten;
Aufbau von nachhaltigen Strukturen der Integrationsarbeit.
In Jugendprojekten können Zugewanderte mit dauerhafter Bleibeperspektive im Alter von 12-17 Jahren aufgenommen werden.
In Projekten für diese Zielgruppe geht es insbesondere um:
Begegnungen zwischen einheimischen und zugewanderten Jugendlichen in strukturschwachen und ländlichen Regionen mit wenig Integrationsangeboten;
Förderung freiwilligen Engagements von jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu gesellschaftlichen und politischen Themen.
Wichtige Ziele der Jugendprojekte sind:
Förderung der gegenseitigen Akzeptanz und der Abbau von Vorurteilen zwischen jugendlichen Zuwanderern und ortsansässigen Jugendlichen;
Stärkung der interkulturellen Kompetenz der Jugendlichen;
Erleichterung des Einlebens und der Teilhabe am Alltagsleben von zugewanderten oder geflüchteten Jugendlichen;
Gemeinsame Freizeitgestaltung von zugewanderten und ortsansässigen Jugendlichen;
Interkulturelle Öffnung von Einrichtungen der Jugendarbeit vor Ort.
Die vom BAMF geförderten Projekte sollen insbesondere im Wohnumfeld ansetzen, wo alltägliche Kontaktmöglichkeiten zwischen den Zugewanderten und den Ortsansässigen bestehen. Es geht dabei sowohl um Integration der Zugewanderten als auch um interkulturelle Öffnung der ortsansässigen Bevölkerung.
Wie ist die „dauerhafte Bleibeperspektive“ für die Teilnehmenden der Projekte definiert?
Die Zugewanderten besitzen eine Aufenthaltsgenehmigung von mindestens 1 Jahr bzw. seit 18 Monaten. Siehe: §§44 Abs.1 S.2, 23 Abs.2 oder Abs.4 AufenthG.
Ausländerinnen und Ausländer besitzen eine Aufenthaltsgestattung und es ist bei ihnen ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten in Form einer Duldung nach §60a Abs.2 S.3 AufenthG oder einer Aufenthaltserlaubnis nach §25 Abs.5 AufenthG.
Nicht teilnahmeberechtigt sind Asylbewerberinnen und Asylbewerber aus einem sicheren Herkunftsstaat nach §29a Asylgesetz. Es wird hierzu angenommen, dass ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt nicht zu erwarten ist. (§44 Abs.4 S.3 AufenthG).
Teilnahmeberechtigt sind auch deutsche Staatsangehörige, wenn sie nicht über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen und in besonderer Weise integrationsbedürftig sind (§44 Abs.4 S.2 AufenthG).
Vertriebeneneinrichtungen;
Anerkannte Träger der politischen Bildung;
Migrantenselbstorganisationen;
Kommunen;
Einrichtungen, die in der Arbeit mit Zuwanderern auf überregionaler, regionaler oder lokaler Ebene tätig sind.
Förderbedingungen und Finanzierung:
Projekte können bis zu 3 Jahre mit einer jährlichen max. Fördersumme von 50.000 € unterstützt werden (Anschubfinanzierung für noch nicht begonnene Vorhaben!). Jedes Projekt muss die Nachhaltigkeit seiner Ergebnisse bereits im Antrag glaubwürdig darstellen.
Entsprechend ihrer finanziellen Möglichkeiten sind von den Trägern Eigenmittel einzubringen sowie Drittmittel einzuwerben. Das BAMF berücksichtigt, dass kleinere Organisationen / Vereine / Einrichtungen teilweise kaum in der Lage sind, einen höheren Eigenanteil einzubringen. Ihnen kann ggf. ehrenamtliches Engagement als Eigenanteil angerechnet werden. Dies bedeutet keine Ungleichbehandlung der etablierten Träger, da der Eigenanteil nach den Vorgaben der Bundeshaushaltsordnung in jedem Einzelfall individuell zu prüfen ist und von der finanziellen Ausstattung abhängt.
Nur vollständig und formgerecht eingereichte Projektanträge werden im Auswahlverfahren berücksichtigt!
Ausgefüllter, abgesendeter, ausgedruckter und unterschriebener easy-Online-Antrag (siehe genaue Beschreibung des Antragsprozedere im Aufruf):
Anlagen zum easy-Online-Antrag:
Formular Vorhabensbeschreibung (download im easy-Online-Portal)
Unterstützungsschreiben der Kommune zum Projektantrag
Aktueller Geschäftsbericht und Nachweis der Unterschriftsberechtigung
Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts zur Erteilung öffentlicher Aufträge
Formlose Erklärung zur Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen
Vereinssatzung sowie Auszug aus dem Vereinsregister
Der Antrag ist bis zum 15.09.2017 (Ausschlussfrist!) einzureichen an das
Tel.: +49 911 943 6601
E-mail: projektfoerderung@erv.bamf.bund.de
Die Bewertung des Antrags erfolgt nach folgenden maßgeblichen Kriterien:
Inhaltlich überzeugende Projektbeschreibung mit deutlicher Zuordnung zum entsprechenden thematischen Schwerpunkt;
Plausible Darstellung der
konkreten Umsetzungsmaßnahmen zur Zielerreichung;
Maßnahmen der Zielgruppenerreichung;
Vernetzung und Kooperation vor Ort;
Nachhaltigkeit des Projektansatzes und der Projektentwirkung
Benennung von Indikatoren zur Erfolgskontrolle.
Leitfaden für die Beantragung, Durchführung und Abrechnung eines gemeinwesenorientierten Integrationsprojektes (Stand: Januar 2017)