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Timestamp: 2019-12-14 05:08:35
Document Index: 337311421

Matched Legal Cases: ['BGH', 'OGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 675', '§ 51', '§ 72', '§ 675', '§ 51', '§ 51', '§ 675', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 194', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 51', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 10', 'Art. 3', 'Art. 43']

Rechtsprechung: BB 2000, 378 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 09.12.1999 | OGH Österreich, 15.07.1999
https://dejure.org/1999,50
BGH, 09.12.1999 - IX ZR 129/99 (https://dejure.org/1999,50)
BGH, Entscheidung vom 09.12.1999 - IX ZR 129/99 (https://dejure.org/1999,50)
BGH, Entscheidung vom 09. Dezember 1999 - IX ZR 129/99 (https://dejure.org/1999,50)
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BGB § 675; BRAO § 51 b
Nichtzulassungsbeschwerde - Begründung - Fristversäumnis - Verjährung - Beginn der Verjährung - Anwaltsvertrag - Hinweis auf Regreßanspruch - Beweislastverteilung - Umkehr der Beweislast
Zur Frage der Haftung des Rechtsanwalts, der die Frist zur Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde nach § 72 a ArbGG versäumt hat
BGB § 675; BRAO § 51b
Anwaltsrecht - Regressanspruch gegen Rechtsanwalt nach Fristversäumnis
§ 51b BRAO; § 675 BGB
Schadensersatz/anwaltliche Pflichtverletzung/Verjährung
NJW 2000, 1263
MDR 2000, 481
NJ 2000, 374
VersR 2001, 330
WM 2000, 959
AnwBl 2000, 761
Wird dem Rechtsanwalt vorgeworfen, der Mißerfolg des Mandanten im Vorprozeß sei auf mangelhaften Prozeßvortrag zurückzuführen, hat das Regreßgericht deshalb grundsätzlich von dem Sachverhalt auszugehen, der dem Gericht des Inzidenzverfahrens bei pflichtgemäßem Verhalten des dortigen Prozeßbevollmächtigten - nunmehrigen Regreßbeklagten - unterbreitet worden wäre (BGHZ 133, 110, 111 f;… BGH, Urt. v. 18. November 1999 aaO; v. 9. Dezember 1999 aaO;… v. 27. Januar 2000 aaO).
Dem Mandanten obliegt es nicht, den Anwalt zu überwachen oder dessen Rechtsansichten durch einen weiteren Rechtsberater überprüfen zu lassen (vgl. BGH…, Urteil vom 24. Juni 1993, aaO; vom 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, NJW 2000, 1263, 1265;… vom 15. April 2010 - IX ZR 189/09, WM 2010, 993 Rn. 14).
Denn selbst dann, wenn das Versäumnisurteil etwa mangels wirksamer Zustellung nicht in Rechtskraft erwuchs, lag in der bloßen Existenz eines klageabweisenden Titels, dessen Beseitigung die Schuldnerin - wie die vergebliche Nebenintervention des Klägers zeigt - mit dem Risiko eines Unterliegens aus formalen Gründen aktiv betreiben musste, eine schadensrelevante Verschlechterung ihrer Vermögenslage (BGHZ 119, 69, 70 ff. ;… BGH, Urt. v. 12. Februar 1998 - IX ZR 190/97, WM 1998, 786, 787 f.; Urt. v. 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, NJW 2000, 1263, 1264;… Urt. v. 27. Januar 2000 - IX ZR 354/98, NJW 2000, 1267;… Urt. v. 21. Februar 2002 - IX ZR 127/00, NJW 2002, 1414, 1415;… Lange/Schiemann, Schadensersatz, 3. Aufl. 2003, § 1 IV 1 S. 44).
Selbst wenn ein Mandant über steuerrechtliche Kenntnisse verfügt, muss er darauf vertrauen können, dass der beauftragte Berater die anstehenden steuerrechtlichen Fragen fehlerfrei bearbeitet, ohne dass eine Kontrolle notwendig ist (…vgl. BGH, Urt. v. 24. Juni 1993 - IX ZR 216/92, aaO; v. 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, aaO;… v. 18. Dezember 2008 - IX ZR 12/05, NJW 2009, 1141, 1143 Rn. 21).
Gegebenenfalls ist der Berater gehalten, den Mandanten so zu stellen, wie er bei ordnungsgemäßer Belehrung stünde, wobei regelmäßig nach den Grundsätzen des Anscheinsbeweises davon auszugehen ist, daß ein rechtzeitig und ordnungsgemäß belehrter Mandant den Eintritt der Primärverjährung verhindert hätte (vgl. BGHZ 94, 380, 387;… BGH, Urt. v. 18. September 1986 - IX ZR 204/85, WM 1986, 1500, 1501; v. 14. November 1991 - IX ZR 31/91, WM 1992, 579, 581; v. 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, WM 2000, 959, 960; v. 14. Dezember 2000 - IX ZR 332/99, WM 2001, 736, 739; v. 12. Dezember 2002 - IX ZR 99/02, WM 2003, 928, 929).
a) Eine Verletzung der sekundären Hinweispflicht liegt vor, wenn ein Steuerberater trotz begründeten Anlasses die Prüfung unterlässt, ob er den Mandanten durch einen Fehler geschädigt hat, oder trotz einer solchen Prüfung den Auftraggeber nicht oder zu spät auf einen möglichen Regressanspruch gegen ihn und dessen Verjährung hinweist (BGHZ 83, 17, 22 f; 94, 380, 385; BGH, Urt. v. 16. November 1995 - IX ZR 148/94, WM 1996, 540, 541 f, v. 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, WM 2000, 959, 960; v. 14. Dezember 2000 - IX ZR 332/99, NJW 2001, 826, 828; v. 23. September 2004 - IX ZR 137/03, NJW-RR 2005, 494, 497;… Palandt/Heinrichs, aaO Rn. 21 Überblick vor § 194;… Zugehör, aaO Rn. 1396 ff;… Gräfe/Lenzen/Schmeer, Steuerberaterhaftung, 3. Aufl. Rn. 910 ff).
Eine Hinweispflicht kann grundsätzlich nur bis zur Beendigung des Mandats bestehen (BGHZ 94, 380, 386; BGH, Urt. v. 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, aaO; v. 12. Dezember 2002 - IX ZR 99/02, WM 2003, 928, 929;… Zugehör, aaO Rn. 1381;… Gräfe/Lenzen/Schmeer, aaO Rn. 917).
(2) Das Berufungsgericht hat offenbar an die Rechtsprechung zur Sekundärverjährung gedacht, wonach die Pflicht des Anwalts, auf einen eventuellen Ersatzanspruch gegen sich selbst und dessen Verjährung hinzuweisen, entfällt, wenn der Mandant einen Anwalt mit der Prüfung von Regreßansprüchen beauftragt hat (Senatsurteile vom 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, WM 2000, 959, 961; v. 21. Juni 2001 - IX ZR 73/00, WM 2001, 1677, 1679).
Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs tritt ein durch einen Fehler des Rechtsberaters bei der Führung eines Prozesses verursachter Schaden mit Erlaß der ersten daraufhin ergehenden, für den Mandanten nachteiligen gerichtlichen Entscheidung ein (…BGH, Urt. v. 12. Februar 1998 - IX ZR 190/97, WM 1998, 786, 788 [Steuerberater]; v. 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, WM 2000, 959, 960).
Ein Sekundäranspruch hat zur Folge, daß mit Eintritt des durch die Verletzung der Hinweispflicht bewirkten Schadens (Eintritt der Primärverjährung), spätestens aber mit Beendigung des Mandats (BGH, Urt. v. 9. Dezember 1999 aaO Seite 961 f), die dreijährige Verjährungsfrist erneut beginnt.
Zutreffend (vgl. BGHZ 133, 110, 111; BGH, Urt. v. 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, WM 2000, 959, 962; v. 27. Januar 2000 - IX ZR 45/98, WM 2000, 966, 968) ist auch die Ansicht des Berufungsgerichts, für die hypothetische Betrachtung, wie der Vorprozess ausgegangen wäre, wenn die Klägerin gegen das klageabweisende erstinstanzliche Urteil Berufung eingelegt hätte, komme es ausschließlich auf die Sicht des Regressrichters an.
Rechtskräftig braucht die Abweisung nicht zu sein (…BGH, Urt. v. 11. Februar 1998 aaO S. 788; v. 8. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, WM 2000, 959, 960; v. 27. Januar 2000 - IX ZR 354/98, WM 2000, 969, 970;… anders noch Urt. v. 9. Juli 1992 - IX ZR 50/91, WM 1992, 2023, 2024 f).
BGH, 14.05.2014 - VIII ZR 266/13
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Fortführung des Rechtsstreits im Falle des Konkurses des Anfechtungsgläubigers auch dann durch den Konkursverwalter, wenn die Klage neben Gläubigeranfechtung auch auf andere Rechtsgrundlagen (z.B. auf Delikt) gestützt war; zum erforderlichen Kausalzusammenhang bei der ...
OLG München, 28.03.2007 - 20 U 4101/06
dejure.org Übersicht OGH Österreich
OGH Österreich, 15.07.1999 - 6 Ob 123/99b
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OGH Österreich, 15.07.1999 - 6 Ob 123/99b (https://dejure.org/1999,19840)
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OGH Österreich, Entscheidung vom 15. Juli 1999 - 6 Ob 123/99b (https://dejure.org/1999,19840)
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Britische "Briefkastenfirma" mit Geschäftstätigkeit in Österreich
§ 10 öIPRG BGB, österreichisches internationales Gesellschaftsrecht (vgl. für Deutschland: Art. 3 ff, 37 Nr. 2 EGBGB), Unvereinbarkeit der "Sitztheorie" mit der Niederlassungsfreiheit für Gesellschaften (Art. 43, 48 EG), hier: Eintragung einer Zweigniederlassung in Österreich, obwohl dort auch faktisch die ...
Österreich gibt Sitztheorie teilweise auf
Sitztheorie und sekundäre Niederlassungsfreiheit nach "Centros"
NZG 2000, 36