Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20C%2020/70
Timestamp: 2019-11-13 04:48:52
Document Index: 372796820

Matched Legal Cases: ['§ 80', 'Art. 105', '§ 10', '§ 2', '§ 80', 'Art. 3']

Rechtsprechung: VII C 20/70 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 15.10.1971
https://dejure.org/1971,139
BVerwG, 15.10.1971 - VII C 20.70 (https://dejure.org/1971,139)
BVerwG, Entscheidung vom 15.10.1971 - VII C 20.70 (https://dejure.org/1971,139)
BVerwG, Entscheidung vom 15. Januar 1971 - VII C 20.70 (https://dejure.org/1971,139)
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Fremdenverkehrsbeitrag als nicht zu den Steuern zählender Beitrag im Sinne des Abgabenrechts - Festsetzung eines Höchstbetrages und Schätzung von Messbeträgen - Beiträge zur Herstellung und Unterhaltung von dem Fremdenverkehr dienenden Einrichtungen sowie für ...
BVerwGE 39, 5
DVBl 1972, 153
Lassen sich dagegen mehrere Regelungen denken, die sich im Rahmen des allgemeinen Gleichheitssatzes halten, so ist es nicht Angelegenheit der Gerichte, sondern Angelegenheit der rechtsetzenden Organe, die zweckmäßigste Lösung auszuwählen (vgl. z.B. BVerfGE 25, 269 [292]; 27, 364 [371]; 29, 327 [335]; 32, 157 [167]; BVerwGE 26, 317 [319]; 31, 33 [34]; 39, 5 [8]).
Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts aus, nach welcher ein "Beitrag" dann anzunehmen ist, wenn der erhobene Geldbetrag zur Verringerung oder zur Deckung der Kosten einer öffentlichen Einrichtung von denjenigen gefordert wird, denen die Einrichtung besondere Vorteile gewährt (vgl. z.B. BVerfGE 14, 312 [317]; Urteil vom 15. Oktober 1971 - BVerwG VII C 20.70 - in BVerwGE 39, 5 [BVerwG 15.10.1971 - VII C 20/70] [6]).
Angesichts der Kompliziertheit der Feststellung, wie hoch der wirtschaftliche Vorteil der einzelnen Beitragspflichtigen für sich genommen und der Gruppen von Beitragspflichtigen im Vergleich zueinander ist, braucht die Satzung den Maßstab nicht in allen Einzelheiten, sondern nur in den beschriebenen Grundzügen festzulegen (BVerwG, Urteil vom 15.10.1971 - VII C 13.70 u.a. - BVerwGE 39, 5, juris Rdn. 16; so im Ergebnis auch Nds. OVG, Urteil vom 13.11.1990 - 9 L 156/89 - NVwZ-RR 1992, 45, juris; Urteil vom 26.3.2003 - 9 KN 352/02 - NordÖR 2003, 328, juris).
OVG Berlin-Brandenburg, 10.10.2007 - 9 A 72.05
Normenkontrolle; Straßenreinigungssatzung; Erschlossensein; Außenbereich; …
Eine Abweichung von der in der Satzung selbst statuierten Sachgesetzlichkeit ist nur dann hinreichend gerechtfertigt, wenn sie von überzeugenden Gründen getragen ist (vgl. hierzu BVerfG, Beschluss vom 7. November 1972 - 1 BvR 338/68 -, BVerfGE 34, 103; BVerwG, Urteil vom 15. Oktober 1971 - VII C 13.70, VII C 20.70 -, BVerwGE 39, 5).
Es hat ausgeführt, die von der Beschwerde aufgeworfene Frage nach der Rechtsnatur der streitigen Fremdenverkehrsabgabe sei bereits durch das Urteil des Senats vom 15. Oktober 1971 (BVerwGE 39, 5 ) ausreichend geklärt.
Dieser für die Bemessung von fiskalischen Beiträgen im herkömmlichen Sinne gültige Grundsatz (vgl. BVerfGE 14, 312, 317; BVerfGE 49, 343, 353; BVerwGE 39, 5, 6 [BVerwG 15.10.1971 - VII C 20/70];… Eyermann/Fröhler, Verwaltungsgerichtsordnung, 9. Aufl., § 80 Rn. 18) kann nicht ohne weiteres auf die Bemessung von Mitgliedschaftsbeiträgen für eine berufsständische Vertretung übertragen werden (vgl. BVerwG Buchholz 418.00 Nr. 23; OVG Lüneburg GewArch 1972, 83).
Die landesrechtlich geregelte Erhebung von Fremdenverkehrsbeiträgen ist entgegen der Auffassung der Klägerin mit Bundesrecht vereinbar; sie verstößt insbesondere nicht gegen Art. 105 Abs. 2 GG (vgl. BVerfG, NVwZ 1989, 1052 und BVerfGE 42, 223; BVerwGE 39, 5).
Gewisse Pauschalierungen und Typisierungen sind dabei nicht ausgeschlossen (OVG Rheinland-Pfalz, AS RP-SL 15, 116, 120; BVerwG, KStZ 1972, 177).
Der Beitrag ist keine Steuer, weil die Gemeinde für ihn eine Gegenleistung zu erbringen hat (vgl. BVerfGE 42, 223 = NJW 1976, 1837 und BVerfG, NVwZ 1989, 1052 = ZKF 1990, 157; BVerwGE 39, 5 = DVBl 1972, 153).
Die anerkannten Kur- und Erholungsorte sind gemäß § 10 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 i.V.m. § 2 Abs. 1 KAG im Bereich der Anerkennung berechtigt, auf der Grundlage einer Ortssatzung Fremdenverkehrsabgaben zu erheben, um von den Pflichtigen einen "Gegenwert für die Lasten" zu erlangen, die sie "zur Belebung des Fremdenverkehrs" aufbringen (BVerwG, Urt. v. 15.10.1971, VII C 20.70, BVerwGE 39, 5/9).
Dieser für die Bemessung von fiskalischen Beiträgen im herkömmlichen Sinne gültige Grundsatz (vgl. BVerfGE 14, 312, 317; BVerfGE 49, 343, 353; BVerwGE 39, 5, 6;… Eyermann/Fröhler, Verwaltungsgerichtsordnung, 9. Aufl., § 80 Rn. 18) kann nicht ohne weiteres auf die Bemessung von Mitgliedschaftsbeiträgen für eine berufsständische Vertretung übertragen werden (vgl. BVerwG Buchholz 418.00 Nr. 23; OVG Lüneburg GewArch 1972, 83).
BVerwG, 18.11.2005 - 10 B 7.05
Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision - Zuführung von Schmutzwasser in …
VG Koblenz, 20.06.1980 - 2 K 63/80
Heranziehung eines Arztes zu einem Fremdenverkehrsbeitrag; Erlangung eines …
OVG Rheinland-Pfalz, 22.09.1998 - 6 A 10679/98
Beitragsmaßstab; Fremdenverkehrsbeistragssatzung; Fremdenverkehrsbeitragspflicht
BVerwG, 22.01.1988 - 8 B 95.87
Anwendungsbereich der Fremdenverkehrsabgabepflicht - Erhebung des …
OVG Rheinland-Pfalz, 10.07.1978 - 6 A 77/76
Fremdenverkehrsbeitrag: Heranziehung von Zahnärzten, Gewerbesteuermessbetrag als …
BVerwG, 31.10.1975 - 7 B 58.75
BVerwG, 05.03.1982 - 4 B 185.81
Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision - Anfechtung eines …
BVerwG, 16.10.1991 - 8 B 100.91
BVerwG, 23.03.1979 - 7 B 33.78
Anschlusspflicht an eine öffentliche Entwässerungsanlage - Unzumutbarkeit des …
VG Lüneburg, 11.12.2002 - 5 A 141/01
OVG Rheinland-Pfalz, 13.10.1992 - 6 A 12282/91
BVerwG, 27.08.1985 - 8 B 96.85
Rechtsnatur einer Fremdenverkehrsabgabe
BVerwG, 01.11.1984 - 8 B 172.84
BVerwG, 04.05.1983 - 8 B 180.82
Grundlagen für die Zulassung der Revision nach einer Nichtzulassungsbeschwerde
BVerwG, 15.10.1971 - VII C 13.70, VII C 20.70
https://dejure.org/1971,1283
BVerwG, 15.10.1971 - VII C 13.70, VII C 20.70 (https://dejure.org/1971,1283)
BVerwG, Entscheidung vom 15.10.1971 - VII C 13.70, VII C 20.70 (https://dejure.org/1971,1283)
BVerwG, Entscheidung vom 15. Januar 1971 - VII C 13.70, VII C 20.70 (https://dejure.org/1971,1283)
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Unterscheidung zwischen Steuern und Abgaben - Satzung über den Fremdenverkehrsbeitrag
Eine zusätzliche Belastung anderer Beitragspflichtiger bedarf eines sachlichen Grundes und muss für diese auch erkennbar sein (BVerwG, Urteil vom 15. Oktober 1971 - VII C 13.70, VII C 20.70 - BVerwGE 39, 5).
Auch der von der Beklagten geltend gemachte Gesichtspunkt der Kostenbegrenzung rechtfertigt allein nicht eine Durchbrechung des Verteilungsmaßstabes zulasten einer Gruppe von Abgabepflichtigen, zumal die Kostenbegrenzung auch durch andere, systemkonforme Mittel sichergestellt werden kann, nämlich durch ordnungsgemäße Haushaltsführung und effektive Haushaltsaufsicht (vgl. BVerwG, URT. V. 15.10.1971 - VII C 13.70 -, BVerwGE 39, 5 = juris TZ 22).
Eine Beitragsbegrenzung verletze Art. 3 GG, wenn sie gleichzeitig zu einer zusätzlichen Belastung derjenigen Pflichtigen führe, deren Beiträge den Höchstsatz nicht erreichten, soweit nicht durch Erfahrungssätze näher belegt sei, dass die Leistungen einer Gemeinde zur Förderung des Fremdenverkehrs einem großen Unternehmen nicht so viele Vorteile gewährten wie kleineren und mittleren (BVerwG, Urteil vom 15.10.1971 - Az. VII C 13.70, VII C 20.70 -, zitiert nach juris = BVerwGE 39, 5 ff.).
Eine Abweichung von dem einen kommunalen Fremdenverkehrsbeitrag angehenden Urteil vom 15. Oktober 1971 - BVerwG 7 C 20.70 - (BVerwGE 39, 5 [BVerwG 15.10.1971 - VII C 20/70]) liegt wegen des anderen Sachverhalts ebensowenig wie von dem Urteil vom 27. September 1961 - BVerwG 1 C 21.61 - (BVerwGE 13, 80) vor, das eine vor Inkrafttreten des Bundesbaugesetzes festgesetzte Mehrwertabgabe nach dem nordrhein-westfälischen Aufbaugesetz betraf.