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Timestamp: 2016-10-26 17:19:10
Document Index: 74234065

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

P.________, 1963, Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Ulrich Seiler, Falkenh�heweg 20, 3012 Bern,
P.________, geboren 1963, arbeitete ab April 1996 als Staplerfahrer f�r die Firma B.________ AG und war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) unfallversichert. Am 22. April 1999 st�rzte er eine Treppe hinunter; das f�r eine ambulante Behandlung aufgesuchte Spital S.________ diagnostizierte eine Commotio cerebri, eine Schulterkontusion links sowie eine Quetschwunde occipital. Am 1. September 1999 erfolgte im Spital S.________ eine Arthroskopie der Schulter sowie eine Bursaskopie mit Bursektomie und Acromioplastik. Die SUVA nahm zahlreiche Abkl�rungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht vor (unter anderem Beizug der Berichte des Dr. med. J.________, Spezialarzt f�r Neurologie FMH, vom 16. Dezember 1999 und vom 22. M�rz 2000); weiter veranlasste sie je einen Aufenthalt in der Klinik E.________ (Bericht vom 15. M�rz 2000 mit psychosomatischem Konsilium vom 23. Februar 2000), in der Orthop�dischen Klinik A.________ (Bericht vom 30. M�rz 2000) sowie in der Klinik I.________ (Bericht vom 15. November 2000 mit psychiatrischem Konsilium vom 4. Oktober 2000 und Bericht �ber die berufliche Abkl�rung vom 13. Oktober 2000). Nachdem ein Bericht des Psychiaters Dr. med. V.________ vom 30. M�rz 2001 und eine �rztliche Beurteilung des SUVA-Arztes Dr. med. C.________ vom 3. Mai 2001 eingeholt worden waren, schloss die SUVA den Fall mit Verf�gung vom 20. Juli 2001 ab und lehnte die Ausrichtung von Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung ab, da keine organischen Unfallfolgen mehr vorl�gen und psychische Beschwerden nicht ad�quat kausal auf den Unfall von April 1999 zur�ckzuf�hren seien. Dies wurde durch Einspracheentscheid vom 18. September 2001 best�tigt.
Das von P.________ angestrengte Beschwerdeverfahren wurde bis zum Eingang des von der Invalidenversicherung veranlassten Gutachtens des Instituts X.________ vom 27. August 2002 (mit rheumatologischer Untersuchung vom 25. Juni 2002 und psychiatrischem Gutachten vom 28. Juni 2002) sistiert. Nach dem Beizug einer weiteren �rztlichen Beurteilung durch den SUVA-Arzt Dr. med. C.________ vom 4. November 2002 wies das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn mit Entscheid vom 12. Januar 2004 die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid von September 2001 ab.
Unter Beilage des Berichts der beruflichen Abkl�rungsstelle (BEFAS) vom 14. November 2003 l�sst P.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Antrag, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei die Sache zur erg�nzenden Abkl�rung und zu neuem Entscheid an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen.
Zutreffend sind die Ausf�hrungen der Vorinstanz �ber die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, 117 V 376 Erw. 3a mit Hinweisen) und ad�quaten Kausalzusammenhang (BGE 123 III 112 Erw. 3a, 123 V 103 Erw. 3d, 139 Erw. 3c, 122 V 416 Erw. 2a, je mit Hinweisen) zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod). Dies betrifft insbesondere auch die Ad�quanzbeurteilung bei Unf�llen und der in der Folge eingetretenen psychischen Fehlentwicklung mit Einschr�nkung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit (BGE 115 V 133). Darauf wird verwiesen.
Zu erg�nzen bleibt, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheides (September 2001) eingetretene Rechts- und Sachverhalts�nderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht ber�cksichtigt werden (BGE 129 V 4 Erw. 1.2; RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101).
Streitig ist der Anspruch auf Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung und dabei insbesondere die Frage, ob der rechtserhebliche Sachverhalt gen�gend abgekl�rt ist.
2.1 Die Vorinstanz geht angesichts der Aktenlage davon aus, dass sp�testens ab August 2001 keine organischen Folgen des Unfalles von April 1999 mehr vorl�gen, und dass allf�llig bestehende psychische Beschwerden nicht ad�quate Unfallfolgen seien. Der Beschwerdef�hrer ist demgegen�ber der Auffassung, der Sachverhalt sei in medizinischer Hinsicht nicht gen�gend abgekl�rt: So habe er �ber Kopfschmerzen und Ged�chtnisverlust geklagt, was aber ebenso wenig abgekl�rt worden sei wie ein Syndrom der Halswirbels�ule und eine Plexusl�sion. Im �brigen seien die Schulterbeschwerden nicht psychosomatischer, sondern somatischer Natur, was auch vom Psychiater Dr. med. V.________ und vom Neurologen Dr. med. J.________ best�tigt worden sei. Deshalb sei eine polydisziplin�re Abkl�rung vorzunehmen.
2.2 Der Aktenbericht des SUVA-Arztes Dr. med. C.________ vom 3. Mai 2001 geht davon aus, dass somatisch keine Invalidit�t bestehe und theoretisch eine volle Arbeitsf�higkeit vorliege, was sich mit dem Bericht der Klinik I.________ vom 15. November 2000 deckt, wonach eine Einschr�nkung in der Arbeitsf�higkeit nicht auf objektivierbare somatische Feststellungen gest�tzt werden k�nne und - nach einer stufenweisen Erh�hung - eine vollst�ndige Arbeitsf�higkeit anzunehmen sei. Diese �bereinstimmenden �rztlichen Einsch�tzungen sind f�r die streitigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, ber�cksichtigen die geklagten Beschwerden und sind in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden; zudem sind die Ausf�hrungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und enthalten begr�ndete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a). Nicht gegen die Zuverl�ssigkeit dieser Einsch�tzungen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/ee) spricht der Bericht des SUVA-Kreisarztes Dr. med. K.________ vom 10. Januar 2001, wonach eine vollst�ndige Arbeitsf�higkeit in einer leidensangepassten T�tigkeit bestehe (keine schwere k�rperliche Arbeit, keine Gewichte �ber 15 kg heben, nicht mit dem linken Arm in Brusth�he t�tig sein, den linken Arm nicht in gestreckter Position oder mit schnellen repetitiven Bewegungen belasten, keine Arbeit an stark vibrierenden Maschinen, d.h. dieser Arzt geht implizit davon aus, dass Unfallrestfolgen vorliegen). Dr. med. K.________ f�hrt jedoch selber aus, dass das Schmerzsyndrom nicht habe objektiviert werden k�nnen, und begr�ndet seine von der (ihm bekannten) Einsch�tzung der Klinik I.________ abweichende Meinung nicht; schliesslich weist der SUVA-Arzt Dr. med. C.________ zu Recht darauf hin, dass der Kreisarzt die Grundlagen allf�lliger Einschr�nkungen nicht habe feststellen k�nnen.
Weiter ist in somatischer Hinsicht zu ber�cksichtigen, dass der Neurologe Dr. med. J.________ im Bericht vom 22. M�rz 2000 klar festgehalten hat, dass "direkt im neurologischen Bereich liegende Diagnosen ... auch jetzt nicht massgeblich" seien, w�hrend die im gleichen Bericht erw�hnte Algodystrophie szintigraphisch wiederholt ausgeschlossen werden konnte und dem Bericht des Dr. med. V.________ vom 30. M�rz 2001 in dieser Hinsicht keine Bedeutung zukommt, da dieser Arzt mit der Bewertung neurologischer Probleme sein Fachgebiet der Psychiatrie verl�sst. Entgegen dem, was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde angenommen zu werden scheint, liegen die zum typischen Beschwerdebild eines Sch�del-Hirntraumas resp. eines Schleudertraumas der Halswirbels�ule geh�renden Beeintr�chtigungen (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen, �belkeit, rasche Erm�dbarkeit, Visusst�rungen, Reizbarkeit, Affektlabilit�t, Depression, Wesensver�nderung usw.; BGE 117 V 360 Erw. 4b, vgl. BGE 119 V 338 Erw. 2) hier nicht vor, so dass der Versicherte daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann.
2.3 In psychischer Hinsicht hat die Vorinstanz zu Recht festgehalten, dass der Treppensturz von April 1999 in Anbetracht des augenf�lligen Geschehensablaufes einen mittleren Unfall im Grenzbereich zu einem leichten Unfall darstellt, und dass die nach der Rechtsprechung notwendigen weiteren Kriterien nicht gegeben sind. Die Verneinung der Ad�quanz zu allf�lligen psychischen Gesundheitssch�den ist in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde denn auch nicht bestritten. Der Versicherte weist in diesem Zusammenhang einzig darauf hin, dass in der Klinik A.________ keine echte Behandlung vorgenommen worden und damit ein vier Monate dauernder "Leerlauf" entstanden sei, was eine �rztliche Fehlbehandlung darstelle, die im Rahmen der Kriterien nach BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa zu ber�cksichtigen sei. Diese Frage kann letztlich offen blieben, da auch bei - allerdings nicht nahe liegender - Fehlbehandlung die Ad�quanz verneint werden m�sste, w�re doch dieses Kriterium angesichts der Umst�nde offensichtlich nicht in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt (BGE 115 V 141 oben).
Da ein ad�quater Kausalzusammenhang allf�lliger psychischer Beschwerden zum Unfall von April 1999 zu verneinen ist, kann in der Folge offen bleiben, ob �berhaupt ein krankhafter psychischer Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit besteht. Schliesslich ist auch die Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit durch das Institut X.________ in der Expertise vom 27. August 2002 im vorliegenden Verfahren nicht massgebend, da sich diese Aussage auf die Ber�cksichtung des Nichtgebrauches des linken Armes st�tzt; Letzteres stellt jedoch keine direkte Unfallfolge dar, sondern w�re allenfalls mittels Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens dem Unfall indirekt zurechenbar (wobei - wie dargestellt - die Ad�quanz jedoch zu verneinen ist). Dasselbe gilt im Grundsatz auch f�r die Ergebnisse des letztinstanzlich eingereichten Berichtes der BEFAS vom 14. November 2003, abgesehen davon, dass diese �usserungen (wie auch diejenigen des Instituts X.________) nicht den Zeitraum bis zum Einspracheentscheid betreffen, was jedoch die Grenze richterlicher �berpr�fungsbefugnis darstellt (RKUV 2001 Nr. U 419 S. 101).
2.4 Mangels zurechenbarer Unfallrestfolgen besteht kein Anspruch auf weitere Leistungen gegen�ber der Unfallversicherung.