Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=20.11.2007&Aktenzeichen=VI%20ZR%208%2F07
Timestamp: 2019-05-20 07:50:05
Document Index: 89175573

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 42', '§ 8', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 42', '§ 8', '§ 10', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 10', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.11.2007 - VI ZR 8/07 - dejure.org
BGH, 20.11.2007 - VI ZR 8/07
https://dejure.org/2007,1316
BGH, 20.11.2007 - VI ZR 8/07 (https://dejure.org/2007,1316)
BGH, Entscheidung vom 20.11.2007 - VI ZR 8/07 (https://dejure.org/2007,1316)
BGH, Entscheidung vom 20. November 2007 - VI ZR 8/07 (https://dejure.org/2007,1316)
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StVO § 42 Abs. 4a (Zeichen 325/326), § 8 Satz 1, § 10
Geltung der Pflichten des § 10 S. 1 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) bei Verlassen eines verkehrsberuhigten Bereichs im Fall einer Aufstellung des Zeichens 326 einige Meter vor einer Einmündung; Einordnung eines Einfahrens in eine andere Straße als Verlassen eines verkehrsberuhigten Bereichs i.S.d. § 10 StVO anhand einer objektiven Betrachtung; Verpflichtung des Vorfahrtsberechtigten zur besonderen Vorsicht bei erkennbarer Gefahr der Missachtung seines Vorfahrtsrechts durch andere Verkehrsteilnehmer aufgrund der örtlichen Gegebenheiten
StVO § 42 Abs. 4a (Zeichen 325/326) § 8 S. 1 § 10
Pflichten des Kraftfahrers bei Verlassen eines verkehrsberuhigten Bereichs
Schadensrecht - Pflichten bei Verlassen eines verkehrsberuhigten Bereichs
Haftung - BGH zu "Rechts vor Links" bei verkehrsberuhigter Zone
Verkehrsrecht - Verkehrsberuhigter Bereich endet an der nächsten Einmündung oder Kreuzung
Wer hat Vorfahrt wenn ein Verkehrsschild das Ende einer verkehrsberuhigten Zone anzeigt?
Verkehrsberuhigter Bereich nicht am Schild zu Ende
Wartepflicht beim Ausfahren aus verkehrsberuhigtem Bereich
Habe ich Vorfahrt, wenn ich aus einer verkehrsberuhigten Zone komme, die in eine Hauptstraße mündet?
Haftungsabwägung - Ende der verkehrsberuhigten Zone: Wer hat Vorfahrt?
AG Buxtehude, 18.07.2006 - 31 C 280/06
LG Stade, 12.12.2006 - 1 S 52/06
NJW 2008, 1305
MDR 2008, 318
NZV 2008, 193
VersR 2008, 416
(…vgl. BGH, Urt. v. 14.10.1986 - VI ZR 139/85, VersR 1987, 306 (308); BGH, Urt. v. 20.11.2007 - VI ZR 8/07, NJW 2008, 1305 - 1307, juris Rdn. 16; BayObLG, NZV 1989, 121 f).
LG Saarbrücken, 08.04.2011 - 13 S 17/11
Vorfahrtsberechtigung bei Zweifeln gilt Rücksichtnahmegebot
Denn es kommt für die Beurteilung des Gesamtbildes auf die Umstände bei objektiver Betrachtung an (vgl. BGH, Urteil vom 20.11.2007 - VI ZR 8/07, NJW 2008, 1305).
Er hätte demnach seine Geschwindigkeit so weit reduzieren müssen, bis er sich davon überzeugt hatte, dass sich von links kein Verkehrsteilnehmer näherte, mit dem er zusammenstoßen konnte (…vgl. Kammer aaO mwN.; vgl. auch BGH, Urteil vom 20.11.2007 aaO).
Zur danach gebotenen Einhaltung jeder erdenklichen Sorgfalt gehört es auch, erkennbare Fehler anderer Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen und nicht strikt auf einem eigenen Vorrecht zu beharren (BGH, NJW 2008, S. 1305).
LG Bonn, 21.02.2011 - 10 O 291/10
Anwendung von § 10 Straßenverkehrs-Ordnung ( StVO ) bei einer Kreuzung mehrerer …
Denn ein Vorfahrtsberechtigter, der davon ausgehen muss, dass sein Vorfahrtsrecht von anderen Verkehrsteilnehmern auf Grund der örtlichen Gegebenheiten möglicherweise nicht erkannt wird, ist zu besonderer Vorsicht und Rücksichtnahme verpflichtet; er muss damit rechnen, dass sein Vorfahrtsrecht missachtet wird und muss seine Fahrweise darauf einstellen (BGH, Urteil vom 20.11.2007 - VI ZR 8/07, NZV 2009, 193 ff.).
Lediglich mögliche oder vermutete Tatsachen bleiben außer Betracht (BGH NZV 2005, 407), wobei die Abwägung Sache des Tatrichters ist (BGH NJW 2008, 1305; BGH NZV 2007, 354).
LG Osnabrück, 30.05.2017 - 3 S 118/17
Radfahrer auf Gehweg statt Radweg in entgegengesetzter Fahrtrichtung - …
Ferner stellt sich auch unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten, insbesondere des Abstandes zwischen dem Verkehrszeichen 325.2 und der Unfallstelle sowie der Straßenführung, das Einfahren auf die M. Straße nicht mehr als ein Verlassen des verkehrsberuhigten Bereiches dar (vgl. BGH NZV 2008, 193).