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Timestamp: 2020-07-13 21:14:27
Document Index: 66251009

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 2', '§ 19', '§ 5', '§ 7', '§ 8', '§ 16', '§ 39', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 1', '§ 5', '§ 30', '§ 47', '§ 4', '§ 7', '§ 4', '§ 4', '§4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 2']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein SchwansSeeNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Schwansener See" vom 29. Dezember 1987 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Schwansener...
§ 7 - Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen
juris-Abkürzung: SchwansSeeNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 29.12.1987
Fundstelle: GVOBl. 1988, 6
Gliederungs-Nr: 791-4-92
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Schwansener See"
Vom 29. Dezember 1987
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: §§ 2 und 5 sowie Anlagen geändert (LVO v. 28.12.2011, GVOBl. 2012 S. 137)*
[Folgende Bekanntmachung zu der Landesverordnung zu der Landesverordnung zur Änderung der Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Schwansener See“ (GVOBl. 2012, S. 137) ist zu beachten: “Eine Verletzung der in § 19 Abs. 1 bis 8 Landesnaturschutzgesetz bezeichneten Verfahrens- und Formvorschriften ist unbeachtlich, wenn sie nicht schriftlich innerhalb eines Jahres gegenüber der obersten Naturschutzbehörde geltend gemacht worden ist.”]
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Schwansener See" vom 29. Dezember 1987 01.01.2003
§ 5 - Zulässige Handlungen 27.01.2012
§ 7 - Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen 01.01.2003
§ 8 - Ordnungswidrigkeiten 01.01.2003
Aufgrund des § 16 Abs. 1 des Landschaftspflegegesetzes und des § 39 Abs. 1 Nr. 8 desLandesjagdgesetzes wird verordnet:
(1) Der Schwansener See, die Strandwälle und die Salzwiesen zwischen dem See und der Ostsee in den Gemeinden Dörphof und Brodersby, Kreis Rendsburg-Eckernförde, sowie der östlich angrenzende Flachwasserbereich der Ostsee in einer Breite von 200 Metern werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Schwansener See" unter Nummer 126 in das beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 215 ha groß und umfaßt Landschaftsteile der Gemarkungen Karlberg, Schwonendahl, Schuby und Schönhagen sowie einen 200 Meter breiten strandnahen Flachwasserbereich der Ostsee östlich des Strandwalles.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte 1 a im Maßstab 1 : 5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung. Weitere Karten sind beim
- Untere Landschaftspflegebehörde -, 2370 Rendsburg,
Amtsvorsteher des Amtes Schwansen, 2335 Damp 1,
der Gemeinde Dörphof, 2343 Dörphof,
der Gemeinde Brodersby, 2343 Brodersby,
Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung eines durch Strandwälle und Primärdünen von der Ostsee abgetrennten Strandsees mit den angrenzenden Salzwiesen, feuchten Senken, Seggenriedern, Röhrichtbeständen und einem Flachwasserbereich der Ostsee. Aufgrund dieser großen Vielfalt sind der Schwansener See und seine Umgebung Lebensraum und Lebensstätte zahlreicher in ihrem Bestand bedrohter Pflanzen- und Tierarten. Die Natur ist hier in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit es zur Erhaltung bestimmter bedrohter Pflanzen- und Tierarten erforderlich ist, durch planvolle Maßnahmen zu entwickeln und wiederherzustellen.
bauliche Anlagen zu errichten, auch wenn sie keiner Genehmigung nach der Landesbauordnung bedürfen, oder sonstige Eingriffe nach § 7 Abs. 1 Satz 2 des Landschaftspflegegesetzes vorzunehmen,
die Gewässer zu verändern, Stoffe einzubringen oder einzuleiten oder andere Maßnahmen vorzunehmen, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern,
die Entwässerung eines Grundstückes zu verändern,
Flugmodelle, Modellflugkörper mit Eigenantrieb, Ballone oder Drachen aufsteigen oder landen oder Schiffsmodelle auf dem Schwansener See fahren zu lassen,
den Schwansener See mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren,
das Naturschutzgebiet zu betreten oder im Naturschutzgebiet zu fahren oder zu reiten.
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Grünland genutzten, in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte 1 a in waagerechter Schraffur dargestellten Flächen mit der Maßgabe, daß in der Zeit vom 20. April bis zum 20. Juni eines jeden Jahres Walzen, Schleppen, Mähen oder sonstige Bodenbearbeitungen nicht zulässig sind,
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes der übrigen Flächen in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang,
die Reetnutzung in der Zeit vom 1. Dezember bis zum 28. Februar in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang,
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes mit der Maßgabe, daß der Landrat als Jagdbehörde und untere Landschaftspflegebehörde die Ausübung der Jagd durch Anordnungen einschränken kann, wenn diese zum Schutz besonders geschützter Tierarten erforderlich sind,
die ordnungsgemäße Ausübung der Erwerbsfischerei mitstehendem Fanggerät in dem zum Naturschutzgebiet gehörenden Teil der Ostsee, soweit keine Beschränkungen nach § 5 des Bundeswasserstraßengesetzes getroffen sind; nicht zulässig ist es, Angelschnüre zu verwenden oder Wattwürmer auszugraben oder auszuspülen,
der Fischfang mit der Handangel vom Boot aus durch die
Eigentümer des Schwansener Sees in der Zeit vom 1. August bis zum 15. März,
die erforderlichen Maßnahmen des Küstenschutzes im Geltungsbereich der Landesverordnung über den Schutz der Deiche und der Küsten vom 19. Dezember 1980 (GVOBl. Schl.-H. 1981 S. 2), geändert durch Landesverordnung vom 19. Mai 1983 (GVOBl. Schl.-H. S. 178), sowie die hierfür erforderlichen Maßnahmen der Wasserwirtschaft einschließlich der Forschungs- und Vermessungsarbeiten mit Ausnahme solcher Vorhaben, die nach Wasserrecht oder anderen Rechtsvorschriften erlaubnis-, bewilligungsgenehmigungs- oder planfeststellungsbedürftig sind,
des Naturschutzgebietes durch Personen, die von den zuständigen Behörden dazu ermächtigt worden sind,
der Wege,
des Strandes, das Lagern auf dem Strand zwischen dem seeseitigen Strandwallfuß und der Wasserlinie sowie das Baden in der Ostsee innerhalb des in der Örtlichkeit gekennzeichneten, in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte 1 a im Punktraster dargestellten Küstenabschnitts im Nordteil des Naturschutzgebietes,
des übrigen Strandes im Spülsaumbereich auf einer Breite bis zu 5 Meter in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 31. März,
das Befahren der dafür bestimmten Wege,
auf den dafür bestimmten Wegen,
auf dem Strand im Spülsaumbereich innerhalb des in Nummer 12 Buchst. b näher bezeichneten Küstenabschnitts.
bei Grundräumungen, Grundinstandsetzungen oder einer den Schutzzweck berührenden Inanspruchnahme von Flächen im Rahmen dieser Maßnahmen oder bei der Gewässerunterhaltung nach § 30 des Wasserhaushaltsgesetzes und des § 47 Abs. 3 des Landeswassergesetzes,
Ausnahmen zulassen, die nicht zu einer nachhaltigen Störung führen oder den Schutzzweck nicht beeinträchtigen können.
Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen
Die untere Landschaftspflegebehörde wird ermächtigt, die vom Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege vorgeschlagenen Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen durchzuführen oder durchführen zu lassen. Sie kann bei Gefährdung des Schutzzwecks die unaufschiebbaren, notwendigen Maßnahmen treffen.
§ 4 Abs. 1 Nr. 3 bauliche Anlagen errichtet, auch wenn sie keiner Genehmigung nach der Landesbauordnung bedürfen, oder sonstige Eingriffe nach § 7 Abs. 1 Satz 2 des Landschaftspflegegesetzes vornimmt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 6 die Gewässer verändert, Stoffe einbringt oder einleitet oder andere Maßnahmen vornimmt, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern,
§ 4 Abs. 1 Nr. 7 die Entwässerung eines Grundstückes verändert,
§4 Abs. 1 Nr. 9 Erstaufforstungen vornimmt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 13 Flugmodelle, Modellflugkörper mit Eigenantrieb, Ballone oder Drachen aufsteigen oder landen oder Schiffsmodelle auf dem Schwansener See fahren läßt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 14 den Schwansener See mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 17 das Naturschutzgebiet betritt oder im Naturschutzgebiet fährt oder reitet.
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Kreise Eckernförde vom 28. April 1965 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 96), zuletzt geändert durch Verordnung vom 23. März 1979 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 241), außer Kraft, soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft.