Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerwGE%2050,%2011
Timestamp: 2019-11-17 12:30:59
Document Index: 300201201

Matched Legal Cases: ['§ 40', '§ 21', '§ 71', '§ 126', 'BGH', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 4', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 21', 'Art. 19', '§ 21', '§ 2', 'Art. 19', 'Art. 100', 'Art. 20', 'Art. 92', 'Art. 97', 'Art. 101', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 97', '§ 123']

BVerwG, 28.11.1975 - VII C 47.73 - dejure.org
BVerwG, 28.11.1975 - VII C 47.73
https://dejure.org/1975,93
BVerwG, 28.11.1975 - VII C 47.73 (https://dejure.org/1975,93)
BVerwG, Entscheidung vom 28.11.1975 - VII C 47.73 (https://dejure.org/1975,93)
BVerwG, Entscheidung vom 28. November 1975 - VII C 47.73 (https://dejure.org/1975,93)
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Verletzung der Rechte eines Richters durch den Geschäftsverteilungsplan des Präsidiums eines Gerichts; Anwendung der Feststellungsklage bei Verletzung der Rechte eines Richters durch den Geschäftsverteilungsplan des Präsidiums eines Gerichts; Hinnahme der Zuteilung von ...
Geschäftsverteilungsplan - Präsidium eines Gerichts - Dienstgeschäfte - Justitiabilität - Rechtsweg - Klageart - Verbindlichkeit
BVerwGE 50, 11
NJW 1976, 1224
MDR 1976, 429
DÖV 1976, 312
Wie das Bundesverwaltungsgericht in der späteren Rechtsprechung wiederholt betont hat, präjudiziert die Verneinung eines Verwaltungsaktes jedoch nicht die Frage der Überprüfbarkeit einer Maßnahme (vgl. u.a. BVerwGE 19, 19 [20]; 28, 191 [192]; 36, 192 [197]; 50, 11 [13 f., 19]).
Dabei kann offen bleiben, ob sich die Eröffnung aus § 40 Abs. 1 Satz 1 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) ergibt, weil es sich um eine öffentlich-rechtliche Streitigkeit handelt, BVerwG, Urteil vom 28. November 1975 - 7 C 47/73 -, BVerwGE 50, 11; VGH Baden- Württemberg, Urteil vom 25. Juni 1973 - I 1344/72 -, DriZ 1973, 320; VG Freiburg, Urteil vom 18. Oktober 1972 - VI 56/72 -, DriZ 1973, 319; Kissel/Mayer, GVG, 4. Aufl., § 21e Rn. 121, oder aus § 71 Abs. 3 Deutsches Richtergesetz (DRiG) i.V.m. § 126 Abs. 1 Rahmengesetz zur Vereinheitlichung des Beamtenrechtes (Beamtenrechtsrahmengesetz - BRRG) folgt, weil es sich hier um eine Klage eines Richters aus dem Richterverhältnis handelt.
BVerwG, Urteil vom 28. November 1975 - 7 C 47/73 -, BVerwGE 50, 11; BVerwG, Urteil vom 9. Juni 1983, - 2 C 34/80 - NJW 1983, 2589.
BGH, Urteil vom 4. Dezember 1989 - DriZ (R) 5/89 -, NJW 1991, 425; BVerwG, Urteil vom 28. November 1975 - 7 C 47/73 -, BVerwGE 50, 11.
BVerwG, Urteil vom 28. November 1975 - 7 C 47/73 -, BVerwGE 50, 11; VGH Baden- Württemberg, Urteil vom 25. Juni 1973 - I 1344/72 -, DriZ 1973, 320; vgl. auch Baumbach/Lauterbach, ZPO, 64. Aufl., § 21e GVG, Rn. 22 zum Geschäftsverteilungsplan; Kissel/Mayer, GVG, 4. Aufl., § 21e, Rn. 2, 5.
BVerwG, Urteil vom 28. November 1975, - 7 C 47/73 -, BVerwGE 50, 11; VGH Baden- Württemberg, Urteil vom 25. Juni 1973 - I 1344/72 -, DriZ 1973, 320; VG Schleswig, Urteil vom 16. März 1990 - 9 H 281/89 (93) -, NVwZ-RR 1992, 111; Kissel/Mayer, GVG, 4. Aufl., § 21e Rn. 121; Kopp/Schenke, VwGO, 14. Aufl., § 4 Rn. 10; Baumbach/Lauterbach, ZPO, 64. Aufl., § 21e GVG, Rn. 24.
BVerwG, Urteil vom 28. November 1975 - 7 C 47/73 -, BVerwGE 50, 11; Kissel/Mayer, GVG, 4. Aufl., § 21e Rn. 121; VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 27. Oktober 2005 - 4 S 1830/05 - BDVR-Rundschreiben 2006, 71.
BVerwG, Urteil vom 28. November 1975 - 7 C 47/73 -, BVerwGE 50, 11, Kissel/Mayer, GVG, 4. Aufl., § 21e Rn. 121, bzw. die Dienstpflicht des Richters konkretisiert, OVG NRW, Beschluss vom 30. Mai 1980, - 12 B 427/80 -, RiA 1980, 200; Wieczorek/Schütze, ZPO, 3. Aufl., § 21 GVG, Rn. 31.
BVerwG, Urteil vom 28. November 1975 - 7 C 47/73 -, BVerwGE 50, 11; VGH Baden- Württemberg, Urteil vom 25. Juni 1973 - I 1344/72 -, DriZ 1973, 320.
BVerwG, Urteil vom 28. November 1975 - 7 C 47/73 -, BVerwGE 50, 11.
Diese Argumentation ist jedoch schon deshalb nicht überzeugend, weil Ansprüche auf Erlaß einer untergesetzlichen Rechtsnorm, wie dargelegt, der Rechtsschutzgarantie des Art. 19 Abs. 4 GG unterfallen; das schließt die Forderung ein, daß das Prozeßrecht für diese Ansprüche eine geeignete Klageart zur Verfügung stellt (vgl. BVerwGE 50, 11 [BVerwG 28.11.1975 - VII C 47/73]).
Die Maßnahme des Präsidiums unterliegt vielmehr den Anforderungen an die Ausübung des pflichtgemäßen Ermessens und darf sich nicht als willkürlich darstellen (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. November 1975 - VII C 47/73 -, NJW 1976, 1224 ; vgl. für den Fall der Abordnung eines Beamten BVerfGK 5, 250 ; im Falle einer Umsetzung vgl. BVerwGE 60, 144 ).
Insoweit vertreten die Senate des Bundesverwaltungsgerichts übereinstimmende Auffassungen (vgl. etwa Urteile vom 28. November 1975 - BVerwG 7 C 47.73 - Buchholz 300 § 21 e GVG Nr. 2, insoweit in BVerwGE 50, 11 nicht abgedruckt; vom 23. Oktober 1979 - BVerwG 1 C 63.77 - Buchholz 402.24 § 2 AuslG Nr. 17; vom 14. April 1989 - BVerwG 4 C 22.88 - Buchholz 406.17 Bauordnungsrecht Nr. 29 = NVwZ 1989, 860 und vom 25. April 1989 - BVerwG 9 C 61.88 - BVerwGE 82, 41 ).
Maßnahmen des Präsidiums, die die Geschäftsverteilung betreffen, unterliegen ebenso wie Umsetzungen von Beamten den Anforderungen an die Ausübung des pflichtgemäßen Ermessens und dürfen sich nicht als willkürlich darstellen (…BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 28. November 2007 - 2 BvR 1431/07 -, juris, Rn. 11; BVerwGE 50, 11 ;… vgl. für den Fall der Umsetzung eines Beamten BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 30. Januar 2008 - 2 BvR 754/07 -, juris, Rn. 11, m.w.N.; vgl. für den Fall einer Abordnung BVerfGK 5, 250 ).
Dem steht auch nicht die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts entgegen, wonach ein Geschäftsverteilungsplan solange als verbindlich anzusehen ist, bis seine Rechtswidrigkeit (im verwaltungsgerichtlichen Verfahren) festgestellt oder er anderweitig aufgehoben ist (vgl. BVerwGE 50, 11 ff.).
Zutreffend hat der Kläger als Beklagten die Bundesrepublik Deutschland als Rechtsträger des Bundessozialgerichts und nicht das Präsidium benannt (ebenso bereits BVerwG, Urt. v. 28.11.1975, Az.: VII C 47.73, BVerwGE 50, 11 ff, jedoch ohne Begründung; ferner VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 27.10.2005, Az.: 4 S 1830/05, NJW 2006, 2424 f; OVG Hamburg, Beschl. v. 19.09.1986, Az.: Bs V 144/86, NJW 1987, 1215 ff).
Dies wäre im Interesse einer geordneten Rechtspflege schwer erträglich (vgl. BVerwG, Urt. v. 28.11.1975, Az.: VII C 47.73, BVerwGE 50, 11;… VG Düsseldorf, Urt. v. 30.03.2007, a.a.O.).
Aus dem vom Kläger in diesem Zusammenhang zitierten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 28.11.1975 (a.a.O.) folgt nichts Gegenteiliges: Soweit dabei auf Rn. 32 des Urteilsumdrucks verwiesen wird, wird verkannt, dass es in dieser Urteilspassage nicht um die Frage der Notwendigkeit eines Vorverfahrens, sondern darum geht, welche Klageart statthaft ist.
Es ist in einer solchen Fallgestaltung dem Richter nicht zuzumuten, erst in einem Disziplinarverfahren klären zu lassen, ob der Geschäftsverteilungsplan rechtswidrig war (BVerwG, Urt. v. 28.11.1975, a.a.O.;… BVerfG, Beschl. v. 03.12.1990, a.a.O.).
Es ist in der obergerichtlichen Rechtsprechung geklärt, dass einem Richter, der geltend macht, durch einen Geschäftsverteilungsplan in seinen Rechten verletzt zu sein, der Rechtsweg nach Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG eröffnet ist (BVerwG, Urt. v. 28.11.1975, VII C 47.73, BVerwGE 50, 11, juris Rn. 25).
die Sache im Hinblick auf BVerfGE 95, 322 ff.; 107, 395 ff. gemäß Art. 100 Abs. 1 GG im Sinne eines Normerlassbegehrens dem Bundesverfassungsgericht vorzulegen, wenn es der Ansicht sein sollte, dass die Bindung des Präsidiums an die Meinung eines gerichtlichen Spruchkörpers oder aber die Bindung der Richter an die Meinung des Präsidiums im Sinne von BVerwGE 50, 11, 21 mangels einer von Verfassungs wegen gebotenen positivrechtlichen Regelung der Rangordnung unter Präsidium und Gericht im Gerichtsverfassungsgesetz gegen Art. 20 Abs. 3, Art. 92, Art. 97 Abs. 1, Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG verstößt oder ein verfassungsrechtlich, nach Art. 19 Abs. 4, Art. 20 Abs. 3, Art. 97 Abs. 1 GG notwendiger Rechtsbehelf im System der Kontrolle fehlt, höchst hilfsweise, die Sache an das Verwaltungsgericht zu verweisen, wenn und soweit sich das Dienstgericht des Bundes für nicht zuständig erachte.
Eine Verletzung der richterlichen Unabhängigkeit durch den Geschäftsverteilungsplan ist vor den Verwaltungsgerichten geltend zu machen (BVerwGE 50, 11).
GeschÃ¤ftsverteilungsplan; Grundrechtsklage; SubsidiaritÃ¤t; …
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