Source: https://www.hutterreisecenter.de/about/
Timestamp: 2019-04-20 16:13:07
Document Index: 198213341

Matched Legal Cases: ['§ 675', '§ 651', '§ 675', '§ 276', '§ 312', '§ 312', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 651', '§ 669', '§ 632', '§ 651']

Impressum - reisecenter-trossingens Webseite!
Hutter Reisecenter
Reisecenter Trossingen
Email: info@HutterReisecenter.de
Inh. Georg Bundel
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Hutter Reisecenter GmbH
die nachfolgenden Bestimmungen werden, soweit wirksam vereinbart, Inhalt des zwischen dem
Kunden und Hutter Reisecenter GmbH, nachfolgend „HRC“ abgekürzt, zu Stande kommenden
Reisevermittlungsvertrages. Sie ergänzen die auf den Reisevermittlungsvertrag anwendbaren
gesetzlichen Vorschriften und füllen diese aus. Bitte lesen Sie daher diese Geschäftsbedingungen
vor Erteilung Ihres Auftrages sorgfältig durch!
1.1 Mit der Annahme des Vermittlungsauftrags des Kunden durch das HRC kommt zwischen dem
Kunden und dem HRC der Reisevermittlungsvertrag als Geschäftsbesorgungsvertrag zustande.
Auftrag und Annahme bedürfen keiner bestimmten Form und können auch schlüssig erklärt werden.
1.2 Wird der Auftrag auf elektronischem Weg (E-Mail, Internet) erteilt, so bestätigt das HRC den
Eingang des Auftrags unverzüglich auf elektronischem Weg. Diese Eingangsbestätigung stellt noch
keine Bestätigung der Annahme des Vermittlungsauftrags dar. Internetangebote des HRC sind keine
1.3 Die beiderseitigen Rechte und Pflichten des Kunden und des HRC ergeben sich, soweit dem nicht
zwingende gesetzliche Bestimmungen entgegenstehen, aus den im Einzelfall (insbesondere zu Art und
Umfang des Vermittlungsauftrags) vertraglich getroffenen Vereinbarungen, diesen
Reisevermittlungsbedingungen und den gesetzlichen Vorschriften der §§ 675, 631 ff. BGB über die
entgeltliche Geschäftsbesorgung.
1.4 Für die Rechte und Pflichten des Kunden gegenüber dem Vertragspartner der vermittelten Leistung
gelten ausschließlich die mit diesem getroffenen Vereinbarungen, insbesondere - soweit wirksam
vereinbart - dessen Reise- oder Geschäftsbedingungen. Der Kunde kann die Rechte und Pflichten
insbesondere auch gegenüber dem HRC geltend machen, wenn das HRC eigene Leistungen als
Veranstalter, nicht (lediglich) als Vermittler, anbietet. Bei Flug- und Bahnbeförderungsleistungen gelten
ohne besondere Vereinbarung oder besonderen Hinweis auf gesetzlicher Grundlage die von der
zuständigen Verkehrsbehörde oder aufgrund internationaler Übereinkommen erlassenen
Beförderungsbedingungen und Tarife beispielsweise Allgemeine Beförderungsbedingungen (ABB),
Beförderungsbedingungen der Deutschen Bahn und des Tarifverzeichnisses für den Personenverkehr.
1.5 Für die Vermittlung von einzelnen aufeinander abgestimmten Leistungen verschiedener Anbieter
a) Wird das HRC vom Kunden beauftragt, verschiedene Reiseleistungen bei verschiedenen
Leistungsträgern zu buchen, so kommt hierdurch ein Reisevermittlungsvertrag mit dem HRC nicht
zustande, auch wenn die einzelnen Leistungen zu getrennt ausgewiesenen Einzelpreisen auf einer
gemeinsamen Rechnung im Rahmen des Agenturinkasso durch das HRC zusammengefasst werden.
b) Das HRC ist ausschließlich Vermittler hinsichtlich jeder einzelnen Reiseleistung. Ziffer 11.3 gilt
c) Der Kunde wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ihm aus der Aufteilung seiner Reiseleistungen
auf verschiedene Leistungsträger auch Nachteile erwachsen können. So kann bei einer Aufteilung der
gewünschten Leistungen auf verschiedene Leistungsträger der Fall eintreten, dass kein Leistungsträger
als Reiseveranstalter im Sinne des Reisevermittlungsvertragsrechtes anzusehen ist und somit dem
Kunden für die gesamten Leistungen bzw. für einzelne Leistungen kein Sicherungsschein von den
Leistungsträgern ausgehändigt wird. Der Kunde hat in diesem Falle also keine Absicherung gegen die
Insolvenz des jeweiligen Leistungsträgers.
d) Die vorstehenden Bestimmungen unter Ziffer 1.4 gelten nicht, soweit das HRC nach den
Grundsätzen des § 651 a Abs. 2 BGB bezüglich der dem Kunden angebotenen bzw. von diesen
gebuchten Leistungen den Anschein erweckt, vertraglich vorgesehene Reiseleistungen in eigener
Verantwortung zu erbringen.
2. Allgemeine Vertragspflichten des HRC, Auskünfte, Hinweise
2.1 Die vertragliche Leistungspflicht des HRC besteht, nach Maßgabe dieser
notwendigen Handlungen entsprechend dem Buchungsauftrag des Kunden und in der entsprechenden
Beratung, sowie der Abwicklung der Buchung. Zur Leistungspflicht gehört die Übergabe der
Reiseunterlagen, soweit diese nicht nach dem mit dem jeweils vermittelten Reiseunternehmen und/
oder dem HRC getroffenen Vereinbarungen direkt dem Kunden übermittelt werden.
2.2 Bei der Erteilung von Hinweisen und Auskünften haftet das HRC im Rahmen des Gesetzes und
der vertraglichen Vereinbarungen für die richtige Auswahl der Informationsquelle und die korrekte
Weitergabe an den Kunden. Ein Auskunftsvertrag mit einer vertraglichen Hauptpflicht zur
Auskunftserteilung kommt nur bei einer entsprechenden ausdrücklichen Vereinbarung zustande. Für
die Richtigkeit erteilter Auskünfte haftet das HRC gemäß § 675 Abs. (2) BGB nicht, es sei denn,
dass ein besonderer Auskunftsvertrag abgeschlossen wurde.
2.3 Ohne ausdrückliche Vereinbarung ist das HRC nicht verpflichtet, den jeweils billigsten
Anbieter der angefragten Reiseleistung zu ermitteln und/oder anzubieten.
2.4 Ohne ausdrückliche besondere Vereinbarung übernimmt das HRC mit Auskünften zu Preisen,
Leistungen, Buchungskonditionen und sonstigen Umständen der Reiseleistung keine Garantie i. S. von
§ 276 Abs. (1) Satz 1 BGB und bezüglich Auskünften über die Verfügbarkeit der vom Reisebüro zu
vermittelnden Leistungen keine Beschaffungsgarantie im Sinne dieser Vorschrift.
2.5 Sonderwünsche, insbesondere solche, die über die Leistungsbeschreibung des zu vermittelnden
Reiseunternehmens hinausgehen oder davon abweichen, nimmt das HRC nur zur Weiterleitung an
das zu vermittelnde Reiseunternehmen entgegen. Soweit etwas anderes nicht ausdrücklich
vereinbart ist, hat das HRC für die Erfüllung solcher Sonderwünsche nicht einzustehen und diese
sind auch nicht Bedingung oder Vertragsgrundlage für den Vermittlungsauftrag oder für die vom
HRC an das Reiseunternehmen zu übermittelnde Buchungserklärung des Reisekunden. Der
Reisekunde wird darauf hingewiesen, dass Sonderwünsche im Regelfall nur durch ausdrückliche
Bestätigung des Reiseunternehmens zum Inhalt der vertraglichen Verpflichtungen des
Reiseunternehmens werden.
2.6 Das HRC weist darauf hin, dass nach den gesetzlichen Vorschriften (§ 312 Abs. (2) Ziff. 4, § 312g
Abs. 2 Satz 1 Ziff. 9 BGB) bei Verträgen über Reiseleistungen nach § 651a BGB
(Pauschalreiseverträge und Verträge, auf die die §§ 651a ff. BGB analog angewendet werden) und
Verträgen zur Freizeitbetätigung, die einen spezifischen Termin oder Zeitraum vorsehen, und die im
Fernabsatz (Briefe, Kataloge, Telefonanrufe, Telekopien, E-Mails, über Mobilfunkdienst versendete
Nachrichten (SMS) sowie Rundfunk und Telemedien) abgeschlossen wurden, kein Widerrufsrecht
besteht sondern lediglich die gesetzlichen Rücktritts- und Kündigungsrechte, insbesondere das
Rücktrittsrecht gemäß § 651i BGB. Ein Widerrufsrecht besteht jedoch, wenn der Vertrag über
Reiseleistungen nach § 651a außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen worden ist, es sei denn,
die mündlichen Verhandlungen, auf denen der Vertragsschluss beruht, sind auf vorhergehende
Bestellung des Verbrauchers geführt worden; im letztgenannten Fall besteht ein Widerrufsrecht
3. Pflichten des HRC bezüglich Einreisevorschriften, Visa und Versicherungen
3.1 Das HRC unterrichtet den Kunden über Einreise- und Visabestimmungen, soweit ihm hierzu vom
Kunden ein entsprechender Auftrag ausdrücklich erteilt worden ist. Ansonsten besteht eine
entsprechende Aufklärungs- oder Informationspflicht nur dann, wenn besondere, dem HRC bekannte
oder erkennbare Umstände einen ausdrücklichen Hinweis erforderlich machen und die
entsprechenden Informationen (insbesondere bei Pauschalreisen) nicht bereits in einem dem Kunden
3.2 Entsprechende Hinweispflichten des HRC beschränken sich auf die Erteilung von Auskünften aus
oder von geeigneten Informationsquellen, insbesondere aus aktuellen, branchenüblichen
Nachschlagewerken oder der Weitergabe von Informationen ausländischer Botschaften, Konsulate oder
Tourismusämter.
Eine spezielle Nachforschungspflicht des HRC besteht ohne ausdrückliche diesbezügliche
Vereinbarungen nicht. Das HRC kann seine Hinweispflicht auch dadurch erfüllen, dass er den Kunden
auf die Notwendigkeit einer eigenen, speziellen Nachfrage bei den in Betracht kommenden
Informationsstellen verweist.
3.3 Übernimmt das HRC bei Reisen in die USA entgeltlich oder unentgeltlich für den Kunden die
Registrierung im Rahmen des elektronischen Systems zur Erlangung der Reiseerlaubnis für die Einreise
in die USA (ESTA-Verfahren), so begründet die Übernahme dieser Tätigkeit ohne ausdrückliche
ergänzende Vereinbarung keine Verpflichtung des HRC zu weitergehenden Erkundigungen oder
Informationen über Ein- oder Durchreiseformalitäten für die USA oder zu Transitaufenthalten auf der
Reise in die USA und insbesondere nicht zur Visabeschaffung.
3.4 Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend bezüglich der Information über
Zollvorschriften, gesundheitspolizeiliche Einreisevorschriften, gesundheitsprophylaktische
Vorsorgemaßnahmen des Kunden und seiner Mitreisenden sowie für Ein- und Ausfuhrvorschriften (z.
B. zu Medikamenten, Kunstgegenständen, Kulturgütern).
3.5 Das HRC ist verpflichtet, den Kunden darüber zu informieren, ob die von ihm vermittelten
Reiseleistungen eine Reiserücktrittskostenversicherung enthalten.
3.6 Eine weitergehende Auskunfts-, Hinweis- oder Beratungsverpflichtung bezüglich der
Notwendigkeit, des Umfangs, des Deckungsschutzes und der Versicherungsbedingungen von
Reiseversicherungen, insbesondere Reisekranken- und Reiseabbruchversicherungen, besteht nicht,
soweit diesbezüglich keine anderweitige ausdrückliche Vereinbarung getroffen wurde. Soweit
Gegenstand der Vermittlung Reiseversicherungen sind, besteht eine Informationspflicht des HRC
hinsichtlich der Versicherungsbedingungen insbesondere insoweit nicht, als sich der Kunde aus ihm
übergebenen oder vorliegenden Unterlagen des Anbieters der vermittelten Reiseleistung oder den
Informationen des Reiseversicherers über die Versicherungsbedingungen, insbesondere den
Deckungsschutz, die Ausnahmen vom Versicherungsschutz und die sonstigen Versicherungsbedingungen
entsprechend unterrichten kann.
3.7 Zur Beschaffung von Visa oder sonstige für die Reisedurchführung erforderliche Dokumente
ist das HRC ohne besondere, ausdrückliche Vereinbarung nicht verpflichtet. Im Falle der Annahme
eines solchen Auftrages kann das HRC ohne besondere Vereinbarung die Erstattung der ihm
entstehenden Aufwendungen, insbesondere für Telekommunikationskosten und - in Eilfällen - der
Kosten von Botendiensten oder einschlägiger Serviceunternehmen verlangen. Das HRC kann für die
Tätigkeit selbst eine Vergütung fordern, wenn diese vereinbart ist oder die Tätigkeit den Umständen
nach nur gegen entsprechende Vergütung geschuldet war.
3.8 Das HRC haftet nicht für die Erteilung von Visa und sonstigen Dokumenten und nicht für den
rechtzeitigen Zugang, es sei denn, dass die für die Nichterteilung oder den verspäteten Zugang
maßgeblichen Umstände vom HRC schuldhaft verursacht oder mit verursacht worden sind.
3.9 Entsprechend der EU-Verordnung Nr. 2111/2005 über die Erstellung einer gemeinschaftlichen
Liste der Luftfahrtunternehmen ist das HRC verpflichtet, den Fluggast bei der Buchung über die
Identität der ausführenden Fluggesellschaft zu unterrichten. Sofern bei der Buchung die ausführende
Fluggesellschaft noch nicht feststeht, wird das HRC ihm die vom vermittelten Unternehmen
vorliegenden Informationen über diejenige Fluggesellschaft übermitteln, die wahrscheinlich den Flug
durchführt. Bei einem Wechsel der Fluggesellschaft wird der Kunde unverzüglich über den Wechsel
unterrichtet. Die gemeinschaftliche Liste über die mit Flugverbot in der Europäischen Union belegten
Fluggesellschaften ist über die Internetseiten http://air-ban.europa.eu und www.lba.de abrufbar und
kann dem Reisekunden auf Verlangen in den Geschäftsräumen des HRC ausgehändigt werden.
4. Stellung und Pflichten des HRC im Zusammenhang mit der Vermittlung von
Flugbeförderungsleistungen
4.1 Die nachfolgenden Bestimmungen gelten für die Vermittlung von Flügen bestimmter
Fluggesellschaften, die vom HRC allgemein, insbesondere durch Aushang in seinen Geschäftsräumen
oder im Rahmen des einzelnen Vermittlungsauftrags vor oder bei der Annahme des
Vermittlungsauftrages bezeichnet wurden.
4.2 Mit den genannten Fluggesellschaften ist das HRC auf der Grundlage besonderer vertraglicher
Vereinbarungen und der gesetzlichen Bestimmungen im Rahmen eines Agenturverhältnisses
4.3 Dem Kunden gegenüber wird das HRC jedoch ausschließlich als Vermittler eines
Luftbeförderungsvertrages zwischen diesem und der jeweiligen Fluggesellschaft tätig. Das HRC trifft
keine eigene Leistungspflicht oder Haftung bezüglich der vermittelten Flugleistung. Eine etwaige
Haftung des HRC aus einer schuldhaften Verletzung seiner Pflichten als HRC bleibt hiervon unberührt.
4.4 Das HRC ist von der Fluggesellschaft mit dem Inkasso des Flugpreises und sonstiger von der
Fluggesellschaft zu fordernder Entgelte beauftragt. Dies gilt insbesondere auch für die Kosten einer
Umbuchung, eines Namenswechsels, von Rücktrittskosten oder Entgelten im Falle der
Nichtinanspruchnahme der Flugleistung ohne Rücktrittserklärung. Eine für diese Inkassotätigkeit
gegebenenfalls erfolgende Vergütung der Fluggesellschaft an das HRC ist ohne Einfluss auf den vom
Kunden zu bezahlenden Preis.
4.5 Für das Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und der Fluggesellschaft gelten – soweit jeweils
anwendbar - die gesetzlichen Bestimmungen des deutschen Luftverkehrsgesetzes, des Warschauer
und Montrealer Übereinkommens und unmittelbar, wie inländische gesetzliche Bestimmungen,
• die Verordnung (EG) Nr. 2111/2005 über die Erstellung einer gemeinschaftlichen Liste der
Luftfahrtunternehmen, gegen die in der Gemeinschaft eine Betriebsuntersagung ergangen ist,
sowie über die Unterrichtung von Fluggästen über die Identität des ausführenden
• die Verordnung (EG) Nr. 1107/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates über die
Dem Reisekunden wird dringend empfohlen, sich über seine Rechte als Fluggast, z. B. durch die
Aushänge in den Flughäfen oder die Informationsblätter des Luftfahrtbundesamts unter www.lba.de zu
5.1. Das HRC ist berechtigt, Anzahlungen entsprechend den Reise- und Zahlungsbestimmungen der
vermittelten Unternehmen zu verlangen, soweit diese wirksam vereinbart sind und rechtswirksame
Anzahlungsbestimmungen enthalten. Weitergehende Anzahlungen kann das HRC unter Beachtung
der gesetzlichen Bestimmungen insbesondere des § 651 k BGB (Pflicht zur Kundengeldabsicherung
bei Pauschalreisen), erheben, wenn insoweit hierzu eine ausdrückliche Vereinbarung getroffen wurde.
5.2. Soweit es den Vorgaben des vermittelten Reiseunternehmens gegenüber dem HRC,
insbesondere dem Agenturvertrag zwischen Reiseunternehmen und dem HRC, in gesetzlicher Weise
entspricht, ist das HRC berechtigt, aber nicht verpflichtet, den Preis der vermittelten Leistung ganz
oder teilweise für den Kunden zu verauslagen oder sein Agenturkonto vom Reiseunternehmen
entsprechend belasten zu lassen. Bei Pauschalreisen ist hierfür Voraussetzung, dass dies gegen
Aushändigung eines gültigen Sicherungsscheins an den Reisekunden gemäß § 651k BGB geschieht.
5.3. Zahlungsansprüche nach 5.1 und 5.2 kann das HRC, soweit dies den Vereinbarungen zwischen
dem HRC und dem Reiseunternehmen im Rahmen des Agenturverhältnisses entspricht, als dessen
Inkassobevollmächtigter geltend machen, jedoch auch aus eigenem Recht auf Grundlage der
gesetzlichen Vorschusspflicht des Auftraggebers gemäß § 669 BGB.
5.4. Die vorstehenden Regelungen gelten entsprechend für Stornokosten (Rücktrittsentschädigungen)
und sonstige gesetzlich oder vertraglich begründete Forderungen des vermittelten Reiseunternehmens.
5.5. Der Anspruch des HRC auf Aufwendungsersatz umfasst auch Zahlungen an das vermittelte
Reiseunternehmen auf den Reisepreis, auf Stornokosten oder sonstige Zahlungen, soweit diese
entsprechend den vorstehenden Bestimmungen erfolgt sind.
5.6. Für Preiserhöhungen, mit denen das HRC im Rahmen des Agenturverhältnisses belastet wird gilt,
dass das HRC nach den Bestimmungen des Rechtsdienstleistungsgesetzes gegenüber dem
Reisekunden nicht berechtigt und demnach auch nicht verpflichtet ist, die Berechtigung der
Preiserhöhung zu überprüfen. Der Anspruch des HRC auf Aufwendungsersatz umfasst demnach auch
solche Beträge, soweit das HRC eine entsprechende Belastung seines Agenturkontos bzw. eine
entsprechende Zahlung nachweist. Dem Reisekunden bleiben sämtliche Einwendungen gegen Grund
und Höhe der Preiserhöhungsforderung gegenüber dem Reiseunternehmen vorbehalten;
entsprechende Einwendungen und/oder Rückforderungen hat der Reisekunde jedoch ausschließlich
direkt gegenüber dem Reiseunternehmen selbst geltend zu machen.
5.7. Einem Aufwendungsersatzanspruch des HRC gegenüber kann der Kunde Ansprüche gegenüber
dem vermittelten Reiseunternehmen, insbesondere aufgrund mangelhafter Erfüllung des vermittelten
Vertrages, nicht im Wege der Zurückbehaltung oder Aufrechnung entgegenhalten, es sei denn, dass
für das Entstehen solcher Ansprüche eine schuldhafte Verletzung von Vertragspflichten des HRC
ursächlich oder mitursächlich geworden ist oder das HRC aus anderen Gründen gegenüber dem
6. Vergütungsansprüche des HRC
6.1. Für die Preise und die Serviceentgelte bei der Vermittlung der Flüge von Fluggesellschaften nach
Ziff. 4 dieser Vermittlungsbedingungen gilt:
a) Die angegebenen und in Rechnung gestellten Preise sind Preise der Fluggesellschaften, die keine
Provision oder ein sonstiges Entgelt der Fluggesellschaft für die Tätigkeit des RBO beinhalten.
b) Die Vergütung des HRC im Rahmen dieser Vermittlungstätigkeit erfolgt demnach ausschließlich
durch vom Reisekunden zu bezahlende Serviceentgelte.
c) Die Serviceentgelte für die Vermittlungstätigkeit des HRC und weitere Geschäftsvorfälle im
Zusammenhang mit der Flugbuchung ergeben sich, soweit im Einzelfall nichts anderes vereinbart ist,
aus den dem Kunden, insbesondere durch Aushang in den Geschäftsräumen des HRC bekannt
gegebenen und vereinbarten Entgelte.
d) Ist eine Vereinbarung zur Höhe eines entsprechenden Serviceentgelts nicht getroffen worden,
schuldet der Reisekunde dem HRC eine Vergütung nach den gesetzlichen Bestimmungen (§ 632 Abs.
2 BGB: Pflicht zur Bezahlung einer üblichen Vergütung durch den Auftraggeber).
6.2. Sonstige selbstständige Vergütungsansprüche des HRC gegenüber dem Kunden bedürfen einer
entsprechenden Vereinbarung, welche auch durch deutlich sichtbaren Aushang von Preislisten in den
Geschäftsräumen des RBO und einem entsprechenden mündlichen oder schriftlichen Hinweis des
HRC hierauf getroffen werden kann.
6.3. Der Anspruch des HRC auf Serviceentgelte – auch bei der Flugvermittlung - bleibt durch
Umbuchung, Namenswechsel, Rücktritt, Stornierung oder Kündigung des Vertrages mit dem
Leistungsträger durch diesen oder den Kunden unberührt, soweit sich ein Anspruch auf
Rückerstattung des Kunden nicht aufgrund eines Schadensersatzanspruchs des Kunden wegen
Mängeln der Beratungs- oder Vermittlungstätigkeit des HRC aus vertraglichen oder gesetzlichen
Ansprüchen ergibt.
7. Obliegenheiten des Kunden gegenüber dem HRC
7.1 Der Kunde hat für ihn erkennbare Mängel der Vermittlungstätigkeit des HRC, insbesondere aus
Sicht des Kunden fehlerhafte oder unvollständige Informationen, Auskünfte und Reiseunterlagen sowie
die nicht vollständige Ausführung von Vermittlungsleistungen (z. B. nicht vorgenommene Buchungen
oder Reservierungen) unverzüglich nach deren Feststellung anzuzeigen und dem HRC Gelegenheit
zur Abhilfe zu geben. Er hat hierzu die ihm übermittelten Informationen und Unterlagen auf
Vollständigkeit und Richtigkeit unverzüglich nach Zugang zu überprüfen. Der Kenntnis über positive
Mängel oder Unvollständigkeit steht eine grob fahrlässige Unkenntnis aufgrund unterlassener
a) Ansprüche des Kunden entfallen nicht, wenn die Anzeige nach Ziff. 7.1 ohne Verschulden des
Kunden unterbleibt.
b) Ansprüche des Kunden an das HRC entfallen nur soweit das HRC nachweist, dass dem Kunden ein
Schaden bei ordnungsgemäßer Anzeige nicht oder nicht in der vom Kunden geltend gemachten Höhe
entstanden wäre. Dies gilt insbesondere, soweit das HRC nachweist, dass eine unverzügliche Anzeige
durch den Kunden dem Reisebüro die Möglichkeit zur Behebung des Mangels oder der Verringerung
eines Schadens durch Umbuchungen, Zusatzbuchungen, kostenlose Stornierungen nach dem
Agenturvertrag mit dem Reise- oder Touristikunternehmen oder durch Erreichung entsprechender
Kulanzlösungen mit den vermittelten Reiseunternehmen ermöglicht hätte.
vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des HRC oder eines gesetzlichen Vertreters oder
Erfüllungsgehilfen des HRC resultieren
• bei Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen
Pflichtverletzung des HRC oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen
des HRC beruhen
Vertragszwecks gefährdet
7.3 Mängelanzeigen hinsichtlich der Vermittlungsleistungen des HRC entbinden den Reisekunden
nicht von der vertraglichen und/oder gesetzlichen Verpflichtung zur Mängelanzeige gegenüber dem
vermittelten Reise- oder Touristikunternehmen.
8.1. Sowohl den Kunden, wie auch das HRC trifft die Pflicht, Vertrags- und Reiseunterlagen des
vermittelten Reiseunternehmens, die dem Kunden durch das HRC ausgehändigt wurden,
insbesondere Buchungsbestätigungen, Flugscheine, Hotelgutscheine, Visa, Versicherungsscheine und
sonstige Reiseunterlagen auf Richtigkeit und Vollständigkeit, insbesondere auf die Übereinstimmung
mit der Buchung und dem Vermittlungsauftrag zu überprüfen.
8.2. Soweit Reiseunterlagen dem Reisekunden nicht direkt vom vermittelten Reiseunternehmen
übermittelt werden, erfolgt die Aushändigung durch das HRC, soweit etwas anderes nicht ausdrücklich
vereinbart wurde, ausschließlich durch Übergabe im Geschäftslokal des HRC. Erfolgt aufgrund
entsprechender Vereinbarung eine Übermittlung auf dem Postweg, per Boten oder durch Hinterlegung,
so hat der Kunde die hierfür anfallenden Kosten zu tragen. Der Kunde trägt das Verwendungsrisiko
bezüglich Verlust oder verspäteten Zugang, sofern für Verlust oder verspäteten Zugang nicht
Umstände ursächlich geworden sind, die das HRC aufgrund von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit zu
9. Pflichten des HRC bei Reklamationen des Kunden gegenüber den vermittelten
9.1. Der Reisekunde wird darüber unterrichtet, dass Gewährleistungsansprüche gegenüber den
vermittelten Leistungsträgern, insbesondere bei Pauschalreisen gegenüber dem Reiseveranstalter
sowie bei Beförderungsverträgen gegenüber der Fluggesellschaft, innerhalb bestimmter Fristen geltend
gemacht werden müssten und dass diese Fristen im Regelfall nicht durch Geltendmachung gegenüber
dem HRC gewahrt werden können. Dies gilt auch, soweit der Reisekunde bezüglich derselben
Reiseleistung Ansprüche sowohl gegenüber dem HRC, als auch gegenüber dem Reiseunternehmen
geltend machen will.
9.2. Bei Reklamationen oder sonstiger Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber den vermittelten
Unternehmen beschränkt sich die Verpflichtung des HRC auf die Erteilung aller Informationen und
Unterlagen, die für den Kunden hierfür von Bedeutung sind, insbesondere die Mitteilung von Namen
und Adressen der gebuchten Unternehmen.
9.3. Eine Verpflichtung des HRC zur Entgegennahme und/oder Weiterleitung entsprechender
Erklärungen oder Unterlagen besteht nicht. Übernimmt das HRC die Weiterleitung fristwahrender
Anspruchsschreiben des Kunden, haftet es für den rechtzeitigen Zugang beim Empfänger nur bei von
ihm selbst vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachter Fristversäumnis.
9.4. Bezüglich etwaiger Ansprüche des Kunden gegenüber den vermittelten Reiseunternehmen
besteht gleichfalls keine Pflicht des HRC zur Beratung über Art, Umfang, Höhe,
10.1. Das HRC weist auf die Möglichkeit hin, zur Minimierung des Kostenrisikos bei Stornierungen
durch den Kunden eine Reiserücktrittskostenversicherung bei Buchung abzuschließen. Der Abschluss
einer Reiserücktrittskostenversicherung wird grundsätzlich empfohlen.
10.2. Der Kunde wird ferner darauf hingewiesen, dass die ihm durch einen (auch unverschuldeten)
Abbruch der Reise nach Antritt der Reise entstehenden Kosten nur durch eine besondere
Reiseabbruchversicherung abgedeckt werden können und nicht durch eine gewöhnliche
Reiserücktrittskostenversicherung abgedeckt sind. Eine solche Reiseabbruchversicherung ist in der
Regel gesondert abzuschließen.
10.3. Das HRC empfiehlt zusätzlich, bei Reisen ins Ausland auf ausreichenden
Auslandskrankenversicherungsschutz zu achten.
11. Haftung des HRC
11.1. Soweit das HRC eine entsprechende vertragliche Pflicht nicht durch ausdrückliche Vereinbarung
mit dem Kunden übernommen hat, haftet es nicht für das Zustandekommen von dem
Buchungswunsch des Kunden entsprechenden Verträgen mit den zu vermittelnden
Reiseunternehmen.
11.2. Ohne ausdrückliche diesbezügliche Vereinbarung oder Zusicherung haftet das HRC bezüglich
der vermittelten Leistungen selbst nicht für Mängel der Leistungserbringung und Personen- oder
Sachschäden, die dem Kunden im Zusammenhang mit der vermittelten Reiseleistung entstehen. Bei
der Vermittlung mehrerer touristischer Hauptleistungen (entsprechend dem gesetzlichen Begriff der
Pauschalreise) gilt dies nicht, soweit das HRC gem. § 651a Abs. 2 BGB den Anschein begründet, die
11.3. Eine etwaige eigene Haftung des HRC aus der schuldhaften Verletzung von Vermittlerpflichten
bleibt von den vorstehenden Bestimmungen unberührt.
11.4. Die Haftung des HRC für vertragliche Ansprüche des Reisekunden ist auf den dreifachen
Preis der vermittelten Reiseleistungen beschränkt, ausgenommen
a) jede Verletzung einer wesentlichen Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des
b) die Haftung für Schäden des Reisekunden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der
Gesundheit, die auf einer fahrlässigen Pflichtverletzung des HRC oder einer vorsätzlichen oder
fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des HRC beruhen
c) die Haftung des HRC für sonstige Schäden des Reisekunden, die auf einer grob fahrlässigen
Pflichtverletzung des HRC oder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines
gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des HRC beruhen.
12.1. Vertragliche Ansprüche des Kunden gegenüber dem HRC aus der Verletzung des Lebens, des
Körpers oder der Gesundheit einschließlich vertraglicher Ansprüche auf Schmerzensgeld, die auf einer
fahrlässigen Pflichtverletzung oder einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung seines
gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruhen, verjähren in drei Jahren. Dies gilt auch für
Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung des
HRC oder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung von dessen gesetzlichen
12.3. Die Verjährung nach den vorstehenden Bestimmungen beginnt jeweils mit dem Schluss des
Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Kunde von Umständen, die den Anspruch
begründen und dem HRC als Schuldner Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen
12.4. Fällt der letzte Tag einer der vorgenannten Fristen auf einen Sonntag, einen staatlich anerkannten
allgemeinen Feiertag oder einen Samstag, so tritt an die Stelle eines solchen Tages der nächste
12.5. Schweben zwischen dem Kunden und dem HRC Verhandlungen über geltend gemachte
Ansprüche oder die den Anspruch begründenden Umstände, so ist die Verjährung gehemmt bis der
Kunde oder das HRC die Fortsetzung der Verhandlungen verweigert. Die vorbezeichnete
Verjährungsfrist von einem Jahr tritt frühestens 3 Monate nach dem Ende der Hemmung ein.
13.1. Auf das gesamte Rechts- und Vertragsverhältnis zwischen dem Kunden und dem HRC findet
ausschließlich deutsches Recht Anwendung.
13.2. Der Kunde kann das HRCnur an dessen Sitz verklagen.
13.3. Für Klagen des HRC gegen den Kunden ist der Wohnsitz des Kunden maßgebend. Für Klagen
gegen Kunden, die Kaufleute, juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts oder
Personen sind, die Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland haben oder deren
Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, wird als
Gerichtsstand der Sitz des HRC vereinbart.
a) wenn und insoweit sich aus vertraglich nicht abdingbaren Bestimmungen internationaler Abkommen,
die auf den Reisevermittlungsvertrag zwischen dem Kunden und dem HRC anzuwenden sind, etwas
b) wenn und insoweit auf den Reisevermittlungsvertrag anwendbare, nicht abdingbare Bestimmungen
im Mitgliedstaat der EU, dem der Kunde angehört, für den Kunden günstiger sind als die vorstehenden
Vertreten durch: Georg Bundel
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