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Timestamp: 2019-07-17 03:19:56
Document Index: 57129065

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 12', '§ 14', '§ 67', '§ 12', '§ 5', '§ 30', '§ 21', '§ 16', '§ 10', '§ 1', '§ 3', '§ 42', '§ 49', '§ 14', '§ 27', '§ 39', '§ 38', '§ 5', '§ 5', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 67', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 37', '§ 5', '§ 3', '§ 3']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein LFoBarloheNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Naturwälder in den Landesforsten Barlohe“ vom 30. Mai 2017 | gültig ab: 30.06.2017
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Naturwälder...
Anlage 2 - Erhaltungsziele für die im Naturschutzgebiet „Naturwälder...
juris-Abkürzung: LFoBarloheNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 2017 367
Gliederungs-Nr: 791-10-23
über das Naturschutzgebiet „Naturwälder in den Landesforsten Barlohe“
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Naturwälder in den Landesforsten Barlohe“ vom 30. Mai 2017 30.06.2017
Eingangsformel 30.06.2017
§ 1 - Erklärung zum Naturschutzgebiet 30.06.2017
§ 2 - Geltungsbereich 30.06.2017
§ 3 - Schutzzweck, Erhaltungsziele 30.06.2017
§ 4 - Verbote 30.06.2017
§ 5 - Zulässige Handlungen 30.06.2017
§ 6 - Ausnahmen und Befreiungen 30.06.2017
§ 7 - Ordnungswidrigkeiten 30.06.2017
§ 8 - Inkrafttreten 30.06.2017
Anlage 1a 30.06.2017
Anlage 1b 30.06.2017
Anlage 1c 30.06.2017
Anlage 1d 30.06.2017
Anlage 2 - Erhaltungsziele für die im Naturschutzgebiet „Naturwälder in den Landesforsten Barlohe" befindlichen Teilbereiche des als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung benannten Gebietes DE-1823-301 „Wälder der nördlichen Itzehoer Geest" hier: Teilgebiete Naturwälder Born, Großes Haaler Gehege, Hamweddeler Gehege, Himmelreich, Luhnstedter Gehege, Westerholz 30.06.2017
Anlage 2 - Erhaltungsziele für die im Naturschutzgebiet „Naturwälder in den Landesforsten Barlohe" befindlichen Teilbereiche des Vogelschutzgebietes DE1823-401 „Staatsforsten Barlohe" hier: Teilgebiete Naturwälder Born, Großes Haaler Gehege, Hamweddeler Gehege, Himmelreich, Luhnstedter Gehege, Westerholz 30.06.2017
(1) Teilflächen der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten auf dem Gebiet der Gemeinden Bargstedt, Hamweddel, Luhnstedt, Mörel, Nienborstel und Stafstedt, Kreis Rendsburg-Eckernförde, werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet ist Europäisches Vogelschutzgebiet im Sinne der Richtlinie 2009/147/EG 1) und zu großen Teilen besonderes Schutzgebiet (FFH-Gebiet) im Sinne der Richtlinie 92/43/EWG 2) .
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung „Naturwälder in den Landesforsten Barlohe“ unter Nummer 212 in das bei der obersten Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. November 2009 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (ABl. L 20 S. 7), geändert durch Richtlinie 2013/17/EU des Rates vom 13. Mai 2013 (ABl. L 158 S. 193).
Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (ABl. L 206 S. 7), zuletzt geändert durch Richtlinie 2013/17/EU des Rates vom 13. Mai 2013 (ABl. L 158 S. 193).
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 375 ha groß, davon 334 ha Naturwald, und umfasst aus der Försterei Haale den Forstort „Born“, Teilflächen der Forstorte „Großes Haaler Gehege“ und „Hamweddeler Gehege“, aus der Försterei Mörel Teilflächen der Forstorte „Himmelreich“, „Luhnstedter Gehege“ und „Westerholz“.
(2) In der dieser Verordnung als Anlage 1 a beigefügten Übersichtskarte, Blatt 1 bis 4, im Maßstab 1:25.000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes als schwarze Linie dargestellt. In der dieser Verordnung als Anlage 1 b beigefügten Übersichtskarte, Blatt 1 bis 4, im Maßstab 1:25.000 ist das FFH-Gebiet senkrecht und das Europäische Vogelschutzgebiet waagerecht schraffiert eingetragen. In der dieser Verordnung als Anlage 1 c beigefügten Übersichtskarte, Blatt 1 bis 4, im Maßstab 1:25.000 ist der Naturwald waagerecht schraffiert eingetragen. In der dieser Verordnung als Anlage 1 d beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1:80.000 sind die einzelnen Teilgebiete des Naturschutzgebietes dargestellt.
(3) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte 1 a im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. In der Abgrenzungskarte 1 b im Maßstab 1:5.000 ist das FFH-Gebiet senkrecht und das Europäische Vogelschutzgebiet waagerecht schraffiert eingetragen. In der Abgrenzungskarte 1 c im Maßstab 1:5.000 ist der Naturwald waagerecht grün schraffiert eingetragen. Diese Karten sind Bestandteile dieser Verordnung.
bei der Landrätin oder dem Landrat des Kreises Rendsburg-Eckernförde, untere Naturschutzbehörde, 24768 Rendsburg,
bei der Amtsvorsteherin oder dem Amtsvorsteher des Amtes Jevenstedt, 24808 Jevenstedt,
bei der Amtsvorsteherin oder dem Amtsvorsteher des Amtes Mittelholstein, 24594 Hohenwestedt,
bei der Amtsvorsteherin oder dem Amtsvorsteher des Amtes Nortorfer Land, 24589 Nortorf,
(1) Das Naturschutzgebiet dient der Sicherung, dem Schutz, der Erhaltung und der ungestörten Entwicklung von naturraumtypischen Waldkomplexen der Schleswig-Holsteinischen Geestlandschaft als Lebensraum einer artenreichen Pflanzen- und Tierwelt, teilweise auch von europäischer Bedeutung. Es dient in Teilen der Entwicklung eines Wildnisgebietes. Geschützt werden sollen insbesondere Tieflandbuchenwälder der bodensauren bis reicheren mineralischen Standorte mit ihren vielfältigen Wechselbeziehungen und Übergängen zu Sumpf- und Auwäldern, Eichen-Hainbuchenwäldern, Sümpfen, Röhrichten und nassem Grünland sowie ausgeprägte Quellbereiche und naturnahe Bachläufe. Die als Naturwald geschützten Bereiche sind als Wildnisgebiete im Sinne von § 12 Satz 2 LNatschG gesichert und unterliegen ab dem Jahr 2021 einer weitgehend eigendynamischen Entwicklung.
(2) Schutzzweck ist es, die Natur in diesem Gebiet in ihrer Gesamtheit dauerhaft zu erhalten und, soweit es außerhalb der Naturwälder zur Erhaltung bestimmter Pflanzen- und Tierarten im Ökosystem erforderlich ist, zu entwickeln oder wiederherzustellen. Insbesondere gilt es,
die charakteristische Dynamik von ungestörten Wald- und Sumpfflächen, Quellbereichen und naturnahen Bachläufen in ihren jeweiligen Ausprägungen und Wechselbeziehungen als spezielle Lebensräume mit langer Habitattradition,
ungestörte geologische Prozesse und Bodenbildungen sowie einen naturnahen, landschaftstypischen Wasserhaushalt,
die besondere Funktion vielfältiger Übergangszonen wie Sümpfe, Säume und Waldränder sowie der naturnah zu entwickelnden übrigen Waldflächen als charakteristische Lebensräume und Pufferzonen,
die besondere Schönheit und kleinräumige Vielfalt alter Waldstandorte mit ihrem naturraumtypischen Landschaftsbild sowie das Gebiet aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und landeskundlichen Gründen,
zu erhalten, zu schützen und zu entwickeln bzw. sich eigendynamisch entwickeln zu lassen sowie
die weitgehend nutzungsfreien Flächen in ihrer Bedeutung für langfristige naturwissenschaftliche Forschung zu sichern und
(3) Soweit es zum Schutz dieses Gebietes und seiner Bestandteile, insbesondere zur Erhaltung oder Entwicklung bestimmter gefährdeter Pflanzen- und Tierarten und ihrer Lebensräume erforderlich ist, können entsprechende Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen vorbehaltlich der für den Naturwald geltenden Bestimmungen des § 14 LWaldG durchgeführt werden.
Gewässer gemäß der §§ 67 und 68 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) vom 31. Juli 2009 (BGBl. I S. 2585), zuletzt geändert durch Artikel 122 des Gesetzes vom 29. März 2017 (BGBl. I S. 626), auszubauen oder Maßnahmen durchzuführen, die den Wasserstand oder den Wasserabfluss oder die Fließgeschwindigkeit erheblich verändern, oder Stoffe einzubringen, einzuleiten, zu entnehmen oder andere Maßnahmen vorzunehmen, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern,
Bild- oder Schrifttafeln anzubringen, soweit es sich nicht um Tafeln zur Kennzeichnung des Naturschutzgebietes im Sinne von § 12a Absatz 6 LNatSchG sowie Kennzeichnungs-, Hinweis-, Informations- oder Warntafeln aufgrund anderer Rechtsvorschriften handelt,
Zelte oder Wohnwagen aufzustellen, Gegenstände jeder Art zu lagern, Feuer zu machen oder Hunde nicht angeleint mitzuführen; als angeleint gelten Hunde dabei nur an der Kurzleine, Schlepp- und Langleinen sind unzulässig,
die die gute fachliche Praxis berücksichtigende, naturnahe forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne von § 5 Absatz 1 und 2 LWaldG unter Beachtung der Bestimmungen des § 30 BNatSchG in Verbindung mit § 21 LNatSchG der in der Übersichtskarte 1 a, Blatt 3 und Blatt 4, von links unten nach rechts oben schräg schraffiert dargestellten Flächen sowie in der Abgrenzungskarte 1 a, Blatt 3 und Blatt 4, von links unten nach rechts oben schräg grün schraffiert dargestellten Flächen; in diesen Flächen sind Biotopbäume in einer Mindestzahl von 10 Stück je Hektar in den über 100 Jahre alten Beständen von mindestens 40 cm Brusthöhendurchmesser (1,30 m) auszuwählen, dauerhaft zu markieren und zu erhalten;
auf den in den Übersichtskarten 1 a, Blatt 1 bis 4, von links unten nach rechts oben gestrichelt dargestellten Flächen sowie in der Abgrenzungskarte 1 a, Blatt 1 bis 4, von links unten nach rechts oben grün gestrichelt dargestellten Flächen ausschließlich die Nadelholzentnahme bis zum 31. Dezember 2020 im Zeitraum vom 1. August bis zum 31. Januar eines jeden Jahres; die erforderlichen Maßnahmen der Verkehrssicherung bleiben zulässig;
die wissenschaftliche Naturwaldforschung auf den in der Übersichtskarte 1 c, Blatt 2 und Blatt 4, und der Abgrenzungskarte 1 c, Blatt 3 und Blatt 4, dargestellten Naturwaldforschungsflächen; die erforderlichen Maßnahmen der Verkehrssicherung bleiben zulässig;
die Anerkennung und Verwendung der in der Übersichtskarte 1 a Blatt 2 und in der Abgrenzungskarte 1 a Blatt 3 dargestellten Waldfläche im Luhnstedter Gehege als Ökokontofläche gemäß § 16 Absatz 2 BNatSchG in Verbindung mit § 10 LNatSchG ;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 Bundesjagdgesetz (BJagdG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. September 1976 (BGBl. I S. 2849), zuletzt geändert durch Gesetz vom 1. November 2016 (BGBl. I S. 2451), auf Schalen- und Raubwild, dabei ist es unzulässig,
Hochsitze zu errichten, die mehr als 10 m 3 umbauten Raumes umfassen (Ständer und Kanzel), Wild zu füttern oder Wildäcker anzulegen;
weitere jagdliche Einrichtungen wie Schußschneisen, Salzlecken, Malbäume, Kirrungen u.Ä. anzulegen;
die ordnungsgemäße Ausübung der fischereilichen Hege im Sinne des § 3 Landesfischereigesetz (LFischG) vom 10. Februar 1996 (GVOBl. Schl.-H. S. 211), zuletzt geändert durch Gesetz vom 26. Oktober 2011 (GVOBl. Schl-H. S. 295), sowie Befischungen ausschließlich zu Monitoringzwecken;
aufgrund einer Anordnung oder Verordnung nach § 42 Absatz 1 WHG in Verbindung mit § 49 Absatz 1 und 2 Landeswassergesetz (LWG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. Februar 2008 (GVOBl. Schl.-H. S. 91), zuletzt geändert durch Gesetz vom 1. August 2016 (GVOBl. Schl.-H. S. 680),
die erforderlichen Maßnahmen zur Erhaltung und Sicherung der Wege, Plätze oder sonstiger Verkehrsflächen; dabei ist es unzulässig, wassergefährdende, auswasch- oder auslaugbare Materialien zu verwenden,
der Betrieb und die Unterhaltung der bestehenden 380 KV-Leitung sowie der bestehenden 110 KV-Leitung,
Untersuchungen und Maßnahmen zur Pflege oder zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die Naturschutzbehörden durchführen oder durchführen lassen oder die im Einvernehmen mit ihnen von Dritten durchgeführt werden unter Beachtung der für den Naturwald geltenden Bestimmungen des § 14 LWaldG ; bei Maßnahmen im Bereich der Kulturdenkmale unter Beachtung des § 27 Absatz 3 LNatSchG .
die Inanspruchnahme von Flächen für die Ablagerung von Bodenbestandteilen im Rahmen der Gewässerunterhaltung nach § 39 WHG und § 38 LWG ; eine Ausnahme ist nicht erforderlich, sofern eine Ablagerung von Bodenbestandteilen in einem Gewässerpflegeplan ( § 5 Absatz 1 Nummer 4 Buchstabe a) oder in einer Anordnung oder Verordnung der Wasserbehörde gemäß § 5 Absatz 1 Nummer 4 Buchstabe b vorgesehen ist,
das Nachstellen wildlebender, nicht dem Jagdrecht unterliegender und nicht besonders geschützter Tierarten sowie das Fangen oder Töten dieser Tierarten und
(2) Die Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit der oberen Naturschutzbehörde Ausnahmen von den Verboten des § 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 12 und den einschränkenden Regelungen des § 5 Absatz 1 Nummer 2 im Einzelfall zulassen, wenn dies dem Schutzzweck nicht entgegensteht.
(3) Die untere Naturschutzbehörde kann von den Verboten des § 4 Absatz 1 nach Maßgabe der Bestimmungen des § 67 Absatz 1 oder 2 BNatSchG Befreiungen gewähren. Bei der Gewährung von Befreiungen von den Verboten des § 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 10 bis 12 sind die besonderen artenschutz- und jagdrechtlichen Bestimmungen zu beachten.
§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 10 die Lebensräume der Pflanzen und der Tiere beseitigt oder nachteilig verändert, insbesondere durch chemische Stoffe oder mechanische Maßnahmen,
§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 11 Pflanzen, Pflanzenteile oder sonstige Bestandteile des Naturschutzgebietes entnimmt oder Pflanzen einbringt,
§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 12 wildlebenden Tieren nachstellt, sie durch Lärm oder mutwillig anderweitig beunruhigt, sie fängt, verletzt oder tötet oder Tiere aussetzt oder ansiedelt,
§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 13 gentechnisch veränderte Organismen freisetzt oder anbaut,
§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 14 Flugmodelle oder unbemannte Luftfahrtsysteme, Modellflugkörper mit Eigenantrieb, Frei- und Fesselballone oder Drachen aufsteigen oder landen lässt oder mit Luftsportgeräten startet oder landet,
§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 15 in den Gewässern badet, mit Tauchgeräten taucht oder auf den Gewässern Schiffsmodelle fahren lässt,
§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 16 Zelte oder Wohnwagen aufstellt, Gegenstände jeder Art lagert, Feuer macht oder Hunde nicht an der Kurzleine angeleint mitführt,
§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 17 das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege betritt oder im Naturschutzgebiet außerhalb der dafür bestimmten Wege, Straßen oder Plätze fährt.
(2) Ordnungswidrig nach § 37 Absatz 1 Nummer 23 LJagdG handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig, ohne dass eine Ausnahme zugelassen wurde, entgegen § 5 Absatz 1 Nummer 2
Buchstabe a Hochsitze errichtet, die mehr als 10 m 3 umbauten Raumes umfassen (Ständer und Kanzel), Wild füttert oder Wildäcker anlegt;
Buchstabe c weitere jagdliche Einrichtungen wie Schußschneisen, Salzlecken, Malbäume, Kirrungen u.Ä. anlegt.
Kiel, 30. Mai 2017
Nummer 1 zu § 3 Absatz 2 Nummer 7:
Erhaltungsziele für die im Naturschutzgebiet „Naturwälder in den Landesforsten
Barlohe“ befindlichen Teilbereiche des als Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung
benannten Gebietes DE-1823-301 „Wälder der nördlichen Itzehoer Geest“
hier: Teilgebiete Naturwälder Born, Großes Haaler Gehege, Hamweddeler Gehege,
Himmelreich, Luhnstedter Gehege, Westerholz
von besonderer Bedeutung :
Subatlantischer oder mitteleuropäischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli) [Stellario-Carpinetum]
Erhaltung großräumiger naturnaher Laubwaldgebiete in standorts- und naturraumtypischer Komplexbildung der beteiligten Vegetationsgemeinschaften unter Beteiligung auch dauerhaft unbewirtschafteter Altwald-Partien zur Sicherung der Habitatkontinuität und Dokumentation heimischer Klimaxvegetation repräsentativer Geest-Naturräume, naturgemäßer Grund- und Bodenwasserstände mit natürlich verlaufenden Waldbächen, unbeeinträchtigten Bodenstrukturen und intakten Feuchtbereichen.
Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustandes der unter 1.1a genannten Lebensraumtypen und Arten. Hierzu sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen:
Atlantischer, saurer Buchenwald mit Unterholz aus Stechpalme und gelegentlich Eibe (Quercion robori-petraeae oder Ilici-Fagenion),
Subatlantischer oder mitteleuropäischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (Carpinion betuli).
naturnaher, teilweise unbewirtschafteter Buchenwälder (9110, 9120 u. 9130) bzw. Eichen- und Eichen-Hainbuchenwälder (9160) in unterschiedlichen Altersphasen und Entwicklungsstufen und ihrer standortypischen Variationsbreite im Gebiet,
der Sonderstandorte und Randstrukturen z.B. natürlich verlaufende Waldbäche, unbewirtschaftete Bachtalauen, Findlinge, nasse und feuchte Senken, Waldquellen, sowie der für den Lebensraumtyp charakteristischen Habitatstrukturen und -funktionen,
weitgehend ungestörter Kontaktlebensräume wie z.B. Brüche, Kleingewässer (9110, 9120, 9130),
eines hinreichenden Anteils von Stechpalme im Gebiet (9120),
der weitgehend natürlichen lebensraumtypischen hydrologischen Bedingungen
(insbesondere Wasserstand, Basengehalt).
von fischfreien, ausreichend besonnten und über 0,5 m tiefen Stillgewässern mit strukturreichen Uferzonen in Wald- und besonnten Offenlandbereichen,
und Sicherung einer hohen Wasserqualität der Reproduktionsgewässer,
von geeigneten Winterquartieren im Umfeld der Reproduktionsgewässer, insbesondere strukturreiche Gehölzlebensräume,
geeigneter Sommerlebensräume (Brachflächen, Gehölze u.ä.),
geeigneter Sommerlebensräume wie extensiv genutztem Grünland, Brachflächen, Gehölzen u.ä.,
Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustandes der unter 1.1.b genannten Art. Hierzu sind insbesondere folgende Aspekte zu berücksichtigen:
unverbauter oder unbegradigter Flussabschnitte ohne Ufer- und Sohlenbefestigung, Stauwerke, Wasserausleitungen o.ä.; Sicherung von Abschnitten ohne anthropogen erhöhte Sedimenteinträge,
der natürlichen Fließgewässerdynamik und eines weitgehend natürlichen hydrophysikalischen und hydrochemischen Gewässerzustandes,
eines der Größe und Beschaffenheit des Gewässers entsprechenden artenreichen, heimischen und gesunden Fischbestandes in den Bachneunaugen-Gewässern insbesondere ohne dem Gewässer nicht angepaßten Besatz mit Forellen sowie Aalen,
Nummer 2 zu § 3 Absatz 2 Nummer 7:
Barlohe“ befindlichen Teilbereiche des Vogelschutzgebietes DE1823-401
„Staatsforsten Barlohe“
von besonderer Bedeutung: (fett: Arten des Anhangs I der Vogelschutzrichtlinie ; B: Brutvögel)
Schwarzstorch (Ciconia nigra) (B)
von Bedeutung: (fett: Art des Anhang I der Vogelschutzrichtlinie ; B: Brutvogel)
Erhaltung mehrerer benachbarter Wälder auf Altmoränen der Hohenwestedter Geest mit alten Waldkernen und einer bedeutenden Brutvogelwelt - insbesondere des Mittelspechtes. Zum Schutz der im Gebiet vorkommenden Großvogelarten sind Räume im Umfeld der Bruthabitate zu erhalten, die weitgehend frei sind von vertikalen Fremdstrukturen wie z.B. Stromleitungen und Windkrafträdern.
Zur erfolgreichen Reproduktion der Vogelarten ist der Erhalt eines störungsarmen bzw. störungsfreien Horstbereiches und Horstumfeldes insbesondere
Arten der Laub-, Misch und Bruchwälder wie Uhu, Mittel- und Schwarzspecht, Wespenbussard, Rotmilan, Seeadler und Schwarzstorch
der traditionell genutzten Horstbäume und der bestehenden Habitatstrukturen im direkten Umfeld (Schwarzstorch, Seeadler, Rotmilan und Wespenbussard) sowie geeigneter Horstbäume, insbesondere alter, starkastiger Eichen (Schwarzstorch) und Buchen (Seeadler) sowie Nadelbäumen (Wespenbussard),
eines - bezogen auf das Gesamtgebiet - ausreichend hohen Anteils zusammenhängender, über 80jähriger Laubwaldbestände mit einem ausreichenden Anteil an Alteichen, sonstigen rauhborkigen Bäumen wie z.B. Uralt-Buchen und stehendem Totholz mit BHD über 25 cm für den Mittelspecht bzw. eines ausreichend hohen Altholzanteils zur Anlage von Nisthöhlen, v.a. glattrindige, über 80jährige Laubhölzer mit BHD über 35 cm für den Schwarzspecht),
von Begleitanpflanzungen an Straßen und Bahndämmen im Umfeld der Brutplätze (Vermeidung von Kollisionen) (Uhu),
bekannter Höhlenbäume (Schwarzspecht),
von alten, lichten Waldbeständen mit Lichtungen, Waldwiesen (Wespenbussard),
großräumiger, störungsarmer Laub- und Mischwälder als geeignete Brutgebiete (Schwarzstorch),
von durch Wirtschaftswege nicht oder nur in geringem Umfang durchschnittenen Laubaltholzbeständen,
von sauberen, strukturreichen und störungsarmen Nahrungsgewässern wie z.B. Waldteichen, langsam fließenden Bächen, Altwässern, Sümpfen etc. sowie extensiv bewirtschaftetem Grünland in Waldnähe (Schwarzstorch).