Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F26-07-2006-6P-28-2006
Timestamp: 2016-10-24 14:14:27
Document Index: 340023167

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 6', 'in dubio', 'Art. 146', 'Art. 254', 'Art. 158', 'Art. 251', 'Art. 253', 'Art. 165', 'Art. 86', 'Art. 268', 'Art. 9', 'in dubio', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'in dubio', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 269', 'Art. 273', 'Art. 277', 'Art. 158', 'Art. 158', 'Art. 277', 'Art. 158', 'Art. 158', 'Art. 163', 'BGE', 'Art. 165', 'Art. 251', 'Art. 714', 'Art. 924', 'Art. 714', 'Art. 967', 'Art. 924', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 116', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 100', 'Art. 253', 'BGE', 'BGE', 'Art. 278']

6P.28/2006 (26.07.2006)
6P.28/2006
6S.41/2006 / hum
Urteil vom 26. Juli 2006
vertreten durch Rechtsanwalt Jean-Pierre Gallati,
1. Kammer, Obere Vorstadt 38, 5000 Aargau.
6S.41/2006
Ungetreue Gesch�ftsbesorgung, mehrfache
Urkundenf�lschung, Misswirtschaft; Strafzumessung,
Art. 9 und 32 Abs. 1 BV sowie Art. 6 Ziff. 2 EMRK (Strafverfahren; willk�rliche Beweisw�rdigung,
Grundsatz "in dubio pro reo"),
Nichtigkeitsbeschwerde (6S.41/2006) und Staatsrechtliche Beschwerde (6P.28/2006) gegen
das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, vom 18. August 2005.
Am 6. Juni 1997 gr�ndeten X.________ und seine Ehefrau Y.________ zusammen mit den Eheleuten S.________ und T.________ die Aktiengesellschaft Firma A.________ mit Sitz in Lenzburg. Der Gesellschaftszweck bestand haupts�chlich in der Finanzierung von Unternehmen mit Hilfe eines theoretischen Modells, das X.________ entwickelt hatte. Anfangs September 1997 erfuhr dieser von U.________, der ein Projekt zum Wiederaufbau einer konkursiten holl�ndischen Gesellschaft im Bereich der Flugzeugherstellung verfolgte. X.________ war an einer Zusammenarbeit interessiert, um sein Finanzierungsmodell erstmals in der Praxis zu erproben.
Im Verlaufe des Septembermonates wurden zwischen der Firma A.________ und der holl�ndischen Gesellschaft Firma B.________ verschiedene Abreden getroffen. Zur Hauptsache war vorgesehen, dass die Firma B.________ der Firma A.________ bis anfangs Dezember 1997 als Anschubfinanzierung einen Betrag von US$ 38 Millionen (gegen Sicherheit) gew�hren sollte, X.________ sein Know-How vollumf�nglich in die Firma A.________ einbringen, U.________ neu zu deren Verwaltungsratspr�sidenten gew�hlt und der gesamte Aktienbestand bei einem Treuh�nder hinterlegt werde. Die Firma A.________ garantierte, mittels des Finanzierungsprogrammes Kapital in der H�he von mindestens US$ 300 Millionen zu beschaffen. Die von der Firma B.________ in Aussicht gestellte Anschubfinanzierung von US$ 38 Millionen blieb in der Folge aus. Am 21. November 1997 wurde eine weitere Vereinbarung geschlossen, an der sich auf Seiten der Firma B.________ die Firma C.________ beteiligte. Unter anderem wurde vereinbart, dass s�mtliche Aktien der Firma A.________ der Firma C.________ verkauft und �bertragen w�rden. Diese wiederum sollte einen Betrag von US$ 1 Million der Firma A.________ zwecks Kapitalerh�hung zur Verf�gung stellen.
Am 21. November 1997 hinterlegten die Vertreter der Firma A.________ s�mtliche Aktien beim Notar V.________. Dieser zeigte der Firma C.________ und der Firma B._______ die Hinterlegung umgehend an. In der Folge �berwies die Firma C.________ einen Betrag von Fr. 1.5 Millionen, worauf am 27. November 1997 eine Universalversammlung stattfand und das Aktienkapital der Firma A.________ von Fr. 100'000.-- auf Fr. 1.5 Millionen erh�ht wurde. An einer weiteren Universalversammlung vom 2. April 1998 wurde eine Sitzverlegung nach Cham beschlossen. Der Beschwerdef�hrer liess sich an den beiden Generalversammlungen jeweils durch seine Ehefrau vertreten, die das Protokoll f�hrte. Die Beschl�sse wurden gleichentags vom Notar �ffentlich beurkundet und schliesslich im Handelsregister eingetragen. Am 4. Februar 2000 wurde �ber die Firma A.________ der Konkurs er�ffnet.
Mit Urteil vom 29. Oktober 2004 sprach das Bezirksgericht Lenzburg X.________ vom Vorwurf des Betruges (Art. 146 StGB) und der Unterdr�ckung von Urkunden (Art. 254 StGB) frei. Es erkl�rte ihn schuldig der mehrfachen ungetreuen Gesch�ftsbesorgung (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB), der mehrfachen Urkundenf�lschung (Art. 251 Ziff. 1 StGB), der mehrfachen Erschleichung einer Falschbeurkundung (Art. 253 StGB) sowie der Misswirtschaft (Art. 165 StGB) und verurteilte ihn zu einer Zuchthausstrafe von 2 � Jahren. Eine dagegen erhobene Berufung von X.________ wies das Obergericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 18. August 2005 vollumf�nglich ab.
X.________ hat gegen das Urteil des Obergerichts staatsrechtliche Beschwerde und Nichtigkeitsbeschwerde erhoben. Mit beiden Rechtsmitteln beantragt er, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Obergericht verzichtet auf eine Stellungnahme zu den beiden Beschwerden. Die Staatsanwaltschaft verzichtet auf Vernehmlassung zur Nichtigkeitsbeschwerde.
Die staatsrechtliche Beschwerde ist nur zul�ssig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht sonst wie durch Klage oder Rechtsmittel beim Bundesgericht oder einer anderen Bundesbeh�rde ger�gt werden kann (Art. 86 Abs. 2 OG). Soweit der Beschwerdef�hrer an verschiedenen Stellen seiner Beschwerde (etwa S. 22, 25 f., 29) ausdr�cklich oder sinngem�ss eine Verletzung von Bundesrecht geltend macht, ist darauf nicht einzutreten. Solche R�gen sind mit dem Rechtsmittel der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde im Sinne von Art. 268 ff. BStP vorzutragen.
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt Willk�r in der Beweisw�rdigung (Art. 9 BV) und eine Verletzung des Grundsatzes von "in dubio pro reo" als Beweisw�rdigungsregel. Er macht im Wesentlichen geltend, das Obergericht habe willk�rlich angenommen, er habe sich zu hohe Spesen und Reisekostenverg�tungen auszahlen lassen. Die Auslagen seien im Verh�ltnis zum erwarteten Gewinn der Gesellschaft angemessen gewesen und ausschliesslich zu gesch�ftlichen Zwecken erfolgt. Sodann sei tatsachenwidrig und unbewiesen, dass sein Finanzierungsmodell nach dem Ausbleiben der Anschubfinanzierung durch die Rekkof zum Scheitern verurteilt gewesen sei. Es habe begr�ndete Hoffnung bestanden, dass die Mittel doch noch zur Verf�gung gestellt w�rden, auch wenn er selbst gewisse Zweifel daran nicht geleugnet h�tte. Willk�rlich sei ferner die obergerichtliche Annahme, er sei keinen gewinnversprechenden oder kapitalerhaltenden Aktivit�ten nachgegangen. Das Obergericht habe die Tatsachen ohne hinreichende Begr�ndung und in pauschaler Weise festgestellt. Die zur Abkl�rung erforderlichen Beweise habe es nicht erhoben und die von ihm fristgerecht gestellten Antr�ge auf Beweiserg�nzung in unzul�ssiger antizipierter Beweisw�rdigung abgelehnt, womit es in Willk�r verfallen sei.
2.2 Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG muss eine staatsrechtliche Beschwerde die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze und inwiefern sie durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde pr�ft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und bloss allgemein gehaltene, rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (grundlegend: BGE 110 Ia 1 E. 2a; 125 I 492 E. 1b S. 495, mit Hinweisen). Wird eine Verletzung des Willk�rverbotes geltend gemacht, muss in der Beschwerde im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 130 I 258 E. 1.3; 125 I 492 E. 1b). Auch soweit der Beschwerdef�hrer eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" als Beweisw�rdigungsregel geltend macht, muss er im Einzelnen aufzeigen, inwiefern das Obergericht im Ergebnis eine willk�rliche Beweisw�rdigung vornahm, d.h. den Beschwerdef�hrer verurteilte, obgleich bei objektiver Betrachtung des ganzen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche bzw. schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an seiner Schuld fortbestanden (BGE 127 I 38 E. 2a; 124 IV 86 E. 2a; 120 Ia 31 E. 2d S. 38 und E. 4b).
2.3 Diesen Anforderungen vermag die Eingabe des Beschwerdef�hrers nicht zu gen�gen. Er legt nicht dar, inwiefern das Urteil des Obergerichts an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leiden sollte oder bei objektiver Betrachtung des Beweisergebnisses schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an seiner Schuld fortbestanden h�tten. Vielmehr begn�gt sich der Beschwerdef�hrer zur Begr�ndung seiner Beschwerde damit, einzelne Tatsachenfeststellungen (oder auch nur Satzteile) aus dem angefochtenen Urteil herauszugreifen, um seine bereits im kantonalen Verfahren vorgetragenen R�gen alsdann zu erneuern. Der obergerichtlichen Beweisw�rdigung stellt er dabei lediglich seine eigene Sicht der Dinge gegen�ber, ohne sich in rechtsgen�gender Weise mit den dazu angestellten Erw�gungen im angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen. Mit dieser appellatorischen Kritik ist er nicht zu h�ren.
Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist demnach nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer die Kosten vor Bundesgericht zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG).
Die Nichtigkeitsbeschwerde kann nur damit begr�ndet werden, dass die angefochtene Entscheidung eidgen�ssisches Recht verletze (Art. 269 Abs. 1 BStP). Ausf�hrungen, die sich gegen die tats�chlichen Feststellungen des Entscheides richten, sind unzul�ssig (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP). Der Kassationshof ist im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde an den von der kantonalen Beh�rde festgestellten Sachverhalt gebunden (Art. 277bis Abs. 1 Satz 2 BStP). Soweit der Beschwerdef�hrer sich gegen die verbindlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz wendet, sich von diesen entfernt oder sie erg�nzt, ist auf seine Beschwerde nicht einzutreten.
5.1 Dem Beschwerdef�hrer wird vorgeworfen, er habe sich durch verschiedene Verm�gensdispositionen zum Nachteil der Firma A.________ der mehrfachen qualifizierten ungetreuen Gesch�ftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB schuldig gemacht (u. a. durch �bersetzte Honorar- und Spesenbez�ge, entgeltliche �bertragung von nicht werthaltigem Know-How oder Begleichung pers�nlicher Schulden mit Mitteln der Gesellschaft). In seiner Beschwerde richtet er sich allein gegen den Vorwurf, der Firma A.________ im Zeitraum von Dezember 1997 bis Dezember 1998 unverh�ltnism�ssige Honorare und Spesenentsch�digungen belastet zu haben. Die Vorinstanz nehme zu Unrecht an, er habe die der Gesellschaft zugeflossenen Mittel nach der Kapitalerh�hung vom 27. November 1997 pflichtwidrig in seinem eigenen Interesse sowie in jenem seiner Mitaktion�re verwendet.
5.2 Wegen ungetreuer Gesch�ftsbesorgung gem�ss Art. 158 Ziff. 1 StGB macht sich strafbar, wer aufgrund des Gesetzes, eines beh�rdlichen Auftrages oder eines Rechtsgesch�ftes damit betraut ist, Verm�gen eines andern zu verwalten oder eine Verm�gensverwaltung zu beaufsichtigen, und dabei unter Verletzung seiner Pflichten bewirkt oder zul�sst, dass der andere am Verm�gen gesch�digt wird.
5.3 Nach den verbindlichen tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 277bis BStP) war das Finanzierungsprojekt des Beschwerdef�hrers bereits nach kurzer Zeit zum Scheitern verurteilt, weil die Anschubfinanzierung durch die Firma B.________ im Umfang von US$ 38 Millionen ausblieb. Er selbst hatte Zweifel, ob das Kapital noch zur Verf�gung gestellt w�rde, ohne das, wie er wusste, die Gesch�ftsidee nicht umgesetzt werden konnte. Am 27. November 1997 �berwies die Firma C._______ der Firma A._______ finanzielle Mittel von Fr. 1.5 Millionen, um ihr eine Erh�hung des bisherigen Aktienkapitals von Fr. 100'000.-- zu erm�glichen. Trotz gescheiterter Anschubfinanzierung und unmittelbar nach der Kapitalerh�hung erfolgten umfangreiche Bez�ge zu Lasten der Firma A.________. Die Mittel wurden jedoch nicht wirtschaftlich eingesetzt. Der Beschwerdef�hrer ging keinen konkreten und erfolgsrelevanten gesch�ftlichen Aktivit�ten nach. Innert eines Jahres wurden der Firma A.________ Spesen und Reisekosten von insgesamt �ber Fr. 500'000.-- belastet, darunter auch etwa Ausgaben f�r eine Urlaubsreise ins Elsass, �bernachtungen in Erstklasshotels oder Fl�ge mit der Concorde. Bei den Bez�gen handelte es sich nicht um gesch�ftsm�ssig begr�ndeten Aufwand, sondern sie dienten der Erlangung pers�nlicher Vorteile. Im gleichen Zeitraum zahlte der Beschwerdef�hrer sich und seinen Mitaktion�ren Honorare in der H�he von Fr. 567'000.-- aus (wobei dem Ehepaar S.________ und T.________ nur bis Ende M�rz 1998 Honorarleistungen ausgerichtet wurde). Der Beschwerdef�hrer pers�nlich bezog ein monatliches Honorar f�r Beratert�tigkeit von Fr. 25'000.--, ebenso der Mitangeklagte S.________, der seinen Einsatz mit vier bis sechs Stunden pro Tag bezifferte. Y.________ wurde f�r ein von ihr gesch�tztes Arbeitspensum von 50 % ein Lohn von Fr. 6'250.-- pro Monat entrichtet. Der n�mliche Betrag wurde monatlich T.________ ausbezahlt, obgleich sie kaum je eine Arbeitst�tigkeit f�r die Firma A.________ verrichtete.
Wenn die Vorinstanz gest�tzt auf den von ihr festgestellten Sachverhalt zum Schluss gelangt, der Beschwerdef�hrer habe die Mittel pflichtwidrig verwendet, verletzt sie Bundesrecht nicht. Mit den nachfolgenden Erg�nzungen kann auf die zutreffenden Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid (S. 26 ff.) verwiesen werden. Die Verm�gensdispositionen zum Nachteil der Gesellschaft lassen sich nicht damit rechtfertigen, dass mit der Realisierung des Finanzierungsprojektes US$ 300 Millionen h�tten generiert werden sollen und die Firma A.________ am Gewinn beteiligt gewesen w�re, wie der Beschwerdef�hrer vorbringt. Denn das Projekt war bereits im Zeitpunkt der Bez�ge gescheitert, ein Ertrag wurde nie erwirtschaftet und konkrete Zusicherungen von Kapitalgebern, die sich am Finanzierungsprogramm h�tten beteiligen wollen, lagen nicht vor. Ungeachtet der fehlenden Gewinnaussichten und ohne R�cksicht auf die finanzielle Situation der Gesellschaft verschleuderte der Beschwerdef�hrer deren Verm�genswerte. Auch die Honorare waren ungerechtfertigte Verg�tungen, da ihnen keine entsprechende Dienst- oder Arbeitsleistungen der Aktion�re gegen�berstanden. Die Gegenleistungen standen zumindest teilweise in einem offensichtlichen Missverh�ltnis zu den finanziellen Leistungen der Gesellschaft, deren wirtschaftliche Lage sich zusehends verschlechterte. Bereits Ende M�rz 1998, wenige Monate nach der Kapitalerh�hung, war das Grundkapital nicht mehr zur H�lfte gedeckt (angefochtener Entscheid, S. 47, mit Verweis auf das erstinstanzliche Urteil, S. 32 f.). Gleichwohl entnahm der Beschwerdef�hrer der Firma A.________ weiterhin Eigenkapital, um sich ungeb�hrliche pers�nliche Vorteile zu verschaffen. Aus diesen Gr�nden hat die Vorinstanz zu Recht angenommen, der Beschwerdef�hrer habe seine Pflichten als Gesch�ftsf�hrer im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 StGB verletzt.
5.4 Die Firma A.________ wurde durch das pflichtwidrige Verhalten des Beschwerdef�hrers am Verm�gen gesch�digt. Der Beschwerdef�hrer stellt dies nicht grunds�tzlich in Abrede, macht aber geltend, eine Sch�digung sei im Umfang des von ihm faktisch � fonds perdu gew�hrten Aktion�rsdarlehen vom 20. August 1998 ausgeschlossen. Was er im Hinblick auf den tatbestandsm�ssigen Erfolg daraus ableiten will, bleibt unklar, war doch ein Verm�gensschaden bereits durch die Bez�ge vor der Darlehensgew�hrung eingetreten. Im �brigen besteht die Pflicht des Gesch�ftsf�hrers zur Verm�gensf�rsorge gegen�ber der Gesellschaft und ein Schaden tritt unmittelbar bei ihr selbst ein. Ob das Gesellschaftsorgan als Gl�ubiger oder Aktion�r letztlich ebenfalls finanzielle Verluste erleidet, ist unerheblich.
Ein und dieselbe Handlung des Gesch�ftsf�hrers kann im Fall der Er�ffnung des Konkurses �ber die AG sowohl den Tatbestand von Art. 158 StGB als auch Konkurstatbest�nde gem�ss Art. 163 ff. StGB erf�llen. In diesem Fall besteht unter anderem wegen der Verschiedenheit der durch die genannten Strafbestimmungen gesch�tzten Rechtsg�ter Idealkonkurrenz (BGE 117 IV 259 E. 6 S. 269). Am 4. Februar 2000 wurde �ber die Firma A.________ der Konkurs er�ffnet. Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdef�hrer vor, er habe durch seine Gesch�ftst�tigkeit den Tatbestand der Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 StGB verwirklicht. Sie f�hrt dazu aus, er habe das Gesellschaftsverm�gen unter anderem f�r nicht gesch�ftsbedingten Aufwand verwendet (wie etwa zur R�ckzahlung privater Darlehen), und sich das Einbringen von "Know-How" in ungerechtfertigter Weise verg�ten lassen, da es keinen wirtschaftlichen Gegenwert aufwies. Damit habe er der Aktiengesellschaft Haftungssubstrat entzogen, was zur �berschuldung der Gesellschaft und letztlich zur Konkurser�ffnung f�hrte (angefochtenes Urteil, S. 47 ff.). Inwiefern diese Erw�gungen Bundesrecht verletzen sollten, wird in der Beschwerde nicht dargetan und ist auch nicht ersichtlich. Der Beschwerdef�hrer macht lediglich geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht angenommen, der von ihm betriebene Honorar- und Spesenaufwand sei unverh�ltnism�ssig gewesen. Der Einwand ist unbegr�ndet, da feststeht, dass die Verm�gensdispositionen auf Kosten der Aktiengesellschaft get�tigt wurden, ohne dass Aussicht auf konkrete Gewinnerwirtschaftung bestanden h�tte, und sich deshalb nicht mehr rechtfertigen liessen. Es kann insoweit auf das zum Tatbestand der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung Ausgef�hrte verwiesen werden (E. 5.3).
7.1 Die Vorinstanz sprach den Beschwerdef�hrer wegen mehrfacher Falschbeurkundung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB schuldig. Sie begr�ndet den Schuldspruch im Wesentlichen damit, er habe an den Universalversammlungen der Firma A.________ vom 27. November 1997 und vom 2. April 1998 eine unwahre Urkunde durch seine Ehefrau errichten lassen. Diese habe jeweils als Protokollf�hrerin die Erkl�rung des Vorsitzenden festgehalten, s�mtliche Aktien seien vertreten. Die Universalversammlungsprotokolle seien in erster Linie im Hinblick auf den Handelsregistereintrag als Beweis daf�r erstellt worden, dass eine g�ltige Universalversammlung stattgefunden habe und dabei �ber eine Kapitalerh�hung bzw. eine Sitzverlegung g�ltig Beschluss gefasst worden sei. Den Protokollen komme daher Urkundeneigenschaft zu. Die darin beurkundete Tatsache - es finde eine Universalversammlung statt, da alle Aktien vertreten seien - habe nicht der Wahrheit entsprochen. Der Beschwerdef�hrer habe sich in der Vereinbarung vom 19. November 1997 mit der Firma B.________ und der Firma C.________ verpflichtet, s�mtliche Aktien der Firma A.________ an die Firma C.________ zu verkaufen und zu �bertragen. Am 21. November 1997 seien die Aktien beim Notar hinterlegt und die Hinterlegung der Firma C.________ und der Firma B.________ umgehend angezeigt worden. Gest�tzt auf Art. 714 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 924 Abs. 1 ZGB sei damit der Besitz und das Eigentum der Aktientitel auf die Erwerber �bergegangen. Die urspr�nglichen Aktion�re seien nach der Hinterlegung an den Aktien nicht mehr berechtigt gewesen und von den wahren Eigent�mer auch nicht erm�chtigt, diese zu vertreten.
Dagegen bringt der Beschwerdef�hrer einzig vor, die Vorinstanz habe den Eigentums�bergang bundesrechtswidrig bejaht. Der Besitz an den Inhaberaktien sei nie auf die Firma C.________ und die Firma B.________ �bertragen worden, auch nicht durch Hinterlegung beim Notar, weshalb das Eigentum nicht habe �bergehen k�nnen. Im Folgenden ist daher nur zu pr�fen, ob das Eigentum an den Inhaberaktien g�ltig �bertragen wurde. Dabei handelt es sich um eine zivilrechtliche Vorfrage, welche das Bundesgericht im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde von Amtes wegen zu beantworten hat, soweit die diesbez�glichen tats�chlichen Feststellungen dazu ausreichen und eine Verletzung von Bundesrecht in Frage steht.
7.2 Das schweizerische Recht setzt f�r die �bertragung von Fahrniseigentum in Art. 714 ZGB unter anderem den �bergang des Besitzes auf den Erwerber voraus. Die �bereignung von Wertpapieren erfordert ebenfalls die �bergabe des Papiers (Art. 967 Abs. 1 OR) und folgt insoweit den sachenrechtlichen Regeln. Nach Art. 924 Abs. 1 ZGB kann ohne �bergabe der Besitz an einer Sache erworben werden, wenn ein Dritter auf Grund eines besonderen Rechtsverh�ltnisses im Besitz der Sache verbleibt. Voraussetzung einer solchen Besitzanweisung ist gestufter Besitz: Ein selbstst�ndiger mittelbarer Besitzer (z.B. Hinterleger) hat die Sache dem Gewahrsam eines Dritten (z.B. Aufbewahrer) �berlassen, der unselbstst�ndigen unmittelbaren Besitz daran hat. Der Besitz an der Sache geht �ber, sobald dies zwischen dem Ver�usserer und dem Erwerber vereinbart worden ist (BGE 132 III 155 E. 4.1). Die Vereinbarung braucht nicht ausdr�cklich zu erfolgen, sondern kann auch stillschweigend zustande kommen und sich aus den konkreten Umst�nden wie namentlich dem weiteren Handeln des Erwerbers ergeben (BGE 112 II 406 E. 5b S. 419). Die Benachrichtigung des Dritten ist f�r den �bergang der Sache auf den Erwerber als neuer selbstst�ndiger mittelbarer Besitzer nicht n�tig (BGE 132 III 155 E. 4.1, mit Hinweisen).
Die Vorinstanz nimmt zu Recht nicht an, die Aktion�re der Firma A.________ als ver�ussernde und die Firma C.________ als erwerbende Partei h�tten sich bereits in der Vereinbarung vom 19. November 1997 auf eine Besitzanweisung geeinigt. Vielmehr erblickt sie eine solche erst in der Hinterlegung der Aktien beim Notar, der sie im Auftrag des Beschwerdef�hrers und von S.________ (als Vertreter der Firma A.________) treuh�nderisch in Verwahrung nahm. Daraus l�sst sich nun aber eine Vereinbarung �ber die Besitzanweisung nicht ableiten. Die Firma C.________ war am Hinterlegungsvertrag �berhaupt nicht beteiligt. Sie ist nicht unselbst�ndig unmittelbar besitzende Dritte, sondern die Erwerberin, der durch einen Besitzanweisungsvertrag selbst�ndigen Besitz verschafft werden kann. Aus der blossen Benachrichtigung einer Hinterlegung kann jedoch nicht auf das Einverst�ndnis des Erwerbers geschlossen werden, den Besitz auf diesem Wege �bertragen zu erhalten. Auch sonst l�sst sich dem angefochtenen Urteil nichts entnehmen, woraus sich erg�be, dass sich die Firma C._________ mit einer Besitzanweisung einverstanden erkl�rt und damit Eigentum an den Aktien erworben h�tte.
7.3 Fraglich aber ist, ob sich der Eigentums�bergang �berhaupt nach schweizerischem Recht beurteilt. In der Vereinbarung vom 19. November 1997 trafen die Parteien eine Rechtswahl zugunsten des niederl�ndischen Rechts. Art. 104 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber das Internationale Privatrecht vom 18. Dezember 1987 (IPRG; SR 291) l�sst im Mobiliarsachenrecht eine beschr�nkte Rechtswahl zu. Die Parteien k�nnen danach den Erwerb und den Verlust dinglicher Rechte an beweglichen Sachen dem Recht des Abgangs- oder des Bestimmungsstaates oder dem Recht unterstellen, dem das zugrunde liegende Rechtsgesch�ft untersteht. Das auf die sachenrechtlichen Vorg�nge anwendbare Recht (Sachenstatut), gilt f�r alle Fragen, von deren Beantwortung der Erwerb oder der Verlust eines dinglichen Rechts abh�ngig ist. Das Sachenstatut besagt insbesondere, ob f�r eine �bereignung die �bergabe der Sache erforderlich ist, ob der Eigentumserwerb kausal oder abstrakt erfolgt, und ob ein gutgl�ubiger Erwerb �berhaupt und unter welchen Voraussetzungen m�glich ist (Kurt Siehr, Das Internationale Privatrecht der Schweiz, Z�rich 2002, S. 197). Haben die Parteien eine g�ltige Rechtswahl getroffen, verbleibt grunds�tzlich kein Raum f�r eine objektive Ankn�pfung der Eigentumsfrage.
Die G�ltigkeit der Rechtswahl setzt zun�chst voraus, dass eine nach Art. 104 IPRG zul�ssige Rechtsordnung berufen wird. Die Rechtswahl muss ausdr�cklich sein oder sich eindeutig aus dem Vertrag oder aus den Umst�nden ergeben (vgl. Art. 116 Abs. 2 Satz 1 IPRG). Erforderlich ist, dass aus der Vereinbarung klar hervorgeht, dass sich diese (auch) auf einen sachenrechtlichen Tatbestand gem�ss Art. 104 Abs. 1 IPRG bezieht. Wird eine Rechtswahl nur f�r das obligatorische Grundgesch�ft getroffen, so gilt diese nicht ohne Weiteres auch f�r die sachenrechtlichen Wirkungen des Rechtsgesch�ftes (Anton Heini, in: Z�rcher Kommentar zum IPRG, Z�rich 2004, N. 9 zu Art. 104 IPRG; Pius Fisch, in: Basler Kommentar, Internationales Privatrecht, Basel 1996, N. 8 zu Art. 104 IPRG). Im vorliegenden Fall wird der Eigentumserwerb der Inhaberaktien von der Rechtswahlklausel nicht explizit erfasst. Sie lautet schlicht: Diese Vereinbarung untersteht niederl�ndischem Recht. Immerhin werden im Vertrag selbst sowohl die obligatorische Verpflichtung (Verkauf) als auch die sachenrechtliche Verf�gung (�bertragung) genannt, womit zum Ausdruck kommt, dass sich die Parteien beider Vorg�nge bewusst waren. Darin liegt ein Indiz daf�r, dass das Rechtsgesch�ft insgesamt einer einheitlichen Rechtsordnung unterworfen werden sollte, n�mlich dem Recht der Niederlanden, das f�r das Grundgesch�ft gilt. Seinem Zweck nach will Art. 104 IPRG den Parteien gerade erm�glichen, Schuld- und Sachenstatut zur �bereinstimmung bringen. Anhaltspunkte, welche f�r die gegenteilige Annahme spr�chen, n�mlich die Parteien h�tten eine Spaltung der Ankn�pfung gewollt, finden sich im Vertrag nicht. Dennoch l�sst sich die kollisionsrechtliche Frage hier nicht abschliessend beurteilen, da die Vorinstanz bez�glich der Rechtswahl keinerlei tats�chliche Feststellungen trifft. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass ein �bereinstimmender Wille der Parteien zum Abschluss eines Rechtswahlvertrages bez�glich des dinglichen Erwerbes nicht vorlag. Fehlte aber ein solcher, k�me f�r die Beurteilung des Eigentums�berganges das schweizerische Recht als lex rei sitae zur Anwendung (Art. 100 Abs. 1 IPRG).
7.4 Die Beschwerde ist insoweit gutzuheissen. Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Entscheid zur Frage der Rechtswahl nicht ge�ussert. Sie wird dazu bei der Neubeurteilung tats�chliche Feststellungen zu treffen und nach der Beantwortung der Kollisionsfrage neu �ber die Sache zu befinden haben. Dabei wird zu beachten sein, das sich die gleiche Problematik im Zusammenhang mit dem Schuldspruch wegen Erschleichung einer Falschbeurkundung im Sinne von Art. 253 StGB stellt (vgl. BGE 123 IV 132 E. 4e S. 143 f.; 120 IV 199 E. 4), der im vorliegenden Verfahren nicht angefochten wurde. Kommt die Vorinstanz bei erneuter Pr�fung zum Schluss, es liege eine g�ltige Rechtswahlklausel vor, wird sie nach niederl�ndischem Recht zu beurteilen haben, ob das Eigentum bereits mit dem Abschluss des Vertrages �bergegangen ist (sog. Konsensualprinzip). Verlangt das Sachenstatut indessen eine �bertragung des Besitzes, wird insbesondere abzukl�ren sein, ob f�r die g�ltige Besitz�bertragung �berhaupt ein Traditionssurrogat in Frage kommt, ferner ob und inwieweit dazu eine �bereinstimmende Willenskundgabe zwischen dem Ver�usserer und dem Erwerber erforderlich ist. Ob das Eigentum an den Inhaberaktien nach niederl�ndischem Recht �bergegangen ist, ist dem Bundesgericht zu �berpr�fen verwehrt, denn fremdes Recht ist nicht Bundesrecht (BGE 104 IV 77 E. 7c a.E.).
Nach dem Dargelegten ist die Nichtigkeitsbeschwerde teilweise gutzuheissen. Dementsprechend sind keine Kosten zu erheben und ist dem Beschwerdef�hrer eine angemessene Entsch�digung auszurichten (Art. 278 Abs. 2 und 3 BStP).
Die Nichtigkeitsbeschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Obergerichtes des Kantons Aargau vom 18. August 2005 aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung im Sinne der Erw�gungen zur�ckgewiesen. Im �brigen wird sie abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'000.-- f�r das staatsrechtliche Beschwerdeverfahren wird dem Beschwerdef�hrer auferlegt; f�r das Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde werden keine Kosten erhoben.
Der Beschwerdef�hrer wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde mit Fr. 1'000.-- aus der Bundesgerichtskasse entsch�digt.