Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%201990,%20372
Timestamp: 2020-03-30 05:11:43
Document Index: 124467512

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1610', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1618', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 654', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 654', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW-RR 1990, 372 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 29.11.1989 | OLG Düsseldorf, 19.01.1990
Studium als Weiterbildung - Landwirtschaftliche Lehre als sinnvolle Vorbereitung auf das Studium der Agrarwirtschaft - Inhalt und Umfang der Rechtskraft eines Urteils - Schutz des Vertrauens wegen Ausbildungsunterhalt nicht mehr in Anspruch genommen zu werden - ...
Eltern, die der Pflicht, ihrem Kind eine angemessene Berufsausbildung zu gewähren, nachgekommen sind, sind im allgemeinen nicht verpflichtet, die Kosten einer weiteren Ausbildung zu tragen (BGH FamRZ 1990, 149; FamRZ 1991, 320/321 = NJW-RR 1991, 195).
Dabei muß jedoch, wie der BGH (FamRZ 1989, 855; 1990, 149) ausführt, die Einheitlichkeit der Vorbildung zu einem Beruf grundsätzlich gemäß § 1610 Abs. 2 BGB insoweit gewahrt sein, als die einzelnen Abschnitte in einem engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang stehen müssen.
Der vorliegende Fall ist nicht vergleichbar mit dem vom BGH (FamRZ 1990, 149) entschiedenen, wo eine landwirtschaftliche Lehre dem Studium der Agrarwissenschaften vorausging.
Der BGH hat in einem Fall (FamRZ 1990, 149) bei einer Ausbildungsunterbrechung - die wie vorliegend - 15 Monate betrug, darauf abgehoben, ob diese Zeit auf zwangsläufige, dem auszubildenden Kind nicht anzulastende Umstände zurückzuführen ist oder auf leichtem, nur vorübergehendem Versagen des Kindes beruht.
Unterhaltsrechtlich besteht nämlich nicht nur die Pflicht, dem Ausbildungsziel zügig und mit der gebotenen Sparsamkeit nachzustreben (BGH FamRZ 1984, 777 = NJW 1984, 1961; FamRZ 1990, 149/150), sondern es besteht eine allgemeine gegenseitige Pflicht zur Rücksichtnahme zwischen Eltern und Kindern gemäß § 1618 a BGB, die erwarten läßt, daß jedenfalls ein volljähriges Kind, daß eine erste Ausbildung beendet hat und im erlernten Beruf tätig wird, den unterhaltsverpflichteten Elternteil nicht in dem von ihm selbst gesetzten Glauben beläßt, damit sei seine Berufsausbildung beendet.
https://dejure.org/1989,1993
BGH, 29.11.1989 - IVa ZR 206/88 (https://dejure.org/1989,1993)
BGH, Entscheidung vom 29.11.1989 - IVa ZR 206/88 (https://dejure.org/1989,1993)
BGH, Entscheidung vom 29. November 1989 - IVa ZR 206/88 (https://dejure.org/1989,1993)
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Maklerlohn - Grobes Fehlverhalten - Lohnverwirkung - Kundenschaden
Verwirkung des Anspruchs auf Maklercourtage
Wann wird ein Maklerlohnanspruch verwirkt? (IBR 1990, 317)
VersR 1990, 266
Nach der Rechtsprechung des BGH verwirkt ein Immobilienmakler seinen Lohnanspruch dann, wenn er mit an Vorsatz grenzender Leichtfertigkeit die Interessen des Kunden so schwerwiegend gefährdet oder beeinträchtigt, dass er unwürdig für den Erhalt des Maklerlohns erscheint (BGH, Urt. v. 29.11.1989 - IVa ZR 206/88 -, juris Rn. 15; BGH…, Beschluss vom 06. Mai 2004 - IX ZB 349/02 -, BGHZ 159, 122, Rn. 28).
Dass dem Kunden dadurch ein Schaden entstanden ist, ist nicht erforderlich (…BGH, Urt. v. 26.10.1977 - IV ZR 177/76 - WM 1978, 245; BGH Urt. v. 29.11.1989 - IVa ZR 206/88 NJW-RR 1990, 372 Rn. 16; BGH…, Beschluss vom 06. Mai 2004 - IX ZB 349/02 -, BGHZ 159, 122, Rn. 28).
Auch das hat der Senat bereits verschiedentlich ausgesprochen (vgl. wiederum das oben unter b) erwähnte Urteil vom 15.3.1989 und insbesondere die Urteile vom 4.10.1989 - IVa ZR 250/88 - VersR 1989, 1259 und vom 29.11.1989 - IVa ZR 206/88 - VersR 1990, 266).
Ebenso kommt es nicht darauf an, ob dem Auftraggeber durch die Pflichtverletzung ein Schaden entstanden ist (BGHZ 36, 323 ff. (326 f.); BGH WM 1970, 1270 ff. (1270); 1981, 590 ff. (591); MDR 1985, 741 f.; VersR 1990, 266 f. (267); NJW-RR 1992, 817 f. (818); OLG Frankfurt NJW-RR 1986, 601 f. (602); OLG Hamm VersR 1995, 1235; OLG Karlsruhe NJW-RR 1995, 500 f. (500)).
OLG Celle, 19.12.2002 - 11 U 257/01
Lohnanspruch des Grundstücksmaklers: Verwirkung wegen Angaben "ins Blaue hinein"
Der Beklagte hat seinen Anspruch auf Maklerlohn in entsprechender Anwendung von § 654 BGB, der in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs als allgemeiner Verwirkungstatbestand anerkannt ist (vgl. z. B. BGH NJW-RR 1990, 372 sowie BGH NJW-RR 1992, 110 f.) verwirkt.
Der Makler verwirkt zwar seinen Provisionsanspruch, wenn er wesentliche Vertragspflichten vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt (vgl. BGHZ 36, 323 = NJW 1962, 734 = LM § 654 BGB Nr. 1; BGH, NJW-RR 1990, 372).
OLG Düsseldorf, 19.01.1990 - 7 U 72/89
https://dejure.org/1990,6994
OLG Düsseldorf, 19.01.1990 - 7 U 72/89 (https://dejure.org/1990,6994)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 19.01.1990 - 7 U 72/89 (https://dejure.org/1990,6994)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 19. Januar 1990 - 7 U 72/89 (https://dejure.org/1990,6994)
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Weitergabe personenbezogener Daten durch Makler nach Beendigung des Maklervertrages
Welche Pflichten hat der Makler nach Vertragsbeendigung? (IBR 1990, 315)
NJW-RR 1991, 192 (Ls.)
MDR 1991, 250