Source: https://www.arbemed.de/leistungen/vorsorgen-nach-dguv-grundsaetzen/
Timestamp: 2018-09-22 19:05:56
Document Index: 131013369

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', '§ 4', '§ 5', 'BGH', '§ 14', '§ 7']

Vorsorgen nach DGUV-Grundsätzen - Arbeitsmedizin Rostock und MV - ARBEMED GmbH
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G 1.1 – Mineralischer Staub (silikogener…
G 1.2 – Mineralischer Staub (asbesthaltiger…
G 25 – Fahr-, Steuer- und…
G 33 – Aromatische Nitro- oder…
G 37 – Bildschirmarbeit
G 39 – Schweißrauche
G 40 – Krebserzeugende und ergutverändernde…
G 46 – Belastungen des Muskel- und…
G 1.1 – Mineralischer Staub (silikogener Staub)
Die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem DGUV-Grundsatz G 1.1 ist vorgesehen bei einer Exposition gegenüber quarzhaltigem Staub. Bei Arbeitsverfahren bzw. –bereichen mit höherer Exposition (wie z. B. dem Fördern und Verpacken von Quarzsand) ist Vorsorge in der Regel als Pflichtvorsorge durchzuführen. Sofern eine geringere äußere Belastung vorliegt, handelt es sich um eine Angebotsvorsorge.
Abbruch-, Sanierungs- und Entsorgungsarbeiten
Tätigkeiten im Steinbruch
Tätigkeitsbezogene Anamnese
Betriebsärztliche körperliche Untersuchung mit Schwerpunkt auf die mögliche Organ-Beteiligung
Spirometrie mit Fluss-Volumen-Kurve (Lungenfunktion)
Optional: Röntgen-Thorax-Aufnahme (kann als externe Untersuchung im Einzelfall unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes erforderlich werden)
Untersuchungsintervalle: 12 – 36 Monate gemäß AMR 2.1
Kosten: ab € 108,17 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Informationen für Personen, die bei ihrer beruflichen Tätigkeit künstlichem mineralischem Faserstaub ausgesetzt waren (BGETEM):
http://gvs.bgetem.de/formulare/formulare-und-merkblaetter-die-informieren
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 1.1 „Mineralischer Staub, Teil 1: Quarzhaltiger Staub“ (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-1-1.pdf
Frage- und Anamnesebogen bei Staubgefährdung durch silikogenen Staub (BGETEM):
http://gvs.bgetem.de/formulare/formulare-fuer-den-arzt
Während vor allem in den 1970er Jahren die Verwendung von Asbest weit verbreitet war, gibt es aufgrund der gesundheitsgefährdenden Eigenschaften seit 1993 in Deutschland ein Verbot für die Herstellung, das Inverkehrbringen und die Verwendung von Asbest und asbesthaltigen Produkten. Dennoch ist Asbest vor allem in Gebäuden (Altbauten) auch heute noch weit verbreitet. Außerdem ist es trotz besagtem Verbot nicht hundertprozentig ausgeschlossen, dass im Einzelfall in bestimmten Chargen bestimmter Produkte (z. B. Bremsbeläge aus Nicht-EU-Ländern) auch heute noch Asbest enthalten ist: In Ländern wie China oder Indien wird auch heute trotz bekanntem Gesundheitsrisiko noch in zahlreichen Produkten Asbest verarbeitet. Die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem DGUV-Grundsatz G 1.2 ist vorgesehen bei Tätigkeiten mit einer Exposition mit asbesthaltigem Staub. Wenn Beschäftigte in der Vergangenheit Umgang mit Asbest hatten, haben sie aufgrund der selbst nach vielen Jahren möglichen Gesundheitsschädigungen die Gelegenheit, sich in regelmäßigen Intervallen auch nach Beendigung der Tätigkeit lebenslang freiwillig einer nachgehenden Vorsorge zu unterziehen. Die Kosten der Untersuchung beim Betriebsarzt trägt der Unfallversicherungsträger.
Umbau-Arbeiten an Schiffen
Frühere Tätigkeiten mit asbesthaltigen Stoffen in den Bereichen Autowerkstatt (Brems- und Kupplungsscheiben), Brandschutz, Dachdeckerei, Dämmen, Herstellen bzw. Bearbeiten von Dichtungen, Schiffbau
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 1.2 „Mineralischer Staub, Teil 2: Asbestfaserhaltiger Staub“ (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-1-2.pdf
Informationsblatt für Personen, die bei ihrer beruflichen Tätigkeit asbestfaserhaltigem Staub ausgesetzt waren (BGETEM):
Formulare für den Arzt (GVS/BGETEM)
G 1.3 – Mineralischer Staub (künstlicher mineralischer Faserstaub der Kat. 1 oder 2, z. B. Aluminiumsilikat-Mineralwolle)
Die arbeitsmedizinische Vorsorge gemäß dem DGUV-Grundsatz G 1.3 ist vorgesehen bei Exposition gegenüber künstlichem mineralischen Faserstaub (KMF) der Kategorie 1 oder 2, z. B. Aluminiumsilikat-Mineral-Wolle. In Abhängigkeit von der jeweiligen Tätigkeit handelt sich um eine Pflicht- oder um eine Angebotsvorsorge. Hierbei spielt die Faserkonzentration und die Expositions-Dauer eine Rolle.
G 1.4 – Staubexposition
Die arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung gemäß DGUV-Grundsatz G 1.4 ist bei Tätigkeiten oder einer Exposition mit Stäuben allgemeiner Herkunft als Angebotsvorsorge vorgesehen
Kosten: ab € 67,24 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Gib dem Staub keine Chance! Zehn goldene Regeln zur Staubbekämpfung (DGUV):
http://www.dguv.de/medien/staub-info/gold/download/regeln_staub.pdf
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge G 1.4 „Staubbelastung“ (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-1-4.pdf
Staub-Info – Sachgebiet Glas und Keramik (BGRCI):
http://www.dguv.de/staub-info/index.jsp
Arbeitsmedizinische Vorsorgen sind gemäß dem DGUV-Grundsatz G 2 als Pflichtvorsorge vorgesehen bei Exposition gegenüber Blei oder seinen Verbindungen (mit Ausnahme der Bleialkyle), wenn der Arbeitsplatzgrenzwert für Blei und anorganische Bleiverbindungen nicht eingehalten wird. Arbeitsmedizinische Vorsorgen sind den Beschäftigten vom Arbeitgeber als Angebotsvorsorge anzubieten, wenn eine Exposition gegenüber Blei oder seinen Verbindungen (mit Ausnahme der Bleialkyle) besteht und der Arbeitsplatzgrenzwert eingehalten sind.
Die Aufnahme erfolgt vorwiegend über die Atemwege in Staub- oder Rauchform sowie auf oralem Wege.
Dacheindeckungs-Arbeiten mit bleihaltigen Werkstoffen
Verwenden von bleihaltigen Explosivstoffen (Munition), Schieß-Ausbildung
Sanierung bleibelasteter Areale (z. B. Schießplätze)
Aufarbeiten und Einschmelzen von bleihaltigen Altmaterialien (Recycling), Schmelzen bleihaltiger Arbeitsstoffe
Auftragen von bleihaltigen Anstrichstoffen oder anderen bleihaltigen Produkten im Spritzverfahren
Akkumulator-Herstellung und -Recycling
Schweißen oder Brennschneiden von bleihaltigen oder mit Bleifarben (Bleimennige) versehenen Metall-Teilen
Beräumen und Recycling bleihaltiger Beschichtungs-Rückstände
Glasmalarbeiten, Bleiverglasungs-Arbeiten (insbesondere bei Restaurierung historischer Bleiverglasungen)
Nicht immer kann die Exposition klar definiert werden, weshalb es optional die Möglichkeit gibt, durch den Betriebsarzt bei dem Beschäftigten ein Biomonitoring auf Blei durchzuführen: Hierbei wird die Bleikonzentration in Körpermaterialien (z. B. im Blut-Serum) ermittelt und anschließend anhand des individuellen Ergebnisses bewertet, ob weitere Schutzmaßnahmen erforderlich sind.
Optional: Biomonitoring
Kosten: ab € 65,66 (ggf. zzgl.19% Mehrwertsteuer)
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 2 „Blei oder seine Verbindungen (mit Ausnahme der Bleialkyle“), DGUV:
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-2.pdf
Die arbeitsmedizinische Vorsorge gemäß dem DGUV-Grundsatz G 8 Benzol ist vom Arbeitgeber denjenigen Beschäftigten als Angebotsvorsorge anzubieten, welche gelegentlichen beruflichen Umgang mit Benzol oder Benzolgemischen, z. B. Vergaserkraftstoffen, haben und bei denen der Arbeitsplatzgrenzwert eingehalten wird. Die Veranlassung bzw. das Angebot arbeitsmedizinischer Vorsorgeuntersuchungen durch den Arbeitgeber regeln § 4 Abs. 1 bzw. § 5 Abs. 1 der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV). Wird der Arbeitsplatzgrenzwert überschritten, ist sogar eine Pflichtvorsorge erforderlich. Die Aufnahme von Benzol erfolgt in erster Linie durch die Atemwege. Bei großflächiger Benetzung der Haut ist auch eine perkutane Aufnahme möglich.
Akut hat Benzol narkotische Eigenschaften und reizt die Schleimhäute, die Augen und die Haut. Chronisch schädigt Benzol das blutbildende System (Anämie, Blutkrebs) und das Zentrale Nervensystem.
Der Betriebsarzt hat zudem die Möglichkeit, ein Biomonitoring durchzuführen und die individuelle Belastung des einzelnen Beschäftigten zu ermitteln.
Befüllen und Entleeren von Behältern mit Lösen von benzol-beinhaltenden Schlauchverbindungen
Hautkontakt zu Benzin und anderen benzolhaltigen Flüssigkeiten
Motoren-Prüfung
Tätigkeiten an Tankstellen
Reinigen von Zapf-Säulen oder Benzin-Tanks, Tankstellensanierung
Reinigungs- und Wartungsarbeiten in Produktions- und Abfüllanlagen
Arbeiten in kontaminierten Bereichen (Altlast-Sanierung, z. B. Abbrucharbeiten an Tankstellen oder Treibstofflagern)
Betriebsärztliche körperliche Untersuchung mit Hinblick auf die berufliche Tätigkeit
Optional: Spirometrie mit Fluss-Volumen-Kurve (Lungenfunktion)
Kosten: ab € 60,68 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 8 „Benzol“ (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-8.pdf
Die arbeitsmedizinische Vorsorge gemäß DGUV-Grundsatz G 20 ist gemäß der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) vom Arbeitgeber zu veranlassen, wenn die Gefahr des Entstehens eines lärmbedingten Gehörschadens für den Beschäftigten entsteht. Die Auslöseschwelle für eine Angebotsvorsorge liegt bei im Mittel über 8 Stunden Arbeitszeit bei 80 dB(A) bzw. bei 135 dB(C) bei impulsivem Lärm. Eine Pflichtvorsorge wird bei 8-stündiger Exposition im Lärmbereich bei im Mittel 85dB(A) bzw. bei kurzzeitigen Lärmspitzen über 137dB(C) erforderlich. Wichtig ist, dass für jugendliche Beschäftigte und werdende Mütter spezielle Tätigkeitsbeschränkungen existieren.
Erhebung der Lärm-Anamnese und Beratung zum Gehörschutz
Beurteilung des Gehörschutzes
Ggf. Otoskopie (schmerzfreie Untersuchung von Gehörgang und Trommelfell)
Audiometrie (Hörtest) in Luft- und ggf. -Knochenleitung, ggf. mit Vertäubung
Optional: Stimmgabel-Test (nach Weber/Rinne)
Optional: Vorstellung beim HNO-Arzt
Kosten: ab € 33,75 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Anmerkung: Bei der beruflich bedingten Lärmschwerhörigkeit handelt es sich um die häufigste vom Unfallversicherungsträger anerkannte Berufskrankheit in Deutschland.
Ärztliche Anzeige bei Verdacht auf eine Berufskrankheit (DGUV):
Arbeitsmedizinische Gehörvorsorge nach G 20 „Lärm“ (DGUV):
http://www.dguv.de/medien/iag/publikationen/g20/d-kapitel-2.pdf
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge G 20 „Lärm“ (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-20.pdf
Praxishandbuch Lärm (BGRCI):
http://downloadcenter.bgrci.de/resource/downloadcenter/downloads/praxishandbuch/phb_bse_A_1_8_Laerm.pdf
Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch Lärm und Vibrationen (Lärm-Vibrations-Arbeitsschutz-Verordnung:
https://www.gesetze-im-internet.de/l_rmvibrationsarbschv/
Diese arbeitsmedizinische Vorsorge gemäß DGUV-Grundsatz G 21 muss seitens des Arbeitsgebers den Mitarbeitern an sog. Kältearbeitsplätzen mit Temperaturen von weniger als -25°Celsius als Pflichtvorsorge veranlasst werden.
Kälte kann insbesondere dazu führen, dass bestehende Erkrankungen (z. B. Atemwegsinfekte) langsamer als üblich ausheilen bzw. dass Erfrierungen auftreten oder Erkrankungen der Atemwege (z. B. Asthma bronchiale) oder des Herz-Kreislauf-Systems (wie Angina pectoris) symptomatisch werden.
Tätigkeitsbezogene betriebsärztliche körperliche Untersuchung
Optional: Fahrrad-Ergometrie (Belastungs-EKG: ab 40. Lebensjahr, bei erhöhter Belastung oder in unklaren Fällen)
Dauer: 30 – 90 Minuten (mit Ergometrie)
Kosten: ab € 119,66 bzw. € 134,21 (mit Ergometrie) zzgl. Laborkosten (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Expertenwissen: Arbeitsumgebungsbedingungen (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin):
https://www.baua.de/DE/Themen/Arbeitsgestaltung-im-Betrieb/Gefaehrdungsbeurteilung/Expertenwissen/Arbeitsumgebungsbedingungen/Klima/Klima_node.html
Tätigkeiten, bei denen die Beschäftigten einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit Arbeiten im feuchten Milieu ausführen oder flüssigkeitsdichte Handschuhe tragen oder häufig oder intensiv ihre Hände reinigen, sind Feuchtarbeit. Hierbei sieht die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV, Anhang Teil 1) vor, dass bei einer Dauer von mehr als 2 Stunden eine Angebotsvorsorge anzubieten ist. Dieses gilt auch für kürzere Expositionszeiten, wenn es sich um einen Kontakt zu sensibilisierenden Stoffen handelt. Ab 4 und mehr Stunden Expositionsdauer sieht der Gesetzgeber sogar eine arbeitsmedizinische Pflichtvorsorge vor. Inhaltlich orientiert man sich am DGUV-Grundsatz G 24.
Um akuten und chronischen Hauterkrankungen im Betrieb vorzubeugen, sollte der Arbeitgeber in gefährdeten Arbeitsbereichen in jedem Fall einen Hautschutzplan erstellen. Hierbei steht Ihnen die ArBeMed GmbH gerne zur Seite.
Typische Tätigkeiten und Berufe:
Pflegende Berufe und medizinisches Personal wie Gesundheits- und Krankenpfleger (Krankenschwestern und Krankenpfleger), Altenpflegerinnen, Pflegehelfer, Ärzte
Personal in Tierkliniken und Tierarztpraxen
Tier-Pfleger in Zoos
Labor-Beschäftigte
Küchen-Personal (Köche, Beiköche, Küchenhilfen
Beschäftigte in Zementwerken
Beschäftigte in der Latex-Industrie
Betriebsärztliche Inspektion der betreffenden Hautareale (Hände und Unterarme)
Optional: Vorstellung beim Hautarzt, Allergietestung (meist zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung bzw. des Unfallversicherungsträgers)
Arbeitsmedizinische Beratung zu Hautschutz, -reinigung und -pflege
Kosten: ab € 38,29 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Untersuchungsintervalle: Erste Nachuntersuchung gemäß AMR 2.1 nach 6 Monaten, weitere in der Regel nach 36 Monaten
Allgemeine Präventionsleitlinie Hautschutz (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-8620.pdf
Gefährdung durch Hautkontakt – Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen (TRGS 401, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin):
https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-401.pdf
Hautschutz- und Händehygieneplan für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Kranken- und Altenpflege (BGW):
https://www.bgw-online.de/SharedDocs/Downloads/DE/Medientypen/BGW Broschueren/BGW06-13-110_Hautschutzplan-Pflegeberufe_Download.pdf
Bei der arbeitsmedizinischen Vorsorge nach DGUV-Grundsatz G 25 handelt es sich um eine Eignungsuntersuchung für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten. Sie soll die Eignung eines Mitarbeiters zum Beispiel für entsprechende Tätigkeiten mit Flurförderfahrzeugen, Gabelstaplern, Regalbedienungsgeräten, Krananlagen, Hubbühnen, Baumaschinen sowie Kontrollaufgaben in Messwarten und Leitständen ableiten. Die Vorsorge nach G 25 hat seit der Reform der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) und Zurücktreten der Berufsgenossenschaftlichen Regelwerke zwar keine Rechtsverbindlichkeit mehr, allerdings obliegt es dem Arbeitgeber im Rahmen der Haftungsverantwortung, nur geeignete Personen im jeweiligen Bereich einzusetzen. Da es sich bei den genannten Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten um meist unfallträchtige Tätigkeiten handelt, lassen zahlreiche Unternehmen zum Ausschluss einer gesundheitlich bedingten Selbst- oder Fremdgefährdung und zur Verhinderung von Sachschäden die Eignungsuntersuchung nach G 25 im Rahmen einer Betriebsvereinbarung durch den Betriebsarzt durchführen.
Hebebühnen-Führer
Hochregalarbeiter
Mitgänger-Flurförderfahrzeuge
Überwachungstätigkeiten mit hohen Anforderungen (z.B. in größeren Leitständen, Messwarten, Kontrollräumen, Überwachungszentralen, Stellwerken, Arbeiten im Bereich von Gleisen), sofern keine übergeordnete Regelung vorhanden ist
Winden-Steuertätigkeiten
Betriebsärztliche tätigkeitsbezogene körperliche Untersuchung
Sehtest (Ferne, Nähe, Stereosehen, Farbsehen)
Optional: Perimetrie (Gesichtsfeld)
Optional: skotopisches Sehen (Dämmerungssehen), ggf. mit Blendung
Optional: Blutentnahme und Urinprobe
Optional: EKG, Fahrrad-Ergometrie (Belastungs-EKG)
Kosten: ab € 67,08 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Empfehlungen zur Gestaltung betrieblicher Vereinbarungen zur Anwendung des DGUV Grundsatzes G 25 (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-5137.pdf
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge G 25 „Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten“ (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-25.pdf
Leitfaden für Betriebsärzte zur Anwendung des G 25 (DGUV):
Arbeitsmedizinische Pflichtvorsorgen sind gemäß der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV, Anhang Teil 4) vorgesehen bei Tätigkeiten, die das Tragen von Atemschutzgeräten der Gruppe 2 (G 26.2) und 3 (G 26.3) erfordern. Angebotsvorsorgen sind den Beschäftigten vom Arbeitgeber anzubieten bei Tätigkeiten, bei denen das Tragen von Atemschutzgeräten der Gruppe 1 (G 26.1) verlangt wird. Inhaltlich orientiert man sich mangels gesetzlicher Vorgaben am DGUV-Grundsatz G 26.
Atemschutzgeräte-Träger unterliegen aufgrund ihrer Tätigkeit höheren körperlichen Beanspruchungen, wobei eine zusätzliche Belastung durch das Gewicht des Atemschutzgerätes und erhöhte Atemwiderstände bei der Ein- und Ausatmung vorhanden sind. Zusätzlich sind die Arbeitsplatzbedingungen (z.B. Temperatur), die Schwere der Arbeit und die Verwendungsdauer des Atemschutzgerätes zu berücksichtigen. Zusammengefasst handelt es sich um eine Eignungsuntersuchung, mit deren Hilfe man eine Gefährdung der Beschäftigten durch ihre Tätigkeit ausschließen möchte.
Die zum Einsatz kommenden Atemschutzgeräte werden gemäß der aktuellen Arbeitsmedizinischen Regel (AMR 14.2) in verschiedene Gruppen eingeteilt:
Atemschutzgeräte, die weniger als 3 kg wiegen und keine Atemwiderstände aufweisen, beanspruchen ihre Träger so wenig, dass eine erhöhte Gesundheitsgefährdung nicht zu erwarten ist. Daher ist für diese Gruppe von Atemschutzgeräten keine arbeitsmedizinische Vorsorge vorgesehen.
Die G-26-Untersuchung ist bei den Feuerwehren auch weitläufig als Tauglichkeitsuntersuchung für Atemschutzgeräte bekannt und wird in der Feuerwehr-Dienstvorschrift 7 (FwDV 7) geregelt.
Optional: Fahrrad-Ergometrie (Belastungs-EKG)
Erstuntersuchung: Vor Aufnahme einer Tätigkeit mit Verwendung von Atemschutzgeräten der Gruppen 1 – 3
Vorzeitige bzw. außerplanmäßige Nachuntersuchung:
Ab € 43,19 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer) für G 26.1 (Gruppe 1) ohne Röntgen-Thorax
Ab € 121,45 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer) für G 26.2 (Gruppe 2) ohne Röntgen-Thorax
Ab € 136,00 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer) für G 26.3 (Gruppe 3) ohne Röntgen-Thorax
Arbeitsmedizinische Regel 14.2: Einteilung von Atemschutzgeräten in Gruppen (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin):
Feuerwehr-Dienstvorschrift 7 (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe):
www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/FIS/DownloadsRechtundVorschriften/Volltext_Fw_Dv/FwDV 7-2005.pdf
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge G 26 „Atemschutzgeräte“ (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-26.pdf
In der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV, Anhang Teil 1) hat der Arbeitgeber bei Tätigkeiten mit Isocyanaten (zum Beispiel HDI, MDT, NDI, TDI) an Arbeitsplätzen, an denen der Arbeitsplatzgrenzwert nicht eingehalten wird oder regelmäßiger Hautkontakt nicht ausgeschlossen werden kann, regelmäßige arbeitsmedizinische Pflichtvorsorgen beim Betriebsarzt vorgesehen. Arbeitsmedizinische Angebotsvorsorgen sind anzubieten, wenn der Arbeitsplatzgrenzwert eingehalten wird oder während der Tätigkeit eine Kontaktmöglichkeit mit Isocyanaten oder isocyanathaltigen Gemischen nicht ausgeschlossen werden kann. Die von Isozyanaten ausgehende Gefahr besteht in einer reizenden Wirkung auf Schleimhäute sowie möglichen Sensibilisierung (Allergie-Auslösung), was auf verschiedenen Wegen erfolgen kann.
Inhaltlich orientiert man sich bei der Vorsorge am DGUV-Grundsatz G 27.
Herstellung von Isocyanaten, ihren Präpolymeren, insbesondere von Polyurethanen (PUR, PU) und deren Verarbeitung
Herstellung und Verarbeitung von isocyanat-haltigen Beschichtungsstoffen, Klebstoffen, Fugendichtmassen, Haftvermittlern, Bindern und ähnlichen Produkten
Herstellung von thermischen Isolierungen mit PUR-Systemen, z. B. in der Bau-, Elektro- und Automobilindustrie
In Gießereien bei der Verwendung von isocyanat-haltigen Bindersystemen (Formsand)
Arbeitsabläufe, bei denen es zur Thermolyse von polyurethanhaltigem Material (z.B. Isolierungen, Beschichtungen) kommen kann (z. B. Schweißen, Löten)
Optional: Body-Plethysmographie in Kombination mit weiteren Untersuchungen (extern beim Pulmologen)
Optional in Nachuntersuchungen: zusätzlich Isocyanat-Antikörper (Klassen IgE, IgG)
Anmerkung: Häufig sind beim Umgang mit Isozyanaten zusätzliche Untersuchungen erforderlich (z. B. gemäß DGUV-Grundsätzen G 24 – Feuchtarbeit und G 26.3 – Atemschutzgeräte).
Untersuchungsintervalle: erste Nachuntersuchung spätestens nach 6 Monaten, weitere Nachuntersuchungen gemäß AMR 2.1 nach 36 Monaten
Kosten: ab € 93,35 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Handlungsanleitung arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 27 „Isocyanate“ (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/I-504-27.pdf
TRGS 430 „Isocyanate – Gefährdungsbeurteilung und Schutzmaßnahmen“ (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin):
https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-430.pdf
G 29 – Benzolhomologe (Toluol, Xylol, Styrol)
Laut Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) hat der Arbeitgeber bei Tätigkeiten mit Benzol-Homologen (Styrol, Toluol und Xylol und deren Derivate) an Arbeitsplätzen, an denen der Arbeitsplatzgrenzwert nicht eingehalten wird oder direkter Hautkontakt besteht, regelmäßige arbeitsmedizinische Pflichtvorsorgen vorgesehen. Wird der Arbeitsplatzgrenzwert eingehalten, hat der Arbeitgeber den Beschäftigten eine arbeitsmedizinische Angebotsvorsorge zu ermöglichen, sofern eine Tätigkeit mit Styrol, Toluol bzw. Xylolen ausgeübt wird. Bei Exposition kann es akut zu Schleimhaut-Reizungen und rauschähnlichen Zuständen kommen, chronisch sind neurologische Schädigungen (z. B. Polyneuropathien) möglich.
Inhaltlich orientiert man sich bei dieser Vorsorge am DGUV-Grundsatz G 29. Eine Ermittlung der individuellen Belastung mittels Biomonitoring ist möglich.
Maler- und Lackier-Arbeiten, Parkett-Versiegelung
Korrosionsschutzarbeiten, u.a. in Autowerkstätten
Kleben von Arbeitsmaterialien
Kosten: ab € 54,94 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach G 29 „Benzolhomologe (Toluol, Xylole)“ (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-29.pdf
TRGS 900 „Arbeitsplatzgrenzwerte (AGW)“ (Bundesanstalt für Arbeitsmedizin und Arbeitsmedizin):
TRGS 903 „Biologische Grenzwerte (BGW)“ (Bundesanstalt für Arbeitsmedizin und Arbeitsmedizin):
https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/TRGS-903.html
G 30 – Hitze-Arbeiten
Der Arbeitgeber hat diese arbeitsmedizinische Pflichtvorsorge (vergleiche Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge, Anhang Teil 3) bei allen Angestellten an Hitzearbeitsplätzen vor Beginn der Tätigkeit und anschließend wiederkehrend in regelmäßigen Intervallen vom Betriebsarzt durchführen zu lassen. Formell handelt es sich um eine Eignungsuntersuchung für die dauernde oder auch gelegentliche Tätigkeit in besonders heißer Umgebung bzw. bei Tätigkeiten, bei denen die Beschäftigten Strahlungswärme ausgesetzt sind. Der betriebsarzt orientiert sich inhaltlich am DGUV-Grundsatz G 30.
Arbeiten in Hochöfen und Gießereien, Verarbeitung von schmelzflüssigen Metallen
Härten von Metallen (Härtereien)
Kosten: ab € 80,26 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge G 30 „Hitze“ (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-30.pdf
Arbeitsmedizinische Vorsorgen sind bei Tätigkeiten mit aromatischen Nitro- oder Aminoverbindungen verpflichtend vorgesehen (Pflichtvorsorge), wenn der Arbeitsplatzgrenzwert nicht eingehalten wird oder eine Gesundheitsgefährdung durch direkten Hautkontakt zu hautresorptiven aromatischen Nitro- oder Aminoverbindungen vorhanden ist. Arbeitsmedizinische Angebotsvorsorgen sind den Beschäftigten vom Arbeitgeber aktiv anzubieten, wenn eine Exposition gegenüber den genannten aromatischen Verbindungen besteht. Inhaltlich orientiert man sich am DGUV-Grundsatz G 33.
Einige aromatische Nitro- oder Aminoverbindungen sind als krebserregend eingestuft, wobei Rauchen ein wesentlicher Co-Faktor ist (Synkanzerogenese). Außerdem spielt die individuelle genetische Disposition eine große Rolle, da bestimmte Personen aufgrund der individuellen Enzym-Ausstattung der Leber einem höheren Risiko ausgesetzt sind.
Die Aufnahme der aromatischen Nitro-/Aminoverbindungen ist über die Atemwege und durch die Haut möglich.
Herstellen und Verarbeiten von Farbstoffen, Schädlingsbekämpfungs- und Unkrautvernichtungsmitteln Explosivstoffen
Arbeiten in der Gummi-Herstellung
Herstellen und Verarbeiten von synthetischen Farbstoffen (Leder-, Papier- und Pelzindustrie, Haarfärbemittel), Insektiziden, Arzneimitteln, Foto-Entwicklern
Kosten: ab € 79,45 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge G 33 „Aromatische Nitro- oder Aminoverbindungen“ (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-33.pdf
Die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV, Anhang Teil 4) sieht für Tätigkeiten in den Tropen und Subtropen sowie sonstigen Auslandsaufenthalten mit besonderen klimatischen Belastungen und Infektionsgefährdungen eine arbeitsmedizinische Pflichtvorsorge vor. Inhaltlich orientiert man sich am DGUV-Grundsatz G 35. In der Untersuchung geht es einerseits darum, erforderliche Schutz-Impfungen durchzuführen und andererseits darum, das Risiko für Mitarbeiter mit vorbestehenden Erkrankungen abzuschätzen, wenn sie sich dienstlich in einem Land mit unzureichender medizinischer Versorgung aufhalten.
Die Beschäftigten, die zur dieser arbeitsmedizinischen Vorsorge erscheinen, sollten sich möglichst mehrere Monate vor Beginn der Dienstreise bei ihrem Betriebsarzt vorstellen, da Impfungen zum Teil einigen zeitlichen Vorlauf benötigen, um ihre Wirksamkeit zu entwickeln. In jedem Fall soll zur Untersuchung ein amtlicher Lichtbildausweis, ggf. medizinische Vorbefunde, ein Medikamenten-Plan sowie vorhandene Impfausweise vorgelegt werden.
Bitte nennen Sie uns bei Anmeldung Ihr Reiseland sowie den Beginn Ihrer Dienstreise.
Anmerkung: Erwähnenswert ist, dass im Gegensatz zum nicht rechtsverbindlichen DGUV-Grundsatz G 35 nach Novellierung des staatlichen Rechtes (ArbMedVV) die Reise-Dauer aktuell nicht mehr als Auslöse-Kriterium für eine Pflichtvorsorge genannt wird und daher auch bei Kurzzeit-Reisen eine verpflichtende Vorsorge vorgesehen ist. Informativ für Arbeitgeber sind die in den Internet-Links nachfolgend genannten Entscheidungshilfen für Unternehmerinnen und Unternehmer der DGUV.
Durchführung von für das Reise-Land empfohlenen Impfungen
Optional: Ruhe-EKG
Optional: im Einzelfall weitere spezielle Untersuchungen
Optional (in der Nachuntersuchung nach Beendigung der Dienstreise): Stuhluntersuchung auf Parasiten
Untersuchungsintervalle: Erstuntersuchung ca. 3 Monate vor Beginn der Dienstreise, erste Nachuntersuchung nach spätestens 24 Monaten, danach alle 36 Monate gemäß AMR 2.1
Kosten: ab € 96,23 € (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Auswärtiges Amt, Länderinformationen:
CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf:
Handlungsanleitung für arbeitsmedizinische Untersuchungen nach dem DGUV-Grundsatz G 35 „Arbeitsaufenthalt im Ausland unter besonderen klimatischen oder gesundheitlichen Belastungen“ – eine Entscheidungshilfe für Unternehmerinnen und Unternehmer (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/240-350.pdf
Zahlreiche Beschäftigte sind in Deutschland an Bildschirmarbeitsplätzen tätig. Aufgrund der einseitigen Arbeit weisen zahlreiche Angestellte Beschwerden im Bereich der Schulter-Nacken- sowie Wirbelsäulenmuskulatur auf. Ab dem ca. 40. Bis 45. Lebensjahr kommen erschwerend normale altersbedingte Veränderungen der Augen zum Tragen, was diese Probleme verschärfen kann und sich zudem unter anderem in Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen äußern kann. Die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV, Anhang Teil 4) sieht vor, dass Arbeitgeber ihren Angestellten eine Angebotsvorsorge anbieten müssen. Inhaltlich orientiert sich diese am DGUV-Grundsatz G 37. Der Augenarzt ist übrigens – im Gegensatz zum Betriebsarzt – nicht in der Lage, die Vorsorge durchzuführen, da er einerseits nicht die formellen Voraussetzungen erfüllt und andererseits nicht über die konkreten Arbeitsplatzverhältnisse informiert ist.
Sehschärfe (Sehvermögen in der Ferne sowie im Bildschirm- und Leseabstand)
Beidäugiges Sehen (Phorie)
Räumliches Sehen (Stereo-Sehen)
Optional: Beratung zur geeigneten Sehhilfe (Notwendigkeit einer speziellen Bildschirmarbeitsplatz-Brille) und Ergonomie des Büroarbeitsplatzes
Anmerkung: Die Untersuchung ist nur sinnvoll durchführbar, wenn Sie Ihre mitgebrachte Sehhilfe (Brille(n) oder Kontaktlinsen) im Sehtest verwenden. Diese Vorsorge ersetzt keine augenärztliche Diagnostik, da sich der Schwerpunkt in der Einschätzung des Sehvermögens am Bildschirm-Arbeitsplatz befindet. Zudem ist es nicht vorgesehen, im Rahmen dieser betriebsärztlichen Untersuchung die erforderliche Stärke einer eventuellen Sehhilfe zu ermitteln). Sollte ein unklarer Befund wie ein unzureichendes Sehvermögen oder Farbseh-Störungen ermittelt werden, empfehlen wir eine Vorstellung bei Ihrem Augenarzt zu Lasten Ihrer Krankenkasse. Wichtig: Hierfür übernimmt Ihr Arbeitgeber in der Regel keine Kosten.
Bitte bringen Sie Ihren Brillen-Pass zur Untersuchung mit, sofern Sie über einen solchen verfügen.
Kosten: ab € 49,74 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
AMR 14.1 „Angemessene Untersuchung der Augen und des Sehvermögens“ (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin):
https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/AMR/pdf/AMR-14-1.pdf
DGUV-Grundsatz für arbeitsmedizinische Untersuchungen „Bildschirmarbeitsplätze“ G 37 (mit Kommentar): Bildschirmarbeit (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/bgi785.pdf
Fit im Job – Ausgleichsübungen (DGUV):
http://www.dguv.de/medien/inhalt/praevention/kampagnen/praev_kampagnen/dein_ruecken/ausgleichsuebungen.pdf
Arbeitsmedizinische Pflichtvorsorgen sind vorgesehen bei Tätigkeiten mit wiederholter Exposition gegenüber Nickel einschließlich Verbindungen, einem möglichen Hautkontakt oder Überschreitungen von Arbeitsplatzgrenzwerten. Angebotsvorsorge ist vom Unternehmer den Beschäftigten anzubieten, wenn eine sonstige Exposition gegenüber Nickel einschließlich Verbindungen besteht und der Arbeitsplatzgrenzwert eingehalten wird.
Die Aufnahme von Nickel und seinen Verbindungen erfolgt in erster Linie über die Atemwege in Form von Staub, Rauch, Aerosolen und oral über den Magen-Darm-Trakt. Eine krebserzeugende Wirkung auf die Schleimhäute von Nase, Nasennebenhöhlen (NNH) und Bronchien/Lungen ist bekannt, wird jedoch nahezu ausschließlich im Bereich der Nickel-Raffination beobachtet. Im Fall vom sehr giftigen Nickeltetracarbonyl kann es auch zu einer Aufnahme durch die Haut kommen. Bei Hautkontakt zu anderen Nickel-Verbindungen besteht hingegen die Gefahr der Sensibilisierung (Allergie-Bildung).
Inhaltlich orientiert sich der Betriebsarzt am DGUV-Grundsatz G 38.
Herstellen nickelhaltiger Akkumulatoren und Magnete
Metall-Bearbeitung, z. B. Schleifen von Nickel und Legierungen
Aufbereitung und Verarbeitung von Nickelerzen zu Nickel oder Nickelverbindungen
Rhinoskopie beim externen Facharzt für Hals-, Nasen, Ohrenerkrankungen (Achtung: separate Rechnungslegung für den Arbeitgeber)
Optional: Röntgen-Thorax
Optional: Vorstellung beim Hautarzt
Untersuchungsintervalle: 6 – 36 Monate gemäß AMR 2.1
Kosten: ab € 105,80 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 38 „Nickel oder seine Verbindungen“ (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-38.pdf
Merkblatt zur Berufskrankheit Nr. 4109 „Bösartige Neubildungen der Atemwege und der Lungen durch Nickel oder seine Verbindungen“ (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin):
https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Berufskrankheiten/pdf/Merkblatt-4109.pdf
Beschäftigte mit Expositionen gegenüber Schweißrauchen, bei denen die Arbeitsplatzgrenzwerte bestimmter Gefahrstoffe überschritten werden bzw. bei denen es sich um eine wiederholte Exposition gegenüber krebserzeugenden Schweißrauchen (Chrom-, Nickel-Rauche) handelt, sind vom Unternehmer gemäß Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV, Anhang Teil 1) einer Pflichtvorsorge durch den Betriebsarzt zuzuführen. Handelt es sich nicht um krebserzeugende Rauche und werden die Arbeitsplatzgrenzwerte eingehalten, ist der Unternehmer aufgefordert, seinen Beschäftigten eine Angebotsvorsorge zu ermöglichen. Inhaltlich orientiert sich diese Untersuchung am DGUV-Grundsatz G 39.
Für die Beschäftigten bestehen Gesundheitsgefahren durch die Staubbelastung durch Schweißrauche, Inhalation von Gasen (wie Kohlenmonoxid, Ozon) oder Metalloxiden. Zudem kann es zu einer Schädigung des Gehörs durch Lärm kommen (vor allem beim Plasma-Schneiden). Bedingt durch die UV-Strahlung, besteht ein Risiko für die Augen und die Haut. Nicht zu vergessen ist selbstverständlich, dass oft unter Verwendung von Schutzkleidung in räumlich beengten Verhältnissen und in Zwangshaltungen gearbeitet werden muss. Häufig sind die Beschäftigten zur Verwendung von Atemschutzgeräten angehalten.
Die Belastungen sind abhängig vom jeweiligen Schweiß-Verfahren.
Typische Tätigkeiten und Branchen:
Kunst-Schmiede
Industrielle Fertigung (Automobile, Schiffbau/Werften)
Kfz-Werkstätten, Karosserie-Bau
Optional: Impfung gegen Pneumokokken (Lungenentzündung)
Optional: Vorstellung beim externen Hautarzt
Optional: Vorstellung beim externen Augenarzt
Optional: Biomonitoring (je nach Exposition): Aluminium, Chrom, Nickel
Untersuchungsintervalle: alle 6 – 36 Monate (je nach Exposition)
Kosten: ab € 72,14 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 39 „Schweißrauche“ (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-39.pdf
Schadstoffe beim Schweißen und bei verwandten Verfahren (BGHM): https://www.bghm.de/fileadmin/user_upload/Arbeitsschuetzer/Gesetze_Vorschriften/Informationen/209_016.pdf
Die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV, Anhang Teil 1) verlangt in Verbindung mit § 14 der Gefahrstoff-Verordnung bei Exposition gegenüber bestimmten Arbeitsstoffen die Durchführung einer Pflicht- oder Angebotsvorsorge beim Betriebsarzt oder Arbeitsmediziner. Zweck dieser Vorsorge ist die Verhinderung bzw. Früherkennung von arbeitsbedingten Schädigungen der Beschäftigten durch gefährliche Arbeitsstoffe. Bei der Auswahl der Vorsorge wird unter anderem das Einhalten eines Arbeitsplatzgrenzwertes berücksichtigt sowie mögliche krebserzeugende Eigenschaften der Gefahrstoffe. Außerdem findet die Möglichkeit zur Aufnahme durch die Haut (Hautresorption) Berücksichtigung. Inhaltlich orientiert sich der Betriebsarzt am DGUV-Grundsatz G 40. Da die Gruppe der Gefahrstoffe sehr groß ist und demzufolge zahlreiche stoffspezifische Eigenschaften/Gefährdungen vorhanden sind, muss der Betriebsarzt den Untersuchungsumfang konkret anhand des jeweiligen Gefahrstoffs festlegen. Wichtig ist für den Unternehmer, dass er aus seinem Unternehmen ausscheidende Mitarbeiter dem Unfallversicherungsträger meldet, was bei der Zentralen Expositions-Datenbank (ZED) der DGUV möglich ist (siehe unten nachfolgenden Internet-Link). Bei stattgehabtem Umgang mit krebserzeugenden Arbeitsstoffen ist zudem eine regelmäßige nachgehende Vorsorge als Angebotsvorsorge möglich, für die der Unfallversicherungsträger in der Regel die Kosten übernimmt.
Herstellung und Verarbeitung von Epoxidharzen
Chemische Industrie, Chemiker
Optional: weitere spezielle medizinische Untersuchungen
Untersuchungsintervalle: 6 – 36 Monate gemäß AMR 2.1 (je nach Eigenschaften des Gefahrstoffs)
Kosten: ab € 82,13 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 40 „Krebserzeugende und erbgutverändernde Stoffe allgemein, hier: Beryllium” (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-40c.pdf
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorgenach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 40 „Krebserzeugende und erbgutverändernde Stoffe allgemein, hier: 1-Chlor-2,3-epoxypropan (Epichlorhydrin)“, (DGUV)
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-40e.pdf
Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen (Gefahrstoffverordnung – GefStoffV):
https://www.gesetze-im-internet.de/gefstoffv_2010/GefStoffV.pdf
Zentrale Expositionsdatenbank (ZED) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV):
Der Unternehmer ist gemäß Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und § 7 der Unfallverhütungsvorschrift des jeweiligen Unfallversicherungsträgers (UVV, siehe hierzu exemplarisch in den unten nachfolgend aufgeführten Links die Muster-DGUV-Vorschrift 1) angehalten, eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. Er darf Beschäftigte nicht mit Tätigkeiten beauftragen, wenn erkennbar ist, dass diese nicht in der Lage sind, eine Arbeit ohne Gefahr für sich oder andere auszuführen. Bei Tätigkeiten mit Absturzgefahr (Höhenarbeit) kommt juristisch folgender Sachverhalt zum Tragen: Eine direkte gesetzliche Verpflichtung zur Durchführung einer Vorsorge mit konkreter Benennung der Höhenarbeit existiert zwar nicht, jedoch kann diese indirekt aus dem Arbeitsschutzgesetz und den Unfallverhütungsvorschriften abgeleitet werden. Insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen und neurologische/psychische Erkrankungen können ein Risiko darstellen. Daher kommt es häufig vor, dass auf Baustellen bei der Vergabe von Aufträgen von den Subunternehmern der Nachweis einer gültigen arbeitsmedizinischen Eignung nach DGUV-Grundsatz G 41 gefordert wird.
Arbeiten an Windkraftanlagen, Brücken, Masten, Türmen, Freilandleitungen, Fahrleitungen, Antennenanlagen, Schornsteine
Höhenrettung (Feuerwehr)
Baumpflege-Arbeiten im Garten- und Landschaftsbau bzw. in Forstbetrieben
Optional: Schilddrüsen-Parameter, CDT-Test, sonstiges Alkohol-/Drogen-Screening
Sehtest (Sehvermögen in der Nähe und Ferne, Stereosehen, Farb-Sehen)
Perimetrie (Gesichtsfeld)
Optional: Fahrrad-Ergometrie (Belastungs-EKG) bei besonders beanspruchenden Tätigkeiten
Optional: weitere fachärztliche Diagnostik (Kardiologe, Neurologe, Psychiater)
Kosten: ab € 114,25 (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Untersuchungsintervalle: im ärztlichen Ermessen bis zum 25. Lebensjahr nach 36 Monaten, über 25. bis 50. Lebensjahr nach 24 Monaten, ab dem 50. Lebensjahr nach 12 Monaten
DGUV-Unfallverhütungsvorschrift 1: Grundsätze der Prävention (BGW):
https://www.bgw-online.de/SharedDocs/Downloads/DE/Medientypen/DGUV_vorschrift-regel/DGUV-Vorschrift1_Grundsätze der Prävention-bf_Download.pdf
Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit (Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG):
https://www.gesetze-im-internet.de/arbschg/ArbSchG.pdf
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 41 „Arbeiten mit Absturzgefahr“ (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-41.pdf
Muster-DGUV-Unfallverhütungsvorschrift 1: Grundsätze der Prävention (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/1.pdf
Gemäß Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV, Anhang Teil 1) in Verbindung mit der Biostoff-Verordnung (BioStoffV) ist bei bestimmten Tätigkeiten unter bestimmten Voraussetzungen eine Pflicht- oder Angebotsvorsorge erforderlich. Bei der Vorsorge orientiert sich der Betriebsmediziner inhaltlich am DGUV-Grundsatz G 42. Ziel ist es, die Beschäftigten vor ansteckenden Erkrankungen zu schützen.
Im Rahmen der Vorsorge erhält der Beschäftigte vom Betriebsarzt ein Impfangebot, sofern bezüglich einer impf-präventablen Erkrankung kein Immunschutz anzunehmen ist und eine berufliche Gefährdung vorhanden ist (berufliche Indikation). Die Kosten für die Impfstoffe einschließlich Impf-Durchführung sind durch den Unternehmer zu tragen. Bestimmte Impfstoffkosten für laut Ständiger Impfkommission des Robert-Koch-Instituts zu Berlin (STIKO) erforderliche Standard-Impfungen können wir Ihnen unter Umständen für den Arbeitgeber kostenfrei zur Verfügung stellen. Bitte sprechen Sie uns hierauf an.
Beschäftigte in Einrichtungen zur medizinischen Untersuchung, Behandlung und Pflege von Menschen (z. B. Arztpraxen und Zahnarzt-Praxen)
Notfall- und Rettungsdienst-Mitarbeiter (Notärzte, Notfallsanitäter)
Beschäftigte in Einrichtungen zur vorschulischen Betreuung von Kindern (z. B. in Kindergärten, Hort-Betreuer)
Kontaktmöglichkeit zu infizierten Proben oder Verdachtsproben der Risikogruppe 4 oder erkrankten oder krankheitsverdächtigen Personen oder Tieren einschließlich deren Transport
Tätigkeiten, bei denen es regelmäßig und in größerem Umfang zu Kontakt mit Körperflüssigkeiten, Körperausscheidungen oder Körpergewebe kommen kann (insbesondere hinsichtlich Hepatitis B und Hepatitis C)
Optional (je nach Vorsorgeanlass): spezielle Antikörper-Spiegel (z. B. Anti-HAV, Anti-HBc, Anti-HBs, Anti-HCV, HIV-Serologie, Antikörper gegen Masern, Mumps, Keuchhusten (Pertussis), Röteln, Windpocken (VZV))
Optional: Röntgen-Thorax-Aufnahme (kann als externe Untersuchung im Einzelfall unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes in äußerst seltenen Einzelfällen erforderlich werden)
Kosten: ab € 67,00 zzgl. Laborkosten (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Untersuchungsintervalle: 12 – 36 Monate und bei Beendigung der Tätigkeit gemäß AMR 2.1
Anmerkungen: Bitte bringen Sie zu Ihrem Vorsorge-Termin mit Untersuchung nach G 42 unbedingt amtliche Ausweispapiere, alle vorhandenen Impfausweise sowie die Ergebnisse vorangegangener Antikörper-Spiegel-Bestimmungen mit (auch diejenigen aus Ihrer Kindheit).
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 42 „Tätigkeiten mit Infektionsgefährdung“ (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-42.pdf
TRBA 250 Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin):
https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRBA/TRBA-250.html
Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten mit Biologischen Arbeitsstoffen (Biostoffverordnung – BioStoffV):
https://www.gesetze-im-internet.de/biostoffv_2013/BioStoffV.pdf
Muskuläre und skelettale Erkrankungen haben seit Jahren eine große Bedeutung hinsichtlich akuter und chronischer Beschwerden. Aufgrund der daraus resultierenden Arbeitsunfähigkeits-Tage kommt diesen Erkrankungen insgesamt eine große volkswirtschaftliche Bedeutung zu. Ursächlich beteiligt ist nicht nur ein zu großes Maß an Belastung während der beruflichen Tätigkeit, sondern auch ein Mangel an körperlicher Ertüchtigung und Bewegung im privaten Alltag. Dosiertes körperliches Training bewahrt den menschlichen Körper vor vermehrten Gelenkbeanspruchungen und trägt dazu bei, körperlich größeren Anstrengungen gewachsen zu sein. Sport schützt den Körper auch bei der Verwendung schwingender Maschinen, indem die Vibrationen durch den verstärkten Muskelzug nicht ungebremst von der Maschine auf die Gelenkflächen übertragen werden (wie es zum Beispiel bei Presslufthämmern, Rüttelplatten oder Bohrmaschinen der Fall ist). Erwähnenswert ist es zudem, dass es durch Vibrationen bereits nach recht kurzer Expositionsdauer zu neurovaskulären Erkrankungen kommen kann („Weißfingerkrankheit“). Die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV, Anhang Teil 3) sieht insbesondere bei Ganz- oder Teilkörper-Vibrationen bei Erreichen bestimmter Grenzwerte daher entweder eine Angebots- oder Pflichtvorsorge vor. Der Betriebsarzt orientiert sich mangels gesetzlich vorgeschriebener Untersuchungsinhalte am DGUV-Grundsatz G 46.
Es gibt Tätigkeiten, welche für die Beschäftigten in besonderem Maße durch Fehl- oder Überbelastungen des Muskel- und Skelettsystems gefährdend sind. Bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung durch den Arbeitgeber im Rahmen des Arbeitsschutzgesetzes hat sich die in den nachfolgenden Internet-Links aufgeführte Leitmerkmal-Methode als praktisch äußerst hilfreiches Werkzeug etabliert.
Arbeiten mit sich ständig wiederholenden (repetitiven) Bewegungsabläufen in hohen Handhabungsfrequenzen, z. B. bei industrieller Fließband-Arbeit
Baustellen-Fahrtätigkeiten (Bagger, Walze)
Bau- und Montage-Tätigkeiten mit werkzeugbedingter Einwirkung von Hand-, Arm- und Ganzkörpervibrationen (zum Beispiel durch Bohrmaschine, Presslufthammer, Rüttelplatte)
Manuelle Lastenhandhabung mit erhöhtem Krafteinsatz (Ziehen, Schieben, Heben, Tragen, Halten von Werkstoffen)
Testfahrer im Offroad-Bereich
Optional: Röntgen-Untersuchung (kann als externe Untersuchung im Einzelfall unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes erforderlich werden)
Optional: Blutentnahme
Optional: orthopädische und/oder neurologische Untersuchung
Kosten: ab € 55,20 € (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Untersuchungsintervalle: 12 bis 36 Monate gemäß AMR 2.1
Arbeitsmedizinische Vorsorge bei Vibrationsbelastungen nach ArbMedVV, TRLV Vibrationen und dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 46 (DGUV):
http://www.dguv.de/medien/fb-holzundmetall/sachgebiete/einwirk_medien/dokumente/vdi_humanschw_tagung.pdf
Gefährdungsbeurteilung mit Leitmerkmalmethode (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin):
Handlungsanleitung für die arbeitsmedizinische Vorsorge nach dem Berufsgenossenschaftlichen Grundsatz G 46 „Belastungen des Muskel- und Skelettsystems einschließlich Vibrationen“ (DGUV):
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/i-504-46.pdf
Verordnung zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch Lärm und Vibrationen (Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung – LärmVibrationsArbSchV):
Bei der arbeitsmedizinischen Vorsorge nach DGUV-Grundsatz G 88 handelt es sich um eine heutzutage äußerst selten nachgefragte Untersuchung. Die Inhalte wurden von der ehemaligen Tiefbau-BG festgelegt. Sie regelte als arbeitsmedizinische Vorsorge G 88 (Deponien) die arbeitsmedizinische Vorsorge bei Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen. Ebenfalls nur noch von historischer Bedeutung ist die Vorsorge G 88 (Holz) der ehemaligen Holz-BG für Arbeitnehmer mit Kontakt zu Klebern, Lösungsmitteln und öligen Holzschutzmitteln. Diese berufsgenossenschaftlichen Vorsorgen sind im wesentlichen nach der Novellierung des staatlichen Gesundheitsschutzes durch die im Anhang Teil 1 der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) genannten Untersuchungsanlässe abgelöst worden.
Optional: Audiometrie (Hörtest)
Optional: Sehtest
Optional: EKG
Optional: Allergie-Testung der Haut
Optional: Biomonitoring (je nach Schadstoff)
Dauer: 30 – 60 Minuten je nach Aufwand
Kosten: ab € 107,72, je nach Untersuchungsaufwand (ggf. zzgl. 19% Mehrwertsteuer)
Untersuchungsintervalle: 12 – 36 Monate gemäß AMR 2.1 sowie als Abschlussuntersuchung am Ende der Tätigkeit
AMR 6.2 „Biomonitoring“ (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin):
https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/AMR/pdf/AMR-6-2.pdf
Die Preis-Angaben verstehen sich als unverbindliche Anhalts-Werte für die durch uns durchgeführte Diagnostik ohne die je nach Vorsorge sehr variierenden externen Laborkosten. Die Kostenberechnung richtet sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).
Untersuchungsinhalte, die durch andere, externe Stellen (Arztpraxen) durchgeführt werden, werden von diesen separat in Rechnung gestellt.
Bei umsatzsteuerpflichtigen Leistungen muss von uns zusätzlich die Umsatzsteuer erhoben und an das Finanzamt weitergeleitet werden.
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