Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20100824_OGH0002_0020OB00210_09K0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2019-10-21 23:14:01
Document Index: 304594885

Matched Legal Cases: ['OGH', '§405', '§ 1295', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§9', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 9', '§ 3', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§21', '§23', '§ 23', '§ 21', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§1', '§9', '§148', '§ 267', 'OGH', '§ 35', 'OGH', 'Art 40', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 11', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§106', '§ 23', '§ 23', '§ 106', 'OGH', 'OGH', '§9', '§ 9', '§ 9', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 2Ob210/09k - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 2Ob52/66 2Ob369/67 2Ob1...
RS0038123
2Ob52/66; 2Ob369/67; 2Ob199/70; 2Ob61/71; 2Ob111/71; 2Ob162/72; 2Ob124/75; 2Ob257/75; 8Ob66/78; 8Ob82/78; 2Ob7/81; 2Ob188/82; 8Ob17/83; 8Ob125/83; 8Ob104/83; 2Ob18/87; 1Ob49/95 (1Ob54/95); 2Ob57/98s; 2Ob248/04s; 2Ob210/09k; 2Ob80/10v; 2Ob89/11v; 2Ob252/12s
ZPO §405 DII
Die beschränkte Haftung nach dem EKHG ist gegenüber der unbeschränkten Haftung nach §§ 1295 ff ABGB kein aliud, sondern ein minus.
2 Ob 52/66
Entscheidungstext OGH 03.03.1966 2 Ob 52/66
Veröff: ZVR 1966/283 S 276
2 Ob 369/67
Entscheidungstext OGH 14.12.1967 2 Ob 369/67
2 Ob 199/70
Entscheidungstext OGH 25.06.1970 2 Ob 199/70
2 Ob 111/71
Entscheidungstext OGH 09.12.1971 2 Ob 111/71
Veröff: ZVR 1974/81 S 133
Veröff: ZVR 1976/323 S 344
8 Ob 82/78
Entscheidungstext OGH 28.06.1978 8 Ob 82/78
Veröff: ZVR 1979/37 S 49
2 Ob 7/81
Entscheidungstext OGH 07.04.1981 2 Ob 7/81
Veröff: ZVR 1982/231 S 217
2 Ob 188/82
Entscheidungstext OGH 12.10.1982 2 Ob 188/82
Entscheidungstext OGH 21.04.1983 8 Ob 17/83
8 Ob 125/83
Entscheidungstext OGH 09.06.1983 8 Ob 125/83
Veröff: ZVR 1984/238 S 239
Auch; Veröff: ZVR 1985/32 S 53
2 Ob 18/87
Entscheidungstext OGH 07.04.1987 2 Ob 18/87
Veröff: ZVR 1988/63 S 139
2 Ob 248/04s
Entscheidungstext OGH 04.11.2004 2 Ob 248/04s
Beisatz: Eine auf behauptetes Verschulden gestützte Klage schließt die Haftung aus Gefährdung mit ein. (T1)
2 Ob 89/11v
Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 89/11v
Beis wie T1; Beisatz: Dieser Grundsatz gilt auch im Rechtsmittelverfahren, weshalb das Berufungsgericht befugt war, die rechtliche Beurteilung des Erstgerichts auch unter dem Gesichtspunkt der Gefährdungshaftung zu überprüfen. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0038123
JJR_19660303_OGH0002_0020OB00052_6600000_001
Rechtssatz für 2Ob371/70 1Ob246/72 2Ob...
RS0058979
2Ob371/70; 1Ob246/72; 2Ob162/72; 2Ob109/74; 2Ob142/74; 8Ob227/76 (8Ob228/76); 8Ob66/78; 8Ob28/78; 2Ob178/80; 2Ob254/80; 2Ob53/83; 2Ob36/87; 2Ob47/87; 2Ob4/88 (2Ob5/88); 2Ob66/88; 2Ob27/88; 2Ob47/89; 2Ob75/90; 2Ob41/92; 2Ob98/95; 2Ob86/98f; 2Ob6/98s; 2Ob253/03z; 2Ob260/04f; 2Ob262/06b; 2Ob215/06s; 2Ob210/09k; 2Ob177/14i; 2Ob3/17f; 2Ob116/17y; 2Ob205/18p
EKHG §9 Abs2 E
Zweifel darüber, ob der Unfall durch ein unabwendbares Ereignis verursacht wurde, gehen zu Lasten des Halters.
Veröff: ZVR 1971/179 S 243
Veröff: ZVR 1975/118 S 182
2 Ob 142/74
Entscheidungstext OGH 03.10.1974 2 Ob 142/74
Veröff: ZVR 1975/224 S 310
Veröff: ZVR 1981/195 S 250
Vgl auch; Beisatz: Bei der Erbringung des Entlassungsbeweises hat der Halter zu beweisen, dass ein unabwendbares Ereignis vorliegt. Hier: Sessellift (T1)
Veröff: ZVR 1988/100 S 223
Beis wie T1 nur: Bei der Erbringung des Entlassungsbeweises hat der Halter zu beweisen, dass ein unabwendbares Ereignis vorliegt. (T2)
2 Ob 47/89
Entscheidungstext OGH 20.06.1989 2 Ob 47/89
2 Ob 75/90
Entscheidungstext OGH 24.10.1990 2 Ob 75/90
2 Ob 41/92
Entscheidungstext OGH 09.09.1992 2 Ob 41/92
Veröff: ZVR 1993/111 S 238
Vgl auch; Beisatz: Haftet der Belangte nach den Vorschriften des EKHG, so kann er sich ua davon befreien, wenn er beweist, dass ein unabwendbares Ereignis (§ 9 EKHG) vorliegt. (T3)
Beisatz: Auch für das Vorliegen der in § 3 EKHG genannten Ausschlusstatbestände trifft die Beweislast Betriebsunternehmer oder Halter. (T4)
Vgl auch; Beisatz: Den Nachweis der fehlenden Kausalität oder der Einhaltung jeder gebotenen Sorgfalt muss hiebei der Haftpflichtschuldner erbringen, wobei Zweifel zu seinen Lasten gehen. (T5)
Auch; Beisatz: Der Haftpflichtschuldner hat den Nachweis der fehlenden Kausalität zu erbringen. (T6)
Auch; Beisatz: Bei mehreren möglichen Versionen des Unfallsgeschehens ist im Zweifel wegen der den Halter treffenden Beweislast von der für den Geschädigten günstigsten bzw für den Fahrzeughalter ungünstigsten Voraussetzung auszugehen. (T7)
Beisatz: Hier: U6-Wien. (T8)
2 Ob 205/18p
Entscheidungstext OGH 29.11.2018 2 Ob 205/18p
ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0058979
JJR_19701217_OGH0002_0020OB00371_7000000_001
Rechtssatz für 1Ob246/72 2Ob122/75 8Ob...
RS0022541
1Ob246/72; 2Ob122/75; 8Ob171/79; 8Ob287/79; 2Ob125/80; 2Ob4/88 (2Ob5/88); 2Ob25/94; 2Ob215/06s; 2Ob232/09w; 2Ob210/09k
Auch bei Ansprüchen, die sich aus dem EKHG ableiten, muss zwischen dem diesem Gesetz widersprechenden Verhalten und den eingetretenen Unfallsfolgen ein Kausalzusammenhang bestehen. Hätte sich also der Unfall selbst dann ereignet, wenn der in Anspruch Genommene die erforderliche Sorgfaltspflicht angewendet hätte, muss die Nichtbeachtung der Sorgfaltspflicht außer Betracht bleiben.
Beisatz: Der unaufgeklärte Umstand, dass der Autolenker trotz einer Geschwindigkeitsbeschränkung von fünfundzwanzig Kilometer pro Stunde möglicherweise mit einer Geschwindigkeit von siebenundzwanzig Kilometer pro Stunde gefahren ist, geht zu seinen Lasten. (T1) Veröff: ZVR 1981/146 S 204
2 Ob 25/94
Entscheidungstext OGH 28.04.1994 2 Ob 25/94
2 Ob 232/09w
Entscheidungstext OGH 28.01.2010 2 Ob 232/09w
Auch; Beisatz: Hier: Frage der Beleuchtung eines bei Tageslicht abgeschleppten Mofas irrelevant, weil die Klägerin das Mofa ohnehin wahrgenommen hatte. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0022541
JJR_19721122_OGH0002_0010OB00246_7200000_001
Rechtssatz für 2Ob59/89 (2Ob60/89) 2Ob2...
RS0054514
2Ob59/89 (2Ob60/89); 2Ob210/09k
dStVO §21a
dStVO §23
Die Fürsorgepflicht des Fahrers nach § 23 Abs 1 zweiter Satz dStVO tritt im allgemeinen hinter der Verpflichtung des Beifahrers zum Selbstschutz zurück, da dieser selbst Normadressat des § 21a dStVO ist.
2 Ob 59/89
Entscheidungstext OGH 14.11.1989 2 Ob 59/89
Veröff: ZVR 1991/161 S 381
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0054514
JJR_19891114_OGH0002_0020OB00059_8900000_001
Rechtssatz für 2Ob46/90 2Ob2341/96w 2O...
RS0058448
2Ob46/90; 2Ob2341/96w; 2Ob215/07t; 2Ob238/07z; 2Ob142/09k; 2Ob210/09k; 2Ob80/10v; 2Ob241/10w; 2Ob181/11y; 2Ob170/12g; 2Ob117/16v; 1Ob135/18m
Das entscheidende Kriterium für die Annahme einer außergewöhnlichen Betriebsgefahr liegt darin, dass das Kraftfahrzeug in einer Weise verwendet wird, dass dadurch eine Gefahrenlage eintritt, die mit dem normalen und ordnungsgemäßen Betrieb nicht verbunden ist.
Vgl auch; Beisatz: Hier: Ein ins Schleudern geratenes Fahrzeug. (T1)
Veröff: SZ 71/165
Auch; Beisatz: Außergewöhnliche Betriebsgefahr liegt vor, wenn Gefahren, die regelmäßig und notwendig mit dem Betrieb an sich verbunden sind, durch das Hinzutreten besonderer, nicht schon im normalen Betrieb gegebener Umstände vergrößert werden. (T2)
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Loslösen eines LKW-Rads während der Fahrt und das anschließende Rollen auf die Gegenfahrbahn. (T3)
Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Gerät ein Kraftfahrzeug ins Schleudern, sodass es von seinem Lenker nicht mehr voll beherrscht werden kann, so wird die von ihm ausgehende Gefahr in der Regel als außergewöhnliche Betriebsgefahr qualifiziert. (T4)
Vgl Beis wie T4
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0058448
JJR_19900425_OGH0002_0020OB00046_9000000_001
Rechtssatz für 2Ob86/98f 1Ob183/98p 2O...
RS0109832
2Ob86/98f; 1Ob183/98p; 2Ob156/99a; 2Ob142/03a; 4Ob130/04b; 2Ob215/06s; 2Ob21/07p; 2Ob3/09v; 10Ob21/08y; 9ObA149/08i; 4Ob217/09d; 7Ob232/09g; 6Ob198/10a; 2Ob210/09k; 2Ob166/10s; 9ObA6/11i; 2Ob168/12p; 10Ob13/13d; 2Ob237/12k; 3Ob126/13w; 3Ob125/13y; 4Ob190/13i; 3Ob118/14w; 4Ob132/14m; 4Ob133/14h; 7Ob139/15i; 6Ob20/16h; 4Ob47/16i; 1Ob69/16b; 3Ob256/16t; 1Ob14/17s; 2Ob176/16w; 4Ob115/17s; 9ObA103/17p; 5Ob62/18f; 7Ob186/17d; 9ObA34/19v
EKHG §1 IIIA: EKHG §9 E
LFG §148 Abs1
Mangels gesetzlicher Spezialregeln über die Beweislast im materiellen Recht muss jede Partei die für ihren Rechtsstandpunkt günstigen Normen behaupten und beweisen. In den Fällen der Haftung ohne eigenes Verschulden des Ersatzpflichtigen muss der Geschädigte neben Schaden und Verursachung die weiteren Voraussetzungen beweisen, an die das Gesetz die Haftung knüpft; bei Ansprüchen nach dem EKHG muss der Geschädigte nachweisen, dass die Schädigung beim Betrieb des Fahrzeuges erfolgte. Dem Beklagten obliegt es dagegen, die für ihn günstigen Tatsachen, die zu einem Entfall oder einer Einschränkung der Haftpflicht führen, zu beweisen. Das entspricht den anerkannten Behauptungsregeln und Beweislastregeln, dass die Regel vom Anspruchswerber, die Ausnahme aber vom Anspruchsgegner zu behaupten und zu beweisen ist.
nur: Jede Partei muss die für ihren Rechtsstandpunkt günstigen Normen behaupten und beweisen. (T1)
Beisatz: Traf den Beklagten insoweit die alleinige Behauptungs- und Beweislast und erstattete gerade der Kläger als Prozessgegner dazu ein in sich schlüssiges und nachvollziehbares Tatsachenvorbringen, so liegt in dessen fehlender Bestreitung durch den Beklagten ein eines weiteren Beweises nicht bedürftiges schlüssiges Zugeständnis iSd § 267 Abs 1 ZPO. (T2)
nur: Mangels gesetzlicher Spezialregeln über die Beweislast im materiellen Recht muss jede Partei die für ihren Rechtsstandpunkt günstigen Normen behaupten und beweisen. In den Fällen der Haftung ohne eigenes Verschulden des Ersatzpflichtigen muss der Geschädigte neben Schaden und Verursachung die weiteren Voraussetzungen beweisen, an die das Gesetz die Haftung knüpft; bei Ansprüchen nach dem EKHG muss der Geschädigte nachweisen, dass die Schädigung beim Betrieb des Fahrzeuges erfolgte. (T3)
nur T1; nur: In den Fällen der Haftung ohne eigenes Verschulden des Ersatzpflichtigen muss der Geschädigte neben Schaden und Verursachung die weiteren Voraussetzungen beweisen, an die das Gesetz die Haftung knüpft; bei Ansprüchen nach dem EKHG muss der Geschädigte nachweisen, dass die Schädigung beim Betrieb des Fahrzeuges erfolgte. (T4)
4 Ob 130/04b
Entscheidungstext OGH 06.07.2004 4 Ob 130/04b
Auch; Beisatz: Erst wenn dem Geschädigten der ihm obliegende Beweis gelungen ist und feststeht, dass das EKHG als Haftungsgrundlage herangezogen wird, ist danach zu fragen, ob der Haftpflichtige jene Tatsachen, die zu einem Entfall oder einer Einschränkung seiner Haftpflicht führen, bewiesen hat. (T5)
Vgl; nur: Es entspricht den anerkannten Behauptungsregeln und Beweislastregeln, dass die Regel vom Anspruchswerber, die Ausnahme aber vom Anspruchsgegner zu behaupten und zu beweisen ist. (T6)
Auch; nur T1; Veröff: SZ 2009/66
Auch; nur T1; Beisatz: Die für die Anwendung einer bestimmten Rechtsnorm erforderlichen Tatsachen müssen in einem Verfahren, in dem kein Untersuchungsgrundsatz gilt, durch Parteienbehauptungen in den Prozess eingeführt werden. Es trägt daher derjenige, der einen Anspruch behauptet, für alle anspruchsbegründenden (rechtserzeugenden) Tatsachen die Behauptungslast und Beweislast. Umgekehrt hat derjenige, der den Anspruch bestreitet, die anspruchshindernden, anspruchsvernichtenden und anspruchshemmenden Tatsachen zu behaupten und zu beweisen. (T7)
Beisatz: Hier: Zur Frage der Beweislastverteilung bei der Haftungsbefreiung des Geschäftsführers durch eine Entlastungserklärung der Gesellschaft im Sinne des § 35 Abs 1 Z 1 GmbHG. (T8)
Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Beweislast für Grundlagen der Leistungsfestsetzung nach Möglichkeit und Billigkeit. (T9)
Auch; Beisatz: Hier: Nachweis eines aus einer Bankgarantie Begünstigten, dass die Nichterfüllung der Garantiebedingung nicht seiner Sphäre zuzurechnen ist. (T10)
nur: Dem Beklagten obliegt es, die für ihn günstigen Tatsachen, die zu einem Entfall oder einer Einschränkung der Haftpflicht führen, zu beweisen. (T11)
Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Schädigung beim Betrieb des Luftfahrzeugs. (T12)
Auch; nur T1; Beis wie T7 nur: Derjenige, der den Anspruch bestreitet, hat die anspruchshindernden, anspruchsvernichtenden und anspruchshemmenden Tatsachen zu behaupten und zu beweisen. (T13)
2 Ob 168/12p
Entscheidungstext OGH 20.09.2012 2 Ob 168/12p
Auch; nur T1; Beisatz: Die Behauptungs‑ und Beweislast dafür, dass der ordre public verletzt wurde und dass sich daraus ein Anerkennungshindernis ergibt, trifft auch im Anwendungsbereich der EuInsVO denjenigen, der sich der Anerkennung widersetzt. (T14)
Auch; nur T1; Beisatz: Die Behauptungs‑ und Beweislast dafür, dass der ordre public verletzt wurde und dass sich daraus ein Anerkennungshindernis ergibt, trifft auch im Anwendungsbereich der EuInsVO denjenigen, der sich der Anerkennung widersetzt. Im gegenständlichen Oppositionsstreit traf die Behauptungs‑ und Beweislast dafür, dass dem englischen Insolvenzverfahren eine die Anerkennung hindernde Gehörverletzung anhaftete, die beklagte Partei. Diesen Nachweis hat die beklagte Partei hier auf Tatsachenebene nicht erbracht. Es steht gerade nicht fest, dass ihr die Verständigung nach Art 40 EuInsVO nicht zugegangen ist. (T15)
Auch; nur T1; nur T11
3 Ob 118/14w
Entscheidungstext OGH 21.08.2014 3 Ob 118/14w
Auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Preisminderung bei Pauschalreise. (T16)
Auch; Beisatz: Verstoß gegen vertraglich überbundene Handlungsanweisungen eines Kreditkartenunternehmens. (T17)
Beis wie T12; Beis wie T13; Beis wie T7
Vgl; Beisatz: Dass denjenigen, der die (absolute) Nichtigkeit eines Gesellschafterbeschlusses behauptet, dafür die Beweislast trifft, entspricht dem allgemeinen Grundsatz, wonach derjenige, der eine bestimmte Rechtsfolge behauptet, für das Vorliegen der diese begründenden Tatsachen beweispflichtig ist. (T18)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Beweislast für eine Ausnahme bei grundsätzlich gegebener Prospektpflicht. (T19)
2 Ob 176/16w
Entscheidungstext OGH 16.05.2017 2 Ob 176/16w
9 ObA 34/19v
Entscheidungstext OGH 15.05.2019 9 ObA 34/19v
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109832
JJR_19980402_OGH0002_0020OB00086_98F0000_001
Rechtssatz für 2Ob2341/96w 2Ob245/05a...
RS0110986
2Ob2341/96w; 2Ob245/05a; 2Ob210/09k; 2Ob232/10x; 2Ob80/10v; 2Ob6/12i; 2Ob4/13x; 2Ob15/17w; 2Ob117/16v
Beim Schadensausgleich nach § 11 EKHG bleibt die außergewöhnliche Betriebsgefahr des Fahrzeuges des Geschädigten demjenigen Unfallbeteiligten gegenüber außer Betracht, der sie durch ein - auch schuldlos - verkehrswidriges Verhalten verursacht hat.
2 Ob 245/05a
Entscheidungstext OGH 03.11.2005 2 Ob 245/05a
2 Ob 232/10x
Entscheidungstext OGH 27.01.2011 2 Ob 232/10x
Vgl; Beisatz: Es ist nicht sachgerecht, den Geschädigten für eine richtige Reaktion, die mit hoher Wahrscheinlichkeit die Kollision und somit größere Schäden verhindert hat, gegenüber einem (zumindest objektiv falschen) reaktionslosen Alternativverhalten des Schädigers mit Klagsabweisung geradezu noch zu „bestrafen“. (T1)
2 Ob 15/17w
Entscheidungstext OGH 27.04.2017 2 Ob 15/17w
Beisatz: Dies gilt aber auch im umgekehrten Fall, also dann, wenn die außergewöhnliche Betriebsgefahr des Schädigers durch ein – auch schuldlos – verkehrswidriges Verhalten des unfallbeteiligten Geschädigten verursacht wurde. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110986
JJR_19981015_OGH0002_0020OB02341_96W0000_001
Rechtssatz für 2Ob210/09k
RS0126276
KFG §106 Abs1 Satz2
Aus der Vorschrift des § 23 dStVO wird abgeleitet, dass der Lenker nur solche Personen mitnehmen darf, die ihn bei der Fahrt nicht behindern, weshalb etwa die Mitnahme von Betrunkenen gegen § 23 dStVO verstoßen kann. Ist wegen der Trunkenheit eines Beifahrers eine Behinderung zu befürchten, hat der Lenker die Mitnahme abzulehnen.
Beisatz: Eine entsprechende Regelung findet sich auch in § 106 Abs 1 Satz 2 KFG. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126276
JJR_20100824_OGH0002_0020OB00210_09K0000_001
Rechtssatz für 2Ob210/09k 2Ob111/15k 1...
RS0126277
2Ob210/09k; 2Ob111/15k; 1Ob135/18m
EKHG §9 F
Wurde die von einem schleudernden Pkw ausgehende außergewöhnliche Betriebsgefahr nicht durch das Verhalten eines nicht beim Betrieb tätigen Dritten, sondern des Geschädigten ausgelöst, so bleibt die Haftungsbefreiung nach § 9 Abs 2 EKHG gegenüber dem ‑ schuldhaft oder schuldlos ‑ verkehrswidrig Handelnden bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen möglich.
Vgl; Beisatz: Wird die außergewöhnliche Betriebsgefahr durch den Geschädigten selbst ausgelöst, so ist anerkannt, dass die Haftungsbefreiung nach § 9 Abs 2 EKHG bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen gegenüber dem Geschädigten möglich bleibt. Bei einem Verkehrsunfall bedarf es allerdings eines ‑ schuldhaft oder schuldlos ‑ verkehrswidrigen Verhaltens des Geschädigten, um den Zurechnungsgrund der außergewöhnlichen Betriebsgefahr in der Sphäre des Haftpflichtigen aufzuwiegen. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126277
JJR_20100824_OGH0002_0020OB00210_09K0000_002
RS0126278
Ein besonders aufmerksamer und umsichtiger Lenker muss mit der Möglichkeit rechnen, dass ein ‑ für ihn erkennbar ‑ („erheblich“) Betrunkener (zB durch Einschlafen) die Kontrolle über seine Sitzhaltung verlieren und ihn bei der Fahrt behindern könnte, wenn er sich neben ihm auf dem Beifahrersitz platziert. Dieser Gefahr kann der Lenker schon dadurch vorbeugend begegnen, dass er den Betrunkenen dazu veranlasst, auf einem der Rücksitze Platz zu nehmen.
ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126278
JJR_20100824_OGH0002_0020OB00210_09K0000_003