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Timestamp: 2019-06-24 17:23:04
Document Index: 207415378

Matched Legal Cases: ['§ 556', '§ 556', '§ 548', '§ 548', '§ 556', '§ 556', '§ 286', '§ 556', '§ 286', '§ 387', '§195', '§ 556', '§ 9', '§ 203', '§ 203', '§ 556', 'BGH', '§ 548', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 195', '§ 569', '§199', '§ 556', 'BGH']

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Schuldet ein Mieter seinem Vermieter Geld, kann letzterer dies nur über einen begrenzten Zeitraum einfordern – dann verjähren die Ansprüche. Nach Ablauf einer bestimmten Frist haben Mieter Glück gehabt und müssen nicht mehr zahlen. Welche Verjährungsfristen gelten, ist abhängig von der Art der Forderung. So gelten für Mietforderungen etwa andere Verjährungsfristen als für die Zahlung der Nebenkostenabrechnung.
Verjährungsfristen bei der Nebenkostenabrechnung
Die Nebenkostenabrechnung flattert Mietern in der Regel einmal im Jahr ins Haus – und das muss sie auch. Denn spätestens ein Jahr nach dem Ende des Abrechnungszeitraums müssen die Nebenkosten abgerechnet werden. Verpasst der Vermieter diese Frist, kann er die Forderungen nicht mehr geltend machen, es sei denn, er hat die Verspätung nicht selbst verschuldet.
Kommt die Nebenkostenabrechnung pünktlich und der Mieter hat Einwände gegen diese, muss auch er seine Einwände binnen zwölf Monaten mitteilen – andernfalls gilt die Abrechnung sozusagen als stillschweigend akzeptiert. Anders sieht es bei den Nachzahlungen aus Nebenkostenabrechnungen aus: Hier beträgt die Verjährungsfrist drei Jahre.
Die Miete: Nach drei Jahren muss der Mieter nicht mehr zahlen
Genauso verhält es sich mit der Miete. Versäumt der Vermieter es, diese einzutreiben, hat er nach drei Jahren Pech gehabt. Dann nämlich endet die sogenannte regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren. Diese beginnt erst mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Die gleiche Frist gilt übrigens auch dann, wenn der Mieter Miete zurückverlangen will, die er aus Versehen zu viel gezahlt hat. Versäumt er dies länger als drei Jahre, hat er kein Recht mehr auf das Geld.
Vollstreckungsbescheide und Gerichtsurteile: Dreißig Jahre Verjährungsfrist
Besonders lang ist die Verjährungsfrist dann, wenn ein Mieter von einem Gericht zur Zahlung eines bestimmten Betrags verurteilt wurde oder ein rechtskräftiger Mahn- oder Vollstreckungsbescheid erwirkt wurde. In diesem Fall kann der Mieter von seinem Vermieter 30 Jahre lang in Anspruch genommen werden. Erst dann verjährt die Forderung.
Mieter profitiert nicht immer von Verjährungsfristen
Es gibt Fälle, in denen der Mieter vom Vermieter Geld zurückverlangen kann – nämlich dann, wenn er aufgrund einer Schönheitsreparaturklausel im Mietvertrag an den Vermieter einen sogenannten Abgeltungsbetrag zur Durchführung von Schönheitsreparaturen gezahlt hat. Diese Klauseln sind unwirksam, wie der Bundesgerichtshof entschieden hat. Wenn der Mieter aber trotzdem zahlt, hat er nur sechs Monate Zeit, den Betrag zurückzuverlangen – versäumt er dies, ist der Vermieter im Vorteil. Hat der Mieter dagegen selbst renoviert, ohne es zu müssen, hat er ebenfalls sechs Monate Zeit, dafür vom Vermieter Schadensersatz zu verlangen.
Finanzielle Forderungen existieren theoretisch für immer – sie können nur nach der Verjährung nicht mehr eingefordert werden. Das bedeutet: Zahlt ein Mieter eine bereits verjährte Forderung versehentlich oder weil er von den Fristen nichts weiß, kann er das Geld trotzdem nicht mehr zurückverlangen.
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KM am 08.06.2019 07:38
ich habe aufgrund von Mängeln im April 2016 die Miete geringfügige gekürzt, also eine Mietminderung geltend gemacht, nachdem der Vermieter sich über ein halbes Jahr, trotz mehrerer Aufforderungen, geweigert hat, die Mängel zu beseitigen. Seitdem zahle ich monatlich Miete abzüglich Mietminderung und der Vermieter hat bis jetzt keine Anstalten gemacht, die Mängel zu beseitigen oder die Mietminderung einzutreiben.
Gestern plötzlich, habe ich ein Schreiben eines Anwalts des Vermieters erhalten, indem er mir eine Frist von 1 Woche setzt, für die Rückzahlung meiner Mietschulden. Ist das rechtens? Kann er, 3 Jahre nach Beginn der Mietminderung, diese jetzt noch zurückfordern?
Immowelt-Redaktion am 11.06.2019 08:48
ob der Vermieter die Miete noch fordern kann, ist abhängig davon, ob die Mietminderung berechtigt war oder nicht. Das können und dürfen wir allerdings aus der Ferne nicht abschließend beurteilen. Wir empfehlen Ihnen daher das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
KM am 11.06.2019 09:37
...sie war und ist berechtigt, es geht mir um die Verjährungsfrist - 3 Jahre!? _ich denke, die Frist zur Rückforderung müßte abgelaufen sein, oder? Danke für ihre Mühe.
Immowelt-Redaktion am 11.06.2019 09:42
Die Verjährungsfrist beträgt in der Tat drei Jahre. Sie beginnt aber erst mit dem Ende des Jahres zu laufen, in dem der Anspruch entstanden ist. Ein Anspruch aus dem Jahr 2016 kann also noch bis Ende 2019 geltend gemacht werden.
agathe531 am 31.05.2019 15:43
meine vermieterin lässt jetzt einen neuen Gartenzaun errichten und den Hausflur renovieren.kann sie dann die miete erhöhen?
Immowelt-Redaktion am 03.06.2019 08:48
Hallo Agathe und vielen Dank für Ihren Kommentar,
eine Mieterhöhung nach Modernisierung ist dann gerechtfertigt, wenn durch die Maßnahme der Wohnwert erhöht wird. Eine Renovierung des Hausflurs und eine Erneuerung des Gartenzauns rechtfertigt eine solche Modernisierungsmieterhöhung in der Regel nicht. Abschließend beurteilen können wir die Lage aus der Ferne jedoch nicht, weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
agathe531 am 29.05.2019 17:27
Sie meinte aber sie kann noch Nachforderungen der letzten 3 jahre stellen
Immowelt-Redaktion am 31.05.2019 08:35
§ 556 Absatz 3 BGB sagt im Wortlaut: "Die Abrechnung ist dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist ist die Geltendmachung einer Nachforderung durch den Vermieter ausgeschlossen, es sei denn, der Vermieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten."
agathe531 am 27.05.2019 15:22
Sie kann dann praktisch innerhalb der letzten 3 Jahre die Nachzahlung noch anfordern?
Immowelt-Redaktion am 28.05.2019 08:29
nein. Die Nebenkostenabrechnung muss der Mieter spätestens ein Jahr nach dem Ende des Abrechnungszeitraums erhalten. Wenn der Vermieter diese Frist verpasst, kann er nichts mehr nachfordern. Wenn wir von einem Abrechnungszeitraum ausgehen, der jeweils vom 1. Januar bis zum 31. Dezember läuft, könnte der Vermieter jetzt (28. Mai 2019) nur noch Nachforderungen für den Abrechnungszeitraum 2018 stellen. Die Abrechnung für 2017 hätte Ihnen spätestens bis Ende 2018 zugehen müssen.
agathe431 am 26.05.2019 18:31
meine Vermieterin hat seit 2012 keine Nebenkosten mehr abgerechnet,totzt mehrfacher Anfrage.
was kann ich tun wenn sie jetzt noch von 2012 abrechnen will?
Immowelt-Redaktion am 27.05.2019 12:07
das kann sie machen. Entsprechende Nachforderungen müssen Sie dann aber nicht mehr bezahlen (§ 556 Absatz 3 BGB). Bitte haben Sie aber Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
Meineimmowelt am 15.04.2019 13:19
Habe eine Betriebskosten Abrechnung von 2016 eine Nachforderung bei der ich sofort
Einspruch eingelegt habe.Im April 2019 reagierte Vonovia erst auf den Einspruch und fordert nun die die Nachzahlung.Ist das nicht verjaehrt?
Immowelt-Redaktion am 15.04.2019 14:31
ausgehend von der Annahme, dass die Betriebskostenabrechnung seinerzeit pünktlich bei Ihnen eingetroffen ist und in Anbetracht der Tatsache, dass die Verjährungsfrist mit dem Ende des Jahres zu laufen beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist, könnte hier eine Nachforderung noch gerechtfertigt sein. Abschließend klären können wir das aus der Ferne jedoch nicht. Wir würden Ihnen daher empfehlen, sich von einem Mieterverein oder einem Fachanwalt beraten zu lassen.
Sas Z am 29.03.2019 21:48
Ich habe ande 12.2018 meine Nebenkostenabrechnung erhalten für das Jahr 2017 und hatte eine satte Gutschrift über ca 1300,-€ Euro über die ich mich gefreut habe. Nun, Ende März bekomme ich ein Bescheid über die Korrektur der Nebenkostenabrechnung bei der die Heizkosten nicht berücksichtigt wurden und ich nun alles wieder zurück zahlen soll. Nach eignem prüfen sind mir 4 erhebliche fehlrechnung aufgefallen die in der Gesamtsumme mehrere 100 Euro ausmachen. Geschweige denn das bei dem Bemessungsschlüssel nicht 87,21m2/7243m2 steht sondern 87,21€/7243m2. Was ich erst nach eigener Recherche als Fehler aufdeckte und verstand. Also schon korrigiert und fehlerhafter als vorher. Hinzu kommt sogar das eine Position plötzlich gar nicht mehr mit aufgelistet ist. Ich habe gelesen, dass ja auch eventuelle Korrekturen innerhalb der 12 Monatsfrist erfolgen müssen. Ist das so richtig und die Nachforderung damit unzulässig?
Sas Z am 29.03.2019 22:14
Also ich habe grundsätzlich keine Nachzahlung. Nur weniger Gutschrift als in der 12 Monatsfrist ausgezahlt wurde. Diese Differenz wird jetzt nach der Frist eingefordert.
Immowelt-Redaktion am 01.04.2019 09:59
tatsächlich sind Änderungen zu Ungunsten des Mieters nach dem Ablauf von zwölf Monaten nach dem Ende des Abrechnungszeitraums nicht mehr möglich. Beachten Sie aber bitte, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und aus der Ferne nicht beurteilen können, inwiefern Ihre Abrechnung korrekt oder inkorrekt ist. Im Zweifel empfehlen wir daher die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.
Lena am 28.03.2019 12:44
Ich habe auch einen Fall, der mir sehr suspekt vorkommt.
Habe von September 2016 bis einschließlich Januar 2017 (Vertrag offiziell bis Ende Februar, jedoch Mitte Januar bereits ausgezogen) ein Zimmer bei Roomscout gemietet.
Jetzt haben die mir Ende Dezember 2018 eine Nebenkostenabrechnung geschickt für Jamuar/Februar 2017 mit einer Nachzahlung und dazu die Gesamtkosten durch vier Personen, anstatt den eigentlichen fünf Bewohnern geteilt. Muss ich der Forderung nachgehen oder kann ich mich auf Verjährung berufen?
Immowelt-Redaktion am 29.03.2019 09:12
die Verjährungsfrist ist ein Jahr nach Ende der Abrechnungsperiode, nicht ein Jahr nach Ende des Mietverhältnisses. Das bedeutet: War die Abrechnungsperiode vom 1.1. bis 31.12. eines Jahres, so kann der Vermieter noch bis zum Ende des Folgejahres abrechnen. Wenn ein Mieter im Februar des Abrechnungsjahres auszieht, so kann der Vermieter demzofolge noch bis zum Ende des Folgejahres anteilig abrechnen, obwohl zwischen Ende des Mietverhältnisses und Abrechnung in diesem Fall (knapp) 22 Monate lägen.
Auf den falschen Personenschlüssel sollten Sie den Vermieter hinweisen; Sie müssen nur für das zahlen, was Sie betrifft.
Im Zweifel raten wir dazu, die fachkundige Hilfe eines Mietervereins oder Fachanwalts vor Ort in Anspruch zu nehmen.
Alexandra P. am 20.03.2019 16:09
Alexandra P. alexandrappp52@gmail.com
Nun wollen die Vorgesetzten der Vermieter ein „Beweis“ der Schäden. Ich habe einiges an Schäden abfotografiert, aber befürchte Manipulationen mit den Fotos, falls ich diese über Email übersende.
Die Schäden haben wir meist eigenhändig behoben und gründlich gereinigt. Fensterbrüstung wird Profileistung erfordern.
Meine Kostenschätzung bezüglich der Reparaturen durch Firmen basierend auf den Ortsüblichen Preisen, ergab, dass alleine der Anstrich der Wohnung an die 1200 Euro betragen würde. Alles zusammengerechnet übersteigt die Kaution.
Immowelt-Redaktion am 21.03.2019 08:46
eine Manipulation der Fotos müssen Sie nicht fürchten, Ihnen bleiben ja so oder so immer die Originalaufnahmen. Insofern sollten Sie dem Arbeitgeber Ihrer ehemaligen Mieter zunächst diese Fotos zukommen lassen und ihm gegebenenfalls auch die Forderungen mitteilen, die Sie über die Kaution hinaus haben. Sollte sich auf dieser Grundlage keine Einigung finden, können wir Ihnen leider nur empfehlen, sich rechtlich beraten zu lassen, etwa von einem Eigentümerverein wie Haus & Grund oder von einem Fachanwalt. Notfalls müssten Sie etwaige Forderungen einklagen.
Georg am 08.03.2019 17:11
wir haben einen etwas kuriosen Fall. Bis vor 2 Jahren hatten wir unsere laut Mietvertrag 60qm) Wohnung Untervermietet. Wir hatten bereits währenddessen Massive Probleme mit dem Mieter aber hatten gehofft das, dass jetzt vorbei wäre. Heute erhielten wir den Brief über falsche Mietforderungen und falsche Nebenkosten. Mit den Nebenkosten hat er wohl recht (GEZ als NK abgerechnet.. wusssten wir nicht besser) und er gibt die Wohnungsgröße mit 42qm an. Was frei erfunden ist. Wir wohnen selbst nicht mehr in der WOhnung aber laut unseren Plänen (selbst gemessen) hatte ide Wohnung 55qm. Nachweisen können ihre Behauptungen beide Parteien nicht unmittelbar. Was kann ich in diesem Fall tun? Sind seine klar falschen Angaben schon Betrug? Wie kann ich die tatsächliche Wohnungsgröße belegen?
Immowelt-Redaktion am 11.03.2019 09:14
Hallo Georg und vielen Dank für Ihren Kommentar,
im Falle eines Rechtsstreits würde letztlich wahrscheinlich ein Gutachter bestellt, der die tatsächliche Wohnungsgröße prüft, anders lässt sich die Frage in diesem Fall nicht eindeutig klären. Betrug ist eine abweichende Auffassung von der Wohnungsgröße wohl noch nicht. Wir würden Ihnen dennoch empfehlen, sich zur Sache rechtlich beraten zu lassen, am besten von einem auf Mietrecht spezialisiertem Fachanwalt.
Anke am 06.03.2019 13:05
ja, aber trifft das auch auf Kleinreparaturen zu? Denn eine solche hatte ich mit den Nebenkosten gestellt
Immowelt-Redaktion am 06.03.2019 13:35
Ja. § 548 BGB umfasst auch Ansprüche des Vermieters, die entstehen, weil der Mieter (hier über eine Kleinreparaturklausel im Mietvertrag) bestimmte Instandhaltungspflichten übernommen hat. An dieser Stelle sei zudem darauf hingewiesen, dass die Erstattung einer Kleinreparatur formell nichts mit der Nebenkostenabrechnung zu tun hat. Letztere umfasst nur Betriebskosten im Sinne der Betriebskostenverordnung. Die Betriebskostenabrechnung wiederum muss spätestens ein Jahr nach dem Ende des Abrechnungszeitraums beim Mieter sein.
Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir daher das Gespräch mit einem Fachanwalt oder mit einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.
Anke am 06.03.2019 12:09
Ein Mieter, Auszug 31.07.2018, macht nach Erhalt der Nebenkostenabrechnung vom 11.02.2019 für eine Kleinreparatur Spülensiphon von 35,00€ eine Verjährung von 6 Monate in seinem Schreiben vom 06.03.2019 geltend. Im Mietvertrag ist 8% der jährlichen Netto Kaltmiete, 11.400,00€, vereinbart. Ich finde im gesamten Recht keine 6-monatige Verjährungsfrist, gibt es eine solche?
Danke und freundlich grüßt Sie Anke Belz
Immowelt-Redaktion am 06.03.2019 12:39
Sehr geehrte Frau Belz,
ja, eine solche Frist gibt es. Sie finden Sie in § 548 des Bürgerlichen Gesetzbuchs.
Carsten am 28.02.2019 16:26
ist es möglich eine schon gezahlte Abrechnung der Nebenkosten von den letzten 3 Jahren anzuzweifeln und Geld zurückzuverlangen?
Immowelt-Redaktion am 01.03.2019 09:12
Hallo Carsten und vielen Dank für Ihren Kommentar,
nein. Einwände gegen die Nebenkostenabrechnung muss der Mieter binnen zwölf Monaten mitteilen – andernfalls gilt die Abrechnung sozusagen als stillschweigend akzeptiert. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Zweifel empfehlen wir daher immer die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.
Lilly am 22.02.2019 20:06
ich habe folgendes Problem. Meine Garagenmiete von € 130,00 wurde wegen Renovierung kurzfristig ausgesetzt. Nachdem die Renovierungsarbeiten abgeschlossen waren, hat der Vermieter - angeblich wegen eines EDV-Fehlers - die Miete die Garagenmiete nicht wieder zusammen mit der Wohnungsmiete eingezogen, was ich nicht bemerkt habe. Nun wurde mir ein Jahr mitgeteilt später, dass ich nun die nicht eingezogene Garagenmiete zurückzahlen muss, und zwar für die gesamte Zeit. Der Fehler liegt aber nicht bei mir, da ja die ganze Zeit die Einzugsermächtigung vorlag. Ist die Nachforderung - immerhin um die €2.000,-- in voller Höhe rechtens?
Immowelt-Redaktion am 25.02.2019 09:17
die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre. In diesem Zeitraum dürfte der Vermieter die Miete noch verlangen, wenn er es versäumt hat, sie einzutreiben. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Fachanwalt.
Theo am 12.02.2019 20:45
wir sind Anfang 2016 in eine neue Wohnung gezogen. Zum Ende des Jahres (31.12.) 2016 kam KEINE Nebenkostenabrechnung. Wir hatten nichts gesagt, da wir keine „schlafenden Hunde“ wecken wollten, weil wir aus der Erfahrung heraus immer nachzahlen mussten. 2017 kam bis zum 31.12. ebenfalls KEINE Nebenostenabrechnung. Wir haben wieder nichts gesagt... 2018 kam zum 31.12. erneut KEINE Nebenkostenabrechnung und nun haben wir den Verdacht, dass der Vermieter bewusst keine Nebenkostenabrechnung erstellt, weil wir zu viel Nebenkosten zahlen und er sich diesen Überschuss in die eigenen Taschen steckt.
Jetzt würde ich gerne wissen, wie lange bzw. bis zu wievielen Jahren wir die Nebenkostenabrechnungen einfordern können, um den eventuellen Überschuss an den gezahlten Nebenkosten einzufordern.
Vieken Dank und schöne Grüße
Immowelt-Redaktion am 13.02.2019 09:33
Hallo Theo und vielen Dank für Ihren Kommentar,
die Verjährungsfrist beträgt bei etwaigen Rückzahlungen aus der Nebenkostenabrechnung, die Ihnen als Mieter zustehen, drei Jahre.
Theo am 13.02.2019 11:18
Dann können wir also die Nebenkostenabrechnungen für 2016/2017/2018 einfordern, ist das richtig?
Immowelt-Redaktion am 13.02.2019 11:36
Für die Jahre 2016 und 2017 schon, für das Jahr 2018 hat der Vermieter noch bis Ende des Jahres 2019 Zeit, zumindest dann, wenn der Abrechnugnszeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember läuft. Bedenken Sie bitte abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Vermieter kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
Theo am 13.02.2019 11:48
Ja, dessen bin ich mir bewusst. Wir sind rechtsschutzversichert ;)
T1986 am 07.02.2019 12:31
Vielen Dank für die schnelle Antwort! Hätte ich gestern nicht gefragt wo die NK von 2018 bleibt, hätte ich bis heute nicht die Info erhalten das wir von 2017 etwas nachzahlen sollen. Die NK-Abrechnung von 2017 habe ich bis heute nich nicht erhalten. Also, sehe ich das richtig, das ich diese Nachzahlung nicht leisten muss, da die Trinkwassergebühren über ein Amt laufen und diese müssten spätestens im April 2018 Ihre Abrechnung an den alten Vermieter geschickt haben.
Immowelt-Redaktion am 08.02.2019 09:51
Hallo T1986 und vielen Dank für Ihren Kommentar.
Sofern ein Abrechnungszeitraum vom 1.1. bis zum 31.12.2017 läuft, sind etwaige Betriebskostennachforderungen des Vermieters am 1.1.2019 verjährt, sofern der Vermieter die Verspätung nicht zu vertreten hat. Rechtsgrundlage ist hier das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB; § § 556 (3)).
T1986 am 06.02.2019 20:32
Ich habe heute von meinem alten Vermieter erfahren, das es einen Fehler bei der trinkwasserabrechnung von 2017 gab und wir was nachzahlen sollen. Ist das rechtens?
Sas Z am 29.03.2019 22:02
Interessant, ich habe auch von 2017 eine Gutschrift erhalten und jetzt im März eine Korrektur und damit eine Nachzahlung der gesamten Gutschrift weil vergessen wurde, die Heizkosten, die zwar auf der Abrechnung aufgelistet waren, nicht mit einberechnet wurden. Ich hoffe das die unwirksam ist durch das verstreichen der 12 Monatsfrist. Wenn ich richtig verstanden habe sehe ich das richtig
Immowelt-Redaktion am 01.04.2019 10:11
Hallo Sas Z,
war die Abrechnungsperiode der Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 endete die Frist am 31.12.2018. Danach kann der Vermieter Nachforderungen nur noch stellen, wenn er die verspätete Abrechnung nicht zu vertreten hat, etwa, weil das Versorgungsunternehmen auch erst nach Ablauf der Frist Nachforderungen stellt.
Immowelt-Redaktion am 07.02.2019 11:26
Im Burgerlichen Gesetzbuch (BGB;§ 556 heißt es: "(3) ...Die Abrechnung ist dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist ist die Geltendmachung einer Nachforderung durch den Vermieter ausgeschlossen, es sei denn, der Vermieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten."
Das bedeutet: War die Abrechnungsperiode der Zeitraum vom 1.1.2017 bis 31.12.2017 endete die Frist am 31.12.2018. Danach kann der Vermieter Nachforderungen nur noch stellen, wenn er die verspätete Abrechnung nicht zu vertreten hat, etwa, weil das Versorgungsunternehmen auch erst nach Ablauf der Frist Nachforderungen stellt.
annkatrin15886 am 01.02.2019 19:02
ich habe vom 01.03.17 bis 28.02.18 mit einem befristeten Mietvertrag in einer Wohnung gewohnt. Leider habe ich noch keine Nebenkostenabrechnung erhalten. Ist diese bereits überfällig? Wie gehe ich in diesem Fall am besten vor? Besten Dank
Immowelt-Redaktion am 04.02.2019 08:55
ob der Vermieter Ihnen bereits eine Betriebskostenabrechnung hätte zukommen lassen müssen, ist vom Abrechnungszeitraum abhängig. Lief dieser beispielsweise vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017, hätten Sie für diesen Zeitraum bis Ende 2018 eine anteilige Abrechnung erhalten müssen. Haben Sie für diesen Zeitraum noch keine Abrechnung erhalten, sollten Sie Ihren Vermieter darauf ansprechen und diese ggf. auch schriftlich einfordern.
Steffie27 am 30.01.2019 12:53
Ich habe aus meiner Nebenkostenabrechnung ein Guthaben. Nun sagt mir der Vermieter, dass die Auszahlung erst 1,5 Monate später stattfinden wird. Ist das rechtens? Ich habe keine Mietrückstände bei ihm.
Immowelt-Redaktion am 30.01.2019 13:11
gemäß § 286 Absatz 3 BGB kommt der Vermieter spätestens 30 Tage nach Zugang der Abrechnung in Verzug. Zu diesem Zeitpunkt könnten Sie den fraglichen Betrag also theoretisch anmahnen. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
hannaH am 23.01.2019 11:22
Der Vermieter hat die NK-Abrechnung 2017 nicht innerhalb des gesetzlichen Zeitraumes zugestellt (also nicht bis 31.12.2018). Wenn jetzt der Mieter eine Abrechnung anfordert und dann eine Nachzahlung von NK ausstünde: Sind diese vom Mieter zu zahlen?
Immowelt-Redaktion am 23.01.2019 11:55
vorausgesetzt, der Abrechnungszeitraum ist in diesem Fall 1. Januar bis 31. Dezember 2017 lautet die Antwort nein, es sei denn, der Vermieter hat die Verspätung nicht selbst zu vertreten, etwa weil er bestimmte Abrechnungsdaten erst verspätet vom Energieversorger bekommen hat. Geregelt ist das in § 556 Absatz 3 BGB. Dort heißt es: "Die Abrechnung ist dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist ist die Geltendmachung einer Nachforderung durch den Vermieter ausgeschlossen, es sei denn, der Vermieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten."
Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
Hans W. Urst am 22.01.2019 15:00
Folgender Fall: Der Vermieter hat die Information über Mietanpassung (die Anpassung gemäß Index ist im Vertrag geregelt) per Post (kein Einschreiben) an den Mieter versandt, als das Gebäude wegen eines Brandes für rund zwei Monate nicht begehbar war. Der Mieter hat die Information dadurch nicht erhalten und die monatliche Mietzahlung nicht angepasst.
Der Vermieter hat die monatliche Unterbezahlung innerhalb der folgenden knapp zwei Jahre nie moniert und präsentiert dem Mieter nach Vertragsende eine - für diesen völlig überraschende - Nachforderung. Darf er das?
Immowelt-Redaktion am 23.01.2019 08:51
wenn ein Mieterhöhungsschreiben nicht zugestellt wird und der Vermieter das auch weiß, ist eine entsprechende Mieterhöhung auch nicht wirksam, wodurch Nachforderungen ebenfalls auszuschließen wären. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir den Fall aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können, auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
Basti am 21.01.2019 11:55
Hallo mein en Vermieter meint nach fast 2 Jahren auf einmal Ansprüche zu haben und fordert Ersatz für pvc und Klo Deckel. Obwohl er die Wohnung so ab genommen mit zeugen.und die Wohnung noch am selben tag andere Leute dort übernommen haben.
G.schmaering am 18.01.2019 16:13
ich hätte da mal eine Frage,ich habe alte Mietschulden die wir im monat immer mit 200 euro zurückbezahlt haben es aber immer noch was aufwäre ,jetzt ist es so das meine vermieterin sich echt um nichts kümmert,
kann ich obwohl sie nie was gerichtliches gemacht hat wegen der mietschulden die zahlung einstellen oder gilt es wirklich da bei meinem dauerauftrag steht mietrückstand ds ich weiter zahlen muss
Immowelt-Redaktion am 21.01.2019 09:11
wenn Sie noch Mietschulden bei Ihrer Vermieterin haben, müssen Sie diese auch begleichen.
Sabine am 18.01.2019 11:36
Ich hatte im Juli 2018 einen Wasserschaden in der Küche-die Einrichtung ist total zerstört.
Der Vorbesitzer der Miethäuser hat mir die Küche damals eingebaut, der jetzige Vermieter baut keine Küchen mehr ein.
Meine Hausratversicherung hat eine neue Küche nicht bezahlt, da die Küche dem Vermieter gehört. Der neue Vermieter hat mir 500€ für eine neue Küche "geschenkt". das ist natürlich viel zu wenig...
Die Verbraucherberatung sagt, aus dem Mietvertrag geht hervor, die Küche gehört dem Vermieter. Der Neue hat alle Rechten und Pflichten unverändert übernommen, also MUSS er eine neue Küche stellen. Der Berater sagte, ich solle zum Mieterverein gehen und eintreten , um wenigstens mehr "Zuschüsse" vom Vermieter einfordern zu können.
Habe ich JETZT noch eine Chance ? Der Schaden war Juli 2018, bis Oktober 2018 haben wir mit meiner Versicherung gestritten und danach habe ich es einfach beruflich nicht mehr geschafft.
Immowelt-Redaktion am 18.01.2019 12:36
Hallo Sabine und vielen Dank für Ihren Kommentar,
in diesem kurzen Zeitraum ist keine Verjährung eingetreten. Auch wir würden daher dazu raten, einen Mieterverein zu konsultieren.
Sebastian am 11.01.2019 23:03
Ich wohne seit über drei Jahren nicht mehr in der Wohnung in der meine Exfrau zuletzt gewohnt hat, jetzt bekam ich ein Schreiben vom damaligen Vermieter das die Wohnung praktisch komplett zerstört ist und ich für den Schaden mit aufkommen soll, ist das rechtens ich habe seit drei Jahren mit dieser Wohnung nichts mehr zu tun
Muttilein am 09.01.2019 19:34
Unser Vermieter will unser Guthaben von diesem Jahr mit dem ausgezähltem Guthaben von 2015 verrechnen. Das geht ja wohl gar nicht
Immowelt-Redaktion am 11.01.2019 09:59
Hallo Muttilein und vielen Dank für Ihren Kommentar.
Verstehen wir Sie richtig, dass es in der Vorperiode ein Guthaben gab, das bereits ausgezahlt wurde und die diesjährige Abrechnung erneut ein Gutahben aufweist? In dem Fall sehen wir nicht, was es da zu verrechnen gäbe. Der Vermieter muss grundsätzlich Guthaben aus Nebenkostenabrechnungen zeitnah dem Mieter auszahlen. Wir weisen jedoch darauf hin, dass wir die Details aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können.
Frajoga am 06.01.2019 18:13
ich hätte da mal eine Frage. Kurz vor Weihnachten erhielt ich von meinem Vermieter endlich die Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2017 - ausgestellt vom Verwalter der Wohnanlage. Lt. dieser Abrechnung hat sich für mich eine schöne Summe Guthaben errechnet. Nun will aber mein Vermieter die Rückzahlung nicht machen, weil er erst abwarten will, bis er sein Geld aus der Eigentümereinlage von der Verwaltung erhält.
Kann ich trotzdem verlangen, dass er mir mein Guthaben schon mal auszahlt, oder muss ich tatsächlich warten bis er sein Geld hat. Jetzt im Januar findet eine Eigentümerversammlung statt, da wird gleichzeitig ein neuer Verwalter vorgestellt, der angeblich nochmals alles überprüfen muss und wenn dann alles Ausgerechnete seine Richtigkeit hat, dann würde sich mein Vermieter bereit erklären, mir mein Guthaben auszubezahlen. Ist das so korrekt, oder kann ich meine Nebenkosten jetzt einfordern? Danke für eine Antwort.
Immowelt-Redaktion am 08.01.2019 10:36
Hallo Frajoga,
ergibt sich bei der Nebenkostenabrechnung ein Guthaben, so ist der Vermieter verpflichtet, dieses umgehend dem Mieter auszuzahlen. Dabei bedeutet umgehend 30 Tage, danach kommt er in Verzug (§ 286 III 1 BGB). Der Umstand, dass ein Vermieter wegen seiner Verwaltungsangelegenheiten das Geld länger zurückbehalten will, ändert an dieser Verpflichtung nichts.
die Immowet-Redaktion
Giftzwerg am 04.01.2019 04:14
Ich habe die aktuelle Nebenkostenabrechnung vom 01.01.16-31.12.17 (denke mal ist nur ein Schreibfehler) erhalten mit beiliegend einer Auflistung von angeblich nichtbezahlter Miete aus dem Jahr 13/14/15 und auf der Nebenkostenabrechnung steht jetzt Guthaben 298,72 wird mit Mietrückständen verrechnet und soll zusätzlich bis 31.03.19 noch eine offene Summe von 1010,56 Euro bezahlen. Nun habe ich alles überprüft und stelle fest ich habe von 11/13/14 nicht mal eine Nebenabrechnung bekommen aber jeden Monat 110,00Euro bezahlt. Jetzt frage ich mich kann mir die angeblich offene Miete ink. NK angerechnet werden bzw. wie verhält es sich mit Miete & NK im einzelnen und darf diese offene Forderung vom Guthaben der NK-Abrechnung einbehalten werden bzw. darf er diese Mietschulden mit darauf ausweisen? Lg Giftzwerg
Immowelt-Redaktion am 04.01.2019 10:18
es gibt in Ihrem konkreten Fall mehrere Aspekte zu beachten. Zunächst einmal ist der Vermieter laut (BGB)§ 387 berechtigt, Mietrückstände mit dem Guthaben ihrer Nebenkosten zu verrechnen. Steht also noch Miete aus, kann der Vermieter sie ganz oder anteilig mit den zu viel geleisteten Nebenkostenzahlungen tilgen.
Der Vermieter hat allerdings nur ein Recht darauf, die Nachzahlung von ausstehender Miete der letzten 3 Jahre einzufordern. Das würde bedeuten, dass er Miete aus früherer Zeit nicht mehr von Ihnen verlangen kann. Zulässig ist also lediglich eine Aufrechnung von ausstehender Miete aus diesem Zeitraum und gegebenenfalls eine Aufforderung zur Nachzahlung des Restbetrags.
Es ist deswegen ratsam, dass Sie sich an einen Fachanwalt oder einen Mieterverein wenden. Dort erhalten Sie auch rechtssichere Auskunft. Bitte beachten Sie, dass wir selbst keine Rechtsberatung vornehmen dürfen.
Oswald am 30.12.2018 18:22
Ich wohne schon 4-5Jahre lang in einer Mietwohnung und habe noch nie eine Nebenkostenabrechnung bekommen bzw. Eingefordert. Bis wann hab ich Anspruch darauf und wie viel Jahre kann ich nachfordern?
Immowelt-Redaktion am 02.01.2019 16:33
vielen Dank für Ihren Kommentar. Spätestens ein Jahr nach dem Ende des Abrechnungszeitraums muss Ihr Vermieter die Nebenkosten abrechnen. Verpasst der Vermieter diese Frist, kann er die Forderungen nicht mehr geltend machen, es sei denn, er hat die Verspätung nicht selbst verschuldet.
Ist also beispielsweise der Abrechnungszeitraum der 1.1. bis 31.12. eines Jahres, so kann Ihr Vermieter im Jahr 2019 nicht mehr die Nebenkosten für 2017 einfordern.
Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollten Sie konkrete Beratung für das weitere Vorgehen benötigen, empfehlen wir Ihnen, sich an einen Fachanwalt für Mietrecht oder einen Mieterverein zu wenden.
Maya am 24.12.2018 21:25
Hallo! Wir sind vor fast genau 1 Jahr aus unserer alten Wohnung ausgezogen. Dabei haben wir die Dezember Miete verspätet (Anfang Januar) und das auch nicht vollständig überwiesen. Vor einigen Tagen habe ich jetzt einen Brief von einen Anwalt bekommen, in dem die Forderung des alten Vermieters nach Zahlung der vollständigen Dezember Miete für das Jahr 2017 formuliert ist. Der bereits bezahlte Betrag ist dabei nicht abgezogen worden. Ist diese Forderung rechtens? Darf der Vermieter ohne Beachtung des bereits bezahlten Betrags die vollständige Miete fordern?
Immowelt-Redaktion am 28.12.2018 10:53
besten Dank für Ihren Kommentar. Generell verjährt der Anspruch des Vermieters auf Nachzahlung der Mietrückstände nach drei Jahren (§195 BGB) - unabhängig davon, ob es sich um die komplette Miete oder den Betrag, der zu wenig gezahlt wurde handelt. Von Vorteil ist dabei immer, einen Nachweis über den bezahlten Betrag als Beweis der (Teil-)Zahlung vorlegen zu können. Da wir keine Rechtsberatung leisten dürfen, möchten wir Ihnen den Gang zum Rechtsanwalt oder zum Mieterverein empfehlen.
Britta am 11.12.2018 19:28
Hallo, mein Vermieter hat jahrelang weniger Nebenkosten angerechnet als wir gezahlt haben.
Leider ist uns das erst letztes Jahr aufgefallen.
Haben wir eine Möglichkeit rückwirkend Geld zurück zu fordern?
Immowelt-Redaktion am 12.12.2018 08:28
wenn Mieter versehentlich eine zu hohe Warmmiete gezahlt haben, können sie diese mit einer Verjährungsfrist von drei Jahren zurückverlangen. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit Ihrem Vermieter kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
Kerstin am 10.12.2018 10:52
Hallo ich habe eine dringende Frage da der Vermieter meiner Mutti eingefallen ist das sie zu wenig Miete zahlt soll sie jetzt rückwirkend von 2003 an Miete nachzahlen und zwar 6. 650 € ist das rechtens
Immowelt-Redaktion am 10.12.2018 11:59
wenn der Vermieter es bislang versäumt hat, eigentlich fällige Miete einzutreiben, verjährt der Anspruch nach drei Jahren. Eine rückwirkende Nachzahlung bis 2003 dürfte demnach nicht durchzusetzen sein. Ihre Mutter sollte allerdings bedenken, dass zu wenig gezahlte Miete unter Umständen eine fristlose Kündigung rechtfertigen kann. Abschließend möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Vermieter kommen, empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
juliare am 03.12.2018 16:11
ich bin Ende Oktober 2015 aus meiner alten Wohnung ausgezogen und habe erst jetzt am Wochenende eine Rechnung zur Nachzahlung erhalten.
Muss ich die Rechnung bezahlen oder ist das ganze schon verjährt? Gibt es Paragraphen auf die ich verweisen kann, sollte es nichts mehr rechtsgültig sein?
Immowelt-Redaktion am 04.12.2018 09:08
der fragliche Gesetzestext findet sich in § 556, Absatz 3 BGB. Dort heißt es: "Über die Vorauszahlungen für Betriebskosten ist jährlich abzurechnen; dabei ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten. Die Abrechnung ist dem Mieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Ende des Abrechnungszeitraums mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist ist die Geltendmachung einer Nachforderung durch den Vermieter ausgeschlossen, es sei denn, der Vermieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten."
Das bedeutet: Läuft der Abrechnungszeitraum immer von 1. Januar bis zum 31. Dezember muss der Vermieter bis spätestens Ende Dezember 2018 die Nebenkosten des Jahres 2017 abrechnen. Für die Jahre zuvor kann er keine Nachzahlung mehr verlangen.
Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen und aus der Ferne die Rechtmäßigkeit Ihrer Abrechnung nicht abschließend prüfen können. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen das Gespräch mit einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.
juliare am 04.12.2018 14:18
Im Jahr 2013 oder 2014 war die Wasseruhr defekt weshalb keine genaue Angabe zum Wasserverbrauch gemacht werden kann. Die Hausverwaltung hat die Wassermenge einfach auf die Parteien aufgeteilt.
Doch selbst soetwas würde nicht länger als 1 Jahr zur Reparatur dauern. Liege ich richtig das ich, selbst wenn die Reparatur erst in 2015 erledigt gewesen wäre, mir die Nebenkostenabrechnung bis spätestens Dezember 2016 zugehen hätte müssen?
Ist eine Nebenkostenabrechnung gültig, wenn die Adresse falsch ist und das Datum vordatiert wurde? Ich habe einmal eine Abrechnung für 2013 bis März 2015 erhalten, datiert mit dem 04.12.2015, und im selben Briefumschlag war die letzte Abrechnung von April 2015 bis zum Auszug Oktober 2015.
Aus der ersten Abrechnung ergibt sich eine hohe Nachzahlung, aus letzterer eine Gutschrift.
In diesem Fall müsste ich die Nachzahlung nicht zahlen, darf aber die Gutschrift für mich beanspruchen. Außer die Hausverwaltung kann nachweisen das die Abrechnung aufgrund der Reparatur nicht früher erstellt werden konnte. (was aber immer noch 2 Jahre Differenz macht)
Immowelt-Redaktion am 04.12.2018 14:34
Auch die Reparatur eines Zählers rechtfertigt nicht unbedingt eine verspätete Abrechnung. Für den Abrechnungszeitraum, der davon betroffen ist, können schließlich ohnehin nicht mehr rückwirkend verbrauchsabhängige Daten ermittelt werden. Bedenken sollten Sie noch, dass der Verbrauch einmalig geschätzt werden darf, wenn Zähler tatsächlich defekt sind. Für die Schätzung schreibt die Heizkostenverordnung in § 9a aber vor, dass entweder Verbrauchszahlen der betroffenen Mietwohnung in vergleichbaren Zeiträumen, Verbrauchszahlen vergleichbarer Mietwohnungen im gleichen Zeitraum oder Werte des Durchschnittsverbrauchs des Gebäudes herangezogen werden müssen. Was das Datum angeht: Hier dürfte es darauf ankommen, ob man davon ausgehen kann, dass Ihnen das schreiben rechtzeitig zugegangen ist.
Aufgrund der Komplexität der Situation bleibt uns abschließend nur noch einmal, Ihnen zu raten, die Abrechnung prüfen zu lassen. Abschließend werden wir den Sachverhalt hier leider nicht klären können.
didi16 am 28.11.2018 17:34
Ich habe die Kostenabrechnung bekommen , in der sollte ich 152,00 € zurück bekommen , habe dann festgestellt das die Abrechnung nicht stimmt denn es fehlten zusätzlich noch 360 ,- € die ich als Vorrauszahlung getätigt habe , ich habe den Hausverwalter angerufen und angeschrieben das ich nicht 152 € sondern 512 € bekomme er sagte es würde sich gekümmert , seit über einer Wochr habe ich nichts mehr von ihm gehört .
Immowelt-Redaktion am 29.11.2018 09:45
eventuell lohnt es sich in diesem Fall, einfach noch einmal nachzufassen. Sollte das nichts bewirken, können Sie die Abrechnung zudem rechtlich prüfen lassen. Das geht beispielsweise bei einem Mieterverein oder direkt bei einem Fachanwalt.
Inge Heid am 28.11.2018 15:36
Ich habe noch 1000Euro Kaution zurück zubekommen darf er die Nebenkosten für das Jahr benutzt Oder für Schönheitsreparatur nehmen.
Immowelt-Redaktion am 29.11.2018 09:37
ein Vermieter darf einen Teil der Kaution einbehalten, wenn eine Nebenkostennachzahlung noch zu erwarten ist. Bei den Reparaturen in der Wohnung kommt es darauf an, ob der Mieter vertraglich zu gewissen Reparaturen wirksam verpflichtet gewesen wäre oder ob er Schäden verursacht hat. In beiden Fällen dürfte der Vermieter auch hierfür einen Teil der Kaution einbehalten.
Martina am 13.11.2018 09:13
Hallo habe vor ein paar Tagen ein Schreiben bekommen vom Inkasso das über 20 Jahre her ist das ich bei der Wohnbau Gesellschaft über 10 tausend Euro Schulden habe Ist das rechtlich und wie sieht das mit Verjährung aus Dankeschön
Immowelt-Redaktion am 13.11.2018 09:21
bei vollstreckbaren Titel gilt eine Verjährungsfrist von 30 Jahren, insofern kann das rechtlich durchaus zulässig sein, muss aber nicht. Wir würden Ihnen in dieser Situation dringend empfehlen, sich mit dem Schreiben an einen Rechtsanwalt zu wenden.
Valerie am 11.11.2018 14:35
Ende April sind wir aus unserer Wohnung ausgezogen und der Vermieter hat einen Teil der Kaution einbehalten für eventuelle NK-Nachzahlungen. Nun haben wir unsere NK-Abrechnung bekommen und hätten eine Rückzahlung und die Rest-Kaution bekommen sollen. Jedoch hat der Vermieter nun die Kosten mehrerer Reparaturen, die während unserer Mietzeit durchgeführt wurden, davon abgezogen und behält dieses Geld ein. Wir wurden vorher nicht informiert, dass wir diese Kosten noch zu tragen haben und auch sind die 6 Monate Verjährungsfrist nun bereits vorbei.
Darf er das Geld für die Reparaturkosten einbehalten trotz Verjährung?
Immowelt-Redaktion am 12.11.2018 11:29
unabhängig von den Verjährungsfristen sind Reparaturkosten in der Regel vom Vermieter zu tragen, wenn der Mieter die Schäden nicht selbst verursacht hat. Die Kosten können dann auch nicht nachträglich einfach von der Kaution abgezogen werden. Wir würden Ihnen daher dazu raten, sich hierzu rechtlich beraten zu lassen, entweder von einem Mieterverein oder direkt von einem Fachanwalt.
Fritzchen am 07.11.2018 12:30
Ich bitte um eine Info.Bin zum 01.09.2018 umgezogen. Der Abrechnungszeitraum meiner alten Wohng.
ist der 01.05.2017-30.04.2018.Rückerstattung heute.Jetzt muß ich wohl ein volles Jahr warten bis ich die letzte Abrechnung ab 01.05.2018-01.09.2019 erhalte? Was ist eigentlich, wenn ich in diesem Zeit-
raum versterbe? Ich Danke Ihnen im voraus sehr herzlich für Ihre Rückantwort.
Immowelt-Redaktion am 07.11.2018 13:37
tatsächlich hat der Vermieter auch in einem solchen Fall ein Jahr nach dem Ende des Abrechnungszeitraums Zeit, dem Mieter die Nebenkostenabrechnung zukommen zu lassen. Sollte ein Mieter in diesem Zeitraum versterben, steht eine etwaige Rückzahlung seinen Erben zu.
Petra am 29.10.2018 11:30
Seit wann gilt die neuen Regelung der WflVO hinsichtlich der Höhe der Dachschrägen und Balkone?
Der Vermieter hat eine Neuvermessung angekündigt, für die er sich erwartungsgemäß viel Zeit lassen wird.
Muß der Mieter hier tätig werden, z.B. Einsprüche gegen die bisherige Berechnung erheben?
Wie lange rückwirkend muß der Vermieter ggf. die Kaltmiete korrigieren?
Gilt bei einer Neuvermessung auch die 10%-Regel?
Immowelt-Redaktion am 29.10.2018 13:46
Die Wohnflächenberechnung trat 2003 in Kraft und ist seither auch nicht mehr geändert worden. Für Dachschrägen gilt: Alles mit einer Raumhöhe von über zwei Metern wird zu 100 Prozent berechnet, alles unter einem Meter wird weggelassen und alles dazwischen wird zu 50 Prozent berechnet. Balkone berücksichtigt die Wohnflächenberechnung zu einem Viertel. Ist eine Dachterrasse sehr hochwertig ausgestattet, kann sie im Einzelfall auch zu 50 Prozent berechnet werden.
Stellen Sie als Mieter fest, dass die Wohnung mehr als zehn Prozent kleiner ist, können Sie zum einen die Miete mindern und zum anderen haben Sie die Möglichkeit, die in der vorangegangenen drei Jahren zu viel gezahlte Miete zurückzufordern. Das gilt auch für Nebenkosten, wenn diese sich auf die Wohnungsgröße beziehen. Ob Sie das nun selbst feststellen oder der Vermieter neuvermisst und es herauskommt, dass die Wohnfläche mehr als zehn Prozent zu klein ist, ist letztlich egal. Bis der Mangel behoben ist – also die Miete angepasst – haben Sie die Möglichkeit der Mietminderung. Diese sollten Sie jedoch nie ohne die vorherige Beratung mit einem Fachanwalt durchführen. Denn mindern Sie zu viel, kommen Sie in Zahlungsverzug, was im schlimmsten Fall zur Kündigung führen kann. Den Einspruch müssen natürlich Sie als Mieter erheben.
Ihre letzte Frage verstehen wir leider nicht richtig. Nach einer Neuvermessung sollte die Größe ja hoffentlich stimmen. Wenn nicht, gilt natürlich weiterhin die Zehn-Prozent-Regel.
Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten können und dürfen. Für eine rechtssichere Antwort wenden Sie sich bitte an einen Fachanwalt oder eine Mietervereinigung wie den Deutschen Mieterbund.
Angelina am 02.03.2018 22:40
Ich bin im März 2016 aus meiner Wohnung ausgezogen, es gab viel Briefverkehr mit meinem Mieterschutz und der Hausverwaltung des Vermieters. ( viel zu hohe Nachzahlung der Nebenkosten aus 2015/ bis März 16)
Im gesamten besteht noch ein offener Betrag von ca 700 Euro, die ich noch zahlen müsste, der Vermieter hat aber noch 350 Euro von mir (meine halbe Kaution wurde einbehalten). Es wurde im Oktober 2017 geschrieben, das ich den Rest zahle, wenn ich einen Nachweis des Kautionskontos erhalte, um die Zinsen zu verrechnen. Es hieß zwischenzeitlich von der Hausverwaltung das der Vermieter sich darum
Kümmert und es Probleme gäbe.. Seit der letzen Aufforderung im Oktober kam keine Rückmeldung mehr.
Ist dieser Fall nun verjährt? Bzw. Habe ich dennoch einen Anspruch auf meine Kaution?
Immowelt-Redaktion am 05.03.2018 09:42
vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir können leider nur allgemeine Tipps geben und dürfen keine Rechtsberatung leisten. Wir würden Ihnen empfehlen, sich an Ihren Mieterverein oder einen Fachanwalt für Mietrecht zu wenden. Diese können Ihnen eine rechtliche Einschätzung geben und Sie beraten, wie Sie weiter vorgehen können.
Nuridin am 27.02.2018 18:07
So jetzt sind wir seid 31.September 2017 umgezogen und der Alte Vermieter wünscht das wir unser alten Mietvertrag und Nachweisen der Miete und Nebenkosten die von uns genutzte !Garage! Lückenlose Nachweisen.
Immowelt-Redaktion am 28.02.2018 08:20
wenn die Garage nicht zum Mietgegenstand gehört, müssen Sie dafür natürlich auch keine Miete zahlen, dürfen die Garage aber auch nicht nutzen. Im Zweifel müsste sich der Sachverhalt ganz einfach über Ihren Mietvertrag nachweisen lassen. Sollte es allerdings dennoch zu einem Rechtsstreit mit dem Vermieter kommen, empfehlen wir die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.
Massamba am 19.02.2018 15:01
wohne seit 18 jahren in einer Mietwohnung und erst seit 2014 gibt es eine Nebenkostenabrechnung, seitdem dies an eine Hausverwaltung übergeben worden ist. Sehe nun an den Abrechnungen das ich immer zuviel gezahlt habe und Frage ist, kann man jetzt noch die alten Nebenkostenabrechnungen einfordern?
Immowelt-Redaktion am 19.02.2018 15:28
die Verjährungsfrist beträgt in diesem Fall drei Jahre, das heißt Sie können für diesen Zeitraum noch etwaige Rückzahlungen einfordern, wenn Ihnen diese zustehen. In der Praxis könnte das allerdings schwierig werden, etwa dann, wenn im fraglichen Zeitraum gar keine Zähler abgelesen wurden. Im Streitfall mit dem Vermieter empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.
Sue am 15.02.2018 14:34
Hallo, wie sieht es aus wenn der Vermieter in einer Wohnung des Mietshauses wohnt, und er seine eigene Wohnung KLEINER macht als sie ist? In der Betriebskostenabrechnung ist sie mit 110qm angegeben, seine Wohnung ist laut beglaubigtem Grundriss/Plan aber 138qm groß. 28qm werden quasi auf die anderen Wohnungen verteil. (Wir wohnen in einem Altbau, Wasseruhren sind erst vor ca. 4 Jahren eingebaut worden).
Immowelt-Redaktion am 15.02.2018 15:37
ein solches Vorgehen ist natürlich nicht zulässig und kann unter Umständen die Nebenkostenabrechnung unwirksam machen. Aus der Ferne abschließend beurteilen können wir das allerdings nicht. Wir möchten Ihnen daher empfehlen, Ihre Informationen einem Mieterverein oder einem Fachanwalt vorzulegen. Dort erhalten Sie eine Rechtsberatung und erfahren, wie Sie gegebenenfalls gegen die Nebenkostenabrechnung vorgehen können.
Benny am 02.02.2018 08:58
ich habe zweifelhafte Mietschulden aus Anfang 2014. Die Hausverwaltung hat zahlreiche Mahnungen geschickt. Auch gab es ein Schreiben mit dem Angebot nur die Hälfte zu zahlen. Ist durch dieses Angebot (auch aus 2014) oder durch die Mahnungen die Verjährungsfrist gehemmt ?
Sollte die Verjährung eingeetzt haben, kann dann noch ein Vollstreckungsbescheid erwirkt werden?
Immowelt-Redaktion am 02.02.2018 09:28
es könnte in der Tat sein, dass die Verjährung nach § 203 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gehemmt wurde. Aus der Ferne können wir dies aber nur schwer beurteilen. Sollten die Mietschulden allerdings tatsächlich verjährt sein, kann auch kein Vollstreckungsbescheid erwirkt werden. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.
HorstLiepack am 01.02.2018 21:36
wir haben in dieser Woche einen Anruf vom ehemaligen Vermieter bekommen das noch ca. 1,5h Monatsmieten aus 02/03 2014 offen wären. Das hatte er auch schon mal im Juni 2015 gemacht. Ich hatte daraufhin im Juni 2015 eine E-Mail geschrieben (nach Auszug) und hatte aber vergessen den offenen Betrag zu überweisen. Wir hatten auch die Mietschuldenfreiheit für den neuen Vermieter bekommen. Jetzt kam einen wohl Mitarbeiterin aus dem Babyjahr und der ist aufgefallen, dass der Betrag doch nicht bezahlt wurde, Jetzt meine Frage: Muss ich den offenen Betrag von zahlen ober greift hier die 3-jährige Verjährungsfrist und ich bin schön raus.
Ich würde mich über eine Anwort freuen, da der ehemalige Vermieter mit Anwalt droht.
Horstliepack am 01.02.2018 22:10
Nachtrag: 10/2013 und 02/2013 wurde Miete versäumt
Horstliepack am 01.02.2018 22:13
Entschuldigung:02/2014 war der 2. Monat
Immowelt-Redaktion am 02.02.2018 09:02
Sehr geehrter Herr Liepack,
unter Umständen ist es möglich, dass die Verjährung durch die Forderung des Vermieters im Jahr 2015 gehemmt wurde. Dies regelt § 203 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. In diesem Fall wären die Forderungen nicht verjährt. Ob das allerdings wirklich so ist, können wir aus der Ferne nur schwer beurteilen. Insofern raten wir Ihnen zu einer Rechtsberatung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.
Conny am 23.01.2018 13:20
Habe seit 5 Jahren von meinem Vermieter keine Nebenkostenabrechnung erhalten obwohl ich monatliche Abschläge zahle. Kann ich Forderungen geltend machen?
Immowelt-Redaktion am 23.01.2018 13:31
Hallo Conny und vielen Dank für Ihren Kommentar,
das kommt darauf an, ob aus den Nebenkostenabrechnungen Rückzahlungen an Sie entstanden wären. In diesem Fall können Sie selbige drei Jahre lang einfordern. Sollte sich der Vermieter allerdings weigern, Nebenkostenabrechnungen auszustellen, müssten Sie diese im schlimmsten Fall einklagen.
Aida am 22.01.2018 13:43
Ich habe ein Guthaben von meinem alten Vermieter. Es war aber von 3 Jahren. Gibt es Fristen dafür oder kann ich das Geld vom Vermieter zurückverlangen?
Immowelt-Redaktion am 22.01.2018 14:30
Hallo Aida und vielen Dank für Ihren Kommentar,
die Verjährungsfrist bei Guthaben aus der Nebenkostenabrechnung beträgt drei Jahre.
Nade am 22.01.2018 11:07
mein Vermieter hat mir letzte Woche eine Excel Abrechnung von 2011 bis 2017 zugeschickt.
Wie sieht das hier mit der Verjährungsfrist aus? Ist das rechtens?
Immowelt-Redaktion am 22.01.2018 11:37
sofern Sie die Nebenkostenabrechnung meinen: Laut § 556 des Bürgerlichen Gesetzbuchs muss die Nebenkostenabrechnung erstens jährlich erfolgen und zweitens spätestens zwölf Monate nach dem Ende des Abrechnungszeitraums beim Mieter sein. Ein Beispiel: Der Vermieter rechnet den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 ab. Die Abrechnung muss in diesem Fall bis zum 31. Dezember 2018 beim Mieter ankommen. Kommt die Abrechnung nicht pünktlich beim Mieter an, kann der Vermieter für die fraglichen Jahre keine Nachzahlung mehr verlangen.
Zudem gibt es gewisse formale Anforderungen an eine wirksame Nebenkostenabrechnung. Ob diese bei einer Excel-Tabelle gegeben sind, ist zumindest fraglich.
Bitte beachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Konflikt mit dem Vermieter kommen, empfehlen wir die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.
Np am 13.01.2018 01:34
der Vermieter hat tag-genau 6 Monate nach Wohnungsübergabe die Kosten für Renovierungsarbeiten und bevorstehende Reparaturen eingefordert.
Der Mietvertrag war 5 Tage vor Übergabe ordentlich beendet.
Welches Datum zählt für die Verjährungsfrist?
Wie wird diese Frist berechnet?
Fängt sie am selben Tag der Übergabe an oder am ersten Tag danach?
Immowelt-Redaktion am 15.01.2018 09:29
laut einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2011 beginnt die Verjährungsfrist an jenem Tag zu laufen, nachdem der Vermieter die Mietsache zurückerhält, also mit der Wohnungsübergabe.
PS am 28.12.2017 13:53
Hallo darf mein Vernieter das entstanden Guthaben aus der nebenkostenabrechnung nach über einem ja noch zurückfordern? Weil er jetzt merkt das vielleicht was falsch ist?
Immowelt-Redaktion am 28.12.2017 14:11
vielen Dank für Ihren Kommentar. Einen Fehler in der Nebenkostenabrechnung kann der Vermieter in der Regel nur in dem Jahr nach dem Abrechnungszeitraum der Nebenkosten korrigieren.
Das heißt, wenn die Nebenkosten für den Zeitraum vom 1.01.2016 bis 31.12.2016 abgerechnet werden, kann der Vermieter einen Fehler nur bis zum 31.12.2017 korrigieren.
Danach kann er meist keine Kosten mehr einfordern oder bereits erstattetes Gutahben vom Mieter zurückverlangen (BGH, Az.: VIII ZR 190/06; VIII ZR 57/04). Hiervon sind Ausnahmen nur möglich, wenn der Vermieter nichts für die verspätete Korrektur kann. Zum Beispiel, weil er nicht die nötigen Unterlagen hatte, um die Kosten einzufordern.
Bitte beachten Sie, das wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt für Mietrecht oder dem Mieterverein.
HolPet am 28.12.2017 10:02
Wie haben kurz vor Weihnachten 2017 von unserem Vermieter eine Nachforderung von Nebenkosten, genauer gesagt von Schmutz- und Niederschlagswasser, bekommen.
Diese sollen wir rückwirkend seit 2014 (ca. 210,-€ mtl.) zahlen da zu diesem Zeitpunkt diese Kosten nicht mehr über die Stadtwerke an uns als Mieter sondern über die Stadt direkt an den Vermieter zu zahlen waren.
Desweiteren haben wir, seit dem wir in dieser Wohnung sind (2008) noch keine Nebenkostenabrechnung bekommen....
HolPet am 28.12.2017 10:03
P,s,: Die Jahresabrechung 2017 wird im Januar 2018 gestellt...
Immowelt-Redaktion am 28.12.2017 10:49
damit der Vermieter von Ihnen das Zahlen der Nebenkosten verlangen kann, müssen diese zunächst wirksam im Mietvertrag vereinbart sein.
Ist dies der Fall, so dürfte aber zumindest ein Teil der Forderungen bereits verjährt sein. Denn der Vermieter muss Ihnen die Nebenkostenabrechnung für ein Kalenderjahr bis spätestens 31.12. des Folgejahres zukommen lassen. Für das Kalenderjahr 2015 hätten Sie also bis spätestens 31.12.2016 eine Nebenkostenabrechnung erhalten müssen. Andernfalls kann der Vermieter die Kosten für diesen Zeitraum nicht mehr von Ihnen einfordern.
Hier finden Sie eine ausführliche Erklärung dazu, wie Sie die Nebenkostenabrechnung prüfen können und wann eine Nebenkostenabrechnung verjährt ist: ratgeber.immowelt.de/a/nebenkostenabrechnung-pruefen-tipps-fuer-mieter.html
Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt für Mietrecht oder einem Mieterverein.
eqq am 07.12.2017 11:38
Sehr geehrter Portal!
Ich habe von meinem Vermieter eine Mitteilung bekommen, dass die Nebenkosten um 240 EUR / Monat gelegen sei.
Obwohl das Mehrfamilienhaus wo ich wohne ein Aufzug hat und mit Videokameras eingestellt ist, denke ich dass diese Kosten trotzdem übertrieben sind, insbesonderes unter Berücksichtigung, dass ich:
- alleine Wohne, und oft bin während des Wochenendes unterwegs
- bin relativ sparsam mit Wasserverbrauch
- habe bis jetzt kaum Heizung benutzt, da ich im Sommer eingezogen bin
Denken Sie, dass diese Kosten für ein 2-Zimmer Wohnung in Frankfurt so hoch sein könnten? Kostet die Nutzung vom Aufzug wirklich so viel?
Immowelt-Redaktion am 07.12.2017 11:55
Nebenkosten können auf unterschiedliche Weise auf Mieter umgelegt werden, etwa nach Personenanzahl oder nach Wohneinheiten. Insofern spielt es nicht zwangsläufig eine Rolle, ob ein Mieter am Wochenende viel unterwegs oder sparsam mit dem Wasserverbrauch ist. Ob Ihre Nebenkostenabrechnung zu hoch ist, können wir allerdings aus der Ferne nicht abschließend beurteilen. Als Mieter haben Sie allerdings das Recht, bei Ihrem Vermeiter die Belege einzusehen, aus denen sich die Nebenkostenabrechnung ergibt. Wir würden Ihnen empfehlen, davon Gebrauch zu machen. Bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wenn auch die Einsicht in die Belege keine Klarheit bringt, können Sie Ihre Nebenkostenabrechnung zur rechtlichen Prüfung einem Mieterverein oder einem Fachanwalt vorlegen.
linda am 07.11.2017 08:05
Hallo,wir haben aufgrund einer 3o jährigen Heizung,im Winter oft nur 19 Grad,Fenster von 1978 hohen Oelverbrauch-was in unserer anderen Wohnung nicht war.Bis jetzt haben wir schon 4600 E Oelschuld beim Vermieter.Er hat das Oel geholt,wir zahlen Abschläge.Habe aber mit so Summen nie gerechnet.Was passiert wenn wir ausziehen würden? Bekannte haben gesagt es wäre verjährt,da der Vermieter nicht angemahnt hat,was aber auch schäbig von uns wäre.Dies macht uns viel Kopfzerbrechen!Gruß Linda
Immowelt-Redaktion am 07.11.2017 09:13
Hallo Linda und vielen Dank für Ihren Kommentar,
entscheidend ist, ob der Vermieter dem Mieter rechtzeitig eine Nebenkostenabrechnung hat zukommen lassen. Das muss spätestens ein Jahr nach dem Ende des Abrechnungszeitraums geschehen. Der Mieter hat dann seinerseits Zeit, Einwände gegen die Abrechnung vorzubringen. Auch dafür hat er zwölf Monate Zeit. Hat er keine Einwände, gilt die Abrechnung als stillschweigend akzeptiert.
Bitte beachten Sie jedoch, dass wir die Details Ihrer Abrechnung nicht kennen und diese daher aus der Ferne nur schwer beurteilen können. Im Streitfall empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.
Ajdin am 31.10.2017 17:16
wir sind mit dem 31.03.2016 aus einer Wohnung ausgezogen. Wohnungsübergabe hat auch stattgefunden nur wollte die Vermieterin nicht teilnehmen aber ihr Sohn hat alles unterschrieben usw.
Jetzt am 30.10.2017 haben wir ein Schreiben von der Vermieterin bekommen Sie verlangt Nachzahlungen für Nebenkosten die wir auch vor haben zu zahlen vom 1.1.2016 - 31.03.2016.
Dazu kommt auch noch ne Rechnung von einer Reparatur im Badezimmer die im August 2017 stattgefunden hat. Der angebliche Schaden war uns nicht bekannt als wir damals ausgezogen sind und die Reparatur fand auch 5 Monate danach statt.
Unsere Frage ist jetzt ob wir verpflichtet sind diese Reparatur zu zahlen oder nicht? Ist dies mittlerweile verjährt?
Ajdin am 02.11.2017 11:04
Korrektur: Reparatur fand im August 2016 statt.
Immowelt-Redaktion am 02.11.2017 14:53
ob Sie für diese Reparaturen aufkommen müssen, können wir aus der Ferne leider nicht beurteilen.
In der Regel gilt: Hat der Vermieter beim Auszug Schäden an der Wohnung festgestellt, so bleiben ihm laut Bürgerlichem Gesetzbuch (§ 548 Abs. 1 BGB) sechs Monate Zeit, um die Kosten dafür einzufordern. Die Zeit läuft ab dem Tag der Wohnungsübergabe.
Ihr Vermieter kann die Verjährung jedoch aufhalten, indem er innerhalb dieser sechs Monate den Schadensersatz gerichtlich geltend macht oder bei Gericht einen Mahnbescheid beantragt. Außergerichtliche Schreiben oder mündliche Aufforderungen an Sie genügen in der Regel nicht.
Wir empfehlen Ihnen, sich an einen Fachanwalt für Mietrecht oder Ihren örtlichen Mietverein zu wenden, um Rat einzuholen und das weitere Vorgehen abzusprechen.
Silly am 27.10.2017 10:11
Hallo, seit 1.11.2013 wohne ich in meiner Wohnung. Mein VM hat mir, trotz aufforderung, bisher nie eine Nebenkostenabechnung erstellt. Nun hat er fristlos gekündigt, da ich 3350 EUR (wegen Einbehaltungsrecht der NK) im Rückstand bin. Nun hat mir ein Anwalt geraten, auf das Rückforderungsrecht der kompletten vorausgezahlten Nebenkosten zu pochen. Dies beläuft sich dann auf 7.200 EUR.
Wie verhält es sich hier bei? Danke für Antworten.
Immowelt-Redaktion am 27.10.2017 12:36
Nach ständiger Rechtsprechung kann ein Mieter Nebenkostenvorauszahlungen im laufenden Mietverhältnis zurückbehalten, wenn der Vermieter nicht innerhalb der gesetzlichen Fristen abrechnet. Sobald der Vermieter (verspätet) abrechnet, erlischt aber dieses Zurückbehaltungsrecht. Allerdings muss der Mieter im Falle, dass verspätet abgerechnet wurde, keine Nachforderungen mehr zahlen, die sich aus der Abrechnung ergeben.
Über ein Rückerstattungsrecht für bereits geleistete Nebenkostenvorauszahlungen hat der Bundesgerichtshof (BGH) vor einiger Zeit geurteilt, dass dieses Rückerstattungsrecht besteht, wenn das Mietverhältnis bereits beendet ist, da der Mieter in solchen Fällen ja keine Möglichkeit mehr hat, Vorauszahlungen zurückzubehalten. Der BGH hat dies aber auf diejenigen Abrechnungsperioden beschränkt, bei denen die Frist zur Erstattung der Abrechnung seitens des Vermieters zum Zeitpunkt des Mietvertragsendes noch nicht vergangen war. „...dem Mieter kann bei Beendigung des Mietverhältnisses im Wege ergänzender Vertragsauslegung ein Anspruch auf Rückzahlung von Betriebskostenvorauszahlungen nur insoweit zugebilligt werden, als er während der Dauer des Mietverhältnisses nicht die Möglichkeit hatte, den Abrechnungsanspruch durch Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechts an den laufenden Vorauszahlungen durchzusetzen“, heißt es dazu im BGH-Urteil (Az.: VIII ZR 315/11). Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass Anspruch auf Rückerstattung nach Ende des Vertragsverhältnisses nicht für Vorauszahlungen aus Abrechnungsperioden besteht, für die der Mieter sein Zurückbehaltungsrecht in Anspruch hätte nehmen können.
Ob und wie viel Nebenkostenvorauszahlungen Sie zurückfordern können, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Wir raten Ihnen, sich vor Ort von einem fachkundigen Rechtsanwalt oder einem Mieterverein beraten zu lassen.
Rüdiger am 19.10.2017 14:22
Meine Nebenkostenabrechnung bekam ich mit Rechnungsdatum 13.10.2017 für den Abrechnungszeitraum 01.05.2015 bis 30.04.2016. Ich habe Vorauszahungen geleistet. Ist die nun geforderte Nachzahlung verjährt bzw. ist die gesamte Betriebskostenabrechung verjährt und ich kann die Vorauszahlungen auch zurück fordern?
Immowelt-Redaktion am 19.10.2017 15:53
wenn eine Nebenkostenabrechnung zu spät beim Mieter ankommt, kann der Vermieter darauf basierend keine Nachzahlung fordern. Etwaige Vorauszahlungen kann der Mieter nur deshalb allerdings nicht zurückfordern.
Detlef am 12.10.2017 16:12
wie verhält es sich mit Mietrückständen aus dem Jahr 2015, wenn die Wohnungen danach den Besitzer gewechselt haben und der alte sich nicht gemeldet hat.
Immowelt-Redaktion am 13.10.2017 13:09
Hallo Detlef und vielen Dank für Ihren Kommentar,
die Verjährungsfrist für Mietrückstände beträgt drei Jahre. Dies gilt unabhängig davon, ob zwischenzeitlich der Vermieter wechselt oder nicht.
BETINA am 28.09.2017 11:01
Hallo, ich habe mein Wohnung in Deutschland am 31.05.2016 verlassen, ich bekomme die Nebenkostenabrechnung am 27.09.2017 muss ich zahlen? (Datum von Dokumenten "abrechnung ist 31.07.2017" muss ich bezahlen?
Immowelt-Redaktion am 28.09.2017 11:30
vielen Dank für Ihren Kommentar. Das kommt auf den Abrechnungszeitraum an. Wenn dieser beispielsweise vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 läuft, dann müssen Mieter eine Nebenkostenabrechnung, die bis 31. Dezember 2017 bei ihnen eintrifft, noch anteilig bezahlen. Wichtig ist nur, dass die Nebenkostenabrechnung zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums beim Mieter ist.
Sylwia am 25.09.2017 11:14
Hallo, ich habe 2004 eine Wohnung bezogen und damals keine Kaution bezahlt. Jetzt nach 13,5 Jahren bekam ich ein Brief von meinem Vermieter der die Kaution jetzt einfordert und mit einer Kündigung droht. Ich habe gehört das die nicht gezahlte Mietkaution nach 3 Jahren nach § 195 BGB verjährt, ist es richtig und kann ich mich darauf beziehen?
Immowelt-Redaktion am 25.09.2017 14:32
das Landgericht Darmstadt hat dies bejaht. Laut einem Urteil aus dem Jahr 2007 verjährt der Anspruch des Vermieters auf eine zu Beginn des Mietverhältnisses nicht gezahlte Kaution nach drei Jahren (Az.: 4 O 529/06).
Bitte beachten Sie jedoch abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Sollte es zum Streit mit dem Vermieter kommen, empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.
Sylwia am 26.09.2017 09:12
Ich hätte da noch eine Frage es gibt seid 2013 ein neues Gesetz nach § 569 Abs. 2 a BGB gilt das nur für Mietverträge die danach abgeschlossen worden sind oder auch für die Mietverträge vor 2013? Oder greift das Gesetz nach der Verjährungsfrist nicht mehr ein? Danke
Immowelt-Redaktion am 26.09.2017 09:44
darauf kommt es letztlich gar nicht an. Wenn die Forderungen verjährt sind, kann damit im Zweifel auch keine Kündigung begründet werden.
Sweety am 14.09.2017 10:21
Guten Tag ich bin im April 2015 in meine Wohnung gezogen und habe bis heute weder die Nebenkostenabrechnung Für 2015 noch Für 2016 erhalten. Meine Frage wäre ob die Verjährungsfrist hier schin eingetreten ist?
Immowelt-Redaktion am 14.09.2017 15:23
Hallo Sweety und vielen Dank für Ihren Kommentar,
eine Nebenkostenabrechnung muss spsätestens ein Jahr nach dem Ende des Abrechnungszeitraums beim Mieter sein. Wenn der Abrechnungszeitraum also beispielsweise von April 2015 bis April 2016 läuft, hätte der Vermieter bis April 2017 Zeit gehabt, Ihnen die Abrechnung zukommen zu lassen.
Sweety am 14.09.2017 17:23
Hallo das bedeutet dann also das ich die Abrechnung Für April 2015 im April 2016 bekommen müssen und die Abrechnung Für April 2016 hätte ich jetzt im April 2017 erhalten müssen hab ich das dann jetzt richtig verstanden? Das bedeutet dann auch das die Vermieter keinen Anspruch mehr auf eventuelle Nachzahlungen haben?
Immowelt-Redaktion am 15.09.2017 09:42
Sie hätten die Abrechnung nicht zwangsläufig im April bekommen müssen, das hängt vom Abrechnungszeitraum ab, den Ihr Vermieter ansetzt. Denkbar wäre auch, dass dieser beispielsweise von Januar bis Dezember 2015 läuft und der Vermieter die Nebenkosten dann nur anteilig berechnet. So oder so: Hat der Vermieter dem Mieter ein Jahr nach dem Ende des Abrechnungszeitraums keine Nebenkostenabrechnung zugestellt, verliert er in der Regel Ansprüche auf etwaige Nachzahlungen, das ist gesetzlich so geregelt. Ausnahmen sind nur denkbar, wenn der Vermieter die Verzögerung nicht selbst zu verschulden hat.
pusteblume am 22.06.2017 23:01
ich habe für 2015 meine NKA im August 2016 zugeschickt bekommen. Darin war allerdings noch etwas falsch und ich hatte eine Rückfrage. Bisher habe ich noch keine Korrektur der NKA erhalten. Gibt es hier auch eine Verjährungsfrist für die Nachbesserung?
Immowelt-Redaktion am 23.06.2017 10:29
vielen Dank für Ihren Kommentar. Eine diesbezügliche gesetzliche Regelung wäre uns nicht bekannt. Wichtig ist lediglich, dass der Mieter Einwände gegen die Nebenkostenabrechnung beim Vermieter innerhalb von zwölf Monaten nach Zugang der Abrechnung geltend machen muss.
Alexy P. am 22.06.2017 11:18
meine Frage wäre heute,
wir haben in 2014 keine Quartalsweise Abrechung für das Jahr erhalten was wir für 2014 zu bezahlen hätten. Trotz mehrmaligem Anfragen beim Hausmeister haben wir diese bis März 2017 nicht ausgehändigt bekommen. Letzte Woche fliegt uns nun eine Mahnung ins Haus in der steht was wir für 2014 nicht bezahlt hätten. Wir wussten aber bis März`17 überhaupt nichts davon.
Meine Frage: Ist es nun unser Recht zu sagen wir bezahlen diese Nebenkosten nicht mehr das sie verjährt sind und wie können wir uns darauf berufen? Wer kann uns mit genauer Info bitte darüber helfen? Mit e-mail an mich wäre super! DANKESCHÖN!
Immowelt-Redaktion am 22.06.2017 14:20
Hallo Alexy P.,
vielen Dank für Ihren Kommentar. Wie gewünscht haben wir Ihr Anliegen per E-Mail an die von Ihnen angegebene Adresse beantwortet.
yann am 13.06.2017 14:09
meine frage ist ob sich die 3 jährige frist verlängert wenn der vermieter bei einer ortsbesichtigung die fehlende miete anmahnt und dieses gespräch protokoliert. die fehlende miete war von 2013 und die mündliche abmahnung 2015.
Immowelt-Redaktion am 14.06.2017 09:15
besten Dank für Ihren Kommentar. Gemäß §199 BGB beginnt die regelmäßige Verjährungsfrist mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Beispiel: Blieb die Mietzahlung im Februar 2013 aus, beginnt die Verjährungsfrist am 31.12.2013 um 0 Uhr. Allerdings beginnt die Verjährung von Neuem, wenn der Schuldner dem Gläubiger beispielsweise eine Abschluszahlung zahlt oder eine Sicherheitsleistung gewährt. Bitte beachten Sie, dass wir aus der Ferne Ihren konkreten Fall nicht pauschal beurteilen können und wird darüber hinaus keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bei weiteren Fragen möchten wir Ihnen daher den Gang zum Fachanwalt oder Mieterverein empfehlen.
rockin1lady am 05.06.2017 14:13
Hallo, hatte einen vermieter der sich nicht im geringsten für die wohnung bzw. den zustand der wohnung interessiert hat. genausowenig wie die kaputte balkontür die über 4 jahre nicht zu verschliessen war, das öl haben wir auch für die aussenwelt verheizt. habe dann einmal die miete einbehalten und aufgrund dessen hat er mir die kaution nicht zurückbezahlt.ich weiss dass er das nur darf wenn ich etwas kaputt gemacht habe, was nicht der fall ist.
rockin1lady am 05.06.2017 14:04
wie lange kann ich von meinem ex-vermieter die kaution zurückverlangen?
Immowelt-Redaktion am 06.06.2017 12:15
vielen Dank für Ihren Kommentar. Das Landgericht Oldenburg hat entschieden, dass die Mietkaution der dreijährigen Regelverjährungsfrist unterliegt (Az.: 4 T 93/13). Diese drei Jahre beginnen zu laufen, wenn der Zeitraum vorbei ist, in dem der Vermieter die Kaution eigentlich hätte zurückzahlen müssen. Hier halten die Gerichte meist sechs Monate für angemessen. Das heißt also: Nach Auszug muss sich ein Mieter sechs Monate gedulden, in dieser Zeit muss der Vermieter die Kaution eigentlich zurückzahlen. Tut er das nicht, hat der Mieter nach Ablauf dieser sechs Monate drei Jahre Zeit, um sie zurückzufordern.
Side am 26.05.2017 23:36
Liebe immowelt Redaktion,
Ich wohnen seit 2001 in einer Mietwohnung, und seid dem läuft auch ein Dauerauftrag der die Miete Monatlich auf das Konto des Vermieters überweist.
Von 01.09.2010 - 01.12.2011 habe ich Sozialleistungen bezogen. Gestern habe ich einen Bescheid über die gesamten Auszahlungen in diesem Jahr erhalten und musste feststellen, dass das Amt das Geld direkt an meinen Vermieter gezahlt hat, während mein Dauerauftrag wieder lief.
Zusammen gerechnet kommt man auf einen Betrag von über 5000 Euro die unsere Vermieter zu viel bekommen haben.
Habe ich jetzt 6 Jahre später noch ein Recht darauf das Geld zurück zu verlangen ? Oder ist das schon verjährt?
Immowelt-Redaktion am 29.05.2017 09:15
Hallo Side und vielen Dank für Ihren Kommentar,
bei zu viel gezahlter Miete gilt eine Verjährungsfrist von drei Jahren. Versäumt der Mieter es in dieser Zeit, seine Ansprüche geltend zu machen, hat er danach kein Recht mehr auf die zuviel gezahlte Miete. Eventuell können Sie allerdings auf die Kulanz Ihres Vermieters hoffen.
ingo am 04.04.2017 18:23
Mein Mieter vermietet ohne meine Zustimmungein Zimmer tageweise auf einer dafür bekannten Plattform .60 € am Tag.
Immowelt-Redaktion am 05.04.2017 08:45
vielen Dank für Ihren Kommentar. In der Tat kann eine unerlaubte Untervermietung ein Grund für eine fristlose Kündigung sein. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihren Einzelfall aus der Ferne nur schwer beurteilen können und darüber hinaus keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Eigentümerverein wie Haus & Grund.
husk am 05.03.2017 21:07
Hallo, aufgrund eines Wasserschadens, durch Nachbarn verursacht, war meine Wohnung unbewohnbar. Für diese Zeit - November 2013 - wurde die Miete nach schriftlicher Ankündigung durch mich zurück gebucht. Alles kein Problem. Nun, März 2017 soll ich die Mahngebühren, zwar nur sechs Euro, aber es geht ums Prinzip, zahlen. Greift hier die Verjährungsfrist nach BGB? Bevor ich damit anfange, lege ich natürlich den Sachverhalt von damals dar, jedoch ist die Hausverwaltung in sämtlichen hausverwalterlichen Tätigkeiten wenig bis gar nicht Lösungsorientiert, deswegen auch meine Frage.
Immowelt-Redaktion am 06.03.2017 11:26
die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre. Insofern könnten Forderungen aus dem Jahr 2013 tatsächlich verjährt sein. Allerdings können wir Ihren Fall aus der Ferne leider nur schlecht beurteilen. Im Zweifel empfehlen wir daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.
Futurer am 10.02.2017 11:50
Hallo ich habe von 01.09.2013-01.09.2016 in einer Mietwohnung gewohnt (Erstbezug),
meine Vermieterin hat nie eine Anrechnung der Nebenkosten machen lassen, bis zum tag meines auszuges für dir 3 jahre rückwirkend nun meine frage darf sie das überhaupt?
weil ich habe mal gelesen das sie die abrechnungsperioden einhalten muss also 24 Monate maximal rückwirkend
Immowelt-Redaktion am 10.02.2017 13:18
grundsätzlich müssen Vermieter spätestens ein Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraums mit dem Mieter abgrechnen, ansonsten sind keine Nachforderungen mehr möglich.
Futurer am 11.02.2017 13:11
Danke für die schnelle Antwort nun meine nächste frage wie soll ich nun weitermachen einfach schrieftlich antworten wegen dem Abrechnungszeitraum oder gleich einen Anwalt aufsuchen?
Immowelt-Redaktion am 13.02.2017 09:15
in der Praxis erweist es sich oft als hilfreich, das Thema zunächst mit dem Vermieter zu besprechen. Erst wenn dieser auf seinen Forderungen beharrt, empfiehlt sich die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.
Uhuuschi am 17.12.2016 18:56
Sehr geehrte Immonet-Mitarbeiter/innen,
bei uns hat der Vermieter in den letzten Jahren die Wartung der Thermen der Gasetagenheizungen in Auftrag gegeben und bezahlt. Da die Wartungsarbeiten der Therme aber - mir ist jedenfalls nichts Gegenteiliges bekannt - vom Mieter selber getragen werden müssen, hat er sie dann an uns weiter gegeben. Jetzt ist aber die Rechnung für die Wartungsarbeiten vom 20.04.2015 erst mit Schreiben des Vermieters vom 15.12.2016 gekommen. Ist das noch rechtens oder verjährt?
melanie am 10.12.2016 16:00
ich soll v. 05.11.2011 bis 05.11.2015 Nebenkosten bezahlen Gebäudevers. Wasser und Schmutzwasser, insgesamt 1200,00 €
Thomas Muentzer am 03.01.2017 17:44
Wenn der Vermieter nachweisen kann, dass er für die verspätete Abrechnung der Jahre 2011-2014 nicht verantwortlich ist (weil er selbst die Rechnungen zB der Versicherungen nicht rechtzeitig erhalteb hat): ja. Wenn der Vermieter die Nebenkosten aber jetzt zum ersten Mal und selbstverschuldet so spät vorlegt: Nein. Alle Forderungen, deren Abrechnungsteitraum mehr als 12 Monate zurück liegt, sind verjährt.
JohnnyVermieter=Verbrecher am 07.12.2016 17:56
Ich habe in meiner Wohnung Schimmel entdeckt, vor allem im Badezimmer, muss der Vermieter dieses entfernen lassen ( allein durch die Gefährdung der Gesundheit durch schwarzen Schimmel)
Bzw. Kann ich jemanden beauftragen dieses zu richten und dann die Rechnung an den Vermieter schreiben?
Immowelt-Redaktion am 08.12.2016 08:34
vielen Dank für Ihren Kommentar. Pauschal lässt sich diese Frage leider nicht beantworten. Zunächst muss der Mieter dem Vermieter den Mangel anzeigen und ihm eine angemessene Frist zur Mängelbeseitigung setzen. Ist der Vermieter allerdings der Überzeugung, dass der Mieter für den Schaden verantwortlich ist, beispielsweise durch falsches Lüften, könnte er von ihm Schadensersatz verlangen. Kann oder will der Vermieter diesen Beweis allerdings nicht führen, ist er dazu verpflichtet, den Schimmel entfernen zu lassen.
Abrechnungs-Fuzzi am 08.12.2016 17:49
bitte bedenken Sie dabei, dass Schimmel meist Verschulden des Bewohners selbst ist. Wenn Sie z.B. nach dem Duschen nicht so lange das Fenster öffnen, bis die Fliesen und Fugen im Bad vollständig getrocknet sind und sich somit immer Feuchtigkeit im Raum befindet, ist der Schimmel vorprogrammiert. Nur wenn Sie sich sicher sind, dass Sie täglich gewissenhaft gelüftet haben, würde ich dies beim Vermieter anzeigen. Andernfalls sollten Sie die Beseitigung lieber selbst durchführen (z.B. mit purem Alkohol abreiben - erhältlich in der Apotheke) oder die Rechnung für die Beseitigung selbst übernehmen. Es könnte nämlich passieren, dass Sie sonst beschuldigt werden, die Mietsache nicht vertragsgemäß zu gebrauchen, was zur Kündigung führen kann.
der Abrechnungs-Fuzzi
Brummfizz am 03.12.2016 18:53
Frage als Mieter:
Gilt die Verjährungsfrist von einem Jahr auch dann, wenn in den Nebenkosten ein Posten fehlt, die NK-Abrechnung aber pünktlich da war und der Vermieter nach Fristablauf den fehlenden Posten nachfordert?
Immowelt-Redaktion am 05.12.2016 14:55
Hallo Brummfizz,
vielen Dank für Ihren Kommentar. Ist die Frist von einem Jahr abgelaufen, kann der Vermieter keine Nachforderungen mehr stellen. Eine Ausnahme besteht dann, wenn der Vermieter den Grund für die Verspätung nicht selbst zu verantworten hat.
Manuela56 am 25.11.2016 17:27
ich habe eine fristlose Kündigung wegen Mietrückständen bekommen und soll in zwei Wochen ausziehen.
Mein neuer Vermieter lässt nichts unversucht, mich aus der Wohnung zu schmeißen, in der ich seit 15 Jahren wohne. Ich muss dazu sagen, dass dieser Vermieter die Wohnung erst 2013 erworben hatte und mich seither mit falschen Nebenabrechnungen, unberechtigten Kündigungen und ähnlichen Schikanen terrorisiert. Dabei zahle ich immer pünktlich und komme meinen Pflichten nach.
Vorab war der ehemaliger Besitzer für ca. 1,5 Jahre "verschollen" bzw. nicht zu erreichen. Es bestanden massive Mängel in der Wohnung, so dass ich die Miete von 12/12 bis 11/13 um 100% gekürzt habe. Dies wurde weder angemahnt noch wurden die Mängel behoben. Erst bei Neuerwerb wurden 50% der Mängel beseitigt. (weitere bestehen noch immer)
Nun ein neues Schreiben vom Vermieter: Er fordert rückwirkend die Miete rückwirkend ein, hat die Kündigung ausgesprochen und beruft sich dabei auf eine Abtretung seitens des ehemaligen Besitzers. Ein Umstand, von dem ich weder wusste noch dass es mir in irgendeiner Art und Weise mitgeteilt wurde, aber dreist behauptet wird.
Nun würde ich gern wissen, ob die Verjährung bereits greift oder ob ich mich auf einen langen Kampf vor Gericht einstellen kann.
Immowelt-Redaktion am 28.11.2016 08:57
generell beträgt die Verjährungsfrist für die Eintreibung von Mietschulden drei Jahre. Allerdings ist die Situation in Ihrem Fall ja ein bisschen komplizierter. Wir würden daher dringend zu einer Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Miterverein raten.
angelika31 am 13.11.2016 13:03
Ich bin im August 2003 ausgezogen und am 8.11.2016 möchte der Vermieter Mietschulden von mir.
In den ganzen Jahren hat sich niemand deshalb bei mir gemeldet.Wie verhalte ich mich.
Am 31.12.2006 ist die Forderung erloschen sagte mir die Dame beim Mieterschutzbund das könnte ich dem Vermieter genau so sagen. Es würde kein Recht mehr dafür bestehen
Immowelt-Redaktion am 14.11.2016 09:17
wenn der Mieter die Mietschulden nicht einfordert, verjähren seine Ansprüche nach drei Jahren. Insofern ist die Auskunft, die Sie vom Mieterbund erhalten haben, korrekt.
Angelika am 01.11.2016 17:49
Ich habe 10 Jahre in einer Mietwohnung gelebt da ich jetzt die Wohnung gekündigt habe, habe ich von meinen Vermieter die Nachricht erhalten das ich in meinen Mietvertrag stehen habe das ich nach 3 Jahren 15.00€ mehr zu zahlen habe. Der Vermieter hat aber keine schriftlichen Vorderungen gestellt. Ich soll nun für 4 Jahre nachzählen, ist das rechtens?
Immowelt-Redaktion am 02.11.2016 08:55
die sogenannte regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre. Das bedeutet: Versäumt ein Vermieter es, drei Jahre lang, diese einzutreiben, hat er Pech gehabt. Anders kann es sich unter Umständen mit zu wenig gezahlter Miete für die vergangenen drei Jahre verhalten. Allerdings kommt es dabei auch auf die genaue Formulierung in ihrem Mietvertrag an. Wir empfehlen Ihnen, diese einem Fachanwalt oder einem Mieterverein vorzulegen. Dort erhalten Sie eine entsprechende Rechtsberatung.
niklas am 20.09.2016 17:18
ich habe 2einhalb jahre in einer wohnung zur miete gewohnt, und habe jetzt bei der kündigung erst die berechnung für nebenkosten für die gesamte zeit bekommen, mussten nachzahlen.
muss ich die komplette summe nachzahlen, oder nur für dieses jahr?
Immowelt-Redaktion am 21.09.2016 09:23
herzlichen Dank für Ihren Kommentar. Allgemein gilt, dass der Mieter spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums die Nebenkostenabrechnung erhalten haben muss. Kommt sie später, muss der Mieter in der Regel keine Nachzahlungen mehr leisten. Werden die Nebenkosten zum Beispiel für das Kalenderjahr 2014, also vom 01.01.2014 bis 31.12.2014 abgerechnet, muss die Abrechnung demnach spätestens am 31.12.2015 beim Mieter sein. Der Abrechnungszeitraum einer Nebenkostenabrechnung muss grundsätzlich zwölf Monate umfassen, um wirksam zu sein. (§ 556, Abs. 3 BGB). Bitte beachten Sie, dass wir Ihren Fall aus der Ferne nicht individuell beantworten können. Bei weiteren Fragen empfehlen wir daher den Gang zu einem Fachanwalt oder zu einer Mietervereinigung.
SandraM am 18.08.2016 02:01
Ist die gesetzliche Frist für Nachzahlungen nicht drei Jahre?!
Immowelt-Redaktion am 18.08.2016 08:39
das ist richtig. Bei Nachzahlungen aus Nebenkostenabrechnungen beträgt die Verjährungsfrist drei Jahre.
toni am 08.08.2016 19:34
Ich habe heute meine Betriebskosten Abrechnung erhalten von 01.01.2015-31.12.2015 habe aber nur bis 30.06.2015 dort gewohnt muss ich diese Zahl
Abrechnungs-Fuzzi am 08.12.2016 17:15
laut Betriebskostenverordnung muss die Abrechnung spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zugestellt werden. Auch wenn Sie vor Ende des Abrechnungszeitraums ausgezogen sind, endet der Abrechnungszeitraum dennoch erst am 31.12.
In Ihrem Fall hätte es ausgereicht, wenn Ihnen die Abrechnung am 31.12.2016 zugestellt wird.
Auch wenn Sie schon im Januar 2015 ausgezogen wären, wäre für die Abrechnung bis 31.12.16 Zeit.
Immowelt-Redaktion am 09.08.2016 08:45
vielen Dank für Ihren Kommentar. Zieht ein Mieter aus einer Wohnung aus, sind in der darauffolgenden Nebenkostenabrechnung die Kosten anteilig auf den alten und auf den neuen Mieter zu verteilen. Ob dies in Ihrem Fall geschehen ist, können wir aus der Ferne leider nicht beurteilen. Wir empfehlen Ihnen sich an einen Fachanwalt oder einen Mieterverein wie Haus und Grund zu wenden.
Vorab können Sie Ihre Betriebskostenabrechnung hier prüfen lassen:
www.immowelt.de/immobilien/nebenkostenabrechnung.aspx
Nebenkostenabrechnung prüfen: BGH stärkt Mieterrechte