Source: https://www.breitbandausschreibungen.de/publicOverviewDetails/Ausschreibung/1811
Timestamp: 2019-08-22 13:08:16
Document Index: 117955790

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 20', '§ 21', '§ 19', '§ 123', '§ 125', '§ 12']

Bezeichnung Dienstleistungskonzessionsvergabe zum aktiven Betrieb eines Telekommunikationsnetzes / Glasfasernetz in Gewerbegebieten des Main-Kinzig-Kreis
Fristbeginn 02.05.2019 16:00
Fristende 01.07.2019 10:00
Gebiet(e) Gewerbegebiete MKK
Name, Adressen und Kontaktstelle Athanus Partners GmbH
Herr Stefan Hütte (info@athanus.de)
Weitere Auskünfte erteilen (Ansprechpartner) Athanus Partners GmbH
Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen (einschließlich Unterlagen für den wettbewerblichen Dialog und ein dynamisches Beschaffungssystem) verschicken Athanus Partners GmbH
Angebote oder Teilnahmeanträge sind zu richten an Athanus Partners GmbH
Bezeichnung des Auftrags durch den öffentlichen Auftraggeber Der Main-Kinzig-Kreis erschließt mit Hilfe von Fördermitteln Gewerbegebiete mit Glasfaser bis in die Gebäude. Das Glasfasernetz soll an einen Telekommunikationsanbieter verpachtet werden. Der Anbieter errichtet und betreibt
das aktive Netz und erbringt Dienste an Endkunden.
Ziel dieses Verfahrens ist es, einen geeigneten Anbieter zum Betrieb des Netzes und zur Vermarktung der Dienste an die Unternehmen zu finden. Der Anbieter erhält passiven Zugang zu den Kollokationspunkten der Breitband Main-Kinzig GmbH. Von hier aus hat er Zugang zu jedem zu erschließenden Gebäude im Gewerbegebiet.
Ort der Ausführung, Lieferung bzw. Dienstleistung Main-Kinzig-Kreis
Kurze Beschreibung des Auftrags oder Beschaffungsvorhabens Der Main-Kinzig-Kreis hat in den letzten Jahren ein passives Breitbandnetz aufgebaut und dieses an einen Betreiber verpachtet, um für die Bürger und Gewerbebetriebe Breitbandzugänge mit Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s zu ermöglichen. Der Ausbau soll vorangetrieben werden, um die Breitbandziele der Bundesregierung Richtung
Gigabit-Gesellschaft zu erreichen. Dazu stehen zunächst die Gewerbegebiete im Landkreis im Fokus. Hier werden in vielen Bereichen die Mindestbandbreiten von 30 Mbit/s pro Internetarbeitsplatz in den ansässigen Unternehmen nicht erreicht.
Der Main-Kinzig-Kreis beabsichtigt, in den Gewerbegebieten gigabitfähige Anschlüsse für alle Unternehmen zu errichten. Grundlage dafür ist die Rahmenregelung der Bundesrepublik Deutschland zur Unterstützung des Aufbaus einer flächendeckenden Next Generation Access (NGA)-Breitbandversorgung vom 15.06.2015 („NGA-Rahmenregelung“), die Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ Überarbeitung vom 15.11.2018 und der darin enthaltene Sonderaufruf Gewerbegebiete.
Das Glasfasernetz soll an einen Telekommunikationsanbieter verpachtet werden. Der Anbieter betreibt das Netz und erbringt Dienste an Endkunden. Ziel dieses Verfahrens ist es, einen geeigneten Anbieter zur Errichtung und zum Betrieb des aktiven Netzes und zur Vermarktung der Dienste an die Unternehmen zu finden. Der Anbieter erhält passiven Zugang zu den Kollokationspunkten der Breitband Main-Kinzig GmbH. Von hier aus hat er Zugang zu jedem zu erschließenden Gebäude im jeweiligen Gewerbegebiet.
Es erfolgte eine Planung der Anbindung der Unternehmen an das Netz der Breitband Main-Kinzig GmbH. Die Realisierung der Anbindungen erfolgt gemäß Förderichtlinien „Gewerbegebiete“ und gemäß Materialkonzept des Bundes. Nach aktueller Planung gehen wir von folgenden Mengen aus, wobei sich aufgrund des aktuell laufenden Markterkundungsverfahren die Menge noch reduzieren kann:
- Insgesamt etwa 150 Gewerbegebiete in ca. 80 Ortsteilen und 27 Kommunen.
- In den Gewerbegebieten stehen etwa 1.600 anzuschließende Gebäude und es sind insgesamt ca. 3.000 Unternehmen ansässig. Wie viele Unternehmen tatsächlich angebunden werden, kann sich um Zuge der Umsetzung erst ergeben.
- Unternehmen, die bereits über einen Glasfaser- oder Koaxialkabelanschluss verfügen, werden nicht angeschlossen.
Der Ausbau der Gewerbegebiete erfolgt ab etwa Herbst 2019 und läuft ca. 2 Jahre. Der hierzu notwendige Tiefbau sowie die Materialbeschaffung wird bis September 2019 vergeben.
Unternehmen, die die notwendigen Leistungen anbieten wollen (Anbieter), werden gebeten, nach Maßgabe dieser Bekanntmachung bis zum Ablauf der unter Ziffer IV.2.2 in der Veröffentlichung genannten Angebotsfrist die aufgeführten Informationen und Nachweise sowie ein Angebot einzureichen.
Die einzureichenden Angebote müssen unter anderem Angaben enthalten über die technische Umsetzung, die zu erreichenden Bandbreiten sowie die
Erweiterungsmöglichkeiten der Breitbandlösungen und zukünftiger Erhöhung der Bandbreiten und insbesondere die Kapaiztät der Backbone-Zuführung. Der Anbieter muss sich für die Konzessionsdauer zur Gewährung eines offenen und diskriminierungsfreien Zuganges zu den errichteten Infrastrukturen auf Vorleistungsebene verpflichten, insbesondere Zugang Bitstrom-Layer 2/3.
Die Ergebnisse des Konzessionsvergabeverfahrens bzw. die Entscheidung über den Abschluss eines Kooperationsvertrages werden über das zentrale Online-Portal www.breitbandausschreibungen.de veröffentlicht.
Geschätzter Wert ohne MwSt 1,00
Gesamtmenge- bzw. -umfang Bei der Wertangabe unter Ziffer II.2.1) handelt es sich um eine fiktive Angabe, die rein technischen Anforderungen geschuldet ist. Die Angabe des geschätzten Gesamtwertes ist rechtlich nicht zwingend geboten, sodass der Auftraggeber vorliegend hierauf verzichtet.
Nach aktueller Planung gehen wir von folgenden Mengen aus, wobei sich aufgrund des
aktuell laufenden Markterkundungsverfahren die Menge noch reduzieren kann:
Beginn der Auftragsausführung 01.01.2020 00:00
Ende der Auftragsausführung 31.08.2032 00:00
Geforderte Kautionen und Sicherheiten Geeignete Sicherheiten in angemessener und üblicher Höhe; bei Finanzierung mit Fremdkapital:
Finanzierungsbestätigung des finanzierenden Kreditinstitutes (nicht mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen).
Persönliche Lage des Wirtschaftsteilnehmers sowie Auflagen hinsichtlich der Eintragung in einem Berufs- oder Handelsregister 1. Vorlage einer aussagekräftigen Unternehmensdarstellung,
2. Vorlage eines aktuellen Handelsregisterauszuges,
3. Vorlage einer aktuellen Gewerbeanmeldung,
4. Nachweis einer Registrierung als Netzbetreiber bei der Bundesnetzagentur und eine im Wege der Eigenerklärung erklärte Zusicherung, dass alle Gesetze und Vorschriften, welche sich auf die Bereiche Planung, Aufbau und Betrieb von Telekommunikationsanlagen beziehen, eingehalten werden.
5. Verpflichtungserklärung zu Tariftreue und Mindestentgelt bei öffentlichen Aufträgen entsprechend den Vorgaben der §§ 4 und 6 des Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetzes (HVTG) zur Zahlung des Mindestlohns gemäß § 20 des Mindestlohngesetzes (MiLoG) bzw. des Tariflohns nach dem Arbeitnehmer-Endsendegesetz. Erklärungen darüber, dass der Bieter nicht wegen eines Verstoßes gegen § 21 MiLoG mit einer Geldbuße von wenigstens 2.500,00 EUR belegt worden ist und damit nicht die Voraussetzungen für einen Ausschluss von der Auftragsvergabe nach § 19 Abs. 1 und 3 MiLoG vorliegen.
6. Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB und - soweit einschlägig - zu Selbstreinigungsmaßnahmen nach § 125 GWB.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit 7. Umsatz des Unternehmens (in Mio. EUR) soweit er Leistungen betrifft, die mit den zu vergebenden Leistungen vergleichbar sind.
8. Ein aktueller Nachweis über ausreichend Bonität des Bieters in Form einer aussagekräftigen Wirtschaftsauskunft sowie die Jahresabschlüsse der letzten 3 Geschäftsjahre.
Technische Leistungsfähigkeit 9. Ein aktueller Nachweis über fundierte Erfahrungen im Bau und Betrieb von glasfaserbasierten Telekommunikationsnetzen sowie Erbringung von
Endkundendiensten, sowie die Versorgung von mindestens 50.000 Endkunden mit vergleichbaren Leistungen,
10. Ein aktueller Nachweis sowie eine Konzeption über die Umsetzung des offenen Netzzugangs auf Vorleistungsebene unter Angaben zur geplanten Art und Weise der Erfüllung dieser Verpflichtung (technische Herstellung der Anbieter und Nutzerneutralität, einschließlich der Angabe von Vorleistungspreisen),
11. Eine Konzeption unter Angabe der eingesetzte Breitbandtechnologie in der Zuführung (Backbone) sowie deren Skalierbarkeit nach oben, um eine stabile
Bandbreitenverfügbarkeit auch dann zu haben, wenn die Zahl der Nutzer steigt.
Beschränkung der Zahl der Wirtschaftsteilnehmer, die zur Angebotsabgabe bzw. Teilnahme aufgefordert werden Das Verfahren erfolgt nach Maßgabe der Bestimmungen der Konzessionsvergabeverordnung (KonzVgV), die für die europaweite Vergabe von Dienstleistungskonzessionen gelten. Das Verfahren erfolgt ferner nach den Maßgaben der Rahmenregelung der Bundesrepublik Deutschland zur Unterstützung des Aufbaus einer flächendeckenden Next Generation Access (NGA)-Breitbandversorgung vom 15.06.2015 („NGA-Rahmenregelung“), der Richtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ vom 15.11.2018 nebst aller Nebenbestimmungen und den Leitlinien der EU für die Anwendung der Vorschriften über staatliche Beihilfen im Zusammenhang mit dem schnellen Breitbandausbau (Breitbandleitlinien) vom 26.01.2013 und als Verhandlungsverfahren i. S. des § 12
Abs. 1 Satz 2 KonzVgV in Form eines einstufigen Verfahrens. Das heißt, zum Ablauf der unter IV.2.2 genannten Frist ist ein Angebot einzureichen. Der Auftraggeber weist darauf hin, dass unvollständig eingereichte Angebote ausgeschlossen werden können.
Weitere Angaben zum Verfahrensablauf finden sich in den Ausschreibungsunterlagen.
Zuschlagskriterien und Gewichtung 1. monatliche Pacht pro aktivem Endkunden
2. Umsatzbeteiligung für Endkunden > 50,00 Euro Monatsumsatz, wobei mindestens 10 % Umsatz Beteiligung zu Grunde gelegt ist.
Schlusstermin für den Eingang der Angebote oder Teilnahmeanträge 01.07.2019 10:00
Zusätzliche Angaben Ausländische Bewerber haben statt der etwa geforderten amtlichen Nachweise nach deutschem Recht gleichwertige Bescheinigungen nach den Vorschriften des Herkunftslandes vorzulegen.
Die Vergabestelle behält sich vor, im Rahmen des Verfahrens weitere Unterlagen, Nachweise und Erklärungen, insbesondere zum Nachweis der Fachkunde und Leistungsfähigkeit zu fordern.
Die Angebote sind ausschließlich unter der unter I.3) Kommunikation angegebenen URL einzureichen. Für die Wahrung der Frist kommt es auf den Eingang beim Auftraggeber an. Angebote in elektronischer Form (z. B. Telegramm, Telebrief, Telex, Telefax, E-Mail oder ähnliches) werden nicht berücksichtigt.
Bieterfragen sind elektronisch in Textform über das Vergabeportal einzureichen.
Einlegung von Rechtsbehelfen Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Dienstgebäude: Hilpertstraße 31; Fristenbriefkasten: Luisenplatz 2 64295 Darmstadt Deutschland (DE)
Stelle, die Auskünfte über die Einlegung von Rechtsbehelfen erteilt Main-Kinzig-Kreis
Frau Sibylle Hergert (sibylle.hergert@breitband-mkk.de)
Tag der Absendung dieser Bekanntmachung 02.05.2019 13:00
rev: 0f51a06f @2019-08-22 15:08:16 Impressum & Datenschutzerklärung © 2013-2019 atene KOM GmbH