Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/478
Timestamp: 2018-10-16 07:25:15
Document Index: 353696376

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§ 478 BGB: Sonderbestimmungen für den Rückgriff des Unternehmers
Sonderbestimmungen für den Rückgriff des Unternehmers
BGH, URTEIL vom 3.5.2006, Az. VIII ZR 135/05 BGHR:	ja BGB §478 a.F. Dem Käufer steht die in §478 BGB a.F. vorausgesetzte Mängeleinrede auch dann zu, wenn er sich mit der Zahlung des Restkaufpreises in Verzug befindet (Fortführung von BGHZ 113, 232).
BGH, URTEIL vom 3.5.2006, Az. VIII ZR 135/05 Das Berufungsgericht hat übersehen, dass nach der Rechtsprechung des Senats die Mängeleinrede aus § 478 BGB a.F., auch wenn sie - wie hier - erst im Prozess geltend gemacht wird, einen Verzug mit der Kaufpreiszahlung nicht nur hindert, sondern auch einen etwa bis dahin bestehenden Verzug entfallen lässt (BGHZ 113, 232, 236 unter Bezugnahme auf BGHZ 104, 6, 11 f.); insoweit gilt für § 478 BGB a.F. nichts anderes als für andere Einreden, die ein dauerndes oder zeitweiliges Leistungsverweigerungsrecht begründen (BGHZ 113, aaO).
BGH, URTEIL vom 5.0.1991, Az. V ZR 11/90 Eine solche, zur dauernden Leistungsverweigerung berechtigende Einrede stellt auch die Mängeleinrede nach § 478 BGB dar (BGH, Urt. v. 16. Mai 1984, VIII ZR 18/83, WM 1984, 1095, 1097; Soergel/Wiedemann, BGB 12. Aufl. § 284 Rdn. 14).
BGH, URTEIL vom 3.6.1989, Az. VIII ZR 157/88 Die von der Klägerin erhobene Verjährungseinrede hindert die Beklagte nicht, dem Kaufpreisanspruch den Einwand unvollständiger Nachbesserung entsprechend § 478 Abs. 1 BGB entgegenzuhalten (z.B. Palandt/Putzo, BGB, 48. Aufl., § 478 An. 1 a; Staudinger/Honsell, BGB, 12. Aufl., § 478 Rdn. 16; MünchKomm-H.P.Westermann aaO § 478 Rdn. 2; zu dem Mängelbeseitigungsanspruch nach § 13 Nr. 5 Abs. 1 VOB/B ebenso BGHZ 53, 122, 127), weil sie den fehlenden Einbau der Messerrollen, wie das Fernschreiben der Klägerin vom 2. Oktober 1985 zeigt, in unverjährter Zeit angezeigt hat.
BGH, Urteil vom 2.4.1989, Az. XI ZR 82/88 Die Geltendmachung der Scheckforderung war daher durch den bei der Hingabe des.Schecks vereinbarten Zweck nicht mehr gerechtfertigt (vgl. dazu auch BGHZ 85,' 346, 348 f., für die Einrede gemäß § 320 *BGB; Urteil vom 30. Januar 1986 - II ZR 257/85, WM 1986, 415, 417 für die Einrede gemäß § 478 BGB; Bundschuh, Höchstrichterliche Rechtsprechung zu dem Wechsel-und Scheckrecht 1987, S. 55 ff.).