Source: http://fcio.at/Default.aspx?site=lacke.fcio.at&menu=Themen
Timestamp: 2017-08-18 16:07:14
Document Index: 310281004

Matched Legal Cases: ['Art 7', 'Art. 59', 'Art. 58', 'Art. 62', 'Art. 60', 'Art. 61']

- Europäische Harmonisierung der Meldung nach Artikel 45 CLP-Verordnung
- Interpretation des ECHA Leitfadens hinsichtlich einer prioritären Sprachregelung auf Faltetiketten
- Herstellung und Vertrieb von Druckfarben und -lacken für Lebensmittelverpackungen
- REACH - Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals
- Symposium "Nachhaltige Lackindustrie"
- Lehrberuf Labortechnik - Ausbildungsunternehmen
Der Fachverband der Chemischen Industrie vertritt die Interessen seiner Mitgliedsbetriebe. In der aktuellen politischen Diskussion meldet sich der Fachverband immer dann zu Wort, wenn die Belange der Lack- und Anstrichmittelindustrie durch politische Diskussionen, politische Regelungen oder behördliches Agieren betroffen sind oder der Verband durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse oder technologischen Fortschritt den Bedarf nach einer Positionierung der Branche sieht.
In den Industriepositionen werden die entsprechenden Sachverhalte dargestellt und kommentiert und die Einschätzung der Lack- und Anstrichmittelindustrie sowie die Forderungen der Branche dargestellt und begründet. Mit der Publikation der Industriepositionen soll der gesamte Sachverstand der Branche in die wirtschaftspolitische Diskussion eingebracht werden.
Positionspapier CLP 45
Das Produkt Druckfarbe ist bei sachgerechter Verarbeitung in Form des beim Druckerzeugnis vorliegenden festen Druckfarbenfilm gesundheitlich unbedenklich. Diese Aussage ist Ergebnis einer konsequenten Produktpolitik der Mitgliedsfirmen des des Fachverbandes der Chemischen Industrie, die darauf ausgerichtet ist, schon im Vorfeld mögliche Gefährdungen zu vermeiden.
Damit dieses Vorgehen auch für Kunden, Weiterverarbeiter und eine kritische Öffentlichkeit überprüfbar und transparent ist, hat der europäische Druckfarbenverband EuPIA als freiwillige Selbstverpflichtung seiner Mitglieder die „EuPIA-Ausschlussliste für Druckfarben und zugehörige Produkte“ veröffentlicht, zu der sich auch die druckfarbenherstellenden Mitgliedsunternehmen des Fachverbandes uneingeschränkt bekennen. Die EuPIA-Ausschlussliste gilt für alle Sorten von Druckfarben und alle Druckverfahren.
EuPIA-Ausschlussliste für Druckfarben und dazugehörige Produkte
REACH ist die seit dem 01. Juni 2007 gültige Chemikaliengesetz-gebung der EU für die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien. Die wichtigsten Ziele von REACH sind der verbesserte Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt vor den Risiken aus chemischen Stoffen.
Alle chemischen Stoffe, die in der EU in Verkehr gebracht werden, müssen gemäß dem Grundsatz „Ohne Daten – kein Markt“ registriert werden. Für bereits auf dem Markt befindliche Chemikalien können nach der Vorregistrierung, deren Frist am 01. Dezember 2008 endete, Übergangsfristen bis zu 11 Jahren in Anspruch genommen werden:
Mengenband Umsetzungsfrist
= 1.000 t/a 30. November 2010
CMR-Stoffe = 1 t/a 30. November 2010
Umweltgefährliche Stoffe = 100 t/a 30. November 2010
Notifikationspflicht Art 7 (4) 31. Mai 2011
= 100 t/a 31. Mai 2013
= 1 t/a 31. Mai 2018
Neue Stoffe dürfen ohne Anmeldung in Mengen oberhalb 1 Tonne pro Jahr weder in der EU hergestellt noch in die EU importiert werden. Dies gilt nicht nur für chemische Einzelstoffe, sondern auch für Stoffe in Zubereitungen und unter bestimmten Bedingungen auch für Stoffe in Erzeugnissen.
Unter REACH werden Hersteller oder Importeure zur Ermittlung der gefährlichen Eigenschaften (wie zB giftig, krebserregend, umweltgefährlich) von chemischen Stoffen und zur Abschätzung der Wirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt verpflichtet. Hersteller oder Importeure sind verantwortlich dafür, dass ihre nachgeschalteten Anwender sowohl über gefährliche Eigenschaften als auch über sichere Verwendungen der Stoffe informiert werden. Nachgeschaltete Anwender – wie etwa Lack- und Anstrichmittelhersteller – unterliegen ebenfalls Kommunikations- und Bewertungspflichten.
REACH erfasst die Verwendungen der Stoffe als solche und als Bestandteil von Gemischen und Erzeugnissen, verbietet oder beschränkt bestimmte gefährliche Stoffe und führt ein Zulassungsverfahren für besonders gefährliche Stoffe ein.
Für Stoffe, von denen ein unangemessenes Risiko für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt ausgeht, gibt REACH die Möglichkeit der Beschränkung von Herstellung, Inverkehrbringen und Verwendung. Es können Beschränkungen und auch, falls notwendig, Verbote verhängt werden. Dossiers mit Vorschlägen für Beschränkungen werden von den Mitgliedstaaten oder, im Auftrag der Kommission, von der ECHA ausgearbeitet.
Die endgültige Entscheidung über eine Beschränkung (Aufnahme eines Stoffes in den Anhang XVII) trifft die Kommission auf Grundlage eines eingereichten Dossiers.
Ziele der Zulassung sind eine ausreichende Beherrschung der von besonders besorgniserregenden Stoffen (SVHC) ausgehenden Risiken sowie eine schrittweise Ersetzung dieser Stoffe durch geeignete Alternativstoffe, sofern sie wirtschaftlich und technisch tragfähig sind. Das durch Titel VII der REACH-Verordnung geregelte Zulassungsverfahren gliedert sich in mehrere Schritte:
Identifizierung der Kandidatenstoffe und Erstellung einer Kandidatenliste (Art. 59)
Aufnahme bestimmter Stoffe in den Anhang XIV der Verordnung (Zulassungspflichtige Stoffe (Art. 58))
Antrag auf Zulassung (Art. 62)
Entscheidung über den Zulassungsantrag (Art. 60)
Überprüfung bereits erteilter Zulassungen (Art. 61)
Rolle der Lack- und Anstrichmittelhersteller
Lack- und Anstrichmittelhersteller nehmen in erster Linie die Rolle des nachgeschalteten Anwenders ein.
Als solche können sie ihre Verwendungen den Stoffherstellern unter Nutzung von Verwendungskategorien mitteilen, damit diese Verwendungen als identifiziert gelten.
Durch REACH werden deutlich mehr Informationen zu den eingesetzten Rohstoffen und deren Risiken zur Verfügung gestellt. Für registrierte, gefährliche Stoffe ab einer Menge von 10 Tonnen pro Jahr und Hersteller oder Importeur sind den Sicherheitsdatenblättern Anhänge mit Expositionsszenarien beizufügen. Die Herausforderungen für die Lack- und Anstrichmittelhersteller besteht darin, die relevanten Informationen aus den erweiterten Sicherheitsdatenblättern herauszuziehen und diese für die sichere Verwendung im Unternehmen als auch für die Anwendungen der Produkte bei den Kunden zu nutzen.
Die Liste der unter REACH identifizierten SVHC (Substances of Very High Concern) auf der Kandidatenliste enthält einige Stoffe, die bei der Lack- und Anstrichmittelherstellung zum Einsatz kommen können. Nach REACH sind Informationen über das Vorhandensein von Kandidatenstoffen innerhalb der Lieferkette weiterzugeben.
Verordnung (EG) Nr. 1907-2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH-VO)
Sustainable Development – Nachhaltige Entwicklung wird von der österreichischen Lack- und Anstrichmittelindustrie nicht nur als Schlagwort gebraucht, sondern seit vielen Jahren erfolgreich gelebt. Innovative, umweltfreundliche Produkte, die langlebige Wirtschaftsgüter viele Jahre schützen und in ihrer Funktionstüchtigkeit erhalten, sind die wahre Basis für nachhaltige Entwicklung.
Presseaussendung - Österreichische Lackindustrie wird nachhaltig
Am 24. Oktober 2013 veranstaltete der Fachverband der Chemischen Industrie, Berufsgruppe Lack­industrie, ein Symposium zum Thema „Nachhaltige Entwicklung“.
Der Obmann der österreichischen Lack-und Anstrichmittelindustrieindustrie, KommR Ing. Hubert Culik, konnte 45 Teilnehmer begrüßen. Darunter auch den zuständigen Sektionschef im Lebensminis­terium, DI Günter Liebel, sowie Vertreter des Vereins für Konsumenteninformation und ÖkoKauf Wien. DI Liebel ging in seinem Statement auf die Vereinbarung zwischen der Lackindustrie und dem Lebensministerium bezüglich der verstärkten Nutzung des Umweltzeichen bei Farben und Lacken ein, die schon erfreuliche Ergebnisse vorweisen kann. Eine Einbindung der Verarbeiter (Maler, Tischler) und die Öffnung für den B2B-Bereich begrüßte er ausdrücklich. Die Verhandlungen diesbe­züglich laufen bereits.
Nach einer allgemeinen Diskussion zum Thema „nachhaltige Entwicklung“ und seine besondere Be­deutung für die österreichische Lackindustrie, wurde von PE International ein Gemeinschaftsprojekt des deutschen Lackverbandes, des deutschen Klebstoffverbandes und der deutschen Bauchemie vorgestellt. Auf hohes Interesse ist ein neues Öko-Footprint-Tool des europäischen Lackverbandes CEPE zur Erstellung von Lebenszyklusanalysen und in weiterer Folge von Umweltprodukterklärungen (EPD’s) bei den Teilnehmern gestoßen.
Die österreichische Lack- und Anstrichmittelindustrie setzt sich mit dem Thema „nachhaltige Ent­wicklung“ schon seit einigen Jahren intensiv auseinander. Gemeinsam mit dem Lebensministerium und dem VKI wurde im Jahr 2011 eine Initiative für eine verstärkte Nutzung des Umweltzeichens für Lacke und Farben gestartet. Das bisher eher konsumentenorientierte Umweltzeichen soll nun auch für den B2B-Bereich geöffnet werden. Damit stehen auch Professionisten wie Tischlern und Lackie­rern umweltzeichengeprüfte Lacke und Anstrichmittel zur Verfügung.
Mit dem neuen Öko-Footprint-Tool des europäischen Verbandes und der von CEPE erstellten Daten­bank, soll es auch KMU’s möglich sein, zu vertretbaren Kosten Lebenszyklusanalysen und Umwelt­produkterklärungen zu machen. Die Teilnehmer zeigten sich insbesondere mit der Praktikabilität und der einfachen Handhabung dieses neuen Öko-Tools sehr zufrieden. Die österreichische Lackin­dustrie wehrt sich schon seit einigen Jahren gegen die Flut von privaten Umweltzeichen und in­transparenten Ökozertifizierungen.
Aber auch die neue Bauprodukteverordnung, der Aktionsplan für eine nachhaltige Beschaffung sowie der im Entwurf vorliegende Aktionsplan für gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen (CSR) wie auch das Umweltzeichen selbst, enthalten jeweils unterschiedliche Parameter für den Nachweis von Nachhaltigkeit.
„Wir brauchen ein Instrument, das alle Nachhaltigkeitsparameter umfasst und deren Erstellung in transparenter und unbürokratischer Weise erfolgen kann“, fordert Ing. Hubert Culik, Vorsitzender der österreichischen Lackindustrie.
Die Lackindustrie setzt daher auf das Umweltzeichen als umfassendes Nachhaltigkeitszeichen, welches mit vernünftigen Kriterien ausgestattet und in unbürokratischer Weise und zu vertretbaren Kosten erworben werden kann. Die Lackindustrie ist sich bewusst, dass hier noch ein weiter Weg zu gehen ist, aber am 24. Oktober 2013 wurde ein weiterer Schritt gesetzt, um diesem Ziel näher zu kommen.
Im Download-Bereich finden Sie das Programm und die Präsentationen des Symposiums.
Nachhaltigkeit ein Megatrend! - Culik
Nachhaltige Entwicklung - Initiativen des Lebensministeriums - Liebel
Vorstellung der Initiative „Nachhaltige Lackindustrie“ - Schaubmayr
Die Lack und Anstrichmittelindustrie - ein gutes Beispiel für Nachhaltigkeit - Keiler
Nachhaltigkeit in der Öffentlichen Beschaffung - Grimburg
Nachhaltigkeit aus der Sicht des VKI - Kornherr
Umweltprodukterklärungen - Merl
Eco-Footprint-Tool von CEPE - Carrasso
European Coatings Journal, Ausgabe 7-8/2015
Kronenzeitung - Neue Lehre in der Lackindustrie
Chemiereport - Lehrberuf Labortechnik neu geordnet
Wirtschaftsblatt - Neuer Lehrberuf Labortechnik startet
Folgende Unternehmen werden in Zukunft die neue Ausbildung anbieten:
Bewerbungen richten Sie bitte an: HR-Austria@axaltacs.com
"MOTIP DUPLI" Handels GmbH.
http://www.okalin.at