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Timestamp: 2020-03-31 12:49:50
Document Index: 228255920

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 133', 'BGH', '§ 12', '§ 12', '§ 133']

08.05.2007 · IWW-Abrufnummer 071456
Landgericht Stuttgart: Urteil vom 07.02.2007 – 5 S 244/06
Urteil vom 7.2.2007
5 S 244/06
1.) Die Berufung der Beklagten gegen das Urteil des Amtsgerichts Stuttgart-Bad Cannstatt vom 13.07.2006 - 8 C 651/06 - wird
Legt man den Wortlaut dieser Vorschrift (?durch einen Zusammenstoß des in Bewegung befindlichen Fahrzeugs mit Haarwild im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 1 des Bundesjagdgesetztes?) zu Grunde, so ergibt sich keinerlei Anhaltspunkt dafür, dass nur der Zusammenstoß mit einem in Bewegung befindlichen Wild, dass sich aus eigener Kraft auf der Fahrbahn bewegt und dass dadurch für einen Überraschungsmoment sorgt, erfasst sein soll. Allgemeine Versicherungsbedingungen sind gemäß den §§ 133, 157 BGB so auszulegen, wie sie ein durchschnittlicher Versicherungsnehmer ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse, der sie aufmerksam liest und verständig würdigt, verstehen muss (BGHZ 123, 83, 85; Prölss/Martin, VVG, 27. Auflage, Vorbem. III, Rdnr. 2 m.w.N.). Für solch einen Versicherungsnehmer ist die von der Beklagten vertretene Einschränkung der Auslegung des § 12 Abs. 1 I d AKB nicht erkennbar, so dass bereits aus diesem Grund die von der Beklagten vorgenommene Auslegung nicht zutreffend sein kann.
RechtsgebietSchadensrecht	Vorschriften§ 12 AKB, §§ 133, 157 BGB