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Timestamp: 2016-10-23 14:31:57
Document Index: 259558499

Matched Legal Cases: ['Art. 72', 'Art. 72', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

K 122/00 (06.08.2001)
B.________, 1962, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Advokat Dr. Alex Hediger, Freie Strasse 82, 4010 Basel,
A.- Die 1962 geborene B.________ war bei der Hotela, Kranken- und Unfallkasse des Schweizerischen Hotelier-Vereins, f�r ein t�gliches Krankengeld versichert. Ab
21. September 1997 war die Versicherte wegen mit der Zeit zunehmend psychisch �berlagerter Beschwerden im Wirbels�ulenbereich arbeitsunf�hig und bezog Krankentaggeld. Mit Verf�gung vom 6. Juli 1998 teilte ihr die Krankenkasse mit, vertrauens�rztliche Abkl�rungen von Frau Dr. L.________, h�tten ergeben, dass die Versicherte in ihrer bisherigen T�tigkeit als Buffetdame zu 50 % arbeiten k�nne, weshalb das Krankengeld ab dem 1. Juni 1998 um 50 % reduziert werde.
Auf Einsprache hin zog die Krankenkasse unter anderem eine an die Invalidenversicherung gerichtete Stellungnahme der Haus�rztin Frau Dr. K.________, Basel, vom 6. November 1998 bei, worin der Versicherten in der bisherigen T�tigkeit als Buffetdame ab 16. Dezember 1997 bis auf weiteres eine vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit attestiert wird. In einer leidensangepassten T�tigkeit sch�tzte die Haus�rztin die Leistungsf�higkeit auf 50 % der Norm. Nach Erhalt des von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebenen Gutachtens der Medizinischen Abkl�rungsstelle Basel (MEDAS) vom 2. August 1999 hielt die Krankenkasse an ihrer Auffassung fest (Einsprache-Entscheid vom 6. Oktober 1999).
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst B.________ beantragen, der vorinstanzliche Entscheid sowie der Einsprache-Entscheid vom 6. Oktober 1999 seien aufzuheben und die Krankenkasse zu verpflichten, �ber den 31. Mai 1998 hinaus Krankentaggeldleistungen auf der Basis einer vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit zu bezahlen.
1.- a) In der Krankentaggeldversicherung hat gem�ss Art. 72 KVG die versicherte Person bei mindest h�lftiger Arbeitsunf�higkeit Anspruch auf ein t�gliches Krankengeld (Abs. 2). Das Taggeld ist f�r eine oder mehrere Erkrankungen w�hrend mindestens 720 Tagen innerhalb von 900 Tagen zu leisten (Abs. 3). Bei teilweiser Arbeitsunf�higkeit wird ein entsprechend gek�rztes Taggeld w�hrend der in Absatz 3 vorgesehenen Dauer geleistet (Abs. 4).
b) Als arbeitsunf�hig im Sinne von Art. 72 KVG gilt eine Person, die infolge eines Gesundheitsschadens ihre bisherige T�tigkeit nicht mehr, nur noch beschr�nkt oder nur unter der Gefahr, ihren Gesundheitszustand zu verschlimmern, aus�ben kann (BGE 114 V 283 Erw. 1c, 111 V 239 Erw. 1b; RKUV 1998 KV 45 S. 430). Der Grad der Arbeitsunf�higkeit wird laut Rechtsprechung nach dem Masse bestimmt, in welchem der Versicherte aus gesundheitlichen Gr�nden an seinem angestammten Arbeitsplatz zumutbarerweise nicht mehr nutzbringend t�tig sein kann. Nicht massgebend ist dagegen die bloss medizinisch-theoretische Sch�tzung der Arbeitsunf�higkeit (BGE 114 V 283 Erw. 1c mit Hinweisen; RKUV 1998 KV 45 S. 430).
c) Nach der Rechtsprechung ist der Grad der Arbeitsunf�higkeit unter Ber�cksichtigung des bisherigen Berufs festzusetzen, solange von der versicherten Person vern�nftigerweise nicht verlangt werden kann, ihre restliche Arbeitsf�higkeit in einem andern Berufszweig zu verwerten.
Die versicherte Person, welche ihre restliche Arbeitsf�higkeit nicht verwertet, obgleich sie hiezu unter Ber�cksichtigung der Arbeitsmarktlage und gegebenenfalls einer bestimmten Anpassungszeit in der Lage w�re, ist nach der beruflichen T�tigkeit zu beurteilen, die sie bei gutem Willen aus�ben k�nnte; das Fehlen des guten Willens ist nur dort entschuldbar, wo es auf einer Krankheit beruht (BGE 114 V 283 Erw. 1d mit Hinweisen; RKUV 1998 Nr. KV 45 S. 430).
2.- Im Streit liegt die Frage, welcher Grad der Arbeitsunf�higkeit den Taggeldleistungen ab 1. Juni 1998 bis zum Ablauf der 720-t�gigen Leistungspflicht zu Grunde zu legen ist.
a) Was den Arbeitsf�higkeitsgrad ab der von der MEDAS durchgef�hrten Untersuchung vom 22. Juni 1999 anbelangt, kann mangels anderer, diesen Zeitraum erfassenden Arztberichte ohne weiteres auf die Einsch�tzung der Experten der MEDAS vom 2. August 1999 abgestellt werden. Danach betr�gt der Arbeitsf�higkeitsgrad ab diesem Datum sowohl in der zuletzt verrichteten T�tigkeit als Buffetdame wie auch in k�rperlich leichtere Arbeiten erheischenden Berufen 50 %, wobei die Einschr�nkung in diesen T�tigkeiten im Wesentlichen mit der rezidivierenden depressiven St�rung mit somatischem Syndrom begr�ndet ist. Gegen diese Einsch�tzung bringt die Beschwerdef�hrerin nichts Konkretes vor.
b) Die Vorinstanz ist f�r den davor liegenden Zeitraum den Einsch�tzungen der Vertrauens�rztin der Krankenkasse, Frau Dr. L________, vom 5., 31. Mai sowie 31. Oktober 1998 gefolgt, wonach die Beschwerdef�hrerin sowohl im angestammten Beruf wie auch einer leidensangepassten T�tigkeit zu 50 % der Norm leistungsf�hig sei. Demgegen�ber vertritt die Beschwerdef�hrerin die Auffassung, der Stellungnahme der Haus�rztin vom 6. November 1998 sei der Vorzug zu geben.
In den Akten finden sich keinerlei Anhaltspunkte, die den Beweiswert der in Kenntnis der haus�rztlichen Einsch�tzung abgegebenen Stellungnahmen von Frau Dr.
L.________ mindern w�rden (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/ee, 122 V 161 Erw. 1c; SVR 1999 KV Nr. 22 S. 51 Erw. 3b).
Sodann haben die Experten der MEDAS die Einsch�tzung der Haus�rztin f�r die vor dem 22. Juni 1999 liegende Zeit entgegen der von der Beschwerdef�hrerin vertretenen Auffassung lediglich insoweit best�tigt, als dass die Versicherte in ihrem angestammten Beruf seit dem 16. Dezember 1997 in einem nicht n�her bestimmten Grad arbeitsunf�hig sei. In diesem Punkt besteht zwischen den Aussagen der Vertrauens�rztin und Frau Dr. K.________ kein Widerspruch. Zu beachten gilt es ferner, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten aus rein somatischer Sicht zum Zeitpunkt der Begutachtung durch die MEDAS nicht besser pr�sentiert hat, als im davor liegenden Zeitraum. Wenn nun die MEDAS die Leistungsf�higkeit der Versicherten aus rein somatischer Sicht einzig bei schwerer k�rperlicher Arbeit als zus�tzlich eingeschr�nkt sieht, nicht jedoch als Buffetdame, wird damit im Ergebnis die Einsch�tzung von Frau Dr. L.________ gest�tzt. Denn Frau Dr. K.________ hat im Erg�nzungsblatt zum an die Invalidenversicherung gerichteten Bericht vom 6. November 1998 den zu 50 % zumutbaren leidensangepassten Beruf wesentlich enger umschrieben (u.a. Heben und Tragen von Lasten bis maximal 4-5 kg). W�rde man die von der MEDAS vorgenommene Umschreibung der leidensangepassten T�tigkeit auf die Einsch�tzung von Frau Dr. K.________ umlegen, w�re damit der Widerspruch zwischen ihrer Einsch�tzung und jener von Frau Dr. L.________ gel�st. Daher ist retrospektiv betrachtet der Einsch�tzung der Vertrauens�rztin gegen�ber jener der Haus�rztin mit der Vorinstanz der Vorzug zu geben, wenngleich letztere die Beschwerdef�hrerin �ber einen l�ngeren Zeitraum beobachten konnte, Frau Dr. L.________ dagegen die Versicherte nur einmal pers�nlich untersucht hatte.