Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Bayern&Datum=13.02.2019&Aktenzeichen=11%20ZB%2018.2577
Timestamp: 2020-08-11 13:40:52
Document Index: 27561569

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 57', '§ 86', '§ 116', '§ 124', '§ 124', '§ 170', '§ 316', '§ 2', '§ 222', '§ 11', '§ 46']

VGH Bayern, 13.02.2019 - 11 ZB 18.2577 - dejure.org
https://dejure.org/2019,3871
VGH Bayern, 13.02.2019 - 11 ZB 18.2577 (https://dejure.org/2019,3871)
VGH Bayern, Entscheidung vom 13.02.2019 - 11 ZB 18.2577 (https://dejure.org/2019,3871)
VGH Bayern, Entscheidung vom 13. Februar 2019 - 11 ZB 18.2577 (https://dejure.org/2019,3871)
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FeV § 11 Abs. 7, § ... 46 Abs. 3; Anlage 4 zur FeV Nr. 9.1, 9.5; VwGO § 57 Abs. 2, § 86 Abs. 1, § 116 Abs. 2, § 124 Abs. 2 Nr. 5, § 124a Abs. 5 S. 4; StPO § 170 Abs. 2; StGB § 316; StVG § 2 Abs. 8; ZPO § 222 Abs. 3
Entziehung der Fahrerlaubnis wegen Kokainkonsums; Behauptete unbewusste Einnahme von Kokain; unbewusste Einnahme; Kokain; Fahrerlaubnis; Entziehung; Kokainkonsum
FeV § 11 Abs. 7 ; FeV § 46 Abs. 3
VG München, 26.10.2018 - M 6 K 17.4316
VGH Bayern, 15.07.2020 - 11 ZB 20.43
Entziehung der Fahrerlaubnis wegen einmaligen Konsums von Ecstasy
Maßgeblich ist, dass die Einnahme freiwillig erfolgt ist (vgl. BayVGH, B.v. 13.2.2019 - 11 ZB 18.2577 - juris Rn. 18 m.w.N.).
VGH Bayern, 10.07.2020 - 11 ZB 20.52
Verwaltungsgerichte, Entziehung der Fahrerlaubnis, Streitwertfestsetzung, …
Daher muss, wer sich auf eine ausnahmsweise unbewusste Aufnahme eines Betäubungsmittels beruft, einen detaillierten, in sich schlüssigen und auch im Übrigen glaubhaften Sachverhalt vortragen, der einen solchen Geschehensablauf als ernsthaft möglich erscheinen lässt und der damit auch zumindest teilweise der Nachprüfung zugänglich ist (stRspr, BayVGH, B.v. 13.2.2019 - 11 ZB 18.2577 - juris Rn. 18 m.w.N.).
Die vom Antragsteller geltend gemachte unbemerkte Verabreichung von Betäubungsmitteln durch Dritte und daher deren unbewusste Einnahme stellt jedoch nach allgemeiner Lebenserfahrung eine seltene Ausnahme dar (BayVGH, B.v. 13.2.2019 - 11 ZB 18.2577 - juris Rn. 18;… B.v. 19.1.2016 - 11 CS 15.2403 - ZfSch 2016, 175 = juris Rn. 12 m.w.N.;… OVG Bremen, B.v. 12.2.2016 - 1 LA 261/15 - juris Rn. 6;… OVG NW, B.v. 6.3.2013 - 16 B 1378/12 - juris Rn. 4;… B.v. 22.3.2012 - 16 B 231/12 - juris Rn. 6 f.;… OVG RhPf, B.v. 25.1.2012 - 10 B 11430/11 - juris Rn. 3 jeweils m.w.N.).
Daher muss, wer sich auf eine ausnahmsweise unbewusste Aufnahme eines Betäubungsmittel beruft, einen detaillierten, in sich schlüssigen und auch im Übrigen glaubhaften Sachverhalt vortragen, der einen solchen Geschehensablauf als ernsthaft möglich erscheinen lässt (stRspr, vgl. BayVGH, B.v. 13.2.2019 a.a.O. m.w.N.) und der damit auch zumindest teilweise der Nachprüfung zugänglich ist.
Die sog. verfahrensrechtliche Einjahresfrist beginnt grundsätzlich mit dem Tag, den der Betroffene als den Beginn der Alkohol- oder Betäubungsmittelabstinenz angegeben hat, oder von dem an, unabhängig von einem solchen Vorbringen, Anhaltspunkte für eine derartige Entwicklung vorliegen (vgl. BayVGH, B.v. 13.2.1019 - 11 ZB 18.2577 - juris Rn. 21;… B.v. 5.12.2018 - 11 CS 18.2351 - juris Rn. 12;… B.v. 29.11.2018 - 11 CS 18.2228 - juris Rn. 15 jeweils m.w.N.).