Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/1/1050.htm
Timestamp: 2018-12-11 20:53:50
Document Index: 119154416

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 10', '§ 2', '§16', '§13', '§ 4', '§13']

1.050 Rauhe Wiese
Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde über das Naturschutzgebiet » Rauhe Wiese « auf der Gemarkung Rötenbach, Gemeinde Bartholomä, Ostalbkreis vom 12. Juni 1975 (GBl. v. 14.07.1975, S. 522).
Auf Grund der §§ 4, 15 Abs. 1 und 2 sowie 16 Abs. 2 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBI. I S. 821), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung und Bereinigung von Straf- und Bußgeldvorschriften des Landes Baden-Württemberg vom 6. April 1970 (Ges.Bl. S. 111) und des § 10 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 8. Juni 1959 (Ges. Bl. S. 53), zuletzt geändert durch das Zweite Gesetz über die Änderung von Zuständigkeiten der Ministerien vom 25. Juli 1972 (Ges.Bl. S. 400), wird mit Zustimmung des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt folgendes verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Grundstücke auf der Gemarkung Rötenbach Gemeinde Bartholomä, Ostalbkreis, werden mit dem Tage des Inkrafttretens dieser Verordnung in das Naturschutzbuch des Regierungspräsidiums Stuttgart eingetragen und als Naturschutzgebiet »Rauhe Wiese« unter den Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes gestellt.
(1) Das Schutzgebiet hat eine Größe von ca. 5 ha und umfaßt die Grundstücke Flste. Nr. 98/4, 111, 106, 96/12, 96/6, 96/5 und 96/4.
(2) Die Grenzen des Schutzgebiets sind in einer Flurkarte im Maßstab 1: 2500 rot eingetragen, die beim Regierungspräsidium Stuttgart in Stuttgart aufbewahrt wird. Eine Ausfertigung der Karte befindet sich beim Landratsamt Ostalbkreis als untere Naturschutzbehörde in Aalen. Die Karten können während der Sprechzeiten eingesehen werden.
9. wildlebende Tiere zu fangen oder zu töten oder Puppen, Larven, Eier oder Nester und sonstige Brut- und Wohnstätten solcher Tiere fortzunehmen oder zu beschädigen sowie zu ihrem Fang geeignete Vorrichtungen anzubringen.
3. die Wege zu verlassen;
4. Feuer anzumachen;
5. Dung oder Chemikalien einzubringen.
2. die landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang;
3. Pflegemaßnahmen, die vom Regierungspräsidium oder der von ihm beauftragten Stelle angeordnet werden;
4. ordnungsmäßige Abwehrmaßnahmen gegen Kulturschädlinge oder lästige Insekten;
5. Bild- oder Schrifttafeln, die ausschließlich auf den Schutz des Gebiets hinweisen.
In besonderen Fällen können vom Regierungspräsidium Ausnahmen gemacht werden, wenn
1. entgegen §16 Abs.2 des Reichsnaturschutzgesetzes fahrlässig Veränderungen vornimmt, handelt ordnungswidrig im Sinne des §13 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes,
2. vorsätzlich oder fahrlässig den Bestimmungen des § 4 zuwiderhandelt, handelt ordnungswidrig im Sinne des §13 Abs. 2 Nr. 2 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes, und kann mit einer Geldbuße belegt werden.
(2) Das Landratsamt Ostalbkreis wird anschließend das Naturdenkmal »Rauhe Wiese« im Naturdenkmalbuch löschen.
Stuttgart, den 12. Juni 1975