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Timestamp: 2019-02-22 01:03:07
Document Index: 311867174

Matched Legal Cases: ['§ 13', 'Art. 7', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 21', '§ 29', '§ 21', '§ 1', '§ 16']

Der Gebäudeenergieausweis Rechtliche Rahmenbedingungen nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) - Novelle 2007 Dipl.-Ing. Architekt Jürgen Thum Oberste. - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Benedikt Voss Geändert vor über 2 Jahren
Präsentation zum Thema: "Der Gebäudeenergieausweis Rechtliche Rahmenbedingungen nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) - Novelle 2007 Dipl.-Ing. Architekt Jürgen Thum Oberste."— Präsentation transkript:
1 Der Gebäudeenergieausweis Rechtliche Rahmenbedingungen nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) - Novelle 2007 Dipl.-Ing. Architekt Jürgen Thum Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern Sachgebiet IIB7, Tel.: o89 2192 3309
2 -Energieausweise im Gebäudebestand -Ausblick auf geplante Änderungen der EnEV Programm
3 EG – Richtlinie „Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden“ (Gebäuderichtlinie) Europäische Richtlinie 2002 / 91 / EG vom 16.12.2002, veröffentlicht im Amtsblatt der EG am 04.01.2003, umzusetzen bis 04.01.2006 - Anlass und Ziel für die Mitgliedsstaaten: 1.Unabhängigkeit und Sicherheit der Energieversorgung 2.Klimaschutz >>Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden Gebäuderichtlinie
4 Anpassungen bei nationalen Regelungen: 1.Energieeinsparungsgesetz (EnEG) als Ermächtigungsgrundlage, in Kraft seit 8. September 2005 2.Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV), fachliche Umsetzung der EG –Richtlinie - 1:1 Umsetzung Überführung der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zu § 13 EnEV (AVV Energiebedarfsausweis) in die neue EnEV in Kraft seit 1. Oktober 2007 i. d. Fassung vom 24. Juli 2007, verk. am 26.07.2007, BGBl. I Nr. 34 S.1519 3. Zuständigkeits- und Durchführungsverordnung ZVEnEV Landesregelung für Bayern rückwirkend zum 1. Januar 2008 Gebäuderichtlinie
5 Art. 7 Abs. 1 der EU-Gebäuderichtlinie „…beim Bau, beim Verkauf oder bei Vermietung von Gebäuden dem Eigentümer bzw. dem potentiellen Käufer oder Mieter vom Eigentümer ein Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz vorgelegt wird…“ Gültigkeitsdauer max. 10 Jahre; Energieausweise im Gebäudebestand
6 Anmerkungen zum § 5a „Energieausweise“ (Ausnahme vom Wirtschaftlichkeitsgebot !) 1.§ 5a Satz 2 Nr. 5 EnEG: „begleitende Empfehlungen für kostengünstige Verbesserungen der Energieeffizienz“ 2.§ 5a Satz 3 EnEG: „Die Energieausweise dienen lediglich der Information“ Begründung: Klarstellung, dass der Energieausweis nur der Information dient und nicht juristischer Bestandteil eines notariellen Kaufvertrags bzw. Mietvertrags wird. Energieausweise und Energieeinsparungsgesetz (EnEG)
7 Quelle: Bremer Energieinstitut Dr.-Ing. Klaus-Dieter Clausnitzer, Dr. Ing. Joachim Dittrich Energieausweise im Gebäudebestand 2008 2018 2013 2008 - 2018
8 Energieausweise im Gebäudebestand – Ausstellungsberechtigung lt. § 21 1. Hoch- und Fachhochschulabsolventen a) der Fachrichtungen Architektur, Hochbau, Bauingenieurwesen, Techn. Gebäudeaus- rüstung, Bauphysik, Maschinenbau, Elektrotechnik oder andere b) technische oder naturwissenschaftliche Fachrichtungen mit Schwerpunkt in a) 2.Absolventen der Innenarchitektur 3.„Handwerksmeister“ des zulassungs- pflichtigen oder zulassungsfreien Bau-, Ausbau- oder anlagentechnischen Gewerbes sowie Schornsteinfeger 4. staatl. gepr. Techniker mit Ausbildungsschwerpunkt auch in der Beurteilung der Gebäudehülle und der Anlagentechnik (Heizung, Warmwasser, Lüftung und Klima) Grundqualifikation Zusatzqualifikation Fortbildung im Bereich des energiesparenden Bauens z. B. Gebäudeenergieberater Studienschwerpunkt energiesparendes Bauen oder mind. 2 Jahre Berufserfahrung in bau- oder anlagen- technischen Bereichen des Hochbaus nur Wohngebäude alle Gebäude Gebäude + Öffentl. Bestellung als vereidigter Sachverständiger in bau- oder anlagentechnischen Bereichen des Hochbaus 5. Nachweisberechtigung nach bauordnungsrechtlichen Vorschriften der Länder für die Errichtung von Gebäuden (im Rahmen der Bauvorlageberechtigung) OBB - Sachgebiet IIB7/Thum + Übergangsregelungen
9 Übergangsvorschriften für Aussteller lt. § 29: Berechtigt für bestehende Wohngebäude sind weiterhin lt. Abs. 4: vor dem 25.04.07BAFA- Antragsberechtigte; lt. Abs. 5: vor dem 25.04.07Kaufleute des Baustofffachhandels oder der Baustoffindustrie mit „Energiefachberater“– Qualifikation; (bzw. die Ausbildung Energiefachberater vor dem 25.04.07 begonnen haben und später erfolgreich abgeschlossen haben) lt. Abs. 6: vor dem 25.04.07andere Handwerksmeister oder Techniker als lt. § 21 Abs. 1 Nr. 3 und 4 EnEV mit „Energieberater des Handwerks“ – Qualifikation; (bzw. die Ausbildung Energieberater vor dem 25.04.07 begonnen haben und später erfolgreich abgeschlossen haben) >> kein Listeneintrag und keine offizielle Zulassung !! Energieausweise im Gebäudebestand Ausstellungsberechtigung
10 EnergieBedarfsausweisEnergieVerbrauchsausweis Unter normierten Bedingungen rechnerisch ermittelter Energiebedarf; Grundlage ist Gebäudehülle, - geometrie und Anlagentechnik (z.B. Dämmung, Fenster, Heizungsanlage usw.) Neubau immer Energiebedarfsausweis Gemessener Energieverbrauch z.B. Heizkostenabrechnung od. Abrechnung EVU nutzerunabhängig gut vergleichbar stark nutzerabhängig eingeschränkt vergleichbar Modernisierungsmaßnahmen leicht ableitbar Modernisierungsmaßnahmen extra zu erarbeiten Bei Datenaufnahme vor Ort aufwändig > hohe Kosten einfach > geringe Kosten Energieausweise im BestandWahlmöglichkeit
11 Energiebedarfsausweis ab 01.10.2008 verpflichtend bei: -Wohngebäuden mit weniger als 5 Wohneinheiten und - für die vor dem 1.11.1977 ein Bauantrag gestellt wurde und - die nicht entsprechend dem Niveau der 1. Wärmeschutzverordnung vom 1.11.1977 saniert oder erstellt wurden >> „klein, alt, unsaniert“ << für alle anderen Gebäude: Wahlfreiheit zwischen EnergieBedarfs- oder EnergieVerbrauchsausweis dazu 4 Bekanntmachungen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) Energieausweise im GebäudebestandWahlmöglichkeit
12 Erleichterungen für Energieausweise allgemein: +Eigentümer selbst kann Gebäudedaten zur Verfügung stellen + Pauschalierungen und vereinfachte Annahmen lt. Anhänge und Bekanntmachungen BMVBS Bedingungen für Energieverbrauchsausweise: -witterungsbereinigter Verbrauch (mit Pauschalierung) -Durchschnitt von 3 aufeinander folgenden Kalender- oder Abrechnungsjahren + Leerstände -Vergleichskennwerte aus Bekanntmachungen BMVBS Energieausweise im Gebäudebestand
13 >> Erleichterung der Datenaufnahme („Bonus“), jedoch Verschlechterung der Rechenwerte („Malus“) + Modernisierungsempfehlungen bei beiden Ausweisen: (= kostengünstige Verbesserungen!) bzw. schriftliche Mitteilung, dass solche nicht möglich sind Ausnahmen: neben den in § 1 Abs. 2 EnEV vom Anwendungsbereich allgemein ausgenommenen Gebäuden keine Ausweispflicht für Baudenkmäler (Ausweisanlass: Verkauf, Vermietung usw.) lt. § 16 Abs. 4 EnEV und für „kleine Gebäude“ ( bis 50 m 2 Nutzfläche) Energieausweise im Gebäudebestand
14 Aushangpflicht für öffentliche stark frequentierte Gebäude -ab 1000 m 2 Nutzfläche -Behörden, sonstige Einrichtungen -öffentliche Dienstleistung für große Anzahl von Menschen -erheblicher Publikumsverkehr z.B. Sozialämter, Arbeitsagenturen, Schulen >keine privaten Dienstleistungen wie z.B. Banken, Kaufhäuser; Energieausweise im Gebäudebestand
15 Übergangsfristen für das „Zugänglich–machen“: a)Wohngebäude ohne Energieausweise: -Baujahre bis 1965ab 1. Juli 2008 -später als 1965ab 1. Januar 2009 b)Nichtwohngebäude ohne Energieausweise ab 1. Juli 2009 Energieausweise im Gebäudebestand
16 Überleitungsvorschriften zu Energieausweisen: Energiebedarfs- und Wärmebedarfsausweise, andere Ausweise: -Bei allen Gebäuden mit Energiebedarfs- oder Wärmebedarfsausweisen nach bisher gültigen EnEV´s (seit 1. Feb. 2002) oder der Wärmeschutz- verordnung `95 sind diese auch mit Inkrafttreten der EnEV 07 weiterhin sofort und ohne Übergangsregelungen zugänglich zu machen. - Energie- und Wärmebedarfsausweise aufgrund bisher gültiger EnEV´s oder der Wärmeschutzverordnung von ´95 (gültig ab Ausstellungstag), -Energieausweise auf Veranlassung von Gebietskörperschaften (z.B. auch DENA) die nach einheitlichen Regeln erstellt wurden, -Energieausweise in Anwendung des EnEV- Entwurfs vom 25.04.07 (Kabinettsbeschluss) werden anerkannt. Energieausweise im Gebäudebestand
17 EnergieausweiseEntwurf für Wohngebäude Allgemeines Vorblatt + Erläuterungen
18 Energieausweise Entwurf für Wohngebäude EnergiebedarfsausweisEnergieverbrauchsausweis
19 EnergieausweiseEntwurf für Nichtwohngebäude EnergiebedarfsausweisEnergieverbrauchsausweis
20 EnergieausweiseEntwurf Modernisierungsempfehlungen
21 Im Internet unter: www.innenministerium.bayern.de/bauen/themen/gebaeude-energie/16545/ www.stmwivt.bayern.de/energie-und-rohstoffe/energieeinsparung/publikationen/ www.innenministerium.bayern.de/bauen/themen/gebaeude-energie/16545/ www.stmwivt.bayern.de/energie-und-rohstoffe/energieeinsparung/publikationen/ -Kurzinformation zur EnEV und zu Energieausweisen im Gebäudebestand -Fragen- Antwortenkatalog zur neuen EnEV Broschüren (Flyer): -Modernisieren und Sparen -Energieberatung -Informationen zu Energieausweisen als Faltblatt Öffentlichkeitsarbeit
22 EU: „Aktionsplan für Energieeffizienz“ 75 Maßnahmenvorschläge u.a. geplante Ausweitung der EU-Gebäuderichtlinie im Jahr 2009 Bundesregierung: 1. Eckpunkte für ein integriertes Energie- und Klimaprogramm u.a. - Verschärfung der energetischen Anforderungen der EnEV um durchschnittlich bis zu 30% (EnEV-Novelle 2009) -nochmalige Verschärfung in gleicher Größenordnung (angestrebt: 2012) mit Ausweitung einzelner Nachrüstverpflichtungen und Stärkung des Vollzugs z.B. durch private Nachweispflichten > Überprüfung anhand von Gutachten über Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Zumutbarkeit 2. Erneuerbare Energien – Wärmegesetz EEWärmeG >> diverse Verpflichtungen bzw. Ersatzmaßnahmen bei Neubauten Ausblick
23 zu errichtende Wohngebäude und Nichtwohngebäude: a)Höchstwerte des zulässigen Jahresprimärenergiebedarfs: Unterschreitung um mind. 30% ! b)Höchstwerte des zulässigen Transmissionswärmeverlusts („Hülle“) Unterschreitung um mind. 15% ! Änderung von Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden: a)Höchstwerte des zulässigen Jahresprimärenergiebedarfs (EnEV 07): Einhaltung ! (keine Überschreitung von 40% mehr zulässig) b)Höchstwerte des zulässigen Transmissionswärmeverlusts („Hülle“) Überschreitung nur noch um 20% zulässig ! (vorher 40%) EnEV – Novelle 2009
24 Änderung von Außenbauteilen: Wärmedurchgangskoeffizienten nach Anlage 3 (Tabelle 1) Unterschreitung je nach Bauteil um 25 – 35 % ! Außerbetriebnahme von Nachtstromspeicherheizsystemen: - vor dem 01.01.1990 eingebaut /aufgestellt > bis zum 1. Januar 2020 - nach dem 31.12.1989 eingebaut /aufgestellt > 30 Jahre danach keine grundsätzlichen Änderungen bei Energieausweisen geplant! EnEV – Novelle 2009
25 Zeitablauf Novelle EnEV 2009 a) Grundsatzbeschluss Kabinett 5. Dezember 2007 b)Kabinettsbeschluss (geplant)Mai 2008 c) Bundesrat ? d)Zustimmung Kabinett? e) Bekanntmachung ? f) In Kraft treten (geplant)1. Januar 2009 g)ZVEnEV (ggf.)1. Januar 2009 Zeitplan EnEV- Novelle 2009
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Energieeinsparung und Gebäude-Energieausweis