Source: https://www.iww.de/quellenmaterial/id/3911
Timestamp: 2020-03-31 23:18:00
Document Index: 377593043

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'Art. 9', 'EuG', 'Art. 11', 'Art. 8', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 9', 'EuG', 'Art. 11', 'EuG', 'Art. 9', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 11', 'Art. 9', 'EuG', 'Art. 253', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 11', 'Art. 9']

21.11.2006 · IWW-Abrufnummer 063420
Bundesgerichtshof: Beschluss vom 26.09.2006 – VI ZR 200/05
Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 26. September 2006 durch die Vizepräsidentin Dr. Müller, den Richter Dr. Greiner, die Richterin Diederichsen und die Richter Pauge und Zoll
2. Die überwiegende Meinung in der deutschen Rechtsliteratur lehnt eine Auslegung, wonach ein Gerichtsstand am Wohnsitzgericht des Geschädigten gegeben ist, ab. Sie stützt sich unter anderem darauf, dass die Direktklage keine Versicherungssache im Sinne der Art. 8 ff. EuGVVO sei, weil der Direktanspruch im deutschen internationalen Privatrecht als deliktischer Anspruch verstanden werde und dem Deliktsstatut unterliege (hierzu vgl. Senat, BGHZ 108, 200, 202; BGHZ 120, 87, 89 m.w.N.). Art. 9 Abs. 1 lit. b EuGVVO erfasse nach Wortlaut und Stellung im Gesetz nur Versicherungssachen im engeren Sinn (vgl. Schlosser, EU-Zivilprozessrecht, 2003, Art. 11 Rn. 2.; Kropholler, Europäisches Zivilprozessrecht, 8. Auflage 2005, vor Art. 8 Rn. 7, Art. 11, Rn. 4; Geimer/Schütze, Europäisches Zivilverfahrensrecht, 2. Auflage, Art. 11, Rn. 16; Fuchs IPRax 2001, 425, 426; Lemor NJW 2002, 3666, 3667 f.). Demzufolge könne Begünstigter im Sinne des Art. 9 EuGVVO nur jemand aufgrund des Versicherungsvertrags sein, neben dem der Gesch