Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=10.10.2013&Aktenzeichen=III%20ZR%20325%2F12
Timestamp: 2017-11-24 18:42:22
Document Index: 69562000

Matched Legal Cases: ['§ 134', '§ 203', 'BGH', '§ 305', '§ 306', '§ 306', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGB §§ 134, 306, 398 ; StGB § 203 Abs. 1 Nr. 1
Maßgeblich ist dabei die inhaltliche Teilbarkeit (BAG 13. November 2013 - 10 AZR 848/12 - Rn. 27, BAGE 146, 284; BGH 10. Oktober 2013 - III ZR 325/12 - Rn. 14 mwN; ErfK/Preis 16. Aufl. §§ 305 - 310 BGB Rn. 103; HWK/Gotthardt 6. Aufl. § 306 BGB Rn. 3; Bonin in Däubler/Bonin/Deinert 4. Aufl. § 306 BGB Rn. 12a) .
Nur dann, wenn der als wirksam anzusehende Rest im Gesamtgefüge des Vertrages nicht mehr sinnvoll, insbesondere der als unwirksam beanstandete Klauselteil von so einschneidender Bedeutung ist, dass von einer gänzlich neuen, von der bisherigen völlig abweichenden Vertragsgestaltung gesprochen werden muss, ergreift die Unwirksamkeit der Teilklausel die Gesamtklausel (BGH Urteil vom 10. Oktober 2013 - III ZR 325/12 - NJW 2014, 141 Rn. 14;… BGHZ 179, 374 = NJW 2009, 1664 Rn. 15 mwN).
Nach der Rechtsprechung des BGH können "inhaltlich voneinander trennbare, einzeln aus sich heraus verständliche Regelungen" in AGB auch dann Gegenstand einer gesonderten Wirksamkeitsprüfung sein, wenn sie in einem äußeren sprachlichen Zusammenhang mit anderen - unwirksamen - Regelungen stehen (…BGH, Urt. v. 14.01.2015 -XII ZR 176/13, NJW 2015, 928 Tz 23; Urt. v. 10.10.2013 -III ZR 325/12, NJW 2014, 141 Tz 14).
Die sprachliche Teilbarkeit wird sodann daran festgemacht, ob der unwirksame Teil gestrichen werden kann, ohne dass der Sinn des anderen Teils darunter leidet (sog. blue-pencil-test), s. BGH vom 10.10.2013 a.a.O..