Source: http://www.swisstaxnetwork.ch/besteuerung-jur-personen/steuerfolgen-bei-gruendung
Timestamp: 2019-01-22 02:52:34
Document Index: 265220149

Matched Legal Cases: ['Art. 54', 'Art. 60', 'Art. 24', 'Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 8', 'Art. 19', 'Art. 8', 'Art. 58', 'Art. 24', 'Art. 61', 'Art. 24', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 8', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 10', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 8', 'Art. 18', 'Art. 8']

Steuerfolgen einer Gründung - swisstaxnetwork.ch
Nachfolgend werden die Steuerfolgen der Gründung einer Aktiengesellschaft dargestellt, wobei die Liberierung der Aktien bar und/oder durch Sacheinlagen erfolgen kann.
Checkliste - Steuerfolgen bei der Gründung einer AG
Steuerarten Gegründete A AG Aktionär natürliche Person, Aktien im Privatvermögen (Privatanleger)1 Aktionär natürliche Person, Aktien im Geschäftsvermögen2 Aktionär juristische Person
Direkte Steuern (DBG/StHG) - Eintritt in Steuerpflicht (Art. 54 DBG)
- Kapitaleinlagen grundsätzlich erfolgs-neutral (Art. 60 lit. a DBG; Art. 24 Abs. 2 lit. a StHG) - Sacheinlagen: Unterschiedsbetrag zwischen dem Einbringungswert und dem für den Aktionär massgebenden (niedrigen) Anschaffungswert qualifiziert als privater Kapitalgewinn (Art. 16 Abs. 3 DBG)
- Ausnahme: Transponierung
- Sacheinlage von Geschäftsvermögen in gegründete Aktiengesellschaft allenfalls steuerbar (Art. 18 Abs. 2 DBG; Art. 8 StHG), sofern Gewinnsteuerwerte nicht auf Beteiligungswert übertragen werden und kein Steueraufschub (Art. 19 Abs. 1 lit. b DBG; Art. 8 Abs. 3 StHG) vorliegt - Sacheinlage von Aktiven als Sacheinlage allenfalls steuerbar (Art. 58 DBG; Art. 24 StHG), sofern Gewinnsteuerwerte nicht auf Beteiligungswert übertragen werden und kein Steueraufschub auf stillen Reserven vorliegt (Art. 61 DBG; Art. 24 Abs. 3 StHG)
Handänderungs-steuer - Sacheinlage von Grundstücken steuerbar (Art. 12 Abs. 1 StHG) - Sacheinlage von Grundstücken im monistischen Grundstückgewinnsteuersystem steuerbar (Art. 12 Abs. 1 StHG), sofern kein Steueraufschub (Art. 12 Abs. 4 lit. a StHG)3 - Sacheinlage von Grundstücken im monistischen Grundstückgewinnsteuersystem steuerbar (Art. 12 Abs. 1 StHG), sofern kein Steueraufschub (Art. 12 Abs. 4 lit. a StHG)
- Grundsätzlich keine Verrechnungssteuer, ausser juristische Person nach Sacheinlage trotz neu ausgegebenen Aktien entreichert, da andere Aktionäre von Sacheinlage indirekt profitieren (Art. 4 VStG; geldwerte Leistung zwischen nahestehenden Aktionären)
Stempelabgaben (StG)
(Emissionsabgabe/
Umsatzabgabe) - offene und stille Kapitaleinlagen unterliegen grundsätzlich 1% Emissionsabgabe (Art. 5 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 8 Abs. 1 StG)
- Entgeltliche Ausgabe von Beteiligungsrechten bis CHF 1 Mio. unterliegt nicht der Emissionsabgabe (Art. 6 Abs. 1 lit. h StG)
- Sacheinlage von Beteiligungen: könnte möglicherweise eine emissions-abgaberechtlich privilegierte Quasifusion vorliegen (Art. 6 Abs. 1 lit. abis StG)
Mehrwertsteuer (MWSTG) - Allenfalls Eintritt in Mehrwertsteuerpflicht (Art. 10 ff. MWSTG) - Sofern Aktionär mehrwertsteuerpflichtig ist, unterliegt Sacheinlage allenfalls gemäss Praxis trotz Art. 18 Abs. 2 lit. e MWSTG der Mehrwertsteuer - Sofern Aktionär mehrwertsteuerpflichtig ist, unterliegt Sacheinlage allenfalls gemäss Praxis trotz Art. 18 Abs. 2 lit. e MWSTG der Mehrwertsteuer
1 Privatvermögen: Zum Privatvermögen zählen die Vermögenswerte, die nicht dem Betrieb, sondern privaten Zwecken dienen (Art. 18 Abs. 2 DBG; Art. 8 Abs. 2 StHG).
2 Geschäftsvermögen: Gemäss Art. 18 Abs. 2 DBG bzw. Art. 8 Abs. 2 StHG gelten als Geschäftsvermögen "alle Vermögenswerte, die ganz oder vorwiegend der selbstständigen Erwerbstätigkeit dienen; Gleiches gilt für Beteiligungen von mindestens 20 Prozent am Grund- oder Stammkapital einer Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft, sofern der Eigentümer sie im Zeitpunkt des Erwerbs zum Geschäftsvermögen erklärt."
3 Monistisches Grundstückgewinnsteuersystem: Grundstückgewinne (Erlös minus Anlagekosten) von Liegenschaften im Geschäftsvermögen werden in den Kantonen BE, BL, BS, JU, NW, SZ, TI, UR und ZH ebenfalls mit der Grundstückgewinnsteuer als Sondersteuer und nicht mit der kantonalen ordentlichen Einkommens- oder Gewinnsteuer erfasst. Nur die wiedereingebrachten Abschreibungen unterliegen bei Unternehmen in diesen Kantonen der Einkommens- oder Gewinnsteuer.