Source: https://kirchenrecht-elkwue.de/document/17258
Timestamp: 2018-12-12 03:28:34
Document Index: 3940958

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 10', '§ 7', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7']

453 Studienordnung – StO - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
453 Studienordnung – StO
§ 5 Dauer und Beendigung des Vorbereitungsdienstes im Regelfall
453. Verordnung des Oberkirchenrats
über die Ausbildung im Vorbereitungsdienst
(Studienordnung – StO)
(Abl. 64 S. 516), geändert durch Verordnung vom 14. Mai 2013 (Abl. 65 S. 698), vom 10. Dezember 2013 (Abl. 66 S. 1, 2) und vom 17. Oktober 2017 (Abl. 67 S. 443)
des Vorbereitungsdienstes im Regelfall
Basisausbildung (ca. 21 Monate), mit den Inhalten „Hinführung zur Praxis“
und „Kontinuierliche Praxis“,
( 2 ) Die tatsächliche Dauer der einzelnen Bildungsabschnitte wird vom Pfarrseminar festgelegt. Treten im Rahmen der Schlussbeurteilung (Nr. 4 und 5 Kirchliche Verordnung über die Auswertung des Vorbereitungsdienstes und die dienstliche Beurteilung der unständigen Pfarrer und Pfarrerinnen im Vorbereitungsdienst) Bedenken gegen die Eignung auf, entfällt der Abschnitt „Ergänzung und Vertiefung“ (§ 10). Der Vorbereitungsdienst wird in diesem Fall durch Vertiefung der handlungsspezifischen Kompetenzen in der Kirchengemeinde fortgesetzt.
( 2 ) Die Grundlegung der handlungsfeldübergreifenden Kompetenzen erfolgt in der Basisausbildung (§ 7 Absatz 1 Nr. 1), in welcher die Vikarinnen und Vikare sich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut machen. Begleitend dazu werden vom Pfarrseminar eine Einführungswoche, Liturgiewoche und Kommunikationswoche und vom Pädagogisch Theologischen Zentrum (PTZ) ein zweiwöchiger Kurs für Bildung in Schule und Gemeinde (BSG I) durchgeführt. Zum Abschluss der Basisausbildung werden ein einwöchiger Kurs Recht und Verwaltung und ein einwöchiger Kurs Pastoraltheologie durchgeführt.
( 1 ) Die für die Handlungsfelder Gottesdienst, Schule/Konfirmandenarbeit, Seelsorge und Kasualien notwendigen Kompetenzen (§ 6 Abs. 3) werden in der Basisausbildung (§ 7 Nr. 16#) erworben.
( 2 ) Die Ausbildung im Handlungsfeld „Gottesdienst“ erfolgt in den Bereichen Liturgik, Homiletik und Hymnologie. Das Pfarrseminar führt drei Wochen Gottesdienstkurs durch. Außerdem erhält jede Vikarin oder jeder Vikar vor Ort einen mentorierten Gottesdienstbesuch mit Nachbesprechung im Team.
eine Hospitationsphase in der Schule vor dem Kurs „Bildung in Schule und Gemeinde I (BSG I)“,
einen zweiwöchigen Kurs BSG I mit dem Schwerpunkt Religionsunterricht in der Schule und eine daran anschließende circa siebenwöchige Phase der Praxisbegleitung; dabei sind in der Regel zwei Unterrichtsstunden pro Vikar oder Vikarin mit anschließender Nachbesprechung vorgesehen,
einen zweiwöchigen Kurs „Bildung in Schule und Gemeinde II (BSG II)“,
eine Kurswoche “Bildung in Schule und Gemeinde III (BSG III)“.
Eine der Kurswochen des BSG II konzentriert sich auf das Handlungsfeld „Konfirmandenarbeit“. In Verbindung mit dieser Kurswoche findet in der Regel eine Praxisbegleitung bei den Vikarinnen und Vikaren vor Ort statt.
( 4 ) Für die Ausbildung im Handlungsfeld Seelsorge führt das Pfarrseminar einen zweiwöchigen Kurs durch. Jede Vikarin oder jeder Vikar nimmt in der Regel darüber hinaus an einer Praxisbegleitung vor Ort teil.
( 1 ) Der Ausbildungsabschnitt Ergänzung und Vertiefung (§ 7 Absatz 1 Nr. 2) dient der Wahrnehmungsschärfung für gesellschaftspolitische und interkulturelle Zusammenhänge, für diakonisches, ökumenisches und missionarisches Handeln, sowie für allgemeine soziale und wirtschaftliche Bereiche. Im Ausbildungsabschnitt Ergänzung und Vertiefung werden sich die Vikarinnen und Vikare der besonderen Verantwortung des Pfarrberufs für das Gemeinwesen auf der Grundlage des Verkündigungsauftrags bewusst. Dazu arbeiten die Vikarinnen und Vikare in kirchlichen, diakonischen, oder anderen Einrichtungen oder Organisationen.
Im letzten Abschnitt des Vorbereitungsdienstes (§ 7 Absatz 1 Nr. 3) übernehmen die Vikarinnen und Vikare wieder pfarramtliche Dienste in ihrer Ausbildungsgemeinde und in der Schule. Sie können dabei mit weitreichender Verantwortung für Teilbereiche in der Gemeinde betraut werden und vertiefen damit ihre Leitungskompetenz. In Vorbereitung auf die Ordination vergewissern sie sich der geistlichen Ausrichtung ihres Amtes.
( 1 ) Für diejenigen Vikarinnen und Vikare, die ihren Vorbereitungsdienst vor dem 1. April 2012 angetreten haben, ist weiterhin die Studienordnung vom 1. März 2005 (Abl. 61 S. 317), geändert durch Verordnung vom 10. November 2009 (Abl. 64 S. 83), anzuwenden.7#
6 ↑ Red. Anm.: Richtig: § 7 Absatz 1 Nr. 1
7 ↑ Red. Anm.: Vgl. Nr. 453_Archiv dieser Sammlung (Nr. 453_Archiv online verfügbar unter www.kirchenrecht-elk-wue.de).