Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4%20BN%2041.09
Timestamp: 2020-01-21 10:41:23
Document Index: 395300097

Matched Legal Cases: ['§ 705', '§ 705', '§ 741', '§ 741', '§ 47', 'BGH', 'BGH', 'Art. 14', '§ 47', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 47']

BVerwG, 15.04.2010 - 4 BN 41.09 - dejure.org
https://dejure.org/2010,8131
BVerwG, 15.04.2010 - 4 BN 41.09 (https://dejure.org/2010,8131)
BVerwG, Entscheidung vom 15.04.2010 - 4 BN 41.09 (https://dejure.org/2010,8131)
BVerwG, Entscheidung vom 15. April 2010 - 4 BN 41.09 (https://dejure.org/2010,8131)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2010,8131) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§§ 705 ff BGB, § 705 BGB, §§ 741ff BGB, § 741 BGB, § 47 VwGO
Alleinige Antragsbefugnis eines Gesellschafters einer als Eigentümerin eines planbetroffenen Grundstücks im Grundbuch eingetragenen Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR); Fristwahrende Erhebung eines Normenkontrollantrags durch einen einzelnen Gesellschafter unter dem ...
Normenkontrolle: Antragsbefugnis GbR-Gesellschafter
Öffentliches Baurecht: Normenkontrolle durch GbR-Gesellschafter? (IBR 2010, 656)
BauR 2010, 1202
ZfBR 2010, 583
Denn Eigentümer der Grundstücke sind nicht die Gesellschafter in gesamthänderischer Verbundenheit, sondern die (Außen-)Gesellschaften bürgerlichen Rechts selbst, die rechtsfähig sind und zu deren Gesellschaftsvermögen die Grundstücke jeweils gehören (vgl. BVerwG, Beschl. v. 15.4.2010, ZfBR 2010, 583, juris Rn. 4).
Zwar ist sie nicht Eigentümerin von im Plangebiet gelegenen Grundstücken (vgl. - zu der dann vorliegenden Antragsbefugnis [nur] der GbR - BVerwG, Beschluss vom 15.04.2010 - 4 BN 41.09 - BauR 2010, 1202).
... genügt dies für ihre Antragsbefugnis, weil diesbezüglich im Grundbuch die einzelnen Gesellschafter mit dem Zusatz "als Gesellschafter bürgerlichen Rechts" eingetragen sind; damit wird für den Rechtsverkehr unzweifelhaft zum Ausdruck gebracht wird, dass Eigentümerin des Grundstücks die Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist und nicht deren einzelne Gesellschafter (…vgl. BGH, U.v. 25.9.2006 - II ZR 218/05 - NJW 2006, 3716 = juris Leitsatz und Rn. 11; BVerwG, U.v. 15.4.2010 - 4 BN 41.09 - ZfBR 2010, 583 = juris Rn. 4;… BayVGH, U.v. 17.12.2009 - 15 N 08.1813 - juris Rn. 21).
Der Verwaltungsgerichtshof hat daraus geschlossen, dass nicht die Antragsteller, sondern die von ihnen gegründete Gesellschaft bürgerlichen Rechts Grundstückseigentümerin ist (…UA Rn. 4; vgl. BGH, Urteile vom 25. September 2006 - II ZR 218/05 - NJW 2006, 3716 …und vom 21. Juni 2007 - IX ZB 51/06 - NZG 2007, 623 Rn. 15; BVerwG, Beschluss vom 15. April 2010 - 4 BN 41.09 - BauR 2010, 1202 = juris Rn. 4).
Eine Verletzung des durch Art. 14 Abs. 1 GG geschützten Eigentumsrechts scheidet aus, wenn die Antragsteller nicht Eigentümer eines Grundstücks im Plangebiet sind (BVerwG, Beschluss vom 15. April 2010 - 4 BN 41.09 - BauR 2010, 1202 = juris Rn. 4 …und Urteil vom 29. Juni 2015 - 4 CN 5.14 - Buchholz 310 § 47 VwGO Nr. 200 Rn. 9).
Unter Berücksichtigung der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. April 2010 - 4 BN 41/09 - sei die Aktivlegitimation der Antragstellerin zu verneinen.
Weiterhin entspricht es mittlerweile gefestigter obergerichtlicher Rechtsprechung, dass der (Außen-)Gesellschaft bürgerlichen Rechts eigene Rechtsfähigkeit zukommt, soweit sie durch Teilnahme am Rechtsverkehr eigene Rechte und Pflichten begründet und sie daher sowohl als aktiv als auch passiv parteifähig anzusehen ist (vgl. BGH, Urteil vom 29.01.2001 - II ZR 331/00 - juris; BVerwG, Beschluss vom 15.04.2010 - 4 BN 41.09 - juris).
Als solcher ist er grundsätzlich nicht befugt, die Rechte der Gesellschaft im eigenen Namen geltend zu machen (vgl. BVerwG, Beschl. v. 15. April 2010 - 4 BN 41.09 -, juris Rn. 4 f. unter Verweis auf die Rechtsprechung des BGH zur Rechtsfähigkeit der [Außen-] GbR).
Sie sind nicht antragsbefugt (vgl. BVerwG, Beschluss vom 03.08.2017 - 4 BN 11.17 -, juris; BVerwG, Beschluss vom 15.04.2010 - 4 BN 41.09 -, juris; Niedersächsisches OVG, Urteil vom 22.06.2009 - 1 KN 89.07 -, juris).
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist anerkannt, dass auf Grund der Anerkennung der Teilrechtsfähigkeit der Gesellschaft bürgerlichen Rechts materiell-rechtlich das Eigentum an einem Grundstück, als dessen Eigentümer die Gesellschafter einer solchen Gesellschaft mit dem Zusatz "als Gesellschafter bürgerlichen Rechts" im Grundbuch eingetragen sind, nicht den Gesellschaftern, sondern der Gesellschaft selbst zusteht (vgl. BGH…, Urteil vom 25. September 2006 - II ZR 218/05 -, juris Rn. 10 f.; …sowie Urteil vom 23. November 2011 - VIII ZR 74/11 -, juris Rn. 14; BVerwG, Beschluss vom 15. April 2010 - 4 BN 41.09 -, juris Rn. 4).
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist anerkannt, dass auf Grund der Anerkennung der Teilrechtsfähigkeit der Gesellschaft bürgerlichen Rechts materiellrechtlich das Eigentum an einem Grundstück, als dessen Eigentümer die Gesellschafter einer solchen Gesellschaft mit dem Zusatz "als Gesellschafter bürgerlichen Rechts" im Grundbuch eingetragen sind, nicht den Gesellschaftern, sondern der Gesellschaft selbst zusteht (vgl. BGH…, Urteil vom 25. September 2006 - II ZR 218/05 -, juris Rn. 10 f., …sowie Urteil vom 23. November 2011 - VIII ZR 74/11 -, juris Rn. 14; BVerwG, Beschluss vom 15. April 2010 - 4 BN 41.09 -, juris Rn. 4).
Es liegt deshalb auf der Hand, dass die Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, die Eigentümerin eines Grundstücks im Plangebiet ist, im Normenkontrollverfahren nicht gemäß § 47 Abs. 2 Satz 1 VwGO geltend machen können, durch den Bebauungsplan in eigenen Rechten als Grundstückseigentümer verletzt zu sein, oder in absehbarer Zeit verletzt zu werden (vgl. BVerwG, B.v. 15.4.2010 - 4 BN 41.09 - BauR 2010, 1202).