Source: https://www.steuern.de/ausfuellhilfe-hauptvordruck-steuererklaerung.html
Timestamp: 2017-03-27 14:24:22
Document Index: 185655003

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 35', '§ 35', '§ 23', '§ 35', '§ 26']

Glossar » Arbeitnehmer » Hauptvordruck (ESt1A, Mantelbogen)
Ausfüllhilfe für Hauptvordruck der EinkommensteuererklärungHier finden Sie Erläuterungen für jede Zeile des Hauptvordrucks Ihrer Einkommensteuererklärung. Außerdem können Sie den Hauptvordruck bzw. Mantelbogen hier herunterladen. Wir empfehlen Ihnen allerdings, die Steuererklärung mit einer professionellen Steuersoftware zu erstellen. Welche Steuersoftware für Ihre Anforderungen am besten geeignet ist, erfahren Sie in unserem Steuersoftware-Test. Hier geht's zum Steuersoftware-Test In diesem Beitrag erfahren Sie mehr zu folgenden Aspekten: AllgemeinGrundangaben (Seite 1)Persönliche AngabenBankverbindungVollmacht → Zeilen 31–36 (Seite 2)SonderausgabenAußergewöhnliche Belastungen (Seite 3)Haushaltsnahe Beschäftigungen, Dienstleistungen, Handwerkerleistungen (Seite 3)Sonstige Angaben und Anträge (Seite 4) Darüber hinaus finden Sie auf steuern.de zu diesem Teil Ihrer Steuererklärung auch die kostenlosen Gestaltungshinweise unserer Steuerexperten.AllgemeinWichtig: Hauptvordruck muss immer ausgefüllt werdenDer Hauptvordruck (Mantelbogen), insbesondere Seite 1 und 2 mit den persönlichen Daten und der Bankverbindung, muss immer ausgefüllt werden. Außerdem ist die eigenhändige Unterschrift auf Seite 4 notwendig. Welche weiteren Formulare Sie außer dem Hauptvordruck noch benötigen, sehen Sie im Formularwegweiser auf einen Blick. Überblick
Im Bedarfsfall ausfüllen Seite 1 Angaben zur Person (Zeilen 7-14 und 16-23), zum Familienstand (Zeile 15) und zur Ehegattenveranlagung (Zeile 24) sowie zur Bankverbindung (Zeilen 25-28) Seite 2 Sonderausgaben (Zeilen 37–56) Die Eintragung von Versicherungsbeiträgen erfolgt auf der Anlage Vorsorgeaufwand. Bei den anderen Sonderausgaben (Zeilen 37–56) wirkt sich eine Eintragung dann aus, wenn die Aufwendungen in der Summe höher als 36 EUR (72 EUR bei zusammenveranlagten Ehegatten) sind. Spenden an politische Parteien und unabhängige Wählervereinigungen führen zu einer Steuerermäßigung. Seite 3 Außergewöhnliche Belastungen (Zeilen 61–70) Angaben zu behinderten Menschen, Pflegekosten, Krankheitskosten etc. müssen immer gemacht werden, weil hier Pauschalen nicht automatisch berücksichtigt werden. Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, Dienst-, Pflege- und Handwerkerleistungen (Zeilen 71–79) Beantragen Sie hier die Steuerermäßigung für Haushaltshilfen, Heimunterbringung sowie Dienstleistungen (z. B. Pflege, Betreuung, Garten-, Reinigungsarbeiten) und Handwerkerleistungen rund um Ihren Privathaushalt. Seite 4 Sonstige Angaben und Anträge (Zeilen 91–109) Hier geht es im Wesentlichen um die Berücksichtigung von Verlustrückträgen und -vorträgen, um Einkommensersatz (z. B. Eltern-, Kranken-, Mutterschaftsgeld), der nicht im Zusammenhang mit entgangenem Arbeitslohn (vgl. Anlage N, Zeilen 27–29) steht und um die Verteilung von Aufwendungen bei der Einzelveranlagung auf Antrag von Ehegatten/Lebenspartnern. Weitere Angaben machen Personen mit zeitweiser unbeschränkter Steuerpflicht und Personen ohne Wohnsitz im Inland. Grundangaben (Seite 1)[Art der Erklärung, Steuernummer, Identifikationsnummer → Zeilen 1–5]Kreuzen Sie in den Zeilen 1 und 2 an, ob Sie neben der Veranlagung zur Einkommensteuer weitere Anträge stellen (z. B. Erklärung zur Feststellung des verbleibenden Verlusts). Tragen Sie in Zeile 3 Ihre Steuernummer und in Zeilen 7/16 Ihre steuerliche Identifikationsnummer ein. Die Steuernummer und Ihren Namen sollten Sie zur Sicherheit außerdem in der auf jeder Anlage vorhandenen Kopfzeile vermerken.Persönliche Angaben[Persönliche Angaben → Zeilen 6–23]Tragen Sie Ihre persönlichen Daten ein. Die Angaben zur Ehefrau haben Bedeutung für die Art der Steuerveranlagung und den anzuwendenden Steuertarif.
[Familienstand → Zeile 15]Ihre Angaben zum Familienstand bestimmen, ob eine Einzel- oder eine Ehegattenveranlagung zur Einkommensteuer durchgeführt wird und haben damit Bedeutung für den anzuwendenden Steuertarif. Wenn Ihr Ehegatte im Vorjahr (2013) verstorben ist, führt das Finanzamt für 2014 zwar eine Einzelveranlagung durch, berechnet aber die Steuer (letztmals) nach dem für Sie günstigeren Splittingtarif (Witwensplitting).
[Veranlagungsarten bei Eheleuten/eingetragenen Lebenspartnern → Zeile 24]Ehegatten/eingetragene Lebenspartner, die beide im Inland wohnen und nicht getrennt leben, können zwischen den in Zeile 24 genannten Ehegattenveranlagungsarten durch Ankreuzen wählen. Kennen Sie schon die neuen Lösungen?Alle wichtigen Steuerprogramme im Vergleich: WISO Software, TAXMAN, SteuerSparErklärung, smartsteuer und mehr!
Hier geht es zum SteuersoftwarevergleichBankverbindung[Bankverbindung → Zeilen 25–28]Die Finanzämter erstatten nur unbar. Bei fehlender oder unvollständiger Bankverbindung verzögert sich die Steuerrückzahlung. Bitte beachten Sie, dass der bargeldlose Zahlungsverkehr und damit die Erstattung nur möglich ist, wenn dem Finanzamt die IBAN (International Bank Account Number – weltweit gültige Kontonummer; hier können Sie jede IBAN prüfen) und bei Auslandsüberweisung die BIC (Bank Identifier Code – international gültige Bankleitzahl) bekannt sind.Wichtig: Kontoänderung mitteilenTeilen Sie dem Finanzamt unverzüglich schriftlich mit, wenn sich die von Ihnen angegebene Bankverbindung zwischenzeitlich geändert hat, damit die Erstattung nicht auf ein falsches Konto geht.Vollmacht (Seite 2)Empfangsvollmacht → Zeilen 31–36
Hier können Sie z. B. Ihren Steuerberater, zur Entgegennahme Ihres Steuerbescheids bevollmächtigen oder sich den Steuerbescheid an eine von den Eintragungen in den Zeilen 11–13 abweichende Anschrift (z. B. Zweitwohnsitz) schicken lassen. Beachten Sie, dass die Eintragungen nur für den Einkommensteuerbescheid und eventuelle Änderungsbescheide für 2014 gelten.Sonderausgaben[Sonderausgaben]Sonderausgaben werden in 2 große Gruppen eingeteilt: Vorsorgeaufwendungen (Versicherungen), die auf der Anlage Vorsorgeaufwand einzutragen sind und andere Sonderausgaben, die im Wesentlichen im Hauptvordruck (Zeilen 37–56) zu erfassen sind. [Sonderausgaben → Zeilen 37–56]Haben Sie keine oder nur ganz geringe andere Sonderausgaben, wird für die anderen Sonderausgaben ein Pauschbetrag von 36 EUR bzw. 72 EUR bei Zusammenveranlagung von Ehegatten berücksichtigt. [Gezahlte Versorgungsleistungen, Renten, dauernde Lasten → Zeilen 37, 38]Zahlen Sie eine Versorgungsleistung, z. B. Rente oder eine sog. dauernde Last (rentenähnliche Zahlungen) aufgrund einer vertraglichen Verpflichtung (im Regelfall als Gegenleistung für die Übertragung von (Betriebs)Vermögen im Rahmen einer Vermögensübergabe oder vorweggenommenen Erbfolge), können Sie unter bestimmten Voraussetzungen die gezahlten Beträge als Sonderausgaben geltend machen. Wenn Sie den Sonderausgabenabzug erstmals geltend machen, dann legen Sie Ihrer Steuererklärung eine Kopie des der Zahlung zugrunde liegenden Vertrags bei. [Unterhalt an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten/Lebenspartner → Zeilen 40, 41]Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten sind mit dessen Zustimmung (zwingend erforderlich, amtlicher Vordruck Anlage U, im Buch nicht abgedruckt) bis zu 13.805 EUR als Sonderausgaben abzugsfähig. Wegen einer möglichen Erhöhung des Höchstbetrag sind die Beiträge zur (Basis-)Kranken- und Pflegeversicherung des unterhaltenen Ehegatten gesondert anzugeben, und zwar unabhängig davon, wer Versicherungsnehmer ist und wer die Beiträge zahlt. Stimmt der Ehegatte (Empfänger der Unterhaltsleistungen) dem Sonderausgabenabzug nicht zu, ist der Abzug der Unterhaltszahlungen als außergewöhnliche Belastungen (Anlage Unterhalt) zu prüfen. Der Abzug ist dabei nur bis zu einem jährlichen Höchstbetrag i. H. v. 8.354 EUR (zuzüglich (Basis-)Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge) möglich. Dieser Höchstbetrag vermindert sich dann, wenn der unterstützte Ehegatte eigene Einkünfte und Bezüge hat. [Kirchensteuer, Kirchgeld → Zeile 42]Hier tragen Sie alle im Veranlagungsjahr von Ihnen oder Ihrem Ehegatten tatsächlich gezahlten Kirchensteuern (laut Lohnsteuer-Bescheinigung, Vorauszahlungen, Nachzahlungen für Vorjahre, Kirchgeld) ein. Die von Banken einbehaltene Kirchensteuer auf Kapitalerträge ist nicht als Sonderausgabe abzugsfähig, wenn die Kapitalerträge mit dem Abgeltungsteuersatz i. H. v. 25 % besteuert werden. Freiwillig gezahlte Gelder an Kirchengemeinden gehören zu den abzugsfähigen Spenden (Hauptvordruck, Zeile 45), wenn eine Spendenbescheinigung vorhanden ist. [Eigene Berufsausbildungskosten → Zeilen 43, 44]Abzugsfähig sind alle Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erstausbildung oder dem Erststudium des Steuerpflichtigen oder seines Ehegatten bis maximal 6.000 EUR (pro Person) [Zuwendungen, Spenden, Mitgliedsbeiträge → Zeilen 45–56]Der Vordruck unterscheidet zwischen 4 Arten von Zuwendungen: Parteizuwendungen, Zuwendungen an unabhängige Wählervereinigungen, Spenden in den Vermögensstock einer Stiftung und Zuwendungen für gemeinnützige, mildtätige, kirchliche Zwecke. In Zeile 45 gehören die Zuwendungen zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke. Begünstigt sind ggf. auch Zuwendungen an gemeinnützige Organisationen im EU-Ausland (Zeile 46). Beträgt die Gesamtsumme der hier geltend gemachten Beträge nicht mehr als 200 EUR, verzichtet das Finanzamt normalerweise auf die Vorlage der Spendenbescheinigung bzw. des Zahlungsnachweises, vorausgesetzt, Sie führen die Beträge mit Angabe des jeweiligen Empfängers auf einem gesonderten Blatt einzeln auf. [Zuwendungen an Parteien und unabhängige Wählervereinigungen → Zeilen 47, 48]Spenden und Mitgliedsbeiträge an politische Parteien (Zeile 51) oder unabhängige (freie) Wählervereinigungen (Zeile 52) müssen immer (auch in ELSTER-Fällen) durch Belege nachgewiesen werden. Es wird eine Steuerermäßigung berechnet, die direkt von der Einkommensteuer abgezogen wird. Für hohe Parteispenden kann zusätzlich ein Sonderausgabenabzug in Betracht kommen. [Elektronisch übermittelte Zuwendungen → Zeilen 49–51]In die Zeilen 49–51 tragen Sie Zuwendungen ein, die durch den Zuwendungsempfänger elektronisch an die Finanzverwaltung übermittelt wurden. [Stiftungsspenden → Zeilen 52–56]Spenden in den Vermögensstock einer Stiftung können bis zu 1 Mio. EUR (bei Zusammenveranlagung bis 2 Mio. EUR) auf bis zu 10 Jahre beliebig verteilt als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Den in 2014 bezahlten Betrag tragen Sie bitte in die Zeilen 52 oder 53 ein. In Zeile 55 bestimmen Sie, welchen Anteil davon Sie im Jahr 2014 abziehen. In Zeile 56 können Sie den Abzug entsprechender noch nicht berücksichtigter Zuwendungen aus Vorjahren für 2014 geltend machen. Andere (nicht in den Vermögensstock eingebrachte) Stiftungsspenden gehören in die Zeile 45. Kennen Sie schon die neuen Lösungen?Alle wichtigen Steuerprogramme im Vergleich: WISO Software, TAXMAN, SteuerSparErklärung, smartsteuer und mehr!
Hier geht es zum SteuersoftwarevergleichAußergewöhnliche Belastungen (Seite 3)[Außergewöhnliche Belastungen → Zeilen 61–64]
Als außergewöhnliche Belastung steuerlich berücksichtigungsfähige Kosten sind im Wesentlichen auf Seite 3 des Mantelbogens einzutragen. Dort sind einzelne Kostenarten, die zu den außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art zählen (z. B. Krankheitskosten) und einige typisierte Einzelfälle (z. B. Kosten behinderter Menschen) aufgeführt.
Den Freibetrag wegen auswärtiger Unterbringung eines volljährigen Kindes in Berufsausbildung (Ausbildungsfreibetrag) beantragen Sie auf Seite 2 der Anlage Kind. Für den Abzug von Unterhaltleistungen als außergewöhnliche Belastungen ist die Anlage Unterhalt vorgesehen.
Wichtig: Außergewöhnliche Belastungen immer beantragenBei außergewöhnlichen Belastungen werden vom Finanzamt keinerlei Pauschalen automatisch berücksichtigt. Sie müssen den Abzug durch Eintragung im Erklärungsvordruck beantragen.
[Behinderte Menschen → Zeilen 61–64]
Behinderte Menschen können auf Antrag neben einem Pauschbetrag eine Vielzahl von steuerlichen Vergünstigungen erhalten.
[Behinderte Kinder→ Zeilen 62,64]
Die behinderten Kindern zustehenden Vergünstigungen können auf die Eltern übertragen werden. Die Übertragung muss auf der Anlage Kind (Zeilen 64–66) beantragt werden.
[Hinterbliebene → Zeilen 62, 64]
Als Hinterbliebener (Zeilen 62, 64) gelten Sie, wenn Sie laufende Hinterbliebenenbezüge (z. B. aufgrund des Bundesversorgungsgesetzes oder aus der gesetzlichen Unfallversicherung) erhalten.
[Pflegepauschbetrag → Zeilen 65, 66]
Einen Pflegepauschbetrag von 924 EUR jährlich können Sie hier beantragen, wenn Sie persönlich einen Hilflosen unentgeltlich in Ihrer oder in dessen Wohnung im Inland oder im EU/EWR-Ausland pflegen (Nachweis mit Merkzeichen «H» Pflegestufe III ist erforderlich).
[Andere außergewöhnliche Belastungen → Zeilen 67–70]
Anders als bei den Sonderausgaben sind die außergewöhnlichen Belastungen im Hauptvordruck mit Fahrtkosten behinderter Menschen, Krankheits-, Kur- und Pflegekosten nur beispielhaft aufgeführt. Die Rspr. hat in vielen Einzelentscheidungen weitere Kostenarten anerkannt. In Frage kommen z. B. auch Beerdigungskosten, Aufwendung der Heimunterbringung, Sanierungskosten für die eigengenutzte Wohnung bzw. das selbst bewohnte Haus, wenn von ihm eine konkrete Gesundheitsgefährdung ausgeht oder der krankheits- bzw. behinderungsbedingte Umbau oder auch die Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung nach Naturkatastrophen wie z. B. Orkan oder Hochwasser.
Bereits erhaltener oder zu erwartender Kostenersatz von dritter Seite (z. B. durch eine Versicherung) mindert die abzugsfähigen Kosten und wird deshalb in den Zeilen 67–69 entsprechend abgefragt. Reichen die Vordruckzeilen nicht für alle Aufwendungen aus, stellen Sie die Kosten auf einem gesonderten Blatt zusammen.
Praxis-Tipp: Selbstbeteiligung bei Arzt und Apotheker immer eintragenBevor Sie die Aufwendungen zusammenstellen, prüfen Sie die Höhe Ihrer zumutbaren Eigenbelastung. Ob diese auch bei Krankheitskosten gilt, wird zwischenzeitlich in einem anhängigen Verfahren vom BFH geprüft. Tragen Sie also Ihre Krankheitskosten in jedem Fall immer vollständig im Erklärungsvordruck ein. Praxis-Tipp: Kosten beinhalten PflegeleistungenSoweit in den beantragten Kosten Pflegeleistungen enthalten sind, können Sie für den wegen der zumutbaren Eigenbelastung nicht abzugsfähigen Teil eine Steuerermäßigung (Zeile 74) beantragen, indem Sie die Pflegekosten nochmals gesondert in Zeile 70 angeben.
Haushaltsnahe Beschäftigungen, Dienstleistungen, Handwerkerleistungen (Seite 3)[Haushaltshilfen, Pflege, Heimkosten, Dienstleistungen, Handwerkerleistungen → Zeilen 71–79]Sie können eine Steuerermäßigung (direkter Abzug von der Steuer) beantragen, wenn die Tätigkeiten im eigenen Haushalt ausgeführt wurden. Auch die Pflege in der Wohnung der zu pflegenden Person und die Unterbringung in einem Heim zur dauernden Pflege oder aus Altersgründen sind begünstigt. Wichtig: Konkurrenzregelung bei der Betreuung von KindernFür die Betreuung von Kinder, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, im eigenen Haushalt gibt es keine Steuerermäßigung, sondern den Sonderausgabenabzug (Anlage Kind, Seite 3).Für Pflegekosten geht der Abzug als außergewöhnliche Belastungen (Hauptvordruck, Seite 3, Zeilen 67–70) vor. Ein insoweit nicht abziehbarer Teil der Aufwendungen kann zu einer Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen oder der Heimunterbringung führen. [Minijob → Zeile 71]Sind Sie selbst Arbeitgeber und beschäftigen die Haushaltshilfe im Rahmen eines Minijobs im eigenen Haushalt (Teilnahme am Haushaltsscheckverfahren), tragen Sie die Gesamtaufwendungen (ausgezahlter Lohn und alle an die Minijob-Zentrale abgeführten Beiträge) sowie die Art der Tätigkeit (z. B. Reinemachefrau, Küchen-, Haushaltshilfe, Kinderfrau) in Zeile 71 ein. Die am Jahresende von der Minijob-Zentrale erstellte Bescheinigung über die abgeführten Sozialabgaben ist beizufügen. [Reguläres Beschäftigungsverhältnis → Zeile 72]Erfolgte die Anstellung im Rahmen eines regulären Arbeitsdienstverhältnisses, bei dem Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung abgeführt werden, erfassen Sie die Art der Tätigkeit und die gesamten Lohnaufwendungen einschließlich Sozialversicherungsabgaben in Zeile 72. Hier wird vom Finanzamt regelmäßig der Sozialversicherungsnachweis über die abgeführten Sozialabgaben verlangt. [Haushaltsnahe Dienstleistungen → Zeile 73]Wenn Sie hauswirtschaftliche Tätigkeiten, z. B. die Reinigung Ihrer Wohnung, Gartenpflegearbeiten, einen privat veranlassten Umzug etc. von einem Fachbetrieb erledigen lassen, können Sie hier die Kosten der reinen Dienstleistung (Lohnanteil mit Umsatzsteuer ohne Material, die Fahrt und Maschinenkosten; gesonderter Ausweis in der Rechnung erforderlich) eintragen. [Pflegeleistungen, Betreuung, Heimkosten → Zeile 74] Pflege- und Betreuungsleistungen (Grundpflege) können geltend gemacht werden, unabhängig davon, ob die Leistungen in einem Heim, bei Ihnen zu Hause oder im Haushalt der zu pflegenden Person erbracht werden. Leben Sie oder Ihr Angehöriger krankheits- oder behinderungsbedingt in einem Heim (z. B. mit Pflegestufe 0, I, II, III, Merkzeichen «H», «BL»), ist ein höherer Kostenabzug bei den außergewöhnlichen Belastungen (Zeilen 67–70) möglich. [Handwerkerleistungen → Zeile 75]Auch Handwerkerleistungen (keine Materialkosten; nur Arbeitslohn, Fahrt- und Maschinenkosten zzgl. Umsatzsteuer) im Zusammenhang mit dem eigenen Haushalt (eigene oder gemietete Wohnung) sind begünstigt. Dazu zählen sämtliche Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen ebenso wie alle Wartungen und Reparaturen rund ums Haus, z. B. auch die Reparatur von Haushaltsgeräten oder die Wartung der Heizung oder teilweise die Kosten für den Schornsteinfeger. Auch Aufwendungen für einen Anbau oder den Dachgeschossausbau bei einem bereits vorhandenen Haushalt sind begünstigt. Wichtig: Überweisung ist zwingend Eine Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienst- und Handwerkerleistungen (Zeilen 73 und 75) ist nur möglich, wenn Sie eine Rechnung besitzen und der Rechnungsbetrag nicht in bar (Zahlung durch Überweisung oder Lastschrifteinzug etc.) bezahlt wurde. Eine Belegvorlage ist nur notwendig, wenn Sie vom Finanzamt dazu aufgefordert werden. Unterschiedliche Höchstbeträge nebeneinander nutzen Die richtige Zuordnung der unterschiedlichen Aufwendungen zu den Zeilen 1-75 ist wegen der unterschiedliche Höchstbeträge zu beachten. Allerdings können die Höchstbeträge nebeneinander in Anspruch genommen werden. Deshalb müssen Sie als Unverheirateter in Zeile 76 den/die Namen des bzw. der Mitbewohner(s) nennen. Bei einer Einzelveranlagung auf Antrag nach § 26a EStG, werden Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und die Steuerermäßigung nach § 35a EStG demjenigen Ehegatten zugerechnet, der die Aufwendungen getragen hat. Auf gemeinsamen Antrag wird die Summe dieser abziehbaren Aufwendungen hälftig geteilt. Leben 2 Alleinstehende in einem gemeinsamen Haushalt, können sie die Höchstbeträge des § 35a EStG insgesamt jeweils nur einmal (einer allein, jeweils hälftig oder auf gemeinsamen Antrag beliebig verteilt) in Anspruch nehmen. [Steuerermäßigung bei Belastung mit Erbschaftsteuer → Zeile 80]Hier erfolgt nicht der Abzug der normalen Erbschaftsteuer. Die Steuerermäßigung kommt nur in Ausnahmefällen in Betracht, insbesondere bei: Forderungen des Rechtsvorgängers, die beim Erbfall der Erbschaftsteuer unterliegen und nach Übergang auf den Erben von diesem bei Zufluss als steuerpflichtige Einnahmen oder Betriebseinnahmen nochmals der Einkommensteuer unterliegen.Private Veräußerungsgeschäfte i. S. d. § 23 EStG (insbesondere Kauf und Verkauf privater Immobilien, die nicht eigenen Wohnzwecken gedient haben, innerhalb von 10 Jahren). Die Steuerermäßigung kommt nur bei Erbschaft und nicht bei Schenkungen in Betracht. [Steuererbegünstigung für schutzwürdige Kulturgüter → Zeile 81] Aufwendungen für Herstellungs- und Erhaltungsmaßnahmen an eigenen schutzwürdigen Kulturgütern (z. B. Baudenkmäler, geschützte Gebäudegruppen, Gartenanlage sowie Sammlungen, die mindestens 20 Jahre im Eigentum der Familie stehen), die der wissenschaftlichen Forschung oder der Öffentlichkeit (ggf. auch entgeltlich) zugänglich gemacht werden, können teilweise wie Sonderausgaben abgezogen werden. Die Steuerbegünstigung gilt nur für Kulturgüter, die weder zur Einkünfteerzielung noch zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden und nur, soweit sie nicht durch öffentliche oder private Zuschüsse gedeckt sind. Die Voraussetzungen sind durch eine Bescheinigung der zuständigen Behörde nachzuweisen.
Sonstige Angaben und Anträge (Seite 4)[Verlustabzug, Vorjahresverluste, Verlustrücktrag → Zeilen 91 - 93]
Sind Ihnen in den Vorjahren Verluste entstanden, die bisher nicht ausgeglichen und vom Finanzamt in einem gesonderten Verlustfeststellungsbescheid ausgewiesen wurden, können Sie diese im aktuellen Jahr berücksichtigen. Sind im aktuellen Jahr neu entstandene negative Einkünfte nicht oder nicht vollständig ausgleichbar, können Sie den negativen Gesamtbetrag ins Vorjahr zurück- oder in künftige Jahre vortragen lassen.
Praxis-Tipp: Jetzt noch Einkommensteuererklärung 2013 bei negativen Einkünften abgebenHaben Sie für das Jahr 2013 bisher keine Steuererklärung abgegeben und war die Summe Ihrer Einkünfte negativ (weil Sie z. B. arbeitslos waren und Ihnen nur Ausgaben im Zusammenhang mit Bewerbungen oder Verluste aus Vermietung entstanden sind), dann beantragen Sie für 2013 noch die Veranlagung zur Einkommensteuer bzw. die Feststellung eines Verlustvortrags, indem Sie eine Steuererklärung abgeben. Damit sichern Sie sich die Möglichkeit der Verlustverrechnung in den Folgejahren ab 2014. [Einkommensersatzleistungen → Zeile 94]
Die als Ersatz von Einkommen gezahlten Beträge (z. B. gezahltes Eltern-, Kranken-, Mutterschaftsgeld bei Gewerbetreibenden und Freiberuflern) sind zwar steuerfrei, bewirken jedoch, dass die steuerpflichtigen Einkünfte mit einem höheren Steuersatz (Progressionsvorbehalt) besteuert werden. Haben Sie als Arbeitnehmer derartige Leistungen erhalten, müssen Sie deren Höhe nicht hier, sondern auf der Anlage N, Zeilen 27–29, angeben.
[Einzelveranlagung von Ehegatten/Lebenspartnern → Zeile 95]
Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und die Steuerermäßigung nach § 35a EStG werden im Rahmen einer Einzelveranlagung von Ehegatten auf Antrag nach § 26a EStG demjenigen Ehegatten zugerechnet, der sie wirtschaftlich getragen hat. Auf übereinstimmenden Antrag sind diese steuerlichen Vergünstigungen jeweils zur Hälfte abzuziehen. Eine andere Aufteilung ist nicht möglich.
Sollten Sie diesen Antrag stellen wollen, müssen Sie in Zeile 95 eine "1" eintragen.
[Auslandswohnsitz → Zeilen 96–108]Die Zeilen betreffen nur Personen, die 2014 zumindest zeitweise keinen Wohnsitz im Inland hatten oder deren Ehegatte im EU-Ausland wohnt. Wenn dies auf Sie zutrifft, müssen Sie die Zeilen einzeln durcharbeiten. [Auslandsvermögen → Zeile 109]Unterhalten Sie Geschäftsbeziehungen zu einer ausländischen Bank (Bankkonten, Schließfächer), können Sie dieses hier anzeigen. [Unterschrift → Zeile 110]Die Einkommensteuererklärung muss eigenhändig unterschrieben werden; bei Zusammenveranlagung von Ehegatten müssen beide unterschreiben. Bei über das Internet versandten Erklärungen (ELSTER-Erklärung) ist die Unterschrift auf der ausgedruckten ("komprimierten") Steuererklärung zu leisten, es sei denn, Sie haben eine Erklärung mit Authentifizierung (digitale Unterschrift) gewählt.
Folgende Abzugsmöglichkeit geprüft? Vgl. Ausfüllhinweise zur Zeile! Haben Sie Zuwendungen zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke geleistet? Abzugsfähig sind i. d. R. Spenden und Mitgliedsbeiträge (Zeilen 45–56). □ Hatten Sie in größerem Umfang z. B. Krankheitskosten oder kosten in Zusammenhang mit einer Naturkatastrophe? (Zeilen 67–69). □ Haben Sie eine Behinderung? (Zeilen 61–66). □ Haben Sie Angehörige (Eltern, Großeltern, Schwiegereltern, erwachsene Kinder, mit Ihnen in Haushaltsgemeinschaft lebende Geschwister, Ihren geschiedenen oder von Ihnen getrennt lebenden Ehegatten, Ihren gleichgeschlechtlichen Lebenspartner) unterstützt oder deren Heimkosten getragen? (Zeile 67-68 und Anlage Unterhalt). □ Sind Sie pflegebedürftig oder leben Sie in einem Heim? Machen Sie Ihren Eigenanteil an den Pflegekosten steuerlich geltend (Zeilen 67 bzw. 74). □ Lebt in Ihrem Haushalt ein pflegebedürftiger Angehöriger oder hatten Sie Ausgaben für die Betreuung und Pflege in dessen eigenem Haushalt? Sie können u. U. den Pflegepauschbetrag (Zeile 65, 66), den Kostenabzug als außergewöhnliche Belastung (Zeile 67) und/oder eine Steuerermäßigung für Pflegekosten (Zeile 74) erhalten. □ Haben Sie in Ihrem eigenen oder gemieteten Haus bzw. Haushalt (einschl. Garten) Arbeiten durch Beschäftigte, Dienstleister oder Handwerker ausführen lassen? (Zeilen 71-75). □ Dies könnte Sie auch interessieren:
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