Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201987,%20511
Timestamp: 2019-09-18 08:01:57
Document Index: 219237272

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 652']

BGH, 14.01.1987 - IVa ZR 206/85 - dejure.org
https://dejure.org/1987,558
BGH, 14.01.1987 - IVa ZR 206/85 (https://dejure.org/1987,558)
BGH, Entscheidung vom 14.01.1987 - IVa ZR 206/85 (https://dejure.org/1987,558)
BGH, Entscheidung vom 14. Januar 1987 - IVa ZR 206/85 (https://dejure.org/1987,558)
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Vorraussetzungen des Provisionsanspruchs des Nachweismaklers
Provisionsanspruch - Nachweismakler
NJW 1987, 1628
MDR 1987, 562
WM 1987, 511
Die gegenteilige Auffassung nähme nicht genügend Bedacht darauf, dass mit der Preisgabe aller erforderlichen Daten des nachgewiesenen Objekts die wesentliche (geldwerte) Maklerleistung bereits erbracht war, und dass die Ermittlung des Eigentümers "am Makler vorbei" für einen zahlungsunwilligen Maklerkunden in dieser Lage ein Leichtes sein kann (vgl. BGH…, Urteil vom 15. Februar 1984 aaO;… siehe auch Urteile vom 22. Oktober 1986 aaO und vom 14. Januar 1987 aaO;… OLG Düsseldorf aaO S. 358;… OLG Hamm aaO S. 633;… Staudinger/Reuter aaO Rn. 36;… MünchKommBGB/Roth aaO Rn. 102).
Auch dann, wenn - wie hier - die vollständige Adresse des Vermieters von einem später eingeschalteten Makler mitgeteilt wird, kann dem Kunden im Einzelfall die Berufung auf die Unvollständigkeit des - unterstellt kausalen - Erstnachweises versagt sein (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 1987 aaO; dort wurde dem Erstmakler die Provision vor allem deshalb abgesprochen, weil er seinem Kunden weitere Informationen über die Person des Verkäufers "vorenthalten" hatte).
Dazu gehört in der Regel, daß er seinem Kunden den Vertragspartner für dieses Geschäft benennt (vgl. BGH, Urteil vom 14. Januar 1987 - IVa ZR 206/85 - NJW 1987, 1628, 1629) und daß dieser auch tatsächlich bereit ist, über das Objekt den in Rede stehenden Vertrag zu schließen.
Unverzichtbare, aber auch ausreichende Voraussetzung für einen Nachweis ist deshalb, dass der Makler dem Kunden einen Interessenten benennt und damit auf eine konkrete Vertragsgelegenheit hinweist (vgl. zu den Anforderungen an einen Nachweis z.B. die Senatsurteile BGHZ 141, 40, 46 ;… vom 23. November 2006 - III ZR 52/06 - NJW-RR 2007, 402, 403, Rn. 13;… vom 6. Juli 2006 - III ZR 379/04 - NJW 2006, 3062 f, Rn. 13; BGH, Urteile vom 15. Juni 1988 - IVa ZR 170/87 - NJW-RR 1988, 1397, 1398 und vom 14. Januar 1987 - IVa ZR 206/85 - NJW 1987, 1628, 1629 ;… Ibold, Maklerrecht, 2003, Rn. 77;… Roth, aaO, Rn. 95 f).
Damit ist eine Mitteilung des Maklers an seinen Kunden gemeint, durch die dieser in die Lage versetzt wird, in konkrete Verhandlungen über den von ihm angestrebten Hauptvertrag einzutreten (BGH Urteil vom 14. Januar 1987 - IV a ZR 206/85 - BGHR BGB § 652 Abs. 1 S. 1 Nachweis 4 = WM 1987, 511).
In Ausnahmefällen kann ein ausreichender Nachweis auch anzunehmen sein, wenn der mögliche Vertragspartner noch nicht namhaft gemacht wurde (vgl. dazu Senatsurteil vom 14. Januar 1987 - IVa ZR 206/85 - NJW 1987, 1628, 1629 m.w.N.).
Provisionsanspruch des Nachweismaklers bei Zustandekommen des Hauptvertrages mit …
Damit ist eine Mitteilung des Maklers an seinen Kunden gemeint, durch die dieser in die Lage versetzt wird, in konkrete Verhandlungen über den von ihm angestrebten Hauptvertrag einzutreten (Senatsurteil vom 14. Januar 1987 - IVa ZR 206/85 - WM 1987, 511).
OLG Dresden, 27.06.1997 - 8 U 221/97
Pflichten des Maklers bei möglicher Beauftragung eines weiteren Maklers durch den …
OLG München, 06.11.1996 - 7 U 2459/96
Voraussetzungen für Provisionszahlung an Vermittlungsmakler durch Vermieter