Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201971,%20714
Timestamp: 2019-10-15 10:21:17
Document Index: 78413343

Matched Legal Cases: ['§ 384', '§ 60', '§ 73', '§ 60', '§ 384', '§ 384', '§ 60', '§ 139', '§ 139', '§ 139']

Rechtsprechung: BStBl II 1971, 714 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BFH, 21.05.1971
https://dejure.org/1971,372
BFH, 24.06.1971 - IV R 219/68 (https://dejure.org/1971,372)
BFH, Entscheidung vom 24.06.1971 - IV R 219/68 (https://dejure.org/1971,372)
BFH, Entscheidung vom 24. Juni 1971 - IV R 219/68 (https://dejure.org/1971,372)
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Zerlegungsverfahren - Beteiligte - Notwendige Beiladung - Nachteilige Entscheidung
AO § 384; FGO § 60 Abs. 3
BFHE 102, 460
BStBl II 1971, 714
Ebenso wie die notwendige Beiladung kann auch die Verbindung der Verfahren nach § 73 Abs. 2 FGO nicht von ihrem Ausgang abhängig gemacht werden (vgl. für die notwendige Beiladung BFH-Urteil vom 24. Juni 1971 IV R 219/68, BFHE 102, 460, BStBl II 1971, 714).
BFH, 29.06.1973 - VI R 311/69
Anfechtungsrecht des Arbeitnehmers gegen Lohnsteuerhaftungsbescheid an …
Diese Frage war auch ohne Revisionsrüge von Amts wegen zu prüfen (Urteil des BFH vom 24. Juni 1971 IV R 219/68, BFHE 102, 460, BStBl II 1971, 714).
Da der Ausgang des Verfahrens ohne Einfluß auf die notwendige Beiladung ist (BFH-Urteil IV R 219/68), konnte der Senat in eine Prüfung der materiellen Fragen des Prozesses nicht eintreten.
Eine hiernach gebotene Beiladung kann auch nicht deshalb unterbleiben, weil die Entscheidung des FG (tatsächlich) nicht zum Nachteil des Beizuladenden ergeht (vgl. BFH- Urteil vom 24. Juni 1971 IV R 219/68, BFHE 102, 460, BStBl II 1971, 714).
Wie der Senat bereits im Urteil vom 24. Juni 1971 IV R 219/68 (BFHE 102, 460, BStBl II 1971, 714) ausgeführt hat, ist, abgesehen davon, daß die notwendige Beiladung zum Verfahren nicht vom Ausgang dieses Verfahrens abhängig gemacht werden kann (ebenso Gräber, Finanzgerichtsordnung, § 60 RdNr. 18), das Verfahren mit der Entscheidung des FG noch nicht beendet.
Ihnen gegenüber kann die Entscheidung nur einheitlich ergehen (BFH-Urteile vom 24. Juni 1971 IV R 219/68, BFHE 102, 460, BStBl II 1971, 714; vom 10. Juli 1974 I R 54/72, BFHE 113, 123, BStBl II 1975, 42, und vom 15. Mai 1975 IV R 197/71, BFHE 116, 382, BStBl II 1975, 828).
Der Senat hat zwar im Urteil vom 24. Juni 1971 IV R 219/68 (BFHE 102, 460, BStBl II 1971, 714) hinsichtlich der Beteiligten i. S. von § 384 AO grundsätzlich die Notwendigkeit der Beiladung bejaht.
BFH, 28.11.1974 - I R 62/74
Einheitliche Gewinnfeststellung - OHG - Mitunternehmer - Gesellschafter - …
Die Unterlassung einer notwendigen Beiladung durch das FG ist jedoch ein im Revisionsverfahren von Amts wegen zu beachtender Verfahrensmangel; ein Verzicht auf die notwendige Beiladung ist ebensowenig möglich wie eine Nachholung in der Revisionsinstanz (vgl. BFH-Urteil vom 24. Juni 1971 IV R 219/68, BFHE 102, 460, BStBl II 1971, 714).
BFH, 09.10.1975 - IV R 114/73
Betriebsstätte - Verhältnismäßig geringe Zahl von Arbeitnehmern - Betrieblich …
Auf die Revision hob der erkennende Senat durch sein Urteil vom 24. Juni 1971 IV R 219/68 (BFHE 102, 460, BStBl II 1971, 714) die Vorentscheidung aus formellen Gründen auf und verwies die Sache an die Vorinstanz zurück, weil das FG die vom Zerlegungsverfahren Betroffenen (§ 384 AO) nicht nach § 60 Abs. 3 FGO zum Verfahren beigeladen hatte.
BFH, 22.07.1988 - III R 286/84
Einheitliche Entscheidung über die Zerlegung eines Steuermessbetrages
BFH, 10.07.1974 - I R 54/72
Mehrgemeindliche Betriebstätte durch unterirdische Rohrleitungen; notwendige …
Aussetzung der Vollziehung - Ablehnung des Antrages - Sachliche Prüfung - Fehlen …
BFH, 01.10.1981 - I B 32/81
Einheitlicher Gewerbesteuermeßbetrag - Beiladung des Steuerpflichtigen - …
BFH, 01.10.1981 - I B 31/81
BFH, 21.05.1971 - III B 48/70
https://dejure.org/1971,743
BFH, 21.05.1971 - III B 48/70 (https://dejure.org/1971,743)
BFH, Entscheidung vom 21.05.1971 - III B 48/70 (https://dejure.org/1971,743)
BFH, Entscheidung vom 21. Mai 1971 - III B 48/70 (https://dejure.org/1971,743)
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Einspruch des Abgabepflichtigen - Abgabenbescheid des Finanzamts - Zuziehung eines Bevollmächtigten - Vorverfahren
BFHE 102, 454
NJW 1972, 272
BFH, 04.12.1974 - I B 68/74
Abschluß des gerichtlichen Verfahrens - Kostenentscheidung - Kosten des …
Die abweichende Ansicht des BFH im Beschluß vom 21. Mai 1971 III B 48/70 (BFHE 102, 454, BStBl II 1971, 714) gründe sich auf die Erwägung, daß andernfalls der Erstattungsanspruch des Klägers um so geringer sei, je größer sein Erfolg im Vorverfahren war.
Was die Einwendungen des FG gegen den BFH-Beschluß III B 48/70 anbelangt, so ist zwar der VII. Senat des BFH in seinem Beschluß vom 17. September 1974 VII B 25/73 (BFHE 113, 348, BStBl II 1975, 39) von der ursprünglich vertretenen Auffassung des III. Senats abgewichen.
Der III. Senat des BFH hat auf Anfrage des VII. Senats erklärt, daß er an seiner im Beschluß III B 48/70 vertretenen Rechtsauffassung nicht mehr festhalte.
Daß für die Berechnung der Gebühren der Streitwert des Vorverfahrens und nicht der Streitwert der Klage maßgeblich sei, ergebe sich aus dem Beschluß des III. Senats des BFH vom 21. Mai 1971 III B 48/70 (BFHE 102, 454, BStBl II 1971, 714).
Auch die in der Entscheidung des BFH III B 48/70 angeführten rechtssystematischen Erwägungen vermögen nach Ansicht des erkennenden Senats eine weitergehende Erstattung der Rechtsbehelfskosten für Teile des Rechtsbehelfsverfahrens, an die sich kein Klageverfahren angeschlossen hat, nicht zu rechtfertigen.
Mit der Beschwerde macht das FA geltend, das FG sei -- wie dem Beschluß des BFH vom 21. Mai 1971 III B 48/70 (BFHE 102, 454, BStBl II 1971, 714) zu entnehmen sei -- nicht befugt gewesen, hinsichtlich der durch den Änderungsbescheid erledigten Hauptsache eine Entscheidung gemäß § 139 Abs. 3 Satz 3 FGO zu treffen, denn insoweit sei das klägerische Begehren im Einspruchsverfahren endgültig erledigt worden und nicht in ein Klageverfahren übergegangen.
Es sei aber -- wie aus dem BFH-Beschluß vom 21. Mai 1971 III B 48/70 -- hervorgehe "in bezug auf § 139 Abs. 3 Satz 3 FGO rechtlich nicht zulässig ... schon eine Teilerledigung vor dem FA zum Anlaß zu nehmen, den obsiegenden Steuerpflichtigen mit einer rechtswidrigen Kostenpflicht zu belasten".
Diesem Ergebnis steht nicht entgegen, daß der III. Senat im Beschluß vom 21. Mai 1971 III B 48/70 (BFHE 102, 454, BStBl II 1971, 714) entschieden hat, daß die Erklärung nach § 139 Abs. 3 Satz 3 FGO nicht mit der Begründung abgelehnt werden könne, daß, soweit der Einspruch Erfolg gehabt habe, sich ein Klageverfahren nicht mehr habe anschließen können Abgesehen von der anders liegenden Fragestellung hatte der III. Senat in seinem Fall -- anders als im vorliegenden Fall -- die Einspruchsentscheidung aufgehoben und der Klage stattgegeben.