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Timestamp: 2016-10-26 11:14:05
Document Index: 97051972

Matched Legal Cases: ['Art. 292', 'Art. 24', 'Art. 40', 'Art. 30', 'Art. 6', 'Art. 87', 'BGE', 'BGE', 'Art. 361', 'Art. 361', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 314', 'Art. 420', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'Art. 318', 'Art. 318', 'Art. 324', 'Art. 291', 'BGE', 'Art. 426', 'Art. 291', 'Art. 291', 'Art. 291', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 156']

Staatsrechtliche Beschwerden gegen die Entscheide des Obergerichts des Kantons Aargau, Kammer f�r Vormundschaftswesen als zweitinstanzliche vormundschaftliche Aufsichtsbeh�rde, vom 3. M�rz 2006 betreffend Beistandschaft und vom 10. M�rz 2006 betreffend Verm�gensinventar.
X.________, Jahrgang xxxx, und Y.________, Jahrgang xxxx, heirateten xxxx 1983. Aus ihrer Ehe gingen drei Kinder hervor, n�mlich K.________, geboren xxxx 1987, L.________, geboren xxxx 1988, und M.________, geboren xxxx 1990. Die Ehegatten X.________ - Y.________ liessen sich am 4. Juli 2005 scheiden. Die drei Kinder wurden unter die elterliche Sorge ihres Vaters gestellt. Das Scheidungsurteil erwuchs am 26. August 2005 in Rechtskraft und wurde am 31. ds. der Vormundschaftsbeh�rde V.________ am Wohnsitz von X.________ mit seinen drei Kindern angezeigt.
Am 14. September 2005 nahm die Vormundschaftsbeh�rde mit X.________ Kontakt auf. Es ging um die Erstellung des Inventars �ber das Verm�gen der beiden noch unm�ndigen Kinder. Diesbez�glich erhielt die Vormundschaftsbeh�rde Gef�hrdungsmeldungen von Seiten der Kindsmutter. X.________ antwortete, wegen Befangenheit lehne er die Vormundschaftsbeh�rde ab und bestreite deren Zust�ndigkeit, da er mit den beiden unm�ndigen Kindern seit dem 23. September 2005 keinen Wohnsitz mehr in V.________ habe, sondern sein Hauptdomizil in H.________ verzeichne. Ein beh�rdliches Verfahren zur Feststellung des zivilrechtlichen Wohnsitzes ist h�ngig, zur Zeit aber offenbar sistiert.
Die Vormundschaftsbeh�rde ersuchte das Obergericht des Kantons Aargau, Kammer f�r Vormundschaftswesen als zweitinstanzliche vormundschaftliche Aufsichtsbeh�rde, um Wegleitung. Das Obergericht erkl�rte sich als zust�ndig (E. 1 S. 4 ff.) f�r den Entscheid �ber das Ausstands- bzw. Ablehnungsbegehren (E. 2 S. 6 ff.) und �ber die Zust�ndigkeitseinrede (E. 3 S. 8 ff.) sowie zur Erteilung von Weisungen bzw. Instruktionen (E. 4 S. 11). Es wies das Ausstands- bzw. Ablehnungsbegehren ab und hielt die Vormundschaftsbeh�rde V.________ als zust�ndige Vormundschaftsbeh�rde an, die Einreichung eines Kindesverm�gensinventars durchzusetzen, f�r die beiden unm�ndigen Kinder eine Beistandschaft zur Durchsetzung allf�lliger verm�gensrechtlicher Anspr�che gegen den Kindsvater anzuordnen und n�tigenfalls Strafanzeige mit Strafantrag gegen den Kindsvater wegen Veruntreuung zu erstatten. Der Entscheid vom 8. November 2005 wurde der Vormundschaftsbeh�rde und X.________ zugestellt. Er blieb unangefochten.
Gest�tzt auf den obergerichtlichen Entscheid forderte die Vormundschaftsbeh�rde X.________ auf, innert Frist das Inventar �ber das Verm�gen der beiden Kinder einzureichen (Beschluss vom 21. November 2005). Wenige Tage sp�ter wurde das Verfahren betreffend Bestellung eines Beistands mit der Anh�rung der beiden unm�ndigen Kinder er�ffnet (Mitteilung vom 25. November 2005).
Die Vormundschaftsbeh�rde ordnete �ber die beiden Kinder eine Beistandschaft an, ernannte den Gemeindeamtsvormund als Beistand und beauftragte ihn, allf�llige verm�gensrechtliche Anspr�che der Kinder gegen ihren Vater durchzusetzen, n�tigenfalls Strafanzeige mit Strafantrag gegen den Kindsvater wegen Veruntreuung einzureichen und regelm�ssig Bericht zu erstatten (Beschluss vom 19. Dezember 2005). Die von X.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Bezirksamt B.________ ab, soweit es darauf eintrat (Entscheid vom 9. Januar 2006). X.________ beschwerte sich beim Obergericht und stellte in der Sache den Antrag, die zust�ndige Beh�rde anzuweisen, einen neutralen und unabh�ngigen Beistand f�r die beiden Kinder zu ernennen. Das Obergericht wies die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat (Entscheid vom 3. M�rz 2006).
Innert Frist reichte X.________ ein Kindesverm�gensinventar per 26. August 2005 ein (Datum der Rechtskraft des Scheidungsurteils). Da die Kindsmutter bereits Ende Februar 2003 die Familie verlassen hatte, forderte die Vormundschaftsbeh�rde X.________ unter Strafandrohung gem�ss Art. 292 StGB zus�tzlich auf, innert nicht erstreckbarer Frist von zehn Tagen die detaillierten Originalausz�ge aller Konti der beiden Kinder f�r die Zeit vom 1. M�rz 2003 bis 26. August 2005 einzureichen (Beschluss vom 12. Dezember 2005). X.________ erhob dagegen Beschwerde, die das Bezirksamt B.________ abwies, soweit es darauf eintrat (Entscheid vom 6. Januar 2006). Den Beschwerdeentscheid focht X.________ beim Obergericht an. Das Obergericht wies die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat (Entscheid vom 10. M�rz 2006).
X.________ hat gegen die obergerichtlichen Entscheide vom 3. und 10. M�rz 2006 staatsrechtliche Beschwerden erhoben. Er beantragt dem Bundesgericht, die angefochtenen Entscheide aufzuheben, und bef�rwortet eine Beurteilung der Beschwerden in einem Entscheid. Es sind Akten, aber keine Vernehmlassungen eingeholt worden.
Angefochten werden zwei verschiedene, in getrennten Verfahren ergangene Entscheide, die von der selben Instanz ausgegangen sind und die gleiche Partei betreffen. Abgesehen von sich aus den verschiedenen Verfahren ergebenden, notwendigen Anpassungen (vorab S. 6 f. Ziff. 2.4 und 2.5), stimmen die Beschwerdeschriften bis auf S. 17 Ziff. 5.5 �berein und enthalten lediglich zum Schluss je eine auf den konkret angefochtenen Entscheid bezogene R�ge (S. 18 Ziff. 5.6 bzw. S. 18 f. Ziff. 6). Unter den gezeigten Umst�nden rechtfertigt es sich, die beiden Verfahren zu vereinigen und durch einen Entscheid zu erledigen (Art. 24 BZP i.V.m. Art. 40 OG).
In den angefochtenen Entscheiden hat es das Obergericht abgelehnt, auf den gegen�ber der Vormundschaftsbeh�rde und dessen Pr�sidenten erhobenen Vorwurf der Befangenheit einzutreten, zumal es das Ausstands- bzw. Ablehnungsbegehren des Beschwerdef�hrers bereits mit Entscheid vom 8. November 2005 rechtskr�ftig abgewiesen habe (E. 5.2 S. 15 des Entscheids vom 3. M�rz 2006 und E. 4.2 S. 14 des Entscheids vom 10. M�rz 2006). Der Beschwerdef�hrer erblickt darin, eine Verletzung seines Anspruchs auf verfassungsm�ssigen Richter gem�ss Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK (S. 8 ff. Ziff. 3-5.4 der Beschwerdeschriften).
2.1 In seinem Entscheid vom 8. November 2005 hat sich das Obergericht als zust�ndig erachtet (E. 1 S. 4 ff.), sowohl das Ausstands- bzw. Ablehnungsbegehren (E. 2 S. 6 ff.) als auch die Zust�ndigkeitseinrede des heutigen Beschwerdef�hrers zu beurteilen (E. 3 S. 8 ff.). Es hat das Ausstands- bzw. Ablehnungsbegehren abgewiesen und die Zust�ndigkeit der Vormundschaftsbeh�rde f�r die Anordnung und Durchsetzung von Kindesschutzmassnahmen bejaht.
Der Entscheid vom 8. November 2005 ist bez�glich Zust�ndigkeit und Ausstandsbegehren als selbstst�ndiger Vor- oder Zwischenentscheid zu betrachten, der gem�ss Art. 87 OG sofort mit staatsrechtlicher Beschwerde h�tte angefochten werden m�ssen und mit den heutigen Endentscheiden in der Sache nicht mehr angefochten werden kann (BGE 126 I 207 E. 1b S. 209 f.). Soweit der Beschwerdef�hrer seine Verfassungs-, vorab Willk�rr�gen gegen den Entscheid vom 8. November 2005 richtet, kann darauf nicht eingetreten werden (vorab Ziff. 4.3, 5.1, 5.3 und 5.4 der Beschwerdeschriften).
Zul�ssig ist die staatsrechtliche Beschwerde gegen die Weigerung des Obergerichts, auf das erneuerte Ausstandsbegehren einzutreten. F�r das Verfahren vor den Aufsichtsbeh�rden gelten sinngem�ss die Bestimmungen des Gesetzes �ber die Verwaltungsrechtspflege, insbesondere diejenigen �ber die Verwaltungsgerichtsbeschwerden (� 59 Abs. 5 EGZGB/AG). Die Rechtskraft seines Entscheids vom 8. November 2005 hat das Obergericht zwingend zu beachten, weil er unangefochten geblieben und nicht widerrufbar ist. Als rechtlich unverbindlich w�re der rechtskr�ftige Entscheid vom 8. November 2005 nur zu betrachten, wenn er sich - was der Beschwerdef�hrer auch geltend macht - als nichtig erwiese (vgl. dazu H�felin/M�ller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4.A. Z�rich 2002, N. 949, N. 992 f. und N. 1025; Moor, Droit administratif, vol II: Les actes administratifs et leur contr�le, 2.A. Bern 2002, S. 305 ff. und S. 692 f.).
2.2 Nichtigkeit des Entscheids vom 8. November 2005 erblickt der Beschwerdef�hrer darin, dass das Obergericht �ber seine sachliche - richtig wohl funktionelle - Zust�ndigkeit hinaus direkt �ber die Befangenheit der Mitglieder der Vormundschaftsbeh�rde entschieden habe (Ziff. 3 der Beschwerdeschriften). Sachliche wie funktionelle Unzust�ndigkeit bilden praxisgem�ss Nichtigkeitsgr�nde, es sei denn, der verf�genden Beh�rde komme auf dem betreffenden Gebiet allgemeine Entscheidungsgewalt zu (H�felin/M�ller, a.a.O., N. 961-964; Moor, a.a.O., S. 314 f., je mit Beispielen; seither: BGE 129 V 485 E. 2.3 S. 488; 132 II 21 E. 3.1 S. 27).
Vormundschaftliche Beh�rden sind gem�ss Art. 361 ZGB die Vormundschaftsbeh�rde und die Aufsichtsbeh�rde (Abs. 1); die Kantone bestimmen diese Beh�rden und ordnen die Zust�ndigkeit, wo zwei Instanzen der Aufsichtsbeh�rde vorgesehen sind (Abs. 2). Die Regelung der Zust�ndigkeit und des Instanzenzugs ist somit Sache der Kantone. Gest�tzt auf ihre umfassende Aufsichtsfunktion darf die obere Aufsichtsbeh�rde bei fehlerhafter Aus�bung der vormundschaftlichen Gesch�fte durch die Vormundschaftsbeh�rde oder durch die untere Aufsichtsbeh�rde von Amtes wegen - selbst ausserhalb eines formellen Beschwerdeverfahrens - einschreiten (Schnyder/Murer, Berner Kommentar, 1984, N. 68 zu Art. 361 ZGB; f�r den Kanton Aargau: Br�hlmeier, Hat sich die Einsetzung einer obergerichtlichen Kammer als kantonale Aufsichtsbeh�rde im Vormundschaftswesen bew�hrt?, ZVW 33/1978 S. 129 ff., S. 131 Ziff. II/2b). Das Bundesgericht hat diese Befugnis des Obergerichts zumindest bei Vorliegen schwerer M�ngel grunds�tzlich anerkannt (Urteil 5C.105/2003 vom 25. Juni 2003, E. 2, in: FamPra.ch 2003 S. 948 ff. mit weiteren Hinweisen).
Die Zust�ndigkeit des Obergerichts kann somit nicht von vornherein verneint und lediglich - allenfalls mit guten Gr�nden - hinterfragt und zur Diskussion gestellt werden, ob es geboten war, �ber die Befangenheit der Vormundschaftsbeh�rde aufsichtsrechtlich von Amtes wegen zu entscheiden. Bei dieser Rechtslage erscheint der Entscheid vom 8. November 2005 nicht als nichtig, sondern nur als anfechtbar. Da er nicht angefochten worden ist, hat das Obergericht kein Verfassungsrecht verletzt, indem es ihn als rechtskr�ftig und damit als verbindlich angesehen hat.
2.3 Der Beschwerdef�hrer wendet ein, er sei nicht Partei des Verfahrens gewesen, in dem der Entscheid vom 8. November 2005 ergangen sei (Ziff. 4.1 und 4.2 der Beschwerdeschriften). Eine Verf�gung, die den Adressaten nicht namentlich bezeichnet, ist nicht vollstreckbar, und mangelnde Vollstreckbarkeit kann Nichtigkeit der Verf�gung bedeuten (H�felin/M�ller, a.a.O., N. 979). Der behauptete Nichtigkeitsgrund liegt nicht vor. Der Beschwerdef�hrer hat den Antrag auf Ausstand der Vormundschaftsbeh�rde wegen Befangenheit gestellt, ist im Rubrum des Entscheids vom 8. November 2005 namentlich aufgef�hrt und hat den Entscheid zugestellt erhalten. Seine Darstellung trifft nur insoweit zu, als er im Rubrum des Entscheids vom 8. November 2005 - im Gegensatz zu den heute angefochtenen Entscheiden - nicht als "Beschwerdef�hrer" bezeichnet ist. Die unterschiedliche Bezeichnung ergibt sich daraus, dass das Obergericht seinen Entscheid vom 8. November 2005 kraft Aufsichtsrechts und nicht als Beschwerdeinstanz gef�llt hat, vermag aber nichts daran zu �ndern, dass auf Grund der namentlichen Erw�hnung im Rubrum und der Zustellung an ihn der Beschwerdef�hrer als Adressat des Entscheids vom 8. November 2005 zu gelten hat, in dem �ber sein Ausstands- bzw. Ablehnungsbegehren im Kindesschutzverfahren entschieden worden ist. Diesen unangefochten gebliebenen Entscheid muss er sich entgegenhalten lassen, zumal er nicht geltend macht, seine erneuerten Begehren st�tzten sich auf eine seither ver�nderte Tatsachen- oder Rechtslage (vgl. dazu Gygi, Bundesverwaltungs-rechtspflege, 2.A. Bern 1983, S. 148 f. und S. 323 f.).
2.4 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die am Entscheid vom 8. November 2005 mitwirkenden Gerichtspersonen h�tten von Amtes wegen in den Ausstand treten m�ssen (Ziff. 5.2 der Beschwerdeschriften). Die Verletzung der Ausstandsregeln kann in schwerwiegenden F�llen die Nichtigkeit der Verf�gung zur Folge haben (H�felin/M�ller, a.a.O., N. 971). Ein derartiger Fall kann vorliegen, wenn eine Gerichtsperson pers�nliche Interessen am Verfahrensausgang hat (Moor, a.a.O., S. 316 mit Hinweis auf offenbar abweichende Rechtsprechung).
Die Voraussetzungen f�r die Annahme von Nichtigkeit sind hier nicht erf�llt. Der Beschwerdef�hrer hat sein Ausstandsbegehren nicht mit pers�nlichen Interessen der Gerichtspersonen begr�ndet, sondern zur Hauptsache mit einer sog. Vorbefassung und mit der fr�her anwaltlichen T�tigkeit einer Gerichtsperson. Beide F�lle lassen unter dem Blickwinkel der Verfassungsgarantien nicht zwingend auf Befangenheit schliessen und rechtfertigen eine Ablehnung nur bei Vorliegen besonderen Umst�nde im konkreten Einzelfall (vgl. Egli/Kurz, La garantie du juge ind�pendant et impartial dans la jurisprudence r�cente, in: RJN 1990 S. 9 ff., S. 21 und S. 24 mit Hinweisen; zur sog. Vorbefassung: BGE 131 I 24 E. 1.2 S. 26 und 113 E. 3.4-3.6 S. 116 ff.; Guillod, Les garanties de proc�dure en droit tut�laire, ZVW 46/1991 S. 41 ff., S. 50 f. Ziff. II/4).
Dass keine schwerwiegende Verletzung von Ausstandsregeln vorliegt, belegt auch das Verhalten des Beschwerdef�hrers. Er hat in den Beschwerdeverfahren, die zu den heute angefochtenen Entscheiden gef�hrt haben, gegen s�mtliche Mitglieder der Vormundschaftskammer und gegen deren Schreiberin Ausstandsbegehren gestellt. Die Verwaltungskommission des Obergerichts hat die Begehren abgewiesen. Die daherigen Entscheide vom 22. Februar 2006 hat der Beschwerdef�hrer nicht als verfassungswidrig angefochten. Er ist offenbar davon ausgegangen, es liege kein schwerwiegender Verstoss gegen die Ausstandsregeln vor.
2.5 Weitere Verfahrensfehler oder inhaltliche M�ngel, die den Entscheid vom 8. November 2005 als nichtig k�nnten erscheinen lassen (vgl. H�felin/M�ller, a.a.O., N. 965 ff.), bringt der Beschwerdef�hrer nicht - jedenfalls nicht rechtsgen�glich - vor (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Das Obergericht durfte seinen Entscheid vom 8. November 2005 deshalb als verbindlich ansehen und hat keine verfassungsm�ssigen Rechte verletzt, indem es auf das wiederholte Ausstands- bzw. Ablehnungsbegehren nicht eingetreten ist. Die staatsrechtlichen Beschwerden bleiben insoweit erfolglos.
In seinen Entscheiden vom 6. und 9. Januar 2006 hat das Bezirksamt die Beschwerdef�hrung als mutwillig bezeichnet und den Beschwerdef�hrer deshalb f�r kostenpflichtig erkl�rt (E. 10 S. 5 bzw. E. 12 S. 5). Der Beschwerdef�hrer hat dies vor Obergericht beanstandet (Ziff. 6 S. 15 ff. bzw. Ziff. 9 S. 15 ff. der Eingaben) und macht in seinen beiden staatsrechtlichen Beschwerden geltend, Willk�r sei darin zu erblicken, dass das Obergericht die einl�sslich begr�ndete R�ge der nicht haltbaren Kostenauflage durch das Bezirksamt wegen angeblicher Mutwilligkeit der Beschwerdef�hrung nicht behandelt habe (Ziff. 5.5 der Beschwerdeschriften).
3.1 Von bundesgesetzlichen Einzelvorschriften abgesehen, richten sich das Kindesschutzverfahren und das Verfahren vor den kantonalen Aufsichtsbeh�rden grunds�tzlich nach kantonalem Recht (vgl. Art. 314 ZGB, Ingress), das damit auch namentlich die Frage der Verfahrens- und Parteikosten regelt (Geiser, Basler Kommentar, 2002, N. 40 und N. 43 zu Art. 420 ZGB; vgl. BGE 113 II 232 E. 3 S. 235). Gem�ss � 59 EGZGB/AG sind das Bezirksamt als erste und das Obergericht als zweite Instanz vormundschaftliche Aufsichtsbeh�rden (Abs. 4) und gelten f�r das Verfahren vor den Aufsichtsbeh�rden sinngem�ss die Bestimmungen des Gesetzes �ber die Verwaltungsrechtspflege, insbesondere diejenigen �ber die Verwaltungsgerichtsbeschwerden (Abs. 5).
3.2 Handeln das Bezirksamt und das Obergericht - ausserhalb eines vormundschaftlichen Beschwerdeverfahrens - kraft Aufsichtsrechts von Amtes wegen, werden keine Verfahrenskosten erhoben, ausser in F�llen leichtfertiger oder b�swilliger Erhebung einer Aufsichtsbeschwerde (Merker, Rechtsmittel, Klage und Normenkontrollverfahren nach dem aargauischen Gesetz �ber die Verwaltungsrechtspflege (VRPG) vom 9. Juli 1968: Kommentar zu den �� 38-72 VRPG, Diss. Z�rich 1998, N. 31 zu � 59a VRPG). In seinem Entscheid vom 8. November 2005, den das Obergericht in dieser Funktion gef�llt hat, sind folgerichtig weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteikosten zugesprochen worden (E. 5 S. 11). "Mutwilligkeit" w�re Voraussetzung der Kostenauflage gewesen.
3.3 Wo die vormundschaftlichen Aufsichtsbeh�rden hingegen als Beschwerdeinstanzen entscheiden, gilt � 33 Abs. 2 VRPG/AG, wonach die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Regel dem Unterliegenden aufzuerlegen sind (AGVE 2002 Nr. 34 S. 100 f. E. 1a; 1971 S. 27 ff. E. 4). Eine abweichende Vorschrift oder Praxis belegt der Beschwerdef�hrer nicht (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Seine Kostenpflicht ergibt sich aus dem Unterliegen im erst- und zweitinstanzlichen kantonalen Beschwerdeverfahren und damit bereits aus dem Gesetz. Sie brauchte deshalb unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten nicht eigens begr�ndet zu werden (vgl. BGE 111 Ia 1 Nr. 1; 93 I 116 E. 2 S. 120; zuletzt betreffend Kostenverlegung: Urteil 4P.211/2002 vom 18. Februar 2003, E. 2, in: ZBJV 141/2005 S. 44).
"Mutwilligkeit der Beschwerdef�hrung" ist auf Grund des Gesetzeswortlauts keine Voraussetzung daf�r, dem vor den vormundschaftlichen Aufsichtsbeh�rden als Beschwerdeinstanzen unterliegenden Beschwerdef�hrer die Verfahrenskosten aufzuerlegen. Als blosse Erw�gung ohne Auswirkung auf den Kostenentscheid aber bedeutet die Annahme der Mutwilligkeit grunds�tzlich keine Beschwer (BGE 130 III 321 E. 6 S. 328; 129 III 320 E. 5.1 S. 323), so dass das Obergericht auch nicht gehalten war, sich mit den dagegen erhobenen Einw�nden des Beschwerdef�hrers zu befassen. Zum einen sind die Gerichte nicht dazu da, abstrakte Rechtsfragen ohne Wirkung auf konkrete Rechtsverh�ltnisse zu beantworten (z.B. BGE 122 III 279 E. 3a S. 282; 101 II 177 E. 4c S. 190), und zum anderen darf sich die kantonale Beh�rde unter dem Blickwinkel des rechtlichen Geh�rs auf die Pr�fung der f�r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschr�nken und ist nicht verpflichtet, sich ausdr�cklich mit jeder tatbest�ndlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinander zu setzen (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f.; 129 I 232 E. 3.2 S. 236). Ob die Beschwerdef�hrung "mutwillig" war oder nicht, hat weder f�r den Entscheid in der Sache noch f�r die Kostenauflage erheblich sein k�nnen, so dass das Obergericht von Verfassungs wegen nicht verpflichtet gewesen ist, sich mit dieser Frage eigens auseinander zu setzen.
Soweit sie die erstinstanzliche Kostenauflage betreffen, erweisen sich die beiden staatsrechtlichen Beschwerden als unbegr�ndet.
Mit seiner staatsrechtlichen Beschwerde gegen den Entscheid vom 3. M�rz 2006 betreffend Beistandschaft (5P.165/2006) r�gt der Beschwerdef�hrer, Willk�r sei im Umstand zu erblicken, dass sich das Obergericht relativ detailliert auf die Strafanzeige der Vormundschaftsbeh�rde vom 21. Dezember 2005 abst�tze bzw. dazu Stellung nehme, sich diese Strafanzeige aber nicht in den Akten befinde. Das Abst�tzen auf unvollst�ndige Akten oder die Verweigerung der Akteneinsicht stelle eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs dar (Ziff. 5.6 der Beschwerdeschrift).
Dem angefochtenen Entscheid l�sst sich entnehmen, dass die Vormundschaftsbeh�rde dem Beistand den Auftrag erteilt hat, n�tigenfalls innert der gesetzlichen Dreimonatsfrist, d.h. bis 22. Dezember 2005, Strafanzeige mit Strafantrag gegen den Kindsvater wegen Veruntreuung zu erstatten (E. 4.2 S. 6), und dass der Beistand mit Eingabe vom 21. Dezember 2005 Strafanzeige erstattet hat (E. 4.3 S. 7). In seiner Beurteilung ist das Obergericht davon ausgegangen, der Auftrag zur Einreichung einer n�tig erscheinenden Strafanzeige mit einem Strafantrag gegen den Kindsvater sei zul�ssig. Nicht Sache der vormundschaftlichen Aufsichtsbeh�rden, sondern der Strafverfolgungsbeh�rden sei es nun, dar�ber zu entscheiden, ob der eingereichte Strafantrag zul�ssig, gerechtfertigt und gest�tzt darauf die Strafverfolgung wegen Veruntreuung von Kindesverm�gen durchzuf�hren sei (E. 4.3 S. 14 des angefochtenen Entscheids).
Dass die vormundschaftlichen Aufsichtsbeh�rden verpflichtet gewesen w�ren, sich zur Strafanzeige materiell zu �ussern, macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Unter diesen Umst�nden ist aber nicht ersichtlich, inwiefern das Obergericht die verfassungsm�ssige Aktenf�hrungspflicht verletzt haben k�nnte. Denn in den Akten ist nur festzuhalten, was zur Sache geh�rt und entscheidwesentlich sein kann (BGE 130 II 473 E. 4.1 S. 477), damit der vom Entscheid Betroffene sein Akteneinsichtsrecht wahrnehmen kann, das sich wiederum auf die Entscheidgrundlage bezieht (BGE 129 I 85 E. 4.1 S. 88 und 249 E. 3 S. 253). Die Strafanzeige als Aktenst�ck geh�rt nicht zur Grundlage des Entscheids dar�ber, ob der dem Beistand erteilte Auftrag, eine Strafanzeige einzureichen, rechtm�ssig ist. Die R�ge des Beschwerdef�hrers ist unbegr�ndet. Die staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid vom 3. M�rz 2006 betreffend Beistandschaft (5P.165/2006) muss deshalb insgesamt abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist.
Mit seiner staatsrechtlichen Beschwerde gegen den Entscheid vom 10. M�rz 2006 betreffend Verm�gensinventar (5P.169/2006) r�gt der Beschwerdef�hrer als willk�rlich, dass das Obergericht nicht das Datum der Rechtskraft des Scheidungsurteils als Stichtag f�r die Errichtung des Inventars angenommen, sondern Bankbelege r�ckwirkend f�r einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren vor dem Scheidungsurteil einverlangt habe (Ziff. 6 der Beschwerdeschrift).
5.1 Gem�ss Art. 318 ZGB haben die Eltern, solange ihnen die elterliche Sorge zusteht, das Recht und die Pflicht, das Kindesverm�gen zu verwalten (Abs. 1); steht die elterliche Sorge nur einem Elternteil zu, so hat dieser der Vormundschaftsbeh�rde ein Inventar �ber das Kindesverm�gen einzureichen (Abs. 2). Das Inventar hat nach dem Sinn und Wortlaut der Vorschrift den Stand des Kindesverm�gens im Zeitpunkt der �bernahme der Verwaltung durch einen Elternteil allein zu verzeichnen (Breitschmid, Basler Kommentar, 2002, N. 14 zu Art. 318 ZGB). Wird die elterliche Sorge im Falle von Scheidung nur einem Ehegatten zugeteilt, ist Stichtag f�r die Inventaraufnahme das Datum der Rechtskraft des Scheidungsurteils. Weder die Vormundschaftsbeh�rde (Ziff. 5 des Schreibens vom 18. November 2005, act. 12) noch das Obergericht (E. 3.1 S. 13 des angefochtenen Entscheids) haben einen Zweifel daran ge�ussert, dass das Inventar auf den Zeitpunkt des rechtskr�ftigen Scheidungsurteils, d.h. per 26. August 2005, zu erstellen ist.
5.2 Der Beschwerdef�hrer hat ein Inventar �ber das Verm�gen der beiden unm�ndigen Kinder innert erstreckter Frist eingereicht. Aufgabe der Vormundschaftsbeh�rde ist es alsdann gewesen, das Inventar auf der Basis vorhandener Unterlagen und gegebenenfalls einer Befragung der Beteiligten zu verifizieren (Breitschmid, a.a.O., N. 8 zu Art. 324/325 ZGB; f�r die �bereinstimmende Inventarpflicht gem�ss aArt. 291 ZGB: BGE 58 II 397 S. 398). Diesbez�gliche Vers�umnisse k�nnen die Verantwortlichkeit der vormundschaftlichen Organe im Sinne von Art. 426 ZGB begr�nden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5C.75/1992 vom 25. Januar 1993, E. 4b, in: RFJ/FZR 1993 S. 46 f.). Liegen keine besonderen Verdachtsgr�nde vor, darf sich die Beh�rde in tats�chlicher Hinsicht mit der Versicherung des Erstellers begn�gen, das Inventar sei vollst�ndig und richtig (Hegnauer, Berner Kommentar, 1964, N. 47 zu aArt. 291 ZGB). Es ist ihr aber ohne weiteres gestattet, vor allem in Bezug auf die Belege Erg�nzungen und Berichtigungen zu verlangen (Egger, Z�rcher Kommentar, 1943, N. 8 zu aArt. 291 ZGB) und jede Beweisvorkehr zu treffen, die sie als geboten ansieht (ausf�hrlich: Moser, La protection du patrimoine du mineur soumis � l'autorit� parentale, Diss. Lausanne 1977, S. 123 ff.).
5.3 Entgegen der Darstellung des Beschwerdef�hrers erscheint es in Anbetracht der geschilderten Rechtslage nicht als willk�rlich, dass die Vormundschaftsbeh�rde Belege auch f�r fr�here Vorg�nge verlangt hat, um die Vollst�ndigkeit und Richtigkeit des erstellten Inventars im Zeitpunkt der Rechtskraft des Scheidungsurteils zu pr�fen. Auf Grund der Gef�hrdungsmeldungen der Kindsmutter hat die Vormundschaftsbeh�rde das Inventar anhand der Belege ab der tats�chlichen Trennung der Kindeseltern Ende Februar 2003 pr�fen wollen. Mit seinen Vorbringen vermag der Beschwerdef�hrer die Gef�hrdungsmeldungen der Kindsmutter nicht als haltlos zu entwerten, schliesst er doch nicht aus (S. 19: "Selbst wenn ..."), dass im fraglichen Zeitraum m�glicherweise Bez�ge ab den Bankkonten der Kinder get�tigt worden sein k�nnten. Soweit er derartige Bez�ge als rechtlich nicht relevant bezeichnet, weil die auf den Namen der Kinder lautenden Bankkonten wirtschaftlich in seinem Eigentum st�nden, ist er darauf hinzuweisen, dass auch die rechtliche Pr�fung - hier die Rechtserheblichkeit von Belegen und die wirtschaftliche Berechtigung an Namensparheften - der zust�ndigen Beh�rde obliegt (Hegnauer, a.a.O., N. 48 zu aArt. 291 ZGB). Es erscheint insoweit nicht als willk�rlich, dass die Vormundschaftsbeh�rde den Beschwerdef�hrer eingeladen hat, die Belege, die diese Rechtspr�fung erst m�glich machen, nachzureichen (Art. 9 BV; vgl. zum Begriff: BGE 132 I 13 E. 5.1 S. 17). Die staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid vom 10. M�rz 2006 betreffend Verm�gensinventar (5P.169/2006) muss deshalb insgesamt abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist.
Der unterliegende Beschwerdef�hrer wird f�r beide Beschwerdeverfahren kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG).
Die Gerichtsgeb�hr von insgesamt Fr. 4'000.-- f�r das vereinigte Verfahren wird dem Beschwerdef�hrer auferlegt.