Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/124
Timestamp: 2018-10-17 13:40:59
Document Index: 126480661

Matched Legal Cases: ['§ 124', 'BGH', '§ 124', 'BGH', 'BGH', '§ 124', 'BGH', 'BGH', '§ 124', 'BGH', 'BGH', '§ 124', '§ 180', 'BGH', '§ 124', 'BGH', 'BGH', '§ 9', 'BGH', '§ 124', 'BGH', '§ 124', 'BGH', 'BGH', '§ 124', 'BGH', 'BGH', '§ 123', '§ 276', '§ 124', 'BGH', '§ 853', 'BGH', 'BGH', '§ 124', 'BGH', '§ 124', 'BGH', 'BGH', '§ 124', 'BGH', 'BGH', '§ 124', '§ 123', 'BGH', '§ 17']

§ 124 BGB: Anfechtungsfrist
BGH, URTEIL vom 3.10.2015, Az. IV ZR 277/14 Es lässt sich keine verdeckte Regelungslücke im Sinne einer planwidrigen Unvollständigkeit des Gesetzes finden, die den Weg einer Rechtsfortbildung des § 124 Abs.3 BGB mittels teleologischer Reduktion eröffnen könnte (vgl. dazu BGH aaO Rn. 22 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.1.2013, Az. IX ZR 138/11 Auf einen derartigen Schadensersatzanspruch findet die Jahresfrist des § 124 BGB weder direkt noch entsprechend Anwendung (BGH, Urteil vom 18. September 2001, aaO S. 310).
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.2012, Az. IV ZR 15/11 Denn die Kenntnis des Erklärenden muss sich nach § 124 Abs. 2 Satz 1 BGB nicht nur auf die objektive Unwahrheit der Angaben, sondern auch auf die subjektive Arglist des anderen Teils beziehen (OLG Hamm VersR 2011, 793, 794 m.w.N.).
LAG Köln, Urteil vom 3.5.2007, Az. 8 Sa 1287/06 Erklärungen die – wie eine Kündigung – den Fortbestand eines laufenden Dauerschuldverhältnisses betreffen, dulden auch nicht vorübergehend den durch eine schwebende Unwirksamkeit der Erklärung hervorgerufenen Zustand der Unklarheit im Hinblick auf die vielfältigen mit dem Dauerschuldverhältnis verbundenen gegenseitigen Rechte und Pflichten (OLG Celle 02.12.1998 – 2 U 60/98 – BGH 22.10.1999 – V ZR 401/99 – BGHZ 143, 42; offen gelassen BAG, Urteil vom 10.02.2005 – 2 AZR 584/03 – AP Nr. 18 zu § 124 BGB; LAG Köln, Urteil vom 16.11.2005 – 8 Sa 832/05 – LAGE § 180 BGB 2002 Rn. 1).
BGH, URTEIL vom 2.3.2006, Az. XI ZR 106/05 30	5. Anstelle der Anfechtung auch des Darlehensvertrages kann der über die Fondsbeteiligung getäuschte Anleger und Kreditnehmer, etwa wenn die Anfechtungsfrist des § 124 Abs. 1 BGB verstrichen ist (vgl. BGH, Urteil vom 11. Mai 1979 - V ZR 75/78, WM 1979, 915) oder wenn es ausnahmsweise an der notwendigen Arglist fehlt (vgl. BGH, Urteil vom 27. September 1997 - V ZR 29/96, WM 1997, 2309, 2311), bei einem verbundenen Vertrag (§ 9 Abs. 1 VerbrKrG) im Falle eines Vermögensschadens einen Schadensersatzanspruch aus Verschulden bei Vertragsschluss gegen die kreditgebende Bank geltend machen.
LAG Köln, Urteil vom 3.10.2005, Az. 8 Sa 832/05 (OLG Celle vom 02.12.1998 – 2 U 60/098 – BGH vom 22.10.1999 – V ZR 401/98 – BHZ 143, 42; offen gelassen BAG Urteil vom 10.02.2005 – 2 AZR 584/03 – AP Nr. 18 zu § 124 BGB).
BGH, URTEIL vom 3.9.2003, Az. VIII ZR 361/02 (§ 124 BGB), nicht von vornherein ausgeschlossen (BGH, Urteil vom 26. September 1997 - V ZR 29/96, NJW 1998, 302, 303 m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 3.10.1987, Az. VIII ZR 304/86 8 Die Geltendmachung dieses Anspruches ist nicht an die Frist des § 124 BGB gebunden (BGH, Urteil vom 5. Dezember 1980 - V ZR 160/78 = WM 1981, 309, 310 unter II 1 b).
BGH, URTEIL vom 5.4.1979, Az. V ZR 75/78 (A.A. MünchKomm-Kramer, BGB § 123 Rdn. 30 und Palandt/Heinrichs aaO § 276 An. 6 b cc, die eine solche Einschränkung vorschlagen.) Es ist anerkannten Rechts, daß deliktische Schadensersatzansprüche anstatt der Anfechtung und insbesondere auch nach Ablauf der Frist des § 124 BGB erhoben werden können (BGH Urt. v. 31. Januar 1962 aaO; RGZ 79, 194, 197; 84, 131, 133), mithin sogar nach Ablauf der Verjährungsfrist zur Verweigerung der Vertragserfüllung berechtigen (§ 853 BGB).
BGH, URTEIL vom 1.11.1976, Az. II ZR 61/75 Den Einwand der arglistigen Täuschung hält das Berufungsgericht für nicht begründet, weil die Anfechtung -	die hier als Kündigung aus wichtigem Grunde zu werten wäre (vgl. hierzu SenUrt. BGHZ 63, 338, 344 ff) - nicht binnen Jahresfrist erklärt worden sei (§ 124 BGB).
BGH, URTEIL vom 3.5.1975, Az. I ZR 61/74 Eine Verwirkung des Anfechtungsrechts - vor Ablauf der Jahresfrist des § 124 Abs. 1 BGB - kann nur unter ganz besonderen Umständen angenommen werden (BGH aaO).
BGH, URTEIL vom 1.3.1969, Az. II ZR 142/67 Gewiß kann eine mit bestimmten Tatsachen begründete Anfechtung nicht nachträglich auf andere Gründe gestützt werden, für die in dem Zeitpunkt, in dem sie der Anfechtende geltend macht, die Frist des § 124 BGB verstrichen ist (BGH NJW 1966, 39).
BGH, vom 1.5.1964, Az. VII ZR 16/63 Der Erwägung der Revision, daß die Anfechtungsfrist des § 124 BGB nicht beschnitten werden dürfte, ist auch noch folgendes entgegenzuhalten: Häufig liegt, wenn der Tatbestand des § 123 BGB verwirklicht ist, auch eine unerlaubte Handlung vor; dann kann der aus dem anfechtbaren Geschäft auf Erfüllung in Anspruch genommene Schuldner die Leistung trotz Ablaufs der Anfechtungofrist verweigern (u.a. BGH LM Nr. 3 zu- § 17 KO; Urteile des erkennenden Senats VII ZR 110/60 vom 2. November 1961 und VII ZR 92/61 vom 11. Kürz 1963)« Der Ausübung eines ’Ge-staltungsrechts' bedarf es dazu nicht.