Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=21.04.2015&Aktenzeichen=B%201%20KR%207/15%20R
Timestamp: 2019-08-24 21:16:47
Document Index: 187776390

Matched Legal Cases: ['§ 39', '§ 112', '§ 242', '§ 45', '§ 276', '§ 275', '§ 112', '§ 275', '§ 242', '§ 112', '§ 39', '§ 12', '§ 242']

BSG, 21.04.2015 - B 1 KR 7/15 R - dejure.org
https://dejure.org/2015,7752
BSG, 21.04.2015 - B 1 KR 7/15 R (https://dejure.org/2015,7752)
BSG, Entscheidung vom 21.04.2015 - B 1 KR 7/15 R (https://dejure.org/2015,7752)
BSG, Entscheidung vom 21. April 2015 - B 1 KR 7/15 R (https://dejure.org/2015,7752)
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Krankenversicherung - Krankenhaus - kein Einwand unzulässiger Rechtsausübung durch das Krankenhaus gegenüber einem Anspruch der Krankenkasse auf Erstattung ohne Rechtsgrund geleisteter Krankenhausvergütung allein auf den Zeitablauf gestützt
Krankenversicherung; Krankenhaus; kein Einwand unzulässiger Rechtsausübung durch das Krankenhaus gegenüber einem Anspruch der Krankenkasse auf Erstattung ohne Rechtsgrund geleisteter Krankenhausvergütung allein auf den Zeitablauf gestützt
§ 39 Abs 1 S 2 SGB 5, § 112 Abs 2 S 1 Nr 2 SGB 5, § 242 BGB, § 45 Abs 1 SGB 1
Vier Kalenderjahre Verjährungsfrist für Forderungen zwischen Kassen und Kliniken
aerztezeitung.de (Pressemeldung, 04.05.2015)
Verjährung: Vier Jahre für Kassen und Kliniken
medcontroller.de (Entscheidungsbesprechung, auf der Grundlage der Pressemitteilung)
SG Dortmund, 19.10.2012 - S 8 KR 259/09
SG Köln, 14.08.2013 - S 32 AS 4072/12
NZS 2015, 580
Nichtstun, also Unterlassen, kann ein schutzwürdiges Vertrauen in Ausnahmefällen allenfalls dann begründen und zur Verwirkung des Rechts führen, wenn der Schuldner dieses als bewusst und planmäßig erachten darf (stRspr, vgl nur BSG Urteil vom 21.4.2015 - B 1 KR 7/15 R - Juris RdNr 19 mwN, für SozR vorgesehen) .
Soweit die Rechtsprechung des 3. Senats des BSG in obiter dicta eine abweichende Auffassung angedeutet hat (…vgl BSG SozR 4-2500 § 276 Nr. 2 RdNr 26 ff;… BSG SozR 4-2500 § 275 Nr. 11 RdNr 21) , hat der erkennende 1. Senat des BSG diese Rechtsprechung aus Gründen der Klarstellung aufgegeben (vgl BSG Urteil vom 21.4.2015 - B 1 KR 7/15 R - Juris RdNr 20, für SozR vorgesehen) .
Der bloße Zeitablauf stellt kein die Verwirkung begründendes Verhalten dar (vgl auch BSG Urteil vom selben Tag - B 1 KR 7/15 R - RdNr 19, zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen) .
Der bloße Zeitablauf stellt kein die Verwirkung begründendes Verhalten dar (s ferner BSG Urteil vom selben Tag - B 1 KR 7/15 R - RdNr 19, zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen) .
LSG Berlin-Brandenburg, 24.11.2015 - L 14 AS 3260/14
Erstattung - Verjährung - Verwirkung - Entreicherung
Ferner ist darauf zu verweisen, dass Nichtstun, also Unterlassen, ein schutzwürdiges Vertrauen in Ausnahmefällen allenfalls dann begründen und zur Verwirkung des Rechts führen kann, wenn der Schuldner dieses als bewusst und planmäßig erachten darf (stRspr des BSG Urteil vom 21. April 2015 - B 1 KR 7/15 R - juris RdNr 19 mwN).
LSG Nordrhein-Westfalen, 06.12.2016 - L 1 KR 358/15
Vergütung von vollstationären Krankenhausbehandlungen; Konkludentes …
Rechtsgrundlage für den mit der Widerklage geltend gemachten Anspruch auf überzahlte Krankenhausvergütung ist der allgemeine öffentlich-rechtliche Erstattungsanspruch (vgl. BSG, Urt. v. 21.04.2015 - B 1 KR 7/15 R -, juris Rn. 8 m.w.N., stRspr).
Für die Rechtsbeziehungen der Krankenkassen zu den Krankenhäusern gelten die Zinsvorschriften des BGB entsprechend, soweit nicht in den Verträgen nach § 112 SGB V etwas anderes geregelt ist (stRspr, vgl. zuletzt BSG, Urt. v. 21.04.2015 - B 1 KR 7/15 R -, juris Rn. 21 m.w.N.).
Zulässigkeit der Rückforderung gezahlter Aufwandspauschalen gemäß § 275 Abs. 1 …
Dieser setzt voraus, dass der Berechtigte im Rahmen eines öffentlichen Rechtsverhältnisses eine Leistung ohne rechtlichen Grund erbracht hat (vgl BSG 21.04.2015, B 1 KR 7/15 R, SozR 4-7610 § 242 Nr. 8 = juris Rn 8 mwN).
Der Anspruch einer Krankenkasse auf Erstattung einer zu Unrecht gezahlten Vergütung unterliegt einer vierjährigen Verjährung (st. Rspr.; vgl. BSG, Urteil vom 21.04.2015 - B 1 KR 7/15 R - m.w.N.).
Für die Rechtsbeziehungen der Krankenkassen zu den Krankenhäusern gelten die Zinsvorschriften des BGB entsprechend, soweit nicht in den Verträgen nach § 112 SGB V etwas anderes geregelt ist (BSG, Urteil vom 21.04.2015 - B 1 KR 7/15 R - m.w.N.; LSG NRW, Urteil vom 06.12.2016 - L 1 KR 358/15 -).
Und schließlich muss die erbrachte vollstationäre Krankenhausbehandlung erforderlich gewesen sein (§ 39 Abs. 1 Satz 2 SGB V), d.h. der Patient muss einer Krankenbehandlung bedurft haben, die nur mit den besonderen Mitteln eines Krankenhauses durchgeführt werden konnte (dazu BSG, Urteil vom 21.04.2015 - B 1 KR 7/15 R - juris RdNr. 10 m.w.N.) und bei der auch im Übrigen das Wirtschaftlichkeitsgebot (§ 12 SGB V) beachtet wurde.
1 Satz 3 Sicherstellungsvertrag (vgl. etwa BSG, Urteil vom 21.04.2015 - B 1 KR 7/15 R = SozR 4-7610 § 242 Nr. 8, Rn. 21).
LSG Nordrhein-Westfalen, 23.08.2018 - L 16 KR 349/18
Erstattungsanspruch der gesetzlichen Krankenkasse gegen den Krankenhausträger für …
Anforderungen an die Abrechnung eines stationären Krankenhausaufenthaltes zur …