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Timestamp: 2018-07-16 22:17:46
Document Index: 245072891

Matched Legal Cases: ['§ 65', '§ 65', '§ 65', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 7']

Newsletter: Mandantenbrief - Mai 2017
FÃ¼r alle Steuerpflichtigen
Zusammenveranlagung trotz langjÃ¤hriger rÃ¤umlicher Trennung
AuÃergewÃ¶hnliche Belastungen: Zumutbare Belastung ist stufenweise zu ermitteln
Schwelle bei geringwertigen WirtschaftsgÃ¼tern soll auf 800 EUR steigen
Mittelbare GrundstÃ¼cksschenkung berechtigt den Beschenkten zur Abschreibung
Investitionsabzugsbetrag: Bundesfinanzministerium erlÃ¤utert die neue Rechtslage
KrankenversicherungsbeitrÃ¤ge auf Gewinn aus einer Betriebsaufgabe?
FÃ¼r GmbH-GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer
Koppelungsklausel in GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer-AnstellungsvertrÃ¤gen ist unwirksam
Vom Veranstalter gewÃ¤hrter Rabatt ist bei ReisebÃ¼roangestellten kein Arbeitslohn
Daten fÃ¼r den Monat Juni 2017 Steuertermine/BeitrÃ¤ge Sozialversicherung/Verbraucherpreisindex
| Leistet eine gesetzliche Krankenkasse Bonuszahlungen nach Â§ 65a Sozialgesetzbuch (SGB) V, werden die als Sonderausgaben abziehbaren KrankenversicherungsbeitrÃ¤ge nicht gemindert. Dieses positive Urteil des Bundesfinanzhofs aus 2016 hat jedoch einige Fragen aufgeworfen. Denn Krankenkassen haben hÃ¶chst verschiedene Programme geschnÃ¼rt â entschieden wurde aber nur zu den Bonuszahlungen fÃ¼r gesundheitsbewusstes Verhalten (Â§ 65a SGB V). Zudem kÃ¶nnen Krankenkassen bei der DatenÃ¼bermittlung an das Finanzamt bis dato keine Differenzierung vornehmen. Das Bundesfinanzministerium hat seine Sichtweise nun vorgestellt. |
Betroffen sind nur Bonuszahlungen gemÃ¤Ã Â§ 65a SGB V. Ferner muss der Versicherte bestimmte GesundheitsmaÃnahmen selbst finanziert haben, die nicht vom Leistungsumfang der Krankenversicherung umfasst sind. Nur dann handelt es sich um eine Kostenerstattung (= keine BeitragsrÃ¼ckerstattung), die die Sonderausgaben nicht mindert.
Eine Kostenerstattung liegt nicht vor, wenn nur die Teilnahme an bestimmten VorsorgemaÃnahmen oder anderen gesundheitsfÃ¶rdernden MaÃnahmen vorausgesetzt wird, selbst wenn diese mit finanziellem Aufwand fÃ¼r den Steuerpflichtigen verbunden sind.
Beachten Sie | So lautet zumindest die Verwaltungsmeinung. Aus der UrteilsbegrÃ¼ndung des Bundesfinanzhofs lÃ¤sst sich diese (profiskalische) Interpretation nÃ¤mlich nicht unbedingt herauslesen.
Die Krankenkassen werden nun prÃ¼fen, ob die Voraussetzungen bei ihren Bonusprogrammen erfÃ¼llt sind. Ist dies der Fall, erhalten die Versicherten in 2017 eine Papierbescheinigung, die beim Finanzamt einzureichen ist. Erhalten Versicherte keine Bescheinigung, kÃ¶nnen sie davon ausgehen, dass das Bonusprogramm ihrer Krankenkasse nicht begÃ¼nstigt ist.
Beachten Sie | Zur verfahrensrechtlichen Umsetzung (= Ãnderung etwaiger Steuerbescheide) hat das Bundesfinanzministerium mit Schreiben vom 29.3.2017 Stellung genommen.
Quelle | BMF vom 13.3.2017: âAuswirkungen der Teilnahme an Bonusprogrammen der gesetzlichen Krankenversicherung auf die Einkommensbesteuerungâ, unter www.iww.de/s96; BFH-Urteil vom 1.6.2016, Az. X R 17/15; BMF-Schreiben vom 29.3.2017, Az. IV A 3 - S 0338/16/10004
| Leben Ehegatten Ã¼ber viele Jahre rÃ¤umlich voneinander getrennt, kÃ¶nnen sie dennoch zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden. Dies hat das Finanzgericht MÃ¼nster entschieden. |
Die Steuerpflichtigen sind seit 1991 verheiratet und haben einen im selben Jahr geborenen Sohn. In 2001 zog die Ehefrau mit dem Sohn aus dem gemeinsam bewohnten Einfamilienhaus zunÃ¤chst in eine Miet- und spÃ¤ter in eine Eigentumswohnung. FÃ¼r das Streitjahr 2012 gelangte das Finanzamt zu der Ansicht, dass die Voraussetzungen fÃ¼r eine Zusammenveranlagung nicht vorlÃ¤gen und veranlagte das Ehepaar einzeln zur Einkommensteuer.
Die Eheleute argumentierten, dass sie nur rÃ¤umlich, nicht aber persÃ¶nlich und geistig getrennt leben. Der Auszug der berufstÃ¤tigen Ehefrau sei durch die schwierige Situation mit der im selben Haus lebenden pflegebedÃ¼rftigen Schwiegermutter begrÃ¼ndet gewesen. Man hÃ¤tte sich weiterhin getroffen und AusflÃ¼ge, Urlaube und sonntÃ¤gliche Kirchenbesuche unternommen. Die Kosten hierfÃ¼r sowie fÃ¼r den Unterhalt des Sohnes wurden stets gemeinsam getragen. Andere Partner habe es niemals gegeben. Derzeit plane man, auf einem gemeinsam erworbenen GrundstÃ¼ck einen Bungalow zu errichten, um dort wieder zusammenzuziehen.
Das Finanzgericht MÃ¼nster gab der Klage statt. Nach AnhÃ¶rung der Eheleute und Vernehmung des Sohnes als Zeugen spricht das Gesamtbild dafÃ¼r, dass das Ehepaar nicht dauernd getrennt lebt.
In der heutigen Zeit sind auch Formen des rÃ¤umlich getrennten Zusammenlebens Ã¼blich, sodass es glaubhaft ist, dass das Ehepaar seine Lebensgemeinschaft in Form der persÃ¶nlichen und geistigen Gemeinschaft â trotz der rÃ¤umlichen Trennung â aufrechterhalten hat. Die Schilderungen werden auch durch den Plan untermauert, in einem gemeinsam zu errichtenden Bungalow wieder zusammenzuziehen.
SchlieÃlich haben die Eheleute auch die Wirtschaftsgemeinschaft unverÃ¤ndert fortgefÃ¼hrt, da beide weiterhin die Kosten fÃ¼r den Sohn und gemeinsame Unternehmungen getragen haben.
Beachten Sie | Dass die Eheleute grundsÃ¤tzlich getrennt wirtschaften und getrennte Konten fÃ¼hren, sah das Finanzgericht als unschÃ¤dlich an. Denn dies ist heutzutage auch bei rÃ¤umlich zusammen lebenden Eheleuten Ã¼blich.
Quelle | FG MÃ¼nster, Urteil vom 22.2.2017, Az. 7 K 2441/15 E, unter http://www.iww.de/, Abruf-Nr. 192494
| Im Steuerrecht ist nur eines sicher, es wird nie langweilig. DafÃ¼r hat aktuell der Bundesfinanzhof gesorgt. Denn nach neuer Sichtweise ist die zumutbare Belastung bei auÃergewÃ¶hnlichen Belastungen stufenweise zu ermitteln, wodurch der steuerliche Abzug grundsÃ¤tzlich erhÃ¶ht wird. |
Hintergrund: Der Abzug auÃergewÃ¶hnlicher Belastungen (z. B. Krankheitskosten) ist nur mÃ¶glich, wenn der Steuerpflichtige mit Ã¼berdurchschnittlich hohen Aufwendungen belastet ist. Die Zumutbarkeitsgrenze wird in drei Stufen (Stufe 1 bis 15.340 EUR, Stufe 2 bis 51.130 EUR, Stufe 3 Ã¼ber 51.130 EUR) nach einem bestimmten Prozentsatz des Gesamtbetrags der EinkÃ¼nfte (abhÃ¤ngig von Familienstand und Kinderzahl) bemessen (1 bis 7 %).
Ein verheirateter Steuerpflichtiger (ein Kind) hat in seiner EinkommensteuererklÃ¤rung auÃergewÃ¶hnliche Belastungen in HÃ¶he von 4.148 EUR erklÃ¤rt. Der Gesamtbetrag der EinkÃ¼nfte betrÃ¤gt 51.835 EUR.
Stufe 3 (Ã¼ber 51.130 EUR): 0,04 x 51.835 EUR = 2.073 EUR
Stufe 2 (Ã¼ber 15.340 EUR bis 51.130 EUR): 0,03 x 35.790 EUR = 1.073,70 EUR
Stufe 3 (Ã¼ber 51.130 EUR): 0,04 x 705 EUR = 28,20 EUR
Die zumutbare Belastung nach der stufenweisen Ermittlung betrÃ¤gt nur 1.409 EUR. Somit sind die Aufwendungen in HÃ¶he von 2.739 EUR abziehbar.
Quelle | BFH-Urteil vom 19.1.2017, Az. VI R 75/14, unter http://www.iww.de/, Abruf-Nr. 192930
| Die Bundesregierung hat sich auf die Anhebung der Schwelle fÃ¼r geringwertige WirtschaftsgÃ¼ter geeinigt. Statt bislang 410 EUR sollen ab 2018 Anschaffungen bis zu einem Wert von 800 EUR sofort abgeschrieben werden kÃ¶nnen. Der Bundestag und der Bundesrat mÃ¼ssen diesen PlÃ¤nen aber noch zustimmen. |
Hintergrund: Geringwertige WirtschaftsgÃ¼ter sind abnutzbare und bewegliche WirtschaftsgÃ¼ter des AnlagevermÃ¶gens, die selbststÃ¤ndig nutzungsfÃ¤hig sind (z. B. ein Laptop). Bei der PrÃ¼fung der Schwelle von derzeit 410 EUR wird immer auf den Nettowert abgestellt. Dies gilt unabhÃ¤ngig davon, ob eine Berechtigung zum Vorsteuerabzug besteht. So ist z. B. auch bei Anschaffungen im Rahmen der VermietungseinkÃ¼nfte auf die Nettowerte abzustellen.
| Der Bundesfinanzhof hat der Ungleichbehandlung zwischen der mittelbaren und der unmittelbaren GrundstÃ¼cksschenkung ein Ende gesetzt. Jetzt darf auch derjenige die GebÃ¤ude-Abschreibung geltend machen, der Geld mit der Auflage geschenkt bekommt, damit eine Mietimmobilie zu kaufen. |
Im Streitfall hatte eine Steuerpflichtige eine Immobilie fÃ¼r 475.000 EUR gekauft. Im zeitlichen Zusammenhang mit dem Erwerb hatte sie von ihrem Vater 400.000 EUR und von der Mutter 200.000 EUR geschenkt bekommen. Die Schenkung war mit der Auflage verbunden, dafÃ¼r die Immobilie zu kaufen und zu renovieren (= mittelbare GrundstÃ¼cksschenkung). Da die Immobilie vermietet wurde, machte die Tochter eine Abschreibung fÃ¼r das GebÃ¤ude in HÃ¶he von 5.000 EUR geltend.
Das Finanzamt versagte jedoch die GebÃ¤udeabschreibung. Denn die Tochter habe selbst keine Anschaffungskosten getragen, von denen sie Abschreibungen vornehmen kann. Und auch die Regelung des Â§ 11d Abs. 1 Einkommensteuer-DurchfÃ¼hrungsverordnung (EStDV), wonach der Beschenkte die Abschreibungen des RechtsvorgÃ¤ngers (Schenkers) fortsetzen kann, komme nicht in Betracht. Denn der Schenker habe zu keiner Zeit Ã¼ber das GrundstÃ¼ck verfÃ¼gen kÃ¶nnen.
Die hiergegen gerichtete Klage vor dem Finanzgericht Niedersachsen war erfolgreich. Bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise wendet der Schenker dem Beschenkten nÃ¤mlich das GrundstÃ¼ck zu, sodass der Schenker als RechtsvorgÃ¤nger im Sinne des Â§ 11d EStDV anzusehen ist. Nach den GrundsÃ¤tzen der mittelbaren GrundstÃ¼cksschenkung wird der Schenker zumindest in einer juristischen Sekunde wirtschaftlicher EigentÃ¼mer der Immobilie, um sie sodann zu Ã¼bertragen.
Der Bundesfinanzhof hielt die von der Finanzverwaltung eingelegte Revision fÃ¼r unbegrÃ¼ndet und hat sie daher zurÃ¼ckgewiesen. Das Finanzgericht habe die von der Tochter geltend gemachten Abschreibungen zutreffend als Werbungskosten bei ihren EinkÃ¼nften aus Vermietung und Verpachtung berÃ¼cksichtigt.
Nicht nur bei der unmittelbaren, sondern auch bei der mittelbaren GrundstÃ¼cksschenkung trÃ¤gt der Schenker die Anschaffungskosten des GrundstÃ¼cks als derjenige, fÃ¼r dessen Rechnung das GrundstÃ¼ck auf den Beschenkten Ã¼bertragen wird.
Ist der Schenker mit Anschaffungskosten belastet, ist es unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht bedeutend, ob er dem Beschenkten das GrundstÃ¼ck selbst oder einen fÃ¼r die Anschaffung erforderlichen (zweckgebundenen) Geldbetrag zuwendet. Vor diesem Hintergrund hÃ¤lt es der Bundesfinanzhof fÃ¼r geboten, die Regelung des Â§ 11d Abs. 1 EStDV auch bei der mittelbaren GrundstÃ¼cksschenkung anzuwenden.
Quelle | BFH-Urteil vom 4.10.2016, Az. IX R 26/15, unter http://www.iww.de/, Abruf-Nr. 192059
| Durch einen Investitionsabzugsbetrag (IAB) kann Abschreibungsvolumen in ein Jahr vor Anschaffung oder Herstellung eines Wirtschaftsguts vorverlagert werden. Der so erzielbare Steuerstundungseffekt soll Investitionen von kleinen und mittelstÃ¤ndischen Betrieben erleichtern. Die in Â§ 7g Einkommensteuergesetz (EStG) definierten Voraussetzungen sind jedoch recht konfliktanfÃ¤llig und wurden in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst. Die letzte Ãnderung erfolgte fÃ¼r IAB, die in nach dem 31.12.2015 endenden Wirtschaftsjahren beansprucht werden. Hierzu hat die Finanzverwaltung nun ausfÃ¼hrlich Stellung bezogen. Wichtige Aspekte zur neuen Systematik werden vorgestellt. |
FÃ¼r die kÃ¼nftige (Investitionszeitraum von drei Jahren) Anschaffung oder Herstellung eines abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsguts des AnlagevermÃ¶gens kÃ¶nnen Steuerpflichtige bis zu 40 % der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten gewinnmindernd abziehen.
Bis dato musste das Wirtschaftsgut seiner Funktion nach benannt werden. Schaffte der Unternehmer ein funktionell anderes Wirtschaftsgut an, war der Abzugsbetrag im Jahr der ursprÃ¼nglichen Geltendmachung mit der entsprechenden Zinswirkung aufzulÃ¶sen.
Nach der Neuregelung ist eine Angabe, welche Investitionen beabsichtigt sind, nicht mehr notwendig. FÃ¼r nach dem 31.12.2015 endende Wirtschaftsjahre kann ein IAB fÃ¼r ein beliebiges angeschafftes oder hergestelltes begÃ¼nstigtes Wirtschaftsgut verwendet werden.
Beachten Sie | Pkw sind regelmÃ¤Ãig nicht begÃ¼nstigt, da das Wirtschaftsgut zu mindestens 90 % betrieblich genutzt werden muss. Bei Anwendung der Ein-Prozent-Regel ist grundsÃ¤tzlich von ei-nem schÃ¤dlichen Nutzungsumfang auszugehen.
Hinzurechnung bei begÃ¼nstigter Investition
Die gewinnerhÃ¶hende Hinzurechnung von IAB im Jahr der Anschaffung oder Herstellung ist als Wahlrecht ausgestaltet. Bei der Hinzurechnung ist anzugeben, welche IAB verwendet werden (Abzugsjahr und HÃ¶he). Der Unternehmer entscheidet, ob und in welchem Umfang in Anspruch genommene IAB getÃ¤tigten Investitionen zugeordnet werden. Teilhinzurechnungen sind mÃ¶glich.
Einzelunternehmer A beansprucht fÃ¼r 2016, 2017 und 2018 einen IAB von jeweils 20.000 EUR. In 2019 erwirbt er eine Maschine fÃ¼r 120.000 EUR. A ordnet dieser Investition die IAB aus 2016 und 2017 in voller HÃ¶he und aus 2018 mit 8.000 EUR zu. Er kommt somit auf 48.000 EUR (40 % von 120.000 EUR). Damit verbleiben von dem fÃ¼r 2018 beanspruchten IAB noch 12.000 EUR, die fÃ¼r Investitionen in den Jahren 2020 und 2021 genutzt werden kÃ¶nnen.
Zum Ausgleich der GewinnerhÃ¶hung durch die Hinzurechnung kÃ¶nnen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung um bis zu 40 % gewinnmindernd herabgesetzt werden.
Werden bis zum Ende des dreijÃ¤hrigen Investitionszeitraums keine (ausreichenden) Investitionen getÃ¤tigt, die zu Hinzurechnungen gefÃ¼hrt haben, sind insoweit noch vorhandene IAB in der Veranlagung (zinswirksam) rÃ¼ckgÃ¤ngig zu machen, in der der Abzug erfolgte.
DatenfernÃ¼bertragung
Die AbzugsbetrÃ¤ge, Hinzurechnungen und RÃ¼ckgÃ¤ngigmachungen sind nach amtlich vorgeschriebenen DatensÃ¤tzen durch DatenfernÃ¼bertragung zu Ã¼bermitteln â und zwar bei der Bilanzierung im Rahmen der E-Bilanz und bei der Einnahmen-Ãberschussrechnung mit der Anlage EÃR.
Bei KÃ¶rperschaftsteuerpflichtigen sind die AbzugsbetrÃ¤ge, Hinzurechnungen und RÃ¼ckgÃ¤ngigmachungen demgegenÃ¼ber in der KÃ¶rperschaftsteuererklÃ¤rung (Anlage GK) anzugeben.
Quelle | BMF-Schreiben vom 20.3.2017, Az. IV C 6 - S 2139-b/07/10002-02, unter http://www.iww.de/, Abruf-Nr. 192860
| Der steuerliche VerÃ¤uÃerungsgewinn bei Aufgabe des Gewerbebetriebs ist in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung beitragspflichtig. Dies gilt auch dann, wenn kein Geld geflossen ist und WirtschaftsgÃ¼ter aus dem Betriebs- in das PrivatvermÃ¶gen entnommen wurden. Dies hat das Landessozialgericht Baden-WÃ¼rttemberg entschieden (Revision anhÃ¤ngig). |
Durch Aufdeckung der stillen Reserven kommt es zu einem VermÃ¶genszuwachs im PrivatvermÃ¶gen. Jedenfalls soweit der Gewinn bei einer Betriebsaufgabe der Besteuerung unterliegt, ist er auch eine Einnahme, die zum Lebensunterhalt verbraucht werden kann, so das Gericht.
PRAXISHINWEIS | Die Rechtsfrage ist nur relevant, wenn die in der Krankenversicherung maÃgebliche Beitragsbemessungsgrenze noch nicht mit dem laufenden Gewinn erreicht wurde.
Quelle | LSG Baden-WÃ¼rttemberg, Urteil vom 18.10.2016, Az. L 11 KR 739/16, Rev. BSG Az. B 12 KR 22/16 R, unter http://www.iww.de/, Abruf-Nr. 192861
| Der Vorsteuerabzug bei nicht nur unternehmerisch genutzten GegenstÃ¤nden (z. B. Fotovoltaikanlagen) setzt eine Zuordnung zum UnternehmensvermÃ¶gen voraus. Wurde die Zuordnung bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung nicht dokumentiert, ist sie spÃ¤testens bis zur gesetzlichen Abgabefrist fÃ¼r SteuererklÃ¤rungen (31.5. des Folgejahres) zu erklÃ¤ren. FristverlÃ¤ngerungen fÃ¼r die Abgabe der SteuererklÃ¤rungen verlÃ¤ngern die Dokumentationsfrist nicht. |
PRAXISHINWEIS | Wurden gemischt genutzte GegenstÃ¤nde in 2016 erworben und erfolgte noch keine Zuordnung, sollte sie dem Finanzamt mit formlosem Schreiben angezeigt werden. Dies gilt zumindest, wenn absehbar ist, dass dem Finanzamt die JahreserklÃ¤rung 2016 nicht bis zum 31.5.2017 vorliegen wird.
| Eine Koppelungsvereinbarung in einem GeschÃ¤ftsfÃ¼hreranstellungsvertrag mit einer GmbH, die die sofortige Beendigung des Anstellungsvertrags mit Zugang der Bekanntgabe des Abberufungsbeschlusses vorsieht, ist unwirksam. Nach Ansicht des Oberlandesgerichts Karlsruhe (Urteil vom 25.10.2016, Az. 8 U 122/15) verstÃ¶Ãt eine derartige Regelung gegen das Verbot der Vereinbarung einer kÃ¼rzeren als der gesetzlichen KÃ¼ndigungsfrist des ArbeitsverhÃ¤ltnisses. Gegen diese Entscheidung wurde Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof (Az. II ZR 347/16) eingelegt. |
| Der Rabatt, den ein Reiseveranstalter einer ReisebÃ¼roangestellten auf den Reisepreis gewÃ¤hrt, ist kein steuerpflichtiger Arbeitslohn. So lautet eine Entscheidung des Finanzgerichts DÃ¼sseldorf. |
Eine Angestellte eines ReisebÃ¼ros nahm zusammen mit ihrem Ehemann an einer stark rabattierten Hochseekreuzfahrt teil. Den Rabatt hatte der Reiseveranstalter ReisebÃ¼roinhabern und deren Angestellten zur Sicherung der GeschÃ¤ftsverbindung gewÃ¤hrt. Die LohnsteuerauÃenprÃ¼fung behandelte den Rabatt als geldwerten Vorteil und als Arbeitslohn von dritter Seite â jedoch zu Unrecht, wie nun das Finanzgericht DÃ¼sseldorf befand.
Bei von Dritten (Nicht-Arbeitgebern) gewÃ¤hrten Preisvorteilen liegt nur dann Arbeitslohn vor, wenn der Dritte den Vorteil im Interesse des Arbeitgebers gewÃ¤hrt. Im Streitfall gewÃ¤hrte der Reiseveranstalter den Rabatt jedoch aus eigenwirtschaftlichen GrÃ¼nden (Sicherung eines zusÃ¤tzlichen Kundenkreises, Erwirtschaftung zusÃ¤tzlicher UmsÃ¤tze an Bord etc.).
Es bestanden keine konkreten Anhaltspunkte dafÃ¼r, dass der Veranstalter die individuelle Arbeitsleistung der ReisebÃ¼roangestellten habe entlohnen wollen. Dass sie die VergÃ¼nstigung nur aufgrund ihrer TÃ¤tigkeit als ReisebÃ¼roangestellte beanspruchen konnte, reicht nicht aus, um den erforderlichen Zusammenhang zwischen Vorteil und Arbeitsleistung zu begrÃ¼nden.
Quelle | FG DÃ¼sseldorf, Urteil vom 21.12.2016, Az. 5 K 2504/14 E, unter http://www.iww.de/, Abruf-Nr. 192492
FÃ¤lligkeit:
Ãberweisungen (Zahlungsschonfrist):
* FÃ¼r BundeslÃ¤nder, in denen der 15.6.2017 (Fronleichnam) ein Feiertag ist, gilt der 16.6.2017.
Bei Scheckzahlung muss der Scheck dem Finanzamt spÃ¤testens drei Tage vor dem FÃ¤lligkeitstag vorliegen!
BeitrÃ¤ge Sozialversicherung
FÃ¤lligkeit BeitrÃ¤ge 6/2017 = 28.6.2017
(VerÃ¤nderung gegenÃ¼ber Vorjahr)