Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LAG%20Hamm&Datum=27.04.2000&Aktenzeichen=4%20Sa%201018/99
Timestamp: 2019-05-27 10:31:31
Document Index: 53183957

Matched Legal Cases: ['§ 64', '§ 519', '§ 73', '§ 64', '§ 519', '§ 109', '§ 630']

LAG Hamm, 27.04.2000 - 4 Sa 1018/99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,2012
LAG Hamm, 27.04.2000 - 4 Sa 1018/99 (https://dejure.org/2000,2012)
LAG Hamm, Entscheidung vom 27.04.2000 - 4 Sa 1018/99 (https://dejure.org/2000,2012)
LAG Hamm, Entscheidung vom 27. April 2000 - 4 Sa 1018/99 (https://dejure.org/2000,2012)
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Bewertung der Führungsleistung - Verwendung der verschlüsselter Zeugnisformulierungen
§ 64 Abs. 6 ArbGG i.V.m. § 519 Abs. 3 ZPO, § 73 HGB
Bewertung der Führungsleistung, Verwendung der verschlüsselter Zeugnisformulierungen
Verschlüsselte Zeugnisformulierungen - Bewertung einer Führungsleistung
Arbeitszeugnis: Führungsleistungen - Verschlüsselte Zeugnisformulierungen
Notwendiger Inhalt der Berufungsbegründung nach § 64 Abs. 6 Arbeitsgerichtsgesetz (ArbGG) i.V.m. § 519 Abs. 3 Zivilprozessordnung (ZPO); Formale Vollständigkeit eines Zeugnisses ; Begriff des einfachen und des qualifizierten Zeugnisses; Führungsleistung als Grundelement des qualifizierten Zeugnisses ; Qualität der Mitarbeiterführung eines Vorgesetzten ; Bewertung des Führungsergebnisses; Auswirkung auf Mitarbeitermotivation (Betriebsklima) und auf Mitarbeiterleistung (Abteilungsergebnis) ; Fehlendes Durchsetzungsvermögen als Zeichen von Führungsschwäche ; Verwendung verschlüsselter Zeugnisformulierungen
ArbG Bielefeld, 21.04.1999 - 2 (4) Ca 379/99
NZA 2002, 624 (Ls.)
BB 2000, 1786
bb) Die vereinzelte Rechtsansicht einer Kammer des Landesarbeitsgerichts Hamm (27. April 2000 - 4 Sa 1018/99 - zu 3.2.6 der Gründe; 28. März 2000 - 4 Sa 648/99 - zu 3.2 der Gründe) , dass der Ausdruck "kennen gelernt" stets eine beschönigende Formulierung darstelle, die sich zwar nicht abwertend anhöre, aber dennoch stets das Nichtvorhandensein der angeführten Eigenschaften und damit eine negative Beurteilung bedeute, hat sich nicht durchgesetzt (vgl. zur Kritik: Schleßmann Das Arbeitszeugnis 19. Aufl. S. 183; ErfK/Müller-Glöge 12. Aufl. § 109 GewO Rn. 36; Weuster/Scheer Arbeitszeugnisse in Textbausteinen 12. Aufl. S. 134 f.; Hunold NZA-RR 2001, 113, 118; Düwell/Dahl NZA 2011, 958, 960 f.; kritisch auch MünchKommBGB/Henssler 5. Aufl. § 630 Rn. 100) .
Zwar wird vereinzelt vertreten, dass der Gebrauch des Wortes "kennengelernt" das Nichtvorhandensein der im Kontext aufgeführten Fähigkeit oder Eigenschaft ausdrückt (vgl.: LAG Hamm, Urt. v. 28.03.2000 - 4 Sa 648/99 - LAG Hamm Urt. v. 27.04.2000 - 4 Sa 1018/99 - zur Kritik vgl.: Weuster BB 2001, 629 f.).