Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%2087,%20180
Timestamp: 2020-08-04 17:30:47
Document Index: 136172836

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 291', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 10.12.1986 - I ZR 136/84 - dejure.org
https://dejure.org/1986,744
BGH, 10.12.1986 - I ZR 136/84 (https://dejure.org/1986,744)
BGH, Entscheidung vom 10.12.1986 - I ZR 136/84 (https://dejure.org/1986,744)
BGH, Entscheidung vom 10. Dezember 1986 - I ZR 136/84 (https://dejure.org/1986,744)
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Ausschank von Bier unter Eichstrich - Aushang in der Gaststätte "sich ggf. nachschenken zu lassen" - Bewußtes und planmäßiges Ausschenken von zu wenig Bier - Voraussetzungen eines Handelns zu Zwecken des Wettbewerbs im Zusammenhang mit der Mindererfüllung oder ...
Zur wettbewerbsrechtlichen Relevanz der Minder- oder Schlechterfüllung vertraglicher Pflichten
"Ausschank unter Eichstrich II"; Voraussetzungen eines Handelns zu Zwecken des Wettbewerbs im Zusammenhang mit dem Ausschank von Bier
NJW 1987, 1021
GRUR 1987, 180
Dies entspricht dem Organigramm des OM/A, das dem Senat in beglaubigter Übersetzung ua. aus dem Verfahren - 6 AZR 270/19 - und damit aus amtlicher Befassung bekannt und gerichtskundig (§ 291 ZPO) ist (BGH 2. April 1998 - I ZR 1/96 - zu II 3 b der Gründe; 10. Dezember 1986 - I ZR 136/84 - zu II 3 b aa der Gründe) .
In diesem Fall dient die Täuschung über die Schlechtleistung dem Abschluss des Vertrages und wird als Mittel im Wettbewerb um Kunden eingesetzt (Fortführung von BGH, 10. Dezember 1986, I ZR 136/84, GRUR 1987, 180, 181, Ausschank unter Eichstrich II).
In diesem Fall dient die Täuschung über die Schlechtleistung dem Abschluss des Vertrages; sie wird als Mittel im Wettbewerb um Kunden eingesetzt (vgl. BGH, Urteil vom 10. Dezember 1986 - I ZR 136/84, GRUR 1987, 180, 181 = WRP 1987, 379 - Ausschank unter Eichstrich II;… Bornkamm in Köhler/Bornkamm aaO § 5 Rn. 2.7;… Sosnitza in Piper/Ohly/Sosnitza aaO § 5 Rn. 15;… Weidert in Harte/Henning aaO § 5 C Rn. 64).
Unterscheidet sich der Tarif, auf den die Auftragsbestätigung der Beklagten Bezug nimmt, von dem von dem Kunden mit seinem Auftrag gewünschten Tarif etwa nur hinsichtlich des Preises oder anderer Leistungsmerkmale, die keine Bedeutung im Hinblick auf eine Änderung der Voreinstellung auf die Klägerin haben, so kommt die Annahme eines für eine Wettbewerbshandlung i.S. des § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG erforderlichen marktbezogenen Handelns nur in Betracht, wenn solche von den Kundenaufträgen abweichenden Auftragsbestätigungen zielgerichtet und systematisch als Mittel des Wettbewerbs eingesetzt werden (…vgl. BGH, Urt. v. 7.5.1986 - I ZR 95/84, GRUR 1986, 816, 818 f. = WRP 1986, 660 - Widerrufsbelehrung bei Teilzahlungskauf; Urt. v. 10.12.1986 - I ZR 136/84, GRUR 1987, 180, 181 = WRP 1987, 379 - Ausschank unter Eichstrich II; BGHZ 123, 330, 334 - Folgeverträge I; 147, 296, 303 f. - Gewinn-Zertifikate; BGH GRUR 2002, 1093, 1094 - Kontostandsauskunft).
Eine Wettbewerbshandlung kann aber dann anzunehmen sein, wenn der Kaufmann seinen Vorteil dadurch sucht, daß er eine Irreführung seiner Kunden zum Mittel seines Wettbewerbs macht (vgl. BGHZ 123, 330, 333 - Folgeverträge I; BGH, Urt. v. 10.12.1986 - I ZR 136/84, GRUR 1987, 180, 181 = WRP 1987, 379 - Ausschank unter Eichstrich II, m.w.N.; vgl. auch - zu § 1 UWG - BGHZ 147, 296, 302 f. - Gewinn-Zertifikat).
Namentlich die Nicht- oder Schlechterfüllung vertraglicher Pflichten hat in aller Regel keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Wettbewerb; eine - unlautere - Wettbewerbshandlung hat die Rechtsprechung daher in diesem Bereich bisher nur dann angenommen, wenn der Rechtsverletzer seinen Vorteil dadurch sucht, dass er eine Irreführung seiner Kunden zum Mittel seines Wettbewerbs macht (so zu § 3 UWG a.F: BGH, GRUR 1987, 180 = WRP 1987, 379 - Ausschank unter Eichstrich II; BGH, GRUR 2002, 1093 = WRP 2003, 975 - Kontostandsauskunft, m.w.N.,).
Es ist Teil eines einheitlichen, von Anfang an auf Täuschung als Mittel des Wettbewerbs angelegten Gesamtkonzepts und bereits deshalb Handeln zu Wettbewerbszwecken (…vgl. BGH, Urt. v. 7.5. 1986 - I ZR 95/84, GRUR 1986, 816, 819 = WRP 1986, 660 - Widerrufsbelehrung bei Teilzahlungskauf; BGH, Urt. v. 10.12.1986 - I ZR 136/84, GRUR 1987, 180, 181 = WRP 1987, 379 - Ausschank unter Eichstrich II).
In Bezug auf Handlungen, die mit der Durchführung eines Vertrags über Waren oder Dienstleistungen objektiv zusammenhängen, sieht der Bundesgerichtshof das Merkmal der Norm grundsätzlich zwar nur als erfüllt an, wenn sie darauf gerichtet sind, durch Beeinflussung der geschäftlichen Entscheidung der Adressaten den Absatz zu fördern, so dass Schlecht- oder Nichtleistungen die Qualität einer "geschäftlichen Handlung" fehlt und sie keinen lauterkeitsrechtlichen Verstoß bedeuten; er bejaht aber eine "geschäftliche Handlung", wenn auf eine Übervorteilung des Kunden abgezielt wird und von vornherein nicht der Wille besteht, sich an Ankündigungen zu halten (GRUR 2013, 945 - Standardisierte Mandatsbearbeitung; in Fortführung von BGH GRUR 1987, 180 - Ausschank unter Eichstrich II).
OLG Düsseldorf, 17.03.1995 - 20 U 1/95
Irreführung; Versicherungsunternehmen; Mietwagenkosten; Wettbewerbswidrigkeit
OLG Stuttgart, 10.08.1992 - 2 W 30/92
Begriff des Handels zu Wettbewerbszwecken; Behauptung einer Qualifikation zur …