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Timestamp: 2017-09-26 00:15:40
Document Index: 128292841

Matched Legal Cases: ['§26', '§29', '§29', '§29', '§29', '§30', '§31', '§32', '§32', '§34', '§34', '§35']

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Wildschäden und ihre Geltendmachung - Allgemeines und regionale Unterschiede
1. Ersatzfähige Schäden
Bundeseinheitlich geregelt sind Wildschäden in den §§26 - 35
Bundesjagdgesetz (BJagdG).
Grundsätzlich bezieht sich eine Schadensersatzpflicht nur auf solche Schäden, die von Schalenwild, Wildkaninchen und Fasanen verursacht werden (§29 I S.1 BJagdG).
§29 IV BJagdG ermächtigt die Länder darüber hinaus, Schäden, die durch andere Wildarten verursacht wurden, ebenfalls ersatzpflichtig zu machen.
Die Schadensersatzpflicht trifft nach §29 I S.1 BJagdG im Regelfall die Jagdgenossenschaft. Der Jagdpachtvertrag kann bestimmen, dass die Schadensersatzpflicht ganz oder teilweise den Jagdpächter trifft, §29 I S.3 BJagdG. Ist das Schalenwild aus einem Gehege ausgetreten und hat Schäden verursacht, trifft die Ersatzpflicht denjenigen, der die Aufsicht über das Gehege hat, §30 BJagdG.
§31 BJagdG bestimmt, dass Schäden an bereits getrennten, aber noch nicht eingebrachte Erzeugnisse eines Grundstücks ebenfalls geltend gemacht werden können.
Einen Anspruch auf Ersatz der Wildschäden hat der Betroffene nicht, wenn er Schutzvorrichtungen, die Wildschäden verhindern sollen, umgeht, §32 I BJagdG. Auch der Betroffene, der bei erhöhter Gefahr keine Schutzmaßnahmen trifft, kann keinen Schadensersatz verlangen, §32 II BJagdG.
2. Geltendmachung der Schäden
§34 BJagdG bestimmt, dass Schäden innerhalb einer Woche, nachdem der Berechtigte sie erkannt hat oder sie normalerweise erkannt hätte, geltend gemacht werden müssen. Danach besteht kein Anspruch auf Schadensersatz mehr. Der Schaden muss der zuständigen Behörde (diese bestimmt sich nach dem jeweiligen Landesjagdrecht) angezeigt werden. Bei der Anzeige des Schadens soll die ersatzpflichtige Person genannt werden, §34 BJagdG.
Gemäß §35 BJagdG werden die Schäden vor den Zivilgerichten geltend gemacht. Die Länder sind ermächtigt, selbst Regelungen über ein Vorverfahren vor einer Verwaltungsbehörde oder einen Vorbescheid zu treffen.
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Landesrechtliche Unterschiede