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Timestamp: 2016-10-28 06:23:23
Document Index: 356297844

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 15', 'Art. 8', 'Art. 17', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 159', 'Art. 135', 'BGE']

K.________, 1975, Beschwerdegegner, vertreten durch den Rechtsdienst f�r Behinderte, Sch�tzenweg 10, 3014 Bern,
A.- Der 1975 geborene K.________ absolvierte nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit eine Maurerlehre und besuchte gleichzeitig die Berufsmittelschule. Nach erfolgreicher Beendigung der Ausbildung im Jahre 1997 war er zun�chst ausserhalb des erlernten Berufes tempor�r f�r verschiedene Arbeitgeber und ab Fr�hling 1999 als Chauffeur bei einer Molkerei t�tig. Diese Anstellung gab er Ende Februar 2000 wegen R�ckenbeschwerden auf. Per 15. M�rz 2000 nahm er eine Arbeit als Maurer bei der Firma X.________ AG an, welcher er auf Grund von R�ckenschmerzen nur bis zum 19. Mai 2000 nachging. Seither ist er arbeitslos und im Rahmen einer Zwischenverdienstt�tigkeit aushilfsweise in einem Fotogesch�ft besch�ftigt.
Am 6. Juli 2000 meldete sich K.________ mit dem Begehren um berufliche Eingliederungsmassnahmen (Berufsberatung, Umschulung auf eine neue T�tigkeit) bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle Bern holte u.a. Zeugnisse und einen Bericht des Hausarztes Dr. med. Z.________, FMH Allgemeine Medizin vom 12. Januar, 14. April sowie 8. August 2000 ein und veranlasste eine Begutachtung durch Frau Dr. med. Y.________, Spezial�rztin FMH f�r Neurochirurgie vom 24. Oktober 2000. Gest�tzt darauf lehnte sie das Gesuch um berufliche Massnahmen ab, da der Versicherte weder invalid noch unmittelbar von Invalidit�t bedroht sei (Verf�gung vom 19. Februar 2001).
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern insofern gut, als es die Verwaltungsverf�gung aufhob und die Akten an die IV-Stelle zur�ckwies, damit diese im Sinne der Erw�gungen vorgehe (Entscheid vom 21. Juni 2001).
C.- Die IV-Stelle f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren um Aufhebung des angefochtenen Entscheides.
W�hrend die Vorinstanz ohne Antrag zur Sache Stellung nimmt, l�sst K.________ auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) beantragt deren Gutheissung.
1.- Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Invalidit�tsbegriff (Art. 4 Abs. 1 IVG), den Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen im Allgemeinen (Art. 8 Abs. 1 IVG) und auf Massnahmen beruflicher Art im Besonderen (Art. 8 Abs. 3 lit. b in Verbindung mit Art. 15-18 IVG), namentlich auf Umschulung (Art. 8 Abs. 3 lit. b und Art. 17 IVG in Verbindung mit Art. 6 IVV), richtig wiedergegeben. Zutreffend dargelegt wurde ferner, dass die den Anspruch auf Umschulung begr�ndende Invalidit�t eine bleibende oder l�ngere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % voraussetzt (AHI 1997 S. 80 Erw. 1b mit Hinweis; vgl. auch BGE 124 V 110 f. Erw. 2b mit Hinweisen) und lediglich ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen und notwendigen Massnahmen besteht, welche eine ann�hernd gleiche Erwerbsm�glichkeit vermitteln sollen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umst�nden bestm�gliche Vorkehr (BGE 122 V 79 Erw. 3b/bb; ZAK 1992 S. 365 Erw. 1b; vgl. auch BGE 124 V 110 Erw. 2a mit Hinweisen; AHI 2000 S. 26 Erw. 2a). Darauf ist zu verweisen.
Gleiches gilt f�r die Erw�gungen, wonach berufliche Massnahmen - wie alle Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung - nur unter der Voraussetzung gew�hrt werden, dass der Leistungsansprecher invalid oder von einer Invalidit�t unmittelbar bedroht ist (Art. 8 Abs. 1 IVG). Unmittelbarkeit liegt rechtsprechungsgem�ss nur vor, wenn eine Invalidit�t in absehbarer Zeit einzutreten droht; sie ist dagegen nicht gegeben, wenn der Eintritt einer Erwerbsunf�higkeit zwar als gewiss erscheint, der Zeitpunkt des Eintritts aber ungewiss ist (BGE 105 V 140 f. Erw. 1a; vgl. auch BGE 124 V 269 Erw. 4 mit Hinweisen und AHI 2001 S. 229 Erw. 2c).
2.- Die Vorinstanz geht von einer Berufsunf�higkeit des Beschwerdegegners als Maurer aus und weist die Sache zur Pr�fung der gesundheitlich bedingten Erwerbsunf�higkeit (Art. 4 Abs. 1 IVG), verstanden als das Unverm�gen, auf dem gesamten f�r den Versicherten in Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbleibende Arbeitsf�higkeit in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 110 V 276 Erw. 4b, 109 V 29), und m�glicher beruflicher Eingliederungsmassnahmen (Berufsberatung, Umschulung) an die Beschwerdef�hrerin zur�ck. IV-Stelle und BSV halten demgegen�ber daf�r, dass der Beschwerdegegner - gest�tzt auf die Schlussfolgerungen des Gutachtens der Frau Dr. med.
Y.________ vom 24. Oktober 2000 - weiterhin seine angestammte T�tigkeit als Maurer/Chauffeur aus�ben k�nne und somit weder eine Invalidit�t noch eine unmittelbar drohende Invalidit�t vorliege.
3.- a) Mit �rztlichem Zeugnis vom 12. Januar 2000 f�hrte Dr. med. Z.________ aus, beim sich seit acht Jahren in seiner Behandlung befindenden Versicherten best�nden R�ckenprobleme, die im letzten halben Jahr geh�uft aufgetreten und zu Dauerbeschwerden geworden seien. Aus medizinischen Gr�nden unterst�tze er einen m�glichst baldigen Arbeitswechsel.
Im Arztzeugnis vom 14. April 2000 gab er sodann auf die Frage, welche T�tigkeit der Versicherte noch aus�ben k�nne, eine Arbeit mit beschr�nktem Heben und Tragen von Lasten unter 20 kg sowie ohne geb�ckte Haltung an.
Im Bericht vom 8. August 2000 nannte derselbe Arzt als Diagnose persistierende belastungsabh�ngige R�ckenschmerzen bei Streckhaltung der LWS mit degenerativen Ver�nderungen der Intervertebral-Gelenke L4/5 und L5/S1 seit etwa 1995.
Er wies ferner darauf hin, dass das Heben schwerer Lasten und Arbeiten in geb�ckter Stellung jeweils schnell zu einer Verschlimmerung der gesundheitlichen Situation in Form von R�ckenverspannungen und letztlich zu Arbeitsunterbr�chen f�hrten, wie sie bereits vom 20. bis 24. Januar 2000 und auch davor �fters mehrere Tage zu 100 % bestanden h�tten.
In einem geeigneten Beruf (kein Heben von schweren Lasten, konsequente R�ckenhygiene) sollten die Beschwerden jedoch auf ein �bliches Mass beschr�nkt und dem Versicherten eine vollumf�ngliche Arbeitsf�higkeit attestiert werden k�nnen.
Gest�tzt auf den anl�sslich einer kurz zuvor durchgef�hrten MRI-Untersuchung erhobenen Befund diagnostizierte Frau Dr.
med. Y.________ in ihrem Gutachten vom 24. Oktober 2000 ein belastungsabh�ngiges lumbales Schmerzsyndrom bei verminderter Lendenlordose und leichter Spondylolisthesis LWK 5 bei Lyse im Isthmus L5 links ohne wesentliche degenerative Ver�nderungen im LWS-Bereich und bei unauff�lligem neurologischem Status. Als nicht mehr zu empfehlen stufte sie T�tigkeiten ein, welche ein h�ufiges Heben von Gewichten �ber 20 kg - ein gelegentliches Tragen von derartigen Lasten ein- bis zweimal t�glich erachtete sie als zumutbar - oder l�ngeres Arbeiten in geb�ckter Stellung beinhalteten. In seiner erlernten Besch�ftigung als Maurer sowie als Chauffeur bescheinigte die �rztin dem Beschwerdegegner im Zeitpunkt der Begutachtung noch keine Arbeitsunf�higkeit, f�hrte jedoch aus, dass auf Grund der radiologischen Befunde jederzeit mit wiederholten Ausf�llen, auf lange Dauer sogar mit einer Teilinvalidit�t in diesen Berufen zu rechnen sei.
b) Auf Grund der Angaben des Hausarztes steht fest, dass der Beschwerdegegner wegen R�ckenproblemen, welche sich im Laufe des zweiten Halbjahres 1999 verst�rkt hatten, sowohl einige Zeit im Januar 2000 wie auch schon zuvor w�hrend mehrerer Tage vollst�ndig arbeitsunf�hig war. Die derart dokumentierte Verschlechterung der R�ckenbeschwerden deckt sich auch mit dem beruflichen Werdegang des Versicherten, der auf Grund seines R�ckenleidens eine im Fr�hling 1999 als Chauffeur bei einer Molkerei aufgenommene T�tigkeit Ende Februar 2000 und eine anschliessend am 15. M�rz 2000 begonnene Arbeit als Maurer am 19. Mai 2000 wieder aufgegeben hatte. Seither geht er keiner k�rperlich belastenden Besch�ftigung mehr nach. Dr. med. Z.________ wies denn auch bereits erstmals anfangs 2000 darauf hin, dass sich T�tigkeiten, welche ein Heben und Tragen von Lasten �ber 20 kg oder l�ngeres Arbeiten in geb�ckter Stellung bedingten, ung�nstig auf die gesundheitliche Situation auswirkten.
Y.________ in ihrem Gutachten vom 24. Oktober 2000, hielt sie doch ebenfalls ein wiederholtes Heben von Gewichten �ber 20 kg oder andauerndes geb�cktes Stehen f�r nicht l�nger zumutbar.
In Anbetracht dieser �rztlichen Stellungnahmen erscheint die Annahme der Frau Dr. med. Y.________, als Maurer und Chauffeur bestehe - wenn diese T�tigkeiten auch als ung�nstig zu bezeichnen seien - aktuell noch keine Arbeitsunf�higkeit, als widerspr�chlich. Es fragt sich, ob nicht - wie dies die Vorinstanz letztinstanzlich vernehmlassungsweise zutreffend dargelegt hat - die berufliche Situation eines Maurers/Chauffeurs insofern verkannt wird, als sich die besagten T�tigkeiten eben gerade durch die Notwendigkeit der �bereinstimmend nicht mehr empfohlenen k�rperlichen Verrichtungen kennzeichnen und daher vermieden werden sollten. Es wird Aufgabe der IV-Stelle sein, an welche die Sache zur�ckzuweisen ist, sich mit dieser unklaren Sachlage zu befassen und n�tigenfalls erg�nzende medizinische Abkl�rungen zu veranlassen. Gest�tzt darauf wird sie dar�ber zu befinden haben, ob dem Beschwerdegegner eine leidensbedingte wesentliche Beeintr�chtigung der Erwerbsf�higkeit zumindest unmittelbar droht. Bejahendenfalls wird sich im Weiteren die Frage stellen, ob der Versicherte im Rahmen der ohne zus�tzliche berufliche Umschulung noch zumutbaren Verdienstm�glichkeiten eine gesundheitsbedingte Erwerbseinbusse von mindestens 20 % erleidet und somit die Erheblichkeitsschwelle bez�glich des Anspruchs auf Umschulung - nebst berufsberaterischen Massnahmen - erreicht ist (vgl. Erw. 1 hievor).
Das kantonale Gericht hat demnach im Ergebnis zu Recht auf R�ckweisung der Sache an die IV-Stelle erkannt.
4.- Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Dem Ausgang des Verfahrens und dem anwaltlichen Arbeitsaufwand entsprechend hat die Beschwerdef�hrerin dem durch den Rechtsdienst f�r Behinderte der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft zur Eingliederung Behinderter (SAEB) vertretenen Beschwerdegegner eine Parteientsch�digung auszurichten (Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG; SVR 1997 IV Nr. 110 S. 341 in Verbindung mit BGE 110 V 57 und ZAK 1987 S. 268 Erw. 5a).
III. Die IV-Stelle Bern hat dem Beschwerdegegner f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 500.- (einschliesslich