Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=26.06.2003&Aktenzeichen=I%20ZR%20296/00
Timestamp: 2018-12-13 12:24:13
Document Index: 317735167

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 12', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 12', 'BGH', 'BGH', '§ 12']

Diese setzt voraus, dass ein Dritter unbefugt den Namen oder eine als Namen geschützte Bezeichnung gebraucht, dadurch eine Zuordnungsverwirrung eintritt und schutzwürdige Interessen des Namensträgers verletzt werden (BGH, Urteil vom 24.04.2008 - I ZR 159/05 - MMR 2008, 815, 186 - afilias.de ; BGH…, Urteil vom 06.11.2013 - I ZR 153/12 - Rz. 14, juris - sr.de ; BGH, Urteil vom 26.06.2003 - I ZR 296/00 - Rz. 17, juris - maxem.de ; OLG Köln…, Urteil vom 19.03.2010 - 6 U 180/09 - Rz. 5, juris - dsds-news.de ;… Palandt/ Ellenberger , a.a.O., § 12 BGB Rz. 22).
Er erstreckt sich auf sämtliche Domains, die den unrichtigen Eindruck hervorrufen, der Namensträger habe dem Gebrauch seines Namens zugestimmt (vgl. BGH…, Urteil vom 10.12.2015 - I ZR 177/14 - Rz. 24 ff., juris - Landgut A. Borsig ; BGH, Urteil vom 09.11.2011 - I ZR 150/09 - MMR 2012, 233 - Basler Haar-Kosmetik ; BGH, 21.09.2006 - I ZR 201/03 - MMR 2007, 38 f. - solingen.info ; BGH, 26.06.2003 - I ZR 296/00 - Rz. 24, juris - maxem.de ; OLG Hamburg…, Beschluss vom 29.07.1999 - 3 W 107/99 - Rz. 4, juris - manager-maga ; OLG Hamburg - Beschluss vom 31.05.2007 - 3 W 110/07 - MMR 2008, 118 - m-blog.de ;… MüKo/ Heine , a.a.O., § 12 Rz. 167).
Aber auch eine geringe Zuordnungsverwirrung reicht für eine unzulässige Namensanmaßung aus, wenn dadurch das berechtigte Interesse des Namensträgers in besonderem Maße beeinträchtigt wird (vgl. BGH, Urteil vom 26.06.2003 - I ZR 296/00 - Rz. 18, juris - maxem.de ; OLG Köln…, Urteil vom 14.07.2006 - 6 U 26/06 - Rz. 21, juris).
Ein schutzwürdiges Interesse aus diesem Grunde ist lediglich bei ausschließlich mit der Bezeichnung des Namensträgers gebildeten Domains zu bejahen (vgl. BGH, Urteil vom 26.06.2003 - I ZR 296/00 - Rz. 19, juris - maxem.de ), nicht hingegen im vorliegenden Fall, in dem die Klägerin bereits über andere Domains unter ihrem Namen verfügt, die sie nutzen kann (…vgl. MüKoBGB/ Heine , 7. Aufl. 2015, BGB, § 12 Rz. 258).