Source: http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsanwalt/strafrecht/rufmord
Timestamp: 2016-09-25 05:24:39
Document Index: 258477380

Matched Legal Cases: ['§ 186', 'BGH', '§ 186', '§ 187', 'BGH', '§ 186', '§ 187', 'BGH', 'BGH']

Rufmord - Infos und Rechtsberatung
Durchwahl Strafrecht 0900-1 875 008-281 (1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00 Uhr)*inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.
RufmordStand: 21.09.2015 Den umgangssprachlichen "Rufmord" gibt es im Strafgesetzbuch nicht.Das Behaupten oder Verbreiten einer ehrenrührigen Tatsache in Beziehung auf einen anderen stellt eine üble Nachrede gemäß § 186 StGB (Strafgesetzbuch) dar, wenn die besagte Tatsachenäußerung nicht erweislich war ist. Die Nichterweislichkeit der ehrenrührigen Tatsache ist eine objektive Strafbarkeitsbedingung, die nicht vom Vorsatz des Täters umfasst sein muss (BGH St 11, 273; OLG Hamm NJW 87, 1034; Geppert Jura 83, 583). Der Täter trägt das Risiko einer ergebnislosen Wahrheitsfindung; gelingt der Wahrheitsbeweis, scheidet eine Bestrafung nach § 186 StGB aus; anderenfalls ist eine Bestrafung möglich, auch wenn der Täter an die Richtigkeit seiner ehrenrührigen Tatsachenbehauptung geglaubt hat. Wird wider besseres Wissen in Bezug auf einen anderen eine ehrenrührige unwahre oder kreditgefährdende Tatsache behauptet oder verbreitet, so liegt eine Verleumdung nach § 187 StGB vor. Während der Tatsachenbegriff und die Art der Kundgabe bei beiden Straftaten identisch sind, unterscheidet sich die Verleumdung von der üblen Nachrede dadurch, dass sie auch kreditgefährdende Tatsachen einschließt, die Tatsache unwahr sein muss und dass der Täter wider besseres Wissen, also mit direktem Vorsatz, handeln muss. Ein Behaupten liegt vor, wenn man etwas nach eigener Überzeugung als gewiss darstellt (BGH NJW 96, 1132). Ein Verbreiten ist die Weitergabe von Mitteilungen als fremdes Wissen. Gegen solche Handlungen ist auch ein zivilrechtlicher Unterlassungsanspruch gegeben, der im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes verfolgt werden kann. Allerdings muss man eine konkrete Handlung auch glaubhaft machen können.Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline!
1. Fakten sammelnUnsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:Sind der objektive und subjektive Tatbestand einer üblen Nachrede (§ 186 StGB) oder Verleumdung (§ 187 StGB) gegeben?2. Tatbeständen zuordnenAnhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:
Hinsichtlich einer üblen Nachrede muss in Bezug auf einen anderen eine ehrenrührige Tatsache behauptet oder verbreitet worden sein. Dabei muss als objektive Strafbarkeitsbedingung die Tatsachenäußerung sich als nicht erweislich wahr darstellen.
Hinsichtlich einer Verleumdung muss in Bezug auf einen anderen eine ehrenrührige unwahre oder kreditgefährdende Tatsache behauptet oder verbreitet worden sein.
Dabei muss der Täter wider besseres Wissen gehandelt haben.
Bei der üblen Nachrede trägt der Täter das Risiko einer ergebnislosen Wahrheitsfindung.
Gelingt der Wahrheitsbeweis, scheidet eine Bestrafung aus; anderenfalls ist eine Bestrafung möglich, auch wenn der Täter an die Richtigkeit seiner ehrenrührigen Tatsachenbehauptung geglaubt hat.
Die Nichterweislichkeit der ehrenrührigen Tatsache ist eine objektive Strafbarkeitsbedingung, die nicht vom Vorsatz des Täters umfasst sein muss (BGH St 11, 273; OLG Hamm NJW 87, 1034).
Ein Behaupten liegt vor, wenn man etwas nach eigener Überzeugung als gewiss darstellt (BGH NJW 96, 1132).
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu RufmordVerjährungsdauer bei VerleumdungAbwehrmöglichkeiten bei geschäftsschädigendem Verhalten DritterWie kann gegen ständige Beleidigungen der Nachbarin vorgegangen werden?
Interessante Beiträge zu RufmordAntragsdelikte im Strafrecht - eine kurze ÜbersichtNPD-Slogan ist keine Volksverhetzung
Der direkte Draht zum Anwalt:0900-1 875 008-281(1,99 EUR/Min* | 07:00 - 01:00Uhr)Durchwahl Strafrecht *inkl. 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen.
Rechtsanwalt für Strafrecht | Arzthaftungsrecht | Nachbarrecht | Strafrecht | Belästigung | Beleidigung | Beschimpfungen | Diffamierung | Rassismus | Rufschädigung | Stinkefinger | Totenruhe | üble Nachsage | Unterstellung | Verdächtigung | Verleugnung | Verleumdung | Vogel zeigen | Volksverhetzung | Verleumdungsklage Hilfreiche und viele kostenlose Produkte:
Verträge zum Thema Rufmord