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Timestamp: 2018-06-24 21:58:19
Document Index: 85273237

Matched Legal Cases: ['§ 39', '§ 40', '§ 67', '§ 1', '§ 3', '§ 4', '§ 6', '§ 9', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 10', '§ 11', '§ 6', '§ 12', '§ 11', '§ 16', '§ 11']

Verordnung für die Prüfung für Schülerinnen und Schüler nicht anerkannter Ersatzschulen und für Nichtschülerinnen und Nichtschüler zur Erlangung der Erweiterten Berufsbildungsreife -
Verordnung für die Prüfung für Schülerinnen und Schüler nicht anerkannter Ersatzschulen und für Nichtschülerinnen und Nichtschüler zur Erlangung der Erweiterten Berufsbildungsreife
(NSP-EBR-V)
Vom 1. Mai 2010 (Brem.GBl. S. 341 ― 223-n-8)
Aufgrund des § 39 Absatz 2 und § 40 Absatz 8 in Verbindung mit § 67 des Bremischen Schulgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Juni 2005 (Brem.GBl. S. 260, 388, 398 – 223-a-5), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 23. Juni 2009 (Brem.GBl. S. 237) geändert worden ist, wird verordnet:
§ 1 Geltungsbereich, Zweck der Prüfung
1. die Einfache Berufsbildungsreife,
2. die Erweiterte Berufsbildungsreife
Die Senatorin für Bildung und Wissenschaft beauftragt – in Bremerhaven im Einvernehmen mit dem Magistrat – öffentliche Schulen oder Abteilungen von Schulen im Lande Bremen, die Abschlüsse der Sekundarstufe I vergeben, mit der Abnahme der Prüfung.
§ 3 Prüfungsgruppen, Termine und Ort der Prüfung
(1) Die zuständige Stelle setzt eine Prüfungskommission ein. Sie besteht aus einer oder einem Vorsitzenden und zwei weiteren Mitgliedern. Diese müssen mit einem entsprechenden Lehramt an öffentlichen Schulen tätig sein.
(2) Für jedes zu prüfende Fach und jede zu prüfende Lerngruppe setzt die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission einen Fachprüfungsausschuss ein. Er besteht aus einer oder einem Vorsitzenden und einem weiteren Mitglied, die mit einem entsprechenden Lehramt an öffentlichen Schulen im Lande Bremen tätig sind. Bei Schülerinnen und Schülern nicht anerkannter Ersatzschulen und geschlossener Lerngruppen kann die zuständige Stelle deren Fachlehrerin oder Fachlehrer anstelle des weiteren Mitglieds in den Fachprüfungsausschuss berufen. Bei der mündlichen Prüfung von Schülerinnen und Schülern nicht anerkannter Ersatzschulen und geschlossener Lerngruppen kann deren Fachlehrerin oder Fachlehrer anstelle des weiteren Mitglieds in den Fachprüfungsausschuss berufen werden.
§ 4 Prüfungskommission und Fachprüfungsausschüsse
(2) Die schriftliche Prüfung erfolgt in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Welt/Umwelt. Die Prüfungsschwerpunkte in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch werden entsprechend § 6 Abs. 2 der Verordnung über den Erwerb der Abschlüsse durch die Abschlussprüfungen im Sekundarbereich I festgelegt. Die Arbeitszeit im Fach Welt/Umwelt beträgt 90 Minuten.
(3) Die mündliche Prüfung umfasst die Fächer Englisch und Naturwissenschaften. Für die Durchführung der mündlichen Prüfungen gilt § 9 der Verordnung über den Erwerb der Abschlüsse durch die Abschlussprüfungen im Sekundarbereich I.
§ 5 Täuschung und andere Unregelmäßigkeiten
(3) Die Prüflinge sind vor Beginn der Prüfung auf die Bestimmungen der Absätze 1 und 2 hinzuweisen
§ 6 Unterbrechung und Versäumnis
§ 7 Bestimmungen für Prüflinge mit Behinderungen
§ 8 Vorgespräche
(1) In der Regel fünf Monate vor dem angestrebten Prüfungstermin führt die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission Vorgespräche mit den Vertretern der nicht anerkannten Ersatzschulen, mit den Vertretern der Träger von geschlossenen Lerngruppen und mit Einzelbewerberinnen und –bewerbern. Das Vorgespräch ist Teil des Zulassungsverfahrens.
1. der Umfang der bisherigen Vorbereitung auf die Prüfung,
2. der Ablauf der Prüfung sowie
3. die Prüfungsinhalte.
(3) Kommt die oder der Vorsitzende bei Einzelbewerberinnen und –bewerbern zu dem Ergebnis, dass die Bedingung des § 10 Absatz 2 Nummer 3 nicht erfüllt ist, ist dies der Bewerberin oder dem Bewerber mitzuteilen und in einem Vermerk unter Angabe von Gründen zu den Bewerbungsunterlagen zu nehmen.
1. ein tabellarischer Lebenslauf, aus dem auch die Schullaufbahn zweifelsfrei hervorgeht,
2. ein Lichtbild,
3. das Abgangs- oder Abschlusszeugnis der zuletzt besuchten allgemeinbildenden Schule oder das letzte Halbjahreszeugnis der nicht anerkannten Ersatzschule in einer beglaubigten Kopie,
4. eine Erklärung darüber, in welchem naturwissenschaftlichen Fach die Bewerberin oder der Bewerber mündlich geprüft werden möchte,
5. bei Einzelbewerbern eine Bescheinigung über den Hauptwohnsitz.
1. eine Bescheinigung über Kompetenzen in der englischen Sprache,
2. eine Versicherung, dass die Bewerberin oder der Bewerber die Einfache Berufsbildungsreife und die Erweiterte Berufsbildungsreife noch nicht besitzt.
1. ein Antrag, wenn die Prüfung in einer anderen Fremdsprache als Englisch erfolgen soll,
2. eine Versicherung, dass die Bewerberin oder der Bewerber die Erweiterte Berufsbildungsreife noch nicht besitzt.
1. die Unterlagen vollständig eingereicht haben,
2. den angestrebten Abschluss noch nicht besitzen,
3. nachweisen konnten, dass Art und Umfang ihrer Vorbereitungen ausreichend sind,
4. Einzelbewerberin oder Einzelbewerber mit Hauptwohnsitz in Bremen sind oder Mitglied einer geschlossenen Lerngruppe einer genehmigten Ersatzschule sind oder Mitglied einer geschlossenen Lerngruppe eines Trägers sind, der seine Maßnahme in Bremen durchführt.
§ 11 Prüfungsgegenstände
1. Die Prüfung erfolgt schriftlich in den Fächern Deutsch und Mathematik und dem Lernbereich Gesellschaft und Politik (Geografie, Geschichte, Politik).
2. Die Prüfung erfolgt mündlich in einem naturwissenschaftlichen Fach.
1. Jeder Prüfungsteil ist in Aufgabengruppen aufgebaut. Die erste Aufgabengruppe entspricht den Anforderungen der Einfachen Berufsbildungsreife nach Absatz 1. Die zweite Aufgabengruppe entspricht den Anforderungen der Erweiterten Berufsbildungsreife. Die erste Aufgabengruppe umfasst ein Drittel der Aufgaben. Die zweite Aufgabengruppe umfasst zwei Drittel der Aufgaben.
2. Die Prüfung erfolgt schriftlich in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch und dem Lernbereich Gesellschaft und Politik (Geografie, Geschichte, Politik). Die Prüfungsschwerpunkte in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch werden entsprechend § 6 Absatz 2 der Verordnung über den Erwerb der Abschlüsse durch die Abschlussprüfungen im Sekundarbereich I festgelegt.
3. Die Prüfung erfolgt mündlich im Fach Englisch und in einem naturwissenschaftlichen Fach.
4. Schülerinnen und Schüler nicht deutscher Herkunftssprache, die von einer nicht anerkannten Ersatzschule zur Prüfung angemeldet werden, können anstelle von Englisch in ihrer Herkunftssprache geprüft werden, wenn sie erstmals ab Jahrgangsstufe 7 in eine deutsche Schule aufgenommen wurden und wenn die Herkunftssprache durch eine Lehrkraft einer bremischen öffentlichen Schule geprüft werden kann.
5. Andere Prüflinge nicht deutscher Herkunftssprache können auf Antrag anstelle von Englisch in ihrer Herkunftssprache geprüft werden, sofern sie zum Zeitpunkt der Meldung zur Prüfung nicht länger als fünf Jahre ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben und die Herkunftssprache durch eine Lehrkraft einer bremischen öffentlichen Schule geprüft werden kann. Über den Antrag entscheidet die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission.
§ 12 Durchführung der Prüfung
Abschnitt 4 Ergebnis der Prüfung
(4) Wenn bei der Prüfung zur Erweiterten Berufsbildungsreife der Abschluss nicht erreicht wird, wird die Einfache Berufsbildungsreife erreicht, wenn auf der Grundlage der Bearbeitung der ersten Aufgabengruppe nach § 11 Absatz 4 Nummer 1 in keinem Fach eine ungenügende und in nicht mehr als einem Fach eine mangelhafte Leistung vorliegt.
(3) Die Senatorin für Bildung und Wissenschaft kann auf Antrag eine zweite Wiederholung der Prüfung oder von Prüfungsteilen gestatten, wenn ihr Bestehen hinreichend wahrscheinlich ist. Die Prüfung muss 18 Monate nach Beginn der ersten Prüfung abgeschlossen sein.
(2) Form und Text des Zeugnisses bestimmt die Senatorin für Bildung und Wissenschaft.
§ 16 nkrafttreten / Außerkrafttreten
Anlage 1 (zu § 11 Absatz 2): Zeitlicher Umfang der schriftlichen Prüfungen
Berufsbidungsreife