Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=01.03.1967&Aktenzeichen=IV%20C%2074.66
Timestamp: 2019-05-20 19:57:50
Document Index: 186034619

Matched Legal Cases: ['§ 87', '§ 88', '§ 25', '§ 28', '§ 4', '§ 47']

BVerwG, 01.03.1967 - IV C 74.66 - dejure.org
BVerwG, 01.03.1967 - IV C 74.66
https://dejure.org/1967,356
BVerwG, 01.03.1967 - IV C 74.66 (https://dejure.org/1967,356)
BVerwG, Entscheidung vom 01.03.1967 - IV C 74.66 (https://dejure.org/1967,356)
BVerwG, Entscheidung vom 01. März 1967 - IV C 74.66 (https://dejure.org/1967,356)
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Berücksichtigung einer Klageänderung im Revisionsverfahren zur Feststellung des Befahrendürfens aufgrund Nichtstellens des Antrags vor dem Berufungsgericht
BVerwGE 26, 251
DVBl 1967, 541
Eine derartige konkrete Normenkontrolle im Wege der Feststellungsklage hat im System des sozialgerichtlichen Rechtsschutzes ihren Platz, wie das BSG bereits entschieden hat (…BSGE 71, 42, 51 f = SozR 3-2500 § 87 Nr. 4 S 19 f;… BSGE 72, 15, 19 ff = SozR 3-2500 § 88 Nr. 2 S 12 ff;… BSGE 78, 91 f = SozR 3-5540 § 25 Nr. 2 S 3 f; für das verwaltungsgerichtliche Verfahren: BVerwGE 25, 151, 156; 26, 251, 253; BVerwG NJW 1983, 2208; BVerwG NJW 1984, 677 Nr. 16; BVerwGE 80, 355, 363 = NJW 1989, 1495, 1496 f).
In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist geklärt, daß gegen eine Rechtsverordnung eine Anfechtungsklage nicht gegeben ist (vgl. BVerwGE 3, 258 und 265; 6, 149 [150] sowie zu diesem Urteil und zur verfassungsrechtlichen Zulässigkeit der Verweisung auf ein Normenkontrollverfahren BVerfGE 11, 232 [BVerfG 22.06.1960 - 2 BvR 37/60] [233]; weiter BVerwGE 26, 251 [252]; 30, 287 [288, 291]; Beschluß vom 27. November 1964 - BVerwG VII B 115.62 - insoweit in DÖV 1965, 169 nur gekürzt wiedergegeben); vielmehr setzt die Zulässigkeit der Anfechtungsklage als Anfechtungsgegenstand einen Verwaltungsakt voraus, wobei es nicht entscheidend ist, ob der Verwaltungsakt, der angefochten wird, als Rechtsverordnung hätte ergehen müssen (vgl. BVerwGE 18, 1 [BVerwG 01.10.1963 - IV C 9/63] [3]; 29, 207).
Die von Kläger erwähnten Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts, in denen im Interesse eines möglichst umfassenden Rechtsschutzes auf die Feststellungsklage oder auch auf die (vorbeugende) Unterlassungsklage als denkbare Rechtsschutzformen statt der vom jeweiligen Kläger gewählten unzulässigen Klageart hingewiesen worden ist (BVerwGE 26, 251 [253] und 30, 287 [292]), betreffen Sachverhalte, die dem hier vorliegenden nicht vergleichbar sind.
Wie unter 1 b) a.E. näher ausgeführt ist, betrafen die vom Kläger bezeichneten Urteile des Bundesverwaltungsgerichts in BVerwGE 26, 251 und 30, 287 Sachverhalte, die dem hier vorliegenden nicht vergleichbar sind.
Schließlich macht die Beschwerde eine Abweichung von BVerwGE 25, 253 (gemeint ist offenbar BVerwGE 26, 251 [253]) und grundsäztliche Bedeutung insoweit geltend, als das Berufungsgericht die Auffassung vertreten hat, die Zulassung des Klägers zu einer weiteren Wiederholungsprüfung scheitere nicht an § 28 Abs. 3 Satz 3 PO, der die Ablegung einer weiteren Wiederholungsprüfung nur innerhalb von 6 Monaten nach Bekanntgabe ses Nichtbestehens der ersten Wiederholungsprüfung zuläßt.
Für eine Abweichung von BVerwGE 26, 251 (253) lieben keinerlei Anhaltspunkte vor.
VG Karlsruhe, 18.10.2004 - 10 K 2205/04
§ 4 Abs 7 S 1 TEHG fingiert keinen Verwaltungsakt - in einem Rechtsstreit um die …
Auch für den zu gewährenden Rechtsschutz ist daher nicht der materielle Inhalt, sondern allein die äußere Erscheinungsform maßgeblich (BVerwG, Urt. v. 01.03.1967, BVerwGE 26, 251, 252; BayVGH, GB. v. 30.11.1993, NvWZ-RR 1995, 114, 115).
Der Klage kann deshalb nicht entgegengehalten werden, dass der Kläger eine in Berlin für Landesverordnungen unstatthafte Normenkontrolle (§ 47 Abs. 1 Nr. 2 VwGO i.V.m. dem Berliner Gesetz zur Ausführung der VwGO) im Gewand einer Feststellungsklage betreibt (vgl. BVerwG, NVwZ 2007, 311, 313; vgl. auch BVerwGE 26, 251, 253; 89, 327, 330/331; 111, 276 ff.; BVerwG, NVwZ 2006, 92).
Unerheblich ist, in welcher Form die Behörde die Maßnahme erlassen wollte, vgl. BVerwG, Urteil vom 1. März 1967 - IV C 74.66 -, BVerwGE 26, 251, 252.
BVerwG, 28.04.1972 - VII B 30.71
Raumordnungsrechtliche Ausgestaltung des Anspruchs einer Gemeinde auf Bestimmung …
Die dem zugrundeliegende - von der Beschwerde auch nicht angegriffene - Erwägung, daß Rechtsnormen nicht mit der Anfechtungsklage angegriffen werden können, entspricht der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Beschluß vom 27. November 1964 - BVerwG VII B 115.62 - sowie BVerwGE 26, 251 [BVerwG 01.03.1967 - BVerwG IV C 74.66] [252]; 30, 287 [288]); danach kommt es für die Frage der Zulässigkeit der Anfechtungsklage, allein darauf an, was die angefochtene Maßnahme darstellt - nicht darauf, als was sie hätte ergehen dürfen (vgl. BVerwGE 26, 252), also auch nicht darauf, ob eine angefochtene Maßnahme, wenn sie sich als Rechtsnorm darstellt, als solche wirksam erlassen worden ist (vgl. BVerwGE 30, 292).
BVerwG, 18.10.1978 - 7 B 189.78
Nichtzulassung der Revision mangels Divergenz - Abgabe einer eidesstattlichen …