Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGH+NJW+1982,+440
Timestamp: 2018-12-16 00:12:38
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 906', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 906', 'BGH']

BGH, 30.10.1981 - V ZR 191/80 - dejure.org
Halten und Parken von Zulieferlastwagen mit laufendem Motor vor Nachbargrundstücken sind unzulässig
MDR 1982, 395
WM 1982, 193
DB 1982, 694
Dabei trifft sie die Darlegungs- und Beweislast für die Schritte, die sie in dieser Richtung unternommen hat (vgl. BGH, Urteil vom 30. Oktober 1981 - V ZR 191/80 - NJW 1982, 440, 441).
Zu denken ist hier etwa an eine Vertragsstrafenvereinbarung (vgl. BGH Urteil vom 30. Oktober 1981 - aaO).
Entsprechend den zur mittelbaren Störerhaftung entwickelten Grundsätzen (vgl. Senat, Urt. v. 30. Oktober 1981, V ZR 171/80, NJW 1982, 440;… Urt. v. 7. April 2000, V ZR 39/99, aaO) rechtfertigen diese Umstände eine an die Stelle der nicht durchsetzbaren Abwehrbefugnisse tretende Ausgleichspflicht analog § 906 Abs. 2 Satz 2 BGB (Senat BGHZ 142, 66, 69 f).
Hierunter sind alle technischen Einrichtungen sowie betriebswirtschaftlichen Möglichkeiten zu verstehen, die die Beeinträchtigung unter die Schwelle der Wesentlichkeit herabsetzen und für einen Durchschnittsbetrieb der entsprechenden Branche verhältnismäßig, d.h. technisch durchführbar, effizient und wirtschaftlich zumutbar sind (…vgl. BGH, Urt. v. 22.10.1976 - V ZR 36/75 = NJW 1977, 146; Urt. v. 30.10.1981 - V ZR 191/80 = DB 1982, 694;… Staudinger/Roth a.a.O. Rdn. 237 m.w.N.).
zuzurechnen (BGH, NJW 1963, Seiten 2020 f.; BGH, NJW 1960, Seite 2335; BGH, WM 1962, Seite 765; BGH, NJW 1962, Seite 1342; BGH, NJW 1973, Seite 326; BGH, NJW 1982, Seiten 440 f.).
Die Störereigenschaft ist nämlich auch dann zu bejahen, wenn die Beeinträchtigungen adäquat kausal durch den Betrieb der Gaststätte veranlasst werden (BGH, NJW 1983, Seite 2020; BGH, NJW 1982, Seiten 440 f.; LG Aachen, NJW-RR 1986, Seiten 818 f.).
zu beweisen, dass sie alies ihr billiger Weise zuzumutende unternommen hat, um die Beeinträchtigungen abzustellen (BGH, WM 1962, Seiten 765 fr".; BGH, NJW 1982, Seiten 440 f.).
Nach ständiger Rechtsprechung ist hierbei jedoch nicht auf das subjektive Empfinden der Kläger bzw. der Beklagten zu 1) abzustellen, sondern auf das eines "normalen Durchschnittsmenschen" des betroffenen Grundstücks und darauf, was ihm unter Würdigung anderer befindlicher und privater Belange zuzumuten ist (BGH, NJW 1958, Seite 1393; BGH, NJW 1982, Seite 440; BGH, NJW 1999, Seiten 1029 ff. = MDR 1999, Seiten 351 f.; BGH, NJW 1993, Seiten 925 ff. = WuM 1993, Seiten 127 ff.; LG Berlin, Grundeigentum 2001, Seite 1339).
Somit ist die Unwesentlichkeit der Beeinträchtigung nur dann anzunehmen, wenn nach dem Empfinden eines "normalverständigen Durchschnittsmenschen" von einer unwesentlichen Beeinträchtigung auszugehen ist, was Gerüchen jedoch nur dann gegeben ist, wenn ein durchschnittlicher Mensch sie - wann auch immer - kaum noch empfindet (BGH, NJW 1982, Seite 440 f.; OLG Köln, WuM 1997, Seiten 453 f.; LG Berlin, Das Grundeigentum 2001, Seite 1339).
Unwesentlich ist eine Beeinträchtigung somit nur dann, wenn der "normalverständige Durchschnittsmensch" als Bewohner des Hauses der Kläger sie kaum noch empfinden würde (BGH, NJW 1982, Seiten 440 f.; OLG Stuttgart, NJW-RR 1986, Seiten 1339 ff.).
Als unwesentlich galt eine Beeinträchtigung nur dann, wenn sie von einem durchschnittlichen Grundstücksbenutzer kaum noch empfunden wurde (BGH NJW 1982, 440, 441; OLG Stuttgart, NJW-RR 1986, 1339, 1340).
a) Zutreffend stellt es in diesem Zusammenhang auf das Empfinden eines durchschnittlichen Menschen ab, wobei Natur und Zweckbestimmung des von der Beeinträchtigung betroffenen Grundstücks in seiner konkreten Beschaffenheit eine entscheidende Rolle spielen (sog. differenziert-objektiver Maßstab vgl. z. B. Senatsurteile v. 30. Oktober 1981, V ZR 191/80, NJW 1982, 440, 441 und v. 11. November 1983, V ZR 231/82, NJW 1984, 1242 f je m.w.N.).
Solche Geruchsimmissionen sind nach dem Empfinden eines durchschnittlichen Benutzers des Grundstücks, auf den hier abzustellen ist (BGH Urteil vom 18. Juni 1958 - V ZR 49/57 = NJW 1958, 1393 und vom 30. Oktober 1981 - V ZR 191/80 = NJW 1982, 440, 441 m. w. Nachw.;… Augustin in BGB-RGRK 12. Aufl. § 906 Rn. 32), als wesentlich anzusehen; sie überschreiten deutlich das Maß des Erträglichen.
Als solche kann sie zwar für das Verhalten der Fahrer verantwortlich sein, sofern die Beeinträchtigungen, deren Unterlassung begehrt wird, durch den Betrieb des Pflegeheims veranlaßt sind - was hier außer Frage steht - und sie in der Lage ist, solche Störungen zu verhindern (BGH, NJW 1982, S. 440 f. m.w.N.).
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