Source: http://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/versorgung/arbeitsmedizin/statistik/statistik-2004/
Timestamp: 2018-02-24 04:03:12
Document Index: 73074555

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 6', '§ 6', '§ 3']

Statistik 2004 "Arbeitsmedizinische Fachkunde"
Ärzte Versorgung Arbeitsmedizin Statistik Statistik 2004
Statistik "Arbeitsmedizinische Fachkunde 2004" [PDF]
Es ist anhand der vorliegenden Statistik festzustellen, dass sich die Anzahl der Ärztinnen und Ärzte mit arbeitsmedizinischer Fachkunde gegenüber der zuletzt mit Stand vom 31.12.2003 ermittelten Gesamtzahl von 12.236 im Jahr 2004 um 1,6% moderat gesteigert hat. Der Rückgang der Ärztin­ nen/Ärzte mit arbeitsmedizinischer Fachkunde gemäß §§ 3, 6 BGV A2 "Be­ triebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" zwischen den Jahren 2000-2002 um 10,5 % ist vor allem durch die umfassende EDV-Umstellung und Neuausrichtung der Erhebungsgrundlage in den Landesärztekammern zu erklären (s. Pfeil). Es erfolgten insbesondere Bereinigungen von Doppel­ und Mehrfachnennungen unterschiedlichster Stufen arbeitsmedizinischer Fachkunde gemäß §§ 3, 6 BGV A2 und damit einhergehend die Erfassung nur der jeweils höchsten betriebsärztlichen Qualifikationen im Bereich sämtlicher Ärztekammern.
1. Gegliedert nach Ärztekammer-Bereichen sowie zusammengefasst auf Bundesebene erfolgt die Angabe der Zahl der Ärzte mit den nach §§ 3, 6 BGV A2 "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssi­ cherheit" in der Fassung vom 01.10.2005 möglichen betriebsärztli­ chen Qualifikationen. Ausgewiesen wird somit nicht nur die Zahl der Ärzte, welche die Gebietsbezeichnung "Arbeitsmedizin" oder die Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" zu führen berechtigt sind, sondern auch die Zahl derjenigen Ärzte, die nach Erfüllung der Voraussetzungen die Übergangsregelungen des § 6 Abs. 1 Nr. 1 und 2a) sowie Nr. 1 und 2b) BGV A2 weiterhin über die arbeitsmedizini­ sche Fachkunde verfügen. Die Zahl dieser Ärzte nimmt entspre­ chend dieser Konstruktion dieser Vorschriften als Übergangsregelungen seit 1988 ständig ab. Darüber hinaus ist die Zahl derjenigen Ärzte ausgewiesen, welche die nach § 6 Abs. 2 BGV A2 "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" erfor­derlichen Voraussetzungen erfüllen, um - befristet in der Regel auf 3 Jahre - im Rahmen einer 2-jährigen selbständigen betriebsärztli­chen Tätigkeit in einem "geeigneten Betrieb" die Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" erwerben zu können. Auch diese Zahl wird konti­nuierlich zurückgehen, da dieser Qualifizierungsgang von den Kammern nicht mehr angeboten wird.
2. Auf Grund der schon Ende 1987 erfolgten Fristenabläufe für die Erfüllung der entsprechenden Voraussetzungen entfallen für die neuen Bundesländer zwar Angaben über die Zahl der Ärzte mit einer Fachkunde gemäß der o. g. Übergangsregelung, die in den neuen Bundesländern früher erteilten sogenannten staatlichen Anerkennungen als Betriebsarzt sind nur in einigen Kammerbereichen - und dort auch nur teilweise - in Anerkennung für die Berechtigung zur Führung der Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" umgewandelt und somit in dieser Statistik berück­sichtigt worden. Sofern keine Umwandlung in die Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" erfolgte, ist dennoch auch wiederum nur in einigen Kammerbereichen, diese nach den Bestimmungen des Einigungsvertrages für eine betriebsärztliche Tätigkeit ebenso ausreichende Qualifikation bzw. die Zahl der so qualifizierten Ärzte unter dieser Rubrik ausgewiesen worden. ln die­ ser Statistik nicht enthalten ist die Zahl derjenigen Ärzte, die in den Bereichen einiger Landesärztekammern über die nach §§ 3, 6 BGV A2 "Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit" vorge­gebenen Fachkunde-Varianten hinausgehend eine sogenannte unternehmensbezogene Fachkunde gemäß länderindividueller und dem Einvernehmen mit den Landesverbänden der gewerblichen Berufsgenossenschaften und den zuständigen Sozialministerien getroffenen Regelungen besitzen und auf dieser Grundlage in ihren langjährigen betreuten Betrieben ebenso noch betriebsärztlich tätig sind.