Source: http://www.ak-berlin.de/publicity/ak/internet.nsf/tindex/de_ea_bedingung.htm
Timestamp: 2014-09-02 06:42:21
Document Index: 122201922

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 7', '§ 2', '§ 4', '§ 7', '§ 7', '§ 1', '§ 4', '§ 4', '§ 5']

Eintragung - Voraussetzungen
Verfahren / Antrag
Die Architektenkammer Berlin führt
Verzeichnis für auswärtige Architektinnen, Architekten, Stadtplanerinnen und Stadtplaner als Dienstleister, in welches gemäß § 6 ABKG Personen eingetragen werden, die in der Bundesrepublik Deutschland weder ihre Wohnung noch ihre Niederlassung haben und sich zur vorübergehenden und gelegentlichen Ausübung des Berufes (Dienstleistung) in das Land Berlin begeben. Es besteht eine gesetzliche Eintragungspflicht. Eingetragene unterstehen der Berufsordnung der Architektenkammer Berlin.
Register für Berufsgesellschaften als Kapitalgesellschaft mit Sitz in Berlin gemäß § 7 ABKG. Die Eintragung setzt unter anderem voraus, dass die in § 2 ABKG genannten Berufsangehörigen, deren Berufsbezeichnung in der Firma geführt wird, mehr als die Hälfte des Kapitals und der Stimmanteile innehaben und eine der geschäftsführenden Personen in die Liste gemäß § 4 ABKG eingetragen ist.
Register für Berufsgesellschaften als Partnergesellschaft mit Sitz in Berlin gemäß § 7a ABKG. Hier findet § 7 ABKG entsprechende Anwendung.
Voraussetzung ist neben einem Wohnsitz, einer Niederlassung oder einem Dienst- oder Beschäftigungsort in Berlin der Wille, die Berufsaufgaben nach § 1 ABKG wahrnehmen zu wollen. Außerdem ist nachzuweisen, dass nach der Berufsausbildung eine praktische Tätigkeit von mindestens 2 Jahren in den wesentlichen Berufsaufgaben der Fachrichtung geleistet wurde (alternativ: Befähigung zum höheren bau- oder gartenbautechnischen Verwaltungsdienst).
Des weiteren muss eine entsprechende Berufsausbildung gemäß § 4 Abs. 1 ABKG an einer deutschen Universität, Hochschule oder Fachhochschule oder an einer dieser gleichgestellten Lehranstalt mit Erfolg abgeschlossen worden sein. Eine gleichwertige Berufsausbildung kann auch an einer ausländischen Universität oder Hochschule absolviert und mit Erfolg abgeschlossen worden sein.
Fehlt der entsprechende Nachweis der Berufsausbildung (sonstiger Bewerber gemäß § 4 Abs. 2 ABKG), kann dies ausgeglichen werden durch den Nachweis einer mindestens 7-jährigen, hauptberuflichen, praktischen Tätigkeit unter Aufsicht eines Architekten der beantragten Fachrichtung oder eines Stadtplaners. Die erforderlichen Kenntnisse und die Berufsbefähigung durch eigene Leistungen müssen dann noch durch die erfolgreiche Teilnahme an einer Prüfung auf Hochschulniveau nachgewiesen werden.
Fehlen die entsprechenden Nachweise der Berufsausbildung und der praktischen Tätigkeit, ist eine Eintragung möglich, wenn der Bewerber sich durch die Qualität der Leistungen in seiner Fachrichtung besonders ausgezeichnet hat und dies dem Eintragungsausschuss durch Vorlage eigener Arbeiten oder als Staatsangehöriger eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union durch ein Prüfungszeugnis seines Heimat- oder Herkunftsmitgliedstaates nachweist.
Ohne erneute Prüfung der Eintragungsvoraussetzungen wird eingetragen, sofern keine Versagensgründe nach § 5 Abs. 1 und 2 ABKG vorliegen, wer in der Architektenliste eines anderen Bundeslandes der Bundesrepublik Deutschland eingetragen war und wessen Eintragung nur gelöscht wurde, weil er den Wohnsitz, die Niederlassung oder den Dienst- oder Beschäftigungsort in diesem Land aufgegeben und im Land Berlin begründet hat.
Informationen zum Eintragungsverfahren/AntragsformulareBerufsordnung der Architektenkammer Berlin vom 21. November 2009
Berliner Architekten- und Baukammergesetz (ABKG) vom 6. Juli 2006 zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 7. Februar 2014 (GVBl. S. 39)Berliner Architekten- und Baukammergesetz (ABKG) vom 19. Juli 1994 - außer Kraft -