Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%202014,%201118
Timestamp: 2019-05-25 20:19:56
Document Index: 67500902

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 318', '§ 823', '§ 823', '§ 318', '§ 286', '§ 301', '§ 304', '§ 318', '§ 280', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 301', '§ 304', '§ 303', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 286', 'BGH', '§ 559', '§ 559', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.05.2014 - VI ZR 187/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,10423
BGH, 20.05.2014 - VI ZR 187/13 (https://dejure.org/2014,10423)
BGH, Entscheidung vom 20.05.2014 - VI ZR 187/13 (https://dejure.org/2014,10423)
BGH, Entscheidung vom 20. Mai 2014 - VI ZR 187/13 (https://dejure.org/2014,10423)
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ZPO § 318; BGB § 823 Abs. 1
§ 823 Abs. 1 BGB; § 318 ZPO
§ 286 ZPO, § 301 Abs 1 S 2 ZPO, § 304 ZPO, § 318 ZPO, § 280 Abs 1 BGB
Arzt- und Krankenhaushaftung bei Geburtsschäden: Bindungswirkung eines Grund- und Teilurteils; Bejahung eines abgrenzbaren Teils des Gesundheitsschadens bei Mitverursachung der Gesundheitsverletzung
Bejahung eines abgrenzbaren Teils des Gesundheitsschadens bei Mitverursachung der Gesundheitsverletzung; Bindungswirkung eines Grundurteils und Teilurteils
Geburtsschaden - Haftung
Klinik haftet nicht für so oder so eingetretenen Geburtsschaden
Schadensersatz - und die ersparten eigenen Aufwendungen
Zur Haftung bei Geburtsfehlern - Mediziner haften nur für Behandlungsfehler
Zur Haftung bei einem nur zum Teil behandlungsfehlerhaft verursachten Gesundheitsschaden
Bei Vorschädigung des Patienten Arzthaftung begrenzt
Abgrenzbarkeit eines Gesundheitsschadens bei Mitverursachung der Gesundheitsverletzung durch den Geschädigten
Haftung bei gemischt schicksalhaft / behandlungsfehlerhaft verursachtem Gesundheitsschaden
Kurznachricht zu "Anmerkung zu BGH, Urt. v. 20.5.2014 - VI ZR 187/13" von Akad. Rat a.Z. Dr. Maximilian Seibl, LL.M., original erschienen in: MedR 2015, 111 - 116.
LG Kempten, 20.01.2011 - 3 O 2613/92
OLG München, 28.03.2013 - 24 U 671/11
MDR 2014, 830
VersR 2014, 1130
Revisionsrechtlich ist lediglich zu überprüfen, ob sich der Tatrichter mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, die Würdigung also vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denkgesetze oder Erfahrungssätze verstößt (…vgl. Senatsurteile vom 20. Dezember 2011 - VI ZR 309/10, VersR 2012, 454 Rn. 13;… vom 10. Juli 2012 - VI ZR 341/10, BGHZ 194, 26 Rn. 28;… vom 11. Dezember 2012 - VI ZR 314/10, VersR 2013, 321 Rn. 16; vom 20. Mai 2014 - VI ZR 187/13, VersR 2014, 1130 Rn. 28 …und vom 30. September 2014 - VI ZR 443/13, VersR 2015, 196 Rn. 11).
In einem solchen Ausnahmefall ist die Feststellungsklage in einer Weise beziffert, dass ein Grundurteil seinen Zweck erfüllen kann (BGH, Urteil vom 20. Mai 2014 - VI ZR 187/13, NJW-RR 2014, 1118 Rn. 19; Urteil vom 27. Januar 2000 - IX ZR 45/98, NJW 2000, 1572; Urteil vom 9. Juni 1994 - IX ZR 125/93, WM 1994, 2113, 2114, insoweit nicht in BGHZ 126, 217; Urteil vom 19. Februar 1991 - X ZR 90/89, NJW 1991, 1896; RGZ 93, 152, 154).
Die vom Berufungsgericht im Tenor des angefochtenen Urteils ausgesprochene Beschränkung der Revisionszulassung auf die Frage des Verstoßes gegen die fachliche Sorgfalt wäre nur wirksam gewesen, wenn sie sich nicht auf eine bestimmte Rechtsfrage, sondern auf einen eindeutig abgrenzbaren Teil des Streitstoffs bezogen hätte, der gegebenenfalls einem Teilurteil (§ 301 ZPO), einem Grundurteil (§ 304 ZPO) oder einem sonstigen Zwischenurteil (§ 303 ZPO) zugänglich gewesen wäre (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 20. Mai 2014 - VI ZR 187/13, NJW-RR 2014, 1118 Rn. 7 f.;… Urteil vom 23. September 2015 - I ZR 105/14, GRUR 2015, 1214 Rn. 16 = WRP 2015, 1477 - Goldbären, jeweils mwN).
Da die Revision danach im Streitfall als unbeschränkt zugelassen anzusehen ist, ist die Nichtzulassungsbeschwerde der Beklagten gegenstandslos (vgl. BGH…, Beschluss vom 24. November 2005 - V ZB 98/05, NJW 2006, 1355 Rn. 9;… BGH, NJW 2013, 1948 Rn. 12; NJW-RR 2014, 1118 Rn. 9, jeweils mwN).
Revisionsrechtlich ist lediglich zu überprüfen, ob sich der Tatrichter mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, die Würdigung also vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denkgesetze oder Erfahrungssätze verstößt (…vgl. Senatsurteile vom 20. Dezember 2011 - VI ZR 309/10, VersR 2012, 454 Rn. 13;… vom 10. Juli 2012 - VI ZR 341/10, BGHZ 194, 26 Rn. 28;… vom 11. Dezember 2012 - VI ZR 314/10, VersR 2013, 321 Rn. 16 und vom 20. Mai 2014 - VI ZR 187/13, VersR 2014, 1130 Rn. 28, jeweils mwN).
Dieses kann lediglich nachprüfen, ob sich der Tatrichter entsprechend dem Gebot des § 286 ZPO mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, die Beweiswürdigung also vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denkgesetze und Erfahrungssätze verstößt (st. Rspr.;… zuletzt etwa BGH, Urteile vom 16. April 2013 - VI ZR 44/12, VersR 2013, 1045 Rn. 13; vom 20. Mai 2014 - VI ZR 187/13, juris Rn. 28; jeweils mwN).
Revisionsrechtlich überprüfbar ist - soweit entsprechende Fehler gerügt werden (§ 559 Abs. 2 ZPO) - nur, ob sich der Tatrichter mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, die Würdigung also vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denkgesetze oder Erfahrungssätze verstößt (st. Rspr.; vgl. nur Senatsurteile vom 20. Mai 2014 - VI ZR 187/13, VersR 2014, 1130 Rn. 28 mwN;… vom 12. Mai 2015 - VI ZR 63/14, VersR 2015, 895 Rn. 13).
Dies ist durch vom Revisionsgericht selbständig vorzunehmende (Senat, Urteil vom 20. Mai 2014 - VI ZR 187/13, NJW-RR 2014, 1118 Rn. 18 mwN) Auslegung von Urteilsformel und Entscheidungsgründen zu ermitteln.
Es legt fest, auf welcher Grundlage das Betragsverfahren aufzubauen hat und welche Umstände bereits - für die Parteien bindend - abschließend im Grundverfahren geklärt sind (Senat, Urteil vom 20. Mai 2014 - VI ZR 187/13, NJW-RR 2014, 1118 Rn. 17 mwN).
Entscheidend ist vielmehr, ob die eingetretenen Schäden abgrenzbar auf unterschiedliche Ursachen zurückgeführt werden können (vgl. Senatsurteil vom 20. Mai 2014 - VI ZR 187/13, VersR 2014, 1130 Rn. 25 mwN).
Revisionsrechtlich überprüfbar ist, soweit entsprechende Fehler gerügt werden (§ 559 Abs. 2 ZPO), ob sich der Tatrichter mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, die Würdigung also vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denkgesetze oder Erfahrungssätze verstößt (st. Rspr.; vgl. etwa Senatsurteil vom 20. Mai 2014 - VI ZR 187/13, VersR 2014, 1130, Rn. 28 mwN).
Diese Feststellungen ist auch nicht für einen abgrenzbaren Teil der bei dem Kläger eingetretenen Schäden möglich (vgl. dazu auch BGH, Urteil vom 20.05.2014, Az.: VI ZR 187/13).
Die vom Berufungsgericht vorgenommene Beschränkung der Zulassung der Revision auf ein der Klägerin zurechenbares Mitverschulden des Projektsteuerers I. betrifft einen in diesem Sinn tatsächlich und rechtlichen selbständigen Teil des Gesamtstreitstoffs, der sich vom Grund der Haftung (schuldhafte Planungsfehler des in die Haftung genommenen Ingenieurs) trennen lässt (vgl. BGH, Urteile vom 20. Mai 2014 - VI ZR 187/13, NJW-RR 2014, 1118 Rn. 8;… vom 19. April 2013 - V ZR 113/12, NJW 2013, 1948 Rn. 11;… vom 21. Januar 2010 - I ZR 215/07, NJW-RR 2010, 909 Rn. 16).
OLG Hamm, 21.11.2014 - 26 U 80/13
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