Source: https://rd.springer.com/chapter/10.1007/978-3-322-83941-1_7
Timestamp: 2019-08-24 12:06:14
Document Index: 253734100

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 3', '§ 3', '§ 1', '§ 1', '§ 7', '§ 3', '§ 1', '§ 3', '§ 7', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 7', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 7', '§ 16', '§ 1', 'Art. 74', '§ 1', 'Art. 2', '§ 42', '§ 40', '§7', '§ 40', '§ 40', '§ 1', '§ 40', '§ 7', '§ 7', '§ 40', '§ 73', '§ 40', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 7', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 3', '§ 7', '§ 2', '§ 1', '§ 3', '§ 1', '§ 1', '§ 3', '§ 6', '§ 108', 'Art. 20', '§ 86']

Wechselbeziehungen zwischen Recht, Technik und Wissenschaft — am Beispiel des Atomrechts | Springer for Research & Development
Recht und Technik im Spannungsfeld der Kernenergiekontroverse pp 100-137 | Cite as
Wechselbeziehungen zwischen Recht, Technik und Wissenschaft — am Beispiel des Atomrechts
Als „Schlüsselnorm“1 des Atomrechts erweist sich § 7 Abs. 2 Ziff. 3 AtomG. Nach dieser Rechtsvorschrift kann eine atomrechtliche Genehmigung u.a. nur erteilt werden, wenn „die nach dem Stand von Wissenschaft und Technik erforderliche Vorsorge gegen Schäden durch die Errichtung und den Betrieb der Anlage getroffen ist.“ Die gleichzeitige Bezugnahme auf Technik und Wissenschaft verursacht Definitions- und Abgrenzungsprobleme. Einerseits müssen die Grenzlinien zwischen Recht, Technik und Wissenschaft gezogen werden.
Zum Begriff vgl. Schattke, Grenzen des Strahlenschutzes in kerntechnisehen Anlagen, ET 1982, 1084.Google Scholar
Vgl. die Atomrechtliche Verfahrensverordnung — AtVfV n.F. — vom 31.3.1982, BGBl. I 1982, 411 f. mit ihren detaillierten Vorschriften für das atomrechtliche Genehmigungsverfahren.Google Scholar
Wagner, Rechtliche Relevanz der Aussagen wissenschaftlich-technischer Sachverständiger bei der Genehmigung großtechnischer Anlagen, BB 1982, 212.Google Scholar
Zu diesem Problemkreis vgl. Richter, Der Umfang der gerichtlichen Kontrolle atomrechtlicher Genehmigungen, ET 1982, 142.Google Scholar
Ständige Rechtsprechung des BVerfG, s. E 2, 403; 3, 237; 7, 92, 196; 13, 271; 15, 319; 20, 331; 25, 290.Google Scholar
Die Begriffsbestimmung des § 3 Abs. 6 S. 1 BImSchG gilt unmittelbar nur für den Immissionsschutzbereich, wie sich aus der einschränkenden Formulierung: „im Sinne des Gesetzes“ ergibt.Google Scholar
Vgl. § 3 Abs. 6 S. 2 BImSchG, wonach bei der Bestimmung des Standes der Technik „vergleichbare Verfahren, Einrichtungen oder Betriebsweisen heranzuziehen“ sind, „die mit Erfolg im Betrieb erprobt worden sind“.Google Scholar
Larenz, Allgemeiner Teil des deutschen bürgerlichen Rechts, 1975, 3. Auflage, 60.Google Scholar
Vgl. die Zielsetzungen im § 1 BImSchG und im § 1 Ziff. 2 AtomG.Google Scholar
Vgl. Fischerhof, Kommentar zum AtomG, Bd. I, 2. Aufl., 1978, § 7 Rdn 17, der die Begriffsbestimmung des § 3 Abs. 6 S. 1 BImSchG auch für das Atomrecht benGoogle Scholar
Vgl. die grundsätzliche Auffassung der Reaktorsicherheitskommission (RSK), Ergebnisprotokoll der 167. RSK-Sitzung vom 1. Juli 1981, zu Pkt. 7, 15.Google Scholar
Vgl. Obenhaus/ Kuckuck, Funktion und Strukturmerkmale des Begriffes „Stand von Wissenschaft und Technik“ für die erforderliche Schadensvorsorge im Atomrecht, DVB1. 1980, 156.Google Scholar
Vgl. Brockhaus, Enzyklopädie, 1974, 17. Aufl., Bd. 20, 411.Google Scholar
Wagner, Nochmals: Grundrechtsschutz und Schadensausschluß im Atomrecht, DÖV 1979, 709; ders., (Fn 3) BB 1982, 212.Google Scholar
Vgl. Brockhaus, Enzyklopädie (Fn 13), 412; wichtig ist dabei ein gesichertes Wissen, wie der Hinweis auf die spezifische Gewißheit zeigt.Google Scholar
Auf diese Erforschung von Naturgesetzlichkeiten weisen Obenhaus und Kuckuck (Fn 12), DBV1. 1980, 155 zutreffend hin.Google Scholar
Vgl. Wagner (Fn 3), BB 1982, 212.Google Scholar
Vgl. § 1 Abs. 2 der Geschäftsordnung der RSK, abgedruckt in: Fischerhof (Fn 10), 960.Google Scholar
Vgl. § 3 Abs. 1 Satz 3 der Geschäftsordnung der SSK, abgedruckt in: Fischerhof (Fn 10), 968.Google Scholar
Vgl. Fischerhof (Fn 10), § 7 Rdn 17.Google Scholar
Vgl. Obenhaus/Kuckuck (Fn 12), DVB1. 1980, 156.Google Scholar
Meist erweisen sich allerdings wissenschaftliche Erkenntnisse später für die Praxis als sehr hilfreich.Google Scholar
Vgl. Basse, Die Bedeutung der Strahlenschutzgrundsätze, in Recht-Technik-Wirtschaft, Bd. 8 (4. Deutsches Atomrechts-Symposium), 1976, 92.Google Scholar
Diesen „Phasenablauf“ innerhalb des Standes von Wissenschaft und Technik haben Obenhaus und Kuckuck (Fn 12), DVB1 1980, 155 überzeugend dargestellt.Google Scholar
Vgl. Ergebnisprotokoll der 167. RSK-Sitzung vom 1.7.1981, zu Pkt. 7, 15.Google Scholar
Wagner, Die Risiken von Wissenschaft und Technik als Rechtsproblem, NJW 1980, 665.Google Scholar
Vgl. Deutsche Risikostudie Kernkraftwerke, Fachband 8, Unfallfolgenrechnung und Risikoergebnisse, Studie der Gesellschaft für Reaktorsicherheit, 1981, 2, wonach bei dem größten denkbaren Reaktorunfall mit ca. 16.600 akuten Todesfällen zu rechnen sei.Google Scholar
Vgl. Schattke, Grenzen des Strahlenminimierungsgebots im Kernenergierecht, DVBI 1979, 657 mwN.Google Scholar
Zum Begriff vgl. Fischerhof (Fn 10) § 1 Rdn 5.Google Scholar
Man denke nur an die zahlreichen Risiken im Straßenverkehr, die sich leider Tag für Tag durch tödliche Verkehrsunfälle konkretisieren.Google Scholar
Vgl. Mann, Risiken im Bauwesen, noch nicht veröffentlichtes Referat auf einer VDE/VDI-Tagung am 18./19.5.1982, Manuskript 5.Google Scholar
Ausnahmen bestätigen hier nur die Regel. Wenn ein einzelner entgegen der Allgemeinheit ein bestimmtes Risiko für nicht tolerierbar hält, bleibt es dennoch ein allgemein hingenommenes Restrisiko.Google Scholar
Benda, Technische Risiken und Grundgesetz, ET 1981, 868; ebenso unter Berufung auf die h.M. Hanning/Schmieder, Gefahrenabwehr und Risikovorsorge im Atom-und Immissionsschutzrecht, Beilage Nr. 14/77 zu DB, Heft 46, 4; vgl. auch Degenhart, Kernenergierecht, 2. Auflage, in Recht-Technik-Wirtschaft, Bd. 23, 1982, 25 mwN.Google Scholar
Vgl. Breuer, Gefahrenabwehr und Risikovorsorge im Atomrecht, DVBL 1978, 833; Bender, Nukleartechnische Risiken als Rechtsfrage, DÖV 1980, 634; Lukes/Feld-mann/Knüppel, Gefahren und Gefahrenbeurteilungen in der Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland, in Gefahren und Gefahrenbeurteilungen im Recht, in Recht-Technik-Wirtschaft, Bd. 21, Teil II, 1980, 175; Rengeling, Die immissions-schutzrechtliche Vorsorge als Genehmigungsvoraussetzung, DVBL 1982, 626; vgl. auch neuerdings VGH Baden-Württemberg, X 575/77, X 578/77, X 583/77, Urteil vom 30.3.1982, 112, wonach sich im Atomrecht der „herkömmliche Gefahrenbegriff nicht etwa als überholt, sondern im Gegenteil unter Berücksichtigung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes als bestätigt“ erweise.Google Scholar
Ähnlich neuerdings das OVG Lüneburg im Urteil vom 20.1.1982, VII OVG A 119/ 76, 44, z.T. abgedruckt in ET 1982, 955.Google Scholar
Vgl. im einzelnen Schattke (Fn 29), DVBL 1979, 657; ihm folgend BVerwG, Urteil vom 22.12.1980, 7 C 84/78, DVBL 1981, 407.Google Scholar
BVerwG (Fn 37), DVBL 1981, 407.Google Scholar
Vgl. Benda (Fn 34), ET 1981, 868/869.Google Scholar
Leibholz Rinck, Kommentar zum Grundgesetz anhand der Rechtsprechung des BVerfGs, 5. Aufl., 1975, Einführ., Rdn 1.Google Scholar
Brockhaus-Enzyklopädie, 17. Aufl., Bd. 25 (Ergänzungsband), 1981, 786.Google Scholar
Vgl. Lukes/Feldmann/Knüppel (Fn 35), 138.Google Scholar
H.M.: vgl. Mutschier, Abstrakter Auslegungsschutz für Kernenergieanlagen gegen Einwirkungen von außen — Rechtliche Aspekte, in: Recht-Technik-Wirtschaft, Bd. I, 1973, 1. Deutsches Atomrechtssymposium 1972, 96 mwN; Hanning/Schmieder (Fn 34), 6/7/8 mwN; vgl. neuerdings ebenso VGH Baden-Württemberg (Fn 35), 111/112; a.A. noch OVG Lüneburg (Fn 36), ET 1982, 956.Google Scholar
Vgl. Michel, Die verfassungskonforme Auslegung, JuS 1961, 275.Google Scholar
Vgl. die Zusammenfassung der §§ 1 und 2 AtomG in einem ersten Abschnitt unter der gemeinsamen Überschrift: „Allgemeine Vorschriften“.Google Scholar
Vgl. Fischerhof (Fn 10), § 1 Rdn 1.Google Scholar
Vgl. Leitsatz 5 der Kaikar-Entscheidung BVerfGE 49, 89 (90): „Die in die Zukunft hin offene Fassung des § 7 Abs. 2 Nr. 3 Atomgesetz dient einem dynamischen Grundrechtsschutz. Sie hilft, den Schutzzweck des § 1 Nr. 2 AtomG jeweils bestmöglich zu verwirklichen.“Google Scholar
Vgl. Fischerhof (Fn 10), § 1 Rdn 5 und 17.Google Scholar
Wagner (Fn 27), NJW 1980, 670; vgl auch Obenhaus/Kuckuck (Fn 12), DVB1 1980, 154.Google Scholar
Vgl. Fischerhof (Fn 10), § 1 Rdn 1 und 5; ebenso Degenhart, Gerichtliche Kontrollbefugnisse und Drittklage im Kernenergierecht, ET 1981, 205/206.Google Scholar
Vgl. Obenhaus/Kuckuck (Fn 12), DVB1. 1980, 154.Google Scholar
Vgl. Lukes/Feldmann/Knüppel (Fn 35), 134 f. mwN.Google Scholar
Vgl. Schmidt-Bleibtreu/ Klein, Kommentar zum GG, 5. Auflage, 1980, Einl., 112.Google Scholar
Zur Entstehungsgeschichte vgl. Fischerhof (Fn 10), Einf. vor § 1 Rdn 29-31.Google Scholar
In der Begründung des Regierungsentwurfs wird auf die Ähnlichkeit der Genehmigungstatbestände des § 7 AtomG und des § 16 Gewerbeordnung a.F. hingewiesen; vgl. Bundestag-DrS III/759, 24.Google Scholar
Hanning/Schmieder (Fn 34), 7 mit weiterer Argumentation.Google Scholar
Vgl. Lukes/Feldmann/Knüppel (Fn 35), 134 mwN.Google Scholar
Vgl. neuerdings Urteil des VGH Baden-Württemberg (Fn 35), 124 mwN.Google Scholar
Vgl. Engisch, Einführung in das juristische Denken, 3. Aufl., 1956, 83.Google Scholar
In der Rechtsprechung genießt der Schutzzweck Vorrang vor allen anderen Zwecken des Atomgesetzes; vgl. BVerwG, Urteil vom 16.3.1972, DVBl 1972, 680.Google Scholar
Vgl. Winters, Atom-und Strahlenschutzrecht, 1978, Einf., 15; Wagner, Untätigkeit des Gesetzgebers im Zusammenhang mit der Errichtung von Kernkraftwerken, DVBl 1978, 841; Pfaffelhuber, Das Kernenergierecht unter besonderer Berücksichtigung atomrechtlicher Genehmigungs-und Planfeststellungsverfahren, ET 1978, 154; differenzierend zum Vorrang des Schutzzwecks vgl. Schattke (Fn 29), DVBl 1979, 655.Google Scholar
S.o. III 2.2.; weil das Gesetz selbst seine Zwecke ausdrücklich nennt, decken sich in diesem Fall systematische und teleologische Auslegungsmethoden weitgehend, was generell zulässig ist; vgl. Engisch (Fn 59), 79 u. 81.Google Scholar
Zum Begriff vgl. Schattke (Fn 29), DVBl 1979, 655.Google Scholar
S.o. III mit Fn 28.Google Scholar
So zutreffend VGH Baden-Württemberg (Fn 35), 135.Google Scholar
Vgl. Schattke (Fn 29), DVBl. 1979, 656 mwN; dies gilt gerade auch für den Schutzzweck, dessen Voraussetzung die „Förderung der Kernenergienutzung“ ist; vgl. Degenhart (Fn 34), 33/34.Google Scholar
Vgl. Fischerhof (Fn 10), § 1 Rdn 2.Google Scholar
Auf diesen Gesichtspunkt weist zutreffend Wagner (Fn 27), NJW 1980, 670 hin; Degenhart (Fn 34), 34 nennt es „Wechselbezogenheit von Förderungstätigkeit und Schadenvorsorge“; noch prägnanter Degenhart (Fn 50), ET 1981, 206,: Die „Zielbestimmungen des Atomgesetzes bedingen sich wechselseitig in ihrer Verwirklichung.“Google Scholar
Nach Degenhart (Fn 50), ET 1981, 205 „ist das Atomgesetz in erster Linie als Gefahrenabwehrgesetz konzipiert“.Google Scholar
BVerwGE 5, 148(152).Google Scholar
Bei dieser Argumentation wird davon ausgegangen, daß die Verfassung grundsätzlich sinnvolles und nichts überflüssiges regelt.Google Scholar
BVefrGE 53, 30 (56) (Mühlheim-Kärlich-Beschluß des 1. Senats des BVerfG).Google Scholar
Jedoch folgt schon aus wörtlicher Interpretation des Art. 74 Ziff. 11a GG, daß ein Restrisiko verfassungsrechtlich erlaubt ist, da auch nur der „Schutz gegen Gefahren, die bei Freiwerden von Kernenergie oder ionisierende Strahlen entstehen“, verlangt wird. Die Ähnlichkeit dieser Grundgesetznorm mit dem Schutzzweck des § 1 Ziff. 2 AtomG, der auch nur Gefahrenabwehr fordert (s.o.), ist unverkennbar.Google Scholar
S.o. III Einleitungsausführungen mit Fn 28.Google Scholar
Vgl. Maunz/Dürig/Herzog/Scholz, Kommentar zum Grundgesetz, 16. Lieferung, 1978, zu Art. 2 Abs. 2 GG Rdn 27; Ossenbühl, Kernenergie im Spiegel des Verfassungsrechts, DÖV 1981, 3.Google Scholar
Hanning/Schmieder (Fn 34), 9 mwN.Google Scholar
Vgl Schattke (Fn 29), DVBl 1979, 657; ebenso Benda (Fn 34), ET 1981, 869: „Es gibt kein Grundrecht auf risikofreies Leben.“Google Scholar
Auslegung vom Sinn und Zweck = Teleologische Auslegungsmethode.Google Scholar
Vgl. BVerfGE 49, 89 (141/142).Google Scholar
Vgl. Lukes/Feldmann/Knüppel (Fn 35), 192/193 mwN; vgl. Degenhart (Fn 50), ET 1981, 205.Google Scholar
BVerfGE 49, 89 (90), Leitsatz Nr. 6.Google Scholar
BVerfGE 49, 89(137).Google Scholar
S.o. III 1.Google Scholar
Vgl. Bayr. VGH München im Urteil vom 9.4.1979 — 118 VI 76 — ET 1979, 491.Google Scholar
OVG Lüneburg im Beschluß vom 17.12.1980 — VII OVG B 114/77 — 27; unvollständig abgedruckt in DVBl 1981, 644 f.Google Scholar
Vgl. Redeker/ von Oertzen, Kommentar zur VwGO, 6. Aufl. 1978, § 42, Rdn 25 mwN.Google Scholar
OVG Lüneburg (Fn 36), ET 1982, 951; in der Tendenz ebenso Baumann, Betroffensein durch Großvorhaben — Überlegungen zum Rechtsschutz im Atomrecht, in BayVBl 1982, 265.Google Scholar
In die gleiche Richtung scheinen — wenn auch sehr vorsichtig — die Gedanken von Sendler, Ist das Umweltrecht normierbar? UPR 1981, 5 mit Anm. 28, zu gehen.Google Scholar
Vgl. Kuhnt, Rechtskontrolle technischer Großprojekte, ET 1982, 497: „Gegenstand des Drittschutzes kann nur die Gefahrenabwehr sein, während die Risikovorsorge bzw. das Gebot der Risikominimierung eine Angelegenheit des öffentlichen Interesses darstellt.“Google Scholar
Vgl. BVerfGE 49, 89 (90), Leitsatz Nr. 6.Google Scholar
BVerfGE 49, 89 (137).Google Scholar
BVerfGE 49, 89 (139).Google Scholar
Breuer, Der Störfall im Atom-und Immissionsschutzrecht, in Wirtschaft und Verwaltung 1981, 223; ähnlich Hansmann, Sicherheitsanforderungen im Atomrecht und im Immissionsschutzrecht, DVBl 1981, 902.Google Scholar
Breuer (Fn 95), 224; Breuer meint mit „Risikovorsorge“ vorausschauende Maßnahmen im Bereich des Restrisikos. Zur Verdeutlichung wird deshalb hier von Restrisikovorsorge gesprochen.Google Scholar
Breuer (Fn 95), 225.Google Scholar
Wagner (Fn 27), NJW 1980, 668.Google Scholar
S.o. III 2.1.Google Scholar
Vgl. Wagner (Fn 27), NJW 1980, 668.Google Scholar
S.o. III 2.2.Google Scholar
Hanning/Schmieder (Fn 34), 7.Google Scholar
Auch der VGH Baden-Württemberg (Fn 35), 123/124 interpretiert das BVerfG-wie hier — nur im Sinne einer rechtlich gebotenen Gefahrenabwehr, während die Restrisikovorsorge rechtlich nicht zwingend sei.Google Scholar
Vgl. Kopp, Kommentar zum Verwaltungsverfahrensgesetz des Bundes (VwVfG), 2. Aufl., 1980, § 40 Rdn 7.Google Scholar
Vgl. die historische Darstellung dieser Ermessensvorschrift bei Fischerhof (Fn 10), §7 Rdn 24 und 25.Google Scholar
Hanning/Schmieder (Fn 34), 8 mwN; ebenso Mutschier, Nebenbestimmungen zur Atomanlagengenehmigung und die Zulässigkeit ihrer Verwendung zur Ausräumung von Versagungsgründen, in Recht-Technik-Wirtschaft, Bd. 6, 1974, 53 mwN.Google Scholar
Vgl. Büdenbender, Energierecht, 1982, 495, Rdn 1163.Google Scholar
Vgl. Kopp (Fn 104), § 40 Rdn 12.Google Scholar
Vgl. Kopp (Fn 104), § 40 Rdn 13 mwN.Google Scholar
Vgl. Hanning/Schmieder, (Fn 34), 9; ebenso Büdenbender (Fn 107), 495, Rdn 1163.Google Scholar
Vgl. Hanning/Schmieder (Fn 34), 9.Google Scholar
Vgl. BVerwG (Fn 60), DVBl 1972, 680.Google Scholar
Diese Gedankenkette übersehen Hanning/Schmieder, wenn sie auch bei der Ermessensausübung einen „grundsätzlichen Vorrang des Schutzprinzips vor dem atomgesetzlichen Förderungsgedanken“ verlangen; (Fn 34), 9.Google Scholar
Wagner (Fn 14), DÖV 1979, 708.Google Scholar
Zum Begriff vgl. Winter, Bevölkerungsrisiko und subjektives öffentliches Recht im Atomrecht, NJW 1979, 397.Google Scholar
Vgl. Büdenbender (Fn 107), 495, Rdn 1163: „Das Ermessen der Genehmigungsbehörde wird durch die in § 1 AtomG geregelten Zweckbestimmungen, insbesondere durch das Schutzprinzip einerseits und das Förderungsprinzip andererseits beschränkt. Allein an diesen Zielsetzungen, nicht aber an sonstigen politischen Erwägungen hat sich die Genehmigungsbehörde bei Ausübung ihres Ermessensspielraumes zu orientieren.“Google Scholar
Zur Restrisikominimierung im Wege der Ermessensausübung vgl. Büdenbender (Fn 107), 504/505, Rdn 1185.Google Scholar
Vgl. Knack-Busch, Kommentar zum VwVfG, 2. Aufl., 1982, § 40 Rdn 9.3.Google Scholar
BVerfGE 49, 89(136).Google Scholar
Vgl. den Wortlaut und den systematischen Zusammenhang in der Entscheidung des BVerfG, BVerfGE 49, 89 (136); es wird an dieser Stelle nur auf § 7 Abs. 2 Ziff. 3 AtomG und nicht auf das Versagungsermessen nach § 7 Abs. 2 AtomG (Einleitungssatz der Norm) hingewiesen.Google Scholar
Kopp (Fn 104), § 40 Rdn 21 mit vielen weiteren Nachweisen aus der Rechtsprechung.Google Scholar
Vgl. die Formulierung im § 73 Abs. 2 des Allgemeinen Landesverwaltungsgesetzes für das Land Schleswig-Holstein (LVwG) i.d.F. v. 19.03.1979 (GVOB1. Schl.-H. 1979, 181 f.).Google Scholar
Vgl. Hanning/Schmieder (Fn 34), 9 u. 11.Google Scholar
Vgl. VG Oldenburg, Urteil vom 15.09.1978, — I A 466/72 —, 49; ebenso Breuer (Fn 35), DVBl 1978, 837; Bender, Gefahrenabwehr und Risikovorsorge als Gegenstand nukleartechnischen Sicherheitsrechts, NJW 1979, 1430; Benda (Fn 34), ET 1981, 870 hält die Abwägung zwischen Aufwand und Nutzen bei der Restrisikoreduzierung für „zumindest verfassungsrechtlich vertretbar“. Hansmann (Fn 95), DVBl 1981, 902 beschränkt allerdings den Abwägungsprozeß auf die sicherheitstechnischen Vor-und Nachteile einer Sicherheitsmaßnahme.Google Scholar
Vgl. statt vieler: Richter (Fn 4), ET 1982, 141 mwN; ebenso Bender (Fn 125), NJW 1979, 1425;ebenso Wagner (Fn 3), BB 1982, 211.Google Scholar
Vgl. Knack-Busch (Fn 119), § 40 Rdn 9.Google Scholar
Hanning/Schmieder (Fn 34), 11.Google Scholar
Vgl. neuerdings VGH Baden-Württemberg (Fn 35), 119 u. 122.Google Scholar
S.o. III 1; allerdings ist auch das Umgekehrte denkbar: Sehr kleiner Schaden bei hoher Eintrittswahrscheinlichkeit = keine Gefahr im juristischen Sinne.Google Scholar
OVG Lüneburg (Fn 36), ET 1982, 955.Google Scholar
Vgl. BVerfGE 49, 89 (143); das Gericht verlangt nur „Abschätzungen anhand praktischer Vernunft“ und keine exakten Rechnungen, die bei Risikountersuchungen ohnehin nicht machbar sind.Google Scholar
Breuer (Fn 35), DVBl 1978, 835.Google Scholar
Vgl. neuerdings Gottschalk/Jahns (GRS), Überlegungen zu Risikogrenzwerten von Kernkraftwerken, GRS-Fachgespräch vom 3. und 4. November 1982, 1 f., Abb. 4.Google Scholar
Vgl. VG Oldenburg (Fn 125), 212.Google Scholar
Lukes/Feldmann/Knüppel (Fn 35), 205 verlangen allerdings eine Eintrittswahrscheinlichkeit, die „deutlich unter 10−6/a liegen“ soll.Google Scholar
Dabei muß stets bedacht werden, daß die Berechnung der Eintrittswahrscheinlichkeit auch wiederum nur auf — allerdings sehr detaillierten — Abschätzungen beruht.Google Scholar
VG Oldenburg (Fn 125), 50.Google Scholar
Vgl. BVerfGE 49, 89 (138).Google Scholar
Vgl. Antrag der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auf Erlaß einer Reaktorsicherheitsverordnung, BT-DrS 9/953 v. 28.10.1981. Der damalige Bundesminister des Innern hat aber den Erlaß einer solchen Verordnung mit der Begründung abgelehnt, daß dadurch der Stand von Wissenschaft und Technik zu Lasten des dynamischen Grundrechtsschutzes zu sehr festgeschrieben werde; vgl. BT-Protokoll v. 02.12.1981, 4022 f.; vgl. auch Kuhnt (Fn 91), ET 1982, 498; vgl. ebenso Gehrmann, Zur Kontrolldichte der verwaltungsgerichtlichen Umweltschutzrechtsprechung, Schleswig-Holsteinische Anzeigen 1979, 6.Google Scholar
Abgedruckt im BAnZ Nr. 206 v. 03.11.1977, 1-3.Google Scholar
Vgl. Eingangsformulierung im Vorwort des BMI zu den Sicherheitskriterien (Fn 141): „Die Sicherheitskriterien für Kernkraftwerke enthalten Grundsätze für sicherheitstechnische Anforderungen, die der Auslegung von Kernkraftwerken zugrunde gelegt werden …“.Google Scholar
Vgl. Lukes/Feldmann/Knüppel (Fn 35), 188.Google Scholar
Vgl. Czajka, Der Stand von Wissenschaft und Technik als Gegenstand richterlicher Sachaufklärung, DÖV 1982, 104.Google Scholar
Vgl. die Formulierung im § 28 Abs. 3 S. 3 StrlSchV: „… nach den Vorschriften der Sätze 1 und 2 …“.Google Scholar
Die Worte „diese Vorsorge“ in § 28 Abs. 3 S. 4 StrlSchV meinen die Störfallvorsorge nach § 28 Abs. 3 S. 3 StrlSchV.Google Scholar
Allerdings gilt dieser Grenzwert nur für die Planungsphase; vgl. Schattke (Fn 1), ET 1982, 1085 mwN.Google Scholar
Schattke (Fn 1), ET 1982, 1086; auch nach Bischof, Die Begriffe „Störfall“ und „Unfall“ im Atomenergierecht, ET 1980, 599, kommt es für den Unfallbegriff allein darauf an, ob eine Überschreitung der Dosisgrenzwerte der StrlSchV möglich ist. Bleibt die Strahlenbelastung in jedem Fall unterhalb der Grenzwerte, scheidet ein Strahlenunfall aus.Google Scholar
Vgl. Kramer/ Zerlett, Kommentar zur StrlSchV, 2. Aufl. 1980, § 28 Anm. 17.Google Scholar
S.o. V 2.Google Scholar
Vgl. Lukes/Feldmann/Knüppel (Fn 35), 188; manchmal sind allerdings auch Schutzziele zur Verminderung des Restrisikos — also außerhalb der Auslegungsstörfälle — in den BMI-Sicherheitskriterien (Fn 141) enthalten; vgl. Kriterium 2.6 i.V.m. Ziff. 19.1 der RSK-Leitlinien für Druckwasserreaktoren, 2. Ausgabe, v. 24.01.1979; insofern ist in den BMI-Sicherheitskriterien die strenge Trennung zwischen Auslegungsstörfällen im Bereich der Gefahrenabwehr und Maßnahmen zur Restrisikominimierung leider nicht immer durchgehalten worden.Google Scholar
Vgl. Schattke, Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Konkretisierung der Strahlen-schutzgrundsätze, in: Recht-Technik-Wirtschaft, Bd. 20, 1979, 123; ebenso — wenn auch nur sehr vorsichtig andeutend — Czajka, Inhalt und Umfang der richterlichen Kontrolle im technischen Sicherheitsrecht, ET 1981, 541.Google Scholar
Vgl. BVerwGE 55, 250 (258).Google Scholar
Vgl. die eingehende Darstellung bei Schattke (Fn 152), 122/123.Google Scholar
Vgl. Duden, Rechtschreibung der deutschen Sprache und der Fremdwörter, 17. Aufl., 1973, 132.Google Scholar
OVG Lüneburg im Beschluß vom 02.07.1979 — VII OVG B 52/76 — zum Kernkraftwerk Brunsbüttel, 15.Google Scholar
Czajka (Fn 144), DÖV 1982, 106.Google Scholar
Die schon vorhandenen Leitlinien der Reaktorsicherheitskommission (RSK) sind nicht gemeint, da sie im § 28 Abs. 3 S. 4 StrlSchV nicht erwähnt sind.Google Scholar
Die mit dem Begriff „Störfallvorsorge“ zum Ausdruck gelangte Zusammenschau des § 28 Abs. 3 S. 1 bis 4 StrlSchV mit § 7 Abs. 2 Ziff. 3 AtomG ist zulässig, da § 28 Abs. 3 StrlSchV für den Störfallbereich die erforderliche Schadensvorsorge konkretisiert; vgl. VG Schleswig, Urteil vom 17.03.1980–10 A 512/76 —, NJW 1980, 1299; ebenso OVG Lüneburg, Beschluß vom 17.10.1977, VII OVG B 22/77, DVB1 1978, 69.Google Scholar
Vgl. Schattke (Fn 152), 124.Google Scholar
Vgl. Schattke (Fn 152), 123.Google Scholar
S.o. IV 2 u. 3.Google Scholar
Darauf weist bereits das Adjektiv „hypothetisch“ hin.Google Scholar
Vgl. Schattke (Fn 1), ET 1982, 1086/1087.Google Scholar
Vgl. Michel (Fn 44), JuS 1961, 275.Google Scholar
Vgl. Engisch (Fn 59), 156.Google Scholar
Vgl. Engisch (Fn 59), 159.Google Scholar
Vgl. Schattke (Fn 1), ET 1982, 1087.Google Scholar
Vgl. Mumm/Schattke, Mehr Rechtssicherheit für Bürger, Betreiber und Behörden, DVB1 1982, 629/630.Google Scholar
Vgl. Amtliche Begründung zu § 28 StrlSchV, abgedruckt in Kramet-/Zerlett (Fn 149), § 28, 146-148.Google Scholar
Vgl. Lukes, Die nach dem Stand von Wissenschaft und Technik erforderliche Vorsorge gegen Schäden — Die Problematik des unbestimmten Rechtsbegriffes und seiner Konkretisierung, in 6. Deutsches Atomrechts-Symposium 1979, in Recht-Technik-Wirtschaft, 1979, Bd. 20, 67; Lukes/Feldmann/Knüppel (Fn 35), 185-189.Google Scholar
Vgl. Schenke, Die verfassungsrechtliche Problematik dynamischer Verweisungen, NJW 1980, 744.Google Scholar
Vgl. Schenke (Fn 174), NJW 1980, 745-747.Google Scholar
Sommer, Praktische Vernunft beim kritischen Reaktor, DÖV 1981, 659, Fn 38.Google Scholar
Schenke (Fn 174), NJW 1980, 747.Google Scholar
Vgl. Schenke (Fn 174), NJW 1980, 746.Google Scholar
Winters (Fn 61), 56, bezeichnet die StrlSchV sogar als „Grundgesetz des Strahlenschutzes im deutschen Recht.“Google Scholar
Vgl. auch Czajka (Fn 152) ET 1981, 540.Google Scholar
Auf den behördlichen Normadressaten weisen Kramer/Zerlett (Fn 149), § 28 Rdn 21 in ihrer gegenteiligen Argumentation hin.Google Scholar
Czajka (Fn 144), DÖV 1982, 106/107.Google Scholar
Vgl. Marburger, Die Regeln der Technik im Recht, 1979, 104.Google Scholar
Sog. RSK-Leitlinien, die nicht verwechselt werden dürfen mit den noch ausstehenden BMI-Leitlinien. Die RSK-Leitlinien erläßt allein die RSK ohne Mitverantwortung des BMI, während die BMI-Leitlinien nach Anhörung im Länderausschuß für Atomkernenergie und nach Beratung durch die RSK zustande kommen.Google Scholar
Vgl. Marburger (Fn 183), 195 u. 613.Google Scholar
Vgl. Marburger (Fn 183), 205.Google Scholar
Vgl. Marburger (Fn 183), 109.Google Scholar
S.o. II 2.Google Scholar
Nicklisch, Konkretisierung wissenschaftlich-technischer Standards bei der Genehmigung komplexer Großanlagen, BB 1981, 511.Google Scholar
Abgedruckt im BAnZ 1972, Nr. 172 und 1974, Nr. 193 sowie 1977, Nr. 147.Google Scholar
Vgl § 3 der Bekanntmachung über die Bildung eines KTA (Fn 190).Google Scholar
Vgl. § 7 der Bekanntmachung über die Bildung eines KTA (Fn 190).Google Scholar
Vgl. § 2 Abs. 1 Satz 1 und § 1 Abs. 2 der Bekanntmachung über die Bildung einer Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) i.d.F. v. 25.05.1973, BAnZ 1973, Nr. 118, 1; 1974, Nr. 87, 2.Google Scholar
Vgl. § 3 Abs. 1 der o.a. Bekanntmachung (Fn 193).Google Scholar
Vgl. § 1 Abs. 2 der Geschäftsordnung der RSK i.d.F. v. 25.04.1974 im BAnZ 1974, Nr. 87, 2.Google Scholar
Vgl. §§ 1 Abs. 1, 2 Abs. 1 Satz 1, 3 Abs. 1 der Bekanntmachung über die Bildung einer Strahlenschutzkommission (SSK) v. 19.04.1974, im BAnZ 1974, Nr. 92, 1 sowie § 3 Abs. 1 der Bekanntmachung der Geschäftsordnung der SSK v. 23.01.1975, im BAnZ 1975, Nr. 34, 1.Google Scholar
S.o. II 1.Google Scholar
Vgl. Ergebnisprotokoll der 167. RSK-Sitzung v. 01.07.1981, zu Punkt 7, 15.Google Scholar
Vgl. Nicklisch (Fn 189), BB 1981, 511; um Mißverständnissen vorzubeugen sei betont, daß die Berufung auf die jeweilige Mehrheitsauffassung nichts mit dem Demokratiegrundsatz zu tun hat. Vielmehr ergibt sich das Befolgen der jeweiligen Mehrheitsmeinung aus den immanenten Begriffsinhalten von Wissenschaft und Technik.Google Scholar
Vgl. im einzelnen Marburger (Fn 183), 200-205.Google Scholar
Vgl. im einzelnen Marburger (Fn 183), 210 f.Google Scholar
Vgl. im einzelnen Marburger (Fn 183), 223 f.Google Scholar
Vgl. Hanning, Umweltschutz und überbetriebliche technische Normung, 1976, 68.Google Scholar
S.o. V 3.2.5.Google Scholar
Vgl. Kramer/Zerlett (Fn 149), § 6 Rdn 13.Google Scholar
Vgl. Kopp, Kommentar zur Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO), 5. Aufl., 1981, § 108 Rdn 18 mwN.Google Scholar
S.o. I 2.Google Scholar
Da auch die Verwaltung gem. Art. 20 Abs. 3 GG an Gesetz und Recht gebunden ist, übt sie bei ihren Entscheidungen — wie die Gerichte — Rechtskontrolle aus. Dies zeigt sich besonders deutlich an der Ausgestaltung des atomrechtlichen Genehmigungsverfahrens als eines vorverlagerter Rechtsschutzverfahrens; vgl. Mumm/ Schattke (Fn 170), DVB1 1982, 629/630 mwN.Google Scholar
BVerfGE 49, 89 (136).Google Scholar
OVG Lüneburg, Beschluß vom 05.02.1981, VII OVG B 87/77, DVBl 1982, 34/35.Google Scholar
BVerfGE 49, 89(135).Google Scholar
Czajka (Fn 144), DÖV 1982, 108.Google Scholar
Begriff stammt von Fiedler, Beurteilungsspielraum „aus Sachnähe“? ET 1982, 582 u. 584.Google Scholar
Vgl. Fiedler, Rechtsschutz durch die Exekutive?, Rechtsstaatliche Probleme eines behördlichen Beurteilungsspielraums bei der Genehmigung von Kernkraftanlagen, in: Schriften der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste, Bd. 1: Rechtsstaat, Kulturerbe, Volksgruppe, 1980, 142; ders. (Fn 213), ET 1982, 582; ebenso — wenn auch sehr vorsichtig — Benda (Fn 34), ET 1981, 872; Wagner (Fn 3), BB 1982, 213, 215, 216.Google Scholar
Vgl. Schmitt-Glaeser, Planende Behörden, protestierende Bürger und überforderte Richter, Der Landkreis 1976, 448.Google Scholar
Vgl. Tettinger, Überlegungen zu einem administrativen Prognosespielraum, DVBl 1982, 432/433.Google Scholar
Vgl. Degenhart (Fn 50), ET 1981, 207.Google Scholar
Vgl. Ossenbühl, Die gerichtliche Überprüfung der Beurteilung technischer und wirtschaftlicher Fragen in Genehmigungen des Baus von Kernkraftwerken, DVBl 1978, 6/7/8.Google Scholar
Dieses Unbehagen kommt sehr deutlich bei Richter (Fn 4), ET 1982, 142 zum Ausdruck.Google Scholar
S.o. VI 1.3.Google Scholar
Vgl. im einzelnen VGH Baden-Württemberg (Mannheim), Urteil v. 25.06.1969, IV 716/66, ES VGH 20, 95 unter Hinweis auf BVerwG-Rechtsprechung.Google Scholar
Zur materiellen Beweislast, die auch im Verwaltungsprozeß anerkannt ist im Gegensatz zur formellen (prozessualen) Beweislast (Beweisführungspflicht), die es im Verwaltungsprozeß nicht gibt, vgl. Eyermann/ Fröhler, Kommentar zur VwGO, 8. Aufl. 1980, § 86 Rdn 5/Google Scholar
BVerfG, Beschluß vom 08.07.1982,–2 BvR 1187/80-, DVBl 1982, 944.Google Scholar
Tettinger (Fn 216), DVBl 1982, 433; zu ähnlichen Ergebnissen gelangt Bender (Fn 125), NJW 1979, 1431: „In der Tat wird sich die Begründung einer gerichtlichen Entscheidung insoweit, als sie sich auf eine solche ‚Bandbreite ‘der von Sachkennern vertretenen Auffassungen stützt, nicht beanstanden lassen … Nur wenn das Gericht die apostrophierten ‚Bandbreiten“ der Auffassungen naturwissenschaftlicher oder technischer Experten respektiert …, wird es der Gefahr dilettantischer Fehlschlüsse entgehen.“Google Scholar
Vgl. BVerfG v. 08.07.1982 (Fn 224), DVBl 1982, 944.Google Scholar
Schattke H. (1984) Wechselbeziehungen zwischen Recht, Technik und Wissenschaft — am Beispiel des Atomrechts. In: Roßnagel A. (eds) Recht und Technik im Spannungsfeld der Kernenergiekontroverse. VS Verlag für Sozialwissenschaften
DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-83941-1_7