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Matched Legal Cases: ['BGH', 'EuG', 'BGH', '§ 52', '§ 52', '§ 52', '§ 4']

ZKBW-Dialog Nr. 76 vom 10.07.2013 [BSZ Wiki]
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14. BSZ-Kolloquium findet am 19. September 2013 statt
Urheber- und Internetrecht – Open Access – Open Data
Lin|gu|is|tik – Portal für Sprachwissenschaft gestartet
Deutsche Nationalbibliothek (DNB) / ZDB
idw-Website aktualisiert
Registrierung für deutsche Kinofilme
ZKBW-Dialog Nr. 76 vom 10.07.2013
Das diesjährige BSZ-Kolloquium findet am Donnerstag, dem 19.09., an der Universität Konstanz statt. Ein Tag vorher, am 18.09., bietet das BSZ im Rahmen des Kolloquiums Anwendertreffen für aDIS-Kunden und zu Koha an. Das ausführliche Tagungsprogramm, das Anmeldeformular und Infos zur Stadt Konstanz stehen unter der Adresse http://www.bsz-bw.de/kolloquium/2013.html bereit.
Derzeit (Stand: 27.06.2013) nehmen insgesamt 225 (Teil-)Bibliotheken an der SWB-Online-Fernleihe teil (107 gebend und nehmend, 118 nur nehmend). Neu hinzugekommen sind die Bibliothek des Sächsischen Industriemuseums in Chemnitz <Ch 103> und die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften <Gl 2> in Görlitz (beide gebend und nehmend) sowie die Stadtbibliotheken Zwickau <163>, Annaberg-Buchholz (Sachsen) <539>, Dillingen/Saar <886>, Ellwangen/Jagst <1940> und Aue (Sachsen) <Ae 2> (alle nur nehmend).
Stadtbibliothek Ellwangen <1940>, Obere Straße 6, 73479 Ellwangen/Jagst, Tel. (07961) 84351, Fax (07961) 84350, E-Mail bibliothek@ellwangen.de, URL http://www.bibliothek-ellwangen.de ISIL DE-1940 SWB; BAW
Stadtbibliothek Oederan <1937>, Markt 7, 09569 Oederan, Tel. (037292) 27120, Fax (037292) 27270, E-Mail bibliothek@oederan.de, ISIL DE-1937; SAX; SWB
Bundestag verabschiedet Urheberrechtsnovelle: Der Bundestag hat am 27.06.2013 die Novelle zum Urheberrecht verabschiedet. Die Gesetzesnovelle sieht ein unabdingbares Zweitveröffentlichungsrecht für Autoren von wissenschaftlichen Beiträgen in Periodika vor, die überwiegend mit öffentlichen Mitteln gefördert wurden. Die Autoren dürfen ihre Beiträge nach einer Frist von zwölf Monaten seit der ersten Veröffentlichung „zu nicht gewerblichen Zwecken erneut öffentlich zugänglich machen“.
Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen und die KMK kritisierten die im Entwurf geplante Einschränkung auf „Forschungstätigkeiten, die im Rahmen der öffentlichen Projektförderung oder an einer institutionell geförderten außeruniversitären Forschungseinrichtung durchgeführt werden“. Damit würde Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Hochschulen das neue Zweitveröffentlichungsrecht verweigert, soweit deren Forschung nicht überwiegend mit öffentlichen Drittmitteln finanziert wird. Insbesondere in den sogenannten MINT-Fächern (= Unterrichts- und Studienfächer aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) wäre eine Embargofrist (also der Zeitraum zwischen Publikation und freier Zugänglichkeit) von sechs Monaten – statt der jetzt im Entwurf vorgeschlagenen zwölf Monate – angemessen. Diese kürzere Frist ermöglicht eine freie und öffentliche Zugänglichmachung neuer, aus Steuermitteln finanzierter wissenschaftlicher Erkenntnisse und trägt den berechtigten wirtschaftlichen Interessen der Verleger ausreichend Rechnung. Die Stellungnahme zum Referentenentwurf vom 08.03.2013 von Allianz und KMK ist unter http://www.allianz-initiative.de/fileadmin/user_upload/Stellungnahme_UrhR_KMK_Allianz_2013.pdf zu finden. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nahm die Stellungnahme der Allianz der Wissenschaftsorganisationen zum Anlass, eine kommentierte Fassung der Stellungnahme zu veröffentlichen und zu kennzeichnen, wo und warum ihn die Darstellungen und Argumente der Allianz nicht zu überzeugen vermochten. Die Handreichung der Allianz der Wissenschaftsorganisationen mit Anmerkungen des Börsenvereins ist unter http://www.boersenverein.de/sixcms/media.php/976/Zweite_Stellungnahme_Boev_Dritter_Korb.pdf nachzulesen.
Außerdem regelt die Novelle die nichtkommerzielle Nutzung von Büchern, Musikstücken und Filmen, die vergriffen sind oder deren Rechteinhaber nicht mehr zu ermitteln sind. Auch „verwaiste Werke“, die noch nicht erschienen oder gesendet, aber der Öffentlichkeit mit Zustimmung des Rechtsinhabers zugänglich gemacht wurden, sind dabei erfasst. Die Ergänzung bezieht sich auch auf Manuskripte, die in Bibliotheken einsehbar sind. Mit der Neuregelung setzt die Bundesregierung eine einschlägige EU-Richtlinie um. Bibliotheken, Archive und Rundfunkanstalten erhalten auf diese Weise die Möglichkeit, Vorlagen zu digitalisieren und ins Internet zu stellen. Der Digitalisierung und Veröffentlichung muss eine „sorgfältige Suche“ nach möglichen Rechteinhabern vorausgegangen sein. Zusammen mit dem Gesetz wurde auch ein Entschließungsantrag verabschiedet, der die Bundesregierung auffordert, weitere Anstrengungen zur Unterstützung von Open Access zu unternehmen. Weitere Infos zum Gesetzentwurf sind der Drucksache 17/13423 des Deutschen Bundestages zu entnehmen (http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/134/1713423.pdf). Das Gesetz muss zusätzlich noch den Bundesrat passieren. Da der Bundestag das Gesetz erst am 27.06.2013 verabschiedet hat, dem Bundesrat eine Beratungsfrist von drei Wochen zur Verfügung steht, aber keine Verkürzungsfrist für die Beratung beantragt wurde, soll über das Gesetz erst in der nächsten Sitzung des Bundesrats am 20.09.2013 debattiert und abgestimmt werden (nach: heise online vom 28.06.2013, Börsenverein online vom 06.06.2013 und dbv-Newsletter Nr. 7 vom 03.07.2013 / aktuelle Information vom 05.07.2013).
Sammlung zum Internetrecht aktualisiert: Thomas Hoeren (Universität Münster) und seine Mitarbeiter haben das Kompendium „Internetrecht“, das die Rechtsprechung und Gesetzgebung zu dem Thema in Deutschland zusammenfasst, aktualisiert. Das 560 Seiten umfassende E-Book steht als PDF-Datei zum kostenlosen Download bereit.
Institut für Urheber- und Medienrecht informiert über Neuigkeiten: Das Institut für Urheber- und Medienrecht in München veröffentlicht laufend News zu seinen Themengebieten. Wer aktuell zu Urheberrechtsfragen informiert sein will, sollte die News-Seite aufrufen (http://www.urheberrecht.org/news/).
Bericht „Urheberrecht“ der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“: Die Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ hat sich u. a. auch mit dem Thema Urheberrecht auseinandergesetzt. Das Dokument steht unter http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/078/1707899.pdf zur Verfügung. In welchem Ausmaße kontrovers diskutiert wurde, macht die Berücksichtigung so genannter „Sondervoten“ (vor allem der Fraktion DIE LINKE, aber auch der SPD, der CDU/CSU, des Bündnis 90/DIE GRÜNEN und mehrerer Sachverständiger) deutlich.
Baden-Württemberg und Verbraucherzentrale fordern Reform des Urheberrechts: Am 06.06.2013 haben das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg und der Verbraucherzentrale Bundesverband – vzbv - ein Positionspapier zur verbrauchergerechten Reform des Urheberrechts vorgelegt. Das Papier ist unter http://www.mlr.baden-wuerttemberg.de/mlr/presse/Positionspapier_MLR_vzbv.pdf abrufbar. Wesentlich ist dem Positionspapier zufolge das Recht auf Privatkopie, das als unabdingbares, vollwertiges Nutzerrecht gesetzlich verankert werden soll. Daneben müsse das Urheberrecht an neue Kommunikationsformen angepasst werden: Für Internetnutzer ist das Posten und Teilen von Inhalten im Internet Alltag. Wenn dahinter keine kommerziellen Interessen stehen, müssten solche mittlerweile üblichen Nutzungsformen im Urheberrecht erlaubt werden. Weiterhin stellt das Positionspapier fest, dass die gegenwärtige Ungleichbehandlung von analogen und digitalen Gütern für Verbraucherinnen und Verbraucher unbefriedigend ist. Für Verbraucher sei es nicht nachvollziehbar, warum sie beispielsweise ein Buch weiterverkaufen oder verschenken dürfen, ein legal erworbenes E-Book aber nicht.
Branchenverband Bitkom fordert Reform des Urheberrechts: Anlässlich des Welttags des geistigen Eigentums am 26.04. hat der Branchenverband Bitkom (= Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) eine Urheberrechtsreform in der nächsten Legislaturperiode gefordert. In einem "Whitepaper Urheberrecht" fasst der Verband seine Vorstellung von einem modernen Urheberrecht zusammen: Der Verband fordert ein technologieneutrales Urheberrecht und verlangt, das Abmahnunwesen zu stoppen und die Pauschalabgaben auf Geräte und Speichermedien abzuschaffen.
Weiterverkauf „gebrauchter“ E-Books nicht erlaubt: Das Landgericht Bielefeld hat entschieden, den sogenannten Gebrauchtverkauf von E-Books und anderen digitalen Dateien ohne Zustimmung des Rechtsinhabers als urheberrechtswidrig einzustufen. Die Entscheidung bestätigt die herrschende juristische Auslegung des europäischen und deutschen Rechts, dass Urheberrechte an digitalen Werken anders als solche an physischen Werkstücken nicht der sogenannten Erschöpfung unterliegen. In dem Verfahren hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband e. V. gegen zwei Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Internetportals geklagt, die Erwerb und Nutzung von E-Books und Hörbüchern betreffen. Darin wird den Kunden untersagt, die von ihnen heruntergeladenen Inhalte weiterzuverkaufen. Das Landgericht Bielefeld hat die Gültigkeit dieser Bedingungen bestätigt und die Klage abgewiesen (nach: Börsenblatt online vom 19.04.2013).
Urheberrecht für „ausübende Künstler“: Musiker, Sänger, Komponisten und Texter profitieren künftig 20 Jahre länger als bisher von ihren Liedern und Kompositionen. Der Bundestag verlängerte Ende April 2013 den Urheberschutz für „ausübende Künstler“ von 50 auf 70 Jahre. Bei Musikstücken mit Text setzt die 70jährige Schutzfrist sogar erst nach dem Tod des am längsten lebenden Urhebers ein. Mit der Reform setzte der Bundestag eine entsprechende EU-Richtlinie um. Bislang erloschen die Rechte auf das Werk 50 Jahre nach Veröffentlichung der jeweiligen Aufnahme. Der Bundesrat hat am 08.06.2013 gegen das Gesetz keine Einwände erhoben.
Europäischer Gerichtshof billigt Urheberrechtsabgaben auf Drucker: In einem Vorlagebeschluss auf Antrag des Bundesgerichtshof (BGH) hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass auf in Deutschland verkaufte Drucker eine Urheberrechtsabgabe erhoben werden darf (Aktenzeichen C-457/11 bis C-460/11). Ausgangspunkt waren Verfahren vor dem BGH, in denen Hewlett Packard, Canon, Epson, Kyocera, Xerox und Fujitsu gegen die deutsche Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) klagten (nach: heise online vom 27.06.2013).
Urheberrechtsausnahmen für Blinde: Eine Konferenz der World Intellectual Property Organisation (WIPO) hat sich am 21.06.2013 in Marrakesch auf eine globale Urheberrechtsausnahme für Blinde verständigt. Das neue WIPO-Abkommen verpflichtet nicht nur alle Unterzeichner, Schrankenregelungen in ihren Urheberrechten vorzusehen. Vor allem erlaubt es Blindenorganisationen künftig die Weitergabe von Werken in für Blinde und Sehbehinderte zugänglichen Formaten über Grenzen hinweg (nach: heise online vom 27.06.2013). Demnach werden auch Bibliotheken künftig leichter Material in Blindenschrift zur Verfügung stellen können. IFLA hat sich ebenfalls bei der WIPO Konferenz engagiert und die Vereinbarung in einer Stellungnahme ausdrücklich unterstützt (http://www.ifla.org/node/7783).
Google News sichert sich gegen Leistungsschutzrecht ab: Online-Medien, deren Nachrichten auch in Zukunft von Google News (https://news.google.de/) verbreitet werden sollen, müssen künftig dem Suchmaschinenbetreiber ihr Einverständnis erklären. Google will sich damit vor den rechtlichen Unklarheiten des Leistungsschutzrechts schützen. Dieses auf Betreiben einiger großer Presseverlage entworfene Gesetz hat trotz heftiger Kritik aus der Internet-Gemeinde alle rechtlichen Hürden genommen und wird am 01.08.2013 in Kraft treten (nach: heise online vom 21.06.2013).
Großbritannien lockert Gesetz zur Nutzung verwaister Werke: Mit einem neuen Gesetz hat die britische Regierung das Urheberrecht im Bezug auf die Nutzung verwaister Werke erheblich gelockert, um diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen zu können. Laut der neuen Regelung soll der Nutzer im Zweifelsfall nur noch glaubhaft darlegen müssen, dass er gewissenhaft nach dem Urheber eines Werkes gesucht habe. Könne der Rechteinhaber danach nicht ausfindig gemacht werden, stehe es dem Nutzer frei, das Werk nach Belieben zu nutzen. Für den Fall, dass der Urheber doch noch ausfindig gemacht werde, soll eine bestimmte Lizenzgebühr treuhänderisch bei einer unabhängigen Stelle hinterlegt werden (nach: http://www.urheberrecht.org/news/p/4/i/4935/).
Intellectual Property Office legt Gesetzesentwurf zur Reform des Urheberrechts vor: Das Intellectual Property Office (IPO), die britische Behörde für geistiges Eigentum, ist mit einem Gesetzesentwurf zur Modernisierung des Urheberrechts an die Öffentlichkeit getreten und sucht nach öffentlicher Zustimmung zu den Reformen. Die Vorschläge umfassen neue Ausnahmeregelungen für Privatkopien, Parodien und das Zitatrecht. Bei Zitaten sollen Verlinkungen und das Verwenden werbender Zitate auf Klappentexten geregelt werden. Auch der akademische Bereich ist von den Änderungen betroffen. Mit den Gesetzesänderungen sollen die bestehenden Copyright-Regelungen der digitalen Welt angepasst werden. Ihre Grundlage finden sie in den von der britischen Regierung übernommenen Empfehlungen des Hargreaves Review of Intellectual Property and Growth, einer Studie vom Mai 2011, darüber, ob und in welchem Umfang das Vereinigte Königreich die von der EU-Urheberrechtsrichtlinie (2001/29/EG) geforderten Urheberrechtsschranken übernehmen muss (nach: Börsenblatt.net vom 18.06.2013).
Bibliothek. Forschung und Praxis 37 (2013) H.1. Schwerpunkt Urheberrecht
Unter dem Titel „Urheberrecht für die Wissensgesellschaft: Herausforderungen in der digitalen Welt“ veranstaltete der dbv am 25.10.2012 ein Fachsymposium im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Fünf von sechs ausgearbeiteten Texten haben die Vortragenden für die Schwerpunktausgabe der Fachzeitschrift Bibliothek. Forschung und Praxis zur Verfügung gestellt: Wolfgang Marquardt (Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates in Köln). Urheberrecht und Open Access: Rahmenbedingungen für die Wissenschaft; Rolf Schwartmann (Kölner Forschungsstelle für Medienrecht an der FH Köln). Angemessene Schranken des Wissenschaftsurheberrechts in Zeiten der Digitalisierung; Albrecht Hauff (Georg Thieme Verlag Stuttgart). Wissenschaftliche Publikationen und 'freier' Zugang – alternative Geschäftsmodelle oder Freibier für alle?; Gabriele Beger (SUB Hamburg). Das 1 x 1 eines wissenschaftsfreundlichen Urheberrechts; Rainer Kuhlen (Berlin). Erfolgreiches Scheitern revisited – in Richtung einer allgemeinen Wissenschaftsklausel.
Beger, Gabriele. „Fairer Interessenausgleich zwischen Kreativen und Nutzern: Der Fachausschuss Urheberrecht des Deutschen Kulturrats“. Buch und Bibliothek 65 (2013) H.6. S.453-454.
Die Direktorin der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg informiert über den Fachausschuss Urheberrecht des Deutschen Kulturrats, der die Möglichkeit eröffnet, an der kultur- und wissenschaftspolitischen Weiterentwicklung urheberrechtlicher Fragestellungen mitzuwirken. Digitalisierung und Internet haben auch die Bibliotheken vor neue Herausforderungen gestellt, die sich in einer Reform des Urheberrechts niederschlagen müssen. Dieser Prozess kann nur in einem gemeinsamen Diskurs erfolgreich gelöst werden.
Fischer, Julian. „Das Ende für den Newsletter!?“. DFN Mitteilungen Ausgabe 84 / Mai 2013. S.42-46.
„Bisher konnte davon ausgegangen werden, dass die Frage, wann die Zusendung von Newslettern zulässig ist, sich nach dem sogenannten 'Double-Opt-In-Verfahren' bestimmt. Dabei gibt der Adressat zunächst seine E-Mail-Adresse an und erhält daraufhin einen Bestätigungslink zugeschickt, um sicherzustellen, dass er die Eintragung auch tatsächlich vorgenommen hat. Diese bisherige Praxis hat das Oberlandesgericht München mit Urteil vom 27.09.2012 (Az.: 29 U 1682/12) nunmehr in Frage gestellt, indem es die per E-Mail verschickte Bitte um Bestätigung eines Newsletter-Abos als belästigende Reklame und somit als Spam angesehen hat. Die Konsequenz dieser Ansicht wäre, dass das dargestellte Verfahren nicht mehr angewandt werden könnte, da bereits die Bestätigungs-E-Mail des Anbieters unzulässige Werbung darstellt. Anderweitige Vorschläge für den rechtskonformen Versand eines Newsletters bleibt das Gericht jedoch schuldig“ (nach dem Abstract). Der Autor setzt sich mit dem Urteil auseinander.
Picco-Schwendener, Anna. „DICE (Digital Copyright for eLearning): das Urheberrecht im Kontext von Unterricht und Lehre“. arbido 4 / 2012. S. 16-18.
„DICE unterstützt Schweizer Hochschulen und ihre Mitarbeiter im Umgang mit Urheberrecht und digitalen Medien. Dafür hat DICE eine Methodologie aus vier Fragen entwickelt. Diese wird in einem Handbuch ausführlich erläutert und kann anhand von verschiedenen Online-Fallstudien angewendet werden. Diese Hilfsmittel erlauben es auch Personen ohne juristischen Hintergrund, Urheberrechtsfragen bis zu einem gewissen Grade selber anzugehen. Alle Ressourcen stehen auf der offiziellen DICE-Website (http://www.diceproject.ch) frei zugänglich zur Verfügung“ (nach dem Abstract).
Thinius, Susanne. „Wissenschaftsparagraph geht in die Verlängerung: Dritter Anlauf für § 52a Urheberrechtsgesetz“. DFN Mitteilungen Ausgabe 84 / Mai 2013. S.40-41.
§ 52a UrhG erlaubt es als sogenannte „Schrankenregelung des Urheberrechts“ Hochschulen und schulischen Einrichtungen, veröffentlichte Werkteile, Werke geringen Umfangs sowie einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften für einen bestimmt abgegrenzten Kreis von Unterrichtsteilnehmern zum Online-Abruf (beispielsweise im Intranet) bereitzustellen. § 52a wurde Ende letzten Jahres bis zum 31.12.2014 verlängert. Die Verlängerung muss zwar als positiv bewertet werden, bringt aber auch eine erhebliche Rechtsunsicherheit mit sich. Die Hochschulen fordern die gänzliche Entfristung der Norm, damit sie den Betrieb ihrer E-Learning-Plattformen verlässlich planen können; die Wissenschaftsverlage dagegen plädieren für eine komplette Abschaffung der Norm.
Universität Heidelberg verstärkt ihre Open Access-Aktivitäten: Senat und Rektorat der Universität Heidelberg haben eine Open Access Policy verabschiedet, in der die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität ermuntert werden, ihre Forschungsergebnisse im Open Access zugänglich zu machen (http://www.uni-heidelberg.de/universitaet/profil/openaccess/). Bei zugangsbeschränkten Verlagspublikationen empfiehlt die Universität zudem, auf die Abtretung ausschließlicher Nutzungsrechte zu verzichten. Gleichzeitig wurde die Universitätsbibliothek mit der Koordination dieses Aufgabengebiets betraut.
Universität Freiburg beantragt erfolgreich Open Access-Fördermittel: Die Universität Freiburg hat sich auch 2013 erfolgreich bei der DFG um Fördermittel zur Finanzierung des Open-Access-Publikationsfonds beworben. Die DFG unterstützt im Rahmen des Förderprogramms „Open Access Publizieren“ die primäre Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in Open-Access-Zeitschriften („Goldener Weg“). Wenn Angehörige der Universität Freiburg ihre Arbeit in einer Open-Access-Zeitschrift publizieren möchten, können aus diesen Mitteln auf Antrag die Publikationskosten übernommen werden. Mehr Informationen zum Publikationsfonds sind unter http://www.ub.uni-freiburg.de/index.php?id=oapf erhältlich. Für Open-Access-Publikationen auf dem „Grünen Weg“ (Parallelveröffentlichung einer Verlagspublikation) steht in bewährter Weise das institutionelle Repositorium FreiDok (http://www.freidok.uni-freiburg.de/) zur Verfügung.
GBV hostet Kopie des DOAJ: Der Gemeinsame Bibliotheksverbund (GBV) führt eine Kopie des Directory of Open Access Journals (DOAJ), das im Original von der Universität Lund gehostet wird. Die Datenbank bietet einen Überblick zu allen über Open Access zugänglichen wissenschaftlichen Zeitschriften, die über ein ausreichendes Qualitätskontrollsystem verfügen und nicht auf bestimmte Sprachen oder Themen beschränkt sind. Derzeit (Stand: Mai 2013) sind 9.119 Zeitschriften mit circa 1.133.538 Artikeln nachgewiesen. Die Datenbank-Kopie, die in Zukunft wöchentlich aktualisiert wird, ist unter http://gso.gbv.de/DB=1.91/ erreichbar.
DINI-Zertifikat für ElliNET: Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) hat das Fachrepositorium ElliNET (http://www.zbmed.de/publikationsservice/ellinet.html) der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) im Dezember 2012 mit dem DINI-Zertifikat 2010 für Dokumenten- und Publikationsservices ausgezeichnet. Das DINI-Zertifikat, das derzeit in der dritten Version vorliegt, ist ein Qualitätssiegel für Open-Access-Angebote. ElliNET (= Elektronische Literatur im Netz) bietet AutorInnen die Möglichkeit, wissenschaftliche Texte aus den Fachgebieten Medizin, Gesundheit, Ernährung, Umwelt und Agrarwissenschaften nach den Grundsätzen des Open Access kostenfrei elektronisch zu veröffentlichen.
HAB Wolfenbüttel nutzt Creative Commons Lizenz BY-SA: Die Herzog August Bibliothek <23> in Wolfenbüttel digitalisiert seit 1999 Teile ihrer Bestände und bietet sie kostenfrei über das Internet an. Inzwischen sind mehr als 2,8 Millionen Seiten digitalisiert und über 17.000 alte Drucke und Handschriften verfügbar. In den letzten Jahren wurde die Frage der Lizenzierung der Digitalisate immer drängender, da der Bedarf an nachnutzbaren Digitalisaten seitens der Forschung wuchs. Um Klarheit zu schaffen und der Forschung ein offenes und nachnutzbares Angebot zu machen, hat die Bibliothek ihre Nutzungsordnung angepasst und ihre Digitalisate unter eine Creative Commons Lizenz BY–SA gestellt (zu den unterschiedlichen Creative Commons Lizenzen vgl. den betr. Wikipedia-Eintrag), die eine freie Nutzung und Wiederveröffentlichung unter der Bedingung erlaubt, dass die Quelle genannt wird und die Weitergabe unter gleichen freien Bedingungen erfolgt. Auch die von der Bibliothek erstellten Volltexte und digitalen Editionen fallen unter diese Lizenz.
G8-Staaten sprechen sich für Open Access und Open Data aus: Am 12.06.2013 trafen sich in London die Wissenschaftsministerinnen und Wissenschaftsminister der acht großen Industrienationen, um zu beraten, wie Transparenz, Kohärenz und Koordination der weltweiten wissenschaftlichen Forschung verbessert werden kann. In der Erklärung der G8-Staaten heißt es, dass durch den schnellen und weltweiten Zugang zu Forschungsergebnissen über das Internet globale Herausforderungen besser bewältigt werden können und die sozialen und ökonomischen Vorteile, die aus Forschung resultieren, maximiert werden. Daher sehen sich die G8-Staaten dazu verpflichtet, den freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen (Open Access) und den freien Zugang zu wissenschaftlichen Forschungsdaten (Open Data) zu fördern (nach: SLUBlog vom 17.06.2013).
EU unterstützt Open Access-Plattform: Die Europäische Kommission fordert den freien Zugang zu allen Dokumenten und Daten von Forschungsprojekten, die von der EU finanziert werden. Zur Umsetzung soll die Plattform iCordi = International Collaboration on Research Data Infrastructure (https://www.icordi.eu/) dienen, die ursprünglich zum Austausch von Forschungsdaten zwischen Europa und den USA gegründet wurde.
Globaler Forscherrat verabschiedet Leitlinien für den freien Austausch von Forschungsergebnissen und Forschungsdaten: Leitlinien zur Veröffentlichung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse und Forschungsdaten sind Ende Mai 2013 beim Jahrestreffen des globalen Forscherrates GRC (Global Research Council) in Berlin verabschiedet worden. Vertreter von rund 70 Forschungsförder- und Forschungsorganisationen aus aller Welt sowie Repräsentanten aus Wissenschaft und Wissenschaftspolitik hatten an dem Treffen teilgenommen. Sie kamen darin überein, dass der offene Austausch von Forschungsdaten auch die Qualität von Forschung verbessere. Die Umsetzung des Aktionsplanes erfordere aber ein Zusammenspiel von Wissenschaftlern, Universitäten, Wissenschaftsorganisationen, Bibliotheken und Verlagen. Peter Strohschneider, Präsident der DFG, bezeichnete den freien Zugang zu Forschungsergebnissen als „zentrales Paradigma der wissenschaftlichen Kommunikation“ in den kommenden Jahren.
Open Access Netzwerk Österreich: Auf der Website des Open Access Netzwerks Austria (http://www.oana.at/) finden sich aktuelle Informationen zum Thema Open Access in Österreich. Das Open Access Netzwerk Austria (OANA) wurde 2012 unter dem organisatorischen Dach von Wissenschaftsfonds (http://www.fwf.ac.at/) und der Österreichischen Universitätenkonferenz (http://www.uniko.ac.at/) eingerichtet.
Frankreich – Open Access für die Forschung: Am 02.04.2013 wurde in der Académie des Sciences in Paris ein Partnerschaftsabkommen über offene Archive und die Open Access-Plattform HAL (Hyper Articles en ligne) unterschrieben. Ziel des Partnerschaftsabkommens ist der koordinierte Aufbau offener Archive durch die Gemeinschaftsplattform HAL und ihre Verbindung zu institutionellen Archiven von Partnereinrichtungen. HAL wird wissenschaftliche Artikel und Doktorarbeiten von französischen und ausländischen Hochschulen sowie öffentlichen und privaten Laboren sammeln und veröffentlichen. 220.000 Dokumente, darunter 34.000 Open Access-Dissertationen, stehen bereits zur Verfügung, monatlich kommen 2.800 neue Artikel hinzu.
Informationsplattform bietet News zum Thema Open Access: Weitere aktuelle Nachrichten zum Thema Open Access bringt die gleichnamige Informationsplattform auf ihrer Homepage (http://open-access.net/). Die Plattform hat das Ziel, den steigenden Informationsbedarf zum Thema Open Access zu decken. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet sie eine moderierte Mailing-Liste an, informiert grundlegend über das Thema Open Access und ermöglicht eine Suche nach Open-Access-Publikationen aller beteiligten Repositorien.
Neuer Helmholtz Open Access Newsletter: Der 44. Helmholtz Open Access Newsletter ist erschienen. Er kann unter http://oa.helmholtz.de/index.php?id=339 abgerufen werden.
Open Access Tage 2013: Die Open Access Tage 2013 finden vom 01.-02.10.2013 in Hamburg statt. Gastgeber sind die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg und die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in Kiel und Hamburg. Die Veranstaltung findet in der SUB Hamburg statt.
Bernius, Steffen; Hanauske, Matthias; Dugall, Berndt; König, Wolfgang. „Exploring the effects of a transition to open access: Insights from a simulation study“. Journal of the American Society for Information Science and Technology 64 (2013) H.4. S.701-726.
„Eine Simulationsstudie zu den Auswirkungen unterschiedlicher Open-Access-Modelle auf die Wissenschaftskommunikation ergab, dass das System der Wissenschaftskommunikation vor dem Hintergrund der Relation von Kosten und Nutzen am stärksten von einer weitreichenden Umstellung auf das so genannte Green Open Access profitieren würde. Der Vorteil wäre hierbei die Unabhängigkeit von der Verfügbarkeit bestimmter Zeitschriften. Dennoch kann das subskriptionsbasierte Zeitschriftenmodell parallel in gewissem Umfang Bestand haben. Der Goldene Weg (Gold Open Access) wird von den Autoren dann als sinnvoll gesehen, wenn er die einzige Option ist, die Inhalte der Top-Zeitschriften überhaupt per Open Access zugänglich zu machen“ (nach der Zusammenfassung in: dasbibliothekswissen.de vom 07.03.2013).
Hanke, Mirko; Heinrich, Indra. „Der weite Weg zu Open Science: Bericht zur Podiumsdiskussion 'Open Science – Chancen und Herausforderungen der digitalen Wissenschaft' am 23. Oktober 2012 an der Humboldt-Universität zu Berlin“. ZfBB 60 (2013) H.1. S.34-39.
Die beiden Autoren fassen die Podiumsdiskussion zusammen, zu der die Humboldt-Universität am 23.10.2012 anlässlich der sechsten weltweiten Open Access Week vom 22. bis 28.10.2012 in das Auditorium des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums eingeladen hatte.
BSZ veröffentlicht SWB-Daten als Open Data: Als Beitrag zum Semantic Web veröffentlicht das BSZ - wie bereits angekündigt - Titelsätze aus der Katalogdatenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) als Open Data (http://swblod.bsz-bw.de/od/). Updates werden monatlich zur Verfügung gestellt; die Bereitstellung als Linked Open Data ist als nächster Schritt geplant. Mehr Informationen zu Linked Open Data und Open Access stehen im Verbundsystem-Wiki (https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=v-team:daten:openaccess:start) zur Verfügung.
ZDB-Titeldaten als Linked Data Service: Die ZDB bietet seit April 2012 ihre Titeldaten als Linked Data an. Damit schließt die ZDB als eine der größten Datenbanken im Bereich fortlaufender Sammelwerke eine Lücke in der Linked Library Data Cloud. Die Bereitstellung der ZDB-Titeldaten als Linked Data ermöglicht die Nachnutzung der Daten im Semantic Web sowohl innerhalb als auch außerhalb der Bibliothekswelt. Der ZDB Linked Data Service bietet im ersten Schritt nur eine Teilmenge an Daten eines Titels an. Perspektivisch wird die ZDB zusammen mit Der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) den Umfang der bibliographischen Angaben erweitern. Über 1,6 Millionen Titel können über den ZDB Linked Data Service referenziert werden. Aktuelle Infos zum ZDB Linked Data Service stehen unter http://www.zeitschriftendatenbank.de/services/schnittstellen/linked-data/ zum Abruf bereit.
SLUB Dresden startet Infrastrukturprojekt: Die SLUB Dresden <14> hat im Mai 2013 mit der UB Leipzig, erfahrenen Wissenschaftlern und Firmenpartnern ein großes Infrastrukturprojekt gestartet. Ziel des Projektes ist der Aufbau einer Plattform für das Management und die tiefe Semantisierung bibliographischer Daten, die Verlinkung mit weiteren bibliothekarischen Daten sowie Nutzungs- und Geschäftsdaten und die Bereitstellung für Bibliothekskataloge und Electronic Resource Management Systeme. Dabei soll die Datenmanagementplattform nicht nur Linked Open Data nutzen, sondern auch solche Daten erzeugen und für das Semantische Web bereitstellen. In einem ersten Anwendungsfall soll ein Electronic-Resource-Management-System implementiert werden, das die semantischen Daten intelligent nutzt und dadurch Mehrwerte bietet. Diese Mehrwerte kommen zunächst einmal Bibliothekaren in ihrer täglichen Arbeit zugute. Dennoch hat die SLUB bei ihrem Vorhaben vor allem ihre Benutzer und die weltweite (Wissenschafts-)Community im Blick. Sie gewinnen durch das Projekt, weil sein unmittelbares Resultat eine deutlich verbesserte Auffindbarkeit und Vernetzung der Bibliotheksressourcen sein wird. Das Projekt wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert (nach: SLUBlog vom 14.05.2013).
Adressdaten der Deutschen ISIL-Agentur als Linked Data Service: Seit Juni 2013 sind mehr als 14.000 Adressdaten der Deutschen ISIL-Agentur (http://sigel.staatsbibliothek-berlin.de/) zu deutschen Kultureinrichtungen aller Art als Linked Data verfügbar. Die größten Gruppen in dieser Zusammenstellung bilden Museen und Bibliotheken, aber auch rund 500 Archive sowie andere Einrichtungen sind enthalten. Damit wird die Nachnutzung dieser Daten im Semantic Web sowohl innerhalb als auch außerhalb der Bibliothekswelt ermöglicht. Der Linked Data Service Adressdaten bietet Adressinformationen aus erster Hand, mit ständig aktualisierten Angaben. Dabei legt der Service seinen Schwerpunkt auf Kernelemente der Adressen und hält damit die Datenstruktur übersichtlich. Die Dokumentation des Services und Kontaktdaten sind der Informationsseite http://sigel.staatsbibliothek-berlin.de/suche/linked-data-service/ zu entnehmen.
Linked-Open-Data-Dienst des hbz: lobid.org (http://lobid.org/about) ist der Linked-Open-Data-Dienst des Hochschulbibliothekszentrums des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz). Das Akronym „lobid“ steht für Linking Open Bibliographic Data. Das Ziel des hbz ist die Konvertierung existierender bibliographischer Daten und verwandter Daten zu Linked Open Data. Bisher sind im Rahmen von lobid.org zwei - noch experimentelle - Dienste entstanden: lobid-resources und lobid-organisations. Während der erste Dienst sich zum Ziel gesetzt hat, Metadaten bibliographischer Ressourcen als Linked Open Data bereitzustellen, stellt der zweite Service ein internationales Linked-Data-basiertes Verzeichnis von Bibliotheken und verwandten Institutionen bereit. Beide Dienste finden sich noch in einem experimentellen Stadium. Im Linked-Open-Data-Wiki des hbz, das von lobid.org aus erreichbar ist, finden sich aktuelle Nachrichten und Informationen zu hbz-Projekten im Bereich Linked Open Data sowie eine Übersicht der aktuellen Open-Data-Exporte.
DNB stellt ihre Daten im MARC 21-Format kostenfrei zur Verfügung: Alle Titeldaten der Deutschen Nationalbibliothek (DNB), die unter Creative Commons Zero-Bedingungen zur freien Nachnutzung angeboten werden, stehen im Format MARC 21 als Gesamtpaket kostenlos zur Verfügung. Der Umfang beträgt mehr als 11,5 Millionen Titeldaten. Mit einer Creative Commons Zero-Lizenz (CC0) werden derzeit die Titeldaten bis einschließlich Bibliografiejahrgang 2011 angeboten. Für die Nutzung ist eine kostenfreie Anmeldung erforderlich. Titeldaten des laufenden und des vorhergehenden Jahres sind kostenpflichtig. Die kostenfreien Daten werden jeweils im ersten Quartal jeden Jahres um einen Jahrgang ergänzt. Die DNB plant, ab Mitte 2015 sämtliche Daten in allen Formaten kostenlos und unter CC0-Bedingungen zur freien Nachnutzung zur Verfügung zu stellen. Weitere Infos zum Linked Data Service der DNB stehen unter http://www.dnb.de/DE/Service/DigitaleDienste/LinkedData/linkeddata_node.html bereit.
SWIB13 in Hamburg: Die SWIB13 = Semantic Web in Libraries Conference (http://swib.org/swib13) findet vom 25. bis 27.11.2013 in Hamburg statt. Ausrichter der Tagung sind das hbz und die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz Informationszentrum Wirtschaft. Konferenzsprache ist Englisch. Die Folien und Videos der SWIB12, die im November letzten Jahres in Köln stattfand, stehen unter http://swib.org/swib12/programme.php zum Abruf bereit. Ein Bericht über die SWIB12 in Köln war in der Zeitschrift ZfBB zu lesen: „SWIB12 – Semantic Web in Bibliotheken 2012: Towards an International Linked Open Data Library Ecosystem“. ZfBB 60 (2013) H.2. S.85-88. - Seit 2009 veranstalten die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) und das hbz jedes Jahr gemeinsam die Konferenz 'Semantic Web in Bibliotheken' (SWIB). 2012 fand die SWIB vom 26. bis 28.November in Köln statt und stand unter dem Motto 'Towards an International LOD Library Ecosystem'. Timo Borst, Aenne Löhden, Joachim Neubert (alle ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft Kiel/Hamburg) und Adrian Pohl (hbz) berichten über die Konferenz.
Historische Pressearchive der ZBW als Linked Open Data: Die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft <206/206 H> in Kiel und Hamburg hat ihre historischen Pressearchive als Linked Open Data (in einer Beta-Version) bereitgestellt (http://zbw.eu/beta/p20/about.de.html). Knapp 7000 Personen- und Firmendossiers mit 250.000 Presseartikeln und Geschäftsberichten werden damit eindeutig adressier- und zitierbar, können mit dem DFG-Viewer bequem angezeigt werden und sind mit Daten in der Linked Data Cloud verknüpft. Die Bereitstellung der Pressearchive als Open Data ist ein Projekt im Rahmen von ZBW Labs (http://zbw.eu/labs/). Die Abteilung „Innovative Informationssysteme und Publikationstechnologien“ (IIPT) der ZBW stellt hier innovative Anwendungen und (Web-)Services vor, die noch keinen Eingang in den Regelbetrieb gefunden haben, sondern als Prototypen und Beta-Versionen laufend erweitert und verbessert werden.
EU-Staaten erleichtern Zugang zu öffentlichen Daten: Die EU-Mitgliedsstaaten haben am 10.04.2013 empfohlen, dass Unternehmen und Bürger in Zukunft leichter Zugang zu Informationen haben sollen, die von öffentlichen Stellen gesammelt werden. Damit hat jeder Bürger und jedes Unternehmen erstmals das Recht, die offenen Daten gratis oder zu niedrigen Kosten in digitaler Form zu bekommen. Für Reproduktion, Bereitstellung und Verbreitung der Daten dürfen die Behörden höchstens die Grenzkosten berechnen. Als Informationen des öffentlichen Sektors gelten nicht personenbezogene Daten, die von Stellen des öffentlichen Sektors erzeugt, gespeichert oder gesammelt werden. Studien zeigen, dass eine größere Verfügbarkeit öffentlicher Daten der Wirtschaft einen Schub im Umfang von mehreren zehn Milliarden Euro geben könnte. Erstmals sind auch Bibliotheken, Museen und Archive einbezogen. Europäisches Parlament und Ministerrat müssen der Entscheidung noch förmlich zustimmen. Weitere Infos zur Initiative der EU zu Open Data sind unter https://ec.europa.eu/digital-agenda/en/public-sector-information-raw-data-new-services-and-products zugänglich; Links auf die Open Data-Portale einzelner EU-Länder stehen unter https://ec.europa.eu/digital-agenda/en/open-data-portals zur Verfügung. - Am 20.06.2013 hat das EU-Parlament die Richtlinie über die Weiterverwendung von Informationen des öffentlichen Sektors gebilligt. Danach sollen Verwaltungsinformationen künftig im Einklang mit Open-Data-Grundsätzen veröffentlicht werden. Prinzipiell dürfen nun alle Dokumente, die von öffentlichen Stellen zugänglich gemacht werden, zu beliebigen Zwecken weiterverwendet werden. Ausnahmen bestehen etwa, wenn dadurch Urheberrechte Dritter verletzt werden (nach: heise online vom 13.06.2013).
Eine neue Virtuelle Fachbibliothek ist kürzlich an den Start gegangen: Lin|gu|is|tik – Portal für Sprachwissenschaft (http://www.linguistik.de/). Bereits freigeschaltet sind die Module Link-Verzeichnis, Datenbank-Verzeichnis, Kataloge und die Neuerwerbungsliste des Sondersammelgebiets. Derzeit in Bearbeitung ist das Verzeichnis elektronischer Zeitschriften. Angereichert werden alle Links, Datenbanken und Zeitschriften im Zuge der Sacherschließung für das Portal durch Angaben zu den behandelten Themen und Sprachen. Geplant sind weitere Bausteine wie ein Verzeichnis von Online-Wörterbüchern oder eine Übersicht zu Forschungsprojekten. Bisher wurden schon rund 3.000 Websites und 500 Datenbanken zur Linguistik erschlossen. Die „Tipps für Einsteiger“ enthalten ausgewählte Links zur Einführung in die Grundlagen der Sprachwissenschaft. Für den IDS-Publikationsserver im Katalog-Modul wurden bereits über 800 Dokumente eingebunden. Das Portal entsteht an der UB Frankfurt/Main <30> im Rahmen eines DFG-Projekts unter Federführung des Sondersammelgebiets Allgemeine Linguistik und in Kooperation mit der Arbeitsgruppe Linguistik-Server Essen – LinseLinks (http://www.linse.uni-due.de/linselinks_contao/index.php/LinseLinks.html) sowie dem Institut für Deutsche Sprache-IDS (http://www1.ids-mannheim.de/) in Mannheim.
Die Datenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/) enthielt Ende Juni 2013 circa 59,8 Mio. Bestandsnachweise und circa 18,36 Mio. Titelnachweise.
Seit dem 01.07.2013 werden die gesamten Daten des Fachinformationsverbundes für internationale Beziehungen und Länderkunde (FIV) mit den in der SWB-Verbunddatenbank vorhandenen Daten abgeglichen, importiert und vorhandene Titel mit der FIV-eigenen Sacherschließung (Felder 5520 und 5020) sowie der FIV-Identnummer angereichert. Bisher wurden nur die Daten der beiden zur SWB-Verbundregion gehörenden Einrichtungen Bibliothek des Instituts für Auslandsbeziehungen <212> in Stuttgart und Frankreich-Bibliothek des Deutsch-Französischen Instituts (dfi) <Lg 3> in Ludwigsburg in die SWB-Datenbank importiert. Nun werden auch die Daten der übrigen FIV-Bibliotheken geladen (http://www.fiv-iblk.de/fiv/mitglieder.htm). Damit wird der SWB-Verbund um Daten aus einer der größten sozialwissenschaftlichen Literaturdatenbasen in Europa mit dem Schwerpunkt auf globalen und regionalen, außen- und sicherheitspolitischen, wirtschaftlichen und sozialen Themen bereichert.
Der Dokumentenserver Cologne Open Science (http://opus.bsz-bw.de/fhk/), der wissenschaftliche Publikationsserver der Fachhochschule Köln, erfüllt alle Anforderungen des DINI-Zertifikats 2010 und darf sich seit Mai 2013 zu den DINI-zertifizierten Dokumentenservern zählen. Der Dokumentenserver wird vom Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) gehostet und ist nach den Vorgaben der Hochschulbibliothek der FH Köln <832> aufgebaut und konfiguriert worden. Das BSZ garantiert die Erfüllung aller technischen Anforderungen, die das Zertifikat verlangt. Die enge Zusammenarbeit zwischen Hochschulbibliothek und BSZ sowie die Gewährleistung der gängigen Standards hat zur Vergabe des Zertifikats durch die Gutachter geführt.
Das 14. MusIS-Nutzertreffen am 13./14.05.2013 im Badischen Landesmuseum Karlsruhe (BLM) fand erstmals zweitägig statt, was bei den zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr positiv ankam. Neben zahlreichen Vertretern aller Museen, für die das BSZ die Software Imdas Pro betreibt, waren auch Gäste aus Basel, Potsdam und Rheinland-Pfalz anwesend sowie Museen aus Baden-Württemberg, die Imdas Pro - noch - nicht nutzen. Sehr positiv wurde der Vortrag zum Urheberrecht in Museen von Prof. Thomas Dreier vom KIT aufgenommen, und auch Werner Preiningers (Joanneum Research, Graz) „Blick in die imdas-pro-Zukunft“ wurde mit großem Interesse verfolgt. Am ersten Tag standen daneben hauptsächlich Berichte aus dem MusIS-Team im Vordergrund. Die am zweiten Tag im Mittelpunkt stehenden Berichte aus den einzelnen Häusern (sowohl staatliche als auch nicht-staatliche Museen) fanden insbesondere als Anknüpfungspunkt für den kommunikativen Austausch untereinander (in Diskussion und Pause) großen Anklang. Das Ambiente im Gartensaal des Badischen Landesmuseum trug wesentlich zur gelungenen Veranstaltung bei (den Kolleginnen und Kollegen vom BLM auch an dieser Stelle ein Lob für die tatkräftige Unterstützung). Die einzelnen Vorträge sind im BSZ-Wiki online abrufbar (https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=mare-team:museums-archivsysteme:musis:informationsmaterial:treffen14). Rückfragen und Anregungen sind an das MusIS-Team zu richten (E-Mail m-team@bsz-bw.de).
Zum vierten Mal trafen sich am 17.04.2013 auf Einladung des BSZ die Anwender der Software SWBcontent, die vom BSZ seit 2003 entwickelt und insbesondere zur Archivierung von Webseiten eingesetzt wird. Viele Kolleginnen und Kollegen aus 13 Einrichtungen nahmen daran teil. Diese hohe Teilnehmerzahl ist ein Beleg für die gut an die Geschäftsgänge angepasste Einsetzbarkeit der vom BSZ entwickelten Software für die Übernahme, Präsentation und Archivierung von Internet-Quellen. Eindrucksvoll belegt dies auch das starke Interesse an der jüngsten Installation des Digitalen Webseitenarchivs SWBregio (http://www.swbregio.de/), in der Websites von Städten und kommunalen Körperschaften gesammelt werden. Besonders im Zusammenhang mit den nestor-Workshops zum Webseiten-Harvesting wird deutlich, dass die Sammlung und Sicherung von elektronischen Ressourcen aus dem WWW zum genuinen Sammelauftrag von Gedächtnisinstitutionen gehören. Technische Schwierigkeiten wird es auch weiterhin geben, die Werkzeuge sind aber heute deutlich besser den Gegebenheiten und dem Bedarf angepasst. Neue Herausforderungen warten aber schon: So steckt beispielsweise die Archivierung von Diensten, die den sogenannten Social Media zugerechnet werden, noch in den Kinderschuhen. Das nächste Anwendertreffen wird auf Initiative des BSZ in der ersten Jahreshälfte 2014 stattfinden.
Die Bibliothek des Alemannischen Instituts <Frei 127> in Freiburg präsentiert eine Reihe von digitalisierten Beiträgen aus ihren wissenschaftlichen Veröffentlichungen und eine Auswahl ihrer Bildbestände (nach einem Hinweis im Archivalia-Blog von K. Graf).
In der neuen Ausgabe des Newsletters Masala (Jg. 8. Nr. 2. April 2013) von Savifa, der Virtuellen Fachbibliothek Südasien (http://www.savifa.uni-hd.de/), der von der Bibliothek des Südasien-Instituts <16/77> in Heidelberg herausgegeben wird, stellt Monika Boehm-Tettelbach den sich in der Gründungsphase befindlichen Verein „Hilfe zur Selbsthilfe, Rajasthan“ vor. Daneben informiert der Newsletter wieder über Ausstellungen, Vorträge und Konferenzen sowie Neuigkeiten aus dem Sondersammelgebiet Südasien und Savifa. In der aktuellen Ausgabe Nr. 3 vom Juli 2013 stellen Nachwuchswissenschaftler ihre Forschungsprojekte aus den unterschiedlichsten Bereichen der Südasienwissenschaften und Indologie vor. Darüber hinaus informiert der aktuelle Newsletter wieder über Ausstellungen, Vorträge und Konferenzen sowie Neuigkeiten aus dem Sondersammelgebiet „Südasien“ und Savifa. Das Masala-Archiv steht unter http://www.savifa.uni-hd.de/newsletter_archiv.html zur Verfügung.
Die neue Ausgabe (Bd. 2. 2013. Nr. 1) von Perspektive Bibliothek (http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/ojs/index.php/bibliothek), der Open-Access-Zeitschrift der Münchner Bibliotheksreferendare, die auf dem Server der UB Heidelberg bereit steht, enthält wieder interessante Beiträge zum Bibliothekswesen im In- und Ausland. Ein Aufsatz beschäftigt sich kritisch mit den Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Informationsinfrastrukturen in Deutschland bis 2020.
Im Rahmen der Digitalisierungsaktivitäten der UB Heidelberg <16> wurden in den letzten Jahren auch rund 170 Zeitschriften und Zeitungen mit aktuell circa 2.300 Bänden aus den historischen Sammlungen online gestellt. Die Schwerpunkte liegen dabei zum einen auf Beständen mit lokalem bzw. regionalem Bezug zu Heidelberg, der Kurpfalz oder Baden. Zum anderen wurden Kunst- und Satirezeitschriften, Zeitschriften zur Ägyptologie und Archäologie sowie ein Konvolut von Feldzeitungen aus dem 1. Weltkrieg digitalisiert. Einen Überblick über das Angebot bietet neben einer alphabetischen Übersicht (http://zeitungen-digital.uni-hd.de) seit kurzem auch ein Einstieg nach Erscheinungsjahren.
Unter dem Titel „Kunst - Auktionen - Provenienzen. Der deutsche Kunsthandel im Spiegel der Auktionskataloge der Jahre 1901 bis 1929″ fördert die DFG seit dem 01.03.2013 ein neues Digitalisierungsprojekt der UB Heidelberg. Erstmals werden alle zwischen 1901 und 1929 in Deutschland, Österreich und der Schweiz erschienenen Auktionskataloge ermittelt, bibliographisch erfasst und auf dieser Grundlage quantitativ ausgewertet, digitalisiert sowie online zugänglich gemacht. Detaillierte Recherchemöglichkeiten inklusive einer Volltextsuche optimieren den Zugriff auf dieses bislang nur schwer zugängliche Material. Projektpartner ist die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin (http://www.ifskb.de/). Die ersten 600 der insgesamt voraussichtlich knapp 6.000 Kataloge sind bereits online. Sie sind - zusammen mit weiteren über 3.000 digitalisierten Katalogen des zu Beginn diesen Jahres abgeschlossenen Projekts „German Sales 1930-1945. Art Works, Art Markets, and Cultural Policy” - unter der Adresse http://artsales.uni-hd.de zu finden.
Das FIZ Karlsruhe (http://www.fiz-karlsruhe.de/) und die TIB Hannover (http://www.tib.uni-hannover.de/) <89> entwickeln in Zukunft gemeinsame Dienstleistungen zur Volltextversorgung mit wissenschaftlichen Publikationen. Mit den neuen Angeboten, die auf den derzeitigen Produkten FIZ AutoDoc (http://autodoc.fiz-karlsruhe.de/) und GetInfo (https://getinfo.de/app) aufbauen, bedienen beide Einrichtungen vor allem die Kundenbedürfnisse und stärken ihre Konkurrenzfähigkeit. Beide Einrichtungen kooperieren bereits im Rahmen des Fachportals GetInfo, das im Bereich der naturwissenschaftlichen und technischen Forschungsinformation den Zugang zu führenden Fachdatenbanken, Verlagsangeboten und Bibliothekskatalogen mit integrierter Volltextlieferung sichert.
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bietet auf der Bildungsplattform „iTunes U“, dem Online-Bildungsportal von Apple, multimediale Inhalte aus Forschung und Lehre an. Das KIT ist mit rund 200 Inhalten an den Start gegangen. Video- und Audiodateien geben Einblick in die Forschung. Es finden sich dort auch Interviews mit Wissenschaftlern, Beiträge über das Campusleben, aber auch Vorlesungsmitschnitte, Vorträge und Skripte.
Die KIT-Bibliothek <90> des Karlsruher Instituts für Technologie ist am Projekt r3data.org (= Registry of Research Data Repositories) beteiligt. Projektpartner sind außerdem die Library and Information Services (LIS) des Deutschen Geoforschungszentrums Potsdam und das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft (IBI) der Humboldt-Universität zu Berlin. r3data.org kooperiert mit der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e. V. (DINI) und wird durch die DFG gefördert. Ziel des Projektes r3data.org ist, ein weltweites, disziplinübergreifendes, web-basiertes Verzeichnis von Forschungsdatenrepositorien aufzubauen, das Wissenschaftlern, Verlagen und wissenschaftlichen Einrichtungen in einer immer unübersichtlicher werdenden Repositorien-Landschaft Orientierung bieten und ihnen helfen soll, das richtige Archiv für ihre Daten zu finden. Derzeit (Stand April 2013) hat r3data.org 338 Forschungsdatenrepositorien indexiert, die unter http://service.re3data.org/search/ gesucht werden können. Unter http://www.re3data.org/faq/ werden die einzelnen Icons und ihre Bedeutung erklärt.
Mit einem neuen Angebot erweitern die KIT-Bibliothek <90> und die Badische Landesbibliothek (BLB) <31> in Karlsruhe ihre Zusammenarbeit: Die beiden Einrichtungen erkennen die Bibliotheksausweise der jeweils anderen an. Nutzerinnen und Nutzer können mit ihrem Bibliotheksausweis alle Dienstleistungen beider Einrichtungen in Anspruch nehmen. Das Angebot richtet sich nicht nur an die Studierenden, sondern an alle Bürgerinnen und Bürger (vgl. dazu die gemeinsame Pressemitteilung der Badischen Landesbibliothek und der KIT-Bibliothek vom 29.05.2013).
Die Badische Landesbibliothek hat zwei berühmte Bilderhandschriften zum Konstanzer Konzil (1414 bis 1418) digitalisiert und seit Anfang Juni 2013 in ihren Digitalen Sammlungen zur Nutzung bereit gestellt. Chronist des Konzils war der Konstanzer Bürger Ulrich von Richental. Er berichtet von den spektakulären Ereignissen, aber auch vom Alltag in der überfüllten Stadt. Die Handschrift 63 von Ulrich von Richental, die aus dem Benediktinerkloster St. Georgen im Schwarzwald stammt, ist um 1470 entstanden. Die Handschrift 11 aus der Benediktinerabtei Ettenheimmünster in der Ortenau entstand um etwa 1500. Die beiden Bilderhandschriften sind unter http://digital.blb-karlsruhe.de/id/1188078 (St. Georgen 63) bzw. http://digital.blb-karlsruhe.de/id/1188071 (Ettenheimmünster 11) zu finden.
Petra Hätscher, die Direktorin der Bibliothek der Universität Konstanz, informiert in Heft 96 der Hauszeitschrift Bibliothek aktuell über eine Umstrukturierung innerhalb der Universität. Die Zusammenarbeit zwischen Rechenzentrum, Bibliothek und Teilen der Verwaltung (KIM = Kommunikation – Information – Medien) wächst immer mehr zusammen und wird unter diesem Begriff auch in der Organisationsstruktur der Universität geführt.
Die Sprach- und Literaturwissenschaften der Universität Konstanz konnten sich im aktuellen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) im Schwerpunktbereich Forschung bundesweit in der Spitzengruppe platzieren. In sämtlichen neu gewerteten Fächern zeichnete sich die Universität Konstanz durch Spitzenbewertungen aus. Der Konstanzer Fachbereich Geschichte konnte insbesondere die Studierenden überzeugen. Sie beurteilen sein Lehrangebot und seinen Arbeitsmarktbezug als herausragend. Im aktuellen Durchgang des CHE-Hochschulrankings wurden die Ingenieurswissenschaften, Sprach- und Literaturwissenschaften, Geschichte, Erziehungswissenschaft sowie Psychologie gewertet. Die Ergebnisse sind im ZEIT-Studienführer 2013/2014 sowie auf der Website http://www.ranking.zeit.de veröffentlicht.
Im Zuge der Verlagerung von Teilen des Bibliographischen Instituts nach Berlin hat der Verlag alle relevanten Archivalien und Unterlagen in die Hauptstadt umgezogen. Die im Archiv in Mannheim verbliebenen Buchbestände der Verlage Bibliographisches Institut, F.A. Brockhaus, Meyer’s und Duden wurden im Rahmen einer Schenkung an die UB Mannheim <180> übergeben. Das für die Forschung wertvolle Verlagsarchiv, dessen Bestand bis in das frühe 19. Jahrhundert zurückreicht, wird als geschlossene Sammlung im Magazin der Universitätsbibliothek aufgestellt. In der Sammlung finden sich bekannte Lexika, wie beispielsweise der Brockhaus oder Meyer’s Lexikon, der Duden in allen Ausgaben, aber auch die um die vorvergangene Jahrhundertwende bekannte und beliebte Reihe Meyer’s Groschenbibliothek der deutschen Klassiker. Die Bände werden im Online-Katalog der UB recherchierbar sein und können künftig in den Lesesaal ausgeliehen werden. Da das bislang unerschlossene Archiv sehr umfangreich ist, werden die Bibliothekare rund zwei Jahre für die Erschließung benötigen (vgl. auch dazu den Blog-Eintrag der UB Mannheim vom 16.05.2013).
MADOC (= Mannheim Electronic Document Server) existiert bereits seit September 2011 und vereinigt den zuvor eigenständigen Publikationsserver und die Universitätsbibliographie der Universität Mannheim unter einer gemeinsamen Oberfläche. Zur Verfügung gestellt und betreut wird MADOC von der UB Mannheim <180>. Die Angehörigen der Universität Mannheim können MADOC als Publikationsserver nutzen, um ihre wissenschaftlichen Arbeiten kostenfrei und dauerhaft zugänglich zu machen. MADOC bietet eine Plattform zur Erstveröffentlichung neuer Forschungsergebnisse, z. B. in Arbeitspapieren oder Dissertationen. Außerdem ermöglicht MADOC die Zweitveröffentlichung (bzw. Selbstarchivierung) bereits andernorts, z. B. in einer Zeitschrift, erschienener Arbeiten, sofern die entsprechenden Rechte vorliegen. Darüber hinaus erfüllt MADOC die Funktion einer Universitätsbibliographie, d. h. MADOC verzeichnet die Veröffentlichungen der Angehörigen der Universität Mannheim, die im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit an der Universität entstanden sind, möglichst vollständig. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität bringen dazu ihre Publikationslisten regelmäßig in MADOC ein. Die Einträge in MADOC bilden dann auch die Grundlage für den Forschungsbericht der Universität.
Das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Klassik Stiftung Weimar und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel schließen sich zu einem Forschungsverbund zusammen. Damit wollen die drei wichtigsten deutschen Forschungsbibliotheken und –archive Wissenschaftlern den Zugang zum deutschen literatur- und kulturgeschichtlichen Erbe erleichtern. Der Forschungsverbund, der am 01.09.2013 startet, erhält für zunächst fünf Jahre insgesamt zwei Millionen Euro jährlich. Investiert werden soll beispielsweise in Projekte zur Digitalisierung und in die Entwicklung forschungsorientierter Austauschplattformen.
Das Deutsche Literaturarchiv Marbach hat das Archiv des Romanisten und Schriftstellers Harald Weinrich als Vorlass übernommen. Dazu gehören Materialkonvolute zu seinen zentralen Monographien, darüber hinaus Zettelkästen und der Kern seiner Arbeitsbibliothek. Zum ersten übergebenen Teilbestand zählt auch seine Büchersammlung zum Adalbert-von-Chamisso-Preis mit über vierhundert Bänden.
Die Jahresversammlung des VDB-Regionalverbands Südwest fand am 12.04.2013 in der SULB Saarbrücken <291> statt. Die Referate, die dort gehalten wurden (Anne Schäpermeier, SULB Saarbrücken: Die SULB im Wandel der Zeit; Matthias Müller, SULB Saarbrücken: Bibliotheken im Ländereck. Die Universität der Großregion; Birgit Oberhausen, WLB Stuttgart: 10 Jahre Bibliothekspartnerschaft WLB Stuttgart – BNU de Strasbourg) und eine kleine Fotogalerie stehen unter http://www.vdb-online.org/veranstaltungen/592/ zur Verfügung. Ein weiterer Vortrag von Sikander Singh, der ohne Folien gehalten wurde, hatte das Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass (http://literaturarchiv.uni-saarland.de/) zum Thema. Das Literaturarchiv Saar-Lor-Lux-Elsass wird auch in einem Wikipedia-Artikel behandelt (http://de.wikipedia.org/wiki/Literaturarchiv_Saar-Lor-Lux-Elsass).
Vier Fächer der Universität des Saarlandes sind im neuesten CHE-Ranking für den ZEIT-Studienführer (http://ranking.zeit.de/che2013/de/) mit mehreren Kriterien in der bundesweiten Spitzengruppe gelandet, nämlich die Anglistik/Amerikanistik, die Romanistik, die Materialwissenschaft und Werkstofftechnik sowie die Psychologie. Im aktuellen Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) sind ein Drittel der über 30 Fächer erneut oder erstmals verglichen worden. In diesem Jahr waren dies Studienfächer der Ingenieurwissenschaften sowie der Sprach- und Erziehungswissenschaften und die Psychologie. Für das Ranking werden Kriterien wie das Lehrangebot, die Betreuungssituation sowie die zur Verfügung stehenden Forschungsgelder verglichen. Dabei werden Angaben der Hochschulen selbst sowie eine Studentenbefragung einbezogen. Jedes Fach wird vom Centrum für Hochschulentwicklung alle drei Jahre neu bewertet.
Ein achtköpfiges Team aus dem Masterstudiengang „Computer and Media“ der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart hat eine kostenlose App entwickelt, den sogenannten HdM Guide, der es Studierenden ermöglicht, viele studentische Tätigkeiten von unterwegs aus zu erledigen. Sie können beispielsweise einen Termin mit einem Professor vereinbaren, nachsehen, ob Vorlesungen ausfallen oder sich auf einer Karte anzeigen lassen, in welchem Raum ihre Veranstaltung stattfindet. Mit der App lassen sich auch Skripte und Präsentationen herunterladen, und die Studierenden können sich von unterwegs darüber informieren, ob sie ihre Klausuren bestanden haben.
Das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) in Stuttgart hat seinen Online-Auftritt inhaltlich und gestalterisch neu konzipiert (http://www.ifa.de/). Neben den Projekten und Veranstaltungen des ifa bietet die neue Website nun vielfältige Möglichkeiten, sich über verschiedene Länder und Regionen durch ausgewählte Beiträge und Auswahlbibliografien sowie eine aktuelle Presseschau zu informieren. Die ifa-Website erscheint in einem neuen Design, ist übersichtlicher und benutzerfreundlicher gestaltet. Die „Bibliothek“ verlinkt auf ihre Kataloge, die Datenbasis "Internationale Beziehungen und Länderkunde" und auf den Regionalkatalog Stuttgart-Tübingen, beschreibt die speziellen Fach- und Sammelgebiete der ifa-Bibliothek <212> (Auswärtige Kulturpolitik und Internationale Kulturbeziehungen, Interkulturelle Kommunikation / Austauschforschung, Kulturelle Länderkunde, Nationale Stereotype, Minderheiten / Migrationsforschung und Deutschsprachige Bevölkerungsgruppen im Ausland) und präsentiert ihre Auswahlbibliographien, die sie im Informationsportal „Kultur und Außenpolitik“ veröffentlicht hat (http://www.ifa.de/bibliothek/auswahlbibliografien.html). Außerdem bietet die Bibliothek wichtige außenkulturpolitische Grundlagentexte im Volltext und beschreibt ihre Sondersammlungen: Die ifa-Bibliothek stellt eine der vollständigsten Sammlungen deutschsprachiger Zeitungen des Auslands zur Verfügung. Historisch wertvolle, vor 1945 erschienene Zeitungen liegen auf Mikrofilm vor. Laufend eingehende Zeitungen werden ebenfalls regelmäßig verfilmt. Der Bestand umfasst 11.000 Mikrofilmrollen und kann über den nationalen und internationalen Leihverkehr der Bibliotheken bestellt werden (http://www.ifa.de/bibliothek/sondersammlungen/deutschsprachige-presse-des-auslands.html); das ifa ist Mitglied der Jury der Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika (LitProm). Die in der Bibliothek vorhandenen Bücher aus der Übersetzungsförderung können ausgeliehen werden; die ifa-Bibliothek ist Depositbibliothek für die Publikationen der Goethe-Institute. Sie sammelt alle von den Goethe-Instituten herausgegeben Veröffentlichungen, die Publikationen der Zentralverwaltung und archiviert die Monatsprogramme der Goethe-Institute im Ausland. Der aktuelle Bestand liegt bei mehr als 1.700 Publikationen, die allesamt ausleihbar sind. Die Monatsprogramme sind Präsenzbestand.
Die DFG fördert seit Dezember 2012 die Erforschung der Kunstkammer der Herzöge von Württemberg, deren Großteil sich im Landesmuseum Württemberg (http://www.landesmuseum-stuttgart.de/) in Stuttgart befindet. Damit steht dem Landesmuseum für das wissenschaftliche Projekt in den nächsten drei Jahren die Fördersumme von 615.000 Euro zur Verfügung. Die Kunstkammer gehört mit mehr als 1.700 erhaltenen Objekten zu den bedeutendsten historischen Kunstkammern Europas. Weitere Objekte sind u. a. auf das Linden-Museum in Stuttgart (völkerkundliche Objekte) und das Staatliche Museum für Naturkunde in Stuttgart (Bestand an Mineralien und Fossilien) verteilt.
Die Stadtbibliothek Stuttgart <480> ist die erste deutsche Bibliothek, die in der NAPLE-Datenbank (= National Authorities On Public Libraries in Europe) vertreten ist. Die NAPLE-Datenbank (http://www.librarybuildings.info/) präsentiert die besten Neubauten europäischer Bibliotheken. Die englischsprachige Datenbank wird von der Royal School of Library and Information Science (IVA) in Kopenhagen gehostet.
Seit März 2013 gibt es eine vom KOBV gehostete OPUS 4-Instanz in Tübingen: Der Dokumentenserver des Erich Fromm-Dokumentationszentrums (http://www.erich-fromm.de/) ermöglicht die Suche in über 23.000 Dokumenten aus den Verzeichnissen und Beständen des Fromm-Archivs, in den Werken und im Nachlass des Sozialpsychologen und Psychoanalytikers Erich Fromm, davon knapp 6.000 mit Volltext (http://opus4.kobv.de/opus4-Fromm/home).
Seit drei Jahren beschäftigt sich eine Gruppe von Wissenschaftlern am Ludwig-Uhland-Institut der Universität Tübingen mit dem Sprachalltag von Nord-Baden-Württemberg. Das Projekt wird vom Wissenschaftsministerium und vom Kultusministerium Baden-Württemberg zusammen mit der Universität Tübingen und dem Förderverein „Schwäbischer Dialekt“ finanziert. In einem der Teilprojekte ist auch die Bewertung von Regionalismen im Schriftlichen durch Lehrerinnen und Lehrer Gegenstand der Untersuchungen. Das Untersuchungsgebiet umfasst die Regierungsbezirke Karlsruhe und Stuttgart. Ein Newsletter-Dienst informiert neuerdings in regelmäßigen Abständen mit Hilfe von Kurzzusammenfassungen der wichtigsten Ergebnisse, Karten mit der regionalen Verbreitung bestimmter sprachlicher Phänomene, Grafiken und Statistiken über neue Erkenntnisse zum Sprachalltag in Baden-Württemberg. Der Newsletter kann unter http://www.wiso.uni-tuebingen.de/faecher/empirische-kulturwissenschaft/forschung/aktuell/sprachalltag/projekt-sprachalltag/newsletter.html abonniert werden.
INKA, der von der UB Tübingen <21> betreute Inkunabel-Katalog deutscher Bibliotheken (http://www.inka.uni-tuebingen.de/), zählt derzeit (Stand: 06.05.2013) 16.582 bibliographische Titel und 69.867 nachgewiesene Exemplare. Zuletzt wurde ein Link auf die Einbanddatenbank (bei Verwendung des entsprechenden Registerfeldes) eingefügt.
Unter dem Motto „Literaturforum Bibliothek − Autoren aus Sachsen in sächsischen Bibliotheken“ laden der Landesverband Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband (dbv) und der Sächsische Literaturrat in Sachsen lebende Autoren ein, sich und ihre seit dem Jahr 2000 erschienenen Werke den Leserinnen und Lesern vorzustellen. Dies erfolgt zum einen mit Lesungen in 50 Bibliotheken, zum anderen durch den Ankauf dieser Werke durch die Bibliotheken. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst stellt 2013/14 insgesamt 100.000 Euro für das Projekt zur Verfügung.
Derzeit sind 149 Vorträge (Stand: 08.07.2013), die auf dem 5. Leipziger Bibliothekskongress vom 11. bis 14.03.2013 gehalten wurden, auf dem BIB-OPuS-Publikationsserver abrufbar (http://www.bib-info.de/verband/publikationen/opus.html). Weitere Vorträge werden – in der Regel als Folien – ergänzt.
Mit dem Projekt „Archiv der Stimmen. Digitalisierung und wissenschaftliche Erschließung historischer, gemeinfreier Gesangsaufnahmen auf Schellackplatten, 1896-1960“ wird zum ersten Mal in Deutschland eine der wichtigsten Primärquellen zur Interpretation von E-Musik online zur Verfügung gestellt. Ermöglicht wird das Vorhaben der Mediathek der SLUB Dresden <14> durch die DFG. Sie fördert das Projekt mit einer Laufzeit von zwei Jahren im Rahmen einer neuen Förderlinie zur „Erschließung und Digitalisierung von objektbezogenen wissenschaftlichen Sammlungen“ (vgl. die Übersicht der bewilligten Projekte). Projektbeginn war Anfang September 2012. Im Verlauf des Projekts werden 8.500 Schellackplatten mit rund 17.000 Aufnahmen von Vokalstücken hörbar gemacht, die aus der Zeit von 1896 bis 1960 datieren. Sie werden mit normierten Daten wissenschaftlich erschlossen und über die Datenbank der Mediathek (http://mediathek.slub-dresden.de) sowie den Verbundkatalog des SWB angeboten.
Auf dem diesjährigen Bibliothekskongress in Leipzig kündigte die SLUB Dresden <14> einen neuen Service an, der die Buchung von individuellen Beratungsterminen für Benutzer ermöglicht (vgl. den Vortrag unter http://www.opus-bayern.de/bib-info/volltexte//2013/1491/). Mit der Wissensbar erwartet die SLUB, dass ihren Benutzern nicht nur das Spektrum der für sie relevanten Wissensgebiete bewusster gemacht wird, sondern dass ihnen auch das Dienstleistungsangebot der Bibliothek transparenter dargestellt wird. Die SLUB-Wissensbar ist am 24.05.2013 an den Start gegangen (http://slubdd.de/wissen). Dazu wurde ein Blog-Post ins Netz gestellt (http://slubdd.de/4d). Für die Terminbuchung benutzt die Bibliothek eine eigens entwickelte TYPO3-Erweiterung, mit der gleichzeitig auch das gesamte Veranstaltungsmanagement der SLUB bewerkstelligt wird.
Die Peter-Sodann-Bibliothek im sächsischen Staucha sammelt die zwischen dem 08.05.1945 und dem 02.10.1990 in der DDR erschienene Literatur. Mittlerweile sind circa 250.000 Exemplare katalogisiert und mit Hilfe einer Allegro-Datenbank recherchierbar (http://psb.allegronet.de/). Dubletten werden über das hauseigene Antiquariat (http://www.antiquariat-peter-sodann.de/) verkauft; die Erlöse fließen wieder in den Erhalt der Bibliothek zurück. Der Schauspieler und Regisseur Peter Sodann trägt seit 1990 alle Bücher, die in DDR-Verlagen erschienen sind, zusammen.
Die Staatsbibliothek Bamberg <22> hat ihr Projekt der Digitalen Kaiser-Heinrich-Bibliothek abgeschlossen (http://www.kaiser-heinrich-bibliothek.de). In enger Zusammenarbeit mit der BSB München und gefördert von der Oberfrankenstiftung war es möglich, 165 Handschriften und Handschriftenfragmente aus der Zeit vom 5. bis zum ersten Viertel des 11. Jahrhunderts zu digitalisieren und ins Netz zu stellen. Das Projekt ist in die Bayerische Landesbibliothek Online (BLO) eingebunden.
Der Jahresbericht des Lehrstuhls für Buchwissenschaft in Erlangen-Nürnberg ist im April 2013 erschienen. Er behandelt neben der Digitalisierung auch die Umbrüche im Buchhandel und das Thema Leseförderung. Ein lesenswerter Aufsatz beschäftigt sich mit dem Informationsportal der Buchwissenschaft b2i. Darüber hinaus blickt der Band auf Projekte, Tagungen und Exkursionen der Buchwissenschaftler zurück.
Die Ehemals Reichsstädtische Bibliothek Lindau <148> ist ein besonderer Teil der vom Stadtarchiv verwalteten Literaturbestände der Stadt Lindau. Sie ist die größte historische Rats- und Bürgerbibliothek am nördlichen Bodenseeufer. In ihr spiegeln sich wichtige Aspekte der deutschen und europäischen Geistes- und Kulturgeschichte zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert. Die Bibliothek wurde 1538 auf Anregung Lindauer Bürger gegründet, die an den geistigen Bewegungen der Zeit, dem Humanismus und der Reformation, teilhaben wollten. Den Grundstock bildeten vermutlich die Buchbestände des 1528 aufgelösten Franziskanerklosters, vielleicht einige wenige 100 Werke, die bis zum Ende der Reichsstadtzeit (um 1800) durch regelmäßigen Kauf und durch Schenkungen auf circa 15.000 Bände anwuchsen (darunter über 140 Wiegendrucke). Bis heute sind sie nach einer um 1780 eingeführten Ordnung gegliedert, aufgestellt und katalogisiert. Als Findmittel liegt ein handschriftlicher Bandkatalog vor, der 1855/56 erstellt und bis circa 1950 mit Ergänzungen und Revisionsvermerken versehen wurde. Es handelt sich um einen Standortkatalog, in dem sich die sachliche Gliederung der Bibliothek (in 17 Sachgruppen von „A – Naturgeschichte, Physik, Ökonomie“ bis „P – Vermischte Schriften und Manuskripte“) widerspiegelt. Die Sachgruppen der Ehemals Reichsstädtischen Bibliothek Lindau wurden gescannt und liegen als PDF-Dokumente vor (http://www.lindau.de/kultur/FindbuchRB/A.pdf - http://www.lindau.de/kultur/FindbuchRB/P.pdf).
Das Pendant zu LEO-BW in Bayern ist online: Am 16.04.2013 wurde das Portal bavarikon – Kultur und Wissensschätze Bayerns (http://www.bavarikon.de/) in der Beta-Version freigeschaltet. Der Internetauftritt, der sich noch im Aufbau befindet, enthält bereits mehrere tausend Digitalisate von Archivalien, Handschriften, Gemälden und weiteren Museumsobjekten über Datensätze zu Schlössern und Burgen bis hin zu Karten und Fotografien sowie Informationen zu Orten, Institutionen und Personen. Folgende Einrichtungen sind derzeit an bavarikon beteiligt: das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, das Bayerische Nationalmuseum, die Bayerische Staatsbibliothek, die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, die Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns, das Haus der Bayerischen Geschichte, das Bayerische Landesamt für Vermessung und Geoinformation, die Staatsbibliothek Bamberg, das Stadtmuseum München und die Universitätsbibliothek Regensburg. Technische Umsetzung und Projektleitung liegen bei der Bayerischen Staatsbibliothek in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
Der Jahresbericht 2011 der BSB München <12> ist erstmals in neuer Form erschienen. Die Bibliothek berichtet von nun an in diesem Format regelmäßig über ihre Entwicklung im vorangegangenen Jahr.
Neu in der Bayerischen Landesbibliothek Online (BLO) ist der Sprechende Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben. Der ursprünglich als Kartenwerk erschienene Atlas mit den zugehörigen Erklärungen wurde um zahlreiche Hörbeispiele aus 30 Orten erweitert. Neu im Literaturportal Bayern (http://www.literaturportal-bayern.de/) ist eine Online-Präsentation der Schauplätze und Ereignisse im Werk Ödön von Hórvaths in Oberbayern mit dem Titel „Chronist meiner Zeit“.
Die Zeitschrift Bibliotheksforum Bayern hat im Heft 1 des Jahrgangs 2013 den Schwerpunkt auf das 10jährige Jubiläum der Bayerischen Landesbibliothek Online (BLO) gesetzt. Die einzelnen Beiträge können auf der Website der Zeitschrift online abgerufen werden (http://www.bibliotheksforum-bayern.de/index.php?id=117).
Die neue Ausgabe der Zeitschrift Bibliotheksforum Bayern (H.2.2013) ist erschienen. Das aktuelle Heft deckt von den „Hexenprozessakten der Staatsbibliothek Bamberg“ über eine Kooperationsvereinbarung „Bibliothek und Schule“ bis hin zu einem Erfahrungsbericht zum Verleih von E-Book-Readern und iPads an der Hochschulbibliothek Landshut wieder eine Vielfalt von Themen ab.
Eine neue Technologie bietet dem Nutzer die Möglichkeit, anhand eines von ihm vorgegebenen Bildes aus einem digitalisierten Buch nach visuell ähnlichen Abbildungen innerhalb großer Sammlungen digitaler Werke des Münchener Digitalisierungszentrums der BSB München <12> zu suchen. Aktuell umfasst der recherchierbare Bestand rund 73.000 digitalisierte Bücher mit Bildmaterial vom 6. bis 19. Jahrhundert der Bayerischen Staatsbibliothek. Insgesamt handelt es sich um 9,5 Mio. digitalisierte Buchseiten und circa 4 Mio. bildliche Darstellungen. Die Software ermöglicht auch die Trennung von Bildern und Text, die sich gemeinsam auf einer Seite befinden. Der Nutzer kann darüber hinaus eigene Bilder, zu denen er gerade forscht, in die Datenbank hochladen und mit dem Bildbestand der Digitalisate der BSB vergleichen. Die ähnlichkeitsbasierte Bildsuche ist im Internet erreichbar unter http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/. Die Bildähnlichkeitssuche ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bayerischen Staatsbibliothek und des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts Berlin.
Anlässlich des 50. Todestages von Karl Amadeus Hartmann am 05.12. diesen Jahres sind die gesamten urheberrechtlich noch geschützten Musikautographen aus dem Hartmann-Nachlass der BSB München <12> digitalisiert worden. Die teilweise großformatigen Partituren des Komponisten sind vorwiegend mit Bleistift geschrieben und daher durch Abrieb besonders gefährdet. Viele Autographen sind nicht gebunden. Durch hochauflösende Farbdigitalisierung kann Hartmanns klare und oft sehr kleine notierte Handschrift auch in Reproduktionen lesbar gemacht werden. Mit Genehmigung der Familie Hartmann und des Verlags Schott Music konnten diese Reproduktionen mit einer eigenen Web-Präsenz im Rahmen der „Digitalen Bibliothek“ der BSB der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden (http://musik.bsb-muenchen.de/hartmann). Auch ein Download der Digitalisate ist möglich. Eine Publikation der Quellen muss durch den Rechtsnachfolger Dr. Richard Hartmann genehmigt werden.
PubMan, das Publikationsrepositorium der Max Planck Gesellschaft, ist eine Anwendung, die es Forschungsorganisationen ermöglicht, Publikationsdaten zu speichern, zu verwalten und mit ergänzenden Materialien anzureichern sowie für andere Webdienste zur Verfügung zu stellen. Einige Publikationsrepositorien - wie auch PubMan - bieten die Möglichkeit, Publikationsdaten mit Forschungsdaten anzureichern und diese als sogenanntes „Supplementary Material“ abzulegen. Forschungsaktivitäten, die einer Publikation zugrunde liegen, werden auf diesem Weg für die Öffentlichkeit greifbarer, nachvollziehbarer und nachnutzbarer. Am 23./24.10.2013 lädt die Max Planck Digital Library (MPDL) zu einer zweitägigen Veranstaltung, den PubMan Days 2013, in die Generalverwaltung der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) sowie in die MPDL nach München ein, wo die Software vorgestellt und damit im Zusammenhang stehende Detailprobleme diskutiert werden.
Die Herbstfortbildung der Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken (AKMB) in Kooperation mit der Initiative Fortbildung für wissenschaftliche Spezialbibliotheken und verwandte Einrichtungen e. V. findet am 14./15.11.2013 unter dem Titel „Kunsthistorische Informationskompetenz als Markenprofil: Prozesse – Projekte – Kommunikation“ im Neuen Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg statt. Zwei zentrale Themenbereiche stehen dabei im Vordergrund: Informationskompetenz und Projektrealisierung. Das ausführliche Programm und weitere Informationen stehen unter http://www.arthistoricum.net/fileadmin/groups/arthistoricum/Netzwerke/AKMB/2013/Hefobi_2013_01.pdf zum Abruf bereit.
Die 17. Verbundkonferenz des GBV findet am 27./28.08.2013 an der Universität Oldenburg unter dem Titel „Kataloge der Zukunft: RDA und Suchmaschinen“ statt (http://verbundkonferenz.gbv.de/).
Die Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (GBV) hat mit dem Verlag De Gruyter einen Vertrag über die Bereitstellung hochwertiger MARC Records abgeschlossen. Seit Mitte Mai 2013 liefert der Verlag die Metadaten für rund 13.200 E-Books im MARC21-Format an die GBV-Verbundzentrale, die diese wiederum allen angeschlossenen Verbundbibliotheken zur Verfügung stellt.
Seit 2009 werden im Gemeinsamen Verbundkatalog (GVK) des GBV F.A.Z.-Rezensionen zur Kataloganreicherung eingesetzt. Derzeit findet sich dort zu über 69.000 Titeln mindestens eine F.A.Z.-Besprechung. Bislang waren die Rezensionen der F.A.Z. (http://www.faz.net/) auf die Jahre seit 1993 beschränkt. Die Artikel der Jahrgänge 1949 bis 1992 lagen bis vor Kurzem nur in Papierform vor. Die Retrodigitalisierung der Zeitungen aus diesem Zeitraum wurde 2010 abgeschlossen. Die dabei gewonnenen 3,5 Millionen Datensätze werden nun nach und nach in teilautomatisierten Verfahren erschlossen und indexiert. Konnte der GVK bisher nur Rezensionen verwenden, die ab 1993 erscheinen und bereits erschlossen sind, so stehen zukünftig auch Buchbesprechungen aus dem retrodigitalisierten Bestand zur Verfügung.
Auf dem Jahrestreffen der VD-17-Partnerbibliotheken am 10.04.2013 gab die Staatsbibliothek zu Berlin <1/1a> nach zwei Jahren turnusgemäß die Federführung der Trägerbibliotheken an die BSB München ab. Die Amtszeit der SBB-PK war durch die Etablierung des Masterplans für die Digitalisierung der VD-17-Titel und die Neugestaltung der VD-17-Homepage bestimmt. Das VD 17 (http://www.vd17.de/) enthält aktuell circa 285.000 Titel in rund 700.000 Exemplaren. Rund 64.000 dieser Titel befinden sich in der Berliner Staatsbibliothek. Im Rahmen der in der Abteilung Historische Drucke bearbeiteten und teilweise von der DFG geförderten Digitalisierungsprojekte Preußen 17 digital und VD Lied digital stellt die SBB-PK zurzeit circa 10.500 dieser Titel in ihrer Digitalen Bibliothek (http://digital.staatsbibliothek-berlin.de/dms/) zur Verfügung.
In der kürzlich vorgelegten Publikation „Volltext via OCR – Möglichkeiten und Grenzen“ werden die Ergebnisse des Pilotprojekts zum OCR-Einsatz bei der Digitalisierung der Funeralschriften der Staatsbibliothek zu Berlin veröffentlicht. Die im Projekt entstandenen Texte werden in die Präsentation der Digitalisierten Sammlungen der Staatsbibliothek einfließen. Weitere Projektinformationen finden sich unter der Adresse http://staatsbibliothek-berlin.de/die-staatsbibliothek/abteilungen/historische-drucke/aufgaben-profil/projekte/funeralschriften/. Funeralschriften sind Leichenpredigten, die oft den Lebenslauf des Verstorbenen enthalten und bedeutende Quellen für verschiedene Forschungsrichtungen darstellen (wie z. B. Medizingeschichte, Sozialgeschichte oder Sprachentwicklung).
Die Staatsbibliothek zu Berlin <1a> hat seit Anfang März 2013 ein neues Nachweisinstrument. Orient-Digital heißt die Datenbank orientalischer Handschriften (http://orient-digital.staatsbibliothek-berlin.de/content/below/index.xml). Diese auf der MyCore-Technologie basierte Datenbank weist derzeit mehr als 1.500 Texte in verschiedenen Sprachen und Schriften Asiens und Afrikas nach, in erster Linie islamische, aber z. B. auch armenische und hebräische Handschriften. Zu mehr als 500 Titeln existiert bereits auch ein Volldigitalisat in der Digitalen Bibliothek.
Das digitalisierte, georeferenzierte und montierte Schmettausche Kartenwerk (1767–1787) für den Raum Brandenburg wurde im März 2013 von der Staatsbibliothek zu Berlin online gestellt (http://www.geobasis-bb.de/bb-viewer.htm). Das Schmettausche Kartenwerk ist in Kooperation zwischen dem Landesbetrieb Forst Brandenburg, der Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg und der Kartenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin entstanden und stellt Forschenden sowie allen landesgeschichtlich Interessierten ein zusammenhängendes, großmaßstäbiges Kartenbild für das Land Brandenburg der ältesten flächendeckenden Kartierung Preußens zur Verfügung.
Anlässlich des Eintritts von Dietmar Brandes in den Ruhestand Ende Mai 2013 haben seine Kollegen dem Direktor der UB Braunschweig <84> eine Festschrift mit dem Titel „265 Jahre Universitätsbibliothek Braunschweig - 65 Jahre Dietmar Brandes“ (385 S. Hrsg. von Beate Nagel) gewidmet. Die Festschrift, die unter der URL http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00050082 abrufbar ist, enthält u.a. folgende Beiträge: Reiner Diedrichs. Die Universitätsbibliothek Braunschweig im GBV; Bernhard Eversberg. Allegro-C: Eine Software im Epochenwandel; Stefan Wulle. Fernleihe und Direktlieferdienste; Stefan Wulle. Das DFG.Sondersammelgebiet Pharmazie mit einem Ausblick auf den künftigen Fachinformationsdienst; Friedhelm Rump. Das DFG-Sondersammelgebiet Nr. 22: Veterinärmedizin; Rita Dopheide. BiSON – Bibliotheksregion Süd-Ost-Niedersachsen.
Die SUB Göttingen <7> hat eine rund 3.500 Bände umfassende Schenkung erhalten: Der Verleger Rolf D. Schmid hat der SUB drei Mikrofiche- und E-Book-Sammlungen des Verlages Belser Wissenschaftlicher Dienst im Wert von 170.000 Euro gestiftet. Thematisch reicht die Schenkung von den historischen Beständen der Benediktinerinnen-Abtei St. Walburg über die Einflüsse der Märzrevolutionäre von 1848/49 auf die Entwicklung der Vereinigten Staaten von Amerika im 19. Jahrhundert bis hin zu Erstdrucken der Werke von Wegbereitern der österreichischen Psychologie.
Die an der Universität Hannover entwickelte und inzwischen von SUMA-EV betriebene Suchmaschine MetaGer (http://www.metager.de/) anonymisiert die Internet-Adresse des Anfragers noch während der Verarbeitung der Suchanfrage. Als Metasuchmaschine gibt Metager die Anfragen an verschiedene Suchmaschinen weiter, aber nur anonymisiert. Neben Anonymität ist auch die Unabhängigkeit von nicht nachvollziehbaren Suchalgorithmen gewährleistet.
Seit Ende 2006 hat eine Gruppe von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern an der Herzog August Bibliothek <23> in Wolfenbüttel an dem Internet-Portal „Wissensproduktion an der Universität Helmstedt“ (http://uni-helmstedt.hab.de/) gearbeitet, das vom Land Niedersachsen gefördert worden ist. In dem Internetportal befinden sich sämtliche Vorlesungsverzeichnisse der Universität Helmstedt mit 27.000 Lehrveranstaltungen aus dem Zeitraum 1581–1810. Neben den Digitalisaten steht zudem eine Volltext-Suche in den lateinisch- und deutschsprachigen (ab 1745) Vorlesungsankündigungen zur Verfügung. Weiterhin existieren Datenbanken zu den in allen vier Fakultäten (Theologie, Jura, Medizin, Philosophie) angefertigten Dissertationen mit knapp 7.000 Einträgen sowie zur Matrikel der Universität, in der circa 46.000 Universitätsbesucher und Universitätsangehörige verzeichnet sind. Die ungefähr 1.600 transkribierten Rechenschaftsberichte in lateinischer Sprache aus drei Zeiträumen zwischen der Mitte des 17. und der Mitte des 18. Jahrhunderts werden durch einen Professorenkatalog ergänzt, in dem Informationen zu den rund 250 Professoren zu finden sind, die an der Universität Helmstedt gelehrt haben. Eine seltene Quelle stellen die sogenannten Rechenschaftsberichte der Professoren dar, in denen diese für jedes Semester Auskunft über die Unterrichtsinhalte geben mussten und die man wohl als Vorläufer der modernen Evaluationsberichte ansehen darf.
Das Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald, die UB Greifswald <9> und die Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur bauen gemeinsam die Programmbibliothek Moorforschung und Naturschutz auf. Zum Bestand der Spezialbibliothek werden 8.000 Bände aus Privatbibliotheken und Beständen der gemeinnützigen Michael Succow Stiftung gehören. Dieser Grundbestand wird durch Neuanschaffungen ergänzt. Hinzu kommen Verlinkungen auf Open Access-Medien. Die Bibliothek soll ein wichtiger Baustein des angestrebten Greifswalder Moorkompetenzzentrums werden. Die Bestände der Fachbibliothek werden mit Unterstützung der UB Greifswald katalogisiert und über das Internet recherchierbar sein. Es ist beabsichtigt, wissenschaftlich bedeutsame Bände der Fachbibliothek zu digitalisieren und im Rahmen der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) im Internet öffentlich zugänglich zu machen.
Der Webis-Blog, der auf dem Server der SUB Hamburg <18> bereit steht, widmet sich nicht nur den Sammelschwerpunkten an deutschen Bibliotheken, sondern auch intensiv den Diskussionen zur Zukunft der Virtuellen Fachbibliotheken (http://blogs.sub.uni-hamburg.de/webis/).
Ende Februar 2013 ist in der SUB Hamburg <18> eine Hamburg-Plattform an den Start gegangen, die das landeskundliche Wissen der Hansestadt präsentiert. HamburgWissen Digital (HWD) bündelt wichtige Quellen aus verschiedenen Hamburger Einrichtungen. Die SUB kooperiert dafür mit rund 20 Hamburger und auswärtigen Partnerinstitutionen, deren Datenressourcen in die übergreifende Suche eingebunden sind.
Die 34. ASpB(= Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibliotheken e. V.)-Tagung (http://www.aspb2013.de/) findet vom 11. bis 13.09.2013 in Kiel statt. Der Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz lautet „Leinen los! Innovationen und strategische Turn Arounds in Spezialbibliotheken“.
Die Virtuelle Fachbibliothek Nordeuropa und Ostseeraum (vifanord), ein Gemeinschaftsprojekt der UB Kiel <8> und der UB Greifswald <9> sowie der SUB Göttingen <7>, bietet schon seit einigen Jahren einen geographischen Sucheinstieg für Literatur zu den Baltischen Ländern an. Seit kurzem ist dieser Sucheinstieg für alle Länder und Regionen frei geschaltet. Damit kann auch Literatur zu Orten und Regionen in Skandinavien und Finnland gesucht werden.
Zum dritten Mal in Folge geht der LIBER Award for Library Innovation an die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) <206> in Kiel. Dieses Jahr geht der Innovationspreis an Timo Borst für seinen Beitrag „Opening up local repositories for the Semantic Web: a case study in the domain of Economic Research”.
Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek / Klassik Stiftung Weimar <32> präsentiert in ihrem Online-Angebot „Monographien digital“ mittlerweile über 2.000 Werke aus knapp 850 digitalisierten „Aschebüchern“. Diese Bücher wurden beim Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek am 02.09.2004 besonders stark geschädigt und sind zum Teil nur als Fragmente erhalten. Nach der Restaurierung werden sie in Auswahl digitalisiert und online gestellt. Suchmöglichkeiten bieten Personen- und Titelregister; die nicht identifizierten Stücke erschließt ein chronologisches Register nach vermuteten Erscheinungsjahren. Die Digitalisate sind unter http://ora-web.klassik-stiftung.de/digimo_online/digimo.entry (linker Frame - Link „Aschebücher“) zu finden.
Die Vorträge, die auf den beiden Fernleihanwendertreffen der Stadt- und Spezialbibliotheken im hbz in Köln am 09.04.2013 und in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund am 23.04.2013 gehalten wurden, stehen unter http://www.hbz-nrw.de/dokumentencenter/produkte/online_fernleihe/aktuell/OeB_Anwendertreffen_2013/ zur Verfügung.
In der Reihe „Kölner Arbeitspapiere zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft“ ist ein neuer Band erschienen, der sich mit den „Schulschriften in der Lippischen Landesbibliothek zu Detmold – Umfang und Profil der Sammlung, Möglichkeiten der Erschließung“ beschäftigt. Der Band wurde ursprünglich als Bachelorarbeit im Studiengang Bibliothekswesen der Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften der FH Köln von Jessica Rita Smithen vorgelegt. Er ist online zugänglich unter http://www.fbi.fh-koeln.de/institut/papers/kabi/volltexte/band069.pdf.
Die UB Dortmund <290> bietet derzeit in Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Zentrum Behinderung und Studium (DoBuS) und der Fakultät Rehabilitationswissenschaften folgende Dienste für Menschen mit Sehbehinderung an: den Service für Blinde und Sehbehinderte (SfBS) mit den Angeboten Sehkon (= Sehgeschädigtengerechter Katalog Online), Hilfe bei der Literatursuche, Volltexte für Blinde und Sehbehinderte (über den Dokumentenserver der TU Dortmund Eldorado), einen PC-Arbeitsplatz für Blinde und Sehbehinderte. Im Rahmen des Deutschen Bildungsservers (http://www.bildungsserver.de/) betreut die UB Dortmund den Bereich Behindertenpädagogik und weist dort u. a. relevante Internetquellen zum Thema Sehbehinderung nach (http://www.bildungsserver.de/Sehbehinderung-Blindheit-1059.html).
Der Jahresbericht 2012 der Gerda Henkel Stiftung in Düsseldorf informiert über die laufenden Programme der Stiftung und stellt ausgewählte in die Förderung aufgenommene und abgeschlossene Forschungsarbeiten vor. Dabei handelt es sich schwerpunktmäßig um Forschungsarbeiten in den Disziplinen Geschichtswissenschaft, Kunstgeschichte und Archäologie.
Das Heinrich-Heine-Institut in Düsseldorf hat das Verlagsarchiv der 1949 gegründeten Edition Eremitenpresse erworben. Schon im Herbst 2012 wurde das fast vollständige Verlagsprogramm von etwa 580 bibliophilen Bänden in die Sammlungen des Instituts aufgenommen. Inzwischen sind sie erschlossen und über die Datenbank der Düsseldorfer Kulturinstitute (d:kult) recherchierbar. In einem zweiten Schritt wurden kürzlich die Korrespondenz, die mehrere tausend Briefe umfasst, und die Geschäftspapiere übernommen.
Politikstudenten der Universität Koblenz-Landau haben ein 262-Seiten starkes Buch mit dem Titel „Die Talk-Republik“ als PDF-Dokument veröffentlicht. In dem Buch analysieren die Studenten die wichtigsten Talk-Shows, setzen sich mit Moderatoren (u. a. Günter Jauch, Frank Plasberg, Maybrit Illner, Anne Will), Themen und Gästen auseinander und reichern ihre Thesen mit viel Hintergrundmaterial an.
Seit Ende Juni 2013 findet sich im neuen zentralen Rheinlandbib-Portal (http://rheinlandbib.ub.uni-koeln.de/portal/home.html?l=de) der Landesbibliothekarischen Arbeitsstelle der USB Köln <38> ein gemeinsamer virtueller Katalog der Bestände verschiedener kleiner Bibliotheken mit Altbestand im Rheinland. Die Katalogisierung der Bestände erfolgt in der Landesbibliothekarischen Arbeitsstelle, d.h. in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln. Die Bücher werden online in die HBZ-Verbunddatenbank NRW katalogisiert und können in diesem Portal gemeinsam recherchiert werden. Zum jetzigen Zeitpunkt umfasst dieser virtuelle Katalog die Bestände von 13 Bibliotheken. Weitere Bestände werden kontinuierlich integriert. Neben den rheinischen Bibliotheken ist auch der Bestand der Rheinischen Abteilung der USB Köln mit mehr als 117.000 Titeln enthalten.
Die Stadtbibliothek Ludwigshafen <295> bietet für alle Klassenstufen Bibliotheksführungen, Internetschulungen und Hilfen für Referate und Facharbeiten an. Als Begleitmaterialien für Schüler präsentiert sie Checklisten zur Bewertung von Büchern und Aufsätzen, zur Einschätzung von Internet-Quellen und eine als PDF-Dokument vorliegende Broschüre mit dem Titel „Clever online“, die u. a. zahlreiche, für Facharbeiten nützliche Links enthält. Außerdem stehen für Lehrer ein Feedback-Bogen zur Auswertung von Klassenführungen, Nutzerschulungen und Internet-Einführungen sowie Infos zur Vorbereitung von Klassenführungen zur Verfügung. Diese Begleitmaterialien hält die Stadtbibliothek Ludwigshafen unter der Adresse http://www.ludwigshafen.de/lebenswert/stadtbibliothek/bibliothek-und-schule/ bereit.
Ende April 2013 haben die ULB Münster <6> und die USB Köln <38> die Virtuelle Fachbibliothek Benelux (ViFa Benelux) offiziell freigeschaltet. Die ViFa Benelux (http://www.vifa-benelux.de/) ist ein Recherche- und Informationsportal für die Disziplinen Niederlandistik, Niederlande-, Belgien-, Luxemburgforschung, Frisistik und Afrikaanse Philologie. Den Nutzern wird durch das Online-Portal ein zentraler Zugang zu einer Vielzahl unterschiedlicher Fachdienste eröffnet. Im Modul „Suche“ können zahlreiche ausgewählte Kataloge und Datenbanken gleichzeitig unter einer gemeinsamen Oberfläche durchsucht werden. Darüber hinaus werden Fachinformationsdienste wie der Aktualitätendienst ViFa-Benelux-Blog, ein Dokumentenserver für elektronische Publikationen, ein Forschungsführer sowie Online-Tutorials zum wissenschaftlichen Arbeiten und vieles mehr angeboten.
Im Juli 2013 wurde das Psychologie-Suchportal PubPsych (http://pubpsych.de/) mit europäischem Schwerpunkt gestartet. PubPsych wird durch das Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) an der Universität Trier gemeinsam mit französischen, spanischen, niederländischen, norwegischen und amerikanischen Partnern betrieben. PubPsych unterstützt den offenen Zugang zu Bildungsressourcen und fördert die aktive Beteiligung von Schwellen- und Entwicklungsländern am weltweiten Austausch wissenschaftlicher Informationen. PubPsych, das dem Open-Access-Gedanken verpflichtet ist, kann in englischer, französischer, spanischer und deutscher Sprache durchsucht werden.
Mit der Divina Commedia des italienischen Dichters Dante Alighieri aus dem 14. Jahrhundert wurde kürzlich die 1000. Handschrift aus den Beständen der UB Frankfurt <30> digitalisiert. In einem im Februar 2011 begonnenen Projekt scannt und digitalisiert die Bibliothek der Goethe-Universität ihre über 2.800 Handschriften umfassende Sammlung, die weltweit einzigartige Exemplare umfasst. Ebenfalls gescannt und mit den Objekten verlinkt werden die ausführlichen Beschreibungen der Handschriften, die bisher nur in Form von gedruckten Katalogen vorlagen. Die komplette digitale Sammlung ist zugänglich unter der URL http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/msinc.
Ein digitales und thematisch-systematisches Verzeichnis sämtlicher Werke von Christoph Willibald Gluck ist seit Anfang Mai 2013 online zugänglich. GluckWV-online ist unter der neugestalteten Website des Editionsprojektes Christoph Willibald Gluck: Sämtliche Werke (GGA) (http://www.gluck-gesamtausgabe.de) zu finden. Nach und nach werden weitere Inhalte im GluckWV-online erscheinen. So sollen als nächstes die französischen Opéras-comiques und die Ballette von Gluck aufgenommen werden. Ziel ist die vollständige und systematische Auflistung aller Kompositionen von Gluck in sämtlichen Fassungen. Zudem werden wichtige Daten zur Entstehung, Uraufführung, Erstausgabe sowie Rezeption einzelner Werke mit entsprechenden Quellennachweisen zusammengestellt. GluckWV-online ist ein Projekt der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz.
Das Centrum für Nah- und Mittelost-Studien (CNMS) der Philipps-Universität Marburg veröffentlicht eine neue Online-Zeitschrift mit dem Titel „Middle East – Topics & Arguments“. Die Zeitschrift erscheint zweimal im Jahr und ist kostenlos im Internet zu lesen (http://www.meta-journal.net/). Jede Ausgabe des englischsprachigen Magazins beleuchtet ein übergeordnetes Thema aus verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven. Die erste Nummer vom Mai 2013 behandelt das Thema „The Intellectual“.
Der KOBV hat seinen Jahresbericht 2011/2012 als PDF-Dokument veröffentlicht (http://www.kobv.de/fileadmin/download/rundbriefe_jahresberichte/KOBV_Jahresbericht_2011-2012.pdf).
Das 11. KOBV-Forum fand am 03.06.2013 im Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik Berlin statt. Die Vorträge, die sich vor allem mit den Themen E-Books und „Bibliotheken und Verbünde in die Cloud“ beschäftigten, können unter http://www.kobv.de/ueber_den_kobv/kobv_forum/11_kobv_forum_2013/ abgerufen werden.
Am 29.05.2013 ist mit dem Hochschulschriftenserver der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (http://opus4.kobv.de/opus4-ku-eichstaett/home) ein weiterer KOBV-Hosting-Kunde von OPUS3 auf OPUS4 umgestiegen. Mit dem Dokumentenserver der SRH Hochschulen (http://opus4.kobv.de/opus4-srh/home) ist Ende Mai 2013 ebenfalls ein neuer OPUS-Hosting-Kunde gestartet. Der Dokumentenserver befindet sich im Aufbau, das Angebot wird in den nächsten Wochen erweitert (nach dem KOBV-Newsletter 27/2013).
Im April 2013 konnte der Virtuelle Verbundkatalog Film (VK Film) mit dem Bestand des Filmarchivs Berlin-Wilmersdorf erweitert werden. Die Spezialbibliothek des Bundesarchivs enthält Literatur zur Geschichte des deutschen Films und zur Allgemeinen Filmgeschichte, auch die Buchbestände des Staatlichen Filmarchivs der DDR bis 1990 sind hier integriert. Es handelt sich um eine Dienst- und Präsenzbibliothek.
Die Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der Deutschen Demokratischen Republik (SAPMO) <B 479>, die Mitte April 2013 ihr zwanzigjähriges Bestehen feierte, befindet sich im Bundesarchiv in Berlin-Lichterfelde. Neben der Abteilung DDR des Bundesarchivs, die die schriftliche Überlieferung der staatlichen Organe verwahrt, bietet die Stiftung wichtige und authentische Quellen nicht nur zur Geschichte der DDR, sondern auch zur Geschichte der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung seit dem 19. Jahrhundert. Gegründet wurde SAPMO 1992 als unselbständige Stiftung. Ein Jahr später nahm sie ihre Arbeit auf. Da die übliche Akten-Sperrfrist von 30 Jahren entfiel, konnten die Unterlagen schon kurz danach eingesehen werden. Seitdem ist es Aufgabe der Stiftung, Unterlagen und Bibliotheksbestände der Parteien und Massenorganisationen der DDR zu sichern und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die SAPMO stellt Archivgut zur Benutzung bereit, das außerhalb der staatlichen Behörden der DDR bei den politischen Entscheidungen zur Kontrolle und Steuerung von Staat und Gesellschaft entstanden ist. Zur SAPMO gehört eine Bibliothek mit den Beständen von über 30 früheren Einrichtungen und Organisationen, die sie mit dem Archivgut in das Bundesarchiv eingebracht haben. Die Bibliothek bietet einen eigenen Lesesaal, Orts- und Fernleihe sowie einen Onlinekatalog (http://www.bundesarchiv.de/bibliothek/) als Teil des Katalogs der Bibliothek des Bundesarchivs an. Ihr Online-Katalog ist auch über den Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) zu erreichen. In der Stiftung können circa 1,7 Millionen Bände benutzt werden, davon sehr viel graue Literatur aus den Parteien und Organisationen der DDR und den ehemaligen Ostblockländern. In Berlin-Lichterfelde befinden sich weitgehend vollständig die amtlichen Druckschriften der Behörden, Verbände und Organisationen des Deutschen Reiches und der DDR. Der Sammlungsschwerpunkt bei Neuerwerbungen liegt auf der Literatur zur und aus der Zeit der DDR und Deutschlands vor 1945 sowie zur Geschichte der ehemals sozialistischen Staaten, zur Geschichte der internationalen Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung sowie einzelner Parteien, Gewerkschaften, Organisationen und politischer Gruppierungen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.
Achtzig Jahre nach Zerschlagung der freien Gewerkschaften erinnern Studierende der FU Berlin im Internet unter dem Titel „Zerstörte Vielfalt“ (http://www.zerschlagung-gewerkschaften1933.de/) an das Schicksal von Gewerkschaftern und an wichtige Orte. Kernstück der Seite ist eine Karte, auf der wichtige Orte der deutschen und Berliner Gewerkschaftsgeschichte markiert und beschrieben sind. Dazu zählen das Verbandshaus der Deutschen Buchdrucker in der Dudenstraße, das Haus des Deutschen Metallarbeiterverbandes in der Alten Jakobstraße und das Gewerkschaftshaus am Engelufer in Kreuzberg. Darüber hinaus haben die Studierenden Orte der Verfolgung beschrieben, wie etwa das ehemalige Konzentrationslager am Columbiadamm oder das SA-Gefängnis in der Papestraße. Außerdem sind Biografien von Wilhelm Leuschner, Otto Suhr und anderen Persönlichkeiten nachzulesen. Dafür wurden auch ganz persönliche Dokumente zusammengetragen, wie den Abschiedsbrief von Wilhelm Leuschner an seinen Sohn, den der Hitler-Gegner 1944 einen Tag vor seiner Hinrichtung verfasst hat. Das Portal zeigt zudem Vorschläge für historische Stadtrundgänge (nach: heise online vom 02.05.2013).
Eine Online-Plattform der FU Berlin enthält insgesamt 900 deutschsprachige und 50 anderssprachige Video-Interviews mit Zeitzeugen des Holocaust (http://www.zeugendershoah.de/online-plattform/index.html), die transkribiert und übersetzt worden sind. Sie sind eine Auswahl aus über 50.000 Video-Interviews aus dem Bestand der USC Shoah Foundation (http://sfi.usc.edu/). Die Plattform steht Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern in der Bundesrepublik Deutschland nach einer Registrierung zur Verfügung und ermöglicht so erstmals den Onlinezugriff auf diesen Teilbestand der USC Shoah Foundation. Eine kombinierte Volltext- und Filtersuche bietet differenzierte Recherchemöglichkeiten, die besonders auch lokalgeschichtliche Recherchen vereinfachen. Im Rahmen des Projektes „Zeugen der Shoah. Das Visual History Archive in der schulischen Bildung“ wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekttage an der Freien Universität Berlin durchgeführt. Die unter Unterrichtsmaterialien angebotenen Materialien und Publikationen sind das Ergebnis der im Rahmen dieser Projekttage gemachten Erfahrungen und sollen Schülern und Lehrenden in ganz Deutschland die Arbeit mit den Video-Interviews der USC Shoah Foundation erleichtern.
Die Zeitschrift LIBREAS. Library Ideas sowie das Weblog http://libreas.wordpress.com werden durch den LIBREAS-Verein am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin herausgegeben. Die aktuelle Ausgabe (Jg. 9. 2013. Heft 22) der elektronischen Zeitschrift, die sich dem Schwerpunkt-Thema Recht und Gesetz widmet, ist Mitte Mai 2013 erschienen. Darin zieht Klaus Graf Lehren aus der Causa Stralsund, und Cornel Dora stellt das neue Bibliotheksgesetz des Kantons St. Gallen vor. Weitere Beiträge und Rezensionen zum Thema ergänzen das Heft. Ältere Ausgaben stehen im Heft-Archiv zur Verfügung (http://libreas.eu/archiv.htm).
Zwischen Oktober 2000 und März 2003 recherchierte der kürzlich verstorbene ehemalige Lehrer Peter Nolte im Rahmen eines Projekts am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität die Schicksale von Studierenden der Berliner Universität, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden. Um das Projekt abzuschließen und die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorzustellen, wurde Mitte Mai 2013 eine neue Website am Lehrstuhl für die Geschichte des 20. Jahrhunderts der Humboldt-Universität zu Berlin ins Netz gestellt. Die Website, die den Titel „Jüdische Studierende 1933 bis 1938“ trägt, ist unter http://www.hu-berlin.de/ueberblick/geschichte/juedische-studierende zugänglich. Sie bietet biographische Informationen jüdischer Studierender an der damaligen Friedrich-Wilhelms-Universität, eine Liste mit über 2.300 Namen verfolgter Studentinnen und Studenten, eine kurze historische Darstellung der Berliner Universität unter dem NS-Regime und ein Glossar mit dem Schwerpunkt 'Jüdisches Studentenleben in Berlin'.
In ihrer Masterarbeit beschäftigt sich Katja Stender am Beispiel der Bibliothek des Wissenschaftsparks Albert Einstein <B 103> in Potsdam mit internem Wissensmanagement in kleineren Bibliotheken. Die Arbeit wurde als Heft 340 der Berliner Handreichungen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft veröffentlicht.
Die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) hat ihren Jahresbericht für 2012 als PDF-Dokument veröffentlicht (http://files.d-nb.de/jahresbericht2012/).
In der Sitzung des Standardisierungsausschusses am 18.06.2013 wurde die Leiterin des Hochschulbibliothekszentrums Nordrhein-Westfalen (hbz) Frau Dr. Silke Schomburg zur neuen Vorsitzenden des Gremiums gewählt. Der bisherige Vorsitzende Berndt Dugall (Direktor der UB Frankfurt am Main) scheidet im Herbst aus dem Dienst aus und wird durch Silke Schomburg abgelöst. Der Vorsitz wird für drei Jahre bestimmt, wobei eine Wiederwahl danach möglich ist. Weitere Infos zum Standardisierungsausschuss und aktuelle Informationen zur Standardisierungsarbeit sind auf den Webseiten der Deutschen Nationalbibliothek unter http://www.dnb.de/DE/Standardisierung/standardisierung zu finden.
Für die Dauer von zwölf Monaten bietet die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) eine autorisierte deutsche Übersetzung des RDA (= Resource Description and Access)-Regelwerkstextes (http://www.dnb.de/DE/Standardisierung/International/rdaDeutsch.html) auf ihrer Webseite an. Ziel der Übersetzung ist es, den Zugang und das Verständnis des neuen Standards zu erleichtern. Nach Ablauf der Frist müssen die Dateien aus rechtlichen Gründen aus dem Webangebot der DNB entfernt werden.
Die ZDB informiert über ihre Aktivitäten im letzten Jahr in ihrem Aktivitätenbericht 2012/2013.
Die Folien, die die Redaktion der ZDB auf dem 5. Bibliothekskongress in Leipzig vorgestellt hat, können auf der Seite „Vorträge“ abgerufen werden.
Der Vortrag von Harald Müller (Bibliothek des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg) mit dem Titel „Borderline-Syndrom? Rechtsfragen zum grenzüberschreitenden Leihverkehr & Kopienversand ILL“, den er auf dem 5. Bibliothekskongress am 13.02.2013 in Leipzig gehalten hat, ist auf dem BIB-OPUS-Server zugänglich. Müller wies u. a. darauf hin, dass „Schriftgut …, das wissenschaftlichen Bibliotheken - insbesondere Universitätsbibliotheken - im Rahmen des Internationalen Schriftentauschs zugeht und nicht zum Verkauf bestimmt ist, … zu den begünstigten Sammlungsstücken des § 4 EUStBV (gehört)“ (zitiert nach der Dienstvorschrift Einfuhrumsatzsteuer in der Fassung vom 09.12.2010). Internationaler Schriftentausch steht in der Terminologie der Zollbehörden auch für Bücher und Kopien, die im Rahmen des Internationalen Leihverkehrs geliefert werden. Außerdem warnte Müller vor dem digitalen Versand von Kopien, da die alleinige Verantwortung für die Verletzung von Urheberrechtsgesetzen derzeit noch bei den Bibliotheken liegt und beim grenzüberschreitenden Versand mindestens zwei Rechtssysteme (des Geber- und des Nehmerlandes) berücksichtigt werden müssen. Seine Folgerung: der digitale Kopienversand birgt ein hohes Konfliktpotential; Gerichtsverfahren sind nur eine Frage der Zeit. Auf der sicheren Seite sind die Bibliotheken, die Kopien in Papierform verschicken.
Das Australian War Memorial erinnert in einer virtuellen Ausstellung an die 100. Wiederkehr des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs (http://www.awm.gov.au/1914-1918/).
The European Library (http://www.theeuropeanlibrary.org/), das Online-Portal der 48 europäischen Nationalbibliotheken und der führenden Forschungsbibliotheken in Europa, präsentiert in der Virtuellen Ausstellung Science and Machines mehr als 600 historische Karten, Briefe, Zeitschriften, Filme, Fotografien und Bücher, die bedeutende wissenschaftliche Leistungen des 19. und 20. Jahrhunderts dokumentieren (nach: dasbibliothekswissen vom 11.04.2013).
Seit Anfang April 2013 haben die British Library, die National Library of Scotland, die National Library of Wales, die Bodleian Libraries in Oxford, Cambridge University Library und Trinity College Library in Dublin das Recht, jede digitale Veröffentlichung in Großbritannien zu sammeln, zu bewahren und die Langzeitverfügbarkeit zu gewährleisten. Das digitale Pflichtexemplarrecht erstreckt sich nicht nur auf E-Books, E-Journals und Blogs, sondern auch auf derzeit circa 4,8 Millionen Websites der kompletten uk-Domain. Eine Expertenrunde der beteiligten Bibliotheken hat eine Auswahl der einflussreichsten 100 Websites zusammengestellt, die voraussichtlich auch für zukünftige Generationen noch von Bedeutung sein werden. Die Auswahl steht unter http://www.bl.uk/100websites/top100.html zur Verfügung.
Auf seinen Webseiten zeigt der internationale Bibliotheksverband IFLA in englischer Sprache den Beitrag von Bibliotheken zur Bewahrung und Sicherung des kulturellen Erbes zerstörter Regionen. Der Verband weist auf die Bedeutung dieser Arbeit und die Zusammenarbeit zwischen Bibliotheken und Hilfsorganisationen hin, die für Kontinuität und Identifikation mit den Menschen der Krisengebiete steht (http://www.ifla.org/cultural-heritage).
Unter http://www.ifla.org/node/7418 können ein Positionspapier und eine offizielle Stellungnahme mit dem Titel „IFLA Principles for Library eLending“ (auch in deutscher Sprache) abgerufen werden, die vom IFLA-Vorstand im Februar 2013 verabschiedet wurden.
Der internationale Bibliotheksverband IFLA hat unter http://www.ifla.org/icr4d Informationen zur Rolle der Bibliotheken bei der Unterstützung gesellschaftlicher Entwicklungen veröffentlicht. Weiterführende Links zu Entwicklungsprojekten und Forschungsergebnissen werden auf der Website zusätzlich angeführt und Hinweise darauf, was IFLA zur gesellschaftlichen Entwicklung durch Bibliotheken beiträgt.
Das Stadtarchiv Bozen macht Dutzende von historisch bedeutenden Ratsprotokollen unter dem Titel „Bozen – Bolzano’s History Online - BOhisto“ (http://stadtarchiv-archiviostorico.gemeinde.bozen.it) frei zugänglich. Die bisher digitalisierten Handschriften beginnen im Jahr 1470 und reichen bis in die Zeit um 1700. Das Projekt sichert das kulturelle Erbe der Südtiroler Landeshauptstadt nachhaltig und stellt die Dokumente als Wissensbasis für die Forschung bereit.
Ein deutsch-französisches Gemeinschaftsprojekt ist die Datenbank zu europäischen Musikern in Italien zwischen 1650 und 1750 - Musicisti europei a Venezia, Roma e Napoli (1650-1750). Das Ziel des Forschungsprojekts war es, die nach Venedig, Rom und Neapel gereisten europäischen Musiker im Zeitraum zwischen 1650 und 1750 unter dem Gesichtspunkt des kulturellen Austauschs und nationaler Identitäten zu untersuchen. Das Projekt wurde von der Agence Nationale de la Recherche (http://www.agence-nationale-recherche.fr/), der zentralen Einrichtung zur Förderung der Wissenschaft und Forschung in Frankreich, und der DFG für eine Dauer von drei Jahren (2010-2012) finanziert (nach einem Hinweis im Archivalia-Blog vom 04.06.2013).
Das Biografisch Portaal van Nederland ist ein Online-Portal, das biographische Nachschlagewerke und Datenbanken zu Persönlichkeiten der niederländischen Geschichte im Internet zusammenführt. Derzeit (Stand: Ende Juni 2013) enthält das Portal circa 110.000 Biographien von Personen, die entweder in den Niederlanden, den ehemaligen Kolonien sowie den überseeischen Besitztümern geboren wurden oder von ausländischen Persönlichkeiten, die in den Niederlanden tätig waren. Die Zeitspanne erstreckt sich von den Anfängen der niederländischen Geschichte bis heute. Noch lebende Personen werden nicht erfasst.
Unter http://www.oclc.org/worldcat/statistics/default.htm sind aktuelle Statistikzahlen zum WorldCat abrufbar. Demnach haben circa 72.000 Bibliotheken aus 170 Ländern über 2 Milliarden Bestandsnachweise eingebracht. Fast 303 Millionen bibliographische Datensätze sind im WorldCat nachgewiesen, und über 470 Sprachen und Dialekte sind vertreten. Inzwischen sind rund 8,8 Mio. deutschsprachige Titel enthalten.
Am 26./27.02.2013 fand das OCLC Regional Council Meeting der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) im Palais des Congrès in Straßburg statt. Die Präsentationen der Hauptredner der Veranstaltung stehen online als Videos auf der OCLC-Website zur Verfügung. Ein ausführlicher Bericht von Vera Münch zum OCLC EMEA Regional Council Meeting ist in Ausgabe 2/2013 der Zeitschrift B.I.T. online erschienen (http://www.b-i-t-online.de/heft/2013-02-reportage-muench.pdf).
Die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) (http://www.onb.ac.at/) in Wien digitalisiert seit zwei Jahren im Rahmen des Projekts Austrian Books Online in einer Public Private Partnership mit Google ihre historischen Buchbestände. 70 Mitarbeiter, davon 20 in Vollzeit, sind mit der Digitalisierung des gesamten historischen Bücherbestands der ÖNB befasst. Am Ende werden 600.000 Bände mit insgesamt mehr als 200 Millionen Seiten elektronisch gespeichert sein, alles gemeinfreie Werke aus der Zeit vom frühen 16. bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Von den 150.000 der bisher digitalisierten Bücher sind bereits etwa 100.000 den Nutzern entweder über den Online-Katalog der Bibliothek (http://search.obvsg.at/ONB) oder über Google Books (http://books.google.de/) zugänglich. Bis zu 95.000 Digitalisate pro Tag entstehen im Zuge des Projekts. Die Sprachanteile der schon bearbeiteten Bücher zeigen, dass jedes dritte in deutscher Sprache geschrieben ist, fast ebenso viele in lateinischer Sprache. Englisch folgt weit abgeschlagen mit einem Anteil von gerade mal drei Prozent an dritter Stelle (nach: Börsenblatt online vom 23.04.2013: Publishers‘ Forum – Der erste Tag).
ANNO - AustriaN Newspapers Online (http://anno.onb.ac.at/) ist ein Teil des Digitalen Lesesaals der Österreichischen Nationalbibliothek und besteht seit 2003 mit mittlerweile knapp 10 Millionen Seiten von historischen österreichischen Zeitungen und Zeitschriften. Seit etwa Mitte Mai 2013 bietet ANNO eine Volltextsuche in einer Beta-Version (http://anno.onb.ac.at/anno-suche/) an. Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zu anderen Volltextsuchen ist, dass die Suchergebnisse in der Datumsübersicht angezeigt werden. Derzeit sind 200.000 Tagesausgaben und somit ungefähr 2.000.000 Seiten OCR-gelesenen Text aus den Jahren 1705 bis 1872 durchsuchbar. Somit sind circa 97% des Bestand von ANNO aus diesem Zeitraum textlich erschlossen. Die Volltexte stammen zu ungefähr gleichen Teilen aus der Zusammenarbeit von ANNO mit Austrian Books Online (ABO) sowie andererseits aus dem EU-Projekt Europeana Newspapers (siehe auch http://anno.onb.ac.at/projekte.htm).
Im Rahmen eines Forschungsprojekts digitalisiert die ÖNB in Wien mehr als 16.000 handschriftliche Zeitungen aus den Jahren 1568 bis 1604. Die sogenannten Fugger-Zeitungen sind Vorläufer von gedruckten Zeitungen, wie sie ab 1605 erschienen. Die Digitalisierung und wissenschaftliche Erschließung des Bestandes erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Institut für österreichische Geschichtsforschung und mit finanzieller Unterstützung des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF). Die Fugger-Zeitungen werden an der ÖNB gescannt und im virtuellen Zeitungslesesaal ANNO – Austrian Newspaper Online eingespielt. Direkt erreichbar sind sie unter der Adresse http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=fug.
Die Andrew W. Mellon Foundation in New York fördert ein auf zwei Jahre angelegtes Digitalisierungsprojekt der ÖNB mit einem Gesamtvolumen von über 450.000 US-Dollar. Von Juli 2013 bis Juni 2015 werden im Rahmen des Projekts Papyri of the Early Arab Period Online rund 4.000 wertvolle antike Schriftstücke aus der Papyrussammlung digitalisiert, die entsprechenden Metadaten erstellt und technische Lösungen für Online-Editionen arabischer, griechischer und koptischer Texte ausprobiert (vgl. dazu die Pressemeldung unter http://onb.ac.at/services/presse_21798.htm). Die Papyrussammlung der ÖNB steht auf der UNESCO-Liste „Memory of the World“ (http://www.unesco.de/mow.html) als Weltdokumentenerbe und umfasst einen der weltweit umfangreichsten Bestände an Schriftstücken aus der Spätantike und dem arabischen Mittelalter. Ziel des Digitalisierungsprojektes ist es, die bislang unpublizierten Dokumente der Forschung und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Seit 2012 sind die Inkunabelbestände der Bibliotheken der Kapuzinerprovinz Österreich-Südtirol in einer eigenen Datenbank nachgewiesen. In der Datenbank kann nach Autor, Titel, ISTC-Nummer, Ort, Verleger/Drucker, Sprache und Provenienz gesucht werden. Nachgewiesen sind die Bestände der Kapuzinerbibliotheken Bludenz, Gmunden, Innsbruck, Irdning, Kitzbühel, Klagenfurt, Radstadt, Scheibbs, Wiener Neustadt und Wolfsberg. Jeder Treffer verweist auf eine pdf-Datei auf dem Server des Kapuzinerordens (www.kapuziner.at/…), die das Werk im Detail beschreibt. Die Inkunabeldatenbank steht unter http://zentralbibliothek.kapuziner.at/inkunabeldatenbank.php zur Verfügung.
Der NEBIS(= Netzwerk von Bibliotheken und Informationsstellen in der Schweiz)-Verbund bietet seit dem 03.04.2013 die Möglichkeit, mit einer einzigen Suchanfrage auf über sieben Millionen Titel zuzugreifen. Erreicht wurde dies durch die Integration des Katalogs des IDS Zürich Universität (Informationsverbund Deutschschweiz) in den NEBIS-Verbundkatalog (http://www.nebis.ch/ger/).
Die nationale digitale Bibliothek der USA ist am 18.04.2013 in den Beta-Betrieb gegangen. Damit stehen der Öffentlichkeit derzeit rund 2,4 Millionen Digitalisate von Fotos, Handschriften, Kunstwerken und anderen Medien kostenlos zur Verfügung, darunter Daguerreotypien von George Washington oder Manuskripte von Thomas Jefferson. 2011 hatten die ersten Planungen für die Digital Public Library of America (DPLA) begonnen. Aktuell sind in der DPLA Digitalisate von 12 großen US-Bibliotheken und Institutionen nachgewiesen, unter anderem vom Smithsonian Institute und der Harvard Universität. Die Sammlung wird erweitert; neue Kooperationspartner sollen gewonnen werden. Die Nutzer können derzeit über ein Webportal auf Inhalte zugreifen. Neben einer herkömmlichen Suche steht auch eine verstellbare Zeitleiste zur Verfügung, anhand derer sich die Inhalte nach Jahreszahlen auflisten lassen, ebenso eine Karte, auf der die Inhalte nach US-Bundesstaaten gruppiert sind. Außerdem wurden erste virtuelle Ausstellungen eingerichtet (nach: heise online vom 19.04.2013).
Das Leo Baeck Institute (LBI) in New York hat kürzlich die kompletten Jahrgänge der Emigrantenzeitung AUFBAU digitalisiert. Nachdem die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) vor einem Jahr über Nacht die digitalisierten Bestände der Sammlungen „Jüdische Periodika in NS-Deutschland“ und „Exilpresse“ aus urheberrechtlichen Gründen von seiner Website genommen hatte, darunter auch den AUFBAU, steht diese wichtige Quelle der zeitgeschichtlichen Forschung jetzt wieder zur Verfügung. Das Leo Baeck Institute hat die kompletten Jahrgänge des AUFBAU in seinem Bestand. Die Ausgaben von 1951 bis 2004 hält es schon seit einiger Zeit im Netz für Forschungszwecke bereit. Um Doppelungen zu vermeiden, hatte das LBI auf die Digitalisierung der Jahrgänge 1934 bis 1950 verzichtet, da diese schon bei der DNB einzusehen waren. Sämtliche Jahrgänge der Zeitschrift AUFBAU stehen jetzt wieder komplett im Netz unter http://archive.org/details/aufbau zur Verfügung (nach einem Hinweis im Archivalia-Blog vom 30.05.2013).
Die Brandeis University hat rund 100 Propaganda-Plakate aus dem 1. und dem 2. Weltkrieg online gestellt (World War I & World War II Propaganda Posters). Namhafte zeitgenössische Künstler und Designer haben die Plakate gestaltet.
Die neue Unterrubrik „Antragstellung - Begutachtung - Entscheidung“ in der Rubrik „Förderung“ der DFG-Webseite liefert Informationen für Antragstellende, Gutachter und Gremienmitglieder der Deutschen Forschungsgemeinschaft (http://www.dfg.de/foerderung/antragstellung_begutachtung_entscheidung/).
Die wichtigsten Ergebnisse des Förderatlas 2012 liegen auch in englischer Sprache vor. Die englischsprachige Fassung wendet sich mit einer Auswahl von Kennzahlen, die insbesondere internationale Aspekte der Forschung und ihrer Förderung illustrieren, vor allem an im internationalen Forschungsmanagement tätige Personen, die sich gezielt über die Stätten der Forschung in Deutschland informieren wollen. Der Förderatlas 2012 in deutscher Sprache ist unter http://www.dfg.de/dfg_profil/foerderatlas_evaluation_statistik/foerderatlas/index.jsp, in englischer Sprache unter http://www.dfg.de/en/dfg_profile/evaluation_statistics/funding_atlas/ zugänglich.
DFG-Präsident Peter Strohschneider erläutert in einem Gespräch mit der Börsenblatt.net-Redaktion vom 14.06.2013 die Neuausrichtung der SSG-Förderung durch die DFG. Insbesondere versucht er, Befürchtungen zu zerstreuen, dass die DFG bei der Neuausrichtung der Förderung von Sondersammelgebieten einseitig auf die Anschaffung von digitalen Publikationen durch die Bibliotheken setzt. Solche Befürchtungen bestehen vor allem bei geistes- und sozialwissenschaftlich ausgerichteten Verlagen. Strohschneider sagt wörtlich, dass „es keine Beschränkung der Förderung auf bestimmte Medienarten, Erscheinungsdaten oder -orte mehr geben (wird). Im Vordergrund stehen allein die differenzierten Forschungsinteressen und Publikationskulturen der Fächer. Wir gehen davon aus, dass diese Öffnung und größere Freiheit der Mittelverwendung durchaus zu einem stärkeren Konkurrenzdruck um die Mittel führen kann, der allerdings wohl nicht vornehmlich an der Grenzlinie Print versus Digital spürbar werden wird. Eher dürften allgemein die beantragten Vorhaben in härtere Konkurrenz zueinander geraten. Wie immer wird die DFG ihre Förderentscheidungen jedoch ausschließlich auf die Qualität der Anträge stützen - wie sich die Mittel auf Print oder Digital verteilen, ist demgegenüber von nachgeordneter Bedeutung.“ Das Gespräch ist im Wortlaut unter http://www.boersenblatt.net/625414/ zugänglich. Über die Neuausrichtung der SSG-Förderung informiert die DFG unter http://www.dfg.de/foerderung/programme/infrastruktur/lis/lis_foerderangebote/fachinformationsdienste_wissenschaft/index.html (vgl. auch dazu Kümmel, Christoph. „Nach den Sondersammelgebieten: Fachinformationen als forschungsnaher Service„. ZfBB 60. 2013. H.1. S. 5-15).
Die beiden Portalkonzepte der Europeana (http://www.europeana.eu/) und der Deutschen Digitalen Bibliothek (http://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/) sowie ihre Bedeutung und Herausforderung für die deutsche Bibliothekslandschaft sind Gegenstand eines Textes von Nina Baueregger (LBZ Rheinland-Pfalz / Bibliotheksakademie Bayern), der online zur Verfügung steht. „… zunächst [wird] auf die Zielsetzung, die Eigenschaften und die historische Entwicklung sowie den Status-Quo der beiden Portale kurz eingegangen, um ein gemeinsames Grundverständnis zu schaffen. Basierend darauf werden im Hauptteil der Arbeit die Bedeutung und Herausforderung für die deutsche Bibliothekslandschaft abgeleitet und formuliert. Im abschließenden Teil der Arbeit werden die im Hauptteil erarbeiteten Erkenntnisse kurz zusammengefasst und ein kritischer Blick darauf geworfen, ob die beiden Portalkonzepte dem eigenen Anspruch heute schon gerecht werden und den Bibliotheken somit eine Möglichkeit bieten, ihre im Grundgesetz verankerte Aufgabe besser zu erfüllen.“
Das neue Release der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) ist online. Neu sind insbesondere eine optimierte Darstellung der DDB auf Mobilgeräten sowie eine verbesserte Funktionalität der Detailseiten einschließlich der Lightbox-Technik (= eine Java-Anwendung, die Bilder in einer Art neuem Fenster öffnet, die Umgebung je nach Bedarf leicht abdunkelt und einem das Klicken durch eine Bilder-Galerie ermöglicht), die nun beide durchblätterbar sind. Außerdem wurde der Ranking-Algorithmus leicht modifiziert.
Seit 2003 veröffentlicht die Kommission für One-Person Libraries in lockerer Folge sogenannte Checklisten, die bei Alltagsproblemen einer One-Person Library helfen sollen. Sie verstehen sich als Working Papers, die in Stichworten die wichtigsten Themen des betreffenden Gebietes auflisten. Als Checkliste Nr. 38 ist „Embedded Librarian“ aus der Feder von Anne Jacobs erschienen. Bei dem Konzept des Embedded Librarian integriert sich der Bibliothekar bewusst in seine Kundengruppe, um dort sein fachliches Know-How einzubringen. Im Team erhält er so die Rolle als Informationsprofi. Gerade für One Person Libraries, die oftmals von sich aus engen Kontakt zu ihren Nutzern und der Trägerorganisation haben, bietet die Positionierung als Embedded Librarian die Möglichkeit, den Platz innerhalb der Institution zu festigen und den Kontakt zu Kunden und Kollegen zu stärken.
Am 18.04.2013 hat der Deutsche Bundestag den Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Internet und Digitale Gesellschaft“ beraten. In der Kommission haben sich 17 Sachverständige und Abgeordnete mit Themen wie Medienkompetenz, Urheberrecht, Datenschutz und der wirtschaftlichen Bedeutung der Digitalisierung befasst. Im Abschlussbericht wird u. a. ein ständiger Ausschuss „Internet und digitale Gesellschaft“ gefordert. Der Schlussbericht ist im Netz unter http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/125/1712550.pdf zu finden. Insgesamt hat die Enquete-Kommission 14 Berichte (zu den jeweiligen Einzelthemen und ein Sachstandsbericht als Zwischenbericht) als PDF-Dokumente vorgelegt. Alle Berichte können unter http://www.bundestag.de/internetenquete/Ergebnisse/index.jsp abgerufen werden.
Die Online-Umfrage „Europa-Liste“, die das Goethe-Institut in 24 Sprachen und 30 Ländern durchgeführt hat (http://www.goethe.de/ins/be/prj/eli/erg/deindex.htm), ergab, dass Leonardo da Vinci der wichtigste europäische Künstler ist, Don Quijote die ergreifendste Figur in der europäischen Literatur und die Demokratie der wichtigste Beitrag Europas zur Weltkultur. An zweiter und dritter Stelle als bedeutendste kulturelle Beiträge Europas lagen die klassische Musik und der Buchdruck. Die Frage nach dem bedeutendsten Bauwerk Europas beantworten die Teilnehmer je nach Nationalität unterschiedlich: Im Gesamtergebnis steht zwar der Eiffelturm an der Spitze (25%). Doch für die große Mehrheit der Griechen ist die Akropolis am wichtigsten, für Italiener das Kolosseum, Franzosen hingegen favorisieren das Brandenburger Tor. Ein europäischer Filmkanon ist noch schwieriger zu ermitteln. Die drei besten europäischen Filme sind für die Befragten Das Leben ist schön von Roberto Benigni (8%), Das Leben der Anderen von Florian Henckel von Donnersmarck (6%) und Die fabelhafte Welt der Amélie von Jean-Pierre Jeunet (5%).
Das Projekt Rahmenbedingungen einer disziplinübergreifenden Forschungsdaten-Infrastruktur (Radieschen) hat seinen Abschlussbericht vorgelegt. Der Bericht, der den Status Quo der Forschungsdaten-Infrastrukturen in Deutschland beschreibt und auf Lücken mit Entwicklungsbedarf in der nahen Zukunft hinweist, ist unter http://www.forschungsdaten.org/uber-radieschen/projektergebnisse/ erreichbar. Weitere Infos sind über das Informationsportal Forschungsdaten (http://www.forschungsdaten.org/) erhältlich.
Der Weblog „Fortbildung in Bibliotheken“ enthält Infos für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bibliotheken zum Thema „Lernen, Selbstlernen, eLearning, Fortbildung, Weiterbildung in Bibliotheken und darüber hinaus“. Der Weblog, der von Jürgen Plieninger (Tübingen) und von Ilona Munique (Bamberg) zusammengestellt wird, ist unter http://bibfobi.wordpress.com/ erreichbar.
Die Broschüre „Grundlagen der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK)“ ist überarbeitet worden und liegt seit Mitte Mai 2013 in einer aktualisierten Ausgabe vor. Auf circa 200 Seiten enthält sie eine Zusammenstellung sämtlicher für die GWK-Arbeiten relevanten rechtlichen Grundlagen. Die Broschüre steht als PDF-Dokument kostenlos auf der Website der GWK zur Verfügung (http://www.gwk-bonn.de/fileadmin/Papers/GWK-Info-04-2013.pdf).
Am 22.03.2013 hat der Informationsdienst Wissenschaft (idw) seinen neuen, überarbeiteten Internet-Auftritt unter http://www.idw-online.de/de/ freigeschaltet. Ein modernes Design und eine gründlich überarbeitete Nutzerführung helfen den Besuchern der neuen Website künftig dabei, sich besser zu orientieren und schneller zu den gesuchten Informationen zu finden.
Die Hochschulbibliotheken in der Sektion 4 des dbv haben zu den Empfehlungen der Kommission Zukunft der Informationsinfrastruktur (KII) Stellung bezogen und auf der Webseite des dbv veröffentlicht.
Die 28. Ausgabe des nestor-Newsletters ist Anfang Mai 2013 erschienen (http://www.langzeitarchivierung.de/Subsites/nestor/DE/Publikationen/Newsletter/newsletter_node.html). Dort steht auch ein Link zum Newsletter-Archiv bereit. Der Newsletter stellt das Landesarchiv NRW als neuen Kooperationspartner bei nestor vor, gratuliert der BSB München zum Data Seal of Approval (einem Qualitätssiegel für Vertrauenswürdigkeit der Langzeitarchivierung) und weist auf neue EU-Projekte hin.
De Gruyter lässt seit Anfang Mai 2013 seine 36 Datenbanken und 55 eBookPLUS beim CLOCKSS Archiv archivieren. CLOCKSS ist eine in den USA beheimatete Non-Profit-Organisation, die eine dauerhafte digitale Archivierung wissenschaftlicher Information garantiert. Damit gewährleistet der Verlag, dass auch nach einem eventuellen Serverschaden mit Datenverlust sämtliche Inhalte für Wissenschaft, Forschung und Lehre weiterhin verfügbar und zugänglich sein werden.
Seit 2003 veröffentlicht die Kommission für One-Person Libraries in lockerer Folge sogenannte Checklisten, die bei Alltagsproblemen einer One-Person Library helfen sollen. Sie verstehen sich als Working Papers, die in Stichworten die wichtigsten Themen des betreffenden Gebietes auflisten. Als Checkliste Nr. 37 ist Zur Erstellung und zum Einsatz von QR-Codes aus der Feder von Dennis Eden und Michaela Jobb (Bibliothek der Hertie School of Governance) erschienen.
Anfang Juli 2013 trat die Novelle des Bundesarchivgesetzes in Kraft, wonach Hersteller deutscher Kinofilme verpflichtet sind, ihre neuen Filme innerhalb eines Jahres zu registrieren. Dabei wird auch vermerkt, an welchem Ort sich eine technisch einwandfreie archivfähige Kopie des jeweiligen Kinofilms befindet. Die Daten zu den Filmen werden im neuen Deutschen Filmregister beim Bundesarchiv erfasst. Damit werden sämtliche deutsche Kinofilme – unabhängig davon, ob sie öffentlich gefördert wurden oder nicht – von jetzt an im Bundesarchiv als dem zentralen Filmarchiv registriert. Weitere Informationen zur Pflichtregistrierung und ein Link zur passwortgeschützten Registrierungsseite stellt das Bundesarchiv auf seiner Website zur Verfügung (http://www.pflichtregistrierung-film.bundesarchiv.de/).
Die DFG hat die Hauptphase der Digitalisierung und Erschließung der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 18. Jahrhunderts (VD 18) zur Förderung ausgeschrieben. Nach Abschluss der Pilotförderung und nach Auswertung der Ergebnisse der kooperativen Pilotphase hat die Hauptphase zum Ziel, die Anzahl der auf nationalbibliographischem Niveau erschlossenen und digitalisierten VD-18-Drucke weiter zu erhöhen. Interessenbekundungen für die Beteiligung an der Ausschreibung nimmt die DFG bis zum 25.07.2013 entgegen. Der vollständige Text der Ausschreibung ist unter http://www.dfg.de/download/pdf/foerderung/programme/lis/ausschreibung_vd_18.pdf zu finden. Die bislang erschlossenen und digitalisierten VD18-Titel sind sowohl über das Zentrale Verzeichnis Digitalisierter Drucke – ZVDD (http://www.zvdd.de/) als auch über das VD 18-Portal der ULB Sachsen-Anhalt in Halle/Saale (http://bibliothek.uni-halle.de/projekte/portal_vd_18/) recherchierbar. Aktuell (Stand: Anfang Juni 2013) sind 103.586 Titel aus 5 Bibliotheken (Staatsbibliothek zu Berlin, SLUB Dresden, SUB Göttingen, ULB Halle, BSB München) verfügbar.
Wikisource ist eine Sammlung von Quellentexten, die entweder urheberrechtsfrei sind oder unter einer freien Lizenz stehen. Neuen Besuchern werden auf der Seite Über Wikisource die Ziele und Arbeitsweisen in diesem Projekt erläutert. Auf der Homepage finden sich regelmäßig in der Rubrik „Wikisource Aktuell“ Hinweise auf digitalisierte Texte mit aktuellem Bezug wie z.B. auf Jahrestage oder Jubiläen; in der Rubrik „Kürzlich hinzugefügte Quellen“ sind neu in Wikisource eingebrachte Quellentexte zu finden, die nach dem Datum des Eintrags geordnet sind. Die deutsche Wikisource hat mittlerweile 27.332 Werke in ihrem Bestand. Diese Zahl umfasst 8.220 Gedichte, 3.098 Sagen, 1.812 Märchen, 97 Romane und über 2.800 Rechtstexte, darunter 445 Verträge). Hinzu kommen circa 170 Flugschriften und Einblattdrucke, 69 Handschriften und andere Texte. Zur Erschließung dieser Texte gibt es bei Wikisource außerdem noch 5.233 Autorenseiten, 428 Themenseiten und 624 Seiten zu Orten und Regionen (Stand Anfang Juli 2013). Ein Besuch auf Wikisource ist immer lohnend.
<neue Anschrift:> Kreisbücherei Bad Windsheim <873>, Stellergasse 9, 91438 Bad Windsheim, Tel. (09841) 49 66, Fax (09841) 6 48 38, E-Mail kreisbuecherei-bw@kreis-nea.de, ISIL DE-873 BVB BAY
<neue Lieferanschrift>: Albert-Teuto-Bücherei <1702>, Hofmark 5, 86911 Dießen/Ammersee BVB BAY Die Sitzanschrift entspricht der Lieferanschrift
<neues Sigel:> Stadtbücherei Ehingen <1945>, Hauptstraße 32, 89584 Ehingen/Donau, Tel. (07391) 5 03-560, E-Mail stadtbuecherei@ehingen.de, URL http://buecherei.ehingen.de/ ISIL DE-1945 SWB BAW
<neues Sigel:> Stadtbibliothek Ellwangen <1940>, Obere Straße 6, 73479 Ellwangen/Jagst, Tel. (07961) 84351, E-Mail bibliothek@ellwangen.de, ISIL DE-1940 BAW
<neue Anschrift:> Stadtbücherei Hilpoltstein <1718>, Kirchenstraße 11, 91161 Hilpoltstein, Tel. (09174) 97 85 04, E-Mail buecherei@hilpoltstein.de, ISIL DE-1718 BVB BAY
<neues Sigel:> Mediathek Kehl <1953>, Marktstraße 9, 77694 Kehl, Tel. (07851) 881288, E-Mail mediathek@stadt-kehl.de, ISIL DE-1953 BAW
<Namensänderung und neue E-Mail-Adresse:> Stadtbibliothek Montabaur <1131> (früher: Stadtbücherei), E-Mail stadtbibliothek@montabaur.de. Alle weiteren Adressangaben bleiben unverändert ISIL DE-1131 NRW
<neue Postanschrift:> Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg <75>, Bibliothek Zentrum (Fernleihe), Gewerbemuseumsplatz 4, 90403 Nürnberg ISIL DE-75 BVB BAY
<neues Sigel:> Lehrinstitut für Gesundheitsberufe der SHG - Saarland-Heilstätten GmbH und Berufsakademie für Gesundheits- und Sozialwesen Saarland, gemeinsame Bibliothek <1941>, Scheidter Straße 35, 66130 Saarbrücken, Tel. (0681) 87009-0, E-Mail sekr.lehrinstitut@sb.shg-kliniken.de, URL http://lehrinstitut.shg-kliniken.de/ ISIL DE-1941 BAW
Bacher, Rahel; Götz, Franz Jürgen. „Metasuche leicht gemacht: Der Einsatz von OCLC TouchPoint in den Virtuellen Fachbibliotheken der Bayerischen Staatsbibliothek“. Bibliotheksforum Bayern 7 (2013) S.36-39.
Ein beispielhafter Schritt in Richtung Rationalisierung und höhere Effizienz konnte bei den Fachportalen der BSB München gemacht werden. „Die zentrale Metasuche, welche nach Absetzen einer einzigen Anfrage eine parallele Suche in einer Vielzahl von Datenbanken, Katalogen usw startet, ist durch den Software-Wechsel auf OCLC TouchPoint deutlich schneller, effizienter und komfortabler geworden. Gleichzeitig können damit verbundene Dienste (Einbindung von Volltextkollektionen, subito) neu bzw. in verbesserter Form eingebunden werden“ (nach dem Abstract).
Benitz, Susanne; Böller, Nadja. „e-lib.ch: Elektronische Bibliothek Schweiz – Eine Erfolgsgeschichte?“. b. i. t. online 16 (2013) Nr. 2. S.97-102.
„Das Projekt 'e-lib.ch: Elektronische Bibliothek Schweiz' startete 2008 mit dem Ziel, ein nationales Portal zu schaffen, das die wissenschaftliche Informationsbeschaffung nachhaltig verbessert und die Recherche und den Zugang vereinfacht. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit zwischen Bibliotheken und wissenschaftlichen Einrichtungen aller Regionen gestärkt werden. Innerhalb von fünf Jahren wurden in über 20 Teilprojekten umfassende Angebote in den Bereichen Recherche und Nutzung sowie digitale Inhalte geschaffen. Am 31. Dezember 2012 endete offiziell die Laufzeit dieses erstmals national geförderten Verbundprojektes. Der … Beitrag zieht eine Bilanz über einen für das schweizerische Bibliothekswesen einzigartigen Realisierungsprozess“.
Depping, Ralf. „'Zukunft und (Neu) Definition der Virtuellen Fachbibliotheken: Fachspezifischer One-Stop-Shop oder …?' – DFG-Workshop am 26. und 27.November 2012 in der TIB Hannover“. ZfBB 60 (2013) H.2. S.82-85.
Thema des Workshops in der TIB Hannover war die strategische Neupositionierung der Virtuellen Fachbibliotheken im Kontext der Umstrukturierung des SSG-Systems zu Fachinformationsdiensten. Die bisherigen DFG-geförderten Sondersammelgebiete werden 2013 bis 2015 schrittweise in das neue Förderprogramm 'Fachinformationsdienste für die Wissenschaft' überführt. Die zukünftigen Fachinformationsdienste haben nicht mehr zwingend die Aufgabe der vollständigen Sammlung und Archivierung der für das Fach relevanten wissenschaftlichen Literatur. Vielmehr soll sich das jeweilige Dienstleistungsprofil noch enger an den spezifischen Bedarf der individuellen Fach-Community orientieren. Netzbasierte elektronische Dienstleistungen werden zu den Kernaufgaben der Fachinformationsdienste gehören, doch der Betrieb einer Virtuellen Fachbibliothek ist dabei nicht zwingend. Auf dem Workshop wurden Impulsreferate gehalten und ein fiktives Streitgespräch zwischen Jürgen Christof (SUB Hamburg) und Ralf Depping (USB Köln) zeigte die Spannbreite der Positionen in Form von sechs Thesen und Gegenthesen auf.
Ilsen, Almut. „'Bis wann gab es eigentlich Lebensmittelkarten in der DDR?' Das DDR-Zeitungsportal der Staatsbibliothek zu Berlin“. BibliotheksMagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 3/ 2012. S.56-59.
Die kommissarische fachliche Leiterin der Sacherschließung und Projektleiterin des DDR-Zeitungsportals stellt das Portal „DDR-Presse“ vor, das im Rahmen des von der DFG geförderten Projekts „DDR-Zeitungsportal: Digitalisierung von DDR-Zeitungen und Aufbau eines Portals zur Presse der DDR mit wissenschaftlicher Forschungsumgebung“ entsteht. In dem Projekt werden drei wichtige DDR-Tageszeitungen digitalisiert, im Volltext erschlossen und für die wissenschaftliche Forschung zugänglich gemacht.
Kellner, Stephan. „Das Blaue vom Himmel. Bayern hat ein Literaturportal“. BibliotheksMagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 3/ 2012. S.44-47 (auch in: Bibliotheksforum Bayern 7. 2013. S.10-11)
Der Bavarica-Referent der BSB München stellt das Literaturportal Bayern vor, das Mitte Juli 2012 online gegangen ist. Zentrales Anliegen des Angebots ist es, die Ortsbezüge von Autorinnen und Autoren sichtbar zu machen, also die literarische Topographie Bayerns zu beschreiben.
Kellner, Stephan; Kempf, Klaus. „Zehn Jahre Bayerische Landesbibliothek Online (BLO)“. Bibliotheksforum Bayern 7 (2013) S.6-9.
„Seit zehn Jahren ist das kulturwissenschaftliche Informationsportal Bayerische Landesbibliothek Online erfolgreich im Internet unterwegs. Die Mutter aller Regionalportale war und ist Vorbild für zahlreiche vergleichbare Angebote anderer Bundesländer“ (nach dem Abstract). Die Autoren stellen die BLO vor und blicken auf ihre Erfolgsgeschichte zurück.
Koelges, Barbara. „Farbenfrohes Turnierbuch und opulent bebilderte Kräuterbücher“. Buch und Bibliothek 65 (2013) H.4. S.268-269.
Die Digitalisierung aller im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 16. und 17. Jahrhunderts und ausgewählter Drucke des 18. Jahrhunderts aus dem Bestand rheinland-pfälzischer Bibliotheken war die Aufgabe des von der DFG geförderten Projektes von acht bibliothekarischen Einrichtungen (darunter das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz und die Stadtbibliotheken Koblenz, Trier und Worms) unter der Federführung der UB Trier. Das Projekt ist mittlerweile abgeschlossen.
Kümmel, Christoph. „Nach den Sondersammelgebieten: Fachinformation als forschungsnaher Service“. Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie 60 (2013) H.1. S.5-15.
„In den kommenden Jahren wird das von der DFG seit mehr als 60 Jahren unterstützte System der Sondersammelgebiete an wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland grundlegend umstrukturiert, und die Förderung wird neu ausgerichtet. Leitprinzip des umstrukturierten Systems ist künftig eine aktive Gestaltung der Informationsversorgung durch Dienstleistungsangebote, die den spezifischen Interessen der Fächer gerecht werden und deshalb keinen systemweiten einheitlichen Vorgaben unterliegen. Zur Schaffung geeigneter Voraussetzungen werden sowohl auf inhaltlicher als auch formaler Ebene flexiblere Förderstrukturen geschaffen. Die Entscheidung zur Umstrukturierung geht auf die Ergebnisse der Evaluierung der Förderung zurück, die 2010-2011 durchgeführt wurde. Der Beitrag fasst die Evaluierungsergebnisse zusammen und erläutert die Hintergründe und Grundzüge der neu ausgerichteten Förderung“ (nach dem Abstract).
Ruppelt, Georg. „Gemeinsame Erfolge in Lobbyarbeit und Kulturpolitik: Der Deutsche Kulturrat, die Deutsche Literaturkonferenz und die Bibliotheken“. Buch und Bibliothek 65 (2013) H.6. S.448-451.
Der Direktor der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover stellt den Deutschen Kulturrat vor, der 1981 als politisch unabhängige Arbeitsgemeinschaft kultur- und medienpolitischer Organisationen und Institutionen von bundesweiter Bedeutung gegründet wurde. Er ist der Ansprechpartner der Politik in allen übergreifenden kulturpolitischen Angelegenheiten. Seit 1996 sind die Bibliothekare über die Mitgliedschaft des Vorgängers des bibliothekarischen Dachverbands BID ebenfalls im Deutschen Kulturrat vertreten. Was die Mitgliedschaft bisher gebracht hat, erläutert Ruppelt, der über lange Jahre die Bibliotheken im Kulturrat vertreten hat.
Sepp, Florian; Kaindl, Markus. „Die Ortsdatenbank der BLO in neuer Gestalt“. Bibliotheksforum Bayern 7 (2013) S.12-14.
„Eines der wichtigsten Angebote der Bayerischen Landesbibliothek Online (BLO) wurde grundlegend überarbeitet: Die Ortsdatenbank der BLO präsentiert auf neuer technischer Basis und mit einer neuen Oberfläche deutlich mehr Inhalte. Sie ist jetzt ein umfassendes und vernetztes Nachweissystem für ortsbezogene Informationen, auch in ihrer historischen Tiefendimension“ (nach dem Abstract).
Sternitzke, Nicolai. „Plattformstrategien für altes und neues Wissen: 'Digitale Geschäftsgänge und Retrodigitalisierung in Bibliotheken, Archiven und Museen'“. ABI Technik 33 (2013) H.1. S.19-43.
„Digitale Informationsdienstleistungen und elektronische Publikationsangebote sind in den letzten Jahren zum elementaren Bestandteil der wissenschaftlichen Literaturversorgung in der internationalen Bibliothekslandschaft geworden. Durch den technologischen Wandel und die daraus resultierenden Nutzeranforderungen verfolgen auch Archive und museale Einrichtungen zunehmend den Anspruch, ihre einzigartigen Sammlungsbestände und forschungsrelevantes Schrifttum im Sinne des Open Access digital zu veröffentlichen und damit einen zeit- und ortsunabhängigen Online-Zugriff auf die Materialien zu gewährleisten. Dabei spielen Nutzerorientierung, Funktionalität und Effizienz der Digitalisierungs- und Erschließungsprozesse eine ebenso tragende Rolle wie konservatorische Überlegungen zum Schutz und zur Langzeitsicherung des kulturellen Erbes. Die von der Wienbibliothek im Rathaus veranstaltete Fachkonferenz zur Digitalisierung bot zu diesem Themenspektrum facettenreiche Fachvorträge und Projektberichte aus der Anwenderperspektive verschiedener Informationseinrichtungen Österreichs, der Schweiz und Deutschlands…“ (nach dem Abstract). Folgende Projekte wurden u. a. auf der Konferenz vorgestellt: die Digitalisierung historischer Adressbücher und Musikautographen in der Wienbibliothek, das VD18-Portal, ein von der DFG gefördertes gemeinsames Pilotprojekt der Staatsbibliothek zu Berlin, der SLUB Dresden, der SUB Göttingen, der BSB München und der ULB Sachsen-Anhalt in Halle, e-rara.ch, das nationale Kooperationsprojekt zur Digitalisierung Schweizer Drucke, die Digitalisierung historischer Zeitungen des 17. Jahrhunderts und landeskundlicher Werke an der SuUB Bremen, die Nachlassdigitalisierung an der Monacensia (Stadtbibliothek München),
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