Source: https://www.hwk-hamburg.de/beratung-service/betriebsfuehrung/beschaeftigung-von-fluechtlingen.html
Timestamp: 2017-04-27 16:54:49
Document Index: 168985786

Matched Legal Cases: ['§ 31', '§ 6', '§ 31', '§32', '§ 68', '§54']

Beschäftigung von Flüchtlingen: Handwerkskammer Hamburg
Beratung/ServiceBetriebsführungBeschäftigung von Flüchtlingen
Es gibt die Unterscheidung in zwei Statusgruppen: Personen mit einem sog. „gesicherten“ und „ungesicherten“ Aufenthalt (Asylsuchende und „Geduldete“) Personen mit gesichertem Aufenthalt = Aufenthaltstitel aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen), z.B. syrische „Kontingentflüchtlinge“Personen mit ungesichertem Aufenthalt/Duldung = eigentlich ausreisepflichtig, aber aus bestimmten Gründen wird das nicht umgesetzt, oder im AsylverfahrenRegelungen für die Beschäftigung von Personen mit gesichertem und ungesichertem AufenthaltPersonen mit gesichertem Aufenthalt: Gem. § 31 Beschäftigungsverordnung ohne Sperrzeit und Zustimmung der Arbeitsagentur Erteilung einer Beschäftigungserlaubnis durch die Ausländerbehörde möglichPersonen mit ungesichertem Aufenthalt: Differenzierte Regelungen, aber grundsätzlicher Zugang zu Beschäftigung und Leiharbeit ab dem 4. Monat Aufenthalt mit Zustimmung der Ausländerbehörde möglich; die Agentur für Arbeit in Hamburg prüft nur noch Beschäftigungsbedingungen, d.h. z.B. wird gesetzlicher Urlaubsanspruch, Mindest- oder Tariflohn gewährleistet. Mit dem Inkrafttreten des Integrationsgesetzes am 6. August 2016 wurde die Vorrangprüfung der Agentur für Arbeit in Hamburg für drei Jahre außer Kraft gesetzt.Regelungen zur „Blauen Karte EU“ für den Arbeitsmarktzugang von Hochschulabsolventen gelten auch für Asylsuchende und Geduldete Zugang über Berufe der Positivliste der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit nach § 6 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Beschäftigungsverordnung. Diese Liste weist jene nicht-akademischen Berufe und Berufsgruppen aus, in denen ein Fachkräftemangel herrscht und für welche ein erleichterter Zugang (ohne Vorrangprüfung) für qualifizierte Fach-kräfte aus Drittstaaten zum Arbeitsmarkt besteht.Praktika Personen mit gesichertem Aufenthalt: Gem. § 31 Beschäftigungsverordnung ohne Sperrzeit und Zustimmung der Arbeitsagentur Erteilung einer Beschäftigungserlaubnis durch die Ausländerbehörde möglichPersonen mit ungesichertem Aufenthalt (Duldung oder Gestattung):Gemäß Beschäftigungsverordnung, §32, Abs. 2, Nr. 1 sind bestimmte Arten von Praktika mit der Zustimmung der Ausländerbehörde möglich, aber nicht zustimmungspflichtig durch die Agentur für Arbeit: Praktikum als Orientierung für Berufsbildung oder StudiumPraktikum als Pflichtbestandteil schulischer Ausbildung oder StudiumPraktikum zur Berufsausbildungsvorbereitung nach §§ 68-70 BBiGEinstiegsqualifizierung nach §54a SGB IIIPraktikum zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse im Handwerk: Weitere Informationen siehe unter Anerkennungsberatung. Berufsorientierung und Ausbildung: Weitere Informationen siehe unter Ausbildung von Flüchtlingen.
Arbeitsmarktzugang für Zuwanderer - Faltblatt der Bundesagentur für Arbeit ( 336.2 KB)
Potenziale nutzen – geflüchtete Menschen beschäftigen - Bundesagentur für Arbeit ( 3.0 MB)
Praktika für Asylbewerber und geduldete Personen - Bundesagentur für Arbeit ( 100.9 KB)
Gesine Keßler-MohrTel.: 040 35905 456E-Mail: gesine.kessler(at)hwk-hamburg.de