Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/strassenausbaubeitrag
Timestamp: 2020-08-14 11:50:32
Document Index: 149519465

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'Art. 28', '§ 10', 'Art. 3', '§ 128', '§ 127', '§ 242', '§ 10', '§ 10']

Straßenausbaubeitrag | Rechtslupe
Wenn eine Gemein­de, die sich in einer anhal­ten­den und erheb­li­chen defi­zi­tä­ren Finanz­la­ge befin­det, beab­sich­tigt, auf Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge zu ver­zich­ten, muss sie imstan­de sein, die dadurch beding­ten Min­der­ein­nah­men durch ande­re Finanz­mit­tel und nicht ledig­lich durch eine wei­te­re Auf­nah­me von Kre­di­ten aus­zu­glei­chen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in dem hier vor­lie­gen­den
Das nach Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG gewähr­leis­te­te Recht der Gemein­de, alle Ange­le­gen­hei­ten der ört­li­chen Gemein­schaft im Rah­men der Geset­ze in eige­ner Ver­ant­wor­tung zu regeln, umfasst zwar auch das Recht, im Rah­men der gesetz­li­chen Bestim­mun­gen, ins­be­son­de­re der jewei­li­gen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­ze, Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zun­gen zu erlas­sen und dar­in für die Ermitt­lung des Gemein­de­an­teils am
Stra­ßen­aus­bau­bei­trag – und die kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung
Das nach Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG gewähr­leis­te­te Recht der Gemein­de, alle Ange­le­gen­hei­ten der ört­li­chen Gemein­schaft im Rah­men der Geset­ze in eige­ner Ver­ant­wor­tung zu regeln, umfasst auch das Recht, im Rah­men der gesetz­li­chen Bestim­mun­gen, ins­be­son­de­re der jewei­li­gen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­ze, Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zun­gen zu erlas­sen und dar­in für die Ermitt­lung des Gemein­de­an­teils am bei­trags­fä­hi­gen
Wie­der­keh­ren­de Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge (hier: § 10a des rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­zes ‑KAG RP) sind ver­fas­sungs­recht­lich zuläs­sig. Wer­den Bei­trä­ge erho­ben, ver­langt der Grund­satz der abga­ben­recht­li­chen Belas­tungs­gleich­heit nach Art. 3 Abs. 1 GG, dass die Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen Bei­trags­pflich­ti­gen und nicht Bei­trags­pflich­ti­gen nach Maß­ga­be des kon­­kret-zure­chen­­ba­­ren Vor­teils vor­ge­nom­men wird, des­sen Nut­zungs­mög­lich­keit mit dem Bei­trag abge­gol­ten wer­den soll. Die
Eine Kom­mu­ne kann – zumin­dest nach dem sach­­sen-anhal­­ti­­ni­­schen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­recht – die ihr ent­stan­de­nen Kos­ten für eine durch­ge­führ­te Stra­ßen­aus­bau­maß­nah­me nicht mehr abrech­nen, wenn zum Zeit­punkt des Beginns der Bau­ar­bei­ten noch kei­ne wirk­sa­me Bei­trags­sat­zung vor­lag. Die­ser die­ser Ent­schei­dung gab das Ver­wal­tungs­ge­richt Hal­le jetzt nicht nur sei­ne bis­he­ri­ge Recht­spre­chung auf, son­dern weicht auch
Der kom­mu­na­le Sat­zungs­ge­ber besitzt auch in Bran­den­burg ein Wahl­recht zwi­schen dem „engen“ und dem „wei­ten“ Anla­gen­be­griff im Stra­ßen­bau­bei­trags­recht. Nach § 128 Abs. 1 Nr. 2 Bau­GB umfasst der Erschlie­ßungs­auf­wand nach § 127 die Kos­ten für die erst­ma­li­ge Her­stel­lung der Stra­ße ein­schließ­lich der Ein­rich­tun­gen für ihre Ent­wäs­se­rung und ihre Beleuch­tung. Nach § 242
Anlie­ger müs­sen für die end­gül­ti­ge Her­stel­lung (Fein­be­lag, Geh­weg, Ent­wäs­se­rung etc.) einer dem Grun­de nach schon 1869 ange­leg­ten Stra­ße nur dann kei­nen Erschlie­ßungs­bei­trag mehr zu zah­len, wenn die­se auf­grund eines Orts­stra­­ßen- und Bebau­ungs­pla­nes nach dem alten Badi­schen Orts­stra­ßen­ge­setz vom 20.2.1868 „als Orts­stra­ße zum Anbau bestimmt“ und bis 1961 voll­stän­dig plan­ge­mäß her­ge­stellt
Sind im Rah­men einer Stra­ßen­bau­maß­nah­me, die ohne dass die Stadt durch einen Aus­bau­be­schluss, ein Bau­pro­gramm oder sonst Ein­fluss auf die Stra­ßen­bau­ar­bei­ten genom­men hat, die­ser auch kei­ne eige­nen Inves­ti­ti­ons­auf­wen­dun­gen für die Maß­nah­me ent­stan­den, die hät­ten bei­trags­pflich­tig sein kön­nen, dür­fen von der Stadt auch kei­ne Aus­bau­bei­trä­ge erho­ben wer­den. So die Ent­schei­dung des
Unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen ist eine Gemein­de berech­tigt, wie­der­keh­ren­de Bei­trä­ge für den Stra­ßen­aus­bau über einen län­ge­ren Zeit­raum zu kal­ku­lie­ren. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Neustadt/​Weinstraße, das sich in drei Eil­ver­fah­ren mit grund­le­gen­den Fra­gen der Erhe­bung wie­der­keh­ren­der Bei­trä­ge für den Stra­ßen­aus­bau befasst hat. Die­ses Bei­trags­mo­dell wur­de vom Gesetz­ge­ber im Jahr 2006 neu aus­ge­stal­tet und
Zah­len für die BUGA-Stra­ßen­bau­maß­nah­men
Bei einer Stra­ßen­bau­maß­nah­me, die im Zusam­men­hang mit der Bun­des­gar­ten­schau BUGA 2011 steht, han­delt es sich um eine pri­vat­recht­li­che Maß­nah­me, die nicht aus­bau­bei­trags­fä­hig ist. In dem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz ent­schie­de­nen Fall sind die Klä­ger zum Teil Mit­ei­gen­tü­mer von Antei­len an Wohn­ei­gen­tum in der Rhein­zoll­stra­ße in Koblenz. Die­se Stra­ße wur­de im
Ist die rhein­­land-pfäl­­zi­­sche Vor­schrift über die Erhe­bung wie­der­keh­ren­der Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge ver­fas­sungs­wid­rig? Das Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz jeden­falls hält §§ 10, 10a KAG Rhein­­land-Pfalz, die gesetz­li­che Grund­la­ge für die Erhe­bung wie­der­keh­ren­der Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge, für ver­fas­sungs­wid­rig und hat dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die Fra­ge vor­ge­legt, ob die­se Vor­schrif­ten ver­fas­sungs­ge­mäß sind. Nach § 10a Abs. 1 KAG kön­nen Gemein­den durch