Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202011,%20400
Timestamp: 2013-05-26 01:17:34
Document Index: 227200253

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Rechtsprechung: VersR 2011, 400
Rechtsprechung BGH, 21.12.2010 - VI ZR 284/09 Volltextver�ffentlichungen (6)
BGB � 280 Abs. 1, � 823 Abs. 1; ZPO � 286
Kenntnisnahme von Auff�lligkeiten bei der Auswertung eines Befundes durch einen Arzt; Abgrenzung eines Befunderhebungsfehlers vom Diagnoseirrtum bei erkennbaren "Zufallsbefunden"; Beweislastumkehr bei einem groben Diagnosefehler
Arzthaftung - Auch nicht gebotene Untersuchungen verpflichten zur Sorgfalt
Befunderhebungsfehlers oder Diagnoseirrtum?
Auch die Ergebnisse medizinisch nicht gebotener Untersuchungen m�ssen den Arzt zur Einhaltung der berufsspezifischen Sorgfalt veranlassen
christmann-law.de (Ausz�ge und Entscheidungsanmerkung)
BGH zum Umgang des Arztes mit Zufallsfunden bei der Diagnose
Kurznachricht zu "Anmerkungen zum Urteil des BGH vom 21.12.2010, Az.: VI ZR 284/09 (Abgrenzung zwischen Diagnoseirrtum und Befunderhebungsfehler)" von Priv.-Doz. Dr. Adrian Schmidt-Recla und Wiss. Mit. Tobias Voigt, original erschienen in: MedR 2011, 648 - 651.
LG Potsdam, 09.10.2008 - 11 O 26/06
NJW 2011, 1672
MDR 2011, 224
VersR 2011, 400
Wird zitiert von ... (7) OLG M�nchen, 13.05.2011 - 10 U 3951/10 Schadensersatzprozess nach Verkehrsunfall mit Personenschaden: Mangelhafte …Das Gericht muss deshalb Gutachten gerichtlich bestellter Sachverst�ndiger sorgf�ltig und kritisch w�rdigen (vgl. etwa BVerfGE 91, 176 = NJW 1995, 40; BGH NJW 1986, 1928 [1930]; NJW-RR 1995, 914 [915] = MDR 1995, 1011; NJW-RR 1998, 1117 [1118 unter II 2]; NJW 1999, 3408 = MDR 1999, 1265; BGHZ 116, 47, 58; NJW 2001, 1787 [unter II 2]; BGHZ 169, 30 = NJW-RR 2007, 106; DS 2007, 377 = MDR 2007, 1445 [nur Ls.]; WM 2007, 1901; NJW 2010, 3230 = MDR 2010, 1052 = VersR 2010, 1220 = zfs 2010, 502 [504]; VersR 2011, 400 [402]; ferner BGHSt.
OLG Koblenz, 21.11.2011 - 5 U 688/11 Anforderungen an die �rztliche Entscheidungsbildung bei Biopsie einer Brustdr�se; …Grunds�tzlich muss der Patient die Voraussetzungen eines Behandlungsfehlers und dessen Urs�chlichkeit f�r den geltend gemachten Gesundheitsschaden darlegen und beweisen (BGH NJW 2011, 1672).Unter einem Diagnosefehler ist in Abgrenzung zu einem Befunderhebungsfehler die Fehlinterpretation tats�chlich erhobener Befunde bzw. ein Irrtum bei einer tats�chlich durchgef�hrten Untersuchung zu verstehen (BGH NJW 2011, 1672; BGH VersR 2008, 644 ; BGH VersR 2003, 1256 ; BGH VersR 1995, 46 ; BGH VersR 1993, 836 ; BGH VersR 1988, 293 ;… Frahm/Nixdorf/Walter, Arzthaftungsrecht, 4. Aufl. Rn. 111).
BGH, 16.02.2012 - I ZR 150/10 Schadensrecht - Haftung eines Fixkostenspediteursaa) F�r eine Haftung der Beklagten aus � 461 Abs. 2 Satz 1 HGB trifft die Kl�gerin grunds�tzlich die Beweislast daf�r, dass zwischen der Pflichtverletzung und dem eingetretenen Schaden ein Kausalzusammenhang besteht, da sich die Beweislastverteilung bei � 461 Abs. 2 Satz 1 HGB nach den allgemein f�r � 280 Abs. 1 BGB geltenden Regeln richtet (…Koller aaO � 454 HGB Rn. 44;… M�nchKomm.HGB/Bydlinski aaO � 461 Rn. 22) und dies der Beweislastverteilung zur Haftung nach � 280 Abs. 1 BGB entspricht (vgl. BGH, Urteil vom 21. Dezember 2010 - VI ZR 284/09, BGHZ 188, 29 Rn. 19;… Beschluss vom 22. September 2011 - IX ZR 19/09 Rn. 4, [...]).
OLG Saarbr�cken, 14.12.2011 - 1 U 172/05 Anforderungen an die Feststellung der Einwilligung der Eltern in die Operation …Ein solcher ist gegeben, wenn die Erhebung medizinisch gebotener Befunde unterlassen wird (vgl. BGH, Urteil vom 21. Dezember 2010 - VI ZR 284/09 -, juris, Absatz-Nr. 13).
OLG Koblenz, 30.01.2012 - 5 U 857/11 Behandlungsfehler eines Orthop�den hinsichtlich eines Herzinfarkts des Patienten …Der Senat sieht sich in dieser seit jeher vertretenen Sicht der Dinge durch die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 21. Dezember 2010 (VI ZR 284/09) best�rkt.
OLG Hamm, 02.03.2011 - 3 U 92/10 Haftung des Arztes f�r Befunderhebungs- und DiagnosefehlerIm Unterschied dazu liegt ein Diagnoseirrtum vor, wenn der Arzt erhobene oder sonst vorliegende Befunde falsch interpretiert und deshalb nicht die aus der berufsfachlichen Sicht seines Fachbereichs gebotenen Ma�nahmen ergreift (vgl. zuletzt BGH, Urteil vom 21.12.2010, - VI ZR 284/09 - = MDR 2011, 224f.).
LG Dortmund, 09.02.2012 - 4 O 7/10 Ein Diagnoseirrtum liegt nur vor, wenn der Arzt erhobene oder sonst vorliegende Befunde falsch interpretiert und deshalb nicht die aus der berufsfachlichen Sicht eines Fachbereichs gebotenen - therapeutischen oder diagnostischen - Ma�nahmen ergreift (BGH, Urteil vom 21.12.2010, Az.: VI ZR 284/09NJW 2011, 1672 f.).