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Timestamp: 2018-03-17 20:42:26
Document Index: 316233907

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 3', '§ 5', '§ 7', '§ 19', '§ 22', '§ 113']

Das L a n d e s j u g e n d s t r a f- v o l l z u g s g e s e t z (LJStVollzG) Vom 3. Dezember ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Victoria Kraus Geändert vor etwa einem Jahr
Präsentation zum Thema: "Das L a n d e s j u g e n d s t r a f- v o l l z u g s g e s e t z (LJStVollzG) Vom 3. Dezember 2007."— Präsentation transkript:
2 Das L a n d e s j u g e n d s t r a f- v o l l z u g s g e s e t z (LJStVollzG) Vom 3. Dezember 2007
3 § 2 Ziel und Aufgabe Der Vollzug dient dem Ziel, die Gefangenen zu erziehen und sie zu befähigen, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen. Hierdurch wird auch der Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Straftaten junger Menschen als kriminalpräventive Aufgabe des Jugendstrafvollzugs erfüllt. Die Gefangenen sind unter Achtung ihrer Grund- und Menschenrechte zu behandeln. Niemand darf unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung unterworfen werden.
4 § 3 Erziehungsauftrag, Vollzugsgestaltung (1) Der Vollzug ist erzieherisch zu gestalten. Die Gefangenen sind in der Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Fertigkeiten so zu fördern, dass sie zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Lebensführung in Achtung der Rechte anderer befähigt werden. Die Einsicht in die beim Opfer verursachten Tatfolgen soll geweckt werden.
5 § 3 Erziehungsauftrag, Vollzugsgestaltung (3) Das Leben in der Anstalt ist den allgemeinen Lebensverhältnissen so weit wie möglich anzugleichen. Schädlichen Folgen der Freiheitsentziehung ist entgegenzuwirken. Der Vollzug wird von Beginn an darauf ausgerichtet, den Gefangenen bei der Eingliederung in ein Leben in Freiheit ohne Straftaten zu helfen………
6 § 5 Leitlinien der Erziehung und Förderung (2) Durch differenzierte Angebote soll auf den jeweiligen Entwicklungsstand und den unterschiedlichen Erziehungs- und Förderbedarf der Gefangenen eingegangen werden. (3) Die Maßnahmen und Programme richten sich insbesondere auf die Auseinandersetzung mit den eigenen Straftaten, deren Ursachen und Folgen, die schulische Bildung, die berufliche Qualifizierung und die soziale Integration sowie die verantwortliche Gestaltung des alltäglichen Zusammenlebens, möglicher Suchtproblematiken, der freien Zeit und der Außenkontakte.
7 § 7 Zusammenarbeit und Einbeziehung Dritter ( 1) ( 1) Alle in der Anstalt Tätigen arbeiten zusammen und wirken daran mit, das Vollzugsziel zu erreichen. (2) Die Anstalt arbeitet mit außervollzuglichen Einrichtungen und Organisationen sowie Personen und Vereinen eng zusammen, deren Mitwirkung die Eingliederung der Gefangenen fördern kann. (3) Die Personensorgeberechtigten sind, soweit dies möglich ist und dem Vollzugsziel nicht zuwiderläuft, in die Planung und Gestaltung des Vollzugs einzubeziehen.
8 § 19 Entlassungsvorbereitung und Übergangsmanagement (1) Die Anstalt arbeitet frühzeitig, spätestens sechs Monate vor der voraussichtlichen Entlassung der Gefangenen, mit allen notwendigen Institutionen, außervollzuglichen Einrichtungen und Organisationen sowie Personen und Vereinen zusammen, um ihnen Arbeit oder Ausbildung, Wohnung und ein soziales Umfeld für die Zeit nach der Entlassung zu vermitteln. Dazu gehört insbesondere eine Zusammenarbeit der ambulanten sozialen Dienste (Bewährungshilfe, Führungsaufsicht) mit der Anstalt zum Zweck der sozialen und beruflichen Integration der Gefangenen. Die Personensorgeberechtigten und das Jugendamt werden unterrichtet.
9 § 22 Fortführung von Maßnahmen nach der Entlassung (1) Die Gefangenen können auf Antrag nach ihrer Entlassung ausnahmsweise im Vollzug begonnene Ausbildungs- oder Behandlungsmaßnahmen fortführen, soweit diese nicht anderweitig durchgeführt werden können. Hierzu können die Entlassenen auf vertraglicher Basis vorübergehend in einer Anstalt untergebracht werden, sofern es die Belegungssituation zulässt.
10 § 113 Inkrafttreten Dieses Gesetz tritt am 1. Januar 2008 in Kraft.
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Prof. Dr. Hans-Dieter Will Meiningen