Source: https://ausschreibungen-deutschland.de/576402_Projektsteuerung_und_-_controlling_Revitalisierungsprozess_des_Theaters_2019_Berlin
Timestamp: 2020-02-18 04:50:00
Document Index: 279705151

Matched Legal Cases: ['§ 123', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 168', '§134']

Öffentliche Ausschreibung Berlin 2019 Projektsteuerung und - controlling Revitalisierungsprozess des Theaters Karlshorst Referenznummer der Bekanntmachung: VG-112-19 2019-09-06
Projektsteuerung und - controlling Revitalisierungsprozess des Theaters ...
Projektsteuerung und - controlling Revitalisierungsprozess des Theaters Karlshorst Referenznummer der Bekanntmachung: VG-112-19
Stiftung Stadtkultur Gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts
Kontaktstelle(n): HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH, Herr Jens Bortnowsky
Telefon: +49 30-5464-2327
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.meinauftrag.rib.de/public/DetailsByPlatformIdAndTenderId/platformId/2/tenderId/119115
Projektsteuerung und - controlling Revitalisierungsprozess des Theaters Karlshorst
Referenznummer der Bekanntmachung: VG-112-19
Die Stiftung Stadtkultur, die mit dem Anspruch, die Stadt gemeinsam mit verschiedenen Akteuren zu gestalten sowie ihr gesellschaftliches Engagement zu kanalisieren, wurde von der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH im April 2018 gegründet. Die Stiftung soll insbesondere dauerhafte soziale und kulturelle Nutzung der ihr übertragenen Immobilien sichern. Dazu gehört das projektgegenständliche, 1948/49 errichtete Theater Karlshorst, das gemäß der Satzung der Stiftung Stadtkultur als Ort für kulturelle Veranstaltungen und Bildungsinitiativen sowie für den interkulturellen Austausch neu gestaltet, ausgebaut und den Menschen im Quartier geöffnet werden soll. Das Objekt wurde seit 1990 zunächst als privates Theater geführt und danach von der HOWOGE an verschiedene kulturelle Betreiber vermietet und für Operetten-, Ballett-, Musical und Konzertveranstaltungen genutzt. Der Betrieb endete im April 2007.
Die HOWOGE führt das Vergabeverfahren namens und in Vollmacht der Stiftung Stadtkultur durch.
Mit der Stiftung Stadtkultur soll das Gebäude des ehemaligen Theaters Karlshorst nun eine prozesshafte Umdeutung und schrittweise Reaktivierung erfahren. Mithilfe eines fortlaufenden Werkstattprozesses in Kooperation mit Partner/-innen aus Politik, Kultur- und Architekturszene sowie der Nachbarschaft erkundet die Stiftung 2019 Wege und Möglichkeiten einer neuen Identität für dieses Herzstück im Stadtquartier Berlin-Karlshorst. Ziel ist es, das Gebäude in den kommenden Jahren als belebten und öffentlichen Ort zu entwickeln. Hierzu soll das Gebäude schrittweise instandgesetzt und über Zwischennutzungen wieder für ein breites Publikum geöffnet werden.
Die hier gegenständlichen Leistungen betreffen die Projektsteuerung/-controlling für den Revitalisierungsprozess des Theaters Karlshorst, von der Interimsphase bis zur eigentlichen Umbauphase.
Die Leistungen des Projektsteuerers/-controllers sind in 6 Projektphasen gegliedert, der Auftragnehmer wird zunächst mit der Projektphase 1 beauftragt. Die Beauftragung der weiteren Projektphasen ist für den AG optional.
Es ist vorgesehen, die Phase 1 unmittelbar nach Auftragserteilung zu starten. Insgesamt wird von einer Projektlaufzeit von ca. 6 Jahren (inkl. Projektnachlaufzeit) ausgegangen.
- Phase 1: Vorbereitung und Mitwirkung an Vergabe der Planungsleistungen für Umbaumaßnahmen in der Interimsphase, insbesondere für Architektur, Haustechnik, Baugrundgutachten, Statik etc.; Mitwirkung an Entwicklung Nutzungskonzept für Interimsphase (Zwischennutzungen) in Zusammenarbeit mit der Künstlerischen Leitung der Stiftung sowie der begleitenden Kommunikationsagentur,
- Phase 2: Steuerung von Planung, Genehmigung, Vergabe - einschließlich Mitwirkung bei den Vertragsverhandlungen bis zur Auftragserteilung - sowie Steuerung und Begleitung erforderlicher Umbaumaßnahmen in der Interimsphase, Mitwirkung an Umsetzung Nutzungskonzept für Interimsphase (Zwischennutzungen),
- Phase 3: Vorbereitung und Mitwirkung an Vergabe der Planungsleistungen für die großen Umbaumaßnahmen in der Umbauphase (insbesondere Saal, Foyer, Bühnenturm), insbesondere für Architektur, Haustechnik, Baugrundgutachten, Statik etc., Mitwirkung an Entwicklung eines dauerhaften Nutzungskonzepts,
- Phase 4: Steuerung von Planung, Genehmigung, Vergabe - einschließlich Mitwirkung bei den Vertragsverhandlungen bis zur Auftragserteilung - und Durchführung der großen Umbaumaßnahmen im gesamten Gebäudeensemble (inkl. Kopfbau) in der Umbauphase,
- Phase 5: Steuerung der Ausführung der großen Umbaumaßnahem in der Umbauphase,
- Phase 6: Abnahme und Betreuung des Vorhabens nach Fertigstellung und Übergabe.
Stufenweise Beauftragung. Zunächst Beauftragung von Phase 1, danach für den AG optional Verlängerung in weiteren Stufen nach Projektfortschritt.
Die Vergabestelle wird alle geeigneten Bewerbungen berücksichtigen, die die gestellten Anforderungen erfüllen und für die keine Ausschlussgründe vorliegen. Sollten mehr als 5 geeignete Bewerber vorliegen, werden Bewerbungen anhand der in der Auswahlmatrix, die veröffentlicht ist unter: https://www.meinauftrag.rib.de/public/DetailsByPlatformIdAndTenderId/platformId/2/tenderId/119115 dargestellten Kriterien bewertet.
Die nachfolgenden Erklärungen sind mit dem von der Vergabestelle zur Verfügung gestellten Teilnahmeantragsformular abzugeben:
1) Erklärung zum Nichtvorliegen der Ausschlussgründe gem. §§ 123, 124 GWB und MiLoG;
2) Infoblatt "Angaben zum Bieter".
Die Vergabestelle behält sich vor, auf eigene Kosten Auskünfte einer Wirtschaftsauskunftei über den Bonitätsindex der Bewerber einzuholen. Die Wirtschaftsauskünfte werden von der Vergabestelle überprüft und eine eigene Bonitätsbewertung angestellt. Bei einem Bonitätsindex von größer als 3 (Überdurchschnittliches Ausfallrisiko) wird der Bewerber zur Stellungnahme und zur Nachreichung weiterer Erklärungen und Nachweise zur Begründung der Eignung, ggf. auch im Rahmen eines Aufklärungsgespräches, aufgefordert.
Die Vergabestelle behält sich auch sonst vor, weitere Unterlagen zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit abzufordern.
Die nachfolgenden Erklärungen sind in dem von der Vergabestelle unter https://www.meinauftrag.rib.de/public/DetailsByPlatformIdAndTenderId/platformId/2/tenderId/119115 zur Verfügung gestellten Teilnahmeantrag abzugeben:
3) Umsatz mit vergleichbaren Leistungen (Projektcontrolling und -steuerung) im Mittel der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (2018, 2017, 2016).
Für die nachfolgenden Angaben/Erklärungen ist das Teilnahmeantragsformular, das die Vergabestelle unter https://www.meinauftrag.rib.de/public/DetailsByPlatformIdAndTenderId/platformId/2/tenderId/119115 zur Verfügung stellt, zwingend zu verwenden:
4) Referenzen für vergleichbare Leistungen (Projektsteuerung/-controlling) Bauen im Bestand (Umbaumaßnahmen) in Kultur- und Veranstaltungsstätten im Zeitraum 2018-2014;
5) Referenzen für vergleichbare Leistungen (Projektsteuerung/-controlling) in schrittweisen Revitalisierungsprozessen im Zeitraum 2018-2014;
6) Referenzen für vergleichbare Leistungen (Projektsteuerung/-controlling) für Umbaumaßnahmen an denkmalgeschützten Gebäuden im Zeitraum 2018-2014.
Näheres zur Bewertung der Referenzprojekte siehe Auswahlmatrix, die die Vergabestelle unter: https://www.meinauftrag.rib.de/public/DetailsByPlatformIdAndTenderId/platformId/2/tenderId/119115 zur Verfügung stellt.
Für die Bewerbung stellt die Vergabestelle unter: https://www.meinauftrag.rib.de/public/DetailsByPlatformIdAndTenderId/platformId/2/tenderId/119115 ein Teilnahmeantragsformular zur Verfügung, das zwingend zu verwenden ist. Dies enthält für alle geforderten Erklärungen Musterformulare:
1) Bietererklärung gem. Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetz;
2) Erklärung zur Frauenförderung;
3) Verpflichtung zur Wahrung der Vertraulichkeit und zur Beachtung des Datenschutzes für Auftragnehmer der HOWOGE.
1) Für die Bewerbung stellt die Vergabestelle die Bewerbungsunterlagen (inkl. Teilnahmeantragsformular) elektronisch auf der Vergabeplattform des Landes Berlin unter: https://www.meinauftrag.rib.de/public/DetailsByPlatformIdAndTenderId/platformId/2/tenderId/119115 zum Download zur Verfügung. Der darin enthaltene Teilnahmeantrag ist zwingend zu verwenden. Die Vergabestelle behält sich vor, Bewerbungen andernfalls nicht zu berücksichtigen. In jedem Falle werden interessierte Bewerbergebeten, sich auf der Vergabeplattform als Bewerber mit ihren Kontaktdaten registrieren zu lassen, damit sie gegebenenfalls über Antworten zu Bewerberfragen und Klarstellungen informiert werden können. Die Registrierung ist kostenfrei möglich;
2) Der Teilnahmeantrag ist vollständig auszufüllen, die geforderten Erklärungen und Nachweise sind vollständig abzugeben bzw. beizufügen. Die Vergabestelle behält sich vor, unvollständige Teilnahmeanträge nicht zu berücksichtigen, wenn fehlende Erklärungen und/ oder Nachweise bis zum Ablauf einer gesetzten Nachfrist nicht nachgereicht werden;
3) Der Teilnahmeantrag ist ausschließlich in elektronischer Form auf der Vergabeplattform unterwww.vergabeplattform.berlin.de einzureichen. Die Vergabestelle wird Teilnahmeanträge nicht berücksichtigen, die nicht form- und/oder fristgerecht eingereicht werden;
5) Beruft sich der Bewerber hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit auf die Ressourcen von Drittunternehmen, so ist dem Teilnahmeantrag eine Erklärung der Drittunternehmen beizufügen, wonach diese dem Bewerber im Auftragsfalle ihre Ressourcen zur Verfügung stellen. Gleiches gilt für verbundene Unternehmen.
Erkannte Verstöße gegen Vergabevorschriften sind gegenüber der Vergabestelle binnen 10Kalendertagen zu rügen, § 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB. Bei Verstößen, die aus der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen erkennbar sind, hat die Rüge gegenüber der Vergabestelle bis spätestens zum Ablauf der Angebots- oder Bewerbungsfrist zu erfolgen (§ 160 Abs. 3 Nr. 2 und 3 GWB).
Teilt die Vergabestelle mit, dass der Rüge nicht abgeholfen wird, kann innerhalb von 15 Kalendertagen ein Nachprüfungsantrag bei der oben genannten Vergabekammer schriftlich gestellt werden (§§ 160 Abs. 3Nr.4, 161 Abs. 1 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist zudem unzulässig, soweit der Nachprüfungsantrag der Vergabestelle erst nach Zuschlagserteilung zugestellt wird (§ 168 Abs. 2 GWB). Die Zuschlagserteilung ist möglich 10 Tage nach Absendung (per Fax oder elektronisch) der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung (§134 Abs. 2 GWB).