Source: https://www.fluechtlingshilfe.ch/news/mediendossiers/eritrea.html
Timestamp: 2017-12-15 00:45:47
Document Index: 191984097

Matched Legal Cases: ['EGMR', 'EGMR', 'EGMR', 'EGMR', 'EGMR', 'EGMR']

Eritrea | Schweizerische Flüchtlingshilfe
EGMR bestätigt besorgniserregende Menschenrechts-situation in Eritrea
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) kommt im Fall eines von der Schweiz abgewiesenen Eritreers zum Schluss: Aufgrund der besorgniserregenden Menschenrechtslage in Eritrea muss die Schweiz in jedem Einzelfall prüfen, ob dem Schutzsuchenden bei einer Rückkehr eine Verletzung des Folterverbots droht. Zwar wies der EGMR im vorliegenden Fall die Beschwerde des 27-jährigen Mannes ab, weil dieser seine Gefährdung nicht hinreichend hatte glaubhaft machen können. Trotzdem muss die Schweiz hinsichtlich des bei einer Wegweisung drohenden Militärdienstes noch einmal über die Bücher.
SFH-Positionierung vom 20. Juni 2017
SFH-Medienmitteilung vom 03.02.2017
Keine Asylsuchen­den nach Eritrea zurückschicken
17.05.2017 / Fakten statt Mythen: PR-Falle Eritrea
17.02.2017 / Webreportage von Jonas Dunkel, ARTE Info über unbegleitete minderjährige Asylsuchende aus Eritrea. Februar 2017
17.02.2017 / UNO-Sonderberichterstatter Migration in der Berner Zeitung «Migration lässt sich nicht stoppen, nur kontrollieren»
11.01.2017 / Die Lage in Eritrea legitimiert keine Wegweisung von Flüchtlingen. Artikel im Tages-Anzeiger
Auf welche Länderinformationen kann man sich verlassen? Lesen Sie dazu den Beitrag in unserer Rubrik «Fakten statt Mythen» vom 2. März 2016
03.11.2016 / Mit Entwicklungshilfe- projekten will der Bundesrat versuchen, die Menschenrechtslage in Eritrea zu verbessern mit dem Ziel, früher oder später abgewiesene Asylsuchende in ihre Heimat zurückschaffen zu können. Die SFH kritisiert dieses Vorgehen, da in Eritrea Menschen weiterhin inhaftiert, gefoltert und zum Nationaldienst gezwungen werden.
Kleine Schritte neuer Anlauf in der Eritrea-Politik (Echo der Zeit)
UK: Länderfallstudie bestätigt Verfolgung bei Rückkehr
Das «Upper Tribunal» des Vereinigten Königreichs von England hat seine Länderfallstudie über Eritrea nach einem Urteil angepasst. Das Urteil bestätigt, dass Eritreerinnen und Eritreer, welche sich dem Militärdiesnt entziehen und/oder das Land illegal verlassen haben, bei einer Rückkehr mit Verfolgung und schwere Misshandlungen zu befürchten haben.
ECRE News 03.11.2016
Die eritreische Volksarmee – Hizbawi Serawit
05.10.2016 / Im Sommer 2012 begann das Regime mit der Etablierung der Volksarmee «Hizbawi Serawit» einer Zivilmiliz, die parallel zur Armee existiert. Junge Männer, die noch nicht den National- dienst absolviert haben, Angehörige der Nationalen Reservearmee sowie nicht mehr nationaldienstpflichtige Männer über 54 werden in diese Volksarmee rekrutiert.
Brennpunkt Eritrea: «Manchmal erfinde ich Wörter»
12.09.2016 / Das Bildungssystem in Eritrea leidet unter erheblichen Mängeln. Das erklärt die unterdurchschnittlichen Sprachkenntnisse der jungen Flüchtlinge, die Zuflucht in der Schweiz suchen. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH hat sich über die Gründe mit Feven Afeworki unterhalten. Feven ist Tigrinya- und Amharisch-Dolmetscherin und lebt in Genf.
Factsheet / Hintergrund Praxisänderung SEM
In diesem Factsheet finden Sie aktualisierte Hintergrund-informationen zur Lage in Eritrea (Stand: 19. August 2016)
Hintergrundinformationen der SFH-Länderanalyse über die Praxisänderung des Staatssekretariats vom Juni 2016 (Stand: September 2016)
Eritrea: Kein Grund, Asylpraxis zu ändern
05.11.2015 Laut Medienberichten der letzten Wochen hat das Staatssekretariat für Migration (SEM) seine Asylpraxis bei Asylgesuchen aus Eritrea verschärft. Die SFH-Länderanalyse beurteilt aufgrund der aktuellen Faktenlage die Situaton in Eritrea als unverändert und für Rückkehrende gefährlich. Davon geht übrigens auch die EU-Kommission bei der geplanten Verteilung von 160’000 Flüchtlingen aus sogenannten Hotspots in weitere EU-Staaten aus. Aktuell erfüllten nur Flüchtlnge aus Eritrea und Syrien die Kriterien eindeutig, um internationalen Schutz zu erhalten.
Bericht der SFH-Länderanalyse
Eritreische Jugendliche werden mit 15 Jahren von der Armee zwangsrekrutiert. Eines der kleinsten Ländern unterhält eine der grössten Armeen auf dem afrikanischen Kontinent. Foto: REUTERS/Jack Kimball
Urteil ist nicht nachvollziehbar – Entscheid Bundesverwaltungsgericht für die Wegweisung einer Eritreerin
31.08.2017 / Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH bedauert, dass das Bundesverwaltungsgerichtes BVGer die Wegweisung einer Eritreerin bestätigt. Die ungenügende Informationslage zur Situation in Eritrea, auf welche das Gericht selbst immer wieder hinweist, lässt ein solches Urteil aus Sicht der SFH nicht zu.
Zur Medienmitteilung vom 31.08.2017
Aktuelles Themenpapier über Nationaldienst
Juli 2017 / Im neusten Themenpapier zu Eritrea beleuchtet die SFH verschiedene Aspekte des zeitlich unbeschränkten Nationaldienstes und zeigt, wie Menschen oft jahrelange zu militärischer und ziviler Arbeit verpflichtet und gezwungen werden. Zudem wird dokumentiert, wie gross die staatliche Willkür in verschiedensten Bereichen des Lebens ist.
Themenpapier der SFH-Länderanalyse,30. Juni 2017, 21 Seiten.
EGMR bestätigt besorgniserregende Menschen-rechtssituation in Eritrea
20.06.2017 / Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) kommt im Fall eines von der Schweiz abgewiesenen Eritreers zum Schluss: Aufgrund der besorgniserregenden Menschenrechtslage in Eritrea muss die Schweiz in jedem Einzelfall prüfen, ob dem Schutzsuchenden bei einer Rückkehr eine Verletzung des Folterverbots droht. Zwar wies der EGMR im vorliegenden Fall die Beschwerde des 27-jährigen Mannes ab, weil dieser seine Gefährdung nicht hinreichend hatte glaubhaft machen können. Trotzdem muss die Schweiz hinsichtlich des bei einer Wegweisung drohenden Militärdienstes noch einmal über die Bücher.
Interview zur Betreuung von minderjährigen Eritreerinnen und Eritreern
Die Eritreerin Semhar Negash studiert Sozialanthropologie und betreut unbegleitete minderjährige Asylsuchende, vorwiegend Jugendliche aus Eritrea.
Lesen Sie das Interview im Fluchtpunkt Nr. 77 / Mai 2017
Artikel von Alexandra Geiser, SFH-Länderexpertin: Europa erschwert den legalen Zugang für eritreische Flüchtlinge. KOFF, Schweizerische Palttform für Friedensförderung, Juni 2017
Die Fluchtwege von Eritreerinnen und Eritreern sind gefährlich. Lesen Sie dazu den aktuellen Bericht der SFH-Länderanalyse.
Fluchtpunkt Nr. 77 / Mai 2017
Fakten statt Mythen vom 17.05.2017
«Eritreas junge Ausbrecher» heisst die eindrückliche Dokumentation von Jonas Dunkel über junge Eritreerinnen und Eritreeer, die vor dem Regime flüchten. Die Dokumentation mit asylsuchenden Eritreerinnen und Eritreern in der Schweiz hat ARTE Info im März 2017 ausgestrahlt.
Der UNO-Sonderberichterstatter für Migration bestätigt in einem Interview, dass sich die Lage in Eritrea in den letzten Jahren nicht verändert hat. Er kritisiert die verschärfte Asylpraxis der Schweiz gegenüber asyl-suchenden Eritreerinnen und Eritreern und sieht dafür keinen Grund. Die Schweiz müsste in jedem einzelnen Fall sicher sein, dass eine Rückkehr für diese Person unproblematisch sei.
«Migration lässt sich nicht stoppen, nur kontrollieren» Interview in der Berner Zeitung vom 17.02.2017
Umsetzung der Praxisänderung trotz limitierter Informationsgrundlage
Hintergrundinformationen der SFH-Länderanalyse über die Praxisänderung des Staatssekretariats vom Juni 2016
Fokus Eritrea – Hintergrundinformationen
In diesem Factsheet finden Sie aktualisierte Hintergrundinformationen zur Lage in Eritrea (Stand: 19. August 2016)
Eritreer bei Asylgesuchen strenger beurteilt – SFH fordert Rücknahme der Praxisänderung
Seit dem 23. Juni 2016 beurteilt das Staatssekretariat für Migration SEM die Asylgesuche von Menschen aus Eritrea wesentlich strenger, ohne jedoch dafür gesicherte Grundlagen gefunden zu haben. Die Praxisänderung wird die Sozialkosten von Eritreern für die Kantone erhöhen. mehr…
Ist die Schweiz über die Lage vor Ort informiert?
Solange die Schweiz keinen Einblick in Eritreas Lager und Gefängnisse erhält, um die Menschenrechtslage schlüssig beurteilen zu können, kann es keine diplomatischen Fortschritte geben. Bundesrat und Aussenminister Didier Burkhalter äusserte sich am 15. Juni 2016 im Rahmen der Sommersession des Ständerats unmissverständlich über die äusserst geringen Chancen, mit der Regierung in Asmara zusammen zu arbeiten. zum Video…
Menschenrechtslage nach wie vor unhaltbar
Nach einer Fact-Finding-Mission im vergangenen März in Eritrea kommt das Staatssekretariat für Migration (SEM) zum Schluss, dass die Men-schenrechtslage unter dem Regime Afewerki nach wie vor unhaltbar ist. Damit bestätigt das SEM die Recherchen der SFH-Länderanalyse.
SEM-Chef Mario Gattiker erläutert die Hintergründe im Tages-Anzeiger vom 09.05.2016
Auf welche Länderinformationen kann man sich verlassen?
Rubrik: Fakten statt Mythen vom 02.03.2016 / Die Eritrea-Reise von Parlamentsmitgliedern und ihre Schlüsse daraus befeuerte erwartungsgemäss die von gewissen politischen Kreisen wiederholt erhobene Forderung einer Neubeurteilung der Schweizerischen Asylpraxis zu Eritrea. Fakt ist, dass eine solche Reise nur einen begrenzten und unvollständigen Einblick in ein Land gewährt Um relevante und zutreffende Informationen für die Beurteilung von Asylgesuchen sicherstellen zu können, muss eine Recherche zwingend die Qualitätsstandards für Herkunftsländerinformationen (Country of Origin Information – COI) erfüllen. mehr…