Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=30.10.1986&Aktenzeichen=6%20ABR%2052/83
Timestamp: 2019-11-20 07:25:26
Document Index: 151842232

Matched Legal Cases: ['§ 47', '§ 47', '§ 47', '§ 47', '§ 2', '§ 80', '§ 47', '§ 81', '§ 81', '§ 80', '§ 19', '§ 47', '§ 47']

BAG, 30.10.1986 - 6 ABR 52/83 - dejure.org
https://dejure.org/1986,390
BAG, 30.10.1986 - 6 ABR 52/83 (https://dejure.org/1986,390)
BAG, Entscheidung vom 30.10.1986 - 6 ABR 52/83 (https://dejure.org/1986,390)
BAG, Entscheidung vom 30. Januar 1986 - 6 ABR 52/83 (https://dejure.org/1986,390)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1986,390) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Antragsbefugnis - Beteiligungsbefugnis - Beschlußverfahren - Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens - Eigene Rechte - Betriebsverfassung - Gewerkschaft - Gesamtbetriebsrat - Betriebsvereinbarung
ArbG Frankfurt/Main, 20.11.1981 - 11 BV 14/81
BAGE 53, 279
NZA 1987, 27
NZA 1988, 27
BB 1987, 1881
DB 1987, 1642
Durch die von den Antragstellern begehrte Entscheidung, die Entsendungsbeschlüsse der Versammlung der Betriebsräte des Entsendungsbereichs Nordrhein-Westfalen vom 4. Juni 2002 für unwirksam zu erklären, sind die im Entsendungsbereich Nordrhein-Westfalen zusammengefassten Einzelbetriebsräte in ihrer betriebsverfassungsrechtlichen Stellung unmittelbar betroffen (vgl. BAG 15. August 1978 - 6 ABR 56/77 - BAGE 31, 58 = AP BetrVG 1972 § 47 Nr. 3 = EzA BetrVG 1972 § 47 Nr. 2, zu II 3 f der Gründe; 30. Oktober 1986 - 6 ABR 52/83 - BAGE 53, 279 = AP BetrVG 1972 § 47 Nr. 6 = EzA BetrVG 1972 § 47 Nr. 4, zu B II 1 der Gründe).
Dieser ist als Antragsteller notwendiger Beteiligter, weil er mit seinem Antrag das Verfahren eingeleitet hat (BAG 30. Oktober 1986 - 6 ABR 52/83 - zu B II 1 der Gründe, BAGE 53, 279) .
als Antragsteller notwendige Beteiligte (vgl. BAG 14. Dezember 2010 - 1 ABR 93/09 - Rn. 10, BAGE 136, 334; 30. Oktober 1986 - 6 ABR 52/83 - zu B II 1 der Gründe, BAGE 53, 279) .
In betriebsverfassungsrechtlichen Streitigkeiten gemäß § 2 a, §§ 80 ff ArbGG ist die Antragsbefugnis gegeben, wenn die den Streitgegenstand betreffenden Normen des Betriebsverfassungsgesetzes der antragstellenden Person oder Stelle eine eigene Rechtsposition einräumen, die es ihr erlaubt, mittels eines Antrags Rechtsschutz zu begehren (BAG 30. Oktober 1986 - 6 ABR 52/83 - BAGE 53, 279 = AP BetrVG 1972 § 47 Nr. 6, zu B 112 b der Gründe, 23. Februar 1988 - 1 ABR 75/86 - AP ArbGG 1979 § 81 Nr. 9 = EzA ArbGG 1979 § 81 Nr. 13, zu C I 1 der Gründe).
Die Norm besagt nichts über das Recht, einen Antrag im arbeitsgerichtlichen Beschlußverfahren stellen zu können (Beschluß des Sechsten Senats vom 30. Oktober 1986 - 6 ABR 52/83 -, zu B II 2 der Gründe, zur Veröffentlichung vorgesehen).
Bei Streitfragen betriebsverfassungsrechtlicher Art ist zu untersuchen, ob die den Streitgegenstand betreffenden Normen des Betriebsverfassungsgesetzes dem Antragsteller eine eigene Rechtsposition zuordnen, die es erlaubt, sich mittels eigenen Antrages zu schützen (Beschluß des Sechsten Senats vom 30. Oktober 1986, aaO).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts ist Beteiligter in einem arbeitsgerichtlichen Beschlussverfahren, wer von der zu erwartenden Entscheidung in seinem betriebsverfassungsrechtlichen Recht oder Rechtsverhältnis unmittelbar betroffen oder berührt wird (BAG, Beschluss vom 27.05.1982 - AP ArbGG 1979 § 80 Nr. 3; BAG, Beschluss vom 19.09.1985 - AP BetrVG 1972 § 19 Nr. 12; BAG, Beschluss vom 30.10.1986 - AP BetrVG 1972 § 47 Nr. 6).
Zur Begründung hat es ausgeführt, dass die Anträge der Beteiligten zu 8. unzulässig seien, weil dieser nach der zutreffenden Rechtsauffassung des Bundesarbeitsgerichts (Beschluss vom 30.10.1986 - 6 ABR 52/83) die Antragsbefugnis fehle.
Soweit die Beteiligte zu 8. weiter geltend macht, dass für die Antragsbefugnis die Behauptung eigener Rechte ausreichen müsse und die Frage des Bestehens dieser Rechte eine solche der Begründetheit des Antrags sei, übersieht sie, dass die Antragsbefugnis im arbeitsgerichtlichen Beschlussverfahren als Sachentscheidungsvoraussetzung dazu dient, Popularklagen auszuschliessen (vgl. BAG, Beschluss vom 30.10.1986 - 6 ABR 52/83 - AP Nr. 6 zu § 47 BetrVG 1972 mit Nachweisen), und die behaupteten eigenen Rechte daher einen unmittelbaren Bezug zum Antragsbegehren aufweisen müssen.
LAG Hessen, 14.07.1988 - 12 TaBV 140/87
Wirksamkeit einer durchgeführten Betriebsratswahl ; Ausschluss der Wahl …
LAG Hessen, 28.07.1988 - 12 TaBV 58/87
Voraussetzungen für das Vorliegen eines einheitlichen Betriebes; Anforderungen an …
LAG Hessen, 17.03.1988 - 12 TaBV 92/87
Betriebsverfassungsrechtlicher Rechtscharakter einer im Kern schuldrechtlichen …