Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Hamm&Datum=30.03.2010&Aktenzeichen=3%20RVs%207/10
Timestamp: 2020-07-11 18:33:58
Document Index: 269163836

Matched Legal Cases: ['§ 81', '§ 316', '§ 81', '§ 81', 'BGH', '§ 81']

OLG Hamm, 30.03.2010 - III-3 RVs 7/10 - dejure.org
OLG Hamm, 30.03.2010 - III-3 RVs 7/10
https://dejure.org/2010,1627
OLG Hamm, 30.03.2010 - III-3 RVs 7/10 (https://dejure.org/2010,1627)
OLG Hamm, Entscheidung vom 30.03.2010 - III-3 RVs 7/10 (https://dejure.org/2010,1627)
OLG Hamm, Entscheidung vom 30. März 2010 - III-3 RVs 7/10 (https://dejure.org/2010,1627)
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Richtervorbehalt, Blutentnahme, Beweisverwertungsverbot, Drogenfahrt, Feststellungen
Richtervorbehalt, Gefahr im Verzug, Beweisverwertungsverbot, Drogenfahrt, Anforderungen, Feststellungen
Beweisverwertungsverbot bei fehlendem nächtlichen richterlichen Eildienst; Aphemtaminkonsum und Fahruntüchtigkeit
StPO § 81 a, StGB § 316
Amphetamin - Feststellung der Fahruntüchtigkeit
Zum Begriff "Gefahr im Verzug" und 24 Std. Bereitschaftsdienst
Verwertbarkeit von Blutproben bei Rauschfahrten
Berauschende Weihnachten // Verwertbarkeit von Blutproben
AG Minden - 13 Ds 93/09
Denn der hiesige 3. Strafsenat hat zwischenzeitlich durch Beschluss vom 30.03.2010 (III-3 RVs 7/10 = zfs 2010, 407) entschieden, dass das von ihm angenommene Beweisverwertungsverbot betreffend den Richtervorbehalt des § 81 a Abs. 2 StPO nicht für Fälle vor dem Urteil vom 18.08.2009 gelte.
Dies soll anscheinend nach der Rechtsprechung dieses Senates auch für den durch § 81 a Abs. 2 StPO normierten einfachgesetzlichen Richtervorbehalt gelten (vgl. OLG Hamm, Beschluss vom 30.03.2010, - 3 RVs 7/10 -, juris).
OLG Hamm, 29.06.2010 - 3 RVs 45/10
Anforderungen an die Feststellung der rauschmittelbedingten Fahruntüchtigkeit …
Anders als beim Alkoholkonsum eines Kraftfahrers ist eine Fahruntüchtigkeit nach Genuss von Drogen allein aufgrund eines positiven Wirkstoffspiegels im Blut nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft (noch) nicht zu begründen (BGH, BeckRS 2009, 5128; Senatsbeschl. v. 30.03.2010 - III-3 RVs 7/10).
Allgemeine Merkmale, die üblicherweise mit Drogenkonsum einhergehen, wie gerötete Augen, erweiterte Pupillen (vgl. zum Rebound-Effekt OLG Zweibrücken, BeckRS 2004, 5288) sowie nervöses oder unruhiges Verhalten rechtfertigen die Annahme relativer Fahruntüchtigkeit hingegen nicht (Senatsbeschl. v. 30.03.2010 - III-3 RVs 7/10; OLG Hamm, Beschl. v. 03.04.2003 - 4 Ss 158/03).
Auf seine hiergegen gerichtete Sprungrevision hat der 3. Strafsenat des Oberlandesgerichts Hamm - III- 3 RVs 7/10- durch Beschluss vom 30. März 2010 das Urteil mit den zugrundeliegenden Feststellungen aufgehoben und an eine andere Abteilung des Amtsgerichts Minden zurückverwiesen.
Diese Rechtsprechung wendet der 3. Strafsenat des OLG Hamm auch für den einfachgesetzlichen Richtervorbehalt nach § 81a StPO an (vgl. Beschluss vom 22. Dezember 2009, 3 Ss 497/09, bestätigt durch Beschlüsse vom 30. März 2010 -3 RVs 7/10 und vom 30. März 2010 - 3 RVs 9/10, zit. nach juris).