Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/78327,60.html
Timestamp: 2019-08-24 03:27:53
Document Index: 352600042

Matched Legal Cases: ['§ 303', '§303', '§306', '§305', '§306', '§25', '§ 25', '§ 306', '§ 263', '§ 306', '§ 306', '§ 306', '§ 306', '§ 306', '§ 306', '§ 306', '§ 306', '§ 306', '§ 306', '§ 306', '§ 306', '§ 306']

Verfasst am: 11 Sep 2006 - 22:04:31 Titel:
prüft ihr auch §§ 303, 305 bei wohnhaus und scheune? dazu muss man ja dann auch anstiftung prüfen. Habe nämlich akuten platzmangel und muss irgendwas löschen.
frage mich auch, ob es nötig ist, zu jedem Brandstiftungsdelikt die anstiftung zu prüfen. Reicht es nicht nur die anstiftung zum schwersten Brandstiftungsdelikt zu prüfen?
BIIIITTTE um antwort komme nicht weiter
Verfasst am: 11 Sep 2006 - 22:46:07 Titel:
Also §303 kannst du anprüfen und kurz feststellen, tritt aber hinter §306 zurück. §305...hmm, weiß ich nicht. Also das Problem mit der Anstiftungsprüfung hab ich auch, muss man da alle §§306ff prüfen? Welche §§ gehen bei euch alle durch?
Verfasst am: 13 Sep 2006 - 08:33:41 Titel:
Sehe gerade, dass ihr alle eifrig die Anstiftung prüft. A ist doch Mittäter (§25 II) bzw. Tatmittler (§ 25I). Ich habe im Beulke Klausurenkurs (Rn. 96) gelesen, dass man dann eine Prüfung der Anstiftung gänzlich unterlassen soll!!!
Verfasst am: 13 Sep 2006 - 12:52:03 Titel:
also bzgl. wohnhaus und scheune ist A bei mir anstifter und nicht mittäter oder mittelbarer täter.
daswegen muss ich anstiftung prüfen und hab das problem ob ich dies zu jedem brandstiftungsdelikt prüfen muss.
BEi der Anstiftung gehen bei mir alle §§ durch die der B auch erfüllt hat und noch zusätzlich 306 c, den ich beim B verneine. Das ist aber einfach zuuuuu viel, habe keinen platz dafür!
Bin am Überlegen, ob man nicht einfach bei den Konkurrenzen erwähnen kann, dass z.B. anstiftung zu 306 c erfüllt ist und die anderen anstiftungshandlungen dahinter zurück treten (ohne sie noch mal extra zu prüfen).
Was hällt ihr davon?????
Verfasst am: 13 Sep 2006 - 15:17:34 Titel:
also ich hab mal ne allgemeine frage. prüft ihr den § 306 zuerst und dann die folgenden (wie eine art qualifikation) oder prüft ihr den schwerwiegendsten tatbestand zuerst? kann mich irgendwie nicht entscheiden.
ach ja und noch was: ich würde auch sagen dass es in bezug auf die brandstiftung anstiftung ist aber ist es im bezug auf §§ 263, 265 mittäterschaft oder mittelbare täterschaft?
Verfasst am: 13 Sep 2006 - 15:28:02 Titel:
Also das mit § 306 ff. sollte man meiner meinung nach schon getrennt machen.
306 (geht in die richtung von sachbeschädigung) ist schon mal was ganz anderes als 306 a, deswegen immer alles prüfen und am besten mit § 306 anfangen. So sehe ich das zumindest.
§ 306 strikt von § 306 a trennen
§ 306 b Abs. 1 ist eine Erfolgsqualifikation zu § 306 und § 306 a
§ 306 b Abs. 2 enthält Qualifikationen zu § 306 a
§ 306 c ist eine Erfolgsqualifikation zu §§ 306 bis 306 b
Das muss man in seiner Prüfung auch irgendwie zeigen, dass man den Zusammenhang verstanden hat zwischen den Normen.
Ist jemand einer anderen Meinung?
Verfasst am: 13 Sep 2006 - 15:35:48 Titel:
das mit der mittäterschaft oder anstiftung ist mir selbst noch nicht so klar, würde aber schon sagen, dass es sich um anstiftung handelt, und bezüglich des betruges ... eher Mittäter?
Andererseits hat der A dem B doch geholfen den Brand zu legen, indem er ihm sagte, wann wo wie und die E aus dem Haus schaffte...dass sie letztlich doch da war ist ja ohne belang für die mittäterschaft...
hm, wie gesagt, noch nix klar im kopf! ***grübel***
Verfasst am: 13 Sep 2006 - 15:40:23 Titel:
ja geht mir auch so. dabei rückt das abgabedatum immer näher
auf jeden fall danke für deinen input
Verfasst am: 13 Sep 2006 - 16:51:04 Titel:
@ youra:
wenn du A als Tatmittler prüfst, ist B dann bei dir nur ein werkzeug? oder wie machst du das? und hast du das bei allen tatkomplexen so gemacht oder prüfst du auch manchmal mittäterschaft oder anstiftung?
dachte nämlich auch erst A wäre mittelbarer täter aber kam damit irgendwie nicht hin.
Verfasst am: 13 Sep 2006 - 17:06:09 Titel:
ich hab da mal ne aufbautechnische frage bezüglich der Strafbarkeit des B bei § 306 a I Nr. 3 bei der Scheune.
es ist ja problematisch, ob § 306 a Abs.1 auch dann anwendbar ist, wenn sich der Täter vor der tat vergewissert hat, dass sich niemand in der räumlichkeit befindet..nur frage ich mich wo ich das reinsetze. In den Objektiven Tatbestand oder subjektien oder wie
zurück zu dem anstifter oder mittäter problemchen:
A hat vorsätzlich den B zu dessen vorsätzlich begangener rechtswidriger Tat bestimmt. Zudem hat A keinerlei Tatherrschaft über die Brandstiftungsdelikte. Er ist zu diesem Zeitpunkt "einfach nicht da", sonst würde doch was im sachverhalt stehen...