Source: https://netzpolitik.org/2015/bgh-folgt-eugh-hinsichtlich-zulaessigkeit-elektronischer-leseplaetze-in-bibliotheken/?replytocom=1783419
Timestamp: 2019-02-15 19:06:28
Document Index: 324468999

Matched Legal Cases: ['BGH', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH folgt EuGH hinsichtlich Zulässigkeit elektronischer Leseplätze in Bibliotheken [Update] – netzpolitik.org
16.04.2015 um 18:02	Uhr - Leonhard Dobusch - 5 Ergänzungen
Wie nach einer diesbezüglichen Entscheidung des EuGH zu erwarten war, hat der BGH heute in einem Musterprozess entschieden, dass „an elektronischen Leseplätzen in Bibliotheken elektronische Bücher auch ohne Einwilligung des Rechtsinhabers zugänglich gemacht werden“ dürfen und auch „das an elektronischen Leseplätzen zugänglich gemachte Werk auszudrucken oder auf USB-Sticks abzuspeichern“ ermöglicht werden darf. Hinsichtlich letzterem verweist die Pressemeldung des BGH explizit auf die Privatkopie:
[Update, 16.04., 20:38 Uhr]
Deutschlandradio Kultur hat mit mir ein Interview zum Urteil geführt: MP3-Download.
Veröffentlicht 16.04.2015 um 18:02
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17. April 2015 um 06:48 Uhr
Der Tag Podcast fehlt.
(So findet meine App das nicht xD)
In dieser Deutlichkeit war die Entscheidung nicht zu erwarten. Die PM des Deutschen Bibliotheksverbands zu der Entscheidung: http://t.co/3n4x4BMi4F
Ich muss zugeben, da man im naturwissenschaftlichen Bereich weit über 90% seiner Paper über die Institutsabonnements bekommt, jedenfalls wenn es gut versorgt ist, sehe ich selten eine Fachbibliothek von innen. Wie muss man sich denn einen solchen elektronischen Leseplatz vorstellen? Im Interview klang es so, als ob an den Leseplätzen grundsätzlich nur eingescannte Bücher zur Verfügung stehen und technisch sichergestellt ist, dass man sich nur Auszüge kopieren kann.
Bei mir ist das ähnlich, ich bin auch quasi nie in der Bibliothek, elektronischen Leseplatz habe ich noch nie benutzt. Deshalb ist die Wirkung des Urteils auch nicht so großartig. Ich verweise in diesem Zusammenhang auch auf ein Interview, das ich mit der Max-Planck-Bibliothekarin Susanne Hilbring geführt habe; sie betont auch, dass das Urteil für ihre Arbeit keine Verbesserung bringt.