Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=26.10.2010&Aktenzeichen=VI%20B%2052/10
Timestamp: 2019-12-12 16:07:35
Document Index: 170962890

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 115', '§ 115', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33']

BFH, 26.10.2010 - VI B 52/10 - dejure.org
BFH, 26.10.2010 - VI B 52/10
https://dejure.org/2010,18003
BFH, 26.10.2010 - VI B 52/10 (https://dejure.org/2010,18003)
BFH, Entscheidung vom 26.10.2010 - VI B 52/10 (https://dejure.org/2010,18003)
BFH, Entscheidung vom 26. Januar 2010 - VI B 52/10 (https://dejure.org/2010,18003)
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Außergewöhnliche Belastungen: Fahrtkosten behinderter Menschen
§ 33 EStG 2002, § 115 Abs 2 Nr 2 Alt 2 FGO
FGO § 115 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2; EStG § 33b
Behandlung aller Kraftfahrzeugkosten eines gehbehinderten, sich außerhalb des Hauses nur mit Hilfe eines Kraftfahrzeuges zur Fortbewegung fähigen Steuerpflichtigen als außergewöhnliche Belastungen; Angemessenheit von Aufwendungen eines gehbehinderten Steuerpflichtigen ...
Kraftfahrzeugkosten eines Gehbehinderten als außergewöhnliche Belastung
FG Köln, 17.03.2010 - 4 K 2500/09
Angemessen sind aber nur Aufwendungen für Fahrten bis zu 15.000 km im Jahr und nur bis zur Höhe der Kilometerpauschbeträge, die in den Einkommensteuer-Richtlinien und Lohnsteuer-Richtlinien für den Abzug von Kraftfahrzeug-Kosten als Werbungskosten oder Betriebsausgaben festgelegt sind (Urteile des BFH vom 22.10.1996 III R 203/94, BFHE 182, 44, BStBl II 1997, 384 [BFH 22.10.1996 - III R 203/94] ; vom 18.12.2003 III R 31/03, BFHE 205, 74, BStBl II 2004, 453 [BFH 18.12.2003 - III R 31/03] und vom 19.05.2004 III R 16/02, BFHE 206, 525, BStBl II 2005, 23 [BFH 19.05.2004 - III R 16/02] ; Beschluss des BFH vom 26.10.2010 VI B 52/10, BFH/NV 2011, 253).
Angemessen i.S. des § 33 Abs. 2 Satz 1 EStG sind Aufwendungen für Fahrten bis zu 15 000 km im Jahr bis zur Höhe der Kilometerpauschbeträge, die in den Einkommensteuer-Richtlinien und Lohnsteuer-Richtlinien für den Abzug von Kfz-Kosten als Werbungskosten oder Betriebsausgaben festgelegt sind (Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 22. Oktober 1996 III R 203/94, BFHE 182, 44, BStBl II 1997, 384; vom 13. Dezember 2001 III R 40/99, BFHE 197, 462, BStBl II 2002, 224; vom 18. Dezember 2003 III R 31/03, BFHE 205, 74, BStBl II 2004, 453, …und vom 21. Februar 2008 III R 105/06, BFH/NV 2008, 1141; Senatsbeschlüsse vom 26. Oktober 2010 VI B 52/10, BFH/NV 2011, 253, …und vom 19. Januar 2017 VI R 60/14, BFH/NV 2017, 571).
BFH, 19.01.2017 - VI R 60/14
Kein Abzug von Aufwendungen für Kfz-Motorschaden eines Behinderten als …
Angemessen i.S. des § 33 Abs. 2 Satz 1 EStG sind Aufwendungen für Fahrten bis zu 15 000 km im Jahr und nur bis zur Höhe der Kilometerpauschbeträge, die in den Einkommensteuer-Richtlinien und Lohnsteuer-Richtlinien für den Abzug von Kfz-Kosten als Werbungskosten oder Betriebsausgaben festgelegt sind (Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 22. Oktober 1996 III R 203/94, BFHE 182, 44, BStBl II 1997, 384; vom 13. Dezember 2001 III R 40/99, BFHE 197, 462, BStBl II 2002, 224; vom 18. Dezember 2003 III R 31/03, BFHE 205, 74, BStBl II 2004, 453, …und vom 21. Februar 2008 III R 105/06, BFH/NV 2008, 1141; Senatsbeschluss vom 26. Oktober 2010 VI B 52/10, BFH/NV 2011, 253, m.w.N.; vgl. auch H 33.1 bis 33.4 des Einkommensteuer-Handbuchs 2012, Fahrtkosten behinderter Menschen).
Obwohl sie als solche für die Gerichte nicht bindend sind, sind sie aus Gründen der Gleichbehandlung auch von den Finanzgerichten zu beachten, sofern die auf Einzelfallbeobachtungen beruhenden Durchschnittswerte der Pauschsätze nicht im Einzelfall zu einer unzutreffenden Besteuerung führen (ständige Rechtsprechung; BFH-Urteile vom 29. Januar 1971 VI R 6/68, BFHE 102, 35, 37/38, BStBl II 1971, 459; vom 2. September 1977 VI R 114/76, BFHE 123, 444, 451, BStBl II 1978, 26; vom 18. Dezember 2003 III R 31/03, BFHE 205, 74, BStBl II 2004, 453; BFH-Beschluss vom 26. Oktober 2010 VI B 52/10, BFH/NV 2011, 253).
FG Baden-Württemberg, 19.12.2013 - 1 K 703/11
Kein Sofortabzug der Anschaffungskosten (Leasingsonderzahlung) für einen …
Danach sind die Kraftfahrzeugkosten schwer geh- und stehbehinderter Steuerpflichtiger nur angemessen i. S. von § 33 Abs. 2 Satz 1 EStG, soweit sie die in den EStR und in den Lohnsteuerrichtlinien (LStR) für die Berücksichtigung von Kraftfahrzeugkosten als Betriebsausgaben und Werbungskosten festgesetzten Pauschbeträge (dies sind bei der Benutzung eines Pkw 0, 30 EUR je gefahrenen Kilometer; vgl. H 38 "Pauschale Kilometersätze" LStR 2007) nicht übersteigen.Die Beschränkung auf diese Pauschbeträge gilt auch bei einer sehr geringen Jahreskilometerleistung (…BFH-Entscheidungen vom 21. Februar 2008 - III R 105/06, BFH/NV 2008, 1141, und vom 26. Oktober 2010 - VI B 52/10, BFH/NV 2011, 253).