Source: http://www.wir-in-flensburg.de/unsere-themen/stadtfinanzen/rundfunkbeitraege
Timestamp: 2017-03-26 11:01:32
Document Index: 6031477

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 43', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 1', 'Art. 20', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 19']

Die Rundfunkbeiträge, die für ARD/ZDF/D-Radio erhoben werden, zählen eigentlich nicht zu den (Haushalts-)Finanzen der Stadt Flensburg. Weil sie aber, wie erst eine Anfrage der WiF-Ratsfraktion (AF-26/2016) ergab, von der Abteilung Vollstreckung der Abteilung Finanzen der Stadt Flensburg von den Bürgerinnen und Bürgern unmittelbar und unter Androhung von Zwang eingetrieben werden, sind sie städtisches Thema geworden. Die Abteilung Finanzen vertritt dabei die Auffassung, sie müsse Amtshilfe für den Gläubiger NDR erbringen und auf die Bürgerinnen und Bürger durchgreifen. Dazu verschickt die Abteilung Briefe mit den Überschriften "Pfändungsankündigungen" oder "Androhung der Zwangsvollstreckung". Im Juni 2016 teilte die Stadt auf die Frage der WiF-Ratsfraktion ("Wie viele PAK hat die Stadt bisher für den externen Gläubiger (NDR) bearbeitet? Wie viele wurden versendet? Wie viele davon wurden richterlich genehmigt?") mit: „Der NDR hat in 2016 bisher 1.576 Amtshilfeersuchen gestellt. In 2015 waren es 2.217 Fälle.“(AF-26/2016) In der Summe ergibt dies 3.793 Vorgänge für den Zeitraum 2015 (12 Monate) bis Juni 2016 (5,5 Monate), d. h. die Zahl dürfte einschließlich 2013, 2014 und den übrigen Monaten 2016 deutlich höher liegen. * aktualisiert 09.03.2017: Kleinere Korrekturen *Chronologie der Anfragen der WiF-Ratsfraktion bis zum Antrag RV-126/2016, der eine Grundrechteverletzung öffentlich anzeigt:10.06.2016: Die WiF erfährt, ein Bürger hat eine "Pfändungsankündigung" der Stadt Flensburg, beauftragt durch den Gläubiger NDR, erhalten. 13.06.2016: Die WiF-Fraktion stellt eine Anfrage (Fragen # 1 bis 10, erfasst als AF-26/2016). (Eine Recherche im Ratsinformationssystem zum Begriff "Vollstreckung" ergab keine Anhaltspunkte.) 16.06.2016: Beantwortung der Anfrage im FA 16.06.2016 als AF-26/2016; die in der AF-26/2016 angeführte "Vorbemerkung" wird umgehend zurückgewiesen (vgl. Protokoll FA 16.06.2016)12.07.2016: Die WiF-Fraktion stellt eine weitere Anfrage (Fragen # 11 bis 17). 14.07.2016: Beantwortung der Anfrage im FA 14.07.2016 als AF-26/2016, 1. Ergänzung. 21.09.2016: Die WiF-Fraktion stellt eine weitere Anfrage (Fragen # 18 bis 24). 11.10.2016: Beantwortung der Anfrage (online) als AF-2016, 2. Ergänzung. Die Rechtsauffassung der Stadt Flensburg zu Grundrechten wird vollumfänglich erkennbar. 01.11.2016: Die WiF-Fraktion setzt das Thema Rundfunkbeiträge auf die Tagesordnung der Ratsversammlung am 10.11.2016. 03.11.2016: Bekanntgabe der Anfrage AF-2016, 2. Ergänzung im FA 03.11.2016; die Anfrage AF-37/2016 der SPD-Fraktion zu den WiF-Anfragen wird bekannt und von der WiF-Fraktion kritisiert. 07.11.2016: Veröffentlichung des Antrags RV-126/2016 der WiF-Fraktion. [RV-126/2016; Seite 1: Antragstext ; Seite 2-5: Begründung; Seite 6-11: Widerlegung der GG-Interpretation der Stadtverwaltung und Protokollauszug aus dem Parlamentarischen Rat.] 08.11.2016: Hauptausschuss der Stadt FL: Vorberatung zur RV-126/2016 der WiF-Fraktion; HA-Niederschrift, Auszug zu TOP 14. Bürgermeister: Verwaltungsleitung müsste Beschlussfassung in Form des vorgeschlagenen Beschlusstextes wegen "Rechtswidrigkeit" widersprechen. - Angeführte Belege: Keine.[Stand: 09.12.2016] 10.11.2016: Ratsversammlung der Stadt FL: Fünf Fraktionen verfügen unter TOP 1 die Absetzung [YouTube-Clip, ab Min. 4:40] von RV-126/2016 entgegen der Gemeindeordnung § 34 Abs. 4 Satz 3. Ratsversammlung: RV-Niederschrift; Auszug zu TOP 1; Tonbandabschrift zu TOP 1. Ratsversammlung 10. November 2016, TOP 1Lesehinweis und Zeichenerklärung: RV-126/2016, BV der WiF-Ratsfraktion. Zweck: Soll die in der Begründung erläuterte Gesetzeslage befolgen, die in der Konsequenz zum Text des Antrags führt.[enthält Primärquelle zum GG] RV-126/2016, 1. Erg., MV der Verwaltung. Zweck: Soll die Gesetzeslage darstellen, der die Praxis der Verwaltung bzw. die Vollstreckung von Rundfunkbeiträgen folgt.[enthält Landesgesetz] RV-126/2016, 2. Erg., MV der WiF-Ratsfraktion. Zweck: Soll die in der 1. Ergänzung dargestellte Gesetzeslage prüfen und widerlegen.[enthält Primärquelle zum GG] RV-126/2016, 3. Erg., MV der WiF-Ratsfraktion. Zweck: Soll die im Ausschuss für Bürgerservice, Schutz und Ordnung vorgetragenen Thesen vorstellen und widerlegen.[enthält Primärquelle zum GG] [Zeichenerklärung: "BV"=Beschlussvorlage; "MV"=Mitteilungsvorlage; "RV-x"=Ratsvorlage; "Erg."=Ergänzung(svorlage); "RH"=Ratsherr; "GG"=Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland] 21.12.2016: Veröffentlichung der Mitteilung RV-126/2016, 1. Ergänzung der Verwaltung. 22.12.2016: Veröffentlichung der Tagesordnung für den Ausschuss für Bürgerservice, Schutz, Ordnung10.01.2017: Veröffentlichung der Mitteilung RV-126/2016, 2. Ergänzung der WiF-Ratsfraktion.11.01.2017: Ausschuss für Bürgerservice, Schutz und Ordnung der Stadt FL: RV-126/2016[WiF: BV]; RV-126/2016, 1. Erg.[Verwaltung: MV]; RV-126/2016, 2. Erg.[WiF: MV] Ausschuss für Bürgerservice, Schutz und Ordnung: Niederschrift 13.01.2017: Veröffentlichung der Tagesordnung für den Finanzausschuss24.01.2017: Veröffentlichung der Mitteilung RV-126/2016, 3. Ergänzung der WiF-Ratsfraktion.26.01.2017: Finanzausschuss der Stadt FL: RV-126/2016[WiF: BV]; RV-126/2016, 1. Erg.[Verwaltung: MV]; RV-126/2016, 2. Erg.[WiF: MV]; RV-126/2016, 3. Erg.[WiF: MV] Finanzausschuss: Niederschrift 02.02.2017: Ratsversammlung der Stadt FL: RV-126/2016[WiF: BV]; RV-126/2016, 1. Erg.[Verwaltung: MV]; RV-126/2016, 2. Erg.[WiF: MV]; RV-126/2016, 3. Erg.[WiF: MV] Ratsversammlung: RV-Niederschrift; Redevorträge zu TOP 11: RH Paysen und RH Dewanger. Privater Mitschnitt zu TOP 11: Rundfunkbeiträge Ratsversammlung 02. Februar 2017, TOP 11Ablauf TOP 11 (~52 Min.), Vortragende: RH Paysen|WiF (24 Min.), RH Matz|SPD (4:20 Min.), RH Lucks|FDP (2:00 Min.), RH Dewanger|WiF (14 Min.), RH Paysen|WiF (5 Min.); Abstimmung (1:30 Min.). Stadt Flensburg, TOP 11: Rundfunkbeiträge (3 Teile)Ratsversammlung 02. Februar 2017, TOP 11Gegenüberstellung Beiträge: WiF: 3 Beiträge mit fast 44 Minuten.SPD+FDP: 2 Beiträge mit 6:10 Minuten.Verwaltung, CDU, SSW, Grüne, Linke: Keine Beiträge. Abstimmungsergebnis: Für RV-126/2016 stimmten WiF und ein fraktionsloses Mitglied (= 5 Stimmen), der Rest dagegen. Anfang & Abstimmung mit 1:30 Minuten. Presseberichterstattung zur Ratsdebatte: Keine (deutschsprachige). Ausschnitte Video: Buch "Der Parlamentarische Rat 1948-1949", Band 5/II Antragstext der RV-126 der WiF-Ratsfraktion Grundrechtsverletzung! [Anzeige] Grundgesetz befolgen ! (GG: 20,3 und 1,3)Aufgrund der Nachfragen: Der Beleg für die in den Vorlagen RV-126/2016, RV-126/2016, 2. Erg., RV-126/2016, 3. Erg. angeführten Zitate. Die Primärquelle zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland: Die Protokolle des Parlamentarischen Rates 1948-1949 Der Parlamentarische Rat 1948-1949. Akten und Protokolle. 14 Bde. Hrsg. v. Deutscher Bundestag/Bundesarchiv. Band 5: Ausschuß für Grundsatzfragen. Bearb. v. Eberhard Pikart und Wolfram Werner. München 1996. [ Leseprobe aus Band 5 ] Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags Walter de Gruyter, Berlin. www.degruyter.com/view/product/218298 Weiteres:Ein Widerspruch nach § 43 Gemeindeordnung S.-H. (in Vorbereitung)Presseartikel aus dem Flensburger Tageblatt [shz] und Flensborg Avis [fla]: 09.03.2016: "Klagewelle gegen den Rundfunkbeitrag"[shz] ("Flensburg berichtet von zuletzt 2217 eingeleiteten Vollstreckungen (2014: 1284).") 29.10.2016: "NDR soll Rundfunkbeitrag selbst eintreiben"[shz] ("Über 70 Prozent der Deutschen sprechen sich laut einer Umfrage des Insa-Meinungstrends gegen den Rundfunkbeitrag aus.") 05.11.2016: "TV-Gebühren: Immer mehr Verweigerer in der Stadt"[shz] ("Rathaus-Mitarbeiter müssen die nicht gezahlten Rundfunkbeiträge eintreiben - das sorgt für Mehrarbeit") 07.11.2016: Pressemitteilung der WiF-Ratsfraktion (zu beachten: Gesetzesnorm "ungehindert" in Art. 5 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 2 GG) 08.11.2016: "Kraenker forvaltningen grundloven?"[fla] 10.11.2016: "GEZ-Gebühren: Fast 4000 Vollstreckungen"[shz] (WiF stellt Antrag, alle Vollstreckungen und Beitragszahlungen einzustellen) 12.11.2016: "Donald Trump spøgte i byrådssalen"[fla] (Geisterstunde statt Gesetzesverstoß?!) 05.01.2017: "WiF fordert die Stadt zum Rechtsbruch auf"[shz] (wird unter Weglassung des Inhalts der RV-126/2016 und GG-Norm "ungehindert" behauptet); "Hobby-Juristen"[shz; Kommentar] 06.01.2017: "Ratsvorlage der WiF zum Thema Rundfunkbeiträge"[shz] (Randnotiz mit bloß formalen Korrekturen zum Artikel vom Vortag: Vorlagen-Nr. und Büro-Adresse) 13.01.2017: "WiF kämpft weiter gegen Rundfunkgebühren"[shz] ("angeblich" ist irreführend und "ungehindert" ist maßgeblich!); "WiF led nederlag"[fla] 21.01.2017: "Fragwürdig?"[shz, Leserforum] 28.01.2017: "WiF kaemper videre mod licensgebyrer"[fla] ...nach 50 Min. Debatte (Rat 02.02.2017, s.o.) Schweigen im lokaldeutschen Blätterwald - trotz Anzeige von Grundrechteverletzungen (Art. 5 Abs. 1 Satz 1 HS 2 GG i.V.m. Art. 1 Abs. 3 GG).11.02.2017: "Ballade om en forkortet Youtube-video"[fla] 18.02.2017: "Kampen mod tv-gebyrer fortsaetter"[fla] ... Informationen zum Thema (in Bearbeitung): GG-Grundrecht auf Informationsfreiheit versus Zwangsvollstreckungen Die WiF-Fraktion verweist auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland auf Art. 20 Abs. 3 GG (Bindung ihrer Organe an Gesetz und Recht) sowie auf Art. 1 Abs. 3 GG (Grundrecht der Bürger/innen als unmittelbar geltendes Recht, grundgesetzkonform aufgenommen auch in die Verfassung des Landes Schleswig-Holstein, Art. 3 Geltung der Grundrechte). Das Entscheidende, die Verletzung des Grundrechts auf Informationsfreiheit bei der Anwendung von Zwang in Gestalt von Vollstreckungen, kann den 11 Seiten der RV-126/2016 entnommen werden. Entgegen der Auffassung der Stadtverwaltung, erkennbar erstmals dargelegt in AF-2016, 2. Ergänzung, ist das Grundrecht auf Informationsfreiheit, „sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert unterrichten“ (Art. 5 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 2 GG) zu dürfen, absolut gefasst, d. h. nach Art. 19 Abs. 2 GG in seinem Wesensgehalt berührt und daher durch Zwangsmaßnahmen nicht einschränkbar, ohne dieses Grundrecht zu verletzen. Die Verletzung von Grundrecht führt in der Folge schließlich dazu, dass das Zustimmungsgesetz des Landtages zum Rundfunkbeitragsstaatsvertrag nichtig, d. h. von Anfang an unwirksam ist. RV-126/2016 zeigt dieses öffentlich erkennbar zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger als Grundrechteträger an. Eine öffentlich zugängliche rechtswissenschaftliche Expertise zum Rundfunkbeitrag (externer Link), die den Widerspruch zwischen grundgesetzlich garantierter Freiheit versus Zwang durch Maßnahmen bis zur Vollstreckung, erläutert, offenbart, dass es angesichts der Grundrechte des Grundgesetzes formal eben keineswegs so einfach ist, wie der Justiziar des SWR es noch 2012 darstellte, dass 16 Länderchefs aus drei Bundesparteien sich einen "Staatsvertrag" auf Grundlage einer fragwürdigen Einzelmeinung (Gutachten Kirchhof) vereinbaren und in ihren Bundesländern als "Zustimmungsgesetz" durchsetzen können. Möglichkeit zur organisierten Beschwerde: Externes Angebot unter: www.rundfunkbeitragsklage.de ; Beschwerde pro Landesparlament, z. B. an den Landtag Schleswig-Holstein, Kiel, oder an das Bundesverfassungsgericht, Karlsruhe. (externe Links) Literaturempfehlungen:Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Deutscher Bundestag, Berlin 2015. Der Parlamentarische Rat 1948-1949. Akten und Protokolle. 14 Bände. Hrsg. v. Deutscher Bundestag/Bundesarchiv. DeGruyter. Bernd Rüthers: Die unbegrenzte Auslegung. Zum Wandel der Privatrechtsordnung im Nationalsozialismus. 7. Auflage. Mohr Siebeck 2012. Bernd Rüthers: Die heimliche Revolution vom Rechtsstaat zum Richterstaat. 2. Auflage. Mohr Siebeck 2016. Christine Merz: Voll in Ordnung - unsere Grundrechte. Grundrechtefibel für Kinder ab 8 Jahren. Herder 2012. Untergeordnete Seiten (1):
Ċ1999-09-06 - BVerfG-Urteil_ 1 BVR 1013-99.pdf (21k)FlensburgAktuelles, 10.11.2016, 01:56v.1ď
Ċ2010-04 - Gutachten Kirchhof.pdf (527k)FlensburgAktuelles, 10.11.2016, 01:56v.1ď
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