Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=24.04.2008&Aktenzeichen=IV%20R%2031/06
Timestamp: 2019-07-21 16:10:23
Document Index: 138343883

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 9', '§ 32', '§ 9', '§ 32', '§ 9', '§ 9']

BFH, 24.04.2008 - IV R 31/06 - dejure.org
https://dejure.org/2008,4506
BFH, 24.04.2008 - IV R 31/06 (https://dejure.org/2008,4506)
BFH, Entscheidung vom 24.04.2008 - IV R 31/06 (https://dejure.org/2008,4506)
BFH, Entscheidung vom 24. April 2008 - IV R 31/06 (https://dejure.org/2008,4506)
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EStG a. F. § 32c; GewStG § 9 Nr. 3
EStG a.F. § 32c; GewStG § 9 Nr. 3
EStG (a.F.) § 32c; GewStG § 9 Nr. 3
Negative Kürzungen bei der Gewerbesteuer
Gewerbesteuerrechtliche Behandlung negativer gewerblicher Einkünfte eines Kommanditisten aus einer Beteiligung an einer Seeschifffahrtsgesellschaft; Anwendbarkeit von Tarifbegünstigungen auf negative Einkünfte von Kommanditisten
BFHE 221, 196
DB 2008, 1951
BStBl II 2009, 142
Eine solche Kürzung, die sich auch auf negative Gewerbeerträge beziehen kann (Senatsurteile in BFHE 102, 524, BStBl II 1971, 743; vom 10. Juli 1974 I R 248/71, BFHE 113, 242, BStBl II 1974, 752; BFH-Urteil vom 24. April 2008 IV R 31/06, BFHE 221, 196, BStBl II 2009, 142), scheidet im Streitfall aus, da für den Gewerbebetrieb der Klägerin im Inland eine Betriebsstätte unterhalten wurde, welcher die den Sonderbetriebsausgaben zu Grunde liegenden Darlehen nach --auch für Zwecke der gewerbesteuerlichen Zuordnung zu einer Betriebsstätte maßgeblichen (BFH-Urteil vom 28. März 1985 IV R 80/82, BFHE 143, 284, BStBl II 1985, 405)-- Veranlassungsgesichtspunkten wirtschaftlich zuzurechnen sind.
cc) Eine Divergenz zu dem Urteil des FG Hamburg in EFG 2006, 1680 (bestätigt durch Senatsurteil vom 24. April 2008 IV R 31/06, zur Veröffentlichung bestimmt) kommt nicht in Betracht.
Revision eingelegt (BFH IV R 31/06).
Diese Auslegung ist durch den BFH sowohl im Jahr 1974 (BStBl II 1974, 752) als auch im Jahr 2008 (vgl. BFH-Urteil vom 24. April 2008 IV R 31/06, BFHE 221, 196, BStBl II 2009, 142) bestätigt und von der Finanzverwaltung jeweils amtlich veröffentlicht worden.
Das gefundene Ergebnis beruht auf einer folgerichtigen Übertragung der vom BFH entwickelten Rechtsprechungsgrundsätze zu dem in § 9 GewStG verwendeten Begriff der "Kürzung": Nach ständiger BFH-Rechtsprechung muss die der "Kürzung" zugrunde liegende Rechnungsgröße nicht zwingend ein positives Vorzeichen haben; vielmehr kann auch ein negativer Betrag abgezogen werden, was sich im Ergebnis als Addition auswirkt (vgl. BFH-Urteil vom 21.04.1971 I R 200/67, BStBl II 1971, 743 ; vom 10.07.1974 I R 248/71, BStBl II 1974, 752 ; vgl. auch BFH-Urteil vom 24.04.2008 IV R 31/06, BStBl II 2009, 142 ).