Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=22.12.1999&Aktenzeichen=VIII%20ZR%20111/99
Timestamp: 2013-05-25 18:41:24
Document Index: 207467703

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung BGH, 22.12.1999 - VIII ZR 111/99 Sonderm�nzen� 138 BGB, Sittenwidrigkeit der Preisgestaltung;cic (nunmehr � 311 Abs. 2 BGB <Fassung seit 1.1.02>) beim Kaufvertrag wegen Irrtumserregung �ber eine zu erwartende Wertsteigerung
BGB � 138 (B b)
Voraussetzungen der Sittenwidrigkeit nach � 138 I BGB bei �berh�hten Preisen (Vergleichspreis beim "wucher�hnlichen Gesch�ft"); (keine) Aufkl�rungspflicht des Verk�ufers �ber den Wert der Kaufsache; Vertragsaufhebung aus c.i.c. bei schuldhaften positiven Falschangaben �ber den Wert der Kaufsache (Sammlerm�nzen)
Sittenwidrigkeit der Preisgestaltung von Sonderm�nzen
Bundesgerichtshof zur Wirksamkeit von Gesch�ften im M�nzhandel
Keine Sittenwidrigkeit trotz hoher Gewinnspannen im M�nzhandel
M�nzhandel: Kein Markt wie jeder andere
Kein sittenwidrig �berh�hter Kaufpreis bei einheitlich verlangtem Entgelt im M�nzhandel
MDR 2000, 382
WM 2000, 431
Wird zitiert von ... (10) BGH, 12.03.2003 - IV ZR 278/01 Arztrecht - �berma�behandlungb) Als Ma�stab f�r die Beurteilung der Gegenleistung hat das Berufungsgericht zutreffend den objektiven Wert herangezogen (vgl. BGH, Urteile vom 12. Januar 1996 - V ZR 289/94 - NJW 1996, 1204 unter II a; vom 22. Dezember 1999 - VIII ZR 111/99 - NJW 2000, 1254 unter II 2 a;… vom 19. Januar 2001 aaO unter II 2 a; jeweils m.w.N.).Dabei ist das vereinbarte Entgelt dem markt�blichen Preis, den die Mehrzahl der �brigen Anbieter f�r vergleichbare Leistungen fordert, gegen�berzustellen (vgl. BGHZ 104, 102, 105; 125, 135, 137; BGH, Urteile vom 22. Dezember 1999 aaO;… vom 30. Mai 2000 aaO; jeweils m.w.N.).
BGH, 19.01.2001 - V ZR 437/99 Immobilien - R�ckschlu� auf verwerfliche Gesinnung aus grobem Missverh�ltnisVon einem solcherma�en groben Mi�verh�ltnis, das den Schlu� auf eine verwerfliche Gesinnung zul��t, ist bei Grundst�cksgesch�ften bereits dann auszugehen, wenn der Wert der Leistung knapp doppelt so hoch ist wie der Wert der Gegenleistung (…Senatsurt. v. 8. November 1991, aaO; v. 23. Juni 1995, V ZR 265/93, NJW 1995, 2635, 2636, insoweit in BGHZ 130, 101 nicht abgedruckt;… v. 4. Februar 2000, aaO, v. 8. Dezember 2000, aaO;… vgl. f�r den Kauf beweglicher Sachen auch BGH, Urt. v. 26. November 1997, VIII ZR 322/96, NJW-RR 1998, 1065, 1066; Urt. v. 22. Dezember 1999, VIII ZR 111/99, NJW 2000, 1254, 1255).
BGH, 05.10.2001 - V ZR 237/00 Immobilien - Sittenwidriges Grundst�cksgesch�ftSollte sich nach einer Beweisaufnahme zeigen, da� der Wert der Leistung des Zedenten mindestens knapp doppelt so hoch ist wie der Wert der Leistung des Beklagten, so ist nach st�ndiger Rechtsprechung des Senats nicht nur ein besonders grobes Mi�verh�ltnis gegeben, sondern auch der Schlu� auf eine verwerfliche Gesinnung zul�ssig (…vgl. Senat, Urt. v. 8. November 1991, V ZR 260/90, NJW 1992, 899, 900;… Urt. v. 23. Juni 1995, V ZR 265/93, NJW 1995, 2635, 2636, insoweit in BGHZ 130, 101 nicht abgedruckt;… Urt. v. 4. Februar 2000, V ZR 146/98, NJW 2000, 1487, 1488;… vgl. f�r den Kauf beweglicher Sachen auch BGH, Urt. v. 26. November 1997, VIII ZR 322/96, NJW-RR 1998, 1065, 1066; Urt. v. 22. Dezember 1999, VIII ZR 111/99, NJW 2000, 1254, 1255).
BGH, 30.03.2007 - V ZR 89/06 Immobilien - Wohnungskauf: Wirtschaftliche Erwartungen als Gesch�ftsgrundlage?Der Umstand, dass er bei vollst�ndiger Information �ber die erforderlichen Aufwendung den Vertrag nicht geschlossen h�tte, begr�ndet einen allein von � 123 BGB sanktionierten Angriff auf die Entschlie�ungsfreiheit, belegt aber nicht die Entstehung eines f�r einen Schadensersatzanspruch erforderlichen Verm�gensschadens (…Senat, Urt. v. 26. September 1997, V ZR 29/96, NJW 1998, 302; v. 6. April 2001, V ZR 402/99, NJW 2001, 2021; v. 19. Dezember 1997, V ZR 112/96, NJW 1998, 898; v. 22. Dezember 1999, VIII ZR 111/99, NJW 2000, 1254;… Kr�ger, Festschrift Kohlhosser, 2004, S. 239 ff.).
OLG D�sseldorf, 03.07.2009 - 24 U 34/09 Sittenwidrigkeit eines PartnervermittlungsvertragesEin besonders auff�lliges, grobes Missverh�ltnis ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs schon dann anzunehmen, wenn der Wert der Leistung knapp bzw. ann�hernd doppelt so hoch ist wie derjenige der Gegenleistung (BGH WM 1980, 597 f.; NJW 1994, 1344 (1377); WM 1997, 230 (232); NJW 2000, 1254 (1255); BGHZ 146, 298 (302); ZIP 2003, 23;… Staudinger/Sack, BGB - Neubearbeitung 2003, � 138 Rn. 179 m.w.N.).Ma�geblich sind immer nur die objektiven Werte von Leistung und Gegenleistung (st. Rpsr. BGH WM 1969, 1255 (1257); WM 1984, 874 (875); NJW 1996, 1204; NJW 1999, 3187 (3190); NJW 2000, 1254 (1255); BGHZ 146, 298 (303); Staudinger/Sack, a.a.O., � 138 Rn. 177 m.w.N.).Entscheidend ist der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses (BGHZ 20, 71 (73); BGH WM 1966, 585 (589); BGHZ 107, 92 (96 f.); NJW 2000, 1254 (1255)).
BGH, 25.09.2003 - VII ZR 13/02 Architekten & Ingenieure - Grenze f�r Nebenkostenpauschale?Liegt ein grobes, besonders krasses Mi�verh�ltnis vor, rechtfertigt dieser Umstand regelm��ig den Schlu� auf eine verwerfliche Gesinnung und damit auf einen sittenwidrigen Charakter der Vereinbarung (vgl. BGH, Urteile vom 19. Januar 2001 - V ZR 437/99, BGHZ 146, 298, 301 und vom 22. Dezember 1999 - VIII ZR 111/99, NJW 2000, 1254).
OLG D�sseldorf, 17.05.2010 - 24 U 188/09 Wann ist Partnerschaftsvermittlungsvertrag sittenwidrig?Ein besonders auff�lliges, grobes Missverh�ltnis ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs schon dann anzunehmen, wenn der Wert der Leistung knapp bzw. ann�hernd doppelt so hoch ist wie derjenige der Gegenleistung (BGH WM 1980, 597 f.; NJW 1994, 1344 (1377); WM 1997, 230 (232); NJW 2000, 1254 (1255); BGHZ 146, 298 (302); ZIP 2003, 23; Senat, NJW-RR 2009, 1645, 1646;… Staudinger/Sack, BGB - Neubearbeitung 2003, � 138 Rn. 179 m.w.N.).Ma�geblich sind immer die objektiven Werte von Leistung und Gegenleistung (st. Rpsr. BGH WM 1969, 1255 (1257); WM 1984, 874 (875); NJW 1996, 1204; NJW 1999, 3187 (3190); NJW 2000, 1254 (1255); BGHZ 146, 298 (303); Staudinger/Sack, a.a.O., � 138 Rn. 177 m.w.N.).
OLG Stuttgart, 13.07.2001 - 2 U 223/00 a) Eine Sittenwidrigkeit von Franchisevertr�gen nach � 138 BGB kann sich neben der Erf�llung des Wuchertatbestandes seines Abs. 2 nach Abs. 1 der genannten Vorschrift ergeben, wenn objektiv ein auff�lliges Missverh�ltnis besteht und au�erdem ein weiterer Umstand hinzutritt, der den Vertrag bei Zusammenfassung der subjektiven und objektiven Merkmale als sittenwidrig erscheinen l�sst (BGH NJW 01, 1127, 1128; 00, 1254, 1255).Der Schadensersatzanspruch ist dabei auf Ersatz des Vertrauensschadens gerichtet; hiernach kann auch die R�ckg�ngigmachung des Vertrages verlangt werden, wenn der Vertragsschluss f�r den nicht ausreichend Aufgekl�rten wirtschaftlich nachteilig war (BGH NJW 00, 1254, 1256; durch den Vorprozess zu OLG M�nchen NJW 94, 667 war dies in diesem Sinne bereits verbindlich festgelegt;… vgl. hierzu Haager a.a.O. 2086).
OLG Brandenburg, 14.12.2006 - 5 U 13/06 Sittenwidrigkeit eines Kaufvertrages; R�cktritt vom KaufvertragEin derartiges Missverh�ltnis ist nach der st�ndigen obergerichtlichen Rechtsprechung, die auch stets vom Senat vertreten wird, bei Grundst�ckskaufvertr�gen dann anzunehmen, wenn der Wert der Leistung ann�hernd doppelt so hoch ist wie derjenige der Gegenleistung (BGH NJW 2000, 1254, 1255 m.w.N.).
OLG Saarbr�cken, 07.02.2001 - 1 U 526/00 Bindung an einen Kaufvertrag bei fehlender Echtheit eines Gem�ldesDer Bundesgerichtshof hat in einer neueren Entscheidung (…BGH, Urt. v. 22.12.J999; VIII ZR 111/99; besprochen in EWiR 2000, 371 f.; ver�ffentlicht in NJW 2000, 1254 ), festgestellt, dass ein Kaufpreis auch bei erheblicher �berschreitung des "Marktwertes" dann nicht sittenwidrig �berh�ht ist, wenn es einen sog. gespaltenen Markt (H�ndler/Sammler) gibt und sich das Entgelt in dem Markt, in dem es vereinbart worden ist - hier also beim Verkauf vom Kunsth�ndler an den Privatkunden - unter Ber�cksichtigung handels�blicher Gewinnspannen im Bereich des noch Tolerabelen bewegt.