Source: https://gesetze-in-app.de/BDSG/28
Timestamp: 2019-05-21 12:26:56
Document Index: 337234077

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 28', 'BGH', '§ 28', 'BGH', '§ 28', 'Art. 267', 'Art. 101', 'BGH', '§ 28', 'BGH', '§28', 'BGH', 'BGH', '§ 28', '§ 28', 'BGH', '§ 28', '§ 823', '§ 28', '§ 29', 'BGH', '§ 28', 'BGH', 'BGH']

BGH, BESCHLUSS vom 1.1.2016, Az. II-ZR 48/15 3	1.	Der Senat hätte seine Entscheidungen zur Zulässigkeit der Datenwei- tergabe nach § 28 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BDSG (siehe hierzu nur BGH, Urteil vom 11. Januar 2011 - II ZR 187/09, ZIP 2011, 322 Rn. 17) nicht treffen können, wenn die Voraussetzungen des § 28 Abs. 1 Satz 2 BDSG nicht erfüllt (gewesen) wären.
BGH, BESCHLUSS vom 1.1.2016, Az. II-ZR 48/15 -4- er bei Zweifeln an der Vereinbarkeit seiner Auslegung des § 28 Abs. 1 Satz 1 BDSG mit den Vorgaben der Datenschutz-RL 95/46/EG nach Art. 267 AEUV zur Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union verpflichtet gewesen wäre, weil er ansonsten gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG verstoßen hätte (vgl. BVerfG, Beschluss vom 8. Oktober 2015 -1 BvR 1320/14, juris Rn. 10 ff.).
BGH, BESCHLUSS vom 1.1.2016, Az. II-ZR 48/15 5	Das Bundesverfassungsgericht hat die Verfassungsbeschwerde gegen das Urteil des Senats vom 11. Januar 2011 (II ZR 187/09, ZIP 2011, 322 ff.), in dem der Senat sich ausführlicher als zuvor mit der Vereinbarkeit des Auskunftsverlangens mit § 28 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BDSG auseinandergesetzt hat, nicht zur Entscheidung angenommen (BVerfG, Beschluss vom 8. Februar 2012 -1 BvR 623/11).
BGH, BESCHLUSS vom 1.1.2016, Az. II-ZR 48/15 Die Erlaubnisnorm findet sich hier in §28 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BDSG (vgl. BGH, Urteil vom 11. Januar 2011 - II ZR 187/09, ZIP 2011, 322 Rn. 17).
BGH, BESCHLUSS vom 1.1.2016, Az. II-ZR 48/15 Eine derartige konkludente Zweckbestimmung genügt den Erfordernissen des § 28 Abs. 1 Satz 2 BDSG (vgl. hierzu nur Wolff in Wolff/Brink, BeckOK DSR, Stand: 1. August 2015, § 28 Rn. 17 unter Hinweis auf BGH, Urteil vom 8. Februar 2007 - III ZR 148/06, NJW 2007, 1528 Rn. 12).
LG Düsseldorf, Urteil vom 2.9.2010, Az. 7 O 469/09 Bei der Vorschrift des § 28 BDSG handelt es sich um ein Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB (OLG Frankfurt, ZIP 2005, 654, zitiert nach juris Rn. 27).
LG Köln, Urteil vom 3.2.2010, Az. 28 O 612/09 Denn die Beklagte verfolgt mit dieser Erhebung und Bekanntgabe der Daten keinen eigenen Geschäftszweck, wie dies § 28 BDSG voraussetzt, sondern erhebt diese Daten geschäftsmäßig im Sinne des § 29 BDSG zur Übermittlung an Dritte (hierzu insgesamt BGH, 23.06.2009 - VI ZR 196/08, ZUM 2009, 753 ff - T).
OLG München, Urteil vom 4.2.2016, Az. 23 U 3886/15 Damit ist die Datenübermittlung nach § 28 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BDSG zulässig, ohne dass es auf eine Einverständniserklärung der Mitglieder ankommt (BGH, NZG 2010, S. 1430, 1431; BGH, NZG 2013, S. 789, 792).