Source: https://www.juraforum.de/lexikon/nachlassgericht
Timestamp: 2018-03-22 21:31:55
Document Index: 339023374

Matched Legal Cases: ['§ 343', '§ 342', '§ 1922', '§ 58', 'BGH', 'BGH', '§ 70', '§ 39', '§ 1922', '§ 1922']

ᐅ Nachlassgericht: Definition, Begriff und Erklärung im JuraForum.de
Erklärung zum Begriff Nachlassgericht
I. Das Verfahren in Nachlasssachen
II. Die Aufgaben des Nachlassgerichts
III. Rechtsmittel gegen Entscheidungen des Nachlassgerichts
Bei dem Nachlassgericht handelt es sich um das Amtsgericht das für die mit einem Erbfall zusammenhängenden Angelegenheiten zuständig ist (sog. Nachlasssachen). Örtlich zuständig ist dabei in Regel das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Erblasser im Zeitpunkt seines Todes seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte (vgl. § 343 FamFG).
Das Verfahren in Nachlasssachen ist seit dem 01. September 2009 im Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit [kurz: FamFG] geregelt.
Nach § 342 Absatz 1 FamFG sind Nachlasssachen solche Verfahren, die
Die einzelnen Aufgaben des Nachlassgerichts sind hingegen im fünften Buch des Bürgerlichen Gesetzbuches (§§ 1922 ff. BGB) geregelt. Dazu gehören insbesondere:
Entgegennahme und Verwahrung von Testamenten
Zu beachten ist, dass das Nachlassgericht bspw. nicht für die Aufsetzung des Testaments oder die Teilung des Erbes zuständig ist.
Als Rechtsmittel gegen Entscheidungen des Nachlassgerichts kennt das FamFG die (Rechts-)beschwerde. Nach §§ 58 ff. FamFG entscheidet dann eine Zivilkammer des Oberlandesgerichts [OLG] als zweite Tatsacheninstanz über diese Beschwerde. Entscheidet das OLG ebenso nicht im Sinne des Antragsstellers, so entscheidet der Bundesgerichtshof [BGH] als dritte und letzte Instanz über die Beschwerde, sollte das Oberlandesgericht die Rechtsbeschwerde zum BGH zugelassen haben (vgl. §§ 70 ff. FamFG).
Im Übrigen bedürfen Gerichtsbeschlüsse gem. § 39 FamFG stets eine Rechtsmittelbelehrung. Etwas anderes gilt nur bei der sog. Sprungrechtsbeschwerde, also wenn direkt eine Rechtsbeschwerde gegen eine Entscheidung des Nachlassgerichts erhoben wird.
Fragen zu Erbschein und Immobilienverkauf WerKannHelfen schrieb am 22.11.2015, 16:20 Uhr:
Hallo zusammen,folgender Fall:Ein Paar (verheiratet mit Zugewinngemeinschaft) hat drei erwachsene Kinder, eines davon hat nur noch zur Mutter sporadisch Kontakt am Telefon. Das Kind ist nicht mehr erreichbar, weil es nach einem Umzug vergessen hat, die neue Telefonnummer mitzuteilen. Nachdem es der Mutter die neue Nummer zugeschickt... » weiter lesen
erbausschlagung puppeteer schrieb am 06.02.2015, 16:25 Uhr:
hallöle miteinander,nehmen wir an, die tante z des x stirbt.. genau genommen ist die z nur seine halbtante, also die halbschwester seiner mutter (unterschiedliche väter).. der x schlägt das erbe aus.. wird das erbe dann an seinen bruder weitergeleitet, so keine anderen verwandten existieren?thx » weiter lesen
Ehepartner verstirbt woetz schrieb am 25.01.2014, 21:13 Uhr:
Hallo, in einer Ehe verstirbt ein Frau. Angenommen,es sind 4 Kinder vorhanden. Müsste nach dem Tod der Frau nicht jedes Kind Nachricht vom Nachlassgericht bekommen,auch wenn angenommen ein Berliner Ehevertrag besteht? Gruß » weiter lesen
Minderjähriger Erbe kommt nun das Nachlassgericht?? fatano schrieb am 08.05.2012, 09:48 Uhr:
Nehmen wir an, ein Vater verstirbt und hinterläß seinen beiden Kindern, je 50% von seinem Nachlass. Sollte eines seiner Kinder vor ihm versterben erben die Abkömmlinge der Kinder also seine Enkel. Zu den Kindern: Kind 1 verheiratet 3 Kinder Kind 2 verheiratet 1 uneheliches Kind was nicht in seinem Haushalt lebt. Kind 1 nimmt sein... » weiter lesen
Nicht "öffentliches" Testament Miranda schrieb am 05.11.2009, 13:07 Uhr:
Die Mutter von Person A stirbt. Sie hinterlässt eine erwachsene Tochter. Die Tochter behauptet, ein Testament ihrer Mutter gefunden zu haben, das diese in einem bestimmten Schrankfach aufbewahrt habe. Und in diesem Testamen sei die Tochter die einzige Begünstigte. Es gibt keine Zeugen. Aber Zweifel daran, dass dies wirklich der letzte... » weiter lesen
27.09.2017 | Familie & Erben
Auch ein mit der linken Hand geschriebenes Testament kann gültig sein. Der für Nachlasssachen zuständige 2. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Köln hatte über die Erbfolge eines im Alter von 62 Jahren an Krebs verstorbenen Euskircheners zu entscheiden. Etwa ein halbes Jahr vor dem Tod hatten die Ärzte ein metastasierendes Bronchialkarzinom diagnostiziert. Kurz nach der Diagnose waren Lähmungen am rechten Arm aufgetreten. Dem Nachlassgericht... » weiter lesen
Nachlasspfleger muss Entgelt minutengenau abrechnen
05.04.2016 | Familie & Erben
Celle (jur). Sollen sich vom Nachlassgericht bestellte Nachlasspfleger um das Erbe eines Verstorbenen kümmern, müssen sie ihre Vergütung minutengenau abrechnen. Eine Abrechnung in Zehn-Minuten-Schritten ist nicht zulässig, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Celle in einem am Montag, 4. April 2016, bekanntgegebenen Beschluss (Az.: 6 W 14/16).Nachlasspfleger können vom Gericht bestellt werden, wenn eine Erbschaft noch nicht angenommen worden... » weiter lesen
Nachlassgericht Urteile und Entscheidungen
» OLG-STUTTGART, 25.11.2010, 8 W 460/10
» OLG-KARLSRUHE, 17.06.2013, 14 Wx 84/11
Dem lediglich Pflichtteilsberechtigten steht gegen den Vorbescheid, durch den das Nachlassgericht die Erteilung eines Testamentsvollstreckerzeugnisses ankündigt, kein Beschwerderecht zu. (Fortführung vom OLG Hamm Rpfleger 1977, 306).
» OLG-CELLE, 06.11.2003, 6 W 10/03
Sicherheitsfrage 57 + F ünf =
Nachlassgericht – Weitere Begriffe im Umkreis
Gemäß der juristischen Definition in § 1922 BGB gilt derjenige als Erbe, der im Erbfall das Vermögen des Erblassers (Nachlass) als Ganzes entweder alleine oder zusammen mit anderen erhält. Inhaltsübersicht 1...
Jeder Erbe kann selbst entscheiden, ob er sein Erbe ausschlagen oder annehmen möchte. Diese Regelung besteht unabhängig davon, ob das Erbe aufgrund einer gesetzlichen Erbfolge (durch Verwandtschaft) oder durch eine Verfügung des Erblassers (z.B....
Die Definition des Ausdruckes "Erbschaft" bezeichnet im deutschen Erbrecht nach Paragraph 1922 Absatz 1 BGB (§ 1922 Abs. 1 BGB) das komplette Vermögen des Erblassers, der verstorbenen Person. Die Erben bzw. die Erbengemeinschaft ist...