Source: http://m.hensche.de/arbeitsrecht_aktuell_2013_Europarecht.html
Timestamp: 2018-06-19 22:07:26
Document Index: 336023992

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

HENSCHE Arbeitsrecht: Aktuelles Arbeitsrecht 2013: Europarecht, EuGH-Urteile, EU-Richtlinien
Ak­tu­el­les Ar­beits­recht 2013: Eu­ro­pa­recht, EuGH-Ur­tei­le, EU-Richt­li­ni­en
Auf die­ser Sei­te fin­den Sie ak­tu­el­le Kom­men­ta­re zum eu­ro­päi­schen Ar­beits­recht 2013, ins­be­son­de­re zur Recht­spre­chung des Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hofs (EuGH).
Bei­trä­ge zum The­ma "Eu­ro­pa­recht" aus an­de­ren Jah­ren fin­den Sie un­ter Ar­beits­recht 2018, Ar­beits­recht 2017, Ar­beits­recht 2016, Ar­beits­recht 2015, Ar­beits­recht 2014, Ar­beits­recht 2012, Ar­beits­recht 2011, Ar­beits­recht 2010, Ar­beits­recht 2009, Ar­beits­recht 2008, Ar­beits­recht 2007, Ar­beits­recht 2006, Ar­beits­recht 2005, Ar­beits­recht 2004, Ar­beits­recht 2003, Ar­beits­recht 2002 und un­ter Ar­beits­recht 2001.
13/383: Auch gleichgeschlechtliche Lebenspartner haben Anspruch auf Sonderurlaub
28.12.2013. Das eu­ropäische Recht ver­pflich­tet die Mit­glieds­staa­ten der Eu­ropäischen Uni­on, Dis­kri­mi­nie­run­gen von Schwu­len und Les­ben im Ar­beits­le­ben zu be­sei­ti­gen. Vor zwei Wo­chen hat der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) klar­ge­stellt, dass ho­mo­se­xu­el­le Ar­beit­neh­mer, die ei­ne eheähn­li­che recht­li­che Ge­mein­schaft ein­ge­hen wie z.B. ei­nen "zi­vi­len So­li­da­ritätspakt" nach französi­schem Recht (Pac­te ci­vil de so­li­da­rité - PACS), die­sel­ben Ansprüche auf ta­rif­li­chen Son­der­ur­laub und ei­ne Hoch­zeitsprämie ha­ben wie he­te­ro­se­xu­el­le Ar­beit­neh­mer: EuGH, Ur­teil vom 12.12.2013, C-267/12 (Hay gg. Crédit agri­co­le).
29.11.2013. Durch die herkömmli­chen Be­sol­dungs­dienst­al­ters­stu­fen (BDAs) wer­den jünge­re Be­am­te fi­nan­zi­ell schlech­ter ge­stellt als älte­re Be­am­te der­sel­ben Be­sol­dungs­grup­pe mit ei­ner ver­gleich­bar lan­gen Be­rufs­er­fah­rung. Es spricht viel dafür, dass die­se Un­ter­schie­de bei der Be­zah­lung ei­ne eu­ro­pa­recht­lich un­zulässi­ge Dis­kri­mi­nie­rung we­gen des Al­ters dar­stel­len. In die­sem Sin­ne hat sich ges­tern der Ge­ne­ral­an­walt Yves Bot in ei­nem beim Eu­ropäischen Ge­richts­hof (EuGH) anhängi­gen Ver­fah­ren geäußert, das sechs Ber­li­ner Be­am­te und zwei Bun­des­be­am­te be­trifft: Schluss­anträge des Ge­ne­ral­an­walts beim EuGH Yves Bot vom 28.11.2013, Rs. C-506/11 u.a. (Specht u.a.).
31.10.2013. Der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) nimmt den Wunsch ren­ten­na­her Ar­beit­neh­mer, noch ei­ni­ge Jah­re wei­ter er­werbstätig zu sein, sehr ernst. Wenn der Ar­beit­ge­ber oder der Staat ent­las­se­ne Ar­beit­neh­mer mit Über­g­angs­re­ge­lun­gen bei der Su­che nach ei­ner neu­en Ar­beits­stel­le un­terstützt, dürfen ren­ten­na­he Ar­beit­neh­mer da­von nicht aus­ge­nom­men wer­den, da sonst ei­ne ver­bo­te­ne Al­ters­dis­kri­mi­nie­rung vor­liegt. Die­se Li­nie hat der Ge­richts­hof in ei­ner Ent­schei­dung vom Sep­tem­ber 2013 bestätigt: EuGH, Ur­teil vom 26.09.2013, Rechts­sa­che C-546/11 (Dansk Ju­rist).
30.09.2013. Er­hal­ten Ar­beit­neh­mer Loh­nerhöhun­gen al­lein we­gen ih­res höhe­ren Le­bens­al­ters, stellt dies ein ver­bo­te­ne al­ters­be­ding­te Dis­kri­mi­nie­run­gen jünge­rer Ar­beit­neh­mer dar, denn die Jünge­ren wer­den oh­ne sach­li­chen Grund bei der Be­zah­lung schlech­ter ge­stellt. Aber gilt das auch für al­ters­abhängi­ge Staf­fe­lun­gen der Beiträge zu ei­nem vom Ar­beit­ge­ber frei­wil­lig an­ge­bo­te­nen Be­triebs­ren­ten­sys­tem? Der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) meint ja: EuGH, Ur­teil vom 26.09.2013, C-476/11 (HK Dan­mark).
13/251 Befristung und Leiharbeit
30.08.2013. In ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil hat der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) ent­schie­den, dass die Richt­li­nie 1999/70/EG des Ra­tes vom 28.06.1999 nicht für Leih­ar­beit­neh­mer gilt. Da­mit hat der EuGH Leih­ar­beit­neh­mern den eu­ro­pa­recht­li­chen Schutz vor Be­fris­tun­gen ver­sagt: EuGH, Ur­teil vom 11.04.2013, C-290/12 (Del­la Roc­ca).
30.07.2013. Können Ar­beit­neh­mer auf­grund ei­ner ar­beits­ver­trag­li­chen Be­zug­nah­me­klau­sel die An­wen­dung be­stimm­ter Ta­rif­verträge "in ih­rer je­weils gel­ten­den Fas­sung" ver­lan­gen ("dy­na­mi­sche Be­zug­nah­me"), blei­ben ih­nen die­se Ansprüche nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) auch im Fal­le ei­nes Be­triebsüber­gangs er­hal­ten. Die­se BAG-Recht­spre­chung steht aber auf dem Prüfstand. Denn der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) hat vor kur­zem ent­schie­den, dass ei­ne dy­na­mi­sche Dau­er-Bin­dung des Be­triebs­er­wer­bers an ar­beits­ver­trag­lich in Be­zug ge­nom­me­ne Ta­rif­verträge un­zulässig ist, wenn der Er­wer­ber die nach dem Be­triebsüber­gang ab­ge­schlos­se­nen Ta­rif­verträge nicht be­ein­flus­sen kann: EuGH, Ur­teil vom 18.07.2013, Rs. C-426/11 - Alemo-Her­ron gg. Park­wood.
13/186 Urlaub bei Teilzeit
30.06.2013. In ei­nem ak­tu­el­len Be­schluss hat sich der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) klar­ge­stellt, dass Ar­beit­neh­mer bei ei­ner Ar­beits­zeit­ver­rin­ge­rung die während ih­rer frühe­ren Voll­zeittätig­keit er­wor­be­nen Ur­laubs­ansprüche nicht ver­lie­ren, wenn sie den Ur­laub nach dem Be­ginn ih­rer Teil­zeittätig­keit neh­men: EuGH, Be­schluss vom 13.06.2013, C-415/12 (Bran­des).
13/152 Diskriminierung von Schwulen bei der Einstellung
29.05.2013. Die Dis­kri­mi­nie­rung von Schwu­len und Les­ben im Er­werbs­le­ben ist durch ver­schie­de­ne eu­ropäische Richt­li­ni­en ver­bo­ten. Und können ab­ge­lehn­te Stel­len­be­wer­ber vor Ge­richt Tat­sa­chen be­wei­sen, die ei­ne ver­bo­te­ne Dis­kri­mi­nie­rung we­gen sei­ner se­xu­el­len Iden­tität ver­mu­ten las­sen, muss der Ar­beit­ge­ber nach­wei­sen, dass die Be­nach­tei­li­gung sach­lich ge­recht­fer­tigt war. Um die­sen Nach­weis zu führen, müssen Ar­beit­ge­ber nicht un­ter Ver­let­zung der Pri­vat­sphäre ih­rer schwu­len Beschäftig­ten be­le­gen, dass sie in der Ver­gan­gen­heit Schwu­le ein­ge­stellt ha­ben: Eu­ropäischer Ge­richts­hof, Ur­teil vom 25.04.2013, C-81/12 (FC Steaua Bu­cu­res­ti).
13/119 Beweislast für Diskriminierung bei der Einstellung
29.04.2013. Nach der Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs (EuGH) ha­ben ab­ge­lehn­te Stel­len­be­wer­ber kei­nen An­spruch auf In­for­ma­tio­nen darüber, war­um sie nicht ge­nom­men wur­den bzw. war­um ein Kon­kur­rent Er­folg hat­t­te. Al­ler­dings kann die "Ver­wei­ge­rung" von In­for­ma­tio­nen laut EuGH als In­diz für ei­ne Dis­kri­mi­nie­rung be­wer­tet wer­den. Wie das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) am Don­ners­tag letz­ter Wo­che ent­schie­den hat, ist die In­for­ma­ti­ons­ver­wei­ge­rung al­lein aber noch kein Dis­kri­mi­nie­rungs­in­diz: BAG, Ur­teil vom 25.04.2013, 8 AZR 287/08.
13/096 Abfindung für "rentennahe" Arbeitnehmer und Europarecht
11.04.2013. In ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) trotz des Ur­teils des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs (EuGH) vom 12.10.2010 (C-499/08 - An­der­sen) ent­schie­den, dass auch ei­ne vor­ge­zo­ge­ne Al­ters­ren­te mit Ren­ten­ab­schlägen da­zu führen kann, dass man als "ren­ten­nah" ein­ge­stuft wird und ei­ne deut­lich ge­rin­ge­re Ab­fin­dung als jünge­re Kol­le­gen erhält: BAG, Ur­teil vom 26.03.2013, 1 AZR 813/11.
21.03.2013. Der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) hat ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil ent­schie­den, dass es bei der The­ma Lohn­dis­kri­mi­nie­rung von Frau­en auf ei­nen um­fas­sen­den Ver­gleich der Ar­beits­auf­ga­ben an­kommt, die die mögli­cher­wei­se be­nach­tei­lig­ten Frau­en und die Ver­gleichs­grup­pe der bes­ser ver­di­en­den Männer ver­rich­ten müssen. Außer­dem sind die Ge­rich­te nicht ver­pflich­tet, nur die­je­ni­gen Ver­gleichs­ar­beit­neh­mer zu be­trach­ten, auf die die An­spruchs­stel­le­rin­nen bei ei­ner be­haup­te­ten Lohn­dis­kri­mi­nie­rung ver­wei­sen. Viel­mehr müssen die Ge­rich­te selbst darüber ent­schei­den, wel­che Ver­gleichs­grup­pen groß ge­nug und aus­sa­ge­kräftig sind: EuGH, Ur­teil vom 28.02.2013, C-427/11 (Ken­ny).
13/023 Krankheitsbedingte Kündigung bei Behinderung
01.02.2013. Ar­beit­ge­ber müssen künf­tig bei krank­heits­be­ding­ten Kündi­gung, die sie we­gen ei­ner länger dau­ern­den Er­kran­kung des Ar­beit­neh­mers aus­spre­chen, die "Be­hin­de­rung" des gekündig­ten Ar­beit­neh­mers im Sin­ne der Richt­li­nie 2000/78/EG stärker als bis­her be­ach­ten. Dies er­gibt sich aus den Schluss­anträgen ei­nes der Ge­ne­ral­anwälte beim Eu­ropäischen Ge­richts­hof (EuGH) in ei­nem ak­tu­ell beim EuGH geführ­ten Ver­fah­ren: Schluss­anträge der Ge­ne­ral­anwältin Ju­lia­ne Ko­kott vom 06.12.2012, Rs. C-335/11 (Ring) und C-337/11 (Wer­ge).
08.01.2013. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Köln hat in ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung die frist­lo­se Kündi­gung ei­ner Haus­wirt­schaf­te­rin we­gen un­be­rech­tig­ter An­zei­ge ge­gen den Ar­beit­ge­ber für rech­tens erklärt: LAG Köln, Ur­teil vom 05.07.2012, 6 Sa 71/12.