Source: https://verbraucherschutzforum.berlin/2018-06-17/tin-international-ag-gut-sieht-anders-aus-187367
Timestamp: 2018-07-19 23:09:43
Document Index: 353781371

Matched Legal Cases: ['§ 277', '§ 242', '§ 252', '§ 253', '§ 312', '§ 312']

Tin International AG - Gut sieht anders aus... - Verbraucherschutzforum.berlin
Über diese Bilanz wird die Muttergesellschaft, die Deutsche Rohstoff AG, sicherlich nicht sonderlich erfreut sein…
1.426.378,02
2.293.488,99
7.170,57
13.452,59
449.942,25
609.825,38
6.830,04
6.031,21
1.899.794,88
2.939.447,17
475.294,00
3.008.286,00
-1.597.231,89
-570.458,52
25.485,69
Der Sitz der Gesellschaft Tin AG ist in Leipzig. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 32042 im Register des Amtsgerichts Leipzig eingetragen.
Die im Berichtsjahr erstmalige Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) hatte mit Ausnahme der Änderung im Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung und Anhangangaben keine Auswirkungen auf den vorliegenden Jahresabschluss. Insbesondere ergaben sich keine Änderungen aus der Neudefinition der Umsatzerlöse (§ 277 Abs. 1 HGB).
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend .
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert bzw. bei dauerhafter Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.
Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um plan­mäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt.
Die Abschreibungen auf die Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig und nach der linearen Methode vorgenommen.
Die Gliederung des Sachanlagevermögens wurde aufgrund der Spezifika eines Unternehmens im Rohstoffsektor um die Position „Exploration und Evaluierung“ ergänzt. Der Posten beinhaltet Ausgaben der Explorations- und Evaluierungsphase, die in einem unmittelbaren Zusammenhang mit einem entdeckten, förderbaren Vorkommen stehen und unmittelbar der Gewinnung von Rohstoffen dienen, die für zukünftige Zahlungsflüsse mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwartet werden. Es werden Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten aktiviert.
Ab dem Zeitpunkt des kommerziellen Abbaus bzw. der Förderung erfolgt eine Umgliederung zu den jeweiligen Positionen des Anlagevermögens (Produzierende Minen bzw. Minen im Bau). Falls sich aufgrund von Ereignissen oder geänderten Umständen herausstellt, dass sich die geschätzten Rohstoff-Vorkommen bzw. -Gehalte als nicht nachhaltig oder wesentlich geringer erweisen oder die Ausbeute nicht für eine wirtschaftliche Förderung ausreicht, werden die betroffenen Vermögensgegenstände ergebniswirksam abgeschrieben.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Sofern Ausfallrisiken bestehen, werden angemessene Einzelwert­berichtigungen gebildet.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände sowie Schulden wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.
Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Forderungen gegen das Finanzamt aus Umsatzsteuer-Voranmeldungen.
Alle Forderungen und Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 30.11.2020 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 237.647,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2015/1).
Das Gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2016 unverändert EUR 475.294,00 und ist eingeteilt in 475.294 nennwertlose, auf den Namen lautende Namensaktien.
Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2016 unverändert EUR 3.008.286,00.
Die Überleitung zum Bilanzergebnis ermittelt sich wie folgt:
Januar 2016 (Verlustvortrag) 570.458,52 €
Jahresfehlbetrag 1.026.773,37 €
Dezember 20161.597.231,89 €
Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Jahresabschluss-, Steuererklärungs- und Prüfungskosten sowie ausstehende Rechnungen gebildet.
Bei den angeführten Verbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (EUR 3.091,77) sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 5.355,00), beide mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr.
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt 1 (Vorjahr: 0).
Vorstand: Anja Ehser, Geologin, (ab 1. April 2017)
Dr. Jörg Reichert, Geologe (bis 31. März 2017)
Aufsichtsrat: Dr. Thomas Gutschlag, Mannheim (Vorsitzender)
Vorstand der Deutsche Rohstoff AG
Jan-Philipp Weitz, Berlin
Simon Bodensteiner, München
Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Deutschen Rohstoff AG, Heidelberg einbezogen.
Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand für den berichtspflichtigen Zeitraum einen Bericht über die Einbeziehung zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Abhängigkeitsbericht des Vorstands schließt mit folgender Erklärung ab:
„Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erkläre ich als Vorstand der Tin AG, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die mir in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt wurde.“
Leipzig, den 28. Juni 2017
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 28. Juni 2017
Rösler stimmt zu
Uneinigkeit behindert Regelung
Merkel: Neues NPD-Verbotsverfahren sehr gut begründen