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Timestamp: 2020-02-25 18:47:18
Document Index: 70835252

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 1', '§ 5', '§ 39', '§ 5', '§ 6', '§ 8', '§ 22', '§ 21', '§ 12', '§ 4', '§ 30', '§ 47', '§ 5', '§ 4', '§ 2']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein KronsNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kronswarder und südöstlicher Teil des Großen Binnensees" vom 13. Dezember 1990 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kronswarder...
juris-Abkürzung: KronsNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1991 27
Gliederungs-Nr: 791-4-123
über das Naturschutzgebiet "Kronswarder und südöstlicher Teil
des Großen Binnensees"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Kronswarder und südöstlicher Teil des Großen Binnensees" vom 13. Dezember 1990 01.01.2003
Aufgrund des § 16 Abs. 1 des Landschaftspflegegesetzes verordnet der Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 1 ; aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 1 und § 6 Abs. 2 sowie § 8 Abs. 2 :
(1) Der südliche Teil des Kronswarders und der südöstliche Teil des Großen Binnensees mit einem Teil des Mündungsbereiches der Kossau sowie den unmittelbar an den See angrenzenden Ufergrundstücken zwischen der Kossaumündung und dem Kronswarder in der Gemeinde Hohwacht, Kreis Plön, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Kronswarder und südöstlicher Teil des Großen Binnensees" unter Nummer 154 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 151 ha groß und umfaßt in den Gemarkungen
Haßberg-Hohwacht,
die Flurstücke 1/2, 1/3, 1/4, 1/5, 1/6, 1/7, 14/4, 133/3,
Flur 2,
die Flurstücke 23/10, 23/11 teilweise und
Neudorf (Haupthof),
die Flurstücke 38/2, 39/1, 39/2, 39/3, 39/4, 40/2, 41 und 42.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte im Maßstab 1 : 5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, Oberste Landschaftspflegebehörde, 2300 Kiel, verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
Amtsvorsteher des Amtes Lütjenburg-Land, 2322 Lütjenburg,
Bürgermeister der Gemeinde Hohwacht (Ostsee), 2322 Hohwacht,
niedergelegt. Die Karten können bei diesen Behörden eingesehen
(1) Das Naturschutzgebiet ist geprägt durch den östlichen Teil des Großen Binnensees mit seinen angrenzenden naturnahen, teilweise fast natürlichen Uferbereichen und charakteristischen Verlandungszonen bis hin zu bewaldeten Hangbereichen sowie die Nehrungs- und Strandwall-Biotope des Kronswarders zwischen dem Großen Binnensee und der Ostsee. Der Große Binnensee und der Kronswarder bieten aufgrund ihrer besonderen strukturellen Vielfalt der Landschaft und Bodenoberfläche besonders spezialisierte Biotoptypen und der dazugehörigen charakteristischen und zugleich artenreichen Pflanzen- und Tierwelt, insbesondere Überlebensmöglichkeiten für bedrohte Arten von Fauna und Flora.
(2) In diesem Gebiet ist die Natur in ihrer Gesamtheit zu erhalten. Insbesondere gilt es,
die Wasserflächen des Großen Binnensees als repräsentativen Bereich von Binnenseen der Ostsee sowie als national bedeutsames Nahrungs-, Mauser- und Überwinterungsgebiet für Wasservögel zu erhalten und soweit notwendig zu entwickeln;
den möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge zu sichern.
(3) Soweit es zum Schutz dieses Gebietes und seiner Teilbereiche, insbesondere zur Erhaltung, zum Schutz und der Entwicklung bestimmter, bedrohter Pflanzen- und Tierarten und ihrer Ökosysteme erforderlich ist, sollen entsprechende Maßnahmen durchgeführt werden.
das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege zu betreten oder im Naturschutzgebiet zu reiten oder zu fahren.
Die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22a des Bundesjagdgesetzes in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes auf den Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, die einen Eigenjagdbezirk bilden;
die gartenbauliche Nutzung der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Garten genutzten Teilflächen des Flurstückes 133/1 der Flur 1 in der Gemarkung Haßberg-Hohwacht in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang, soweit der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird; chemische Stoffe dürfen dabei nicht verwendet werden;
die nach Art, Umfang und Zeitraum einvernehmlich mit der unteren Landschaftspflegebehörde festgelegte, erforderliche Unterhaltung des die Nordgrenze des Naturschutzgebietes bildenden Grabens unter Beachtung des § 12 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes; chemische Stoffe dürfen dabei nicht verwendet werden;
von den Verboten des § 4 Abs. 1 Nr. 12, 13, 15 und 18 ,
bei Grundräumungen, Grundinstandsetzungen oder einer den Schutzzweck berührenden Inanspruchnahme von Flächen im Rahmen dieser Maßnahmen oder bei der Gewässerunterhaltung nach § 30 des Wasserhaushaltsgesetzes und § 47 Abs. 3 Landeswassergesetzes
(2) Der untere Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit der unteren Landschaftspflegebehörde Ausnahmen von der einschränkenden Regelung des § 5 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a im Einzelfall zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.
§ 4 Abs. 1 Nr. 18 das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege betritt oder im Naturschutzgebiet reitet oder fährt.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Bereich der Hohwachter Bucht, der Gemeinde Panker und Umgebung vom 10. Februar 1965 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 49), zuletzt geändert durch Kreisverordnung vom 30. April 1987 (Öffentlicher Anzeiger für den Kreis Plön Nr. 7 vom 15. Juni 1987), außer Kraft, soweit sie das im § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft.