Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/2/82250000005.htm
Timestamp: 2018-12-15 23:41:47
Document Index: 186710957

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 64', '§ 2', '§ 5', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 29', '§ 2', '§ 74']

2.25.005 Trienzbachtal mit Seitentälern
Verordnung des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis über das Landschaftsschutzgebiet "Trienzbachtal mit Seitentälern" vom 1. Februar 1990.
Auf Grund §§ 22, 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz
- NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Karlsruhe verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinden Elztal, Fahrenbach, Limbach, Stadt Mosbach und Mudau werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Trienzbachtal mit Seitentälern".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 665 ha.
(2) Das Schutzgebiet umfaßt nach dem Stand vom Dezember 1987 auf dem Gebiet der
· Gemeinde Mudau, Gemarkung Scheidental:
die Gewanne Schatzklinge, Neckarsbrunnen, Bruchwiesen, Evang. Kirchenwald Distrikt IV Spießheumatte, Jungenwald, Evang. Kirchenwald Distrikt V Hainenbuckel;
· Gemeinde Limbach, Gemarkung Laudenberg:
die Gewanne Evang. Kirchenwald Distrikt VII Hirschberg, Häglein, Mühlwald an der Trienz, Oberscheid, Holzwiesenwald, Holzwiese, Balsbacher Grund;
· Gemarkung Balsbach:
die Gewanne Evang. Kirchenwald Distrikt XVI Josterwald, Gemeindewald Distrikt XVII Steinwald, Evang. Kirchenwald Distrikt VII Hirschberg, Im Grund, Obere Bergwiese, Bergwiese, Krumbacher Grund, Stürz, Evang. Kirchenwald Distrikt XI Steinbusch, Am Limbacher Weg, Langenacker, In der Heulücke, Brunnenwiesen;
· Gemarkung Wagenschwend:
die Gewanne Steinbusch, Lohwiese, Schlagfeld, Steinwiesen, Kapellenfeld, Brunnenwiese, Unter der Roberner Straße;
· Gemarkung Krumbach:
die Gewanne Evang. Kirchenwald Distrikt VII Hirschberg, Breiten Wiesen, Reinfeld, Fährtwiesen, Klingenwald, Steinbusch, Am Roberner Weg, Evang. Kirchenwald Distrikt XI Steinbusch, Kätherles Kreuz, Mühlbuckel, Schwingsfeld, Geisrain, Kirchenbüschlein, Große Wiesen, Mühlacker, Im alten Garten, Schafwiesen, Bergfeld, Rainwiesen;
· Gemeinde Fahrenbach, Gemarkung Robern:
die Gewanne Unterer Kapellenwald, Hagwald, Orlesacker, Rienzwiesen, Geisrain, Dorfwiesen, Wiesenrain, Hummelwiesen, Mannschaftswiesen, Rosenäcker, Schelmenacker, Bildäcker, Breite Wiesen, Wannenwiesen, Gemeindewald Distrikt VIII Scheit, Mühlengrund;
· Gemarkung Trienz:
die Gewanne Roberner Grund, Gemeindewald Distrikt I Alter Stein, Ebertswiesen, Grabenäcker, Wald Distrikt II Göher Rain, Gemeindewald Distrikt III Buchwald, Stückelwiesen, Obere Krähenstegwiesen, Trienzgrund, Mühlwegschlag, Bäckerpfad, Evang. Kirchenwald Distrikt III Roter Buckel, Aurain, Untere Krähenstegwiesen, Gemeindewald Distrikt IV Stein Gemäuer, Gemeindewald Distrikt V Eichenbrunnen, Evang. Kirchenwald Distrikt VII Weitenäcker;
· Gemarkung Fahrenbach:
die Gewanne Wald des Unterländer Kirchenfonds Distrikt II und III Lichtenherd, Mühlrain, Mühlwald, Im Trienzgrund, Wandelgewann, Rödern, Löschklinge und Lös, Hinteren Mühlberg, Gemeindewald Distrikt VI Buch, Dorn und Langklinge, Herrenstein;
· Gemeinde Elztal, Gemarkung Muckental:
die Gewanne Trienztal, Kohlberg, Staatswald Distrikt II;
die Gewanne Nördlicher Trienzrain, Staatswald Distrikt II Dallauer Forst, Trienzwiesen, Südlicher Trienzrain, Gemeindewald Distrikt II Krähwald, Leining'sche Grenze, Sattelbacher Pfad, Blockhütte, Hinterer Heuweg, Vorderer Heuweg, 1. Hartmannsau, 2. Hartmannsau, 3. Hartmannsau, Mariental, Heuweg, Lohbuckel, Steinwiesenäcker, Steinwiesen;
die Gewanne Gemeindewald Distrikt I Bürgerwald, Am Sattelbacher Feld, Alte Gräben, Hintere Erlenklinge, Am Römerwachturm, Vordere Erlenklinge, Schäbige Hecke, Wagrain;
· Stadt Mosbach, Gemarkung Sattelbach:
die Gewanne Fahrenbacher Grenze, Trienzgrund, Rotenbrunnen, Evang. Kirchenwald Distrikt III Roter Buckel-Trienzgrund, Kickleswiese, Sallenwiesen, Sautrieb, Rote Brunnen, Grünenbaum, Heuäcker, Hasenhecke, Tiefenwiese, Altwiese, Stöckigtenwiesen, Kuhbaum, Lenzenheumatte, Braunpetersbuckel, Klingenäcker, Lenzengewann, Lenzenbuckel, Lenzenteich, Schlüsselheumatte, Stopfelsbrunnen, Dreispitzen, Obere Brunnenäcker.
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 (mit durchgezogener grüner Linie flächig grau) und in 13 Katasterplankarten im Maßstab 1 : 5 000 (mit grüner, grau angeschummerter Linie) des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis - untere Naturschutzbehörde - vom 22. Januar 1988 eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten ist beim Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis in Mosbach zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
1.die Erhaltung und Sicherung des Trienzbachtales mit seinen Zuflüssen, in seiner charakteristischen Ausprägung als typischer und repräsentativer Landschaftsraum des Sandstein-Odenwaldes;
2.die in enger Wechselbeziehung zu der landschaftlichen Grundstruktur stehende und an die naturgegebene Voraussetzungen orientierte Bodennutzung, die die Vielfalt der Erscheinungsformen der Kulturlandschaft im Wechsel von Wald, Wiese, Feld, Flur und Auen prägt und gliedert, zu bewahren. Markante Gestaltelemente, die die Eigenart dieses Landschaftsausschnittes prägen sind:
· Trienzbachaue mit Tal- und Hangwiesen und dem gewässerbegleitenden Saum aus Hochstauden, Sträuchern und Bäumen;
· die steilen waldbestockten Talflanken, kleinflächig naturnah bestockt mit schluchtwaldartigen Vegetationsansätzen;
· die Seitenzuflüsse des Trienzbaches, die sich zur Hochfläche muldenförmig öffnen und in ihrer naturraumtypischen Ausbildung die geomorphologischen Merkmale des Sandstein-Odenwaldes aufzeigen;
· die hohe natürliche Erholungseignung, die landschaftliche Vielfalt, die herkömmliche Bodennutzung und die Feld-Wald-Verteilung nicht wesentlich verändert werden,
· die Lebensstätten und Lebensgemeinschaften der heimischen Tier- und Pflanzenwelt nicht beeinträchtigt werden,
· die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes im Sinne der Förderung der positiven bioklimatischen Auswirkungen sowie des Wasser- und Bodenschutzes nachhaltig gesichert wird.
9. Betrieb von Motorsport, sowie von motorgetriebenen Schlitten und Ultraleichtflugzeugen;
17. Anlage von Kleingärten;
18. Umbrechen von Grünland in Äcker in den Bachauen sowie in folgenden Bereichen:
-Gemarkung Wagenschwend: in den Gewannen Brunnenwiese, Unter der Roberner Straße, Steinwiesen, Lohwiese;
-Gemarkung Balsbach: in den Gewannen Brunnenwiesen, In der Heulücke, Langenacker;
-Gemarkung Robern: in den Gewannen Dorfwiesen, Rienzwiesen, Wiesenrain, Hummelwiesen, Mannschaftswiesen, Geisrain;
-Gemarkung Fahrenbach: in den Gewannen Wandelgewann, Rödern, Herrenstein, Dorn und Langklinge;
-Gemarkung Sattelbach: in den Gewannen Dreispitzen, Schlüsselheumatte, Lenzenheumatte, Braunpetersbuckel, Altwiese, Stöckigtenwiesen, Tiefenwiese, Hasenhecke, Kickleswiese, Sallenwiesen, Sautrieb;
19. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen, insbesondere von Bäumen, Hecken, Gebüschen, Feld- und Ufergehölzen, Schilf- und Rohrbeständen;
20. Beseitigung oder wesentliche Änderung der naturnahen bach-, rinnen- und klingenbegleitenden Waldgesellschaften.
4. für die ordnungsmäßige Unterhaltung und Instandsetzung der Straßen, Wege und Plätze, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 19 und 20;
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung des Landratsamtes Mosbach zum Schutze von Landschaftsteilen im Bereich des Trienzbachtales vom 13. Juli 1940 außer Kraft.
Mosbach, den 1. Februar 1990
Durch VO vom 02.04.1998 Fläche geringfügig verkleinert (0,3 ha; VO s.u.)
Verordnung des Landratsamtes Neckar‑Odenwald‑Kreis zur Änderung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Trienzbachtal mit Seitentälern" vom 02. April 1998 (Rhein-Neckar-Zeitung v 13.04.1998).
Die Verordnung des Landratsamtes Neckar‑Odenwald‑Kreis über das Landschaftsschutzgebiet "Trienzbachtal mit Seitentälern" vom 01. Februar 1990 wird wie folgt geändert:
1. Die in § 2 Abs. 1 genannte Größe des Landschaftsschutzgebiets von rund 665 ha reduziert sich um ca. 0,3 ha.
2. Bezüglich der unter § 2 Abs. 2 aufgeführten Abgrenzungsbeschreibung für die Gemeinde Fahrenbach, Gemarkung Trienz, Gewann Grabenäcker gilt, daß die Grundstücke Flst.Nr. 107 (ganz) sowie die Grundstücke Flst.Nrn. 106 und 109 (jeweils zum Teil), aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen werden.
3. Von den in § 2 Abs. 3 bezeichneten Karten wird die Katasterplankarte Blatt Nr. 6520.18 (Robern, Nr. 6 in der Schutzgebietsmappe) im Maßstab 1: 5 000 durch die dieser Änderungsverordnung beiliegenden Karte (geändert am 19.03.1997) ersetzt.
(1) Dieser Verordnung liegt die neugefaßte Katasterplankarte, Blatt Nr. 6520.18 (Robern, Nr. 6) im Maßstab 1 : 5 000 mit Änderungsdatum vom 19.03.1997 bei. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
(2) Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Neckar‑Odenwald‑Kreis in Mosbach ‑ Untere Naturschutzbehörde ‑ zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.
Mosbach, den 02. April 1998
Landratsamt Neckar‑Odenwald‑Kreis
2. Verordnung des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis zur Änderung des Verordnung
über das Landschaftsschutzgebiet „Trienzbachtal mit Seitentälern“
Aufgrund von Artikel 1. §§ 29. 73 Abs. 4 und 74 des Gesetzes zur Neuzuordnung des Naturschutzrechts und zur
Änderung weiterer Vorschriften vom 13. Dezember 2005 in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. Dezember
2005. GBI S. 745 wird verordnet:
(1) Die Verordnung des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis über das Landschaftsschutzgebiet „Trienzbachtal
mit Seitentälern“ vom 01. Februar 1990, Zuletzt geändert durch Verordnung vom 02. April 1998, wird auf
Gemarkung Sattelbach, Große Kreisstadt Mosbach, im Gewann „Sallenwiesen“ in ihrer räumlichen Abgrenzung
entsprechend den beigefügten Karten geändert.
(2) Von den in § 2 Abs. 3 der Verordnung vom 01. Februar 1990 bezeichneten Karten wird die Teilfläche der Kataster-
plankarte der Deutschen Grundkarte Blatt-Nr. 6521.25 (Sattelbach Ost; Nr. 11 in der Schutzgebietsmappe)
im Maßstab 1 : 5 000 durch die dieser Verordnung beiliegende, als Anlage 1 bezeichnete Karte ersetzt. Die
Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 wird bezüglich des Änderungsbereichs durch den dieser Verordnung
beiliegenden, als Anlage 2 bezeichneten Kartenausschnitt ersetzt.
(1) Dieser Verordnung liegen als Anlage 1 die neu gefasste Abgrenzung der Teilfläche auf Gemarkung Sattelbach,
Große Kreisstadt Mosbach, im Gewann „Sallenwiesen“ im Maßstab ca. 1 : 2 500 sowie als Anlage 2 ein Karten-
ausschnitt der betreffenden Umgebung als Übersichtskarte im Maßstab ca. 1 :25 000 bei. Die Karten sind Bestandteil
(2) Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis in Mosbach - untere Naturschutzbehörde -
zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt. Die Verordnung mit Karten kann
auch bei den Bürgermeisterämtern der großen Kreisstadt im Mosbach, der Gemeinden Elztal, Fahrenbach, Limbach und
Mudau eingesehen werden.
Mosbach, den 16. März 2006-07-11
Kirchgeßner Kreisamtmann
Dr. Brötel Landrat
Eine Verletzung der in Artikel 1, § 74 des Gesetzes zur Neuordnung des Naturschutzrechts und zur Änderung weiterer
Vorschriften vom 13. Dezember 2005 genannten Verfahrens- oder Formvorschriften ist nur beachtlich, wenn sie
innerhalb eines Jahres nach dem Erlass dieser Rechtsverordnung gegenüber der unteren Naturschutzbehörde
schriftlich geltend gemacht worden ist; der Sachverhalt, der die Verletzung begründen soll, ist darzulegen.