Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=08.12.1978&Aktenzeichen=1%20AZR%20303/77
Timestamp: 2019-07-23 06:19:54
Document Index: 114398188

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9']

BAG, 08.12.1978 - 1 AZR 303/77 - dejure.org
https://dejure.org/1978,1174
BAG, 08.12.1978 - 1 AZR 303/77 (https://dejure.org/1978,1174)
BAG, Entscheidung vom 08.12.1978 - 1 AZR 303/77 (https://dejure.org/1978,1174)
BAG, Entscheidung vom 08. Dezember 1978 - 1 AZR 303/77 (https://dejure.org/1978,1174)
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Gewerkschaften - Gesetzlicher Anspruch - Wahlen der gewerkschaftlichen Vertrauensleute - Gerichte für Arbeitssachen - Urteilsverfahren
LAG Düsseldorf, 28.10.1976 - 7 Sa 626/76
LAG Düsseldorf, 28.10.1978 - 7 Sa 626/76
BAGE 31, 166
BAGE 31, 167
NJW 1979, 1847 (Ls.)
BB 1979, 1400
DB 1979, 1043
Die Tätigkeit der gewerkschaftlichen Vertrauensleute gehört zur koalitionsspezifischen Betätigung der Gewerkschaften und ist verfassungsrechtlich geschützt (BAG vom 8.12.1978 - 1 AZR 303/77 - AP Nr. 28 zu Art. 9 GG).
b) Hiervon abgesehen begründet das Übereinkommen Nr. 135 - wie der Senat bereits in seinem Urteil vom 8. Dezember 1978 - 1 AZR 303/77 - (BAG 31, 166 (174 f.) = AP Nr. 28 zu Art. 9 GG (zu II 2 der Gründe)) ausgesprochen hat - keine unmittelbaren Rechtsansprüche .
Durch Art. 9 Abs. 3 GG ist auch das Institut und die Tätigkeit der gewerkschaftlichen Vertrauensleute verfassungsrechtlich abgesichert (BAG 8. Dezember 1978 - 1 AZR 303/77, BAGE 31, 167 = AP GG Art. 9 Nr. 28 = EzA GG Art. 9 Nr. 28) .
Zu denken wäre ferner an eine Verteilung vor oder nach Arbeitsbeginn außerhalb des Betriebsgeländes der Beklagten (vgl. für den Fall der Durchführung der Vertrauensleutewahl das zum Abdruck in der Amtlichen Sammlung des Gerichts und im Nachschlagewerk bestimmte Urteil des Senats vom 8. Dezember 1978 - 1 AZR 303/77 -).
Dem Landesarbeitsgericht ist darin zuzustimmen, daß die Antragstellerin ein Betätigungsrecht in den Räumen der Antragsgegnerin auf der Grundlage des Art. 9 Abs. 3 GG, wenn es aber allein um Fragen der Koalition ginge, nicht im Beschlußverfahren, sondern nur im Urteilsverfahren geltend machen könnte (BAGE 31, 166, 170 = AP Nr. 28 zu Art. 9 GG, zu I 2 der Gründe).
b) Hiervon abgesehen begründet das Übereinkommen Nr. 135 - wie der Senat bereits in seinem Urteil vom 8. Dezember 1978 - 1 AZR 303/77 - (BAG 31, 166 [174 f.] = AP Nr. 28 zu Art. 9 GG [zu II 2 der Gründe]) ausgesprochen hat - keine unmittelbaren Rechtsansprüche.