Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201982,%20879
Timestamp: 2019-07-18 16:30:48
Document Index: 339918921

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 10', '§ 134', 'Art. 10', '§ 3', 'BGH', '§ 632', 'BGH', 'BGH', '§ 812', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 812', 'BGH', 'BGH', '§ 818', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 812', '§ 812', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 812', '§ 812', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 05.11.1981 - VII ZR 216/80 - dejure.org
https://dejure.org/1981,451
BGH, 05.11.1981 - VII ZR 216/80 (https://dejure.org/1981,451)
BGH, Entscheidung vom 05.11.1981 - VII ZR 216/80 (https://dejure.org/1981,451)
BGH, Entscheidung vom 05. November 1981 - VII ZR 216/80 (https://dejure.org/1981,451)
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Übertragung der wirtschaftlichen Betreuung eines geplanten Bauvorhabens an ein Baubetreuungsunternehmen - Verpflichtung zur Beauftragung eines von der Gesellschaft ausgewählten oder auszuwählenden Architekten mit der Planung des Vorhabens - Wirksamkeit des Architektenvertrags - Verstoß gegen das Koppelungsverbot - Minderung oder Wegfall einer (ungerechtfertigten) Bereicherung wegen möglicher Fehlerhaftigkeit der Planung des Architekten
Architekten und Ingenieure -Bereicherungsansprüche bei unwirk. Archtiktenvertrag
§§ 10, 15, 16 HOAI, §§ 134, 812 Abs. 1 S. 1, 818 Abs. 2, 818 Abs. 3 BGB, Art. 10 § 3 MietRVerbG
NJW 1982, 879
MDR 1982, 480
WM 1982, 97
BauR 1982, 83
Da die Leistungen des Klägers zu einer Baugenehmigung geführt haben, die regelmäßig nur aufgrund eines wirksamen, eine Vergütungspflicht begründenden Vertrages zu erhalten ist, bestimmt sich die Höhe des Wertes der Leistungen nach der üblichen oder angemessenen Vergütung und damit nach den Mindestsätzen der HOAI (vgl. BGH BauR 2001, 1412ff; NJW 1982, 879, 880).
Der Wert derartiger Leistungen entfällt nicht schon mit einer Rückgabe der dem Auftraggeber gelieferten Arbeitsunterlagen, sondern verbleibt ihm regelmäßig in Höhe der üblichen oder angemessenen Vergütung (§ 632 Abs. 2 BGB) jedenfalls dann, wenn er entsprechende anderweitige Aufwendungen erspart hat (vgl. BGHZ 36, 321, 323; 37, 258, 264; 70, 12, 17; BGH, Urt. v. 5. November 1981 - VII ZR 216/80, NJW 1982, 879, 880; v. 23. Juni 1994 - VII ZR 167/93, DtZ 1994, 339, 341).
Diese Ersparnis kann von der Klägerin nach § 812 Abs. 1 Satz 1 BGB herausverlangt werden (vgl. BGHZ 36, 321, 323; BGHZ 37, 258, 264; BGHZ 55, 128, 130; BGHZ 70, 12 unter VI.4.; BGH, Urt. v. 5. November 1981 - VII ZR 216/80, NJW 1982, 879;… Urt. v. 23. Juni 1994 - VII ZR 167/93, MDR 1995, 39 = DtZ 1994, 339, jeweils für den Fall nichtiger Verträge; BGHZ 55, 128, 130 f - Flugreisefall -, für die Ersparnis auf Grund Entgegennahme von ihrer Natur nach nicht rückgabefähigen Dienstleistungen;… Fikentscher, Schuldrecht, 9. Aufl., Rdn. 1088).
Mit Recht verweist die Revision darauf, daß eine unbrauchbare oder nicht verwertete Leistung keine Bereicherung begründet (BGH, Urt. v. 5. November 1981 - VII ZR 216/80, NJW 1982, 879, 880;… Urt. v. 23. Juni 1994 - VII ZR 167/93, MDR 1995, 39 = DtZ 1994, 339).
Da jedenfalls die Finanzbuchhaltung vorlag, kann von einer Unbrauchbarkeit auch nicht ohne weiteres ausgegangen werden, ebensowenig davon, daß nicht diese, sondern ein anderes Programm benutzt worden wäre (vgl. zur Darlegungs- und Beweislast BGH, Urt. v. 5. November 1981 - VII ZR 216/80, NJW 1982, 879, unter II.2.).
Danach wäre es jedoch Sache der Klägerin gewesen, näher vorzutragen, daß sie die Programmierleistungen der Beklagten nicht genutzt habe (vgl. BGH, Urt. v. 5. November 1981 - VII ZR 216/80, aaO.).
Dem Architekten steht mangels Bereicherung des Auftraggebers kein Bereicherungsanspruch zu, wenn die erbrachten Architektenleistungen vom Auftraggeber nicht verwertet wurden (im Anschluß an Senat, NJW 1982, 879 = LM § 812 BGB Nr. 152 = WM 1982, 97 = ZfBR 1982, 20 = BauR 1982, 83).
Nach ständiger Rechtsprechung kann ein Architekt, der aufgrund eines nichtigen Vertrags Leistungen erbracht hat, vom Auftraggeber nach Bereicherungsgrundsätzen den Wert der von ihm erbrachten Leistungen ersetzt verlangen, sofern der Auftraggeber entsprechende Auslagen erspart hat (vgl. Senat, Urteil vom 5. November 1981 - VII ZR 216/80 = WM 1982, 97, 98 = ZfBR 1982, 20, 21 = BauR 1982, 83, 85; Senat, Urteil vom 10. November 1977 - VII ZR 321/75 = BGHZ 70, 12, 17) [BGH 10.11.1977 - VII ZR 321/75].
KG, 16.09.1993 - 12 U 1231/92
Der Wertersatzanspruch des Beklagten gegenüber dem Kläger aus § 818 Abs. 2 BGB beinhaltet daher nicht eine angemessene oder ersparte Stundenvergütung, sondern Wertersatz in Höhe einer Vergütung nach HOAI (…BGH BauR 1994, 651 juris Rn. 23; BauR 1982, S. 83 juris Rn. 21 ff.).
Der aufgrund eines nichtigen Dienst- oder Werkvertrages erlangte Vorteil (also der Bereicherungsgegenstand) hat den Wert, dass der Begünstigte entsprechende Aufwendungen erspart hat, deren Höhe sich nach der üblichen oder (mangels einer solchen) angemessenen Vergütung bestimmt (BGHZ 37, 258 ff., 264;.BGHZ 55, 128 ff,130 f.; BGH NJW 1978, 322 f., 323; BGH NJW 1982, 879 ff., 880;… Palandt/Sprau, BGB, 66. Aufl. 2007, § 812 Rdn. 29).
In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist die Abrechnung von Leistungen nach § 812 BGB nach der ersparten üblichen bzw. angemessenen Vergütung anerkannt für Helfer in Steuersachen (BGHZ 36, 321 ff.), Betriebs- und Wirtschaftsberater (BGHZ 37, 258 f.), Baubetreuungsleistungen (BGH NJW 1978, 322 f.), aber auch für die Architektenplanung bei unwirksamem Werkvertrag (BGH NJW 1982, 879 ff.), für eine Architektenleistung, die der Planung des Grundstückseigentümers entsprach und von ihm entgegengenommen wurde und genutzt wird (BGH BauR 2001, 1412 ff.) sowie für den Werklohn eines Bauunternehmers (BGH BauR 2002, 1245 ff.).
Bei Dienstleistungen bemisst sich der Wertersatz nach der üblichen, hilfsweise der angemessenen, von der Vertragspartei ersparten, höchstens nach der vereinbarten Vergütung [BGHZ 37, 259 - Rn. 34; WM 1982, 97 - Rn. 23].
Ein Anspruch des Zedenten kann bei nichtigem Vertrag nur aus ungerechtfertigter Bereicherung gemäß § 812 Abs. 1 Satz 1 BGB gegeben sein, wenn die Beklagte durch die Leistungen des Zedenten Aufwendungen erspart hat, die über die bereits gezahlten 105.000,-- DM zuzüglich Mehrwertsteuer hinausgehen (…vgl. Palandt-Thomas, BGB , 56. Aufl., § 812 Rn. 28; BGH NJW 82, 879 f.).
Zwar sind Architektenleistungen auch beim gegen ein gesetzliches Verbot verstoßenden Vertrag nach bereicherungsrechtlichen Grundsätzen auszugleichen (vergleiche BGH, Urteil vom 05. November 1981 - VII ZR 216/80 -, juris).
OLG Celle, 27.03.2006 - 14 U 237/05
Bereicherungsanspruch eines Architekten: Nichtausführung eines Bauvorhabens durch …
BGH, 24.06.1982 - VII ZR 253/81
OLG Hamm, 08.06.1984 - 25 U 188/83
LG Frankenthal, 17.11.2005 - 3 O 55/05
Projektentwicklungsvertrag: Im Einzelfall beurkundungsbedürftig!
OLG Schleswig, 12.11.2001 - 1 U 173/00
Auftrag über "Schubladenplanung" nur bedingt wirksam!