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Timestamp: 2016-10-28 18:06:56
Document Index: 225819941

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 73', 'Art. 103', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'Art. 58', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 58', 'Art. 24', 'Art. 58', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 120', 'Art. 120', 'BGE', 'Art. 58', 'Art. 65']

2C_414/2012 (19.11.2012)
2C_414/2012
Urteil 19. November 2012
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 2. Kammer, vom 7. M�rz 2012.
Die Credit Suisse (CS) finanzierte f�r S.________ eine Reihenhaus�berbauung in A.________/TI, bestehend aus vier Reihen-Einfamilienh�usern im Stockwerkeigentum. Die diesbez�gliche Forderung der Bank gegen�ber S.________ belief sich am 15. April 2003 auf Fr. 1'945'566.15 und war durch vier Inhaberschuldbriefe von insgesamt Fr. 1,5 Mio. sichergestellt. Am 29. Juni 2001 stellte die Credit Suisse die Forderung f�llig und leitete das Betreibungsverfahren ein, stellte aber noch kein Verwertungsbegehren.
Im Hinblick auf den Erwerb der vier Reihen-Einfamilienh�user durch die X.________ AG mit Sitz in B.________/AG gew�hrte S.________ dieser am 10. Januar 2003 ein zinsloses Darlehen von Fr. 450'000.--. Das Darlehen ist befristet bis zur endg�ltigen Weiterver�usserung der vier Reihen-Einfamilienh�user durch die K�uferin.
Im Hinblick auf die Forderung der Credit Suisse gegen�ber S.________ trafen die Beteiligten am 22./26. April 2003 folgende Vereinbarung: Die X.________ AG erwirbt von der Credit Suisse eine Teilforderung in der H�he von Fr. 1,5 Mio. (Gesamtschuld Fr. 1'945'566.--) gegen�ber S.________ zum Preis von Fr. 900'000.--. F�r den Fall der Zwangsversteigerung oder eines Freihandverkaufs der vier Stockwerkeinheiten tritt sie einen allf�lligen, den Preis von Fr. 900'000.-- �bersteigenden Mehrerl�s zu 80 % an die Credit Suisse ab.
Am 21. Mai 2003 ver�usserte S.________ die vier Stockwerkeigentumseinheiten zum Preis von Fr. 1,35 Mio. an die X.________ AG. Der Kaufpreis wurde getilgt durch das Verk�uferdarlehen im Betrag von Fr. 450'000.-- sowie durch Aufnahme einer Hypothek bei der Neuen Aargauer Bank von Fr. 900'000.--.
Am 15. Mai 2005 ver�usserte die X.________ AG, nachdem sie Renovationsarbeiten vornehmen liess, die vier Stockwerkeinheiten f�r Fr. 1,6 Mio. weiter.
Am 3. Juli 2007 wurde die X.________ AG f�r die Kantons- und Gemeindesteuern 2005 veranlagt. Im Einspracheverfahren setzte das Kantonale Steueramt Aargau in teilweiser Gutheissung der Einsprache den steuerbaren Reingewinn auf Fr. 68'059.-- und das steuerbare Eigenkapital auf Fr. 86'285.-- fest. Dabei rechnete es unter dem Titel "fiktives Darlehen S.________" den Saldo des Kontos 2065 Darlehen S.________ per 31. Dezember 2005 von Fr. 50'877.55 zum steuerbaren Reinertrag hinzu (Einspracheentscheid vom 24. April 2009).
Die X.________ AG f�hrte Rekurs beim Steuerrekursgericht des Kantons Aargau. Dieses nahm eine reformatio in peius vor und erh�hte den steuerbaren Reingewinn auf Fr. 416'304.--, indem es die geldwerte Leistung (Fr. 50'877.--) um die bis Ende 2005 erfolgten Abschlagszahlungen an die Darlehensforderung von S.________ von insgesamt Fr. 399'122.-- erh�hte (Urteil vom 16. Juni 2011).
Eine Beschwerde der Steuerpflichtigen wies das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 7. M�rz 2012 ab.
Hiergegen f�hrt die X.________ AG Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit den Antr�gen, die Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 7. M�rz 2012 und des Steuerrekursgerichts vom 16. Juni 2011 sowie die darauf basierenden Veranlagungen seien aufzuheben; von der Erfassung einer verdeckten Gewinnaussch�ttung von Fr. 399'122.-- sei abzusehen und der steuerbare Reingewinn 2005 um diesen Betrag zu reduzieren.
Das Kantonale Steueramt Aargau beantragt Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau und die Eidgen�ssische Steuerverwaltung haben auf eine Stellungnahme verzichtet.
1.1 Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau �ber die Kantons- und Gemeindesteuern ist zul�ssig (Art. 82 f., Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG; Art. 73 des Bundesgesetzes �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 [SR 642.14]). Die Beschwerdef�hrerin ist durch den angefochtenen Entscheid ber�hrt und zur Beschwerde legitimiert (Art. 103 lit. a BGG). Nicht zul�ssig ist der Antrag, auch die kantonal vorinstanzlichen Entscheide seien aufzuheben, da diese durch das verwaltungsgerichtliche Urteil ersetzt worden sind (Devolutiveffekt). Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Immerhin gelten aber die Entscheide der unteren kantonalen Instanzen als inhaltlich mit angefochten (BGE 134 II 142 E. 1.4 S. 144 mit Hinweis).
1.3 Die Auslegung und Anwendung des kantonalen Rechts pr�ft das Bundesgericht nur unter dem Gesichtswinkel der verfassungsm�ssigen Rechte und Grunds�tze, insbesondere des Willk�rverbots (Art. 9 BV). Im vorliegenden Verfahren geht es um die Anwendung von � 68 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 des aargauischen Steuergesetzes vom 15. Januar 1998 (StG/AG; SAR 651.100). Diese Norm stimmt inhaltlich mit Art. 24 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14) �berein. Ein Gestaltungsspielraum zugunsten des kantonalen Gesetzgebers besteht nicht. Unter dieser Voraussetzung pr�ft das Bundesgericht praxisgem�ss auch die Anwendung des harmonisierten kantonalen Rechts mit freier Kognition (BGE 134 II 207 E. 2 S. 210; Urteil 2C_272/2011 vom 5. Dezember 2011 E. 1.3 mit Hinweisen, in: StR 67 S. 128). Aus Gr�nden der vertikalen Steuerharmonisierung ist auch eine identische Auslegung der Vorschriften des StHG mit den Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) anzustreben (vgl. BGE 133 II 114 E. 3.2 S. 116; Urteil 2C_272/2011 vom 5. Dezember 2011 E. 1.3 mit Hinweisen, in: StR 67 S. 128). Vorliegend ist die Praxis zu Art. 58 DBG zu ber�cksichtigen.
1.4 Der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt ist f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich, soweit er nicht offensichtlich unrichtig festgestellt worden ist oder die Feststellung auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Die Beschwerdef�hrerin r�gt in verschiedener Hinsicht die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz als willk�rlich und unvollst�ndig. Ob die R�gen berechtigt sind, ist im Rahmen der materiellen Beurteilung der Beschwerde zu pr�fen (vgl. E. 4 hiernach).
W�hrend das kantonale Steueramt im Einspracheentscheid nur den Saldo des Passivkontos 2065 Darlehen S.________ per 31. Dezember 2005 von Fr. 50'877.-- als geldwerte Leistung zum steuerbaren Reingewinn der Beschwerdef�hrerin hinzurechnete, nahm das Steuerrekursgericht eine Aufrechnung auch f�r die im Jahre 2005 erfolgten R�ckzahlungen der Beschwerdef�hrerin des Darlehens an S.________ von insgesamt Fr. 399'122.-- vor (nebst der Aufrechnung von Fr. 50'877.-- gem�ss Einspracheentscheid, die es best�tigte). Das kantonale Verwaltungsgericht wies die bei ihm erhobene Beschwerde ab. Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragt die Beschwerdef�hrerin nur mehr die Aufhebung der Aufrechnung im Betrag von Fr. 399'122.--. Die steuerliche Behandlung des Saldos des Darlehens per 31. Dezember 2005 von Fr. 50'877.-- gilt damit als anerkannt und bildet nicht mehr Streitgegenstand.
3.1 Der steuerbare Reingewinn der juristischen Personen setzt sich gem�ss Art. 58 Abs. 1 DBG zusammen aus: (lit. a) dem Saldo der Erfolgsrechnung unter Ber�cksichtigung des Saldovortrages des Vorjahres, (lit. b) allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teilen des Gesch�ftsergebnisses, die nicht zur Deckung von gesch�ftsm�ssig begr�ndetem Aufwand verwendet werden sowie (lit. c) den der Erfolgsrechnung nicht gutgeschriebenen Ertr�gen mit Einschluss der Kapital-, Aufwertungs- und Liquidationsgewinne. In Betracht f�llt hier lit. b. Mit dieser Vorschrift stimmen Art. 24 Abs. 1 lit. a StHG und � 68 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 StG/AG inhaltlich �berein.
Zum steuerbaren Reingewinn geh�ren gem�ss Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG namentlich Zuwendungen der Gesellschaft an die Anteilsinhaber oder ihnen nahestehende Dritte, die einem Aussenstehenden nicht oder zumindest nicht im gleichen Mass gew�hrt w�rden. Der Grundtatbestand solcher geldwerter Leistungen ist nach der Rechtsprechung immer dann anzunehmen, wenn (a) die Gesellschaft keine oder keine gleichwertige Gegenleistung erh�lt, (b) der Aktion�r direkt oder indirekt (z.B. �ber eine ihm nahestehende Person oder Unternehmung) einen Vorteil erh�lt, der einem Dritten unter gleichen Bedingungen nicht zugebilligt worden w�re, die Leistung also insofern ungew�hnlich ist, und (c) der Charakter dieser Leistung f�r die Gesellschaftsorgane erkennbar war (BGE 131 II 593 E. 5.1 S. 607; Urteile 2C_272/2011 vom 5. Dezember 2011 E. 3.1 und 3.2.1; 2C_265/2009 vom 1. September 2009 E. 2.1, in: StR 64/2009 S. 915; 2A.204/2006 vom 22. Juni 2007 E. 6, in: RtiD 2008 I pag. 946; je mit Hinweisen).
Als geldwerte Leistungen gelten insbesondere Ertragsverzichte zugunsten des Aktion�rs oder einer ihm nahestehenden Person, die bei der Gesellschaft zu einer entsprechenden K�rzung des in der Erfolgsrechnung ausgewiesenen Gewinnes f�hren. Solche Ertragsverzichte liegen vor, wenn die Gesellschaft auf ihr zustehende Einnahmen ganz oder teilweise zugunsten des Aktion�rs oder diesem nahestehender Personen verzichtet bzw. wenn diese nicht jene Gegenleistung erbringen, welche die Gesellschaft von einem unbeteiligten Dritten fordern w�rde (BGE 138 II 57 E. 2.2 S. 59 f.; Urteil 2C_862/2011 vom 13. Juni 2012 E. 2.1; je mit weiteren Hinweisen).
3.2 Im Bereich der geldwerten Leistungen gilt die Grundregel, dass die Steuerbeh�rde die Beweislast f�r steuerbegr�ndende und -erh�hende Tatsachen tr�gt, die steuerpflichtige Gesellschaft dagegen diejenige f�r all das, was die Steuer aufhebt oder mindert. Der Beh�rde obliegt insbesondere der Nachweis daf�r, dass die Gesellschaft eine Leistung erbracht hat und dieser keine oder keine angemessene Gegenleistung gegen�bersteht. Hat die Beh�rde ein solches Missverh�ltnis zwischen Leistung und Gegenleistung dargetan, so ist es Sache der steuerpflichtigen Gesellschaft, die damit begr�ndete Vermutung zu entkr�ften. Gelingt ihr das nicht, tr�gt sie die Folgen der Beweislosigkeit. Das gilt insbesondere dann, wenn sie Zahlungen leistet, die weder buchhalterisch erfasst noch belegt sind (vgl. BGE 133 II 153 E. 4.3 S. 158; 121 II 257 E. 4c/aa S. 266; 119 Ib 431 E. 2c S. 435; Urteil 2C_88/2011 vom 3. Oktober 2011 E. 2.1.2, in: RDAF 2012 II 131).
Die Beschwerdef�hrerin r�gt einen unvollst�ndigen und teilweise willk�rlich festgestellten Sachverhalt, weshalb zuerst hinsichtlich der Tatfragen Klarheit herrschen muss, bevor die Rechtsfrage entschieden werden kann.
4.1 Vorliegend geht die Vorinstanz von einem einzigen Darlehen aus, obschon S.________ der Beschwerdef�hrerin mit Vertrag vom 10. Januar 2003 ein zinsloses Darlehen in der H�he von Fr. 450'000.-- versprach und beim Kauf der vier Reihen-Einfamilienh�user vom 21. Mai 2003 der Beschwerdef�hrerin unter Anrechnung an den Kaufpreis erneut ein Darlehen im Betrag von Fr. 450'000.-- einr�umte. Es scheint, dass die Beschwerdef�hrerin und S.________ mit dem Darlehensvertrag vom 10. Januar 2003 das Kaufgesch�ft und dessen Finanzierung intern vorbereitet haben, noch bevor die Vereinbarung vom 22./26. April 2003 mit der Credit Suisse zustande kam. Im Darlehensvertrag vom 10. Januar 2003 wird denn auch ausdr�cklich auf die vier Reihen-Einfamilienh�user hingewiesen und vereinbart, dass das Darlehen zur R�ckzahlung f�llig werde, sobald die Beschwerdef�hrerin als Eigent�merin der Liegenschaften diese an Dritte �bertrage. Nach den Feststellungen der Vorinstanz wurde auch kein weiterer Geldfluss festgestellt. Die Vorinstanz hat den Sachverhalt somit nicht unvollst�ndig oder willk�rlich erwahrt, wenn sie lediglich von einem Darlehen des Verk�ufers S.________ ausging. Das ist auch unbestritten.
4.2 Es steht sodann fest, dass die Beschwerdef�hrerin die fraglichen Liegenschaften am 21. Mai 2003 f�r Fr. 1,35 Mio. erwarb. �ber die Zahlungsmodalit�ten enth�lt der Kaufvertrag keine Bestimmungen. Doch ist die Sachdarstellung der Beschwerdef�hrerin anerkannt, wonach sie die Kaufpreisforderung im Teilbetrag von Fr. 900'000.-- durch eine Bank finanzierte und den Restbetrag von Fr. 450'000.-- in Form des bereits erw�hnten Darlehens des Verk�ufers stehen liess.
Dieses Darlehen wurde, was ebenfalls unbestritten ist, im Jahr 2005 durch die Beschwerdef�hrerin gr�sstenteils zur�ckbezahlt (Saldo des Passivkontos Darlehen S.________ per 31. Januar 2005: Fr. 50'877.55).
4.3 Schliesslich steht auch ausser Frage, dass die Beschwerdef�hrerin von der Credit Suisse eine Teilforderung in der H�he von Fr. 1,5 Mio. mit einem Einschlag von Fr. 600'000.-- erwarb, jedoch darauf verzichtete, sie gegen�ber S.________ geltend zu machen. Die Beschwerdef�hrerin best�tigt selbst, dass sie nie die Absicht gehabt habe, gegen�ber diesem eine zus�tzliche Forderung durchzusetzen (vgl. Beschwerde Ziff. 4.2 S. 11). Allerdings relativiert sie sogleich, dass eine �ber Fr. 900'000.-- hinausgehende Forderung nie eingefordert werden k�nne. Insofern misst die Beschwerdef�hrerin selbst der Forderung von Fr. 900'000.-- eine gewisse Werthaftigkeit zu.
Nicht belegt ist indessen die Bemerkung der Beschwerdef�hrerin, dass diese Forderung verbucht worden sei. Gem�ss den Feststellungen des Kantonalen Steueramts wurde am 30. Mai 2003 die Buchung Liegenschaft an Bank, Kaufpreis A.________, Fr. 900'000.--, vorgenommen. Das hat mit der Verbuchung der zedierten Forderung gegen�ber S.________ nichts zu tun. Vielmehr ist in tats�chlicher Hinsicht davon auszugehen, dass die Forderung der Beschwerdef�hrerin gegen�ber S.________ weder im Nominalbetrag, noch in der H�he des Kaufpreises verbucht wurde.
4.4 Damit steht der rechtserhebliche Sachverhalt fest. Die Vorinstanz hat diesen keineswegs willk�rlich oder unvollst�ndig festgestellt oder gew�rdigt, wie die Beschwerdef�hrerin r�gt. Vielmehr hat der Pr�sident des Verwaltungsgerichts mit Beweisauflage vom 19. Januar 2012 versucht, �ber den bekannten Sachverhalt hinaus genaueren Aufschluss �ber die zwischen der Beschwerdef�hrerin und S.________ bestehenden Vereinbarungen zu erhalten, blieb aber diesbez�glich erfolglos (s. angefochtenes Urteil E. 2.3). Die R�ge der unvollst�ndigen und willk�rlichen Sachverhaltsfeststellung ist somit unbegr�ndet.
5.1 Die Vorinstanz erblickt die geldwerte Leistung darin, dass die Beschwerdef�hrerin die restanzliche Forderung von Fr. 600'000.-- (Nominalwert von Fr. 1,5 Mio. abz�glich Abtretungspreis von Fr. 900'000.--) gegen�ber S.________, die sie von der Credit Suisse durch Zession erworben hatte, nicht mit dessen Gegenforderung aus dem Darlehen von Fr. 450'000.-- verrechnet, sondern R�ckzahlungen vorgenommen und damit zugunsten von S.________ auf den entsprechenden Ertrag verzichtet hat.
Demgegen�ber wendet die Beschwerdef�hrerin ein: Der Nominalwert einer Forderung k�nne dann nicht als Verkehrswert gelten, wenn die Verlustwahrscheinlichkeit eine tiefere Bewertung rechtfertige. Im vorliegenden Fall gehe aus den Akten einwandfrei hervor, dass die Credit Suisse in einer Saldovereinbarung vom 25. M�rz 2003 gegen�ber S.________ auf eine Forderung von �ber Fr. 3 Mio. verzichtet und sich mit einem Betrag von Fr. 250'000.-- begn�gt habe. Der Verzicht der Bank beim Gesch�ft "A.________" (Inhaberschuldbriefe) belaufe sich auf Fr. 1'045'566.--. Mit diesem Verhalten dokumentiere die Credit Suisse, dass S.________ zahlungsunf�hig gewesen sei. Hinzu k�men massive Steuerschulden von S.________. Dennoch h�tten die Vorinstanzen die Problematik der Verlustwahrscheinlichkeit nicht gepr�ft und auch nicht ber�cksichtigt, dass die Beschwerdef�hrerin einen allf�lligen Mehrerl�s beim Weiterverkauf der Liegenschaften zu 80 % an die Credit Suisse abliefern m�sse. Das stelle eine Rechtsverweigerung und eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r dar.
5.2 Die von der Vorinstanz aus dem festgestellten Sachverhalt gezogenen rechtlichen Schl�sse �berzeugen:
Der Kaufpreis f�r die Liegenschaften wurde einerseits durch eine Bankhypothek (Fr. 900'000.--) und andererseits durch das Verk�uferdarlehen (Fr. 450'000.--) finanziert. Dieses Darlehen ist nicht fiktiv, sondern real und wertm�ssig durch den Kaufgegenstand unterlegt. Es wurde denn auch durch die Beschwerdef�hrerin im Konto Darlehen S.________ unter die Passiven eingestellt (Bilanz per 31. Dezember 2003).
In der Folge nahm die Beschwerdef�hrerin auf diesem Darlehen im Jahr 2005 jedoch R�ckzahlungen vor (Wert per 31. Dezember 2004 Fr. 450'000.--; Wert per 31. Dezember 2005 Fr. 50'877.55). Dies obwohl sie gegen�ber S.________ �ber eine Forderung von Fr. 1,5 Mio. verf�gte und die Voraussetzungen f�r eine Verrechnung (Art. 120 ff. OR) erf�llt waren. Durch den Verzicht hat sie S.________ in Form von Darlehensr�ckzahlungen eine geldwerte Leistung erbracht und den eigenen Ertrag dadurch geschm�lert. Inwiefern die Verrechnung wegen �berschuldung und Steuerschulden von S.________ ausgeschlossen gewesen sein soll, ist nicht ersichtlich und wird durch die Beschwerdef�hrerin nicht dargelegt. Die Verrechnung nach Art. 120 OR kann namentlich auch gegen�ber einer �berschuldeten Person erkl�rt werden. Es ist eine Eigent�mlichkeit der Verrechnung, dass sie dem Gl�ubiger auch Sicherheit gew�hrt, wenn die Forderung bestritten oder der Schuldner illiquid ist (vgl. GUHL/KOLLER, Das Schweizerische Obligationenrecht, 9. Aufl. 2000, � 37 N. 2 S. 297 f.; ALFRED KOLLER, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 3. Aufl. 2009, � 66 N. 25 S. 1065).
5.3 Wohl m�sste an sich erwogen werden, ob die geldwerte Leistung nicht bereits in der Tatsache zu sehen ist, dass die Beschwerdef�hrerin die gegen�ber S.________ erworbene Forderung nicht verbuchte, und zwar weder zum Nominalwert (Fr. 1,5 Mio.) noch zum �bernahmewert (Fr. 900'000.--). Allerdings m�sste auf einer solchen Buchung sofort auch eine Wertberichtigung wegen der Illiquidit�t des Schuldners vorgenommen werden. Eine Aufrechnung der geldwerten Leistung infolge Nichtverbuchung der Forderung w�re somit zwingend mit einer Wertberichtigung verkn�pft. Doch hat die Beschwerdef�hrerin selbst keine Anstalten unternommen, die Forderung gegen�ber S.________ buchm�ssig, geschweige denn buchhalterisch korrekt zu erfassen. Bei dieser Sachlage kann der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden, sie habe Bundesrecht verletzt, wenn sie die Besteuerung der geldwerten Leistung auf den Zeitpunkt des Verzichts auf die Verrechnung (im Jahr 2005) verlegte. Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin liegt darin keine Verletzung des Grundsatzes der periodengerechten Besteuerung und auch kein Widerspruch zum Einspracheentscheid 2003, zumal dort in den Erw�gungen eine Aufrechnung (von damals Fr. 50'877.--) in der Steuerperiode 2005 in Aussicht gestellt wurde.
6.1 Fraglich ist, ob S.________ als eine der Beschwerdef�hrerin nahestehende Person zu qualifizieren ist. Die Vorinstanz hat die Frage bejaht. Sie geht davon aus, dass nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung der Begriff der nahestehenden Person in dem Sinne objektiviert sei, dass vom quantitativen Element (Leistung und Gegenleistung) auf das qualitative Merkmal der Verbundenheit zwischen Gesellschafter und dem Dritten geschlossen werden k�nne. Das ist nur bedingt richtig. Die Ungew�hnlichkeit der Leistung (insbesondere das Missverh�ltnis zwischen Leistung und Gegenleistung im Drittvergleich) ist lediglich ein Indiz (neben anderen), dass die geldwerte Leistung aufgrund pers�nlicher Merkmale, insbesondere einer engen Beziehung zwischen Gesellschaft oder Beteiligungsinhaber und dem beg�nstigten Dritten, erbracht worden ist (Urteile vom 17. September 1976 E. 3a, in: ASA 45 S. 595; A.656/1987 vom 24. November 1988 E. 4). Fehlt der direkte Beweis, muss sich die Annahme, die Leistung sei dem Aktion�r oder einer ihm nahestehenden Person zugekommen, aufgrund der gesamten Umst�nde "gebieterisch aufdr�ngen", so dass eine andere Erkl�rung gar nicht m�glich ist (vgl. BGE 115 Ib 274 E. 9b S. 279). Massgebend ist daher stets eine Gesamtbetrachtung. Allein der Drittvergleich gen�gt f�r diese Annahme nicht. Das wird in einem Teil der Lehre - die im �brigen zu Recht das Erfordernis der besonderen Beziehung zwischen Gesellschaft bzw. dem massgeblich Beteiligten und der beg�nstigten Person hervorhebt - �bersehen (s. die Nachweise bei Br�lisauer/Poltera, in: Schweizerisches Steuerrecht, Band I/2a, 2. Aufl. 2008, N. 133 f. zu Art. 58 DBG).
6.2 Diese Indizien sind vorliegend ohne Weiteres gegeben. Nicht nur ist der Verzicht auf die Geltendmachung der Verrechnung der abgetretenen Forderung von nominal Fr. 1,5 Mio. mit dem Verk�uferdarlehen von Fr. 450'000.-- h�chst ungew�hnlich. Vielmehr weist auch die Beschwerdef�hrerin darauf hin, dass von Anfang an keine Absicht bestanden habe, die von der Credit Suisse zessionsweise erworbene Forderung gegen�ber S.________ geltend zu machen. Auch betont die Beschwerdef�hrer ihre langj�hrigen gesch�ftlichen Beziehungen zu S.________. Dann ist aber unerfindlich, weshalb die Beschwerdef�hrerin nebst der Finanzierung des Kaufpreises der Liegenschaften (�bernahme der neuen Bankhypothek von Fr. 900'000.--; R�ckzahlung des Verk�uferdarlehens von Fr. 450'000.--) f�r die Abtretung der Forderung der Credit Suisse gegen�ber S.________ Fr. 900'000.-- bezahlte. Es m�ssten schon gesch�ftliche Gr�nde f�r den Erwerb der minderwertigen Forderung gegen�ber S.________ von der Credit Suisse durch die Beschwerdef�hrerin und deren Verzicht auf Verrechnung dieser Forderung mit dem Verk�uferdarlehen plausibel gemacht werden, wenn nicht angenommen werden soll, dass der Verzicht auf Geltendmachung der Verrechnung allein aus Gr�nden der Beg�nstigung des Verk�ufers erfolgte.
Daraus ergibt sich, dass die Aufrechnung der geldwerten Leistung zu Recht erfolgte. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Als unterliegende Partei hat die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten zu tragen (Art. 65 und 66 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, dem Steueramt des Kantons Aargau, dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 2. Kammer, und der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.