Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Dresden&Datum=20.06.2007&Aktenzeichen=8%20U%20328/07
Timestamp: 2019-05-26 04:25:58
Document Index: 148289133

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'Art. 14', 'Art. 13', '§ 1', '§ 32', '§ 832', '§ 32', 'Art. 5', '§ 32']

OLG Dresden, 20.06.2007 - 8 U 328/07 - dejure.org
https://dejure.org/2007,9121
OLG Dresden, 20.06.2007 - 8 U 328/07 (https://dejure.org/2007,9121)
OLG Dresden, Entscheidung vom 20.06.2007 - 8 U 328/07 (https://dejure.org/2007,9121)
OLG Dresden, Entscheidung vom 20. Juni 2007 - 8 U 328/07 (https://dejure.org/2007,9121)
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LugÜ Art. 5 Nr. 3; LugÜ Art. 14 Abs. 1; LugÜ Art. 13 Abs. 1; KWG § 1 Abs. 1a Nr. 3; KWG § 32 Abs. 1; BGB § 832 Abs. 2
Internat. Zuständigkeit deutscher Gerichte nach Lugano-Übereinkommen - Erlaubnispflicht nach § 32 KWG für ausländisches Unternehmen
Internationale Entscheidungszuständigkeit deutscher Gerichte nach dem Lugano-Übereinkommen; Grenzüberschreitende Bankgeschäfte oder Finanzdienstgeschäfte eines ausländischen Unternehmens mit im Inland wohnhaften Personen bzw. Verbrauchern; Abschluss eines Vermögensverwaltungsvertrages mit einem schweizer Unternehmen; Schadensersatz aus unerlaubter Handlung und wegen Beratungsfehlern; Abtretung von Ansprüchen und Rechten aus zwei Lebensversicherungsverträgen; Anwendung des Lugano-Übereinkommens auf vertragliche und haustürwiderrufsrechtliche Rückgewähransprüche; Erteilung einer aufsichtsrechtlichen Erlaubnis zur Tätigung von gewerbsmäßigen Finanzgeschäften eines schweizer Unternehmens in Deutschland
Ausländische Finanzdienstleister vor deutschen Gerichten - der Fall MWB
LG Leipzig, 25.01.2007 - 4 O 2115/06
NJ 2007, 509
Dass der Verlust eingetreten ist, beruht damit auf einer eigenwirtschaftlichen bewussten Entscheidung des Klägers, die nicht von der Beklagten veranlasst und durch die ein dem Kläger zuzurechnender eigenständiger Risikobereich eröffnet wurde (vgl. OLG Celle, WM 2003, 325, 331; OLG Dresden, Urteil vom 20. Juni 2007 - 8 U 328/07, juris Rn. 54 - insoweit nicht abgedruckt in IPRspr 2007, Nr. 140, 392, wo der Erwerb veranlasst wurde).
Das Landgericht hat der Klage antragsgemäß durch Verurteilung zur Zahlung von 13.334,39 EUR nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit 22.03.2008 stattgegeben unter Hinweis auf das Urteil des OLG Dresden vom 20.06.2007 (Az. 8 U 328/07, Anl. K7) und dabei seine internationale Zuständigkeit nach Art. 5 Nr. 3 LugÜ bejaht, weil die unerlaubte Finanzdienstleistung am Wohnort des Klägers erbracht und demzufolge dort das schädigende Ereignis eingetreten sei.
Davon ist das Landgericht zu Recht ausgegangen, und dies entspricht etwa auch der Auffassung des OLG Dresden (Urt. v. 20. Juni 2007 - 8 U 328/07, GA 62 ff, 75), des OLG Köln (Beschl. v. 6. August 2007 - 11 U 103/07, GA 90 ff., 91) und des OLG München (…Urt. v. 17. Dezember 2008 - 20 U 3507/08 - GA 94 ff., 106, Urt. v. 24. Mai 2012 - 18 U 4640/11 -, GA 778 ff., 788).
Sie bedarf auch dann einer Erlaubnis nach § 32 KWG, wenn sie im Inland keine Zweigstelle unterhält (OLG Dresden vom 20.06.2007, Az.: 8 U 328/07).