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Timestamp: 2016-10-27 05:08:21
Document Index: 344078389

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 97', 'Art. 98', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 98', 'Art. 103', 'BGE', 'Art. 86', 'Art. 88', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156']

1A.15/2004 (13.07.2004)
1A.15/2004
1P.61/2004/sta
Urteil vom 13. Juli 2004
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch
Advokat Roman Zeller,
Firma Y.________, Beschwerdegegnerin,
Gemeinderat Reinach, 4153 Reinach BL,
Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 29, 4410 Liestal,
Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Poststrasse 3, 4410 Liestal.
Raumzweck�nderung in Wohnzone,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde und staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, vom 24. September 2003.
Mit Eigentumsantritt per 10. Juli 2000 erwarben A.________ und B.________ die in der Wohnzone 2a gelegene Parzelle Nr. 865, ... (Kanton Basel-Landschaft). Am 13. Juli 2000 erteilte der Gemeinderat Reinach die (vorg�ngig von C.________ ersuchte) Baubewilligung f�r einen Anbau und eine Aufstockung des auf der Parzelle gelegenen Einfamilienhauses.
Nach Vollendung der Bauarbeiten teilte X.________ als Eigent�mer der unmittelbar angrenzenden Parzelle Nr. 3304 der Bauverwaltung Reinach mit, dass die Eigent�mer ohne Bewilligung die Firma Y.________ in der Liegenschaft domizilieren. Diese unterh�lt einen Gewerbebetrieb mit dem Gesch�ftszweck der Wasserschadensanierung und Bautrocknungen sowie der Kl�rung und Behebung von Feuchtigkeitsproblemen und bietet hierf�r einen 24-Stunden-Service an.
Auf Veranlassung der Bauverwaltung Reinach stellten A.________ und B.________ am 27. September 2001 ein Gesuch um nachtr�gliche Raumzweck�nderung. Die Zweck�nderung soll die Umnutzung eines Zimmers als B�ro sowie diejenige eines Hobbyraumes und eines Kellerraumes als Lager umfassen.
Gegen das Gesuch erhob u.a. X.________ Einsprache bei der Bauverwaltung Reinach. Am 28. Mai 2002 wies der Gemeinderat Reinach die Einsprache ab. Die nachtr�gliche Baubewilligung wurde erteilt und der Bauherrschaft die Bedingung auferlegt, dass der Betrieb nicht vergr�ssert werden d�rfe und dass er eingestellt werden m�sse, sobald er nach Zonenrecht als st�rend zu bezeichnen ist.
Gegen diesen Entscheid des Gemeinderates Reinach rekurrierte X.________ an die Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft. Nach Durchf�hrung eines Augenscheins wies die Baurekurskommission die Beschwerde mit Entscheid vom 17. Dezember 2002 ab. Die dagegen gerichtete Beschwerde wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, in der Folge mit Urteil vom 24. September 2003 ebenfalls ab, nachdem es seinerseits einen Augenschein durchgef�hrt hatte. Das Kantonsgericht gelangte zum Ergebnis, die mit der Zweck�nderung verbundenen Immissionen verletzten die L�rmgrenzwerte des Bundesumweltschutzrechts nicht. Angesichts des Umstandes, dass es sich um einen nicht st�renden Kleinbetrieb mit geringem Zubringerverkehr handle, sei dieser auch unter st�dtebaulichen Aspekten des kantonalen bzw. kommunalen Rechts sowie bez�glich Verkehrsaufkommen und Verkehrssicherheit als zonenkonform zu beurteilen.
Gegen dieses Urteil des Kantonsgerichts hat X.________ am 30. Januar 2004 beim Bundesgericht in der gleichen Eingabe sowohl Verwaltungsgerichtsbeschwerde wie auch staatsrechtliche Beschwerde eingereicht. Er beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und es sei der Firma Y.________ eine angemessene Frist zur R�umung der Liegenschaft einzur�umen, eventualiter sei die Sache zu neuer Beurteilung an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen. Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf Art. 8 Abs. 1, Art. 9 und Art. 29 Abs. 2 BV. Er macht namentlich geltend, Charakter des Betriebes und Art der Immissionen seien nicht mit einer reinen Wohnzone vereinbar. Aufgrund einer funktionalen Betrachtungsweise geh�re der Betrieb vielmehr in eine Gewerbezone.
Der Gemeinderat Reinach, die Baurekurskommission, das Kantonsgericht sowie die Firma Y.________ als Beschwerdegegnerin haben auf eine Vernehmlassung verzichtet. Das Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) hat sich mit dem sinngem�ssen Antrag auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vernehmen lassen.
Der Beschwerdef�hrer hat von der ihm einger�umten Gelegenheit zur Replik Gebrauch gemacht, an seinen Standpunkten festgehalten und erneut die Gutheissung seiner Beschwerden beantragt.
Der Beschwerdef�hrer hat gegen das Urteil des Kantonsgerichts in ein und derselben Rechtsschrift sowohl Verwaltungsgerichtsbeschwerde als auch staatsrechtliche Beschwerde erhoben, was nach der Praxis zul�ssig ist (vgl. BGE 119 Ib 380 E. 1a S. 382, mit Hinweisen). Es rechtfertigt sich, sie zusammen zu behandeln. Welches Rechtsmittel zul�ssig ist, ob im vorliegenden Fall beide erhobenen Rechtsmittel ergriffen werden k�nnen und in welchem Umfang auf ein zul�ssiges Rechtsmittel eingetreten werden kann, pr�ft das Bundesgericht von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 128 I 46 E. 1a S. 48; 128 II 259 E. 1.1 S. 262, mit Hinweisen).
1.1 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist zul�ssig gegen Verf�gungen, die sich auf �ffentliches Recht des Bundes st�tzen oder h�tten st�tzen sollen (Art. 5 VwVG in Verbindung mit Art. 97 OG), sofern diese von den in Art. 98 OG genannten Vorinstanzen erlassen worden sind und keiner der in Art. 99 ff. OG oder in der Spezialgesetzgebung vorgesehenen Ausschlussgr�nde vorliegt. Dies gilt auch f�r gemischtrechtliche Verf�gungen, die sowohl auf kantonalem wie auch auf Bundesrecht beruhen, falls und soweit die Verletzung von unmittelbar anwendbarem Bundesrecht in Frage steht. Im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind auch auf unselbst�ndiges kantonales Ausf�hrungsrecht zum Bundesrecht gest�tzte Anordnungen zu �berpr�fen sowie auf �brigem kantonalem Recht beruhende Anordnungen, die einen hinreichend engen Sachzusammenhang mit der im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu beurteilenden Frage des Bundesverwaltungsrechts aufweisen. Soweit dagegen dem angefochtenen Entscheid selbst�ndiges kantonales Recht ohne den genannten Sachzusammenhang zum Bundesrecht zugrunde liegt, steht ausschliesslich die staatsrechtliche Beschwerde zur Verf�gung (BGE 128 I 46 E. 1a S. 49; 128 II 259 E. 1.2 S. 262, mit Hinweisen).
Das Kantonsgericht hat im angefochtenen Urteil festgehalten, die streitbetroffene Liegenschaft liege in der Wohnzone 2a und es gelte gem�ss L�rmempfindlichkeitsplan der Einwohnergemeinde Reinach die L�rmempfindlichkeitsstufe 2. In sachverhaltsm�ssiger Hinsicht stellte das Kantonsgericht fest, dass die beim Umladen der Ger�te entstehenden L�rmimmissionen praktisch vernachl�ssigbar seien. Das Gericht habe sich aufgrund des Augenscheins und der Ausf�hrungen der Parteien anl�sslich der Verhandlung davon �berzeugen k�nnen, dass eine Verletzung der L�rmgrenzwerte nicht zur Diskussion stehe. Mit diesen Ausf�hrungen hat sich das Kantonsgericht auf das Umweltschutzrecht des Bundes gest�tzt und eine Verletzung desselben verneint. Insoweit ist grunds�tzlich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zul�ssig.
Soweit die kantonal- bzw. kommunalrechtlichen Begriffe der "St�rung" bzw. des "nicht st�renden Betriebs" den L�rmschutz betreffen, kommt den entsprechenden kantonalen und kommunalen Normen keine selbst�ndige Bedeutung mehr zu (BGE 117 lb 147 E. 2d/cc S. 152 f., mit Hinweisen). Zur R�ge einer Verletzung dieser Normen steht somit grunds�tzlich ebenfalls die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zur Verf�gung.
Im vorliegenden Fall ist keiner der Ausschlussgr�nde von Art. 99 ff. OG erf�llt. Insbesondere geht es nicht um eine Bau- oder Betriebsbewilligung f�r technische Anlagen im Sinne von Art. 99 lit. e OG, da das Kantonsgericht nicht �ber das technische Gen�gen der Betriebsanlagen der Beschwerdegegnerin befunden hat (BGE 115 Ib 456 E. 1b S. 460, mit Hinweis). In diesem Umfang ist die gegen einen Entscheid einer letzten kantonalen Instanz (Art. 98 lit. g OG) gerichtete Verwaltungsgerichtsbeschwerde zul�ssig.
Der Beschwerdef�hrer ist Anst�sser der streitbezogenen Liegenschaft und daher im Sinne von Art. 103 lit. a OG legitimiert, mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde die ihn betreffenden Immissionen als Verletzung des Umweltschutzrechts zu beanstanden.
1.2 Im Weiteren hat das Kantonsgericht gepr�ft, ob die Umnutzung aufgrund des kantonalen und kommunalen Rechts zonenkonform sei. Es ging vom Zonenreglement der Gemeinde Reinach in Verbindung mit dem Normblatt ZR 4/63 der kantonalen Zonenreglement-Normalien aus, welche in der Wohnzone nicht st�rende Betriebe zulassen. Es hielt fest, die vorliegende Umnutzung trete baulich �usserlich nicht in Erscheinung und verf�lsche daher den Wohncharakter nicht. Das Verkehrsaufkommen halte sich in tolerierbaren Grenzen und sei im Vergleich zu den im Normblatt ZR 4/63 "enumerativ aufgez�hlten Beispielen" sogar mit weit weniger Zubringerverkehr verbunden. Auch unter st�dtebaulichen Aspekten sei die Umnutzung als zonenkonform zu beurteilen.
Soweit in diesem Sinne kantonale oder kommunale Bestimmungen �ber die Zul�ssigkeit von "nicht st�renden Betrieben" in Wohnzonen die Frage regeln, ob aus raumplanerischen Gr�nden ein Betrieb am vorgesehenen Ort unter st�dtebaulichen Aspekten (Wahrung des Wohnquartiercharakters) bewilligt werden darf, kommt ihnen neben dem Umweltschutzrecht des Bundes selbst�ndige Bedeutung zu (BGE 117 lb 147 E. 2d/cc S. 152 f., mit Hinweisen). Zur R�ge einer Verletzung derartiger Bestimmungen steht daher nicht die Verwaltungsgerichtsbeschwerde, sondern grunds�tzlich einzig die staatsrechtliche Beschwerde zur Verf�gung. Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen gem�ss Art. 86 OG.
Der Beschwerdef�hrer ist im Sinne von Art. 88 OG zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind im Rahmen von Art. 88 OG Eigent�mer benachbarter Grundst�cke befugt, eine Baubewilligung mit staatsrechtlicher Beschwerde anzufechten, soweit sie eine Verletzung von Bauvorschriften geltend machen, die ausser dem Interesse der Allgemeinheit auch oder in erster Linie dem Schutz der Nachbarn dienen. Zus�tzlich m�ssen sie dartun, dass sie sich im Schutzbereich der Vorschriften befinden und durch die behaupteten widerrechtlichen Auswirkungen der Bauten betroffen sind. Der Umstand, dass ein Beschwerdef�hrer im kantonalen Verfahren Parteistellung hatte, ist f�r das bundesgerichtliche Verfahren nicht ausschlaggebend (BGE 118 Ia 232 E. 1a S. 234; 117 Ia 18 E. 3b S. 19; ZBl 100/1999 S. 136 E. 1b; 102/2001 S. 502 E. 2, mit Hinweisen). - Im vorliegenden Fall beruft sich der Beschwerdef�hrer in erster Linie auf st�dtebauliche (raumplanerische) Bestimmungen und das damit zusammenh�ngende Verkehrsaufkommen. Diese dienen neben den allgemeinen Interessen auch dem Schutz der Nachbarschaft, und als direkter Nachbar der streitigen Liegenschaft wird der Beschwerdef�hrer durch die behaupteten widerrechtlichen Auswirkungen des Betriebes unmittelbar betroffen. Er ist daher zur R�ge der willk�rlichen Auslegung und Anwendung des massgebenden Zonenreglements legitimiert.
1.3 Im vorliegenden Fall sind somit grunds�tzlich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wie auch die staatsrechtliche Beschwerde zul�ssig und im Folgenden zu behandeln.
Gegenstand der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist die Frage, ob das Kantonsgericht im angefochtenen Urteil Umweltschutzrecht des Bundes, insbesondere Bestimmungen, die den L�rmschutz betreffen, verletzt hat.
2.1 Das Kantonsgericht hat sich im angefochtenen Urteil mit den einzelnen L�rmimmissionen befasst, die von dem umstrittenen Gewerbebetrieb ausgehen k�nnten, und insbesondere festgehalten, die beim Umladen der Ger�te entstehenden L�rmimmissionen seien praktisch vernachl�ssigbar, obwohl dies in den heiklen Zeiten am Morgen fr�h und mittags geschehe. Da der Ger�teumschlag in der Regel nur von Einsatzort zu Einsatzort geschehe und die Ger�te selten ins Lager zur�ckgeschoben oder von dort abgeholt werden m�ssten, sei auch die durch den Zubringerverkehr bedingte L�rmst�rung als geringf�gig zu qualifizieren, zumal zus�tzlich zum Betriebsinhaber lediglich ein freier Mitarbeiter w�hrend ca. zwei Tagen besch�ftigt werde. Anl�sslich des Augenscheins sei schl�ssig dargelegt worden, dass ein zweiter Angestellter lediglich durch eine unfallbedingte Arbeitsunf�higkeit des Betriebsinhabers tempor�r zum Einsatz gelangt sei bzw. immer noch gelange. Die Wartungsarbeiten an den Ger�ten bewirkten keine in der Umgebung wahrnehmbaren Immissionen. Das Ausblasen der Filter, woran sich der Beschwerdef�hrer erheblich gest�rt habe, werde nunmehr andernorts ausgef�hrt und die demontablen Filter der Trocknungsger�te w�rden in der Waschk�che ausgesp�lt oder in der Haushaltwaschmaschine gewaschen. Abgesehen vom sporadischen Be- und Entladen und dem Zubringerverkehr seien somit keine weitern L�rmquellen gegeben. Ferner habe sich schl�ssig ergeben, dass die Liegenschaft nur dann mit Lastwagen angefahren werde, wenn alte Ger�te durch neue ersetzt werden m�ssten, was selten geschehe und daher unter L�rmaspekten keine Bedenken hervorrufe. Der von der Beschwerdegegnerin angebotene 24-Stunden-Service f�hre ebenfalls kaum zu zus�tzlichen Immissionen. �blicherweise w�rden lediglich Sofortmassnahmen am betroffenen Ort ergriffen, eine zus�tzliche Belastung der Nachbarschaft in den l�rmempfindlicheren Zeiten von 22 bis 7 Uhr und an Sonn- und Feiertagen sei nicht zu bef�rchten.
2.2 Diese gerichtlichen Feststellungen des Sachverhalts binden das Bundesgericht (Art. 105 Abs. 2 OG). Der Beschwerdef�hrer bestreitet diese Feststellungen letztlich nicht und widerspricht insbesondere auch der Feststellung des Kantonsgerichts nicht, er habe anl�sslich der Parteiverhandlung selbst einger�umt, dass eine Verletzung der L�rmgrenzwerte nicht vorliegt. Nachdem f�r die streitbezogene Liegenschaft die L�rmempfindlichkeitsstufe 2 massgebend und diese somit unbestrittenermassen eingehalten ist, verletzt die Bewilligung des umstrittenen Betriebes das Umweltschutzrecht des Bundes nicht.
Ebenso wenig ist das massgebende Zonenreglement verletzt, soweit mit der Beschr�nkung der Zul�ssigkeit von Gewerbebetrieben auf "nicht st�rende" Betriebe in der Wohnzone 2a der Schutz der Wohnbev�lkerung vor L�rmimmissionen gew�hrleistet werden soll, welche von Gewerbebetrieben ausgehen. Das Kantonsgericht hat die Einhaltung der kantonalen bzw. kommunalen Zonenvorschriften nur unter dem Gesichtswinkel der st�dtebaulichen (raumplanerischen) Aspekte und der Verkehrssicherheit gepr�ft. Selbst wenn diese Vorschriften auch den Wohncharakter beeintr�chtigende L�rmimmissionen zum Gegenstand h�tten, wie der Beschwerdef�hrer jedenfalls sinngem�ss geltend machen will, w�ren diese nicht geeignet, �ber das Umweltschutzrecht hinausgehende L�rmimmissionsgrenzen zu begr�nden.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich daher als unbegr�ndet und ist abzuweisen.
Soweit die Zonenvorschriften st�dtebauliche (raumplanerische) und verkehrstechnische Aspekte zum Gegenstand haben, beruhen sie nicht auf Bundesumweltschutzrecht, sondern auf origin�ren kantonalen bzw. kommunalen Rechtsetzungskompetenzen auf dem Gebiet der Ortsplanung (BGE 117 Ib 147 E. 2d/cc S. 153, mit Hinweisen). Das Kantonsgericht hat aufgrund solchen kantonalen bzw. kommunalen Rechts gepr�ft, ob die Umnutzung der streitbezogenen Liegenschaft zonenkonform ist. Die dagegen erhobenen R�gen sind, wie dargetan, im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren zu pr�fen.
3.1 In st�dtebaulicher (raumplanerischer) Hinsicht und bez�glich der Verkehrssicherheit hat das Kantonsgericht festgestellt, die vorliegende Umnutzung trete baulich �usserlich nicht in Erscheinung und verf�lsche daher den Wohncharakter nicht. Das Verkehrsaufkommen halte sich in tolerierbaren Grenzen und sei im Vergleich zu den im Normblatt ZR 4/63 der kantonalen Zonenreglement-Normalien "enumerativ als Beispiele aufgez�hlten" kleineren L�den, kleineren B�robetrieben und Etagengesch�ften sogar mit weit weniger Zubringerverkehr verbunden. Ohnehin sei zu ber�cksichtigen, dass sich die Liegenschaft nicht in einem besonders ruhigen Wohnquartier befinde, sondern an einer verkehrsreichen Strasse, weshalb der zus�tzlich durch den Gewerbebetrieb entstehende motorisierte Verkehr und das Parkieren der Fahrzeuge anders zu bewerten sei als dies in einem sehr ruhigen Quartier der Fall w�re. Der 24-Stunden-Service werde kaum in Anspruch genommen, sodass auch w�hrend der sensiblen Nachtzeiten und an Sonn- und Feiertagen keine Auswirkungen auf die Wohnqualit�t zu bef�rchten seien. Die einzige mit dem vorliegenden Kleinbetrieb verbundene atypische Immission bestehe im Ausblasen der Filter, was aber gem�ss Zusicherung der Beschwerdegegnerin zwischenzeitlich andernorts geschehe. Die Umnutzung sei somit auch unter st�dtebaulichen Aspekten als zonenkonform zu betrachten.
Demgegen�ber wiederholt der Beschwerdef�hrer im bundesgerichtlichen Verfahren seine bereits im kantonalen Verfahren vorgetragene Darstellung, wonach ein 24-Stunden-Service angeboten werde, ein Warenumschlag mit mehreren Fahrzeugen w�hrend des ganzen Tages, vor allem aber in den f�r Wohnzonen sensiblen Zeiten am fr�hen Morgen, �ber Mittag und am Abend stattfinde, neben dem Betriebsinhaber zwei weitere Mitarbeiter teilzeitbesch�ftigt seien und die Anlieferung neuer Ger�te mit Lastwagen erfolge, die f�r das Be- und Entladen das �ffentliche Strassenareal beanspruchten.
Soweit der Beschwerdef�hrer mit diesen Ausf�hrungen die Sachverhaltsfeststellungen des Kantonsgerichts in Frage stellen und diese als verfassungswidrig bezeichnen will, kann auf seine staatsrechtliche Beschwerde nicht eingetreten werden. Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG ist in der Beschwerdeschrift darzulegen, welche verfassungsm�ssigen Rechte als verletzt betrachtet werden und inwiefern dies der Fall sein soll. Wird Willk�r geltend gemacht, ist im Einzelnen aufzuzeigen, inwiefern das angefochtene Urteil offensichtlich unhaltbar sein soll, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder sonst in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft bzw. sich auf keinen vern�nftigen Grund st�tzen l�sst (vgl. zum Willk�rbegriff BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; 129 I 49 E. 4 S. 57; 127 I 54 E. 2b S. 56). Den Begr�ndungsanforderungen gen�gt nicht, wer ohne Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid lediglich seine Sicht der Dinge derjenigen der kantonalen Beh�rden gegen�berstellt oder rein appellatorische Kritik �bt.
Im vorliegenden Fall setzt sich der Beschwerdef�hrer mit den sachverhaltlichen Ausf�hrungen des Kantonsgerichts nicht auseinander und legt nicht in der beschriebenen Weise dar, dass und inwiefern diese vor dem Willk�rverbot nach Art. 9 BV nicht standzuhalten verm�chten. Insoweit kann daher auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.
3.2 Der Beschwerdef�hrer wirft dem Kantonsgericht vor, es habe den (Teil-)Gehalt des Normblatts ZR 4/63 der kantonalen Zonenreglement-Normalien missachtet, indem es den Betrieb der Beschwerdegegnerin in einer Wohnzone erlaubt habe. Er macht geltend, ZR 4/63 wolle "auf eine geordnete Bodenordnung hinlenken und festlegen, ob und in welchem Rahmen bestimmte Betriebe von vorneherein und generell - als Kategorie - zonenwidrig sind." Der Beschwerdef�hrer betont, der Charakter des Betriebes der Beschwerdegegnerin und die Art der Immissionen seien nicht mit einer reinen Wohnzone vereinbar. Einerseits habe der Betrieb keinen funktionalen Bezug zur reinen Wohnzone und andererseits stehe die Art der Immission in krassem Widerspruch zur Wohnzone.
Gem�ss dem Normblatt ZR 4/63 der kantonalen Zonenreglement-Normalien, auf das sich das Kantonsgericht gest�tzt hat, sind in Zonen mit reinem Wohnbau nicht st�rende Kleinbetriebe mit geringem Zubringerverkehr zugelassen. In der �usseren Form und Fassadengestaltung darf vom Wohnbaucharakter nicht abgewichen werden. Als Beispiele werden genannt: Kleinere L�den, kleinere B�robetriebe, Etagengesch�fte. Diese Regelung steht in Einklang mit � 21 Abs. 1 des kantonalen Raumplanungs- und Baugesetzes (RBG) vom 8. Januar 1998, wonach Wohnzonen Gebiete umfassen, die in erster Linie der Wohnnutzung vorbehalten sind. Zugelassen sind in den Wohnzonen gem�ss � 21 Abs. 1 RBG auch nicht st�rende Betriebe, deren Bauweise der Zone angepasst ist.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers gehen weder die Zonenvorschriften der Gemeinde Reinach noch das Normblatt ZR 4/63 von bestimmten Gewerbekategorien aus. Die Aufz�hlung von in der Wohnzone zul�ssigen nicht st�renden Betrieben (kleinere L�den, kleinere B�robetriebe und Etagengesch�fte) ist, wie das Kantonsgericht festgehalten hat, exemplifikatorisch. Betriebe, die nicht unter diese Beispiele fallen, sind somit durch das Zonenreglement nicht von vorneherein ausgeschlossen. Es ist vielmehr im Einzelfall zu pr�fen, ob verglichen mit den Immissionen, die normalerweise von den beispielhaft aufgez�hlten Betrieben ausgehen, ein konkreter Betrieb noch als nicht st�rend und damit in der Wohnzone zul�ssig betrachtet werden kann.
Insbesondere l�sst sich weder den Zonenvorschriften der Gemeinde Reinach noch dem Normblatt ZR 4/63 entnehmen, dass ein nicht st�render Betrieb in der Wohnzone nur dann zul�ssig sein soll, wenn er eine funktionale Bindung zur Wohnzone hat, das heisst, wenn er der Versorgung der Wohnbev�lkerung mit G�tern des t�glichen Bedarfs dient. Auch � 21 Abs. 1 RBG, wonach Wohnzonen Gebiete umfassen, die in erster Linie der Wohnnutzung vorbehalten sind, verlangt f�r die Zulassung nicht st�render Betriebe in Wohnzonen nur, dass deren Bauweise der Zone angepasst ist. F�r die Zul�ssigkeit eines nicht st�renden Betriebs in einer Wohnzone wird somit kein funktionaler Sachzusammenhang verlangt. Die im Normblatt ZR 4/63 der kantonalen Zonenreglement-Normalien als Beispiel eines nicht st�renden Betriebs u.a. genannten kleineren B�robetriebe zeigen im Gegenteil, dass die massgeblichen Bestimmungen eine funktionale Betrachtungsweise nicht vorschreiben; auch kleinere B�robetriebe dienen h�ufig nicht dem t�glichen Bedarf der Bev�lkerung und stehen nicht in einem direkten funktionalen Sachzusammenhang zur Wohnzone. Daran �ndert der Umstand nichts, dass das Bundesgericht mit Blick auf Art. 3 Abs. 3 lit. a RPG die funktionale Betrachtungsweise der Z�rcher Beh�rden als ohne weiteres vertretbar bezeichnet hat, wonach in der Wohnzone nur Gewerbe zugelassen werden, die der t�glichen Versorgung der Bewohner dienen (BGE 117 lb 147 E. 5b S. 154). Dies heisst jedoch nicht, dass die Zulassung eines nicht dem t�glichen Bedarf der Bev�lkerung dienenden Betriebs in einer Wohnzone als willk�rlich angesehen werden m�sste, insbesondere wenn das massgebliche Zonenreglement eine solche funktionale Betrachtungsweise nicht vorschreibt. Bei dieser Sachlage kann dem Kantonsgericht eine schlechterdings unhaltbare Auslegung und Anwendung des kantonalen Rechts nicht vorgehalten werden, wenn es sich keiner streng funktionalen Betrachtungsweise bediente und den umstrittenen Betrieb nicht allein deshalb als zonenwidrig erkl�rt hat, weil er nicht dem t�glichen Bedarf der Bev�lkerung dient.
Das Kantonsgericht pr�fte unter den Aspekten des St�dtebaus und der Verkehrssicherheit, ob (selbst�ndiges) kantonales Recht durch den Betrieb der Beschwerdegegnerin verletzt werde. Der Beschwerdef�hrer kritisiert dies mit dem Hinweis, durch ein solches Vorgehen w�rden die raumplanerischen �berlegungen des Zonenreglements betreffend funktionaler Zuordnung von Betrieben zu einzelnen Zonen in stossender Weise auf die Verkehrssicherheit und den Baustil reduziert. Dabei �bersieht der Beschwerdef�hrer, dass das vorliegend massgebende Zonenreglement in der Wohnzone 2a nicht st�rende Betriebe tats�chlich zul�sst und keine funktionale Zuordnung von Betriebskategorien zu einzelnen Zonen vornimmt. Die im Normblatt ZR 4/63 der kantonalen Zonenreglement-Normalien aufgez�hlten kleineren L�den, kleineren B�robetriebe oder Etagengesch�fte durfte das Kantonsgericht ohne Willk�r als Beispiele f�r in Wohnbauzonen zul�ssige nicht st�rende Betriebe verstehen und dieser Aufz�hlung keinen abschliessenden oder ausschliesslichen Charakter beimessen. Die Auffassung des Beschwerdef�hrers, das Zonenreglement gehe von Gewerbekategorien aus, findet in demselben keine St�tze.
Der Beschwerdef�hrer wirft dem Kantonsgericht unter Hinweis auf andere Urteile derselben Instanz eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebotes im Sinne von Art. 8 Abs. 1 BV vor.
4.1 Das Kantonsgericht hat im angefochtenen Urteil Bezug genommen auf ein eigenes Urteil vom 16./23. August 1995, welches das Bundesgericht mit Entscheid vom 20. August 1996 (1A.319/1995) gesch�tzt hatte. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Kantonsgericht sei im angefochtenen Urteil von seiner in jenem Entscheid angewendeten Praxis abgewichen. Da der Beschwerdef�hrer jedoch selbst erkl�rt, die vorliegende Sache sei mit jenem Entscheid, der ein Lager in der Kernzone betraf, nicht vergleichbar, kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Das in Art. 8 Abs. 1 BV verankerte Gleichbehandlungsgebot wird nicht verletzt, wenn nicht miteinander vergleichbare Situationen unterschiedlich beurteilt und behandelt werden. Es ist daher auch nicht zu pr�fen, ob das Kantonsgericht tats�chlich eine Praxis�nderung vorgenommen habe und ob diese unter dem Gesichtswinkel von Rechtssicherheit und Rechtsgleichheit mit Art. 8 Abs. 1 BV vereinbar sei (vgl. BGE 125 II 152 E. 4c/aa S. 162, mit Hinweisen).
4.2 Der Beschwerdef�hrer hat sich im bundesgerichtlichen Verfahren �berdies auf ein Urteil des Kantonsgerichts vom 19. November 2003 bezogen und dieses eingereicht. In diesem Entscheid verneinte das Kantonsgericht die Zonenkonformit�t eines Autotuning-Betriebes in einer Wohnzone mit der Begr�ndung, es sei keine funktionale Bindung zwischen dem betreffenden Betrieb und den Bed�rfnissen der Wohnzone gegeben, da dieser Betrieb die Wohnbev�lkerung nicht mit G�tern des t�glichen Bedarfs versorge. Ob die Zonenkonformit�t auch aufgrund weiterer Kriterien wie z.B. aufgrund des durch den Betrieb verursachten Kundenverkehrs zu verneinen w�re, liess das Kantonsgericht in jenem Entscheid offen.
Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren ist die Rechtslage massgebend, wie sie im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides bestand. Seither eingetretene Umst�nde oder Tatsachen k�nnen grunds�tzlich nicht ber�cksichtigt werden (BGE 121 I 367 E. 1b S. 370, mit Hinweisen). Es kann daher nicht gepr�ft werden, ob der angefochtene Entscheid vom 24. September 2003 im Lichte des Urteils vom 19. November 2003, soweit die Sachlage �berhaupt als vergleichbar zu bezeichnen w�re, als rechtsungleich oder gar als willk�rlich erscheinen k�nnte.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen und auch die staatsrechtliche Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann.
Bei diesem Ausgang hat der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG). Eine Parteientsch�digung ist nicht zuzusprechen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Gemeinderat Reinach, der Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft und dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, sowie dem Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 13. Juli 2004