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Timestamp: 2016-10-24 07:10:56
Document Index: 39955000

Matched Legal Cases: ['Art. 69', 'Art. 132', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 159', 'Art. 135']

U 317/06 (16.08.2007)
U 317/06
Helsana Versicherungen AG, Z�richstrasse 130, 8600 D�bendorf, Beschwerdef�hrerin,
S.________, 1964, Beschwerdegegnerin,
vertreten durch F�rsprecher Daniel Wyssmann, Theaterplatz 8, 3011 Bern.
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Freiburg vom 27. April 2006.
A. S.________, geboren 1964, ist alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und war teilzeitlich als Nachtwache im Heim X.________ sowie als Ambulanzfahrerin im Zentrum Y.________ erwerbst�tig. In ihrer T�tigkeit f�r das Heim X.________ war sie bei der "La Suisse" Unfall-Versicherungs-Gesellschaft (heute: Helsana Versicherungen AG; nachfolgend: Helsana oder Beschwerdef�hrerin) gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Am 11. Juli 1998 erlitt sie w�hrend den Ferien als Mitfahrerin auf dem R�cksitz in einem Auto am Ende eines Staus auf der Autobahn im Ausland infolge einer Auffahrkollision eine Distorsion der Halswirbels�ule (HWS). Gem�ss dem auf der Unfallstelle von beiden beteiligten Personenwagen-Lenkern unterzeichneten Unfallprotokoll wurde beim Fahrzeug, in welchem die Versicherte sass, nicht nur die ganze Heckseite eingedr�ckt, sondern auch die linke T�re hinten derart verzogen, dass sie sich nicht mehr �ffnen liess. An der Karosserie fanden sich auch Stauchungszeichen auf dem Dach des Autos. Obwohl am Unfallort ein Ambulanzfahrzeug eintraf, zog es die Versicherte vor, sich im eigenen Auto zum Feriendomizil fahren zu lassen. Nach dortiger Ankunft meldete sie sich bei einem Allgemeinmediziner, welcher sie umgehend ins Spital A.________ einwies. Am 15. Juli 1998 wurde sie mit der Schweizerischen Rettungsflugwacht (REGA) repatriiert und in die Neurochirurgische Klinik des Spitals P.________ eingeliefert, von wo aus sie am 17. Juli 1998 zur Rehabilitation ins Spital G.________ verlegt wurde. Gem�ss Bericht vom 11. August 1998 diagnostizierten die behandelnden �rzte des Spitals G.________ ein "HWS-Distorsionstrauma mit Kontusion des Halsmarks" und �berwiesen die Versicherte am 13. August 1998 zur Fortsetzung der Rehabilitation in die Klinik B.________, wo sie bis zum 23. September 1998 in station�rer Behandlung blieb.
Die Helsana �bernahm die Heilbehandlung und erbrachte ein Taggeld. Nach Eintreffen der polydisziplin�ren Expertise des Zentrums f�r Medizinische Begutachtung (ZMB) vom 27. Januar 2000 (nachfolgend: ZMB-Gutachten 1) stellte die Helsana gest�tzt auf den vertrauens�rztlichen Bericht vom 18. Mai 2000 s�mtliche Versicherungsleistungen ab 1. M�rz 2000 ein (Verf�gung vom 1. November 2000). Auf Einsprache hin hob die Helsana jedoch am 2. Februar 2001 die Verf�gung vom 1. November 2000 wieder auf.
Nach Einholung weiterer Arztberichte, einem station�ren Aufenthalt der Versicherten im Zentrum R.________ vom 5. Juni bis 3. Juli 2001 und einer erneuten Exploration im ZMB vom 27. bis 31. Oktober 2003 (das Gutachten datiert vom 11. Dezember 2003 [nachfolgend: ZMB-Gutachten 2]) verf�gte die Helsana am 12. August 2004 den folgenlosen Fallabschluss per 31. Juli 2004 und forderte "die �berentsch�digung nach Art. 69 ATSG sowie die ausbezahlte Akontointegrit�tsentsch�digung" im Umfang von Fr. 68'999.- zur�ck. Auf Einsprache hin verzichtete die Helsana auf die Geltendmachung der R�ckerstattungsforderung und hielt im �brigen an der Verf�gung vom 12. August 2004 fest (Einspracheentscheid vom 29. April 2005).
Die hiegegen erhobene Beschwerde der S.________ hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg, Sozialversicherungsgerichtshof, mit Entscheid vom 27. April 2006 - soweit es auf die Beschwerde eintrat - gut, hob den Einspracheentscheid vom 29. April 2005 auf und wies die Sache zur Festsetzung der gesetzlichen Leistungen an die Helsana zur�ck.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die Helsana die Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheids.
W�hrend S.________ und die Vorinstanz auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) auf eine Vernehmlassung.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz �ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Damit wurden das Eidgen�ssische Versicherungsgericht und das Bundesgericht in Lausanne zu einem einheitlichen Bundesgericht (an zwei Standorten) zusammengef�gt (Seiler/von Werdt/G�ngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 10 Rz 75) und es wurde die Organisation und das Verfahren des obersten Gerichts umfassend neu geregelt. Dieses Gesetz ist auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Da der kantonale Gerichtsentscheid am 27. April 2006 und somit vor dem 1. Januar 2007 erlassen wurde, richtet sich das Verfahren nach dem bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetz �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 (vgl. BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin �ber den mit angefochtenem Entscheid best�tigten Fallabschluss zum 31. Juli 2004 hinaus Anspruch auf gesetzliche Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld, Invalidenrente oder Integrit�tsentsch�digung) der obligatorischen Unfallversicherung hat.
Nach Aktenlage steht fest und ist unbestritten, dass zwischen dem Unfall vom 11. Juli 1998, bei welchem die Versicherte ein Schleudertrauma der HWS mit dem daf�r typischen Beschwerdebild (vgl. dazu BGE 117 V 359 E. 4b S. 360) erlitten hat, und den anhaltenden Beschwerden ein nat�rlicher Kausalzusammenhang gegeben ist. Streitig und zu pr�fen ist hingegen die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs. W�hrend die Vorinstanz diese nach Massgabe der in BGE 117 V 359 E. 6a S. 367 publizierten Kriterien gepr�ft und bejaht hat, geht die Helsana davon aus, seit Ende Januar 2000 beschr�nkten sich die gesundheitlichen Beeintr�chtigungen auf psychiatrische und psychosomatische Befunde, was die Anwendung der bei psychischen Fehlentwicklungen relevanten Rechtsprechung gem�ss BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140 rechtfertige. Daraus folge, dass die Ad�quanz des Kausalzusammenhanges zwischen Unfall und den ab 31. Juli 2004 geklagten Beschwerden verneint werden m�sse.
5.1 Die Ad�quanzbeurteilung nach einem Unfall mit HWS-Schleudertrauma (ohne organisch [hinreichend] nachweisbare Funktionsausf�lle) hat grunds�tzlich nach der in BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 und 369 E. 4b S. 382 dargelegten Rechtsprechung zu erfolgen, sofern innerhalb einer Latenzzeit von h�chstens 72 Stunden Kopf- oder Nackenschmerzen auftreten (RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29 f. E. 5e, U 264/97) und sich in der Folge das f�r derartige Verletzungen charakteristische Beschwerdebild (dazu BGE 119 V 335 E. 1 S. 338) zeigt (vgl. BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103). Ergeben die Abkl�rungen, dass die versicherte Person eine der soeben erw�hnten Verletzungen erlitten hat, dass die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung geh�renden Beeintr�chtigungen (vgl. dazu: BGE 119 V 335 E. 1 S. 337, 117 V 359 E. 4b S. 360) zumindest teilweise vorliegen, und dass diese im Vergleich zur psychischen Problematik nicht ganz in den Hintergrund treten, erfolgt die Beurteilung der Ad�quanz gem�ss den in BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 und 369 E. 4b S. 382 festgelegten Kriterien (BGE 123 V 98 E. 2a S. 99 mit Hinweisen).
5.2 Nicht zul�ssig ist es, l�ngere Zeit nach einem Unfall, wenn die zum typischen Beschwerdebild geh�renden physischen Beschwerden weitgehend abgeklungen sind, die psychische Problematik aber fortbesteht, diese fortan nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen zu beurteilen, w�hrend sie in einem fr�heren Stadium, als das typische Beschwerdebild noch ausgepr�gt war, nach der Schleudertrauma-Praxis beurteilt worden w�re. Vielmehr ist in einem solchen Fall zu pr�fen, ob im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt die physischen Beschwerden gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind. Nur wenn dies zutrifft, ist die Ad�quanz nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) zu beurteilen (RKUV 2002 Nr. U 465 S. 439 E. 3b, U 164/01).
Das kantonale Gericht hat gest�tzt auf eine ausf�hrliche und sorgf�ltige W�rdigung der umfangreichen medizinischen Unterlagen zutreffend erkannt, dass weder unmittelbar nach dem Unfall noch �ber einen l�ngeren Zeitraum danach eine psychische Erkrankung die ausgepr�gt vorhandenen typischen Symptome nach Schleudertrauma �berlagert hatte. Das bunte Beschwerdebild war immer vorhanden. Die physischen Beschwerden spielten im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt keine unbedeutende Rolle. In den Akten fehlen Anhaltspunkte daf�r, dass die Beschwerdegegnerin vor dem 11. Juli 1998 an behandlungsbed�rftigen R�ckenschmerzen und/oder einer psychischen Problematik gelitten h�tte. Soweit der Unfall mit Blick auf das im Spital G.________ diagnostizierte "HWS-Distorsionstrauma mit Kontusion des Halsmarks" gem�ss ZMB-Gutachten 1 (S. 24) "m�glicherweise [...] zu einer vor�bergehenden Verschlimmerung der Diskushernie, eventuell auch zu einer bleibenden Verschlimmerung gef�hrt" hat, ist festzuhalten, dass die "m�glicherweise vorbestehende" (ZMB-Gutachten 1 S. 23) Diskushernie C5/6 jedenfalls bis zum 11. Juli 1998 asymptomatisch war und keinerlei Beschwerden verursacht hatte. Die Spezial�rzte vermochten denn auch die Frage nach dem Erreichen des Status quo ante vel sine ausdr�cklich nicht zu beantworten (ZMB-Gutachten 1 S. 24). Der Krankheitsanamnese des ZMB-Gutachtens 1 (S. 8) ist zudem zu entnehmen, dass die Versicherte im Dezember 1998 infolge einer Schwindelattacke - bei seit dem Unfall anhaltenden Schwindelst�rungen - eine Treppe hinunterst�rzte, danach vermehrt unter Kopf- und Nackenschmerzen litt, sodann �ber eine Schmerzhaftigkeit der ganzen Wirbels�ule klagte und einige Tage sp�ter eine akute Harnverhaltung auftrat. Die seit Dezember 1998 persistierende Blasenentleerungsst�rung unklarer �tiologie steht zwar laut ZMB-Gutachten 1 (S. 15) nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit in einem direkten urs�chlichen Zusammenhang mit dem Unfall vom 11. Juli 1998, doch kommt "als m�gliche Ursache [...] die medikament�se antidepressive Therapie in Frage". Lag das K�rpergewicht der Beschwerdegegnerin beim Aufenthalt im Spital G.________ gem�ss Bericht vom 11. August 1998 noch bei konstant knapp 80 Kilogramm, so nahm sie bis Oktober 2003 um 23 Kilogramm zu. Die mit dem ZMB-Gutachten 2 (S. 25) diagnostizierten "St�rungen durch Opioide (erheblicher Tramal-Abusus)" f�hrten - neben psychosomatischen Ursachen - bei der neuropsychologischen Testung zu derart schlechten Resultaten, dass diese nicht verwertbar waren. Zus�tzlich zur persistierenden Blasenentleerungsst�rung, welche die Versicherte zweimal t�glich selber katheterisieren muss, leidet sie seit dem Unfall anhaltend unter Nackenschmerzen, Schmerzen im Hinterkopf mit Ausstrahlungen in beide Arme, Par�sthesien in den Fingern III-V beidseits, Kraftlosigkeit in beiden Armen und H�nden, nebst Konzentrations- und Durchschlafst�rungen sowie Schwindel. Auf Grund der medizinischen Unterlagen ist die Schmerzproblematik nicht allein auf psychische Ursachen zur�ckzuf�hren. Auch wenn sich die alleinerziehende Mutter von zwei Kindern aus erster Ehe bereits 2002 (ein Jahr nach erneuter Heirat) wieder von ihrem zweiten Ehemann trennte, kann nicht gesagt werden, eine psychosoziale Krisensituation habe die somatischen Unfallfolgen vollst�ndig in den Hintergrund gedr�ngt. F�r die Ad�quanz ist daher die Rechtsprechung gem�ss BGE 117 V 359 massgebend.
7.1 Die Vorinstanz hat das Unfallereignis vom 11. Juli 1998 dem mittleren Bereich im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen zugeordnet, was auf Grund der Akten nicht zu beanstanden ist (vgl. RKUV 2003 Nr. U 489 S. 360 E. 4.2 mit Hinweisen, U 193/01) und die Beschwerdef�hrerin zu Recht nicht bestreitet. Die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs ist demnach zu bejahen, falls ein einzelnes der unfallbezogenen Kriterien (besonders dramatische Begleitumst�nde oder besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung; Dauerbeschwerden; �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit) in besonders ausgepr�gter Weise gegeben ist oder die zu ber�cksichtigenden Kriterien insgesamt in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sind (BGE 117 V 359 S. 367 f.). Im gesamten mittleren Bereich kann ein einziges Kriterium gen�gen, wenn es in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist. Trifft dies nicht zu, m�ssen bei einem Unfall im mittleren Bereich, der dem Grenzbereich zu den leichten Unf�llen zuzuordnen ist, die weiteren zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sein (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367).
7.2.1 Der Unfall vom 11. Juli 1998 ereignete sich weder unter dramatischen Begleitumst�nden noch ist er als besonders eindr�cklich zu bezeichnen.
7.2.2 Was sodann das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen anbelangt, vermag zwar die Diagnose eines Schleudertraumas dieses f�r sich allein nicht zu begr�nden. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der f�r ein Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umst�nde (wie etwa eine ung�nstige K�rperhaltung; vgl. RKUV 1998 Nr. U 297 S. 245 E. 3c, U 16/97), welche das Beschwerdebild beeinflussen k�nnen (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 348/03 vom 7. Juli 2004, E. 4.2 mit Hinweis). Die Versicherte litt sofort nach dem Unfall an Schwindel, Benommenheit, �belkeit und Erbrechen, Schlafst�rung und Depression sowie Spontanschmerzen im Nacken mit Ausstrahlungen in Schultern und Arme. Der R�cktransport vom Unfallort im Ausland in die Schweiz erforderte den Einsatz der REGA. Anl�sslich des station�ren Aufenthalts im Spital G.________ vom 17. Juli bis 13. August 1998 wurde neben der HWS-Distorsion unter anderem auch eine Kontusion des Halsmarks diagnostiziert. Infolge der unfallbedingten Schwindelattacken kam es zudem im Dezember 1998 zu einem Treppensturz mit seither anhaltend geklagten Kreuzschmerzen sowie einer anschliessend aufgetretenen persistierenden Blasenentleerungsst�rung. Unter diesen Umst�nden und in Anbetracht der erheblichen Auswirkungen auf den Alltag und die Pers�nlichkeit der Beschwerdegegnerin (vgl. BGE 117 V 359 S. 369) ist das erw�hnte Kriterium als erf�llt zu betrachten. Offen bleiben kann, ob und allenfalls inwieweit die HWS-Distorsion durch die K�rperhaltung im Zeitpunkt der mechanischen Einwirkung beeinflusst wurde und namentlich ob die Kopfst�tze den Aufprall auffangen konnte.
7.2.3 Bez�glich der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung ist eine Behandlungsbed�rftigkeit w�hrend zwei bis drei Jahren nach einem Schleudertrauma der HWS oder �quivalenten Verletzungen mit �hnlichem Beschwerdebild noch als in einem �blichen Rahmen liegend zu betrachten (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 462/04 vom 13. Februar 2006, E. 2.4.3 mit Hinweisen). Der noch am Unfalltag am Feriendomizil im Ausland aufgesuchte Arzt wies die Versicherte umgehend ins Spital A.________ ein. Nach der Repatriierung mit der REGA folgten in der Schweiz ohne Unterbruch weitere station�re Aufenthalte im Spital P.________, im Spital G.________ sowie in der Klinik B.________ mit einer Gesamtdauer von fast zweieinhalb Monaten. Am 5. Juni 2001 trat die Beschwerdegegnerin zu einem vierw�chigen station�ren Rehabilitationsaufenthalt ins Zentrum R.________ ein. Gem�ss ZMB-Gutachten 2 (S. 10) liess sie sich im Oktober 2003 - mehr als f�nf Jahre nach dem Unfall - noch immer alle zwei Wochen von ihrem Hausarzt neuraltherapeutisch behandeln. Zudem sei sie bei T.________ in psychotherapeutischer Behandlung und nehme regelm�ssig verschiedene Medikamente (Tramal, Tryptizol, Novalgin, Celebrex, Paspertin und Nexium) ein. Monatlich einmal reise sie zur �rztlichen Kontrolle der Behandlung mit TENS-Ger�t ins Zentrum R.________. �berdies erhalte sie einmal w�chentlich Physiotherapie, Lymphdrainage und Craniosacraltherapie. Seit dem Unfall kam es aktenkundig zu keinem dauerhaft behandlungsfreien Intervall. Unter diesen Umst�nden ist mit der Vorinstanz eine f�nf Jahre �bersteigende und damit ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung klar zu bejahen.
7.2.4 Von einer �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, ist nichts bekannt. Offen bleiben kann, ob eine allenfalls zu langzeitige Verabreichung von Tramal zu dem im ZMB-Gutachten 2 (S. 28) beschriebenen "ganz erheblichen Abusus" dieses Opioides gef�hrt hat.
7.2.5 Gem�ss den Berichten des Zentrums R.________ vom 3. Juni 2003 und des Spitals P.________ (Psychosomatik) vom 21. April 2004 leidet die Versicherte bei einem Status nach HWS-Distorsionstrauma 1998 unter anderem an einem chronifizierten generalisierten Schmerzsyndrom bei ununterbrochen anhaltenden Nacken- und Kopfschmerzen mittlerer bis starker Intensit�t. In W�rdigung dieser Sachlage ist das Kriterium der Dauerbeschwerden gegeben.
7.2.6 Es muss zudem von einem schwierigen Heilungsverlauf ohne nachhaltige Besserung des Beschwerdebildes ausgegangen werden. Trotz aufw�ndiger Therapien konnte keine wesentliche Verbesserung des Gesundheitsschadens erreicht werden. Der Heilungsverlauf kann sich als schwierig erweisen, auch wenn dabei keine erheblichen Komplikationen auftreten. Die Kriterien des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen m�ssen nicht kumulativ erf�llt sein (vgl. auch BGE 117 V 359 E. 7b S. 368). Immerhin fallen hier die in der Folge des Treppensturzes vom Dezember 1998 aufgetretenen und seither anhaltenden Kreuzschmerzen sowie die persistierende Blasenentleerungsst�rung in Betracht.
7.2.7 Seit dem Unfall war die Beschwerdegegnerin gem�ss Angaben der behandelnden �rzte st�ndig voll arbeitsunf�hig. Laut ZMB-Gutachten 1 vom 27. Januar 2000 lag die Arbeitsf�higkeit bei 30 %. Gem�ss ZMB-Gutachten 2 vom 11. September 2003 sch�tzten die Spezial�rzte die Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit in der angestammten T�tigkeit als Krankenpflegerin und Ambulanzfahrerin mehr als f�nf Jahre nach dem Unfall noch immer auf 70 %, gingen aber in Bezug auf eine weniger verantwortungsvolle angepasste Besch�ftigung von einer zumutbaren Arbeitsf�higkeit von 50 % aus. Somit ist eine namhafte unfallbedingte Arbeitsunf�higkeit �ber l�ngere Zeit ausgewiesen, weshalb das Kriterium einer hinsichtlich Dauer und Grad erheblichen Arbeitsunf�higkeit als erf�llt zu betrachten ist (vgl. zur Kasuistik RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544, U 56/00).
7.3 Eine Gesamtw�rdigung des Unfallgeschehens und der unfallbezogenen Kriterien, welche in geh�ufter Weise erf�llt sind, ergibt, dass dem Unfall vom 11. Juli 1998 f�r die �ber den 31. Juli 2004 hinaus anhaltende gesundheitlichen Beeintr�chtigungen mit Einschr�nkung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit eine massgebende Bedeutung zukommt, weshalb die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs, entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin, zu bejahen ist.
Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Die obsiegende anwaltlich vertretene Beschwerdegegnerin hat Anspruch auf eine Parteientsch�digung zu Lasten der Beschwerdef�hrerin (Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG).
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg, Sozialversicherungsgerichtshof, und dem Bundesamt f�r Gesundheit zugestellt.