Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/alkoholismus
Timestamp: 2019-12-14 07:24:00
Document Index: 259432953

Matched Legal Cases: ['§ 1906', '§ 1906', '§ 63', '§ 20', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2']

Alkoholismus | Rechtslupe
Unter­brin­gung zum Schutz vor Selbst­ge­fähr­dung
Mit den Vor­aus­set­zun­gen der zivil­recht­li­chen Unter­brin­gung zum Schutz vor Selbst­ge­fähr­dung bei einem alko­hol­kran­ken Betrof­fe­nen hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof erneut zu befas­sen: Nach § 1906 Abs. 1 Nr. 1 BGB ist eine Unter­brin­gung des Betreu­ten durch den Betreu­er, die mit Frei­heits­ent­zie­hung ver­bun­den ist, zuläs­sig, solan­ge sie zum Wohl des Betreu­ten erfor­der­lich ist,
Unter­brin­gung bei Alko­hol­ab­hän­gig­keit – und der freie Wil­le des Betrof­fe­nen
Mit den Vor­aus­set­zun­gen der zivil­recht­li­chen Unter­brin­gung bei Alko­hol­ab­hän­gig­keit hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Gemäß § 1906 Abs. 1 Nr. 1 BGB ist eine Unter­brin­gung des Betreu­ten durch den Betreu­er, die mit Frei­heits­ent­zie­hung ver­bun­den ist, nur zuläs­sig, so lan­ge sie zum Wohl des Betreu­ten erfor­der­lich ist, weil auf­grund einer psy­chi­schen Krank­heit
Steht eine Maß­re­gel­an­ord­nung nach § 63 StGB im Raum, muss das Land­ge­richt im Urteil ange­ben, wel­ches Ein­gangs­merk­mal der §§ 20, 21 StGB vor­lie­gend erfüllt ist und ob es sich dabei nur um eine vor­über­ge­hen­de Stö­rung oder einen län­ger andau­ern­den Defekt­zu­stand gehan­delt hat . Dabei muss vom Tat­ge­richt im Ein­zel­nen dar­ge­legt
Mit den Vor­aus­set­zun­gen der zivil­recht­li­chen Unter­brin­gung zum Schutz vor Selbst­ge­fähr­dung bei einem alko­hol­kran­ken Betrof­fe­nen hat­te sich jetzt erneut der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Dem lag der Fall eines im Jah­re 1952 gebo­re­ne Betrof­fe­ne zugrun­de, der unter umfas­sen­der Betreu­ung steht. Er lei­det infol­ge jahr­zehn­te­lan­gen Alko­hol­kon­sums unter einem ana­mnes­ti­schen Syn­drom bei Alko­hol­miss­brauch ("Kor­­sa­­kow-Syn­­drom"),
Das erst in der Beschwer­de ver­wei­ger­te Ein­ver­ständ­nis mit einer Betreu­ung
Ver­wei­gert der Betrof­fe­ner erst­mals im Beschwer­de­ver­fah­ren aus­drück­lich sein Ein­ver­ständ­nis mit einer Betreu­ung, ist es zur Wah­rung sei­nes Grund­rechts aus Art. 2 Abs. 1 GG von Ver­fas­sungs wegen gebo­ten, ihn per­sön­lich anzu­hö­ren. Durch die Ein­rich­tung einer Betreu­ung wird der Betreu­te in sei­ner Hand­lungs­frei­heit aus Art. 2 Abs. 1 GG ganz oder teil­wei­se in den vom
Mit Alko­ho­lis­mus allein kann nicht ohne Wei­te­res die Unbe­acht­lich­keit eines der Betreu­ung ent­ge­gen­ste­hen­den Wil­lens begrün­det wer­den. Durch die Ein­rich­tung einer Betreu­ung wird der Betreu­te in sei­ner Hand­lungs­frei­heit aus Art. 2 Abs. 1 GG ganz oder teil­wei­se in den vom Gericht bestimm­ten Ange­le­gen­hei­ten ein­ge­schränkt. An sei­ner Stel­le ent­schei­det inner­halb des vom Gericht ange­ord­ne­ten