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Timestamp: 2016-10-25 01:18:37
Document Index: 71789157

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 18', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 65', 'Art. 66']

8C_754/2014 (27.03.2015)
8C_754/2014 � � Urteil vom 27. M�rz 2015
Die 1973 geborene A.________ war seit dem 1. Februar 2000 als Reinigerin bei der Reinigung B.________ GmbH angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) unter anderem gegen die Folgen von Berufskrankheiten versichert. Am 13. Juni 2011 meldete die Arbeitgeberin bei der SUVA eine durch ein Handekzem verursachte Arbeitsunf�higkeit. Es wurden verschiedene Abkl�rungen vorgenommen. Die SUVA erbrachte Taggeldleistungen. Am 22. Februar 2005 erkl�rte die Anstalt A.________ als f�r T�tigkeiten mit regelm�ssigem Nass- und Feuchtkontakt ungeeignet und stellte die Taggeldleistungen mit Wirkung auf Ende Januar 2005 ein.
Die IV-Stelle des Kantons Z�rich, bei welcher sich A.________ ebenfalls zum Leistungsbezug angemeldet hatte, verweigerte ihr mit Verf�gung vom 8. April 2007 bei einem festgestellten Invalidit�tsgrad von 24 % eine Invalidenrente. Daraufhin ersuchte A.________ die SUVA am 23. April 2007 um Ausrichtung einer unfallversicherungsrechtlichen Invalidenrente auf der Basis des von der IV-Stelle festgestellten Invalidit�tsgrads. Kurze Zeit darauf machte sie am 27. Juni 2007 bei der IV-Stelle eine Verschlechterung des Gesundheitszustands geltend. Die SUVA und die IV-Stelle nahmen medizinische Abkl�rungen vor. Die IV-Stelle verneinte mit Verf�gung vom 15. November 2010 erneut einen Anspruch auf eine Invalidenrente, diesmal auf der Grundlage einer durch Gesundheitssch�den erlittenen hypothetischen Erwerbseinbusse von 20 %. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies eine dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 23. Dezember 2011 ab.
Mit Verf�gung vom 31. August 2012 verweigerte die SUVA A.________ die Ausrichtung einer Invalidenrente. Auf Einsprache hin hielt die Anstalt an ihrer Auffassung mit Entscheid vom 15. Oktober 2012 fest.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 22. August 2014 ab.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, ihr sei unter Aufhebung des kantonalen und des Einspracheentscheids f�r die Zeit ab 1. Februar 2005 eine Invalidenrente zu gew�hren.
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 8 ATSG), den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 UVG) und die Ermittlung des Invalidit�tsgrads nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG; BGE 128 V 29 E. 1 S. 30) zutreffend dargelegt. Danach sind insbesondere beim hypothetischen Einkommen ohne Invalidit�t (Validenverdienst) all jene Einkommen zu ber�cksichtigen, welche die versicherte Person mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit zum Zeitpunkt des fr�hestm�glichen Rentenbeginns (weiterhin) erzielt h�tte, wenn sie gesund geblieben w�re, und zwar grunds�tzlich ohne R�cksicht auf den hief�r erforderlichen zeitlichen oder leistungsm�ssigen Aufwand (Urteil 9C_206/2010 vom 8. Oktober 2010 E. 3.2 mit Hinweisen u.a. auf das in RKUV 2003 Nr. U 476 S. 107 publizierte Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 130/02 vom 29. November 2002 E. 3.2.1). Darauf wird verwiesen.
Mit Blick auf die Parteivorbringen ist einzig zu erg�nzen, dass die Invalidit�tssch�tzung der Invalidenversicherung gegen�ber dem Unfallversicherer keine Bindungswirkung entfaltet (BGE 133 V 549; 131 V 362).
Das kantonale Gericht hat zur Ermittlung der berufskrankheitsbedingten Invalidit�t einen Einkommensvergleich vorgenommen und ist dabei mit aufgerundeten 9 % zu einem Invalidit�tsgrad gelangt, der unter der einen Rentenanspruch ausl�senden Schwelle von 10 % ( Art. 18 Abs. 2 UVG) liegt.
3.1.�Beim Valideneinkommen stellte es dabei auf den in der Grossregion Z�rich von Frauen mit Berufs- und Fachkenntnissen in der Reinigungsbranche 2005 durchschnittlich erzielten Verdienst von Fr. 54'105.- ab. Es hielt fest, zwar sei in der Regel auf den zuletzt tats�chlich (im Jahr 2001) erzielten, vorliegend h�her ausgefallenen Verdienst abzustellen, indessen sei unklar, mit welchem Pensum dieser erzielt worden sei; fest stehe lediglich, dass die Arbeitszeiten monatlichen Schwankungen unterworfen gewesen seien; zu beachten sei in diesem Zusammenhang, dass die Versicherte in den vorangegangenen Jahren ausgewiesenermassen nie (�ber einen l�ngeren Zeitraum) ein grosses Arbeitspensum geleistet und dabei ein jeweils erheblich geringeres (auch wesentlich unter dem Branchendurchschnitt f�r vollzeitig erwerbst�tige Frauen liegendes) Einkommen erzielt hatte; nachdem die Versicherte zudem kurz nach der Anzeige der Berufskrankheit ihr zweites Kindes geboren hatte, k�nne nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass sie ohne die Berufskrankheit weiterhin wesentliche �berstunden geleistet h�tte, weshalb es insgesamt als sachgerecht erscheine, den mutmasslichen Verdienst als Gesunde gest�tzt auf den Tabellenlohn und nicht auf den zuletzt tats�chlich erzielten Verdienst festzulegen.
Dies ist nicht zu beanstanden. Denn angesichts der vom kantonalen Gericht aufgef�hrten Umst�nde erscheint es �berwiegend wahrscheinlich, dass das unmittelbar vor Anzeige der Berufskrankheit als Erwerbseinkommen tats�chlich erzielte Einkommen in einem massgeblichen Umfang durch Umst�nde gepr�gt war, die bloss vor�bergehender Natur waren und insoweit keine hinreichenden R�ckschl�sse auf den mutmasslichen Verdienst als Gesunde ab Februar 2005 zul�sst. Dass das kantonale Gericht beim Abstellen auf den Tabellenlohn die als Gruppenleiterin eingesetzte Versicherte der Lohngruppe Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) zuordnete und nicht jener mit Anforderungsniveau 1 + 2 (Verrichtung h�chst anspruchsvoller und schwierigster Arbeiten + Verrichtung selbstst�ndiger und qualifizierter Arbeiten) erscheint ebenso sachgerecht, beschlugen doch die Arbeiten der Versicherten nach Angaben der letzten Arbeitgeberin trotz dieser Zusatzfunktion in erster Linie das Reinigen.
3.2.�Weil die Versicherte zwar in der angestammten T�tigkeit als Reinigerin nicht mehr einsetzbar ist, indessen f�r s�mtliche T�tigkeiten ohne regelm�ssigen Nass- und Feuchtkontakt weiterhin zu 100 % arbeitsf�hig ist, zog das kantonale Gericht f�r das Invalideneinkommen ebenfalls statistisch ausgewiesene Medianwerte bei. Es stellte auf den f�r Arbeitnehmerinnen des Anforderungsniveaus 4 (einfache und repetitive T�tigkeiten) im privaten Sektor im Jahr 2005 erzielten Durchschnittsverdienst von Fr. 49'244.- ab. Mittels Gegen�berstellung der beiden hypothetischen Einkommen f�hrt dies zum Invalidit�tsgrad von aufgerundet 9 %.
Diesbez�glich r�gt die Beschwerdef�hrerin einzig das Fehlen eines leidensbedingten Abzugs vom herangezogenen Tabellenlohn. Dies in der Annahme, das Vermeiden von Feuchtarbeiten und solchen, welche die H�nde mechanisch massiv beanspruchen, w�rden sich f�r sie auch in einer dem Leiden angepassten T�tigkeit lohnm�ssig nachteilig auswirken. Wie von der Vorinstanz indessen zutreffend dargetan, bietet der vom Gesetzgeber als ausgeglichen unterstellte Arbeitsmarkt f�r die Versicherte in einer gen�genden Anzahl Stellen, welche weder Feuchtarbeiten noch die H�nde mechanisch erheblich belastende T�tigkeiten umschliessen, so dass dort auch keine durch diese Einschr�nkungen hervorgerufene Lohnnachteile zu erwarten sind.
Da sich die Beschwerde insgesamt als unbegr�ndet erweist, ist sie abzuweisen. Diesem Ausgang entsprechend sind die Gerichtskosten (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG) von der Beschwerdef�hrerin als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).