Source: https://www.uni-heidelberg.de/forschung/international/heidelberg/forscherrichtlinie.html
Timestamp: 2019-04-20 06:23:58
Document Index: 29271758

Matched Legal Cases: ['§20', '§19', '§20', '§20', '§20', '§16', '§20', '§20', '§20', '§20']

Forscherrichtlinie - Universität Heidelberg
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Seit dem 01.08.2017 gibt es für Wissenschaftler aus Nicht-EU Staaten nur noch die Möglichkeit eine Aufenthaltserlaubnis für Forscher §20 Aufenthaltsgesetz oder eine Blaue Karte §19a Aufenthaltsgesetz zu bekommen. Die Blaue Karte kommt grundsätzlich nur für Wissenschaftler mit einem Arbeitsvertrag und Mindestgehalt in Frage. [Mehr...]
Die Aufenthaltserlaubnis für Forscher (§20) berechtigt den Forscher in einem bestimmten Forschungsvorhaben oder in der Lehre tätig zu sein, entweder mit einem Arbeitsvertrag oder als Stipendiat oder Selbstfinanziert. Den Aufenthalt nach §20 AufenthG können alle Wissenschaftler aus Drittstaaten beantragen, die länger als drei Monate in Deutschland forschen wollen. Unter bestimmten Umständen können auch Promovierende einen Aufenthalt nach §20 AufenthG bekommen. [Mehr...]
Hinweise für Doktoranden aus Nicht-EU-Ländern: Doktoranden bekommen weiterhin eine Aufenthaltserlaubnis für Studierende (§16 AufenthG). Bei Antragsstellung eines Visums bei den Botschaften sollte der Zulassungsbescheid vorgelegt werden. Bei Beantragung der Aufenthaltserlaubnis bei der örtlichen Ausländerbehörde ist eine Immatrikulationsbescheinigung erforderlich.
Damit ein Aufenthaltstitel nach §20 AufenthG beantragt werden kann, muss die Forschungseinrichtung mit dem Forscher eine Aufnahmevereinbarung abschliessen. Auch für den Visumsantrag bei der deutschen Botschaft im Heimatland sollte die Aufnahmevereinbarung eingereicht werden. Ein Einladungsschreiben vom Gastinstitut wird nicht mehr akzeptiert.
Das Welcome Centre der Universität Heidelberg ist zuständig für die Ausstellung einer Aufnahmevereinbarung (außer Medizinische Fakultät, dort macht es die Personalabteilung Klinikum). Das Gastinstitut sollte sich mit uns in Verbindung setzten, damit die Ausstellung abgeklärt und vorbereitet werden kann. Es werden folgende Unterlagen benötigt:
Bei Wissenschaftlern mit Arbeitsvertrag:
Name, Nationalität, aktuelle Adresse, Geburtsdatum und Geburtsort des Wissenschaftlers
Eine Kopie des Einstellungsantrags für die Personalabteilung
Bei Wissenschaftlern mit Stipendium:
Kopie der Stipendienzusage
Einladungsschreiben bzw. Bestätigung des Instituts zum Forschungsaufenthalt
Bei Wissenschaftlern mit Eigenfinanzierung:
Angaben und gegebenenfalls Nachweise zur Finanzierung (z.B. Gehalt aus Heimatland, Ersparnisse etc.)
Weitere Informationen zur Aufenthaltserlaubnis für Forscher (§20 AufenthG):
Die Forscherrichtlinie bietet einige Vorteile, z.B.:
Der Aufenthaltstitel "Forscher" beinhaltet ein Mobilitätsrecht innerhalb der EU. Ein Forscher, der einen Aufenthaltstitel für Deutschland besitzt, kann Teile seines Forschungsvorhabens ohne weiteren Visumsantrag auch in einem anderen Mitgliedsstaat der EU bis zu sechs Monaten durchführen (außer Großbritannien und Dänemark). Umgekehrt kann ein Forscher, der diesen Aufenthaltstitel für einen anderen Mitgliedsstaat der EU besitzt, bis zu sechs Monaten in Deutschland forschen.
Bei Familiennachzug hat der Ehegatte des Forschers/in einen uneingeschränkten Zugang zur Erwerbstätigkeit. Er bekommt einen Aufenthaltstitel mit der Nebenbestimmung "Erwerbstätigkeit gestattet". Es müssen keine Deutschkenntnisse nachgewiesen werden.
Nach Beendigung des Forschungsvorhabens unter §20 AufenthG ist es möglich, eine weitere Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitssuche bis zu 9 Monaten zu bekommen.
Ein Aufenthalt nach §20 AuftenthG ist daher besonders für Forscher interessant,
die im Rahmen ihres Forschungsprojektes auch in einem anderen EU-Land befristet arbeiten möchten und
im Anschluss an das Forschungsprojekt eine Arbeitsstelle in Deutschland suchen.