Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XII%20ZR%2087/89
Timestamp: 2019-12-11 16:52:12
Document Index: 100593648

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 67', '§ 66', '§ 58', 'BGH', 'BGH', '§ 323', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 65', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 66', 'BGH', 'BGH', '§ 323', 'BGH']

BGH, 26.09.1990 - XII ZR 87/89 - dejure.org
https://dejure.org/1990,1982
BGH, 26.09.1990 - XII ZR 87/89 (https://dejure.org/1990,1982)
BGH, Entscheidung vom 26.09.1990 - XII ZR 87/89 (https://dejure.org/1990,1982)
BGH, Entscheidung vom 26. September 1990 - XII ZR 87/89 (https://dejure.org/1990,1982)
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Unterhaltszusage des geschiedenen Ehemannes - Altes Recht - Fortbestehen bei Zusammenleben der Frau in eheähnlichem Verhältnis
EheG § 67, § 66, § 58
NJW-RR 1991, 388
FamRZ 1991, 673
Der Wille der Parteien, den Unterhaltsanspruch völlig auf eine vertragliche Grundlage zu stellen und ihn damit des Wesens eines gesetzlichen Unterhaltsanspruchs zu entkleiden, kann nach ständiger Rechtsprechung des Senats nur beim Vorliegen besonderer dafür sprechender Anhaltspunkte angenommen werden (…Senatsurteile vom 21. September 2011 - XII ZR 173/09 - FamRZ 2012, 699 Rn. 19 und vom 26. September 1990 - XII ZR 87/89 - FamRZ 1991, 673, 674; BGH Urteil vom 28. Juni 1984 - IX ZR 143/83 - FamRZ 1984, 874, 875).
Die bloße Beschränkung der Abänderungsmöglichkeit besagt - für sich genommen - noch nichts über die Rechtsnatur des in Rede stehenden Anspruchs (Senatsurteil vom 26. September 1990 - XII ZR 87/89 - FamRZ 1991, 673, 674).
Auch Vereinbarungen über die Nichtanrechnung von Einkünften sind sowohl bei einem gesetzlichen als auch bei einem vertraglich begründeten Unterhaltsanspruch möglich (…Senatsurteile vom 25. Januar 2012 - XII ZR 139/09 - FamRZ 2012, 525 Rn. 33 und vom 26. September 1990 - XII ZR 87/89 - FamRZ 1991, 673, 674).
BGH, 04.08.2004 - XII ZB 38/04
Umschreibung eines Unterhaltstitels gegen den Erben des Unterhaltsschuldners
Soweit dieser Vergleich eine Abänderung gemäß § 323 BGB ausschloß, stellt dies noch keinen sicheren Anhaltspunkt für eine selbständige Unterhaltsvereinbarung dar (vgl. Senatsurteil vom 26. September 1990 - XII ZR 87/89 - FamRZ 1999, 673, 674).
Der Wille der Parteien, den Unterhaltsanspruch völlig auf eine vertragliche Grundlage zu stellen, kann nur bei Vorliegen besonderer dafür sprechender Anhaltspunkte angenommen werden (im Anschluss an Senatsurteil vom 26. September 1990, XII ZR 87/89, FamRZ 1991, 673, 674; Senatsbeschluss vom 23. Januar 1985, IVb ARZ 63/84, FamRZ 1985, 367, 368 und BGH Urteil vom 28. Juni 1984, IX ZR 143/83, FamRZ 1984, 874, 875).
Der Wille der Parteien, den Unterhaltsanspruch völlig auf eine vertragliche Grundlage zu stellen und ihn damit des Wesens eines gesetzlichen Unterhaltsanspruchs zu entkleiden, kann nur beim Vorliegen besonderer dafür sprechender Anhaltspunkte angenommen werden (Senatsurteil vom 26. September 1990 - XII ZR 87/89 - FamRZ 1991, 673, 674; Senatsbeschluss vom 23. Januar 1985 - IVb ARZ 63/84 - FamRZ 1985, 367, 368 und BGH Urteil vom 28. Juni 1984 - IX ZR 143/83 - FamRZ 1984, 874, 875).
BGH, 27.03.1991 - XII ZR 96/90
Umdeutung einer Abänderungsklage in eine Vollstreckungsgegenklage; …
Wie der Senat mehrfach entschieden hat, kann nur bei Vorliegen besonderer Anhaltspunkte ein Wille der Parteien angenommen werden, den gesetzlich begründeten Unterhaltsanspruch völlig auf eine vertragliche Grundlage zu stellen und ihm damit das Wesen eines gesetzlichen Unterhaltsanspruchs zu nehmen (Senatsbeschluß vom 23. Januar 1985 IVb ARZ 63/84 = FamRZ 1985, 367, 368; BGH Urteil vom 28. Juni 1984 - IX ZR 143/83 = FamRZ 1984, 874, 875; Senatsurteil vom 26. September 1990 - XII ZR 87/89).
Die rechtsgrundsätzlichen Ausführungen, in denen sich das Berufungsgericht mit der Verwirkung oder dem Verlust eines nach früherem Recht begründeten Unterhaltsanspruchs auseinandergesetzt hat, halten sich voll im Rahmen der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und des Senats (BGH Urteil vom 26. September 1979 - IV ZR 87/79 = FamRZ 1980, 40, 41; Senatsurteil vom 26. Mai 1982 - IVb ZR 711/80 = FamRZ 1982, 896; zuletzt Senatsurteil vom 26. September 1990 - XII ZR 87/89) und werden als solche von der Revision nicht angegriffen.
Diesen Standpunkt hat der Senat zuletzt in seinem Urteil vom 26. September 1990 (XII ZR 87/89) bekräftigt, in dem er es erneut abgelehnt hat, über den Anwendungsbereich der §§ 65 und 66 EheG hinaus Billigkeitserwägungen im Rahmen des § 242 BGB für die Herabsetzung oder den Ausschluß eines nachehelichen Unterhaltsanspruchs nach früherem Recht heranzuziehen.
Nachehelicher Unterhalt und Wiederverheiratung des Unterhaltsberechtigten bei …
Auch der Ausschluss der Abänderungsmöglichkeit sagt über die Rechtsnatur des Anspruchs nichts, weil eine Vereinbarung über die Nichtanrechnung eigenen Einkommens und damit die Unabänderlichkeit der Höhe nach auch beim gesetzlichen Unterhaltsanspruch möglich ist (BGH, NJW-RR 1991, 388 ).
BGH, 29.05.1991 - XII ZR 157/90
Diese Beurteilung geht rechtlich von der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs aus (Urteil vom 26. September 1979 - IV ZR 87/79 - FamRZ 1980, 40, 41; Senatsurteile vom 26. Mai 1982 - IVb ZR 711/80 - FamRZ 1982, 896, 897; vom 26. September 1990 - XII ZR 87/89 - BGHR EheG § 66 Partnerschaft 1 und 2 sowie Verwirkung 1; zuletzt Senatsurteil vom 27. März 1991 - XII ZR 96/90) und ist rechtsfehlerfrei.
OLG Hamburg, 14.03.1991 - 15 UF 157/89
Geltendmachung des ehevertraglichen Verzichts auf nachehelichen Unterhalt
Zum Unterhaltsverzicht OLG Bamberg FamRZ 1991, 1060 ; BGH FamRZ 1991, 673 ; OLG Hamm FamRZ 1991, 443 ; OLG Hamm FamRZ 1991, 88 m. Anm. Bosch, S. 89; OLG Köln FamRZ 1991, 332.
OLG Bamberg, 22.04.1997 - 7 UF 225/96
Wegfall der Geschäftsgrundlage im Unterhaltsrecht
Einer solchen Regelung ist aber nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs grundsätzlich nicht die Bedeutung beizumessen, dass die Unterhaltspflicht auch dann erlöschen soll, wenn die Berechtigte in nichtehelicher Lebensgemeinschaft mit einem neuen Partner zusammenlebt (vgl. BGH, FamRZ 1991, 673 f.).
OLG Saarbrücken, 28.05.1997 - 9 UF 102/96
Eine Beschränkung der Abänderungsmöglichkeit durch den Ausschluß des § 323 ZPO reicht dafür ebenso wenig aus, wie die Nichtanrechnung des Einkommens der Beklagten (vgl. BGH FamRZ 1991, 673, 674;… Göppinger/Wax/Hoffmann, Unterhaltsrecht, 6. Aufl., Rdnr. 1683).