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Timestamp: 2016-10-26 15:32:04
Document Index: 222872553

Matched Legal Cases: ['Art. 119', 'Art. 117', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 118', 'Art. 29', 'Art. 117', 'Art. 115', 'BGE', 'Art. 183', 'Art. 47', 'Art. 30', 'Art. 45', 'Art. 404', 'BGE', 'BGE', 'Art. 30', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 183', 'Art. 180', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 66']

4A_286/2011 (30.08.2011)
Beschwerde gegen die Verf�gung des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt,
Der Pr�sident, vom 11. April 2011.
F.________, geboren am 7. August 1959 (Beschwerdef�hrerin) erlitt am 11. Juli 2002 einen Unfall. Als sie in dem von der Genossenschaft X.________ (Beschwerdegegnerin) gef�hrten Y.________-markt ein an einer Ausstellungswand angebrachtes Badezimmerm�bel pr�fte, kippte das Ausstellungsregal um und traf die Beschwerdef�hrerin am Kopf, an der rechten Schulter und am rechten Arm. Sie wurde in die Notfallstation des Universit�tsspitals Z.________ gebracht, wo eine Hirnersch�tterung und Prellung des rechten Ellbogens diagnostiziert wurde. Nachdem die Commotio-�berwachung keine Auff�lligkeiten ergeben hatte, wurde die Beschwerdef�hrerin am folgenden Tag in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen. Einige Wochen sp�ter nach ihrer R�ckkehr aus den Ferien an der Dalmatinischen K�ste suchte sie wegen zunehmender panikartiger Symptome einen Psychiater auf und liess die noch vorhandenen somatischen Beschwerden bei ihrem Hausarzt behandeln. Vom 11. bis zum 29. Oktober 2004 sowie vom 21. Februar bis zum 13. Mai 2005 war sie in der Klinik R.________ hospitalisiert.
Am 16. M�rz 2009 erhob die Beschwerdef�hrerin vor dem Zivilgericht Basel-Stadt Klage, mit welcher sie von der Beschwerdegegnerin zuletzt Fr. 1'900'965.95 Schadenersatz und Genugtuung forderte. Die Beschwerdegegnerin bestritt den Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem geltend gemachten Schaden. Das Zivilgericht wies die Klage mit Entscheid vom 18. November 2010 (versandt am 4. Februar 2011) kostenf�llig ab, erkannte jedoch, die Gerichtskosten gingen zufolge des der Beschwerdef�hrerin bewilligten Kostenerlasses zu Lasten des Staates. Die Parteientsch�digungen wurden wettgeschlagen, und der Vertreter der Beschwerdef�hrerin wurde aus der Gerichtskasse entsch�digt. Dem Zivilgericht lagen zur Frage, ob die Beschwerdef�hrerin an unfallbedingten Beschwerden leide, zwei Gutachten vor, das eine vorprozessual von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegeben, wurde am 8. Juli 2004 vom Zentrum S.________ verfasst, das andere, vom Gericht angeordnet, am 12. Februar 2010 von Dr. med. G.________.
B.a Nach dem S.________ Gutachten ist das Krankheitsbild diagnostisch schwierig einzuordnen. In Frage kommt eine posttraumatischen Belastungsst�rung ICD-10 F 43.1, wof�r jedoch das Ausmass der phobischen Symptomatik ungew�hnlich sei, so dass differenzialdiagnostisch auch eine posttraumatische Anpassungsst�rung mit l�ngerer depressiver Reaktion ICD-10 F 43.21 angenommen werden k�nne, bei welcher sich eine Chronifizierung in Form einer Agoraphobie eingestellt habe. Eine schl�ssige Diagnose werde erschwert, weil das Krankheitsbild auch durch den Abusus von Benzodiazepinen, nicht steroidalen Antirheumatika, Risperidon und Sertralin ICD-10 F 19.25 mitgepr�gt werde. F�r toxikomane Tendenzen spreche auch der exzessive Nikotinkonsum. Das Gutachten nahm schliesslich mit mindestens �berwiegender Wahrscheinlichkeit an, die psychischen Beschwerden seien Folgen des Unfalls. Es sei nicht anzunehmen, dass aus irgend einem anderen Grunde zur gleichen Zeit eine �hnliche Symptomatik aufgetreten w�re. In Beantwortung der Frage nach allf�lligen Vorzust�nden erw�hnte das Gutachten die akzentuierten Pers�nlichkeitsz�ge der Beschwerdef�hrerin mit narzisstischen, histrionischen und zwanghaften Anteilen, welche eine gewisse Verst�rkung der psychischen Symptomatik h�tten bewirken k�nnen, die jedoch quantitativ kaum ins Gewicht falle. Das Erg�nzungsgutachten vom 8. April 2005 nahm f�r den Begutachtungszeitpunkt eine 0%ige Arbeitsf�higkeit an, wobei jedoch eine posttraumatische Anpassungsst�rung mit depressiver Reaktion ICD-10 F 43.21 bei akzentuierten histrionischen Pers�nlichkeitsz�gen weit weniger im Vordergrund gestanden habe als eine Polytoxikomanie mit st�ndigem Gebrauch der genannten Substanzen. Das Ausmass der psychogenen Unfallverarbeitung werde sich erst nach erfolgreicher Entzugsbehandlung genauer festlegen lassen. Erst dann k�nne gesagt werden, ob eine posttraumatische Belastungsst�rung, eine posttraumatische Anpassungsst�rung bei akzentuierten histrionischen Pers�nlichkeitsz�gen oder gar eine histrionische Pers�nlichkeitsst�rung vorliege.
B.b Im Gerichtsgutachten G.________ wird im Rahmen der Diagnosestellung angef�hrt, einzig gesichertes Faktum sei ein seit 2002 bestehender Medikamentenabusus, gegenw�rtig am ehesten in Form eines Benzodiazepin-Abh�ngigkeitssyndroms (st�ndiger Substanzgebrauch ICD-10 F 13.25), als dessen ausl�sendes und aufrecht erhaltendes Moment die Beschwerdef�hrerin eine nunmehr chronifizierte, als Agoraphobie mit Panikst�rung ICD-10 F 40.01 zu bezeichnende Angstst�rung anf�hre. Ferner bestehe ein sch�dlicher Gebrauch von Nikotin (3 Pakete Zigaretten pro Tag). Nach einer allf�lligen Restsymptomatik k�nne erst bei gesicherter Benzodiazepinabstinenz Ausschau gehalten werden. Das Unfallereignis als solches passe in keiner Weise zur Diagnose einer posttraumatischen Belastungsst�rung. Der Gutachter hielt die differentialdiagnostischen �berlegungen des S.________ Gutachtens f�r korrekt, insbesondere betreffend Erschwerung einer schl�ssigen Diagnosestellung durch die Polytoxikomanie. Er zeigte sich aber erstaunt dar�ber, dass dennoch eine posttraumatische Belastungsst�rung diagnostiziert worden sei. Dr. G.________ verneinte einen Kausalzusammenhang zwischen Beschwerden und Unfallereignis und beantwortete die Frage, ob die geklagten Gesundheitsst�rungen auch ohne den Unfall zum gleichen Zeitpunkt oder sp�ter aufgetreten w�ren mit "vermutungsweise ja".
Die Beschwerdef�hrerin erhob Berufung beim Appellationsgericht Basel-Stadt, im Wesentlichen mit dem Antrag auf Gutheissung der Klage. Gleichzeitig stellte sie ein Begehren um unentgeltliche Rechtspflege, welches das Appellationsgericht am 11. April 2011 abwies. Es erachtete die Berufung einerseits als aussichtslos. Andererseits habe die Beschwerdef�hrerin ihre Mittellosigkeit im zweitinstanzlichen Verfahren nicht bewiesen, sondern bloss auf das erstinstanzliche Verfahren verwiesen. Dies gen�ge den Anforderungen von Art. 119 Abs. 5 ZPO offensichtlich nicht, da es bei der Mittellosigkeit auf die Verh�ltnisse im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung ankomme. Das Appellationsgericht setzte der Beschwerdef�hrerin eine Frist zur Leistung des Kostenvorschusses von Fr. 65'000.-- unter der Androhung des Nichteintretens bei S�umnis.
Die Beschwerdef�hrerin beantragt dem Bundesgericht mit Beschwerde in Zivilsachen im Wesentlichen, ihr die unentgeltliche Rechtspflege f�r das Berufungsverfahren zu gew�hren. Auch f�r das Verfahren vor Bundesgericht sucht sie um unentgeltliche Prozessf�hrung nach. Mit Verf�gung vom 14. Juni 2011 gab das Bundesgericht ihrem Gesuch um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung statt. Vernehmlassungen wurden nur bez�glich dieses Gesuchs eingeholt.
Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht �ber die erforderlichen Mittel verf�gt (lit. a) und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (lit. b). Unabh�ngig davon besteht ein solcher Anspruch aufgrund von Art. 29 Abs. 3 BV (BGE 129 I 129 E. 2.1 S. 133), der in gleicher Weise voraussetzt, dass der Gesuchsteller bed�rftig und sein Rechtsbegehren nicht aussichtslos ist. Wer diese Bedingungen erf�llt hat ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand, soweit dies zur Wahrung der Rechte notwendig ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Praxis zu Art. 29 Abs. 3 BV, die auch mit Bezug auf Art. 117 ZPO ihre Geltung beibeh�lt (Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7302, Ziff. 5.8.4 zu Art. 115 E-ZPO) Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten betr�chtlich geringer sind als die Verlustgefahren. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungef�hr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die �ber die n�tigen Mittel verf�gt, sich bei vern�nftiger �berlegung zu einem Prozess entschliessen w�rde (BGE 133 III 614 E. 5 S. 616; 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135 f.).
Die Beschwerdef�hrerin h�lt auch vor Bundesgericht den Vorwurf der Befangenheit gegen�ber dem gerichtlichen Gutachter aufrecht.
3.1 Nach Art. 183 Abs. 2 ZPO gelten f�r sachverst�ndige Personen die gleichen Ausstandsgr�nde wie f�r Gerichtspersonen (Art. 47 ZPO). Damit wird der verfassungsm�ssige Anspruch auf ein unparteiisches Gericht (Art. 30 Abs. 1 BV) konkretisiert, weshalb die zu dieser Bestimmung ergangene Rechtsprechung weiterhin Geltung hat (Botschaft zur ZPO, BBl 2006 7272 Ziff. 5.2.3 zu Art. 45 E-ZPO). Da sich die Voraussetzungen f�r die Annahme von Befangenheit nicht ver�ndert haben, kommt der Tatsache, dass die erste Instanz noch das kantonale Zivilprozessrecht zur Anwendung brachte (Art. 404 f. ZPO), keine Bedeutung zu. Auf die Frage des anzuwendenden Rechts braucht insoweit nicht eingegangen zu werden. Befangenheit ist anzunehmen, wenn Umst�nde vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken. Bei der Befangenheit handelt es sich allerdings um einen inneren Zustand, der nur schwer bewiesen werden kann. F�r die Ablehnung braucht daher nicht nachgewiesen zu werden, dass die sachverst�ndige Person tats�chlich befangen ist. Vielmehr gen�gt, wenn Umst�nde vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu begr�nden verm�gen. Bei der Beurteilung des Anscheins der Befangenheit und der Gewichtung solcher Umst�nde kann jedoch nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abgestellt werden. Das Misstrauen muss vielmehr in objektiver Weise als begr�ndet erscheinen (BGE 136 I 207 E. 3.1 S. 210 mit Hinweisen). Voreingenommenheit und Befangenheit werden angenommen, wenn Gegebenheiten dargetan sind, die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit des Richters bzw. Gutachters zu erwecken. Diese k�nnen namentlich in einem bestimmten Verhalten der betreffenden Person begr�ndet sein (vgl. BGE 134 I 238 E. 2.1 S. 240).
3.2 Die Vorinstanz kam in eingehender Auseinandersetzung mit der Berufung zum Ergebnis, die Ausf�hrungen, mit welchen das Zivilgericht den Einwand der Befangenheit des Experten verworfen habe, seien schl�ssig. Anhaltspunkte f�r eine Antipathie des Gerichtsexperten gegen�ber der Beschwerdef�hrerin l�gen nicht vor. Dass der Gutachter einen Zahnarzt angerufen habe, der im Hause, in welchem die Beschwerdef�hrerin wohne, praktiziere, sei darauf zur�ckzuf�hren gewesen, dass der Experte die Telefonnummer der Beschwerdef�hrerin habe erh�ltlich machen bzw. diese veranlassen wollen, sich bei ihm telefonisch zu melden, damit das Verfahren, wie es die Beschwerdef�hrerin gew�nscht hatte, vorangebracht werden konnte. Auch der Vorwurf, der Experte habe die Beschwerdef�hrerin mit Fragen �ber ihr Sexualleben "gequ�lt", sei haltlos. Es sei notorisch, dass derartige Fragen im Rahmen einer psychiatrischen Begutachtung normal und kein Hinweis auf eine Befangenheit seien. Damit fehle auch der Behauptung der Beschwerdef�hrerin, der Experte habe kein Vertrauensverh�ltnis zur Beschwerdef�hrerin aufbauen k�nnen, die Grundlage, wobei fraglich sei, ob eine Expertisierung ein derartiges Vertrauensverh�ltnis voraussetze. Unter diesen Umst�nden habe sich das erstinstanzliche Gericht keinen pers�nlichen Eindruck vom Experten verschaffen m�ssen, womit dem Antrag der Beschwerdef�hrerin, das Zivilgericht h�tte den Gutachter in die Hauptverhandlung laden sollen, wohl die Grundlage entzogen sei. Dagegen entstehe der Eindruck, die Beschwerdef�hrerin wolle mit dem von ihr beanstandeten Empfang in der Privatwohnung des Gerichtsgutachters, der angeblich Pyjamahosen getragen haben soll, diesem Unregelm�ssigkeiten unterstellen, zumal urspr�nglich nicht von Pyjama- sondern von Schlabberhosen die Rede gewesen sei.
3.3 Inwiefern die Vorinstanz mit diesen Ausf�hrungen die Aussichten, mit der R�ge der Verletzung von Art. 30 Abs. 1 BV durchzudringen, zu Unrecht als gering eingestuft hat, legt die Beschwerdef�hrerin nicht hinreichend dar. Indem sie anf�hrt, es w�re "zumindest indiziert gewesen", einen pers�nlichen Eindruck vom Gutachter zu gewinnen, zeigt sie keinerlei Rechtsverletzung, namentlich keine Verletzung ihres Geh�rsanspruchs auf, und eine solche ist auch nicht ersichtlich:
3.3.1 In dem von der Beschwerdef�hrerin herangezogenen BGE 120 V 357 E. 3b hatte sich der Gutachter zu den Auswirkungen einer Knieverletzung auf die Arbeitsf�higkeit des Probanden auszusprechen. Das Bundesgericht erachtete es als fraglich, ob in diesem Zusammenhang Ausf�hrungen zur schwierigen Jugendzeit gerechtfertigt seien. Dar�ber hinaus erwog es, einzig aus den unzutreffenden, allenfalls auch nur missverst�ndlichen �usserungen hinsichtlich der Gr�nde, welche zu einem einmaligen versp�teten Erscheinen zur Begutachtung gef�hrt h�tten, habe der Gutachter dem Versicherten die Glaubw�rdigkeit bez�glich der Angaben zu dem f�r die Beurteilung wesentlichen Sachverhalt nicht absprechen d�rfen. Nach einer einmaligen Untersuchung habe der Gutachter, der in der Expertise dem Versicherten wiederholt Unzuverl�ssigkeit bzw. mangelnde Glaubw�rdigkeit angelastet habe, nicht zu derart schwerwiegenden Vorw�rfen gelangen und diese zu einer entscheidenden Grundlage der Beurteilung machen d�rfen. Aus diesen Gr�nden nahm das Gericht an, das Gutachten erwecke den Anschein der Befangenheit des Experten.
3.3.2 Im zu beurteilenden Fall st�tzte der Gutachter seine Einsch�tzung der Glaubw�rdigkeit der Beschwerdef�hrerin keineswegs auf einen einzigen Vorfall. Zudem kommt den Angaben der Beschwerdef�hrerin, da es um die Frage des Vorliegens einer posttraumatischen Belastungsst�rung geht, im Hinblick auf die Diagnose ein hoher Stellenwert zu, weshalb deren Zuverl�ssigkeit von vorrangiger Bedeutung ist. Im Gegensatz zum zitierten Entscheid, wo die mehrfache Betonung der Wahrheitswidrigkeit der f�r die Versp�tung genannten Gr�nde den Anschein der Voreingenommenheit zu erwecken vermochte, ist nicht ersichtlich, aus welchen Umst�nden die Beschwerdef�hrerin ableitet, der Gutachter sei wegen der Schwierigkeiten, sie zum ersten Termin aufzubieten, derart ungehalten gewesen, dass eine objektive Beurteilung nicht mehr zu erwarten gewesen w�re. Was die Fragen zum Sexualleben anbelangt, r�umt die Beschwerdef�hrerin nunmehr selbst ein, solche seien im Rahmen einer psychiatrischen Untersuchung �blich. Wenn sich die Beschwerdef�hrerin anl�sslich der ersten Sitzung weigerte, �ber sexuelle Dinge zu sprechen, weist abermaliges Nachfragen des Experten anl�sslich sp�terer Sitzungen nicht auf dessen Voreingenommenheit hin.
3.4 Soweit die Beschwerdef�hrerin behauptet, der Experte habe kein Vertrauensverh�ltnis zu ihr aufbauen k�nnen, ist ihr entgegen zu halten, dass sie nicht darlegt und aus dem angefochtenen Entscheid nicht hervorgeht, dass sie die im erstinstanzlichen Urteil wiedergegebene Darstellung des Experten in Abrede gestellt h�tte, wonach sie diesen anl�sslich der letzten Untersuchung und anschliessend mehrfach telefonisch um �bernahme ihrer ambulanten Behandlung ersucht habe, was der Experte wegen Inkompatibilit�t mit seiner gutachterlichen Funktion abgelehnt habe. Dieses Verhalten der Beschwerdef�hrerin belegt mit hinreichender Deutlichkeit, dass von einem fehlenden Vertrauensverh�ltnis nicht die Rede sein kann. Dass der Gerichtsgutachter die Beschwerdef�hrerin allenfalls informell gekleidet in seiner Privatwohnung empfangen hat, l�sst damit weder den Schluss zu, dem Gutachter sei es nicht gelungen, das Vertrauen der Beschwerdef�hrerin zu gewinnen, noch stellt es dessen Glaubw�rdigkeit in Frage.
Wie jedes Beweismittel unterliegen auch Gutachten der freien richterlichen Beweisw�rdigung. In Sachfragen weicht der Richter aber nur aus triftigen Gr�nden von einer gerichtlichen Expertise ab. Die Beweisw�rdigung und die Beantwortung der sich stellenden Rechtsfragen ist Aufgabe des Richters. Dieser hat zu pr�fen, ob sich auf Grund der �brigen Beweismittel und der Vorbringen der Parteien ernsthafte Einw�nde gegen die Schl�ssigkeit der gutachterlichen Darlegungen aufdr�ngen. Erscheint ihm die Schl�ssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft, hat er n�tigenfalls erg�nzende Beweise zur Kl�rung dieser Zweifel zu erheben (BGE 133 II 384 E. 4.2.3 S. 391 mit Hinweisen). Dies ist namentlich der Fall, wenn gewichtige, zuverl�ssig begr�ndete Tatsachen oder Indizien die �berzeugungskraft des Gutachtens ernstlich ersch�ttern (BGE 130 I 337 E. 5.4.2 S. 346; 129 I 49 E. 4 S. 57 f.; 128 I 81 E. 2 S. 86). Gutachten, die von einer Partei in Auftrag gegeben wurden, kommt im �brigen nach der im erstinstanzlichen Verfahren noch anwendbaren Zivilprozessordnung des Kantons Basel-Stadt grunds�tzlich gleich wie nunmehr unter der Geltung der ZPO nicht die Qualit�t von Beweismitteln zu (vgl. Art. 183 ff. ZPO), sondern von blossen Parteivorbringen (STAEHELIN/SUTTER, Zivilprozessrecht, 1992, S. 171, � 14 Rz. 70; Botschaft zur ZPO, BBl 2006 7325, Ziff. 5.10.3 zu Art. 180-185 E-ZPO; vgl. auch BGE 132 III 83 E. 3.6 S. 88 f. mit Hinweisen).
4.1 Die Vorinstanz wies mehrfach auf das erstinstanzliche Urteil hin, in welchem das Gutachten S.________, das den nat�rlichen Kausalzusammenhang annahm, aufgrund der darin aufscheinenden Relativierungen nicht als klar betrachtet wurde. Das Zivilgericht hatte festgehalten, der Gutachter relativiere die Feststellung, dass sich keine relevanten St�rungen der fr�hkindlichen und kindlichen Entwicklung eruieren liessen, indem er festhalte, dass sich die Beschwerdef�hrerin bei Fragen nach der inneren Lebensgeschichte und nach affektiven Inhalten abwehrend verhalten und sich mit vagen Angaben begn�gt habe. Das Gutachten S.________ bezeichne auch das Ausmass der phobischen Symptomatik als f�r die diagnostizierte posttraumatische Belastungsst�rung ungew�hnlich, und es f�hre an, zur Zeit der Begutachtung habe eine Unfallfehlverarbeitung im Sinne einer posttraumatischen Belastungsst�rung weit weniger im Vordergrund gestanden als eine Polytoxikomanie mit st�ndigem Substanzgebrauch; erst nach erfolgreicher Entzugsbehandlung der Beschwerdef�hrerin w�re es m�glich, das Ausmass der psychogenen Unfallverarbeitung genauer festzulegen und k�nne gesagt werden, ob eine posttraumatische Belastungsst�rung oder eine Anpassungsst�rung bei akzentuierten histrionischen Pers�nlichkeitsz�gen oder gar einer histrionischen Pers�nlichkeitsst�rung vorliege. Im Gegensatz dazu �ussere sich das von Dr. G.________ erstellte gerichtliche Gutachten in den wesentlichen Punkten klar, indem es bei der Beschwerdef�hrerin einen seit 2002 bestehenden Medikamentenabusus und sch�dlichen Nikotingebrauch feststellt. Dieser Gutachter habe die Diagnose einer auf das Unfallereignis bezogenen posttraumatischen Belastungsst�rung nicht nachzuvollziehen vermocht. Er schildere aus seiner Sicht m�gliche Erkl�rungen der Symptomatik der Beschwerdef�hrerin. Auf die Frage, ob denkbar sei, dass die angeblich nach dem Unfall erstmals aufgetretenen Gesundheitsst�rungen (insbesondere Panikattacken und andere psychische St�rungen) auch ohne dieses Ereignis aus anderen Gr�nden zum gleichen Zeitpunkt oder sp�ter eingetreten w�ren, antwortete der Gerichtsgutachter: "Ich kann diese Frage nur vermutungsweise mit ja beantworten, weil mir aus verschiedenen Gr�nden (unverbindliche und ausweichende Angaben der Explorandin und ihr [zu] nahestehende Hauptauskunftspersonen, Aktenlage diesbez�glich unergiebig) zu wenig verl�ssliche Informationen zur Vorgeschichte zur Verf�gung stehen".
4.2 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, diese Antwort zeige unmissverst�ndlich auf, dass es dem Gerichtsgutachter nicht gelungen sei, die essenzielle Frage zur Beurteilung der Kausalit�t zwischen dem Unfallereignis und den aktuellen Beschwerden schl�ssig zu beantworten. Die Beschwerdef�hrerin ist der Meinung, die von der Vorinstanz angef�hrte unsichere Informationslage lege allenfalls die Einholung eines Obergutachtens nahe, zumal das Gutachten des S.________ die Unfallkausalit�t ausdr�cklich bejaht habe. Der Umstand, dass das Gerichtsgutachten zu einem anderen Schluss gekommen sei, habe nicht per se die Aussichtslosigkeit der Berufung zur Folge, sondern gestalte die "Gretchenfrage" allenfalls wieder offen.
4.3 Die Beschwerdef�hrerin verkennt, dass eine schl�ssige Antwort auch dahin lauten kann, eine Frage lasse sich mangels hinreichender Beurteilungsgrundlage nicht beantworten. Der Gutachter legte im �brigen dar, dass die bestehenden Unsicherheiten bereits die prim�re Frage, ob die geklagten Beschwerden auf das Unfallereignis zur�ckzuf�hren seien, nicht mit hinreichender Klarheit zu beantworten erlaubten. Gerade weil auch das S.________-Gutachten dieselben Schwierigkeiten einer Diagnosestellung hervorhob, n�mlich die �berlagerung durch die Suchtproblematik, und dennoch eine Diagnose stellte, durfte die Vorinstanz im Rahmen der Pr�fung der Prozessaussichten annehmen, die Einholung eines Gerichtsgutachtens sei angezeigt gewesen, um die Unstimmigkeiten des Privatgutachtens auszur�umen. Die Vorinstanz durfte davon ausgehen, dass sich die Unsicherheiten, welche in beiden Gutachten verzeichnet wurden, aus dem Verhalten der Beschwerdef�hrerin selbst ergaben und kaum durch ein weiteres Gutachten ausger�umt werden k�nnten. Sodann verkennt die Beschwerdef�hrerin mit ihren Einw�nden gegen die von der Vorinstanz best�tigte Schl�ssigkeit des Gerichtsgutachtens, dass es nicht prim�re Aufgabe des Gerichtsgutachters war, selbst eine Diagnose bez�glich des Gesundheitszustandes der Beschwerdef�hrerin zu stellen. Vielmehr ging es darum, den Befund einer auf den Unfall zur�ckzuf�hrenden posttraumatischen Belastungsst�rung gem�ss Privatgutachten zu �berpr�fen. Dass sich die gestellte Diagnose angesichts der bestehenden Suchtproblematik nicht mit hinreichender Sicherheit best�tigen liess, kann mit den Erl�uterungen im S.________-Gutachten besser in �bereinstimmung gebracht werden als die darin trotz allen Unklarheiten gestellte Diagnose. Indem sich die Vorinstanz der eingehenden Begr�ndung des erstinstanzlichen Gerichts anschloss und ihrerseits davon ausging, die Schl�sse des Gerichtsgutachtens w�rden sich kaum ersch�ttern lassen, hat sie insoweit die Prozessaussichten zutreffend eingesch�tzt. Unter diesen Umst�nden erweist sich die Annahme, ein Obergutachten w�rde mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit nicht angeordnet werden, als haltbare vorl�ufige Einsch�tzung der Prozessaussichten in dieser Hinsicht. Auch insoweit ist keine Rechtsverletzung auszumachen.
4.4 Die Beschwerdef�hrerin wendet schliesslich ein, die Vorinstanz stelle lediglich fest, das Gerichtsgutachten sei nachvollziehbar und schl�ssig, liefere hierzu aber keine Begr�ndung. Diese R�ge ist mutwillig. Die Vorinstanz hat die Ausf�hrungen des erstinstanzlichen Gerichts in den entscheidenden Passagen ausf�hrlich wiedergegeben und einleuchtend aufgezeigt, dass die im S.________-Gutachten gestellte Diagnose angesichts der auch dort geschilderten Unsicherheiten nicht zu �berzeugen vermag. Daran �ndert der von der Beschwerdef�hrerin ins Feld gef�hrte Umstand, dass das S.________-Gutachten von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegeben wurde, nichts.
5.1 Die Vorinstanz hob hervor, als m�gliche Ursachen der psychischen Beeintr�chtigungen der Beschwerdef�hrerin k�men nebst den im Gutachten aufgef�hrten zahlreiche andere in Frage, weshalb das Unfallereignis nicht als �berwiegend wahrscheinliche Ursache anzusehen sei. �berdies habe das Zivilgericht wohl zul�ssigerweise erg�nzt, die Beschwerdef�hrerin habe mit ihrem Verhalten sowohl die Begutachtung durch das S.________ wie auch durch Dr. G.________ erschwert und insbesondere die Kl�rung der Frage, ob ihre psychische Beeintr�chtigung auch ohne Unfallereignis eingetreten w�re, verhindert. Vor diesem Hintergrund erachtete die Vorinstanz die Verlustgefahren der Berufung insgesamt als deutlich h�her als die Gewinnaussichten.
5.2 Die Beschwerdef�hrerin h�lt dem entgegen, bei dieser Argumentation werde sie zus�tzlich f�r die Unfallfolgen abgestraft, indem ihr die im Unfall gr�ndende Pers�nlichkeitsst�rung und als Folge daraus ihre teilweisen Probleme, Vertrauen aufzubauen und Fragen pr�zise zu beantworten, vorgehalten werde. Aus welchen Umst�nden die Vorinstanz h�tte ableiten m�ssen, das Verhalten der Beschwerdef�hrerin gegen�ber den Sachverst�ndigen r�hre vom Unfall her, legt sie nicht dar. Sie l�sst ausser Acht, dass f�r derartige Auswirkungen des Unfalls keinerlei Anhaltspunkte bestehen. Indem die Vorinstanz die l�ckenhafte Beweislage angesichts der Beweislast der Beschwerdef�hrerin mit Bezug auf den Kausalzusammenhang im Sinne fehlender Gewinnaussichten w�rdigte, beging sie keinerlei Bundesrechts- oder Verfassungsverletzung.
Da die Vorinstanz die unentgeltliche Prozessf�hrung mit Blick auf die Prozessaussichten verweigern durfte, ist die Beschwerde abzuweisen, ohne dass auf die Frage der Bed�rftigkeit eingegangen werden muss. Die Beschwerdef�hrerin vermochte gegen die Auffassung der Vorinstanz bzw. die Schl�ssigkeit des Gerichtsgutachtens keine namhaften Einw�nde vorzutragen. Demnach erscheint die Beschwerde als von vornherein aussichtslos. Dem Begehren um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege f�r das Verfahren vor Bundesgericht kann daher nicht entsprochen werden (Art. 64 Abs. 1 BGG). Demgem�ss wird die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 2 BGG). Die Beschwerdegegnerin wurde nur bez�glich der Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung, gegen die sie keine Einw�nde erhoben hat, zur Vernehmlassung eingeladen. Ihr ist kein entsch�digungsw�rdiger Aufwand entstanden.
Das Begehren um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren wird abgewiesen.