Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%201981,%20126
Timestamp: 2020-02-23 03:46:02
Document Index: 345880803

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', 'BGH', '§ 22', '§ 31', 'BGH', '§ 2', '§ 22', '§ 22', 'BGH', '§ 136', '§ 117', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1090', '§ 1018', 'BGH', '§ 621', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 554', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 172', '§ 172', 'BGH', '§ 91', '§ 91', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 172', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 172', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', '§ 91', 'BGH', '§ 176', '§ 176', 'BGH', '§ 172', '§ 172', '§ 172', 'BGH', '§ 172', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 628', '§ 628', '§ 78', 'BGH', '§ 78', '§ 114', '§ 628', '§ 623', 'BGH', '§ 78', '§ 623', '§ 623', 'BGH', '§ 628', '§ 623', 'BGH', '§ 628', '§ 623', 'BGH', '§ 628', 'BGH']

Rechtsprechung: MDR 1981, 126 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 01.10.1980 | BGH, 15.10.1980
https://dejure.org/1980,1101
BGH, 15.10.1980 - IVb ZR 503/80 (https://dejure.org/1980,1101)
BGH, Entscheidung vom 15.10.1980 - IVb ZR 503/80 (https://dejure.org/1980,1101)
BGH, Entscheidung vom 15. Januar 1980 - IVb ZR 503/80 (https://dejure.org/1980,1101)
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Abschluss eines gerichtlichen Vergleichs über Scheidungsfolgen - Anfechtung des Vergleichs wegen arglistiger Täuschung - Ehebrecherisches Verhältnis zu einem anderen Mann - Durchführung einer Zwangsvollstreckung
NJW 1981, 346
MDR 1981, 126
FamRZ 1981, 19
Die Schwierigkeiten, die sich aus dieser Verknüpfung der Zuwendungen mit dem Zugewinnausgleich ergeben, werden dadurch erhöht, daß der auf § 242 gestützte Anspruch auf Rückabwicklung keine Familiensache darstellt und daher, weil er vom Zugewinnausgleich zu trennen ist, grundsätzlich in einem separaten Verfahren geltend zu machen ist, für das das Gericht für allgemeine Zivilsachen zuständig ist (vgl. Senatsbeschluß vom 15. Oktober 1980 - IVb ZR 503/80 - FamRZ 1981, 19, 21), während über den Zugewinnausgleichsanspruch das Familiengericht entscheidet.
Der Betriebsrat hat daher darüber zu wachen, daß die Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes bei der Verarbeitung personenbezogener Daten im Betrieb beachtet werden (…Dietz/Richardi, aaO, § 80 Rz 6;… Fitting/Auffarth/Kaiser/Heither, aaO, § 80 Rz 4;… Thiele, aaO, § 80 Rz 10;… Galperin/Löwisch, aaO, § 80 Rz 7 a; Boewer, RDV 1985, 22, 24; Kilian, RdA 1978, 201, 206; Hümmerich, RdA 1979, 143, 147; Linnenkohl NJW 1981, 202, 204) [BGH 15.10.1980 - IVb ZR 503/80].
Damit bleibt der Arbeitgeber Herr der personenbezogenen Daten seiner Arbeitnehmer auch dann, wenn er diese im Rahmen eines Auftragsverhältnisses durch Dritte verarbeiten läßt (…Simitis/Dammann/Mallmann/Reh, BDSG, 3. Aufl., § 22 Rz 46, § 31 Rz 30, 38; Linnenkohl, NJW 1981, 202, 203) [BGH 15.10.1980 - IVb ZR 503/80].
Es ist aber mangels gegenteiligen Vortrags der Parteien davon auszugehen, daß die Beklagte weiterhin als speichernde Stelle im Sinne von § 2 Abs. 3 Nr. 1 BDSG anzusehen ist (…vgl. zur Datenverarbeitung im Konzern im übrigen Simitis/Dammann/Mallmann/Reh, BDSG, 3. Aufl., § 22 Rz 18, 46;… Ordemann/Schomerus, BDSG, 3. Aufl., § 22 Anm. 2.1; Linnenkohl, NJW 1981, 203 [BGH 15.10.1980 - IVb ZR 503/80]).
Der IVb - Zivilsenat hat auf Antrage gemäß § 136 GVG mitgeteilt, daß er in diesen Fällen der vom IX. Zivilsenat beabsichtigten Änderung der Rechtsprechung zur Statthaftigkeit der Revision zustimme und an seiner entgegenstehenden bisherigen Rechtsprechung (Beschluß vom 5. März 1980 - IVb ZR 555/80; Beschluß vom 10. Oktober 1980 - IVb ZR 503/80 = FamRZ 1981, 19, 22) nicht mehr festhalte.
Sie ist regelmäßig weder wegen Verstoßes gegen die guten Sitten nichtig, noch stellt sie eine unzulässige Gesetzesumgehung oder ein Scheingeschäft nach § 117 Abs. 1 BGB dar (vgl. BGHZ 74, 293, 296;… BGH Urt. v. 25. März 1980, KZR 17/79, NJW 1981, 343, 344; Senatsurt. v. 2. März 1984, V ZR 155/83, WM 1984, 820, 821; a.A. OLG Karlsruhe DB 1978, 631 [OLG Karlsruhe 15.11.1977 - 13 U 39/77]; Joost in NJW 1981, 308, 312 [BGH 15.10.1980 - IVb ZR 503/80], derselbe in MünchKomm § 1090 Rdn. 12;… MünchKomm/Falckenberg § 1018 Rdn. 47).
Regeln Ehegatten güterrechtliche Ansprüche durch Vertrag zu Gunsten eines Dritten, so ist auch der Anspruch des Begünstigten güterrechtlicher Natur (Fortführung von BGH NJW 1981, 346 = FamRZ 1981, 19).
Der prozessuale Anspruch, den ein Elternteil gegen den anderen aus einer solchen güterrechtlich zu qualifizierenden Vereinbarung herleiten kann, ist eine Familiensache im Sinne des § 621 Abs. 1 Nr. 8 ZPO (BGH, NJW 1981, 346 = FamRZ 1981, 19).
BGH, 15.01.1992 - XII ZB 148/91
Keine weitere Beschwerde in Hausratssachen - Pkw als Hausratsgegenstand
Das Verfahren über die Vollstreckungsgegenklage ist daher im selben Sinn Familiensache wie der Vollstreckungstitel, gegen den sie sich richtet (Senatsbeschluß vom 15. Oktober 1980 - IVb ZR 503/80 = FamRZ 1981, 19/20 m.w.Nachw.) und unterliegt damit demselben Rechtsmittelzug wie die Hauptsache, aus der der Vollstreckungstitel herrührt.
Der Kostenfestsetzungsbeschluß in einer Familiensache teilt ebenfalls deren Rechtscharakter (BGH Beschluß vom 3. Mai 1978 - IV ARZ 39/78 = FamRZ 1978, 585, 586; Senatsbeschluß vom 15. Oktober 1980 a.a.O. S. 21).
Zur Begründung hat er ausgeführt, daß der Rechtsstreit über die Vollstreckungsabwehrklage letztlich den titulierten Anspruch betrifft, dessen Durchsetzbarkeit im Vollstreckungswege mit materiell-rechtlichen Einwendungen gegen den Anspruch bekämpft wird, mag auch das Bestehen oder Nichtbestehen des Anspruchs nicht unmittelbar Streitgegenstand der Vollstreckungsabwehrklage sein (vgl. Senatsentscheidung vom 15. Oktober 1980 - IVb ZR 503/80 - FamRZ 1981, 19, 20).
Es kann hier offenbleiben, ob bei einem Amtsträger, der als "aktives Parteimitglied" eine Parteispende zur Weiterleitung an seine Partei erhält, ein derartiges Interesse stets zu bejahen ist (so Scheu in NJW 1981, 1195/1196; a.A. Kaiser in NJW 1981, 321, 322 [BGH 15.10.1980 - IVb ZR 503/80], jeweils m, w. Nachw.).
Hat ein allgemeiner Zivilsenat des Oberlandesgerichts einen Rechtsstreit irrtümlich nicht als Familiensache beurteilt und bei einem 40 000 DM übersteigenden Wert der Beschwer einen Fall der zulassungsfreien Revision angenommen, dann ist für die Revision § 554 b ZPO anzuwenden mit der Einschränkung, daß bei Prüfung der Erfolgsaussicht nur das Vorliegen einer Abweichung geprüft wird (Aufgabe von BGHZ 76, 305 ; Beschlüsse vom 5. März 1980 - IV b ZR 555/80 - vom 10. Oktober 1980 - IV b ZR 503/80 - = FamRZ 1981, S. 19, 22;… vom 11. Februar 1982 - IX ZR 98/80 - Urteil vom 16. Dezember 1982 - IX ZR 88/81 - = FamRZ 1983, S. 156 ;… Beschluß vom 13. Januar 1983 - IX ZR 23/82 - = FamRZ 1983, S. 364).
OLG Hamm, 21.03.1997 - 7 WF 127/97
Voraussetzungen der Zuordnung eines Verfahrens über eine Vollstreckungsgegenklage …
BayObLG, 13.10.1999 - 3Z BR 299/99
OLG Hamburg, 19.06.1984 - 12 WF 88/84
Drittwiderspruchsklage; Familiensache; Vollstreckungstitel; …
https://dejure.org/1980,1325
BGH, 01.10.1980 - IVb ZR 613/80 (https://dejure.org/1980,1325)
BGH, Entscheidung vom 01.10.1980 - IVb ZR 613/80 (https://dejure.org/1980,1325)
BGH, Entscheidung vom 01. Januar 1980 - IVb ZR 613/80 (https://dejure.org/1980,1325)
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Bestellung eines Prozessbevollmächtigten durch Anzeige des Prozessgegners - Kenntnis des Prozessgegners vom Bestehen einer Prozessvollmacht - Beachtlichkeit eines materiellen Kostenerstattungsanspruchs - Feststellung eines materiellen Kostenerstattungsanspruchs ohne ...
Sie kann auch durch eine Anzeige des Prozessgegners erfolgen, wenn die vertretene Partei oder ihr Vertreter dem Gegner von dem Bestehen einer Prozessvollmacht Kenntnis gegeben haben (…Senatsbeschluss vom 28. Juli 1999 - VIII ZB 3/99, aaO; BGH, Beschluss vom 1. Oktober 1980 - IVb ZR 613/80, aaO; Urteil vom 9. Oktober 1985 - IVb ZR 59/84, NJW-RR 1986, 286 unter 1; BVerfG, NJW 2007, 3486, 3488; BayVerfGH, NJW 1994, 2280, 2281; OLG Zweibrücken, OLGR 2005, 822, 823; OLG Köln, OLGR 1992, 302, 303;… MünchKommZPO/Häublein, aaO;… Stein/Jonas/Roth, ZPO, 22. Aufl., § 172 Rn. 9;… Zöller/Stöber, aaO Rn. 7;… Musielak/Wolst, aaO Rn. 3;… Prütting/Gehrlein/Kessen, aaO Rn. 4).
Allerdings sind in der älteren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sowie in der Rechtsprechung der Instanzgerichte und auch in der Literatur teilweise Zweifel geäußert worden, ob die Benennung eines Prozessbevollmächtigten der beklagten Partei im Rubrum der Klageschrift allein ausreicht, um von einer Bestellung zum Prozessbevollmächtigten für den Rechtszug gemäß § 172 Abs. 1 Satz 1 ZPO ausgehen zu können (vgl. BGH, Beschluss vom 1. Oktober 1980 - IVb ZR 613/80, aaO;… Urteil vom 9. Oktober 1985 - IVb ZR 59/84, aaO;… BayVerfGH, aaO; OLG Hamburg, MDR 1991, 259; OLG Naumburg FamRZ 2000, 166;… Stein/Jonas/Roth, aaO Rn. 9 und 11;… Musielak/Wolst, aaO;… vgl. auch OLG Zweibrücken, aaO).
Soweit die Auffassung vertreten wird, dass bei einer übereinstimmenden Erledigungserklärung nach § 91a Abs. 1 Satz 1 ZPO für eine Kostengrundentscheidung zu Lasten der beklagten Partei auch dann Raum sei, wenn das erledigende Ereignis bereits vor Anhängigkeit der Klage eingetreten ist, jedoch ein materiell-rechtlicher Kostenerstattungsanspruch der klagenden Partei bestehe und sich ohne besondere Schwierigkeiten feststellen lasse (so OLG Hamm, Beschl. v. 06.12.2000 - 13 W 47/00, MDR 2001, 470; allgemein zur Berücksichtigung eines materiell-rechtlichen Kostenerstattungsanspruchs im Rahmen einer Kostenentscheidung nach § 91a ZPO s. BGH, Beschl. v. 01.10.1980 - IVb ZR 613/80, MDR 1981, 126, juris Rn. 9;… BGH, Urt. v. 22.11.2001 - VII ZR 405/00, NJW 2002, 680, juris Rn. 10), kann dahinstehen, ob dem gefolgt werden kann.
Benennt der Kläger den vorprozessualen Vertreter des Beklagten als Prozessbevollmächtigten, ohne dass dieser ihm die Prozessvollmacht angezeigt hat, und erweist sich der vorprozessual Bevollmächtigte als nicht vertretungsbefugt im Prozess, so trägt das damit einhergehende Risiko nicht wirksamer Zustellung der Kläger (…vgl. BayVerfGH NJW 1994, S. 2280; BGH MDR 1981, S. 126;… Stöber a.a.O.).
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin ist die Rechtsprechung des BGH in MDR 1981, S. 126 noch nicht überholt.
Zöller/Stöber verweisen in der 26. und 27. Aufl., § 172 Rz. 7, auf diese Entscheidung des BGH in MDR 1981, 126.
Auch das Bundesverfassungsgericht bezieht sich damit in der Entscheidung vom 07.08.2007 noch auf die Entscheidung des BGH vom 01.10.1980, Az. IV b ZR 613/80 = MDR 1981, 126.
Dort stützt sich der Bayerische Verfassungsgerichtshof unter anderem auf BGH, MDR 1981, 126.
Wenn Zöller/Stöber in der 27. Aufl. unter § 172 Rz. 7 die Entscheidung des BGH, MDR 1981, 126 im Gegensatz sehen zur Entscheidung des BGH vom 28.07.1999, dann erschließt sich dies nicht zwingend.
Der BGH verweist in dieser Entscheidung auf den Bayerischen Verfassungsgerichtshof, der sich auf die Entscheidung des BGH, MDR 1981, 126 stützt.
Eine Abgrenzung zur Entscheidung BGH, MDR 1981, 126 erfolgte zur Bewertung einer Mitteilung über die Niederlegung in den Hausbriefkasten und nicht zur hier zu bewertenden einseitigen (in Eigeninitiative der Kanzleiangestellten erfolgten) Benennung der Prozessbevollmächtigten der Beklagten.
Zwar rechtfertigte die Benennung der Rechtsanwälte durch den Prozeßgegner nach herrschender Meinung noch nicht die Annahme ihrer Bestellung durch den Beschwerdeführer (BGH, MDR 1981, S. 126).
a) Ein materiell-rechtlicher Kostenerstattungsanspruch ist im Rahmen der nach § 91 a ZPO zu treffenden Billigkeitsentscheidung allenfalls dann beachtlich, wenn sein Bestehen sich ohne besondere Schwierigkeiten, insbesondere ohne Beweisaufnahme feststellen läßt (Bestätigung von BGH, Beschluß vom 1. Oktober 1980 - IVb ZR 613/80, MDR 1981, 126).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein materiell-rechtlicher Kostenerstattungsanspruch im Rahmen der nach § 91a ZPO zu treffenden Billigkeitsentscheidung allenfalls dann beachtlich, wenn sein Bestehen sich ohne besondere Schwierigkeiten, insbesondere ohne Beweisaufnahme feststellen läßt (BGH, Beschluß vom 1. Oktober 1980 - IVb ZR 613/80, MDR 1981, 126).
Diese Regel gilt bereits für die Zustellung der Klage (hier: Antragsschrift), weil § 176 ZPO nur die Anhängigkeit, nicht aber die Rechtshängigkeit der Klage voraussetzt(Senatsbeschluß vom 1. Oktober 1980 - IVb ZR 613/80 - LM ZPO § 176 Nr. 13).
Allein die Tatsache, dass sich dieser außergerichtlich für den Beklagten angezeigt und für fortlaufend für diesen Beklagten tätig gewesen ist, spricht aber noch nicht für das Bestehen einer Prozessvollmacht (vgl. BGH, Beschluss vom 01.10.1980, Az.: IVb ZR 613/80).
Die Kammer verkennt nicht, dass in Literatur und Rechtsprechung teilweise die Ansicht vertreten wird, dass es für die Bestellung im Sinne des § 172 ZPO nicht ausreichend sei, wenn sich ein Rechtsanwalt vorprozessual dem Gegner oder dessen Prozessbevollmächtigten lediglich als "Zustellungsbevollmächtigte" bestellt (…Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, Kommentar zur ZPO, 63. Auflage, § 172 Rd. 5;… Wieczorek/Schütze-Rohe, Kommentar zur ZPO, 3. Auflage, § 172 Rd. 12; BGH, Beschluss vom 1.10.1980, IVb ZR 613/80, in MDR 1981, 126).
OLG Hamburg, 05.06.2008 - 3 U 248/07
Eine Bestellung gemäß § 172 I 1 ZPO muss jedoch in der Weise geschehen, dass die vertretene Partei oder ihr Vertreter dem Gericht oder dem Gegner von dem Vertretungsverhältnis Kenntnis gibt, wobei erkennbar gemacht werden muss, dass der Vertreter eine Prozessvollmacht, also eine das ganze Verfahren umfassende Vertretungsmacht haben soll (BGH MDR 1981, 126; OLG Düsseldorf, GRUR 1984, 79, 80).
Hierfür ist es nicht ausreichend, dass der Vertreter in einer Vorkorrespondenz für die Partei aufgetreten ist, denn einer vorgerichtlichen Tätigkeit des Rechtsanwalts ist das Bestehen einer Prozessvollmacht für einen etwaigen künftigen Rechtsstreit nicht ohne weiteres zu entnehmen (BGH MDR 1981, 126; OLG Hamburg NJW-RR 1993, 958; OLG Frankfurt JurBüro 1987, 1832).
LG Hamburg, 07.02.2000 - 312 O 564/99
OLG Hamm, 06.12.2000 - 13 W 47/00
Beiderseitige Erledigungserklärung nach Zahlung vor Rechtshängigkeit - Kostenlast …
OLG Brandenburg, 30.08.2000 - 9 WF 159/00
Zur Frage der Kostenentscheidung nach Erledigungserklärung und sofortigem …
OLG Hamburg, 19.09.1990 - 4 W 66/90
OLG Hamm, 20.01.1987 - 4 W 136/86
OLG Köln, 03.08.1992 - 12 W 17/92
Erfolgreiche Beschwerde gegen die Verwerfung eines Einspruchs gegen ein …
LAG Nürnberg, 12.03.1981 - 5 Ta 1/81
https://dejure.org/1980,2164
BGH, 15.10.1980 - IVb ZB 597/80 (https://dejure.org/1980,2164)
BGH, Entscheidung vom 15.10.1980 - IVb ZB 597/80 (https://dejure.org/1980,2164)
BGH, Entscheidung vom 15. Januar 1980 - IVb ZB 597/80 (https://dejure.org/1980,2164)
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Folgesache - Verbundsache - Abgetrennte Verbundsache - Scheidung - Scheidungsurteil - Rechtskraft des Scheidungsurteils
NJW 1981, 233
FamRZ 1981, 24
Die nachträgliche Abtrennung von Scheidungs- und Folgesachen ändere an dem einmal begründeten Anwaltszwang nichts, so daß auch in einer abgetrennten FGG -Folgesache nach Rechtskraft der Scheidung die Parteien nur durch einen beim Oberlandesgericht zugelassenen Rechtsanwalt vertreten werden könnten (vgl. BGH, NJW 1981, S. 233).
Dem steht nicht entgegen, daß es sich bei der vorliegenden Versorgungsausgleichssache auch nach ihrer Abtrennung weiterhin um eine Folgesache handelt (vgl. Senatsbeschluß vom 15. Oktober 1980 - IVb ZB 597/80 - FamRZ 1981, 24).
Der Senat hat zwar in dem Beschluß vom 15. Oktober 1980 (IVb ZR 597/80 = FamRZ 1981, 24 = NJW 1981, 233, 234), auf den die Revision in diesem Zusammenhang verweist, ausgeführt, nach der Abtrennung einer Folgesache durch Lösung aus dem Scheidungsverbund könne auf ein Rechtsmittel das bereits ergangene Scheidungsurteil aufgehoben werden, weil die Folgesache unter Verstoß gegen § 628 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 ZPO gelöst worden sei.
Hat das Rechtsmittel Erfolg, dann wird das Scheidungsurteil aufgehoben und der Verfahrensverbund wieder hergestellt (vgl. Senatsbeschluß vom 15. Oktober 1980 - FamRZ 1981, 24).
Nach ständiger Rechtsprechung des Senats gilt das ohne Ausnahme auch dann, wenn über den Scheidungsantrag nach § 628 ZPO vorab entschieden worden ist und über die abgetrennte Folgesache erst entschieden wird, nachdem das den Scheidungsausspruch enthaltende Urteil bereits rechtskräftig geworden ist (vgl. Senatsbeschlüsse vom 15. Oktober 1980 - IVb ZB 597/80 - FamRZ 1981, 24 und vom 10. Juli 1985 - IVb ZB 102/84 - VersR 1985, 1185, 1186).
Die weitere Beschwerde führt aus, der Senat habe in der Entscheidung vom 15. Oktober 1980 (aaO) entscheidend darauf abgestellt, daß der Zeitpunkt des Eintritts der Rechtskraft des Scheidungsausspruchs in der abgetrennten Folgesache nicht immer zweifelsfrei feststehe.
Im Versorgungsausgleichsverfahren als einer Scheidungsfolgesache besteht Anwaltszwang (§ 78 Abs. 1 Satz 2 Ziff. 2 ZPO)? der Charakter der Scheidungs folgesache bleibt auch dann erhalten, wenn über den Versorgungsausgleich - wie hier - im abgetrennten Verfahren entschieden wird und das Scheidungsurteil bereits rechts kräftig ist (Senatsbeschluß vom 15. Oktober 1980 - IVb ZB 597/80 - NJW 1981, 233 f.).
OLG Köln, 18.12.2012 - 4 UF 206/12
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei unrichtiger bzw. unvollständiger …
Die abgetrennte Folgesache unterliegt weiterhin dem Anwaltszwang und die Beschwerde eines Ehegatten gegen eine abgetrennte Folgesache kann wirksam nur durch einen Rechtsanwalt eingelegt werden ( BGH zu der durch das FamFG insoweit übernommenen alten Rechtslage zu §§ 78, 623, 628 ZPO, Beschluss vom 15.10.1980 - IVb ZB 597/80 - zitiert nach juris Rn. 3;… Weber in Keidel, FamFG, 17. Aufl., § 114 Rn. 7 ).
OLG Köln, 21.06.2000 - 27 UF 50/99
Die zu § 628 ZPO ergangene und den im "Zwangsverbund" (§ 623 Abs. 1 Satz 3 ZPO) zu entscheidenden Versorgungsausgleich betreffende Rechtsprechung des BGH (NJW 1981, 233, 234,;… vgl. auch Zöller/Philippi, ZPO, 21. Aufl., § 78, Rn. 34) ist zumindest auf Abtrennungen von Folgesachen der § 623 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1-3 ZPO nach dem - seit dem 1. Juli 1998 neu gefassten - § 623 Abs. 2 Satz 2 bis 4 ZPO nicht anzuwenden.
Er blieb vielmehr Folgesache (BGH FamRZ 1981, 24; OLG Dresden, FamRZ 2002, 1415;… Zöller-Philippi, ZPO, 27. Aufl., § 628 ZPO Rdn 10), das heißt, Entscheidungen konnten nur für den Fall der Scheidung ergehen, wurden erst mit Rechtskraft der Scheidung wirksam (… vgl. Zöller - Philippi, a. a. O. § 623 ZP Rdn 32 a ).
Er blieb vielmehr Folgesache (BGH FamRZ 1981, 24; OLG Dresden, FamRZ 2002, 1415;… Zöller-Philippi, ZPO, 27. Aufl., § 628 ZPO Rdn 10), das heißt, Entscheidungen konnten nur für den Fall der Scheidung ergehen, wurden erst mit Rechtskraft der Scheidung wirksam (…vgl. Zöller - Philippi, a. a. O. § 623 ZP Rdn 32 a).
Er blieb vielmehr Folgesache (BGH FamRZ 1981, 24; OLG Dresden, FamRZ 2002, 1415;… Zöller-Philippie, ZPO, 27. Aufl., § 628 Rz. 10).
OLG Dresden, 25.09.1996 - 11 UF 291/96
Umfang des Anwaltszwangs in familiengerichtlichen Folgesachen; Pflichten der …
BGH, 29.10.1980 - IVb ZB 605/80
Voraussetzungen für die Annahme einer abgetrennten Verbundsache als Folgesache