Source: https://www.sz.ch/unternehmen/auslaenderinnen-auslaender/erwerbstaetigkeit/angehoerige-aus-drittstaaten.html/72-443-441-435-1835
Timestamp: 2019-02-16 08:04:37
Document Index: 742683

Matched Legal Cases: ['Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 22', 'Art. 23', 'Art. 23', 'Art. 23', 'Art. 83', 'Art. 33', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 19', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 38', 'Art. 48', 'Art. 71', 'Art. 12']

Zulassungsbedingungen / gesetzliche Bestimmungen
Es bestehen jährliche Höchstzahlen bzw. Kontingente (Art. 20 AIG);
Ausländerinnen und Ausländer können zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit nur zugelassen werden, wenn nachgewiesen wird, dass keine dafür geeignete inländischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer oder Angehörige von Staaten, mit denen ein Freizügigkeitsabkommen abgeschlossen wurde, gefunden werden konnte. Als inländische Arbeitskräfte gelten Schweizerinnen und Schweizer, Personen mit einer Niederlassungsbewilligung und Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung, die zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt (Art. 21 AIG);
Ausländerinnen und Ausländer können zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit nur zugelassen werden, wenn die orts-, berufs- und branchenüblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen eingehalten werden (Art. 22 AIG);
Kurzaufenthalts- und Aufenthaltsbewilligungen zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit können nur Führungskräften, Spezialistinnen und Spezialisten und anderen qualifizierten Arbeitskräften erteilt werden (Art. 23 Abs. 1 AIG);
Bei der Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen müssen zusätzlich die berufliche Qualifikation, die berufliche und soziale Anpassungsfähigkeit, die Sprachkenntnisse und das Alter eine nachhaltige Integration in den schweizerischen Arbeitsmarkt und das gesellschaftliche Umfeld erwarten lassen (Art. 23 Abs. 3 AIG)
In Abweichung der besonderen Voraussetzungen können zugelassen werden:
Investorinnen und Investoren sowie Unternehmerinnen und Unternehmer, die Arbeitsplätze erhalten oder schaffen;
Personen mit besonderen beruflichen Kenntnissen und Fähigkeiten, sofern für deren Zulassung ein Bedarf ausgewiesen ist;
Personen, deren Tätigkeit in der Schweiz im Rahmen von wirtschaftlich bedeutenden internationalen Geschäftsbeziehungen unerlässlich ist (Art. 23 Abs. AIG)
Kurzaufenthalts- und Aufenthaltsbewilligungen können an Auflagen geknüpft werden (Art. 83 Abs. 3 VZAE);
Jahresaufenthalter (Ausweis B):
Die Aufenthaltsbewilligung wird für Aufenthalte mit einer Dauer von mehr als einem Jahr erteilt (Art. 33 Abs. 1 AIG);
Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung, die zur selbstständigen oder unselbstständigen Erwerbstätigkeit zugelassen sind, können ihre Tätigkeit in der ganzen Schweiz ausüben, Sie können die Stelle ohne weitere Bewilligung wechseln (Art. 38 Abs. 2 AIG;
Personen mit einer Aufenthaltsbewilligung kann der Wechsel von einer unselbstständigen zu einer selbstständigen Erwerbstätigkeit bewilligt werden, wenn dies einem gesamtwirtschaftlichen Interesse entspricht und die dafür notwendigen finanziellen und betrieblichen Voraussetzungen erfüllt sind (Art. 38 Abs. 2 und Art. 19 AIG).
Kurzaufenthalter (Ausweis L):
Die Kurzaufenthaltsbewilligung wird für bestimmte Aufenthalte bis zu einem Jahr erteilt (Art. 32 Abs. 1 AIG);
Sie wird für einen bestimmten Aufenthaltszweck erteilt und kann mit weiteren Bedingungen verbunden werden (Art. 32 Abs. 2 AIG);
Sie kann bis zu zwei Jahren verlängert werden. Ein Stellenwechsel ist nur aus wichtigen Gründen möglich (Art. 32 Abs. 3 AIG);
Personen mit einer Kurzaufenthaltsbewilligung, die zur selbstständigen oder unselbstständigen Erwerbstätigkeit zugelassen sind, können die bewilligte Tätigkeit in der ganzen Schweiz ausüben (Art. 38 Abs. 1 AIG);
Unter diese Bewilligungskategorie fallen auch die Au-Pair-Bewilligungen. Für diese gelten spezielle Bedingungen und sie werden für maximal 12 Monate erteilt ohne Möglichkeit zur Verlängerung (Art. 48 VZAE);
Stagiairesbewilligungen können vom Bundesamt für Migration (BFM) im Rahmen der maximalen Aufenthaltsdauer von 18 Monaten erteilt werden. Zugelassen werden nur Angehörige aus Staaten, mit denen die Schweiz eine Vereinbarung über den Austausch von Stagiaires abgeschlossen hat: Argentinien, Australien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Grossbritannien, Irland, Italien, Kanada, Luxemburg, Monaco, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Philippinen, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Slowakei, Spanien, Südafrika, Tschechien, Ungarn und USA. Angehörige aus EU- und EFTA-Staaten können anstelle einer Stagiairebewilligung auch eine Kurzaufenthaltsbewilligung EG/EFTA beantragen, wobei sie in einem solchen Fall dem Verfahren des freien Personenverkehrs unterliegen.
Kurzaufenthalter für eine Dauer von maximal vier Monaten:
Wird eine Einreiseerlaubnis für einen bewilligungspflichtigen Aufenthalt mit Erwerbstätigkeit von höchstens vier Monaten innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten erteilt, so wird kein Ausländerausweis ausgestellt (Art. 71 Abs. 2 VZAE);
Ausländerinnen und Ausländer, die eine Einreiseerlaubnis zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder einer grenzüberschreitenden Dienstleistung in der Schweiz von insgesamt vier Monaten innerhalb eines Zeitraumes von 12 Monaten erhalten haben, müssen sich nicht anmelden ( Art. 12 Abs. 1 VZAE).
Gesuchsanforderungen für Aufenthalts- und Kurzaufenthaltsbewilligungen
das Gesuch ausführlich begründen, woraus die volkswirtschaftlichen Auswirkungen, die mit der Anstellung der beantragten Person einhergehen, hervorgehen (Schaffung und/oder Erhaltung von Arbeitsplätzen, Auslösung von Investitionen, Gewinnerwartungen usw.);
die zu besetzende Stelle beim RAV seiner Region als offen melden;
in personeller, technischer und organisatorischer Hinsicht alles unternehmen, um ohne eine Ausländerin bzw. einen Ausländer auszukommen;
auf dem inländischen Arbeitsmarkt alles Zumutbare zur Rekrutierung der Mitarbeitenden unternehmen, das heisst, die zu besetzende Stelle mehrfach öffentlich ausschreiben;
seine Suchbemühungen zuerst auf den EU/EFTA-Raum ausdehnen, bevor er eine Person aus einem Drittstaat geltend macht;
eine inländische Arbeitskraft ausbilden oder ausbilden lassen, wenn dies zeitlich und wirtschaftlich zumutbar ist;
mit dem eingereichten Gesuch darlegen, dass der Einsatz einer ausländischen Arbeitskraft aus einem Staat ausserhalb des EU/EFTA-Raumes einer arbeitsmarktlich bedingten Notwendigkeit entspricht;
die beantragte Arbeitskraft nach den tatsächlichen Bedürfnissen sorgfältig auswählen;
für alle kontrollpflichtigen Ausländer ein Gesuch zum Stellenantritt einreichen.
Wichtig: Bei Fehlbesetzungen besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Ersatz.
Jahresaufenthalter für Angehörige von Drittstaaten pro Jahr im Kanton Schwyz: 19
Kurzaufenthalter für Angehörige von Drittstaaten pro Jahr im Kanton Schwyz: 31
4-Monats-Aufenthalter: Höchstzahl unbeschränkt
Das Staatssekretariat für Migration erteilt Bewilligungen im Rahmen der zwischenstaatlichen Vereinbarungen für Stagiaires
Ausser für Stagiaires sind die Anträge dem Kantonalen Amt für Arbeit (AFA) einzureichen. Das AFA erteilt nach dem Entscheid des Staatssekretariat für Migration die Bewilligungen für Jahresaufenthalter und Kurzaufenthalter.
In jedem Fall braucht es für die Einreise und den Aufenthalt in der Schweiz die Zustimmung der Migrationsbehörde.
Umwandlung von Kurzaufenthaltsbewilligungen
Ein Anspruch auf Umwandlung einer Kurzaufenthaltsbewilligung in eine Jahresaufenthaltsbewilligung besteht für Angehörige von Drittstaaten nicht. Die Erteilung einer Jahresbewilligung an eine Person mit einer gültigen Kurzaufenthaltsbewilligung erfolgt nach den gleichen Kriterien wie bei einer Neueinreise und unterliegt dem kantonalen Jahresaufenthalterkontingent.
Aufenthaltsbewilligungen ohne Erwerbstätigkeit
Rentner und übrige Nichterwerbstätige, Schüler und Studenten, Familiennachzug usw. siehe Amt für Migration des Kantons Schwyz.
Beim Staatssekretariat für Migration SEM, Abteilung Arbeitskräfte und Einwanderung;
Beim Amt für Migration des Kantons Schwyz.