Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=22%20S%20122/12
Timestamp: 2019-06-20 10:26:32
Document Index: 246040970

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 287', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

LG Stendal, 08.05.2013 - 22 S 122/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,11427
LG Stendal, 08.05.2013 - 22 S 122/12 (https://dejure.org/2013,11427)
LG Stendal, Entscheidung vom 08.05.2013 - 22 S 122/12 (https://dejure.org/2013,11427)
LG Stendal, Entscheidung vom 08. Mai 2013 - 22 S 122/12 (https://dejure.org/2013,11427)
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Schadensersatz nach Verkehrsunfall: Erstattungsfähigkeit von Sachverständigennebenkosten; Höhe der Fahrzeugkosten
Fahrerin des HUK-versicherten Fahrzeugs durch Abänderung des amtsgerichtlichen Urteils zur Zahlung restlichen Schadensersatzes verurteilt.
Verkehrsrecht - Erstattungsfähigkeit von Sachverständigennebenkosten
AG Salzwedel, 24.07.2012 - 31 C 509/11
(1) Teils sind an Fahrtkosten pro Kilometer deutlich höhere Beträge als ersatzfähig angesehen worden: Zuerkannt wurden bis zu EUR 1, 20 (siehe LG Stendal, Urteil vom 08.05.2013 - 22 S 122/12, juris Rn. 44 ff., Schaden-Praxis 2013, 375), wobei sich dieser Betrag aus EUR 0, 70 an Fahrtkosten plus EUR 0, 50 für Fahrtzeitaufwand zusammensetzen sollte; mehrfach auch Beträge von EUR 1, 11 bis 1, 16 auf der Grundlage der Betragangaben in älteren BVSK-Honorarbefragungen (siehe LG Coburg…, Urteil vom 05.05.2015 - 14 O 732/13, juris Rn. 44, Schaden-Praxis 2015, 274; LG Fulda…, Urteil vom 24.04.2015 - 1 S 168/14, juris Rn. 34, Schaden-Praxis 2016, 127).
Gemessen daran sind nach der den Parteien bekannten Rechtsprechung der Kammer (vgl. Urt. v. 8.5.2013 - 22 S 122/12 - Urt. v. 13.3.2014 - 22 S 81/13 -), auf die zur Meidung von Wiederholungen Bezug gnommen wird, Fahrtkosten (Fahrzeugkosten und Zeitaufwand) von 1, 20 EUR je km erstattungsfähig.
Das Amtsgericht ist in Übereinstimmung mit der den Parteien bekannten ständigen Rechtsprechung der Berufungskammer (…vgl. zum Beisp.: LG Stendal Urt. v. 10.2.2011 - 22 S 49/2010; LG Stendal Urt. v. 8.5.2013 - 22 S 122/2012 - m.w.N.), auf die zur Meidung von Wiederholungen Bezug genommen wird, davon ausgegangen, dass bei der Schätzung der erforderlichen Mietwagenkossten die sogenannte "Fracke"-Methode Anwendung findet.
Wenn für den Geschädigten als Laie erkennbar ist, dass der Sachverständige sein Honorar quasi willkürlich festsetzt und Preis und Leistung in einem auffälligen Missverhältnis zueinander stehen, oder dem Geschädigten selbst ein Auswahlverschulden zur Last fällt oder er offensichtliche Unrichtigkeiten in der Honorarrechnung missachtet, kann er von dem Schädiger nicht mehr vollständigen Ausgleich gezahlter Aufwendungen bzw. Freistellung verlangen (vgl. OLG Hamm NZV 2001, 433; DAR 1997, 275; OLG Nürnberg OLGR 2002, 471; LG Berlin NZV 2004, 635, 637;… Hentschel/Dauer/König, Straßenverkehrsrecht, 41. Aufl., § 12 StVG, Rn 50 m.w.N.; LG Stendal, Urteil vom 08.05.2013 - 22 S 122/12; LG Stendal, Urteil vom 22 S 81/13 vom 13.03.2014).
Grundhonorar: 371, 70 EUR In Bezug auf das Grundhonorar ist es zulässig, wenn sich der Sachverständige bei seiner Berechnung des Grundhonorars an der BVSK-Honorarbefragung orientiert (OLG Dresden, Urteil vom 19.02.2014, 7 U 0111/12; LG Stendal, Urt. v. 08, 05.2013 - 22 S 122/12; LG Dortmund, Urteil vom 05.08.2010,4 S 11/10, zitiert aus juris).
Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass dem Geschädigten ein gewisses Auswahlermessen zusteht und er im Falle eines objektiv berechtigten Interesses auch einen entfernt ansässigen Sachverständigen beauftragen darf ( vgl. LG Stendal, U.v. 08.05.2013 - 22 S 122/12 - juris: Rn. 40 ).
(3152 f.); LG Stendal, Urteil vom 08.05.2013 - 22 S 122/12; LG Stendal, Urteil vom 13. März.
Grundsätzlich ist es danach möglich, sich an den Ergebnissen der Befragung zur Höhe des üblichen Kfz-Sachverständigenhonorars durch die BVSK zu orientieren und diese als Schätzungsgrundlage heranzuziehen (…OLG Dresden, Urt. v. 19.02.2014, 7 U 111/12;… KG Berlin, Urt. v. 30.04.2015 - 22 U 31/14;… LG Dortmund, Urt. v. 05.08.2010 - 4 S 11/10;… LG Arnsberg, Urt. v. 03.06.2014 - 3 S 53/14; LG Stendal, Urt. v. 08.05.2013 - 22 S 122/12; AG Düsseldorf, Urteil vom 02.09.2014, 45 C 15423/13).
Wie sich bereits aus dem Wortlaut des § 287 Abs. 1 Satz 1 ZPO ergibt, darf sie nicht völlig abstrakt erfolgen, sondern muss dem jeweiligen Einzelfall Rechnung tragen (vgl. BGH VersR 1988, 466 (467); BGH VersR 1993, 969 (970); BGH VersR 2012, 917; BGH NJW 2014, 3151 (3152 f.);… BGH Urt. v. 26. April 2016, VI ZR 50/15 ; LG Stendal, Urteil vom 08.05.2013 - 22 S 122/12; LG Stendal, Urteil vom 13. März 2014 - 22 S 81/13)).
In Bezug auf das Grundhonorar ist es grundsätzlich zulässig, wenn sich der Sachverständige bei seiner Berechnung des Grundhonorars an der BVSK-Honorarbefragung orientiert (OLG Dresden, Urteil vom 19.02.2014, 7 U 0111/12; LG Stendal, Urt. v. 08.05.2013 - 22 S 122/12; LG Dortmund, Urteil vom 05.08.2010, 4 S 11/10, zitiert aus Juris).
AG Haldensleben, 19.06.2013 - 17 C 300/13
Danach sind nur solche Nebenkosten als nicht erstattungsfähig anzusehen, deren Unangemessenheit von dem Geschädigten bei Abschluss der Honorarvereinbarung oder bei Erhalt der Honorarabrechnung erkannt werden konnten (vergleiche Urteil des Landgerichts Stendal vom 08. Mai 2013, Geschäftsnummer 22 S 122/12).
AG Salzwedel, 28.05.2013 - 31 C 468/12
Unter Verweisung auf die Rechtssprechung des Landgerichts Stendal (hierzu Urteil des Landgerichts Stendal vom 08.05.2013 - Geschäftsnummer 22 S 122/12) ist für den Bereich der Nebenkosten lediglich die Position Fahrzeugkosten inki.