Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/162
Timestamp: 2018-08-15 20:30:47
Document Index: 82105491

Matched Legal Cases: ['§ 162', 'BGH', '§ 162', '§ 162', 'BGH', '§ 32', '§ 31', '§ 31', 'BGH', 'BGH', '§ 162', '§ 162', 'BGH', '§ 162', '§ 162', '§ 162', '§ 611', '§ 611', 'BGH', '§ 162', 'BGH', '§ 1829', '§ 1829', 'BGH', '§ 162', 'BGH', '§ 162', '§ 162', 'BGH', '§ 162', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 162', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 162', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 162', 'BGH', '§ 162', 'BGH', 'BGH', '§ 162', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 162', '§ 242', 'BGH', '§ 162', 'BGH', '§ 162', 'BGH', '§ 162', 'BGH', '§ 162', 'BGH', '§ 162', 'BGH', '§ 162', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

§ 162 BGB: Verhinderung oder Herbeiführung des Bedingungseintritts
BGH, URTEIL vom 3.0.2014, Az. VIII ZR 178/13 Das kann schon dann anzunehmen sein, wenn er - wie hier - zeitgleich mit Abschluss des Kaufvertrags einen vom Verkäufer vermittelten Leasingantrag stellt (OLG Düsseldorf, DAR 2005, 625; Reinking/Eggert, aaO Rn. L 260), wobei ihm ein als Verbraucher zustehender Schutz nicht dadurch gemäß § 162 BGB verloren ginge, dass er noch vor Zustandekommen des Leasingvertrags von einem ihm zustehenden Widerrufsrecht Gebrauch macht und auf diese Weise einen Vertragsschluss verhindert (Münch-KommBGB/Koch, aaO, Finanzierungsleasing Rn. 41 mwN).
VGH München, Beschluss vom 3.0.2011, Az. 19 B 10.2714 26 In diesen Fällen ist entsprechend dem Rechtsgedanken des § 162 BGB entweder die Antragstellung zu dem Zeitpunkt zu fingieren, zu dem der Antrag ohne die zur Verfristung führenden Umstände rechtzeitig gestellt worden wäre, so dass die Ausschlussfrist in einem solchen Fall als gewahrt anzusehen ist (BVerwGE 9, 89 [91 ff.]; BVerwG, Urteil vom 18.4.1997 - 8 C 38/95 - NJW 1997, 2966 [2969]; BGH, NJW 1995, 205 [206] und NVwZ 1995, 938 [939]; BFHE 86, 148 [151]; BSGE 32, 60 [62]) oder gemäß § 32 VwVfG Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bzw. sogenannte Nachsicht oder rückwirkende Verlängerung der Frist gemäß § 31 Abs.7 VwVfG von Amts wegen ohne Antrag zu gewähren (vgl. Kopp/Ramsauer, VwVfG, 11. Aufl., 2010, § 31 RdNrn. 27, 13 und 38).
BGH, URTEIL vom 2.6.2010, Az. XI ZR 236/07 Auch wenn der Gläubiger mit der Gutschrift nur eine auflösend bedingte Rechtsposition erlangt hat (Lohmann in Hellner/Steuer, Bankrecht und Bankpraxis, Rn. 20/107; Obermüller/Kuder, ZIP 2010, 349, 351 f.; für das Einzugsermächtigungsverfahren BGHZ 74, 309, 315; Nobbe/ Ellenberger, WM 2006, 1885, 1891 m.w.N.), die ihm der Schuldner durch sein Erstattungsverlangen wieder entziehen kann, ist diese Rechtsprechung auf die mittels einer SEPA-Lastschrift bewirkte Zahlung nicht übertragbar, weil - wie oben dargelegt- der Erstattungsanspruch nicht in die Masse fällt und der Schuldner selbst nicht wider Treu und Glauben den Eintritt der auflösenden Bedingung herbeiführen darf (§ 162 Abs. 2 BGB).
OLG Nürnberg, vom 2.5.2010, Az. 13 U 947/10 Dies ergibt sich daraus, dass die Verhinderung des Bedingungseintritts im Belieben des leistungspflichtigen Teiles liegt (§ 162 BGB) und die Vereinbarung gerade den Zweck hat, zu pünktlicher Erfüllung der Verbindlichkeit anzuhalten (BGH NJW1980, S. 1043; 2003, S. 2448).
ArbG Bonn, Urteil vom 3.0.2010, Az. 5 Ca 2343/09 76Nach dem in § 162 BGB normierten allgemeinen Rechtsgedanken darf niemand aus einem von ihm selbst treuwidrig herbeigeführten Ereignis Vorteile ziehen (vgl. z. B. BAG, 25.10.2007, 8 AZR 989/06, NZA 2008, 357 m. w. N.).
ArbG Bonn, Urteil vom 3.0.2010, Az. 6 Ca 2344/09 76Nach dem in § 162 BGB normierten allgemeinen Rechtsgedanken darf niemand aus einem von ihm selbst treuwidrig herbeigeführten Ereignis Vorteile ziehen (vgl. z. B. BAG, 25.2..2007, 8 AZR 989/06, NZA 2008, 357 m. w. N.).
LAG Köln, Urteil vom 3.7.2007, Az. 3 Sa 358/07 Andere Entscheidungen stellen wesentlich auf den Rechtsgedanken des § 162 Abs. 1 BGB ab und sprechen den Arbeitnehmern bei einer unterbliebenen arbeitgeberseitigen Mitwirkung bzgl.des Abschlusses einer jährlichen konkreten Zielvereinbarung die höchstmögliche variable Vergütung zu (so bspw. LAG Köln, Urteil vom 23.05.2002 – 7 Sa 71/02 – NZA RR 2003, 305; LAG Baden-Württemberg, Urteil vom 18.10.2006 – 13 Sa 1555/05 – LAGE § 611 BGB 2002 Zielvereinbarung Nr. 2; LAG Düsseldorf, Urteil vom 28.07.2006 – 17 Sa 465/06 – LAGE § 611 BGB 2002 Tantiemen Nr. 2).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.2005, Az. IV ZR 280/04 Der Vertragsgegner kann sich in diesen Fällen gerade nicht auf § 162 BGB berufen; der Betreuer ist nicht zur Einholung der vormundschaftsgerichtlichen Genehmigung verpflichtet (BGHZ 7, 208, 213 f.; 15, 97, 100 f.; 54, 71, 73 f.; MünchKomm-BGB/Wagenitz, 4. Aufl. § 1829 Rdn. 3, 10; Palandt/ Diederichsen, BGB 64. Aufl. § 1829 Rdn. 3).
BGH, URTEIL vom 5.8.2005, Az. V ZR 244/04 In einem solchen Fall wird ein auf vernünftige wirtschaftliche Gründe gestützter, den Bedingungseintritt beeinflussender Entschluss dieser Partei in der Regel auch im Verhältnis zu ihrem Vertragspartner sachlich gerechtfertigt und damit nicht treuwidrig sein (zur Anwendbarkeit von § 162 BGB auf Wollensbedingungen, vgl. BGH, Urt. v. 25. September 1996, VIII ZR 172/95, NJW 1996, 3338, 3340 sowie Staudin-ger/Bork, aaO, § 162 Rdn. 4).
ArbG Düsseldorf, Urteil vom 1.7.2005, Az. 7 Ca 2689/05 Verfallklauseln sind auch bei betriebsbedingten Kündigungen zulässig (Lemke BB 2001, 1469, 1474; Mechlem/Melms DB 2000, 1614, 1615; a.A. Busch BB 2000, 1294, 1296), da dem Arbeitgeber nicht ohne weiteres rechtsmissbräuchliches Verhalten i.S.d.§ 162 BGB unterstellt werden kann (Lemke BB 2001, 1469, 1474, vgl. auch BAG 19.11.1992 Az: 10 AZR 264/91; BAG 25.4.1991 Az: 6 AZR 183/90; Schiefer NZA-RR 2000, 561, 569
BGH, URTEIL vom 2.5.2004, Az. IX ZR 201/98 Dem Bürgschaftsanspruch kann - auch mit Rücksicht auf den Rechtsgedanken des § 162 BGB - der Einwand der Arglist entgegengehalten werden, wenn der Gläubiger treuwidrig den Bürgschaftsfall selbst herbeigeführt hat, indem er den Hauptschuldner veranlaßt hat, seine Leistung nicht zu erbringen (BGH, Urt. v. 7. Februar 1966 -VIII ZR 40/64, WM 1966, 317, 319), einen dem Hauptschuldner gewährten Kredit fällig gestellt hat, um dem Bürgen einen Rückgriff bei einem Rückbürgen zu ermöglichen (BGH, Urt. v. 20. März 1968 -VIIIZR 153/65, BB1968, 853), oder den wirtschaftlichen Zusammenbruch des Hauptschuldners verschuldet und dadurch einen Rückgriff des Bürgen vereitelt hat (BGH, Beschl. v. 23. Februar 1984 - III ZR 159/83, WM 1984, 586).
BGH, URTEIL vom 2.5.2004, Az. IX ZR 202/98 Dem Bürgschaftsanspruch kann - auch mit Rücksicht auf den Rechtsgedanken des § 162 BGB - der Einwand der Arglist entgegengehalten werden, wenn der Gläubiger treuwidrig den Bürgschaftsfall selbst herbeigeführt hat, indem er den Hauptschuldner veranlaßt hat, seine Leistung nicht zu erbringen (BGH, Urt. v. 7. Februar 1966 -VIII ZR 40/64, WM 1966, 317, 319), einen dem Hauptschuldner gewährten Kredit fällig gestellt hat, um dem Bürgen einen Rückgriff bei einem Rückbürgen zu ermöglichen (BGH, Urt. v. 20. März 1968 -VIIIZR 153/65, BB1968, 853), oder den wirtschaftlichen Zusammenbruch des Hauptschuldners verschuldet und dadurch einen Rückgriff des Bürgen vereitelt hat (BGH, Beschl. v. 23. Februar 1984 - III ZR 159/83, WM 1984, 586).
BGH, URTEIL vom 4.4.2004, Az. III ZR 302/03 Insbesondere gilt auch in diesem Bereich der Rechtsgedanke des § 162 BGB (BGH, Beschluß vom 7. Juli 1964 - V BLw 41 /63 = RdL 1965, 20, 21).
BGH, URTEIL vom 1.2.1998, Az. II ZR 323/96 Hat der Beklagte gegen diesen Übertragungsakt nichts unternommen, so könnte das dahin gewertet werden, daß er das Vorgehen seiner Ehefrau jedenfalls nachträglich gebilligt hat (vgl. auch BGH, Urt. v. 24. Juni 1982 - Ill ZR 178/80, NJW 1982, 2552 f., zur Frage, wie die Anpachtung eines Jagdbezirks durch die Ehefrau im Rahmen des § 162 BGB zu beurteilen ist).
BGH, URTEIL vom 5.9.1990, Az. V ZR 202/89 Da sie dies nicht getan, sondern durch ihre falschen Erklärungen den Eindruck erweckt hat, über den Stand der Finanzierung unterrichtet zu sein, darf sie in entsprechender Anwendung des in § 162 BGB enthaltenen allgemeinen Rechtsgedankens aus der von ihr treuwidrig herbeigeführten Lage keinen Vorteil ziehen (BGHZ 88, 240, 248).
BGH, URTEIL vom 1.1.1989, Az. II ZR 110/88 Bei der Abfassung des § 162 Abs. 1 BGB herrschte Einigkeit, daß die Absicht des Handelnden nicht unmittelbar auf die Vereitelung der Bedingung gerichtet zu sein brauche, sondern daß schon ein bewußt pflichtwidriges mittelbares Eingreifen in den Gang der Bedingung genüge (vgl. RGZ 122, 247, 251 f.; BGH, Urt. v. 17. Mai 1965 - III ZR 239/64, BB 1965, 1052).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.1988, Az. V ZB 10/87 Demgegenüber erachtet der Senat die in BGHZ 95, 118, 122 befürchtete Gefahr, daß die Wohnungseigentümer die Jahresabrechnungen verzögern könnten, um sich einen neuen - vielleicht finanzkräftigeren - Schuldner zu verschaffen, als nicht sehr naheliegend (vgl. auch LG Frankfurt am Main NJW-RR 1987, 596, 598); gegebenenfalls bliebe der Einwand des Rechtsmißbrauchs (§ 162 Abs. 2, § 242 BGB; Weitnauer,
BGH, URTEIL vom 3.3.1986, Az. VIII ZR 128/85 a)	Die Fiktionswirkung des § 162 Abs. 2 BGB erfordert den Nachweis, daß ohne das treuwidrige Verhalten die Bedingung eingetreten oder ausgefallen wäre (vgl. BGH LM BGB § 162 Nr. 2; MünchKomm-H.
BGH, URTEIL vom 1.6.1980, Az. X ZR 1/79 Die Beklagte konnte ohne einen entsprechenden Hinweis auch nicht sicher sein, ob das Gericht nicht der Ansicht des OLG Frankfurt (GRUR 1966, 425) folgen und sie wegen ihres Verhaltens mit dem Einwand der mangelnden Patentfähigkeit unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben entsprechend § 162 BGB überhaupt ausschließen würde.
BGH, URTEIL vom 3.9.1974, Az. VXIX ZR 58/75 Das Berufungsgericht hat nicht verkannt, daß für eine Anwendung des § 162 BGB eine Absicht, die Bedingung zu vereiteln, nicht erforderlich ist, daß es vielmehr genügt, wenn der Beklagte den Eintritt der Bedingung in Widerspruch zu Treu und Glauben vorsätzlich oder fahrlässig vereitelt hatte (BGH Urt. vom 11. Juli 1959 - VIII ZR 149/58 = LH BGB § 162 Nr. 3).
BGH, URTEIL vom 3.1.1967, Az. VIII ZR 215/64 NJW 1966, 1404 und vom 9» November 1966 - VIII ZR 170/64 = NJW 1967? 198)» Da ihn die Einschaltung des Maklers grundsätzlich nicht in seiner Entschließungsfreiheit beeinträchtigen soll, verstößt er nicht gegen Treu und Glauben {§ 162 BGB) und handelt nicht vertragswidrig, wenn er seine eigenen Interessen über das Interesse des Maklers an seiner Provision setzt (BGH Urt»v» 260 September I960 - VII ZR 227/59 * BB I960, 1262 Nr» 2256)«, Er kann auch Angebote, die seinem Auftrag genau entsprechen und sogar noch günstigere Angebote ablehnen» In seiner Freiheit, abzuschließen oder nicht, ist er auch nicht schon dadurch beschränkt, daß er einen 'Alleinauftrag' erteilt oder dem Makler das Objekt 'fest an die Hand' gegeben hat (BGH Urt» v* 17. November I960 - VII ZR 236/59 = NJW 1961, 307 Nr»3 und Urt.Vo 22o April 1964 - VIII ZR 225/62 = BGH Warn 1964 Nr» 115 = NJW 1964, 1467 Nr» 2)„ Er behält seine Freiheit selbst dann, wenn er für bestimmte Zeit auf Widerruf seines Auftrages verzichtet hatte» Damit hat er noch keine Pflicht zu verkaufen übernommen» Vielmehr