Source: http://www.tierarztpraxis-huemmelchen.de/infos/sachkundepruefung/
Timestamp: 2018-08-19 21:24:52
Document Index: 131779380

Matched Legal Cases: ['§3', '§10', '§11', '§3', '§10', '§11']

Sachkundeprüfung - Tierarztpraxis Dr. med. vet. Hümmelchen
Das am 18.Dezember 2002 beschlossene Landeshundegesetz NRW (LHundG NRW) verfolgt den Zweck, die durch Hunde und den unsachgemäßen Umgang des Menschen mit Hunden entstehenden Gefahren abzuwehren und möglichen Gefahren vorsorgend entgegen zu wirken.
Es werden zwischen Gefährlichen Hunden (§3), Hunden bestimmter Rassen (§10) und Großen Hunden (§11), die von ihrem Halter nur unter Einhaltung bestimmter Auflagen und nach erfolgreich abgelegter Prüfung der erforderlichen Sachkunde gehalten werden dürfen, unterschieden.
Gefährliche Hunde (§3) sind Hunde, deren Gefährlichkeit nach Absatz 2 vermutet wird (Pittbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier und deren Kreuzungen) oder nach Absatz 3 im Einzelfall festgestellt worden ist (z. B. Hunde die durch Aggressivität aufgefallen sind. Die Feststellung der Gefährlichkeit erfolgt durch die zuständige Behörde nach Begutachtung durch das Kreisveterinäramt).
Der Nachweis der Sachkunde ist durch eine Sachkundebescheinigung des amtlichen Tierarztes des Kreisveterinäramtes zu erbringen.
Hunde bestimmter Rassen (§10)
sind: Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler und Tosa Inu sowie deren Kreuzungen.
Die Sachkundeprüfung für Halter von “Hunden bestimmter Rassen” kann beim amtlichen Tierarzt des Kreisveterinäramtes oder bei einem anerkannten Sachverständigen abgelegt werden.
Große Hunde (§11)
Den Nachweis für diese Sachkunde können Sie im Rahmen eines Informationsgespräches in unserer Praxis ablegen.
Um dem Hundehalter eine Selbstkontrolle seiner Sachkundigkeit zu ermöglichen bzw. als Grundlage für das Informationsgespräch müssen 4 von der Tierärztekammer zur Verfügung gestellte Fragebögen, d.h. 20 Fragen, ausgefüllt werden. Falsche Antworten werden anschließend in einem persönlichen Gespräch besprochen. Bei den Fragebögen handelt es sich um einen Multiple-Choice Test.
Das Informationsgespräch soll sich auf
das Sozialverhalten und die Ausdrucksform des Hundes
die Rechtsvorschriften über den Umgang mit Hunden erstrecken.
Wir möchten aber darauf hinweisen, dass es nicht nur im Interesse des Tieres ist, sich bei der Anschaffung eines Hundes vorher mit seiner Sprache und seinen Bedürfnissen auseinander zu setzen. Daher empfehlen wir allen Haltern von Hunden, unabhängig von deren Rasse und Größe, sich mit den Fragebögen zu beschäftigen. Sie tragen zu einem besseren Verständnis der Verhaltensweisen des Hundes bei und Missverständnisse zwischen Mensch und Hund können verhindert werden.
Um sich auf die Fragen vorzubereiten können Sie die Fragebögen auf unserer Homepage einsehen:
Empfehlenswert ist auch folgende Literatur:
Der Hundeführerschein – del Amo/Jones-Baade/Mahnke, Ulmer-Verlag
Das Kosmos Erziehungsprogramm für Hunde – Nicole Hoef/Petra Führmann, Kosmos-Verlag
Probleme mit dem Hund verstehen und vermeiden – Celina del Amo, Ulmer-Verlag