Source: https://digital.zlb.de/viewer/image/15525224/1/
Timestamp: 2020-02-26 23:37:38
Document Index: 110623010

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 15', '§ 15', '§ 6', '§ 34', '§ 9']

Elektronische Ressource (PDF-Format 8,06 MB)
urn:nbn:de:kobv:109-opus-157582
Begrenzt offener Realisierungswettbewerb Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule Berlin Friedrichshain-Kreuzberg Ausschreibung
Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Wettbewerbsausschreibung Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Norbert Giebels, Architekt Digitale Bearbeitung Norbert Giebels Ulrike Lickert Titelbild Luftbild 2007 Druck A&W Berlin
Anlass und Ziel ........................................................................................7 Teil 1 Verfahren ........................................................................................9 1.1 Auslober, Bauherr, Nutzer ...........................................................9 1.2 Art des Verfahrens ......................................................................9 1.3 Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe ............................10 1.4 Wettbewerbsteilnehmer ............................................................10 1.5 Preisgericht und Vorprüfung...................................................... 11 1.6 Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen .......................................12 1.7 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten .............................................12 1.8 Rückfragen ................................................................................13 1.9 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen ...................................13 1.10 Geforderte Leistungen ..............................................................14 1.11 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung .....................................15 1.12 Preise und Ankäufe ...................................................................16 1.13 Weitere Bearbeitung .................................................................16 1.14 Eigentum und Urheberrecht ......................................................16 1.15 Verfassererklärung ....................................................................17 1.16 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten........17 1.17 Haftung und Rückgabe .............................................................17 1.18 Zusammenfassung der Termine ................................................18 Teil 2 Situation und Planungsvorgaben ..............................................19 2.1 2.2 2.3 2.4 2.5 2.6 2.7 Städtebauliche Rahmenbedingungen .......................................19 Der Schulstandort Lasdehner Straße 13-23 .............................24 Das Wettbewerbsgrundstück ....................................................29 Technische Infrastruktur ............................................................30 Erschließung und Verkehr .........................................................31 Planungsrecht und Bauordnungsrecht ......................................31 Denkmalschutz ..........................................................................32
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe ..................................................................33 3.1 Planungsziel ..............................................................................33 3.2 Städtebaulich-architektonische Zielsetzung ..............................33 3.3 Raumprogramm ........................................................................35 3.4 Funktionale Anforderungen .......................................................36 3.5 Nachhaltigkeit / Energieefﬁzienz / Ökologie ..............................37 3.6 Baukosten / Wirtschaftlichkeit ...................................................38 3.7 Barrierefreies Bauen .................................................................39 3.8 Baurechtliche Vorschriften, Normen, Richtlinien .......................39 3.9 Beurteilungskriterien des Preisgerichts .....................................39 Teil 4 Anhang .........................................................................................41 4.1 Digitale Anlagenauf CD-ROM ...................................................41 4.2 Quellenangaben ........................................................................43
Mit der geplanten baulichen und organisatorischen Erweiterung der Ludwig-Hoffmann-Grundschule in Friedrichshain wird auf den deutlich gestiegenen Bedarf an Grundschulplätzen in ihrem Einschulungsbereich reagiert. Der auf einer zum Schulstandort gehörenden Freiﬂäche in der Lasdehner Straße bis 2011 zu errichtende Erweiterungs-Neubau soll die räumlichen Voraussetzungen für den künftig dreizügigen Schulbetrieb bieten. Es sollen vornehmlich Unterrichtsräume für etwa 225 bis 250 Schüler der 1. bis 3. Klassen entstehen. Nach der umfassenden Sanierung und Modernisierung des 1909 nach Plänen des damaligen Berliner Baustadtrats Ludwig Hoffmann erbauten Schulhauptgebäudes und eines benachbarten Hortgebäudes sowie dem Neubau eines großen Teils der Schulfreiﬂächen soll mit dem Erweiterungsbau die Gesamtanlage des Schulstandortes stadträumlich und funktional weiter aufgewertet werden. Aus ökologischen Gründen soll das neue Schulgebäude im PassivhausEnergiestandard errichtet werden. Der Gesamtkostenrahmen für die Baumaßnahme einschließlich Mehrwertsteuer und Nebenkosten beträgt ca. 4,8 Mio Euro. Die Maßnahme wird ﬁnanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Städtebauförderung des Bundes und aus Investitionsmittel des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg.
Auslober, Bauherr Land Berlin, vertreten durch den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Immobilienservice / Baumanagement Petersburger Straße 86-90 10247 Berlin Frank Vettel Tel.: +49 (0)30 90298 3150 Fax: +49 (0)30 90298 2570 E-Mail: frank.vettel@ba-fk.verwalt-berlin.de Bedarfsträger Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Schulamt Frankfurter Allee 35-37 10247 Berlin Grit Nitzsche Tel.: +49 (0)30 90298 4645 Fax: +49 (0)30 90298 4175 E-Mail: grit.nitzsche@ba-fk.verwalt-berlin.de Wettbewerbsdurchführung, Ausschreibung und Koordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Nanna Sellin-Eysholdt, II D 11 Tel.: +49 (0)30 9025 2039 Fax: +49 (0)30 9025 2535 E-Mail: nanna.sellin-eysholdt@senstadt.berlin.de mit Norbert Giebels, Dipl.-Ing. Architekt Mommsenstraße 52 10629 Berlin Tel.: +49 (0)30 3759 1914 Fax: +49 (0)30 3759 1915 E-Mail: norbertgiebels@gmx.de
Die Auslobung erfolgt als begrenzt offener einstuﬁger Realisierungswettbewerb für Architekten als Generalplaner bzw. Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Ingenieuren der Fachrichtung Tragwerksplanung und der Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym.
Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Teil 1 Verfahren
Dem Wettbewerb liegen die Grundsätze und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens (GRW 1995 in der novellieren Fassung vom 22.12.2003) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Bei der Vorbereitung der Ausschreibung hat die Architektenkammer Berlin entsprechend den Regelungen der GRW beratend mitgewirkt. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. B-2009-10 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der GRW 1995 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Referat II D, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung). Gemäß § 6 des novellierten Datenschutzgesetzes ist die Einwilligung der Betroffenen notwendig, da eine spezielle Rechtsgrundlage für die Führung dieser Datei fehlt.
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 29.04.2009 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß GRW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 10 Architekten als Genaralplaner bzw. Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Ingenieuren der Fachrichtung Tragwerksplanung und der Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung ausgewählt
Prof. Swantje Kühn Architektin, Berlin Arthur Numrich Architekt, Berlin Jost Haberland Architekt, Berlin
Gudrun Sack Architektin, Berlin Jutta Kalepky Bezirksstadträtin für Bauen, Wohnen und Immobilienservice Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Frank Vettel Leiter Immobilienservice / Baumanagement Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
Matthias Peckskamp Leiter des Fachbereichs Stadtplanung Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Michael Häusler Immobilienservice / Baumanagement Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
Cathleen Koroschetz BSM Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH Sanierungsbeauftragte des Landes Berlin Grit Nitzsche Schulamt Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Andrea Häntsch Schulleiterin Ludwig-Hoffmann-Grundschule Gerhard Oley Immobilienservice / Baumanagement Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Annette Grohmann-Kind Immobilienservice / Baumanagement Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Uwe Kranz Energiebeauftragter Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
Eckart Schwalm Stadterneuerung und Sanierungsverwaltung Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Heidelore Zillmer Untere Denkmalschutzbehörde Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Gudrun Bodenthal Bauaufsicht Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Annette Rähm Fachbereich Naturschutz und Grünﬂächen Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Inge Schmidt-Rathert / Peter Ostendorff Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Nanna Sellin-Eysholdt Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin Vorprüfung Ulrike Lickert Architektin, Berlin Norbert Giebels Architekt, Berlin Kostenprüfung Bernd Reimers Architekt, Berlin N.N. Architektenkammer Berlin Vertreter der BVV Friedrichshain-Kreuzberg Gesamtelternvertretung
Energieefﬁzienz / Nachhaltigkeit Gäste
Die Wettbewerbsunterlagen werden den Teilnehmern am 04. Juni 2009 per Kurier zugesandt.
Die Arbeiten sind am 03. Juli 2009 von 10.00 bis 16.00 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Württembergische Straße 6 10707 Berlin-Wilmersdorf Raum 560 (Alte Kantine) persönlich oder per Kurierdienst einzureichen.
Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistungen am 03.07.2009 vorliegen. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Erweiterungsbau LudwigHoffmann-Grundschule“ einzureichen. Bei Zustellung durch Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit der Anschrift in einem verschlossenen, undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben.
Rückfragen können bis Dienstag, den 9. Juni 2009, 12.00 Uhr per E-mail an folgende Adresse gestellt werden: norbertgiebels@gmx.de (s. 1.1). Das Protokoll mit der Zusammenstellung der Fragen und Antworten wird allen am Verfahren Beteiligten am 12. Juni 2009 per E-mail zugesandt.
Unterlagen des Wettbewerbs sind: die vorliegende Ausschreibung CD-ROM mit digitalen Daten (s. Teil 4 Anhang), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und Dokumente: - Übersichts- / Lageplan - Vermessungsplan - Isometrische Darstellung der Umgebung (wird mit dem Protokoll der Rückfragenbeantwortung am 12. Juni 2009 zugesandt) - Schwarzplan - Entwurfszeichnung Grünanlage Kadiner / Lasdehner Straße - Ansichten des Hauptgebäudes - Ansichten, Schnitte, Grundrisse des Hortgebäudes - Ansichten, Schnitt der Wohngebäude Lasdehner Straße 5-7 - Luftbild
Hinweis Jeder Teilnehmer des Verfahrens verpﬂichtet sich, die vorliegenden digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbes zu löschen.
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: Geforderte Leistungen in Papierform 1. Städtebauliches Konzept M 1:500 mit Darstellung der Gesamtsituation, der Baukörper und der äußeren Erschließung 2. Grundrisse aller Geschosse M 1:200 mit Eintragung der Raumbezeichnungen gem. Raumprogramm 3. Ansichten M 1:200 4. Zum Verständnis des Entwurfs erforderliche Schnitte M 1:200 5. Fassaden- bzw. Systemausschnitt mit Teilansicht M 1:20. Der Informationsgehalt soll annähernd dem eines Schnittes M 1:50 entsprechen, beispielhaft zur Vermittelbarkeit von Materialität, Gestaltqualität und zur Ermittlung der Kosten. 6. Isometrische Darstellung des Baukörpers M 1:200 unter Verwendung der mitgelieferten Isometrischen Darstellung der Umgebung (wird mit dem Protokoll der Rückfragenbeantwortung am 12. Juni 2009 zugesandt) 7. Prüfpläne (gefaltet): ein Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte mit Eintragung - der Raumbezeichnungen gem. Raumprogramm - der für die Berechnung notwendigen Maße - der Raumgrößen 8. Berechnungsergebnisse auf Formblättern (Formblatt NF_TF, Formblatt Gebäudedaten, s. Teil 4 Anhang, 4.1.12 Formblätter). Der Rechenweg ist nachvollziehbar auf den Prüfplänen darzustellen. - Nutzﬂächen NF in der Aufschlüsselung gem. Raumprogramm - Technische Funktionsﬂächen TF - Brutto-Grundﬂäche BGFa - Brutto-Rauminhalt BRIa (V) - Gebäudehüllﬂäche (A) - Verhältnis Brutto-Grundﬂäche a / Nutzﬂäche (BGFa / NF) - Verhältnis A / V - Überbaute Fläche 9. Erläuterungsbericht (getrennt von den Plänen, max. 3 DIN A 4 Seiten): - Erläuterung und Begründung des Entwurfskonzepts - Aussagen zu Konstruktion und Materialien - Aussagen zur Wirtschaftlichkeit - Aussagen zu Nachhaltigkeit und Energieefﬁzienz - Angaben zu gebäudetechnischen Funktionen (Passivhaus) 10. Fragebogen zu Nachhaltigkeit und Energieefﬁzienz (s. Teil 4 Anhang, 4.1.12 Formblätter) 11. Verzeichnis der eingereichten Unterlagen 12. Verfassererklärung (s. Teil 4 Anhang, 4.1.12 Formblätter) Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß GRW 5.5 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert.
Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-Rom zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): – die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in einer Auﬂösung von bevorzugt 300 dpi (ggf. LZW-komprimiert) – die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldarstellungen in einer Auﬂösung von bevorzugt 300 dpi. Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen „Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele: - Lageplan: - Grundrisszeichnung Erdgeschoss: - Ansichten:
In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen. MacintoshFormate können grundsätzlich nicht verwendet werden. Allgemeine Hinweise Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Wettbewerbsteilnehmer max. drei 2 m hohe Rolltafeln mit einer Hängeﬂäche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung.
Die Wettbewerbssumme (GRW 4.1) ist auf der Basis des § 15 HOAI in Verbindung mit der GRW 1995 ermittelt. Für Preise und Ankäufe stehen insgesamt 32.000,00 € zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis 2. Preis 3. Preis Ankauf
14.000,00 € 9.000,00 € 6.000,00 € 3.000,00 €
Über die Preise und Ankäufe hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Preise und Ankäufe werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 19 % ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Der Bauherr beabsichtigt sämtliche für das Projekt erforderlichen Planungsleistungen nach HOAI §§ 15, 64, 73 die Leistungshasen 2-9 (Vorentwurfsplanung bis Objektbetreuung) dem ausgewählten Generalplaner oder der ausgewählte Arbeitsgemeinschaft unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts zu übertragen, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht, insbesondere soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrundeliegende Aufgabe realisiert werden soll (GRW 7.1), unter der Voraussetzung, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises oder Ankaufs nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (GRW 7.2). Architekten, die nicht Mitglieder der Berliner Architektenkammer sind, werden gemäß § 6 Bau- und Architektenkammergesetz verpﬂichtet, sich bei Auftragserteilung im Verzeichnis auswärtiger Architekten der Architektenkammer Berlin eintragen zu lassen. Bei Bedarf wird die Hinzuziehung eines Kontaktbüros empfohlen.
Die eingereichten Unterlagen der mit Preisen ausgezeichneten und angekauften Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum des Auslobers (GRW 6.4). Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (GRW 7.3).
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbewerbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und termingerechten Durchführung in der Lage sind. Die Verfassererklärung beﬁndet sich als Formblatt auf beiliegender CDROM im Ordner: 4.1.12 Formblätter.
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder Ankauf ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts mitgeteilt, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse (GRW 6.1) sowie unter www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe/ bekannt gegeben. Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Ankäufen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (GRW 6.3).
Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens (GRW 6.5). Die nicht prämierten Arbeiten von in Berlin ansässigen Teilnehmern können zu einem Zeitpunkt, der ihnen rechtzeitig mitgeteilt wird, bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung - II D - abgeholt werden. Sind diese Arbeiten, trotz einer Erinnerung sechs Wochen nach dem genannten Termin nicht abgeholt worden, so geht der Auslober davon aus, dass die betreffenden Teilnehmer das Eigentum an ihren Arbeiten aufgegeben haben und wird dann mit diesen Arbeiten nach seinem Belieben verfahren. Im Übrigen erfolgt die Rücksendung der nicht prämierten Arbeiten von Teilnehmern, die nicht in Berlin ansässig sind, nur dann, wenn die Arbeiten in transportgerechter, wieder verwendbarer Verpackung eingereicht wurden.
Versand der Ausschreibungsunterlagen 04. Juni 2009 Rückfragen bis 09. Juni 2009 - 12.00 Uhr Rückfragenbeantwortung 12. Juni 2009 Abgabe der Arbeiten 03. Juli 2009 - 10.00 bis 16.00 Uhr Preisgerichtssitzung 15. Juli 2009
Abb. 1. Automatisierte Liegenschaftskarte ALK mit Kennzeichnung der für den Schulerweiterungsbau vorgesehenen Bauﬂäche.
Die Ludwig-Hoffmann-Grundschule liegt an der Lasdehner Straße im Berliner Innenstadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Friedrichshain, in zentraler Lage südwestlich des Frankfurter Tores. Die für den Erweiterungsbau vorgesehene Bauﬂäche Lasdehner Straße 13-15 bildet den nördlichen Abschluss eines Schulstandortes, der den größten Teil des Blockes zwischen Lasdehner Straße, Grünberger Straße, Kadiner Straße und Hildegard-Jadamowitz-Straße einnimmt.
Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Abb. 2. Luftbild 2007.
Historische Entwicklung Das Wettbewerbsgebiet ist Teil eines Areals, das im 19. Jahrhundert durch Eingemeindung zur Stralauer Vorstadt kam. Diese war vom späten 17. Jahrhundert an im spreenahen Bereich vor dem Stralauer Tor entstanden. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert entwickelte sich die Stralauer Vorstadt zu einem Industrie- und Arbeiterbezirk mit dichter Mietskasernenbebauung und moderner städtischer Infrastruktur. Bei der Bildung von Groß-Berlin im Jahre 1920 ging das Stralauer Viertel (so der amtliche Name der Stralauer Vorstadt) zum größten Teil in den neuen Bezirk Friedrichshain auf, der ﬂächenmäßig der kleinste, mit 326.062 Einwohnern jedoch der drittgrößte und mit 35.851 Einwohnern pro Quadratkilometer der dichtbesiedelste der zwanzig neuen Berliner Verwaltungsbezirke war.
Abb. 3. Ausschnitt aus dem Straube-Plan von 1909. Die Änderung des ursprünglichen Straßennamens ‚Litthauer Straße‘ in ‚Lasdehner Straße‘ erfolgte 1935.
Mit der ﬂächendeckenden Bebauung seines Territoriums noch vor dem Ersten Weltkrieg war die städtebauliche Entwicklung des neuen Bezirks schon vor seiner Gründung abgeschlossen.
Abb.4. Luftbild 1928.
Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile des Gebiets der ehemaligen Stralauer Vorstadt zerstört. In Friedrichshain waren 45,5 Prozent der Gebäude total zerstört oder schwer beschädigt. Im engeren Umfeld der Ludwig-Hoffmann-Grundschule haben neben dem Schulgebäude lediglich die gegenüber liegenden Häuser Lasdehner Straße 24 bis 30 und die Wohnhäuser Kadiner Straße 3 und Kadiner Straße 11 die Kriegszerstörungen überstanden. Der Block wurde ansonsten vollständig zerstört. Beim Wiederaufbau ab Ende der 40er Jahre wurde der Grundriss des verwüsteten Stadtviertels weiträumig überformt. Als eine der wichtigen Ausfallstraßen entstand die heutige Karl-Marx-Allee - ehemals Frankfurter Allee, ab 1949 und bis 1961 Stalinallee - in Dimension und Gestaltung als monumentale repräsentative Achse und als städtebauliches Rückgrat einer weit über den eigentlichen Straßenraum ausgreifenden Anlage. Auf dem enttrümmerten Gelände nördlich der Schule entstanden um 1960 das heute als Hort genutzte zweigeschossige rosafarbene Haus Lasdehner Straße 17 sowie im Blockinnenbereich ein ebenfalls zweigeschossiges, zuletzt als Kindergarten genutztes, in Planunterlagen als ‚GustavMeyer-Schule für Geistigbehinderte‘ bezeichnetes Schulgebäude, das vor einigen Jahren abgerissen wurde. Beim historischen Hauptgebäude selbst wurde ein Teil des schwer beschädigten Nordﬂügels 1959 durch einen typologisch angeglichenen Neubau mit Putzfassade ersetzt, es folgte ein zweigeschossiger Anbau in Orientierung zur Kadiner Straße, das heutige ‚Regenbogenhaus‘ (Kadiner Straße 9). Als letzte Hochbaumaßnahme wurde Mitte der 90er Jahre die fünf- bis siebengeschossige Blockrandbebauung nördlich des Schulstandortes mit Wohnungen, Läden und einer Senioreneinrichtung wurde nach Plänen der Architekten Numrich und Albrecht errichtet. Details zum Thema enthält die Denkmaldatenbank der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/). Siehe dort: Ensemble Karl-Marx-Allee, Wohnzelle Friedrichshain, Wohnhaus Kadiner Straße 11. Stadträumliche Situation Das Areal liegt an der Schnittstelle zwischen den durch Blockrandbebauung verschiedener Epochen und starke Nutzungsdurchmischung geprägten Vierteln beiderseits der Warschauer Straße und einem durchgrünten, 1949 bis 1951 als ‚Wohnzelle Friedrichshain‘ entstandenen Wohngebiet mit den für die Entstehungszeit typischen Zeilenbauten. Von der geschlossenen Gründerzeitbebauung des Blocks existieren neben dem dreiﬂügeligen Schulhauptgebäude von 1909 nur noch zwei Wohnhäuser an der Kadiner Straße. Die nördliche Blockspitze, Teil des Sanierungsgebietes ‚Warschauer Straße‘, ist Mitte der 90er Jahre mit einer Blockrandbebauung unter Einbeziehung des Altbaus Kadiner Straße 3 in Anlehnung an den historischen Stadtgrundriss und die historische Gebäudehöhe gefasst worden.
Mit dem Bau der Karl-Marx-Allee und den damit einhergehenden Veränderungen des Stadtgrundrisses sowie dem etwa zeitgleichen Bau der geschlossenen Wohnbebauung an Grünberger Straße und Wedekindstraße verlor die Lasdehner Straße ihre Anbindung an die Hauptstraße im Norden und wurde nach Süden hin zur Sackgasse. Hinsichtlich des Fahrverkehrs beschränkt sich ihre Funktion seitdem auf die Erschließung der Anlieger. Für den Fußgängerverkehr wurde ein Durchgang zur Grünberger Straße geschaffen.
Abb. 5. Schwarzplan. Situation 2009.
Der Schulstandort Lasdehner Straße 13-23
Neben der Ludwig-Hoffmann-Grundschule mit derzeit ca. 325 Schülern beherbergt das Schulhauptgebäude im Nordﬂügel die Schule am Friedrichshain / Sonderpädagogisches Förderzentrum mit ca. 130 Schülern. Der Hort wird von Schülern beider Schulen besucht. Nähere Informationen enthalten die Internetseiten der Schulen. Ludwig-Hoffmann-Grundschule: http://www.ludwig-hoffmann-gs.cidsnet.de/ Schule am Friedrichshain / Sonderpädagogisches Förderzentrum: http://www.friedrich.cidsnet.de
Abb. 6. Ehemalige Gemeinde Doppelschule Lasdehner Straße 21-23. Ansicht des Mittelteils der Hauptfassade. Aufnahme um 1912.
Schulhauptgebäude Lasdehner Straße 21-23 Das dominierende Gebäude in der Lasdehner Straße ist die von Stadtbaurat Ludwig Hoffmann mit den Stadtbaumeistern Matzdorff, Herold und Speer als 233. und 235. Gemeindeschule geplante viergeschossige Dreiﬂügelanlage. Der 1909 fertiggestellte Bau ist eine „überzeugende Synthese aus sachlichem Baukörper und eindrucksvoller roter Ziegelfassade. Die durch Pilaster vertikal gegliederte Hauptfront an der Lasdehner Straße wurde in den Schmuckfeldern unter den Fensterbrüstungen vom Bildhauer Georg Wrba mit stilisierten Blumenkränzen und Medaillons aus grauem Sandstein dekoriert. Den Pilasterabschluss bilden Bukranien unterhalb des Dachgesims. Noch heute lässt die Beschriftung der Eingänge erkennen, dass es sich bei dem roten Klinkerverblendbau ursprünglich um eine
typische Doppelgemeindeschule für Knaben und Mädchen handelte, deren Klassenräume sich in verschiedenen Gebäudetrakten befanden. In Folge von Kriegszerstörungen wurde der nördliche Flügel an der Hofseite 1959 um einen Anbau ergänzt.“ (Zitiert nach: Landesdenkmalamt Berlin (Hrsg.), Denkmaltopographie in Deutschland. Baudenkmale in Berlin. Bezirk Friedrichshain, Berlin 1996. S. 204).
Abb. 7. Baulich-räumliche Situation des Schulstandorts. Dargestellt sind neben den Gebäuden die bis 2008 fertiggestellten Schulfreiﬂächen nördlich des Hauptgebäudes mit einem umzäunten Kleinspielfeld im Zentrum. Die Neugestaltung des Schulhofs am Hauptgebäude soll voraussichtlich 2010 folgen. Die Plandarstellung stammt aus der Aufgabenstellung des konkurrierenden freiraumplanerischen Verfahrens für die Gestaltung einer Grünanlage zwischen Schule und Wohngrundstücken und des gegenüber liegenden Spielplatzes. Die beiden Bereiche sind daher hervorgehoben. Zwischen Hortgebäude und geplanter Grünanlage soll der Schulerweiterungsbau entstehen.
Hortgebäude und ‚Regenbogenhaus‘ An der straßenseitigen Grundstücksgrenze in der Bauﬂucht des Schulhauptgebäudes liegt das freistehende zweigeschossige Hortgebäude des Schulstandorts. Östlich an den Nordﬂügel des Schulhauptgebäudes und in Orientierung zur Kadiner Straße wurde etwa zeitgleich mit dem Bau des Hortgebäudes ein weiterer zweigeschossiger Bau angeschlossen, der
heute als Jugendfreizeiteinrichtung (‚Regenbogenhaus‘) dient. Nordﬂügel und ‚Regenbogenhaus‘ teilen den Schulstandort in einen relativ eng gefassten südlichen und einen weiträumigen, vor allem durch Freiraumnutzungen geprägten nördlichen Bereich. Ein Durchgang im Nordﬂügel verbindet die Bereiche. Das Schulgebäude von 1909 einschließlich Anbau von 1959 und das Hortgebäude wurden in den 2005 - 2008 Jahren umfassend saniert (Architekten: Architekten am Kaiserdamm, Berlin, Aula: Bernhard Leisering, Berlin). Ansichten beider Häuser sowie Grundrisse des Hortgebäudes sind den Wettbewerbsunterlagen als digitale Dateien beigefügt. Freiraum Der nördlich des historischen Hauptgebäudes liegende Freiraum des Schulstandorts und des ‚Regenbogenhauses‘ wurde 2007 / 2008 in einer gemeinsamen Maßnahme umgestaltet. Das Zentrum bildet ein von allen Einrichtungen nutzbares Kleinspielfeld. Im Zusammenhang mit der Entscheidung über einen Schulerweiterungsbau wurde die Fortsetzung der Freiraumgestaltung nach Norden zunächst angehalten. Eine Neufassung der Planung für diesen Bereich wird den veränderten Bedingungen folgen, die sich aus der Neubaukonzeption ergeben. Diese Maßnahme bildet dann den Abschluss der gesamten Neugestaltung der Schulfreiﬂächen. Derzeit grenzt ein Bauzaun die fertiggestellten Abschnitte von der Bauﬂäche provisorisch ab. Die Freiraumplanung ist nicht Gegenstand dieses Wettbewerbs. Die aktuelle Freiraumsituation ist im Detail im Vermessungsplan (s. Wettbewerbsunterlagen Teil 4 Anhang 4.1.03 ) dargestellt. Grünanlage Kadiner Straße / Lasdehner Straße Zwischen der Wohnbebauung im Norden des Blocks und dem Schulgelände bzw. der für den Schulerweiterungsbau vorgesehen Bauﬂäche wird auf den brachliegenden Grundstücken Lasdehner Straße 9-11 und Kadiner Straße 4-5 eine öffentliche Grünanlage entstehen, die neben Erholungsund Aufenthaltsfunktionen für alle Generationen eine fußläuﬁge Blockdurchwegung ermöglicht. Der Neubau der Grünanlage wie auch die Neugestaltung des bestehenden Spielplatzes an der Lasdehner Straße / Ecke Graudenzer Straße bzw. Hildegard-Jadamowitz-Straße (‚Pinguinspielplatz‘) folgt als Maßnahme den Sanierungszielen für das benachbarte Sanierungsgebiet ‚Warschauer Straße‘. Die Realisierung soll 2010 erfolgen. Zur Findung eines Konzepts für die Gestaltung der Grünanlage und des Spielplatzes hat die Sanierungsbeauftragte BSM Anfang 2009 ein konkurrierendes Verfahren mit 4 Landschaftsarchitekturbüros durchgeführt. Ausgewählt wurde der Entwurf des Dresdener Büros Rehwaldt Landschaftsarchitekten (s. Abb. 8 und Wettbewerbsunterlagen Teil 4 Anhang 4.1.06). Aus dem Protokoll der Sitzung des Auswahlgremiums: „Im Entwurf wurde nach Auffassung des Auswahlgremiums die beste Lösung für (...) den zurückhaltend und dennoch spannend vielseitigen Raum der öffentlichen Grünanlage gefunden. Besonders hervorzuheben ist das Gestal-
tungselement der geschwungenen Bank, das kleine Teilräume entstehen lässt, die eine Nutzung für alle Altersgruppen ermöglichen. Der Entwurf fügt sich behutsam in die Bestandssituation ein und reagiert mit seiner eindeutigen Ausrichtung zum Schulhof auch auf die Bedürfnisse der Anwohner der nördlich angrenzenden Wohnbebauung.“
Abb. 8. Entwurfszeichnung für die Gestaltung der Grünanlage zwischen Kadiner und Lasdehner Straße und des ‚Pinguin-Spielplatzes‘ Lasdehner Straße 10-12. Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden, 2009.
Anmerkung zu Abb. 8.: Die an der südlichen Abgrenzung der Grünanlage dargestellte L-förmige Bauﬁgur für einen Schulerweiterungsbau war Teil der Planungsvorgaben des Landschaftsarchitektur-Verfahrens. Sie ist nicht als bindende Vorgabe für den Wettbewerb ‚Schulerweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule‘ zu verstehen, soll jedoch im Folgenden erläutert werden. Die viergeschossige Bauﬁgur war Ergebnis einer Einpassungsstudie, die „zur Klärung der Realisierbarkeit eines Baukörpers mit dazugehörigem Schulhof beitragen sollte. Das Sanierungsziel Schaffung einer öffentlichen Durchwegung mit Spielplatz sollte dabei aufrechterhalten bleiben. Nach Prüfung verschiedenster Gebäudeformen wurde die Variante eines Winkelbaus (L-Typ) favorisiert. Dieser nimmt städtebaulich die Struktur des vorhandenen Ludwig-Hoffmann-Baus auf und schafft eine klare Trennung zwischen privaten Wohngrundstücken im Norden und öffentlichen Gemeinbedarfsﬂächen im Süden. Zusätzlich ermöglicht er das Beibehalten einer etwas verringerten Fläche für die öffentliche Grünanlage. Die Gebäudestellung passt sich aufgrund seiner im Vergleich zu anderen Varianten geringeren Breite (28 m) dem Rhythmus der Infrastruktureinrichtungen an. Das freistehende Solitärgebäude, dessen geplante Viergeschossigkeit zwischen dem zweigeschossigen Hortgebäude und der angrenzenden fünfgeschossigen Wohnbebauung vermitteln soll, ergänzt somit die Straßenﬂucht entlang der Lasdehner Straße.“ (Zitiert nach: BSM mbh, Sanierungsgebiet Warschauer Straße. Neugestaltung einer öffentlichen Grünanlage und eines Kinderspielplatzes. Aufgabenstellung, Februar 2009. S. 18).
Grundstück Das für den zu planenden Schulerweiterungsbau zur Verfügung stehende Grundstück Lasdehner Straße 13-15 ist Teil der Gemeinbedarfsﬂäche zwischen Lasdehner Straße und Kadiner Straße, zu der neben dem Schulstandort noch der Grundstücksbereich der Jugendfreizeiteinrichtung ‚Regenbogenhaus‘, Kadiner Straße 9 gehört.
Abb. 9. Wettbewerbsgrundstück. Die vorgesehene Bauﬂäche ist schrafﬁert.
Der für die anstehende Baumaßnahme verfügbare Grundstücksteil wird nach Norden begrenzt durch die geplante öffentliche Grünanlage mit Durchwegung zwischen Lasdehner und Kadiner Straße, nach Süden durch den Standort des Hortgebäudes Lasdehner Straße 17 sowie durch die 2008 fertiggestellten Schulhof- und Spielanlagen (s. Abb. 7 und Vermessungsplan, Wettbewerbsunterlagen Teil 4 Anhang 4.1.03), nach Westen und Osten durch die straßenseitigen Grundstücksgrenzen. Eigentum Das Grundstück einschließlich der geplanten Grünanlage ist Eigentum des Landes Berlin und dem Fachvermögen des Schulamtes des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin zugeordnet.
Topographie Die Bauﬂäche ist als eben anzunehmen. Die Höhe beträgt ca. 36,50 m ü. NHN. Exakte Höhenwerte enthält der Vermessungsplan. Baugrund Das Wettbewerbsgrundstück liegt im Talsandbereich des Warschau-Berliner-Urstromtals. Unterhalb einer teilweise durch zugeschüttete Kellerbereiche der ehemaligen Bebauung gestörten Deckschicht steht ab etwa 2 m Tiefe unter Geländeoberkante tragfähiger Baugrund an. Grundwasser Der Grundwasserstand des bedeckten Grundwasserleiters steht im Bereich der Bauﬂäche in ungespanntem Zustand an. Der aktuelle Grundwasserstand liegt bei 33,40 m ü. NHN, der höchste Grundwasserstand HGW bei 33,90 m ü. NHN. Altlasten Das für den Bereich der neuen öffentlichen Grünanlage und seine Umgebung 2006 erstellte Bodengutachten ergab im Bereich der Bauﬂäche Überschreitungen der Grenzwerte der Bundesbodenschutzverordnung (BbodSchVO 1999) für Kinderspielﬂächen in der Bodenschicht zwischen 0 und 0,5 m unter Geländeoberkante für die Feststoffparameter Blei, Quecksilber und Benzo(a)pyren. Um eine entsprechende Herrichtung für Kinderspielzwecke zu ermöglichen ist eine Abdeckung durch unbeeinträchtigten Boden oder eine Oberbodenberäumung bis min. 0,35 m unter Geländeoberkante erforderlich. Freiﬂächen Das Baufeld selbst ist derzeit eine ungepﬂegte Brachﬂäche. Nach der Entscheidung über die Gestaltung des Erweiterungsbaus wird die Freiﬂächenplanung für den zugehörigen Schulhof erarbeitet. Diese fügt sich an die bereits 2008 fertiggestellten Schulhof- und Spielanlagen des Regenbogenhauses, des Horts und der Schule am Friedrichshain / Sonderpädagogisches Förderzentrum an. Außerdem wird sie Bezug nehmen auf die geplante öffentliche Grünanlage zwischen Kadiner Straße und Lasdehner Straße. Der Schulhof ist nicht Gegenstand dieses Wettbewerbs. Baumbestand Das Grundstück weist einen gemischten Baumbestand unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Art insbesondere in den Randbereichen auf. Siehe dazu die Baumbestandserhebung (Teil 4 Anhang 4.1.07).
Leitungen Die für den Schulerweiterungsbau vorgesehene Bauﬂäche ist frei von aktiven Leitungen. Die Ver- und Entsorgung des Neubaus mit allen üblichen Medien mit Ausnahme der Fernwärme ist durch direkten Anschluss an Leitungen im Straßenland Lasdehner Straße möglich.
Fernwärme Das Schulhauptgebäude Lasdehner Straße 21-23 ist an eine Fernwärmeleitung im Straßenland angeschlossen, die jedoch im weiteren Verlauf nach Westen in das Wohngebiet führt und nicht dem Straßenverlauf folgt. Auf dem Schulgelände führt von der Übergabestation im Hauptgebäude eine Leitung zum Hortgebäude (s. Wettbewerbsunterlagen Teil 4 Anhang 4.1.09, KG-Grundriss des Hortgebäudes). Ein Abzweig dieser Leitung kann nach derzeitigem Kenntnisstand auch hinsichtlich der erforderlichen Kapazitäten den Neubau anbinden.
Übergeordnete Erschließung / ÖPNV Das Wettbewerbsgebiet liegt in der Nähe der Magistralen Karl-Marx-Straße / Frankfurter Allee und Warschauer Straße / Petersburger Straße. Haltestellen des U-Bahn-, S-Bahn-, Straßenbahn- und Busnetzes sind kurzwegig erreichbar. Erschließung des Schulgrundstückes Das Schulgrundstück, das Hauptgebäude und der Hort werden von der Lasdehner Straße her erschlossen. Die Verbindung zwischen dem (inneren) Schulhof des Hauptgebäudes und den Schulfreiﬂächen nördlich des Hauptgebäudes erfolgt lediglich durch einen erdgeschossigen Durchgang am östlichen Ende des Hauptgebäude-Nordﬂügels. Eine Kfz-Zufahrt zum Schulhof des Hauptgebäudes ist von der Kadiner Straße her gegeben.
Flächennutzungsplan Der Flächennutzungsplan von Berlin in der Fassung der Neubekanntmachung vom 08. Januar 2004, zuletzt geändert am 10. Oktober 2008, stellt das Gebiet, in dem die Bauﬂäche der Schulerweiterung liegt, als Wohnbauﬂäche W1 (GFZ über 1,5) und den Schulstandort als Gemeinbedarfsﬂäche mit Zweckbestimmung Schule dar. Bebauungsplan Die Zulässigkeit des Vorhabens wird nach § 34 BauGB entschieden. Für das Gebiet existiert kein Bebauungsplan. Bauordnungsrecht Der Planung ist die Bauordnung des Landes Berlin BauOBln, (www. stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml) in der aktuellen Fassung zugrunde zu legen.
Das Wettbewerbsgrundstück grenzt an einen komplexen weiträumigen Denkmalbereich. Denkmale sind u.a.: Die ehemalige Gemeindedoppelschule (ehem. 233. und 235. Gemeindeschule), Lasdehner Straße 21 und 23, Denkmalart: Gesamtanlage. Die Wohnzelle Friedrichshain, Karl-Marx-Allee, Graudenzer Straße, Gubener Straße, Denkmalart: Gesamtanlage. Das Ensemble Karl-Marx-Allee, Denkmalart: Ensemble. Grünﬂächen und Grünanlagen, Promenaden und Brunnenanlagen, Verkehrsﬂächen, Wohngrünanlagen und Spielplätze, Denkmalart: Ensembleteil.
Abb. 10. Ausschnitt aus der Denkmalkarte (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/denkmal/).
Teil 3 Wettbewerbsaufgabe 3.1 Planungsziel
Mit der Errichtung eines Erweiterungsbaus soll auf die stetig wachsende Akzeptanz des Gebiets und die außerordentliche, noch vor wenigen Jahren nicht absehbare Entwicklung der Einwohner- und Kinderzahl im Einzugsbereich der Ludwig-Hoffmann-Grundschule reagiert werden. Wegen bereits im Schuljahr 2008 / 2009 bestehender Deﬁzite an Klassenräumen und kurzfristig weiter steigender Schülerzahlen ist die möglichst schnelle Realisierung eines Neubaus geboten. Für den Neubau steht die zum Schulstandort gehörende Freiﬂäche Lasdehner Straße 13-15 zur Verfügung. Alternative Lösungswege zur Behebung der räumlichen Kapazitätsprobleme, z.B. ein Dachausbau oder bauliche Verdichtungen im Bereich des historischen Hauptgebäudes wurden aufgrund zu schwieriger technischer, organisatorischer und ökonomischer Bedingungen nach fachlicher Beurteilung verworfen. Im Ergänzungsneubau sollen vornehmlich Unterrichtsräume für die 1. bis 3. Klassen entstehen, d.h. für etwa 225 bis 250 Schüler. Die Ludwig-Hoffmann-Grundschule könnte dann ab dem Schuljahr 2011 / 2012 als dreizügige Schule geführt werden. Mit dem Neubau kann nicht nur der steigenden Nachfrage adäquat begegnet werden, sondern die Schule wird damit in die Lage versetzt, in Kooperation mit der Schule am Friedrichshain / Sonderpädagogisches Förderzentrum ein optimales Unterrichts- und Betreuungsangebot zu präsentieren, außerschulische Aktivitäten durch ein breiteres Angebot attraktiver zu machen und somit einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Sicherung des Schulstandortes selbst zu liefern. Aus ökologischen Gründen hat das Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg entschieden, den Neubau im Passivhaus-Energiestandard zu errichten. Der Gesamtkostenrahmen für die Baumaßnahme einschließlich Mehrwertsteuer und Nebenkosten beträgt ca. 4,8 Mio Euro. Die Außenanlagen sind weder Gegenstand dieser Investitionsmaßnahme noch des Wettbewerbs und der daraus resultierenden weiteren Beauftragung mit Planungsleistungen.
Mit dem Erweiterungsbau soll die Gesamtanlage des Schulstandortes nach der bereits durch umfassende Sanierung und Modernisierung der Bestandsbauten und Neubau der Schulfreiﬂächen erreichten Aufwertung stadträumlich und funktional weiterentwickelt werden. Gefordert wird eine architektonische Lösung, die mit typologischer Identität und gestalterischer Eigenständigkeit auf den heterogenen historischen
Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Gebäudebestand der Schule und die vorgegebenen räumlichen Verhältnisse reagiert. Vorausgesetzt werden hohe betriebliche Funktionalität sowie ökonomische und ökologische Rationalität. Unverwechselbarkeit, einfache Orientierung und eine atmosphärische Qualität, die selbstverständlich auf die Erlebnis- und Erfahrungsbedürfnisse der 5½- bis 9-jährigen Schüler eingeht, sind weitere entscheidende Entwurfskriterien. Gleichzeitig ist der Neubau zusammen mit der geplanten Grünanlage zwischen Kadiner Straße und Lasdehner Straße ein entscheidendes Element bei der Reparatur einer durch Brache, Wildwuchs und Funktionslosigkeit geprägten Störung der urbanen Struktur. Die außerordentliche Differenziertheit des Stadtraums in der unmittelbaren Nachbarschaft einer herausragenden Denkmallandschaft erfordert daher insbesondere angesichts der Beschränkungen durch die knapp bemessene Bauﬂäche eine besonders sorgfältige und kreative Entwicklung der Gebäudeﬁgur. Städtebauliche Vorgaben Neben den im Teil 2 der Wettbewerbsausschreibung genannten Parametern sind folgende Vorgaben einzuhalten: Der Neubau soll als eigenständiges Gebäude geplant werden. Der Neubau soll auf der im Übersichts- / Lageplan (s. Teil 4 Anhang 4.1.02) schrafﬁert angelegten Bauﬂäche entstehen. Er hat die fertig gestellten Schulfreiﬂächen zu berücksichtigen. Die mit der Planung der Grünanlage zwischen Kadiner und Lasdehner Straße festgesetzte Begrenzung der Bauﬂäche nach Norden ist verbindlich. Eine Überschreitung dieser Linie ist nicht zulässig. Der Neubau soll eine möglichst große Fläche für den Schulhof belassen und daher bis an diese Grenzlinie heran gebaut werden. Es sollen keine nicht nutzbaren Restﬂächen entstehen. Ein Abstand zur Grünanlage ist nicht gefordert, da Schule und Grünanlage dem Land Berlin gehören. Notwendige Fenster des Neubaus, auch solche von Unterrichts- oder Verwaltungsräumen, zur Grünanlage hin sind zulässig. Die äußere Erschließung des Neubaus soll sowohl einen eigenen Zugang von der Lasdehner Straße beinhalten als auch einen Zugang vom Freiraum des Schulstandorts, über den die Wegeanbindung an die Schulbereiche im Hauptgebäude und an den Hort erfolgen soll. Die Erschließung des Schulgebäudes von der Grünanlage her ist nicht gewünscht.
Raumprogramm Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule
Gesamtﬂäche [m²]
Flächenart / Raumbezeichnung
Nutzﬂächen NF
Unterrichtsräume 1.01 - 1.09 1.10 - 1.14 1.15 1.16 1.17 1.18 1.19 Klassenräume Betreuungs- / Teilungsräume Schülerwerkstatt Multimediaraum Multifunktionsraum Verteiler- / Ausgabeküche Küche Verwaltungsräume 2.01 2.02 - 2.03 2.04 2.05 - 2.06 Besprechungsraum für Lehrer / Erzieher Lehrerarbeitsräume Raum für Reinigungspersonal / Putzmittel Lehr- und Lernmittelräume WC * 3.01 3.02 WC Schüler / Schülerinnen WC Lehrer / Lehrerinnen Summe NF (ohne WC)
Technische Funktionsﬂächen TF
60 40 80 40 100 15 20
540 200 80 40 100 15 20
25 20 10 12,5
Technikraum *
* Keine Flächenvorgaben für WC und Technik. Anordnung und Flächenbedarf sind entwurfsabhängig. Anmerkung: Sofern entwurfsbedingt Restﬂächen verbleiben, sollten daraus kleinere Gruppenräume mit ca. 20 m² gebildet werden.
Aufenthaltsräume Die lichte Raumhöhe aller Aufenthaltsräume muss mindestens 3,00 m betragen. Alle Aufenthaltsräume sollen natürlich belichtet und - ungeachtet der durch das Passivhaus-Konzept bedingten gebäudetechnischen Funktionen - natürlich belüftbar sein. Eine natürliche Belichtung und Belüftung ist gewährleistet, wenn die Räume nicht tiefer als 8,40 m sind und eine zu öffnende Fensterﬂäche von je 0,3 m² pro 10 m³ Rauminhalt vorgesehen wird. 1.01 - 1.09 Klassenräume Die Garderobenbereiche sind außerhalb der Klassenräume anzuordnen, entweder in Nischen im Flurbereich oder in gesonderten Räumen, in jedem Falle in der Nähe der Klassenräume. Klassenräume sollten in der Regel nicht länger als 9,60 m und nicht tiefer als 8,40 m sein. 1.10 - 1.14 Betreuungs- / Teilungsräume 4 Betreuungs- / Teilungsräume sollen so angeordnet werden, dass jeweils einer zwischen zwei Klassenräumen liegt und von diesen aus zugänglich ist. Ein weiterer Betreuungs- / Teilungsraum soll einem Klassenraum zugeordnet werden und von diesem aus zugänglich sein. Seine Größe könnte abweichend vom Raumprogramm 25 - 30 m² betragen. Zwischen Klassen- und Betreuungsräumen ist eine Sichtverbindung vorzusehen. 1.15 Schülerwerkstatt Die Schülerwerkstatt sollte nach Möglichkeit im oberen Gebäudebereich angeordnet werden. 1.16 Multimediaraum Der Multimediaraum sollte nach Möglichkeit im oberen Gebäudebereich angeordnet werden. Er enthält ca. 10 PC-Schülerarbeitsplätze, für die ggf. ein Schutz vor direktem Sonnenlichteinfall erforderlich ist. 1.17 Multifunktionsraum 1.18 Verteiler- / Ausgabeküche Der Multifunktionsraum muss auch als Mensa nutzbar sein. Daher ist dem Multifunktionsraum eine Verteiler- bzw. Ausgabeküche zuzuordnen, diese soll ausschließlich von Mitarbeitern der Speisenversorgung genutzt werden. Funktionsgerechte Anlieferungswege sind zu beachten. 1.19 Küche Die Küche soll in der Nähe des Multifunktionsraums liegen. Sie dient der Versorgung bei Veranstaltungen im Mehrzweckraum. Außerdem soll sie von Arbeitsgemeinschaften des Horts genutzt werden.
2.01 Besprechungsraum für Lehrer / Erzieher Der Besprechungsraum sollte nach Möglichkeit im EG liegen. Eine Teeküchenzeile ist vorzusehen. 2.02 - 2.03 Lehrerarbeitsräume Einer der Lehrerarbeitsräume sollte auch als Büroraum nutzbar sein und möglichst in der Nähe des Besprechungsraumes (2.01) liegen. 3.01 - 3.02 WC WC sind in Anzahl und Anordnung funktionsgerecht zu berücksichtigen. 4.0 Technikraum Technikﬂächen (Hausanschlussraum, Betriebstechnik) sind in ausreichender Dimensionierung und funktionsgerechter Anordnung, z.B. in einem Kellergeschoss zu berücksichtigen.
Nachhaltigkeit / Energieefﬁzienz / Ökologie
Das Erweiterungsgebäude ist besonders unter dem Aspekt der Energieefﬁzienz im Passivhaus-Energiestandard zu planen. Der Passivhaus-Energiestandard ist u.a. erreicht, wenn der Heizwärmebedarf ≤ 15 kWh / m²a ist. Bei der Entwurfsbearbeitung sind die Planungsprinzipien der Nachhaltigkeit anzuwenden, die eine ausgewogene Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte erfordern. Folgende Ziele hinsichtlich der Nachhaltigkeit sind zu berücksichtigen: Sicherstellung eines geringen Energiebedarfs (Gebäude, Anlagentechnik) Optimierung der Tageslichtnutzung Sehr gute akustische Raumeigenschaften und Sprachverständlichkeit Langfristige und ﬂexible Nutzungsqualität Kostenefﬁzienz bei Baukosten Minimierung der Betriebskosten Bedarfsgerechte natürliche Lüftung bzw. bedarfsgerechte hochefﬁziente Lüftungsanlagen Reduktion von Immissionen und Emissionen Kompaktheit (A/V) der Gebäudeform und klimatische Zonierung der Nutzungsbereiche Hohe thermische Qualität, Fugendichtheit und wärmebrückenfreie Konstruktionen der Gebäudehülle Einsatz von Steuerungs- und Regelungsstrategien Prüfung des Einsatzes solarer Energienutzung Prüfung der Regen- und Grauwassernutzung
Im Rahmen der weiteren Planung ist gemäß den wasserwirtschaftlichen Grundsätzen ein Konzept zur Regenwasserbewirtschaftung zu entwickeln. Hierbei soll das Niederschlagswasser möglichst vollständig zurückgehalten, über die belebten Bodenschichten versickert oder genutzt werden. Die Einleitung in die Kanalisation ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Neben der Regenwassernutzung als Betriebswasser sind bei der weiteren
Planung andere Formen der Regenwasserbewirtschaftung wie z.B. die Versickerung des von Dächern und befestigten Flächen ablaufenden Niederschlagswassers, die Möglichkeit der Gebäudebegrünung, sowie weitere innovative Konzepte zur Regenwasserbewirtschaftung als Alternativen zu prüfen. Ökologische Planungskriterien Prinzipien des ökologischen Bauens sind in den „Ökologischen Kriterien für Bauwettbewerbe“ beschrieben (Stand Juli 2007, s. Teil 4 Anhang 4.1.14). Für die Konstruktion und Bauausführung sollen danach nur Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen. Die umweltgerechte und nachhaltige Ausbildung des Baukörpers ist eine wesentliche Voraussetzung für den Entwurfsbeitrag.
Nach der Landeshaushaltsordnung ist der Bauherr verpﬂichtet, seine Mittel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden. Die Wirtschaftlichkeit des Entwurfes ist daher ein entscheidendes Kriterium bei der Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten. Dies bezieht sich auf: – Baukosten – Instandhaltungskosten – Kosten des laufenden Betriebs Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustoffe verwendet und technische Systeme auf ein Minimum reduziert werden (die Verwendungsverbote und -beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind zu beachten, s. Anhang). Die Planung hat sich am Prinzip des kostensparenden Bauens zu orientieren. Hierzu sind folgende Kriterien zu berücksichtigen: - Kompakte, klare und funktionale Grundrissorganisation, Reduzierung der Verkehrsﬂäche auf ein notwendiges Maß - Natürliche Belichtung der Räume - Natürliche Belüftung der Räume (wo möglich) - Verzicht auf aufwendige Konstruktionen - Minimierung der Oberﬂäche, Kompaktheit - Optimierung des Verhältnisses von verglaster zu geschlossener Fassadenﬂäche - Reduktion der Materialwahl, Instandsetzungsfähigkeit, Alterungsfähigkeit des Materials Zur Bewertung der Kosten soll im Rahmen des Erläuterungsberichtes die baukonstruktive und gebäudetechnische Grundkonzeption beschrieben werden. Es sind Aussagen zu folgenden Bauteilen zu machen: - Konstruktion, Tragsystem, Ausbau - Gebäudehülle (Fassade, Dach) - Technische Gebäudeausrüstung (Heizen u. Lüften, Wärmerückgewinnung, Tageslichtnutzung, Beleuchtung)
Die Kosten der Baumaßnahme einschließlich Mehrwertsteuer und Nebenkosten werden mit ca. 4,8 Mio Euro veranschlagt. Die Gesamtsumme beinhaltet den Mehraufwand, der sich aus dem Ziel des Passivhaus-Energiestandards ergibt, in Höhe von ca. 580.000 Euro und die Kosten für Ausstattung in Höhe von 100.000 Euro. Dieser Kostenrahmen ist im weiteren Verfahren zwingend einzuhalten.
Barrierefreies Bauen ist als selbstverständliche Qualitätsanforderung gemäß den Grundsätzen des Handbuches „Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin“ (www.senstadt.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/de/handbuch) im Wettbewerb umzusetzen. Dabei sollen die unterschiedlichen Nutzeranforderungen hinsichtlich motorischer, sensorischer oder kognitiver Art Berücksichtigung ﬁnden. Den Funktionsbereichen Erschließung, Orientierung, Versammlungsräume, Sanitärräume, Unterrichtsräume ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Auch auf dem Grundstück sind die Prinzipien des barrierefreien Bauens konsequent anzuwenden.
Der Planung sind insbesondere zugrunde zu legen: - Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin - Musterrichtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen Die im Anhang aufgeführten Richtlinien sind zu beachten.
Gestaltung - Städtebau / stadträumliche Gestaltung - Baukörpergestaltung - Innenraumqualität Funktion - Erschließung - Funktionale Zuordnung - Raumzuschnitte - Belichtung, Belüftung Realisierbarkeit - Programmerfüllung - Nachhaltigkeit und Energieefﬁzienz - Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb - Barrierefreiheit - Genehmigungsfähigkeit
Ausschreibung Vorliegende Ausschreibung als .pdf-Datei mit farbigen Abbildungen in 300 dpi Auﬂösung
4.1.01_Ausschreibung_LHG.pdf
Übersichts- / Lageplan
4.1.02_Uebers_lage_LHG.pdf 4.1.02_Uebers_lage_LHG.dwg 4.1.02_Uebers_lage_LHG.dxf 4.1.02_Uebers_lage_LHG.pln 4.1.02_Uebers_lage_Vermess_LHG.dwg - Überlagerung 4.1.02 und 4.1.03 4.1.02_Uebers_lage_Vermess_LHG.dxf - Überlagerung 4.1.02 und 4.1.03 M 1:500
4.1.03_Vermess_LHG.pdf 4.1.03_Vermess_LHG.dxf 4.1.03_Vermess_LHG.dwg M 1:250
Isometrische Darstellung der Umgebung
4.1.04 _Isometrie_Umgebung_LHG.pdf (Zusendung am 12. Juni 2009 per E-mail) M 1:200
4.1.05_Schwarzplan_LHG.pdf M 1:500
Grünanlage Kadiner Straße - Lasdehner Straße
4.1.06_GruenKaLa_LHG.pdf
4.1.07_Baumbestand_LHG.pdf
Schulhauptgebäude: Ansichten
4.1.08_Schule_AnsStrasse_LHG.pdf 4.1.08_Schule_AnsHof_LHG.pdf M 1:100 M 1:100
Hortgebäude: Ansichten und Grundrisse
4.1.09_Hort_AnsWS_LHG.pdf 4.1.09_Hort_AnsON_LHG.pdf 4.1.09_Hort_GrKG_LHG.pdf 4.1.09_Hort_GrEG_LHG.pdf 4.1.09_Hort_GrOG_LHG.pdf M 1:100 M 1:100 M 1:100 M 1:100 M 1:100
Wohnhäuser Lasdehner Straße 3-7: Ansichten und Schnitte
4.1.10_Wohn_Ans01_LHG.pdf 4.1.10_Wohn_Ans02_LHG.pdf 4.1.10_Wohn_Schnitt_LHG.pdf M 1:100 M 1:100 M 1:100
Erweiterungsbau Ludwig-Hoffmann-Grundschule / Teil 4 Anhang
4.1.11_Luftbild_2007_LHG.tif 4.1.11_Umgebungsfotos
4.1.12_Formblatt_NF_TF_LHG.doc 4.1.12_Formblatt_Gebäudedaten_LHG.doc 4.1.12_Fragebogen zu Nachhaltigkeit und Energieefﬁzienz 4.1.12_Verfassererklärung_LHG.pdf (.pdf-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und danach ausgedruckt werden. Das .pdf-Formular kann mit dem Acrobat-Reader aber nicht gespeichert werden)
Vorschriften im Internet Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin (BauOBln) v. 29. September 2005), in Kraft getreten am 1. Februar 2006, zuletzt geändert durch § 9 des Gesetzes vom 7. Juni 2007
http:www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml
Richtlinien als .pdf Wirtschaftliche Standards des Rundschreiben SenBauWohn 1/2002
Bauens,
Richtlinien im Internet Rundschreiben im Bereich Bauen, Projektvorbereitung und –prüfung Bereich Hochbau, Richtwerte und Standards
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/de/handbuch. shtml
Abbildungsnachweis Berliner Architekturwelt, Sonderheft XIV, Berlin 1914: Abb. 6 BSM Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH: Abb. 7 Landesarchiv Berlin: Abb. 3 Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden: Abb. 8 Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin: Titelbild, Abb. 1 (bearbeitet), 2, 4, 5, 9 (bearbeitet), 10 Literatur: BSM mbh, Sanierungsgebiet Warschauer Straße. Neugestaltung einer öffentlichen Grünanlage und eines Kinderspielplatzes. Aufgabenstellung, Februar 2009 Hoffmann, Ludwig, Lebenserinnerungen eines Architekten / Ludwig Hoffmann. Bearbeitet und aus dem Nachlass hrsg. von Wolfgang Schäche. Mit einem Vorwort von Julius Posener, Berlin 1983 Landesdenkmalamt Berlin (Hrsg.), Denkmaltopographie in Deutschland. Baudenkmale in Berlin. Bezirk Friedrichshain, Berlin 1996 PROTEKUM - Umweltinstitut GmbH Oranienburg, Untersuchung des Bodens auf Schadstoffe für das Grundstück Kadiner Straße 4-9, Lasdehner Straße 11-19 - ehem. Sonderschule in 10243 Berlin, Oranienburg 2006