Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/1615
Timestamp: 2019-02-23 07:27:09
Document Index: 330308933

Matched Legal Cases: ['§ 1615', '§ 1614', '§ 1615', 'BGH', '§ 1615', 'BGH', '§ 1615', 'BGH', '§ 1615', '§ 1570', 'BGH', '§1615', 'BGH', '§ 1615', 'BGH', '§ 6', '§ 1615', 'BGH', 'BGH', '§ 1615', '§ 1577', 'BGH', '§ 1615', 'BGH', 'BGH', '§ 1615', 'BGH', 'BGH', '§ 1615', '§ 1615', 'BGH', '§ 1615', '§ 1570', 'BGH', '§ 1615', '§ 1602', '§ 1615', 'BGH', '§ 1615', '§ 1603', '§ 1615', '§ 1603', 'BGH', '§ 1615', 'BGH']

§ 1615 BGB: Erlöschen des Unterhaltsanspruchs
§ 1614 BGB
§ 1615a BGB
BGH, URTEIL , Az. XII ZR 109/05 30	Nach	anderer	Auffassung kann auf die wirtschaftlichen Verhältnisse wäh- rend eines nichtehelichen Zusammenlebens schon deswegen nicht abgestellt werden, weil solche Unterstützungsleistungen vor Beginn des Anspruchs aus § 1615 I BGB als freiwillige Leistungen keine Lebensstandardgarantie begründen können (vgl. OLG Düsseldorf [7. Familiensenat] FamRZ 2008, 87, 88; OLG Karlsruhe FamRZ 2004, 974; OLG Hamm FF 2000, 137, 138; vgl. auch Eschenbruch/Klinkhammer/Wohlgemuth, Der Unterhaltsprozess, 4. Aufl. Rdn. 4019).
BGH, URTEIL vom 3.10.2010, Az. XII ZR 197/08 So hat der Senat den Mindestbedarf des Unterhaltsberechtigten nicht nach dem in den Leitlinien ausgewiesenen Existenzminimum eines erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen (mit Erwerbsbonus), sondern nach dem eines nicht erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen bemessen (Senatsurteil vom 16. Dezember 2009 - XII ZR 50/08-FamRZ 2010, 357 Rn. 38 zu dem Unterhalt nach § 1615 I BGB und vom 17. März 2010 - XII ZR 204/08 - FamRZ 2010, 802 zu dem Ehegattenunterhalt).
BGH, URTEIL vom 3.3.2010, Az. XII ZR 134/08 Danach ist stets auf die besonderen Umstände des Einzelfalls abzustellen (Senatsurteil vom 15. Dezember 2004 -XII ZR 121/03- FamRZ 2005, 442, 444 zu § 1615 I BGB), die im Falle des Betreuungsunterhalts wiederum dadurch geprägt sind, in welchem Maße der Unterhaltsberechtigte wegen der Kindesbetreuung nach § 1570 BGB von seiner Erwerbsobliegenheit befreit ist.
BGH, URTEIL vom 3.3.2010, Az. XII ZR 134/08 Dabei wird es zu berücksichtigen haben, dass der betreuende Elternteil auch darzulegen und ggf.zu beweisen hat, dass keine kindgerechte Einrichtung für die Betreuung des gemeinsamen Kindes zur Verfügung steht (vgl. Senatsurteile zu §1615 I BGB vom 13. Januar 2010 -XIIZR 123/08- FamRZ 2010, 444 Tz. 27 und vom 16. Dezember 2009 - XII ZR 50/08 - FamRZ 2010, 357 Tz. 49).
BGH, URTEIL vom 3.10.2010, Az. XII ZR 37/09 18	bb) Schließlich ist es der Klägerin auch nicht verwehrt, ihren Unterhaltsanspruch aus § 1615 I BGB gerichtlich titulieren zu lassen, um eine denkbare Vollstreckbarkeit im Inland sicherzustellen (zu dem Titulierungsinteresse vgl. Senatsbeschluss vom 2. Dezember 2009 - XII ZB 207/08 - FamRZ 2010, 195 Rn. 16).
BGH, URTEIL vom 3.11.2004, Az. XII ZR 121/03 In Rechtsprechung und Literatur wird deswegen regelmäßig auf das Einkommen der Mutter abgestellt, das sie ohne die Geburt des Kindes zur Verfügung hätte (OLG Celle OLGR 2002, 19; OLG Köln FamRZ 2001, 1322; OLG Koblenz OLGR 2001, 87; OLG Düsseldorf EzFamR aktuell 2000, 359; OLG Hamm FF 2000, 137 und OLG Zweibrücken OLGR 2000, 392 sowie Wendl/Pauling Das Unterhaltsrecht in der familienrichterlichen Praxis 6. Aufl. § 6 Rdn. 364; Göppinger/Wax/Maurer Unterhaltsrecht 8. Aufl. Rdn. 1255; Luthin/Seidel Handbuch des Unterhaltsrechts 10. Aufl. Rdn. 4219; Kalthoener/Büttner/Niepmann Die Rechtsprechung zur Höhe des Unterhalts 9. Aufl. Rdn. 185; Eschenbruch Der Unterhaltsprozeß 3. Aufl. Rdn. 4015; FA-FamR/Gerhardt 4. Aufl. Rdn. 210; Weinreich/Klein/Schwolow Kompaktkommentar Familienrecht § 1615 I BGB Rdn. 10 und Scholz/Stein/Erdrich Praxishandbuch Familienrecht K Rdn. 248).
BGH, URTEIL vom 3.11.2004, Az. XII ZR 121/03 Deswegen und wegen der weitgehenden Angleichung des Unterhaltsanspruchs der nicht verheirateten Mutter an den nachehelichen Betreuungsunterhalt (vgl. Senatsurteil vom 17. November 2004 -XIIZR 183/02- zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen) ist auf den Unterhaltsanspruch nach § 1615 I BGB die für den Ehegattenunterhalt geltende Vorschrift des § 1577 Abs. 2 BGB entsprechend anwendbar (so auch Wever/Schilling FamRZ 2002, 581, 586 f. m.w.N.;Büttner aaO S. 783 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 3.11.2009, Az. XII ZR 50/08 Weil der Partner seine Leistungen vor Beginn des Mutterschutzes deswegen jederzeit einstellen kann und das Gesetz außerhalb von Verwandtschaft und Ehe lediglich den Unterhaltsanspruch nach § 1615 I BGB vorsieht, ist der in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft ohne gemeinsames Kind erreichte tatsächliche Lebensstandard nicht geeignet, eine Lebensstellung für den späteren Unterhaltsanspruch zu begründen (Senatsurteil BGHZ 177, 272, 284 ff. = FamRZ 2008, 1739, 1742; OLG Zweibrücken FuR 2000, 286 Tz. 28).
BGH, URTEIL vom 3.11.2009, Az. XII ZR 50/08 Gegenüber dem nachehelichen Unterhalt und dem Unterhalt wegen Betreuung eines nichtehelich geborenen Kindes nach § 1615 I BGB beträgt der Selbstbehalt regelmäßig 1.000 € (BGHZ 166, 351, 156 = FamRZ 2006, 683, 684).
BGH, URTEIL vom 3.5.2011, Az. XII ZR 127/09 20	(a) Der Senat hat zu dem Betreuungsunterhaltsanspruch u.a. aus § 1615 I BGB entschieden, dass der Gesetzgeber mit der Einführung des Basisunterhalts bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres nach § 1615 1 BGB dem betreuenden Elternteil die freie Entscheidung eingeräumt hat, ob er das Kind in dessen ersten drei Lebensjahren in vollem Umfang selbst betreuen oder andere Betreuungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen will (Senatsurteil vom 13. Januar 2010 -XIIZR 123/08- FamRZ 2010, 444 Rn. 25 mwN).
BGH, URTEIL vom 3.5.2011, Az. XII ZR 127/09 21	(b)	Diese	vom	Gesetzgeber	im	Rahmen	seiner Einschätzungskompetenz (s. BVerfG FamRZ 2007, 965, 972) liegende Grundentscheidung gilt nicht nur im Verhältnis des unterhaltsberechtigten zu dem unterhaltsverpflichteten Elternteil (§ 1615 I BGB bzw. § 1570 BGB), sondern strahlt auch auf das Unterhaltsrechtsverhältnis zwischen dem Unterhaltsberechtigten und seinen unterhaltspflichtigen Eltern aus.
BGH, URTEIL vom 3.5.2011, Az. XII ZR 127/09 Der Senat hat bereits im Jahr 1984 entschieden, dass das Gesetz in § 1615 I BGB einen Anhaltspunkt dafür gibt, ob und unter welchen Umständen ein erwachsener Abkömmling wegen der Betreuung eines Kindes von der Erwerbsobliegenheit freigestellt ist, der er seinen Eltern gegenüber gemäß § 1602 Abs. 1 BGB grundsätzlich unterliegt (Senatsurteil vom 6. Dezember 1984 - IV b ZR 53/83 - FamRZ 1985, 273, 274; s. auch NK-BGB/ Schilling 2. Aufl. § 1615 I Rn. 33 mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2016, Az. XII ZB 693/14 27	Beruft sich ein zu dem Elternunterhalt Verpflichteter auf seine Unterhaltspflicht nach § 1615 I BGB und damit auf eine sonstige Verpflichtung im Sinne des § 1603 Abs. 1 BGB, hat er im Verhältnis zu dem Elternunterhaltsberechtigten das Vorliegen der Voraussetzungen des Anspruchs aus § 1615 1 BGB darzulegen und zu beweisen, weil er damit seine Leistungsunfähigkeit einwendet (vgl. Palandt/Brudermüller BGB 75. Aufl. § 1603 Rn. 47 mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2016, Az. XII ZB 693/14 38	d)	Sollte	das	-	nach einer möglichen Berücksichtigung des Anspruchs aus § 1615 I BGB verbleibende - Einkommen des Antragsgegners unter Wahrung des ihm zustehenden Selbstbehalts nicht genügen, um den geltend gemachten Anspruch des Antragstellers zu befriedigen, wäre zu prüfen, ob der Antragsgegner in den Grenzen des ihm gegebenenfalls zu belassenden Altersvorsorgevermögens (vgl. Senatsbeschluss BGHZ 205, 165 = FamRZ 2015, 1172 Rn. 23 ff.) aus seinem Vermögen leistungsfähig ist.