Source: https://www.transparenz.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen2014_tp.c.91746.de&asl=bremen203_tpgesetz.c.55340.de&template=20_gp_ifg_meta_detail_d
Timestamp: 2019-03-20 05:53:32
Document Index: 371794991

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 8', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 19', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 7', '§ 7', '§ 5', '§ 13', '§ 12', '§ 10', '§ 19', '§ 5', '§ 20', '§ 5', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28']

Veröffentlichungsdatum:21.11.2012 Inkrafttreten24.12.2016 Zuletzt geändert durch:§ 7 geändert durch Artikel 6 der Verordnung vom 30.11.2016 (Brem.GBl. S. 1001)
FundstelleBrem.GBl. 2012, 475
Gliederungsnummer:223-k-31a
Zitiervorschlag: "Verordnung über die Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz vom 22. Oktober 2012 (Brem.GBl. 2012, 475), zuletzt § 7 geändert durch Artikel 6 der Verordnung vom 30. November 2016 (Brem.GBl. S. 1001)"
Gliederungs-Nr:: 223-k-31a
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: § 7 geändert durch Artikel 6 der Verordnung vom 30.11.2016 (Brem.GBl. S. 1001)
§ 4 Unterrichtsfächer und Stundentafel
§ 5 Unterrichtsbegleitete Praktika
§ 6 Fachpraktische Aufgabe
§ 8 Zulassungsverfahren für Bewerberinnen und Bewerber nicht deutscher Herkunftssprache
§ 12 Prüfungsausschuss und Teilprüfungsausschüsse
§ 13 Gegenstand, Ort und Termine der Prüfung, Belehrung
§ 14 Berücksichtigung besonderer Belange von Menschen mit Behinderung
§ 15 Zulassung zur Prüfung
§ 19 Zweite Prüfungskonferenz
Die Ausbildung in der Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz vermittelt die beruflichen Handlungskompetenzen für eine unterstützende und ergänzende Tätigkeit in der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern, die gemeinsam mit anderen sozialpädagogischen Fachkräften wahrgenommen wird. Sie stellt damit eine Berufsausbildung dar, die die Grundlage für die Weiterbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher an der Fachschule für Sozialpädagogik schafft.
Der Erwerb von fachlichen und personalen Kompetenzen soll an didaktischen Konzepten des selbstorganisierten beziehungsweise selbstgesteuerten, gleichermaßen individuellen wie kooperativen Lernens ausgerichtet sein. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich als Subjekt ihres Lernens und ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung auf dem Weg zur Professionalisierung begreifen. In der Ausbildung sind deshalb sowohl am Lernort Schule als auch am Lernort Praxis Bedingungen des Lernens notwendig, die dieses Lernen fördern und unterstützen.
Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Der Unterricht umfasst einen berufsübergreifenden und einen berufsbezogenen Lernbereich sowie einen Wahlpflichtbereich. Im Unterricht werden allgemeine, fachtheoretische sowie fachpraktische Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt.
(1) Die Unterrichtsfächer, ihre Zuordnung zu den Lernbereichen und die Zahl der Unterrichtsstunden je Unterrichtsfach ergeben sich aus der Stundentafel der Anlage 1.
(2) Schülerinnen und Schüler nicht deutscher Herkunftssprache, die anstelle der Note in der Fremdsprache Englisch im berechtigenden Zeugnis einer deutschen Schule die Note in der Herkunftssprache erhalten haben oder die nicht über einen an einer deutschen Schule erworbenen Abschluss nach § 7 Absatz 1 verfügen, können anstelle des Unterrichts und der Prüfung in der Fremdsprache Englisch die Feststellungsprüfung ihrer Herkunftssprache wählen. Wenn die Schülerin oder der Schüler sich für die Herkunftssprache entscheidet, wird die Note durch eine Sprachfeststellungsprüfung ermittelt. Diese Prüfung findet am Anfang des Bildungsgangs statt. Bei nicht ausreichenden Leistungen kann die Prüfung einmal wiederholt werden. Die Wiederholung findet bis zum Ende des ersten Ausbildungsjahres statt. Im Abschlusszeugnis oder im Abgangszeugnis wird die Note der Sprachfeststellungsprüfung in der Herkunftssprache anstelle der Note in der Fremdsprache Englisch ausgewiesen und in die Bewertung der Abschlussqualifikation einbezogen. Unabhängig davon nehmen die Schülerinnen und Schüler, die ihre Herkunftssprache gewählt haben, am Englisch-Anfängerunterricht teil. Die Note des Englisch-Anfängerunterrichts wird nicht in die Bewertung der Abschlussqualifikation einbezogen. Im Abschlusszeugnis oder im Abgangszeugnis wird der Unterricht mit dem Vermerk „Nicht Gegenstand der Prüfung“ ausgewiesen. Auf Wunsch der Schülerin oder des Schülers wird eine Note erteilt.
Unterrichtsbegleitete Praktika
(1) Die schulische Ausbildung wird durch unterrichtsbegleitete Praktika in geeigneten Praktikumsstellen im Umfang von 20 bis 24 Wochen Dauer ergänzt. Die Praktikumswochen sollen möglichst gleichmäßig auf beide Ausbildungsjahre verteilt werden. Die Schülerinnen und Schüler unterliegen während der Dauer der Praktika denselben gesetzlichen Bestimmungen über Unfall- und Haftpflichtversicherung, die für die Teilnahme an schulischen Veranstaltungen gelten.
(2) Die Praktika finden für alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse zur gleichen Zeit statt. Wird das Praktikum als Blockpraktikum durchgeführt, soll eine Woche in den Schulferien abgeleistet werden.
(3) Die Ziele und der Ablauf der Praktika sowie die Aufgaben der Schülerin oder des Schülers werden zwischen Schule und Praktikumsstelle abgestimmt. Während der Praktika wird die Schülerin oder der Schüler durch die in der Klasse unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer betreut.
(4) Am Ende jedes Praktikums wird von der Praktikumsstelle eine schriftliche Beurteilung abgegeben. Sie soll mindestens Angaben über den Beurteilungszeitraum, die vermittelten Inhalte und die erbrachten Leistungen enthalten. Die Bewertung wird durch die Schule auf der Grundlage der Beurteilung der Praktikumsstelle sowie der betreuenden Lehrerin oder des betreuenden Lehrers vorgenommen und lautet „mit Erfolg teilgenommen“ oder „ohne Erfolg teilgenommen“. Die erfolgreiche Teilnahme an einem Praktikum ist dann gegeben, wenn die Schülerin oder der Schüler mindestens 75 vom Hundert der jeweiligen Dauer des Praktikums abgeleistet hat; sie ist Voraussetzung für das Erreichen des Ausbildungszieles. Über Ausnahmen zur Dauer der Teilnahme am Praktikum entscheidet die Schule.
(5) Das Nähere über die unterrichtsbegleiteten Praktika ergibt sich aus Anlage 2.
(1) Im zweiten Ausbildungsjahr müssen die Schülerinnen und Schüler eine fachpraktische Aufgabe aus einem Fach des berufsbezogenen Lernbereichs mit Ausnahme des Faches Recht/Verwaltung/Organisation oder aus dem Wahlpflichtbereich lösen.
(2) Die Schülerin oder der Schüler schlägt in Absprache mit der Fachlehrerin oder dem Fachlehrer einen Aufgabenbereich für die fachpraktische Aufgabe vor. Die Aufgabe ist so zu formulieren, dass sie den Anforderungen im Beruf entsprechende sozialpädagogische Einsichten und Handlungsweisen einbezieht.
(3) Die Präsentation erfolgt vor einem Gremium, das auf Vorschlag der Fachlehrerin oder des Fachlehrers die Note festsetzt. Das Gremium besteht aus der Fachlehrerin oder dem Fachlehrer, einer zweiten Fachlehrerin oder einem zweiten Fachlehrer oder einer Vertreterin oder einem Vertreter aus der Praxiseinrichtung oder einer von der Schulleiterin oder dem Schulleiter bestellten Lehrkraft. Bei Nichteinigung entscheidet das Votum der unterrichtenden Fachlehrerin oder des unterrichtenden Fachlehrers.
(1) Voraussetzung für die Zulassung ist der Mittlere Schulabschluss mit mindestens „befriedigend“ lautender Note im Fach Deutsch. Wird der Mittlere Schulabschluss an einer Schule mit Fachleistungsdifferenzierung im Fach Deutsch erworben, so gilt für das erweiterte Anforderungsniveau mindestens die Note ,ausreichend‘ und für das grundlegende Anforderungsniveau mindestens die Note ,befriedigend‘.
(2) Voraussetzung für die Zulassung ist außerdem
Der Nachweis nach Absatz 2 Nummer 1 wird durch eine ärztliche Bescheinigung erbracht, aus der sich die gesundheitliche Eignung für die Tätigkeit in allen sozialpädagogischen Einsatzfeldern ergibt. Für Bewerberinnen und Bewerber, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, kann der Schulärztliche Dienst die Bescheinigung erstellen.
(3) In besonderen Fällen kann die Senatorin für Kinder und Bildung eine Bewerberin oder einen Bewerber unter Berücksichtigung einer Stellungnahme der Schule abweichend von der Zulassungsvoraussetzung des Absatzes 1 zulassen.
(4) Bewerberinnen und Bewerber, die einen Bildungsgang der Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz bereits mit Erfolg durchlaufen oder die Abschlussprüfung endgültig nicht bestanden haben, werden nicht zugelassen.
(5) Bewerberinnen und Bewerber nicht deutscher Herkunftssprache, die nicht über einen an einer deutschen Schule erworbenen berechtigenden Abschluss nach Absatz 1 verfügen, müssen ausreichende deutsche Sprachkenntnisse nachweisen. Der Nachweis wird durch die erfolgreiche Teilnahme an einem Zulassungsverfahren nach § 8 erbracht.
Zulassungsverfahren für Bewerberinnen und
(1) Die Senatorin für Kinder und Bildung bestimmt, an welchen Schulen ein Zulassungsverfahren für Bewerberinnen und Bewerber nicht deutscher Herkunftssprache durchgeführt wird und setzt den Zulassungsausschuss ein. Der Zulassungsausschuss besteht aus der Vorsitzenden oder dem Vorsitzenden und zwei Fachlehrerinnen oder Fachlehrern für Deutsch. Das Zulassungsverfahren wird unverzüglich nach dem in § 9 Absatz 1 bestimmten Termin durchgeführt.
(1) Der Antrag auf Zulassung ist bei der Schule bis zum 1. März eines jeden Jahres einzureichen. Mit dem Antrag ist die Erfüllung der Zulassungsvoraussetzungen nach § 7 Absatz 1, 2 und 5 nachzuweisen sowie eine Erklärung darüber abzugeben, ob ein Ablehnungsgrund nach § 7 Absatz 4 vorliegt.
(1) Die Ausbildung schließt mit einer Prüfung ab. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Auf die mündliche Prüfung kann in den Fächern verzichtet werden, in denen sie zur Ermittlung der Endnote nicht mehr erforderlich ist.
(2) Die schriftliche Prüfung wird als Prüfung mit gemeinsam erstellten Prüfungsaufgaben (Gemeinsame Prüfung) gestaltet.
Die Prüfung wird von den öffentlichen Schulen im Lande Bremen, die einen Bildungsgang der Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz eingerichtet haben, durchgeführt.
die Fachlehrerinnen und Fachlehrer, die in den Prüfungsfächern unterrichtet haben.
Den Vorsitz hat das Mitglied nach Nummer 1 oder eine von ihm ernannte Vertreterin oder ein von ihm ernannter Vertreter. Die Mitglieder nach Nummer 2 und 3 werden von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestellt. Das gleiche gilt für die Vertreterinnen oder Vertreter der genannten Mitglieder eines Teilprüfungsausschusses im Falle ihrer Verhinderung.
(3) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn außer der oder dem Vorsitzenden die Mehrheit der Mitglieder anwesend ist. Die Teilprüfungsausschüsse sind beschlussfähig, wenn alle Mitglieder anwesend sind. Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der oder des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses oder des Teilprüfungsausschusses. Stimmenthaltungen sind nicht zulässig.
(4) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses oder des Teilprüfungsausschusses kann gegen Beschlüsse des Prüfungsausschusses und der Teilprüfungsausschüsse Einspruch einlegen, über den die Senatorin für Kinder und Bildung entscheidet. Der Einspruch hat aufschiebende Wirkung.
(2) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses setzt Ort, Datum und Uhrzeit für alle Teile der Prüfung verbindlich fest und teilt allen Beteiligten unverzüglich Prüfungsort und Termine in geeigneter Form mit. Die Gemeinsame Prüfung findet an den Schulen jeweils am selben Tag und zur selben Zeit statt; der Termin für die Gemeinsame Prüfung wird von der Senatorin für Kinder und Bildung festgelegt.
(1) Zur Prüfung ist zugelassen, wer zu Beginn der Prüfung Schülerin oder Schüler der Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz ist.
(2) Zur Prüfung wird nicht zugelassen, wer an den unterrichtsbegleiteten Praktika nach § 5 ohne Erfolg teilgenommen hat.
(1) Die Vornoten der Prüfungsfächer ergeben sich aus den Leistungen im Bildungsgang in den Prüfungsfächern nach § 13 Absatz 1 unter besonderer Berücksichtigung der Leistungen im letzten Ausbildungsjahr.
(2) Bei der Vornotenbildung des Faches, in dem die fachpraktische Aufgabe durchgeführt wurde, werden die Leistungen in der Schule mit zwei Dritteln und die Note für die fachpraktische Aufgabe mit einem Drittel berücksichtigt.
(2) In dieser Prüfungskonferenz beschließt der Prüfungsausschuss auf Vorschlag der Fachlehrerinnen und Fachlehrer, die in den Fächern unterrichtet haben, die Vornoten der Fächer der schriftlichen Prüfung.
Sozialpädagogische Theorie und Praxis und
Theorie und Praxis der Gesundheitsförderung.
(2) Die Zeit für die Bearbeitung der schriftlichen Prüfungsaufgaben beträgt in jedem Fach mindestens 180 Minuten, höchstens 240 Minuten.
(3) Die Schulen, an denen der Bildungsgang eingerichtet worden ist, erstellen für jedes Fach gemeinsame Aufgabenvorschläge (Gemeinsame Prüfung). Spätestens vier Wochen vor Beginn der schriftlichen Prüfung werden der Senatorin für Kinder und Bildung für jedes Fach zwei gleichwertige Aufgabenvorschläge in einem versiegelten Umschlag vorgelegt. Zu allen Aufgabenvorschlägen gehören die Angabe der Bearbeitungsdauer und eine genaue Beschreibung der vom Prüfling erwarteten Leistung (Erwartungshorizont) einschließlich der Angabe von Bewertungskriterien. Die Aufgabenvorschläge im Fach Deutsch enthalten jeweils zwei Aufgaben zur Auswahl durch den Prüfling. Aus diesen Aufgabenvorschlägen wählt die Senatorin für Kinder und Bildung jeweils eine Prüfungsaufgabe aus. Wenn ihr Aufgaben ungeeignet oder änderungsbedürftig erscheinen, kann sie neue Vorschläge anfordern.
(7) Die Prüfungsarbeiten werden vom Mitglied des Prüfungsausschusses nach § 12 Absatz 1 Nummer 3 (Fachlehrerin oder Fachlehrer) als Referentin oder Referent beurteilt und benotet. Die Vorsitzende oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestellt für jedes Prüfungsfach eine weitere Fachlehrerin oder einen weiteren Fachlehrer als Korreferentin oder als Korreferenten. Diese oder dieser beurteilt und benotet die Prüfungsarbeiten ebenfalls. Stimmen die erteilten Noten nicht überein, entscheidet der Prüfungsausschuss.
(2) In dieser Prüfungskonferenz beschließt der Prüfungsausschuss auf Vorschlag der Fachlehrerinnen und Fachlehrer die Vornoten der übrigen Fächer der Stundentafel sowie aufgrund der Vornoten und der Noten der Fächer der schriftlichen Prüfung,
bei welchen Prüflingen er nach § 10 Absatz 1 auf eine mündliche Prüfung verzichtet,
(3) Für den Fall, dass ein Prüfling in drei oder vier Fächern mündlich geprüft werden soll, muss der Prüfungsausschuss gleichzeitig beschließen, auf welches Fach oder auf welche Fächer verzichtet wird, falls der Prüfling von seinem Recht auf Zuwahl von bis zu zwei Fächern Gebrauch macht und diese Fächer nicht bereits zu den vom Prüfungsausschuss beschlossenen Fächern gehören.
(1) Fächer der mündlichen Prüfung können alle Unterrichtsfächer des letzten Ausbildungsjahres sein. Ein Prüfling darf einschließlich der zugewählten Fächer höchstens in vier Fächern mündlich geprüft werden.
(2) Prüferin oder Prüfer ist die Fachlehrerin oder der Fachlehrer, die oder der zuletzt den Unterricht im Prüfungsfach erteilt hat oder bei deren oder dessen Verhinderung eine von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu bestimmende Vertreterin oder ein zu bestimmender Vertreter. Die oder der Vorsitzende des Teilprüfungsausschusses sowie die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses haben das Recht, zur Klärung der Prüfungsleistung selbst Fragen zu stellen und Fragen anderer Ausschussmitglieder zuzulassen.
(3) Jeder Prüfling hat das Recht, sich in bis zu zwei Fächern seiner Wahl mündlich prüfen zu lassen. Er teilt das gewählte Fach oder die gewählten Fächer spätestens am Tag nach der Bekanntgabe der Ergebnisse nach § 19 Absatz 5 schriftlich der Schulleiterin oder dem Schulleiter mit. Die einmal getroffene Wahl kann nicht geändert werden.
(7) Dem Prüfling muss zunächst die selbstständige Lösung der Aufgabe in einer zusammenhängenden Darstellung ermöglicht werden. Daran soll sich ein Prüfungsgespräch anschließen, das sich auch auf größere fachliche Zusammenhänge erstreckt. Im Prüfungsverlauf soll deutlich werden, inwieweit der Prüfling die Aufgabe selbstständig zu lösen und auf Hinweise und Fragen einzugehen vermag. Der Prüfling kann seine in der Vorbereitungszeit gemachten Aufzeichnungen, die im Übrigen nicht Gegenstand der Prüfung sind, zu Hilfe nehmen.
(10) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gibt dem Prüfling die Noten der Fächer der mündlichen Prüfung in geeigneter Form bekannt. Auf Verlangen des Prüflings sind ihm die wesentlichen Gründe, mit denen der Prüfungsausschuss zu einer bestimmten Bewertung gelangt ist, bekannt zu geben.
(1) Der Prüfungsausschuss beschließt in der dritten Prüfungskonferenz die Endnoten für die einzelnen Fächer und das Ergebnis der Prüfung. Die Endnoten ergeben sich aus den Vornoten, den Noten der schriftlichen Prüfung und den Noten der mündlichen Prüfung. Bei Fächern, in denen keine Prüfung durchgeführt wurde sind die Vornoten die Endnoten.
die Endnote im Fach Sozialpädagogische Theorie und Praxis „mangelhaft“ lautet oder
die Endnote in einem Fach des berufsbezogenen Lernbereichs „mangelhaft“ lautet und nicht durch die mindestens „befriedigend“ lautende Endnote in einem anderen Fach desselben Lernbereichs ausgeglichen wird oder
die Endnote in einem Fach des berufsübergreifenden Lernbereichs „mangelhaft“ lautet und nicht durch die mindestens „befriedigend“ lautende Endnote in einem anderen Fach ausgeglichen wird.
Zum Ausgleich nach Nummer 4 und Nummer 5 können nur solche Fächer herangezogen werden, die laut Stundentafel mindestens den gleichen Stundenumfang wie das jeweils auszugleichende Fach haben. In allen anderen Fällen ist die Prüfung bestanden.
(4) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gibt dem Prüfling im Anschluss an die dritte Prüfungskonferenz die Endnoten der Fächer der schriftlichen und der mündlichen Prüfung sowie das Ergebnis der Prüfung bekannt.
(5) Hat der Prüfling die Prüfung bestanden, erhält er ein Abschlusszeugnis mit der Berechtigung, entsprechend der Bezeichnung des Bildungsgangs die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfte sozialpädagogische Assistentin“ oder „Staatlich geprüfter sozialpädagogischer Assistent“ zu führen. Das Abschlusszeugnis berechtigt zum Besuch der Gymnasialen Oberstufe, wenn die Voraussetzungen nach § 5 Absatz 2 der Übergangs- und Überführungsverordnung erfüllt sind. Hat der Prüfling die Prüfung nicht bestanden und verlässt er die Schule, erhält er ein Abgangszeugnis. Form und Inhalt der Zeugnisse legt die Senatorin für Kinder und Bildung fest.
(4) Die Niederschrift über die mündliche Prüfung soll die Aufgabenstellung sowie die Leistungen des Prüflings erkennen lassen. Die Dauer der Prüfung, die Gründe für eine Verkürzung der Regelprüfungszeit sowie das Abstimmungsergebnis über die Note sind mit aufzunehmen. Sind dem Prüfling nach § 20 Absatz 10 die Gründe für eine Bewertung mitgeteilt worden, ist dies auch in die Niederschrift aufzunehmen.
Auf Bildungsgänge, die vor dem 1. August 2012 begonnen haben, sind die bisher geltenden Bestimmungen anzuwenden.
(1) Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. August 2012 in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Richtlinie zum Schulversuch Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz vom 1. Mai 2011 außer Kraft.
Bremen, den 22. Oktober 2012
für die Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz
Sozialpädagogische Theorie und Praxis*)
Musik als pädagogisches Medium*)
Spielpädagogische Prozesse*)
Kreative Gestaltungsprozesse*)
Umwelt/Natur und Technik
Wahlpflichtbereich**)
Teilung*)
Die Teilung erfolgt bei mindestens 16 Schülerinnen oder Schülern und ist für die Fächer Sozialpädagogische Theorie und Praxis (80 Stunden) und die Fächer Musik als Pädagogisches Medium, Körper- und Bewegungserfahrung, Spielpädagogische Prozesse sowie Kreative Gestaltungsprozesse (zusammen 160 Stunden) sowie Theorie und Praxis der Gesundheitsförderung (80 Stunden) vorgesehen.
Unterrichtsangebote für Familie, Krippe, Hort, andere sozialpädagogische Einrichtungen
(zu § 5 Absatz 5)
Bestimmungen über die unterrichts-
begleiteten Praktika in der Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz
in den berufsbezogenen Einrichtungen mit der Arbeit in den sozialpädagogischen Tätigkeitsfeldern vertraut gemacht werden,
lernen ihre oder seine theoretischen Kenntnisse in der sozialpädagogischen Praxis anzuwenden,
die konkreten Arbeitsbedingungen ihrer Ausbildungsstätte umfassend kennen lernen und die für die Tätigkeiten in dieser Ausbildungsstätte grundlegenden beruflichen Fähigkeiten erwerben,
pädagogische Beziehungen zu Kindern gestalten,
Entwicklungs- und Bildungsprozesse von Kindern erkennen und fördern,
gruppenpädagogische Prozesse erkennen, begleiten und fördern,
eigenes und fremdes pädagogisches Handeln wahrnehmen und reflektieren.
Die Auswahl der Praktikumsstellen erfolgt durch die Schule in den durch die Ausbildungsphase festgelegten sozialpädagogischen Arbeitsfeldern. Die Schülerin oder der Schüler bewirbt sich nach Beratung durch die betreuende Lehrerin oder den betreuenden Lehrer in einer Praktikumsstelle des vorgesehenen Arbeitsfeldes. Ein Wechsel der Praktikumsstelle während des Praktikums ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Über Ausnahmen entscheidet die Schule.
Die Praktikumsstelle muss die Praxisanleitung durch geeignete Fachkräfte sicherstellen.
Es soll nicht mehr als eine Praktikantin oder ein Praktikant zeitgleich in einer Gruppe eingesetzt werden.
Aufgabe der Praxisanleiterin oder des Praxisanleiters ist es, der Schülerin oder dem Schüler zu ermöglichen, ihre oder seine theoretischen und fachpraktischen Kenntnisse und Fertigkeiten in beruflichen Arbeitszusammenhängen unter Anleitung umzusetzen und zu erweitern. Die Praxisanleiterin oder der Praxisanleiter arbeitet während des Praktikums eng mit der Schule zusammen. Sie oder er soll mit der Schülerin oder dem Schüler wöchentlich begleitende Gespräche zur Reflexion des Lernprozesses führen.
Die Praktikumsstelle soll der Praktikantin oder dem Praktikanten die Teilnahme an den im jeweiligen Praktikum verpflichtenden schulischen Veranstaltungen ermöglichen.
Die Schülerin oder der Schüler soll die Praktikumsaufgaben fachlich angemessen und zuverlässig erfüllen. In regelmäßigen Reflexionsgesprächen mit der Praxisanleiterin oder dem Praxisanleiter und der betreuenden Lehrerin oder dem betreuenden Lehrer der Schule sollen die eigenen Verhaltensweisen hinterfragt und gegebenenfalls korrigiert werden.
Die Schülerin oder der Schüler erstellt eine Praxisdokumentation entsprechend der von der Schule formulierten Aufgabenstellung, die von den Fachlehrerinnen und Fachlehrern der Schule bewertet wird. Der Praktikumsstelle soll die Praxisdokumentation zur Kenntnisnahme und eventuell Korrekturhilfe vor Abgabe an die Schule vorgelegt werden.
Die Schule ist für die Koordination zwischen der Ausbildung in der Schule und in der Praktikumsstelle verantwortlich. Sie legt jeweils im vorangehenden Schuljahr Organisation und Lage der Praktikumsphasen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeitvorgaben und Struktur des Kalenderjahres unter Berücksichtigung von Lern- und Prüfungsphasen und unter Berücksichtigung des Kita-Jahres fest.
Die Schule formuliert geeignete Aufgabenstellungen aus den beruflichen Handlungsfeldern für die praktische Umsetzung, bezogen auf den jeweiligen Einsatzort und die Anforderungen der Ausbildungsphase.
Die Schule berät die Praxisanleiterin oder den Praxisanleiter im Rahmen einer Ausbildungspartnerschaft in pädagogischen und inhaltlichen Fragen der praktischen Ausbildung.
Praktikumsstellen und Praxisanleiterinnen oder Praxisanleiter sind vor Beginn des jeweiligen Praktikums über die Ziele und Inhalte zu informieren; ihnen ist der Ausbildungsplan zur Kenntnis zu geben.
Während des Praktikums finden Ausbildungsgespräche statt, die die Schülerinnen und Schüler, die betreuende Fachkraft der sozialpädagogischen Einrichtung und die betreuende Lehrerin oder den betreuenden Lehrer der Schule einbeziehen.
Das Praktikum wird durch eine Lehrerin oder einen Lehrer der Schule betreut. Während des Praktikums finden regelmäßige Besuche in den Praktikumsstellen durch die betreuende Lehrerin oder den betreuenden Lehrer statt, die der Kooperation und der Reflexion des individuellen Lernprozesses dienen.
Zur Reflexion der Arbeit und der Anforderungen in den Praktikumsstellen finden während des Praktikums regelmäßige Veranstaltungen in der Schule statt. Diese werden durch die Schule in Abhängigkeit von der Dauer des Praktikums organisiert.
Am Ende des Praktikums soll die Praktikumsstelle eine schriftliche Beurteilung erstellen. Der Schülerin oder dem Schüler ist Gelegenheit zur Kenntnisnahme und gegebenenfalls Stellungnahme zu geben.
Das Praktikum wird von der Schule auf der Grundlage der Beurteilung durch die Praktikumsstelle, der Dokumentation der Praxiserfahrungen der Schülerin oder des Schülers, der Bearbeitung der Aufgabenstellungen und der Beurteilung der betreuenden Lehrerin oder des betreuenden Lehrers bewertet. Die Bewertung lautet „mit Erfolg teilgenommen“ oder „ohne Erfolg teilgenommen“.
Die wöchentliche Arbeitszeit während des Praktikums soll der tariflich (für den öffentlichen Dienst) vereinbarten Arbeitszeit des Trägers bei Vollbeschäftigung entsprechen. Ausnahmen sind im Einzelfall zwischen dem Träger der Praktikumsstelle und der Schule zu klären.
Das Nähere über die Praxisphasen regelt die Schule.
Verordnung über die Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz vom 22. Oktober 2012 01.08.2012
Teil 1 - Ausbildung 01.08.2012
§ 1 - Aufgaben und Ziele 01.08.2012
§ 2 - Unterrichtsgrundsätze 01.08.2012
§ 3 - Dauer und Organisation der Ausbildung 01.08.2012
§ 5 - Unterrichtsbegleitete Praktika 01.08.2012
§ 6 - Fachpraktische Aufgabe 01.08.2012
§ 7 - Voraussetzungen für die Zulassung 24.12.2016
§ 8 - Zulassungsverfahren für Bewerberinnen und Bewerber nicht deutscher Herkunftssprache 28.07.2015
§ 9 - Zulassung 01.08.2012
Teil 2 - Prüfung 01.08.2012
§ 10 - Allgemeines 01.08.2012
§ 12 - Prüfungsausschuss und Teilprüfungsausschüsse 28.07.2015
§ 13 - Gegenstand, Ort und Termine der Prüfung, Belehrung 28.07.2015
§ 14 - Berücksichtigung besonderer Belange von Menschen mit Behinderung 01.08.2012
§ 15 - Zulassung zur Prüfung 01.08.2012
§ 16 - Vornoten der Prüfungsfächer 01.08.2012
§ 17 - Erste Prüfungskonferenz 01.08.2012
§ 18 - Schriftliche Prüfung 28.07.2015
§ 19 - Zweite Prüfungskonferenz 01.08.2012
§ 20 - Mündliche Prüfung 01.08.2012
§ 21 - Noten 01.08.2012
§ 22 - Dritte Prüfungskonferenz, Ergebnis der Prüfung 28.07.2015
§ 23 - Wiederholung der Prüfung 28.07.2015
§ 24 - Täuschung und Behinderung 01.08.2012
§ 25 - Versäumnis 01.08.2012
§ 26 - Niederschriften 01.08.2012
Teil 3 - Schlussbestimmungen 01.08.2012
§ 27 - Übergangsbestimmung 01.08.2012
§ 28 - Inkrafttreten, Außerkrafttreten 01.08.2012
Anlage 1 - Stundentafel für die Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz 01.08.2012
Anlage 2 - Bestimmungen über die unterrichts- begleiteten Praktika in der Berufsfachschule für sozialpädagogische Assistenz 01.08.2012