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Timestamp: 2017-05-28 01:01:49
Document Index: 76400482

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 14', '§ 1', '§ 2', '§ 4', '§ 20', '§ 5', '§ 4', '§ 20', '§ 6', '§ 2', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14']

Archiv: Verordnung über die Anglerprüfung
Verordnung über die Anglerprüfungvom 30. Juni 1994(GVBl.II/94, [Nr. 52], S.664)zuletzt geändert durch Verordnung vom 25. Juli 2001(GVBl.II/01, [Nr. 13], S.291)Am 18. Oktober 2008 außer Kraft getreten durch Verordnung vom 16. September 2008(GVBl.II/08, [Nr. 24], S.386)
Auf Grund des § 32 Abs. 2 Nr. 2 des Fischereigesetzes
für das Land Brandenburg vom 13. Mai 1993 (GVBl. I S.178) verordnet der
Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten: Inhaltsübersicht § 1 Prüfungsausschuß
§ 2 Prüfungsgebiete
§ 3 Zeit und Ort der Prüfung
§ 7 Täuschungsversuche
§ 8 Prüfungsergebnis
§ 9 Prüfungszeugnis
§ 14 Inkrafttreten § 1
Prüfungsausschuß (1) Die untere Fischereibehörde bildet zur Abnahme der
Anglerprüfung einen Prüfungsausschuß. (2) Der Prüfungsausschuß besteht aus einem
Vertreter der unteren Fischereibehörde als Vorsitzendem und zwei
Beisitzern, die aus Vorschlägen der Fischereiverbände und der
rechtsfähigen Anglervereinigungen ausgewählt und von der unteren
Fischereibehörde berufen werden. (3) Für jedes Mitglied ist ein Stellvertreter zu berufen.
(4) Dem Prüfungsausschuß darf niemand
angehören, der gegen Entgelt bei einer Ausbildung der Prüflinge
mitgewirkt hat. (5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses amtieren
für die Dauer von drei Jahren. Sie sind zur unparteiischen und
gewissenhaften Ausübung ihrer Tätigkeit und zur Verschwiegenheit
verpflichtet. § 2
(insbesondere Aufbau des Fischkörpers, Bau und Funktion der Fischorgane,
Unterscheidung einheimischer Fischarten, häufig auftretende
Fischkrankheiten, Notwendigkeit von Besatzmaßnahmen, Naturnahrung,
Sauerstoff und Temperaturverhältnisse),
(insbesondere fischereiliche Gewässerkunde, Schutz der Gewässer vor
Verunreinigungen, Ufer- und Gelegeschutz, Mittel und Geräte zur
Gewässerinstandhaltung),
(insbesondere Umgang mit geschützten und untermaßigen Fischen,
Tötung und Aufbewahrung von Fischen),
(Grundsätze und wichtige Einzelbestimmungen des Landesfischereirechts, des
Wasserrechts, des Tierschutzrechts und des Naturschutzrechts).
Zeit und Ort der Prüfung Die Prüfung findet nach Bedarf, mindestens jedoch einmal
im Jahr statt. Tag, Uhrzeit und Ort der Prüfung werden von der unteren
Fischereibehörde festgesetzt und in geeigneter Weise bekanntgegeben. § 4
Anmeldung zur Prüfung (1) Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung ist bei der
unteren Fischereibehörde zu stellen, in deren Bezirk der Bewerber seinen
Wohnsitz hat. Die untere Fischereibehörde kann Ausnahmen zulassen. (2) Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung muß
enthalten: Vor- und Zuname,
Anschrift des Wohnsitzes (Postleitzahl, Ort, Straße, Hausnummer,
Stadt- oder Landkreis, Telefonnummer),
die vom Bewerber unterschriebene Erklärung, daß keine
Versagungsgründe nach § 20 Abs. 2 des Fischereigesetzes für das
Land Brandenburg vorliegen,
(3) Dem Antrag auf Zulassung zur Prüfung sind
beizufügen: der Nachweis der Zahlung der Prüfungsgebühr an die untere
Fischereibehörde,
bei Minderjährigen eine schriftliche
Einverständniserklärung der Eltern oder des gesetzlichen Vertreters. § 5
Zulassung zur Prüfung (1) Zur Prüfung werden Bewerber nicht zugelassen, wenn: die Antragsunterlagen nach § 4 nicht vollständig oder nicht
rechtzeitig vorliegen,
sie das 14. Lebensjahr vor Beginn der Prüfung noch nicht vollendet
Tatsachen die Annahme rechtfertigen, daß Versagungsgründe nach
§ 20 Abs. 2 des Fischereigesetzes für das Land Brandenburg vorliegen,
sie entmündigt sind.
(2) Wird der Bewerber zur Prüfung nicht zugelassen,
erhält er einen schriftlichen Bescheid. Dem zugelassenen Antragsteller
werden Tag, Ort und Uhrzeit der Prüfung rechtzeitig von der unteren
Fischereibehörde mitgeteilt. (3) Die Zulassung zur Prüfung kann von der unteren
Fischereibehörde zurückgenommen werden, wenn Gründe bekannt
werden, die zur Versagung der Zulassung geführt hätten. § 6
Prüfungsverfahren (1) Die Anglerprüfung ist eine schriftliche Prüfung,
in der innerhalb von zwei Stunden sechzig Fragen, davon jeweils zwölf aus
den in § 2 genannten Prüfungsgebieten, zu beantworten sind. Der
Bewerber hat dabei anzugeben, welche der mit den Fragen vorgelegten drei
Antworten er für richtig hält. In Ausnahmefällen können die
Fragen mündlich gestellt und beantwortet werden. (2) Die untere Fischereibehörde erstellt für jeden
Prüfungstermin einen einheitlichen Fragebogen mit von der obersten
Fischereibehörde vorgegebenen Fragen. Die als richtig anerkannte Antwort
wird festgelegt. (3) Die Prüfung ist nicht öffentlich. Vertreter der
obersten sowie der zuständigen unteren Fischereibehörde können
bei der Prüfung zugegen sein. § 7
Täuschungsversuche (1) Vor Beginn der Prüfung sind die Bewerber darauf
hinzuweisen, daß jede Kontaktaufnahme der Bewerber untereinander sowie
die Benutzung von unerlaubten Hilfsmitteln während der Prüfungsdauer
untersagt sind. (2) Bei einem Verstoß gegen diese Verbote, der in der
Prüfungsniederschrift zu vermerken ist, wird der Bewerber von der
Prüfung ausgeschlossen. Die Prüfung gilt in einem solchen Fall als
nicht bestanden. § 8
Prüfungsergebnis (1) Die Prüfungsbögen werden anhand einer
Musterlösung zur Auswertung und Feststellung der Prüfungsergebnisse
bewertet. (2) Die Prüfung ist mit "bestanden" oder
"nicht bestanden" zu bewerten. (3) Der Bewerber hat die Prüfung bestanden, wenn er
mindestens fünfundvierzig der gestellten sechzig Fragen richtig
beantwortet hat und dabei mindestens die Hälfte der Fragen in jedem der
fünf Prüfungsgebiete richtig beantwortet sind. § 9
Prüfungszeugnis (1) Bewerber, die die Prüfung bestanden haben, erhalten
von der unteren Fischereibehörde ein Prüfungszeugnis nach einem von
der obersten Fischereibehörde herauszugebenden Muster. (2) Besteht ein Bewerber die Prüfung nicht, ist ihm dies
von der unteren Fischereibehörde schriftlich mitzuteilen. § 10
Prüfungsniederschrift Über den wesentlichen Prüfungshergang ist eine
Niederschrift zu fertigen, die von allen bei der Prüfung
Aufsichtsführenden zu unterzeichnen ist. § 11
Wiederholung der Prüfung Eine nicht bestandene Prüfung kann wiederholt und
muß vom Bewerber neu beantragt werden. § 12
Akteneinsicht Der Bewerber kann binnen eines Monats nach Bekanntgabe des
Prüfungsergebnisses auf Antrag bei der Prüfungsbehörde Einsicht
in die Prüfungs- und Bewertungsunterlagen nehmen. § 13
Prüfungsgebühr Für die Prüfung einschließlich der Erteilung
eines Zeugnisses wird eine Gebühr in Höhe von 50,00 DM erhoben. § 14
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