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Timestamp: 2016-10-24 14:08:03
Document Index: 311928261

Matched Legal Cases: ['Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 82', 'Art. 82', 'Art. 95', 'Art. 83', 'Art. 28', 'Art. 33', 'Art. 34', 'Art. 89', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 28', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 4', 'Art. 9', 'Art. 4', 'Art. 23', 'Art. 4', 'Art. 9', 'Art. 5', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 9', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 9', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 4', 'Art. 9', 'Art. 24', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 15', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 4', 'Art. 9', 'Art. 16', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 68']

8C_530/2014 (07.11.2014)
8C_530/2014 � � Urteil vom 7. November 2014
Regierungsgeb�ude, 9001 St. Gallen,
A.a.�Der 1955 geborene A.________ ist B�rger von U.________/SZ. Seine seit Oktober 2004 von ihm geschiedene Ehefrau und sein 1990 geborener Sohn leben in Thailand. Am 14. Januar 2007 zog A.________ von Thailand kommend nach V.________. Im Oktober 2007 reiste er nach Thailand, ohne sich in V.________ abzumelden. Am 11. Dezember 2008 kehrte er wieder nach V.________ zur�ck. Da er keine eigene Wohnung hatte und die Stadt V.________ �ber keine Notwohnung verf�gte, wurde er vom Sozialamt vor�bergehend in der Unterkunft B.________ in der Stadt W.________ einquartiert. Am 11. Februar 2009 stellte das Sozialamt V.________ dem Heimatkanton Schwyz eine Unterst�tzungsanzeige zu und zeigte einen Kostenersatzanspruch ab 11. Dezember 2008 an. A.________ musste die Unterkunft B.________ am 12. August 2009 wegen ungeb�hrlichen Verhaltens verlassen. In der Folge logierte er in einer Unterkunft f�r Obdachlose (Unterkunft C.________) in der Stadt W.________. Am 19. Dezember 2009 bezog er wiederum ein Zimmer in der Unterkunft B.________. Am 11. April 2011 wurde A.________ in der Stadt W.________ angemeldet, und er wurde ab Mai 2011 von den Sozialen Diensten der Stadt W.________ unterst�tzt. Am 18. September 2011 zog er erneut in die Unterkunft C.________. Seit Mai 2012 lebt A.________ im M�nnerheim D.________ in der Gemeinde X.________/SG.
A.b.�Am 17. Juni 2011 ersuchte das Amt f�r Gesundheit und Soziales des Kantons Schwyz das Amt f�r Soziales des Kantons St. Gallen um Richtigstellung der Unterst�tzungsanzeige vom 11. Februar 2009 mit der Begr�ndung, obwohl die Unterbringung in der Unterkunft B.________ anf�nglich als �bergangsl�sung gedacht gewesen sei, halte sich A.________ mittlerweile dauernd in der Stadt W.________ auf. Dagegen erhob der Kanton St. Gallen am 1. Juli 2011 unter Hinweis auf einen h�ngigen innerkantonalen Zust�ndigkeitsstreit zwischen den St�dten V.________ und W.________ vorsorglich Einsprache. Das Verwaltungsgericht St. Gallen kam am 13. November 2012 in jenem Verfahren zum Schluss, dass A.________ anfangs April 2011 keinen Unterst�tzungswohnsitz in der Stadt W.________ begr�ndet habe, weshalb die politische Gemeinde V.________ auch nach April 2011 unterst�tzungspflichtig sei. Dieser Entscheid blieb unangefochten. Der Kanton St. Gallen pr�zisierte daraufhin seine Einsprache am 14. Januar 2013 dahingehend, dass A.________ in diesem Kanton �ber keinen Unterst�tzungswohnsitz verf�ge, da er sich bisher durchwegs in Heimen aufgehalten habe. Das Departement des Innern des Kantons Schwyz wies die Einsprachen des Kantons St. Gallen vom 1. Juli 2011 und vom 14. Januar 2013 am 20. Januar 2014 ab und beschr�nkte die Kostenersatzpflicht des Kantons Schwyz bis 11. August 2011.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragt der Kanton St. Gallen, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben, und es sei festzustellen, dass A.________ im Kanton St. Gallen keinen Unterst�tzungswohnsitz begr�ndet habe. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit diese den Zeitpunkt der Begr�ndung des Unterst�tzungswohnsitzes festlege.
1.1.�Angefochten ist ein Endentscheid einer letzten kantonalen Instanz (Art. 86 Abs. 1 lit. d, Art. 90 BGG). Gest�tzt auf Art. 82 lit. a BGG beurteilt das Bundesgericht Beschwerden gegen Entscheide in Angelegenheiten des �ffentlichen Rechts. Der Beschwerdef�hrer r�gt eine unrichtige Anwendung des Bundesgesetzes vom 24. Juni 1977 �ber die Zust�ndigkeit f�r die Unterst�tzung Bed�rftiger (Zust�ndigkeitsgesetz, ZUG; SR 851.1). Das Zust�ndigkeitsgesetz ist �ffentliches Recht des Bundes im Sinne von Art. 82 lit. a und Art. 95 lit. a BGG. Das Bundesgerichtsgesetz enth�lt keinen Ausschlussgrund (vgl. Art. 83 BGG).
1.2.�Nach Art. 28 Abs. 1 ZUG kann ein beteiligter Kanton eine Richtigstellung verlangen, wenn ein Unterst�tzungsfall offensichtlich unrichtig geregelt oder beurteilt worden ist. Der Anspruch auf Richtigstellung besteht nur f�r Unterst�tzungsleistungen, die in den letzten f�nf Jahren vor dem Begehren ausgerichtet worden sind (Abs. 3). Anerkennt der angegangene Kanton die Richtigstellung nicht, muss er dagegen beim fordernden Kanton Einsprache erheben (Art. 33 Abs. 1 ZUG). Gegen eine allf�llige Abweisung der Einsprache kann bei der zust�ndigen richterlichen Beh�rde des Kantons Beschwerde gef�hrt werden (Art. 34 Abs. 2 ZUG). Der zur Erbringung finanzieller Leistungen verpflichtete Kanton kann gest�tzt auf Art. 89 Abs. 1 BGG Beschwerde ans Bundesgericht erheben (BGE 136 V 351 E. 2.3 S. 353; Urteil 8C_31/2013 vom 17. Juli 2013 E. 1.3, nicht publ. in: BGE 139 V 433).
1.3.�Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage der Richtigstellung der Unterst�tzungspflicht im Falle von A.________. Dabei geht es darum festzustellen, ob der Kanton St. Gallen anstelle des Kantons Schwyz f�r die entsprechenden Kosten aufzukommen hat.
1.4.�Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen.
Die Richtigstellung wird sinngem�ss als ein der Revision nachgebildetes Rechtsinstitut bezeichnet. Sie beschr�nkt sich indessen nicht auf die klassischen Revisionsgr�nde. Vielmehr kann ein Kanton die Richtigstellung verlangen, sobald er entdeckt, dass die bisherige Regelung des Falls, auf die sich die Kantone ausdr�cklich oder stillschweigend geeinigt hatten, auf einem Sachverhalt beruht, den sie irrt�mlich als richtig betrachteten. Aus Art. 28 ZUG l�sst sich jedoch nicht ein vorbehaltloser Anspruch auf Korrektur sachlich nicht voll befriedigender Unterhaltsregelungen ableiten, mit dem sich die Folgen einer vers�umten Rechtsmittelfrist jederzeit r�ckg�ngig machen lassen. Vielmehr folgt aus dem in dieser Bestimmung verwendeten Ausdruck "offensichtlich", dass qualifizierte Gr�nde f�r eine Richtigstellung sprechen m�ssen und es nicht ausreicht, wenn sich eine andere L�sung ebenfalls mit sachlichen Erw�gungen vertreten l�sst (Urteile 2A.714/2006 vom 10. Juli 2007 E. 2.1; 2A.504/1999 vom 9. M�rz 2000 E. 2). Die Beweislast f�r die Voraussetzungen der Richtigstellung tr�gt derjenige Kanton, der sie verlangt. Er hat auch die entsprechenden Nachweise zu erbringen (Urteil 2A.714/2006 E. 2.2).
3.1.�Die Unterst�tzung der Schweizer B�rger obliegt in erster Linie seinem Wohnkanton (Art. 12 Abs. 1 ZUG) und nur in Notf�llen oder, wenn es keinen Wohnkanton gibt, dem Aufenthaltskanton (Art. 12 Abs. 2 und Art. 13 ZUG). Ein Kanton wird zum Wohnkanton mit der Begr�ndung des Unterst�tzungswohnsitzes auf seinem Gebiet (Art. 4 Abs. 1 ZUG) und verliert diese Eigenschaft mit dem Wegzug des Unterst�tzungsbed�rftigen (Art. 9 Abs. 1 ZUG). Der Unterst�tzungswohnsitz entspricht nicht zwingend dem zivilrechtlichen Wohnsitz, er kn�pft aber wie dieser am Ort an, wo sich eine Person mit der Absicht dauernden Verbleibens aufh�lt (Art. 4 Abs. 1 ZUG und Art. 23 Abs. 1 ZGB). Die polizeiliche Anmeldung gilt als Wohnsitzbegr�ndung, wenn nicht nachgewiesen ist, dass der Aufenthalt schon fr�her oder erst sp�ter begonnen hat oder nur vor�bergehender Natur ist (Art. 4 Abs. 2, Art. 9 Abs. 2 ZUG). Weniger stark als im Zivilrecht kommt es auf den Willen des Betroffenen als auf die gesamten Lebensverh�ltnisse an.
3.2.�Art. 5 ZUG sieht vor, dass der Aufenthalt in einem Heim, einem Spital oder einer anderen Einrichtung und die beh�rdliche Unterbringung einer vollj�hrigen Person in Familienpflege keinen Unterst�tzungswohnsitz begr�ndet; der Eintritt eines solchen Sachverhaltes beendigt denn auch einen bestehenden Unterst�tzungswohnsitz nicht (Art. 9 Abs. 3 ZUG). Diese Regelung dient unter anderem dem Schutz der Standortkantone und soll dabei den Anreiz nach kantonsexterner Unterbringung unterst�tzungsbed�rftiger Personen verringern (BGE 138 V 23 E. 3.1.3 S. 25 mit Hinweisen). Die Regelung von Art. 5 und Art. 9 ZUG geht derjenigen von Art. 4 Abs. 2 ZUG grunds�tzlich vor. Der Unterst�tzungswohnsitz kann sich damit insbesondere bei Heiminsassen vom Ort der tats�chlichen Anwesenheit unterscheiden (8C_79/2010 vom 24. September 2010 E. 7.2 nicht publ. in BGE 136 V 346; erw�hntes Urteil 2A.714/2006 E. 3.2).
3.2.1.�Was "Heim", "Spital" oder "andere Einrichtung" im Sinne des Gesetzes ist, wird in Art. 5 und Art. 9 Abs. 3 ZUG nicht definiert. Daraus ergibt sich, dass die Anwendung von Art. 5 ZUG immer mit Bezug auf den zur Diskussion stehenden Sachverhalt zu pr�fen ist, um einer zeitgem�ssen Interpretation des Heimbegriffs gerecht zu werden. Als Beurteilungskriterium kommen etwa die Art und das Mass der angebotenen Dienstleistungen, der Grad der feststellbaren Fremdbestimmung sowie der Abh�ngigkeitsgrad der betroffenen Person in Frage (Urteil 2A.603/1999 vom 7. Juni 2000 E. 3a). Gem�ss Lehre sind die Begriffe aufgrund der erw�hnten Aufz�hlung, der Entstehungsgeschichte und Sinn und Zweck der Bestimmung zum Schutz der Standortkantone in einem sehr weiten Sinne zu verstehen, indem sie sich nicht nur auf Einrichtungen beziehen, die nach dem t�glichen Sprachgebrauch so bezeichnet werden, sondern alle m�glichen Versorgungseinrichtungen umfassen, in denen erwachsene Personen zur pers�nlichen Betreuung oder Pflege, zur �rztlichen oder therapeutischen Behandlung, zur Ausbildung oder Rehabilitation untergebracht werden oder freiwillig eintreten. Es geht somit um Institutionen, die erwachsene Personen aus einem bestimmten Grund oder zu einem bestimmten Zweck aufnehmen ( WERNER THOMET, Kommentar zum Bundesgesetz �ber die Zust�ndigkeit f�r die Unterst�tzung Bed�rftiger [ZUG], 2. Aufl. 1994, Rz. 110).
3.2.2.�Als Heime im Sinne von Art. 5 ZUG gelten zum Beispiel: Alters- und Pflegeheime, Blindenheime, B�rgerheime, Frauen- oder M�nnerheime, Aufnahme- oder Wohnheime aller Art, Unterk�nfte f�r Obdachlose, Formen des begleiteten Wohnens, Kur- und Erholungsheime, therapeutische Wohngemeinschaften f�r psychisch Kranke und/oder Suchtkranke. Keine Heime sind so genannte Alterssiedlungen oder Seniorenresidenzen, deren Bewohner nicht Pension�re oder Pfleglinge, sondern Wohnungsmieter sind und einen eigenen Haushalt f�hren, auch wenn der Vermieter ihnen noch gewisse Dienstleistungen, wie eine Gastst�tte oder Pflege- und Reinigungspersonal zur Verf�gung h�lt oder sie sich sogar verpflichten m�ssen, t�glich eine Mahlzeit in der Betriebsst�tte einzunehmen. Ebenfalls keine Heime sind die Wohngemeinschaften von Senioren oder von jungen Leuten, die gemeinsam eine Wohnung oder ein Haus mieten und darin haushalten ( THOMET, a.a.O., Rz. 111).
3.3.�Dem Unterst�tzungswohnsitz gem�ss Art. 4 ZUG liegt begriffsimmanent eine r�umliche und pers�nliche Beziehung einer Person zu einer bestimmten Gemeinde zugrunde; dass das Gesetz, seinem Zweck entsprechend, dem Wortlaut nach an den Kanton bzw. Wohnkanton ankn�pft, vermag daran nichts zu �ndern. Dementsprechend verliert eine Person ihren bisherigen Unterst�tzungswohnsitz nicht nur, wenn sie aus dem Wohnkanton wegzieht (Art. 9 Abs. 1 ZUG), sondern auch dann, wenn sie aus dem Ort wegzieht, zu dem sie bis dahin die wohnsitzbegr�ndenden r�umlichen und pers�nlichen Beziehungen hatte. Solange die betreffende Person weder in einem anderen Kanton noch im bisherigen Wohnkanton einen neuen Wohnsitz begr�ndet, besitzt sie in der Regel keinen Unterst�tzungswohnsitz mehr. Im Gegensatz zum zivilrechtlichen Wohnsitz (vgl. Art. 24 Abs. 1 ZGB) bleibt der einmal begr�ndete Unterst�tzungswohnsitz nicht bis zum Erwerb eines neuen bestehen; er endet vielmehr mit dem Wegzug (Art. 9 Abs. 1 ZUG; Urteile 8C_223/2010 vom 5. Juli 2010 E. 4.1; 2A.420/1999 vom 2. Mai 2010 E. 4b).
3.4.�F�r die Ermittlung der subjektiven Absicht des dauernden Verbleibens sind alle Elemente der �usserlichen Gestaltung der Lebensverh�ltnisse zu ber�cksichtigen. Weder an die Absicht noch an die Dauer des Verbleibens d�rfen zu strenge Anforderungen gestellt werden. Bei unsteten Personen bildet bereits der l�nger andauernde Aufenthalt an einem Ort ein Indiz f�r die Wohnsitzbegr�ndung. Das Fehlen gefestigter sozialer und �konomischer Beziehungen ist insbesondere bei suchtkranken Personen typisch und kann f�r sich allein nicht ausschlaggebend sein. Andernfalls k�nnten solche Personen kaum je einen Unterst�tzungswohnsitz begr�nden (Urteil 8C_79/2010 E. 7.3, nicht publ. in BGE 136 V 346). Dass eine Person auf Dauer keinen Unterst�tzungswohnsitz hat, ist nach der Konzeption des Zust�ndigkeitsgesetzes zwar grunds�tzlich m�glich, darf aber nicht leichthin angenommen werden. Dies w�rde nicht nur dem Sinn und Zweck der F�rsorgegesetzgebung, sondern auch den richtig verstandenen Interessen der bed�rftigen Person und der betroffenen Gemeinwesen widersprechen. Es h�tte zudem zur Folge, dass dem Heimatkanton eine zeitlich unbefristete Ersatzpflicht gegen�ber dem Aufenthaltskanton obl�ge. Auch das liefe dem mit der Gesetzesrevision von 1990 angestrebten Ziel, im F�rsorgewesen zum Wohnsitzprinzip �berzugehen, zuwider. Dieses Ziel gebietet und rechtfertigt vielmehr, die Tatbest�nde der Ersatzpflicht des Heimatkantons (vgl. Art. 15 bis 17 ZUG) einschr�nkend auszulegen; den R�ckerstattungsanspruch des Wohnkantons etwa hat der Gesetzgeber selber auf zwei Jahre befristet (Art. 16 ZUG; erw�hntes Urteil 8C_223/2010 E. 4.1 mit Hinweis; zu den ge�nderten, auf 8. April 2017 in Kraft tretenden Bestimmungen des ZUG, nach welchen die R�ckerstattungspflicht des Heimatkantons abgeschafft wird, vgl. den Hinweis in BGE 139 V 433 E. 3.2.1 S. 435).
4.1.�Die Vorinstanz geht davon aus, dass A.________ laut Unterst�tzungsanzeige der Gemeinde V.________ vom 6. Februar 2007 am 14. Januar 2007 von Thailand nach V.________ zog. Im Oktober desselben Jahres reiste er, ohne sich in V.________ abzumelden, nach Thailand zur�ck. Von dort kehrte er am 11. Dezember 2008 nach V.________ zur�ck. Seither lebt er ununterbrochen im Kanton St. Gallen. Weiter hat die Vorinstanz erwogen, nach seiner R�ckkehr sei A.________ von den zust�ndigen Organen der Stadt V.________ nicht deshalb der Unterkunft B.________ in der Stadt W.________ zugewiesen worden, weil sein Gesundheitszustand eine Unterbringung in einem Heim erfordert h�tte, sondern weil er keine Wohnung hatte und das Sozialamt V.________ �ber keine Notwohnung verf�gte. Diese Unterbringung sei ausdr�cklich als vor�bergehend bezeichnet worden. Gem�ss Schreiben des Heimleiters vom 21. Juli 2009 habe A.________ eine Wohnung in V.________ suchen wollen. Die Vorinstanz ber�cksichtigte weiter, dass das Sozialamt V.________ A.________ ab dem 1. September 2009 f�r das Mittagessen in der Gassenk�che anmeldete und dabei V.________ als Wohn- oder Aufenthaltsgemeinde bezeichnete. Sie kam zum Schluss, dass A.________ seinen Lebensmittelpunkt in V.________ hatte, wohin er in Krisenzeiten jeweils zur�ckgekehrte und seinen Wohnsitz begr�nden wollte. Der polizeilichen Anmeldung in der Stadt W.________ kommt laut kantonalem Gericht daher keine massgebende Bedeutung zu.
4.2.�Der Kanton St. Gallen stellt sich demgegen�ber auf den Standpunkt, mit der Ausreise von A.________ nach Thailand im Dezember 2007 habe der Unterst�tzungswohnsitz in V.________ geendet. Seine Wohnung in V.________ habe dieser damals aufgegeben. Seine Beziehung zu Thailand, wo seine von ihm geschiedene Frau und sein Sohn lebten, sei enger als jene zu V.________. Nach der R�ckkehr nach V.________ am 11. Dezember 2008 sei A.________ von der Polizei in alkoholisiertem Zustand zum Sozialamt gebracht worden. Mit der Unterkunft B.________ habe vor�bergehend eine Unterkunft gefunden werden k�nnen. Schon bald habe sich indessen gezeigt, dass A.________ wegen seiner Suchterkrankung Betreuung im Wohnbereich ben�tige. Seine pers�nliche Problematik habe ihm keine Wohnsitznahme erm�glicht und damit die Kostenersatzpflicht des Heimatkantons Schwyz nicht auf zwei Jahre begrenzt.
4.3.1.�Bei A.________ handelt es sich um eine Person, welche kaum �ber gefestigte Beziehungen verf�gt. Von seiner in Thailand lebenden Ehefrau ist er geschieden und in der Schweiz verf�gt er offensichtlich �ber keine sozialen und �konomischen Strukturen. Bei Problemen wandte er sich jeweils an Mitarbeiter des Sozialamtes. Aufgrund dieser Umst�nde d�rfen mit Blick auf die Rechtsprechung, wonach das Fehlen eines Unterst�tzungswohnsitzes nach der Konzeption des Zust�ndigkeitsgesetzes nicht leichthin angenommen werden darf und bei unsteten Personen den besonderen Lebensverh�ltnissen Rechnung zu tragen ist (E. 3.4 hievor), an die Wohnsitzbegr�ndung von A.________ keine strengen Anforderungen gestellt werden. Aufgrund der Akten deutet nichts darauf hin, dass dieser nach seiner R�ckkehr aus Thailand nicht in der Lage gewesen w�re, selbstst�ndig zu wohnen. F�r eine Anmeldung bei der Invalidenversicherung bestand laut behandelndem Arzt im Januar 2009 kein Anlass, und es wurden damals auch keine vormundschaftlichen Massnahmen in Erw�gung gezogen. Da A.________ in V.________ �ber keine Wohnung verf�gte, blieb ihm nichts anderes �brig, als die ihm angebotene Unterkunft B.________ in der Stadt W.________ zu beziehen. Der Wahl dieser Unterkunft haftet somit insofern etwas Zuf�lliges an. Es ist anzunehmen, dass der Aufenthalt in der Herberge nicht �ber einen reinen Wohnzweck hinausging. Da diese Unterbringung lediglich als vor�bergehende L�sung gedacht war, wurde A.________ vom dortigen Heimleiter aufgefordert, sich um eine anderweitige Wohnm�glichkeit zu bem�hen. Laut Unterst�tzungsanzeige vom 11. Februar 2009 hatte er die Absicht, im Raum St. Gallen eine Wohnung zu suchen. Obwohl er Schritte in diese Richtung unternahm, blieb die Suche erfolglos. Damit einhergehend akzentuierte sich auch die Alkoholproblematik mit der Folge, dass er das Zimmer schliesslich am 12. August 2009 verlassen und in St. Gallen eine Unterkunft f�r Obdachlose (Unterkunft C.________) beziehen musste. F�r das Mittagessen meldete ihn das Sozialamt V.________ bei der Gassenk�che an. Da er nach wie vor keine eigene Wohnung mieten konnte, kehrte A.________ am 19. Dezember 2009 wieder in ein Zimmer in der Unterkunft B.________ zur�ck. Die polizeiliche Anmeldung in der Stadt W.________ vom 11. April 2011 erfolgte auf Veranlassung der Gemeinde V.________, nachdem sich seit Beginn des Jahres die Anordnung vormundschaftlicher Massnahmen abzeichnete.
4.3.2.�Als A.________ nach einem vor�bergehenden Aufenthalt in Thailand nach V.________ zur�ckkehrte, h�tte ihn das dortige Sozialamt bei der Wohnungssuche unterst�tzen (Art. 8 Abs. 1 lit. b des Sozialhilfegesetzes des Kantons St. Gallen vom 27. September 1998 (SHG; sGS 381.1) und ihm damit eine Wohnsitzbegr�ndung erm�glichen m�ssen, um den Heimatkanton nicht �berm�ssig zu belasten. Zumindest bis Mitte 2009 w�re dies noch m�glich gewesen.
4.4.�Eine Gesamtw�rdigung aller erheblichen Umst�nde ergibt, dass A.________ das Zentrum seiner Lebensverh�ltnisse in V.________ und damit seinen Unterst�tzungswohnsitz im Sinne von Art. 4 ZUG im Kanton St. Gallen hatte. Der Eintritt ins M�nnerheim D.________ in der Gemeinde X.________/SG hat diesen Unterst�tzungswohnsitz nicht beendet (Art. 9 Abs. 3 ZUG).
Laut Entscheid des Departements des Innern vom 20. Januar 2014 endet die Kostenersatzpflicht des Kantons Schwyz am 11. August 2011. Dieser Zeitpunkt wurde in der Folge nicht beanstandet, weshalb es dabei sein Bewenden hat. Eine R�ckweisung der Sache zwecks Feststellung des Zeitpunktes der Begr�ndung des Unterst�tzungswohnsitzes kann daher unterbleiben. Dies kann auch mit Blick auf Art. 16 ZUG gelten. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
Das Verfahren ist kostenpflichtig. Der unterliegende Kanton St. Gallen hat die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG), da es um sein Verm�gensinteresse geht und er sich folglich nicht auf Art. 66 Abs. 4 BGG berufen kann (erw�hntes Urteil 8C_223/2010 E. 5). Hingegen hat der Kanton Schwyz keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung, da er in seinem amtlichen Wirkungskreis t�tig war (Art. 68 Abs. 3 BGG).