Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Sachsen&Datum=25.08.2015&Aktenzeichen=4%20A%2046%2F14
Timestamp: 2019-04-24 03:12:40
Document Index: 210081059

Matched Legal Cases: ['Art. 100', '§ 111', '§ 4', '§ 12', '§ 55', '§ 48', '§ 55', '§ 112', '§ 112', 'Art. 100', '§ 111', '§ 55', '§ 48', '§ 55', '§ 48']

OVG Sachsen, 25.08.2015 - 4 A 46/14 - dejure.org
OVG Sachsen, 25.08.2015 - 4 A 46/14
SächsVerf Art. 100 SäHO § 111 SächsIHKG § 4 Abs. 3 InsO § 12 HGrG § 55 HGrG § 48
Prüfungsanordnung des Rechnungshofs; Industrie- und Handelskammer; Prüfungsausschluss; Bestätigung des gesetzgeberischen Willens; vorkonstitutionelles Recht; Verwerfungskompetenz des Fachgerichts; Verhältnismäßigkeit
Klage gegen eine Prüfungsanordnung des Sächsischen Rechnungshofs; Prüfungskompetenz in Bezug auf alle finanzrelevanten Vorgänge im Land; Prüfung der Haushalts- und Wirtschaftsführung der sächsischen Industrie- und Handelskammern
Sächsischer Rechnungshof darf IHK Leipzig prüfen
VerfGH Sachsen, 26.04.2013 - 98-III-12
BVerwG, 15.01.2016 - 10 B 35.15
vgl. zur gegensätzlichen, nicht näher begründeten Ansicht, wonach unter einer Garantieverpflichtung im Sinne des § 55 Abs. 1 HGrG bzw. § 112 Abs. 1 Satz 1 BHO eine unter bestimmten Voraussetzungen fällige Zuschussverpflichtung zu verstehen ist: Sächs. OVG, Urteil vom 25. August 2015 - 4 A 46/14 -, juris, Rn. 47; VG Weimar, Urteil vom 1. November 2016 - 8 K 523/16 We -, juris, Rn. 18; Eibelshäuser/Wallis, in: Engels/Eibelshäuser (Hrsg.), Kommentar zum Haushaltsrecht, Loseblattsammlung, § 112 BHO, Rn. 5, Stand: 28. Erg.-Lfg.
OVG Sachsen, 18.12.2017 - 5 A 149/16
Landesmedienanstalt; Rechtsaufsicht; Haushaltsaufsicht
Zu berücksichtigen ist insoweit auch, dass nach Art. 100 Abs. 1 Satz 1 SächsVerf und § 111 Abs. 1 SäHO der Rechnungshof auch die Haushalts- und Wirtschaftsführung der landesunmittelbaren juristischen Personen des öffentlichen Rechts prüft (vgl. SächsOVG, Urt. vom 25. August 2015 - 4 A 46/14 -, juris Rn. 41, wonach die verfassungsunmittelbare Prüfbefugnis auch landesunmittelbare juristische Personen des öffentlichen Rechts umfasst).
Die eigenständige Bedeutung des § 55 Abs. 1 HGrG liegt vor allem darin, dass diese Vorschrift weder den Vorbehalt einer anderweitigen gesetzlichen Regelung - wie u.a. in § 48 Abs. 1 HGrG - noch eine Freistellungsmöglichkeit durch die Exekutive enthält und somit einen Prüfungsverzicht nicht zulässt (OVG Bautzen, Urteil vom 25. August 2015 - 4 A 46/14, a.a.O., Rn. 47 m.w.N.).
Die eigenständige Bedeutung des § 55 Abs. 1 HGrG liegt vor allem darin, dass diese Vorschrift weder den Vorbehalt einer anderweitigen gesetzlichen Regelung - wie u. a. in § 48 Abs. 1 HGrG - noch eine Freistellungsmöglichkeit durch die Exekutive enthält und somit einen Prüfungsverzicht nicht zulässt (OVG Bautzen, Urteil vom 25. August 2015 - 4 A 46/14, a. a. O., Rn. 47 m. w. N.).