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Timestamp: 2016-10-28 00:40:50
Document Index: 186718999

Matched Legal Cases: ['Art. 59', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 28', 'Art. 66', 'Art. 64', 'BGE', 'Art. 64']

9C_264/2011 (24.08.2011)
9C_264/2011
dass M.________ sich im Juni 2006 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug anmeldete und ihm die IV-Stelle Zug nach Abkl�rungen und Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens mit Verf�gung vom 18. Januar 2010 eine vom 1. Januar bis 30. November 2007 befristete ganze Invalidenrente zusprach, hingegen einen weiteren Anspruch bei einem Invalidit�tsgrad von 27 % verneinte,
dass das Verwaltungsgericht des Kantons Zug die Beschwerde des M.________ mit Entscheid vom 27. Januar 2011 abwies,
dass M.________ Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und beantragen l�sst, unter Aufhebung des Entscheids vom 27. Januar 2011 sei die IV-Stelle zu verpflichten, ihm auch �ber den 30. November 2007 hinaus eine Rente auf der Basis von 100 % zuzusprechen, eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen, ferner sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gew�hren,
dass die Vorinstanz gest�tzt auf das Gutachten der MEDAS vom 15. September 2008 eine ab 27. August 2007 um maximal 10 % eingeschr�nkte Arbeitsf�higkeit in einer dem R�ckenleiden angepassten T�tigkeit festgestellt hat,
dass durch Medizinische Abkl�rungsstellen (MEDAS; vgl. Art. 59 Abs. 3 IVG) erstellte Gutachten grunds�tzlich den Anforderungen an Unabh�ngigkeit, Verfahrensfairness und Waffengleichheit gen�gen (BGE 9C_243/2010 vom 28. Juni 2011 E. 2.1-2.3; 136 V 376 E. 4 S. 377 ff.), weiter die Zugeh�rigkeit des MEDAS-Leiters zu einer bestimmten Glaubensgemeinschaft nicht auf dessen Voreingenommenheit schliessen l�sst (Urteil 8C_327/2009 vom 12. Juni 2009 E. 2.1) und ausserdem weder aus dem Urteil 8C_644/2010 vom 17. Dezember 2010 noch dem Kreisschreiben �ber das Verfahren in der Invalidenversicherung (KSVI; Rz. 2075.1) ein Anspruch auf Begutachtung durch eine bestimmte MEDAS hervorgeht,
dass sich die MEDAS-Experten mit abweichenden �rztlichen Auffassungen nachvollziehbar auseinandersetzten und auch das psychiatrische Teilgutachten, selbst wenn die Diagnose der Panikst�rung nicht zutr�fe, in Bezug auf Anamnese, Befunderhebung und Folgerung betreffend Arbeitsf�higkeit einleuchtet, weshalb das interdisziplin�re MEDAS-Gutachten den materiellen Anforderungen an die Beweiskraft (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) gen�gt,
dass daran nichts �ndert, dass der - entsprechend qualifizierte - rheumatologische Gutachter nachtr�glich ein internistisches Teilgutachten erstellte, durfte und sollte doch dessen gesamter fach�rztlicher Sachverstand bereits in die interdisziplin�re Beurteilung einfliessen, und dass der vom Versicherten beauftragte Dr. med. S.________, Facharzt f�r physikalische Medizin und Rehabilitation, die Arbeitsf�higkeitssch�tzung kritisierte, zumal dies u.a. auf internistischen und psychiatrischen Aspekten beruhte (vgl. BGE 125 V 351 E. 3c S. 354),
dass das kantonale Gericht eine �ffentliche Verhandlung durchgef�hrt und dabei den Parteien Gelegenheit zum Vortrag gegeben hat und der vorinstanzliche Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweismittel (Partei- und Zeugenbefragung, Obergutachten) in pflichtgem�sser antizipierender Beweisw�rdigung (vgl. BGE 131 I 153 E. 3 S. 157; 122 V 157 E. 1d S. 162) erfolgt ist, was keine Verletzung von Verfahrensgarantien nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK oder Art. 29 BV darstellt,
dass daher die vorinstanzliche Beweisw�rdigung und Sachverhaltsfeststellung betreffend die Arbeitsf�higkeit (vgl. BGE 132 V 393 E. 3.2 und 3.3 S. 397 ff.; SVR 2009 IV Nr. 53 S. 164, 9C_204/2009 E. 4.1, nicht publ. in: BGE 135 V 254; Urteil 9C_81/2011 vom 28. M�rz 2011 E. 3.2) nicht auf einer Rechtsverletzung beruhen oder offensichtlich unrichtig sind, weshalb sie f�r das Bundesgericht verbindlich sind (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG),
dass das Finden einer zumutbaren Stelle - grunds�tzlich in jedem Wirtschaftszweig - nicht zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil 9C_723/2010 vom 25. November 2010 E. 2.5 mit Hinweisen), weshalb die Vorinstanz f�r die Bestimmung des Invalideneinkommens zu Recht auf den Totalwert der Tabelle TA1 der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2006 abgestellt hat,
dass das kantonale Gericht vom Tabellenlohn einen Abzug von 10 % (vgl. BGE 129 V 472 E. 4.3.2 S. 481; 126 V 75 E. 5 S. 78 ff.) vorgenommen hat, was nicht als rechtsfehlerhaft bezeichnet werden kann (vgl. zur Kognition des Bundesgerichts BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399 in fine),
dass die Vorinstanz die Invalidit�tsbemessung zu Recht - unter Ber�cksichtigung der Nominallohnentwicklung seit 2006 - f�r das Jahr 2007 vorgenommen (BGE 128 V 174 E. 4a S. 175; 129 V 222 E. 4.2 S. 223 f.) und daher auch das Valideneinkommen f�r das Bundesgericht verbindlich (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG) festgesetzt hat,
dass die Invalidit�tsbemessung im �brigen nicht angefochten wird und bei einem resultierenden Invalidit�tsgrad von 31 % kein Rentenanspruch besteht (Art. 28 IVG),
dass die Beschwerde unbegr�ndet ist und der Beschwerdef�hrer entsprechend dem Verfahrensausgang grunds�tzlich die Gerichtskosten zu tragen hat (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass jedoch seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege entsprochen werden kann (Art. 64 BGG; BGE 125 V 201 E. 4a S. 202), er indessen ausdr�cklich auf Art. 64 Abs. 4 BGG hingewiesen wird, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten hat, wenn sie sp�ter dazu in der Lage ist,
Rechtsanwalt Philip Stolkin wird als unentgeltlicher Anwalt des Beschwerdef�hrers bestellt, und es wird ihm f�r das bundesgerichtliche Verfahren aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2'800.- ausgerichtet.