Source: http://www.parmentier.de/steuer/lohnst2011.htm
Timestamp: 2018-01-23 22:09:42
Document Index: 211794689

Matched Legal Cases: ['§39', '§39', '§ 24', '§ 19', '§ 163', '§ 9', '§ 24']

Lohnsteuerberechnung 2011 mit Anzeige des Berechnungsweges
Programm zur Berechnung der Lohnsteuer 2011. Erhöhten Werbungskosten/Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 80 € (auf Jahresbasis) bzw. 1880 € (auf Monatsbais) in das Feld (Jahres)Lohnsteuerfreibetrag (gegebenenfalls zusätzlich) eintragen. Dieses Lohnsteuer-Berechnungsprogramm in JavaScript ermittelt den verbleibenden Netto- aus dem Bruttolohn nach Abzug der Sozialabgaben. Die einzelnen notwendigen Schritte zur Berechnung der Lohnsteuer lassen sich in einem eigenen Fenster anzeigen. Das Programm berücksichtigt den Altersfreibetrag und Versorgungsbezüge (mit Sterbegeld). Neu: Berücksichtigung von steuerfreien Einnahmen mit Progressionsvorbehalt(z.B. Elterngeld, Arbeitslosengeld I, Krankengeld usw.)
Letzte Programmänderung: 27.10.2011 Lohnsteuer-Richtlinien 2011 für frühere Jahre: Lohnsteuerprogramm 2005-2010
Lohnsteuerberechnung 20102011 Nettolohn 2010-2011
Erhöhung des Arbeitnehmer-Pauschbetrags 2011 auf 1.000 € (Bundesrat 23.9.2011) berücksichtigen
geboren vor 1941194119421943194419451946nach 1946
Erstbezugsjahr: vor 2006200620072008200920102011 Sonderzahlung im Erstbezugsjahr €
Gesetzliche Grundlagen der Lohnbesteuerung 2010/2011 ist §39b EStG.
Berücksichtigt wird das Konjunkturpaket II (neue Steuertarife ab 2010), das (am 19.6.2009 verabschiedete) Bürgerentlastungsgesetz (Berechnung der Vorsorgepauschale): volle Anrechnung des Pflege- und Krankenversicherungsbeitrags (mit 7,9% für 2011) - auch bei Steurklasse V und VI (bei VI nur bei Krankenversicherungspflichtigen) - ebenso auch mit Berücksichtigung des Rentenbeitrags (Bemessungsgrenzen Ost/West berücksichtigt). Bei Versorgungsbezügen wird der volle Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag berücksichtigt. Dagegen wird (geänderter §39b EStG) keine Günstigerprüfung mehr durchgeführt.
Ein Altersentlastungsbetrag (§ 24a) wird bei über 64jährigen zu einem bestimmten Prozentsatz und Höchstbetrag (2011: 30,4 %, 1.444 €) gewährt. Von Bezügen und Vorteilen aus früheren Dienstleistungen (Versorgungsbezüge, § 19 EStG) wird ebenso bis zu einem Höchstbetrag nur ein Teil besteuert (2011: 30,4%, 2.280 €)
Vorsorgepauschale 2011: Die Jahrespauschale bei rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmern setzt sich zusammen aus
12% (max. 1.900 €) aber mind. gesetzlicher Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag von 7,9% + PV% des Arbeitslohns und
22% des (bei Versorgungsbezügen fiktiven) Renteversicherungsbeitrages
Prozentsätze 2010 2011
Rentenversicherung 19.9%
Pflegeversicherung 1.95%
Bemessungsgrenzen 2010 2011
(O) 57.600 EUR
Krankenversicherung 45.000 EUR 44.550 EUR
Zur Berechnung wird die Hälfte des jeweiligen Beitragssatzes mit dem Bruttolohn + evtl. Einmalzahlung multipliziert (Beispiel: Rentenversicherungsprozentsatz 19,5%, Brutto: 2000 €, somit 2000 x 9,75% = 195 €. Berücksichtigen muss das Programm aber zusätzlich die jeweiligen Bemessungsgrenzen, die bei der Rentenversicherung 2011 in Westdeutschland 66.000 € im Jahr beträgt (entsprechend 66.000/12 = 5.500 €/Monat). Verdient man mehr als die Bemessungsgrenzen, werden nur diese zur Berechnung herangezogen, bei der Rentenversicherung (West) z.B. also 5.500 x 9,95% = 547,25/Monat. Da das Programm auch die vor dem aktuellen Monat erhaltenen Einmalzahlungen berücksichtigen muss, ermittelt das Programm deshalb zum einen den für den Jahreslohn "verbrauchten" Anteil und subtrahiert diesen von der jeweiligen Bemessungsgrenze. Diese Differenz ist dann Bezugsgrösse für die Einmalzahlungen. Ist die Summe des Jahresbruttolohns + schon verrechnete Einmalzahlungen höher als die Bemessungsgrenze, wird die aktuelle Einmalzahlung nicht mehr zur Berechnung herangezogen. Andererseits wird sie voll berücksichtigt, wenn die ermittelte Differenz grösser ist und keine früheren Einmalzahlungen zu berücksichtigen sind, bzw. nicht voll, wenn dies nicht der Fall ist. Dazu wird aus Vereinfachungsgründen bei Einmalzahlungen von einer Dezemberzahlung ausgegangen (volle Bemessungsgrundlage).
Auch 2011 gibt es einen Krankenkassen-Einheitstarif, der von der Bundesregierung auf 15,5% festgelegt wurde (ermäßigter Satz: 14,9%), jeweils incl. Zusatzbeitrag von 0,9%. Wenn Kassen einen höheren Finanzbedarf haben, können Sie vom Arbeitnehmer einen weiteren (neben dem schon seit 2005 bestehenden von 0,9%) Zusatzbeitrag von bis zu 2 % des sozialversicherungspflichtigen Entgeltes verlangen (bzw. bis 8 € unabhängig davon). Dies haben sich 2010 nur wenige Kasse gewagt aus Angst vor Mitgliederabwanderung.
Bis 400 € bleibt Arbeitslohn steuer- und sozialabgabenfrei. Der Arbeitgeber zahlt eine Abgabenpauschale von 30%).
Für Arbeitsentgelte, die oberhalb der Geringfügigkeitsgrenze von monatlich 400 € liegen, gibt es zwischen 400,01 und 800 € eine "Gleitzone". Um die Abgaben dafür zu ermitteln, müssen zunächst die beitragspflichtigen Einnahmen mit folgender Formel ermittelt werden: F x 400 + (2-F) x (AE-400) (F = Faktor / AE = Arbeitsentgelt) (siehe § 163 Abs. 10 SGB VI). Bei einem Faktor von 0,7435 in 2011 läßt sich dieser dann herausrechnen und die Formel vereinfachen zu: beitragspflichtige Einnahmen = 1,2565 * AE - 205,20.
Im Jahr 2011 errechnet sich der Faktor F wie folgt:
Faktor daher: 30 v.H. : 40,35 v.H. = 0,7435
beitragspflichtige Einnahme = tatsächliches Arbeitsentgelt x 0,7435 (2011)
Bei 2 Arbeitsverhältnissen mit Löhnen von insgesamt unter 800 €, d.h. von 2 unter 400 € bzw. einem von unter 400 und einem weiteren zwischen 400-800 €, vertritt Denzler die Meinung, dass zur Berechnung der (vergünstigten) Sozialversicherung beide Löhne addiert werden müssen. Da es sich bei einer der Beschäftigungen immer um einen Minijob handeln muss (sonst liegt der Gesamtbezug in jedem Fall über 800 €), ist es sicher aber günstiger das unter 400 € Arbeitsverhältnis als MiniJob anzumelden (Arbeitgeber allein zahlt 30%) und das 2. Beschäftigungsverhälnis (auch wenn es unter 400 € liegt) mit der ersten Lohnsteuerkarte anzumelden, was dann auch keine Steuerbelastung ergibt und zusätzlich die vergünstigten Sozialbeiträge beim Arbeitnehmer (bei Bezügen über 400 €) bzw. in der Summe weniger trotz voller Sozialversicherung für den 2. Bezug unter 400 € . Auch ist eine Kommunikation zwischen den Arbeitgebern nicht notwendig.
Wenn in den Sonstigen Bezügen (keine Bezüge für mehrere Jahre) ein Sterbegeld bzw. Kapitalauszahlung enthalten ist, das/die im Zusammenhang mit den Versorgungsbezügen steht, kann dies nur auf Jahresbasis eingegeben und berücksichtigt werden. Bei Sterbegeld-/Kapitalauszahlungen werden auch bei weniger als 12 Monaten Laufzeit im aktuellen Jahr immer der volle Höchstbetrag des Versorgungsfreibetrages und des Zuschlages zum Versorgungsfreibetrages berücksichtigt.
Durch das AltEinkG wurde auch noch im § 9a EStG ein zusätzlicher Werbekosten-Pauschbetrag von 102 € eingeführt (StKl 1-5), der bei Versorgungsbezügen ab 2005 gewährt wird. Werden nur Versorgungsbezüge versteuert, werden nur diese 102 € berücksichtigt (Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 920 (2011: 1.000) € entfällt dann).
Krankenkassenbeitragspflich: Versorgungsbezüge (z. B. Betriebsrenten), sind seit 2004 voll Kranken- und Pflegeversicherungspflichtig. Für die Beitragspflicht von Versorgungsbezügen in Form von Kapitalauszahlungen gilt jedoch ein unterer Grenzwert: Krankenversicherungsbeiträge sind nur zu entrichten, wenn diese Auszahlung z.B. im Jahr 2010 oder 2011 monatlich 127,75 € übersteigen (1/20 der Bezugsgröße = 2.555/Monat in 2010/11). Das Programm berücksichtigt dies.
Dieser betrug 2005 40% des Lohns aber max. 1900 €. Durch das Alterseinkünftegesetz (AltEinkG) vom Juli 2004 wurde dieser Freibetrag ab 2005 jedes Jahr (siehe § 24 a EStG) kontinuierlich gekürzt (2011: 30,4% und max. 1.444 €) bis 2040 dieser Freibetrag ganz entfällt.
Lohnempfänger in Ostdeutschland haben eine niedrigere Bemessungsgrenze bei der Renten- und Arbeitslosenversicherung, zahlen dafür also einen geringeren Höchstsatz (2011: 57.600 € * 0.0995 = 5.731,20 € Rentenversicherung jährlich, bzw. 477,60 € monatlich)
Die hellen Sachsen wollten den Buß- und Bettag als Feiertag behalten und zahlen auch 2011 dafür 0,475 % mehr in die Pflegeversicherung ein (der Anteil des Arbeitgebers erniedrigt sich um den gleichen Betrag).
Berücksichtigung des erhöhten
Arbeitnehmerpauschbetrags schliessen
Der Bundesrat hat am 23.9.2011 dem Steuervereinfachungsgesetzt zugestimmt. Es sieht u. a. eine Erhöhung des Arbeitnehmer-Pauschbetrages (Werbungskostenpauschale) von 920 auf 1000 € rückwirkend für das Jahr 2011 vor. Da der gesamte erhöhte Pauschbetrag erst bei der Gehaltsauszahlung Dezember berücksichtigt werden soll, hat das BMF am 23.9.2011 einen Programmablaufplan für den Lohnabzug im Dezember veröffentlicht. Um den gesamten zusätzlichen Pauschbetrag von 80 € in einem Monat zu berücksichtigen, wird danach zum bisherigen Pauschbetrag von 920.-€ noch 80 x 12 = 960 € dazu addiert und das ganze als steuerlicher Ausgleichsbetrag tituliert. Dadurch ergibt sich (auf Grund des progressiven Tarifverlaufs) aber nur eine angenäherte Berücksichtigung. Eine Tabelle, die aufzeigt, welche Abweichungen sich so zwischen Berücksichtigung beim Jahreslohn zu dem beim Monatslohn ergeben (abhängig von Steuerklasse und Lohn), läßt sich als EXCEL-Tabelle aufrufen.
Um bei diesem Lohnsteuerprogrammen den erhöhten Pauschbetrag zu berücksichtigen, dient auf Jahresbasis die gerade angeklickte Checkbox. Man kann die zusätzlichen 80 € aber auch dadurch berücksichtigen (bei nicht aktivierter Checkbox), dass man diesen Betrag als (Jahres)Lohnsteuer-freibetrag eingibt (dies gilt für alle Lohnsteuerprogramme, bei denen die Eingabe eines Jahresfreibetrags vorgesehen ist). Zur Einmalberücksich-tigung des Pauschbetrags im Dezember müssen entsprechend nach PAP statt 80 € dann 12 x 80 = 960 € als Jahresfreibetrag (ggfls. zusätzlich zum Freibetrag auf der LStKarte) angegeben werden. Auch in diesem Fall die Checkbox dann nicht aktivieren.