Source: https://www.zbb-online.com/heft-3-2017/zbb-2017-191-6-zum-widerruf-eines-verbraucherdarlehensvertrags/
Timestamp: 2017-08-21 04:28:02
Document Index: 129680528

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 51', '§ 355', '§ 51', '§ 256', '§ 355', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 355']

Zum Widerruf eines Verbraucherdarlehensvertrags (BGH, Urt. v. 14.03.2017 – XI ZR 442/16) – ZBB 2017, 191
ZBB 2017, 191
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 2199-1715 Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft ZBB 2017 RechtsprechungBundesgerichtshofZPO §§ 51, 256 Abs. 1; BGB § 355 Abs. 2 Satz 2 a. F.Zum Widerruf eines Verbraucherdarlehensvertrags ZPO§ 51 ZPO§ 256 BGB a.F.§ 355 BGH, Urt. v. 14.03.2017 – XI ZR 442/16 (OLG Koblenz), ZIP 2017, 958 = ECLI:DE:BGH:2017:140317UXIZR442.16.0 = WM 2017, 849BGHUrt.14.3.2017XI ZR 442/16ZIP 2017, 958ECLI:DE:BGH:2017:140317UXIZR442.16.0WM 2017, 849OLG Koblenz
1. Gibt der Kläger, der nicht Organ der beklagten Genossenschaft ist, in der Klageschrift den gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft erkennbar irrtümlich fehlerhaft an und wird die Klage an den richtigen gesetzlichen Vertreter zugestellt, ist sie ordnungsgemäß erhoben (Abgrenzung zu BGH, Urt. v. 26. 6. 1995 – II ZR 122/94, BGHZ 130, 108, 110 ff. = ZIP 1995, 1331; BGH, Urt. v. 9. 10. 1986 – II ZR 284/85, ZIP 1986, 1381 = WM 1986, 1411, 1412, und BGH, Urt. v. 16. 2. 2009 – II ZR 282/07, ZIP 2009, 717 = WM 2009, 702, Rz. 10).
2. Zur Zulässigkeit einer Feststellungsklage, mit der der Verbraucher nach Widerruf seiner auf Abschluss des Verbraucherdarlehensvertrags gerichteten Willenserklärung die Umwandlung des Verbraucherdarlehensvertrags in ein Rückgewährschuldverhältnis geltend macht.
3. Mittels der erkennbar an den Verbraucher gerichteten Fußnote „Die Widerrufsfrist beträgt gem. § 355 Abs. 2 Satz 2 BGB einen Monat, wenn die Widerrufsbelehrung erst nach Vertragsschluss in Textform dem Kunden mitgeteilt wird bzw. werden kann“ im Anschluss an die Angabe „zwei Wochen (einem Monat)“ macht der Verwender einer Widerrufsbelehrung hinreichend deutlich, von welchen Voraussetzungen die Geltung einer der beiden im Text alternativ genannten Fristlängen abhängt.