Source: https://nullbarriere.de/hilfsmittelversorgung.htm?promo=rss
Timestamp: 2018-11-13 02:31:16
Document Index: 376142944

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 33', '§ 40', '§ 33', '§ 40', '§ 15', '§ 25', '§ 31', '§ 33', '§ 34', '§ 23', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 33', '§ 126', '§ 33', '§ 33']

Hilfsmittelversorgung nach § 33 - nullbarriere
Was sind Hilfsmittel? Infos, Hinweise zur Hilfsmittelversorgung
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Hilfsmittelversorgung nach § 33FacebookTwitterEmailDrucken
Hilfsmittel ermöglichen Alltagsaktivitäten, Kommunikation, Mobilität, Hygiene oder soziale Interaktionen und sind daher für viele Menschen Grundlage für eine selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und am Arbeitsleben.
Versorgung mit Pflegehilfsmitteln und technischen Hilfen gemäß § 40 SGB XI
Wenn Hilfsmittel dazu dienen, pflegerische Maßnahmen zu erleichtern (oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbständigere Lebensführung ermöglichen), so ist keine Verordnung zu Lasten der Krankenkasse auszustellen. In diesem Fall muss sich der Pflegebedürftige (oder die ihn betreuende Person) selbst an die Pflege­kasse wenden und solche Leistungen beantragen. Einer ärztlichen Verordnung oder Bescheinigung bedarf es dabei nicht.
Laut der Begriffsbestimmung der Hilfsmittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (2017, S. 4) sind Hilfsmittel "sächliche Mittel oder technische Produkte, die individuell gefertigt oder als serienmäßig hergestellte Ware in unverändertem Zustand oder als Basisprodukt mit entsprechender hand­werklicher Zurichtung, Ergänzung bzw. Abänderung von den Leistungserbringern abgegeben werden. Dazu können auch solche sächlichen Mittel oder technischen Produkte zählen, die dazu dienen, Arzneimittel oder andere Therapeutika, die zur inneren Anwendung bestimmt sind, in den Körper zu bringen (z. B. bestimmte Spritzen oder Inhalationsgeräte)."
Zu den Hilfsmitteln zählen:
Sehhilfen und Hörhilfen (Brillen, Hörgeräte)
Wer übernimmt die Kosten für ein Hilfsmittel?
Je nach Einsatzbereich übernehmen verschiedene Kostenträger die Kosten für benötigte Hilfsmittel. Die Zuständigkeiten sind im Regelfall klar abgegrenzt:
Krankenversicherung (§ 33 SGB V): Hilfsmittel, die zur Krankenbehandlung dienen.
Pflegeversicherung (§ 40 SGB XI): Hilfsmittel, die der Erleichterung der Pflege dienen (siehe rechte Spalte).
Rentenversicherung ( § 15 SGB VI i. V. m. § 25-31 SGB XI): Hilfsmittel, die der medizinischen Rehabilitation dienen.
Unfallversicherung (§ 31 SGB VII): Im Falle eines Arbeitsunfalls oder Berufsunfähigkeit.
Hilfsmittelversorgung und Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung
Das fünfte Sozialgesetzbuch (SGB V) beinhaltet die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Hilfsmittelversorgung durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Nach § 33 SGB V Abs. 1 haben Versicherte Anspruch auf Versorgung mit Hilfsmitteln "die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen, soweit die Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen oder nach § 34 Abs. 4 ausgeschlossen sind."
Neben der Hilfsmittelversorgung umfasst der Anspruch des Versicherten auch die Änderung, Instandsetzung und Ersatzbeschaffung von Hilfsmitteln sowie die Ausbildung in ihrem Gebrauch und die notwendigen Wartungen und technischen Kontrollen.
Hinweis für BrillenträgerInnen:
Ab März 2017 treten im Rahmen des Gesetzes zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung neue Regelungen in Kraft. Zu den wichtigsten gehört die Erweiterung der Ausnahmeregelung für einen Leistungsanspruch auf Brillengläser. Danach haben künftig alle Versicherten, die wegen einer Kurz- oder Weitsichtigkeit Gläser mit einer Brechkraft von mindestens 6 Dioptrien oder wegen einer Hornhautverkrümmung von mindestens 4 Dioptrien benötigen, einen Anspruch auf Kostenübernahme in Höhe des vom GKV-Spitzenverband festgelegten Festbetrags bzw. des von ihrer Krankenkasse vereinbarten Vertragspreises. (BMG Pressemitteilung vom 16.02.2017)
Doppelfunktionale Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel - RidoHiMi
Doppelfunktionale Hilfsmittel sind Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel, die sowohl den in §§ 23 und 33 SGB V als auch den in § 40 Abs. 1 SGB XI genannten Zwecken dienen können (§ 40 Abs. 5 Satz 1 SGB V).
Die Hilfsmittelrichtlinie RidoHiMi regelt die Aufteilung der Ausgaben für doppelfunktionale Hilfsmittel für Personen, die Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmitteln nach § 40 Abs. 1 SGB XI haben. Es wird die Kostenverteilung zwischen den Kranken- und Pflegekassen festgelegt.
Badehilfen: Badewannenlifter, Badewannensitze, Duschhilfen, Badewanneneinsätze, Sicherheitsgriffe und Aufrichtehilfen
Krankenfahrzeuge/Behindertenfahrzeuge: Duschrollstühle, Schieberollstühle, Standardrollstühle,
Leichtgewichtrollstühle, Buggys, Reha-Karren, Rollstuhl-Zug-/Schubgeräte
Krankenpflegeartikel: Betten manuell, motorisch höhenverstellbare Betten, Bettenzubehör
Lagerungshilfen: Lagerungskeile
Mobilitätshilfen: Umsetz- und Hebehilfen, Aufstehhilfen/- vorrichtungen für Sessel/Stühle, Lifter, fahrbar zur Fremdbedienung, Lifter zur Fremdbedienung, wandmontiert, Deckenlifter, freistehend mit Bodenständern, Zubehör für Lifter
Toilettenhilfen: Toilettensitze, Toilettenstützgestelle, Toilettenaufstehhilfen, Toilettenstühle, WC-Aufsätze mit Wascheinrichtung
Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der Pflege: Pflegebetten, Pflegebettenzubehör, Bettzurichtungen zur Pflegeerleichterung, Spezielle Pflegebetttische, Sitzhilfen zur Pflegeerleichterung, Rollstühle mit Sitzkantelung, Pflegerollstühle
Wie bekommt man ein Hilfsmittel?
Für die Kostenübernahme eines Hilfsmittels durch die gesetzliche Krankenversicherung ist die Verordnung durch eine Vertragsärztin oder einen Vertragsarzt nur teilweise erforderlich. Eine generelle Verordnungspflicht besteht nicht. Es besteht jedoch in vielen Fällen eine Genehmigungspflicht durch die Krankenkasse. (Quelle:Gemeinsamer Bundesausschuss)
An der Auswahl eines Hilfsmittels sollte man sich als Betroffener immer beteiligen. Einen Überblick über Produkte, deren Kosten von der Krankenkasse übernommen werden können, gibt das Hilfsmittelverzeichnis der GKV. Falls der Arzt es für erforderlich hält, können auch Hilfsmittel verschrieben werden, die nicht im Verzeichnis gelistet sind.
Mit der ärztlichen Verordnung wendet man sich an einen Hilfsmittelanbieter, Fachhändler oder ein Sanitätshaus, wo ein Kostenvoranschlag für die Krankenkasse erstellt wird. Stimmt die Krankenkasse zu, steht dem Erhalt des Hilfsmittels nichts mehr im Wege.
Achtung: Versicherte können nur die Anbieter von Hilfsmitteln (Leistungserbringer) nutzen, die mit der jeweiligen Krankenkasse einen Vertrag geschlossen haben. In Ausnahmefällen können Betroffene - wenn ein berechtigtes Interesse besteht - einen anderen Hilfsmittelanbieter wählen. Die dadurch entstehende Mehrkosten haben die Versicherten jedoch selbst zu tragen (§ 33 Abs. 6 i. V. m. §§ 126 Abs. 2, 127 SGB V). Gleiches gilt für Hilfsmittel oder zusätzliche Leistungen, die über das Maß des Notwendigen hinausgehen (§ 33 Abs. 1 Satz 5 SGB V). (Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss)
Hinweise zu Hilfsmitteln, Hilfsmittelanpassung und Hilfsmitteln aus dem Supermarkt
Bei Hilfsmitteln gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Ein Hilfsmittel wird eingesetzt, wo vorhandene, aber eingeschränkte Funktionen unterstützt oder möglich gemacht werden können. Bei einer Überversorgung durch Hilfsmittel besteht die Gefahr, dass Funktionen verloren gehen könnten. Eine adäquate Hilfsmittelversorgung muss daher durch geschultes, medizinisches Personal vorgenommen werden.
Das gilt auch für die Anpassung von Hilfsmitteln an den entsprechenden Benutzer. Um z. B. eine optimale Sitzposition im Rollstuhl zu erhalten, oder das Gehen mit dem Rollator überhaupt zu ermöglichen, muss das entsprechende Hilfsmittel angepasst werden. Bei einer Nichtanpassung oder Fehlanpassung kann es sein, dass ein Hilfsmittel nicht genutzt wird oder trotz Nutzung keine Erleichterung im Alltag darstellt. In einigen Fällen kann es sogar das Krankheitsbild verschlechtern.
Aus diesen Gründen ist von vermeintlich günstigen Hilfsmittelangeboten aus dem Supermarkt abzuraten. Hinzu kommt, dass die Krankenkasse die Hilfsmittel mit Hilfsmittelnummer auf Funktionalität, Stabilität und allgemeiner Qualität prüft und der Benutzer von der individuellen Betreuung des Sanitätsfachgeschäftes (z.B. im Reparaturfall, Betreuung bei Anwendungsproblemen und Anpassung) profitiert.
Beispiele für Hilfsmittel aus ausgewählten Bereichen
Bei den folgenden Beispielen handelt es sich um Hilfen zur Erleichterung Ihrer Lebensführung. Einige davon sind Hilfsmittel nach § 33 SGB V, die eine Hilfsmittelnummer haben oder im Hilfsmittelverzeichnis gelistet sind und bei deren Kosten sich die GKV beteiligen kann. Unterstützung gibt es auch bei der Pflegekasse.
Lassen Sie sich Informationsmaterial und Preisangaben zu den hier gezeigten Hilfsmitteln unverbindlich von unseren Partnern zusenden oder lassen Sie sich von ihnen beraten. Markieren Sie dafür die gewünschten Produkte und füllen Sie das Kontaktformular aus. Wollen Sie Informationen zu konkreten Produkten, klicken Sie auf das jeweilige Vorschaubild um die Präsentationsseite zu besuchen. Stellen Sie dort Ihre Anfrage. Für eine Kostenübernahme reichen Sie den Kostenvoranschlag des Anbieters zusammen mit einer ärztlichen Verordnung bei Ihrer Krankenkasse ein.
Mobile Schwellenrampen, Schwellenbrücken für Balkon- und Terrassentüren
Mobile Rampen gleichen eine krankheitsbedingt ausgefallene Gehfähigkeit bei der Überwindung von kleinen Höhenunterschieden aus und erhöhen so die selbständige Mobilität.
Schwellenrampen, Schwellenbrücken
ein oder zweiteilige Rampen bis 215 mm Höhendifferenz
Balkon- und Türschwellen­rampen
faltbar und in der Höhe verstellbar
Überfahrbarkeit mit Gehwagen oder Rollstuhl
Aufrollbare Aluminiumrampe
mobile Rampe für zu Hause und zum Mitnehmen im Auto
aus Kunststoff mit Tragegriff in verschiedenen Höhen 76 bis 150mm
Kunstofframpe
Modulsystem Hauseingang, Balkon, Dusche
Duschen, Badehilfen
Dusche, Duschsitz, Haltegriffe
Badewannenlifter, Badewannensitze, Duschhilfen, Badewanneneinsätze, Sicherheitsgriffe und Aufrichtehilfen
Komplett-Duschsysteme
Haltegriffe, Stützklapp­griffe, Duschstangen
Waschtische, WC, Dusche
Waschtische, WC-Lifter, Stützklappgriffe, Duschsitze
Halterungen, Badzubehör
Mobile Hilfen, Wannenver­kürzer, Therapie­hilfen
Wc, Toilettenhilfen: Dusch-Wc, Sitze
höhenverstellbare Wc, Dusch-Wc, Toilettensitze
Toilettensitze, Toilettenstützgestelle, Toilettenaufstehhilfen, Toilettenstühle, WC-Aufsätze mit Wascheinrichtung
Dusch-WCs, Antidekubitus-Toilettensitze, Toilettensitz­erhöhung
Pflege, Möbel
Wenn ein Bett als Ausgleich für eine Behinderung, zur Krankheitslinderung oder zur Vermeidung von Pflegebedürftigkeit dient, kann die Anschaffung von der Krankenkasse bezuschusst werden. Dient es der Pflege, ist die Pflegekasse zuständig.
mit drehbarer Liegefläche und Aufstehhilfe
Betten, die beim Aufstehen helfen
Hilfe beim Aufstehen und im Haushalt
Aufstehsessel, Relaxsessel
mit Drehfunktion und Anti-Dekubitus System
für entspanntes Sitzen, Liegen und Aufstehen
Staufläche bis unter die Decke
Garderobe mittels Fernbedienung auf erreichbare Höhe holen
Liftsysteme Küchen
für höhenverstellbare Arbeitstische, Küchen, Kochinseln
für unterwegs an Wand oder Tischplatte
bei Arthritis auch mit Unterarmstützen
Treppenassistent für eigenständiges Treppensteigen
Rollstühle, Elektrorollstühle, Treppensteiger
Manuell oder elektrisch angetriebene Rollstühle und Elektromobile (Scooter) dienen der Mobilität von Menschen mit Gehbehinderung oder Einschränkung der Gehfähigkeit.
Treppensteiger dienen Rollstuhlfahrern bzw. Menschen mit einer eingeschränkten Gehfähigkeit zur Überwindung von Treppen. Die meisten Treppensteiger werden durch eine Hilfsperson bedient.
als Arbeitsstuhl, Therapiestuhl, Arthrodesenstuhl auch höhenverstellbar
Stehrollstuhl als Hilfsmittel für medizinische und therapeutische Zwecke
mit Rollstühlen unterschiedlicher Größe Treppen überwinden
Fahrbare oder fest montierte Lifter werden als Hilfsmittel zum Anheben und Bewegen von Personen eingesetzt und erleichtern die Pflege.
als Deckenlifter, Wandlifter mit Hebebügel vom Bett in die Wanne
zum Umsetzen Wc, Bett und zusätzlich als Stehtrainer zur Mobilisierung
Mobiler Patientenlifter für die Intimpflege
Dusch- und Badelifter
elektrisch höhenverstellbar vom Bett in die Badewanne
Patientenlifter, Sitzlifter, Liegelifter, Gurtlifter
Alltag, Haushalt
AAL, Umfeldsteuerung
Notfälle vermeiden, Hilfe rufen oder nutzen. Umfeldsteuerungen ermöglichen die Bedienung von Geräten mittels Sprachsteuerung oder Funkübertragung, z. B. Steuerung von Heizungsanlagen, Türen, Fenstern, Rollläden und Vorhängen.
Mobiler Not- und Hilferuf
jederzeit schnelle und sichere Verbindung zur Notrufzentrale
für Wohnräume in Lichtschaltereinheit integriert
Steuerung mittels App von TV, Bett, Telefon, Aufzug, Licht, Rollladen
Akustische und optische Funk-Signalanlagen bei Schwerhörigkeit
Informationen zu Hilfsmitteln, Beschlüsse
Hilfsmittel: Anspruch, Antrag, Kosten
kostengünstige Lifte bis 450 kg für private Nutzung und Umbauten
barrierefreie Kü­chen, Schulküchen, Therapieküchen, für große und kleine Leute, Seniorenwohnungen
Bis zu 50.000 EUR: Altersgerecht umbauen mit dem Kredit KfW 159
Rollstühle, Maße
E-Rollstühle, Maße
Immobilien im Alter sind beides zugleich – eine Last und auch ein Segen. Gerade in einer Zeit finanzieller Unwägbarkeiten, bedingt durch politische Entscheidungen und gesellschaftliche …
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