Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=08.10.2014&Aktenzeichen=B%203%20P%204/13%20R
Timestamp: 2019-08-20 04:11:09
Document Index: 226627773

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 37', '§ 14', '§ 15', '§ 37', '§ 14', '§ 14']

BSG, 08.10.2014 - B 3 P 4/13 R - dejure.org
https://dejure.org/2014,28761
BSG, 08.10.2014 - B 3 P 4/13 R (https://dejure.org/2014,28761)
BSG, Entscheidung vom 08.10.2014 - B 3 P 4/13 R (https://dejure.org/2014,28761)
BSG, Entscheidung vom 08. Januar 2014 - B 3 P 4/13 R (https://dejure.org/2014,28761)
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Soziale Pflegeversicherung; Pflegebedarf; Grundpflege; Verrichtung der Nahrungsaufnahme; Hilfe bei der parenteralen Ernährung; krankheitsspezifische Pflegemaßnahmen; Behandlungspflege; häusliche Krankenpflege
§ 14 Abs 4 Nr 2 SGB 11, § 15 Abs 2 SGB 11, § 15 Abs 3 S 2 SGB 11 vom 26.03.2007, § 15 Abs 3 S 3 SGB 11, § 37 Abs 1 S 1 SGB 5
SGB XI § 14 ; SGB XI § 15 ; SGB V § 37
Zeitaufwand für Hilfe bei der parenteralen Ernährung ist zur Feststellung der Pflegestufe zu berücksichtigen
Mehr Pflegegeld bei Ernährung per Infusion
SG Trier, 28.09.2012 - S 2 P 41/10
LSG Rheinland-Pfalz, 19.08.2013 - L 2 P 33/12
NZS 2015, 192
Vor diesem Hintergrund ist unerheblich, dass im Streitfall neben der Dialyse, die nicht zu den gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen gesunder bzw. nicht behinderter Personen gehört (…BSG-Urteile vom 12. November 2003 B 3 P 5/02 R, Sozialrecht --SozR-- 4-3300 § 14 Nr. 3; vom 8. Oktober 2014 B 3 P 4/13 R, SozR 4-3300 § 14 Nr. 8), auch Leistungen der Grundpflege erbracht wurden, die auch bei einem häuslichen Aufenthalt der Patienten erforderlich gewesen wären.
LSG Bayern, 22.02.2018 - L 4 P 45/15
Behandlungspflege, Grundpflege, häusliche Krankenpflege, Pflegestufe III, …
Die Auffassung des SG entspreche nicht der neueren Rechtsprechung des BSG (Urteil vom 08.10.2014, B 3 P 4/13 R).
Insbesondere lässt sich die begehrte Rechtsfolge nicht dem Urteil des BSG vom 08.10.2014 (B 3 P 4/13 R) entnehmen.
In dem von der Klägerin, nicht aber vom SG zitierten Urteil vom 08.10.2014 (B 3 P 4/13 R) hat das BSG entschieden, dass die parenterale Ernährung eine verrichtungsbezogene krankheitsspezifische Pflegemaßnahme sei und dass der Zeitaufwand, den ein Familienangehöriger oder eine andere nicht als Pflegekraft ausgebildete Pflegeperson für die hierzu erforderlichen Hilfeleistungen benötige, für die Bestimmung der Pflegestufe zu berücksichtigen sei.
Das BSG hat in dem von der Klägerin zitierten Urteil vom 08.10.2014 (B 3 P 4/13 R) ebenfalls exakte Feststellungen zum Zeitaufwand für die - als verrichtungsbezogene krankheitsspezifische Pflegemaßnahme qualifizierte - parenterale Ernährung für erforderlich gehalten.
Nach der Rechtsprechung des Bundesozialgerichts (BSG) gehören zur Behandlungspflege alle Pflegemaßnahmen, die durch bestimmte Erkrankungen erforderlich werden, speziell auf den Krankheitszustand des Versicherten ausgerichtet sind und dazu beitragen, die Krankheit zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu verhindern oder zu lindern, wobei diese Maßnahmen typischerweise nicht von einem Arzt, sondern von Vertretern medizinischer Hilfsberufe oder auch von Laien erbracht werden (BSG…, Urteil vom 13. Juni 2006 - B 8 KN 4/04 KR R, juris, Rn. 17; BSG, Urteil vom 8. Oktober 2014 - B 3 P 4/13 R - juris, Rn. 16).
LSG Nordrhein-Westfalen, 31.01.2018 - L 11 KR 231/16
Die gesetzliche Krankenversicherung wird auf diese Weise durch die familiäre Hilfe entlastet (BSG, Urteil vom 08.10.2014 - B 3 P 4/13 R -).
LSG Thüringen, 01.11.2016 - L 6 P 229/13
Pflegeversicherung; Antrag auf Höherstufung; Zeitlicher Umfang der notwendigen …
Wie das BSG in ständiger Rechtsprechung entschieden hat (vgl. zuletzt Urteil vom 8. Oktober 2014 - Az.: B 3 P 4/13, nach juris), ist von einem untrennbaren Zusammenhang mit einer Verrichtung der Grundpflege (nur) dann mit der Folge der Berücksichtigung auszugehen, wenn diese durch eine Maßnahme der Behandlungspflege ersetzt wird.
10 Sa 908/14 - 22 Krankheitsbeschwerden zu verhindern oder zu lindern, wobei diese Maßnahmen typischerweise nicht von einem Arzt, sondern von Vertretern medizinischer Heilberufe oder auch von Laien erbracht werden (BSG v. 08.10.2014, B 3 P 4/13 R, zit. n. Juris).