Source: https://www.schwerin.de/mein-schwerin/leben/gesellschaft-soziales/sozialleistungen/jobcenter/arbeitssuchende/
Timestamp: 2019-08-19 21:16:50
Document Index: 258579297

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 23', '§ 20']

Arbeitssuchende - Landeshauptstadt Schwerin
Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II) können Sie erhalten, wenn Sie leistungsberechtigt und hilfebedürftig sind.
Dazu gehören Eingliederungsleistungen bzw. Fördermöglichkeiten, die Ihnen helfen, eine Arbeit zu finden, und Geldleistungen, das Arbeitslosengeld.
Arbeitslosengeld II können alle erwerbsfähigen leistungsberechtigten Personen im Alter von 15 Jahren bis zur gesetzlich festgelegten Altersgrenze zwischen 65 und 67 Jahren erhalten. Personen die nicht erwerbsfähig sind, können Sozialgeld erhalten. Arbeitslosengeld II und Sozialgeld sind Leistungen, die eine Grundsicherung des Lebensunterhaltes gewährleisten sollen. Was dem Einzelnen dabei zusteht, hat der Gesetzgeber in sogenannten „Regelbedarfen/Sozialgeld“ festgelegt.
Mit der nachfolgenden Übersicht wollen wir Ihnen zeigen, welche Leistungen Sie erhalten können.
Die Suche nach einer Arbeit ist in der Regel mit Kosten verbunden:
Bewerbungsfotos und Mappen
Fahrten zu Vorstellungsgesprächen und vieles mehr.
Bei Anbahnung oder Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung können wir Hilfen anbieten, soweit diese für die berufliche Eingliederung notwendig sind. Dies können u.a. folgende Hilfen sein:
Leistungen für Arbeitskleidung und Arbeitsgeräte (Ausrüstungsbeihilfe)
Übernahme der Kosten für die Fahrt zum Antritt einer auswärtigen Arbeitsstelle (Reisekostenbeihilfe)
Übernahme der Kosten für die täglichen Fahrten zwischen Wohnung und auswärtiger Arbeitsstelle (Fahrkostenbeihilfe)
Übernahme der Kosten für getrennte Haushaltsführung bei auswärtiger Arbeitsaufnahme (Trennungskostenbeihilfe)
Kosten für Nachweise (z.B. Gesundheitsnachweis, Seetauglichkeitsschein etc.)
sonstige Kosten, sofern diese für die berufliche Eingliederung notwendig sind
Wichtig ist: Der Antrag muss gestellt werden, bevor die Kosten tatsächlich entstehen.
Maßnahmen bei einem Arbeitgeber (Praktika)
Wichtige Kenntnisse und Qualifikationen für die künftige Arbeit erlernt man besonders gut in der Praxis. Daher besteht für Sie die Möglichkeit, ein Praktikum bei einem Arbeitgeber durchzuführen. Ziel dieses Praktikums sollte sein, notwendige Kenntnisse vermittelt zu bekommen, Ihre Eignung für eine Arbeitsstelle festzustellen und natürlich auch den Betrieb kennen zu lernen.
Hierzu zählen Tätigkeiten, die
die Eignung für eine berufliche Tätigkeit oder eine Leistung der aktiven Arbeitsförderung feststellen
evt. Vermittlungshemmnisse feststellen oder Vermittlungshemmnisse verringern bzw. beseitigen
zur Eignungsfeststellung für die Besetzung von Arbeitsplätzen dienen.
Während des Praktikums erhalten Sie weiterhin Ihre Leistungen nach dem SGB II
Sofern erforderlich, können Sie Fahrkosten erhalten
Bei Bedarf können auch Kinderbetreuungskosten für aufsichtsbedürftige Kinder übernommen werden
Im Regelfall darf die Förderung die Dauer von 6 Wochen nicht übersteigen. Über die Dauer entscheidet je nach Förderbedarf Ihre Integrationsfachkraft.
Aktivierung- und Vermittlungsgutschein für einen privaten Arbeitgeber
Sie können einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein zur Inanspruchnahme eines privaten Arbeitsvermittlers beantragen, um Ihre Arbeitsvermittlung in ein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis zu unterstützen.
Mit diesem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein können Sie kostenlos einen oder mehrere private Arbeitsvermittler in Anspruch nehmen. Dieser Gutschein ist drei Monate gültig. Sofern Ihnen der private Arbeitsvermittler während diesen drei Monaten eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von mindestens 15 Stunden vermittelt hat, händigen Sie dem Arbeitsvermittler den Gutschein aus.
Der private Vermittler hat erst dann Anspruch auf die Vermittlungsvergütung, wenn durch seine Tätigkeit ein Arbeitsvertrag zustande kommt.
Arbeitslosengeld I-Bezieher (Aufstocker) können den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein bei Vorliegen der Voraussetzungen bei der Agentur für Arbeit beantragen.
Regelbedarf/Sozialgeld
Einen Anspruch auf den vollen Regelbedarf haben Alleinstehende, Alleinerziehende sowie Volljährige, deren Partner minderjährig ist. Er beträgt seit dem 1. Januar 2017 bundeseinheitlich 409 €. Junge Erwachsene, die 25 Jahre und älter sind, müssen einen eigenen Antrag auf Arbeitslosengeld II (Alg II) stellen, unabhängig davon, ob sie in einer eigenen Wohnung oder bei den Eltern wohnen. Personen, die in einem eigenen Haushalt leben, bilden eine eigene Bedarfsgemeinschaft, wenn sie mindestens 15 Jahre alt sind.
§ 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 SGB II;
bzw. § 20 Abs. 3 i. V. m. § 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 SGB II
§ 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1, § 23 Nr. 1, 3. Alternative SGB II;
bzw. § 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 SGB II
Seit 1. Januar 2018 gelten neue Miethöchstwerte für Leistungsberechtigte nach dem Sozialgesetzbuch II (bitte beachten: Die neuen Werte gelten für Bewilligungszeiträume, die nach dem 01.01.2018 begonnen haben). Als Maßstab für die Angemessenheit der Miete gilt die Gesamtmiete. Diese setzt sich aus der Nettokaltmiete, den sogenannten kalten Betriebskosten sowie den Heizkosten nach dem bundesweiten Heizspiegel zusammen.
Unter den Begriff kalte Betriebskosten fallen insbesondere die Kosten für die Grundsteuer, gegebenenfalls die Kosten für den Aufzug, die Straßenreinigung, die Müllbeseitigung, die Gebäudereinigung, die Gartenpflege, den Allgemeinstrom, den Schornsteinfeger, die Gebäudeversicherung, den Hauswart und für den Antennen- bzw. Kabelanschluss. Zusätzlich sind die Abschläge für Heiz- und Wasserkosten zu belegen.
Die Werte ergeben sich aus dem Mietvertrag sowie den nachträglichen Anpassungen vor allem der Vorauszahlungen für Betriebs- und Heizkosten, die in der Regel mit den Jahresendabrechnungen dem Mieter mitgeteilt werden.
Tipps zum Sparen von Heizkosten sowie den aktuellen bundesweiten Heizspiegel erhalten Sie auf HEIZSPIEGEL.DE (externe Seiten).
Aktuell gelten die folgenden Miethöchstwerte zuzüglich dem sich aus dem Heizspiegel ergebenden Wert (in Abhängigkeit von der Größe der Wohnfläche des Hauses (nicht Wohnung) und der Wärmeart:
Faktor m²
Obergrenze Nettokaltmiete in Euro
Obergrenze kalte Betriebskosten in Euro
Berechnungsbeispiele (Fernwärme, Mehrfamilienhaus mit über 1.000 qm):
Bei Umzügen beachten Sie bitte folgendes: Um die Gewissheit zu haben, dass die Kosten nach dem Umzug vollständig berücksichtigt werden, reichen Sie bitte das vom Vermieter ausgefüllte Mietangebot im Jobcenter Schwerin vor Unterzeichnung des Mietvertrages ein. Das Formular finden Sie im Anschluss. Bitte füllen Sie ggf. auch den Antrag auf Übernahme der Umzugskosten und Mietkaution ein. Die Mietkaution kann nur als Darlehen gewährt werden und ist mit monatlich 10% des maßgebenden Regelbedarfs zurückzuzahlen.
Richtlinie Kosten der Unterkunft
Folgende Personen können auf Antrag zusätzlich zu ihrem Regelbedarf noch einen Mehrbedarf erhalten:
Alleinerziehende von Minderjährigen:36 Prozent bei 1 Kind unter 7 Jahren oder 2 bis 3 Kindern unter 16 Jahren, oder
Leistungsberechtigte, die aus medizinischen Gründen kostenaufwändigere Ernährung benötigen
(wenn diese nachweislich erforderlich ist): Kosten in angemessener Höhe
Unter bestimmten Voraussetzungen können weitere besondere Bedarfe, die aufgrund besonderer Lebensumstände über einen länger andauernden Zeitraum entstehen und nicht vermeidbar sind, übernommen werden
Leistungsberechtigte, die Warmwasser durch in der Unterkunft installierte Vorichtungen erzeugen, erhalten einen Mehrbedarf nach einem bestimmten Prozentsatz des Regelbedarfs
Die Summe des insgesamt gezahlten Aufschlags für den persönlichen Mehrbedarf darf nicht höher sein als der maßgebende Regelsatz für Erwerbsfähige.
Alle Leistungen werden nur nach einer Antragstellung im Jobcenter erbracht. Die Anträge sowie weitergehende Informationen und Anlagen dazu erhalten Sie im Jobcenter. Sie können die Formulare auch direkt unter dem Button "Antragsformulare" laden.