Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IV%20R%2052/87
Timestamp: 2020-02-23 08:42:17
Document Index: 83872074

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 5', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 15', '§ 20', '§ 21']

BFH, 28.04.1988 - IV R 52/87 - dejure.org
https://dejure.org/1988,1529
BFH, 28.04.1988 - IV R 52/87 (https://dejure.org/1988,1529)
BFH, Entscheidung vom 28.04.1988 - IV R 52/87 (https://dejure.org/1988,1529)
BFH, Entscheidung vom 28. April 1988 - IV R 52/87 (https://dejure.org/1988,1529)
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EStG 1975 § 4, § 5, § 15 Abs. 1 Nr. 1, § 16 Abs. 3; UmwStG 1969 § 17 Abs. 7, § 18
Mitunternehmerschaft - Einbringung von Mitunternehmeranteilen - Sonderbetriebsvermögen - Betriebsvermögen - Einbringungsgeborene Anteile - Gemeiner Wert - Umwandlungsstichtag
Einbringung von Mitunternehmeranteilen gegen Gesellschaftsrechte in eine Kapitalgesellschaft bei gleichzeitiger Überführung bisherigen Sonderbetriebsvermögens in das Privatvermögen
BFHE 153, 562
BB 1988, 2086
DB 1988, 2077
BStBl II 1988, 829
Als Sonderbetriebsvermögen werden im Eigentum eines Mitunternehmers stehende Wirtschaftsgüter bezeichnet, wenn sie dazu geeignet und bestimmt sind, dem Betrieb des gemeinsamen Unternehmens oder der Beteiligung des Steuerpflichtigen an diesem Unternehmen zu dienen (z. B. BFH-Urteil vom 28. April 1988 IV R 52/87, BFHE 153, 562, BStBl II 1988, 829).
Dem FG ist zwar zuzugeben, daß die Klägerinnen die Grundstücksanteile nicht steuerfrei entnehmen oder auf die Y-GmbH hätten übertragen können, wenn sie ihre Kommanditanteile ohne Zwischenschaltung der Y-GmbH aufgegeben hätten (vgl. BFH-Urteile vom 24. April 1975 IV R 115/73, BFHE 115, 495, BStBl II 1975, 580; in BFHE 153, 562, BStBl II 1988, 829, und vom 29. Oktober 1991 VIII R 51/84, BFHE 166, 431, BStBl II 1992, 512;… Schmidt, a. a. O., § 15 Anm. 83).
Laufende Einkünfte aus solchen Anteilen gehören im letztgenannten Fall nicht zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb, sondern zu denen aus Kapitalvermögen (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 28. April 1988 IV R 52/87, BFHE 153, 562, BStBl II 1988, 829), mit der Folge u.a. der Gewährung des Freibetrags nach § 20 Abs. 4 EStG.
Die erlangten (einbringungsgeborenen) Anteile gehörten beim Kläger zum Privatvermögen; daß bei ihrer Veräußerung gemäß § 21 Abs. 1 UmwStG 1977 ein zu den gewerblichen Einkünften aus Gewerbebetrieb zählender Veräußerungsgewinn entstehen kann, steht dem nicht entgegen (BFH-Urteile vom 19. März 1981 IV R 167/80, BFHE 133, 54, BStBl II 1981, 527; vom 28. April 1988 IV R 52/87, BFHE 153, 562, BStBl II 1988, 829).
Überträgt ein Mitunternehmer seinen Mitunternehmeranteil auf einen anderen und behält er Sonderbetriebsvermögen zurück, werden die Wirtschaftsgüter des Sonderbetriebsvermögens zu Privatvermögen, es sei denn, sie werden Bestandteil eines anderen Gewerbebetriebes (vgl. BFH, Urteil vom 14. Dezember 1994 X R 128/92, BStBl II 1995, 465;Urteil vom 28. April 1998 IV R 52/87, BFHE 153, 562, BStBl II 1988, 829).
BFH, 26.10.1989 - IV R 355/84
Anwendbarkeit des Umwandlungssteuergesetzes auf das Einbringen des Vermögens …
In dieser Einbringung gegen die Gewährung von Gesellschaftsrechten liegt ein tauschähnlicher Vorgang, der nach allgemeinen Grundsätzen zur Realisierung der stillen Reserven in den hingegebenen Wirtschaftsgütern führt; dies ist für die Einbringung des Betriebes einer Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft entschieden (BFH-Urteile vom 24. März 1983 IV R 138/80, BFHE 139, 361, BStBl II 1984, 233; vom 23. Januar 1986 IV R 335/84, BFHE 146, 235, BStBl II 1986, 623; vom 28. April 1988 IV R 52/87, BFHE 153, 562, BStBl II 1988, 829), gilt gleichermaßen aber auch für die Einbringung eines derartigen Betriebs in eine Genossenschaft.