Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=08.06.2005&Aktenzeichen=XII%20ZR%20177/03
Timestamp: 2013-05-18 13:24:02
Document Index: 277907851

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 4', 'BGH', 'BGH', 'Art. 4', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung BGH, 08.06.2005 - XII ZR 177/03 Volltextver�ffentlichungen (8)
BGB �� 1004 Abs. 1 Satz 2, 1896, 1901, 1904; ZPO � 91 a
Rechte des Pflegeheims bei Einstellung der k�nstlichen Ern�hrung aufgrund einer Anordnung von Betreuer und behandelndem Arzt
BGB �� 1904, 1004 Abs. 1 Satz 2, 1896, 1901; ZPO � 91aBegrenzung eines Sterbewunsches durch Heimvertrag bzw. Gewissensfreiheit des Pflegepersonals
Auch lebenserhaltende Zwangsbehandlung ist unzul�ssig
Abbruch der Ern�hrung: Gewissensfreiheit der Pflegenden geht nicht vor
consultor.de , S. 4 (Kurzinformation)
Bundesgerichtshof st�rkt Einfluss von �rzten und Betreuern
Einstellung der k�nstlichen Ern�hrung
BGH best�tigt klagbares Recht aus Patientenverf�gung
Bundesgerichtshof st�rkt Patientenrechte am Lebensende
K�nstliche Ern�hrung ist auf Verlangen einzustellen
Kurznachricht zu "Praxis- und Beraterhinweis zur Entscheidung des BGH vom 08.06.2005, XII ZR 177/03 (Abbruch lebenserhaltender Ma�nahmen)" von RiAG Dr. Matthias Locher, original erschienen in: FamRB 2005, 300.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 08.06.2005, Az.: XII ZR 177/03 (Einstellen der k�nstlichen Ern�hrung auf Verlangen des Betreuers entgegen dem Willen des Pflegeheims)" von RAin Dr. Gabriele M�ller, original erschienen in: DNotZ 2005, 924 - 930.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 08.06.2005, Az.: XII ZR 177/03 (Einstellung der k�nstlichen Ern�hrung eines betreuten einwilligungsunf�higen Patienten)" von Prof. Dr. Wolfram H�fling, M.A., original erschienen in: JZ 2006, 145 - 147.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 08.06.2005, Az.: XII ZR 177/03 (Verlangen des Abbruchs der k�nstlichen Ern�hrung im Pflegeheim)" von RA und FAErbR Wolfgang Roth, original erschienen in: ZEV 2005, 485 - 487.
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 08.06.2005, XII ZR 177/03 (Fortsetzung der k�nstlichen Ern�hrung eines Heimbewohners - � 91a ZPO: Kostenentscheidung nach Tod des Patienten)" von Werner Bienwald, original erschienen in: FamRZ 2005, 1476 - 1477.
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 08.06.2005, XII ZR 177/03 (Zum Unterlassungsanspruch einer k�nstlichen Ern�hrung)" von RA Robert Ro�bruch, original erschienen in: PflR 2005, 414 - 415.
Wird zitiert von ... (20) BGH, 25.06.2010 - 2 StR 454/09 Durch (mutma�liche) Einwilligung gerechtfertigte Sterbehilfe beim …Weder der Heimvertrag noch die Gewissensfreiheit (Art. 4 Abs. 1 GG) k�nnen der Heimleitung oder dem Pflegepersonal das Recht verleihen, sich �ber das Selbstbestimmungsrecht von Patienten hinwegzusetzen und eigenm�chtig in deren verfassungsrechtlich verb�rgtes Recht auf k�rperliche Unversehrtheit einzugreifen (vgl. BGHZ 163, 195, 200).Diese Ansicht bestand auch fort, nachdem der XII. Zivilsenat in einem Kostenbeschluss vom 8. Juni 2005 (XII ZR 177/03 - BGHZ 163, 195 = NJW 2005, 2385) entschieden hatte, ein Heimbetreiber sei zur Fortsetzung einer k�nstlichen Ern�hrung bei einem entscheidungsunf�higen, an einem apallischen Syndrom leidenden Patienten gegen dessen durch den Betreuer verbindlich ge�u�erten Willen nicht berechtigt und das Vormundschaftsgericht zu einer Entscheidung nicht berufen, wenn Betreuer und Arzt sich �bereinstimmend gegen eine weitere k�nstliche Ern�hrung entschieden hatten; der Eintritt in eine mutma�lich unmittelbar zum Tod f�hrende Phase der Grunderkrankung war danach nicht vorausgesetzt.Nach der schon zur Tatzeit ganz herrschenden Rechtsauffassung verliehen weder der Heimvertrag noch die Gewissensfreiheit (Art. 4 Abs. 1 GG) der Heimleitung oder dem Pflegepersonal das Recht, sich �ber das Selbstbestimmungsrecht von Patienten hinwegzusetzen und eigenm�chtig in deren verfassungsrechtlich verb�rgtes Recht auf k�rperliche Unversehrtheit einzugreifen (vgl. BGHZ 163, 195, 200; Dirksen GesR 2004, 124, 128; H�fling JZ 2006, 145, 146; Hufen NJW 2001, 849, 853; ders. ZRP 2003, 248, 252; Ingelfinger JZ 2006, 821, 829; Lipp FamRZ 2004, 317, 324; M�ller DNotZ 2005, 927, 928 f.; Sternberg-Lieben in FS f�r Eser (2005) S. 1185, 1203; Uhlenbruck NJW 2003, 1710, 1711 f.; Verrel, Gutachten zum 66. DJT, 2006, C 41 ff.; Wagenitz FamRZ 2005, 669, 670 f.; anders noch OLG M�nchen NJW 2003, 1743, 1745; LG Traunstein NJW-RR 2003, 221, 224).
LG Fulda, 30.04.2009 - 16 Js 1/08 Bew�hrungsstrafe f�r Patientenrecht-Anwalt // Rat an Mandantin war versuchter …Dabei erl�uterte sie der Zeugin ... die rechtliche Situation auf Grundlage der Entscheidung des 12. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 08.06.2005 (BGH NJW 2005, 2385 ff.), wonach eine Kontrollzust�ndigkeit des Vormundschaftsgerichts nur in einer Konfliktsituation zwischen Arzt und Betreuer begr�ndet sei, die hier gerade nicht vorliege.Bei der Beibehaltung der PEG-Sonde und der mit ihrer Hilfe erm�glichten und unmittelbar bevorstehenden k�nstlichen Ern�hrung handelt es sich n�mlich um einen fortdauernden Eingriff in die k�rperliche Integrit�t der Patientin (vgl. BGH NJW 2003, 1588 ff. [1589]; Hufen, NJW 2001, 849 ff, [853]) und damit nach Auffassung der Kammer auch um eine vors�tzliche K�rperverletzung im Sinne des � 223 Abs. 1 StGB, woran auch die Tatsache nichts �ndert, dass ein Einstellen der k�nstlichen Ern�hrung zwangsl�ufig zum Tode der Patientin f�hren w�rde (vgl. BGH NJW 2005, 2385).Vielmehr waren sie darauf beschr�nkt, beim Vormundschaftsgericht eine �berpr�fung des Betreuerhandelns mit dem Ziel aufsichtsrechtlicher Ma�nahmen nach � 1908 i Abs. 1 S. 1 in Verbindung mit � 1837 Abs. 1 bis 3 BGB anzuregen (vgl. BGH NJW 2005, 2385).Zwar ist der Lebensschutz von grunds�tzlicher Bedeutung, darf aber nicht gegen die Menschenw�rde und das Selbstbestimmungsrecht ausgespielt werden (vgl. BGH NJW 2005, 2385 f. [2386]; Hufen, NJW 2001, 849 [857]).Der 12. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hingegen geht in seinen im Vergleich zum Urteils des Strafsenats neueren Entscheidungen aus den Jahren 2003 und 2005 (BGH NJW 2003, 1588 ff.; 2005, 2385 ff.) nur dann von dem Erfordernis einer vormundschaftsgerichtlichen Genehmigung aus, wenn kein Konsens zwischen Betreuer und behandelndem Arzt des Betroffenen vorliegt.
LG Traunstein, 03.12.2005 - 3 O 3142/04 Nach Zulassung der Revision gegen das Berufungsurteil des Oberlandesgerichts durch den Bundesgerichtshof (XII ZR 177/03) verstarb der Sohn der Kl�ger am 26.03.2004 im Heim der Beklagten.Auf die Entscheidung des BGH (NJW 2005, 2385) und die vorangegangenen Entscheidungen der Tatsachengerichte, die ebenfalls ver�ffentlicht sind, wird Bezug genommen.Das Berufungsgericht (OLG M�nchen 3 U 5090/02) hat das Urteil best�tigt, der im Rahmen der Nichtzulassungsbeschwerde angerufene 12. Senat des BGH (XII ZR 177/03 = NJW 05, 2385) hat in der Sache nicht mehr entschieden, weil es infolge des Todes des Patienten am 23.06.2004 zu einer beiderseitigen Erledigungserkl�rung kam.
AG Nordenham, 20.03.2011 - 9 XVII 8/00 Betreuung: Genehmigungserfordernis f�r den Abbruch einer k�nstlichen Ern�hrungUnstreitig ist insoweit, dass die mit Hilfe einer Magensonde durchgef�hrte k�nstliche Ern�hrung einen �rztlichen Eingriff im Sinne der zitierten Vorschrift darstellt, die der Einwilligung des Patienten bzw. des Betreuers bedarf (BGH, FamRZ 2005, S. 1474, 1475).Grund der Bestimmungen der �� 1904 Abs. 4, 1901 b Abs. 1 BGB ist, nach M�glichkeit ein aufgrund der bestehenden Verfahrensvorschriften langwieriges und aufwendiges Genehmigungsverfahren zu verhindern und eine gerichtliche Entscheidung nur dann erforderlich zu machen, wenn es zu einem tats�chlichen Konfliktfall zwischen Betreuer und behandelndem Arzt gekommen ist (…Rausch, a.a.O; zur alten Rechtslage BGH, FamRZ 2005, S. 1474, 1475 sowie BGH, NJW 2003, S. 1588 ff.).Da es im vorliegenden Fall in der Vergangenheit bereits zu Differenzen zwischen einer Heimleitung und dem Betreuer gekommen ist, weist das Gericht abschlie�end darauf hin, dass das Heimpersonal an die Entscheidungen des Betreuers und des behandelnden Hausarztes bzw. im vorliegenden Fall des Gerichts grunds�tzlich gebunden ist (BGH, FamRZ 2005, S. 1474 ff.).
BGH, 03.05.2007 - I ZR 137/05 Rechtsanw�lte - Wettbewerbsrechtliche Anforderungen an ErstberatungDer Senat kann sich deshalb auf eine summarische Pr�fung der Erfolgsaussichten der Klage beschr�nken und darauf verzichten, alle f�r den Ausgang des Rechtsstreits bedeutsamen Rechtsfragen zu �berpr�fen (BGHZ 67, 343, 345; 163, 195, 197 m.w.N.).
OLG Hamm, 23.12.2008 - 28 W 27/08 Autokauf - Wann ist eine Nutzungsausfallentsch�digung zu zahlen?Der Senat kann sich auf eine summarische Pr�fung der Erfolgsaussichten der Klage beschr�nken (vgl. BGHZ 163, 195, 197).Da Rechtsfragen von grunds�tzlicher Bedeutung im Rahmen einer Kostenentscheidung nach � 91a ZPO nicht abschlie�end kl�rungsbed�rftig sind (BGHZ 163, 195, 197;… Z�ller/Vollkommer, ZPO, 26. Aufl., � 91a Rn. 24, jew. m.w.N.), war der Klage auch unter diesem Gesichtspunkt Aussicht auf Erfolg nicht abzusprechen, sodass eine Kostenaufhebung f�r diese Position ebenfalls billigem Ermessen entspricht.
OLG M�nchen, 25.01.2007 - 33 Wx 6/07 Ablehnung lebenserhaltender Ma�nahmen durch Betreuer - kein Entlassungsgrund bei …F�r das weitere Vorgehen wird unter Ber�cksichtigung der BGH-Rechtsprechung (BGHZ 154, 205 und BGHZ 163, 195 = NJW 2005, 2385; zusammenfassend Hahne DRiZ 2005, 244) auf folgendes hingewiesen:.
LG Zweibr�cken, 07.06.2006 - 3 S 43/06 Sie ist insoweit - wie jeder andere Dritte auch - auf die M�glichkeit beschr�nkt, beim Vormundschaftsgericht eine �berpr�fung des Betreuerhandelns mit dem Ziel aufsichtsrechtlicher Ma�nahmen nach � 1908 i Abs. 1 Satz 1 i. V. m. � 1837 Abs. 1 -3, 1836 BGB anzuregen (vgl. BGHZ 163, Seite 195 m. w. N.).Somit ist auch die von der Beklagten angesprochene Argumentation des Bundesgerichtshofes (BGH NJW 2005, 2385) bei welcher es um den Fall der Sterbehilfe durch Unterlassen der Nahrungsmittelzufuhr ging, hier nicht einschl�gig, denn die strafrechtlichen Grenzen einer Haftung der Organe der Beklagten und deren Bediensteter werden durch die getroffenen gesetzlichen Regelungen eindeutig festgelegt.
OLG M�nchen, 26.04.2006 - 3 U 1776/06 Auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs (NJW 2005, 2385) und die vorangegangenen erw�hnten Urteile (NJW-RR 2003, 221 und, NJW 2003, 1744) wird Bezug genommen.Es verbleibt daher f�r die Frage eines zivilrechtlich relevanten Verschuldens letztlich bei der mit Beschluss des BGH (XII ZR 177/03) vom 8.6.2005 getroffenen Feststellung, dass die strafrechtlichen Grenzen einer Sterbehilfe im weiteren Sinne, auf die das kl�gerische Verlangen zielte, dem Zivilsenat bislang nicht hinreichend gekl�rt erschienen, wobei die strafrechtliche Bewertung auf das zivilrechtliche Unterlassungsbegehren durchgreift.
BGH, 15.07.2009 - AnwZ (B) 76/08 Kostenentscheidung nach Erledigung eines anwaltsgerichtlichen Verfahrens …Der Senat hat sich auf eine summarische Pr�fung der Erfolgsaussichten des Antrags auf gerichtliche Entscheidung zu beschr�nken (vgl. BGHZ 67, 343, 345 f. ; 163, 195, 197 ; BVerfG NJW 1993, 1060, 1061) .
OLG Zweibr�cken, 01.08.2011 - 1 Ws 90/11 Verbot der Kamera�berwachung in einem Kriseninterventionsraum
LG Essen, 29.11.2007 - 7 T 385/07 LG D�sseldorf, 14.02.2007 - 12 O 163/06 LG Berlin, 30.01.2007 - 83 T 519/06 Betreuerentlassung: Eignungsmangel bei beabsichtigter Einstellung …
LG Hamburg, 30.01.2009 - 315 O 605/08 Hinweis Das gewünschte Dokument ist momentan nicht …
LG Hamburg, 10.06.2009 - 315 O 650/08 Wettbewerbsbeschr�nkung durch privaten Fernsehsender: K�ndigung eines Vertrags …
LG Hamburg, 10.06.2009 - 315 O 605/08 Wettbewerbsbeschr�nkung durch privaten Fernsehsender: K�ndigung eines Vertrags …