Source: https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/archiv/detail/witwenrente-2.html
Timestamp: 2018-10-17 06:33:19
Document Index: 172816555

Matched Legal Cases: ['§93', '§ 93', '§ 97', '§ 97', '§ 93', '§93']

Da mein Mann sehr krank ist, kommen bei mir Fragen auf zur Witwenrente.
1. habe ich ( 68) selbst 45Jahre gearbeitet und bekomme eine abschlagsfreie Rente, plus kleiner Zusatzrente aus dem öffentlichen Dienst.
2. Mein Mann (68) bekommt ebenfalls abschlagfreie Arltersrente + kleiner Zusatzrente (Öffentlicher Dienst).
Nun hat die Klinik meines Mannes Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente gestellt, weil Asbestose festgestellt wurde.
Wird die Altersrente in die Berufsunfähigkeitsrente umgewandelt ?
Welche Renten würden bei einer Witwenrente angerechnet ?
Sollte doch der Fall eintreffen, dass ich zuerst gehe, bekommt mein Mann dann auch Witwerrente ?
Ich sehe bei der Rente schlichtweg nicht mehr durch.
sorry, statt des Smiles solle dort eine Acht stehen.
Hallo zwergmutter.
1. Die Altersrente wird nicht umgewandelt. Die von der Klinik beantragte Rente wird wohl eine sog. Verletztenrente von der Unfallversicherung sein. Diese wird nach §93 auf die eigene Altersrente Ihres Mannes angerechnet. Ob dabei eine Kürzung erfolgt, kann ich ohne konkrete Angaben nicht beantworten, eine Kürzung muss aber nicht in jedem Fall erfolgen.
2. Nach jetzigem Stand würde bei einer von Ihnen bezogenen Witwenrente lediglich die von Ihnen selbst bezogene Altersrente angerechnet werden, die Zusatzrente wird nur bei neuem Hinterbliebenenrentenrecht angerechnet, bei Ihnen vermutlich nicht der Fall.
Bei der Variante zu 1. (Ihr Mann bekommt noch eine Verletztenrente) würde Ihnen von der Unfallversicherung auch eine Hinterbliebenenrente gewährt werden. Dann ergibt sich eine ähnliche Einkommensanrechnung wie unter 1. schon geschildert.
3. Für den Fall, dass Sie "zuerst gehen", steht Ihrem Manngrundsätzlich auch eine Witwerrente zu.
Da die von Ihnen gestellten Fragen sehr komplex sind, empfehle ich Ihnen, zusammen mit Ihrem Ehemann nach Bescheiderteilung der Unfallrente, eine persönliche Beratung beim Rententräger zu vereinbaren.
Treffen Altersrente und Unfallrente zusammen ist die Altersrente, abhängig vom MdE und dem Jahresarbeitsverdienst der Unfallrente, beim Überschreiten des sogenannten Grenzbetrages zu kürzen.
Treffen Witwenrente der gesetzlichen Rente mit einer Hinterbliebenenrente der Unfallversicherung zusammen, so wird analog verfahren. Anschließend wird bei der ggf. gekürzten Witwenrente der gesetzlichen Rentenversicherung geprüft, ob das eigene Einkommen (Altersrente der gesetzlichen Rentenversicherung) über den Freibetrag liegt und dann unter Umständen nochmals reduziert. Sollte die Eheschließung ab 01/2002 erfolgt sein, ergeben sich noch weitere Besonderheiten. Bitte nutzen Sie den kostenlosen Service der Auskunfts- und Beratungsstellen.
eine schon gewährte Altersrente in eine Berufsunfähigkeitsrente umwandeln geht in der Rentenversicherng nicht.
Ich vermute eher, dass die Klinik für Ihren Mann einen Antrag auf Berufsunfähigkeitsrente aus der Unfallversicherung gestellt hat. Das würde Sinn machen, wenn sich die Krankheit Ihres Mannes aus seinem Beruf entwickelt hat.
Sollte Ihr Mann an dieser (Berufs-)Krankheit versterben, würden Sie von der Unfallversicherung auch eine Witwenrente erhalten. Diese würde dann nach § 93 SGB 6 auf Ihre Witwenrente der Rentenversicherung angerechnet werden. Dazu dann noch Ihre eigene Rente aus der Rentenversicherung gemäß § 97 SGB 6. Die Zusatzrente (vermutlich VBL?) wird nicht auf die Witwenrente angerechnet.
Das gleiche gilt auch für seine Witwerrentenberechnung, falls sie vor Ihrem Mann versterben sollten. Allerdings würde dann sein eigene Unfallrente, sofern er sie denn bekommt (ist ja erst beantragt), ebenfalls als Einkommen nach § 97 SGB 6 angerechnet und nicht nach § 93 SGB 6.
Ja es könnte eine Verletztenrente sein, denn die Berufsgenossenschaft ist involviert.
Das würde heißen, die Verletztenrente würde auf seine Altersrente angerechnet ?
Zitiert von: zwergmutter
Anrechnungsvorschrift §93 Sozialgesetzbuch VI.
Je nach dem Jahresarbeitsverdienst im Jahr vor der Berufskrankheit, dem Grad der Minderung der Erwerbsfähigkeit und der Rentenhöhe der Altersrente wird ggf. eine Kürzung erfolgen.
Lassen Sie sich dazu aber besser von einer Auskunfts- und Beratungsstelle oder einem Versichertenältesten beraten.
Ich habe schon einen Termin bei einem Versicherungsältesten gemacht.
Jetzt weiß ich wenigstens wonach ich fragen sollte.
LG Zwergmutter