Source: http://www.servat.unibe.ch/dfr/bger/190314_9C_1-2019.html
Timestamp: 2020-02-26 00:38:37
Document Index: 63233341

Matched Legal Cases: ['BGer', 'BGer', 'Art. 28', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'Art. 53', 'BGE']

DFR - BGer 9C_1/2019 vom 14.03.2019
BGer 9C_1/2019 vom 14.03.2019
A. A.________ bezog seit 1. Januar 2001 eine halbe Invalidenrente. Diese Rentenzusprechung wurde von der IV-Stelle des Kantons Zürich wiederholt bestätigt, u. a. gestützt auf eine Expertise des Ärztlichen Begutachtungsinstituts GmbH, Basel (ABI), vom 6. Juli 2010. Im Rahmen eines neuerlichen Revisionsverfahrens holte die IV-Stelle ein polydisziplinäres Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle Bern, ZVMB GmbH (MEDAS), vom 3. März 2015 ein. Mit Verfügung vom 18. Oktober 2016 hob die IV-Stelle die Invalidenrente auf den 30. November 2016 auf, wobei sie ausführte, dass die Rente ursprünglich aufgrund eines ätiologisch-pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbilds ohne nachweisbare organische Grundlage zugesprochen worden sei. Für die Aufhebung der Rente sei daher keine Verbesserung des Gesundheitszustandes erforderlich.
B. Die hiegegen eingereichte Beschwerde, mit welcher A.________ hatte beantragen lassen, unter Aufhebung der Verfügung der IV-Stelle sei ihr weiterhin eine halbe Invalidenrente zuzusprechen, eventuell seien zusätzliche medizinische Abklärungen durchzuführen, wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich ab (Entscheid vom 2. November 2018).
C. Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten lässt die Versicherte den vorinstanzlich gestellten Hauptantrag erneuern.
2. Die Vorinstanz hat die Bestimmungen über den nach dem Invaliditätsgrad abgestuften Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG), die Voraussetzungen zur Aufhebung einer laufenden Invalidenrente nach lit. a Abs. 1 der Schlussbestimmungen zur 6. IV-Revision, die Revision der Invalidenrente (Art. 17 Abs. 1 ATSG) und die Rechtsprechung über die dabei in zeitlicher Hinsicht zu vergleichenden Sachverhalte (BGE 133 V 108; E. 2.2 des in BGE 143 V 77 auszugsweise publizierten Urteils 9C_297/2016 vom 7. April 2017) sowie die Wiedererwägung formell rechtskräftiger Verfügungen (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2 S. 414 f. mit Hinweisen) zutreffend dargelegt Darauf wird verwiesen.
3. Nach einlässlicher Würdigung der medizinischen Akten bestätigte das kantonale Gericht die Rentenaufhebung gemäss Verfügung der IV-Stelle vom 18. Oktober 2016. Es legte dar, dass die 2009 eingeleitete, mit Mitteilung der IV-Stelle vom 10. August 2010 abgeschlossene Anspruchsprüfung mangelhaft erfolgt sei. Sie sei als zweifellos unrichtig zu qualifizieren, weil die Beurteilung durch die Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), laut welcher ab Juni 2009 eine hälftige Arbeitsfähigkeit gegeben war, im Widerspruch zur Aktenlage, namentlich zum Bericht des Universitätsspitals B.________ vom 29. Juni 2009, gestanden habe. Mit Blick auf das ABI-Gutachten habe der RAD sodann festgehalten, es könne ab November 2007 eine Arbeitsfähigkeit von 80 % angenommen werden, wobei aber aus formaljuristischen Gründen eine andere Beurteilung des nämlichen Sachverhalts vorliege und für die Revision "im Vergleich zur Verfügung vom 12. Oktober 2009" von einem unveränderten Sachverhalt auszugehen sei. Eine Verfügung, die dieses Datum trägt, gebe es indessen nicht. Aus diesen Gründen sei die Mitteilung vom 10. August 2010 zufolge zweifelloser Unrichtigkeit wiedererwägungsweise aufzuheben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, dem Bundesamt für Sozialversicherungen und der Pensionskasse Post, Bern, schriftlich mitgeteilt.