Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZB%2014/66
Timestamp: 2019-02-18 05:21:34
Document Index: 59207878

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 2247', 'BGH', '§ 172', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 257', 'BGH', 'BGH', '§ 16', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2247', 'BGH', '§ 2247', '§ 2231', 'BGH', '§ 2247']

BGH, 03.02.1967 - III ZB 14/66 - dejure.org
BGH, 03.02.1967 - III ZB 14/66
Erteilung eines Erbscheins als Alleinerbe - Eigenhändig geschriebenes Testament des Erblassers bei Vorlage einer Blaupause - Vorlage zum Bundesgerichthof wegen Abweichung bei der Auslegung einer bundesgesetzlichen Vorschrift - Selbstständigkeit des Erblassers bei der Abfassung seines letzten Willens als Schutzzweck des § 2247 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) - Abgrenzung von Testament und Abschrift nach dem Willen des Erlassers bei Verwendung einer Blaupause
Errichtung eines Testaments mittels Durchschreibebogens (Blaupause) zulässig - Voraussetzung der Eigenhändigkeit liegt vor
BGHZ 47, 68
NJW 1967, 1124
NJW 2017, 3078
(b) Zu Recht hat das Berufungsgericht ferner die Durchschrift des Zeichnungsscheins als Original der Vollmachtsurkunde im Sinne von § 172 BGB angesehen, wenn und weil der Aussteller damit eine gleichwertige Urschrift, nicht nur eine Abschrift herstellen wollte (vgl. BGHZ 47, 68 ff. ("Blaupause"); OLG Naumburg, Urteil vom 29. April 2004 - 2 U 45/03, juris-Datenbank Tz. 68).
Je nach Art des verwendeten Schreibgeräts ist dies aber auch bei einem unmittelbar gefertigten Schriftstück der Fall (vgl. BGHZ 47, 68, 72).
OLG Hamm, 02.10.2012 - 15 W 231/12
Eigenhändigkeit ist nicht gegeben, wenn dem Erblasser die Hand geführt wird und dadurch die Schriftzüge von einem Dritten geformt werden (BGHZ 47, 68, 70).
OLG Frankfurt, 11.02.2013 - 20 W 542/11
Pfeildiagramm kein Testament
Zweck dieses Schriftformerfordernisses ist es insbesondere, den wirklichen Willen des Erblassers zur Geltung kommen zu lassen, in dem es die Selbständigkeit dieses Willens des Erblassers nach Möglichkeit verbürgt und die Echtheit seiner Erklärungen so weit wie möglich sicherstellen soll (BGH, Entscheidung vom 03.02.1967, Az. III ZB 14/66, zitiert nach juris).
Die Schriftzüge sind dann lediglich mit der "Feder in der Hand" des Erblassers hergestellt worden und es fehlt die Eigenhändigkeit (BGHZ 47, 68, 71; NJW 1981, 1900, 1901).
Eine solche Vorgehensweise stellt jedenfalls dann, wenn der Verteidiger aufgrund einer Auslegung des Hinterlegungsantrags im Zusammenhang mit dem Inhalt des Haftverschonungsbeschlusses - wie hier aus den oben genannten Gründen der Fall - als Eigenhinterleger anzusehen ist, eine tatbestandsmäßige Begünstigungshandlung im Sinne des § 257 Abs. 1 StGB dar (vgl. BGHZ 47, 68, 81 und 82).
BGH, 12.03.1981 - IVa ZR 111/80
Zur Schreibhilfe bei eigenhändiger Unterschrift und zur Gültigkeit einer Ehe im …
Was unter einer eigenhändigen Unterschrift in diesem Sinne zu verstehen ist, hat der frühere IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes in seinem Urteil vom 30. Oktober 1952 (IV ZR 83/52 = LM TestG § 16 Nr. 1; vgl. auch BGHZ 27, 274 ff [BGH 19.05.1958 - III ZR 21/57]; 47, 68 ff) ausgeführt.
Eine eigenhändige Niederschrift ist zwingend vorgeschrieben und unerlässlich, um die Echtheit des Testaments aufgrund der individuellen Merkmale, die die Handschrift eines jeden Menschen aufweist, überprüfen zu können (BGH NJW 1967, 1124;… Palandt/Weidlich, BGB, 73. Aufl. 2014, § 2247 Rn. 6).
Formwirksames Testament bei eigenhändigen Durchstreichungen in Fotokopie des …
Dieses Formerfordernis ist unerlässlich, um die Echtheit des Testaments auf Grund der individuellen Merkmale, die die Handschrift eines jeden Menschen aufweist, überprüfen zu können (…BayObLG aaO; BGHZ 47, 68/70;… Staudinger/Baumann BGB (2003) § 2247 Rn. 33).
OLG Karlsruhe, 15.01.2002 - 14 Wx 114/01
Errichtung eines formwirksamen Testaments: Ergänzung der Kopie eines …
Anders als mittels Blaupause, Kohlepapier o. ä. hergestellte Durchschriften (…eingehend Werner, Zur Eigenhändigkeit letztwilliger Verfügungen - Die Durchschrift als Testament -, DNotZ 1972, S. 6 ff., m. umfassenden N.) sind Schriftzüge, die sich als auf fototechnischem Weg gewonnenes Abbild des Originals darstellen, nicht vom Schreiber unmittelbar selbst geformt, so daß die individuellen Merkmale seiner Handschrift nicht hinreichend hervortreten und damit nicht genügend zuverlässig überprüfbar sind (zu diesen Kriterien als Voraussetzung der Eigenhändigkeit im Sinne der §§ 2231 Nr. 2, 2247 Abs. 1 BGB vgl. etwa BGHZ 47, S. 68 ff., 71 f.;… BayObLGZ 1965, S. 258 ff., 261;… auch BayObLG, FamRZ 1990, S. 441 f., 442;… Soergel/Harder, BGB, 12. Aufl. 1992, Rnr. 17;… Staudinger/Baumann, aaO, Rnr. 28;… Burkart, in: Münchener Kommentar BGB, 3. Aufl. 1997, Rnr. 14;… Palandt/Edenhofer, aaO, Rnrn. 5 f. - jeweils zu § 2247).
KG, 06.01.1995 - 1 W 7563/93
Voraussetzungen für die Annahme des Widerrufs eines Testaments
BayObLG, 30.04.1990 - 1a BReg Z 22/89
Wirksamkeit eines verlorengegangenen Testaments; Beweis der Formgültigkeit eines …