Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/223099,0.html
Timestamp: 2019-12-06 15:42:28
Document Index: 51476538

Matched Legal Cases: ['§ 433', '§433', '§ 145', '§145', '§147', '§433', '§151', '§433', '§433', '§ 145', '§145', '§151', '§151', '§433', '§985', '§ 903', '§598', '§598', '§929', '§929', '§604', '§604', '§1004', '§1004', '§604', '§604', '§985', '§1006', '§985']

Fallösungen
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Verfasst am: 10 Feb 2009 - 15:12:12 Titel: Fallösungen
Hallo, ich weiß nicht genau ob ich hier ganz richtig bin, wenn nicht dann
bitte ich um Entschuldigung!
Also ich studiere Wirtschaftswissenschaften im ersten Semester und muss somit auch Recht I machen.
In der Klausur müssen wir einen Fall lösen, und ich versuche grad da komplett durchzusteigen. Nur leider hab ich für die meisten Fälle keine Lösung.
Naja ich hab grad meinen ersten Fall komplett alleine gelöst ^^" Das was ich geschrieben habe kommt mir aber sehr kurz vor, nur ich weiß echt nicht was ich da noch hätte prüfen müssen.
Es wäre super nett wenn Ihr da mal einen Blick drauf werfen könntet!!!
Also hier erstmal der Fall
Dipl.-Psych. Rudolf (R) übernachtet auf einer Reise in einem Hotel. Er nimmt aus der Minibar des Hotelzimmers 2
Flaschen Rotwein. Auf der Minibar liegt eine Preisliste, eine Flasche dieses Rotweines soll 20 Euro kosten. Am
nächsten Tag verlangt der Hotelier (H) vom Dipl.-Psych. Rudolf 40 Euro. Zu Recht?
Und meine Lösung (gem. Gutachtenstil)
Der H könnte aus dem Kaufvertrag gemäß § 433 II BGB die 40 Euro für den Rotwein von R verlangen.
Dafür müsste zwischen H und R ein Kaufvertrag gem. §433 BGB geschlossen worden sein. Ein Kaufvertrag kommt durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen zustande, Antrag und Annahme, §§ 145, 147 II BGB.
Der H hat durch das Ausliegen der Preisliste im Hotelzimmer einen invitatio ad offerendum gem. §145 BGB abgegeben. Durch das herausnehmen der zwei Weinflaschen aus der Minibar, hat der R den Antrag des H angenommen und somit ist der Kaufvertrag zustande gekommen gem. §147 II BGB.
Also ist H berechtigt den Kaufpreis von 40 Euro gem. §433 BGB von R zu verlangen.
Falls ich mit meiner Lösung völlig daneben liege sagt es mir bitte! Für Tipps und Kritik bin ich immer offen
Verfasst am: 10 Feb 2009 - 15:39:09 Titel:
eine invitatio ad offerendum ist aber gerade kein antrag/angebot ,sondern ledilich die aufforderung zur abgabe eines solchen
da es hier nur um die flaschen geht die auch wirklich in der minibar sind, kann man wohl in dem bereitstellen ein angebot des H sehen
es besteht auch rechtsbidungswille, da nicht wie beim schaufenster die gefahr besteht mit unzähligen leuten verträge abzuschließen, sondern nur mit demjeniegen der gerade in dem zimmer wohnt und die flaschen herausnimmt
auf das zugehen der angebotserklärung hat H verzichtet, §151
alternativ könnte man es so konstruieren, dass der "hotelvertrag" zur bezahlung der aus der minibar entnommenen waren verpflichtet
ohne nähere hinweise im sachverhalt würde ich aber zur ersten lösung raten
Zuletzt bearbeitet von Ronnan am 10 Feb 2009 - 16:01:31, insgesamt einmal bearbeitet
Verfasst am: 10 Feb 2009 - 15:59:36 Titel:
danke für die schnelle Hilfe!!! hat mir sehr geholfen
Verfasst am: 10 Feb 2009 - 22:49:02 Titel:
So ich hab den Fall nochmal überarbeitet:
Dipl.-Psych. Rudolf (R) übernachtet auf einer Reise in einem Hotel. Er nimmt aus der Minibar des Hotelzimmers 2 Flaschen Rotwein. Auf der Minibar liegt eine Preisliste, eine Flasche dieses Rotweines soll 20 Euro kosten. Am nächsten Tag verlangt der Hotelier (H) vom Dipl.-Psych. Rudolf 40 Euro. Zu Recht?
(Obersatz) Der H könnte vom R gem. §433 II BGB den Kaufpreis von 40€, für die zwei Flaschen Rotwein verlangen.
Dazu müsste ein Kaufvertrag gem. §433 BGB zustande gekommen sein. Dieser kommt durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen beider Parteien zustande, Antrag und Annahme gem. §§ 145 ff. BGB.
(Obersatz) Durch das Bereitstellen der Weinflaschen in der Minibar, könnte H ein Angebot gem. §145 BGB gemacht haben.
Durch das Angebot wird einem Anderen die Schließung eines Vertrages derart angetragen, das dieser nur noch mit einem bloßen „Ja“ geschlossen werden kann.
Durch Bereitstellen in der Minibar und dem Auslegen Preisschildes sind die notwendigen essentialia negotii im Sachverhalt gegeben.
Somit hat der H dem R ein Angebot gemacht.
(Obersatz) Durch das Herausnehmen der Weinflaschen könnte R gem. §151 BGB das Angebot angenommen haben.
Durch die Annahme gem. §151 BGB kommt ein Vertrag zustande, ohne dass die Annahme dem Antragenden gegenüber erklärt zu werden braucht.
Durch das Herausnehmen der Weinflaschen ist die Annahme des Antrages im Sachverhalt gegeben.
Somit ist ein Kaufvertrag gem. §433 BGB zwischen R und H zustande gekommen.
Dadurch ist H dazu berechtigt den Kaufpreis über 40€ für die zwei Weinflaschen von R zu verlangen.
Hoffe das das jetzt alles so richtig is ^^
Und hab auch gleich den nächsten fall, wäre echt super wenn da nochmal wer drüber schauen könnte!
A leiht dem B ein Buch für die Dauer eines Monats. B gibt es ihm auch nach einem Monat nicht zurück, obwohl er es könnte. Ansprüche des A?
A könnte von B die Herausgabe des Buches gem. §985 BGB verlangen.
Dazu müsste A der Eigentümer gem. § 903 BGB des Buches sein. Der Eigentümer einer Sache kann soweit nicht das Gesetz oder Rechte Dritter entgegenstehen, mit der Sache nach Belieben verfahren und andere von jeder Einwirkung ausschließen.
Dadurch das A dem B das Buch leiht, ist dem Sachverhalt zu entnehmen das A der Eigentümer ist.
A könnte dem B das Buch nur für eine bestimmte Frist gem. §598 BGB übergeben haben.
Dazu müsste A dem B das Buch nur für einen bestimmten Zeitraum gegeben haben gem. §598. Durch einen Leihvertrag, wird der Verleiher einer Sache verpflichtet, dem Entleiher den Gebrauch der Sache unentgeltlich zu gestatten.
Laut dem Sachverhalt, hat A dem B das Buch für einen Monat geliehen.
B könnte der neue Eigentümer des Buches sein gem. §929 BGB.
Dazu müsste eine Einigung und Übergabe gem. §929 BGB stattgefunden haben. Für eine Übertragung des Eigentums an einer beweglichen Sache ist es erforderlich, dass der Eigentümer und der Erwerber sich einig darüber sind, dass das Eigentum übergeben wurde.
Gemäß dem Sachverhalt ist dieses nicht gegeben, da A dem B das Buch nur leiht und ihm nicht das Eigentum übereignet.
B könnte dem A gegenüber zur Herausgabe des Buches gem. §604 BGB verpflichtet sein.
Dazu müsste B der Entleiher der Sache gem. §604 BGB sein. Der Entleiher ist verpflichtet, die geliehene Sache nach dem Ablaufe der für die Leihe bestimmten Zeit zurück zu geben.
A hat dem B gem. Sachverhalt das Buch für eine Dauer eines Monats geliehen.
B könnte dem A das Buch vorenthalten gem. §1004 BGB.
Dazu müsste B dem A das Buch gem. §1004 BGB vorenthalten und ihn somit in seinem Besitz einschränken.
Dadurch das B dem A das Buch nicht zurück gibt auch nach ablaufen der Frist von einem Monat, enthält er dem A das Buch vor.
Also hat A den Anspruch das Buch von B zurück zu verlangen.
Verfasst am: 10 Feb 2009 - 23:06:21 Titel:
a könnte einen anspruch auf ehrausgabe des buchs gemäß §604I haben
ein entsprechender leihvertrag wurden geschlossen
ferner ist die leihfrist verstrichen
a hat somit ein heruasgabeansüruch aus §604I
a könnte fern gegen b einen anspruch auf ehrausgabe gemäß §985 haben
dafür müsste a eigentürmer sein
das geht aus dem SV hervor (außerdem die vermutung des §1006I)
b müsste besitzer sein, dem ist so
außerdem dürfte b kein recht zum besitz haben
da die leihfrist abgelaufen ist, hat er aus dem leihvertrag und auch ansonsten kein recht zum besitz
a kann also nach §985 herausgabe verlangen
1004 ist nicht einschlägig weil er die vorenthaltung nicht mitumfasst