Source: https://www.uni-paderborn.de/en/university/datenschutz/verarbeitung-personenbezogener-daten/
Timestamp: 2019-10-17 23:38:48
Document Index: 17223130

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 5', 'Art. 12', 'Art 13', 'Art. 14', 'Art. 30', 'Art. 32', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 28', 'Art. 35']

Datenschutz - Verarbeitung personenbezogener Daten (Universität Paderborn)
Was ist bei der Verarbeitung personenbezogener Daten zu beachten?
Es sind insbesondere die Regelungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Datenschutzgesetzes Nordrhein-Westfalen (DSG NRW) einzuhalten.
Daher müssen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten folgende Punkte berücksichtigt werden:
Rechtmäßigkeit der Verarbeitung: Es muss eine gesetzliche Erlaubnisregelung vorliegen oder es muss eine Einwilligung der Betroffenen eingeholt werden (Art. 6 DSGVO). („Verbot mit Erlaubnisvorbehalt“)
Datenminimierung und Zweckbindung: Es dürfen nur die für die jeweiligen Zwecke erforderlichen Daten verarbeitet werden und die erhobenen Daten dürfen für keine anderen Zwecke verwendet werden − abgesehen von geregelten Ausnahmen bspw. im Bereich der wissenschaftlichen Forschung (Art. 5 DSGVO).
Informationspflichten: Die betroffenen Personen sind über die Verarbeitung in präziser, transparenter, verständlicher und leicht zugänglicher Form zu informieren (Art. 12, Art 13, Art. 14 DSGVO).
Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten: Alle wesentlichen Angaben zu den verschiedenen Verarbeitungen personenbezogener Daten (z. B. Personalverwaltung, Studierendenverwaltung oder Forschungsvorhaben) sind im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten (VVT) zu dokumentieren (Art. 30 DSGVO)
Sicherheit der Verarbeitung: Die Verarbeitung ist durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen gegen Bedrohungen und Gefahren zu schützen. Es ist ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten. (Art. 32 DSGVO)
Betroffenenrechte: Die Rechte der betroffenen Personen auf Auskunft (Art. 15 DSGVO), Berichtigung (Art. 16 DSGVO), Löschung von Daten (Art. 17 DSGVO), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO), Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO) oder Widerspruch (Art. 21 DSGVO) sind zu berücksichtigen.
Auftragsverarbeitung: Werden personenbezogene Daten im Auftrag der Universität Paderborn durch externe Stellen verarbeitet, so sind die Regelungen zur Auftragsverarbeitung (AV) zu beachten und es ist ein Vertrag zur Auftragsvereinbarung zu schließen (Art. 28 DSGVO).
Datenschutz-Folgenabschätzung: Entsteht durch die Form der Verarbeitung von personenbezogenen Daten voraussichtlich ein hohes Risiko für Rechte und Freiheiten natürlicher Personen, so muss eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchgeführt werden, d. h. die Folgen für den Schutz personenbezogene Daten müssen abgeschätzt und geeignete Abhilfemaßnahmen zur Bewältigung der Risiken ergriffen werden (Art. 35 DSGVO). Dies trifft für die meisten Verarbeitungen an der Universität nicht zu, die DSFA ist also eher die Ausnahme als die Regel.
Wenn Sie Fragen zur Verarbeitung personenbezogener Daten haben, wenden Sie sich an die Datenschutzkoordinatorin bzw. den Datenschutzkoordinator Ihres Bereichs.