Source: https://www.diebewertung.de/grand-resort-heiligendamm-gmbh-co-kg-kommt-nicht-auf-einen-gruenen-zweig/
Timestamp: 2018-03-21 08:59:09
Document Index: 371647785

Matched Legal Cases: ['§ 264', '§ 267', '§ 266', '§ 275', '§ 252', '§ 253', '§ 253', '§ 266', '§ 266', '§ 285', '§ 285', '§ 181', '§ 288', '§ 285']

Grand Resort Heiligendamm GmbH & Co. KG-kommt nicht auf einen grünen Zweig - Diebewertung
Grand Resort Heiligendamm GmbH & Co. KG-kommt nicht auf einen grünen Zweig
1. April 2016 Fonds (Blindpool) Keine Kommentare
Mitten in der Pampa, so könnte man sagen steht das Hotel, und zugegeben es ist ein tolles Hotel wo es sich auch mal lohnt zu Übernachten, aber 2 Wochen Urlaub machen in der Umgebung will man dann auch eher selten. Vielleicht ist genau das der Grund warum man nicht so richtig auf einen „grünen Zweig“ kommt mit den Bilanzzahlen
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.494.830,00 1.497.918,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Beulen einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.258.572,59 12.420.948,10
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.968.970,65 3.850.353,99
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 130.945,88 69.370,87
16.364.489,12 16.340.672,76
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 429.693,64 367.683,13
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 957.789,02 805.312,09
2. eingeforderte, noch ausstehende Einlagen Kommanditisten 0,00 275.000,00
3. andere Forderungen gegen Gesellschalter 0,00 389.114,44
4. sonstige Vermögensgegenstände 92.451,66 571.770,63
1.050.240,68 2.041.197,16
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 288.252,16 382.211,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 135.484,46 118.504,82
19.762.990,06 20.748.187,24
1. Haftkapital 500.000,00 500.000,00
2. variables Kapital -175.628.40 -28.234,94
324.371,60 471.765,06
B. Einlagen stiller Gesellschafter 2.919.344,39 4.500.000,00
1. sonstige Rückstellungen 466.496,10 705.008,15
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 349.967,75 0,00
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 180.774,14 86.992,01
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 781.821.11 1.176.218,38
4. Verbindlichkeiten gegenüber Komplementären 1.500,00 250,00
5. andere Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 13.385.951,12 13.680.391,67
6, sonstige Verbindlichkeiten 1.347.663,85 114.952,00
16.047.677,97 15.058.804.06
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2/ 5.100,00 12.609,97
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2014 bis 31.12.2014
Grand Resort Heiligendamm GmbH & Co.KG, Hannover
1. Umsatzerlöse 13.282.405,81 7.180.016,71
2. Gesamtleistung 13.282.405,81 7.180.016,71
aa) sonstige ordentliche Erträge 115.548,32 10.384,54
b) Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens 5.042,02 0,00
c) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 10.541,60 0,00
131.131,94 10.384,54
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.832.355,66 980.217,40
a) Löhne und Gehälter 4.723.634,09 2.450.151,45
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 995.232,96 506.562,62
5.718.867,05 2.956.714,07
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 991.247,27 360.182,16
aa) Raumkosten 1.014.943,85 556.164,28
ab) Reparaturen und Instandhaltungen 468.317,60 515.434,42
ac) Fahrzeugkosten 48.596,41 22.252,59
ad) verschiedene betriebliche Kosten 4.257.405,00 2.002.234,96
5.789.262,86 3.096.086,25
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27,60 1.848,35
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 495.023,36 50.391,67
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.413.190,85 -251.341,95
11. außerordentliche Aufwendungen 0,00 15,75
12. außerordentliches Ergebnis 0,00 -15,75
13. sonstige Steuern 59.493,78 29.741,68
14. Erträge aus Verlustübernahme 1.326.541,17 0,00
15. Jahresfehlbetrag 146.143,46 281.099,38
Die Grand Resort Heiligendamm GmbH & Co. KG, Hannover, ist eine mittelgroße Gesellschaft im Sinne des § 264a Abs. 1 i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt.
Im Vorjahr lag auf Grund der Gründung am 25. Juni 2013 ein Rumpfwirtschaftsjahr vom 25. Juni 2013 bis zum 31. Dezember 2013 vor. Die Zahlen des Geschäftsjahres sind aus diesem Grund mit dem Vorjahr nicht vergleichbar.
Die Gliederungsvorschriften der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung §§ 266, 275 HGB wurden beachtet. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) angewandt.
Bei der Bewertung der Wirtschaftsgüter wurden die Vorschriften des Handelsgesetzbuches, §§ 252 ff. beachtet.
Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über einen Zeitraum der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.
Der Firmenwert aus dem Erwerb des Grandhotels Heiligendamm wird über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer begründet sich durch die Kundenbindungsdauer.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Sachanlagen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Beim Zugang von abnutzbaren beweglichen Vermögenswerten wird die Abschreibung pro rata temporis ermittelt. Sachanlagen mit Anschaffungskosten bis EUR 410,00 werden mit der Anschaffung in den Aufwand gebucht.
Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bilanziert.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge durch Bildung von Einzelwertberichtigungen vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht.
Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalwert angesetzt worden.
Als Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen werden alle bis zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen berücksichtigt. Sie wurden gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.
Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB passiviert.
III. Erläuterungen zu den Bilanzposten
Die Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2014 ist dem Anlagenspiegel (Anlage III, Seite 8) zu entnehmen.
Im Vorjahr erfolgte eine Wertberichtigung auf Vorräte in Höhe von EUR 54.819,85.
Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Von dem mit Eintragung vom 15. Juli 2013 in das Handelsregister eingetragene Kommanditkapital in Höhe von EUR 500.000,00 sind die noch ausstehenden Einlagen in Höhe von EUR 275.000,00 am 25. Februar 2014 eingezahlt worden.
Das Kapital des stillen Gesellschafters wird abwichend von § 266 HGB in einem gesonderten Posten nach dem Eigenkapital ausgewiesen.
Der Vertrag über die stille Gesellschaft kann jährlich gekündigt werden.
Die sonstigen Rückstellungen über EUR 466.496,10 betreffen Rückstellungen für Reparaturen und Wartung über EUR 92.181,12, für Abschluss- und Prüfungskosten über EUR 30.000,00, für Personalkosten über EUR 321.290,17 sowie für Abgaben über EUR 23.024,81.
Gesamtbetrag Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit davon
31.12.2014 bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre besichert
1. Verbindlichkeiten gegenüber 349.968 349.968 0 0 0
Kreditinstituten (0) (0) (0) (0) (0)
2. erhaltene Anzahlungen 180.774 180.774 0 0 0
auf Bestellungen (86.992) (86.992) (0) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten aus 781.821 781.821 0 0 0
Lieferungen und Leistungen (1.176.218) (1.176.218) (0) (0) (0)
4. Verbindlichkeiten gegenüber 13.387.451 13.387.451 0 0 0
Gesellschaftern (13.680.642) (13.680.642) (0) (0) (0)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.347.664 973.112 374.552 0 0
(114.952) (114.952) (0) (0) (0)
16.047.678 15.673.126 374.552 0 0
(15.058.804) (15.058.804) (0) (0) (0)
(Angaben des Vorjahres in Klammern)
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern über EUR 13.387.451,12 bestehen gegenüber dem stillen Gesellschafter in Höhe von EUR 13.385.951,12 und der Komplementärin in Höhe von EUR 1.500,00 und stellen sämtlich sonstige Verbindlichkeiten dar.
Die kurzfristige Verbindlichkeit gegenüber dem stillen Gesellschafter soll in 2015 in eine langfristige Finanzierung umgewandelt werden.
Die sonstigen Verbindlichkeiten über TEUR 1.348 beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 6, Grunderwerbsteuer in Höhe von TEUR 701 (Vorjahr TEUR 53).
Abweichend von der Gliederung nach § 266 sind Verbindlichkeiten aus Mietkäufen und Finanzeierungen in Höhe von TEUR 552 unter den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst.
Gemäß § 285 Nr. 4 HGB sind ferner im Anhang die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geografisch bestimmten Märkten aufzugliedern, soweit diese sich erheblich voneinander unterscheiden. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft werden ausschließlich im Inland und aus Hotelbetriebstätigkeiten erzielt, sodass keine erhebliche Unterscheidung innerhalb der Tätigkeitsbereiche sowie der geografisch bestimmten Märkte vorliegt. Danach unterbleibt eine Aufgliederung im Sinne des § 285 Nr. 4 HGB.
a) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen im Geschäftsjahr Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 60 p.a. Die Verträge sind auf unbestimmte Zeit geschlossen und können mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden.
Pachtverpflichtungen bestehen über insgesamt TEUR 61. Die Verträge sind bis 2016 bzw. 2021 fest abgeschlossen.
Leasingverpflichtungen bestehen über TEUR 23. Die Verträge haben eine Laufzeit von 32 Monaten.
Verpflichtungen aus Einrichtungsmieten bestehen in Höhe von TEUR 40. Die Verträge haben eine Laufzeit von 24 Monaten.
Wartungskosten in Höhe von TEUR 38 betreffen Verträge zur Soft- und Hardwarepflege und haben Laufzeiten über einem Jahr.
b) Haftungsverhältnisse
Für fremde Verbindlichkeiten besteht eine Gesamtschuldnerische Mithaftung in Höhe von TEUR 2.000. Die Geschäftsführung schätzt das Risiko der Haftungsinanspruchnahme auf Grund der Vermögens,- Finanz- und Ertragslage des Sicherungsnehmers als gering ein.
c) Arbeitnehmer
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr durchschnittlich 225 (Vorjahr: 110) Arbeitnehmer beschäftigt.
d) Persönlich haftende Gesellschafterin
Persönlich haftende Gesellschafterin der Grand Resort Heiligendamm GmbH & Co. KG, Hannover, ist die Grand Resort Heiligendamm Verwaltungsgesellschaft mbH, Hannover, (Amtsgericht Hannover HRB 210013) mit einem gezeichneten Kapital über EUR 25.000,00.
Die Geschäftsführung erfolgte durch die persönlich haftende Gesellschafterin Grand Resort Heiligendamm Verwaltungsgesellschaft mbH, Hannover (Stammkapital EUR 25.000,00). Sie wurde im Berichtsjahr vertreten durch Herrn Kaufmann Patrik G. Weber, Albershausen. Er ist alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gem. § 288 Abs. 1 HGB verzichtet.
f) Geschäfte mit nahestehenden Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB
Im Geschäftsjahr wurden folgende Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt:
atypisch stillen Beteiligung (TEUR 4.500)
unverzinsliches Darlehen (TEUR 13.180)
Damit sind sämtliche Geschäfte nit nahestehenden Personen dargestellt.
Hannover, im März 2015
Patrick G. Weber
Die Grand Resort Heiligendamm GmbH & Co. KG ist Eigentümerin der Grundstücke Prof.-Dr.-Vogel-Straße 6 in Bad Doberan/Heiligendamm, dem Top Standort an der Mecklenburgischen Ostseeküste, mit einer Größe von insgesamt 40.200 qm, welches mit einem hochwertigen Hotel-Gebäude-Ensemble (bestehend aus insgesamt 8 Gebäuden) bebaut ist. Die Bruttogeschossfläche aller zugehörigen Gebäude liegt bei rund 34.500 m2. Der Komplex umfasst 203 Gästezimmer (davon 77 Suiten), vier gastronomische Einrichtungen, einen Ballsaal sowie zehn Tagungsräume, eine Bibliothek, einen SPA, einen Kinder-Club sowie ein Wirtschaftsgebäude. Die unterschiedlichen Gebäude und ihre jeweilige Nutzung sind im Folgenden kurz beschrieben.
Das Grand Hotel (Baujahr 1873) liegt nordöstlich des Kurhauses, direkt an der Hotelvorfahrt und beherbergt im Erdgeschoss den Haupteingang des Hotelkomplexes einschließlich Empfangshalle, Rezeption und Verwaltungsräumen, die Nelson Bar und die Bibliothek. Auf den vier Obergeschossen des Hauses befinden sich insgesamt 46 Gästezimmer (16 Suiten).
In dem südöstlich des Kurhauses gelegenen Severin Palais (Baujahr 2003) befindet sich neben weiteren 66 Gästezimmern (17 Suiten, 2 behindertengerechte Zimmer), der 2.800 m2 große SPA (Unter- und Erdgeschoss) des Hotels mitsamt der SPA Bar, die in den Sommermonaten durch die rund 670 m2 große Dachterrasse des Hauses zusätzlichen Raum bietet. Der SPA umfasst ein innenliegendes Schwimmbecken, eine finnische Sauna, eine Biosauna, eine Damensauna, ein Dampfbad, ein Kaldarium, einen Eisraum, einen Fitnessraum, einen Yoga-Raum und 15 Behandlungsräume.
Das Kurhaus (Baujahr 1816) bildet den Mittelpunkt der Anlage. Das Gebäude verfügt als einziges des Ensembles nicht über Gästezimmer, sondern beheimatet im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss neben den Konferenz- und Tagungsflächen (Ballsaal, zehn Konferenzräume) drei der gastronomischen Einrichtungen und die Hauptküche des Hotels. Direkt hinter der Säulenfassade im Erdgeschoss liegt das Hauptrestaurant der Anlage, das Kurhaus Restaurant, das von seiner Terrasse Blick auf die Ostsee bietet. Direkt im Anschluss an das Hauptrestaurant befindet sich das mit einem Michelin Stern ausgezeichnete Gourmetrestaurant Friedrich Franz. In einem Wandelgang im Erdgeschoss, der das Kurhaus mit dem Haus Mecklenburg verbindet, liegt die Baltic Sushi Bar.
Das Haus Mecklenburg (Baujahr 1838) liegt nördlich des Kurhauses direkt am Ostseestrand.
Auf die vier Etagen verteilen sich ausschließlich 47 Gästezimmer (17 Suiten). Auf dem angrenzenden Strandabschnitt befindet sich die Strandbar.
0 Die Burg Hohenzollern (Baujahr 1843, Rekonstruktion nach Brand 1945) liegt westlich des Kurhauses und ist das kleinste der für den Hotelbetrieb genutzten Gebäude. Das im Stil einer Tudorburg errichtete Gebäude verfügt insgesamt über 18 Gästezimmer (9 Suiten).
Im Untergeschoss des dreistöckigen Gebäudes liegt die Davidoff Lounge. Vor der Burg Hohenzollern befindet sich der hoteleigene Helikopterlandeplatz.
Die südwestlich des Kurhauses gelegene Orangerie (Baujahr 1878) gliedert sich in zwei Flügel (Orangerie I und II) und bildet nach Süden hin den Abschluss des Hotelensembles. Im Erdgeschoss von Flügel I finden sich rund 600 m2 hochwertiger Einzelhandelsflächen (inklusive Friseursalon). Die übrige Fläche der beiden Flügel entfällt auf 24 Gästezimmer (19 Suiten), darunter auch vier Maisonette-Suiten im Flügel II.
Das Haus Brahn (Baujahr 1905) befindet sich südwestlich des Kurhauses und beherbergt auf über 420 m2 den Kinderclub des Hauses, in dem Kinder ab drei Jahren zwischen 10 und 20 Uhr unentgeltlich betreut werden.
Das Wirtschaftsgebäude (Baujahr 2003) liegt ebenfalls südwestlich des Kurhauses. Es verfügt über rund 2.600 m2 und beherbergt Back-of-House-, Verwaltungs- sowie technische Einrichtungen des Hotelbetriebs, wie z. B. Personalaufenthaltsräume, Kantine, Kühlräume und Kühltechnik. Auch die Anlieferung und Entsorgung erfolgen über diesen Trakt.
Das Hotel verfügt über 220 KFZ-Stellplätze, die sich außerhalb der Hotelanlage auf zwei Parkplätzen befinden und durch das Hotel gepachtet werden:
Es ist nicht nach DEHOGA Richtlinien klassifiziert, versteht sich jedoch als 5-Sterne-Superior-Haus. Dem wird durch die Mitgliedschaften in der LHW Leading Hotels of the World und der Selektion Deutscher Luxushotels (SDL) Rechenschaft getragen. Das Grand Hotel Heiligendamm wird ganzjährig betrieben.
Es ist erklärtes Ziel, das Grand Hotel Heiligendamm als führendes Urlaubsresort an der Mecklenburgischen Ostseeküste und deutschlandweit zu positionieren.
Neben der Gewinnung neuer Kundengruppen gilt es auch den lokalen Wettbewerbern Marktanteile abzunehmen. Die nachhaltige Maximierung des Umsatzes soll durch eine optimale Kombination aus Zimmerrate und Auslastung erreicht werden, bei gleichzeitiger Optimierung der Kosten.
Im Geschäftsjahr 2014 — dem ersten vollen Geschäftsjahr unter dem neuen Eigentümer — wurden Kostenoptimierung und die Verbesserung der operativen Abläufe weitergetrieben und zeigen deutliche Erfolge. Den Themen Kosten/Nutzen und „operative Exzellenz“ wird auch künftig hohe Aufmerksamkeit geschenkt.
Im Jahr 2014 wurden zudem umfangreiche Marketing- und Vertriebsmaßnahmen durchgeführt, bzw. für die Folgejahre initiiert, um das Grand Hotel Heiligendamm in den relevanten Märkten bekannt zu machen und entsprechende Buchungen generieren zu können.
Neben der verstärkten Nutzung von Netzwerken und Kooperationen auf lokaler Ebene wurde das Hotel auch auf Messen präsentiert. Ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten lag in dem Um- und Ausbau der E-Commerce Aktivitäten zur Erhöhung der Direktbucher und Senkung der Kommissionskosten. Hier wurde die Entwicklung einer neuen Homepage beauftragt, die im Herbst 2015 online gehen wird.
Auch für die Folgejahre gilt es vor allem den vertrieblichen Aspekten weiterhin hohe Aufmerksamkeit zu widmen und das Angebotsspektrum zu erweitern.
Die bereits im Jahresabschluss 2013 erwähnten „Überlegungen hinsichtlich der Erweiterung des gastronomischen Angebotes und der Erweiterung bzw. Modernisierung des SPA-Bereiches“ befinden sich zwischenzeitlich in konkreter Planung.
Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2014 insgesamt als stabil erwiesen: Um 1,5 % war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) höher als im Vorjahr und lag damit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,2 %. Dies ergaben Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis).
In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP sehr viel moderater gewachsen (2013 um 0,1 % und 2012 um 0,4 %). Dabei konnte sich die deutsche Wirtschaft offensichtlich in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld behaupten und dabei vor allem von einer starken Binnennachfrage profitieren.
Die konjunkturelle Lage hatte sich dabei nach einem starken Jahresauftakt und der folgenden Schwächephase im Sommer zum Jahresende 2014 stabilisiert.
Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts war der Konsum wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft: Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 1,1 %, die des Staates um 1,0 %. Auch die Investitionen legten zu: Im Inland investierten Unternehmen und Staat zusammen 3,7 % mehr in Ausrüstungen — das sind vor allem Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge — als ein Jahr zuvor. Die preisbereinigten Bauinvestitionen erzielten ebenfalls ein kräftiges Plus von 3,4 %. Die Sonstigen Anlagen — dazu gehören seit der VGR-Generalrevision im Sommer 2014 auch Ausgaben für Forschung und Entwicklung — lagen um 1,2 % über dem Vorjahresniveau. Der deutsche Außenhandel gewann im Jahresdurchschnitt 2014 trotz eines weiterhin schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds etwas an Dynamik: Deutschland exportierte preisbereinigt 3,7 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Jahr 2013. Die Importe legten aber fast genauso stark zu (-13,3 %). Die Differenz zwischen Exporten und Importen — der Außenbeitrag — leistete dadurch einen vergleichsweise geringen Beitrag von + 0,4 Prozentpunkten zum BIP-Wachstum 2014.
Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts konnten fast alle Wirtschaftsbereiche zur Belebung der deutschen Wirtschaft beitragen. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche in Deutschland stieg in 2014 um 1,4 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte 2014 mit 42,7 Millionen das achte Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Das waren 371 000 Personen oder 0,9 % mehr als im Vorjahr.
Das Beherbergungsgewerbe in Deutschland konnte in 2014 gegenüber 2013 ein Umsatzplus von 3,1% verzeichnen. Mit 424,1 Mio. Übernachtungen wurde gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 3,1% erzielt. Der deutsche Hotel- und Gaststättenverband geht auch weiterhin davon aus, dass die gute Entwicklung für die Branche anhalten wird.
Von der zunehmenden Binnennachfrage und dem ebenfalls zunehmenden Deutschlandtourismus konnte die Hotellerie und Gastronomie profitieren.
Auch in 2014 war Mecklenburg-Vorpommern der deutsche Spitzenreiter bei der Tourismusintensität (Übernachtungen je 1.000 Einwohner).
Mit einem Wert von 17.991 liegt das Bundesland deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 5.250. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine weitere Steigerung, die den unverändert hohen Stellenwert des Tourismus unterstreicht.
In diesem kontinuierlichen Wachstum kommt die insbesondere für deutsche Touristen zunehmende touristische Attraktivität des Bundeslandes zum Ausdruck.
Insgesamt ist es daher nicht verwunderlich, dass das Gastgewerbe und der Tourismus eine hohe Bedeutung haben.
Die Beherbergungsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern zählten im Jahr 2014 rund 28,7 Mio. Übernachtungen. Nach Angaben des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern entspricht dies einer Zunahme von 2,1% gegenüber dem Jahr 2013 und liegt damit über dem bisherigen Rekordwert aus 2009; da waren es 28,4 Millionen.
Fast alle Reisegebiete Mecklenburg-Vorpommerns haben im Bereich der Übernachtungen in 2014 zugelegt. Die Reiseregionen Rügen/Hiddensee, Mecklenburgische Ostseeküste, Mecklenburgische Schweiz und Seenplatte sowie Westmecklenburg liegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Plus. Am stärksten stiegen die Übernachtungen im Bereich der Mecklenburgischen Schweiz und Seenplatte (4- 3,7 Prozent).
Im Geschäftsjahr 01.01.2014 bis 31.12.2014 konnte eine Belegung von 51,5 % erreicht werden, was einer Steigerung von rd. 3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies lag zum einen an den erneut guten meteorologischen Bedingungen in den Monaten Juli bis September und einem ebenfalls milden Spätsommer bis Anfang/Mitte Oktober 2014 in der Ostseeregion bei zeitgleich deutlich ungünstigerer Witterung im südlichen und westlicheren Teil Deutschlands.
Zudem lässt sich aus unserer Sicht ein Trend zum „Urlaub in Deutschland“ feststellen. Dies auch aufgrund der anhaltenden Unruhen in verschiedenen Urlaubsregionen im Ausland.
Ungemindert ist zudem das Interesse von Stammgästen und neuen Gästen, die Entwicklung des Grand Hotels unter der neuen Leitung und dem neuen Eigentümer zu beobachten.
Erfreulich ist dabei insbesondere, dass die Gäste des Grand Hotels bereit sind, die hohe Qualität des Hauses und die nach und nach stattfindenden Investitionen in die Erhaltung des Standards durch entsprechende Preise zu honorieren. Unverändert sehen wir in diesem Bereich jedoch im Vergleich zu anderen Marktteilnehmer im Luxus-Segment noch Entwicklungspotential.
Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich auf TEUR 13.282 und lagen damit rd. TEUR 1.300 (= Steigerung um 11%) über dem Vergleichszeitraum 01.01.2013 bis 31.12.2013 (TEUR 11.900) in dem sich das Grand Hotel vom 01.01.2013 bis 31.07.2013 in Insolvenz befand.
Das operative Betriebsergebnis (EBITDA) liegt bei – TEUR 14. Das Finanzergebnis beträgt – TEUR 495. Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres beläuft sich auf – TEUR — 1.473.
3. Finanzierung der Gesellschaft
Die Gesellschaft war zum 31.12.2014 nahezu ausschließlich über den Gesellschafter refinanziert (Jahresendvaluta Euro 13,386 Mio.).
Eine Kreditlinie, sowie eine Linie für Refinanzierung von Investitionen im Wege des Mietkauf und/oder Leasing wurden der Gesellschaft seitens der OstseeSparkasse, Rostock in Höhe von jeweils TEuro 500 — insgesamt somit TEUR 1.000 — unbefristet gewährt.
Für das Jahr 2015 wird eine weitere Steigerung des Gesamtumsatzes um ca. 10,0% erwartet. Die Erreichung dieses Ziels ist insbesondere in der Ferienhotellerie stark vom Faktor Wetter abhängig. Dies vor dem Hintergrund, dass ein Großteil aller Buchungen nur mit einem Vorlauf von 2 – 4 Wochen erfolgen. Ein weiterer Risikofaktor in der Hotelbranche ist der Mangel an Fachkräften, der auch in Mecklenburg-Vorpommern nach wie vor zu spüren ist.
4.2 Chancenbericht
Durch professionelles Marketing, aktive Vertriebstätigkeit und kontinuierliche Pressearbeit kann die Bekanntheit des Grand Hotel Heiligendamm in den relevanten Marktsegmenten weiter ausgebaut werden, mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Auslastung.
Dabei geht es vorallem darum, potentiellen Urlaubs- und Tagungsgästen zu vermitteln, dass die wirtschaftliche Situation des Grand Hotel Heiligendamm nach Jahren der Unruhe nun in eine Kontinuität geführt wurde und stabil ist und man seinen Urlaub, private Festlichkeiten oder geschäftliche Veranstaltungen auch wieder langfristig im Voraus buchen kann.
Der kontinuierliche Ausbau der Servicequalität durch qualifizierte Aus- und Fortbildungsmaßnahmen wird im Ergebnis zu einer nachhaltigen hohen Gästezufriedenheit führen. Durch den Auf- und Ausbau und der Rückgewinnung von Stammgästen kann zudem die Vorlaufzeit bei den Buchungen erhöht und mehr Planungssicherheit erreicht werden.
5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Geschäftsjahresende
Zum 01.01.2015 ist mit Herrn Thomas Peruzzo ein neuer Direktor ins Unternehmen eingetreten. Herr Peruzzo wurde zudem neben Herrn Patrick G. Weber zum weiteren Geschäftsführer bestellt.
6. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
Die Geschäftsleitung erwartet für 2015 eine Umsatzsteigerung von ca. 10,0% auf über TEUR 14.500. Das EBITDA für 2015 wird sich weiter deutlich verbessern. Die Unternehmensplanung weist für 2015 ein EBITDA von TEUR 950 aus.
Der absehbare Umsatzanstieg ist vor allem der sich auch in 2015 fortsetzenden Steigerung der durchschnittlichen Zimmerrate geschuldet. Es zeichnet sich zudem auch für 2015 eine weitere Steigerung der Belegungsquote um 3 — 5 % ab.
An der Optimierung der Kostenstruktur und Steigerung der Servicequalität wird auch weiterhin gearbeitet.
Die Finanzierung des Geschäftsjahres 2015 ist gesichert.