Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BAGE%20111,%2036
Timestamp: 2019-05-25 08:34:19
Document Index: 210444718

Matched Legal Cases: ['§ 87', '§ 5', '§ 12', '§ 3', '§ 87', '§ 88', '§ 91', '§ 3', '§ 87', '§ 88', '§ 91', '§ 87', '§ 12', '§ 87', '§ 5']

BAG, 08.06.2004 - 1 ABR 13/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,981
BAG, 08.06.2004 - 1 ABR 13/03 (https://dejure.org/2004,981)
BAG, Entscheidung vom 08.06.2004 - 1 ABR 13/03 (https://dejure.org/2004,981)
BAG, Entscheidung vom 08. Juni 2004 - 1 ABR 13/03 (https://dejure.org/2004,981)
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BetrVG § 87 Abs. 1 Nr. 7 ArbSchG § 5 ArbSchG § 12 BildscharbV § 3
EBetrVG, ArbSchG, BildscharbV
Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats bei Gefährdungsbeurteilungen an Bildschirmarbeitsplätzen; Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats bei Unterweisungen nach dem Arbeitsschutzgesetz; Zulässigkeit eines Feststellungsantrags bezüglich einer Feststellung der Zuständigkeit einer Einigungsstelle; Anforderungen an den Antrag bei Streitigkeiten über das Mitbestimmungsrecht; Begriff des Gesundheitsschutzes im Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG); Umfang des Mitbestimmungsrechts nach § 87 Abs. 1 Nr. 7 Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BAG vom 08.06.2004, Az.: 1 ABR 13/03 (Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats)" von der Redaktion der Zeitschrift AiB, original erschienen in: AiB 2006, 579 - 581.
BAGE 111, 36
NZA 2004, 1175
DB 2004, 2274
Dann verbliebe möglicherweise für freiwillige Betriebsvereinbarungen nach § 88 Nr. 1 BetrVG und für Verlangen des Betriebsrats nach § 91 BetrVG kein nennenswerter Raum mehr (BAG 8. Juni 2004 - 1 ABR 13/03 - zu B I 2 a bb (2) der Gründe, BAGE 111, 36) .
§ 3 ArbSchG stellt damit entgegen der Auffassung der Rechtsbeschwerde nicht nur eine umfassende Generalklausel ohne konkreten Regelungsgegenstand dar, die nicht der Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG unterliegt (zu dieser Unterscheidung BAG 8. Juni 2004 - 1 ABR 13/03 - zu B I 2 b bb (2) der Gründe, BAGE 111, 38) .
Dann verbliebe möglicherweise für freiwillige Betriebsvereinbarungen nach § 88 Nr. 1 BetrVG und für Verlangen des Betriebsrats nach § 91 BetrVG kein nennenswerter Raum mehr (BAG 8. Juni 2004 - 1 ABR 13/03 - zu B I 2 a bb (2) der Gründe, BAGE 111, 36).
Dafür muss der jeweilige Streitgegenstand so konkret umschrieben werden, dass die Streitfrage mit Rechtskraftwirkung zwischen den Betriebsparteien entschieden werden kann (8. Juni 2004 - 1 ABR 13/03 - zu B I 2 a aa der Gründe mwN, BAGE 111, 36).
Ebenso wenig kommt es auf eine subjektive Regelungsbereitschaft des Arbeitgebers an (BAG 8. Juni 2004 - 1 ABR 13/03 - zu B I 2 b aa der Gründe mwN, BAGE 111, 36).
Der Begriff des Gesundheitsschutzes in § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG stimmt mit demjenigen des Arbeitsschutzgesetzes überein (BAG 8. Juni 2004 - 1 ABR 13/03 - zu B I 2 b bb (1) der Gründe, BAGE 111, 36).
Dies ist der Fall, wenn sie Maßnahmen zur Gewährleistung des Gesundheitsschutzes verlangen, die zu treffenden Maßnahmen aber nicht selbst detailliert beschreiben, sondern dem Arbeitgeber ein zu erreichendes Schutzziel vorgeben (vgl. BAG 8. Juni 2004 - 1 ABR 13/03 - zu B I 2 b aa der Gründe, BAGE 111, 36).
Daher sperrt der negative Feststellungsantrag die Möglichkeit eines auf das gleiche Rechtsschutzziel gerichteten positiven Feststellungsbegehrens (vgl. BAG 8. Juni 2004 - 1 ABR 13/03 - zu B II 2 der Gründe mwN, BAGE 111, 36) .
Hierzu gehört auch die durch § 12 ArbSchG dem Arbeitgeber auferlegte Verpflichtung, die Beschäftigten über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu unterweisen (BAG 8. Juni 2004 - 1 ABR 13/03 - zu B I 2 b cc der Gründe mwN, BAGE 111, 36) .
(1) Der Betriebsrat verweist zutreffend darauf, dass er dem Grunde nach ein Mitbestimmungsrecht nach § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG bei der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG hat (ausf. BAG 8. Juni 2004 - 1 ABR 13/03 - zu B I 2 b bb der Gründe, BAGE 111, 36) .
Bei sehr weit gefassten, dem Gesundheitsschutz dienenden gesetzlichen Generalklauseln kann deshalb ein erzwingbares Mitbestimmungsrecht nicht ohne Einschränkungen bestehen (BAG, Beschluss vom 08.06.2004 - 1 ABR 13/03 - AP Nr. 13 aaO.).
BAG, 11.12.2012 - 1 ABR 81/11
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