Source: https://landesintegrationsrat.nrw/?mailpoet_router&endpoint=view_in_browser&action=view&data=WzQsImQ0NjExNGNlZDY2ZSIsMCwwLDAsMV0
Timestamp: 2020-07-06 05:11:41
Document Index: 75202328

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 19', '§ 7', '§ 16', '§ 17', '§ 9', '§ 11', '§ 6']

Newsletter des Landesintegrationsrates NRW Nr. 1/2020 vom 15. Januar 2020
Tayfun Keltek, Vorsitzender des Landesintegrationsrates NRW, stellt anlässlich des Jahrestages der Verkündung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (AEMR), die Besonderheit der Resolution vom 10. Dezember 1948 heraus: „Die Erklärung der Vereinten Nationen ist ein Quantensprung in der Entwicklungshistorie der Menschenrechte. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit wurden damit Rechte formuliert, die für alle Menschen gleichermaßen gelten. Dieser universelle Charakter verleiht der AEMR einen herausragenden Stellenwert und ist gleichwohl als Aufforderung zur Umsetzung dieser zu verstehen.“
Der erste Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte garantiert jedem Menschen die gleichen Rechte. Dabei spielen Herkunft, Staatsangehörigkeit, Hautfarbe, Geschlecht oder Religion keine Rolle.
Gemeinsame Pressemitteilung der Landesseniorenvertretung und des Landesintegrationsrates NRW vom 10. Dezember 2019
Pressemitteilung des Landesintegrationsrates NRW vom 4. Dezember 2019
Die in dieser Woche veröffentlichte PISA-Vergleichsstudie 2018 hält wie schon in den
Jahren zuvor zwei wichtige Ergebnisse für Deutschland fest:
Es gibt einen besonders starken Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und dem Schulerfolg, und
der Schulerfolg der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund liegt deutlich unter dem der Schülerinnen und Schüler ohne Migrationshintergrund.
Es handelt sich hier um einen Langzeittrend, der sich allen Anstrengungen zum Trotz nicht verändert. Es stellt sich die Frage, ob die in der Vergangenheit ergriffenen Maßnahmen wirklich zielführend sind.
Der Landesintegrationsrat NRW weist seit der ersten PISA-Studie darauf hin, dass
die Grundlage für die Verbesserung der Schulerfolge der Kinder und Jugendlichen
mit Migrationshintergrund darin besteht, dass ihre Stärke, nämlich ihre Kompetenzen
in ihren nichtdeutschen Muttersprache, nicht als Defizit abqualifiziert wird, sondern
zum Ausgangspunkt schulischen Lernens gemacht wird.
Pressemitteilung des Landesintegrationsrates NRW vom 10. Oktober 2019 zum rechten Terror in Halle an der Saale
Der Landesintegrationsrat NRW ist zutiefst erschrocken über den rechtsterroristischen
Anschlag in Halle (Saale), der zum Ziel hatte, möglichst viele Menschen jüdischen Glaubens an ihrem Versöhnungstag Jom Kippur, sowie Menschen mit Einwanderungsgeschichte zu töten. Der Landesintegrationsrat NRW erklärt seine tiefempfundene Solidarität mit den jüdischen Mitbürgern und gedenkt der Opfer des Anschlags und ihren Angehörigen.
Mit großer Sorge nehmen die Migrantenvertreterinnen und -vertreter die Entwicklung des Rassismus, Antisemitismus und der Islamophobie in Deutschland wahr und sehen im gestrigen antisemitischen Anschlag eine Verbindung zu den Ereignissen der vergangenen Jahre.
im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA)
Gelingende Elterneinbindung in die Schule ist einer der Schlüsselfaktoren für den Schulerfolg von Schülerinnen und Schülern und damit einhergehend ihren gesamten Lebensweg. Die Notwendigkeit nachhaltiger Elterneinbindung wird durch zahlreiche Studien belegt und ist dennoch ein wenig beachteter Faktor beim Bildungserfolg. Gerade in der heutigen Zeit, in der sich viele in der Gesellschaft ausgegrenzt fühlen, und es gilt, neu Eingewanderte in unsere Gesellschaft zu integrieren, ist es von immenser Wichtigkeit, Brücken zwischen Menschen und Institutionen zu bauen.
Zur Verwirklichung des Mindeststandards Elternbeteiligung des Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ hat der Landesintegrationsrat Nordrhein-Westfalen das durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen unter anderem in Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Bildung und vom Europäischen Sozialfonds geförderte Transferprojekt „Interkulturelle Elterneinbindung im Rahmen von „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“ durchgeführt.
Stellungnahme des Landesintegrationsrates NRW zum KiBiz
Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Landesregierung zum „Gesetz zur qualitativen Weiterentwicklung der frühen Bildung“
Der Landesintegrationsrat nimmt erfreut zur Kenntnis, dass die Landesregierung im Bereich der frühkindlichen Bildung insbesondere die Entwicklung von Sprachkompetenz (§ 17 bis § 19) und die Erziehung zur Demokratiefähigkeit (§ 7 und § 16) als Grundlage für die individuelle Entwicklung von Kindern und die Verbesserung der Chancengerechtigkeit in Nordrhein-Westfalen ausdrücklich in den Mittelpunkt stellt. Die im Gesetzentwurf geregelte qualitätsorientierte Entwicklung von standortspezifischen Konzepten (§ 17) zur alltagsintegrierten Sprachbildung, Gesundheitsvorsorge und demokratischen Teilhabe (§ 9 bis § 11) wird damit für alle Kitas unseres Landes verbindlich. Auch die Qualifizierung und fachliche Begleitung des pädagogischen Personals (§ 6) wird als Landesregelung vorgehalten und mit Stellen und Ressourcen hinterlegt.
Stellungnahme des Landesintegrationsrates NRW zur schriftlichen Anhörung des Landtages NRW zur ungleichen Verteilung von Partizipationschancen zum kommunalpolitischen Ehrenamt und zur politischen Partizipation
Der Landesintegrationsrat NRW dankt für die Möglichkeit zur Stellungnahme zum Fragenkatalog der Enquetekommission „Subsidiarität und Partizipation. Zur Stärkung der (parlamentarischen) Demokratie im föderalen System aus nordrhein-westfälischer Perspektive“ vom 19.09.2019. Der Landesintegrationsrat NRW ist der Überzeugung, dass der Fragenkatalog und die in diesem Zusammenhang geplante Anhörung der Enquetekommission bestehende Defizite aufdecken und Lösungsvorschläge bieten können.
Die Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen ist geprägt von kultureller und ethnischer Vielfalt. Die Bevölkerung zeichnet sich durch Unterschiede bezüglich der Herkunft, der Religion, der politischen Orientierung sowie der Berufsqualifikation aus. Hinzu kommen weitere Unterscheidungsmerkmale, wie der Aufenthaltsstatus und die Staatsbürgerschaft.
Strategie für neue Fachkräfte - Spitzentreffen im Kanzleramt
Mitteilung des Bundeskanzleramts vom 16. Dezember 2019
Attraktive Arbeitsbedingungen und ein attraktives gesellschaftliches Umfeld sollen mehr Fachkräfte nach Deutschland bringen. Das hat die Bundesregierung bei einem Treffen mit den Unternehmensverbänden und Gewerkschaften im Kanzleramt vereinbart.
Es sei wichtig, dass Deutschland angesichts des großen weltweiten Wettbewerbs um qualifizierte Fachkräfte "als ein weltoffenes, als ein interessiertes Land" rüberkomme, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem Gespräch. Deshalb habe man auch über Fragen der Integration und der Arbeitsbedingungen gesprochen.
Pressemitteilung des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) vom 15. November 2019
In Köln entsteht ein interaktives Museum, das die Einwanderungsgeschichte der Bundesrepublik lebendig werden lässt.
Nordrhein-Westfalen wird Standort für das erste Migrationsmuseum in Deutschland. In Köln wird ein zentrales Haus der Einwanderungsgesellschaft entstehen, das die Geschichte der Bundesrepublik als Einwanderungsland seit 1945 interaktiv erlebbar macht.
Der Bund hat seine Zusage gegeben, die Planungen Nordrhein-Westfalens mit einer Ko-Finanzierung zu unterstützen. Das Haus wird in Köln-Kalk entstehen und soll vom wissenschaftlichen Kompetenzzentrum DOMiD (Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e.V.) betrieben werden.
Flüchtlinge zu Gast im Landtag
Mitteilung des Landtages NRW vom 11. Dezember 2019
Rund 70 Asylbewerberinnen und Asylbewerber haben heute mit der Vizepräsidentin des Landtags, Angela Freimuth, über das Landesparlament, die Demokratie und Rechte und Pflichten im politischen System gesprochen.
Die Gruppe nahm am Programm „Demokratieschule“ des Landesparlaments teil. Die Flüchtlinge sind in Integrationskursen Siegen-Wittgenstein, Düren, Warendorf und Übach-Palenberg. Neben dem Gespräch mit Vizepräsidentin Freimuth, bei dem es auch um Herausforderungen der Integration ging, erhielten sie Informationen zum Landtag Nordrhein-Westfalen, zur Gewaltenteilung und zum Föderalismus.
Was wir über Migrantenorganisationen wissen – und was nicht
Mitteilung des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) vom 14. November 2019
Migrantenorganisationen sind selbstverständliche und wichtige zivilgesellschaftliche Akteurinnen. Allerdings ist das Wissen über ihre Anzahl, Formen, Handlungsschwerpunkte, Potenziale und Bedarfe lückenhaft. Ein zweijähriges Projekt des SVR-Forschungsbereichs setzt hier an und untersucht die Landschaft der Migrantenorganisationen. Die Zwischenbilanz zeigt: Migrantenorganisationen decken die gesamte Bandbreite zivilgesellschaftlichen Engagements in Deutschland ab. Eine einheitliche Definition gibt es nicht.
Migrantenorganisationen sind Teil der Zivilgesellschaft in der Einwanderungsgesellschaft. Sie werden von Politik, Verwaltung und anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren zunehmend auch als Partnerinnen vor allem in der Integrationspolitik wahrgenommen. Während sich das Feld der Migrantenorganisationen in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt hat, war das Forschungsinteresse daran nicht kontinuierlich. Es bestehen daher erhebliche Wissenslücken. Der Forschungsbereich beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) untersucht in einem zweijährigem Projekt die Landschaft der Migrantenorganisationen in Deutschland und erhebt dabei Zahl, Formen, Handlungsschwerpunkte, Potenziale und Bedarfe. Ziel ist es, Empfehlungen dazu zu entwickeln, wie Migrantenorganisationen, Politik sowie die weitere Zivilgesellschaft noch besser zusammenarbeiten und Migrantenorganisationen passender gefördert werden können.
E-Mail: info@landesintegrationsrat-nrw.de
Internet: www.landesintegrationsrat.nrw
+49 2 11 / 9 94 16 - 0
+49 2 11 / 9 94 16 - 15