Source: https://blogs.pwc.de/regulatory/tag/crd-iv-2/
Timestamp: 2019-10-19 20:04:05
Document Index: 330170657

Matched Legal Cases: ['Art. 395', 'Art. 4', 'Art. 105', 'Art 520', 'Art 50', 'Art. 97', 'Art. 33', 'Art. 94', 'Art. 77', 'Art. 140', 'Art 354', 'Art. 344', 'Art. 383', 'Art 50', 'Art 50', 'Art 143', 'Art. 478', 'Art 162']

crd IV Archives - Regulatory
Schlagwort: crd IV
EBA-Leitlinie zur Begrenzung von Forderungen an Schattenbanken
Am 14. Dezember 2015 hat die EBA die finale Leitlinie zur Limitierung von Forderungen an Schattenbanken veröffentlicht. Als Schattenbanken werden in diesem Zusammenhang Unternehmen bezeichnet, die bankähnliche Geschäfte betreiben, jedoch keiner vergleichbaren Beaufsichtigung unterliegen. Die EBA sieht aufgrund der fehlenden Regulierung die Gefahr, dass ein Anreiz zur Verlagerung von regulierten Aktivitäten auf Schattenbanken geschaffen werden könnte. Für Schattenbanken werden daneben ein unzureichender Investorenschutz, exzessive Verschuldungsmöglichkeiten und ein fehlender Zugang zu Zentralbankliquidität im Krisenfall als besondere Risiken gesehen. Durch die potentiell starke Verknüpfung von Schattenbanken könnten sich in der Folge Ansteckungseffekte auf den regulierten Finanzsektor ergeben.
Die EBA-Leitlinie enthält jedoch keine direkten Vorgaben für Schattenbanken. Vielmehr soll der bereits regulierte Finanzsektor durch die Schaffung von internen Management und Überwachungsprozessen und die Einführung von spezifischen Obergrenzen gegenüber Schattenbanken in seinen Aktivitäten mit dem Schattenbanksektor eingeschränkt werden. Grundlage hierfür ist das EBA-Mandat gem. Art. 395 Abs. 2 CRR im Zusammenhang mit den bestehenden allgemeinen Großkreditvorschriften.
Vorbehaltlich der formalen Übernahme der Leitlinie durch die nationalen Behörden (comply-or-explain Verfahren), ist ein Inkrafttreten der Regelungen für den 1. Januar 2017 vorgesehen.
Definition der relevanten Forderungen und des Schattenbankunternehmens
Als relevante Forderungen an Schattenbanken werden sämtliche Engagements definiert, die – nach Kreditrisikominderung und der Anwendung von Ausnahmeregeln für Großkredite – 0,25% der anrechenbaren Eigenmittel des Institutes gemäß Art. 4 Abs. 1 Nr. 71 CRR übersteigen. Die zusätzlich eingeführte Wesentlichkeitsgrenze von 0,25% der anrechenbaren Eigenmittel soll einen übermäßigen Aufwand bei der Identifizierung von Forderungen an Schattenbanken verhindern, zumal eine im Zuge der Konsultationsphase durchgeführte Datenauswertung der EBA zeigte, dass rund 97% aller Forderungen unterhalb dieses Schwellenwerts liegen.
Eine Herausforderung dürfte hingegen in der Operationalisierung der Definition von Schattenbankunternehmen liegen. Die EBA stellt keinen abschließenden Katalog der relevanten Unternehmen oder Rechtsformen zur Verfügung, sondern sieht eine zweistufige Ableitung von Schattenbankunternehmen vor.
Stufe 1: Tätigkeiten des Unternehmens, wenn diese Fristentransformation, Liquiditätstransformation, Verschuldung und Kreditrisikotransfers begründen.
Als konkrete Finanzdienstleistungen definiert die Leitlinie mindestens die folgenden Tätigkeitsbereiche als Schattenbankaktivitäten (vgl. auch Anhang I CRD IV):
Einlagengeschäft, Kreditgeschäft, Finanzierungsleasing, Bürgschaften und Kreditzusagen, Handelsgeschäfte auf eigene oder fremde Rechnung, Teilnahme an Wertpapieremissionen und Geldmaklergeschäfte
Stufe 2: Unternehmen die den Status „excluded undertakings“ erhalten und damit nicht als Schattenbanken einzustufen sind:
Unternehmen, die einer konsolidierten Aufsicht unterliegen (EU oder gleichwertige Drittstaaten)
Kreditinstitute (EU oder gleichwertige Drittstaaten)
Wertpapierfirmen (EU oder gleichwertige Drittstaaten)
Nationalbanken, Staaten und bestimmte öffentliche Stellen
Beaufsichtigte oder unbedeutende Versicherungsunternehmen
Einrichtungen für betriebliche Altersvorsorge
Beaufsichtigte Fonds (OGAW)
E-Geld Emittenten und Zahlungsinstitute
Unternehmen, die i.W. gruppeninterne Geschäfte betreiben
Abwicklungsbehörden oder Unternehmen, die im Zuge einer Bankenabwicklung gegründet werden
Im Ergebnis fallen also sämtliche Unternehmen, die in Stufe 1 genannten. Schattenbankaktivitäten ausüben und nicht explizit unter den „excluded undertakings“ aufgeführt sind, in den Anwendungsbereich der Leitlinie.
Ergänzend nennt die EBA einige konkrete Beispiele, in denen sie den Schattenbankentatbestand per se als erfüllt ansieht. Zum einen sind das alle Zweckgesellschaften (SPEs und SPVs), die nicht in die bankaufsichtliche Überwachung auf konsolidierter Ebene einbezogen sind.
Zum anderen sollen auch grundsätzlich alle Geldmarktfonds aufgrund der hohen Volumina als Schattenbank im Sinne der EBA-Leitlinie eingestuft werden – unabhängig davon, ob diese als OGAW-konform regulierte Fonds gelten oder nicht. Auch die weniger strikt regulierten Alternative Investmentfonds (AIF) sind gem. EBA nur in Ausnahmefällen nicht als Schattenbanken einzustufen.
Anforderungen an interne Prozesse und das Management
Die Leitlinie fordert insgesamt eine intensive Befassung der Institute mit der Identifizierung, Steuerung und Überwachung von Engagements gegenüber Schattenbanken. Dazu werden insbesondere folgende qualitative Anforderungen an die internen Prozesse und erforderlichen Kontrollmechanismen gestellt:
Identifikation der Forderungen an Schattenbanken sowie der damit verbundenen Risiken
Aufsetzen eines internen Risikomanagementrahmenwerkes zur Identifizierung, Steuerung, Kontrolle und Begrenzung von Risiken aus dem Schattenbankensektor
Berücksichtigung der identifizierten Risiken im ICAAP und Kapitalplanungsprozess
Festlegung von internen Risikolimits und Entwicklung eines Notfallkonzepts bei Überschreitungen der Limits
Aufsetzen von Prozessen zur Erkennung von Abhängigkeiten zwischen einzelnen Schattenbankunternehmen und Bestimmung von Maßnahmen für Fälle, in denen Abhängigkeiten nicht erkannt werden können
Neben diesen prozessualen Anforderungen wird die Verantwortung des Managements herausgestellt. Es wird erwartet, dass sich das Management aktiv mit der Einhaltung, Aktualität und Dokumentation der definierten Risikolimite und den bestehenden Risikomanagementprozessen auseinandersetzt und sich regelmäßig über das bestehende Engagement in Schattenbanken und den beobachteten und erwarteten Verluste informiert.
Bestimmung der Limite im “Principal Approach“
Der sog. Principal Approach sieht vor, dass Institute neben einem Gesamtlimit gegenüber sämtlichen Schattenbanken auch individuelle Einzellimits festlegen sollen.
Definition eines Gesamtlimits
Jedes Institut hat ein institutsindividuelles Gesamtlimit für alle Exposures an Schattenbanken zu definieren. Das Gesamtlimit soll sich zum einen an der Risikostrategie des Institutes orientieren. Zum anderen soll es berücksichtigen, welchen Anteil Geschäfte mit Schattenbanken am Gesamtexposure ausmachen und wie stark die Verknüpfungen zwischen einzelnen Schattenbanken und dem Institut sind. Eine konkrete Angabe über die Bestimmung der Höhe des Gesamtlimits nennt die EBA nicht.
Definition von Einzellimits
Bereits im ersten Entwurf der Leitlinie hatte die EBA für die Definition von Einzellimits den ‘Principal Approach‘ eingeführt. Der Ansatz sieht vor, dass – zusätzlich zum Gesamtlimit für sämtliche Forderungen an Schattenbanken – für jede Schattenbank ein Einzellimit festgelegt werden muss. Dieses Limit muss nicht zwingend unter der bestehenden Großkreditgrenze von 25% liegen. Die EBA betont aber, dass dem Aspekt Konzentrationsrisiken eine hohe Bedeutung im SREP beigemessen wird.
Die folgenden Informationen zur einzelnen Schattenbank sollen die Höhe des jeweiligen Einzellimits bestimmen:
Grad der Beaufsichtigung der Schattenbank
Finanzinformationen, u.a. Kapitalausstattung, Verschuldungsgrad und Liquiditätssituation
Portfolio, insbesondere Non-performing loans
Einschätzung der Angemessenheit der Kreditprozesse
Anfälligkeit bzgl. Asset Price- und Kreditvolatität
Verhältnis der Schattenbankaktivitäten zu anderen Geschäften
Verknüpfung zu anderen Schattenbankeinheiten
Das Festlegen der Einzellimits verlangt von den Instituten somit ein hohes Maß an verlässlichen und aktuellen Informationen über die Schattenbankunternehmen. Gleichzeitig wird deutlich, dass auch die Schattenbankunternehmen selbst künftig hohe Transparenzanforderungen erfüllen müssen, um den regulierten Finanzsektor in die Lage zu versetzen, die Anforderung für die Bestimmung von Einzellimits zu erfüllen.
Der „Fallback Approach“
Sollte der Principal Approach nicht auf alle Forderungen anwendbar sein – bspw. weil die im Principal Approach geforderten Informationen nicht vorliegen (sog. intransparente Exposure) – sieht die Leitlinie mit dem Fallback Approach eine konservative Rückfalllösung vor.
Sofern die grundsätzlichen Anforderungen an die interne Prozesse erfüllt werden, sind alle intransparenten Schattenbankexposures einem fiktiven Sammel-Kreditnehmer mit einem Gesamtlimit in Höhe der Großkreditobergrenze von 25% der anrechenbaren Eigenmittel zuzuordnen – vergleichbar mit dem Konzept des „unbekannten Kunden“ im bestehenden Großkreditregime. Transparente Schattenbankexposures können daneben weiterhin nach den Vorgaben des Principal Approach einzeln limitiert werden.
Die finale Leitlinie enthält hier eine Erleichterung im Vergleich zur Entwurfsfassung. Dort diskutierte die EBA zunächst auch, dass bereits bei einem einzigen intransparenten Kontrahenten alle Schattenbanken als ein Sammel-Kreditnehmer zu betrachten wären. Dieses Vorgehen ist nach den Vorgaben der finalen Leitlinie nur noch dann anzuwenden, wenn das Institut nicht in der Lage ist, die grundsätzlichen Anforderungen an die internen Prozesse und das Risikomanagement zu erfüllen.
Für Banken gilt es nun in erster Linie, die Leitlinie der EBA, beginnend bei der Umsetzung der Definition von Schattenbanken, weiter zu operationalisieren. Zudem sind die Anwendungsmöglichkeiten des Principal Approach zu untersuchen. Hierbei ist auch zu diskutieren, anhand welcher Kriterien Einzellimite bestimmt und welche Limite für einzelne Schattenbankunternehmen als angemessen erachtet werden könnten. Die potenziellen Auswirkungen von ggf. unterhalb der Großkreditobergrenze liegenden Limiten – speziell im Bereich von Fondsinvestments und Verbriefungen – sind zu analysieren.
Banken müssen ohne eine ausreichende Informationslage den Fallback Approach anwenden. Das könnte die Investments in Schattenbankunternehmen beschränken. Insoweit wird auch Druck auf die Schattenbanken ausgeübt, selbst transparenter zu werden.
Um den qualitativen Kriterien der EBA bzgl. der internen Prozesse und Kontrollen gerecht zu werden, ist ggf. eine Erweiterung der Risikomanagementrahmenwerke einschließlich der Risikostrategie, der internen Limitsysteme und des internen Reportings erforderlich. Darüber hinaus sind ICAAP und Kapitalplanungsprozesse dahingehend anzupassen, dass die spezifischen Risiken aus dem Schattenbankensektor ausreichend berücksichtigt sind.
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EBA update 2013: Draft RTS & ITS – Teil V
Mit den kürzlich veröffentlichten Berichtigungen zur CRR und CRD IV wurden die Fristen, die an das Datum der Anwendung der CRR bzw. an das Veröffentlichungsdatum gekoppelt sind, angepasst. Entsprechend wurden auch die Termine, zu denen die European Banking Authority (EBA) der EU Kommission bestimmte Technische Standards vorlegen muss, vorgezogen (vgl. dazu Blog-Beitrag: „Berichtigung CRR und CRD IV – Daten & Fristen“ vom 06.08.2013). Dies gilt für mehr als 30 Regulierungs- und Durchführungsstandards. Laufende Informationen über die Konsultationen erhalten Sie in unseren EBA updates und im regulatorischen Kalender.
Draft RTS on prudent valuation (EBA/CP/2013/28)
Zu Art. 105(14) CRR
Anforderungen an die vorsichtige Bewertung von Handelsbuchpositionen
Einführung von zwei Ansätzen, die bei der Bewertung den dynamischen Charakter der Handelsbuchpositionen berücksichtigen (simplified approach und core approach)
EBA eröffnet am 22.07.2013 eine QIS zu dem vorgeschlagenen RTS
Draft ITS on the Hypothetical Capital of a Central Counterparty under Articles 50a and 50c of Regulation (EU) No 648/2012 (EMIR) (EBA/CP/2013/29)
Zu Art 520 CRR (i.V. mit Art 50a und 50c EMIR)
Anforderungen an Reporting (Frequenz, Template) von zentralen Kontrahenten gegenüber Clearing-Mitgliedern und Aufsichtsbehörden
Bedingungen, zu denen Aufsichtsbehörden die Reportinganforderungen verschärfen können.
Draft RTS on own funds requirements for investment firms based on fixed overheads (EBA/CP/2013/30)
Zu Art. 97(4) CRR
Berechnungsmethode für die Anforderung an Wertpapierfirmen, anrechenbare Eigenmittel in Höhe von mindestens einem Viertel der im vorausgegangenen Jahr angefallenen fixen Gemeinkosten vorzuhalten
Berechnung der fixen Gemeinkosten
Draft RTS on close correspondence between the value of an institution’s covered bonds and the value of the institution’s assets relating to the institution’s own credit risk (EBA/CP/2013/31)
Zu Art. 33 (4) CRR
Präzisierung, was eine enge Übereinstimmung zwischen dem Wert der Schuldverschreibungen und dem Wert der Aktiva darstellt
Kumulative und Ausschlusskriterien
Draft RTS on classes of instruments that are appropriate to be used for the purposes of variable remuneration (EBA/CP/2013/32)
Zu Art. 94(2) CRD IV
Definition der Instrumente, die zusätzliche variable Vergütungsbestandteile bilden können
Festlegung der Anforderungen an Instrumente des Tier 1, Tier 2 etc. zur Anerkennung als Vergütungsbestandteil
Draft RTS on the definition of materiality thresholds for specific risk in the trading book (EBA/CP/2013/33)
Zu Art. 77 CRD IV
Definition der Schwellenwerte , ab denen Institute eigen Modelle zur Berechnung des spezifischen Risikos von Schuldinstrumenten im Handelsbuch anwenden können
Materialitätsschwelle: Netto long & short Positionen > EUR 1 000 000 000
Außerdem Portfolio > 100 Positionen, jeweils größer als EUR 2 500 000
Draft RTS on on methods for identifying the geographical location of relevant credit exposures (EBA/CP/2013/35)
Zu Art. 140 (7) CRD IV
Zur Berechnung der Quote des institutsspezifischen antizyklischen Kapitalpuffers: Bestimmung der Methode zur Festlegung des geografischen Ortes der wesentlichen Kreditrisikopositionen
Consultation on the XBRL Taxonomy related to the EBA final draft ITS on Supervisory Reporting Requirements (EBA/CP/2013/36)
Zu ITS on Supervisory Reporting
Einheitliches Berichtsformat für Supervisory Reporting
Technische Spezifikation des DPM (XBRL Taxonomy)
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EBA update 2013: Draft RTS & ITS – Teil IV
Die Arbeiten an der Umsetzung des CRD IV-Pakets laufen mit Hochdruck weiter: Die ersten finalen RTS & ITS werden in Kürze erwartet.
Draft ITS on closely correlated currencies (EBA/CP/2013/21)
Zu Art 354(3) CRR).
Identifikation von eng verbundenen Währungen, für deren Positionen niedrigere Eigenkapitalanforderungen angesetzt werden dürfen (4%)
In Annex 1 Auflistung der eng verbundenen Währungen in Bezug auf den EURO und alle Währungen innerhalb der EU und zahlreicher anderer Währungen
Jährliches update der Liste mit der Möglichkeit in dringenden Ausnahmefällen in kürzeren Intervallen zu prüfen.
Draft ITS on appropriately diversified indices (EBA/CP/2013/22)
Zu Art. 344(2) CRR
Bei Aktienindex-Terminkontrakten, die an der Börse gehandelt werden und einen relevanten angemessen breit gestreuten Index haben, wird kein spezifisches (zusätzliches) Risiko zugeordnet
ITS legt die Kriterien für eine angemessen breite Streuung der Indices fest (Größe, geografische Lage, Industriezweige etc.)
Auflistung der Aktienindices, die den Anforderungen entsprechen (Annex 1)
Jährliches update der Liste
Draft RTS on credit valuation adjustment risk for the determination of a proxy spread and the specification of a limited number of smaller portfolios (EBA/CP/2013/24)
Zu Art. 383 CRR
Bestimmung des proxy spread anhand des institutsinternen Modells
Zahl und Umfang der Portfolios, die das Kriterium der begrenzten Anzahl kleinerer Portfolios erfüllen
Draft RTS on collaboration concerning supervision between home and host Member States specifying the information that competent authorities shall supply to one another (EBA/CP/2013/25)
Zu Art 50(6) CRD IV
Auflistung der Informationen, die zwischen home/host Aufsichtsbehörden ausgestauscht werden sollen
Informationen über: die Leitung, die Verwaltung und die Eigentumsverhältnisse der Institute, Informationen über Liquidität, Solvenz, Einlagensicherheit, Begrenzung von Großkrediten, Verwaltungs- und Rechnungslegungsverfahren, non-compliance, aufsichtliche Maßnahmen und Sanktionen sowie interne Kontrolle
Sofortiger Informationsaustausch in Stresssituationen bezüglich Liquiditätssituation und die Analyse der systemischen Auswirkungen von Liquiditätsengpässen
Draft ITS on collaboration concerning supervision between home and host Member States in relation to sharing of information (EBA/CP/2013/26)
Zu Art 50(7) CRD IV
Struktur und Einheitlichkeit beim Informationsaustausch zwischen den zuständigen Aufsichtsbehörden
Annex 1- sechs Templates für den regelmäßigen Informationsaustausch
Annex 2 – Template für den Informationsaustausch bei Liquiditätsengpässen (stress situations)
Draft ITS on the format, structure, contents list and annual publication date of the supervisory information to be disclosed by competent authorities (EBA/CP/2013/27)
Zu Art 143 (3) CRD IV
Festlegung von Format, Aufbau, Inhaltverzeichnis und Zeitpunkt der allgemeine Bekanntmachungspflichten der zuständigen Behörden
Inhaltlich umfassen die Informationen: u.a. Wortlaut der Rechts- und Verwaltungsvorschriften und allgemeinen Leitlinien, die in ihrem Mitgliedstaat im Bereich der Finanzdienstleistungsaufsicht verabschiedet wurden, die Art und Weise, wie die im Unionsrecht eröffneten Optionen und Ermessensspielräume genutzt werden, die allgemeinen Kriterien und Methoden, nach denen sie bei Institute und deren Verfahren überprüfen und bewerten
aggregierte statistische Daten zu zentralen Aspekten der Umsetzung der aufsichtlichen Rahmenvorschriften
Ergriffene Aufsichtsmaßnahmen und verhängte Verwaltungssanktionen
Berichtigung CRR und CRD IV – Daten & Fristen
Kaum sind die lang erwarteten Vorschriften der Capital Requirement Regulation (CRR) und der Capital Requirement Directive (CRD IV) final im Amtsblatt der Europäischen Union (Amtsblatt der EU, vom 26. Juni 2013) veröffentlicht worden (dazu auch der Blog- Beitrag: „CRD IV und CRR: Finally final“ vom 27. Juni 2013), folgt schon die erste Korrektur. Sowohl für die CRR als auch die CRD IV sind im Amtsblatt der Europäischen Union vom 02. August 2013 Berichtigungen veröffentlicht worden (Berichtigung der Richtlinie 2013/36/EU über den Zugang zur Tätigkeit von Kreditinstituten und die Beaufsichtigung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen und Berichtigung der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen, Amtsblatt der EU vom 02.08.2013, L 208/68 und L 208/73).
CRR – Kürzere Fristen
Die Änderungen betreffen vor allem die Fristen, die an das Datum der Anwendung der CRR bzw. an das Veröffentlichungsdatum gekoppelt sind. Entsprechend werden Termine, zu denen die European Banking Authority (EBA) der EU Kommission bestimmte Technische Standards vorlegen muss, vorgezogen. Dies gilt für mehr als 30 Regulierungs- und Durchführungsstandards.
Darüber hinaus gelten für nach dem 28. Juni 2013 emittierte Kapitalinstrumente andere Regelungen für die Anerkennung als hartes Kernkapital. Weiterhin sind Datenanpassungen bei den Zeitspannen erfolgt. Für die für Abzüge von Posten des harten Kernkapitals, des zusätzlichen Kernkapitals und des Ergänzungskapitals anwendbaren Prozentsätze (Art. 478 CRR) ist nun anstelle vom 1. Januar 2014 bis 01. Januar 2015 die Zeitspanne vom 01. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 festgeschrieben.
CRD IV – Anwendungsdatum
Die einzigen Berichtigungen der CRD IV gelten dem Anwendungsdatum dieser Vorschriften (Art 162 CRD IV): Das Anwendungsdatum 31. Dezember 2013 wird durch das Datum 01. Januar 2014 ersetzt.
Praxiswissen zu den neuen regulatorsichen Anforderungen nach CRR und CRD IV bieten wir Ihnen in unseren Seminaren. Ausgewählte Termine finden Sie im regulatorischen Kalender und auf unseren FS-Branchenseiten.
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