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Timestamp: 2020-02-20 21:12:53
Document Index: 80769531

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 6', '§ 291', '§ 284', '§ 7', '§ 6', '§ 6', '§ 249', '§ 69', '§ 69', '§ 69', '§ 69', '§ 51', '§ 43']

Rechtsprechung: BFH/NV 1996, 232 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BFH, 18.09.1995 | BFH, 11.09.1995
https://dejure.org/1995,205
BFH, 06.12.1995 - I R 14/95 (https://dejure.org/1995,205)
BFH, Entscheidung vom 06.12.1995 - I R 14/95 (https://dejure.org/1995,205)
BFH, Entscheidung vom 06. Dezember 1995 - I R 14/95 (https://dejure.org/1995,205)
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EStG § 5 Abs. 1, § 6a; BGB §§ 291, 288 i. V. m. § 284 Abs. 1; BetrAVG §§ 7, 10, 16
Künftige Prozeßkosten - Bilanzstichtag - Berufungsverfahren - Revisionsverfahren - Prozeßzinsen - Rückständige Urlaubsverpflichtungen - Urlaubsentgelt - Rentenanpassungspflicht - Pensionsrückstellung - Pensionssicherungsverein
Einkommensteuer; Rückstellungen für Prozeßkosten, Prozeßzinsen, Resturlaubsverpflichtungen, betriebliche Altersvorsorge und künftige Beitragsverpflichtungen gegenüber dem Pensionssicherungsverein
EStG § 6 Abs 1 Nr 3, EStG § 6 a
Pensionskasse; Pensionsrückstellung; Prozeßkosten; Rückstellung; Urlaub
FG Hamburg, 28.10.1994 - II 195/90
BFHE 180, 258
NJW 1996, 2392 (Ls.)
BB 1996, 1495
DB 1996, 1499
BStBl II 1996, 406
BFH/NV 1996, 232
Die nach den ersten beiden BFH-Urteilen geäußerte Kritik (…vgl. Hoyos/M. Ring in BeckBilKomm, 6. Aufl., § 249 Rz 100 "Urlaub"; Breidenbach, Der Betrieb --DB-- 1992, 2568; Tonner, DB 1992, 1592; Müller, DB 1993, 1581; Schreiben des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. --IDW-- vom 16. April 1992, FN-IDW 1992, 193) war zum Zeitpunkt des Senatsurteils in BFHE 180, 258, BStBl II 1996, 406 bekannt und ist dort in den Entscheidungsgründen (unter Gliederungspunkt II.3.) erörtert, aber nicht für durchgreifend erachtet worden.
Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 6. Dezember 1995 (BStBl II 1996, 406) seien bei der Ermittlung der Höhe der rückständigen Urlaubsverpflichtungen das Bruttoarbeitsentgelt, die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, das Urlaubsgeld und andere lohnabhängige Nebenkosten zu berücksichtigen.
Dies habe auch der BFH mit Urteil vom 6. Dezember 1995 (I R 14/95) unter Bestätigung der bisher zu dieser Frage ergangenen Rechtsprechung anerkannt.
Wahrscheinlich ist die Inanspruchnahme, wenn hierfür mehr Gründe dafür als dagegen sprechen (vgl. BFH-Urteil vom 6. Dezember 1995 I R 14/95, BFH/NV 1996, 232).
Da nur die wirtschaftliche Belastung rückstellungsfähig ist, steht bilanzrechtlich die Geldleistungsverpflichtung im Vordergrund (BFH-Urteil vom 6. Dezember 1995 I R 14/95 a.a.O.).
Dass das 13. Monatsgehalt in die Rückstellung wegen Urlaubsverpflichtung anteilig mit einzubeziehen ist, ergibt sich nach Auffassung des Senats auch aus dem BFH-Urteil vom 6. Dezember 1995 I R 14/95, a.a.O., weil sich nach dem dortigen Sachverhalt die Beteiligten auf eine ?anteilige Berücksichtigung des 13. Monatsgehalts geeignet? haben und der BFH diese Handhabung in seiner Entscheidung nicht beanstandet hat, unabhängig davon, dass diese Frage nicht Streitgegenstand war.
Dieser Beurteilung stehen die vom FA bezeichneten BFH-Urteile vom 6. Dezember 1995 I R 14/95 (BFHE 180, 258, BStBl II 1996, 406) und vom 10. Dezember 1994 XI R 34/91 (BFHE 170, 149, BStBl II 1994, 158) nicht entgegen.
BFH, 14.12.2011 - I R 72/10
Und gleichermaßen verhält es sich hinsichtlich der "erworbenen" Zahlungspflichten gegenüber dem PSVaG: Solche (künftigen) Pflichten unterfielen jedenfalls im Streitjahr (zur möglicherweise abweichenden Regelungsentwicklung des Insolvenzschutzes in der betrieblichen Altersversorgung seit 2006 s. z.B. Höfer/Veit/ Verhuven, BetrAVG, Band 11, 7. Aufl., Rz 2467.8) einem handelsbilanziellen Ansatzwahlrecht, was steuerbilanziell ein Ansatzverbot nach sich zieht; der Senat hält an seiner diesbezüglichen Spruchpraxis (vgl. Senatsurteile vom 13. November 1991 I R 102/88, BFHE 166, 222, BStBl II 1992, 336; vom 6. Dezember 1995 I R 14/95, BFHE 180, 258, BStBl II 1996, 406) fest.
Wahrscheinlich ist die Inanspruchnahme, wenn hierfür mehr Gründe dafür als dagegen sprechen (vgl. BFH-Urteile vom 6. Dezember 1995 I R 14/95, BFHE 180, 258, BStBl II 1996, 406; vom 2. Oktober 1992 III R 54/91, BFHE 169, 423, BStBl II 1993, 153, m.w.N.).
Diese mit dem Grundsatz der Vorsicht begründete Entscheidung für einen sog. Aktivprozeß gilt sinngemäß für einen Rechtsstreit, in dem der Steuerpflichtige mit einem Schadensersatzanspruch konfrontiert wird (vgl. auch BFH in BFHE 180, 258, BStBl II 1996, 406).
BFH, 11.11.2015 - I B 3/15
Rückstellungen für Kosten eines zukünftigen Prozesses (hier: …
Anpassung einer Betriebsrente; Übermäßige Belastung eines Unternehmens; …
Anpassung einer Betriebsrente; Übermäßige Belastung eines Unternehmens bei der …
BFH, 20.05.1997 - X B 24/96
https://dejure.org/1995,7103
BFH, 18.09.1995 - X B 134/91 (https://dejure.org/1995,7103)
BFH, Entscheidung vom 18.09.1995 - X B 134/91 (https://dejure.org/1995,7103)
BFH, Entscheidung vom 18. September 1995 - X B 134/91 (https://dejure.org/1995,7103)
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Zugangsvoraussetzungen für einen Antrag auf Aufhebung der Vollziehung - Aussetzung der Vollziehung des Folgebescheides - Begriff der Vollziehung eines Verwaltungsaktes
Die Statthaftigkeit dieses Rechtsbehelfs setzt voraus, daß der im Hauptsacheverfahren angefochtene Verwaltungsakt vollziehbar ist, d. h. von seinem Regelungsinhalt in irgendeiner Weise Gebrauch gemacht werden kann (vgl. hierzu Beschluß des Bundesfinanzhofs -- BFH -- vom 18. September 1995 X B 134/91, BFH/NV 1996, 232, 233, m. w. N.).
Als Vollzug eines Verwaltungsakts wird jeder Gebrauch seiner Wirkungen, d.h. jede Verwirklichung seines materiellen Regelungsinhaltes zur Herbeiführung der in ihm ausgesprochenen Rechtsfolge angesehen (vgl. BFH-Beschlüsse vom 10. Dezember 1986 I B 121/86, BFHE 149, 6, BStBl II 1987, 389, unter II.2., und vom 18. September 1995 X B 134/91, BFH/NV 1996, 232, unter II.3.a).
Einem solchen Ausspruch stünde zwar nicht entgegen, daß die Antragsteller die Steuerschulden durch Verrechnung mit dem Umsatzsteuerguthaben getilgt haben; denn die Vollziehung eines Einkommensteuerbescheides darf auch insoweit aufgehoben werden, als sie zu einer vorläufigen Erstattung der bereits entrichteten Steuer führt (vgl. Beschlüsse des Bundesfinanzhofs -- BFH -- vom 3. Juli 1995 GrS 3/93, BFHE 178, 11, BStBl II 1995, 730, und vom 18. September 1995 X B 134/91, BFH/NV 1996, 232 unter 3. b;… zu den Einschränkungen § 69 Abs. 2 Satz 8 und Abs. 3 Satz 4 FGO i. d. F. des Jahressteuergesetzes 1997, und dazu Gräber/Koch, Finanzgerichtsordnung, 4. Aufl., § 69 Anm. 53 f.).
Der vorläufige Rechtsschutz zur Anfechtung festgesetzter Vorauszahlungen richtet sich nach § 69 FGO und ermöglicht insoweit auch die Aufhebung der Vollziehung mit dem Ziel der Erstattung gemäß § 69 Abs. 3 Satz 3 FGO (BFH-Beschlüsse vom 18. September 1995 X B 134/91 , BFH/NV 1996, 232; des Großen Senats vom 3. Juli 1995 GrS 3/93 , BFHE 178, 11, BStBl II 1995, 70).
Dies wiederum ist (nur) bei vollziehbaren Verwaltungsakten der Fall, d.h. bei solchen, von deren Inhalt (Wirkungen) in irgendeiner Weise Gebrauch gemacht werden kann (vgl. BFH-Beschluss vom 18. September 1995 X B 134/91, BFH/NV 1996, 232;… BFH-Beschluss vom 19. Dezember 2014 II B 115/14, BFH/NV 2015, 473).
Dies wiederum ist (nur) bei vollziehbaren Verwaltungsakten der Fall, d.h. bei solchen, von deren Inhalt (Wirkungen) in irgendeiner Weise Gebrauch gemacht werden kann (vgl. BFH-Beschluss vom 18. September 1995 X B 134/91 , BFH/NV 1996, 232 ;… BFH-Beschluss vom 19. Dezember 2014 II B 115/14 , BFH/NV 2015, 473 ).
So wie bereits geleistete Vorauszahlungen auf einen Einkommensteuerbescheid nach Aufhebung der Vollziehung dieses Bescheids ganz oder teilweise (vorläufig) zu erstatten sind (für Einkommensteuer Vorauszahlungsbeträge s. BFHE 178, 11, BStBl II 1995, 730; BFH- Beschluß vom 18. September 1995 X B 134/91, BFH/NV 1996, 232;… für einbehaltene Kapitalertragsteuer und anzurechnende Körperschaftsteuer s. BFH-Beschluß vom 25. Oktober 1995 VIII B 79/95, BFH/NV 1996, 340), so hält es der Senat auch für möglich, daß eine bereits vollzogene Aufrechnung der Finanzbehörde mit einer Haftungsforderung (vorläufig) rückgängig zu machen ist, wenn die Vollziehung des betreffenden Haftungsbescheids in der Folge aufgehoben wird.
Vollziehung ist jegliches Gebrauchmachen eines Verwaltungsaktes, d.h. jede Verwirklichung seines materiellen Regelungsinhaltes zur Herbeiführung der in ihm ausgesprochenen Rechtsfolge (BFH-Beschlüsse vom 22. Juli 1977 III B 34/74, BStBl II 1977, 838 ; vom 29. November 1977 VII B 6/77, BStBl II 1978, 156 ; vom 18. September 1995 X B 134/91, BFH/NV 1996, 232 m.w.N.; Großer Senat des BFH vom 3. Juli 1995 GrS 3/93, BStBl II 1995, 730 ).
BFH, 11.09.1995 - X B 67/95
https://dejure.org/1995,27183
BFH, 11.09.1995 - X B 67/95 (https://dejure.org/1995,27183)
BFH, Entscheidung vom 11.09.1995 - X B 67/95 (https://dejure.org/1995,27183)
BFH, Entscheidung vom 11. September 1995 - X B 67/95 (https://dejure.org/1995,27183)
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Verlust des Ablehnungsrechtes gegenüber einem Richter durch rügelose Einlassung im Verfahren
Ein Fristverlängerungsantrag werde vom BFH als "Einlassen in eine Verhandlung" beurteilt (BFH-Beschluss vom 11. September 1995 X B 67/95, BFH/NV 1996, 232).
Sie wurden zutreffenderweise im Rahmen des Urteils behandelt (…vgl. dazu Beschluß des Bundesfinanzhofs -- BFH -- vom 29. Mai 1996 III B 61/95, BFH/NV 1997, 38, m. w. N.) und zu Recht in geschäftsplanmäßiger Besetzung entschieden (…BFH-Beschluß vom 10. Januar 1996 VII B 122/95, BFH/NV 1996, 489), teils weil sie durch Rügeverzicht verwirkt waren (§ 51 Abs. 1 der Finanzgerichtsordnung i. V. m. § 43 der Zivilprozeßordnung; s. auch Senatsbeschlüsse vom 11. September 1995 X B 67/95, BFH/NV 1996, 232, …und vom 7. Februar 1996 X B 195/95, BFH/NV 1996, 616), teils weil die Anwendung formellen oder materiellen Rechts, selbst wenn sie fehlerhaft ist, grundsätzlich keine Richterablehnung rechtfertigt (s. dazu: Senatsbeschlüsse vom 27. Juni 1996 X B 84/96 …und vom 2. Juli 1996 X B 50, 52/96, BFH/NV 1997, 122 und 42, m. w. N.).