Source: https://revosax.sachsen.de/vorschrift/15165.2
Timestamp: 2019-11-17 08:49:23
Document Index: 37581650

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 26', '§ 5', '§ 15', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 26', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 2', '§ 5']

Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Moritzburg und der Stadt Radeburg im Landkreis Meißen werden als Naturschutzgebiet festgesetzt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung „Frauenteich Moritzburg“.
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte des Regierungspräsidiums Dresden vom 15. Dezember 1999 im Maßstab 1 : 10 000 und in fünf Flurkarten des Regierungspräsidiums Dresden vom 15. Dezember 1999 im Maßstab 1:2 000 und 1:5 000 eingetragen. Maßgebend für den Grenzverlauf ist die Linienaußenkante der Grenzeintragungen in den Flurkarten. Im Süden wird das Naturschutzgebiet maßgeblich durch den Neubauernweg begrenzt, der selbst nicht Bestandteil des Gebietes ist. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung wird zusammen mit der Übersichtskarte im Sächsischen Amtsblatt verkündet und ist mit Karten beim Regierungspräsidium Dresden, in 01099 Dresden, Stauffenbergallee 2, auf die Dauer von zwei Wochen nach der Verkündung im Sächsischen Amtsblatt zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
für die dem Schutzzweck entsprechende ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit Karpfen, einschließlich den Nebenfischen Schleie, Hecht, Zander und Wels, im Frauenteich mit folgenden Maßgaben:
Die Entkrautung, die Düngung oder der Einsatz von Bioziden oder sonstigen Chemikalien sind verboten; ausgenommen sind die zur Fischkrankheitsbekämpfung notwendigen Maßnahmen;
der Schilfschnitt ist im Zeitraum vom 1. Februar bis zum 31. Juli eines jeden Jahres verboten; außerhalb dieses Zeitraumes bedarf er der Genehmigung der Naturschutzbehörde;
Getreide wird nur zur Erreichung der von der Naturschutzbehörde jeweils festgelegten Zielerträge zugefüttert; die Zufütterung erfolgt nur an gekennzeichneten Futterstellen im Ostteil des Teiches;
eine Kalkung zur Verbesserung des Puffervermögens erfolgt nur als Wasserkalkung mit Kalkmergel; die Durchführung sonstiger Kalkungen bedarf der Genehmigung der Naturschutzbehörde;
Fanggeräte sind nach Art oder Standort so einzusetzen und zu betreiben, dass wild lebende Tiere nicht gefährdet oder nachhaltig gestört werden;
für die dem Schutzzweck entsprechende umweltgerechte landwirtschaftliche Nutzung und Waldbewirtschaftung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit folgenden Maßgaben:
es ist verboten, Grünland in Acker umzuwandeln oder aufzuforsten oder Ufer in die Beweidung einzubeziehen;
es ist verboten, Gülle einzubringen oder Grünlandbiotope im Sinne des § 26 SächsNatSchG zu düngen;
für Tätigkeiten im Rahmen von Forschungsarbeiten einschließlich Dokumentationen und Sicherungsarbeiten, die von der Naturschutzbehörde veranlasst oder genehmigt sind.
Die in § 5 festgelegten Verbote, Gebote und Maßgaben für die land-, forst- und fischereiwirtschaftliche Bodennutzung gelten nicht, solange und soweit sich der Nutzungsberechtigte durch schriftliche Vereinbarung mit der Naturschutzbehörde oder im Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde zur Einhaltung der dort ausgesprochenen Vorgaben verpflichtet hat. 1
(2) Die erforderlichen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen können in einem Pflege- und Entwicklungsplan festgelegt werden. Auf die §§ 15 Abs. 5, 38 und 39 SächsNatSchG wird verwiesen.
entgegen § 5 Nr. 2 Buchst. a im Frauenteich entkrautet, düngt oder Biozide oder sonstige Chemikalien einsetzt, soweit es sich nicht um notwendige Maßnahmen zur Fischkrankheitsbekämpfung handelt;
entgegen § 5 Nr. 2 Buchst. b im Frauenteich Schilf im Zeitraum vom 1. Februar bis zum 31. Juli eines jeden Jahres schneidet oder dies außerhalb dieses Zeitraumes ohne Genehmigung der Naturschutzbehörde vornimmt;
entgegen § 5 Nr. 2 Buchst. c Getreide außerhalb der gekennzeichneten Futterstellen im Ostteil des Frauenteiches zufüttert;
entgegen § 5 Nr. 2 Buchst. d im Frauenteich ohne Genehmigung der Naturschutzbehörde andere Kalkungen als Wasserkalkung mit Kalkmergel vornimmt;
entgegen § 5 Nr. 2 Buchst. e Fanggeräte im Frauenteich nach Art oder Standort so einsetzt, dass wild lebende Tiere gefährdet oder nachhaltig gestört werden;
entgegen § 5 Nr. 3 Buchst. c Grünland in Acker umwandelt oder aufforstet oder Ufer in die Beweidung einbezieht;
entgegen § 5 Nr. 3 Buchst. d Gülle einbringt oder Grünlandbiotope im Sinne des § 26 SächsNatSchG düngt;
entgegen § 5 Nr. 3 Buchst. e Biozide, Auftaumittel oder andere Chemikalien lagert oder anwendet;
entgegen § 5 Nr. 8 ohne Genehmigung der Naturschutzbehörde Tätigkeiten im Rahmen von Forschungsarbeiten einschließlich Dokumentationen und Sicherungsarbeiten vornimmt
entgegen § 5 Nr. 1 Buchst. c Federwild jagt.
Diese Verordnung tritt am Tage nach Ablauf der Auslegungsfrist gemäß § 2 Abs. 3 Satz 5 in Kraft. Gleichzeitig treten die Nummer 3.3 des Beschlusses des Bezirkstages Dresden Nummer 30-4/77 vom 23. Juni 1977 (Mitteilungen für die Staatsorgane im Bezirk Dresden Nummer 7/77 S. 18), soweit sie das Naturschutzgebiet „Frauenteich“ betrifft, sowie die Nummer 3.5 des Beschlusses des Bezirkstages Dresden Nummer 69-11/83 vom 23. Juni 1983 (Mitteilungen für die Staatsorgane im Bezirk Dresden Nummer 3/83 S. 22) außer Kraft.
§ 5a eingefügt durch Artikel 3 der Verordnung vom 6. November 2001 (SächsABl. S. 1142)
Quelle: REVOSax http://revosax.sachsen.de/vorschrift/15165.2 Stand vom 17.11.2019