Source: http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/general-docs/rc_pc_chrstuni_doc_19950316_ecumenical-dimension_ge.html
Timestamp: 2016-02-14 21:22:14
Document Index: 307404926

Matched Legal Cases: ['§ 55', '§ 56', '§ 79', '§ 74', '§ 181', '§ 74', '§ 74', '§ 178', '§ 77', '§ 76', '§ 76', '§ 16', '§76', '§ 172', '§ 76', '§ 81', '§ 91', '§ 80', '§ 79', '§ 79', '§ 9', '§ 79', '§ 79', '§ 183', '§ 187', '§ 188', '§ 50', '§ 79', '§ 205', '§\n206', '§ 80', '§ 82']

DIE �KUMENISCHE DIMENSIONIN DER
AUSBILDUNG/BILDUNG DERER, DIE IN DER PASTORAL T�TIG SIND
Am 25. M�rz 1993 billigte Seine Heiligkeit Papst Johannes Paul II. das
revidierte Direktorium zur Ausf�hrung der Prinzipien und Normen �ber den
�kumenismus, best�tigte es kraft seiner Autorit�t und ordnete seine
Ver�ffentlichung an.
Eines der Hauptanliegen des Direktoriums ist eine �kumenische
Ausbildung/Bildung in Seminaren und theologischen Fakult�ten. Daher wurde
entschieden, da� die Vollversammlung des P�pstlichen Rates zur F�rderung der
Einheit der Christen im Jahr 1995 mit den Prinzipien und Empfehlungen, die im Direktorium
dargelegt sind, studieren und entfalten sollte. Zur Vorbereitung der Diskussion
in der Plenaria wurden auf einer Konsultation von Fachleuten, die verschiedene
Disziplinen in Seminarien und Fakult�ten lehren, zwei Dokumente entworfen, bei
denen zuvor Dozenten mehrerer theologischer Fachrichtungen konsultiert wurden:
Das eine besch�ftigte sich mit einer �kumenischen Ausrichtung der
Ausbildung/Bildung derer, die in der Pastoral t�tig sind, und das andere
skizzierte den Inhalt eines gesonderten �kumene-Kurses.
Die Plenaria von 1995 widmete sich haupts�chlich der Diskussion dieser
Vorschl�ge und Empfehlungen, um sie zu vervollst�ndigen. Die Bisch�fe rieten
insbesondere dazu, einen einzigen Test zu erstellen, der den Inhalt beider
Vorbereitungsdokumente aufnimmt. Diese Aufgabe wurde w�hrend der
Vollversammlung durchgef�hrt und das Ergebnis, das im wesentlichen dem
vorliegenden Text entspricht, gepr�ft und gebilligt. Danach oblag es dem
Mitarbeiterstab des P�pstlichen Rates, diesen Text zur Ver�ffentlichung
vorzubereiten. Die Kongregationen f�r die Glaubenslehre und f�r das
Katholische Erziehungswesen waren an der Erstellung dieses Dokumentes beteiligt.
W�hrend der besonderen Audienz, die am Ende der Vollversammlung stand,
unterstrich der Heilige Vater die Bedeutung der Arbeiten f�r dieses
Studiendokument:
�Sie haben sich besonders mit dem Problem der �kumenischen Ausbildung/
Bildung in Seminaren und theologischen Fakult�ten besch�ftigt, was als eines
der Hauptanliegen des Direktoriums zu gelten hat. Sie wollten sich damit auf
eine moderne und praktische Weise gem�� den Anforderungen der
Erziehungswissenschaften befassen. Diese k�nnen nicht auf eine blo�e
Aneinanderreihung von Informationen �ber die �kumenische Bewegung reduziert
werden. Ich hoffe, da� die praktischen Direktiven, die Sie erw�hnten, es
erm�glichen, da� die �kumenische Dimension durch die Verwendung der
interdisziplin�ren Methode und durch konfessions�bergreifende Zusammenarbeit,
wie es vom �kumenischen Direktorium vorgesehen ist, zu einem integralen
Bestandteil in der Lehre der unterschiedlichen Fachrichtungen wird.�
Der Heilige Vater f�gte hinzu, da� eine solche Ausbildung/Bildung �eine
wichtige Herausforderung f�r die Entwicklung der �kumenischen Forschung und
ihrer F�rderung in (Aus-)Bildungsinstituten und im pastoralen Leben darstellt�.
Der folgende Text ist deshalb ein Studiendokument, das die Inhalte des Direktoriums
aufgreift und sie weiter konkretisiert. Es ist f�r all jene bestimmt, die
die Verantwortung f�r die theologische und pastorale Ausbildung/Bildung
innehaben. Es soll ihnen dabei helfen, sicherzustellen, da� jenen, die
zuk�nftig in der Pastoral t�tig sind, und auch denen, die Theologie-
Professoren werden, eine angemessene �kumenische Ausbildung zuteil wird. Auf
diese Weise werden sie besser den Anforderungen, die das Leben der Kirche von
heute stellt, gewachsen sein.
Edward Idris Cardinale CassidyPr�sident
+ Pierre Duprey Titular-Bischof von Thibar
[1] Das Direktorium zur Ausf�hrung der Prinzipien und Normen �ber den
�kumenismus besteht darauf, da� eine �kumenische Dimension den
Ausbildungs-/ Bildungsproze� umfassend pr�gt. (1) Das vorliegende Dokument des
P�pstlichen Rates zur F�rderung der Einheit der Christen richtet sich an jeden
einzelnen Bischof, die Synoden der Orientalischen Katholischen Kirchen und die
Bischofskonferenzen sowie an jene, denen die besondere Verantwortung der
pastoralen (Aus-)Bildung obliegt. Sein Zweck besteht darin, sie in dieser
Verantwortung auf der lokalen, nationalen und regionalen Ebene (2) zu
unterst�tzen. Dies hat in �bereinstimmung mit den allgemeinen Prinzipien zu
stehen, die im Dekret Unitatis redintegratio (1964) des II. Vatikanischen
Konzils, dem Direktorium (1993) und in der Enzyklika Ut unum sint
(1995) dargelegt sind. Die Richtlinien, die es enth�lt, betonen die
Notwendigkeit einer �kumenischen Bildung aller Christgl�ubigen. Sie zielen
insbesondere auf eine gr�ndliche �kumenische Ausbildung/Bildung derer, die
f�r eine zuk�nftige pastorale Arbeit vorbereitet werden, seien sie ordinierte
Amtstr�ger oder nicht. Sie geben insbesondere Empfehlungen, die eine
erforderliche �kumenische Dimension in ihren theologischen Studien
gew�hrleisten wollen. Dieses Dokument beabsichtigt, die Forderungen des Direktoriums
zu entfalten, insbesondere in Kapitel III. Es ist daher zusammen mit den
entsprechenden Passagen aus dem Direktorium, auf die in den Fu�noten
hingewiesen wird, zu lesen.
[2] �Die Sorge um die Wiederherstellung der Einheit ist Sache der ganzen
Kirche, sowohl der Gl�ubigen wie auch der Hirten, und geht einen jeden an, je
nach seiner F�higkeit, sowohl in seinem t�glichen christlichen Leben wie auch
bei theologischen und historischen Untersuchungen.� (3) Das II. Vatikanische Konzil lehrt, da� die Wiederherstellung der vollen
sichtbaren Gemeinschaft aller Christen der Wille Christi ist und wesentlich f�r
das Leben der Katholischen Kirche. Dies ist die Aufgabe aller, Laien wie
Ordinierter: �... alle Gl�ubigen [sind] dazu aufgerufen, sich zu bem�hen,die
wachsende Gemeinschaft mit den anderen Christen zu f�rdern�. (4) �Die
Katholische Kirche nimmt hoffnungsvoll die �kumenische Verpflichtung an als
eine Forderung des vom Glauben erleuchteten und von der Liebe geleiteten
christlichen Gewissens.� (5) Dies erfordert von jedem eine innere Umkehr und
Teilnahme an der Erneuerung der Kirche. Daher ist eine �kumenische
(Aus-)Bildung entscheidend, um alle zu ihrem spezifischen Beitrag f�r die
Einheit zu bef�higen. �Die �kumenische Bildung zielt darauf ab, da� alle
Christen vom �kumenischen Geist beseelt werden, was immer ihre besondere
Sendung und Aufgabe in der Welt und Gesellschaft auch sein m�gen.� (6)
Deshalb sind notwendigerweise eine Erneuerung der Einstellungen und
Flexibilit�t in den Methoden notwendig, um diesen �kumenischen Geist formen zu
A. �kumenische Bildung ist f�r alle Gl�ubigen notwendig
[3] Weil christliche Bildung auf jeder Ebene und f�r jede Phase des
christlichen Lebens notwendig ist, bedarf es einer Reflexion dar�ber, auf
welche Weise die �kumenische Dimension in diesen verschiedenen Arten der
Bil-dung gew�hrleistet werden kann. Deshalb ist es entscheidend, da�
diejenigen, die eine wesentliche Rolle in der Formung solch einer Bildung
spielen, selbst eine gr�ndliche �kumenische (Aus-)Bildung erfahren haben
sollten � vor allem die Geistlichkeit, Mitglieder des Ordenswesens und
Gesellschaften apostolischen Lebens, Katechisten und andere in der religi�sen
Erziehung offiziell T�tige sowie Leiter geistlicher Bewegungen und kirchlicher
[4] Das Direktorium z�hlt zu den vorrangigen Mitteln einer
�kumenischen (Aus-)Bildung: das H�ren und Bedenken des Wortes Gottes, die
Predigt, die Katechese, die Liturgie und das geistliche Leben. Jedes von ihnen
wird erst dann vollst�ndig sein, wenn es seinen Beitrag zur Formung eines
�kumenischen Geistes liefert. Dazu wird N�heres dort ausgef�hrt. (7)
[5] Auf �hnliche Weise sind die Anforderungen zu bedenken, die das Direktorium
hinsichtlich der Orte, an denen solch ein Bildungsproze� stattfindet, erw�hnt,
insbesondere die Familie, die Gemeinde, die Schule sowie verschiedene
Bewegungen, Verbindungen und Gruppen. (8) Zum Beispiel empfiehlt es, da� die
religi�se Erziehung in Schulen aller Arten eine �kumenische Dimension haben
und darauf ausgerichtet sein soll, die Herzen und den Verstand junger Menschen
in den notwendigen menschlichen und religi�sen Grundlagen zu erziehen, die die
Suche nach der Einheit der Christen beg�nstigen. (9)
B. Die �kumenische Ausbildung/Bildung von Theologiestudenten,
Seminaristen und zuk�nftigen Mitarbeitern/ -innen in der Pastoral
[6] Die folgenden Vorschl�ge sind in erster Linie dazu gedacht, Anw�rter
auf das ordinierte geistliche Amt und Theologiestudenten zu einer gr�ndlicheren
�kumenischen Bildung w�hrend der Zeit des Priesterseminars oder der
theologischen Ausbildung zu ermutigen. Das Direktorium stellt klar, da�
diese Grunds�tze in angemessener Weise an die (Aus-)Bildung anderer in der
Pastoral T�tiger angepa�t werden sollten. (10)
[7] �Die �kumenischen Beziehungen sind eine komplexe und heikle
Wirklichkeit, welche Studien, theologischen Dialog, br�derliche Beziehungen,
Kontakte, Gebete und praktische Zusammenarbeit erfordern. Wir sind dazu
aufgerufen, umfassend in allen Gebieten zu arbeiten. Es kann niemals ein
Ergebnis erlangt werden, wenn man sich auf eines der Gebiete beschr�nkt,
w�hrend man die anderen vernachl�ssigt. Diese umfassende Sicht der
�kumenischen T�tigkeit sollte bei der Darstellung oder Erkl�rung unseres
Anliegens nicht vergessen werden.� (11) Es ist daher sinnvoll, einige wichtige
allgemeine �berlegungen herauszustellen, die die (Aus-) Bildung, die f�r eine
solche Aufgabe n�tig ist, betreffen:
a) Seit die �kumenische (Aus-)Bildung auf mehreren Ebenen
stattfindet, um auf die Arbeit in den eben erw�hnten Gebieten vorzubereiten,
sollte sienicht nur darauf abzielen, kognitive Informationen weiterzugeben,
sondern auch darauf, die �kumenische Umkehr und Verpflichtung der
Teilnehmer zu motivieren und zu beleben. Sie sollte einen Geist des Vertrauens
st�rken, der erkennt, da� �kumene �die menschlichen Kr�fte und
F�higkeiten �bersteigt�. (12)
b) Das Direktorium spricht von der Notwendigkeit einer P�dagogik,
die �den konkreten Situationen des Lebens der Menschen und der Gruppen
entspricht�. (13) Folglich sollten alle angemessenen induktiven und deduktiven
Methoden angewandt werden.
c) Die lehrm��ige (Aus-)Bildung nimmt einen wichtigen
Stellenwert in der �kumenischen (Aus-)Bildung ein, aber auch geistliche,
seelsorgerliche und ethische Fragen sollten behandelt werden.
d) Die dogmatische (Aus-)Bildung �ber die �kumene sollte den Zusammenhang,
in welchem sie steht, mitbeachten. Besondere Aufmerksamkeit sollte daher den
einzelnen �kumenischen Gegebenheiten und pastoralen Anliegen der betroffenen
Region oder des betroffenen Landes zukommen. (14)
[8] Muster, Aufbau und Dauer der theologischen Kurse f�r Studenten
unterscheiden sich von Land zu Land erheblich. Auch theologische Fakult�ten,
Seminare, Studienzentren f�r eine Anfangs-Ausbildung/-Bildung in religi�sen
Orden und andere pastorale, theologische oder katechetische Institute werden auf
jeweils ihre Weise unterschiedliche L�sungen finden und dabei auf
unterschiedliche Schwierigkeiten treffen. Es ist daher nicht m�glich oder
w�nschenswert, einen Entwurf zu erstellen, der auf jedes (Aus-)Bildungsprogramm
anzuwenden w�re. Jedoch geben die folgenden zwei Kapitel wichtige Richtlinien,
um die Forderungen des Direktoriums nach einer �kumenischen Dimension in
der Lehre jeder theologischen Disziplin und der speziellen Lehre �ber den
�kumenismus vorzustellen.
I. NOTWENDIGE VORAUSSETUNGEN ZUR EINF�HRUNG EINER �KUMENISCHEN DIMENSION
AUF JEDEM GEBIET DER THEOLOGISCHEN AUSBILDUNG/BILDUNG
[9] Der �kumenismus sollte vollends in die theologische Ausbildung/ Bildung
derjenigen, die sich mit pastoraler Arbeit besch�ftigen werden, integriert
sein, um ihnen die Aneignung einer �echten �kumenischen Einstellung� (15)
zu erleichtern. Das Direktorium h�lt einen besonderen Einf�hrungskurs
in die �kumenik f�r erstrebenswert. (16) Zus�tzlich und in sogar noch
erheblicherem Ma�e stellt es eine neue Forderung auf: Reflexion und Planung
sollten in jeder Fachrichtung so vorgenommen werden, da� eine �kumenische
Dimension alle Unterrichtsf�cher durchdringt. (17) Das Direktorium
erw�hnt einige wesentliche Elemente, die jenes erm�glichen, und
gibt Hinweise auf eine �kumenische Fundamentalmethodologie.
Dieses Kapitel befa�t sich mit dieser Forderung.
A. Wesentliche Elemente f�r die �kumenische Ausrichtung jeder
theologischen Fachrichtung
[10] Das Direktorium bittet die Synoden der Orientalischen
Katholischen Kirchen und der Bischofskonferenzen zu gew�hrleisten, da� die
Studienpl�ne eine �kumenische Ausrichtung in allen theologischen
Sachgebieten erhalten. (18) Das Glaubensleben und die Glaubensgebete � in der
Erleuchtung durch den Heiligen Geist � weisen auf die Haltung hin, mit welcher
jedes Fach angegangen werden sollte: mit der Liebe zur Wahrheit, gepaart mit dem
Geist der N�chstenliebe und Menschlichkeit. (19) Ausgehend von solch einer
Haltung, die der Methode eines wahrhaften Dialogs unterliegt, sollten die vom
Direktorium vorgeschlagenen wesentlichen Elemente reflektiert und in
jedes Fach eingebunden werden, um die notwendige �kumenische Ausrichtung zu
gew�hrleisten. Diese wesentlichen Elemente sind: (20)
1. Hermeneutik; 2. Die �Hierarchie der Wahrheiten�; 3. Die Fr�chte der �kumenischen Dialoge.
[11] 1. Die HERMENEUTIK ist ein n�tzliches Werkzeug der �kumenischen
Reflexion, wenn Studenten lernen sollen, wie zwischen dem �depositum fidei�
und den Formulierungsweisen dieser Wahrheiten zu unterscheiden ist. (21) Die
Hermeneutik wird hier als die Kunst der richtigen Interpretation und richtigen
Kommunikation der Wahrheiten der Heiligen Schrift und der Dokumente der Kirche
verstanden: der liturgischen Texte, konziliaren Entscheidungen, der Schriften
der Kirchenv�ter und -lehrer und anderer Dokumente der Lehrautorit�t der
Kirche, ebenso der �kumenischen Texte. Fernerhin vermag der �kumenische
Dialog, welcher die beteiligten Seiten veranla�t, sich gegenseitig zu befragen
und zu verstehen sowie einander die jeweils eigenen Standpunkte zu erkl�ren, in
der Frage zu helfen, ob unterschiedliche theologische Formulierungen eher
erg�nzend als widerspr�chlich sind und so ein beidseitig annehmbarer,
offenkundiger Ausdruck des Glaubens entwickelt werden kann. (22) Auf diese Weise
bahnt sich bereits eine gemeinsame �kumenische Sprache an.
[12] 2. DIE HIERARCHIE DER WAHRHEITEN wird im Dekret Unitatis
redintegratio als ein Kriterium beschrieben, dem Folge zu leisten ist, wenn
Katholiken Lehren darlegen oder vergleichen. (23) Das katholische Verst�ndnis
der Hierarchie der Wahrheiten ist in einigen nachkonziliaren Dokumenten
entfaltet worden. (24) Es wurde au�erdem in einigen �kumenischen Dialogen
thematisiert. (25) Es kann ebenfalls als ein Kriterium f�r die lehrm��ige
(Aus-)Bildung in der Kirche dienen und auf Gebieten wie dem geistlichen Leben
und der Volksfr�mmigkeit angewendet werden.
[13] 3. DIE FR�CHTE DER �KUMENISCHEN DIALOGE (26) sollten auf allgemein
verst�ndliche Weise dargestellt werden. Die Lehrverantwortlichen sollten
achtsam alle Ergebnisse abw�gen, die mit dem Stoff, den sie lehren, in
Verbindung stehen. Es sollte genau auf Unterscheidungen geachtet werden, die in
gemeinsamen Erkl�rungen gemacht werden, so wie Divergenz und Konvergenz,
partielle Zustimmung, Konsens und v�llige �bereinstimmung. Solch eine
W�rdigung kann durch die F�rderung neuer Einsichten den Proze� der Rezeption
unterst�tzen, der vom offiziellen Lehramt der Kirche geleitet wird. Dieses hat
die Verantwortung, die endg�ltige Entscheidung �ber �kumenische Aussagen zu
treffen. Neue Einsichten, die dabei akzeptiert werden �gehen in das Leben der
Kirche ein und erneuern in gewissem Sinne das, was zur Vers�hnung zwischen den
Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften beitr�gt�. (27) Es wird der �ernsthaften
Untersuchung� helfen, die Gesamtheit des Gottesvolkes miteinzubeziehen, wie es
die Enzyklika Ut unum sint verlangt. Nach dieser Enzyklika sollen die
unterschiedlichen Dialoge und Aussagen nicht nur �Aussagen der bilateralen
Kommissionen bleiben, sondern m�ssen Gemeingut werden�. (28) [14] In der Lehre jeder Fachrichtung sollte die Aufmerksamkeit auch anderen
Faktoren gelten, die, wenn auch im engeren Sinn nicht theologisch, dennoch
wichtige �kumenische Konsequenzen haben, zum Beispiel solche, die sich aus der
Geschichte und der Kultur ergeben.
[15] Das Direktorium bietet einige Hinweise, wie diese �kumenische
Dimension auf verschiedene Stoffgebiete ausgedehnt werden kann. (29) Konkretere
Beispiele werden der Reflexion derer �berlassen, die direkt an der Lehre der
F�cher beteiligt sind. Sie werden in der Lage sein, die Erfordernisse in ihrem
Fachgebiet mit den Bed�rfnissen ihres jeweiligen Landes oder der jeweiligen
Region und den entsprechenden christlichen Gemeinschaften in Beziehung zu
setzen. Jedoch enth�lt Paragraph (20) dieses Dokuments wichtige Empfehlungen,
wie die hierf�r n�tige Reflexion gef�rdert werden kann.
B. Eine �kumenische Methodologie in jeder theologischen Fachrichtung
[16] Im Direktorium werden wichtige Hinweise auf eine fundamentale �kumenische
Methode gegeben, die in der Lehre jeder einzelnen Fachrichtung angewendet
werden sollte. (30) Sie umfa�t eine analytische Darstellung: 1. jener Elemente, die Christen gemeinsam haben; 2. der Punkte, �ber die keine Einigkeit besteht; 3. die Ergebnisse der �kumenischen Dialoge.
[17] 1. ELEMENTE, DIE CHRISTEN GEMEINSAM HABEN. Die Aufmerksamkeit sollte
darauf gelenkt werden, da� es unter Christen bereits eine wirkliche
Gemeinschaft gibt. Dieses ist zu erkennen in der Verehrung des lebendigen Wortes
Gottes und dem gemeinsamen Bekenntnis des Glaubens an den dreieinigen Gott und
die erl�sende Tat Christi, den menschgewordenen Sohn Gottes. Es findet seinen
Ausdruck in den verschiedenen Glaubensbekenntnissen, die die Christen
teilen. Es wird deutlich in dem einen Sakrament der Taufe, das das
grunds�tzliche Band zwischen ihnen kn�pft, und es leitet sie alle zu einer
v�llig sichtbaren Einheit und einer gemeinsamen Bestimmung im Reich Gottes. (31)
Jede Gemeinschaft bewahrt auf ihre eigene Weise die �Reicht�mer der
Liturgie, der Spiritualit�t und der Lehre� (32), die diesen gemeinsamen
Glauben ausdr�ckt.
All dies kann in einem vorgegebenen Bereich der Lehre hervorgehoben werden
und wird das Verst�ndnis des Mysteriums der Kirche vertiefen, besonders da�
ihre Einheit �im Rahmen einer reichen Vielfalt verwirklicht� wird und da�
die legitime Vielfalt eine Dimension der Katholizit�t der Kirche ist. (33)
[18] 2. PUNKTE DER UNEINIGKEIT. Auf diesem Hintergrund ist es m�glich, klar
auszumachen, wo noch wirkliche Punkte der Uneinigkeit bestehen. Diese sollten in
einem eigenen Lehrfach untersucht werden. (34)
[19] 3. DIE ERGEBNISSE DER �KUMENISCHEN DIALOGE. Die oben beschriebene
Methode liegt der Arbeit der aktuellen verschiedenen �kumenischen Dialoge
zugrunde. (35) Die Ergebnisse, die aus ihnen hervorgehen, m�ssen deshalb genau
erkl�rt werden und in alle Lehrstoffe mit einflie�en. Die in der Enzyklika Ut
unum sint enthaltenen Hinweise unterst�tzen diese Auffassung. (36)
[20] Um die Vorschl�ge aus den vorangegangenen Abschnitten A und B
umzusetzen, wird der kirchlichen Hierarchie und den Leitern der akademischen
Einrichtungen dringend empfohlen, diejenigen zu ermutigen, die einzelne
Fachrichtungen lehren (es k�nnten regul�re Zusammenk�nfte ihrer beruflichen
Verb�nde, z. B. von Bibelgelehrten, Dogmatikern, Moraltheologen, Liturgen,
Kirchenhistorikern usw. genutzt werden), folgendes zu tun:
a) Gemeinsam entdecken, was f�r eine wirksame �kumenische Lehre in
verschiedenen akademischen Kursen wichtig ist. Ermutigung zu einer
angemessenen Integration der �kumenischen Dimension in alle Stufen des
Studiums;
b) Programme entwickeln, die den Stand der vorangegangenen Ausbildung/
Bildung der Studenten und das, was n�tig f�r ihre fruchtbare Mitarbeit in den
�kumenischen Studien ist, ber�cksichtigen;
c) Zur Zusammenarbeit und Koordination zwischen den Professoren
der unterschiedlichen Fachrichtungen und Institutionen ermutigen, um eine
fach�bergeifende �kumenische Lehre zu gew�hrleisten, wie sie vom Direktorium
vorgesehen ist; (37)
d) Die Kooperation mit Professoren anderer Kirchen und kirchlicher
Gemeinschaften f�rdern, wenn diese angemessen ist. Diese k�nnen z. B.
eingeladen werden, um ihre kirchliche Tradition des christlichen Glaubens und
der Weise, ihn zu leben, vorzustellen; (38)
e) Lokale Direktorien oder Richtlinien, die die allgemeinen Grunds�tze
und Normen auf besondere Situationen anwenden, f�r die kirchlichen und
akademischen Autorit�ten vorbereiten. (39)
[21] Die, die verantwortlich sind f�r die Berufungen an theologischen
Fakult�ten und Seminaren, m�ssen sicherstellen, da� die Lehrer und Forscher
bereit sind, eine integrative �kumenische Methode in ihren jeweiligen
Fachrichtungen anzuwenden.
II. SPEZIFISCHE LEHRE �BER DEN �KUMENISMUS
[22] Zus�tzlich zur Einf�hrung der bereits erw�hnten �kumenischen
Dimension und einer �kumenischen Methodologie in der Lehre besonderer
akademischer Fachgebiete verlangt das Direktorium einen spezifischen
�kumenischen Studienkurs: (40)
- Er sollte verpflichtend sein. (41)
- In �bereinstimmung mit den akademischen Statuten sollte es eine Pr�fung
oder Bewertung des Wissens der Studenten �ber den Lehrinhalt dieses
Kurses geben.
- Er sollte mit praktischer �kumenischer Erfahrung einhergehen. (42)
[23] Gem�� dem Direktorium k�nnte dieser Studienkurs in zwei Stufen
organisiert sein:
- Zu Beginn st�nde eine allgemeine Einf�hrung in die �kumenische
Ausrichtung ihrer Studien.
- Zu einem sp�teren Zeitpunkt w�rde ein breites �kumenisches Wissen
vermittelt. Dies w�re so angelegt, da� es in eine Synthese zu den anderen
Bereichen ihrer theologischen (Aus-)Bildung tritt. (43)
Das Direktorium gibt Hinweise auf den zu erw�genden Inhalt. (44)
[24] Die folgenden Abschnitte enthalten Vorschl�ge �ber:
a) den Inhalt der Allgemeinen Einf�hrung in den �kumenismus; und
b) Gebiete, die sp�ter m�glicherweise einer vertieften Behandlung
Ihr Zweck ist es, zu einer notwendigen Reflexion zu verhelfen und zu
ermutigen, um den geforderten �kumenischen Studienkurs zu etablieren und�ber
seinen Aufbau zu entscheiden. Die Vorschl�ge m�ssen allerdings an die
besonderen Umst�nde und Bed�rfnisse angepa�t werden.
A. Allgemeine Einf�hrung in den �kumenismus (45)
[25] Dieser allgemeine Einf�hrungskurs hat zum Zweck, da� die Studenten
klar das Ziel des �kumenismus als die Wiederherstellung der vollen sichtbaren
Einheit unter allen Christen erkennen. (46) Die folgenden Themen haben als
notwendiges Minimum zu gelten. Ihr Inhalt mag erg�nzt oder erweitert werden,
indem die besonderen Themengebiete, die Abschnitt B skizziert, zu Hilfe
herangezogen werden k�nnen.
a) Die Verpflichtung der Katholischen Kirche zum �kumenismus
- Biblische Grundlegungen des �kumenismus, unter Einbeziehung von Lumen
gentium 1-4, Unitatis redintegratio 2, Ut unum sint 5-9;
- Katholische Prinzipien des �kumenismus, wie sie in Lumen gentium
(besonders 8, 14-15), Unitatis redintegratio, Kapitel 1, dem Direktorium,
Kapitel 1, und Ut unum sint, Kapitel 1, dargestellt werden;
- die Bedeutung von communio (koinonia), die Notwendigkeit von
Erneuerung und Umkehr, die Bedeutung und der Stellenwert der kirchlichen Lehre,
der Primat des Gebets;
- entscheidende theologische und nichttheologische Faktoren, die zur Trennung
beitragen (z.B. historische und kulturelle Faktoren);
- historische Bem�hungen, um Trennungen aufzuheben.
b) Die grundlegende Rolle �kumenischer Dialoge � Ut unum sint
- (Aus-)Bildung f�r den Dialog und Beteiligung an �kumenischen Beziehungen;
die Bedeutung und Methode des Dialoges, unter Ber�cksichtigung von Ut unum
sint 28-39 und dem Direktorium �� 172-182;
- Lehre sowie Kirchengeschichte, Kultur, liturgisches Gebet und
Spiritualit�t als Themengebiete des Dialogs;
- entscheidende Begriffe und Unterscheidungen: oikumene, gemeinsames
Zeugnis, Hierarchie der Wahrheiten, legitime Verschiedenheit, Pluralit�t und
Komplementarit�t von Lehrformulierungen, die Unterscheidung zwischen
�kumenismus und interreligi�sem Dialog;
- Ziele, Methoden und Ergebnisse ausgew�hlter Dialoge;
- grunds�tzliche Fragen f�r den weiteren Dialog, unter Einbeziehung von Ut
unum sint 79.
c) Einige aktuelle �kumenische Fragestellungen
- Geistlicher �kumenismus und die Bedeutung des �kumenischen Gebets;
- Katholische Prinzipien, die Teilnahme am geistlichen und sakramentalen
Leben bestimmen;
- gemeinsames Zeugnis; � ethische Probleme.
B. Themenbereiche, die einer vertieften Behandlung bed�rfen
[26] Einige der folgenden Themen bed�rfen m�glicherweise einer
eingehenderen Untersuchung auf einer sp�teren Stufe der (Aus-)Bildung: (47)
a) Biblische Grundlegungen des �kumenismus (48) Gottes Plan f�r die Einheit seines Volkes und die der ganzen Menschheit:
-die gottgewollte Einheit der Sch�pfung und ihre Verwundung durch die S�nde
� Einheit mit Gott, mit anderen Menschen und mit der Sch�pfung;
- der Bund, die Erw�hlung und die Rolle des Volkes Gottes;
- das Leben, der Tod und die Auferstehung Jesu zur Sammlung der verstreuten
Kinder Gottes in Einheit;
- das Gebet Jesu, da� alle eins seien, damit die Welt glaube;
- der verhei�ene Geist, der in alle Wahrheit f�hrt und zur Auferbauung des
Leibes Christi mit geistlichen Gaben und �mtern ausr�stet;
- die Sendung der Apostel in der Gemeinschaft mit Petrus im Dienst an der
- die Einheit der Glaubenden durch die Taufe auf den Namen der Trinit�t und
die Idee von koinônia.
b) Katholizit�t in Zeit und Raum (49)
Wir bekennen im Glaubensbekenntnis die eine, heilige, katholische und
apostolische Kirche. In diesem ekklesiologischen Zusammenhang k�nnen die
folgenden Themen entfaltet werden:
- das Konzept der oikumene im Neuen Testament und der fr�hen Kirche;
- die volle sichtbare Gemeinschaft als Ziel der �kumenischen Bewegung; (50)
- Gemeinschaft zwischen lokaler und universaler Kirche: legitime
Verschiedenheit als eine Dimension der Katholizit�t; (51)
- bisch�fliche Kollegialit�t und Synodalit�t;
- die Einheit der Kirche und die Einheit der Menschheit sowie damit
verbundene Fragestellungen, wie z.B. Rassismus, die Gleichberechtigung der Frau,
c) Lehrgrundlage des �kumenismus (52)
Es sollte einer Theologie der Gemeinschaft und den bereits existierenden
Banden der Gemeinschaft (53) Aufmerksamkeit gewidmet werden, insbesondere:
-� dem apostolischen Glauben; � der Heiligen Schrift; � den Glaubensbekenntnissen; � der Taufe; � dem sakramentalen Leben; � den liturgischen Liedern und Gebeten.
d) Geschichte des �kumenismus (54)
Eine Darstellung der Geschichte des �kumenismus hat sowohl Fortschritte als
auch Versagen zu ber�cksichtigen. In diesem Zusammenhang k�nnen die folgenden
Themen bedacht werden:
- Einheit und Verschiedenheit in der fr�hen Kirche, zum Beispiel: Apostelgeschichte
15 und Galater 2 sowie die L�sung des Konfliktes zwischen Petrus und
Paulus; die Schriften der Apostolischen V�ter wie Klemens von Rom und Ignatius
a) vom 5. Jahrhundert an (Ephesus, Chalcedon), b) vom 11. Jahrhundert an (Trennung zwischen Konstantinopel und Rom),
d) von relativ jungen Entwicklungen (z.B. Ursprung des Methodismus,
Altkatholiken);
- Versuche zur Wiederherstellung der Einheit, wie z.B.: das Konzil von
Florenz (1439); das Augsburger Bekenntnis (1530); die �Mechelner Gespr�che�
(1921�1926);
- die Entwicklung der gegenw�rtigen �kumenischen Bewegung und die erneuerte
Suche nach der Einheit der Christen:
a) die Gr�ndung des �kumenischen Rates der Kirchen (�RK) und
vorausgegangene Ereignisse,
b) das Zweite Vatikanische Konzil (insbesondere Lumen gentium und Unitatis
redintegratio) und bereits vorher verlaufene Entwicklungen in der
katholischen �kumene,
- die bilateralen und multilateralen theologischen Dialoge und ihre
- gemeinsame christologische Erkl�rungen mit den altorientalischen Kirchen,
- Lebensverl�ufe entscheidender Personen in der Geschichte der �kumene.
e) Ziel und Methode des �kumenismus (55)
Das katholische Verst�ndnis der Einheit versteht diese als eine Gabe, durch
die Gott die Christen zu Teilhabern an seiner eigenen Gemeinschaft macht.
Wesentliche Bestandteile dieser Einheit sind:
� Einheit im Glauben; � Einheit im sakramentalen Leben; � Einheit im Amt.
Unitatis redintegratio, Kapitel 1, sollte als Ausgangspunkt gelten. (56)
�hnliche Vorstellungen k�nnen zunehmend auch in anderen �kumenischen
Dokumenten gefunden werden. (57)
Unterschiedliche Einheitsmodelle, die in der �kumenischen Bewegung
diskutiert werden, k�nnen vorgestellt und im Licht der katholischen Lehre
bewertet werden, zum Beispiel:
� Konf�deration; � Einheit in Tat und Zeugnis; � Vers�hnte Verschiedenheit; � Konziliare Gemeinschaft; � Leuenberger Konkordie; � das Modell des Konzils von Florenz; � Organische Einheit; � Eucharistische koinonia.
Die Hoffnung auf die Erf�llung des Gebetes Christi um die Einheit beseelt
die �kumenische Verpflichtung der Katholischen Kirche und ihr Engagement im
Dialog, was seinen Ausdruck in vielen offiziellen Kirchendokumenten findet, vor
allem im/in:
� Katechismus der Katholischen Kirche (1992); � Direktorium zur Ausf�hrung der Prinzipien und Normen �ber den
�kumenismus (1993);
� Apostolisches Schreiben Tertio millennio adveniente (1994); � Enzyklika Ut unum sint (1995); � Apostolisches Schreiben Orientale lumen (1995).
f) Geistlicher �kumenismus
Der �Geistliche �kumenismus� sollte als �die Seele der ganzen
�kumenischen Bewegung� angesehen werden. (58) Sie ist daher ein wesentlicher
Bestandteil in der �kumenischen (Aus-)Bildung. Entsprechende Themen schlie�en
� die Notwendigkeit von Umkehr und Heiligkeit des Lebens; (59) � der Stellenwert und die Bedeutung gemeinsamen Gebets f�r den
�kumenismus; (60) � die �Weltgebetswoche f�r die Einheit der Christen�; � die Verschiedenartigkeit von Spiritualit�t, Fr�mmigkeit und Formen des
Gebets in den unterschiedlichen konfessionellen Traditionen; � das Aufkommen einer �kumenischen Spiritualit�t, die u.a. mit folgendem
in Verbindung gebracht wird:
- gemeinsames Studium und Bedenken der Heiligen Schrift, gemeinsame
Bibel�bersetzungen; (61) gemeinsame liturgische Texte und Gesangb�cher; (62)
gemeinsame Gebetszusammenk�nfte, wie zum Beispiel der Weltgebetstag der Frauen
und die Weltgebetswoche f�r die Einheit der Christen; �kumenische
Zusammenarbeit in der Katechese; (63)
- die Idee eines gemeinsamen Martyrologiums. (64)
Das Ordenswesen und Gesellschaften des apostolischen Lebens k�nnen einen
bedeutsamen �kumenischen Beitrag liefern, indem sie das Bewu�tsein des Rufs
nach Umkehr und Heiligkeit des Lebens unter allen Christen f�rdern. (65)
g) Andere Kirchen und kirchliche Gemeinschaften (66)
Allgemeine Informationen sollten �ber die gr��eren christlichen
Gemeinschaften gegeben werden. Zugleich ist die Aufmerksamkeit auf diejenigen
Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften zu richten, die in einen Dialog mit der
R�misch-Katholischen Kirche getreten oder die von besonderer Bedeutung f�r ein
bestimmtes Land oder eine Region sind. Zum Beispiel:
- die Orthodoxe Kirche; � die Orientalisch-Orthodoxen Kirchen des Ostens (koptisch, �thiopisch,
syrisch, armenisch) und die Assyrische Kirche des Ostens; � die Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften aus der Reformationszeit (z.
B. Anglikaner, Lutheraner, Reformierte); � die Freikirchen (z.B. Methodisten, Baptisten, Disciples of Christ,
klassische Pfingstler).
Es sollte eine Darstellung ihrer speziellen Bekenntnisse und
Bekenntnisschriften geben, z.B.:
� Die 39 Religionsartikel (anglikanisch); � Das Augsburger Bekenntnis (lutherisch); � Der Heidelberger Katechismus und die Westminster Confession
(reformiert).
Es sollten zudem bestimmte theologische Grundrichtungen und Schwerpunkte,
liturgische Traditionen, Kirchenverfassungen und kirchliche Ordnungen,
Autorit�tsstrukturen und Formen des kirchlichen Amtes in den Ost- und
Westkirchen ber�cksichtigt werden.
h) Grundlegende Felder des weiteren Dialogs (67)
- Das Verh�ltnis zwischen der Heiligen Schrift als der h�chsten Autorit�t
in Glaubensdingen und der Heiligen Tradition als einer unverzichtbaren Gr��e
f�r die Interpretation des Wortes Gottes;
- die Eucharistie als das Sakrament des Leibes und Blutes Christi, ein Opfer
zum Lobe des Vaters, das Ged�chtnisopfer und die Realpr�senz Christi sowie die
heiligende Ausgie�ung des Heiligen Geistes;
-die Ordination zum dreifachen Amt des Episkopats, Presbyterats und Diakonats
als ein Sakrament;
- das Lehramt der Kirche, das dem Papst und den mit ihm in Gemeinschaft
stehenden Bisch�fen �bertragen ist, verstanden als eine in Christi Namen
ausge�bte Verantwortung und Autorit�t zur Lehre und Wahrung des Glaubens;
- die Jungfrau Maria als Mutter Gottes und Ikone der Kirche, die geistliche
Mutter, die f�r die J�nger Christi und die ganze Menschheit F�rbitte einlegt;
- das Verst�ndnis der Kirche; � das Wesen und die Aus�bung des Primats des Bischofs von Rom. (68)
i) Besondere �kumenische Fragestellungen (69)
Die Bedeutung dieser Fragestellungen und daher auch ihre Behandlung werden
von Ort zu Ort variieren. Dabei sollten die Prinzipien und Normen der
R�misch-Katholischen Kirche als auch die Frage, wie sie sich von denen anderer
Kirchen unterscheiden, ber�cksichtigt werden, z.B. im Blick auf folgende
� die gegenseitige Anerkennung der Taufe; (70) � gemeinsamer Gottesdienst; (71) � Gemeinschaft im sakramentalen Leben; (72) � konfessionsverschiedene Ehen; (73) � das Amt und die Rolle der Frau in der Kirche; (74) � die Rolle der Laien. (75)
j) �kumenismus und Mission (76)
Die enge Beziehung zwischen dem �kumenismus und der Missionst�tigkeit der
Kirche sollte bedacht werden:
� die Einheit der Christen und das missionarische Wesen der Kirche: �da�
sie eins seien, ... damit die Welt glaube�; (77) � die Trennungen der Christen als schwerwiegendes Hindernis f�r die
Verk�ndigung des Evangeliums; (78) � die Taufe und der gemeinsame Glaube als Grundlage �kumenischer
Zusammenarbeit in der Mission; (79) � die Missionst�tigkeit ist nicht auf Mitchristen gerichtet. (80)
k) Aktuelle Herausforderungen f�r den �kumenismus
� Die �kumenische Dimension ethischer Fragen und neue wissenschaftliche
Entwicklungen; (81) � die Inkulturation des Glaubens; � der Proselytismus; (82)
� theologische und pastorale Herausforderung durch Sekten, Kulte und neue
religi�se Bewegungen; (83) � die Verbindung von Religion und Politik durch Nationalismus und
Chauvinismus; � S�kularismus innerhalb der Kirchen.
C. Anmerkungen zu �kumenischen Materialien und
[27] In der Lehre des �kumenismus sollten die bereits vorgestellten
grundlegenden Dokumente des katholischen �kumenismus Verwendung finden. Ebenso
sollten Schriften und Texte anderer Kirchen vorgestellt werden, die die Lehre
der jeweiligen Kirche getreu darstellen. Dies bedeutet, �eine ehrliche und
objektive Begegnung zu erm�glichen und eine weitere Vertiefung der katholischen
Lehre anzuregen�. (84) Die Auswahl der verwendeten Werke wird diejenigen
Kirchen widerzuspiegeln haben, mit denen sich ein Kurs besonders intensiv
besch�ftigt. Die folgenden Materialquellen sind grundlegend:
� �kumenische Lexika, Konkordanzen und vergleichende thematische
Studien; � historische und zeitgen�ssische Bekenntnistexte;
� Dokumente, Berichte und gemeinsame Erkl�rungen als Ergebnisse von
bilateralen und multilateralen �kumenischen Dialogen; � historische Darstellungen der �kumenischen Bewegung.
Einige Beispiele f�r diese Materialquellen s. Fu�note. (85)
[28] Authentische �kumenische Bildung darf nicht ausschlie�lich akademisch
bleiben; sie sollte �kumenische Erfahrung einschlie�en. (86) Zum
� es sollten Besuche anderer Kirchen und ihrer Gottesdienste organisiert
werden; � es k�nnen Treffen und Austausche mit denjenigen in anderen Kirchen und
kirchlichen Gemeinschaften arrangiert werden, die sich ebenfalls auf den
pastoralen Dienst vorbereiten; � es sollten Gelegenheiten gefunden werden, gemeinsam mit anderen Christen
zu beten, im besonderen, aber nicht ausschlie�lich, w�hrend der
Weltgebetswoche f�r die Einheit der Christen;
� gemeinsame Studientage und Diskussionen werden es erm�glichen,
Erfahrungen mit der Lehre und dem Leben anderer Christen zu sammeln; � unter gewissen Umst�nden kann erwogen werden, Dozenten und Experten aus
anderen christlichen Traditionen einzuladen. (87)
[29] Es gibt wichtige pastorale und praktische Fragen, die aus dem
Zusammenhang einer �kumenischen (Aus-)Bildung, insbesondere von Seminaristen,
nicht ausgeklammert werden sollten. Falls es nicht m�glich erscheint, diese
Fragen in angemessener Weise in den speziellen �kumene-Kurs zu integrieren,
sollten entsprechende Vorkehrungen � f�r diejenigen, die ordiniert werden �
zum Beispiel f�r die Zeit ihrer Vorbereitung auf den Diakonat getroffen werden.
Die dann zu behandelnden Themen schlie�en folgendes ein:
- praktische Richtlinien f�r die gegenseitige Anerkennung der Taufe, f�r
�kumenische Gottesdienste, f�r eine Gemeinschaft im sakramentalen Leben, f�r
die Vorbereitung, Trauung und pastorale Begleitung konfessionsverschiedener
Ehen, f�r die Leitung von Beerdigungen sowie hinsichtlich von Problemen, die
durch Sekten und neue religi�se Bewegungen entstehen;
- Kenntnis der �kumenischen Direktiven und Richtlinien: die relevanten
Kanones aus den Codices Iuris Canonici, die Direktiven des P�pstlichen Rates
zur F�rderung der Einheit der Christen, insbesondere das 1993 erschienene Direktorium
zur Ausf�hrung der Prinzipien und Normen �ber den �kumenismus, und die
Direktiven der Bischofskonferenz oder Synode der Orientalisch Katholischen
Kirche sowie diejenige(n) des Di�zesanbischofs;
- Informationen �ber lokale, regionale und nationale �kumenische
Organisationen, z.B. di�zesane �kumene-Kommissionen, R�te von Kirchen
(Arbeitsgemeinschaften christlicher Kirchen) und �kumenische Dialoge auf
regionaler und nationaler Ebene.
[30] Diese Richtlinien haben sich haupts�chlich mit der �kumenischen
(Aus-)Bildung jener besch�ftigt, die sich auf den pastoralen Dienst
vorbereiten. Das Direktorium hat des weiteren wichtige Vorschl�ge zur st�ndigen
Weiter- und Fortbildung ordinierter Amtstr�ger und pastoraler Mitarbeiter/-innen
gemacht, was unbedingt notwendig f�r eine kontinuierliche Entwicklung der
�kumenischen Bewegung ist. (88)
A. �kumenische Bildung ist f�r alle Gl�ubigen notwendig B. Die �kumenische Ausbildung/Bildung von Theologiestudenten, Seminaristen
und zuk�nftigen Mitarbeitern/-innen in der Pastoral I. Notwendige Voraussetzungen zur Einf�hrung einer �kumenischen
Dimension auf jedem Gebiet der theologischen Ausbildung/Bildung A. Wesentliche Elemente f�r die �kumenische Ausrichtung jeder theologischen
Fachrichtung B. Eine �kumenische Methodologie in jeder theologischen Fachrichtung C. Praktische Empfehlungen II. Spezifische Lehre �ber den �kumenismus A. Allgemeine Einf�hrung in den �kumenismus B. Themenbereiche, die einer vertieften Behandlung bed�rfen C. Anmerkungen zu �kumenischen Materialien und Lehrb�chern D. Weitere Empfehlungen (1) P�pstlicher Rat zur F�rderung der Einheit der Christen, Direktorium
zur Ausf�hrung der Prinzipien und Normen �ber den �kumenismus, Bonn 1993
[Hg. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz; Reihe �Verlautbarungen des
Apostolischen Stuhles�, Nr. 110; zitiert als Direktorium], Kapitel
III. (2) Cf. Direktorium, �� 55 und 72.
(3) Zweites Vatikanisches �kumenisches Konzil, Dekret �ber den �kumenismus
Unitatis redintegratio [UR] 5.
(4) Direktorium, § 55.
(5) Enzyklika Ut unum sint [= UUS] von Papst Johannes Paul II. �ber
den Einsatz f�r die �kumene, Bonn 1995 [Hg. Sekretariat der Deutschen
Bischofskonferenz; Reihe �Verlautbarungen des Apostolischen Stuhles�, Nr.
121], � 8; auch �� 6-9 und �� 15-16.
(6) Direktorium, � 58. (7) Cf. ibid., �� 59-64.
JOHN PAUL II, Address to the Plenary Assembly of the Pontifical Council
for Promoting Christian Unity [February 1, 1991], � 2, Information Service [IS]
78, 1991/III-IV,
(11) JOHN PAUL II, Address to the Plenary Assembly of the Pontifical Council
78, 1991/III-IV, 140. (12) UR 24.
(13) Direktorium, § 56.
(16) Cf. ibid., §§ 79-81; siehe unten, Kapitel II dieses
(19) Cf. UR 11, 24, UUS 36 und Direktorium, §
(20) Cf. Direktorium, §§ 74, 75, 78, 181-182.
(21) Cf. ibid., § 181; siehe auch §§ 74, 76a und UUS
38 und 81.
(22) Cf. UUS 38, Direktorium, § 74 und UR 17.
(24) SEKRETARIAT ZUR F�RDERUNG DER EINHEIT DER CHRISTEN, Reflections and
Suggestions concerning Ecumenical Dialogue. A Working Instrument at the
Disposal of Ecclesiastical Authorities for Concrete Application of the Decree on
Ecumenism, IS 12, 1970/IV, 5-11; cf. auch KONGREGATION F�R DIE
GLAUBENSLEHRE, Erkl�rung �Mysterium ecclesiae� zur katholischen
Lehre �ber die Kirche und ihre Verteidigung gegen einige Irrt�mer von heute
(15.2.1975), hg. v. K. Lehmann, Trier 1975, Nr. 4; cf. auch Direktorium,
� 75 und UUS 37. (25) Z.B. GEMEINSAME ARBEITSGRUPPE DER R�MISCH-KATHOLISCHEN KIRCHE UND DES
�KUMENISCHEN RATES DER KIRCHEN [�RK], Der Sechste Bericht und Appendix B: Der
Begriff der �Hierarchie der Wahrheiten� � Eine �kumenische Interpretation,
1990, in : Dw� 2, 751-760.
(26) Cf. Direktorium, §§ 178-182.
(28) UUS 80; siehe auch 36-39, 80-81,und Kapitel II passim.
(29) Cf. Direktorium, §§ 77-78.
(31) Cf. UR 14, 22-23; Cf. ebenso Direktorium, § 76a und UUS 47-49.
(32) Direktorium, § 76b.
(33) Cf. ibid., §§ 16 und 76b.
(34) Cf. ibid., §76c und UUS 36-39.
(35) Cf. Direktorium, §§ 172 und 178-182.
(37) Cf. Direktorium, § 76.
(38) Cf. ibid., §§ 81, 191-195; siehe auch § 91a.
(46) Cf. UR 1und UUS Kapitel 1, bes. 1-14.
(47) Cf. Direktorium, §§ 80b und 79.
(48) Cf. die Schriftbelege, die das Zweite Vatikanische Konzil, Dogmatische
Konstitution �ber die Kirche, Lumen gentium [LG] 1-4, UR 2 und UUS 5-9
geben; vgl. auch Standard-Bibellexika.
(49) Cf. Direktorium, § 79a.
(50) Cf. UR 1 und 4 sowie UUS 1-14.
(51) Cf. Direktorium, �� 13-16 und Kongregation f�r die
Glaubenslehre, Schreiben an die Bisch�fe der katholischen Kirche �ber einige
Aspekte der Kirche als Communio, Bonn 1992 [Hg. Sekretariat der Deutschen
(52) Cf. Direktorium, § 79b; siehe auch §§ 9-25 und 76.
(53) Cf. LG 15 und UR 13-23; und auch UUS 10-14.
(54) Cf. Direktorium, § 79c.
(56) Cf. UR 2-4 und LG 14; cf. auch Der Katechismus der
Katholischen Kirche, � 815 und UUS 9, 77.
(57) Z.B. Siebte Vollversammlung des �kumenischen Rates der Kirchen in
seiner Canberra-Erkl�rung � 2.1 (cf. Signs of the Spirit, Official
Report, Seventh Assembly, Genf: WCC, 1991).
(58) UR 8; Cf. Direktorium, § 79g und auch UUS
21-27, 44-45 sowie 82-85.
(59) Cf. UR 6-7 und UUS 15 sowie 82-83.
(60) Cf. UUS 21-27 und Direktorium, Kapitel III, Abschnitt B,
besonders �� 102-121.
(61) Cf. Direktorium, §§ 183-186 und UUS 45.
(62) Cf. Direktorium, § 187 und UUS 46.
(63) Cf. Direktorium, §§ 188-190.
(65) Cf. Direktorium, § 50.
(68) Zu diesem Thema, cf. ibid., 95-96.
(69) Cf. Direktorium, § 79f; siehe auch Kapitel IV.
(74) Cf., z.B., ibid., �� 43, 46; Apostolisches Schreiben Mulieris
dignitatem von Papst Johannes Paul II. �ber die W�rde und Berufung der
Frau aus Anla� des Marianischen Jahres, 1988; Apostolisches Schreiben Ordinatio
sacerdotalis von Papst Johannes Paul II. �ber die nur M�nnern vorbehaltene
Priesterweihe, 1994.
(75) Cf. Zweites Vatikanisches Konzil, Dekret �ber das Laienapostolat, Apostolicam
actuositatem; cf. auch das Nachsynodale Apostolische Mahnschreiben Christifideles
laici von Papst Johannes Paul II. �ber die Berufung und Sendung der Laien
in Kirche und Welt, 1988.
(76) Cf. Direktorium, §§ 205-209 und UUS 98-99.
(77) Joh 17,21. Cf. Zweites Vatikanisches Konzil, Dekret �ber die
Missionst�tigkeit der Kirche Ad gentes [AG] 2, 6; Enzyklika Redemptoris
missio von Papst Johannes Paul II. �ber die bleibende G�ltigkeit des
missionarischen Auftrags der Kirche [RM], 1990, 1, und UUS 98.
(78) Cf. UR 1 und AG 6; cf. auch das Apostolische Mahnschreiben Evangelii
nuntiandi von Papst Paul VI. �ber die Evangelisation in der Welt von heute
[EN], 1975, 77; RM 50; Direktorium, � 205; UUS 99.
(79) Cf. AG 15, EN 77, Direktorium, §§
206-209 und UUS 99.
(80) Cf. AG 13 und UR 4; cf. auch die Literaturangaben zum
Thema �Proselytismus� in Anmerkung 82.
(81) Cf. JWG, The Ecumenical Dialogue on Moral Issues: Potential Sources
of Common Witness or of Divisions, IS 91, 1996/I-II, 83-90.
(82) Erkl�rungen �ber den Proselytismus k�nnen in den folgenden Dokumenten
gefunden werden: Zweites Vatikanisches Konzil, Erkl�rung �ber die
Religionsfreiheit, Dignitatis humanae, 4; Papst Paul VI. und Patriarch
Shenouda III., Common Declaration [10. Mai, 1973], Neudr. in IS 76, 1991/I, 8-9;
und Principles for Guiding the Search for Unity between the Catholic Church
and the Coptic Orthodox Church und das dazugeh�rende Protokoll [23. Juni,
1979], ibid., 1991/I, 30-32; Johannes Paul II., Letter to the Bishops
of Europe on Relations between Catholics and Orthodox in the New Situation of
Central and Eastern Europe, IS 81, 1992/III-IV, 101-103; P�pstliche
Kommission �Pro Russia�, General Principles and Practical Norms for
Coordinating the Evangelizing Activity and Ecumenical Commitment of the Catholic
Church in Russia and Other Countries of the C.I.S., ibid., 104-108;
s. auch: The Baptist-Roman Catholic International Conversations, 1984-1988, Summons
to Witness to Christ in Today�s World: A Report on the Baptist-Roman
Catholic International Conversations, IS 72, 1990/I, 5-14, bes. 9-10; The
Evangelical-Roman Catholic Dialogue on Mission, 1977-1984, A Report, IS 60,
1986/I-II, 70-97, bes. 95-96; Joint International Commission between the Roman
Catholic Church and the Orthodox Church, Uniatism, Method of Union of the
Past, and the Present Search for Full Communion, IS 83, 1993/II, 95-99; JWG,
Common Witness and Proselytism. A Study Document (Anhang zum Third
Report), IS 14, 1971/II, 18-23; JWG, Common Witness, IS 44, 1980/III-IV,
142-162; JWG, The Challenge of Proselytism and the Calling to Common Witness,
IS 91, 1996/I-II, 77-83; cf. auch Direktorium, � 23.
(83) Die Bischofskonferenzen und die Synoden der �stlichen Katholischen
Kirchen sollten f�r eine klare Lehre in dieser Frage sorgen, besonders dort, wo
Sekten und neue religi�se Bewegungen gr��ere theologische und pastorale
Herausforderungen darstellen. Weil die Katholische Kirche sie von den Kirchen
und kirchlichen Gemeinschaften unterscheidet, werden sie nicht direkt vom Direktorium
behandelt (cf. �� 35-36). Cf. Sekretariat zur F�rderung der Einheit der
Christen, Sekretariat f�r Nichtchristen, Sekretariat f�r Nichtgl�ubige,
P�pstlicher Rat f�r Kultur, Sects or New Religious Movements: Pastoral
Challenge, IS 61, (1986/III) 144-154; und The Working Group on New Religious
Movements, Vatican City, Sects and Religious Movements. An Anthology of Texts
from the Catholic Church 1986- 1994, Washington: United States Catholic
Conference, 1995 (auch in anderen Sprachen erh�ltlich).
(84) Direktorium, § 80c.
(85) - � �kumenische Lexika, Konkordanzen und vergleichende Sachstudien,
zum Beispiel: Y. Congar (ed.), Vocabulaire oecum�nique, Paris: Cerf
(coll. Th�ologie sans fronti�res), 1970; H. Kr�ger u.a. (Hg.), �kumene-Lexikon,
Frankfurt Lembeck/Knecht, 1987; 2nd Ed; N. Lossky u.a., Dictionary of the
Ecumenical Movement, Geneva/Grand Rapids/London: WCC/Wm. Eerdmans/CCBI,
� Historische und zeitgen�ssische Bekenntnistexte, wie z.B. The Book of
Common Prayer und die 39 Religionsartikel; die Bekenntnisschriften
der Evangelisch-Lutherischen Kirche; der Heidelberger Katechismus; die Confessio
Helvetica; Evangelischer Erwachsenenkatechismus (EKD); Bekenntnisschriften
und Katechismen der Orthodoxen Kirchen.
� Dokumente, Berichte und gemeinsame Erkl�rungen als Ergebnisse
bilateraler und multilateraler �kumenischer Dialoge. Bibliographische Hinweise
auf bilaterale Dialoge, an denen die Katholische Kirche beteiligt ist,
erscheinen von Zeit zu Zeit in dem bereits erw�hnten Bulletin des P�pstlichen
Rates zur F�rderung der Einheit der Christen, z.B. in IS 82, 1993/I,
39-46; IS 89, 1995/II-III, 97-99. Sammlungen der Dokumente und Erkl�rungen
wurden bereits in mehreren Sprachen ver�ffentlicht [dt. in: Dw�, 2 Bde,
Paderborn u.a. 1983- 1992].
� Geschichtliche Darstellungen der �kumenischen Bewegung, so z.B. R. Rouse
& S.C. Neill (eds.), History of the Ecumenical Movement 1517-1948,
Geneva: WCC, 1986, 3rd ed.; H.E. Fey (ed.), The Ecumencial Advance. A
History of the Ecumenical Movement 1948-1968, Geneva: WCC, 1986, 2nd ed.;
H� 2, Paderborn 1986.
(86) Cf. Direktorium, §§ 82, 85-86.
(87) Cf. ibid., �� 81, 191-203. Was davon durchf�hrbar ist, h�ngt
selbstverst�ndlich von der genauen Situation, den M�glichkeiten der
verschiedenen Kirchen und von der Frage ab, ob entsprechend qualifizierte
Personen vorhanden sind.