Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202009,%20654
Timestamp: 2017-09-22 13:23:26
Document Index: 47344701

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 249', 'BGH']

Totalschaden: Bruttoreparaturkosten entscheidend
Bruttoreparaturkosten für “130 Prozent-Abrechnung” maßgeblich
Bei der Abrechnung des Fahrzeugschadens sind die Bruttoreparaturkosten dem Wiederbeschaffungswert gegenüberzustellen
cc) Im Rahmen der danach durchzuführenden Vergleichsberechnung sind die Brutto-Reparaturkosten (vgl. BGH, Urteil vom 3. März 2009 - VI ZR 100/08, NJW 2009, 1340 f.) zuzüglich der Wertminderung den Wiederbeschaffungskosten gegenüberzustellen, wobei der Restwert außer Betracht zu lassen ist (vgl. BGH…, Urteil vom 15. Oktober 1991 - VI ZR 314/90, NJW 1992, 303).
Er beruft sich u.a. auf die Entscheidung des BGH vom 3.3.2009, Az. VI ZR 100/08.
Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus der vom Kläger zitierten Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 3.3.2009 (Az. VI ZR 100/08).
Insoweit sind vorliegend der Wiederbeschaffungsaufwand in Höhe von 2.200,00 EUR bzw. der Wiederbeschaffungswert in Höhe von 2.600,00 EUR im Zuge der Abrechnung auf (wirtschaftlicher) Totalschadenbasis und - entgegen der Auffassung des Amtsgerichts - die geschätzten Brutto reparaturkosten zu vergleichen (BGH, Urteil v. 03.03.2009, Az. VI ZR 100/08, zitiert nach juris, Rn. 11 f., Jahnke in: Burmann/Heß/Jahnke/Janker, StVR, 22. Auflage 2012, § 249 Rn. 23).
Zur Ermittlung des geringsten Restitutionsaufwandes wird - in der Regel mit sachverständiger Hilfe - der Reparaturaufwand inklusive eines etwaigen Minderwertes des Fahrzeugs mit dem Wiederbeschaffungsaufwand, d.h. mit dem vom Sachverständigen festgestellten Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwerts des Fahrzeugs, verglichen, wobei die Vergleichsbetrachtung beim nicht vorsteuerabzugsberechtigten Geschädigten auf der Basis der Bruttoreparaturkosten zu erfolgen hat (vgl. BGH, NJW 2009, 1340).