Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/fovzv
Timestamp: 2020-01-21 18:42:03
Document Index: 370729737

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 6', '§ 6', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 6', '§ 13', '§ 8']

Auf Grund des § 4 Abs. 7 Satz 1 und des § 6 Abs. 3 des Forstvermehrungsgutgesetzes vom 22. Mai 2002 (BGBl. I S. 1658) verordnet das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft:
(1) Für die Zulassung von
Erntebeständen unter der Kategorie "Ausgewählt",
Erntebeständen, Samenplantagen, Familieneltern, Klonen und Klonmischungen unter der Kategorie "Geprüft"
gelten die in der Anlage 1 dieser Verordnung festgelegten Mindestanforderungen.
(2) Für die Zulassung von Erntebeständen und Saatgutquellen unter der Kategorie "Quellengesichert" gelten die in der Anlage 2 dieser Verordnung festgelegten Mindestanforderungen.
(3) Samenplantagen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung als Ausgangsmaterial zur Gewinnung von "Ausgewähltem Vermehrungsgut" nach dem Gesetz über forstliches Saat- und Pflanzgut in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. Juli 1979 (BGBl. I S. 1242), zuletzt geändert durch Artikel 201 der Verordnung vom 29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785), zugelassen waren, können ohne weitere Überprüfung unter der Kategorie "Qualifiziert" registriert werden.
Im Register über zugelassenes Ausgangsmaterial nach § 6 Abs. 1 des Forstvermehrungsgutgesetzes sind die in Anlage 3 dieser Verordnung festgelegten Angaben zu machen.
Anlage 1 (zu § 1 Abs. 1) Anforderungen an die Zulassung von Ausgangsmaterial unter den Kategorien "Ausgewählt", "Qualifiziert" und "Geprüft"
Anlage 2 (zu § 1 Abs. 2) Anforderungen an die Zulassung von Ausgangsmaterial unter der Kategorie "Quellengesichert"
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2002, 4727
Ausgangsmaterial: Beim Ausgangsmaterial muss es sich um einen Erntebestand oder eine Saatgutquelle in einem einzigen Herkunftsgebiet handeln.
Zweck: Die Zulassung darf nur der Erzeugung von Vermehrungsgut dienen, das nicht für forstliche Zwecke verwendet werden soll.
Anlage 3 (zu § 2) Angaben im Register über zugelassenes Ausgangsmaterial gemäß § 6 Abs. 1 des Forstvermehrungsgutgesetzes (FoVG)
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2002, 4728 - 2729
Angaben für die Kategorien "Ausgewählt", "Qualifiziert" und "Geprüft"
Registerzeichen 1)
für die Kategorie "Ausgewählt": Code des Herkunftsgebiets sowie Längen- und Breitengrad
für die Kategorien "Qualifiziert" und "Geprüft": Kurzbezeichnung, Längen- und Breitengrad
Höhenlage (in m ü. NN)
Fläche: Größe des Erntebestandes oder der Samenplantage (Baumartenanteilsfläche in ha)
Ursprung: autochthon, nicht autochthon oder unbekannter Ursprung; bei nicht autochthonem Ausgangsmaterial ist der Ursprung (Staat oder Bundesland und Herkunftsgebiet oder Wuchsgebiet o. ä.) anzugeben falls bekannt
im Falle der Kategorie "Geprüft", ob es sich um gentechnisch verändertes Ausgangsmaterial handelt, Zulassung nach Gentechnikgesetz (Behörde, Datum, ...)
Verkehrsbeschränkungen nach § 13 FoVG
Nebenbestimmungen der Zulassung (z. B. Befristung, Beerntungsauflagen)
Besitzart: Staatswald, Körperschaftswald oder Privatwald (einschließlich Treuhandwald)
für die Ausstellung des Stammzertifikats nach § 8 Abs. 2 FoVG zuständige Landesstelle
Name des Wald- oder Baumbesitzers oder des forstwirtschaftlichen Zusammenschlusses (bei mehreren Wald- oder Baumbesitzern kann einer stellvertretend genannt werden)
Katasterbezeichnung oder Forstort und Abteilungs- oder Unterabteilungsbezeichnung
bei Erntebeständen
Wuchsgebiet/-bezirk (soweit diese Angabe mit vertretbarem Aufwand gemacht werden kann)
Jahr oder Zeitraum der Begründung
bei Samenplantagen
Bezeichnung der Samenplantage
Wuchsgebiet/-bezirk des Ausgangsmaterials/der Komponenten
Klon- oder Sämlingsplantage
Anzahl verschiedener Klone oder Familien (ggf. männlich und weiblich)
Umfang der einzelnen Klone oder Familien (ggf. als Spanne: niedrigste und höchste Baumzahl pro Klon oder Familie)
Art der Bestäubung (z. B. gelenkt oder frei, Zusatzbestäubung)
bei Familieneltern: Identität, Anzahl und Anteile der Eltern
bei Klonen
Bezeichnung des Klons
ggf. Geschlecht (männlich und weiblich)
Zahl der Vermehrungszyklen
bei Klonmischungen
Bezeichnung der Klonmischung
Bezeichnung, Anzahl und Anteil der verschiedenen Klone (ggf. männlich und weiblich)
bei der Kategorie "Geprüft"
Jahr der Begründung der Versuchsanlage
Anbauwert
bei vorläufiger Zulassung: entsprechender Hinweis
wenn Sortenschutz besteht: entsprechender Hinweis
Angaben für die Kategorie "Quellengesichert"
Lage: Code des Herkunftsgebiets sowie Längen- und Breitengradbereich
Höhenzone (in m ü. NN)
Fläche: Größe der Saatgutquelle oder des Erntebestandes (Baumartenanteilsfläche in ha)
Besitzart: Staatsflächen, Körperschaftsflächen oder Privatflächen (einschließlich Treuhandflächen)
Jahr oder Zeitraum der Begründung (außer bei Saatgutquellen)
2002, 4721 (2003 I 50): BGBl I