Source: http://www.hsp-steuerberater-solingen.de/2011/09/27/die-e-bilanz/
Timestamp: 2019-05-24 11:23:26
Document Index: 79735201

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 5', '§ 31', '§ 14', '§ 25', '§ 180']

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Die Verpflichtung zur elektronischen Datenübermittlung betrifft grundsätzlich alle Bilanzierungspflichtigen unabhängig von der Rechtsform oder Größe des Unternehmens. Umfasst sind auch Eröffnungsbilanzen sowie berichtigte oder geänderte Bilanzen.
Die Einnahmeüberschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG schließt den Anwendungsbereich des § 5b EStG aus. Der amtlich vorgeschriebene Datensatz der Anlage EUR ist jedoch elektronisch zu übermitteln.
Erweiterung der Datenübertragung. Während Betriebe bisher nur Umsatzsteuer- Voranmeldungen und Lohnsteuer-Anmeldungen elektronisch übertragen mussten, sind ab dem Veranlagungszeitraum 2011 ebenfalls die Erklärungen zur Körperschaftsteuer / Erklärungen zur gesonderten Feststellung von Besteuerungsgrundlagen, mithin des Verlustes bzw. des Einlagekontos (§ 31 Abs. 1a KStG), Erklärungen zur Festsetzung des Gewerbesteuer-Messbetrags/ Zerlegungserklärung (§ 14a GewStG), Einkommensteuererklärung – soweit Gewinneinkünfte vorhanden sind – (§ 25 Abs. 4 EStG) und die Feststellungserklärungen (§ 180 Abs. 2a AO) in elektronischer Form einzureichen.
Lediglich in Härtefällen kann auf eine elektronische Übermittlung verzichtet werden.
Taxonomie. Die Taxonomie bestimmt die verschiedenartigen Elemente – z.B. die einzelnen Positionen von Bilanz und Gewinnund Verlustrechnung – und die Beziehung zueinander.
Prinzipiell ist unter Taxonomie ein gegliedertes Datenschema, ähnlich einem Kontenrahmen, bestehend aus Bilanz- und Gewinn- und Verlustpositionen zu verstehen.
Für die Übermittlung des entsprechenden Datensatzes wurde XBRL („eXtensible Business Reporting Language“) als Übermittlungsformat einheitlich festgelegt. Hierbei handelt es sich um einen Standard für den elektronischen Datenaustausch von Unternehmensinformationen. Dieser wird z.B. auch bei der Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger verwendet.
Die Datensätze müssen dann der steuerlichen XBRL-Taxonomie entsprechen.
Umfang des Datenschema. Das Datenschema umfasst ein Stammdaten-Modul („GCDModul“) und ein Jahresabschluss-Modul („GAAP-Modul“).
Das „GCD-Modul“ enthält ein Datenschema zur Übermittlung von
Dokumentinformationen,
Informationen zum Bericht und
Das „GAAP-Modul“ enthält ein Datenschema zur Übermittlung der gebräuchlichen Berichtsbestandteile für Unternehmen aller Rechtsformen und Größenordnungen. Folgende Berichtsbestandteile können zur Übermittlung genutzt werden:
Bilanz (Ausgangsbasis HGB)
Gewinn und Verlustrechnung (Ausgangsbasis HGB) in den Varianten Gesamtkosten- und Umsatzkostenverfahren
Kapitalkontenentwicklung für Personenhandelsgesellschaften / Mitunternehmerschaften
Steuerliche Modifikationen (Überleitungsrechnung der Wertansätze aus der Handelsbilanz zur Steuerbilanz und Zusatzangaben)
Beschlüsse und zugehörige Erklärungen.
Zusätzlich enthält das Datenschema alternativ verwendbare weitere Bestandteile, wie etwa die beiden Formen der Gewinn- und Verlustrechnung: Gesamtkostenverfahren und Umsatzkostenverfahren.
Auf dieser Grundlage ermöglicht das Datenschema der Taxonomie die elektronische Übermittlung des Inhalts der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung an die Finanzverwaltung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz. Neben dem Stammdaten-Modul („GCD-Modul“) sind aus dem Jahresabschluss- Modul („GAAP-Modul“) insbesondere die Berichtsbestandteile
Steuerliche Modifikationen (insbes. Umgliederung / Überleitungsrechnung)