Source: https://www.ra-duisburg.de/strafrecht/internetstrafrecht/
Timestamp: 2020-01-18 01:02:53
Document Index: 315699144

Matched Legal Cases: ['§ 202', '§ 263', '§ 202', '§ 206', '§ 86', '§ 184', '§ 184', '§ 108']

Internetstrafrecht Duisburg | Rechtsanwalt JÖRG J.K. HARTMANN
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Was versteht man unter dem Begriff des Internetstrafrechts?
Das Internet bzw. die Computer, um dorthin zu gelangen, werden immer häufiger auch für kriminelle Zwecke missbraucht – mithin gewinnt das „Internetstrafrecht“ immer mehr an Bedeutung.
Beim einigen Straftatbeständen, wie dem Computerhacking nach § 202c StGB wird die Tat dabei mittels des Netzes begangen bzw. richtet sich die Tat gegen diejenigen Daten, die hierüber übertragen werden. Demgegenüber werden andere Straftaten wie der Computerbetrug gemäß § 263a StGB mittels eines Computers als Tatmittel begangen bzw. richten sich gegen einen solchen.
Aber auch eine Reihe weiterer, nicht im Strafgesetzbuch verankerte Normen des sogenannten Nebenstrafrechts, bspw. im Urhebergesetz (UrhG), im GmbH-Gesetz (GmbHG) und im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) können verwirklicht werden.
Ist eine Ahndung nach deutschem Strafrecht möglich?
Diese Form der Kriminalität hat jedenfalls häufig Auslandsbezug, so dass die im Einzelfall zu erörternde Fragestellung, ob überhaupt eine Ahndung nach deutschem Strafrecht möglich ist, wenn die Täter ausländische Server für ihre Tatausführung nutzen, häufig einen Schwerpunkt der rechtlichen Würdigung darstellt.
Zu den Delikten, die im Internetstrafrecht am häufigsten in Erscheinung treten gehören:
Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten, sog. „Computerhacking“ (§ 202c StGB)
Verletzung des Fernmeldegeheimnisses (§ 206 StGB)
Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§ 86a StGB)
Verbreitung von gewalt- oder tierpornografischer Schriften (§ 184a StGB)
Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornografischer Schriften (§ 184b StGB)
Unerlaubter Eingriff in technische Schutzmaßnahmen (§ 108b UrhG)
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