Source: https://widab.gerichts-sv.at/rechtsprechung/rs014920/
Timestamp: 2020-05-26 04:02:11
Document Index: 130683528

Matched Legal Cases: ['OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 870', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

RS014920 - Wissensdatenbank Gerichts-SV
Ein Irrtum über den Wert der Sache ist ein Motivirrtum und somit nur dann rechtlich relevant, wenn listige Irreführung vorliegt oder die Parteien ihre Vorstellungen über den Verkehrswert wenigstens schillschweigend zur Bedingung gemacht haben. Ein Irrtum über eine wertbildende Eigenschaft gehört hingegen zum Inhalt des Geschäfts und kann daher relevant sein.
1Ob507/50; 2Ob266/57; 3Ob284/58; 6Ob267/63 (6Ob268/63); 6Ob342/66 ; 6Ob61/67; 7Ob154/71; 5Ob89/72; 7Ob8/75; 2Ob362/74; 6Ob156/75; 7Ob602/77; 5Ob748/79; 6Ob662/81; 3Ob542/87; 6Ob146/97g; 1Ob339/98d; 1Ob157/02y; 3Ob13/07v; 6Ob148/07v; 4Ob65/10b; 8Ob25/10z; 4Ob190/10k; 8Ob151/10d; 5Ob18/11z; 2Ob176/10m; 2Ob30/11t; 9ObA83/13s; 1Ob85/16f
1 Ob 507/50 1 Ob 507/50 Entscheidungstext OGH 28.09.1950 1 Ob 507/50 Veröff: SZ 23/272
2 Ob 266/57 2 Ob 266/57 Entscheidungstext OGH 20.11.1957 2 Ob 266/57
3 Ob 284/58 3 Ob 284/58 Entscheidungstext OGH 14.10.1958 3 Ob 284/58
6 Ob 267/63 6 Ob 267/63 Entscheidungstext OGH 16.10.1963 6 Ob 267/63 Veröff: EvBl 1964/317 S 465
6 Ob 342/66 6 Ob 342/66 Entscheidungstext OGH 30.11.1966 6 Ob 342/66 Veröff: EvBl 1967/281 S 397
6 Ob 61/67 6 Ob 61/67 Entscheidungstext OGH 15.03.1967 6 Ob 61/67 Ähnlich; Beisatz: Hier: Irrtum beim Vergleichsabschluss. (T1)
7 Ob 154/71 7 Ob 154/71 Entscheidungstext OGH 10.09.1971 7 Ob 154/71 Beisatz: Hier: Orientteppiche (T2)
5 Ob 89/72 5 Ob 89/72 Entscheidungstext OGH 20.06.1972 5 Ob 89/72 Veröff: JBl 1972,611
7 Ob 8/75 7 Ob 8/75 Entscheidungstext OGH 23.01.1975 7 Ob 8/75 Ähnlich; Beisatz: Umsatz eines gekauften Getränkeautomaten. (T3)
2 Ob 362/74 2 Ob 362/74 Entscheidungstext OGH 13.02.1975 2 Ob 362/74 Beis wie T1; Veröff: SZ 48/14 = EvBl 1975/252 S 573 = JBl 1976,88
6 Ob 156/75 6 Ob 156/75 Entscheidungstext OGH 08.01.1976 6 Ob 156/75 Beisatz: Hier: Gemälde (T4)
7 Ob 602/77 7 Ob 602/77 Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 602/77 Ähnlich
5 Ob 748/79 5 Ob 748/79 Entscheidungstext OGH 15.01.1980 5 Ob 748/79
6 Ob 662/81 6 Ob 662/81 Entscheidungstext OGH 17.03.1983 6 Ob 662/81 Veröff: EvBl 1983/100 S 396
3 Ob 542/87 3 Ob 542/87 Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 542/87
6 Ob 146/97g 6 Ob 146/97g Entscheidungstext OGH 11.09.1997 6 Ob 146/97g
1 Ob 339/98d 1 Ob 339/98d Entscheidungstext OGH 29.06.1999 1 Ob 339/98d Auch; Beisatz: Der Irrtum über den gemeinen Wert (Verkehrswert) einer Sache gehört nicht zu deren Eigenschaften. (T5) Beisatz: Ein Irrtum über den Verkehrswert einer Sache bildet jedenfalls nur dann einen rechtlich relevanten Anfechtungsgrund, wenn der Erklärungsempfänger den Motivirrtum arglistig im Sinn des § 870 ABGB herbeigeführt oder im Sinne einer bewussten Verschleierung des Sachverhalts ausgenützt hat, somit bewusste Täuschung vorliegt, wenn die Parteien das Motiv zumindest stillschweigend zu einer echten Bedingung erhoben haben, wenn der Gegner des Anfechtenden gesetzliche oder vorvertragliche Aufklärungspflichten verletzte, oder wenn der Irrtum ohne Mitwirken des anderen Teils nicht vermeidbar war; gerade in den letzten drei Fällen ist ein Geschäftsirrtum anzunehmen. (T6)
1 Ob 157/02y 1 Ob 157/02y Entscheidungstext OGH 30.09.2002 1 Ob 157/02y
3 Ob 13/07v 3 Ob 13/07v Entscheidungstext OGH 22.02.2007 3 Ob 13/07v Beis ähnlich wie T6
6 Ob 148/07v 6 Ob 148/07v Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 148/07v Auch
4 Ob 65/10b 4 Ob 65/10b Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 65/10b Auch; nur: Ein Irrtum über den Wert der Sache ist ein Irrtum im Beweggrunde (Motivirrtum). (T7)
8 Ob 25/10z 8 Ob 25/10z Entscheidungstext OGH 22.09.2010 8 Ob 25/10z Vgl; Beisatz: Im Fall des Verkaufs börsennotierter Wertpapiere können Fehlvorstellungen über die künftige Wert‑ und Kursentwicklung (zumindest mangels anderslautender Vereinbarung) nur als Motivirrtum qualifiziert werden. Hingegen betrifft eine Fehlvorstellung über eine dem Anlageprodukt immanente Begrenzung des Verlustpotentials wegen einer besonderen Risikoabsicherung (zB Ausfallgarantie, Versicherung, Pfandrechte) oder darüber, ob eine direkte Investition in Güter erfolgt, nicht nur im Vorfeld des Kaufentschlusses liegende individuelle Erwartungen, sondern für die Identität des Kaufgegenstands maßgebliche und daher den Inhalt des Geschäfts bestimmende Eigenschaften. Die Risikogeneigtheit einer Anlageform ist als Produkteigenschaft anzusehen. (T8) Veröff: SZ 2010/113
4 Ob 190/10k 4 Ob 190/10k Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 190/10k Auch; nur T7; Beisatz: Ein Irrtum über eine wertbildende Eigenschaft gehört hingegen zum Inhalt des Geschäfts. (T9) Beisatz: Hier: Wertpapiere. (T10)
8 Ob 151/10d 8 Ob 151/10d Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 151/10d Vgl; Beis wie T10
5 Ob 18/11z 5 Ob 18/11z Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 18/11z Auch; nur T7; Beis wie T9; Beis wie T10
2 Ob 176/10m 2 Ob 176/10m Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 176/10m nur T7; Beis wie T9
2 Ob 30/11t 2 Ob 30/11t Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 30/11t Auch; Beis wie T5; Beis wie T9
9 ObA 83/13s 9 ObA 83/13s Entscheidungstext OGH 27.09.2013 9 ObA 83/13s Auch
1 Ob 85/16f 1 Ob 85/16f Entscheidungstext OGH 30.08.2016 1 Ob 85/16f Beis wie T9