Source: https://mefu.eu/unternehmen.html
Timestamp: 2019-05-25 23:05:28
Document Index: 81037718

Matched Legal Cases: ['Art.1', '§ 5', '§ 8', '§ 9', '§ 13', '§ 16', '§ 19', '§ 705', '§ 2', '§ 23']

MeFu.eu > Unternehmen
> Gesellschaft übertragen <
> Unternehmen kaufen <
> Gesellschaftsvertrag <
"Der Betrieb eines Gewerbes ist jedermann gestattet,..."
Art.1 I - GewO
Im Ressort Unternehmen spielen Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, und Aktienrecht die Hauptrollen. Gegenstand des Gesellschaftsrechts ist die Behandlung der verschiedenen Unternehmensformen. Gelten zum Beispiel für Personen- und Kapitalgesellschaften viele vergleichbare Regeln, gibt es zugleich in der Vertretung, im Steuer- und Bilanzierungsrecht wichtige Unterschiede. Die zielgerichtete Gestaltung von Gesellschaftsverträgen und Satzungen ist unerlässlich, insbesondere für den Erfolg Ihres Unternehmens. Wir helfen Ihnen auch die Rechte von Gesellschaftern und Anteilseignern zu regeln, wann in welcher Form Gesellschafter- oder Anteilseigner-Versammlungen abzuhalten sind und welche Angelegenheiten des Unternehmens zum Handelsregister anzumelden sind.
> Möglichkeiten der Rechtsformen
> Einzelkaufmann
> Gesellschaft bürgerlichen Rechts GbR
> Offene Handelsgesellschaft oHG
> Kommanditgesellschaft KG
> Gesellschaft mit beschr. Haftung GmbH
> Unternehmensgesellschaft UG
> Aktiengesellschaft AG
Bei der Existenzgründung sind zunächst mehrere juristische Fragen zu klären. Welche Rechtsform soll das Unternehmen haben? Welche Unternehmensgröße ist geplant? Welche Veröffentlichungspflichten bestehen für Ihr Unternehmen? Müssen Einträge in öffentliche Register, wie beispielsweise dem Handelsregister, Partnerschaftsregister oder dem Vereinsregister vorgenommen werden? Welche Geschäftspapiere soll es geben, genügen diese den rechtlichen Vorschriften?
Eine Vielzahl an Fragen, welche Existenzgründer häufig nicht bedenken, da diese oft unbekannt sind. Hieraus können häufig kostenintensive Probleme entstehen wie erhöhte Steuerbelastungen, Kosten für etwaige Ordnungswidrigkeiten, und Abmahnungen von Mitbewerbern.
Möglichkeiten der Rechtsformen
Eine GmbH, ein eingetragener Kaufmann, eine GbR oder doch lieber eine Aktiengesellschaft?
In Deutschland werden Ihnen viele Möglichkeiten von Rechtsformen für Ihre Existenzgründung angeboten. Dabei haben alle Rechtsformen Vor- und Nachteile. Einige Rechtsformen schützen Sie vor einer unbegrenzten Haftung, andere Rechtsformen haben steuerrechtliche Vorteile. Oftmals unberücksichtigt bleiben bei der Wahl einer sinnvollen Rechtsform aber auch die umfangreichen Kosten die mit einer bestimmen Rechtsform verbunden sind, wie Kosten für Veröffentlichungen und Kosten für besondere Formen der Buchhaltung. Ebenso unterschätzt werden die Möglichkeiten, welche Ihnen eine Rechtsform beim Wachsen Ihres Unternehmens bietet.
Gemeinsam mit Ihnen prüfen wir Ihre persönlichen Anforderungen an eine bestimmte Rechtsform und helfen Ihnen bei der Auswahl der optimalen Rechtsform. Sollte dabei die Mitwirkung eines Notars notwendig werden, können Sie auf unser Notariat zurückgreifen. So ist die Beratung aus einer Hand gesichert.
keine gesonderte Gründung notwendig (kein Gesellschaftsvertrag, keine notarielle Beurkundung)
persönliche und unbeschränkbare Haftung mit gesamtem privatem Vermögen
Bindung mehrer Personen zur Verfolgung eines gemeinsamen Zwecks
keine Beurkundung, keine Eintragungen notwendig
Betrieb wirtschaftlicher Unternehmen nur als Kleingewerbe möglich
gesteigerte Kreditwürdigkeit aufgrund persönlicher Haftung der Gesellschafter
Möglichkeit Kapital von Gesellschaftern einzusammeln, ohne diese in die gewöhnliche Geschäftsführung einbinden zu müssen
teilweise beschränkte Haftung der Gesellschafter möglich
persönliche Haftung mindestens eines Gesellschafters
Möglichkeit der Gründung durch nur einen Gesellschafter („Einmann-GmbH“)
Begrenzung der Haftung auf das Gesellschaftsvermögen
Leistung einer Stammeinlage in Höhe von 25.000€ notwendig (davon mind. 12.500€ im Zeitpunkt der Gründung)
Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses notwendig
Die Unternehmensgesellschaft - UG
Beschränkung der Haftung wie bei GmbH
beschränkte Gewinnausschüttung
Leistung von Sacheinlagen nicht möglich
Möglichkeit große Anzahl an Gesellschaftern zu beteiligen
Grundkapital von mind. 50.000€ notwendig
Gesellschaft übertragen - Verschmelzung
Wenn man gemeinsam größer werden will, so empfiehlt sich eine Verschmelzung. Somit werden aus zwei Unternehmen eines. Dabei hört ein Unternehmen auf zu existieren und überträgt sein Vermögen komplett auf eine andere Firma. Aus den einzelnen Gesellschaftern der beiden Unternehmen wiederum wird eine große Gesellschaft.
An einer Verschmelzung können folgende Rechtsformen beteiligt werden:
Personenhandelsgesellschaften (oHG, KG) und Partnerschaftsgesellschaften
natürliche Personen, die als Alleingesellschafter einer Kapitalgesellschafter deren Vermögen übernehmen
Die Verschmelzung nach dem Umwandlungsgesetz läuft in 6 Schritten ab.
Abschluss des Verschmelzungsvertrags (§ 5 UmwG), in dem die Folgen für die Arbeitnehmer, deren Interessenvertretungen und die insoweit vorgesehenen Maßnahmen geregelt sind. Dieser Vertrag muss dem zuständigen Betriebsrat mindestens einen Monat vor dem Verschmelzungsbeschluss zugeleitet werden.
Erstellen des Verschmelzungsberichts (§ 8 UmwG)
Durchführen der Verschmelzungsprüfung (§§ 9 ff. UmwG)
Verschmelzungsbeschluss (§ 13 UmwG)
Anmeldung der Verschmelzung beim Registergericht (§§ 16 f. UmwG)
Eintragung und Bekanntmachung der Verschmelzung oder der neuen Firma (§ 19 UmwG)
Der Verschmelzungsvertrag muss gemäß dem Umwandlungsgesetz u.a. folgende Angaben enthalten:
den Namen, die Firma und den Sitz der beteiligten Unternehmen
die Vereinbarung über die Übertragung der Vermögensteile
das Umtauschverhältnis der Anteile und gegebenenfalls die Höhe einer Barzauszahlung
den Verschmelzungsstichtag
die genaue Bezeichnung und Aufteilung der Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens
Wer bei der Existenzgründung nicht bei 0 anfangen will, oder selbst nicht mehr wachsen kann, der geht einkaufen. Wenn das zu kaufenden Unternehmen eine Gesellschaft ist, gibt es zwei Varianten für den Kauf.
Erstens: Es werden Anteile der Gesellschaft erworben. Vertragspartner sind dann die einzelnen Gesellschafter.
Zweitens: Sie kaufen das Vermögen der Gesellschaft. Also jeden einzelnen Gegenstand, jedes Objekt: Aktiva samt Passiva, Personal aber auch Schulden. Ihr Vertragspartner ist dann die Gesellschaft.
Welcher Art des Einkaufens für Sie besser ist, müssen Sie immer im Einzelfall entscheiden. Zum einen sind steuerliche Komponenten eine große Entscheidungshilfe. Denn das Hauptinteresse des Käufers wird es sein, Abschreibungsvolumen zu bekommen und eventuelle steuerliche Vorteile weiter nutzen zu können. Der Verkäufer dagegen möchte den Gewinn möglichst nicht mit dem Finanzamt teilen müssen.
Ein Gesellschaftsvertrag regelt die Rechte und Pflichten von Gesellschaftern, die sich zum Ziel der Verfolgung eines gemeinsamen Zweckes in einer Gesellschaft zusammengeschlossen haben. (§ 705 BGB)
Inhalte des Gesellschaftsvertrages sind beispielsweise:
die Befugnisse der Gesellschafter im Innenverhältnis
die Frage der Fortsetzung im Todesfall eines Gesellschafters
die Verteilung des Gewinnes
Was im Gesellschaftsvertrag nicht geregelt wird, unterliegt den zutreffenden öffentlichen Gesetzen. So gelten bei der OHG und der KG die Regelungen des Handelsgesetzbuches.
Der Gesellschaftsvertrag kann mündlich abgeschlossen werden. Bei Kapitalgesellschaften, wie der GmbH und der Aktiengesellschaft ist jedoch eine notarielle Beurkundung nach § 2 GmbHG bzw. § 23 AktG vorgeschrieben. Hier wird er auch als "Satzung" bezeichnet Wird eine Immobile in ein Unternehmen mit eingebracht, so erfordert der Gesellschaftsvertrag ebenfalls eine notarielle Beurkundung.
Es ist immer zu empfehlen den Gesellschaftsvertrag aus Gründen der Rechtssicherheit und damit der Beweissicherheit auch bei Personengesellschaften schriftlich abzuschließen.