Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE%2020,%20276
Timestamp: 2019-11-22 07:06:19
Document Index: 60246424

Matched Legal Cases: ['§ 93', '§ 16', 'Art. 103', '§ 156', '§ 156', '§ 48']

BVerfG, 11.10.1966 - 2 BvR 703/65 - dejure.org
BVerfG, 11.10.1966 - 2 BvR 703/65
https://dejure.org/1966,882
BVerfG, 11.10.1966 - 2 BvR 703/65 (https://dejure.org/1966,882)
BVerfG, Entscheidung vom 11.10.1966 - 2 BvR 703/65 (https://dejure.org/1966,882)
BVerfG, Entscheidung vom 11. Januar 1966 - 2 BvR 703/65 (https://dejure.org/1966,882)
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BVerfGG § 93a Abs. 4; KostO § 16
LG Gießen, 22.11.1965 - 1 T 246/65
BVerfGE 20, 276
Ein Antrag auf Zulassung der Rechtsbeschwerde mit dieser Begründung wäre mithin von vornherein aussichtslos gewesen (vgl. BVerfGE 16, 1 [2 f.]; 20, 276 [279]).
Nur ausnahmsweise und in engen Grenzen wird die Pflicht zur Einlegung eines nicht offensichtlich aussichtslosen Rechtsbehelfs als unzumutbar angesehen, wenn die Erfolgsaussicht höchst zweifelhaft ist, etwa wenn der Gesetzeswortlaut für die Unzulässigkeit spricht und nur vereinzelt die Auffassung vertreten wird, dass der Rechtsbehelf zulässig sei, ohne dass dies einer festen Rechtsprechung entspreche (vgl. BVerfGE 20, 276 ).
Die eine sachliche Äußerung enthaltende Stellungnahme der Dienstaufsichtsbehörde muss zur Wahrung des rechtlichen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 GG) nach nunmehr wohl einhelliger Ansicht, der der Senat folgt, allen Beteiligten bekannt gegeben werden (BVerfGE 20, 276, 279; OLG Köln bei Alff Rpfleger 1963, 361, 363; OLG Stuttgart Justiz 1965, 276 LS; KG OLGZ 1966, 90, 95 ff.; Zimmermann JZ 1972, 256; E. Schneider, Die Notarkostenbeschwerde S. 53 f.; DNotZ 1965, 84 ff.; MDR 1967, 729, 730;… Korintenberg aaO § 156 Rdnr. 53;… Rohs/Wedewer aaO § 156 Rdnr. 36; a.A. OLG Hamm Rpfleger 1952, 498).
Die Einlegung eines Rechtsmittels ist dann wegen zweifelhafter Rechtslage unzumutbar, wenn der Gesetzeswortlaut für die Unzulässigkeit spricht, demgegenüber vereinzelt die Auffassung vertreten wird, das Rechtsmittel sei zulässig, dieser Standpunkt sich hingegen nicht zu einer festen Rechtsprechung entwickelt hat (vgl. BVerfGE 20, 276 [279]).
Durch die auf ein solches Rechtsmittel ergehende Entscheidung wird aber die Monatsfrist des § 48 Abs. 3 StGHG nicht erneut in Lauf gesetzt (vgl. BVerfGE 19, 323, 330; 20, 276 [279]; Hess. StGH zuletzt im Beschluß vom 10. September 1975 - P.St. 774, 775).