Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20R%2024/10
Timestamp: 2020-04-05 01:29:14
Document Index: 210459339

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 15', '§ 15', 'Art 13', '§ 4', 'Art. 13', '§ 4', '§ 15', 'EuG', '§ 115']

BFH, 16.05.2012 - XI R 24/10 - dejure.org
https://dejure.org/2012,31871
BFH, 16.05.2012 - XI R 24/10 (https://dejure.org/2012,31871)
BFH, Entscheidung vom 16.05.2012 - XI R 24/10 (https://dejure.org/2012,31871)
BFH, Entscheidung vom 16. Mai 2012 - XI R 24/10 (https://dejure.org/2012,31871)
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§ 4 Nr 9 Buchst b S 1 UStG 1999, § 4 Nr 28 UStG 1999, § 15a Abs 1 S 1 UStG 1999, § 15a Abs 4 UStG 1999, Art 13 Teil B Buchst c EWGRL 388/77
Verkauf gebrauchter Geldspielautomaten umsatzsteuerfrei
BFHE 238, 468
BStBl II 2013, 52
a) Mit Urteil vom 16. Mai 2012 XI R 24/10 (BFHE 238, 468, BStBl II 2013, 52) hat der Senat entschieden, § 4 Nr. 28 UStG sei richtlinienkonform dahingehend auszulegen, dass die Veräußerung gebrauchter Geldspielautomaten mit Gewinnmöglichkeit, die der Unternehmer ausschließlich zur Ausführung --nach unmittelbarer Berufung auf Art. 13 Teil B Buchst. f der Richtlinie 77/388/EWG-- steuerfreier Umsätze verwendet hat, gemäß dieser Vorschrift ebenfalls steuerfrei ist.
Denn an der Verwendung des Automatenaufstellers für nunmehr steuerfreie Ausgangsumsätze habe die Veräußerung der Geldspielautomaten mit Gewinnmöglichkeit nichts geändert (BFH-Urteil in BFHE 238, 468, BStBl II 2013, 52, unter II.2.c).
§ 4 Nr. 28 UStG a. F. verweist implizit auf § 15 Abs. 2 UStG, wonach der Vorsteuerabzug ausgeschlossen ist, wenn die Eingangslieferung für steuerfreie Umsätze bestimmt ist und soll eine Doppelbelastung mit Umsatzsteuer vermeiden, wenn Gegenstände aufgrund der Versagung eines Vorsteuerabzugs bei dem Unternehmer auf der entsprechenden Produktionsstufe mit der Umsatzsteuer endgültig belastet sind und dann steuerpflichtig weitergeliefert werden (vgl. BFH, Urteil vom 16. Mai 2012 XI R 24/10, BStBl II 2013, 52, EuGH, Beschluss vom 6. Juli 2006, C-18/05, Slg. 2006, I-6199).
Die Revision ist nach § 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO zuzulassen, da die streiterheblichen Rechtsfragen noch nicht höchstrichterlich geklärt sind (Revisionsverfahren XI R 24/10 nach Urteil des Hessischen FG vom 17.06.2010, 6 K 3678/06, EFG 2010, 1830).