Source: https://www.zig.uni-augsburg.de/zentrum/geschaeftsbereich/ordnung/
Timestamp: 2019-07-19 06:45:43
Document Index: 18107639

Matched Legal Cases: ['§ 3', 'Art. 17', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 6']

Geschäftsbereich »
Ordnung des ZIG der Universität Augsburg
Das Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG) ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Augsburg mit interdisziplinärer Ausrichtung.
Mit dem ZIG gründet die Universität Augsburg eine intra- und interdisziplinäre akademische Einrichtung im Bereich der Geistes-, der Sozial-, der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften sowie weiterer Disziplinen, die sich mit Fragen von Gesundheit und Krankheit, der Medizin und des Gesundheitssystems sowie der Biotechnologie befassen. Das ZIG soll als ein Center for Advanced Studies und als internationale Stätte des Austauschs zwischen den Fächern und Disziplinen innovative Forschung anstoßen, fördern sowie weltweit kommunizieren und vernetzen. Es soll den wissenschaftlichen Nachwuchs betreuen und kann Lehre und Weiterbildung betreiben.
Aufgabe des ZIG ist die Förderung fächerübergreifender Forschungen zu Fragen und Problemen, die mit den Bereichen Gesundheit und Krankheit, Medizin, Gesundheitssystem und Biotechnologie in sich wandelnden, pluralen Gesellschaften verbunden sind.
Das ZIG koordiniert nationale wie internationale Kooperationen mit führenden Forschungszentren.
Das ZIG fördert den wissenschaftlichen Austausch und den wissenschaftlichen Nachwuchs durch Gastdozenturen, Tagungen, Kongresse, Fellows. Es steht Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern offen.
§ 3 Forschungsprojekte
Die am ZIG durchgeführten Projekte können sowohl disziplinär als auch interdisziplinär angelegt sein und mit nationalen und internationalen Partnern kooperieren. Auf Antrag der Projektleitung, der an den Vorstand zu richten ist, kann ein Projekt am ZIG durchgeführt werden. Es soll nach den Möglichkeiten des ZIG unterstützt werden.
Die Projektleitung muss einem Mitglied der Universität Augsburg nach Art. 17 Abs. 1 BayHSchG unterliegen.
Die Ergebnisse der am ZIG angesiedelten Projekte sollen auf Fachtagungen vorgestellt, in anerkannten Zeitschriften publiziert oder entsprechend dokumentiert werden. Auf das ZIG ist dabei in geeigneter Weise hinzuweisen.
Projekte sollen nach Möglichkeit so angelegt sein, dass dauerhafte, inhaltliche Forschungslinien erkennbar sind, die auch der Profilierung des ZIG dienen.
Ordentliche Mitglieder des ZIG können Forschungseinrichtungen und An-Institute der Universität Augsburg sowie Wissenschaftler/innen der Universität Augsburg sein, die zur selbstständigen Forschung befähigt sind.
Ordentliche Mitglieder können auch sonstige Forschungseinrichtungen sein, deren stimmberechtigte Mitglieder Mitglieder der Universität Augsburg sind.
Gründungsmitglieder des ZIG sind:
das Institut für Bio-, Gesundheits- und Medizinrecht (IBGM)
die Forschungsstelle für Medizinprodukterecht (FMPR)
das Institut für Öffentliche Gesundheit und Gesundheitsökonomie (IGG)
das Institut für Musiktherapie an der Universität Augsburg (IMTUA)
Weitere Gründungsmitglieder sind die Mitglieder des Netzwerkes Gesundheitsforschung der Universität Augsburg, die Mitglied der Universität Augsburg sind.
Die Mitgliedschaft im ZIG kann von jedem/jeder zu selbständiger Forschung befähigten Wissenschaftler/in an der Universität Augsburg oder einer anderen, mit der Universität Augsburg verbundenen wissenschaftlichen Einrichtung, die sich mit Fragen aus den in § 2 Nr. 1 genannten Themenbereichen befasst, beantragt werden.
Wissenschaftler/innen an der Universität, die nicht zur selbstständigen Forschung befähigt sind, sich jedoch mit Fragen aus den in § 2 Nr. 1 genannten Themenbereichen befassen, können eine außerordentliche Mitgliedschaft beantragen.
Auswärtige Mitglieder sind möglich. Diese sind assoziierte Mitglieder des Forschungszentrums. Die Mitgliedschaft kann von Einzelpersonen oder Einrichtungen beantragt werden, wenn sich diese mit Fragen aus den in § 2 Nr. 1 genannten Themenbereichen befassen, im Antrag ihren Forschungs- und Wissenschaftsbezug verdeutlichen können, sowie regional verortet sind.
Ordentliche Mitglieder des ZIG haben Stimmrecht. Ohne Stimmrecht bleiben außerordentliche Mitglieder und assoziierte Mitglieder.
Zum Erwerb der Mitgliedschaft ist ein Antrag an den Vorstand erforderlich. Über die Mitgliedschaft entscheidet die Mitgliederversammlung nach Vorschlag des Vorstands.
Die Mitgliedschaft ist zeitlich befristet und endet
auf Antrag des Mitglieds.
Sie endet auch auf Antrag des Vorstandes durch Beschluss der Mitgliederversammlung. Verlängerungen der Mitgliedschaft durch Beschluss der Mitgliederversammlung sind möglich.
Die Mitglieder des ZIG bilden die Mitgliederversammlung.
Die Mitgliederversammlung tagt nach Einberufung durch den Vorstand oder auf Antrag von einem Viertel der Mitglieder. Sie tagt mindestens einmal pro Semester. Der Direktor oder sein Stellvertreter hat den Vorsitz.
Bezüglich Ladungsfristen, Tagesordnung, Beschlussfähigkeit gilt die Geschäftsordnung der Erweiterten Universitätsleitung, sofern keine anderweitige Regelung in vorliegender Ordnung getroffen wird.
Die Sitzungen der Mitgliederversammlung sind nicht öffentlich. Zur Mitgliederversammlungen können Sachverständige und Gäste, die nicht Mitglied des ZIG sind, hinzugezogen werden. Diese bleiben ohne Stimmrecht.
Die Mitgliederversammlung beschließt mit Zweidrittelmehrheit über Änderungen der Ordnung des ZIG und die An- bzw. Aberkennung der Mitgliedschaft eines Mitglieds.
Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit, insbesondere über die ihr nach § 6 Nr. 5 vorgelegten Anträge. Über diese Anträge kann ein Beschluss auch im Umlaufverfahren herbeigeführt werden.
Die Mitgliederversammlung wählt aus ihrer Mitte mit Zweidrittelmehrheit den Direktor und seinen Stellvertreter sowie ein weiteres ZIG-Mitglied als Vorstand.
Der Vorstand wird gebildet aus dem Direktor/der Direktorin und seinem Stellvertreter oder seiner Stellvertreterin, einem weiteren ZIG-Mitglied sowie einem wissenschaftlichen Geschäftsführer/einer wissenschaftlichen Geschäftsführerin. Die Position des Geschäftsführers/der Geschäftsführerin wird von dem Direktor/der Direktorin ausgeschrieben und mit einem geeigneten Wissenschaftler besetzt.
Der Direktor/die Direktorin, sein Stellvertreter/ seine Stellvertreterin und das weitere ZIG-Mitglied werden von der Mitgliederversammlung aus dem Kreis der Mitglieder für die Dauer von 2 Jahren gewählt. Die Direktor/innen, sein/ihr Stellvertreter/in und das weitere ZIG-Mitglied müssen Professor/innen der Universität Augsburg sein. Der Direktor, der/die Stellvertreter/in und das weitere ZIG-Mitglied werden von der Universitätsleitung bestellt. Bei Ausscheiden des Direktors/der Direktorin, des/der Stellvertreters/Stellvertreterin oder des weiteren ZIG-Mitglieds vor Ablauf der Amtszeit wird ein/e Ersatzkandidat/in für die verbleibende Amtszeit gewählt.
Der Vorstand wird mindestens einmal pro Semester von dem Geschäftsführer/der Geschäftsführerin im Einvernehmen mit dem Direktor/der Direktorin einberufen. Sitzungen des Vorstands können mit Mitgliederversammlungen verbunden werden. Die Sitzungen des Vorstands sind nicht öffentlich. Ein Mitglied der Universitätsleitung kann mit beratender Stimme teilnehmen.
Der Vorstand entwickelt das wissenschaftliche Programm des ZIG und informiert die Mitgliederversammlung hierüber mindestens einmal jährlich. Der Vorstand koordiniert die Durchführung des wissenschaftlichen Programms.
Der Vorstand nimmt Anträge für die Einrichtung und Änderung von Projekten entgegen, prüft die Anträge, wobei er den Beirat hinzuziehen kann, und bringt sie mit seiner Stellungnahme in die Mitgliederversammlung ein.
Der Vorstand berichtet mindestens einmal im Jahr der Universitätsleitung über die Tätigkeiten des ZIG.
Im Übrigen ist der Vorstand zuständig, soweit nicht die Zuständigkeit der Mitgliederversammlung oder des Beirats gegeben ist. Er entscheidet mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Direktors den Ausschlag.
Das ZIG wird durch einen Beirat unterstützt und kritisch begleitet, dem mindestens fünf Mitglieder angehören sollen. Bei den Mitgliedern soll es sich um namhafte Persönlichkeiten handeln, die den Zielen und Aufgaben des ZIG nahestehen.
Der Beirat wird durch den Vorstand im Einvernehmen mit der Universitätsleitung für drei Jahre bestellt.
Der Beirat berät den Vorstand bei der wissenschaftlichen Ausrichtung des ZIG. Er regt Projekte an und gibt Vorschläge für die Entwicklung des ZIG in Forschung, Lehre und Ausbildung.
Diese Ordnung ist durch die Mitgliederversammlung zu bestätigen. Sie tritt durch Beschluss der Universitätsleitung am Tag nach dieser Beschlussfassung endgültig in Kraft.
Die Ordnung des ZIG steht auch als Download zur Verfügung.