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Timestamp: 2016-12-04 08:10:09
Document Index: 222860071

Matched Legal Cases: ['Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 68']

9C_150/2013 (17.09.2013)
{T 0/2} 9C_150/2013 Urteil vom 17. September 2013
A. Der 1967 geborene Q.________ war seit 1. Dezember 2003 bei der Metzgerei S.________ im Aussendienst bzw. in der Hotelrichterei beschäftigt. Am 6. Februar 2009 meldete er sich bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an unter Hinweis auf einen am 13. Dezember 2007 erlittenen Unfall. Die IV-Stelle klärte die medizinischen und erwerblichen Verhältnisse ab. Sie nahm zahlreiche medizinische Berichte zu den Akten und beauftragte ein Servizio Accertamento Medico (SAM) mit einer Begutachtung (Gutachten vom 7. Oktober 2009).
B. Beschwerdeweise liess Q.________ das Rechtsbegehren stellen, die Verfügung vom 9. August 2011 sei vollumfänglich aufzuheben. Es sei ihm Umschulung im Sinne von Art. 17 IVG zu gewähren und die IV-Stelle zu verpflichten, auch weitergehende berufliche Massnahmen wie Arbeitstraining, Arbeitsvermittlung etc., soweit nach der Umschulung erforderlich, zu prüfen und zu gewähren. Eventualiter sei die Sache zur Prüfung beruflicher Massnahmen (Umschulung, Arbeitsvermittlung, Berufsberatung, Arbeitstraining etc.) an die IV-Stelle zurückzuweisen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden wies die Beschwerde ab (Entscheid vom 28. August 2012, mitgeteilt am 11. Januar 2013). Nach Urteilsfällung, aber vor Mitteilung des Beschwerdeentscheides, hat die IV-Stelle weitere Akten, darunter einen Ermittlungsbericht der A.________ mit drei Observations-DVD, vorgelegt.
C. Q.________ lässt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen und beantragen, die Verfügung der IV-Stelle vom 9. August 2011 sowie Dispositiv-Ziffern 1 und 2 des kantonalen Entscheides vom 28. August 2012 seien vollumfänglich aufzuheben. Es sei ihm Umschulung im Sinne von Art. 17 IVG zu gewähren und die IV-Stelle zu verpflichten, auch weitergehende berufliche Massnahmen wie Arbeitstraining, Arbeitsvermittlung etc., soweit nach der Umschulung erforderlich, zu prüfen und zu gewähren. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung, insbesondere des medizinischen Sachverhaltes an die IV-Stelle, subeventualiter an die Vorinstanz, zurückzuweisen. Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens in der Höhe von Fr. 700.- seien der IV-Stelle aufzuerlegen und diese sei zu verpflichten, ihm eine Parteientschädigung von Fr. 7'652.- zu bezahlen.
2. Die Vorinstanz hat die Voraussetzungen des vorliegend aufgrund des Rechtsbegehrens der Versicherten streitigen und zu prüfenden Anspruchs auf Umschulung nach Art. 17 IVG unter Hinweis auf die Rechtsprechung, insbesondere jene zur erforderlichen invaliditätsbedingten Leistungseinbusse von etwa 20 % (BGE 124 V 108 E. 2b S. 110 f.; Urteil I 18/05 vom 8. Juli 2005, in: SVR 2006 IV Nr. 15 S. 53), zutreffend wiedergegeben. Darauf wird verwiesen.
3. Die Vorinstanz hat im Rahmen der Invaliditätsbemessung auf das polydisziplinäre SAM-Gutachten vom 7. Oktober 2009 abgestellt. Der Beschwerdeführer übt daran weitgehend appellatorische Kritik. Er zeigt nicht auf, dass eine Bundesrechtsverletzung im Sinne von Art. 95 lit. a BGG vorliegen würde. Ebenso ist keine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG erkennbar:
4. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, er sei mehr als 20 % invalid und habe daher Anspruch auf Umschulungsmassnahmen.
5. Der Beschwerdeführer macht einen Anspruch auf Arbeitstraining geltend, wobei er diesen in Abhängigkeit zum Umschulungsanspruch stellt. Nachdem dieser nicht ausgewiesen ist, ist auch ein Anspruch auf Arbeitstraining nicht gegeben. Dasselbe gilt auch bezüglich Arbeitsvermittlung. Dort gibt der Beschwerdeführer ebenfalls an, ob und inwieweit Arbeitsvermittlung erforderlich sei, werde sich nach der Umschulung zeigen. Im Übrigen fanden bereits durch die K.________ AG mannigfache Arbeitsvermittlungsbemühungen statt und die IV-Stelle ermöglichte dem Beschwerdeführer ein Arbeitstraining. Der Entscheid der Vorinstanz erweist sich somit auch in diesen Punkten als zutreffend, was zur vollumfänglichen Beschwerdeabweisung führt.
6. Der unterliegende Beschwerdeführer trägt die Gerichtskosten und kann keine Parteientschädigung beanspruchen. Die Beschwerdegegnerin hat, obwohl sie aufgrund des Prozessergebnisses als obsiegend zu betrachten ist (vgl. BGE 132 V 215 E. 6.1 S. 235 mit Hinweisen), keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 68 Abs. 3 BGG).