Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F02-05-2003-I_258-2002
Timestamp: 2016-10-21 00:48:30
Document Index: 117199141

Matched Legal Cases: ['Art. 110', 'BGE', 'Art. 137', 'Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 41', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 87', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine']

I 258/02 (02.05.2003)
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter R�edi und nebenamtlicher Richter Meyer; Gerichtsschreiber Traub
M.________, 1952, Beschwerdef�hrer, vertreten durch den Procap, Schweizerischer Invaliden-Verband, Froburgstrasse 4, 4600 Olten,
A.a Der 1952 geborene M.________ war als angestellter Landwirt mit einem Arbeitspensum von 50 % t�tig. Am 30. M�rz 1993 erlitt er bei der Handhabung einer Bodenfr�se eine offene Tr�mmerfraktur dritten Grades am linken Unterschenkel und einen Defekt der Extensorenmuskulatur. Nach dem Unfall waren mehrere operative Eingriffe notwendig. Im Mai 1995 nahm M.________ seine Erwerbst�tigkeit als angestellter Landwirt wieder auf. Der verwitwete Vater von drei minderj�hrigen Kindern heiratete am 7. Juni 1999 die Inhaberin des von ihm bewirtschafteten landwirtschaftlichen Betriebes.
A.b Am 5. Mai 1994 meldete sich M.________ bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Aargau holte Arbeitgeberberichte vom 3. Juli 1994 und vom 13. August 1994 ein. Im Weitern zog die Verwaltung Akten des Unfallversicherers sowie Berichte der Orthop�dischen Klinik Spital X.________ vom 10. Dezember 1994 bzw. vom 19. September 1995 und des Dr. L.________ vom 22. Juni 1994 bei. Zudem liess sie die betriebswirtschaftliche Situation abkl�ren (Expertise der Aargauischen Landwirtschaftlichen Gesellschaft vom 12. April 1995). Nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens sprach die IV-Stelle dem Versicherten f�r die Zeit vom 1. M�rz 1994 bis zum 31. Mai 1995 bei einem Invalidit�tsgrad von 100 % eine ganze und ab dem 1. Juni 1995 bei einem Invalidit�tsgrad von 50 % eine halbe Rente zu (Verf�gung vom 5. M�rz 1996).
A.c Am 21. M�rz 1997 korrigierte die IV-Stelle die in der Verf�gung vom 5. M�rz 1996 angestellte Berechnung der Doppelkinderrenten; im �brigen beliess sie die Berechnungsgrundlagen unver�ndert. Mit Verf�gung vom 20. Oktober 1997 sprach die Verwaltung dem Versicherten r�ckwirkend ab dem 1. Januar 1997 nach Massgabe der zu diesem Zeitpunkt in Kraft tretenden 10. AHV-Revision eine ganze Witwerrente zu. Nach seiner Heirat am 7. Juni 1999 entfiel der Anspruch des Versicherten auf eine ganze Rente und es wurde ihm r�ckwirkend ab dem 1. Juli 1999 - bei einem Invalidit�tsgrad von weiterhin 50 % - wiederum eine halbe Invalidenrente sowie eine halbe Kinderrente bzw. eine Zusatzrente f�r die Ehefrau ausgerichtet (Verf�gungen vom 4. Oktober 1999 und vom 3. Dezember 1999).
A.d Im Zuge eines Revisionsverfahrens stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 30. Juni 1997 die Einstellung der Invalidenrente per 31. August 1997 in Aussicht; hiebei st�tzte sie sich insbesondere auf eine Haushaltsabkl�rung an Ort und Stelle (Bericht vom 28. Februar 1997). Auf Grund der Einwendungen des Versicherten liess die IV-Stelle eine erneute Betriebsbesichtigung durch ihren Abkl�rungsdienst vornehmen (Bericht vom 18. November 1997). Nach Durchf�hrung zweier weiterer Vorbescheidverfahren, in deren Rahmen der nunmehr anwaltlich vertretene Versicherte zus�tzliche Einwendungen erhob, welche insbesondere zur Einholung eines medizinischen Gutachtens des Dr. R.________, Chefarzt der Orthop�dischen Klinik am Spital X.________, vom 24. August 2000 sowie eines Berichtes des Abkl�rungsdienstes vom 23. Oktober 2000 sowie zur pers�nlichen Anh�rung des Versicherten vom 10. November 2000 und zu einer erg�nzenden Stellungnahme des Abkl�rungsdienstes vom 4. Dezember 2000 f�hrten, hob die IV-Stelle die Invalidenrente des Versicherten revisionsweise per 30. April 2001 auf, weil der von ihr durchgef�hrte erwerblich gewichtete Bet�tigungsvergleich einen Invalidit�tsgrad von nur noch 33 % ergab (Verf�gung vom 15. M�rz 2001).
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 22. April 2002 l�sst M.________ beantragen, der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 28. Februar 2002 sowie die Verf�gung der IV-Stelle vom 15. M�rz 2001 seien aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine halbe IV-Rente auszurichten; eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abkl�rungen an die IV-Stelle zur�ckzuweisen.
Nach der Rechtsprechung ist es - ausser im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels, f�r dessen ausnahmsweise Anordnung (Art. 110 Abs. 4 OG) vorliegend kein Anlass besteht - grunds�tzlich nicht mehr zul�ssig, nach Ablauf der Rechtsmittelfrist neue Unterlagen einzureichen (BGE 127 V 353). Anderes gilt einzig, wenn diese Aktenst�cke neue erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel im Sinne von Art. 137 lit. b OG darstellen und als solche eine Revision des Gerichtsurteils rechtfertigen k�nnten. Dies trifft vorliegend auf den nachtr�glich eingereichten Bericht des Dr. R.________, der lediglich allgemeine Ausf�hrungen zur Arbeitsunf�higkeit und keine konkreten Befunde enth�lt, nicht zu, weshalb er unbeachtlich bleiben muss.
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG), den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG), die Invalidit�tsbemessung nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG) sowie die Grunds�tze �ber die Invalidit�tsbemessung nach dem ausserordentlichen Bemessungsverfahren des erwerblich gewichteten Bet�tigungsvergleichs (BGE 128 V 30 Erw. 1, 104 V 136 Erw. 2; AHI 1998 S. 120 Erw. 1a und S. 252 Erw. 2b) - dessen Voraussetzungen gerade auch bei Landwirten gegeben sein k�nnen (BGE 104 V 137 Erw. 2c) - zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden.
Zum heutigen Zeitpunkt ist hinzuzuf�gen, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verf�gung (hier: 15. M�rz 2001) eingetretene Rechts- und Sachverhalts�nderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht ber�cksichtigt werden (BGE 127 V 467 Erw. 1, 121 V 366 Erw. 1b).
3.1 �ndert sich der Grad der Invalidit�t eines Rentenbez�gers in einer f�r den Anspruch erheblichen Weise, so ist gem�ss Art. 41 IVG die Rente f�r die Zukunft entsprechend zu erh�hen, herabzusetzen oder aufzuheben. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche �nderung in den tats�chlichen Verh�ltnissen, die geeignet ist, den Invalidit�tsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist somit nicht nur bei wesentlicher Ver�nderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitsschadens erheblich ver�ndert haben; auch die Wandlung des Aufgabenbereichs kann einen Revisionsgrund darstellen (BGE 105 V 30). Die Frage, ob eine solche �nderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der urspr�nglichen Rentenverf�gung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverf�gung (BGE 125 V 369 Erw. 2 mit Hinweis; siehe auch BGE 112 V 372 Erw. 2b und 390 Erw. 1b). Eine Revisionsverf�gung bestimmt die zeitliche Vergleichsbasis allerdings nur dann, wenn sie die urspr�ngliche Rentenverf�gung nicht bloss best�tigt, sondern die laufende Rente auf Grund eines neu festgesetzten Invalidit�tsgrades ge�ndert hat (BGE 109 V 265 Erw. 4a).
Ein Revisionsverfahren wird unter anderem dann von Amtes wegen durchgef�hrt, wenn Tatsachen bekannt werden, die eine erhebliche �nderung des Grades der Invalidit�t als m�glich erscheinen lassen (Art. 87 Abs. 2 IVV). Gest�tzt auf Hinweise, dass sich die betrieblichen und gesundheitlichen Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers seit Erlass der Rentenverf�gung vom 5. M�rz 1996 wesentlich ver�ndert haben k�nnten, sah sich die Verwaltung veranlasst, die laufende halbe Rente auf das Weiterbestehen ihrer Anspruchsvoraussetzungen hin zu �berpr�fen.
3.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die urspr�ngliche Rentenverf�gung vom 5. M�rz 1996 d�rfe nicht als zeitliche Vergleichsbasis herangezogen werden, da die jetzt als revisionsbegr�ndend betrachteten Tatsachen - im Wesentlichen die betriebliche Umstellung von Milchproduktion auf Mutterkuhhaltung sowie famili�r bedingte �nderungen im Erwerbsstatus - bereits in fr�heren Verf�gungen (vom 21. M�rz und 20. Oktober 1997 sowie vom 4. Oktober bzw. 3. Dezember 1999) ber�cksichtigt worden seien. Er setzt damit sinngem�ss voraus, dass diese Verf�gungen eine neue Vergleichsgrundlage begr�ndeten, weil der Invalidit�tsgrad bzw. die laufende halbe Rente nicht wegen unver�nderter Umst�nde best�tigt worden sei (vgl. oben Erw. 3.1), sondern insofern eine materielle Neubeurteilung stattgefunden habe, als die Verwaltung trotz ver�nderter anspruchswesentlicher Tatsachen zu einem gleichbleibenden Ergebnis gelangt sei.
Diesem Einwand kann nicht gefolgt werden. Keiner der vorgenannten Verf�gungen liegt eine abschliessende Pr�fung der fraglichen materiellen Punkte zu Grunde. Es handelte sich dabei materiell denn auch nicht um Revisionsentscheide, sondern um Verf�gungen ohne Bezug zur Invalidit�tsbemessung: So erfolgte mit der Verf�gung vom 21. M�rz 1997 eine blosse Korrektur der Umrechnung der Doppelkinderrenten, w�hrend den Verf�gungen vom 20. Oktober 1997 sowie vom 4. Oktober und 3. Dezember 1999 eine Gesetzesrevision (10. AHV-Revision) zu Grunde lag (Anspruch auf Witwerrente bzw. Wegfall derselben nach der Heirat; neue Zusatzrente f�r die Ehefrau). F�r alle diese Verf�gungen galt denn auch weiterhin der Invalidit�tsgrad von 50 % gem�ss der urspr�nglichen Rentenverf�gung vom 5. M�rz 1996, weshalb ihnen im Revisionsverfahren keine rechtserhebliche Bedeutung zukommt; als zeitliche Vergleichsbasis ist vielmehr die Verf�gung vom 5. M�rz 1996 heranzuziehen. Daran vermag der Umstand nichts zu �ndern, dass bereits vor Erlass der erw�hnten Anpassungsverf�gungen eine �berpr�fung der Rente angek�ndigt worden war.
4.1 Die Vorinstanz hat zutreffend festgehalten, dass weder die Steuerunterlagen noch die Jahreszusammenstellungen �ber den Landwirtschaftsbetrieb aussagekr�ftige Grundlagen �ber die erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens des Beschwerdef�hrers enthalten; gem�ss Buchhaltungsauswertung des Abkl�rungsdienstes der IV-Stelle war das landwirtschaftliche Einkommen von 1994 bis 1998 durchwegs negativ. Der Invalidit�tsgrad ist daher nach der ausserordentlichen Bemessungsmethode des erwerblich gewichteten Bet�tigungsvergleiches (BGE 128 V 30 f. Erw. 1 mit Hinweisen) zu ermitteln.
4.2.1 Die Zusprechung einer Invalidenrente setzt zun�chst Arbeitsunf�higkeit voraus. Wer nicht mindestens teilweise arbeitsunf�hig ist, kann auch nicht invalid und erwerbsunf�hig im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sein (BGE 115 V 133 Erw. 2). Es ist Aufgabe des Arztes, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bez�glich welcher T�tigkeiten der Versicherte arbeitsunf�hig ist. Im Weiteren sind die �rztlichen Ausk�nfte eine wichtige Grundlage f�r die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten noch zugemutet werden k�nnen (BGE 125 V 261 Erw. 4, 115 V 134 Erw. 2).
4.2.2 Hinsichtlich des Gesundheitszustandes des Beschwerdef�hrers ist auf den Bericht des Dr. R.________, Chefarzt der Orthop�dischen Klinik am Spital X.________, vom 24. August 2000 abzustellen, der den nach st�ndiger Praxis geltenden Beweiskriterien entspricht (vgl. BGE 125 V 352 Erw. 3a). Nach dieser Beurteilung wurde bei der operativen Rekonstruktion des linken Unterschenkels ein ausgezeichnetes Resultat erzielt. Als Restzustand verbleibe namentlich eine Behinderung infolge Fusshebeschw�che und rascher Erm�dbarkeit. Am linken vorderen Becken bestehe ein belastungsabh�ngig leicht schmerzhafter Zustand infolge eines Lappenhebedefektes. Die verminderte F�higkeit, das linke Knie zu beugen, werde - beispielsweise beim J�ten - durch entsprechende Trickbewegungen kompensiert. Der Patient bew�ltige erstaunlicherweise ein praktisch volles Pensum als Landwirt, k�nne aber keinerlei Freizeitaktivit�ten, insbesondere keinen Sport aus�ben, mindestens soweit dabei das linke Bein beansprucht werde. Dr. R.________ nennt keine landwirtschaftlichen Arbeiten, die der Beschwerdef�hrer gesundheitsbedingt nicht ausf�hren kann. Jedoch werden verschiedene Arbeiten beschrieben, die Schmerzen verursachen (Heben von schwereren Gewichten), die zu rascherer Erm�dung f�hren (Arbeiten in unebenem Gel�nde und auf Leitern), oder die nur verlangsamt ausgef�hrt werden k�nnen (Ankuppeln und Abh�ngen von Maschinen und Anh�ngern). Hinsichtlich der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der invalidit�tsbedingten Einschr�nkungen des Beschwerdef�hrers ist der Bericht �berzeugend, weshalb darauf abzustellen ist. Dr. R.________ sch�tzt die Arbeitsf�higkeit auf 66 2/3 %; diese Kennzahl bleibt im vorliegenden Zusammenhang des erwerblich gewichteten Bet�tigungsvergleichs indes ohne selbst�ndige Bedeutung (Erw. 4.3.1 in fine hienach). Soweit der Mediziner dar�ber hinaus vermutet, bei einer regul�ren Anstellung verm�ge der Versicherte kaum eine Entl�hnung von �ber 50 % zu erzielen, ist dies vorliegend nicht entscheidwesentlich; die Beurteilung der erwerblichen Auswirkungen eines Gesundheitsschadens geh�rt nicht zu den Aufgaben des Arztes (Hans-Jakob Mosimann, Zum Stellenwert �rztlicher Beurteilungen, in: Aktuelles im Sozialversicherungsrecht, Z�rich 2001, S. 262 ff.).
4.2.3 Da die vom Arzt zu beantwortenden Fragen - hinsichtlich des Gesundheitszustandes des Beschwerdef�hrers sowie nach nicht mehr oder nur noch eingeschr�nkt ausf�hrbaren Arbeiten - nicht umstritten sind, ist dem Eventualantrag, es seien in der gegebenen Sache weitere Abkl�rungen zu t�tigen, keine Folge zu leisten, soweit diese medizinischer Natur sein sollten. Eine erneute �rztliche Einsch�tzung der Behinderungen bei den im Rahmen der erwerblichen Bet�tigung anfallenden Verrichtungen braucht auch nicht vorgenommen zu werden, da sich dies nach der Rechtsprechung nur in Ausnahmef�llen rechtfertigt, bei welchen die Aussagen der versicherten Person nicht mit den Feststellungen des medizinischen Gutachtens �bereinstimmen (AHI 2001 S. 161 Erw. 3c). Vorliegend bestehen Differenzen nur im Zusammenhang mit der erwerblich-praktischen Umsetzung der medizinischen Vorgaben.
4.3.1 Der Abkl�rungsdienst der IV-Stelle hat den Beschwerdef�hrer am 25. Februar 1997 an Ort und Stelle besucht, die im Betrieb anfallenden Arbeiten im Bericht vom 28. Februar 1997 detailliert aufgelistet und im Gespr�ch mit dem Versicherten die gesundheitlich bedingten Einschr�nkungen in den verschiedenen Arbeitsbereichen er�rtert. Da eine betriebliche Umstellung von Milchvieh- auf Mutterkuhhaltung vorgesehen war, wurde die arbeitswirtschaftliche Invalidit�t f�r beide Betriebsvarianten berechnet. F�r die Variante "Mutterk�he" ergab sich eine �ber alle T�tigkeitsbereiche gewichtete arbeitswirtschaftliche Invalidit�t von 28 % und f�r die Variante "Milchk�he" von 33 %. In der Folge wurde der Bericht vom 28. Februar 1997 auf Grund von Einwendungen des Beschwerdef�hrers vom Abkl�rungsdienst �berpr�ft und die arbeitswirtschaftliche Invalidit�t neu berechnet (Stellungnahme des Abkl�rungsdienstes vom 4. Dezember 2000). Danach ergab sich bei der betrieblich inzwischen umgesetzten Variante "Mutterk�he" eine arbeitswirtschaftliche Invalidit�t von 29,5 % und bei der Variante "Milchk�he" von 34 %. Allerdings weist der Abkl�rungsdienst in seinem Bericht vom 4. Dezember 2000 darauf hin, dass sich die Gesamteinschr�nkung (bezogen auf die Variante "Mutterk�he") von 29,5 % auf 32,7 % erh�hen w�rde, falls in den Teilbereichen "B�ume schneiden" und "Obsterntearbeiten" generell eine Einschr�nkung von 50 % anstelle von teilweise 25 % ber�cksichtigt werde. Angesichts der sorgf�ltigen und detaillierten Pr�fung des fachlich qualifizierten Abkl�rungsdienstes vor Ort und der eingehenden Auseinandersetzung mit den Einwendungen des Beschwerdef�hrers ist grunds�tzlich auf diesen nachvollziehbaren und schl�ssigen Bericht abzustellen; dies um so mehr, als der Beschwerdef�hrer dagegen keine weiteren Einw�nde mehr erhebt. Daher kann dem Abkl�rungsdienst nicht gefolgt werden, soweit er in seinem Bericht vom 4. Dezember 2000 nicht auf die tats�chlich ermittelten Ergebnisse des Bet�tigungsvergleichs abstellte, sondern von einer arbeitswirtschaftlichen Einschr�nkung bzw. einer Arbeitsunf�higkeit von 33 1/3 % ausging (und damit direkt auf die Sch�tzung der Arbeitsf�higkeit durch Dr. R.________ abstellte, deren weitgehende �bereinstimmung mit dem Gesamtergebnis des Bet�tigungsvergleichs indes als Indiz f�r dessen Angemessenheit gelten kann). Richtigerweise ist auf die durch den Bet�tigungsvergleich konkret ermittelte Arbeitsunf�higkeit abzustellen.
4.3.2 Aus dem Abkl�rungsbericht vom 4. Dezember 2000 ergibt sich, dass bei der heutigen Bewirtschaftung nach der Variante "Mutterk�he" j�hrlich 1432 betriebsnotwendige Arbeitsstunden anfallen. Beim Bet�tigungsvergleich hat der Abkl�rungsdienst die Einschr�nkungen in den verschiedenen Arbeitsbereichen jeweils in Prozenten festgelegt und die verminderte Leistungsf�higkeit zudem in Arbeitsstunden umgerechnet. Bei einer arbeitswirtschaftlichen Einschr�nkung von insgesamt 29,5 % entspricht die Leistung des Beschwerdef�hrers bei einem Arbeitsanfall von 1432 Arbeitsstunden noch einer Leistung von 1009 Stunden (= 70,5 %). Wird die Einschr�nkung in den Teilbereichen "B�ume schneiden" und "Obsterntearbeiten" jeweils mit 50 % ber�cksichtigt, verringert sich die Leistung um 45 Stunden (Apfelb�ume schneiden 26,4 statt 13,2 Stunden, Zwetschgenb�ume schneiden 4,4 statt 2,2 Stunden, Zwetschgen ernten 16,8 statt 8,4 Stunden, Kirschb�ume schneiden 1,4 statt 0,7 Stunden und Kirschen ernten 41,2 statt 20,6 Stunden) auf 964 Stunden und erh�ht sich die arbeitswirtschaftliche Behinderung auf 32,7 %. Die Stellungnahme des Abkl�rungsdienstes vom 4. Dezember 2000 l�sst auf einen diesbez�glichen Ermessensspielraum schliessen. Angesichts der bestehenden Unsicherheit in diesem Punkt ist nachfolgend von dieser f�r den Beschwerdef�hrer g�nstigeren Variante auszugehen.
4.3.3 Die T�tigkeiten auf dem Hof k�nnen in die Bereiche "Betriebsf�hrung" und "allgemeine landwirtschaftliche Arbeiten" eingeteilt werden. Vom j�hrlichen Arbeitsanfall von 1432 Stunden entf�llt ein Anteil von 7,5 % bzw. 107 Stunden auf die Betriebsf�hrung, in welcher der Versicherte nicht eingeschr�nkt ist, weshalb in diesem T�tigkeitsbereich eine vollst�ndige Arbeitsf�higkeit besteht.
Der Anteil der allgemeinen landwirtschaftlichen Arbeiten, die der Beschwerdef�hrer zum Teil nur noch beschr�nkt aus�ben kann, betr�gt 92,5 % bzw. 1325 Stunden. In diesem T�tigkeitsbereich erbringt der Versicherte invalidit�tsbedingt eine Leistung von 857 (964 - 107) Stunden, was bezogen auf den genannten Sektor einer Arbeitsf�higkeit von 64,7 % (857 : 1325 x 100) bei den allgemeinen landwirtschaftlichen T�tigkeiten entspricht.
4.4.1 In einem weitern Schritt ist zu ermitteln, wieweit sich die leidensbedingte Behinderung bei der Arbeit in erwerblicher Hinsicht auswirkt (wirtschaftliche Gewichtung). Hier geht es darum, die verschiedenen Bet�tigungen im Verh�ltnis zueinander zu bewerten und mit der Einschr�nkung im jeweiligen T�tigkeitsbereich in Beziehung zu setzen. Bei der Betriebsf�hrung, welche in der Landwirtschaft t�tige Versicherte in der Regel weiterhin uneingeschr�nkt aus�ben k�nnen, muss gepr�ft werden, welcher Wert ihr im Vergleich zu den �brigen, nicht mehr oder nur noch reduziert ausge�bten T�tigkeiten zukommt. Da die Gesch�ftsf�hrung keinen direkten Ertrag abwirft, sondern Arbeiten umfasst, die in der Regel unabh�ngig vom Gesch�ftsgang zu erledigen sind, kann der Wert dieser Arbeit nicht aus den Betriebsergebnissen ermittelt werden. Es sind vielmehr statistische Werte heranzuziehen. Dies bewirkt weder eine Schlechterstellung noch eine ungenauere Invalidit�tsermittlung der Selbstst�ndigerwerbenden gegen�ber den Unselbstst�ndigerwerbenden, wird doch bei letzteren ebenfalls auf statistische L�hne (Schweizerische Lohnstrukturerhebung; LSE) abgestellt, wenn die konkrete Festsetzung des Invalideneinkommens nicht m�glich ist (BGE 128 V 33 Erw. 4b mit Hinweis; AHI 1998 S. 119).
4.4.2 An sich k�nnte vorliegend die zahlenm�ssige wirtschaftliche Gewichtung offen bleiben; denn die T�tigkeit der Betriebsf�hrung ist im Vergleich zu den allgemeinen landwirtschaftlichen Arbeiten zumindest gleichwertig, wenn nicht h�her zu veranschlagen (vgl. BGE 128 V 34 Erw. 4d), so dass der Invalidit�tsgrad die allein im Bereich der allgemeinen landwirtschaftlichen Arbeiten vorliegende Behinderung (35,3 % [100 % - 64,7 %] von 92,5 %, mithin 32,7 %) ungeachtet der tats�chlichen monet�ren Gr�ssen nicht �bersteigen kann und insoweit kein rentenbegr�ndender Invalidit�tsgrad resultiert.
Da vorliegend jedoch die Betriebsumstellung von Milchvieh- zu Mutterkuhhaltung - wie nachfolgend darzulegen sein wird (Erw. 5) - Auswirkungen auf die Invalidit�tsbemessung haben kann, muss gleichwohl eine zahlenm�ssige Gewichtung erfolgen. Die Vorinstanz hat bei der erwerblichen Gewichtung mangels anderer repr�sentativer Vergleichswerte zu Recht auf die Ergebnisse der Lohnerhebung des Schweizerischen Bauernverbandes vom Juli 2000 abgestellt und im Bereich "Betriebsf�hrung" einen monatlichen Bruttolohn von Fr. 4750.- bzw. einen Jahreslohn von Fr. 57'000.- und im Bereich "allgemeine landwirtschaftliche Arbeiten" einen monatlichen Bruttolohn von Fr. 4500.- bzw. einen Jahreslohn von Fr. 54'000.- eingesetzt.
4.4.3 F�r den Zweck des Einkommensvergleichs erfolgt die Umsetzung bzw. erwerbliche Gewichtung der Ergebnisse des T�tigkeitsvergleichs anhand der Anteile von Betriebsf�hrung und landwirtschaftlichen Arbeiten an der Gesamtt�tigkeit sowie gest�tzt auf branchenspezifische statistische Lohndaten gem�ss nachstehender Formel (BGE 128 V 33 Erw. 4c):
T�tigkeit T (Anteil an B (Behinderung) s (Lohnansatz)
Gesamtt�tigkeit) in T�tigkeit
Betriebsf�hrung 7,5 % 0 % Fr. 57'000.-
------------------- = Invalidit�tsgrad
Daraus ergibt sich der folgende, nicht rentenbegr�ndende Invalidit�tsgrad:
Zu demselben Resultat f�hrt die Berechnungsweise gem�ss Rz. 3115 des Kreisschreibens �ber Invalidit�t und Hilflosigkeit (KSIH) des Bundesamtes f�r Sozialversicherung, welche rechnerisch einen Einkommensvergleich vornimmt (vgl. dazu aber die in BGE 128 V 34 Erw. 4e formulierten methodischen Vorbehalte).
5.1 Der Beschwerdef�hrer l�sst geltend machen, den Landwirtschaftsbetrieb invalidit�tsbedingt bereits im Jahr 1997 von Milchproduktion auf Mutterkuhhaltung umgestellt zu haben, was mit einer - bei der Resterwerbsf�higkeit noch nicht ber�cksichtigten - Ertragseinbusse von ca. 50 % verbunden sei. Diesbez�glich verweist der Beschwerdef�hrer auf die im kantonalen Verfahren eingereichte Erhebung der Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungsstelle Frick (LBL), wonach bei der Betriebsvariante "Mutterk�he" sich der Ertrag von Fr. 5500.- nur etwa auf die H�lfte des bei der Betriebsvariante "Milchk�he" m�glichen Ertrages von Fr. 10'719.- belaufe. Die Vorinstanz hat die Frage, ob die Betriebsumstellung bei der Berechnung des Invalidit�tsgrades miteinzubeziehen sei, nicht abschliessend beantwortet, weil auch eine Ber�cksichtigung der Ertragseinbusse lediglich zu einem Invalidit�tsgrad von 39 % f�hre, der keinen Rentenanspruch begr�nde. Diesen Invalidit�tsgrad hat die Vorinstanz ermittelt, indem sie das (gem�ss Berechnungsmethode nach Rz. 3115 KSIH veranschlagte) hypothetische Valideneinkommen mit Mutterkuhhaltung von Fr. 54'225.- mit der m�glichen Ertragseinbusse durch Betriebsumstellung von Fr. 5219.- addierte und damit ein hypothetisches Valideneinkommen mit Milchk�hen von Fr. 59'444.- errechnete, das sie mit einem zumutbaren Invalideneinkommen von Fr. 36'243.- verglich.
5.2 Dieser Berechnungsweise der Vorinstanz kann nicht gefolgt werden. Muss - wie hier - bei einem erwerblich gewichteten Bet�tigungsvergleich mangels konkreter Zahlen zur Ermittlung des Invalidit�tsgrades behelfsweise auf statistische Werte zur�ckgegriffen werden, kann eine zus�tzlich geltend gemachte Ertragseinbusse durch die invalidit�tsbedingte Betriebsumstellung konsequenterweise nicht zu einem hypothetischen Valideneinkommen hinzugerechnet werden (zur grunds�tzlichen Problematik der Herleitung eines Vergleichseinkommens im Bereich der ausserordentlichen Bemessungsmethode vgl. den in Erw. 4.4.3 in fine hievor enthaltenen Hinweis). Denn bei diesem und bei der konkret geltend gemachten Ertragseinbusse handelt es sich - mit Blick auf die unterschiedliche Bemessungsbasis - nicht um gleichartige Werte. Im �brigen k�nnte auch deshalb nicht auf die Berechnung der Ertragseinbusse infolge Betriebsumstellung durch die LBL abgestellt werden, weil keine aussagekr�ftigen Gesch�fts- und Steuerunterlagen �ber den Landwirtschaftsbetrieb des Beschwerdef�hrers bestehen (Erw. 4.1 hievor). Die Berechnung der LBL beruht lediglich auf Annahmen und widerspricht den ausgewiesenen negativen Betriebsergebnissen der Jahre 1994 bis 1998. Die Ertragsberechnung der LBL weicht zudem beim Arbeitskraftbedarf massiv von den an Ort und Stelle ermittelten Ergebnissen des Abkl�rungsdienstes ab (betriebsnotwendiger j�hrlicher Arbeitskraftbedarf nach Abkl�rungsdienst bei Variante "Mutterk�he" 1432 Stunden und bei Variante "Milchk�he" 2377 Stunden gegen�ber LBL-Annahme von 2400 Stunden bei Variante "Mutterk�he" bzw. von 3221 Stunden bei Variante "Milchk�he"); dieser Minderbedarf an Arbeitskraft bleibt bei der Gegen�berstellung der Ertr�ge unber�cksichtigt. Auf die Berechnung der LBL �ber die Ertragseinbusse durch die Betriebsumstellung kann deshalb nicht abgestellt werden.
5.3 Soweit eine Ertragseinbusse infolge einer invalidit�tsbedingten Betriebsumstellung zu ber�cksichtigen ist, muss die Umstellung im Vergleich zwischen den verschiedenen Betriebstypen ertragsm�ssig gewichtet und mangels konkreter Zahlen auf statistische Werte - in diesem Zusammenhang auf den Agrarbericht 2002 des Bundesamtes f�r Landwirtschaft - zur�ckgegriffen werden. Aus der Tabelle �ber das Einkommen der Landwirtschaftsbetriebe nach Betriebstypen 1999/2001 ergibt sich, dass das landwirtschaftliche Einkommen beim Betriebstyp Verkehrsmilch/Ackerbau kombiniert im Durchschnitt Fr. 70'131.- und beim Betriebstyp Mutterk�he kombiniert Fr. 61'943.- betrug. Dieser Ertrag wird mit einem unterschiedlich hohen Arbeitskraftaufwand erzielt (Milchvieh 1,33 und Mutterk�he 1,20 Familienarbeitskr�fte), was bei der Vergleichsberechnung zu ber�cksichtigen ist. Umgerechnet auf den Arbeitskraftfaktor 1 ergibt sich beim Betriebstyp Milchvieh/Ackerbau kombiniert ein Jahresertrag von Fr. 52'730.- und beim Betriebstyp Mutterk�he kombiniert ein solcher von Fr. 51'619.-, was einem lediglich um 2,1 % tieferen Ertrag entspricht. Wird im Sinne einer Kontroll�berlegung hilfsweise ein Einkommensvergleich zwischen dem Jahresertrag von Fr. 52'730.- beim Betriebstyp Milchvieh/Ackerbau und einem - bei einem Invalidit�tsgrad von 32,5 % verbleibenden - Ertrag von Fr. 34'843.- (= Fr. 51'619.- - [Fr. 51'619.- x 32,5 %]) angestellt, so resultiert ein Invalidit�tsgrad von 34 %. Mithin vermag auch die Ber�cksichtigung einer invalidit�tsbedingten Betriebsumstellung von Milchvieh- auf Mutterkuhhaltung nicht zu einem anspruchsbegr�ndenden Invalidit�tsgrad zu f�hren.
Bei diesem Ausgang kann offen bleiben, ob der Invalidit�tsgrad nicht nach der gemischten Methode h�tte berechnet werden m�ssen. Denn nach den Berechnungen des Abkl�rungsdienstes liegt bei der heutigen Bewirtschaftung der Arbeitskraftbedarf von 1432 Stunden deutlich unter dem Vollpensum von 2820 Stunden eines landwirtschaftlichen Angestellten bzw. von 3000 Stunden eines Betriebsleiters. Insofern ist fraglich, ob der fr�her nur zu 50 % angestellte Beschwerdef�hrer als Vollerwerbst�tiger oder nicht eher als Teilerwerbst�tiger einzustufen ist. Da der Versicherte in einer allf�lligen Haushaltarbeit unbestrittenermassen keinen invalidit�tsbedingten Einschr�nkungen unterliegt und sich deshalb bei Anwendung der gemischten Methode unter Ber�cksichtigung eines Haushaltanteils keinesfalls ein h�herer Invalidit�tsgrad erg�be, muss diese Problematik nicht n�her abgekl�rt werden.
Nach dem Gesagten sind Verwaltung und kantonales Gericht unter W�rdigung der massgebenden Gesichtspunkte zu Recht davon ausgegangen, dass mit Wirkung ab dem 30. April 2001 kein rentenbegr�ndender Invalidit�tsgrad mehr vorliegt.