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Timestamp: 2016-10-21 23:45:39
Document Index: 296991512

Matched Legal Cases: ['Art. 86', 'Art. 82', 'BGE', 'Art. 83', 'Art. 89', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 33', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 2', 'Art. 4', 'Art. 2', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 8', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 21', 'Art. 28', 'Art. 66', 'Art. 68']

1C_518/2010 (22.03.2011)
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Urs Hofstetter-Arnet,
Am 27. M�rz 2009 reichte Y.________ ein Gesuch f�r den Neubau von zwei Doppeleinfamilienh�usern auf Grundst�ck Nr. 514, GB Hildisrieden (Grundeigent�merin Z.________), ein. Innert der Auflagefrist erhoben X.________ sowie die Eheleute A.________ Einsprachen. Nach einer Einspracheverhandlung zogen die beiden Letzteren ihre Eingabe zur�ck.
Im Anschluss an die Einspracheverhandlung reichte der Bauherr am 24. November 2009 erg�nzende Unterlagen zum Baugesuch ein. Im Unterschied zu den urspr�nglichen Pl�nen soll die Erschliessung der Neubauten ab der bestehenden Zufahrtsstrasse zum Wohnhaus von X.________ allein auf dem Grundst�ck der Bauherrschaft realisiert werden. Diese Plan�nderung wurde den Anst�ssern mitgeteilt und �ffentlich aufgelegt. Am 21. Dezember 2009 erteilte der Gemeinderat Hildisrieden - u.a. gest�tzt auf den Gestaltungsplan "Sonnb�el" vom 23. Mai 2002 - die Baubewilligung f�r den Neubau von zwei Doppeleinfamilienh�usern auf GB Nr. 514 und wies die Einsprache von X.________ ab, soweit er darauf eintrat. F�r die Bauausf�hrung erkl�rte er die eingereichten Pl�ne und Berechnungen als verbindlich, f�r die Zufahrt insbesondere den am 25. November 2009 eingegangenen Umgebungsplan.
Gegen diesen Entscheid gelangte X.________ am 28. Januar 2010 ans Verwaltungsgericht des Kantons Luzern. Neben der Aufhebung des Gemeinderatsentscheids und der Verweigerung der Baubewilligung beantragte er eventualiter, es sei festzustellen, dass der Gestaltungsplan "Sonnb�el" �ber die Grundst�cke Nrn. 513, 514 und 676 vom 23. Mai 2002 rechtswidrig und unzweckm�ssig sei, weshalb er ganz oder zumindest f�r den Bereich von GB Nr. 514 ung�ltig und materiell aufzuheben sei. In einem weiteren Eventualantrag forderte der Beschwerdef�hrer die Begutachtung des Gestaltungsplans "Sonnb�el" durch den Verein "BOL" oder durch neutrale Sachverst�ndige im Sinne der �� 93 ff. des Gesetzes �ber die Verwaltungsrechtspflege vom 3. Juli 1972 (VRG/LU; SRL Nr. 40), dies besonders bez�glich der Qualit�tsanforderungen gem�ss � 75 Abs. 3 des Planungs- und Baugesetzes vom 7. M�rz 1989 (PBG/LU; SRL Nr. 735).
X.________ beantragt dem Bundesgericht mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 10. November 2010 die Aufhebung des verwaltungsgerichtlichen Urteils und die Verweigerung der Baubewilligung. Weiter stellt er den Antrag, es sei von Amtes wegen - aufgrund von Teilnichtigkeit, eventuell wegen Ung�ltigkeit - festzustellen, dass der Gestaltungsplan "Sonnb�el" �ber die Grundst�cke Nrn. 513, 514 und 676 vom 23. Mai 2002 rechtswidrig und unzweckm�ssig sei, weshalb dieser ganz oder zumindest f�r den Bereich des Grundst�cks Nr. 514 ung�ltig zu erkl�ren und materiell aufzuheben sei. Eventualiter sei die Sache im Sinne der Erw�gungen des Bundesgerichts zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Gleichzeitig ersucht der Beschwerdef�hrer um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung.
Y.________ als privater Beschwerdegegner 1 und die Gemeinde Hildisrieden schliessen je auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Z.________ als private Beschwerdegegnerin 2 hat sich nicht vernehmen lassen, w�hrend das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern unter Hinweis auf den angefochtenen Entscheid auf eine Stellungnahme verzichtet.
In seiner Replik h�lt der Beschwerdef�hrer sinngem�ss an seinen Antr�gen und deren Begr�ndung fest.
Das pr�sidierende Mitglied der I. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat das Gesuch um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung mit Verf�gung vom 15. Dezember 2010 abgewiesen.
1.1 Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Endentscheid (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG), der eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit im Sinne von Art. 82 lit. a BGG betrifft (BGE 133 II 249 E. 1.2 S. 251, 409 E. 1.1 S. 411). Ein Ausschlussgrund nach Art. 83 BGG liegt nicht vor. Der Beschwerdef�hrer ist mit seinem Anliegen, das Bauvorhaben auf GB Hildisrieden Nr. 514 zu verhindern, vor dem Verwaltungsgericht nicht durchgedrungen. Als Eigent�mer der �stlich an das Baugrundst�ck grenzenden Parzelle Nr. 515 hat er grunds�tzlich ein schutzw�rdiges Interesse an der Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils und ist zur Beschwerde legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist unter Vorbehalt von E. 1.2 und 1.3 hiernach einzutreten.
1.3 Nicht einzutreten ist auf die Vorbringen des Beschwerdef�hrers zum nie in Kraft getretenen Gestaltungsplan "Osterfeld". Gegenstand des anh�ngigen Verfahrens ist in erster Linie das Gesuch f�r den Bau zweier Doppeleinfamilienh�user auf GB Hildisrieden Nr. 514. In direktem Zusammenhang damit wird zu beurteilen sein, ob der Gestaltungsplan "Sonnb�el" einer akzessorischen �berpr�fung unterzogen werden muss und falls ja, mit welchen Konsequenzen.
Der Hauptvorwurf des Beschwerdef�hrers richtet sich gegen den am 23. Mai 2002 genehmigten Gestaltungsplan "Sonnb�el", in dessen Perimeter das Baugrundst�ck liegt. Nach Meinung des Beschwerdef�hrers ist der Gestaltungsplan (teil-)nichtig oder zumindest ung�ltig, weshalb auch die Baubewilligung nicht erteilt werden k�nne. Dem Verwaltungsgericht lastet der Beschwerdef�hrer einen groben Fehler bei der Sachverhaltsermittlung und in diesem Zusammenhang eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs an, weil es rechtzeitig angebotene Zeugen nicht einvernommen bzw. die Befragung von Amtspersonen zur erheblichen Tatsache der fehlerhaften Aussteckung verweigert habe. Erstmals vor Bundesgericht bringt der Beschwerdef�hrer die R�ge vor, der Gestaltungsplan h�tte der Genehmigung durch eine kantonale Beh�rde bedurft. Er erachtet die Luzerner Regelung, wonach kommunale Gestaltungspl�ne vom Gemeinderat genehmigt werden, als Verletzung von Art. 26 des eidgen�ssischen Raumplanungsgesetzes vom 22. Juni 1979 (RPG; SR 700). Sollte sich dieser Vorhalt als begr�ndet erweisen, w�rden sich weitere Ausf�hrungen aufgrund der Nichtigkeit des Gestaltungsplans er�brigen.
2.1.1 Art. 26 Abs. 1 RPG sieht vor, dass eine kantonale Beh�rde die Nutzungspl�ne und ihre Anpassungen genehmigt. Sie pr�ft diese auf ihre �bereinstimmung mit den vom Bundesrat genehmigten kantonalen Richtpl�nen (Abs. 2). Mit der Genehmigung durch die kantonale Beh�rde werden die Nutzungspl�ne verbindlich (Abs. 3). Zun�chst fragt sich, was �berhaupt Genehmigungsgegenstand ist.
2.1.2 Als Nutzungspl�ne gelten sowohl die raumplanerischen Erlasse, welche die zul�ssige Nutzung �rtlich festlegen, als auch die generell-abstrakten Vorschriften, die den Inhalt der Nutzung regeln. Zu Ersteren geh�ren sowohl Rahmennutzungspl�ne (Zonenpl�ne) als auch Sondernutzungspl�ne (Baulinien-, �berbauungs-, Quartier-, Erschliessungspl�ne usw.); desgleichen unterliegen Bauvorschriften mit direktem Bezug zur planerischen Anordnung der Genehmigungspflicht. (Alexander Ruch, in: Aemisegger/Kuttler/Moor/Ruch (Hrsg.), Kommentar RPG, Z�rich 2010, N. 4 zu Art. 26; Bernhard Waldmann/Peter H�nni, Kommentar RPG, Bern 2006, N. 4 zu Art. 26).
2.1.3 Mit der Genehmigungspflicht soll sichergestellt werden, dass die kantonalen und kommunalen Nutzungspl�ne mit der �bergeordneten Richtplanung �bereinstimmen und die Planungsgrunds�tze des RPG ber�cksichtigen. Die Kantone haben dieses Aufsichtsinstrumentarium zur Verwirklichung des planerischen Stufenbaus einzurichten (EJPD/ BRP, Erl�uterungen zum RPG, N. 1 zu Art. 26; Ruch, a.a.O., N. 4 zu Art. 26).
2.2 Vorliegend nennt das kantonale Recht in � 15 Abs. 1 PBG/LU als Nutzungspl�ne den kantonalen Nutzungsplan (lit. a), den Zonenplan (lit. b), den Bebauungsplan (lit. c) und den Gestaltungsplan (lit. d). Letzterer bezweckt eine siedlungsgerechte, architektonisch und erschliessungsm�ssig gute, der baulichen und landschaftlichen Umgebung angepasste �berbauung eines zusammenh�ngenden Gebiets. Bei Wohn�berbauungen ist den Erfordernissen der Wohnhygiene und der Wohnqualit�t in besonderem Masse R�cksicht zu tragen (� 72 PBG/LU). Der Gestaltungsplan kann vom Zonenplan, vom Bau- und Zonenreglement oder vom Bebauungsplan abweichen, sofern wegen der besonderen Verh�ltnisse eine eigene Regelung sinnvoll erscheint und der Zonencharakter gewahrt bleibt. Im Bau- und Zonenreglement ist die f�r solche Abweichungen erforderliche Mindestfl�che f�r Gestaltungspl�ne festzulegen (� 75 Abs. 1 PBG/LU). Kantonale Nutzungspl�ne mit den zugeh�rigen Vorschriften erl�sst der Regierungsrat (� 17 Abs. 1 PBG/LU), w�hrend die Stimmberechtigten der Gemeinde Zonenpl�ne sowie Bau- und Zonenreglemente erlassen. Eine abweichende Zust�ndigkeitsregelung in der Gemeindeordnung bleibt vorbehalten, wobei das Referendum wenigstens fakultativ zu gew�hrleisten ist (� 17 Abs. 1 PBG/LU). Desgleichen erlassen gem�ss � 17 Abs. 3 PBG/LU auch die Stimmberechtigten Bebauungspl�ne, wohingegen der Gemeinderat �ber Gestaltungspl�ne entscheidet (� 17 Abs. 4 PBG/LU). Genehmigungsbeh�rde f�r Zonenpl�ne, Bau- und Zonenreglement sowie Bebauungspl�ne ist der Regierungsrat (� 17 Abs. 6 PBG/LU). Die Gestaltungspl�ne werden in der letztgenannten Bestimmung also nicht erw�hnt. Auch � 20 Abs. 1 PBG/LU sieht lediglich vor, dass Zonenpl�ne, Bau- und Zonenreglement und Bebauungspl�ne zu ihrer Verbindlichkeit der Genehmigung des Regierungsrats bed�rfen. Bei der Genehmigung sind die Pl�ne und Vorschriften auf ihre Recht- und Zweckm�ssigkeit und auf ihre �bereinstimmung mit den Richtpl�nen zu �berpr�fen (� 20 Abs. 2 PBG/LU). Im Zusammenhang mit dem Auflageverfahren von Gestaltungspl�nen ist insbesondere � 77 Abs. 3 PBG/LU zu erw�hnen, wonach den interessierten Amtsstellen und, bei Bauten im Sinne des � 157, der Beratungsstelle f�r behindertengerechtes Bauen gleichzeitig Gelegenheit zu geben ist, zum Gesuch innert der gesetzten Frist Stellung zu nehmen. � 78 Abs. 3 PBG/LU nennt den Gemeinderat als Genehmigungs- und Einspracheinstanz bei den Gestaltungspl�nen. Schliesslich legt � 18 Abs. 1 PBG/LU fest, dass der Regierungsrat, wenn es das �ffentliche Interesse verlangt, nach Anh�ren des Gemeinderats, eine Gemeinde verpflichten kann, ihren Zonenplan mit dem Bau- und Zonenreglement, Bebauungspl�ne oder Gestaltungspl�ne zu �ndern oder sie den Richtpl�nen des Kantons oder der Regionalplanung anzupassen.
2.3 Es fragt sich, ob diese Regelung, welche die Gestaltungspl�ne von der kantonalen Genehmigung ausnimmt, mit Bundesrecht vereinbar ist. Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern hat sich denn auch schon verschiedentlich mit dieser Problematik auseinandergesetzt. In LGVE 1999 II Nr. 8 hat es seine Praxis zusammengefasst und pr�zisiert. Es h�lt dort in E. 6e fest, wo mit dem Gestaltungsplan Fragen der Grundordnung geregelt w�rden, erscheine die kantonale Genehmigung als unerl�sslich. In Fortf�hrung dieser in LGVE 1996 II Nr. 1 E. 5 begr�ndeten Rechtsprechung sei anderseits klarzustellen, dass die Verbindlichkeit des Gestaltungsplans dann nicht von der Genehmigung durch eine kantonale Beh�rde abh�nge, wenn lediglich die Art und das Mass der im Zonen- oder Bebauungsplan festgelegten Nutzung verfeinert werde. Hier solle es mit der Genehmigung auf kommunaler Stufe und den Rechtsschutzm�glichkeiten gem�ss Art. 33 RPG sein Bewenden haben. Ob diese Grenze �berschritten werde, lasse sich in aller Regel nur im konkreten Einzelfall beurteilen.
2.4 Eine ausschliessliche Genehmigungskompetenz des Gemeinderats f�r Gestaltungspl�ne verm�chte wohl Art. 26 RPG nicht zu gen�gen. Diese Frage kann hier offen bleiben. Die differenzierende kantonale Rechtsprechung jedenfalls tr�gt dem vom Bundesrecht verfolgten Gedanken des planerischen Stufenbaus hinreichend Rechnung und gew�hrleistet die �berpr�fung auf �bergeordnetes Recht grunds�tzlich in gen�gendem Mass. Der Beschwerdef�hrer setzt sich mit der zitierten Rechtsprechung nicht rechtsgen�glich auseinander, sondern r�gt generell eine Verletzung von Art. 26 RPG. Vorliegend bewegen sich die Abweichungen des Gestaltungsplans von den durch die Grundordnung einger�umten M�glichkeiten jedoch in einem Rahmen, der gem�ss der kantonalen Praxis keiner regierungsr�tlichen Genehmigung bedarf: So gesteht die Landhauszone, deren Bestimmungen gem�ss Art. 2 der Sonderbauvorschriften (nachfolgend SBV) auch im Gestaltungsplan massgeblich sind, beim Einbau einer zus�tzlichen Wohnung zu den 0,25 Grundausn�tzung einen Bonus von 0,05 zu (gem�ss fr�herem Bau- und Zonenreglement vom 27. Juni 1994 insgesamt maximal 0,275, siehe dazu sogleich E. 3.1 hiernach), w�hrend die gr�sstm�gliche Ausn�tzung im Gestaltungsplanperimeter - trotz vorgesehener zus�tzlicher Einbauwohnung - bei 0,275 liegt (dazu ebenfalls eingehend E. 3.1 hiernach). Ist die zul�ssige Ausn�tzung in der Grundordnung aber gleich oder - wie vorliegend - sogar gr�sser als im Gestaltungsplan, ist sichergestellt, dass der Gestaltungsplan bloss eine Verfeinerung darstellt und nicht gegen die �bergeordnete Nutzungsplanung verst�sst. Im Ergebnis ist beim Bau eines Zweifamilienhauses im Gestaltungsplanperimeter keine gr�ssere Ausn�tzung m�glich, als wenn das n�mliche Projekt in der dem Plan zugrunde liegenden Landhauszone realisiert w�rde.
2.5 Hinzu kommt, dass der Gestaltungsplan u.a. durch das kantonale Raumplanungsamt vorgepr�ft wurde, welches am 10. April 2002 mitgeteilt hatte, die betroffenen Fachstellen w�rden unter verschiedenen Auflagen und Bedingungen zustimmen (E. 6.2 des gemeinder�tlichen Genehmigungsbeschlusses vom 23. Mai 2002). Zwar ersetzt diese Vorpr�fung keine formelle kantonale Genehmigung. Dennoch wurde der Gestaltungsplan durch eine kantonale Stelle auf seine �bereinstimmung mit �bergeordnetem Recht gepr�ft. Die Nichtigkeit aufgrund mangelnder regierungsr�tlicher Genehmigung ist darum in einem ersten Schritt zu verneinen.
Das Verwaltungsgericht hat sodann in Erw�gung gezogen, ob der Gestaltungsplan aufgrund anderer Verfahrensm�ngel oder wegen Umgehung der Ausn�tzungsvorschriften nichtig sein k�nnte.
3.1 Nicht zu h�ren ist der Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang mit der Behauptung, er habe im Auflageverfahren zum Gestaltungsplan "Sonnb�el" im Jahr 2002 nach Treu und Glauben davon ausgehen k�nnen, es seien lediglich Einfamilienh�user geplant und bewilligungsf�hig. Seine Bezugnahme auf den fr�her u.a. von ihm eingereichten Gestaltungsplan ist - wie in E. 1.3 hiervor festgehalten - unbehelflich, wurde doch dieser nie beschlossen. Hingegen geht aus Art. 4 SBV unmissverst�ndlich hervor, dass "Ein- oder Zweifamilienh�user/Doppeleinfamilienh�user" gestattet sind. Art. 2 SBV nennt die Zonenbestimmungen der Landhauszone als massgebend und eine m�gliche Ausn�tzung von 0,25, zuz�glich eines Gestaltungsplanbonusses von 10 % (also von 0,025). Ein Blick in die Auflageakten h�tte ge-n�gt, um davon Kenntnis zu erhalten. Dass der Beschwerdef�hrer von der �ffentlichen Ausschreibung nicht gewusst h�tte, macht er nicht geltend. Hinzu kommt, dass diese Nutzungsvorschriften inhaltlich mit den Vorgaben des damaligen kommunalen Bau- und Zonenreglements (BZR vom 27. Juni 1994) �bereinstimmten, welches in Art. 12 f�r die Landhauszone Wohnbauten vorsah. Nicht st�rende Dienstleistungsbetriebe waren gestattet, soweit sie sich baulich in den Zonencharakter einf�gten. Der Wohnanteil in einem Geb�ude musste �berwiegen. Zul�ssig waren bei einer Ausn�tzungsziffer von 0,2 zwei Vollgeschosse. War der Ausbau der Dach- und Untergeschosse aus planungsrechtlichen resp. topografischen Gr�nden nicht m�glich, erh�hte sich die Ausn�tzungsziffer auf 0,25. F�r den An- oder Einbau einer Kleinwohnung wurde ein Ausn�tzungszuschlag von 0,05 gew�hrt. Im neuen BZR vom 3. April 2006 l�sst Art. 12 Abs. 1 in der Landhauszone pro Geb�ude h�chstens zwei Wohnungen zu. Doppelh�user d�rfen in ihrer �usseren Gestaltung nicht wesentlich vom Charakter eines Einfamilienhauses abweichen. Gem�ss Abs. 2 der zitierten Bestimmung betr�gt die Ausn�tzungsziffer 0,25, wobei f�r den An- oder Einbau einer Zweitwohnung zus�tzlich ein Ausn�tzungszuschlag von 0,05 gew�hrt wird. Damit ist die zul�ssige Ausn�tzungsziffer in der Landhauszone, wie das Verwaltungsgericht zu Recht festgestellt hat, noch gr�sser als im Gestaltungsplanperimeter. Was der Beschwerdef�hrer insbesondere in der Replik gegen die wortgetreue Auslegung dieser Bestimmungen vorbringt, �berzeugt in keiner Weise. Von einer Umgehung der Ausn�tzungsvorschriften kann demnach nicht die Rede sein, zumal die kommunale Grundordnung im damaligen BZR in Art. 28 Abs. 4 Satz 2 selber den nach � 75 Abs. 2 PBG/LU zul�ssigen Gestaltungsplanbonus von 15 % je nach Qualit�t der Planung voll oder nur teilweise gew�hrte (heute Art. 28 Abs. 4 BZR). Gleichzeitig wird damit auch deutlich, dass der umstrittene Gestaltungsplan die Grundordnung nicht in einem Mass modifiziert, welches nach der kantonalen Rechtsprechung eine Genehmigung durch den Regierungsrat notwendig machen w�rde. Der vorliegende Fall l�sst sich denn entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers auch in keiner Weise mit der Ausgangslage in 1C_416/2007 vom 3. Oktober 2008 vergleichen, wo erhebliche �berl�ngen zahlreicher H�user zur Diskussion standen.
3.2 W�hrend der Beschwerdef�hrer keine Einsprache gegen den Gestaltungsplan eingereicht hatte, r�gte damals die "IG Malorain/Sonnb�el", die ausgesteckten Profile entspr�chen nicht den auf den Pl�nen eingezeichneten, und verlangte, die Baubereiche seien auf das ausgesteckte Mass zu reduzieren. Zudem forderte sie eine Reduktion der Firsth�hen, eine Eingrenzung der Dachneigung auf 15�-35� und eine Beschr�nkung der Geb�udel�nge auf 13 m. Im Genehmigungs- und Einspracheentscheid vom 23. Mai 2002 hielt der Gemeinderat nach vorangegangener Einspracheverhandlung fest, dass s�mtliche im Plan "Baubereiche" (Plan-Nr. 267-02, datierend vom 12.2.2002, 1:500) eingetragenen Firsth�hen um 0,6 m zu reduzieren seien. Die Geb�udebreite betrage im Maximum 20 m. Die Lage und Stellung der Bauten innerhalb des Baubereichs sei frei. Die Firsth�hen der Nebenbauten legte der Gemeinderat verbindlich auf 4,8 m ab Erdgeschossh�he fest und verlangte eine entsprechende Erg�nzung in Art. 8 lit. c SBV. Ebenfalls erg�nzt wurde Art. 9 SBV, der nun Dachneigungen von 15�-35� vorsieht. Von einer neuerlichen Auflage dieser Anpassungen wurde abgesehen, was mit Blick auf � 78 Abs. 2 PBG/LU zul�ssig war: Danach ist das Einspracheverfahren f�r betroffene Dritte zu wiederholen, wenn die g�tliche Erledigung der Einsprachen wesentliche �nderungen zur Folge hatte. Wie das Verwaltungsgericht richtig in Erw�gung zieht, bedeuteten s�mtliche der vorgenommenen Modifikationen weiter gehende Einschr�nkungen f�r die Grundeigent�mer im Planperimeter. Der Beschwerdef�hrer als Nachbar war nach zutreffender Meinung der Vorinstanz nicht negativ tangiert von den nachtr�glichen Anpassungen. Gleiches galt f�r etwaige Dritte.
3.3 Im �brigen hat die vom Beschwerdef�hrer nun angef�hrte allenfalls mangelhafte bzw. fehlende Profilierung keine Nichtigkeit des Gestaltungsplans zur Folge. Dem Beschwerdef�hrer ist daraus nicht automatisch ein Rechtsnachteil erwachsen, was sich auch darin zeigt, dass die "IG Malorain/Sonnb�el" offensichtlich ihre Rechte wahrnahm und die Profilierung rechtzeitig bem�ngelte (vgl. f�r die mangelhafte Aussteckung im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens etwa BGE 121 I 177 E. 2b/cc S. 180; 106 I 215 E. 2c S. 220; Christian M�der, Das Baubewilligungsverfahren, Diss. Z�rich 1991, N. 288). �berdies war der Gestaltungsplan ordentlich publiziert worden, und die Auflagepl�ne sowie die SBV sind hinreichend klar. Der Mangel ist nicht derart schwerwiegend und offensichtlich oder leicht erkennbar, dass Nichtigkeit die zwingende Folge w�re (siehe zu den Voraussetzungen der Nichtigkeit statt vieler: Ulrich H�felin/Georg M�ller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Z�rich 2010, N. 956 ff.). Das Bundesgericht hat im Urteil 1C_150/2009 vom 8. September 2009 in E. 4.2.1 f. einen Entscheid des aargauischen Verwaltungsgerichts gesch�tzt, welches festgestellt hatte, dass eine mangelhafte Profilierung aus Rechtssicherheitsgr�nden nicht zur Nichtigkeit der Baubewilligung f�hre. Desgleichen hat das Bundesgericht im Urteil 1C_506/2009 vom 12. Mai 2009 zu einer ungen�genden Profilierung in E. 2.2.1 festgestellt, eine Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die damit verbunden Notwendigkeit der erneuten Aussteckung erscheine als formalistischer Leerlauf (vgl. BGE 133 I 201 E. 2.2 S. 204 f. mit Hinweisen). In einem neuen Urteil 1C_217/2010 vom 3. Februar 2011 hat das Bundesgericht diese Rechtsprechung best�tigt. Insofern ist der Vorinstanz auch im vorliegenden Fall keine Willk�r vorzuwerfen. Das Verwaltungsgericht war entsprechend nicht gehalten, weitere Beweise zur bem�ngelten Profilierung zu erheben. Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs ist zu verneinen.
In einem weiteren Schritt hat die Vorinstanz gepr�ft, ob die Voraussetzungen f�r eine akzessorische Anfechtung des Gestaltungsplans erf�llt sind.
4.1 Als (Sonder-)Nutzungsplan legt der Gestaltungsplan Randbedingungen fest, die im anschliessenden Baubewilligungsverfahren verbindlich sind (BGE 131 II 103 E. 2.4.1 S. 110). Die Rechtm�ssigkeit eines Zonenplans kann grunds�tzlich nur im Anschluss an seinen Erlass bestritten werden. Eine sp�tere (vorfrageweise) Anfechtung auf einen Anwendungsakt hin ist nur in Ausnahmef�llen zul�ssig, so wenn sich der Betroffene bei Planerlass noch nicht �ber die ihm auferlegten Beschr�nkungen Rechenschaft geben konnte oder er im damaligen Zeitpunkt keine M�glichkeit hatte, seine Interessen zu verteidigen (BGE 123 II 337 E. 3a S. 342; 119 Ib 480 E. 5c S. 486; je mit Hinweisen).
4.2 Wie soeben in E. 3.1 gesehen, w�re es dem Beschwerdef�hrer ohne Weiteres m�glich gewesen, gegen den Gestaltungsplan fristgerecht Einsprache zu erheben. Auch ohne korrekte Aussteckung h�tte er Kenntnis von den massgeblichen Pl�nen und unmissverst�ndlichen Vorschriften nehmen k�nnen. Weitere Ausf�hrungen hierzu er�brigen sich mit Blick auf die vorstehenden Erw�gungen. Dass sich der Beschwerdef�hrer nicht auf einen nie beschlossenen Gestaltungsplan und damit auch nicht auf Treu und Glauben berufen kann, wurde ebenfalls in E. 3.1 hiervor gezeigt.
Art. 21 Abs. 2 RPG bestimmt, dass Nutzungspl�ne �berpr�ft und n�tigenfalls angepasst werden, wenn sich die Verh�ltnisse ver�ndert haben. Als Verh�ltnisse, deren �nderung eine Plananpassung rechtfertigen bzw. gebieten kann, fallen sowohl tats�chliche als auch rechtliche Umst�nde in Betracht (vgl. Waldmann/H�nni, a.a.O., N. 15 zu Art. 21, mit Hinweisen zur Rechtsprechung). Der Beschwerdef�hrer erachtet diese Norm als verletzt.
5.1 Nicht zu beanstanden ist, dass das Verwaltungsgericht eine wesentliche Ver�nderung der tats�chlichen Verh�ltnisse seit Planerlass verneint hat. Weder ist eine solche ersichtlich, noch hat der Beschwerdef�hrer dies rechtsgen�glich dargelegt.
5.2 Hingegen argumentiert der Beschwerdef�hrer, Art. 12 Abs. 5 BZR habe eine wesentliche Rechts�nderung mit sich gebracht, sodass der bestehende Gestaltungsplan "Sonnb�el" im Zeitpunkt der BZR-Revision h�tte �berpr�ft und angepasst werden m�ssen.
Das kommunale BZR wurde am 3. April 2006 teilrevidiert. Die neue Fassung von Art. 12 Abs. 5 verlangt, dass f�r die neuen Gebiete mit Gestaltungsplanpflicht (ab Datum Teilrevision) mit einem Gestaltungsplan eine hohe Wohn- und Siedlungsqualit�t sichergestellt werden muss. Das Verwaltungsgericht h�lt dem Beschwerdef�hrer zugute, dass diese Anforderungen im Zeitpunkt des Planerlasses am 23. Mai 2002 noch nicht im BZR genannt wurden. Indes zitiert die Vorinstanz zu Recht die �� 72, 73 und 75 PBG/LU, welche im Wesentlichen gleich lauten wie im Jahr 2002 und nach welchen Gestaltungspl�ne eine hohe Siedlungs- und Wohnqualit�t aufweisen m�ssen. Vor dem Hintergrund der kantonalen Gesetzesgrundlagen k�nne nicht gesagt werden, mit dem revidierten Art. 12 Abs. 5 BZR sei eine kommunale Bestimmung eingef�hrt worden, welche die Anforderungen an die Wohn- und Siedlungsqualit�t des Gestaltungsplans "Sonnb�el" neu bzw. strenger definiert h�tte. Der Wortlaut von � 72 PBG/LU wurde bereits in E. 2.1 hiervor wiedergegeben. � 75 Abs. 3 PBG/LU z�hlt eine ganze Reihe von Voraussetzungen auf, unter welchen ein Gestaltungsplan von der Grundordnung abweichen darf. In lit. c wird dies als zul�ssig erkl�rt, wenn es sich um eine siedlungsgerechte, architektonisch und wohnhygienisch qualit�tsvolle �berbauung handelt, die sich gut in die bauliche und landschaftliche Umgebung eingliedert. Nachdem die kommunale Bestimmung nicht strenger ist als die bereits geltende kantonale Regelung, bestand nach richtiger Auffassung des Verwaltungsgerichts auch keine Pflicht der Gemeinde, den Gestaltungsplan im Sinne von Art. 21 Abs. 2 RPG an die vermeintlich neuen Anforderungen anzupassen. Nicht einzusehen ist, warum sich eine Anpassung gest�tzt auf Art. 28 Abs. 6 BZR aufdr�ngen w�rde, sieht doch diese �bergangsregelung ganz im Gegensatz zur Forderung des Beschwerdef�hrers vor, dass rechtskr�ftige Gestaltungs- und Richtpl�ne sowie deren Vorschriften auch nach Inkrafttreten der revidierten Ortsplanung in Kraft bleiben.
Mit direktem Bezug auf das eigentliche Bauvorhaben nennt der Beschwerdef�hrer nochmals die von ihm schon im kantonalen Verfahren ger�gte �berschreitung der �stlichen Baubegrenzungslinie um 0,66 m. Dieser Mangel ist unbestritten. Der Gemeinderat hat denn auch in E. 11 seines Entscheids vom 21. Dezember 2009 festgehalten, die �berschreitung sei nicht zul�ssig. Vor Baubeginn seien entsprechend ge�nderte Pl�ne einzureichen, welche die Einhaltung der verbindlich festgelegten Baufelder dokumentieren w�rden. In Ziff. 5.6 des Entscheid-Dispositivs wird diese Forderung wiederholt und verlangt, die entsprechend ge�nderte Planung sei vor Baubeginn in dreifacher Ausfertigung dem Gemeinderat zur Genehmigung einzureichen. Damit ist den Bedenken des Beschwerdef�hrers hinreichend Rechnung getragen. Der Gemeinderat durfte die Baubewilligung unter diesem Vorbehalt erteilen. Ob die ausgefertigten Planskizzen dem Beschwerdef�hrer vor Erteilung der Bewilligung unterbreitet werden m�ssen, braucht hier nicht abschliessend beantwortet werden. Das Verwaltungsgericht legt jedenfalls in nachvollziehbarer Weise dar, dass das leichte Abdrehen der Terrassenwand vom Grundst�ck des Beschwerdef�hrers aus nicht wahrnehmbar sei, weil dieser Bauteil auf der seiner Parzelle abgewandten Seite liege. Es h�lt daf�r, der Gemeinderat k�nne die Plan�nderung gest�tzt auf � 202 Abs. 3 PBG/LU direkt, ohne �ffentliche Auflage und Information der Anst�sser bewilligen. Willk�r ist darin nicht zu erkennen.
Im �brigen setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht rechtsgen�glich mit dem angefochtenen Urteil auseinander, sondern wiederholt seine Vorbringen aus dem vorinstanzlichen Verfahren und �bt in erster Linie appellatorische Kritik. Insbesondere seine Vorhalte zur mangelnden Wohn- und Siedlungsqualit�t des Gestaltungsplans bleiben vage und lassen keine Rechts- oder Verfassungsverletzung erkennen.
Daraus ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdef�hrer f�r die Gerichtskosten aufzukommen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Er hat zudem den privaten Beschwerdegegner 1 angemessen f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Der Beschwerdef�hrer hat den privaten Beschwerdegegner 1 f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.-- zu entsch�digen.