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Timestamp: 2019-05-19 23:19:13
Document Index: 79675155

Matched Legal Cases: ['§598', '§ 3', '§ 1', '§ 631', '§ 1', '§ 633']

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Soziales Engagement für die Gesellschaft.
Wir übernehmen gesellschaftliche Verantwortung und möchten uns für Menschen in unserer Stadt engagieren. Es ist uns wichtig, menschliche und soziale Projekte zu unterstützen. Unser konkretes Kooperationsprojekt ist das Kinder-Hospiz Sternenbrücke in Hamburg, das mit außerordentlichem Einsatz Patienten und Familien Entlastung bietet und nachhaltig Kraft und Unterstützung gibt. Unser Respekt gilt dem bemerkenswerten Engagement und Weitblick der haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.
Das Nachschlagewerk von A-Z.
ArbeitAsylverfahrensbeschleunigungsgesetznehmerüberlassung
Wiedereinstellungsverbot
Die Agenda 2010 (auch s. g. „Hartz-Reformen“) bezeichnet ein Konzept zur Reform des deutschen Sozialsystems und des Arbeitsmarktes unter der Regierung des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Durch die Agenda 2010 wurden der Arbeitsmarkt und die Zeitarbeit in Deutschland liberalisiert. Unternehmen benötigen in unterschiedlichen Konjunkturphasen die flexible Stütze der Zeitarbeit. Im Aufschwungjahr 2010 haben Zeitarbeitnehmer beispielsweise 15 Prozent des Wachstums erwirtschaftet, das entspricht jedem siebten Euro.
Beim Agenturprinzip übernimmt das Zeitarbeitsunternehmen die Rolle einer Vermittlungsagentur zwischen Menschen auf der Suche nach Arbeit und Kundenbetrieben mit Personalbedarf. Zwar gibt es auch hier einen Vertrag zwischen Zeitarbeitnehmer und Personaldienstleister, aber dieser ist immer auf die Länge des Einsatzes im Kundenbetrieb befristet (Synchronisation). Die meisten EU-Mitgliedsstaaten orientieren sich am Agenturmodell. In Deutschland wird für die Zeitarbeit das so genannte Arbeitgeberprinzip angewendet, das einen hohen Schutz für die Arbeitnehmer bedeutet. Das Zeitarbeitsunternehmen hat entsprechend alle Pflichten eines Arbeitgebers und trägt das volle Beschäftigungsrisiko.
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) vom 14. August 2006 ist ein Bundesgesetz, das darauf abzielt, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.
Die Allgemeinverbindlicherklärung eines Tarifvertrags durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bedeutet die Ausweitung des Geltungsbereichs eines Tarifvertrages auch auf alle nicht tarifgebundenen Arbeitgeber und Arbeitnehmer der Branche.
Arbeitgeber ist jeder, der einen Arbeitnehmer beschäftigt. Wer Arbeitgeber ist, bestimmt sich danach, mit wem der Arbeitsvertrag geschlossen wurde. Arbeitgeber kann auch eine juristische Person sein. In der Zeitarbeit ist das Zeitarbeitsunternehmen der Arbeitgeber, nicht der Kundenbetrieb. Zeitarbeitnehmer verrichten ihre Arbeit beim Kunden, sind jedoch beim Zeitarbeitsunternehmen angestellt, das dem Kunden das unmittelbare arbeitgeberseitige Direktionsrecht überträgt.
In Deutschland wird für die Zeitarbeit das so genannte Arbeitgeberprinzip angewendet. Das heißt, dass das Zeitarbeitsunternehmen alle Pflichten eines Arbeitgebers hat und das volle Beschäftigungsrisiko trägt. Das Arbeitgeberprinzip in der Zeitarbeit ist in der EU eher die Ausnahme - die meisten EU-Staaten orientieren sich am Agenturmodell. Anders als beispielsweise im französischen System, in dem der Zeitarbeitnehmer arbeitslos ist, sobald sein Einsatz beim Kundenunternehmen beendet ist, sind die Zeitarbeitnehmer in Deutschland auch nach Beendigung des Einsatzes im Kundenbetrieb weiterhin bei ihrem Personaldienstleister beschäftigt.>
Der Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister (AMP) und der Bundesverband Zeitarbeit Personaldienstleistungen (BZA) schlossen sich 2011 zum Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) zusammen.
Das Arbeitnehmer-Entsendegesetz vom 26.02.1996 ist ein Gesetz über zwingende Arbeitsbedingungen (Mindeststandards) für grenzüberschreitend entsandte und für regelmäßig im Inland beschäftigte Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen.
In der Zeitarbeit sind knapp ein Drittel der Arbeitnehmer weiblich, sie arbeiten vornehmlich im Dienstleistungssektor. Rund 70 Prozent der Zeitarbeitnehmer sind männlich, sie arbeiten häufig in der Metall- und Elektroindustrie. Etwa 90 Prozent der Zeitarbeitnehmer arbeiten Vollzeit. Lediglich 5,5 Prozent verfügen über einen Fach- oder Hochschulabschluss – die Tendenz steigt allerdings. Dagegen haben mindestens 22 Prozent der Zeitarbeitnehmer keine abgeschlossene Berufsausbildung. Zeitarbeit integriert in hohem Maße Menschen in den Arbeitsmarkt, die sonst weniger gute Perspektiven haben. Darunter sind ältere Arbeitnehmer und Personen mit Behinderung sowie Migrationshintergrund. Der Beschäftigungsanteil von Ausländern liegt in der Zeitarbeit mit über 23 Prozent deutlich über dem Durchschnitt aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, der nur knapp neun Prozent beträgt.
Arbeitnehmerüberlassung ist durch eine Dreiecksbeziehung zwischen dem Zeitarbeitsunternehmen (Verleiher), dem Kundenunternehmen (Entleiher) und dem Zeitarbeitnehmer (Leiharbeitnehmer) gekennzeichnet. Das Zeitarbeitsunternehmen stellt dem Einsatzbetrieb für einen begrenzten Zeitraum Arbeitskräfte zur Verfügung und überträgt diesem das unmittelbare arbeitgeberseitige Direktionsrecht. Dabei obliegen dem Zeitarbeitsunternehmen alle Pflichten, die jeder Arbeitgeber in Deutschland zu tragen hat. Die Arbeitnehmerüberlassung ist im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz geregelt.
Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) aus dem Jahr 1972 bildet die gesetzliche Grundlage für die Zeitarbeit in Deutschland. Der Grundsatz des Gesetzes ist bis heute gleich: Ein Zeitarbeitsunternehmen ist ein regulärer Arbeitgeber mit allen damit verbundenen Rechten und Pflichten.
Zeitarbeitnehmer haben die gleichen Rechte wie alle anderen Arbeitnehmer auch. Sie unterliegen dem gesetzlichen Kündigungsschutz und haben Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sowie bezahlten Urlaub. Im Manteltarifvertrag ist zudem eine wöchentliche Arbeitszeit von 35 Stunden geregelt, die auf maximal 40 Stunden ausgedehnt werden darf. Im Monat entspricht dies im Schnitt 151,67 Stunden. Maßgeblich für die tatsächliche Arbeitszeit sind jedoch individuelle Vereinbarungen mit dem Kundenunternehmen. Für geleistete Plus- und Minusstunden, welche abhängig von Arbeitszeitschwankungen entstehen, existieren Arbeitszeitkonten.
Der Arbeitsvertrag bezeichnet einen gegenseitigen Austauschvertrag zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber, bei dem der Entgeltanspruch des Arbeitnehmers und die Arbeitsleistung im Austauschverhältnis stehen. Zeitarbeitnehmer erhalten von ihrem Zeitarbeitsunternehmen in der Regel einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit allen damit verbundenen Rechten und Pflichten.
Die Arbeitswelt bezeichnet die gesamte Bandbreite des Berufslebens, von der Ausbildung über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bis hin zur Frage, welche Arbeitsformen die Zukunft prägen werden. Der Begriff schließt auch rechtliche Fragen zum Arbeitsrecht und Arbeitsschutz ein.
Ein Arbeitszeitkonto erfasst die Stunden, die über die monatlich vereinbarte Arbeitszeit hinausgehen oder darunter liegen, sprich Arbeitszeitschwankungen, die aus der Differenz zwischen vertraglich vereinbarter und tatsächlich geleisteter Arbeitszeit resultieren. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können damit beispielsweise Guthabenstunden, aber auch ein Unterschreiten der vertraglichen Arbeitszeit erfassen.
Das Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz erleichtert u. a. die Bedingungen für Flüchtlinge, eine Tätigkeit in der Zeitarbeit aufzunehmen. Es beinhaltet, dass Asylbewerber und Flüchtlinge innerhalb der ersten 15 Monate nur dann eine Tätigkeit in der Zeitarbeitsbranche aufnehmen dürfen, wenn keine Vorrangprüfung erforderlich ist. Ist diese jedoch notwendig, besteht für Flüchtlinge ein generelles Beschäftigungsverbot in der Zeitarbeit. Nach Ablauf der 15 Monate entfällt die Vorrangprüfung gänzlich. Zuvor durften Flüchtlinge erst nach Ablauf von vier Jahren bei einem Unternehmen der Zeitarbeit beschäftigt werden.>
Der Aufschwung beschreibt eine Phase im Wirtschaftszyklus (neben Boom, Rezession, Depression). Er ist geprägt von höheren Auftragseingängen und steigender Produktion sowie einer sinkenden Arbeitslosenquote. In der Phase des Aufschwungs ermöglich die Zeitarbeit Unternehmen, schnell und unkompliziert an qualifiziertes Personal zu kommen, um so das Wirtschaftswachstum zu sichern.
Seit 2008 ist der duale Ausbildungsberuf „Personaldienstleistungskauffrau/-mann“ (PDK) anerkannt.
Personaldienstleistungsunternehmen können mit den Zeitarbeitnehmern individuell Besserstellungsvereinbarungen treffen – zusätzlich zum bestehenden Tarifvertrag. Grundsätzlich bedeutet das, dass die individuellen Vereinbarungen über die bereits im Tarifvertrag bestehenden Regelungen hinausgehen können.
Der Betriebsrat ist ein gewähltes Organ der Arbeitnehmerschaft eines Betriebes und vertritt deren Interessen gegenüber dem Arbeitgeber. Ob in einem Unternehmen ein Betriebsrat gegründet werden kann und wie groß dieser schließlich ist, hängt von der Anzahl der Beschäftigten im Unternehmen ab. Einem Urteil des BAG vom 13. März 2013 (AZ: 7 ABR 69/11) zufolge sind Zeitarbeitnehmer jedenfalls dann bei der für die Größe des Kundenbetriebsrates maßgeblichen Anzahl der Arbeitnehmer des Kundenbetriebs zu berücksichtigen, wenn ihr Einsatz im Kundenunternehmen die im Betriebsverfassungsgesetz festgeschriebene Dauer überschreiten soll (mindestens drei Monate).
Die Betriebsverfassung ist die grundlegende Ordnung der Zusammenarbeit von Arbeitgeber und der von den Arbeitnehmern gewählten betrieblichen Interessenvertretung. Ihre Grundlage ist in Deutschland das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG).
Seit November 2012 gelten in für die Zeitarbeit wichtigen Industriezweigen Branchenzuschlagstarife. Dazu zählen u.a. die Metall- und Elektro-, die Chemische und die Textil- und Bekleidungsindustrie. Je nach Branche erhalten die Zeitarbeitnehmer nach einem bestimmten Einsatzzeitraum bei ein und demselben Kundenunternehmen einen bis zu 50-prozentigen Zuschlag auf ihren Tariflohn. Ziel ist es, Lohndifferenzen zwischen Stammbelegschaften und Zeitarbeitnehmern zu schließen.
Vom „Brückeneffekt“ wird gesprochen, wenn ein Arbeitsuchender in der Zeitarbeit eine Anstellung bekommt, so den Wiedereinstieg ins Berufsleben schafft und dann später in einem anderen Unternehmen außerhalb der Zeitarbeit , eine Arbeitsstelle findet, aber nicht direkt vom Einsatzbetrieb übernommen wird. Diesen Brückeneffekt weisen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit nach. Danach ist rund ein Viertel (24 Prozent) der aus Arbeitslosigkeit kommenden Zeitarbeitnehmer nach 12 Monaten in eine andere sozialversicherungspflichtige Arbeit gewechselt, profitiert also vom Brückeneffekt der Zeitarbeit (Quelle: Methodenbericht „Beschäftigungsaufnahmen von Arbeitslosen nach Wirtschaftszweigen und Nachhaltigkeit“ der Bundesagentur für Arbeit, 2013).
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) ist als öffentlich-rechtliche Einrichtung zuständig für die Verwaltung, Beseitigung und Vermeidung von Arbeitslosigkeit. Sie ist die aufsichtsführende Behörde für Personaldienstleister. Sie vergibt die Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung und überprüft die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften. Personaldienstleister sind verpflichtet, einem Zeitarbeitnehmer bei Vertragsabschluss ein Merkblatt der BA zum AÜG zu übergeben. Aktuelle Merkblätter finden sich auf den Webseiten der BA.
Der BAP bündelt und vertritt die Interessen der deutschen Personaldienstleistungsbranche. Er ging 2011 aus dem Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister (AMP) und dem Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen (BZA) hervor. Im BAP sind rund 4.800 Personaldienstleistungsbetriebe organisiert. Die Mitgliedschaft in den europäischen und weltweiten Dachverbänden Eurociett und Ciett ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal des BAP. Das gilt auch für die Mitgliedschaften in der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), im Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) und im Bundesverband Dienstleistungswirtschaft (BDWi), in denen der BAP die Interessen der Personaldienstleister vertritt.
Der BDWi steht für 20 Branchen der Dienstleistungswirtschaft, deren Berufsverbände sich in dieser Organisation zusammengeschlossen haben. Er vertritt mehr als 100.000 Dienstleistungsunternehmen, die insgesamt mehr als zwei Millionen Mitarbeiter in Deutschland und darüber hinaus beschäftigen. Der BAP ist Mitglied im BDWi und im Präsidium vertreten.
Der Bundesverband Zeitarbeit-Personaldienstleistungen (BZA) und der Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister (AMP) schlossen sich 2011 zum Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) zusammen.
Die BDA ist der Spitzenverband der deutschen Wirtschaft und vertritt die Interessen ihrer Mitglieder in der Sozial- und Tarifpolitik, im Arbeitsrecht und in der Bildungspolitik. Die BDA deckt dabei die gesamte Bandbreite der deutschen Wirtschaft ab – von Industrie über Handwerk bis hin zu Handel und Dienstleistungen. Der BAP ist Mitglied in der BDA und im Präsidium und Vorstand vertreten.
Neben der Metall- und Elektroindustrie ist die Chemische Industrie ein weiterer bedeutender Wirtschaftszweig für die Zeitarbeit. Die Chemische Industrie gehörte zu den ersten Branchen, für die so genannte Branchenzuschlagstarife eingeführt wurden.
Der Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) ist die größte Dachorganisation von Einzelgewerkschaften in Deutschland. Insgesamt sind acht Gewerkschaften mit über sechs Millionen Mitgliedern im DGB organisiert. Der DGB vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber den Arbeitgeberverbänden sowie den politischen Entscheidungsträgern und koordiniert die gewerkschaftlichen Aktivitäten.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ist ein eingetragener Verein, dessen Mitglieder die Industrie- und Handelskammern sind. Er vertritt in allen Fragen, die das Gesamtinteresse der gewerblichen Wirtschaft betreffen, den gemeinsamen Standpunkt der IHKs auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene gegenüber der Politik, der Verwaltung, den Gerichten und der Öffentlichkeit.
Das Direktionsrecht bezeichnet das Recht des Arbeitgebers, dem Arbeitnehmer Weisungen zu erteilen und ihn entsprechend der wechselnden betrieblichen Erfordernisse einzusetzen. Für die Dauer der Überlassung ist der Zeitarbeitnehmer vollständig in die Organisation des Kundenbetriebes eingegliedert. Hierfür überträgt das Zeitarbeitsunternehmen dem Kundenbetrieb in der Regel das Recht, die Arbeitspflicht während des Arbeitsprozesses gegenüber dem Zeitarbeitnehmer immer wieder neu zu konkretisieren (sogenanntes sekundäres Direktionsrecht). Dies hat zur Folge, dass die Arbeitgeberpflichten in der Zeitarbeit funktional gespalten sind: Das Zeitarbeitsunternehmen entscheidet zwar weiterhin im Rahmen der vereinbarten Arbeitspflicht darüber, wann, wo und in welcher Form der Zeitarbeitnehmer beim Kunden eingesetzt wird (sogenanntes primäres Direktionsrecht), die Weisungen zur konkreten Arbeitsausübung (sogenanntes sekundäres Direktionsrecht) obliegen jedoch dem Kundenbetrieb.
Der Disponent ist der persönliche Ansprechpartner des Zeitarbeitnehmers beim Personaldienstleistungsunternehmen. Er koordiniert die Einsätze des Zeitarbeitnehmers bei den Kundenunternehmen.
Die so genannte Drehtürklausel verhindert, dass Stammarbeitskräfte eines Betriebes entlassen und kurze Zeit später (innerhalb von 6 Monaten nach Ausscheiden) als Zeitarbeitskräfte zu schlechteren Konditionen wieder im Unternehmen eingesetzt werden.
Die Einsatzgebiete der Zeitarbeitnehmer sind vielfältig. Die Metall- und Elektroindustrie ist mit ihren Teilbranchen (Maschinenbau; Herstellung von Kraftwagen, sonstiger Fahrzeugbau, Herstellung von Metallerzeugnissen, Stahl- und Leichtmetallbau) nach wie vor das Haupteinsatzgebiet, gefolgt von Logistik, Transport und Verkehr. Viele Zeitarbeitnehmer arbeiten zudem in Dienstleistungsbereichen. Zunehmend wichtiger werden Bereiche, die eine hohe Qualifikation des Arbeitnehmers voraussetzen.
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) ist eine der acht Einzelgewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).
Unter den Top-10-Engpassberufen waren im September 2014 neun Ausbildungsberufe und ein Fortbildungsberuf. Engpässe treten besonders in technischen Berufen und Gesundheitsberufen auf.
Zeitarbeitnehmer werden anhand eines neunstufigen Systems entlohnt. Daneben besitzen sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf sogenannte tarifliche „Erfahrungszuschläge“ oder in bestimmten Wirtschaftsbereichen Branchenzuschläge. Die Details der Entgelte sind in den DGB-Tarifwerken geregelt. Zeitarbeitnehmer haben danach einen Rechtsanspruch auf eine sogenannte verstetigte Vergütung auf Basis der vertraglich vereinbarten individuellen regelmäßigen Arbeitszeit. Arbeitszeitschwankungen in Form von Plus- und Minusstunden werden über ein Arbeitszeitkonto ausgeglichen. In der Zeitarbeitsbranche existiert seit 2012 eine allgemeinverbindliche Lohnuntergrenze, an die auch ausländische Personaldienstleister gebunden sind.
So wird im AÜG das Kundenunternehmen der Zeitarbeit bezeichnet. Die Begrifflichkeit ist allerdings sachlich falsch, denn die „Leihe“ beschreibt einen bestimmten Vertragstyp aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch, bei dem es um die unentgeltliche Gebrauchsüberlassung einer Sache geht (§598 BGB). Weder wird bei der Überlassung eines Arbeitnehmers dessen „Gebrauch gestattet“ – wie es im BGB wörtlich heißt –, noch handelt es sich bei einem Arbeitnehmer um eine „Sache“.
Ein Zeitarbeitsunternehmen muss dem Zeitarbeitnehmer laut AÜG während der Zeit der Überlassung die gleichen Arbeits- und Entgeltbedingungen gewähren, wie sie für einen vergleichbaren Mitarbeiter der Stammbelegschaft im Kundenbetrieb üblich sind. Diese Grundsätze werden Equal Pay und Equal Treatment genannt. Sie sind im Rahmen der Hartz-Gesetzgebung ins AÜG aufgenommen worden. Zeitarbeitsunternehmen sind von der Verpflichtung zur Gleichstellung allerdings befreit, soweit: im Arbeitsvertrag die Anwendung eines wirksamen Tarif-vertrages der Zeitarbeitsbranche vereinbart wurde, der Zeitarbeitnehmer nicht innerhalb der letzten sechs Monate aus einem Arbeitsverhältnis mit dem Kunden ausgeschieden ist („Drehtürklausel“) und die Stundenentgelte des Tarifvertrages die Lohnuntergrenze für die Zeitarbeit nicht unterschreiten. Dann gelten die Regeln des Tarifvertrages.
Zeitarbeitnehmer erhalten nach neun bzw. zwölf Monaten einen so genannten „Erfahrungszuschlag“ (einsatzbezogenen Zuschlag) auf ihr Tarifentgelt. Nach neun Monaten beträgt der Zuschlag 1,5 Prozent, nach zwölf Monaten 3 Prozent. Der einsatzbezogene Erfahrungszuschlag entfällt, wenn er durch einen Branchenzuschlag ersetzt wird.
In Deutschland besteht für die Arbeitnehmerüberlassung zwingend eine Erlaubnispflicht, d. h. zur Ausübung der Arbeitnehmerüberlassung ist eine spezielle Lizenz nötig. Diese wird von der Bundesagentur für Arbeit (BA) vergeben. Geprüft wird unter anderem die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen des Sozialversicherungsrechts. Erlaubnisinhaber werden durch die BA und die Zollverwaltungen regelmäßig kontrolliert.
Die Gesetzgebung der Europäischen Union hat oft Einfluss auf die Bedingungen der nationalen Arbeitsmärkte. Beispielsweise sah die europäische Zeitarbeitsrichtlinie vor, die Bedingungen von Stammarbeitskräften und Zeitarbeitnehmern in Europa grundsätzlich zu harmonisieren, u.a. durch das Gleichstellungsgebot (Siehe: Equal Pay/Equal Treatment). Dieser Grundsatz gilt in Deutschland seit 2004; hiervon kann nur durch Tarifvertrag abgewichen werden. Deutschland hat die Richtlinie zum 1. Dezember 2011 mit dem Gesetz zur Änderung des AÜG in deutsches Recht umgesetzt. Richtlinie der Europäischen Union (RL 2008/104/EG). Wesentliche Änderungen, die 2011 in das AÜG aufgrund der Umsetzung der Richtlinie erfolgten, waren die Informationspflicht des Kundenunternehmens gegenüber den Zeitarbeitskräften über freie Arbeitsplätze und die Verpflichtung der Kunden, Zeitarbeitnehmern Zugang zu Gemeinschaftseinrichtungen oder -diensten in ihren Betrieben zu gewähren.
Die Industrie- und Handelskammern (IHK) sowie die Handwerkskammern führen Abschlussprüfungen in anerkannten Ausbildungsberufen für erfahrene Berufspraktiker, die vorher keine Ausbildung absolviert haben, durch – die Externenprüfung. Die Anforderungen in der Externenprüfung sind identisch mit denen, die an Auszubildende des jeweiligen Berufs gestellt werden. Die Prüfungen haben theoretische und fachpraktische Anteile und werden in der Regel gemeinsam mit den Auszubildenden abgelegt. Voraussetzung zum Ablegen der Externenprüfung ist der Nachweis von Tätigkeiten, die die wesentlichen Anforderungen des angestrebten Berufes umfasst haben. Als Mindestzeit dieser praktischen Tätigkeit muss die eineinhalbfache Dauer der üblichen Ausbildungszeit nachgewiesen werden. Dazu zählen auch Ausbildungszeiten in einem anderen einschlägigen Ausbildungsberuf. Bei der Mehrzahl der Berufe ist also von viereinhalb Jahren Berufspraxis auszugehen, bei einer zweijährigen Ausbildungszeit wären es dann 36 Monate. Über die Zulassung zur Externenprüfung entscheidet die zuständige IHK bzw. die zuständige Handwerkskammer.
Synonymer Begriff für Zeitarbeitnehmer.
Ein Fachkräfteengpass tritt dann auf, wenn in einem Beruf zu einem Zeitpunkt und in einer Region die Nachfrage nach Fachkräften das Angebot übersteigt. Für Unternehmen wird es dann entsprechend schwieriger und dauert länger, passendes Personal zu rekrutieren. Es ist dennoch grundsätzlich möglich, Fachkräfte mit der entsprechenden Qualifikation zu finden. Engpässe betreffen viele Berufe für beruflich Qualifizierte. Unter den Top-10-Engpassberufen waren im September 2014 neun Ausbildungsberufe und ein Fortbildungsberuf. Engpässe treten besonders in technischen Berufen und Gesundheitsberufen auf. Auch Zeitarbeitsunternehmen spüren die Engpässe und können einige Aufträge schwieriger erfüllen. Die Personaldienstleistungsbranche reagiert darauf mit Qualifizierungs- und Weiterbildungsangeboten.
Der Fachkräftemangel bezeichnet ein Unterangebot an qualifizierten Arbeitnehmern in bestimmten Wirtschaftsbereichen. Im Unterschied zu Fachkräfteengpässen entsteht Fachkräftemangel, wenn sich solche eher kurz- und mittelfristigen Engpässe verfestigen und dauerhaft bestehen.
Arbeiten Zeitarbeitnehmer an Feiertagen, erhalten sie einen Zuschlag auf ihr tariflich vereinbartes Entgelt. Die Gestaltung findet sich in den entsprechenden Tarifverträgen. Dasselbe gilt für Arbeit an Sonntagen oder bei der Leistung von Nachtarbeit.
Flexicurity ist ein von der EU-Kommission entwickeltes Arbeitskonzept, das die beiden Elemente Flexibilität und Sicherheit miteinander vereint. Demnach können Arbeitsplätze ein Höchstmaß an Sicherheit bieten und gleichzeitig flexibel sein. Die Zeitarbeit ist ein Beispiel für solch eine Beschäftigungsform. 90 Prozent der Zeitarbeitnehmer sind sozialversicherungspflichtig bei ihrem Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt. Sie erhalten eine so genannte verstetigte Vergütung, auch in Nichteinsatzzeiten. Kundenunternehmen erhalten hingegen flexibel Personal - immer dann, wenn es gebraucht wird.
Der Anteil an Frauen bei externen Mitarbeitern in der Zeitarbeitsbranche ist mit etwa 30 Prozent – verglichen zum Gesamtarbeitsmarkt – relativ gering. Dies liegt an der Struktur der Zeitarbeitsbranche, die viele Mitarbeiter im industriellen Sektor beschäftigt. In den Zeitarbeitsunternehmen werden jedoch leitende Funktionen besonders häufig von Frauen besetzt. Einer Befragung von rund 100 Zeitarbeitsunternehmen zufolge, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag des Bundesarbeitgeberverbandes der Personaldienstleister (BAP) durchgeführt hat, liegt der Anteil an Frauen in Führungspositionen in BAP-Zeitarbeitsunternehmen bei über 50 Prozent. Nach Leitungsebenen ergibt sich folgendes Bild: Der Anteil der Geschäftsführerinnen liegt bei 51 Prozent. Die Anteile an Abteilungsleiterinnen liegen bei 55 Prozent, bei Niederlassungsleiterinnen sogar bei 57 Prozent. Darüber hinaus haben 35 Prozent der befragten Unternehmen Frauen als Inhaberinnen.
Die Arbeitnehmerüberlassung ist ein Frühindikator für die konjunkturelle Stimmung auf dem Arbeitsmarkt. In der Frühphase eines Aufschwungs steigt in der Regel die Nachfrage nach Zeitarbeitnehmern an – in Abschwungphasen nimmt sie ab. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung folgt in der Regel diesem Trend.
Zeitarbeit unterliegt zu 100 Prozent dem deutschen Kündigungsschutzgesetz. Zeitarbeitnehmer haben – wie jeder andere Arbeitnehmer auch – den üblichen Anspruch auf den gesetzlichen Kündigungsschutz. Demnach müssen Kündigungen nach Ablauf von sechs Monaten des Bestehens des Arbeitsverhältnisses sozial gerechtfertigt sein.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist eine der acht Einzelgewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist eine der acht Einzelgewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ist eine der acht Einzelgewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).
Gewerkschaften vertreten die sozialen und wirtschaftlichen Interessen von Arbeitnehmern. Gemeinsam mit den Arbeitgebern verhandeln sie die grundsätzlichen kollektiven Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer in Deutschland. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Tarifautonomie.
Nach § 3 Abs. 3 AÜG ist das Zeitarbeitsunternehmen verpflichtet, einem Zeitarbeitnehmer dieselben Arbeits- und Entgeltbedingungen zu gewähren wie einem vergleichbaren Arbeitnehmer des Kundenbetriebs – sofern kein Tarifvertrag alternative Regelungen trifft.
Hilfstätigkeiten sind Arbeiten, die zur Erfüllung einer Aufgabe hilfreich sind – meist einfach und nach kurzer Anlernphase durchführbar. Derartige Stellen werden in Deutschland immer weniger angeboten, wie die Bundesagentur für Arbeit erst kürzlich festgestellt hat. In der Zeitarbeit sind dagegen rund ein Drittel der Zeitarbeitnehmer als Hilfsarbeiter tätig. Für sie bietet Zeitarbeit eine gute Perspektive, um eine zumeist sozialversicherungspflichtige Vollzeitstelle zu bekommen, Erfahrungen zu sammeln und durch die Qualifizierungsangebote der Personaldienstleister ihre Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen.
Laut BA haben lediglich etwa 5,5 Prozent der Zeitarbeitnehmer einen Fach- oder Hochschulabschluss (Tendenz steigend) – auf dem Gesamtarbeitsmarkt beträgt der Anteil 14,2 Prozent.
Bezeichnet im Bereich der Betriebswirtschaft den unternehmerischen Bereich, der sich mit der Beschaffung, Betreuung, Entwicklung, Planung und Freisetzung von Personal befasst – auch: Personalwesen. HR ist fester Bestandteil von Personaldienstleistungen.
Das 1949 gegründete ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München ist eine Münchner Forschungseinrichtung, die sich als eines der größten Wirtschaftsforschungsinstitute Deutschlands mit der Analyse der Wirtschaftspolitik beschäftigt und monatlich den ifo-Geschäftsklimaindex ermittelt.
Industrie- und Handelskammern sind Körperschaften des öffentlichen Rechts und setzen sich aus den Unternehmen der jeweiligen Region zusammen. Industrie- und Handelsunternehmen sind per Gesetz Mitglied in einer IHK und zur Zahlung eines Mitgliedsbeitrages verpflichtet. In Deutschland gibt es insgesamt 80 IHKen. Sie übernehmen Aufgaben der Selbstverwaltung der regionalen Wirtschaft und sind Kooperationspartner im Rahmen der PDK-Ausbildung.
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) ist eine der acht Einzelgewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).
Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) ist eine der acht Einzelgewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).
Die Industriegewerkschaft Metall (IGM) ist eine der acht Einzelgewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).
Mit der letzten Novellierung des AÜG im Jahre 2011 wurde die s. g. Informationspflicht eingeführt. Das Kundenunternehmen muss beschäftigte Zeitarbeitnehmer demnach über im Kundenunternehmen zu besetzende Stellen informieren. Dies kann durch allgemeine Bekanntgabe erfolgen.Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln)
Das 1951 gegründete Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) ist eine gemeinsame Einrichtung von Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden sowie Unternehmen und forscht, publiziert und berät auf den Gebieten der Bildungs-, Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Sozialpolitik.
Das 1957 gegründete Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) ist ein unabhängiges Forschungsinstitut an der Universität Tübingen.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg wurde 1967 als Forschungseinrichtung der Bundesanstalt für Arbeit (BA) gegründet und ist seit 2004 eine besondere Dienststelle der BA. Es macht seine Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich und erteilt unabhängigen Rat an Politik und Praxis.
Die Zeitarbeit bietet insbesondere Arbeitslosen einen Einstieg in den Arbeitsmarkt. Insgesamt 64 Prozent der Zeitarbeitnehmer waren zuvor ohne Arbeit: 11 Prozent haben keine Berufserfahrung vorzuweisen, 9 Prozent der Zeitarbeitnehmer waren zuvor länger als ein Jahr arbeitslos und 44 Prozent der Zeitarbeitskräfte waren zuvor weniger als ein Jahr arbeitslos.
Mit den am 6. August 2016 in Kraft getretenen neuen Regelungen soll insbesondere die Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt gefördert und erleichtert werden. Das Gesetz regelt unter anderem befristet für drei Jahre, dass noch nicht anerkannte Flüchtlinge, Asylbewerber und Geduldete in Arbeitsagenturbezirken mit unterdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit bereits drei Monate nach Beginn ihres rechtmäßigen Aufenthalts in Deutschland als Zeitarbeitnehmer tätig werden dürfen. Für Einsätze in nichtbegünstigten Arbeitsagenturbezirken bleibt es bei der bisherigen Gesetzeslage: Danach können nur Asylberechtigte, also bereits anerkannte Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge nach Ablauf von drei Monaten als Zeitarbeitnehmer beschäftigt werden. Noch nicht anerkannte Flüchtlinge, Asylbewerber und Geduldete dürfen dagegen in diesen Arbeitsagenturbezirken auch weiterhin erst nach 15 Monate ihres rechtmäßigen Aufenthalts in Deutschland als Zeitarbeitnehmer tätig werden. Die Ausnahmen, die für Akademiker aus Nicht-EU- und für Beschäftigungen in sogenannten nicht-akademischen Mangelberufen gelten, werden durch das Integrationsgesetz nicht berührt.
Nach dem sechsten Monat des ununterbrochenen Bestehens des Beschäftigungsverhältnisses mit dem Zeitarbeitsunternehmen hat ein Zeitarbeitnehmer Anspruch auf Jahressonderzahlungen in Form von zusätzlichem Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Die Höhe richtet sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Die Details dazu sind im Manteltarifvertrag geregelt.
Als Jobmotor wird ein Unternehmen oder eine Branche bezeichnet, das oder die eine hohe Zahl an neuen Arbeitsplätzen schafft. Die Zeitarbeit ist häufig ein Beispiel für einen Jobmotor.
Der Begriff Job bezeichnet eine berufliche Tätigkeit.
Rund 35 Prozent der Zeitarbeitnehmer sind jünger als 30Jahre, elf Prozent sind berufliche Neueinsteiger. Das zeigt, dass die Zeitarbeitsbranche attraktiv für junge Arbeitnehmer ist und diesen häufig einen ersten Einstieg in den Arbeitsmarkt bietet.
Wird ein Zeitarbeitnehmer von einem Kundenunternehmen in die Stammbelegschaft übernommen, wird vom Klebeeffekt der Zeitarbeit gesprochen. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) werden etwa 14 Prozent aller Zeitarbeitskräfte in die Stammbelegschaften übernommen. Eine andere Untersuchung stellt fest, dass nach zwei Jahren gut 70 Prozent der Zeitarbeitnehmer weiterhin in Beschäftigung innerhalb oder außerhalb der Zeitarbeit sind (Quelle: Untersuchung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung: „Durchlässiger Arbeitsmarkt durch Zeitarbeit?“, Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2012).
Unter Konjunktur versteht man unterschiedliche Auslastungszustände einer Volkswirtschaft. Nachfrage und Angebot von Gütern und Dienstleistungen variieren.
Von konzerninterner Überlassung spricht man, wenn Arbeitnehmer innerhalb eines Konzerns überlassen werden (z. B. in Folge von Umstrukturierungen), sofern der Arbeitnehmer nicht zum Zweck der Überlassung eingestellt und beschäftigt ist. Konzerninterne Überlassung ist nach § 1 Abs. 3 Nr. 2 AÜG weitestgehend von der Anwendung des AÜG ausgenommen.
Der Kundenbetrieb bezeichnet den Einsatzbetrieb der Zeitarbeitnehmer.
Als Langzeitarbeitslose gelten Personen, die ein Jahr oder länger arbeitslos sind. Besonders durch Zeitarbeit erhalten Langzeitarbeitslose oft die Chance, praktische Berufserfahrungen zu sammeln, sich auf dem Markt umzusehen und einen potenziellen Arbeitgeber von den eigenen Qualifikationen zu überzeugen.
Die Begriffe Leiharbeit und Zeitarbeit werden häufig synonym gebraucht, was daher rührt, dass das AÜG als gesetzliche Grundlage von „Entleihern“, „Verleihern“ und „Leiharbeitern“ spricht. Der Begriff Leiharbeit wird jedoch oft kritisch gebraucht und ist für die Zeitarbeitsbranche kaum zutreffend, da eine „Leihe“ laut Definition unentgeltlich und nur für „Sachen“ erfolgt. Arbeitnehmer werden demnach nicht verliehen, sondern erbringen gegen ein Entgelt eine Leistung auf Zeit bei einem Kundenunternehmen.
Die Regelungen für die Zeitarbeitsbranche wurden seit Einführung des AÜG mehrfach angepasst. Mehr Freiräume für die Branche brachten positive wirtschaftliche Entwicklungen mit sich. Die umfassendste Liberalisierung fand im Rahmen der Agenda 2010 statt.
Zeitarbeitnehmer haben, wie alle anderen Beschäftigten auch, Anspruch auf die Fortzahlung des Lohns im Krankheitsfall. Die Einzelheiten sind im Entgeltfortzahlungsgesetz und im Tarifvertrag geregelt.
Mit der letzten Novellierung des AÜG im Jahre 2011 wurde eine Lohnuntergrenze in der Zeitarbeitsbranche eingeführt. Die Höhe bestimmen die Tarifpartner. Diese Lohnuntergrenze wird durch eine Rechtsverordnung des Bundesarbeitsministeriums für allgemeinverbindlich erklärt und gilt somit auch für ausländische Personaldienstleister, die ihre Mitarbeiter in Deutschland einsetzen. Die Einhaltung der Lohnuntergrenze wird durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls kontrolliert.
Der Begriff Mangelberufe bezeichnet Berufe, in denen ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften vorherrscht.
Bezeichnet eine Form des Tarifvertrags, der zwischen den Tarifpartnern ausgehandelt wird. Ein Manteltarifvertrag enthält in der Regel Vereinbarungen zu den wesentlichen Arbeitsbedingungen wie etwa Einstellung, Kündigungsfristen, Arbeitszeit, Krankheit, Urlaub etc.. Der Manteltarifvertrag Zeitarbeit regelt u.a. die Arbeitszeit, Jahressonderzahlungen und Lohnzuschläge bei Nacht- und Feiertagsarbeit.
Mehrarbeitsstunden sind die Arbeitsstunden, die die vereinbarte Arbeitszeit überschreiten, also zusätzlich geleistet werden.
Die Metall- & Elektroindustrie ist eine der wichtigsten Branchen für die Zeitarbeit. Rund 30 Prozent der Zeitarbeitnehmer sind in Betrieben der M+E-Industrie tätig.
Minijobs sind geringfügig entlohnte Beschäftigungen. Die monatliche Verdienstgrenze beträgt 450 Euro. Ein Minijob kann ein Einstieg in ein reguläres Arbeitsverhältnis sein. In der Zeitarbeit spielen Minijobs kaum eine Rolle: Gerade einmal zehn Prozent der Zeitarbeitnehmer haben einen Minijob, während der Anteil auf geringfügig Beschäftigter auf dem Gesamtarbeitsmarkt rund doppelt so hoch ist.
Mitglied eines Vereins kann eine Person und auch ein Unternehmen in einem Verein werden. Der BAP ist der Rechtsform nach ein eingetragener Verein. Im BAP sind rund 4.800 Personaldienstleistungsbetriebe organisiert.
Mittelständische Unternehmen sind durch bestimmte Beschäftigtenzahlen und einen bestimmten Umsatz gekennzeichnet. Die Zeitarbeitsbranche ist insbesondere durch mittelständische Unternehmen geprägt. Über 90 Prozent der Personaldienstleistungsunternehmen sind Mittelständler.
Nichteinsatzzeiten bezeichnen Zeiträume, in denen sich der Zeitarbeitnehmer zwischen zwei Kundeneinsätzen befindet. In diesen Zeiten ist er regulär beim Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt und erhält Entgelt inklusive aller Sozialleistungen, die so genannte verstetigte Vergütung. Häufig werden Zeitarbeitnehmer in Nichteinsatzzeiten weitergebildet. Nichteinsatzzeiten können über das Arbeitszeitkonto kompensiert werden.
Von On-Site-Management spricht man, wenn das Zeitarbeitsunternehmen einen eigenen Mitarbeiter als Ansprechpartner und Koordinator im Kundenunternehmen einsetzt. Dieser fungiert als ständiger Ansprechpartner für die im Kundenunternehmen eingesetzten Zeitarbeitnehmer.
Bezeichnet die Vergabe von Unternehmensaufgaben sowie Arbeits- und Produktionsschritten an externe Dienstleister. Unternehmen lagern einzelne Aufgaben, die nicht zu ihrem Kerngeschäft gehören, wie z. B. die Bewirtschaftung der Betriebskantine, aus. So übernehmen z.B. Personaldienstleister Personalplanung und -vermittlung für andere Unternehmen.
Im Rahmen der Hartz-Gesetzgebungen eingeführte staatlich subventionierte Unternehmen, die Mitarbeiter von den Agenturen für Arbeit zugewiesen bekommen und über Arbeitnehmerüberlassung in den Arbeitsmarkt integrieren sollten. Ende 2008 wurden die Personal-Service-Agenturen (PSA) wegen Erfolglosigkeit wieder abgeschafft.
Strategische Beratung in Personalfragen, die Personaldienstleistungsunternehmen Arbeitgebern anbieten. Die Personalberatung reicht von der Bedarfsplanung bis hin zur erfolgreichen Vermittlung von Mitarbeitern.
Personaldienstleister sind Unternehmen, die anderen Unternehmen Dienstleistungen im Bereich Personal anbieten. 80 Prozent der Personaldienstleister sind hauptsächlich auf dem Geschäftsfeld der Arbeitnehmerüberlassung tätig. Darüber hinaus bieten Personaldienstleister vielfältige Leistungen wie On-Site-Management, Personalberatung oder -beschaffung an.
Oberbegriff für sämtliche angebotene Dienstleistungen von Personaldienstleistern.
Mit dem Fortbildungsabschluss "Geprüfte/r Personaldienstleistungsfachwirt/in" verfügt die Personaldienstleistungsbranche seit 2011 über eine Weiterbildung, die dem Meister im Handwerk entspricht und Aufstiegschancen zur kaufmännischen Führungskraft eröffnet.
Kaufmännischer Berufsausbildungsgang, der zum staatlich anerkannten Berufsabschluss des Personaldienstleistungskaufmanns bzw. der Personaldienstleistungskauffrau (PDK) führt. Jährlich fangen rund 1.000 Nachwuchskräfte diese duale Ausbildung an. Der Lehrplan der Ausbildung deckt dabei alle Bereiche moderner Personaldienstleistungen ab und vermittelt zusätzlich Inhalte, die in jeder Personalabteilung wichtig sind. PDK-Azubis haben damit eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Karriere in Personaldienstleistungsunternehmen oder in Personalabteilungen von Unternehmen. Die Zeitarbeitsbranche hat sich durch die PDK-Ausbildung weiter professionalisiert.
Personalvermittler führen einen Personal suchenden Arbeitgeber und einen Bewerber zusammen. Sie erhalten für diese Dienstleistung ein Honorar – in der Regel vom Arbeitgeber. Arbeitsuchende können kostenlos einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit erhalten, mit dem sie sich direkt an einen Arbeitsvermittler wenden. Arbeitsvermittler benötigen seit dem 1. Januar 2013 gemäß der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) eine Zertifizierung, um Aktivierungs- und Vermittlungsgutscheine mit der Bundesagentur für Arbeit abzurechnen.
Personaldienstleister und die Verbände der Branche bieten internen und externen Mitarbeitern Qualifizierungsmaßnahmen an. Intern reicht das Portfolio von Fachschulungen bis hin zu eigens für die Branche konzipierten Ausbildungs- und Studiengängen. Für externe Mitarbeiter werden zahlreiche Initiativen ergriffen, um Zeitarbeitskräften berufliche Ein- und Aufstiegschancen zu ermöglichen. Es gibt ein vielfältiges Angebot von Weiterbildungsmaßnahmen der Personaldienstleister, die nicht nur die eher bekannten und klassisch zu nennenden EDV-Grundkurse, Gabelstaplerscheine und Sprachkurse umfassen, sondern weit darüber hinausreichen.
Zeitarbeit stellt auch für Quereinsteiger einen möglichen Einstieg in den gewünschten Job dar. So lassen sich unterschiedliche Tätigkeiten ausprobieren, Erfahrungen können gesammelt werden, potenzielle Arbeitgeber können kennenlernt werden.
Die gesetzliche Grundlage für die Arbeitnehmerüberlassung bildet das AÜG aus dem Jahr 1972. Darüber hinaus sind die zwischen den Tarifpartnern geschlossenen Verträge bindend.
Die Bundesagentur für Arbeit unterhält in zehn Bundesländern Dienststellen, die bundesländerübergreifend arbeiten. Die Regionaldirektionen üben die Fachaufsicht über die einzelnen Agenturen für Arbeit aus und halten den Kontakt zu den Landesregierungen.
Die Sozialpartnerschaft ist ein Instrument des Interessenausgleichs und bezeichnet das kooperative Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften. So verhandeln die Tarifpartner bspw. regelmäßig über die tariflichen Rahmenbedingungen der Beschäftigung.
Jede entgeltliche Tätigkeit im Rahmen eines Anstellungsverhältnisses ist grundsätzlich sozialversicherungspflichtig, sofern nicht Ausnahmen bestehen, z.B. für geringfügige oder kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse. Über die Sozialversicherung werden Arbeitnehmer im Hinblick auf Lebens- und Beschäftigungsrisiken abgesichert. Die Beitragshöhe richtet sich nach dem gezahlten Entgelt und wird von Arbeitgeber und Arbeitnehmer getragen. Beiträge zur Berufsgenossenschaft (siehe auch: Verwaltungs-Berufsgenossenschaft) trägt der Arbeitgeber. Etwa 90 Prozent der Zeitarbeitnehmer sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
Zeitarbeit kann insbesondere für Gering- und Nichtqualifizierte ein Sprungbrett in den Arbeitsmarkt sein.
Als Stammbelegschaft werden die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen eines Unternehmens bezeichnet, die direkt bei dem Kundenunternehmen angestellt sind. Rein rechnerisch ist eine Verdrängung von Stammbelegschaften durch Zeitarbeit ausgeschlossen, denn Zeitarbeitnehmer stellen gerade einmal ca. 2 Prozent der Gesamtarbeitnehmerschaft. Studien zeigen zudem, dass die meisten Unternehmen Zeitarbeit und Stammbelegschaft parallel aufbauen. Lediglich 2 Prozent der Unternehmen bauen Stammbelegschaften ab, während sie Zeitarbeit einsetzen.
Im AÜG sind grundsätzlich Equal Treatment und Equal Pay für alle Zeitarbeitnehmer vorgeschrieben, für die kein Tarifvertrag gilt. Die Möglichkeit, abweichend von dieser gesetzlichen Regelung eigene Tarifvereinbarungen treffen zu können, wird als Tariföffnungsklausel bezeichnet.
Tarifpartner sind Vertreter der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite, die gemeinsam über tarifliche Rahmenbedingungen der Beschäftigung verhandeln. In der Zeitarbeitsbranche sind dies die Arbeitgeberverbände BAP und iGZ, die gemeinsam die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ) bilden, und sämtliche acht DGB-Gewerkschaften.
Unter Tarifpolitik versteht man alle Fragen, die im Zusammenhang mit der Verhandlung oder dem Abschluss von Tarifverträgen relevant sind oder werden können. Im Tarifvertragsgesetz sind hierzu die wesentlichen Rahmenbedingungen festgelegt. Die Tarifpolitik beschäftigt sich mit Fragen der Entgeltfindung (Eingruppierung, Zulagen, Zuschläge, Höhe des Entgelts etc.) und der arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen (Urlaub, Altersversorgung, freie Tage bei besonderen Anlässen etc.). Die Tarifpolitik einer Organisation (Gewerkschaft, Arbeitgeberverband) manifestiert sich letztlich in den Tarifverhandlungen und dem Tarifabschluss.
Ein Tarifwerk setzt sich aus mehreren Einzeltarifverträgen zusammen. Der BZA als Vorgängerverband des BAP hat mit der DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit im Jahr 2003 ein Vertragswerk bestehend aus dem Manteltarifvertrag, Entgelttarifvertrag und dem Entgeltrahmentarifvertrag abgeschlossen.
Als teilzeitbeschäftigt gelten Arbeitnehmer dann, wenn ihre regelmäßige Wochenarbeitszeit kürzer ist als die ihrer vollzeitbeschäftigten Kollegen. Vergleichsmaßstab ist dabei die betriebliche Ebene. Fehlen vergleichbare Arbeitnehmer im Betrieb, gilt als Vergleichsmaßstab ein anwendbarer Tarifvertrag, ansonsten die branchenübliche Vollarbeitszeit.
Tarifvertrag über Branchenzuschläge für Überlassungen von gewerblichen Arbeitnehmern in der Druckindustrie (TV BZ Druck - gewerblich)
Bezeichnet die zeitlich befristete Entsendung eines Zeitarbeitnehmers in ein Kundenunternehmen.
Beschreibt die Dauer des Einsatzes eines Zeitarbeitnehmers beim Kundenunternehmen. 2004 wurde die gesetzliche Höchstgrenze der Überlassungsdauer aufgehoben. Die neue Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD hat sich in ihrem Koalitionsvertrag darauf verständigt, eine neue Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten einzuführen.
Bezeichnet das Vertragsverhältnis zwischen dem Zeitarbeitsunternehmen und dem Kundenunternehmen zur Beschäftigung eines Zeitarbeitnehmers. Der Überlassungsvertrag bildet die vertragliche Grundlage zur Arbeitnehmerüberlassung.
Der Personaldienstleister und das Kundenunternehmen müssen die Zeitarbeitnehmer über die am Einsatzort maßgeblichen Bestimmungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz aufklären. Dabei ist eine arbeitsspezifische Unterrichtung erforderlich. Die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften müssen eingehalten werden.
Zeitarbeitnehmer haben, wie alle anderen Arbeitnehmer auch, Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub. Die dem Mitarbeiter zustehende Urlaubsdauer richtet sich nach der Betriebszugehörigkeit im Zeitarbeitsunternehmen und kann bis zu 30 Arbeitstage pro Jahr betragen. Dies ist in den entsprechenden Tarifverträgen geregelt.
Ein Verband ist ein Zusammenschluss mehrerer Akteure, um gemeinsame Interessen zu vertreten.
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ist eine der acht Einzelgewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB).
Die beiden Arbeitgeberverbände der Zeitarbeit, der Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP) und der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), haben im Februar 2012 einen Vertrag über die Verhandlungsgemeinschaft Zeitarbeit (VGZ) geschlossen, um gemeinsame die Tarifverhandlungen mit Gewerkschaften, die im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) organisiert sind, zu führen.
Im AÜG wird das Zeitarbeitsunternehmen als „Verleiher“ bezeichnet. Diese Begrifflichkeit ist genauso falsch wie die der „Entleiher“ für die Kunden der Zeitarbeit oder die der „Leiharbeiter“ für die Zeitarbeitnehmer.
Bezeichnet einen Akteur auf dem Arbeitsmarkt, der Unternehmen Arbeitskräfte mit passgenauen Qualifikationen vermittelt. Neben dem Geschäftszweig der Arbeitnehmerüberlassung sind Personaldienstleister auch zunehmend im Bereich der Personalvermittlung aktiv.
Vom Kundenunternehmen an den Personaldienstleister zu zahlender Stundensatz für die Überlassung von Zeitarbeitnehmer.
Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft, kurz VBG, ist eine der großen Berufsgenossenschaften in Deutschland und für die Zeitarbeitsbranche zuständig. Sie ist ein Träger der gesetzlichen Unfallversicherung.
Beschäftigungen, bei denen die im Betrieb übliche Wochenarbeitszeit erbracht wird.
Der Österreichische Verband Zeitarbeit und Arbeitsvermittlung (VZa) ist die unabhängige Dachorganisation der österreichischen Personaldienstleister.
Werkverträge sind keine Zeitarbeit, sondern ein eigenständiges arbeitsmarktorganisatorisches Instrument. Die Vertragsformen sind klar nach den von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen voneinander abzugrenzen: Während beim Werkvertrag der Unternehmer (Werkvertragsunternehmer) zur Herstellung des versprochenen Werkes und der Besteller zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung verpflichtet (§ 631 Abs. 1 BGB) wird, liegt Arbeitnehmerüberlassung nach § 1 AÜG vor, wenn ein Arbeitgeber (das Zeitarbeitsunternehmen) einem Dritten (dem Kundenbetrieb) Arbeitnehmer (Zeitarbeitnehmer) zur Arbeitsleistung überlässt. Dabei besteht die vertraglich geschuldete Leistung des Zeitarbeitsunternehmens gegenüber dem Kundenbetrieb in der Auswahl und Überlassung geeigneter Zeitarbeitskräfte. Die Haftung des Zeitarbeitsunternehmens gegenüber dem Kunden ist auf das Auswahlverschulden beschränkt. Der Werkvertragsunternehmer trägt dagegen die komplette Gewährleistung für das Werk (vgl. §§ 633 ff. BGB).
Das Wiedereinstellungsverbot untersagte Zeitarbeitsunternehmen, einen Zeitarbeitnehmer zu entlassen und vor Ende einer Frist von drei Monaten erneut einzustellen. Das Wiedereinstellungsverbot ist durch die Novelle des AÜG im Rahmen der Hartz-Gesetzgebung weggefallen.
Viele Zeitarbeitnehmer erhalten durch eine Anstellung in der Zeitarbeit die Chance für einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Dies gilt insbesondere für Arbeitsuchende, denn die Personaldienstleister rekrutieren weit über 50 Prozent ihrer Mitarbeiter aus dieser Gruppe.
Ist eine moderne Form der Arbeit, die Sicherheit und Flexibilität miteinander vereint.
Mitarbeiter, die von Personaldienstleistern an Kundenunternehmen überlassen werden.
Entgeltbestandteile, die einem Arbeitnehmer zusätzlich zu seinem Gehalt bezahlt werden können.
Viele Personaldienstleister bieten ihren Mitarbeitern Zusatzleistungen wie betriebliche Altersvorsorge, Weiterbildungen oder Fahrkostenzuschüsse an. Diese können individuell vereinbart werden. Darüber hinaus existieren tarifliche Zusatzleistungen.
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