Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=12.12.1991&Aktenzeichen=4%20StR%20545/91
Timestamp: 2020-02-24 09:33:29
Document Index: 188428972

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', '§ 1']

BGH, 12.12.1991 - 4 StR 545/91 - dejure.org
https://dejure.org/1991,5159
BGH, 12.12.1991 - 4 StR 545/91 (https://dejure.org/1991,5159)
BGH, Entscheidung vom 12.12.1991 - 4 StR 545/91 (https://dejure.org/1991,5159)
BGH, Entscheidung vom 12. Dezember 1991 - 4 StR 545/91 (https://dejure.org/1991,5159)
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Annahme eines minder schweren Todschlages wegen erheblicher Verminderung der Schuldfähigkeit des Täters allein oder in Verbindung mit anderen Umständen - Fehlendes Eingehen auf die Art und Weise der Tatausführung bei der Prüfung des minder schweren Falles - ...
Vergewaltigung (in der Ehe); Verwendung eines anderen gefährlichen Werkzeugs; …
Dabei obliegt es dem pflichtgemäßen Ermessen des Tatrichters, weiches Gewicht er den einzelnen Milderungsgründen im Verhältnis zu den Erschwerungsgründen beimißt; seine Wertung ist vom Revisionsgericht nur begrenzt nachprüfbar (…BGH, Urt. v. 26. Juni 2001 - 5 StR 151/01; BGH NStZ 1982, 26; BGHR StGB vor § 1/minder schwerer Fall Gesamtwürdigung 8).
BGH, 19.12.2007 - 5 StR 497/07
Schwerer sexueller Missbrauch eines Kindes (minder schwerer Fall; Strafzumessung; …
Danach ist zu besorgen, dass der Tatrichter diese wesentlichen Umstände bei der für die Strafrahmenwahl erforderlichen Gesamtwürdigung nicht ausreichend berücksichtigt hat (vgl. BGHR StGB vor § 1/minder schwerer Fall Gesamtwürdigung 5 bis 8).
Im Hinblick auf das Erfordernis einer umfassenden Gesamtwürdigung aller für und gegen den Angeklagten sprechenden Umstände (BGHR StGB vor § 1/minder schwerer Fall Gesamtwürdigung 8 und Prüfungspflicht 1) begegnet es schon Bedenken, dass das Landgericht bei der Prüfung, ob die Tat als minder schwerer Fall zu bewerten ist, nicht auch weitere bei der Strafzumessung im engeren Sinne berücksichtigte zugunsten des Angeklagten sprechende Umstände, wie z. B. die bedrängte persönliche Lebenssituation, in seine Erwägungen einbezogen hat.