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Timestamp: 2016-10-24 03:40:38
Document Index: 365842316

Matched Legal Cases: ['Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 99', 'Art. 99', 'Art. 13', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 3', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 12', 'Art. 61', 'Art. 95', 'Art. 12', 'Art. 8', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 66', 'Art. 68']

8C_805/2009 (26.04.2010)
8C_805/2009
C.________, handelnd durch seine Eltern
Rechtsanwalt Daniel Ragaz,
Der 1992 geborene C.________ wurde von seinen Eltern am 15. M�rz 2000 bei der Invalidenversicherung zum Bezug von IV-Leistungen f�r Minderj�hrige angemeldet, nachdem vom Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst am 14. Januar 2000 eine spastische Cerebralparese (CP) rechtsbetont mit starker ataktischer Komponente (GgV 390) diagnostiziert worden war. Am 27. Juli 2001 sprach die IV-Stelle Aargau dem Versicherten medizinische Massnahmen vom 10. Januar 2000 bis 31. Dezember 2012 betreffend Behandlung des Geburtsgebrechens Nr. 390, einschliesslich �rztlich verordnete Behandlungsger�te sowie Psychomotoriktherapie bzw. Hippotherapie nach �rztlicher Verordnung f�r vorerst zwei Jahre zu. Am 14. November 2002 gew�hrte sie ihm Kostengutsprache f�r Sonderschulmassnahmen im Externat vom 1. August 2002 bis 31. Juli 2004, nachdem eine im Vordergrund stehende Sprachentwicklungsst�rung beschrieben worden war. Mit Verf�gung vom 20. Februar 2003 wurde dem Versicherten gest�tzt auf den Arztbericht des KJPD vom 3. Dezember 2002 ambulante Psychotherapie als Begleitmassnahme zur Sprachheilbehandlung (nach Art. 12 IVG) vom 30. Januar 2003 bis 31. Januar 2004 zugesprochen. Diese wurde am 23. Januar 2004 bis 31. Januar 2005 nach �rztlicher Verordnung des KJPD im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen Nr. 390 verl�ngert. Am 30. November 2005 gew�hrte die IV-Stelle erneut Kostengutsprache f�r ambulante Psychotherapie vom 1. Dezember 2005 bis 30. November 2006 im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen. Mit Mitteilung vom 1. Juni 2006 wurde sodann Kostengutsprache f�r Sonderschulmassnahmen ab 14. August 2006 bis 31. Juli 2008 erteilt.
Die Eltern des Versicherten stellten mit Eingabe vom 13. November 2007 erneut ein Gesuch um Verl�ngerung der Psychotherapie im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen Nr. 390, nachdem zufolge Besuchs der Sonderschule die Durchf�hrungsstelle gewechselt hatte. Nach Aktualisierung der medizinischen Unterlagen und dem Beizug einer Stellungnahme des Regional �rztlichen Dienstes (RAD) vom 1. April 2008 lehnte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 2. April 2008 das Leistungsgesuch ab, da aus den medizinischen Unterlagen hervorgehe, dass ein Therapieende nicht absehbar und die Prognose ungewiss sei, womit es sich nicht um eine Eingliederungsmassnahme gem�ss Art. 12 IVG, sondern um eine Behandlung des Leidens an sich handle. Daran hielt sie mit gleichlautender Verf�gung vom 15. Mai 2008 fest.
Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau hiess die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 7. Juli 2009 gut, hob die Verf�gung auf und verpflichtete die IV-Stelle, die Kosten f�r die medizinischen Massnahmen (Psychotherapie) im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen nach Ziff. 390 GgV Anhang zu �bernehmen.
Die IV-Stelle f�hrt unter Beilage der Stellungnahmen der RAD-Aerzte Dr. med. K.________, FMH Kinder- und Jugendmedizin, Neurop�diatrie (vom 9. September 2009) und Dr. med. F.________, Facharzt f�r Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie (vom 10. September 2009) Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Rechtsbegehren, der kantonale Gerichtsentscheid sei aufzuheben und der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu gew�hren.
Der Versicherte l�sst in der Vernehmlassung die Sistierung des Verfahrens bis zum 18. Januar 2010 beantragen, um aktuelle Berichte der behandelnden und abkl�renden �rzte einholen zu k�nnen, nachdem die IV-Stelle die fr�her im Rahmen des IV-Verfahrens gestellten Diagnosen in Frage stelle. Zudem erkl�rt er sich mit der Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung einverstanden. Mit Eingabe vom 18. Januar 2010, welche den Parteien zur Kenntnisnahme zugestellt wurde, l�sst er alsdann die Berichte des KJPD vom 11. Januar 2010 und des Dr. med. P.________ vom 10. Dezember 2009 nachreichen und auf Abweisung der Beschwerde schliessen. Das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichtet auf eine Vernehmlassung.
1.1 Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (BGE 134 V 250 E. 1.2 S. 252 mit Hinweisen; 133 III 545 E. 2.2 S. 550; 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
1.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine unvollst�ndige Sachverhaltsfeststellung stellt eine vom Bundesgericht ebenfalls zu korrigierende Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 lit. a BGG dar (Seiler/von Werdt/G�ngerich, Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, Bern 2007 N 24 zu Art. 97).
Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Dies ist dann der Fall, wenn eine bereits bei Erlass des angefochtenen Entscheides bestandene Tatsache erst durch den vorinstanzlichen Entscheid rechtswesentlich wird (Seiler/von Werdt/ G�ngerich, a.a.O., N. 3 und 6 zu Art. 99 BGG). Im vorliegenden Verfahren wurden von beiden Parteien letztinstanzlich erg�nzende medizinische Berichte eingereicht. Nachdem das kantonale Gericht den geltend gemachten Anspruch des Versicherten auf �bernahme der Psychotherapiekosten im angefochtenen Entscheid erstmals neu unter dem Titel von Art. 13 IVG pr�fte und bejahte und die Frage des Leistungsanspruchs nach Art. 12 IVG, der verf�gungsweise verneint worden war, offenliess, sind die letztinstanzlich eingereichten Unterlagen in die Beurteilung einzubeziehen.
3.1 Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen zum Anspruch auf medizinische Massnahmen bei Geburtsgebrechen (Art. 13 IVG in Verbindung mit Art. 3 Abs. 2 ATSG; Art. 1 ff. GgV), sowie die dazu ergangene Rechtsprechung richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen. Dies gilt insbesondere auch f�r den gem�ss Rechtsprechung f�r eine entsprechende Leistungspflicht der Invalidenversicherung vorausgesetzten qualifizierten ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen Geburtsgebrechen und geltend gemachtem sekund�rem Gesundheitsschaden (BGE 129 V 207 E. 3.3 S. 209, 100 V 41 E. 1a mit Hinweisen; SVR 2005 IV Nr. 22 S. 87 E. 1.3, vgl. auch BGE 122 V 113 E. 3a/cc S. 119). Danach sind an die Erf�llung der Voraussetzungen des rechtserheblichen Kausalzusammenhangs strenge Anforderungen zu stellen.
3.2 Zu erg�nzen bleibt, dass Versicherte bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf medizinische Massnahmen haben, die nicht auf die Behandlung des Leidens an sich, sondern unmittelbar auf die Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich gerichtet und geeignet sind, die Erwerbsf�higkeit oder die F�higkeit, sich im Aufgabenbereich zu bet�tigen, dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeintr�chtigung zu bewahren (Art. 12 Abs. 1 IVG). Bei nichterwerbst�tigen Minderj�hrigen im Besonderen k�nnen medizinische Vorkehren schon dann von der Invalidenversicherung �bernommen werden, wenn ohne Behandlung das Leiden mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu einem schwer korrigierbaren, die sp�tere Ausbildung und Erwerbsf�higkeit erheblich behindernden stabilen pathologischen Zustand f�hren w�rde (BGE 131 V 9 E. 4.2 S. 21 mit Hinweisen).
Gem�ss st�ndiger Rechtsprechung kommen medizinische Massnahmen der Invalidenversicherung auch bei Versicherten unter 20 Jahren nicht in Betracht, wenn sich solche Vorkehren gegen psychische Krankheiten richten, die nach der herrschenden Auffassung der Psychiatrie ohne kontinuierliche Behandlung nicht dauerhaft gebessert werden k�nnen. Die �bernahme von Psychotherapie als medizinische Massnahme bei Versicherten unter 20 Jahren f�llt aber nicht schon deshalb ausser Betracht, weil es um eine �ber l�ngere Zeit hinweg dauernde Behandlung geht. Bez�glich der Anspruchsvoraussetzungen von Art. 12 IVG bei nichterwerbst�tigen minderj�hrigen Versicherten ist nicht entscheidend, ob eine Sofortmassnahme oder zeitlich ausgedehntere (aber nicht unbegrenzte) Vorkehr angeordnet wird. Die Massnahmen zur Verh�tung einer Defektheilung oder eines sonstwie stabilisierten Zustandes bei einem Kind k�nnen sehr wohl eine gewisse Zeit andauern. Damit die Invalidenversicherung daf�r aufzukommen hat, d�rfen sie jedoch nicht Dauercharakter haben, das heisst zeitlich unbegrenzt erforderlich sein, wie dies beispielsweise beim Diabetes oder bei Schizophrenien und manisch-depressiven Psychosen (BGE 105 V 20, 100 V 44) zutrifft. In solchen F�llen dient die medizinische Massnahme regelm�ssig nicht der Verhinderung eines stabilen Defektzustandes, der sich in naher Zukunft einstellen w�rde. Gegenteilig verh�lt es sich, wenn gem�ss spezial�rztlicher Feststellung von einer weiteren Behandlung erwartet werden darf, dass der drohende Defekt mit seinen negativen Auswirkungen auf die Berufsbildung und Erwerbsf�higkeit ganz oder in wesentlichem Ausmass verhindert werde, im Einzelfall also mit hinl�nglicher Zuverl�ssigkeit eine g�nstige Prognose gestellt werden kann (Urteil I 32/06 vom 9. August 2007, E. 6.1 mit Hinweisen).
Streitig und zu pr�fen ist zun�chst, ob die beantragte Psychotherapie dem Versicherten unter dem Titel von Art. 13 IVG, d.h. im Rahmen der ihm zugesprochenen medizinischen Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens (GgV 390; angeborene cerebrale L�hmungen) zu gew�hren ist.
4.1 Das kantonale Gericht hat dies im angefochtenen Entscheid bejaht. Es hat erwogen, dass der Versicherte unbestrittenermassen an einem Geburtsgebrechen gem�ss Ziff. 390 GgV Anhang leide. Ebenso sei zwischen den Parteien nicht umstritten, dass er an psychischen Problemen leide, die eine Behandlung notwendig machten. Nachdem gem�ss Rechtsprechung (Verweis auf ein Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 18. November 2004, Urteil IV.2003.00323 abrufbar unter http://www.sozialversicherungsgericht.zh.ch) der qualifizierte ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dem Geburtsgebrechen nach Ziff. 390 GgV und psychischen St�rungen zu bejahen sei, und weder das Vorhandensein der psychischen St�rung noch die Notwendigkeit deren Behandlung umstritten sei, sei der Anspruch auf Behandlung und die �bernahme der Kosten aufgrund von Art. 13 IVG gegeben. Bei diesem Ergebnis k�nne offen gelassen werden, ob auch ein Leistungsanspruch nach Art. 12 IVG best�nde.
4.2 Wie die beschwerdef�hrende IV-Stelle zu Recht geltend macht, hat die Vorinstanz, indem sie im vorliegenden Fall die geforderte Einzelfallpr�fung nicht vorgenommen und mithin die konkreten Umst�nde des Einzelfalls nicht n�her abgekl�rt hat, sondern ihren Entscheid im Wesentlichen mit dem erw�hnten Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich begr�ndet hat, welches die geforderte qualifizierte ad�quate Kausalit�t zwischen einer cerebralen L�hmung und einer psychischen St�rung bejahte, den rechtserheblichen Sachverhalt in Verletzung des Untersuchungsgrundsatz und die Beweisw�rdigungsregeln (Art. 61 lit. c ATSG) unvollst�ndig festgestellt. Dies stellt eine vom Bundesgericht zu korrigierende Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 lit. a BGG dar. Damit ist das Bundesgericht an die rechtserheblichen tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz nicht gebunden und pr�ft sie von Amtes wegen frei (vgl. E.1.2. hievor).
4.3 Aufgrund der medizinischen Akten zeigt sich, dass die Kostengutsprache f�r die Psychotherapie im Laufe der Zeit unter verschiedenen Titeln erfolgte. Der erstmalige Antrag auf �bernahme der Psychotherapiekosten wurde von der IV-Stelle aufgrund des Berichts des KJPD vom 3. Dezember 2002 als medizinische Massnahme zur Unterst�tzung der Sprachheilbehandlung nach Art. 12 IVG zugesprochen. In diesem Bericht wurden eine spastische Cerebralparese rechtsbetont mit starker ataktischer Komponente (GgV 390) sowie ein schweres Sprachgebrechen diagnostiziert. Es wurde festgehalten, als Folge dieser St�rungen zeige C.________ affektive Auff�lligkeiten, die psychotherapeutisch behandelt werden m�ssen. Erw�hnt werden ein auff�lliges Kontaktverhalten und eine ausgepr�gte Selbstwertproblematik mit Trennungs�ngsten. Ob die Sprachprobleme und die cerebrale L�hmung allenfalls in einem Zusammenhang stehen, ist nicht ersichtlich. In der Folge wurden die Verl�ngerungsgesuche f�r Psychotherapie von der IV-Stelle aufgrund der Berichte des KJPD vom 16. Dezember 2003 und vom 17. November 2005 nunmehr im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen GgV 390 gew�hrt. In diesen Berichten sind die erheblichen Sprachprobleme nicht mehr genannt. Demgegen�ber werden in den sp�teren Berichten des KJPD vom 22. November 2005 und vom 6. M�rz 2006 wieder ein GgV 390 und eine Sprachst�rung als Gebrechen angef�hrt, unter denen der Versicherte einerseits psychisch (Selbstwertproblematik und auff�lliges Sozialverhalten) wie auch schulisch leide, was eine intensive psychotherapeutische Begleitung erforderlich mache. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdef�hrerin ist diesen Berichten nicht ohne weiteres zu entnehmen, dass die psychischen Probleme nicht im Zusammenhang mit dem Geburtsgebrechen gesehen werden k�nnen. In seiner kurzen Stellungnahme vom 24. M�rz 2006 hielt der RAD fest, dass eine Sonderschulbed�rftigkeit gem�ss Art. 8 Abs. 4 Bst. g IVG bestehe; aufgrund der erheblichen Sprachst�rung und der psychischen behandlungsbed�rftigen Symptomatik in diesem Zusammenhang erkl�rte er eine Psychotherapie nach Art. 12 IVG als Begleitmassnahme zur Sprachheilbehandlung als indiziert. Dr. med. P.________, Spezialarzt FMH f�r Psychiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, bei dem die Behandlung nach dem Wechsel in die Sonderschule weitergef�hrt wurde, hielt in seinem Verlaufsbericht vom 15. Januar 2008 fest, die Diagnosen und Befunde h�tten sich nicht ver�ndert. Die Pubert�t habe zu einer Versch�rfung der Symptomatik gef�hrt. Das schwach ausgebildete Selbstwertgef�hl und das Verhalten in der Peer group, auf dem Hintergrund seiner Geburtsgebrechen entstanden, w�rden zu Schwierigkeiten im Elternhaus, unter den Jugendlichen und in der Schule f�hren. Da der Versicherte aufgrund seiner Beschwerden nicht gelernt habe sich zu artikulieren, w�rden seine Fantasien teilweise so stark, dass er nur mit M�he eine Realit�tskontrolle herstellen k�nne. Die Fortf�hrung der psychotherapeutischen Behandlung sei indiziert. Entgegen den Einwendungen der IV-Stelle ist auch in diesem Bericht ein Bezug zum Geburtsgebrechen gegeben. In der Stellungnahme vom 1. April 2008 f�hrte der RAD alsdann aus, die Situation habe sich gem�ss Dr. med. P.________ trotz psychotherapeutischer Therapie versch�rft. Es handle sich nicht mehr um eine eigentliche Eingliederungsmassnahme im Sinne von Art. 12 IVG, sondern um eine Leidensbehandlung. Ein Therapieende sei nicht absehbar, die Prognose ungewiss. Die Psychotherapie k�nne unter Art. 12 IVG nicht weiter zugesprochen werden. Demgegen�ber hielt Dr. med. P.________ in seinem Schreiben vom 17. April 2008 - das die Vorinstanz zu Recht als Erg�nzung zu seinem Verlaufsbericht vom 15. Januar 2008 qualifiziert hat - fest, von der weiteren Behandlung k�nne erwartet werden, dass der drohende Defekt mit den negativen Wirkungen auf die Berufsbildung und Erwerbsf�higkeit ganz oder in wesentlichem Ausmass verhindert werden k�nne. Eine Dauerbehandlung sei nicht indiziert. Die im Verlaufsbericht beschriebene Lebensphase der Pubert�t, die zu einer Versch�rfung der Symptomatik gef�hrt habe, sei nicht chronisch.
4.4 Mit Blick auf diese Ausgangslage gilt festzustellen, dass sich die im angefochtenen Entscheid aufgeworfene strittige Frage des Vorhandenseins des von der Rechtsprechung geforderten qualifizierten ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Geburtsgebrechen GgV 390 (cerebrale L�hmung) und einer psychischen St�rung aufgrund der unklaren medizinischen Aktenlage, insbesondere der genannten fach�rztlichen Berichte, nicht schl�ssig beurteilen l�sst. Mithin w�re, insbesondere zur Diagnosestellung der spastischen Cerebralparese, eine erg�nzende fach�rztliche Stellungnahme erforderlich, wie auch im Schreiben des KJPD vom 11. Januar 2010 vorgeschlagen wird. Zu keinem andern Ergebnis f�hren die letztinstanzlich von der Beschwerdef�hrerin eingereichten Stellungnahmen der RAD-�rzte (vom 9. und 10. September 2009). Auf eine R�ckweisung der Sache zu erg�nzenden medizinischen Abkl�rungen kann vorliegend allerdings verzichtet werden, da entgegen der Verwaltung gest�tzt auf Art. 12 IVG (vgl. E. 3.2 hievor) ein Leistungsanspruch des Versicherten zu bejahen ist.
Mit Verf�gung vom 15. Mai 2008 verneinte die IV-Stelle die Voraussetzungen f�r die �bernahme der Psychotherapiekosten mit der Begr�ndung, dass aufgrund der medizinischen Unterlagen ein Therapieende nicht absehbar und die Prognose ungewiss sei. Dem kann nicht beigepflichtet werden. Der behandelnde Psychiater Dr. med. P.________ hatte in seinem Schreiben vom 17. April 2008, das mit der Vorinstanz als Erg�nzung zum Verlaufsbericht vom 15. Januar 2008 (auf den sich der RAD in seiner ablehnenden Ausf�hrung vom 1. April 2008 st�tzte) zu qualifizieren ist, erl�utert, dass die im Verlaufsbericht beschriebene Lebensphase der Pubert�t, die zu einer Versch�rfung der Symptomatik gef�hrt habe, nicht chronisch sei und keine Dauerbehandlung induziere. Es habe sich dabei um eine aktualit�tsbezogene Darstellung gehandelt. Der Psychiater sprach von einer guten Prognose. Gem�ss einem Standortgespr�ch mit der Schule vom 15. April 2008 habe die Psychotherapie bei C.________ merkliche Fortschritte gezeitigt. Dr. med. P.________ ging davon aus, dass der drohende Defekt mit den negativen Auswirkungen auf die Berufsbildung und die Erwerbsf�higkeit ganz oder im wesentlichen Ausmass verhindert werden kann und eine Dauerbehandlung nicht induziert ist. Vor diesem Hintergrund kann entgegen den Vorbringen der Beschwerdef�hrerin nicht gesagt werden, dass sich die Situation unter Therapie versch�rft hat und ein stabiler Defektzustand nicht verhindert werden kann. Vielmehr konnte im massgebenden Zeitpunkt des Verf�gungserlasses aufgrund der medizinischen Aktenlage mit hinl�nglicher Zuverl�ssigkeit von einer g�nstigen Prognose ausgegangen werden. Im Uebrigen bleibt anzumerken, dass sich die von Dr. med. P.________ vertretene g�nstige Prognose im Nachhinein best�tigt hat. Gem�ss dessen Bericht vom 10. Dezember 2009 konnte die psychotherapeutische Behandlung inzwischen abgeschlossen und der Versicherte erfolgreich in eine Berufsausbildung eingegliedert werden.
Entgegen der Verf�gung der IV-Stelle vom 15. Mai 2008 und den Vorbringen der Beschwerdef�hrerin im aktuellen Verfahren handelt es sich mithin bei der erfolgten Psychotherapie nicht um eine Behandlung des Leidens an sich, sondern um eine Eingliederungsmassnahme im Sinne von Art. 12 IVG, wof�r die Invalidenversicherung aufzukommen hat. Die Beschwerde ist daher abzuweisen und der kantonale Gerichtsentscheid im Ergebnis zu best�tigen.
Mit dem Entscheid in der Sache wird das von der Beschwerdef�hrerin gestellte Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten der unterliegenden IV-Stelle aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Diese hat dem Beschwerdegegner �berdies eine Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 1 BGG).