Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%201990,%2042
Timestamp: 2019-04-21 15:20:33
Document Index: 225859046

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 286', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 935', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 286']

Rechtsprechung: MDR 1990, 42 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 11.07.1989 | BGH, 04.07.1989
Infektion mit Viren - Indiztatsachen - Forschungsbereich einer tierärztlichen Hochschule
NJW 1989, 2947
VersR 1989, 1063
Besondere Bedeutung kommt dabei, da das Wahrscheinlichkeitsurteil auf Indizien beruht, der erschöpfenden Würdigung aller Beweisanzeichen zu (vgl. BGH Urt. v. 4. Juli 1989, VI ZR 309/88, BGHR ZPO § 286 - Indizienbeweis).
Vielmehr ist im Rahmen der gebotenen umfassenden Würdigung aller Beweisanzeichen (vgl. dazu BGH, Urteil vom 4. Juli 1989 - VI ZR 309/88 = NJW 1989, 2947) eine Abwägung der verschiedenen denkbaren Schadensursachen vorzunehmen.
Die von der Revision herangezogenen Grundsätze über den Anscheinsbeweis können nur bei einem typischen Geschehensablauf Anwendung finden (Senatsurteil vom 4. Juli 1989 - VI ZR 309/88 - VersR 1989, 1063), von dem hier jedoch nicht die Rede sein kann.
Das Revisionsgericht kann aber überprüfen, ob das Berufungsgericht bei der Würdigung alle Einzelumstände beachtet hat, denen im Zusammenhang mit dem übrigen Sachverhalt indizielle Bedeutung zukommt (…BGH, Urt. v. 15.6.1994, aaO;… BGH, Urt. v. 24.1.1996, aaO), ob die Tatsacheninstanz die Relevanz von Indiztatsachen erkannt hat, ob die unter Beweis gestellten Indiztatsachen auch aufgeklärt worden sind (…BGH, Urt. v. 29.6.1982 - VI ZR 206/80, NJW 1982, 2747, 2748) und ob das Berufungsgericht überhaupt eine Gesamtwürdigung aller relevanten Umstände vorgenommen hat (BGH, Urt. v. 4.7.1989 - VI ZR 309/88, NJW 1989, 2947;… BGH, Urt. v. 24.1.1996, aaO).
c) Im Rahmen der gebotenen Gesamtwürdigung der für und gegen die Behauptung der Beklagten streitenden Umstände (vgl. BGH, Urteil vom 4. Juli 1989 - VI ZR 309/88, VersR 1989, 1063, zitiert Juris Rn. 10;… vom 15. Januar 1996 - II ZR 242/94, NJW-RR 1996, 664, zitiert Juris Rn. 9;… vom 22. November 2006 - IV ZR 21/05, NJW-RR 2007, 312, zitiert Juris Rn. 18) vermag sich der Senat vor diesem Hintergrund keine Überzeugung davon verschaffen, dass das nämliche Bild dem Erblasser gestohlen wurde, es verloren gegangen oder sonst abhanden gekommen war (§ 935 BGB).
Dabei sind die wesentlichen Gesichtspunkte für die Überzeugungsbildung nachvollziehbar darzulegen (vgl. grdl. BGH, Urteil v. 25.11.1992 - XII ZR 179/91, zit. nach juris, veröffentlicht in NJW-RR 1993, 443, 444; fortf. die Rspr. des 6. ZS des BGH, vgl. Urteil v. 04.07.1989 - VI ZR 309/88 -, zit. nach juris; grds. auch schon das "Anastasia"-Urteil des BGH v. 17.02.1970 - III ZR 139/67, zit. nach juris; abgedruckt in BGHZ 53, 245 - 264).
Unter diesen Umständen durfte das Berufungsgericht von der Erhebung des Indizienbeweises nicht absehen (vgl. BGHZ 53, 245, 261; BGH, Urt. v. 4.7.1989 - VI ZR 309/88, NJW 1989, 2947).
Seine Ausführungen lassen nicht erkennen, daß es auch die gebotene Prüfung angestellt hat (vgl. BGH, Urteil vom 4. Juli 1989 - VI ZR 309/88 - VersR 1989, 1063 unter I 2), ob ihm - im Falle der Erweislichkeit - der Umstand, daß der Kläger zu den Darlehensgewährungen von insgesamt 113.000,00 DM in dem Zeitraum von Ende 1981 bis Mitte 1983 wirtschaftlich gar nicht imstande war, zusammen mit den übrigen Indizien für eine Vortäuschung des Einbruchdiebstahls die Überzeugung hätte vermitteln können, mit erheblicher Wahrscheinlichkeit werde der Versicherungsfall vom Kläger nur vorgetäuscht.
glatte Rathaustreppe - § 286 ZPO, Beweis durch Indiztatsachen, Zeugenvernehmung …
die Indiztatsachen vollständig und verfahrensrechtlich einwandfrei zu ermitteln sowie alle Beweisanzeichen erschöpfend zu würdigen (Senatsurteil vom 4. Juli 1989 - VI ZR 309/88 - VersR 1989, 1063 m.w.N.).