Source: https://www.lohnsteuer-kompakt.de/texte/2016/43/aussergewoehnliche_belastungen
Timestamp: 2020-07-14 11:19:00
Document Index: 323895812

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 35', '§ 33', '§ 35', '§ 33']

Steuererklärung (2016) | Außergewöhnliche Belastungen
Wer kann Angaben zu außergewöhnlichen Belastungen machen?
Dieser Text bezieht sich auf die Steuer 2016. Die Version die für die Steuer 2019 finden Sie unter:
(2019): Außergewöhnliche Belastungen
Außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art (§ 33 EStG) sind u.a.:
Pflege- und Betreuungsleistungen,
Ausgaben für den Unterhalt einer bedürftigen Person
andere außergewöhnliche Belastungen, wie
Ausgaben für Hilfsmittel und Heilmittel
Kosten in Zusammenhang mit einer Schwangerschaft und der Geburt
Ehescheidung und Folgekosten
Ausgaben für Schäden an Haus oder Wohnung (Naturkatastrophen)
Wichtig: Bei den außergewöhnlichen Belastungen nach § 33 EStG erwartet der Gesetzgeber, dass jeder Steuerpflichtige einen Anteil der Kosten selbst übernimmt. Es werden daher nur die Aufwendungen berücksichtigt, die die zumutbare Belastung übersteigen und die tatsächlich notwendig sind.
(2016): Was sind außergewöhnliche Belastungen?
Die besonderen außergewöhnlichen Belastungen werden ungekürzt anerkannt, jedoch meist bis zu festen Höchstbeträgen. Hierzu gehören beispielsweise der Unterhalt für eine bedürftige Peron oder die auswärtige Unterbringung eines volljährigen Kindes zur Ausbildung.
(2016): Wer kann außergewöhnliche Belastungen absetzen?
Wer außergewöhnliche Belastungen hat, kann diese in seiner Steuererklärung geltend machen. Diese Ausgaben wirken sich mindernd auf die zu zahlende Einkommensteuer aus. So sollen unzumutbare Härten vermieden werden.
Außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art (§ 33 EStG) sind u.a.: Scheidungskosten, Bestattungskosten, Krankheitskosten, Kosten für Schwangerschaft und Geburt oder Ausgaben für Schäden an Haus oder Wohnung. In besonderen Fällen sind auch die Ausgaben für Unterhalt oder die Beschäftigung einer Hilfe im Haushalt als außergewöhnliche Belastungen anzusehen.
Bei den außergewöhnlichen Belastungen nach § 33 EStG erwartet der Gesetzgeber, dass jeder Steuerpflichtige einen Anteil der Kosten selbst übernimmt. Es werden daher nur die Aufwendungen berücksichtigt, die eine zumutbare Belastung übersteigen und die tatsächlich notwendig sind.
(2016): Wer kann Angaben zu außergewöhnlichen Belastungen machen?
(2016): In welcher Höhe kann ich die außergewöhnlichen Belastungen geltend machen?
Wenn Sie keinen Anspruch auf Kindergeld oder Freibeträge für Ihr volljähriges Kind haben, können Sie in den betreffenden Monaten auch Ihre Unterhaltsleistungen für Ihr bedürftiges Kind als außergewöhnliche Belastungen geltend machen. Der abzugsfähige Unterhaltshöchstbetrag im Jahre 2016 beträgt 8.652 Euro.
(2016): Kann ich hier auch Unterhaltsleistungen für meine Kinder geltend machen?
Wenn Ihnen für Pflege- und Betreuungsleistungen Kosten entstanden sind, wählen Sie "ja" aus, um die Aufwendungen geltend zu machen.
Die Aufwendungen für Ihre eigene Pflege und Betreuung oder die Pflege und Betreuung Ihres Partners oder eines nahen Angehörigen können Sie von der Steuer absetzen.
Wichtig: Pflege- und Betreuungskosten werden entweder nach § 35a EStG wie haushaltsnahe Dienstleistungen oder als außergewöhnliche Belastungen nach § 33 EStG berücksichtigt.
In dem Bereich "Andere außergewöhnliche Belastungen" können Sie Angaben machen, wenn Ihnen Aufwendungen für
Pflege- und Betreuungsleistungen können entweder als außergewöhnliche Belastungen und/oder als Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen nach § 35a EStG steuerlich geltend gemacht werden.
Aus diesem Grund wurde die Erfassung im Bereich "Haushaltsnahen Dienstleistungen" zusammengefasst.
Die zumutbare Belastung wird von den außergewöhnlichen Belastungen abgezogen. Nur die dann noch verbleibenden außergewöhnlichen Belastungen werden steuermindernd berücksichtigt.
Mit dem Abzug der zumutbaren Belastung soll die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen berücksichtigt werden.
Wichtig: In einem aktuellen Urteil (VI R 75/14) vom 19.1.2017 hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass die zumutbare Belastung entgegen der bisherigen Berechnungsmethode in einem mehrstufig gestaffelten Verfahren zu erfolgen hat. Lohnsteuer kompakt berechnet die zumutbare Belastung nach dem neuen Verfahren. Sollte Ihr Finanzamt in Ihrem Steuerbescheid eine höhere zumutbare Belastung ansetzen, sollten Sie Einspruch gegen den Steuerbescheid einlegen.
Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie den Pflege-Pauschbetrag geltend machen wollen oder Aufwendungen für Pflege- und Betreuungsleistungen im Jahr 2016 hatten.
Wer ohne finanzielle Gegenleistung einen hilfsbedürftigen Angehörigen oder eine Person, zu der er ein enges persönliches Verhältnis hat, pflegt, kann den Pflegepauschbetrag (Pauschbeträge nach § 33b EStG) in seiner Steuererklärung beantragen.
Für Aufwendungen für Pflege- und Betreuungsleistungen ist ein Ansatz als außergewöhnliche Belastungen oder/und als Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen möglich.
Wichtig: Die Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen wird nur gewährt, wenn Sie eine Rechnung erhalten haben und diese per Überweisung bezahlt haben. Barzahlungen werden vom Finanzamt nicht anerkannt.
Krankheitskosten, Hilfs- und Heilmittel
Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Krankheitskosten geltend machen wollen. Hierunter fallen u.a.:
Kosten für ärztliche Behandlungen
Zuzahlungen, Rezept- und Attestgebühren
Kosten für Klinikaufenthalte
Kosten für krankheitsbedingte Pflege bzw. Heimunterbringung
Kosten für einen krankheitsbedingten Umzug
durch Krankheit entstandene Fahrkosten
Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Kosten für Schwangerschaft und Entbindung geltend machen wollen. Hierzu zählen u.a.:
Kosten für die Leistungen der Hebamme
Kosten für medizinische Behandlungen u. Arzneimittel
Kosten für Klinikaufenthalt/ Geburtshaus
Kosten für verordnete Säuglingspflege
Kosten für verordnete Spezialnahrung für das Kind
Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Kurkosten geltend machen wollen. Hierzu zählen u.a.:
Fahrtkosten zum Kurort und zurück
Gebühren für amtsärztliches Attest / Bescheinigung
Zuzahlungen für den Klinikaufenthalt
Kosten für Kurtaxe
Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Schäden an Wohnung und Hausrat geltend machen wollen. Hierzu zählen insbesondere:
Wiederbeschaffungskosten für Möbel, Hausrat und Kleidung
Reparaturkosten für Haus/Wohnung, Fenster und Fassaden
Entsorgungskosten nach Sturmschäden o. ä.
Sanierungskosten wegen Gesundheitsgefährdung
Kosten für die Entsorgung wegen Gesundheitsgefährdung
Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Bestattungskosten geltend machen wollen. Hierunter fallen insbesondere:
Rechnungen des Beerdigungsinstituts
Kosten für Sarg, Urne, Einäscherung und Seebestattung
Gebühren für Sterbeurkunde, Totenschein
Kosten für Todesanzeigen
Kosten für Pfarrer, Küster, Organist, Trauerredner, Sargträger
Kosten für Grabstein, Grabmal und Inschrift
Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie sonstige außergewöhnliche Belastungen geltend machen wollen. Hierunter fallen beispielsweise:
Aufwendungen für eine Heimdialyse
Hausnotrufanlage inkl. Reparaturen / laufenden Kosten
Blindenlangstock/ Mobilitätstraining
Blindenhund sowie Futter- und Trainingskosten
Behinderungsbedingte Privatfahrten (bei Merkzeichen "aG", "H", "Bl")
Umrüstungskosten für ein behindertengerechtes Auto (bei Merkzeichen "aG")
Anlage Unterhalt (Unterhalt für bedürftige Personen)
Setzen Sie hier ein Häkchen, wenn Sie Angaben zu einem Haushalt und zu den darin lebenden unterstützten Personen machen wollen.
Geben Sie die geleisteten Unterhaltszahlungen pro Haushalt an.
Machen Sie dann Angaben zu allen Personen, die Sie unterstützen und die im Jahr 2016 in diesem Haushalt gelebt haben - auch wenn diese gegenüber Ihnen nicht unterhaltsberechtigt sind.