Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%2063/83
Timestamp: 2017-11-23 01:51:55
Document Index: 89488724

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 242', 'BGH', 'BGH', '§ 307', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Eröffnung eines Zwischenfinanzierungskontos durch den Besteller eines Fertighauses auf Veranlassung des Unternehmers bei dessen Hausbank - Auftrag zur Überweisung der vereinbarten Werklohnraten - Vereinbarung der Unwiderruflichkeit eines Überweisungsauftrags in einem Kontoeröffnungsvertrag - Voraussetzungen und Folgen der wirtschaftlichen Einheit von Werk- und Darlehensvertrag bei einem finanzierten Werkvertrag - Geltungserhaltende Reduktion von AGB-Klauseln auf einen zulässigen Kern
AGBG §§ 7,9, 11 Nr. 2 und 3; BGB §§ 242, 607
Zur Unwirksamkeit eines unwiderruflichen Überweisungsauftrags bei einem Zwischenfinanzierungskonto
Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass ein Verwender Allgemeiner Geschäftsbedingungen durch die Verwendung unwirksamer Klauseln seine vorvertragliche Pflicht zur Rücksichtnahme gegenüber seinem Vertragspartner verletzen und sich bei Verschulden diesem gegenüber schadensersatzpflichtig machen kann, wenn der Vertragspartner in Unkenntnis der Unwirksamkeit der Klausel Aufwendungen tätigt (vgl. Senat, BGHZ 99, 101, 107 ; BGH…, Urteil vom 8. Oktober 1987 - VII ZR 358/86, WM 1988, 56, unter 3 a; Urteil vom 28. Mai 1984 - III ZR 63/83, WM 1984, 986, unter II 5 a bb;… ferner etwa Erman/Roloff, BGB, 12. Aufl., Vor § 307 bis 309, Rdnr. 19 m.w.N.).
Kündigungsverbot von fünf Jahren in Mietvertrag ist unwirksam // BGH weist Klage …
Die Aufrechterhaltung eines zulässigen Teils - ein Kündigungsverzicht von höchstens vier Jahren - ließe sich nur durch eine sprachliche und inhaltliche Umgestaltung der Klausel erreichen, die durch das Verbot der geltungserhaltenden Reduktion von Formularklauseln gerade vermieden werden soll (vgl. BGH, Urteil vom 28. Mai 1984 - III ZR 63/83, NJW 1984, 2816 unter II 3).
Der Ausnahmefall einer inhaltlich und ihrer sprachlichen Fassung nach teilbaren Klausel (dazu Senatsurteile vom 7. Oktober 1981 - VIII ZR 214/80 = WM 1981, 1354, 1357 und vom 29. Februar 1984 - VIII ZR 350/82 = WM 1984, 663, 665; BGH, Urteil vom 28. Mai 1984 - III ZR 63/83 = WM 1984, 986, 987) liegt nicht vor.
Ein weitergehendes Unterlassungsgebot erfordern weder der Sinn des Verbandsprozesses noch die Interessen des Vertragspartners des Klauselverwenders (BGH,. Urteil vom 28. Mai 1984 - III ZR 63/83 = WM 1984, 986, 987).
Das sog. Verbot geltungserhaltender Reduktion einer beanstandeten Klausel gilt nämlich dann nicht, wenn die Regelung mehrere voneinander trennbare Teile enthält (vgl. BGH, Urteile vom 28. Mai 1984 - III ZR 63/83 = NJW 1984, 2816 unter II 3, vom 31. Oktober 1984 - VIII ZR 226/83 = WM 1985, 24 ff. unter XV 2 b und vom 6. April 1989 -.