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Timestamp: 2016-10-25 04:58:03
Document Index: 344601452

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 84', 'Art. 86', 'Art. 87', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 84', 'BGE', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 17', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 8', 'Art. 15', 'Art. 84', 'Art. 18', 'Art. 156', 'Art. 153']

2P.282/2002 (11.06.2003)
2P.282/2002 /sch
Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Lukas F�ssler, Artherstrasse 23a, Postfach 1456, 6301 Zug,
Kreis Oberengadin, 7503 Samedan, vertreten durch Rechtsanwalt Fabrizio Riccardo Visinoni, c/o Advokaturb�ro L�thi & Lazzarini, Via Retica 26,
2. Kammer, Obere Plessurstrasse 1, 7000 Chur.
Art. 9 und 29 BV (Submission),
Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden, 2. Kammer, vom 4. Oktober 2002.
Ende Mai 2002 schrieb der Kreis Oberengadin (bzw. das Spital Oberengadin in Samedan) die Lieferung von "Patienten-Medienger�ten und Telefonen" im offenen Verfahren gem�ss den Bestimmungen des kantonalen Submissionsgesetzes vom 7. Juni 1998 zur freien Konkurrenz aus. Die Offertunterlagen, welche beim Spital angefordert werden konnten, unterschieden die Positionen "Patienten-Endger�te (PEG 1.1 - 1.15)", "Zahlterminal (ZT 1-6 )", "Arbeit (ARB1 - ARB6)", "Material (MAT1 und MAT2)" und "Wartung (WA1-WA8)". Die Position "ARB 2" unter dem Titel "Arbeit Installation Medienger�te" enthielt folgende Leistungsbeschreibung:
"Montage der Fernseher in den Krankenzimmern, Aufschalten
der Fernseher, Montage und Aufschalten der Telefon- oder
Mediensteuerger�t-Steckdose. Die vorhandenen Nachttische
m�ssen mit zwei Nachttischhalterungen f�r das Terminal
erg�nzt werden (...)."
F�r die Position "MAT1 (Titel: "Installationsmaterial Nachttischarme") wurde die geforderte Leistung wie folgt umschrieben:
"allgem. Montagematerial f�r die Nachttischarme, z.B. Kabel-
kan�le, Netzger�te, ev. Steckdosen usw."
Die den Unternehmen abgegebenen Submissionsunterlagen enthielten zudem den folgenden Passus:
"Der Bauherr beh�lt sich �nderungen an der Offertenanfrage vor:
- Ver�ndern von St�ckzahlen oder Mengen
- Anlageteile oder ganze Teilsysteme zu streichen
- Bestellung/Realisierung in Stufen."
In der Folge reichten drei Anbieter fristgerecht ihre Offerten ein. Die Offert�ffnung fand am 9. Juli 2002 statt. Dabei erwies sich das Angebot der X.________ AG, mit Fr. 427'608.-- als das g�nstigste.
Mit Schreiben vom 11. Juli 2002 teilte das Spital Oberengadin - unter Hinweis auf den Passus "Der Bauherr beh�lt sich �nderungen an der Offertanfrage vor" - allen Anbietern mit, dass die Positionen "ARB2" und "MAT1" bereits bauseits ausgef�hrt worden seien bzw. noch ausgef�hrt w�rden. Dies werde bei der Pr�fung und Bereinigung der Angebote ber�cksichtigt. Im zugestellten Offert�ffnungsprotokoll seien die erw�hnten Positionen aber noch enthalten.
Am 24. Juli 2002 vergab der Kreis Oberengadin den Auftrag an die A.________ AG. Zur Begr�ndung f�hrte er aus, bei der ber�cksichtigten Offerte handle es sich - nach Streichung der beiden fraglichen Positionen - mit Fr. 380'265.90 um das g�nstigste Angebot.
Gegen diesen Vergabeentscheid erhob die X.________ AG Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden. Sie lag nach der Streichung der beiden Offertpositionen "ARB2" und "MAT1" mit dem von ihr angebotenen Preis von Fr. 382'360.80 bloss noch im zweiten Rang (Differenz 0,55%), was ihr, wie sie vor dem Verwaltungsgericht vortrug, "nicht transparent und nicht nachvollziehbar" erschien.
Im Laufe des kantonalen Beschwerdeverfahrens liess sich die X.________ AG anwaltlich verbeist�nden und beantragte mit Replik vom 23. August 2002 u.a., den Vergabeentscheid aufzuheben und die Sache an den Kreis Oberengadin zur�ckzuweisen mit der Anweisung, den Auftrag an die X.________ AG zu vergeben oder eventualiter die Ausschreibung erneut durchzuf�hren. Des weiteren stellte sie neue Beweisantr�ge (Beizug der Bewertungsraster "mit den sie und das ber�cksichtige Angebot betreffenden detaillierten Punktebewertungen", Beizug der "Submissionsunterlagen in der Angelegenheit der vorzeitigen Vergabe von Installationsarbeiten an die Firma B.________ AG") und verlangte diesbez�glich "vollumf�ngliche Akteneinsicht".
In einem dritten Schriftenwechsel hielt die X.________ AG an ihren Antr�gen fest.
Mit Urteil vom 4. Oktober 2002 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden die Beschwerde ab. Auf weitere Beweiserhebungen, wie sie von der X.________ AG beantragt worden waren, hatte es verzichtet.
Mit Eingabe vom 25. November 2002 f�hrt die X.________ AG staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht mit den Antr�gen, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 4. Oktober 2002 aufzuheben und festzustellen, dass dieses Urteil sowie die Zuschlagsverf�gung des Kreises Oberengadin vom 24. Juli 2002 Bundesrecht verletzten und somit widerrechtlich seien.
Der Kreis Oberengadin beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden stellt denselben Antrag. Die A.________ AG hat sich nicht vernehmen lassen.
1.1 Angefochten ist ein letztinstanzlicher kantonaler Endentscheid, der sich auf kantonales Recht st�tzt und gegen den als eidgen�ssisches Rechtsmittel einzig die staatsrechtliche Beschwerde zul�ssig ist (Art. 84 Abs. 2, Art. 86 und Art. 87 OG).
1.2 Nach der neueren Rechtsprechung ist der in einem Submissionsverfahren �bergangene Bewerber gem�ss Art. 88 OG zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert. Er kann den Vergabeentscheid nicht bloss - wie bisher - in formeller, sondern auch in materieller Hinsicht anfechten (BGE 125 II 86 E. 4 S. 95 f.; 125 I 406 E. 1 S. 408).
Die Beschwerdef�hrerin war am vorliegenden Submissionsverfahren beteiligt, weshalb sie nach dem Gesagten befugt ist, den ergangenen Vergebungsentscheid bzw. das diesen sch�tzende Urteil des Verwaltungsgerichts mit staatsrechtlicher Beschwerde anzufechten. Dieses Rechtsmittel steht auch dann offen, wenn mit dem ausgew�hlten Bewerber - wie es vorliegend offenbar geschehen ist (vgl. Stellungnahme des Kreises Oberengadin vom 4. Februar 2003, S. 4 unten) - bereits ein Vertrag abgeschlossen und die vergebenen Arbeiten ausgef�hrt worden sind. Zwar wird die G�ltigkeit dieses Vertrages durch die Gutheissung der Beschwerde eines Konkurrenten nicht ber�hrt, doch beh�lt der �bergangene Bewerber insofern ein aktuelles und praktisches Interesse am Verfahren, als das Bundesgericht auf Grund der speziellen Regelung von Art. 9 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 �ber den Binnenmarkt (Binnenmarktgesetz, BGBM; SR 943.02) in diesem Falle wenigstens die Bundesrechtswidrigkeit des angefochtenen Entscheides festzustellen hat, um dem Betroffenen die allf�llige Geltendmachung von Schadenersatz zu erm�glichen (BGE 125 II 86 E. 5b S. 97 f.). Die von der Beschwerdef�hrerin vorliegend gestellten Antr�ge sind daher zul�ssig (vgl. auch Urteil 2P.139/2002 vom 18. M�rz 2003, E. 1.1., am Ende).
1.3 Wie die Beschwerdef�hrerin selber anerkennt (S. 6 der Beschwerdeschrift), erreicht die Auftragssumme den Schwellenwert f�r die Anwendbarkeit der Interkantonalen Vereinbarung f�r das �ffentliche Beschaffungswesen (IV�B, SR 172.056.4) nicht (vgl. Art. 7 IV�B). Ebensowenig ist das GATT/WTO-Abkommen vom 15. April 1994 �ber das �ffentliche Beschaffungswesen (SR 0.632.231.422) anwendbar, das f�r Beschaffungen auf Gemeindeebene keine Geltung hat (Peter Galli/Daniel Lehmann/Peter Rechsteiner, Das �ffentliche Beschaffungswesen in der Schweiz, Z�rich 1996, S. 3 Rz. 6, S. 27 Rz. 81). Massgebend sind daher einzig die Vorschriften des kantonalen Submissionsgesetzes sowie der kantonalen Submissionsverordnung, deren Anwendung das Bundesgericht nur unter dem Gesichtswinkel der Willk�r und des Gleichbehandlungsgebotes pr�ft. Soweit sich die Beschwerdef�hrerin dar�ber hinaus auf das Transparenzgebot als allgemeinen Grundsatz des Submissionsrechtes bzw. der Interkantonalen Vereinbarung und des GATT/WTO-Abkommens beruft, kann dieses Prinzip, da die erw�hnten konkordatsrechtlichen und staatsvertraglichen Normen hier nicht anwendbar sind und sich die staatsrechtliche Beschwerde auch nach Meinung der Beschwerdef�hrerin bloss auf Art. 84 Abs. 1 lit. a OG st�tzen kann (vgl. S. 2 unten der Beschwerdeschrift), nur im Rahmen der Willk�rkognition ber�cksichtigt werden.
Willk�r liegt nach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid nur auf, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Willk�r liegt sodann nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 127 I 60 E. 5a S. 70; 125 II 129 E. 5b S. 134; 123 I 1 E. 4a S. 5).
3.1 Die Beschwerdef�hrerin stellt vorab in Frage, dass �berhaupt ein zul�ssiger Grund bestanden habe, nachtr�glich zwei Positionen des Auftrags zu streichen. Das Verwaltungsgericht habe in willk�rlicher Weise einzig auf unbewiesene Behauptungen des Kreises Oberengadin abgestellt, ohne die diesbez�glich von der Beschwerdef�hrerin beantragten Beweise abzunehmen.
3.2 Der Richter kann das Beweisverfahren schliessen, wenn er auf Grund bereits abgenommener Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, dass diese seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 122 II 464 E. 4a S. 469; 119 Ib 492 E. 5b/bb S. 505; 115 Ia 97 E. 5b S. 100 f., mit Hinweisen).
Das Verwaltungsgericht erachtete die Darstellung der Submissionsbeh�rde, wonach die betreffenden Arbeiten "bauseitig ausgef�hrt wurden und werden" und diese Positionen in den Unterlagen der vorliegenden Vergebung irrt�mlich nicht gestrichen worden seien, auf Grund der Erkl�rungen des Kreises Oberengadin (vgl. dazu S. 3 des angefochtenen Urteils) als glaubhaft und erhob hierzu keine weiteren Beweise, wie sie von der Beschwerdef�hrerin beantragt worden waren. Es erblickte in der nachtr�glichen Korrektur aber einen Fehler seitens der Vergabebeh�rde, der bei sorgf�ltigerer Pr�fung h�tte vermieden werden k�nnen. Diese Beurteilung erscheint vertretbar. Der Verzicht auf weitere Beweiserhebungen �ber die Gr�nde der Streichung der beiden Positionen beruhte auf einer zumindest nicht willk�rlichen antizipierten Beweisw�rdigung, zumal das Hauptgewicht der Einwendungen der Beschwerdef�hrerin auf der Geltendmachung lizenzrechtlicher Hindernisse lag, die das Verwaltungsgericht nicht als stichhaltig erachtete und die im Verfahren vor Bundesgericht auch nicht mehr aufrecht erhalten werden.
4.1 Die Auffassung des Verwaltungsgerichts, die nachtr�gliche Streichung der Positionen "ARB2" und "MAT1" komme im Ergebnis einem teilweisen Abbruch des Vergabeverfahrens gleich, der nach den Vorschriften von Art. 17 des Submissionsgesetzes zu beurteilen sei, erscheint ebenfalls vertretbar. Es kann sich einzig darum handeln, welche Rechtsfolge mit dieser nachtr�glichen Korrektur des Auftragsumfanges zu verbinden war. Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts w�re die Wiederholung der Vergebung, sei es im offenen oder selektiven Verfahren, auf eine unstatthafte Verhandlungsrunde hinausgelaufen (Verbot von Verhandlungen, Art. 14 des Submissionsgesetzes); es w�re den bisherigen Teilnehmern erm�glicht worden, in Kenntnis der Angebote der ersten Runde nochmals eine Offerte einzureichen. Dieser Nachteil w�re nach Auffassung des Gerichts nur dann in Kauf zu nehmen, wenn der ernsthafte Verdacht best�nde, dass die Offerten im ersten Verfahren in unzul�ssiger Weise manipuliert worden seien (was vorliegend nicht zutreffe).
Demgegen�ber erachtet die Beschwerdef�hrerin die blosse Streichung von zwei Offertpositionen als widerrechtlich und willk�rlich. Sie macht geltend, wenn sie vor der Offerteinreichung von dieser ver�nderten Situation gewusst h�tte, w�re ihre Kalkulation anders ausgefallen, indem sie ihre Rabatte - im Sinne einer internen Kalkulationsfreiheit - st�rker auf andere Positionen verlegt h�tte. Das vom Verwaltungsgericht gesch�tzte Vorgehen verstosse in krasser Weise gegen die submissionsrechtlichen Grunds�tze der Transparenz und der Gleichbehandlung. Das "Verbot von Verhandlungen" gem�ss Art. 14 SubG betreffe nur Verhandlungen zwischen Auftraggeber und Anbietern �ber Preisnachl�sse w�hrend eines Ausschreibungsverfahrens; bei einem Abbruch bleibe eine vollst�ndige Neuausschreibung oder ein Verzicht auf eine Ausschreibung m�glich.
4.2 Gem�ss Art. 17 Abs. 3 des Submissionsgesetzes kann eine Ausschreibung u.a. bei einer "wesentlichen �nderung" des Projektes oder des Auftrages wiederholt werden. Dass sich unter diesem Gesichtswinkel vorliegend eine Neuausschreibung zwingend aufgedr�ngt h�tte, wird in der staatsrechtlichen Beschwerde nicht dargetan; es wird insbesondere nicht geltend gemacht und schl�ssig belegt (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG, vgl. dazu statt vieler BGE 125 I 492 E. 1b S. 495), dass und wieso der Wegfall der beiden fraglichen Positionen den Charakter des Auftrages insgesamt oder dessen Kalkulationsgrundlagen wesentlich beeinflusst haben soll. Die Beschwerdef�hrerin vermag sich f�r ihren Standpunkt aber auch auf keine anderen Bestimmungen des Submissionsgesetzes oder der Submissionsverordnung zu berufen, gegen die das streitige Vorgehen offensichtlich verstiesse. Die Auffassung des Verwaltungsgerichts, wonach eine Wiederholung der Ausschreibung oder die Erm�glichung einer nachtr�glichen Korrektur der (bereits ge�ffneten) bisherigen Offerten durch die beiden Bewerber im Ergebnis einer verp�nten Abgebotsrunde gleichgekommen w�re, ist nicht unhaltbar (vgl. E. 4.1). Die blosse Streichung der beiden Positionen aus den vorhandenen Offerten war unter den gegebenen Umst�nden eine vertretbare L�sung. Wieweit noch andere Wege offen gestanden h�tten, braucht nicht untersucht zu werden. Jedenfalls kann nicht von einer stossenden Ungleichbehandlung der beiden Bewerber oder von einer willk�rlichen Streichung von nach Gutd�nken ausgew�hlten Offertpositionen gesprochen werden, wie dies die Beschwerdef�hrerin behauptet. Wenn diese mit einer blossen Streichung des betroffenen Offertteils nicht einverstanden war, sondern den Wegfall der beiden Positionen zum Anlass nehmen wollte, ihre gesamte Kalkulation neu zu gestalten, h�tte sie auf das Schreiben des Spitals Oberengadin vom 11. Juli 2002 umgehend reagieren m�ssen. Sie sah sich aber erst nach dem auf Grundlage der korrigierten Offerten ergangenen - f�r sie nunmehr ung�nstigen - Vergebungsentscheid vom 24. Juli 2002 veranlasst, das angek�ndigte Vorgehen anzufechten. Von einem Verstoss gegen das Willk�rverbot oder das Gleichbehandlungsgebot kann unter diesen Umst�nden nicht gesprochen werden. Inwieweit das Transparenzgebot ber�hrt sein soll, ist nicht ersichtlich; dass die Bereinigung der Offerten in einer nicht voraussehbaren Weise vorgenommen worden sein soll, wird nicht behauptet.
Schliesslich beanstandet die Beschwerdef�hrerin, dass im Submissionsverfahren keine Zuschlagskriterien bekannt gegeben worden seien. Damit h�tten auch die Angebote nicht korrekt bewertet werden k�nnen, was gegen das Willk�rverbot verstosse.
5.1 Nach Art. 15 Abs. 1 des Submissionsgesetzes erh�lt das "wirtschaftlich g�nstigste Angebot" den Zuschlag. Art. 15 Abs. 2 verlangt, dass die Kriterien zur Ermittlung des wirtschaftlich g�nstigsten Angebotes "auftragsbezogen" festzulegen seien, wobei "insbesondere Qualit�t, Preis, Erfahrung, Termine, Betriebs- und Unterhaltskosten, Zweckm�ssigkeit der Leistung, technischer Wert, Kundendienst, �sthetik, Kreativit�t, �kologie und Infrastruktur" gelten k�nnten. Nach Art. 15 Abs. 3 des Gesetzes kann der Zuschlag f�r weitgehend standardisierte G�ter auch ausschliesslich nach dem Kriterium des niedrigsten Preises erfolgen. Gem�ss Art. 8 Abs. 2 lit. k der Submissionsverordnung haben die Vergabeunterlagen u.a. die "Zuschlagskriterien" zu enthalten.
5.2 Das Verwaltungsgericht stellte fest, dass in der vorliegenden Ausschreibung keine auftragsbezogenen Zuschlagskriterien aufgef�hrt gewesen seien. Bei einfacheren Auftr�gen k�nne nach seiner Rechtsprechung die Vergebung mangels spezieller Kriterien auch direkt gest�tzt auf die in Art. 15 Abs. 2 des Submissionsgesetzes erw�hnten Hauptkriterien - Qualit�t und Preis - erfolgen, welche im Erfordernis des "wirtschaftlich g�nstigten Angebotes" enthalten seien. Vorliegend handle es sich nicht um einen derart komplexen Auftrag, dass eine Wiederholung des Vergabeverfahrens unter dem erw�hnten Gesichtspunkt zwingend angeordnet werden m�sste, auch wenn dem Kreis Oberengadin empfohlen werde, die Zuschlagskriterien stets in die Vergabeunterlagen aufzunehmen. Die Wiederholung des Vergabeverfahrens dr�nge sich deshalb nicht auf, weil der Auftrag vorliegend dem Unternehmen mit dem besten Preis/Leistungsverh�ltnis zugeschlagen worden sei. Es sei nicht ersichtlich, weshalb die bevorzugte Firma nicht in der Lage sein solle, die geforderten Leistungen gem�ss Pflichtenheft zu erf�llen (vgl. S. 11 f. des angefochtenen Urteils).
Die Beschwerdef�hrerin h�lt dem entgegen, dass nach dem Wortlaut der einschl�gigen Vorschriften die Zuschlagskriterien in jedem Fall explizit in den Vergabeunterlagen aufgez�hlt werden m�ssten. Zudem handle es sich vorliegend nicht um standardisierte G�ter, sondern um "hoch komplexe technische Kommunikationsapparate- und Installationen", welche ein gezieltes "Produktions-Knowhow, Produktionsqualit�tssicherung und Installationserfahrung der Anbieter" voraussetzten, was entsprechende Zuschlagskriterien unentbehrlich mache, dies um so mehr, als die Preisdifferenz der korrigierten Offerten bloss 0,55 % betrage.
5.3 Die Betrachtungsweise des Verwaltungsgerichts erweckt in der Tat Bedenken. W�re das im GATT/WTO-Abkommen bzw. in der Interkantonalen Vereinbarung statuierte Transparenzgebot anwendbar, dessen Einhaltung vom Bundesgericht im Rahmen einer Staatsvertrags- oder Konkordatsbeschwerde gem�ss Art. 84 Abs. 1 lit. b oder c OG grunds�tzlich frei zu pr�fen ist (vgl. etwa Urteil 2P.299/2000 vom 24. August 2001, E. 1c), k�nnte das beanstandete Vorgehen m�glicherweise nicht gesch�tzt werden. Vorliegend ist die Handhabung der kantonalen Vorschriften indessen ausschliesslich unter dem Gesichtswinkel des Willk�rverbotes zu beurteilen (E. 1.3), und bei dieser beschr�nkten Pr�fung erscheint der Standpunkt des Verwaltungsgerichts aufgrund der von ihm vorgebrachten Argumente gerade noch als haltbar. Ein kantonaler Entscheid ist, wie ausgef�hrt, aber erst willk�rlich, wenn er offensichtlich unrichtig ist (E. 2), was vorliegend nach dem Gesagten nicht zutrifft.
Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob die Beschwerdef�hrerin nach Treu und Glauben nicht verpflichtet gewesen w�re, die nach ihrer Auffassung mangelhafte Ausschreibung gesondert anzufechten, oder, falls dies nicht m�glich war (vgl. Art. 18 des kantonalen Submissionsgesetzes), ob sie wenigstens einen entsprechenden Vorbehalt oder Protest h�tte anbringen m�ssen (zumal es nicht angeht, sich auf ein angeblich mangelhaftes Submissionsverfahren einzulassen und nachtr�glich dessen G�ltigkeit zu bestreiten, Urteil 2P.222/1999 vom 2. M�rz 2000, E. 3a). Jedenfalls aber musste die Beschwerdef�hrerin auf Grund der b�ndnerischen Praxis (vgl. "Handbuch �ffentliches Beschaffungswesen im Kanton Graub�nden" vom 28. Mai 1999, Ziff. 8.1.7 bzw. 13.1.3) davon ausgehen, dass bei Fehlen von Zuschlagskriterien die Vergabe nach dem niedrigsten Preis erfolgt.
Die staatsrechtliche Beschwerde vermag deshalb auch in diesem Punkt nicht durchzudringen. Damit ist sie abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird die Beschwerdef�hrerin kostenpflichtig (Art. 156 in Verbindung mit Art. 153 und 153a OG). Der Kreis Oberengadin, der durch sein mangelhaftes Submissionsverfahren zur vorliegenden Streitigkeit Anlass gab, hat keinen Anspruch auf Parteikostenersatz, ebenso wenig die Beschwerdegegnerin, der im vorliegenden Verfahren kein Aufwand entstanden ist.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kreis Oberengadin und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt.