Source: https://www.kvw-muenster.de/ueberuns/finanzen/versorgungsfonds/faq
Timestamp: 2019-01-16 20:26:24
Document Index: 132747486

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 20', '§ 47', '§ 2', '§ 2', '§ 47']

FAQ Allgemein Menübutton
zur KAG
zur Depotbank
zur Information an die Mitglieder des kvw-Versorgungsfonds
zu Kosten für die Mitglieder
zu Zuführungen und Entnahmen aus dem kvw-Versorgungsfonds
zu Einflussmöglichkeiten / Rechten und Pflichten
Fragen zur KAG
Welche Kapitalanlagegesellschaft managt den kvw-Versorgungsfonds?
Fondsmanager sowie Kapitalanlagegesellschaft (KAG) ist die Meriten Investment Management GmbH, Düsseldorf (früher: WestLB Mellon Asset Management KAG mbH)
Welche Kosten entstehen bezüglich des Managements?
Die Verwaltungsvergütung des Mandats beträgt 10 Basispunkte pro Jahr bezogen auf das Fondsvermögen. Für den Teil des Fondsvermögens, der in Anteilen investiert ist, die direkt oder indirekt von Meriten selbst oder einer anderen Gesellschaft verwaltet werden, mit der Meriten durch eine wesentliche oder mittelbare Beteiligung verbunden ist, wird von der KAG keine Verwaltungsvergütung berechnet.
Wie konstant ist das Fondsmanagement?
Das jetzige Fondsmanagerteam ist seit Anfang 2009 für das Fondsmanagement zuständig. Durch die stark prozess- und teamorientierte Ausgestaltung des Fondsmanagements ist zu jeder Zeit Kontinuität im Bezug auf die Umsetzung der Anlageziele und Richtlinien sichergestellt.
Wie sehen die vertraglichen Regelungen zur Einhaltung der Anlagegrundsätze mit dem Fondsmanagement aus?
Die Anlagerichtlinien und Anlagegrenzen wurden von den kvw festgelegt und sind damit Bestandteil des Fondsvertrages. Eventuelle Anpassungen erfolgen durch Beschluss des Anlageausschusses oder durch schriftliche Mitteilung und Bestätigung.
Wie überwacht die kvw die Tätigkeit des Fondsmanagements?
Die kvw überwachen die Tätigkeit der KAG anhand der zugänglichen Informationen, wie dem monatlichen Reporting und dem jederzeit möglichen Onlinezugriff auf die Daten sowohl der KAG als auch der Depotbank. In turbulenten Marktphasen besteht ein ständiger Kontakt zum Assetmanagement.
Gibt es ein unabhängiges externes Controlling des Fondsmanagements (Beurteilung der taktischen Asset-Allokation, Risikomessung, Aufdeckung versteckter Kosten, In-sich-Geschäfte, etc.)?
Die kvw bauen zurzeit ein kassenweites Risikomanagement auf, das auch die Kapitalanlagen umfasst. Dabei werden die kvw von externen Consultants unterstützt. Bisher erfolgt die Performancemessung und die Risikobewertung durch die Deutsche Performancemessungsgesellschaft (DPG), Frankfurt.
Welche Aufgaben werden in welchem Umfang und in welcher Häufigkeit zum Zwecke des Controllings durch die kvw durchgeführt?
Die Überprüfung der gesetzlichen sowie der vertraglichen Anlagerestriktionen erfolgt auf täglicher Basis durch die Meriten KAG. Der Jahresabschluss des Fonds wird jährlich geprüft. Die kvw ist in dem gesetzlich vorgesehenen Anlageausschuss vertreten und stellt vertragsgemäß den Vorsitzenden. Der Anlageausschuss tagt in der Regel halbjährlich. Darüber hinaus erhält die kvw einen monatlichen Fondsreport, der wöchentlich aktualisiert wird.
Welcher Wirtschaftsprüfer prüft die Kapitalanlagegesellschaft und den Spezialfonds?
Die Kapitalanlagegesellschaft sowie die Spezialfonds der KAG werden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young GmbH geprüft.
Wer bestellt den Wirtschaftsprüfer?
Der Wirtschaftsprüfer wird von der Geschäftsführung der KAG aufgrund eines Gesellschafterbeschlusses bestellt.
Wem berichtet der Wirtschaftsprüfer?
Über die Prüfung der KAG berichtet der Wirtschaftsprüfer an den Aufsichtsrat der Gesellschaft; über die Prüfung der Sondervermögen berichtet der Wirtschaftsprüfer an die KAG, die diesen Bericht an die kvw weiterleitet. Der von der KAG beauftragte Wirtschaftsprüfer berichtet nicht im kvw-Verwaltungsrat. Dieser wird jährlich in geeigneter Form durch die Geschäftsführung unterrichtet.
Fragen zur Depotbank
Depotbank ist die BNP Paribas.
Wie ist der Spezialfonds konkret organisiert?
Der kvw-Versorgungsfonds ist ein gemischtes Sondervermögen gemäß Investmentgesetz (InvG). Es handelt sich um ein thesaurierendes (nicht ausschüttendes) Sondervermögen
Welches Anlageuniversum steht zur Verfügung?
Als Assetklassen werden in Euro denominierte Staatsanleihen und Pfandbriefe, Corporates Investment Grade, Europäische sowie Emerging Market Aktien und Hochzinsanleihen europäischer Unternehmen verwendet. Dabei werden die quantitativen Beschränkungen der Anlageverordnung gemäß Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) berücksichtigt.
Das Basisinvestment in Unternehmensanleihen (Corporates Investment Grade (IG)) folgt z.Z. grundsätzlich einem nonfinancial – Profil, wobei die effektive Corporates IG Quote auch durch Investitionen in entsprechende Fonds gesteuert wird, die auch Finanzwerte enthalten.
Der kvw-Versorgungsfonds hält zu mehr als 50 % Anleihen öffentlicher Emittenten der Eurozone. Das Risiko des Fonds wird mit einer Absicherungsstrategie für Aktien und Bundesanleihen aktiv gesteuert.
Wie sind die Anlagegrundsätze für den Fonds (über die ohnehin geltenden gesetzlichen Regelungen der AnlV hinaus) konkret ausgestaltet, insbesondere hinsichtlich Assetklassen, Regionen, Währungen, Beimischung von Derivaten, Sicherungsstrategien, etc.?
Der kvw-Versorgungsfonds investiert in die Assetklassen Renten, Aktien und Immobilien, wobei der Schwerpunkt auf Anlagen im EURO-Raum liegt. Investitionen in Fremdwährung werden in Absprache zwischen Fondsmanagement und Anlageausschuss nur sehr vorsichtig vorgenommen. Derivate werden überwiegend zu Absicherungszwecken, in Einzelfällen auch zur Steuerung der Investitionsquoten, eingesetzt.
Die strategische Asset-Allokation sieht einen Rentenanteil von ca. 75 % des Fondsvermögens vor, bestehend aus EURO Staatsanleihen, Unternehmensanleihen Investmentgrade sowie EURO High Yield Unternehmensanleihen. Aktien haben einen Benchmarkanteil von 12 %, aufgeteilt zu 2/3 auf EURO Aktien und zu 1/3 auf Emerging Markets. Der Rest ist aufgeteilt auf Anlagen in einen Immobilienfonds sowie auf Absolute Return Konzepte.
Diese strategische Aufteilung wird anhand einer externen Asset-Liability-Studie (ALM-Studie) erstellt und hat das Ziel, die langfristig angestrebte Verzinsung von 5 % zu ermöglichen. Damit soll die nach NKF erforderliche Verzinsung für die zu passivierenden Pensionsrückstellungen erreicht werden.
Wie wird die Einhaltung der Anlagegrundsätze durch die kvw überwacht?
Die kvw erhalten monatlich ein schriftliches Reporting über die Zusammensetzung des Fondsvermögens, die Wertentwicklung sowie sämtlicher getätigter Transaktionen im Berichtszeitraum. Darüber hinaus haben die kvw einen Online-Zugriff auf die aktuellen Bestände und Transaktionen, sowohl bei der KAG als auch bei der Depotbank.
Welche Regelungen gibt es für den Fall einer Verletzung der Anlagegrundsätze?
Passive Anlagegrenzverletzungen durch Marktentwicklungen werden in Abstimmung zwischen Fondsmanagement und kvw in angemessenem Zeitraum zurückgeführt, aktive Grenzverletzungen müssen unverzüglich beseitigt werden. Sollte hierdurch ein Schaden für den Fonds entstanden sein, ist die Fondsgesellschaft zum Schadenersatz verpflichtet. Dies wird vom internen Fondscontrolling der KAG sowie der Depotbank überwacht.
Wie ist der Investmentprozess zu kennzeichnen?
Den Ausgangspunkt des Fonds bildet ein langfristig ausgerichtetes, breit diversifiziertes Portfolio. Dieses strategische Portfolio basiert im Wesentlichen auf den Ergebnissen der bereits in 2006 speziell für den Fonds durchgeführten Asset Liability Studie sowie auf den Ertrags- und Risikovorgaben der kvw und deren Restriktionen bezüglich der gewählten Assetklassen. Hierbei wurde eine Struktur aufgebaut, die gemäß den Annahmen der modernen Kapitalmarkttheorie einem langfristig effizienten Portfolio entspricht. Diese Annahmen basieren auf Ertragsprognosen für die einzelnen Assetklassen. Risikokennzahlen wie Volatilität und Korrelation werden auf Basis einer langfristigen Historie geschätzt.
Ausgehend von dem strategischen Portfolio wird für einzelne Assetklassen eine taktische Asset Allokation innerhalb vorgegebener Bandbreiten durchgeführt. Dem Management des Multi-Asset-Fonds liegen dabei grundsätzlich quantitative Modelle sowie makroökonomische Analysen zugrunde.
Der Investmentprozess geschieht im Rahmen einer ständigen Abstimmung zwischen den kvw und der KAG. Die Bandbreiten, in denen sich die Manager mit den Assets im Rahmen der taktischen Allokation bewegen dürfen, werden zum einen durch die im Vertrag umgesetzten gesetzlichen Regelungen beschränkt und zum anderen durch die kvw selbst. Hier werden regelmäßig die Berichte volkswirtschaftlicher Abteilungen verschiedener Banken, sowie die Entwicklung anderer Mandate ausgewertet und zur Bildung einer taktischen Allokation mit der KAG abgestimmt und umgesetzt.
Wie stellen sich aktuell die zentralen Risikokennzahlen des Fonds dar?
Performance 30.12.2014 - 30.09.2015:
Kumulierte Performance 0,62 %
misst die Wertentwicklung eines Investments oder eines Portfolios.
Volatilität Fonds 3,94%
beschreibt, wie stark der Fonds auf Marktschwankungen reagiert; Maß für die Schwankung von Finanzmarktparametern.
Sharpe-Ratio 0,51 %
beschreibt die Rendite einer Geldanlage, soweit sie den risikofreien Zinssatz übersteigt, in Abhängigkeit vom Risiko (Volatilität) - Überrendite.
Tracking Error 1,07 %
Maß für die Abweichung der Wertentwicklung eines Investmentfonds von seiner Benchmark.
Wie sieht die zugrunde liegende Benchmark für den kvw-Versorgungsfonds aus?
Die Benchmark setzt sich aus Indizes zusammen, die die strategische Soll-Allokation des Fonds widerspiegeln. Mit der Soll-Allokation wiederum soll das Ziel einer 5%igen Performance entsprechend dem Zins nach NKF erreicht werden.
Wie hoch liegt der durchschnittliche Portfolio-Turnover pro Jahr?
Der durchschnittliche Portfolio-Turnover pro Jahr liegt bei ca. 100 %.
Vergleichen Sie den Fonds mit einem ähnlichen Produkt der Peergroup
Bei dem kvw-Versorgungsfonds handelt es sich um ein Multi Asset – Produkt, das speziell auf das Risiko-/Renditeprofil und die Anlagerichtlinien der kvw abgestimmt ist. Daher ist ein Peergroupvergleich mit ähnlichen Produkten nur schwer möglich.
Fragen zur Kontrolle
Welche formellen Kompetenzen hat der Anlageausschuss?
Der Anlageausschuss berät das Fondsmanagement und entscheidet über die strategische Anlagepolitik.
Wie oft tagt der Anlageausschuss und wie sehr nimmt er Einfluss auf die Anlageentscheidungen?
Der Anlageausschuss tagt halbjährlich, wenn nötig auch öfter. Er berät das Fondsmanagement und bestimmt die strategische Anlagepolitik, auf deren Grundlage die weiteren Anlageentscheidungen des Fondsmanagements getroffen werden.
Wer ist im Anlageausschuss vertreten? Wer vertritt die kvw?
Im Anlageausschuss (AAS) vertritt die kvw die Interessen der anlegenden Kommunen treuhänderisch (vgl. § 2 Abs. 5 Satz VKZVKG) Das Fondsmanagement hat nur berichtende und beratende Funktion.
Welche Kontrollen übt die BaFin hinsichtlich des Spezialfonds aus?
Die BaFin übt die Kontrollfunktion gegenüber der KAG aus. Eine direkte Kontrolle jedes einzelnen Spezialfonds erfolgt nicht. Dies wird durch die laufende Kontrollfunktion der Depotbank sichergestellt, die wiederum der Kontrolle der BaFin unterliegt.
Inwieweit kontrollieren sich kvw und Depotbank untereinander?
Die Depotbank kontrolliert gemäß InvG, dass alle gesetzlichen und vertraglichen Vereinbarungen eingehalten werden (vgl. § 20 ff InvG). Die Depotbank wiederum unterliegt der jährlichen Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer, dessen Bericht der BaFin einzureichen ist (siehe oben).
Wie ist das dienstleistungsbezogene interne Kontrollsystem bei den kvw aufgebaut?
Das Risikomanagement orientiert sich an den Empfehlungen, die die „Arbeitsgemeinschaft kommunale und kirchliche Altersversorgung (AKA e. V.)“ erarbeitet hat.
Fragen zur Information an die Mitglieder des kvw-Versorgungsfonds
Wie erfolgt die Berichterstattung über den Spezialfonds gegenüber den Mitgliedern?
Die Kapitalanlagegesellschaft erstellt einen Jahresbericht, in dem dezidiert auf die Entwicklung der einzelnen Kapitalmarktsegmente eingegangen wird. Sie zeigt auf, wie sich der Fonds in diesem Umfeld entwickelt hat. Seit 2012 werden die Mitglieder zusätzlich durch einen Quartalsbericht informiert. Ebenfalls erhalten die Mitglieder nach jeder Einzahlung in den Versorgungsfonds sowie turnusmäßig nach jedem Jahresultimo eine Beitrags- und Vermögensaufstellung, aus der sie die Zu- und Abflüsse sowie den aktuellen Vermögensbestand entnehmen können.
Sonderberichterstattung bei negativer Wertentwicklung oder Entstehung besonderer Risiken?
Eine Sonderberichterstattung wird aufgrund der Langfristigkeit der Vermögensanlage auch nicht für zwingend und hilfreich angesehen. Bei einer anlassbezogenen Berichterstattung würde eine Vielzahl von Handlungsempfehlungen die kvw erreichen, die ein geordnetes Anlagemanagement unmöglich machen würde.
Wie erfolgt der Nachweis über die beim Mitglied zu bilanzierenden Aktivwerte und Vermögenserträge und Kosten für das Fondsmanagement?
Das Mitglied erhält die Beitrags- und Vermögensaufstellung. Kosten werden in dem mitgeteilten Anteilscheinpreis nicht ausgewiesen. Sie sind im Anteilscheinpreis berücksichtigt.
In der Regel bis Ende Januar des Folgejahres.
Wie werden die mitgeteilten Wertansätze testiert?
Ein über die Erstellung der Beitrags- und Vermögensaufstellung hinausgehendes Testat erfolgt nicht.
Wie erfolgt die Bewertung der zu bilanzierenden Vermögenswerte und der Erträge und ggf. Verluste? NKF-konform?
Konkrete Informationen über die Bilanzierungspraktiken der Mitglieder liegen den kvw nicht vor. Die kvw können diesbezüglich auch keine Handlungsempfehlungen aussprechen.
Fragen zu Kosten für die Mitglieder
Wie hoch sind die Kosten (Fondsmanagement, Depot, Prüfung Wirtschaftsprüfer, Verwaltung durch die kvw)?
Die Verwaltungsvergütung beträgt 0,10% p.a. (siehe auch Fragen zur KAG).
Die Depotbankgebühr beträgt 0,02% p.a.; darüber hinaus fallen Depotgebühren für die im Fonds enthaltenen Wertpapiere an, die je nach Lagerstelle und Wertpapierart abgerechnet werden sowie übliche Transaktionskosten (siehe auch Fragen zur Depotbank).
Die Prüfungsgebühr für die WIRTSCHAFTSPRÜFER beträgt jährlich ca. € 5.000.
Die kvw stellen dem Fonds und damit den Mitgliedern für die Verwaltung keinerlei Kosten in Rechnung.
Wie werden die Gesamtkosten bei der Performancemessung einbezogen?
Die Kosten werden direkt dem Fondsvermögen belastet und sind somit bei der Performanceberechnung mit berücksichtigt.
Wie werden die Kosten letztlich auf die Mitglieder verteilt (Entnahme aus Fondsvermögen “versteckt" über Umlagen)?
Da die Kosten dem Fondsvermögen entnommen werden, werden sie proportional gemäß Anteil am Fondsvermögen auf die Mitglieder verteilt.
Fragen zu Zuführungen und Entnahmen aus dem kvw-Versorgungsfonds
Gibt es Vorgaben für die Dotierung / Zuführung durch die Anleger (Jährliche Mindesthöhe, Zeitpunkt der Zuführung, Anzahl der Zuführungen p.a.)?
Mit Einführung des NKF-Gesetzes ist die Verpflichtung der Kommunen zur Bildung einer Versorgungsrücklage entfallen. Somit sind die Mitglieder bezüglich der Einzahlungshöhe frei. Die kvw bieten vier reguläre Einzahlungstermine pro Jahr an (01.04., 01.07., 01.10., 15.12.). Darüber hinaus können im Einzelfall abweichende Einzahlungstermine vereinbart werden.
Die Entnahme erfolgt entsprechend § 47 Abs. 2 der kvw-Satzung wie folgt:
a) bis zu 1,0 Mio. Euro Kurswert unter Wahrung einer Frist von 2 Wochen jeweils zum Monatsende
b) bis zu 5,0 Mio. Euro Kurswert unter Wahrung einer Frist von 1 Monat jeweils zum Monatsende
c) darüber hinausgehende Beträge unter Wahrung einer Frist von 2 Monaten jeweils zum Quartalsende
Gibt es Entnahmepläne, die auf die konkrete Versorgungssituation der Mitglieder und den daraus resultierenden Finanzierungsbedarf abgestimmt sind?
Die kvw bieten den Mitgliedern Finanzierungskonzepte auf Basis der individuellen Prognosen zur Entwicklung der Versorgungslasten zum Aufbau eines Kapitalstocks an. Dabei können sowohl Modelle zur Verstetigung der Versorgungslasten als auch zur Erreichung einer bestimmten Kapitaldeckung berechnet werden.
Da die Einzahlungen nicht personalisiert sind und aufgrund des umfangreichen Mengengerüstes werden sog. Lifecycle-Modelle fondsseitig nicht berücksichtigt.
Sind Entnahmen unabhängig von der Verwendung für die Versorgungszahlung möglich / zulässig?
Da die kvw die vom Mitglied eingezahlten Beträge lediglich treuhänderisch verwalten, sind Entnahmen jederzeit unter Wahrung der in der Satzung aufgeführten Fristen (siehe oben) möglich.
Existiert ein rechtliches lnstrumentarium (Contractual Trust Arrangement), das im lnsolvenzfall bzw. vor dem lnsolvenzfall eines Mitglieds die zweckfremde Verwendung der Rücklagen verhindert?
Die Entscheidung über die Verwendung der ausgezahlten Beträge verbleibt ausschließlich beim Mitglied.
Fragen zu Einflussmöglichkeiten / Rechten und Pflichten
Welche Möglichkeiten bestehen für das Mitglied, Einfluss auf die Anlageentscheidungen zu nehmen (z.B. um bestimmte Anlagen von vornherein auszuschließen oder bei negativer Wert-/Risikoentwicklung abzustoßen)?
Bei einer Anzahl von über 260 Mitgliedern lässt sich eine Beteiligung des einzelnen Mitgliedes nicht handhaben. Die strategischen Anlageentscheidungen werden von den kvw als Treuhänderin getroffen.
Welche Rechte und Pflichten hat die kvw als Treuhänderin? Wo und wie sind diese normiert?
Die kvw treten als Verwalter der ihr von den Treugebern (Mitgliedern) übertragenen Rechte und Pflichten auf (§ 2 Abs. 5 VKZVKG und § 2 Abs. 4 sowie § 47 Abs. 1 Satzung der kvw-Beamtenversorgung).
Wer haftet wie im Fall einer Leistungsstörung (denkbare Fallkonstellationen: Vermögensschäden durch Verletzung der Anlagegrundsätze oder Veruntreuung, fehlerhafte oder verspätete Berichterstattung, Verzögerungen bei der Auszahlung von Fondsvermögen)?
Die KAG (siehe auch Fragen zum Fonds) sowie die kvw.
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