Source: https://www.kreis-heinsberg.de/buergerservice/schlagwortindex/?ID=844
Timestamp: 2019-10-24 01:11:08
Document Index: 256258556

Matched Legal Cases: ['§ 23', '§ 2', '§ 23', '§ 23', '§ 25', '§ 2']

Naturschutzgebiete sind Orte, die einen besonderen Schutz genießen. Sie sind Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten und sollen diesen einen möglichst ungestörten Rückzugsraum bieten. Oberstes Ziel ist es, den Lebensraum vor schädlichen Einwirkungen zu schützen, ihn und seine Bewohner zu erhalten und zu entwickeln (§ 23 Bundesnaturschutzgesetz).
Aus diesem Grund eignen sich Naturschutzgebiete nur für die sog. stille Erholung. Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer genießen hier die Ruhe und eine besonders arten- und formenreiche Landschaft.
Der Schutz der Tiere und Pflanzen ist vorrangig in jedem Naturschutzgebiet. Aus diesem Grund ist jeder Besucher aufgefordert, sein Verhalten entsprechend anzupassen. Das gilt natürlich auch für Sie und Ihren Vierbeiner!
Daher sind Hunde im Naturschutzgebiet dauerhaft an einer kurzen Leine zu führen. Sie dürfen darüber hinaus auch nicht in Gewässern baden. Sie sind der Meinung, dass sei eine zu strenge Regelung? Dann sind hier einige Aspekte angeführt, welchen potentiellen Schaden ein freilaufender Hund abseits der Wege im Naturschutzgebiet anrichten kann.
Störung bodenbrütender Vogelarten:
Altvögel verlassen das Nest, dadurch können Eier auskühlen und Küken erfrieren
Hund verfolgt Alt- und Jungtiere oder zerstört das Gelege
Vögel laufen Gefahr, ggf. vom Hund gerissen oder verletzt zu werden
Störung eines versteckten Rehkitzes oder Hasen etc.:
Flucht, Verlust des Muttertieres
Verlust wichtiger Reserven
Schutz vor Fressfeinden geht verloren
ggf. von Hund gerissen oder verletzt
Aufscheuchen von Rehwild:
Flucht führt zu Verlust wichtiger Reserven
Gefahr, von Fressfeind entdeckt zu werden
Gefahr für Autofahrer, wenn Tiere urplötzlich auf Straßen laufen
Ein Hund, der Wild nachstellt, gilt darüber hinaus jagdrechtlich als wildernd. Ein Jäger hat das Recht, einen solchen Hund im Notfall sogar zu erschießen. Das möchte natürlich kein Hundebesitzer erleben. Ein Jäger aber auch nicht. Es liegt allein an Ihnen als Hundehalter, dass es nicht zu einem derartigen Zwischenfall kommen kann.
Sie sind der Ansicht, dass ihr Hund aber auch mal „frei laufen“ muss? Das ist absolut verständlich, jedoch ist ein Naturschutzgebiet dafür der falsche Ort. Denn hier steht der Schutz der Natur an erster Stelle. Die eigenen Bedürfnisse (und die ihres Hundes) müssen zurückstehen. Nur so funktioniert der Naturschutz auch langfristig.
Ein frei laufender Hund kann übrigens auch für andere Besucher unangenehm sein. Nicht jeder mag es, wenn ein Hund auf ihn zugestürmt kommt. Der beliebte Satz einiger Hundehalter „Der tut doch gar nichts!“ ist weder besonders rücksichtsvoll noch angemessen. Es gehört sich schlichtweg nicht (vgl. § 2 Abs. 1 Landeshundegesetz NRW) und trägt insbesondere nicht dazu bei, die Situation zu entschärfen.
Mit ein paar einfachen Verhaltensregeln können Sie mithelfen, die Natur zu schützen
Hunde dauerhaft anleinen
Hunde nicht in Gewässern baden lassen
Hinterlassenschaften ihres Hundes beseitigen
nur ausgewiesenen Wege benutzen
rücksichtsvoll gegenüber der Natur und anderen Besuchern sein
Seien Sie ein Vorbild für andere und machen Sie mit!
Schutz heimischer Tiere
Hunde im Naturschutzgebiet Faltblatt
Verhalten im Naturschutzgebiet Faltblatt
§§ 23, 44 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)
§ 23 Bundesjagdgesetz (BJG)
§ 25 Landesjagdgesetz (LJG)
§ 2 Landeshundegesetz NRW (LHundG NRW)
Ein Verstoß gegen die Leinenpflicht und das Badeverbot kann als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße geahndet werden.
Schellenberg, Anna
Telefon: 02452/13-6122
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