Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4095.htm
Timestamp: 2018-12-13 09:43:54
Document Index: 126213225

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 58', '§ 22', '§ 2', '§ 64', '§ 4', '§ 5']

Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen als höhere Naturschutz- und obere Jagdbehörde über das Naturschutzgebiet »Oberes Steinach« vom 15. März 1982 (GBl. v. 15.04.1982, S. 94).
Auf Grund von § 21 und § 58 Abs. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz ‑NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S. 654) und von § 22 Abs. 2 Landesjagdgesetz in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBI. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Rottenburg am Neckar und der Universitätsstadt Tübingen werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Oberes Steinach«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 7,5083 ha.
1. Es umfaßt folgende Flurstücke, Wege und Gewässer:
a) auf Gemarkung Kiebingen, Stadt Rottenburg am Neckar 346, 347, 347/1, 348, 349, 350 und 351 vollständig sowie 314, 337, 337/1, 338, 339, 340, 341, 342, 343 und 344 teilweise;
b) auf Gemarkung Bühl, Universitätsstadt Tübingen 2755 vollständig sowie 2754, 2756 und 7214 teilweise.
2. Das Schutzgebiet wird wie folgt begrenzt:
a) im Norden durch die Uferlinie des Neckars zwischen den Vermessungspunkten 1 und 2;
b) im Westen durch die Verbindungsgerade zwischen den Vermessungspunkten 2 und 3;
c) im Süden durch die Verbindungsgerade zwischen den Vermessungspunkten 3 und 4 ‑ 2,18 m nordwestlich des Grenzpunktes Nr. 3 815/239;
d) im Osten durch die Verbindungsgerade zwischen den Vermessungspunkten 4 und 1 ‑ zugleich bis an die Uferlinie des Neckars verlängerte Westgrenze des Weges 7203;
3. Die Uferlinie ist die Grenze zwischen dem Gewässerbett des Neckars und den
Ufergrundstücken 314 und 2754, sie wird durch den Mittelwasserstand bestimmt.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 15. Januar 1982 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen als höhere Naturschutzbehörde in Tübingen verwahrt; eine Ausfertigung befindet sich beim Landratsamt Tübingen als untere Naturschutzbehörde in Tübingen. Die Verordnung mit Karte kann während der Dienststunden eingesehen werden.
Schutzzweck ist die Erhaltung der naturnahen Ufervegetation mit Auegehölzen, Röhrichtbeständen, Steilufern und Flachwasserzonen als Brut‑, Rast‑ und Nahrungsplatz zahlreicher in Baden-Württemberg gefährdeter Vogelarten.
11. die Wasserfläche mit Booten, auch ohne eigene Triebkraft, mit Flößen, Luftmatratzen und dergleichen zu befahren;
12. die Wasserfläche mit Modellbooten zu befahren;
13. das Schutzgebiet zu betreten oder zu befahren;
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß die Jagd auf Federwild ‑ ausgenommen Stockenten, Fasan, Rebhühner ‑sowie die Anlage jagdlicher Einrichtungen verboten ist;
3. für das ordnungsgemäße Fischen in der Zeit vom 15. Juli bis 15. April im Neckar und von Flurstück 344 der Gemarkung Kiebingen aus im Baggersee;
4. für das ganzjährige Begehen des Weges am Neckar zum Fischen im Neckar ober- und unterhalb des Naturschutzgebietes;
6. für wissenschaftliche Untersuchungen;
7. für Pflegemaßnahmen, die von der höheren Naturschutzbehörde oder der von ihr beauftragten Stelle veranlaßt werden;
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 Nr. 2 bis 5 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.
TÜBINGEN, den 15. März 1982