Source: https://spica.wrk.ru/search?tag=urteil
Timestamp: 2020-08-11 15:52:33
Document Index: 128086998

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EGMR', 'EGMR']

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Ein neues Skandalurteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), das bereits am 16. Juli veröffentlicht worden ist, in den Medien aber kaum Beachtung gefunden hat (Aktenzeichen C-517/17), lässt alle Dämme brechen. Dabei stellt diese Entscheidung die Funktionsfähigkeit des europäischen Asylsystems in Frage. Das höchste EU-Gericht, dessen Rechtsprechung für alle Mitgliedsstaaten bindend ist, hat nämlich der Klage eines Asylbewerbers aus Eritrea stattgegeben, der in Deutschland einen Asylantrag gestellt hatte, obwohl er bereits in Italien als Flüchtling anerkannt worden war.
https://www.anonymousnews.ru/2020/08/09/eugh-deutschland-illegale-migrant/
Aktenzeichen:	C-517/17
Quelle:	juris
https://www.juris.de/jportal/portal/page/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA200702550&cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp
#eugh #urteil #deutschland #migranten #europäischergerichtshof #EU-Gericht #Rechtsprechung #klage
2020-07-18 07:48:33
BVerfG rügt Bestandsdatenabfrage im TKG
Bestandsdatenabfrage künftig nicht mehr "anlasslos"
Ein weiterer Erfolg der Datenschutzbewegung innerhalb einer Woche: Nach dem EuGh Urteil zum Datenaustausch mit den USA Mitte der Woche hat nun das BVerfG gestern (endlich!) zur Klage des Europaabgeordneten der Piratenpartei Patrick Breyer entschieden.
Der anlasslose Abruf von Bestandsdaten bei den Telefon- und Internetprovidern ist verfassungswidrig!
Die Bestandsdatenauskunft verletze das informationelle Selbstbestimmungsrecht und das Telekommunikationsgeheimnis.
Der Paragraf 113 des Telekommunikationsgesetz (TKG) muss innerhalb eines Jahres bis Ende 2021 geändert werden. Dass der Inhalt des Gesetzes verfassungswidrig ist, wie eine anlasslose Vorratsdatenspeicherung war uns schon vor Jahren klar. Wieder war ein Gesetz über Jahre gültig, obwohl die Experten bei den Anhörungen damals bereits auf die Grenzüberschreitung hingewiesen hatten.
Die Richter haben festgestellt: Die Abfrage von Bestandsdaten, dass sind Name, Anschrift, Geburtsdatum, Kontonummern, Telefonnummern, IP Adressen, Username für Mail- oder Internetzugänge und die zugehörigen Passworte dürfen durch Polizei, Staatsanwaltschaften und Nachrichtendienste nur abgefragt werden, wenn der "Anfangsverdacht einer Straftat" besteht oder "zur Abwehr einer konkreten Gefahr".
Diese Einschränkung ist dringend notwendig, da die Bestandsdaten vor einigen Jahren automatisiert wurde, was dazu führte, dass bereits im Jahr 2014 150 verschiedene staatliche Stellen über sieben Millionen mal solche Daten abgefragt haben - also praktisch alle 5 Sekunden eine solche Abfrage erfolgt ist.
"Viel hilft viel" gilt nicht bei der Ermittlungsarbeit, wie bereits die vielen Datenpannen bei Polizei und Geheimdiensten in den letzten Jahren bewiesen haben. Automatisierung ersetzt keine polizeilichen Ermittlungen - auch wenn uns das in Fernsehkrimis immer vorgegauckelt wird. Die Nadel in einem noch größeren Heuhaufen zu finden wird nicht leichter.
Verteidigen wir weiter unsere Grundrechte!
Mehr dazu bei https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/bundesverfassungsgericht-staatlicher-zugriff-auf-bestandsdaten-muss-begrenzt-werden-a-45ea0832-0c95-4a58-8a93-9bdacd50d758
und alle unsere Artikel zum Thema https://www.aktion-freiheitstattangst.org/cgi-bin/searchart.pl?suche=Bestandsdaten&sel=meta
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7332-20200718-bverfg-ruegt-bestandsdatenabfrage-im-tkg.htm
#Polizei #Richtervorbehalt #Geheimdienste #Hacking #Geodaten #Lauschangriff #Ueberwachung #Vorratsdatenspeicherung #Rasterfahndung #DataMining #Bestandsdatenabfrage #Datenbanken #Urteil #BVerfG #verfassungswidrig #anlasslos
2020-07-17 07:15:30
Privacy Shield ist nichtig
EuGh stoppt (theoretisch) Datentransfers in die USA
Im Februar 2016, nach der Aushandlung des "Datenschutzabkommens" zwischen der EU und den USA hatten wir geschrieben
** Wir kritisieren das "Privatsphären-Schild" als "Mogelpackung" und "schlechten Witz".**
Die neue Vereinbarung damals war notwendig, weil der EuGh das Vorgängerabkommen "Safe Harbor" für nichtig erklärt hatte. Schon damals war klar, dass "Privacy Shield" nur kleine Verbesserungen enthalten würde, die von den Unternehmen und besonders von den US Behörden ebenfalls wieder leicht zu umgehen seien.
Im Januar 2017 mussten wir feststellen "Trump tritt Privacy Shield mit Füßen ", denn Präisdent Trump forderte:
Spätestens an diesem Punkt hätte jeder Politiker in der EU die Reißleine ziehen müssen, "Privacy Shield" war damit beerdigt. Aber 3 Jahre wurden die Menschen in Europa mit einer Mogelpackung ruhiggestellt. Erst die erneute Klage des Österreicher Max Schrems bis zum EuGh führte wieder zum Erfolg.
Das Urteil erklärt den von Anfang an umstrittenen Datenpakt für nichtig. Mit Blick auf die Zugriffsmöglichkeiten der US-Behörden seien die Anforderungen an den Datenschutz nicht gewährleistet und der Rechtsschutz für Betroffene EU Bürger unzureichend.
Über 5000 Firmen werden davon betroffen sein, weil sie die Daten von EU-Bürgern in den USA verarbeiten. Theoretisch müsste damit ab heute Schluss sein, praktisch wird es Übergangsfristen geben und leider schlimmer. Der Spiegel schreibt:
Unternehmen können Nutzerdaten von EU-Bürgern weiter auf Basis sogenannter Standardvertragsklauseln in die USA und andere Staaten übertragen. Zugleich wurde aber auch betont, dass Datenschutzbehörden verpflichtet seien, Übermittlungen von Daten auszusetzen oder zu verbieten, wenn sie der Auffassung sind, dass die Standardvertragsklauseln im Empfängerland praktisch nicht eingehalten werden oder nicht eingehalten werden können.
Nach den Worten von Präsident Trump (s.o.) kann kein in den USA tätiges Unternehmen diese Standardvertragsklauseln einhalten, wenn US Behörden Einsicht in die Daten verlangen. Jedoch müssen die (europäischen) Datenschutzbehörden erst einmal tätig werden und den Transfer der Daten verbieten und das tun sie in der Regel nicht ohne einen konkreten Anlass. Insbesondere die irische Datenschutzbehörde ist für ihre Untätigkeit bekannt, da Irland die großen Internetfirmen im Land behalten möchte.
Max Schrems (und wir auch) sind mit dem Urteil sehr zufrieden. Er stellte dazu fest, dass die USA nun "einfach in den Status eines Landes ohne besonderen Zugang zu EU-Daten zurückversetzt" werden. Mit der jetzigen US Regierung wird es vor den Wahlen keine neuen Verhandlungen geben, denn diese hatte mit dem Ausschluss des Klagerechts für Ausländer noch Öl ins Feuer gegossen.
Aber warum hat man uns 2017 und auch davor bei unserer Kritik an den beiden "Abkommen" nicht zugehört?
Mehr dazu bei https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/europaeischer-gerichtshof-kippt-umstrittene-datenschutzvereinbarung-privacy-shield-a-6344510a-cbe2-482d-b354-6561af8c4ac7
und alle unsere Artikel zu PrivacyShield https://www.aktion-freiheitstattangst.org/cgi-bin/searchart.pl?suche=Shield&sel=meta
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7331-20200717-privacy-shield-ist-nichtig.htm
#Eugh #Urteil #Polizei #Geheimdienste #Hacking #Geodaten #Lauschangriff #Überwachung #Vorratsdatenspeicherung #Rasterfahndung #ZentraleDatenbanken #Entry-ExitSystem #Border #Freizügigkeit #Unschuldsvermutung #Verhaltensänderung #Trump #PrivacyShield #SafeHarbor #ExecutiveOrder #EU #USA
2020-07-06 21:10:39
Beamte und das Beamtenverhältnis
https://zeronet.now.im/1NHNRFGzTmtbCRBhjfvzsiKZtzGQSGWZeb/?Post:6:Beamte+und+das+Beamtenverh%C3%A4ltnis
Beamte - JA oder NEIN? Es gibt dazu ein rechtsgültiges Urteil, lest selber nach!
Sind Beamte dass, was sie vorgeben zu sein, auch wirklich Beamte?
https://brid-dokumente.hashbase.io/pdf_files/beamte/BEAMTE%20-%20Ja%20oder%20Nein.pdf
https://brid-dokumente.hashbase.io/pdf_files/beamte/Ernennung%20zum%20Beamten%20-%20V1.0_2020_12.pdf
Polizei und das Beamtenverhältnis - ein offener Brief an die Polizei für die Freiheit und Rechtsstaatlichkeit
Wo sind die ehrlichen und aufrichtigen Polizisten die den Mut haben zu sagen „Ja wir sind keine Beamte“? Können oder wollen sie nicht die Wahrheit recherchieren? Haben sie, dies nicht gelernt?
#beamte #beamtenverhältnis #urteil #polizei #offenerbrief #freiheit #Rechtsstaatlichkeit #recherchieren
Geflüchtete in der Krise nicht vergessen!
Geflüchteten in Griechenland wird Asylrecht verweigert
Über den Flüchtlingsrat Berlin, in dem wir seit Jahren Mitglied sind, erfahren wir von den Problemen der Menschen in Sammelunterkünften bei uns. Sie haben dort Probleme die Abstandsregeln einzuhalten, aber die Situation der bei uns Angekommenden ist nicht vergleichbar mit der Lage in Lagern
in Ungarn, die wie Gefängnisse geführt werden,
an der serbischen Grenze, wo die Menschen ohne Nahrungsmittel und Unterkünfte überleben müssen,
in Griechenland, wo die Lager völlig überfüllt sind und den Menschen das Recht genommen wird einen Asylantrag zu stellen.
Pro Asyl und WeMove.EU berichten uns:
Stellen Sie sich vor, Sie sind vor Krieg und Gewalt im eigenen Land geflohen, Sie haben internationale Grenzen zu Fuß oder über die noch gefährlichere Route übers Meer geschafft. Jetzt harren Sie in einem Flüchtlingslager aus und sind von der Pandemie bedroht - und das Land, in dem Sie sich befinden, erlaubt es Ihnen nicht, einen Antrag auf Asyl zu stellen.
Das erleben die Flüchtlinge in Griechenland in den überfüllten Lagern. Sie sind schwierigsten Bedingungen ausgesetzt, und da kein Asylverfahren läuft, können sie nichts dagegen unternehmen.
Die Idee zur Europäischen Union entstand nach dem Zweiten Weltkrieg und fußt auf dem gemeinsamen Bekenntnis zu den Menschenrechten. Diese Wertebasis wird gerade in Frage gestellt. Dem wollen wir jetzt entgegentreten, um den Menschenrechten der Flüchtlinge schnell wieder Geltung zu verschaffen. Das schützt die Flüchtlinge und verteidigt die Werte, die der EU zugrunde liegen.
Wir wollen ein Vertragsverfahren gegen die griechische Regierung initiieren und haben ein Team von Fachanwälten gefunden, die uns kostenlos unterstützen. Damit die Anwälte effizient arbeiten können, müssen wir jetzt schnell auch vor Ort Beweise sammeln und sichern.
Die Lage in Griechenland ist weiter dramatisch. Immer noch sterben Menschen schon auf dem Weg in sicheres Gebiet. Aber auch die Lager selbst sind nicht wirklich sicher. Die bedrückende Enge führt zu Streitereien und Gewalt, und die Menschen sind machtlos angesichts der unhygienischen Bedingungen und drohenden Infektionen.
WeMove.EU ergänzt:
Die aktuelle Situation ist für uns alle eine Herausforderung. Manche Personengruppen leiden unter der Corona-Krise aber in besonderem Maße. Das gilt für Schutzsuchende in griechischen Elendslagern, wo bereits das Händewaschen Luxus ist - aber auch für Geflüchtete in Deutschland.
In mehreren Massenunterkünften kam es zu Corona-Infektionen. Die Reaktionen der Verantwortlichen waren häufig schockierend: Hermetische Abriegelung der Lager, während sich das Virus unter den Bewohnerinnen fast ungehindert ausbreiten kann - weil es an Konzepten und Informationen fehlt und die Versorgung oft mangelhaft ist. Setzen deutsche Behörden in Flüchtlingsunterkünften einen geringeren Standard an Präventionsmaßnahmen als außerhalb? Man kann den Eindruck gewinnen. Es darf aber keine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben. Nicht beim Infektionsschutz und nicht bei der Menschenwürde!
Deshalb haben wir uns in den vergangenen Wochen darauf fokussiert, Betroffenen in konkreten Fällen rechtlich zur Seite zu stehen und all denen eine Stimme zu geben, die viel zu selten Gehör finden. Wir haben Verfahren auf deutscher und europäischer Ebene unterstützt und waren damit erfolgreich.
Wie wir uns alle vorstellen können, erfordert die juristische Begleitung finanzielle Mittel und die Organisationen bitten um Spenden. Dass der Rechtsweg nicht nur mühsam sondern auch erfolgreich sein kann, beweisen 8 Fälle aus dem EU-Lager in Moria. Acht von 20.000 dürfen jetzt dort hinaus, hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verfügt.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Ende April verfügt, dass acht besonders schutzbedürftige Geflüchtete aus dem Elendslager Moria verlegt werden müssen. Ein schwerkranker Afghane mit Familie, ein Folteropfer aus Syrien, sowie ein Kleinkind und dessen Eltern aus Afghanistan haben Anspruch auf eine menschenwürdige Unterbringung. Das sollte allerdings nicht nur für acht Menschen, sondern für alle 20.000 gelten. Die Hoffnung ist, dass man mit solchen aufwändigen Einzelfallklagen den dringend nötigen politischen Druck erzeugt, um die Situation für alle zu verbessern!
Mehr dazu bei https://WeMove.EU
und https://proasyl.de
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/7278-20200528-gefluechtete-in-der-krise-nicht-vergessen.htm
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2020-04-06 11:00:53
https://invidio.us/watch?v=-pcqx6yeF3U
Was schon der tägliche Augenschein zeigt, wurde am 17.1.2017 vom BVerfG auch hochoffiziell verkündet: die BRD ist ein Jedermannsland, ohne ethnisches Volksverständnis.
#bundesverfassungsgericht #brd #keinstaat #staat #volk #BVerfG #deutschland #urteil
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45876585.html
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