Source: http://vff.org/die-verwertungsgesellschaften-im-einzelnen/?la=de
Timestamp: 2017-06-23 22:22:14
Document Index: 196152944

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 19', '§ 20', '§ 22', '§ 21', '§ 27', '§ 54', '§ 17', '§ 54', '§ 20', '§ 20', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 16', '§ 20', '§ 19', '§ 46', '§ 54', '§ 54', '§ 54', '§ 56', '§ 20', '§ 27']

Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte Die GEMA hat zwei Generaldirektionen mit Sitz in Berlin und München.
Anschrift Berlin: GEMA-Generaldirektion
Die GEMA nimmt die Urheberrechte der Komponisten, Textdichter und Musikverleger an Werken der Musik wahr. Die Wahrnehmungsberechtigten schließen mit der GEMA einen Berechtigungsvertrag und übertragen damit der GEMA als Treuhänderin für alle Länder dieser Welt alle Urheberrechte sowie Vergütungsansprüche zur Wahrnehmung. Dabei handelt es sich im wesentlichen um: Das mechanische Vervielfältigungs- und Verbreitungsrecht (§§ 16, 17 Abs. 1 UrhG), das musikalische Aufführungsrecht (§ 19 Abs. 2 UrhG) mit oder ohne Text, jedoch unter Ausschluss der bühnenmäßigen Aufführungen dramatisch-musikalischer Werke, das Senderecht für Hörfunk und Fernsehen (§ 20 UrhG) mit Ausnahme des Senderechts für dramatisch-musikalische Werke, das Recht der Wiedergabe von Hörfunk- und Fernsehsendungen (§ 22 UrhG),
das Recht der öffentlichen Wiedergabe durch Ton-, Bildton-, Mulimedia- und andere Datenträger (§ 21 UrhG) mit Ausnahme der öffentlichen Wiedergabe dramatisch-musikalischer Werke,
den Vergütungsanspruch für das Vermieten und Verleihen von Bild- und Tonträgern und Musiknoten (§ 27 Abs. 1 UrhG), die Vergütungsansprüche für Bild- und Tonaufzeichnungen (§ 54 Abs. 1 UrhG),
Das Herstellungs- bzw. Synchronisationsrecht an Filmen und Multimedia-Datenträgern samt Vorführungsrecht. Die Rechte der bühnenmäßigen Aufführung und Sendung dramatisch-musikalischer Werke werden durch den Urheber selbst oder einen Bühnenverlag wahrgenommen. Auch die graphischen Rechte, d. h. die Vervielfältigungs- und Verbreitungsrechte an Noten, werden nicht durch die GEMA wahrgenommen. Die von der GEMA vereinnahmten Vergütungen werden gemäß der Verteilungspläne an ihre Mitglieder ausgeschüttet. Die GEMA hat ordentliche und außerordentliche Mitglieder sowie sogenannte angeschlossene Mitglieder. Ordentliches oder außerordentliches Mitglied der GEMA kann nur werden, wer selbst Urheber im Sinne des UrhG ist oder einen Musikverlag betreibt. Die Bezeichnung „angeschlossenes Mitglied“ führt der Berechtigte, der weder die Voraussetzungen der außerordentlichen noch der ordentlichen Mitgliedschaft erfüllt. Er ist kein Mitglied im Sinne des Vereinsrechts. Außerordentliche und ordentliche Mitglieder der GEMA können nur Komponisten, Textdichter und Musikverlage werden. Komponisten und Textdichter müssen die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedsstaates der Europäischen Gemeinschaft besitzen oder ihren steuerlichen Wohnsitz in Deutschland oder in einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Gemeinschaft haben. Musikverlage müssen ihren Sitz im Verwaltungsgebiet der GEMA oder in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Gemeinschaft haben und im Handelsregister eingetragen sein. Die ordentliche Mitgliedschaft kann erst nach fünfjähriger außerordentlicher Mitgliedschaft erworben werden. Sie setzt bei Komponisten und Textdichtern sowie Musikverlegern voraus, dass sie in fünf aufeinander folgenden Jahren ein bestimmtes Mindestaufkommen erzielt, dabei jedoch in vier aufeinander folgenden Jahren einen jährlichen Mindestbeitrag von der GEMA bezogen haben. Für Urheber und Musikverleger der Sparte E verringern sich die Mindestaufkommen um ein Drittel.
Die GEMA hat im Jahr 2014 Erlöse in Höhe von EUR 893Millionen erwirtschaftet. Die GEMA-Stiftung unterstützt bedürftige Komponisten, Textdichter und Musikverleger und deren Angehörige und fördert gemeinnützig Komponisten und Textdichter durch zweckgebundene Ausbildungsbeihilfen, durch Zuwendungen für die mit der künstlerischen Tätigkeit zusammenhängenden Aufwendungen und für musikalische Produktionen, Pilotprojekte, Wettbewerbe und Publikationen sowie durch die Verleihung von Preisen. Die GEMA wurde 1947 gegründet. Sie war lange die einzige Verwertungsgesellschaft im musikalischen Bereich. Verwertungsgesellschaft Wort
Die VG Wort nimmt treuhänderisch die Nutzungsrechte und Vergütungsansprüche von Autoren und Verlagen an Werken der Literatur und Wissenschaft wahr. Die Rechte werden mit Abschluss eines Wahrnehmungsvertrages an die VG Wort übertragen. Das Verlagsrecht, nämlich das Recht, ein Schriftwerk zu vervielfältigen und zu verbreiten, bleibt in der Regel beim Urheber bzw. seinem Verleger. Bei den von der VG Wort wahrgenommenen Rechten und Ansprüchen handelt es sich im wesentlichen um
das Vermiet- und Verleihrecht für Vervielfältigungsstücke sowie hieraus resultierende Vergütungsansprüche (§§ 17, 27 UrhG), den Vergütungsanspruch gegen Hersteller und Importeure von Vorrichtungen (Geräten und Speichermedien), die zur Vornahme von Vervielfältigungen auf Bild- und Tonträger benutzt werden (§ 54 Abs. 1 UrhG),
das Recht zur Sendung (§ 20 UrhG) einschließlich des Rechts der Kabelweitersendung (§ 20 b Abs. 1 UrhG), soweit es sich um die Sendung von nicht mehr als 10 Minuten (Fernsehen) bzw. 15 Minuten (Hörfunk) handelt. Dieses „kleine Senderecht“ umfasst auch die Nutzung in Abrufdiensten (§ 19 a UrhG) innerhalb von einem Tag vor und sieben Tagen nach der jeweiligen Sendung.
Das Recht des öffentlichen Vortrags eines erschienen Werkes (§ 19 Abs. 1 UrhG), Das Recht der öffentlichen Vorführung des Filmwerkes durch technische Einrichtungen (§ 19 Abs. 4 UrhG), Das Recht, Beiträge, die in gedruckten Sammlungen oder Sammelwerken erschienen sind, auf digitalen Off-Line-Produkten (z. B. CD-ROM) zu vervielfältigen und zu verbreiten (§ 16 und 17 Abs. 1 UrhG) – sogenannte CD-ROM-Rechte,
Das Recht, auf Tonträgern oder Bildtonträgern aufgezeichnete Werke
durch Pay-TV, Pay-Radio, Pay-per-view oder ähnliche Einrichtungen zu senden (§ 20 UrhG) und durch Video-On-Demand, Radio-On-Demand oder ähnliche Einrichtungen, in denen das Werk der Öffentlichkeit zum individuellen Abruf zugänglich gemacht wird, öffentlich zugänglich zu machen (§ 19 a UrhG),
aus Schrankenregelungen (§§ 46, 47, 49, 52, 54, 54 a) resultierende Vergütungsansprüche, insbesondere
der Vergütungsanspruch für die private Vervielfältigung (§ 54 Abs. 1) aus der Fotokopierabgabe (Speichermedien-/Geräteabgabe) der Hersteller und Importeure von Geräte- und Tonträgermaterial (§ 54 a UrhG),
Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst Weberstraße 61
Mitglieder sind Regisseure, Kameraleute, Cutter, Szenen- und Kostümbildner sowie Filmproduzenten
Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH Podbielski-Allee 64
für die private Überspielung von Tonträgern und Videokassetten sowie von Radio- und Fernsehsendungen gegenüber den Herstellern von Aufnahmegeräten und Leermedien, für die Vermietung von Bildtonträgern und Tonträgern gegenüber den Videotheken,
Geschäftsführer ist Prof. Dr. Johannes Kreile. Aufsichtsratsvorsitzender ist Rechtsanwalt Prof. Dr. Norbert P. Flechsig, Beiratsvorsitzender ist Peter Weber. Gesellschafter der VFF sind der Bundesverband deutscher Fernsehproduzenten e. V., die Allianz Deutscher Produzenten Film- und Fernsehen e.V., der Südwestrundfunk und das ZDF. Berechtigte der VFF sind die deutschen Auftragsproduzenten sowie die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF, die Werbetöchter der ARD und zahlreiche private Fernsehveranstalter wie RTL, VOX, RTL II, Sport1 und einige regionale Fernsehveranstalter.
Zu den zur Wahrnehmung übertragenen Rechten zählen insbesondere die Vergütungsansprüche gegen die Hersteller und Importeure von Geräten und Speichermedien, die zur Vervielfältigung auf Bild- und Tonträger benutzt werden (§ 54 Abs. 1 UrhG), das Recht zur Übertragung von Filmen und Laufbildern auf Bild- oder Tonträger und zur öffentlichen Wiedergabe mittels Bild- oder Tonträger durch Geschäftsbetriebe (§ 56 UrhG),
das Kabelweitersenderecht und der Vergütungsanspruch aus der Kabelweitersendung (§ 20b UrhG), der Vergütungsanspruch für das Verleihen von Bild- und Tonträgern (§ 27 Abs. 2 UrhG) sowie weitere aus Schrankenregelungen resultierende Vergütungsansprüche.
Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten mbH Marstallstraße 8
40088 Düsseldorf, Telefon: +49 (0)211 – 91 41 90
Die Erträge beliefen sich 2014 auf 78,2 Mio. Euro. Kontakt/Impressum