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Timestamp: 2016-10-25 08:34:43
Document Index: 124135717

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 398', 'Art. 398', 'BGE', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 55', 'Art. 55', 'Art. 400', 'Art. 156', 'Art. 159']

4C.151/2001 (23.10.2001)
4C.151/2001/rnd
A.________ Establishment, Kl�gerin und Berufungskl�gerin, vertreten durch F�rsprecherin Birgit Biedermann, L�nggassstrasse 7, Postfach 7161, 3001 Bern,
Bank X.________, Beklagte und Berufungsbeklagte, vertreten durch F�rsprecher Prof. Dr. J�rgen Br�nnimann, Bollwerk 15, Postfach 5576, 3001 Bern,
A.- Die A.________ Establishment (nachfolgend: die Kl�gerin) war langj�hrige Kundin der Bank Y.________. Die Kl�gerin, f�r welche insbesondere B.________ handelte, wurde seitens der Bank Y.________ von C.________ betreut. Urspr�nglich unterhielt die Kl�gerin bei der Bank Y.________ unter anderem ein Wertschriftendepot. Am 13. Dezember 1990 schloss die Kl�gerin mit der Bank Y.________ einen Verm�gensverwaltungsvertrag.
Grund f�r die Umwandlung des Depot- in einen Verm�gensverwaltungsvertrag war der Umstand, dass die Eheleute B.________ auf eine Weltumsegelung gingen und daher mehrere Jahre abwesend waren. Im vorgedruckten Formular "Verwaltungsauftrag an die Bank" wurde in Ziff. 4 "Weitere Bestimmung" folgende Vereinbarung getroffen:
"Nur Treuhandgelder und verrechnungssteuerfreie
SFr.- und FW-Obligationen. "
In Bezug auf diesen Verm�gensverwaltungsvertrag wurde am 31. M�rz/2. April 1996 auf einem neuen Vertragsformular unter Ziff. 4 "Weitere Bestimmung" folgende Pr�zisierung angebracht:
"Nur verrechnungsssteuerfreie Geldmarktanlagen und
SFr.- sowie FW-Obligationen mindestens 20% DEM- Obligationen.. "
Per 1. Januar 1997 fusionierten die Bank X.________ (nachfolgend: die Beklagte) und die Bank Y.________. Neu wurde die Kl�gerin seitens der Bank X.________ von D.________ betreut. Anl�sslich einer Besprechung vom 11.
Februar 1998 schlossen die Kl�gerin und die Beklagte eine neue Vereinbarung, den "Zusatzvertrag 1 Verm�gensverwaltungsauftrag".
Gleichzeitig wurde ein Anlageprofil definiert. Auf dem entsprechenden vorgedruckten Formular der Beklagten, auf welchem f�r gemischte Portefeuilles zwischen "Einkommensorientiert" (unterdurchschnittliche Risikobereitschaft), "Ausgewogen" (durchschnittliche Risikobereitschaft) und "Kapitalgewinnorientiert" (�berdurchschnittliche Risikobereitschaft) gew�hlt werden konnte, hat die Kl�gerin die Anlagekategorie "Einkommensorientiert" gew�hlt. Weiter wurden auf diesem Formular die Vermerke "1998: 6-8% Ziel! (mit Smiley)" und "200-300'000 etwas mehr Risiko Fakultativ" angebracht.
Schliesslich wurde dem Anlageprofil die Bemerkungen "Vst freie Anlagen" beigef�gt. In einem Nachtrag vom 14. April 1998 vereinbarten die Parteien, dass die Korrespondenz an Herrn E.________ zu senden sei.
Am 28. September 1998 ersuchte B.________ die Beklagten, einen Detailausdruck des Wertpapierkontos der Kl�gerin mit dem aktuellen Konto- bzw. Kursstand zuzustellen und zu Kontrollzwecken die provisorische Performance zu ermitteln.
Nachdem die Beklagte am 12. Oktober 1998 den Stand und den Bruttoerfolg per 30. September 1998 mitgeteilt hatte, k�ndigte die Kl�gerin mit Fax vom 16. Oktober 1998 den Verm�gensverwaltungsvertrag mit sofortiger Wirkung und stellte unter anderem Schadenersatzanspr�che in Aussicht.
Mit Fax vom 20. Oktober 1998 stellte die Beklagte eine Pr�fung der geltend gemachten Anspr�che in Aussicht und erkl�rte, dass der Verm�gensverwaltungsvertrag sistiert worden sei.
B.-Mit Klage vom 18. Januar 2000 gelangte die Kl�gerin ans Handelsgericht des Kantons Bern und beantragte, die Beklagte sei zu verpflichten, ihr einen Fr. 30'000.-- �bersteigenden Betrag nebst Zins zu bezahlen. Nach diversen Klage�nderungen verlangte die Kl�gerin zuletzt, die Beklagte sei zu verpflichten, ihr Fr. 246'989.-- nebst Zins von 4% seit 16. Oktober 1998 (gestaffelte Zinsberechnung) zu bezahlen.
Im Umfang von Fr. 1'117.-- hatte sie die Klage zur�ckgezogen.
Die Beklagte beantragte die Abweisung der Klage, unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen zu Lasten der Beklagten.
Mit Urteil vom 26. M�rz 2001 stellte das Handelsgericht des Kantons Bern fest, dass die Klage im Umfang von Fr. 1'117.-- zur�ckgezogen worden war; insoweit wurde das Verfahren als erledigt abgeschrieben (Ziff. 1). Im �brigen wies das Handelsgericht die Klage ab (Ziff. 2), auferlegte der Kl�gerin die Gerichtskosten (Ziff. 3) und verpflichtete sie, der Beklagten eine Prozessentsch�digung zu bezahlen (Ziff. 4).
C.-Mit Berufung vom 4. Mai 2001 beantragt die Kl�gerin dem Bundesgericht, das Urteil des Handelsgerichtes des Kantons Bern vom 26. M�rz 2001 aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die Beklagte beantragt die Abweisung der Berufung, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Das Handelsgericht des Kantons Bern verzichtete auf eine Vernehmlassung.
1.-Das Handelsgericht des Kantons Bern hat in seinem Urteil vom 26. M�rz 2001 einerseits festgehalten, dass der Beklagten keine Sorgfaltspflichtverletzungen im Rahmen des Verm�gensverwaltungsvertrages vorzuwerfen seien und dass allf�llige Sorgfaltspflichtverletzungen auf jeden Fall als genehmigt zu gelten h�tten. Wie es sich mit einem allf�lligen Schaden verhalte, liess das Handelsgericht offen. Auch die weiteren Voraussetzungen f�r die Schadenersatzpflicht hat das Handelsgericht nicht gepr�ft. Andrerseits hielt das Handelsgericht fest, dass die Voraussetzungen f�r die Genugtuung nicht erf�llt seien.
Die Kl�gerin beschr�nkt sich im vorliegenden Verfahren darauf, die Ausf�hrungen des Handelsgerichtes zur Schadenersatzpflicht zu kritisieren. Demgegen�ber hat sie darauf verzichtet, das Urteil insoweit zu beanstanden, als ein Genugtuungsanspruch verneint wurde. Im Folgenden ist daher einzig zu pr�fen, ob der Beklagten eine Sorgfaltspflichtverletzung im Zusammenhang mit der Erf�llung des Verm�gensverwaltungsvertrages vorzuwerfen ist.
2.-Mit dem am 11. Februar 1998 abgeschlossenen Verm�gensverwaltungsauftrag verpflichtete sich die Beklagte, das Verm�gen der Kl�gerin im angegebenen Depot zu verwalten. Auf den Verm�gensverwaltungsvertrag kommen nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die auftragsrechtlichen Regeln betreffend Sorgfalts- und Treuepflicht zur Anwendung (BGE 124 III 155 E. 2b S. 161, 119 II 333 E. 5a S. 335, 115 II 62 E. 1 S. 63). Danach haftet der Beauftragte dem Auftraggeber f�r getreue und sorgf�ltige Ausf�hrung der ihm �bertragenen Gesch�fte (Art. 398 Abs. 2 OR).
3.-Zun�chst ist zu pr�fen, welche Aufkl�rungspflichten die Beklagte anl�sslich der Pr�sentation der Strategievarianten am 11. Februar 1998 zu gen�gen hatte. Gem�ss der Rechtsprechung trifft eine Bank, die im Hinblick auf die Verm�gensverwaltung oder in deren Rahmen t�tig wird, nebst der Aufkl�rungspflicht auch eine Beratungs- und Warnpflicht, deren gemeinsame Wurzel in der auftragsrechtlichen Sorgfalts- und Treuepflicht (Art. 398 Abs. 2 OR) liegt. Inhaltlich werden diese Pflichten durch den Wissensstand des Kunden einerseits und die Art des in Frage stehenden Anlagegesch�fts andrerseits konkretisiert (BGE 124 III 155 E. 3a S. 162 f. m.w.H.).
a) Die Kl�gerin wirft der Beklagten vor, sie habe ihre Aufkl�rungspflicht dadurch verletzt, dass sie ihr die M�glichkeit von artreinen Anlagevarianten "Festverzinslich" oder "Aktien" verschwiegen habe, die auf der R�ckseite des Anlageprofils aufgef�hrt gewesen seien. Sie sei von der Beklagten nur �ber die Mischvarianten "Einkommensorientiert", "Ausgewogen" und "Kapitalgewinnorientiert" aufgekl�rt worden, die auf der Vorderseite verzeichnet gewesen seien.
b) Dieser Vorwurf ist unbegr�ndet. Das Handelsgericht hat zum Wissensstand von Herrn B.________, der f�r die Kl�gerin gehandelt hatte, ausgef�hrt, dass dieser mit Aktien bestens vertraut gewesen sei. Er verf�ge �ber einen Abschluss der Universit�t Bern als Betriebswirtschafter und habe w�hrend 17 Jahren eine Unternehmensberatung gef�hrt und dabei namhafte Unternehmen - u.a. auch bez�glich des Anlagegesch�ftes - beraten. Wenn er sich selbst als Halbfachmann bezeichne, stelle dies eine offensichtliche Untertreibung dar. Diese tats�chlichen Feststellungen sind f�r das Bundesgericht verbindlich (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Die Kl�gerin ist deshalb nicht zu h�ren mit ihrem Einwand, das Handelsgericht habe zu Unrecht unterstellt, Herr B.________ sei ein Fachmann. Wenn die Person, die f�r die Kl�gerin gehandelt hatte, fachkundig war, ist davon auszugehen, dass ihr sehr wohl bekannt war, dass auch eine artreine Strategievariante mit ausschliesslich festverzinslichen Anlagen h�tte gew�hlt werden k�nnen. Angesichts des Wissensstandes von Herrn B.________ durfte das Handelsgericht auch die Frage offenlassen, ob anl�sslich der Besprechung vom 11. Februar 1998 auf die artreinen Anlagestrategien auf der R�ckseite des Anlageprofils hingewiesen worden war. Der Kl�gerin musste n�mlich bekannt gewesen sein, dass ein Verm�gensverwalter beauftragt werden kann, ein Verm�gen - durch die Wahl eines artreinen Portefeuilles mit festverzinslichen Anlagen bzw.
durch eine Beschr�nkung eines gemischten Portefeuilles - ausschliesslich in Obligationen anzulegen. Wenn die Kl�gerin dennoch die gemischte Strategievariante "Einkommensorientiert" gew�hlt hatte, musste sie wissen, dass nebst Nominalwerten - insbesondere Geldmarkt und Obligationen - auch in Sachwerte - insbesondere Aktien - investiert werden kann.
Auf dem Formular wird denn auch unter der Rubrik Verm�gensaufteilung ausdr�cklich vermerkt, dass "Nominalwerte in der Regel gegen�ber Sachwerten deutlich �bergewichtet" werden.
Hinzu kommt, dass die Art des in Frage stehenden Anlagegesch�fts keineswegs kompliziert war und von der Kl�gerin angesichts der Erfahrung des f�r sie handelnden Herrn B.________ ohne weiteres �berblickt werden konnte.
c) Von einer Verletzung der Aufkl�rungspflicht im Zusammenhang mit der Pr�sentation der Strategievarianten kann daher keine Rede sein.
4.-Nebst der Verletzung der Aufkl�rungspflicht wirft die Kl�gerin der Beklagten insbesondere vor, in Bezug auf verschiedene Einzelanlagen sorgfalts- und vertragswidrig gehandelt zu haben.
a) Zun�chst macht sie geltend, die Beklagte habe sich vertragswidrig verhalten, weil sie trotz des auf dem Anlageprofil verzeichneten Vermerks "Vst freie Anlagen" Aktienk�ufe get�tigt habe.
aa) Das Handelsgericht hat dazu im Wesentlichen ausgef�hrt, der Wortlaut des Vermerks schliesse jede Anlage aus, deren Verm�gensertrag der Verrechnungssteuer unterliege, weshalb die Beklagte beim vereinbarten gemischten Portefeuille im Bereich Aktien und Obligationen nur noch ausl�ndische Titel h�tte kaufen d�rfen. Ein derartiger Vertragsinhalt sei von der Kl�gerin allerdings nicht behauptet worden und widerspr�che auch der Anlagestrategie "Einkommensorientiert", gem�ss welcher der Fremdw�hrungsanteil tief gehalten werden m�sse. Die Wahl der Anlagestrategie "Einkommensorientiert" und der Vermerk "Vst freie Anlagen" f�hre also zu einem Zielkonflikt. Von der Entstehung her sei zu ber�cksichtigen, dass der Vermerk aus dem seinerzeit mit der Bank Y.________ abgeschlossenen Verwaltungsauftrag �bernommen worden sei. Wenn zudem das Renditeziel von 6-8% f�r das Jahr 1998 zu erreichen und der Fremdw�hrungsanteil gering zu halten gewesen sei, dann habe die Beklagte trotz dem Vermerk "Vst freie Anlagen" von der Berechtigung zum Kauf von schweizerischen und ausl�ndischen Aktien ausgehen d�rfen.
Dies sei umso mehr vertretbar, als der b�rsenkundige Vertreter der Kl�gerin beim Wechsel zum gemischten Portefeuille mit Aktien im Auge gehabt haben m�sse, dass bei Aktien nicht der verrechnungssteuerpflichtige Verm�gensertrag (Dividende), sondern der steuerfreie Kapitalgewinn im Vordergrund stehe. Zu ber�cksichtigen sei auch, dass sich kurz vor Abschluss des Verm�gensverwaltungsvertrages vom 11. Februar 1998 Valiant-Aktien im Depot befunden h�tten. Die Beklagte habe daher gest�tzt auf den Verm�gensverwaltungsauftrag und das Anlageprofil in- und ausl�ndische Aktien und Obligationen kaufen und verkaufen d�rfen.
bb) Diese Vertragsauslegung ist nicht zu beanstanden.
Bei der Ermittlung des Vertragsinhaltes nach Vertrauensprinzip ist auf den Wortlaut der Erkl�rungen und alle Umst�nde des Einzelfalles abzustellen (BGE 126 III 375 E. 2e/aa S. 379 f. m.w.H.). Zutreffend h�lt das Handelsgericht fest, dass die von der Kl�gerin gew�hlte Strategievariante "Einkommensorientiert", die auch Investitionen in Schweizer Aktien zulasse, in einem Zielkonflikt mit dem Vermerk "Vst freie Anlagen", welcher Anlagen in Schweizer Aktien ausschliesst, stehe. In Bezug auf den Wortlaut kann daher zun�chst festgehalten werden, dass dieser nicht schl�ssig ist. Es ist deshalb unter W�rdigung aller Umst�nde zu pr�fen, welche Bedeutung die Parteien dem Vertragsdokument insgesamt nach Treu und Glauben beimessen durften und mussten.
Welche Bedeutung der Vermerk "Vst frei Anlagen" angeblich "usanzgem�ss" haben soll, ist nicht entscheidend; vielmehr ist massgebend, wie dieser Vermerk zusammen mit allen anderen Umst�nden zu bewerten ist. Zun�chst ist diesbez�glich zu ber�cksichtigen, dass im Verm�gensverwaltungsauftrag vom 11. Februar 1998 nicht einfach die in der Zusammenarbeit mit der Bank Y.________ vereinbarte fr�here Anlagestrategie fortgeschrieben wurde. Zwar wurde der Vermerk "Vst freie Anlagen" teilweise aus dem entsprechenden Vermerk des fr�heren Verm�gensverwaltungsvertrages �bernommen, wie das Handelsgericht entgegen der Kritik der Kl�gerin v�llig zutreffend festhielt. Im Unterschied zur damaligen Anlagestrategie wurden aber mit der neu gew�hlten Strategie "Einkommensorientiert" - u.a. mit der M�glichkeit von Anlagen in Sachwerten, d.h. beispielsweise Aktien - und dem Vermerk "1998:
6-8% Ziel! (mit Smiley)" neue Akzente gesetzt, die in der seinerzeitigen Anlagestrategie mit der Bank Y.________ nicht enthalten gewesen waren. Der wiederholt erhobene Vorwurf, die Beklagte habe aufgrund der Zielrendite von 6-8% den Vertrag ohne R�cksprache einseitig abge�ndert, verf�ngt daher offensichtlich nicht. Richtig ist vielmehr, dass beide Parteien u.a. aufgrund des von der Kl�gerin angebrachten Vermerks "1998: 6-8% Ziel! (mit Smiley)" den urspr�nglich mit der Bank Y.________ abgeschlossenen Vertrag modifiziert haben.
Weiter macht die Kl�gerin geltend, aufgrund der langj�hrigen Kundenbeziehung zur Bank Y.________- als Rechtsvorg�ngerin der Beklagten - sei bekannt gewesen, dass sie nie in Aktien investiert habe. Diesbez�glich ist ihr zwar beizupflichten, dass damals grunds�tzlich auf Aktienanlagen verzichtet worden war. Diesem Einwand steht freilich die Feststellung der Vorinstanz gegen�ber, bereits unter der Geltung des mit der Bank Y.________ vereinbarten Verm�gensverwaltungsvertrages habe sie Valiant-Aktien in ihrem Portefeuille gehalten. Auf ihre Behauptung, diese Aktien seien irrt�mlich in ihr Depot �bertragen worden, kann nicht eingetreten werden, weil das Bundesgericht an die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz gebunden ist und erg�nzende Sachdarstellungen unzul�ssig sind (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Schliesslich ist auch der Einwand der Kl�gerin nicht �berzeugend, dass die unter der Strategie "Einkommensorientiert" vorgesehenen Investitionen in Sachwerten nicht zwingend Aktien-, sondern auch Gold- und Immobilienanlagen umfassten.
Theoretisch ist dies zwar zutreffend, doch hat die Kl�gerin selbst nicht behauptet, dass aus damaliger Anlegersicht mit Gold- oder Immobilienanlagen im Rahmen einer gemischten Anlagestrategie das Renditeziel von 6-8% h�tte erreicht werden k�nnen. Im �brigen hat das Handelsgericht entgegen der Darstellung der Kl�gerin nicht gesagt, ohne Aktienanlagen h�tte das Anlageziel nicht erreicht werden k�nnen, sondern nur festgehalten, dass die Aktienanlagen nicht gegen die von den Parteien vereinbarte Anlagestrategie verstossen habe.
cc) Insgesamt kann daher unter W�rdigung aller Umst�nde davon ausgegangen werden, dass die Beklagte die im Anlagevertrag umschriebenen Verpflichtungen nicht verletzt hatte. Daher kann keine Rede davon sein, dass der Beklagten eine Vertrags- oder Sorgfaltspflichtverletzung vorzuwerfen sei. Unter diesen Umst�nden kann aber die umstrittene Frage dahingestellt bleiben, ob eine Genehmigung der Anlageentscheide unterstellt werden k�nne, weil die Kl�gerin bzw. die von dieser eingesetzten Zustellungsempf�nger gegen die Verm�gensanlage nicht opponiert h�tten.
b)Unbegr�ndet ist die Berufung auch insoweit, als die Kl�gerin das Engagement in Fremdw�hrungen als zu hoch beanstandet. Auch das Handelsgericht beurteilt den Fremdw�hrungsanteil, der zwischen 33% und 41% betragen habe, als hoch; allerdings sei er unter Ber�cksichtigung der Zuverl�ssigkeit der gew�hlten W�hrungen vertretbar gewesen. Diese Argumentation wird von der Kl�gerin nicht bestritten. Ebenso wenig wird der Hinweis des Handelsgerichts kritisiert, die Argumentation der Kl�gerin zum Fremdw�hrungsanteil kontrastiere auff�llig mit ihren Vorbringen zum Vermerk "Vst freie Anlagen"; zutreffend h�lt das Handelsgericht diesbez�glich fest, die Kl�gerin habe zum Vornherein mit einem h�heren Fremdw�hrungsanteil rechnen m�ssen, wenn ausschliesslich verrechnungssteuerfreie Anlagen h�tten get�tigt werden sollen.
Obwohl der Fremdw�hrungsanteil hoch war, kann der Beklagten auch in diesem Zusammenhang keine Sorgfaltspflichtverletzung vorgeworfen werden.
c) Weiter macht die Kl�gerin geltend, dass der Beklagten auch im Zusammenhang mit der Umkrempelei im Obligationenbereich eine Vertrags- und Sorgfaltspflichtverletzung vorzuwerfen sei. Das Handelsgericht hat dazu festgehalten, dass es in Bezug auf die Obligationenanlagen zu "gr�sseren Umstellungen" gekommen sei, wobei der genaue Prozentsatz der Umgestaltung offen bleiben k�nne. Diese Umstellungen seien indessen nachvollziehbar gewesen. Zur Begr�ndung wurde ausgef�hrt, einige Obligationen seien aus Bonit�tsgr�nden aus dem Portefeuille entfernt worden. Zudem sei es um eine Null-Prozent-Obligation gegangen. Weiter sei im zweiten Quartal 1998 die Verm�gensallokation - englische Pfund anstatt holl�ndische Gulden - ge�ndert worden. Die Kl�gerin habe nicht dargelegt, dass diese Umstellungen aus professioneller Sicht nicht vertretbar oder offensichtlich unvern�nftig gewesen seien. Mit dieser Begr�ndung setzt sich die Kl�gerin �berhaupt nicht auseinander. Im �brigen ist auf ihre Berufung insoweit nicht einzutreten, als sie geltend macht, die Anlagepolitik sei ohne Einholung einer Zustimmung umgekrempelt worden. Das Handelsgericht hat f�r das Bundesgericht verbindlich festgehalten, dass Herr B.________ anl�sslich der Besprechung vom 11. Februar 1998 auf die Anpassungstransaktionen hingewiesen worden sei; indem er offenbar nicht widersprochen habe, habe er der Umstellung grunds�tzlich zugestimmt.
Mit der gegenteiligen Tatsachenbehauptung kann die Kl�gerin nicht geh�rt werden (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG).
5.-Abgesehen von den geltend gemachten Sorgfaltspflichtverletzungen in Bezug auf verschiedene Einzelanlagen kritisiert die Kl�gerin auch die Ausf�hrungen des Handelsgerichtes zur Stornierung aller Schweizer Aktien und zur �bertragung der Depotwerte auf die Spar- und Leihkasse in Frutigen.
a) Im Zusammenhang mit der Stornierung der Schweizer Aktien hat die Vorinstanz in der Tat versehentlich festgehalten, dass diese Aktien am 28. Dezember 1998 ins Depot der B.________ & Partner AG bei der "Bank G.________" �bertragen worden seien; tats�chlich erfolgte eine �bertragung auf ein Depot bei der "Bank X.________". Dieses Versehen ist zu korrigieren. Am angefochtenen Urteil �ndert dies freilich nichts. Die Kl�gerin behauptet nicht, dass die Beklagte eine Sorgfaltspflicht verletzt habe, weil sie die im Fax vom 16. Oktober 1998 verlangte �bertragung r�ckwirkend auf das Kaufdatum von anfangs 1998 abgelehnt habe. Ob sp�ter ein neu formulierter Auftrag erteilt wurde, kann dahin gestellt bleiben. Unbestrittene Tatsache ist, dass die Schweizer Aktien schliesslich am 28. Dezember 1998 zum damaligen Wert - und nicht zum seinerzeitigen Erwerbspreis - auf das Konto bzw. in das Depot der B.________ & Partner AG �bertragen wurde.
b) Dass der Beklagten im Zusammenhang mit der �bertragung von Depotwerten auf die Bank G.________ Sorgfaltspflichtverletzungen vorzuwerfen sei, wird von der Kl�gerin im vorliegenden Verfahren nicht mehr behauptet.
6.-Schliesslich kritisiert die Kl�gerin das Urteil des Handelsgerichtes auch im Zusammenhang mit der beanstandeten Spesenabrechnung.
a) Das Handelsgericht hat in diesem Zusammenhang ausgef�hrt, die Beklagte habe einerseits Verwaltungsgeb�hren f�r jedes Quartal des Jahres 1998 und andrerseits Administrationsgeb�hren f�r die Jahre 1998 und 1999 belastet. Eine Verweigerung der Abrechnung liege nicht vor. Vielmehr sei nur zu pr�fen, ob die Belastungen vertragskonform seien. Der Abrechnungstarif liege nicht vor. Die Kl�gerin habe auch nicht die Herausgabe der Geb�hrentarife verlangt. Der Antrag auf Ersatz der Spesen gen�ge nicht, weil das Handelsgericht mangels n�herer Angaben nicht �berpr�fen k�nne, ob die Verwaltungs- und Administrationsgeb�hren vertragskonform belastet worden seien. Die Administrationsgeb�hr von Fr. 699. 25 f�r das Jahr 1999 beziehe sich nur auf die Depotf�hrung, die erst am 26. Januar 1999 gek�ndigt worden sei, nicht aber auf den Verm�gensverwaltungsvertrag, der bereits am 16. Oktober 1998 aufgel�st worden sei. Da die Kl�gerin nicht die Rechnungslegung beantragt habe und der Tarif von der Beklagten auch nicht freiwillig vorgelegt worden sei, sei die Vertragswidrigkeit der Abrechnungen nicht nachgewiesen.
b)Auch diese Begr�ndung ist nicht zu beanstanden.
Wie gesagt untersteht das Vertragsverh�ltnis der Parteien dem Auftragsrecht. Gem�ss Art. 400 Abs. 1 ist der Beauftragte verpflichtet, auf Verlangen jederzeit �ber seine Gesch�ftsf�hrung Rechenschaft abzulegen. Die Rechenschaftsablegung als Vertragspflicht des Beauftragten kann selbst�ndig eingeklagt werden. Die Kl�gerin macht selbst nicht geltend, dass sie ein darartiges Rechtsbegehren gestellt habe. Vielmehr hat sie sich damit begn�gt, Schadenersatz einzuklagen.
Ihren Schadenersatzanspruch hat sie in der Klage im Wesentlichen damit begr�ndet, dass das Verwaltungsmandat per
16. Oktober 1998 aufgel�st worden sei, so dass seit diesem Zeitpunkt keine Geb�hren mehr berechnet werden k�nnten; wegen Schlechterf�llung und gravierenden Vertragsverletzungen seien auch die �brigen Geb�hren ab dem 11. Februar 1998 abzusprechen, bzw. nach Ermessen des Richters erheblich zu reduzieren und entsprechend zur�ckzuerstatten.
c) Zu dieser Argumentation ist zun�chst zu bemerken, dass der Beklagten - wie ausf�hrlich dargelegt - keine Vertragsverletzungen vorgeworfen werden k�nnen. Es besteht deshalb kein Anlass, die Verm�gensverwaltungsgeb�hren wegen "Schlechterf�llung" bzw. "gravierenden Vertragsverletzungen" zu streichen bzw. zu k�rzen. Damit ist nur noch zu pr�fen, ob die Beklagte berechtigt war, f�r das vierte Quartal 1998 und das erste Quartal 1999 Geb�hren zu erheben. Dazu hat das Handelsgericht ausgef�hrt, dass zun�chst nur der Verm�gensverwaltungsvertrag aufgehoben, der Depotvertrag aber noch weitergef�hrt worden sei. Es k�nne daher sein, dass die Administrationsgeb�hren im Sinn von Geb�hren f�r die Depotf�hrung weiterhin geschuldet sei. Dies wird von der Kl�gerin nicht bestritten. Auch diesbez�glich erweist sich die Berufung somit als unbegr�ndet.
7.-Nachdem sich ergeben hat, dass der Beklagten keine Vertragsverletzungen vorgeworfen werden k�nnen, ist auf die Beanstandungen der Kl�gerin im Zusammenhang mit dem Schaden nicht einzugehen. Die Berufung ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Bern vom 26. M�rz 2001 ist zu best�tigen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Kl�gerin kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 Abs. 1 OR und Art. 159 Abs. 2 OG).
1.-Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Handelsgerichtes des Kantons Bern vom 26. M�rz 2001 wird best�tigt.
2.-Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 6'000.-- wird der Kl�gerin auferlegt.
3.-Die Kl�gerin hat die Beklagte f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 8'000.-- zu entsch�digen.
4.-Dieses Urteil wird den Parteien sowie dem Handelsgericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.