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Timestamp: 2018-06-20 20:12:48
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Matched Legal Cases: ['§125', '§125', '§125', '§125', '§ 125', '§125', '§ 125']

Nahtlosigkeit §125 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Nahtlosigkeit §125
leider weiss ich nicht so genau wo ich meine Frage posten soll. Aktuell habe ich folgendes Problem. Mein Rentenantrag wurde abgelehnt und ich bekomme z. Z. ALG I im Sinne der Nahtlosigkeitsregelung. Ich habe nun Morgen einen Termin bei der AfA und muss denen ja nun mitteilen, dass meine Rente (Widerspruch auch) abgelehnt wurde. Bekomme ich nun weiter ALG I? Ich habe hier schon stundenlang gelesen, aber mir ist nicht ersichtlich, ob ich weiter ALG I bekomme und vor allen Dingen, wie soll ich mich Morgen verhalten? Soll ich mich einverstanden erklären, 6 Stunden/d arbeiten zu können? Obwohl ich das nicht kann oder soll ich mich weiter krank schreiben lassen?
20.03.2011, 21:08 #2
AW: Nahtlosigkeit §125
generell wäre es empfehlenswert, solche Fragen möglichst frühzeitig und nicht erst einen knappen Tag vor einem Termin zu stellen. Dann können dir auch mehr Leute antworten. Oder hast du den Ablehnungsbescheid erst gestern bekommen?
Ich nehme mal an, es ging um eine Erwerbsminderungsrente und die Rentenversicherung hat festgestellt, daß du weder vollständig noch teilweise erwerbsgemindert bist, also nach deren Ansicht mindestens 6 Stunden täglich arbeiten kannst.
Heißt "Widerspruch auch", daß du bereits im Widerspruchsverfahren warst und jetzt die Ablehnung des Widerspruchs von der Rentenversicherung gekommen ist? Du wirst dann vermutlich den Klageweg beschreiten. Darauf kannst du ja hinweisen.
Ich würde dir empfehlen, daß du es gegenüber der Arbeitsagentur bei der Aussage beläßt, du stehst dem Arbeitsmarkt "im Rahmen des mir verbliebenen Leistungsvermögens" zur Verfügung, ohne dich auf eine Stundenzahl festzulegen. Das soll mal schön die Arbeitsagentur und die Rentenversicherung unter sich ausmachen. Wenn du krank bist, solltest du dich auch weiterhin kontinuierlich krankschreiben lassen.
Warte aber bitte, soweit möglich, noch weitere Antworten von Leuten ab, die sich damit im Detail auskennen. Ich schreibe das nur, damit du eine (hoffentlich richtige) erste Marschrichtung für einen kurzfristig bevorstehenden Termin hast.
20.03.2011, 21:36 #3
Erstmal Danke, lieber gurkenaugust,
hast mir schon mal geholfen. Und ja, ich habe erst gestern den Bescheid bekommen, sonst hätte ich schon früher gefragt.
Ich habe aber immer noch Bedenken, mich weiter krank schreiben zu lassen, weil ich hier nach stundenlangem Lesen meinte, dass das unklug ist, weil die AfA dann ja sagen kann, dass ich nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe und deshalb das ALG I verweigern kann. Deine weitern Vermutungen sind richtig, Ablehnung der Erwerbsminderungsrente, auch nach Widerspruch, da ich ja noch 6 Stunden arbeiten kann und ich ja auch keinen sozialen Abstieg erfahren muss, da ich ja eh, nach meiner letzten Tärigkeit, als ungelernt gelte, also ein Scheißdreck bin, dem man alles zumuten kann...so Cloputzen, da braucht sie ja ihre Hände kaum...hin und wieder die Bürste schwingen...sorry, geht mir ganz schlecht rein, was die da schreiben.
20.03.2011, 22:13 #4
Eine ärztliche Krankschreibung besagt formal nur, daß du vorübergehend (bis zum Enddatum der Bescheinigung) arbeitsunfähig bist.
Soweit mir bekannt, muß bei Differenzen in der Beurteilung der Erwerbsfähigkeit ein internes Schlichtungsverfahren zwischen Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung erfolgen. Damit hast du aber nichts zu tun. Gib, wie gesagt, bei der Arbeitsagentur einfach an, daß du "im Rahmen des mir verbliebenen Leistungsvermögens" der Arbeitsvermittlung (wie bisher) zur Verfügung stehst und überlasse die genaue Feststellung den Medizinern.
Eine Klage gegen die Ablehnung des Rentenantrages wirst du vermutlich sowieso einreichen.
Hier noch die Dienstanweisung der Arbeitsagentur zur Nahtlosigkeitsregelung, vielleicht hilft dir das erstmal ein bißchen weiter: http://www.arbeitsagentur.de/zentral...a-alg-p125.pdf
Warte aber mal weitere Antworten ab, die "doppelte Oma" als entsprechende Expertin ist nach meinem Eindruck vorwiegend nachtaktiv.
Ds Problem dabei ist - der zahlende soziale Leistungsträger wird von der Entscheidung der RV meist noch vor dem Betroffenen informiert. Die AfA wird also bereits Bescheid wissen.
Wie lange geht denn Deine jetzige AU?
Nur weil Du die Rente nicht erhalten hast, bedeutet das nicht, dass Du automatisch wieder gesund bist.
20.03.2011, 22:58 #6
Die Doppeloma meldet sich bestimmt. Als ich das letzte mal beim Rentengutachter war, habe ich gesehen (lange Stielaugen), dass für den eine extra Rubrik deinen Fall gibt. (Grund für die Begutachtung).
20.03.2011, 23:22 #7
@gurkenaugust hat geschrieben
Korrekt, und wenn du weiterhin deinen EM-Renten-Antrag aufrechterhalten willst, dann Klage am Sozialgericht
Es wäre nicht so gut, wenn du dich dann jetzt plötzlich für "gesund" erklären läßt, der AfA brauchst du die AU-Bescheinigung doch NICHT vorlegen, du mußt dich doch sowieso "im Rahmen deines Rest-Leistungsvermögens" der Vermittlung zur Verfügung stellen!
Soweit mir bekannt, muß bei Differenzen in der Beurteilung der Erwerbsfähigkeit ein internes Schlichtungsverfahren zwischen Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung erfolgen.
DAS ist leider reine Theorie @gurkenaugust, mir hat man nach der Antrags-Ablehnung durch die DRV auch sowas erzählt von der AfA.
Man bat mich die DRV-Gutachten (aus dem EM-Renten-Verfahren) freizugeben, "um mir eine erneute amtsärztliche Untersuchung zu ersparen", man müsse "Divergenzen klären" mit der DRV
Nun, diese "Divergenzen" bestehen bis zum heutigen Tage fort, die AfA (Amtsarzt) hat festgestellt "NIX GEHT MEHR!!!" und die DRV hat festgestellt "Vollzeit geht noch, KEINE RENTE"
Soviel zu dieser Verwaltungsvereinbarung zwischen AfA und DRV und der Wirksamkeit bei unterschiedlicher Bewertung der Erwerbsfähigkeit
Für mich hatte es (zum Glück!) keine negativen Konsequenzen, ich habe damals Widerspruch eingelegt und die AfA hat weitergezahlt bis zum Ablauf meines Anspruches.
Kurz vor Schluß, Anfang Nov. 2010 (ALG bis Mitte November 2010)) wurde auch mein Widerspruch abgelehnt, das hat die AfA dann nicht mehr wirklich interessiert.
Habe mitgeteilt, dass ich dagegen Klage erheben werde und seit Dezember bekomme ich jetzt H4!
Warst du denn beim AfA- Amtsarzt und WAS hat der entschieden zu deiner Leistungsfähigkeit, hast du das GA vorliegen
Gib der SB morgen Bescheid, dass du klagen wirst gegen die EM-Renten-Ablehnung, das sollte erst mal genügen, wenn du den Widerspruchsbescheid gerade erst gestern bekommen hast.
Erzähle NICHT mehr, als du konkret gefragt wirst, im Prinzip ändert das erst mal GAR NIX wenn du ans Gericht gehst damit, bleibt ALLES wie bisher.
Ansonsten ist die EM-Renten-Ablehnung in einem Monat rechtskräftig und dann hast du KEINEN Anspruch mehr nach § 125, sondern NUR noch nach "normaler Verfügbarkeit"!
Hast du einen Anwalt für Sozialrecht an der Hand oder machst du (bisher) ALLES ganz alleine ???
Womit hast du deinen Widerspruch begründet???
Gab es eine Reha / Gutachten von der DRV, hast du diese Berichte /Gutachten vorliegen /angefordert ???
Sorry wenn ich soviel frage, beantwortest natürlich NUR, was du möchtest
Bin noch ne Weile online, also nur MUT wenn du noch Fragen hast.
21.03.2011, 02:45 #8
Nahtlosigkeit Verfügbarkeit Spagat
nachdem du Nahtlosigkeits-Alg beziehst dürfte dein Krankengeldanspruch bereits ausgeschöpft sein. Und da du zuletzt als „Ungelernte“ tätig warst, dürftest du bei der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit kaum Berufs- oder Tätigkeitsschutz haben, wenn sie während der Arbeitslosigkeit eintritt ohnehin nicht. Das bedeutet, dass Arbeitsunfähigkeit der Verfügbarkeit wohl entgegen stehen dürfte – jedenfalls wenn es nicht nur eine Verlängerung wäre – und dann kein Arbeitslosengeldanspruch besteht oder nur für die Dauer der Leistungsfortzahlung von 6 Wochen.
Im Übrigen wird sich die Arbeitsagentur der Beurteilung des Rententrägers anschließen, wenn sie keine anderen Erkenntnisse wie z. B. ein AA-ärztliches Gutachten hat, was sie veranlassen könnte, die Divergenz klären zu lassen. Deswegen hat Gurkenaugust völlig recht: Auf der – finanziell – sicheren Seite bist du nur, wenn du dich der Arbeitsvermittlung "im Rahmen Deines gesundheitlichen Leistungsvermögens" zur Verfügung stellst und dich dementsprechend verhältst (ggf. Eigenbemühungen) – auch wenn du einen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente (mit gegenteiliger Argumentation) weiter verfolgst und auch bei der AA deine unverbindliche Meinung äußerst, dass du nicht im festgestellten Umfang arbeiten kannst. Aber keinesfalls abweichend vom maßgebliche Gutachten einschränken, solange das nicht korrigiert ist!
Das ist manchmal ein nicht einfacher Spagat, mit dem du deine gegenteilige Meinung nicht zum Maßstab machst und dich insoweit der Verantwortung anderer überlässt, denn du musst es ja nicht unbedingt besser wissen als die beteiligten Ärzte bisher. Für die Arbeitsagentur, potentielle Arbeitgeber und den Rententräger bist du trotzdem ja nicht "gesund".
21.03.2011, 23:13 #9
ich möchte mich heute wenigstens noch ganz herzlich bei euch bedanken, ihr habt mir wirklich sehr geholfen...alleine die Tatsache, dass ich mich nicht mehr so alleine fühle mit meinen Problemen ist wunderbar und auch sehr beruhigend für mich.
Ich habe eure Ratschläge befolgt und mich heute bei meiner Arbeitsvermittlerin erst einmal grundsätzlich bereit erklärt, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen. Sie war sehr verständnisvoll und versprach mir, sich erst einmal ruhig zu verhalten. Ich solle jedoch überlegen, was ich mir denn noch so vorstellen könne und dann schauen, welche Betriebe hier für eine Tätigkeit für mich in Frage kämen. Nunja...ich werde dieses Jahr 59 Jahre alt und bin krank...vergebliche Mühe, mit der ich auch nicht meine mir noch verbliebene Energie verschwenden kann...
Morgen habe ich einen Termin beim VDK, bei dem ich ja Mitglied bin. Ich hatte bis jetzt totale Angst zu klagen, weil ich dachte, da kommen Kosten (Anwalt usw.) auf mich zu, die ich nicht aufbringen kann. Aber ich hoffe doch, dass der VDK mir dabei hilft.
Ich werde euch morgen berichten, was dabei herausgekommen ist und auch mehr von mir erzählen bzw. offene Fragen beantworten.
Noch einmal vielen lieben Dank an euch, schön dass es euch gibt.
22.03.2011, 01:27 #10
Nunja...ich werde dieses Jahr 59 Jahre alt und bin krank...vergebliche Mühe, mit der ich auch nicht meine mir noch verbliebene Energie verschwenden kann...
Da kann ich dir NUR aus vollem Herzen zustimmen, da sind wir ja ein Jahrgang!
Es wäre wirklich Verschwendung, da noch auf dem Arbeitsmarkt nach eine neuen beruflichen Zukunft zu suchen, ich fühle mich dazu auch NICHT mehr in der Lage, obwohl die DRV da ganz anderer Meinung ist
Das sollte beim VDK normalerweise klappen, meist ist ein geringer Extra-Beitrag fällig und dann übernehmen die deine Vertretung bei einer EM-Rentenklage, leider sind die örtlich sehr unterschiedlich gut drauf, höre dir einfach erst mal an wie und ob die dir helfen wollen/können.
Ich persönlich war von meinem zuständigen VDK nicht so richtig begeistert und habe mir dann einen Anwalt für Sozialrecht gesucht, der hat für mich schon den Widerspruch gemacht (auf Beratungshilfeschein) und kümmert sich jetzt um die Klage am Gericht.
Das Verfahren selber ist kostenlos, NUR für den Anwalt habe ich Prozeßkostenhilfe (PKH), sonst könnte ich mir auch keinen leisten, wenn du also keine Reichtümer hast, dann kannst du trotzdem auch einen Anwalt auf PKH bekommen für das Gerichtsverfahren.
Falls dazu noch Fragen sind, kein Problem, denn ich stecke da auch mittendrin.
Bin seit über 3 Jahren AU-bescheinigt krank, war zur Reha und bei 2 DRV-Gutachtern, ALLE meinen, dass ich meinen vorhandenen Job (Telefonistin) NICHT mehr machen KANN, trotzdem wird die Rente von der DRV abgelehnt
Ich könne noch IRGEND ETWAS ANDERES auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt Vollzeit machen, "was ganz leichtes, unter Beachtung all meiner gesundheitlichen Einschränkungen", WAS das sein soll weiß allerdings NIEMAND
Das wußte nicht mal die AfA und hat mich nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld 1,5 Jahre komplett in Ruhe gelassen, inzwischen bekomme ich dort auch KEIN Geld mehr und mußte im Dezember H4 beantragen.
Ich kann dich gut verstehen und wünsche dir viel Glück und Erfolg in deinem weiteren EM-Renten-Kampf, bei meinem Männe hat es insgesamt über 4 Jahre gedauert, nun bekam er letzten Monat endlich die EM-Rente
nahtlosigkeit, §125
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