Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=23.09.2004&Aktenzeichen=2%20A%208.03
Timestamp: 2017-09-25 02:23:22
Document Index: 367571408

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 40', '§ 23', '§ 23', '§ 32', '§ 23', '§ 21', '§ 23', '§ 23', '§ 23']

BVerwG, 23.09.2004 - 2 A 8.03 - dejure.org
Beamter; Befangenheit; Beurteilung; dienstliche Beurteilung; Verfahren; Voreingenommenheit; Zeitpunkt; Zeitraum
Umfang des Erfordernisses der Überprüfung der Eignung und Leistung des Beamten; Verpflichtung des Dienstherrn zur erneuten Beurteilung des Beamten bei Rechtswidrigkeit der vorigen Beurteilung; Anwendbarkeit des § 21 Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) auf Verwaltungsaktseigenschaft und von dienstlichen Beurteilungen; Vorliegen der für einen Anspruch auf erneute dienstliche Beurteilung erforderlichen Voreingenommenheit ; Befangenheit des Erstellers des Beurteilungsbeitrags bei Verschlechterung gegenüber der vorherigen Beurteilung; Einrichtung von Dienstposten und deren Besetzung im Rahmen der haushaltsrechtlichen und dienstrechtlichen Bestimmungen als Organisationshoheit und Personalhoheit der Exekutive; Individuelle Rechtsverletzung duch die personelle Besetzung einer Behörde; Befugnis zum Verlangen des Ausschlusses von Mitbewerbern aus statusbedingten Gründen; Vorverlagerung der Auslese für ein Beförderungsamt auf die Auswahl unter den Bewerbern um den Beförderungsdienstposten; Modifizierung des Zuschnittes eines Dienstposten
Abgesehen davon, dass deshalb schon kein das Ermessen des Dienstherrn eröffnender Ausnahmefall i.S.d. § 40 Abs. 2 BLV gegeben ist, ist nicht ersichtlich, woraus sich die für einen Anspruch der Klägerin erforderliche Ermessensreduktion ergeben könnte (vgl. Urteil vom 23. September 2004 - BVerwG 2 A 8.03 - Buchholz 232 § 23 BBG Nr. 43).
Diese sind vom Senat bereits im Urteil vom 23. September 2004 - BVerwG 2 A 8.03 - berücksichtigt worden.
gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. September 2004 - BVerwG 2 A 8.03 -.
Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. September 2004 - BVerwG 2 A 8.03 - verletzt die Beschwerdeführerin in ihren Rechten aus Artikel 33 Absatz 2 in Verbindung mit Artikel 19 Absatz 4 des Grundgesetzes.
vgl. z.B. BVerwG, Urteile vom 23. September 2004 - 2 A 8.03 -, Buchholz 232 § 23 BBG Nr. 43, vom 7. November 1962 - 6 C 144.61 -, Buchholz 232 § 32 BBG Nr. 6, Beschluss vom 5. November 1985 - 1 WB 20.85 -, NZWehrr 1986, 130 (Leitsätze) und juris; OVG des Saarlandes, Beschluss vom 9. September 2004 - 1 Q 53/04 -, juris, die ebenfalls keine besonderen Anforderungen an die Würdigung der Aussagen von am Beurteilungsverfahren beteiligten Zeugen stellen.
vgl. BVerwG, Urteil vom 23. September 2004 - 2 A 8.03 -, a.a.O.; Schnellenbach, a.a.O., Rn. 466.
vgl. BVerwG, Urteile vom 23. September 2004 2 A 8.03 -, Buchholz 232 § 23 BBG Nr. 43 = juris Rn. 26, und vom 23. April 1998 2 C 16.97 -, BVerwGE 106, 318 = juris, 13 ff.
vgl. BVerwG, Urteil vom 23. September 2004 - 2 A 8.03 -, juris, Rn. 26.
§ 21 LVwVfG, wonach im Verwaltungsverfahren bereits die Besorgnis der Befangenheit ausreicht, einen Amtsträger von der Wahrnehmung seiner Aufgaben zu entbinden, ist auf dienstliche Beurteilungen schon deshalb nicht anwendbar, weil diese keine Verwaltungsakte sind (vgl. BVerwG, Urteile vom 23.04.1998 - 2 C 16.97 -, BVerwGE 106, 318, und vom 23.09.2004 - 2 A 8.03 -, Buchholz 232 § 23 BBG Nr. 43; BVerfG, Beschluss vom 06.08.2002 - 2 BvR 2357/00 -, NVwZ-RR 2002, 802; OVG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 31.05.2011 - 1 L 86/10 -, Juris; Senatsurteil vom 03.04.1990 - 4 S 1940/88 -, Juris).
Diese sind die Einhaltung des vorgeschriebenen Verfahrens, die Zugrundelegung des richtigen Sachverhalts, die zutreffende Erfassung des Begriffs der Eignung und der gesetzlichen Grenzen der Beurteilungsermächtigung, das Fehlen sachfremder Erwägungen sowie die Beachtung allgemeiner Bewertungsmaßstäbe (BVerwG, Urteil vom 23. September 2004 - 2 A 8.03 -, Buchholz, Ausgabe 7, 232 § 23 BBG, Nr. 43, S. 9).
Dabei gilt es überdies zu beachten, dass im Rahmen der dienstlichen Beurteilung diese nur dann angreifbar ist, wenn nicht nur lediglich eine Besorgnis der Befangenheit des Beurteilers besteht, sondern die Befangenheitsrüge nur durchgreifen kann, wenn objektiv eine Voreingenommenheit festzustellen ist (vgl. nur BVerwG, Urteile vom 23. September 2004 - 2 A 8.03 - Buchholz 232 § 23 BBG Nr. 43 …und vom 23. April 1998 - 2 C 16.97 - BVerwGE 106, 316).
BVerwG, 31.03.2005 - 2 A 8.04
Einstellung eines Verfahrens wegen der Rücknahme einer Klage
OVG Saarland, 19.04.2005 - 1 Y 4/05