Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Rheinland-Pfalz&Datum=18.10.2017&Aktenzeichen=6%20A%2011862/16
Timestamp: 2020-03-29 19:04:36
Document Index: 216515475

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10']

OVG Rheinland-Pfalz, 18.10.2017 - 6 A 11862/16.OVG - dejure.org
OVG Rheinland-Pfalz, 18.10.2017 - 6 A 11862/16.OVG
https://dejure.org/2017,42754
OVG Rheinland-Pfalz, 18.10.2017 - 6 A 11862/16.OVG (https://dejure.org/2017,42754)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 18.10.2017 - 6 A 11862/16.OVG (https://dejure.org/2017,42754)
OVG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 18. Januar 2017 - 6 A 11862/16.OVG (https://dejure.org/2017,42754)
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§ 10a Abs 1 KAG RP, § 10a Abs 4 KAG RP
KAG § 10a Abs. 1; KAG § 10a Abs. 4
Abrechnungseinheit; Anbaubestimmung; Anbaustraße; Ausbauaufwand; Ausbauaufwendungen; Ausbaubeitragsrecht; Außenbereich; Baulücke; Behaltendürfen; Beitrag; Beitragspflicht; Beitragsrecht; Beitragssatzung; einheitliche öffentliche Einrichtung; Einrichtung; Entstehen der ...
KAG § 10a Abs. 1 ; KAG § 10a Abs. 4
Erledigung eines sich auf einen wiederkehrenden Ausbaubeitrag gerichteten Vorauszahlungsbescheids durch den Erlass des endgültigen Heranziehungsbescheids; Endgültiger Heranziehungsbescheid als Rechtsgrund für das Behaltendürfen der Vorauszahlung nach seinem Erlass; ...
NVwZ-RR 2018, 122
Wird der Heranziehungsbescheid wieder aufgehoben, erlangt der Vorausleistungsbescheid seine Bedeutung als Behaltensgrund nicht wieder (wie OVG RP, Urteil vom 18. Oktober 2017 - 6 A 11862/16.OVG -, esovgrp).
Der endgültige Heranziehungsbescheid löst den Vorausleistungsbescheid ab, weil er nunmehr grundsätzlich den Rechtsgrund für das (endgültige) Behaltendürfen der Vorausleistung darstellt, soweit sie den endgültig festgesetzten Beitrag nicht übersteigt (vgl. OVG RP, Urteil vom 18. Oktober 2017 - 6 A 11862/16.OVG -, juris; OVG RP, Urteil vom 10. Dezember 2014 - 6 A 10853/14.OVG -, AS 43, 139 = KStZ 2015, 75; OVG RP, Beschluss vom 28. Mai 2009 - 6 A 11236/08.OVG - ähnlich BayVGH, Urteil vom 3. Februar 2000 - 6 B 95.2367 -, juris; OVG NW, Urteil vom 16. März 1977 - II A 588/74 -, juris; HessVGH, Urteil vom 7. Dezember 1978 - V OE 95/77 -, juris; vgl.hierzu auch BVerwG, Beschluss vom 19. Dezember 1997 - 8 B 244.97 -, NVwZ-RR 1998, 577; BFH, Beschlüsse vom 3. Juli 1995 - GrS 3/93 - BFHE 178, 11 und vom 23. Juni 1993 - X B 134/91 - BFHE 172, 9 ).
Mit dem Erlass des endgültigen Beitragsbescheids bringt die Gemeinde zum Ausdruck, dass sie vom Entstehen der (endgültigen) Beitragspflicht in einer bestimmten Höhe ausgeht und die Vorfinanzierung im Umfang einer lediglich prognostizierten Beitragslast beendet (vgl. OVG RP, Urteil vom 18. Oktober 2017 - 6 A 11862/16.OVG -, juris ; OVG NW, Beschluss vom 30. Juni 2009 - 15 B 524/09 -, KStZ 2009, 154).
cc) Durch die Aufhebung des Heranziehungsbescheids vom 9. Oktober 2008 lebte der Vorausleistungsbescheid nicht wieder auf, und zwar weder als solcher (vgl. OVG RP, Urteil vom 18. Oktober 2017 - 6 A 11862/16.OVG -, juris) noch als zu einem endgültigen Beitragsbescheid umgewandelter Bescheid (vgl. OVG RP, Beschluss vom 17. Dezember 2008 - 6 A 10941/08.OVG -, esovgrp).
Wie der Senat in seinem Urteil vom 18. Oktober 2017 (- 6 A 11862/16.OVG -, juris) bereits ausgeführt hat, beendet die Gemeinde mit der Festsetzung der (endgültigen) Beitragsschuld in einer bestimmten Höhe die Vorfinanzierung durch den Vorausleistungsbescheid.
Eine hiervon abweichende Betrachtung ist nach Auffassung des Senats (Urteil vom 18. Oktober 2017 - 6 A 11862/16.OVG -, juris, mit klarstellendem Hinweis zu dem Senatsbeschluss vom 10. März 2010 - 6 B 11298/09.OVG -) auch dann nicht mit Rücksicht auf den Vorfinanzierungszweck der Vorausleistung gerechtfertigt, wenn dem Vorausleistungsbescheid die Mängel, derentwegen der endgültige Bescheid aufgehoben wird, nicht anhaften.
Der endgültige Heranziehungsbescheid löst den Vorausleistungsbescheid ab, weil er nunmehr grundsätzlich den Rechtsgrund für das (endgültige) Behaltendürfen der Vorausleistung darstellt, soweit sie den endgültig festgesetzten Beitrag nicht übersteigt (vgl. OVG RP, Urteil vom 18. Oktober 2017 - 6 A 11862/16.OVG -, juris; OVG RP, Urteil vom 10. Dezember 2014 - 6 A 10853/14.OVG -, AS 43, 139 = KStZ 2015, 75 ; OVG RP, Beschluss vom 28. Mai 2009 - 6 A 11236/08.OVG - ähnlich BayVGH, Urteil vom 3. Februar 2000 - 6 B 95.2367 -, juris; OVG NW, Urteil vom 16. März 1977 - II A 588/74 -, juris; HessVGH, Urteil vom 7. Dezember 1978 - V OE 95/77 -, juris; vgl.hierzu auch BVerwG, Beschluss vom 19. Dezember 1997 - 8 B 244.97 -, NVwZ-RR 1998, 577 ; BFH, Beschlüsse vom 3. Juli 1995 - GrS 3/93 - BFHE 178, 11 und vom 23. Juni 1993 - X B 134/91 - BFHE 172, 9 ).
Mit dem Erlass des endgültigen Beitragsbescheids bringt die Gemeinde zum Ausdruck, dass sie vom Entstehen der (endgültigen) Beitragspflicht in einer bestimmten Höhe ausgeht und die Vorfinanzierung im Umfang einer lediglich prognostizierten Beitragslast beendet (vgl. OVG RP, Urteil vom 18. Oktober 2017 - 6 A 11862/16.OVG -, juris; OVG NW, Beschluss vom 30. Juni 2009 - 15 B 524/09 -, KStZ 2009, 154 ).
Eine hiervon abweichende Betrachtung ist nach Auffassung des Senats (Urteil vom 18. Oktober 2017 - 6 A 11862/16.OVG -, juris, mit klarstellendem Hinweis zu dem Senatsbeschluss vom 10. März 6 B 11298/09.OVG) auch dann nicht mit Rücksicht auf den Vorfinanzierungszweck der Vorausleistung gerechtfertigt, wenn dem Vorausleistungsbescheid die Mängel, derentwegen der endgültige Bescheid aufgehoben wird, nicht anhaften.
13 Zwar kann die typische tatsächliche Straßennutzung trotz einer topographischen Zäsur einen räumlichen Zusammenhang herstellen (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 25. Juni 2014, a. a. O., Rn. 64), und zwar insbesondere in dörflich strukturierten Bereichen und bei weniger prägnanten Zäsuren (OVG RP, Urteil vom 24. Februar 2016 - 6 A 11031/15.OVG -, KStZ 2016, 130), setzt aber regelmäßig einen verbindenden Fahrzeug- sowie Fußgängerverkehr in beiden Richtungen voraus (OVG RP, Urteil vom 18. Oktober 2017 - 6 A 11862/16.OVG -, juris).
Dies setzt aber regelmäßig einen verbindenden Fahrzeug- sowie Fußgängerverkehr in beiden Richtungen voraus (OVG RP, Urteil vom 18. Oktober 2017 - 6 A 11862/16.OVG -, juris).
Zwar kann die typische tatsächliche Straßennutzung trotz einer topographischen Zäsur einen räumlichen Zusammenhang herstellen (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 25. Juni 2014, a. a. O., Rn. 64), und zwar insbesondere in dörflich strukturierten Bereichen und bei weniger prägnanten Zäsuren (OVG RP, Urteil vom 24. Februar 2016 - 6 A 11031/15.OVG -, KStZ 2016, 130), setzt aber regelmäßig einen verbindenden Fahrzeug- sowie Fußgängerverkehr in beiden Richtungen voraus (OVG RP, Urteil vom 18. Oktober 2017 - 6 A 11862/16.OVG -, juris; OVG RP, Urteil vom 9. Juli 2018 - 6 C 11654/17.OVG -, juris).