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Timestamp: 2016-10-27 05:00:06
Document Index: 193901217

Matched Legal Cases: ['Art. 78', 'Art. 92', 'Art. 59', 'Art. 380', 'Art. 80', 'Art. 81', 'Art. 59', 'Art. 30', 'Art. 56', 'Art. 30', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 56', 'BGE', 'Art. 56', 'BGE', 'Art. 393', 'Art. 322', 'Art. 310', 'Art. 4', 'Art. 12', 'Art. 14', 'Art. 4', 'Art. 13', 'Art. 56', 'Art. 56', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 56', 'Art. 59', 'Art. 58', 'BGE', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 59', 'Art. 58', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 66', 'Art. 68']

1B_418/2014 � � Urteil vom 15. Mai 2015
Am 6. M�rz 2014 erhob Martin Ziegler bei der Staatskanzlei des Kantons Schwyz Strafanzeige gegen Paul Richli und allf�llige weitere Beteiligte wegen des Verdachts der falschen Anschuldigung (evtl. Verleumdung oder �blen Nachrede), des Amtsmissbrauchs (evtl. Amtsanmassung), der Amtspflichtverletzung und der Amtsgeheimnisverletzung. Gleichzeitig beantragte er den Ausstand der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz. Hintergrund der Strafanzeige bildete die T�tigkeit des Beanzeigten als Sekret�r und juristischer Berater der kantonsr�tlichen Untersuchungskommission "Justizstreit" (sog. PUK 2) bzw. als Verfasser des im Dezember 2013 publizierten Berichts der Untersuchungskommission.
Mit Beschluss vom 16. Mai 2014 stellte das Kantonsgericht Schwyz fest, dass zwei Angeh�rige der Oberstaatsanwaltschaft in den Ausstand zu treten hatten. In der Folge ernannte der Regierungsrat des Kantons Schwyz Beat Schnell zum ausserordentlichen Staatsanwalt des Kantons Schwyz und betraute diesen mit der Verfahrensleitung bzw. Behandlung der Strafanzeige. Am 13. Oktober 2014 erliess der a.o. Staatsanwalt eine Nichtanhandnahmeverf�gung.
Am 27. Oktober 2014 focht der Strafanzeiger und Privatkl�ger die Nichtanhandnahmeverf�gung mit Beschwerde beim Kantonsgericht an. Gleichzeitig stellte er ein Ausstandsgesuch gegen die drei vollamtlichen Mitglieder des Kantonsgerichts sowie die derzeitigen ordentlichen und ausserordentlichen Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber. Das Kantonsgericht verzichtete im Ausstandsverfahren auf die Einholung einer Stellungnahme der betroffenen Gerichtspersonen. Eine Anh�rung der weiteren Verfahrensbeteiligten im Strafverfahren erfolgte ebenfalls nicht. Mit Beschluss vom 13. November 2014 trat das Kantonsgericht, Beschwerdekammer, auf das Ausstandsgesuch nicht ein.
Gegen den Beschluss des Kantonsgerichtes vom 13. November 2014 gelangte der Strafanzeiger mit Beschwerde vom 19. Dezember 2014 an das Bundesgericht. Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die R�ckweisung der Sache zur gesetzeskonformen Behandlung an die Vorinstanz bzw. an das Berufungsgericht.
Der Kantonsgerichtspr�sident beantragt mit Vernehmlassung vom 5. Januar (Posteingang: 12. Januar) 2015 die Abweisung der Beschwerde. Der Beanzeigte hat am 7. Januar 2015 auf eine Stellungnahme ausdr�cklich verzichtet. Der a.o. Staatsanwalt liess sich nicht vernehmen. Mit Verf�gung vom 28. Januar 2015 bewilligte das Bundesgericht das Gesuch um aufschiebende Wirkung der Beschwerde. Der Beschwerdef�hrer replizierte am 4. M�rz 2015.
Gegen den angefochtenen Entscheid ist gem�ss Art. 78 ff. BGG die Beschwerde in Strafsachen gegeben.
1.1.�Es handelt es sich um einen selbst�ndig er�ffneten Zwischenentscheid �ber ein Ausstandsbegehren. Dagegen ist die Beschwerde nach Art. 92 Abs. 1 BGG zul�ssig.
1.2.�Gem�ss Art. 59 Abs. 1 i.V.m. Art. 380 StPO hat die Vorinstanz als einzige kantonale Instanz entschieden. Die Sachurteilsvoraussetzung von Art. 80 Abs. 2 Satz 3 BGG ist erf�llt.
1.3.�Dem angefochtenen Ausstandsentscheid liegt ein Beschwerdeverfahren gegen eine Nichtanhandnahmeverf�gung zugrunde. Es l�sst sich im jetzigen Verfahrensstadium nicht ausschliessen, dass sich die (akzessorisch streitige) Nichtanhandnahme auf die Beurteilung allf�lliger Zivilanspr�che des Beschwerdef�hrers als Privatstrafkl�ger (im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG) auswirken k�nnte. Insofern hat er grunds�tzlich ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Zwischenentscheides.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer habe im h�ngigen Beschwerdeverfahren gegen die Nichtanhandnahmeverf�gung ein Ausstandsgesuch gegen die drei vollamtlichen (vom Kantonsparlament gew�hlten) Mitglieder sowie gegen alle derzeitigen (ordentlichen und ausserordentlichen) Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber des Kantonsgerichtes gestellt. Er habe beantragt, es sei der einzige von einem Bezirksorgan gew�hlte Kantonsgerichtsvizepr�sident als Kammerpr�sident einzusetzen. Die beisitzenden Richterinnen und Richter seien ebenfalls aus jenen Mitgliedern des Kantonsgerichtes zusammenzusetzen, die von den Bezirken gew�hlt wurden. Die so konstituierte Beschwerdekammer habe wiederum eine externe Gerichtsschreiberin oder einen externen Gerichtsschreiber zu bestimmen, die bzw. der nicht im Betrieb des Kantonsgerichtes t�tig und von den vollamtlichen Gerichtsmitgliedern unabh�ngig sei.
2.2.�Der Beschwerdef�hrer habe sein Gesuch damit begr�ndet, dass die Er�ffnung einer Strafuntersuchung gegen die beanzeigte Person Auswirkungen auf verschiedene (in die kantonsr�tliche Untersuchungskommission PUK 2 implizierte) Mitglieder des Kantonsrates haben k�nnte, welche ebenfalls mit strafprozessualen Folgen zu rechnen h�tten. Jene Mitglieder des Kantonsgerichtes, welche vom Kantonsrat gew�hlt worden seien (und von ihm wiedergew�hlt werden wollten), erschienen deshalb f�r die h�ngige Pr�fung, ob die Nichtanhandnahme zu Recht verf�gt wurde, als befangen.
2.3.�Die Beschwerdekammer des Kantonsgerichtes erw�gt Folgendes weiter: Zwar solle in der Regel niemand, gegen den ein Ausstandsgesuch gerichtet ist, selbst dar�ber entscheiden. Dieser Grundsatz gelte jedoch nicht ausnahmslos. Bei jedem Rechtsuchenden sei ein "loyales Verst�ndnis des von ihm ausge�bten Rechts" vorauszusetzen. Rechtsschutz werde ihm "nur gew�hrt, wenn er von seinen Rechten in der vom Gesetzgeber verstandenen Art Gebrauch macht". Das Ausstandsverfahren d�rfe nicht missbraucht werden und "namentlich nicht zur - wenn auch vorl�ufigen - Ausschaltung der Rechtspflegeinstanz und damit zur Lahmlegung der Justiz" f�hren. Wenn eine Strafbeh�rde, deren Ausstand verlangt wird, das Ausstandsgesuch als missbr�uchlich oder offensichtlich unbegr�ndet erachte, mithin keine Ermessensaus�bung erforderlich sei, um die Untauglichkeit der Ausstandsgr�nde zu erkennen, k�nne "sie selbst das Gesuch als unzul�ssig beurteilen, auch wenn dieser Entscheid gem�ss anwendbarem Verfahren einer anderen Beh�rde obl�ge". In diesen F�llen gen�ge es, "wenn eine Gerichtsabteilung - in der Regel die in der Sache selbst zust�ndige - feststellt, dass keine nach Massgabe des Gesetzes geeigneten Ausstandsgr�nde geltend gemacht" w�rden und dass damit die Eintretensvoraussetzung f�r ein Ausstandsverfahren fehle. Dieser Abteilung d�rften "auch jene Richter angeh�ren, die von einem solchen Ausstandsbegehren betroffen sind". Dies treffe insbesondere zu, wenn durch zahlreiche unbegr�ndete Ablehnungen der geordnete Betrieb der Justiz erheblich erschwert oder gar verunm�glicht w�rde oder wenn sich ein Ausstandsbegehren gegen das ganze Gericht bzw. dessen Abteilungen oder Kammern oder pauschal gegen alle Mitglieder einer Beh�rde richte.
2.4.�Die Vorinstanz vertritt die Ansicht, die f�r das Beschwerdeverfahren gegen die Nichtanhandnahmeverf�gung zust�ndige Beschwerdekammer des Kantonsgerichtes werde vom Beschwerdef�hrer "in ihrer ordentlichen Zusammensetzung nahezu vollst�ndig abgelehnt". Dies gelte insbesondere f�r den Kammervorsitz und alle zur Verf�gung stehenden Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber. Damit entstehe der Eindruck, dass der Beschwerdef�hrer "Richter und Gerichtsschreiber systematisch in den Ausstand versetzt und damit sein Ablehnungsrecht undifferenziert" aus�be. Was die von ihm geltend gemachte Befangenheit der drei vom Kantonsrat gew�hlten vollamtlichen Gerichtsmitglieder betrifft, d�rfe "grunds�tzlich davon ausgegangen werden", dass deren Wiederwahl "professionell durchgef�hrt und �ber unterschiedliche Standpunkte mit der notwendigen Sachlichkeit diskutiert" werde. "Gleichwohl" sei - nach Ansicht der Vorinstanz - "eine Abwahl aufgrund eines missliebigen Urteils theoretisch nicht v�llig ausgeschlossen". "Das Best�tigungsverfahren" werde "so zum Referendum �ber die Rechtsprechung in der vergangenen Amtsperiode". Dagegen best�nden "keine institutionellen Sicherungen". Dennoch bilde das Wiederwahlerfordernis allein noch keinen Befangenheitsgrund. Von einer allf�lligen Ausweitung der Strafuntersuchung (nach einer Gutheissung der Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverf�gung) auf Kantonsr�te (bzw. Mitglieder der PUK 2) w�re nur eine Minderheit der Mitglieder des Kantonsrates betroffen. Und selbst wenn eine solche Ausweitung erfolgen w�rde, m�ssten "die Auswirkungen einer Strafuntersuchung auf die betroffenen Kantonsr�te nicht zwingend negativ sein". Das Ausstandsgesuch sei "missbr�uchlich bzw. offensichtlich unbegr�ndet" und damit unzul�ssig.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, der Kantonsgerichtspr�sident, gegen den sich das Ausstandsgesuch (nebst zwei weiteren vollamtlichen Mitgliedern des Kantonsgerichtes) richte, habe das Ausstandsgesuch (als Vorsitzender der Beschwerdekammer) gleich selbst abschl�gig mitbehandelt. Der angefochtene Entscheid verletze Art. 59 Abs. 1 lit. c StPO, wonach das kantonale Berufungsgericht (Strafkammer des Kantonsgerichtes) Ausstandsgesuche gegen Gerichtspersonen der kantonalen Beschwerdeinstanz (Beschwerdekammer des Kantonsgerichtes) zu pr�fen habe. Die mit der Hauptsache befasste Beschwerdekammer sei nicht befugt, entsprechende Ausstandsgesuche selber zu behandeln. Dass ausgerechnet der vom Ausstandsgesuch betroffene Kantonsgerichtspr�sident den Fall an sich gezogen habe, mute umso ungew�hnlicher an, als die unzust�ndige Beschwerdekammer auch nicht in ihrer ordentlichen Besetzung entschieden habe. Anstelle des ordentlichen Beisitzers habe (neben der ordentlichen Beisitzerin) ein Mitglied der 1. Zivilkammer mitgewirkt. Damit entstehe der Eindruck, dass der vom Ausstandsgesuch betroffene Kantonsgerichtspr�sident den Spruchk�rper, der �ber das Gesuch entschied, nach seinem pers�nlichen Gutd�nken und ad hoc zusammengesetzt habe.
Der Vorwurf dieser Vorinstanz, wonach er, der Beschwerdef�hrer, keine tauglichen Ausstandsgr�nde dargelegt habe bzw. dass er rechtsmissbr�uchlich (systematisch und undifferenziert) von seinem Ablehnungsrecht nach Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 56 ff. StPO Gebrauch mache, treffe in keiner Weise zu. Weder l�gen zahlreiche unbegr�ndete Ablehnungen vor, noch sei ein ganzes Gericht (oder alle Mitglieder einer Beh�rde) pauschal abgelehnt worden. Das Ausstandsgesuch beschr�nke sich auf zwei Richter und eine Richterin. Neben den drei pers�nlich betroffenen vollamtlichen Mitgliedern verf�ge das Kantonsgericht noch �ber elf weitere Richterinnen und Richter. Die Ansicht der Vorinstanz, durch das Ausstandsgesuch werde der geordnete Justizbetrieb massgeblich beeintr�chtigt, treffe daher nicht zu. Die pers�nliche Befangenheit der drei vollamtlichen Gerichtsmitglieder (wegen ihrer "politischen Abh�ngigkeit" aufgrund ihrer ausstehenden Wiederwahl durch diverse von der Strafanzeige mitbetroffene Mitglieder des Kantonsparlaments) sei ausf�hrlich substanziiert worden. Die dargelegte Befangenheit aus politischen Gr�nden m�sse durch das gesetzlich zust�ndige Gericht und ohne Mitwirkung der betroffenen Gerichtsmitglieder materiell gepr�ft werden.
Aus den genannten Gr�nden sei der angefochtene Entscheid gesetzwidrig und willk�rlich. Das zus�tzliche Ausstandsgesuch gegen s�mtliche ordentlichen und ausserordentlichen Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber des Kantonsgerichtes sei "in erster Linie vorsorglich gedacht" gewesen, damit der vom Ausstandsgesuch betroffene Kantonsgerichtspr�sident sich "nicht in die Bestellung einmischt".
4.1.�Nach Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK hat jede Person Anspruch darauf, dass ihre Sache von einem unparteiischen, unvoreingenommenen und unbefangenen Richter ohne Einwirken sachfremder Umst�nde entschieden wird. Dies soll zu der f�r einen korrekten und fairen Prozess erforderlichen Offenheit des Verfahrens beitragen und ein gerechtes Urteil erm�glichen (BGE 140 I 240 E. 2.2 S. 242; 271 E. 8.4 S. 273 ff.; 140 III 221 E. 4.1 S. 222 f.; 137 I 227 E. 2.1 S. 229; je mit Hinweisen). Die verfassungs- bzw. konventionsrechtliche Garantie wird in Art. 56 StPO konkretisiert (BGE 138 I 425 E. 4.2.1 S. 428 mit Hinweisen). Art. 56 StPO z�hlt in lit. a-e einzelne Ausstandsgr�nde auf und schliesst in lit. f mit der Generalklausel, wonach eine in einer Strafbeh�rde t�tige Person in den Ausstand tritt, wenn sie aus anderen Gr�nden, insbesondere wegen Freundschaft oder Feindschaft mit einer Partei oder deren Rechtsbeistand, befangen sein k�nnte.
4.2.�Die Garantie des verfassungsm�ssigen Richters wird verletzt, wenn bei objektiver Betrachtung Gegebenheiten vorliegen, die den Anschein der Befangenheit oder die Gefahr der Voreingenommenheit begr�nden. Voreingenommenheit und Befangenheit werden nach der Rechtsprechung angenommen, wenn Umst�nde vorliegen, die bei objektiver Betrachtung geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit des Richters zu erwecken. Solche Umst�nde k�nnen in einem bestimmten Verhalten des betreffenden Richters oder in gewissen �usseren Gegebenheiten funktioneller und organisatorischer Natur begr�ndet sein. Bei der Beurteilung solcher Gegebenheiten ist nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei abzustellen. Das Misstrauen in die Unvoreingenommenheit muss vielmehr in objektiver Weise begr�ndet erscheinen. Es gen�gt, wenn Umst�nde vorliegen, die bei objektiver Betrachtung den Anschein der Befangenheit und Voreingenommenheit erwecken. F�r die Ablehnung wird nicht verlangt, dass der Richter tats�chlich befangen ist (BGE 140 I 240 E. 2.2 S. 242; 137 I 227 E. 2.1 S. 229; je mit Hinweisen).
4.3.�Gegen Nichtanhandnahmeverf�gungen ist die Beschwerde nach Art. 393 ff. StPO gegeben (Art. 322 Abs. 2 i.V.m. Art. 310 Abs. 2 StPO). Die Strafbeh�rden sind in der Rechtsanwendung unabh�ngig und allein dem Recht verpflichtet (Art. 4 Abs. 1 StPO). Gesetzliche Weisungsbefugnisse gegen�ber den Strafverfolgungsbeh�rden (Art. 12 StPO) nach Art. 14 StPO bleiben vorbehalten (Art. 4 Abs. 2 StPO).
4.4.�Ein Ausstandsgrund liegt insbesondere vor, wenn eine in einer Strafbeh�rde, etwa der kantonalen Beschwerdeinstanz (Art. 13 lit. c StPO), t�tige Person in der Sache ein pers�nliches Interesse hat (Art. 56 lit. a StPO) oder anderweitig befangen sein k�nnte (Art. 56 lit. f StPO). Will eine Partei den Ausstand einer in einer Strafbeh�rde t�tigen Person verlangen, so hat sie der Verfahrensleitung ohne Verzug ein entsprechendes Gesuch zu stellen, sobald sie vom Ausstandsgrund Kenntnis hat; die den Ausstand begr�ndenden Tatsachen sind glaubhaft zu machen (Art. 58 Abs. 1 StPO). Die betroffene Person nimmt zum Gesuch Stellung (Art. 58 Abs. 2 StPO). �ber Ausstandsgesuche gegen Gerichtspersonen der kantonalen Beschwerdeinstanz nach Art. 56 lit. a oder lit. f StPO entscheidet endg�ltig das kantonale Berufungsgericht (Art. 59 Abs. 1 lit. c StPO).
4.5.�Angebliche Befangenheitsgr�nde sind unverz�glich glaubhaft zu machen (Art. 58 Abs. 1 StPO). Versp�tete oder offensichtlich nicht substanziierte R�gen k�nnen gegen Treu und Glauben verstossen und zur Verwirkung des Anspruchs f�hren (vgl. BGE 140 I 271 E. 8.4.3 S. 275; 138 I 1 E. 2.2 S. 4; 136 I 207 E. 3.4 S. 211; 134 I 20 E. 4.3.1 S. 21; 129 III 445 E. 4.2.2 S. 464 ff.; je mit Hinweisen). Von der Annahme einer Verwirkung ist allerdings Zur�ckhaltung geboten (vgl. Markus Boog, in: Basler Kommentar StPO, 2. Aufl., Basel 2014, Art. 58 N. 8). Nach der Bundesgerichtspraxis sind insbesondere pauschale Ausstandsgesuche gegen eine Justizbeh�rde als Ganzes grunds�tzlich nicht zul�ssig. Rekusationsersuchen haben sich auf einzelne Mitglieder der Beh�rde zu beziehen, und der Gesuchsteller hat eine pers�nliche Befangenheit der betreffenden Personen aufgrund von Tatsachen konkret glaubhaft zu machen. Ein formal gegen eine Gesamtbeh�rde gerichtetes Ersuchen kann daher in aller Regel nur entgegengenommen werden, wenn im Austandsbegehren Befangenheitsgr�nde gegen alle Einzelmitglieder ausreichend substanziiert werden (vgl. Urteile des Bundesgerichtes 1B_405/2014 vom 12. Mai 2015 E. 6.2; 1B_299/2013 vom 14. Oktober 2013 E. 4.6; 1B_189/2013 vom 18. Juni 2013 E. 2.3; 1B_86/2011 vom 14. April 2011 E. 3.3.1; Boog, a.a.O., Art. 58 N. 2).
4.6.�Das hier zu beurteilende Ausstandsgesuch richtet sich (prim�r) gegen die drei vollamtlich t�tigen Mitglieder des Kantonsgerichtes, welche als Verfahrensleiter oder Beisitzer der kantonalen Beschwerdeinstanz (Beschwerdekammer) in Frage kommen. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die drei vollamtlichen Mitglieder des Kantonsgerichts seien vom Kantonsparlament gew�hlt worden und von diesem periodisch wiederzuw�hlen. Der n�chste Wahltermin sei ca. in einem Jahr. Im Falle einer Gutheissung seiner (von der Beschwerdekammer zu pr�fenden) Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverf�gung drohten zumindest elf Kantonsr�tinnen und Kantonsr�ten bzw. den Mitgliedern der PUK 2 unliebsame Folgen bis hin zu einer m�glichen Ausweitung der Strafuntersuchung auf sie. Dabei handle es sich um einflussreiche Parlamentarierinnen und Parlamentarier, welche mehr als 10% des Wahlk�rpers bildeten. Im Hinblick auf ihre Wiederwahlaussichten k�nnten die genannten drei Mitglieder des Kantonsgerichts daher geneigt sein, die h�ngige Beschwerde abschl�gig zu behandeln, was sie als politisch befangen erscheinen lasse.
4.7.�Der Auffassung der Vorinstanz, die f�r das Beschwerdeverfahren gegen die Nichtanhandnahmeverf�gung zust�ndige Beschwerdekammer des Kantonsgerichtes werde vom Beschwerdef�hrer "in ihrer ordentlichen Zusammensetzung nahezu vollst�ndig abgelehnt", kann nur beschr�nkt gefolgt werden: Gem�ss den im Internet ver�ffentlichten amtlichen Informationen�
http://www.kgsz.ch/index.php?id=konstituierung�
>> <<�
http://www.kgsz.ch/index.php?id=mitglieder�
>>�und dem Konstituierungsbeschluss vom 8. Juli 2014 (GGE 2014 2) konstituiert sich die Beschwerdekammer des Kantonsgerichtes in der laufenden Amtsperiode (2012-2016) aktuell wie folgt: Den Kammervorsitz f�hrt der Kantonsgerichtspr�sident oder eine vollamtliche Vizepr�sidentin bzw. ein vollamtlicher Vizepr�sident. Die ordentlichen Mitglieder (Beisitzer) der Beschwerdekammer bestehen aus zwei (nicht vollamtlichen) Mitgliedern des Kantonsgerichtes, deren Ausstand unbestrittenermassen nicht beantragt worden ist. Als m�gliche (ausserordentliche) Mitglieder st�nden nach den amtlichen Informationen noch weitere acht (nicht vollamtliche) Kantonsrichterinnen und Kantonsrichter zur Verf�gung. Zwar sind f�r das (ordentliche) Pr�sidium der Beschwerdekammer sowohl der Kantonsgerichtspr�sident als auch der 1. Vizepr�sident und die 2. Vizepr�sidentin (als vollamtliche Gerichtsmitglieder) vom Gesuch betroffen. Als m�gliche Verfahrensleiter stehen aber immer noch der 3. Vizepr�sident und zehn weitere (nicht vollamtliche) Gerichtsmitglieder zur Verf�gung. Der in der Stellungnahme des Kantonsgerichtspr�sidenten nachtr�glich ge�usserten Ansicht, der 3. Vizepr�sident m�sse als befangen angesehen werden, da er mit dem Beschwerdef�hrer (in dessen Funktion als damaliger Kantonsgerichtspr�sident) bis 2012 zusammengearbeitet habe, ist nicht zu folgen.
4.8.�Bei dieser Sachlage kann hier von einem rechtsmissbr�uchlich erhobenen pauschalen Ausstandsgesuch gegen praktisch alle zur Verf�gung stehenden Richterinnen und Richter der zust�ndigen Kammer nicht gesprochen werden. Das Gesuch gegen die genannten drei Gerichtsmitglieder (als potentielle Verfahrensleiter oder Mitglieder der kantonalen Beschwerdeinstanz) ist gesetzeskonform begr�ndet und stellt kein offensichtlich unsubstanziiertes oder gar rechtsmissbr�uchliches Ausstandsbegehren im Sinne der oben dargelegten Rechtsprechung dar. Die vorgebrachten Befangenheitsgr�nde sind folglich vom Kantonsgericht als Berufungsgericht (Strafkammer) materiell zu pr�fen (Art. 59 Abs. 1 lit. c i.V.m. Art. 58 Abs. 1 StPO). Der angefochtene Nichteintretensentscheid erweist sich insofern als bundesrechtswidrig und ist aufzuheben.
4.9.�Die Sache ist an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen zur materiellen Beurteilung des Ausstandsgesuches (gegen drei Gerichtsmitglieder) durch das Kantonsgericht als Berufungsgericht (Strafkammer). Die drei vom Gesuch direkt betroffenen vollamtlichen Mitglieder des Kantonsgerichtes werden bei der materiellen Pr�fung des Gesuches (im zur�ckgewiesenen Verfahren) in den Ausstand zu treten haben. Dies gilt insbesondere f�r den Kantonsgerichtspr�sidenten, der am angefochtenen Nichteintretensentscheid noch (als Beschwerdekammerpr�sident) mitwirkte.
4.10.�Nicht ausreichend substanziiert ist hingegen das pauschale Ausstandsgesuch gegen s�mtliche derzeitigen (ordentlichen und ausserordentlichen) Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber des Kantonsgerichtes. Der Beschwerdef�hrer r�umt ein, sein Gesuch, einen Gerichtsschreiber oder eine Gerichtsschreiberin von ausserhalb des Kantonsgerichtes zu bestimmen, sei "in erster Linie vorsorglich gedacht" gewesen, damit der vom Ausstandsgesuch betroffene Kantonsgerichtspr�sident sich "nicht in die Bestellung einmischt". Im zur�ckgewiesenen Ausstandsverfahren werden - antragsgem�ss - drei nicht vollamtliche Mitglieder des Kantonsgerichtes die Spruchkammer (als Strafkammer des Kantonsgerichtes) bilden. Es ist nicht ersichtlich und wird auch vom Beschwerdef�hrer nicht dargelegt, weshalb s�mtliche Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber des Kantonsgerichtes in der Ausstandssache ohne Weiteres als befangen (oder gar als von den vollamtlichen Gerichtsmitgliedern "abh�ngig") anzusehen w�ren. Insofern ist der angefochtene Nichteintretensentscheid inhaltlich nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.
Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen. Der angefochtene Entscheid ist aufzuheben und die Sache an das Kantonsgericht (als Berufungsgericht) zur�ckzuweisen zur materiellen Pr�fung des Ausstandsgesuches gegen die drei vollamtlichen Mitglieder des Kantonsgerichtes. Im �brigen (n�mlich was das nicht substanziierte Ausstandsgesuch gegen s�mtliche derzeitigen Gerichtsschreiberinnen und Gerichtsschreiber des Kantonsgerichtes betrifft) ist die Beschwerde abzuweisen.
Der Beanzeigte ist im vorinstanzlichen Ausstandsverfahren betreffend Nichtanhandnahme nicht als Verfahrensbeteiligter beigezogen worden. Im Verfahren vor Bundesgericht hat er auf eine Stellungnahme ausdr�cklich verzichtet. Damit besteht hier keine gesetzliche Grundlage f�r eine Kostenauflage an ihn (vgl. Art. 66 Abs. 1 und Abs. 3 sowie Art. 68 Abs. 2 BGG).
Dem Kanton Schwyz sind keine Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 4 BGG). Hingegen hat er dem in der Hauptsache obsiegenden und anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrer eine angemessene Parteientsch�digung zu entrichten (Art. 68 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Beschluss vom 13. November 2014 des Kantonsgerichts Schwyz, Beschwerdekammer, wird aufgehoben, und die Sache wird an die Strafkammer des Kantonsgerichtes (Berufungsgericht) zur�ckgewiesen zur materiellen Pr�fung des Ausstandsgesuches gegen die drei vollamtlichen Mitglieder des Kantonsgerichtes.
Der Kanton Schwyz (Kasse des Kantonsgerichtes) hat dem Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung von Fr. 1'800.-- (pauschal, inkl. MWST) zu entrichten.