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Timestamp: 2020-01-22 17:41:28
Document Index: 222692634

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 13', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 10', '§ 19', '§ 19']

Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht - BewG/ErbStG , ErbSt ... / D. Berechnung des Entlastungsbetrags (Abs. 3 und 4) | Steuer Office Gold | Steuern | Haufe
Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht - BewG/ErbStG , ErbSt ... / D. Berechnung des Entlastungsbetrags (Abs. 3 und 4)
Die Ermittlung des Entlastungsbetrags erfolgt rechnerisch in folgenden fünf Schritten:
1. Steuerberechnung nach tatsächlicher Steuerklasse, § 19a Abs. 4 Satz 1 1. Halbs. ErbStG;
2. Aufteilung der Steuer im Verhältnis des begünstigten Vermögens nach Anwendung des § 13a ErbStG und nach Abzug der zu diesem Vermögen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehenden abzugsfähigen Schulden und Lasten (§ 10 Abs. 5 und 6 ErbStG) zum Wert des gesamten Vermögensanfalls i.S.d. § 10 Abs. 1 Satz 1 und 2 nach Abzug der mit diesem Vermögen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehenden abzugsfähigen Schulden und Lasten (§ 10 Abs. 5 und 6 ErbStG), § 19a Abs. 4 Satz 1 2. Halbs. i.V.m. Abs. 3 ErbStG;
3. Berechnung der Steuer nach Steuerklasse I, § 19a Abs. 4 Satz 2 Halbs. 1 ErbStG;
4. Aufteilung der Steuer nach Maßgabe des Abs. 3, § 19a Abs. 4 Satz 2 Halbs. 2 i.V.m. Abs. 3 ErbStG;
5. Der Entlastungsbetrag besteht aus der Differenz der Beträge der Schritte 2 und 4, § 19a Abs. 4 Satz 3 ErbStG.
Siehe auch das Beispiel in H E 19a.2 "Berechnung des Entlastungsbetrags" ErbStH 2011.
Unternehmer (U) hat seinen Großneffen (StKl. III) zum Alleinerben eingesetzt. U verstirbt. Zum Nachlass gehören ein nach §§ 13a, 13b ErbStG begünstigter Gewerbebetrieb (Steuerwert 3 Mio. EUR) und weiteres Vermögen bzw. nicht begünstigtes Verwaltungsvermögen mit einem steuerpflichtigen Wert von 750.000 EUR. Ein Antrag auf Optionsverschonung nach § 13a Abs. 10 ErbStG wurde nicht gestellt. Die Berechnung des Entlastungsbetrags und der ErbSt ergibt sich wie folgt:
1. Steuerberechnung nach tatsächlicher Steuerklasse EUR
Steuerwert des begünstigten Vermögens 3.000.000
./. Verschonungsabschlag 85 %, § 13a Abs. 1 Satz 1 ErbStG 2.550.000
Ansatz des begünstigen Vermögens (15 %) 450.000
./. Abzugsbetrag nach § 13a Abs. 2 ErbStG 0
Steuerpflichtiges begünstigtes Vermögen nach Anwendung § 13a ErbStG 450.000
zzgl. nicht nach §§ 13a, 13b ErbStG begünstigtes übriges Vermögen 750.000
gesamter Vermögensanfall 1.200.000
./. Nachlassverbindlichkeiten, § 10 Abs. 5 Nr. 3 Satz 2 ErbStG 10.300
Gesamter Vermögensanfall nach Abzug Schulden und Lasten 1.189.700
./. persönlicher Freibetrag 20.000
Steuerpflichtiger Erwerb 1.169.700
Erbschaftsteuer 30 % 350.910
2. Aufteilung der Steuer
Steuer: 350.910 EUR × 37,82 % = 132.714
3. Berechnung der Steuer nach StKl. I und Aufteilung nach Abs. 3
19 % von 1.169.700 EUR = 222.243 EUR, davon 37,82 % = 84.052
4. Entlastungsbetrag
Unterschiedsbetrag zwischen 132.714 EUR und 84.052 EUR = 48.662
5. Festzusetzende Steuer
Tarifliche Steuer 350.910 EUR
./. Entlastungsbetrag 48.662 EUR 302.248
Rz. 21– 24
Der Regierungsentwurf zur Erbschaftsteuerreform 2015, den das Kabinett am 8.7.2015 beschlossen hat, enthält einige Änderungen gegenüber dem Referentenentwurf. Prof. Dr. Lars Zipfel erläutert die wichtigsten Punkte und deren finanzielle Auswirkungen.
Kurz vor der parlamentarischen Sommerpause einigte sich die Berliner Regierungskoalition auf den Gesetzentwurf für die Reform der Erbschaftsteuer. Die erste Beratung im Bundesrat findet voraussichtlich am 25.9.2015 statt. Für Immobilienunternehmen könnte der Entwurf zu Vorteilen führen.
Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 19a: Tarifbegrenzung beim Erwerb von Betriebsvermögen, von Betrieben der Land- und Forstwirtschaft und von Anteilen an Kapitalgesellschaften
1 Überblick Rz. 1 Mit der Tarifbegrenzung (§ 19a ErbStG) soll die Unternehmensnachfolge steuerlich in den Fällen zusätzlich entlastet werden, in denen der Erblasser oder Schenker keine Nachfolger in der Steuerklasse I (z. B. Kinder) hat. Für den Erwerb von ...