Source: http://www.steuerlinks.de/steuerlexikon/lexikon/altersvorsorge-eigenheimrente.html
Timestamp: 2017-09-21 07:02:54
Document Index: 15433470

Matched Legal Cases: ['§ 82', '§ 82', '§ 5', 'Art. 1', '§ 92', '§ 26', '§ 92']

Lexikon Steuer: Altersvorsorge - Eigenheimrente
> Altersvorsorge - Eigenheimrente
Der Gesetzgeber hat das Eigenheimrentengesetz ( EigRentG ) mit der Einbeziehung der selbstgenutzten Wohnimmobilie in die geförderte Altersvorsorge beschlossen. Das Gesetz enthält folgende Regelungen zur Einbeziehung der Wohnimmobilie in die Riester-Förderung:
Erweiterung des Kreises der begünstigten Anlageprodukte
Die im Rahmen der Riester-Rente geförderten Beiträge bestimmen sich nach § 82 EStG . Altersvorsorgebeiträge sind nach § 82 Abs. 1 EStG Beiträge, die der Zulageberechtigte zugunsten eines auf seinen Namen lautenden, nach § 5 Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz ( AltZertG ) zertifizierten Vertrags zahlt. Im AltZertG wird somit bestimmt, welche privaten Anlageprodukte steuerlich gefördert werden.
Verbesserte Entnahmemöglichkeiten von gefördertem Altersvorsorgevermögen
Als Wohnung zählt insoweit eine Wohnung in einem eigenen Haus , eine eigene Eigentumswohnung oder eine Genossenschaftswohnung einer in das Genossenschaftsregister eingetragenen Genossenschaft. Die Wohnung muss in Deutschland liegen und eigenen Wohnzwecken als Hauptwohnsitz dienen. Zusätzlich ist erforderlich, dass sich der Lebensmittelpunkt des Zulageberechtigten dort befindet. Damit stellt der Gesetzgeber zum einen auf das Melderecht und zum anderen auf die tatsächlichen Verhältnisse ab.
Sonderregelungen in Fällen der Aufgabe der Selbstnutzung
Die steuerliche Förderung eines Riester-Vertrags kann aufgrund von Nachbesserungen über Art. 1 des Gesetzes zur Umsetzung steuerlicher EU-Vorgaben sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften v. 08.04.2010 (BGBl 2010 I S. 386) auch für die Bildung von selbstgenutztem im EU-/EWR-Ausland belegenem Wohneigentum eingesetzt werden ( § 92a Abs.1 Satz 2 EStG ). Weiterhin erforderlich bleibt aber, dass die für Wohn-Riester begünstigte Wohnung die Hauptwohnung oder den Mittelpunkt der Lebensinteressen des Zulageberechtigten darstellt, sodass Ferienhäuser im Ausland weiterhin von der Förderung ausgeschlossen sind.
Verstirbt der Zulageberechtigte, muss die Förderung nicht zurückbezahlt werden, wenn der überlebende Ehegatte die Wohnung zu eigenen Wohnzwecken nutzt, auch wenn die Voraussetzungen des § 26 EStG nicht vorliegen, weil der Ehegatte seinen Wohnsitz im EU-Ausland hat ( § 92a Abs. 3 Satz 9 Nr. 3 EStG ).