Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=OLG%20Karlsruhe%20OLG-Report%202005,%2042
Timestamp: 2019-09-20 06:42:17
Document Index: 297597571

Matched Legal Cases: ['§ 86', '§ 87', '§ 179', '§ 89', 'BGH', '§ 117', '§ 117', '§ 117', '§ 117', '§ 117', '§ 117', '§ 117', '§ 117', '§ 117', '§ 117', '§ 117', '§ 117', '§ 20', '§ 197', '§ 531', 'BGH', '§ 531', '§ 531', '§ 531']

Rechtsprechung: OLG-Report Karlsruhe 2005, 42 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Karlsruhe, 04.11.2004
OLG Karlsruhe, 30.09.2004 - 19 U 2/04
https://dejure.org/2004,3619
OLG Karlsruhe, 30.09.2004 - 19 U 2/04 (https://dejure.org/2004,3619)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 30.09.2004 - 19 U 2/04 (https://dejure.org/2004,3619)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 30. September 2004 - 19 U 2/04 (https://dejure.org/2004,3619)
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Erlöschen der Prozessvollmacht durch Insolvenzverfahrenseröffnung: Unzulässigkeit der eingelegten Berufung
Schadensersatzanspruch aus einem Gewerberaummietverhältnis; Bestehen einer Prozessvollmacht bis zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens; Erlöschen eines Geschäftsbesorgungsvertrags durch die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens; Nicht ordnungsgemäße Vertretung mangels ...
ZPO § 86; ZPO § 87
Berufung nach Insolvenz: An die Vollmacht denken
MDR 2005, 231
NZI 2005, 39
VersR 2005, 1159 (Ls.)
OLG-Report Karlsruhe 2005, 42
Zu beiden Bereichen ist aber anerkannt, dass der vollmachtlose Vertreter nur dann auf das positive Interesse haftet, wenn er den Mangel der Vollmacht kannte (so explizit § 179 Abs. 2 BGB; zur "Veranlasserhaftung" nach § 89 ZPO BGH NJW 1993, 1865, BAG NJW 2006, 461 und OLG Karlsruhe BeckRS 2004, 10649).
FG Hamburg, 19.08.2011 - 3 K 150/11
Insolvenzordnung/Abgabenordnung: Keine Erledigung der Gewinnfeststellungsklage …
Die Vollmacht lebt nach herrschender Meinung, der sich der Senat anschließt, mit Beendigung der Insolvenzverfahren nicht wieder auf (vgl. OLG Karlsruhe vom 30. September 2004 19 U 2/04, Monatsschrift für Deutsches Recht -MDR- 2005, 231;… Ott/Vuia in Münchener Kommentar zur Insolvenzordnung, 2. Aufl., § 117 Rd. 12 f.;… a. A. Wegener in Frankfurter Kommentar zur Insolvenzordnung, 6. Aufl., § 117 Rd. 6).
Zwar ist die Prozessvollmacht des früheren Prozessbevollmächtigten beider Kläger gemäß § 117 InsO mit Eröffnung der Insolvenzverfahren endgültig erloschen und nach herrschender Meinung, der sich der Senat anschließt, mit Beendigung der Insolvenzverfahren nicht wieder aufgelebt (vgl. Oberlandesgericht --OLG-- Karlsruhe vom 30. September 2004 19 U 2/04, Monatsschrift für Deutsches Recht -MDR- 2005, 231;… Ott/Vuia in Münchener Kommentar InsO, 2. Aufl., § 117 Rd. 12 f.;… entgegen Wegener in Frankfurter Kommentar InsO, 6. Aufl., § 117 Rd. 6).
Die Vollmacht lebt nach herrschender Meinung, der sich der Senat anschließt, mit Beendigung des Insolvenzverfahrens - am 15. Juli 2011 - nicht wieder auf (vgl. OLG Karlsruhe vom 30. September 2004 19 U 2/04, Monatsschrift für Deutsches Recht -MDR- 2005, 231;… Ott/Vuia in Münchener Kommentar, InsO, 2. Aufl., § 117 Rd. 12 f.;… a. A. Wegener in Frankfurter Kommentar, InsO, 6. Aufl., § 117 Rd. 6).
Die Vollmacht lebt nach herrschender Meinung, der sich der Senat anschließt, mit Beendigung des Insolvenzverfahrens - am 23. Oktober 2006 - nicht wieder auf (vgl. OLG Karlsruhe vom 30. September 2004 19 U 2/04, Monatsschrift für Deutsches Recht --MDR-- 2005, 231;… Ott/Vuia in Münchener Kommentar zur Insolvenzordnung, 2. Aufl., § 117 Rd. 12 f.;… a. A. Wegener in Frankfurter Kommentar zur Insolvenzordnung, 6. Aufl., § 117 Rd. 6).
(a) Denn es kann ebenfalls dahinstehen, ob die Vorschrift im vorliegenden Verfahren überhaupt einschlägig ist, (unklar insoweit OLG Karlsruhe Urteil vom 30. September 2004 19 U 2/04, NZI 2005, 39), was nicht der Fall sein dürfte, weil die Kostenlast ihre Grundlage im sog. Veranlasserprinzip findet (…Ott/Vivia in Müko, InsO, 3. Aufl. 2013, § 117, Rz. 9;… Hirte in Uhlenbrock, InsO, 13. Aufl. 2010, § 117, Rz. 19).
OLG Bamberg, 08.02.2006 - 4 U 5/06
In diesem Fall muss sein Vertrauen vielmehr auch nach den subjektiven Anforderungen des § 117 III InsO schutzwürdig sein (in diesem Sinne auch OLG Karlsruhe, NZI 2005, 39,40).
https://dejure.org/2004,3015
OLG Karlsruhe, 04.11.2004 - 19 U 216/03 (https://dejure.org/2004,3015)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 04.11.2004 - 19 U 216/03 (https://dejure.org/2004,3015)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 04. November 2004 - 19 U 216/03 (https://dejure.org/2004,3015)
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Neues Verteidigungsmittel im Berufungsverfahren: Erstmalige Erhebung der Einrede der Verjährung
Anspruch auf Verzugszinsen bei verspäteter Leistung des Einzahlungsbetrags einer eingeforderten Stammeinlage; Bestehen einer Aufrechnungslage zwischen einem geschuldeten Einzahlungsbetrag als Stammeinlage und dem Anspruch aus einer Grundstückseigentümergemeinschaft; ...
GmbHG § 20; BGB a.F. § 197; ZPO § 531 Abs. 2
Einrede der Verjährung in der Berufungsinstanz
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brak-mitteilungen.de , S. 21 (Leitsatz und Entscheidungsanmerkung)
MDR 2005, 412
VersR 2005, 1306
b) In der instanzgerichtlichen Rechtsprechung wird die Zulassung der Verjährungseinrede auf der Basis unstreitigen Vorbringens nach Erlass des Urteils des IX. Zivilsenats zunehmend befürwortet (OLG Naumburg OLGR 2006, 141 f.; OLG Karlsruhe OLGR 2006, 526, 528; OLG Hamm, Urteil vom 23. Februar 2006 - 28 U 217/04, juris Tz. 41 ff. unter Aufgabe seiner bisherigen Rechtsprechung; OLG Stuttgart BKR 2006, 280, 285; OLG Celle NJW-RR 2006, 1530, 1531; OLG Köln, Urteil vom 20. Dezember 2006 - 17 U 103/04, juris Tz. 38 ff.; OLG Schleswig, Urteil vom 21. Dezember 2006 - 5 U 101/06 S. 15 (rechtskräftig durch Senatsbeschluss vom 16. Oktober 2007 - XI ZR 58/07); vorher bereits OLG Karlsruhe MDR 2005, 412 f. und LG Berlin Grundeigentum 2004, 690 f.).
b) In der instanzgerichtlichen Rechtsprechung ist die Meinung, die eine Zulassung der Verjährungseinrede auf der Basis unstreitigen Vorbringens befürwortet, nach Erlass des Urteils des IX. Zivilsenats (BGHZ 161, 138, 141 ff.) im Vordringen (OLG Naumburg OLGR 2006, 141 f.; OLG Karlsruhe OLGR 2006, 526, 528; OLG Hamm, Urteil vom 23. Februar 2006 - 28 U 217/04, juris Tz. 41 ff. unter Aufgabe seiner bisherigen Rechtsprechung; OLG Stuttgart BKR 2006, 280, 285; OLG Celle NJW-RR 2006, 1530, 1531; OLG Köln, Urteil vom 20. Dezember 2006 - 17 U 103/04, juris Tz. 38 ff.; bereits vorher OLG Karlsruhe MDR 2005, 412 f. und LG Berlin Grundeigentum 2004, 690 f.).
Die erstmalige Erhebung der Verjährungseinrede in der Berufungsinstanz wird hingegen für den Fall, dass die Einrede auf unstreitigem Tatsachenstoff der I. Instanz beruht, zugelassen vom LG Berlin (Urteil vom 06.02.2004, Az. 63 S 223/03, zitiert nach Juris) und für den Fall, dass der zugrundeliegende Sachverhalt unstreitig und bei Zulassung keine Beweisaufnahme erforderlich ist, vom OLG Karlsruhe (OLGR 2005, 42).
Demgegenüber ist von ein anderer Teil der Rechtsprechung der Ansicht (OLG Karlsruhe, MDR 2005, 412; OLG Naumburg, NJOZ 2005, 3651, 3653), dass die Erhebung der Verjährungseinrede in zweiter Instanz dann zulässig ist, wenn der zugrunde liegende Sachverhalt unstreitig ist.
aa) Nachdem sich verschiedene Obergerichte (KG KGR 2003, 392; OLG Brandenburg BauR 2003, 1256; OLG Düsseldorf GE 2004, 625; OLG Frankfurt OLGR 2004, 243; OLG München BauR 2004, 1982; OLG Oldenburg MDR 2004, 292) - durchweg ohne nähere Begründung - an der Zulassung der Einrede der Verjährung durch § 531 Abs. 2 ZPO gehindert sahen, kam das OLG Karlsruhe (MDR 2005, 412) zu einem gegenteiligen Ergebnis.
Ob dieser erstmals in zweiter Instanz erhobene Einwand präkludiert ist (§ 531 Abs. 2 Satz 1 ZPO;… Zöller/Gummer/Heß-ler, § 531 Rdn. 32; dgg. im Falle unstreitigen Sachverhalts und nicht notwendiger Beweisaufnahme unter eingehender Darstellung des Meinungsstandes OLG Karlsruhe, Urteil vom 4. November 2004, 19 U 216/03 = MDR 2005, 412-413) und sich auch auf Schadensersatzansprüche wegen Nichterfüllung bezieht, kann offen bleiben.