Source: http://pflegedienst-ettingshausen.de/index.php/leitfaden
Timestamp: 2018-03-20 05:50:37
Document Index: 158062599

Matched Legal Cases: ['§ 45', '§41', '§ 37', '§ 45', '§ 38', '§ 45', '§ 41', '§ 123', '§40', '§40', '§40', '§42', '§ 44', '§45', '§ 124', '§ 45']

Pflegehausbesuch – Ambulanter Krankenpflege Ettingshausen
im Rahmen unseres Pflegehausbesuches möchten wir Sie stets umfassend aktuell informieren und haben für Sie, zum Nachlesen, hier noch einmal das Besprochene kurz zusammengefasst.
Das Pflegeneuordnungsgesetz ändert bzw. ergänzt das SGB XI.
Neben der bisher üblichen Abrechnung nach Leistungskomplexen können Pflegedienste mit ihren Kunden ab 2013 auch Vergütungen nach Zeit vereinbaren. So kann der Pflegebedürftige die benötigten Leistungen nach seinen Bedürfnissen zusammenstellen. Berechnet wird die Zeit, die ein Pflegedienst dafür aufwendet. Dabei ist jede Form von Pauschalen unzulässig, außer für hauswirtschaftliche Versorgung, Behördengänge und Fahrtkosten. Der Pflegebedürftige kann zwischen den beiden Vergütungssystemen wechseln. Welche Leistungen nach welchem System erbracht werden, vereinbaren die Pflegedienste gemeinsam mit den Pflegebedürftigen. Hierzu ist jedoch in Sachsen-Anhalt noch kein Stundensatz verhandelt worden, so dass momentan noch keine Abrechnung möglich ist.
Beratungspflicht der Pflegekassen
Der Antragsteller ist durch die Pflegekasse innerhalb von 14 Tagen umfassend zu beraten.
Die Pflegekassen beauftragen einen unabhängigen Gutachter mit der Prüfung der Pflegebedürftigkeit. Das Ergebnis dieser Begutachtung soll innerhalb von fünf Wochen nach Antragsstellung vorliegen.
Pflegebedürftige haben bei häuslicher Pflege Anspruch auf Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung als Sachleistung (durch einen Pflegedienst) oder Pflegegeld. Ab 2013 können Pflegebedürftige und Demenzkranke neben den bisherigen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung auch häusliche Betreuung als Pflegesachleistung in Anspruch nehmen.
Dieser Anspruch auf häusliche Pflege umfasst je Kalendermonat:
Sachleistung Pflegegeld Sachleistung Pflegegeld
unterhalb PS I (0) - - 225€ 120€
Pflegestufe I 450€ 235€ 665€ 305€
Pflegestufe II 1100€ 440€ 1250€ 525€
Pflegestufe III 1550€ 700€ 1550€ 700€
Härtefall 1918€ - 1918€ -
Bei erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz nach § 45 b besteht ein Anspruch auf zusätzliche Leistungen in Höhe von 100,00 € oder 200,00 €. Diese sind nur als reine Sachleistung in Anspruch zu nehmen, und können als zusätzliche Mittel, unabhängig von dem Zuspruch des Pflegegeldes, für zweckgebundene qualifizierte Betreuungsleistungen eingesetzt werden. Sie können dieses nach Wunsch für folgendes in Anspruch nehmen:
§ Allgemeine Anleitung und Betreuung (z. B. Arztbesuch, Einkauf, Kulturveranstaltung)
§ niedrigschwellige Betreuungsangebote im Rahmen der Tages- oder Nachtpflege oder der Kurzzeitpflege
zusätzlicher Anspruch auf teilstationäre Pflege Mitglied im Landesverband Hauskrankenpflege Sachsen-Anhalt e.V. (LVHKP)
Die Pflegesachleistung erhöht sich um 50 % wenn zur Ergänzung häusliche Pflege in Einrichtungen der Tages- oder Nachtpflege mit hinzukommen. (§41 SGB XI) Ambulante Abrechnungen erfolgen immer vorrangig vor Tages- oder Nachtpflege.
Pflegebedürftige können Tages- und Nachtpflege, Pflegegeld und Pflegesachleistungen miteinander kombinieren!
Pflegegeld auch bei Kurzzeit- oder Verhinderungspflege
50 % des bezogenen Pflegegeldes wird bei Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege jeweils für bis zu vier Wochen je Kalenderjahr fortgewährt. (§ 37 Abs. 2 SGB XI)
Pflegebedürftige, die Pflegegeld ohne Sachleistung beziehen, haben bei Pflegestufe 1 und 2 halbjährlich einmal und bei Pflegestufe 3 vierteljährlich einmal Anspruch auf eine Beratung in der eigenen Häuslichkeit. Bei Bedarf an allgemeiner Betreuung nach § 45a SGB XI, zweimal in den oben genannten Zeiträumen. Bei Pflegestufe 0 besteht einmal halbjährlich Anspruch auf einen Beratungsbesuch.
Zur Vereinbarung für unseren nächsten Beratungstermin stehen wir Ihnen gern unter der Telefonnummer: 00000-00000 zur Verfügung.
Pflege in ambulante Wohngemeinschaften
Pflegebedürftige können ambulante Wohngemeinschaften gründen. Die Voraussetzungen hierfür sind, dass mindestens drei Mieter/Bewohner pflegebedürftig sind. Hierfür kann eine Zusatzleistung in Höhe von 200,00 € pro Monat für Kosten von Pflegekräften, die organisatorische, verwaltende oder pflegerische Tätigkeiten verrichten, beantragt werden. Diese zusätzliche Pflegekraft soll hier als Präsenzkraft auftreten und wird mit einer Betreuungspauschale vergütet (die Pauschale gibt es für die Pflegestufen 1, 2 und 3). Den entsprechenden Antrag erhalten Sie bei Ihrer Pflegekasse. (§ 38 a SGB XI)
Für altersgerechten Umbau oder barrierearme Umgestaltung von neuen Wohngemeinschaften können einmalig pro Bewohner 2.500,00 €, jedoch max. 10.000,00 € pro Wohngemeinschaft, beantragt werden. (§ 45 e SGB XI)
Ist die Pflegeperson an der Pflege gehindert (Erholungsurlaub, Krankheit, weitere Gründe) übernimmt die Pflegekasse die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens vier Wochen je Kalenderjahr. Die Pflegeperson muss vor der ersten Verhinderung mind. 6 Monate tätig gewesen sein und der Pflegekasse gemeldet sein. Derzeitiger Höchstbetrag für Ersatzpflege: 1.550,00 € im Kalenderjahr. Übernehmen Verwandte oder nahe stehende Personen die Verhinderungspflege, so steht diesen der Betrag des Pflegegeldes je nach Pflegestufe zu. Zusätzlich kann auf Nachweis die Erstattung notwendiger Aufwendungen erfolgen.
Die Verhinderungspflege kann stundenweise bis unter 8 Stunden täglich abgerechnet werden, ohne dass das Pflegegeld anteilig gekürzt wird. Verhinderungspflege kann auch durch Einrichtungen erbracht werden. Diese Leistung kommt in Betracht, wenn die häusliche Pflege nicht ausreichend sichergestellt werden kann oder wenn diese zur Ergänzung oder Stärkung der häuslichen Pflege erforderlich ist. Die Aufwendungen für die Pflege, die soziale Betreuung, die medizinische Behandlungspflege in der Einrichtung sowie die Fahrtkosten werden übernommen, auch hier liegt der Höchstbetrag auf 1.550,00 € jährlich (§ 41 SGB XI). Mitglied im Landesverband Hauskrankenpflege Sachsen-Anhalt e.V. (LVHKP)
Pflegebedürftige haben Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmitteln, die zur Pflegeerleichterung oder zur Beschwerdelinderung beitragen.
Bitte lassen Sie sich für Ihre Pflegehilfsmittel ein Rezept vom Hausarzt ausstellen und reichen dieses beim Sanitätshaus / Pflegekasse ein. Dies gilt ab 2013 auch für Versicherte mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz bei Pflegestufe 0 (§ 123). (§40 Abs. 1 SGB XI)
Für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel (Bsp: Bettunterlagen, Handschuhe) können Sie bei Ihrer Pflegekasse eine Kostenübernahme von bis zu 31,00 € monatlich beantragen. (§40 Abs. 2 SGB XI)
Die Pflegekassen können finanzielle Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes gewähren, wenn durch diese häusliche Pflege ermöglicht, erleichtert oder eine möglichst selbständige Lebensführung des Pflegebedürftigen wieder-hergestellt wird. Die Zuschüsse können je nach Kosten der Maßnahme bis zu max. 2.557,00 € je Maßnahme betragen. Hier sind mehrere Maßnahmen möglich!
Das gilt auch für ambulante Wohngemeinschaften, aber begrenzt auf max. 10.228,00 € pro Wohngemeinschaft. (§40 Abs. 4 SGB XI)
Kann die häusliche Pflege nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erfüllt werden und reicht auch die teilstationäre Pflege nicht aus, besteht Anspruch auf Pflege in einer voll-stationären Einrichtung. (§42 SGB XI). Dies gilt für eine Übergangszeit im Anschluss an eine stationäre Behandlung des Pflegebedürftigen oder in sonstigen Krisensituationen, in denen vorübergehend häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich oder nicht ausreichend ist. Der Anspruch ist auf vier Wochen pro Kalenderjahr beschränkt. Die Pflegekasse übernimmt die Leistungen bis zu einem Gesamtbetrag von 1.550,00 € (Stand ab 01.01.2012). Wenn sich die Pflegeperson in einer Rehabilitationseinrichtung aufhält, besteht die Möglichkeit durch Aufnahme der pflegebedürftigen Person in dieser Einrichtung Kurzzeitpflege durchzuführen.
Angehörige von Pflegebedürftigen haben Anspruch auf Pflegezeit und können Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung erhalten. § 44 a SGB XI
Pflegende haben Anspruch auf unentgeltliche Pflegekurse, die von der zuständigen Pflegekasse organisiert werden um Pflege und Betreuung zu erleichtern und zu verbessern. Die Kurse können auch individuell in der Häuslichkeit durchgeführt werden. (§45 SGB XI)
Betreuung von Menschen mit Demenz gem. § 124 SGB XI
Auch Menschen mit Demenz, die keiner der drei Pflegestufen zugeordnet sind (Pflegestufe 0) können Betreuungsleistungen als Sachleistung von den Pflegediensten erhalten. Dazu zählen Hilfe, Unterstützung und Beaufsichtigung im häuslichen Umfeld und Aktivitäten zur Gestaltung des Alltags. Außerdem können mehrere Demenzkranke gemeinsam solche Leistungen in Anspruch nehmen. Dieser Anspruch besteht neben dem Anspruch gem. § 45 b SGB XI. Mitglied im Landesverband Hauskrankenpflege Sachsen-Anhalt e.V. (LVHKP)
Jedoch ist momentan in Sachsen-Anhalt noch kein Stundensatz für diese Leistung kalkuliert, so dass diese leider noch nicht angeboten werden kann.
Soziale Absicherung der Pflegeperson (Renten- und Unfallversicherung)
Pflegepersonen sind rentenversicherungspflichtig, wenn sie einen Pflegebedürftigen wenigstens 14 Stunden wöchentlich pflegen. Die Beiträge zur Rentenversicherung trägt die Pflegekasse.
Pflegepersonen sind bei der Pflege eines Pflegebedürftigen unfallversichert. Die versicherte Tätigkeit umfasst Pflegetätigkeiten im Bereich der Körperpflege und Pflegetätigkeiten in den Bereichen der Ernährung, der Mobilität sowie der hauswirtschaftlichen Versorgung - soweit diese Tätigkeiten überwiegend Pflegebedürftigen zugutekommen –
Für das Leben in den eigenen vier Wänden auch im Alter oder bei chronischer Krankheit bietet der Hausnotruf schnelle Hilfe und Sicherheit in Ihrem Zuhause rund um die Uhr. Eine individuelle Beratung können Sie bei Interesse über vereinbaren mit:
( z. B. ..........................., Tel. .......................)
Durch den Einsatz von Hüftprotektoren ist es möglich, dem gefürchteten Oberschenkelhals-bruch entgegen zu wirken. Leider übernehmen die Kassen diese Leistung derzeit noch nicht. Bitte lassen Sie sich bei Interesse im Sanitätshaus umfassen beraten.
Eine weitere Beratung erfolgte zu folgenden Pflegeproblemen:
o Demenz o Dekubitus
o Ernährung o Flüssigkeitsversorgung
o Kontinenzförderung o Kontrakturen
o Sturzrisiko o Mobilität
o ……………. o …………….
Professionelle Fußpflege ist besonders wichtig, wenn Sie Ihre Zehennägel nicht mehr selbst pflegen können. Sie können damit eine erfahrene Fußpflegerin beauftragen.
Wenn Sie selbst oder die von Ihnen beauftragte Pflegeperson Ihr Mittagessen nicht mehr selbst zubereiten können, so gibt es eine Reihe von Unternehmen die Ihnen das tägliche Mittagessen ins Haus bringen:
Wenn Sie selbst nicht mehr zum Friseur gehen können, gibt es auch Friseure, die Ihre Dienstleistung im Hausbesuch anbieten:
Haben Sie noch Fragen, zögern Sie nicht, uns anzurufen, wir beraten Sie gern. Ihr Pflegedienst LVHKP/Telefonnummer:
Mitglied im Landesverband Hauskrankenpflege Sachsen-Anhalt e.V.