Source: http://www.juraforum.de/forum/buergerliches-recht-allgemein/adaequanztheorie-im-schadensersatzrecht-393453
Timestamp: 2013-05-22 23:08:49
Document Index: 195311142

Matched Legal Cases: ['§ 823', '§ 280', '§ 823', '§ 280', '§ 280', '§ 280', '§ 280']

Adäquanztheorie im Schadensersatzrecht? - JuraForum.de Impressum | Disclaimer | Anmeldung / Login Nachrichten Juraforen Wiki Juraexamen Für Anwälte Urteile Gesetze Lexikon Beratersuche Juralinks Blogs Neue Blog-Einträge Top Blog-Einträge Top Blogs Blogliste Blogs durchsuchen Registrieren Neue Frage einstellen Blogs Regeln/FAQ Suchen Heutige Beiträge Alle Foren als gelesen markieren Stichworte Login JuraForum.de > Juraforen > Spezielle Juraforen > Bürgerliches Recht allgemein
> Adäquanztheorie im Schadensersatzrecht?
Jetzt hier registrieren Adäquanztheorie im Schadensersatzrecht?Dies ist eine Diskussion zu Adäquanztheorie im Schadensersatzrecht? innerhalb des Forums Bürgerliches Recht allgemein LinkBack Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht #1 (permalink) 28.03.2012, 18:30
Adäquanztheorie im Schadensersatzrecht? Hallo, wird die Adäquanztheorie nur im Rahmen deliktischer Ansprüche oder auch bei der Prüfung des Schadensersatzes nach 280 ff. BGB neben der Kausalität angesprochen? Wenn ja, in welchen Situationen? #2 (permalink) 10.04.2012, 22:31
AW: Adäquanztheorie im Schadensersatzrecht? Die Äquivalenztheorie allein würde ja immer uferlos sein, egal bei welchen Schadensersatzansprüchen man sich befinden würde. Eine Prüfung, ob eine Handlung adäquat kausal für das Ereignis [bei § 823 würde man fragen, ob die Handlung eine Rechtsgutverletzung hervorgeführt hat] war, gibt es so bei §§ 280 nicht,es gilt aber bei der Frage, ob das Ereignis[bei § 823 würde man fragen, ob die Rechtsgutverletzung zu einem Schaden geführt hat] zu einem Schaden geführt hat.(ergänzt) Beachte aber: Der Schuldner muss bei § 280 BGB eine Pflichtverletzung zu vertreten haben. Diese (Vertretung - also das Vertretenmüssen) wird immer vermutet, es sei denn, er kann das Gegenteil beweisen (sich exkulpieren - Umkehrschluss aus S. 2). __________________ Diese Angaben sind ohne Gewähr, aber mit bestem Wissen und Gewissen getätigt. Eine eigentliche Rechtsberatung kann natürlich nicht erteilt werden. Geändert von Pyrro (11.04.2012 um 12:53 Uhr).
#3 (permalink) 11.04.2012, 09:56
AW: Adäquanztheorie im Schadensersatzrecht? Da muss ich widersprechen. Das Verschulden des Schuldners wird vermutet, nicht die Begehung einer Pflichtverletzung. Dem Wortlaut nach erfordert 280 selbstverständlich eine Kausalität, die klar Tatbestandsmerkmal ist: Zitat: ...kann der Gläubiger Ersatz des hierdurch entstehenden Schadens verlangen...
280 stellt aber klar auf die Pflichtverletzung aus dem konkreten SV (bzw. Nebenpflicht) ab und nicht auf irgendeine Handlung wie im 823. #4 (permalink) 11.04.2012, 10:27
AW: Adäquanztheorie im Schadensersatzrecht? Zitat: Zitat von Brati Da muss ich widersprechen. Das Verschulden des Schuldners wird vermutet, nicht die Begehung einer Pflichtverletzung. Dem Wortlaut nach erfordert 280 selbstverständlich eine Kausalität, die klar Tatbestandsmerkmal ist: .
280 stellt aber klar auf die Pflichtverletzung aus dem konkreten SV (bzw. Nebenpflicht) ab und nicht auf irgendeine Handlung wie im 823. Und was steht dann in Satz 2 geschrieben?? "Dies gilt nicht, wenn der Schuldner DIE PFLICHTVERLETZUNG NICHT ZU VERTRETEN HAT." Das Vertretenmüssen wird also sehr wohl vermutet, das ergibt sich eben aus dem Umkehrschluss von § 280 Satz 2 BGB. PS: Außerdem habe ich nicht geschrieben, dass die Begehung einer Pflichtverletzung vermutet wird, sondern dass die Pflichtverletzung, die auf jeden Fall begangen wurde, dieserjenige vermutenshalber zu vertreten hat. __________________ Diese Angaben sind ohne Gewähr, aber mit bestem Wissen und Gewissen getätigt. Eine eigentliche Rechtsberatung kann natürlich nicht erteilt werden. #5 (permalink) 11.04.2012, 11:24
moriarty V.I.P. Registriert seit: Sep 2004 Beiträge: 1.102
AW: Adäquanztheorie im Schadensersatzrecht? Zitat: Zitat von Wolkrow ... oder auch bei der Prüfung des Schadensersatzes nach 280 ff. BGB neben der Kausalität angesprochen? Die Kausalität ist keine Voraussetzung bei der Prüfung des § 280 BGB. Jedoch musst du bei der Rechtsfolgenseite neben dem Schadensumfang (zumindest auch gedanklich) die haftungsausfüllende Kausalität ansprechen. IdR ergeben sich hier keine Probleme, so dass auf die Darstellung verzichtet wird. Es kann aber vorkommen, dass der Schaden eben gerade nicht auf der Pflichtverletzung beruht. __________________ PS: Alle Angaben ohne Gewähr. Feedback/Bewertung erwünscht. #6 (permalink) 11.04.2012, 12:46
AW: Adäquanztheorie im Schadensersatzrecht? Zitat: Zitat von Pyrro Beachte aber: Der Schuldner muss bei § 280 BGB eine Pflichtverletzung zu vertreten haben. Diese wird immer vermutet, Dann ist dein Ausdruck unpräziese. Das liest sich so, als ob du behauptest, die Pflichtverletzung wird vermutet.
Richtigerweise- wie du auch ergänzt hast- wird aber das Verschulden vermutet (oder auch das Vertreten-Müssen genannt). Gerade diese Beweislastumkehr ergibt sich aus Abs. 2. #7 (permalink) 11.04.2012, 12:51
AW: Adäquanztheorie im Schadensersatzrecht? Genau...mit "diese" meinte ich die "Vertretung" der Pflichtverletzung. Aber mal davon abgesehen wird unser Fragesteller inzwischen wissen, was gemeint ist, zumal es ja auch ausdrücklich nochmals dasteht. __________________ Diese Angaben sind ohne Gewähr, aber mit bestem Wissen und Gewissen getätigt. Eine eigentliche Rechtsberatung kann natürlich nicht erteilt werden. Lesezeichen Mister Wong YiGG.de Google del.icio.us « Bearbeitungsvermerk "Auf alle Rechtsprobleme eingehen"???
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