Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Schleswig-Holstein&Datum=23.04.2008&Aktenzeichen=2%20LB%2037%2F07
Timestamp: 2019-03-18 20:37:11
Document Index: 327417211

Matched Legal Cases: ['§ 42', '§ 43', '§ 61', '§ 112', '§ 17', '§ 124', '§ 891', 'BGH', '§ 131']

OVG Schleswig-Holstein, 23.04.2008 - 2 LB 37/07 - dejure.org
Adressat; Falschbezeichnung; Feststellungsklage; Klagebefugnis; Leistungsbescheid; Prozessrecht
VwGO § 42, VwGO § 43, VwGO § 61,LVwG § 112, HGB § 17, HGB § 124, BGB § 891
Feststellungsklage, Falschbezeichnung, Klagebefugnis, Leistungsbescheid
Wirksamkeit eines an eine nicht mehr existente OHG gerichteten Leistungsbescheids; Rechtliche Ausgestaltung der Klagebefugnis zur Erhebung einer Anfechtungsklage nach Adressierung eines Verwaltungsaktes an eine OHG; Anforderungen an die Durchsetzbarkeit eines Schadensersatzanspruchs aus einem öffentlich-rechtlichen Benutzungsverhältnis per Leistungsbescheid; Auslegung des Adressatenkreises eines an eine Handelsgesellschaft gerichteten Bescheids; Abgrenzung der Statthaftigkeit einer Anfechtungsklage und einer Feststellungsklage; Voraussetzungen der Befugnis zur Erhebung einer Feststellungsklage bei nicht vorliegender Rechtsbetroffenheit
VG Schleswig, 14.03.2007 - 4 A 33/06
NVwZ-RR 2009, 141
a) Im Rahmen seiner ausdrücklichen Divergenzrüge (Abschnitt B.1. der Beschwerdebegründung) macht der Kläger eine Abweichung der Berufungsentscheidung von Urteilen des BFH vom 15.4.2010 (IV R 67/07) sowie des OVG Münster vom 20.9.2005 (15 A 1415/03) und des OVG Schleswig vom 23.4.2008 (2 LB 37/07) geltend.
Der vorliegende Fall liegt aber anders, denn zwischen dem Erlass des Widerspruchsbescheids und der Klageerhebung ist die GbR ... auf Grund notariellen Vertrags (Urkundenrolle-Nr. 43/2009) vom 12. Oktober 2009 und der dadurch bewirkten Vereinigung aller Gesellschaftsanteile auf den Kläger noch am selben Tag voll beendet worden (vgl. BGH, Urteil vom 10. Dezember 1990 - II ZR 256/98 - BVerwG, Urteil vom 13. Juli 2011 - 8 C 10.10 - S. 7 des E.A.; OVG Schleswig, Urteil vom 23. April 2008 - 2 LB 37/07 - für die Beendigung einer OHG; zit. nach juris;… Hopt in Baumbach/Hopt, HGB, 34. Auflage 2010, § 131, Rdnr. 7, 19, 35).
Zwar kann eine damit etwaig einhergehende fehlerhafte Bekanntgabe - grundsätzlich ist bei Zustellung an die Kläger persönlich eine Adressierung und Anredeformel an alle zu erwarten und/oder eine Ausfertigung mit Ausfertigungsvermerk und Begleitschreiben, da der juristische Laie einen nicht ausdrücklich auch an ihn adressierten Bescheid u.U. nicht ausführlich prüfen wird - durchaus mit der Feststellungsklage gerügt werden (vgl. z.B. OVG SH, U.v. 23.4.2008 - 2 LB 37/07 - juris; VG Würzburg, U.v. 19.10.2017 - W 3 K 16.174 - juris).