Source: https://www.mylaw-kanzlei.de/rechtsjournal.aspx
Timestamp: 2019-02-17 16:17:50
Document Index: 29235217

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsjournal - Neues zu Gerichtsurteilen und Präzedenzfällen – Kanzlei MY Law Rechtsanwältin Yasmin Pellegrino Marcone, geb. Melcher
MY Law - Rechtsjournal
Das MyLaw-Rechtsjournal informiert Sie über aktuelle Gerichtsverfahren und Präzedenzfälle aus dem Bereich des Urheberrechts, des gewerblichen Rechtsschutzes, dem Inkassorecht, dem Vertragsrecht und dem allgemeinen Zivilrecht.
Dieselskandal / Abgasskandal:
MY Law MELCHER RECHTSANWÄLTE unterstützt Sie im Rahmen des „Dieselskandals“ (auch „Abgasskandal“) genannt. Doch was ist dieser „Dieselskandal“ eigentlich?
OLG Düsseldorf: Anbieten von Luxuskosmetik in der Handelskette „Real“ ist ruf- und imageschädigend
Das OLG Düsseldorf hat entschieden, dass die Handelskette „Real“ keine Graumarktware des Luxuskosmetikherstellers „Kanebo“ anbieten darf. Das Verkaufsumfeld der Handelskette sei nicht mit dem luxuriösen Umfeld vergleichbar, in dem die Waren beim Hersteller selbst angeboten würden, und daher ruf- und imageschädigend.
EuGH: Schuhe mit roter Sohle sind markenrechtlich geschützt
Der deutsche Filmtitel „Fack Ju Göthe“ ist wegen Verstoßes gegen die guten Sitten nicht eintragungsfähig. Das entschied das Gericht der Europäischen Union mit Urteil vom 24.01.2018, Az.: T-69/17.
EuG: Schutzunfähigkeit eines gegen die guten Sitten verstoßenden Filmtitels (Fack Ju Göthe)
Die breite Öffentlichkeit setze das Zeichen mit dem englischen Ausdruck „fuck you“ verbunden mit dem Familiennamen von Goethe gleich. Soweit „fuck you“ eine sexuelle Bedeutung beizumessen ist als auch im Zusammenhang mit Wut, Enttäuschung oder Missachtung verwendet wird, ist der Ausdruck von Vulgarität geprägt, woran die maßgeblichen Verkehrskreise Anstoß nehmen könnten.
OLG München: Unzulässige AdWords-Anzeige mit Markenname
Nach Auffassung des Oberlandesgericht München verletzt eine AdWords-Anzeige, welche einen bestimmten Markennamen verwendet, die Marke, wenn auf der Landing-Page nicht nur das Markenprodukt angeboten wird, sondern daneben Produkte von Wettbewerbern (Urteil vom 11.01.2018, Az.: Az.: 29 U 486/17).
Nach Auffassung des Gerichts könnten die Verbraucher hier lediglich das Markenprodukt erwarten und nicht auch die Produkte von Drittanbietern.
BGH: Brauereien dürfen ihr Bier nicht als „bekömmlich“ bewerben
Der BGH hat sich mit seinem Urteil vom 17.05.2018 den Brauereien und ihrem Bier gewidmet (Az.: I ZR 252/16).
Konkret ging es um eine Brauerei, die mehrere Biersorten (Alkoholgehalt von mehr als 1,2 % Volumenprozent) unter Verwendung des Begriffs „bekömmlich“ beworben hatte. Nach der neuen Auffassung des BGH stelle der Begriff „bekömmlich“ jedoch eine gesundheitsbezogene Angabe dar.
Der Begriff "bekömmlich" bringe bei einer Verwendung für Lebensmittel zum Ausdruck, dass dieses im Verdauungssystem gut aufgenommen und - auch bei dauerhaftem Konsum - gut vertragen werde. Genauso verstünden die Verbraucher den Begriff "bekömmlich" im Zusammenhang mit der beanstandeten Werbung.
OLG Köln: Keine Werbung mit „fast alles“, wenn „fast alles“ gar nicht fast alles umfasst
Das OLG Köln hat am 20.04.2018 entschieden, dass ein Werbung mit „fast alles“ dann unzulässig ist, wenn von dem „fast alles“ gar nicht „fast alles“ umfasst ist (Az.: 6 U 153/17).
Konkret hatte ein Möbelmarkt damit geworben, er gewähre 30 Prozent Rabatt auf „fast alles“. Tatsächlich gab es zahlreiche Einschränkungen bezüglich des Rabatts.
Zu den Ausnahmen gehörten u.a. bereits reduzierte Waren und Artikel von 40 namentlich genannten Herstellern. Das OLG Köln sah hierin objektiv falsche Angaben zum Preisnachlass im Blickfang der Werbung, welche auch nicht durch einen erläuternden Zusatz richtiggestellt werden könnten.
BGH: Aufsichtspflichten bei Internetnutzung durch minderjähriges Kind
(Teilnahme an Tauschbörsen)
Der BGH hat in seiner Entscheidung vom 11.06.2015 erneut die Aufsichtspflichten von Eltern bei einer Internetnutzung durch ihr minderjähriges Kind bestätigt (BGH, Urt. v. 11.02.2015, Az. I ZR 7/14).
Danach haben Eltern die Internetnutzung durch ihr minderjähriges Kind zu beaufsichtigen, um eine Schädigung von Dritten durch eine urheberrechtlich verletzende Teilnahme des Kindes an Tauschbörsen zu verhindern. Dabei ist es ausreichend, wenn die Eltern ihr Kind über die Rechtswidrigkeit einer solchen Teilnahme belehren und ihm die Teilnahme verbieten.
Es genügt jedoch nicht, wenn die Eltern em Kind lediglich die Einhaltung allgemeiner Regeln zu einem ordentlichen Verhalten aufgeben.
BGH: Darlegungslast des Internetanschlussinhabers bei Urheberrechtsverletzungen Dritter
In seiner Entscheidung vom 11.06.2015 hat der BGH entschieden, dass dem Inhaber eines Internetanschlusses für von Dritten begangene Urheberrechtsverletzungen eine besondere sekundäre Darlegungslast zukommt (BGH, Urt. v. 11.06.2015, Az. I ZR 75/14).Dabei genügt es nicht, dass der Anschlussinhaber pauschal behauptet, dass Dritte, welche in seinem Haushalt leben, die Möglichkeit des Zugriffs auf seinen Internetanschluss haben.
Das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) hat einen Löschungsantrag der Handelskette „REAL“ gegen die DFB-Marke zurückgewiesen (Beschl. v. 30.10.2015, Az. S 208/14 Lösch).
„REAL“ hatte neben dem Löschungantrag beim deutschen Amt einen Löschungantrag beim Europäischen Markenamt beantragt. Grund hierfür war die Auffassung der Handelskette, dass die in der DFB-Marke enthaltene Darstellung eines Adlers eine Nachahmung des Bundesadlers darstelle und daher nicht Bestandteil einer Markeneintragung sein könne.
Der Bundesminister teilte dem DFB jedoch sein ausdrückliches Einverständnis zur Markenanmeldung mit, da das Adlerlogo dem Sportbereich zugeordnet wird und schon seit mehr als 60 Jahren in diesem Bereich verwendet wird.
Goldener Bär ist nicht automatisch Goldbär
Der Bundesgerichtshof (BGH) urteilte, dass der Schokoladenhersteller Lindt mit seinen in Goldfolie eingewickelten Schokoladenfiguren in Bärenform, nicht die Wortmarke Goldbär des Weingummiherstellers Haribo verletzt (Urt. v. 23.09.2015, Az. I ZR 105/14). Haribo war aus einer Formmarke gegen die Wortmarke von Lindt vorgegangen und verlangte die Unterlassung des Lindt-Teddys. Des Weiteren machte Lindt Ansprüche auf Vernichtung, Auskunft und Schadensersatz geltend.
Das Landgericht (LG) Köln hatte der Klage zunächst stattgegeben, jedoch hat das Oberlandesgericht (OLG) Köln sie abgewiesen.
info@8f93002d3e6f4800976f3f78931164d5mylaw-kanzlei.de