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Timestamp: 2016-10-23 20:30:42
Document Index: 124106405

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134']

U 503/06 (07.11.2007)
U 503/06
F.________, 1975, Beschwerdef�hrer,
vertreten durch Rechtsanwalt Viktor Estermann, Sempacherstrasse 6, 6003 Luzern,
vom 23. M�rz 2006.
Der 1975 geborene F.________ arbeitete seit 1. September 1999 als M�belberater bei der Firma A.________ AG und war damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) unfallversichert. Am 20. November 2000 schlug ihm ein Gast in einem Restaurant nach einer verbalen Auseinandersetzung von hinten dreimal mit der Faust auf den Kopf. Gleichentags begab sich F.________ ins Spital X.________, wo im Rahmen einer 24-st�ndigen Hospitalisation eine leichte Commotio cerebri diagnostizierte wurde. Vom 9. Januar bis 20. Februar 2001 war der Versicherte in der Rehaklinik Y.________ hospitalisiert. Bis Ende Februar 2001 war er zu 100 % arbeitsunf�hig, ab 1. M�rz 2001 zu 25 % arbeitsf�hig. Seit 16. M�rz 2001 war er bei Dr. phil. H.________, Psychologe FSP, in psychotherapeutischer Behandlung. Ab 1. M�rz 2002 war er als M�belberater zu 50 % arbeitsf�hig. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). In der Folge zog sie verschiedene Arztberichte bei und holte ein neuropsychologisches Gutachten des Spitals Z.________ vom 8. Mai 2003, ein neurologisches Gutachten des Dr. med. M.________, Facharzt f�r Neurologie und Psychiatrie, vom 31. Oktober 2003, einen Bericht des Dr. med. O.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Leitender Arzt, Rehaklinik Q.________, �ber die ambulante psychiatrische Untersuchung vom 6. April 2004 sowie ein Gutachten des Dr. med. K.________, Psychiatrie/Psychotherapie FMH, vom 20. Juli 2004 ein. Am 1. Oktober 2004 trat der Versicherte eine 50%ige Stelle als Wohnberater bei der Firma B.________ an. Mit Verf�gung vom 8. Oktober 2004 stellte die SUVA die Versicherungsleistungen f�r die Folgen des Unfalls vom 20. November 2000 auf den 30. Oktober 2004 ein, da die noch geklagten psychischen Beschwerden mit dem Unfall nicht mehr in einem rechtserheblichen Zusammenhang st�nden. Dagegen erhoben der Versicherte und sein Krankenversicherer Einsprache. Mit Entscheid vom 1. M�rz 2005 wies die SUVA die Einsprache ab. Die ad�quate Kausalit�t zwischen dem Unfall und den dominierenden psychischen Beschwerden sei zu verneinen.
Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden mit Entscheid vom 23. M�rz 2006 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt der Versicherte die Aufhebung des kantonalen Entscheides und R�ckweisung der Sache an das kantonale Gericht, eventuell an die SUVA, zur Neubeurteilung; es seien ihm s�mtliche nach UVG zustehenden Leistungen �ber den 30. Oktober 2004 hinaus weiterhin auszurichten; es seien ihm �ber den 30. Oktober 2004 hinaus weiterhin UV-Taggelder sowie Heil-, Behandlungs- und Transportkostenleistungen zu erbringen; eventuell sei ihm eine angemessene Invalidenrente nach UVG zuzusprechen; es sei ihm eine angemessene Integrit�tsentsch�digung auszurichten.
2.1 Die Vorinstanz hat die Bestimmung �ber den Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung im Allgemeinen (Art. 6 Abs. 1 UVG) sowie die Grunds�tze zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen), zur vorausgesetzten Ad�quanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181 mit Hinweis), bei psychischen Unfallfolgen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 123 V 98, 115 V 133 ff.) sowie Folgen eines Unfalls mit Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS) bzw. einer diesem �quivalenten Verletzung (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103, 122 V 415, 117 V 359 ff.; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle zutreffend dargelegt. Gleiches gilt zu dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
2.2.1 Zu erg�nzen ist, dass die zum HWS-Schleudertrauma entwickelte Rechtsprechung betreffend Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs sinngem�ss anzuwenden ist, wenn sich die Folgen eines Sch�delhirntraumas mit jenen eines HWS-Schleudertraumas vergleichen lassen (BGE 117 V 369 E. 4b S. 382). Die Rechtsprechung gem�ss BGE 117 V 369 kommt indessen nicht bereits zur Anwendung, wenn eine Verletzung diagnostiziert ist, die als Commotio cerebri bzw. auch als (leichtes) Sch�delhirntrauma bezeichnet wird. Massgebend ist vielmehr, ob das in BGE 117 V 369 E. 4b S. 382 beschriebene bunte Beschwerdebild als nat�rlich-kausale Folge eines erlittenen Sch�delhirntraumas vorliegt (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 370/05 vom 1. Mai 2006, E. 3.2 mit Hinweis). Gleiches gilt im Rahmen der Diagnose eines HWS-Schleudertraumas bzw. einer diesem �quivalenten Verletzung (BGE 117 V 359 E. 4b S. 360; zur Bedeutung der Latenzzeit von h�chstens 72 Stunden f�r das Auftreten der Beschwerden vgl. SVR 2007 UV Nr. 23 S. 75 E. 5, U 215/05, RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29, Urteil des Bundesgerichts U 88/06 vom 18. Juli 2007, E. 4.1).
2.2.2 Die Rechtsprechung gem�ss BGE 115 V 133 ff. kommt dann zur Anwendung, wenn bei der versicherten Person schon vor dem Unfall psychische Beschwerden vorlagen, die durch diesen verst�rkt wurden (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 327, U 273/99). Gleiches gilt, wenn die im Anschluss an den Unfall auftretenden psychischen St�rungen nicht zum typischen Beschwerdebild eines HWS-Traumas geh�ren. Erforderlichenfalls ist vorg�ngig der Ad�quanzbeurteilung zu pr�fen, ob es sich bei den im Anschluss an den Unfall geklagten psychischen Beeintr�chtigungen um blosse Symptome des erlittenen Traumas oder aber um eine selbstst�ndige (sekund�re) Gesundheitssch�digung handelt, wobei f�r die Abgrenzung insbesondere Art und Pathogenese der St�rung, das Vorliegen konkreter unfallfremder Faktoren oder der Zeitablauf von Bedeutung sind (RKUV 2001 Nr. U 412 S. 79, U 96/00). Wie das Eidgen�ssische Versicherungsgericht in RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437, U 164/01, schliesslich dargelegt hat, ist die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs nur dann im Sinne von BGE 123 V 98 E. 2a S. 99 unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung zu beurteilen, wenn die psychische Problematik bereits unmittelbar nach dem Unfall eindeutige Dominanz aufwies. Wird die Rechtsprechung gem�ss BGE 123 V 98 E. 2a S. 99 in einem sp�teren Zeitpunkt angewendet, ist zu pr�fen, ob im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt die physischen Beschwerden gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind. Nur wenn dies zutrifft, ist die Ad�quanz nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) zu beurteilen (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 328/06 vom 25. Juli 2007, E. 2.2).
Streitig ist, ob der Versicherte als Folge des Ereignisses vom 20. November 2000 �ber den 30. Oktober 2004 hinaus Anspruch auf SUVA-Leistungen hat.
3.1 Das Spital X.________ diagnostizierte am 20. November 2000 (Unfalltag) eine leichte Commotio cerebri. Der Versicherte versp�re starke Kopfschmerzen und Schwindel. Die HWS sei unauff�llig. Das Sch�delr�ntgen zeige keine Fraktur.
3.2 Der Hausarzt Dr. med. U.________, Facharzt FMH f�r Allgemeine Medizin FMH, diagnostizierte am 22. Dezember 2000 eine Schleudertrauma-Symptomatik mit schwerer mentaler Beeintr�chtigung bei vorbestehender psychovegetativer Symptomatik. Im Bericht vom 12. September 2001 gab Dr. med. U.________ weiter an, auff�llig sei eine persistierende psychovegetative Destabilisierung mit Depressionssymptomatik und somatischen Beschwerden aus dem Formenkreis der vegetativen Dystonie.
3.3 Die Rehaklinik Y.________ stellte im Bericht vom 11. April 2001 folgende Diagnosen: Status nach Contusio capitis durch Faustschlag mit HWS-Distorsion und posttraumatischer Amnesie (DD: akute Belastungsreaktion, leichte traumatische Hirnverletzung), persistierender zervikozephaler Symptomenkomplex, neuropsychologische Funktionsst�rungen, vegetative Dysregulation, Anpassungsst�rung mit depressiver Reaktion. Auf Grund der aktuellen psychosozialen Belastungssituation und der depressiven Stimmungslage (der Versicherte hege phasenweise Suizidgedanken) sei eine psychotherapeutische Behandlung dringend indiziert.
3.4 Der behandelnde Psychologe Dr. phil. H.________ f�hrte im Bericht vom 4. Juli 2001 aus, bei der Erstkonsultation am 6. M�rz 2001 sei der Versicherte depressiv gewesen und habe geweint. Er habe sich vom erlittenen Schock, niedergeschlagen zu werden, nicht erholt. Offensichtlich liege eine posttraumatische Belastungsst�rung vor.
3.5 Im neuropsychologischen Gutachten des Spitals Z.________ vom 8. Mai 2003 wurde dargelegt, es f�nden sich deutlich verminderte mentale Leistungen, die allerdings nicht allein mit einer hirntraumatischen Komponente erkl�rt werden k�nnten. Den erbrachten mentalen Minderleistungen m�sste ein organisches Korrelat entsprechen, das aber in Y.________ mittels MRI ausgeschlossen worden sei. Es sei davon auszugehen, dass sich einerseits die ausgepr�gte Schmerzproblematik und anderseits die diagnostizierte psychische Problematik (Anpassungsst�rung mit depressiver Reaktion) deutlich auf die mentale Leistungsf�higkeit auswirkten. Aus neuropsychologischer Sicht schl�ssen sie auf eine leichte, direkt traumatisch bedingte neuropsychische St�rung. Es sei davon auszugehen, dass nicht die neuropsychologischen Defizite als Folge einer hirnorganischen Komponente im Vordergrund st�nden, sondern dass die psychische Problematik und die Schmerzproblematik st�rker bestimmend seien. Bei Stabilisierung der psychischen Situation und Verbesserung der Schmerzproblematik werde sich die mentale Leistungsf�higkeit verbessern. Eine neuropsychologische Therapie sei nicht indiziert.
3.6 Dr. med. M.________, Neurologe und Psychiater, legte im neurologischen Gutachten vom 31. Oktober 2003 dar, es sei ein schweres Zervikalsyndrom mit erheblicher Einschr�nkung der Kopfbeweglichkeit und massiver Ber�hrungs- und Druckempfindlichkeit nachweisbar. Weiter handle es sich um eine l�ngerdauernde depressive Episode mit Somatisierungsst�rung (chronische Schmerzen, Schlafst�rungen, verminderte Belastbarkeit, Schwindel, Gangunsicherheit, allgemeine Zittrigkeit, Konzentrationsst�rungen, unspezifische sensible Missempfindungen und vegetative Zeichen). Die Ursachen der Schmerzen seien langdauernde muskul�re Verspannungen und Einschr�nkungen der HWS-Beweglichkeit (Zervikalsyndrom) mit Ausbreitung �ber den ganzen R�cken. Die depressive Episode mit Somatisierungsst�rung verschlimmere die Schmerzen. Diese seien durch den Unfall vom 20. November 2000 ausgel�st worden; insofern k�nne mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit von einem kausalen Zusammenhang gesprochen werden (vgl. auch E. 5.2.1 hienach).
3.7 Der Psychiater Dr. med. O.________ f�hrte im Bericht vom 6. April 2004 aus, schwergewichtig liege eine Panikst�rung vor. Anhaltspunkte f�r eine spezifische psychotraumatologische St�rung, wie zum Beispiel eine posttraumatische Belastungsst�rung, best�nden nicht. Auch k�nne nicht im eigentlichen Sinne von einer Anpassungsst�rung und von einer eigentlichen Somatisierungsst�rung oder somatoformen St�rung gesprochen werden. Entgegen der Auffassung des Dr. med. M.________ bestehe sicher nicht eine depressive Episode (dies w�re eine erhebliche depressive St�rung im Sinne einer Major-Depression). Wenn man die Akten analysiere, insbesondere auch diejenigen, die n�her zum Ereignis st�nden, fielen typische angstbedingte Symptome schon sehr fr�h auf, auch in der Beschreibung der Rehaklinik Y.________. In den ersten Monaten sei aber wahrscheinlich die depressive Komponente deutlich st�rker ausgepr�gt gewesen.
3.8 Der Psychiater Dr. med. K.________ diagnostizierte im Gutachten 20. Juli 2004 eine posttraumatische Neurasthenie (ICD-10: F48.0) mit Zust�nden vegetativer Paroxysmen (Schwitzen, Zittern, Par�sthesien, Schwindel, fliessende Schmerzen) im Sinne von schubweise auftretender somatoformer autonomer Funktionsst�rung gem�ss F45.3 bei: bereits pr�traumatisch bekannten Zust�nden vegetativer Dystonie; relevanter "Rechtskr�nkung" im Nachgang des erlittenen Unfalls (Z65.6); bei ehrgeiziger, leistungsorientierter, noch nicht ausgereifter Pers�nlichkeit (Z73.1). Trotz der resignativ-depressiven Grundstimmung seien die Kriterien f�r eine depressive St�rung im Sinne von ICD-10: F32 ff. nicht erf�llt. Zu erw�gen w�re noch eine narzisstische Pers�nlichkeitsst�rung. Dagegen spreche die quasi friktionslose Entwicklung zum Unfall. Heute sollte vom Versuch, eine solche Diagnose zu stellen, so lange Abstand genommen werden, wie eindeutig unfallbezogene Faktoren das St�rungsbild beherrschten. Die von Dr. med. O.________ diagnostizierte Panikst�rung stehe nicht im Gegensatz zu obiger Diagnostik, sondern sei darin als relativierter Teilaspekt mitenthalten. Unverst�ndlich sei, wie Dr. phil. H.________ in seiner ersten Beurteilung in Anbetracht der objektiven Befunde eine posttraumatische Belastungsst�rung habe diagnostizieren k�nnen. Das heute vorliegende St�rungsbild sei ohne das Ereignis vom 20. November 2000 undenkbar. Klinisch werde das St�rungsbild beherrscht durch neurasthenische Beschwerden mit depressiver Grundstimmung. Durch die erhaltenen Schl�ge habe der Versicherte eine leichte Commotio cerebri erlitten mit heute noch diagnostiziertem schweren Zervikalsyndrom und erheblicher Einschr�nkung der Kopfbeweglichkeit sowie massiver Ber�hrungs- und Druckempfindlichkeit (Dr. med. M.________). Bei ganzheitlicher Betrachtung sei das beschriebene schwere Zervikalsyndrom von zweitrangiger Bedeutung. Im Zentrum der mentalen Beeintr�chtigungen des Versicherten stehe ein abgrundtiefes Gef�hl der "Rechtskr�nkung". Dies habe wesentlich dazu beigetragen, dass der mechanisch erlittene Gesundheitsschaden durch die Schl�ge auf den Kopf eindeutig weniger bedeutsam sei als die Erfahrung, hinterh�ltig von einem unliebsamen Betrunkenen in seiner Integrit�t nicht respektiert zu werden und obendrein das Gef�hl zu erhalten, die richterlichen Beh�rden liessen ihn im Stich.
4.1 Auf Grund der medizinischen Akten ist erstellt und unbestritten, dass der Versicherte im Zeitpunkt der Leistungseinstellung auf den 30. Oktober 2004 und auch danach bis zum massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides (1. M�rz 2005; BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) an keinen objektiv (hinreichend) nachweisbaren organischen Unfallfolgen mehr gelitten hat. Weiter wird von keiner Seite in Frage gestellt, dass der Unfall vom 20. November 2000 zumindest eine Teilursache des fortbestehenden, organisch nicht fassbaren Beschwerdekomplexes bildet, was f�r die Bejahung der nat�rlichen Kausalit�t gen�gt (BGE 119 V 335 E. 1 S. 337).
4.2 Zu pr�fen ist demnach einzig die umstrittene Frage der Ad�quanz des Kausalzusammenhangs (vgl. auch RKUV 2005 Nr. U 555 S. 322 E. 3.2 mit Hinweis, U 458/04).
Der Versicherte ist der Auffassung, er habe beim Unfall vom 20. November 2000 eine HWS-Distorsion erlitten. Die somatischen Beschwerden seien im Vergleich zur psychischen Problematik keineswegs in den Hintergrund getreten. Vielmehr liege ein komplexes Beschwerdebild zwischen somatischen und psychischen Beschwerden vor. Die Ad�quanz sei demnach nach Massgabe von BGE 117 V 359 ff. - mithin ohne Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten - zu beurteilen, was zu deren Bejahung f�hre. Gleiches gelte selbst dann, wenn die Ad�quanz nach der Rechtsprechung zu den psychogenen Unfallfolgen (BGE 115 V 133 ff.) zu beurteilen w�re.
Die Vorinstanz vertritt den Standpunkt, es sei nicht auszuschliessen, dass der Versicherte zumindest an einer dem Schleudertrauma �quivalenten Verletzung leide. Dies k�nne indessen offen bleiben, da die eventuell hierauf zur�ckzuf�hrenden Beschwerden im Vergleich zur psychischen Problematik in den Hintergrund getreten seien, weshalb die ad�quate Kausalit�t nach BGE 115 V 133 ff. zu beurteilen sei. Die Ad�quanzkriterien seien nicht im erforderlichen Ausmass erf�llt.
5.1 Gest�tzt auf die medizinische Aktenlage (E. 3 hievor) ist davon auszugehen, dass im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung auf den 30. Oktober 2004 die physischen Beschwerden mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind (RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437). Der Vorinstanz ist demnach beizupflichten, dass die Ad�quanz nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133 ff.) zu beurteilen ist. Es kann mithin offen bleiben, ob der Versicherte ein HWS-Schleudertrauma bzw. eine �quivalente Verletzung erlitten hat.
5.2 Die Einwendungen des Beschwerdef�hrers verm�gen zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren.
5.2.1 Aus dem Gutachten des Neurologen und Psychiaters Dr. med. M.________ vom 31. Oktober 2003 kann der Versicherte nichts zu seinen Gunsten ableiten. Zwar legte Dr. med. M.________ dar, in der neurologischen Untersuchung falle ein schweres Zervikalsyndrom auf. Gleichzeitig f�hrte er aber aus, hief�r gebe es in den umfangreichen radiologischen Abkl�rungen kein organisches Korrelat. Er empfehle eine Verlaufskontrolle im Sinne eines Nativr�ntgens der HWS ap/seitlich/schr�g. Sofern dieses R�ntgen normal ausfalle, m�sse man auch an die M�glichkeit einer Somatisierungsst�rung denken. In der detaillierten neurologischen Untersuchung f�nden sich keine Hinweise auf eine Verletzung des zentralen oder peripheren Nervensystems. Hingegen seien die Angaben des Versicherten bei den Untersuchungen, bei denen seine Mitarbeit erforderlich sei, stark wechselnd. Darunter falle z.B. die Streubreite des Vibrationssinnes an allen vier Extremit�ten, die wechselnden Angaben bez�glich Ber�hrungs- und Temperaturempfinden, ohne dass man reproduzierbar ein Areal von Hypo- der Hypersensibilit�t finden k�nne, und die Schwierigkeiten in den Koordinationspr�fungen. Ein Absinken eines Armes im Vorhalteversuch ohne Pronation sei nur durch eine psychogene Ursache erkl�rbar. Der Symptomkomplex von chronischen Schmerzen, Schlafst�rungen, verminderter Belastbarkeit, Schwindel, Gangunsicherheit, allgemeiner Zittrigkeit und Konzentrationsst�rungen sei vereinbar mit einer Somatisierungsst�rung. Im Anschluss an den Unfall sei es zu einer akuten Belastungssituation, sp�ter zu einer Anpassungsst�rung gekommen, die gem�ss ICD-10 nur w�hrend 6 Monaten als solche bezeichnet werden d�rfe. Jetzt handle es sich um eine l�nger dauernde depressive Episode mit Somatisierungsst�rung (ICD-10: F45).
Gest�tzt auf die Empfehlung des Dr. med. M.________ wurde am 18. November 2003 im Spital X.________ ein R�ntgen der HWS ap/liegend, seitlich und beidseits schr�g sitzend und Dens transbucal gezielt liegend durchgef�hrt. Diese Untersuchung ergab eine morphologisch normale HWS. Demnach ist auch gest�tzt auf die Beurteilung des Dr. med. M.________ davon auszugehen, dass das schwere Zervikalsyndrom haupts�chlich auf die psychische Ursache, von ihm als Somatisierungsst�rung qualifiziert, zur�ckzuf�hren ist.
5.2.2 Nicht gefolgt werden kann dem Einwand des Versicherten, das Gutachten des Dr. med. K.________ sei in sich widerspr�chlich. Entgegen der Auffassung des Versicherten ging Dr. med. K.________ nicht von einem schweren Zervikalsyndrom aus, sondern legte dar, Dr. med. M.________ habe ein solches diagnostiziert. Dr. med. K.________ selber hat das von Dr. med. M.________ beschriebene Zervikalsyndrom als zweitrangig gegen�ber der psychischen Problematik bezeichnet. Nichts zu seinen Gunsten ableiten kann der Versicherte unter den gegebenen Umst�nden aus der Tatsache, dass Dr. med. K.________ ausf�hrte, die strenge Zimmermannsarbeit komme f�r ihn bei nicht mehr vorhandener Kondition und persistierendem Zervikalsyndrom nicht mehr in Betracht.
Ein Unfallereignis ist - ausgehend vom �usseren Geschehensablauf - als solches als leicht, im mittleren Bereich liegend, oder als schwer einzustufen ohne Beizug des f�r die Beurteilung der Ad�quanzfrage bei mittelschweren Unf�llen zus�tzlich zu ber�cksichtigenden Kriterienkatalogs (BGE 115 V 133 E. 6 Ingress S. 139; Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 503/05 vom 17. August 2006, E. 2.2 und 3.1 f.).
Das kantonale Gericht hat das Ereignis vom 20. November 2000 dem mittleren Bereich im Grenzbereich zu einem leichten Unfall zugeordnet. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers kann nicht von einem mittleren Unfall im Grenzbereich zu den schwereren ausgegangen werden. Die Ad�quanz der psychischen Unfallfolgen ist daher zu bejahen, wenn ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist oder die massgebenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sind.
Bei der Pr�fung der einzelnen Kriterien sind nur die organisch bedingten Beschwerden zu ber�cksichtigen, w�hrend die psychisch begr�ndeten Anteile, deren hinreichender Zusammenhang mit dem Unfall Gegenstand der Pr�fung bildet, ausgeklammert bleiben (erw�hntes Urteil U 88/06, E. 7.1).
7.1 Ob besonders dramatische Begleitumst�nde oder eine besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls gegeben sind, beurteilt sich objektiv und nicht auf Grund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgef�hls der versicherten Person (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207 E. 3b/cc). Dieses Kriterium ist hinsichtlich des Ereignisses vom 20. November 2000 nicht erf�llt.
7.2 Ein allenfalls erlittenes Schleuder- oder Distorsionstrauma der HWS f�llt im Rahmen des Kriteriums der Schwere oder besonderen Art der Verletzung ausser Betracht (erw�hntes Urteil U 88/06, E. 7.2.2; Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 489/05 vom 10. April 2006, E. 4.2 mit Hinweis).
Auch die unmittelbar nach dem Unfall im Spital X.________ diagnostizierte leichte Commotio cerebri f�hrt nicht zur Bejahung dieses Kriteriums (erw�hntes Urteil U 479/05, E. 8.2).
7.3 Nach dem Unfall war der Versicherte w�hrend 24 Stunden im Spital X.________ hospitalisiert. Danach bestand die �rztliche Behandlung in der Verordnung eines Halskragens, Anwendung der W�rmelampe, vorsichtiger Mobilisation, Massage sowie medikament�ser Schmerzbek�mpfung. Vom 9. Januar bis 20. Februar 2001 war der Versicherte in der Rehaklinik Y.________ hospitalisiert. In der Folge wurden haupts�chlich Medikamente, regelm�ssige Psychotherapie bei Dr. phil. H.________ sowie Physiotherapie verordnet. Im Bericht vom 5. Juli 2002 gab der Hausarzt Dr. med. U.________ an, bei ihm f�nden Beratungen alle zwei bis drei Monate statt.
Den verschiedenen Abkl�rungsmassnahmen und blossen �rztlichen Kontrollen kommt nicht die Qualit�t einer regelm�ssigen, zielgerichteten Behandlung zu (erw�hntes Urteil U 88/06, E. 7.2.3). Insgesamt ist das Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung jedenfalls nicht auffallend erf�llt.
7.4 Offen bleiben kann, ob Dauerschmerzen im Sinne von �ber den gesamten Zeitraum andauernden Beschwerden (vgl. RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.2.6) oder vor allem Bewegungs- und Belastungsschmerzen vorlagen. Denn selbst wenn dieses Kriterium als erf�llt betrachtet w�rde, w�re es nicht in auffallender Weise gegeben.
7.5 Eine �rztliche Fehlbehandlung wird zu Recht nicht geltend gemacht.
7.6 Die Kriterien des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen m�ssen nicht kumulativ erf�llt sein. Aus der blossen Dauer der �rztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden - welche im Rahmen der spezifischen Ad�quanzkriterien (ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung, Dauerbeschwerden) zu ber�cksichtigen sind - darf nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hiezu besonderer Gr�nde, welche die Heilung beeintr�chtigt haben (Urteil des Bundesgerichts U 37/06 vom 22. Februar 2007, E. 7.6 mit Hinweisen). Solche Gr�nde sind nicht gegeben. Der Umstand, dass trotz eines Rehaaufenthaltes und regelm�ssigen Therapien weder eine Beschwerdefreiheit noch eine vollst�ndige Arbeitsf�higkeit erreicht werden konnten, f�hrt entgegen der Auffassung des Versicherten nicht zur Bejahung dieses Kriteriums.
7.7 Das Kriterium des Grades und der Dauer der Arbeitsunf�higkeit bezieht sich nicht allein auf das Leistungsverm�gen im angestammten Beruf (RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544, U 56/00; erw�hntes Urteil U 88/06, E. 7.2.7).
Der Beschwerdef�hrer war nach dem Ereignis vom 20. November 2000 bis Ende Februar 2001 zu 100 % arbeitsunf�hig. Ab 1. M�rz 2001 war er in der vor dem Unfall ausge�bten T�tigkeit als M�belberater zu 25 %, ab 1. M�rz 2002 zu 50 % arbeitsf�hig. Am 1. Oktober 2004 trat er eine 50%ige Stelle als Wohnberater bei der Firma B.________ an. Mit Blick auf die Rechtsprechung (vgl. insbesondere RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544, U 56/00) ist das Kriterium des Grades und der Dauer der Arbeitsunf�higkeit nicht in auffallender Weise gegeben.
7.8 Nach dem Gesagten sind von den sieben Ad�quanzkriterien h�chstens drei erf�llt, wobei kein Kriterium in besonders ausgepr�gter Weise vorliegt (E. 7.3 f und 7.7 hievor). Damit sind die f�r die Ad�quanzpr�fung massgebenden Kriterien nicht in geh�ufter und auffallender Weise gegeben (vgl. auch Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 488/05 vom 20. Oktober 2006, E. 3.3). Demnach haben SUVA und Vorinstanz den ad�quaten Kausalzusammenhang f�r die Zeit ab 31. Oktober 2004 im Ergebnis zu Recht verneint. S�mtliche Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verm�gen an diesem Ergebnis nichts zu �ndern.
Das Verfahren ist kostenfrei (Art. 134 OG in der bis Ende 2006 g�ltig gewesenen Fassung; vgl. E. 1 hievor).