Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/401
Timestamp: 2018-10-18 19:41:30
Document Index: 281838296

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§ 401 BGB: Übergang der Neben- und Vorzugsrechte
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2016, Az. V ZB 37/15 Die Vorschrift des §401 BGB erfasst neben den dort genannten Rechten auch andere unselbständige Sicherungsrechte sowie Hilfsrechte, die zur Durchsetzung der Forderung erforderlich sind (BGH, Urteil vom 7. Dezember 2006 -IXZR 161/04, WM 2007, 406 Rn. 13; Urteil vom 14. Juli 1966 - VIII ZR 229/64, BGHZ 46, 14, 15).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2016, Az. V ZB 37/15 Die Abtretung des Kaufpreisanspruchs führt deshalb entsprechend § 401 BGB auch zu dem Übergang des Auskehrungsanspruchs gegen den Notar (vgl. auch BGH, Urteil vom 7. Dezember 2006 - IX ZR 161/04, WM 2007, 406 Rn. 13 zu einem Treuhandvertrag eines Kreditinstituts; KG, DNotZ 1999, 994, 996 f.; Renner in Armbrüster/Preuß/Renner, BeurkG, 6. Aufl., § 54 b Rn. 89; Eylmann/ Vaasen/Hertel, BNotO/BeurkG, 3. Aufl., §23 BNotO Rn. 33; Hertel in Limmer/ Hertel/Frenz/Mayer, Würzburger Notarhandbuch, 4. Aufl., Teil 2 Kapitel 2 Rn. 775; Sandkühler in Arndt/Lerch/Sandkühler, BNotO, 8. Aufl., §23 Rn. 187; Winkler, BeurkG, 17. Aufl., § 54 b Rn. 35; Haug/Zimmermann, Die Amtshaftung des Notars, 3. Aufl., Rn. 747; Kawohl, Notaranderkonto, 1995, Rn. 107).
BGH, BESCHLUSS vom 1.3.2013, Az. VII ZB 14/12 -5- den in § 401 BGB ausdrücklich genannten Rechten wird die Vorschrift unter anderem auf solche Hilfsrechte entsprechend angewandt, die zur Durchsetzung des Hauptrechts erforderlich sind oder deren Trennung dessen Durchsetzung gefährden würde (vgl. BGH, Beschluss vom 9. Februar 2012 -VIIZB 117/09, NJW-RR 2012, 434 Rn. 14 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.2012, Az. VII ZB 50/11 Neben den in § 401 BGB ausdrücklich genannten Rechten wird diese Vorschrift unter anderem auf solche Hilfsrechte entsprechend angewandt, die zur Geltendmachung oder Durchsetzung einer Forderung erforderlich sind (vgl. BGH, Beschluss vom 9. Februar 2012 - VII ZB 117/09, NJW-RR 2012, 434 Rn. 14 m.w.N.).
OLG Bamberg, Urteil vom 1.2.2012, Az. 4 U 145/11 Nach der inzwischen gefestigten Rechtsprechung stellt der Anspruch der Verkäuferseite gegen den Notar im Verhältnis zur Kaufpreisforderung lediglich ein unselbstständiges Nebenrecht im Sinn des § 401 I BGB dar mit der Folge, dass der Auszahlungsanspruch nur zusammen mit der Kaufpreisforderung selbst wirksam gepfändet werden kann (BGHZ 105, 60, 64; 138, 179, 184; BGH NJW-RR 2007, 845).
OLG München, Beschluss vom 2.0.2010, Az. 34 Wx 77/09 Die diesen Anspruch sichernde Vormerkung ging gemäß § 401 BGB jeweils im entsprechenden Umfang auf die Erwerber über (vgl. BGH NJW 2007, 508 f.; Palandt/Bassenge a. a. O.).
BGH, URTEIL vom 4.0.2009, Az. IX ZR 66/07 Folgerichtig ist die Vormerkung nicht als selbständiger wirtschaftlicher Wert von dem Auflassungsanspruch getrennt übertragbar, sondern geht mit der Abtretung des durch sie gesicherten Auflassungsanspruchs gemäß § 401 BGB auf den Zessionär über (BGHZ 25, 16, 23; Staudinger/Gursky, BGB (2008) § 883 Rn. 344 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2008, Az. IX ZR 142/07 Gehen von dem Schuldner bestellte Sicherungen mit der getilgten Forderung auf den Bürgen über (§ 401 BGB), befindet er sich in derselben wirtschaftlichen Lage wie vorher gegenüber seiner Bank (vgl. BGH, Urt. v. 7. Februar 2002 - IX ZR 115/99, ZIP 2002, 489, 490 f.).
BGH, URTEIL vom 4.2.2008, Az. IX ZR 220/05 Der Eigentumsvorbehalt ist kein Sicherungsrecht im Sinne des § 401 BGB (BGHZ 42, 53, 56).
BGH, URTEIL vom 4.9.2006, Az. III ZR 299/05 Mit einer solchen Einschränkung wird der Übergang der Bürgschaft gemäß § 401 BGB bei Übertragung der Forderung ausgeschlossen (vgl. BGHZ 115, 177, 181; Staudinger/Horn, BGB, 13. Bearb., § 765 Rn. 208).
BGH, URTEIL vom 4.11.2002, Az. IX ZR 99/02 Der Sekundäranspruch kann selbständig weder abgetreten noch gepfändet werden; vielmehr erfaßt jede wirksame Pfändung eines gegen einen Anwalt gerichteten Regreßanspruchs automatisch den Sekundäranspruch als unselbständiges Nebenrecht im Sinne des § 401 BGB auch dann, wenn dieses erst später entsteht (BGH, Urt. v. 21. September 1995, aaO S. 39).
BGH, URTEIL vom 4.6.2002, Az. IX ZR 97/99 Dies ist zwar - auch für den Fall der Vertragsübernahme - möglich, da § 401 BGB dispositives Recht ist (BGHZ 115, 177, 181).
BGH, URTEIL vom 4.6.2002, Az. IX ZR 97/99 Auch der nach Leistung auf die Bürgschaft auf erstes Anfordern in Betracht kommende Rückgewähranspruch führt nicht dazu, daß § 401 BGB für eine solche Bürgschaft nicht gilt (vgl. BGH, Urt. v. 26. Februar 1987 - IX ZR 136/86, NJW 1987, S. 2075).
AG Dortmund, Urteil vom 1.9.1999, Az. 132 C 6509/99 Nach Ansicht des erkennenden Richters kann jedoch ein allgemeines Recht des Geschädigten auf anwaltliche Hilfe oder ein allgemein latent entstandener Anspruch auf Ersatz eines Folgeschadens Anwaltskosten als ein übergangsfähiges Nebenrecht entsprechend § 401 BGB mangels einer entsprechenden gesetzlichen Grundlage nicht konstruiert und bejaht werden (im Ergebnis ebenso: LG Koblenz VersR 1977, 1060; AG Köln VersR 1980, 588; AG Wiesbaden VersR 1971, 164; Kempa VersR 1968, 1021 [1023]; Schmalzl VersR 1994, 1314).
BGH, BESCHLUSS vom 2.6.1998, Az. XI ZR 291/97 b)	Abgesehen davon scheitert eine entsprechende Anwendung des § 401 BGB auch daran, daß nach dem eindeutigen Wortlaut des § 515 Abs.3 Satz 2 ZPO nur die Partei, nicht aber der beigeordnete Rechtsanwalt ein eigenes Recht hat, einen Kostenbeschluß zu beantragen (vgl. OLG Nürnberg JurBüro 1989, 803, 804; OLG Oldenburg Nds.Rpfl.
BGH, URTEIL vom 4.9.1997, Az. III ZR 2/96 Der Senat hat unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Reichsgerichts darauf hingewiesen, diese Rechtsfolge beruhe darauf, daß die Schiedsklausel eine Eigenschaft des abgetretenen Rechts darstelle und nach dem in § 401 BGB enthaltenen Grundgedanken mit dem abgetretenen Recht auf den Erwerber übergehe, sofern nichts Gegenteiliges vereinbart oder den Umständen zu entnehmen sei (BGHZ 71, 162, 165).
BGH, URTEIL vom 4.5.1989, Az. IX ZR 175/88 Dasselbe ergibt sich, wenn der Besteller einer nicht akzessorischen Sicherheit gegen Abtretung der Hauptforderung leistet: Auf ihn gingen nach § 401 Abs. 1 BGB die von den Mitsicherern bestellten akzessorischen Sicherheiten über (vgl. BGH, Urt. v. 23. Juni 1982 aaO; Bayer/Wandt aaO S. 272).
BGH, URTEIL vom 4.1.1987, Az. IX ZR 136/86 1. Daß auch bei einer Bürgschaft auf erstes Anfordern die Bürgschaftsforderung als solche mit der Abtretung der gesicherten Forderung nach § 401 BGB auf den Zessionär übergeht, begegnet keinen Bedenken (vgl. BGHZ 90, 287, 291 zur Zulässigkeit der Abtretung des Anspruchs aus einer Garantie auf erstes Anfordern).
BGH, URTEIL vom 4.1.1987, Az. IX ZR 136/86 Es ist allgemein anerkannt, daß Hilfsrechte, die der Ausübung oder Durchsetzung der Forderung selbst dienen, in entsprechender Anwendung von § 401 BGB mit der Forderung auf den Zessionär übergehen (BGH, Urt. v. 1. Juni 1973 - V ZR 134/72, NJW 1973, 1793, 1794; Weber in BGB-RGRK, 12. Aufl., § 401 Rdnr. 19, jeweils m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.1.1987, Az. IX ZR 136/86 Wegen seiner höchstpersönlichen Natur könne dieses Recht weder abgetreten werden noch könne es kraft Gesetzes in entsprechender Anwendung von § 401 BGB auf einen neuen Gläubiger übergehen (ebenso LG Frankfurt aaO).
BGH, vom 3.5.1986, Az. IVb ZR 50/85 Daher kann er in entsprechender Anwendung des § 401 BGB insoweit die Übertragung der Grundschuld auf sich verlangen (BGH, Urteil vom 28. April 1983 aaO).
BGH, URTEIL vom 5.10.1985, Az. V ZR 153/84 Unerheblich ist in diesem Zusammenhang, daß die Bestellung von Vorkaufsrecht und Wegerechten den Beklagten gegen über als Inhabern der auf sie übergegangenen Auflassungsvormerkung (§ 401 BGB; vgl. BGHZ 25, 16, 23) relativ unwirksam ist (§ 883 Abs. 2 Satz 1 BGB).
BGH, Urteil vom 4.6.1985, Az. III ZR 33/84 14 Abtretung der Klageforderung auf die Klägerin übergegangen sein (§ 401 BGB; vgl. Senatsurteil BGHZ 71, 162).
BGH, URTEIL vom 4.3.1983, Az. IX ZR 1/82 In diesem Fall konnte der Beklagte in entsprechender Anwendung des § 401 BGB die Rückübertragung der Grundschuld auf sich verlangen (BGHZ 80, 228).
BGH, URTEIL vom 4.3.1983, Az. IX ZR 1/82 In diesem Fall kann der Beklagte in entsprechender Anwendung des § 401 BGB die Rückübertragung der Grundschuld auf sich verlangen (BGHZ 80, 228).
BGH, URTEIL vom 3.2.1982, Az. VIII ZR 311/80 2.	Gleichwohl verblieb ihr der diese Forderung sichernde Anspruch auf Auskehrung des Verwertungsüberschusses gegen die drei am ersten Pool beteiligten Banken; denn ein zur Sicherheit übertragenes Recht folgt nicht gemäß § 401 BGB dem Übergang der Hauptforderung (Senatsurteile vom 25. Januar 1967	-	VIII	ZR 124/64 = WM 1967, 213 und vom 24. September 1980 = BGHZ 78, 137, 143).
BGH, URTEIL vom 2.11.1978, Az. VI ZR 233/77 Geht der Haftpflichtanspruch auf einen neuen Gläubiger über, so geht entsprechend § 401 BGB auch der ihn sichernde Direktanspruch über (vgl. BGH Urteil vom 24. November 1971 - IV ZR 71/70 - VersR 1972, 194);