Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=27.10.2005&Aktenzeichen=III%20ZB%2042/05
Timestamp: 2018-07-20 17:58:48
Document Index: 44179543

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 278', '§ 278', 'BGH', '§ 278', 'BGH', 'BGH', '§ 278', '§ 278', 'BGH', '§ 128', 'BGH', 'BGH', '§ 278', 'BGH', 'BGH', '§ 278', '§ 128', '§ 495', '§ 128', 'BGH', '§ 278', '§ 106', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 35', '§ 128', 'BGH', '§ 278', '§ 278', '§ 106', 'BGH', '§ 278', '§ 278']

BGH, 27.10.2005 - III ZB 42/05 - dejure.org
BGH, 27.10.2005 - III ZB 42/05
RVG VV Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1; ZPO § 278 Abs. 6
Entstehen einer Gebühr für den Abschluss eines schriftlichen Vergleichs in einem Zivilprozess; Auflistung der anfallenden Gebühren bei dem Abschluss eines Vergleichs; Vergütungsrechtliche Vorteile des Abschluss eines schriftlichen Vergleichs gegenüber einem gerichtlichen Vergleich; Auslösen einer Terminsgebühr für den Abschluss eines Vergleichs
Vergleich (schriftlicher) - Anwaltsgebühren
Terminsgebühr für schriftlichen Vergleich
RVG -VV Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1; ZPO § 278 Abs. 6
Anwaltsgebühren bei Abschluss eines schriftlichen Vergleichs
Terminsgebühr bei einem gerichtlichen Vergleich?
Terminsgebühr - Beschlussvergleich: BGH bestätigt Terminsgebühr
Verfahrensgebühr bei gerichtlich initiiertem Vergleich
Terminsgebühr ohne Termin
Anwaltsvergütung - Diese Entscheidung ist bares Geld wert: Vergleich nach § 278 Abs. 6 ZPO löst Terminsgebühr aus!
Termingebühr bei gerichtlichem Vergleich? (IBR 2006, 1004)
Zusammenfassung von "Terminsgebühr ohne Termin - Anmerkung zu BGH, Beschluss vom 27.10.05" von RA Udo Henke, original erschienen in: AnwBl 2006, 53.
Kurznachricht zu "Anmerkung von H.-R. Enders zu BGH, Beschluß vom 27.10.2005, AZ: III ZB 42/05 zum schriftlichen Vergleich nach § 278 Abs. 6 ZPO bzw. Terminsgebühr" von Horst-Reiner Enders, original erschienen in: JurBüro 2006, 75.
Zusammenfassung von "Terminsgebühr bei Abschluss eines Vergleichs im schriftlichen Verfahren" von Wolfgang Madert und Dipl.-Rpfl. Peter Mock, original erschienen in: AGS 2005, 542 - 543.
Zusammenfassung von "Neues zur Terminsgebühr bei Protokollierung eines Vergleichs im schriftlichen Verfahren nach § 278 Abs. 6 ZPO" von RA Norbert Schneider, original erschienen in: Renopraxis 1/2006, 1 - 2.
LG Regensburg, 10.11.2004 - 1 O 1787/04
OLG Nürnberg, 24.02.2005 - 2 W 208/05
NJW 2006, 157
MDR 2006, 474
FamRZ 2006, 118
BB 2005, 2600
AnwBl 2006, 71
Rpfleger 2006, 38
Der Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 27. Oktober 2005 (III ZB 42/05, NJW 2006, 157, 158), auf den die Revision sich bezieht, betraf einen Vergleichsschluss im schriftlichen Verfahren, behandelte den Fall einer vorgerichtlichen Einigung also nicht.
BGH, 25.09.2007 - VI ZB 53/06
Mit der Regelung in Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1 RVG VV soll nämlich erreicht werden, dass der Prozessbevollmächtigte, der im Zivilprozess im Hinblick auf den Grundsatz der Mündlichkeit (§ 128 Abs. 1 ZPO) an sich erwarten kann, in der mündlichen Verhandlung eine Terminsgebühr zu verdienen, keinen Gebührennachteil erleidet, wenn durch eine andere Verfahrensgestaltung auf eine mündliche Verhandlung verzichtet wird (vgl. BGH, Beschlüsse vom 27. Oktober 2005 - III ZB 42/05 - NJW 2006, 157, 158; vom 10. Juli 2006 - II ZB 28/05 - MDR 2007, 302).
BGH, 03.07.2006 - II ZB 31/05
a) In Übereinstimmung mit dem III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes, dessen Beschluss vom 27. Oktober 2005 (III ZB 42/05, NJW 2006, 157 ff.) - der dem Beschwerdegericht bei seiner Entscheidung noch nicht bekannt war - die identische Fragestellung betrifft, ist der Senat der Ansicht, dass die Auslegung der Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1 VV durch das Beschwerdegericht den Bedeutungsgehalt der das Entstehen der Terminsgebühr rechtfertigenden Variante "oder in einem solchen Verfahren ein schriftlicher Vergleich geschlossen wird" (= Variante 4) nicht ausschöpft.
Das Beschwerdegericht ist, gestützt auf Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (Beschluss vom 27. Oktober 2005 - III ZB 42/05, NJW 2006, 157 = Rpfleger 2006, 38 = JurBüro 2006, 73; Beschluss vom 3. Juli 2006 - II ZB 31/05, Rpfleger 2006, 624 = NJW-RR 2006, 1507), der Auffassung, in dem durch Abschluss des schriftlichen Vergleichs nach § 278 Abs. 6 ZPO beendeten Rechtsstreit sei den Prozessbevollmächtigten der Parteien neben einer Verfahrensgebühr und einer Einigungsgebühr auch eine Terminsgebühr erwachsen.
BGH, 24.01.2007 - IV ZB 21/06
Erfallen der vollen Terminsgebühr für den Klägervertreter bei Säumnis des …
Deshalb verdient die den Wortlaut ausschöpfende Auslegung den Vorzug (vgl. BGH, Beschluss vom 27. Oktober 2005 - III ZB 42/05 - NJW 2006, 157 TZ 9 a.E.).
Danach verdient der Rechtsanwalt - wie der Senat nach Erlass der angefochtenen Entscheidung in Übereinstimmung mit dem III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes (Beschl. v. 27. Oktober 2005 - III ZB 42/05, NJW 2006, 157 ff.) mit Beschluss vom 3. Juli 2006 (II ZB 31/05) entschieden hat - die Terminsgebühr immer dann, wenn ein schriftlicher Vergleich gemäß § 278 Abs. 6 ZPO geschlossen wird, unabhängig davon, ob dies in einem Verfahren gemäß § 128 Abs. 2 ZPO oder § 495 a ZPO geschieht oder die Parteien in einem Verfahren, in dem zunächst die mündliche Verhandlung vorgesehen war, durch Abschluss eines schriftlichen Vergleichs auf die mündliche Verhandlung verzichten.
Das ergibt sich aus der gebotenen teleologischen Interpretation, weil der Gesetzgeber mit der Regelung in Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1 VV hat erreichen wollen, dass der Prozessbevollmächtigte, der in einem Zivilprozess im Hinblick auf den Grundsatz der Mündlichkeit (§ 128 Abs. 1 ZPO) erwarten kann, in der mündlichen Verhandlung seine Terminsgebühr zu verdienen, keinen Gebührennachteil erleiden soll, wenn durch eine andere Verfahrensgestaltung auf eine mündliche Verhandlung verzichtet wird (BGH, Beschl. v. 27. Oktober 2005 aaO S. 158).
Nach der ganz herrschenden Rechtsprechung zu Ziffer 3104 Abs. 1 Nr. 1, 3. Alt. VV RVG ist ein "schriftlicher Vergleich" nur ein solcher, der nach § 278 Abs. 6 ZPO oder § 106 Satz 2 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) unter konstitutiver Mitwirkung des Gerichts geschlossen wird (vgl. z.B. BGH, Beschluss vom 27.10.2005 - III ZB 42/05 -, juris Rn. 9 und Leitsatz; Beschl. v. 03.07.2006 - II ZB 31/05 -, juris 8 und Leitsatz;… Beschl. v. 10.07.2006 - II ZB 28/05 -, juris Rn. 6 und Leitsatz 1;… OVG Berlin, Beschl. v. 16.03.2009 - OVG 1 K 72.08 -, juris Rn. 8;… VG Berlin, Beschl. v. 23.06.2008 - 14 KE 227.06, 14 V 29.05 -, juris Rn. 6).
BGH, 24.01.2017 - VI ZB 21/16
Vergütung des Rechtsanwalts: Anfall der Terminsgebühr bei Erlass eines …
Zu Nr. 3104 Anm. Abs. 1 Nr. 1 VV RVG hat der Bundesgerichtsgerichtshof (BGH, Beschluss vom 27. Oktober 2005 - III ZB 42/05, NJW 2006, 157 Rn. 8) bereits ausgeführt, mit ihr solle - "in Übereinstimmung mit der bisherigen Rechtslage" (§ 35 BRAGO aF) - erreicht werden, dass der Prozessbevollmächtigte, der in einem Zivilprozess im Hinblick auf den Grundsatz der Mündlichkeit (§ 128 Abs. 1 ZPO) erwarten könne, in der mündlichen Verhandlung seine Terminsgebühr zu verdienen, keinen Gebührennachteil erleide, wenn durch eine andere Verfahrensgestaltung auf eine mündliche Verhandlung verzichtet werde.
BAG, 20.06.2006 - 3 AZB 78/05
Prozesskosten - Rechtsanwaltsgebühren im arbeitsgerichtlichen Urteilsverfahren - …
Der Wortlaut dieser Vorschrift legt die Auslegung näher, dass der in Variante (4) geregelte Abschluss eines schriftlichen Vergleichs für alle die Verfahren gilt, in denen eine mündliche Verhandlung vorgeschrieben ist (nunmehr BGH 27. Oktober 2005 - III ZB 42/05 - NJW 2006, 157; BB 2005, 2600;… Zöller/Greger ZPO 25. Aufl. § 278 Rn. 27;… Gerold/Schmidt/v.Eicken/Madert/Müller-Rabe RVG 17. Aufl. VV 3104 Rn. 61 ff.).
Nach der ganz herrschenden Rechtsprechung zu dieser Vorschrift ist ein "schriftlicher Vergleich" nur ein solcher, der nach § 278 Abs. 6 ZPO oder § 106 Satz 2 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) unter konstitutiver Mitwirkung des Gerichts geschlossen wird (vgl. BGH, Beschl. v. 27.10.2005 - III ZB 42/05 -, juris Rn. 9 und Leitsatz;… Beschl. v. 10.07.2006 - II ZB 28/05 -, juris Rn. 6 und Leitsatz 1;… OVG Berlin, Beschl. v. 16.03.2009 - OVG 1 K 72.08 -, juris Rn. 8;… VG Berlin, Beschl. v. 23.06.2008 - 14 KE 227.06, 14 V 29.05 -, juris Rn. 6).
OLG Karlsruhe, 02.12.2005 - 15 W 55/05
Rechtsanwaltsgebühr: Voraussetzungen einer Terminsgebühr für eine …
OLG Frankfurt, 30.10.2006 - 6 W 181/06
Kostenfestsetzung nach wettbewerbsrechtlichem einstweiligen Verfügungsverfahren: …
LSG Nordrhein-Westfalen, 16.08.2006 - L 20 B 137/06
OLG Frankfurt, 20.06.2006 - 6 W 102/06
Gebühr des Rechtsanwalts: Anfall der Terminsgebühr bei Entscheidung über den …
OVG Nordrhein-Westfalen, 24.06.2009 - 5 E 728/09
Entstehung einer Terminsgebühr im Verwaltungsrechtsstreit bei schriftlichem …
LAG Düsseldorf, 10.01.2006 - 16 Ta 668/05
Terminsgebühr im Falle des § 278 Abs. 6 ZPO
LAG Hamburg, 16.08.2010 - 4 Ta 16/10
Terminsgebühr - privatschriftlicher Vergleich vor Klageeinreichung
OLG Karlsruhe, 02.12.2005 - 15 W 53/05
Rechtsanwaltsgebühr: Terminsgebühr für Besprechungen zur Verfahrenserledigung
KG, 11.03.2008 - 1 W 332/06
Terminsgebühr bei Erlass eines Versäumnisurteils im schriftlichen Vorverfahren …
FG Hessen, 22.04.2008 - 12 Ko 3799/06
Ansatz einer Terminsgebühr - Kosten des Vorverfahrens - Befugnisse des …
Entstehen einer Erledigungsgebühr i.F.d. Beendigung eines Prozesses durch …
OLG Brandenburg, 29.10.2008 - 9 WF 173/08
OLG München, 02.10.2007 - 11 W 2078/07
Kostenfestsetzung bei Zurückverweisung eines vor 1. 7. 2004 anhängigen Verfahrens …
OLG Köln, 26.05.2006 - 17 W 88/06
Terminsgebühr bei Vergleichsschluss
KG, 07.05.2008 - 1 W 168/07
Terminsgebühr bei anwaltlicher Besprechung nach Erlass einer einstweiligen …
LAG Hessen, 22.10.2007 - 13 Ta 400/07
Kostenfestsetzung - Terminsgebühr - Prozessvergleich
OLG Naumburg, 28.12.2006 - 6 W 68/06
Erstattungsfähigkeit einer anwaltlichen Termins- und Einigungsgebühr bei …
LG Saarbrücken, 30.05.2011 - 5 T 143/11
OVG Nordrhein-Westfalen, 30.10.2008 - 12 E 1273/08
Ausstellung eines Staatsangehörigkeitsausweises als gebührenauslösende …
SG Stuttgart, 30.10.2007 - S 20 AL 6741/07
Sozialgerichtliches Verfahren - Rechtsanwaltsgebühr - Vergleich gem § 278 Abs 6 …
LAG Schleswig-Holstein, 13.01.2006 - 2 Ta 2/06
Terminsgebühr, schriftlicher Vergleich
SG Landshut, 05.12.2006 - S 7 R 1583/05
Berücksichtigung einer Terminsgebühr bei der Festsetzung eines Vorschusses nach …
SG Ulm, 06.09.2006 - S 11 SB 3004/06 KO-A
Terminsgebühr für einen Vergleich nebst Erledigungserklärung; Gebührenfestsetzung …
SG Stuttgart, 24.03.2010 - S 21 SF 7175/09
Sozialgerichtliches Verfahren - Rechtsanwaltsvergütung - kein Anfall einer …
SG Landshut, 05.12.2006 - S 14 R 858/06
Berücksichtigung einer Terminsgebühr bei entstandenen Gebühren und entstandenen …
BPatG, 15.10.2013 - 3 ZA (pat) 31/13
FG Hamburg, 19.04.2013 - 3 KO 13/13
Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG): Terminsgebühr für Besprechung zur …