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Timestamp: 2016-10-23 17:59:14
Document Index: 226533851

Matched Legal Cases: ['Art. 30', 'Art. 44', 'Art. 30', 'Art. 45', 'BGE', 'BGE', 'Art. 20', 'BGE', 'Art. 44', 'Art. 45', 'Art. 132']

C 40/01 (06.12.2001)
C 40/01 Vr
Gerichtsschreiberin Polla
N.________, 1943, Beschwerdef�hrerin,
Arbeitslosenkasse der Gewerkschaft Bau & Industrie GBI, M�nzgasse 2, 8400 Winterthur, Beschwerdegegnerin,
A.- Die 1943 geborene N.________ arbeitete seit 1995 aushilfsweise als Verk�uferin und Kassiererin bei der Firma O.________. Mit K�ndigung vom 24. Mai 1999 beendete die Firma O.________ das Arbeitsverh�ltnis am 31. Juli 1999. N.________ meldete sich daraufhin bei der Arbeitslosenversicherung zum Leistungsbezug ab 1. August 1999 an.
Mit Verf�gung vom 9. September 1999 stellte die Arbeitslosenkasse der Gewerkschaft Bau & Industrie GBI die Versicherte wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit ab
1. August 1999 f�r die Dauer von 35 Tagen in der Anspruchsberechtigung ein.
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 12. Januar 2001 ab.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt N.________ sinngem�ss, es seien der vorinstanzliche Entscheid und die Verwaltungsverf�gung vom 9. September 1999 aufzuheben.
Die Arbeitslosenkasse der Gewerkschaft Bau & Industrie GBI und das Staatssekretariat f�r Wirtschaft verzichten auf eine Vernehmlassung.
1.- Die Vorinstanz hat die massgeblichen Bestimmungen �ber die Einstellung in der Anspruchsberechtigung bei selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit (Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG), namentlich bei Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten (Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV) und die verschuldensabh�ngige Dauer der Einstellung (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 AVIV) sowie die Rechtsprechung zum arbeitslosenversicherungsrechtlichen Begriff des Selbstverschuldens (ARV 1998 Nr. 9 S. 44 Erw. 2b, 1982 Nr. 4 S. 39 Erw. 1a, je mit Hinweisen) richtig dargelegt. Zutreffend ist auch, dass der Tatbestand erf�llt ist, wenn das allgemeine Verhalten der versicherten Person Anlass zur K�ndigung bzw. Entlassung gegeben hat (BGE 112 V 244 Erw. 1 mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden.
Zu erg�nzen ist, dass eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung nur verf�gt werden kann, wenn das der versicherten Person zur Last gelegte Verhalten klar feststeht.
Bei Differenzen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer darf nicht ohne weiteres auf ein fehlerhaftes Verhalten des Arbeitnehmers geschlossen werden, wenn der Arbeitgeber nur unbestimmte Gr�nde geltend zu machen vermag, f�r welche er keine Beweise anf�hren kann (BGE 112 V 245 Erw. 1 mit Hinweisen; ARV 1999 Nr. 8 S. 39 Erw. 7b). Das vorwerfbare Verhalten muss zudem nach Art. 20 lit. b des �bereinkommens Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) �ber Besch�ftigungsf�rderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vom 21. Juni 1988 (SR 0.822. 726.8; f�r die Schweiz in Kraft seit dem 17. Oktober 1991, AS 1991 1914) vors�tzlich erfolgt sein (vgl. BGE 124 V 236 Erw. 3b, welche Rechtsprechung gem�ss unver�ffentlichtem Urteil M. vom 17. Oktober 2000 [C 53/00] auch im Bereich von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV anwendbar ist).
2.- a) Das kantonale Gericht hat in einl�sslicher W�rdigung zutreffend dargelegt, dass das Verhalten der Versicherten Anlass zur K�ndigung gegeben hatte und diese daher zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde. Aufgrund der Aktenlage ist klar erstellt, dass die Beschwerdef�hrerin seitens ihres Vorgesetzten anl�sslich eines Mitarbeitergespr�chs vom 20. Mai 1999 auf ihr mangelhaftes Verhalten in verschiedenen Punkten mehrfach aufmerksam gemacht wurde, was offenbar nicht die gew�nschte Verhaltens�nderung brachte, woraus die K�ndigung vom 24. Mai 1999 resultierte.
b) Die dagegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebrachten Einw�nde verm�gen am Ergebnis nichts zu �ndern. Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, es seien anl�sslich des Mitarbeitergespr�chs haupts�chlich Arbeitsabl�ufe und deren Optimierung besprochen worden, was im Widerspruch zur Aktenlage steht. Das mit Unterschrift zur Kenntnis genommene und als "wie besprochen" best�tigte Gespr�chsprotokoll vom 20. Mai 1999 weist als Themen "Freundlichkeit", "Sorgfalt" und "Ordnung" aus, welche unter der Rubrik "Ist-Zustand" n�her erl�utert werden.
Aufgrund ihrer Fremdsprachigkeit mag es zwar zutreffen, dass die Versicherte dem Gespr�chs- und Protokollinhalt nicht in allen Punkten folgen konnte. Sie w�re dann jedoch gehalten gewesen, um entsprechende Erkl�rung zu bitten, bevor sie mit ihrer Unterschrift ausdr�cklich die Richtigkeit der Notiz best�tigte. Dass das Protokoll vom 20. Mai 1999 sowohl mit den erw�hnten Gespr�chspunkten als auch mit den einzelnen Beanstandungen unter dem "Ist-Zustand" und der daraus resultierenden Massnahme der K�ndigung nachtr�glich erg�nzt worden w�re, wie dies die Beschwerdef�hrerin geltend macht, �berzeugt nicht, zumal sich kein einziger schriftlicher Hinweis �ber ein anderes Gespr�chsthema findet. Vielmehr �usserte sich die Arbeitgeberin im Gespr�chsprotokoll wie auch in weiteren Schreiben vom 4.
und 22. Juni 1999 klar zum Fehlverhalten der Versicherten und best�tigte darin, dass die Versicherte wiederholt verwarnt worden war.
c) Insoweit die Beschwerdef�hrerin im Sinne einer willk�rlichen Beweisw�rdigung geltend macht, weder Kasse noch Gericht seien auf ihre Vorbringen eingegangen, namentlich habe die Arbeitslosenkasse ihr Schreiben vom 28. Juli 1999, in welchem sie zu den Vorw�rfen Stellung bezogen habe, nicht zur Kenntnis genommen, kann dem ebenso wenig gefolgt werden. Die Verwaltung hielt verf�gungsweise korrekt fest, dass die Versicherte im Rahmen der Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs in ihrem Schreiben vom 28. Juli 1999 nicht konkret zu den einzelnen Vorw�rfen Stellung nahm. Das kantonale Gericht setzte sich mit den einzelnen Einw�nden auseinander, gelangte jedoch zum Schluss, dass die Argumentation der Beschwerdef�hrerin nicht �berzeugt. Weder das Vorgehen der Kasse noch jenes des kantonalen Gerichts kann beanstandet werden.
3.- Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass die Versicherte ihr Verhalten trotz entsprechender Aufforderung nicht �nderte. Dadurch gab sie der Arbeitgeberin Anlass zur K�ndigung bzw. nahm diese eventualvors�tzlich in Kauf.
Demgem�ss ist mit der Vorinstanz von einer selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit auszugehen. Die verf�gte Einstellungsdauer von 35 Tagen, somit im unteren Bereich des schweren Verschuldens (Art. 45 Abs. 2 lit. c AVIV), l�sst sich unter Ber�cksichtigung der gesamten Umst�nde im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 OG) nicht beanstanden.
III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, dem Amt f�r Wirtschaft und Arbeit, Arbeitslosenversicherung, Z�rich,
und dem Staatssekretariat f�r Wirtschaft zugestellt.
Luzern, 6. Dezember 2001