Source: https://www.gib-acht-im-verkehr.de/verkehrssicherheit/fahrrad-und-trends/sicherheit-rund-ums-fahrrad/beleuchtung/
Timestamp: 2020-05-28 05:29:13
Document Index: 232058073

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 63', '§ 67', '§ 17', '§ 17', '§ 67', '§ 31', '§ 67']

Beleuchtung - Gib acht im Verkehr
Zu einem verkehrssicheren Rad gehört auch funktionierendes Licht.
Achten Sie deshalb bereits beim Kauf des Fahrrads auf eine robuste und zuverlässige Beleuchtung!
Änderungen in den Vorschriften zur Fahrradbeleuchtung
Mit der 52. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften vom 18. Mai 2017, die am 01.06.2017 in Kraft getreten ist, erfolgten umfangreiche Änderungen in den Vorschriften zur Fahrradbeleuchtung.
Fahrradscheinwerfer und Rückleuchten dürfen mit zusätzlichen Funktionen wie Tagfahrlicht, Fernlicht und Bremslicht ausgestattet sein. Fahrtrichtungsanzeiger sind an mehrspurigen Fahrrädern oder solchen mit einem Aufbau erlaubt, bei denen das Handzeichen des Fahrers ganz oder teilweise verdeckt ist.
Der kleine Rückstrahler hinten wurde gestrichen. Schlussleuchten dürfen zusätzlich mit einer Bremslichtfunktion für rotes Licht ausgerüstet sein. Blinkende Schlussleuchten sind auch nach wie vor unzulässig. Die lichttechnischen Einrichtungen (Aufzählung siehe unter § 22a StVZO) müssen, auch bei zulassungsfreien Fahrzeugen (Fahrräder), in einer amtlich genehmigten Bauart ausgeführt sein. Zusätzlich wurden Anforderungen an die lichttechnischen Einrichtungen an Fahrradanhängern aufgenommen.
Nunmehr ist gem. § 63a StVZO festgelegt, was ein Fahrrad und was ein dem Fahrrad gleichgestelltes Pedelec ist.
Siehe auch: Fahrradanhänger / Kindersitze
Grundsätzliches zur Beleuchtung am Fahrrad
Nach der bereits früher erfolgten Aufhebung der Dynamopflicht muss ein Fahrrad mit einer Energiequelle (Dynamo, Batterie oder Akku) ausgerüstet sein.
Lichtmaschine (Dynamo),
wieder aufladbaren Energiespeicher (Akku) oder
einer Kombination daraus
Batterien und wieder aufladbare Energiespeicher müssen nicht bauartgenehmigt sein.
Die Nennspannung der Energiequelle muss verträglich mit der Spannung der verwendeten aktiven Beleuchtungseinrichtung sein.
Anbringung am Rad / Abnehmbarkeit
Außerdem muss die Beleuchtung vorschriftsmäßig sein und während des Betriebs am Rad fest angebracht, gegen unabsichtliches Verstellen unter normalen Betriebsbedingungen gesichert und ständig einsatzbereit sein.
Scheinwerfer, Leuchten und deren Energiequelle dürfen abnehmbar sein, müssen jedoch während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, angebracht werden. Sie dürfen auch nicht verdeckt sein und können untereinander zusammengebaut, ineinander gebaut oder kombiniert sein, mit Ausnahme von Fahrtrichtungsanzeigern.
zusätzliche Informationen zur Abnehmbarkeit
Die zulässige Abnehmbarkeit bezieht sich nach Wortlaut und Absicht der StVZO-Änderung nur auf die in § 67 StVZO genannten aktiven Leuchten (Scheinwerfer und rote Schlussleuchte), keinesfalls jedoch auf Rückstrahler, die integriert sein können. Ggf. sind also zusätzliche, dauerhaft angebrachte Rückstrahler erforderlich, falls die aktiven Leuchten abnehmbar sein sollen. Falls sich bei ergänzender Verwendung von leuchtenintegrierten Rückstrahlern z.B. bei Nacht oder schlechter Sicht gemäß § 17 StVO eine Doppelung mit den dauerhaft fest angebrachten Rückstrahlern ergibt, ist dies im Interesse der Verkehrssicherheit hinzunehmen
Im Überblick (alle vorgeschriebenen Teile)
siehe lichttechnische Einrichtungen
Vorderradbremse / Hinterradbremse (zwei voneinander unabhängig wirkende Bremsen)
Frontscheinwerfer (für weißes Abblendlicht – Umschaltung auf Tagfahr- und Fernlicht möglich)
Fahrräder müssen mit einem oder zwei nach vorn wirkenden Scheinwerfern für weißes Abblendlicht ausgerüstet sein. Der Scheinwerfer muss so eingestellt sein, dass er nicht blendet (das genaue Lichtkegelmaß wurde gestrichen). Scheinwerfer dürfen zusätzlich mit Tagfahrlicht- und Fernlichtfunktion für weißes Licht mit einer EU-weit festgelegten maximalen Lichtstärke und Lichtverteilung der Tagfahrlichtfunktion ausgestattet sein. Die Umschaltung kann von Hand oder auch automatisch erfolgen. Blinkende Scheinwerfer sind unzulässig. Fahrräder müssen mit mindestens einem nach vorn wirkenden weißen Rückstrahler (am Beispiel im Scheinwerfer integriert) ausgerüstet sein. Rückstrahler (Frontreflektor weiß = nach vorn wirkender weißer
Rückstrahler – darf im Frontscheinwerfer integriert sein)
Schlussleuchte (für rotes Licht – Bremslichtfunktion zusätzlich möglich) Fahrräder müssen an der Rückseite mit mindestens einer Schlussleuchte für rotes Licht ausgestattet sein. Schlussleuchten dürfen zusätzlich mit einer Bremslichtfunktion ausgerüstet sein, deren Lichtstärke und Lichtverteilung ebenfalls vorgeschrieben ist. Blinkende Schlussleuchten sind unzulässig.
Rückstrahler (Reflektor der Kategorie „Z“ – darf mit Schlussleuchte verbaut sein) Fahrräder müssen an der Rückseite mit mindestens einem roten nicht dreieckigen Rückstrahler der Kategorie „Z“ ausgerüstet sein (der bisher geforderte kleine Rückstrahler ist entfallen). Schlussleuchte und Rückstrahler dürfen in einem Gerät verbaut sein.
Seitliche Reflexion durch folgende Varianten (je eine Variante ausreichend):- Speichenreflektoren (2 gelbe Reflektoren pro Rad) oder
– ringförmig zusammenhängende retroreflektierende weiße Streifen an den Reifen oder Felgen oder in den Speichen von Vorder- und Hinterrad) oder
– weiß retroreflektierende Speichen oder Speichenhülsen an jeder SpeicheDie Längsseiten eines Fahrrades müssen nach jeder Seite mit
Lichtmaschine (Dynamo oder Batterie oder Akku oder eine Kombination daraus)
Sogenannte Reflexstreifen, die über den gesamten Rundlauf des Rades oder der Felgen gleichmäßig verteilt sind, erhöhen im Vergleich zu punktuell reflektierenden herkömmlichen Speichenreflektoren die Sichtbarkeit von Fahrrädern deutlich. Dank der kreisförmigen Reflektion wird das Fahrrad schneller von anderen Verkehrsteilnehmern erkannt. Eine dieser Ausstattung muss, es dürfen aber auch alle drei Möglichkeiten angebaut sein. Weitere bauartgenehmigte gelbe rückstrahlende Mittel sind zulässig.
Schlussleuchte und Scheinwerfer dürfen nur gemeinsam einzuschalten sein, wenn sie mit Hilfe einer Lichtmaschine (Dynamo) betrieben werden. Bei eingeschalteter Standlichtfunktion darf auch die Schlussleuchte allein leuchten.
Sonderfahrräder
Fahrräder mit einer Breite über 1.000 mm müssen nach vorne und hinten gerichtete, paarweise horizontal angebrachte Rückstrahler sowie mindestens zwei weiße Scheinwerfer und zwei rote Schlussleuchten aufweisen, die mit einem seitlichen Abstand von maximal 200 mm paarweise zur Außenkante angebracht sein müssen.
Fahrräder mit einer Breite von mehr als 1,80 m sind wie Pkws zu beleuchten.
Bei mehrspurigen Fahrrädern oder solchen mit einem Aufbau, der Handzeichen des Fahrers ganz oder teilweise verdeckt, sind nach vorne und hinten wirkende Fahrtrichtungsanzeiger zulässig.
(1) Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden. Wer ein Fahrzeug führt, hat zudem dafür zu sorgen, dass das Fahrzeug, der Zug, das Gespann sowie die Ladung und die Besetzung vorschriftsmäßig sind und dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung oder die Besetzung nicht leidet. Ferner ist dafür zu sorgen, dass die vorgeschriebenen Kennzeichen stets gut lesbar sind. Vorgeschriebene Beleuchtungseinrichtungen müssen an Kraftfahrzeugen und ihren Anhängern auch am Tage vorhanden und betriebsbereit sein1.
(1) Keine generelle Mitführpflicht mehr für aktive lichttechnische Einrichtungen. Diese Einrichtungen sollen bei Bedingungen nach § 17 StVO (während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern) angebracht und in Betrieb genommen werden. Für abnehmbare Scheinwerfer und Leuchten gilt jetzt ausschließlich § 67 Absatz 2 Satz 4 StVZO: Scheinwerfer, Leuchten und deren Energiequelle dürfen abnehmbar sein, müssen jedoch während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, angebracht werden.)
§ 31b StVZO – Überprüfung mitzuführender Gegenstände
Aufhebung der bisherigen Nr. 7 = Scheinwerfer und Schlussleuchten gem. bisherigem § 67 StVZO Abs. 11 Nr. 2 Halbsatz 2 = von Rennrädern, deren Gewicht nicht mehr als 11 kg beträgt). Für die Führer dieser Fahrzeuge besteht keine Verpflichtung mehr, die abnehmbaren Scheinwerfer und Schlussleuchten zuständigen Personen auf Verlangen vorzuzeigen und zur Prüfung des vorschriftsmäßigen Zustands auszuhändigen.
Scheinwerfer für Abblendlicht Minimale Höhe: 400 mm – Maximale Höhe: 1200 mm
Rückstrahler vorne Minimale Höhe: 400 mm – Maximale Höhe: 1200 mm
Hinten: Schlussleuchte, Rückstrahler Minimale Höhe: 250 mm – Maximale Höhe: 1200 mm