Source: https://www.detektei-silber.de/wissenswertes.html
Timestamp: 2020-04-03 10:53:21
Document Index: 84909033

Matched Legal Cases: ['§ 201', '§ 17', '§263', '§263', '§253', 'BGH', '§127']

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Abhö­ren
Im All­ge­mei­nen wird unter dem Begriff Abhö­ren, die Über­wa­chung bzw. das Mit­hö­ren pri­va­ter oder geschäft­li­cher Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­stan­den. Dies erfolgt z.B. durch "Wan­zen" oder ähn­li­chen Abhör­an­la­gen. Gemäß § 201 StGb ist das belau­schen von nicht öffent­li­chen Gesprä­chen ver­bo­ten und wird mit einer Geld­stra­fe oder Frei­heits­stra­fe bis zu drei Jah­ren geahn­det.
Das Abhö­ren mit­tels eines Baby­pho­nes zur Über­wa­chung eines Kin­des, ist hin­ge­gen erlaubt. Bei begrün­de­tem Ver­dacht ist im Ein­zel­fall durch staat­li­che Ermitt­lungs­or­ga­ne das Abhö­ren erlaubt, wenn eine beson­ders schwe­re Straf­tat ver­sucht, geplant oder began­gen wur­de.
Abhör­schutz
Abhör­schutz wird häu­fig als soge­nann­te Maß­nah­me zur geziel­ten Lausch­ab­wehr bezeich­net, um den Schutz der Intim­sphä­re im Pri­vat- oder Wirt­schafts­be­reich zu gewähr­leis­ten. Hier unter­schei­det man zwi­schen pas­si­vem und akti­vem Abhör­schutz.
Beim pas­si­ven Abhör­schutz wer­den im Vor­feld diver­se Maß­nah­men ergrif­fen, um ein even­tu­el­les Abhö­ren zu ver­hin­dern. Wer­den Maß­nah­men ergrif­fen, um gezielt nach vor­han­de­nen Abhör­an­la­gen zu suchen, nennt man dies akti­ven Abhör­schutz.
Um Abrech­nungs­be­trug han­delt es sich z.B. wenn ein Außendienst­mitarbeiter fal­sche Anga­ben über Spe­sen, Kilo­me­ter und geleis­te­te Arbeits­stun­den dem Arbeit­ge­ber in Rech­nung stellt. Der Mit­ar­bei­ter ris­kiert dabei nicht nur eine frist­lo­se Kün­di­gung, son­dern macht sich auch noch straf­bar.
Bei Ver­dacht auf Abrech­nungs­be­trug durch Außen­dienst­ler, wird durch ein Detek­tiv-Team der Tages­ab­lauf des Mit­ar­bei­ters doku­men­tiert, um even­tu­el­le Fehl­an­ga­ben nach­wei­sen zu kön­nen. Ent­stan­de­ne Detektiv­kosten kön­nen letzt­end­lich unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen gel­tend gemacht wer­den.
Adress­ermitt­lung
Unter einer Adress­ermitt­lung durch eine Detek­tei ver­steht man in der Regel das ermit­teln einer pri­va­ten Anschrift - den Arbeit­ge­ber einer gesuch­ten Per­son, oder den Auf­ent­halts­ort einer bestimm­ten Per­son. Das berech­tig­te Inter­es­se wird in jedem Fall vor­aus­ge­setzt.
Ein berech­tig­tes Inter­es­se einer Adress­ermitt­lung besteht z.B. bei der Suche nach einem unter­ge­tauch­ten Schuld­ner, oder wenn es sich um Erb­schafts­an­ge­le­gen­hei­ten han­delt. Hier­bei kann selbst eine erteil­te Aus­kunfts­sper­re über die gesuch­te Per­son, erfolg­reich umgan­gen wer­den.
Ali­as
Das Wort "ali­as" (latei­nisch für „sonst“) steht für das Pseud­onym eines Namens neben ande­ren Namen, oder einer Datei­ver­knüp­fung bei Betriebs­sys­te­men. Man sagt z.B. H.P. Ker­ke­ling ali­as Horst Schlem­mer.
Ein Pseud­onym ( Ali­as ) wird anstel­le des rea­len Namens ver­wen­det und dient meist zur Ver­schleie­rung der wah­ren Iden­ti­tät.
Aus­kunf­tei
Die Aus­kunftei­en bedie­nen sich im Rah­men ihrer Tätig­keit bei der Ein­ho­lung der Aus­künf­te von Fir­men und Pri­vat­per­so­nen. Die Infor­ma­tio­nen erhal­ten sie über amt­li­che Stel­len oder Selbst­be­fra­gung.
Hier­bei wer­den bei­spiels­wei­se Aus­künf­te zur Kre­dit­wür­dig­keit, Zah­lungs­fä­hig­keit, sowie Aus­falls­wahr­schein­lich­keit von Pri­vat­per­so­nen und Fir­men erho­ben. Das berech­tig­te Inter­es­se wird dabei vor­aus­ge­setzt.
Berech­tig­tes Inter­es­se
Eine seriö­se Detek­tei wird ihre Ermitt­lun­gen oder Obser­va­tio­nen für einen Auf­trag­ge­ber erst dann begin­nen, wenn ein berech­tig­tes Inter­es­se gemäß dem Bun­des-Daten­schutz-Gesetz nach­ge­wie­sen ist. Hier­zu zäh­len z.B. wenn ein Arbeit­ge­ber den Ver­dacht auf vor­ge­täusch­te Krank­heit oder Abrech­nungs­be­trug eines Mit­ar­bei­ters hat. Wei­ter­hin kann ein Detek­tiv - Team beauf­tragt wer­den, wenn bei­spiels­wei­se Unter­halts­be­trug des Ex-Part­ners oder Ehe­bruch ver­mu­tet wird.
Dem­nach ist ein berech­tig­tes Inter­es­se immer dann gege­ben, wenn ein Auf­trag­ge­ber dar­le­gen kann, dass unse­re Dienst­leis­tung zur Durch­set­zung oder Klä­rung von Rechts­an­ge­le­gen­hei­ten, ange­mes­sen und not­wen­dig ist. Das her­aus­fin­den per­sön­li­cher Daten von Per­so­nen die bei­spiels­wei­se im Inter­net kenn­ge­lernt wur­den, darf ein Detek­tiv nicht ermit­teln. Auch für Unter­neh­men die ein­fach mal wis­sen wol­len, was der Mit­ar­bei­ter in sei­ner Frei­zeit macht, darf eine Detek­tei nicht tätig wer­den.
Beschat­tung
Umgangs­sprach­lich wird eine Beschat­tung auch Obser­va­ti­on genannt und ist die ziel­ge­rich­te­te Beob­ach­tung von Per­so­nen oder Sach­ver­hal­ten, um grund­le­gen­de Erkennt­nis­se jeg­li­cher ver­mu­te­ten Betrugs­for­men zu gewin­nen und gerichts­ver­wert­bar zu doku­men­tie­ren. Um ein even­tu­el­les Auf­fal­len bei einer Obser­va­ti­ons­maß­nah­me zu ver­hin­dern, wer­den in der Regel min­des­tens zwei Obser­van­ten benö­tigt.
Hier­bei wird durch ein Detek­tiv-Team der Tages­ab­lauf einer Per­son, oder jeg­li­che Sach­ver­hal­te doku­men­tiert und abschlie­ßend in einem Fest­stel­lungs­be­richt aus­führ­lich dar­ge­stellt. Die obser­vier­te Per­son nennt man "Ziel­per­son" (ZP), wobei die obser­vie­ren­de Per­son "Obser­vant" genannt wird.
Es han­delt sich um eine Betriebs­spio­na­ge, wenn Betriebs­ge­heim­nis­se an nicht Fir­men­an­ge­hö­ri­ge wei­ter gege­ben wer­den, um einen Wett­be­werbs­vor­teil zu erlan­gen, oder Infor­ma­tio­nen über Unter­neh­men A für viel Geld an B zu ver­kau­fen. Der Ver­rat von Betriebs­ge­heim­nis­sen wird mit Frei­heits­stra­fe bis zu drei Jah­ren oder mit Geld­stra­fe bestraft (§ 17 Abs. 1 UWG).
Um ein Betriebs­ge­heim­nis han­delt es sich, wenn sie einem nur bestimm­ten Per­so­nen­kreis zugäng­lich sind, wie z.B. Bilan­zen, Kon­struk­ti­ons­plä­ne, Rezep­tu­ren, Kun­den- und Preis­lis­ten. Nicht nur akti­ve Mit­ar­bei­ter eines Unter­neh­mens sind zur Ver­schwie­gen­heit von Betriebs­in­ter­na ver­pflich­tet, son­dern auch ehe­ma­li­ge Betriebs­an­ge­hö­ri­ge und Rent­ner.
Von Betrug spricht man, wenn eine Per­son etwas vor­täuscht oder absicht­lich die Unwahr­heit sagt, um sich einen mate­ri­el­len Vor­teil zu ver­schaf­fen. Laut Gesetz ist allein schon der Ver­such straf­bar.
Nach §263 StGB (Straf­ge­setz­buch) heißt es aus­zugs­wei­se: Wer in der Absicht, sich oder einem Drit­ten einen rechts­wid­ri­gen Ver­mö­gens­vor­teil zu ver­schaf­fen, das Ver­mö­gen eines ande­ren dadurch beschä­digt, dass er durch Vor­spie­ge­lung fal­scher oder durch Ent­stel­lung oder Unter­drü­ckung wah­rer Tat­sa­chen einen Irr­tum erregt oder unter­hält, wird mit Frei­heits­stra­fe bis zu fünf Jah­ren oder mit Geld­stra­fe bestraft.
Beweis­ma­te­ri­al / Beweis­mit­tel
Unter Beweis­ma­te­ri­al wer­den in der Regel alle Gegen­stän­de sowie Infor­ma­tio­nen und Auf­zeich­nun­gen ver­stan­den, die zur Auf­klä­rung eines bestimm­ten Sach­ver­halts oder Straf­tat die­nen.
So kann die Beob­ach­tung und Doku­men­ta­ti­on (Video oder Foto) von einem Detek­tiv, zur Auf­klä­rung einer Straf­tat oder sons­ti­gen Sach­ver­hal­ten bei­tra­gen. Hier­zu wird von der Detek­tei ein gerichts­ver­wert­ba­rer Fest­stel­lungs­be­richt nebst Bild­do­ku­men­ta­ti­on erstellt, wobei die beauf­trag­ten Detek­ti­ve auch als Zeu­gen benannt wer­den kön­nen.
Bedeu­tet nichts ande­res als Kre­dit­wür­dig­keit von natür­li­chen Per­so­nen, Unter­neh­men und Staa­ten. Bei einer Boni­täts­prü­fung wird fest­ge­stellt, ob die auf­ge­nom­me­nen Schul­den nebst Zin­sen vom Antrags­stel­ler getilgt wer­den kön­nen.
Che­mi­sche Fang­mit­tel
Das Ver­fah­ren der che­mi­schen Fang­mit­tel wird bei­spiels­wei­se genutzt um Geld­schei­ne zu mar­kie­ren, damit Die­be zuver­läs­sig über­führt wer­den kön­nen. Kommt der Dieb mit der Sub­stanz in Kon­takt, kann er über einen bestimm­ten Zeit­raum weder durch waschen, noch durch che­mi­sche Rei­ni­gung, die Sub­stanz ent­fer­nen.
Es besteht die Mög­lich­keit eine Sub­stanz zu benut­zen die nur unter Spe­zi­al­licht zu sehen ist, dadurch ist eine siche­re und ver­deck­te Ermitt­lung des Täters gewähr­leis­tet.
Com­pu­ter­kri­mi­na­li­tät
Bezeich­net das Ein­set­zen eines Com­pu­ters zur Durch­füh­rung von Straf­ta­ten. Bei­spie­le hier­für sind: das Abfan­gen von Daten mit­tels Hacker­tools, Com­pu­ter­sa­bo­ta­ge, Daten­ver­än­de­rung und Sexu­al­de­lik­te.
Laut einer reprä­sen­ta­ti­ven Umfra­ge 2019 waren rund 75 Pro­zent der deut­schen Unter­neh­men von Angrif­fen durch Com­pu­ter­kri­mi­na­li­tät betrof­fen. Durch ana­lo­ge und digi­ta­le Angrif­fe ent­steht der deut­schen Wirt­schaft jähr­lich ein Gesamt­scha­den von ca. 100 Mil­li­ar­den Euro.
Wird als Schutz vor Miss­brauch von per­so­nen-bezo­ge­nen Daten bezeich­net. Dem­nach darf jeder selbst bestim­men, wem wel­che sei­ner per­sön­li­chen Daten zugäng­lich gemacht wer­den. Das Bun­des­da­ten­schutz­ge­setz (BDSG) regelt den Daten­schutz für die Bun­des­be­hör­den und den pri­va­ten Bereich in der BRD.
Der Daten­schutz hat die Auf­ga­be der in der immer mehr zuneh­men­den digi­ta­len und ver­netz­ten Gesell­schaft den soge­nann­ten "glä­ser­nen Men­schen", den staat­li­chen Über­wa­chungs­maß­nah­men und der Ent­ste­hung von Daten­mo­no­po­len von Pri­vat­un­ter­neh­men ent­ge­gen­zu­wir­ken.
Detek­tiv
Ein Detek­tiv ist eine Per­son, die durch Obser­va­ti­on, Recher­chen, oder Befra­gung ein­zel­ner Per­so­nen, Infor­ma­tio­nen und Erkennt­nis­se doku­men­tiert, wel­che vor Gericht als Beweis­mit­tel ver­wen­det wer­den kön­nen. Hier­bei hat der Detek­tiv die soge­nann­ten Jeder­manns­rech­te und muss sich an bestehen­de Geset­ze hal­ten.
Die Detek­ti­ve ermit­teln oder obser­vie­ren im Auf­trag von Pri­vat­per­so­nen, Unter­neh­men, oder Rechts­an­wäl­ten. Hier­bei wer­den die erlang­ten Erkennt­nis­se detail­liert in einem Fest­stel­lungs­be­richt nebst Bild­do­ku­men­ta­ti­on dem Man­dan­ten nach Auf­trags­en­de über­mit­telt.
DNA- bzw. DNS-Ana­ly­sen
DNA ist die ame­ri­ka­ni­sche Abkür­zung für deoxy­ri­bo nucleic acid, die deut­sche Bezeich­nung hier­für ist DNS (Des­oxy­ri­bon-ukle­in­säu­re). Das gesam­te Erb­gut, steckt in jeder mensch­li­chen Zel­le. Gebün­delt ist die­ses Erb­gut inner­halb der Zel­le in den Chro­mo­so­men. DNS Ana­ly­sen wer­den z.B. mit­tels gene­ti­schen Fin­ger­ab­drucks zur Ermitt­lung von Iden­ti­täts- und Ver­wandt­schafts­fra­gen durch­ge­führt.
Im Nor­mal­fall weist jeder Mensch 23 Chro­mo­so­men­paa­re auf. Das Chro­mo­so­men­paar, wel­ches das Geschlecht ent­schei­det, besteht bei Frau­en aus zwei XX-Chro­mo­so­men, bei Män­nern aus einem X- und einem Y-Chro­mo­som.
Ehe­bruch
Der Ehe­bruch ist seit der Reform des Schei­dungs­rechts (1977) kein direk­ter Schei­dungs­grund mehr und auch kein Betrug im Sin­ne §263 StGB (Straf­ge­setz­buch). Aller­dings kann der "Betrü­ger" unter Umstän­den Nach­tei­le haben, wenn es um den Tren­nungs­un­ter­halt und dem nach­ehe­li­chen Unter­halt geht.
Daher wird unse­re Detek­tei häu­fig beauf­tragt, wenn der Ver­dacht auf Ehe­bruch besteht, um bevor­ste­hen­den finan­zi­el­len Nach­tei­len ent­ge­gen­zu­wir­ken und die benö­tig­ten Bewei­se zu sichern.
Von einer Ein­schleu­sung im Auf­ga­ben­ge­biet einer Detek­tei spricht man, wenn ein Detek­tiv oder eine Detek­ti­vin in ein Unter­neh­men ein­ge­führt wird, um Sach­ver­hal­te wie z.B. Dieb­stahl, Mob­bing oder Betriebs­spio­na­ge und Sabo­ta­ge, gerichts­ver­wert­bar auf­zu­klä­ren. Dabei wird der Ermitt­ler den Mitarbeitern als neu­er Kol­le­ge oder Aus­hilfs­kraft vor­ge­stellt, um im Unter­neh­men ver­deckt ermit­teln zu kön­nen.
Um den Erfolg der Ermitt­lun­gen nicht zu gefähr­den, soll­ten mög­lichst weni­ge Per­so­nen von der Maß­nah­me erfah­ren. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen dies­be­züg­lich, haben wir unter Ein­schleu­sung in Unter­neh­men, für Sie bereit­ge­stellt.
Ermitt­lung
Bei Ermitt­lun­gen oder auch Recher­chen genannt, sind neben den Obser­va­tio­nen, effek­ti­ve Metho­den um Infor­ma­tio­nen oder bestimm­te Sach­ver­hal­te auf­zu­klä­ren. Hier­bei wer­den belas­ten­de oder ent­las­ten­de Bewei­se für einen bestimm­ten Sach­ver­halt gesi­chert. Um eine erfolgs­ver­spre­chen­de Ermitt­lung durch­füh­ren zu kön­nen, ist eine pro­fes­sio­nel­le und dis­kre­te Vor­ge­hens­wei­se der Ermitt­ler unab­ding­bar.
Eine Anschluss­maß­nah­me von Ermitt­lun­gen, kann bei­spiels­wei­se eine Obser­va­ti­on sein, in der die ermit­tel­ten Ergeb­nis­se durch ein Detek­tiv-Team, gerichts­ver­wert­bar doku­men­tiert wer­den.
Erpres­sung
Bei Erpres­sung wer­den meist Doku­men­te, Fotos, Vide­os oder das ein­fa­che Wis­sen über bestimm­te Sach­ver­hal­te als Druck­mit­tel genutzt. Dem Erpres­ser geht es dabei um Geld oder ande­re Gefäl­lig­kei­ten. Inso­fern ist die Erpres­sung vom Tat­be­stand der Nöti­gung zu unter­schei­den, die kei­ne Berei­che­rungs­ab­sicht vor­aus­setzt.
Aus­zugs­wei­se heißt es in §253 StGB (Straf­ge­setz­buch): Wer einen Men­schen rechts­wid­rig mit Gewalt oder durch Dro­hung mit einem emp­find­li­chen Übel zu einer Hand­lung, Dul­dung oder Unter­las­sung nötigt und dadurch dem Ver­mö­gen des Genö­tig­ten oder eines ande­ren Nach­teil zufügt, um sich oder einen Drit­ten zu Unrecht zu berei­chern, wird mit Frei­heits­stra­fe bis zu fünf Jah­ren oder mit Geld­stra­fe bestraft.
Von einer Fahr­zeug­rück­füh­rung spricht man z.B. wenn ein Lea­sing-Unter­neh­men eine Detek­tei damit beauf­tragt, ein Lea­sing­fahr­zeug bei wel­chem der Lea­sing-Neh­mer den Kre­dit nicht mehr bedient, an das Unter­neh­men zurück­zu­füh­ren. Hier­bei ist selbst­ver­ständ­lich auf die gesetz­li­chen Richt­li­ni­en zu ach­ten, sowie einem dis­kre­ten und seriö­sen Auf­tre­ten der beauf­trag­ten Detek­ti­ve.
Ein wei­te­res Bei­spiel für eine Fahr­zeug­rück­füh­rung ist das Abho­len eines unter­schla­ge­nen Fir­men­fahr­zeugs eines ehe­ma­li­gen Mit­ar­bei­ters eines Unter­neh­mens.
Fest­stel­lungs­be­richt
Bei einem Fest­stel­lungs­be­richt wer­den alle Beob­ach­tun­gen einer Obser­va­ti­ons­maß­nah­me detail­liert doku­men­tiert. Der Detek­tiv spricht wäh­rend des Beob­ach­tungs­zeit­raums sei­ne Erkennt­nis­se auf ein digi­ta­les Auf­nah­me­ge­rät und erstellt nach dem Ein­satz einen Bericht für die Detek­tei. Hier­bei wer­den auch Bil­der oder Vide­os zum Ein­satz über­mit­telt.
Nach Auf­trags­en­de erhält der Auf­trag­ge­ber von der Detek­tei einen aus­führ­li­chen Fest­stel­lungs­be­richt nebst Bild­do­ku­men­ta­ti­on über die Maß­nah­men vor Ort, wel­cher auch vor Gericht genutzt wer­den kann. Im Bericht wer­den nicht nur die zeit­li­chen Anga­ben zu den Beob­ach­tun­gen doku­men­tiert, son­dern auch die zurück­ge­leg­ten Wege im Ein­satz.
Foren­si­sche Gut­ach­ten
Um einen kri­mi­nel­len Her­gang (z.B. Mord), oder die Echt­heit und Her­kunft einer bestimm­ten Sache wis­sen­schaft­lich bele­gen zu kön­nen, wird ein foren­si­sches Gut­ach­ten erstellt. Sie wer­den durch qua­li­fi­zier­te Sach­ver­stän­di­ge aus den unter­schied­li­chen Berei­chen erstellt und fin­den daher als gerichts­ver­wert­ba­re Bewei­se ihre Aner­ken­nung.
Sol­che Gut­ach­ten wer­den bei­spiels­wei­se in der Rechts­me­di­zin (unge­klär­te Todes­fäl­le), oder auch in der Kri­mi­nal­tech­nik ange­wandt, um Straf­ta­ten auf­zu­klä­ren. Die IT-Foren­sik beschäf­tigt sich mit der Auf­klä­rung von Com­pu­ter­kri­mi­na­li­tät. Bei einem foren­si­schen Schrift­gut­ach­ten wer­den Rück­schlüs­se auf Cha­rak­ter­struk­tu­ren einer Hand­schrift gezo­gen.
GPS-Tech­nik
Bei der Ortung von Per­so­nen, Fahr­zeu­gen oder sons­ti­gen beweg­li­chen Gegen­stän­den, kann der Ein­satz von GPS-Tech­nik zur Auf­klä­rung von Straf­ta­ten, sehr nütz­lich sein. Es ist aber grund­sätz­lich dar­auf zu ach­ten, dass gesetz­li­che Richt­li­ni­en dabei ein­zu­hal­ten sind. Seriö­se Detek­tei­en ach­ten daher immer auf den gesetz­lich erlaub­ten Ein­satz von GPS-Sen­dern.
Der Bun­des­ge­richts­hof (BGH) hat ent­schie­den, dass GPS-Tech­nik nur in begrün­de­ten Aus­nah­me­fäl­len durch eine Detek­tei genutzt wer­den darf. Bei unge­recht­fer­tig­tem Ein­satz die­ser Tech­nik macht sich nicht nur der Auf­trag­neh­mer, son­dern auch der Auf­trag­ge­ber als Anstif­ter straf­bar.
Hono­rar einer Detek­tei
Eine Detek­tei unter­liegt kei­ner fes­ten Hono­rar­ord­nung, wie es bei­spiels­wei­se bei Steu­er­be­ra­tern oder Rechts­an­wäl­ten gesetz­li­che gere­gelt ist. Das Hono­rar für einen Detek­tiv wird dem jewei­li­gen Auf­wand ange­passt, wel­cher bei jedem Auf­trag unter­schied­lich sein kann. Aller­dings soll­ten die Kon­di­tio­nen für einen Auf­trag klar gere­gelt sein, damit der Auf­trag­neh­mer eine über­sicht­li­che Kos­ten­kal­ku­la­ti­on vor­neh­men kann.
In der Detek­tiv-Bran­che haben sich in den letz­ten Jah­ren markt­üb­li­che Hono­ra­re durch­ge­setzt, wel­che sich aber zwi­schen Obser­va­ti­ons­maß­nah­men und Ermitt­lun­gen unter­schei­den. Bei Ermitt­lun­gen kann sehr oft ein Pau­schal­an­ge­bot erstellt wer­den, wobei eine Obser­va­ti­on meist in einem fest­ge­leg­ten Stun­den­satz berech­net wird. Daher soll­ten Auf­trag­ge­ber einer Detek­tei unbe­dingt dar­auf ach­ten, wie vie­le Detek­ti­ve für einen Auf­trag ein­ge­setzt wer­den und ob irgend­wel­che Zusatz­kos­ten im Ver­trag auf­ge­führt sind. Mehr zu die­sem The­ma erfah­ren Sie unter "unse­re Detektiv­kosten".
Infor­mant / in
Ein Infor­mant einer Detek­tei ist eine Per­son mit spe­zi­el­len Kennt­nis­sen auf einem oder meh­re­ren Gebie­ten, wel­che er aus Insi­der­wis­sen bezieht. In der Regel grei­fen Detek­ti­ve auf meh­re­re Infor­man­ten zurück, um an ein brei­tes Spek­trum von Infor­ma­tio­nen für unter­schied­li­che Auf­ga­ben­stel­lun­gen zu gelan­gen, wobei auch hier die gesetz­lich zuläs­si­gen Richt­li­ni­en ein­ge­hal­ten wer­den müs­sen.
Für die Bezeich­nung eines Infor­man­ten gibt es meh­re­re Namen wie bei­spiels­wei­se Spi­on, Spit­zel oder V-Mann, wenn gleich die­se nicht immer der kor­rek­ten Bezeich­nung gerecht wer­den. Bei Bekannt­ga­be der erlang­ten Erkennt­nis­se durch einen Infor­man­ten, muss die Quel­le der Infor­ma­tio­nen nicht benannt wer­den.
Jeder­manns­recht
Das Jeder­manns­recht betrifft meh­re­re Berei­che des tag­täg­li­chen Lebens. Ein Detek­tiv bei­spiels­wei­se hat bei sei­nen Ermitt­lun­gen oder Obser­va­tio­nen die soge­nann­ten Jeder­manns­rech­te, und somit weder beson­de­re Befug­nis­se recht­li­cher noch gesetz­li­cher Hin­sicht. Nach §127 StPO (Straf­pro­zess­ord­nung) darf eine straf­fäl­li­ge Per­son, wel­che auf fri­scher Tat erwischt wird, bis zum Ein­tref­fen der Poli­zei, vor­läu­fig fest­ge­nom­men wer­den.
Es sind Rech­te des deut­schen Grund­ge­set­zes, wel­che jedem zuste­hen und nie­man­den ent­zo­gen oder ver­wehrt wer­den dür­fen. Hier­bei umfasst das Jeder­manns­recht alle Men­schen­rech­te, wobei es uner­heb­lich ist wel­che Staats­bür­ger­schaft man besitzt, soweit man sich auf deut­schem Boden befin­det. Die­se sind aber nicht zu ver­wech­seln mit den Bür­ger­rech­ten, wel­che nur Deut­sche oder stel­len­wei­se auch EU-Bür­ger, schüt­zen oder berech­ti­gen.
Kran­ken­ta­ge­geld - Betrug
Wenn ein Selbst­stän­di­ger unrecht­mä­ßig das Kran­ken­ta­ge­geld von sei­ner Ver­si­che­rung in Anspruch nimmt, spricht man von Kran­ken­ta­ge­geld­be­trug. Dies ist bei­spiels­wei­se der Fall, wenn der Selbst­stän­di­ge wäh­rend sei­ner vor­ge­täusch­ten Krank­heit, wei­ter­hin sei­ner Arbeits­tä­tig­keit nach­geht.
Die­ser Betrug ist eben­so wie der Lohn­fort­zah­lungs­be­trug straf­bar, und führt in sehr vie­len Fäl­len zur Anzei­ge durch die Ver­si­che­rung, sowie zum Ver­si­che­rungs-Aus­schluss des Betrü­gers. Unse­re Detek­tei arbei­tet u.a. auch für Ver­si­che­rungs-Gesell­schaf­ten, um gerichts­ver­wert­ba­re Bewei­se bei Kran­ken­ta­ge­geld­be­trug zu lie­fern.
Leu­mund / -prü­fung
Als Leu­mund bezeich­net man den Ruf oder das Anse­hen einer Per­son in der Öffent­lich­keit. In Geset­zes­tex­ten oder Kom­men­ta­ren dazu, wird ein guter Leu­mund meist als Unbe­schol­ten­heit bezeich­net. In Deutsch­land zählt das Füh­rungs­zeug­nis einer Per­son, wel­ches über das Bun­des­zen­tral­re­gis­ter geführt wird, als per­sön­li­cher Leu­mund. Um ein Gewer­be als Detek­tiv anmel­den zu kön­nen, dür­fen kei­ne nega­ti­ven Ein­tra­gun­gen im Füh­rungs­zeug­nis ver­zeich­net sein.
Da nicht immer der öffent­li­che dem tat­säch­li­chen Leu­mund ent­spricht, kann durch Detek­tei­en eine Leu­mund­s­prü­fung einer Per­son vor­ge­nom­men wer­den. Die­se Prü­fun­gen wer­den meist von einer Detek­tei im wirt­schaft­li­chen Sek­tor über­nom­men, wenn neue Geschäfts­be­zie­hung geknüpft wer­den sol­len, oder ein neu­er Mit­ar­bei­ter ein­ge­stellt wird.
Von Lohn­fort­zah­lungs­be­trug ist die Rede, wenn ein Mit­ar­bei­ter bei sei­nem Arbeit­ge­ber eine Krank­heit vor­täuscht und die­se mit einer Arbeits­un­fä­hig­keits-Beschei­ni­gung durch einen Arzt bestä­ti­gen lässt. Eine Detek­tei wird bei­spiels­wei­se von einem Unter­neh­men beauf­tragt, wenn der Ver­dacht besteht, dass sich der krank­ge­schrie­be­ne Mit­ar­bei­ter gene­sungs­wid­rig ver­hält.
Wenn durch ein Detek­tiv-Team zwei­fels­frei ein Lohn­fort­zah­lungs­be­trug nach­ge­wie­sen wer­den kann, zieht dies in den meis­ten Fäl­len eine frist­lo­se Kün­di­gung nach sich. Da es sich bei die­ser Betrugs­form um eine Straf­tat han­delt, kann der Arbeit­ge­ber auch eine Straf­an­zei­ge stel­len.
Mit­ar­bei­ter­prü­fung
Wenn durch eine Detek­tei im Auf­trag eines Unter­neh­mens eine Mit­ar­bei­ter­prü­fung vor­ge­nom­men wird, han­delt es sich um eine Ermitt­lungs- oder Obser­va­ti­ons­maß­nah­me bezüg­lich dem Ver­dacht von jeg­li­chen Betrugs­for­men. Hier­bei beauf­tragt das Unter­neh­men ein Detek­tiv-Team, wel­ches even­tu­el­le Unge­reimt­hei­ten gerichts­ver­wert­bar auf­klä­ren soll.
In den meis­ten Fäl­len han­delt es sich hier­bei um den Ver­dacht auf Lohn­fort­zah­lungs­be­trug, Abrech­nungs- Spe­sen­be­trug von Außen­dienst­mit­ar­bei­tern, sowie Dieb­stahls­de­lik­ten in Unter­neh­men. Wei­ter­hin wer­den auch häu­fig Sabo­ta­ge oder Betriebs­spio­na­ge in Unter­neh­men durch Detek­ti­ve zuver­läs­sig auf­ge­klärt.
Privatdetektive im Einsatz bei
Wirtschaftsdetektive im Einsatz bei
Abrechnungs-/Spesenbetrug im Außendienst
Blog: Fallbeispiele unserer Detektei