Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=08.07.2015&Aktenzeichen=XII%20ZB%2056/14
Timestamp: 2019-04-22 21:16:43
Document Index: 113947524

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 43', '§ 1602', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 41', '§ 16', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 1606', '§ 43', '§ 117', '§ 43', '§ 43', '§ 74', '§ 242', '§ 94', '§ 94', '§ 94', '§ 94', '§ 27', '§ 2', '§ 2', '§ 94', '§ 19', '§ 1618', '§ 1602', '§ 43', '§ 19', '§ 27', '§ 27', '§ 41', '§ 41', '§ 242', '§ 19', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 16', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 08.07.2015 - XII ZB 56/14 - dejure.org
SGB XII §§ 43 Abs. 3, 94; BGB §§ 1602, 1606 Abs. 3 Satz 1
§ ... 43 Abs. 3 Satz 1 SGB XII, § 43 Abs. 3 Satz 1 und 6 SGB XII, § 43 Abs. 3 Satz 6 SGB XII, § 43 Abs. 3 SGB XII, §§ 41 ff. SGB XII, § 16 SGB IV, § 43 Abs. 3 Satz 2 SGB XII, § 43 Abs. 3 Satz 3 SGB XII, § 43 Abs. 3 Satz 4 und 5 SGB XII, § 1606 Abs. 3 Satz 1 BGB, § 43 Abs. 3 Satz 4 SGB XII, § 117 SGB XII, § 43 Abs. 2 Satz 6 SGB XII, § 43 Abs. 2 Satz 1 SGB XII, § 74 Abs. 2 FamFG, § 242 BGB, § 94 Abs. 1 Satz 1 SGB XII, § 94 Abs. 1 Satz 3 Halbs. 2 SGB XII, § 94 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 SGB XII, § 94 Abs. 1 Satz 3, Halbs. 2 SGB XII, §§ 27 ff. SGB XII, § 2 Abs. 2 Satz 1 SGB XII, § 2 SGB XII, § 94 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 SGB XII, Halbs. 1, 2. Alt. SGB XII, § 19 Abs. 2 Satz 2 SGB XII, § 1618 a BGB
§§ 1602, 1606 Abs. 3 Satz 1 BGB; §§ 43 Abs. 3, 94 SGB_XII
§ 19 Abs 2 S 2 SGB 12, § 27 SGB 12, §§ 27 ff SGB 12, § 41 SGB 12, §§ 41ff SGB 12
BGB §§ 242, 1602, 1606; SGB XII §§ 19, 27 ff., 43, 94
Zurechnung fiktiver Grundsicherungsleistungen, wenn ein anderes unterhaltspflichtiges Geschwisterteil besonders leistungsfähig und daher dem bedürftigen Elternteil die Inanspruchnahme staatlicher Hilfe verwehrt ist
Familienrecht - Elternunterhalt und die Grundsicherung
Zurechnung fiktiver Grundsicherungsleistungen beim Elternunterhalt nicht zwingend
Elternunterhalt: Obliegenheiten des Unterhaltsberechtigten
AG Menden, 04.07.2013 - 10 F 286/12
BGHZ 206, 177
NJW 2015, 2655
MDR 2015, 947
FamRZ 2015, 1467
FamRZ 2015, 1600
Dies entspricht etwa der Lage, wie sie sich bei einem Ausschluss des Anspruchsübergangs auch in anderen Fällen ergibt (vgl. Senatsbeschluss BGHZ 206, 177 = FamRZ 2015, 1467 Rn. 31 ff.).
Dabei besteht eine Obliegenheit, bedarfsdeckende Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen; verstößt der Unterhaltsberechtigte gegen diese Obliegenheit, können ihm fiktive Einkünfte in Höhe der entgangenen Sozialleistung zugerechnet werden (vgl. Senatsbeschlüsse BGHZ 206, 177 = FamRZ 2015, 1467 Rn. 11 und BGHZ 206, 25 = FamRZ 2015, 1594 Rn. 31).
Entscheidend ist daher, ob aus Sicht des Sozialhilferechts durch den Anspruchsübergang soziale Belange berührt werden, was notwendigerweise voraussetzt, dass der den Härtegrund rechtfertigende Lebenssachverhalt einen erkennbaren Bezug zum Sozialhilferecht oder zu einem sonstigen Handeln des Staates und seiner Organe aufweist (Senatsbeschlüsse BGHZ 206, 177 = FamRZ 2015, 1467 Rn. 33 und Senatsurteil vom 15. September 2010 - XII ZR 148/09 - FamRZ 2010, 1888 Rn. 45).
Eine unbillige Härte liegt danach insbesondere vor, wenn und soweit der öffentlichrechtliche Grundsatz der familiengerechten Hilfe (§ 16 SGB XII), nach dem unter anderem auf die Belange und Beziehungen in der Familie Rücksicht zu nehmen ist, einer Heranziehung entgegensteht (vgl. Senatsbeschlüsse BGHZ 206, 177 = FamRZ 2015, 1467 Rn. 34 und BGHZ 206, 25 = FamRZ 2015, 1594 Rn. 36); das wäre dann der Fall, wenn die laufende Heranziehung in Anbetracht der sozialen und wirtschaftlichen Lage des Unterhaltspflichtigen mit Rücksicht auf die Höhe und Dauer des Bedarfs zu einer nachhaltigen und unzumutbaren Beeinträchtigung des Unterhaltspflichtigen und der übrigen Familienmitglieder führen würde (…Senatsurteile vom 15. September 2010 - XII ZR 148/09 - FamRZ 2010, 1888 Rn. 46 …und vom 23. Juni 2010 - XII ZR 170/08 - FamRZ 2010, 1418 Rn. 34 mwN).
OLG Hamm, 10.09.2015 - 4 UF 13/15
Obliegenheiten eines erwerbsunfähigen Kindes gegenüber dem …
Für einen Unterhaltsberechtigten besteht die Obliegenheit zur Inanspruchnahme von Grundsicherungsleistungen; eine Verletzung dieser Obliegenheit kann zur Anrechnung fiktiver Einkünfte in der Höhe der entgangenen Grundsicherung führen (BGH, Beschluss vom 08. Juli 2015 - XII ZB 56/14 -, Rn. 11).
BayObLG, 26.02.2019 - 1 AR 13/19
Deshalb ist die streitgenössische Inanspruchnahme beider Antragsgegner auf Elternunterhalt in einem Rechtsstreit zulässig, ohne hierfür die Frage klären zu müssen, inwieweit sich hier die fehlende Leistungsfähigkeit eines der Antragsgegner auf die Höhe der Inanspruchnahme des andern auswirken kann (vgl. hierzu BGH, Beschluss vom 9. Juli 2015, XII ZB 56/14, BGHZ 206, 177 ff.).