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Timestamp: 2016-10-21 11:21:14
Document Index: 345550288

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 35', 'Art. 35', 'Art. 54', 'Art. 54', 'Art. 54', 'Art. 35', 'Art. 35', 'Art. 35', 'Art. 54', 'BGE', 'Art. 393', 'BGE', 'Art. 54', 'Art. 393', 'Art. 33', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 736', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'Art. 114', 'Art. 72', 'Art. 72', 'Art. 73', 'Art. 115', 'Art. 36', 'Art. 73', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 49', 'Art. 156', 'Art. 159', 'Art. 156', 'Art. 159', 'Art. 69', 'Art. 756', 'Art. 756', 'Art. 756']

4P.325/2001 (21.11.2002)
4P.325/2001 /rnd
Bundesrichter Walter, Pr�sident,
Beschwerdef�hrerinnen, beide vertreten durch Rechtsanw�lte Dieter Kunz und Dr. Adrian Pl�ss, Freudenbergstrasse 24, Postfach 213, 9240 Uzwil,
Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Felix C. Meier-Dieterle, Arterstrasse 24, Postfach, 8032 Z�rich,
Art. 9 BV (Zivilprozess; Beweisw�rdigung),
Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts von Appenzell A.Rh., 2. Abteilung, vom 29. Mai 2001.
Die am 30. Januar 1996 gegr�ndete A.________ AG (Beschwerdef�hrerin 1) befasst sich haupts�chlich mit der Herausgabe von Orts- und Quartierpl�nen, die mit Werbung finanziert werden. Halter des Aktienkapitals von Fr. 100'000.-- waren urspr�nglich zu gleichen Teilen die Br�der C.________ (Beschwerdegegner) und D.________. Mit Kaufvertrag vom 13. Juni 1996 verkaufte D.________ seine h�lftige Beteiligung an die B.________ AG mit Sitz in X.________ (Beschwerdef�hrerin 2). Diese befindet sich im Alleinbesitz von E.________, der einziges und einzelzeichnungsberechtigtes Mitglied des Verwaltungsrates ist. Im Rahmen des Aktienverkaufs vom 13. Juni 1996 gab die A.________ AG die Erkl�rung ab, dass weder E.________ noch ein anderer von der B.________ AG bestellter Vertreter in ihrem Verwaltungsrat einem Konkurrenzverbot in irgendeiner Form unterstehe und dass eine solche Vertretung keine Verletzung der Treuepflicht unter irgendeinem Rechtstitel darstellen k�nne.
Als Folge der ge�nderten Beteiligungsverh�ltnisse an der A.________ AG �bernahm der in X.________ wohnhafte E.________ das Pr�sidium des Verwaltungsrats, w�hrend der bisherige Pr�sident C.________ Verwaltungsratsmitglied blieb. Ihren Sitz verlegte die A.________ AG von Z�rich nach X.________. Die �berwachung der Produktion oblag C.________, der sein B�ro in Z�rich hatte, w�hrend der gesamte administrative Bereich nach X.________ verlegt wurde. Die Herstellung der Ortspl�ne wurde in der Folge der Z.________ AG �bertragen, die am 7. M�rz 1997 ihren Sitz nach Z�rich verlegte und deren Verwaltungsrat bis 13. M�rz 1998 C.________ als Pr�sident sowie D.________ angeh�rten. Am 24. April 1998 verlegte auch die 1984 gegr�ndete F.________ AG ihren Sitz nach Z�rich. Ihr Zweck ist die Herausgabe und der Vertrieb von Werken und periodischen Ver�ffentlichungen.
Zwischen E.________ und C.________ ergaben sich zunehmend Meinungsverschiedenheiten, die dazu f�hrten, dass in der A.________ AG bei Entscheiden sowohl �ber operative wie auch �ber strategische Fragen h�ufig Pattsituationen entstanden. An der Verwaltungsratssitzung vom 10. Februar 1998 wurde beschlossen, dass lediglich angefangene Arbeiten fertig gestellt werden.
Am 21. M�rz 1999 belangten die A.________ AG und die B.________ AG C.________ beim Kantonsgericht von Appenzell A.Rh. auf Zahlung von Fr. 4'300'000.-- nebst Zins aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit. Das Kantonsgericht wies die Klage am 20. M�rz 2000 ab und �berband die amtlichen und ausseramtlichen Kosten unter solidarischer Haftung den beiden Kl�gerinnen. Eine von diesen eingereichte Appellation wies das Obergericht von Appenzell A.Rh. (2. Abteilung) mit Urteil vom 29. Mai 2001 ab. Die Prozesskosten auferlegte es unter Gutheissung der Anschlussappellation von C.________ f�r beide Instanzen allein der B.________ AG.
Die A.________ AG und die B.________ AG f�hren gegen das Urteil des Obergerichts staatsrechtliche Beschwerde und Berufung. Mit der Beschwerde verlangen sie die Aufhebung des Urteils und die R�ckweisung der Sache an das Obergericht zur neuen Beurteilung. Der Beschwerdegegner beantragt, auf die Beschwerde der Beschwerdef�hrerin 1 nicht einzutreten. Eventuell sei ihr Rechtsmittel, wie auch dasjenige der Beschwerdef�hrerin 2, abzuweisen und das obergerichtliche Urteil zu best�tigen.
Der Beschwerdegegner begr�ndet seinen Antrag auf Nichteintreten auf das Rechtsmittel der Beschwerdef�hrerin 1 damit, dass dieser seit dem 20. Dezember 2000 die Prozessf�higkeit fehle. An diesem Datum sei die ordentliche Generalversammlung �ber das Gesch�ftsjahr 1999 abgehalten worden und die dreij�hrige Amtsdauer des am 3. Juli 1996 gew�hlten Verwaltungsrates abgelaufen. Eine Neuwahl sei nicht zustande gekommen. Die Beschwerdef�hrerin 1 habe somit seit dem 20. Dezember 2000 kein Organ mehr, das �ber eine Anfechtung des Urteils vom 29. Mai 2001 h�tte beschliessen k�nnen. Die Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin 1, die sich auf eine Vollmacht vom 2. Juni 1998 st�tzten, handelten als vollmachtlose Stellvertreter.
1.1 Gem�ss Art. 29 Abs. 1 OG haben Parteivertreter eine Vollmacht zu den Akten zu legen. Eine solche kann jederzeit nachgefordert werden. In der Beschwerde verweisen die Anw�lte der Beschwerdef�hrerin 1 auf die im kantonalen Verfahren eingereichte Vollmacht vom 15. Februar 1999, die sich auf einen Verwaltungsratsbeschluss vom 2. Juni 1998 st�tze. In dieser Vollmacht erm�chtigt die Beschwerdef�hrerin 1 die damals der Anwaltsgemeinschaft Kunz B�hler Jung angeh�renden Anw�lte, unter denen auch Rechtsanwalt Dieter Kunz figuriert, vor allen Beh�rden und Gerichten in ihrem Namen zu handeln. Eine solche Generalvollmacht gen�gt auch f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Einschluss desjenigen der staatsrechtlichen Beschwerde (BGE 117 Ia 440 E. 1a S. 443). Dass der erst sp�ter in die Anwaltsgemeinschaft eingetretene Dr. Adrian Pl�ss, der in der Beschwerde ebenfalls als Rechtsvertreter genannt wird, in dieser Vollmacht nicht aufgef�hrt wurde, ist ohne Bedeutung, da die Beschwerde von Rechtsanwalt Kunz unterzeichnet ist. Zudem darf die Vollmacht nach ihrem Wortlaut �bertragen werden.
1.2 Die Vollmacht vom 15. Februar 1999 ist allein von E.________ unterzeichnet. Gem�ss Handelsregister f�hrt er seit 8. September 1998 Einzelunterschrift. Scheidet das vollmachterteilende Organ einer juristischen Person aus seinem Amt aus, hat dies keinen Einfluss auf den Fortbestand der von ihm namens der juristischen Person erteilten Vollmacht (BGE 78 II 369 E. 2b S. 373; Z�ch, Berner Kommentar, N. 20 zu Art. 35 OR).
1.3 Nach Art. 35 Abs. 1 OR erlischt die Vollmacht, sofern nicht das Gegenteil vereinbart ist oder aus der Natur des Gesch�fts hervorgeht, u.a. mit dem Verlust der Handlungsf�higkeit des Vollmachtgebers. Mit Blick auf diese Bestimmung stellt sich die Frage, ob die Vollmacht vom 16. Februar 1999 erloschen ist, weil die Beschwerdef�hrerin 1 seit dem 20. Dezember 2000 keinen Verwaltungsrat mehr bestellt hat. Dies ist zu verneinen:
Zwar sind juristische Personen erst handlungsf�hig, wenn die nach Gesetz und Statuten hief�r unentbehrlichen Organe bestellt sind (Art. 54 ZGB). Dies setzt das Vorhandensein einer Organisation und von Organtr�gern voraus (Riemer, Berner Kommentar, N. 4 zu Art. 54/55 ZGB). Indessen tritt trotz aktuellem Fehlen von Organtr�gern keine Handlungsunf�higkeit ein, wenn fr�here Organe einem Dritten eine Vollmacht erteilt haben und diese noch fortbesteht, d.h. weder widerrufen wurde noch aus einem gesetzlichen Grund erloschen ist (Riemer, a.a.O., N. 10 zu Art. 54/55 ZGB; vgl. auch Z�ch, a.a.O., N. 85 zu Art. 35 OR). Dank des rechtsgesch�ftlich bestellten Vertreters hat die juristische Person zumindest f�r eine beschr�nkte Zeit trotz dem Fehlen von Organtr�gern weiterhin die M�glichkeit, am Rechtsverkehr teilzunehmen und durch ihre Handlungen Rechte und Pflichten zu begr�nden. Bei einer solchen Situation die Handlungsf�higkeit zu verneinen und damit die Vollmacht zum Erl�schen zu bringen, w�re ein Zirkelschluss. Die Lehre bejaht deshalb �bereinstimmend den Fortbestand der Vollmacht f�r eine gewisse Zeit (Z�ch, N. 21 zu Art. 35 OR; Watter, N. 5 zu Art. 35 OR; implizit auch Riemer, N. 10 und 14 zu Art. 54/55 ZGB; offen gelassen in BGE 78 II 369 E. 2b S. 373). Die umstrittene Vollmacht beh�lt f�r die beschr�nkte Zeit bis zum Abschluss des Prozesses ihre G�ltigkeit. Dieses Ergebnis steht auch mit der Rechtsprechung zu Art. 393 Ziff. 4 ZGB im Einklang. Mangelt es einer juristischen Person an den erforderlichen Organen, ist danach zumindest f�r eine beschr�nkte Dauer von der Bestellung eines Beistands abzusehen, wenn f�r einen solchen Zeitraum ausserhalb der Verwaltung stehenden Personen oder anderen Organen die Verwaltungsbefugnis zugestanden wird (BGE 78 II 369 E. 3c S. 375; Riemer, a.a.O., N. 14 zu Art. 54/55 ZGB; Schnyder/Murer, Berner Kommentar, N. 73 zu Art. 393 ZGB mit Hinweisen).
Die strittige Vollmacht ist sachlich auf Handlungen im Zusammenhang mit der vorliegenden Streitsache beschr�nkt. Den beauftragten Anw�lten wurde keine dar�ber hinausgehende Verwaltungsbefugnis einger�umt. Dem Beschwerdegegner w�re es daher frei gestanden, nach der ergebnislosen Generalversammlung vom 20. Dezember 2000 bei der Vormundschaftsbeh�rde die Bestellung eines Beistands f�r die Gesellschaft zur Vornahme notwendiger Verwaltungsvorkehren anzubegehren, der u.a. �ber einen allf�lligen Widerruf der erteilten Vollmacht h�tte befinden k�nnen. Er hat dies indessen unterlassen. Ebenso wenig hat er gegen die Teilnahme der Bevollm�chtigten als Vertreter der Beschwerdef�hrerinnen an der Appellationsverhandlung vom 29. Mai 2001 opponiert.
Die Vollmacht ist als Erm�chtigung, Rechtshandlungen im Namen des Vollmachtgebers und mit direkter Wirkung f�r ihn vorzunehmen, auf die Abgabe oder Entgegennahme von Willenserkl�rungen ausgerichtet (Gauch/Schluep/ Schmid/Rey, Schweizerischen Obligationenrecht, 7. Aufl., Z�rich 1998, Rz. 1311). Inwieweit der Bevollm�chtigte befugt ist, �ber den Abschluss des Gesch�fts und dessen inhaltliche Ausgestaltung selbst zu entscheiden, ist eine Frage des Innenverh�ltnisses zwischen ihm und dem Vollmachtgeber. Die Willensbildung kann dabei in gr�sserem oder geringerem Mass eigenverantwortlich dem Bevollm�chtigten �berlassen werden. Wird die Vollmacht Dritten mitgeteilt, so beurteilt sich ihr Umfang diesen gegen�ber nach Massgabe der erfolgten Kundgebung (Art. 33 Abs. 3 OR). Nach dem Wortlaut der Vollmacht vom 15. Februar 1999 ist der bestellte Anwalt nicht nur erm�chtigt, vor allen Beh�rden und Gerichten zu handeln, sondern auch befugt, alles zu tun oder zu unterlassen, was er zur Wahrung der Interessen des Auftraggebers f�r notwendig oder angemessen erachtet. Diese Vollmacht gen�gt als Legitimation zur Einreichung der Beschwerde namens der Beschwerdef�hrerin 1, auch wenn diese im Zeitpunkt der Einreichung �ber keinen bestellten Verwaltungsrat mehr verf�gte.
Die Beschwerdef�hrerinnen werfen dem Obergericht in mehreren Punkten eine aktenwidrige und willk�rliche Sachverhaltsfeststellung und damit eine Verletzung von Art. 9 BV vor.
2.1 Ein Entscheid ist nicht schon dann willk�rlich, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, sondern erst dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Willk�r liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 127 I 54 E. 2b; 126 III 438 E. 3 S. 440; 125 I 166 E. 2a, je mit Hinweisen). Zu ber�cksichtigen ist �berdies, dass dem Sachgericht im Bereich der Beweisw�rdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zusteht (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Das Bundesgericht greift auf staatsrechtliche Beschwerde hin nur ein, wenn das Sachgericht sein Ermessen missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40; 118 Ia 28 E. 1b S. 30; 112 Ia 369 E. 3 S. 371; 100 Ia 119 E. 4 und 5 S. 127 f.). Die den Willk�rvorwurf begr�ndenden Elemente sind in der Beschwerdeschrift selber im Einzelnen aufzuzeigen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; BGE 125 I 71 E. 1c, 492 E. 1b; 115 Ia 27 E. 4a S. 30; 110 Ia 1 E. 2a S. 3 f.).
2.2 Gegenstand der Klage bilden die k�nftigen Gewinne, die der Beschwerdef�hrerin 1 zufolge der Einstellung der operativen T�tigkeiten entgehen. Nach Darstellung der Beschwerdef�hrerinnen soll der Beschwerdegegner die Stilllegung der Gesellschaft durch pflichtwidriges Verhalten verschuldet und die Gesellschaft damit an der Erwirtschaftung der eingeklagten k�nftigen Gewinne gehindert haben. Das Obergericht hat die Klage abgewiesen, weil der Kausalzusammenhang zwischen dem behaupteten Verhalten des Beschwerdegegners und der Einstellung der operativen T�tigkeit der Beschwerdef�hrerin 1 fehle. Die Ursache f�r die Einstellung liege vielmehr in den Spannungen zwischen den beiden Verwaltungsratsmitgliedern der Beschwerdef�hrerin 1 und der Pattsituation in der Generalversammlung sowie im Verwaltungsrat. Das angefochtene Urteil �ussert sich demgem�ss weder zum behaupteten Verhalten des Beschwerdegegners und seiner Pflichtwidrigkeit als solchem noch zum Eintritt des Schadens und seiner H�he. Die einzige zum Nachweis des Schadens gemachte Bemerkung des Obergerichts bezieht sich inhaltlich auf den nat�rlichen Kausalzusammenhang.
Im vorliegenden Verfahren ist demnach einzig zu pr�fen, ob das Obergericht den nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten des Beschwerdegegners und der Einstellung der operativen T�tigkeiten der Beschwerdef�hrerin 1 unter Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte der Beschwerdef�hrerinnen verneint hat. Ob ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen dem geltend gemachten Schaden und dem haftungsbegr�ndenden Verhalten gegeben sei, ist eine Tatfrage, die der �berpr�fung im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde unterliegt (BGE 123 III 110 E. 2 S. 111).
2.3 Die Beschwerdef�hrerinnen r�gen, das Obergericht habe willk�rlich angenommen, dass der Verwaltungsrat der Beschwerdef�hrerin 1 an seiner Sitzung vom 10. Februar 1998 einen definitiven Produktionsverzicht f�r Ortspl�ne beschlossen habe. Diese R�ge st�sst ins Leere. In seinem Urteil verweist das Obergericht auf die Feststellung der Vorinstanz, dass zwar keine definitive Gesch�ftseinstellung beschlossen worden sei, aber auch eine bloss vor�bergehende Einstellung der Produktion faktisch die K�ndigung der auf Provisionsbasis angestellten Aussendienstmitarbeiter bedeutet habe. An der von den Beschwerdef�hrerinnen bezeichneten Stelle f�hrt das Obergericht sodann aus, an den Verwaltungsratssitzungen vom 10. Februar und 12. Mai 1998 sei beschlossen worden, dass nur noch angefangene Arbeiten fertig gestellt w�rden. Zwar findet sich das Wort "noch", das auf einen abschliessenden Charakter des Beschlusses hindeutet, tats�chlich nicht im Sitzungsprotokoll. Das Obergericht vermerkt an der genannten Stelle aber, dass sich der Beschluss auf das Traktandum "Finanz- und Umsatzplan 1998" bezog. Daraus ergibt sich, dass der damals beschlossene Produktionsverzicht nicht definitiver Art war. Entgegen dem Vorwurf der Beschwerdef�hrerinnen liegt somit kein Widerspruch in den Tatsachenfeststellungen des angefochtenen Urteils vor.
Auch der vorerst bloss als vorl�ufig beschlossene Produktionsverzicht ist die unmittelbare Ursache daf�r, dass der Gesellschaft nach dem Abschluss der damals noch in Bearbeitung befindlichen Projekte keine weiteren Ertr�ge mehr zugeflossen sind und zufliessen werden, sofern in der Folge keine Wiederaufnahme der Produktion beschlossen wurde oder faktisch erfolgte. Die Beschwerdef�hrerinnen machen zwar geltend, dass E.________ mehrmals versucht habe, die Aktivit�ten der Beschwerdef�hrerin 1 fortzuf�hren. Anl�sslich der Verwaltungsratssitzung vom 21. Juli 1998 stellte er unter dem Traktandum "Zuk�nftige Aktivit�ten der Amos" fest, dass die Pendenzen soweit aufgearbeitet seien und dass grunds�tzlich neue Projekte in Angriff genommen werden k�nnten. Gem�ss dem Sitzungsprotokoll bestand dabei indessen einhellig die Auffassung, dass neue Aktivit�ten mit den Herren E.________ und C.________ in f�hrender Funktion (VR, Gesch�ftsleitung) aufgrund der pers�nlichen Spannungen nicht m�glich seien und dass daf�r neue Wege begangen werden m�ssten. Als m�gliche L�sungen wurden ein Verkauf der Aktien an den Mitaktion�r oder eine Liquidation der Gesellschaft genannt. Diese �usserungen belegen, dass nach damaliger �bereinstimmender Auffassung der Verwaltungsr�te der bisherige vor�bergehende Produktionsverzicht gerade weitergef�hrt werden sollte, bis die grundlegenden Probleme innerhalb der Gesellschaft gel�st waren. In einem gewissen Widerspruch dazu schlug E.________ an der Verwaltungsratssitzung vom 24. September 1998 dann vor, anstelle einer Liquidation neue Projekte unter neuer Verantwortung zu bearbeiten, wobei dann f�r jeden Ortsplan einer der beiden Verwaltungsr�te als Projektleiter von A-Z verantwortlich sein sollte. Der Beschwerdegegner zeigte sich von diesem Vorstoss �berrascht und verlangte daf�r ein detailliertes, schriftliches Projekt. Dass E.________ in der Folge je ein solches vorgelegt h�tte, wird von den Beschwerdef�hrerinnen nicht geltend gemacht. Mit ihrer Klage vom 21. M�rz 1999 machten sie sodann ausschliesslich die der Gesellschaft infolge Stilllegung entgehenden Reingewinne f�r zehn Gesch�ftsjahre als zu ersetzenden Schaden geltend. Damit gingen sie selbst davon aus, dass der urspr�nglich nur als vorl�ufig beschlossene Produktionsverzicht nunmehr definitiven Charakter angenommen habe. H�tten sie mit einer k�nftigen Wiederaufnahme der operativen T�tigkeiten der Beschwerdef�hrerin 1 gerechnet, so h�tten sie f�r die Zeit ab der Wiederaufnahme nicht Ersatz des infolge Stilllegung entgehenden Gewinnes verlangen k�nnen; in Betracht k�me insoweit nur der Ersatz f�r einen geschm�lerten Gewinn.
Das Obergericht ist damit keineswegs in Willk�r verfallen, indem es feststellte, der vom Verwaltungsrat der Beschwerdef�hrerin 1 beschlossene und aufrecht erhaltene Produktionsverzicht sei die unmittelbare Ursache daf�r, dass die Gesellschaft im Zeitraum, der Gegenstand der Klage bildet, keine Gewinne erzielt. Einen Betriebsgewinn kann nur erzielen, wer �berhaupt Gesch�fte betreibt.
2.4 Die Beschwerdef�hrerinnen machen allerdings geltend, der am 10. Februar 1998 als bloss vorl�ufig beschlossenen Produktionsverzicht sei wegen der grossen Zahl der in jenem Zeitpunkt in Bearbeitung befindlichen und zuerst abzuschliessenden Projekte erfolgt. Zu einem weiteren, andauernden Verzicht auf die Bearbeitung neuer Projekte sei es nur deshalb gekommen sei, weil der Beschwerdegegner mehrfach ihm als Verwaltungsrat obliegende Pflichten verletzt habe. Dies habe das Obergericht willk�rlich ausser Acht gelassen. Es fragt sich damit, ob ein vorangehendes pflichtwidriges Verhalten des Beschwerdegegners, wie es von den Beschwerdef�hrerinnen behauptet wird, f�r den Produktionsverzicht kausal ist. Dies wurde vom Obergericht willk�rfrei verneint:
Ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen dem behaupteten Verhalten des Beschwerdegegners und dem Absehen von einer weiteren operativen T�tigkeit besteht dann, wenn Ersteres daf�r eine notwendige Bedingung (conditio sine qua non) bildete, d.h. das fragliche Verhalten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch der eingetretene Erfolg entfiele (BGE 117 V 369 E. 3a S. 376; 96 II 393 E. 1 S. 396). Im bereits erw�hnten Protokoll der Verwaltungsratssitzung vom 21. Juli 1998 werden pers�nliche Spannungen zwischen E.________ und dem Beschwerdegegner genannt, die neue Aktivit�ten der Gesellschaft verunm�glichten. Dass allein das behauptete pflichtwidrige Verhalten des Beschwerdegegners Ursache der pers�nlichen Spannungen gewesen sei, haben die Beschwerdef�hrerinnen nicht dargetan. Soweit die Beschwerdef�hrerinnen behaupten, bei pflichtgem�ssem Verhalten w�re es trotz der pers�nlichen Spannungen nicht zu einem Produktionsverzicht gekommen, setzen sie sich in Widerspruch zur Aussage des genannten Verwaltungsratsprotokolls. Nach den Feststellungen des Kantonsgerichts, auf die das Obergericht verweist, h�tte die bei der Beschwerdef�hrerin 1 vorliegende Situation �ber kurz oder lang mit grosser Wahrscheinlichkeit sogar zur Aufl�sung der Gesellschaft gem�ss Art. 736 Ziff. 4 OR gef�hrt.
2.5 Die Beschwerdef�hrerinnen machen geltend, allein das pflichtwidrige Verhalten des Beschwerdegegners habe eine weitere gewinnbringende T�tigkeit der Beschwerdef�hrerin 1 ausgeschlossen. Mit einem Verzicht auf weitere Aktivit�ten sei nur die Entstehung von zus�tzlichem Schaden abgewendet worden. Das Obergericht hielt den Beweis daf�r nicht erbracht, dass die Beschwerdef�hrerin 1 wegen des behaupteten Verhaltens des Beschwerdegegners ihre Gesch�ftst�tigkeit einstellen musste. Die Beschwerdef�hrerinnen r�gen dies wiederum als willk�rlich.
2.5.1 Die Beschwerdef�hrerinnen verweisen in diesem Zusammenhang vor allem auf die konkurrenzierende T�tigkeit der F.________ AG, deren wirtschaftlicher Eigent�mer der Beschwerdegegner sei. Sie betonen selbst, dass im Ortsplangesch�ft ein harter Konkurrenzkampf herrscht. Als die Beschwerdef�hrerin 2 ihre Beteiligung an der Beschwerdef�hrerin 1 erwarb, hat die Beschwerdef�hrerin 1 der Beschwerdef�hrerin 2 dennoch ausdr�cklich zugestanden, dass ihre konkurrenzierende T�tigkeit nicht als Verletzung der Treuepflicht des von ihr gestellten Vertreters im Verwaltungsrat der Beschwerdef�hrerin 1 gilt. In den Gesch�ftsjahren 1996/97 und 1998 hat die Beschwerdef�hrerin 1 sodann trotz der Konkurrenzsituation hohe Gewinne erzielt, wenn auch nach den Darlegungen des Beschwerdegegners ein erheblicher Teil davon auf bereits fr�her geleistete Vorarbeiten zur�ckf�hren ist. Ab welchem Zeitpunkt die F.________ AG mit eigenen Ortspl�nen im Markt aufgetreten ist, legen die Beschwerdef�hrerinnen nicht dar. Allgemein erscheint es als wenig wahrscheinlich, dass ein Unternehmen wegen eines neu oder verst�rkt im Markt auftretenden Konkurrenten seine eigene Gesch�ftst�tigkeit binnen kurzem vollst�ndig aufgibt. Anl�sslich der Verwaltungsratssitzung vom 21. Juli 1998 haben die beiden Verwaltungsr�te denn auch �bereinstimmend eine Weiterf�hrung der Gesch�ftst�tigkeit der Beschwerdef�hrerin 1 durch den einen oder den anderen Aktion�r allein, d.h. unter Ausschaltung der pers�nlichen Spannungen zwischen ihnen, als m�glich betrachtet. Es erscheint deshalb nicht als willk�rlich, wenn das Obergericht die Konkurrenzt�tigkeit der F.________ AG ohne n�here Abkl�rung, wem diese zuzurechnen ist und wie sie sich im Einzelnen abspielte, f�r die Beschwerdef�hrerin 1 als nicht existenzgef�hrdend betrachtete. Ebenso wenig ist sie in Willk�r verfallen, wenn sie entschied, es sei nicht erwiesen, dass die Beschwerdef�hrerin 1 ihre Gesch�ftst�tigkeit wegen der Konkurrenzt�tigkeit der F.________ AG nicht gewinnbringend h�tte weiterf�hren k�nnen.
Soweit das Obergericht in diesem Zusammenhang von der Abnahme beantragter Beweise abgesehen hat, geschah dies teils aufgrund einer antizipierten Beweisw�rdigung (vgl. BGE 124 I 208 E. 4a S. 211; 122 II 464 E. 4a; 119 Ib 492 E. 5b/bb S. 505 f., je mit Hinweisen), teils weil es an substanziierten Behauptungen zum Beweisthema fehle. Inwieweit das Obergericht dabei in Willk�r verfallen sein soll, wird von den Beschwerdef�hrerinnen nicht rechtsgen�gend dargelegt, sodass auf diesen Vorwurf nicht weiter einzugehen ist (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).
2.5.2 Die Beschwerdef�hrerinnen haben im kantonalen Verfahren behauptet, bei diversen neuen Ortspl�nen, die von der F.________ AG realisiert wurden, habe es sich um "Amos-Projekte" gehandelt. Das Obergericht betrachtete den Beweis daf�r unter Verweis auf die Begr�ndung der Vorinstanz als nicht erbracht. Insbesondere ergebe sich dieser nicht aus den Pl�nen der beiden Firmen, die schon dem Kantonsgericht eingereicht worden waren. Inwiefern es damit in Willk�r verfallen sein soll, legen die Beschwerdef�hrerinnen nicht dar. Ebenso wenig �ussern sie sich zur diesbez�glichen Feststellung des Kantonsgerichts, dass ein bereits realisierter Ortsplan f�r eine bestimmte Ortschaft seinem Herausgeber keinen Exklusivit�tsanspruch f�r die Herausgabe weiterer Ortspl�ne dieser Ortschaft verleiht. Nach den eigenen Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerinnen m�ssen auch f�r die Neuausgabe eines bereits bestehenden Ortsplans jeweils alle Inserenten, also auch die bisherigen, neu akquiriert werden. Die Beschwerdef�hrerinnen machen geltend, sie h�tten Akten ins Recht gelegt, die belegten, dass die F.________ AG bei der Akquisition mit Unterlagen der Beschwerdef�hrerin 1 gearbeitet, sich als Nachfolgerin der Beschwerdef�hrerin 1 bezeichnet und den Kunden gegen�ber vorgegeben habe, dass es sich um eine Neugestaltung des bereits bestehenden Amos-Plans handle. Sie schweigen sich indessen dar�ber aus und es ist nicht ersichtlich, weshalb das Obergericht in Willk�r verfallen sein soll, indem es daraus nicht gefolgert hat, dass die von der F.________ AG realisierten Ortspl�ne als Amos-Projekte zu qualifizieren sind.
2.5.3 Weiter werfen die Beschwerdef�hrerinnen dem Beschwerdegegner vor, er habe es unterlassen, mit der Z.________ AG, der von Beschwerdef�hrerin 1 die Herstellung der Ortspl�ne �bertragen worden war, einen Vertrag abzuschliessen, nach dem alle Rechte an den bestehenden und neu herzustellenden Pl�nen bei der Beschwerdef�hrerin 1 liegen sollten. Durch den in der Folge eingetretenen Verlust der Kartenrechte an die Z.________ AG sei die Beschwerdef�hrerin 1 entscheidend geschw�cht worden. Ohne Kartenrechte sei es nicht m�glich, Ortspl�ne herauszugeben. Das Obergericht sei in Willk�r verfallen, indem es auf diese Argumentation nicht eingegangen sei und die dazu angebotenen Beweise wegen Irrelevanz nicht abgenommen habe. Indessen legen die Beschwerdef�hrerinnen nicht dar und ist nicht ersichtlich, weshalb die Beschwerdef�hrerin 1 durch das Fehlen eines Vertrags mit der Z.________ AG ihr zuvor zustehende Kartenrechte verloren haben soll. Zudem ist nicht ersichtlich, inwiefern ein allf�lliger Verlust von Kartenrechten f�r bereits realisierte Ortspl�ne die Herausgabe neuer Ortspl�ne f�r andere Ortschaften h�tte absolut hindern k�nnen. Vielmehr verm�gen - auch nach den eigenen Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerinnen - selbst Kartenrechte f�r einen bestehenden Plan nicht verhindern, dass eine andere Gesellschaft f�r die gleiche Ortschaft einen eigenen Plan realisiert. Wie die von den Beschwerdef�hrerinnen eingereichten Beispiele zeigen, beruhten die Ortspl�ne aller Konkurrenten jeweils auf amtlichen Vermessungswerken, die bearbeitet wurden. Das Obergericht ist nicht in Willk�r verfallen, indem es feststellte, ein Kausalzusammenhang zwischen dem vorgeworfenen Verhalten des Beschwerdegegners und der Gesch�ftseinstellung der Beschwerdef�hrerin 1 sei nicht dargetan. Auch dass es von einer Einvernahme der beantragten Zeugen �ber die Bedeutung der Kartenrechte im Ortsplangesch�ft wegen Irrelevanz absah, ist im Lichte des Anspruchs auf rechtliches Geh�r nicht zu beanstanden (vgl. BGE 126 I 15 E. 2a/aa S. 16; 120 Ib 379 E. 3b S. 383).
2.5.4 Der Beschwerdegegner hat im Namen der Beschwerdef�hrerin 1 mit der S.________ AG einen Vertrag �ber einen gegenseitigen exklusiven Austausch von Planunterlagen abgeschlossen, der �ber die Z.________ AG erfolgen sollte. Die Beschwerdef�hrerinnen machen geltend, die durch nichts begr�ndete Dazwischenschaltung der Z.________ AG, die heute �ber die Kartenrechte verf�ge, habe zur Folge, dass es der Beschwerdef�hrerin 1 heute unm�glich sei, von diesem Austausch Gebrauch zu machen. Sie legen indessen nicht dar, weshalb der behauptete Umstand, dass die Beschwerdef�hrerin 1 die Luftbildkarten der S.________ AG nicht f�r die Herausgabe von eigenen Pl�nen verwenden k�nne, jede weitere gewinnbringende T�tigkeit der Gesellschaft ausschliessen soll. Gegen eine solche Annahme spricht schon, dass der genannte Vertrag erst im Juni 1997 abgeschlossen wurde und die Beschwerdef�hrerin 1 schon vorher im Ortsplan- und Kartengesch�ft t�tig war. Die Beschwerdef�hrerinnen machen nicht geltend, dass die S.________ AG der einzige Anbieter von Luftbildkarten w�re und die Beschwerdef�hrerin 1 von deren Kartenmaterial abh�ngig w�re. Dem Obergericht kann somit auch in diesem Punkt keine Verfassungsverletzung vorgeworfen werden, indem es schloss, die Beschwerdef�hrerinnen h�tten nicht substanziiert, inwiefern das Verhalten des Beschwerdegegners f�r die Gesch�ftseinstellung der Beschwerdef�hrerin 1 kausal gewesen sein soll, und in der Folge auf die Abnahme der in diesem Zusammenhang beantragten Beweise verzichtete.
2.6 Das angefochtene Urteil l�uft auch in seinem Ergebnis nicht in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwider. Es verleiht dem Beschwerdegegner namentlich keinen Freipass f�r jedwelches pflichtwidriges Verhalten zum Schaden der Gesellschaft, deren Verwaltungsrat er angeh�rte. Ob tats�chlich ein pflichtwidriges Verhalten vorgelegen hat, h�tte der Sachrichter pr�fen m�ssen, wenn die Beschwerdef�hrerin 1 ihre operative T�tigkeit fortgef�hrt h�tte und die Beschwerdef�hrerinnen die dabei wegen des Verhaltens entstandenen finanziellen Einbussen als Schaden eingeklagt h�tten. Die Beschwerdef�hrerinnen haben indessen die k�nftigen Gewinne, die der Gesellschaft bei Einstellung jeder operativen T�tigkeit entgehen, zum Prozessgegenstand gemacht. Die Beschwerdef�hrerin 1 bzw. deren Verwaltungsrat hat sich indessen selbst dazu entschlossen, von einer Weiterf�hrung der operativen T�tigkeit abzusehen, und das Obergericht hat willk�rfrei verneint, dass das behauptete pflichtwidrige Verhalten des Beschwerdegegners daf�r kausal ist. Unter diesen Umst�nden verst�sst es keineswegs gegen das elementare Gerechtigkeitsempfinden, wenn die finanziellen Folgen dieses eigenen Entschlusses nicht auf den Beschwerdegegner abgew�lzt werden k�nnen.
Die Beschwerdef�hrerinnen r�gen, das Obergericht habe ihren Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt, da es ihre Argumentation in verschiedenen Punkten �berhaupt nicht zur Kenntnis genommen habe. Soweit sie damit eine Verletzung der Begr�ndungspflicht geltend machen, ist die R�ge unbegr�ndet.
Die aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r fliessende Begr�ndungspflicht und der Anspruch auf Begr�ndung sind nicht bereits dadurch verletzt, dass sich die urteilende Beh�rde nicht mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken. Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die h�here Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf welche sich ihr Entscheid st�tzt (vgl. BGE 124 II 146 E. 2a; 124 V 180 E. 1a; 123 I 31 E. 2c; 121 I 54 E. 2c, je mit Hinweisen).
Diesen Anforderungen gen�gt das angefochtene Urteil offensichtlich. Das Obergericht hat sich, soweit wesentlich, mit den angeblich �bergangenen Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerinnen befasst. Es hat den Anspruch auf rechtliches Geh�r nicht verletzt, indem es sich mit ihren Vorbringen nur soweit befasste, als sie angesichts der Beschr�nkung seiner Beurteilung auf den Gesichtspunkt der Kausalit�t behaupteter Pflichtverletzungen f�r die Einstellung der operativen T�tigkeit der Beschwerdef�hrerin 1 von Bedeutung waren. Dies gilt insbesondere f�r seine Erw�gungen zu den Vorbringen �ber den ungekl�rten Verbleib von Datentr�gern. So verwies es dazu auf die eigene Feststellung der Beschwerdef�hrerinnen, dass die Beschwerdef�hrerin 1 in ihrer T�tigkeit auch mit diesen Daten blockiert w�re. Daraus schloss es willk�rfrei, dass unklar bleibe, inwiefern fehlende Unterlagen f�r den behaupteten Schaden kausal gewesen sein sollen.
Im Vermittlungsverfahren und im Verfahren vor Kantonsgericht hatte der Beschwerdegegner den (Eventual-)Antrag gestellt, die amtlichen und ausseramtlichen Kosten des Verfahrens den beiden Beschwerdef�hrerinnen unter solidarischer Haftung zu �berbinden. Das Kantonsgericht hat diesem Antrag entsprochen. Im obergerichtlichen Verfahren beantragte der Beschwerdegegner, die Kostenregelung des Kantonsgerichts aufzuheben und die amtlichen und ausseramtlichen Kosten beider Instanzen allein der Beschwerdef�hrerin 2 aufzuerlegen. Das Obergericht hat die Kosten entsprechend diesem neuen Antrag verlegt. Die Beschwerdef�hrerinnen r�gen dies als willk�rlich.
4.1 Die Beschwerdef�hrerinnen machen zun�chst geltend, das Obergericht habe die �nderung des vor Kantonsgericht bez�glich der Kosten gestellten Rechtsbegehrens in willk�rlicher Anwendung von Art. 114 Abs. 1 ZPO/AR als zul�ssig betrachtet. Nach dieser Bestimmung ist eine �nderung des Rechtsbegehrens nach der Vermittlung ohne Einwilligung der Gegenpartei nur zul�ssig, wenn durch die �nderung das Verfahren nicht wesentlich erschwert und die Rechtsstellung der Gegenpartei nicht beeintr�chtigt wird. Das Obergericht hat das mit der Anschlussappellation gestellte Begehren u.a. zugelassen, weil der Antrag �ber die Verlegung der Prozesskosten das Urteil �ber den Streitgegenstand nicht beeinflusse und nur einen verfahrensrechtlichen Nebenpunkt darstelle.
Das Verbot oder die nur eingeschr�nkte Zulassung einer Klage�nderung bezieht sich normalerweise auf den geltend gemachten materiellen Anspruch, mit dem der Streitgegenstand vorbeh�ltlich von Ausnahmen fixiert wird, um eine Beeintr�chtigung der Verteidigungsrechte des Beklagten oder eine ungeb�hrliche Verfahrensverz�gerung zu verhindern. Klage�nderung bedeutet eine �nderung des Streitgegenstandes (vgl. Leuenberger/Uffer-Tobler, Kommentar zur ZPO/SG, Bern 1999, N. 3a zu Art. 72; Vogel/Sp�hler, Grundriss des Zivilprozessrechts, 7. Aufl., Z�rich 2001, S. 225; Walder, Zivilprozessrecht, 4. Aufl., Z�rich 1996, S. 285 ff.; Habscheid, Schweizerisches Zivilprozess- und Gerichtsorganisationsrecht, 2. Aufl., Basel 1990, Rz. 412 ff.; Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht; 3. Aufl., Z�rich 1979, S. 234 ff.). Wie das Obergericht willk�rfrei erwogen hat, geh�ren die Prozesskosten nicht zum (materiellen) Streitgegenstand, sondern zu den Nebenpunkten, deren nachtr�gliche Geltendmachung oder �nderung keine Klage�nderung bedeutet (vgl. Frank/St�uli/Messmer, Kommentar zur ZPO/ZH, 3. A., Z�rich 1997, N. 1 zu � 20, N. 2 zu � 61 und N. 7 zu � 107; Leuenberger/Uffer-Tobler, a.a.O., N. 3b zu Art. 72 und N. 10 zu Art. 73; Walder, a.a.O., S. 7 Anm. 21; Vogel/Sp�hler, a.a.O., S. 214 f.; Habscheid, a.a.O., S. 392). Dies wird f�r die ZPO/AR in Art. 115 Abs. 5 dadurch best�tigt, dass die Kosten des laufenden Prozesses bei der Festsetzung des Streitwertes nicht ber�cksichtigt werden (so auch ausdr�cklich Art. 36 Abs. 3 OG; vgl. ferner Art. 73 ZPO/SG und � 20 ZPO/ZH und die vorstehend dazu zitierten Kommentare). Ohnehin und ohne Einschr�nkung muss es zul�ssig sein, f�r das Verfahren vor einer oberen Instanz eine vom vorinstanzlichen Verfahren abweichende Kostenverteilung zu beantragen. Das Obergericht ist damit keineswegs in Willk�r verfallen, indem es den ge�nderten Antrag des Beschwerdegegners bez�glich der Kostenverlegung zuliess.
4.2 Die Beschwerdef�hrerinnen kritisieren es auch inhaltlich als willk�rlich, s�mtliche Kosten der Beschwerdef�hrerin 2 aufzuerlegen, unter vollst�ndiger Befreiung der Beschwerdef�hrerin 1. Sie machen geltend, dies sei in der kantonalen Zivilprozessordnung nicht vorgesehen, ohne sich aber mit den f�r die Kostenregelung massgeblichen kantonalen Gesetzesbestimmungen auseinander zu setzen. Die R�ge der willk�rlichen Anwendung des kantonalen Prozessrechts erweist sich insoweit als ungen�gend begr�ndet (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Die weitere Argumentation der Beschwerdef�hrerinnen, mit der angefochtenen Kostenverlegung w�rden Kosten von einem Verfahren auf ein anderes �berw�lzt, geht fehl. Da beide Beschwerdef�hrerinnen von Anfang an als einfache Streitgenossen geklagt haben, liegt nur ein Verfahren vor. Unzutreffend ist schliesslich der Einwand, das Obergericht habe in das Verh�ltnis unter Solidarschuldnern eingegriffen, das nicht prozessrechtlicher, sondern zivilrechtlicher Natur sei. Der Entscheid dar�ber, welche Anteile an den Prozesskosten die einzelnen Streitgenossen zu tragen haben, beruht wie die Aufteilung der Kosten zwischen Kl�ger und Beklagtem allein auf Prozessrecht (vgl. BGE 117 II 394 E. 3a; 112 Ib 353 E. 3a S. 356). Dies gilt auch, wenn der Richter nebst der Festlegung der Kostenanteile eine Solidarhaftung mehrerer Parteien anordnet, was beim angefochtenen Urteil indessen gerade nicht zutrifft. Auch die sinngem�ss erhobene R�ge der Verletzung der derogatorischen Kraft des Bundesrechts (Art. 49 Abs. 1 BV) erweist sich damit als unbegr�ndet.
Die staatsrechtliche Beschwerde ist damit abzuweisen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist die Gerichtsgeb�hr den Beschwerdef�hrerinnen aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Diese haben den Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen (Art. 159 Abs. 1 und 2 OG).
Auch f�r das bundesgerichtliche Verfahren stellt der Beschwerdegegner den Antrag, die Kosten seien unter Ausklammerung der Beschwerdef�hrerin 1 allein der Beschwerdef�hrerin 2 aufzuerlegen. Da er selbst als Aktion�r zur H�lfte an der Beschwerdef�hrerin 1 beteiligt sei, m�sste er sonst indirekt die der Gegenpartei auferlegten Kosten anteilsm�ssig mittragen. Nach Art. 156 Abs. 7 OG, der auch f�r die Parteientsch�digung entsprechend anwendbar ist (Art. 159 Abs. 5 OG), haben mehrere Personen die ihnen gemeinsam auferlegten Gerichtskosten mangels anderer Bestimmung zu gleichen Teilen unter Solidarhaft zu tragen. Das Gesetz l�sst damit dem Gericht die Freiheit, die Kosten mehreren Personen auf der gleichen Parteiseite zu unterschiedlichen Teilen aufzuerlegen und/oder von der Solidarhaftung abzusehen (f�r den Bundeszivilprozess vgl. Art. 69 Abs 2 BZP). Der Umstand allein, dass sich die Kostenauflage zu Lasten eines Beteiligten indirekt auch zu Ungunsten der obsiegenden Partei auswirkt, rechtfertigt hier indessen nicht, von der im Gesetz als Regel vorgesehenen Verteilung abzusehen. Die Beschwerdef�hrerin 2, die nach dem Antrag des Beschwerdegegners allein mit den ganzen Kosten belastet werden soll, hatte als Aktion�rin der Beschwerdef�hrerin 1 nur ein indirektes Interesse an der Klage, da ihr Rechtsbegehren gem�ss Art. 756 Abs. 1 OR auf Leistung von Schadenersatz an die Gesellschaft ging. Zudem h�tte der Beschwerdegegner wegen seiner Beteiligung an der Beschwerdef�hrerin 1 selbst beim Obsiegen der Beschwerdef�hrerinnen indirekt vom Prozesserfolg profitiert. Zu ber�cksichtigen ist ferner die Regelung von Art. 756 Abs. 2 OR. Danach verteilt der Richter, bei einer von einem Aktion�r gef�hrten Verantwortlichkeitsklage die Kosten, soweit sie nicht vom Beklagten zu tragen sind, nach seinem Ermessen auf den Kl�ger und die Gesellschaft, wenn der Aktion�r aufgrund der Sach- und Rechtslage begr�ndeten Anlass zur Klage hatte. Die Kostenauflage gegen�ber der Gesellschaft kann dabei selbst dann erfolgen, wenn sie - anders als hier - nicht selbst Prozesspartei ist. Mit dieser Regelung soll das Kostenrisiko des klagenden Aktion�rs, der allenfalls wirtschaftlich nur mit einem geringen Bruchteil am angestrebten Prozesserfolg partizipiert, in ein tragbares Verh�ltnis zu seinen Chancen gebracht werden (Forstmoser/Meier-Hayoz/Nobel, Schweizerisches Aktienrecht, Bern 1996, � 36 N. 122; B�ckli, Schweizer Aktienrecht, 2. Auflage, Z�rich 1996, Rz. 2006b). Zwar ist die Beschwerdef�hrerin 2, welche die H�lfte der Aktien der Beschwerdef�hrerin 1 h�lt, kein Kleinaktion�r, der im Fall des Obsiegens nur in geringem Masse vom Prozesserfolg profitiert h�tte. Auch hat sich das Obergericht nicht dazu ge�ussert, ob begr�ndeter Anlass zu einer Verantwortlichkeitsklage bestand. Dennoch w�rde es dem Grundgedanken von Art. 756 Abs. 2 OR grunds�tzlich widersprechen, die gesamten Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens allein der Beschwerdef�hrerin 2 als klagender Aktion�rin und nicht teilweise auch der gemeinsam mit ihr klagenden Gesellschaft aufzuerlegen. Bei freier Pr�fung sind deshalb f�r das bundesgerichtliche Verfahren sowohl die Gerichtsgeb�hr wie auch die Parteientsch�digung den beiden Beschwerdef�hrerinnen zu gleichen Teilen unter solidarischer Haftung aufzuerlegen.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 20'000.-- wird den Beschwerdef�hrerinnen zu gleichen Teilen unter solidarischer Haftung auferlegt.
Die Beschwerdef�hrerinnen haben den Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu gleichen Teilen unter solidarischer Haftbarkeit mit Fr. 22'000.-- zu entsch�digen.