Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XII%20ZB%2093/91
Timestamp: 2020-02-23 05:14:45
Document Index: 244280163

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 10', '§ 10', 'BGH', '§ 10', 'BGH', '§ 51', '§ 51', '§ 10', '§ 10', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 284', '§ 51', '§ 10', 'BGH', 'BGH']

BGH, 03.03.1993 - XII ZB 93/91 - dejure.org
https://dejure.org/1993,1353
BGH, 03.03.1993 - XII ZB 93/91 (https://dejure.org/1993,1353)
BGH, Entscheidung vom 03.03.1993 - XII ZB 93/91 (https://dejure.org/1993,1353)
BGH, Entscheidung vom 03. März 1993 - XII ZB 93/91 (https://dejure.org/1993,1353)
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Versorgungsausgleich - Abänderungsverfahren - Wesentlichkeitsgrenze - Ausgleichsberechtigte Ehegatte
VAHRG § 10a Abs. 2 S. 2
AG Ottweiler, 07.06.1990 - 13 F 18/90
OLG Saarbrücken, 04.06.1991 - 6 UF 141/90
BVerfG, 29.06.1993 - 1 BvR 661/93
NJW 1993, 1650
MDR 1993, 542
FamRZ 1993, 796
Zwar lassen sich in einem Abänderungsverfahren, für das nach § 10 a Abs. 1 Nr. 1 VAHRG allein darauf abzustellen ist, ob der im Zeitpunkt des Erlasses der Abänderungsentscheidung ermittelte Wertunterschied von dem in der abzuändernden Entscheidung zugrunde gelegten Wertunterschied abweicht, unter weitgehender Durchbrechung der Rechtskraft der Erstentscheidung grundsätzlich auch Fehler der Rechtsanwendung beheben (vgl. BGH, Beschluß vom 3. März 1993 - XII ZB 93/91 - NJW 1993, 1650).
Das bezieht jene Fälle mit ein, in denen bei der Ermittlung der ausgleichspflichtigen Versorgungsanrechte das Anrecht eines Ehegatten unbekannt blieb oder versehentlich nicht in die Saldierung mit einbezogen wurde (Senatsbeschlüsse vom 23. September 1987 - IVb ZB 107/85 - FamRZ 1988, 276; und vom 3. März 1993 - XII ZB 93/91 - FamRZ 1993, 796, 797).
Zum Anderen ist aber auch eine Korrektur von Fehlern der Erstentscheidung - wie etwa eine fehlerhafte Bewertung eines Anrechts oder bloße Rechtsanwendungsfehler - anders als nach § 10a VAHRG (vgl. BGH FamRZ 1993, 796 ff.) - nicht mehr möglich, weil es sich nicht um erst "nach dem Ende der Ehezeit" eingetretene Veränderungen handelt (…vgl. Holzwarth, in: Johannsen/Henrich, Familienrecht 5. Aufl. 2010 § 51 VersAusglG Rdn. 1;… Götsche, in: Götsche/Rehbein/Breuers, Versorgungsausgleichsrecht 2012 § 51 Rdn. 3;… Borth, Versorgungsausgleich, 6. Aufl. Kapitel 4 Rdn. 758).
OLG Zweibrücken, 17.03.2005 - 2 UF 204/04
Versorgungsausgleich: Analoge Anwendung des § 10a VAHRG bei schuldrechtlichem …
§ 10 a VAHRG, der im Interesse der materiellen Gerechtigkeit eine Korrektur früherer Fehler erlaubt (sog. Totalrevision - BGH FamRZ 1993, 796 = NJW 1993, 1615), gilt unmittelbar nur für den öffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleich.
Hierfür reicht es nach Abs. 1 Nr. 2 dieser Vorschrift - vorbehaltlich der Einschränkungen nach Abs. 2 - für eine Abänderung aus, wenn ein im Zeitpunkt des Erlasses der Abänderungsentscheidung ermittelter Wertunterschied von dem in der abzuändernden Entscheidung zugrunde gelegten Wertunterschied abweicht, ohne dass es darauf ankommt, ob die Abweichung auf einer fehlerhaften Wertermittlung der bereits im Erstverfahren bekannten Anwartschaften beruht oder darauf, dass ein Anrecht damals nicht bekannt oder versehentlich nicht einbezogen wurde (ständige Rechtsprechung des BGH, vgl. z.B. BGH FamRZ 1993, 796 m.w.N.; auch OLG München, FamRZ 1991, 576; BGH FamRZ 1989, 264; OLG Koblenz - 15. Zivilsenat - FamRZ 1987, 950).
Sie sollen dazu dienen, die Grundlagen für die aufgestellten Behauptungen erst ausfindig zu machen und sind deshalb als Ausforschungsbeweisanträge unzulässig (vgl.: BVerwG, Beschluß v. 25.1.1988 - 7 CB 81.87 -, NJW 1988, 1746; BGH, Urt. v. 1.2.1993 - II ZR 260/91 -, NJW 1993, 1650;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 54. Aufl., 1996, vor § 284 RdNr. 27).
AG Warendorf, 06.10.2011 - 9 F 570/11
Abänderung eines Versorgungsausgleichs bzgl. des Ausgleichs eines ehezeitlichen …
Zwar lassen die neuen Versorgungsausgleichsabänderungsregelungen - abgesehen von dem vorliegend nicht mehr greifenden Sonderfall des § 51 VersAusglG und anders als die frühere Regelung des § 10 a VAHRG (vgl. zur diesbezüglichen nachträglichen Abänderungsmöglichkeit bei falscher Auskunft bzw. falscher Erstentscheidung z. B. BGH, Beschluss vom 03.03.1993, Aktenzeichen XII ZB 93/91) - grundsätzlich eine Abänderung nur noch bei nachträglichen rechtlichen oder tatsächlichen Veränderungen zu, während eine Korrektur von Fehlentscheidungen (sei es wegen falscher Auskunftserteilung oder falscher gerichtlicher Berechnung) grundsätzlich nur noch im Rechtsmittelverfahren und nach fruchtlosem Ablauf der Rechtsmittelfrist nicht mehr möglich ist.
OLG Saarbrücken, 16.10.1996 - 6 UF 76/96
Berechnung des Ehezeitanteils einer betrieblichen Altersversorgung
BGH, 05.10.1994 - XII ZB 138/92
Öffentlich-rechtlicher Versorgungsausgleich - Rentenanwartschaften bei Eheleuten …