Source: https://www.bookfusion.com/books/145301-kollektivierung-und-opt-out-die-neue-grundnorm-des-urheberrechts
Timestamp: 2019-11-12 23:16:10
Document Index: 183328586

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'Art. 9', 'Art. 5', '§ 137', '§ 31', '§ 137', 'Art. 14', 'Art. 5', 'Art. 3', 'Art. 6', 'Art. 1', 'Art. 17', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 5', 'BGH', '§ 13', '§ 31', '§ 13']

Kollektivierung und Opt-Out - Die neue Grundnorm des Urheberrechts? by Olaf Hohlefelder | BookFusion
Kollektivierung und Opt-Out - Die neue Grundnorm des Urheberrechts?
By Olaf Hohlefelder
Das Urheberrecht ist als absolutes Ausschließlichkeitsrecht ausgestaltet, d. h. für jede rechtmäßige Nutzung durch Dritte ist die Zustimmung des Urhebers notwendig. Dafür hat sich im Urheberrecht der Begriff Opt-In etabliert. Der Autor vergleicht vier Regelungsmodelle, die dieses Grundkonzept auf den Kopf stellen und es Begünstigten erlauben, urheberrechtlich geschützte Werke ohne vorherige Zustimmung zu nutzen, solange der Rechtsinhaber dieser Nutzung nicht widerspricht. Derartige Konzepte werden als Opt-Out-Modelle bezeichnet. Zugleich binden die Modelle Elemente der kollektiven Verwertung und insbesondere Verwertungsgesellschaften ein. Der Autor untersucht diese Modelle umfassend und vergleicht sie. Schließlich beantwortet der Autor die Frage, ob die verschiedenen Modelle verallgemeinerungsfähig sind, sodass Opt-In zugunsten Opt-Out verdrängt werden könnte.
Dissertation Hohlefelder Layout (13.12.).pdf
Kapitel 1 Einführung und Gang der Untersuchung
B. Ziel und Erkenntnisinteresse der Arbeit
Kapitel 2 Die Grundnorm
A. Einführung zur Grundnorm
B. Grundnorm im Urheberrecht
I. Einführung zur Grundnorm
II. Positivrechtliche Ausgestaltung
1. Verankerung von Opt-In im Urheberrecht
a. Verankerung von Opt-In im UrhG
b. Verankerung von Opt-In im europäischen Urheberrecht
c. Verankerung von Opt-In im internationalen Urheberrecht
Kapitel 3 Analyse der Modelle
B. Modell 1: Google Book Settlement
I. Entstehung und Problemlage
1. Die Google Buchsuche
2. Gerichtliche Auseinandersetzung – Prozessuales
a. Zielsetzung des Class-Action-Verfahrens
b. Voraussetzungen und Ablauf der Class Action
c. Rechtslage zu Verfahrensbeginn
d. Vergleichsverhandlungen
1. Interesse der Urheber
2. Interesse der Verwerter
a. Interesse von Google, Inc.
b. Interesse der übrigen Verwerter
3. Interesse der Allgemeinheit
III. Regelungsgehalt und Konzeption
a. Zeitlicher Anwendungsbereich
c. Räumlicher Anwendungsbereich
d. Sachlicher Anwendungsbereich
a. Nutzungsrechtseinräumung
b. Non-Display Use und Non-Display Book
c. Nutzungsumfang bei Display Books/Display Use
d. Default Rules – Non-Display Book und Display Book
e. Commercially Available
3. Kollektivierung durch die Registry
b. Aufgaben der Registry
c. Rechte und Pflichten der Registry
i. Status und Klassifizierung von Büchern
ii. Zahlungen und Preisfindung
iii. Lizenzvergabe an Dritte
iv. Unclaimed Funds
4. Opt-Out-Rechte
a. Opt-Out nach FRCP
i. Right to Exclude nach FRCP Rule 23
ii. Ausschlussfrist, Notifizierung und Ausübung des Right to Exclude/Opt-Out
(1) Ausschlussfrist
(2) Notifizierung
iii. Right to Exclude nach FRCP
iv. Sonderfall: Opt-Out mehrerer Rechtsinhaber
v. Rechtsfolgen des Opt-Out
b. Opt-Out nach dem ASA
c. Optionsmöglichkeiten nach dem ASA
IV. Dogmatische Einordnung
1. Regelung durch Prozessvergleich
a. Erfordernisse eines Vergleichs bei einer Sammelklage (Class Settlement)
b. Tragweite eines Vergleichs
c. Grenzen des Class Action Settlements – Future Problem
2. Das Opt-Out-Recht und das Class Settlement
V. Vereinbarkeit mit höherrangigem Recht
1. Anforderungen an ein Class Settlement nach FRCP
a. Anspruchsverzicht
b. Entscheidungskompetenz, Gewaltenteilung und Einschätzungsprärogative
3. Urheberrechtsfragen: Copyright Act
4. Eingriffsintensität
5. Vereinbarkeit mit der amerikanischen Eigentumsdogmatik
6. Internationales Urheberrecht
a. Anwendbarkeit von Konventionsrecht auf das ASA
b. Formalitätenverbot, Art. 5 Abs. 2 RBÜ
i. Anwendbarkeit auf das ASA
ii. Formalität für den Genuss
iii. Formalität für die Ausübung
iv. Verhältnis von Art. 9 Abs. 2 RBÜ zu Art. 5 Abs. 2 RBÜ
v. Rechtsfolge des Verstoßes
VI. Profiteure
2. Verlage und Urheber
b. Urheber
c. Verlage und Urheber
d. Mitbewerber
C. Modell 2: § 137l UrhG
1. Entstehung der Regelung
a. Streichung des § 31 Abs. 4 UrhG a.F.
b. Erforderlichkeit einer Nachlizenzierung
c. Öffnung der Archive
a. Voraussetzung der Übertragungsfiktion
i. Nutzungsrechtseinräumung
(1) Einräumung und Rechtsübertragung
(2) Stufenleiter der Gestattungen im Urheberrecht
ii. Sachlicher Umfang der Nutzungsrechtseinräumung
iii. Räumlich unbegrenzte Rechtseinräumung
iv. Zeitlich unbegrenzte Nutzungsrechtseinräumung
b. Rechtsfolgen: Nutzungsrechtseinräumung
i. Umfang der Rechtsübertragung
ii. Ausschließliche oder einfache Rechtseinräumung
4. Opt-Out-Recht: Widerspruch nach § 137l Abs. 1 UrhG
a. Widerspruchsberechtigter
b. Widerspruchsfrist und Benachrichtigung
c. Form und Adressat des Widerspruchs
d. Widerspruchsrecht mehrerer Urheber oder Rechtsinhaber
e. Ausschluss des Widerspruchsrechts
f. Vorauseilender Verzicht
g. Sonstiger Ausschluss der Übertragungsfiktion
h. Rechtsfolge bei Widerspruch
1. Grundlegendes zur Einräumungsfiktion
a. Schweigen als Willenserklärung und gesetzliche Lizenz
b. Konstruktion sui generis
d. Verwertungsgesellschaftspflichtigkeit
e. Optionsrecht
1. Art. 14 GG
i. Legitimes Ziel
4. Verstoß gegen Konventionsrecht
a. Formalitätenverbot, Art. 5 Abs. 2 RBÜ
2. Verwerter
a. Profiteure in der Lizenzkaskade
b. Musikverwertung
3. Allgemeinheit
D. Modell 3: Richtlinie Orphan Works
i. Gemeinwohlbezug
ii. Öffentliche Zugänglichkeit
i. Sprachwerke
ii. Film- und audiovisuelle Werke sowie Tonträger
iii. Eingebettete Werke
iv. Unveröffentlichte Werke
a. Waisenstatus
b. Anforderungen an die sorgfältige Suche
i. Inhaltliche Anforderungen an die Suche
ii. Ort der Suche
c. Dokumentationspflichten, Art. 3 Abs. 5 RLOW875F
d. Online-Register
e. Gegenseitige Anerkennung
3. Öffnungsklausel und Nutzungsrechte
a. Einschränkung der Nutzungsrechte (Kostendeckungsprinzip)
b. Kooperationen mit Privaten
4. Opt-Out-Recht
a. Beendigungstatbestand
b. Rechtsfolge der Beendigung
1. Schrankenregelung
a. Europäisches Primärrecht
b. Konventionsrecht
i. Unmittelbare Wirkung
ii. Unmittelbare Wirkung von RBÜ, WCT und WPPT
2. Vereinbarkeit mit Konventionsrecht
b. Drei-Stufen-Test
i. Teststufe 1: Bestimmte Sonderfälle
(1) „Bestimmtheit“
(2) „Sonderfall“
ii. Teststufe 2: Beeinträchtigung der normalen Auswertung
(1) Normale Auswertung
(2) Beeinträchtigung
iii. Teststufe 3: Unzumutbare Verletzung berechtigter Interessen des Rechtsinhabers/Urhebers
(1) Berechtigte Interessen
(2) Unzumutbare Verletzung
3. Vereinbarkeit mit europäischem Primärrecht
a. Schutzbereich Art. 6 Abs. 3 EUV i. V. m. Art. 1 EMRK-ZP-1 und Art. 17 Abs. 1 u. 2 GRC
i. Legitimes Ziel und Geeignetheit
E. Modelle 4 und 5: Wahrnehmungsbefugnis der VG Wort
1. Europäischer Lösungsversuch für vergriffene Werke
2. Bestehende Praxis der VG Wort
3. Außenseiterproblem
i. Änderung des Wahrnehmungsvertrags VG Wort
ii. § 13d UrhWahrnG
a. Änderung des Wahrnehmungsvertrags VG Wort
i. Erfasste Änderungen
ii. Nutzungsberechtigte
b. § 13d UrhWahrnG
i. Vergriffenheit, § 13d Abs. 1 Nr. 1 UrhWahrnG
ii. Bestandsakzessorietät, § 13d Abs. 1 Nr. 2 UrhWahrnG
iii. Nutzungsberechtigte
v. Registrierung und Register
3. Opt-Out-Regelung
a. § 13d UrhWahrnG
i. Kein Widerspruch nach § 13d Abs. 1 Nr. 5 UrhWahrnG
ii. Widerspruch nach § 13d Abs. 2 UrhWahrnG
iii. Rechtsfolge des Widerspruchs
b. Änderung des Wahrnehmungsvertrags VG Wort
4. Kollektivierung
a. Einbeziehung in das Portfolio der VG Wort
i. Gemeinsame Rechtewahrnehmung
ii. Freistellung
iii. Ausschüttung
5. Überschneidung mit verwaisten Werken
1. Änderung des Wahrnehmungsvertrags VG Wort
a. Zustimmungsfiktion
b. Rechtsfolgenkonkurrenz, § 5 Abs. 2 S. 1 und 4 WV VG Wort
i. Auslegung des BGH vor dem Zweiten Korb
ii. Auslegung nach dem Zweiten Korb
c. Beschluss der Mitgliederversammlung
2. § 13d UrhWahrnG
V. Vereinbarkeit mit AGB-Recht und höherrangigem Recht
1. Wahrnehmungsvertrag VG Wort
a. AGB-Klauselkontrolle
c. Transparenzgebot
d. Blue-Pencil-Test
e. Konflikt mit § 31a UrhG
f. Eingriffsintensität
a. Vereinbarkeit mit Verfassungsrecht
i. Schutzbereich und Eingriff
b. Vereinbarkeit mit europäischem Urheberrecht
i. Vergleich mit Extended Collective Licensing
ii. Anforderungen an das Extended Collective Licensing
iii. Spezielle Anforderungen aus dem MoU und der RLOW
c. Vereinbarkeit mit internationalem Urheberrecht
i. Formalitätenverbot
ii. Drei-Stufen-Test
(2) Anwendung auf § 13d UrhWahrnG
Kapitel 4 Modellvergleich
A. Prüfungsparameter I: Entstehung und Problemlage
I. Kurzzusammenfassung der Befunde
B. Prüfungsparemeter II: Interessenlage
C. Prüfungsparameter III: Regelungsgehalt und Konzeption
1. Kurzzusammenfassung der Befunde
VI. Kollektivierung
D. Prüfungsparameter IV: Dogmatische Einordnung
E. Prüfungsparameter V: Vereinbarkeit mit höherrangigem Recht
F. Prüfungsparameter VI: Profiteure
Kapitel 5 Grundnorm und Schlussbetrachtung