Source: http://www.docstoc.com/docs/115559814/PS-CH-Foederalismus-08
Timestamp: 2015-07-31 11:56:33
Document Index: 10296110

Matched Legal Cases: ['Art. 59', 'Art. 141', 'Art. 59', 'Art. 67', 'Art. 74', 'Art. 6', 'Art. 92', 'Art. 54', 'Art. 54', 'Art. 57', 'Art. 62', 'Art. 73', 'Art. 81', 'Art. 89', 'Art. 94', 'Art. 108', 'Art. 121', 'Art. 122']

PS CH Foederalismus 08 by Zn9YQ5I
115559814
Zn9YQ5I
Vorlesung am Institut f&#252;r &#214;ffentliches Recht der
Universit&#228;t Bern
F&#246;deralismus
Fr&#252;hjahrssemester 2008
Andreas Ladner                                                      1
Glieder eines Gesamtstaates haben
bedeutende rechtliche und politische
Autonomie und bedeutsamen Einfluss auf
die Entscheidungen des Gesamtstaates
Andreas Ladner                                       2
Andreas Ladner                                3
Andreas Ladner                                4
F&#246;deralismus =
• „Kant&#246;nligeist“; 26 Bildungssysteme,
Baugesetze usw.
• Gratwanderung zwischen gr&#246;sstm&#246;glicher
Autonomie der Gliedstaaten und zentraler
Steuerung unter den Aspekten der
Wirtschaftlichkeit, Gleichheit und
Andreas Ladner                                  5
Aktuellere (politische) Fragen
• Pittbullverbot
• Kooperative Steuerung des
Hochschulsystems, Bildungswesen
• Spitzenmedizin
• Steuerwettbewerb
Andreas Ladner                                        6
„Der F&#246;deralismus ist - zusammen mit der direkten Demokratie - eine
der tragenden S&#228;ulen des schweizerischen Bundesstaates.
Er kann als eine Form der Dezentralisierung des Staates gesehen
werden, die in erster Linie dazu dient, die Vielfalt in der Einheit zu
erhalten und den Staat dem B&#252;rger anzun&#228;hern.
Er ist dauernd in Bewegung und steht heute vor neuen
Herausforderungen wie beispielsweise dem neuen Finanzausgleich,
der Europ&#228;ischen Integration oder der wachsenden Bedeutung von
St&#228;dten und Agglomerationen.“
Andreas Ladner                                                                 7
CH: Anti-etatistische Pr&#228;gung
• B&#252;rgerliche bem&#252;hen den F&#246;deralismus,
wenn es darum geht, den Sozialstaat
abzuwenden oder gegen die
anzuk&#228;mpfen.
• Die politische Linke bem&#252;ht ihn z.B. im
Kampf gegen den Polizeistaat.
Linder 1999: 136
Andreas Ladner                                                    8
• Int. F&#246;deralismusforum:
http://www.forumfed.org/default.asp?lang=
• Bundesamt f&#252;r Justiz:
http://www.ofj.admin.ch/themen/foederalis
mus/intro-d.htm
• F&#246;deralismusinstitut Uni Fribourg:
http://www.federalism.ch/
Andreas Ladner                                   9
1.          F&#246;deralismus: Theoretische Vorstellung
und ein internationaler Vergleich
Andreas Ladner                                       10
F&#246;deralismustheorien alt
Die traditionellen F&#246;deralismustheorien
der Aufkl&#228;rung und des 19. Jh. gehen von
der Existenz urspr&#252;nglich unabh&#228;ngiger
Regionen mit unterschiedlichen
kulturellen, &#246;konomischen und ethnischen
Auspr&#228;gungen aus und stellen prim&#228;r die
Integration heterogener Gesellschaften
durch eine f&#246;derative Ordnung in den
Andreas Ladner                                       11
F&#246;deralismustheorien neu
Die neueren Theorien setzen den
demokratischen Gesamtstaat schon
voraus und r&#252;cken die Machtaufgliederung
durch vertikale Gewaltenteilung mittels
f&#246;deralistischer Institutionen und den
Minorit&#228;tenschutz mittels m&#246;glichst
weitgehender territorialer Eigenst&#228;ndigkeit
Andreas Ladner                                         12
geschrieben in den
Jahren 1787/88 mit
Unterst&#252;tzung f&#252;r die
US-Verfassung zu
Andreas Ladner                                             13
In a single republic, all the power surrendered by the
people is submitted to the administration of a single
government; and the usurpations are guarded against by
a division of the government into distinct and separate
each subdivided among distinct and separate
other, at the same time that each will be controlled by
Andreas Ladner                                                     14
• Verst&#228;rkte Machtkontrolle in demokratischen
• Erh&#246;hte Partizipationsm&#246;glichkeiten der
• Erleichterte Durchsetzungschancen dezentral
organisierter Interessen
• Entlastung zentraler Entscheidungsinstanzen
• Verst&#228;rkter Schutz von Minderheiten
• Erleichterung von Experimenten und
Sonderl&#246;sungen im lokalen Raum
Andreas Ladner                                      15
Unterschiedliche Schwerpunktsetzungen je nach Disziplin
Staatsrechtlich: Politische Systeme sind
dann f&#246;deralistisch organisiert, wenn die
entscheidenden Elemente des Staates
(Legislative, Exekutive, Judikative) sowohl
im Gesamtstaat wie auch in den
Gliedstaaten vorhanden sind, ihre
Existenz verfassungsrechtlich gesch&#252;tzt
ist und durch Eingriffe der anderen Ebene
nicht beseitigt werden k&#246;nnen.
Andreas Ladner                                                 16
Sozialphilosophisch: Der F&#246;deralismus ist
ein dem Subsidiarit&#228;tsprinzip und der
Genossenschaftsidee verwandtes
gesellschaftliches Organisationsmodell,
das auf weitgehende Autonomie kleiner
Gruppen und dezentraler Einheiten beruht.
Andreas Ladner                                       17
&#214;konomischer F&#246;deralismus: Hier steht
die optimale Allokation von
aufgabenspezifischen
Entscheidungskompetenzen auf die
verschiedenen Staatsebenen im
Vordergrund. Ausgangspunkt bilden das
Dezentralisierungstheorem und die
fiskalische &#196;quivalenz.
Andreas Ladner                                    18
Vorteile der Dezentralisierung aus &#246;konomischer Sicht
• &#220;ber die Bereitstellung eines &#246;ffentlichen Gutes
wird in den Teilgebieten entschieden -&gt;
Pr&#228;ferenzen der Stimmb&#252;rgerschaft werden
besser ber&#252;cksichtigt
• Das Prinzip der fiskalischen &#196;quivalenz kann
besser ber&#252;cksichtigt werden
• Die Gebietsk&#246;rperschaften stehen in einem
Wettbewerb, produzieren billiger und sind
• Planungs- und Entscheidungskosten sind
geringer, da die Pr&#228;ferenzen der
Stimmb&#252;rgerschaft besser bekannt sind
Andreas Ladner                                          19
Vorteile der Zentralisierung aus &#246;konomischer Sicht
• Gewisse Leistungen k&#246;nnen wegen Unteilbarkeiten nicht
unter einer kritischen Gr&#246;sse erbracht werden.
• Nutzenstreuungen sind geringer. Bei gr&#246;sseren
Gebietsk&#246;rperschaften streut der Nutzen weniger &#252;ber
das Territorium hinaus (weniger Spill overs).
• Koordinationszwang: wenige und gr&#246;ssere
Gebietseinheiten weisen geringere Entscheidungskosten
• Sinkende Durchschnittskosten: Leistungen k&#246;nnen f&#252;r
das Gesamtgebiet g&#252;nstiger erstellt werden (Economies
of scales).
Andreas Ladner                                               20
Politikwissenschaftliche Perspektive:
Beurteilung der Leistungsf&#228;higkeit des
F&#246;deralismus sowohl unter dem Aspekt
der Willensbildung und der
Legitimation, wie auch unter dem
Aspekt der Effizienz und der
Effektivit&#228;t.
Welche Sichtweise findet sich in unserer Verfassung?
Andreas Ladner                                                              21
F&#246;deralistische Staaten
Andreas Ladner                                     22
Belgien, 3 Regionen, 3                     Kanada, 10 Provinzen, 3 Territorien,   &#196;thiopien, 9 Bundesstaaten, 2
Gemeinschaften, Verfassung von 1994        Verfassung von 1867/1982               eigenst&#228;ndige St&#228;dte,
Bosnien und Herzegowina, 2 Entit&#228;ten Vereinigte Staaten von Amerika, 50           Komoren, 3 Territorien,
(innerhalb der bosniakisch-kroatischen Bundesstaaten, 1 Bundesdistrikt,           Verfassung von 2001
Entit&#228;t &quot;F&#246;deration Bosnien und        Verfassung von 1787
Herzegowina&quot; 10 Kantone)
Deutschland, 16 L&#228;nder, Grundgesetz                                               Nigeria, 36 Bundesstaaten, 1
von 1949                                                                          Territorium, Verfassung von
&#214;sterreich, 9 Bundesl&#228;nder, Verfassung Mexiko, 31 Bundesstaaten, 1                S&#252;dafrika, 9 Provinzen,
von 1929.                              Territorium, Verfassung von 1917           Verfassung von 1996
Schweiz, 26 Kantone (bis 2000: 20
Kantone und 6 Halbkantone),
Verfassung von 1848 (Totalrevisionen
von 1874 und 1999)
Spanien, 17 autonome Gemeinschaften, Saint Kitts and Nevis                        Indien, 28 Staaten, 7
zwei Autonome St&#228;dte (Ceuta, Melilla)                                             Territorien, Verfassung von
Serbien Montenegro                         Venezuela, 23 Bundesstaaten, 1         Pakistan, 4 Provinzen, 2
Bundesdistrikt, Verfassung von 1999    Territorien, Verfassung von
Russland, 21 Teilrepubliken, 6             Argentinien, 23 Provinzen, 1
Regionen, 49 Gebiete, 2 St&#228;dte             Bundesdistrikt, Verfassung von 1994
f&#246;deraler Bedeutung, 1 autonomes
Gebiet, 10 autonome Bezirke und 7
F&#246;derationsbezirke, Verfassung von
Brasilien, 26 Bundesstaaten, 1         Irak, 3 Bundesstaaten,
Bundesdistrikt, Verfassung von 1988    Verfassung von 2005
Australien, 6 Bundesstaaten, 2                                                    Vereinigte Arabische
Territorien, 3 Au&#223;engebiete, Verfassung                                           Emirate, 7 Emirate,
Andreas Ladner                                                                                                             23
F&#246;deralismus im internationalen Vergleich: Lijphart (1999)
• Federal and decentralized: Australia, Canada, Germany,
Switzerland, United States, Belgium
• Federal and centralized: Venezuela, Austria, India
• Semi-federal: Israel, Netherlands, Papua New Guinea, Spain,
Belgium (before 1993)
• Unitary and decentralized: Denmark, Finland, Japan, Norway,
• Unitary and centralized: Bahamas, Barbados, Botwwana, Colombia,
Costa Rica, Greece, Iceland, Ireland, Jamaica, Luxembourg, Malta,
Mauritius, New Zealand, Portugal, United Kingdom, France, Italy,
Andreas Ladner                                                       24
http://www.economics.uni-linz.ac.at/Schneider/Kompendiumf.PDF
Andreas Ladner                                                    26
Andreas Ladner                                    27
Entstehung f&#246;deralistischer Staaten
• Ein Zusammenschluss bislang selbst&#228;ndiger
Staaten zu einem gr&#246;&#223;eren Staatswesen (z.B.
• Auflockerung und Zerteilung von bisherigen
Zentralstaaten. (z.B. Spanien, Belgien)
Andreas Ladner                                     28
Lijphart (1999) unterscheidet weiter:
• Primary characteristics of federalism: division of
• Secondary characteristics: bicameral legislature
with a strong regional chamber, a written
constitution that is difficult to amend, a supreme
or constitutional court to protect the constitution.
Andreas Ladner                                              29
Kongruenter und inkongruenter F&#246;deralismus
• Kongruent: Die f&#246;deralistischen Einheiten sind
ethnisch und kulturell das genaue Abbild des
• Inkongruent: Die f&#246;deralistischen Einheiten
unterscheiden sich stark voneinander. F&#252;r sich
selbst sind sie jedoch homogener als der
Andreas Ladner                                                  30
• Symmetrischer F&#246;deralismus
– Die f&#246;deralen Einheiten (Kantone) haben im Prinzip
dieselben Kompetenzen und Ressourcen
• Asymmetrischer F&#246;deralismus
– Die f&#246;deralen Einheiten werden vor allem betreffend
ihrer Autonomie unterschiedlich behandelt (z.B. der
Fall Qu&#233;bec)
Andreas Ladner                                                           31
• Kooperativer F&#246;deralismus
– Verschiedene Ebenen arbeiten zusammen, um gewisse Aufgaben zu
erf&#252;llen
• Dualer F&#246;deralismus
– Klare Kompetenzabgrenzung zwischen den beiden/verschiedenen
Ebenen (Zweipolare Verfassungsordnung)
• Konkurrenzieller F&#246;deralismus
– Die f&#246;deralen Einheiten stehen zueinander in Konkurrenz zum Wohle der
B&#252;rgerinnen und B&#252;rger (exit)
• Solidarischer F&#246;deralismus
– Ausgleich der Bedingungen unter den verschiedenen f&#246;deralen Einheiten
mit Finanzausgleich, Zusammenarbeit usw.
Andreas Ladner                                                                    32
Auf dem Weg vom kooperativen F&#246;deralismus
zu multi-level Governance! (Beispiel Tripartite
Agglomerationskonferenz)
Andreas Ladner                                             33
2.          Der Schweizer F&#246;deralismus
2.1 Herausbildung
Andreas Ladner                                      34
wurde aus dem Staatenbund ein
Bundesstaat. Es entsteht ein souver&#228;ner
Staat, basierend auf einer Verfassung. Die
Kantone sind nicht mehr Vertragspartner,
sondern unterstehen einem
gemeinsamen, &#252;bergeordneten Gesetz,
der Verfassung. Die Verfassung r&#228;umt den
Kantonen allerdings eine wichtige Rolle
Andreas Ladner                                        35
• Die Totalrevision von 1874 &#228;ndert nichts
am Status der Kantone.
• Und auch in der Folge wird wenig
ver&#228;ndert, einzig die Aufgaben des
Bundes werden kontinuierlich ausgebaut.
Andreas Ladner                                  36
Vom Referendum zur Konkordanz
• Zwischen 1874 und 1891 werden 2/3 der 19
Vorlagen abgelehnt.
• Dabei handelte es sich vor allem Vorlagen,
die unter den Begriffen Modernisierung,
Zentralisierung und S&#228;kularisierung
zusammengefasst werden k&#246;nnen.
• Allerdings sind in dieser Zeit auch 140
Vorlagen durchgekommen, ohne dass sie
dem Volk unterstellt wurden.
Vgl. K&#246;lz (2004: 633)
Andreas Ladner                                                        37
Non      12.05.1872     19.04.1874    23.05.1875        23.04.1876          09.07.1876      21.10.1877              30.07.1882           26.11.1882           06.12.1891
O              O             F                 F                   F               F                       F                    F                    F
Revision       Revision      Loi f&#233;d&#233;rale      Loi f&#233;d&#233;rale        Loi f&#233;d&#233;rale    Loi f&#233;d&#233;rale            Loi f&#233;d&#233;rale         Arr&#234;t&#233; f&#233;d&#233;ral       Arr&#234;t&#233; f&#233;d&#233;ral
totale         totale        sur le droit de   sur l&#39;&#233;mission      sur la taxe     concernant les droits   concernant les       concernant           concernant
vote des          et le               d&#39;exemption     politiques des          mesures &#224;            l&#39;ex&#233;cution de       l&#39;achat du
citoyens          rembourseme         du service      Suisses &#233;tablis et en   prendre contre les   l&#39;article 27 de la   chemin de fer
suisses           nt des billets      militaire       s&#233;jour, et la perte     &#233;pid&#233;mies offrant    constitution         Central suisse
de banque                           des droits politiques   un danger g&#233;n&#233;ral    f&#233;d&#233;rale (No 25)     (No 39)
des citoyens suisses    (No 24)              Schulvogt
ZH               18.7           5.4            25.8                  29.7            28.3                  39.5                  65.8                  64.8                78.3
BE               30.7          22.3            44.9                  83.1            56.1                  59.3                  84.8                  58.8                39.9
LU               65.5          61.7            65.6                  89.0            66.9                  74.9                  85.2                  73.4                73.5
UR               96.4          92.1            92.7                  88.8            93.3                  94.5                  98.2                  95.4                92.2
SZ               84.6          82.4            81.8                  38.1            49.9                  82.7                  91.0                  94.2                91.2
OW               93.1          83.3            89.0                  60.1            75.0                  88.6                  87.1                  97.9                94.7
NW               87.5          81.1            88.7                  82.6            72.9                  90.8                  91.4                  94.7                92.0
GL               25.7          24.1            46.9                  40.4            36.8                  43.6                  94.4                  75.2                78.4
ZG               70.8          60.4            66.8                  54.2            66.2                  72.9                  79.0                  80.0                82.6
FR               78.5          79.3            82.6                  36.1            84.7                  86.8                  90.6                  83.2                83.4
SO               38.3          34.9            57.6                  76.0            37.4                  67.3                  73.1                  48.5                44.0
BS               18.7          13.6            31.0                  32.9            44.0                  44.4                  87.6                  46.3                29.6
BL               16.3          13.4            39.6                  42.9            25.1                  50.3                  80.7                  66.5                36.1
SH                6.5           3.2            23.7                  62.0            11.3                  43.9                  65.6                  71.3                91.6
AR               62.6          17.1            27.0                  46.3            72.3                  54.5                  93.1                  65.6                53.2
AI               92.8          85.7            85.5                  68.3            85.3                  91.3                  97.5                  91.9                88.4
SG               50.0          43.3            52.0                  80.2            67.0                  71.6                  90.5                  71.6                69.2
GR               57.2          47.2            53.0                  90.6            56.6                  58.9                  71.6                  69.0                66.6
AG               38.0          34.9            50.9                  54.4            41.6                  65.2                  79.5                  60.9                62.7
TG               16.5          17.1            28.0                  50.0            31.7                  41.0                  72.7                  43.7                50.7
TI               54.0          66.7            65.4                  66.4            81.7                  86.6                  73.3                  64.5                73.5
VD               93.9          39.9            59.8                  48.6            57.6                  64.7                  65.7                  54.1                96.1
VS               86.6          84.5            87.6                  59.8            87.6                  88.3                  94.0                  87.5                95.4
NE               53.2           7.1            30.4                  82.7            60.1                  34.3                  35.7                  29.1                74.8
GE               63.5          22.6            30.1                  91.5            96.9                  62.5                  61.1                  52.7                76.0
CH-Non           50.5          36.8            50.6                  61.7            54.2                  61.8                  78.9                  64.9                68.9
Andreas Ladner                                                                                                                                                               38
Entwicklung der Bundesaufgaben
• Die Verfassung von 1848 gestand dem Bund nur minimale
Kompetenzen im Bereich des Geld-, Zoll- und Postwesens zu.
• Mit der Totalrevision von 1874 wird der Bund zum
Hauptgaranten der Grundrechte (politische Rechte,
Niederlassungs-, Vereins- und Versammlungsfreiheit). Dazu
kommt die Handels- und Gewerbefreiheit, welche eine
wirtschaftliche Wettbewerbsordnung garantiert.
• In den Bereich der nationalen Infrastrukturpolitik f&#228;llt im 19.
Jahrhundert die Einrichtung der nationalen Hochschulen und
die &#220;bernahme der Bundesbahnen (1891).
Andreas Ladner                                                      39
Kompetenzverschiebungen zugunsten des Bundes
– Kranken- und Unfallversicherung (1890)
– Alters- und Invalidenversicherung (1890)
– Mutterschaftsversicherung (1945)
– Arbeitslosenversicherung (1945/1947)
• Raumordnung und Umweltschutz
– Forstwesen (1897)
– Gew&#228;sserschutz und Wassernutzung (1908/1953/1975)
– Raumplanung (1969)
– Umweltschutz (1971)
Andreas Ladner                                                    40
– Bundesbahnen (1891)
– Schifffahrt (1919)
– Automobilverkehr (1921)
– Nationalstrassenbau (1958)
– Bau der Alpentransversale (1992)
– Wasserkraft (1914)
– Rohrleitungen (1961)
– Atomkraft (1958)
– Energiepolitik (1990)
Andreas Ladner                                                41
– Banknotenausgabe (1891)
– Errichtung Nationalbank (1905)
– Wirtschaftsartikel, Konjunkturpolitik (1947, 1978)
– Konsumentenschutz (1981)
– Mieterschutz (1986)
• Vereinheitlichung des Zivil- und Strafrechts (1898)
• Abgaben
– Stempelabgaben (1917)
– Verrechnungssteuer (1958)
– direkte Bundessteuer (1958)
– Warenumsatzsteuer/Mehrwertsteuer (1958/1993)
Andreas Ladner                                                   42
2.2 Grundprinzipien, Institutionen und Prozesse
Andreas Ladner                                43
Die Grundprinzipien des schweizerischen F&#246;deralismus
• Die Existenz der Kantone ist garantiert
• Den Kantonen steht es frei, wie sie sich im Inneren
• Die Kantone w&#228;hlen ihre Organe selbst&#228;ndig
• Die Kantone besitzen ausgedehnte Kompetenzen
• Die Kantone verf&#252;gen &#252;ber eigene finanzielle
• Die Kantone unterliegen keiner politischen Kontrolle
• Die Kantone beteiligen sich gleichberechtigt am
Willensbildungsprozess auf Bundesebene
Vgl. z.B. Vatter 2002: 82 ff.
Andreas Ladner                                                44
Institutionen des schweizerischen F&#246;deralismus
• Vertikal: Mitwirkung der Kantone an den
Entscheidungen des Bundes
• Horizontal: Kooperation zwischen den
Neidhart 1975
Andreas Ladner                                          45
Horizontale Institutionen
(Konkordate)
• Die kantonalen Direktoren- und
Fachbeamtenkonferenzen
• Konferenz der Kantonsregierungen
• Regionale Regierungskonferenzen
Andreas Ladner                                       46
Kantonsregierungen und die EU
Andreas Ladner                                       47
Vertikale Institutionen:
• Die Zweite Parlamentskammer (St&#228;nderat)
• Die Standesstimme f&#252;r Verfassungsrevisionen
(St&#228;ndemehr)
• Die Standesinitiative
• Das Kantonsreferendum
• Die ausserordentliche Einberufung der
• Die Kantone im vorparlamentarischen
Entscheidungsprozess (-&gt; Kantone)
• Der Vollzug der Bundespolitik durch die Kantone
(-&gt; Kantone)
Andreas Ladner                                         48
St&#228;nderat
Andreas Ladner                                49
St&#228;nderat: Sitzverteilung 1975-2007
1975     1979    1983    1987    1991    1995     1999   2003   2007
FDP                    15     11      14      14      18        17     18     14     12
CVP                    17     18      18      19      16        16     15     15     15
SP                      5      9       6       5       3         5      6      9      9
SVP                     5      5       5       4       4         5      7      8      7
LPS                     1      3       3       3       3         2      -      -      -
LdU                     1      -       -       1       1         1      -      -      -
Lega                    -      -       -       -       1         -      -      -      -
Gr&#252;ne                                                                                 2
Gr&#252;nliberale                                                                          1
Total           44 *          46      46      46      46        46     46     46     46
Andreas Ladner                                                                             50
Andreas Ladner                                51
FDP                  CVP            SP             SVP                 Gr&#252;ne                 Andere
Andreas Ladner                                                                                                                                                                     52
St&#228;ndemehr vs. Volksmehr
Datum         Vorlage                                                 Ja-% Volk   Kantone     gescheitert am
14.1.1866     Mass und Gewicht                                             50.5    9,5:12,5     St&#228;ndemehr
23.10.1910    Volksinitiative f&#252;r Proporzwahl Nationalrat                  47.5   12,0:10,0      Volksmehr
13.03.1955    Volksinitiative zum Schutz der Mieter und Konsumenten        50.2    7,0:15,0     St&#228;ndemehr
03.03.1957    Zivilschutzartikel                                           48.1    14,0:8,0      Volksmehr
15.11.1970    Finanzordnung des Bundes                                     55.4    9,0:13,0     St&#228;ndemehr
04.03.1973    Bundeskompetenzen Bildung                                    52.8   10,5:11,5     St&#228;ndemehr
02.03.1975    Konjunkturartikel                                            52.8   11,0:11,0     St&#228;ndemehr
27.03.1983    Energieartikel                                               50.9   11,0:12,0     St&#228;ndemehr
12.06.1994    Kulturf&#246;derungsartikel                                         51   11,0:12,0     St&#228;ndemehr
12.06.1994    Erleichterte Einb&#252;rgerung f&#252;r junge Ausl&#228;nder                52.8   10,0:13,0     St&#228;ndemehr
Beinahe Kollisionen                                                                                Ergebnis
18.02.1979    Atominitiative                                               48.8    9,0:14,0       abgelehnt
18.02.1979    Stimmrechtsalter 18                                          49.2    9,0:14,0       abgelehnt
06.12.1992    EWR                                                          49.7    7,0:16,0       abgelehnt
03.03.2002    Uno-Beitritt (VI)                                            54.6   12,0:11,0    angenommen
Andreas Ladner                                                                                                    53
St&#228;nderat und St&#228;ndemehr: Die Gewichte
haben sich verschoben:
• 1 Appenzeller = 35 Z&#252;rcher
• Kleinste theoretische Sperrminorit&#228;t = 9
• Reale Sperrminorit&#228;t = 20 – 25 Prozent
Was gibt es f&#252;r Reformm&#246;glichkeiten und
Andreas Ladner                                     54
Nach der Schlussabstimmung muss die Vorlage
zun&#228;chst im Bundesblatt ver&#246;ffentlicht werden.
Damit wird die 100t&#228;gige Referendumsfrist
ausgel&#246;st (Art. 59 Bundesgesetz &#252;ber die
politischen Rechte [BPR]), innerhalb derer das
Referendum von 50&#39;000 Stimmberechtigten oder
acht Kantonen (Art. 141 Abs. 1 der
Bundesverfassung [BV]) ergriffen werden muss
(Art. 59a BPR). Beim Kantonsreferendum haben
auch die ehemaligen Halbkantone (OW, NW,
BS, BL, AR und AI) jeweils eine ganze Stimme.
Andreas Ladner                                            55
Grunds&#228;tzlich wird die Kantonsstimme durch Mehrheitsentscheid des
Kantonsparlamentes abgegeben; doch darf das kantonale Recht etwas anderes
vorsehen (Art. 67 BPRl). Andere Zust&#228;ndigkeiten kennen nach unserem Wissen
indessen derzeit allein noch folgende Kantone:
a. In SG ist statt des Kantonsparlaments generell die Kantonsregierung zur
Ergreifung de Kantonsreferendums zust&#228;ndig (Art. 74 Abs. 3 Ziff. 2 der
Kantonsverfassung). Dasselbe gilt in GR (Art. 6, 24 und 36 der Kantonsverfassung),
soweit der Grosse Rat nicht versammelt ist, und im Kanton GL (Art. 92 und 93 der
Kantonsverfassung) kann das Kantonsparlament diese Kompetenz der
Kantonsregierung im Einzelfall delegieren.
b. De jure kann (muss nicht) das Kantonsreferendum statt vom Kantonsparlament
auch aus dem Volk lanciert werden im Kanton LU (&#167; 38 der Kantonsverfassung:
4&#39;000 Unterschriften innert 40 Tagen [&#167; 136 Bst. c Luzerner Stimmrechtsgesetz]).
Kommt dieses kantonale Volksbegehren auf Ergreifen des Kantonsreferendums
zustande, so muss eine kantonale Volksabstimmung &#252;ber die Kantonsstimme
c. Etwas verbreiteter ist die Regelung, wonach das Kantonsparlament (oder eine
qualifizierte Minderheit davon) seinen Entscheid, das Kantonsreferendum zu
ergreifen, freiwillig der Volksabstimmung unterstellen kann (Plebiszitvorbehalt, so in
UR, SO, GR, TG, VD, JU, je leicht modifiziert auch ZH und BS).
Andreas Ladner                                                                                    56
16.09.2003 -- Tages-Anzeiger Online
Kantonsreferendum steht
Das Kantonsreferendum gegen das Steuerpaket des Bundes kommt zu
Stande. Als achter Kanton ist Waadt am Dienstag mit deutlicher Mehrheit
auf das Kantonsreferendum eingetreten.
Zwar muss der Waadtl&#228;nder Grosse Rat das Dekret am kommenden
Dienstag noch in zweiter Lesung genehmigen. Mit 89 gegen 63 Stimmen
bei 4 Enthaltungen fiel aber der Eintretensentscheid so deutlich, dass kaum
mit einem R&#252;ckkommen auf das Referendum gerechnet werden muss.
Damit d&#252;rfte erstmals in der Schweizer Geschichte das n&#246;tige Quorum von
acht Kantonen erreicht werden, das f&#252;r ein Kantonsreferendum n&#246;tig ist.
Gr&#252;nes Licht erteilt hatten bereits vorher die Kantone St. Gallen, Bern,
Graub&#252;nden, Solothurn, Wallis, Basel-Stadt und Obwalden.
Jene Kantone, die das Referendum beschlossen haben, m&#252;ssen dies der
Bundeskanzlei bis 9. Oktober mitteilen. Diese pr&#252;ft, ob die Bedingungen f&#252;r
das Referendum formell erf&#252;llt sind, bevor der Bundesrat einen
Abstimmungstermin festsetzen wird.
Andreas Ladner                                                                         57
2.3           Aufgaben und Ausgaben
Andreas Ladner                                          58
Aufgabenkatalog der Bundesverfassung (Art. 54 ff. BV)
• Beziehungen zum Ausland (Art. 54-56 BV)
• Sicherheit, Landesverteidigung, Zivilschutz (Art. 57-61 BV)
• Bildung, Forschung und Kultur (Art. 62-72 BV)
• Umwelt und Raumplanung (Art. 73-80 BV)
• &#214;ffentliche Werke und Verkehr (Art. 81-88 BV)
• Energie und Kommunikation (Art. 89-93 BV)
• Wirtschaft (Art. 94-107 BV)
• Wohnen, Arbeit, soziale Sicherheit und Gesundheit (Art. 108-
120 BV)
• Aufenthalt u. Niederlassung von Ausl&#228;nderinnen u. Ausl&#228;ndern
(Art. 121 BV)
• Zivilrecht, Strafrecht, Messwesen (Art. 122-125 BV)
Andreas Ladner                                                     59
Aufgabenkatalog der Verfassung des Kantons Bern
•     Umwelt-, Landschafts- und Heimatschutz
•     Raum- und Bauordnung
•     Verkehr, Wasser, Energie und Abf&#228;lle
•     &#214;ffentliche Ordnung und Sicherheit
•     Soziale Sicherheit
•     Gesundheitswesen
•     Bildung und Forschung
•     Medien
•     Sonntagsruhe, Kultur und Freizeit
•     Wirtschaft
•     Internationale Zusammenarbeit und Hilfe
Andreas Ladner                                                60
Typische Gemeindeaufgaben
•    Verleihung des Gemeindeb&#252;rgerrechts
•    Eigene Gemeindeorganisation (Bestellung der Gemeindebeh&#246;rden und -beamte
•    Einzug der kantonalen und kommunalen Steuern (Steuerhoheit)
•    &#214;ffentliche Sicherheit:, Ortspolizei im weitesten Sinne (Ordnung und Sicherheit,
Verkehrs-, Feuer-, Gewerbe- und Baupolizei, Einwohnerkontrolle), Zivilschutz
•    Schulwesen (Primarschule, Sekundarstufe I)
•    Sozialwesen (Armenpflege, F&#252;rsorge, Sozialversicherung)
•    Durchf&#252;hrung Eidgen&#246;ssischer und kantonaler Wahlen und Abstimmungen
•    Raum-/Bauordnung, Kulturg&#252;ter, Ortsplanung
•    Errichtung und Betrieb von Verkehrsmitteln
•    Energie- und Wasserversorgung, Entsorgungseinrichtungen
•    Umweltschutz, Natur
•    Integration von Ausl&#228;ndern und Ausl&#228;nderinnen
•    Wirtschaft und Arbeit
•    Wohnen und Gesundheit, Kultur, Erholung und Sport
Andreas Ladner                                                                          61
Ausgaben des Bundes 2006 (52 Mrd.)
www.efv.admin.ch; Bundesfinanzen in K&#252;rze, Rechnung 2006
Andreas Ladner                                                       62
Justiz und Polizei;
Allgemeine                1.1
Verwaltung; 5.5
Finanzausgaben;
dem Ausland; 3.2
Landwirtschaft; 12.6
Umwelt und                                               35.5
Raumordnung; 0.8
Verkehr; 6.1                                      Bildung und
Forschung; 3.6
Soziale Wohlfahrt;
Kultur und Freizeit;
13.7                Gesundheit; 0.6                           0.6
Andreas Ladner                                                                                         63
Andreas Ladner                                        64
Ausgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden1
Funktionen                                  1990             1995           2000           2005                2005
in % des Totals
in 1000 Franken - en 1000 francs                                                                            en % du total
6&#39;030&#39;935         7&#39;267&#39;394     7&#39;886&#39;299.6     9&#39;011&#39;095.8                 6.4
4&#39;927&#39;418         6&#39;431&#39;990     6&#39;829&#39;101.9     8&#39;097&#39;190.7                 5.8
6&#39;662&#39;506         6&#39;337&#39;523     5&#39;408&#39;353.0     4&#39;909&#39;321.2                 3.5
1&#39;580&#39;687         2&#39;051&#39;918     2&#39;273&#39;607.0     2&#39;448&#39;578.8                 1.7
16&#39;658&#39;408        21&#39;228&#39;973    22&#39;803&#39;059.5    27&#39;415&#39;462.1               19.6
3&#39;121&#39;845         3&#39;384&#39;275     3&#39;850&#39;617.9     4&#39;237&#39;308.4                 3.0
10&#39;697&#39;901        14&#39;223&#39;667    15&#39;636&#39;016.6    19&#39;826&#39;011.0               14.1
13&#39;444&#39;282        19&#39;853&#39;400    23&#39;543&#39;613.0    28&#39;728&#39;599.9               20.5
9&#39;170&#39;786        11&#39;436&#39;592    13&#39;008&#39;710.1    14&#39;841&#39;881.8               10.6
3&#39;699&#39;262         4&#39;482&#39;001     4&#39;824&#39;449.8     4&#39;900&#39;818.7                 3.5
5&#39;173&#39;074         5&#39;973&#39;006     6&#39;759&#39;542.9     6&#39;206&#39;337.1                 4.4
Finanzen und Steuern                        5&#39;446&#39;956         8&#39;382&#39;804    10&#39;788&#39;168.8     9&#39;524&#39;584.3                 6.8
TOTAL                                      86&#39;614&#39;050      111&#39;053&#39;543    123&#39;611&#39;540.1   140&#39;147&#39;189.6              100.0
Nach Abzug der Doppelz&#228;hlungen
Andreas Ladner                                                                                                                   65
Anteil Bundesausgaben an Gesamtausgaben 2003
Aufgabe                                                   Gesamtausgaben         Ausgaben Bund        Anteil Bund
Allgemeine Verwaltung                                             9 241 000            1&#39;949&#39;000.00         21.1
Justiz und Polizei                                                7 906 000              767&#39;000.00          9.7
internat. Beziehungen                                             2 365 000            2&#39;365&#39;000.00        100.0
Landesverteidigung                                                5 042 000            4&#39;699&#39;000.00         93.2
Bildung und Forschung                                            26 602 000            4&#39;305&#39;000.00         16.2
Kultur und Freizeit                                               4 066 000              528&#39;000.00         13.0
Gesundheit                                                       18 514 000              212&#39;000.00          1.1
Soziale Wohlfahrt                                                26 493 000           13&#39;382&#39;000.00         50.5
Verkehr                                                          14 251 000            8&#39;184&#39;000.00         57.4
Umwelt und Raumordnung                                            5 117 000              704&#39;000.00         13.8
Volkswirtschaft                                                   6 367 000            4&#39;567&#39;000.00         71.7
Finanzausgaben                                                   10 019 000            9&#39;622&#39;000.00         96.0
Ausgaben total                                                  135 983 000           51&#39;284&#39;000.00         37.7
Quelle: http://www.bfs.admin.ch/stat_ch/ber18/dufr18.htm
Andreas Ladner                                                                                                         66
Ausgaben von Bund, Kantonen und Gemeinden 2004
Staatlicher Aufgabenbereich             Bund                   Kantone                  Gemeinden
(Geordnet nach Stellenwert f&#252;r   2004                   2004                     2004                       Total
Kantone, Gemeinden, Bund)
&#214;ffentliche Sicherheit                          7.9%                     66.3%                      23.9%           100.0%
Gesundheit                                      1.4%                     63.1%                      37.8%           100.0%
Bildung                                        15.2%                     52.0%                      33.9%           100.0%
Umwelt, Raumordnung                            15.4%                     21.0%                      63.5%           100.0%
Kultur und Freizeit                            14.9%                     31.0%                      54.2%           100.0%
Allgemeine Verwaltung                          20.9%                     37.2%                      41.9%           100.0%
Internationale Beziehungen                     100.0%                     0.0%                       0.0%           100.0%
Landesverteidigung                              92.5%                     3.5%                       4.0%           100.0%
Finanzen und Steuern                            87.2%                    -2.3%                      15.1%           100.0%
Volkswirtschaft                                 69.3%                    21.2%                       9.6%           100.0%
Verkehr                                         56.9%                    22.1%                      21.0%           100.0%
Soziale Wohlfahrt                               52.1%                    27.3%                      20.5%           100.0%
Gesamtausgaben                                 39.0%                     33.7%                      27.3%           100.0%
ohne Doppelz&#228;hlungen
Quelle: &#214;ffentliche Finanzen der Schweiz
Andreas Ladner                                                                                                               67
2.4 Probleme und Reformen
Andreas Ladner                                68
• Kleinheit und ungleiche Gr&#246;sse -&gt; Kantonsfusionen und
Reform St&#228;ndemehr
• Politikverflechtung (Kooperativer F&#246;deralismus): Keine
klare Trennung der Zust&#228;ndigkeiten. Mehrer Ebenen
sind f&#252;r die L&#246;sung derselben politischen Aufgabe
zust&#228;ndig (z.B. AHV) -&gt; Aufgabenteilung, fiskalische
&#196;quivalenz
• Grosse Unterschiede zwischen den Kantonen -&gt;
F&#246;deralismus als Politik des regionalen Ausgleich,
Setzung von Minimalstandards, dezentrale
Standortf&#246;rderung, F&#246;rderungsprogramme,
• Regionale Interessenpolitik erh&#246;ht die Wahlchance -&gt;
„Entkantonalisierung der Wahlen“
• Mehrheitsfindung verursacht hohe Nebenkosten (Log
rolling und Packet-L&#246;sungen) -&gt; Konstruktives
Andreas Ladner                                                69
Die aktuelle F&#246;deralismusreform:
Der Neue Finanzausgleich (NFA)
http://www.efd.admin.ch/d/aktuell/geschaefte/nfa/
Andreas Ladner                                               70
64.4% Ja und 35.6% Nein, annehmende St&#228;nde 18 5/2, ablehnende St&#228;nde 2 &#189; (ZG, SZ und NW)
Andreas Ladner                                                                              71
"PS CH Foederalismus 08"
http://img.docstoccdn.com/thumb/206/123059092.png
PS CH Foederalismus 11
PS CH Parteiensysteme 05
Klub chovatelu havansk�ch ps�ku
PS-Ch 12-2
PS Ch Test
0607 PS Annual Report