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Timestamp: 2016-10-21 20:12:24
Document Index: 313011087

Matched Legal Cases: ['Art. 44', 'Art. 53', 'Art. 48', 'Art. 62', 'Art. 84', 'BGE', 'Art. 62', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 51', 'Art. 50', 'Art. 53', 'Art. 53', 'Art. 65', 'Art. 44', 'Art. 53', 'Art. 66', 'Art. 68']

9C_480/2011 (11.11.2011)
9C_480/2011
Vorsorgeeinrichtung X.________,
Amt f�r berufliche Vorsorge und Stiftungen des Kantons Z�rich, Neum�hlequai 10, Postfach, 8090 Z�rich,
Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. Mai 2011.
Mit Verf�gung vom 5. M�rz 2009 forderte das Amt f�r berufliche Vorsorge und Stiftungen des Kantons Z�rich (nachfolgend: Amt) die seiner Aufsicht unterstehende Vorsorgeeinrichtung X.________ auf, ein versicherungstechnisches Gutachten per 31. Dezember 2008 bei dem von ihr gew�hlten Experten f�r berufliche Vorsorge in Auftrag zu geben und bis 30. April 2009 der Aufsichtsbeh�rde einzureichen. Innert der gesetzten Frist reichte die Stiftung dem Amt Unterlagen ein (versicherungstechnische Gutachten per 31. Dezember 2008/1. Januar 2009, Sanierungsbericht, Formular "Meldung Unterdeckung/Massnahmen", Analyse der finanziellen Situation und Grundlagenpapier "Leistungs- und Finanzierungspolitik der Versicherung X.________"). Das Amt r�gte verschiedene M�ngel und r�umte der Vorsorgeeinrichtung X.________ wiederholt Frist f�r deren Behebung ein. Mit Schreiben vom 12. M�rz 2010 hielt es abschliessend fest, dass der Deckungsgrad bei richtiger Berechnung nicht 82,5 %, sondern 78,2 % betrage; gleichzeitig wies es darauf hin, dass es f�r die Jahresrechnung per 31. Dezember 2009 eine korrekte Deckungsgradberechnung im Kontrollstellenbericht erwarte.
Am 25. M�rz 2010 gab das Amt der Vorsorgeeinrichtung X.________ Gelegenheit, Stellung zu nehmen zum Entwurf einer Verf�gung, mit welcher sie angewiesen werden sollte, bis 27. August 2010 ein von S.________, dipl. Versicherungsexperte, erstelltes versicherungstechnisches Gutachten per 31. Dezember 2009 einzureichen und im Falle einer Unterdeckung das vom Stiftungsrat beschlossene Sanierungskonzept durch den Experten beurteilen zu lassen. Als die Stiftung Einw�nde gegen die in Aussicht gestellte Massnahme und den zu mandatierenden BV-Experten vorbrachte, stellte das Amt der Stiftung einen weiteren Verf�gungsentwurf zu, wonach das Gutachten bei BV-Experten der L.________ AG in Auftrag zu geben sei. Die Stiftung wandte sich erneut gegen die beabsichtigte Massnahme. Sie wehrte sich auch gegen den in einem weiteren Verf�gungsentwurf angek�ndigten Entzug der aufschiebenden Wirkung einer allf�lligen Beschwerde.
Am 12. August 2010 erliess das Amt folgende Verf�gung an die Adresse der Vorsorgeeinrichtung X.________:
"I. Die Vorsorgeeinrichtung X.________ wird angewiesen, ein versicherungstechnisches Gutachten per 31. Dezember 2009 gem�ss Ziff. II. bei W.________, dipl. Pensionsversicherungsexperte und R.________, dipl. Pensionsversicherungsexperte, beide c/o Firma L.________ AG (nachfolgend: L.________), in Auftrag zu geben. Das VTG ist bis 30. November 2010 der Aufsichtsbeh�rde einzureichen.
Die Vorsorgeeinrichtung X.________ hat der L.________ alle f�r die Ausarbeitung des versicherungstechnischen Gutachtens n�tigen Unterlagen zur Verf�gung zu stellen / zu �bergeben / Einsicht zu gew�hren / Kopien anzufertigen und zuzustellen. (...)
II. Das versicherungstechnische Gutachten per 31. Dezember 2009 ist nach den Grunds�tzen und Richtlinien f�r die Personalversicherungsexperten sowie nach den Fachrichtlinien FRP 1 und 2 der Schweizerischen Kammer der Pensionskassen-Experten zu erstellen und hat insbesondere folgende Punkte zu umfassen:
Versicherungstechnische Bilanz und Deckungsgrad gem�ss Art. 44 BVV2
Beurteilung der finanziellen Lage der Vorsorgeeinrichtung X.________ per Bilanzstichtag
Best�tigung, dass die Vorsorgeeinrichtung X.________ gem�ss Art. 53 Abs. 2 BVG per Bilanzstichtag in der Lage ist, ihre reglementarischen Verpflichtungen zu erf�llen und dass die reglementarischen und versicherungstechnischen Bestimmungen �ber die Leistungen und die Finanzierung den geltenden gesetzlichen Vorschriften entsprechen.
Falls die Vorsorgeeinrichtung X.________ per Bilanzstichtag eine Unterdeckung ausweist: Beurteilung des vom Stiftungsrat beschlossenen Sanierungskonzeptes unter Ber�cksichtigung der folgenden Punkte:
(i) Ursachen, welche zur Unterdeckung gef�hrt haben
(ii) Die getroffenen Sanierungsmassnahmen
(iii) Die k�nftig zu erwartende Entwicklung des Deckungsgrades
(iv) Offenlegung von nicht oder ungen�gend finanzierten Vorsorgeleistun- gen
(v) Beurteilung der gebildeten R�ckstellungen gem�ss Art. 48e BVV2 unter Ber�cksichtigung des gew�hlten technischen Zinssatzes sowie der gew�hlten Umwandlungss�tze
(vi) Stellungnahme zur Wirksamkeit von Sanierungsmassnahmen
(vii) Der erwartete Beitrag der k�nftigen Verm�gensrendite zur Sanierung.
III. Die Erstellung eines versicherungstechnischen Gutachtens durch einen unabh�ngigen Experten f�r berufliche Vorsorge im Sinne von Ziffer I. hat keine Auswirkungen auf das Mandatsverh�ltnis des aktuellen Experten f�r berufliche Vorsorge, A.________. Es entl�sst ihn insbesondere nicht aus seiner gesetzlichen Verantwortung als mandatierter Experte f�r berufliche Vorsorge der Vorsorgeeinrichtung X.________.
IV. Die Kosten f�r die Erstellung des versicherungstechnischen Gutachtens gem�ss Ziffer I. sind von der Vorsorgeeinrichtung X.________ zu �bernehmen.
V. Betreffend der Ziffern I. bis IV. des Dispositivs wird dem Lauf der Beschwerdefrist sowie einer Beschwerde gem�ss nachstehender Ziffer VII. die aufschiebende Wirkung entzogen.
Beschwerdeweise liess die Vorsorgeeinrichtung X.________ die Aufhebung der angefochtenen Verf�gung beantragen. Gleichzeitig ersuchte sie um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde, welchem Begehren das angerufene Bundesverwaltungsgericht stattgab (Zwischenverf�gung vom 23. Februar 2011). Nach Durchf�hrung eines doppelten Schriftenwechsels wies das Bundesverwaltungsgericht das Rechtsmittel im Sinne der Erw�gungen ab (Ziffer 1) und ordnete an, dass die Verf�gung des Amtes im Sinne von E. 6.6 zu erg�nzen und das versicherungstechnische Gutachten gem�ss E. 6.7 innerhalb von drei Monaten nach der Zustellung des Entscheides an die Vorsorgeeinrichtung X.________ einzureichen ist (Ziffer 2; Entscheid vom 2. Mai 2011).
Die Vorsorgeeinrichtung X.________ f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Rechtsbegehren, der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. Mai 2011 und die Verf�gung des Amtes vom 12. August 2010 seien aufzuheben. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersucht sie um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung.
Das Amt schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Mit Verf�gung vom 10. August 2011 hat die Instruktionsrichterin der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
Streitig ist, ob das Amt als Aufsichtsbeh�rde zu Recht angeordnet hat, dass die Beschwerdef�hrerin bei zwei von ihm bestimmten BV-Experten ein versicherungstechnisches Gutachten per 31. Dezember 2009 einzuholen hat (Verf�gung vom 12. August 2010).
2.1 Gem�ss Art. 62 Abs. 1 BVG (in Verbindung mit Abs. 2 und Art. 84 Abs. 2 ZGB) hat die Aufsichtsbeh�rde dar�ber zu wachen, dass die Vorsorgeeinrichtung die gesetzlichen und statutarischen Vorschriften einh�lt und dass das Stiftungsverm�gen seinem Zweck gem�ss verwendet wird, indem sie insbesondere die �bereinstimmung der reglementarischen Bestimmungen mit den gesetzlichen Vorschriften (einschliesslich Normen auf Verordnungsstufe) pr�ft (Bst. a), von den Vorsorgeeinrichtungen periodisch Berichterstattung fordert, namentlich �ber die Gesch�ftst�tigkeit (Bst. b), Einsicht in die Berichte der Kontrollstelle und des Experten f�r berufliche Vorsorge nimmt (Bst. c), die Massnahmen zur Behebung von M�ngeln trifft (Bst. d) sowie Streitigkeiten betreffend das Recht der versicherten Person auf Information beurteilt (Bst. e). Die Aufsichtsbeh�rde verf�gt �ber weitreichende Kompetenzen pr�ventiver und repressiver Art (BGE 126 III 499 E. 3a S. 501). Sie kann gest�tzt auf Art. 62 Abs. 1 Bst. d BVG grunds�tzlich auch die Erstellung von Berichten oder Berechnungen fordern (Urteil 9C_846/2009 vom 5. Februar 2010 E. 4.1, in: SVR 2010 BVG Nr. 35 S. 132).
2.2 Ob die Voraussetzungen f�r ein aufsichtsrechtliches Einschreiten erf�llt und die angeordneten Massnahmen angebracht sind, �berpr�ft das Bundesgericht als Rechtsfrage ohne Einschr�nkung der Kognition frei (Art. 95 lit. a BGG). Hingegen ist die Feststellung der Verh�ltnisse, welche den aufsichtsbeh�rdlichen Anordnungen zugrunde liegen, tats�chlicher Natur und vom Bundesgericht lediglich auf ihre offensichtliche Unrichtigkeit hin zu pr�fen (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 BGG; Urteil 9C_846/2009 vom 5. Februar 2010 E. 1.3, in: SVR 2010 BVG Nr. 35 S. 132). Ebenso wenig ist das Bundesgericht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr aufgegriffen werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
2.3 Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). F�r die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht gilt demgegen�ber ein qualifiziertes R�geprinzip. Das Bundesgericht pr�ft diese Verletzungen nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die erhobenen R�gen m�ssen zudem in der Beschwerdeschrift selber enthalten sein; der blosse Verweis auf Ausf�hrungen in anderen Rechtsschriften oder auf die Akten reicht nicht aus. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und bloss allgemein gehaltene, appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 133 II 396 E. 3.2 S. 400; 130 I 258 E. 1.3 S. 262; Urteil 8C_55/2010 vom 6. August 2010 E. 3.1, nicht publ. in: BGE 136 V 286, aber in: SVR 2011 IV Nr. 23 S. 63; 8C_260/2010 vom 12. Januar 2011 E. 2.2.2; 9C_722/2007 vom 11. April 2008 E. 1.2).
Die Beschwerdef�hrerin macht zun�chst eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs geltend.
3.1 Soweit die Beschwerdef�hrerin vorbringt, die Verf�gung des Amtes vom 12. August 2010 sei nicht hinreichend begr�ndet, ist darauf nicht weiter einzugehen. Denn nicht diese bildet den (unmittelbaren) Anfechtungsgegenstand, sondern der vorinstanzliche Entscheid vom 2. Mai 2011; mit den entsprechenden Erw�gungen des Bundesverwaltungsgerichts setzt sich die Beschwerdef�hrerin nicht auseinander.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin r�gt unter dem Titel "Keine Heilung der unzureichenden Begr�ndung" sinngem�ss, das Amt habe seine Zweifel am versicherungstechnischen Gutachten nicht hinreichend substanziiert. Wie die Beschwerdef�hrerin selber einr�umt, hat das Amt indessen die Deckungsgradberechnung im Wesentlichen wegen der Ber�cksichtigung des Beitragsbarwertes Aktive bem�ngelt. Darin liegt eine Begr�ndung, so dass von fehlender Substanziierung nicht die Rede sein kann. In diesem Zusammenhang beanstandet die Beschwerdef�hrerin auch, das Bundesverwaltungsgericht habe sein Pr�fungsfeld auf den Bericht zur versicherungstechnischen Pr�fung per 31. Dezember 2007/1. Januar 2008 vom Oktober 2008 und den Bericht zur versicherungstechnischen Pr�fung per 31. Dezember 2009/1. Januar 2010 vom Juni 2010 ausgeweitet, ohne ihr Gelegenheit einzur�umen, zu der an diesen Unterlagen ge�usserten Kritik Stellung zu nehmen. Dabei �bersieht sie, dass die Vorinstanz die weiteren versicherungstechnischen Gutachten lediglich als zus�tzliche Begr�ndung beigezogen hat, was sich denn auch deutlich ergibt, wenn die entsprechende Erw�gung nicht aus dem Zusammenhang gerissen, sondern in Verbindung mit E. 6.5.3 des angefochtenen Entscheides gelesen wird. Die Beschwerdef�hrerin behauptet nicht, die entsprechenden versicherungstechnischen Gutachten h�tten nicht bei den Akten gelegen und sie habe nicht Einsicht nehmen oder sich dazu nicht �ussern k�nnen, wie dies der Anspruch auf rechtliches Geh�r gebietet (BGE 135 V 465 E. 4.3.2 S. 469). Im Rahmen der freien Kognition darf die Beschwerde mit einer von der Argumentation der Verwaltung abweichenden oder zus�tzlichen Begr�ndung abgewiesen werden (vgl. BGE 132 II 257 E. 2.5 S. 262; 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Die von der Vorinstanz im Rahmen der Untersuchungsmaxime zus�tzlich ber�cksichtigten Punkte st�tzen sich nicht auf neue Tatsachen- und Beweiserhebungen (weshalb auch der diesbez�glich weiter erhobene Vorwurf unrichtiger Sachverhaltsfeststellung ins Leere geht). Sie bilden Teil der rechtlichen Urteilserw�gungen der Vorinstanz, an welchen kein Anspruch auf Mitwirkung besteht (Urteil 6B_714/2010 vom 4. Januar 2011 E. 2.6).
Die Beschwerdef�hrerin r�gt sodann eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts.
4.1 Wie im vorinstanzlichen Verfahren macht die Vorsorgeeinrichtung geltend, das Amt habe den Sachverhalt insofern unvollst�ndig festgestellt, als das versicherungstechnische Gutachten 2009 nicht ber�cksichtigt worden sei. Es sei willk�rlich, eine aufsichtsrechtliche Massnahme anzuordnen, die sich gegen das nicht gepr�fte versicherungstechnische Gutachten 2009 richte; der fehlende Einbezug dieses Gutachtens stelle auch eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs dar. Das Bundesverwaltungsgericht hat sich mit diesen Einw�nden in E. 6.5.3 seines Entscheides befasst und sie implizit verworfen. Da die Beschwerdef�hrerin sich damit nicht auseinandersetzt, ist auf ihre Vorbringen nicht weiter einzugehen.
4.2 Die Beschwerdef�hrerin wendet sich auch gegen die vorinstanzliche Kritik, wonach ein �berschuss bei den Risikobeitr�gen im verf�gbaren Verm�gen aktiviert worden sei; sie treffe in Bezug auf das versicherungstechnische Gutachten 2009 offensichtlich nicht zu. Die Vorinstanz blende aus, dass der vom Amt als rechtswidrig bezeichnete Beitragsbarwert Aktive in der versicherungstechnischen Bilanz per 31. Dezember 2008 mit Fr. 100,797 Mio. im "verf�gbaren Verm�gen" enthalten sei, jedoch in der versicherungstechnischen Bilanz per 31. Dezember 2009 mit Fr. 101,323 Mio. im "notwendigen Verm�gen" aufgef�hrt werde. Da es die Beschwerdef�hrerin indessen unterl�sst, substanziiert zu begr�nden, inwieweit die Korrektur der ihrer Auffassung nach unrichtigen Sachverhaltsfeststellung geeignet w�re, die Berechnung des Deckungsgrades zu beeinflussen und die Zweifel in diesem Punkt zu eliminieren - der fragliche Beitragswert ist n�mlich im versicherungstechnischen Gutachten 2009 als Minusposition bilanziert -, er�brigen sich Weiterungen dazu.
Uneinigkeit besteht unter den Parteien, ob bei der Ermittlung des Deckungsgrades der Beitragsbarwert Aktive ber�cksichtigt werden darf.
5.1 Nach Auffassung der Vorinstanz setzt dessen Ber�cksichtigung auf jeden Fall eine reglementarische Grundlage voraus. Die Beschwerdef�hrerin bestreitet dies und beruft sich auf ihre Autonomie. Wie es sich damit verh�lt, braucht nicht abschliessend beantwortet zu werden, da jedenfalls der Nachweis eines rechtsgen�glichen Erm�chtigungsaktes fehlt. Das Konzept resp. die diesem zugrunde liegende "Leistungs- und Finanzierungspolitik der Vorsorgeeinrichtung X.________" (nachfolgend: "Politik"), mit welcher die Beschwerdef�hrerin ihre Vorgehensweise, d.h. die Ber�cksichtigung des Beitragsbarwertes Aktive, rechtfertigt, kommt nicht �ber den Gehalt einer unverbindlichen Brosch�re hinaus. Im Gegensatz zum Vorsorge- bzw. Organisationsreglement ist weder ersichtlich, wer die "Politik" verabschiedet hat, noch in welchem Zeitpunkt sie verabschiedet wurde. Die Beschwerdef�hrerin hat auch im Rahmen ihrer Autonomie nach der organisatorischen Struktur zu leben, die sie sich selber gegeben hat. Danach ist oberstes Organ der Stiftungsrat, welcher die Gesch�fte f�hrt, leitet und �berwacht (Art. 51 Vorsorgereglement vom Januar 2008 und Art. 50 Vorsorgereglement vom Januar 2009) und in diesem Sinne die Oberleitung der Stiftung innehat sowie die n�tigen Weisungen erteilt (Ziff. 2.4 lit. a Organisationsreglemente vom 1. Januar 2008 und 1. Juli 2009). Es l�ge somit prim�r in seiner Kompetenz, Weisungen zu den Leistungen und deren Finanzierung zu erlassen. Dass es sich beim Konzept resp. bei der "Politik" um ein allseits ge�btes Vorgehen, einen allgemeinen Grundsatz oder eine allgemeine (Fach-)Richtlinie zuhanden der BV-Experten handelt, behauptet die Beschwerdef�hrerin nicht. Solches ergibt sich auch nicht aus den versicherungstechnischen Gutachten 2008 und 2009. Insbesondere in Ersterem wird einfach auf das Konzept verwiesen, ohne dass dieses resp. die "Politik" als zur Verf�gung stehende Unterlage genannt ist.
Fehlt der "Politik" eine rechtskonforme Beschlussfassung, kann offenbleiben, ob und inwieweit Beitrags�bersch�sse f�r die Gl�ttung der Bilanz eingesetzt werden d�rfen. Aus der Bestimmung des Art. 53d Abs. 3 BVG vermag die Beschwerdef�hrerin jedenfalls nichts zu ihren Gunsten abzuleiten, da das Gesetz den Vorsorgeeinrichtungen einen Abzug f�r versicherungstechnische Fehlbeitr�ge nicht vorschreibt.
Die von der Vorinstanz ge�usserten Zweifel hinsichtlich der versicherungstechnischen Berechnung des Deckungskapitals sind somit im Ergebnis nicht zu beanstanden.
5.2 Auch in den �brigen Punkten meldete die Vorinstanz zu Recht Zweifel an:
5.2.1 Wie die Beschwerdef�hrerin zutreffend ausf�hrt, existiert keine Legaldefinition der Risikof�higkeit. Die im angefochtenen Entscheid wiedergegebene, sich auf das Fachw�rterbuch f�r die berufliche Vorsorge, VPS-Verlag, 2008, S. 97 (2. Aufl. 2010, S. 153), st�tzende Umschreibung als F�higkeit, "das Risiko allf�lliger Wertschwankungen des Verm�gens durch Aufl�sung fr�her ge�ufneter Reserven tragen zu k�nnen" erweist sich indessen als �blich (vgl. auch Simon Glardon, Sanierungsmassnahmen - Angemessenheit und Wirksamkeit, in: Risikominimierung bei Pensionskassen, 2010, S. 8 ff. 21 ff.; Katrin Wagner, Wertschwankungsreserven im Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Anspr�chen der Destinat�re, in: Risikominimierung bei Pensionskassen, 2010, S. 108 ff., 132 ff.). Der davon abweichenden Auffassung der Beschwerdef�hrerin, wonach die Risikof�higkeit durch den Nettoliquidit�tsbedarf bestimmt wird, kann nicht gefolgt werden, weil sie unber�cksichtigt l�sst, dass die Nettoliquidit�t nur einen von mehreren f�r die Bestimmung der Risikof�higkeit massgebenden Parametern darstellt (neben finanzieller Lage/Deckungsgrad, Verteilung des Vorsorgekapitals, Art des Vorsorgeplans etc.; vgl. Wagner, a.a.O., S. 132). Fragw�rdig ist deshalb auch die Einsch�tzung des Experten, welcher absolut und abschliessend festh�lt, dass die Risikof�higkeit gut sei und durch den Nettoliquidit�tsbedarf bestimmt werde.
5.2.2 Es steht fest und ist unbestritten, dass das vom BV-Experten als angemessen erachtete Sanierungsmodell - von ihm ermittelter Deckungsgrad per 31. Dezember 2008: 82,4 % (bzw. 84,1 % per 1. Januar 2009) - eine Behebung der Unterdeckung innert 9,37 Jahren vorsieht. Da eine Sanierung nach den verbindlichen und unbestritten gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz in der Regel innerhalb von 5-7 Jahren stattzufinden hat (vgl. auch Weisungen �ber Massnahmen zur Behebung von Unterdeckungen in der beruflichen Vorsorge vom 21. Mai 2003 [BBl 2003 4314 ff., insbes. S. 4316 Ziff. 226 Abs. 3]), h�tte der Experte die lange Dauer auch ohne entsprechende Nachfrage des Amtes begr�nden m�ssen.
Es bleibt zu pr�fen, ob die angeordnete Massnahme geeignet und verh�ltnism�ssig ist.
6.1 Die Verf�gung vom 12. August 2010 hat zum Zweck, die finanzielle Sicherheit der Beschwerdef�hrerin abzukl�ren (vgl. dazu Art. 53 Abs. 2 lit. a BVG), wobei es neben dem Deckungsgrad vor allem auch um die Risikof�higkeit geht. Dies ist ohne zuverl�ssige Unterlagen nicht m�glich. Wie vorstehend ausgef�hrt, hatte das Amt berechtigte Zweifel an der Zuverl�ssigkeit des versicherungstechnischen Gutachtens. Insbesondere fehlte darin der Nachweis einer hinreichenden Grundlage f�r das von der Beschwerdef�hrerin (autonom) gew�hlte Vorgehen zur Berechnung des Deckungsgrades (dazu E. 5.1), weshalb sich die (Rechts-)Frage nach der Zul�ssigkeit des Vorgehens, vor allem unter dem Blickwinkel der Transparenz (vgl. Art. 65a BVG) und Stetigkeit, noch gar nicht stellt. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin wird mit der Anordnung eines neuen Gutachtens nicht etwa die Beantwortung einer Rechtsfrage an einen Experten delegiert; vielmehr geht es zun�chst um die (legis arte vorzunehmende) Feststellung der relevanten Sachlage. In concreto ist denn auch "nur" Streitfrage, ob und inwieweit die aufsichtsrechtliche Anordnung einer amtlichen Begutachtung zul�ssig ist (vgl. Urteil 2C_823/2008 vom 21. Juli 2009 E. 3.3).
Auf die in der Beschwerde am gew�hlten Zeitpunkt vorgebrachte Kritik ist nicht weiter einzugehen, weil sich die Beschwerdef�hrerin mit einem Verweis auf die vorinstanzliche Klage begn�gt und eine Auseinandersetzung mit der sich damit befassenden E. 6.5.3 des vorinstanzlichen Entscheides unterl�sst, was keine rechtsgen�gliche Begr�ndung darstellt (vgl. E. 2.3).
6.2 W�hrend sich die angeordnete Massnahme nach dem Gesagten als geeignet erweist, ist sie nicht uneingeschr�nkt verh�ltnism�ssig:
6.2.1 Da auch der Vorinstanz die Schl�ssigkeit des versicherungstechnischen Gutachtens in wesentlichen Punkten als zweifelhaft erschien, erachtete sie die Einholung eines Zweitgutachtens als gerechtfertigt. Dies ist nicht zu beanstanden. Namentlich liegt es im Ermessen der Beh�rde zu entscheiden, ob ein Zweit- oder ein Erg�nzungsgutachten anzuordnen ist (Urteil 9C_273/2009 vom 14. September 2009 E. 3.1; 6B_283/2007 vom 5. Oktober 2007 E. 2). Angesichts der Tatsache, dass das versicherungstechnische Gutachten in verschiedenen Punkten nicht schl�ssig war, konnten die zus�tzlichen Abkl�rungen - entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung - nicht auf die Berechnung des Deckungsgrades (im Rahmen eines Erg�nzungsgutachtens) beschr�nkt werden. Dies gilt umso mehr, als es in concreto um die Beurteilung der finanziellen Lage und Sicherheit der Beschwerdef�hrerin als Ganzes geht (vgl. E. 6.1 vorne). Unter diesen Umst�nden war die Anordnung eines Zweitgutachtens gerechtfertigt.
6.2.2 Um zu verhindern, dass das Einholen eines neuen versicherungstechnischen Gutachtens zur Notwendigkeit eines Obergutachtens f�hrt (vgl. aber Urteil 9C_950/2009 vom 25. November 2010 E. 3; 9C_657/2007 vom 12. Juni 2008 E. 2.3; I 165/05 vom 11. Juli 2005 E. 4), hat die Vorinstanz angeordnet, dass die zu beauftragenden Experten darauf hinzuweisen sind, dass sie sich auch dazu zu �ussern haben, ob die von A.________ vorgenommene Beurteilung fachlich vertretbar ist. Soweit damit gemeint w�re, der Zweitgutachter habe die Arbeit des Erstgutachters fachlich zu qualifizieren, k�nnte dem nicht beigepflichtet werden, weil dies nicht zu seinem Aufgabenbereich geh�rt. Naheliegender scheint das Verst�ndnis, dass der Zweitgutachter seine vom Erstgutachten allenfalls abweichende Meinung zu begr�nden hat, was, weil es der Klarheit dient, nicht nur zweckm�ssig, sondern auch verh�ltnism�ssig ist. In diesem Sinne ist E. 6.6 des vorinstanzlichen Entscheides zu pr�zisieren.
6.2.3 Die Beschwerdef�hrerin macht weiter geltend, die Massnahme sei insoweit unverh�ltnism�ssig, als damit angeordnet werde, die beiden Experten h�tten im Falle einer Unterdeckung per Bilanzstichtag das vom Stiftungsrat beschlossene Sanierungskonzept zu beurteilen. Dem ist teilweise zuzustimmen. Denn wenn auch die Vorinstanz verbindlich festgestellt hat, die Beschwerdef�hrerin habe Ende 2009 immer noch eine Deckungsl�cke ausgewiesen, ist es, solange diesbez�glich - vor allem in versicherungstechnischer Hinsicht - nichts Zuverl�ssiges feststeht, verfehlt, auf Vorrat Sanierungsmassnahmen beurteilen zu lassen, welche unter Umst�nden gar nicht mehr aktuell sind, wie das Amt sinngem�ss selber einr�umt. Im Falle einer (rechnerisch oder technisch) abweichenden Sachlage sind die Ursachen neu zu analysieren und es ist gegebenenfalls ein neues Sanierungskonzept auszuarbeiten und umzusetzen, zu welchem Zweck die beiden eingesetzten Gutachter entsprechende Vorschl�ge unterbreiten werden (vgl. Weisungen �ber Massnahmen zur Behebung von Unterdeckungen in der beruflichen Vorsorge vom 21. Mai 2003 [BBl 2003 4314 ff., insbes. S. 4314 Ziff. 21 Abs. 2 und S. 4315 Ziff. 221]; Botschaft �ber Massnahmen zur Behebung von Unterdeckungen in der beruflichen Vorsorge [�nderung des Bundesgesetzes �ber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge] vom 19. September 2003 [BBl 2003 6399 ff., insbes. S. 6406 Ziff. 1.3.3.1 und 1.3.3.2]).
6.2.4 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verf�gung in Ziffer II wie folgt zu pr�zisieren resp. zu erg�nzen (�nderungen in Fettdruck hervorgehoben):
"II. Das versicherungstechnische Gutachten per 31. Dezember 2009 ist nach den Grunds�tzen und Richtlinien f�r die Personalversicherungsexperten sowie nach den Fachrichtlinien FRP 1 und 2 der Schweizerischen Kammer der Pensionskassen-Experten zu erstellen und hat insbesondere folgende Punkte zu umfassen:
- Versicherungstechnische Bilanz und Deckungsgrad gem�ss Art. 44 BVV2
- Beurteilung der finanziellen Lage der Vorsorgeeinrichtung X.________ per Bilanzstichtag
- Best�tigung, dass die Vorsorgeeinrichtung X.________ gem�ss Art. 53 Abs. 2 BVG per Bilanzstichtag in der Lage ist, ihre reglementarischen Verpflichtungen zu erf�llen und dass die reglementarischen und versicherungstechnischen Bestimmungen �ber die Leistungen und die Finanzierung den geltenden gesetzlichen Vorschriften entsprechen.
- Falls die Vorsorgeeinrichtung X.________ per Bilanzstichtag eine - sowohl in rechnerischer als auch technischer Hinsicht - identische Unterdeckung wie das versicherungstechnische Gutachten per 31. Dezember 2009 von A.________ ausweist: Beurteilung des vom Stiftungsrat beschlossenen Sanierungskonzeptes unter Ber�cksichtigung der folgenden Punkte:
- Andernfalls: begr�ndete Vorschl�ge f�r ein m�gliches Sanierungskonzept.
Das versicherungstechnische Gutachten hat in seiner Darstellung vollst�ndig und in seiner Beurteilung nachvollziehbar zu sein. Seine Schlussfolgerungen, insbesondere Abweichungen zum versicherungstechnischen Gutachten per 31. Dezember 2009 von A.________, sind zu begr�nden."
Das versicherungstechnische Gutachten ist dem Beschwerdegegner (in Ab�nderung des vorinstanzlichen Entscheides) innert 3 Monaten nach der Zustellung des vorliegenden Urteils an die Beschwerdef�hrerin einzureichen.
Die Beschwerdef�hrerin unterliegt mit ihrem Antrag auf Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sowie der Verf�gung und obsiegt teilweise in einem Nebenpunkt (Pr�zisierung derselben im Sinne von E. 6.2.4). Bei diesem Ausgang wird sie f�r das bundesgerichtliche Verfahren in leicht reduziertem Umfang kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Eine Parteientsch�digung steht ihr nicht zu (Art. 68 Abs. 1 und 3 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. Mai 2011 und die Verf�gung des Amtes f�r berufliche Vorsorge und Stiftungen des Kantons Z�rich vom 12. August 2010 werden im Sinne von E. 6.2.4 abge�ndert. Das versicherungstechnische Gutachten ist im Sinne von E. 7 innerhalb von drei Monaten nach der Zustellung des vorliegenden Urteils an die Beschwerdef�hrerin einzureichen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 3500.- werden der Beschwerdef�hrerin auferlegt.