Source: http://www.literarischegesellschaft.de/Satzung.html
Timestamp: 2018-01-19 05:08:33
Document Index: 84777955

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 28', '§ 32', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13']

Göttinger Literarische Gesellschaft - Satzung
Satzung der Göttinger Literarischen Gesellschaft
§ 1 Name, Sitz und Geschäftsjahr: Die Göttinger Literarische Gesellschaft ist ein unter diesem Namen beim Amtsgericht Göttingen eingetragener rechtsfähiger Verein. Die Literarische Gesellschaft hat ihren Sitz in Göttingen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
1. Die Literarische Gesellschaft widmet sich der Literaturförderung in Südniedersachsen und den angrenzenden Gebieten, den Harz eingeschlossen. Sie setzt sich insbesondere folgende Aufgaben: Die Vertiefung von Kenntnissen über mit der Region verbundene Persönlichkeiten und über die Lebenswerke von Dichtern und Schriftstellern, die Veranstaltung oder Anregung von literarischen Aktivitäten (z.B. Vorträge, Lesungen, Diskussionen, Literatur-Feste, literarische Ausstellungen und literarhistorische Exkursionen, die Förderung in der Region lebender Schriftsteller, die Erschließung und Vermittlung von Förderungsmöglichkeiten durch öffentliche und private Mittel und durch Kultur-Sponsoring der Wirtschaft, Beratung von Interessierten, die sich mit Leben und Werk von Schriftstellern aus der Region beschäftigen einschließlich der Vermittlung weiterer Informationen und Kontakte.
2. Für die Literatur-Förderung wird ein vom Vorstand verwalteter Literatur-Fonds gebildet.
3. Die Literarische Gesellschaft gibt zu Schwerpunktthemen Schriften heraus; sie fördert durch Empfehlungen und/oder im Rahmen dafür verfügbarer Mittel nach Einschätzung des Vorstandes besonders förderungswürdige und förderungsbedürftige Veröffentlichungen von Autoren der Region.
4. Die Göttinger Literarische Gesellschaft sucht Zusammenarbeit mit im genannten Schwerpunktgebiet lebenden Schriftstellern, zur Förderung gegenseitiger künstlerischer Anregung und gemeinsamer Arbeit in Projekten, auch mit anderen Künstlern und Kulturschaffenden, mit anderen literarischen Gesellschaften, mit Universitäten, Volkshochschulen, Schulen bzw. ihren Trägern, mit Bibliotheken, Literatur-Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen, mit den für kulturelle Förderung zuständigen Behörden und Institutionen des Bundes, der Länder und der Kommunen, mit den Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit in der Wirtschaft und in Verbänden und mit allen Medien.
§ 3 Gemeinnützigkeit: Die Literarische Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige, insbesondere kulturelle und wissenschaftliche Zwecke - im Sinne des Abschn. „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Die Literarische Gesellschaft ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die Mittel der Literarischen Gesellschaft dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten - abgesehen von einigen für die Erfüllung ihrer satzungsmäßigen Aufgaben bestimmten Erstattungen oder von ihnen im allgemeinen Antragsverfahren gewährten Förderungszuschüssen - in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen der Literarischen Gesellschaft. Dies gilt auch für den Fall ihres Ausscheidens oder bei Auflösung oder Aufhebung der Gesellschaft (des Vereins). Keine Person darf durch Ausgaben, die den Zwecken der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
Die Literarische Gesellschaft finanziert sich durch Zuwendungen, Spenden, zugeteilte Bußgelder, Erlöse bei Veranstaltungen, durch Verkauf von Publikationen, durch Förderungs- und Mitgliedsbeiträge. Zur Sicherung der Personal- und Sachkosten ihrer Geschäftsstelle werden bei allen durch die Literarische Gesellschaft vermittelten Zuwendungen, Zuschüssen oder Honoraren 20 % der Beiträge eingehalten*); nicht benötigte Mittel werden dem Förderungsfonds zugeführt. *) Praxis nach Vorstandsbeschluss: Abzug nur bei Beträgen über 125 €.
§ 4 Erwerb der Mitgliedschaft: Den Beitritt zur Literarischen Gesellschaft / zum Verein können Privatpersonen, Institutionen und Körperschaften beantragen. Über den schriftlichen Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand. Gegen eine ablehnende Entscheidung kann innerhalb eines Monats ab Zugang der schriftlichen Ablehnung Berufung zur nächsten Mitgliederversammlung eingelegt werden.
§ 5 Mitgliedsbeitrag: Der Mitgliedsbeitrag für Einzelmitglieder beträgt jährlich 60 €. Der Beitrag für Rentner, Arbeitslose usw. kann vom Vorstand auf Antrag auf die Hälfte des Jahresbeitrags gekürzt werden. Schüler, Studenten, Auszubildende können bis zur Erlangung eigener Einkünften für 12 € im Jahr Mitglied werden. Der Jahresbeitrag ist jeweils im Januar eines Jahres zur Zahlung im Lastschriftverfahren (Abbuchung) oder durch Überweisung oder Übersendung eines Verrechnungsschecks fällig. Korporative, fördernde Mitglieder zahlen einen über dem Einzelmitgliedsbeitrag liegenden Beitrag nach eigener Einschätzung. Ein Mitglied, das länger als sechs Monate mit seinem Jahresbeitrag im Rückstand ist, wird schriftlich an die fällige Zahlung erinnert. Wird auch dann keine Zahlung geleistet, ist das Mitglied am 1.1. des folgenden Jahres aus der Mitgliederliste zu streichen.
§ 6 Austritt, Ende der Mitgliedschaft: Die Mitgliedschaft endet mit dem Tod des Mitglieds, durch schriftliche, an den Vorstand gerichtete Austrittserklärung, oder durch Ausschluss an der Literarischen Gesellschaft (dem Verein). Ein Mitglied, das in erheblichem Maß gegen die Interessen der Literarischen Gesellschaft verstoßen hat, kann nach vorheriger Anhörung des Mitglieds durch Beschluss des Vorstandes aus der Literarischen Gesellschaft ausgeschlossen werden. Die Entscheidung über den Ausschluss ist dem Mitglied schriftlich zuzustellen. Das Mitglied kann innerhalb eines Monats ab Zugang beim Vorstand den Ausschluss schriftlich und mit einer Begründung anfechten. Über die Anfechtung entscheidet die Mitgliederversammlung mit 2/3 Mehrheit. Ein nicht angefochtener Ausschluss wird nach Ablauf der Frist wirksam.
§ 7 Organe: Die Organe der Literarischen Gesellschaft sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand (das Präsidium). Durch Beschluss der Mitgliederversammlung können weitere Organe gebildet werden.
§ 8 Vorstand (Präsidium). Der Vorstand der Literarischen Gesellschaft (das Präsidium) besteht aus fünf Personen: dem ersten und dem zweiten Vorsitzenden (dem Präsidenten und stellvertretenden Präsidenten), dem Schatzmeister, dem Schriftführer und einem weiteren Vorstands-(Präsidiums-)Mitglied. Für die Beschlussfassung gilt § 28 Abs. I i. V. m. § 32 BGB mit der Maßgabe, dass bei Stimmengleichheit die Stimme des 1. Vorsitzenden den Ausschlag gibt. Die Literarische Gesellschaft wird gerichtlich und außergerichtlich vom 1. oder 2. Vorsitzenden (dem Präsidenten oder stellvertretenden Präsidenten) vertreten. Der 2. Vorsitzende wird im Innenverhältnis angewiesen, von seiner Einzelvertretungsbefugnis nur Gebrauch zu machen, wenn der 1. Vorsitzende verhindert ist oder wenn dieser ihm ausdrücklich bestimmte Funktionen überträgt. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Der Vertretungsvorstand (1. und 2. Vors.) bleibt im Amt, bis ein neuer Vorstand gewählt ist.
§ 9 Mitgliederversammlung: Die Mitgliederversammlung ist zuständig für die Wahl des Vorstandes und dessen Entlastung, die Genehmigung des Haushaltsplans für das kommende Geschäftsjahr mit Ausnahme des Gründungsjahres und des Folgejahres, die nachträglich genehmigt werden müssen, die Änderung der Beitragsfestsetzung, die Aufnahme eines vom Vorstand abgelehnten Mitgliedes, das Berufung eingelegt hat, die Entscheidung über die Anfechtung eines vom Vorstand ausgeschlossenen Mitgliedes, die Auflösung der Literarischen Gesellschaft (des Vereins). Eine ordentliche Mitgliederversammlung muss jährlich stattfinden. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss einberufen werden, wenn es das Interesse des Vereins erfordert, wenn ein Vorstandsmitglied vorzeitig ausgeschieden ist oder wenn der 10. Teil der Mitglieder schriftlich vom Vorstand unter Angabe von Zweck und Grund die Einberufung verlangt hat. Für die Festsetzung der Tagesordnung und für die Einberufung ist der Vorstand zuständig. Zur ordentlichen Mitgliederversammlung sind die Mitglieder mit einer Frist von mindestens drei Wochen, zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung mit einer Frist von zwei Wochen unter Bekanntgabe der Tagesordnung persönlich schriftlich einzuladen. Alle nach der Gründungsversammlung folgenden Wahlen sind geheim. Jeder stimmberechtigte Teilnehmer vermerkt auf einem Blatt den Kandidaten, den er wählen will und gibt das Blatt verdeckt (zusammengefaltet beim Versammlungsleiter ab. Gewählt ist der Kandidat, der die meisten Stimmen auf sich vereint. Bei sonstigen Abstimmungen entscheidet die einfache Mehrheit. Eine 2/3-Mehrheit ist jedoch erforderlich, wenn über die Ausschließung eines Mitgliedes, eine Satzungsänderung oder die Auflösung des Vereins abgestimmt wird. Eine Zweckänderung bedarf einer 4/5-Mehrheit. Stimmenthaltungen werden nicht mitgezählt. Über die Mitgliederversammlung ist ein Ergebnisprotokoll zu fertigen, das vom Versammlungsleiter und vom Schriftführer zu unterschreiben ist.
§ 10 Auflösung: Über die Auflösung der Literarischen Gesellschaft (des Vereins) kann nur in einer mit diesem Tagesordnungspunkt einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung Beschluss gefasst werden.
§ 11 Liquidatoren: Wenn (wegen Auflösung oder Entziehung der Rechtsfähigkeit) die Liquidation des Vereinsvermögens erforderlich ist, sind die im Amt befindlichen Mitglieder des Vertretungsvorstandes die Liquidatoren.
§ 12 Vermögensanfall: Bei Auflösung oder Aufhebung der Gesellschaft oder bei Wegfall des bisherigen Zwecks fällt das nach Erledigung aller Verbindlichkeiten verbleibende Vermögen an den Landschaftsverband Südniedersachsen, der es unmittelbar und ausschließlich für die regionale Literaturförderung zu verwenden hat.
§ 13 Übergangsregelung: Sofern vom Registergericht Teile der Satzung beanstandet werden, ist der Vorstand berechtigt, diese zur Behebung der Beanstandung abzuändern.)
Beschlossen von den Gründungsmitgliedern zu Göttingen am 10. Juni 1992.
Unterschriften der Gründungsmitglieder.
Präsidium (seit 11/2014):
Präsidentin: Dr. Farah Fischer (Dr. Farahnaz Sananbenesi)
Vize: Marina Busco
Reinhard Försterling, Bruno Schlüter,
Helmut W. Brinks (geschäftsführend)
Geschäftsstelle und Verlag (H.W. Brinks):
Zur Scharfmühle 10, 37083 Göttingen,
Tel. 79 89 770. e-Mail: goelitges@web.de + goevag@gmail.com