Source: http://sozialwesen.neustadt.de/Startseite/Betreuungsstelle.aspx
Timestamp: 2017-08-18 05:03:49
Document Index: 282739689

Matched Legal Cases: ['§ 1900', '§ 1897', '§ 4', '§ 70', '§ 7', '§ 65', '§ 70', '§ 8', '§ 5']

Sozialwesen Landratsamt Neustadt an der Waldnaab - Ein Landkreis ist auf Draht! - Betreuungsstelle
Gesetzliche Betreuer und Betreuerinnen unterstützen ihre Betreuten bei deren Entscheidungen und handeln für sie als gesetzliche Vertreter. Dabei versuchen sie, ihren Schutzbefohlenen ein selbstbestimmtes Leben soweit wie möglich zu erhalten.
Jeder, der die Hilfsbedürftigkeit einer anderen Person feststellt, kann für diese eine Betreuung beantragen. Meistens geschieht dies durch Angehörige, Nachbarn, Ärzte, soziale Einrichtungen oder auch durch den Betroffenen selbst, z.B. wenn er körperlich behindert ist.
In einem Sozialgutachten teilt die Betreuungsstelle dem Betreuungsgericht mit, ob sie eine Betreuung für notwendig hält, wenn ja für welche Aufgabenkreise und schlägt bereits einen Betreuer vor. Hierbei wird auch der Wunsch des Betroffenen berücksichtigt und u.a. eine Person aus der Verwandtschaft oder Bekanntschaft gesucht, die bereit und geeignet ist, diese Betreuung zu übernehmen.
Betreuer kann jede volljährige, geschäftsfähige Person werden, die geeignet und bereit ist, eine Betreuung zu übernehmen. In vielen Fällen sind dies Angehörige oder Freunde des Betroffenen. In schwierig gelagerten Fällen oder wenn besondere Fachkenntnisse erforderlich sind, werden auch Rechtsanwälte oder Berufsbetreuer bestellt.
Es gibt in unserem Landkreis mittlerweile jedoch auch Personen, die ehrenamtlich Betreuungen für fremde Menschen führen. Diese ehrenamtlich Tätigen sind eine große Stütze im Betreuungswesen.
Dann werden doch auch Sie ehrenamtliche Betreuerin oder ehrenamtlicher Betreuer. Wir haben einen ständig wachsenden Bedarf an Betreuern. Daher sind wir auf engagierte Menschen angewiesen. Mit einem geringen Zeitaufwand von etwa zwei bis drei Stunden im Monat können Sie als Betreuer oder Betreuerin schon eine Menge bewirken.
Als Betreuer oder Betreuerin ist man nicht alleine. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Betreuungsstelle und der Vormundschaftsgerichte unterstützen Sie bei Fragen und Problemen.
Man kann sich jedoch auch selbst bei der Betreuungsstelle melden, um eine Betreuung zu übernehmen. Dort erhält man Informationsmaterial und Praxishilfen zum Betreuungsrecht
Die Betreuungsstelle
Führung von Betreuungen als Behörde (§ 1900 Abs.4 BGB) oder durch Mitarbeiter der Behörde (§ 1897 Abs. 2 BGB)
bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben als Betreuer im allgemeinen (§ 4 BtBG)
bei der Zuführung des Betreuten zur Unterbringung (§ 70g FGG)
Allgemeine Beratung und Information interessierter Bürger oder Angehöriger über Betreuung und deren Vermeidung
§ 7 BtBG erlaubt es der Betreuungsstelle, dem Betreuungsgericht Umstände mitzuteilen, die die Bestellung eines Betreuers oder eine andere Maßnahme in Betreuungsangelegenheiten erforderlich machen.
Beteiligung an Verfahren betreffend die Betreuung (§§ 65 ff FGG) bzw. die Entscheidung über Unterbringungsmaßnahmen (§§ 70 ff FGG)
bei der Sachverhaltsfeststellung (§ 8 BtBG)
durch Stellungnahme zur Geeignetheit neuer Berufsbetreuer und deren Anerkennung
bei Vollzug der bürgerlichrechtlichen Unterbringung
Sorge für das Vorhandensein ausreichender Einführungs- und Fortbildungsangebote für Betreuer (§ 5 BtBG)
oder mit gültiger Vollmacht
Einen Vorschlag für eine Vorsorgevollmacht finden Sie auf den Seiten 34 bis 38 der Notfallmappe des Landkreises Neustadt a. d. Waldnaab:
Notfallmappe (Stand Februar 2016)
Vollmachtgeber und Vollmachtnehmer müssen geschäftsfähig sein – Die Geschäftsfähigkeit kann am besten durch einen Arzt bestätigt werden.
Kreditinstitute verlangen in der Regel eine Vollmacht auf bankeigenen Vordrucken oder eine notarielle Vollmacht.
Für Immobiliengeschäfte sowie für Handelsgewerbe ist eine notarielle Vollmacht erforderlich.
Seit 1. Juli 2005 Beglaubigung von Unterschriften und Handzeichen unter Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen durch die Betreuungsstelle.
Die Notarkammer hat die Möglichkeit geschaffen, vorhandene Vorsorgevollmachten in das "Vorsorgeregister" einzutragen. Das Gericht erkundigt sich dort bei jedem Neuverfahren. Damit wird sichergestellt, dass eine erteilte Vorsorgevollmacht dem Vormundschaftsgericht auch zur Kenntnis gelangt und ein Betreuungsverfahren nicht durchgeführt werden braucht. Die Gebühren für den Eintrag belaufen sich auf bis zu 18,50 Euro zuzüglich 3,00 Euro für jeden weiteren Bevollmächtigten.
Für die Bürgerinnen und Bürger bietet der Landkreis einen besonderen Service:
Wenn sie bei der Betreuungsstelle vorsprechen und die Vorsorgevollmacht mitbringen, können sie den Eintrag "online" beantragen.
Da sich der Landkreis als "Institutioneller Nutzer" registrieren ließ, können Gebührenermäßigungen weitergegeben werden. So kann man über die Betreuungsstelle eine Registrierung zu einem Gebührensatz von nur 8,50 Euro bzw. 0,50 Euro (für jeden weiteren Bevollmächtigten) erhalten und die Antragstellung übernimmt "online" die Betreuungsstelle.
Frau Monika Helmstreit Tel. 09602/79-2410
Herr Hans Prem Tel. 09602/79-2490
Frau Brigitte Menzel Tel. 09602/79-2465
Frau Gabi Horn Tel. 09602/79-2435