Source: https://profdralenfelder.weebly.com/blog/category/diskriminierung
Timestamp: 2020-07-02 10:02:01
Document Index: 326001413

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 12', '§ 10', '§ 11', '§ 5', '§ 11']

Prof. Dr. Alenfelder
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Prof. Dr. Klaus M. Alenfelder
ZEIT: Sexistische Sprüche - wie reagieren?
Zeit Artikel mit Vorschlägen u.a. mit Stellungnahme von Prof. Dr. Alenfelder:
"Lassen Sie das! - Wie reagiert man auf eine sexistische Bemerkung von einem Kollegen? Schlagfertig, humorvoll, ernst? Wir haben ein paar Vorschläge gesammelt."
ZEIT 15.11.2017
Junges dynamisches Team - Junior Consultant: Indizien für Altersdiskriminierung
Schadensersatz für "junges dynamisches Team" und "Junior Consultant" in Stellenausschreibung
Bundesarbeitsgericht (11.8.2016, 8 AZR 406/14): "junges dynamisches Team" ist Indiz für Diskriminierung, "Junior Consultant" ist sehr bedenklich (wurde nicht entschieden).
Wichtig: Bislang verlangte das BAG eine "ernsthafte Bewerbung". Nunmehr reicht die formelle Bewerbung, unabhängig davon, ob diese wirklich die Stelle antreten wollen. Auch die Ablehnung einer bloß formalen Bewerbung kann Schadensersatz auslösen. Allenfalls nach Treu und Glauben könnte der Anspruch ausgeschlossen sein (Rn. 44).
Das Verfahren wird an die Vorinstanz zurückverwiesen.
​Das Gesetz soll Lohngdiskriminierung wegen des Geschlechts verhindern. Gleiche/gleichwertige Tätigkeit von Männern und Frauen soll gleich bezahlt werden.
Besonders wichtig ist der inidividueller Auskunftsanspruch, § 10. Allerdings nur in Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten, § 12.
Allerdings dürfen die Informationen nur für Verfahren nach diesem Gesetz genutzt werden. Soll damit ein Entschädigungsanspruch wegen Geschlechtsdiskriminierung ausgeschlossen werden? Das dürfte kaum möglich sein.
Von den zusätzlichen Lohnbestandteilen dürfen nur zwei abgefragt werden. Was das soll ist mir unklar. Warum nicht den Gesamtlohn mit allen Zusätzen abfragen?
Bei Prüfung der Gleichwertigkeit erfolgt keine Prüfung über verschiedene Berufsgruppen (erhebliche EInschränkung der Prüfung).
Entwurf des § 10 Individueller Auskunftsanspruch
(1) Zur Überprüfung der Einhaltung des Entgeltgleichheitsgebots im Sinne dieses Gesetzes haben Beschäftigte einen Auskunftsanspruch nach Maßgabe der §§ 11 bis 16. Dazu haben die Beschäftigten in zumutbarer Weise eine gleiche oder gleichwertige Tätigkeit (Vergleichstätigkeit) zu benennen. Sie können Auskunft zu dem durchschnittlichen monatlichen Bruttoentgelt nach § 5 Absatz 1 und zu bis zu zwei einzelnen Entgeltbestandteilen verlangen.
(2) Das Auskunftsverlangen hat in Textform zu erfolgen. Vor Ablauf von zwei Jahren nach Einreichen des letzten Auskunftsverlangens können Beschäftigte nur dann erneut Auskunft verlangen, wenn sie darlegen, dass sich die Voraussetzungen wesentlich verändert haben.
(3) Das Auskunftsverlangen ist mit der Antwort nach Maßgabe der §§ 11 bis 16 erfüllt.
(4) Sonstige Auskunftsansprüche bleiben von diesem Gesetz unberührt.
Zum Volltext des Gesetzesentwurfs
﻿Überqualifizierter schwerbehinderter Bewerber - Recht zur Ablehnung des Vorstellungsgesprächs
Überqualifizierung kann Nichteinladung Schwerbehinderter zu Vorstellungsgespräch im öffentlichen Dienst rechtfertigen.
Grundsätzlich ist die Nichteinladung Indiz für Diskriminierung wegen Behinderung.
​BAG 20.01.2016, Az.: 194/14 Rn. 27 ff.
​Fachanwalt für Arbeitsrecht, Professor für Wirtschaftsrecht
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