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Timestamp: 2016-10-27 08:56:51
Document Index: 58033707

Matched Legal Cases: ['Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 49', 'Art. 49', 'Art. 109', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_14/2015 (14.01.2015)
2C_14/2015 � � Urteil vom 14. Januar 2015
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich 2. Abteilung vom 26. November 2014.
A.________ (geb. 1983) stammt aus China. Sie heiratete am 30. M�rz 2011 in ihrer Heimat einen Schweizer B�rger (geb. 1948), worauf ihr im Familiennachzug eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde. Am 2. April 2014 lehnte das Migrationsamt des Kantons Z�rich deren weitere Verl�ngerung ab, da die Ehegatten nicht zusammen wohnten. Die hiergegen eingereichten kantonalen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg. A.________ beantragt vor Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 26. November 2014 aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, ihre Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern.
2.1.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, wie die Vorinstanz ihn festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann diesen bloss berichtigen oder erg�nzen, wenn er�
offensichtlich�unrichtig ist oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensrechte ermittelt wurde (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die beschwerdef�hrende Person muss���rechtsgen�gend dartun, dass und inwiefern der festgestellte Sachverhalt bzw. die beanstandete Beweisw�rdigung klar und eindeutig mangelhaft, mit anderen Worten willk�rlich, erscheint (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3; 133 II 350 E. 1.3). Willk�r liegt nicht bereits dann vor, wenn eine andere Sicht ebenfalls vertretbar oder sogar zutreffender w�re, sondern nur, wenn sich die vorinstanzliche Beurteilung als offensichtlich unhaltbar erweist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt bzw. in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 134 I 140 E. 5.4 S. 148 mit Hinweisen).
2.2.�Die Beschwerdef�hrerin beschr�nkt sich darauf, die bereits vor dem Verwaltungsgericht erhobenen, von diesem jedoch verworfenen Einw�nde zu wiederholen und zu behaupten, die Vorinstanz habe die Ausf�hrungen zu ihrer Situation nicht zur Kenntnis genommen bzw. nicht hinreichend gew�rdigt. Mit den Darlegungen im angefochtenen Entscheid setzt sie sich nicht verfassungsbezogen auseinander; sie stellt sachverhaltsm�ssig lediglich erneut ihre Sicht der Dinge ("die konkreten besonderen Verh�ltnisse der Eheleute sollen im Folgenden nochmals detailliert aufgezeigt werden...") derjenigen der Vorinstanz gegen�ber, ohne darzulegen, inwiefern deren Schlussfolgerungen�
offensichtlich�unhaltbar w�ren. Die Beschwerdef�hrerin behauptet und belegt entgegen ihrer Begr�ndungspflicht nicht, dass und inwiefern die Beweisw�rdigung bzw. die Feststellung des Sachverhalts als willk�rlich zu gelten h�tte; diese sind dem vorliegenden Urteil deshalb zugrunde zu legen (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG; "qualifizierte R�ge- und Substanziierungspflicht": BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254).
3.1.�In der Sache gibt der angefochtene Entscheid die Rechtslage und die bundesgerichtliche Praxis zutreffend wieder (vgl. THOMAS HUGI YAR, Von Trennungen, H�rtef�llen und Delikten - Ausl�nderrechtliches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, in: Achermann et al. [Hrsg.], Jahrbuch f�r Migrationsrecht 2012/2013, 2013, S. 31 ff., dort S. 48 ff.); er entspricht gest�tzt auf den verbindlich festgestellten Sachverhalt den rechtlichen Vorgaben: F�r den Bewilligungsanspruch nach Art. 42 AuG (SR 142.20) ist erforderlich, dass die Eheleute zusammenleben. Vom Erfordernis des Zusammenwohnens wird abgesehen, wenn f�r die getrennten Wohnorte wichtige Gr�nde geltend gemacht werden k�nnen und die Ehegemeinschaft weiterbesteht (Art. 49 AuG). Das Bundesgericht stellt in verfahrens- wie materiellrechtlicher Hinsicht hohe Anforderungen an eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenlebens ( HUGI YAR, a.a.O., S. 51 mit Darstellung der Rechtsprechung).
3.2.�Das Verwaltungsgericht durfte ohne Verletzung von Bundesrecht davon ausgehen, dass vorliegend keine hinreichend wichtigen Gr�nde f�r ein Getrenntleben dargetan wurden: Zwar betreibt die Beschwerdef�hrerin seit Januar 2012 in Wil einen (erotischen) Massagesalon und ist ihre Pr�senz dort haupts�chlich am Nachmittag und am Abend bis 24.00 Uhr erforderlich, doch ist nicht ersichtlich, warum die Eheleute deswegen nur wenige Tage im Monat sollten zusammen verbringen und aus beruflichen Gr�nden getrennt wohnen m�ssen. Der Weg von Z�rich zum Arbeitsort der Beschwerdef�hrerin betr�gt mit einem Motorfahrzeug maximal eine Stunde; ihr Ehemann, der sich weder am kantonalen noch am bundesgerichtlichen Verfahren beteiligt hat, ist in Rente. Auch wenn er noch nebenbei aushilfsweise als Lehrer t�tig sein sollte, was die Beschwerdef�hrerin behauptet, aber nicht belegt, besteht kein wichtiger beruflicher Grund, der eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens rechtfertigen w�rde. Allf�llige bestehende soziale Beziehungen im Raume Z�rich k�nnen auch von Wil oder etwa von einem allf�lligen gemeinsamen Wohnsitz in Winterthur aus wahrgenommen werden. Der Umstand, dass die Eheleute als Zukunftsperspektive beabsichtigen, allenfalls einmal zusammen in Z�rich zu leben, �ndert am derzeitigen Fehlen eines wichtigen Grundes im Sinne von Art. 49 AuG nichts. Weder die berufliche Aktivit�t der Beschwerdef�hrerin noch jene ihres Gatten sind ortsgebunden; dass im Raum Z�rich im T�tigkeitsbereich der Beschwerdef�hrerin - wie sie geltend macht - eine gr�ssere Konkurrenzsituation herrscht, rechtfertigt keine Ausnahme von der geltenden ausl�nderrechtlichen Regelung, die Umgehungsehen entgegenwirken soll (vgl. HUGI YAR, a.a.O., S. 48 f.).
Die Beschwerde ist unbegr�ndet und kann ohne Weiterungen im Verfahren nach Art. 109 BGG erledigt werden. Die unterliegende Beschwerdef�hrerin hat die Kosten f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (Art. 68 BGG).