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Timestamp: 2019-07-23 08:13:57
Document Index: 357528357

Matched Legal Cases: ['§ 144', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', 'Art. 19', '§ 6', '§ 6', '§ 113', '§ 17', '§ 6', '§ 113', '§ 29', '§ 1', '§ 29', '§ 1', 'Art. 66', '§ 29', '§ 29', '§ 1']

Rechtsprechung: UPR 1989, 426 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 01.03.1989
https://dejure.org/1989,822
BVerwG, 14.04.1989 - 4 C 21.88 (https://dejure.org/1989,822)
BVerwG, Entscheidung vom 14.04.1989 - 4 C 21.88 (https://dejure.org/1989,822)
BVerwG, Entscheidung vom 14. April 1989 - 4 C 21.88 (https://dejure.org/1989,822)
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Landbeschaffung - Verwaltungsakt - Flughafenerweiterung - Mangelnde Genehmigung - Unterlassungsanspruch
VG Sigmaringen, 23.03.1988 - 7 K 290/87
NVwZ 1990, 260
DVBl 1989, 1051
UPR 1989, 426
Nach Sinn und Zweck der Vorschrift soll sich das Revisionsgericht grundsätzlich auf die rechtliche Prüfung des in der Vorinstanz bereits erörterten und aufbereiteten Streitstoffes beschränken, um nicht wegen eines erstmals im Revisionsverfahren gestellten Klageantrags ohne weitere Rechtsprüfung zu einer Zurückverweisung gemäß § 144 Abs. 3 Nr. 2 VwGO gezwungen zu sein (Urteil vom 14. April 1989 - BVerwG 4 C 21.88 - Buchholz 442.40 § 6 LuftVG Nr. 21 = NVwZ 1990, 260 ).
Gegen derartige Vorhaben stehen dem Betroffenen Unterlassungsansprüche und daneben gegebenenfalls auch Leistungsansprüche anderer Art zur Verfügung (vgl. BVerwG, Urteil vom 14. April 1989 - BVerwG 4 C 21.88 - Buchholz 442.40 § 6 LuftVG Nr. 21 = DVBl. 1989, 1051; Urteil vom 29. April 1988 - BVerwG 7 C 33.87 - BVerwGE 79, 254 [257 f.]).
Der Wechsel vom Hilfs- zum Hauptantrag ist jedenfalls dann zulässig, wenn er das Revisionsgericht nicht zur Erörterung eines bisher in den Vorinstanzen nicht aufbereiteten Streitstoffes und gegebenenfalls zur Zurückverweisung zwingt (vgl. Urteil vom 14. April 1989 - BVerwG 4 C 21.88 - Buchholz 442.40 § 6 LuftVG Nr. 21 S. 16).
Das BVerwG hat dabei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß sonstige Drittbetroffene »im allgemeinen keinen Rechtsanspruch auf Durchführung des Genehmigungs- oder Planfeststellungsverfahrens« haben, sondern »i.d.R. durch Unterlassungs- und Beseitigungsansprüche hinreichend geschützt« sind (…aaO., S. 367; vgl. auch BVerwG, DVBl 1989, 1051, 1053).«.
Der Wechsel vom Hilfs- zum Hauptantrag ist jedenfalls dann zulässig, wenn er das Revisionsgericht nicht zur Erörterung eines bisher in den Vorinstanzen nicht aufbereiteten Streitstoffes und gegebenenfalls zur Zurückverweisung zwingt (vgl. BVerwG, Urteile vom 14. April 1989 - 4 C 21.88 - Buchholz 442.40 § 6 LuftVG Nr. 21 S. 16 …und vom 24. September 2009 - 2 C 31.08 - NVwZ 2010, 251 Rn. 13).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 22. Mai 1980 - 4 B 70.80, 4 B 94.80 -, ZLW 1980, 427; OVG NRW, Urteile vom 10. November 1982 - 20 A 506/80 -,- 20 A 624/80 - und - 20 A 636/80 -, nachfolgend BVerwG, Beschluss vom 15. Dezember 1983- 4 B 24 bis 26.83 -, juris; OVG NRW, Urteile vom 28. April 1989 - 20 A 2427/86 -, 20 A 2430/86 - und - 20 A 1853/87 -, nachfolgend BVerwG, Beschluss vom 20. August 1990 - 4 B 146 bis 148.89 -, juris; BVerwG, Urteil vom 14. April 1989 - 4 C 21.88 -, NVwZ 1990, 260.
In einer späteren Entscheidung (Urteil vom 14. April 1989 - 4 C 21.99 - NVwZ 1990, 260, 261) hat das Bundesverwaltungsgericht jedoch offen gelassen, ob an dieser Position im Hinblick auf die damit verbundenen Rechtsschutzdefizite, die "zumindest in großer Nähe" zu der "verfassungsrechtlichen Schwelle" des Art. 19 Abs. 4 GG lägen, weiterhin festzuhalten sei.
Das Bundesverwaltungsgericht hat dies in dem bereits erwähnten Urteil vom 11. April 1986 (…a.a.O., S. 129 f.) zum Ausdruck gebracht und in einer späteren Entscheidung nachdrücklich bekräftigt (Urteil vom 14. April 1989 - 4 C 21/88 -, NVwZ 1990, 260, 261).
Infolge der Bestandskraft einer solchen Entscheidung würde - ungeachtet der Frage, ob ein Anspruch auf entsprechende Verfahrensdurchführung selbständig durchsetzbar wäre - die Chance zur Teilhabe an dem geltend gemachten richtigen Verwaltungsverfahren genommen und im Übrigen der von der Rechtsprechung herausgebildete Unterlassensanspruch (BVerwG, DVBl 1989, 1051) vereitelt.
Einer erneuten luftverkehrsrechtlichen Regelung nach den später erlassenen Genehmigungs- und Planfeststellungsbestimmungen des Luftverkehrsgesetzes bedurfte es nicht mehr (vgl. BVerwGE 81, 95, 103; vgl. auch Hofmann/Grabherr, § 6 Rdnr. 8 m.w.N. z.B. BVerwG, DVBl 1989, 1051).
Wird eine Bundesfernstraße unter Verstoß gegen Vorschriften, die ihrem Schutz zu dienen bestimmt sind, ohne Planfeststellungsbeschluß oder Plangenehmigung gebaut oder geändert, so können sie sich hiergegen mit einer Unterlassungsklage zur Wehr setzen (vgl. BVerwG, Urteile vom 29. April 1988 - BVerwG 7 C 33.87 - BVerwGE 79, 254, vom 19. Januar 1989 - BVerwG 7 C 77.87 - BVerwGE 81, 197 und vom 14. April 1989 - BVerwG 4 C 21.88 - Buchholz 442.40 § 6 LuftVG Nr. 21; vgl. auch Urteil vom 26. August 1993 - BVerwG 4 C 24.91 - BVerwGE 94, 100).
Wird sie durch die Errichtung der Freileitung rechtswidrig in einer durch das materielle Recht geschützten Position beeinträchtigt, so stehen ihr gegebenenfalls Unterlassungs- oder (Folgen-)Beseitigungsansprüche zu, die in dem jeweils angegriffenen Rechtsgut und seinem öffentlich-rechtlichen Schutz ihre Grundlage finden (vgl. BVerwG, Urteile vom 2. November 1973 - BVerwG 4 C 36.72 - Buchholz 310 § 113 VwGO Nr. 68, vom 29. Februar 1980 - BVerwG 4 C 24.77 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 33, vom 14. April 1989 - BVerwG 4 C 21.88 - Buchholz 442.40 § 6 LuftVG Nr. 21 und vom 5. Oktober 1990 - BVerwG 7 C 55 und 56.89 - BVerwGE 85, 368 ).
BVerwG, 15.12.1989 - 4 C 16.89
Enteignung und Rückenteignung nach dem LBG; Fristgerechter Beginn der Ausführung …
BVerwG, 01.03.1989 - 4 B 24.89
https://dejure.org/1989,1143
BVerwG, 01.03.1989 - 4 B 24.89 (https://dejure.org/1989,1143)
BVerwG, Entscheidung vom 01.03.1989 - 4 B 24.89 (https://dejure.org/1989,1143)
BVerwG, Entscheidung vom 01. März 1989 - 4 B 24.89 (https://dejure.org/1989,1143)
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Ergänzung eines Beschlusses hinsichtlich der Prozeßbevollmächtigten einer Beklagten
Bauliche Anlage - Nutzungsänderung - Kino - Umwandlung - Spielhalle
Feststellungsinteresse i.S. von § 113 Abs. 1 S. 4 VwGO; Abgrenzung zwischen Fortführung der bisher ausgeübten Nutzung und einer Nutzungsänderung
VG Neustadt, 30.11.1987 - 9 K 226/87
OVG Rheinland-Pfalz, 02.12.1988 - 8 A 16/88
NVwZ 1989, 666
DÖV 1989, 725
BauR 1989, 308
ZfBR 1989, 228
Die Parteien gehen zutreffend davon aus, daß zu der von dem Kläger beabsichtigten Nutzungsänderung von einem Einzelhandelsgeschäft in eine Spielhalle eine bauaufsichtlicht Genehmigung erforderlich war (§ 29 BauGB), weil hierdurch planungsrechtliche Belange im Sinne des § 1 Abs. 5 Nr. 3 und 4 BauGB berührt wurden (BVerwG BauR 1989, 308 für die Nutzungsänderung von einem Kino in eine Spielhalle;… vgl. Löhr in Battis/Krautzberger/Löhr BauGB, 3. Aufl. § 29 Rn. 20).
Zutreffend geht das Verwaltungsgericht ferner davon aus, dass Kinos (Lichtspieltheater) nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts als Vergnügungsstätten einzuordnen sind (vgl. etwa Urteil vom 15.1.1982 BRS 39 Nr. 67, vom 25.11.1983 BVerwGE 68, 207/211, und vom 1.3.1989 BRS 49 Nr. 171).
VG Berlin, 03.06.2019 - 19 L 226.19
Dafür genügt es, dass durch die Änderung die in § 1 Abs. 6 BauGB genannten Belange berührt werden, z.B. durch die unterschiedlichen Störungen und Auswirkungen auf die Umgebung (st. Rspr., vgl. BVerwG, B. v. 01.03.1989, NVwZ 1989, 666;… Simon, a.a.O., Art. 66 Rn. 53 b, 54 b).
Ständige Rechtsprechung z.B. BVerwG, Beschluss vom 1. März 1989 - 4 B 24.89 - BRS 49 Nr. 171 = juris Rn. 3 (Umwandlung eines Kinos in eine Spielhalle); OVG NRW, Urteil vom 29. Januar 1997 - 11 A 2980/94 -, BRS 59 Nr. 27 = juris Rn. 11( Erweiterung einer vorhandenen Spielhalle um die Grundfläche eines bisherigen Imbissrestaurants).
Auch hinsichtlich der Auswirkungen auf die sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung oder auf die Entwicklung vorhandener Ortsteile (vgl. dazu BVerwG…, Urteil vom 18.05.1990, a.a.O.) oder im Hinblick auf die von der Nutzung ausgehenden Störungen und Auswirkungen auf die Umgebung (vgl. dazu BVerwG, Beschluss vom 01.03.1989 - 4 B 24.89 -, BauR 1989, 308 = NVwZ 1989, 666) sind keine nennenswerten Unterschiede zwischen einer Spielhalle und einem Wettbüro denkbar, jedenfalls solange - wie hier - beider Ausbauart und Nutzfläche identisch ist.
OVG Nordrhein-Westfalen, 13.09.1994 - 11 A 3309/92
Baurecht: Aufstellung von Geldspielgeräten in einem "Snooker/Billardsalon mit …
Eine solche Nutzungsänderung setzt, in Anlehnung an die Kriterien des § 29 Satz 1 BauGB , voraus, daß die der bisherigen Nutzungsart eigene Variationsbreite überschritten wird (vgl. BVerwG, Beschluß vom 01.03.1989 - 4 B 24.89 -, BRS 49 Nr. 171).
VGH Baden-Württemberg, 18.09.1991 - 3 S 1644/91
Zusätzliche 10 Geldspielgeräte in einem Billardcafe sind eine …
Eine solche Nutzungsänderung setzt, in Anlehnung an die Kriterien des § 29 S. 1 BauGB, voraus, daß die der bisherigen Nutzungsart eigene Variationsbreite überschritten wird (vgl. BVerwG, Beschluß vom 1.3.1989 - 4 B 24.89 - UPR 1989, 426 m.w.N.).
Eine solche ist immer dann anzunehmen, wenn die jeder Art von Nutzung eigene tatsächliche Variationsbreite verlassen wird und durch die Veränderung bodenrechtliche Belange, wie sie insbesondere § 1 Abs. 5 BauGB bestimmt, erneut berührt werden können, und damit die Genehmigungsfrage erneut aufgeworfen wird (vgl. BVerwG in st. Rspr., u.a. Urteile vom 25.03.1988 - 4 C 21.85 -, BRS 48 Nr. 138 und vom 18.05.1990 - B 4C 49.89 -, BRS 50 Nr. 166 und Beschluß vom 1.03.1989 - 4 B 24.89 -, BRS 49 Nr. 171).
Bauplanungsrechtlich, das heißt im bebauungsrechtlichen Sinne ist von einer Nutzungsänderung immer dann auszugehen, wenn die -- jeder Art von Nutzung eigene -- Variationsbreite der bestehenden Nutzung überschritten wird und wenn ferner durch die Aufnahme dieser veränderten Nutzung bodenrechtliche Belange neu berührt werden können, so daß sich die Genehmigungsfrage unter bodenrechtlichen Aspekten neu stellt (vgl. BVerwG, Beschluß vom 1. März 1989 -- 4 B 24.89 --; Urteil vom 11. November 1988 -- 4 C 50.87 -- …und Urteil vom 25. März 1988 -- 4 C 21.85 --, Buchholz 406.16 Grundeigentumsschutz Nr. 47, S. 5, 7 = ZfBR 1988, 195 m.w.N.).
VGH Baden-Württemberg, 14.08.1997 - 5 S 2549/95
Stellplatzbedarf für ein Friseurgeschäft - Änderung in einen Sex-Video-Shop
Zwischen einem Ladengeschäft/Friseurgeschäft und einem Sex-Video-Shop bestehen bezüglich der von der Nutzung ausgehenden Störungen und Auswirkungen auf die Umgebung Unterschiede, die geeignet sind, die Genehmigungsfrage unter wesentlichen baurechtlichen Aspekten neu aufzuwerfen (vgl. zur Nutzungsänderung, BVerwG, Beschl. v. 01.03.1989 - 4 B 24.89 -, UPR 1989, 426).