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Timestamp: 2020-08-08 09:45:36
Document Index: 289024421

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 42', '§ 2', '§ 1', '§ 2', 'Art. 4', '§ 42', '§ 2', '§ 706', '§ 2', '§ 1', '§ 55', '§ 55', '§ 120', '§ 66', '§ 66', '§ 66', '§ 87', '§ 58', '§ 55', '§ 66', '§ 55', '§ 84', '§ 55', '§ 55', '§ 55', '§ 116', '§ 120']

Rechtsprechung: V R 116/86 - dejure.org
https://dejure.org/1991,391
BFH, 07.11.1991 - V R 116/86 (https://dejure.org/1991,391)
BFH, Entscheidung vom 07.11.1991 - V R 116/86 (https://dejure.org/1991,391)
BFH, Entscheidung vom 07. November 1991 - V R 116/86 (https://dejure.org/1991,391)
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UStG 1980 § 1 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1, § 2 Abs. 1; AO 1977 § 42
Vermietung - Unternehmer - Gebrauchsüberlassung
§ 2 UStR 1980
Umsatzsteuer; Unternehmereigenschaft des GbR-Gesellschafters
Der Ehegatte des Arbeitnehmers oder die Ehegatten gemeinsam sind Eigentümer des Grundstücks
BFH, 12.02.1987 - V R 116/86
BFHE 166, 195
NJW 1992, 1984
BB 1992, 483
BStBl II 1992, 269
Der Gesellschafter einer GbR kann allein durch Vermietung eines Gegenstandes an die Gesellschaft Unternehmer werden (Anschluß an BFH-Urteil vom 7. November 1991 V R 116/86, BFHE 166, 195, BStBl II 1992, 269).
Steuerbare entgeltliche Leistungen i. S. des § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG 1980 sind gegeben, wenn sie auf konkreten Leistungsbeziehungen der Gesellschafter zur Gesellschaft beruhen, die auf den Austausch der Gesellschafterleistungen gegen Entgelt ausgerichtet sind (BFH-Urteile vom 10. Mai 1990 V R 47/86, BFHE 161, 185, BStBl II 1990, 757, mit Nachweisen; vom 7. November 1991 V R 116/86, BFHE 166, 195, BStBl II 1992, 269).
Zwischen diesen Rechtssubjekten können Geschäfte wie unter Fremden getätigt werden (vgl. im einzelnen BFH-Urteil in BFHE 166, 195, BStBl II 1992, 269).
Eine solche Duldung ist von der Rechtsprechung deshalb wiederholt als nachhaltig i. S. des § 2 Abs. 1 UStG 1980 angesehen worden (vgl. BFH-Urteile vom 16. Dezember 1971 V R 41/68, BFHE 104, 262, BStBl II 1972, 238; in BFHE 166, 195, BStBl II 1992, 269; vgl. auch Art. 4 Abs. 2 Satz 2 der Sechsten Richtlinie des Rates zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuer - 6. EG-Richtlinie - vom 17. Mai 1977, Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften - ABlEG - 1977, Nr. L 145, 1).
Wie der BFH in BFHE 166, 195, BStBl II 1992, 269 entschieden hat, steht es den Gesellschaftern einer Gesellschaft frei, dieser einen Gegenstand entgeltlich oder unentgeltlich zur Nutzung zu überlassen.
Der V. Senat hat durch Urteil in BFHE 166, 195, BStBl II 1992, 269 dahin erkannt, daß im Regelfall kein Mißbrauch i. S. des § 42 AO 1977 vorliegt, wenn Gesellschafter einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) und die GbR die Gebrauchsüberlassung eines Gegenstandes nicht als Gesellschafterbeitrag, sondern als Mietverhältnis gestalten.
Die unternehmerische Tätigkeit i. S. des § 2 Abs. 1 UStG 1973 braucht im übrigen nicht hauptberuflich zu sein (vgl. z. B. Senatsurteil vom 7. November 1991 V R 116/86, BFHE 166, 195, BStBl II 1992, 269).
Die auf Dauer angelegte Vermietung eines PKW erfüllt diese Voraussetzung (dazu vgl. auch BFH-Urteil vom 7. November 1991 V R 116/86, BFHE 166, 195, BStBl II 1992, 269).
Bei der umsatzsteuerrechtlichen Beurteilung von Leistungen eines Gesellschafters an die Gesellschaft ist nach ständiger Rechtsprechung des BFH dementsprechend zu unterscheiden zwischen Leistungen, die gegen (Sonder-) Entgelt ausgeführt werden, und solchen, die als Gesellschafterbeitrag i. S. des § 706 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) durch das Gesellschaftsverhältnis (causa societatis) veranlaßt sind und die durch die Beteiligung an Gewinn und Verlust der Gesellschaft abgegolten werden (BFH-Urteile vom 17. Juli 1980 V R 5/72, BFHE 131, 114, BStBl II 1980, 622; vom 10. Mai 1990 V R 47/86, BFHE 161, 185, BStBl II 1990, 757, und in BFHE 166, 195, BStBl II 1992, 269).
Vereinbaren die Gesellschafter bei Gründung einer GbR im Gesellschaftsvertrag, gegen einen von vornherein feststehenden und jährlich gleichbleibenden "Vorabgewinn" ihre land- und forstwirtschaftlichen Betriebe der Gesellschaft zur Nutzung zur Verfügung zu stellen, so kann darin ein pachtähnlicher Leistungsaustausch gegen Sonderentgelt liegen (Ergänzung zum Senatsurteil vom 7. November 1991 V R 116/86, BFHE 166, 195, BStBl II 1992, 269).
a) Unternehmer i.S. des § 2 Abs. 1 UStG kann (auch) ein Gesellschafter bereits durch die Vermietung eines einzigen Gegenstandes an die Gesellschaft sein (vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 7. November 1991 V R 116/86, BFHE 166, 195, BStBl II 1992, 269).
Senatsurteil vom 18.7.1991 V R 86/87, BStBl. II 1991 S. 776 = DB 1991 S. 2019; vom 7.11.1991 V R 116/86, BStBl. II 1992 S. 269 = DB 1992 S. 411.
hierzu BFH-Urteil in BStBl. II 1991 S. 776 = DB 1991 S. 2019; BStBl. II 1992 S. 269 = DB 1992 S. 411.
Ein nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) 1980 steuerbarer Leistungsaustausch liegt dann vor, wenn nach den Gesamtumständen der leistende Unternehmer erkennbar um der Gegenleistung willen leistet (vgl. - zu Leistungen an die Gesellschaft - BFH-Urteil vom 7. Mai 1981 V R 47/76, BFHE 133, 133, BStBl II 1981, 495); dabei ist es gleichgültig, ob die Leistung auf gesellschaftsrechtlicher Verpflichtung beruht oder nicht (vgl. - zur Überlassung von Gegenständen - BFH-Urteile vom 10. Mai 1990 V R 47/86, BFHE 161, 185, BStBl II 1990, 757, m. w. N. der Rechtsprechung; vom 7. November 1991 V R 116/86, BFHE 166, 195, BStBl II 1992, 269; Umsatzsteuer-Richtlinien - UStR - 1992 Abschn. 6 Abs. 9).
Den Feststellungen des FG sind keine Anhaltspunkte dafür zu entnehmen, daß die 1981 gezahlte Vergütung lediglich eine Gewinn- oder Verlustbeteiligung gewesen sei, der die Entgeltseigenschaft gefehlt habe (vgl. Senatsurteil in BFHE 166, 195, BStBl II 1992, 269).
Leistungsaustausch bei entgeltlicher Nutzungsüberlassung von PKW und Büroinventar …
FG Rheinland-Pfalz, 02.10.2002 - 3 K 1787/00
Wettbewerbsverbot als steuerpflichtiger Umsatz
https://dejure.org/1987,958
BFH, 12.02.1987 - V R 116/86 (https://dejure.org/1987,958)
BFH, Entscheidung vom 12.02.1987 - V R 116/86 (https://dejure.org/1987,958)
BFH, Entscheidung vom 12. Februar 1987 - V R 116/86 (https://dejure.org/1987,958)
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FGO §§ 55, 116, 120 Abs. 1
Rechtsmittelbelehrung - Verfahrensrevision - Revision - Frist
FGO §§ 55, 116, § 120 Abs. 1
BFHE 149, 120
NJW 1987, 2704 (Ls.)
BStBl II 1987, 438
Zu § 66 Abs. 2 SGG und den entsprechenden Vorschriften in VwGO und FGO ist vielmehr durchweg anerkannt, dass die Folgen der unrichtigen Rechtsmittelbelehrung unabhängig davon eintreten, ob der Mangel der Belehrung ursächlich für eine verspätete Einlegung oder Begründung des Rechtsmittels war oder ob der Adressat - etwa aufgrund eigener Sachkunde - die Unrichtigkeit erkannt hat (so zu § 66 Abs. 2 Satz 1 SGG bereits BSG Urteil vom 14.10.1955 - 2 RU 16/54 - BSGE 1, 254, 255 f;… BSG Urteil vom 3.7.2013 - B 12 KR 8/11 R - BSGE 114, 69 = SozR 4-1500 § 66 Nr. 4, RdNr 25 mwN;… BSG Urteil vom 9.4.2014 - B 14 AS 46/13 R - BSGE 115, 288 = SozR 4-1500 § 87 Nr. 2, RdNr 17; zu § 58 Abs. 2 Satz 1 VwGO: BVerwG Urteil vom 13.12.1978 - 6 C 77.78 - BVerwGE 57, 188, 191; BVerwG Urteil vom 15.12.1988 - 5 C 9.85 - BVerwGE 81, 81, 84; zu § 55 Abs. 2 Satz 1 FGO: BFH Zwischenurteil vom 12.2.1987 - V R 116/86 - BFHE 149, 120, 121;… Keller in Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer, SGG, 11. Aufl 2014, § 66 RdNr 12 mwN) .
Hiergegen richtet sich die Revision des Klägers, die der Senat zugelassen und im Zwischenurteil vom 12. Februar 1987 V R 116/86 (BFHE 149, 120, BStBl II 1987, 438) als zulässig erachtet hat.
Eine Rechtsmittelbelehrung ist u. a. dann unrichtig im Sinne dieser Vorschrift, wenn sie nicht angibt, welches Rechtsmittel im konkreten Fall zulässig ist (Zwischenurteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 12. Februar 1987 V R 116/86, BFHE 149, 120, BStBl II 1987, 438).
Als Voraussetzung des § 55 Abs. 2 FGO genügt die abstrakte Möglichkeit, daß durch die unrichtige Rechtsmittelbelehrung ein Irrtum hervorgerufen werden kann (BFH in BFHE 149, 120, 121, BStBl II 1987, 438; Zwischenurteil vom 18. Juli 1989 VIII R 30/89, BFHE 158, 107, 109, BStBl II 1989, 1020).
Zwar unterscheidet das Umsatzsteuerrecht danach, ob der Gesellschafter Leistungen gegen Sonderentgelt oder als Gesellschaftsbeitrag erbringt (BFH-Urteil vom 12. Februar 1987 V R 116/86, BFHE 149, 120, BStBl II 1987, 438).
BSG, 28.05.1991 - 5 RJ 48/90
Widerspruchsfrist gemäß § 84 Abs. 1 SGG bei Zustellung außerhalb des …
Denn eine aktuelle Kausalität in dem Sinn, daß die Unrichtigkeit der Belehrung das konkrete Verhalten des Berechtigten real beeinflußt hat, wird im Gesetz für die angeordneten Rechtsfolgen nicht vorausgesetzt und - soweit ersichtlich - auch nirgendwo in Rechtspr und Schrifttum gefordert (vgl BFH in BFHE 149, 120).
Aus dieser Belehrung ist zu beurteilen, ob die Revisions- und die Revisionsbegründungsfrist in Lauf gesetzt worden sind (vgl. BFH-Zwischenurteil vom 12. Februar 1987 V R 116/86, BFHE 149, 120, BStBl II 1987, 438).
Das gilt grundsätzlich auch dann, wenn die Unvollständigkeit oder Unrichtigkeit der Belehrung für den Fehler bei Einlegung der Revision nicht ursächlich ist (vgl. Urteil in BFHE 149, 120, BStBl II 1987, 438).
Es kommt nicht mehr darauf an, dass das FG in Frage gestellt hat, dass die von der Klägerin behauptete Unrichtigkeit der Rechtsbehelfsbelehrung für die verspätete Klageerhebung überhaupt ursächlich gewesen ist, während die Klägerin zutreffend (vgl. BFH-Urteil vom 12. Februar 1987 V R 116/86, BFHE 149, 120, BStBl II 1987, 438;… Gräber/Stapperfend, a.a.O., § 55 Rz 27;… Tipke in Tipke/Kruse, a.a.O., § 55 FGO Rz 27) davon ausgeht, dass unerheblich ist, ob eine unrichtige Belehrung für die Fristversäumung ursächlich war.
Die Rechtsmittelbelehrung muß angeben, welches Rechtsmittel im konkreten Fall statthaft ist (…Gräber/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 2. Aufl., § 55 Anm. 18; zur zulassungsfreien Revision nach § 116 Abs. 1 FGO vgl. BFH-Urteil vom 12. Februar 1987 V R 116/86, BFHE 149, 120, BStBl II 1987, 438).
Da die Revision zwingend einer Begründung bedarf, muss auch hierüber einschließlich der für die Begründung bestehenden weiteren Frist belehrt werden (§ 120 Abs. 1 Satz 1 FGO a.F.; BFH-Urteil vom 12. Februar 1987 V R 116/86, BFHE 149, 120, BStBl II 1987, 438).
BFH, 08.03.1994 - IX R 58/93
Revision gegen vom Berichterstatter erlassenen Gerichtsbescheid bei unklarer …
Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Beteiligten im Einzelfall insoweit Zweifel hatten, sondern darauf, ob die Gerichtsentscheidung insoweit objektiv unklar war (vgl. BFH-Urteil vom 12. Februar 1987 V R 116/86, BFHE 149, 120, 121, BStBl II 1987, 438).
BFH, 20.02.1990 - VII R 126/89
Keine Umsatzsteuerermäßigung für Umsätze des von einem Goldschmied individuell …
BFH, 29.11.1993 - VIII B 112/93
Beschwerdemöglichkeit bei sogenannten isolierten Kostenentscheidungen
BFH, 29.08.1996 - VII B 140/96
Rechtsschutzbedürfnis bei einem Urteil in Zolltarif-Sachen (ZT-Sachen) in der …
BFH, 07.03.1996 - XI B 17/96
Rechtsmitteleinlegung bei unrichtiger oder unterbliebener Belehrung
BFH, 23.04.1996 - VII E 3/96
Voraussetzungen einer vollständigen Rechtsmittelbelehrung