Source: https://www.stiftung-ear.de/en/producers/pick-up-coordination-b2c/
Timestamp: 2018-04-26 22:44:58
Document Index: 130507446

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 14', '§ 3', '§ 31', '§ 3', '§ 3']

stiftung ear: Abholkoordination (b2c-Geräte)
Abholkoordination (b2c)
Das ElektroG legt das Vorgehen für die Ermittlung der Abholpflichten der registrierten Hersteller / Bevollmächtigten (§ 3 Nr. 10 ElektroG) fest. Dies gilt ausschließlich für Elektro- und Elektronik-Altgeräte („EAG") aus privaten Haushalten, die über die kommunale Sammlung von den Bürgern zurückgegeben werden können. Die Abholpflichten erstrecken sich auf das gesamte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.
Für historische Altgeräte berechnet sich die Verpflichtung jedes Herstellers / Bevollmächtigten (§ 3 Nr. 10) nach dem Anteil des Herstellers am gesamten im jeweiligen Meldezeitraum in Verkehr gebrachten Gewicht an Elektro- und Elektronikgeräten pro Geräteart.
Für die Berechnung der Abholpflichten von Altgeräten, die keine historischen Altgeräte sind, räumt das ElektroG dem Hersteller / Bevollmächtigten (§ 3 Nr. 10) ein Wahlrecht zwischen individueller und anteiliger Rücknahme ein.
Bei anteiliger Rücknahme bemisst sich die Rücknahmeverpflichtung des Herstellers / Bevollmächtigten (§ 3 Nr. 10), am Gesamtgewicht von Elektro- und Elektronikgeräten pro Geräteart, die von den Herstellern, die diese Berechnungsmethode wählen, im jeweiligen Meldezeitraum in Verkehr gebracht wurden.
Zur Berechnung der herstellerindividuellen Abholverpflichtungen wird ein Verfahren eingesetzt, das als „Abholkoordination" bezeichnet wird:
„Die Gemeinsame Stelle (stiftung ear) berechnet die zeitlich und örtlich gleichmäßige Verteilung der Abholpflichten auf alle registrierten Hersteller / Bevollmächtigten (§ 3 Nr. 10) auf der Basis einer wissenschaftlich anerkannten Berechnungsweise, die durch Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen bestätigt wurde."
Die stiftung ear nimmt Meldungen von den jeweiligen Übergabestellen der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (örE) über die erreichte Mindestabholmenge einer abzuholenden und bereitgestellten Sammelgruppe (SG) entgegen (§ 14 Abs. 3 ElektroG). Die jeweilige Meldung der örE gibt durch den Zufall ihres Eintretens nicht nur den Zeitpunkt, sondern auch den Abholort des jeweilig abzuholenden und bereitgestellten EAG-Volumens vor. Damit ist die gesetzlich vorgegebene zeitlich wie örtlich gleichmäßige Verteilung sichergestellt.
Die Meldung geht direkt an das ear-Rechenzentrum. Dort wird mit Hilfe eines Algorithmus der Hersteller / Bevollmächtigte (§ 3 Nr. 10 ElektroG) ermittelt, der die höchste Abholverpflichtung anhand der Berechnung nach § 31 Abs. 5 ElektroG hat. Diesem Hersteller / Bevollmächtigten (§ 3 Nr. 10) wird die Abholung per Verwaltungsakt aufgegeben.
Die Sicherstellung der rechtzeitigen Abholung obliegt dem betroffenen Hersteller / Bevollmächtigten (§ 3 Nr. 10) ggfs. durch Beauftragung eines Entsorgungsdienstleisters.