Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFHE%20191,%2018
Timestamp: 2019-08-20 21:38:52
Document Index: 261236400

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 50', '§ 49', '§ 49', '§ 32', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 8', '§ 2', '§ 180', '§ 180']

BFH, 17.11.1999 - I R 7/99 - dejure.org
https://dejure.org/1999,796
BFH, 17.11.1999 - I R 7/99 (https://dejure.org/1999,796)
BFH, Entscheidung vom 17.11.1999 - I R 7/99 (https://dejure.org/1999,796)
BFH, Entscheidung vom 17. November 1999 - I R 7/99 (https://dejure.org/1999,796)
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Gewährung eines Darlehens - US-amerikanische Personengesellschaft - Wirtschaftlicher Zusammenbruch - Verrechenbarkeit des Verlustes
Darlehensverlust aus US-amerikanischer Personengesellschaft: Begrenzte Verrechenbarkeit
Begrenzte Verrechenbarkeit eines Darlehensverlustes aus US-amerikanischer Personengesellschaft
Einkommensteuer; beschränkte Verlustverrechnung bei einem einer ausländischen Betriebsstätte gewährten Darlehen
BFHE 191, 18
BB 2000, 1017
BB 2000, 725
BStBl II 2000, 605
NZG 2000, 1187
Dies gilt nicht nur --in Übereinstimmung mit den zu § 34d Nr. 2 Buchst. a EStG und § 50 Abs. 1 Satz 1 EStG zu beachtenden Grundsätzen-- für den Tatbestand des § 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG (z.B. Senatsurteile vom 24. Februar 1988 I R 95/84, BFHE 153, 101, BStBl II 1988, 663; vom 17. November 1999 I R 7/99, BFHE 191, 18, BStBl II 2000, 605; vom 12. Oktober 2016 I R 92/12, BFHE 256, 32;… s.a. allgemein Gosch in Kirchhof, a.a.O., § 49 Rz 15), sondern gleichermaßen auch, wenn, wie im Streitfall, zu erkennen ist, ob i.S. von § 32 Abs. 1 Nr. 2 KStG die Einkünfte im inländischen gewerblichen Betrieb angefallen sind.
Auch der Grundsatz der Entscheidungsharmonie, der die Auslegung von DBA prägen kann (BFH-Urteil vom 17. November 1999 I R 7/99, BFHE 191, 18, BStBl II 2000, 605, unter II.3.d cc) spricht für den Vorrang des Zinsartikels.
Das BFH-Urteil in BStBl. II 2000, 605 sei nicht einschlägig, da in dem Revisionsfall das Darlehen von einem einzelnen Gesellschafter einer ausländischen Personengesellschaft gewährt worden sei.
Aus dem Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 11. Dezember 1997, 10 K 2440/96, EFG 1998, 1310 sei in Verbindung mit dem BFH-Urteil vom 17. November 1999 I R 7/99, BStBl. II 2000, 605 der Schluss zu ziehen, dass zumindest die Verluste aus der Veräußerung der Zinsforderungen Betriebsausgaben in Deutschland darstellten.
Diese auf den Gesellschafter durchgreifende Betrachtungsweise hat der BFH im Urteil vom 17. November 1999 I R 7/99, BStBl II 2000, 605 vorgenommen; der erkennende Senat folgt dem.
Diese Unterschiede rechtfertigen nach Auffassung des Senats aber keine andere Betrachtungsweise, als sie dem BFH-Urteil vom 17. November 1999 I R 7/99, BStBl. II 2000, 605 zugrunde lag.
Der BFH hat im Urteil vom 17. November 1999 I R 7/99, in BStBl. II 2000, 605 ausgeführt, die Frage, ob ein Wirtschaftsgut zum Betriebsvermögen einer Betriebstätte im Sinne des § 2a EStG gehöre, richte sich - anders als abkommensrechtlich - nach dessen wirtschaftlicher Zugehörigkeit.
Der BFH hat diese Rechtsauffassung in seinem Urteil vom 17. November 1999 I R 7/99, BStB.
Das Gleiche gilt für die Rechtsprechung des BFH, wonach § 2a Abs. 1 EStG auch Verluste aus ausländischen Betriebstätten erfasst, die - wie im Streitfall - in anderen Veranlagungszeiträumen Gewinne aufweisen (BFH-Urteil vom 26. März 1991 IX R 162/85, BStBl II 1991, 704; vom 17. November 1999 I R 7/99, BStBl II 2000, 605; vgl. auch BVerfG, Beschluss vom 27. März 1998 2 BvR 220/92, IStR 1998, 344 und 2 BvR 2058/92, IStR 1998, 376).
Dem BFH soll damit die Möglichkeit eröffnet werden, zunächst über die Vorfrage zu entscheiden, ob die Rechtsausführungen im BFHUrteil vom 17. November 1999 I R 7/99, BStBl. II 2000, 605 (dort unter 3 b) zur Zuordnung der Betriebstätte und der Verluste im Sinne des § 2a EStG auch gelten, wenn die Darlehensgeberin und die Darlehensnehmerin inländische Gesellschaften mit jeweils eigener Geschäftsleitungsbetriebstätte sind und welche Zuordnungskriterien maßgeblich sein sollen.
Das gilt auch dann, wenn die Einkünfte nach einem Doppelbesteuerungsabkommen steuerfrei sind (…vgl. ebenso Senatsurteile vom 17. Oktober 1990 I R 177/87, BFH/NV 1992, 174;… vom 12. Dezember 1990 I R 127/88, BFH/NV 1992, 104; vom 17. November 1999 I R 7/99, BFHE 191, 18, BStBl II 2000, 605, 608;… BFH-Urteil vom 13. Mai 1993 IV R 69/92, BFH/NV 1994, 100).
Eine Berücksichtigungsfähigkeit im Rahmen des (negativen) Progressionsvorbehalts ergibt sich insbesondere nicht aus § 2a Abs. 2 EStG, da es hiernach ebenfalls auf eine gewerbliche Tätigkeit ankommt und dafür die Umqualifizierung der Einkünfte durch § 8 Abs. 2 KStG keine Rolle spielt (Senatsurteil vom 17. November 1999 I R 7/99, BFHE 191, 18, BStBl II 2000, 605, 608;… Probst in Flick/Wassermeyer/Baumhoff, a.a.O., § 2a EStG Rz. 49 und 164, m.w.N.).
Ebenso ist das FG nicht von der Rechtsprechung des Senats zur abkommensrechtlichen Zuordnung von Wirtschaftsgütern und Gewinnen bei internationalen Mitunternehmerschaften (Senatsurteile vom 17. November 1999 I R 7/99, BFHE 191, 18, BStBl II 2000, 605; vom 10. Juli 2002 I R 71/01, BFHE 200, 184, BStBl II 2003, 191) abgewichen.
Die Orientierung am "Erwirtschaftungsprinzip" entspricht jedoch gerade der von den Klägerinnen angeführten Rechtsprechung (vgl. dazu nur Senatsurteil in BFHE 191, 18, 21, BStBl II 2000, 605, 607, m.w.N.).
Aus der letztgenannten Bestimmung hat der Senat abgeleitet, dass abkommensrechtlich freigestellte Einkünfte nicht gemäß § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO 1977 festgestellt werden dürfen (Senatsurteile vom 17. November 1999 I R 7/99, BFHE 191, 18, BStBl II 2000, 605; vom 10. Juli 2002 I R 71/01, BFHE 200, 184, BStBl II 2003, 191, 194; vom 18. Dezember 2002 I R 92/01, BFHE 201, 447;… ebenso Söhn in Hübschmann/Hepp/Spitaler, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 10. Aufl., § 180 AO 1977 Rz. 161).