Source: http://siggy2000.de/Cobold/details.htm
Timestamp: 2019-02-21 20:38:58
Document Index: 393107461

Matched Legal Cases: ['§ 44', '§ 72', '§ 44', '§ 48', '§ 48', '§ 6']

Cobold Anleihen
Kapitel 17: Die Lügen von der Zeitschrift "DER SPIEGEL"!
2. INHALT UND ILLEGALE ENTSTEHUNG DER UM EIN VIELFACH GEHEBELTEN CREDIT LINKED NOTES
3. ENGLISCHE DEFINITIONEN MEDIENWIKSAM MANIPULIEREN
4. DIRECT-BROKING VERZINSLICHER ANLEIHEN IST UM EIN VIELFACHES UMFANGREICHER ALS BEI EINER KUNDENBERATUNG EINER HAUSBANK
5. SELBST DER UMFASSEND INFORMIERTE BÜRGER HATTE ABSOLUT NICHT DIE GERINGSTE CHANCE
6. DRASTISCHE BENACHTEILIGUNG DES ANLEGERS
7. UNZULÄSSIGER ÜBERPROPORTIONALER VERLUST
8. HINTERGEHUNG DER ZULASSUNGSSTELLE
9. HINTERGEHUNG DES KUNDEN
10. GESCHICKTE IRREFÜHRUNG BZGL. DER BASISINFORMATIONEN
11. DER SCHWINDEL FLIEGT AUF
12. DZ BANK MACHT ILLEGAL WEITER
13. UNZULÄSSIGE BÖRSENEINBEZIEHUNG UND ANGABE FALSCHER WERTPAPIERBEZEICHNUNG
14. "REIN WASCHEN"
15. DIE INSOLVENZ VON LEHMANN-BROTHER
16. MITSCHULD AUFSICHTSAMT BAFIN
17. DIE LÜGEN DER ZEITSCHRIFT "SPIEGEL"
18. WEITERE FALSCHE MEDIENBERICHTE
19. REAL WENIGER ERTRAG ALS BEI EINER SICHEREN BUNDESANLEIHE
20. UNGLAUBLICHES OMBUDSMANNURTEIL
21. AUFKLÄRUNG DES FALLS
22. AUFSTELLUNG ALLER RELEVANTEN PROSPEKT-UNTERLAGEN, INSGESAMT 726 DIN A4-SEITEN!
23. ÜBERSICHT: CHRONOLOGISCHER ABLAUF
24. GERICHTSPROZESSE / GESCHÄDIGTE
25. DEN FÜNFFACHEN GEWINN MIT NULL-EINSATZ UND NULL-RISIKO
Durch Vortäuschung eines anderen Produktes wurden die Anleger um Zig-Millionen Euro gebracht. Die Geschädigten hatten absolut Null-Chance dahinter zu kommen. Die nächste Welle, die auf uns zuschwappt, sind schon Zig-Milliarden oder noch mehr.
Mal angenommen, ich vertreibe Autos. In meiner Beschreibung über Autos erkläre ich alles, was so ein Fahrzeug besitzt und welche Funktionalitäten es hat. In einem Online-Verkaufsregister stelle ich mein Auto auch unter die Rubrik "Auto" mit allen anderen Automobilfahrzeugen ein. Als Bezeichnung wähle ich "AUTO MERCEDES MAIKE 1". Der Kunde bezahlt bei mir viel Geld. Liefern tue ich ihm aber nur eine billiges Gehäuse ohne jeglichen Inhalt. Tja, da hat der Kunde eben Pech gehabt. Schließlich ist Maike kein Frauenname, sondern die Abkürzung für " MEINE ATTRAPPE IST KÄUFLICH ERHÄLTLICH.
Das ist kein Scherz, bei diesen "Wett"-Anleihen ist es Realität.
Was geschehen war, zeige ich nachfolgend auf.
Wie ich in der vorhergehenden Rubrik erläuterte, erfanden die Banken "Kreditderivate". Zur Täuschung des Anleger wurden die Credit Linked Notes dann als Anleihen deklariert. Aber das reicht den Banken bei Weitem noch nicht aus. Schließlich wollen sie dabei auch noch gigantische Gewinne machen. Um das Ergebnis um ein Vielfaches zu potenzieren bedient man sich einer weiteren List.
Es gibt die Möglichkeit Kredite unterschiedlicher Kreditnehmer in einem kleinen Korb zu bündeln. Wenn es sich dann unter anderem um gleich gelagerte Kredite eines Typs handelt, bezeichnet man diesen Korb als Portfolio, z. B. Kredite nur von europäischen Staaten oder nur von Autoherstellern oder nur von verschiedenen Banken. Jetzt "packt" die Bank nicht den Einzelkredit in die Anleihe, sondern den Korb bzw. das Portfolio mit den mehreren Krediten. Dabei gibt es die Sonderform "first to default". Mit "First-to-Default" verpflichtet sich der Investor der Anleihe den Ausfall der ersten Forderung von diesem Portfolio zu übernehmen. Für die Bank hat dieser Korb einen wesentlichen Vorteil gegenüber der Einzelkreditversicherung. Mal angenommen das Portfolio setzt sich aus 5 Krediten zusammen. Die Wahrscheinlichkeit, dass alle 5 Kredite ausfallen ist gering, zumal es sich auch um unterschiedliche Kreditnehmer handelt. Die Wahrscheinlichkeit, dass aber ein Kredit von den Fünf nicht zurück bezahlt wird, ist um ein vielfaches größer. Für die Kreditausfallversicherung erhält der Investor eine zusätzliche Prämie, die in der normalen Zinszahlung eingerechnet ist. Bei dem Cobold 62 Papier waren es lächerliche unauffällige 0,2 Prozent.
Kommt es nun zu einem Ausfall, so wird das Kreditderivat nicht zu Hundert Prozent zurück gezahlt. Z. B. bei einem Portfolio mit 5 Referenzkrediten gleicher Größe beträgt der Verlust ein Fünftel des investierten Kapitals, was 20 Prozent entspricht.
http://www.direktbroker.de/unser-service/boersenlexikon/first-to-default-basket-so-auch-im-deutschen--/16330675/F
"First-to-Default-Basket (so auch im Deutschen)
Kreditderivat, bei dem sich der Investor verpflichtet, den Ausfall der ersten Forderung eines kleineren Portfolios von üblicherweise fünf Referenzaktiva zu übernehmen."
So sind die Derivate-Standards definiert und so wird es auch in anderen europäischen und internationalen Staaten, wie z. B. den USA praktiziert. Nur in Deutschland dreht man das Geschäftsmodell um und macht daraus eine äußerst riskanten Wette, die der Kunde dann zum Null-Tarif liefert.
Bei dem o. a. Portofolio gab man eine Kreditausfallversicherung über 20 % des investierten Kapitals. Gem. den Bilanzierungsvorschriften von Basel II können diese 20 % auch nur einmal bilanziert werden und zwar beim niedrigsten risikogewichteten Kredit. Also von den 5 Krediten kann die Bank nur für einen Kredit eine Sicherheit erhalten.
Der Investor gab mit seinem Kapital im Rahmen von "first to default" eine Kreditausfallversicherung für 5 Kredite. Jetzt machen diese Banken aber folgendes. Der erste Kredit fällt aus. Trotzdem der Investor die anderen vier Kredite auch versicherte und diese nicht ausfielen, nimmt man ihm aber alles Geld weg. Die gesamte Anleihe wird nun in eine Anleihe des Pleiteunternehmens umgetauscht oder der Investor erhält einen gesamten Rückzahlungsbetrag, der sich am Wert dieses Pleiteunternehmens orientiert. In beiden Fällen kommt dieses in etwa einem Totalverlust der gesamten Anleihe gleich. Der Erwerber der Anleihe hat nun mit seinem Kapital auf die Zahlungsfähigkeit von 5 Referenzunternehmen gewettet. Die Bank hingegen fährt einen gigantischen Gewinn ein. Sie hat sich das Kreditrisko von dem ausgefallenen Kredit zum Nulltarif versichern lassen und behält zusätzlich noch das weitere Kapital von den 4 anderen Kreditversicherungen der Anleger ein.
Und damit man das Ergebnis nochmals steigert, wurden ab dem Jahr 2003/2004 auch Privatkunden einbezogen. Aber das sind nicht alle Banken, die so skrupellos vorgehen. Es sind ausgerechnet die Banken, wo der Anleger am meistens Vertrauen haben sollte. Diese Wettanleihen werden zum größten Teil von Gesnossenschafts- und Landesbanken emittiert. Mit der Insolvenz von Lehman-Brother hat die DZ Bank und auch die WestLB einen gigantischen Gewinn gemacht.
Nachfolgend ein Beispiel von dem Cobold 62-Papier:
3. ENGLISCHE DEFINITIONEN MEDIENWIRKSAM MANIPULIERENN
Natürlich würde kein Mensch so verrückt sein und solche Produkte kaufen. Nun kommt es zu dem nächsten Schwindel. Jetzt beziehen sich diese Banken auf eine englische Definition namens "Credit Linked Notes", abgekürzt CLN. Diese Papiere wären nun Credit Linked Notes. Gem. einer Broschüre über Finanzderivate, die der deutsche Bankenverlag heraus gab, aber oftmals oder immer nur Firmenkunen vorbehalten ist, handelt es sich um eine Kombination aus einer Anleihe und einem oder mehreren Kreditderivaten. Auch wenn den meisten Investoren der Begriff "Credit Linked Note" bzw. "CLN" unbekannt sein dürfte, so wird dieser den Käufern auch noch verschwiegen. Schließlich macht man das alles, um die Investoren mit einer klassichen Bankanleihe zu täuschen. Das es sich hier um ein angebliches Credit Linked Note handelt, kann der Investor zuerst erfahren, wenn er bereits sein Geld verloren hat.
Bank-Verlag "Basisinformationen über Finanzderivate" (Diese Broschüre wird nur im Firmenkundenbereich geführt und ist im Privatkundenbereich unbekannt):
"Eine CLN stellt eine Kombination aus einer Anleihe und einem oder mehreren Kreditderivaten"
Von der Kombination sucht sich die Vertriebsbank dann nur die Rubrik "Anleihe" aus. Im deutschen Wikipedia gibt es diese Kombination schon nicht mehr, da ist ein Credit Linked Notes gleich eine Anleihe und alles andere ist untergeordnet.
"Der Begriff Synthetische Unternehmensanleihe oder englisch Credit Linked Notes (kurz CLN) bezeichnet Anleihen, deren Rückzahlungshöhe von bestimmten vertraglich vereinbarten Kreditereignissen abhängen. Sie gehören zu den Kreditderivaten. "
Anlage 73 Deutsch Wikipedia
So wird diese abgewandelte Definition nun medienwirsam durch die Banken verbreitet. Damit hat man bewiesen, daß eine riskante Wette auf Kreditderivate eine Inhaberschuldverschreibung von einer Großbank sein kann.
Die englische Definition von "Credit Linked Notes" ist aber in Wirklichkeit total anders, sogar entgegen gesetzt. So heißt es im englischen Wikipedia wie folgt:
Anlage 72 Englisch Wikipedia
Übersetzung: "Ein Credit Linked Note ist eine Form von einem Kreditderivat. Es ist strukturiert als eine Sicherheit mit einem eingebetten Credit Default Swap, um den Herausgeber den Transfer eines bestimmten Kreditrisikos zum Kreditinvestor zu ermöglichen."
Hier ist ein Credit-linked Note keine Anleihe.
In dem weiteren englischen Absatz heißt es: Es wird herausgegeben von speziellen Zweckunternehmen oder Gesellschaften.
Dementsprechend emitiert keine Großbank solche Credit-linke note, denn hierzu müssen entsprechende Zweckunternehmen gegründet werden.
Ebenfalls ist im Englischen ein "Credit default Swap" eingebettet in ein Credit-Linked Notes.
Bei der deutschen Version hingegen, wird dieses ganz anders dargestellt. Hier täuscht man vor, daß es zwei verschiedene Arten gibt, um dann die Emission mit den Anleihen zu rechtfertigen.
"Im Gegensatz zu den Credit Default Swaps bei denen der Sicherungsgeber den vereinbarten Betrag erst bei Eintritt des Kreditereignisses an den Sicherungsnehmer bezahlt, bezahlt der Käufer einer Credit Linked Note bereits beim Kauf ........das Emittentenrisiko........"
Es ist schon erstaunlich und erschreckend, wie gut und schnell heutzutage Medien manipuliert werden können.
In Wikipedia kann jeder x-beliebige Bürger einen Beitrag einstellen oder korrigieren. Dieses wird dann von ehrenamtlichen Mitgliedern überprüft und frei gegeben. Offensichtlich haben aber diese ehrenamtlichen Wikipedia-Kontrolleure nicht den Wahrheitsgehalt angezweifelt. Wie sollten sie auch bei solchen speziellen Sachverhalten, die zudem auch noch neu sind, da ein fundiertes Fachwissen besitzen und die Hintergründe recherchieren.
Bemerkenswert ist nur, dass schon auf der weiteren Diskussionsseite hingewiesen wird, daß vorhergehende Diskussionen wegen Unfug gelöscht wurden und man sich deshalb gut überlegen sollte, was man schreibt. Hier könnte es vielleicht möglich sein, daß bereits Bankvertreter eine Gegenargumentation unterbunden haben. Auch die Erklärungen zum Börsensegment "Freiverkehr" wollte man in Wikipedia manipulieren, mehr dazu in Kapital 18.
Für diese Web-Seite führe ich eine Statistik. Ich kann sehen, wie oft und über welches Medium die Homepage aufgerufen wurde. Ich hatte mich immer gewundert, daß zahlreiche Aufrufe aus Hong Kong dabei waren und mich gefragt, was die Hong Kong Chinesen an meiner deutschen Web-Seite interessiert. Wie ich nun im englischen Wikipedia unter "Credit Linked Note" las, hatte man in Hong Kong und Singapur die Leute auch getäuscht. Nach weiteren Informationen soll es dort zu großen Demonstrationen gekommen sein. Ob die Produkte auch noch mit einer riskanten Wette verbunden waren und wie der Vorgang im Einzelnen ablief, weiß ich nicht.
Aber nicht nur beim englischen Wikipedia, auch auf allen anderen von mir eingesehenen englischen Web-Seiten, werden für Credit Linked Notes spezielle Zweckunternehmen und Gesellschaften gegründet. Dieses erklärt dann auch, warum in den öffentlichen Beschreibungen überall angegeben ist, daß bei verzinslichen Anleihen die Rückzahlung vom Emittenten abhängt und nicht von irgendwelchen Referenzunternehmen.
4. DIRECT-BROKING VERZINSLICHER ANLEIHEN IST UM EIN VIELFACHES UMFANGREICHER ALS EINE KUNDENBERATUNG BEI EINER HAUSBANK
Ich erwarb das Wertpapier über die Comdirect-Bank. Die Comdirect-Bank ist ein Direct-Broker. Dabei wird fälschlicher Weise der Eindruck vermittelt, daß ein Internetzugang zur Verfügung gestellt wurde und der Kunde ausschliesslich nur seine Kauf- und Verkaufsaufträufträge eingibt.
Diesem ist aber überhaupt nicht so. Es ist genau das Gegenteil der Fall.
Ich hatte seit über 20 Jahren bei einer Hausbank ein Depot, die eine Kundeberatung mit einschloß. Dort erwarb ich fast nur deutsche verzinsliche Bankschuldverschreibungen.
Für öffentlich angebotene Bankanleihen, die man auch als Bankschuldverschreibungen bezeichnet, gab es eine Ausnahmeregelung. Gem. damaligen Verkaufsprospektgesetz VerkProsGes) waren Kreditinstitute, die verzinsliche Anleihen dauernd und wiederholt begaben, von der Prospektpflicht ausgenommen. Das Gesetz wurde zuerst nach der Finanzkrise zum 01. Januar 2009 geändert. Aber auch danach gab es zahlreiche Ausnahmen. In 20 Jahren erhielt ich für Bankschuldverschreibungen nicht ein einziges Mal einen Verkaufsprospekt oder ähnliches, da diese Unterlagen nicht erstellt wurden.
Anlage 60 Bafin Daueremittentenprivileg.pdf
Die Banken hatten den Zinssatz und die Laufzeit und die normalen evtl. Klassifizierungen von Besonderheiten wie z. B. "nachrangig" bei der Börse veröffentlicht. Außerdem waren diese Börseninformationen in den Wirtschaftszeitungen und den Computersystemen der Banken vorhanden. Der Kundenberater teilte dem Kunden dann mündlich mit, dass er z. B. nachfolgende Anleihen raussuchte: Landesbank 4 Jahre 3 % p. a., Commerzbank 3 ½ Jahre 3,3 % p. a., Deutsche Bank 3 ¾ Jahre „nachrangig" 4,1 % und so weiter. Danach hatte der Kunde seine Entscheidungen getroffen. Nach der Finanzkrise im Jahr 2009 fiel zwar das prospektfreie Daueremittentenprivileg weg und die Kundenberater von verschiedenen Banken durften nur noch ihre eigenen Produkte raussuchen, aber selbst da gab es keine Verkaufsprospekte. Nachfolgend ein Angebot zum Kauf von verzinslichen Bankschuldverschreibungen. Hier heißt es: "Freibleibend offerieren wir Ihnen am 13.09.09 nachfolgende Wertpapiere: Sie kaufen.......:".
Es sind vier verzinsliche Bankschuldverschreibungen aufgeführt.
Anlage 71 Coba-Schuldverschreibungen
Anlage 71 a Coba Infobroker
In der Begleitmail wird noch darauf hingewiesen, daß die unter Punkt 3 aufgeführte Anleihe nachrangig ist, was aber auch aus der Wertpierbezeichnung hervorgeht.
Nachfolgend die Schablone zum Angebot von Anleihen einer Hausbank. Hier zeige ich die erste aufgeführte Anleihe der Commerzbank an. Aber auch andere Banken, wie z. B. die Volksbank stellten nicht mehr Informationen zur Verfügung. Schriftliche Beweise sind vorhanden.
Und hier die Schablone zum Angebot der Anleihen der Comdirect.
Wie ersichtlich ist, war das Informations-Angebot der Comdirect-Bank um eine Vielfaches größer. Hier werden die Kurse der letzten fünf Jahre, die Handelsplätze, die unterschiedlichen Kurse der Handelsplätze, die Anzahl der Kurse, das Ausgabedatum, der Emittentensitz, die Restlaufzeit, die Liquidität, das Anleihevolumen und etc. angegeben. Der Normalfall war, dass eine Anleihe jährlich Zinsen zahlte und das Geld am Ende der Laufzeit zurück gezahlt wurde. Bei einigen wenigeren Anleihen gab es aber auch kleinere Besonderheiten, z. B. dass sie bei Insolvenz der Bank erst nachrangig bedient werden oder die Zinsen bereits in einem niedrigeren Kurs eingerechnet sind. Diese vordefinierten Besonderheiten waren bei der Comdirect-Bank in der Zeile "sonstiges" aufgeführt, z. B. nachrangig oder Null-Kupon-Anleihe. Die Zeile wurde inzwischen von der Comdirect-Bank entfernt. In der o. a. Anlage der Gegenrechtsanwälte und meinen Abbildungen in Kapitel 3 ist sie aber noch vorhanden.
Die Anleihen überhaupt konnte man sich selber über zahlreiche Selektionskriterien raussuchen, wie z. B. Rating, Restlaufzeit, Währung, Emittensitz, Branche und etc.. Danach erhielt der Interessent eine Liste aller Anleihen, die die gewünschten Filterkirterien entsprachen. Diese konnte der Anleger je nach Belieben dann sortieren. Beim Anklicken eines Datensatzes erschien die o. a. ausführliche Anzeige.
Bei allen Fonds waren Verkaufprospekte und zusätzlich noch Kurzbeschreibungen eingestellt. Da ich auch einen Fond über die Comdirect-Bank erwarb, konnte ich tagelang ganz in Ruhe in zahlreichen Unterlagen stöbern, bis ich mich dann endlich für einen Fond entschied. Ich glaube kaum, daß mir ein Kundenberater ca. 20 Hochglanzprospekte über jeweils zahlreiche Seiten in die Hand gedrückt hätte. Dieses wäre schon von den Kosten nicht realisierbar gewesen.
Von den entsprechenden Web-Seiten wurden auch gleich die Käufe getätigt.
Aber nicht nur dieses. Die Comdirect-Bank bot auf ihren Web-Seiten eine umfangreiche Schulung über Wertpapiere an. Außerdem existiert ein riesen großes alphabetisches Indexverzeichnis, indem man unenedlich viele Begriffserläuterungen nachschlagen kann. Alles war wesentlich besser als bei irgend einer Hausbank, wo der Kundneberater vielleicht nur verkaufen will und deshalb die Wahrheit verändert. Insbesondere konnte Jeder die umfangreiche Aufklärung "schwarz auf "weiß" lesen. Ein Kundenberater streitet nachher vielleicht alles ab und es ist Aussage gegen Aussage. Da die vielen und stichhaltigen Informationen aber schirftlich bei der Comdirect-Bank ausgestellt sind, geht jeder davon aus, dass diese hundertprozentig stimmen. Z. B. steht aufgeführt, daß der Wert von Anleihen mit der Finanzkraft des Emittenten steht und fällt. Außerdem konnte der Interessent alles zu Hause in Ruhe erledigen und sich soviel Zeit lassen, wie man wollte.
Des Weiteren wurden alle Abrechnungen elektronisch seit Bestehen der Konto- und Depotverbidnung gespeichert. Eine umständliche papierhafte Ablage entfiel.
In dem Rechtsstreit verweist die Comdirect-Bank nun auf einen Link mit Nutzungsbedingungen, der im Übrigen auch noch unauffällig grau und in kleiner Schrift ist. Dieser Link führt dann zu einer weiteren Seite, die die Haftung für die Angaben ausschließt.
Das könnte nun auch jedes große Reisbüro im Internet machen. So etwa, ich habe irgendwo auf einer Web-Seite ziemlich unscheinbar und klein mitgeteilt, daß ich keine Gewähr übernehme. Nun lieber Kunde, April, April, die bereist teuer bezahlte 6 Sterne Luxusreise in die Karibik ist jetzt eine gammlige Zeltreise an die Ostsee.
5. SELBST DER UMFASSEND INFORMIERTE BÜRGER HATTE ABSOLUT NICHT DIE GERINGSTE CHANCEE
Ich arbeite bei einer Bank. Dort habe ich aber nicht im geringsten etwas mit der Ausgestaltung von Wertpapieren zu tun. Ich habe noch nicht einmal eine DV-Berechtigung das Wertpapier-Informationssystem einzusehen.
Alle oder die meisten großen Firmen gewähren Ihren Mitarbeitern eine Rabatt auf Dienstleistungen und/oder Produkte ihres Unternehmens im Rahmen des Steuerfreibetrages. So war es auch bei mir. Den Freibetrag hatte ich bei Weitem nicht ausgeschöpft.
Für einen normalen Kunden sind Direktbanken etwas günstiger. Durch den Rabatt bei meinem Arbeitgeber war die Direktbank für mich aber wesentlich teurer. Aber eben genau weil die Informationen bei der Comdirect-Bank um ein vielfaches umfagreicher waren, nahm ich es sogar in Kauf garvierend mehr zu bezahlen.
So eröffnete ich im Jahr 2003 zusätzlich zu meiner bestehenden Hausbankverbindung ein Depot bei der Onlinebank. Ein paar Jahre zuvor absolvierten ich auf der Abendschule eine Bankausbildung mit IHK-Abschluss, was mein Wisssen noch erweiterte. Zu meiner Ausbildungszeit gab es noch keine Credit Linked Notes. Das ist aber nicht entscheidend, da der Typ Credit Linekd Notes sowieso bei Verkauf verschwiegen wurde. Diese Credit Linked Notes wurden in den Verkaufsanzeigetafeln der Comdirect-Bank durch eine falsche Rubrik, einen gravierend falschen Typ, einen gravierend falschen Rückzahlungskurs und eine gravierend falsche und abgeänderte Wertpapierbezeichnung als klassische Bankanleihen ausgestellt.. Nachfolgend zeige ich auf, dass deshalb selbst der ausführlich informierte Anleger absolut keine Chance hatte die Wahrheit zu erfahren, noch nicht einmal die Kundenberater konnten davon Kenntnis erhalten. Ich wäre nicht im Traum darauf gekommen, daß eine Bank-Schuldverschreibung eine getarnte Wette auf Kreditderivate sein kann. Eher wäre für mich Ostern und Weihnachten auf einen Tag gefallen.
BANKAUSBILDUNG MIT IHK-ABSCHLUSS
Lehrbuch, dass während meiner gesamten Ausbildung von 1995 bis 1997 Basis war: "Wirtschaftslehre der Kreditwesens"
"Bedeutung der Bankschuldverschreibungen für Kunden: Sichere Vermögensanlage durch Haftung des Emittenten mit dem gesamten Vermögen."
Stand: 1995 Anlage 53 Bankausbildungsbuch
GRUNDAUFKLÄRUNG ANDERE INSTITUTIONEN/BANKEN
Mein Erwerb der Anleihe erfolgte zwar aus dem Wissen meiner Bankausbildung, der Broschüre der Basisinformationen und den falschen Informationen bei der Comdirect-Bank, aber selbst wenn man sich wo anders informierte, hatte der Anleger absolut Null-Chance gehabt.
Börse Frankfurt a. Main
Stand: 03.09.2010 / 07.01.2011 Anlage 54 Anleihen Börse Frankfurt.pdf
"Der Käufer einer Schuldverschreibung – der so genannte Gläubiger – besitzt eine Geldforderung gegenüber dem Emittenten (Schuldner). .......Vor dem Kauf einer Anleihe muss man sich deshalb genau über die Bonität des Emittenten informieren."
Stand: 20.09.2009 Anlage 55 Anleihe Bankenverband.jpg
"Als Anleiheinvestor sind sie Gläubiger des jeweiligen Anleiheemittenten und tragen somit neben dem Kursrisiko auch das Emittentenrisiko."
Stand: 12.09.2009 / 07.01.2011 Anlage 56 Anleihen DAB Bank.pdf
"Geringes Risiko.....Entscheidend ist die erstklassige Bonität des Emittenten"
Stand: 23.05.2009 / 07.01.2011 nbsp; Anlage 57 Anleihen Sparkasse.pdf
"Das bedeutet, dass Sie als Käufer einer Anleihe im Gegensatz zur Anlage in Aktien nicht zum Anteilseigner an einem Unternehmen, sondern zum Kreditgeber bzw. Gläubiger der emittierenden Institution oder des emittierenden Unternehmens werden."
Stand: 26.12.2009 / 07.01.2011 Anlage 58 Anleihen Cortal Consors.pdf
"Der Käufer der Anleihe wird durch den Erwerb Gläubiger, der Emittent Schuldner, der die Verzinsung und die Rückzahlung gewährleistet"
"Tatsächlich unterliegt der Börsenkurs einer Anleihe einer Reihe von unterschiedlichen Einflussfaktoren. So beeinflussen die Entwicklung der Marktzinsen, die Laufzeit, die Bonität des Emittenten und der Nominalzins (Kupon) den Anleihekurs."
Stand: 12.09.2009 Anlage 59 Anleihen Volksbank.pdf
Es gibt noch zahlreiche andere Beispiele von Banken.
BASISINFORMATIONEN FÜR WERTPAPIER-VERMÖGENSANLAGEN
Jeder Kunde muss bei Depoteröffnung eine Grundaufklärung durch das Kreditinstitut erhalten. Diese Informationen übergibt die Bank in Form einer Broschüre "Basisinformationen für Vermögensanlagen", die der Bankenverlag auflegt. Das Heft wird von allen Banken mit einheitlichen Inhalt ausgegeben. Trotz meiner Bankausbildung, las ich mir die Broschüre äußerst genau durch. In mehreren Passagen steht aufgeführt, dass für die Rückzahlung einer verzinslichen Anleihe nur die Finanzkraft des Emittenten entscheidend ist. So heißt es u. a.
spezielle Risiken bei verzinslichen Wertpapieren: Bei Anleihen zählt die Bonität des Emittenten"
Stand: Jahr 2001, 2007, und letzte Auflage 2008 Anlage 36 Basisinformationen Wepa-Broschuere.pdf
Sicherheit verzinslicher Wertpapiere: "Zahlungsfähigkeit und Zahlungswilligkeit des Emittenten"
Stand: Jahr 2001, 2007, und letzte Auflage 2008 Anlage 37 Basisinformationen Wepa-Broschuere1.pdf
In einem sehr kurzen Abschnitt wird eine Sonderform von Anleihen beschrieben, indem Forderungen umverpackt werden. Hier heißt es aber, dass der Emittent dieser Anleihen regelmäßig ein speziell zu diesem Zweck gegründetes Zweckunternehmen ist. Weiteres Konkretes ist nicht beschrieben.
Exkurs: Sonstige "synthetische" Anleihen: Emittent der "synthetischen" Anleihe ist regelmäßig ein speziell zu diesem Zweck gegründetes Zweckunternehmen (sogenanntes Special Purpose Vehicle" SPV), das typischerweise über kein nennenswertes Eigenvermögen verfügt.
Stand: Jahr 2001, 2007, und letzte Auflage 2008 Anlage 38 Basisinformationen Zweckunternehmen.pdf
Da ich aber sowieso nur Bundesanleihen und Anleihen von deutschen Großbanken erwerbe und auf keinen Fall von Zweckunternehmen kaufe, trifft dieses für mich nicht zu.
COMDIRECT-AKADEMIE -ANLEGEN WIE EIN PROFI-
Ich ging ins Internet zu meiner Onlinebank. Auch sie bot mir eine Schulung über verzinsliche Anleihen an, die mich gem. ihrer Aussage zum Profi werden lässt. Da ich auch dort meine Anleihen kaufen möchte, war ich auf der ganz sicheren Seite. Nun lernte ich zum dritten Mal, was eine verzinsliche Anleihe ist. So steht dort nachfolgendes geschrieben:
letzter Stand: 07.01.2011 Anlage 39 Erklaerung Anleihen.pdf
Risiko von Anleihen:
letzter Stand: 07.01.2011 Anlage 40 Anleihe Risiken.pdf
Des Weiteren steht bei der Onlinebank aufgeführt, dass das Rating für die Sicherheit der Anleihe sehr ausschlaggebend ist.
"Das Rating prüft die Fähigkeit und rechtliche Verpflichtung eines Emittenten, Zahlungen von Zins und Tilgung einer von ihm begebenen Schuldverschreibung termingerecht und vollständig zu erfüllen."
Wie auch die anderen Male schreite ich zur Tat. Die Comdirect-Bank hat die Wertpapiere in Aktien, Fonds, Optionsscheine, Zertifikate und Anleihen eingeteilt, die man nach der jeweiligen Rubrik selektieren kann. Zertifikate sind mir viel zu gefährlich. Bis auf einen sehr minimalen Kauf von Fonds, erwarb ich grundsätzlich nur Anleihen.
So suchte ich mir aus der Rubrik "Anleihen" die "DZ BANK AG Deut. Zentral-Gen. COBOLD 62 Em. 3922 v 05(10)" aus.
Die DZ Bank AG ist die Zentralbank der Raiffeisen- und Volksbanken und damit eine sehr sichere deutsche Bankschuldverschreibung
Der Zinssatz von 3,2 % bzw. die geringe Rendite von 3,89 % entspricht auch einer sehr sicheren Anleihe.
Ein Anleihenrating ist zwar nicht angegeben, aber als Emittentenrating wurde die gute Note A2 aufgeführt. Nun heißt es in der Hilfestellung der Onlinebank:
"2. Emittentenrating:....Das Rating kann als Orientierungshilfe verwendet werden, wenn kein Anleihe-Rating vorliegt."
letzter Stand: 07.01.2011 Anlage 41 Rating.pdf
Dementsprechend ist die Anleihe grob gesehen sehr sicher.
Als Emittent ist die "DZ BANK AG Deut. Zentral-Gen." angegeben und als Rückzahlungskurs steht 100 % aufgeführt.
Als Typ steht "Anleihe" aufgeführt.
Für Wertpapiere, die in den Rubriken Zertifikate und Fonds eingestellt sind, hat die Onlinebank Verkaufsprospekte ausgestellt. Da es sich hier aber um eine Anleihe handelt, ist auch kein Verkaufsprospekt vorhanden. Dieses deckt sich ebenfalls mit dem Börsenlexikon der Comdirect-Bank. Unter dem Begriff "Verkaufsprospekt" erscheint nachfolgende Anzeige:
"Juristisch verbindliches und nach den Vorgaben des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) und der Verkaufsprospekt-Verordnung erstelltes Dokument, in dem die Emissionsbank die Parameter eines Zertifikats festlegt. Der Verkaufsprospekt muss bei den zuständigen Aufsichtsbehörden hinterlegt und dem Anleger auf Anforderung zugesandt werden.
letzter Stand: 07.01.2011 Anlage 46 Verkaufsprospekt.pdf
Bei einem Zertifikat ist der Ertrag und teilweise auch die Rückzahlung von gewissen Börsenindexen abhängig. Ich kaufe aber eine verzinsliche Anleihe. Anleihen haben solche Parameter nicht, da für die Rückzahlung nur die Bonität des Emittenten entscheidend ist. Die Anleihe hat einen festen Zinssatz und wird zu 100 Prozent zurück gezahlt. Da es sich hier um eine verzinsliche Bankschuldverschreibung handelt, wurden gem. der gesetzlichen Sonderregelung für Kreditinstitute keine Verkaufsprospekte erstellt, wie es die Comdirect-Bank auch angibt.
Die Zeile „Sonstiges“ ist mit „- -„ ausgefüllt. Somit handelt es sich um eine ganz normale prospektfreie Bankanleihe, die keinerlei Besonderheiten aufweist.
Nun hatte ich mich, wie es auch von der Politik gewollt ist, bis ins kleinste Detail umfassend informiert. Ich kaufte eine Anleihe, wo nach meinen schriftlichen Informationen:
die Rückzahlung zu Hundert Prozent einzig und allein von der Bonität der Emittentin, der DZ-Bank AG, abhängt.
die das sichere Rating A2 ausweist
wo es keine Verkaufsprospekte gibt
die keinerlei Besonderheiten hat
In Wirklichkeit war die Anleihe aber keine normale Schuldverschreibung, sondern es handelte sich um Kreditderivate, die mit einer riskanten Wette auf Kreditausfallversicherungen von 5 Banken, darunter 4 amerikanische, verbunden waren. Im Gegensatz zu einer klassichen Anleihe hatte diese Schuldverschreibung kein Hundertprozentiges Risiko des Totalverlustes, sondern das Risiko betrug insgesamt 600 Prozent, also 6 Mal soviel!
Dieses konnten die Anleger aber zuerst erfahren, als das Geld bereits verloren war. Selbst den Investoren, die nur auf Empfehlung eines Kundenberater die Anleihe bei einer Hausbank erwarben, wurde die Anleihe als ganz normale prospektfreie Bankschuldverschreibung verkauft. Die Geschädigten hatten absolut nicht die geringste Chance, davor Kenntnis zu erhalten.
Anbei 3 Beispiele von solchen Wettanleihen.
Anlage 42 Wettanleihe Cobold xxl 5.pdf
Hier wettet man auf die Bonität von 25 Unternehmen u. a. Adidas, Allianz, Telekom, Lufthansa, Metro, Thyssen, Volkswagen etc.. Es ist nicht der kleinste Hinweis zu finden, dass es sich hier um Kreditderivate bzw. Credit Linked Notes mit Referenzunternehmen handelt, geschweige denn auch noch mit einer zusätzlichen Wette auf die Bonität dieser. Auch unter "sonstiges", wo Besonderheiten ausgewiesen werden, ist kein Eintrag vorhanden.
Anlage 43 Wettanleihe Cobold 67.pdf
Hier wettet man auf die Bonität von 5 internationale Telekommunikationsunternehmen. Es ist nicht der kleinste Hinweis zu finden, dass es sich hier um Kreditderivate bzw. Credit Linked Notes mit Referenzunternehmen handelt, geschweige denn auch noch mit einer zusätzlichen Wette auf die Bonität dieser. Auch unter "sonstiges", wo Besonderheiten ausgewiesen werden, ist kein Eintrag vorhanden.
Anlage 44 Wettanleihe LBW MTN-Synthia 32.pdf
Hier wettet man auf die Bonität von BMW, Daimler, Lufthansa, Telekom, Münchner Rück und Volkswagen. Es ist nicht der kleinste Hinweis zu finden, dass es sich hier um Kreditderivate bzw. Credit Linked Notes mit Referenzunternehmen handelt, geschweige denn auch noch mit einer zusätzlichen Wette auf die Bonität dieser. Auch unter "sonstiges", wo Besonderheiten ausgewiesen werden, ist kein Eintrag vorhanden. Als Emittentenrating wird das Beste überhaupt angegeben und zwar "AAA".
Bei der Onlinebank kann der Anwender nach gewissen Auswahlkriterien eine Liste von verzinslichen Anleihen erstellen. Dabei darf ein gewünschtes Moody-Rating für die Anleihe vorgegeben werden. Ich wählte grundsätzlich nur Anleihen mit der besten Stufe von "A" aus. Bei der dann angezeigten Liste wird der Anleger aber über das wesentliche Risiko getäuscht. Die Bonität der gesamten Anleihe wird nur auf das ausgezeichnete Emittentenrating der LBW bezogen. Dabei kommt es hierauf fast überhaupt nicht an. Die Credit Linked Notes sind eine Wette auf Kreditausfallversicherungen der Referenzunternehmen zzgl. einem möglichen Zahlungsausfall der Emittenten selber. Die LBW Synthia-Anleihe beinhaltet 6 Referenzunternehmen. Deshalb kommt es zu 6/7 (6 Referenzunternehmen + 1 Emittentin) bzw. 86% nur auf die Zahlungsfähigkeit der Referenzunternehmen an und nur der äußerst minimale Anteil von 1/7 bzw. 14% hängt von der Emittentin bzw. dem Emittenten-Rating ab. Dieses wird dem Anleger nicht nur verschwiegen, er wird somit über die Bonität und das Risiko der Anleihe gravierend getäuscht.
http://www.wertpapier-forum.de/topic/6392-liste-mit-aktuellen-anleihen-rating-aaa-a-rendite-&gt;7
Diese falschen Anlegerinformationen sind öffentlich zugänglich und können auch von jedem Nichtkunden eingesehen werden. Mir ist bekannt, dass sich etliche Leute bei der Onlinebank informierten und dann bei ihrer Hausbank mit den falschen Informationen solche Wertpapiere erwarben oder auch die Empfehlung ihres Kundenberaters hier auf Richtigkeit überprüften.
Insbesondere sind bei Zertifikaten und Fonds umfangreiche Verkaufsprospekte und Informatioenn ausgestellt. Bei diesen Credit-Linked-Notes, die um ein vielfaches riskanter sind, werden aber keine Verkaufsprospekte ausgestellt. Es ist noch nicht einmal der kleinste Hinweis auf solche Unterlagen vorhanden. Die Comdirect-Bank beruft sich nun darauf, daß sie nur Komissionärin ist, keine Anlageberatung durchführt, nur für fremde Rechnung handelt und etc.. Ich erwarb auch einen Fond über die Comdirect-Bank. Bei den Wertpapierarten, wo der Kunden ohne weitere Unterlagen keine Käufe tätigen würde, stellt die Comdirect-Bank alles zur Verfügung. Bei den hoch riskanten Anleihen hingegen ist noch nicht einmal der kleinste Hinweis auf eine Besonderheit eingestellt. Aber nicht nur das. Alle relevanten Daten wurden gravierend abgeändert. Schon allein deshalb würde der Anleger nicht im Traum darauf kommen, daß es sich hier um keine normale prospektfreie Bankschuldverschreibung handelt.
Die DZ BANK COBOLD 62 Papier beinhaltete 5 Referenzbanken, wobei ein Kreditinstitut deutsch und 4 amerikanisch waren. Ein Referenzunternehmen davon war Lehman Brother.Die Credit Linked Notes wurde mit 3,2 % verzinst. Gem. der Angabe der DZ Bank bietet das COBOLD 62 Papier dem Anleger einen Renditevorsprung von ca. 20 bis 60 Basispunkten über vergleichbare Bankanleihen im entsprechenden Laufzeitsegment. Damit diese Rechengröße nun nach mehr aussieht, bezeichnet man die Angabe in Basispunkten. In Wirklichkeit sind 20 bis 60 Basispunkte gleich 0,2 bis 0,6 Prozent.
Nachfolgend eine Beschreibung von der DZ-Bank, die ich nach der Lehman-Insolvenz erhielt.
Anlage 33 DZ-Bank Basispunkte.jpg
Wenn man nun direkt so eine Referenzbankanleihe mit der höchsten Rendite erwirbt, erhält der Investor gerade mal unauffällige 0,2 Prozent weniger Rendite. Wenn dann der Emittent dieser Bankanleihe zahlungsunfähig wird, ist das investierte Kapital verloren. Genau das selbe würde aber auch bei dem COBOLD Papier eintreten. Das Kapital des gesamten COBOLD Papieres wäre ebenfalls verloren. Der große Unterschied ist nur, dass hier zwar auch das Bonitätsrisiko dieser Bank zu Grunde liegt, aber man wettet zusätzlich noch auf die Bonität von 5 weiteren Banken, also das Verlustrisiko ist zusätzlich noch 500 Prozent mehr.
Und für dieses enorme Verlustrisiko von zusätzlich 500% zahlt die Bank dem Anleger gerade mal lächerliche 0,2 % mehr! Man kann auch sagen, jedes Referenzunternehmen birgt ein Verlustrisiko von 100 Prozent. Wenn man jetzt die Prämie von 0,2 Prozent auf die 5 Referenzunternehmen aufteilt, sind das 0,04 Prozent. Also für ein Hundertprozentiges Verlustrisiko seines Kapitals erhält der Anleger "sage und schreibe" nur 0,04 Prozent Versicherungsprämie. Das macht bei 1.000,00 € Kapital gerade mal lächerliche 0,40 € aus, was dem Preis von zwei trockenen Brötchen entspricht.
Der Kunden hat zwar eine fünf fache Hebelwirkung im Verlustrisiko, aber an dem großen Gewinn ist er nicht am Geringsten beteiligt. Er kann nur verlieren oder im günstigsten Fall gerade Mal sein eingesetztes Kapital plus ein paar mickrige Zinsen zurück erhalten. Deshalb tritt hier eine drastische unangemessene Benachteiligung des Anlegers ein, was rechtlich unzulässig ist.
Es gibt sogar Anleihen, die über 25 Referenzunternehmen verfügen Hier potenziert sich das zusätzliche Verlustrisiko sogar auf 2.500 %.
Nun traf das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen bei der Übernahme von Kreditrisiken im Rahmen von Kapitalanlagen im Jahr 2002 eindeutige Festlegungen.
Die versicherungsmäßige Übernahme von Kreditrisiken ist nur Versicherungsunternehmen gestattet, die eine entsprechende Erlaubnis haben. Die Erwerber der Anleihen, bzw. die Investoren, die hiermit das Kreditrisiko der Bank versichern, sind aber keine Versicherungsunternehmen. Dementsprechend wären diese Credit Linked Notes unzulässig. Jetzt gibt es aber eine Ausnahme. Die Kreditrisiken können als versicherungsfremdes Geschäftes im Rahmen einer Kapitalanlage übernommen werden, wenn u. a. nachfolgende Vorraussetzung eintritt:
"Bei einem Forderungsausfall im Collateral Pool oder dem Eintritt eines Kreditereignisses bei dem Referenzaktivum oder -portfolio muss eine Hebelwirkung im Hinblick auf die Rückzahlung ausgeschlossen sein. Eine Hebelwirkung liegt dann vor, wenn der Ausfall eines Schuldners zu einem überproportionalen Ausfall der Rückzahlung des Kassainstruments führen kann."
http://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Service/Rundschreiben/BAV/rs__0201__va,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/rs_0201_va.pdf
Bei 5 Referenzbanken wurde somit die Hebelwirkung um ein fünffaches überschritten! Das heißt der überproportionalen Ausfall betrug sage und schreibe 500 %! Auch vom Bundesaufsichtsamt sind diese Wetten deshalb überhaupt nicht zulässig.
Außerdem sollten, u. a. nach den Richtlinie der EU, Informationen zu Wertpapieren leicht analysierbar und verständlich sein. Um dieses alles zu gewährleisten, wurden die Anleihebedingungen von Wertpapieren, die öffentlich angeboten wurden, von den Börsenstellen geprüft und genehmigt. Zusätzlich musste die entsprechende Anleihe an der Börse zum Handel zugelassen werden.
verzinsliche Bankanleihen
a. Verkaufsprospekt
Die Bank emittierte "anno dazumal" Inhaberschuldverschreibungen, die auch Anleihen genannt werden. Also sie sagt in einer Urkunde, dass sie ab jetzt Inhaberschuldverschreibungen dauernd und wiederholt ausgibt. Diese Globalurkunde, die bei einem Zentralverwahrer (Clearingstelle) hinterlegt ist, stellt sozusagen einen Rahmenvertrag dar. Die Urkunde oder eine Kopie davon bekommt der Kunde nicht zu sehen. Nun hat die Bank einen Freibrief dauernd und wiederholt Bankanleihen auszugeben. Die Globalurkunde ist für den Kunden auch nicht wichtig. Eine klassische Bankanleihe hat nur ein Emissionsvolumen, einen Kurs, einen Zinssatz und eine Laufzeit. Ggf. kommen noch kleinere Besonderheiten hinzu. Diese sind aber standardisiert vordefiniert. Z. B. nachrangig bedeutet, dass im Insolvenzfall der Bank der Anleger bei der Verteilung der Insolvenzmasse an letzter Stelle steht oder bei Nullkupon sind die Zinszahlungen mit in einem niedrigeren Kurs eingerechnet. Grundsätzlich hing die Rückzahlung der Bankanleihe zu 100 % von der Bonität des Emittenten ab. Auf Grund der einfachen Struktur, der Transparenz und der Vertrauenswürdigkeit von Banken gab es für Kreditinstitute eine Ausnahmeregelung. Es wurden gem. Verkaufsprospektgesetz keine Verkaufsprospekte erstellt und die Anleihebedingungen brauchten nicht genehmigt zu werden.
Die Globalschuldverschreibung stellt den Rahmen da. Gab die Bank jetzt Anleihen aus, waren das Tranchen (Stücke) von diesen Inhaberschuldverschreibungen. Von diesen Tranchen wiederum konnte der Anleger Teile (meistens in Tausend-Euro-Stückelungen) erwerben. Deshalb heißt die Inhaberschuldverschreibungen auch "Teil-Inhaberschuldverschreibungen"
b. Börsenzulassung
Für Wertpapiere, die über einen organisierten Markt der Börse gehandelt wurden, war eine Börsenzulassung erforderlich. Dazu wurde ein Zulassungsprospektes erstellt. Rahmenzulassungen gestattet aber diesen Börsenzulassungsprospekt nachträglich einzureichen. Somit waren die Wertpapiere schon zugelassen und wurden gehandelt bevor sie überhaupt im Rechtsinne existierten.
In dem unten aufgeführten Börsenzulassungsprospekt erfolgten 12 Emissionen in 3 Tranchen im Zeitraum vom 08. März 2004 bis 31. Januar 2005. Der Börsenzulassungsprospekt wurde zuerst danach, im Februar 2005 von der Bank erstellt. Dieses war auch sinnvoll. Somit wurden keine 12 Prospekte aufgelegt, sondern nur ein Einziger.
Nachfolgend der Link zu dem Börsenzulassungsprospekt, der bei der Börse Frankfurt ausgestellt ist.
http://deutsche-boerse.com/INTERNET/EXCHANGE/fwbprospekte.nsf/PublikationenID/ABEK-6A5LB2/$FILE/ProspektEF.pdf?OpenElement
Der Kunde hatte beim Kauf einer normalen Bankschuldverschreibung keine Möglichkeit Unterlagen einzusehen, geschweige denn zu erhalten
1. Globalurkunde: liegt beim Zentralverwahrer (Clearingstelle). Für Kunden nicht einsehbar und unwichtig, da konkrete Anleihebedingungen nicht aufgeführt sind.
2. Börsenzulassungsprospekt: hier sind die Anleihebedingungen aufgeführt. Prospekt wird zuerst nach der Emission Monate später erstellt.
Auf Grund der einfachen und klaren Struktur der Anleihen, konnte es zu keinen Problemen kommen. Unterlagen waren nicht erforderlich. Die Bank teilte in einem Antragformular der Börse mit, dass sie eine neue Emission auflegt. Die angegebenen Daten wie Zinssatz, Kurs und etc. wurden dann bei den Börsen gespeichert und in den Wirtschaftszeitungen veröffentlicht.
Nachstehend aufgeführt ein Ausschnitt von Emissionen in drei Tranchen gem. o. a. Börsenzulassungsprospekt.
strukturierte(Bank)anleihen
Anleihen hatten zwar unterschiedliche Ausstattungsmerkmale, wie z. B. Zinsen, Währung und das Emissionsvolumen, aber die hundertprozentige Rückzahlung hing grundsätzlich von der Bonität des Emittenten ab. Nun erfanden die Banken Sonderformen von Anleihen, wobei eine Rückzahlung nicht nur vom Emittenten, sondern auf zusätzlichen Bezugsgrößen basiert.
Es wird die Aktienanleihe erfunden. Die Bank sagt, dass die Rückzahlung in Geld zu 100 Prozent nur dann erfolgt, wenn ein Aktienkurs eines bestimmten Unternehmens an einem festgelegten Tag einen gewissen Kurswert nicht unterschritten hat. Ansonsten erhält der Anleger nicht sein Kapital zurück, sondern nur eine festgelegte Anzahl Aktien von diesem Unternehmen.
http://lexetius.com/2005,1527
Bei den klassische prospektfreien Bankschuldverschreibungen unterscheiden sich die einzelnen Tranchen nur in kleinen Besonderheiten der Ausstattung.
Die nun ausgegebenen strukturierten Anleihen haben aber nicht diese minimalen Abweichungen, sondern hier geht es um das Wesentliche überhaupt, die Rückzahlung der Anleihe.
Deshalb greift hier auch nicht die Prospektfreiheit, mit der "anno dazumal" erstellten Globalurkunde als Rumpfprospekt und der daraus resultierenden prospektfreien Ausgabe für unendliche viele Tranchen.
Für alle öffentlich angebotene Wertpapiere, die über eine organisierten Markt der Börse gehandelt wurden, waren zwei Aspekte relevant.
a. Anleihebedingungen
Und genau in dieser Reihenfolge müssten bei den strukturierten Anleihen auch die Genehmigungen erfolgen. Zuerst müssten die Anleihebedingungen genehmigt werden und danach die Börsenzulassung. Dieses wird aber von den Banken umgangen. Die Kreditinstitute geben zuerst einen Rumpfprospekt als Globalurkunde raus. Damit hat die Bank so etwas ähnliches wie ein Daueremittentenprivileg, so wie bei den normalen harmlosen Bankanleihen. Alle Anleihen bzw. Tranchen sind schon bei der Börse zugelassen, trotzdem sie noch gar nicht existierten und überhaupt noch nicht feststeht, an welches Aktienunternehmen die Rückzahlung und wie gekoppelt ist.
Im Gegensatz zu den klassischen Bankanleihen müssen aber bei den strukturierten Anleihen bzw. Tranchen die Anleihebedingungen geprüft und genehmigt werden. Trotzdem die gesetzlich vorgeschriebene Genehmigung der Anleihebedingungen vielleicht abgelehnt wurde oder nicht erfolgte, waren die Anleihen aber durch den Rahmen-/ bzw. Rumpfprospekt an den organisierten Märkten der Börsen zum Handel zugelassen.
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/15/052/1505219.pdf
S. 6 Punkt 18
"§ 44 BörsZulV erlaubte insbesondere im Falle von Emissionsprogrammen eine vereinfachte Zulassung von Schuldverschreibungen im Wege von Rahmenzulassungen und gestattete damit den Börsen, Wertpapiere auch bereits dann zuzulassen, wenn der für die Zulassung erforderliche Prospekt nicht nur auf die Nennung einiger weniger Ausgabebedingungen verzichtete, sondern die Beschreibung der konkreten Ausstattung der Emissionen in der Gesamtheit auf einen späteren Zeitpunkt verlagert wurde. Faktisch erfolgt hiermit bereits eine Zulassung von Wertpapieren, die im Rechtssinne noch nicht existieren."
Und dieses auch noch ohne jegliche Zeitbeschränkung, s. S. 2 Punkt 5.
Da solche Wertpapiere aber einen anderen Typ besitzen und außerdem unter der Rubrik "Zertifikat" geführt werden, wußte der Anleger zu mindestenst, daß die Rückzahlung von weiteren Parametern abhängt.
strukturierte (Bank)-W e t t -Anleihen bzw. Credit Linked Notes
Wie schon erwähnt, brauchte man für den Freibrief für die Börsenzulassungen einen Rumpfprospekt. Die Rückzahlung der Aktienanleihen basierten auf einem Aktienkurs. Da die steigenden oder fallenden Kurse der Aktien vom Wert des Unternehmens abhängen, hieß der Rumpfprospekt nicht Verkaufsprospekt, sondern "unvollständiger Unternehmensbericht" Die einzelnen Ausgaben der Aktienanleihen bzw. Tranchen wurden dann als "Nachtrag zum unvollständigen Unternehmensbericht " emittiert.
Die Credit Linked hingegen beinhalteten Kreditausfallversicherungen, also keine Aktien. Sie setzen sich aus Kreditderivaten und einer Wette auf deren Bonität von z. B. 5 Referenzunternehmen bzw. Referenzkrediten zusammen. Entweder werden die Credit Linked Notes zu einem Kurs von 100 Prozent zurück gezahlt oder der Investor erhält eine Anleihe eines Pleitereferenzunternehmens oder den Barwert des Pleiteunternehmens. Trotzdem diese Credit Linked Notes nicht im Geringsten etwas mit Aktien zu tun haben, täuschen die Banken nun vor, dass sie von der Struktur in etwa einer Aktienanleihe gleich gelagert wären. Den Rumpfprospekt deklarieren sie nun nicht als Verkaufsprospekt oder ähnlich, sondern ebenfalls als "unvollständigen Unternehmensbericht". Gem. Wikipedia gibt es für Aktienanleihen nachfolgende Ausdrücke: "Aktienandienungsanleihe, engl. Reverse Convertible Bond oder Equity Linked Bond". Diese wählt man nun so ähnlich.
Die Rückzahlung dieser Credit Linked Notes hängt von definierten Referenzunternehmen ab. Das Wichtigste überhaupt, die Festlegung der Referenzunternehmen, die Anzahl der Referenzunternehmen und deren konkrete Bedeutung im Bezug auf die Rückzahlung sind in dem Rumpfprospekt nicht enthalten. Also die Credit Linked Notes selber waren schon zum Handel an den organisierten Märkten der Börsen zugelassen, trotzdem noch nicht einmal ansatzweise die Rückzahlungsmodalitäten feststanden. Die Bank konnte nun im nachhinein auswählen, ob sie nur ein solides Referenzunternehmen einbezog, 5 Referenzunternehmen auswählte und einen Verlust anteilmäßig aufteilte oder 25 Referenzunternehmen einbezog und bei Ausfall nur eines einzigen Unternehmens die gesamte Anleihe in eine wertlose Anleihe des Pleiteunternehmens umtauscht, also dem Anleger ein zusätzliches 25fachen Risiko des Totalverlustes aufbrummt.
Damit sich nun auch keiner den Rumpfprospekt, bzw. unvollständigen Unternehmensbericht ansieht, macht die Bank zudem auch noch alles intransparent. Sie erstellt 383 DIN A4-Seiten mit allen möglichen Varianten, die dann "doppelt und dreifach" und ganz kompliziert beschrieben werden. Selber sagt dieser "unvollständigen Unternehmensbericht" aber überhaupt nichts über das jeweilige Credit Linked Notes aus. Auch die wichtige Hebelwirkung, bzw. den überproportionalen Ausfall kann man, wie schon erwähnt, nicht entnehmen.
Die Anleihebedingungen selber wurden in Nachträgen zum Rumpfprospekt erstellt. Da der Rumpfsprospekt "unvollständigen Unternehmensbericht" heißt, werden die Nachträge mit den Anleihebedingungen nun auch nicht als Nachtrag zum Verkaufsprospekt" bezeichnet, sondern heißen "Nachtrag zum unvollständigen Unternehmensbericht". Das könnte in etwa soviel bedeuten, dass sich ein paar Unternehmenszahlen in der Gewinn- und Verlustrechnung der DZ-Bank geändert haben. Mit diesem Nachtrag haben sich aber nicht ein paar buchhalterische Zahlen der DZ-Bank geändert, sondern hier wurden ganz versteckt zahlreiche Wett-Anleihen über jeweils Zig- Millionen Euro emittiert.
Getarnter "Unvollständiger Unternehmensbericht" über 10 Milliarden Euro Emission. Dass es sich hierbei um die äußere Hülle für Credit Linked Notes handelt, erkennt man aus der in Klammern eingefügten Bezeichnung (Credit Linked Notes). So werden die Anleihen mit Referenzkrediten bezeichnet.
http://deutsche-boerse.com/INTERNET/EXCHANGE/fwbprospekte.nsf/PublikationenID/MHUR-5Z3CTP/$FILE/L2004115.pdf?OpenElement
Anbei ein Beispiel von einem Vorgängermodell des Cobold 62 Papiers
http://deutsche-boerse.com/INTERNET/EXCHANGE/fwbprospekte.nsf/PublikationenID/MKRS-5ZUJDS/$FILE/NT_1_UNV_UB_Mai_2004_COBOLD_54_DZ_BANK_AG.pdf?OpenElement
Dieser Nachtrag verfügt dann auch noch über 31 DIN-A4 Seiten, so dass der Interessent nun schon für die gesamte Anleihe 414 Seiten benötigt (386 + 31). Sicherlich hätte die Bank alles auf höchsten 2 bis 3 DIN A4 Seiten beschreiben können, aber bei der Börse sollte sich nun auch Keiner die Arbeit machen, dieses noch zu überprüfen. Dann könnte der Schwindel womöglich auffliegen.
Nun flog aber der Schwindel trotzdem auf und es wurden keine Anleihebedingungen mehr genehmigt. Deshalb erfolgte auch keine Genehmigung des Cobold 62-Papiers mehr. Trotzdem die Anleihebedingungen nachweislich nicht genehmigt waren, benutzte die Bank nun aber den Freibrief zur Börsenzulassung. Das ist in etwa so. Die Verkehrsstraßen sind mir alle öffentlich zugänglich. Also kann ich dort ohne Führerschein mit dem Auto fahren. Solange mich keiner kontrolliert und kein unvorhersehbares Ereignis eintritt, ist das doch kein Problem.
Natürlich würde so ein Credit Linked Notes kein normaler Mensch kaufen. Deshalb muss der Kunde hintergangen werden.
Jetzt "schlägt man auch noch 2 Fliegen mit einer Klappe". Für dieses äußerst riskante Wettspiel will die Bank dem Kunden nichts bezahlen. Der Kunde hingegen denkt, dass er auf Grund der sehr niedrigen Rendite eine ganz sichere Anleihe kauft und kann nicht den geringsten Verdacht schöpfen. So erwarben diese Credit Linked Notes nicht die Profitjäger, sondern größtenteils sicherheitsorientierte Anleger. Die Rendite entsprach ausweislich der Bundesbankstatistik in etwa einem laufzeitgleichen Bundesschatzbrief. Oftmals hatten sicherheitsorientierte Anleger nicht nur Bundeswertpapiere gekauft, sondern wegen einer Risikostreuung auch die sehr sicheren deutschen Bankschuldverschreibungen erworben.
Ein Auszug aus: http://finanzkrise.ra-lachmair.de/weitere-zertifikate/cobold-colibri/ Bemerkung: fälschlicherweise geht der Rechtsanwalt hier von einem Zertifiakt aus. Das Wertpapier wurde aber als Anleihe und nicht als Zertifikat verkauft.
"In einem der hier anhängigen Fälle wurden im November 2005 derartige Papiere (DZ-COBOLD 62 Zertifikate) mit einer Verzinsung von 3,2% zu einem Kurs von 98,70 veräußert, was einer Rendite von 3,25 % entspricht. Die Rendite für Bundesschatzbriefe lag damals ausweislich der Bundesbankstatistik bei 3,2 %, wenige Wochen zuvor bot die comdirekt-Bank 4% für Festgeldanlagen. Für diese also mehr als bescheidene Prämie durfte der Erwerber die DZ-Bank von den kumulativen Kreditrisiken unter anderem von 4 US-Investmentbanken befreien, darunter Lehman Brothers. Dass man hier zu üblichen Festgeldkonditionen Versicherung spielen darf, wurde jedenfalls dem von uns vertretenen Erwerber nicht gesagt."
Da alle gravierenden Aspekte, wie Typ, Rückzahlung und Wertpapierbezeichnung bei gewissen Direct-Banken, aber auch bei der den Käufern über Kundenberater gravierend falsch angegeben wurden, hatte ein mündiger Bürger, der sich umfassend informierte, nicht die geringste Chance dieses aufzudecken.
Während die Emissionsbanken bei der Börse auf Masse und Intransparenz setzten, spielten die Vertriebsbanken beim Kunden und anders herum.
Bei allen mir bekannten Geschädigten des COBOLD 62-Papiers, erhielt nicht ein Kunde schriftliche Produktinfos über mögliche Referenzunternehmen. Auch mündlich wurden die Kunden nicht informiert. Die Credit Linked Notes wurden als ganz normale verzinsliche Bankschuldverschreibung verkauft. Die Vertriebsbanken hatten nämlich ein leichtes Spiel.
Für normale öffentlich angebotene Bankanleihen gab es eine Ausnahmergelung. Gem. damaligen Verkaufsprospektgesetz (VerkProsGes) waren Kreditinstitute, die verzinsliche Anleihen dauernd und wiederholt begaben, von der Prospektpflicht ausgenommen. Deshalb waren Kunden und Kundeberater daran gewöhnt, bei Bankanleihen keine schriftlichen Produktinfos zu erhalten.
Bei Depoteröffnung ist jede Bank verpflichtet, dem Kunden eine Grundaufklärung zu geben. Dazu gibt es eine Broschüre namens "Basisinformationen für Wertpapiervermögensanlagen", die von allen Banken mit einheitlichen Inhalt verteilt wird. Anläßlich meiner Depoteröffnung bei der Comdirect-Bank im Jahr 2003 erhielt ich auch diese Unterlage. Wie schon erwähnt, absolvierte ich ein paar Jahre zuvor eine Bankausbildung. Schon allein deshalb, war ich sehr neugierig, wie sich der Markt inzwischen entwickelte. Außerdem bin ich ein sehr vorsichtiger Mensch. So las ich mir die Boschüre sehr gründlich durch. Unter der Rubrik "Anleihe" wird überall angegeben, dass für die Rückzahlung einer verzinslichen Anleihe nur die Bonität des Emittenten ausschlaggebend ist, so wie ich es auch in meiner Ausbildung lernte. Unterschiede gibt es lediglich in Ausstattungsmerkmalen, wie z. B. Zinsen, Währung und Rangstellung im Insolvenzfall des ausgebenden Institutes. In einem weiteren Kapitel werden Sonderformen beschrieben. Hier hängt die Rückzahlung nicht nur vom Emittenten ab, sondern sie basiert auf zusätzlichen Bezugsgrößen. Diese Wertpapiere haben einen eindeutigen Wertpapiertyp. Neben unter anderem dem Typ Aktienanleihe, wird auch der Typ "synthtische Anleihen" kurz beschrieben. So heißt es"Exkurs: Sonstige "synthetische" Anleihen". Hier ist aufgeführt, dass bei dieser Art, Forderungen in eine Anleihe "umverpackt" werden. Weiter heißt es: "Emittent der synthetischen Anleihe ist regelmäßig ein speziell zu diesem Zweck gegründetes Zweckunternehmen (sogenanntes "Special Purpose Verhicle", SPV), das typischerweise über kein nennenswertes Eigenvermögen verfügt. Auch die weiteren kurzen Erläuterungen beziehen sich alle auf ein speziell zu diesem Zweck gegründetes Zweckunternehmen. Dieses ist dann auch wieder identisch mit meinen Ausführungen zu der englischen Definition für "Credit Linked Notes". Wie ich in Kapital 4 schon erwähnte, besagt die englische Definition, daß Kreditderivate von Zweckgesellschaften herausgegeben werden.
Anlage 38 Basisinformationen Zweckunternehmen.pdf
Ich kaufte grundsätzlich nur Bankanleihen von Deutschen Großbanken, die zualledem auch nur den Typ "Anleihe" besaßen. Selbst wenn ich den Typ unberücksichtigt lasse, so erwarb ich nie Bankanleihen von Zweckunternehmen. So betraf dieser Abschnitt mich nicht im Geringsten. Das Cobold-Papier wurde von der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank AG (DZ Bank) emittiert. Die DZ Bank AG, die als Zentralbank der Volksbanken und Raiffeisenbanken fungiert, ist eine Großbank und unstrittig kein Zweckunternehmen. In dem Absatz steht aufgeführt "Emittent ist regelmäßig ......ein Zweckunternehmen".
Nun behauptet doch die Comdirect-Bank, daß die Credit Linked Notes eine synthetische Anleihe wären und dieses wiederum in den Standardinformationen beschrieben steht.
Dann hätte aber zumindest in der Verkaufsanzeige der Wertpapiertyp "synthetische Anleihe" angeben werden müssen, was nicht passierte.
In Wirklichkeit existiert diese Cobold-Anleiheform nicht einmal ansatzweise in der Basisaufklärung. Sie wurde in Deutschland sozusagen illegal emittiert.
Bei der deutschen Umwidmung sind nämlich zwei gravierend verschiedene Arten entstanden, s. Seite 1 bis 3 (Rundeschreiben Bundesaufsichtsamt).
1. Asset-Backed-Securities (ABS) -> Emittent ist Zweckunternehmen
2. Credit-Linked-Note (CLN) -> Emittent ist in erster Linie Banken
Die in den Basisinformationen beschriebene Form nennt sich "Asset-Backed-Securities (ABS).Und diese tauscht man nun einfach gegen die nicht aufgeführte Wertpierart aus und schreibt, dass der Kunden über alle Risiken aufgeklärt wurde.
Bei den ABS-Wertpapieren werden Kreditsrisiken auf eine Zweckgesellschaft übertragen. Diese werden dann strukturiert nach der Bonität in mehrere Tranchen zu Paketen zusammen geschnürt. Der Anleger kauft dann von der Zweckgesellschaft so einen Teil von einer Tranche. Im Gegensatz zu den Credit Linked Notes, sind da keine speziellen Kredite genannt und es gibt auch kein vertraglich vereinbartes Kreditereignis. Der Anleger ist an dem Erlös der jeweiligen Tranche, die aus anonymen Krediten besteht, beteiligt. Meistens haben diese Anleihen eine unendliche Laufzeit, der Sitz der Zweckgesellschaft ist im Ausland, sie fallen unter den Begriff "Hybridanleihen" und haben teilweise größere Kursverluste.
Das Cobold-Papier hingen beinhalte fünf Kreditderivate, was mit einem zusätzlichen fünffachen Hebel des Totalverlustes hoch riskant ist. Diese Form des Kreditderviates wird in der deutschen Umwidmung als Credit-Linked-Note (CLN) bezeichnet. In der richtigen Wertpierbezeichnung, die man aber zuerst nach der Lehman-Insolvenz erfahren konnte, wird auch das Wort "Credit-Linked-Note" angegeben. Und genau diese Anleiheform ist nicht einmal ansatzweise in der Broschüre der Basisinformationen beschrieben, weil es diese Form als Anleihe überhaupt nicht gibt. Hier werden nämlich keine anonymen Kreditrisiken auf eine Zweckgesellschaft übertragen, sondern Kreditrisiken von etlichen Unternehmen werden in gehebelter Form direkt in ein Wertpapier "gesteckt", was dann zum Totalverlust der gesamten Anleihe führen kann. Emittent und Bezeichnung ist keine mittelose Zweckgesellschaft, sondern eine "renommierte" Großbank.
Diese Kreditderivate werden nur in einer speziellen Broschüre "Basisinformation über Finanzderivate" aufgeführt. Die mehrfache Hebelung des Verlustes gibt es dort allerdings auch nicht.
Anlage48 Info_Finanzderivate.pdf (3 Seiten)
Und diese Broschüre hat nach meinen Kenntnissen bis her kein Privatkunde erhalten. Selbst die Broschüre konnte ich mir nach der Insolvenz, von einer Bank nur über Umwege über den Firmenkundenbereich besorgen, da sie im Privatkundenbereich nirgendwo existierte und noch nicht einmal bekannt war. Und hier heißt es dann auch: "Als Emittent von "CLN" kommen in erster Linie Banken in Betracht. Aber ganz abgesehen davon, wurde beim Verkauf der Anleihe das "Credit-Linked-Note" gänzlich verschiegen. Selbst wenn nun der Anleger gewußt hätte, daß in Deutschland "Credit-Linked Note" existieren, hätte er nicht den geringsten Bezug zu seiner vorgetäuschten Anleihe herstellen können.
Trotzdem diese Credit Linked Notes noch nicht einmal ansatzweise in den Wertpapierbasisinformationen beschrieben stehen, ist aber in den Gerichtsurteilen zu Cobold aufgeführt, dass die Geschädigten eine Grundaufklärung in Form der Übergabe der Broschüre der Basisinformationen erhielten.
Der Kunde, der nur Bankschuldverschreibungen von Deutsche Großbanken erwarb und nicht von Zweckunternehmen, konnte trotz Studium aller Informationen noch nicht einmal erahnen, dass Banken plötzlich Kreditausfallversicherungen verkauften, geschweige denn, darauf auch noch riskante Wetten zu Lasten des Anlegers machten.
Meine Broschüre ist vom Jahr 2001. Aber selbst in den mir vorliegenden neueren Auflagen aus den Jahren 2007 und der bisher letzten Ausgabe von 2008 wird diese nicht existierende Wertpapierart tot geschwiegen.
Nun fliegt der Schwindel auf. Die Regierung verabschiedet ein neues Bundesgesetz, was am 1. Juli 2005 in Kraft trat. Das Prüfungs- und Zulassungsverfahren für die Verkaufsprospekte und die Nachträge wird nun zentralisiert und auf die Bafin übertragen. Auch das prospektfreie Daueremittentenprivileg der Banken wird abgeschafft, allerdings mit einer Übergangsfrist zum 31.12.2008. Es ist für mich absolut nicht nachvollziehbar, dass hier noch eine Übergangsfirst von 3 1/2 Jahren galt, also bis kurz nach der Lehman-Insolvenz. Und auch danach gab/gibt es noch zahlreiche Ausnahmeregelungen.
Das Wort "Unternehmensbericht" wird gestrichen bzw. in Verkaufsprospekt umbenannt. Dementsprechend hatten unsere Politiker damals genau Bescheid gewusst, was gespielt wurde. Aber es wurde kein "Wort darüber" verloren und alles verschwiegen.
Doch auch bei dem neuen Gesetz findet man wieder "ein Schlupfloch". So müssen zwar Nachträge geprüft und gebilligt werden, aber wenn man das Kind "endgültige Bedingungen" nennt, braucht dieses Dokument nur ohne Prüfung hinterlegt zu werden. Was damals der "unvollständige Unternehmensbericht" war, heißt nun Basisprospekt. Und was der Nachtrag zum unvollständigen Unternehmensbericht war, das sind nun die "endgültigen Bedingungen". Da die Wettgeschäfte in Deutschland aber unzulässig sind, weicht man jetzt nach Luxemburg aus. Und trotzdem die Richtlinie 2003/71/EG des Europäischen Parlaments eindeutig besagt, dass Wertpapiere transparent sein müssen, umgeht man dieses.
Zum 02. August 2006 lässt man sich in Luxemburg einen neuen Rumprospekt, nun mit der Bezeichnung "Basisprospekt" über 212 DIN-A4 Seiten und wieder über 10 Milliarden genehmigen, um dann die Anleihen in Deutschland zu verkaufen. Ich glaube kaum, dass sich die Luxemburger dieses äußerst intransparente Dokument überhaupt angesehen haben. Und selbst wenn die dortigen Mitarbeiter in dieser äußeren Hülle die Wörter "first to default" fanden, so ist das nach dem internationalen Standard keine Wette mit einem überproportionalen Verlust.
Die Anleihebedingungen selber braucht man jetzt aber nur bei der CSSF (Aufsichtsbehörde in Luxemburg) und der Bafin zu hinterlegen. Das wäre in etwa mit einem Grundbuch zu vergleichen. Den Aufbau des Grundbuches beschreibt man "lang und breit" in einem großen Aktenordner, der dann genehmigt werden muss. Aber selber das Grundbuchblatt mit der Größe, der Lage, der Rechtsmäßigkeit und dem Wert des Grundstückes unterliegt keiner Kontrolle, diese Angaben können dann unleserlich, unplausibel, illegal, intransparent oder sonst wie eintragen werden.
Anlage 24 Basisprospekt Luxemburg (ausgestellt bei www.bourse.lu) Anmeldung zuvor erforderlich
Durch diesen Gesetzeswechsel trat aber bei dem COBOLD 62-Papier ein spezielles Problem auf. Das letzte Credit Linked Notes, das von der Börse Frankfurt als "Nachtrag zum unvollständigen Unternehmensbericht" sozusagen illegal zugelassen wurde, ist vom 22. März 2005. Danach erfolgten grundsätzlich keine Genehmigungen mehr für Cobold- bzw. überhaupt für Credit Linked Notes. Alle Genehmigungen der Frankfurter Wertpapierbörse sind unter nachfolgenden Link einzusehen.
http://deutsche-boerse.com/INTERNET/EXCHANGE/fwbprospekte.nsf/maincontent/Gesamtverzeichnis+D?Opendocument&Count=10000?OpenDocument&expand=54.1
Die Regierung hatte nämlich diesen Schwindel gestoppt und der Bundestag und der Bundesrat berieten über eine neue Gesetzgebung, s. o. a. Schreiben vom 07. April 2005.
Trotzdem diese Credit Linked Notes nun "offiziell" unzulässig waren, machte die DZ-Bank aber weiter. Kurz danach, zum 21. April 2005 erstellt die DZ-Bank einen neuen Rumpfprospekt, den man nun nicht als "unvollständigen Unternehmensbericht, sondern als "unvollständigen Verkaufsprospekt" bezeichnet. Eine Hinterlegung bei sich selber, also bei der DZ-Bank veröffentlicht das Kreditinstitut dann in der Boersen-Zeitung am 04. Mai 2005. Dieser unvollständige Verkaufsprospekt , der sowieso "für die Katz" ist, war aber nicht zulässig, da er nicht von der Frankfurter Wertpapierbörse genehmigt wurde. Außerdem hätte eine Veröffentlichung überhaupt nicht erfolgen dürfen, da dieses eine Genehmigung voraussetzt. Aber zumindest hatte die Veröffentlichung nun einen offiziellen Anschein erweckt.
Jetzt erstellt die Bank für jedes neue COBOLD-Papier Nachträge zu diesem besagten "unvollständigen Verkaufsprospekt". Die Nachträge erhalten dann die Anleihebedingungen, die aber entgegen der Gesetzgebung, ebenfalls nicht von der Börse geprüft und zugelassen sind. Diese Unterlagen hinterlegt die Bank nun zum Schein bei der Bafin, die aber nach altem Recht nichts nachprüft. Es ist vorgeschrieben, dass jeweils die Zulassung der Nachträge und die Zulassung der Börseneinführung in einem überregionalen Börsenpflichtblatt veröffentlicht werden muss. Auf Grund, dass die Nachträge aber nicht zugelassen wurden, musste die DZ Bank die Anleihebedingungen nun geheim halten und konnte diese Unterlagen auch nicht, wie vorgeschrieben, in einer überregionalen Börsenzeitung veröffentlichen. Die Veröffentlichungen der DZ BANK COBOLD-Anleihen erfolgten immer in der Boersen-Zeitung. Das COBOLD 62 Papier hat die internationale Wertpapierkennnummer ISIN: DE000DZ8F2A8. Bei der Emission gab es aber keine Veröffentlichung. Anbei eine Bildschirmkopie, wobei ich die ISIN-Nummer der Wertpapiere hinter dem Eintrag zufügte. Laut dem veröffentlichten Vermerk bei der Bafin, wäre eine Anzeige nun aber in der Financial Times Deutschland (FTD) erschienen. Aber auch da war keine Anzeige vorhanden, siehe Anlage.
Anlage 4 Boersenzeitung vom 22.06. bis 13.07.2005_mit ISIN
Anlage 5 Suche in FTD Null Treffer
Im September 2010 konnte ich mir über Umwege diesen Nachtrag besorgen. Anbei das Deckblatt. Oben rechts steht aufgeführt, dass es ein Nachtrag zum unvollständigen Verkaufsprospekt vom 21. April 2005 ist. Im letzten Absatz bezieht man sich aber im krassen Widerspruch dazu auf einen unvollständigen Verkaufsprospekt vom 21. April 2004, also ein Jahr zuvor. Dieses bestätigt dann wieder den vorhandenen "Freibrief" vom Jahr 2004 über die 10 Milliarden Euro zur Börsenzulassung, der gem. Nachtrag vom 14. Mai 2005 zu den Kapitalverhältnissen der DZ Bank auch noch gültig war.
Beweise, dass die Anleihe nicht zugelassen wurde:
Mail von Bafin, dass Nachtrag nur hinterlegt wurde und das alte Recht zum Tragen kam
Anlage 22 Bafin Bestaetigung altes Recht
Rundschreiben Börse Frankfurt, dass Prüfung und Zulassung bis 30.06.2005 über die Börsenstellen erfolgt.
http://deutsche-boerse.com/INTERNET/EXCHANGE/zpd.nsf/PublikationenID/CPOL-6CYD7L/$FILE/2005_01_prospektrichtlinie_dt.pdf?OpenElement
Bestätigung Deutsche Börse AG, wo Anleihe gehandelt wurde.
Anlage 23 Bestaetigung Boerse wo gefuehrt.pdf
Anlage 27 Deutsche Boerse Bestaetigung.pdf
Link, dass letzte Genehmigung der Anleihebedingungen von der Börse am 22.03.2005 erfolgte
Mit dem Freibrief der Rahmenzulassung aus dem Jahr 2004 über 10 Milliarden Euro waren die Credit Linked Notes, wie bereits erwähnt, schon an der Börse Frankfurt zum Handel im geregelten Markt zugelassen. Trotz der Gesetzesänderung galt diese Zulassung in der alten Fassung auch noch ein Jahr weiter.
Seite 2, Punkt 8.1
"Gemäß § 72a BörsZulV n.F. gilt für Schuldverschreibungen, die vor dem 01. Juli 2005 nach § 44 BörsZulV a.F. aufschiebend bedingt zugelassen worden sind (so genannte Rahmenzulassung) und für die ein Prospekt veröffentlicht worden ist, die BörsZulV in ihrer alten Fassung fort. Danach können Zulassungen längstens bis zum 30. Juni 2006 erfolgen."
Bis zum 1. November 2007 gab es in Deutschland drei Börsensegmente, über die der Investor Wertpapiere erwerben konnte. Das ist der amtliche Markt, der geregelte Markt und der Freiverkehr. Der amtliche Markt hatte die höchsten und der Freiverkehr die niedrigsten Zulassungsbeschränkungen und Auflagen. Der amtliche Markt und der geregelte Markt waren die organisierten Märkte, die von staatlich anerkannten Stellen geregelt und überwacht wurden. Am 1. November 2007 wurden sie dann zum regulierten Markt zusammengeführt. Der Freiverkehr hingegen ist so eine Art Ramschladen. Hier werden keine Verkaufsprospekte erstellt und genehmigt, der Emittent haftet auch kaum und es erfolgt auch so nur eine äußerst minimale Prüfung.
http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=44&NewsID=82
Kein Mensch wäre so verrückt gewesen und wäre für nur 0,2 % mehr ein zusätzliches fünffaches Risko des Totalverlustes eingegangen bzw. real netto sogar noch weniger als bei einer laufzeitgleichen sicheren Bundesanleihe. Deshalb mußte die DZ Bank nun eine normale sichere Bankschuldverschreibung vortäuschen. Da diese prospektfrei begegen wurden, waren sie nur an dem angegebenen Typ, dem mitgeteilten Rückzahlungskurs und der Wertpapierbezeichnung zu erkennen. Der Kunde war jahrzehntelang gewohnt, für deutsche Bankschuldverschreibungen keine Verkaufsprospekte zu erhalten, da solche Unterlagen nicht erstellt wurden.
Bei dem geregelten Markt, der staatlich kontrolliert wurde, war aber eine Änderung des Wertpapiernamens nicht möglich. Die Anleihe mußte eine Bezeichnung tragen, die mit dem Verkaufsprospekt äquivalent war und sich eindeutig von den prospektfreien Anleihen unterschied.
Der Freiverkehr hingegen ist ein Börsensegment, was nur sehr wenig Vorschriften hat und nicht staatlich überwacht wird. Bei einer Börsennotierung brauchen, im Gegensatz zum organisierten Markt keine Verkaufsprospekte vorgelegt zu werden.
Damit nun nicht die strengen Vorschriften des organisierten Marktes teilweise mit dem Freiverkehr umgangen werden, ist im Börsengesetz (BörsG) nachfolgendes angegeben: Diese Fassung war gültig vom Jahr 2002 bis 2007, danach ging der Inhalt in § 48 über.
Zum 27.06.2005 führt die DZ Bank die Credit Linked Notes nun zusätzlich in den Freiverkehr an der Börse Stuttgart ein. Daß eine gleichzeitige Einbeziehung in beide Börsensegmente vorboten war, wird von der DZ Bank einfach ignoriert. Ab 29.06.2005, dem Tag der Emission, verkauft die DZ Bank die Schuldverschreibungen über den Freiverkehr der Börse Stuttgart.
Die Einbeziehung der Wertpapiere in den Freiverkehr muß von einem Freiverkehrsausschuss genehmigt werden. Die Wertpapiere waren aber bereits schon zum geregelten Markt zugelassen. Demengtsprechend muß die DZ Bank dem Freiverkehrsausschuß die bereits erfolgte Zulassung zum geregelten Markt verschwiegen haben. Des Weiteren ist offensichtlich, daß die DZ Bank dem Freiverkehr auch noch die Erstellung des Verkaufsprospektes verschwieg. Einzig und allein durch den Freiverkehr konnten die Credit Linked Notes dann mit den nachfolgend falschen Bezeichnungen in die Börse "eingeschmuggelt" werden.
Anlage 29 Freiverkehr Stuttgart 2005_06_24.pdf
( ITV ist die Abkürzung für Inhaber-Teilschuldverschreibung)
Anlage 6 Börse Frankfurt (14. Zeile von unten)
Außerdem Link "Frankfurter Allgemeine Zeitung"
Anlage 70 FAZ
DZ BANK AG Deut. Zentral-Gen. COBOLD 62 Em. 3922 v. 05(10)
Die entsprechende Notierung zum Börsenhandel am geregelten Markt Frankfurt wurde dann absichtlich zuerst 3 Wochen später vorgenommen und zwar am 22.07.2005. Hierbei mußte natürlich die Wertpapierbezeichnung analog des Verkaufsprospektes erfolgen. Im Verkaufsprospekt wurden die Credit Linked Notes wie folgt bezeichnet.
DZ Bank Corporate Bond Linked Debt (COBOLD 62) 3,20 % mit Anleihenandienungsrecht ohne Kapitalgarantie (first to default) in Bezug auf die Referenzunternehmen Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main, Bundesrepublik Deutschland, JP Morgan Chase & Co, New York, Vereinigte Staaten von Amerika, Lehman Brothers, New York, Vereinigte Staaten von Amerika, Merrill Lynch & Co, Inc., New York, Vereinigte Staaten von Amerika, Morgan Stanley, New York, Vereinigte Staaten von Amerika, von 2005/2010 –Emission 3922 – (Credit Linked Notes)"
Dementsprechend erfolgte die amtliche Zulassung zum Börsenhandel mit nachfolgender Bezeichnung..
Genau deshalb wurde sie mit der eindeutigen Bezeichnung zugelassen. Und genau deshalb konnten sie sich auch von den prospketfreien Bankschuldverschreibungen eindeutig unterscheiden.
Anlage 31 Boerse Frankfurt Bekanntmachung.pdf
Die Wertpapierbezeichnung muß an allen Börsen einheitlich sein. Da die DZ Bank die Credit Linked Notes aber zuerst im Freiverkehr mit den falschen Bezeichungen notierte, kamen diese Bezeichnungen auch bei der Deutschen Börse zum Tragen. So wurde dieser Name dann technisch über die gesamte Laufzeit an die Frankfurter Wertpapierbörse weiter geleitet. Die richtige genehmigte Bezeichnung der Frankfurter Wertpapierbörse ging dadurch unter. Trotzdem die Anleihe nun bei der Frankfurter Wertpierbörse als DZ BANK ITV gelistet war, fiel es der Geschäftsführung weder bei Handelsanmeldung, noch bei Preiseinstellung auf, daß der Name total anders ist, einfach unglaublich. So hießen die Credit Linked Notes, die die gesamte Laufzeit als "DZ BANK ITV.E.3922" gelistet war, nach der Insolvenz "COBOLD 62-Anleihe".
Cobold 62-Anleihe
Die Notierung zum geregelten Markt sollte nur eine Täsuchung sein. Der geregelte Markt wurde lediglich "mißbraucht", um genehmigte Anleihebedinungen zu erhalten, was aber auf Grund von geplanten Gesetzesänderungen speziell bei dieser Anleihe dann auch nicht mehr erfolgte. Danach ging das "Spiel" über Luxemburg.
Die Börse Stuttgart hat das umfangreichste und meist besuchteste Börseninformationssystem im Internet. So ist z. B. auch in vielen Foren der Hinweis angegeben, daß man sich dort informieren sollte. Auch in der Google-Suche, bedingt durch die vielen Aufrufe, stehen Einträge der Börse Stuttgart meistens an erster Stelle. Bei Eingabe der Wertpierkennnummer erschien an erster Stelle die Genehmigung der Börse Stuttgart mit der falschen Bezeichnung
Als Beispiel eine Veröffentlichung von eines anderen COBOLD-Papiers bei der Börse Stuttgart aus dem Jahr 2004. Auch diese Credit Linked Notes "schmuggelte" die Bank dann durch den Freiverkehr als Cobold ein. 2004 waren die Kreditinstitute aber noch nicht so "abgebrüht", die Credit Linked Notes schon im Antrag ganz anders zu benennen. Die falsche Notierung durch den Freiverkehr als "DZ BANK AG Deut. Zentral-Gen. COBOLD" erfolgte dann zuerst im Börsenhandel.
Anlage 30 Freiverkehr Stuttgart 2004_06_21.pdf
Wie ich oben schon bewiesen hatte, gab es für Bankanleihen keine Prospekte. Aber selbst wenn der Anleger dieses außerbetracht läßt. Die Anleihe wurde über den Freiverkehr verkauft. So lernte ich in meiner Bankausbildung, daß es bei der Einbeziehung von Wertpapieren in den Freiverkehr keine Prospektveröffentlichungen gibt. Nachfolgend die Seite aus meinem Lehrbuch "Wirtschaftslehre des Kreditwesens". Dementsprechend hätte der Investor auch so nicht nach einem Prospekt gesucht.
Freiverkehr kein Prospekt
Nun wäre dieses bei dem COBOLD 62- Papier auch nicht aufgefallen, wenn die amerikanischen Banken nicht ins Wanken gekommen wären. Der Kunde hätte im Jahr 2010 sein Geld zurück erhalten und keiner hätte etwas gemerkt. Jetzt begannen aber im Jahr 2006 die ersten amerikanischen Banken zu kriseln und es war vorauszusehen, dass die Credit Linked Notes, die als "COBOLD" bilanziert wurde, pleite gehen könnte. Dabei hätte raus kommen können, dass die öffentlich angebotenen Credit Linked Notes ohne zulässige Anleihebedingungen verkauft wurden und die Anleihebedingungen dazu auch noch verschwiegen werden mussten.
Nun musste das Kreditinstitut dem Ganzen einen Anschein einer Legalität verpassen.
Nachdem die Bank die Anleihe über 50 Millionen Euro schon rund ein Jahr und 4 Monate in Deutschland verkaufte, emittierte sie die gleichen Credit Linked Notes für nur 10 Millionen nochmals in Luxemburg. Dabei bezieht sich das Kreditinstitut nun auf den neuen Basisprospekt vom 02. August 2006 über die 212 Seiten. Jetzt führt die Bank die deutschen 50 Millionen Credit Linked Notes ohne zugelassene Anleihebedingungen und die Luxemburger 10 Millionen Credit Linked Notes zu einem Wertpapier in Luxemburg zusammen und macht daraus "Endgültige Bedingungen". Dieser Prospekt besitzt noch nicht einmal eine Seitennummerierung. Das Dokument hinterlegt die Bank nun bei der CSSF in Luxemburg. Zu alledem unterscheiden sich nun auch noch die deutschen nicht zugelassenen Unterlagen von den Luxemburger Dokumenten erheblich. Der Rumpfprospekt ist rund 3 mal so dick und bei der ersten Emission konnten Verluste im Rahmen einer Finanzinnovation steuerlich geltende gemacht werden. Nach der nun anderen Eingruppierung in den Luxemburger Dokumenten, war dieses aber voraussichtlich nicht möglich.
Die Zusammenlegung war aber überhaupt nicht statthaft. So heißt es schon mal in dem u. a. Bundesgesetz unter § 48a "Veröffentlichung eines Basisprospektes.......wenn die endgültigen Bedingungen erst kurz vor der Ausgabe festgesetzt werden." Die endgültigen Bedingungen müssen vor der Einführung der Schuldverschreibungen nach § 6 Abs. 3 des Wertpapierprospektgesetzes veröffentlicht werden."
Die Anleihe wurde aber schon seit einem Jahr und 4 Monaten verkauft. Dementsprechend waren die Bedingungen schon wesentlich vor der Existenz des Basisprospektes festgesetzt.
Jetzt übersendet die Bank die endgültigen Bedingungen der Bafin. Die Bafin bestätigt auch mit einem Eingangsstempel und mit der unten aufgeführten Veröffentlichung, dass die endgültigen Bedingungen vom 19.10.2006 bei ihr hinterlegt wurden, s. Überschrift "BaFin - Hinterlegte Verkaufsprospekte für Wertpapierprospekte". Die Bafin hätte aber erkennen müssen, dass das Kreditinstitut nicht für Credit Linked Notes, die schon ein Jahr und 4 Monate verkauft wurden, erst jetzt endgültige Bedingungen erstellen durfte.
Anlage 20 Bafin hinterlegte Prospekte
Anlage 7 COBOLD 62 Zusammenlegung
Anlage 8 Endguelt. Bedingungen Luxemburg
Wie schon nachgewiesen, wurden die "Endgültigen Bestimmungen" in Luxemburg nur hinterleget. Damit aber nun keiner dahinter kommen kann, dass die Credit Linked Notes bereits seit einem Jahr und 4 Monaten unzulässig verkauft wurde, werden in den Unterlagen Sachen verschwiegen und falsch angegeben.
Der Verkauf über die Börse Stuttgart wird komplett verschwiegen. Der erforderliche Eintrag in der Rubrik „Börsenzulassungen/Notierungen unter "Sonstige" ist nicht erfolgt.
Anlage 9 Endgültige Bedingungen Seite 16 S. 16 unten, Vertriebesmethode.
Der angegebene Ausgabekurs der Luxemburger Credit Linked Notes wurde mit 100 Prozent festgelegt. Die Bank hätte doch aber überhaupt keinen Kurs zu 100 Prozent annehmen können, da die Credit Linked Notes bereits gehandelt wurden und der Kurs etwa um die 97 Prozent betrug.
Eine Anleihe wird einmalig zum Handel zugelassen. Später kommt es dann evtl. zur Aufstockung. Nun schreibt die Bank "Ein Antrag auf Zulassung der Teilschuldverschreibungen zum Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse wurde mit Wirkung zum 24. Oktober 2006 gestellt." Hieraus könnten der Leser entnehmen, dass die Anleihe noch nicht gehandelt wurde.
In den Medien wird die Insolvenz von Lehman-Brother bekannt gegeben. Ich kaufte in meinem ganzen Leben keine Zertifikate. Und selbst meine verzinslichen Bankanleihen bezogen sich ausschließlich auf deutsche bekannte Großbanken. Bei meiner Onlinebank darf ich auch nur Wertpapiere erwerben, die meinen angegebenen Wertpapierkenntnisse entsprechen, eine Risikomischung gibt es beim Online-Broking nicht. Meine angegeben Kenntnisse sind moderat konservativ. Damit hätte ich noch nicht einmal die berüchtigten Lehman-Zertifikate mit Kapitalgarantie kaufen dürfen, trotzdem diese nur ein einfaches Kapitalausfallrisiko besaßen und noch nicht einmal einen überproportionalen Ausfall beinhalteten, geschweige denn von zusätzlich 500 %, wie bei das COBOLD-Papier.
Die Insolvenz dieser amerikanischen Bank betrifft mich nicht im Geringsten. So wie ich denken auch die anderen Inhaber des DZ BANK COBOLD 62 Papiers, u. a. auch einige Investoren, die wie ich, sogar eine Bankausbildung oder ein Bankstudium absolvierten. Bei meiner Onlinebank war angegeben, dass die Rückzahlung zu 100 Prozent nur von der Emittentin, der DZ Bank abhängt. Auf Referenzunternehmen wäre ich "im Traum" nicht gekommen. Aber auch die Geschädigten, die über ihren Kundenberater kauften, erfuhren nichts von Referenzunternehmen. Auch ihnen wurden die Credit Linked Notes als ganz normale Bankschuldverschreibung verkauft.
Plötzlich erhalten die Inhaber der DZ BANK COBOLD 62 Papiere ein Schreiben, dass da 5 Referenzunternehmen enthalten wären und die gesamte Anleihe in eine fast wertlose Lehman-Anleihe umgetauscht wird.
Jetzt heißen die Credit Linked Notes bei der Frankfurter Wertpierbörse auch nicht mehr DZ BANK ITV.E.3922, sondern sie sind wieder ein COBOLD geworden.
Bei Emission und Börseneinführung der Credit Linked Notes in Deutschland fehlen grundsätzlich alle Pflichtveröffentlichungen in den Börsenzeitungen. Und im elektronischen Bundesanzeiger wurden die Credit Linkes Notes auch nicht ein einziges Mal veröffentlicht. Aber nun, bei der Insolvenz von Lehman, gibt die Bank dann erstmalig nach über 3 Jahren die Credit Linked Notes im elektronischen Bundesanzeiger bekannt. Nun stellt das Kreditinstitut auch erstmalig den richtigen Namen ein. Da steht dann „DZ Bank Corporate Bond Linked Debt (COBOLD 62) 3,20 % Anleihe..“ und auch die Referenzunternehmen sind erstmalig aufgeführt. Ebenfalls auch bei der Börse Stuttgart heißt sie nun nicht mehr : "3,20 % Inhaber-Teilschuldverschreibung" sondern ist jetzt ein richtiger "Corporate Bond Linked Debt" geworden.
https://www.ebundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet Bitte unter Suchbegriff die ISIN-Nummer "DE000DZ8F2A8" eingeben.
http://kbl-archiv.boerse-stuttgart.de/prospekte/description/DZ8F2A.pdf
Anlage 10 Frankfurter Wertpaierboerse Einstellung
Von der Lehmann-Pleite sind 6 verschiedene DZ-BANK COBOLD-Papiere betroffen mit einem gesamten Emissionsvolumen von 310 Mio. Euro. Es handelt sich hier um nachfolgende Anleihen:
Emissionsvolumen Jahr der Emission
COBOLD 62 50 Mio. + 10. Mio. 2005 + 2006
COBOLD 64 50 Mio. 2005
COBOLD 74 50 Mio. 2007
COBOLD 75 50 Mio. 2007
COBOLD 76 50 Mio. 2007
COBOLD Plus VIII 50 Mio. 2007
Während über die einzelnen Cobold-Anleihen von den Geschädigten oder deren Rechtsanwälten in den Medien oder im Internet Berichte vorhanden sind, kann man von der ebenfalls im Jahr 2005 emittierten COBOLD 64-Anleihe überhaupt nichts vernehmen. Bei dieser Anleihe werden noch nicht einmal Umsätze in der Historie der Börse angezeigt. Deshalb gehe ich davon aus, dass das Kreditinstitut die Credit Linked Notes in einem Festpreisgeschäft direkt an einen Fond oder einen Großinvestor verkaufte. Die Credit Linked Notes wurde gem. Börsenzeitung im August 2005 begeben und sollte ebenfalls, wie die COBOLD 62-Papiere, bis 21. September 2010 laufen. Bei der Bafin werden alle hinterlegten oder/und genehmigten Prospekte angezeigt. Diese Credit Linked Notes sind aber nicht vorhanden. Dementsprechend dürfte auch hier keine Genehmigung erfolgt sein.
Anlage 67 Cobold 64 Bafin.pdf
Für die im Jahr 2007 in Luxemburg emittierten COBOLD-Papiere soll es dann schriftliche Infos für die Kunden gegeben haben. Gem. den mir vorliegenden Informationen erhielten aber auch nicht alle Kunden diese Unterlagen. Bei der Comdirect-Bank, deren Anzeigen auch für alle Nichtkunden zugänglich sind,werden aber weiterhin bei den Credit-Linked-Notes die wesentlichen Angaben gravierend falsch ausgestellt. Aber selbst für die nachfolgenden Anleihen, wo der Kunden vielleicht das Glück hatte Unterlagen durch den Kundenberater zu erhalten, waren die Beschreibungen dermaßen intransparent, dass sie in den mir bekannten Fällen grundsätzlich falsch verstanden wurden. So standen die intransparenten Wörter wie Kreditereignis, Andienung und etc., aufgeführt. Viele Käufer gingen sogar davon aus, dass die Referenzbanken noch die Bonität der DZ-Bank unterstützen. Dabei war genau das Gegenteil der Fall. Je mehr Referenzunternehmen vorhanden sind, desto größer ist das Verlustrisiko. Nach meinen schriftlichen Informationen gab es sogar einige wenige Kundenberater, die ehrlich zu gaben, die Produktinfos wesentlich falsch interpretiert zu haben.
Wie schon erwähnt, gab es das alte Recht, was bis 30.06.2005 gültig war. Ab dem 01.07.2005 galt das neue Recht. Beide Rechte unterscheiden sich teilweise erheblich. So bezog sich das alte Recht auf das Verkaufsprospektgesetz (VerkProsGes). Das neue Recht basiert auf dem Wertpapierprospektgesetzes (WpPG). Nach dem neuen Recht können z. B. Verkaufsprospekte innerhalb der EU in einem anderen Land genehmigt werden, ohne dass es für die in Deutschland öffentlich angebotenen Anleihen noch einer weiteren Prüfung bedarf. Außerdem brauchen ab einer Stückelung von 50.000,00 € keine Verkaufsprospekte erstellt zu werden. Ebenso ist die Ausgabe eines Basisprospektes mit späteren endgültigen Bedingungen, die nur hinterlegt werden, neu.
Wegen der unterschiedlichen Rechtslage führt die BaFin zwei Datenbanken, die im Internet ausgestellt sind. In der einen Datenbank sind die hinterlegten Verkaufsprospekte nach dem alten Recht registriert. In der anderen Datenbank befindet sich die Registrierung der Verkaufsprospekte nach dem neuen Recht.
Bei Anleihen, die zum Börsenhandel zugelassen sind, besteht, wie das Wort schon sagt, ein Handel. Der Anleger braucht nicht bis zum Ende der Laufzeit seine Stücke zu behalten, sondern kann diese Jederzeit an der Börse zum Kauf anbieten. Bei diesen Credit Linked Notes wurde ein reger Börsenhandel getätigt, was z. B. in der Historie der Börse Stuttgart ersichtlich ist.
Als ich im Rahmen meiner Recherchen die Registrierung der Credit Linked Notes vor einiger Zeit bei der Bafin suchte, fand ich weder im neuen Recht, noch im alten Recht die Wertpapierkennnummer. Hier muss ich mich dann vertippt haben. Wie ich später feststellte, ist die Hinterlegung der Verkaufsprospekte nach dem alten Recht vorhanden. Aber mit der gleichen Wertpapierkenn-Nummer ist auch ein Eintrag in der Datenbank nach dem neuen Recht aufgeführt. Dieses betrifft dann die Hinterlegung der Unterlagen für die Emission in Luxemburg.
Die Grundlage der Vertragsbedingungen bildet der Verkaufsprospekt. Mal ganz abgesehen davon, dass der Verkaufsprospekt für die in Deutschland emittierten Credit Linked Notes nicht von der Börse genehmigt wurde, also illegal vertrieben wurde, hätte nun ein und dieselbe Anleihe zwei äußerst verschiedene Rechtsgrundlagen.
Durch die Verbindung beider Anleihen kann man aber nun aber nicht feststellen, welches Recht überhaupt zu Grunde liegt.
Wie ich in dem unten aufgeführten Beispiel grob schematisch darstellte, hat sich das Angebot der "Altanleger" die verkaufen wollen und deshalb ihre Stücke zum Kauf anbieten mit dem Kaufangebot der Neuemission vermischt. Auch braucht der An- und Verkauf nicht über das gleiche Börsensegment zu erfolgen. Wie ich schon ausführte, ging weder aus der Vertriebsanzeige, noch aus meiner Abrechnung überhaupt hervor, dass ich die Stücke über den Freiverkehr erwarb, sondern es wurde lediglich die Stadt des Börsenstandortes, Stuttgart, angegeben. Aber abgesehen davon, bei einem Verkauf muss ich die Stücke nicht wieder über Stuttgart veräußern, sondern kann sie genauso gut in Frankfurt verkaufen, was dann der geregelte Markt wäre. Oder auch umgedreht. Die Käufer über Frankfurt können ihre Stücke auch in Stuttgart los werden, weil dort vielleicht gerade eine Kauf-Nachfrage besteht. Der neue Käufer erfährt dabei natürlich nicht, woher die Stücke ursprünglich entstammten und ob er von Müller, Meier, Schulze, der DZ-Bank oder teils, teils kaufte. Die zum Kauf angebotenen Stücke werden alle in einen Topf geworfen. Die Luxemburger 10 Millionen Euro wurden gem. Bestätigung der Börse AG am 25.10.2006 eingeführt.
Anlage 69 Boerseneinfuehurng10Mio.pdf
Mein Kauf erfolgte am 15.11.2006, also zeitlich gesehen nach der Luxemburger Emission. Kaufte ich jetzt von einem Altanleger, wo das alte Recht galt und ausschließlich nur die deutsche Gesetzgebung zu Grunde lag? Kaufte ich jetzt von der Neuemission mit neuem Recht und Luxemburger "Flair" oder sogar teils, teils. Hier gibt es keine Trennung, da sich alle Stücke in einem Topf befanden. Meine Vertriebsbank, die Comdirect-Bank, gab auf der Abrechnung als Emissionsdatum 2005 an. Dementsprechend wäre ich von dem Altrecht ausgegangen.
In dem Luxemburger Prospekt heißt es nun:
"Die endgültigen Bedingungen der Teilschuldverschreibungen sind zusammen mit dem Basisprospekt vom 02.August 2006 zu lesen, mit Ausnahme der konsolidierten Bedingungen aus dem unvollständigen Verkaufsprospekt vom 21. April 2005 zusammen mit Nachtrag Nr. 4 vom 27. Juni 2005 zum unvollständigen Verkaufsprospekt vom 21. April 2005, die hier beigefügt sind."
Anlage 68 getrennte Lesung Bedingungen.pdf
Schon allein der Satz ist dermaßen intransparent, dass ein normaler Bürger hier überhaupt nicht durch steigen kann.
"Übersetzt" soll es bedeuten, dass beide Cobold-Papiere zwar zusammengefasst sind, aber bei der Lesung der Verkaufsprospekte nun eine Trennung besteht. Das Kernproblem ist nur, dass man nicht feststellen kann, welcher Verkaufsprospekt für welchen Kauf überhaupt in Frage kommt.
M. E. hätte eine Aufsichtsbehörde, wie die Bafin, sofort erkennen müssen, dass überhaupt schon allein die Konstellation nicht möglich sein kann.
DIE REGIERUNG MUSS BESCHEID GEWUSST HABEN
„Oldenburg, Juni 2005
Am 22. Juni 2005 tritt der Finanzausschuss der Landeskirche Oldenburg zu einer außerplanmäßigen Sitzung zusammen, in einem Oldenburger Altenheim. In der Vergangenheit hat die Landeskirche ihr Vermögen vor allem sicher angelegt. Jetzt diskutieren die Ausschussmitglieder, was unter "Sicherheit" überhaupt zu verstehen sei………
Am 29. Juni, eine Woche nach der Finanzausschusssitzung, ist es so weit: Die Landeskirche Oldenburg erwirbt eine sogenannte Cobold-Anleihe, ein Finanzprodukt der DZ Bank, Wertpapierkennnummer DZ8F2A. Die Anleihe verspricht eine jährliche Rendite von 3,2 Prozent bei einer Laufzeit von fünf Jahren.“
Die Anleihe läuft nicht 5 Jahre, sondern fast 5 ¼ Jahre. Die Endfälligkeit ist der 21. September 2010. Hier soll die Kirche das „Cobold“-Papier am 29. Juni 2005 angeblich erworben haben.
„Oldenburg, Juni 2007
………… Ein Jahr nach dem Erwerb der Cobold-Anleihe werden ihr zum ersten Mal Zinsen für ihr Investment gutgeschrieben. Sie hat noch Mittel frei für "ertragreichere Anlagen", die Cobold-Anleihe war nur ein Anfang. Am 27. Juni 2007 und noch einmal am 17. Juli kauft der für Anlagen zuständige Mitarbeiter der Kirche deshalb zwei Lehman-Anleihen…..."
Ein Jahr zurück gerechnet ergibt das Jahr 2006. Dementsprechend hätte die Kirche die „Cobold“-Anleihe am 27. Juni 2006 gekauft. Aber auch hier stimmt schon was nicht. Die Anleihe wurde zwar im Juni 2005 emittiert, Zinszahlungen erfolgen aber nicht wie angegeben im Juni, sondern am 21. September. Ein Jahr nach Zinszahlung würde somit ein Kaufdatum vom 21. September 2006 ergeben.
Die Kirche habe über eine ihrer Hausbanken – die Ev. Darlehnsgenossenschaft (EDG) in Kiel – 4,3 Millionen Euro in unterschiedlichen und offenbar hochriskanten Anlageformen bei der späteren Pleite-Bank investiert, sagte der für Finanzen zuständige Oberkirchenrat Wolfram Friedrichs am Montag der NWZ.
https://www.nwzonline.de/wirtschaft/weser-ems/kirche-verzockt-millionen_a_3,0,3611337819.html
„Die Evangelische Darlehens-Genossenschaft wehrt sich gegen Behauptungen, sie habe mit den Lehman Brothers gedealt. Allerdings will die Oldenburgische Landeskirche genau dabei von der EDG beraten worden sein……………………
Und ein Kirchenmitarbeiter hat - beraten von den Kieler Experten und durchgeführt mit EDG-Know-how - 4,3 Millionen Euro angelegt: bei Lehman Brothers. So hatte die Nordwest-Zeitung unter Berufung auf Oberkirchenrat Wolfgang Jürgens berichtet. Der nahm trotz Nachfrage nichts zurück.
Ein Dementi kommt dagegen aus Kiel: "Wir hatten im Jahr 2008 keine Geschäftsbeziehungen zu Lehman", beharrt EDG-Sprecherin Orth. "Es gab keinerlei Transaktionen." Also verkündet die Oldenburgische Landeskirche Unwahrheiten? Darauf kann die zunehmend verzweifelt wirkende Sprecherin wieder nicht antworten - das Bankgeheimnis. "Die EDG hat durch die Lehman-Insolvenz keinerlei Geld verloren", sagt sie aber, "Null komma null Euro."
http://www.taz.de/!5175357/
Die EDG behauptet nun, dass die Kirche überhaupt nicht bei ihnen gekauft hat. Relevant ist dabei eine Anleihe, die in den Presseausführungen als „COBOLD“ mit der Wertpapierkennnummer DZ8F2A bezeichnet wird. Es handelt sich dabei um „COBOLD 62“. Genau dieses Wertpapier muss eine ganz spezielle Bedeutung haben.
Das sind die widersprüchlichen Daten:
Die Kirche soll COBOLD 62 bei der EDG Bank erworben haben. Die EDG Bank streitet das ab.
COBOLD 62 läuft nicht 5 Jahre, sondern fast 5 ¼ Jahre.
Die Kirche soll am 29.06.2005 dieses „COBOLD 62“ Papier über 1,6 Mio. Euro erworben haben.
Die Kirche soll am 27.06.2006 dieses „COBOLD 62“ Papier über 1,6 Mio. Euro erworben haben (sich rechnerisch ergebendes Kaufdatum)
Die Kirche soll am 21.09.2006 dieses „COBOLD 62“ Papier über 1,6 Mio. Euro erworben haben (sich rechnerisch ergebendes Kaufdatum)
Gem. einer Ausführung wäre der Kauf am 29. Juni 2005 passiert. Das ist das Ausgabedatum dieser Anleihe. Mir liegt eine Bestätigung der Frankfurter Wertpapierbörse vor, dass die Anleihe im Freiverkehr der Börse Stuttgart gehandelt wurde und später, ab dem 22. Juli 2005 an der Frankfurter Wertpapierbörse in den Handel einbezogen wurde. Am 29. Juni konnte dementsprechend ein Börsenhandel nur über den Freiverkehr Stuttgart erfolgt sein. In dem mir vorliegenden Kursblatt gibt es aber keinen so großen Umsatzposten. Dann wäre es nur noch möglich, dass die Kirche diese Anleihe als Festpreisgeschäft erwarb, aber auch das ist bei dem angegebenen 29. Juni für mich nicht glaubwürdig.
Diese unstimmigen Daten müssen einen Grund haben. Genau um den Zeitpunkt der Emission gab es gravierende Gesetzesänderungen bzgl. Wertpapiere, unter anderem was die Angaben und Prospekte betreffen. Außerdem trat die damalige Bundesregierung ab. Bei der Börse Stuttgart hatte diese Anleihe exakt die gleiche Bezeichnung, wie eine ganz normale Bankschuldverschreibung der DZ Bank, die im Rahmen eines Daueremittentenprivilegs ohne Verkaufsprospekt herausgegeben wurden. Es gab auch keine Zusätze oder Hinweise. Die Anleihe wies einen jährlichen Zinssatz auf, der fast einer laufzeitgleichen sicheren Bundesanleihe entsprach.
-WKN DZ8 F2A / ISIN DE000DZ8F2A8
Hier im Gegensatz dazu ein anderes bei der Böse Stuttgart gehandeltes Wertpapier, das sich in der Abkürzung „Cobold 50“ nennt und Besonderheiten aufweist
"EUR 150.000.000,--
- ISIN DE000A0AMTS5 – "
Nach meiner Annahme, ist dieser Betrug ganz geschickt eingefädelt und die Regierung hatte Bescheid gewusst. Auf der einen Seite käme das alte Recht zum Tragen, dann wären die Börsen für die Prospektprüfung und Veröffentlichung zuständig. Nach dem neuen Gesetz, in Kraft getreten teils am 28. Juni 2005 und teils am 01. Juli 2005 (Emissionsdatum 29.06.2005, also dazwischen) ist die BaFin zuständig.
http://dipbt.bundestag.de/extrakt/ba/WP15/976/97637.html
https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav#__bgbl__%2F%2F*%5B%40attr_id%3D%27bgbl105s1698.pdf%27%5D__1546852248044
In diesem Gesetz steht aufgeführt, wann ein Prospekt erstellt, gebilligt und veröffentlicht werden muss und was unter dem erforderlichen öffentlichen Angebot zu verstehen ist. Unter anderem ist nun definiert, dass eine Handelsmitteilung im Freiverkehr kein öffentliches Angebot darstellt, aber eine Mitteilung an das Publikum. Nun gab es diese Handelsinformation im Freiverkehr, aber nicht als COBOLD 62, sondern als ganz normale Bankschuldverschreibung. Das stellt damit nun kein öffentliches Angebot dar und damit auch keine Pflicht zu näheren Angaben. Außerdem erfolgte eine Mitteilung an das Publikum, in dem eine Veröffentlichung in der Zeitung „Financial Times Deutschland“ stattfand und dort auf die Bereitstellung eines Verlaufsprospektes bei der DZ Bank hingewiesen wurde.
Zu diesen Wertpapieren gab es immer einen Rumpfprospekt mit ganz allgemeinen Angaben und dann Nachträge, die die speziellen Anleihebedingungen enthielten. Beides passt aber nicht zusammen. Der Rumpfprospekt vom 21. April 2005 führt die anfängliche Bezeichnung „DZ Bank Corporate Bond Linked Debt (Cobold *)…………………Anleihe mit Zusatzzahlung………“ Hier gab es aber keine Zusatzzahlung. Ein Eintrag in der Datenbank der BaFin weist auch diese Bezeichnung auf, bei dem darunter aufgeführten Nachtrag, der das COBOLD 62 Papier mit der Wertpapierkennnummer enthält, gibt es aber wiederum keine Bezeichnung "COBOLD 62“. Der Nachtrag selber bezieht sich oben am Rand zwar auf einen Rumpfprospekt vom 21. April 2005, aber unten in dem fett geschrieben Teil wird der 21. April 2004 angegeben, wobei die Zeit von 12 Monaten, die ein Rumpfprospekt gültig ist, dann abgelaufen ist. Alle drei vorhergehenden Nachträge werden bei der Börsenzeitung veröffentlicht, nur dieses Papier ist in der Financial Times aufgeführt. Dabei ist aber wiederum die letzte Stelle der ISIN-Nummer falsch, die ein Wertpapier im internationalen Standard eindeutig kennzeichnet. Damit kann die Veröffentlichung der Anleihe über die Suchfunktion nicht gefunden werden.
Nach dem das Wertpapier rund 1 ¼ Jahr ohne Genehmigung verkauft wurde und mit gravierend falscher Bezeichnung bei der Börse Stuttgart gelistet war, weicht die Bank etwa 1 ¼ Jahre später nach Luxemburg aus und lässt durch eine zusätzliche Emission und Verbindung beider Teile die fehlende Genehmigung wieder „rein waschen“.
Die BaFin gab bekannt, dass es sich bei der Anleihe um altes Recht handeln würde. Demzufolge brauchten keine Verkaufsprospekte bei diesem Institut hinterlegt zu werden. Ein Rechtsanwalt von einem geschädigten Anleger fragte allerdings bei der BaFin an, ob Unterlagen vorliegen und daraufhin übersandte das Institut ein Dokument zu dieser sogenannten Cobold 62 Anlage, mit einem Eingangsstempel vom 27. Juni 2005. Der Stempel ist in keiner Weise zuzuordnen und kann von Jedem nachgemacht werden. Es gibt kein Geschäftsvorgang, keine Abteilung, kein Nummer des Stempels, keine Unterschrift, noch nicht mal ein Handzeichen, absolut nichts. Ich bezweifle deshalb stark die Richtigkeit des Datums.
Ich bin überzeugt, die Regierung hat ganz genau Bescheid gewusst.
Ab dem 27.06.2005 wurde Anleihe angeboten, am 29.06.2005 erfolgte die Emission und an diesem Tag gab es auch die ersten Umsätze bei der Börse Stuttgart, allerdings mit nur drei Käufen in Höhe von 19.000 Euro, 18.000 Euro und 1.000 Euro. Wie schon erwähnt, wurde die Anleihe dort mit der Bezeichnung einer ganz normalen Bankschuldverschreibung der DZ Bank geführt.
Mir liegt eine schriftliche Bestätigung von einem geschädigten Anleger vor. Sein Depot wurde von einer Sparkasse im Rahmen einer Vermögensverwaltung geführt. Das Institut kaufte für ihn Anfang Juli 2005 diese Anleihe mit der Bezeichnung:
„3,2 % DZ Bank AG IHS von 2005“
Ein anderer geschädigter Investor erwarb auch Anfang Juli 2005 dieses Papier. In der Abrechnung ist nachfolgendes angegeben:
"3,20 % DZ BANK AG DEUT. ZENTRAL-GEN.
COBOLD 62 EM. 3922 V. 05(10)"
"Cobold" ist kein offizielles Wort, sondern eine nichtssagende Abkürzung, die jede Bank beliebig erfinden kann. Mit dieser kleinen angehängte Abkürzung versuchten die Banken später bei den Rechtsstreitigkeiten die Anleger habhaft zu machen, indem sie behaupteten, dass der Kunde dadurch eine Besonderheit hätten erkennen können. Nach meiner späteren Unterhaltung mit einer Kundenbetreuerin gab es Berater, die Kenntnis hatten, dass es sich bei einem Zusatz, wie z. B. "Cobold", oder "Colibri", um eine Besonderheit handelt, da in ihrem DV-System der Begriff „strukturierte Anleihe“ eingepflegt war. Was aber unter einer „strukturierten Anleihe“ selber zu verstehen ist, wussten sie nicht. Diese Kundenberaterin vermutete damals, wenn die emittierende Bank insolvent gehen sollte, dass dann der Kunde bei der Zuteilung der Insolvenzquote schlechter gestellt wird.
Aber nun nochmal zu dem geschädigten Anleger, mit dem "COBOLD"-Vermerk in der Abrechnung. Diesen Mann lernte ich persönlich kennen. Er arbeitende immer in leitender Stellung und war außerdem Jurist. In dem Urteil 014 O 455/09 vom Landgericht Münster heißt es: "Anfang Juli 2005, nach Angaben des Klägers am 01.07.2005 und nach Angaben der Beklagten am 05.07.2005, ließ sich der Kläger erneut bei der Beklagten beraten und erwarb zum Anlagebetrag von 100.000,00 € die streitgegenständliche Cobold-Anleihe 62." Nach meiner Erinnerung hatte der Mann sogar Unterlagen oder Notizen darüber, dass er am 01.07.2005 den Kundenberater aufsuchte, und nicht am 05.07.2005. Er erzählte mir, dass er am 05.07.2005 gar nicht anwesend war. Ich betrachtete damals diese Diskrepanz als unwichtig. Jetzt halte ich es jedoch für möglich, dass diese Anleihe vom 29. Juni bis Anfang Juli 2005 als ganz normale Bankschuldverschreibung ohne jegliche Besonderheiten im Bankensystem geführt wurde und so bei den Kundenberatern und den Angestellten der Vermögensverwaltung auch erschien. Lediglich auf der zwei Arbeitstagetage später folgenden Abrechnung gab es dann manchmal oder immer den kleinen Zusatz "Cobold". Aber selbst mit dem kleinen "Cobold"-Zusatz hatten nach den mir vorliegenden Unterlagen die Geschädigten keine Ahnung, dass da andere Banken involviert waren und gingen von einer ganz normalen Bankanleihe der DZ Bank aus, für die es keine Prospekte gab.
Nach meiner Überzeugung wurde der Spiegel-Artikel ganz bewusst erstellt, um die geschädigten Anleger über den Betrug hinweg zu täuschen. Fest steht, dass sich die Angaben vom Spiegel widersprechen und demzufolge unwahr sind. Die Regierung muss Bescheid gewusst haben und hat das Vorgehen durch diese Gesetzgebung noch unterstützt. Vermutlich war die Lehman-Insolvenz schon im vornherein geplant. Es ist auch schon erstaunlich, dass die Regierung zum Zeitpunkt der Ausgabe dieser Anleihe beschließt, das Daueremittentenprivileg zum 31.12.2008 abzuschaffen und kurz vorher geht dann Lehman Brother insolvent.
Dieses Wertpapier ist etwas ganz Besonderes. Fachkundige Anleger und Berater wissen, dass eine größere Renditeabweichung zu einer laufzeitgleichen Bundesanleihe etwas Bedenkliches darstellt, wenn z. B. die Rendite 3 Prozent beträgt und die Bankanleihe 5 oder 6 Prozent ausweist, so ist Vorsicht geboten. Nach damaliger Vorstellung könnte dann die emittierende Bank Liquiditätsprobleme haben. Ein sachkundiger Investor, der sein Kapital sicher anlegen will, greift auf so ein Angebot nicht zu oder erwirbt höchstens einen ganz geringen Teil als kleine Beimischung zu seinem bereits sicher angelegten Kapital. Somit verbleiben überwiegend nur die risikobewussten Anleger oder sehr naive Investoren, die sich irgendwas aufschwatzen lassen. Durch die Möglichkeit zur Vortäuschung einer normalen Bankschuldverschreibung konnte die emittierende Bank diese Anleihe aber nun mit einem Zinssatz herausgeben, der fast einer laufzeitgleichen Bundesanleihe entsprach. Minimale Bruchteilabweichungen, wie vielleicht 0,2 Prozent fallen durch die täglichen Schwankungen nicht auf. Damit hatte die Bank ein wesentliches größeres Spektrum an Kunden.
So verloren auch viele Anleger ihr mühsam erspartes Geld, die nie im Traum vor hatten mit einem Großteil ihres Vermögens zu spekulieren und sich auch oftmals im Bankwesen sehr gut auskannten. Abgesehen davon, halte ich das Wort „spekulieren“ sowieso für falsch, da ich annehme, dass der Betrug von vornherein geplant war. Aber auch Institutionen und Organisationen wurden diese Wertpapiere angedreht. Unter anderen fand ich bei dem öffentlich ausgestellten Insolvenzverfahren eine rechtsfähige kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts vor. Gem. meiner Bankausbildung sind diese Unternehmen zum Kapitalerhalt verpflichtet und tätigen deshalb nur sichere Anlagen. Die Regens-Wagner-Stiftung in Dillingen investierte über ein Festpreisgeschäft der LIGA Bank insgesamt 238.106 EUR in dieses „Cobold“-Papier.
Das Emissionsvolumen soll 50 Millionen Euro plus den 10 Millionen Euro, die in Luxemburg herausgegeben wurden, betragen, was insgesamt 60 Millionen Euro ausmacht. Vielleicht war der Betrag aber auch viel höher und die genaue Summe ist nicht nachvollziehbar. Nach meinen Recherchen beruhten etliche Verkäufe auf Festpreisgeschäften, die in den mir bekannten Fällen aber nicht die DZ Bank selber veräußerte, sondern andere Banken ausführten. Die Angaben waren sehr dürftig. Entweder war als Börsenbezeichnung nur ein Ort aufgeführt, wie z. B. „Stuttgart“ oder die Abrechnungen enthielten lediglich die Mitteilung „außerbörslich“ oder „Festpreisgeschäft“.
18 WEITERE FALSCHE MEDIENBERICHTE
Nach der Insolvenz von Lehman veröffentlicht nun die DZ-Bank die Vertragsbedingungen im Internet, wobei diese Homepage angeblich schon damals vorhanden gewesen wäre. Es ist doch schon etwas merkwürdig, dass da steht:
"Die DZ Bank.....hat eine neue Credit Linked Note begeben." Es ist nirgendwo ein Datum angegeben, wann die Credit Linked Notes emittiert wurde. Es ist auch kein Datum vorhanden, wann dieser Artikel überhaupt im Internet veröffentlicht wurde.
Interessant ist auch, dass die DZ Bank auf ihren Internetseiten ein Verzeichnis „News-Archiv“ hat und das COBOLD 62 Papier das Einzigste ist, das in diesem Verzeichnis eingestellt wurde, trotzdem es reichlich COBOLD-Papiere gab und auch andere COBOLD-Papiere, die von der Lehman-Insolvenz betroffen waren.
Anlage 11 DZ Bank Veröffentlichung Internet
Ich hatte nach der Lehman-Insolvenz im Internet nur diese einzige Beschreibung gefunden. Nun tauchen aber noch andere Veröffentlichungen bei einem privaten Anbieter einer GmbH auf, die einen offiziellen Anschein erwecken könnten. So z. B. als Web-Adresse der Name: Premiumpresse. Oben wird im Gegensatz zu der DZ-Bank-Veröffentlichung nun das Datum 27.06.2005 und die Uhrzeit 14:24 Uhr angegeben.
Wieder später finde ich dann von der gleichen GmbH noch eine weitere Homepage über diese Anlage mit gleichem Text. Um das Ganze jetzt auch noch zu bekräftigen, werden unten an die Seite politische Informationen zum 27.06.2005, dem Verkaufstag der Anleihe, angehangen.
http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?aktion=jour_pm&r=195442
Die Pressemitteilungen werden von den Mitgliedern selber bei dieser GmbH in ein Pressefach eingestellt. Also angeblich am 27.06.2005, dem Ausgabetag, um 14:24 Uhr stellt die DZ Bank nun eine zum Kauf animierende Beschreibung über das COBOLD 62 Papier ein. Bei dieser 50 Millionen-Anleihe teilt sie dann mit: "Eine Börsennotierung an der Frankfurter, Stuttgarter und Düsseldorfer Wertpapierbörse ist vorgesehen." Die Anleihe war aber nicht zum Börsenhandel vorgesehen, sondern mit Genehmigung vom 24.06.2005, die also schon 3 Tage zuvor erfolgte, bereits beim Börsenhandel Stuttgart notiert. Schon deshalb können die Datierungen der Artikel überhaupt nicht stimmen.
Dass man Web-Seiten je nach Belieben verändern kann, zeigt allein schon dieses Beispiel. Anbei mein Ausdruck von Premiumpresse vom 11.05.2009 und 11.09.2010. Deshalb haben Web-Seiten in dieser Hinsicht auch keine rechtliche Bedeutung, da man bei Bit und Bytes nicht nachweisen kann, wann, ob überhaupt und mit welchem Inhalt die Informationen wirklich erstellt wurden.
Anlage 12 pressrelations 11-09-2010
Anlage 14 pressrelations 11-05-2009
Wie ich erwähnte, wurden die Credit Linked Notes mit den Wörtern "first-to-default" emittiert, was dann angeblich dieser Wette entsprechen soll. Gem. mehreren Börsenlexikons bezieht sich der Begriff "first-to-default" aber überhaupt nicht auf eine Wette von Kreditausfallversicherungen von mehreren Unternehmen. Der Begriff besagt lediglich, dass der Investor nur den Ausfall der ersten Forderung übernimmt. Er verliert damit nicht das investierte Geld für die gesamten fünf Referenzunternehmen.
Es ist aber schon sehr merkwürdig, dass dieses in Wikipedia unter der Rubrik "Credit Linked Notes" anders angegeben ist und die Diskussionsseite wg. angeblichen "Unsinn" einfach gelöscht wurde.
Als ich diesen Bericht schrieb, bezog ich mich in einem anderen Abschnitt auf die unzulässige Anmeldung beim "Freiverkehr". Ich nahm als Bezugsquelle die Definition aus Wikipedia, wo aufgeführt steht, daß eine Anmeldung in beiden Börsensegmenten nicht statthaft ist. Prompt erschien ein Eintrag in Wikipedia, der die Behauptung widerlegen sollte, so dass ich dann das entsprechende Gesetz dazu raussuchte und dieses auch in Wikipedia in der Rubrik "Diskussion" veröffentlichtete.
Als ich noch am Recherchieren war, trat ich dem www.wertpapier-forum.de bei. Trotzdem ich sehr sachlich den Vorgang schilderte, versuchte man alles mögliche, um mich als Spinnerin" abzustempeln. Die Methoden dazu waren gravierend u. a. wurden haufenweise Karikaturen und Witzbilder eingestellt, wie z. B. ein Film von Dieter Hallervorden und Helga Feddersen. Und sobald ich einen Eintrag machte, waren fast immer gleich 2 bis 3 User vorhanden, die in einer Blitzreaktion zurück "schossen". Nach kurzer Zeit wurde mein Thread dann ins "Jenseits" verschoben, wo ihn Keiner mehr findet und er für "immer und ewig" verschollen bleibt. Auf meine schriftliche Anfrage beim Betreiber wird geantwortet:
"Dieses Verschieben in ein anderes Forum haben die Moderatoren entschieden anhand von verschiedenen Kriterien. Es bleibt auch dort, wo es jetzt ist."
http://www.wertpapier-forum.de/topic/33152-dz-bank-COBOLD-62-anleihe-umtausch-in-lehman-brother-anleihe/
19. REAL WENIGER ERTRAG ALS BEI EINER SEHR SICHEREN BUNDESANLEIHE
Das COBOLD-Papier erwarb ich am 15.11.2006 zu einer Rendite von 3,89 %. Bei einer laufzeitgleichen sicheren deutschen Bundesanleihe wäre die Rendite 3,65 % gewesen. Im Internet sind bei der Bundesbank die entsprechenden Renditen für Bundeswertpapiere chronologisch eingestellt. In der nachfolgenden Anlage habe ich die entsprechende Zeitreihe ausgedruckt. Auf Seite 1 ist als Überschrift aufgeführt: "Aus der Zinsstruktur abgeleitete Renditen für Bundeswertpapiere mit jährl. Kuponzahlung / RLZ 4 Jahre / Monatsbestand. "RLZ" bedeutet Restlaufzeit. Danach ist eine Tabelle aufgeführt. Die erste Spalte beinhaltet das Jahr und den Monat. Der Kurs für meinen Kaufzeitraum befindet sich auf der 2. Seite unter 2006-11, was November 2006 heißt. Die Rendite betrug somit 3,65 %, wobei ein Monat vorher und ein Monat nachher die Renditen sogar noch höher waren.
Anlage 63 Bundesbank-Statistik.pdf
Der Unterschied beträgt minimale 0,24 %. Aber noch nicht einmal diesen äußerst minimalen Mehrertrag hätte ich wirklich erzielt. Real wäre mein Ertrag noch geringer gewesen, als bei einer sehr sicheren deutschen Bundesanleihe. Und das bei einem hoch spekulativen Credit Linked Notes mit einem versechsfachten Risiko des Totalverlustes.
Nach dem damals geltenden Steuerrecht wurden Bundesanleihen und Bankanleihen so ausgegeben, dass Kursgewinne steuerfrei waren.
Z. B. Ich erwarb während der Laufzeit eine normale Bankanleihe mit einem Kurs von 97,5 %. Am Rückzahlungstag erhielt ich 100,00 %. Die Differenz von 100 % minus 97,5 %, also 2,5 % konnte ich steuerfrei vereinnahmen.
Dieses ist aber nicht so bei den Credit Linked Notes. Hier unterlagen sämtliche Kursgewinne der Steuerpflicht. Auch dieses wurde bei der Ausstellung der Anleihe bei der Comdirect-Bank nicht angegeben. Nebenbei sei noch erwähnt, dass heutzutage durch Einführung der Abgeltungssteuer zum 01.01.2009, dieser Unterschied weggefallen ist, da nun grundsätzlich alle Kursgewinne steuerpflichtig sind.
Nun hatte ich mich damals selber nicht näher für steuerliche Aspekte interessiert. Auf meiner Kaufabrechnung steht nachfolgendes angegeben:
"ZAST-pflichtiges Agio / Disiago bzw. Zinsanteil im Kurs enthalten. Die Besteuerung des im Kurs enthaltenen ZAST-pflichtigen Zinsanteils erfolgt nach der Pauschal- bzw. Differenzmethode."
Anlage 64 Kaufabrechnung.pdf
Die Credit Linked Notes mit einem Zinssatz von 3,2 % wurden von mir zu einem Kurs von 97,35 % erworben. D. h. für z. B. 1.000,00 € bezahlte ich nur 973,50 €. Am Fälligkeitstag hätte ich aber 1.000,00 € erhalten. Der Kursgewinn ist in der Rendite eingerechnet. Deshalb entspricht die Rendite auch nicht gleich dem Zinssatz von 3,2 %, sondern ist 3,89 %.
Nur die Rendite von 3,89 % wäre nicht mit einer gleich gelagerten Rendite einer normalen Bankschuldverschreibung oder Bundesanleihe zu vergleichen.
Der Kursgewinn von 100 % - 97,35 %, also 2,65 %, ist im Gegensatz zu den klassischen Anleihen zu versteuern. Die ZAST (Zinsabschlagssteuer) betrug damals 30 % + davon noch 5,5 % Soli. Dementsprechend wäre mein Kursgewinn bei Fälligkeit nicht 2,65 % gewesen, sondern Netto nur 1,81 %. Teile ich diesen Kursgewinn nun auf die Restlaufzeit von rund 3,835 Jahre auf, so sind dieses pro Jahr 0,47 %. Die Rendite ist also pro Jahr 3,2 % Zinsen + 0,47 % Kursgewinn = 3,67 %. Rendite.
Die ZAST von 30 % ist nur ein Vorababzug. Die richtige Berechnung erfolgt dann in der Einkommenssteuerveranlagung. Da aber mein persönlicher Einkommensteuersatz über 30 % lag, hätte ich nun noch mehr bezahlen müssen. Aber nicht nur das. Der Kursgewinn wird im Gegensatz zu den klassischen Bankanleihen meinem gesamten zu versteuernden Einkommen (Arbeitseinkommen + Zinsgewinne) zugeschlagen, was sich damit erhöht. Durch die Steuerprogression wäre ich dann voraussichtlich in eine höhere prozentuale Steuerklasse gekommen, mit dem nun mein gesamtes Einkommen nachversteuert wird. Somit wäre der Ertrag gegenüber einer normalen Bankanleihe oder einem Bundeswertpapier noch nicht einmal gleich gelagert gewesen, nein ich hätte für das sechsfache Risiko des Totalverlustes auch noch richtig drauf bezahlen dürfen!
Wie ich schon erwähnte, kaufte ich die Credit Linked Notes bei einer Onlinebank. Dort war angegeben, dass die Rückzahlung zu 100 Prozent von der Emittentin, der DZ Bank AG abhängt. Referenzbanken wurden verschwiegen. Das Wertpapier war in der Rubrik "Anleihe" eingestellt und als Typ gab die Vertriebsbank ebenfalls "Anleihe" an. Die Wertpapierbezeichnung, die den Charakter des Papiers wieder gibt, wurde gravierend abgeändert. Nach den ausgestellten Kriterien entsprach das Papier einer klassischen Bankanleihe, die damals prospektfrei emittiert wurden.
Nach der Insolvenz forderte ich mir dann im Mai 2009 von der DZ-Bank einen vollständigen Verkaufsprospekt an.
Ich erhielt den Rumpfprospekt, deklariert als "unvollständiger" Verkaufsprospekt, der wie schon erwähnt, keinen Inhalt zu COBOLD 62 hat und auch nicht zugelassen wurde. Außerdem wurden mir Anleihebedingungen übersandt. Diese sind aber für den "Mülleimer" und von keinerlei juristischer Bedeutung. Diese Unterlage über 19 Seiten enthält keine Unterschrift, überhaupt keinen Herausgeber und noch nicht einmal ein Erstellungsdatum. Es ist auch kein gedruckter Prospekt, sondern nur in einem Textverarbeitungsprogramm auf dem Computer Geschriebenes, sowie ich es auch mit Leichtigkeit erstellen könnte. Die Mitarbeiter der DZ Bank können sich bei den Anlagen auch nicht vergriffen haben, da sie die Bezeichnungen explizit in der Mail aufführten.
Anlage 25 DZ Bank nicht rechtkaeftige Anleihebedingungen
Anlage 15 Anleihebedingungen_COBOLD_62
Anlage 16 Verkaufsprospekt_COBOLD_April 2005
Sicherlich konnte mir die DZ Bank den Nachtrag und auch nicht die endgültigen Bedingungen zustellen. Auf dem Nachtrag stand auf der Titelseite ganz groß die richtige Wertpapierbezeichnung, die bei den Vertriebsbanken dann abgeändert wurde. Die endgültigen Bedingungen wurden am 19.10.2006 in Luxemburg hinterlegt. Da ich in meiner Mail aber nicht mitteilte, wann ich die Anleihe kaufte, ob vor dem 19.10.2006 oder danach, konnte mir die DZ Bank auch nicht die endgültigen Bedingungen zustellen. Schließlich darf man nicht Anleihen verkaufen und danach zuerst die Vertragsbedingungen erstellen.
Nur durch monate- und jahrelange Recherchearbeiten erfuhr ich von diesen Unterlagen und konnte sie mir über Umwege beschaffen.
Bei dem Erwerb des COBOLD 62 Papiers hatten die Investoren nicht die geringste Chance zu erfahren, daß es sich hier um keine normale Bankschuldverschreibung handelt.
Nachdem ich die Unterlagen von der DZ-Bank erhielt, wandte ich mich kurze Zeit später an die Ombudsmannstelle des Bundesverbandes deutscher Banken. Nach 12 1/2 Monaten erhielt ich dann eine ablehnende Entscheidung.
Bei Kauf von Wertpapieren über eine Onlinebank, was man auch Online-Broking oder Direct-Broking nennt, gibt es keine Risikomischung. Man darf nur kaufen, was den Wertpierkenntnissen entspricht. Ansonsten muss die Bank den Erwerb ablehnen oder es muss eine zusätzliche Vereinbarung mit einem Warnhinweis erfolgen.
Bei der Onlinebank gibt es insgesamt sieben Kenntnisstufen. Ich wählte die dritte Stufe "C", die als "moderat konservativ" ausgewiesen wird und mich zum Kauf von Anleihen berechtigt. Dieses sind aber wohl bemerkt Anleihen und keine Wetten auf Kreditausfallversicherungen.
Ich reichte bei der Ombudsstelle den schriftlichen Beweis ein, dass die DZ Bank selber mitteilt, daß das COBOLD-Papier ein hohes Risiko aufweist, was niemals meinen moderat konservativen Kenntnissen entspricht. So heißt es in dem "unvollständigen Verkaufsprospekt" auf der ersten Seite:
"Strukturierte Produkte wie die in diesem unvollständigen Verkaufsprospekt beschriebenen Credit Linked Teilschuldverschreibungen sind komplexe Finanzinstrumente, die ein hohes Risiko in sich tragen, und nur für den erfahrenen Investor, der die mit solchen Instrumenten verbundenen Risiken einzuschätzen weiß, zum Kauf geeignet."
Nach der Lehman-Insolvenz und einer Reklamation bei meiner Onlinebank wird mir per Schreiben vom 15.05.09 mitgeteilt, dass ich mit Kenntnisstufe "C" berechtigt war Anleihen zu kaufen. So heißt es:
"Nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) bestätigen Sie uns mit der Kenntnisstufe C Ihre Erfahrungen und somit das Risiko auf mögliche Ausfälle im Wertpapierbereich. Die Kenntnisstufe C berechtigt Sie unter anderem zum Kauf von Anleihen."
Der Ombudsmann bestätigt in seiner Entscheidung, dass das Risiko gegenüber einer normalen Anleihe versechsfacht war.
So könnte ich nun mit meinen moderat konservativen Kenntnissen ein einfaches, aber auch ein sechsfaches oder sogar ein hundertfaches Risiko mit 100 Wett-Kandidaten eingehen, nur weil das Wort Anleihe darüber steht!
Dieses begründet die Ombudstelle damit, dass zum Zeitpunkt des Kaufes nur ein theoretisches Ausfallrisiko für jedes der 6 Unternehmen bestanden hat.
Stellen wir uns mal eine Schule für Kinder vor und davor befindet sich eine Straße ohne Ampel. Ob die Straße nun von einem Auto, 6 Autos oder 100 Autos befahren wird, ist egal. Das Unfallrisiko für die Kinder wäre demnach genau das Gleiche. Da momentan noch alle Kinder unverletzt sind, besteht für jedes Auto nur ein theoretisches Unfallrisiko, was dann als Risikogewichtung nicht zählt. Somit ist die Straße, ob mit vielen Autos befahren oder nur äußerst selten, immer ganz sicher.
Das enorme Riskiko der Credit Linked Notes wird hier absichtlich geschickt verschleiert. Mein Anwalt arbeitete den Unterschied mit dem theoretischen Ausfallriskiko noch besser heraus. Er teilt mit, daß es eine sognannte Eintrittswahrscheinlichkeit gibt, die die Wahrscheinlichkeit des Eintritts des Kreditereignisses bezeichnet. Auf der anderen Seite existiert aber das damit verbundene Verlusrisiko, also das mit dem Eintritt des Kreditereignisses verbundene Risiko des teilweisen oder vollständigen Verlustes der Anlage. Die Wahrscheinlichekit des Eintritts einer Insolvenz hatten die Ratingargenturen nicht richtig eingeschätzt, das ist wahr. Mit dem Papier wurde aber nicht nur das Kreditrisiko von Lehman Brother versichert, so wie bei den "berühmt, berüchtigten Zertifikaten", sondern es wurde das Kreditrisiko von insgesamt 5 Banken + das Emittetenrisiko der DZ Bank selber, versichert und das nicht anteilig, sondern jedes Risiko zu jeweils 100 Prozent der gesamten Anlage. So betrug mein Verlustrisiko nicht 1/6 bzw. 16,6 % , sondern ganze 100 %. Also für jede der 5 Banken hatte ich zusätzlich zum normalen Emittentenrisiko ein Verlustrisiko von 100 Prozent und somit ein zusätzlich 5faches erhöhtes Totalverlustrisiko.
Lehman Brother ist noch nicht einmal eine große amerikanische Geschäftsbank, sondern nur eine Investmentbank. Vor der Insolvenz hatte ich diesen Namen nicht ein einziges Mal gehört. Alle von mir gekauften Bankschuldverschreibungen bezogen sich ausschließlich auf deutsche bekannte Großbanken. Die Depotaufstellungen fügte ich als Nachweis bei. Nach Meinung des Ombudsmanns hätte es mich nun aber auch nicht gestört, auf die Bonität von mehreren amerikanischen Banken zu "wetten".
Des Weiteren stellte die Ombudsstelle fest, dass meine Onlinebank ein Pflichtverletzung beging, in dem sie mitteilte, dass die Rückzahlung zu 100 Prozent des Kapitals von der Bonität der DZ Bank abhängt und eben nicht von noch weiteren 5 Referenzbanken, die überhaupt nicht aufgeführt waren.
Aber genau durch dieselbe Pflichtverletzung der Onlinebank kaufte ich schon davor einen kleinen Anteil solcher Anleihen. Auch da stand der Name einer deutschen Großbank an erster Stelle. Auch da war angegeben, dass die Rückzahlung zu 100 Prozent durch die Emittentin erfolgt. Auch da gab es keine Referenzunternehmen und es waren keine Besonderheiten aufgeführt. Auch das war der Typ "Anleihe" ausgewiesen. Dadurch, dass die Credit Linked Notes aber zurück gezahlt wurden, fiel dieses nicht auf. Durch diese Credit Linked Notes, hätte ich aber nun einem Kauf von dem Cobold 62 Papier nicht ablehnend gegenüber gestanden.
Diese Credit Linked Notes beinhalteten Referenzunternehmen der Automobilindustrie. Ich hatte der Ombudsstelle definitiv nachgewiesen, dass ich bei Direktkauf einer Anleihe mit gleicher Restlaufzeit von so einem Referenzunternehmen mehr Rendite erzielt hätte, als bei diesen mehrfach gehebelten Credit Linked Notes. Bei mehr Rendite hätte ich dann insbesondere nur ein einfaches Risiko des Totalverlustes gehabt und kein fünf- und sechsfaches. Dementsprechend würde ich ein wesentlich unsicheres Wertpapier mit weniger Rendite dem Kauf, einer sicheren Anleihe mit mehr Rendite vorziehen.
Ebenfalls wies ich der Ombudsstelle nach, dass ich bei dem hoch spekulativen Cobold 62 Papier real weniger Rendite erzielte hätte, als bei einer total sicheren Bundesanleihe.
Während Jeder viel Rendite mit keinem Risiko haben will, ist das bei mir eben umgedreht. Ich spekuliere immer auf ganz geringe Rendite mit dafür äußerst hohen Risiko mein Geld los zu werden.
Ich lehnte in meinem Leben jegliche Wetten ab. Ich spielte nie Lotto und wettete auf Arbeit und im Bekanntenkreis auch nie um Fußballmannschaften. Des Weiteren kaufte ich grundsätzlich keine Zertifikate, sondern ausschließlich nur festverzinsliche Anleihen und einen sehr minimalen Anteil an Fonds. Zertifikate lehnte ich prinzipiell ab, da es sich dabei um eine Wette auf Indexwerte handelt.
Anlage Ombudsurteil:
Anlage28 Ombudsurteil
die Unterlagen, die mir die DZ-Bank nach der Insolvenz zusandte, hatten solche extrem großen Formmängel, dass das bei einer 50 Mio.-Anleihe nie sein kann.
der Spiegel-Artikel stimmte nicht.
trotzdem ich eindeutig Recht hatte und alles Hundertprozentig beweisen konnte, verlor ich das Ombudsverfahren.
Bei einer Veröffentlichung in einem Wertpapier-Forum wurde ich dermaßen "beschossen", dass man so schnell kaum tippen kann. Mein Thread erhielt in 4 Tagen, bis er anonym verschoben wurde, rund 2.500 Aufrufe, was für ein "einfaches" Wertpapier schon fast rekordverdächtig sein könnte.
Und trotzdem es immer mehr Credit Linked Notes gibt, hat sich bis heute, nach nunmehr über 3 Jahren nach der Lehman-Insolvenz an den Verkaufsanzeigen absolut nichts geändert. Die kaufentscheidenden Angaben, wie Rubrik, Typ, Rückzahlung und Bezeichnung sind weiterhin gravierend falsch
und es gab auch noch einige weitere Widersprüche
Hier musste etwas sehr "faul" sein.
Ich bin Mitglied in einem Forum für Lehman-Geschädigte. Zu dem COBOLD 62-Papier fand beim Oberlandgericht Stuttgart ein Prozess statt, wo es zu einem Vergleich kam. Informationen dazu wurden in dem Forum eingestellt und unter anderem auch das Gerichtsurteil aus erster Instanz. In dem Gerichtsurteil war ein Verweis auf die endgültigen Bedingungen vom 19.10.2006 enthalten. Da die Credit Linked Notes aber ab dem 27.06.2005 verkauft und zwei Tage später emittiert wurden, machte es mich sehr stutzig, dass hier, nun rund ein Jahr und vier Monate später, ein weiteres Dokument als "endgültige Bedingungen" erstellt wurde.
Trotz meiner zahlreichen Recherchen, wäre ich wahrscheinlich ohne dieses Gerichtsurteil nie dahinter gekommen. Ich hatte zwar unter anderem in der Boersen-Zeitung nach Veröffentlichungen gesucht, aber nicht ein Jahr und 4 Monate nach Emission. Wie sollte ich darauf kommen. Und die Börsen-Zeitung hat es in sich, was ich persönlich als Unverschämtheit empfinde. Jede Pflichtveröffentlichung, die man sich im Archiv ansieht, kostet 2,65 €. Es steht zwar aufgeführt, dass der Preis für 15 Minuten gilt, trotzdem wird aber jeder einzelner Abruf innerhalb von 15 Minuten mit 2,65 € berechnet. Auf eine Nachfrage erhielt ich keine Antwort. Nun kann man zwar nach der Bank und nach Rubriken selektieren, aber man sieht vorher nicht, welches Papier es direkt betrifft. Es ist auch keine Selektion nach einer Wertpapiernummer möglich. Wenn man nun Schuldverschreibungen und Anleihen der DZ Bank in den 3 ½ Jahren aufruft, wären das mehrere Hunderte von Einträgen und das mal 2,65 EUR.
Achtung: wahrscheinlich reif für das Guinness-Buch der Rekorde. Es gibt bestimmt kein anderes verzinsliches Wertpapier bzw. Tranche auf der Welt, die aus soviel Einzelunterlagen besteht!
23. CHRONOLOGISCHER ABLAUF
18.05.2004 Genehmigung des Rumpfprospektes als "unvollständiger Unternehmensbericht" über 386 DIN-A4-Seiten . Alle COBOLD-Papiere bis zu einem Gesamtrahmen von 10 Milliarden Euro waren schon im vornherein zum Handel im geregelten Markt bei der Börse Frankfurt zugelassen, trotzdem sie noch gar nicht existierten und die Anleihebedingungen überhaupt noch nicht fest standen und genehmigt wurden.
22.03.2005 letzte Genehmigung eines als Nachtrag zum unvollständigen Unternehmensbericht getarnten Credit Linked Notes (COBOLD 60) der Frankfurter Wertpapierbörse
07.04.2005 Unterrichtung durch die Bundesregierung, Stellungsnahme des Bundesrates zu einem neuen Prospektrichtlinien-Umsetzungsgesetzes.
21.04.2005 Datum eines allgemeinen COBOLD-Rumpfprospekt mit dem Namen "unvollständiger Verkaufsprospekt", der nicht genehmigt wurde.
22.06.2005 Herausgabe eines neuen Prospektrichtlinien-Umsetzungsgesetzes.
22.06.2005 Spiegel-Artikel: Finanzausschuss der Kirche Oldenburg soll eine außerplanmäßige Sitzung durchgeführt haben.
27.06.2005 Datum eines Prospektes, der die konkreten Anleihebedingungen von COBOLD 62 enthält. Beginn des Angebots.Einbeziehung in den Freiverkehr der Börse Stuttgart als normale Bankschuldverschreibung ohne Referenzunternehmen und ohne Zusätze.
27.06.2005 Veröffentlichung von COBOLD 62 in der Zeitung "Financial Times Deustchland" mit falscher ISIN-Nummer und dadurch nicht auffindbar.
28.06.2005 Teilinkrafttreten des neuen Prospektrichtlinien-Umsetzungsgesetzes.
29.06.2005 Emission von COBOLD 62 über 50 Millionen Euro ohne genehmigte Anleihebedingungen. Erste Umsätze über den Freiverkehr der Börse Stuttgart (19.000 Euro, 18.000 Euro und 1.000 Euro) mit der dort geführten Bezeichnung einer normalen Bankschuldverschreibung.
29.06.2005 Spiegel-Artikel: Kirche Oldenburg soll COBOLD 62 über 1,6 Millionen Euro erworben haben.
01.07.2005 restliche Paragraphen des Prospektrichtlinien-Umsetzungsgesetzes treten in Kraft.
01.07.2005 Kanzler Gerhard Schröder stellte dem deutschen Bundestag die Vertrauensfrage, wobei er keine Merhheit erhält.
20.07.2005 Bekanntgabe Börseneinführung von COBOLD 62 im geregelten Markt der Börse Frankfurt als Corporate Bond Linked Debt.........zum 22.07.2005
21.07.2005 Auflsösung des Bundestages und Neuwahlen für den 18. September 2005
22.07.2005 Börseneinführung von COBOLD 62 im geregelten Markt der Börse Frankfurt als "Coporate Bond Linked Debt....."
27.06.2006 Spiegel-Artikel: Kirche Oldenburg soll COBOLD 62 über 1,6 Millionen Euro erworben haben (sich rechnerisch ergebendes Kaufdatum)
02.08.2006 Datum eines neuen Rumpfprospekts mit der Bezeichnung "Basisprospekt" über 10 Milliarden Euro. Genehmigt an der Luxemburger Börse, der später auch das COBOLD 62 einbezieht.
21.09.2006 Spiegel-Artikel: Kirche Oldenburg soll COBOLD 62 über 1,6 Millionen Euro erworben haben (sich rechnerisch ergebendes Kaufdatum)
19.10.2006 Datum eines Prospekts, der die konkreten Anleihebedinungen von COBOLD 62 enthällt. Emission über 10 Millionen Euro in Luxemburg als "endgültige Bedingungen" und Zusammenführung mit dem deutschen 50 Millionen COBOLD 62 Papier vom 29.06.2005, trotzdem diese Credit Linked Notes schon rund ein Jahr und vier Monate ohne Genehmigung verkauft wurden.
15.09.2008 Lehman Brother Insolvenz
31.12.2008 Ende des Daueremittentenprivilegs, was die Bundesregierung im Gesetz vom 01.07.2005, also 3 1/2 Jahre vorher beschlossen hatte.
Von allen mündlichen und schriftlichen Informationen, die mir vorliegen, erhielt kein Kunde Produktinfos mit Referenzunternehmen. Auf Grund der unzulässigen Anleihebedingungen mussten diese verheimlicht werden. Die Credit Linked Notes wurde als ganz normale prospektfreie Bankschuldverschreibung verkauft.
In dem erwähnten URTEIL LG Hechingen 13.11.2009 1 O 28/09 wird auf Seite 11 vorletzter Absatz nachfolgendes aufgeführt: "Im Aktenvermerk vom 22.3.2007 ist als Folge des Kreditereignisses lediglich ausgeführt, dass dem Anleger in diesem Fall Anleihen gegen das Referenzunternehmen angedient werden". Wenn angeblich dieses am 22.03.2007 vermerkt wurde, warum ist dieser Hinweis dann nicht auf den Vertragsunterlagen enthalten. Eine große und renommierte Bank sichert sich doch immer in jeder Hinsicht beim Kunden ab. In der Anlage füge ich die Vertragsunterlagen und die Bildschirmkopie der Volksbank bei. Da ist nicht der kleinste Hinweis auf Referenzunternehmen vorhanden.
Anlage 17 Bildschirmkopie und Vertrag Volksbank vom Gerichtsprozess Hechingen (insgesamt 2 Seiten)
In einem weiteren Gerichtsurteil vom Landgericht Rottweil 3 O 345/08, verkündet am 7. Mai 2009, bestätigt sogar ein Kundenberater, dass er zumindest nichts von einem Verkaufsprospekt wusste. So heißt es: "Nach eigenem Bekunden hatte er von dem Vorhandensein eines Prospekts keine Kenntnis. Interessant ist hierbei auch, dass die Geschädigte sogar ein Studium in BWL Fachrichtung Bank mit einem Abschluss als Diplom-Betriebswirtin (BA-Bank) absolvierte. Auch sie war davon ausgegangen, dass es sich um eine normale Bankanleihe handelt.
Aber auch in dem nächsten Bespiel handelt es sich um eine gelernte Bankkauffrau, die für 10.000,00 € die Anleihe von der Volksbank Delbrück-Hövelhof kaufte. Auch Sie erfuhr nichts von Referenzunternehmen. Ihr hat man die Anleihe mit einem Aufschlag von 0,2 Prozent, der hier explizit erwähnt wird, als absolut sicher empfohlen.
Deutsche Anleihen unterlagen immer täglich kleinen Schwankungen, so dass 0,2 Prozent überhaupt nicht bemerkbar waren. Aber abgesehen davon, widerspricht diese Information jeglicher Logik. Bei dem Anlagebetrag von 10.000 Euro ergeben 0,2 Prozent 20,00 Euro. Zieht man davon die 30 Prozent ZAST und dann noch 5,5 Prozent Soli ab, so verbleiben 13,67 Euro. Also für diesen winzigen Betrag von jährlich 13,67 Euro, wovon man in einem Restaurant vielleicht gerade mal ein Schnitzel essen kann, hätte nun diese Anlegerin ein zusätzliches fünffaches Risiko des Totalverlustes ihrer 10.000 Euro hingenommen. Diese Ausführung ist einfach haarsträubend. Angeblich soll sie dann auch noch einen Prospekt erhalten haben, den es aber entgegen den anderen Darstellungen bei ihrem Kauf überhaupt nicht gegeben haben kann.
"Von Lehman habe ich nichts gewußt", sagt Elvira G., davon hat mir der Bankberater nichts gesagt". Der habe sie 2005 angesprochen und ihr die Anleihe als - absolut sicher - empfohlen, weil es dafür 0,2 Prozent mehr gäbe............
Davon will Bankvorstand Friedhelm Pape jetzt allerdings nichts mehr wissen. »Wir haben den Fall genau geprüft und uns nichts vorzuwerfen«, erklärt er. Die Kundin habe einen Prospekt bekommen und das Risiko genau gekannt. »Sie ist schließlich keine unerfahrene Hausfrau, sondern eine sehr erfahrene, kritische Kundin«, meint Pape. »Jedes zehntel Prozent mehr bedeutet auch höheres Risiko.« ......."
Anlage 34 weitere Bankkauffrau.pdf
In einem anderen Prozess, der in Münster vorerst zu Gunsten der Bank entschieden wurde, hatte ich den 83 jährigen Geschädigten selber gesprochen. Er konnte sich überhaupt nicht daran erinnern, was ihm der Kundenberater vor so vielen Jahren und den sehr zahlreichen anderen Gesprächen mitteilte. Insbesondere ist er davon überzeugt, dass amerikanische Banken auf keinen Fall erwähnt wurden. Aber es kommt noch besser. Bei dem Verkaufsgespräch soll unter anderem ein dicker Verkaufsprospekt vorgelegen haben, der sich auch bei den Gerichtsakten befindet. Gem. einer schriftliche Bestätigung des Anwaltes, ist oben rechts klein gedruckt nachfolgender Text enthalten: 721049 02/2007. Da kein anderer Stand vorhanden ist, müsste das der Februar 2007 sein. Die Anleihe wurde aber bereits Anfang Juli 2005, also rund 1 3/4 Jahr zuvor von dem Geschädigten gekauft.
Anlage 32 Prozess Muenster.pdf
In dem weiteren u. a. Gerichtsprozess beim Oberlandgericht München wurde sogar nachgewiesen, dass dem Kunden die Anleihe als ganz normale Bankschuldverschreibung verkauft wurde und beim Erwerb keine Referenzunternehmen vorhanden waren. So heißt es:
"Die Besonderheit des Falles, so meint Rechtsanwalt Busch von der Kanzlei Engelhard, Busch Partner, München, liegt darin, dass sich der Mandant unter Angabe verschiedener Wertpapierkennnummern an die Bank mit der Frage gewandt hatte, ob es sich um „reguläre“ Anleihen der DZ Bank handelte. Das Kreditinstitut hatte dann versäumt, den Anleger darüber aufzuklären, dass es sich bei der Anlage, die er dann erwerben wollte, um eine besondere Art von Anleihe handelt, die eine komplexe, nicht alltäglich Struktur aufweist."
http://www.presseanzeiger.de/meldungen/recht-gesetz/370639.php
Auch in diesem Gerichtsprozess beim Landgericht Stade war es unstrittig, daß keine Produktinformationen übergeben wurden. Die COBOLD 62 Anleihe wurde von der Volksbank Cuxland-Bremerhaven als 100 % sicher zum Kauf angeboten.
"...........hatte sie dem dort klagenden Anleger die Cobold 62 Anleihe als „100% sicher“ zum Kauf angeboten."
" Im vorliegenden Rechtsstreit war die fehlende Übergabe einer Produktinformation zur strukturierten Coboldanleihe unstreitig....."
http://www.prcenter.de/Erfolgreiche-Schadensersatzklage-gegen-beratende-Volksbank-in-Sachen-COBOLD-.76248.html
Bei der Volksbank Main-Tauber AG verkauft man einem risikoscheuen Anleger die COBOLD 62 Anleihe. Auch hier wurden gem. dem Landgericht Ellwangen weder Produktinformationen noch Anleihebedingungen ausgehändigt.
"Laut Gesprächsdokumentation der Volksbank wurde der Mann als risikoscheuer Anleger eingestuft."
"Die Richter rügten auch, dass dem Anleger weder die Produktinformation noch die Anleihebedingungen zu der Cobold-Anleihe ausgehändigt wurden."
http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/meldung/Falschberatung-Schadenersatz-fuer-Lehman-Geschaedigten-1848499-2848499/
Vor dem Landgericht Freiburg bestätigt ein ehemaliger Anlageberater der Volksbank nun selber, dass die DZ Bank keine Prospekte über die Anleihen an die Banken gegeben hat und die Bankberater gar nicht in der Lage waren, über die Risiken aufzuklären.
"Zum einen habe die DZ Bank keine Prospekte über die Anleihe an die Bank gegeben, so dass die Kunden entgegen den rechtlichen Vorgaben keine vollständigen Unterlagen erhalten haben."
http://www.dr-schulte.de/2009-pressemitteilungen/COBOLD-anleihe-der-dz-bank---bankmitarbeiter-raumt-falschberatung-ein.html
Insbesondere für die COBOLD 62 Anleihe konnte die DZ Bank doch gar keine Prospekte an die Banken geben, da die Anleihebedingungen nicht zu gelassen waren. Und somit konnten die Kundenberater überhaupt nicht wissen, daß hier Referenzunternehmen existierten.
Die Bank kann mit diesen Wett-Anleihen "steinreich" werden.
Kredite sind meist besichert. Auch wenn die Sicherheiten im Insolvenzfall oft nicht ausreichen, so hat der Kunde kein Anspruch auf den Verwertungserlös der Sicherheiten. Den Erlös behält die Bank, während der Geschädigte leer ausgeht.
Aber die Bank selber braucht noch nicht einmal die Kredite vergeben zu haben. Die Kreditausfallversicherungen werden gehandelt, wie ein normales Wirtschaftsgut. Dafür gibt es sogar einen Index, der sich iTraxx nennt.
Die Bank kauft die Kreditausfallversicherungen von anderen Kreditinstituten. Die Stückelung beträgt gem. Bundesbank meistens 10 Millionen Euro. Diese erwähnten COBOLD-Anleihen hatten jeweils ein Emissionsvolumen von 50 Millionen Euro und besaßen 5 Referenzunternehmen. Also die Bank kauft nun von 5 anderen Kreditinstituten jeweils eine Kreditausfallversicherung über 10 Millionen Euro. Für die Übernahme des Risikos erhält Sie von jedem Kreditinstitut eine Prämie. Jetzt packt die Bank diese 5 Kreditausfallversicherungen in eine Anleihe. Die Kreditausfallversicherungen werden dann sozusagen als Referenzunternehmen bezeichnet. Die Prämie, die sie von den anderen Kreditinstituten erhält, reicht sie an die Erwerber der Anleihe weiter. Wenn nun das erste Referenzunternehmen zahlungsunfähig wird, muss die Bank im Rahmen der Kreditausfallversicherung 10 Millionen Euro zahlen. Die Investoren der Anleihe bezahlten aber 50 Millionen Euro. Wenn nun kein weiteres Unternehmen in der Laufzeit pleite geht, hat die Bank 40 Millionen Gewinn mit Null-Einsatz und Null-Risiko erzielt!
http://www.faz.net/s/Rub4B891837ECD14082816D9E088A2D7CB4/Doc~EE226B418570D46A295C8655A1AA968D0~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Solche Wettanleihen wurden von den Landes- und Genossenschaftsbanken aber auch sehr zahlreich bezogen auf ganze Euro-Länder heraus gegeben. Z. B. emittierte die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) unter anderem eine Wettanleihe auf die Bonität der Staaten Italien, Spanien, Irland, Österreich, Griechenland.
Die Prämie einer Kreditausfallversicherung für Griechenland betrug zu diesem Zeitpunkt 1,2 Prozent.
Der Käufer der Wettanleihe erhielt dabei noch nicht einmal 0,45 Prozent.
Das Emissionsvolumen der Anleihe beträgt 100 Millionen Euro. Bei 5 Referenzstaaten sind das bei gleichmäßiger Aufteilung pro Staat 20 Millionen Euro. Also die LBBW kauft nun von 5 Euro-Staaten Kreditausfallversicherungen und packt diese in eine Wettanleihe. Die Prämie, die sie als Versicherungsnehmer für die Kreditausfallversicherungen erhält, gibt sie ganz oder teilweise an die Käufer der Wettanleihen weiter.
Wenn nun ein Staat zahlungsunfähig wird, muß die LBBW 20 Millionen zahlen. Die Investoren der Anleihe bezahlten aber 100 Millionen Euro an die LBBW. So hat die LBBW schon allein nur an dieser Anleihe 80 Millionen Euro Gewinn gemacht und das auch noch ohne jegliches Risiko. Aber es gibt noch wesentlich mehr Anleihen mit Griechenland als Referenzstaat. So könnte sich die LBBW doch nur wünschen, dass Griechenland zahlungsunfähig wird. Der "kleine Mann" hat dann sein Geld verloren und die LBBW einen gigantischen Gewinn gemacht.
Der Zinssatz dieser Wettanleihe beträgt 3,75 % p. a.. Das zusätzliche Risiko des Totalverlustes beträgt bei 5 Referenzstaaten 500 % (5 x 100 %). Bei direktem Kauf einer etwa gleichwertigen Griechenlandanleihe gibt es 3,3, % p. a. + Kreditausfallversicherung von 1,2 % wären dieses 4,5 %. Und das nur bei einem zusätzliche Ausfallrisiko von 100 Prozent und nicht 500 Prozent.
Aber warum erwirbt der Anleger diese Wett-Anleihe. Kein normaler Mensch würde doch so etwas kaufen. Im Gegensatz zu den erwähnten COBOLD-Schuldverschreibungen existiert hier eine Produktinfo. Diese besagt aber, dass der Kunde sein Geld niemals verlieren kann. So ist unten nachfolgender Zusatz vorhanden: „Informationen zum Sicherungssystem“. Dort heißt es, dass die LBBW einer Einlagensicherung angeschlossen ist, die es sicher stellt, dass jedem Kunden seine fälligen Ansprüche erfüllt werden. Dem Kunden wird aber verschwiegen, dass es hierauf fast überhaupt nicht ankommt. Die Einlagensicherung greift einzig und allein nur, wenn die LBBW zahlungsunfähig wird, aber nicht ein Referenzstaat, was um ein vielfaches wahrscheinlicher ist. Es gibt aber auch noch andere Tricks, wo der Anleger glaubt, daß er eine ganz sichere Anleihe erwirbt. Und ein Teil dieser Wett-Anleihen stecken auch in Fonds oder werden in der Vermögensverwaltung eingesetzt, wo der Kunden sich nicht "wehren" kann.
http://www.fair-news.de/69817.pdf
Anlage 75 verhaengnisvolles Geschaeft
Anlage 35 LBW88U7-LBWW.pdf
Die Emission dieser Wett-Anleihen hat nicht etwa nach der Lehman-Insolvenz aufgehört. Sie nahm danach zuerst noch rasant zu. Es gibt sogar Wettanleihen mit 25 Referenzunternehmen. D. h. die Bank kann ohne jegliches Risiko und ohne Kapitaleinsatz den bis zu 25fachen Gewinn erzielen.
Diese Blase muss platzen. Ich bin davon überzeugt, dass wir auf die nächste Finanzkrise zuschlittern, die dann noch um ein Vielfaches schlimmer sein wird.
(Hinweis: mein Bericht in dem Wertpapier-Forum ist überholt, ich habe aber keine Berechtigung die Seite zu ändern)
Anbei bei ein Auszug aus einem Artikel aus dem Jahr 2010 von nachfolgender Internetadresse:
http://www.goldreporter.de/us-banken-betreiben-finanzwetten-im-wert-der-5-fachen-weltwirtschaftsleistung/news/976/
"US-Banken betreiben Finanzwetten im Wert der 5-fachen Weltwirtschaftsleistung
Diese Summen übersteigen die menschliche Vorstellungskraft.........