Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=24.11.2011&Aktenzeichen=2%20C%2057.09
Timestamp: 2019-04-19 01:47:08
Document Index: 246210221

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 14', 'Art. 33', 'Art. 64', 'Art. 69', 'Art. 73', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 14', '§ 15', '§ 18', '§ 20', '§ 63', '§ 9', 'Art. 3', 'Art. 14', 'Art. 33', 'Art. 64', '§ 20', '§ 20', 'Art 3', 'Art 33', '§ 9', '§ 20', '§ 56', '§ 19', '§ 7', '§ 18', '§ 3', '§ 29', '§ 29', '§ 102', 'Art. 33', 'Art. 64']

BVerwG, 24.11.2011 - 2 C 57.09 - dejure.org
GG Art. 3 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1, ... Art. 33 Abs. 5, Art. 64 Abs. 1, Art. 69 Abs. 2; GG a. F. Art. 73 Nr. 8; BeamtVG § 5, § 6 Abs. 3, § 7 Satz 1, § 14 Abs. 4; BMinG § 15, § 18 Abs. 1 bis 3, § 20 Abs. 1 und Abs. 2a; SGB VI § 63; LRBezG HE § 9 Abs. 4 Satz 1 und Satz 2
Ruhegehalt; Versorgungsbezüge; Mitglied der Bundesregierung; Bundesminister; Ministerpräsident; kommunaler Wahlbeamter auf Zeit; Oberbürgermeister; Beamter; Ruhestandsbeamter; Ruhen; Anrechnung; Kürzung; Dienstverhältnis; Amtsverhältnis; Träger der Versorgung; Gesetzgebungskompetenz; Sachzusammenhang; Gesetzgebungszuständigkeit kraft Sachzusammenhangs; im Dienste des Bundes; Pflicht zur gegenseitigen Rücksichtnahme; Gebot länderfreundlichen Verhaltens; Alimentationspflicht; Einheit der öffentlichen Kassen; amtsangemessene Versorgung; 100- %-Grenze; Überversorgung; Doppelbelastung; Vermeidung; Leistungsprinzip; Versorgungsniveau; Einschnitt; Berufsleben; Sicherungsbedürfnis; Absicherung; Gestaltungsfreiheit; Gestaltungsspielraum; Nur-Minister; Nur-Beamter; Willkürverbot; Rente; Altersrente; Rentenversicherung; Beamtenversorgung; Existenzsicherung; Solidarität; sozialer Ausgleich; Regelsicherung; Vollversorgung; Zusatzsicherung; Mindestversorgung; Wiederverwendung; beziehen
GG Art. 3 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1, Art. 33 Abs. 5, Art. 64 Abs. 1,
Ruhegehalt; Versorgungsbezüge; Mitglied der Bundesregierung; Bundesminister; Ministerpräsident; kommunaler Wahlbeamter auf Zeit; Oberbürgermeister; Beamter; Ruhestandsbeamter; Ruhen; Anrechnung; Kürzung; Dienstverhältnis; Amtsverhältnis; Träger der Versorgung; Gesetzgebungskompetenz; Sachzusammenhang; Gesetzgebungszuständigkeit kraft Sachzusammenhangs; im Dienste des Bundes; Pflicht zur gegenseitigen Rücksichtnahme; Gebot länderfreundlichen Verhaltens; Alimentationspflicht; Einheit der öffentlichen Kassen; amtsangemessene Versorgung; 100-%-Grenze; Überversorgung; Doppelbelastung; Vermeidung; Leistungsprinzip; Versorgungsniveau; Einschnitt; Berufsleben; Sicherungsbedürfnis; Absicherung; Gestaltungsfreiheit; Gestaltungsspielraum; Nur-Minister; Nur-Beamter; Willkürverbot; Rente; Altersrente; Rentenversicherung; Beamtenversorgung; Existenzsicherung; Solidarität; sozialer Ausgleich; Regelsicherung; Vollversorgung; Zusatzsicherung; Mindestversorgung; Wiederverwendung; beziehen.
§ 20 Abs 1 BMinG, § 20 Abs 2a BMinG, Art 3 Abs 1 GG, Art 33 Abs 5 GG, § 9 Abs 4 LRBezG HE vom 19.11.1998
Kein Beamtenruhegehalt neben höherer Ministerpension; zur Auslegung von § 20 Abs. 1 BMinG
sueddeutsche.de (Pressemeldung, 24.11.2011)
Ex-Minister scheitert vor dem Bundesverwaltungsgericht: Keine höhere Pension für Eichel - vorerst
Kein Beamtenruhegehalt neben höherer Ministerpension - Auszahlung eines zusätzlichen Ruhegehalts auf Grund eines früheren Dienstverhältnisses als Beamter ausgeschlossen
Keine zusätzliche Pension für Ex-Finanzminister Hans Eichel // Gericht hält 7100 Euro monatlich für "angemessen"
fr-online.de (Pressebericht zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 01.11.2011)
Pensionsansprüche von Politikern: Ex-Finanzminister Eichel will mehr Pension
123recht.net (Pressemeldung zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 01.11.2011)
Eichel klagt vor Bundesverwaltungsgericht auf höhere Pension
BVerwGE 141, 210
NVwZ 2012, 371
Im Hinblick auf Gehalts- und Versorgungsbezüge aus öffentlichen Kassen vermitteln beide Grundrechte ohnehin dasselbe Schutzniveau (BVerfG, Urteile vom 28. Februar 1980 - 1 BvL 17/77 u.a. - BVerfGE 53, 257 und vom 5. Juli 1989 - 1 BvL 11/87 u.a. - BVerfGE 80, 297 ; Beschlüsse vom 7. November 1979 - 2 BvR 513/74 u.a. - BVerfGE 52, 303 und vom 30. September 1987 - 2 BvR 933/82 - BVerfGE 76, 256 ; BVerwG, Urteil vom 24. November 2011 - 2 C 57.09 - BVerwGE 141, 210 Rn. 24).
Betrifft die zu prüfende Maßnahme oder Regelung ein Gebiet, in dem der Normgeber über ein weites Ermessen verfügt, so ist ein Gleichheitsverstoß nur dann anzunehmen, wenn sich im Hinblick auf die Eigenart des geregelten Sachbereichs ein vernünftiger, einleuchtender Grund für die Regelung schlechthin nicht finden lässt, die Regelung also willkürlich erscheint (vgl. BVerfG, Beschluss vom 30. September 1987 - 2 BvR 933/82 - BVerfGE 76, 256 ; BVerwG, Urteil vom 24. November 2011 - 2 C 57.09 - BVerwGE 141, 210 Rn. 31).
vgl. dazu, dass eine verbleibende Berücksichtigung sogar des Amtes als Bundesminister im Rahmen der Beamtenversorgung genügt: BVerwG, Urteil vom 24.11.2011 - 2 C 57.09 -, juris, Rn. 29 a. E.
vgl. zur Maßgeblichkeit nur von Zahlungsbeträgen im Rahmen von auf ein "Beziehen" abstellenden Ruhensvorschriften: BVerwG, Urteil vom 24.11.2011 - 2 C 57.09 -, juris, Rn. 38.
vgl. BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 16.3.2009 - 2 BvR 1003/08 -, juris, Rn. 7; BVerwG, Urteil vom 24.11.2011 - 2 C 57.09 -, juris, Rn. 26 und 29, sowie Beschluss vom 3.9.2015 - 2 B 29.14 -, juris, Rn. 14.
- 2 C 57.09 -, juris, Rn. 26.
vgl. BVerfG, Beschluss vom 31.1.1996 - 2 BvL 39/93, 2 BvL 40/93 -, juris, Rn. 36 f.; BVerwG, Urteil vom 24.11.2011 - 2 C 57.09 -, juris, Rn. 31.
- 2 C 57.09 -, juris, Rn. 32, 34 und 37.
bb) Wegen des Grundsatzes der Einheit der öffentlichen Kassen und aus Gründen der Vermeidung einer Überversorgung aus öffentlichen Kassen erachtet es die fachgerichtliche Rechtsprechung ferner als gerechtfertigt, dass - neben Versorgungsleistungen aus deutschen öffentlichen Kassen (vgl. z. B. BVerwG vom 24.11.2011 BVerwGE 141, 210) - auch Versorgungsleistungen, die ein Versorgungsempfänger zusätzlich aus der Verwendung im öffentlichen Dienst einer zwischen- oder überstaatlichen Einrichtung erhält oder erhalten hat, auf seine nationalen Versorgungsbezüge (in bestimmter Weise) angerechnet werden (vgl. zuletzt BVerwG vom 5.9.2013 NVwZ-RR 2014, 394 zu § 56 BeamtVG).
Wegen des abschließenden Charakters der Regelungen über die besonderen Amtsverhältnisse (vgl. etwa die Gesetzesbegründung vom 30. Juni 1952 für das Bundesministergesetz vom 17. Juni 1953, BGBl I S. 407) enthalten die jeweiligen Vorschriften, die die Bezüge oder die Versorgung der besonderen Amtsträger regeln, ihrerseits eigene Anrechnungsvorschriften (so etwa §§ 19, 20 BMinG 2 C 57.09 ->, § 7 ParlStG, § 18 Abs. 2 WBeauftrG, § 3 des Gesetzes über die Ruhebezüge des Bundespräsidenten, § 29 AbgG RiA 1998, 306 = NWVBl 1998, 24, zu § 29 AbgG>, § 102 BVerfGG oder die entsprechenden landesrechtlichen Vorschriften sowie die Vorschriften im Statut für das Europ. Parlament ).
Betrifft die zu prüfende Maßnahme oder Regelung wie etwa im Besoldungs- und Versorgungsrecht ein Gebiet, in dem der Normgeber über einen weiten Wertungsspielraum verfügt, so ist ein Gleichheitsverstoß nur dann anzunehmen, wenn sich im Hinblick auf die Eigenart des geregelten Sachbereichs ein vernünftiger, einleuchtender Grund für die Regelung schlechthin nicht finden lässt, die Regelung also willkürlich erscheint (vgl. BVerfG, Beschluss vom 30. September 1987 - 2 BvR 933/82 - BVerfGE 76, 256 ; BVerwG, Urteil vom 24. November 2011 - 2 C 57.09 - BVerwGE 141, 210 Rn. 31).
Betrifft die zu prüfende Maßnahme oder Regelung ein Gebiet, in dem der Normgeber über ein weites Ermessen verfügt - wie dies im Besoldungs- und Versorgungsrecht der Fall ist -, so ist ein Gleichheitsverstoß nur dann anzunehmen, wenn sich im Hinblick auf die Eigenart des geregelten Sachbereichs ein vernünftiger, einleuchtender Grund für die Regelung schlechthin nicht finden lässt, die Regelung also willkürlich erscheint (vgl. BVerwG, U.v. 24.11.2011 - 2 C 57.09 - BVerwGE 141, 210 Rn. 31 ff.).
Das beitragsfinanzierte Rentenversicherungssystem unterscheidet sich aber grundlegend vom System der Beamtenversorgung, das aufgrund des Alimentationsgrundsatzes nach Art. 33 Abs. 5 GG als Vollversorgung konzipiert ist; insbesondere ist dem Rentenversicherungsrecht eine Mindestversorgung fremd (stRspr, vgl. zuletzt Urteil vom 24. November 2011 - BVerwG 2 C 57.09 - BVerwGE 141, 210 = Buchholz 11 Art. 64 GG Nr. 1 Rn. 35 f. m.w.N.).