Source: https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20150386/201604200000/comparison.html
Timestamp: 2020-07-03 15:00:04
Document Index: 227557218

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 23', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 28', 'Art. 21', 'Art. 20', 'Art. 19', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 23', 'Art. 25', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 23', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 28']

2. Kapitel: Bereitstellung von neuen Niederspannungserzeugni...
1. Abschnitt: Niederspannungserzeugnisse im Allgemeinen
Art. 6 Identifizierung der Erzeugnisse
Art. 7 Technische Normen
Art. 9 Aufbewahrung der Konformitätserklärung
Art. 10 Erfüllung der Anforderungen
Art. 11 Dem Erzeugnis beizulegende Informationen
Art. 12 Technische Unterlagen
2. Abschnitt: Besondere Niederspannungserzeugnisse
Art. 13 Anerkannte Regeln der Technik
Art. 14 Einhaltung der anerkannten Regeln der Technik
3. Kapitel: Freiwilliges Sicherheitszeichen
Art. 16 Bewilligungsvoraussetzungen
Art. 18 Geltungsdauer der Bewilligung
Art. 19 Entzug der Bewilligung
Art. 20 Sicherheitszeichen
4. Kapitel: Bereitstellung von gebrauchten Niederspannungser...
5. Kapitel: Ausstellungen und Vorführungen
6. Kapitel: Marktüberwachung und Marktbeobachtung
Art. 23 Marktüberwachung durch die Kontrollstelle
Art. 24 Marktbeobachtung durch die Wirtschaftsakteurinnen
Art. 25 Befugnisse der Kontrollstelle
Art. 26 Massnahmen
7. Kapitel: Gebühren und Strafbestimmungen
Art. 28 Strafbestimmung
1 Diese Verordnung gilt für die elektrischen Niederspannungserzeugnisse zur Verwendung mit einer Nennspannung von 50 V bis 1000 V Wechselspannung oder von 75 V bis 1500 V Gleichspannung (Niederspannungserzeugnisse) im Sinne der Richtlinie 2014/35/EU1 (EU-Niederspannungsrichtlinie).
2 Sie gilt auch für Niederspannungserzeugnisse:
mit einer Betriebsspannung unter 50 V Wechselspannung und 75 V Gleichspannung;
die in Anhang II der EU-Niederspannungsrichtlinie aufgelistet sind, ausser wenn deren elektrische Sicherheit in Spezialerlassen geregelt ist.
3 Für die elektromagnetische Verträglichkeit bleiben die Bestimmungen der Verordnung vom 25. November 20152 über die elektromagnetische Verträglichkeit vorbehalten.
1 Richtlinie 2014/35/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Februar 2014 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Bereitstellung elektrischer Betriebsmittel zur Verwendung innerhalb bestimmter Spannungsgrenzen auf dem Markt (Neufassung), Fassung gemäss ABl. L 96 vom 29.3.2014, S. 357.
Bereitstellung auf dem Markt: jede entgeltliche oder unentgeltliche Abgabe eines Niederspannungserzeugnisses zum Vertrieb, zum Verbrauch oder zur Verwendung auf dem Schweizer Markt im Rahmen einer Geschäftstätigkeit;
Inverkehrbringen: die erstmalige Bereitstellung eines Niederspannungserzeugnisses auf dem Schweizer Markt.
Harmonisierte Normen: die harmonisierten Normen nach der Gesetzgebung über die Produktesicherheit.
2 Der Bereitstellung auf dem Schweizer Markt gleichgestellt ist die Inbetriebnahme von Produkten zu gewerblichen Zwecken im eigenen Betrieb, falls zuvor keine Bereitstellung auf dem Markt stattgefunden hat.
3 Im Übrigen gelten die Begriffsbestimmungen nach Artikel 2 der EU-Niederspannungsrichtlinie1 mit Ausnahme von Artikel 2 Ziffer 9. Zudem gelten die Ausdrucksentsprechungen nach dem Anhang dieser Verordnung.
Niederspannungserzeugnisse dürfen nur auf dem Markt bereitgestellt werden, wenn sie den anerkannten Regeln der Technik entsprechen und bei bestimmungsgemässem Aufbau, Unterhalt und Gebrauch Gesundheit und Sicherheit von Personen Haustieren und Sachen nicht gefährden.
2. Kapitel: Bereitstellung von neuen Niederspannungserzeugnissen auf dem Markt
1 Die Pflichten der Wirtschaftsakteurinnen richten sich nach den Artikeln 6–9 und den darin genannten Anhängen I und III der EU-Niederspannungsrichtlinie1, soweit sich diese nicht aus dieser Verordnung ergeben. Das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) ist die nach diesen Artikeln zuständige Behörde.
2 Die Pflicht, die CE-Kennzeichnung anzubringen, gilt nicht. Soweit die CE-Kennzeichnung in Übereinstimmung mit den Vorschriften der EU bereits angebracht ist, kann sie auf Erzeugnissen gemäss Artikel 1 Absatz 1 belassen werden.
ein Niederspannungserzeugnis unter ihrem eigenen Namen oder ihrer eigenen Handelsmarke in Verkehr bringt; oder
ein bereits auf dem Markt befindliches Niederspannungserzeugnis so verändert, dass dessen Konformität mit dieser Verordnung beeinträchtigt werden kann.
1 Niederspannungserzeugnisse nach Artikel 1 Absatz 1 dürfen nur auf dem Markt bereitgestellt werden, wenn sie den Sicherheitszielen nach Anhang I der EU-Niederspannungsrichtlinie1 entsprechen.
2 Für Niederspannungserzeugnisse gemäss Artikel 1 Absatz 2 oder Erzeugnisse und Bereiche, die in Anhang II der EU-Niederspannungsrichtlinie aufgeführt sind, gelten die grundlegenden Anforderungen nach Artikel 13.
Auf dem Niederspannungserzeugnis oder, wenn dies nicht möglich ist, auf seiner Verpackung oder in den beigefügten Unterlagen müssen folgende Angaben angebracht werden:
Typen-, Chargen- oder Seriennummer oder ein anderes Kennzeichen, das die Identifizierung des Erzeugnisses erlaubt;
1 Die Bezeichnung der technischen Normen1, die geeignet sind, die grundlegenden Anforderungen zu konkretisieren, richtet sich nach Artikel 6 PrSG.
2 Das Bundesamt für Energie (BFE) und, soweit Niederspannungserzeugnisse für den militärischen Einsatzbereich betroffen sind, die zuständigen Stellen des Eidgenössischen Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport sind im Einvernehmen mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft zuständig für die Bezeichnung der Normen.
1 Die Listen der Titel der bezeichneten Normen und deren Texte können kostenlos eingesehen und gegen Bezahlung bezogen werden bei der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV), Sulzerallee 70, 8404 Winterthur; www.snv.ch
1 Wer als Wirtschaftsakteurin ein Niederspannungserzeugnis auf dem Markt bereitstellt, muss eine Konformitätserklärung vorlegen können, aus der hervorgeht, dass das Niederspannungserzeugnis den grundlegenden Anforderungen entspricht.
2 Für Erzeugnisse gemäss Artikel 1 Absatz 1 muss das Konformitätsbewertungsverfahren nach Anhang III der EU-Niederspannungsrichtlinie1 durchgeführt werden.
3 Fällt das Niederspannungserzeugnis unter mehrere Regelungen, die eine Konformitätserklärung verlangen, so ist eine einzige Erklärung auszustellen. Diese muss alle massgebenden Informationen zu den betroffenen Regelungen enthalten.
4 Die Konformitätserklärung muss:
in einer schweizerischen Amtssprache oder in Englisch abgefasst oder in eine dieser Sprachen übersetzt sein;
die Übereinstimmung des Erzeugnisses mit den anwendbaren Vorschriften bescheinigen; für Erzeugnisse gemäss Artikel 1 Absatz 1 darf die Übereinstimmung mit dem EU-Recht gemäss Anhang IV der EU-Niederspannungsrichtlinie erklärt werden;
in jedem Fall mindestens die folgenden Angaben enthalten:
Erzeugnis oder Erzeugnismodell mit Produkt-, Chargen-, Typen- oder Seriennummer,
Namen und Adresse der Herstellerin oder ihrer in der Schweiz niedergelassenen Vertretung,
Beschreibung des Niederspannungserzeugnisses und Angaben zu dessen Identifizierung,
die angewandten technischen Vorschriften, Normen mit Ausgabestand (EN) oder Edition (IEC) oder anderen Spezifikationen,
5 Sie muss laufend aktuell gehalten werden.
Die Konformitätserklärung muss während zehn Jahren ab dem Inverkehrbringen des Niederspannungserzeugnisses auf dem schweizerischen Markt vorgelegt werden können.
1 Werden Niederspannungserzeugnisse nach den technischen Normen nach Artikel 7 hergestellt, so wird vermutet, dass die Sicherheitsziele, die durch Normen oder Teile davon abgedeckt sind, erfüllt sind.
1 Die Wirtschaftsakteurinnen legen dem Erzeugnis die Betriebsanleitung und die nötigen Sicherheitsinformationen mindestens in der Amtssprache oder den Amtssprachen des Ortes bei, an dem es auf dem Markt bereitgestellt gebracht wird.
2 Symbole dürfen verwendet werden, wenn damit eine genügende Information sichergestellt ist.
1 Die Wirtschaftsakteurin muss technische Unterlagen zur Verfügung halten, die es der Kontrollstelle (Art. 21 EleG) erlauben, die Einhaltung der grundlegenden Anforderungen zu überprüfen.
2 Die technischen Unterlagen müssen in einer schweizerischen Amtssprache oder in Englisch abgefasst sein und folgende Angaben enthalten:
eine allgemeine Beschreibung des Erzeugnisses;
die Entwürfe, Fertigungszeichnungen und -pläne insbesondere von Bauteilen, Montageuntergruppen und Schaltkreisen;
die Beschreibungen und Erläuterungen, die zum Verständnis der genannten Zeichnungen und Pläne sowie der Funktionsweise der Erzeugnisse erforderlich sind;
eine Liste der ganz oder teilweise angewandten Normen sowie eine Beschreibung der zur Erfüllung der Sicherheitsziele gewählten Lösungen, soweit die bezeichneten Normen nicht angewandt wurden;
die Ergebnisse der Konstruktionsberechnungen und Prüfungen, einschliesslich einer geeigneten Risikobeurteilung;
die vom Hersteller oder durch Dritte erstellten Prüfberichte.
3 Die technischen Unterlagen können in einer anderen Sprache abgefasst sein, sofern die zu ihrer Beurteilung erforderlichen Auskünfte in einer schweizerischen Amtssprache oder in Englisch erteilt werden.
4 Die technischen Unterlagen müssen während zehn Jahren ab dem Inverkehrbringen des Niederspannungserzeugnisses auf dem Schweizer Markt vorgelegt werden können. Bei Serienfertigungen beginnt die Frist mit der Herstellung des letzten Exemplars zu laufen.
1 Niederspannungserzeugnisse, die nicht unter den Geltungsbereich der EU-Niederspannungsrichtlinie1 fallen oder die in Anhang II der EU-Niederspannungsrichtlinie aufgelistet sind, dürfen nur auf dem Markt bereitgestellt werden, wenn sie den anerkannten Regeln der Technik entsprechen.
2 Als anerkannte Regeln der Technik gelten insbesondere die international harmonisierten Normen der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) und des Europäischen Komitees für elektrotechnische Normung (CENELEC) und, wo solche fehlen, schweizerische Normen2.
2 Die Normen können kostenlos eingesehen und gegen Bezahlung bezogen werden bei der Schweizerischen Normen-Vereinigung (SNV), Sulzerallee 70, 8404 Winterthur; www.snv.ch
1 Wer als Wirtschaftsakteurin ein Niederspannungserzeugnis nach Artikel 13 Absatz 1 auf dem Markt bereitstellt, muss nachweisen können, dass es den anerkannten Regeln der Technik entspricht.
2 Für Niederspannungserzeugnisse mit einer Betriebsspannung unter 50 V Wechselspannung oder unter 75 V Gleichspannung und einem Betriebsstrom unter 2 A ist der Nachweis nur dann zu erbringen, wenn ihre besondere Funktion oder ihre besonderen Einsatzbedingungen Personen oder Sachen gefährden können.
1 Das ESTI betreibt die Zertifizierungsstelle für das freiwillige Sicherheitszeichen (Art. 20).
2 Wer ein elektrisches Erzeugnis mit dem freiwilligen Sicherheitszeichen auf dem Markt bereitstellen will, braucht eine Bewilligung der Kontrollstelle.
1 Die Bewilligung wird erteilt, wenn die Herstellerin, ihre in der Schweiz niedergelassene Vertretung oder eine andere Wirtschaftsakteurin nachweist, dass das Erzeugnis den Anforderungen von Artikel 5 beziehungsweise von Artikel 13 entspricht.
2 Der Antrag auf Bewilligung muss enthalten:
eine kurze Beschreibung des Erzeugnisses;
die Handelsmarke, die Typenbezeichnung und die wesentlichen technischen Daten;
den Nachweis der elektromagnetischen Verträglichkeit nach den Bestimmungen der Verordnung vom 25. November 20151 über die elektromagnetische Verträglichkeit;
den Prüfbericht einer Prüfstelle oder die Konformitätsbescheinigung einer Konformitätsbewertungsstelle.
3 Die Kontrollstelle kann zudem die technischen Unterlagen und ein Muster des Erzeugnisses verlangen.
1 Prüf- und Konformitätsbewertungsstellen, die Berichte oder Bescheinigungen ausstellen, müssen:
1 Die Bewilligung gilt höchstens fünf Jahre.
2 Wird ein Antrag auf Änderung oder Erneuerung der Bewilligung gestellt, so entscheidet die Kontrollstelle, wie weit ein neuer Nachweis beizubringen ist.
Die Bewilligung wird entzogen, wenn die Voraussetzungen für ihre Erteilung nicht mehr erfüllt sind.
1 Das freiwillige Sicherheitszeichen hat folgende Form:
2 Ist es technisch nicht möglich, das Zeichen nach Absatz 1 anzubringen, so kann die Kontrollstelle eine andere Kennzeichnung bewilligen.
4. Kapitel: Bereitstellung von gebrauchten Niederspannungserzeugnissen auf dem Markt
1 Gebrauchte Niederspannungserzeugnisse dürfen nur auf dem Markt bereitgestellt werden, wenn sie die zum Zeitpunkt ihres Inverkehrbringens gültigen Anforderungen erfüllen.
2 Gebrauchte Erzeugnisse, die erstmalig in der Schweiz in Verkehr gebracht werden, unterliegen den Bestimmungen über das Inverkehrbringen neuer Erzeugnisse.
3 Werden gebrauchte Niederspannungserzeugnisse umgebaut oder erneuert und betreffen diese Umbauten oder Erneuerungen die Sicherheit wesentlich, so unterliegen sie hinsichtlich dieser Umbauten oder Erneuerungen den Bestimmungen über das Inverkehrbringen neuer Erzeugnisse auf dem Markt.
Niederspannungserzeugnisse, welche die Voraussetzungen für die Bereitstellung auf dem Markt nicht erfüllen, dürfen ausgestellt oder vorgeführt werden, wenn:
deutlich darauf hingewiesen wird, dass die Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen nicht nachgewiesen ist und die Niederspannungserzeugnisse deshalb noch nicht in Verkehr gebracht werden dürfen;
1 Die Kontrollstelle kontrolliert, ob auf dem Markt bereitgestellte Niederspannungserzeugnisse den Vorschriften dieser Verordnung entsprechen.
2 Sie führt zu diesem Zweck Stichproben durch und verfolgt begründete Hinweise, wonach ein Niederspannungserzeugnis den Vorschriften nicht entspricht.
3 Sie kann von der Zollverwaltung für eine festgesetzte Dauer Meldungen über die Einfuhr genau bezeichneter Niederspannungserzeugnisse verlangen.
4 Die Wirtschaftsakteurinnen sind verpflichtet, der Kontrollstelle alle für den Vollzug der Marktüberwachung notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen und insbesondere auf Verlangen die Wirtschaftsakteurinnen zu nennen, von denen sie ein Niederspannungserzeugnis bezogen oder an die sie ein Niederspannungserzeugnis abgegeben haben. Die Kontrollstelle setzt dazu eine angemessene Frist
1 Die Wirtschaftsakteurinnen beobachten, ob die von ihnen in Verkehr gebrachten oder auf dem Markt bereitgestellten Erzeugnisse den Vorschriften dieser Verordnung entsprechen, soweit das angesichts der von diesen Erzeugnissen ausgehenden Risiken für die Gesundheit und Sicherheit notwendig erscheint.
2 Sie erheben gegebenenfalls zu diesem Zweck Stichproben, verfolgen begründete Hinweise, wonach ein Niederspannungserzeugnis den Vorschriften nicht entspricht, und dokumentieren diese zuhanden der Kontrollstelle und der übrigen Wirtschaftsakteurinnen.
3 Stellen sie fest, dass ein Erzeugnis den Vorschriften nicht entspricht, so treffen sie die notwendigen Massnahmen und informieren, soweit aufgrund der Risiken notwendig, unverzüglich die Kontrollstelle über die festgestellten Mängel und die getroffenen Massnahmen.
1 Im Rahmen der Marktüberwachung ist die Kontrollstelle befugt:
die für den Nachweis der Konformität erforderlichen:
Unterlagen und Angaben zu verlangen und dazu eine Frist festzusetzen,
während der üblichen Geschäftszeiten die Geschäftsräume zu betreten;
die verlangten Unterlagen nicht fristgerecht eingehen oder nicht vollständig sind,
aus dem Nachweis nach Artikel 8 oder 14 nicht hinreichend hervorgeht, dass ein Niederspannungserzeugnis den Anforderungen entspricht,
Zweifel bestehen, ob ein Niederspannungserzeugnis mit den eingereichten Unterlagen übereinstimmt.
2 Vor der Anordnung einer Prüfung gibt die Kontrollstelle der Wirtschaftsakteurin Gelegenheit zur Stellungnahme.
3 Für die Prüfung ist der Kontrollstelle ein Niederspannungserzeugnis ihrer Wahl unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.
4 Die Wirtschaftsakteurin trägt zudem die Kosten der Prüfung nach Absatz 1 Buchstabe c, wenn die Unterlagen nicht fristgerecht oder unvollständig eingereicht wurden oder die Prüfung ergibt, dass das Niederspannungserzeugnis den Anforderungen nicht entspricht.
1 Ergibt die Kontrolle oder die Prüfung, dass Vorschriften dieser Verordnung verletzt sind, so verfügt die Kontrollstelle Massnahmen nach Artikel 10 Absätze 2–5 PrSG.
2 Die Kontrollstelle ist zuständig für die Gewährung der internationalen Amtshilfe im Rahmen von Artikel 22 THG.
1 Die Kontrollstellen erheben eine Gebühr und auferlegen den Betroffenen die Kosten nach den Bestimmungen der für sie anwendbaren Gebührenordnung für:
Kontrollen, wenn sich herausstellt, dass das Erzeugnis nicht den Vorschriften entspricht;
Verfügungen im Zusammenhang mit der Kontrolle von Niederspannungserzeugnissen.
2 Diese Regelung findet sinngemäss auch auf das freiwillige Sicherheitszeichen Anwendung.
Wer vorsätzlich oder fahrlässig das freiwillige Sicherheitszeichen ohne Bewilligung verwendet, wird nach Artikel 55 EleG bestraft.
Die Verordnung vom 9. April 19971 über elektrische Niederspannungserzeugnisse wird aufgehoben.
1 [AS 1997 1016, 2000 734 Art. 19 Ziff. 2 762 Ziff. I 3, 2007 4477 Ziff. IV 23, 2009 6243 Anhang 3 Ziff. II 4, 2010 2583 Anhang 4 Ziff. II 1 2749 Ziff. I 1, 2013 3509 Anhang Ziff. 2]
Niederspannungserzeugnisse, die nach der bisherigen Verordnung auf dem Markt bereitgestellt werden, dürfen auch weiterhin auf dem Markt bereitgestellt werden, falls sie die grundlegenden Anforderungen der bisherigen Verordnung erfüllen und vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung in Verkehr gebracht wurden.
Die Verordnung tritt am 20. April 2016 in Kraft.
Für die korrekte Auslegung der EU-Niederspannungsrichtlinie1, auf die in dieser Verordnung verwiesen wird, gelten die folgenden Entsprechungen von Ausdrücken:
AS 2016 105
1 La présente ordonnance s’applique aux matériels électriques utilisés sous des tensions nominales de 50 V à 1000 V en courant alternatif et de 75 V à 1500 V en courant continu (matériels à basse tension) au sens de la directive 2014/35/UE (directive UE basse tension)1.
2 Elle s’applique également aux matériels électriques:
énumérés à l’annexe II de la directive UE basse tension, sauf lorsque leur sécurité électrique fait l’objet de dispositions particulières.
3 Les dispositions de l’ordonnance du 25 novembre 2015 sur la compatibilité électromagnétique2 sont réservées.
1 Directive 2014/35/UE du Parlement européen et du Conseil du 26 février 2014 relative à l’harmonisation des législations des Etats membres concernant la mise à disposition sur le marché du matériel électrique destiné à être employé dans certaines limites de tension (nouvelle version), version du JO L 96 du 29.3.2014, p. 357.
mise à disposition sur le marché: toute fourniture, à titre onéreux ou gratuit, de matériel à basse tension destiné à être distribué, consommé ou utilisé sur le marché suisse dans le cadre d’une activité commerciale;
opérateur économique: le fabricant, le mandataire, l’importateur et le distributeur;
3 Au surplus, les définitions de l’art. 2 de la directive UE basse tension1 sont applicables, sauf celle de son art. 2, ch. 9. Les équivalences terminologiques répertoriées en annexe de la présente ordonnance sont également applicables.
1 Voir la note relative à l’art. 1, al. 1.
Les matériels à basse tension ne peuvent être mis à disposition sur le marché que s’ils sont conformes aux règles techniques reconnues et qu’ils ne mettent en danger, par un usage conforme à leur affectation, leur entretien et leur utilisation, ni la santé ni la sécurité des personnes, des animaux domestiques ou la sécurité des choses.
1 Les obligations des opérateurs économiques sont régis par les articles 6 à 9 de la directive UE basse tension1 et les annexes I et III qui y sont mentionnées, dans la mesure où ces obligations ne découlent pas de la présente ordonnance. L’Inspection fédérale des installations à courant fort (ESTI) est l’autorité compétente en vertu de ces articles.
2 L’obligation d’apposer le marquage «CE» ne s’applique pas. Si le marquage «CE» est déjà apposé en conformité avec les prescriptions de l’UE sur des matériels selon l’art. 1, al. 1, il n’est pas nécessaire de l’enlever.
lorsqu’il met du matériel électrique à basse tension sur le marché sous son propre nom ou sa propre marque, ou
lorsqu’il modifie du matériel électrique à basse tension déjà mis sur le marché de telle sorte que la conformité de celui-ci avec la présente ordonnance peut en être affectée.
1 Les matériels électriques visés à l’art. 1, al. 1, ne peuvent être mis à disposition sur le marché que s’ils répondent aux objectifs de sécurité figurant à l’annexe I de la directive UE basse tension1.
2 Pour les matériels électriques à basse tension visés à l’art. 1, al. 2, et pour les matériels et les domaines énumérés à l’annexe II de la directive UE basse tension, les exigences essentielles prescrites à l’art. 13 sont applicables.
1 Voir la note relative à l’art. 1, al, 1.
Les indications suivantes doivent figurer sur le matériel à basse tension, voire sur son emballage ou dans les documents joints lorsqu’elles ne peuvent figurer sur le matériel lui-même:
le numéro de type, de lot ou de série ou tout autre élément permettant l’identification du matériel;
1 Les normes techniques1 appropriées pour concrétiser les exigences essentielles sont désignées conformément à l’art. 6 LSPro.
2 L’Office fédéral de l’énergie (OFEN) et, lorsque des matériels à basse tension à usage militaire sont visés, les services compétents du Département fédéral de la défense, de la protection de la population et des sports, sont compétents pour désigner ces normes, d’entente avec le Secrétariat d’Etat à l’économie.
1 Les listes des titres des normes désignées et leur texte peuvent être obtenus contre paiement auprès de l’Association suisse de normalisation (SNV), Sulzerallee 70, 8404 Winterthour; www.snv.ch.
2 Il doit être procédé à une évaluation de la conformité au sens de l’annexe III de la directive UE basse tension1 pour les matériels visés à l’art. 1, al. 1.
3 Il y a lieu d’établir une seule déclaration lorsque le matériel électrique à basse tension relève de plusieurs réglementations exigeant une déclaration de conformité. Cette déclaration doit contenir toutes les informations déterminantes pour les réglementations concernées.
être rédigée dans une des langues officielles de la Suisse ou en anglais ou être traduite dans l’une de ces langues;
certifier la conformité du produit aux prescriptions applicables; pour les matériels électriques au sens de l’art. 1, al. 1, la conformité avec le droit de l’UE peut être déclarée conformément à l’annexe IV de la directive UE basse tension;
1 Les matériels à basse tension fabriqués conformément aux normes techniques visées à l’art. 7 sont présumés répondre aux objectifs de sécurité visés par ces normes ou par une partie d’entre elles.
2 Si ces normes ne sont que partiellement ou pas du tout appliquées, l’opérateur économique doit pouvoir prouver que les matériels à basse tension répondent d’une autre façon aux exigences essentielles.
1 Les opérateurs économiques joignent au matériel la notice d’utilisation et les informations nécessaires concernant la sécurité, rédigées au moins dans la ou les langues officielles du lieu où le matériel est mis à disposition sur le marché;
2 Des symboles peuvent être utilisés lorsqu’ils garantissent une information suffisante.
1 L’opérateur économique doit tenir à disposition le dossier technique afin de permettre à l’organe de contrôle (art. 21 LIE) de vérifier que les exigences essentielles ont bien été respectées.
les plans d’études ainsi que les schémas et plans d’exécution, en particulier de modules, des sous-ensembles et de circuits;
une liste des normes appliquées intégralement ou en partie ainsi qu’une description des solutions retenues pour assurer la conformité du matériel aux objectifs de sécurité, dans la mesure où les normes désignées n’ont pas été appliquées;
les rapports d’essai, le fabricant internes ou établis par des tiers.
1 Les matériels à basse tension qui ne sont pas visés par la directive UE basse tension1 ou qui figurent dans son annexe II ne peuvent être mis sur le marché que s’ils répondent aux règles techniques reconnues.
3 A défaut de normes techniques appropriées, on s’inspirera de normes applicables par analogie ou de directives techniques.
1 Tout opérateur économique qui met à disposition sur le marché du matériel à basse tension au sens de l’art. 13, al. 1, doit pouvoir démontrer que ledit matériel répond aux règles techniques reconnues.
2 Pour les matériels électriques dont la tension d’exploitation ne dépasse pas 50 V en courant alternatif ou 75 V en courant continu et dont le courant de régime n’excède pas 2 A, la démonstration n’est obligatoire que si leur fonctionnement particulier ou leurs conditions d’utilisation spéciales peuvent mettre en danger des personnes ou des choses.
1 L’ESTI gère l’organisme de certification du signe de sécurité facultatif (art. 20).
2 Quiconque entend mettre à disposition sur le marché un matériel électrique muni du signe de sécurité facultatif doit obtenir une autorisation de l’organe de contrôle.
Art. 16 Conditions d’autorisation
1 L’autorisation est octroyée lorsque le fabricant, son représentant établi en Suisse ou un autre opérateur économique apporte la preuve que le matériel répond aux exigences prévues aux art. 5 ou 13.
2 La demande d’autorisation doit comporter:
la preuve de sa compatibilité électromagnétique au sens des dispositions de l’ordonnance du 25 novembre 2015 sur la compatibilité électromagnétique1;
le rapport d’un organisme d’essai ou l’attestation de conformité d’un organisme d’évaluation de la conformité.
3 L’organe de contrôle peut par ailleurs demander un échantillon du matériel et les documents techniques qui s’y rapportent.
Art. 17 Laboratoires d’essai et organismes d’évaluation de la conformité
1 Les laboratoires d’essai et les organismes d’évaluation de la conformité qui émettent des rapports ou des attestations doivent:
être accrédités conformément à l’ordonnance du 17 juin 19961 sur l’accréditation et sur la désignation; ou
2 Quiconque se réfère à des documents émanant d’un organisme autre que ceux visés à l’al. 1 doit démontrer que les méthodes et qualifications dudit organisme répondent aux exigences suisses (art. 18, al. 2, LETC).
Art. 18 Durée de validité de l’autorisation
1 L’autorisation est valable cinq ans au plus.
2 S’il est saisi d’une demande de modification ou de renouvellement de l’autorisation, l’organe de contrôle décide s’il y a lieu d’exiger une nouvelle attestation.
Art. 19 Retrait de l’autorisation
L’autorisation est retirée si les conditions d’octroi ne sont plus remplies.
2 S’il est techniquement impossible d’apposer le signe dans la forme définie à l’al. 1, l’organe de contrôle peut autoriser une autre forme d’apposition.
1 Les matériels à basse tension usagés ne peuvent être mis à disposition sur le marché que s’ils répondent aux exigences en vigueur lors de leur mise sur le marché.
s’il est clairement indiqué qu’il n’a pas été délivré pour ledit matériel une attestation certifiant sa conformité aux exigences légales, et qu’il ne peut donc être mis sur le marché; et
Art. 23 Surveillance du marché par l’organe de contrôle
1 L’organe de contrôle s’assure que des matériels à basse tension mis à disposition sur le marché répondent aux prescriptions de la présente ordonnance.
2 A cet effet, il procède par sondages et examine les indices qui permettent raisonnablement de penser qu’un matériel ne correspond pas aux prescriptions.
3 Il peut demander à l’Administration des douanes de lui fournir, pendant un temps déterminé, des renseignements sur les importations de matériels à basse tension clairement désignés.
4 Les opérateurs économiques sont tenus de mettre à disposition de l’organe de contrôle toutes les informations nécessaires à l’exécution de la surveillance du marché et notamment de désigner sur demande les opérateurs économiques auxquels ils ont acheté ou remis du matériel électrique à basse tension. L’organe de contrôle leur impartit un délai approprié.
1 Les opérateurs économiques vérifient si les matériels à basse tension qu’ils ont mis sur le marché ou mis à disposition sur le marché répondent aux prescriptions de la présente ordonnance, pour autant que cela soit nécessaire en raison des risques que lesdits matériels présentent pour la santé et la sécurité.
2 Ils procèdent le cas échéant par sondages, examinent les indices qui permettent raisonnablement de penser qu’un matériel ne correspond pas aux prescriptions et documentent leurs démarches à l’intention de l’organe de contrôle et des autres opérateurs économiques.
3 Lorsqu’ils constatent que du matériel ne répond pas aux prescriptions, ils prennent les mesures qui s’imposent et informent sans tarder l’organe de contrôle des défauts constatées et des mesures prises, pour autant que les risques l’exigent.
Art. 25 Compétences de l’organe de contrôle
1 Dans le cadre de la surveillance du marché, l’organe de contrôle est habilité:
s’il y a lieu de douter qu’un matériel électrique à basse tension soit conforme aux documents produits.
2 Avant d’ordonner un essai, l’organe de contrôle donne à l’opérateur économique la possibilité de s’exprimer.
3 Pour l’essai, il est mis gratuitement à la disposition de l’organe de contrôle un matériel électrique à basse tension que celui-ci a choisi.
4 Les frais occasionnés par les essais prévus à l’al. 1, let. c, sont mis à la charge de l’opérateur économique si les documents demandés ne sont pas remis dans le délai imparti, s’ils sont incomplets ou si le contrôle révèle que le matériel n’est pas conforme aux exigences requises.
1 Si le contrôle ou l’essai révèle une violation des dispositions de la présente ordonnance, l’organe de contrôle prend des mesures conformément à l’art. 10, al. 2 à 5, LSPro.
2 L’organe de contrôle est compétent pour accorder l’entraide administrative internationale dans les limites de l’art. 22 LETC.
2 La présente réglementation s’applique également à l’apposition facultative du signe de sécurité.
Est puni conformément aux peines prévues à l’art. 55 LIE quiconque utilise sans autorisation le signe de sécurité facultatif, qu’il agisse intentionnellement ou par négligence.
L’ordonnance du 9 avril 1997 sur les matériels électriques à basse tension est abrogée 1.
Les matériels à basse tension mis à disposition sur le marché conformément à la précédente ordonnance en vigueur peuvent continuer d’être mis à disposition sur le marché, s’ils répondent aux exigences essentielles de la précédente ordonnance et qu’ils aient été mis sur le marché avant l’entrée en vigueur de la présente ordonnance.
1 La presente ordinanza si applica ai prodotti elettrici a bassa tensione utilizzati con una tensione nominale compresa fra 50 V e 1000 V in corrente alternata o fra 75 V e 1500 V in corrente continua (prodotti a bassa tensione), nel senso dei prodotti oggetto della direttiva 2014/35/UE1 (direttiva UE «bassa tensione»).
2 Si applica anche ai prodotti a bassa tensione:
con una tensione d’esercizio inferiore a 50 V in corrente alternata o a 75 V in corrente continua;
elencati nell’allegato II della direttiva UE «bassa tensione», eccettuato il caso in cui la loro sicurezza elettrica è disciplinata in atti normativi speciali.
3 Per la compatibilità elettromagnetica sono fatte salve le disposizioni dell’ordinanza del 25 novembre 20152 sulla compatibilità elettromagnetica.
1 Direttiva 2014/35/UE del Parlamento europeo e del Consiglio, del 26 febbraio 2014, concernente l’armonizzazione delle legislazioni degli Stati membri relative alla messa a disposizione sul mercato del materiale elettrico destinato a essere adoperato entro taluni limiti di tensione (rifusione), testo secondo GU L 96 del 29.3.2014, pag. 357.
messa a disposizione sul mercato: la fornitura di un prodotto elettrico a bassa tensione per la distribuzione, il consumo o l’uso sul mercato svizzero nel corso di un’attività commerciale, a titolo oneroso o gratuito;
immissione sul mercato: la prima messa a disposizione sul mercato svizzero di un prodotto a bassa tensione;
operatore economico: il fabbricante, il rappresentante autorizzato, l’importatore e il distributore;
norme armonizzate: le norme armonizzate ai sensi della legislazione in materia di sicurezza dei prodotti.
3 Per il resto, si applicano le definizioni di cui all’articolo 2 della direttiva UE «bassa tensione»1 ad eccezione dell’articolo 2 numero 9. Inoltre si applicano le definizioni equivalenti di cui all’allegato della presente ordinanza.
I prodotti a bassa tensione possono essere messi a disposizione sul mercato soltanto se sono conformi alle regole tecniche riconosciute e se in condizioni di esercizio, manutenzione e impiego conformi alle disposizioni non mettono in pericolo la salute o la sicurezza di persone, animali domestici o cose.
Capitolo 2: Messa a disposizione sul mercato di nuovi prodotti a bassa tensione
1 Per gli obblighi degli operatori economici si applicano gli articoli 6–9 e gli allegati I e III, in essi citati, della direttiva UE «bassa tensione»1, nella misura in cui tali obblighi non derivino già dalla presente ordinanza. L’Ispettorato federale degli impianti a corrente forte (ESTI) è l’autorità competente secondo questi articoli.
2 L’obbligo di apporre la marcatura CE non si applica. Se è già stata apposta in conformità alle disposizioni dell’UE, la marcatura CE sui prodotti di cui all’articolo 1 capoverso 1 può essere mantenuta.
immette sul mercato un prodotto a bassa tensione con il proprio nome o marchio commerciale; oppure
modifica un prodotto a bassa tensione già immesso sul mercato in modo tale da poterne condizionare la conformità alla presente ordinanza.
1 I prodotti a bassa tensione secondo l’articolo 1 capoverso 1 possono essere messi a disposizione sul mercato solo se conformi agli obiettivi di sicurezza di cui all’allegato I della direttiva UE «bassa tensione»1.
2 Per i prodotti a bassa tensione secondo l’articolo 1 capoverso 2 o per i prodotti e i fenomeni non indicati nell’allegato II della direttiva UE «bassa tensione» valgono i requisiti essenziali di cui all’articolo 13.
Art. 6 Identificazione dei prodotti
Sui prodotti a bassa tensione stessi o, se ciò non dovesse essere possibile, sugli imballaggi o nella documentazione allegata, devono essere riportate le seguenti informazioni:
indirizzo della persona di cui alla lettera b.
Art. 7 Norme tecniche
2 L’Ufficio federale dell’energia (UFE) e, qualora si tratti di prodotti a bassa tensione per scopi militari, i servizi competenti del Dipartimento federale della difesa, della protezione della popolazione e dello sport, d’intesa con la Segreteria di Stato dell’economia (SECO), sono competenti per la designazione delle norme.
1 L’elenco dei titoli di tali norme e il loro testo possono essere consultate gratuitamente od ottenute a pagamento presso l’Associazione svizzera di normalizzazione (SNV), Sulzerallee 70, 8404 Winterthur (www.snv.ch).
1 Chi, in qualità di operatore economico, mette a disposizione sul mercato un prodotto a bassa tensione deve poter presentare una dichiarazione di conformità dalla quale risulti che il prodotto è conforme ai requisiti essenziali.
2 Per i prodotti secondo l’articolo 1 capoverso 1 deve essere eseguita la procedura di valutazione della conformità di cui all’allegato III della direttiva UE «bassa tensione»1.
3 Se il prodotto a bassa tensione è assoggettato a diverse regolamentazioni che esigono una dichiarazione di conformità, deve essere rilasciata una sola dichiarazione. Essa deve contenere tutte le informazioni determinanti relative alle regolamentazioni interessate.
4 La dichiarazione di conformità deve:
essere redatta in una delle lingue ufficiali svizzere o in inglese, oppure tradotta in una di queste lingue;
attestare la conformità del prodotto con le norme applicabili; per i prodotti secondo l’articolo 1 capoverso 1 la conformità al diritto UE può essere dichiarata secondo l’allegato IV della direttiva UE «bassa tensione»;
in ogni caso, contenere almeno le seguenti informazioni:
prodotto o modello di prodotto con numero di prodotto, tipo, lotto o serie,
nome e indirizzo del fabbricante o del suo rappresentante domiciliato in Svizzera,
descrizione del prodotto a bassa tensione e indicazioni sulla sua identificazione,
prescrizioni tecniche, norme con indicazione dell’edizione (EN, IEC) o altre specifiche tecniche applicate,
5 La dichiarazione di conformità deve essere mantenuta costantemente aggiornata.
Art. 9 Conservazione della dichiarazione di conformità
La dichiarazione di conformità deve poter essere presentata durante dieci anni a decorrere dall’immissione sul mercato svizzero del prodotto a bassa tensione.
Art. 10 Adempimento dei requisiti
1 Se i prodotti a bassa tensione sono fabbricati conformemente alle norme tecniche di cui all’articolo 7, si presume che siano adempiuti gli obiettivi di sicurezza considerati nelle norme o in parti di esse.
Art. 11 Informazioni da allegare al prodotto
1 Gli operatori economici allegano al prodotto le istruzioni e le necessarie informazioni sulla sicurezza almeno nella lingua ufficiale o nelle lingue ufficiali del luogo in cui il prodotto viene immesso sul mercato.
2 Possono essere utilizzati simboli, a condizione che sia assicurata un’informazione sufficiente.
Art. 12 Documentazione tecnica
1 L’operatore economico deve tenere a disposizione una documentazione tecnica che permetta all’organo di controllo (art. 21 LIE) di verificare il rispetto dei requisiti essenziali.
2 La documentazione tecnica deve essere redatta in una lingua ufficiale svizzera o in lingua inglese e deve comprendere le indicazioni seguenti:
un elenco delle norme applicate completamente o in parte e, nella misura in cui non siano state applicate tali norme, una descrizione delle soluzioni adottate per soddisfare gli obiettivi di sicurezza;
i risultati dei calcoli di costruzione e degli esami, inclusa un’idonea valutazione dei rischi;
le relazioni interne o di terzi sulle prove effettuate.
3 La documentazione tecnica può essere redatta in un’altra lingua purché le informazioni necessarie alla sua valutazione siano fornite in una lingua ufficiale svizzera o in inglese.
4 La documentazione tecnica deve poter essere presentata durante dieci anni a decorrere dall’immissione sul mercato svizzero del prodotto a bassa tensione. Per le produzioni in serie, il termine decorre dalla fabbricazione dell’ultimo esemplare.
Art. 13 Regole tecniche riconosciute
1 I prodotti a bassa tensione che non rientrano nel campo d’applicazione della direttiva UE «bassa tensione»1 o che sono elencati nell’allegato II di tale direttiva possono essere messi a disposizione sul mercato soltanto se sono conformi alle regole tecniche riconosciute.
2 Per regole tecniche riconosciute si intendono in particolare le norme armonizzate a livello internazionale della Commissione elettrotecnica internazionale (IEC) e del Comitato europeo di normalizzazione elettrotecnica (CENELEC) e, in mancanza di queste, le norme svizzere2.
2 Il testo di tali norme può essere consultata gratuitamente od ottenuta a pagamento presso l’Associazione svizzera di normalizzazione (SNV), Sulzerallee 70, 8404 Winterthur (www.snv.ch).
Art. 14 Rispetto delle regole tecniche riconosciute
1 Chi, in qualità di operatore economico, mette a disposizione sul mercato un prodotto a bassa tensione secondo l’articolo 13 capoverso 1 deve poter provare che tale prodotto è conforme alle regole tecniche riconosciute.
2 Per i prodotti a bassa tensione con una tensione d’esercizio inferiore a 50 V in corrente alternata o inferiore a 75 V in corrente continua e con corrente d’esercizio inferiore a 2 A, la prova è necessaria soltanto se il loro particolare funzionamento o le loro condizioni particolari di utilizzazione possono mettere in pericolo persone o cose.
Capitolo 3: Contrassegno di sicurezza facoltativo
1 L’ESTI gestisce il servizio di certificazione per il contrassegno di sicurezza facoltativo (art. 20).
2 Chi vuole mettere a disposizione sul mercato un prodotto elettrico con il contrassegno di sicurezza facoltativo necessita di un’autorizzazione dell’organo di controllo.
Art. 16 Condizioni per l’autorizzazione
1 L’autorizzazione è rilasciata se il fabbricante, il suo rappresentante domiciliato in Svizzera o un altro operatore economico prova che il prodotto è conforme ai requisiti definiti dall’articolo 5 o 13.
2 La domanda d’autorizzazione deve contenere:
il marchio commerciale registrato, la designazione del tipo e le caratteristiche tecniche principali;
la prova della compatibilità elettromagnetica secondo le disposizioni dell’ordinanza del 25 novembre 20151 sulla compatibilità elettromagnetica;
il rapporto di un laboratorio di prova o l’attestato di conformità di un organo di valutazione della conformità.
3 L’organo di controllo può inoltre richiedere la documentazione tecnica e un campione del prodotto.
Art. 17 Laboratori di prova e organismi di valutazione della conformità
Art. 18 Durata di validità dell’autorizzazione
1 L’autorizzazione è valida per cinque anni al massimo.
2 Se si richiede la modifica o il rinnovo dell’autorizzazione, l’organo di controllo decide se occorre fornire una nuova prova.
Art. 19 Revoca dell’autorizzazione
L’autorizzazione è revocata se le condizioni necessarie per il suo rilascio non sono più adempiute.
Art. 20 Contrassegno di sicurezza
2 Se tecnicamente non è possibile apporre il contrassegno di cui al capoverso 1, l’organo di controllo può autorizzare un altro contrassegno.
Capitolo 4: Messa a disposizione sul mercato di prodotti a bassa tensione usati
1 I prodotti a bassa tensione usati possono essere messi a disposizione sul mercato soltanto se adempiono i requisiti in vigore al momento della loro immissione sul mercato.
3 I prodotti a bassa tensione che subiscono trasformazioni o rinnovamenti concernenti essenzialmente la sicurezza soggiacciono, per quanto riguarda tali trasformazioni e rinnovamenti, alle disposizioni relative all’immissione sul mercato di prodotti nuovi.
Capitolo 5: Esposizione e presentazione
I prodotti a bassa tensione che non adempiono i requisiti per la messa a disposizione sul mercato possono essere esposti o presentati se:
è chiaramente indicato che l’adempimento dei requisiti legali non è provato e i prodotti a bassa tensione non possono perciò ancora essere immessi sul mercato;
Capitolo 6: Sorveglianza e monitoraggio del mercato
Art. 23 Sorveglianza del mercato da parte dell’organo di controllo
1 L’organo di controllo verifica se i prodotti a bassa tensione messi a disposizione sul mercato soddisfano le prescrizioni della presente ordinanza.
3 Può esigere che l’Amministrazione delle dogane gli fornisca informazioni, durante un periodo determinato, sull’importazione di prodotti a bassa tensione designati in modo preciso.
4 Gli operatori economici sono tenuti a mettere a disposizione dell’organo di controllo tutte le informazioni necessarie ai fini della sorveglianza del mercato e in particolare, su richiesta, a indicare gli operatori economici dai quali hanno ricevuto o ai quali hanno ceduto un prodotto. A tale riguardo l’organo di controllo fissa un termine adeguato.
Art. 24 Monitoraggio del mercato da parte degli operatori economici
1 Gli operatori economici svolgono un’attività di monitoraggio per verificare che i prodotti da loro immessi sul mercato o messi a disposizione su di esso rispettino le prescrizioni della presente ordinanza, nella misura in cui ciò appaia necessario in considerazione dei rischi per la salute e per la sicurezza derivanti dai prodotti stessi.
2 Effettuano a questo scopo controlli per campionatura, procedono a una verifica se vi sono indizi fondati di non conformità alle prescrizioni di prodotti a bassa tensione e li documentano all’attenzione dell’organo di controllo e degli altri operatori economici.
3 Se constatano che un prodotto non è conforme alle prescrizioni, adottano le misure necessarie e, se risulta necessario in considerazione dei rischi, informano senza indugio l’organo di controllo in merito alle carenze riscontrate e alle misure adottate.
Art. 25 Competenze dell’organo di controllo
1 Nell’ambito della sorveglianza del mercato, l’organo di controllo può:
per provare la conformità:
dalla prova di cui all’articolo 8 o 14 non risulti abbastanza chiaramente che un prodotto a bassa tensione è conforme ai requisiti,
esista il dubbio che un prodotto a bassa tensione non corrisponda alla documentazione presentata.
2 Prima di ordinare una verifica, l’organo di controllo dà all’operatore economico la possibilità di esprimersi.
3 Per la verifica l’operatore economico mette gratuitamente a disposizione dell’organo di controllo un prodotto a bassa tensione scelto da quest’ultimo.
4 I costi della verifica di cui al capoverso 1 lettera c sono a carico dell’operatore economico se la documentazione non è stata presentata entro il termine o è incompleta, oppure se dalla verifica risulta che il prodotto a bassa tensione non è conforme ai requisiti.
Art. 26 Misure
1 Se dal controllo o dalla verifica risulta che le prescrizioni della presente ordinanza sono state violate, l’organo di controllo dispone misure secondo l’articolo 10 capoversi 2–5 LSPro.
3 L’organo di controllo ha la competenza di accordare assistenza amministrativa internazionale conformemente all’articolo 22 LOTC.
Capitolo 7: Emolumenti e disposizioni penali
le decisioni emanate nell’ambito del controllo di prodotti a bassa tensione.
Art. 28 Disposizione penale
Chiunque, intenzionalmente o per negligenza, utilizza il contrassegno di sicurezza facoltativo senza autorizzazione è punito secondo l’articolo 55 LIE.
L’ordinanza del 9 aprile 19971 sui prodotti elettrici a bassa tensione è abrogata.
1 [RU 1997 1016, 2000 734 art. 19 n. 2 762 n. I 3, 2007 4477 n. IV 23, 2009 6243 all. 3 n. II 4, 2010 2583 all. 4 n. II 1 2749 n. I 1, 2013 3509 all. n. 2]
I prodotti a bassa tensione messi a disposizione sul mercato conformemente al diritto anteriore possono continuare a essere messi a disposizione sul mercato se rispettano i requisiti fondamentali dell’ordinanza previgente e se sono stati immessi sul mercato prima dell’entrata in vigore della presente ordinanza.
Ai fini della corretta interpretazione della direttiva UE «bassa tensione»1, alla quale la presente ordinanza fa riferimento, vanno applicate le seguenti equivalenze di espressioni:
1 Cfr. la nota a piè di pagina relativa all’art. 1 cpv. 1.