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Timestamp: 2016-10-28 17:47:34
Document Index: 314409346

Matched Legal Cases: ['Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 47', 'BGE', 'Art. 47', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 47', 'Art. 84', 'Art. 84', 'Art. 82', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 82', 'Art. 424', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 82', 'Art. 408', 'Art. 112', 'BGE', 'Art. 82', 'Art. 4', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 82', 'Art. 82', 'Art. 112', 'Art. 82', 'Art. 82', 'Art. 82', 'Art. 418', 'Art. 82', 'Art. 82', 'Art. 82', 'Art. 82', 'BGE', 'Art. 68', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 65', 'Art. 66']

{T�0/2} 6B_628/2015 � � Urteil vom 21. Dezember 2015
Strafzumessung (schwere K�rperverletzung usw.); rechtliches Geh�r,
A.a.�X.________ wird vorgeworfen, er habe am Montag, den 18. Januar 2010, gegen 20.00 Uhr, beim Bahnhof Hergiswil zusammen mit weiteren vier T�tern w�hrend zwei bis vier Minuten mit F�ssen und F�usten auf A.________ eingeschlagen, welcher zuvor beim Versuch zu fliehen, gestolpert und zu Boden gefallen war. Dabei h�tten zwei der T�ter dem wehrlos am Boden liegenden Opfer die rechte, mit einer rostigen Fahrradkette umwickelte Faust ins Gesicht gerammt bzw. mit einer leeren Whiskyflasche auf den Kopf geschlagen. X.________ habe mit einem weissen Koaxialkabel auf das Opfer eingepr�gelt. Sie h�tten von diesem erst abgelassen, als dessen Kopf und Gesicht blut�berstr�mt gewesen seien. Drei der T�ter seien daraufhin mit dem n�chsten Zug nach Luzern gefahren. Der Beschwerdef�hrer und ein weiterer Beteiligter seien bis zum Eintreffen der Ambulanz und der Polizei beim Verletzten geblieben. Die f�nf Beschuldigten h�tten bereits im Vorfeld des Treffens mit dem Opfer den Beschluss gefasst, dieses gemeinsam zu verpr�geln.
A.________ erlitt durch die Schl�ge und Tritte vorab eine Hirnersch�tterung, diverse Rissquetschwunden und schwere Prellungen der Augenh�hlen sowie des Augapfels links mit einem Bruch des kn�chernen Augenh�hlenbodens mit konsekutiver Verlagerung des Augapfels. Er musste sich mehreren Operationen unterziehen.
A.b.�X.________ wird ferner vorgeworfen, er habe am 5. M�rz 2010, nach 20.00 Uhr, zusammen mit weiteren, teilweise denselben T�tern wie beim ersten �bergriff, eine t�tliche Auseinandersetzung mit zwei Personen gef�hrt, bei welcher diese zu Boden geschlagen und mit Faustschl�gen und Fusstritten traktiert worden seien. Dabei erlitten die Opfer diverse Rissquetschwunden und Prellungen.
Schliesslich habe X.________ am 7. M�rz 2011 zwischen 19.00 und 20.00 Uhr, ohne hiezu berechtigt zu sein, ein umz�untes Areal in Luzern betreten und sei in die darauf befindliche, von der Stadt Luzern gemietete Baracke eingedrungen, wo er bis um ca. 2.30 Uhr des folgenden Morgens mit 20 bis 30 weiteren Personen eine Party feierte. Dabei h�tten X.________ und die weiteren Partyteilnehmer einen Schaden von Fr. 3'500.-- angerichtet.
Die Pr�sidentin des Kantonsgerichts Nidwalden trennte mit Verf�gung vom 7. M�rz 2013 das Verfahren gegen einen der Tatbeteiligten ab und vereinigte die �brigen Verfahren. Mit Urteil vom 5. Juli 2013 erkl�rte das Kantonsgericht Nidwalden X.________ der versuchten eventualvors�tzlichen schweren K�rperverletzung, der mehrfachen einfachen K�rperverletzung, der Sachbesch�digung sowie des Hausfriedensbruchs schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten, unter Anrechnung von 3 Tagen Untersuchungshaft. Von der Anklage des Angriffs sprach es ihn frei. Ferner verurteilte es X.________ unter solidarischer Haftbarkeit mit den jeweiligen Mitangeklagten zur Zahlung von Schadenersatz und Genugtuung an die Privatkl�ger. Schliesslich entschied es �ber die Einziehung oder Herausgabe der beschlagnahmten Gegenst�nde.
Das Obergericht des Kantons Nidwalden setzte in teilweiser Gutheissung der Berufung von X.________ mit Urteil vom 20. Mai 2014 die Freiheitsstrafe auf 2 Jahre und 10 Monate (34 Monate) herab. Die Strafe schob es im Umfang von 28 Monaten unter Auferlegung einer Probezeit von 5 Jahren bedingt auf; f�r den restlichen Teil erkl�rte es die Strafe f�r vollziehbar. In den �brigen Punkten best�tigte es den erstinstanzlichen Entscheid. Am 2. Juni 2014 wurde das Urteil m�ndlich er�ffnet. Mit Eingabe vom 12. Juni 2014 verlangte X.________ die schriftliche Begr�ndung des Urteils.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, die Strafe sei mit einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren zu bestrafen, unter Gew�hrung des bedingten Strafvollzuges. Ferner sei die Gerichtsgeb�hr des erstinstanzlichen Urteils auf Fr. 3'000.-- festzusetzen. In Bezug auf die zweitinstanzlichen Gerichtskosten sei das angefochtene Urteil in Bezug auf die h�lftige Teilung der Gerichtskosten zu best�tigen; in Bezug auf H�he und die Mehrkosten wegen der Ausfertigung des Entscheids sei es aufzuheben. Schliesslich ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
1.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt zun�chst eine offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts und eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r. Er habe stets bestritten, mit dem Koaxialkabel auf das Opfer eingeschlagen zu haben. Aus den Akten, namentlich dem Spurensicherungsbericht, ergebe sich nicht, dass auf dem Kabel Blutspuren vorhanden gewesen seien. Solche seien auch auf den Fotos nicht erkennbar. Aufgrund des Umstands, dass das Opfer nach der Schilderung in der Anklageschrift blut�berstr�mt gewesen sein solle, h�tte das Kabel indes deutliche Blutspuren aufweisen m�ssen, wenn es als Schlagwaffe benutzt worden w�re. Er habe daher vor beiden kantonalen Instanzen beantragt, das Kabel in Augenschein zu nehmen und auf Blutspuren zu untersuchen. Der Pr�sident der Vorinstanz habe den Antrag am 10. April 2014 abgewiesen mit der Begr�ndung, es sei nicht erwiesen, dass das Kabel als Tatwaffe eingesetzt worden sei. Dennoch sei die Vorinstanz implizit davon ausgegangen, dass das Kabel Blutspuren aufgewiesen habe. Indem die Vorinstanz seinen Antrag auf Augenschein und Untersuchung des Kabels abgewiesen habe, habe sie seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt. Denn wenn das Kabel keine Blutspuren aufweise, sei davon auszugehen, dass es nicht als Tatwaffe eingesetzt worden sei. Die Feststellung des Sachverhalts bzw. seines Tatbeitrages sei daher offensichtlich falsch (Beschwerde S. 6 ff.).
1.2.�Der Pr�sident der Strafabteilung des Obergerichts wies mit Verf�gung vom 10. April 2014 den Beweisantrag des Beschwerdef�hrers, es sei das sichergestellte weisse Koaxialkabel in Augenschein zu nehmen und auf Blutspuren zu testen, ab. Er nahm an, aufgrund der Aktenlage sei nicht schl�ssig bewiesen, dass das Kabel als Schlaginstrument eingesetzt worden sei. Die als Zeugin befragte Mitarbeiterin des Kebabstandes habe das Kabel aus einer Hosen- oder Jackentasche herausschauen sehen, dessen Einsatz als Tatwaffe indes nicht best�tigen k�nnen. Es bleibe die Aussagen des Zeugen B.________ abzuwarten (angefochtenes Urteil S. 7 f.; Vorladung vom 10. April 2014, Akten des Obergerichts [nicht paginiert], S. 9).
Im angefochtenen Urteil f�hrt die Vorinstanz aus, der Beweisantrag sei abgewiesen worden, weil damit die Frage, wie das Blut effektiv auf das Kabel gelangt sei, nicht einwandfrei h�tte gekl�rt werden k�nnen. Damit sei aber nicht angenommen worden, dass das Kabel nicht als Schlaginstrument eingesetzt worden sei. In diesem Kontext seien die Aussagen des Beschwerdef�hrers wenig glaubhaft. Demgegen�ber habe der Zeuge B.________ �berzeugend ausgesagt, er habe gesehen, dass einer der T�ter mit einem weissen Gegenstand, einer Art Kabel, auf das Opfer eingeschlagen habe (angefochtenes Urteil S. 20/21).
1.3.�Der in Art. 29 Abs. 2 BV garantierte Anspruch auf rechtliches Geh�r r�umt dem Betroffenen das pers�nlichkeitsbezogene Mitwirkungsrecht ein, erhebliche Beweise beizubringen, mit solchen Beweisantr�gen geh�rt zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu �ussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 138 V 125 E. 2.1; 137 I 195 E. 2.2; 135 I 187 E. 2.2). Der Anspruch auf rechtliches Geh�r verlangt, dass die Beh�rde die Argumente und Verfahrensantr�ge des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt die Pflicht der Beh�rden, ihren Entscheid zu begr�nden (BGE 127 I 54 E. 2b; 126 I 97 E. 2b; 124 I 49 E. 3a, 241 E. 2, je mit Hinweisen).
Die grunds�tzliche Pflicht, die ihr angebotenen Beweise abzunehmen, die sich auf entscheidwesentliche Tatsachen beziehen, hindert die Beh�rde indes nicht daran, auf weitere Beweiserhebungen zu verzichten und einen Beweisantrag abzulehnen, wenn sie in willk�rfreier W�rdigung der bereits abgenommenen Beweise zur �berzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei gen�gend abgekl�rt, und sie �berdies in willk�rfreier antizipierter W�rdigung der zus�tzlich beantragten Beweise annehmen kann, ihre �berzeugung werde auch durch diese nicht ge�ndert (BGE 136 I 229 E. 5.3; 134 I 140 E. 5.3; 131 I 153 E. 3; 124 I 208 E. 4a, je mit Hinweisen).
1.4.�Das angefochtene Urteil ist in diesem Punkt nicht zu beanstanden. Nach den Feststellungen der Vorinstanz hat der Beschwerdef�hrer in der polizeilichen Befragung vom 23. Januar 2010 selbst ausgesagt, es sei Blut auf das Kabel gelangt. Dies sei geschehen, als er dem Opfer aufgeholfen habe (Untersuchungsakten Ordner 2 Fasz. C/2 act. 33 dep. 3.6). Inwiefern die Frage, wie er sich erkl�re, dass am Stromkabel Blutspuren gesichtet werden konnten, im Sinne einer suggestiven Fragetechnik eine bestimmte Erwartung des Fragenden erkennen lassen oder nur eine eingeschr�nkte Auswahl an Antworten zulassen soll, ist nicht ersichtlich. Zudem hat der Beschwerdef�hrer auch in der Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft vom 30. Juni 2011 erkl�rt, das Blut sei auf das Kabel gelangt, als er dem Opfer mit seiner Hand das Blut aus dem Gesicht gewischt habe (Untersuchungsakten Ordner 1 Fasz. 3 act. 14 dep. 65). Damit hat der Beschwerdef�hrer in der Untersuchung einger�umt, was er nunmehr im bundesgerichtlichen Verfahren in Abrede stellt. Wie es sich damit im Einzelnen verh�lt, kann indes offenbleiben. Wie die Vorinstanz zutreffend ausf�hrt, hat der Pr�sident der Strafabteilung mit der Abweisung des Beweisantrags des Beschwerdef�hrers nicht implizit angenommen, das Kabel sei nicht als Schlagwaffe eingesetzt worden. Vielmehr hat er ausdr�cklich darauf hingewiesen, es m�ssten die Aussagen des Zeugen B.________ abgewartet werden. Dieser hat nach den Feststellungen der Vorinstanz in der Berufungsverhandlung ausgef�hrt, er habe gesehen, wie mit dem Kabel auf das Opfer eingeschlagen worden sei (angefochtenes Urteil S. 21; vgl. auch zweitinstanzliches Zeugeneinvernahmeprotokoll S. 6/7). Dass die Vorinstanz in Willk�r verfallen w�re, wenn sie diese Aussagen als �berzeugend w�rdigt, macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend. Entgegen seiner Auffassung h�ngt die Frage, ob er mit dem Kabel auf das Opfer eingeschlagen hat, auch nicht davon ab, ob sich darauf Blutspuren finden. Denn nach der Umschreibung in der Anklageschrift haben die T�ter auf Gesicht und Oberk�rper des Opfers eingeschlagen. In Bezug auf den Beschwerdef�hrer spezifiziert die Anklageschrift sodann nicht, auf welchen K�rperteil er geschlagen hat (Anklageschrift S. 3: "... schlug mit dem weissen Kabel auf das Opfer ein"). Etwas anderes hat auch der Zeuge B.________ nicht ausgesagt. Damit setzt die Annahme, der Beschwerdef�hrer habe das Kabel als Schlaginstrument benutzt, nicht voraus, dass sich darauf Blutspuren befinden. Jedenfalls ist dieser Schluss nicht schlechterdings unhaltbar. Damit ist auch die Abweisung des Beweisantrags in antizipierter Beweisw�rdigung nicht zu beanstanden.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer wendet sich ferner gegen die Strafzumessung. Soweit das Strafgericht im selben Verfahren mehrere Mitt�ter zu beurteilen habe, sei bei der Bemessung des Verschuldens mitzuber�cksichtigen, in welchem gegenseitigen Verh�ltnis die Tatbeitr�ge der verschiedenen T�ter st�nden. Der Grundsatz der Gleichbehandlung sei verletzt, wenn es der Richter bei der Festsetzung der einzelnen Strafen unterlasse, im Sinne einer Gesamtbetrachtung die Zumessung der einzelnen Strafen in Einklang zu bringen. Da sich die Vorinstanz weder zu den gegen die Mitt�ter ausgesprochenen Strafen noch zu deren Tatbeitr�gen und deren Verh�ltnis zueinander �ussere und er �berdies keine Kenntnis von den Urteilen gegen die Mitt�ter habe, sei f�r ihn nicht �berpr�fbar, ob die gegen ihn ausgesprochene Strafe angemessen sei. In Anbetracht seines Tatbeitrages erscheine eine Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren nicht gerechtfertigt. Zus�tzlich sei in diesem Zusammenhang zu ber�cksichtigen, dass die Vorinstanz das Verfahren verz�gert habe, da bis zur Ausfertigung der Urteilsbegr�ndung mehr als ein Jahr verstrichen sei (Beschwerde S. 9 f.).
2.2.�Die kantonalen Instanzen gehen von der versuchten eventualvors�tzlichen schweren K�rperverletzung als verschuldensm�ssig schwerster Tat aus. Das Opfer sei in dem vom Beschwerdef�hrer beanstandeten Anklagepunkt von diesem und den vier Mitt�tern unvermittelt angegriffen und mit F�ssen, F�usten und Gegenst�nden erheblich auf den Kopf und ins Gesicht geschlagen worden. Die M�glichkeit einer schweren K�rperverletzung habe nahegelegen. Dass das Opfer lediglich eine einfache K�rperverletzung erlitten habe, sei allein dem Zufall zu verdanken. Der Beschwerdef�hrer habe die Gefahr bleibender k�rperlicher Sch�den zumindest in Kauf genommen, zumal auch gef�hrliche Gegenst�nde wie die um die Faust gewickelte Fahrradkette und das geknotete Kabel eingesetzt worden seien. Die Vorinstanz wertet das Verschulden des Beschwerdef�hrers insgesamt als mittelschwer. Die Einsatzstrafe setzt sie im Bereich von 34 Monaten an. Straferh�hend gewichtet sie mit Blick auf die weiteren Anklagepunkte die Mehrheit der Delikte. Dieser tr�gt sie mit einer Erh�hung der Einsatzstrafe um 5 Monate Rechnung. In Bezug auf die pers�nlichen Verh�ltnisse verweist die Vorinstanz auf die Erw�gungen der ersten Instanz. Die T�terkomponente und die lange Verfahrensdauer w�rdigt sie leicht strafmindernd. Insgesamt erachtet sie eine Freiheitsstrafe von 34 Monaten dem Verschulden und den pers�nlichen Verh�ltnissen als angemessen (angefochtenes Urteil S. 24 ff.; vgl. auch erstinstanzliches Urteil S. 99 ff.).
2.3.1.�Gem�ss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe individuell nach dem Verschulden des T�ters zu. Es ber�cksichtigt das Vorleben, die pers�nlichen Verh�ltnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des T�ters. Die Bewertung des Verschuldens richtet sich gem�ss Abs. 2 derselben Bestimmung nach der Schwere der Verletzung oder der Gef�hrdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggr�nden und Zielen des T�ters sowie danach, wie weit der T�ter nach den inneren und �usseren Umst�nden in der Lage war, die Gef�hrdung oder Verletzung zu vermeiden. Grundlage f�r die Bemessung der Schuld bildet demnach die Schwere der Tat (BGE 136 IV 55 E. 5.5; TRECHSEL/AFFOLTER-EIJSTEN, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl., 2013, Art. 47 N 15).
2.3.2.�Hat das Sachgericht im gleichen Verfahren mehrere Mitt�ter zu beurteilen, so ist bei der Verschuldensbewertung mit zu ber�cksichtigen, in welchem gegenseitigen Verh�ltnis die Tatbeitr�ge stehen. Der Grundsatz der Gleichbehandlung und Gleichm�ssigkeit der Strafzumessung gebietet, dass sich jeder f�r den ihm zukommenden Anteil an der Unrechtm�ssigkeit der Tat zu verantworten hat. Der Grundsatz der Gleichm�ssigkeit ist verletzt, wenn es das Gericht bei der Festlegung der einzelnen Strafen unterl�sst, im Sinne einer Gesamtbetrachtung alle Strafzumessungen in Einklang zu bringen (BGE 135 IV 191 E. 3.2). Nach der Rechtsprechung muss der Richter mithin begr�nden, weshalb er bei zwei Mitt�tern, denen im Wesentlichen die gleichen Straftaten vorgeworfen werden, gegen den einen eine wesentlich sch�rfere Strafe ausspricht als gegen den anderen (BGE 120 IV 136 E. 3b).
Ist aus formellen Gr�nden nur �ber einen Mitt�ter zu urteilen, w�hrend die Strafe der andern bereits feststeht, so hat das Gericht einen hypothetischen Vergleich anzustellen. Dabei hat es sich zu fragen, welche Strafen es ausf�llen w�rde, wenn es s�mtliche Mitt�ter gleichzeitig beurteilen m�sste. Ein allf�lliges Missverh�ltnis verschiedener Strafen sei verfassungsrechtlich unbedenklich und als Ausfluss der Autonomie des Gerichts hinzunehmen, solange die in Frage stehende Strafe als solche angemessen ist. Ein Anspruch auf "Gleichbehandlung im Unrecht" besteht grunds�tzlich nicht (BGE 135 IV 191 E. 3.3).
2.4.�Nach den Feststellungen der Vorinstanz ergibt sich aus den Anklageschriften und den Untersuchungsakten, dass die Beschuldigten teilweise gemeinsam und in unterschiedlicher Zusammensetzung delinquiert haben. Die kantonalen Gerichtsverhandlungen wurden offensichtlich gegen alle Angeklagten gemeinsam gef�hrt. Dies gilt namentlich f�r das Berufungsverfahren (vgl. Verhandlungsprotokoll vom 30. April 2014, Akten des Obergerichts [nicht paginiert]). Dementsprechend wurde das Urteil allen Beteiligten am 2. Juni 2014 gemeinsam er�ffnet.
Nach der Rechtsprechung hat sich eine kantonale Instanz, wenn ein T�ter Vergleiche zu einem Mitangeklagten zieht und eine Ungleichbehandlung in Bezug auf die ausgesprochenen Strafen geltend macht, zu diesem Vergleich zu �ussern (Urteil 6S.396/2001 vom 11. September 2001 E. 1a/bb; weitere Nachweise bei WIPR�CHTIGER/KELLER, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl. 2013, Art. 47 N 209). Dass der Betroffenene Vergleiche ziehen kann, setzt allerdings voraus, dass er die gegen den Mitangeklagten ausgesprochene Strafe und die Zumessungsgr�nde, die ihr zugrunde liegen, kennt. Im zu beurteilenden Fall waren dem Beschwerdef�hrer die gegen die Mitangeklagten ausgef�llten Strafen lediglich aufgrund der m�ndlichen Urteilser�ffnung bekannt. Die Vorinstanz �ussert sich in ihren Erw�gungen zur Strafzumessung im angefochtenen Urteil zum Verh�ltnis der Tatbeitr�ge der einzelnen Mitangeklagten in den Anklagepunkten, in welchen diese zusammengewirkt haben, nicht. Dasselbe gilt f�r die erste Instanz. Beide kantonalen Urteile geben nur die Erw�gungen zur Zumessung der gegen den Beschwerdef�hrer ausgesprochenen Strafe wieder, ohne diese in Bezug zu den Tatbeitr�gen der �brigen Tatbeteiligten und deren Gewichtung zu setzen. Dem Beschwerdef�hrer war es daher nicht m�glich, zu �berpr�fen, wie die kantonalen Instanzen bei der Festlegung der einzelnen Strafen den Anteil des Verschuldens der einzelnen Mitt�ter ber�cksichtigt hat, und zu beurteilen, ob die gegen ihn ausgesprochene Strafe im Vergleich zu denjenigen gegen die Mitangeklagten allenfalls auffallend hoch erscheint. Damit ist die Strafzumessung nicht hinreichend begr�ndet und f�r das Bundesgericht nicht �berpr�fbar. Daran �ndert nichts, dass der Beschwerdef�hrer noch wegen weiterer Taten angeklagt war, an welchen nicht alle Mitangeklagten beteiligt waren. Die Vorinstanz h�tte jedenfalls bei der Festsetzung der Einsatzstrafe f�r die versuchte schwere K�rperverletzung zum Nachteil von A.________, an welcher s�mtliche vier Mitangeklagten beteiligt waren, den Grundsatz der Gleichm�ssigkeit ber�cksichtigen, die subjektive Tatschwere und die pers�nlichen Verh�ltnisse der Beteiligten gegeneinander abw�gen und so die Strafen festsetzen m�ssen.
Der Beschwerdef�hrer beanstandet auch zu Recht die Dauer f�r die Ausfertigung des zweitinstanzlichen Urteils von rund einem Jahr (m�ndliche Urteilser�ffnung 2. Juni 2014, Versanddatum 11. Mai 2015). Gem�ss Art. 84 Abs. 4 StPO stellt das Gericht, wenn es das Urteil begr�nden muss, innert 60, ausnahmsweise 90 Tagen der beschuldigten Person und der Staatsanwaltschaft das vollst�ndige begr�ndete Urteil zu. Dabei handelt es sich um Ordnungsfristen, welche das Beschleunigungsgebot konkretisieren. Deren Nichteinhaltung kann ein Indiz f�r eine Verletzung des Beschleunigungsgebots sein (Urteil 6B_249/2015 11. Juni 2015 E. 2.5 mit Hinweisen). Wie der Beschwerdef�hrer zu Recht vorbringt, verletzt die Vorinstanz das Beschleunigungsgebot, indem sie die Frist f�r die schriftliche Urteilsbegr�ndung gem�ss Art. 84 Abs. 4 StPO nicht einh�lt. Die Dauer von rund einem Jahr f�r die Urteilsbegr�ndung erscheint jedenfalls als klar zu lange, zumal der zu beurteilende Sachverhalt keine nennenswerten Schwierigkeiten tats�chlicher oder rechtlicher Natur aufweist, auch wenn zu ber�cksichtigen ist, dass das zweitinstanzliche Verfahren gegen vier Angeklagte gef�hrt wurde. Es sind keine Gr�nde ersichtlich, weshalb die gesetzlich vorgeschriebene Frist in diesem Masse �berschritten werden musste. Die Vorinstanz nimmt zu diesem Punkt denn auch nicht Stellung. Die von ihr anerkannte und mit einer Strafminderung im Umfang von 2 Monaten ber�cksichtigte lange Verfahrensdauer bezieht sich nur auf das Untersuchungsverfahren und die Dauer bis zur Einreichung der Anklageschrift (angefochtenes Urteil S. 27).
3.1.�Der Beschwerdef�hrer wendet sich schliesslich gegen die Kostenregelung f�r das kantonale Verfahren. Die Praxis der Vorinstanz, Berufungsurteile nur im Dispositiv zu er�ffnen und die schriftliche Ausfertigung der Urteilsbegr�ndung mit Mehrkosten f�r diejenige Partei zu verbinden, welche diese verlange, verletze Bundesrecht. Dem Beurteilten d�rfe sein Recht auf Begr�ndung und das Beschreiten des Rechtsweges nicht durch die Auferlegung von Mehrkosten erschwert werden. Aus Art. 82 StPO ergebe sich, dass die Rechtsmittelinstanzen ihre Urteile in jedem Fall schriftlich zu begr�nden h�tten. Ein Verzicht auf eine schriftliche Urteilsbegr�ndung sei nur f�r die erste Instanz und auch dort nur unter bestimmten Voraussetzungen m�glich. Im �brigen w�ren im zu beurteilenden Fall die Voraussetzungen f�r einen Begr�ndungsverzicht ohnehin nicht erf�llt gewesen, da eine Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren ausgesprochen worden sei. Die Vorgehensweise der Vorinstanz verletze die Rechtsweggarantie (Art. 29a BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK), da sie prohibitive Gerichtskosten erhebe, die dem Beurteilten den Rechtsmittelweg erschwerten (Beschwerde S. 9 ff.). In diesem Kontext r�gt der Beschwerdef�hrer auch eine willk�rliche Festsetzung der H�he der Geb�hr. Die Verfahren gegen die vier angeklagten Mitt�ter seien im Hinblick auf die Verhandlung zusammengelegt worden. Es habe mithin f�r alle T�ter nur eine gemeinsame Hauptverhandlung stattgefunden. Sofern jeder der Angeklagten eine schriftliche Begr�ndung verlangt haben sollte, w�ren mithin Geb�hren in der H�he von Fr. 24'000.-- angefallen. Eine Geb�hr in einer derartigen H�he stehe indes in keinem Verh�ltnis zum Aufwand der Vorinstanz. Es w�re ohne weiteres m�glich gewesen, die Verfahren von Anbeginn weg gemeinsam zu f�hren und auch eine f�r alle Mitt�ter geltende Begr�ndung auszufertigen, womit Geb�hren von maximal Fr. 6'000.-- h�tten erhoben werden k�nnen. Die Festsetzung der Geb�hr verletze das Kostendeckungs- und �quivalenzprinzip (Beschwerde S. 12 f.).
Schliesslich beanstandet der Beschwerdef�hrer das angefochtene Urteil auch insoweit, als die Vorinstanz die Gerichtsgeb�hr von Fr. 4'500.-- f�r die erste Instanz best�tigt habe. Die Voraussetzungen f�r einen Verzicht auf eine schriftliche Urteilsbegr�ndung seien nicht erf�llt gewesen. Indem die erste Instanz Mehrkosten f�r die schriftliche Begr�ndung ihres Urteils verlangt habe, habe auch sie Art. 82 StPO und die Rechtsweggarantie verletzt (Beschwerde S. 13 f.).
3.2.�Die Vorinstanz er�ffnete das Urteil vom 20. Mai 2014 zun�chst im Dispositiv, welches sie den Parteien am 2. Juni 2014 er�ffnete. Sie setzte die Gerichtsgeb�hr f�r das Berufungsverfahren auf Fr. 4'000.-- fest. Die Verfahrenskosten auferlegte sie dem Beschwerdef�hrer und dem Staat je zur H�lfte. Das Dispositiv enthielt den Hinweis, dass sich die Gerichtsgeb�hr auf Fr. 6'000.-- erh�he, falls eine Partei die vollst�ndige Ausfertigung des Urteils verlange. Am 12. Juni 2014 ersuchte der Beschwerdef�hrer um die Ausfertigung eines vollst�ndigen Urteils. Die Vorinstanz �berband ihm daraufhin die Mehrkosten von Fr. 2'000.-- (angefochtenes Urteil S. 34 Ziff. 3).
Ferner best�tigte die Vorinstanz den erstinstanzlichen Kostenentscheid. Die erste Instanz setzte die Gerichtsgeb�hr f�r den unbegr�ndeten Entscheid auf Fr. 3'000.-- fest. Da der Beschwerdef�hrer die vollst�ndige Ausfertigung des Entscheides verlangt hatte, auferlegte sie ihm die Mehrkosten von Fr. 1'500.-- (erstinstanzliches Urteil S. 113).
3.3.1.�Bund und Kantone regeln die Berechnung der Verfahrenskosten und legen die Geb�hren fest (Art. 424 Abs. 1 StPO). Das Bundesgericht pr�ft kantonales Recht nur auf Willk�r und Vereinbarkeit mit anderen bundesverfassungsm�ssigen Rechten (Art. 95 BGG; vgl. BGE 141 I 105 E. 3.3.1 mit Hinweisen). Gerichtskosten sind Kausalabgaben, weshalb sie dem Kostendeckungs- und �quivalenzprinzip gen�gen m�ssen. Nach dem �quivalenzprinzip darf eine Geb�hr nicht in einem offensichtlichen Missverh�ltnis zum objektiven Wert der Leistung stehen und muss sich in vern�nftigen Grenzen halten. Dabei muss die Geb�hr nicht in jedem Fall genau dem Verwaltungsaufwand entsprechen; sie soll indessen nach sachlich vertretbaren Kriterien bemessen werden und nicht Unterscheidungen treffen, f�r die keine vern�nftigen Gr�nde ersichtlich sind. Die Geb�hr darf im �brigen die Inanspruchnahme bestimmter staatlicher Leistungen nicht verunm�glichen oder �berm�ssig erschweren (Rechtsweggarantie, Art. 29a BV). Bei der Festsetzung der Gerichtsgeb�hr verf�gt das Gericht �ber einen grossen Ermessensspielraum, in welchen das Bundesgericht nur mit Zur�ckhaltung eingreift (BGE 141 I 105 E. 3.3.2, mit Hinweisen).
3.3.2.�Gem�ss Art. 82 Abs. 1 StPO verzichtet das erstinstanzliche Gericht auf eine schriftliche Begr�ndung, wenn es das Urteil m�ndlich begr�ndet (lit. a) und wenn es u.a. nicht eine Freiheitsstrafe von mehr als zwei Jahren ausspricht (lit. b). Gem�ss Abs. 2 derselben Bestimmung stellt das Gericht den Parteien nachtr�glich ein begr�ndetes Urteil zu, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen nach Zustellung des Dispositivs verlangt (lit. a) oder wenn eine Partei ein Rechtsmittel ergreift (lit. b).
Tritt das Berufungsgericht im zweitinstanzlichen Verfahren auf die Berufung ein, so f�llt es ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 StPO). Entscheide, die der Beschwerde an das Bundesgericht unterliegen, sind den Parteien schriftlich zu er�ffnen. Sie haben namentlich die massgebenden Gr�nde tats�chlicher und rechtlicher Art zu enthalten (Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG; BGE 141 IV 244 E. 1.2.1).
3.3.3.�Nach dem Gesetz �ber die Kosten im Verfahren vor den Gerichten und den Justizbeh�rden des Kantons Nidwalden vom 19. Oktober 2011 (Prozesskostengesetz, PKoG/NW; GS 261.2) ist bei Entscheiden, die gem�ss Art. 82 Abs. 1 StPO ohne schriftliche Begr�ndung er�ffnet werden, die Geb�hr nach Ermessen, mindestens jedoch um 20 Prozent, herabzusetzen. Im Dispositiv sind die ordentliche und die herabgesetzte Geb�hr festzusetzen. Verlangt eine Partei die vollst�ndige Ausfertigung des Entscheides, hat sie die Differenz zwischen der ordentlichen und der herabgesetzten Geb�hr zu bezahlen. Bei Entscheiden im summarischen Verfahren kann auf die Herabsetzung der Geb�hr verzichtet werden (Art. 4 Abs. 3 PKoG/NW). Die Entscheidgeb�hr in Verfahren vor dem Kantonsgericht als Kollegialgericht betr�gt Fr. 500.-- bis Fr. 10'000.-- (Art. 10 Ziff. 3 PKoG/NW); die Entscheidgeb�hr in Verfahren vor dem Obergericht als Berufungsinstanz Fr. 300.-- bis Fr. 6'000.-- (Art. 11 Ziff. 1 PKoG/NW).
3.4.1.�Nach dem eindeutigen Wortlaut von Art. 82 Abs. 1 StPO kann nur das erstinstanzliche Gericht unter bestimmten Voraussetzungen auf die schriftliche Begr�ndung seines Urteils verzichten. Im Rechtsmittelverfahren ist das Urteil demnach immer schriftlich zu begr�nden, wobei das zweitinstanzliche Gericht auf die Erw�gungen der ersten Instanz verweisen und diese zu seinen eigenen machen kann (Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Bestimmung von Art. 112 Abs. 2 Satz 1 BGG, wonach die Beh�rde ihren Entscheid ohne Begr�ndung er�ffnen kann, wenn es das kantonale Recht vorsieht, hat in Strafsachen nach Inkrafttreten des Schweizerischen Strafprozessordnung keine Bedeutung mehr (Nils Stohner, in: Basler Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 3 zu Art. 82 StPO; Niklaus Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, N. 2 zu Art. 82 StPO). Die Begr�ndungspflicht der Berufungsinstanz ergibt sich nunmehr somit aus dem Bundesrecht, so dass f�r eine analoge Anwendung des kantonalen Prozesskostengesetzes kein Raum mehr bleibt. Die Vorinstanz kann die H�he der Geb�hr f�r das Berufungsverfahrens somit nicht davon abh�ngig machen, ob sie ihr Urteil schriftlich begr�nden muss oder nicht. Im �brigen w�ren die Voraussetzungen f�r einen Verzicht auf eine schriftliche Begr�ndung ohnehin nicht erf�llt, da die Vorinstanz eine Freiheitsstrafe von 34 Monaten, mithin von mehr als 2 Jahren aussprach (Art. 82 Abs. 1 lit. b StPO). Indem die Vorinstanz das Urteil zun�chst im Dispositiv er�ffnet und dem Beschwerdef�hrer die Mehrkosten f�r die vollst�ndige Ausfertigung des Entscheids von Fr. 2'000.-- auferlegt hat, verletzt das angefochtene Urteil mithin Bundesrecht (Urteil des Bundesgerichts 6B_1053/2014 vom 3. Dezember 2015 E. 3.4).
Die Vorinstanz wird somit die Gerichtsgeb�hr f�r das Berufungsverfahren neu festzusetzen haben. Dabei wird sie beachten m�ssen, dass die Verfahren gegen den Beschwerdef�hrer und seine Mitangeklagten vereinigt und somit gemeinsam gef�hrt worden sind. Wie der Beschwerdef�hrer zu Recht vorbringt, geht es nicht an, dass in diesem Fall f�r jeden einzelnen Angeklagten eine selbstst�ndige Geb�hr erhoben wird. Die Geb�hr ist vielmehr - soweit nicht f�r gemeinsam verursachte Kosten solidarische Haftung angeordnet wird, f�r alle Beteiligten gemeinsam festzusetzen und anteilsm�ssig aufzuteilen (Art. 418 Abs. 1 und 2 StPO).
3.4.2.�Unbegr�ndet ist die Beschwerde, soweit der Beschwerdef�hrer die Festsetzung der erstinstanzlichen Urteilsgeb�hr beanstandet. Gem�ss Art. 82 Abs. 1 StPO kann das erstinstanzliche Gericht unter bestimmten Bedingungen von einer schriftlichen Begr�ndung absehen. Damit erscheint es grunds�tzlich als zul�ssig, dass f�r die schriftliche Ausfertigung einer Urteilsbegr�ndung Gerichtskosten erhoben werden d�rfen (STOHNER, a.a.O., Art. 82 N 23; NIKLAUS SCHMID, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, Art. 82 N 4 zu; DANIELA BR�SCHWEILER, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, hrsg. von Donatsch et al., 2. Aufl. 2014, N. 5a zu Art. 82 StPO). Dass im zu beurteilenden Fall die Voraussetzungen f�r einen Verzicht auf eine Begr�ndung nicht erf�llt waren, �ndert daran nichts. Eine Verletzung der Rechtsweggarantie ist daher nicht ersichtlich (vgl. hiezu BGE 141 I 105 E. 3.5.1). Dass die Geb�hr in der H�he nicht vor Bundesrecht standh�lt, macht der Beschwerdef�hrer in diesem Kontext nicht geltend.
Aus diesen Gr�nden ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen; im �brigen ist sie abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Kanton Nidwalden den Beschwerdef�hrer im Umfang seines Obsiegens f�r das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 1 BGG). Die Entsch�digung wird praxisgem�ss seinem Rechtsvertreter ausgerichtet. Insofern wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos (BGE 139 III 396 E. 4.1). Soweit der Beschwerdef�hrer mit seiner Beschwerde unterliegt, wird er kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Da seine Beschwerde in diesem Punkt aussichtslos war, ist sein Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen. Seinen angespannten finanziellen Verh�ltnissen ist mit einer reduzierten Geb�hr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG). Der Kanton Nidwalden hat keine Verfahrenskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 4 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Nidwalden vom 20. Mai 2014 aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen; im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Der Kanton Nidwalden hat dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 1'500.-- auszurichten.