Source: http://www.kb-immobilien.at/nebenkosten/nebenkosten_kauf.html
Timestamp: 2019-02-19 17:35:37
Document Index: 274341660

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 28']

Österreich – Merkblatt
(Stand 2009) über voraussichtlich erwachsende Nebenkosten bei Abschluss eines Liegenschaftskaufes und weitere Information *
I.	Nebenkosten bei Kaufverträgen
Grunderwerbsteuer vom Wert der Gegenleistung ………………………………………… 3,5 %
Grundbuchseintragungsgebühr (Eigentumsrecht) ………………………………………… 1,1 %
Förderungsdarlehen bei Wohnungseigentumsobjekten und Eigenheim – Übernahme durch den Erwerber: Neben der laufenden Tilgungsrate außerordentliche Tilgung bis zu 50% des aushaftenden Kapitals bzw. Verkürzung der Laufzeit möglich. Der Erwerber hat keinen Rechtsanspruch auf Übernahme eines Förderungsdarlehens.
Allfällige Anliegerleistungen laut Vorschreibung der Gemeinde (Aufschließungskosten und Kosen der Baureifmachung des Grundstückes) sowie Anschlussgebühren und –kosten (Wasser, Kanal, Strom, Gas, Telefon, etc.)
A)	Bei Kauf. Verkauf oder Tausch von
Liegenschaftsanteilen, an denen Wohnungseigentum vereinbarungsgemäß begründet wird
Abgeltungen für Superädifikate af einem Grundstück bei einem Wert
•	Bis Euro 36.336,42 ……………………………………………………….……. je 4 %
•	Von Euro 36.336,43 bis Euro 48.448,49 ………………………… je Euro 1.453,46
•	Ab Euro 48.448,50 ………………………………..…………………………… je 3 %
B)	Bei Optionen:
50% der Provision gem. Punkt 7.A, welchen im Fall des Kaufes durch den Optionsberechtigten angerechnet werden.
II.	Nebenkosten bei Hypothekardarlehen
Vergebührung des
Darlehensvertrages ……………………………………………………………….0,8 %
Bei Kontokorrentkrediten mit einer Laufzeit über 5 Jahre …………………… 1,5 %
Grundbuchseintragungsgebühr ……………………………………………… 1,2%
Allgemeine Rangordnung für die Verpfändung …………………………….. 0,6%
Vermittlungsprovision: Darf den Betrag von 2% der Darlehenssumme nicht übersteigen, sofern die Vermittlung im Zusammenhang mit einer Vermittlung gemäß § 15 Abs I IMVO steht. Besteht kein solcher Zusammenhang, so darf die Provision oder sonstige Vergütung 5 % der Darlehenssumme nicht übersteigen.
das Geschäft nicht mit dem vermittelten Dritten zustande kommt, weil ein gesetzliches oder ein vertragliches Vorkaufs-, Wiederkaufs oder Eintrittsrecht ausgeübt wird.
das Geschäft während der Dauer des Alleinvermittlungsauftrages auf andere Art als durch die Vermittlung einen anderen vom Auftraggeber beauftragten Maklers zustande gekommen ist.
Nicht oder in erheblich geringerem Ausmaß eingetreten sind
a) Bei Veräußerung einer im Betriebsvermögen stehenden Liegenschaft können –abhängig von Buchwert und Veräußerungserlös – steuerpflichtige Veräußerungsgewinne entstehen.
b) Bei Veräußerung einer im Privatvermögen stehenden Liegenschaft (bebaut oder unbebaut) innerhalb von 10 Jahren ab der entgeltlichen Anschaffung (Spekulationsfrist) unterliegen die Einkünfte aus Spekulationsgeschäften (Spekulationsgewinn) beim Veräußerer der Einkommensbesteuerung. Zur Ermittlung des Spekulationsgewinnes ist der um die Veräußerungskosten verminderte Veräußerungserlös den seinerzeitigen Anschaffungskosten (zuzüglich Instandsetzungs- und Herstellungsaufwendungen) und abzüglich steuerfreier Subventionen I.S. des § 28 Abs 6 EStG 1988 gegenüberzustellen. Die Spekulationsfrist verlängert sich von 10 auf 15 Jahre, wenn innerhalb von 10 Jahren ab der Anschaffung Herstellungsaufwendungen (Verbesserungen wie z.B. Lifteinbau) in Teilbeträgen gemäß § 28 Abs 3 EStG 1988 abgesetzt wurden. Erfolgte die Absetzung in Teilbeträgen noch nach den bis 31.12.1988 geltenden Bestimmungen des § 28 Abs 2 EStG 1972, sogilt die 10-jährige Spekulationsfrist. Hat der Veräußerer die Liegenschaft unentgeltlich (z.B. durch Schenkung, Erbschaft) erworben, so errechnet sich die Spekulationsfrist ab dem Zeitpunkt der Anschaffung durch den Rechtsvorgänger. Die vom Veräußerer zu entrichtende Spekulationssteuer wird auf Antrag um die beim Erwerb entrichtete Erbschafts- oder Schenkungssteuer ermäßigt.
c) Bei Veräußerung von unbebautem Grund und Boden vermindert sich der Veräußerungsgewinn nach Ablauf von fünf Jahren seit der Anschaffung um jährlich 10%
3. Besondere Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Wurden innerhalb von 15 Jahren vor der Veräußerung eines Gebäudes Herstellungsaufwendungen (Verbesserungen) gemäß „ 28 Abs 3 EStG 1988 auf 10 bzw. 15 Jahre oder gemäß § 28 Abs 2 1972 auf 10 Jahre verteilt abgeschrieben oder gegen steuerfrei Rücklagen verrechnet, so hat der Veräußerer die Differenz zwischen dieser erhöhten Abschreibung und der rechnerischen „Normal-Afa“ für Herstellungsaufwand als „besondere Einkünfte aus Vermietung“ nachzusteuern. Wenn seit dem 1 Jahr, für das die Herstellungsaufwendungen in Zehntel und Fünfzehntelbeträgen abgesetzt wurden, mindestens sechs weitere Jahre verstrichen sind, sind über Antrag diese „besonderen Einkünfte“, beginnend mit dem Veranlagungsjahr, dem der Vorgang zuzurechnen ist, gleichmäßig verteilt auf drei Jahre anzusetzen.
4. Verlust der Zehntel – bzw. Fünfzehntelabsetzung. Wenn der Verkäufer für Instandhaltungs-, Instandsetzungs- und Herstellungsaufwendungen einen Antrag auf Absetzung in Teilbeträgen gemäß § 28 Abs 2, 3 und 4 EStG 1988 oder gemäß „ 28 Abs 2 EStG 1972 (Zehntel- bzw. Fünfzehntelabsetzung) gestellt hat, geht das Recht der Absetzung der im Zeitpunkt des Verkaufes noch nicht geltend gemachten Zehntel – bzw. Fünfzehntelbeträge für den Verkäufer und den Käufer verloren (Sonderregelung bei Erwerb von Todes wegen).
5. Vorsteuerberichtigung und Umsatzsteuer Vorsteuerbeträge, resultierend aus Anschaffungs- und Herstellungsaufwendungen, sowie aus Großreparaturen sind bei Übertagung unter Lebenden innerhalb der nachfolgenden 9 Jahre anteilig zu berichtigen. Bei unternehmerischer Nutzung des Rechtsnachfolgers (z.B. Zinshaus) kann die Vorsteuerberichtigung vermieden werden, indem 20% Umsatzsteuer zum Kaufpreis zusätzlich in Rechnung gestellt wird. Da die Umsatzsteuer Teil des Kaufpreises ist, muss im Kaufvertrag auf diesen Umstand Bezug genommen werden.
*Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung dieser Information (Nebenkostenübersicht- Merkblatt) kann der Makler keine wie immer geartete Haftung für die inhaltliche Richtigkeit übernehmen.