Source: https://expydoc.com/doc/10242758/friedhofssatzung---ev.-luth.-kirchengemeinde-st.lorenz-l%C3%BC
Timestamp: 2020-06-04 09:25:48
Document Index: 185108511

Matched Legal Cases: ['§ 43', '§ 19', '§ 16', '§ 12', '§ 15', '§ 15', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 25', '§ 24', '§ 25', '§ 38', '§ 15']

Friedhofssatzung - Ev.-Luth. Kirchengemeinde St.Lorenz Lübeck
für den Friedhof der Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Lorenz in Lübeck
Nach Artikel 15 Abs. 1 Buchstabe m der Verfassung der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche hat
der Kirchenvorstand der Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Lorenz in Lübeck in der Sitzung am
8. November 2007 die nachstehende Friedhofssatzung beschlossen:
Der Friedhof ist die Stätte, auf der die Verstorbenen zur letzten Ruhe gebettet werden. Er ist
mit seinen Gräbern ein sichtbares Zeichen der Vergänglichkeit des Menschen. Er ist zugleich
ein Ort, an dem die Kirche die Botschaft verkündigt, dass Christus dem Tode die Macht genommen hat und denen, die an ihn glauben, das ewige Leben geben wird. Aus dieser
Erkenntnis und in dieser Gewissheit erhalten Arbeit und Gestaltung auf dem Friedhof Richtung und Weisung.
VI. Anlage und Pflege der Grabstätte
Nr. 8 GVOBl. 2007 Seite 169
§ 43 Übergangsregelung für alte Grabrechte
(1) Diese Friedhofssatzung gilt für den von der Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Lorenz in
Lübeck getragenen Friedhof in seiner jeweiligen Größe.
(2) Er dient vorrangig der Bestattung der Glieder der Kirchengemeinde sowie aller Personen,
die bei ihrem Ableben ihren Wohnsitz im Bereich der Kirchengemeinde St. Lorenz in Lübeck
hatten oder ein Recht auf Bestattung in einer bestimmten Grabstätte besaßen. Ferner
werden Personen bestattet, die vor ihrem Tode zwar außerhalb des Bereiches des
Friedhofsträgers gelebt haben (z. B. in Alten- und Pflegeheimen), jedoch unmittelbar vor dem
Fortzug im Bereich des Friedhofsträgers wohnhaft waren.
(2) Die Verwaltung des Friedhofs richtet sich nach dieser Friedhofssatzung, den sonstigen
kirchlichen Bestimmungen und den staatlichen Vorschriften.
(3) Mit der Wahrnehmung der laufenden Verwaltungsaufgaben kann der Friedhofsträger
einen Ausschuss oder eine kirchliche Verwaltungsstelle beauftragen.
(4) Im Zusammenhang mit einer Bestattung oder Beisetzung, Verleihung, Verlängerung oder
Übertragung des Nutzungsrechts an einer Grabstätte, Zustimmung zur Errichtung eines
Grabmals oder sonstiger baulicher Anlagen, Zulassung von Gewerbetreibenden sowie mit
der Erhebung von Gebühren und Entgelten dürfen personenbezogene Daten erhoben,
(1) Der Friedhof, Friedhofsteile oder einzelne Grabstätten können aus wichtigem Grund
geschlossen und entwidmet werden.
(2) Nach Anordnung der beschränkten Schließung werden Nutzungsrechte nicht mehr
verliehen. Bestattungen dürfen nur für eine näher festzusetzende Übergangszeit auf den
Grabstätten vorgenommen werden, für die noch Nutzungsrechte bestehen. Eine Verlängerung der Nutzungsrechte ist lediglich zur Anpassung an die jeweilige Ruhezeit zulässig.
(3) Nach Anordnung der Schließung dürfen Bestattungen nicht mehr vorgenommen werden.
Soweit dadurch das Nutzungsrecht vorzeitig erlischt, haben die Nutzungsberechtigten
Anspruch auf Zuweisung einer anderen gleichartigen Grabstätte für die restliche Nutzungszeit sowie auf kostenfreie Umbettung der Bestatteten. Der Umbettungstermin soll den
Berechtigten möglichst einen Monat vorher mitgeteilt werden.
(4) Das gleiche gilt, wenn aus zwingendem öffentlichem Interesse die Einziehung einzelner
Grabstätten angeordnet wird.
(5) Durch die Entwidmung wird die Eigenschaft des Friedhofs als Stätte der Verkündigung
des Glaubens an die Auferstehung und als Ruhestätte der Verstorbenen aufgehoben.
Die Entwidmung des gesamten Friedhofs wird erst ausgesprochen, wenn keine Nutzungsrechte mehr bestehen, sämtliche Ruhezeiten abgelaufen sind und eine angemessene
Pietätsfrist vergangen ist.
(7) Die Schließung, Entwidmung und Einziehung sind amtlich bekannt zu machen. Bei Wahlgrabstätten sind außerdem die Nutzungsberechtigten schriftlich zu benachrichtigen, sofern
die Anschriften dem Friedhofsträger bekannt sind.
(1) Der Friedhof ist während der an den Eingängen bekannt gegebenen Zeiten für den
Besuch geöffnet.
(2) Aus besonderem Anlass kann das Betreten des Friedhofs oder einzelner Friedhofsteile
vorübergehend untersagt werden.
(1) Jede Person hat sich auf dem Friedhof der Würde des Ortes angemessen zu verhalten
und Äußerungen, die sich in verletzender Weise gegen den christlichen Glauben richten, zu
1. die Wege mit Fahrzeugen aller Art – ausgenommen Kinderwagen, Rollstühle,
Handwagen und die von den zugelassenen Gewerbetreibenden benötigten und
genehmigten Fahrzeuge – zu befahren,
2. Waren aller Art, insbesondere Kränze und Blumen und gewerbliche Dienste
anzubieten, auch nicht durch Anbringen von Firmenschildern,
6. Abraum außerhalb der dafür bestimmten Stellen abzulagern oder mitgebrachten
Unrat auf dem Friedhof zu entsorgen,
7. fremde Grabstätten und die Friedhofsanlagen außerhalb der Wege zu betreten, zu
beschädigen oder zu verunreinigen,
9. Hunde unangeleint mitzubringen.
Der Friedhofsträger kann Ausnahmen zulassen, soweit sie mit dem Zweck des Friedhofs und
seiner Ordnung vereinbar sind.
(3) Besondere Veranstaltungen auf dem Friedhof bedürfen der vorherigen Zustimmung des
Friedhofsträgers.
(5) Die Anordnungen des Friedhofspersonals sind zu befolgen. Der Friedhofsträger kann
Personen, die der Friedhofssatzung wiederholt zuwider handeln, das Betreten des Friedhofs
(1) Bestatterinnen und Bestatter, Bildhauerinnen und Bildhauer, Steinmetzinnen und Steinmetze, Gärtnerinnen und Gärtner sowie sonstige Gewerbetreibende bedürfen für Tätigkeiten
auf dem Friedhof der vorherigen schriftlichen Zulassung durch den Friedhofsträger. Die
Zulassung ist auf Antrag zu erteilen, wenn die Gewerbetreibenden den Nachweis der
fachlichen Qualifikation erbringen und persönlich zuverlässig sind.
(2) Antragstellende des Handwerks haben ihre Eintragung in die Handwerksrolle, Antragstellende des handwerksähnlichen Gewerbes ihre Eintragung in das Verzeichnis nach § 19
der Handwerksordnung und Antragstellende der Gärtnerberufe ihre fachliche Qualifikation
durch Vorlage zumindest des vorläufigen Berufsausweises für Friedhofsgärtner und
-gärtnerinnen von der Landwirtschaftskammer nachzuweisen.
Die Gewerbetreibenden sind verpflichtet, dem Friedhofsträger den Fortfall der Voraussetzung für die Zulassung unverzüglich anzuzeigen.
(3) Für eine einmalige gewerbliche Tätigkeit auf dem Friedhof kann der Friedhofsträger auf
die Vorlage der Nachweise nach Absatz 2 verzichten, wenn die Antrag stellende Person
über eine Zulassung für gewerbliche Arbeiten auf einem anderen Friedhof verfügt und diese
Zulassung vorlegt.
(4) Die Gewerbetreibenden sowie ihre Mitarbeitenden haben die jeweils geltende Friedhofssatzung und die dazu ergangenen Regelungen zu beachten. Die Gewerbetreibenden haften
für alle Schäden, die sie oder ihre Mitarbeitenden im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit auf
dem Friedhof schuldhaft verursachen. Dazu haben die Gewerbetreibenden dem
Friedhofsträger den Abschluss einer ausreichenden Haftpflichtversicherung nachzuweisen.
(5) Gewerbliche Arbeiten dürfen auf dem Friedhof nur während der von dem Friedhofsträger
festgesetzten Zeiten durchgeführt werden.
(6) Die Zulassung kann durch schriftlichen Bescheid des Friedhofsträgers widerrufen erden,
wenn die Gewerbetreibenden trotz wiederholter Mahnung gegen die für den Friedhof geltenden Bestimmungen verstoßen haben oder die Voraussetzungen für die Erteilung der Zulassung entfallen sind.
(1) Bestattungen sind unter Beibringung der erforderlichen Unterlagen rechtzeitig anzumelden. Wird eine Bestattung in einer vorzeitig erworbenen Wahlgrabstätte beantragt, ist das
Nutzungsrecht bzw. das Recht auf Bestattung nachzuweisen.
(1) Bestattungen sind grundsätzlich in Särgen oder Urnen vorzunehmen. Ausnahmsweise
kann der Friedhofsträger auf schriftlichen Antrag die Bestattung in Leichentüchern ohne
Sarg oder Urne gestatten, wenn nach den Grundsätzen oder Regelungen der Glaubensgemeinschaft, der die verstorbene Person angehört hat, eine Bestattung ohne Sarg oder
Urne vorgesehen ist und gesundheitliche Bedenken nicht entgegen stehen. Entsprechende
technische Voraussetzungen sind von der Auftrag gebenden Person auf eigene Kosten in
Abstimmung mit dem Friedhofsträger zu schaffen. Für die verwendete Umhüllung gilt Absatz
2 entsprechend.
(2) Für Erdbestattungen darf kein Sarg verwendet werden, der geeignet ist, nachhaltig die
physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Bodens oder des Grundwassers zu verändern und der die Verwesung der Leiche nicht innerhalb der festgesetzten
Ruhefrist ermöglicht. Särge müssen fest gefügt und so abgedichtet sein, dass jedes Durchsickern von Feuchtigkeit ausgeschlossen ist.
(3) Särge sollen höchstens 2,05 m lang, im Mittelmaß 0,70 m hoch und 0,70 m breit sein.
Größere Särge sind dem Friedhofsträger rechtzeitig vor der Bestattung anzuzeigen.
(4) Für Sargauskleidungen, Leichentücher, Leichenhüllen und Leichenbekleidung gelten die
Anforderungen des Absatzes 2 entsprechend.
(6) Es dürfen keine Urnen, Überurnen oder Schmuckurnen verwendet werden, die aus
Kunststoffen oder sonstigen nicht verrottbaren Werkstoffen hergestellt oder die geeignet
sind, nachhaltig die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Bodens
oder des Grundwassers zu verändern.
Die allgemeine Ruhezeit beträgt 20 Jahre, für verstorbene Kinder bis zum vollendeten 6.
Lebensjahr 15 Jahre, für Urnen 20 Jahre.
(1) Die Gräber werden von Beauftragten des Friedhofsträgers ausgehoben und wieder
zugefüllt.
(2) Die Tiefe der einzelnen Gräber beträgt von der Erdoberfläche (ohne Grabhügel) bis zur
Oberkante des Sarges bzw. des Leichnams im Leichentuch mindestens 0,90 m, bis zur
Oberkante der Urne mindestens 0,50 m.
(3) Die Gräber für Erdbestattungen müssen voneinander durch mindestens 0,30 m starke
(2) Umbettungen von Leichen und Aschen bedürfen unbeschadet der sonstigen gesetzlichen
Vorschriften der Zustimmung des Friedhofsträgers. Erforderlich sind ein schriftlicher Antrag
und, falls diese nicht zugleich Antragstellerin ist, die schriftliche Zustimmung der nutzungsberechtigten Person. Umbettungen aus einer Reihengrabstätte in eine andere Reihengrabstätte
(3) Die Zustimmung des Friedhofsträgers zur Umbettung darf nur dann erteilt werden, wenn
ein wichtiger Grund vorliegt, der dem aus Artikel 1 Grundgesetz abzuleitenden Grundsatz
der Totenruhe vorgeht. Die Kosten für die Umbettung und für die Wiederinstandsetzung der
dadurch beschädigten Nachbargrabstätten und Anlagen hat die Antrag stellende Person zu
(4) Aus zwingenden Gründen des öffentlichen Interesses können Leichen oder Aschen in ein
anderes Grab gleicher Art umgebettet werden. Die Nutzungsberechtigten sollen vorher
(6) Bei Wiederbelegung nach Ablauf der Ruhezeit werden noch vorhandene Leichen- oder
Aschenreste in dem betreffenden Grab unter der Grabsohle erneut beigesetzt. Mit Zustimmung des Friedhofsträgers können sie auch in anderen Grabstätten beigesetzt werden.
(7) Grabmale und Pflanzen können umgesetzt werden, wenn Gestaltungsbestimmungen des
neuen Grabfeldes nicht entgegenstehen.
(8) Leichen und Aschen zu anderen als Umbettungszwecken wieder auszugraben, bedarf
behördlicher oder richterlicher Anordnung.
(1) Die Grabstätte bleibt Eigentum des Friedhofsträgers. An ihr werden nur öffentlich-rechtliche Nutzungsrechte nach Maßgabe dieser Satzung in der jeweils geltenden Fassung
(2) Rechte an einer Grabstätte werden nur im Todesfall verliehen. Bei Wahlgrabstätten kann
der Friedhofsträger Ausnahmenzulassen (§ 16).
(3) Ein Anspruch auf Verleihung oder Wiedererwerb von Nutzungsrechten an Grabstätten in
bestimmter Lage sowie auf Unveränderlichkeit der Umgebung besteht nicht.
3. Urnenreihengrabstätten,
4. Urnenwahlgrabstätten,
5. Gemeinschaftsgrabstätten und
6. Baumgrabstätten.
Im Bedarfsfall können Sondergrabstätten für Angehörige anderer Glaubensgemeinschaften
1. Grabstätten für Erdbestattungen
– bei einer Sarglänge bis 120 cm Länge: 120 cm Breite: 60 cm
– bei einer Sarglänge über 120 cm Länge: 210 cm Breite: 95 cm
2. Urnengrabstätten nach Absatz 5 Nummer 3 und 4 Länge: 80 cm, Breite: 60 cm
3. Baumgrabstätten nach Absatz 5 Nummer 6: Länge 50 cm, Breite 50 cm
(1) Reihengrabstätten sind Grabstätten für Erdbestattungen, die im Todesfall der Reihe nach
einzeln für die Dauer der Ruhezeit vergeben werden. Das Nutzungsrecht kann nicht verlängert werden.
(2) In jeder Reihengrabstätte darf nur eine Leiche bestattet werden. Der Friedhofsträger kann
in Ausnahmefällen zulassen, dass gegen Entrichtung einer Gebühr ein Kindersarg bis zu
einer Länge von 100 cm oder eine Urne zusätzlich beigesetzt wird, sofern die Ruhezeit
dadurch nicht überschritten wird.
(3) Das Abräumen von Reihengrabfeldern oder Teilen davon wird sechs Monate vor Ablauf
der Ruhezeit durch ein Hinweisschild auf dem betreffenden Grabfeld bekannt gemacht.
(1) Wahlgrabstätten werden als Sondergräber für Erdbestattungen mit einer oder mehreren
Grabbreiten vergeben.
(2) Das Nutzungsrecht wird auf Antrag durch Ausstellung einer Urkunde verliehen. Die
Urkunde wird nach Zahlung der festgesetzten Gebühren ausgehändigt. Das Nutzungsrecht
kann entzogen werden, wenn die in der Friedhofsgebührensatzung festgesetzten Gebühren
nicht entrichtet werden.
Die Entziehung des Nutzungsrechts setzt voraus, dass die Beitreibung der Gebühren im
Wege des Verwaltungszwangsverfahrens erfolglos durchgeführt worden ist.
(3) In jeder Grabbreite darf nur eine Leiche bestattet werden. Die Friedhofsverwaltung kann
einer Länge von 100 cm oder eine Urne zusätzlich beigesetzt wird.
(4) In einer Wahlgrabstätte dürfen die Nutzungsberechtigten und ihre Angehörigen bestattet
werden. Als Angehörige im Sinne dieser Bestimmung gelten:
6. Großeltern und
7. Enkelkinder sowie
8. Ehegatten und eingetragene Lebenspartner bzw. -partnerinnen
der unter 3, 5 und 7 bezeichneten Personen.
(1) Die Nutzungszeit beträgt 20 Jahre, beginnend mit dem Tag der Zuweisung. Das Nutzungsrecht kann auf Antrag nur für die gesamte Grabstätte gegen Zahlung der in der
Friedhofsgebührensatzung vorgesehenen Gebühr verlängert oder wiedererworben werden.
Wird das Nutzungsrecht nicht verlängert oder wiedererworben, so erlischt es mit Ablauf der
(2) Die Nutzungsberechtigten haben selbst für eine rechtzeitige Verlängerung oder einen
rechtzeitigen Wiedererwerb zu sorgen. Der Ablauf der Nutzungszeit wird sechs Monate
vorher durch einen Hinweis auf der Grabstätte bekannt gemacht.
(3) Überschreitet bei einer Bestattung die Ruhezeit die noch laufende Nutzungszeit, so ist
das Nutzungsrecht entsprechend zu verlängern, und zwar für alle Grabbreiten der Grabstätte. Die Gebühren richten sich nach der jeweiligen Friedhofsgebührensatzung.
(1) Sind auf dem Friedhof genügend freie Grabstätten vorhanden, so kann ohne Vorliegen
eines Todesfalles (vgl. § 12 Abs. 2 – Reservierung einer Grabstätte) und nach Ablauf der
Nutzungszeit nach § 15 (Erhaltung einer Grabstätte) ein eingeschränktes Nutzungsrecht an
Wahlgrabstätten verliehen werden. Ein Rechtsanspruch auf die Verleihung eines eingeschränkten Nutzungsrechts besteht nicht.
(2) Das eingeschränkte Nutzungsrecht an der Wahlgrabstätte unterliegt den Bestimmungen
der Friedhofssatzung und der Friedhofsgebührensatzung in den jeweils geltenden Fassungen mit folgenden Sonderregelungen:
1. Das eingeschränkte Nutzungsrecht umfasst nicht das Recht zur Bestattung von
Leichen oder zur Beisetzung von Urnen, solange es nicht vorzeitig nach Ziffer 3 endet
und in ein uneingeschränktes Nutzungsrecht umgewandelt wird.
2. Das eingeschränkte Nutzungsrecht kann abweichend von § 15 für eine kürzere
Nutzungszeit verliehen werden.
3. Das eingeschränkte Nutzungsrecht endet vorzeitig zu dem Zeitpunkt, an dem in
der Wahlgrabstätte eine Leiche bestattet oder eine Urne beigesetzt wird. In diesem
Fall gelten ab dem Zeitpunkt der Belegung die Bestimmungen für ein uneingeschränktes Nutzungsrecht an Wahlgrabstätten.
5. Endet das eingeschränkte Nutzungsrecht vorzeitig nach Ziffer 3, so ist die
entrichtete Grabnutzungsgebühr, soweit sie auf den Zeitraum nach der vorzeitigen
Beendigung des Nutzungsrechts entfällt, auf die Grabnutzungsgebühr anzurechnen,
die ab dem Zeitpunkt der Belegung der Grabstätte für das uneingeschränkte
Nutzungsrecht zu entrichten ist.
(1) Das Nutzungsrecht an Wahlgrabstätten kann zu Lebzeiten der oder des Nutzungsberechtigten auf eine Angehörige oder einen Angehörigen nach § 14 Abs. 4 übertragen werden. Die
Übertragung auf andere Personen bedarf der Zustimmung des Friedhofsträgers.
(2) Stirbt die oder der Nutzungsberechtigte, so kann das Nutzungsrecht vom Friedhofsträger
auf eine Angehörige oder einen Angehörigen nach § 14 Abs. 4 mit deren oder dessen
Zustimmung übertragen werden. Der Vorrang einer Person vor einer anderen bestimmt sich
nach der in § 14 Abs. 4 genannten Reihenfolge mit der Maßgabe, dass innerhalb der einzelnen Personengruppen die ältere Person Vorrang hat.
(3) Die Nutzungsberechtigten können das Nutzungsrecht schon zu Lebzeiten für den Fall
ihres Ablebens einer Person nach § 14 Abs. 4 oder – mit Zustimmung des Friedhofsträgers
– einer anderen Person durch Vertrag übertragen. Eine Ausfertigung des Vertrages ist dem
Friedhofsträger unverzüglich einzureichen.
(4) Diejenige Person, der das Nutzungsrecht von dem Friedhofsträger nach Absatz 1 oder
von dem Nutzungsberechtigten nach Absatz 3 übertragen wird, hat innerhalb von sechs
Monaten nach der Übertragung die Umschreibung auf ihren Namen zu beantragen. Die
Umschreibung kann versagt werden, wenn die Übertragung nicht hinreichend urkundlich
(5) Der Rechtsübergang des Nutzungsrechts wird wirksam mit der Umschreibung durch den
Friedhofsträger.
(6) Angehörigen der Verstorbenen darf der Zutritt zu der Grabstätte und deren Pflege nicht
verwehrt werden. Die Gestaltung der Grabstätte steht ihnen jedoch nicht zu, soweit sie
nicht Nutzungsberechtigte sind.
(1) Das Nutzungsrecht an unbelegten Grabstätten kann jederzeit, an teilbelegten Grabstätten
erst nach Ablauf der letzten Ruhezeit zurückgegeben werden. Die Rückgabe ist nur für die
gesamte Grabstätte zulässig, Ausnahmen bedürfen der Zustimmung des Friedhofsträgers.
(2) Urnenwahlgrabstätten sind Sondergräber, an denen auf Antrag ein Nutzungsrecht für die
Dauer der Ruhezeit verliehen wird. Es werden Urnenwahlgrabstätten angelegt für eine
oder mehrere Urnen.
(1) Grabstätten in einer Gemeinschaftsgrabstätte können als Reihengrabstätten oder Wahlgrabstätten für Erdbestattungen und Urnenbeisetzungen eingerichtet werden. An diesen
Grabstätten werden keine Nutzungsrechte vergeben. Die Anlage und Unterhaltung erfolgt für
die Dauer der Ruhezeit durch den Friedhofsträger. Der Friedhofsträger errichtet auf der
Gemeinschaftsgrabstätte ein gemeinsames Grabmal.
(2) Baumgrabstätten sind Grabstätten für Urnenbeisetzungen, die an einem vorhandenen
oder neu zu pflanzenden Baum erfolgen. Der Baum darf durch sein Wachstum die benachbarten Grabstätten und die öffentlichen Anlagen und Wege nicht beeinträchtigen. Um die
Baumwurzeln zu schonen, dürfen ausschließlich liegende Grabmale (ohne Fundament) oder
andere wurzelschonende Gedenktafeln verwendet werden. Pflegeeingriffe in den Gehölzbestand und den Bodenwuchs darf ausschließlich der Friedhofsträger vornehmen.
Jede Grabstätte ist – unbeschadet der Anforderungen der §§ 25 und 27 für Grabfelder mit
zusätzlichen Gestaltungsvorschriften – so zu gestalten und an die Umgebung anzupassen,
dass der Friedhofszweck, die Würde des kirchlichen Friedhofs in seinen einzelnen Teilen
und in seiner Gesamtanlage gewahrt sowie das christliche Empfinden nicht verletzt werden.
(1) Neben den Grabfeldern mit allgemeinen Gestaltungsvorschriften (§§ 24 und 26) werden
auch solche mit zusätzlichen Gestaltungsvorschriften (§§ 25 und 27) angelegt.
(2) Der Friedhofsträger weist bei Erwerb des Nutzungsrechts auf die Möglichkeit hin, ein Nutzungsrecht auf einem Grabfeld mit allgemeinen oder zusätzlichen Gestaltungsvorschriften
erwerben zu können. Die Antrag stellende Person bestätigt durch Unterschrift, auf die Wahlmöglichkeit hingewiesen worden zu sein, und erkennt die für die gewählte Grabstätte geltenden Gestaltungsvorschriften an.
(3) Wird von der Wahlmöglichkeit kein Gebrauch gemacht, erfolgt die Bestattung in einem
Grabfeld mit allgemeinen Gestaltungsvorschriften.
(1) Der Friedhof ist ein Garten des Lebens, in dem sich die Vielfalt von Gottes Schöpfung
und christliche Verantwortung für die Umwelt zeigen sollen.
(2) Die Grabstätten sind nur mit Gewächsen zu bepflanzen, durch die benachbarte Grabstätten und öffentliche Anlagen und Wege nicht beeinträchtigt werden. Das Pflanzen von
Bäumen und großwüchsigen Sträuchern ist auf den Grabstätten nicht gestattet. Bestehende
Gehölze dürfen nur mit Zustimmung des Friedhofsträgers verändert oder beseitigt werden.
(1) Die Vorschriften dieses Paragraphen gelten für folgende Grabfelder, sofern nicht durch
eine gesonderte Gestaltungsvorschrift, die Teil dieser Satzung ist, abweichende Regelungen
getroffen werden: ________________
(2) Die Grabstätten müssen eine die gesamte Fläche bedeckende Bepflanzung erhalten und
sollen durch die besondere gärtnerische Gestaltung zu einem ausgewogenen Bild des
Friedhofes beitragen. Nähere Regelungen über die Art der Bepflanzung und die Gestaltung
der Grabstätten können in den Gestaltungsplänen getroffen werden.
(3) Nicht zugelassen sind insbesondere Bäume und großwüchsige Gehölze sowie Schrittplatten und auch Grabgebinde aus künstlichem Werkstoff. Dasselbe gilt für Grababdeckungen mit Naturstein, Beton, Terrazzo, Teerpappe, Kunststoff o. ä.; Grabeinfassungen aus
Naturstein werden zugelassen.
(1) Für Grabmale sollen nur Naturstein, Holz, geschmiedetes oder gegossenes Metall verwendet werden. Es sollen keine importierten Grabsteine verwendet werden, die nicht unter
fairen Arbeitsbedingungen und mit Kinderarbeit produziert worden sind.
(2) Die Mindeststärke stehender Grabmale beträgt bis 100 cm Höhe 12 cm, über 100 cm
Höhe 15 cm. Die Friedhofsverwaltung kann weiter gehende Anforderungen (z. B. besondere
Verdübelung) verlangen, wenn dies aus Gründen der Standsicherheit des Grabmals
getroffen werden: ___________
(2) Das Grabmal muss in seiner Bearbeitung, Form und Farbe so gestaltet sein, dass es sich
harmonisch in das angestrebte Gesamtbild einfügt.
(3) Für das Grabmal dürfen nur Natursteine, Holz, geschmiedetes oder gegossenes Metall in
handwerklicher Ausführung verwendet werden.
(4) Nach Maßgabe des Gestaltungsplans sind stehende oder liegende Grabmale zulässig,
jedoch nur ein stehendes Grabmal je Grabstätte. Zu einem stehenden Grabmal kann je
Grabbreite zusätzlich ein liegendes gesetzt werden. Es soll dem vorhandenen in Material,
Farbe, Schrift und Bearbeitung entsprechen.
(5) Die Breite eines stehenden Grabmals darf die Hälfte der Grabstättenbreite nicht überschreiten. Liegende Grabmale sollen mindestens 12 cm stark sein.
(6) Auf Grabstätten für Erdbestattungen sind die Ansichtsflächen bei stehenden Grabmalen
in folgenden Größen zulässig:
1. auf Reihengrabstätten 0,30-0,40 qm (in Stelenform)
2. auf einstelligen Wahlgrabstätten bei einer äußersten Breite von 50 cm 0,40-0,60 qm
3. auf mehrstelligen Wahlgrabstätten 0,50-0,90 qm
(7) Auf Urnengrabstätten sind die Ansichtsflächen in folgenden Größen zulässig:
1. auf Urnenreihengrabstätten nur liegende Grabmale bis 0,30 qm
2. auf Urnenwahlgrabstätten 0,30-0,45 qm
3. auf Urnenwahlgrabstätten in besonderer Lage zu den von der Friedhofsverwaltung nach der
Örtlichkeit besonders festzulegenden Abmessungen.
4. auf Wahlgrabstätten für Urnen in Rasenlage richtet sich die zulässige Größe der
Liegesteine in der Regel nach Nr. 2. Die Liegesteine sind bündig in die Rasenfläche
(10) Für Grabmale in besonderer Lage kann der Friedhofsträger zusätzliche Anforderungen
an Material, Entwurf und Ausführung stellen.
(1) Die Grabstätten müssen binnen sechs Monaten nach der Belegung oder nach dem
Erwerb des Nutzungsrechts angelegt sein. Zur gärtnerischen Anlage und Pflege sind die
jeweiligen Nutzungsberechtigten verpflichtet. Sie können entweder die Grabstätten selbst
anlegen und pflegen oder den Friedhofsträger oder eine zugelassene Friedhofsgärtnerin
oder einen zugelassenen Friedhofsgärtner damit beauftragen. Die Verpflichtung erlischt erst
mit dem Ablauf des Nutzungsrechts.
(2) Der Friedhofsträger ist befugt, stark wuchernde, absterbende oder die Bestattung behindernde Hecken, Bäume und Gehölze zu beschneiden oder zu beseitigen. Verwelkte Blumen,
Kränze usw. sind von den Grabstätten zu entfernen und an den dafür vorgesehenen Plätzen
(4) Ist bei einer Bestattung die Nutzungszeit zu verlängern und sind Nutzungsberechtigte
nicht vorhanden oder Angehörige zur Übernahme des Nutzungsrechts nicht bereit, so kann
der Friedhofsträger die Erstattung der Kosten für die Anlegung und Unterhaltung einer
Rasengrabanlage bis zum Ablauf der Nutzungszeit von derjenigen Person verlangen, die die
Bestattung veranlasst hat. Die Kostenerstattung nach Satz 1 entfällt, soweit die Grabpflege
durch Dritte sichergestellt ist.
(2) Kunststoffe dürfen in sämtlichen Produkten der Trauerfloristik, insbesondere in Kränzen,
Trauergebinden, Trauergestecken, in Grabschmuck und bei Grabeinfassungen sowie bei
Pflanzenanzuchtbehältern, die an der Pflanze verbleiben, nicht verwendet werden. Ausgenommen sind Grabvasen und Markierungszeichen.
(1) Wird eine Grabstätte nicht vorschriftsmäßig angelegt oder gepflegt, so sind die Verantwortlichen zur Beseitigung der Mängel innerhalb einer angemessenen Frist schriftlich aufzufordern. Sind die Verantwortlichen nicht bekannt oder nicht zu ermitteln, genügt ein auf
drei Monate befristeter Hinweis auf der Grabstätte. Wird die Aufforderung nicht befolgt,
können Reihengrabstätten von dem Friedhofsträger kostenpflichtig abgeräumt, eingeebnet
und begrünt werden. Bei Wahlgrabstätten kann der Friedhofsträger stattdessen die Grabstätten auf Kosten der Nutzungsberechtigten in Ordnung bringen lassen oder das Nutzungsrecht ohne Entschädigung einziehen.
(2) Vor dem Entzug des Nutzungsrechts sind die Nutzungsberechtigten noch einmal schriftlich aufzufordern, die Grabstätte unverzüglich in Ordnung zu bringen; sind sie nicht bekannt
oder nicht zu ermitteln, hat eine entsprechende öffentliche Bekanntmachung sowie ein
erneuter, auf drei Monate befristeter Hinweis auf der Grabstätte zu erfolgen.
Die Verantwortlichen sind in den Aufforderungen und der öffentlichen Bekanntmachung auf
die sie treffenden Rechtsfolgen von Absatz 1 und 3 aufmerksam zu machen. In dem Entziehungsbescheid ist darauf hinzuweisen, dass das Grabmal und sonstige bauliche Anlagen
entschädigungslos in die Verfügungsgewalt des Friedhofsträgers fallen.
(3) Bei ordnungswidrigem Grabschmuck gilt Absatz 1 Satz 1 entsprechend. Wird die Aufforderung nicht befolgt oder sind die Verantwortlichen nicht bekannt oder nicht ohne weiteres
zu ermitteln, kann der Friedhofsträger den Grabschmuck entfernen. Der Friedhofsträger ist
nicht zu einer Aufbewahrung des abgeräumten Materials verpflichtet.
Den Erfordernissen des Umwelt- und Naturschutzes ist auf dem Friedhof Rechnung zu
(1) Die Errichtung und Veränderung von Grabmalen bedarf der vorherigen schriftlichen
Zustimmung des Friedhofsträgers. Sie ist vor Anfertigung oder Veränderung des Grabmals
zu beantragen. Der Antrag ist durch die nutzungsberechtigte Person oder eine bevollmächtigte Person zu stellen.
1. Grabmalentwurf mit Grundriss sowie Vorder- und Seitenansicht im Maßstab 1:10 unter
Angabe des Materials, seiner Bearbeitung und der Fundamentierung.
2. Wortlaut und Platzierung der Inschrift, der Ornamente und der Symbole unter Angabe der
Form und der Anordnung, des Materials sowie seiner Bearbeitung.
In besonderen Fällen kann die Vorlage eines Modells im Maßstab 1:5 oder das Aufstellen
einer Attrappe in natürlicher Größe auf der Grabstätte verlangt werden.
(4) Die Zustimmung erlischt, wenn das Grabmal oder die sonstige bauliche Anlage nicht
(1) Der Friedhofsträger kann verlangen, dass ihm das Grabmal und der genehmigte Antrag
bei der Anlieferung und vor der Errichtung zur Prüfung vorgewiesen werden.
(2) Entspricht die Ausführung des Grabmals nicht dem genehmigten Antrag und ist sie nicht
genehmigungsfähig, kann der Friedhofsträger die Errichtung des Grabmals verweigern oder
der nutzungsberechtigten Person eine angemessene Frist zur Abänderung oder Beseitigung
des Grabmals setzen. Bei bereits errichteten Grabmalen kann der Friedhofsträger nach
ergebnislosem Ablauf der Frist die Abänderung oder Beseitigung des Grabmals auf Kosten
der nutzungsberechtigten Person veranlassen.
(1) Die Grabmale sind ihrer Größe entsprechend nach den allgemein anerkannten Regeln
des Handwerks zu fundamentieren und so zu befestigen, dass sie dauerhaft standsicher
sind und auch beim Öffnen benachbarter Gräber nicht umstürzen oder sich senken können.
Als allgemein anerkannte Regeln des Handwerks gelten die Richtlinien des Bundesinnungsverbandes des Deutschen Steinmetz-, Stein- und Holzbildhauerhandwerks für das Fundamentieren und Versetzen von Grabdenkmälern in der jeweils geltenden Fassung.
(1) Soweit auf dem Friedhof Mausoleen oder gemauerte Grüfte bestehen, können sie im
Rahmen der bestehenden Nutzungsrechte genutzt werden.
(2) Die Verleihung neuer Nutzungsrechte an vorhandenen Mausoleen oder gemauerten
Grüften sowie die Errichtung neuer Mausoleen und gemauerter Grüfte soll nur ermöglicht
werden, wenn durch vertragliche Regelungen sichergestellt wird, dass der Friedhof von
entstehenden Kosten freigehalten wird.
(2) Mängel haben die Verantwortlichen unverzüglich durch zugelassene Gewerbetreibende
beseitigen zu lassen. Geschieht dies nicht, so kann der Friedhofsträger das Grabmal oder
die bauliche Anlage auf Kosten der Verantwortlichen instand setzen oder beseitigen lassen.
Wenn keine unmittelbare Gefahr besteht, erhalten die Verantwortlichen vorher eine Aufforderung. Sind sie nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, so sind sie hierauf
durch ein Schild auf der Grabstätte oder durch ortsübliche Bekanntmachung hinzuweisen.
(3) Bei unmittelbarer Gefahr ist der Friedhofsträger berechtigt, ohne vorherige Aufforderung
an die Verantwortlichen das Grabmal umzulegen oder andere geeignete Maßnahmen
durchzuführen. Die Verantwortlichen erhalten danach eine Aufforderung, die Grabstätte oder
das Grabmal wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen. Geschieht dies nicht,
so kann der Friedhofsträger die notwendigen Arbeiten durchführen oder das Grabmal
entfernen lassen. Die entstehenden Kosten haben die Verantwortlichen zu tragen.
(1) Grabmale und sonstige bauliche Anlagen dürfen vor Ablauf des Nutzungsrechts nur mit
vorheriger Zustimmung des Friedhofsträgers entfernt werden.
(2) Nach Ablauf des Nutzungsrechts sind die Grabmale einschließlich des Sockels bzw.
Fundamentes und sonstige bauliche Anlagen durch die Nutzungsberechtigten zu entfernen,
soweit es sich nicht um Grabmale nach § 38 handelt. Geschieht dies nicht innerhalb von drei
Monaten nach Ablauf des Nutzungsrechts, so ist der Friedhofsträger berechtigt, die Grabstätte abzuräumen oder abräumen zu lassen. Den Nutzungsberechtigten steht eine Entschädigung für abgeräumte Grabmale oder sonstige bauliche Anlagen nicht zu. Sofern Grabmale
oder sonstige bauliche Anlagen von dem Friedhofsträger oder in seinem Auftrag abgeräumt
werden, können die Nutzungsberechtigten zur Übernahme der Kosten herangezogen
(1) Künstlerisch oder historisch wertvolle Grabmale oder solche, die als besondere Eigenart
des Friedhofs gelten, sind in einer Liste zu erfassen. Die Liste ist in angemessenen Zeitabständen zu aktualisieren. Die erfassten Grabmale unterstehen dem besonderen Schutz des
Friedhofsträgers und sollen auch nach Ablauf des Nutzungsrechts der Grabstätte erhalten
(2) Für die Erhaltung von Grabmalen nach Absatz 1 können Patenschaftsverträge abgeschlossen werden, in denen sich die Nutzungsberechtigten verpflichten, das Grabmal
gegebenenfalls zu restaurieren und zu erhalten.
(1) Die Leichenräume dienen zur Aufnahme der Verstorbenen bis zur Bestattung. Sie dürfen
nur mit Erlaubnis des Friedhofsträgers und in Begleitung einer von ihm beauftragten Person
(2) Sofern keine gesundheitlichen oder sonstigen Bedenken bestehen, können die Angehörigen die Verstorbenen während der festgesetzten Zeiten sehen. Die Särge sind vor
Beginn der Trauerfeier oder der Bestattung endgültig zu schließen.
(3) Särge, in denen an anzeigepflichtigen Krankheiten Verstorbene liegen, werden nach
Möglichkeit in einem besonderen Leichenraum aufgestellt. Der Zutritt Unbefugter zu diesem
Raum sowie das Öffnen des Sarges bedürfen der vorherigen amtsärztlichen Zustimmung.
(1) Trauerfeiern müssen der Würde des Ortes entsprechen und dürfen das christliche
Empfinden nicht verletzen.
(2) Trauerfeiern können in einem dafür bestimmten Raum, am Grabe oder an einer anderen
(3) Für die kirchliche Trauerfeier verstorbener Glieder der evangelischen Kirche und verstorbener Glieder einer Religionsgemeinschaft, die der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen
in Schleswig-Holstein oder Hamburg angehören, steht die Kirche zur Verfügung.
(4) Die Aufstellung des Sarges in einem Feierraum kann untersagt werden, wenn die verstorbene Person eine anzeigepflichtige Krankheit gehabt hat oder der Zustand der Leiche eine
Aufstellung des Sarges nicht zulässt.
(1) Die Nutzungsberechtigten haften für alle Schäden, die durch von ihnen oder in ihrem Auftrag errichtete Grabmale, Einfriedigungen und sonstige Anlagen entstehen. Die Ersatzpflicht
tritt jedoch nicht ein, wenn sie nachweisen können, dass sie zur Abwendung der Gefahr die
im Verkehr erforderliche Sorgfalt beachtet haben.
(2) Der Friedhofsträger ist nicht verpflichtet, zur Verhütung von Schäden, die durch fremde
Personen und Tiere hervorgerufen werden, Vorkehrungen zu treffen.
Für die Benutzung des Friedhofes und seiner Einrichtungen werden die Gebühren nach der
jeweils geltenden Friedhofsgebührensatzung erhoben.
Grabnutzungsrechte, die unbefristet oder auf Friedhofsdauer verliehen worden sind, unterliegen den Bestimmungen dieser Satzung mit der Maßgabe, dass die Nutzungsrechte
nach dem Inkrafttreten dieser Satzung erlöschen, es sei denn, dass ein Wiedererwerb nach
§ 15 rechtzeitig vorgenommen wird.
Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer amtlichen Bekanntmachung in Kraft.
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E r k l ä r u n g Im Falle meines Ablebens übertrage ich hiermit das
Gemeinde Großhansdorf Der Bürgermeister Bekanntmachung
AMTSBLATT Nr. 9, 1. September 2015, Anlage
Am Freitag, 08.07.2016 um 14.00 Uhr findet auf dem Friedhof in
Formular Verlängerung/Rückggabe Grabstätte