Source: http://www.droitpourlepraticien.ch/?page_id=22539&arret=2C_1134/2015&year=2016&retour=1143
Timestamp: 2019-10-14 01:56:15
Document Index: 116213701

Matched Legal Cases: ['Art. 116', 'Art. 126', 'Art. 127', 'Art. 127', 'Art. 127', 'Art. 131', 'Art. 65']

2C_1134/2015
A.________ und B.________ waren im Nachlass ihres Cousins je zu einem Sechstel, d.h. für Fr. 291'519.70, erbberechtigt. Im Juli 2013 veranlagte die Steuerverwaltung des Kantons Glarus die beiden und verpflichtete sie zur Bezahlung von Erbschaftssteuern in der Höhe von je Fr. 43'705.90. Dieser Betrag umfasste gesetzesgemäss einen Zuschlag von 50% auf der für die gesamte Zuwendung geschuldeten Steuerlast, da der jeweilige Vermögensanfall Fr. 200'000.-- überstieg.
Dagegen machten A.________ und B.________ mit Einsprache und nachher mit den ihnen im Kanton zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln vergeblich geltend, der 50%ige Zuschlag hätte nur auf demjenigen Steuerbetrag erhoben werden dürfen, der für den über Fr. 200'000.-- hinausgehenden Vermögensanfall geschuldet war; demgemäss müsse sich ihre gesamte Steuerbelastung auf je Fr. 33'355.90 beschränken. Denselben Rechtsstandpunkt vertreten sie nun vor dem Bundesgericht und beantragen, das kantonal letztinstanzliche Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus vom 10. Dezember 2015 aufzuheben.
Die kantonale Steuerverwaltung und das Verwaltungsgericht des Kantons Glarus schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Erbrechtliche Zuwendungen an einen Cousin oder eine Cousine unterliegen der Erbschaftssteuer (Art. 116 Abs. 1 des Steuergesetzes des Kantons Glarus vom 7. Mai 2000; StG/GL), und zwar - nach Abzug eines Freibetrags von Fr. 10'000.-- gemäss Art. 126 Abs. 2 Ziff. 3 StG/GL - zu einem Steuersatz von 9% (Art. 127 Abs. 1 lit. g StG/GL). Art. 127 Abs. 2 lit. a StG/GL legt weiter fest, dass bei mehr als Fr. 200'000.-- Vermögensanfall zu dem gemäss Art. 127 Abs. 1 (hier: lit. g) StG/GL berechneten Steuerbetrag ein Zuschlag von 50% erhoben wird. Ein weiterer Zuschlag ergibt sich laut Art. 131 Abs. 1 lit. b StG/GL aus der Bausteuer; er betrug für das Jahr 2013 15%.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen und werden die Beschwerdeführer unter Solidarhaft kostenpflichtig (Art. 65 f. BGG.).
Dieses Urteil wird den Parteien, der Steuerverwaltung des Kantons Glarus, dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus, I. Kammer, und der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.