Source: http://anwalthannover.com/nl/zur-vermeidung-einer-storerhaftung-kann-ein-file-hosting-dienst-verpflichtet-sein-im-ublichen-suchweg-eine-kleine-anzahl-einschlagiger-linksammlungen-manuell-zu-uberprufen/
Timestamp: 2018-12-12 17:10:05
Document Index: 259176424

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'Art. 5', '§ 2', '§ 10', '§ 15', '§ 19', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 8', '§ 7', 'Art. 15', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 10', '§ 7', '§ 10', 'BGH', '§ 2', '§ 10', 'BGH', 'BGH', 'EuG', '§ 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 139', 'BGH', 'Art. 9']

Om overlast aansprakelijkheid te voorkomen, een file-hosting service nodig, de gebruikelijke zoekproces naar een klein aantal relevante collecties van links handmatig controleren · horak Rechtsanwälte/ Fachanwälte/ Patentanwälte Wirtschaftsrecht, internationales Recht, IP-wet, Antitrust, Mededingingsrecht, Vennootschapsrecht, Commercial Law, M&Een, IT-recht, Technology Law, Bestuursrecht
een) A-file hosting service, van het internet ruimte biedt, kan enkel aansprakelijk als een verstoorder zijn, als inbreukmakende bestanden worden beschikbaar publiekelijk door de gebruikers van zijn dienst gedaan, hoewel een indicatie van een duidelijke schending van de wet die hij heeft gekregen van de. Na een sol-chen Let op de File hosting service moet stoppen binnen de technische en economische redelijkheid, dat dezelfde of andere gebruikers hem name genoemd, bieden van derden auteursrechtelijk beschermd werk weer op zijn server.
b) De geschiktheid van een woord filter met handmatige follow-up van inbreuken op het auteursrecht te detecteren zal niet worden geëlimineerd door, dat hij Moegli-che inbreuken niet volledig kunnen begrijpen.
c) Om overlast aansprakelijkheid te voorkomen, een file hosting service ook ver-plicht, in de normale zoekpad om een ​​klein aantal relevante linkverzamelingen handmatig te controleren op, of ze bevatten verwijzingen naar specifieke inbreukmakende bestanden met hem gered.
BGH, Arrest van 12. Juli 2012 – I ZR 18/11 – OLG Düsseldorf
ARREST BGH I ZR 18/11 – Alone in the Dark
De I. Civil Division van het Federale Hof van de mondelinge onderhandelingen 12. Juli 2012 door de voorzitter van de rechtbank Prof. Dr. Bornkamm en de rechters Prof. Dr. Büscher, Prof. Dr. Schaffert, Dr. Kirchhoff en dr.. Loeffler
Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des 20. Civil Division van het Hof van Düsseldorf 21. December 2010 ingetrokken.
Die Klägerin ist ein weltweit führendes Unternehmen für Computer- und Videospiele, die sie verlegt und vertreibt. Zu ihren derzeit erfolgreichsten Titeln gehört das Computerspiel „Alone in the Dark“. De verdachte, eine Aktiengesell-schaft mit Sitz in der Schweiz, stellt unter der Internetadresse www.rapidshare.com Nutzern Speicherplatz im Internet zur Verfügung („File-Hosting-Dienst“). Bei diesem Dienst kann der Nutzer mit einem einzigen Klick eine von ihm aus-gewählte eigene Datei auf der Internetseite der Beklagten hochladen, die dann auf deren Servern abgespeichert wird. Unmittelbar nach dem Hochladen wird dem Nutzer ein Download-Link übermittelt, mit dem dieser die abgelegte Datei über seinen Browser aufrufen kann.
Op 19. Augustus 2008 erfuhr die Klägerin, dass das Spiel „Alone in the Dark“ über den Internetdienst der Beklagten öffentlich zugänglich war. Nach Eingabe der Suchwörter „Rapidshare Alone in the Dark“ bei Google konnte das Spiel durch Aktivierung von Links mit den Kennungen „rapidshare.com/files …“ abgerufen und auf die Festplatte des Abrufenden heruntergeladen werden. Die Klägerin mahnte die Beklagte wegen dieses Sachverhalts noch am selben Tag ab. Mit Anwaltsschreiben vom 22. Augustus 2008 bestätigte die Beklagte die Sperrung der in der Abmahnung aufgeführten konkreten Links zu dem Spiel.
om zich te onthouden, urheberrechtlich geschützte Werke der A. , insbesondere das Computerspiel „Alone in the Dark“ im Internet oder auf sonstige Art und Weise öffentlich zugänglich zu machen, zu verbreiten und/oder wiederzugeben oder diese Handlungen durch Dritte vornehmen zu lassen,
een) soweit das Computerspiel mit einem Dateinamen, welcher den Titel „Alone in the Dark“ enthält, auf den Servern gespeichert ist oder
b) soweit Hyperlinks auf das Spiel mit der URL rapidshare.com/files in den Linksammlungen www.raidrush.org, rapidlibrary.com, rapidshare-searcher.com, alivedownload.com, taringa.net, freshwap.net, hotfilms.org, rapidfind.org und/oder rapidsharedownload.net verzeichnet sind, of
De rechtbank veroordeelde de verdachte aanvrager overeenkomstig. In der Beru-fungsinstanz hat die Klägerin im Antrag zu b) die Wörter „auf das Spiel“ durch „auf Dateien, die das Computerspiel ‚Alone in the Dark’ enthalten“, ersetzt. Het hof van beroep het beroep verworpen (OLG Düsseldorf, MMR 2011, 250).
Met zijn Hof van Beroep goedgekeurd herziening, deren Zurück-weisung die Beklagte beantragt, verfolgt die Klägerin ihre in der Berufungs-
Ik. Das Berufungsgericht hat die Klage für unbegründet erachtet und hier-zu ausgeführt:
II. Die gegen diese Beurteilung gerichtete Revision hat Erfolg. Het leidt tot de annulering van de beslissing in hoger beroep en de voorlopige hechtenis van de zaak naar het Hof van Beroep.
1. Die internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte ergibt sich aus Art. 5 Nee.. 3 des Lugano-Übereinkommens über die gerichtliche Zuständig-keit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssa-chen vom 16. September 1988 (Blad. 1994 II S. 2658). Die Klägerin macht An-sprüche aus einer in Deutschland begangenen unerlaubten Handlung – dem öf-fentlichen Zugänglichmachen des Computerspiels „Alone in the Dark“ – geltend.
2. Das Computerspiel der Klägerin ist jedenfalls als Werk, das ähnlich wie ein Filmwerk geschaffen worden ist, onder § 2 Abs. 1 Nee.. 6 UrhG urheber-rechtlich geschützt. Es wird vermutet, dass die Klägerin als Herausgeberin des Spiels ermächtigt ist, die Rechte des Urhebers geltend zu machen (§ 10 Abs. 1 Copyright Act).
een) Die Dateien mit dem geschützten Spiel werden von Nutzern des File-Hosting-Dienstes der Beklagten unter Verletzung des bestehenden Urheber-rechts (§ 15 Abs. 2 Nee.. 2, § 19a UrhG) durch Bekanntgabe des Zugangslinks im Internet öffentlich zugänglich gemacht, ohne dass die Beklagte zuvor vom Inhalt dieser Dateien Kenntnis nimmt. Die Beklagte kann unter diesen Umständen
keine täterschaftliche Urheberrechtsverletzung begehen. Denn sie erfüllt da-durch, dass sie Nutzern ihren Dienst zur Verfügung stellt und von diesen dort geschützte Werke in urheberrechtsverletzender Weise der Öffentlichkeit zu-gänglich gemacht werden, nicht selbst den Tatbestand einer Urheberrechtsver-letzung. Insbesondere macht sie die Dateien nicht selbst öffentlich zugänglich und vervielfältigt sie auch nicht (VGL. zum Markenrecht BGH, Arrest van 19. April 2007 – I ZR 35/04, BGHZ 172, 119 Rn. 31 – Internetversteigerung II; Besluit van 10. Meer 2012 – I ZR 57/09, juris Rn. 4).
b) Eine Haftung der Beklagten als Gehilfe bei den von Dritten mittels ih-res Dienstes begangenen Urheberrechtsverletzungen scheidet ebenfalls aus. Für den dazu erforderlichen Gehilfenvorsatz reicht es nicht aus, wenn die Be-klagte mit gelegentlichen Rechtsverletzungen durch die Nutzer ihres Dienstes rechnet. Erforderlich wäre vielmehr eine Kenntnis der Beklagten von konkret drohenden Haupttaten (VGL. BGHZ 172, 119 Rn. 31 – Internetversteigerung II; BGH, Arrest van 12. Juli 2007 – I ZR 18/04, BGHZ 173, 188 Rn. 21 – Jugend-gefährdende Medien bei eBay; Arrest van 18. November 2010 – I ZR 155/09, Tarwe 2011, 617 Rn. 33 = WRP 2011, 881 – Sedo; Besluit van 10. Meer 2012 – I ZR 57/09, juris Rn. 5).
4. Dit Hof heeft, die Unterlassungsansprüche der Klägerin seien auch nicht unter dem Aspekt der Störerhaftung begründet, weil die Beklagte keine Prüfpflichten verletzt habe. Das hält auf der Grundlage der bislang getroffenen Feststellungen revisionsrechtlicher Nachprüfung nicht stand.
een) Als Störer kann bei der Verletzung absoluter Rechte auf Unterlassung in Anspruch genommen werden, die – ohne Täter oder Teilnehmer zu sein – in irgendeiner Weise willentlich und adäquat-kausal zur Verletzung des geschütz-
ten Rechtsguts beiträgt. Da die Störerhaftung nicht über Gebühr auf Dritte er-streckt werden kann, die die rechtswidrige Beeinträchtigung nicht selbst vorge-nommen haben, setzt die Haftung des Störers nach der Rechtsprechung des Senats die Verletzung von Prüfpflichten voraus. Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störer Inanspruchgenommenen nach den Umständen eine Prüfung zuzumuten ist (VGL. BGH, Arrest van 30. April 2008 I ZR 73/05, Tarwe 2008, 702 Rn. 50 = WRP 2008, 1104 – Internetverstei-gerung III; Arrest van 12. Meer 2010 – I ZR 121/08, BGHZ 185, 330 Rn. 19 Zomer van ons leven; BGH, Tarwe 2011, 617 Rn. 37 – Sedo). Einer all-gemeinen Prüfungspflicht von Diensteanbietern im Sinne der §§ 8 naar 10 TMG für die von Nutzern auf ihre Server eingestellten Dateien steht § 7 Abs. 2 Zin 1 TMG teller. Danach sind Diensteanbieter nicht verpflichtet, die von ihnen übermittelten oder gespeicherten Informationen zu überwachen oder nach Um-ständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hindeuten. Nach die-ser Vorschrift, die auf Art. 15 Abs. 1 der Richtlinie 2000/31/EG über den elekt-ronischen Geschäftsverkehr beruht, sind Überwachungspflichten allgemeiner Art ausgeschlossen. Nicht ausgeschlossen sind dagegen Überwachungspflich-ten in spezifischen Fällen. Dienstverlener, die von Nutzern bereitgestellte In-formationen speichern, müssen außerdem die nach vernünftigem Ermessen von ihnen zu erwartende und in innerstaatlichen Rechtsvorschriften niederge-legte Sorgfaltspflicht anwenden, om bepaalde soorten onwettige activiteiten op te sporen en te voorkomen (Overweging 48 van Richtlijn 2000/31/EG; VGL. BGH, Tarwe 2011, 617 Rn. 40 – Sedo). Diese vom Senat auf-gestellten Grundsätze stehen im Einklang mit den Maßstäben, die der Ge-richtshof der Europäischen Union in seinem Urteil vom 12. Juli 2011 (C-324/09, Tarwe 2011, 1025 Rn. 109 ff., 139, 144 = WRP 2011, 1129 – L’Oréal/eBay) festgesetzt hat (VGL. BGH, Arrest van 17. Augustus 2011 – I ZR 57/09, BGHZ 191, 19 Rn. 22 ff. – Stiftparfüm).
aa) Die Beklagte ist Diensteanbieterin im Sinne der § 2 Nee.. 1, § 10 Zin 1 Nee.. 1 TMG. Die gespeicherten Dateien sind keine eigenen Informationen der Beklagten, die sie zur Nutzung durch Dritte bereithält und für die sie gemäß § 7 Abs. 1 TMG nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich ist; vielmehr han-delt es sich um fremde Informationen im Sinne von § 10 Zin 1 TMG. Die Da-teien werden von Nutzern auf die Server der Beklagten hochgeladen und allein dadurch Dritten zugänglich gemacht, dass ihnen die Nutzer den von der Be-klagten mitgeteilten Download-Link weitergeben. Allein der Nutzer kontrolliert so die Verbreitung der von ihm hochgeladenen Dateien. Darin unterscheidet sich das Geschäftsmodell der Beklagten von Vermittlungs- und Auktionsplattformen im Internet, in denen die von den Nutzern – wenn auch häufig automatisch – hochgeladenen Angebote durch den Plattformbetreiber öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Verursachungsbeitrag der Beklagten zu Rechtsverletzun-gen ihrer Nutzer ist daher im Ausgangspunkt geringer als derjenige von Platt-formbetreibern. Eine Auswahl oder Prüfung der gespeicherten Dateien durch die Beklagte, aus der sich ergeben könnte, dass sie sich die Inhalte zu eigen macht, erfolgt nicht.
bb) Eine weitergehende Prüfungspflicht der Beklagten wegen einer be-sonderen Gefahrengeneigtheit des von ihr angebotenen Dienstes für Urheber-rechtsverletzungen besteht nicht. Zwar ist nach der Rechtsprechung des Bun-desgerichtshofs ein Gewerbetreibender schon vor Erlangung der Kenntnis von einer konkreten Verletzung verpflichtet, die Gefahr auszuräumen, wenn sein Geschäftsmodell von vornherein auf Rechtsverletzungen durch die Nutzer sei-ner Leistung angelegt ist oder der Gewerbetreibende durch eigene Maßnahmen die Gefahr einer rechtsverletzenden Nutzung fördert (VGL. BGH, Arrest van 15. Januari 2009 – I ZR 57/07, Tarwe 2009, 841 Rn. 21 f. = WRP 2009, 1139
Cybersky). Ein solcher Sachverhalt liegt im Streitfall aber nicht vor. Es bedarf daher keiner Ausführungen zu der Frage, in welchem Verhältnis diese Senats-rechtsprechung zur Entscheidungspraxis des Gerichtshofs der Europäischen Union steht (VGL. Europees Hof van Justitie, Tarwe 2011, 1025 Rn. 107 ff. – L’Oréal/ebay).
(1) Die Beklagte geht grundsätzlich im Einklang mit der Rechtsordnung einer Geschäftstätigkeit als Diensteanbieter gemäß § 2 Nee.. 1, § 10 Zin 1 Nee.. 1 TMG nach. Das Berufungsgericht hat ohne Rechtsfehler angenommen, dass legale Nutzungsmöglichkeiten des Dienstes der Beklagten, für die ein beträcht-liches technisches und wirtschaftliches Bedürfnis besteht, in großer Zahl vor-handen und üblich sind. Neben einer Verwendung als „virtuelles Schließfach“ für eine sichere Verwahrung großer Mengen geschäftlicher oder privater Daten kann der Dienst der Beklagten dazu benutzt werden, bestimmten Nutzern eige-ne oder gemeinfreie Dateien zum Herunterladen oder zur Bearbeitung bereitzu-stellen. Das kommt, wie auch die Klägerin einräumt, etwa für Geschäftskunden in Betracht, die ihren Kunden Zugang zu bestimmten Informationen gewähren wollen, oder für Privatpersonen, die selbst erstellte digitale Bilder oder Filme mit Freunden oder Bekannten austauschen möchten. Dabei kann ohne weiteres ein berechtigtes Bedürfnis zum massenhaften Herunterladen großer Dateien durch Dritte bestehen – ein Merkmal, das die Beklagte als Vorteil ihres Dienstes her-ausstellt.
Auch die Vergabe von Premium-Punkten durch die Beklagte kann nicht als Förderung illegaler Nutzungsmöglichkeiten angesehen werden. Nach den Feststellungen des Landgerichts, auf die das Berufungsgericht Bezug genom-men hat, erhalten Nutzer Premium-Punkte, wenn eine von ihnen hochgeladene Datei von anderen Personen aufgerufen wird. Zu einer Abhängigkeit der Punkte von der Größe der aufgerufenen Datei ist nichts festgestellt; die Revision rügt auch nicht, dass entsprechender Vortrag von der Klägerin in den Vorinstanzen gehalten worden sei. Im Übrigen bestehen, zoals hierboven aangegeven, auch für das Herunterladen großer Dateien vielfältige legale Anwendungsmöglichkeiten.
cc) Der Beklagten dürfen unter diesen Umständen keine Kontrollmaß-nahmen auferlegt werden, die ihr Geschäftsmodell wirtschaftlich gefährden oder ihre Tätigkeit unverhältnismäßig erschweren (VGL. BGHZ 172, 119 Rn. 147 – In-ternetversteigerung II; 173, 188 Rn. 39 – Schadelijk zijn voor jonge media op eBay; BGH, Tarwe 2011, 617 Rn. 45 – Sedo; VGL. auch EuGH GRUR 2011, 1025 Rn. 139 L’Oréal/ebay). Insbesondere ist die Beklagte nicht verpflichtet, die von
ihr gespeicherten Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu for-schen, met vermelding van een onwettige activiteit (Kunst. 15 Abs. 1 RL 2000/31/EG – umgesetzt durch § 7 Abs. 2 TMG). Eine Prüfungspflicht der Be-klagten im Hinblick auf das Computerspiel „Alone in the Dark“, deren Verletzung Wiederholungsgefahr begründen kann, konnte daher erst entstehen, nachdem sie von der Klägerin auf eine klare Rechtsverletzung in Bezug auf dieses Spiel hingewiesen worden war (VGL. zuletzt BGHZ 191, 19 Rn. 22, 26, 38 f. – Stiftpar-füm).
(1) Die Beklagte ist mit Anwaltsschreiben vom 19. Augustus 2008 von der Klägerin auf eine klare Rechtsverletzung in Bezug auf das Computerspiel „Alone in the Dark“ hingewiesen worden. Sie war daher ab diesem Zeitpunkt nicht nur dazu verpflichtet, das konkrete Angebot unverzüglich zu sperren, son-dern hatte auch Vorsorge zu treffen, dass es möglichst nicht zu weiteren gleichartigen Rechtsverletzungen kam (VGL. BGH, Tarwe 2011, 1038 Rn. 39 Stiftparfüm).
(2) Nach den vom Berufungsgericht in Bezug genommenen Feststellun-gen des Landgerichts war das Spiel „Alone in the Dark“ noch nach dem Schrei-ben der Anwälte der Klägerin vom 19. Augustus 2008, das die Prüfungspflicht der Beklagten begründete, nämlich jedenfalls bis zum 2. September 2008, auf Ser-vern der Beklagten abrufbar.
dd) Für diese – später aufgedeckten – Rechtsverletzungen haftet die Be-klagte als Störer, wenn sie nach dem Hinweis vom 19. Augustus 2008 nicht alles ihr technisch und wirtschaftlich Zumutbare getan hat, um weitere Rechtsverlet-zungen im Hinblick auf das Spiel „Alone in the Dark“ auf ihren Servern zu ver-hindern. Anders als das Berufungsgericht angenommen hat, kommt danach ei-ne Störerhaftung der Beklagten durchaus in Betracht.
(1) Die Beklagte hat zwar die ihr im Schreiben vom 19. August konkret benannten Dateien gesperrt. Sie war aber darüber hinaus verpflichtet, om zorg te dragen, dass es nicht zu weiteren gleichartigen Rechtsverletzungen kam. Solche gleichartigen Rechtsverletzungen sind nicht nur Angebote, die mit den bekannt gewordenen Fällen identisch sind, die also das Zugänglichmachen desselben Computerspiels durch denselben Nutzer betreffen. Vielmehr hat es die Beklagte im Rahmen des technisch und wirtschaftlich Zumutbaren zu ver-hindern, dass weder der für die angezeigte Verletzung verantwortliche Nutzer noch andere Nutzer über ihre Server das ihr konkret benannte urheberrechtlich geschützte Computerspiel Dritten anbieten (VGL. zum vergleichbaren Fall der Haftung des Betreibers einer Versteigerungsplattform im Internet BGHZ 173, 188 Rn. 43 – Jugendgefährdende Schriften bei eBay). Die Urheberrechtsverlet-zung ist auf das konkrete urheberrechtlich geschützte Werk bezogen. Im Sinne der Störerhaftung sind Verletzungshandlungen gleichartig, durch die dieses Ur-heberrecht erneut verletzt wird. Dabei kommt es nicht auf die Person desjeni-gen an, der durch das Zugänglichmachen des geschützten Werkes den Verlet-zungstatbestand erfüllt.
(2) Nach den bislang getroffenen Feststellungen des Berufungsgerichts ist es möglich, dass die Beklagte diese Prüfungspflicht dadurch verletzt hat, dass sie nach dem 19. Augustus 2008 keinen Wortfilter für die zusammenhän-gende Wortfolge „Alone in the Dark“ zur Überprüfung auch der bei ihr gespei-cherten Dateinamen eingesetzt hat.
Das Berufungsgericht geht davon aus, dass es der Beklagten ohne wei-teres möglich ist, sämtliche Dateien mit einem Dateinamen zu finden, der den Titel „Alone in the Dark“ enthält. Die Beklagte hat zwar – nach ihrem Vortrag unmittelbar – nach Erhalt des Hinweises der Klägerin am 19. Augustus 2008 den Begriff „Alone in the Dark“ in ihren Wortfilter aufgenommen. Der von der Be-
Es liegt deshalb nahe, dass die Beklagte einen Wortfilter für den zusam-menhängenden Begriff „Alone in the Dark“ auch hätte einsetzen müssen, um die Namen der bei ihr bereits gespeicherten Dateien zu überprüfen. Auf der Grundlage der Feststellungen des Berufungsgerichts ist nicht ersichtlich, warum es der Beklagten nicht möglich und zumutbar sein soll, die nach Einsatz eines solchen Wortfilters in ihrem Dateienbestand ermittelten Treffer manuell darauf zu überprüfen, ob es sich um das Spiel der Klägerin handelt. Diese Kontroll-maßnahmen sind auch geeignet, weitere Rechtsverletzungen auf den Servern der Beklagten aufzudecken. Het is niet relevant in deze context, dass Nutzer vielfältige Möglichkeiten haben mögen, das Spiel unter anderen Datei-namen abzuspeichern. Die Eignung eines Wortfilters mit manueller Nachkon-trolle für die Erkennung von Urheberrechtsverletzungen wird nicht dadurch be-seitigt, dass er mögliche Verletzungshandlungen nicht vollständig erfassen kann.
Im Übrigen ist der Beklagten grundsätzlich auch eine manuelle Kontrolle jedenfalls einer einstelligen Zahl von Linksammlungen zuzumuten (VGL. OLG Köln, MMR 2007, 786, 788). Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass dies von vornherein wenig erfolgversprechend wäre oder einen unzumutbaren Aufwand erforderte. Funktion der Linksammlungen ist es gerade, Interessenten mit Hilfe elektronischer Verweise (Links) zu Computerspielen zu führen, die zwar auf den Servern von File-Hosting-Diensten wie der Beklagten gespeichert sind, bei denen aber – um mögliche Wortfilter zu unterlaufen – de (vollständige) Titel des Computerspiels nicht angegeben ist. Die Linksammlungen müssen daher das jeweilige Computerspiel, auf das sich das Interesse richtet, möglichst eindeutig bezeichnen. Es geht also beim Antrag zu b) um Links, die zu den auf den Servern der Beklagten gespeicherten Dateien mit dem Spiel „Alone in the Dark“ führen, ohne dass dieser Titel im Dateinamen verwendet wird. Denn so-weit der Dateiname die zusammenhängenden Wörter „Alone in the Dark“ ent-hält, kann die entsprechende Datei bereits mit Hilfe eines Wortfilters auf den Servern der Beklagten aufgefunden werden. Die Überprüfung der Linksamm-lungen durch manuelle Eingabe des Titels kann danach ein verhältnismäßig einfacher, der Beklagten zumutbarer Weg sein, auch diejenigen Dateien auf ih-ren Servern zu identifizieren, die zwar das Spiel „Alone in the Dark“ enthalten, mit dem üblichen Wortfilter aber nicht aufgefunden werden können.
Het feit, dass die Beklagte nicht Betreiberin der Linksammlungen ist, steht dem nicht entgegen. Denn es geht nicht darum, dort enthaltene Links zu löschen, die zu dem fraglichen Computerspiel führen. Vielmehr kann die Be-klagte auf diese Weise auch die Dateien auf ihren Servern auffinden und lö-schen, die das fragliche Spiel enthalten, mit den herkömmlichen Wortfiltern aber wegen der Verwendung eines anderen Dateinamens nicht aufgefunden werden können. Einer Mitwirkung der Betreiber der Linksammlungen bedarf es dafür nicht.
Die Anträge der Klägerin verfehlen allerdings die konkrete Verletzungs-form. Denn mit der durch die Anträge zu a) und zu b) näher konkretisierten Formulierung, der Beklagten zu untersagen „das Computerspiel „Alone in the Dark“ im Internet, insbesondere über von der Beklagten betriebene Server für das Internetangebot www.rapidshare.com oder auf sonstige Weise vervielfälti-gen zu lassen oder öffentlich zugänglich zu machen“, knüpft der Unterlas-sungsantrag der Klägerin an eine täterschaftliche Haftung der Beklagten an. In Betracht kommt aber allein eine Störerhaftung. Das Berufungsgericht hätte der in erster Instanz erfolgreichen Klägerin daher nach § 139 Abs. 1 Zin 2 ZPO Gelegenheit zu einer sachdienlichen Antragstellung geben müssen, die sich auf den Tatbeitrag der Beklagten als Störerin, also auf das Bereithalten von Dateien mit dem Computerspiel „Alone in the Dark“ auf ihren Servern, bezieht.
LG Düsseldorf, Besluit van 24.03.2010 – 12 De 40/09 –
OLG Düsseldorf, Besluit van 21.12.2010 – I-20 in 59/10 –
Waarschuwing, Algemeen, Alleen in het donker, Advocaat, Domain Law, bevel, Filesharing, LG Düsseldorf, OLG Düsseldorf, Rapidshare, Störerhaftung, Ophouden, Schending van het auteursrecht, Oordeel, Word filterAlgemeen, bevel, LG Düsseldorf, OLG Düsseldorf, Störerhaftung, Ophouden, Schending van het auteursrecht, Oordeel
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een) Verwendet ein Wiederverkäufer eine Mehrzahl von Marken auf dem Versandkar-ton, in dem sich Produkte befinden, die nicht mit einer dieser Marken gekenn-zeichnet sind, so liegt der für die Erschöpfung des Rechts an diesen Marken er-forderliche konkrete Produktbezug vor, wenn der Verkehr angesichts des Ver-sandkartons annimmt, der Wiederverkäufer vertreibe Produkte aller dort genann-ten Marken, sofern […]
een) Grundsätzlich liegt eine Markenverletzung vor, wenn ein mit der Marke des Originalherstellers gekennzeichnetes wiederbefüllbares Behältnis mit Waren eines anderen Herstellers nachgefüllt wird und der Verkehr die Marke auf dem Behält-nis als Hinweis nicht nur auf die betriebliche Herkunft des Behältnisses, sondern auch auf die betriebliche Herkunft des Inhalts versteht. b) Für die Frage, of […]
BGH I ZR resolutie 20/17 van 26. Juli 2018 – Davidoff Hot Water III Dem Gerichtshof der Europäischen Union wird zur Auslegung von Art. 9 Abs. 2 Zeker. b der Verordnung (EG) Nee.. 207/2009 Tarieven van vom 26. Februari 2009 inzake het gemeenschapsmerk (ABl. Nee.. De 78 van 24. Maart 2009, S. 1) en het type. […]