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Timestamp: 2016-10-28 23:52:31
Document Index: 73291331

Matched Legal Cases: ['Art. 24', 'Art. 22', 'Art. 112', 'Art. 260', 'Art. 180', 'Art. 13', 'Art. 33', 'Art. 27', 'Art. 12', 'Art. 111', 'Art. 277', 'BGE', 'Art. 111', 'Art. 112', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 112', 'Art. 24', 'Art. 64', 'Art. 68', 'Art. 24', 'Art. 21', 'Art. 35', 'Art. 65', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 63', 'Art. 63', 'BGE', 'BGE', 'BGH', 'Art. 22', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 22', 'Art. 65', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 278', 'Art. 278']

6S.44/2007 (06.06.2007)
6S.44/2007 /bri
Bundesrichter Wipr�chtiger, Z�nd
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Peter Stieger, ,
O.X.________, c/o Rechtsanw�ltin Pia Dennler-Hager,
Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Pia Dennler-Hager,
Versuchte Anstiftung zu Mord, strafbare Vorbereitungshandlungen zu Mord etc.; Strafzumessung,
Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Geschworenengerichts des Kantons Z�rich vom 22. September 2005.
X.X.________ wird mehrfach versuchte Anstiftung zum Mord an seiner Ehefrau O.X.________ vorgeworfen. Nachdem ihn diese im April 2002 verlassen hatte, soll er sich eine Schusswaffe ("Walther Kaliber 7.65mm") besorgt und seinen Neffen aus Syrien in die Schweiz geholt haben, um diesen zur T�tung seiner Frau zu �berreden. Gem�ss dem urspr�nglichen Ausf�hrungsplan sollte der Neffe die T�tung ausf�hren. Nach einer sp�teren "Lockvogel"-Variante sollte der Neffe die Ehefrau zu einem Treffen �berreden, an welchem X.X.________ h�tte zur Tat schreiten wollen. In diesem Zusammenhang f�hrte er auch Schiessversuche durch. Der Neffe widersetzte sich den Vorhaben und warnte die Ehefrau von X.X.________.
Am 22. September 2005 befand das Geschworenengericht des Kantons Z�rich X.X.________ der mehrfach versuchten Anstiftung zu Mord (Art. 24, Art. 22 Abs. 1 und Art. 112 StGB), der strafbaren Vorbereitungshandlungen zu Mord (Art. 260bis Abs. 1 StGB), der mehrfachen Drohung (Art. 180 StGB), der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz �ber Aufenthalt und Niederlassung von Ausl�ndern (Art. 13e und 23a ANAG) sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Ziff. 1 lit. a, Art. 27 Abs. 1 bzw. Art. 12 WG) f�r schuldig. Es bestrafte ihn mit 10 Jahren Zuchthaus.
Gegen dieses Urteil erhebt X.X.________ eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde. Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Urteils in Bezug auf die Schuldspr�che betreffend versuchter Anstiftung zu Mord und Vorbereitungshandlungen zu Mord (Dispositivziffern 1 al. 1 und 2) sowie in Bezug auf den Strafpunkt (Ziff. 2). Die Sache sei zur Schuldigsprechung wegen vors�tzlicher T�tung (Art. 111 StGB) und zur Neufestsetzung einer maximal siebenj�hrigen Zuchthausstrafe an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Ausserdem ersucht der Beschwerdef�hrer um unentgeltliche Prozessf�hrung und Rechtsverbeist�ndung.
Das Geschworenengericht und die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich verzichten auf Gegenbemerkungen zur Nichtigkeitsbeschwerde. Mit Schreiben vom 14. Mai 2007 reichte O.X.________ ihre Vernehmlassung ein, mit der sie die Abweisung der Nichtigkeitsbeschwerde beantragt.
Die Nichtigkeitsbeschwerde ist sowohl im Schuld- als auch im Strafpunkt rein kassatorischer Natur (Art. 277ter Abs. 1 BStP; BGE 129 IV 276 E. 1.2). Mit seinen spezifizierten R�ckweisungsantr�gen verlangt der Beschwerdef�hrer mehr als die Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Auf seine Beschwerde ist insoweit nicht einzutreten.
Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die Qualifikation der beabsichtigten T�tung als Mord. Er kritisiert die verschiedenen vom Geschworenengericht behandelten Elemente der Skrupellosigkeit. Heimt�cke liege nicht vor. Die Einschaltung seines Neffen sei Voraussetzung daf�r gewesen, �berhaupt mit der Gesch�digten in Kontakt zu kommen. Weiter fehle es an extrem egoistischen Motiven. Nebst dem drohenden Ehrverlust sei die Tat von Konflikt- und Druckfaktoren gepr�gt. Ber�cksichtige man auch die kulturunabh�ngigen Elemente der katastrophalen Ehe bzw. deren Trennungsfolgen oder der Trennung des Vaters von den Kindern, so sei nicht einsichtig, inwiefern die Tat als von egoistischen Motiven geleitet erscheine. Auch bei einer Gesamtw�rdigung �berw�gen die gegen die besondere Skrupellosigkeit der Tat sprechenden Umst�nde. Insbesondere die vom Gutachter attestierte Verzweiflung �ber den Verlust der Kinder sei im Sinne der Rechtsprechung als ein gegen Mord sprechendes Indiz zu werten.
3.1 Vors�tzliche T�tung (Art. 111 StGB) ist als Mord zu qualifizieren, wenn der T�ter besonders skrupellos handelt, namentlich sein Beweggrund, der Zweck der Tat oder die Art der Ausf�hrung besonders verwerflich sind (Art. 112 StGB). Das Bundesgericht hat sich letztmals in einem Fall, der einen "Ehrenmord" betraf, mit den Qualifikationsmerkmalen des Mordtatbestands auseinandergesetzt (BGE 127 IV 10 E. 1). Die Vorinstanz macht im �brigen zutreffende allgemeine Ausf�hrungen zum Mordtatbestand, welche an dieser Stelle nicht wiederholt werden m�ssen (vgl. angefochtenes Urteil S. 177 f.).
3.2 Der Beschwerdef�hrer wiederholt bez�glich der famili�ren und der Beziehungssituation sowie seines kulturellen Hintergrunds Argumente, welche bereits das Geschworenengericht mit zutreffender Begr�ndung verworfen hat. Es kann insoweit auf das angefochtene Urteil verwiesen werden. Zu den einzelnen Qualifikationsmerkmalen f�hrt die Vorinstanz aus, dass der Tatplan Elemente der Heimt�cke umfasse. Der Beschwerdef�hrer habe die Vertrauensstellung seines Neffen zur Gesch�digten ausn�tzen wollen, um sich die M�glichkeit zu verschaffen, auf die Gesch�digte zu schiessen. Es sei ihm darum gegangen, die Gesch�digte und die ihm entzogenen Kinder in seiner Macht zu behalten. Nur der Tod der Gesch�digten habe ihn in seiner Vorstellungswelt vor noch gr�sserem Ehrverlust retten k�nnen. Er habe seine Ehefrau mit dem Tode bestrafen wollen, weil sie sich ihm entzogen und ihr Leben nach ihren Wunschvorstellungen zu gestalten begonnen hatte. Er habe entschieden, ihr Leben sei verwirkt, und sich damit zum Herrn �ber ihr Leben aufgeschwungen. Dadurch habe er eine extreme Geringsch�tzung gegen�ber ihrem Leben und seine extrem egoistische Tatmotivation manifestiert. Schliesslich habe er nicht in explosionsartiger Aggressivit�t gehandelt. Seine Vorgehensweise sei vielmehr durch einen hohen Planungsgrad gekennzeichnet gewesen, und er habe sich auch durch R�ckschl�ge (Weigerung des Neffen, Nicht-Funktionieren der Waffe etc.) nicht vom Tatplan abbringen lassen. Vor diesem Hintergrund qualifiziert das Geschworenengericht die Tat zusammenfassend als Mord an der Grenze zur vors�tzlichen T�tung. Die Beschwerdegegnerin schliesst sich dieser Einsch�tzung in ihrer Vernehmlassung an.
Mit der Annahme des qualifizierten Tatbestands verletzt die Vorinstanz kein Bundesrecht. Zwar trifft es zu, dass gewisse Tatelemente gegen die Mordqualifikation sprechen, so insbesondere seine Verzweiflung �ber den Verlust der Familie (vgl. BGE 104 IV 150 E. 2), doch �berwiegen im Ergebnis die von der Vorinstanz hervorgehobenen Tat- und Motivationselemente des qualifizierten Tatbestands. Die dagegen erhobenen Vorbringen erweisen sich somit als unbegr�ndet.
Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die Strafzumessung. Soweit seine Ausf�hrungen auf der angeblich falschen Tatbestandsqualifizierung aufbauen, gehen sie an der Sache vorbei. Wie erl�utert, wurde seine Tat zu Recht als versuchte Anstiftung zu Mord qualifiziert.
4.1 Der Beschwerdef�hrer macht verschiedentlich Ermessens�berschreitungen bei der Strafzumessung geltend. Wenn man seine Tat in das breite Spektrum m�glicher Anstiftungen stelle, sei von einer leichten bis mittleren Tatschwere auszugehen. Auch das subjektive Verschulden sei ermessensmissbr�uchlich eingesch�tzt worden. Seine soziokulturelle Drucksituation sei zu wenig, sein direkter Vorsatz zu stark gewichtet worden.
4.1.1 Der Richter misst die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu; er ber�cksichtigt die Beweggr�nde, das Vorleben und die pers�nlichen Verh�ltnisse des Schuldigen (Art. 63 StGB). Der Umfang der Ber�cksichtigung verschiedener Strafzumessungsfaktoren liegt im Ermessen der kantonalen Beh�rde. Der Kassationshof kann im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde in die Strafzumessung nur eingreifen, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat sowie wenn sie massgebende Kriterien ausser Acht gelassen, nicht oder falsch gewichtet hat (BGE 129 IV 6 E. 6.1.; 127 IV 101 E. 2; 124 IV 286 E. 4a).
4.1.2 Die Vorinstanz erw�gt, dass sich der ordentliche Strafrahmen f�r Anstiftung zu Mord zwischen 10 Jahren und lebensl�nglichem Zuchthaus bewegt (Art. 112 und Art. 24 Abs. 1 StGB). Die Strafe sei grunds�tzlich innerhalb des ordentlichen Strafrahmens festzusetzen. Dieser k�nne jedoch nach Massgabe der Art. 64 ff. StGB nach oben und unten erweitert werden. Die Tatmehrheit und die mehrfache Tatbegehung w�rden grunds�tzlich eine Strafsch�rfung zulassen (Art. 68 Ziff. 1 StGB). Da vorliegend der maximale Strafrahmen bereits ausgesch�pft sei, k�nnten diese Zumessungsgr�nde (bloss) straferh�hend ber�cksichtigt werden. Aufgrund der lediglich versuchten Anstiftung �ffne sich der Strafrahmen nach unten. Die theoretische Mindeststrafe betrage somit ein Jahr Zuchthaus (Art. 24 Abs. 2 i.V.m. Art. 21 f., Art. 35, Art. 65 StGB). Die strafrahmenerweiternde Strafmilderung sei fakultativ, zwingend sei lediglich die strafmindernde Ber�cksichtigung des Versuchs. Auszugehen sei deshalb von der f�r Mord vorgesehenen zehnj�hrigen bis lebensl�nglichen Zuchthausstrafe (angefochtenes Urteil S. 193 f.).
Das Geschworenengericht sch�tzt die objektive Tatschwere nach Gewichtung der einzelnen tatbezogenen Komponenten (Vorgehensweise und angestrebte Tatfolgen) als mittel bis schwer ein. Unter Ber�cksichtigung des Tatmotivs, des Vorsatzes und der Zurechnungsf�higkeit wird das subjektive Tatverschulden der Haupt- und der weiteren Taten insgesamt als erheblich eingestuft. Vor diesem Hintergrund dr�nge sich eine hypothetisch schuldangemessene Strafe von neun Jahren auf. Die Auswirkung des nicht tatverschuldensbezogenen vollendeten Versuchs stuft die Vorinstanz als minimal ein. Von den nicht tatbezogenen Zumessungskriterien wirkten sich die Tatmehrheit und die mehrfache Tatbegehung im Rahmen von rund 2 Jahren straferh�hend aus. Als �briges t�terbezogenes Kriterium wirke sich einzig noch der gute Leumund strafmindernd aus. Insgesamt erweise sich somit eine 10-j�hrige Zuchthausstrafe als angemessen. Davon geht auch die Beschwerdegegnerin aus.
4.1.3 Die ausgef�llte Strafe von 10 Jahren Zuchthaus liegt an der Untergrenze des ordentlichen und in der Mitte des theoretischen Strafrahmens. Ginge man mit der Vorinstanz von der grunds�tzlichen Verbindlichkeit des ordentlichen Strafrahmens aus, er�brigte sich die �berpr�fung der Angemessenheit weitgehend, zumal die vorliegend ausgef�llte Strafe am untersten Rand des insoweit massgebenden ordentlichen Strafrahmens liegt. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Strafe jedoch innerhalb des gesetzlichen und somit sehr weiten theoretischen Strafrahmens nach W�rdigung aller Umst�nde festzulegen (BGE 116 IV 11 E. 2; 116 IV 300 E. 2; J�rg Rehberg, Strafrecht II, 7. Auflage, S. 53).
4.2 Eindeutig fehl geht zun�chst die R�ge, wonach die Straferh�hung wegen mehrfacher Tatbegehung und Tatmehrheit �berm�ssig hart erscheine. Dass diese Umst�nde mit 2 Jahren gewichtig straferh�hend veranschlagt wurden, ist von Bundesrechts wegen nicht zu beanstanden. Ebenso wenig ist die Drucksituation ermessensmissbr�uchlich eingesch�tzt worden.
4.3.1 Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen den vorinstanzlichen Vorwurf, eine weitere Person zu strafbarem Verhalten veranlasst, resp. sich f�r die Tatausf�hrung einer anderen Person bedient zu haben. Damit w�rden notwendige Tatbestandselemente der Anstiftung unzul�ssigerweise doppelt verwertet. Aus dem selben Grund k�nne ihm auch nicht verschuldenserh�hend angelastet werden, mit seiner Anstiftungshandlung den Tod der Gesch�digten gewollt zu haben.
4.3.2 Das Doppelverwertungsverbot verbietet Umst�nde, die zur Anwendung eines h�heren bzw. tieferen Strafrahmens f�hren, innerhalb des ge�nderten Strafrahmens noch einmal als Straferh�hungs- oder Strafminderungsgrund zu ber�cksichtigen. Sonst w�rde dem T�ter der gleiche Umstand zweimal zur Last gelegt oder zu Gute gehalten. Indes darf der Richter zus�tzlich in Rechnung stellen, in welchem Ausmass ein qualifizierender oder privilegierender Tatumstand gegeben ist. Der Richter verfeinert damit nur die Wertung, die der Gesetzgeber mit der Festsetzung des Strafrahmens vorgezeichnet hat (BGE 120 IV 69 E. 2b; 118 IV 342 E. 2b; Urteil 6P.90/2004 vom 5. November 2004, E. 5.2; Hans Wipr�chtiger, Basler Kommentar, Art. Art. 63 StGB, N 57). Das Bundesgericht hat sich in seiner publizierten Rechtsprechung vorwiegend zur doppelten Verwertung von Qualifizierungs- und Privilegierungsgr�nden ge�ussert, in einem unver�ffentlichten Entscheid vom 28. Januar 1999 (6S.84/1998, E. 8a) indes auch zur doppelten Verwertung von (Grund-)Tatbestandsmerkmalen. Nach � 46 Abs. 3 des deutschen StGB, welcher das Doppelverwertungsverbot im Gegensatz zum schweizerischen explizit regelt, d�rfen "Umst�nde, die schon Merkmale des gesetzlichen Tatbestandes sind, nicht ber�cksichtigt werden" f�r die konkrete Strafzumessungsentscheidung innerhalb des anzuwendenden gesetzlichen Strafrahmens. Denn die Tatbestandserf�llung als solche hat sich bereits im Er�ffnen des gesetzlichen Strafrahmens niedergeschlagen und ist in ihrer Bedeutung f�r die Strafmassfindung insoweit verbraucht. Wobei auch hier lediglich das abstrakte "Dass" und nicht das "Inwieweit" der Verwirklichung des fraglichen Tatbestandsmerkmals als "verbraucht" gilt (Franz Streng, Nomos Kommentar StGB, � 46 N 125 ff.; Sch�nke/Schr�der/Stree, Strafgesetzbuch, Kommentar, 27. Aufl. 2006, � 46 N 45 ff.; so auch der zit. unv. Entscheid 6S.84/1998, E. 8a sowie 6S.354/1997 E. 3).
4.3.3 Zur Festlegung des objektiven Tatverschuldens innerhalb des Spektrums m�glicher Anstiftungen zu Mord f�hrt die Vorinstanz unter anderem aus, dass der Beschwerdef�hrer nicht davor zur�ckschreckte, mit seinem Vorgehen eine weitere Person zu einem strafbaren Verhalten zu veranlassen. Dass er die Tat nicht selber ausf�hren wollte, sondern es vorzog, sich seines unter falschem Namen in die Schweiz eingereisten Neffen zu bedienen, verleihe der angestrebten T�tung zus�tzlich eine Durchtriebenheit, die seine Vorgehensweise in ein ganz schlechtes Licht stelle. Dass der Angeklagte mit seinen Anstiftungshandlungen den Tod der Gesch�digten wollte, sei bez�glich der Tatfolge der zu beurteilenden Anstiftung erschwerend zu ber�cksichtigen (angefochtenes Urteil S. 198 f.).
4.3.4 In Bezug auf die arrangierte Einreise des Neffen l�sst sich noch argumentieren, dass diese den ausserordentlichen Planungsgrad der Tat zus�tzlich unterstreicht und innerhalb der m�glichen Anstiftungshandlungen ein besonderes und somit erschwerend zu gewichtendes Ausmass angenommen hat. Dies gilt jedoch nicht f�r die vorgeworfene Tatveranlassung und das Wollen des Todes der Gesch�digten. Hier werden dem Beschwerdef�hrer Umst�nde explizit ("erschwerend") resp. implizit ("nicht zur�ckschreckte") angelastet, die tatbestandsnotwendige Elemente der Anstiftung zu Mord sind. Wer jemanden zur T�tung einer dritten Person anstiftet, der veranlasst den Angestifteten zu einer strafbaren Handlung und der will den Tod des Opfers. Dabei geht es nicht l�nger um das "Wie" der Tatbegehung, sondern um die Tatbestandselemente selbst. Deren erneute Verwertung in der Strafzumessung ist unzul�ssig. Die Beschwerde erweist sich insoweit als begr�ndet, was auch von der Beschwerdegegnerin grunds�tzlich anerkannt wird. Ob diese M�ngel in der Strafzumessung f�r sich bereits eine Aufhebung des angefochtenen Entscheids rechtfertigen w�rden, braucht nicht entschieden zu werden, weil sich die Strafzumessung auch noch unter weiteren Gesichtspunkten als fehlerhaft erweist.
4.4 Der Beschwerdef�hrer kritisiert, dass seine Vorstrafenlosigkeit nicht strafmindernd ber�cksichtigt worden sei.
4.4.1 Nach der publizierten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist das Fehlen von Vorstrafen strafmindernd zu ber�cksichtigen (BGE 98 IV 124, 131; 96 IV 155, 179 f.; 92 IV 118, 121). Die neuere unpublizierte Praxis zur Frage, ob die bisherige Straffreiheit mindernd ber�cksichtigt werden muss, ist schwankend (verneinend: Entscheide 6S.684/2000 vom 22. M�rz 2001, E. 3c.cc., und 6S.62/2001 vom 14. Juni 2001, E. 1d.; bejahend: 6S.453/2001 vom 30. August 2001, E. 1e., und 6P.161/ 2004 vom 16. M�rz 2005, E. 3.4.6; vgl. Hans Wipr�chtiger, Basler Kommentar StGB I, Art. 63 N 87).
4.4.2 Die Vorinstanz begr�ndet die Verweigerung der Ber�cksichtigung damit, dass die Vorstrafenlosigkeit der Normalfall sei (angefochtener Entscheid S. 209). Ob dieser Befund in tats�chlicher Hinsicht zutreffend ist, braucht an dieser Stelle nicht entschieden zu werden. Angesichts der grossen Anzahl Verurteilter mit Vorstrafen steht jedenfalls fest, dass die bisherige Straffreiheit keine Selbstverst�ndlichkeit ist (Wipr�chtiger, a.a.O, Art. 63 N 75; Werner Theune, Strafgesetzbuch, Leipziger Kommentar, 12. Auflage, � 46 N 182). Der Richter misst die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu; er ber�cksichtigt die Beweggr�nde, das Vorleben und die pers�nlichen Verh�ltnisse des Schuldigen (Art. 63 StGB). Zum Vorleben geh�ren auch die Vorstrafen. Liegen solche vor, wirkt sich dies praxisgem�ss zu Lasten des Beschuldigten aus (BGE 91 IV 91 E. 2, 121 IV 3 E. 1c.cc.). Bewertet die Vorinstanz das Vorleben positiv, so hat sich dies zu Gunsten des Beschuldigten auszuwirken (BGE 98 IV 124, 131; 96 IV 155, 179 f.; s.a. G�nter Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, AT II, 2. Auflage, � 6 N 43; s.a. Beschl. BGH vom 26. Mai 1982, in: NStZ 1982, S. 376, st�nd. Rspr., vgl. Gerhard Sch�fer, Praxis der Strafzumessung, 3. Auflage, N 359). Es besteht vorliegend kein Anlass, von dieser (publizierten) Rechtsprechung abzuweichen. Die R�ge erweist sich somit als berechtigt. Zwar kann die Vorstrafenlosigkeit im Rahmen des grossen richterlichen Ermessensspielraums nur minimal ber�cksichtigt werden. Wird sie jedoch "neutral" und somit im Ergebnis nicht ber�cksichtigt, so wird damit ein wesentlicher Gesichtspunkt der Strafzumessung ausser Acht gelassen, der es dem Kassationshof erlaubt, in die Strafzumessung einzugreifen.
4.5.1 Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, der Umstand, dass er sich bloss wegen versuchter Tatbegehung zu verantworten habe, sei zu wenig ber�cksichtigt worden. Das Mass der Strafreduktion beim Versuch h�nge unter anderem von der N�he des Taterfolgs und der tats�chlichen Folgen ab. Bei der Beurteilung der Erfolgsn�he sei zu Unrecht einzig auf den Tatentschluss des angestifteten Neffen und nicht auf den Erfolg der Haupttat abgestellt worden. Mit dieser Betrachtungsweise w�rde der Anstifter gegen�ber dem nicht angestifteten Hauptt�ter benachteiligt. Die Anstiftung sei mit dem Hervorrufen des Tatentschlusses noch nicht vollendet. Sie bleibe im Stadium des vollendeten Versuchs, solange die Haupttat nicht versucht oder vollendet worden sei. Die Einweihung der Gesch�digten in die Tatpl�ne des Beschwerdef�hrers durch den Neffen in einem fr�hen Stadium des Tatplans lasse den Erfolg in weite Ferne r�cken. Untauglich sei das vorinstanzliche Argument, wonach die vollendet versuchte Tatbegehung nur minimal strafmindernd zu veranschlagen sei, weil der Verzicht auf die Tatausf�hrung nur gl�cklicher F�gung zuzuschreiben sei. Ausserhalb der t�tigen Reue nach Art. 22 Abs. 2 StGB k�nne nicht relevant sein, weshalb der Erfolg ausgeblieben sei. Zusammenfassend habe die Vorinstanz mit der �usserst geringen Ber�cksichtigung des Versuchs ihr Ermessen verletzt. Angesichts des fernen Taterfolgs w�re eine Strafminderung von mindestens drei Jahren angemessen gewesen.
4.5.2 Die Beschwerdegegnerin bestreitet, dass der vollendete Anstiftungsversuch zu wenig strafmindernd ber�cksichtigt worden sei. Damit w�rde die Schwere der Tat mit dem Argument heruntergespielt, es sei niemand zu Schaden gekommen. Die Beschwerdegegnerin habe jedoch massiv unter der Tat gelitten.
4.5.3 Bei der Verschuldensbewertung ist gem�ss der Vorinstanz davon auszugehen, dass sich die Tathandlung der Anstiftung auf einen Mord bezog. Die Bewertung der Tatschwere habe in Relation zum gesch�tzten Rechtsgut zu erfolgen. Der Beschwerdef�hrer habe sich �ber das h�chste Rechtsgut, das menschliche Leben, hinwegsetzen wollen. Trotz des objektiven Unrechts, welchem durch die Strafandrohung f�r Anstiftung zu Mord Rechnung getragen wird, m�sse das konkrete Tatverschulden innerhalb des breiten Spektrums denkbarer Anstiftungen zu Mord bemessen werden (angefochtenes Urteil S. 197 f.). Der vollendete Versuch sei strafmindernd zu ber�cksichtigen. Das Mass dieser Minderung h�nge unter anderem von der N�he des tatbestandsm�ssigen Erfolges ab. In casu falle ins Gewicht, dass die Entscheidung des Neffen gegen die Tat nicht dem Verhalten des Beschwerdef�hrers sondern einzig gl�cklicher F�gung zuzuschreiben sei. Die vollendet versuchte Tatbegehung wirke sich deshalb nur minimal strafmindernd aus (angefochtenes Urteil S. 208).
4.5.4 Wer jemanden zu dem von ihm ver�bten Verbrechen oder Vergehen vors�tzlich bestimmt hat, wird nach der Strafandrohung, die auf den T�ter Anwendung findet, bestraft (Art. 24 Abs. 1 StGB). Wer jemanden zu einem Verbrechen zu bestimmen versucht, wird wegen Versuchs dieses Verbrechens bestraft (Art. 24 Abs. 2 StGB). Wird die strafbare T�tigkeit zu Ende gef�hrt, tritt aber der zur Vollendung des Verbrechens oder des Vergehens geh�rende Erfolg nicht ein, so kann der T�ter milder bestraft werden (Art. 22 Abs. 1 und Art. 65 StGB). Das Mass der zul�ssigen Reduktion der Strafe h�ngt beim vollendeten Versuch nach der Rechtsprechung unter anderem von der N�he des tatbestandsm�ssigen Erfolgs und den tats�chlichen Folgen der Tat ab (BGE 121 IV 49 E. 1b).
4.5.5 Versuchte Anstiftung zu Mord wird bestraft wie Mordversuch (Art. 24 Abs. 2 StGB). Dahinter steckt der Gedanke, dass wer alles unternommen hat, um den T�tungserfolg �ber einen anderen herbeif�hren zu lassen, sich als ebenso gef�hrlich offenbart, wie derjenige T�ter, der selbst zum T�tungsversuch schreitet. Diese Gleichbehandlung ist durch den eindeutigen Gesetzeswortlaut vorgegeben. Im Rahmen der Strafzumessung besteht indes Raum, verschieden schwer wiegenden Anstiftungversuchen Rechnung zu tragen. So macht es einen Unterschied, ob bereits die Anstiftung selbst scheitert, der Anstifter also nicht einmal den Tatentschluss im T�ter zu wecken vermag (sog. erfolglose Anstiftung), oder ob der T�ter vom Anstifter �berzeugt wird und er sich entscheidet, zur Tat zu schreiten, dann jedoch von der Tatausf�hrung abgehalten wird (vgl. G�nter Stratenwerth/Wolfgang Wohlers, Schweizerisches Strafgesetzbuch - Handkommentar, Art. 24 N 10). Sowohl bei objektiver Betrachtung der Gef�hrlichkeit als auch aus der subjektiven Sicht des Opfers ist der erste Fall der sog. erfolglosen Anstiftung weniger gravierend als der zweite, weil - wie der Beschwerdef�hrer zu Recht hervorhebt - der Taterfolg im ersten Fall noch bedeutend ferner ist. Zwar erkennt die Vorinstanz richtig, dass der tatbestandsm�ssige Erfolg der Anstiftung im Wecken des Tatentschlusses und nicht im Erfolg der Tat besteht, doch ist nach der Rechtsprechung bei der Strafzumessung f�r versuchte Delikte nicht nur auf die N�he des tatbestandsm�ssigen Erfolgs, sondern auch auf die tats�chlichen Folgen der Tat abzustellen (BGE 121 IV 49 E. 1b). Indem die Vorinstanz bei der Strafminderung f�r den Versuch bloss den (ausgebliebenen) Tatentschluss beim Neffen und nicht auch auf die T�tungserfolgsn�he abstellt, verkennt sie die erl�uterten Differenzierungen. Auch der durch ihre Strafzumessungsmethode bedingte Schluss, dass der vollendete Versuch ein tat-, nicht aber verschuldensbezogener Minderungsgrund sei, hinderte die Vorinstanz nicht daran, die Ferne der Tatfolgen st�rker zu gewichten. Die R�ge des Beschwerdef�hrers, wonach es im Ergebnis zu einer ungen�genden Gewichtung des Versuchs bei der Strafzumessung kam, ist somit berechtigt.
4.6 Zusammenfassend erweist sich das angefochtene Urteil in mehreren Punkten der Strafzumessung als bundesrechtswidrig. Es wurden die Vorstrafenfreiheit des Beschwerdef�hrers nicht ber�cksichtigt, in zwei F�llen tatbestandsnotwendige Elemente bei der Strafzumessung erneut und somit unzul�ssigerweise doppelt verwertet und schliesslich der Taterfolgsferne des Anstiftungsversuchs zu wenig Rechnung getragen. Der Beschwerdef�hrer dringt somit mit seiner Kritik an der Strafzumessung durch und beanstandet die Strafh�he im Ergebnis zu Recht. Das vorinstanzliche Urteil ist im Schuldpunkt zu best�tigen, im Strafpunkt jedoch aufzuheben und zur neuerlichen Strafzumessung im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Der Beschwerdef�hrer ersucht um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege. Das Gesuch ist gegenstandslos geworden, soweit der Beschwerdef�hrer obsiegt (Art. 278 Abs. 1 BStP), im �brigen ist es gutzuheissen. Weil die Vorinstanz die Tat als Mord an der Grenze zur vors�tzlichen T�tung qualifizierte, durfte sich der Beschwerdef�hrer auch im Schuldpunkt zur Beschwerde veranlasst sehen. Es werden ihm somit keine Kosten auferlegt. Der Vertreter des Beschwerdef�hrers ist aus der Bundesgerichtskasse zu entsch�digen (Art. 278 Abs. 3 BStP). Die Beschwerdegegnerin obsiegt im Schuldpunkt und unterliegt bei der Strafzumessung. Die ihr f�r das teilweise Unterliegen zu auferlegenden Kosten werden mit der ihr zuzusprechenden reduzierten Entsch�digung verrechnet. Es werden ihr deshalb weder Kosten auferlegt noch eine Entsch�digung ausgerichtet.
Die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Geschworenengerichts des Kantons Z�rich vom 22. September 2005 in Bezug auf die Strafzumessung aufgehoben (Dispositivziffer 2) und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Das Gesuch des Beschwerdef�hrers um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen, soweit es nicht gegenstandslos geworden ist.
Dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Peter Stieger, wird eine Entsch�digung von Fr. 3'000.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich und dem Geschworenengericht des Kantons Z�rich schriftlich mitgeteilt.