Source: http://geschaeftsbericht.gfk.com/geschaeftsbericht-2016/konzernlagebericht/wirtschaftsbericht/
Timestamp: 2018-01-19 17:43:45
Document Index: 317409862

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 30', '§ 2', '§ 30', '§ 2', '§ 315', 'Art. 9', '§ 186', 'Art. 9', '§ 186', 'Art. 9', '§ 71', 'Art. 9', '§ 15', '§ 3', 'Art. 9', '§ 186', 'Art. 9', '§ 186', 'Art. 9', '§ 9', 'Art. 9', '§ 9', 'Art. 9', '§ 186', 'Art. 9', '§ 9', 'Art. 9', '§ 9', '§ 186', '§ 186', '§ 8']

2.1 Freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot der Acceleratio Capital N.V.
Die Acceleratio Capital N.V. mit Sitz in Amsterdam/Niederlande, eine Holdinggesellschaft im Besitz von Fonds, die durch Kohlberg Kravis Roberts & Co. L.P. („KKR“) beraten werden, veröffentlichte am 21. Dezember 2016 eine Angebotsunterlage für ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot (Barangebot) für alle nicht von der Acceleratio Capital N.V. gehaltenen Aktien der GfK SE zu einem Preis von 43,50 Euro pro Aktie in bar. Laut der Acceleratio Capital N.V. enthält das Angebot eine Prämie von rund 44 Prozent auf den volumengewichteten Durchschnittspreis der drei Monate vor der Bekanntgabe der Entscheidung zur Abgabe des Angebots. Das Übernahmeangebot unterliegt mehreren in der Angebotsunterlage erläuterten Bedingungen, unter anderem einer Mindestannahmequote von 18,54 Prozent. Der Vollzug der Transaktion bedarf der Zustimmung der in der Angebotsunterlage genannten Kartell- und Investitionskontrollbehörden.
Der GfK Verein wird nach seinen Angaben keine Aktien andienen und bleibt somit Mehrheitsaktionär von GfK mit einem Anteil von 56,46 Prozent.
Vorstand und Aufsichtsrat veröffentlichten ihre gemeinsame Stellungnahme zur Angebotsunterlage gemäß § 27 Absatz 1 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes am 30. Dezember 2016, die sie am 29. Dezember 2016 unabhängig voneinander beschlossen hatten; sie ist im Internet unter www.gfk.com/de/investoren/uebersicht-investoren/ abrufbar. In ihrer Stellungnahme haben Vorstand und Aufsichtsrat nach einem sorgfältigen Prüfungsprozess den Aktionären empfohlen, das Angebot anzunehmen. Diese Empfehlung ist in der begründeten Stellungnahme ausführlich erläutert worden. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass allein die begründete Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat maßgeblich für die Beurteilung der Angebotsunterlage ist und die Informationen in diesem Konzernlagebericht keine Erläuterung oder Ergänzung zu den Aussagen in der Stellungnahme darstellen.
Im Hinblick auf das Übernahmeangebot hatten zuvor GfK SE und Acceleratio Capital N.V. nach intensiven Verhandlungen am 8. Dezember 2016 ein sogenanntes Investor Agreement (Investorenvereinbarung) unterzeichnet, das wesentliche Punkte des Übernahmeangebots, insbesondere das wechselseitige Verständnis im Hinblick auf das Übernahmeangebot und seine Umsetzung sowie die zukünftige Organisation der Geschäftstätigkeiten der GfK SE, darlegt. In dem Investor Agreement sind insbesondere die Bedingungen festgelegt, unter denen Vorstand und Aufsichtsrat der GfK SE ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt haben, das Angebot zu unterstützen. Hinsichtlich des Inhalts des Investor Agreements wird auf die veröffentlichte Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat zum Übernahmeangebot verwiesen, in der die wesentlichen Bestimmungen des Investor Agreements zusammengefasst dargestellt worden sind.
Acceleratio Capital N.V. hat mitgeteilt, dass innerhalb der Annahmefrist, die mit der Veröffentlichung der Angebotsunterlage am 21. Dezember 2016 begann und am 10. Februar 2017, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main)/18:00 Uhr (Ortszeit New York) endete, 7.052.242 GfK-Aktien, das sind 19,3191 Prozent des Grundkapitals der GfK SE, angedient wurden. Damit wurde die in der Angebotsunterlage als Angebotsbedingung enthaltene Mindestannahmequote in Höhe von 18,54 Prozent erfüllt. Ferner hat Acceleratio Capital N.V. mitgeteilt, dass innerhalb der nachfolgenden weiteren Annahmefrist, die am 16. Februar 2017 begann und am 1. März 2017, 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main)/18:00 Uhr (Ortszeit New York) endete, weitere 2.470 GfK-Aktien, das sind weitere 0,01 Prozent des Grundkapitals, angedient wurden. Der Bieterin sind darüber hinaus zum Ablauf der weiteren Annahmefrist Stimmrechte aus 1.158.665 GfK-Aktien gemäß § 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 WpÜG nach ihrer Auskunft zuzurechnen. Dies entspricht einem Anteil von ca. 3,17 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte der GfK SE. Darüber hinaus sind der Acceleratio Topco S.à r.l., einer mit der Bieterin im Sinne des § 2 Abs. 5 WpÜG gemeinsam handelnden Person, zum Ablauf der weiteren Annahmefrist Stimmrechte aus 2.516.725 GfK-Aktien gemäß § 30 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 WpÜG nach ihrer Auskunft zuzurechnen. Dies entspricht einem Anteil von ca. 6,89 Prozent des Grundkapitals und der Stimmrechte der GfK SE. Insgesamt wurden daher der Acceleratio Capital N.V. nach ihren Angaben im Rahmen ihres Übernahmeangebots 10.730.102 Aktien (rund 29,39 Prozent) angedient oder sind ihr oder mit ihr gemeinsam handelnden Personen im Sinne des § 2 Abs. 5 WpÜG zuzurechnen.
Alle Bedingungen, unter denen das Übernahmeangebot stand, sind eingetreten.
2.2. Vorbemerkung
Die Matrixorganisation von GfK besteht aus zwei weltweit verantwortlichen Sektoren (weitere Informationen im Kapitel 2.8) mit Produktverantwortung sowie sechs Regionen, in denen das lokale Geschäft geführt wird. Auf diese Weise verbinden wir ein globales Produktangebot mit einer optimalen Betreuung weltweit tätiger Kunden. Gleichzeitig können wir das Potenzial regionaler Märkte maximal ausschöpfen.
Die GfK Gruppe erstellt ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Die Finanzdaten für die Sektoren und Regionen stammen aus unserem Management-Informationssystem.
Für die interne Steuerung der beiden Sektoren verwendet GfK die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und angepasstes operatives Ergebnis (AOI)/Marge. Die Prognose des angepassten operativen Ergebnisses wurde nach den im Abschluss angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen und den im Lagebericht an anderer Stelle beschriebenen Anpassungen vorgenommen. Die Überleitung vom operativen Ergebnis zum AOI wird in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Diese Ergebnisgröße wird auch von den wesentlichen Wettbewerbern verwendet.
GfK ist davon überzeugt, dass die Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung anhand des angepassten operativen Ergebnisses die Interpretation des Geschäftsverlaufs der GfK Gruppe erleichtern und die Aussagefähigkeit im Vergleich zu anderen großen Marktforschungsunternehmen erhöhen. Wenn im Folgenden vom Ergebnis die Rede ist, ist daher das angepasste operative Ergebnis gemeint. Die Marge weist das Verhältnis des angepassten operativen Ergebnisses zum Umsatz aus.
Eine weitere wichtige Kennzahl ist die Entwicklung des Auftragsbestands für das aktuelle Geschäftsjahr in Relation zum erwarteten Jahresumsatz. Diese Kennzahl – Umsatzabdeckungsgrad genannt – wird monatlich auf Basis der tatsächlich noch ausstehenden Umsatzlegung ermittelt und vom Management von GfK zeitnah überwacht. In der Regel sind bereits im ersten Quartal rund die Hälfte der geplanten Jahresumsätze als gesicherte Aufträge gebucht.
Allerdings ergibt sich zwischen den beiden Sektoren ein differenzierteres Bild: Im panelbasierten Sektor Consumer Choices erfolgen die Vertragsverlängerungen größtenteils in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres. Teilweise werden hier aber auch Verträge abgeschlossen, die eine kontinuierliche und mehrjährige Datenerhebung vorsehen. Wegen der größeren Gewichtung der Ad-hoc-Studien im Sektor Consumer Experiences und des geringeren Anteils an kontinuierlicher Datenerhebung zeigt dieser Sektor über das Gesamtjahr einen eher gleichmäßigen Verlauf an Auftragseingängen.
Das angepasste operative Ergebnis ermitteln wir wie folgt:
Millionen Euro 2015 2016 Veränderung in %
Operatives Ergebnis 104,2 -55,2 –
Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte 39,4 136,9 +247,4
Planmäßige Abschreibungen 4,9 5,1 +4,5
Wertminderungen 3,4 12,4 +263,9
Wertaufholungen -4,0 -1,0 -74,6
Erträge und Aufwendungen aus Unternehmenskäufen und Übernahmetransaktionen -8,7 4,7 –
Erträge und Aufwendungen aus Reorganisations- und Optimierungsprojekten 22,8 22,1 -3,0
Personalaufwendungen aus anteilsbasierter Vergütung 1,9 7,4 +288,1
Ergebnis aus der Währungsumrechnung 2,2 -0,3 –
Aufwendungen aus Rechts­streitigkeiten, Compliance-Fällen und nicht fortgeführten Projekten 22,9 16,9 -26,5
Sonstige hervorgehobene Posten -1,5 6,4 –
Hervorgehobene Posten, Gesamt 83,4 210,5 +152,3
Angepasstes operatives Ergebnis 187,6 155,3 -17,2
Wenn im Weiteren von der Zahl der Mitarbeiter oder Beschäftigten die Rede ist, werden diese grundsätzlich als Summe der Vollzeitstellen angegeben. Teilzeitstellen werden hierfür in anteilige Vollzeitstellen umgerechnet.
Die in den Ausführungen zur Geschäftsentwicklung der GfK Gruppe ausgewiesenen Zahlen sowie prozentualen Veränderungsraten sind auf Basis der Werte in Tausend Euro errechnet worden. Entsprechend sind Rundungsdifferenzen möglich.
Im Rahmen der globalen Strategie wurden weiterhin übergreifende Funktionsbereiche im Bereich Sonstige zusammengefasst.
2.3. GfK Gruppe: Herausforderungen noch nicht gelöst
Die GfK Gruppe erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz in Höhe von 1.483,8 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz um 59,6 Millionen Euro oder 3,9 Prozent zurückgegangen. Der Rückgang wurde verstärkt durch negative Währungskurseinflüsse (-1,6 Prozent) sowie durch wegfallende Umsätze wegen des Verkaufs von unprofitablen Tochterunternehmen, was saldiert mit dem akquisitionsbedingten Wachstum einen Rückgang um 0,5 Prozent ausmachte. Somit verbleibt ein organischer Umsatzrückgang von -1,7 Prozent.
Entwicklung der Ertragslage 1)
Millionen Euro 2015 2015 ohne Goodwill-Impairment 2016 2016 ohne Goodwill-Impairment Veränderung (ohne Goodwill-Impairment) in %
Umsatzerlöse 1.543,4 1.543,4 1.483,8 1.483,8 -3,9
Umsatzkosten -1.061,9 -1.061,9 -1.059,1 -1.059,1 -0,3
Bruttoergebnis vom Umsatz 481,5 481,5 424,7 424,7 -11,8
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten -302,2 -302,2 -296,5 -296,5 -1,9
Sonstige betriebliche Erträge 19,8 19,8 16,4 16,4 -17,3
Sonstige betriebliche Aufwendungen -94,9 -55,5 -199,9 -62,9 +13,4
EBITDA 231,2 231,2 183,1 183,1 -20,8
in % vom Umsatz 15,0 15,0 12,3 12,3 –
Angepasstes operatives Ergebnis 187,6 187,6 155,3 155,3 -17,2
in % vom Umsatz 12,2 12,2 10,5 10,5 –
Hervorgehobene Posten -83,4 -44,0 -210,5 -73,6 +67,2
Operatives Ergebnis 104,2 143,6 -55,2 81,7 -43,1
in % vom Umsatz 6,7 9,3 -3,7 5,5 –
Beteiligungsergebnis 2,0 2,0 5,2 5,2 +157,2
EBIT 106,2 145,6 -50,1 86,9 -40,3
in % vom Umsatz 6,9 9,4 -3,4 5,9 –
Sonstiges Finanzergebnis -18,3 -18,3 -12,7 -12,7 -30,6
Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit 87,9 127,3 -62,8 74,2 -41,7
Steuern auf das Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit -47,2 -47,2 -73,7 -73,7 +56,3
Steuerquote in % 53,7 37,0 -117,5 99,3 –
Konzernergebnis 40,7 80,1 -136,5 0,5 -99,4
Den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzurechnen 36,8 76,2 -140,6 -3,6 –
Den Minderheitsanteilseignern zuzurechnen 4,0 4,0 4,1 4,1 +3,5
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in Euro 1,01 2,09 -3,85 -0,10 –
Die Umsatzkosten betrugen 1.059,1 Millionen Euro und liegen damit um 0,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Sie wurden um aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 27,8 Millionen Euro (2015: 39,0 Millionen Euro) entlastet. Die in den Umsatzkosten enthaltenen Forschungs- und Entwicklungskosten sind um 4,2 Millionen Euro gestiegen und beliefen sich auf 21,3 Millionen Euro. Das Bruttoergebnis vom Umsatz sank als Folge davon um 11,8 Prozent und erreichte 424,7 Millionen Euro.
Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten weisen einen Rückgang um 1,9 Prozent auf. Sie betrugen 296,5 Millionen Euro. Die operativen Kosten als Summe aus den Umsatzkosten und den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten sind um 0,6 Prozent zurückgegangen und damit in deutlich geringerem Ausmaß als der Umsatz.
Mehr als die Hälfte der operativen Kosten machen die Personalkosten aus. Sie beliefen sich auf 762,6 Millionen Euro, was einer Verringerung im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent entspricht. Gleichzeitig sank die Beschäftigtenzahl um 3,1 Prozent oder 416 Personen auf 13.069 Personen am Jahresende 2016. Die Auswirkung dieser Entwicklung auf die Personalkosten zeigt sich naturgemäß mit einer gewissen Zeitverzögerung. Da die Personalkosten in geringerem Ausmaß gesunken sind als der Umsatz, betrug die Personalkostenquote, die das Verhältnis der Personalaufwendungen zum Umsatz ausdrückt, 51,4 Prozent (Vorjahr: 49,6 Prozent).
Das Ergebnis ist um 32,3 Millionen Euro oder 17,2 Prozent auf 155,3 Millionen Euro gefallen. Die Marge, die das Verhältnis des Ergebnisses zum Umsatz ausdrückt, betrug 10,5 Prozent (Vorjahr: 12,2 Prozent).
Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen um 3,4 Millionen Euro auf 16,4 Millionen Euro zurück. Im Vorjahr hatte der Posten einen Ertrag im Zusammenhang mit dem Abgang von Minderheitsbeteiligungen in Höhe von 12,0 Millionen Euro aus der Entflechtung der Überkreuzbeteiligungen mit der NPD Group, Inc., USA, enthalten. Im Berichtsjahr entstanden 1,3 Millionen Euro Ertrag aus dem Verkauf des Print Centers in der Schweiz und der Beteiligung am assoziierten Unternehmen USEEDS GmbH, Berlin. Aus dem Verkauf des Marktforschungsgeschäfts im Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit entstand ein Entkonsolidierungserfolg in Höhe von 5,1 Millionen Euro. Die Währungsgewinne stiegen von 2,3 Millionen Euro im Vorjahr auf 4,5 Millionen Euro.
Nachdem die Währungsverluste in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 0,4 Millionen Euro auf 4,2 Millionen Euro gesunken sind, ergeben sich per Saldo Währungsgewinne von 0,3 Millionen Euro aus operativem Geschäft in Fremdwährung (Vorjahr: Währungsverluste von 2,2 Millionen Euro).
Insgesamt stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stark an: Nach 94,9 Millionen Euro im Vorjahr betrugen sie im Berichtsjahr 199,9 Millionen Euro. Darin ist ein Goodwill-Impairment von 136,9 Millionen Euro (Vorjahr: 39,4 Millionen Euro) enthalten. Die Ursache für diese Wertminderung lag in reduzierten Wachstumsaussichten für den Sektor Consumer Experiences, die zu einer Abwertung in allen Regionen außer in Zentral Osteuropa/META führten. Bereinigt um diesen Einfluss hätten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 62,9 Millionen Euro betragen bei einem Anstieg um 7,4 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.
Im Jahr 2016 entstanden bei einigen Projekten im Media-Measurement-Geschäft Verzögerungen und die Notwendigkeit von Nachverhandlungen. Als Risikovorsorge wurden hierfür Rückstellungen gebildet, die zu sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 13,6 Millionen Euro führten. Die Personalaufwendungen innerhalb der sonstigen Aufwendungen sind um 6,5 Millionen Euro auf 21,1 Millionen Euro gestiegen. Hierbei handelte es sich überwiegend um Abfindungen, die im Zusammenhang mit Reorganisationsprojekten stehen. Die geplanten Änderungen in der Anteilseignerstruktur verursachten Aufwendungen in Höhe von 6,2 Millionen Euro. Aus der Entkonsolidierung im Zusammenhang mit dem Verkauf der unprofitablen Tochtergesellschaft Genius Digital in Großbritannien entstand ein Entkonsolidierungsverlust von 4,4 Millionen Euro. Ein gegenläufiger Effekt ergab sich aus dem Wegfall der Sonderabschreibungen auf netzwerkbasierte Entwicklungstätigkeiten, die im Vorjahr 20,0 Millionen Euro betragen hatten. Um 1,3 Millionen Euro gesunken sind außerdem die Aufwendungen im Zusammenhang mit den 2012 aufgedeckten Unregelmäßigkeiten bei einer türkischen Tochtergesellschaft. Sie betrugen im Berichtsjahr weniger als 0,1 Millionen Euro.
Die Summe der hervorgehobenen Posten betrug 210,5 Millionen Euro. Bereinigt um die Goodwill-Abschreibung hätten die hervorgehobenen Posten 73,6 Millionen Euro betragen, was einem Anstieg um 29,6 Millionen Euro nach ebenfalls um die Goodwill-Abschreibung bereinigten 44,0 Millionen Euro im Vorjahr entspricht.
Die angepassten Wachstumsaussichten im Sektor Consumer Experiences, die die Abschreibung der Geschäfts- und Firmenwerte verursacht haben, trugen maßgeblich zu einem Anstieg der Wertminderungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation um 9,0 Millionen Euro auf 12,4 Millionen Euro bei. Gleichzeitig gingen die Wertaufholungen von 4,0 Millionen Euro im Vorjahr auf 1,0 Millionen Euro zurück. Insgesamt erhöhte sich der Nettoaufwand in diesem Posten um 12,2 Millionen Euro, sodass er im Jahr 2016 16,5 Millionen Euro betrug.
Die Erträge und Aufwendungen aus Unternehmenskäufen und Übernahmetransaktionen trugen ebenfalls zum Anstieg der hervorgehobenen Posten bei. Nach einem Nettoertrag in Höhe von 8,7 Millionen Euro im Vorjahr entstand ein Nettoaufwand von 4,7 Millionen Euro, was einer Veränderung von – 13,3 Millionen Euro entspricht. Aus dem bereits angesprochenen Verkauf von Minderheitsbeteiligungen an die NPD, USA, war 2015 ein einmaliger Ertrag von 12,0 Millionen Euro entstanden. Im Berichtsjahr ist in dieser Position sowohl ein Gewinn aus der Entkonsolidierung des Geschäfts im Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit in Höhe von 5,1 Millionen Euro als auch ein Entkonsolidierungsverlust aus dem Verkauf der Genius Digital, Großbritannien, in Höhe von 4,4 Millionen Euro enthalten. Weitere Aufwendungen in Höhe von 3,2 Millionen Euro (Vorjahr: 0,3 Millionen Euro) stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb der internationalen Netquest-Gruppe mit Hauptsitz in Spanien.
Die Erträge und Aufwendungen aus Reorganisations- und Optimierungsprojekten liegen mit 22,1 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahresniveau. Sie enthalten überwiegend Abfindungen, Wertminderungen, Beratungskosten und sonstige Kosten aus der Straffung und Optimierung von Geschäftsgebieten bei ausgewählten Tochtergesellschaften.
Die Personalaufwendungen aus aktienbasierter Vergütung stiegen um 5,5 Millionen Euro auf 7,4 Millionen Euro an. Diese Entwicklung ergab sich hauptsächlich aus zwei Faktoren, nämlich dem Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds und dem Anstieg des GfK-Aktienkurses am Jahresende aufgrund des öffentlichen Übernahmeangebots durch die Acceleratio Capital N.V., Niederlande.
Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung wies im Vorjahr einen negativen Saldo in Höhe von 2,2 Millionen Euro auf; im Jahr 2016 war der Saldo positiv und ergab einen Ertrag von 0,3 Millionen Euro. Ursächlich für diese Verbesserung war vor allem die Währungskursentwicklung von US-Dollar, britischem Pfund und japanischem Yen.
Im Berichtsjahr wurden aus Gründen der Transparenz die Aufwendungen aus Rechtsstreitigkeiten, Compliance-Fällen und nicht fortgeführten Projekten in einem separaten hervorgehobenen Posten zusammengefasst. Diese Sachverhalte waren zusammen mit den sonstigen hervorgehobenen Posten bisher in den Erträgen und Aufwendungen aus Einmaleffekten und anderen außergewöhnlichen Sachverhalten enthalten. Der neu geschaffene Posten ging von 22,9 Millionen Euro im Vorjahr auf 16,9 Millionen Euro zurück. Im Vorjahr war er geprägt von den Wertminderungen auf die Entwicklungen im Bereich Mobile Insight/Location Insight und Teile der Software CPIMS/NEO in Höhe von 20,0 Millionen Euro. Im Berichtsjahr werden hier hauptsächlich die Risikovorsorge für das Media-Measurement-Geschäft in Höhe von 13,6 Millionen Euro und die Vorsorge für Arbeitsgerichtsprozesse und daraus resultierende Sozialversicherungsrisiken in Höhe von 2,1 Millionen Euro (Vorjahr: 0,2 Millionen Euro) ausgewiesen.
Unter anderem wegen des Ertrags in Höhe von 1,1 Millionen Euro aus einem Immobilienverkauf in der Schweiz wiesen die sonstigen hervorgehobenen Posten im Vorjahr einen Nettoertrag in Höhe von 1,5 Millionen Euro auf. Im Berichtsjahr führten vor allem die Aufwendungen für die Änderungen in der Anteilseignerstruktur in Höhe von 6,2 Millionen Euro zu einem Nettoaufwand von insgesamt 6,4 Millionen Euro.
Das operative Ergebnis ist um 159,4 Millionen Euro auf – 55,2 Millionen Euro gesunken. Bereinigt um den Aufwand aus der Goodwill-Abschreibung hätte es 81,7 Millionen Euro betragen, nach ebenfalls bereinigten 143,6 Millionen Euro im Vorjahr. Dies entspräche einer Verringerung um 43,1 Prozent.
Die Abschreibungen stiegen um 108,1 Millionen Euro auf 233,1 Millionen Euro. Ohne die Erhöhung des Goodwill-Impairments um 97,5 Millionen Euro auf 136,9 Millionen Euro wären sie im Vergleich zum Vorjahr um 10,6 Millionen Euro angestiegen und hätten 96,2 Millionen Euro betragen. Dieser Anstieg liegt fast vollständig in der Zunahme der planmäßigen Abschreibungen um 9,0 Millionen Euro begründet, die ganz überwiegend immaterielle Vermögenswerte wie Software und Panels, aber auch Sachanlagen betrifft. Diese Entwicklung war nach den erhöhten Investitionen der Vorjahre in solche Vermögenswerte zu erwarten. Die Wertminderungen innerhalb der Abschreibungen sind trotz des Anstiegs der Sonderabschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation um 9,0 Millionen Euro insgesamt um 1,4 Millionen Euro zurückgegangen, da im Vorjahr die einmalige Wertminderung um 20,0 Millionen Euro auf netzwerkbasierte Entwicklungstätigkeiten darin enthalten war. Der restliche Anstieg wird durch den Rückgang der Wertaufholungen um 3,0 Millionen Euro erklärt.
Das Beteiligungsergebnis verbesserte sich von einem Ertrag in Höhe von 2,0 Millionen Euro im Vorjahr auf einen Ertrag von 5,2 Millionen Euro. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen sank um 1,2 Millionen Euro, was seinen Hauptgrund im Abgang des assoziierten Unternehmens NPD Intelect, USA, im Zusammenhang mit der Entflechtung der gegenseitigen Beteiligungen im Vorjahr hat. Das sonstige Beteiligungsergebnis stieg um 4,3 Millionen Euro. Es enthält den Gewinn aus dem Verkauf der Minderheitsbeteiligung an der Qosmos, Frankreich, in Höhe von 5,8 Millionen Euro.
Nach einem Rückgang um 156,2 Millionen Euro betrug das EBIT im Berichtsjahr – 50,1 Millionen Euro. Bei Eliminierung des Goodwill-Impairments in beiden betrachteten Jahren hätte das EBIT 86,9 Millionen Euro betragen, was einer Verringerung um 40,3 Prozent entspräche. Das EBITDA, das nicht durch den insbesondere Goodwill-bedingten Anstieg der Abschreibungen beeinflusst ist, fiel um 20,8 Prozent oder 48,2 Millionen Euro auf 183,1 Millionen Euro.
Das sonstige Finanzergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Millionen Euro. Der Aufwand betrug per Saldo 12,7 Millionen Euro nach 18,3 Millionen Euro im Vorjahr. Der Netto-Zinsaufwand sank nach der Rückzahlung des Bonds und einer günstigen Refinanzierung um 4,1 Millionen Euro auf einen Aufwand von 12,4 Millionen Euro; das finanzielle Währungsergebnis verbesserte sich um 3,5 Millionen Euro auf einen Nettoertrag von 1,1 Millionen Euro. Das übrige Finanzergebnis ging um 2,1 Millionen Euro zurück und wies einen Nettoaufwand von 1,4 Millionen Euro auf.
Das Ergebnis aus laufender Geschäftstätigkeit fiel von 87,9 Millionen Euro auf – 62,8 Millionen Euro. Eliminiert man die Goodwill-Abschreibungen, hätte es 74,2 Millionen Euro betragen bei einem Rückgang um 53,1 Millionen Euro oder 41,7 Prozent.
Die rechnerische Ertragsteuerquote betrug –117,5 Prozent (Vorjahr: 53,7 Prozent). Beide Quoten sind stark beeinflusst durch das jeweilige Goodwill-Impairment, denn diese Minderung des Vorsteuerergebnisses auf Konzernebene hat keinen Einfluss auf den Steueraufwand. Die bereinigten Steuerquoten betragen im Jahr 2016 99,3 Prozent und im Jahr 2015 37,0 Prozent.
Der höhere Steueraufwand des laufenden Jahres ist insbesondere beeinflusst durch Mehrsteuern für Vorjahre aufgrund einer Betriebsprüfung für die Jahre 2008 bis 2012 in Deutschland, durch Neueinschätzungen zur Realisierbarkeit steuerlicher Verlustvorträge in der Gruppe und durch höhere Belastungen aus steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen und nicht anrechenbaren Quellensteuern.
Das Konzernergebnis der GfK Gruppe belief sich auf – 136,5 Millionen Euro im Vergleich zu 40,7 Millionen Euro im Vorjahr. Ohne den Einfluss durch die Goodwill-Abschreibung in beiden Jahren hätte das Konzernergebnis 0,5 Millionen Euro betragen, was einem Rückgang um 79,7 Millionen Euro entspräche. Das den Minderheitsanteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis, das durch die Goodwill-Abschreibungen nicht beeinflusst ist, betrug 4,1 Millionen Euro. Somit war das Konzernergebnis, das den Anteilseignern der Muttergesellschaft zuzurechnen ist, negativ und betrug – 3,6 Millionen Euro. Als Folge davon ist das Ergebnis je Aktie auch nach Bereinigung um die Goodwill-Abschreibung leicht negativ: Es betrug bereinigt – 0,10 Euro im Vergleich zu bereinigten 2,09 Euro im Vorjahr (unbereinigt: – 3,85 Euro, Vorjahr 1,01 Euro).
2.4. Vermögens- und Kapitalsituation
Im Vergleich zum Vorjahr ging die Bilanzsumme der GfK Gruppe um 121,4 Millionen Euro oder 6,6 Prozent auf 1.720,9 Millionen Euro zurück. Die Hauptursache hierfür ist das Goodwill-Impairment, das die bilanziellen Geschäfts- oder Firmenwerte und das Eigenkapital um 137,0 Millionen Euro reduziert.
Entwicklung der Bilanz 1)
Millionen Euro 31.12.2015 31.12.2016 Veränderung Anteil an Bilanzsumme in %
Langfristige Vermögenswerte 1.221,7 1.065,5 -156,2 61,9
Kurzfristige Vermögenswerte 620,6 655,4 +34,8 38,1
Eigenkapital 720,5 538,2 -182,3 31,3
Langfristiges Fremdkapital 440,7 665,8 +225,1 38,7
Kurzfristiges Fremdkapital 681,1 516,9 -164,2 30,0
Bilanzsumme 1.842,3 1.720,9 -121,4 100,0
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte stiegen um 9,6 Millionen Euro auf 281,4 Millionen Euro an. Den größten Anteil an diesem Zuwachs haben der Aufbau von Marktforschungspanels und die Entwicklung von Software, insbesondere in Deutschland und den USA. Insgesamt sind in den sonstigen immateriellen Vermögenswerten Panels mit einem Buchwert von 122,8 Millionen Euro und Software mit einem Buchwert von 113,8 Millionen Euro enthalten.
Die Sachanlagen gingen um 12,8 Millionen Euro auf 92,5 Millionen Euro zurück. Eine Schweizer Immobilie mit einem Buchwert von 2,3 Millionen Euro wurde in die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte umgegliedert, da der Verkauf im Jahr 2017 vollzogen werden soll. Der restliche Rückgang resultiert überwiegend aus den planmäßigen Abschreibungen von Betriebs- und Geschäftsausstattung, die betragsmäßig die Neuanschaffungen überstiegen haben.
Insgesamt fielen die langfristigen Vermögenswerte um 156,2 Millionen Euro auf 1.065,5 Millionen Euro. Die kurzfristigen Vermögenswerte wuchsen hingegen um 34,8 Millionen Euro auf 655,4 Millionen Euro zum Stichtag. Zum Anstieg trugen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Ertragsteuerforderungen zusammen 26,1 Millionen Euro bei; die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stiegen um 44,2 Millionen Euro. Gegenläufig wirkte die Reduktion der zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte um 37,1 Millionen Euro auf 2,3 Millionen Euro, die im Berichtsjahr wie bereits erwähnt eine Schweizer Immobilie betreffen. Im Vorjahr hatte der Posten den geplanten Verkauf des Geschäfts im Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit, des Print Centers in der Schweiz und der Beteiligung an der USEEDS GmbH in Berlin enthalten. Alle drei Verkäufe wurden im Jahr 2016 realisiert.
Das Eigenkapital ist um 182,3 Millionen Euro auf 538,2 Millionen Euro gefallen. Die Eigenkapitalquote ging dadurch von 39,1 Prozent im Vorjahr auf 31,3 Prozent zurück. Das durch das Goodwill-Impairment negative Konzernergebnis und zusätzlich die Dividendenausschüttung in Höhe von 23,7 Millionen Euro belasteten die Gewinnrücklagen. Darüber hinaus verursachte hauptsächlich die Kursentwicklung des britischen Pfunds einen Rückgang der Währungsrücklage in den sonstigen Rücklagen um 14,0 Millionen Euro.
Das Fremdkapital stieg um 60,9 Millionen Euro auf 1.182,7 Millionen Euro. Diese Entwicklung setzt sich zusammen aus einem Anstieg des langfristigen Fremdkapitals um 225,1 Millionen Euro auf 665,8 Millionen Euro und einem Sinken des kurzfristigen Fremdkapitals um 164,2 Millionen Euro auf 516,9 Millionen Euro.
Der Hauptgrund hierfür ist eine Verschiebung zwischen den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (Rückgang um 176,0 Millionen Euro auf 32,2 Millionen Euro) und den langfristigen Finanzverbindlichkeiten, die um 194,6 Millionen Euro auf 451,0 Millionen Euro gestiegen sind. Im April 2016 wurde der Bond über 186,1 Millionen Euro planmäßig zurückgezahlt und überwiegend langfristig refinanziert. Im langfristigen Fremdkapital sind außerdem die Rückstellungen um 18,1 Millionen Euro gestiegen. Dabei handelt es sich größtenteils um Verpflichtungen aus dem Personalbereich.
Der Rückgang des kurzfristigen Fremdkapitals um 164,2 Millionen Euro resultiert hauptsächlich aus der bereits angesprochenen Rückzahlung des Bonds. Im Gegenzug sind die kurzfristigen Rückstellungen um 15,6 Millionen Euro angestiegen, was vor allem aus der Risikovorsorge für das Media-Measurement-Geschäft herrührt.
2.5. Investitionen und Finanzierung
Für ein innovatives Marktforschungsunternehmen wie GfK sind laufende Investitionen in den Auf- und Ausbau von Panels, in neue Messtechniken und Technologien sowie die hierfür notwendigen neuen Marktforschungsmethoden und die Erweiterung von Produktions- und Auswertungssystemen unabdingbar. Diese Maßnahmen leisten einen entscheidenden Beitrag zur Sicherung des zukünftigen Gruppenerfolgs, da sie die Markteintrittsbarriere für potenzielle Wettbewerber entscheidend erhöhen und die Wettbewerbsposition von GfK selbst deutlich stärken.
Entsprechend tätigte die GfK Gruppe auch im Jahr 2016 erhebliche Investitionen. Sie betrugen 102,1 Millionen Euro und lagen damit etwas unter dem Vorjahresniveau (– 6,5 Millionen Euro). Die Investitionen in den Panelaufbau und in Sachanlagen, die aufgrund der Einführung neuer Media Measurement Panels in verschiedenen Ländern im Vorjahr ungewöhnlich hoch waren, sind um 8,2 bzw. 8,5 Millionen Euro zurückgegangen. Ebenfalls zurückgegangen sind die Investitionen in Software (– 5,9 Millionen Euro). Die Investitionen aus Akquisitionstätigkeit stiegen gegenüber dem Vorjahr um 18,3 Millionen Euro auf 30,8 Millionen Euro, was auf die Übernahme der Netquest-Gruppe zurückzuführen ist.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um 24,7 Millionen Euro auf 146,2 Millionen Euro gesunken. Hauptursache hierfür ist der starke Rückgang des Konzernergebnisses ohne Berücksichtigung der Goodwill-Impairments um 79,7 Millionen Euro. Durch die Verbesserung des Mittelabflusses aus Working Capital von 21,0 Millionen Euro im Vorjahr auf 13,0 Millionen Euro im Berichtsjahr und die Eliminierung nicht zahlungswirksamer Bestandteile des Konzernergebnisses wie Zuführungen zur Risikovorsorge, Währungs- und Steuereffekten sank der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit deutlich moderater als das Konzernergebnis.
Nach Berücksichtigung der Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 71,0 Millionen Euro (Vorjahr: 94,1 Millionen Euro) ergab sich ein freier Cashflow von 75,2 Millionen Euro, der nur um 1,6 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert lag. Alle Akquisitionen und sonstigen Finanzinvestitionen konnten dadurch vollständig abgedeckt werden.
An die Aktionäre der GfK SE und an Minderheitsgesellschafter von Tochtergesellschaften wurden Dividenden in Höhe von 28,1 Millionen Euro (Vorjahr: 31,7 Millionen Euro) gezahlt. Nach Berücksichtigung der Netto-Kreditaufnahme in Höhe von 13,2 Millionen Euro (Vorjahr: 47,7 Millionen Euro) und der Netto-Zinszahlungen von 17,2 Millionen Euro (Vorjahr: 17,9 Millionen Euro) resultierte ein insgesamt negativer Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von 32,1 Millionen Euro (Vorjahr: 59,4 Millionen Euro). Insgesamt betrug die zahlungswirksame Veränderung der liquiden Mittel 42,7 Millionen Euro nach 35,2 Millionen Euro im Vorjahr.
Millionen Euro 2015 2016 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 170,9 146,2 – 24,7
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen – 94,1 – 71,0 – 23,1
Freier Cashflow vor Akquisitionen, sonstigen Finanzinvestitionen und Anlagenabgängen 76,8 75,2 – 1,6
Akquisitionen – 12,5 – 30,8 – 18,3
Sonstige Finanzinvestitionen – 1,9 – 0,3 + 1,7
Anlagenabgänge 32,3 30,7 – 1,6
Freier Cashflow nach Akquisitionen, sonstigen Finanzinvestitionen und Anlagenabgängen 94,6 74,8 – 19,8
Zahlungswirksame Eigenkapitalveränderungen – 89,2 – 28,1 + 61,0
Netto-Aufnahme von Finanzkrediten 47,7 13,2 – 34,5
Gezahlte Zinsen abzüglich erhaltener Zinsen – 17,9 – 17,2 + 0,8
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit – 59,4 – 32,1 + 27,3
Zahlungswirksame Ver­änderung der Zahlungsmittel und Zahlungs­mitteläquivalente 35,2 42,7 + 7,5
Die Nettoverschuldung ergibt sich als Saldo aus Zahlungsmitteln und kurzfristigen Wertpapierbeständen abzüglich der zinstragenden Verbindlichkeiten und Pensionsrückstellungen. Sie konnte im Berichtsjahr um 18,3 Millionen Euro auf 381,6 Millionen Euro reduziert werden. Die Refinanzierung des im April 2016 zurückgezahlten Bonds verursachte einen Anstieg der Bankverbindlichkeiten um 198,3 Millionen Euro. Dies muss im Zusammenhang gesehen werden mit dem Rückgang der anderen verzinslichen Verbindlichkeiten um 179,7 Millionen Euro, in denen die Rückzahlung des Bonds in Höhe von 186,1 Millionen Euro enthalten ist. Darüber hinaus sind die Pensionsverpflichtungen um 7,2 Millionen Euro auf 73,5 Millionen Euro angestiegen, was überwiegend durch das Sinken des Diskontierungszinssatzes verursacht wurde. Demgegenüber steht der Anstieg der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 44,2 Millionen Euro auf 173,7 Millionen Euro.
Millionen Euro 31.12.2015 31.12.2016 Veränderung
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 129,5 173,7 + 44,2
Kurzfristige Wertpapiere und Festgelder 1,5 1,4 – 0,1
Liquide Mittel und kurzfristige Wertpapiere 130,9 175,1 + 44,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 250,1 448,4 + 198,3
Pensionsverpflichtungen 66,4 73,5 + 7,2
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 0,1 0,2 + 0,1
Andere verzinsliche Verbindlichkeiten 214,3 34,6 – 179,7
Verzinsliche Verbindlichkeiten 530,9 556,7 + 25,8
Nettoverschuldung – 400,0 – 381,6 + 18,3
Die Entwicklung der Relationen von Nettoverschuldung zu Bilanz- und Finanzkennzahlen spiegelt die Auswirkungen des Ergebnisrückgangs bei gleichzeitiger Reduktion der Nettoverschuldung wider.
Gearing und Verhältnis der Nettoverschuldung zu EBIT, EBITDA, freiem Cashflow
Gearing (Nettoverschuldung / Eigenkapital) in % 55,5 70,9
Nettoverschuldung / EBIT 3,77 – 7,62
Nettoverschuldung / EBITDA 1,73 2,08
Nettoverschuldung / Freier Cashflow 5,21 5,07
2.6. Prognostizierter Geschäftsverlauf
Eines unsere Ziele für 2016 lautete: das Innovationstempo hoch zu halten, um das Unternehmen noch schlagkräftiger aufzustellen. Organisatorisch hatten wir zu Beginn des Geschäftsjahres unsere bislang geteilten Operations-Einheiten zu einer einzigen Einheit zusammengeführt und so für eine stärkere Fokussierung und Kosteneinsparungen gesorgt. Mit Blick auf mögliche Zusammenschlüsse und Übernahmen wollten wir weiter mit Augenmaß vorgehen und sich bietende Möglichkeiten sorgfältig prüfen. Generell lag unser Fokus weiter auf organischem Wachstum.
Optimistischer Ausblick zum Jahresanfang
Im Sektor Consumer Experiences legten wir unser Augenmerk auf die Optimierung und Straffung unserer Unternehmensabläufe. Das Marktumfeld im Ad-hoc-Geschäft stuften wir auch für 2016 als herausfordernd ein. Vor diesem Hintergrund hatten wir mit einem Wachstumsbeitrag des Sektors auf Marktniveau gerechnet, dabei wollten wir unsere Effizienz weiter erhöhen und unsere Marge moderat verbessern.
Im Sektor Consumer Choices sollten die neuen Wachstums- und Margenpotenziale konsequent genutzt werden. Das POS Measurement sollte als Stammgeschäft durch neue Produktkategorien, Industrien und Services ausgebaut und durch Online-Auswertungsmöglichkeiten ergänzt werden. Im Bereich Media Measurement sollten die neuen Panels zur Messung von Fernsehreichweiten einen deutlichen Umsatzbeitrag leisten. Unser GfK-Crossmedia-Link-Produkt sollte in weiteren Ländern eingeführt und so zu einem wichtigen digitalen Standbein ausgebaut werden. Der Vorstand erwartete, dass dieser Sektor ein deutliches Wachstum erreichen und damit auch seinen Umsatzanteil weiter erhöhen würde. Die Marge sollte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern.
Für 2016 erwartete die Gruppe deshalb zu Jahresbeginn ein moderates organisches Wachstum, das über jenem des Vorjahres und oberhalb der Marktforschungsbranche liegen sollte. Die AOI-Marge (angepasstes operatives Ergebnis zu Umsatz) sollte sich deutlich verbessern.
Zielkorrektur zur Jahresmitte
Nach Vorlage von vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr hat GfK am 4. August 2016 seine Ziele angepasst. In den ersten sechs Monaten des Jahres hatte das Unternehmen ein Ergebnis erwirtschaftet, welches unter den Vorjahreszahlen für die Berichtsperiode lag. Der vorläufige Umsatz für das Halbjahr ging organisch um etwa 1,5 Prozent, die AOI-Marge von 9,5 Prozent auf 8,2 Prozent zurück. Daher sah es die Gesellschaft nicht mehr als wahrscheinlich an, im Gesamtjahr 2016 ein Umsatzwachstum zu erreichen, das über jenem des Marktes liegen würde. Auch dass sich die AOI-Marge im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern ließe, wurde als unrealistisch eingeschätzt.
Der Umsatz des Sektors Consumer Experiences lag im ersten Halbjahr aufgrund eines schwachen Auftragseingangs im traditionellen Ad-hoc-Research unter den Erwartungen der Gesellschaft. Der hieraus entstandene Rückgang des angepassten operativen Ergebnisses konnte durch Ressourcen- und Kosteneinsparmaßnahmen nicht vollständig ausgeglichen werden. Aufgrund dieser Entwicklung und eines reduzierten Ausblicks für den Sektor Consumer Experiences nahm GfK im zweiten Quartal Abschreibungen auf Firmenwerte in Höhe von rund 139 Millionen Euro vor.
Der Sektor Consumer Choices hatte durch das Point-of-Sale- und das Media-Measurement-Geschäft ein starkes organisches Wachstum erzielt. Allerdings wurde die Marge durch Verzögerungen bei einigen Wachstumsinitiativen dieser beiden Geschäftsfelder negativ beeinflusst. Für mögliche Risiken wurde daher Vorsorge getroffen. Außerdem wurde die Sektormarge durch schlechte Ergebnisse des Bereichs Pflanzenschutz und Tiergesundheit beeinflusst, der Ende April verkauft wurde.
GfK hat deshalb zum 4. August 2016 seinen Ausblick wie folgt angepasst: Die Gesellschaft wird mit voller Kraft ihre Unternehmenstransformation vorantreiben und alles unternehmen, um die Ergebnisse zu verbessern. Abhängig von der Auftragsentwicklung im Consumer-Experiences-Sektor und Fortschritten bei den Wachstumsinitiativen des Sektors Consumer Choices schloss GfK auch ein Umsatzwachstum unterhalb des Marktes und eine niedrigere Marge als im Vorjahr nicht aus.
Schwierige Marktsituation auch im dritten Quartal
Nachdem das Marktumfeld für GfK auch im dritten Quartal herausfordernd blieb, konkretisierte GfK mit der Veröffentlichung der Neunmonatszahlen den Ausblick: Unverändert ersetzen neue digitale Angebote klassische, personalintensive Angebote der Ad-hoc-Forschung. Auch die Notwendigkeit von Anpassungen wird als unverändert hoch eingeschätzt. GfK begegnet dieser Entwicklung durch eine Reduktion von Geschäften, die sich in dieser Konkurrenzsituation nicht behaupten können oder nicht den Margenzielen entsprechen. Gleichzeitig blieb für 2016 das Innovationstempo bei Investitionen in die Entwicklung und Fertigstellung neuer zukunftsweisender Produkte hoch, um das Unternehmen für die Zukunft schlagkräftiger aufzustellen. Nach Aufbau der Operations-Struktur und der sukzessiven Aufgabenverlagerung auf die Global Service Centers wurden zum Jahresende Optimierungs- und Kosteneinsparungen – in Abhängigkeit von der Umsatzentwicklung – erwartet. Der Fokus lag weiter auf organischem Wachstum.
Der Umsatz des Sektors Consumer Experiences lag in den ersten neun Monaten unter den Erwartungen der Gesellschaft. Grund dafür waren die spärlichen Auftragseingänge im traditionellen Ad-hoc-Research. Der hieraus entstandene Rückgang des angepassten operativen Ergebnisses konnte durch Ressourcen- und Kosteneinsparmaßnahmen und die Optimierung und Straffung von Abläufen nicht vollständig ausgeglichen werden. Vor dem Hintergrund eines unverändert herausfordernden Marktumfelds im Ad-hoc-Geschäft war 2016 daher kein einfaches Jahr für Consumer Experiences. GfK erwartete für das Gesamtjahr einen deutlichen Umsatzrückgang in diesem Sektor.
Der Sektor Consumer Choices verfügte unverändert mit seinem soliden Point of Sales Measurement über ein Stammgeschäft, das weiter durch neue Produktkategorien, Industrien und Services ausgebaut sowie durch Online-Auswertungsmöglichkeiten ergänzt wurde und in den ersten neun Monaten organisch gewachsen war. Belastend wirkten die im ersten Halbjahr 2016 verkauften Aktivitäten im Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit und die bekannten Verzögerungen bei den Fernsehforschungsaufträgen. Der Vorstand erwartete, dass der Sektor auch im Gesamtjahr 2016 organisch wachsen und damit seinen Umsatzanteil, bezogen auf den Gruppenumsatz, weiter erhöhen würde. Die Margenentwicklung war davon abhängig, wie schnell die beiden Fernsehforschungsverträge in Brasilien und im Königreich Saudi-Arabien ihr volles Umsatz- und Ergebnispotenzial erreichten. Für mögliche Risiken wurde Vorsorge getroffen.
Verhaltener Ausblick für das Gesamtjahr
GfK hatte den Ausblick für 2016 wie folgt konkretisiert: Die Gesellschaft treibt mit voller Kraft ihre Unternehmenstransformation weiter voran und unternimmt alles, um die Ergebnisse zu verbessern. Trotz der Verbesserung des Auftragseingangs im Sektor Consumer Experiences im dritten Quartal und des starken Fokus auf die Verbesserung seiner Media-Projekte erwartet GfK nun eine Fortsetzung der bisherigen Umsatzentwicklung auch im vierten Quartal und eine Marge unter dem Vorjahresniveau.
Viertes Quartal: Risiken blieben bestehen, keine Trendumkehr
Am 30. Dezember 2016 hatte GfK im Rahmen der gemeinsamen Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats zu dem freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot der Acceleratio Capital N.V. eine weitere Konkretisierung seines Ausblicks vorgenommen und dabei die erwartete Entwicklung des vierten Quartals bewertet. Hierbei kam die Gesellschaft zu dem Ergebnis, dass die Risiken unverändert bestanden und sich auch im vierten Quartal keine Trendumkehr ergeben hatte. Die herausfordernde Wettbewerbssituation für den Sektor Consumer Experiences bestand ebenso unverändert weiter wie die Anlaufschwierigkeiten bei den Wachstumsinitiativen im Sektor Consumer Choices. GfK ging deshalb von einem Umsatz im Jahr 2016 unter dem des Vorjahres aus und erwartete eine deutliche Verschlechterung der AOI-Marge gegenüber dem Vorjahr.
Zielgröße 2016
Gruppe › Moderates organisches Wachstum über dem Vorjahr und oberhalb der Marktforschungsbranche
› AOI-Marge sollte sich deutlich verbessern
Consumer Experiences › Wachstumsbeitrag auf Marktniveau
› Moderate Margensteigerung
Consumer Choices › Deutliches Umsatzwachstum, Umsatzanteil bezogen auf den Gruppenumsatz sollte ansteigen
› Marge sollte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern
Unterjährige Änderung am 4. August 2016
Gruppe › Umsatzentwicklung unterhalb des Marktes wird nicht ausgeschlossen
› AOI-Marge könnte auch unterhalb der des Vorjahres liegen
Consumer Experiences › Umsatzentwicklung abhängig von der weiteren ­Entwicklung des Auftragseingangs
› AOI-Marge abhängig von der weiteren Entwicklung des Auftragseingangs, könnte auch unter der des ­Vorjahres liegen
Consumer Choices › Umsatzentwicklung abhängig von den weiteren ­Fortschritten bei den Wachstumsinitiativen
› AOI-Marge abhängig von den weiteren Fortschritten bei den Wachstumsinitiativen, könnte auch unter der des Vorjahres liegen
Unterjährige Konkretisierung am 14. November 2016
Gruppe › Fortsetzung der Umsatzentwicklung in den ersten drei Quartalen auch im vierten Quartal
› Für AOI-Marge wird Höhe unter der des Vorjahres erwartet
Consumer Experiences › Deutlicher Umsatzrückgang
› AOI-Marge: unverändert
Consumer Choices › Umsatzwachstum, Anteil am Gruppenumsatz soll ansteigen
› Die Margenentwicklung ist davon abhängig, wie schnell die beiden Fernsehforschungsverträge ihr volles Umsatz- und Ergebnispotenzial erreichen
Unterjährige Konkretisierung am 30. Dezember 2016
Gruppe › Viertes Quartal: Risiken bleiben bestehen, keine ­Verbesserung des bisherigen Trends
› Umsatz unter dem Vorjahr
› AOI-Marge wird sich im Jahresvergleich deutlich ­verschlechtern
Consumer Experiences › Herausfordernde Wettbewerbssituation
Consumer Choices › Anhaltende Anlaufschwierigkeiten bei Wachstums­initiativen
› Entwicklung bei den Media-Measurement-Verträgen im Königreich Saudi-Arabien und Brasilien kritisch, einmalige ­Sondereffekte können nicht ausgeschlossen werden
2.7. Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB
Das Grundkapital der GfK SE (nachfolgend auch Gesellschaft) beträgt zum 31. Dezember 2016 insgesamt 153.316.363,20 Euro. Es ist eingeteilt in 36.503.896 Stückaktien, die auf den Inhaber lauten.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. Mai 2020 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage um insgesamt bis zu nominal 55.000.000,00 Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu. Die neuen Aktien können auch nach Maßgabe von Art. 9 Abs. 1 lit. c) (ii) SE-Verordnung, § 186 Abs. 5 AktG von einer Bank oder einem Bankenkonsortium mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).
Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen:
(a) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet; die Anzahl der nach dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts insgesamt ausgegebenen Aktien darf weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung 10 Prozent des Grundkapitals überschreiten. Auf diese Zahl sind Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Bezugsrechten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen ausgegeben werden oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung in entsprechender Anwendung des Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden; ferner sind auf diese Zahl Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund einer Ermächtigung zur Veräußerung eigener Aktien gemäß Art. 9 Abs. 1 lit c) ii) SE-Verordnung, §§ 71 Abs. 1 Nr. 8, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert werden;
(b) zum Erwerb von Sacheinlagen, insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum (auch mittelbaren) Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen, Unternehmensteilen, Forderungen (zum Beispiel ausstehenden Schuldverschreibungen) oder anderen Vermögenswerten gegen Gewährung von Aktien der Gesellschaft;
(c) um die neuen Aktien als Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder verbundener Unternehmen i. S. d. Art. 9 Abs. 1 lit. c ii) SE-Verordnung, §§ 15 ff. AktG auszugeben;
(d) um den Inhabern von im Zeitpunkt der Ausnutzung des genehmigten Kapitals umlaufenden Wandelanleihen oder Optionsscheinen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung der Wandel- und/oder Optionsrechte bzw. nach Erfüllung einer Wandlungs- oder Bezugspflicht als Aktionären zustehen würde;
(e) zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, um ein praktikables Bezugsverhältnis zu ermöglichen
Gemäß § 3 Abs. 9 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 21.000.000,00 Euro, eingeteilt in bis zu 5.000.000 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit Gewinnanteilberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe, bedingt erhöht (bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung, welche die Hauptversammlung am 28. Mai 2015 unter Tagesordnungspunkt 8 Buchstabe b) beschlossen hat (siehe unten), von der Gesellschaft oder von einer im unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Gesellschaft gegen bar begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt nach Maßgabe des aufgrund vorbezeichneter Ermächtigung jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreises. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- und/oder Wandlungsrechten aus den Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus den Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder aus einem anderen bedingten oder aus einem genehmigten Kapital geschaffene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Ausgabe von Options-und/oder Wandelschuldverschreibungen
> durch die Gesellschaft oder durch im unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Gesellschaften („nachgeordnete Konzernunternehmen“) mit Sitz im Inland oder Ausland auf den Inhaber lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 250.000.000,00 Euro mit oder ohne Laufzeitbegrenzung („Schuldverschreibungen“) zu begeben und
> für solche von nachgeordneten Konzernunternehmen der Gesellschaft begebene Schuldverschreibungen die Garantie zu übernehmen
Die Schuldverschreibungen können außer in Euro auch – unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert – in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden. Die Ausgabe von Schuldverschreibungen kann auch gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, erfolgen, sofern dies im Interesse der Gesellschaft liegt und der Wert der Sacheinlage in einem angemessenen Verhältnis zum Wert der Schuldverschreibung steht, wobei der nach anerkannten Methoden ermittelte theoretische Marktwert maßgeblich ist.
> sofern sie gegen bar ausgegeben werden und der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet; dies gilt jedoch nur insoweit, als die zur Bedienung der dabei begründeten Options- und/oder Wandlungsrechte auszugebenden Aktien insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder bezogen auf den Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch auf den Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diesen Betrag ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die ab dem 28. Mai 2015 aus einem genehmigten Kapital im Wege der Barkapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden. Außerdem ist auf diesen Betrag der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf die Veräußerung eigener Aktien entfällt, sofern diese während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss eines Bezugsrechts gemäß Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt;
> um Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, vom Bezugsrecht der Aktionäre auf die Schuldverschreibungen auszunehmen;
> soweit es erforderlich ist, um Inhabern von Optionsrechten oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder ihren nachgeordneten Konzernunternehmen ausgegeben wurden oder werden, ein Bezugsrecht in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Rechte bzw. nach Erfüllung von Wandlungspflichten zustände;
> soweit die Ausgabe der Schuldverschreibungen gegen Sacheinlage, insbesondere zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen, Forderungen (zum Beispiel ausstehenden Schuldverschreibungen) oder anderen Vermögenswerten, erfolgt, sofern dies jeweils im Interesse der Gesellschaft liegt und der Wert der Sacheinlage in einem angemessenen Verhältnis zum Wert der Schuldverschreibung steht
Die Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts ist insoweit beschränkt, als nach Ausübung der Options- bzw. Wandlungsrechte die daraufhin auszugebenden Aktien zusammen mit Aktien, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund eines bestehenden genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden, 20 Prozent des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung bzw. – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht übersteigen dürfen.
Im Falle der Ausgabe von Wandelanleihen erhalten die Inhaber das Recht, ihre Schuldverschreibungen gemäß den vom Vorstand festgelegten Wandelanleihebedingungen in auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft zu wandeln. Das Wandlungsverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags oder, sofern es die Bedingungen vorsehen, eines unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrags einer Teilschuldverschreibung durch den festgesetzten Wandlungspreis für eine Aktie der Gesellschaft und kann auf eine volle Zahl auf- oder abgerundet werden; ferner kann eine in bar zu leistende Zuzahlung und die Zusammenlegung oder ein Ausgleich für nicht wandlungsfähige Spitzen festgesetzt werden. Die Bedingungen können ein variables Wandlungsverhältnis und eine Bestimmung des Wandlungspreises (vorbehaltlich des nachfolgend bestimmten Mindestpreises) innerhalb einer vorgegebenen Bandbreite in Abhängigkeit von der Entwicklung des Börsenkurses der Aktie der Gesellschaft während der Laufzeit der Anleihe vorsehen. Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf die je Teilschuldverschreibung zu beziehenden Aktien entfällt, darf den Nennbetrag der Teilschuldverschreibungen nicht übersteigen. Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, §§ 9 Abs. 1 und 199 Abs. 2 AktG bleiben unberührt.
Im Falle der Ausgabe von Optionsanleihen werden jeder Teilschuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen zum Bezug von auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigen. Die Optionsbedingungen können vorsehen, dass der Optionspreis auch durch Übertragung von Teilschuldverschreibungen und gegebenenfalls eine bare Zuzahlung erfüllt werden kann. Das Bezugsverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags oder, sofern es die Bedingungen vorsehen, eines unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrags einer Teilschuldverschreibung durch den festgesetzten Optionspreis für eine Aktie der Gesellschaft. Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf die je Teilschuldverschreibung zu beziehenden Aktien entfällt, darf den Nennbetrag der Teilschuldverschreibungen nicht übersteigen. Soweit sich Bruchteile von Aktien ergeben, kann vorgesehen werden, dass diese Bruchteile nach Maßgabe der Options- bzw. Anleihebedingungen, gegebenenfalls gegen Zuzahlung, zum Bezug ganzer Aktien aufaddiert werden können. Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, §§ 9 Abs. 1 und 199 Abs. 2 AktG bleiben unberührt.
Die Bedingungen können das Recht der Gesellschaft vorsehen, im Falle der Wandlung bzw. Optionsausübung nicht neue Aktien zu gewähren, sondern einen Geldbetrag zu zahlen, der für die Anzahl der anderenfalls zu liefernden Aktien dem nicht gewichteten durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder in einem entsprechenden Nachfolgesystem) während der zehn Börsenhandelstage vor oder nach Erklärung der Wandlung bzw. der Optionsausübung entspricht. Die Bedingungen können auch vorsehen, dass die Wandelanleihe nach Wahl der Gesellschaft statt in neue Aktien aus bedingtem Kapital auch in neue Aktien aus einem genehmigten Kapital oder in bereits existierende Aktien der Gesellschaft gewandelt werden bzw. das Optionsrecht durch Lieferung solcher Aktien erfüllt werden kann.
Der jeweils festzusetzende Options- oder Wandlungspreis für eine auf den Inhaber lautende Stückaktie der Gesellschaft muss mindestens 80 Prozent des durchschnittlichen volumengewichteten Börsenkurses der Aktien gleicher Gattung der Gesellschaft im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den letzten zehn Börsenhandelstagen vor dem Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Ausgabe der Schuldverschreibungen betragen oder, sofern den Aktionären ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zusteht, mindestens 80 Prozent des durchschnittlichen volumengewichteten Börsenkurses der Aktien gleicher Gattung der Gesellschaft im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) im Zeitraum vom Beginn der Bezugsfrist bis zum dritten Tag vor der Bekanntmachung der endgültigen Konditionen gemäß Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, § 186 Abs. 2 Satz 2 AktG (einschließlich) betragen.
Der anteilige Betrag des Grundkapitals der auszugebenden Aktien der Gesellschaft darf den Nennbetrag der Schuldverschreibungen nicht übersteigen. Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, §§ 9 Abs. 1 und 199 Abs. 2 AktG bleiben unberührt.
Der Options- bzw. Wandlungspreis kann unbeschadet des Art. 9 Abs. 1 lit. c) ii) SE-Verordnung, § 9 Abs. 1, 199 Abs. 2 AktG aufgrund einer Verwässerungsschutzklausel nach näherer Bestimmung der Bedingungen dann ermäßigt werden, wenn die Gesellschaft bis zum Ablauf der Options- oder Wandlungsfrist unter Einräumung eines Bezugsrechts an ihre Aktionäre das Grundkapital erhöht oder weitere Schuldverschreibungen begibt oder garantiert und den Inhabern schon bestehender Options- oder Wandlungsrechte hierbei kein Bezugsrecht eingeräumt wird. Die Bedingungen können auch für andere Maßnahmen der Gesellschaft, die zu einer wirtschaftlichen Verwässerung des Wertes der Options- bzw. Wandlungsrechte führen können, eine wertwahrende Anpassung des Options- bzw. Wandlungspreises vorsehen. Die Ermäßigung des Options- bzw. Wandlungspreises kann auch durch eine Barzahlung bei Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder bei der Erfüllung einer Options- oder Wandlungspflicht bewirkt werden. In jedem Fall darf der anteilige Betrag am Grundkapital der je Schuldverschreibung zu beziehenden Aktien den Nennbetrag der Schuldverschreibung nicht übersteigen.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Beachtung der vorstehenden Vorgaben die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Schuldverschreibungen und ihrer Bedingungen festzusetzen bzw. im Einvernehmen mit den Organen des die Schuldverschreibungen begebenden nachgeordneten Konzernunternehmens festzulegen, insbesondere Zinssatz, Art der Verzinsung, Ausgabebetrag, Laufzeit, Stückelung, Verwässerungsschutzbestimmungen, Options- bzw. Wandlungszeitraum sowie Options- bzw. Wandlungspreis.
(i) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Schlusskurs der Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an dem letzten Handelstag vor dem Stichtag um nicht mehr als 10 Prozent über- und nicht mehr als 10 Prozent unterschreiten. Stichtag ist dabei der Tag der endgültigen Entscheidung des Vorstands über das formelle Angebot. Im Falle der Angebotsanpassung tritt an seine Stelle der Tag der endgültigen Entscheidung des Vorstands über die Anpassung.
(ii) Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Schlusskurs der Aktie im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an dem letzten Handelstag vor dem Stichtag um nicht mehr als 10 Prozent über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Schlusskurs im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) am Börsentag vor dem Tag vor der Veröffentlichung einer etwaigen Anpassung abgestellt. Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist bzw. im Fall einer Aufforderung zur Abgabe des Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, kann die Annahme unter insoweit partiellem Ausschluss eines eventuellen Andienungsrechts der Aktionäre nach Quoten erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen von bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär kann unter insoweit partiellem Ausschluss eines eventuellen Andienungsrechts der Aktionäre vorgesehen werden. Ebenfalls vorgesehen werden kann eine Rundung nach kaufmännischen Gesichtspunkten zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile der Aktien. Die nähere Ausgestaltung des Angebots bzw. einer an die Aktionäre gerichteten Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten bestimmt der Vorstand.
(1) Die Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft mit gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet, wobei als maßgeblicher Börsenkurs im Sinne der vorstehenden Regelung der Mittelwert der Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) während der letzten fünf Börsentage vor der Veräußerung der Aktien gilt. In diesem Fall darf die Anzahl der zu veräußernden Aktien insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung oder, falls dieser Betrag geringer ist, 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Veräußerung der Aktien eingetragenen Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Auf diese Begrenzung von 10 Prozent des Grundkapitals sind diejenigen Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in direkter oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter erleichtertem Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben oder veräußert werden. Ferner sind auf diese Begrenzung auf 10 Prozent des Grundkapitals diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandel- und/oder Optionsrecht ausgegeben wurden oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden.
(2) Die Aktien können gegen Sachleistung, insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen oder im Rahmen des Erwerbs von sonstigen Vermögensgegenständen, angeboten und auf diese übertragen werden.
(3) Die Aktien können zur Erfüllung von Wandlungs- und/oder Optionsrechten bzw. -pflichten aus oder im Zusammenhang mit Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen verwendet werden, die von der Gesellschaft oder ihren Konzerngesellschaften ausgegeben werden. Ferner können die Aktien auch im Rahmen einer Wertpapierleihe überlassen werden.
(4) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden. Die Einziehung führt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann abweichend davon bestimmen, dass das Grundkapital bei der Einziehung unverändert bleibt und sich stattdessen durch die Einziehung der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen.
Im Falle eines Kontrollwechsels im Rahmen eines Übernahmeangebots können die 2014 neu verhandelte revolvierende Kreditfazilität (Amend to Extend) über 182 Millionen Euro und 18 Millionen Euro Ancillary Linie, die in den Jahren 2013 (85 Millionen Euro), 2015 (114 Millionen Euro) und 2016 aufgenommenen Schuldscheindarlehen (130 Millionen Euro) sowie verschiedene bilaterale Bankdarlehen (120 Millionen Euro) fällig gestellt werden. Als Kontrollwechsel ist definiert, wenn eine andere Partei als der GfK-Nürnberg Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung e.V. allein oder mit anderen gemeinsam handelnd unmittelbar oder mittelbar das Recht erwirbt, mehr als 50 Prozent der Stimmrechte auszuüben oder mehr als 50 Prozent des Kapitals an der Gesellschaft zu halten. Bei öffentlichen Angeboten zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft gelten ausschließlich Gesetz und Satzung einschließlich der Bestimmungen des deutschen Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes.
2.8. Sektoren: Konsumenten und Märkte im Fokus
Der Sektor Consumer Choices (CC) untersucht, was wann und wo konsumiert wird. Hier liegt der Schwerpunkt auf der kontinuierlichen Messung von Marktgrößen und -trends. Dabei analysieren wir alle wesentlichen Medien, Absatz- und Informationskanäle.
GfK nutzt für die interne Steuerung der beiden Sektoren die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Marge (Verhältnis des angepassten operativen Ergebnisses zum Umsatz).
Ergänzt werden die beiden Sektoren durch den Bereich Sonstige, in dem zentrale Dienstleistungen zusammengefasst sind.
Nachfolgend ist die wirtschaftliche Entwicklung dargestellt.
Consumer Experiences: Der Sektor Consumer Experiences erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 803,0 Millionen Euro (– 6,5 Prozent gegenüber Vorjahr). Dabei ist ein organischer Umsatzrückgang von – 6,4 Prozent zu verzeichnen. Währungseffekte wirkten sich zusätzlich mit – 2,3 Prozentpunkten negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Auf das akquisitionsbedingte Wachstum entfielen im Berichtszeitraum 2,2 Prozentpunkte.
Die strategische Neuausrichtung des Sektors Consumer Experiences wurde auch im Jahr 2016 weiter vorangetrieben. Die Entwicklung des Ad-hoc-Marktforschungsgeschäfts in etablierten Märkten wie Nordeuropa, Süd- und Westeuropa und Nordamerika wirkte sich belastend auf unsere Umsatzentwicklung aus. Die rückläufige Auftragsentwicklung bei Bestandskunden wie auch starker Wettbewerbsdruck können hierfür als Ursache genannt werden. Auch in den Regionen Zentral Osteuropa/META und Asien und Pazifik haben wir ein negatives Umsatzwachstum verzeichnet. Speziell die anhaltend schwierige politische Lage in einigen Ländern in der META-Region wirkte sich negativ auf die Auftragssituation aus. Gute Umsatzentwicklungen konnten in der Wachstumsregion Lateinamerika verzeichnet werden. Der akquisitionsbedingte Zuwachs war zurückzuführen auf den Erwerb von zwei Gesellschaften: NORM in Schweden und den Niederlanden sowie Netquest in den Regionen Süd- und Westeuropa, Lateinamerika und Nordamerika. Durch diese Akquisitionen haben wir unsere digitale Kompetenz gestärkt und unsere globale Präsenz in digitalen Geschäftsfeldern und bei globalen Produkten weiter ausgebaut.
Das Ergebnis mit 54,0 Millionen Euro ist gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Millionen Euro gesunken (– 8,4 Prozent).
Die operative Ergebnismarge im Geschäftsjahr 2016 war mit 6,7 Prozent leicht rückläufig im Vergleich zum Vorjahreswert (6,9 Prozent). Bei negativem Umsatzwachstum konnte einem Rückgang der operativen Ergebnismarge deutlich entgegengesteuert werden. Dies ist zurückzuführen auf eine weitere Optimierung der Prozesse, die positiven Auswirkungen implementierter Effizienzsteigerungsmaßnahmen sowie eine Fokussierung auf Ressourcen- und Kostenoptimierung.
Effizienzsteigerungen wie auch Akquisitionen im Sektor Consumer Experiences beeinflussten den Personalbestand. Er ist im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 5.677 Mitarbeiter (Vorjahr 5.892 Mitarbeiter) gesunken.
Umsatz 859,1 803,0 – 6,5
Angepasstes operatives Ergebnis 58,9 54,0 – 8,4
Marge in % 6,9 6,7 – 0,1 2)
Mitarbeiter 5.892 5.677 – 3,7
Consumer Choices: Der Umsatz im Sektor Consumer Choices blieb im Jahr 2016 mit 680,3 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil. Das organische Wachstum lag bei 4,1 Prozent. Der Verkauf der Aktivitäten im Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit sowie Währungskursentwicklungen sorgten insgesamt dafür, dass ein Rückgang des Gesamtumsatzes von – 0,1 Prozent zu verzeichnen war.
Das organische Umsatzwachstum entwickelte sich in allen Regionen positiv. Die Wachstumsregionen Zentral Osteuropa/META und Asien und Pazifik haben von den Media-Measurement-Verträgen im Königreich Saudi-Arabien und in Singapur profitiert. Wechselkurseffekte beeinflussten vor allem in den Regionen Lateinamerika, Zentral Osteuropa/META und Nordeuropa die Entwicklungen negativ.
Im Bereich Media Measurement konnte ein zweistelliges Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Dies ist vor allem auf die Verträge in Singapur und im Königreich Saudi-Arabien zurückzuführen. Die Entwicklung der Fernsehforschung in Brasilien und im Königreich Saudi-Arabien bleibt weiterhin kritisch, und die Verhandlungen über Vertragsanpassungen dauern an. Für den Vertrag in Brasilien wurden seit März 2016 keine Umsätze gebucht. Demgegenüber wurde die erfolgreiche sektorübergreifende Zusammenarbeit für das Produkt GfK Crossmedia Link weiter vorangetrieben und Wachstum in den etablierten Märkten generiert, außerdem wurden erste Erfolge in neuen Ländern erzielt.
Das Kerngeschäft im Bereich Point of Sales Measurement (unter Berücksichtigung der Desinvestitionen) entwickelte sich weiterhin solide mit einem geringen einstelligen Umsatzwachstum. Insbesondere in den Warengruppen Telekommunikation sowie Haushaltsgroß- und -kleingeräte (MDA/SDA) wurde ein robuster Umsatzzuwachs erreicht, wohingegen der Bereich Unterhaltungselektronik unter Vorjahr abgeschlossen hat. Dies ist vor allem auf Portfolioreduktionen bei Großkunden zurückzuführen. Verzögerungen in der Vermarktung bei den Wachstumsprojekten wirkten sich zusätzlich negativ aus.
Mit 114,6 Millionen Euro lag das Ergebnis des Sektors Consumer Choices um 30,5 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahr (2015: 145,0 Millionen Euro). Die Marge hat sich um 4,5 Prozentpunkte auf 16,8 Prozent reduziert. Dies ist vor allem bedingt durch die Entwicklung der Fernsehforschung in Brasilien unter Berücksichtigung der Risikovorsorgemaßnahmen. Zusätzlich wirkten sich die Verzögerungen bei den Wachstumsprojekten im Bereich Point of Sales Measurement und die Einstellung der Aktivitäten für AutoCat negativ aus. Auch die Geschäftsentwicklung der verkauften Aktivitäten im Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit und Genius Digital wirkten belastend.
Zum 31. Dezember 2016 betrug der Mitarbeiterstand 5.620 (Vorjahreswert: 5.828). Der Rückgang ist hauptsächlich auf die Desinvestitionen des Bereichs Pflanzenschutz und Tiergesundheit (– 142 Mitarbeiter) und Genius Digital (– 22 Mitarbeiter) zurückzuführen. Der weitere Kapazitätsausbau in den Global Service Centers und damit einhergehende Effizienzsteigerungen führten zu einer Gesamtreduktion von 208 Mitarbeitern.
Umsatz 681,1 680,3 – 0,1
Angepasstes operatives Ergebnis 145,0 114,6 – 21,0
Marge in % 21,3 16,8 – 4,5 2)
Mitarbeiter 5.828 5.620 – 3,6
Sonstige: Im Bereich Sonstige fasst GfK im Zuge der globalen Strategie die Aufwendungen für übergreifende Funktionsbereiche der Verwaltung und Administration (Corporate Functions) zusammen. Hierzu wird in IT-Hardware und -Software sowie Prozessoptimierungen investiert, um das Geschäft besser zu steuern und effizienter aufzustellen.
Der Umsatz des Bereichs Sonstige lag im Berichtszeitraum bei 0,5 Millionen Euro und damit um 2,7 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau (2015: 3,2 Millionen Euro). Der Rückgang resultiert aus dem Verkauf des Druckereigeschäfts in der Schweiz Anfang des Jahres 2016.
Die Ergebnisunterdeckung des Bereichs Sonstige war für 2016 mit – 13,3 Millionen Euro deutlich geringer als im Vorjahr (2015: – 16,4 Millionen Euro).
Durch die auf Konzernebene ebenfalls anfallenden Leitungskosten (sogenannte Stewardship Expenses) ist zu erwarten, dass im Bereich Sonstige auch zukünftig eine Unterdeckung zu verzeichnen sein wird.
Zum Jahresende 2016 lag die Zahl der Mitarbeiter im Bereich Sonstige bei 1.772 und somit nahezu unverändert im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitpunkt (2015: 1.765 Mitarbeiter).
Umsatz 3,2 0,5 – 84,4
Angepasstes operatives Ergebnis – 16,4 – 13,3 19,0
Mitarbeiter 1.765 1.772 0,4
2.9. Regionen: Weltweit nah an unseren Kunden
Mit ihren Tochterunternehmen ist die GfK Gruppe in über 100 Ländern aktiv. Geografisch haben wir unser Geschäft in den sechs Regionen Nordeuropa, Süd- und Westeuropa, Zentral Osteuropa/META (Mittlerer Osten, Türkei, Afrika), Nordamerika, Lateinamerika sowie Asien und Pazifik organisiert.
Im Jahr 2016 sind die Regionen Asien und Pazifik, Zentral Osteuropa/META und Lateinamerika organisch gewachsen und haben sich trotz überwiegend negativer Wechselkurseffekte insgesamt positiv entwickelt. Die Region Süd- und Westeuropa ist im vierten Quartal organisch gewachsen, konnte aber den Rückstand aus den ersten drei Quartalen nur teilweise kompensieren. Die Regionen Nordeuropa und insbesondere Nordamerika verzeichneten einen Umsatzrückgang.
Nordeuropa: Die Region ist mit einem Anteil von 36,2 Prozent des Gesamtumsatzes weiterhin die umsatzstärkste Region. Der Gesamtumsatz in Höhe von 537,4 Millionen Euro im Jahr 2016 verringerte sich um -6,6 Prozent. Hierbei sind -2,1 Prozent im Wesentlichen durch den Verkauf der Aktivitäten des Bereichs Pflanzenschutz und Tiergesundheit zurückzuführen. Der Haupttreiber des weiteren Gesamtrückgangs war Großbritannien. Außerdem wurde das Wachstum durch negative Währungseffekte von -2,4 Prozent beeinflusst, wozu maßgeblich das schwache britische Pfund beigetragen hat.
Umsatz 575,6 537,4 – 6,6
Mitarbeiter 3.570 3.367 – 5,7
Süd- und Westeuropa: Auch 2016 konnten wir in Süd- und Westeuropa den Umsatz wieder erhöhen und verzeichneten ein Gesamtwachstum von 1,0 Prozent auf 269,8 Millionen Euro. Der organische Umsatzrückgang von -2,7 Prozent wurde dabei durch die Akquisitionen von Netquest und NORM mit insgesamt 3,7 Prozentpunkten kompensiert.
Umsatz 267,0 269,8 1,0
Mitarbeiter 1.893 1.979 4,6
Zentral Osteuropa/META: Im Geschäftsjahr 2016 konnten wir erneut ein starkes organisches Umsatzwachstum von 5,1 Prozent erzielen. Ungünstige Währungseffekte führten zu einem Gesamtwachstum von 1,1 Prozent. Der stärkste Beitrag kommt aus dem Media-Measurement-Vertrag im Königreich Saudi-Arabien.
Umsatz 126,5 127,9 1,1
Mitarbeiter 3.490 3.536 1,3
Nordamerika: Das überaus starke Umsatzwachstum vom Vorjahr konnte die Region 2016 leider nicht wiederholen und verzeichnete einen organischen Rückgang von -6,9 Prozent. Der positive Effekt aus der Akquisition von Netquest wurde deutlich überkompensiert durch den Verkauf der Aktivitäten des Bereichs Pflanzenschutz und Tiergesundheit, der das Wachstum in Summe mit -2,9 Prozent negativ beeinflusste.
Umsatz 321,0 289,8 – 9,7
Mitarbeiter 1.041 915 – 12,1
Lateinamerika: In Lateinamerika konnten wir durch organisches Wachstum den Umsatz 2016 um 5,4 Prozent erhöhen. Die Akquisition von Netquest erbrachte zudem einen positiven Effekt von 6,5 Prozent. Allerdings wirkten sich dagegen Währungseffekte in Höhe von -9,3 Prozent negativ aus. In der Gesamtbilanz haben wir einen Umsatz von 69,7 Millionen Euro erarbeitet, was einem Gesamtwachstum von 2,6 Prozent entspricht.
Umsatz 67,9 69,7 2,6
Mitarbeiter 1.202 1.155 – 3,9
Asien und Pazifik: In dieser Region haben wir im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 189,3 Millionen Euro und damit ein organisches Wachstum von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwirtschaftet. Hierbei konnten wir von dem Media-Measurement-Vertrag in Singapur profitieren. Die negativen Währungseffekte in China wurden durch die positiven Währungseffekte in Japan ausgeglichen, und es wurde ein Gesamtwachstum von 2,1 Prozent erzielt.
Umsatz 185,4 189,3 2,1
Mitarbeiter 2.289 2.116 – 7,6
Nachfolgend sind die wesentlichen Veränderungen im GfK-Netzwerk dargestellt.
Netquest Akquisition Von 0 auf 100 Consumer Experiences Süd- und Westeuropa, Latein­amerika
Bereich Pflanzenschutz und Tiergesundheit Des­investition Von 100 auf 0 Consumer Choices Weltweit
USEEDS Des­investition Von 50 auf 0 Consumer Experiences Nordeuropa
GfK Print Center Des­investition Von 100 auf 0 Consumer Experiences Nordeuropa
Qosmos Des­investition Von 11,7 auf 0 Consumer Experiences Süd- und Westeuropa, Nordamerika, Asien und Pazifik
Genius Digital Des­investition Von 75 auf 0 Consumer Choices Nordeuropa
NOP Global Ltd. Des­investition Von 100 auf 0 Consumer Experiences Nordeuropa, Asien und Pazifik
SMSI France Des­investition Von 20,4 auf 0 Consumer Experiences Süd- und Westeuropa