Source: http://mehrow.de/Presse_und_Literatur/NiederbarnimerKreisblatt/NBK_Seuchen.html
Timestamp: 2019-04-23 11:54:50
Document Index: 174584408

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§18', '§ 18', '§ 1', '§ 2']

Niederbarnimer Kreisblatt, Seuchen
Bei unseren Recherchen im "Kreis-Blatt des Nieder-Barnimschen Kreises" (1854-1867) bzw. im "Niederbarnimer Kreisblatt" (1868-1943) sind wir auf eine Vielzahl von Bekanntmachungen bezüglich Viehseuchen in unserer Gegend gestoßen. Diese haben wir hier zusammen mit den in genannten Zeitungen gefundenen Berichten über das Veterinärwesen chronologisch zusammengestellt.
Die Berichte über Viehseuchen haben wir außerdem chronologisch und sortiert nach Seuchen tabellarisch erfasst.
Zur Erklärung der Seuchen aus heutiger Sicht haben wir den letztgenannten Tabellen die entsprechenden Artikel aus Wikipedia (Stand: Februar 2009) beigefügt.
Freitag, den 17. December 1858 (No. 51), Nichtamtlicher Theil, Anzeigen
Der Thierarzt I. Klasse W. Rothhardt beehrt sich ergebenst anzuzeigen, daß er seinen jetzigen Wohnsitz im Laufe dieses Monats in hiesiger Stadt genommen hat.
Alt=Landsberg, im November 1858.
Freitag, den 23. December 1859 (No. 51), Nichtamtlicher Theil, Anzeigen
W. Rothhardt, Tierarzt I. Klasse.
Sonnabend, den 17. November 1866 (No. 89), Amtlicher Theil, gekürzt
Berlin, den 15. November 1866.
Sonnabend, den 10. September 1870 (No. 71), Amtlicher Theil, gekürzt
Es ist auch in Friedrichsfelde und Buch die Rinderpest ausgebrochen. Beide Ortschaften sind gesperrt. ...
Berlin, den 8. September 1870.
Montag, den 12. September 1870, Amtliches Extrablatt
Rindfleisch und Kalbfleisch darf in Berlin fortan nur eingeführt werden, wenn zugleich ein Attest der betreffenden Ortsbehörde beigebracht wird, daß der Ort, woher das Fleisch stammt, von der Rinderpest frei ist.
Rindvieh darf nur auf den Steuerstraßen für Berlin ein- und ausgeführt werden.
Die Ortsbehörden haben dies bekannt zu machen und Atteste der vorgedachten Art, im Falle die daran geknüpfte Voraussetzung erfüllt ist, zu ertheilen.
Berlin, den 11. September 1870.
Sonnabend, den 6. Mai 1876 (Nr. 37), Amtlicher Theil, gekürzt
In Marzahn hat sich ein der Tollwuth verdächtiger Hund gezeigt, daselbst ein Kind und mehrere Hunde gebissen und dann seinen Weg nach Ahrensfelde, Eiche u. Hellersdorf genommen.
Nach Vorschrift der Regierungs-Verordnung ... verordne ich deshalb, daß alle Hunde in Marzahn, Hellersdorf, Ahrensfelde, Eiche, Mehrow, Hönow, Seeberg, Biesdorf, Hoh.-Schönhausen, Falkenberg, Wartenberg, Blumberg und Lindenberg sechs Wochen hindurch an die Kette zu legen oder einzusperren und zu beobachten sind; ...
Berlin, den 4. Mai 1876.
Sonnabend, den 3. Juni 1876 (No. 45), Amtliche Beilage, gekürzt
Nachweisung derjenigen Personen, welche im Jahre 1876 ... zu Schiedsmännern behufs Abschätzung des Werthes der auf polizeiliche Anordnung zu tödtenden Thiere zugezogen werden können.
Name des Amtsbezirkes [insgesamt 50]
Stand, Name und Wohnort der Schiedsmänner
1. Rittergutsbesitzer Hosemann zu Börnicke,
2. Oberamtmann Schmidt zu Löhme,
3. Bauergutsbesitzer und Gemeinde-Vorsteher Grün zu Blumberg
4. Bauergutsbesitzer Juert zu Blumberg
5. Gemeinde-Vorsteher Springer zu Seefeld
1. Amtmann Muhr zu Hellersdorf
2. Gemeinde-Vorsteher Meißner zu Mehrow
3. Gemeinde-Vorsteher Wegener zu Ahrensfelde
4. Gemeinde-Vorsteher Lindemann zu Eiche
5. Bauergutsbesitzer, Gemeinde-Vorsteher a.d. Kirschbaum daselbst
6. Gutsbesitzer Lichtenberger zu Ahrensfelde
23. Malchow
1. Kreisschulze Krüger zu Blankenburg
2. Amtmann Jungck zu Falkenberg
3. Bauer und Ziegeleibesitzer Kerkow zu Karow
4. Gemeinde-Vorsteher Bolle zu Lindenberg
5. Gemeinde-Vorsteher Gericke zu Karow
6. Gemeinde-Vorsteher Silberberg zu Malchow
der im Kreis Nieder-Barnim am 1. November 1876 vorhanden gewesenen Pferde- und Rindviehbestände und Repartition der für das Jahr 1876 ausgeschriebenen Abgabe zur Deckung der Erntschädigungen für Pferde und Rindvieh, sowie der Verwaltungskosten.
Mittwoch, den 27. Februar 1878 (No. 25), Amtlicher Theil
Die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh zu Hof-Blumberg ist erloschen, dagegen unter dem Rindvieh des Dorfes Blumberg neu ausgebrochen.
Blumberg, den 23. Februar 1878.
Sonntag, den 10. März 1878 (No. 30), Amtlicher Theil
Die Maul- und Klauenseuche im Dorfe Blumberg ist erloschen.
Blumberg, den 8. März 1878.
Mittwoch, den 11. December 1878 (No. 144), Amtlicher Theil, gekürzt
In Blumberg ist die Rinderpest ausgebrochen.
Nach §. 17 der revidirten Instruction vom 9. Juni 1873 zu dem Gesetze vom 7. April 1869 - Maßregeln gegen die Rinderpest - betreffend, werden im Umkreise von 21 Kilometer vom Seuchenorte ... untersagt:
Die Abhaltung von Viehmärkten, Veranlassungen zu größeren Ansammlungen von Menschen und Thieren, der Handel und der Transport von Rindvieh, Rauchfutter, Streumaterialien und Dünger, ohne besondere Erlaubnisscheine der Orts-Polizeibehörde. Das nöthige Vieh zum Fleischconsum darf nur unter Aufsicht der mit der Veterinairpolizei betrauten Behörden gekauft werden. ...
Berlin, den 9. December 1878.
Freitag, den 3. Januar 1879 (No. 2), Kreis-Nachrichten
Blumberg. Die Rinderpest ist nunmehr, Gott sei Dank, in unserem Ort erloschen. Am 31. December des alten Jahres ist die Sperre der Gehöfte und des Ortes aufgehoben und das Militair hat seine Posten einziehen können. Zunächst sind wir zwar noch der Einschränkung unterworfen, daß neuer Ankauf oder Verkauf von Vieh in den nächsten drei Wochen nicht stattfinden darf, im Ganzen sind wir jedoch gnädig davongekommen, daß die Seuche auf die beiden ersten Gehöfte beschränkt geblieben ist. Wir danken dies dem energischen und prompten Eingreifen des Herrn Landraths und der Willigkeit, mit der das hiesige Publikum bei eindringlicher aber doch theilnehmender Vorstellung der Gefahren auf die allerdings harten Maßregeln eingegangen ist.
Ebenso gebühret dem Militair der wärmste Dank und wir hoffen, daß es mit seiner Aufnahme ebenso zufrieden ist, wie wir mit seinen Leistungen und seinem willfährigen Entgegenkommen. Möge Gott Blumberg vor ähnlicher Heimsuchung bewahren.
Ein freundliches Gedenken auch noch für den vom Landrathsamte eingesetzten Orts-Commissar Herrn Barth, für den Herrn Kreisthierarzt Eggeling und für den Herrn Thierarzt Petsch aus Alt-Landsberg. Sämmtliche Herren haben mit großer Aufopferung geholfen, die Gefahr zu überwinden. Leider hat ein Soldat des Wachtcommandos, der wohl nicht die kräftigste Natur hatte, hier sein Leben beschließen müssen.
Mittwoch, den 21. Mai 1879 (No. 59), Amtlicher Theil
In Ausführung der Polizei-Verordnung vom 18. April cr. sind von mir zu Fleischbeschauern für den Amtsbezirk Blumberg der Barbier Henneberg und der Rentier Adler widerruflich bestellt und verpflichtet worden.
Blumberg, den 25. April 1879.
Mittwoch, den 2. April 1880 (No. 38), Amtlicher Theil
Blumberg, den 27. März 1880.
Mittwoch, den 18. Juni 1881 (No. 67), Amtlicher Theil
Unter den Pferden der Schloß-Meierei Blumberg ist die Rotzkrankheit ausgebrochen.
Blumberg, den 13. Juni 1881.
Freitag, den 17. Juni 1881 (No. 68), Amtlicher Theil
Unter dem Rindvieh der Schloß-Meierei Blumberg ist die Maulseuche [!] ausgebrochen.
Blumberg, den 15. Juni 1881.
Mittwoch, den 13. Juli 1881 (No. 79), Amtlicher Theil
Die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh der Schloß-Meierei Blumberg, sowie die Rotzkrankheit unter den Pferden daselbst ist erloschen.
Blumberg, den 11. Juli 1881.
Mittwoch, den 28. September 1881 (No. 112), Kreis-Nachrichten
Lindenberg bei Berlin. Am 8. September constatirte der amtliche Fleischbeschauer H. Oxner Trichinen in einem von ihm untersuchten Schlachtschweine.
Mittwoch, den 13. December 1884 (No. 152), Kreis-Nachrichten
Ahrensfelde. Es kann sich bei den geringen Kosten nur empfehlen, Schweinefleisch, welches nicht öffentlich verkauft wird, auf Trichinen untersuchen zu lassen. Vor einigen Tagen erkrankte hier plötzlich die Familie des Stellmachermeisters Krüger; sofort lenkte sich die Aufmerksamkeit auf den Genuß des eingeschlachteten und nicht untersuchten Schweinefleisches und ist nachträglich seitens der amtlichen Fleischbeschauer Herren Westphal-Falkenberg und Adler-Ahrensfelde als trichinenhaltig constatirt.
Sonntag, den 7. März 1886 (No. 29), Kreis-Nachrichten
Ahrensfelde. Wie wichtig es ist, daß Schweine auf Trichinen untersucht werden, beweist wieder der Fall, daß der Fleischbeschauer Adler zu Ahrensfelde in einem 120 Kilo schweren Schweine des Pfarrackerpächters W. Haase daselbst Trichinen vorgefunden hat. Das Schwein ist bei der Casseler Gesellschaft versichert.
Sonntag, den 10. October 1886 (No. 119), Amtlicher Theil
Der Barbiergehülfe Eduard Henneberg hierselbst ist für den Amtsbezirk Blumberg zum 2. Fleischbeschauer bestellt und verpflichtet worden.
Blumberg, den 2. October 1886.
Mittwoch, den 26. October 1887 (No. 124), Amtlicher Theil
An Stelle des verstorbenen Barbiergehülfen Eduard Henneberg ist der Barbier Oswald Starke hierselbst für den Amtsbezirk Blumberg zum zweiten Fleischbeschauer bestellt und verpflichtet worden.
Blumberg, den 21. October 1887.
Sonntag, den 2. December 1888 (No. 142), Amtlicher Theil
Der Tischlermeister August Wegener hierselbst ist für den Amtsbezirk Blumberg zum zweiten Fleischbeschauer bestellt und verpflichtet worden.
Blumberg, den 28. November 1888.
Sonntag, den 19. Mai 1889 (No. 59), Amtlicher Theil
Mittwoch, den 19. Juni 1889 (No. 70), Amtlicher Theil
Die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh und Schafen des Rieselgutes Hellersdorf ist erloschen.
Mehrow, den 15. Juni 1889.
Freitag, den 18. October 1889 (No. 122), Amtlicher Theil
Unter den Kühen des Bauergutsbesitzers Julius Lehmann zu Ahrensfelde ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
Mehrow, den 15. October 1889.
Montag, den 23. October 1889 (No. 124a, Extra-Blatt), gekürzt
Nach § 9 des Gesetzes, betreffend die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen vom 23. Juni 1880 ist der Besitzer von Hausthieren verpflichtet, von dem Ausbruche der nachbenannten Seuchen
1. Milzbrand,
2. Tollwuth,
3. Rotz (Wurm) der Pferde, Esel, Maulthiere und Maulesel,
4. Maul- und Klauenseuche,
5. Pockenseuche der Schafe,
6. Lungenseuche der Pferde und der Bläschenausschlag der Pferde und des Rindviehs,
7. Räude der Pferde, Esel, Maulthiere, Maulesel und der Schafe
unter seinem Viehbestande und von allen verdächtigen Erscheinungen bei demselben, welche den Ausbruch einer solchen befürchten lassen, sofort der Polizeibehörde Anzeige zu machen, auch das Thier von Orten, an welchen die Gefahr der Ansteckung fremder Thiere besteht, fern zu halten.
Wegen der zur Zeit im Kreise unter dem Rindvieh und den Schweinen herrschenden Maul- und Klauenseuche bringe ich die vorstehenden gesetzlichen Bestimmungen hierdurch in Erinnerung ...
Berlin, den 22. October 1889.
Freitag, den 6. December 1889 (No. 143), Amtlicher Theil
Die unter dem Rindvieh des Bauerngutsbesitzers Lehmann zu Ahrensfelde ausgebrochene Maul- und Klauenseuche ist erloschen.
Mehrow, den 2. December 1889.
Mittwoch, den 18. Juni 1890 (No. 70), Amtlicher Theil
Die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh des Bauergutsbesitzers Wilhelm Bolle in Lindenberg ist erloschen.
Malchow, den 13. Juni 1890.
Mittwoch, den 9. Juli 1890 (No. 79), Amtlicher Theil
Bei zwei Pferden des Kossäthen August Haase zu Ahrensfelde ist die Rotzkrankheit festgestellt und sind dieselben heute getödtet
Mehrow, den 4. Juli 1890.
Freitag, den 8. August 1890 (No. 92), Amtlicher Theil, gekürzt
Unter den Kühen des Dom. Mehrow ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
Mehrow, den 5. August 1890.
Mittwoch, den 3. September 1890 (No. 103), Amtlicher Theil
Die Maul- und Klauenseuche zu Dom. Mehrow ist erloschen.
Mehrow, den 30. August 1890.
Sonntag, den 31. Mai 1891 (No. 61), Amtlicher Theil
Auf dem Dominium Hellersdorf ist die Lungenseuche ausgebrochen.
Mehrow, den 29. Mai 1891.
Freitag, den 13. Januar 1893 (No. 6), Amtliche Beilage
derjenigen Personen, welche im Jahre 1893 auf Grund des § 18 des Gesetzes, betreffend Ausführung des Reichsgesetzes zur Unterdrückung von Viehseuchen vom 12. März 1881, zu Schiedsmännern behufs Abschätzung des Werthes der auf polizeiliche Anordnung zu tödtenden Thiere zugezogen werden können.
Lfd. Nr. Name des Amtsbezirkes Name der zu Schiedsmännern vorgeschlagenen Personen
19. Blumberg 1. Administrator Johannes Ziegner zu Blumberg
4. Bauergutsbesitzer Gottlieb Hecht zu Blumberg
20. Ahrensfelde 1. Gutsverwalter Wolff zu Hellersdorf
23. Malchow 1. Schmiedemeister Floris zu Malchow
2. Gemeindevorsteher August Silberberg zu Malchow
4. Schöffe Carl Gathow zu Lindenberg
5. Gemeindevorsteher Carl Kerkow zu Karow
6. Schöffe Keisdorf zu Karow
Sonntag, den 22. Januar 1893 (No. 10), Amtlicher Theil
Unter dem Rindvieh des Bauerngutsbesitzers Georg Juert und des Kossäth Fritz Töpfer zu Blumberg ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen, und die Gehöftsperre angeordnet.
Blumberg, den 20. Januar 1893.
Freitag, den 27. Januar 1893 (No. 12), Amtlicher Theil
Unter dem Rindvieh des Kossäthen Wilhelm Flöricke zu Blumberg ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen und deshalb die Gehöftsperre angeordnet.
Blumberg, den 23. Januar 1893.
Unter dem Rindvieh des Bauern Friedrich Brederecke zu Eiche ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
Mehrow, den 23. Januar 1893.
Sonntag, den 29. Januar 1893 (No. 13), Amtlicher Theil
Da in mehreren Gehöften der Gemeinde Blumberg die Maul- und Klauenseuche herrscht, verhänge ich hiermit die Ortssperre für das Dorf Blumberg.
Blumberg, den 26. Januar 1893.
Sonntag, den 26. Februar 1893 (No. 25), Amtlicher Theil
Mehrow, den 23. Februar 1893.
Freitag, den 17. März 1893 (No. 33), Amtlicher Theil
Unter dem Rindvieh des Bauerngutsbesitzers August Klus zu Eiche ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
Mehrow, den 10. März 1893.
Die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh des Bauerngutsbesitzers Friedrich Brederecke aus Eiche ist erloschen.
Mehrow, den 13. März 1893.
Sonntag, den 19. März 1893 (No. 34), Amtlicher Theil
Die Maul- und Klauenseuche in der Gemeinde Blumberg ist erloschen und wird deshalb die Ortssperre aufgehoben.
Blumberg, den 15. März 1893.
Sonntag, den 26. März 1893 (No. 37), Amtlicher Theil
Die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh des Rittergutes Mehrow ist erloschen und wird hiermit die angeordnete Sperre aufgehoben.
Mehrow, den 22. März 1893.
Sonntag, den 14. Mai 1893 (No. 56), Amtlicher Theil
Die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindvieh des Bauern August Klus zu Eiche ist erloschen.
Mehrow, den 8. Mai 1893.
Mittwoch, den 3. Januar 1894 (No. 1), Amtliche Beilage
derjenigen Personen, welche im Jahre 1894 auf Grund des § 18 des Gesetzes, betreffend Ausführung des Reichsgesetzes über die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen vom 12. März 1881, zu Schiedsmännern behufs Abschätzung des Werthes der auf polizeiliche Anordnung zu tödtenden Thiere zugezogen werden können.
4. " Gottlieb Hecht zu Blumberg
Sonntag, den 1. Juli 1894 (No. 75), Amtlicher Theil
Unter dem Schweinebestande des Bauerngutsbesitzers Adolf Thürling zu Mehrow ist die Rothlaufseuche ausgebrochen.
Die Rothlaufseuche unter dem Schweinebestande des Büdners Karl Vetter zu Ahrensfelde ist erloschen.
Mehrow, den 29. Juni 1894.
Sonntag, den 8. Juli 1894 (No. 78), Amtlicher Theil
Dem Kossäthen Wilhelm Schmöcker und dem Milchpächter Hermann Schulz zu Ahrensfelde ist je ein Schwein an der Rothlaufseuche gefallen.
Mehrow, den 5. Juli 1894.
Sonntag, den 9. September 1894 (No. 105), Amtlicher Theil
Ein Schwein des Bauergutsbesitzers Hagert zu Lindenberg ist an der Rothlaufseuche verendet.
Malchow, den 5. September 1894.
Sonntag, den 25. November 1894 (No. 138), Amtlicher Theil
Unter dem Rindviehbestande des Rittergutes Mehrow ist der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche festgestellt worden.
Mehrow, den 22. November 1894.
Freitag, den 30. November 1894 (No. 140), Amtlicher Theil
Freitag, den 21. December 1894 (No. 149), Amtlicher Theil
Die Maul- und Klauenseuche unter dem Rindviehbestande des Rittergutes Mehrow ist erloschen. Die Guts- und Ortssperre wird hierdurch aufgehoben.
Mehrow, den 18. December 1894.
Freitag, den 4. Januar 1895 (No. 1), Amtlicher Theil
Mittwoch, den 30. Januar 1895 (No. 12), Amtliche Beilage
derjenigen Personen, welche im Jahre 1895 auf Grund des § 18 des Gesetzes, betreffend Ausführung des Reichsgesetzes über die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen vom 12. März 1881, zu Schiedsmännern behufs Abschätzung des Werthes der auf polizeiliche Anordnung zu tödtenden Thiere zugezogen werden können.
Sonntag, den 3. März 1895 (No. 26), Amtlicher Theil
Auf dem Dominium Blumberg ist eine Kuh an Milzbrand verendet.
Blumberg, den 28. Februar 1895.
Freitag, den 29. März 1895 (No. 37), Amtlicher Theil
Freitag, den 19. April 1895 (No. 45), Amtlicher Theil
Mehrow, den 17. April 1895.
Sonntag, den 5. Mai 1895 (No. 52), Amtlicher Theil
Sonntag, den 10. Mai 1895 (No. 54), Amtlicher Theil
Die Maul- und Klauensuche unter dem Rindviehbestand des Rittergutes Mehrow ist erloschen. Die Ortssperre wird hierdurch aufgehoben.
Mehrow, den 8. Mai 1895.
Sonntag, den 16. Juni 1895 (No. 68), Amtlicher Theil
Das Schwein des Arbeiters Wilhelm Wilke in Lindenberg ist an der Rothlaufseuche verendet.
Mehrow, den 12. Juni 1895.
Freitag, den 21. Juni 1895 (No. 70), Amtlicher Theil
Zwei der Bauerwittwe Lenz gehörige Schweine sind an Rothlaufseuche verendet.
Marzahn, den 17. Juni 1895.
Mittwoch, den 31. Juli 1895 (No. 87), Amtlicher Theil
Ein dem Bäckermeister Albert Zinn zu Ahrensfelde gehöriges Schwein ist an Rothlauf verendet.
Mehrow, den 29. Juli 1895.
Freitag, den 30. August 1895 (No. 100), Amtlicher Theil
Ein Schwein des Arbeiters Gustav Göritz zu Hellersdorf ist an Rothlauf verendet.
Mehrow, den 27. August 1895.
Mittwoch, den 4. September 1895 (No. 102), Amtlicher Theil
Ein Schwein des Halbbauern Friedrich Ebel zu Lindenberg ist an Rothlauf verendet.
Malchow, den 30. August 1895.
Sonntag, den 13. October 1895 (No. 119), Amtlicher Theil
Auf dem Dominium Blumberg ist eine Kuh an Lungenseuche verendet.
Blumberg, den 10. October 1895.
Mittwoch, den 27. November 1895 (No. 138), Amtlicher Theil
Unter den Kühen des Kossäthen Wilhelm Grunow zu Eiche ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Die Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde, den 24. November 1895.
Freitag, den 29. November 1895 (No. 139), Amtlicher Theil
Mit Rücksicht auf die unter dem Rindviehbestande des Kossäthen Wilhelm Grunow zu Eiche ausgebrochenen Maul- und Klauenseuche wird die Ortschaft Eiche und deren Feldmark gegen das Durchtreiben von Rindvieh und Schweinen gesperrt.
Ahrensfelde, den 27. November 1895.
Nachweisung derjenigen Personen, welche ... auf Grund des § 18 des Gesetzes, betreffend Ausführung des Reichsgesetzes über die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen vom 12. März 1881, zu Schiedsmännern behufs Abschätzung des Werthes der auf polizeiliche Anordnung zu tödtenden Thiere zugezogen werden können.
Sonntag, den 8. December 1895 (No. 143), Amtlicher Theil
Bei einem dem Lehrer Schröder zu Mehrow gehörigen Schweine sind bei der Untersuchung Trichinen gefunden. Die Untersuchung ist durch den amtlichen Fleischbeschauer, den Schuhmachermeister August Gröpler zu Eiche, ausgeführt.
Freitag, den 17. Juli 1896 (No. 83), Anzeigen
Sonntag, den 10. Januar 1897 (No. 5), Amtlicher Theil
Die Maul- und Klauenseuche unter den Rindviehbeständen der Bauerngutsbesitzer August Hübner, Wilhelm Salemann und Carl Gathow zu Lindenberg ist erloschen.
Machow, den 7. Januar 1897.
Sonntag, den 10. Januar 1897 (No. 5.), Amtliche Beilage, gekürzt
Nachweisung derjenigen Personen, welche im Jahre 1897 auf Grund des § 18 des Gesetzes, betreffend Ausführung des Reichsgesetzes über die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen vom 12. März 1881, zu Schiedsmännern behufs Abschätzung des Werthes der auf polizeiliche Anordnung zu tödtenden Thiere zugezogen werden können.
1. Administrator Johannes Ziegner zu Bumberg
28. [Amtsbezirk] Malchow
4. Schöffe Carl Gahtow [!] zu Lindenberg
Freitag, den 2. Juli 1897 (No. 76), Amtlicher Theil
Ein Schwein des Arbeiters Carl Wesenberg hierselbst ist an Rothlauf verendet.
Ahrensfelde, den 29. Juli 1897.
Sonntag, den 11. Juli 1897 (No. 80), Amtlicher Theil
Ein Schwein des Büdners Gustav Wegener zu Mehrow ist an Rothlauf verendet.
Ahrensfelde, den 8. Juli 1897.
Mittwoch, den 13. October 1897 (No. 120), Amtlicher Theil
Ein dem Bauergutsbesitzer Fritz Möser zu Eiche gehöriges Schwein ist an Rothlauf verendet.
Ahrensfelde, den 8. October 1897.
Freitag, den 22. October 1897 (No. 124), Amtlicher Theil
Ein dem Gärtner Emil Zimmerling in Mehrow gehöriges Schwein ist an Rothlauf verendet.
Ahrensfelde, den 19. October 1897.
Mittwoch, den 10. November 1897 (No. 132), Amtlicher Theil
Ein in letzter Zeit vorgekommener Fall von Rothlaufseuche veranlaßt mich, auf das Lorenz'sche Verfahren, Impfung der Schweine mit der vom Obermedizinalrath Dr. Lorenz erfundenen Lymphe aufmerksam zu machen. Die Lorenz'sche Erfindung ist von größter Bedeutung; sie ermöglicht es, Verluste an Rothlauf gänzlich zu vermeiden.
Die Ausführung der Impfung darf nur durch approbirte Tierärzte erfolgen.
Neuenhagen, den 2. November 1897.
Nachweisung. derjenigen Personen, welche im Jahre 1897 auf Grund des § 18 des Gesetzes, betreffend die Ausführung des Reichsgesetztes über die Abwehr und Unterdrückung der Viehseuchen vom 12. März 1881, zu Schiedsmännern behufs Abschätzung des Werthes der auf polizeiliche Anordnung zu tödtenden Thiere zugezogen werden können.
Ahrensfelde, den 28. September 1898.
Sonntag, den 1. Januar 1899 (No. 1), Amtliche Beilage, gekürzt
Nachweisung derjenigen Personen, welche ... zu Schiedsmännern behufs Abschätzung des Werthes der auf polizeiliche Anordnung zu tödtenden Thiere zugezogen werden können.
4. Bauergutsbesitzer August Müller zu Ahrensfelde
23. [Amtsbezirk] Malchow
Freitag, den 7. April 1899 (No. 41), Amtlicher Theil
Mittwoch, den 14. Juni 1899 (No. 68), Amtlicher Theil
Dem Gärtnereibesitzer Wilhelm Charon in Blumberg ist ein Schwein an Rothlauf verendet.
Blumberg, den 10. Juni 1899.
Mittwoch, den 28. Juni 1899 (No. 74), Amtlicher Theil
Ein dem Büdner August Grunow zu Eiche gehöriges Schwein ist an Rothlauf verendet.
Ahrensfelde, den 24. Juni 1899.
Sonntag, den 30. Juli 1899 (No. 88), Amtlicher Theil
Ein dem Gemeinde-Vorsteher August Klus zu Eiche gehöriges Schwein ist an Rothlauf verendet.
Ahrensfelde, den 27. Juli 1899.
Sonntag, den 6. August 1899 (No. 91), Amtlicher Theil
Dem Mühlenmeister G. Juert in Blumberg ist ein Schwein an Rothlauf verendet.
Blumberg, den 1. August 1899.
Freitag, den 1. September 1899 (No. 102), Amtlicher Theil
Ein dem Bäckermeister Adolf Junghanß zu Ahrensfelde gehöriges Schwein ist an Rothlauf verendet.
Ahrensfelde, den 29. August 1899.
Sonntag, den 17. September 1899 (No. 109), Amtlicher Theil
Ein der Büdnerwittwe Hänsch zu Ahrensfelde gehöriges Schwein ist an Rothlauf verendet.
Ahrensfelde, den 14. September 1899.
Sonntag, den 29. October 1899 (No. 127), Amtlicher Theil
Unter dem Rindviehbestande der städtischen Anstalt für Epileptische Wuhlgarten ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
Ahrensfelde, den 27. October 1899.
Freitag, den 10. November 1899 (No. 132), Amtlicher Theil
Freitag, den 5. Januar 1900 (No. 1), Amtlicher Theil
Die Maul- und Klauenseuche in Lindenberg ist erloschen.
Malchow, den 29. December 1899.
Freitag, den 5. Januar 1900 (No. 1), Amtliche Beilage, gekürzt
Nachweisung derjenigen Personen, welche im Jahre 1900 ... zu Schiedsmännern behufs Abschätzung des Werthes der auf polizeiliche Anordnung zu tödtenden Thiere zugezogen werden können.
2. Bauerngutsbesitzer Wilhelm Grün zu Blumberg
3. Bauerngutsbesitzer August Noack zu Blumberg
4. Bauerngutsbesitzer Georg Juert zu Blumberg
4. Bauerngutsbesitzer August Müller zu Ahrensfelde
Freitag, den 30. März 1900 (No. 37), Amtlicher Theil
Ein dem Bauerngutsbesitzer Gustav Wegener zu Ahrensfelde gehörendes Schwein ist an Rothlauf verendet.
Ahrensfelde, den 26. März 1900.
Mittwoch, den 4. April 1900 (No. 39), Amtlicher Theil
Ein dem Gemeinde=Vorsteher August Müller zu Ahrensfelde gehörendes Schwein ist an Rothlauf verendet.
Ahrensfelde, den 2. April 1900.
Sonntag, den 8. April 1900 (No. 41), Amtlicher Theil
Unter dem Rindvieh des Bauerngutsbesitzers Aug. Ebel II in Blumberg ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.
Blumberg, den 4. April 1900.
Freitag, den 29. Juni 1900 (No. 73), Amtlicher Theil
Mittwoch, den 1. August 1900 (No. 87), Amtlicher Theil
Die Maul= und Klauenseuche unter dem Rindviehbestande des Rittergutes Blumberg ist erloschen.
Blumberg, den 28. Juli 1900.
Ein dem Arbeiter Ludwig Marschke zu Mehrow gehörendes Schwein ist an Rothlauf verendet.
Ahrensfelde, den 28. Juli 1900.
Freitag, den 12. October 1900 (No. 118), Amtlicher Theil
Eine Kuh des Bauerngutsbesitzers August Döberitz in Hönow ist an Milzbrand verendet.
Neuenhagen, den 9. October 1900.
Mittwoch, den 17. October 1900 (No. 120), Amtlicher Theil
Wegen der im Kreise herrschenden Maul= und Klauenseuche wird die Abhaltung des
am 19. d. Mts. in Werneuchen angesetzten Viehmarktes untersagt.
Freienwalde a. O., den 12. October 1900.
Freitag, den 11. Januar 1901, Amtlicher Theil
Sonntag, den 27. Januar 1901, Amtlicher Theil
Freitag, den 31. Mai 1901, Amtlicher Theil
Sonntag, den 9. Juni 1901, Amtlicher Theil
Mittwoch, den 24. Juli 1901, Amtlicher Theil
Sonntag, den 18. August 1901. Amtlicher Theil
Sonntag, den 25. August 1901 (No. 98), Amtlicher Theil
Mittwoch, den 4. December 1901, Amtlicher Theil
Mittwoch, den 1. Januar 1902 (No. 1), Amtliche Beilage, gekürzt
Nachweisung derjenigen Personen, welche im Jahre 1902 ... zu Schiedsmännern behufs Abschätzung des Werthes der auf polizeiliche Anordnung zu tödtenden Thiere zugezogen werden können.
Amtsbezirk: Ahrensfelde
Name der zu Schiedsmännern vorgeschlagenen Personen:
Freitag, den 1. Januar 1904 (No. 1), Amtliche Beilage, gekürzt
Nachweisung derjenigen Personen, welche im Jahre 1904 auf Grund des § 18 des Gesetzes, betreffend Ausführung des Reichsgesetzes über die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen vom 12. März 1981, zu Schiedsmännern behufs Abschätzung des Wertes der auf polizeiliche Anordnung zu tötenden Tiere zugezogen werden können.
1. Bauergutsbesitzer August Ebel zu Blumberg,
2. Bauergutsbesitzer Wilhelm Grün zu Blumberg,
3. Bauergutsbesitzer August Noack zu Blumberg,
1. Gutsvorsteher Wolf zu Hellersdorf,
2. Gutsbesitzer Haase zu Ahrensfelde,
3. Gutsbesitzer Lindemann zu Eiche,
Sonntag, den 1. Januar 1905 (No. 1), Amtliche Beilage, gekürzt
Nachweisung derjenigen Personen, welche im Jahre 1905 ... zu Schiedsmännern behufs Abschätzung des Wertes der auf polizeiliche Anordnung zu tötenden Tiere zugezogen werden können.
Bauergutsbesitzer August Ebel zu Blumberg
Bauergutsbesitzer Wilhelm Grün zu Blumberg
Bauergutsbesitzer August Noack zu Blumberg
Bauergutsbesitzer Georg Juert zu Blumberg
Gutsvorsteher Wolff zu Hellersdorf
Gutsbesitzer Haase zu Ahrensfelde
Bauergutsbesitzer August Müller zu Ahrensfelde
Mittwoch, den 5. April 1905 (No. 41), Amtlicher Theil
Mittwoch, den 3. Januar 1906 (No. 1), Amtliche Beilage, gekürzt
Nachweisung derjenigen Personen, welche im Jahre 1906 auf Grund des §18 des Gesetzes, betreffend Ausführung des Reichsgesetzes über die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen, vom 12. März 1881 zu Schiedsmännern behufs Abschätzung des Wertes der auf polizeiliche Anordnung zu tötenden Tiere zugezogen werden können.
Mittwoch, den 3. Juli 1907 (Nr. 77), Amtlicher Teil
Unter den Schweinen des Rittergutes Mehrow ist die Rotlaufseuche ausgebrochen.
Ahrensfelde, den 26. Juni 1907.
Mittwoch, den 11. März 1908 (Nr. 31), Amtlicher Teil
Mittwoch, den 8. April 1908 (Nr. 43), Amtlicher Teil
Mittwoch, den 31. März 1909 (Nr.39), Amtlicher Teil, gekürzt
2. Gutsbes. Haase zu Ahrensfelde
3. Gutsbes. Lindemann zu Eiche
Amtsbezirk Ahrensfelde.:
1. Gutsverwalter Eilers zu Hellersdorf,
4. Bauerngutsbesitzer August Müller in Ahrensfelde
Freitag, den 17. März 1911 (Nr. 33), Amtlicher Teil
Sonntag, den 21. Mai 1911 (Nr. 61), Amtliche Beilage, gekürzt
Name des Beschaubezirkes: Ahrensfelde
Name, Wohnung des Fleischbeschauers: Krüger, Stellmachermstr. in Ahrensfelde
Umfang des dem Fleischbeschauer zugeteilten Bezirks: 1. Ahrensfelde, 2. Mehrow (Gemeinde und Gut), Eiche, Hellersdorf (Gut mit Wuhlgarten)
Name, Wohnung des Fleischbeschauerstellvertreters: Stoppert, Barbier, Blumberg
Name des Trichinenbeschauers: 1. [siehe oben], 2. Gröpler, Aug., Eiche
Umfang des dem Trichinenschauers [!] zugeteilten Bezirks: [siehe oben]
Name des Trichinenschauerstellvertreters: Gröpler, August, Stellmachermeister, Eiche
Ergänzungsbeschauerstellvertreter: Habeck, Tierarzt, Weißensee
Mittwoch, den 19. Juli 1911 (Nr. 85), Amtlicher Teil
Unter dem Schweinebestande des Landwirts Reinhold Schmidt in Ahrensfelde ist "Rotlauf" festgestellt.
Sonntag, den 5. November 1911 (Nr. 132), Amtlicher Teil
Unter den Kühen des Landwirts und Fleischers August Friedrich hierselbst ist die Maul- und Klauen-Seuche amtstierärztlich festgestellt worden. Die Gehöft- sowie Ortsperre ist angeordnet.
Mittwoch, den 10. Januar 1912 (Nr. 4), Amtlicher Teil
Unter dem Rindviehbestand des Landwirts Wilhelm Schulze in Eiche ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Das Gehöft ist gesperrt.
Sonntag, den 14. Januar 1912 (Nr. 6, Beilage), Amtlicher Theil, gekürzt
2. Gutsbesitzer Alb. Buchholz zu Ahrensfelde,
4. Bauerngutsbesitzer Adolf Thürling in Mehrow
Sonntag, den 11. Februar 1912 (Nr. 18), Amtlicher Teil
Mittwoch, den 21. Februar 1912 (Nr. 22), Amtlicher Teil
Sonntag, den 28. April 1912 (Nr. 51), Amtlicher Teil
Freitag, den 14. Juni 1912 (Nr. 70), Amtlicher Teil
Die Schweinepest auf dem Gutsgehöft der Anstalt Wuhlgarten ist erloschen; die Gehöftsperre ist aufgehoben.
Freitag, den 26. Juli 1912 (Nr. 88), Amtlicher Teil
Unter dem Schweinebestande des Gutsgehöfts der Anstalt Wuhlgarten ist amtstierärztlich die Schweinepest festgestellt. Die Gehöftsperre ist angeordnet.
Mittwoch, den 1. Januar 1913 (Nr. 1), Amtlicher Teil
Unter dem Schweinebestande des Gutsgehöfts der Anstalt für Epileptische, Wuhlgarten, ist die Schweinepest amtstierärztlich festgestellt. Die Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde bei Berlin, den 28. Dezember 1912.
Sonntag, den 6. April 1913 (Nr. 42), Amtlicher Teil
Bei einem gefallenen Schwein des Schmiedemeisters Albrecht in Ahrensfelde ist amtstierärztlich die Schweinepest festgestellt. Die Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde bei Berlin, den 4. April 1913.
Die Schweinepestpest auf dem Gutsgehöft der Anstalt in Wuhlgarten ist erloschen. Die angeordnete Gehöftsperre ist aufgehoben.
Ahrensfelde bei Berlin, den 2. April 1913.
Mittwoch, den 30. April 1913 (Nr. 52), Amtlicher Teil
Unter dem Schweinebestande des Bäckermeisters Gustav Dietz in Ahrensfelde ist amtstierärztlich die Schweinepest festgestellt. Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde b. Berlin, den 26. April 1913.
Freitag, den 16. Mai 1913 (Nr. 59), Amtlicher Teil
Die Schweinepest unter dem Bestande des Schmiedemeisters Albrecht in Ahrensfelde ist erloschen. Die angeordnete Gehöftsperre ist aufgehoben.
Ahrensfelde b. Berlin, den 14. Mai 1913.
Sonntag, den 18. Mai 1913 (Nr. 60), Amtlicher Teil
Unter dem Schweinebestande des Arbeiters Schwendel zu Mehrow ist amtstierärztlich die Schweinepest festgestellt. Die Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde, den 15. Mai 1913.
Sonntag, den 25. Mai 1913 (Nr. 63), Amtlicher Teil
Die Schweinepest unter dem Bestande des Bäckermeisters Dietz in Ahrensfelde ist erloschen. Die angeordnete Gehöftsperre ist aufgehoben.
Ahrensfelde b. Berlin, den 21. Mai 1913.
Mittwoch, den 6. August 1913 (Nr. 94), Amtlicher Teil
Bei einem notgeschlachteten Schweine des Stellmachermeisters Ernst Bautz in Eiche ist amtstierärztlich Rotlauf festgestellt. Die Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde bei Berlin, den 2. August 1913.
Sonntag, den 17. August 1913 (Nr. 99), Amtlicher Teil
Bei einem der Besitzerin Emilie Bredereke in Mehrow gehörenden und in Hönow geschlachteten Schwein ist amtstierärztlich Rotlauf festgestellt. Die Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde bei Berlin, den 14. August 1913.
Mittwoch, den 27. August 1913 (Nr. 103), Amtlicher Teil
Unter dem Schweinebestande des Gasthofsbesitzers Wilhelm Dubick in Ahrensfelde ist amtstierärztlich Rotlauf festgestellt. Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde bei Berlin, den 25. August 1913.
Freitag, den 29. August 1913 (Nr. 104), Amtlicher Teil
Mittwoch, den 3. September 1913 (Nr. 106), Amtlicher Teil
Bei einem notgeschlachteten Schwein des Landwirts August Adler in Ahrensfelde ist Rotlauf festgestellt. Die Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde, den 30. August 1913.
Mittwoch, den 10. September 1913 (Nr. 109), Amtlicher Teil
Der Rotlauf unter dem Schweinebestande des Stellmachermeisters Bantz in Eiche ist erloschen. Die angeordnete Gehöftsperre ist aufgehoben.
Ahrensfelde bei Berlin, den 6. September 1913.
Mittwoch, den 24. September 1913 (Nr. 115), Amtlicher Teil
Der Rotlauf unter dem Schweinebestande des Landwirts August Adler und des Gastwirts Wilhelm Dubick in Ahrensfelde ist erloschen; die angeordnete Sperre wird aufgehoben.
Ahrensfelde bei Berlin, den 19. September 1913.
Sonntag, den 16. November 1913 (Nr. 138), Amtlicher Teil
Unter dem Schweinebestande des Ackerpächters August Grabe zu Ahrensfelde ist amtstierärztlich Schweinepest festgestellt. Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde, den 12. November 1913.
Freitag, den 16. Januar 1914 (Nr. 13), Amtlicher Teil
Bei einem verendeten, dem Gutsbesitzer August Müller in Ahrensfelde gehörenden Schweine ist amtstierärztlich Rotlauf festgestellt. Die Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde, den 13. Januar 1914.
Sonntag, den 15. Februar 1914 (Nr. 39), Amtlicher Teil
Bei zwei verendeten Schweinen, dem Eigentümer Hermann Wegener in Ahrensfelde gehörend, ist amtstierärztlich Schweinepest festgestellt. Die Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde bei Berlin, den 12. Februar 1914.
Sonntag, den 30. Mai 1914 (Nr. 125), Amtlicher Teil
Unter dem Schweinebestande des Gutsgehöfts der Städtischen Anstalt zu Wuhlgarten ist die Schweinepest festgestellt. Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde, den 27. Mai 1914.
Freitag, den 5. Juni 1914 (Nr. 129), Amtlicher Teil
Donnerstag, den 17. September 1914 (Nr. 218), Amtlicher Teil
Beim Besitzer Richard Schulze in Eiche und Mühlenbesitzer Georg Juert in Ahrensfelde ist Rotlauf ausgebrochen. Die Gehöfte sind gesperrt.
Ahrensfelde, den 15. September 1914.
Freitag, den 9. Oktober 1914 (Nr. 237), Amtlicher Teil
Donnerstag, den 22. Oktober 1914 (Nr. 248), Amtlicher Teil
Unter dem Rindviehbestande der Anstalt Wuhlgarten ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Das Gehöft ist gesperrt.
Ahrensfelde-Berlin, den 20. Oktober 1914.
Dienstag, den 8. Dezember 1914 (Nr. 287), Amtlicher Teil
Die Maul- und Klauenseuche ist bei dem Rittergut Mehrow sowie bei dem städtischen Gut Hellersdorf und Wuhlgarten erloschen. Die Gehöftsperre ist aufgehoben worden.
Ahrensfelde bei Berlin, den 4. Dezember 1914.
Sonntag, den 28. Februar 1915 (Nr. 50), Amtlicher Teil
Unter dem Rindviehbestande des Besitzers Ernst Meißner in Mehrow ist die Maul- und Klauenseuche amtstierärztlich festgestellt worden. Die Gehöftsperre ist angeordnet worden.
Ahrensfelde, den 24. Februar 1915.
Sonntag, den 14. März 1915 (Nr. 62), Amtlicher Teil
Die Maul- und Klauenseuche unter dem Viehbestande des Landwirts Ernst Meißner in Mehrow ist erloschen. Die Sperre ist aufgehoben.
Ahrensfelde, den 11. März 1915.
Dienstag, den 20. Juli 1915 (Nr. 167), Amtlicher Teil
Bei einem gefallenen Schwein, dem Arbeiter Willuhn in Hellersdorf gehörig, ist amtstierärztlich die Schweineseuche festgestellt. Das Gehöft ist gesperrt.
Ahrensfelde, den 16. Juli 1915.
Freitag, den 2. Februar 1917 (Nr. 27), Amtlicher Teil
Unter dem Pferdebestande des Landwirtschaftsbetriebes des Ostkirchhofs der Berliner Stadtsynode ist amtstierärztlich die Räude festgestellt. Stallsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde bei Berlin, den 31. Januar 1917.
Freitag, den 9. März 1917 (Nr. 57), Amtlicher Teil
Die Maul- und Klauenseuche bei den Besitzern Wegener und Seidel in Ahrensfelde ist erloschen. Sperrmaßregeln sind aufgehoben.
Ahrensfelde bei Berlin, den 6. März 1917.
Donnerstag, den 5. April 1917 (Nr. 80), Amtlicher Teil
Unter den Pferden des Landwirtes Fritz Klus in Eiche ist amtstierärztlich die Räude festgestellt. Stallsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde bei Berlin, den 31. März 1917.
Donnerstag, den 3. Mai 1917 (Nr. 102), Amtlicher Teil
Unter dem Klauenvieh des Landwirtschafts-Betriebes der Anstalt für Epileptische zu Wuhlgarten ist amtstierärztlich Maul- und Klauen-Seuche festgestellt. Gehöfts- und Stallsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde, den 1. Mai 1917.
Freitag, den 15. Juni 1917 (Nr. 137), Amtlicher Teil
Die Räude unter den Pferden des Landwirtschaftsbetriebes des Ostkirchhofes in Ahrensfelde, sowie die Maul- und Klauen-Seuche unter dem Rindviehbestande der Anstalt für Epileptische in Wuhlgarten ist erloschen. Die Sperre ist aufgehoben.
Ahrensfelde, den 13. Juni 1917.
Sonnabend, den 28. Juli 1917 (Nr. 174), Amtlicher Teil
Unter dem Schweinebestande des Stellmachermeisters Lehmann aus Mehrow und des Gemüsegärtners Wegemund in Eiche ist amtstierärztlich Rotlauf festgestellt und 3 Schweine verendet. Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde, den 24. Juli 1917.
Sonntag, den 4. November 1917 (Nr. 259), Amtlicher Teil
Die Pferderäude unter dem Bestande des Landwirts Klus in Eiche ist erloschen.
Sperrmaßregeln sind aufgehoben.
Ahrensfelde, den 1. November 1917.
Sonntag, den 13. Januar 1918 (Nr. 11), Amtlicher Teil
Unter dem Pferdebestande des Landwirts Paul Lindemann in Eiche ist amtstierärztlich Räude festgestellt. Sperrmaßregeln sind angeordnet.
Ahrensfelde, den 10. Januar 1918
Mittwoch, den 13. März 1918 (Nr. 61), Kreis-Nachrichten
Bernau. Die vom Landrat des Kreises Niederbarnim aus Anlaß eines Tollwutfalles in Löhme am 19. Dezember v. Js. angeordnete Hundesperre für Löhme, die Städte Altlandsberg und Bernau sowie die Gemeinden und Gutsbezirke Ahrensfelde, Altlandsberg Amt, Birkholz, Blumberg, Börnicke, Eiche, Hönow, Krummensee, Lindenberg, Mehrow, Schwanebeck, Seeberg, Seefeld und Zepernick hat mit dem Ablauf des 10. März ihr Ende erreicht.
Sonnabend, den 3. August 1918 (Nr. 180), Amtlicher Teil
Die Räude unter den Pferdebeständen der Besitzer Lehmann und Lindemann in Ahrensfelde und Eiche ist erloschen.
Ahrensfelde, den 31. Juli 1918.
Unter dem Rindviehbestande des Rittergutes Mehrow ist die Maul- und Klauenseuche festgestellt. Gehöftsperre ist angeordnet.
Bernau. Die Maul- und Klauenseuche sucht leider gegenwärtig unser Vaterland in steigendem Maße heim. ...
Sonnabend, den 11. Dezember 1920 (Nr. 186), Amtlicher Teil
Sonntag, den 3. April 1921 (Nr. 77), Amtlicher Teil
Unter dem Rindviehbestande des Lehrers Bauer zu Lindenberg ist die Maul- und Klauen-Seuche festgestellt. Die Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde, den 31. März 1921.
Freitag, den 8. April 1921 (Nr. 81), Amtlicher Teil
Unter dem Rindviehbestande des Landwirts Fritz Baurath zu Lindenberg ist die Maul- und Klauenseuche festgestellt. Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde b. Berlin, den 5. April 1921.
Sonnabend, den 9. April 1921 (Nr. 82), Amtlicher Teil
Unter dem Rindviehbestande des Gutsbesitzers Gustav Wegener in Ahrensfelde ist die Maul- und Klauenseuche festgestellt. Gehöftsperre ist angeordnet.
Ahrensfelde b. Berlin, den 6. April 1921.
Unter dem Schweinebestande des Landwirts Fritz Grunow in Eiche ist die Schweinepest amtstierärztlich festgestellt worden. Die Gehöftsperre ist angeordnet.
Dienstag, den 10. Juli 1923 (Nr. 128), Amtlicher Teil
Unter dem Schweinebestande des Gastwirts Reiche hier ist Schweinepest amtstierärztlich festgestellt worden. Ueber das Gehöft wird die Sperre verhängt.
Lindenberg, den 8. Juli 1923
Sonntag, den 16. Dezember 1923 (Nr. 264), Amtlicher Teil
Aufhebung der Hundesperre.
Meine viehseuchenpolizeiliche Anordnung vom 27. September 1923 - Kreisblatt Nr. 199 -, durch die über die Amtsbezirke Neuenhagen, Dahlwitz, Schöneweide [?], Fredersdorf, Ahrensfelde, Alt-Landsberg-Amt, Löhme, Blumberg und Börnicke sowie über die Stadtbezirke Alt-Landsberg und Bernau die Hundesperre verhängt worden ist, ist mit dem 1. Dezember d. Js. außer Kraft getreten.
Niederbarnimer Kreisblatt, 24. Februar 1931, Amtsbezirk Ahrensfelde
Ahrensfelde. Die Maul- und Klauenseuche ist hier auf dem Gehöft des Landwirts Baak ausgebrochen. Infolgedessen wird aus dem Gemeindebezirk Ahrensfelde ein Sperrbezirk gebildet, in dem die bekannten Schutzvorschriften gelten. Im weiteren Umkreis unseres Ortes gelten die etwas erleichterten Sperrvorschriften.
Niederbarnimer Kreisblatt, 23. April 1931, Amtsbezirk Ahrensfelde
Ahrensfelde. Aus Anlaß des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche auf dem Gehöft des Schlächtermeisters August Friedrich in Ahrensfelde ist zum Schutz gegen die Seuche aus dem Gemeidebezirk Ahrensfelde ein Schutzbezirk gebildet.
Niederbarnimer Kreisblatt, 2. Dezember 1931, Amtsbezirk Ahrensfelde
Ahrensfelde. Die Schlachtvieh- und Fleischbeschau im Beschaubezirk Ahrensfelde, umfassend die Gemeinden Ahrensfelde, Mehrow, Eiche und Blumberg sowie die Fleischerei Puhlmann in Lindenberg, ist unter dem Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs mit Wirkung vom 1.12. d.J. dem prakt. Tierarzt Dr. med. vet. E. Riedel in Berlin-Hohenschönhausen, Berliner Str. 33-34, übertragen worden. - Verpflichtet wurde der Gemeindevorsteher Ernst Meißner in Mehrow als Schiedsmannstellvertreter für den Schiedsmannbezirk 33, umfassend die Gemeinden Ahrensfelde, Eiche und Mehrow, für eine vom 16. November 1931 an laufende 3jährige Amtsdauer.
Niederbarnimer Kreisblatt, 3. Januar 1938, Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim
Viehseuchenpolizeiliche Anordnung
betreffend die Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche
Zum Schutze gegen die Maul- und Klauenseuche wird auf Grund der §§ 18 ff. des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909 (RGBl. S. 519) mit Ermächtigung des Herrn Reichs- und Preußischen Ministers des Innern für den Umfang des Regierungsbezirks Potsdam folgendes bestimmt:
§ 1. Jede verseuchte Ortschaft bildet in der Regel einen Sperrbezirk ... Benachbarte, nach ihrer Lage oder ihren Verkehrsverhältnissen besonders stark gefährdete Einzelanwesen, Ortsteile oder Orte werden in den Sperrbezirk einbezogen. Bei großen Orten kann der Sperrbezirk auf Ortsteile, bei vereinzelt liegenden verseuchten Gehöften auf diese beschränkt werden, wenn dadurch nach Lage der Sache und den wirtschaftlichen und Verkehrsverhältnisse der Seuchenverschleppung genügend vorgebeugt werden kann.
§ 2. An den Haupteingängen des Sperrbezirkes sind Tafeln mit der deutlichen und haltbaren Aufschrift "Maul- und Klauenseuche-Sperrbezirk. Einfuhr und Durchtreiben von Klauenvieh sowie Durchfahren mit Wiederkäuergespannen verboten." leicht sichtbar anzubringen.
Niederbarnimer Kreisblatt, 12. März 1938 Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim
Unter dem Schweinebestand des Bauern Willy Grün in Blumberg ist die Schweinepest ausgebrochen. Das Gehöft ist für die Ein- und Ausfuhr von Schweinen gesperrt.
Blumberg, den 11. März 1938
Niederbarnimer Kreisblatt, 27. April 1938, Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim
Unter dem Schweinebestande des Landwirts Paul Wegener, Ahrensfelde, Dorfstr. 2 ist amtstierärztlich die Schweinepest festgestellt. Die Gehöftssperre ist verhängt.
Ahrensfelde, den 25. April 1938
Niederbarnimer Kreisblatt, 29. Oktober 1938, Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim, gekürzt
Vorläufige viehseuchenpolizeiliche Anordnung
Innerhalb des Amtsbezirkes Blumberg ist amtstierärztlich die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden und über den Ort Blumberg, einschl. Gut, ist die Sperre verhängt worden. ...
Blumberg, dem 27. Oktober 1938
Niederbarnimer Kreisblatt, 10. Februar 1939, gekürzt
In diesem Jahre muß sie überwunden werden!
Niederbarnimer Kreisblatt, 7. Dezember 1939, Amtl. Bekanntmachungen des Kreises Niederbarnim
Die Schweinepest unter dem Schweinebestande des Neubauern Albert Papst in Mehrow ist erloschen. Die Sperrmaßnahmen sind aufgehoben.
Ahrensfelde, den 4. Dezember 1939
Niederbarnimer Kreisblatt, 19. November 1940, gekürzt
Kampf den Ratten im Kreise Niederbarnim
In dieser Woche ist allgemeine Rattenbekämpfung...
Niederbarnimer Kreisblatt, 9. Dezember 1940, Amtliche Bekanntmachungen
Betrifft: Maul- und Klauenseuche in Mehrow
Unter dem Rindviehbestande des Neubauern Otto Braak in Mehrow, Gruppensiedlung, ist die Maul- und Klauenseuche amtstierärztlich festgestellt.
Aus der Gruppensiedlung in Mehrow ist ein Sperrbezirk gebildet.
Ahrensfelde, den 7. Dezember 1940.
Niederbarnimer Kreisblatt, 17./18. Januar 1942, Amtliche Bekanntmachungen
Betr.: Maul- und Klauen-Seuche in Mehrow
Unter den Rindviehbeständen der Bauern Paul Friederici und Frhr. v. Truchseß in Mehrow ist die Maul- und Klauen-Seuche amtstierärztlich festgestellt worden. Sperrbezirk: Gemeinde Mehrow
Ahrensfelde, den 13. Januar 1942
Niederbarnimer Kreisblatt, 23. Januar 1942, gekürzt
Wenn die Maul- und Klauenseuche ausbricht
Strenge Beachtung der Vorschriften!
Die Maul- und Klauenseuche gehört zur Gruppe der anzeigepflichtigen Seuchen, so daß unmittelbar nach Ausbruch der Seuche sowie beim Bestehen des Verdachts der Seuche sofort der zuständigen Ortspolizeibehörde Anzeige zu erstatten ist.
Die Weggabe von Milch aus den verseuchten Gebieten, auch wenn die Lieferung an eine Molkerei erfolgt, ist nur [nach vorherigem Erhitzen] gestattet, ... Die kranken und krankheitsverdächtigen Tiere sind von Orten fernzuhalten, an denen Gefahr für die Ansteckung anderer Tiere besteht; ebenso hat jede Abgabe von Tieren, selbst von gesund erscheinenden Tieren aus dem Bestande zu unterbleiben.
Der Dünger hat möglichst bis zur Schlußdesinfektion und, wenn das nicht durchzuführen ist, 8-10 Tage lang im Stall zu lagern, ist vor dem Herausbringen aus dem Stall mit Duraminlösung zu übergießen und danach innerhalb des Gehöftes zu packen. ... Gegenstände und Sachen, die mit kranken und krankheitsverdächtigen Tieren in Berührung gekommen sind, dürfen nur nach vorheriger gründlicher Desinfektion mit Duramin aus dem Gehöft entfernt werden. ... Die der Sperre unterliegenden Ställe dürfen, abgesehen von Notställen, ohne polizeiliche Genehmigung nur von dem Besitzer, seinem Stellvertreter und den mit der Beaufsichtigung, Wartung und Pflege der Tiere beauftragten Personen und von Tierärzten betreten werden. ...
Niederbarnimer Kreisblatt, 6. März 1942, Amtliche Bekanntmachungen
Betrifft: Gehöftsperre in Ahrensfelde
Unter dem Rindviehbestande des Gemüsebauern Willi Wollin in Ahrensfelde ist amtstierärztlich die Maul- und Klauen-Seuche festgestellt worden. Das Dorf Ahrensfelde ist zum Sperrbezirk erklärt.
Ahrensfelde, den 4. März 1942
Niederbarnimer Kreisblatt, 25. November 1942, Oranienburg und Umgegend, gekürzt
Tod der Ratten im Kreise Niederbarnim
Wie unsere Vorfahren vor 100 Jahren die Ratten bekämpften.
In der Zeit vom 22. bis 29. November wird wie in der Mark Brandenburg so auch im Kreise Niederbarnim eine Rattenbekämpfungsaktion durchgeführt, die sich besonders auch in den ländlichen Bezirken dahingehend auswirken soll, daß die Landbevölkerung den Ratten mit allen verfügbaren und wirksamen Mitteln zu Leibe geht. ...
... Seit jeher hat man nach Mitteln gesucht, die sich gegen diese Schädlinge bewährten. So lesen wir von einem probaten Mittel, die Ratten aus Gebäuden zu vertreiben, in einer märkischen Heimatzeitung vom 23. April 1842 folgendes: "Diese Thiere haben gegen ein Kraut, Hundszunge genannt, von Natur einen solchen Abscheu, daß sie die Gebäude, in welchen solche Pflanzen ausgestreut worden sind, sogleich verlassen und, solange diese Pflanzen daliegen, nicht wieder dahin zurückkehren. Diese Pflanzen wachsen auf Wiesen und an Grabenrändern. Sie müssen kurz vor Johanni gesammelt werden, weil sie da in der stärksten Kraft sind. ..."