Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE%2019,%20101
Timestamp: 2020-01-21 00:29:27
Document Index: 75176916

Matched Legal Cases: ['§ 17', 'Art. 3', '§ 17', 'Art. 3', '§ 17', '§ 79', '§ 212', '§ 212']

BVerfG, 13.07.1965 - 1 BvR 771/59, 1 BvR 234/61, 1 BvR 246/61, 1 BvR 367/61, 1... - dejure.org
BVerfG, 13.07.1965 - 1 BvR 771/59, 1 BvR 234/61, 1 BvR 246/61, 1 BvR 367/61, 1 BvR 17/62
https://dejure.org/1965,28
BVerfG, 13.07.1965 - 1 BvR 771/59, 1 BvR 234/61, 1 BvR 246/61, 1 BvR 367/61, 1 BvR 17/62 (https://dejure.org/1965,28)
BVerfG, Entscheidung vom 13.07.1965 - 1 BvR 771/59, 1 BvR 234/61, 1 BvR 246/61, 1 BvR 367/61, 1 BvR 17/62 (https://dejure.org/1965,28)
BVerfG, Entscheidung vom 13. Juli 1965 - 1 BvR 771/59, 1 BvR 234/61, 1 BvR 246/61, 1 BvR 367/61, 1 BvR 17/62 (https://dejure.org/1965,28)
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Vereinbarkeit der Zweigstellensteuer mit dem Gleicheitssatz - Vorliegen sachlicher Gründe für eine Ausnahme von der allgemeinen Regel gleicher Hebesätze für alle Gewerbebetriebe in der Gemeinde
GewStG § 17 Abs. 1; GG Art. 3 Abs. 1
Verfassungswidrigkeit des § 17 Abs. 1 GewStG
FG Hamburg, 15.04.1958 - II 108
LVG Gelsenkirchen, 17.02.1959 - 3 K 165/58
BFH, 09.06.1959 - I 167/58 U
LVG Düsseldorf, 25.08.1959 - 5 K 2372/59
OVG Nordrhein-Westfalen, 23.11.1959 - III A 577/59
OVG Nordrhein-Westfalen, 25.11.1959 - III A 577/59
LVG Düsseldorf, 23.02.1960 - 5 K 3405/59
LVG Düsseldorf, 23.02.1960 - 5 K 3409/59
LVG Düsseldorf, 23.02.1960 - 5 K 3410/59
LVG Düsseldorf, 23.02.1960 - 5 K 3411/59
LVG Düsseldorf, 23.02.1960 - 5 K 3480/59
LVG Düsseldorf, 15.03.1960 - 5 K 1242/60
OVG Nordrhein-Westfalen, 16.03.1960 - III A 1477/59
OVG Nordrhein-Westfalen, 25.05.1960 - III A 584/60
OVG Nordrhein-Westfalen, 25.05.1960 - III A 585/60
OVG Nordrhein-Westfalen, 25.05.1960 - III A 586/60
OVG Nordrhein-Westfalen, 25.05.1960 - III A 589/60
OVG Nordrhein-Westfalen, 25.05.1960 - III A 590/60
OVG Nordrhein-Westfalen, 25.05.1960 - III A 645/60
OVG Nordrhein-Westfalen, 08.06.1960 - III A 1477/59
FG Münster, 23.11.1960 - FG V c 1/60
FG Münster, 23.11.1960 - FG V c 2/60
BVerwG, 24.03.1961 - VII C 119.60
BVerwG, 14.07.1961 - VII C 112.60
BVerwG, 14.07.1961 - VII C 113.60
BVerwG, 14.07.1961 - VII C 114.60
BVerwG, 14.07.1961 - VII C 116.60
BVerwG, 14.07.1961 - VII C 117.60
BVerwG, 14.07.1961 - VII C 118.60
BFH, 21.11.1961 - I 107/61
BFH, 21.11.1961 - I 108/61
BVerfGE 19, 100
BVerfGE 19, 101
NJW 1965, 1581
MDR 1965, 972
DVBl 1965, 643
BB 1965, 1221
BB 1965, 820
DB 1965, 1078
DÖV 1965, 627
BStBl III 1967, 355
In Fällen der letzteren Art hat das Bundesverfassungsgericht nicht selten durch Aufhebung der angefochtenen Entscheidungen und etwaiger ihnen zugrunde liegender Verwaltungsakte abschließend in der Sache entschieden und das Verfahren nur wegen der Kostenentscheidung zurückverwiesen (vgl. BVerfGE 6, 386 [389]; 13, 331 [355]; 19, 101 [103 f.]; 21, 160 [163]).
Das Bundesverfassungsgericht hat deswegen, nachdem es zunächst in mehreren Entscheidungen das Äquivalenzprinzip als sachlichen Rechtfertigungsgrund für die Gewerbesteuer herangezogen hatte (vgl. BVerfGE 13, 331 ; 19, 101 ; 21, 54 ; 26, 1 ), dessen Bedeutung für den Bestand und die konkrete Ausgestaltung der Gewerbesteuer später eingeschränkt (BVerfGE 46, 224 ).
Für eine Schlechterstellung der Auswärtigen müßten sachliche Gründe gegeben sein, die sich aus dem Wesen und Zweck der jeweiligen Steuer herleiten lassen (BVerfGE 19, 101 [111 f.]).
Es handelt sich um eine benachteiligende Typisierung, bei der die Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers ohnehin geringer ist (BVerfGE 19, 101 [116]).
Das Bundesverfassungsgericht hat jedoch die Verfassungsmäßigkeit der Gewerbesteuer als solcher in ständiger Rechtsprechung ausdrücklich bejaht (vgl. BVerfGE 21, 54 ; 26, 1 ; 46, 224 ) oder ist von ihr ausgegangen (vgl. BVerfGE 13, 290; 13, 318; 13, 331; 19, 101 ; 24, 112; 25, 28; 40, 109; 42, 374; 69, 188).
Das Bundesverfassungsgericht hat in ständiger Rechtsprechung die Verfassungsmäßigkeit der Gewerbesteuer als solcher bejaht (BVerfGE 13, 290 ; 13, 331; 19, 101 [112]).
Die Frage, ob eine Abweichung von einem einmal eingeführten System durch einleuchtende Gründe gerechtfertigt ist (BVerfGE 19, 101 [111]), stellt sich unter diesen Umständen nicht.
Dabei ließ er sich von der Erwägung leiten, daß den Gemeinden aus dem Vorhandensein der Gewerbebetriebe besondere Belastungen und Aufwendungen entstehen (Begründung zum Gewerbesteuergesetz 1936 in RStBl. 1937 S. 693 [696]; BVerfGE 19, 101 [112]; BVerwGE 12, 171 [173]), z.B. durch Erschließung von Gelände, Schaffung von Verkehrsflächen und Parkplätzen, Finanzierung von Nahverkehrsbetrieben, Bau von Krankenhäusern und Schulen, laufende Unterhaltung von Schulen, Feuerschutz usw. Für diese Lasten sollte die Gewerbesteuer einen Ausgleich bilden.
Hierdurch darf er auf das freie Spiel der Kräfte Einfluß nehmen, um so die von ihm erstrebte Wirtschafts- und Sozialordnung zu erreichen (vgl. etwa BVerfGE 4, 7 (18 f.) [BVerfG 20.07.1954 - 1 BvR 459/52]; 19, 101 (114 f. [BVerfG 29.06.1965 - 1 BvR 289/62]); 21, 160 (169)).
BVerwG, 24.06.1976 - I C 56.74
Begriff des Gewerbes - Anzeige des Beginns eines Gewerbebetriebes - …
Dabei ließ er sich von der Erwägung leiten, daß den Gemeinden aus dem Vorhandensein der Gewerbebetriebe besondere Belastungen und Aufwendungen entstehen (Begründung zum Gewerbesteuergesetz 1936 in RStBl. 1937 S. 693 [696]; BVerfGE 19, 101 [112]; BVerwGE 12, 171 [173]), z.B. durch Erschließung von Gelände, Schaffung von Verkehrsflächen und Parkplätzen, Finanzierung von Nahverkehrsbetrieben, Bau von Krankenhäusern und Schulen, laufende Unterhaltung von Schulen, Feuerschutz usw. Für diese Lasten sollte die Gewerbesteuer einen Ausgleich bilden.".
Einen gewissen Ausgleich zwischen schwächeren und leistungsfähigeren Mitgliedern einer Gruppe zu Lasten der letztgenannten herbeizuführen, ist ein legitimes Mittel staatlicher Wirtschaftspolitik (BVerfGE 19, 101 [114]; 21, 292 [299]; 23, 50 [59 f.]).
BVerfG, 13.05.1969 - 1 BvR 25/65
Verfassungsmäßigkeit der Berücksichtigung von Dauerschulden und Dauerschuldzinsen …
b) Das BVerfG hat es unter dem Blickpunkt des Art. 3 Abs. 1 GG als sachgerecht anerkannt (BVerfGE 13, 331 [348]; 19, 101 [112]; 21, 54 [65 f.]), daß die Gewerbesteuer u. a. den Gemeinden generell einen Ausgleich für die durch das Vorhandensein von Gewerbebetrieben verursachten besonderen Lasten bieten soll (Äquivalenzprinzip).
BVerwG, 29.03.1968 - VII C 115.60
Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 13. Juli 1965 (BVerfGE 19, 101) beantragte die Klägerin,.
Die Aufhebung dieses Urteils durch das Bundesverfassungsgericht (BVerfGE 19, 101) berührt diese Feststellung nicht.
Das Bundesverfassungsgericht hat durch Urteil vom 13. Juli 1965 (BVerfGE 19, 101) § 17 GewStG für nichtig erklärt, soweit er zuläßt, daß für Wareneinzelhandelsunternehmen, die in einer Gemeinde eine Betriebsstätte unterhalten, ohne in dieser ihre Geschäftsleitung zu haben, der Hebesatz bis zu drei Zehnteln erhöht werden kann.
Daß die Anfechtung des Steuerbescheides vom 30. November 1959 nur insoweit Erfolg haben kann, als in diesem Bescheid eine höhere Steuer als in den vorangegangenen unanfechtbaren Bescheiden festgesetzt worden war, ergibt sich vielmehr, da es nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 13. Juli 1965 (BVerfGE 19, 101) allein um die Auswirkungen dieses Urteils geht, aus § 79 des Gesetzes über das Bundesverfassungsgericht vom 12. März 1951 (BGBl. I S. 243) - BVerfGG - in Verbindung mit § 212 b Abs. 3 AO.
Lägen nur diese Steuerbescheide vor, so wäre außer Frage, daß das Urteil des Bundesverfassungsgerichts über die Verfassungswidrigkeit der Zweigstellensteuer (BVerfGE 19, 101) die Steuerbescheide unberührt ließe und deswegen eine Verpflichtung, den auf der nichtigen Norm beruhenden Akt aufzuheben, nicht bestand (vgl. BVerfGE 20, 230 [235]).
Entgegen der Auffassung der Klägerin ergibt sich aus den beiden Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts vom 13. Juli 1965 (BVerfGE 19, 101) und vom 14. Februar 1967 (BVerfGE 21, 160) für die in diesem Verfahren zu entscheidende Frage nichts.
BVerwG, 29.03.1968 - VII C 89.66
Berichtigter Gewerbesteuerbescheid - Anfechtung - Einwand der …
BVerwG, 29.03.1968 - VII C 64.66
Erlass von Gewerbesteuerbescheiden - Anfechtbarkeit von Änderungsbescheiden - …
BVerfG, 16.10.1979 - 1 BvL 51/79
Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers im Jugendschutzrecht
BVerwG, 29.03.1968 - VII C 95.66
Rechtmäßigkeit einer Heranziehung zur Gewerbesteuer mit einem …
BVerfG, 11.04.1967 - 1 BvL 25/64
BVerfG, 23.01.1968 - 1 BvR 709/66
Nachtbackverbot I
VG Cottbus, 24.10.2019 - 6 K 1847/16
BFH, 21.10.1970 - I R 94/68
AO § 212
BFH, 21.10.1970 - I R 81/68
Gemeinde - Anfechtungsklage - Streitentscheidungen der FÄ
BVerwG, 03.06.1969 - VII C 8.68
Bemessung der Schankerlaubnissteuer
BFH, 20.10.1976 - I R 148/74
Die Vorschrift, nach der Kapitalgesellschaften Gewerbebetriebe kraft Rechtsform …
BVerwG, 22.03.1974 - VII C 31.72
Nichtbestehen der Zweigstellensteuerpflicht - Berichtigung einer ursprünglich …
BFH, 17.12.1965 - III 16/65 U
Ermessensverletzung bei einer Ablehnung einer Aussetzung der Vollziehung eines …
BVerwG, 30.06.1972 - VII C 27.70
Unanfechtbarkeit von Steuerbescheiden - Bindungswirkung eines …
VG Cottbus, 01.10.2019 - 6 K 1108/17
BVerwG, 18.08.1972 - VII C 57.70
Lauf von Rechtsmittelfristen - Rechtmäßigkeit einer Heranziehung zur …
BVerfG, 14.02.1967 - 1 BvR 25/64
Ausnahmen von der Gleichheit eines Hebesatzes für alle in einer Gemeinde …
BFH, 20.10.1992 - VII R 33/92
KFZ-Steuer-Erhöhung durch Haushaltsbegleitgesetz 1989 verfassungsgemäß
BVerwG, 03.06.1969 - VII C 6.68
FG Hamburg, 07.04.1995 - VII 106/94
Statthaftigkeit des Finanzrechtswegs in öffentlich-rechtlichen Streitigkeiten …
BVerwG, 26.04.1974 - VII C 51.72
BVerwG, 30.06.1972 - VII C 71.70
Heranziehung zu einer Lohnsummensteuer - Erstattung von Steuerzahlungen
OVG Nordrhein-Westfalen, 25.05.2011 - 17 A 772/07
Vereinbarkeit einer Anknüpfung des Beitragsrechts an den Gewerbeertrag mit den …
OVG Bremen, 31.07.1972 - II BA 110/72
BVerwG, 08.12.1967 - VII B 103.64
VG Cottbus, 05.07.2019 - 6 K 650/16
Heranziehung zu einem Schmutzwasserbeitrag für die Fäkalienentsorgung; …
VG Cottbus, 03.07.2019 - 6 K 1685/15
Gebühren für Fäkalienentsorgung; Leistungs- bzw. Kostenproportionalität bei …
BVerwG, 18.08.1972 - VII C 55.70
Erstattung von Zweigsteilensteuerauschlägen zur Lohnsummensteuer - Beginn der …
BVerwG, 30.06.1972 - VII C 36.70
Fehlerhaftigkeit einer Rechtsmittelbelehrung
BVerwG, 27.06.1969 - VII C 57.67
Qualifizierung der Mindestgewerbesteuer als Steuer - Gesetzgebungsbefugnis des …
VG Cottbus, 27.05.2019 - 6 K 884/15
BFH, 04.10.1972 - I R 119/69
Änderung eines Zerlegungsbescheids - Zweigstellensteuerzuschlag - Hebeberechtigte …
BVerwG, 29.03.1968 - VII C 47.67
Verfassungsmäßigkeit der Erhöhung der Gewerbesteuer für …
BVerwG, 22.03.1974 - VII C 20.73
Anspruch auf Rückerstattung von Gewerbesteuer einschließlich …
BSG, 03.06.1981 - 11 RA 34/80
BVerwG, 30.06.1972 - VII C 34.70
Erstattung von Zweigstellensteuerzuschlägen bei Anfechtung der …