Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=19.11.1997&Aktenzeichen=2%20B%20178.96
Timestamp: 2019-10-16 10:50:28
Document Index: 209309814

Matched Legal Cases: ['§ 138', 'BGH', '§ 111', '§ 17', '§ 41', '§ 41', '§ 17', '§ 41', '§ 17', '§ 17', '§ 17', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 51', '§ 17']

BVerwG, 19.11.1997 - 2 B 178.96 - dejure.org
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BVerwG, 19.11.1997 - 2 B 178.96 (https://dejure.org/1997,5733)
BVerwG, Entscheidung vom 19.11.1997 - 2 B 178.96 (https://dejure.org/1997,5733)
BVerwG, Entscheidung vom 19. November 1997 - 2 B 178.96 (https://dejure.org/1997,5733)
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Schadenersatzanspruch wegen unterbliebener Beförderung als Beamter - Alleinige Entscheidungszuständigkeit der ordentlichen Gerichte bei Amtshaftung - Anforderungen an die Rüge eines Verstoßes gegen die Sachaufklärungspflicht des Gerichts bei den Tatsachenfeststellungen ...
VGH Baden-Württemberg, 15.10.1996 - 4 S 837/95
Zur schlüssigen Geltendmachung eines absoluten Revisionsgrundes im Sinne des § 138 Nr. 3 VwGO gehört, dass innerhalb der Beschwerdefrist substantiiert vorgetragen wird, welche - zur Klärung des geltend gemachten prozessualen Anspruchs geeigneten - Ausführungen der Kläger bei ausreichender Gewährung des rechtlichen Gehörs noch gemacht oder welche weitere Beweiserhebung er beantragt hätte (Beschluss vom 19. November 1997 - BVerwG 2 B 178.96 - juris Ls 3).
Das Verwaltungsgericht hätte den Schadensersatzanspruch jedenfalls nur unter dem Aspekt der beamtenrechtlichen Ansprüche zu prüfen (BVerwG, Beschluss vom 19. November 1997 - 2 B 178.96 - juris Rn. 2).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 19. November 1997 - 2 B 178.96 -, juris, Rn. 2.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 19. November 1997 - 2 B 178.96 -, a.a.O., m.w.N.; BGH, Urteil vom 5. Juli 1990 - III ZR 166/89 -, NVwZ 1990, 1103 = juris, Rn. 16 ff.;.
Diese Verfahrensweise entspricht einer verbreiteten Rechtsansicht, die zur Begründung anführt, dass einerseits das GVG keine Teilverweisung kenne und andererseits einer Verweisung des gesamten Rechtsstreits (Streitgegenstands) der Grundsatz entgegenstehe, dass eine solche nicht erfolgen dürfe, wenn das angerufene Gericht zumindest für einen Teil der einschlägigen materiellen Ansprüche zuständig sei (s insgesamt zB BVerwG vom 15.12.1992 - 5 B 144/91, NVwZ 1993, 358 mwN sowie vom 19.11.1997 - 2 B 178/96;… vgl auch BSG vom 28.3.2000, BSGE 86, 78, 79 f = SozR 3-1300 § 111 Nr. 8 S 26 f;… Ziekow in Sodan/Ziekow, VwGO, 3. Aufl 2010, § 17 GVG - kommentiert bei § 41 VwGO - RdNr 54;… Rennert in Eyermann/ Fröhler, VwGO, 13. Aufl 2010, § 41/§§ 17-17b GVG RdNr 20; Ehlers in Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO, Stand 2010, § 41/§ 17 GVG RdNr 39) .
Deshalb ist auch von dem Ausspruch einer teilweisen Unzulässigkeit des Rechtsweges und einer teilweisen Verweisung des Rechtsstreits an die für Amtshaftungsansprüche zuständigen ordentlichen Gerichte gemäß § 17a Abs. 2 GVG abzusehen (vgl BVerwG vom 19.11.1997 - 2 B 178/96 - Juris; vom 15.12.1992 - 5 B 144/91 - NVwZ 1993, 353; vom 31.3.1993 - 7 B 5/93 - Buchholz 300 § 17 GVG Nr. 1; BGH vom 5.7.1990 - III ZR 166/89 - NVwZ 1990, 1103) .
Zur schlüssigen Darlegung einer Gehörsrüge gehört es, dass innerhalb der Beschwerdefrist substantiiert vorgetragen wird, welche - zur Klärung des geltend gemachten prozessualen Anspruchs geeigneten - Ausführungen der Kläger bei ausreichender Gewährung des rechtlichen Gehörs noch gemacht oder welche weitere Beweiserhebung er beantragt hätte (Beschluss vom 19. November 1997 - BVerwG 2 B 178.96 - juris L. 3).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 19. November 1997 - 2 B 178.96 -, juris, Rn. 2, m.w.N.; BGH, Urteil vom 5. Juli 1990 - III ZT 166/89 -, juris, Rn. 17; Bay. LSG, Beschluss vom 27. Juli 2011 - L 7 AS 12/11 B -, juris, Rn. 13 ff.; VG Köln, Urteil vom 19. März 2015 - 19 K 5896/13 -, juris, Rn. 41; Ehlers, in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, Stand: Februar 2016, § 17 GVG Rn. 39; Ziekow, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 4. Auflage 2014, § 17 GVG Rn. 53 f.; Lückemann, in: Zöller, ZPO, 31. Auflage 2016, § 17 GVG Rn. 9, auch mit Verweisen auf eine a.A.
Gegen die Teilverweisung sind das Bundesverwaltungsgericht (Beschluss vom 19.11.1997, 2 B 178/96) und in der Literatur Keller in Meyer-Ladewig, a.a.O. § 51 Rn. 42 sowie Ehlers in Schoch u.a., VwGO, Loseblatt, Mai 2010, § 17 Rn. 39 GVG.
Die Zurückverweisung kam hier schon deshalb nicht in Betracht, weil eine auf einzelne rechtliche Gesichtspunkte beschränkte Feststellung der Unzulässigkeit des Rechtswegs mit entsprechender Teilverweisung an das zuständige Gericht des zulässigen Rechtswegs ausgeschlossen ist (BVerwG, Beschl. v. 19.11.1997 - 2 B 178.96 - m.w.Nwn.).
Dass der Kläger ohne diese Verweisung gehindert sein könnte, seinen Schadensersatzanspruch, soweit er ihn auf den Gesichtspunkt der Amtspflichtverletzung stützen will, beim Landgericht geltend zu machen, ist nicht erkennbar (BVerwG, Beschl. v. 19.11.1997 - 2 B 178.96 - ).
LAG Sachsen, 25.07.2012 - 4 Ta 352/11
Sonderzuständigkeit der Zivilgerichte für Amtshaftungsansprüche; Teilverweisung …
BVerwG, 14.04.2000 - 9 B 161.00
OVG Berlin-Brandenburg, 04.05.2017 - 6 A 10.16
BER; Schallschutz; Wohngrundstück; Verkehrswert; Wertverlust; Mindererlös; …