Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%2075/61
Timestamp: 2019-10-17 09:02:09
Document Index: 157966611

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 167', '§ 167', 'BGH', '§ 167', '§ 167', 'BGH', '§ 167', '§ 167', '§ 173', 'BGH', '§ 167', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 167', 'BGH', '§ 167', '§ 167', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 167', 'BGH']

BGH, 05.11.1962 - VII ZR 75/61 - dejure.org
https://dejure.org/1962,1204
BGH, 05.11.1962 - VII ZR 75/61 (https://dejure.org/1962,1204)
BGH, Entscheidung vom 05.11.1962 - VII ZR 75/61 (https://dejure.org/1962,1204)
BGH, Entscheidung vom 05. November 1962 - VII ZR 75/61 (https://dejure.org/1962,1204)
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Voraussetzungen der Haftung aus Anscheinsvollmacht - Haftung aus einem geschlossenen Vertrag trotz fehlender Vertretungsmacht nach den Grundsätzen über die Haftung kraft stillschweigender Bevollmächtigung der Duldungsvollmacht oder Anscheinsvollmacht - Haftung kraft ...
Anforderungen an die stillschweigende Erteilung einer Vollmacht; Abgrenzung von Duldungs- und Anscheinsvollmacht
MDR 1963, 125
WM 1963, 58
Voraussetzung dafür ist, daß der Vertretene das Verhalten des nicht von ihm bevollmächtigten Vertreters kannte und nicht dagegen eingeschritten ist, obgleich ihm das möglich gewesen wäre (st.Rspr., siehe etwa BGHZ 5, 111, 116; BGH, Urteile vom 10. März 1953 - I ZR 76/52, LM § 167 Nr. 4, vom 5. November 1962 - VII ZR 75/61, LM § 167 Nr. 13…, vom 9. November 1989 - VII ZR 200/88, BGHR § 167 - Duldungsvollmacht 1, vom 24. Januar 1991 - IX ZR 121/90, NJW 1991, 1225 und vom 13. Mai 1992 - IV ZR 79/91, VersR 1992, 989, 990; vgl. auch Senatsurteil vom 25. März 2003 - XI ZR 227/02, WM 2003, 1064, 1066 m.w.Nachw.).
Damit entfällt auch der Gesichtspunkt der Duldungsvollmacht, die nach ebenfalls ständiger Rechtsprechung voraussetzt, daß der Geschäftsherr das Verhalten des angeblichen Vertreters positiv kennt und duldet (statt vieler Urteil des Bundesgerichtshofs vom 5. November 1962 - VII ZR 75/61, LM BGB § 167 Nr. 13).
BGH, 09.11.1989 - VII ZR 200/88
Einziehung von Zahlungen einer Arge über ein eigenes Geschäftskonto eines …
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist eine Duldungsvollmacht anzunehmen, wenn der Vertretene es wissentlich geschehen läßt, daß ein anderer für ihn wie ein Vertreter auftritt und der Geschäftsgegner dieses Dulden nach Treu und Glauben dahin verstehen darf, daß der als Vertreter Handelnde bevollmächtigt ist (vgl. Senatsurteil vom 5. November 1962 - VII ZR 75/61 = LM BGB § 167 Nr. 13;… Thiele in MünchKomm, BGB, 2. Aufl., § 167 Rdn. 36;… Palandt/Heinrichs, BGB, 48. Aufl., § 173 Anm. 4 b aa, jeweils m.w.N.).
Der Rechtsschein muß nämlich für das Handeln des Geschäftsgegners ursächlich gewesen sein (BGH Urteil vom 5. November 1962 - VII ZR 75/61 - LM BGB § 167 Nr. 13 = BGH Warn 1962 Nr. 230 mit weiteren Nachweisungen).
BGH, 15.02.1982 - II ZR 53/81
Verletzung der Aufklärungspflichten und Prüfungspflichten aus dem Scheckvertrag - …
Voraussetzung für die Duldungsvollmacht ist, daß der angeblich Vertretene das Handeln des vollmachtlosen Vertreters kennt (BGH, Urteil vom 5.11.1962 - VII ZR 75/61, LM BGB § 167 Nr. 13).
Das Berufungsgericht hat das Vorliegen der Voraussetzungen verneint, von denen eine solche Duldungs- oder Anscheinsvollmacht abhängig ist (vgl. hierzu BGH Urteil vom 5. November 1962 - VII ZR 75/61 - LM § 167 BGB Nr. 13 und Soergel/Schultze-v. Lasaulx, BGB 10. Aufl. § 167 Rdnr. 17 ff).
BGH, 25.06.1964 - VII ZR 215/62
Grundsätzlich kommt es zwar auf die Verhältnisse bei Vertragsschluß an (vgl. u.a. BGH VIII ZR 49/60 vom 8. März 1961 = WM 1961, 598, 601; VII ZR 75/61 vom 5. November 1962 = WM 1963, 58 f), weil der Vertragspartner, der auf den Rechtsschein vertraut, nur des Schutzes hinsichtlich der Vermögensdisposition bedarf, die er durch den Vertragsschluß trifft.
Auch nach dem oben angeführten Urteil des Senate (WM 1963, 58) kann eine Haftung kraft Anscheinsvollmacht unter Umständen im Hinblick auf ein nach Vertragsschluß liegendes Verhalten des angeblich Vertretenen in Betracht kommen, nämlich dann, wenn er den Rechtsschein nach Abschluß des Vertrags nicht durch Aufklärung des Vertragspartners zerstört hat.
BGH, 04.12.1980 - VII ZR 57/80
Eine Haftung kraft Anscheinsvollmacht setzt nämlich voraus, daß der Rechtschein für die Entscheidungen des Geschäftsgegners ursächlich geworden ist (Senatsurteil vom 5. November 1962 - VII ZR 75/61 - LM Nr. 13 zu § 167 BGB, Bl. 3).
BGH, 24.01.1963 - VII ZR 216/61