Source: https://findok.bmf.gv.at/findok?segmentId=df456ae7-863a-4f97-a2d7-a729f38bff1e
Timestamp: 2020-08-11 02:37:03
Document Index: 364121998

Matched Legal Cases: ['§ 208', '§ 208', '§ 208', '§ 6', '§ 208', '§ 6', '§ 12', '§ 8', '§ 13', '§ 208', '§ 6', '§ 120']

§ 208 Abs. 2 UGB idF vor dem RÄG 2014 relativiert für Wirtschaftsjahre vor 2016 das unternehmensrechtliche Aufwertungsgebot zu einem Aufwertungswahlrecht iSd eingeschränkten Wertzusammenhangs. Der Ansatz von Zwischenwerten ist unzulässig.
Mit dem RÄG 2014 entfiel für Wirtschaftsjahre ab 2016 das bisherige unternehmensrechtliche Wertbeibehaltungswahlrecht gemäß § 208 Abs. 2 UGB idF vor dem RÄG 2014.
Eine Ausnahme vom uneingeschränkten Wertzusammenhang stellt im Hinblick auf § 208 Abs. 2 UGB idF vor dem RÄG 2014 in Verbindung mit § 6 Z 13 EStG 1988 idF vor dem RÄG 2014 das Zuschreibungswahlrecht in der UGB-Bilanz dar. Es gilt der Grundsatz der Maßgeblichkeit (siehe Rz 433 f). Beanspruchen dürfen dieses Wahlrecht alle Steuerpflichtigen, die unternehmensrechtliche Jahresabschlüsse legen, unabhängig von der Art der betrieblichen Einkünfte (siehe Rz 2143 ff).
Eine Ausnahme vom uneingeschränkten Wertzusammenhang stellt die Zuschreibungsverpflichtung des § 208 Abs. 1 UGB in Verbindung mit § 6 Z 13 EStG 1988 idF RÄG 2014 in der UGB-Bilanz dar. Es gilt der Grundsatz der Maßgeblichkeit (siehe Rz 433 f). Dies gilt für alle Steuerpflichtigen, die unternehmensrechtliche Jahresabschlüsse legen, unabhängig von der Art der betrieblichen Einkünfte (siehe Rz 2143 ff).
Zulässig sind in Wirtschaftsjahren vor 2016 Zuschreibungen der Bewertungsreserve aus der Übertragung stiller Reserven (§ 12 EStG 1988) und Aufwertungen von abnutzbaren Anlagegütern (zB Zuschreibung von Zehntelabschreibungen gemäß § 8 Abs. 2 EStG 1988) einschließlich geringwertiger Wirtschaftsgüter (§ 13 EStG 1988).
Zur Rechtslage für Wirtschaftsjahre ab 2016 siehe Rz 2574 ff.
Außerplanmäßige Abschreibungen sind zwingend dann vorzunehmen, wenn die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist (bedingtes Niederstwertprinzip).
§ 208 Abs. 2 UGB idF vor dem RÄG 2014 in Verbindung mit § 6 Z 13 EStG 1988 idF vor dem RÄG 2014 relativiert für Wirtschaftsjahre vor 2016 das unternehmensrechtliche Aufwertungsgebot zu einem Aufwertungswahlrecht iSd eingeschränkten Wertzusammenhangs (siehe Rz 2272 ff). Der Ansatz von Zwischenwerten ist unzulässig.
Mit der Gewerberechtsnovelle 2015 wurde zusätzlich zum öffentlich zugelassenen Rauchfangkehrer das Gewerbe Rauchfangkehrer geschaffen, welches sämtliche Arbeiten des Rauchfangkehrers mit Ausnahme der sicherheitsrelevanten Tätigkeiten durchführen darf. Insoweit ein Firmenwert auf die nicht sicherheitsrelevanten Tätigkeiten zurückzuführen ist, ist Rz 2292a ab Inkrafttreten dieser Änderung nicht mehr anwendbar. Der auf sicherheitsrelevante Tätigkeiten entfallende Anteil des Firmenwertes kann mit 15% des gesamten Kaufpreises des Rauchfangkehrerbetriebes angesetzt werden, wobei ein auf Grund und Boden und Gebäude entfallender Kaufpreisbestandteil sowie die USt nicht zu berücksichtigen sind.
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 2292a
§ 120 GewO 1994, Gewerbeordnung 1994, BGBl. Nr. 194/1994
UFS 04.09.2012, RV/2398-W/12
Einkommensteuer, Anlagevermögen, notwendiges Betriebsvermögen, gewillkürtes Betriebsvermögen, abnutzbares Anlagevermögen, Umlaufvermögen, Bewertung, Herstellungskosten, Einlagewert, steuerfreier Zuschuss, steuerfreie Zuschüsse, Übertragung stiller Reserven, Teilwert, Einzelveräußerungspreis, Teilwertabschreibung, Gruppenbewertung, Finanzanlagevermögen, Wertpapiere, Durchschnittspreisverfahren, Einzelbewertung, Identitätspreisverfahren, Grund und Boden, Grund, Boden, Antiquitäten, Kunstwerke, Gebrauchskunst, AfA, Beteiligungen, Münzen, Anschaffungskosten, Nennwert, eingeschränkter Wertzusammenhang, Zuschreibung, handelsrechtlich, handelsrechtliche Bewertung, Wertminderung, bedingtes Niederstwertprinzip, Abwertungswahlrecht, Wertänderungen, Einheitstheorie, Aufwertungsgebot, Aufwertungswahlrecht, Zwischenwerte, Abschreibung, Festwert, Gruppenbestand, Gesamtwert, Bestandsaufnahme, Bewertungsstetigkeit, Buchwert, Abschreibungsgebot, Restnutzungsdauer, uneingeschränkter Wertzusammenhang, Zuschreibungswahlrecht, Handelsbilanz, Maßgeblichkeit, Bewertungsreserve, Aufwertung, Zehntelabschreibung, geringwertige Wirtschaftsgüter, geringwertiges Wirtschaftsgut, linear, Firmenwert, Mehrwert, Substanzwert, derivativ, entgeltlich, originär, Aktivierungspflicht, Firmenwertbestandteile, Kundenstock, Vertriebswege, Geschäftsbeziehungen, Standort, firmenwertähnlich, Unternehmenswert, immateriell, Rezepturen, Markenrecht, Apothekenkonzession, Land- und Forstwirte, Landwirte, Gewerbetreibende, Freiberufler, Praxiswert, freiberuflich, Rechtsvorgänger, Praxisinhaber, Unternehmensfortführung, Gesellschafter, Personengesellschaft, Geschäftsführer, Kapitalgesellschaft, Inhalt, Tätigkeit, Einkunftsart, Mitunternehmeranteile, Mitunternehmer, gesellschaftsfremd, Mitunternehmerschaft, gemeiner Wert, Absetzung für Abnützung, Inventur, Rauchfangkehrerkonzession, Musikinstrumente
Findok-Nr: 19973.17, aufgenommen am: 28.05.2018 09:01:41, zuletzt geändert am: 09.01.2020, Dokument-ID: 8e817158-0e57-468b-b7b0-5a2b88ed1b4a, Segment-ID: df456ae7-863a-4f97-a2d7-a729f38bff1e