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Timestamp: 2016-10-21 00:37:59
Document Index: 293778566

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 1', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'Art. 103', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 108', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 752', 'Art. 39', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'EGMR', 'Art. 104', 'Art. 105', 'Art. 114', 'BGE', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 10', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 33', 'BGE', 'Art. 33', 'BGE', 'Art. 23', 'BGE', 'BGE', 'Art. 23', 'BGE', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 23', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 885', 'Art. 3', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 3', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'Art. 25', 'in fine', 'Art. 665', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 24', 'Art. 46', 'Art. 6', 'Art. 39', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 10', 'Art. 23', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 885', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 172', 'Art. 25', 'Art. 665']

132 II 38232. Auszug aus dem Urteil der II. �ffentlichrechtlichen Abteilung i.S. WIN+WEG Genossenschaft gegen Eidgen�ssische Bankenkommission (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
Liquidation selon le droit de faillite bancaire d'une coop�rative qui tient une centrale de comptabilisation (art. 1 al. 2, art. 23ter al. 1, art. 23quinquies et art. 33 ss LB [dans la teneur du 3 octobre 2003]; art. 3a al. 3 et 4 OB). Dans le cadre d'un recours de droit administratif contre une d�cision de liquidation selon le droit de faillite bancaire, le Tribunal f�d�ral n'examine en principe que les questions d'assujettissement et de liquidation (consid. 1.2.3). Notion d'acceptation de d�p�ts du public � titre professionnel (consid. 6.3.1). Une centrale de comptabilisation qui n'est ni cr�anci�re ni d�bitrice des transactions comptabilis�es sur les comptes des participants n'accepte en principe pas de d�p�ts du public � titre professionnel (consid. 6.3.2); en l'esp�ce, les activit�s contest�es allaient au-del� de ce cadre, sans qu'une exception pr�vue par l'art. 3a al. 3 et 4 OB f�t r�alis�e (consid. 6.3.3-6.3.6). Comme aucune autorisation ne peut �tre d�livr�e apr�s coup (consid. 7.1) et que la coop�rative concern�e se r�v�le insolvable (consid. 7.3), elle doit �tre liquid�e selon les r�gles particuli�res du droit de faillite bancaire (confirmation de l' ATF 131 II 306 ss; consid. 4.2 et 7.2). Faits � partir de page 383
Die WIN+WEG Genossenschaft (WWG) mit Sitz in Biel wurde am 2. Oktober 2004 gegr�ndet. Sie bezweckt unter anderem, ihren Mitgliedern eine bargeld- und zinslose Leistungsverrechnungsplattform (EUROWEG) zur Verf�gung zu stellen, Immobilienprojekte (Kinder-, Pflege- und Seniorenheime usw.) zu finanzieren und allgemein die wirtschaftliche Selbst�ndigkeit der Gesellschafter auf den Grundlagen des von ihrem Pr�sidenten und Gesch�ftsf�hrer X. entwickelten "ethischen Wirtschaftssystems" der "HuMan-Wirtschaft" zu f�rdern. Die Genossenschaft soll rund 330 Mitglieder z�hlen; auf der Internet-Leistungsverrechnungsplattform EUROWEG sind etwa 750 Personen registriert. Die WWG er�ffnet ihren Genossenschaftern auf dieser ein Verrechnungskonto in der Fantasiew�hrung WEG-Euro (WEUR), worin sie ihre wechselseitigen Leistungen tauschartig fortlaufend verrechnen k�nnen, sowie ein Depotkonto in echten Euro (EUR), worauf (unter anderem) die ihr geschuldeten Transaktionsgeb�hren abgebucht werden. Die WWG bezeichnete sich teilweise als Schweizer Repr�sentantin der Yesilada Bank Ltd., Nikosia, Nord-Zypern. Im Hinblick auf Immobiliengesch�fte (Behinderten- und BGE 132 II 382 S. 384Kinderheime in �sterreich) hat sie r�ckzahl- und verzinsbares "zus�tzliches Genossenschaftskapital" im Umfang von rund CHF 2,6 Mio. aufgenommen.
Am 21. Oktober 2005 legten die Untersuchungsbeauftragten ihren Schlussbericht vor. Gest�tzt auf diesen stellte die Eidgen�ssische Bankenkommission am 24. November 2005 fest, dass die WIN+ WEG Genossenschaft, Biel, gegen das Verbot der gewerbsm�ssigen Entgegennahme von Publikumseinlagen verstossen (Art. 1 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 8. November 1934 �ber die Banken und Sparkassen [BankG; SR 952.0]; Art. 3a der Verordnung vom 17. Mai 1972 �ber die Banken und Sparkassen [BankV; SR 952.02]) und zu Unrecht in ihrer Gesch�ftsreklame die Bezeichnung "Bank" verwendet habe (Ziff. 1 des Dispositivs). Sie er�ffnete ab Freitag, 25. November 2005, 08.00 Uhr, den (bankenrechtlichen) Konkurs �ber sie (Ziff. 2 des Dispositivs). Als Konkursliquidatoren setzte die EBK die Untersuchungsbeauftragten ein (Ziff. 3 des Dispositivs); zudem regelte sie verschiedene weitere konkursrechtliche Aspekte (Konkursort, Publikation, Handelsregistereintrag usw.). Die Bankenkommission erkl�rte ihre Verf�gung als sofort vollstreckbar (Ziff. 10 des Dispositivs), hielt in den Erw�gungen jedoch fest, dass die Konkursliquidatoren bis zur Rechtskraft des Entscheids ihre "Verwertungshandlungen auf sichernde und werterhaltende Massnahmen im In- und Ausland zu beschr�nken" h�tten.
Das Bundesgericht weist die von der WIN+WEG Genossenschaft hiergegen eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde ab, soweit es darauf eintritt. BGE 132 II 382 S. 385
1. 1.1 In Anwendung des Bankengesetzes ergangene Aufsichts-, Liquidations- und Konkursentscheide der Eidgen�ssischen Bankenkommission k�nnen beim Bundesgericht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden (vgl. Art. 24 Abs. 1 BankG; BGE 131 II 306 E. 1.1 S. 310; Urteil 2A.111/2004 vom 15. Juli 2004, E. 1.1 nicht publ. in BGE 130 II 351 ff.; Urteil 2A.575/2004 vom 13. April 2005, E. 1). Die Organe der in Liquidation bzw. Konkurs versetzten Gesellschaft sind in deren Namen hierzu trotz Entzugs bzw. Dahinfallens ihrer Vertretungsbefugnis berechtigt (vgl. Art. 103 OG; BGE 131 II 306 E. 1.2.1 mit zahlreichen Hinweisen). Auf die im Auftrag des Gesch�ftsf�hrers und Pr�sidenten der WIN+WEG Genossenschaft frist- (Art. 106 OG) und formgerecht (Art. 108 OG) eingereichte Eingabe ist unter folgenden Vorbehalten einzutreten:
1.2 1.2.1 Die Einsetzung der Untersuchungsbeauftragten durch die EBK erfolgte am 26. September 2005 superprovisorisch; dieser Entscheid war praxisgem�ss beim Bundesgericht nicht selbst�ndig anfechtbar (Urteil 2A.179/2001 vom 31. Mai 2001, E. 1b/aa, publ. in: EBK-Bulletin 42/2002 S. 45 ff.). Ob und wieweit die entsprechende Verf�gung - etwa im Hinblick auf die damit verbundenen Kosten (vgl. Urteil 2A.65/2002 vom 22. Mai 2002, E. 1, publ. in: EBK-Bulletin 43/2003 S. 15 ff.) - dennoch mit dem Endentscheid nachtr�glich in Frage gestellt werden kann, obwohl im Anschluss daran keine entsprechende (anfechtbare) vorsorgliche Massnahme erging (vgl. BGE 126 II 111 ff.) und die Anordnung mit der Konkurser�ffnung dahingefallen ist, braucht nicht weiter gepr�ft zu werden, da die Einsetzung der Untersuchungsbeauftragten - wie zu zeigen sein wird - rechtens war (vgl. unten E. 5).
1.2.3 Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden die von der Beschwerdef�hrerin in ihrer abschliessenden Stellungnahme gegen die Konkursliquidatoren erhobenen Vorw�rfe betreffend deren Honorarvorsch�sse und die Verwendung der nach der Verf�gung der Bankenkommission eingegangenen Gelder: Die bankenkonkursrechtliche Liquidation erfolgt unter Aufsicht der EBK (EVA H�PKES, in: Watter/Vogt/Bauer/Winzeler, Basler Kommentar, Bankengesetz, Basel/Genf/M�nchen 2005, S. 524, N. 3 der Vorbemerkungen zum 11. bis 13. Abschnitt). Wer durch eine Handlung, einen Entscheid oder ein Unterlassen des Liquidators in seinen Interessen verletzt wird, kann ihr dies anzeigen (vgl. Art. 6 Abs. 2 der Verordnung vom 30. Juni 2005 der Eidgen�ssischen Bankenkommission zum Konkurs von Banken und Effektenh�ndlern [Bankenkonkursverordnung, BKV; SR 952.812.32]). Die Bankenkommission hat angeordnet, dass s�mtliche zugunsten von Kunden der WIN+WEG Genossenschaft eingehenden Zahlungen, welche zu einer Vergr�sserung der Passiven f�hren, mit Valuta ab Zeitpunkt der Konkurser�ffnung nicht mehr anzunehmen und gesonderten Konti gutzuschreiben bzw. den Zahlenden unverz�glich zur�ckzuerstatten seien, sofern keine anderen Weisungen des beg�nstigten Kunden eingeholt werden k�nnten (Ziff. 6 des Dispositivs ihrer Verf�gung vom 24. November 2005). Ob und wieweit diese Vorgaben eingehalten wurden und die Kostenvorsch�sse bzw. -abrechnungen der Liquidatoren seit der Konkurser�ffnung inhaltlich gerechtfertigt waren, hat das Bundesgericht nicht erstinstanzlich zu pr�fen. Gegenst�nde, �ber welche die EBK nicht befunden hat und die sie im Zeitpunkt ihres Entscheids auch nicht beurteilen musste, k�nnen aus Gr�nden der funktionellen Zust�ndigkeit nicht im Rahmen des Streits um die Konkurser�ffnung gepr�ft werden (BGE 117 Ib 114 E. 5b S. 118 f.; Urteil 2A.121/ 2004 vom 16. M�rz 2005, E. 2.1; K�LZ/H�NER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Z�rich 1998, S. 149, Rz. 404). Im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde sind grunds�tzlich nur Rechtsverh�ltnisse zu beurteilen, zu denen die zust�ndige Verwaltungsbeh�rde vorg�ngig verbindlich - in Form einer Verf�gung - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verf�gung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Es fehlt an einem solchen und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und soweit keine Verf�gung ergangen ist (BGE 124 II 361 E. 1c S. 364 mit Hinweisen). Ein allf�lliger Haftungsanspruch gegen�ber der Bankenkommission w�re im BGE 132 II 382 S. 387Staatshaftungsverfahren geltend zu machen; die Liquidatoren haften ihrerseits gegebenenfalls nach den Bestimmungen des Aktienrechts (Art. 752 ff. OR in Verbindung mit Art. 39 Abs. 2 lit. a BankG [in der Fassung vom 3. Oktober 2003]; vgl. BGE 131 II 306 E. 4.3.3 S. 324).
2. 2.1 Die Auseinandersetzung um die bankenrechtliche Liquidation einer juristischen Person f�llt als zivilrechtliche Streitigkeit in den Anwendungsbereich von Art. 6 EMRK (SR 0.101; BGE 131 II 306 E. 2.1; Urteil des EGMR i.S. Capital Bank AD gegen Bulgarien vom 24. November 2005 [49429/99], Ziff. 86 ff., insbesondere Ziff. 88). Danach ist �ber solche Anspr�che in billiger Weise �ffentlich und innerhalb einer angemessenen Frist durch ein unabh�ngiges und unparteiisches, auf dem Gesetz beruhendes Gericht zu entscheiden. Das vorliegende Verfahren, in dessen Rahmen die Sachverhaltsfeststellung und die Rechtsanwendung der Bankenkommission frei �berpr�ft werden (Art. 104 lit. a und b, Art. 105 und Art. 114 Abs. 1 letzter Halbsatz OG), gen�gt diesen Anforderungen, auch wenn eine Kontrolle der Angemessenheit ihres Entscheids ausgeschlossen ist (BGE 131 II 306 E. 2.1 mit Hinweisen).
2.2 Die Beschwerdef�hrerin hat am 31. Januar 2006 auf eine �ffentliche Verhandlung verzichtet und sich am 27. Februar 2006 zur Sache abschliessend ge�ussert. Von einer weiteren Anh�rung der Bankenkommission kann abgesehen werden, nachdem diese hinreichend Gelegenheit gehabt hat, ihren Standpunkt darzutun, und von einer zus�tzlichen Stellungnahme keine neuen Elemente zu erwarten sind. Der Fall ist gest�tzt auf die vorliegenden Unterlagen spruchreif; weitere Abkl�rungen - insbesondere hinsichtlich der finanziellen Lage der Beschwerdef�hrerin - er�brigen sich: Deren Organe haben per 14. und 30. September 2005 Finanz�bersichten erarbeitet und diese auf den 17. Dezember 2005 erg�nzt. Die Untersuchungsbeauftragten liessen ihrerseits gest�tzt auf die Liquidit�tsfl�sse vom 28. Oktober 2004 bis 12. September 2005 - wie dem Auftrag der EBK vom 29. September 2005 und einer Aktennotiz vom 24. Oktober 2005 entnommen werden kann - durch einen diplomierten Finanzbuchhalter ("expert-comptable") eine Bilanz zu Fortf�hrungs- und Liquidationswerten erstellen. Diese ist hinreichend aussagekr�ftig und erlaubte es der Beschwerdef�hrerin, zu ihrer finanziellen Lage Stellung zu nehmen, ohne dass die EBK ein zus�tzliches Gutachten h�tte einholen oder ihren Organen noch einmal Zugang zu s�mtlichen Unterlagen geben m�ssen. Auf entsprechende BGE 132 II 382 S. 388Instruktionsmassnahmen kann auch im vorliegenden Verfahren verzichtet werden.
4. 4.1 Die Eidgen�ssische Bankenkommission ist zur Beseitigung von Missst�nden und zur Wiederherstellung des ordnungsgem�ssen Zustands befugt, alle "notwendigen Verf�gungen" zu treffen (Art. 23ter Abs. 1 BankG). Da sie allgemein �ber die Einhaltung der "gesetzlichen Vorschriften" zu wachen hat, ist ihre Aufsicht nicht auf die formell unterstellten Betriebe (Banken und diesen gleichgestellte Unternehmen) beschr�nkt. Zu ihrem Aufgabenbereich geh�rt ebenso die Abkl�rung der banken- oder finanzmarktrechtlichen Bewilligungspflicht einer Gesellschaft (Art. 1 und 3 ff. BankG; Art. 3 und 10 BEHG [SR 954.1]; Art. 10, 18 und 22 AFG [SR 951.31]). Dabei kann sie praxisgem�ss die im Gesetz vorgesehenen Mittel auch gegen�ber Instituten (oder Personen) einsetzen, deren Unterstellungs- bzw. Bewilligungspflicht (noch) umstritten ist (vgl. BGE 131 II 306 E. 3.1.1 S. 314; BGE 130 II 351 E. 2.1 S. 354 mit Hinweisen). Die Frage, wie sie ihre Aufsichtsfunktion im Einzelnen wahrnimmt, ist weitgehend ihrem "technischen Ermessen" anheim gestellt. Das Bundesgericht greift in dieses nur bei Ermessensfehlern, d.h. Rechtsverletzungen, korrigierend ein (BGE 131 II 306 E. 3.1.2 S. 315; BGE 130 II 351 E. 2.2 S. 355; BGE 126 II 111 E. 3b S. 115).
4.2 Bestehen hinreichend konkrete Anhaltspunkte daf�r, dass eine bewilligungspflichtige Gesch�ftst�tigkeit vorliegen k�nnte, ist die Bankenkommission befugt und verpflichtet (vgl. BGE 115 Ib 55 E. 3 S. 58; BGE 105 Ib 406 E. 2 S. 408 f.), die zur weiteren Abkl�rung erforderlichen Informationen einzuholen und die n�tigen Anordnungen zu treffen. Diese k�nnen bis zur Aufl�sung und Liquidation eines Unternehmens reichen, das unerlaubt einer zum Vornherein nicht bewilligungsf�higen T�tigkeit nachgeht bzw. das gegen das Verbot der gewerbsm�ssigen Entgegennahme von Publikumseinlagen verst�sst (BGE 131 II 306 E. 3.1.2; BGE 130 II 351 E. 2.2 S. 355, je mit Hinweisen). Besteht eine �berschuldung, ist die EBK gehalten, die Liquidation nach den Sonderregeln des Bankenkonkurses (Art. 33 ff. BankG in der Fassung vom 3. Oktober 2003) anzuordnen; diese gelten auch f�r Betriebe, die unerlaubt einer bewilligungspflichtigen (Banken-)T�tigkeit nachgehen (BGE 131 II 306 E. 4 S. 319 ff.; THOMAS BAUER, in: Basler Kommentar, a.a.O., N. 13 zu Art. 33 BankG). F�r die Einsetzung eines Untersuchungsbeauftragten (vgl. BGE 132 II 382 S. 389Art. 23quater Abs. 1 BankG [Fassung vom 3. Oktober 2003]) ist nicht erforderlich, dass eine bestimmte Gesetzesverletzung bereits feststeht; es gen�gt, dass objektive Anhaltspunkte f�r eine solche sprechen, wobei der Sachverhalt nur durch eine Kontrolle vor Ort abschliessend gekl�rt werden kann. Der zu beseitigende Missstand liegt in diesem Fall in der unklaren Ausgangslage, die es �ber die Einsetzung des Untersuchungsbeauftragten zu bereinigen gilt (BGE 130 II 351 E. 2.2 S. 355; BGE 126 II 111 E. 4c S. 118, je mit Hinweisen).
5. Der Bankenkommission lagen ab Juli 2005 verschiedene Hinweise daf�r vor, dass die Beschwerdef�hrerin einer bewilligungspflichtigen T�tigkeit nachgehen k�nnte: Die WWG bot �ber die Internetplattform EUROWEG �hnliche Leistungen an, wie sie im Entscheid des Bundesgerichts vom 5. Januar 2000 (2A.218/1999 / 2A.219/1999) zu beurteilen waren; hinter diesen Aktivit�ten stand mit X. als Gesch�ftsf�hrer und Pr�sident der WIN+WEG Genossenschaft die gleiche Person wie bei den damaligen WEG-Genossenschaften. Auf ihrer Internet-Plattform bezeichnete sich die WWG als Repr�sentantin der Yesilada Bank, Nord-Zypern, womit nicht auszuschliessen war, dass sie als deren Zweigstelle, Vertretung und/oder Agentur in der Schweiz t�tig geworden sein k�nnte, ohne �ber die hierzu erforderliche Bewilligung zu verf�gen. Mit Blick auf die den Benutzern zur Verf�gung gestellten verschiedenen Konten (Verrechnungskonto in WEG-Euro/Depotkonto in Euro) und das von den Genossenschaftern �ber zus�tzliche Anteilsscheine aufgenommene, auf K�ndigung hin r�ckzahlbare "Genossenschaftskapital" bestand der begr�ndete Verdacht, dass die WWG (wiederum) unerlaubt gewerbsm�ssig Publikumseinlagen entgegennehmen k�nnte. Die EBK war deshalb befugt bzw. gehalten, einen Untersuchungsbeauftragten einzusetzen, da der Sachverhalt nur durch eine Kontrolle an Ort und Stelle abschliessend gekl�rt werden konnte. Die Beschwerdef�hrerin hat - entgegen ihren Einwendungen - die damit verbundenen Kosten zu tragen (vgl. Art. 23quater Abs. 4 BankG in der Fassung vom 3. Oktober 2003; BGE 130 II 351 E. 4; BGE 126 II 111 E. 4d S. 118 f.; POLEDNA/MARAZZOTTA, in: Basler Kommentar, a.a.O., N. 16 zu Art. 23quater BankG). Sie kritisiert zwar deren H�he, legt aber nicht dar, dass und inwiefern die Abrechnungen unzutreffend oder nicht markt�blich w�ren (vgl. hierzu POLEDNA/MARAZZOTTA, a.a.O., N. 15 zu Art. 23quater BankG), weshalb auf ihre Einwendungen nicht weiter einzugehen ist; diese h�tten im �brigen praxisgem�ss erst Gegenstand eines separaten Verfahrens vor der Bankenkommission BGE 132 II 382 S. 390 bilden m�ssen (vgl. BGE 131 II 306 E. 3.4.2 S. 318; Urteil 2A.575/ 2004 vom 13. April 2005, E. 4.2; oben E. 1.2.3).
6. 6.1 Die Beschwerdef�hrerin bestreitet, gewerbsm�ssig Publikumseinlagen entgegenzunehmen; sie sei ausschliesslich - wie etwa die Post - im nicht bewilligungspflichtigen Zahlungsverkehrsgesch�ft t�tig. Mit ihren Investitionen im Immobilienbereich f�r Kinder- und Behindertenheime verfolge sie einen von ihren Genossenschaftern mitgetragenen ideellen bzw. sozialen Zweck; das entsprechende separate darlehens�hnliche Zusatzkapital k�nne nicht als Publikumseinlage im bankenrechtlichen Sinn gelten. Beim Hinweis auf die Yesilada Bank handle es sich um ein "offenkundiges Versehen"; eine Zusammenarbeit mit dieser sei geplant gewesen, jedoch nie zustande gekommen; sie unterhalte keinerlei gesch�ftlichen Beziehungen zu dieser Bank. Gewisse von der Bankenkommission "wohl zu Recht" ger�gte M�ngel an ihrem Betriebssystem k�nnten mit wenig Aufwand innert kurzer Frist korrigiert werden, weshalb die verf�gte (Konkurs-)Liquidation unverh�ltnism�ssig erscheine; im �brigen sei sie gar nicht �berschuldet und bestehe auch kein Liquidit�tsengpass. Diese Ausf�hrungen �berzeugen nicht:
6.2 6.2.1 Die Beschwerdef�hrerin stellt ihren Mitgliedern eine bargeld- und zinslose Leistungsverrechnungsplattform zur Verf�gung, wof�r die einzelnen Genossenschafter einen Grundbeitrag von CHF 1'150.- (EUR 780) zu entrichten haben; dieser setzt sich aus einem nicht r�ckzahlbaren Genossenschaftsanteil von CHF 500.- (EUR 350), einer Softwarezugangs-/Lizenz-Geb�hr von CHF 380.- (EUR 250), einer Jahresgeb�hr von CHF 150.- (EUR 100) sowie einer Einlage zugunsten des Depotkontos des Genossenschafters von CHF 120.- (EUR 80) zusammen. Als Gegenleistung er�ffnet die WIN+WEG Genossenschaft dem Teilnehmer ein Verrechnungs- und ein Depotkonto. Das Verrechnungskonto, auf dem die Kontoinhaber ihre gegenseitigen Leistungen fortlaufend verbuchen k�nnen, wird in fiktiven WEG-EURO (WEUR), das Depotkonto, von dem unter anderem die Transaktionsgeb�hren bezogen werden, in (reellen) Euro gef�hrt. Jeder Teilnehmer verf�gt ab Beginn seiner Mitgliedschaft auf dem Verrechnungskonto �ber eine Kreditlimite von WEUR 20'000. F�r jede Verrechnung wird der WWG 2 % des Umsatzes zu Lasten des Anbieters in WEUR und 2 % des Umsatzes zu Lasten des Depotkontos des Kunden in EUR gutgeschrieben. Die Guthaben auf den BGE 132 II 382 S. 391Verrechnungskonten k�nnen nicht in Geld oder in Genossenschaftsanteile umgetauscht werden. Ein Minussaldo auf dem Depotkonto ist nicht m�glich; ein solcher auf dem Verrechnungskonto muss unter Anleitung des WEG-Beraters durch eigene Leistungen in einem vern�nftigen Rahmen gehalten und bei einem Austritt ausgeglichen werden.
6.3 6.3.1 Die Entgegennahme von Publikumseinlagen, das bankenm�ssige Passivgesch�ft, besteht darin, dass ein Unternehmen gewerbsm�ssig Verpflichtungen gegen�ber Dritten eingeht, d.h. selber zum R�ckzahlungsschuldner der entsprechenden Leistung wird (Urteil 2A.218/1999 / 2A.219/1999 vom 5. Januar 2000, E. 3b/bb; KLEINER/ SCHWOB, in: Bodmer/Kleiner/Lutz, Kommentar zum schweizerischen Bankengesetz, N. 30 zu Art. 1 BankG [Ausgabe April 2004]). Dabei gelten grunds�tzlich alle Verbindlichkeiten als Einlagen (EBK-Rundschreiben 96/4: Gewerbsm�ssige Entgegennahme von Publikumseinlagen durch Nichtbanken im Sinne des Bankengesetzes [EBK-RS 96/4], Rz. 10). Ausgenommen hiervon sind unter gewissen, eng umschriebenen Voraussetzungen lediglich fremde Mittel ohne Darlehens- oder Hinterlegungscharakter (Art. 3a Abs. 3 lit. a BankV), Anleihensobligationen (Art. 3a Abs. 3 lit. b BankV), BGE 132 II 382 S. 392Abwicklungskonti (Art. 3a Abs. 3 lit. c BankV), Gelder f�r Lebensversicherungen und die berufliche Vorsorge (Art. 3a Abs. 3 lit. d BankV) sowie Zahlungsmittel und Zahlungssysteme (Rz. 18bis EBK-RS 96/4; vgl. zum Ganzen: BGE 131 II 306 E. 3.2.1 sowie BAHAR/STUPP, in: Basler Kommentar, a.a.O., N. 11 ff. zu Art. 1 BankG; ZOBL/KRAMER, Schweizerisches Kapitalmarktrecht, Z�rich 2004, N. 596). Keine Publikums einlagen bilden Einlagen von Banken oder anderen staatlich beaufsichtigten Unternehmen (Art. 3a Abs. 4 lit. a BankV), Aktion�ren oder Gesellschaftern mit einer qualifizierten Beteiligung am Schuldner (Art. 3a Abs. 4 lit. b BankV), von institutionellen Anlegern mit professioneller Tresorerie (Art. 3a Abs. 4 lit. c BankV), von Einlegern bei Vereinen, Stiftungen und Genossenschaften, sofern diese "in keiner Weise im Finanzbereich t�tig sind" (Art. 3a Abs. 4 lit. d BankV), sowie von Arbeitnehmern bei ihrem Arbeitgeber (Art. 3a Abs. 4 lit. e BankV; BAHAR/STUPP, in: Basler Kommentar, a.a.O., N. 21 ff. zu Art. 1 BankG). Gewerbsm�ssig im Sinne des Bankengesetzes handelt, wer dauernd mehr als 20 Publikumseinlagen h�lt (Art. 3a Abs. 2 BankV) oder in Inseraten, Prospekten, Rundschreiben oder elektronischen Medien f�r die gewerbsm�ssige Entgegennahme von Geldern wirbt (vgl. Art. 3 Abs. 1 BankV; BGE 131 II 306 E. 3.2.1).
6.3.2 Wie das Bundesgericht in seinem Urteil vom 5. Januar 2000 festgehalten hat (2A.218/1999 / 2A.219/1999, E. 3b/bb), ist es durchaus denkbar, ein Verrechnungssystem so zu f�hren, dass eine Buchungszentrale sich darauf beschr�nkt, die von den Teilnehmern beantragten Umbuchungen vorzunehmen und Barauszahlungen auszuschliessen, womit die Zentrale weder Gl�ubigerin noch Schuldnerin der auf den Teilnehmerkonten verbuchten Guthaben wird (vgl. BGE 95 II 176 E. 3 S. 179 [zum WIR-Genossenschaftsring]). Die Beschwerdef�hrerin l�sst Verrechnungen von Leistungen zwischen ihren Genossenschaftern auf deren Verrechnungskonten in WEUR zu, wobei sie eine Barauszahlung entsprechender Guthaben grunds�tzlich ausschliesst; ihre Aktivit�t ist insofern - unter Vorbehalt von Art. 1bis BankG, wonach die Bankenkommission auch Systeme zur Abrechnung und Abwicklung von Zahlungen dem Bankengesetz unterstellen kann - nicht bewilligungspflichtig. Anders verh�lt es sich indessen - wie die Bankenkommission zu Recht festgestellt hat - hinsichtlich ihrer weiteren Gesch�ftst�tigkeit:
6.3.3 Zwar handelt es sich bei der erstmaligen Leistung von CHF 120.- auf das Depotkonto um Gelder, die eine BGE 132 II 382 S. 393Gegenleistung aus einem Dienstleistungsvertrag bzw. eine Sicherheitsleistung in diesem Zusammenhang darstellen, da darauf in einem Pre-Paid-System die Umsatzgeb�hren f�r die Benutzung der Plattform erhoben werden (vgl. Art. 3a Abs. 3 lit. a BankV). Praxisgem�ss haben Gelder keinen Einlagecharakter, welche einem Zahlungsmittel oder Zahlungssystem wie beispielsweise Bezahlkarten, Internetbezahlungsm�glichkeiten oder Mobiltelefonbezahlsystemen zugef�hrt werden, sofern sie einzig dem k�nftigen Bezug von Waren oder Dienstleistungen dienen, das maximale Guthaben pro Kunde je Herausgeber nie mehr als CHF 3'000.- betr�gt und kein Zins geleistet wird (Rz. 18bis EBK-RS 96/4; BAHAR/STUPP, in: Basler Kommentar, a.a.O., N. 16 zu Art. 1 BankG). Die von der Beschwerdef�hrerin angebotenen M�glichkeiten sprengen indessen diese Ausnahmeregelung: �ber das Depotkonto k�nnen Leistungen von anderen Teilnehmern des EUROWEG-Systems direkt bezahlt und eigene Rechnungen von diesen mittels �berweisung beglichen werden; zudem richtet die WWG die Provisionen f�r das Akquirieren neuer Verrechnungsteilnehmer und zus�tzlicher Geldgeber auf diese Konten aus. Sie propagiert mittels Aufbau eines eigenen EUROWEG-Promotions-Teams, den Umsatzprovisionen und den Teamprovisionen (bis zu EUR 2'070.- pro Woche) sowie den "Dividenden" aus den Genossenschaftsanteilen ein "lebenslanges Einkommen mit WIN+WEG". Auf Begehren hin kann sich der Kontoinhaber sein Guthaben auszahlen lassen. Sind somit aber unter Renditeversprechungen Ein- und Auszahlungen auf das Depotkonto m�glich, wobei die Beschwerdef�hrerin zu deren Schuldnerin wird, ist es wie ein Kontokorrentkonto einer Bank zu behandeln. Es f�llt gesamthaft nicht unter die Ausnahmen von Art. 3a Abs. 3 lit. a BankV bzw. Rz. 18bis EBK-RS 96/4, zumal sich darauf regelm�ssig auch Guthaben von �ber CHF 3'000.- befunden haben.
6.3.4 Die WWG hat von mehr als 20 Personen - nach eigenen Angaben sollen es 91 sein - zus�tzliches r�ckzahlbares "Genossenschaftskapital" bzw. Darlehen im Umfang von rund CHF 2,6 Mio. aufgenommen und auf diesen Renditen von 25 % p.a. sowie allf�llige j�hrliche Bonuszahlungen von 7-10 % versprochen. Sie ist in Bezug auf diese Gelder R�ckzahlungsschuldnerin geworden, ohne dass eine Ausnahmeregelung im Sinne von Art. 3a Abs. 3 oder 4 BankV best�nde: Soweit die Beschwerdef�hrerin geltend macht, die entsprechenden Darlehen dienten in erster Linie zur Sicherung bzw. Bereitstellung von Eigenmitteln in �sterreich, um dort zugunsten BGE 132 II 382 S. 394der zu 91 % von ihr gehaltenen Profin Projektfinanzierung Management Controlling GesmbH und deren Immobilienprojekte Bankkredite f�r Kinder- und Behindertenheime auszul�sen, �ndert diese Zielsetzung nichts daran, dass es sich dabei um fremde Mittel mit Darlehens- bzw. Hinterlegungscharakter handelt; was die Beschwerdef�hrerin ihrerseits mit den Geldern macht, ist nicht entscheidend; es geht dabei nicht, worauf es ank�me, um eine Gegenleistung aus einer Abmachung auf �bertragung des Eigentums oder aus einem Dienstleistungsvertrag zwischen den Anlegern und ihr selber (Art. 3a Abs. 3 lit. a BankV; BGE 131 II 306 E. 3.2.2 S. 316; Urteil 2A.218/ 1999 / 2A.219/1999 vom 5. Januar 2000, E. 3b/cc). Die Beschwerdef�hrerin beruft sich auch vergeblich auf Art. 3a Abs. 4 lit. b und lit. d BankV: Die Gesellschafter, die ihr die entsprechenden zus�tzlichen Mittel zur Verf�gung gestellt haben, sind an ihr nicht qualifiziert beteiligt, was mit der Natur als Genossenschaft auch kaum vereinbar w�re (vgl. Art. 885 OR). Da sie - wie bereits im Urteil vom 5. Januar 2000 hinsichtlich der WEG Biel und St. Gallen festgestellt wurde (dort E. 3b/cc) - mit ihrem Zahlungsverkehrssystem und den dieses erg�nzenden Darlehen (mit Renditeversprechungen von 25 % pro Jahr und allf�lligen j�hrlichen Gewinnboni von 7-10 %) zur Finanzierung ihrer Gesch�ftst�tigkeit im Finanzbereich t�tig ist, kann sie nichts f�r sich aus Art. 3a Abs. 4 lit. d BankV ableiten (vgl. BAHAR/STUPP, in: Basler Kommentar, a.a.O., N. 32 zu Art. 1 BankG).
6.3.5 Was die Beschwerdef�hrerin in ihrer abschliessenden Stellungnahme einwendet, �ndert hieran nichts: Das EUROWEG-System wird von ihr betrieben und den Genossenschaftern von ihr zur Verf�gung gestellt, auch wenn es auf einem Server von Dritten l�uft; es handelt sich dabei - entgegen ihren Einw�nden - um kein "eigenst�ndiges Gebilde": Die Er�ffnung des Verrechnungskontos und dessen volle Einsatzm�glichkeit ist an die Mitgliedschaft bei ihr gebunden (Das EUROWEG-System erstellt automatisch die Rechnung �ber CHF 1'150.-, welche den Genossenschafter-Grundbeitrag mitumfasst), die einzelnen Transaktionsgeb�hren werden ihr gutgeschrieben und der Gerichtsstand f�r EUROWEG-Streitigkeiten befindet sich an ihrem Sitz in Biel. Gem�ss Ziff. XX der von der Beschwerdef�hrerin redigierten Benutzungsbedingungen und -erl�uterungen handelt es sich bei EUROWEG lediglich um einen Internet-Domaine-Namen und ein Softwareprogramm und "keine be- oder anklagbare Rechtsperson". Die Aktivit�ten von EUROWEG sind BGE 132 II 382 S. 395deshalb ihr zuzurechnen. Das zus�tzliche "Genossenschaftskapital" ist seinerseits entgegen den Erkl�rungsversuchen der Beschwerdef�hrerin kein Eigen-, sondern Fremdkapital: In ihrer Beschwerde hat sie selber zugestanden, dass es sich dabei um "darlehens�hnliches Zusatzkapital" und damit um "Fremdgelder" handle ("Darlehens�hnliches Zusatzkapital stellt Fremdkapital, nicht Eigenkapital dar"). Die den nicht r�ckzahlbaren Genossenschafter-Grundbeitrag von CHF 500.- �bersteigenden h�heren Kapitaleinlagen sind statutengem�ss nach fristgerechter K�ndigung - grunds�tzlich unabh�ngig von der Gesch�ftslage - innert sechs bis 24 Monaten r�ckzahlbar (vgl. � 5 Ziff. 4 und � 7 Ziff. 1 der Statuten); die Absprachen mit den einzelnen Einlegern sehen �berdies konkrete Renditevereinbarungen vor ("Die WIN+WEG bezahlt dem Einzahler eine Brutto-Rendite von vertraglich vereinbarten 25 % pro Jahr"). Es handelt sich somit nicht um Eigenmittel, sondern Publikumseinlagen im bankenrechtlichen Sinn, da - wie dargelegt - als solche alle Verbindlichkeiten gelten, die nicht unter eine der Ausnahmen von Art. 3a Abs. 3 und 4 BankV fallen. Die Beschwerdef�hrerin legt 75 Vollmachten von Genossenschaftern vor, worin diese erkl�ren, dass ihre Forderungen aus bislang r�ckzahlbaren Genossenschaftsanteilen "neu nicht mehr als von der WIN+WEG Genossenschaft r�ckzahlbare Genossenschaftsanteile, sondern als f�r den sozialen Heimbau bestimmte unverzinsliche Darlehen gelten" sollen; dies unterstreicht - entgegen den Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin - zus�tzlich den Charakter dieser Gelder als Fremdkapital.
6.3.6 Die Beschwerdef�hrerin hat somit in Verletzung von Art. 1 Abs. 2 BankG gewerbsm�ssig Publikumseinlagen entgegengenommen; ihre Aktivit�ten k�nnen nicht mit jener der Post verglichen werden, die unter die Ausnahmereglung von Art. 3a Abs. 1 BankV f�llt (BAHAR/STUPP, in: Basler Kommentar, a.a.O., N. 67 zu Art. 1 BankG). Soweit sie auf die Betriebssparkasse der Swissair verweist, welche bewilligungslos betrieben worden sei und ebenfalls Gelder entgegengenommen habe, verkennt sie, dass dies gest�tzt auf die Ausnahmeregelung von Art. 3a Abs. 4 lit. e BankV geschah (vgl. EBK-Rundschreiben 96/4, Rz. 28 ff.). Sie hat sich in ihrer Gesch�ftsreklame schliesslich auch zu Unrecht als Bank bezeichnet: Wohl arbeitete sie, wie sich aus einer Best�tigung der Yesilada Bank vom 6. Januar 2006 ergibt, offenbar tats�chlich nicht mit dieser zusammen und ist sie f�r sie in der Schweiz auch nicht t�tig geworden; das �ndert jedoch nichts daran, dass sie sich auf Internet als deren BGE 132 II 382 S. 396schweizerische Repr�sentantin bezeichnet und damit gegen Art. 1 Abs. 4 BankG verstossen hat, wonach nur Institute, die eine Bewilligung der EBK als Bank erhalten haben, den Ausdruck "Bank" oder "Bankier" allein oder in Wortverbindungen in der Firma, in der Bezeichnung des Gesch�ftszwecks oder in der Gesch�ftsreklame verwenden d�rfen. Warum die Beschwerdef�hrerin dies getan hat ("Versehen"), spielt keine Rolle.
7. Entgegen den Einwendungen der Beschwerdef�hrerin ist es weder unverh�ltnism�ssig noch anderweitig bundesrechtswidrig, wenn die Bankenkommission gest�tzt auf diese Verst�sse bzw. die festgestellte Finanzlage die Liquidation angeordnet und �ber sie den Konkurs er�ffnet hat:
7.1 Die nachtr�gliche Erteilung einer Bewilligung fiel mangels des bankenrechtlich vorgeschriebenen Mindestkapitals, einer ad�quaten Organisation sowie der Garantie einer einwandfreien Gesch�ftsf�hrung (Art. 3 Abs. 2 lit. a und c BankG) zum Vornherein ausser Betracht. Zwar �bt die Beschwerdef�hrerin teilweise auch eine nicht bewilligungspflichtige Gesch�ftst�tigkeit aus (vgl. hierzu BGE 131 II 306 E. 3.3; Urteil 2A.324/1993 vom 2. M�rz 1994, E. 4 in fine), doch kommt dieser keine eigenst�ndige Bedeutung zu; sie ist derart mit der unzul�ssigen gewerbsm�ssigen Entgegennahme von Publikumsgeldern verbunden, dass sie hiervon nicht getrennt werden kann, zumal der Aufbau des entsprechenden Gesch�ftszweigs teilweise auch mit Kundengeldern aus dem (illegalen) Gesch�ft finanziert wurde. Die EBK war deshalb nicht gehalten, nur das illegale Finanzgesch�ft zu liquidieren oder der Beschwerdef�hrerin Gelegenheit zu geben, ihre Aktivit�ten den gesetzlichen Vorgaben anzupassen; dies umso weniger, als ihren Organen das f�r ihre Aktivit�ten erforderliche banken- und finanzmarktrechtliche Fachwissen fehlt und die EBK bereits fr�her gegen von ihnen betreute Gesellschaften ermitteln und vorgehen musste (vgl. das Urteil 2A.218/1999 / 2A.219/1999 vom 5. Januar 2000). Bei einem Fortbestehen der Beschwerdef�hrerin k�nnte nicht davon ausgegangen werden, dass es k�nftig zu keinen weiteren Verst�ssen gegen das Bankengesetz kommt; dies w�re zum Schutz aller Gl�ubiger (und nicht nur der Genossenschafter) f�r einen auf die zul�ssige Gesch�ftst�tigkeit beschr�nkten Weiterbetrieb indessen unabdingbar. Dass ein grosser Teil der Genossenschafter nach Angaben der Beschwerdef�hrerin hinter ihr stehen und bereit sein soll, auf einen Teil der Anspr�che zu verzichten, �ndert hieran nichts: Wird ein illegales (Bank-)Gesch�ft betrieben, hat die BGE 132 II 382 S. 397Bankenkommission auch dann aufsichtsrechtlich einzugreifen, wenn ein Teil der Gl�ubiger dies nicht w�nscht und sich mit der Gesch�ftst�tigkeit der Gesellschaft zufrieden erkl�rt (vgl. Urteil 2A.65/2002 vom 22. Mai 2002, E. 5.3.2 und 5.3.3, publ. in: EBK-Bulletin 43/ 2003 S. 15 ff.).
7.3.1 Die Buchhaltung der Beschwerdef�hrerin ist ungeordnet und seit dem 30. April 2005 nicht nachgef�hrt. Da sie in der vorliegenden Form nicht aussagekr�ftig war und zahlreiche Pendenzen und Falschbuchungen bestanden, konnte sie am 29. Juli 2005 nicht revidiert werden. Der von den Untersuchungsbeauftragten BGE 132 II 382 S. 398beigezogene diplomierte Finanzbuchhalter kam aufgrund der Liquidit�tsfl�sse und der m�ndlichen Angaben von X. zum Schluss, dass zu Fortf�hrungswerten eine gesch�tzte Unterdeckung von rund CHF 770'000.- (Fremdkapital von rund CHF 2,6 Mio. und Aktiven von ca. CHF 1,9 Mio.) und zu Liquidationswerten eine solche von ann�hernd CHF 3'975'000.- besteht bzw. dass die Aktiven der Beschwerdef�hrerin das gesamte Fremdkapital in diesem Umfang jeweils nicht mehr zu decken verm�gen (zum Begriff der �berschuldung: CHRISTIAN HAAS, in: Basler Kommentar, a.a.O., Rz. 9 zu Art. 25 BankG). Selbst nach der von der Beschwerdef�hrerin im vorliegenden Verfahren eingereichten Bilanz mit Aktiven von CHF 2,6 Mio. und einem Fremdkapital von CHF 3,1 Mio. w�re eine Unterdeckung gegeben. Aufgrund einer Gegen�berstellung der fl�ssigen Mittel und der Zahlungsverpflichtungen der Beschwerdef�hrerin hat auch der Liquidit�tsmangel als ausgewiesen zu gelten.
7.3.2 Was die Beschwerdef�hrerin hiergegen vorbringt, �berzeugt nicht: Soweit sie geltend macht, das zus�tzliche Genossenschaftskapital, welches �ber Kleinkredite finanziert wurde, sei bei den Passiven zu Liquidationswerten zweimal ber�cksichtigt worden, verkennt sie, dass es dabei um die von ihr vertraglich �bernommenen Finanzierungskosten (Zinsen und Amortisation) einerseits und die entsprechende nach Abschluss des Kleinkredits fortbestehende Forderung des jeweiligen Genossenschafters gegen sie andererseits geht (vgl. E. 6.2.2 in fine und die entsprechende Kleinkredit-Einzahler-Vereinbarung Ziffern 5a, c und f). Die Beteiligung an der Profin GmbH wurde mit CHF 625'000.- bewertet; diese Einsch�tzung ist zwar sehr vorsichtig, aber vertretbar, nachdem die Profin f�r den Erwerb ihres massgeblichen Aktivums, die "Residenz Stockerau", in der Zwangssteigerung gegen die WEG Betriebs- und Verm�gensverwaltungsges.m.b.H. und den WEG Genossenschaftsbund als Meistbietende hierf�r EUR 622'500.- bezahlt hat, obwohl der Sch�tzwert f�r die Liegenschaft EUR 1'245'000.- betrug; auch wenn vom tats�chlich bezahlten Preis (rund CHF 930'000.-) ausgegangen w�rde (vgl. Art. 665 OR), erwiese sich die Beschwerdef�hrerin zu Fortf�hrungswerten - wobei eine Fortsetzung ihrer T�tigkeit nach dem bereits Dargelegten aber nicht m�glich ist - als �berschuldet; zu Liquidationswerten ist die �berschuldung selbst dann gegeben, wenn der Sch�tzwert der Liegenschaft von EUR 1'245'000.- (rund CHF 1,9 Mio.) eingesetzt wird; im �brigen durfte auch gewissen Wertberichtigungen f�r noch ausstehende BGE 132 II 382 S. 399Grunderwerbssteuern und Reparaturen f�r Wassersch�den Rechnung getragen werden. Der veranschlagte Wert entspricht schliesslich dem von der Beschwerdef�hrerin in ihren Finanz�bersichten vom 14. bzw. 30. September 2005 ausgewiesenen Geldeinsatz. Soweit die Beschwerdef�hrerin auf k�nftige Ertr�ge aus den Bauprojekten in �sterreich (R�ckerstattung von Mehrwertsteuervorabz�gen) und Mieteinnahmen von EUR 10'000.- pro Monat aus der "Residenz Stockerau" verweist, �bersieht sie, dass diese nicht bei ihr, sondern bei der Profin anfallen und dort wiederum in neue Bauprojekte fliessen sollen. Zurzeit weigert sich die Mieterin zudem, irgendeinen Mietzins zu bezahlen. Schliesslich ist es nicht zu beanstanden, wenn der von der Beschwerdef�hrerin angenommene Wert der "WIN+WEG Verrechnungssoftware" und der Beteiligung an der T5.AG/Softwarefirma im Hinblick auf die beschr�nkte Einsatzm�glichkeit des Programms bezweifelt und berichtigt wurde.
Art. 3a Abs. 3 lit. a BankV,
art. 3a al. 3 et 4 OB suite... ,
art. 1 al. 2, art. 23ter al. 1, art. 23quinquies et art. 33 ss LB,
Art. 3a der Verordnung vom 17. Mai 1972 �ber die Banken und Sparkassen [BankV; SR 952.02],
Art. 24 Abs. 1 BankG,
Art. 46 Abs. 1 lit. f BankG,
Art. 6 Abs. 2 der Verordnung vom 30. Juni 2005 der Eidgen�ssischen Bankenkommission zum Konkurs von Banken und Effektenh�ndlern [Bankenkonkursverordnung, BKV; SR 952.812.32],
Art. 39 Abs. 2 lit. a BankG,
Art. 1 und 3 ff. BankG,
Art. 3 und 10 BEHG,
Art. 10, 18 und 22 AFG,
Art. 23quater Abs. 4 BankG,
Art. 3a Abs. 4 lit. c BankV,
Art. 1bis BankG,
Art. 885 OR,
Art. 3a Abs. 1 BankV,
Art. 1 Abs. 4 BankG,
Art. 3 Abs. 2 lit. a und c BankG,
Art. 172 Ziff. 3 SchKG,
Art. 25 Abs. 1 lit. c BankG,
Art. 665 OR