Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20211/57
Timestamp: 2019-11-21 02:48:36
Document Index: 41515048

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 929', 'BGH', 'BGH', '§ 929', 'BGH', '§ 1006', 'BGH', 'BGH', '§ 929', '§ 930', 'BGH']

BGH, 29.04.1958 - VIII ZR 211/57 - dejure.org
https://dejure.org/1958,846
BGH, 29.04.1958 - VIII ZR 211/57 (https://dejure.org/1958,846)
BGH, Entscheidung vom 29.04.1958 - VIII ZR 211/57 (https://dejure.org/1958,846)
BGH, Entscheidung vom 29. April 1958 - VIII ZR 211/57 (https://dejure.org/1958,846)
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NJW 1958, 945
MDR 1958, 509
WM 1958, 673
DB 1958, 568
Es genügt, wenn die betreffenden Sachen gesondert gelagert und zugleich entweder un}ittelbar markiert oder durch Aufnahme in ein Verzeichnis unter genauer Angabe individueller Merkmale (Gegenstand, Menge, Stoff, Fabriknummer, Lieferant etc.) konkret umschrieben werden (sogenannter Markierungsvertrag: vgl. BGH, Urt. v. 29.4.1958 - VIII ZR 211/57, WM 1958, 673;… Urt. v. 27.9.1960 - VIII ZR 230/59, WM 1960, 1223, 1226;… Urt. v. 20.12.1978 - VIII ZR 288/77, WM 1979, 300, 301;… Urt. v. 21.11.1983 - VIII ZR 191/82, NJW 1984, 803, 804; Serick Bd. II S. 166 f.).
b) Bei Waren, die erst später eingebracht werden, muß zudem durch ein einfaches, nach außen erkennbares Geschehen im Zeitpunkt des Eigentumsübergangs für jeden, der die Parteiabreden kennt, ohne weiteres ersichtlich sein, welche individuell bestimmten Sachen übereignet sind (BGH, Urt. v. 29.4.1958 - VIII ZR 211/57, WM 1958, 673, 674;… Urt. v. 27.9.1960 - VIII ZR 230/59, WM 1960, 1223, 1226;… Urt. v. 20.3.1986 - IX ZR 88/85, NJW 1986, 1985, 1986).
Auch der erkennende Senat, der anstelle des IV. Zivilsenats nunmehr zur Entscheidung von Rechtsstreitigkeiten über Ansprüche aus Eigentum an beweglichen Sachen berufen ist, ist von ihr nicht abgewichen (Urteil vom 29. April 1958 - VIII ZR 211/57 - BB 1958, 539).
Spätere Ereignisse, die außerhalb des Vertrages liegen, können diesem nicht nachträglich seine Bestimmtheit nehmen (RGZ 132., 183, 188; Senatsurteil vom 29. April 1958 - VIII ZR 211/57 = LM BGB § 929 Nr. 8 = WM 1958, 673, 674).
Bei der Übereignung einer Sachgesamtheit mit wechselndem Bestand gilt: Für die nicht im Ursprungsbestand enthaltenen, sondern später hinzutretenden einzelnen Sachen muß infolge eines einfachen, nach außen erkennbaren Geschehens in dem für den Eigentumsübergang maßgeblichen Zeitpunkt für jeden Dritten, der die Parteiabreden kennt, ohne weiteres ersichtlich sein, welche individuell bestimmten Sachen übereignet werden sollen (BGHZ 21, 52, 56; BGH, Urt. v. 29. April 1958 - VIII ZR 211/57, LM § 929 BGB Nr. 8 = WM 1958, 673, 674; v. 8. Februar 1961 - VIII ZR 20/60, WM 1961, 431, 433 = MER 1961, 596; v. 24. November 1965 - VIII ZR 222/63, WM 1965, 1248; vgl. BGHZ 73, 253, 254).
Daß die Vorschrift des § 1006 BGB auch, zugunsten desjenigen gilt, der den Besitz als Sicherungseigentümer innehat, hat der erkennende Senat schon im Urteil vom 29 April 1958 (VIII ZR 211/57 - WM 1958, 673, in NJW 1958, 945 nicht mit abgedruekt) ausgesprochen.
Der Bundesgerichtshof hat allerdings wiederholt ausgesprochen, daß bei einem Sicherungsübereignungsvertrag die Wirksamkeit der Vereinbarung davon abhängt, daß die über eigneten Waren für den Zeitpunkt des Vertragsschlusses ein deutig im Vertrag bestimmt sind und hinsichtlich der hinzu tretenden Waren durch ein einfaches, nach außen erkennbares Geschehen im Zeitpunkt des Eigentumsüberganges für jeden, der die Parteiabreden kennt, ohne weiteres ersichtlich ist, welche bestimmten Sachen übereignet sind (BGHZ 21, 52, 56; Urteil des erkennenden Senats vom 29. April 1958 - VIII ZR 217- WM 1958, 673 - NJW 1958, 945d(dort abgekürzt); BGHZ 28, 16, 19) .
Es sei indes bemerkt: Hinsichtlich der Bestimmtheit des Sicherungsgutes sind unter Zugrundelegung der vom Landgericht getroffenen Feststellungen schon deshalb keine Zweifel gerechtfertigt, weil die Klägerin nach den getroffenen Vereinbarungen Eigentümerin des gesamten vorhandenen Bestandes an jungen Hähnchen und der jeweils hinzukommenden Kücken werden sollte (vgl. Urteil vom 29. April 1958 - VIII ZR 211/57 - LM BGB § 929 Nr. 8).
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Der Gegenstand einer Sicherungsübereignung ist dann aber nicht bestimmt genug bezeichnet, wenn außerhalb des Sicherungsübereignungsvertrages liegende Umstände zur Klarstellung herangezogen werden müssen (Senatsurteile vom 1. April 1963 - VIII ZR 211/61 = LM § 930 BGB Nr. 9 = WM 1963, 504 = MDR 1963, 586; vom 29. April 1958 - VIII ZR 211/57 = WM 1958, 673, 674; dazu auch Mormann in WM 1964, 894, 897).
Zwar hat der erkennende Senat im Urteil vom 29. April 1958 - VIII ZR 211/57 (NJW 1958, 945 = MDR 1958, 509 = WM 1958, 673) im Anschluß an RGZ 132, 183 zur Frage der Wirksamkeit eine Sicherungsübereignung eines Warenlagers ausgesprochen, diese könne durch spätere Ereignisse, die außerhalb des Vertrags liegen, nicht nachträglich wegen Wegfalls der Bestimmtheit in Frage gestellt werden.
BGH, 24.08.1960 - 2 StR 333/60
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