Source: https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1959/215/P30b/NOR40044093?ResultFunctionToken=29b45ca1-285f-45c1-b16f-d71188432d9d&Abfrage=Bundesnormen&Kundmachungsorgan=&Index=&Titel=&Gesetzesnummer=&VonArtikel=&BisArtikel=&VonParagraf=&BisParagraf=&VonAnlage=&BisAnlage=&Typ=&Kundmachungsnummer=215%2F1959&Unterzeichnungsdatum=&FassungVom=15.11.2019&VonInkrafttretedatum=&BisInkrafttretedatum=&VonAusserkrafttretedatum=&BisAusserkrafttretedatum=&NormabschnittnummerKombination=Und&ImRisSeitVonDatum=&ImRisSeitBisDatum=&ImRisSeit=Undefined&ResultPageSize=100&Suchworte=
Timestamp: 2020-01-21 20:11:41
Document Index: 95211058

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 55', '§ 55', '§ 55', '§ 55', '§ 55']

RIS - Wasserrechtsgesetz 1959 § 30b - Bundesrecht konsolidiert
Wasserrechtsgesetz 1959 § 30b
§ 30a am 15.11.2019
§ 30c am 15.11.2019
§ 30b gültig ab 22.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2003
Einstufung als künstliche oder erheblich veränderte Oberflächenwasserkörper
(1) Der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft kann mit Verordnung Oberflächenwasserkörper als künstliche oder erheblich veränderte, gegliedert nach Planungsräumen (§ 55b Abs. 2) einstufen, wenn
die zur Erreichung eines guten ökologischen Zustands erforderlichen Änderungen der hydromorphologischen Merkmale des Oberflächenwasserkörpers signifikante negative Auswirkungen hätten auf
die Umwelt im weiteren Sinne oder
die Schifffahrt, einschließlich Hafenanlagen oder die Freizeitnutzung oder
die Tätigkeiten, zu deren Zweck das Wasser gespeichert wird, wie Trinkwasserversorgung, Stromerzeugung oder Bewässerung oder
die Wasserregulierung, Schutz vor Überflutungen, Landentwässerung oder
andere ebenso wichtige nachhaltige Entwicklungstätigkeiten des Menschen und
die nutzbringenden Ziele, denen die veränderten Merkmale des Oberflächenwasserkörpers dienen, nicht in sinnvoller Weise durch andere Mittel erreicht werden können. Diese anderen Mittel müssen
technisch durchführbar sein und
jedenfalls eine wesentlich bessere Umweltoption darstellen und
keine unverhältnismäßigen Kosten verursachen.
(2) Diese Einstufung und deren Gründe sind im Rahmen der Bestandsaufnahme (§ 55d) im Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan (§ 55c) im einzelnen darzulegen und alle sechs Jahre zu überprüfen. Für die Erstellung des ersten Nationalen Gewässerbewirtschaftungsplans (§ 55c) erfolgt eine endgültige Einstufung gemäß Abs. 1 nach Vorliegen der Überwachungsergebnisse. Eine vorläufige Benennung von potentiell als künstlich oder erheblich verändert einzustufenden Oberflächenwasserkörpern erfolgt im Rahmen und nach dem Verfahren der Ist-Bestandsanalyse (§ 55h Abs. 1).
(3) 1. Ein künstlicher Oberflächenwasserkörper ist ein von Menschenhand geschaffener Oberflächenwasserkörper.
Ein erheblich veränderter Oberflächenwasserkörper ist ein Oberflächenwasserkörper, der durch physikalische Veränderungen durch den Menschen in seinem Wesen erheblich verändert wurde und gemäß Abs. 2 entsprechend eingestuft wurde.
NOR40044093
https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/1959/215/P30b/NOR40044093