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Timestamp: 2019-08-19 15:05:12
Document Index: 355171534

Matched Legal Cases: ['§323', '§164', '§145', '§242', '§242', '§242', '§242', '§242']

Strafrechts Hausarbeit f. Fortgeschrittene/ Mainz
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Verfasst am: 12 Okt 2005 - 22:53:51 Titel:
@katjaa
1.Also es ist so,dass es beim Hausfriedensbruch zunächst das Problem gibt,ob M den J-Markt gegen den Willen des Markteigentümers betritt.Nach hM muss jemand,der eine Straftat begehen will,dies aber äußerlich zu erkennen geben.Zum Beispiel wenn ein Bankräuber die Bank mit einer Strumpfmaske betritt.In unserem Fall liegt diese Voraussetzung nicht vor,so dass man nach hM den Hausfriedensbruch ablehnen muss (geht aber auch anders,je nachdem).Dann kommt es aber in Betracht,dass M den HFB durch "Eindringen durch Unterlassen" begangen hat.Und zwar endet in dem Moment das Einverständnis,in dem M den MP3-Player einsteckt.Danach müsste er dann sofort den Markt verlassen.Er bleibt aber drin und begeht sogar noch eine weitere Straftat.Deswegen kann man hier auch durchaus der hM folgen und einen Hausfriedensbruch durch Unterlassen annehmen,da er es vorsätzlich unterlässt den Laden zu verlassen.Umstritten ist eben nur,ob das mit dem Eindringen durch Unterlassen geht,da man in der 2.Variante des 123 sowieso ein echtes Unterlassungsdelikt drinstecken hat (hier bedarf es aber einer Aufforderung).Garantenstellung ergibt sich hier dann aus Ingerenz.
2.Also ich denke eine Untreue ist hier zu abwegig.Allein die Struktur der Hausarbeit spricht schon dagegen.Herr Prof. Zopfs ist auch mehr ein Freund des Diebstahls und weniger der Vermögensdelikte.
Verfasst am: 12 Okt 2005 - 23:06:15 Titel:
Also das kann nicht sein,dass es keine einschlägige Theorie bei der Abgrenzung Täterschaft/Teilnahme durch Unterlassen gibt.Insgesamt gibt es 5 dieser Theorien,die führen alle zu unterschiedlichen Ergebnissen.HM ist hier wohl auch die Theorie von der Tatherrschaftslehre wie bei den Begehungsdelikten.Und nach der ist V zweifelsfrei Teilnehmer.Da haste vielleicht schon etwas zu lange an der HA gesessen liebe katjaa Da sieht man schonmal vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr
Verfasst am: 12 Okt 2005 - 23:20:37 Titel:
doch, den wald sehe ich vor lauter bäumen gerade noch so
habe gerade den krey vor mir, der sagt zb. dass bloßes nichtstun keine Tatherrschaft begründet, und somit wäre eine Beteiligung durch unterlassen immer bloße Beihilfe.
das ist doch auch irgendwie komisch,oder?
woher nimmst du die garantenstellung des V?
gibts da genauere Textangaben?habe in meine Büchern noch nichts genaues gefunden.
channi83
Verfasst am: 12 Okt 2005 - 23:37:53 Titel:
@housekeeper
täterschaft vor teilnahme (bei der CD!)
Verfasst am: 12 Okt 2005 - 23:45:39 Titel:
-der §323c ist nicht zu prüfen, wenn man garantenstellung annimmt!
- wenn §164 mittelbar, dann musst du den §145d aber auch in mittelbarer täterschaft prüfen!
- was meinst du mit Betrug am MP3-player? wie soll das gehen, glaube da hast du dich falsch ausgedrückt! meinst du du hast einen betrug ggü. des j-marktes geprüft,oder?
- und das mit dem hausfriedensbruch durch unterlassen würde ich auch vergessen, denn überlege wenn du hier darauf abstellst das das einvertsändnis endet, hättest du das bei der wegnahme auch machen können! und einen Diebstahl durch unterlassen prüfen müssen, denn als er den Mp3-player einsteckte wäre das einverständnis dann ja auch nicht mehr vorhanden! :wink: :wink:
Verfasst am: 12 Okt 2005 - 23:55:09 Titel:
@ channi,
nimmst du die garantenstellung an?
wenn ja, aus Vertrag?
gbts dafür eine gute textstelle?
Verfasst am: 13 Okt 2005 - 01:10:16 Titel:
So,morgen verbring ich endlich wieder mal ne "normale" Nacht (schönen Gruß an C. )Aber heut wird nochmal geschafft.
1.Was soll das mit Täterschaft vor Teilnahme an der CD?Ich prüfe keine Anstiftung oder Beihilfe.Das ist beides Täterschaft.Nur liegt die mittelbare hier näher,weshalb ich sie zuerst prüfe,aber verneinen werde.Aber werd trotzdem nochmal drüber nachdenken,nur Deine Argumentation ist hier falsch.Ist wie gesagt beides Täterschaft.
2.Der 323c ist auf jeden Fall anzusprechen.Was ist das für ein Argument?Beim echten U-delikt braucht man keine Garantenstellung.Das heißt nicht,dass wenn eine vorliegt,der Tatbestand des 323c wegfällt.Es wird nur keine vorausgesetzt.Wenn man die Beihilfe durch Unterlassen bejaht tritt er allerdings zurück.Würde aber trotzdem etwas zu 323c sagen,da hier ein Streitstand drinsteckt.
3.Wer bitte sagt das???Warum muss ich den 145d auch in mittelbarer Täterschaft anprüfen???Der M begeht die Tathandlung hier alleine.145d tritt allerdings dann zurück,wenn 164 vorliegt.
4.Betrug prüfe ich an,verneine ihn aber sofort.Aber sollte man ansprechen,da uU ein Sicherungsbetrug vorliegt.Scheitert allerdings bereits an der Täuschungshandlung.Nein,gegenüber meiner Oma,sofern sie als Kassiererin beim J-Markt arbeitet
5.Auf das Einverständnis stelle nicht ich ab,sondern die Rspr.Außerdem ist das ein völlig anderes Einverständnis.Beim Diebstahl das Einverständnis in die Wegnahme,beim HFB das Einverständnis,sich im geschützten Bereich aufzuhalten.
Verfasst am: 13 Okt 2005 - 01:28:49 Titel:
@ housekeeper,wo nimmst du den ganzen Platz her?
Bin jetzt schon bei 20 seiten und habe 242 22 23 27 13 noch nicht fertig.
betrug und hausfriedensbruch erwähne ich glaube ich nicht mehr.
bei 323c welchen streit meinst du?
Verfasst am: 13 Okt 2005 - 11:10:03 Titel:
Ich habe nochmal eine ganz dringende Frage zur Abgrenzung Täterschaft/Beihilfe und zur Prüfung Diebstahls durch Unterlassen:
reine Überlegung:
Prüft man §§242, 13 dann stellt man fest, dass der tatbestandsmäßig Erfolg nicht eingetreten ist (sonst wär's ja kein Versuch des M: §§242, 22, 13 +). Fehlt es an diesem Erfolg, so ist an ein versuchtes Unterlassungsdelikt zu denken, wenn der Unterlassende den Entschluss zur Nichtabwendung des Erfolges hatte.
Also Prüfe ich folglich: §§242, 22, 23, 13
Aber hier ist doch der Aufbau dann dem Versuch entsprechen, d.h.
0. Vorprüfung
- Nichtvollendung
- Strafbarkeit des Versuchs
- Entschluss...
Stehe gerade völligst neben mir: Kann mir jemand kurz sagen wie er §§242, 22, 23, 13 aufgebaut hat und wo die Abgrenzung reingepackt wird oder wenn diese Überlegung falsch ist, was genau der tatbestandmäßige Erfolg von §§242, 13 ist?
cihag
Verfasst am: 13 Okt 2005 - 11:33:10 Titel:
@xyzz
Habe die Abgrenzung zwischen Täterschaft und Teilnahme beim 242, 22, 23, 12 als eine Art Vorprüfung. So komme ich nicht mal zum Tatentschluss...
Beim 323c gibt es auch eine Ansicht, die schon den Tatbestand verneint, wenn der Unglücksfall die Tat ist, die man selbst durch Unterlassen begeht oder daran teilnimmt. (z.B. vertreten im Lackner / Kühl)
123, 13 finde ich etwas konstruiert....
Müsste mir das mit der INgerenz beim 123 nochmnal durchlesen... Aber vorliegend ist doch noch folgendes Problem gegeben (was channi glaube ich auch meinte):
Der J-Markt (die Geschäftsführung) will ja gerade, dass ein potentieller Täter die player einsteckt...
Warum soll dann das Einverständnis bezüglich des Verweilens enden? Die Täter sollen ja noch im Geschäft (im Kassenbereich) gestellt werden. Der J-Markt will daher gerade nicht, dass der M den Laden verlässt....
Wie gesagt, bin mir da nicht sicher...