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Timestamp: 2019-06-25 22:56:37
Document Index: 342097326

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 47', '§ 5', '§ 32', '§ 32', '§ 34', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 47', 'Art. 1', '§ 5', 'Art. 2', 'BGH', '§ 32', 'BGH', '§ 23', 'EGMR', 'Art. 10', 'Art. 8', '§ 102', 'Art. 33', 'Art. 2', 'Art. 1', '§ 2', '§ 5']

BVerwG, 23.06.2004 - 3 C 41.03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,633
BVerwG, 23.06.2004 - 3 C 41.03 (https://dejure.org/2004,633)
BVerwG, Entscheidung vom 23.06.2004 - 3 C 41.03 (https://dejure.org/2004,633)
BVerwG, Entscheidung vom 23. Juni 2004 - 3 C 41.03 (https://dejure.org/2004,633)
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GG Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1, Art. 47 Satz 2; StUG § 5 Abs. 1, § 32 Abs. 1, § 32a, § 34 Abs. 1
Stasi-Unterlagen-Gesetz; Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen; Ausspähung; personenbezogene Informationen; Unterlagen mit personenbezogenen Informationen; allgemeines Persönlichkeitsrecht; Privatsphäre; Recht am gesprochenen Wort; informationelle Selbstbestimmung; Grundrechte von Amtsträgern; Aufarbeitung der Stasi-Tätigkeit; Forschung; Presse; politische Bildung; Zweckbindung erhobener Dateien; verfassungskonforme Auslegung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes; Vollstreckungsgegenklage.
GG Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1, Art. 47 Satz 2
Stasi-Unterlagen-Gesetz; Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen; Ausspähung; personenbezogene Informationen; Unterlagen mit personenbezogenen Informationen; allgemeines Persönlichkeitsrecht; Privatsphäre; Recht am gesprochenen Wort; informationelle Selbstbestimmung; Grundrechte von Amtsträgern; Aufarbeitung der Stasi-Tätigkeit; Forschung; Presse; politische Bildung; Zweckbindung erhobener Dateien; verfassungskonforme Auslegung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes; Vollstreckungsgegenklage
Zur Verfügungstellung von Unterlagen der Staatssicherheit mit personenbezogenen Informationen über Personen der Zeitgeschichte, Inhaber politischer Funktionen oder Amtsträger der Forschung; Abwägung im Einzelfall als entscheidendes Kriterium für die Freigabe; Wahrung der Grundrechte des durch die Freigabe Betroffenen; Sicherstellung, dass die Unterlagen nur für den Forschungszweck genutzt werden für den sie herausgegeben wurden; Zurverfügungstellung von Unterlagen der Staatssicherheit mit personenbezogenen Informationen an die Presse; Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts, das auch einem ehemaligen Bundeskanzler in seiner Rolle als Person der Zeitgeschichte sowie als Amtsträger und Funktionsträger zusteht; Schutz der Abhöropfer vor der rechtsstaatswidrigen Erlangung des Abhörmaterials durch die Stasi; Vereinbarkeit der Neufassung des Stasiunterlagengesetzes (StUG) mit der Verfassung
Art. 1 Abs. 1, 2 Abs. 1, 47 GG
Verfassungsrecht; Datenschutzrecht; Stasi-Unterlagen-Gesetz - Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen; Ausspähung; personenbezogene Informationen; Unterlagen mit personenbezogenen Informationen; allgemeines Persönlichkeitsrecht; Privatsphäre; Recht am gesprochenen Wort; informationelle Selbstbestimmung; Grundrechte von Amtsträgern; Aufarbeitung der Stasi-Tätigkeit; Forschung; Presse; politische Bildung; Zweckbindung erhobener Dateien; verfassungskonforme Auslegung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes; Vollstreckungsgegenklage
Trotz Gesetzesänderung: Stasi-Unterlagen über Altkanzler Kohl bleiben weitgehend unter Verschluss
Stasi-Unterlagen über H. Kohl bleiben weitgehend unter Verschluss
§§ 5, 32, 32a, 34 StUG; Art. 2 Abs. 1 GG
Herausgabe von MfS-Unterlagen mit personenbezogenen Informationen über Personen der Zeitgeschichte (Fall Kohl) (RA Dr. Wolfgang Jakob; Neue Justiz 12/2004, S. 567-569)
Die Regelungen des Stasi-Unterlagen-Gesetzes zur Zulässigkeit der Zurverfügungstellung von Unterlagen über Amtsträger und Personen der Zeitgeschichte an Forschung und Presse sind verfassungskonform auszulegen
Zusammenfassung von "Die Herausgabe von Stasi-Unterlagen Prominenter" von Senatsdirektor a.D. Prof. Dr. Dr. h.c. Claus Arndt, original erschienen in: NJW 2004, 3157 - 3159.
Zusammenfassung von "Herausgabe und Verwendung von Stasi-Unterlagen mit personenbezogenen Informationen an die Presse" von Prof. Dr. Wolff Heintschel von Heinegg, original erschienen in: AfP 2004, 505 - 508.
VG Berlin, 17.09.2003 - 1 A 317.02
BVerwGE 121, 115
NJW 2004, 2462
NVwZ 2004, 1513 (Ls.)
NJ 2004, 567
DVBl 2004, 1310
DÖV 2004, 1012
afp 2004, 380
Ob nach den Grundsätzen über den Schutz personenbezogener Daten, die das Bundesverfassungsgericht im Volkszählungsurteil entwickelt hat, Amtsträger und andere öffentlich Bedienstete überhaupt vor einer Offenbarung personenbezogener Daten insoweit, als es um ihr dienstliches Handeln geht, in ähnlicher Weise geschützt sind wie Privatpersonen, und besonders ob auch insoweit personenbezogene Daten nur auf gesetzlicher Grundlage erhoben und weitergegeben werden dürfen, hat das Bundesverfassungsgericht bislang noch nicht entschieden (…vgl. Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 10. Februar 1988 - 2 BvR 522/87 -, NVwZ 1988, S. 1119; bejahend wohl BVerwG, NJW 2004, S. 2462 ;… verneinend Simitis, Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes über die Sicherung und Nutzung von Archivgut des Bundes, in: Deutscher Bundestag, Wissenschaftliche Dienste, Veröffentlichte Gesetzesmaterialien des Parlamentsarchivs, Nr. 23, Februar 1988, S. 140;… Rzepka, in: Kammeier, Maßregelvollzugsrecht, 2. Aufl. 2002, Rn. H 31).
Auch öffentliche Amtsträger sind - auch hinsichtlich ihrer Amtstätigkeit - in den Schutzbereich des Persönlichkeitsrechts einbezogen (vgl. Urteil vom 23. Juni 2004 - BVerwG 3 C 41.03 - BVerwGE 121, 115 = Buchholz 115 Sonst. Wiedervereinigungsrecht Nr. 49 S. 89).
Amts- oder funktionsbezogene Informationen - selbst richtige und nicht nur manipulierte - können für einen Politiker existenzvernichtende Folgen mit schwerwiegenden Auswirkungen auch auf die Privatsphäre haben (vgl. zum Ganzen: BVerwG, Urteil vom 23.06.2004 - 3 C 41.03 - BVerwGE 121, 115 = NJW 2004, 2462 m.w.N.).
Zu Leitsatz 2: Vergleiche VGH Kassel, Urteil vom 23.02.2012 - 8 A 1303/11 - ESVGH 62, 182-187; ebenso BVerwG, Urteil vom 23.06.2004 - 3 C 41/03 - BVerwGE 121, 115-140; ebenso BGH, Urteil vom 17.03.1994 - III ZR 15/93 - NJW 1994, 1950-1953; a.A. OLG Stuttgart, Beschluss vom 21.06.2001 - 4 VAs 3/01 - NJW 2001, 3797-3798 und OLG Karlsruhe, Beschluss vom 18.08.1980 - 3 VAs 9/80 - Justiz 1980, 450-451.
Diese umfassende Abwägung ist gerichtlich voll nachprüfbar (…vgl. HessVGH, Urt. v. 23.02.2012, a.a.O.; ebenso BVerwG, Urt. v. 23.06.2004 - 3 C 41.03 - BVerwGE 121, 115 , zu § 32 StUG;… ebenso BGH, Urt. v. 17.03.1994, a.a.O., für den Amtshaftungsprozess wegen Persönlichkeitsrechtsverletzung durch eine Presseinformation der Staatsanwaltschaft; a.A. OLG Stuttgart, Beschl. v. 21.06.2001 - 4 VAs 3/01 - NJW 2001, 3797 , und OLG Karlsruhe, Beschl. v. 18.08.1980 - 3 VAs 9/80 - Justiz 1980, 451, jeweils für die Überprüfung einer Presseauskunft über ein Ermittlungsverfahren nach §§ 23 ff. EGGVG).
Denn auch amts- und funktionsbezogene Informationen können erhebliche Auswirkungen auf die Privatsphäre haben (vgl. BVerwG, Urt. v. 23.06.2004, a.a.O., S. 125 f.;… HessVGH, Urt. v. 23.02.2012, a.a.O., Rn. 31 ff.;… OVG NRW, Beschl. v. 27.06.2012, a.a.O.;… Rn. 42;… a.A. VG Wiesbaden, Urt. v. 09.05.2011 - 5 K 700.09.WI - juris Rn. 21 ff.).
(6) (a) Weder die Rechte der Presse noch die Persönlichkeitsrechte der von einer Berichterstattung Betroffenen sind schrankenlos gewährleistet (vgl. nur BVerfG, Kammerbeschl. v. 28.08.2000 - 1 BvR 1307/91 - NJW 2001, 503 , und BVerwG, Urt. v. 23.06.2004, a.a.O., S. 128, zum allgemeinen Persönlichkeitsrecht, sowie BVerfG, Beschl. v. 14.02.1973, a.a.O., S. 282, zur Pressefreiheit;… EGMR, Urt. v. 10.01.2012, a.a.O., Nr. 24 f., zu Art. 10 EMRK, …sowie Urt. v. 24.06.2004, a.a.O., Nr. 57 f., zu Art. 8 EMRK).
Schutz vor Angriffen auf die Sicherheit des Luftverkehrs; luftverkehrsrechtliche …
Allein ein moralisches Unwerturteil hinsichtlich der früheren IM-Tätigkeit reicht daher nicht aus, auch wenn die systematische und umfassende Ausforschung der eigenen Bevölkerung durch das MfS ein besonders abstoßendes Herrschaftsinstrument der DDR war (BVerfGE 96, 189 ; BVerwG, Urteil vom 23. Juni 2004 - BVerwG 3 C 41.03 - NJW 2004, 2462 ).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 19. Juni 2013 - 20 F 10.12 -, ZIP 2014, 442, juris, Rn. 10; Urteil vom 23. Juni 2004 - 3 C 41.03 -, BVerwGE 121, 115, juris, Rn. 30 ff.; anders wohl BVerwG, Beschluss vom 12. März 2008 - 2 B 131.07 -, Buchholz 237.8 § 102 RhPLBG Nr. 2, juris, Rn. 8.
OVG Rheinland-Pfalz, 10.09.2007 - 2 A 10413/07
Veröffentlichung von Beamtendaten im Internet
Beruht die Bekanntgabe personenbezogener Organisationspläne mithin auf einer hinreichend bestimmten gesetzlichen Grundlage und ist diese durch das in Art. 33 Abs. 5 Grundgesetz verfassungsrechtlich verankerte Organisationsrecht des Dienstherrn gerechtfertigt, so steht auch das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung ungeachtet der Frage seiner Anwendbarkeit auf Amtsträger (vgl. hierzu BVerwGE 121, 115 [125 f.]) einer Veröffentlichung nicht entgegen.
Hierzu zählen neben Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen die durch das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung nach Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG geschützten personenbezogenen Daten Dritter im Sinne von § 2 Nr. 2 IFG (vgl. BVerwG, Urteil vom 23.06.2004 - 3 C 41.03 -, BVerwGE 121, 115).
Dazu hat auch das Bundesverwaltungsgericht schon in seinem Urteil vom 23. Juni 2004 - 3 C 41/03 - (BVerwGE 121 S. 115 ff. = NJW 2004 S. 2462 ff. = DVBl 2004 S. 1310 ff. = juris Rdnrn. 30 ff.) ausgeführt:.
Diese Abwägung ist deshalb von den Gerichten selbst vorzunehmen (vgl. VG Düsseldorf…, Urteil vom 15. Oktober 2008 a.a.O. juris Rdnr. 54) bzw. gerichtlich uneingeschränkt zu überprüfen, ohne dass der um Auskunft ersuchten Behörde ein Ermessensspielraum zustünde (vgl. BVerwG, Urteil vom 23. Juni 2004 a.a.O. juris Rdnr. 63) oder - nach Auffassung des Senats - die Abwägung bei einer zu erwartenden Persönlichkeitsbeeinträchtigung allein der Veröffentlichungsentscheidung des jeweiligen Presseorgans überlassen werden dürfte.
Für die Frage der Schutzwürdigkeit ist u. a. zu berücksichtigen, welche Sphäre des Persönlichkeitsrechts, nämlich die Öffentlichkeits-, die Privat- oder die am strengsten zu schützende Intimsphäre, betroffen ist, welche Funktion bzw. Stellung der/die Betroffene in der Behörde bzw. im öffentlichen Leben wahrnimmt und welche Schwere die Beeinträchtigung und ihre Folgen voraussichtlich haben werden (vgl. OVG A-Stadt-Brandenburg…, Beschluss vom 28. Oktober 2011 a.a.O. juris Rdnr. 25); so verdienen niedrigere Amts- und Funktionsträger größeren Schutz als höhere und als Personen der Zeitgeschichte (vgl. BVerwG, Urteil vom 23. Juni 2004 a.a.O. juris Rdnr. 59).
Neben der Frage, welche Sphäre des Persönlichkeitsrechts betroffen ist, ist für die Schutzwürdigkeit der personenbezogenen Daten zu berücksichtigen, welche Funktion bzw. Stellung der Betroffene in der Behörde bzw. im öffentlichen Leben wahrnimmt und welche Schwere die Beeinträchtigung und ihre Folgen voraussichtlich haben werden; niedrigere Amts- und Funktionsträger verdienen größeren Schutz als höhere und als Personen der Zeitgeschichte (vgl. BVerwG, Urteil vom 23. Juni 2004 - 3 C 41.03 - BVerwGE 121, 115 , juris Rn. 59).
VG Berlin, 21.06.2013 - 1 L 136.13
BVerwG, 02.11.2006 - 6 B 90.06
Beschwerde des Gläubigers gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des …
VG Berlin, 08.09.2009 - 2 A 8.07
Einsicht in Unterlagen der Forschungsgruppe Rosenholz
VG Braunschweig, 26.06.2013 - 5 A 239/10
Bearbeiter im Sinne des § 5 Abs. 4 IFG
VG Berlin, 28.08.2015 - 2 M 427.15
Neubescheidung nach unvollständigem Bescheidungsurteil
VG Osnabrück, 30.05.2007 - 3 A 13/06