Source: https://findok.bmf.gv.at/findok?execution=e100000s1&segmentId=63c9338e-9744-4011-a981-5027b3dad5e5
Timestamp: 2020-05-29 20:22:34
Document Index: 306868034

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 24', '§ 24', '§ 28', '§ 4', '§ 8']

Einlagen sind nach Maßgabe des § 6 Z 5 EStG 1988 mit den (gegebenenfalls um Abschreibungen verminderten) Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder mit dem Teilwert anzusetzen. Werden nach einer Betriebsaufgabe nach § 24 Abs. 6 EStG 1988 idF des AbgÄG 2004 begünstigte Gebäudeteile eingelegt, ist der maßgebliche steuerliche Wertansatz um die unversteuerte stille Reserve zu kürzen und davon die AfA zu bemessen. Im Fall einer Veräußerung innerhalb der fünfjährigen Sperrfrist ist der steuerliche Wertansatz um die versteuerten stillen Reserven rückwirkend zu erhöhen (§ 24 Abs. 6 EStG 1988 idF des AbgÄG 2004, siehe auch Rz 5717a). Von diesem erhöhten Betrag ist rückwirkend die AfA zu bemessen.
EsNach der bis 2006 geltenden Rechtslage ist der Teilwert im Zeitpunkt der Einlage anzusetzen. Dies gilt auch dann, wenn die Anschaffung oder- Herstellungskosten höher wären. Abschreibungen (AfA, Sonderabschreibungen), die vor der Einlage geltend gemacht wurden, sind nicht zu berücksichtigen.
Am 23.6.20014 wird ein Teppich um 30.000 S Euro angeschafft. Der Steuerpflichtige legt diesen Teppich am 14.8.20026 (Teilwert: 32.000 S3.200 Euro) in den Betrieb ein. Einlagewert: 32.000 S3.200 Euro.
Anschaffung Grundstück am 10.5.200110.5.1995 um 1,2 Mio. S(umgerechnet) 120.000 Euro, Einlage 4. 9. 20152005; Teilwert im Zeitpunkt der Einlage
- 1,5 Mio150.000 Euro., Einlage daher zu 1,5 Mio150.000 Euro. S.
- 900.00090.000 Euro, Einlage daher zu 900.000 S Euro.
Werden Wirtschaftsgüter eingelegt, die innerhalb von zehn Jahren (Grundstücke) oder innerhalb des letzten Jahres (sonstige Wirtschaftsgüter) angeschafft oder hergestellt wurden, sind nach der bis 2006 geltenden Rechtslage als Einlagewert höchstens die Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen. Im Fall hergestellter Wirtschaftgüter beginnt die einjährige Frist jedenfalls nicht später als in jenem Zeitpunkt zu laufen, in welchem das in der Folge in den Betrieb eingelegt sonstige (bewegliche) Wirtschaftgut im Wesentlichen hergestellt ist, sodass es bereits geeignet ist, zum Gegenstand des wirtschaftlichen Verkehrs gemacht zu werden (VwGH 23. 9. 2005, 2003/15/0105).
Ein Gebäude wird im Jahre 01 um 1,380.000 S138.0000 Euro angeschafft und ausschließlich privat verwendet. Im Jahre 0706 wird das Gebäude in den Betrieb eingelegt (Teilwert 1,500.000 S150.000 Euro). Es sind die seinerzeitigen Anschaffungskosten in Höhe von 1,380.000 S138.000 Euro anzusetzen. Wäre der Teilwert des Gebäudes auf 1,300.000 S130.000 Euro gesunken, so wäre dieser Betrag anzusetzen.
Im Jahre 01 wird ein Gebäude um 1,700.000 S170.000 Euro angeschafft und um 500.000 S assaniert Euro saniert. In der Zeit von 200303 bis 200808 wird es vermietet. An Absetzungen für Abnutzung werden insgesamt 153.000 S15.300 Euro, an Sonderabschreibungen gemäß § 28 Abs. 3 EStG 1988 300.000 S Euro geltend gemacht. 200909 wird das Gebäude dem Betriebsvermögen zugeführt (Teilwert: 1,980.000 S198.000 Euro). Es sind die um die AfA und die Sonderabschreibung gekürzten Herstellungskosten anzusetzen:
AssSanierungsaufwand
-153,00015.300
1.747.000174.700
Im Jahre 200303 wurde ein Gebäude um S 29.000 Euro für den Betrieb X des Steuerpflichtigen angeschafft. Der Betrieb wurde 200707 aufgegeben. Der gemeine Wert des Gebäudes betrug im Aufgabezeitpunkt 109.000 Euro. Im Jahre 09 wird das Gebäude (Teilwert 105.000 Euro), das nach Aufgabe des Betriebes X ausschließlich privat genutzt wurde, in den Betrieb Y des Steuerpflichtigen eingelegt. Einlagewert: höchstens 105.000 Euro. Würde der Teilwert hingegen 116.000 Euro betragen, so wären 109.000 Euro anzusetzen.
Im Jahre 200101 wird ein Gebäude um 1.000.000 SEuro angeschafft. Vom Jahr 200404 bis 200909 wurde es zu 10% betrieblich genutzt (AfA 3%). Im Jahre 201010 wird das gesamte Gebäude eingelegt (Teilwert 1,200.000 SEuro)
Ein Unternehmer kauft im Jahre 200001 ein bebautes Grundstück (Anschaffungskosten Grund und Boden 500.000 SEuro, Gebäude 1,000.000 SEuro) und nutzt es ausschließlich für seinen Betrieb A (Gewinnermittlung gemäß § 4 Abs. 1 EStG 1988). Im Jahre 200304 erfolgt eine Entnahme (Teilwert des Gebäudes: 1.300.000 SEuro; Teilwert Grund und Boden 1,500.000 SEuro). Das Gebäude wird zunächst für eigene Wohnzwecke genutzt, seit 200506 jedoch wird es zu 90% vermietet (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung). Seit 200607 werden die restlichen 10% des Gebäudes wieder für den Betrieb A des Unternehmers verwendet (AfA 3%). Zu Beginn des Jahres 200910 bringt der Unternehmer das gesamte Gebäude in seinen Betrieb B ein (Teilwert: Grund und Boden 700.000 SEuro, Gebäude 1,350.000 SEuro).
- AfA bei V+V 200506 bis 200809 (1,5%)
- AfA für untergeordnete betr. Nutzung 0607-0809 (3%)
Hätte der Unternehmer das Grundstück außerhalb der Zehnjahresfrist angeschafft, so wäre als Einlagewert im Jahre 200910 der Teilwert von Grund und Boden (700.000 SEuro) und Gebäude (1.350.000 SEuro) im Einlagezeitpunkt anzusetzen.
A schafft im ersten Halbjahr 200301 eine Eigentumswohnung um 58.000 Euro (Gebäudeanteil) an, die er zur Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung verwendet. Die jährliche AfA beträgt 1,5%. Im zweiten Halbjahr 200503 schenkt er die Wohnung seinem Sohn B, der sie zunächst privat nutzt. Im Jahre 200906 legt B die Wohnung (Teilwert 69.000 Euro) in seinen Betrieb ein.
AfA 200301 bis 200503
Anschaffung eines Gebäudes im Jahre 200101 (Wert des Gebäudes 2,500.000 S250.000 Euro; Grund und Boden 500.000 SEuro). Das gesamte Gebäude wird von 200101 - 200404 vermietet. Ab dem Jahr 200506 eigenbetriebliche Nutzung 10%, AfA gemäß § 8 Abs. 1 EStG 1988 3%. 90% des Gebäudes werden weiter fremdvermietet (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung).
Betriebskosten des gesamten Gebäudes: 100.000 S Euro/Jahr. Zinsen für Gebäudekredit: 300.000 S/Jahr. Teilwert des Gebäudes im Zeitpunkt der Einlage: 2,700.000 S270.000 Euro)
2,500.000250.000
2,350.000235.000
235.00023.500
3% AfA von 235.000 S23.500
7.050705
47.0504.705
FürNach der bis 2006 geltenden Rechtslage gilt für die Fristenberechnung von zehn oder einem Jahr(en) gilt das Stichtagsprinzip (Zeitpunkt der Anschaffung, Ende der Herstellung). Die kleinste Einheit für die Fristenberechnung ist das einzelne Wirtschaftsgut. Auch wenn auf ein angeschafftes oder hergestelltes Wirtschaftsgut später (weitere) Herstellungskosten getätigt wurden, ist die Frist durchgängig von der seinerzeitigen Anschaffung oder Herstellung zu rechnen. Bei bebauten Grundstücken ist das Grundstück samt Gebäude die maßgebliche. Bei der Einlage von Grundstücken, auf denen ein Gebäude errichtet wurde, ist bei allen Gewinnermittlungsarten vom Anschaffungszeitpunkt des Grundstückes auszugehen. Spätere Anschaffungs- oder Herstellungsaufwendungen bleiben für die Fristenberechnung außer Betracht.
Im Jahr 200101 wird ein Grundstück erworben; in den Jahren 201212 und 201313 wird auf diesem Grundstück ein Gebäude errichtet. Im Jahr 201515 werden Grundstück und Gebäude dem Betrieb zugeführt. Relevanter Anschaffungszeitpunkt: 200101
BeimNach der bis 2006 geltenden Rechtslage ist beim unentgeltlichen Erwerb von Wirtschaftsgütern ist hinsichtlich des Anschaffungs- oder Herstellungszeitpunktes auf den Anschaffungs- bzw. Herstellungszeitpunkt des Rechtsvorgängers abzustellen. Bei mehreren unmittelbar folgenden unentgeltlichen Erwerben ist auf den Anschaffungs- bzw. Herstellungszeitpunkt des letzten entgeltlichen Erwerbes abzustellen. Für die Anwendung der Fristen gelten die vorstehend dargestellten Grundsätze sinngemäß.
Im Jahre 202506 wird ein Grundstück (Teilwert 2,000.000 S200.000 Euro) eingelegt, das der Steuerpflichtige im Jahr 202204 durch Erbanfall erhalten hat. Der Erblasser hat das Grundstück im Jahr 200101 um 500.000 S Euro erworben. Relevanter Anschaffungszeitpunkt: 200101.
Findok-Nr: 19973.4, aufgenommen am: 19.02.2007 16:30:22, Dokument-ID: c44788c2-5f67-4c39-b9d6-e57c6fed84a8, Segment-ID: 63c9338e-9744-4011-a981-5027b3dad5e5