Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757?p=911
Timestamp: 2019-02-20 05:37:53
Document Index: 109283489

Matched Legal Cases: ['§ 142', '§ 1795', '§ 519', '§ 142', '§ 1795', '§ 519', '§ 142', '§ 2233', '§ 2234', '§ 1795', '§ 519', '§ 2235', '§ 2236', '§ 142', '§ 2233', '§ 2234', '§ 1795', '§ 519', '§ 2235', '§ 2236']

vordamm angeleget, den man den Kai-deich, oder
Ka-deich nennet, Silberschlag § 142 fgg. Jo-
dock Hackmann de iure aggerum, Staden
1690, 4, s. 19 fgg.
Alldieweil oft ein dorf die kosten des wasser-wer die ko-
sten dabei
baues nicht tragen kan; so werden die städte und
dörfer der gegend zur mitleidenheit gezogen. Das
loch welches das wasser entweder an damm, oder
hinter selbigen reisset, nennet man den kolk.
Von den ufern oder hammen und
deren erhaltung.
Das ufer, der strand von den öffentlichen flüs-wem das
ufer, der
strand ge-
sen und meeren samt iren gerechtsamen gehören
dem landesherrn (§ 1795), welcher selbige sowol
andern verstatten, als auch die gerichtbarkeit dar-
über besondern personen erteilen kan, Schulzens
disp. de iurisdictione littorali. Im übrigen ist
kein untertan befugt, one bewilligung des landes-
herrns, auf dem ufer, oder strande, etwas auf-
zubauen, z. e. mülen etc. (§ 519).
Ufer heisset der rand der erden, wodurch einwas das
ufer bedeu-
wasser beschlossen, oder auf behalten wird.
Wenn das ufer dem landesherrn gehöret, undwer solches
bauet?
diser ieweilen solches einem untertanen überlässet;
so mag diser auf seiner Seite bauen, wie er will,
wenn gleich auf der andern seite dem ufer gescha-
det wird; immaßen das andre ufer auch dem für-
sten gehöret, und ist genug, wenn der wasser-bau
nur nicht zum verdrusse beschihet. Sonst gehet
Ka-deich nennet, Silberſchlag § 142 fgg. Jo-
1690, 4, ſ. 19 fgg.
Alldieweil oft ein dorf die koſten des waſſer-wer die ko-
ſten dabei
baues nicht tragen kan; ſo werden die ſtaͤdte und
doͤrfer der gegend zur mitleidenheit gezogen. Das
loch welches das waſſer entweder an damm, oder
hinter ſelbigen reiſſet, nennet man den kolk.
Das ufer, der ſtrand von den oͤffentlichen fluͤſ-wem das
ſtrand ge-
ſen und meeren ſamt iren gerechtſamen gehoͤren
dem landesherrn (§ 1795), welcher ſelbige ſowol
andern verſtatten, als auch die gerichtbarkeit dar-
uͤber beſondern perſonen erteilen kan, Schulzens
diſp. de iurisdictione littorali. Im uͤbrigen iſt
herrns, auf dem ufer, oder ſtrande, etwas auf-
zubauen, z. e. muͤlen ꝛc. (§ 519).
Ufer heiſſet der rand der erden, wodurch einwas das
waſſer beſchloſſen, oder auf behalten wird.
Wenn das ufer dem landesherrn gehoͤret, undwer ſolches
diſer ieweilen ſolches einem untertanen uͤberlaͤſſet;
ſo mag diſer auf ſeiner Seite bauen, wie er will,
wenn gleich auf der andern ſeite dem ufer geſcha-
det wird; immaßen das andre ufer auch dem fuͤr-
ſten gehoͤret, und iſt genug, wenn der waſſer-bau
nur nicht zum verdruſſe beſchihet. Sonſt gehet
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[899/0911] vom waſſer-regale. vordamm angeleget, den man den Kai-deich, oder Ka-deich nennet, Silberſchlag § 142 fgg. Jo- dock Hackmann de iure aggerum, Staden 1690, 4, ſ. 19 fgg. § 2233 Alldieweil oft ein dorf die koſten des waſſer- baues nicht tragen kan; ſo werden die ſtaͤdte und doͤrfer der gegend zur mitleidenheit gezogen. Das loch welches das waſſer entweder an damm, oder hinter ſelbigen reiſſet, nennet man den kolk. wer die ko- ſten dabei zu tragen hat? Von den ufern oder hammen und deren erhaltung. § 2234 Das ufer, der ſtrand von den oͤffentlichen fluͤſ- ſen und meeren ſamt iren gerechtſamen gehoͤren dem landesherrn (§ 1795), welcher ſelbige ſowol andern verſtatten, als auch die gerichtbarkeit dar- uͤber beſondern perſonen erteilen kan, Schulzens diſp. de iurisdictione littorali. Im uͤbrigen iſt kein untertan befugt, one bewilligung des landes- herrns, auf dem ufer, oder ſtrande, etwas auf- zubauen, z. e. muͤlen ꝛc. (§ 519). wem das ufer, der ſtrand ge- hoͤret? § 2235 Ufer heiſſet der rand der erden, wodurch ein waſſer beſchloſſen, oder auf behalten wird. was das ufer bedeu- tet? § 2236 Wenn das ufer dem landesherrn gehoͤret, und diſer ieweilen ſolches einem untertanen uͤberlaͤſſet; ſo mag diſer auf ſeiner Seite bauen, wie er will, wenn gleich auf der andern ſeite dem ufer geſcha- det wird; immaßen das andre ufer auch dem fuͤr- ſten gehoͤret, und iſt genug, wenn der waſſer-bau nur nicht zum verdruſſe beſchihet. Sonſt gehet eigent- wer ſolches bauet? L l l 2
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 899. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/911>, abgerufen am 20.02.2019.