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Timestamp: 2018-07-22 19:14:11
Document Index: 14759775

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 831', '§ 1004', '§ 823', 'BGH', '§ 823', '§ 402', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 823']

Copyright : Die Produkthaftung im deutschen und US-amerikanischen Recht
Copyright : Die Produk...
Unter besonderer Berücksichtigung der Produktbeobachtungspflicht
Dieses Buch verschafft einen Überblick über die Produktbeobachtungspflicht. Zur Erfüllung dieser Pflicht kommen als Gefahrabwendungsmaßnahmen insbesondere Warnungen und Rückrufe des Produkts in Betracht. Neben den dogmatischen Grundlagen behandelt der Autor auch Art und Ausmaß sowie etwaige Folgen einer Verletzung der Produktbeobachtungspflicht bzw. US-amerikanischen post-sale duties. Vor diesem Hintergrund werden Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten beider Rechtssysteme in diesem produkthaftungsrechtlichen Teil erläutert. Im Ergebnis sollte zumindest eine Warnung vor den Produktgefahren ausgesprochen werden, während der Rückruf des Produkts die ultima ratio bleiben und nicht zum Regelfall werden sollte.
978-3-653-95222-3
https://doi.org/10.3726/978-3-653-06049-2
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2016. XXII, 213 S.
D 61 ISSN 0531-7312 ISBN 978-3-631-66594-7 (Print) E-ISBN 978-3-653-06049-2 (E-Book) DOI 10.3726/978-3-653-06049-2 © Peter Lang GmbH Internationaler Verlag der Wissenschaften Frankfurt am Main 2016 Alle Rechte vorbehalten. PL Academic Research ist ein Imprint der Peter Lang GmbH. Peter Lang – Frankfurt am Main · Bern · Bruxelles · New York · Oxford · Warszawa · Wien Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlages unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Diese Publikation wurde begutachtet. www.peterlang.com
A. Bedeutung der Produkthaftung
B. Praktische Relevanz der Produktbeobachtungspflicht
C. Zweck und Grundriss der Analyse
I. Zweck der Analyse
II. Grundriss der Analyse
Teil 2: Produktbeobachtungspflichten im deutschen Recht
A. Dogmatische Grundlagen der Produktbeobachtungspflicht
I. Entwicklungsphasen der Produkthaftung
1. Der Contergan-Fall am Anfang der 1960er Jahre
2. Die Hühnerpest-Entscheidung des BGH vom 26. November 1968
3. Die ersten Entscheidungen des BGH zur Produktbeobachtungspflicht
4. Die EG-Richtlinie „Produkthaftung“ 85/374/EWG vom 25. Juli 1985
5. Inkrafttreten des Produkthaftungsgesetzes am 1. Januar 1990
1. Fehlen vertraglicher Ansprüche gegen den Hersteller
2. Gefährdungshaftung nach dem Produkthaftungsgesetz
3. Verschuldenshaftung gemäß § 823 Absatz 1 BGB
a) Schutzzweck der Norm: Abgrenzung zwischen Integritäts- und Äquivalenzinteresse
b) Geschützte Rechtsgüter
c) Art des Schadensersatzes
4. Haftung für vermutetes eigenes Verschulden nach § 831 BGB
5. Quasinegatorischer Abwehranspruch aus § 1004 BGB i.V.m. § 823 Abs. 1 BGB
III. Terminologie der deliktsrechtlichen Produkthaftung
1. Produkt- und Herstellereigenschaft
2. Verkehrssicherungspflichten des Herstellers
3. Zeitpunkt der Inverkehrgabe des Produkts
4. Verkehrssicherungspflichten vor bzw. beim Inverkehrbringen des Produkts
a) Konstruktionsfehler
b) Fabrikationsfehler
c) Instruktionsfehler
5. Einschränkungen der Haftung
a) Berechtigte Sicherheitserwartungen des Produktnutzers
b) Allgemeines Erfahrungswissen des Produktnutzers
c) Zumutbare Selbstschutzmaßnahmen des Produktnutzers
B. Die Produktbeobachtungspflicht
I. Bedeutung und Arten von Produktbeobachtungspflichten
1. Aktive Produktbeobachtungspflicht
2. Passive Produktbeobachtungspflicht
3. Prozessuale Besonderheit: Beweislastverteilung
a) Allgemeine produkthaftungsrechtliche Beweislastverteilung
b) Beweislastumkehr bei Verletzung der Produktbeobachtungspflicht?
II. Übergang von der Produktbeobachtungs- zur Gefahrabwendungspflicht
1. Umfang der gebotenen Gefahrenabwehr
2. Ende der Produktbeobachtungs- bzw. Gefahrabwendungspflicht
III. Sonderproblem: Kombination mit Zubehörteilen
1. Der Honda-Fall
2. Der Atemüberwachungsgerät-Fall
3. Kritik der Literatur und Stellungnahme
C. Die nachträgliche Warn- und Hinweispflicht des Herstellers
I. Der vor Gefahren zu warnende Personenkreis
II. Inhalt der Warnung
III. Effektivität und Zeitpunkt der Warnung
D. Die Pflicht des Herstellers zum Rückruf des Produkts
I. Der Begriff des „Rückrufs“
II. Pflicht zum Rückruf
a) Differenzierung nach dem gefährdeten Rechtsgut
b) Differenzierung nach Fehlerkategorien
c) Vorbeugender Rechtsschutz
d) Reaktionsmöglichkeiten des Produktnutzers
3. Inhalt der Rückrufpflicht
III. Anerkennung einer Pflicht zur kostenlosen Nachrüstung bzw. Kostenerstattung?
1. Austausch- und Kostentragungspflicht des Herstellers
2. Vornahme einer Kostenteilung
3. Ablehnung der Kostentragungspflicht
4. Grundsatzurteil des BGH: „Pflegebetten-Entscheidung“
a) Zugrundeliegender Sachverhalt
b) Ergebnis der Entscheidung
c) Entscheidungsgründe
d) Rechtliche Konsequenzen
7. Vorschlag zu einem Gesetzentwurf
a) Bedarf nach einer Gesetzesänderung?
b) Wortlaut des Gesetzes
c) Systematische Stellung
d) Kommentierung der Norm
IV. Freiwillige Rückrufmaßnahmen des Herstellers
E. Die Produktbeobachtungspflichten weiterer Personen in der Vertriebskette
I. Vertriebshändler bzw. Quasi-Hersteller
II. Importeure
III. Zulieferer
F. Einfluss öffentlich-rechtlicher Vorschriften
I. Bedeutung des § 823 Abs. 2 BGB
II. Relevanz des öffentlichen Rechts
III. Öffentlich-rechtliche Gesetze nach Wirtschaftszweigen
1. Produktsicherheitsgesetz (ProdSG)
2. Lebens-, Bedarfsgegenstände und Futtermittelgesetz (LFGB)
3. Arzneimittelgesetz (AMG)
4. Medizinproduktegesetz (MPG)
Teil 3: Produktbeobachtungspflichten im US-amerikanischen Recht
A. Dogmatische Grundlagen der Herstellerpflichten nach dem Verkauf des Produkts (post-sale duties)
I. Potentielle Haftungsgrundlagen der US-amerikanischen product liability
II. Das Restatement (Third) of Torts: Products Liability (1998)
1. Der rechtliche Einfluss eines Restatement of Law
2. Entwicklung des Restatement (Third) of Torts: Products liability (1998)
a) Beginn der außervertraglichen Produkthaftung von 1916
b) Entstehung der strict liability in tort
c) Das Restatement (Second) of Torts § 402A (1965)
d) Einführung des Restatement (Third) of Torts: Products Liability (1998)
III. Allgemeine Terminologie der Produkthaftung
2. Hersteller (manufacturer)
3. Ersatzfähige Schadensposten
4. Zeitpunkt des Verkaufs (from pre-sale to post-sale duties)
5. Gefährdungshaftung (strict liability in tort) oder Verschuldenshaftung (negligence)?
IV. Pflicht zur Produktüberprüfung (continuing duty to test)
B. Die Pflicht des Herstellers zur Warnung nach dem Verkauf des Produkts (post-sale duty to warn)
I. Restatement (Third) of Torts § 10
1. Pflicht zur Warnung nach Rest. (Third) of Torts § 10 (a)
2. Konkretisierung des reasonable person standard nach Rest. (Third) of Torts § 10 (b)
a) Knowledge of the substantial risk of harm posed by the product
b) Identification of product users and their lack of knowledge of the risk of harm
c) Effective communication of the warning and its compliance
d) Sufficiently great risk of harm
3. Hinweispflicht bei entwicklungsbedingter Verbesserung der Sicherheit des Produkts?
II. Ansicht der Literatur
III. Rechtsprechung einzelner Bundesstaaten zur post-sale duty to warn
1. Anerkennung des Restatement (Third) of Torts § 10
2. Anwendung der post-sale duty to warn unter einschränkenden Kriterien
a) Fehlerhaftigkeit at the time of sale/manufacture
b) Kenntnis von Gefahren after/at the time of sale/manufacture
c) Ermittlung der Abnehmer
d) Erheblichkeit der Gefahren und Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts
e) Berücksichtigung verschiedener Kriterien
f) Unentschlossene Staaten
3. Ablehnung mangels common law: Delaware, Missouri, Oklahoma
IV. Zusammenfassung und Auswertung
C. Die Pflicht des Herstellers zum Rückruf nach dem Verkauf des Produkts (post-sale duty to recall)
II. Pflicht zum Rückruf nach Restatement (Third) of Torts § 11
1. Governmental directive to recall the product pursuant to § 11 (a)(1), (b)
a) U.S. Consumer Product Safety Commission (CPSC)
c) National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA)
d) Weitere US-amerikanische Aufsichtsbehörden
2. Voluntary product recall pursuant to § 11 (a)(2), (b)
III. Umfang der Rückrufaktion
IV. Ansicht der Literatur
V. Rechtsprechung einzelner Bundesstaaten zur post-sale duty to recall/retrofit
1. Anerkennung der post-sale duty to recall/retrofit
2. Anwendung der post-sale duty to recall/retrofit unter einschränkenden Kriterien
b) Erfordernis einer staatlichen Anordnung bzw. freiwilligen Rückrufmaßnahme
VI. Notwendigkeit einer Änderung des Rest. (Third) of Torts § 11?
D. Haftungsbegrenzende bzw. -ausschließende Einreden (defenses)
I. Verjährung (statute of limitations)
II. Absolute Anspruchsverjährung (statute of repose)
III. Stand von Wissenschaft und Technik (state of the art)
IV. Sonstige Einreden
V. Mitverschulden des Klägers (comparative negligence)
E. Post-sale duties weiterer Personen in der Vertriebskette
I. Einzelhändler (retailer)
II. Vertriebshändler (distributor)
III. Zulieferer (supplier)
Teil 4: Deutsch-amerikanischer Rechtsvergleich
A. Dogmatische Grundlagen
I. Haftungsgrundlage
II. Rechtsquelle
2. Verkehrssicherungspflichten bzw. Fehlerarten
IV. Pflicht zur Produktbeobachtung bzw. continuing duty to test
B. Die nachträgliche Pflicht des Herstellers zur Warnung
C. Die nachträgliche Pflicht des Herstellers zum Rückruf
D. Die Produktbeobachtungspflichten weiterer Personen
E. Produktbeobachtungsmanagement
I. Entwicklung eines Produktbeobachtungskonzepts (developing a monitoring concept)
II. Installation von Einrichtungen und Gremien zur Produktbeobachtung (facilities and committees for continuing product supervision)
III. Sammeln von Informationen (collecting information)
IV. Auswertung der Informationen (evaluating information)
V. Beratung über potentielle Maßnahmen (consultation about potential post-sale measures)
VI. Realisierung der erforderlichen Maßnahmen (realization of necessary measures)
VII. Fehlerbehebung der noch nicht verkauften Produkte (pre-sale correction of product defects)
Teil 5: Entwicklungstendenzen und Fazit
A. Entwicklungstendenzen
Anhang 1: Regelung des § 823 BGB
Anhang 2: Relevante Vorschriften des Restatement (Third) of Torts: Products Liability (1998)