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Timestamp: 2016-10-23 16:26:38
Document Index: 65450359

Matched Legal Cases: ['in dubio', 'Art. 132', 'e contrario', 'Art. 268', 'Art. 84', 'Art. 269', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 146', 'in dubio', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 269', 'Art. 277', 'Art. 269', 'Art. 125', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 125', 'Art. 156', 'Art. 278']

6S.7/2007 (24.04.2007)
6S.7/2007
6P.9/2007 /rom
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt D�lf Wyss,
Kantonsgericht von Graub�nden, Kantonsgerichtsausschuss, Poststrasse 14, 7002 Chur.
6P.9/2007
Strafverfahren; Willk�r, Grundsatz in dubio pro reo, rechtliches Geh�r,
Fahrl�ssige schwere K�rperverletzung,
Staatsrechtliche Beschwerde (6P.9/2007) und Nichtigkeitsbeschwerde (6S.7/2007) gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden, Kantonsgerichtsausschuss, vom 21. Juni 2006.
Am 1. Februar 2003 f�hrte der Skiklub A.________ auf der FIS-Rennpiste der Bergbahnen B.________ AG einen alpinen Riesenslalom durch. Der Start befand sich bei der Bergstation der Gondelbahn. Der Startbereich und die anschliessende Rennstrecke lagen abseits der �ffentlichen Skipiste und waren mit sogenannten Schafsz�unen abgesperrt. Im zweiten Teil der Strecke wurde rechtsseitig zur angrenzenden �ffentlichen Skipiste durchgehend mit diesen Netzen abgesichert. Diese Absperrung reichte bis ca. 50 Meter unter die Ziellinie, wobei der Zielraum nach unten hin offen gelassen wurde. Die Breite des Zielgel�ndes betrug ca. 50 bis 60 Meter. Der gesamte Zielbereich lag in steilem, nicht flach auslaufendem Gel�nde. Anl�sslich der Streckenbesichtigung vor dem Rennen wurde auf Anweisung des Schiedsrichters unter anderem die Zieleinfahrt um ca. 15 Meter nach oben verschoben, damit die Rennl�ufer nicht �ber die sich ca. 25 Meter nach der Ziellinie befindende kleine Kuppe, welche die Sicht auf den folgenden Steilhang einschr�nkte, springen w�rden.
Am Rennen beteiligten sich 53 Fahrer. Kurz vor 14.20 Uhr startete C.________, geb. 23. Juni 1987, als einer der letzten Rennl�ufer. Er passierte das Ziel, richtete sich auf, machte vorerst einen leichten Linksschwung und leitete anschliessend einen langgezogenen Rechtsschwung ein. In der Folge kollidierte er ca. 150 Meter nach dem Ziel bzw. rund 100 Meter unterhalb des Absperrnetzes heftig mit dem 8 � Jahre alten D.________, der diagonal von rechts kommend hinunter Richtung Mittelstation fuhr. Dieser zog sich schwere Verletzungen mit zum Teil bleibenden Sch�den zu (Sch�delhirntrauma mit Fraktur der vorderen Sch�delgrube, Blut in Nasennebenh�hlen und Lufteinfl�sse im Gehirn, Augenverletzung links mit Sehkraftverlust und einen Trommelfellriss).
Am 10. November 2005 verurteilte der Bezirksgerichtsausschuss Hinterrhein die f�r das Rennen Verantwortlichen W.________, X.________, Y.________ und Z.________ wegen fahrl�ssiger schwerer K�rperverletzung zu bedingt l�schbaren Bussen zwischen Fr. 1'000.-- und Fr. 3'000.--. W.________ war als Pisten- und Rettungschef der Bergbahnen B.________ AG f�r die erforderlichen Sicherheits- und Schutzmassnahmen zust�ndig. Die anderen geh�rten der f�r das Rennen verantwortlichen Jury an. X.________ war bei Swiss Ski als regionaler Schiedsrichter-Chef t�tig und hatte den Vorsitz der Jury. Er war Hauptverantwortlicher f�r die Abnahme und Freigabe der Rennstrecke. Als Wettkampfleiter und OK-Pr�sident amtete Y.________, w�hrend als Streckenchef Z.________ zust�ndig war.
Alle vier Verurteilten gelangten an das Kantonsgericht Graub�nden (Kantonsgerichtsausschuss), welches die Berufungen am 21. Juni 2006 abwies.
Y.________ erhebt staatsrechtliche Beschwerde und eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde. Mit beiden Rechtsmitteln beantragt er, der Entscheid des Kantonsgerichtes Graub�nden (Kantonsgerichtsausschuss) sei aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das angefochtene Urteil ist vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 �ber das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) am 1. Januar 2007 ergangen. Auf die dagegen erhobenen Rechtsmittel ist noch das bisherige Verfahrensrecht anwendbar (Art. 132 Abs. 1 BGG, e contrario), hier somit dasjenige der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde nach Art. 268 ff. BStP und der staatsrechtlichen Beschwerde gem�ss Art. 84 ff. OG.
Am 1. Januar 2007 ist auch der revidierte Allgemeine Teil des Strafgesetzbuches in Kraft getreten. Die neuen Bestimmungen sind hier aber noch nicht von Bedeutung, da das Bundesgericht im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde nur pr�ft, ob das kantonale Gericht das eidgen�ssische Recht richtig angewendet hat (Art. 269 Abs. 1 BStP), mithin das Recht, welches im Zeitpunkt der Ausf�llung des angefochtenen Urteils noch gegolten hat (BGE 129 IV 49 E. 5.3 S. 51 f., mit Hinweisen).
Nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG ist in der Beschwerdeschrift darzulegen, welche verfassungsm�ssigen Rechte inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind. R�gt der Beschwerdef�hrer Willk�r in der Tatsachenfeststellung, so gen�gt es nicht, in rein appellatorischer Kritik des angefochtenen Entscheids darzulegen, wie die Beweise seiner Ansicht nach richtigerweise zu w�rdigen gewesen w�ren. Es gilt vielmehr aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid schlechterdings unhaltbar ist (BGE 129 I 113 E. 2.1; 127 I 38 E. 3c und 4; 125 I 492 E. 1b; 110 Ia 1 E. 2a). Willk�rlich ist eine Tatsachenfeststellung erst, wenn der Richter den Sinn und die Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkennt, wenn er ein solches ohne ernsthafte Gr�nde ausser Acht l�sst, obwohl es erheblich ist, und schliesslich, wenn er aus getroffenen Beweiserhebungen unhaltbare Schl�sse zieht (BGE 129 I 8 E. 2.1).
Willk�r liegt nach st�ndiger Rechtsprechung nicht schon vor, wenn eine andere L�sung vertretbar oder gar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid vielmehr nur auf, wenn dieser mit der tats�chlichen Situation in offensichtlichem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Dabei rechtfertigt sich die Aufhebung des angefochtenen Entscheids nur, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 129 I 49 E. 4 S. 58 mit Hinweis). Dem Sachgericht steht insbesondere bei der W�rdigung der Beweise ein grosser Ermessensspielraum zu. Willk�r ist hier nur zu bejahen, wenn das Gericht offensichtlich den Sinn und die Tragweite eines Beweismittels verkannt, ohne vern�nftigen Grund ein wichtiges und erhebliches Beweismittel unber�cksichtigt gelassen oder aus den vorhandenen Elementen offensichtlich unhaltbare Schl�sse gezogen hat (BGE 129 I 8 E. 2.1. S. 9 mit Hinweisen).
3.1.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Kantonsgericht habe hinsichtlich der Schneelage die Aussagen des gerichtlichen Gutachters willk�rlich gew�rdigt. Dieser sei f�lschlicherweise von einer prek�ren Schneelage am Renntag ausgegangen. Das Kantonsgericht nehme demgegen�ber an, dass aufgrund des Schneemangels am urspr�nglichen Austragungsort kurzfristig eine f�r diese Rennkategorie geeignete Rennstrecke gefunden werden musste, welche den technischen Anforderungen gem�ss Wettkampfreglement zu gen�gen vermochte. Wenn das Gericht die Aussagen des gerichtlichen Gutachters entgegen seiner klaren �usserungen und ohne sich auf die weiteren Aussagen in den Gutachten oder den Akten st�tzen zu k�nnen, anders interpretiere, so wolle es dem Gutachten (nachtr�glich) �berzeugungskraft vermitteln.
3.1.2 Der Beschwerdef�hrer zeigt nicht auf, inwiefern die seiner Ansicht nach falsche Interpretation durch das Kantonsgericht das Ergebnis der Beweisw�rdigung und die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes beeinflusst. Das Kantonsgericht wirft dem Beschwerdef�hrer entsprechend der Anklageschrift vor, seiner Verantwortung durch eine ungen�gende Absicherung der Rennpiste nicht nachgekommen zu sein. Die Schneeverh�ltnisse sind f�r die Beurteilung der Fahrl�ssigkeit nicht wesentlich. Soweit �berhaupt auf die Willk�rr�ge eingetreten werden kann, ist sie abzuweisen.
3.2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, das Kantonsgericht gehe zu Unrecht davon aus, dass der Rennl�ufer auf der Rennpiste mit dem Opfer zusammengestossen sei. Der Zusammenstoss habe sich etwa 150 Meter nach der Zieldurchfahrt, in Fahrtrichtung rechts des Zielauslaufs auf der Publikumspiste ereignet.
3.2.2 Es ist nicht entscheidend, wo genau sich der Kollisionsort befindet. Das Kantonsgericht h�lt im Zusammenhang mit der Voraussehbarkeit des Erfolgseintrittes fest, das Verhalten des Rennl�ufers sei nicht ungew�hnlich, zumal dieser wegen der fehlenden Absperrung und Abgrenzung nicht veranlasst worden sei, die Fahrt abzubremsen. Somit habe w�hrend der gesamten Dauer des Rennens die Gefahr eines Zusammenstosses bestanden. Diese Beurteilung ist durchaus vertretbar. Von einer falschen Sachverhaltsfeststellung, die f�r die rechtliche Beurteilung wesentlich ist, kann deshalb nicht gesprochen werden. Die R�ge ist unbegr�ndet.
3.3 Entgegen der Behauptung des Beschwerdef�hrers geht das Kantonsgericht nicht davon aus, der am Unfall beteiligte Rennl�ufer habe nach der Zieldurchfahrt anhalten wollen. Es weist darauf hin, dass die erforderliche talseitige Abgrenzung des Zielraums zur Publikumspiste den Fahrer zum Abbremsen veranlasst h�tte und es f�r ihn nicht m�glich gewesen w�re, an den Pistenrand oder sogar dar�ber hinaus zu gelangen. Auf die R�ge ist nicht einzutreten.
3.4.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das Kantonsgericht habe entgegen Art. 146 Abs. 1 StPO GR das erstinstanzliche Urteil in tats�chlicher und rechtlicher Hinsicht nicht frei �berpr�ft. Es erw�hne n�mlich, es sei zu beurteilen, ob die Ausf�hrungen des Bezirksgerichtsausschusses �berzeugend erschienen. Damit nehme das Kantonsgericht lediglich eine Plausibilit�tspr�fung des erstinstanzlichen Urteils vor, was eine willk�rliche Einschr�nkung seiner Kognition darstelle.
3.4.2 Die R�ge ist unbegr�ndet. Das Kantonsgericht hat die vorhandenen Beweismittel umfassend gew�rdigt und sich mit den rechtlichen Fragen eingehend auseinandergesetzt. Von einer blossen Plausibilit�tspr�fung kann keine Rede sein.
3.5.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt im Zusammenhang mit der Steilheit des Zielgel�ndes, das Kantonsgericht habe eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung vorgenommen und den Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt. Das gerichtliche Gutachten gehe von einer Steilheit des Zielgel�ndes von 48% aus. Das offizielle Pistenprofil dieser Piste weise jedoch ein maximales Gef�lle von bloss 28% aus. Das Kantonsgericht erachte die genaue Feststellung der Steilheit des Gel�ndes nicht f�r entscheidrelevant und lasse diese Frage offen. Es begn�ge sich mit subjektiven Aussagen wie "relativ steil", "verh�ltnism�ssig steil" und "gewiss steil". Damit fehle die objektive Grundlage, um Aussagen zum Bremsweg bzw. zur Anhaltedistanz machen zu k�nnen, was wiederum Auswirkungen auf die erforderlichen Massnahmen im Bereich des Zielraumes habe. Das Kantonsgericht habe es auch nicht f�r n�tig befunden, Berechnungen zum Bremsweg anzustellen, die sich auf den offiziellen Pistenplan st�tzen.
3.5.2 Das Kantonsgericht h�lt fest, die genaue Hanglage sei f�r den Entscheid nicht relevant. Der Beschwerdef�hrer unterl�sst es darzutun, inwiefern sich die beanstandete Annahme im angefochtenen Urteil zu seinen Ungunsten ausgewirkt hat. Die genaue Geschwindigkeit der Rennl�ufer bei der Zieldurchfahrt ist ebenso wenig von Bedeutung wie die ben�tigte Anhaltedistanz. Im Vordergrund steht nicht die Frage, wie der Zielraum im Interesse der Rennfahrer zu sichern ist. Es geht vielmehr darum, auf welche Weise die Rennpiste von der �ffentlichen Skipiste abzutrennen war. Die R�ge zielt deshalb ins Leere. Soweit der Beschwerdef�hrer die Beweisw�rdigung durch das Kantonsgericht als verfassungswidrig beanstandet, ist seine Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
3.6.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, das Kantonsgericht habe sich nicht vertieft mit dem Privatgutachten auseinandergesetzt, was gegen das Willk�rverbot verstosse und gleichzeitig seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r verletze. Denn der Privatgutachter komme im Gegensatz zum gerichtlichen Gutachter zum Schluss, dass eine vollst�ndige, talseitige Absperrung der Rennpiste nicht notwendig gewesen sei.
3.6.2 Welche Absicherungsmassnahme n�tig war, ist eine Rechtsfrage, die vom Gericht zu entscheiden ist. Der Meinung der Gutachter kommt deshalb keine wesentliche Bedeutung zu. Das Kantonsgericht begr�ndet eingehend, weshalb eine talseitige Abgrenzung der Rennpiste erforderlich war. Wenn es erw�hnt, in den rechtserheblichen Punkten sei den Schlussfolgerungen des gerichtlichen Gutachters zu folgen, bedeutet dies nicht, dass sich das Gericht keine eigene Meinung gebildet h�tte. Ungeachtet einzelner missverst�ndlicher Formulierungen im angefochtenen Urteil hat es sich mit den wesentlichen rechtlichen Fragen selbstst�ndig auseinandergesetzt. Mit dem Hinweis, dass die davon abweichenden Ausf�hrungen des Privatgutachters die Auffassung des gerichtlichen Gutachters - und damit auch die Schlussfolgerung des Gerichtes - nicht zu ersch�ttern verm�chten, ist das Kantonsgericht seiner Begr�ndungspflicht ausreichend nachgekommen. Es hat zum Ausdruck gebracht, dass es die Einw�nde des Privatgutachters, soweit sie �berhaupt relevant sind, f�r nicht �berzeugend erachtet. Das rechtliche Geh�r verlangt nicht, dass sich das Gericht mit jeder tatbest�ndlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen m�sste. Vielmehr kann es sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschr�nken (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f. mit Hinweisen). Eine Verfassungswidrigkeit liegt deshalb nicht vor.
3.7.1 Der Beschwerdef�hrer macht eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r geltend, weil er nicht am Augenschein und der Experteninstruktion vom 23. Dezember 2003 teilnehmen konnte. Er sei dazu nicht eingeladen worden, weil er zu jenem Zeitpunkt weder Angeklagter noch Auskunftsperson war.
3.7.2 Gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Geh�r. Dazu geh�rt insbesondere das Recht des Betroffenen, mit erheblichen Beweisen geh�rt zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu �ussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 129 II 497 E. 2.2 S. 505; 127 I 54 E. 2b S. 56). Der Beschwerdef�hrer begr�ndet nicht n�her, inwiefern der Augenschein oder die Experteninstruktion f�r die Entscheidfindung wesentlich ist. Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs ist nicht dargetan, weshalb auf die entsprechende R�ge nicht einzutreten ist.
3.8 Der Beschwerdef�hrer macht weiter eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r geltend, weil er keine Gelegenheit gehabt habe, sich zur Annahme des Kantonsgerichts zu �ussern, bei einer talseitig erkennbaren Abgrenzung von der Publikumspiste w�re der Unfall vermieden worden. Dieser neu vorgebrachte Vorwurf sei weder in den beiden Gutachten noch in der Anklageschrift oder im erstinstanzlichen Urteil enthalten. Er habe deshalb weder Veranlassung noch Gelegenheit gehabt, zu dieser ihm vorgeworfenen Sorgfaltspflichtverletzung Stellung zu nehmen.
3.8.1 In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Graub�nden vom 18. Januar 2005 wird unter anderem ausgef�hrt, dass im Zielauslauf der Absicherungszaun wesentlich nach unten zu verl�ngern und der Zielraum nach unten hin abzuschliessen gewesen w�re. Damit war dem Beschwerdef�hrer klar, welche Unterlassung ihm in rechtlicher Hinsicht vorgeworfen wurde. Es kann deshalb keine Rede davon sein, er habe sich mit einer Rechtsnorm oder einem Rechtsgrund konfrontiert gesehen, mit deren Erheblichkeit er nicht rechnen musste (vgl. BGE 115 Ia 96). Die R�ge ist unbegr�ndet.
3.9.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, das Kantonsgericht sei von den beiden Expertenmeinungen zur Frage der Zielraumgestaltung durch die Wahl eines Mittelweges abgewichen. Damit werde implizit gesagt, dass beide Gutachten falsch seien. Ein Abweichen sei allerdings nur zul�ssig, wenn diese offensichtlich widerspr�chlich erschienen oder auf irrt�mlichen tats�chlichen Feststellungen beruhten. Das Kantonsgericht habe sich einerseits auf das gerichtliche Gutachten, welches von aktenwidrigen Tatsachen ausgehe (Steilheit des Gel�ndes), abgest�tzt und anderseits eine schlicht unhaltbare Zwischenl�sung f�r die talseitige Absperrung angenommen. Damit erweise sich das gerichtliche Gutachten als unglaubw�rdig. Wenn dem Privatgutachter nicht gefolgt werde, dr�nge sich ein Obergutachten nicht nur auf, sondern erscheine als zwingend. Wenn das Kantonsgericht den entsprechenden Beweisantrag ablehne, verstosse es gegen den Geh�rsanspruch des Beschwerdef�hrers nach Art. 29 Abs. 2 BV.
3.9.2 Die Frage, wie der Zielraum auszugestalten ist, um eine Ge-f�hrdung Dritter zu verhindern, betrifft die Rechtsanwendung. Es geht um die Sorgfaltspflicht, deren Verletzung eine Fahrl�ssigkeit begr�nden kann. Dies ist im Rahmen der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde zu beurteilen. Daran �ndert nichts, dass das Kantonsgericht dem Gutachter Fragen rechtlicher Natur unterbreitet und die entsprechenden Antworten bei der Entscheidfindung mitber�cksichtigt hat. Auf die R�ge ist nicht einzutreten.
Die staatsrechtliche Beschwerde ist deshalb abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Nichtigkeitsbeschwerde kann nur damit begr�ndet werden, dass die angefochtene Entscheidung eidgen�ssisches Recht verletze (Art. 269 Abs. 1 BStP). Der Kassationshof ist im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde an den von der kantonalen Beh�rde festgestellten Sachverhalt gebunden (Art. 277bis Abs. 1 BStP). Soweit der Beschwerdef�hrer tats�chliche Feststellungen im angefochtenen Entscheid beanstandet, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Ebenfalls ist auf R�gen nicht einzutreten, welche die Frage der willk�rlichen Beweisw�rdigung betreffen (Art. 269 Abs. 2 BStP).
6.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt zu Unrecht, das Kantonsgericht h�tte angesichts der beiden Gutachten, welche sich �ber die Frage der n�tigen Absicherung der Rennpiste widerspr�chen, ein Obergutachten einholen m�ssen. Er �bersieht, dass es sich bei der Beurteilung der Sorgfaltspflichtverletzung gem�ss Art. 125 Abs. 2 i.V.m. Art. 18 Abs. 3 StGB um eine Rechtsfrage handelt. Auch wenn ein Gutachten vorliegt, welches sich zur rechtlichen Qualifikation eines Sachverhaltes �ussert, obliegt es ausschliesslich dem Richter, die sich stellenden Rechtsfragen zu beantworten. Er ist deshalb nicht an gutachterliche Meinungen �ber rechtliche Fragen gebunden. Bei der umfassenden rechtlichen W�rdigung wird der Richter diese jedoch zwangsl�ufig miteinbeziehen. Das hat die Vorinstanz denn auch getan, worauf zur�ckzukommen sein wird.
6.2 Der Beschwerdef�hrer wendet ein, er habe die Sorgfalt, welche vor, aber auch w�hrend des Rennens geboten war, entgegen der Ansicht der Vorinstanz angewandt. Wenn im angefochtenen Entscheid eine talseitige Absperrung des Zielraumes sp�testens 100 Meter nach der Zieldurchfahrt verlangt werde, bedeute dies indirekt, dass alle Rennl�ufer in der Lage gewesen w�ren, bis sp�testens zu jener Stelle nicht nur die Geschwindigkeit zu reduzieren, sondern gar zum Stillstand zu kommen. Die Vorinstanz verkenne, dass die durchschnittlich gefahrenen Geschwindigkeiten bei einem Regionalrennen nicht mit denjenigen bei Weltcuprennen zu vergleichen seien. Die Vorinstanz gehe aber von �hnlich hohen Geschwindigkeiten aus. Diese seien indessen nicht bekannt. Man m�sse sich deshalb allenfalls auf Hinweise abst�tzen, die sich w�hrend des Rennens ergeben. Die vom Beschwerdef�hrer vorzunehmende Beurteilung habe vor dem ersten Rennen stattgefunden. Der Unfall habe sich hingegen erst nach dem dritten Lauf jedes Teilnehmers ereignet. Jeder Lauf sei von �ber 50 Teilnehmern befahren worden. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz h�nge das Mass der anzuwendenden Sorgfalt auch von den pers�nlichen Voraussetzungen des T�ters ab. Es sei daher zu ber�cksichtigen, dass der Beschwerdef�hrer die Aufgabe lediglich in seiner Freizeit und nicht, wie beispielsweise der gerichtliche Gutachter, hauptberuflich aus�be. Zudem habe er an jenem Rennen zum ersten Mal in der Funktion als Jurymitglied geamtet. Wenn selbst die Vorinstanz dem gerichtlichen Gutachter betreffend talseitiger Absperrung in einer ex post vorgenommenen Beurteilung nicht folge, so k�nne den damaligen Rennorganisatoren erst recht keine Sorgfaltspflichtverletzung vorgeworfen werden.
6.2.1 Fahrl�ssig begeht der T�ter ein Verbrechen oder Vergehen, wenn die Tat darauf zur�ckzuf�hren ist, dass er die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedacht oder darauf nicht R�cksicht genommen hat (Art. 18 Abs. 3 Satz 1 StGB). Ein Schuldspruch wegen fahrl�ssiger schwerer K�rperverletzung setzt somit voraus, dass der T�ter den Erfolg durch Verletzung einer Sorgfaltspflicht verursacht hat. Sorgfaltswidrig ist die Handlungsweise, wenn der T�ter zum Zeitpunkt der Tat aufgrund der Umst�nde sowie seiner Kenntnisse und F�higkeiten die damit bewirkte Gef�hrdung der Rechtsg�ter des Opfers h�tte erkennen k�nnen und m�ssen und wenn er zugleich die Grenzen des erlaubten Risikos �berschritten hat (Art. 18 Abs. 3 Satz 2 StGB).
Wo besondere, der Unfallverh�tung und der Sicherheit dienende Normen ein bestimmtes Verhalten gebieten, richtet sich das Mass der im Einzelfall zu beachtenden Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften. Das Gleiche gilt f�r entsprechende allgemein anerkannte Verhaltensregeln, auch wenn diese von einem privaten oder halb�ffentlichen Verband erlassen wurden und keine Rechtsnormen darstellen (BGE 130 IV 7 E. 3.3 S. 11). Das schliesst nicht aus, dass der Vorwurf der Fahrl�ssigkeit auch auf allgemeine Rechtsgrunds�tze wie etwa den allgemeinen Gefahrensatz gest�tzt werden kann (BGE 127 IV 62 E. 2d S. 65 mit Hinweis). Denn nicht jeder Verstoss gegen eine gesetzliche oder f�r bestimmte T�tigkeiten allgemein anerkannte Verhaltensnorm begr�ndet den Vorwurf der Fahrl�ssigkeit. Umgekehrt kann ein Verhalten sorgfaltswidrig im Sinne von Art. 18 Abs. 3 StGB sein, auch wenn nicht gegen eine bestimmte Verhaltensnorm verstossen wurde. Die Vorsicht, zu der ein T�ter verpflichtet ist, wird letztlich durch die konkreten Umst�nde und seine pers�nlichen Verh�ltnisse bestimmt, weil naturgem�ss nicht alle tats�chlichen Gegebenheiten in Vorschriften gefasst werden k�nnen (Urteil 6S.638/1999, in: Pra 2000 Nr. 188 S. 1148 mit Hinweis auf BGE 106 IV 80 E. 4b).
6.2.2 Zun�chst kann nicht fraglich sein, dass der Veranstalter des Skirennens verpflichtet war, die Rennstrecke deutlich sichtbar von der allgemeinen - unmittelbar anschliessenden - �ffentlichen Skipiste abzugrenzen. Diese Pflicht ergibt sich bereits aus dem allgemeinen Gefahrensatz, wonach derjenige, welcher einen gef�hrlichen Zustand schafft, im Rahmen des Zumutbaren daf�r verantwortlich ist, dass sich diese Gefahr nicht verwirklicht. Entscheidend ist die Frage, in welchem Umfang der Sicherungspflicht nachzukommen war. Die Vorinstanz geht vorab zu Recht davon aus, dass die seitliche Absperrung zwischen Rennpiste und Publikumspiste mit einem sog. Schafszaun auf einer Strecke von bloss 50 Metern �ber die Ziellinie hinaus nicht gen�gte, was der Beschwerdef�hrer grunds�tzlich auch nicht in Frage stellt. Sie h�lt daf�r, bei einem Skirennen m�sse dar�ber hinaus der Zielraum talw�rts zwar nicht in jedem Fall mittels einer speziellen Vorrichtung (beispielsweise mit Netzen oder Matten) vollst�ndig abgesperrt, jedoch f�r jedermann erkennbar von der Publikumspiste zumindest abgegrenzt sein (je nach Steilheit des Gel�ndes etwa mit einem Absperrseil oder einem Plastikband). Diese Auffassung ist keineswegs zu beanstanden. Die Vorinstanz st�tzt sich f�r die Begr�ndung im Wesentlichen auf das Wettkampfreglement 2000 von SwissSki, welches in Ziffer 619.1 die Anforderungen an den Zielraum eines Rennkurses umschreibt. Danach soll sich der Zielraum in gut sichtbarer Lage befinden, angemessen breit und lang angelegt sein und nach M�glichkeit eine sanft auslaufende Zielausfahrt aufweisen. Jedes Betreten des Zielraumes durch unbefugte Personen ist verboten. Zielanlagen und Absperrung sollen so gestaltet oder durch geeignete Schutzmassnahmen abgesichert werden, dass die Wettk�mpfer so gut wie m�glich gesch�tzt werden. Dieses Reglement dient dem Anliegen alpiner Skiwettk�mpfe, worauf der Beschwerdef�hrer zu Recht hinweist. Dementsprechend ist die erw�hnte Reglementsbestimmung im Interesse namentlich des Rennl�ufers zu verstehen. Dieser soll vor bestimmten Gefahren gesch�tzt werden, die f�r ihn in der Schlussphase des Rennens auftreten k�nnen. Der Rennl�ufer passiert die Ziellinie - auch im Riesenslalom - mit hoher Geschwindigkeit. Er ist auf das Rennen konzentriert, steht unter Stress und ist allenfalls bereits erm�det. Deshalb ist er auf einen Zielraum angewiesen, in welchem er gen�gend Platz und Zeit zur Verf�gung hat, um seine Fahrt abzubremsen und zum Stillstand zu kommen. Wichtig ist, dass sich ihm dabei keine Hindernisse in den Weg stellen, denen er in dieser letzten Rennphase zu wenig Aufmerksamkeit schenken kann. Dazu sind im Zielbereich bestm�gliche Voraussetzungen zu schaffen. Dies kann insbesondere nach einer - vollst�ndigen - Abschrankung des Zielraumes verlangen, welche einigermassen sicherstellt, dass es nicht zu einer Kollision mit einem Unbeteiligten kommt. Nicht zu beantworten ist in diesem Zusammenhang die Frage, wie diese Abgrenzung im Einzelnen auszugestalten ist, um den Rennfahrer keinem Verletzungsrisiko auszusetzen.
6.2.3 Ein offener Zielauslauf gef�hrdet nicht nur den Rennfahrer, sondern auch den Ben�tzer der angrenzenden �ffentlichen Skipiste. Dieser muss nicht damit rechnen, sich innerhalb oder im Nahbereich eines Pistenabschnittes zu befinden, der als Auslauf eines Skirennens dient. Seine Aufmerksamkeit wird sich dementsprechend im �blichen Rahmen halten, was angesichts der besonderem Umst�nde, namentlich der hohen Geschwindigkeit der Rennfahrer bei der Zielpassage, unzureichend sein kann. Auch unter diesem Gesichtspunkt ist es unerl�sslich, dass der gesamte Rennbereich, also auch der Zielraum, optisch deutlich abgegrenzt ist. F�r die Ben�tzer der �ffentlichen Piste muss klar erkennbar sein, welcher Bereich noch zur Rennstrecke geh�rt, den sie aus Sicherheitsgr�nden nicht befahren d�rfen. Die Richtlinien f�r Anlage, Betrieb und Unterhalt von Schneesportanlagen der Schweizerischen Kommission f�r Unfallverh�tung auf Schneesportabfahrten (SKUS) enthalten denn auch in den Ziffern 28 - 30 Regeln zum Schutz vor k�nstlichen und nat�rlichen Hindernissen. Daraus ergibt sich, dass auf Pisten alle von Menschenhand geschaffenen Hindernisse, welche die Ben�tzer bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht zu erkennen verm�gen, grunds�tzlich zu signalisieren sind. Allgemein l�sst sich sagen, dass atypische Gefahren, die f�r den Skifahrer nicht ohne Weiteres erkennbar sind, kenntlich gemacht werden m�ssen (BGE 130 III 193 E. 2.3 S. 196 mit Hinweisen). Fehlen solche Signale, muss der Skifahrer auf einer �ffentlichen Skipiste keine entsprechende zus�tzliche Gefahr annehmen, die ihn zu einer erh�hten Aufmerksamkeit veranlassen m�sste.
6.2.4 Dass im vorliegenden Fall eine bloss seitliche Abgrenzung der Rennpiste von der �ffentlichen Skipiste nach der Ziellinie nicht ausreichte, folgt bereits aus dem allgemeinen Gefahrensatz. Daraus ergibt sich die Pflicht, den Zielraum auch talseitig abzusperren. Aus der Sicht des Publikums spielt an sich keine Rolle, wie gross der Zielraum ist. Entscheidend ist, dass der Ben�tzer der �ffentlichen Piste klar zu erkennen vermag, wo der Rennbereich beginnt, in welchem er sich nicht aufhalten darf. Zudem muss er sich darauf verlassen k�nnen, dass kein Teilnehmer des Rennens unkontrolliert in den Bereich der �ffentlichen Piste gelangt. Dies bedeutet wiederum, dass f�r den Rennfahrer klar ersichtlich sein muss, wann er den Zielraum und damit die Rennpiste verl�sst und seine Eigenverantwortung beginnt, indem er nunmehr wie alle anderen den allgemeinen Verhaltensregeln auf Skipisten unterliegt. Es versteht sich von selbst, dass ihm gen�gend Raum und Zeit zur Verf�gung stehen muss, um den Wettkampf unbehelligt abzuschliessen und sich auch mental auf die neue Situation eines normalen Skipistenben�tzers umzustellen. Dabei ist nicht von Bedeutung, ob es sich um ein internationales oder regionales Skirennen handelt. Die unterschiedliche Geschwindigkeit der Rennl�ufer vermag an der grunds�tzlichen Gef�hrdung Dritter nichts zu �ndern. Die Vorinstanz weist im �brigen zu Recht darauf hin, dass auch jugendliche Rennfahrer ein hohes, von Ehrgeiz getriebenes Tempo fahren, weshalb nicht einzusehen sei, wieso allenfalls tiefere Sicherheitsstandards anzuwenden sind. Ein ausreichender Zielraum ist in jedem Fall erforderlich. Wenn die Vorinstanz angesichts der Beschaffenheit des Gel�ndes in �bereinstimmung mit der Meinung der beiden Gutachter davon ausgeht, der Zielbereich h�tte rund 100 Meter lang sein m�ssen, ist dies nicht zu beanstanden, zumal - wie erw�hnt - diesem Umstand allein aus der Sicht des Gesch�digten noch keine entscheidende Bedeutung zukommt.
6.2.5 Es kann keinem vern�nftigen Zweifel unterliegen, dass der Beschwerdef�hrer aufgrund seiner individuellen Kenntnisse und F�higkeiten in der Lage war, die bestehende Gef�hrdung und die n�tigen Massnahmen zu deren Abwendung zu erkennen, und zwar bereits vor dem Rennen. Immerhin war er Mitglied des Skiclubs und amtete beim fraglichen Rennen als Wettkampfleiter und OK-Pr�sident. Zusammen mit dem Streckenchef und in Absprache mit dem damaligen Pisten- und Rettungschef hatte er am Vortag die Rennpiste eingerichtet. Am Schluss befand er gemeinsam mit den anderen Jurymitgliedern die Strecke f�r in Ordnung und den Sicherheitsvorschriften entsprechend. Dabei ist weder von Bedeutung, dass er an jenem Rennen zum ersten Mal als Mitglied der Jury amtete, noch dass er diese Aufgabe in seiner Freizeit erf�llte. H�tte er sich ausserstande gef�hlt, die Risiken zu beurteilen, f�r die er die Verantwortung �bernahm, h�tte er die fragliche Funktion nicht aus�ben d�rfen. Denn wer eine Aufgabe �bernimmt, obschon ihm die fachlichen Voraussetzungen zu ihrer Bew�ltigung in erkennbarer Weise fehlen, handelt fahrl�ssig (BGE 106 IV 312).
6.3 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, der Unfall sei weder voraussehbar noch vermeidbar gewesen. Er habe nicht damit rechnen m�ssen, dass der Rennfahrer - 150 Meter unterhalb der Ziellinie - seine Fahrt in eigener Verantwortung fortsetzte, anstatt wie andere m�glichst schnell wieder "nach oben" zu fahren. Unabh�ngig davon habe er davon ausgehen d�rfen, dass die Fahrer nach der Zieldurchfahrt die Geschwindigkeit reduzierten, um dann kontrolliert und nach den allgemeinen FIS-Regeln weiterzufahren. Die Verantwortung sei an jener Stelle von den Veranstaltern wieder zur�ck an den einzelnen Rennl�ufer gegangen. Dessen Fehlverhalten k�nne unterhalb dieser Stelle somit nicht mehr den Organisatoren des Rennens angelastet werden. Der Beschwerdef�hrer habe aber auch nicht damit rechnen m�ssen, dass ein Rennl�ufer seine Fahrt mit kaum verringerter Geschwindigkeit fortsetze. Zum Unfall h�tten somit derart aussergew�hnliche Umst�nde gef�hrt, mit denen der Beschwerdef�hrer nicht habe rechnen m�ssen.
6.3.1 Erkennbar bzw. voraussehbar ist die Gefahr des Erfolgseintritts f�r den T�ter, wenn sein Verhalten geeignet ist, nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen des Lebens einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuf�hren oder mindestens zu beg�nstigen. Dabei m�ssen die zum Erfolg f�hrenden Geschehensabl�ufe f�r den konkreten T�ter mindestens in ihren wesentlichen Z�gen voraussehbar sein. Zun�chst ist daher zu fragen, ob der T�ter eine Gef�hrdung der Rechtsg�ter des Opfers h�tte voraussehen bzw. erkennen k�nnen und m�ssen. F�r die Beantwortung dieser Frage gilt der Massstab der Ad�quanz. Danach muss das Verhalten geeignet sein, nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen des Lebens einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuf�hren oder mindestens zu beg�nstigen. Die Vorhersehbarkeit der zu beurteilenden Ursache f�r den Erfolg ist nur zu verneinen, wenn ganz aussergew�hnliche Umst�nde, wie das Mitverschulden eines Dritten oder Material- oder Konstruktionsfehler, als Mitursache hinzutreten, mit denen schlechthin nicht gerechnet werden musste und die derart schwer wiegen, dass sie als wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursache des Erfolgs erscheinen und so alle anderen mitverursachenden Faktoren - namentlich das Verhalten des Angeschuldigten - in den Hintergrund dr�ngen.
Damit der Eintritt des Erfolgs auf das pflichtwidrige Verhalten des T�ters zur�ckzuf�hren ist, gen�gt seine blosse Vorhersehbarkeit nicht. Vielmehr stellt sich die weitere Frage, ob der Erfolg auch vermeidbar war. Dabei wird ein hypothetischer Kausalverlauf untersucht und gepr�ft, ob der Erfolg bei pflichtgem�ssem Verhalten des T�ters ausgeblieben w�re. Dabei gen�gt es f�r die Zurechnung des Erfolgs, wenn das Verhalten des T�ters mindestens mit einem hohen Grad der Wahrscheinlichkeit oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Ursache des Erfolges bildete (BGE 130 IV 7 E. 3.2 S. 10 f. mit Hinweisen).
6.3.2 Die Vorinstanz weist darauf hin, es sei im konkreten Fall nicht aussergew�hnlich gewesen, dass die Rennl�ufer nach absolviertem Durchgang versuchten, die Geschwindigkeit auszun�tzen, um wieder so weit wie m�glich nach oben zu den Kollegen zu fahren und dort - wie der involvierte Wettk�mpfer geltend machte - die Startnummern abzugeben. Ein solches Verhalten kann umso weniger �berraschen, als von den Organisatoren keine Hinweise oder Weisungen ergingen, wie die Wettkampfteilnehmer ihr Rennen zu beenden h�tten. Was der Beschwerdef�hrer dagegen einwendet, ist unbehelflich. Damit ist die Voraussehbarkeit des Erfolges, n�mlich des Zusammenstosses mit dem Gesch�digten und den daraus resultierenden Verletzungen, zu bejahen. Von aussergew�hnlichen Umst�nden, mit denen nicht zu rechnen war, kann keine Rede sein. W�re der Zielbereich vollst�ndig abgesperrt und abgegrenzt gewesen, w�ren die Rennl�ufer gezwungen worden, ihre Fahrt abzubremsen und den Rennbereich etwa durch den Athletenausgang zu verlassen. Damit w�re die Gefahr eines Zusammenstosses auf der �ffentlichen Piste auf ein Minimum reduziert und der Unfall in rechtlicher Hinsicht vermeidbar gewesen. Die Unterlassung des Beschwerdef�hrers, der f�r die Sicherungspflicht unbestrittenermassen (mit)verantwortlich war, ist deshalb zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit f�r den Zusammenstoss und damit f�r die K�rperverletzung des Gesch�digten als urs�chlich anzusehen.
Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Beschwerdef�hrer zu Recht der fahrl�ssigen schweren K�rperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 1 und 2 StGB schuldig gesprochen. Die dagegen gerichtete Nichtigkeitsbeschwerde ist deshalb abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist.
Bei diesem Ausgang hat der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG und Art. 278 Abs. 1 BStP).