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Timestamp: 2016-10-24 22:00:40
Document Index: 169352018

Matched Legal Cases: ['Art. 16', 'Art. 10', 'Art. 14', 'BGE', 'Art. 19', 'BGE', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

Der 1963 geborene D.________ war seit Oktober 1992 bei der Q.________ AG als Bauarbeiter angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 5. November 1998 klopfte er mit einem Hammer eine Pflastermulde aus, wobei ein ca. 3 mm grosses Metallst�ck absplitterte und unterhalb des unteren linken Augenlides in die Augenh�hle drang. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld). Ab 8. M�rz 1999 arbeitete der Versicherte wieder vollzeitlich. Laut einer Aktenbeurteilung des Dr. med. F.________, Facharzt FMH f�r Ophthalmologie, SUVA Aerzteteam Unfallmedizin, vom 22. November 1999 lag der Metallfremdk�rper in der linken Orbita temporal unten, ohne das Auge selbst zu verletzen; der Versicherte ben�tige keine Behandlung mehr und der Fall k�nne abgeschlossen werden.
Aufgrund einer Meldung der Arbeitgeberin vom 18. Januar 2001, wonach der Versicherte vom 20. Dezember 2000 bis 14. Januar 2001 arbeitsunf�hig war, t�tigte die SUVA weitere medizinische Abkl�rungen. Unter anderem holte sie die fachmedizinische Beurteilung der Frau Dr. med. M.________, Fach�rztin f�r Neurologie FMH, vom 4. Februar 2002 ein, wonach von der Beschreibung her das Beschwerdebild am ehesten einer aktiven, einfachen und echten Migr�ne entsprach; die Metallsplitterverletzung sei als unspezifischer Ausl�ser zu werten, nicht aber als die eigentliche Ursache. Gest�tzt darauf gelangte Dr. med. C.________, Facharzt FMH f�r Neurologie, SUVA �rzteteam Unfallmedizin, in einer Stellungnahme vom 1. M�rz 2002 zum Schluss, es sei von einem unspezifischen Ausl�ser eines stummen Vorzustandes auszugehen; die SUVA sei f�r die Behandlung der Exacerbation der Beschwerden leistungspflichtig. Nachdem mit ambulanten Behandlungen (u.a. medikament�se Migr�nebasis- und Attackentherapie) keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielt wurden (vgl. Bericht des Spitals X.________, Neurologische Klinik und Poliklinik, vom 10. M�rz 2004) und Dr. med R.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin FMH, mitteilte, der Versicherte sei seit 3. Januar 2005 wegen heftiger Kopfschmerzen und Gleichgewichtsst�rungen vollst�ndig arbeitsunf�hig (Bericht 1. Februar 2005), veranlasste die SUVA eine station�re Behandlung mit Abkl�rung der Unfallkausalit�t in der Rehaklinik Y.________, die vom 30. M�rz bis 24. Mai 2005 dauerte. Gem�ss Austrittsbericht vom 8. Juni 2005 (mit psychosomatischem Konsilium vom 7. April 2005) konnten die chronifizierte migr�neforme Kopfschmerzsymptomatik und die mittelgradige depressive Episode nicht gebessert werden; die �rzte empfahlen einen Arbeitsversuch zur Anpassung und Angew�hnung am angestammten Arbeitsplatz mit reduzierter Leistung. Auf Nachfrage der SUVA hielt Dr. med. A.________, Facharzt FMH f�r Neurologie und Physikalische Medizin und Rehabilitation, Rehaklinik Y.________, mit Schreiben vom 5. Juli 2005 fest, seiner Auffassung nach sei die reaktive depressive Symptomatik im Zusammenhang mit der langj�hrigen Verunsicherung des Versicherten durch die fachmedizinische "Abkl�rungstirade" zu sehen; es sei eine Teilkausalit�t (Iatrogenizit�t) von 50 % anzunehmen.
Mit Einspracheentscheid vom 21. Juni 2006 lehnte die SUVA, in Best�tigung der Verf�gung vom 15. Februar 2006, einen Anspruch auf Taggeld f�r die ab 3. Januar 2005 eingetretene Arbeitsunf�higkeit sowie auf Heilbehandlung mit der Begr�ndung ab, die psychogenen Beschwerden st�nden nicht in einem ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 5. November 1998. Hiegegen liess D.________ Beschwerde einreichen, die das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 13. Juni 2007 in dem Sinne guthiess, dass es die Sache zu weiteren Abkl�rungen an die SUVA zur�ckwies. E. 2c dieses Erkenntnisses folgend holte die SUVA die Berichte �ber den Aufenthalt vom 29. Mai bis 17. Juni 2006 der Klinik J.________, Fachklinik f�r kardiale und psychosomatische Rehabilitation, vom 10. August 2006 sowie des Dr. med. S.________, Spezialarzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 20. Oktober 2009 ein, und liess den Versicherten psychiatrisch (Gutachten der Frau Dr. med. E.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 31. Dezember 2009 mit Erg�nzung vom 20. Juli 2010) sowie neurologisch (Gutachten des Dr. med. K.________, Facharzt f�r Neurologie FMH, Zertifizierter med. Gutachter SIM, vom 30. November 2010) begutachten. Mit dem die Verf�gung vom 20. Januar 2011 best�tigenden Einspracheentscheid vom 1. April 2011 lehnte sie erneut einen Anspruch auf Taggeld und Heilbehandlung ab. In der Begr�ndung hielt sie zusammenfassend fest, dass die vom Versicherten geklagten Beschwerden nicht auf einem unfallbedingten organisch objektivierbaren Substrat beruhten und die psychischen Beschwerden nicht in einem ad�quaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom 5. November 1998 st�nden, weshalb sie f�r die als R�ckfall gemeldeten Beschwerden sowie die daraus resultierende Behandlungsbed�rftigkeit und Arbeitsunf�higkeit nicht leistungspflichtig sei.
Hiegegen liess D.________ Beschwerde f�hren und beantragen, "die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Behandlungskosten sowie Unfalltaggeldleistungen bzw. mit Ablauf von 720 Tagen eine Rente zufolge einer 100%-igen unfallkausalen Arbeitsunf�higkeit ... seit 3. Januar 2005 auszurichten.". Mit Entscheid vom 21. Dezember 2011 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau das eingelegte Rechtsmittel ab.
Mit Beschwerde l�sst D._______ die vorinstanzlich gestellten Rechtsbegehren wiederholen.
1.2 Streitig und zu pr�fen ist, ob die geltend gemachten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen in einem rechtsgen�glichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 5. November 1998 stehen. Von der Beurteilung dieser Frage h�ngt sowohl der Anspruch auf Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG) ab, das eine Geldleistung ist, als auch der Anspruch auf Heilbehandlung gem�ss Art. 10 Abs. 1 UVG, die eine Sachleistung im Sinne der Art. 14 f. ATSG darstellt (Urteil 8C_85/2012 vom 1. Mai 2012 E. 1 mit Hinweisen). F�r beide Leistungsarten gilt derselbe Kausalit�tsbegriff, weshalb das Bundesgericht insoweit die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen frei zu pr�fen hat (Attraktionsprinzip; BGE 108 V 245 E. 1b mit Hinweis; Urteil 8C_548/2009 vom 2. Juli 2010 E. 4.3, publ. in: SVR 2011 UV Nr. 1 S. 1).
Es steht ausweislich der Akten fest (vgl. u.a. Austrittsbericht der Rehaklinik Y.________ vom 8. Juni 2005), dass jedenfallls ab Eintritt der geltend gemachten vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit am 3. Januar 2005 (vgl. Bericht des Dr. med. R.________ vom 1. Februar 2005) von einer Fortsetzung der auf das somatische Leiden (Kopfschmerzen/ Migr�ne) gerichteten �rztlichen Behandlung (Migr�nebasis- und Attackentherapie) keine namhafte Besserung mehr erwartet werden konnte. Damit fiel der Anspruch auf Heilbehandlung und Taggeld dahin, und es waren die Folgen des Fallabschlusses (Rente; Integrit�tsentsch�digung) zu pr�fen (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 6.1 S. 116 mit Hinweisen).
3.1 Mit der Vorinstanz ist zur Beurteilung der geltend gemachten Kopfschmerzen/Migr�ne auf das in allen Teilen schl�ssige neurologische Gutachten des Dr. med. K.________ vom 30. November 2010 abzustellen. Danach bestanden f�r den diagnostizierten chronischen Kopfschmerz vom Spannungstyp (ICHD-II-Kodierung 2.3) keine Anhaltspunkte f�r ein hirnorganisch-strukturelles Korrelat; zu diskutieren war aufgrund der Anamnese einzig ein durch Analgetika�bergebrauch induzierter Kopfschmerz (ICHD-II-Kodierung 8.2.3). Ein wahrscheinlicher Kausalzusammenhang mit dem in der Orbita verbliebenen Metallfremdk�rper war nicht herzustellen. Dessen Lage tangierte weder die Augenmuskulatur noch den Sehnerv oder andere neurogene Strukturen. Die symptomatologische Pr�sentation und Lokalisation im Scheitelbereich sprachen ebenfalls gegen eine fokale und umschriebene Generierung der Kopfschmerzen in der Augenh�hle. Insgesamt war von einer eigenst�ndigen chronischen Kopfschmerzform mit sekund�rem Analgetika�bergebrauch auszugehen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers sprechen die vom Gutachter ebenfalls zitierten und in seine Beurteilung einbezogenen, fr�heren neurologischen Stellungnahmen nicht gegen seine Schlussfolgerungen. Er wies darauf hin, dass die Kopfschmerzanamnese keine Hinweise f�r eine vorbestehende Migr�ne aufwies. Daher war das Postulat der Frau Dr. med. M.________ gem�ss Bericht vom 4. Februar 2002, die Metallsplitterverletzung k�nnte ein unspezifischer Ausl�ser der Migr�ne sein, nicht aufrecht zu halten. Dasselbe galt f�r die Annahme des Dr. med. C.________, der in der Stellungnahme vom 1. M�rz 2002 von einem stummen Vorzustand ausging, ohne daf�r Anhaltspunkte zu nennen. Ferner �bersieht der Beschwerdef�hrer, dass auch Dr. med. A.________ im Schreiben vom 5. Juli 2005 hinsichtlich der Migr�ne seine Annahme einer Teilkausalit�t (Iatrogenizit�t) allein auf die vom psychosomatischen Konsilium der Rehaklinik Y.________ vom 7. April 2007 diagnostizierte, reaktive depressive Symptomatik bezog. Unter diesen Umst�nden er�brigen sich Ausf�hrungen zur geltend gemachten organischen Teilurs�chlichkeit des Unfalls im Sinne von Art. 36 Abs. 1 UVG und zum Erreichen des status quo sine vel ante.
3.2 Laut Gutachten der Frau Dr. med. B.________ vom 31. Dezember 2009 und Erg�nzung vom 20. Juli 2010 litt der Versicherte an einer jegliche Arbeitst�tigkeit ausschliessenden mittelschweren depressiven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11), die aus psychiatrischer Sicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit in Zusammenhang mit dem Unfall vom 5. November 1998 und dessen Folgen standen. Die Vorinstanz hat erwogen, darauf sei abzustellen, und hat den nat�rlichen Kausalzusammenhang bejaht. Wie es sich damit verh�lt, kann offenbleiben, wenn es an der nach den Regeln der mit BGE 115 V 133 begr�ndeten Praxis zu einer psychischen Fehlentwicklung zu pr�fenden Ad�quanz fehlt. Der Voraussetzung des ad�quaten Kausalzusammenhangs kommt auch bei denjenigen Gesundheitssch�den die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu, die aus �rztlicher Sicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit als nat�rliche Unfallfolge gelten k�nnen (BGE 125 V 456 E. 5c S. 462, 123 V 98 E. 3b S. 102 mit Hinweisen).
4.1 Der Unfall vom 5. November 1998 ist aufgrund des allein massgeblichen augenf�lligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kr�ften (vgl. dazu Urteil U 2/07 vom 19. November 2007 E. 5.3.1, publ. in: SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26) mit der Vorinstanz der Kategorie der mittelschweren, an der Grenze zu den leichten Unf�llen liegend zuzuordnen. Die davon abweichende Auffassung des Beschwerdef�hrers h�lt einem Vergleich mit vom Bundesgericht beurteilten, �hnlich gelagerten F�llen nicht stand, wie die SUVA im kantonalen Verfahren zutreffend vorbrachte. Als mittelschwer im engeren Sinn beurteilte es etwa den Fall einer versicherten Person, die einen eingeklemmten Gegenstand aus einer Maschine entfernen wollte, als dieser sich pl�tzlich l�ste, mit hoher Geschwindigkeit auf die Brille traf und deren Glas zertr�mmerte, wobei das rechte Auge durch einen Splitter verletzt wurde (Urteil 8C_965/2008 vom 5. Mai 2009 Sachverhalt A und E. 4.2 mit weiteren Beispielen; vgl. auch Urteil U 233/06 vom 2. Februar 2007 Sachverhalt A und E. 5.2, publ. in: SVR 2007 UV Nr. 24 S. 78). Im vorliegenden Fall bemerkte der Versicherte das Absplittern des ca. 3 mm langen Metallst�cks beim Beklopfen einer Pflastermulde und dessen Eindringen unterhalb des linken Augenlides in die Augenh�hle zun�chst nicht, sondern wurde von einem Mitarbeiter auf herablaufendes Blut aufmerksam gemacht. Zu pr�fen ist im Folgenden, ob weitere, objektiv fassbare Umst�nde, die unmittelbar mit dem Unfall vom 5. November 1998 in Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte Folge davon erscheinen, gegeben sind und ihnen gesamthaft betrachtet f�r die Entstehung der psychisch bedingten Erwerbsunf�higkeit eine massgebende Bedeutung zukommt (BGE 115 V 133 E. 6 und 7 S. 141 f.).
4.2.1 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, das Eindringen des ca. 3 mm grossen Metallst�cks in die Wange und dessen Verbleiben in der N�he zahlreicher Nervenbahnen, insbesondere derjenigen im Augenbereich, sei analog zur Rechtsprechung zu F�llen, in welchen das Auge direkt betroffen worden sei, als besonders eindr�cklich zu werten. Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Entscheidend ist f�r die Beurteilung des fraglichen Kriteriums allein eine objektive Betrachtungsweise. Nicht was im Betroffenen psychisch vorgeht, ist ausschlaggebend, sondern die objektive Eignung, psychische Fehlentwicklung auszul�sen (Urteil U 287/97 vom 20. November 1998 E. 3b/cc, publ. in: RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209). Die Vorinstanz hat richtig darauf hingewiesen, dass der Versicherte das Absplittern und Eindringen des Metallst�cks nicht bemerkte, sondern von einem Mitarbeiter auf herabtropfendes Blut aufmerksam gemacht wurde. Der Umstand, dass das Metallst�ck im K�rper verblieb, ist im Rahmen des Kriteriums der Schwere oder besonderen Art der Verletzung zu beurteilen, was n�her zu pr�fen ist.
4.2.2 Der Beschwerdef�hrer bringt hiezu vor, die Frage, ob der Fremdk�rper entfernt werden sollte, sei w�hrend Jahren Gegenstand �rztlicher Abkl�rungen gewesen, woraus zu schliessen sei, dass dessen Lage und Verbleib nicht unbedenklich sei; daraus ergebe sich die besondere Art der Verletzung. Auch in diesem Punkt kann dem Beschwerdef�hrer nicht ohne Weiteres gefolgt werden. Nach den zutreffenden Erw�gungen der Vorinstanz erl�uterten die Fach�rzte der Klinik f�r Augenkrankheiten des Spitals Z.________ gem�ss Bericht vom 15. Dezember 1998 dem Versicherten bereits am 2. Dezember 1998, dass die Beeintr�chtigung des Visus und die leichte Konjunktivitis nicht unfallbedingt und im �brigen harmlos und die Arbeitsf�higkeit nicht beeintr�chtigend seien (vgl. auch weitere Berichte vom 21. Januar und 1. Februar 1999). Der vom Hausarzt beigezogene Dr. med. U.________, Spezialarzt FMH f�r Ophthalmologie, �usserte, nachdem auch die neurologischen Befunde (Bericht der Frau Dr. med. M.________ vom 26. Februar 1999) unauff�llig waren, den Verdacht auf eine Aggravation (Berichte vom 8. und 21. M�rz 1999), den er nach zus�tzlichen Untersuchungen im Spital X.________ "eindeutig" postulierte; er riet von weiteren Abkl�rungen ab und empfahl, den Fremdk�rper zu belassen (Berichte vom 19. August und 9. November 1999). Nach formlosem Abschluss des Falles (vgl. Bericht des Dr. med. F.________ vom 22. November 1999) fanden auf Veranlassung des Hausarztes weitere Abkl�rungen statt, jedoch bei aus augen�rztlicher Sicht bezogen auf die Unfallkausalit�t unver�nderten Befunden (Berichte des Dr. med. U.________ vom 22. Januar 2001, des Spitals Z.________ vom 21. und 24. September 2001 sowie 11. M�rz 2005 und der Augenklinik des Spitals X.________ vom 17. Juni 2004). Zur diagnostizierten Migr�ne hielt Frau Dr. med. M.________ im Bericht vom 4. Februar 2002 fest, dass der Versicherte ihren Befund, die Metallsplitterverletzung k�nne nicht die eigentliche Ursache der Migr�ne sein, nicht akzeptieren konnte. Dieselbe Auffassung des Versicherten ergibt sich aus den Berichten der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Spitals X.________, wo die empfohlene Migr�nebasis- und Attackentherapie weiter durchgef�hrt wurde (Berichte vom 29. Oktober 2003, 4. Februar und 10. M�rz 2004). Insgesamt kann aus den medizinischen Unterlagen entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers nicht eine besondere Art der erlittenen Verletzung hergeleitet werden. Die zahlreichen fach�rztlichen Abkl�rungen standen vielmehr eher in Zusammenhang mit der von Frau Dr. med. B.________ im Gutachten vom 31. Dezember 2009 und dessen Erg�nzung vom 20. Juli 2010 dargelegten �berzeugung des Versicherten, ohne Operation des Auges nicht beschwerdefrei werden zu k�nnen. Auch in Ber�cksichtigung der von der Gutachterin erw�hnten einfach strukturierten Pers�nlichkeit (bei niedrigem Bildungsstatus), die bei der Unfallverarbeitung und der Entstehung des aus psychiatrischer Sicht unfallbedingten Beschwerdebildes eine nicht unwesentliche Rolle spielte (vgl. zur weit zu fassenden Bandbreite der versicherten Personen bei der Beurteilung der Unfallad�quanz: BGE 115 V 133 E. 4b S. 135 f. mit Hinweisen), kann nicht von einer Verletzung gesprochen werden, die erfahrungsgem�ss besonders geeignet w�re, die diagnostizierte, vollst�ndig invalidisierende mittelgradige depressive Episode auszul�sen oder zu unterhalten.
4.2.3 Dem Beschwerdef�hrer ist allerdings beizupflichten, dass die SUVA aufgrund der Kausalit�tsbeurteilung des Dr. med. C.________ vom 1. M�rz 2002 f�r die von Frau Dr. med. M.________ (Bericht vom 4. Februar 2002) empfohlene, w�hrend mehrerer Jahre ambulant durchgef�hrte Migr�nebasis- und Attackentherapie aufkam. Insoweit kann das Kriterium der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung als erf�llt gelten. Weiter waren in dieser Zeit die Kopfschmerzen gem�ss Gutachten des Dr. med. K.________ vom 30. November 2010 teilweise (sekund�r) analgetikainduziert, weshalb auch das Kriterium der Dauerbeschwerden eher zu bejahen ist. Zu verneinen ist indessen die geltend gemachte �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmerte. Nach Auffassung des Beschwerdef�hrers ergibt sich diese aus dem Schreiben des Dr. med. A.________ vom 5. Juli 2005, der darlegte, seiner Auffassung nach sei die reaktive depressive Symptomatik im Zusammenhang mit der langj�hrigen, fach�rztlichen "Abkl�rungstirade" zu sehen, die den Versicherten verunsicherte; daher sei eine Teilkausalit�t (Iatrogenizit�t) von 50 % anzunehmen. Es mag zutreffen, dass das Case Management der SUVA, wie der Beschwerdef�hrer geltend macht, nicht optimal war und sie, nachdem schon nach kurzer Zeit das Scheitern der durchgef�hrten Migr�nebasis- und Attackentherapie absehbar war (vgl. Berichte des Dr. med. R.________ vom 2. April, 14. Juni und 19. November 2002 sowie 15. Juli 2003), m�glicherweise psychotherapeutische Massnahmen h�tte einleiten sollen. Indessen deutete nichts darauf hin, dass der Versicherte ab 3. Januar 2005 wegen psychischer Beschwerden vollst�ndig und dauernd arbeitsunf�hig sein w�rde. Ein schwieriger Heilverlauf oder erhebliche Komplikationen und eine physisch bedingte, langdauernde Arbeitsunf�higkeit liegen offensichtlich nicht vor.
4.3 Gesamthaft betrachtet verm�gen die Unfallschwere und die in die Gesamtw�rdigung einzubeziehenden unfallbezogenen Ad�quanzkriterien einen ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen der am 5. November 1998 erlittenen Verletzung und den psychischen Beschwerden nicht zu begr�nden. Es fallen allenfalls zwei Kriterien (ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung; Dauerbeschwerden) in Betracht, die jedoch nicht in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt w�ren. Dies reicht zur Bejahung der Ad�quanz praxisgem�ss nicht aus (vgl. 8C_89/2008 vom 3. Oktober 2008 E. 9 mit Hinweis).