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Timestamp: 2020-04-07 06:49:57
Document Index: 370871177

Matched Legal Cases: ['§ 38', '§ 1', 'Art. 72', '§ 1', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', 'Art. 72', 'Art. 19', '§ 11', 'BGH', '§ 27', '§ 11']

BGBl. I 1969 S. 1634 - Gesetz über das Schornsteinfegerwesen (Schornsteinfegergesetz - SchfG) - dejure.org
BGBl. I 1969 S. 1634
https://dejure.org/1969,4399
BGBl. I 1969 S. 1634 (https://dejure.org/1969,4399)
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Bundesgesetzblatt Jahrgang 1969 Teil I Nr. 96, ausgegeben am 18.09.1969, Seite 1634
BGBl. I 1969 S. 2432 (Berichtigung)
Die Vorlage betrifft die Frage, ob § 38 Abs. 2 des Gesetzes über das Schornsteinfegerwesen (Schornsteinfegergesetz -- SchfG) vom 15. September 1969 (BGBl. I S. 1634) mit dem Grundgesetz vereinbar ist.
Durch das Gesetz über das Schornsteinfegerwesen (Schornsteinfegergesetz -- SchfG) vom 15. September 1969 (BGBl. I S. 1634, berichtigt S. 2432) wurde die Versorgung der Schornsteinfegermeister und ihrer Hinterbliebenen neu geregelt.
Dass diese Bestimmung nicht in das Schornsteinfegergesetz vom 15. September 1969 (BGBl I S. 1634) übernommen wurde, bringt entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts nicht zum Ausdruck, dass das private Verhalten nunmehr für die Frage der Zuverlässigkeit des Schornsteinfegermeisters außer Acht zu lassen wäre.
Soweit sich der Beklagte auf die zu der damaligen Rechtslage ergangene Rechtsprechung bezieht, ist allerdings angesichts der Gesetzgebungshistorie zum Schornsteinfegerwesen davon auszugehen, dass der Gesetzgeber jedenfalls mit dem Schornsteinfegergesetz vom 15. September 1969 (BGBl I S. 1634) im Hinblick auf die persönliche Zuverlässigkeit eine in jeder Hinsicht "vorbildliche Lebensführung" des Bezirksschornsteinfegermeisters ebenso wenig mehr vorausgesetzt hat wie ein berufsbezogenes achtungs- und vertrauensgerechtes Verhalten außerhalb der Berufsausübung und dass daher die zu der früheren Rechtslage ergangene Rechtsprechung nicht mehr uneingeschränkt Anwendung finden kann.
Mit dem SchfG vom 15. September 1969 (BGBl. I S. 1634) setzte sich diese Entwicklung fort.
Das Schornsteinfegergesetz vom 15. September 1969 (BGBl I S. 1634) hielt nach intensiver Diskussion während des Gesetzgebungsverfahrens am System fester Kehrbezirke, für die jeweils ein Bezirksschornsteinfegermeister verantwortlich ist, fest, weil dies am wirkungsvollsten und einfachsten die vom Staat im Interesse der Feuersicherheit und des Gesundheitsschutzes durchzuführenden Kontrollen ermögliche; die Öffnung des Schornsteinfegerwesens für den Wettbewerb erschien demgegenüber als nicht praktikabel (vgl. Schriftlicher Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Mittelstandsfragen zu BTDrucks V/4282, S. 2).
Daran fehlt es im Streitfall, weil der Bezirkskaminkehrermeister lediglich ein --gesetzlich eingeräumtes und vom jeweiligen Eigentümer oder Nutzungsberechtigten zu duldendes-- Zutrittsrecht zu Grundstücken und Räumen zum Zwecke des Kehrens und der Überprüfung der kehr- und überprüfungspflichtigen Anlagen hat (vgl. § 1 des Gesetzes über das Schornsteinfegerwesen --SchfG--, BGBl I 1969, 1634, zuletzt geändert am 20. Juli 1994, BGBl I 1994, 1624).
Hierzu hat der Verwaltungsgerichtshof ausgeführt (…vgl. BayVGH, U.v. 22.12.2011 - 22 B 11.1139 - Rn. 32;… ihm folgend OVG Saarl, B.v. 8.5.2013 - 1 A 12/13 - juris Rn. 11 f., 20 f.): "Das Schornsteinfegergesetz vom 15. September 1969 (BGBl I S. 1634, ber. S. 2432) ist vor dem Inkrafttreten des Art. 72 Abs. 2 GG in der Fassung des Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes vom 27. Oktober 1994 (BGBl I S. 3146) erlassen und zuletzt durch Gesetz vom 20. Juli 1994 (BGBl I S. 1624) umfassend geändert worden.
Einschlägige gesetzliche Ermächtigungsgrundlage ist § 1 Abs. 2 des Schornsteinfegergesetzes vom 15. September 1969 (BGBl I S. 1634) i.d.F. der Bekanntmachung vom 10. August 1998 (BGBl I S. 2071), der festlegt, dass die Landesregierung oder die von ihr bestimmte Stelle ermächtigt wird, nach Anhörung bestimmter Verbände zum Zweck der Betriebs- und Brandsicherheit durch Rechtsverordnung zu bestimmen, welche Schornsteine, Feuerstätten, Rauchableitungen, Lüftungsanlagen oder ähnliche Einrichtungen in welchen Zeiträumen gereinigt oder überprüft werden müssen.
Im Hinblick auf die von ihm geltend gemachten Gebühren (vgl. § 25 SchfG) erlässt er keinen Verwaltungsakt, sondern hat gem. § 25 Abs. 3 SchfG eine Rechnung zu erstellen, die erst - wenn sie freiwillig nicht bezahlt wird - von der zuständigen Verwaltungsbehörde auf seinen Antrag durch Bescheid festgestellt und vollstreckt werden kann (§ 25 Abs. 4 Satz 4 SchfG; anders noch BVerwG, Urteil vom 18. Dezember 1989 - 8 B 141.89 -, BVerwGE 84, 244 zu § 25 des Gesetzes über das Schornsteinfegerwesen (Schornsteinfegergesetz) vom 15. September 1969 (BGBl. I S. 1634)).
Das Schornsteinfegergesetz vom 15. September 1969 (BGBl I S. 1634, ber. S. 2432) ist vor dem Inkrafttreten des Art. 72 Abs. 2 GG in der Fassung des Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes vom 27. Oktober 1994 (BGBl I S. 3146) erlassen und zuletzt durch Gesetz vom 20. Juli 1994 (BGBl I S. 1624) umfassend geändert worden.
Einschlägig ist damit das Gesetz über das Schornsteinfegerwesen (Schornsteinfegergesetz - SchfG -) vom 15. September 1969 (BGBl I S. 1634, 2432, zuletzt geändert durch Art. 19 des Ersten Gesetzes zur Bereinigung des Verwaltungsverfahrensrechts vom 18. Februar 1986, BGBl I S. 265).
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