Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%202012,%20101
Timestamp: 2019-07-19 00:54:31
Document Index: 305017295

Matched Legal Cases: ['§ 49', '§ 6', '§ 69', '§ 48', '§ 49', '§ 49', '§ 112', '§ 40', '§ 146', '§ 146', '§ 40', '§ 146', '§ 59', '§ 59', '§ 35', '§ 35', '§ 66', '§ 66', '§ 59', '§ 66', 'Art. 5', 'Art. 14', '§ 66', '§ 66']

Rechtsprechung: NStZ 2012, 101 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Rostock, 02.06.2010 | OLG Köln, 26.01.2011
https://dejure.org/2010,15652
OLG Rostock, 08.06.2010 - I Ws 128/10 (https://dejure.org/2010,15652)
OLG Rostock, Entscheidung vom 08.06.2010 - I Ws 128/10 (https://dejure.org/2010,15652)
OLG Rostock, Entscheidung vom 08. Juni 2010 - I Ws 128/10 (https://dejure.org/2010,15652)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2010,15652) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 49 Abs. 1 Nr. 2 IRG; § 6 MRK; §§ 69, 68 SDU
Zur Prüfung des zu vollstreckenden Urteils im Exequaturverfahren
Prüfungsmaßstäbe im Exequaturverfahren: Vollstreckung einer gegen einen deutschen Staatsbürger in der Republik Polen verhängten Freiheitsstrafe
LG Neubrandenburg, 03.03.2010 - 6 StVK 385/09
NStZ 2012, 101 (Ls.)
Da die §§ 48 ff. IRG in erster Linie auf humanitären und Fürsorgeerwägungen beruhen, ist bei der Bejahung der Ausnahmetatbestände des § 49 Abs. 1 Nr. 2 IRG größte Zurückhaltung geboten (vgl. OLG Rostock, Beschluss vom 08. Juni 2010 - I Ws 128/10 -, Rn. 16, juris; Brandenburgisches Oberlandesgericht…, Beschluss vom 26. April 2010 - 1 Ws 19/10 -, Rn. 16, juris).
Auch insofern führen lediglich eklatante Verstöße gegen den im Grundgesetz und der Menschenrechtskonvention verankerten rechtsstaatlichen Mindeststandard dazu, dass eine begehrte Rechtshilfe versagt wird (vgl. OLG Rostock, Beschluss vom 08. Juni 2010 - I Ws 128/10 -, Rn. 15, juris; ähnlich KG Berlin…, Beschluss vom 16. Juli 2007 - 1 AR 105/06 - 2/5 Ws 53/06 -, Rn. 19, juris, wonach es sich dabei bereits nur um eine Präzision des § 49 Abs. 1 Nr. 2 IRG a.F. handele, ohne im Gehalt darüber hinaus zu gehen;… Bock in: Ambos/König/Rackow: Rechtshilferecht in Strafsachen, 1. Auflage 2015, ÜberstÜbk, S. 696, Rn. 459: "Mindestanforderungen der EMRK").
Dies stellt weder eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar noch kann es als Hinweis auf Willkür oder sonst auf einen Verstoß verfahrensrechtlicher Mindeststandards gewertet werden (vgl. OLG Rostock, Beschluss vom 08. Juni 2010 - I Ws 128/10 -, Rn. 19, juris).
Es kann dabei dahingestellt bleiben, ob der Begriff der Flucht im Sinne dieser Bestimmungen allein durch die schlichte Rückkehr des Verurteilten in sein Heimatland erfüllt ist (KG Berlin NJW 2008, 675 mit Anmerkung Böhm), sich der Verurteilte nicht für die Strafvollstreckung zur Verfügung hält (Brandenburgisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 26. April 2010 und OLG Rostock, Beschluss vom 8. Juni 2010, Az: I Ws 128/10) oder derjenige Verurteilte grundsätzlich nicht flüchtig ist, der sich ohne unmittelbaren Zusammenhang mit der Straftat in sein Heimatland begibt und deshalb ein finales Verhalten mit Vereitelungsabsicht vorausgesetzt wird (OLG Karlsruhe, Beschluss vom 12. August 2013, Az: 1 Ws 141/12; Böhm, NJW 2008, 677;… Meyer-Goßner, StPO 53. Aufl. § 112 Rdnr. 13).
OLG Rostock, 02.06.2010 - 2 Ausl 19/10 I 14/10, 2 Ausl 20/10 I 15/10
https://dejure.org/2010,20435
OLG Rostock, 02.06.2010 - 2 Ausl 19/10 I 14/10, 2 Ausl 20/10 I 15/10 (https://dejure.org/2010,20435)
OLG Rostock, Entscheidung vom 02.06.2010 - 2 Ausl 19/10 I 14/10, 2 Ausl 20/10 I 15/10 (https://dejure.org/2010,20435)
OLG Rostock, Entscheidung vom 02. Juni 2010 - 2 Ausl 19/10 I 14/10, 2 Ausl 20/10 I 15/10 (https://dejure.org/2010,20435)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2010,20435) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Mehrfachvertretung, Verbot, Auslieferungsverfahren
§ 40 Abs 3 IRG, § 146 S 1 StPO, § 146a StPO
Zulässigkeit der Mehrfachvertretung im Auslieferungsverfahren
Verbot der Mehrfachverteidigung im Auslieferungsverfahren
§ 40 Abs. 3 IRG; § 146 S. 1 StPO
Auslieferung eines Verbot der Doppelvertretung gilt auch im Auslieferungsverfahren
NStZ 2012, 101
VG Münster, 05.12.2011 - 4 K 521/11
Anspruch eines Polizeibeamten auf Ersatz der Kosten für die Beauftragung eines …
vgl. OLG Zweibrücken, Beschluss vom 18. Februar 2004 - 4220 E - 1/04 -, NStZ-RR 2004/191; OLG Rostock, Beschluss vom 2. Juni 2010 - 2 Ausl 19/10 I 14/10 - (juris), Rdnr. 10; Wasmuth: Honoraranspruch des Verteidigers im Fall der Mehrfachverteidigung?, NStZ 1989, 348.
OLG Köln, 26.01.2011 - 6 AuslS 100/10 - 71, 6 Ausl S 100/10 - 71
https://dejure.org/2011,40296
OLG Köln, 26.01.2011 - 6 AuslS 100/10 - 71, 6 Ausl S 100/10 - 71 (https://dejure.org/2011,40296)
OLG Köln, Entscheidung vom 26.01.2011 - 6 AuslS 100/10 - 71, 6 Ausl S 100/10 - 71 (https://dejure.org/2011,40296)
OLG Köln, Entscheidung vom 26. Januar 2011 - 6 AuslS 100/10 - 71, 6 Ausl S 100/10 - 71 (https://dejure.org/2011,40296)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2011,40296) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Voraussetzungen für die Herausgaberechtshilfe in einem luxemburgischen Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls, Betrugs und Urkundenfälschung
Nach den §§ 59, 66 Abs. 1 IRG ist Rechtshilfe "auf Ersuchen einer zuständigen Stelle eines ausländischen Staates" zu leisten, wobei es der Prüfung der Zuständigkeit der ersuchenden Stelle in der Regel nicht bedarf, wenn diese nach ihrem Geschäftsbereich und den Gepflogenheiten im zwischenstaatlichen Rechthilfeverkehr für die Stellung des Ersuchens befugt erscheint (vgl. SenE vom 26.01.2011, 6 Ausl 100/10 - 71 - , NStZ 2012, 101;… Johnson in Grützner/Pötz/Kreß, a. a. O., § 59 Rn. 10 f.).
Richtig ist zwar, dass die vorgenannte Entscheidung des Bundesgerichtshofs zu § 35 Abs. 1 DAG (Deutsches Auslieferungsgesetz von 1929) ergangen ist, aber auch nach dessen Wortlaut war die "Herausgabe [des begehrten Gegenstandes] nur zulässig, wenn die ausländische Regierung sich verpflichtete, die Rechte dritter Personen unberührt zu lassen und im Falle eines bei der Übergabe gemachten Vorbehalts die herausgegebenen Gegenstände auf Verlangen unverzüglich zurückzugeben." Der übereinstimmende Wortlaut von § 35 Abs. 1 DAG und § 66 Abs. 2 Nr. 3 IRG - Rechte dritter Personen müssen unberührt bleiben - steht daher nach der zutreffenden Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, der sich der Senat angeschlossen hat (vgl. SenE vom 20.10.2010, 6 AuslS 101/09 - 95 -, zitiert nach juris; SenE vom 13.12.2010, Az. 6 AuslS 121/10 - 82 -, zitiert nach juris; SenE vom 26.01.2011, 6 AuslS 100/10, - 71 -, NStZ 2012, 101), einer Verhältnismäßigkeitsprüfung nicht entgegen.
OLG Nürnberg, 04.09.2012 - 1 OLG Ausl 166/11
Internationale Rechtshilfe: Antragsbefugnis für einen Antrag auf richterliche …
(1) Voraussetzung für die Herausgabe von Gegenständen nach § 66 IRG sind (über § 59 IRG hinausgehend) u. a. das Erfordernis beiderseitiger Strafbarkeit (§ 66 Abs. 2 Nr. 1 IRG; Art. 5 Abs. 1 a) EuRhÜbk), wobei bei ersuchten Durchsuchungen gem. Art. 14 Abs. 2 EuRhÜbk das Rechtshilfeersuchen zur Ermöglichung der Überprüfung die strafbare Handlung zu bezeichnen und eine kurze Darstellung des Sachverhalts zu enthalten hat, und aufgrund des allgemeinen Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes die Notwendigkeit, dass die herauszugebenden Gegenstände vom ersuchenden Staat so genau wie möglich bezeichnet werden, damit sie identifizierbar sind und ihre Bedeutung für das bestimmte Strafverfahren erkennbar ist (…vgl. Lagodny in Schomburg/Lagodny u. a., Internationale Rechtshilfe in Strafsachen, 5. Aufl. § 66 Rn. 6, 34;… Johnson in Grützner/Pötz/Kreß, Internationaler Rechtshilfeverkehr in Strafsachen, Stand April 2012, § 66 Rn. 36; vgl. zu diesen Voraussetzungen der Herausgaberechtshilfe auch OLG Köln, NStZ 2012, 101).