Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/3/83170000021.htm
Timestamp: 2018-12-11 18:48:37
Document Index: 133589296

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 64', '§ 2', '§ 5', '§ 22', '§ 4']

3.17.021 Moosenmättle
Verordnung des Landratsamtes Ortenaukreis über das Landschaftsschutzgebiet "Moosen­mättle" vom 10. August 1989 (Mitteilungsblatt der Stadt Wolfach vom 18.08.1989).
Auf Grund von §§ 22, 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Na­tur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz ‑ NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Freiburg verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Stadt Wolfach, Ortsteil Kirnbach, wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Moosen­mättle".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 591 ha.
(2) Es umfaßt im wesentlichen die Hochlagen und Hangbereiche im Ortsteil Wolfach-Kirn­bach zwischen dem "Schanzhäusle" im Süden und der "Grube" im Norden sowie dem "Moosenmättle" im Osten und "Sumshof"/"Obertal" im Westen und schließt die Talanfänge von "Hirnbach" und "Erdlins­bach" ein.
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Karte im Maßstab 1 : 25 000 und im Maß­stab 1 : 5 000 grün eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Bürgermeisteramt der Stadt Wolfach in Wolfach und beim Landratsamt Orte­naukreis in Offenburg zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden nie­dergelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung einer typischen Schwarzwaldlandschaft von besonderer Eigenart, Vielfalt und Schönheit, die sich durch den Wechsel großflächiger Waldgebiete, Wiesen und Weid­fel­dern mit Weidbergfichten und Wacholdern sowie zahlreichen Aussichtsmöglichkeiten auszeichnet und der überörtlichen Erholung dient.
In dem Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Ge­bie­tes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere wenn dadurch
13. Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Anlage von Kleingärten oder die wesentli­che Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;
14. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Weidberg­fich­ten und Wacholderbüschen.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung land- und forstwirt­schaftlicher Grundstücke mit der Maßgabe, daß auf Weidfeldern kein Umbruch erfolgt und Fichten und Wacholder im wesentlichen Umfang nicht beseitigt werden dürfen;
3. für die ordnungsmäßige Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze und Gewässer, ausge­nommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 14;
1. entgegen § 22 Abs. 3 NatSchG in Verbindung mit § 4 dieser Verordnung Handlungen vor­nimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwi­derlaufen,
Offenburg, den 10.08.1989