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Timestamp: 2018-09-21 17:34:44
Document Index: 32042734

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 72', '§ 72', '§ 8', '§ 8', '§ 72', '§ 8']

Kinderschutz in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit – Umsetzung der §§ 8a und 72a SGB VIII | springerprofessional.de
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73. Kinderschutz in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit – Umsetzung der §§ 8a und 72a SGB VIII
Autor: Gila Schindler
In der Kinder- und Jugendhilfe beruht die Wahrnehmung des Schutzauftrags bei Kindeswohlgefährdung seit dem 1. Oktober 2005 auf der gesetzlichen Grundlage des § 8a SGB VIII (BGBl. I 2005, 2729). Wann und wie mit einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung durch Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe konkret umzugehen ist, beruht damit auf ausdrücklichen rechtlichen Regelungen, die als Mindeststandards bei der Wahrnehmung des Schutzauftrags bezeichnet werden können.
Dabei regelt die Norm die Wahrnehmung des Schutzauftrags nicht nur verbindlich für die Fachkräfte der Träger der öffentlichen Jugendhilfe, sondern auch die Mitarbeiter/innen von Trägern der freien Jugendhilfe werden im Rahmen von Vereinbarungen in entsprechender Weise zur Wahrnehmung des Schutzauftrags verpflichtet (§ 8a Abs. 4 SGB VIII). Die gesetzliche Regelung des § 8a SGB VIII gilt folglich sowohl für die Träger der öffentlichen als auch der freien Jugendhilfe (BT-Drucks. 15/3676, S. 26).
Dennoch zeigt ein Blick in die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe, dass sich die Haltung zum Schutzauftrag der verschiedenen Leistungsbereiche der Kinder- und Jugendhilfe unterscheidet. Während die Aufgabe im Bereich institutionalisierter voll- oder teilstationärer Leistungen überwiegend als leistungsimmanenter Bestandteil der Hilfe angesehen wird, besteht eine entsprechende Eindeutigkeit für den Bereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit nicht (ISA 2006, S. 88 ff.).
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https://doi.org/10.1007/978-3-531-18921-5_73