Source: https://www.arbeitsinspektion.gv.at/inspektorat/Maschinen_Werkzeuge/Bearbeitungsmaschinen/;jsessionid=DE7DE8820A6C4BEAFEE30525C8BE71B8.bmsk
Timestamp: 2018-02-24 07:52:32
Document Index: 234251712

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§24', '§ 6']

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Fräsmaschinen für Holz und vergleichbare Werkstoffe
Kreissägen für Holz und vergleichbare Werkstoffe
Pressen, Stanzen und kraftbetriebene Tafelscheren
Programmgesteuerte Arbeitsmittel
Neben den Allgemeinen Bestimmungen (Verwendung, Prüfung, Wartung usw.), die für alle Arbeitsmittel gelten, sind auch noch besondere Bestimmungen für bestimmte Gruppen von Arbeitsmitteln zu beachten.
Pressen und Stanzen dürfen nur verwendet werden, wenn die erforderlichen wiederkehrenden Prüfungen (jährlich, max. alle 15 Monate) durchgeführt wurden.
Bericht: Arbeitsunfall an Blechbiegmaschine zufolge unzureichender Schutzmaßnahmen
Aufgrund der besonderen Gefahren durch einzelne Bearbeitungsmaschinen sind Beschäftigungsverbote und Beschäftigungsbeschränkungen für Jugendliche zu beachten.
Bericht: Arbeitsunfall einer jugendlichen Arbeitnehmerin an einer Gesenkbiegepresse
§ 25 AM-VO
Neben den Allgemeinen Bestimmungen (Verwendung, Wartung usw.), die für alle Arbeitsmittel gelten, sind für Abrichthobelmaschinen auch noch besondere Bestimmungen zu beachten.
Tischhälften müssen so weit wie möglich zusammen geschoben werden.
Der nicht benützte Teil der Messerwelle vor und hinter dem Anschlag ist zu verdecken.
Jugendliche dürfen mit Hobelmaschinen mit rotierenden Messerwellen mit Handbeschickung, Handentnahme oder Handvorschub des Werkstückes oder der Maschine, Dickenhobelmaschinen nicht beschäftigt werden (siehe § 6 Abs. 1 KJBG-VO). Ausgenommen hiervon sind handgeführte Hobelmaschinen mit einer Nennleistung von nicht mehr als 1200 Watt. Die Beschäftigung ist nach 18 Monaten Ausbildung (bzw. nach zwölf Monaten Ausbildung und einer Gefahrenunterweisung im Rahmen des Berufsschulunterrichts) unter Aufsicht erlaubt.
Neben den Allgemeinen Bestimmungen (Verwendung, Wartung usw.), die für alle Arbeitsmittel gelten, sind für Fräsmaschinen auch noch besondere Bestimmungen zu beachten.
Werkzeuge müssen so weit wie möglich durch Schutzeinrichtungen verdeckt sein (für verschiedene Werkzeuge können verschiedene Schutzeinrichtungen erforderlich sein!)
für die Werkstücke sind Anschlaglineale oder andere geeignete Führungen zu verwenden
Jugendliche dürfen mit Fräsmaschinen mit Handbeschickung, Handentnahme oder Handvorschub des Werkstückes und handgeführten Fräsmaschinen mit einer Nennleistung von mehr als 1200 Watt nicht beschäftigt werden (siehe § 6 Abs. 1 KJBG-VO). Die Beschäftigung ist nach 18 Monaten Ausbildung (bzw. nach zwölf Monaten Ausbildung und einer Gefahrenunterweisung im Rahmen des Berufsschulunterrichts) unter Aufsicht erlaubt.
Neben den Allgemeinen Bestimmungen (Verwendung, Wartung usw.), die für alle Arbeitsmittel gelten, sind für Kreissägen auch noch besondere Bestimmungen zu beachten.
Die Rückschlagsicherungen müssen verwendet werden und korrekt eingestellt sein (z.B. Abstand Spaltkeil vom Sägeblatt höchstens 8 mm).
Wenn im Gleichlauf geschnitten werden soll, muss eine unbeabsichtigte Änderung des Vorschubes oder ein Wegschleudern des Werkstückes verhindert sein.
Jugendliche dürfen mit Sägemaschinen mit Handbeschickung, Handentnahme oder Handvorschub des Sägegutes bzw. Handvorschub bei Maschinen mit beweglichem Sägetisch, Kettensägen, handgeführten Sägemaschinen mit einer Nennleistung von mehr als 1200 Watt nicht beschäftigt werden (siehe § 6 Abs. 1 KJBG-VO). Ausgenommen hiervon sind Bügelsägen, Fuchsschwanzsägen und Furniersägen. Die Beschäftigung ist nach 18 Monaten Ausbildung (bzw. nach zwölf Monaten Ausbildung und einer Gefahrenunterweisung im Rahmen des Berufsschulunterrichts) unter Aufsicht erlaubt. Für Kettensägen ist die Beschäftigung nur dann erlaubt, wenn diese mit Antivibrationsgriffen ausgestattet sind und Antivibrationshandschuhe verwendet werden.
Neben den Allgemeinen Bestimmungen (Verwendung, Wartung usw.), die für alle Arbeitsmittel gelten, sind für Metallbearbeitungsmaschinen auch noch besondere Bestimmungen zu beachten.
Werkstücke und Werkzeuge müssen sicher einspannt sein
Späne dürfen nicht mit der Hand entfernt werden
Neben den Allgemeinen Bestimmungen (Verwendung, Prüfung, Wartung usw.), die für alle Arbeitsmittel gelten, sind für Pressen, Stanzen und kraftbetriebene Tafelscheren auch noch besondere Bestimmungen zu beachten.
Schutzeinrichtungen und Schutzmaßnahmen
Nachschlagsicherung
Die Umstellung von Einzelhub auf Dauerhub und von Hand- auf Fußeinrückung darf nur mittels eines besonderen Gerätes (z.B. Schlüssel) möglich sein.
Bei Pressen und Stanzen dürfen Einstellarbeiten und Änderungen nur durch geeignete, fachkundige Personen durchgeführt werden.
Exzenterpressen mit formschlüssiger Kupplung dürfen nur verwendet werden, wenn: Werkzeuge verwendet werden, bei denen keine Quetschgefahr gegeben ist ("geschlossene Werkzeuge"), oder Verkleidungen oder Verdeckungen vorhanden sind.
Pressen und Stanzen dürfen nur verwendet werden, wenn die erforderlichen wiederkehrende Prüfungen (jährlich, max. alle 15 Monate) durchgeführt wurden.
Jugendliche dürfen mit Stanzen und Pressen mit Handbeschickung oder Handentnahme, deren im Fertigungsvorgang bewegliche Teile einen Hub von mehr als 6 mm haben können nicht beschäftigt werden (siehe § 6 Abs. 1 KJBG-VO. Die Beschäftigung ist nach 18 Monaten Ausbildung (bzw. nach zwölf Monaten Ausbildung und einer Gefahrenunterweisung im Rahmen des Berufsschulunterrichts) unter Aufsicht erlaubt.
Neben den Allgemeinen Bestimmungen (Verwendung, Wartung usw.), die für alle Arbeitsmittel gelten, sind für Programmgesteuerte Arbeitsmittel auch noch besondere Bestimmungen zu beachten.
Der Gefahrenbereich von programmgesteuerten Arbeitsmitteln darf nur betreten werden, wenn es für das Programmieren oder Einstellen dieser Arbeitsmittel sowie für Einschulungen aus technischen Gründen erforderlich ist.
Im Gefahrenbereich des Arbeitsmittels darf sich nur die unbedingt erforderliche Anzahl von ArbeitnehmerInnen aufhalten
Die Bewegungsgeschwindigkeit ist auf ein ungefährliches Maß zu reduzieren
Schrittschaltung oder Tippbetrieb mittels Tasten ohne Selbsthaltung
Wenn die Bewegungsgeschwindigkeit aus technischen Gründen nicht reduziert werden kann, sind besondere Maßnahmen zu ergreifen, z.B.: Ortsbindung des/der Arbeitnehmers/in oder Aufsicht durch eine geeignete fachkundige Person außerhalb des Arbeitsbereiches, die das Arbeitsmittel sofort stillsetzen kann z.B. durch eine Notausschalteinrichtung.
§24 AM-VO
Neben den Allgemeinen Bestimmungen (Verwendung, Wartung usw.), die für alle Arbeitsmittel gelten, sind für Schleifmaschinen und Schleifscheiben auch noch besondere Bestimmungen zu beachten.
Schleifwerkzeuge müssen durch Verdeckungen gesichert sein (nur der für die Arbeit benötigte Teil des Schleifwerkzeuges darf frei sein).
Schutzverdeckungen müssen einem eventuellen Bruch des Schleifwerkzeuges standhalten und Bruchstücke sicher auffangen können.
Bei über 100 m/s (bei Trennschleifmaschinen über 125 m/s) müssen die Schleifwerkzeuge und das Werkstück zur Gänze verdeckt sein.
Ständerschleifmaschinen müssen eine nachstellbare Werkstückauflage besitzen.
Bei elektromagnetischen Spannvorrichtungen darf der Vorschubantrieb nur nach dem Einschalten der Spannvorrichtung eingeschaltet werden können (Signallampe).
56 AM-VO
Jugendliche dürfen mit handgeführten Trennmaschinen und Winkelschleifer mit einer Nennleistung von mehr als 1200 Watt nicht beschäftigt werden (siehe § 6 Abs. 1 KJBG-VO). Die Beschäftigung ist nach 18 Monaten Ausbildung (bzw. nach zwölf Monaten Ausbildung und einer Gefahrenunterweisung im Rahmen des Berufsschulunterrichts) unter Aufsicht erlaubt.
Vor Stoß und Schlag schützen,
trocken und frostsicher bei möglichst gleich bleibender Temperatur lagern,
vor jedem Aufspannen auf offenkundige Mängel untersuchen,
Klangprobe (keramisch gebundene Schleifwerkzeuge) durchführen,
Probelauf für Schleifscheiben über 100 mm Durchmesser (Höchstdrehzahl) durchführen,
Schleifwerkzeuge mit Unwucht (Vibrationen!) nicht verwenden.
Ständerschleifmaschinen
Werkstückauflagen verwenden und
Werkstückauflagen nachstellen (Abstand maximal 3 mm).
Letzte Änderung am: 05.02.2016
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