Source: http://www.klassphil.uni-mainz.de/201.php
Timestamp: 2017-09-24 10:29:48
Document Index: 65794210

Matched Legal Cases: ['§ 80', '§ 9', '§ 7', '§ 13', '§ 27', '§ 7', '§ 13', '§ 6', '§ 9', '§ 13', '§ 27', '§ 9', '§ 13', '§ 10', '§ 17', '§ 19', '§ 6', '§ 13', '§ 9', '§ 6', '§ 13', '§ 1', '§ 12', '§ 12', '§ 12']

Studienordnung Griechisch
für das Studium des Faches Griechisch
(erschienen im StAnz. Nr. 39 S. 2452)
Aufgrund des § 80 Abs. 2 Nr. 1 des Landesgesetzes über die Universitäten in Rheinland-Pfalz (Universitätsgesetz - UG -) in der Fassung vom 23. Mai 1995 (GVBl. S. 85), BS 223-41, zuletzt geändert durch Artikel 36 des Gesetzes vom 6. Februar 2001 (GVBl. S. 29), hat der Fachbereichsrat des Fachbereichs 15 der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in seiner Sitzung am 6. November 2000 die nachfolgende Studienordnung für das Studium des Faches Griechisch im Studiengang Lehramt an Gymnasien in Rheinland-Pfalz an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz beschlossen. Sie wird hiermit bekanntgemacht.
Diese Ordnung regelt auf der Grundlage der Landesverordnung über die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien vom 7. Mai 1982 (GVBl. S.157) in der Fassung der dritten Änderungsverordnung vom 8. September 1999 (GVBl. S.233) (im folgenden Prüfungsordnung genannt) Ziel, Inhalt und Aufbau des Studiums für das Fach Griechisch im Studiengang Lehramt an Gymnasien an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Angaben dieser Studienordnung beziehen sich primär auf das Studium von Griechisch als erstes oder zweites Fach. Die besonderen Regelungen für das Studium des Faches Griechisch als nichtkünstlerisches Beifach (gemäß § 9 der Prüfungsordnung) werden in § 7 Abs. 2 und § 13 Abs. 2 sowie Anhang 3 dieser Ordnung, die Regelungen für die Vorbereitung auf die Erweiterungsprüfung im Studiengang Lehramt an Gymnasien (gemäß § 27 der Prüfungsordnung) werden in § 7 Abs. 3 und § 13 Abs. 3 dieser Ordnung gesondert aufgeführt.
(Grundstudium und Hauptstudium)
(2) Sofern die für das Fachstudium notwendigen Lateinkenntnisse erst während des Studiums erworben werden müssen, ist eine Verlängerung des Grundstudiums um ein Semester möglich.
- Einführungsveranstaltung (i.d.R. vor Beginn der Vorlesungszeit)
- Griechisches Proseminar, Griechische Lektüre für Anfänger, Griechische Stilübungen I
Studienvoraussetzungen, Sprachkenntnisse
- Kenntnis der griechischen und der lateinischen Sprache (Ausnahmeregelung s. Absatz 3);
- Fähigkeit, griechische Texte von mittlerem Schwierigkeitsgrad ins Deutsche zu übersetzen und zu erläutern.
- Schulzeugnis mit Nachweis des Graecums oder Nachweis der staatlichen Ergänzungsprüfung;
- Schulzeugnis mit Nachweis des Latinums oder Nachweis der staatlichen Ergänzungsprüfung.
(3) Der Studienbeginn im Fach Griechisch ist ohne Graecum oder entsprechenden Nachweis von Griechischkenntnissen gemäß den rechtlichen Bestimmungen (s. Absatz 2) nicht möglich. Lateinkenntnisse sollen bis zum Abschluss der Zwischenprüfung nachgewiesen werden.
- griechische Sprachkurse (4 Wochenstunden über 3 Semester) zum Erwerb der erforderlichen griechischen Sprachkenntnisse vor Beginn des Fachstudiums;
- lateinische Sprachkurse (4 Wochenstunden über 3 Semester) zum Erwerb der erforderlichen lateinischen Sprachkenntnisse während des Grundstudiums.
(1) Wesentlicher Inhalt des Studiums sind Sprache, Literatur und Kultur Griechenlands von den Anfängen bis zum Ausgang der Antike.
(2) Das Fachstudium umfasst folgende Bereiche:
Die Sprache soll in dem Umfang beherrscht werden, dass ohne Hilfsmittel auch schwierigere Texte aus dem Griechischen ins Deutsche und Texte mittleren Schwierigkeitsgrades aus dem Deutschen ins Griechische in angemessener Weise übersetzt werden können.
Kenntnisse auf dem Gebiet der griechischen Sprachgeschichte und der Literaturdialekte sowie Einsicht in die Methoden der historischen Sprachwissenschaft
- auf eigener Lektüre beruhende Kenntnis der wichtigsten Schriftsteller von Homer bis Kallimachos, außerdem Einblicke in bedeutende Werke der späteren, insbesondere der kaiserzeitlichen Literatur (die in Anhang 2 beigefügten Lektürelisten stellen nach Auswahl und Umfang einen Richtwert dar)
- Kenntnis der wichtigsten rhetorischen Begriffe und Sicherheit in der Bestimmung sowie Geläufigkeit im Vortrag der häufigsten metrischen Formen
- Überblick über die Geschichte der griechischen Literatur und ihre Gattungen; Kenntnis der literaturwissenschaftlichen Grundbegriffe
- Vertrautheit mit dem griechischen Mythos, mit den Grundzügen der griechischen Religion und Philosophie sowie mit den Epochen der griechischen Geschichte; Einblick in die Kulturgeschichte (einschließlich 'Realien') und Landeskunde sowie in die wichtigsten Hilfswissenschaften der Klassischen Philologie
- Einblick in die Überlieferungsgeschichte der Literatur und die Wirkungsgeschichte der Antike
Kenntnis der Grundbegriffe und Fragestellungen der Fachdidaktik, insbesondere der fachspezifischen Lehrplanentwicklung und - im Zusammenhang mit dem Schulpraktikum
- Kenntnisse grundlegender Elemente des Fachunterrichts
- Befähigung zu methodisch einwandfreier Interpretation
- Vertrautheit mit Textkritik
- Wahl von Schwerpunkten innerhalb der zur Auswahl gestellten Autoren der Lektüreliste
- Sonderstudiengebiete gemäß Ziffer 9. II. 2.4 der Anlage B zur Prüfungsordnung
- Antike Philosophie, Alte Geschichte, Archäologie
Im Hauptstudium liegt besonderes Gewicht auf der selbständigen Arbeit der Studierenden. Ziel ist die vertiefte wissenschaftliche Textinterpretation unter Einbeziehung der Forschungsliteratur und mit Berücksichtigung der geistesgeschichtlichen und anthropologischen Bedeutung der Texte, die gattungs- und themenbezogene Ausweitung der Lektüre, die Erweiterung der sprachlichen und literaturgeschichtlichen Kenntnisse sowie die Abrundung der im Grundstudium erworbenen Kenntnisse in den § 6 Abs. 2 genannten Sachgebieten. Darüber hinaus gibt das Hauptstudium aber auch Gelegenheit zur Konzentration auf selbständig und nach Neigung auszuwählende Teilgebiete des Faches (Auswahl zweier Sonderstudiengebiete nach Ziffer 9. II 2.4 der Anlage B zur Prüfungsordnung).
(2) Das Studium im nichtkünstlerischen Beifach wird im Umfang des Grundstudiums begleitend zum künstlerischen Hauptfachstudium absolviert. Für die Studienvoraussetzungen und -anforderungen gelten die in Absatz 1 für das Grundstudium getroffenen Bestimmungen. Hinzu kommt ein Leistungsnachweis in Fachdidaktik. Eine Zwischenprüfung ist nicht erforderlich. Das Studium im Fach Griechisch als nichtkünstlerischem Beifach wird durch eine Prüfung gemäß Prüfungsordnung § 9 abgeschlossen (vgl. auch diese Ordnung Anhang 3).
(3) Das Studium des Faches Griechisch zur Vorbereitung auf die Erweiterungsprüfung beruht weitgehend auf Selbststudium. Verpflichtend ist die erfolgreiche Teilnahme an mindestens zwei Lehrveranstaltungen, die sich auf Gebiete der Prüfungsanforderungen beziehen, wovon mindestens ein Leistungsnachweis aus dem Hauptstudium sein sollte. Angaben im einzelnen zu den Prüfungsvoraussetzungen und Prüfungsanforderungen vgl. § 13 Abs. 3 dieser Ordnung und § 27 der Prüfungsordnung.
Vorlesungen geben eine zusammenfassende Darstellung wichtiger Autoren oder Teilgebiete des Faches. Sie vermitteln den Studierenden umfassend die für ein erfolgreiches Studium unverzichtbaren fachbezogenen methodischen und inhaltlichen Kenntnisse, darüber hinaus und in exemplarischer Form einen vertieften Einblick in die aktuelle Forschung sowie deren Erträge. Die Vorlesungen müssen nicht in bestimmter Reihenfolge und können von Studierenden aller Semester besucht werden.
(3) Bei der Zulassung zu teilnahmebeschränkten Lehrveranstaltungen genießen diejenigen Studierenden des Faches Priorität, die einen Leistungsnachweis zur erfolgreichen Fortsetzung ihres Studiums gemäß der Studien- bzw. der jeweiligen Prüfungsordnung benötigen. Übersteigt die Zahl der Anmeldungen für eine teilnehmerbeschränkte Lehrveranstaltung die Zahl der verfügbaren Plätze, so sind bei der Vergabe die Richtlinien des Senats über den Zugang zu Lehrveranstaltungen mit beschränkter Teilnehmerzahl in der jeweils gültigen Fassung anzuwenden.
In einem benoteten, qualifizierten Leistungsnachweis (LN 2) ist zusätzlich die Bewertung der erbrachten Leistung anzugeben sowie die Art, wie diese Leistung erbracht wurde. Ein Teilnahmenachweis enthält keine Note.
1 = sehr gut (eine hervorragende Leistung);
2 = gut (eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt);
3 = befriedigend (eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht);
4 = ausreichend (eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt);
5 = nicht ausreichend (eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt).
(1) Für ein ordnungsgemäßes Studium des Faches Griechisch im Studiengang Lehramt an Gymnasien ist von einem Studienvolumen (in Semesterwochenstunden = SWS) von 64 SWS für verpflichtende Lehrveranstaltungen (Pflicht- und Wahlpflichtlehrveranstaltungen) auszugehen. Diese verteilen sich auf das Grundstudium (36 SWS) und das Hauptstudium (28 SWS). Da einige Veranstaltungen wahlweise im Grund- oder Hauptstudium absolviert werden können, kann die Verteilung der SWS zwischen Grund- und Hauptstudium um die Stundenzahl der jeweils verschobenen Veranstaltung schwanken. Zusätzlich sind etwa 6 SWS für Wahllehrveranstaltungen gemäß § 9 Abs. 5 vorgesehen.
Griechisch als nichtkünstlerisches Beifach umfasst 40 SWS. Davon sind 38 SWS verpflichtend. Die Leistungen entsprechen dem Umfang des Grundstudiums ohne Zwischenprüfung und zuzüglich einer Übung in Fachdidaktik. Die Veranstaltungen sind begleitend zum Studium des künstlerischen Faches zu besuchen.
Für die Vorbereitung auf die Erweiterungsprüfung ist ein Mindeststudienvolumen von etwa 4 SWS (vgl. aber § 13 Abs. 3) erforderlich.
(beim nichtkünstlerischen Beifach und bei der Erweiterungsprüfung ohne Unterscheidung
von Grund- und Hauptstudium) 1. oder 2.Fach (in SWS) nichtkünstl.
Pfl. 20 20 -
Wpfl. 16 18 Wpfl. 4
Pfl. 12 - W. 36
Wpfl. 16 -
Summe: 70 40 40
davon Pfl.- und Wpfl.-lehrveranstaltungen: 64 38 4
1 griechisches Proseminar (LN 2)
über ein Thema oder einen Autor aus dem Bereich der Dichtung; Einübung der wissenschaftlichen Texterklärung
über ein Thema oder einen Autor aus dem Bereich der Prosaliteratur; Einübung der wissenschaftlichen Texterklärung 2 SWS
1 Lektürekurs für Anfänger (LN 1)
Lektüre größerer Textmengen 2-4 SWS
1 Lektürekurs für Anfänger (Homer oder Platon) (LN 1)
intensive Erarbeitung eines zentralen Autors und
Vorbereitung auf die Zwischenprüfung 2-4 SWS
Formenlehre und einfache Syntax 1 SWS
2 Stilübungen der Unterstufe (1 TN, 1 LN 2)1 (insgesamt)
systematische Erarbeitung der grammatischen
Grundlagen des Griechischen; der Erwerb des LN beinhaltet eine mindestens mit 'ausreichend' bestandene Abschlussklausur (90-min.)
(Übersetzung eines deutschen Textes ins Griechische) 6 SWS
1 lateinisches Proseminar I (LN 2) 2-3 SWS
vertieftes Kennenlernen der griechischen Syntax und
Einführung in die Stilistik; der Erwerb des LN beinhaltet eine mindestens mit 'ausreichend' bestandene, 3-std. Abschlussklausur
(Übersetzung eines deutschen Textes ins Griechische) 2 SWS
1 griechische Lektüre (kursorisch) (LN 1)
1 griechisch-deutscher Klausurenkurs (Vorbereitung
auf die Staatsexamensklausuren) (LN 1) 2 SWS
(2) Die in Absatz 1 aufgeführten Lehrveranstaltungen sind durch folgende Wahlpflichtlehrveranstaltungen zu ergänzen, die nach Maßgabe des Angebotes interdisziplinäre Veranstaltungen sowie eine Projektstudie enthalten:
- 1 griechische Vorlesung pro Semester (insgesamt) 8 SWS
- 1 Vorlesung aus dem Bereich der lateinischen Literatur2 2 SWS
- 1 Vorlesung oder Übung in antiker Philosophie2 2 SWS
- 1 Vorlesung oder Übung in Klassischer Archäologie2 2 SWS
- 1 Vorlesung oder Übung in Alter Geschichte 2 SWS
- 1 weiterer Lektürekurs (kursorisch) (TN) 2 SWS
- 1 Vorlesung oder Übung in Sprachwissenschaft zu
Geschichte oder System der griechischen Sprache 2 SWS
- 1 Übung in Fachdidaktik der Alten Sprachen (LN 2)
praxisorientierte Aufbereitung wissenschaftlicher Inhalte
unter dem Gesichtspunkt schulischer Vermittlung
(Griechisch nach Maßgabe des Lehrangebots, sonst Latein.
Ist Latein anderes Fach, muß für jeden Studiengang separat
eine Übung in Fachdidaktik besucht werden.)
(1) Für den erfolgreichen Abschluss des Studiums müssen insgesamt mindestens folgende Studienleistungen erbracht werden:
- 1 griechische Vorlesung pro Semester
- 1 griechisches Proseminar 'Poesie' (LN 2)
- 1 griechisches Proseminar 'Prosa' (LN 2)
- 2 Stilübungen der Unterstufe (1 TN, 1 LN 2 mit deutsch-griechischer Zulassungsklausur (90 Min.))
- 1 lateinisches Proseminar (LN 2)
- 1 Vorlesung zur lateinischen Literatur
- 1 Vorlesung oder Übung in antiker Philosophie
- 1 Vorlesung oder Übung in Klassischer Archäologie4
- Zwischenprüfung (griechisch-deutsche Übersetzung mit metrisch-grammatischen Zusatzfragen; 1 mündliche Prüfung von 20 Minuten über eine mehrstündige Vorlesung; 1 mündliche Prüfung von 20 Minuten über einen weiteren in einer Lehrveranstaltung behandelten Autor. Der Stoff der beiden mündlichen Prüfungen darf sich nicht überschneiden. Die mündliche Prüfung über den weiteren Autor ist in dem Semester abzuleisten, in dem das Grundstudium abgeschlossen wird.)
- 3 Hauptseminare (2 LN 2, 1 TN), differenziert nach literarischen Epochen und Gattungen
- 1 Stilübung der Oberstufe (LN 2). zum Erwerb des Leistungsnachweises muss unter den bestandenen Klausuren (mindestens die Hälfte der je Semester geschriebenen Klausuren; vgl. § 10 Abs. 3) eine 3-std. Eingangs- oder Abschlussklausur enthalten sein. Sie kann bei Nichtbestehen an den folgenden Terminen wiederholt werden.
- 2 griechische Lektüren (kursorisch) (1 LN 1, 1 TN)
- 1 griechisch-deutscher Klausurenkurs (LN 1)
- 1 Vorlesung oder Übung in griechischer Sprachwissenschaft
- 1 Prüfung in Fachdidaktik (vgl. Prüfungsordnung § 17 Abs. 3 Nr. 1c und Abs. 8; Benotung nach Prüfungsordnung § 19)
- 1 Veranstaltung über philosophische Grundlagenprobleme (LN 1) gemäß Prüfungsordnung § 6 Abs. 2 Nr. 5;6
- 1 Pädagogisches Begleitstudium (gemäß Prüfungsordnung Anhang A sowie gemäß Studienordnung des Faches Erziehungswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz).
(2) im nichtkünstlerischen Beifach müssen für den erfolgreichen Abschluss des Studiums bis zur Prüfungsmeldung mit Ausnahme der Zwischenprüfung alle in § 13 Abs. 1 für das Grundstudium des Hauptfaches aufgezählten Leistungen zuzüglich einer Übung in Fachdidaktik der Alten Sprachen (LN 2) erbracht sein. Das Studium im Fach 'Griechisch' als nichtkünstlerischem Beifach wird durch eine Prüfung gemäß § 9 der Prüfungsordnung abgeschlossen.
2. Die fachlichen Erfordernisse der Prüfung entsprechen Ziffer 9.II der Anlage zur Prüfungsordnung und sind somit denen des Faches Griechisch als erstes oder zweites Fach gleich. Es gelten daher die in § 6 dieser Ordnung aufgeführten Bestimmungen entsprechend. Es wird daher zwecks adäquater Vorbereitung auf die Prüfung die Erbringung folgender Leistungen empfohlen:
- die deutsch-griechische Abschlussklausur der Stilübungen (3-std.) gemäß § 13 Abs. 1 Nr. 1.2.
1 Die Stilübungen der Unterstufe sind auf einen zeitlichen Umfang von zwei Semestern angelegt. Sollten aufgrund guter Leistungen die Bedingungen zum Erwerb des LN 2 (Bestehen von mindestens der Hälfte der Klausuren unter Einschluss der Abschlussklausur) bereits im ersten Kurs erfüllt werden, kann der Besuch des zweiten Kurses erlassen werden.
2 Diese Veranstaltung kann, falls das Latinum während des Grundstudiums erworben werden muss, auf das Hauptstudium verschoben werden.
3 Diese Verhandlung kann bereits im Grundstudium besucht werden.
4 Diese Veranstaltung kann, sofern das Latinum im Grundstudium erworben werden muss, auch auf das Hauptstudium verschoben werden.
(1) Diese Studienordnung tritt am Tage nach der Veröffentlichung im Staatsanzeiger für Rheinland-Pfalz in Kraft. Gleichzeitig tritt vorbehaltlich der Übergangsregelungen in Absatz 2 und 3 die Studienordnung für das Studium des Faches Griechisch im Studiengang Lehramt an Gymnasien an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vom 15. Mai 1998 (stanz S. 1683) außer Kraft.
(2) Die in Absatz 1 Satz 2 bezeichnete Studienordnung gilt für das Grundstudium weiter für Studierende, die das Studium des Faches Griechisch im Studiengang Lehramt an Gymnasien vor dem Sommersemester 2002 begonnen haben.
(3) Die in Absatz 1 Satz 2 bezeichnete Studienordnung gilt für das Hauptstudium des Faches Griechisch im Studiengang Lehramt an Gymnasien weiter für Studierenden, die das Studium im Studiengang Lehramt an Gymnasien vor dem Wintersemester 1999/2000 aufgenommen haben und nach Maßgabe von Artikel 2 Abs. 3 der in § 1 bezeichnteten Dritten Änderungsverordnung vom 8. September 1999 auf ihren schriftlichen Antrag bei der Meldung zur Ersten Staatsprüfung zu deren Ablegung gemäß den bisher geltenden Bestimmungen, nämlich der Landesverordnung über die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien vom 7. Mai 1982 (GVBl. S. 157) in der Fassung der Änderung vom 28. Juni 1996 (GVBl. S. 251), zugelassen werden.
semester) Art Inhalt SWS Verpfl.-grad Leist.-
Vorkurs z. d. gr. Stilüb. Formenlehre und einfache Syntx 1 Pfl. TN
gr. Stilüb. I Grundlagen der griech. Syntax 3 Pfl. TN
gr. Lekt.üb.für Anfäger Erwerb selbständ. Lektürefähigkeit 2-4 Pfl. LN 1
gr. Vorl. themat. od. autorbez. Überblick 2 Wpfl. -
gr. Pros. Einf. in die wiss. Texterklärung (Prosa oder Poesie, jeweils komplementär zum gr. Pros. des 3. Sem.) 2 Pfl. LN 2
gr. Stilüb. I Grundlagen der gr. Syntax 3 Pfl. LN 2
gr. Vorl.
themat. od. autorbez. Überblick 2 Wpfl. -
lat. Vorl Einblick in die Latinistik 2 Wpfl. -
phil.Vorl./Üb. Einblick in die antike Philosophie 2 Wpfl. -
gr. Pros. Einf. in die wiss. Texterklärung (Prosa oder Poesie, jeweils komplementär zum gr. Pros. des 2. Sem.) 2 Pfl. LN 2
gr. Lekt.üb. Erwerb selbständ. Lektürefähigkeit bzw. intens. Erarb. eines zentr. Autors (Homer oder Platon) 2-4 Pfl. LN 1
arch. Vorl./Üb. Einblick in Archäologie 2 Wpfl. -
Wahllehrver-
anst. gemäß
§ 12 Abs. 3 2 W. -
lat. Pros. I Einblick in die Latinistik 3 Pfl. LN 2
gr. HS selbständ. wiss. Textinterpretation 2 Pfl. LN 2
spr.wiss. Vorl./Üb. Einblick in Sprachwissenschaft 2 Wpfl. -
gr. Stilüb. II griech. Syntax und Stilistik 2 Pfl. LN 2
Wahllehr-
veranst. ge-
mäß § 12 Abs. 3 2 W. -
philos. Vorl./Üb. Einblick in antike Philosophie 2 Wpfl. -
gr. Lekt.üb.
Lekt. eines schwierigen Autors 2 Pfl. LN 1
GDKK gr.-dt. Klausurenkurs zur Vorbereitung auf Staatsexamen 2 Pfl. LN 1
gr. Lekt.üb. Lekt. eines zentr., schwier. Autors 2 Wpfl. TN
gr. HS/Koll. selbständ. wiss. Textinterpretation 2 Pfl. TN
(SWS) 70
7 Vorbehaltlich eines entsprechenden Lehrangebotes ist im Rahmen der Lehrveranstaltungen des Hauptstudiums an einer Lehrveranstaltung mit interdisziplinärem Charakter sowie an einer Projektstudie teilzunehmen
* Diese Veranstaltung bildet keinen Bestandteil des Fachstudiums, jedoch kann sie, falls dies thematisch möglich ist, von einer der übrigen Veranstaltungen des Fachstudiums abgedeckt werden, sofern hierfür ein qualifizierter Leistungsnachweis erbracht wird.
2. Studium als nichtkünstlerisches Beifach:
gr. Stilüb. I Grundlagen griech. Syntax 3 Pfl. TN
gr. Lekt.üb. für Anfänger Erwerb selbständ. Lektürefähigkeit 2-4 Pfl. LN 1
gr. Pros. Einf. in die wiss. Texterklärung (Prosa oder Poesie, jeweils komplementär zum gr. Pros. 7.-8. Sem.) 2 Pfl. LN 2
gr. Stilüb. I Grundlagen der griech. Syntax 3 Pfl. LN 2
lat. Vorl. Einblick in Latinistik 2 Wpfl. -
gr. Lekt.üb. f. Anf. Erwerb selbständ. Lektürefähigkeit bzw. intens. Erarb. eines. zentr. Autors (Homer oder Platon) 2-4 Pfl. LN 1
philosoph. Vorl./Üb. Einführung in die antike Philosophie 2 Wpfl. -
gr. Pros. Einf. in die wiss. Texterklärung(Prosa oder Poesie, jeweils komplementär zum gr. Pros. des 3.-4. Sem.) 2 Pfl. LN 2
Fachdid.üb. schul. Vermittlung wiss. Inhalte 2 Wpfl. LN 2
anst. gemäß § 12 Abs. 3 2 W. -
Summe (SWS): 40
Wegen der geringen Zahl der Pflichtveranstaltungen, deren freier Wählbarkeit sowie des freien Zeitrahmens ist die Vorgabe eines genau aufgeschlüsselten Studienplanes nicht sinnvoll. Empfohlen wird die Orientierung am Plan des Grundstudiums als erstes oder zweites Fach bzw. am Studium des nichtkünstlerischen Beifachs zuzüglich eines Hauptseminars.
Diese Listen bezeichnen den Mindestumfang an griechischer Lektüre, der für die Zulassung zum Examen erforderlich ist. Bei der Meldung zum Staatsexamen ist eine genaue Aufstellung der eigenen Originallektüre einzureichen.
1. Studium als erstes oder zweites Fach:
Homer: Ilias und Odyssee zum größeren Teil
Hesiod: Theogonie (besonders Musenproömium); Erga zum größeren Teil
Apollonhymnus (delischer Teil) und ein weiterer größerer homerischer Hymnus
Lyrik: reiche Auswahl aus Elegie und Jambus, monodischer Lyrik und Chorlyrik (besonders Pindar)
Tragödie: 5 Tragödien (von jedem Tragiker mindestens eine)
Komödie: Aristophanes, 1 Komödie
Herodot: im Umfang von 3 Büchern (darunter Buch 1 sowie Abschnitte aus Buch 3, Perserkönige, und aus den Büchern 7-9)
Thukydides: im Umfang von 2 Büchern (darunter besonders Reden des 1., 2., 3. und 6. Buches sowie Melierdialog)
Xenophon: aus Anabasis und Hellenika je ein Buch, Abschnitte aus den sokratischen Schriften
Redner: von Lysias, Isokrates und Demosthenes je eine Rede
Vorsokratiker und Sophisten: Auswahl
Platon: Apologie, Kriton, Symposion: ganz; Protagoras, Gorgias, Phaidon, Phaidros: zum größeren Teil; Staat: Auswahl
Aristoteles: kleinere Teile der Metaphysik und der Nikomachischen Ethik; Poetik: ganz
Hellenistische Dichtung: Kallimachos: 1 Hymnus und Auswahl aus dem übrigen; Theokrit: 5 Gedichte; Anthologie: 30 Gedichte
Proben aus der kaiserzeitlichen Literatur: z.B. Plutarch (Biographie oder philosophische Schrift), Lukian, griechischer Roman, Redner der 2. Sophistik
Neues Testament: ein Evangelium oder Acta oder ein Paulusbrief
4 Bücher Odyssee oder Ilias
Hesiod in Auswahl
Apollonhymnus (delischer Teil) oder Aphroditehymnus
Solon, Tyrtaios, Kallinos, Theognis: insges. 6-8 Elegien
2 Tragödien
Auswahl (ca. 10) aus der Epigrammdichtung
Herodot: Auswahl im Umfang eines Buches
Thukydides: Auswahl im Umfang eines Buches
Xenophon: Auswahl im Umfang eines Buches
1 Rede (bes. Lysias oder Demosthenes bzw. Isokrates)
Platon: 4 Dialoge, z.B. Protagoras, Phaidon oder Symposion, Apologie, Politeia I ganz
Lukian: 1 Schrift
- Die schriftliche Prüfung dauert 3 Stunden. Sie besteht in einer griechisch-deutschen Klausur mit interpretatorischen Zusatzfragen über einen mittelschweren Text.