Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=11.04.1967&Aktenzeichen=1%20BvR%20728/65
Timestamp: 2019-10-17 14:20:18
Document Index: 64846540

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 6', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BVerfG, 11.04.1967 - 1 BvR 728/65 - dejure.org
https://dejure.org/1967,246
BVerfG, 11.04.1967 - 1 BvR 728/65 (https://dejure.org/1967,246)
BVerfG, Entscheidung vom 11.04.1967 - 1 BvR 728/65 (https://dejure.org/1967,246)
BVerfG, Entscheidung vom 11. April 1967 - 1 BvR 728/65 (https://dejure.org/1967,246)
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BGH, 28.10.1965 - V BLw 19/65
BVerfGE 21, 306
NJW 1967, 1363
Eine Veräußerung kann eine ungesunde Bodenverteilung bedeuten, wenn der Erwerber nicht Landwirt ist und bei anderen hauptberuflich geführten Betrieben ein Bedarf an landwirtschaftlichen Grundstücken zur Verbesserung der Betriebsgrundlage besteht (BVerfGE 21, 99, 101; 21, 306, 309).
Lediglich in negativer Hinsicht kann es eine ungesunde Bodenverteilung bedeuten, wenn der Erwerber nicht in der Lage ist, den erworbenen Besitz sachgerecht zu bewirtschaften (BVerfG, NJW 1967, 1363; so auch die Gesetzesbegründung BT-Drucks. 3/119, S. 19) oder wenn überwiegende Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sich die landwirtschaftliche Nutzung nicht (zumindest perspektivisch) rentiert (…Netz, GrdstVG, 7. Aufl., Rn. 1922).
BGH, 09.05.1985 - BLw 9/84
Da ein irrtümlich auf das Vorkaufsrecht gestützter behördlicher Zwischenbescheid nur diese Zweimonatsfrist hätte in Lauf setzen können (vgl. BGHZ 44, 202, 204 - insoweit von BVerfGE 21, 306 unberührt geblieben - Senatsbeschl. vom 14. Februar 1974, V BLw 1/73, LM RSiedlG Nr. 19 = WM 1974, 539), würde die von dem Beteiligten zu 2 angegriffene Sachentscheidung des Landkreises schon deshalb keinen Bestand haben, weil vor ihrem Erlaß bereits die Fiktionswirkung des § 6 Abs. 2 GrdstVG eingetreten wäre.
Diese Rechtsprechung wird auch vom Bundesverfassungsgericht (BVerfGE 21, 99, 101; 21, 306, 309) gebilligt.
§ 9 Abs. 1 Nr. 1 GrdstVG ist in der Ausformung dieser Bestimmung durch die Rechtsprechung des Senats mit dem Grundgesetz vereinbar (vgl. BVerfGE 21, 73 ff; 21, 87 ff; 21, 92 ff; 21, 306 ff).
Die Beklagte ist damit Bestandteil der Bundesverwaltung, mithin des Bundes (so auch BVerfG, Beschluss vom 11. April 1967, 1 BvR 728/65, das die Forstverwaltung dem vom Genehmigungsvorbehalt ausgenommenen Land gleich setzt).
Es widerspricht danach regelmäßig den angestrebten Maßnahmen zur Verbesserung der Agrarstruktur, wenn landwirtschaftlich genutzter bzw. zu nutzender Boden an einen Nichtlandwirt und einen auch sonst nicht nach dem GrdstVG privilegierten Erwerber veräußert werden soll und ein Landwirt das betreffende Grundstück zur Aufstockung seines landwirtschaftlichen Betriebs mit hinreichender Dringlichkeit benötigt (BVerfGE 21, 73, 79; 21, 99, 101; 21, 306, 309; BGHZ 75, 81, 83; 94, 292, 294; BGH AgrarR 1997, 249, 250; BGH NJW-RR 1998, 1472).
BSG, 06.12.1978 - 9 RV 78/77
Bemessung der Ausgleichsrente
BGH, 23.05.1967 - V BLw 7/67
Versagung der Genehmigung zur Veräußerung eines landwirtschaftlichen oder …