Source: http://www.verl.de/rathaus/was-erledige-ich-wo/anliegen-von-a-bis-z/pflanzung-von-baeumen-und-straeuchern
Timestamp: 2020-01-27 16:54:00
Document Index: 107013427

Matched Legal Cases: ['§ 41', '§ 19', '§ 45', '§ 40', '§ 47', '§ 40']

Pflanzung von Bäumen und Sträuchern - Stadt Verl
Bei der Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern ist allgemein das Nachbarrechtsgesetz (NachbG NW) XI. Abschnitt zu beachten. Innerhalb von Bebauungsplangebieten sind außerdem die "örtlichen Bauvorschriften", die als Bepflanzungsvorschriften Bestandteil des betreffenden Bebauungsplanes sind, einzuhalten. Auszug aus dem Nachbarrechtsgesetz §§ 41-48 :
Grenzabstände für bestimmte Bäume,
Sträucher und Rebstöcke
Fagus silvatica) und sämtliche Arten der Linde (Tilia), der
Platane (Platanus), der Roßkastanie (Aesculus), der Eiche
(Quercus) und der Pappel (Populus) 4,00 m,
Feldahorn (Acer campestre), dem Flieder (Syringa vulgaris),
dem Goldglöckchen (Forsythia intermedia), der Haselnuß
(Corylus avellana), den Pfeifensträuchern - falscher Jasmin -
(Philadelphus coronarius) 1,00 m,
a) Kernobstbäumen, soweit sie auf stark wachsender Unterlage
veredelt sind, sowie Süßkirschbäumen, Walnußbäumen und
Eßkastanienbäumen 2,00 m,
Unterlage veredelt sind, sowie Steinobstbäumen, ausge-
nommen die Süßkirschbäume 1,50 m,
Unterlage veredelt sind 1,00 m,
übersteigt (Weitraumanlagen) 1,50 m,
a) landwirtschaftlich, gärtnerisch oder durch Weinbau genutzt oder zu
diesen Zwecken vorübergehend nicht genutzt sind und im Außen-
bereich (§ 19 Abs. 2 des Bundesbaugesetzes) liegen oder
b) durch Bebauungsplan der landwirtschaftlichen, gärtnerischen oder
weinbaulichen Nutzung vorbehalten sind.
a) über 2 m Höhe 2,00 m,
b) bis zu 2 m Höhe 1,00 m,
§ 45 (Fn 3)
a) Anpflanzungen an den Grenzen zu öffentlichen Verkehrsflächen, zu
öffentlichen Grünflächen und zu oberirdischen Gewässern von mehr
als 4 m Breite (Mittelwasserstand),
c) Anpflanzungen, die hinter einer geschlossenen Einfriedigung vorge-
nommen werden und diese nicht überragen; als geschlossen im Sinne
dieser Vorschrift gilt auch eine Einfriedigung, deren Bauteile breiter sind
als die Zwischenräume,
d) Windschutzstreifen und ähnliche, dem gleichen Zweck dienende Hecken
und Baumbestände außerhalb von Waldungen,
e) Anpflanzungen, die bei Inkrafttreten dieses Gesetzes vorhanden sind
und deren Abstand dem bisherigen Recht entspricht.
f) die in einem auf Grund des Landschaftsgesetzes erlassenen rechtsver-
bindlichen Landschaftsplan vorgesehenen Anpflanzungen von Flurge-
hölzen, Hecken, Schutzpflanzungen, Alleen, Baumgruppen und Einzel-
(2) § 40 Abs. 1 Buchstabe a) Nr. 1 und 2 gilt nicht, soweit gemäß dem Forstrecht
nach gemeinsamen Betriebsplänen unabhängig von den Eigentumsgrenzen gewirtschaftet wird.
Der Abstand wird von der Mitte des Baumstammes, des Strauches oder des Reb-stockes waagerecht und rechtwinklig zur Grenze gemessen, und zwar an der Stelle, an der der Baum, der Strauch oder der Rebstock aus dem Boden austritt. Bei Hecken ist von der Seitenfläche aus zu messen.
§ 47 (Fn 5)
(1) Der Anspruch auf Beseitigung einer Anpflanzung, mit der ein geringerer als der
in den §§ 40 bis 44 und 46 vorgeschriebene Abstand eingehalten wird, ist ausgeschlossen, wenn der Nachbar nicht binnen sechs Jahren nach dem Anpflanzen Klage auf Beseitigung erhoben hat; diese Frist beginnt frühestens mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes. Ist die Anpflanzung in diesem Zeitpunkt seit mindestens fünf Jahren vorhanden und entspricht deren Abstand auch nicht dem bisherigen Recht, so kann die Klage auf Beseitigung nur noch innerhalb eines Jahres nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes erhoben werden.
Hinweis:Bei dem Nachbarrechtsgesetz handelt es sich um Zivilrecht.Eine einzelfallbezogene Rechtsberatung kann nur durch Rechtsanwälte erfolgen.
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