Source: https://bildung.thueringen.de/jugend/erzieherische-hilfen/eingliederungshilfen/
Timestamp: 2019-12-10 17:49:04
Document Index: 386700645

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 35', '§ 36', '§ 28', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 32', '§ 33', '§ 34', '§ 39', '§ 33', '§ 39', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 33', '§ 45', '§ 34', '§ 35', '§ 78', '§ 85', '§ 45']

Hilfen zur Erziehung / Eingliederungshilfen | Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) hat jeder junge Mensch ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auch auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.
Hilfen zur Erziehung / Eingliederungshilfen für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche sind Leistungen der Jugendhilfe für Familien mit Kindern in Belastungs- und Krisensituationen verschiedenster Art und Ausprägung. Diese Leistungen werden in ambulanten, teilstationären und stationären Angeboten, Diensten und Einrichtungen in zumeist freier Trägerschaft erbracht und umfassen insbesondere (sozial)-pädagogische und ggf. damit verbundene therapeutische Hilfen in Form verschiedener Angebote und Settings. Dort bieten verschiedene Fachkräfte und Professionen mit unterschiedlichen methodischen Ansätzen Hilfen für Kinder und Jugendliche und deren Eltern oder die gesamte Familie an.
Hilfen zur Erziehung (§§ 27 ff. SGB VIII): unter bestimmten Voraussetzungen haben die Personensorgeberechtigten einen Rechtsanspruch auf dieses Unterstützungsangebot. Die Entscheidung hierüber trifft das örtlich zuständige Jugendamt.
Eingliederungshilfen für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche (§ 35 a SGB VIII): hier hat wiederum unter bestimmten Voraussetzungen das Kind oder der Jugendliche selbst einen Rechtsanspruch auf die Hilfe. Die Entscheidung hierüber trifft das örtlich zuständige Jugendamt.
Es stehen verschiedene Formen der erzieherischen Hilfen/Eingliederungshilfen zur Verfügung, die sich jedoch hinsichtlich Zielstellung, Methodik, Intensität und Verbindlichkeit unterscheiden.
Die Wahl der Hilfeform richtet sich nach dem erzieherischen Bedarf bzw. dem Eingliederungshilfebedarf im konkreten Einzelfall. Über Art, Dauer und Form der Hilfe entscheidet das örtlich zuständige Jugendamt im Rahmen seiner Hilfeplanung (§ 36 SGB VIII) unter Einbezug der Personensorgeberechtigten und des Kindes bzw. Jugendlichen selbst. Im Hilfeplan werden das Ziel der Hilfe und der Hilfeprozess dokumentiert.
Die Kosten für die Maßnahmen und Hilfen trägt das Jugendamt. Die Personensorgeberechtigten werden unter bestimmten Voraussetzungen zu den Kosten herangezogen.
Im SGB VIII sind explizit die Hilfeformen gemäß §§ 28 -35 SGB VIII genannt. Darüber hinaus können dem Grunde nach aber auch andere Hilfeformen entwickelt werden, sofern sie dem Einzelfall besonders gerecht werden.
Zu den ambulanten Hilfen gehören:
die Erziehungsberatung (§ 28 SGB VIII)
die soziale Gruppenarbeit (§ 29 SGB VIII)
die Erziehungsbeistandschaft und der Betreuungshelfer(§ 30 SGB VIII)
weitere Hilfeformen sind:
die Tagesgruppen (§ 32 SGB VIII)
die Vollzeitpflege (§ 33 SGB VIII)
die Heimerziehung (§ 34 SGB VIII)-
Thüringer Kinder- und Jugendhilfe-Ausführungsgesetz(ThürKJHAG)
SGB XII (ehemals BSHG)
BGB - Buch 4 Familienrecht
Regelungen/Fachliche Empfehlungen/Arbeitsorientierungen:
§ Barbetragsregelung nach § 39 Abs. 2 SGB VIII
§ Pauschalbeträge bei Vollzeitpflege gemäß § 33 i.V.m. § 39 Abs. 5 SGB VIII
§ Fachliche Empfehlungen - Erziehungs-, Ehe-, Partnerschafts- und Familienberatung
§ Fachliche Empfehlungen für die soziale Gruppenarbeit gemäß § 29 SGB VIII
§ Fachliche Empfehlungen für Erziehungsbeistand und Betreuungshelfer in Thüringen gemäß § 30 SGB VIII
§ Fachliche Empfehlungen für sozialpädagogische Familienhilfe gemäß § 31 SGB VIII
§ Fachliche Empfehlungen zur Arbeit in Tagesgruppen gemäß § 32 SGB VIII
§ Fachliche Empfehlungen für sozialpädagogische Pflegefamilien gemäß § 33 SGB VIII
§ Fachliche Empfehlungen zur Arbeit in stationären und teilstationären Thüringer Einrichtungen die gemäß §§ 45 - 48a SGB VIII einer Betriebserlaubnis durch das Landesjugendamt bedürfen
§ Fachliche Empfehlungen für sonstige betreute Wohnformen gemäß § 34 SGB VIII
§ Fachliche Empfehlungen für die intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung gemäß § 35 SGB VIII
- Rahmenvertrag gem. § 78 f SGB VIII
Die Aufgaben des Landesjugendamtes sind in § 85 Abs. 2 SGB VIII geregelt.
Zu den wesentlichsten Aufgaben gehören:
Hierunter ist die Wahrnehmung der Aufgaben zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen zu verstehen. Bestimmte Angebote und Leistungen unterliegen einer gesetzlichen Aufsicht nach dem SGB VIII und benötigen in diesem Zusammenhang eine Betriebserlaubnis gem. § 45 SGB VIII.
Heime und sonstig betreute Wohnformen
Neue Einrichtungen müssen vor Inbetriebnahme einen Antrag auf Betriebserlaubnis beim LJA stellen. Wenn förderliche Wohn- und Lebensbedingungen, d. h. sächliche, räumliche und personelle Mindeststandards vorhanden sind, erhält der Träger der Einrichtung die Betriebserlaubnis.
Das Landesjugendamt sieht sich vorrangig in der Verantwortung präventiv gestalteter Aufsicht und Fachberatung, in deren Mittelpunkt das Wohl der betreuten Kinder und Jugendlichen steht.
Das Landesjugendamt bietet den öffentlichen und freien Trägern Fachberatung zur Ausgestaltung und fachlichen Weiterentwicklung von Leistungen an.
Durch präventive Beratung werden die Träger der Einrichtungen insbesondere in Fragen der Planung und Betriebsführung sowie der Konzept - und Qualitätsentwicklung unterstützt.
In schwierigen Einzelfällen und bei der Suche der geeigneten Unterbringung außerhalb der Herkunftsfamilie erhalten (auf Anfrage) die Fachkräfte der Jugendämter Unterstützung.
Insbesondere bei der Planung und Sicherstellung eines bedarfsgerechten Angebots an Hilfen zur Erziehung/Eingliederungshilfen wird die Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Trägern und den Trägern der Freien Jugendhilfe auf verschiedenen Ebenen gefördert und unterstützt.
Arbeitskreise, Arbeitsgemeinschaften
Arbeitskreis: Pflegekinderwesen" der Jugendämter der Landkreise und kreisfreien Städte
Landesarbeitsgemeinschaft "Heimerziehung"
Landesarbeitsgemeinschaft "Ambulante Hilfen zur Erziehung"
Antrag auf Betriebserlaubnis für Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung einschließlich der Anlagen 1 und 2
Antrag Betriebserlaubnis HzE : - Dokument ist nicht barrierefrei
Antrag Betriebserlaubnis HzE - Anlage 1 : - Dokument ist nicht barrierefrei
Antrag Betriebserlaubnis HzE - Anlage 2 : - Dokument ist nicht barrierefrei