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Timestamp: 2018-05-22 16:05:36
Document Index: 391987165

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 11', '§ 3', '§ 11', '§ 11', '§ 3']

Bescheid falsch berechnet? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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03.08.2012, 16:01 #1
Haarnetz->Emailproblem
Bescheid falsch berechnet?
habe vor kurzem den aktuellen Bescheid nach einzug meines Freundes erhalten. Ich blick da nicht ganz durch bei der berechnung und denke das sie meinem Freund zuviel anrechnen.
Wir sind eine BG (2 Erwachsene, meine Tochter 4 Jahre und gemeinsamer Sohn 9 Wochen).
Ich bin in Elterzeit, mein Freund arbeitet Teilzeit.
368,00 Kindergeld je 184,00
300,00 Eltergeld
133,00 Unterhaltsvorschuss
675,54 netto Gehalt (brutto 851,52)
Miete (angemessen für 4 Pers. 598,50 kalt)
476,00 Kaltmiete
120,00 Heizung
90,00 NK
Vielleicht kann sich jemand mal meinen Bescheid anschauen.
M=Ich, H=Freund, A=Tochter, L=Sohn
Und wenn er falsch berechnet ist, (wovon ich überzeugt bin, da das Gehalt schon nicht stimmt) wie und was schreibe ich in einem Widerspruch?
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03.08.2012, 18:59 #2
AW: Bescheid falsch berechnet?
also, ich bin da zwar nicht ganz so konform wie viele andere Elos hier, aber nach meiner Rechnung müsstet ihr ca. 601,76 € monatlich vom JC bekommen. Dein Freund hat ein anrechenbares Einkommen von 425,24 € ... 250,30 € sind anrechenfrei.
Was ich nicht ganz verstehe - was bedeutet bei dir diese Einkommensbereinigung von 30,-€ monatlich? Wird das Elterngeld nicht voll angerechnet? Da kenn ich mich nämlich nicht mit aus.
Also, m.E. nach Widerspruch schreiben, euch wird zuviel Einkommen angerechnet.
Hat das JC die aktuelle Gehaltsbescheinigung deines Freundes vorliegen?
Es helfen dir ganz bestimmt noch andere Elos!!!
03.08.2012, 19:14 #3
Zitat von Haarnetz
Wie du völlig richtig bemerkt hast, umgehend Rechtsmittel (Widerspruch) einlegen und einen Überprüfungsantrag an das Jobcenter stellen.
Hier findest du weitere Informationen und Musterschreiben:
Hartz IV: ALG II-Überprüfungsanträge stellen!
03.08.2012, 20:28 #4
So schaut mein jetziger Widerspruch aus, den ich morgen einwerfen werde.
Sehr geehrte Frau Arge,
Gegen o.g. Bescheid vom 01.08.2012 bis 31.12.2012 lege ich hiermit Widerspruch ein. Sie haben für meine Bedarfsgemeinschaft zu geringe Leistungen bewilligt.
Herrn H wurde zuviel Einkommen angerechnet. Er hat ein monatliches Nettoeinkommen von 675,54€ nicht wie berechnet 750,00€.
Gehalt im Juli waren zu dem nur 527,90€, bitte um Berücksichtigung und Neuberechnung.
Das nach § 11 SGB II zu berücksichtigende Einkommen wurde falsch errechnet. Es fehlt der nach § 11 Abs. 2 SGB II beim Einkommen zu berücksichtigende Absetzbetrag für Angemessene Versicherungen. Denn “vom Einkommen eines jeden volljährigen Mitglieds einer Bedarfsgemeinschaft werden für angemessene private Versicherungen pauschal 30€ abgesetzt (§ 3 Nr. 1 ALG II - VO).”
Daher ist meiner BG zufließende Einkommen erst nach einer entsprechenden korrekten Bereinigung als monatliches Gesamteinkommen den Leistungen nach dem SGB II anzurechnen.
Ich beantrage die entsprechende Neuberechnung des Bedarfs meiner BG und einen neuen, in jedem einzelnen Rechenschritt und Betrag nachvollziehbaren rechtsgültigen Bescheid.
Ausserdem beantrage ich auch einen rechtsgültigen Bescheid über den Monat Juli 2012.
Nachzahlungen überweisen sie bitte auf das von ihnen bekannte Konto.
Gehaltsabrechnung Juli 2012 + Kontoauszug über Gehalt Juli 2012
Gehaltsabrechnung Juni 2012 mit Mai 2012
04.08.2012, 02:43 #5
Hat sich erledigt, zu blind zum lesen. ^^
04.08.2012, 13:58 #6
Bitte auf Seite 1 des Bescheids den vierzeiligen Absatz lesen: Das Gehalt Deines Freundes wird nur vorläufig in Höhe von 750 € berücksichtigt. Eine Nachberechnung folgt nach Vorlage div. Unterlagen auf jeden Fall lt. Schreiben.
Ich an eurer Stelle würde keinen Widerspruch einreichen - das geht dann erst in die Widerspruchsabteilung und kann dauern. Aus diesem Grund mache ich's immer so, dass ich die Neu- bzw. Nachberechnung mit Vorlage der Einkommensnachweise (Gehaltsabrechnung, Zuflusszeitpunkt Konto) direkt von der Leistungsabteilung fordere und das geht dann ziemlich schnell. Eine Nachberechnung ist ja in eurem Fall auch explizit so vorgesehen (siehe "vorläufig" und "Nachberechung erfolgen kann") und die ca. 65 € werden nachgezahlt.
Was das Elterngeld jetzt mit dem Einkommen Deines Freundes zu tun hat, verstehe ich allerdings nicht. Nicht er, sondern Du beziehst ja das Elterngeld (siehe Schreiben "... Elterngeldbescheid zukommen, damit sein Einkommen aus der Leistungsberechnung genommen werden kann" ... ???)
Das war dem Jobcenter wie gesagt ja schon klar (nur vorläufig 750 € angesetzt). Nachberechnung kommt - anfordern würde ich dies auch, nur eben nicht als Widerspruch formulieren. Jedenfalls noch nicht. Es gibt dann immer noch den Überprüfungsantrag - aber auch der wird m. E. und meiner Einschätzung nach nicht nötig sein.
Ich bin mir - aus Erfahrung - sicher, dass ein "einfaches" Schreiben reicht, in dem man mitteilt, dass die erforderlichen Unterlagen zur Neuberechnung beiliegen; das möchte das JC ja auch lt. Schreiben.
Wie gesagt: Ich mach' das jedes halbe Jahr so und reiche natürlich nicht jedes Mal einen Widerspruch ein, wenn das JC Einkommen in bestimmter Höhe vorläufig anrechnet, bis die konkreten (Einkommens-)Zahlen vorliegen.
Das nach § 11 SGB II zu berücksichtigende Einkommen wurde falsch errechnet. Es fehlt der nach § 11 Abs. 2 SGB II beim Einkommen zu berücksichtigende Absetzbetrag für Angemessene Versicherungen.Denn “vom Einkommen eines jeden volljährigen Mitglieds einer Bedarfsgemeinschaft werden für angemessene private Versicherungen pauschal 30€ abgesetzt (§ 3 Nr. 1 ALG II - VO).”
Es gibt Berechnungsbögen - bei mir bis vor einiger Zeit z.B. -, da sind die 30 € bei Erwerbseinkommen direkt im Freibetrag mit drin (die 30 € sind ja ein Bestandteil des Grundfreibetrags). Oft wird ein Brutto genommen, welches nicht zum vorläufigen Netto passt (hier 800 € brutto, da 260 € Freibetrag bei vorläufigen 750 € netto).
04.08.2012, 18:57 #7
Habe schon alles eingeworfen, zusammen mit meinem Freund.
Dem JC ist sein Einkommen durchaus bekannt und sie haben auch die Gehaltsabrechnungen von 04-06, deshalb versteh ich auch nicht wieso sie dann bei 750,00 € ansetzen.
Er ist jetzt zwei Monate mit in Elternzeit und was er Elterngeld bekommt, ist uns leider noch nicht bekannt, da noch kein Bescheid von der Eltergeldstelle vorliegt
berechnet, bescheid, falsch