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Timestamp: 2016-10-21 20:14:03
Document Index: 376330433

Matched Legal Cases: ['Art. 86', 'Art. 82', 'Art. 24', 'Art. 90', 'Art. 89', 'Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 99', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 15', 'Art. 18', 'Art. 24', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 24', 'Art. 15', 'BGE', 'Art. 66']

1C_140/2011 (04.07.2011)
1C_140/2011
A.________ AG, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Advokat Pascal Berger,
Kantonale Natur- und Landschaftsschutzkommission, Rheinstrasse 29, Postfach, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin,
Einwohnergemeinde Frenkendorf, B�chliackerstrasse 2, 4402 Frenkendorf,
Bauinspektorat des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 29, Postfach, 4410 Liestal,
Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 29, Postfach, 4410 Liestal.
Baugesuch f�r Tennisplatz,
Beschwerde gegen das Urteil vom 24. November 2010 des Kantonsgerichts Basel-Landschaft,
Am 22. Mai 2008 reichte die A.________ AG beim Bauinspektorat des Kantons Basel-Landschaft ein Baugesuch f�r einen Tennisplatz auf der Parzelle Nr. 2026, Grundbuch Frenkendorf, ein. Dagegen erhob die Kantonale Natur- und Landschaftsschutzkommission des Kantons Basel-Landschaft (NLK) am 23. Mai 2008 Einsprache, weil der Tennisplatz dem Zweck der Spezialzone Sch�nenberg widerspreche.
Am 13. Oktober 2008 hiess das Bauinspektorat die Einsprache der NLK teilweise, in Bezug auf die vorgesehene Videoinstallation, gut. Im �brigen wies es die Einsprache ab.
Dagegen erhoben sowohl die NLK als auch die Baugesuchstellerin Beschwerde an die Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft. Diese wies die Beschwerde der NLK am 15. Dezember 2009 ab. Die Beschwerde der A.________ AG hiess sie teilweise, in Bezug auf die maximale Beleuchtungsst�rke der Flutlichtanlage sowie die geplante Videoinstallation, gut.
Gegen den Entscheid der Baurekurskommission erhob die NLK am 16. April 2010 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, mit dem Antrag, das Baugesuch sei abzulehnen. Am 24. November 2010 hiess das Kantonsgericht die Beschwerde gut. Es entschied, dass keine ordentliche Baubewilligung erteilt werden k�nne und wies die Angelegenheit zu neuem Entscheid in der Kostenfrage an die Baurekurskommission zur�ck.
Dagegen hat die A.________ AG am 24. M�rz 2011 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht erhoben. Sie beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und ihr Baubegehren sei vorbehaltlos zu bewilligen. Eventualiter sei die Sache zu neuer Beurteilung an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen.
Das Kantonsgericht und das Bauinspektorat haben auf eine Vernehmlassung verzichtet. Auch die NLK hat sich nicht vernehmen lassen.
Das Bundesamt f�r Raumplanung hat ebenfalls auf eine Stellungnahme verzichtet.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG) betreffend eine Baubewilligung, d.h. in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Dagegen steht grunds�tzlich die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen (Art. 82 ff. BGG).
1.1 Das Kantonsgericht entschied, dass keine ordentliche Bewilligung f�r das Baugesuch erteilt werden k�nne. Zwar hat das Kantonsgericht offen gelassen, ob eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG erteilt werden k�nne. Es erachtete dies aber nicht als Gegenstand des h�ngigen Verfahrens, weil f�r die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nicht das Bauinspektorat, sondern die Bau- und Umweltschutzdirektion zust�ndig sei (� 117 Abs. 1 des Raumplanungs- und Baugesetzes des Kantons Basel-Landschaft vom 8. Januar 1998 [RBG]). Der angefochtene Entscheid hat somit das ordentliche Baubewilligungsverfahren abgeschlossen und ist deshalb als Endentscheid zu qualifizieren (Art. 90 BGG).
Die Beschwerdef�hrerin ist als Baugesuchstellerin zur Beschwerdef�hrung berechtigt (Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde ist daher grunds�tzlich einzutreten.
1.2 Das Bundesgericht pr�ft die Verletzung von Grundrechten - einschliesslich die willk�rliche Anwendung von kantonalem Recht - nicht von Amtes wegen, sondern nur insoweit, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und hinreichend begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
1.3 Das Bundesgericht ist an den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt gebunden, soweit dieser nicht offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 BGG beruht (Art. 105 und Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel k�nnen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG).
Vorab sind die von der Beschwerdef�hrerin erhobenen Verfahrensr�gen zu pr�fen.
2.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, weil das Kantonsgericht den von ihr beantragten Zeugen B.________, ehemaliger Bauverwalter der Einwohnergemeinde Frenkendorf, nicht vorgeladen hat. Dieser h�tte Auskunft �ber die Entstehung und die Absicht hinter der Schaffung der Spezialzone Sch�nenberg geben k�nnen. Das Kantonsgericht habe den Verzicht auf diesen Zeugen nicht begr�ndet, weshalb auch die Begr�ndungspflicht verletzt worden sei.
Es trifft zu, dass das Kantonsgericht weder in der Zwischenverf�gung vom 5. Juli 2010 noch im Urteil vom 24. November 2010 ausdr�cklich begr�ndet hat, warum es die Anh�rung des Zeugen f�r entbehrlich hielt. Aus dem Verfahrensablauf ergibt sich jedoch, dass das Kantonsgericht es vorzog, die Entstehungsgeschichte der Spezialzone Sch�nenberg und die damaligen Absichten der Gemeinde durch Beizug der Planungsunterlagen zu ermitteln. Demgem�ss wurde die Gemeinde mit Verf�gung vom 19. Oktober 2010 aufgefordert, den Planungsbericht zur Schaffung der Spezialzone "Sch�nenberg" und allf�llige weitere Unterlagen dazu einzureichen. Am 1. November 2010 reichte der heutige Bauverwalter der Gemeinde die Unterlagen aus dem Genehmigungsverfahren sowie die massgeblichen Schreiben und Gemeinderatsbeschl�sse zur Schaffung der Spezialzone Sch�nenberg ein. �berdies �usserte sich Gemeinderat Urs Kaufmann als Vertreter der Gemeinde Frenkendorf an der Parteiverhandlung vom 24. November 2010 zu diesem Thema. Diese Vorgehensweise erscheint nicht willk�rlich. Die Beschwerdef�hrerin erneuerte denn auch an der Parteiverhandlung nicht ihren Antrag auf Anh�rung des ehemaligen Bauverwalters. Unter diesen Umst�nden liegt keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs vor.
2.2 Weiter bem�ngelt die Beschwerdef�hrerin, das Kantonsgericht habe die Schreiben des Amts f�r Orts- und Regionalplanung sowie der Einwohnergemeinde Frenkendorf, in denen die Spezialzone "Sch�nenberg" als Bauzone qualifiziert werde, bei seinem Entscheid nicht ber�cksichtigt. Allerdings ist unstreitig, dass diese Unterlagen in den Akten lagen und dem Kantonsgericht bekannt waren. Ob das Kantonsgericht diesen Schreiben massgebliche Bedeutung h�tte zumessen m�ssen, ist eine Rechtsfrage. Die R�ge der Verletzung des rechtlichen Geh�rs f�llt insoweit mit der R�ge der falschen bzw. willk�rlichen Auslegung des kommunalen Zonenreglements zusammen.
Streitig ist die Zonenkonformit�t des projektierten Tennisplatzes. Das Baugrundst�ck liegt in der Spezialzone Sch�nenberg.
3.1 Diese ist in � 11 des Zonenreglements Landschaft (ZRL) der Gemeinde Frenkendorf vom 24. Juni 1993 wie folgt geregelt:
"� 11 Spezialzone "Sch�nenberg"
Diese Zone dient zur Wahrung der bestehenden bauhistorischen Geb�udesubstanz mit seiner bedeutungsvollen Kunsthalle und der dendrologisch wertvollen Garten- und Parkanlage.
Diese Zone ist f�r Bauten, Anlagen und Einrichtungen bestimmt, die der Begegnung von und mit Kunstschaffenden und ihren Werken dienen.
Die in dieser Zone als sch�tzenswert bezeichneten Geb�ude, B�ume, Garten- und Weiheranlagen sowie Magerwiesen und Hecken sind nach den Weisungen eines Pflegeplanes angepasst zu pflegen und zu unterhalten.
3. Bauliche Massnahmen
Als zul�ssige bauliche Massnahmen werden bezeichnet:
a) Unterhalt und zeitgem�sse Erneuerungen
b) Aus- und Umbauten der bestehenden Bauen und Anlagen
c) Ersatzbauten auf alten Baustellen.
4. Neue, Erweiterungs- und Ersatzbauten d�rfen nur aufgrund eines Gestaltungsplanes gem�ss � 25 dieses Reglements erstellt werden, soweit sie die Zweck- und Nutzungsbestimmungen erf�llen.
5. Wohnungen sind nur f�r das standortgebundene Personal zugelassen.
6. Ver�nderungen und Restaurierungen am gesch�tzten Bauobjekt d�rfen nur mit dem Einverst�ndnis des Gemeinderats und unter Aufsicht der zust�ndigen kantonalen Fachstellen vorgenommen werden.
7. Der Gemeinderat kann auf Kosten des Gesuchstellers zus�tzliche Baugesuchsunterlagen verlangen. "
3.2 Die Auslegung und Anwendung von kommunalem bzw. kantonalem Recht kann vom Bundesgericht (ausserhalb des Anwendungsbereichs von Art. 95 lit. c-e) nur ausnahmsweise frei �berpr�ft werden (BGE 133 II 249 E. 1.2.1 S. 251 f.), namentlich wenn ein schwerer Eingriff in ein Grundrecht vorliegt (BGE 130 I 65 E. 3.3 S. 68; 124 II 538 E. 2a S. 540 f.; je mit Hinweisen). Dass die Nichtbewilligung eines Tennisplatzes auf einem Grundst�ck, das bereits mit einer Villa und anderen Freizeiteinrichtungen (Schwimmbad, Bocciabahn) �berbaut ist, einen schweren Eingriff in das Eigentumsrecht bedeute, wird von der Beschwerdef�hrerin nicht dargelegt und ist auch nicht ersichtlich. Demgem�ss kann im Folgenden lediglich gepr�ft werden, ob die Auslegung und Anwendung des kommunalen Zonenreglements Bundes(verfassungs)recht verletzt, namentlich das Willk�rverbot und den Grundsatz des Vertrauensschutzes (Art. 9 BV).
Das Kantonsgericht ging davon aus, dass es sich bei der Spezialzone "Sch�nenberg" nicht um eine eigentliche Bauzone i.S.v. Art. 15 RPG (SR 700) handle, sondern um eine beschr�nkte Bau- oder Sondernutzungszone, die ihre Grundlage in Art. 18 Abs. 1 RPG habe, mit der Folge, dass f�r s�mtliche Bauvorhaben, welche nicht mit den Nutzungsvorschriften der Zone vereinbar seien, Art. 24 RPG anwendbar sei (E. 4.3 des angefochtenen Entscheids).
Die Beschwerdef�hrerin bestreitet dies; sie ist der Auffassung, es handle sich um eine Bauzone i.S.v. Art. 15 RPG und verweist hierf�r auf verschiedene Schreiben des kantonalen Amts f�r Orts- und Regionalplanung sowie Protokolle des Gemeinderats Frenkendorf. Ihres Erachtens verletzt die Auslegung des Kantonsgerichts Art. 15 und 18 RPG sowie das Willk�rverbot.
Es ist jedoch nicht ersichtlich, inwiefern diese Frage f�r das vorliegende Verfahren entscheiderheblich ist. Wie das Kantonsgericht zutreffend festgehalten hat, m�ssten auch bei einer Qualifikation als Bauzone die Zonenvorschriften gem�ss � 11 ZRL eingehalten werden (E. 5.3 des angefochtenen Entscheids). Massgeblich ist daher, ob der projektierte Tennisplatz diesen Bestimmungen entspricht. Dies ist keine Frage des Bundesrechts, sondern der Auslegung des kommunalen Reglements, die vom Bundesgericht nur unter dem Blickwinkel des Willk�rverbots und des Schutzes von Treu und Glauben �berpr�ft werden kann.
Gest�tzt auf den Wortlaut von � 11 Abs. 1 ZRL ging das Kantonsgericht davon aus, Hauptzweck der Spezialzone Sch�nenberg sei die Wahrung der bestehenden Geb�udesubstanz sowie der Garten- und Parkanlage. Allf�llige Neu- und Erweiterungsbauten seien nur unter der eingeschr�nkten Voraussetzung zul�ssig, dass ein Gestaltungsplan vorliege und die Bauten auf den besonderen Zweck der Zone ausgerichtet seien, der Begegnung von und mit Kunstschaffenden und ihren Werken zu dienen (� 11 Abs. 2 und 4 ZRL; E. 4.3 des angefochtenen Entscheids).
Das Kantonsgericht entschied, dass der geplante Tennisplatz weder eine zeitgem�sse Erneuerung noch einen Aus- oder Umbau i.S.v. � 11 Abs. 3 ZRL darstelle. Bereits aus dem allgemeinen Sprachgebrauch ergebe sich, dass diese Begriffe etwas bereits Vorhandenes voraussetzten. Gem�ss Schlussbericht der Gemeinde vom 8. Juni 1998 zum ZRL (Ziff. 6.3.) sei von einer zeitgem�ssen Erneuerung oder einem Ausbau nur bei einem Eingriff in die bestehende Bausubstanz ohne Ver�nderung des Kubus auszugehen. Der geplante Tennisplatz solle auf einer oberhalb der Wohnliegenschaft gelegenen Wiese erstellt werden, ohne baulichen Bezug zu bestehenden Bauten oder Anlagen. Er k�nne daher einzig als Neubau qualifiziert werden. Als solcher k�nne er jedoch nicht bewilligt werden, da er klarerweise nicht der nach � 11 Abs. 2 ZRL zul�ssigen Nutzung entspreche (E. 5.2 des angefochtenen Entscheids).
5.1 Die Beschwerdef�hrerin h�lt diese Auslegung f�r willk�rlich, weil sie einzig den Wortlaut, nicht aber die tats�chlichen Gegebenheiten und die von der Gemeinde mit der Spezialzone Sch�nenberg verfolgten Absichten ber�cksichtige.
Sie macht geltend, die in � 11 Abs. 1 ZRL erw�hnte "bedeutende Kunsthalle" sei nie gebaut worden. Zwar sei auf Initiative von C.X.________ ein Projekt angedacht worden, auf dem Sch�nenberg das Tinguely Museum inklusive Luftseilbahn zu errichten. Dieses Projekt sei jedoch nicht zustande gekommen. Das Grundst�ck sei auch nie als Begegnungsort f�r Kunstschaffende oder zur Zurschaustellung von Kunstwerken genutzt worden; vielmehr sei das Grundst�ck ausschliesslich vom (inzwischen verstorbenen) C.X.________ und dessen Sohn D.Y.________ bewohnt worden; es diene heute ausschliesslich der privaten Erholung der Familie Y.________. Unter diesen Umst�nden sei es widerspr�chlich, auf den Wortlaut von � 11 Abs. 1 ZRL abzustellen. Die Auslegung des Kantonsgerichts f�hre zu offensichtlich unhaltbaren Ergebnissen, h�tten doch C.X.________ und D.Y.________ nach Einf�hrung der Spezialzone ausziehen und den Sch�nenberg nicht mehr privat nutzen d�rfen.
Die Beschwerdef�hrerin beruft sich in diesem Zusammenhang auf das Schreiben des Gemeinderats vom 26. November 1990 an C.X.________ sowie das Gemeinderatsprotokoll Nr. 892 vom 5. November 1990. Danach sei � 11 ZRL bewusst sehr weit gefasst worden, damit C.X.________ in seinen Ideen m�glichst wenig eingeschr�nkt werde. Das Zonenreglement habe somit eine Erweiterung der Nutzungsm�glichkeit f�r den Sch�nenberg und nicht das Gegenteil bezweckt.
5.1.1 Die tats�chlichen Gegebenheiten wie auch die Unterlagen zur Entstehungsgeschichte der Spezialzone Sch�nenberg lassen die Auslegung des Kantonsgerichts jedoch nicht als in sich widerspr�chlich und willk�rlich erscheinen. Nachdem die in � 11 Abs. 1 ZRL erw�hnte Kunsthalle nicht realisiert wurde, erscheint es nachvollziehbar, den Zweck der Spezialzone Sch�nenberg in erster Linie im Erhalt und Schutz des Bestehenden, d.h. der Villa und der Parkanlage, zu erblicken, mit der Massgabe, dass allf�llige Neu- und Erweiterungsbauten zul�ssig sind, sofern sie den in � 11 Abs. 2 ZRL genannten kulturellen Zwecken dienen.
5.1.2 Das Schreiben des Gemeinderats vom 26. November 1990 nimmt Bezug auf ein Projekt, den Werken der Beyeler-Stiftung auf dem Sch�nenberg ein Domizil zu schaffen. Der Gemeinderat teilte die Entt�uschung von C.X.________ �ber das Scheitern dieses Projekts und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die wertvolle Liegenschaft dennoch zu einem sp�teren Zeitpunkt �ffentlich zug�nglich gestaltet werden k�nne. Zur Realisierung dieser Hoffnung, d.h. um m�gliche Ideen von C.X.________ f�r die �ffentliche bzw. kulturelle Nutzung seiner Liegenschaft m�glichst wenig einzuschr�nken, sollte � 11 ZRL m�glichst weit gefasst werden. Dagegen l�sst sich dem Schreiben nicht entnehmen, dass der Gemeinderat beabsichtigt h�tte, die private, lediglich der Familie X.________ bzw. Y.________ dienende Nutzungsm�glichkeit der Liegenschaft zu erweitern.
5.1.3 Es ist auch nicht ersichtlich, dass die Auslegung des Kantonsgerichts zu unhaltbaren Ergebnissen f�hren w�rde. Vielmehr wurde im angefochtenen Entscheid (E. 6.2) dargelegt, dass die bestehenden, lange vor Inkrafttreten der aktuellen Zonenvorschriften rechtm�ssig erstellten Bauten Bestandesschutz geniessen und deshalb gem�ss � 26 ZRL und Art. 24c Abs. 1 RPG in ihrem Bestand und ihrer bisherigen Nutzung gesch�tzt sind. Insofern hat die Familie X.________ bzw. Y.________ weiterhin das Recht, die bestehenden Bauten zu privaten Zwecken zu nutzen und ist keineswegs verpflichtet, den Sch�nenberg zu verlassen.
5.2 Die Beschwerdef�hrerin macht weiter geltend, der Tennisplatz sei eine Weiterf�hrung der bestehenden Park- und Freizeiteinrichtungen (Bocciabahn, Schwimmbad, Umkleidekabine) und sei damit als Aus- und Umbaute i.S.v. � 11 Abs. 3 ZRL zonenkonform. Die vom Kantonsgericht zitierten allgemeinen Ausf�hrungen zu Aus- und Umbauten (Ziff. 6.3 des Schlussberichts) seien nicht auf die besonderen Verh�ltnisse der Spezialzone Sch�nenberg anwendbar. Ohnehin sei der Schlussbericht vom Gemeinderat lange nach dem Gemeindeversammlungsbeschluss vom 24. Juni 1993 verfasst worden, weshalb ihm die Legitimation fehle. Zudem sei es willk�rlich, einzig diesen Schlussbericht, nicht aber die �brigen Materialien zu ber�cksichtigen.
Auch diese Einw�nde sind nicht geeignet, den angefochtenen Entscheid als willk�rlich erscheinen zu lassen. Zum einen st�tzte sich das Kantonsgericht nicht einzig auf den Schlussbericht, sondern auch auf das allgemeine Verst�ndnis der Begriffe "Aus- und Umbau". Zum anderen bezieht sich die Begriffserl�uterung des Gemeinderats im Schlussbericht (Ziff. 6.3) ausdr�cklich auch auf � 11 ZRL und damit auf die Spezialzone Sch�nenberg. Auch wenn der (f�r das Genehmigungsverfahren vor dem Regierungsrat verfasste) Schlussbericht am 8. Juni 1998, d.h. rund f�nf Jahre nach der Gemeindeversammlung vom 24. Juni 1993 verfasst wurde, gibt er Auskunft �ber die Planungsabsichten der Gemeinde, auf die gerade die Beschwerdef�hrerin grosses Gewicht legt. Die �brigen, von der Beschwerdef�hrerin angerufenen Materialien (zur Qualifikation als Bauzone) widersprechen dem Schlussbericht nicht; hierzu kann auf die Ausf�hrungen in E. 4 und E. 5.1 verwiesen werden.
5.3 Schliesslich macht die Beschwerdef�hrerin geltend, der Tennisplatz k�nne sogar als Neubaute gem�ss � 11 Abs. 4 ZRL bewilligt werden, nachdem der hierf�r erforderliche Gestaltungsplan erstellt worden sei. Auch das vom Kantonsgericht f�r erforderlich gehaltene k�nstlerische Element liege vor, weil die Baueingabe von vornherein eine mobile Medien-Kunst-Installation umfasst habe: Es handle sich um eine Beamer-Installation zur Generierung eines verz�gerten digitalen Schattens. Dieses Kunstelement diene dem Ziel, die Wahrnehmung und die Erfahrung des Tennisspiels k�nstlerisch zu erweitern. Damit werde der Tennisplatz zu einer interaktiven Videoinstallation und zu einer k�nstlerischen Auseinandersetzung. Dieser Aspekt sei vom Kantonsgericht zu Unrecht nicht ber�cksichtigt worden.
Es erscheint fraglich, ob die Installation eines mobilen Beamers gen�gt, um einen Tennisplatz zum Kunstwerk zu machen, wenn der Platz haupts�chlich zu Sportzwecken benutzt werden soll. Die Frage kann jedoch offen bleiben: Solange die Liegenschaft ausschliesslich von D.Y.________ genutzt wird und weder die �ffentlichkeit noch Kunstschaffende Zutritt haben, fehlt es an der von � 11 Abs. 2 ZRL geforderten "Begegnung" von und mit Kunstschaffenden und ihren Werken.
Schliesslich beruft sich die Beschwerdef�hrerin auf den verfassungsm�ssigen Schutz von Treu und Glauben, weil sowohl kantonale Stellen als auch der Gemeinderat zugesichert h�tten, es handle sich bei der Spezialzone Sch�nenberg um eine Bauzone i.S.v. Art. 15 RPG, und dass � 11 ZRL bewusst sehr weit gefasst worden sei, um C.X.________ in seinen Ideen m�glichst wenig einzuschr�nken. Im Vertrauen auf diese Zusicherungen habe die Beschwerdef�hrerin damals nicht gegen den Wortlaut des ZLR interveniert und habe heute die Planungen f�r einen Tennisplatz durchgef�hrt und das Baugesuch eingereicht. Auch die Durchf�hrung des Rechtsmittelverfahrens sei als Vertrauensbet�tigung zu werten, mit der Folge, dass der Beschwerdef�hrerin jedenfalls keine Kosten auferlegt und eine Parteientsch�digung zugesprochen werden m�ssen.
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung setzt die Verbindlich-keit beh�rdlicher Zusicherungen und Ausk�nfte voraus, dass die Beh�rde in einer konkreten Situation bez�glich bestimmter Personen gehandelt hat (BGE 131 II 627 E. 6.1 S. 638 mit Hinweisen).. Die Auskunft, es handle sich um eine Bauzone, ist nicht konkret genug, um daraus die Zul�ssigkeit eines ganz bestimmten Projekts (hier: Tennisplatz) ableiten zu k�nnen (vgl. dazu oben E. 4). Auch im Schreiben des Gemeinderats vom 26. November 1990 wurden keine konkreten Zusicherungen hinsichtlich k�nftiger Neubauten zu privaten Zwecken abgegeben; vielmehr ging es dem Gemeinderat darum, k�nftige Projekte von C.X.________ f�r ein Museum oder eine Begegnungsst�tte f�r K�nstler nicht zu pr�judizieren (vgl. dazu oben E. 5.1.2). Die Berufung auf den verfassungsrechtlichen Vertrauensschutz scheitert daher bereits mangels einer gen�genden Vertrauensgrundlage.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten und hat keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 66 und 68 BGG).
Dieses Urteil wird den Parteien, der Einwohnergemeinde Frenkendorf, dem Bauinspektorat und der Baurekurskommission des Kantons Basel-Landschaft, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, sowie dem Bundesamt f�r Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt.