Source: https://www.wbs-law.de/it-recht/computerkriminalitaet/penetrationstest/
Timestamp: 2018-04-25 02:50:14
Document Index: 309240539

Matched Legal Cases: ['§ 202', '§ 202', '§ 202', '§ 202', '§ 202', '§ 202', '§ 303', '§303', '§ 303', '§ 303', '§ 303']

Penetrationstest | IT-Recht
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I. Was sind Penetrationstests?
Das Problem dabei ist: All diese Hackerangriffe sind sowohl zivilrechtlich als auch strafrechtlich sehr riskant. Ein Überblick über die Rechtslage:
II. In welchem Kontext werden Penetrationstests durchgeführt?
1. Vertraglich vereinbarter Test
2. Test im Rahmen eines Bug Bounty-Programms
2. Penetrationstest ohne Einwilligung des Unternehmens
1. Strafbarkeit von Penetrationstests
a) § 202a StGB – Ausspähen von Daten
Viele Hacker verletzen mit ihrem Vorgehen § 202a des Strafgesetzbuches (StGB), wodurch das „Ausspähen von Daten“ sanktioniert wird: „Wer unbefugt sich oder einem anderen Zugang zu Daten, die nicht für ihn bestimmt und die gegen unberechtigten Zugang besonders gesichert sind, unter Überwindung der Zugangssicherung verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft“.
b) § 202b StGB – Abfangen von Daten
c) 202c StGB – Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten (Hackerparagraph)
Zudem können bereits der Erwerb, die Herstellung und der Einsatz von sog. Hackersoftware zu einer Strafbarkeit aus § 202c StGB wegen des Vorbereitens des Ausspähens und Abfangens von Daten führen. Strafbar ist es danach, eine Straftat nach § 202a oder § 202b vorzubereiten, indem man „(…) Computerprogramme, deren Zweck die Begehung einer solchen Tat ist, herstellt, sich oder einem anderen verschafft, verkauft, einem anderen überlässt, verbreitet oder sonst zugänglich macht.“ Darauf steht eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe. Die Norm sanktioniert das Beschaffen und Verbreiten von Passwörtern oder sonstigen Sicherungscodes sowie das Herstellen sog. Hackertools.
d) Strafbarkeit nach § 303a – Datenveränderung
Schließlich könnte noch der Vorwurf der Vorwurf der Datenveränderung im Raum stehen, §303a StGB. Strafbar ist es nach § 303a StGB, durch den Angriff rechtswidrig Daten zu löschen, zu unterdrücken, unbrauchbar zu machen oder zu verändern. Darauf steht eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe. Aber auch hier gilt: Wer sich im Rahmen des Einverständnisses des Unternehmens handelt, erfüllt nicht den Tatbestand der Norm.
e) Strafbarkeit nach 303b StGB – Computersabotage
Nach § 303 b StGB wird mit bis zu drei bzw. in schweren Fällen sogar zehn Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bestraft, wer eine „Datenverarbeitung, die für einen anderen von wesentlicher Bedeutung ist, dadurch erheblich stört, dass er 1. eine Tat nach § 303a Abs. 1 begeht, 2. Daten in der Absicht, einem anderen Nachteil zuzufügen, eingibt oder übermittelt oder 3. eine Datenverarbeitungsanlage oder einen Datenträger zerstört, beschädigt, unbrauchbar macht, beseitigt oder verändert.“
f) Weitere Strafnormen
2. Wie weit geht das Einverständnis des Unternehmens?
3. Fazit und Strafantrag
IV. Zivilrechtliche Haftung
Sie haben Fragen zu rechtlichen Rahmenbedingungen von Penetrationstests oder möchten wissen, was wir sonst für Sie tun können? Wir helfen Ihnen gerne!