Source: https://www.asv-gifhorn.de/formelles/gew%C3%A4sserordnung/
Timestamp: 2019-06-18 10:36:58
Document Index: 249842908

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§6', '§3', '§ 11', '§ 26', '§ 40', '§3', '§ 242', '§ 293']

GEWÄSSERORDNUNG - ASV Gifhorn e.V.
22.-23.06. Nachtangeln am Kanal (Jugend)
30.06.19. Jugendfischen
30.06.19 Erlebnistag in den Kasematten
24.-25.08.
Nachtangeln (Jugend)
0152 51994521
Gewässerordnung (Stand: Dez./2017)
GW-Ordnung_2017_2.pdf
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Die Gewässerordnung gilt für alle Vereinsgewässer. Das aktuell gültige Nds. Fischereigesetz und die aktuell gültige Binnenfischereiverordnung sind Bestandteil dieser Gewäs-serordnung.
Sind von Interessengemeinschaften, in denen der Angler-Sportverein Gifhorn e.V. Mitglied ist, für die Gemeinschafts-gewässer Gewässerordnungen erstellt, so gelten in diesen Gewässern nur diese Ordnungen.
Der Vorstand des ASV Gifhorn kann für einzelne Gewässer des Vereins besondere Bestimmungen erlassen oder Ge-wässersperren und Einschränkungen anordnen.
Jedes Mitglied und jeder Gastangler ist verpflichtet, den An-gelsport nach den Maßgaben dieser Gewässerordnung und den vom Vorstand erlassenen Bestimmungen und angeord-neten Einschränkungen auszuüben.
Für Personen- und Sachschäden, die bei der Ausübung des sportlichen Angelns (An- und Rückfahrt einbegriffen) entste-hen, haften der Verein und der Verpächter des Gewässers nicht.
II. PFLICHTEN UND RECHTE
Zur Ausübung des Angelsportes in den Vereins- und den Interessengemeinschaftsgewässern ist nur berechtigt, wer im Besitz gültiger Ausweispapiere ist. Mitzuführen sind:
1. Fischerei-Erlaubnisschein für die zu beangelnden Gewässer
2. Sportfischerpass
3. amtlich ausgestellter Fischereischein oder gültiger Personalausweis
Mitglieder, die jünger als 14 Jahre sind, müssen von einem volljährigen Mitglied mit gültigen, ebenfalls mitgeführten Pa-pieren begleitet werden.
Ungültig im Sinne dieser Gewässerordnung (§ 6) sind die Ausweise, aus denen der Beitragsnachweis nicht ersichtlich ist.
Während der Ausübung des Angelsportes ist das Mitglied (Gastangler) verpflichtet, sich nach Aufforderung auszuwei-sen. Dies gilt gegenüber amtlichen Aufsichtspersonen, der Fischereiaufsicht und sich mit gültigen Papieren auswei-senden, volljährigen Vereinsmitgliedern. Auf Ersuchen sind der amtlichen Aufsichtsperson und der Fischereiaufsicht – und nur diesen beiden Gruppen – die Fangbeute und sämtli-che mitgeführten Behältnisse zur Kontrolle vorzuzeigen.
Fischereiaufseher mit Ausweis sind bei der Feststellung von Verstößen gegen die Gewässerordnung, sowie für die Bin-nenfischerei ergangenen Gesetze, Verordnungen und An-ordnungen berechtigt, gegen Quittung die Ausweispapiere (§6) mit Ausnahme des amtlich ausgestellten Fischerei-scheins und des Personalausweises, einzuziehen. Ihren An-ordnungen ist unmittelbar Folge zu leisten.
Jedes Mitglied am Gewässer ist verpflichtet, für die Ein-haltung der Vorschrift der Satzung, der Gewässerordnung und den besonderen Anordnungen des Vorstandes (§3) aktiv einzutreten. Die Duldung von Verstößen Anderer stellt einen Verstoß dieser Ordnung dar.
Jedes Mitglied ist berechtigt, an den Vereinsgewässern Aus-weiskontrollen durchzuführen, wenn es Verstöße gegen die-se Gewässerordnung erkennt, oder ihm als Mitglied nicht be-kannte Personen beim Angeln antrifft. Er hat sich vorher als Vereinsmitglied mit gültigen Papieren auszuweisen. Zu wei-teren Maßnahmen ist er nicht berechtigt. Verstöße gegen diese Ordnung sind baldmöglichst dem Vorstand unter Anga-be der Personalien des Angetroffenen anzuzeigen.
Bei der Durchführung der Fischereiaufsicht haben sich die auf Vorschlag des Vorstandes amtlich bestellten Fischerei-aufseher, die vom Vorstand zusätzlich eingesetzten (mit Ausweis) Fischereiaufseher, sowie die im Rahmen des § 11 tätig werdenden Mitglieder streng nach den Regeln der Höf-lichkeit zu halten.
III. GERÄTE UND FANG
Mitzuführende Angelausrüstung:
1. Fangkescher
2. Lösegerät für Haken
3. Längenmaß
4. Totschläger
5. Messer
Der Fang ist gestattet mit:
1. Zwei Handangeln mit natürlichem Köder (keine lebenden Fische) und zusätzlich einer Handangel (Raubfischangel) mit totem Köderfisch bzw. Fischfetzen
2. Zwillings- oder Drillingshaken dürfen nur auf Raub-fisch mit Raubfischvorfach verwendet werden
3. Einer Handangel mit künstlichem Köder (Flugangel zur Friedfisch- oder Raubfischangelei oder Spinnrute zum Raubfischfang)
4. Einer quadratischen Köderfischsenke mit einer max. Kantenlänge von 1 m, die ausschließlich zum Fang von Köderfischen benutzt werden darf.
5. Zusätzlich max. 2 Krebsteller
(Durchmesser max. 60 cm)
Verboten ist die Benutzung von Astgabeln als Rutenhalter.
Es ist verboten, die Handangeln unbeaufsichtigt im Wasser liegen zu lassen. Der Abstand der ausgelegten Handangeln darf nicht mehr als 10 Meter betragen.
Der später kommende Angler muss bei der Wahl seines An-gelplatzes einen Mindestabstand von 20 m zur nächsten ausgelegten Angelrute einhalten. Es sei denn, ein geringerer Abstand wird ihm gestattet. Kein Angler hat Anspruch auf einen Stammplatz.
In der Zeit vom 15.04. - 15.01. dürfen an einem Tag nicht mehr als 10 Köderfische mitgenommen werden. Hechte, Zander, Karpfen, Schleien, Goldfische und alle Salmoniden dürfen nicht als Köderfische verwendet werden. Köderfische haben kein Mindestmaß.
Das Hältern von Fischen – ausgenommen Köderfische – ist verboten. Bei der Durchführung von Hegefischen können die Regeln nach Bedarf vom Vorstand abweichend festgelegt werden. Es muss dann ein Setzkescher von mindestens 3,5m Länge und 50cm Durchmesser mit knotenfreien Ma-schen verwendet werden.
Die Anzahl der Fischarten, die in einem Kalenderjahr pro Tag gefangen und mitgenommen werden darf, wird vom Vor-stand jährlich festgesetzt und auf dem Jahres-Fischerei-Erlaubnisschein ausgedruckt.
Die Fänge sind unmittelbar nach dem waidgerechten Ab-töten in die entsprechende Spalte der eigenen Fangkarte einzutragen.
Das Eisangeln, sowie das Angeln von Boot und Brücken ist untersagt. Die Schleuse an der Badeanstalt darf 20 m unter­halb nicht beangelt werden.
Einzelne Gewässer können für das Angeln mit Belly Boot freigegeben werden.
Die Fangkarte (Fangstatistik) ist mit Ablauf eines jeden Ka-lenderjahres unaufgefordert und unverzüglich dem Vorstand zuzustellen.
Der Verkauf von in Vereinsgewässern gefangenen Fischen ist nicht gestattet.
Grundsätzlich gelten die Schonzeiten aus dem niedersächsi-schen Fischereigesetz. Weitergehende Schonzeiten für Fried- und Raubfische sind dem jährlichen Fischereierlaub-nisschein zu entnehmen. Vom 15.01. bis 30.04. ist das Spinnangeln mit natürlichem und künstlichem Köder unter-sagt; gleichzeitig ist das Fischen mit totem Köderfisch bzw. Fischfetzen verboten.
Die Länge ist von der Kopfspitze bis zum äußeren Ende der Schwanzspitze zu messen. Der Fang ist in einem Zustand aufzubewahren, der die Kontrolle des Mindestmaß zulässt.
Es ist verboten, folgende Fischarten gezielt zu fangen und mitzunehmen:
Bachschmerle, Bitterling, Elritze, Groppe (Mühlkoppe), Nase, neunstachliger Stichling, Schlammpeitzger, Steinbeißer, Stör und Neunauge.
Werden Fische lebend gefangen, deren Fang verboten ist (§ 26 Abs. 3) - ferner untermaßige Fische, während der Schon-zeit gefangene Fische, oder im Hochlaich stehende Fische, so sind sie unverzüglich und unter schonendster Behandlung wieder ins Wasser zu setzen. Werden sie beim Fang getötet, oder sind sie nicht mehr lebensfähig, so sind sie unverzüg-lich ins Wasser zurückzusetzen. Die Verwertung solcher Fi-sche, etwa durch Verzehr, Verkauf, Verschenken, Verfüttern ist verboten.
Es ist verboten, beim Fischen anzuwenden (Nds. Fi-schereigesetz)
1. Sprengstoff und ähnlich wirkende Stoffe
2. Mittel und Verfahren, die geeignet sind, die dem Fischereirecht unterliegenden Tiere zu betäuben oder zu vergiften,
3. Leuchten und Fackeln, die dazu dienen, Tiere anzulocken oder zusammen zutreiben,
4. Schusswaffen
5. Speere, Harpunen und Schlingen
6. elektrischen Strom
IV. FISCHEREI, UFER- UND LANDSCHAFTSSCHUTZ
Wer ein Fischereirecht ausübt, hat dabei auf die natürlichen Lebensgemeinschaften im Gewässer und seinen Ufern, ins-besondere auf seltene Tier- und Pflanzenarten angemessen Rücksicht zu nehmen und damit die Belange von Na-turschutz und Landschaftspflege zu sichern. Jedes Mitglied ist zur Hege gem. § 40 des Nds. Fischereigesetzes verpflich-tet. In Zweifelsfällen sind die Gewässerwarte zu befragen.
Jede Veränderung, Beschädigung oder sonstige Beeinträch-tigung von Uferbefestigungen, Bepflanzungen, Wiesen, Zäu-ne, Bäumen, Wehranlagen usw. ist verboten.
Unterwasserpflanzen, Röhrichtbestände, Ufergehölze dürfen nicht beseitigt bzw. entfernt werden. Auf die Ufervegetation ist entsprechend Rücksicht zu nehmen; ein Zertreten ist möglichst zu vermeiden. Verboten ist, Tierarten, die an Feucht- oder Nassgebiete gebunden sind, dazu gehören auch die vom Fisch lebenden Tiere wie Fischadler, Eisvogel, Graureiher, Fischotter, zu verdrängen oder zu verfolgen. Während der Brutzeit dieser Tierarten ist besondere Rück-sicht geboten.
Das Anlegen oder Unterhalten von Feuerstellen ist verboten, es sei denn, es werden die dafür von den örtlich zuständigen Behörden ausgewiesene Feuerstellen benutzt.
Kraftfahrzeuge aller Art dürfen nur auf den für den Fahrver-kehr freigegebenen Wegen und Plätzen benutzt werden. An Gewässern, an denen Parkflächen vorgesehen sind, müssen diese benutzt werden. Das Parken außerhalb dieser Flächen ist nicht gestattet.
Nicht zulässig ist es, Grundstücke oder Grundstücksteile oh-ne Erlaubnis des Eigentümers zu betreten, die in äußerlich erkennbarer Weise durch zusammenhängende Schutzein-richtung, wie Zäune, Mauern, Drähte oder Hecken gegen das willkürliche Betreten durch andere gesichert sind (be-friedetes Besitztum). Zum befriedeten Besitztum gehören ne-ben Wohngrundstücken u.a. Gärten, Hofräume, Firmenge-lände. Eingezäunte Viehweiden gehören nicht zum befrie-deten Besitztum.
Besondere Rücksichtnahme beim Betreten von Weiden, auf das sich dort aufhaltende Vieh muss aber für den Sport-angler eine Selbstverständlichkeit sein. Zäune dürfen nicht entfernt oder zerstört werden. Einfahrten (Tore) sind nach dem Durchgehen sofort wieder zu schließen.
Jeder Angler ist für die Sauberkeit an seinem Angelplatz unmittelbar verantwortlich. Die Gewässeraufsicht ist berech-tigt, jedes Mitglied (Gastangler) zur Säuberung der Umge-bung seines Angelplatzes heranzuziehen.
Plastikbecher (für Maden u. Würmer), sowie Maisdosen sind an den ASV-Gewässern verboten!
Gewässerverunreinigungen, Atemnot von Fischen und Fischsterben sind dem Vereinsvorsitzenden, den Gewässer-warten oder einem anderen Vorstandsmitglied auf dem schnellsten Wege zu melden. Ist einer der genannten nicht erreichbar, ist die nächste Polizeidienststelle zu verständi-gen.
V. BESONDERE BESTIMMUNGEN
Das Angeln in den Vereinsgewässern unter erheblichem Al-koholgenuss ist verboten.
Alle Vereinsgewässer sind von 06.00 Uhr bis 12.00 Uhr für
jegliches Angeln gesperrt, an denen der Vorstand Gewässer-säuberungsaktionen festsetzt.
Für die Beachtung und Einhaltung der Grenzen der Fische-reirechte des ASV Gifhorn e.V. ist jedes Mitglied selbst ver-antwortlich.
Von dieser Gewässerordnung abweichende oder ein-schränkende Bestimmungen (§3) hat der Vorstand den Mit-gliedern vorher im Rundschreiben oder auf geeignete Weise (Presseinformation, Aushang im Vereinskasten) bekanntzu-geben.
Mit Inkrafttreten dieser Gewässerordnung verlieren alle alten Bestimmungen ihre Gültigkeit.
(Die Gewässerordnung entspricht dem Stand: Dez. 2017)
Verstoß/Vergehen
erstmaliges
Angeln mit unvollständigen
Fischereipapieren
10 Arbeits-
Wiederstand (aktiv oder passiv)
gegenüber den FA
Deckung von Fischereivergehen
Unerlaubtes Angelgerät z.B.
Astgabel als Rutenhalter
Verwendung unerlaubter
Köder (z.B. Frösche)
Friedfischangeln mit mehr
als einem Einzelhaken oder
unerlaubten Angelhaken
Entnahme von mehr als
10 Köderfischen oder nicht
zugelassenen Köderfische
Unsachgemäße Hälterung, Quälen
und Mißhandeln von Fischen
evtl.Anzeige
Hältern von Fischen -
außer Köderfische
Nichteinhaltung der Schonzeiten
Mitnahme von untermaßigen
Nicht eingetragene Fänge
Nichteinhaltung der
Nicht erlaubte
Verkauf des Fanges
Nichtbeachtung des
Laichzustandes
erheblicher Akoholgenuss
mit aufälligem Verhalten
Nichtsauberhalten des
Angelplatzes
20 Arbeits-
Verunreingung des
Gewässers
Fischdiebstahl ( Wilderei )
Anzeige nach StGB § 242
Abladen von Müll
Anzeige nach StGB § 293
Unbefugtes Abstellen sowie
Befahren von Uferzonen und
Wiesenflächen mit Kraftfahrzeugen
Spinnangeln mit mehreren
montierten Kunstködern
Grund-und Posenangeln mit gleichzeitigem Spinn- oder