Source: http://www.steuerlinks.de/steuerlexikon/lexikon/pensionskasse.html
Timestamp: 2017-09-25 09:53:42
Document Index: 60374028

Matched Legal Cases: ['§ 40', '§ 3', '§ 22', '§ 3', '§ 3', '§ 52', '§ 3']

Lexikon Steuer: Pensionskasse
Unter bestimmten Voraussetzungen ist jedoch für Beiträge und Zuwendungen des Arbeitgebers bis zu 1.752 EUR jährlich je Arbeitnehmer eine Pauschalierung der Lohnsteuer möglich. Zu Einzelheiten siehe § 40b EStG und R 40b.1 LStR . Siehe auch Direktversicherung , Zukunftssicherungsleistungen .
Steuerlich flankiert wird der Anspruch des Arbeitnehmers auf Entgeltumwandlung durch die Möglichkeit, Beitragsleistungen aus einem ersten Dienstverhältnis gem. § 3 Nr. 63 EStG an einen Pensionsfonds oder eine Pensionskasse bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung als steuerfrei zu behandeln. Die Beitragsbemessungsgrenze beträgt für 2006 und 2007 63.000 EUR, steuerfrei bleiben 4 % = 2.520 EUR, für 2008 liegt die Grenze bei 4 % von 63.600 EUR = 2.544 EUR. Für 2009 erhöhte sich die Grenze auf 4 % von 64.800 EUR = 2.592 EUR. In 2010und 2011 beträgt die Grenze 4 % von 66.000 EUR = 2.640 EUR .
Bezüglich der steuerfreien Leistungen scheidet eine Zulagen- bzw. Sonderausgabenförderung (vgl. Altersvorsorge ) aus. Der Arbeitnehmer kann aber zur Steuerpflicht optieren , um die Zulage oder den Sonderausgabenabzug zu erhalten. Die späteren Leistungen aus der Pensionskasse sind gem. § 22 Nr. 5 EStG als sonstige Einkünfte zu versteuern, soweit sie auf steuerfreien Einzahlungen nach § 3 Nr. 63 EStG basieren oder mit Zulage bzw. Sonderausgabenabzug gefördert wurden (vgl. Altersvorsorge - Besteuerung ). Werden die späteren Leistungen als Rente ausgezahlt, ist nur der "geringe" Ertragsanteil anzusetzen.
Ab 2008 erfolgt auch bei der umlagefinanzierten Altersversorgung der Einstieg in die Steuerfreiheit der Einzahlungen, sodass Ausgaben des Arbeitgebers an eine umlagefinanzierte Pensionskasse seit 2008 in begrenztem Umfang steuerfrei ( § 3 Nr. 56 i.V.m. § 52 Abs. 5a EStG ) sind. Die Steuerfreiheit setzt die Zahlung der Beiträge im Rahmen eines ersten Arbeitsverhältnisses und die Auszahlung der zugesagten Versorgung (Alters-, Invaliditäts-, Hinterbliebenenversorgung) in Form einer Rente oder eines Auszahlungsplans voraus. Die Steuerfreiheit der Ausgaben ist begrenzt auf 1% der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung (2008 = 636 EUR, 2009 = 648 EUR; 2010 und 2011 = 660 EUR ); ab 2014 2%, ab 2020 3% und ab 2025 4%). Steuerfreie Beiträge des Arbeitgebers an eine kapitalgedeckte Versorgungseinrichtung ( § 3 Nr. 63 EStG ) werden angerechnet.
Weitere Einzelheiten z.B. zu Bescheinigungspflichten etc. vgl. Betriebliche Altersversorgung .