Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%2014/66
Timestamp: 2019-05-26 00:16:13
Document Index: 47685276

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 276', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 61', '§ 48', '§ 640', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.07.1967 - VI ZR 14/66 - dejure.org
https://dejure.org/1967,928
BGH, 11.07.1967 - VI ZR 14/66 (https://dejure.org/1967,928)
BGH, Entscheidung vom 11.07.1967 - VI ZR 14/66 (https://dejure.org/1967,928)
BGH, Entscheidung vom 11. Juli 1967 - VI ZR 14/66 (https://dejure.org/1967,928)
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Beweisführung bei der grob fahrlässigen Herbeiführung eines Flugzeugabsturzes - Beachtung der subjektiven Seite der Verantwortlichkeit bei der Feststellung einer groben Fahrlässigkeit
MDR 1967, 831
VersR 1967, 909
Wegen der "Verschlingung" objektiver und subjektiver Gesichtspunkte und der Notwendigkeit, die Würdigung auf die besonderen Umstände des Einzelfalles abzustellen, lassen sich nur mit großen Vorbehalten allgemeine Regeln darüber entwickeln, wann eine unfallursächliche Fahrlässigkeit als grobe zu qualifizieren ist (BGH, Urteil vom 11. Juli 1967 - VI ZR 14/66 - VersR 1967, 909).
Subjektive Besonderheiten können im Einzelfall im Sinne einer Entlastung von dem schweren Vorwurf der groben Fahrlässigkeit ins Gewicht fallen (BGH, Urteil vom 11. Juli 1967 aaO).
Grobe Fahrlässigkeit erfordert eine objektiv schwere und subjektiv unentschuldbare Pflichtverletzung, die das in § 276 Abs. 2 BGB bestimmte Maß an Fahrlässigkeit erheblich übersteigt (vgl. Senatsurteile vom 11. Juli 1967 - VI ZR 14/66, VersR 1967, 909, 910;… vom 12. Januar 1988 - VI ZR 158/87, aaO, 474 f.;… vom 30. Januar 2001 - VI ZR 49/00, aaO, 986;… vom 18. Februar 2014 - VI ZR 51/13, aaO, Rn. 7).
Vielmehr sind auch Umstände zu berücksichtigen, die die subjektive, personale Seite der Verantwortlichkeit betreffen (Senatsurteil vom 11. Juli 1967 - VI ZR 14/66, aaO; BGH, Urteile vom 11. Mai 1953 - IV ZR 170/52, BGHZ 10, 14, 17; vom 5. Dezember 1966 - II ZR 174/65, VersR 1967, 127).
Die Regeln über den Beweis des ersten Anscheins können allerdings dann nur mit Vorbehalten herangezogen werden, wenn ausnahmsweise außer den objektiven auch die subjektiven (personalen) Besonderheiten des jeweiligen Schädigers berücksichtigt werden müssen, wie dies beim Nachweis einer groben Fahrlässigkeit der Fall ist (Senatsurteil vom 11. Juli 1967 - VI ZR 14/66 - VersR 1967, 909).
Wegen der "Verschlingung" objektiver und subjektiver Gesichtspunkte und der Notwendigkeit, die Würdigung auf die besonderen Umstände des Einzelfalls abzustellen, lassen sich nur mit großen Vorbehalten allgemeine Regeln darüber entwickeln, wann eine unfallursächliche Fahrlässigkeit als grobe zu qualifizieren ist (BGH, VersR 1967, 909).
Dieser ist aber, wie das Berufungsgericht an sich nicht verkennt und der Bundesgerichtshof wiederholt ausgesprochen hat, jedenfalls in der Hegel kein taugliches Erkenntnismittel, soweit es gilt, die auch in subjektiver Hinsicht grobe Fahrlässigkeit von der gewöhnlichen zivilrechtlichen Fahrlässigkeit abzugrenzen (…zu § 61 VVG Urt. v. 2. Dezember 1957 - II ZR 194/56 - VersR 1958, 16;… Urt. v. 5. Dezember 1966 - II ZR 174/65 - VersR 1967, 127; zu § 48 LuftVG Senatsurteil vom 11. Juli 1967 - VI ZR 14/66 - VersH 1967, 909; vgl. dazu Sanden VersR 1967, 1018, Weingart VersK 1968, 427, 431 und Lohe VersR 1968, 323, 328; zu § 640 RVO vgl. ferner Senatsurteil vom 29. Oktober 1968 - VI ZK 169/67 - VersK 1969, 77).
Vielmehr sind nach feststehender Rechtsprechung auch Umstände zu berücksichtigen, welche die subjektive (personale) Seite der Verantwortlichkeit betreffen (BGHZ 10, 14, 17 [BGH 11.05.1953 - IV ZR 170/52]; Urteil des Bundesgerichtshofs vom 5. Dezember 1966 - II ZR 174/65 - VersR 1967, 127; Urteil des erkennenden Senats vom 11. Juli 1967 - VI ZR 14/66 - VersR 1967, 909).
Nur dann, wenn der Tatrichter wesentliche Umstände nicht berücksichtigt hat oder wenn seine Würdigung auf einer Verkennung des Rechtsbegriffs der groben Fahrlässigkeit beruht, kann das Revisionsgericht die Entscheidung des Tatrichters beanstanden (Urteile des erkennenden Senats vom 11. Juli 1967 - VI ZR 14/66 - VersR 1967, 909 und vom 28. Mai 1968 - VI ZR 44/67 - VersR 1968, 768, 769 mit Hinweisen auf die frühere Rechtsprechung).
BGH, 08.03.1978 - IV ZR 161/76
Anspruch gegen einen Feuerversicherer wegen eines in einem Tanklager …
LG Ulm, 27.01.1971 - 1 O 161/70