Source: http://wegleitung.ekas.ch/UebersichtWegleitung.aspx?LG=de-CH&fKap_id=269
Timestamp: 2018-06-20 09:28:50
Document Index: 256886014

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 31', 'Art. 20', 'Art. 7', 'Art. 20', 'Art. 7', 'Art. 8']

Art. 7, 8 , 10 ArGV 4
Bemerkung: Die nachfolgenden Anforderungen sind identisch mit denjenigen, welche in der Verordnung 4 des Arbeitsgesetzes festgehalten und in der entsprechenden Wegleitung konkretisiert sind (1317.4).
Unter- und Obergeschosse werden gleich behandelt.
Die Definition der Hochhäuser und die zusätzlichen Anforderungen an die Treppenanlagen (Sicherheitstreppenhäuser) in Hochhäusern sind in der Brandschutznorm und den Brandschutzrichtlinien der Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF Brandschutzvorschriften Stand 1.1.2015) definiert.
Zahl und Anordnung von Treppenanlagen und Ausgänge
Treppenanlagen gelten als vertikale Hauptverkehrs- und Fluchtwege und umfassen:
Treppenhäuser (im Gebäudeinnern liegende Treppen)
Aussentreppen (Treppen im Freien)
Treppenanlagen müssen unmittelbar ins Freie führende Ausgänge aufweisen (317.11).
Als Fluchtwege müssen zur Verfügung stehen:
bei Geschossflächen von höchstens 900m2 mindestens eine Treppenanlage oder ein direkt ins Freie führender Ausgang
bei Geschossflächen von mehr als 900m2 mindestens zwei Treppenanlagen
Die Basis für die Festlegung der Anzahl Ausgänge bzw. Fluchtwege bilden die Geschossflächen. Zusätzlich sind jedoch die Fluchtweglängen zu berücksichtigen. Die Zahl der Treppenanlagen bzw. Ausgänge kann sich deshalb, je nach Raumaufteilung und Anordnung der Korridore, noch erhöhen.
Als massgebende Geschossfläche für die zahlenmässige Berechnung von Treppenanlagen und Ausgängen gilt jene nutzbare Bodenfläche, welche durch die Innenabmessungen der Gebäudeumhüllung begrenzt wird. Nicht abziehbar sind die Querschnitte von Raumtrennungen, da diese die Fluchtwegverhältnisse direkt beeinflussen.
Die Zahl und Anordnung von Treppenanlagen und Ausgängen (Fluchtwege) aus Gebäuden und Räumen sind festgelegt in:
Treppenanlage und Ausgängen (Art. 7 ArGV 4)
Fluchtwege (Art. 8 ArGV 4)
Die gesetzlich vorgeschriebenen Fluchtwege gelten grundsätzlich als Hauptverkehrswege.
In Hochhäusern (als Hochhäuser gelten Bauten welche eine Gesamthöhe von mehr als 30m aufweisen) sind Geschosse über Terrain mit Sicherheitstreppenhäusern zu erschliessen. Da im Notfall Aufzugsanlagen auch in hohen Gebäuden nicht benutzt werden dürfen und in der Regel nur vertikale Fluchtwege zur Verfügung stehen, ist für das Verlassen eines Hochhauses mehr Zeit erforderlich. Auch ist eine Evakuierung über Fenster und Leiter durch die Feuerwehr als letzte Massnahme nicht mehr oder nur noch erschwert möglich. Deshalb müssen Treppenanlagen von hohen Gebäuden höheren Sicherheitsanforderungen gerecht werden. Dies gilt sowohl für die Geschosszugänge (Schleuse) als auch für den Feuerwiderstand dieser Fluchtwege.
Für die Planung und Ausführung von Sicherheitstreppenanlagen gelten die schweizerischen Brandschutzvorschriften (VKF: 1339.3a).
Fluchtwege sind vorbereitete und freizuhaltende Verkehrswege (316), deren Benützung im Notfall ohne Unfallgefahr gewährleistet sein muss. Besonders wichtig ist, dass ein neues Fluchtwegkonzept auch mit Blick in die Zukunft geplant wird und Nutzungsänderungen nach Möglichkeit miteinschliesst. Insbesondere in Gewerbe und Industriebetrieben sind, z.B. aus Gründen der Sicherheit, des Gesundheitsschutzes oder der Produktionstechnik besondere Verhältnisse anzutreffen, welche eine Beurteilung im Einzelfall erfordern.
Die gesamte Fluchtweglänge setzt sich zusammen aus den Abschnitten "Raum" und "Korridor". Dabei wird die Fluchtweglänge im Raum als Luftlinie gemessen, d.h. Möblierungen und Lagereinrichtungen werden nicht berücksichtigt, hingegen feste Wände schon. Innerhalb des Korridors gilt die Gehweglinie (siehe nachstehende Abbildungen und Legenden 408-1und 408-2 aus der Wegleitung zur Verordnung 4 zum ArG).
Die gesamte Fluchtweglänge setzt sich zusammen aus den beiden Fluchtweganteilen «Raum» und «Korridor» Die Form des Raumes sowie raumtrennende Wände ohne Durchgänge sind zu berücksichtigen.
Die maximale Fluchtweglänge in einem Raum mit nur einem Ausgang beträgt 35 m. Möblierungen und Lagereinrichtungen werden nicht berücksichtigt.
Abb. 408-1 Fluchtwege Einbau eines Korridors (nur ein Ausgang ins Freie oder in ein Treppenhaus)
Die maximale Fluchtweglänge in einem Raum mit zwei Ausgängen ins Freie oder in zwei Treppenhäusern beträgt 35 m.
Abb. 408-2 Fluchtwege
Die Strecke innerhalb einer Treppenanlage und zugehörige Ausgangskorridore oder Vorräume bis zum Fassadenausgang (in der Regel Erdgeschoss) werden nicht der Fluchtweglänge angerechnet.
Die maximalen Fluchtweglängen sind:
35 m für den Abstand jedes Aufenthaltsort im Gebäude zur nächsten Treppenanlage oder zum nächsten Ausgang
Diese Maximallängen sind aber ihrerseits an weitere Bedingungen geknüpft. So kann eine Fluchtweglänge von 50 m nur geltend gemacht werden, wenn die Erschliessung eines Gebäudeteils mittels Korridor erfolgt. Die Fluchtweglängen sind in der Regel unabhängig von der Personenbelegung in Räumen und Gebäuden einzuhalten.
Anforderungen an die maximal zulässige Fluchtweglänge in Räumen, in Abhängigkeit von der Zahl der Ausgänge und die Bedingung, wann ein Korridor als Verbindung zwischen den Raumausgängen und Treppenanlagen einzubauen ist:
Fluchtweglängen aus nichtunterteilten Räumen (ohne Korridor):
maximal 35 m, wenn nur ein Ausgang oder eine Treppenanlage vorhanden ist (siehe nachstehende Abbildung und Legende 408-3 aus der Wegleitung zur Verordnung 4 zum ArG)
maximal 50 m, wenn mindestens zwei voneinander entfernte Ausgänge oder Treppenanlagen vorhanden sind (siehe nachstehende Abbildung und Legende 408-4 aus der Wegleitung zur Verordnung 4 zum ArG)
Treppenanlage ohne Korridor Zwei Treppenanlagen ohne Korridor
Treppenanlage mit Korridor
a + b ≤ 35 m Zwei Treppenanlagen mit Korridor
a + b ≤ 50 m
Abb. 408-3: Beispiele für Geschosse mit nur einer Treppenanlage Abb. 408-4: Beispiele für Geschosse mit zwei oder mehr Treppenanlagen
Drei Treppenanlagen mit Korridor
Abb. 408-5 Beispiel für die Anordnung der Treppenanlagen bei Winkelbauweise
Fluchtweglänge aus unterteilten Räumen (Raum + Korridor):
maximal 35 m, wenn ein Ausgang direkt in Freie oder in eine Treppenanlage führt (siehe obenstehende Abbildung und Legende 408-3 aus der Wegleitung zur Verordnung 4 zum ArG).
Führt keiner der Raumausgänge direkt an einen sicheren Ort im Freien oder in eine Treppenanlage, so ist als Verbindung ein Korridor notwendig. Für die Fluchtweglänge gilt dann:
maximal 50 m (Raum + Korridor), wenn zwei oder mehr Ausgänge oder Treppenanlagen vorhanden sind (siehe obenstehende Abbildungen und Legenden 408-4 und 408-5 aus der Wegleitung zur Verordnung 4 zum ArG)
Anforderungen bei Korridoren an den Feuerwiderstand:
Damit Korridore, welche als Fluchtwege dienen, vor allem im Brandfall oder bereits bei einer Verqualmung, im Innern der Gebäude sicher begangen werden können, müssen sie einer bestimmten Feuerwiderstandsklasse gemäss den VKF-Brandschutzvorschriften entsprechen. Zur Prüfung und Festlegung des Einzelfalles empfiehlt es sich, die Anforderungen zusammen mit der zuständigen Feuerpolizei festzulegen.
Als Innenhof wird ein offener, freier Raum innerhalb der ihn umgebenden Bauten verstanden, welcher in der Regel auch mit Fahrzeugen befahren werden kann (siehe nachstehende Abbildung und Legende 408-7 aus der Wegleitung zur Verordnung 4 zum ArG).
Dieser kann teilweise überdacht sein. Ob ein Innenhof als sicherer Bereich bzw. Fluchtweg gilt und als Ausgang ins Freie betrachtet werden kann, hängt vom Einzelfall ab. Auf jeden Fall sind grössere Abmessungen eine wesentliche Voraussetzung dafür. Wichtig ist, dass ein Innenhof jederzeit unabhängig von den Örtlichkeiten durch einen geschützten Hofausgang (in der Regel freier ummauerter Durchgang) verlassen werden kann.
Die minimalen Anforderungen an die Fluchtweglänge und an die Anzahl von Ausgängen und Treppenhäusern aus den Artikel 7 und 8 ArGV4 entsprechen den Anforderungen der VKF-Brandschutzvorschriften. Diese sind für alle Betriebe gleich, berücksichtigen das Gefahrenpotential aber nicht.
Das Gefahrenpotential ist gemäss Artikel 5 ArG eines der Unterstellungskriterien für industrielle Betriebe und setzt unter Umständen die Formulierung von Sondervorschriften voraus. Art. 8, Abs. 7 ArGV4 verlangt zusätzliche Massnahmen für Fluchtwege in Betrieben mit besonderen Gefahren.
Die grössere Anzahl von Fluchtwegen oder Verkürzung der Fluchtweglänge bedeuten eine (oder eine Kombination) der folgenden Massnahmen:
Ein zusätzlicher Notausgang aus dem Untergeschoss;
Ein zusätzliches Treppenhaus für Grundrissflächen die grösser sind als 1800 m2;
Reduktion der Fluchtweglänge auf 20 m für Räume oder Grundrissflächen mit nur einem Ausgang
Diese zusätzlichen Massnahmen müssen besonders für Betriebe und Räume mit besonderen Gefahren nach Art. 31, ArGV4 geprüft werden.
317.4 Nombre et disposition des voies d'évacuation, cages d’escaliers et sorties
Art. 20 al. 3 OPA
Art. 7, 8 , 10 OLT4
Remarque: les exigences ci-après sont identiques à celles figurant dans l’OLT4 et explicitées dans le commentaire correspondant (1317.4).
Les étages inférieurs et supérieurs sont traités de la même manière.
La définition des bâtiments et les exigences supplémentaires imposées aux escaliers (cages d’escaliers de sécurité) dans les bâtiments figurent dans la norme de protection incendie et dans les directives y afférentes de l’Association des établissements cantonaux d’assurance incendie AEAI (Directives de protection incendie, état: 1.1.2015).
Nombre et disposition des escaliers et des sorties
Les escaliers sont des voies de circulation principale et d’évacuation verticales qui comprennent des:
Cages d’escaliers (escaliers situés à l’intérieur du bâtiment)
Escaliers extérieurs (escaliers à l’air libre)
Les cages d’escaliers doivent indiquer les sorties menant directement à l’air libre (317.11).
Des voies d’évacuation doivent être aménagées pour les:
Surfaces d’étages mesurant tout au plus 900 m2 doivent avoir au moins un escalier ou une sortie menant directement à l’air libre
Surfaces d’étages mesurant plus de 900 m2 doivent être desservies par au moins deux escaliers
Le nombre de sorties ou de voies d’évacuation est déterminé sur la base des surfaces d’étage.
Les longueurs des voies d’évacuation doivent également être prises en compte. Le nombre de cages d’escaliers ou de sorties peut encore augmenter selon la répartition des locaux et des couloirs. La surface d’étage déterminante pour le calcul du nombre de cages d’escaliers et de sorties est la surface utile limitée par les dimensions intérieures de l’enveloppe du bâtiment. En revanche, la surface occupée par des cloisons intérieures ne doit pas être déduite, puisque celles-ci influencent directement la conception des voies d’évacuation.
Le nombre et la disposition des cages d’escaliers et des sorties (voies d’évacuation) dans les bâtiments et les locaux sont définis dans les articles:
Cages d’escaliers et sorties (art. 7 OLT4)
Voies d’évacuation (art. 8 OLT4)
Les voies d’évacuation prescrites légalement sont en principe considérées comme des voies de circulation principale.
Dans les bâtiments (sont considérés comme bâtiments les constructions dont la hauteur globale est supérieure à 30 m), des niveaux hors terre doivent être construits avec des cages d’escaliers de sécurité. Comme les ascenseurs ne doivent pas être utilisés dans les grands bâtiments en cas d’urgence, l’évacuation par les voies verticales nécessite plus de temps. Une évacuation des pompiers par les fenêtres et au moyen d’échelles n’est plus possible ou difficilement envisageable. C’est pourquoi, les cages d’escaliers des grands bâtiments doivent être conformes à des exigences de sécurité plus élevées. Celles-ci s’appliquent aussi bien à leurs sas qu’à leur résistance au feu.
Pour la planification et l’exécution des cages d’escaliers de sécurité, ce sont les directives suisses de protection incendie (AEAI: 1339.3a) qui s’appliquent.
Les voies d’évacuation sont des voies de circulation préparées dont le passage doit rester libre (316) et qui doivent pouvoir être utilisées sans danger en cas d’urgence. Il est particulièrement important de planifier un nouveau concept d’évacuation tourné vers l’avenir qui intègre, si possible, des adaptations au niveau des conditions d’exploitation. Des mesures particulières, nécessitant dans chaque cas une évaluation, doivent être notamment prises dans le commerce et l’industrie, p. ex. pour des raisons de sécurité, de protection de la santé ou de techniques de production.
La longueur totale d’une voie d’évacuation se compose des sections «local» et «couloir». Elle est mesurée en ligne droite depuis les parois fixes du local de sorte que le mobilier et les installations de stockage ne sont pas pris en compte. Le segment le plus court (couloir) est considéré comme le trajet à parcourir (voir figures ci-dessous et légendes 408-1 et 408-2 dans le commentaire de l’ordonnance 4 relative à la loi sur le travail).
La longueur totale du chemin de fuite se compose des deux parties «local» et «couloir». La forme du local et les parois de séparation sans passages doivent être prises en considération.
Dans un local avec une sortie, la longueur du chemin de fuite ne doit pas dépasser 35 m. On ne tient compte ni du mobilier, ni des installations de stockage. Construction d’un couloir (une sortie à l’air libre ou donnant sur une cage d’escaliers)
Fig. 408-1 Voies d’évacuation
La longueur des chemins de fuite dans un local muni de 2 sorties à l’air libre ou donnant sur 2 cages d’escaliers est de 35 m au maximum.
Fig. 408-2 Voies d’évacuation
La longueur d’une voie d’évacuation ne comprend pas le trajet à l’intérieur d’une cage d’escaliers, de ses couloirs de sortie ou des vestibules la reliant à la sortie en façade (rez-de-chaussée).
Les longueurs maximales d’une voie d’évacuation sont:
35 m pour la distance à parcourir entre tout emplacement où l’on se trouve dans un bâtiment et la prochaine cage d’escaliers ou la prochaine sortie
Ces longueurs maximales sont cependant soumises à d’autres conditions. Ainsi, la longueur de 50 m ne s’applique que si une partie du bâtiment est aménagée avec un couloir. En principe, les longueurs d’une voie d’évacuation sont indépendantes du nombre des personnes qui occupent les locaux et les bâtiments.
Exigences appliquées à la longueur maximale admissible d’une voie d’évacuation dans des locaux, en fonction du nombre de sorties et selon le moment à partir duquel l’aménagement d’un couloir entre les sorties des locaux et les cages d’escaliers devient obligatoire:
Longueurs d’une voie d’évacuation pour des locaux non compartimentés (sans couloir):
Longueur maximale de 35 m lorsqu’il n’existe qủune seule sortie ou une seule cage d’escaliers (voir figure ci-dessous et légende 408-3 du commentaire de l’ordonnance 4 relative à la loi sur le travail)
Longueur maximale de 50 m lorsqu’il existe au moins deux sorties ou deux cages d’escaliers indépendantes l’une de l’autre (voir figure ci-dessous et légende 408-4 du commentaire de l’ordonnance 4 relative à la loi sur le travail)
Cage d’escaliers sans couloir Deux cages d’escaliers sans couloir
Cage d’escaliers avec couloir
a + b ≤ 35 m Deux cages d’escaliers avec couloir
Fig. 408-3 Exemple d’un étage avec une seule cage d’escaliers Fig. 408-4 Exemple d’un étage avec deux ou plusieurs cages d’escaliers
Trois cages d’escaliers avec couloir
Fig. 408-5 Exemple pour l’emplacement des cages d’escaliers dans le cas d’une construction en L
Longueurs d’une voie d’évacuation pour des locaux compartimentés (local + couloir):
Longueur maximale de 35 m lorsqu’une sortie mène directement à l’air libre ou donne sur une cage d’escaliers (voir figure ci-dessus et légende 408-3 du commentaire de l’ordonnance 4 relative à la loi sur le travail).
Si aucune des sorties de locaux ne mène directement dans un lieu sûr à l’extérieur ou ne donne sur une cage d’escaliers, l’aménagement d’un couloir est nécessaire. La longueur d’une voie d’évacuation est alors la suivante:
Longueur maximale de 50 m (local + couloir) lorsqu’il existe deux ou plusieurs sorties ou cages d’escaliers (voir figures ci-dessus et légendes 408-4 et 408-5 du commentaire de l’ordonnance 4 relative à la loi sur le travail).
Exigences imposées aux couloirs en matière de résistance au feu:
Afin que les couloirs des bâtiments qui servent de voies d’évacuation, principalement en cas d’incendie ou même en cas de dégagement de fumée, puissent être traversés en toute sécurité, ils doivent être conformes à une certaine classe de résistance au feu dont les exigences sont définies dans les directives de protection incendie de l’Association des établissements cantonaux d’assurance incendie AEAI. Pour examiner la conformité d’un cas individuel, il est recommandé de définir des exigences avec la police du feu compétente.
Par cour intérieur, on entend un espace ouvert et libre à l’intérieur de constructions environnantes où peuvent, en principe, circuler également des véhicules (voir figure ci-dessous et légende 408-7 du commentaire de l’ordonnance 4 relative à la loi sur le travail).
La cour intérieure peut être en partie couverte. Le fait de savoir si une cour intérieure peut être considérée comme un secteur sécurisé ou une voie d’évacuation et une sortie à l’air libre dépend de chaque cas individuel. Des dimensions généreuses constituent dans tous les cas une condition importante pour satisfaire à cette exigence. Il est essentiel qu’une cour intérieure puisse être évacuée à tout moment par une sortie protégée et indépendamment de la configuration spécifique des lieux (en règle générale par un passage muré).
Les exigences minimales imposées à la longueur d’une voie d’évacuation et au nombre de sorties et de cages d’escaliers stipulées dans les articles 7 et 8 OLT4 sont conformes aux directives de protection incendie de l’Association des établissements cantonaux d’assurance incendie AEAI. Elles s’appliquent à toutes les entreprises de la même manière, mais ne prennent pas en compte le potentiel de dangers.
Le potentiel de dangers est, aux termes de l’article 5 LTr, l’un des critères d’assujettissement pour les entreprises industrielles et supose la formulation de prescriptions spéciales. L’article 8, alinéa 7 OLT4 exige des mesures particulières pour les voies d’évacuation dans les entreprises présentant des dangers particuliers.
Le nombre plus important de voies d’évacuation ou la réduction de la longueur des voies d’évacuation entraînent l’une des mesures suivantes ou une combinaison de celles-ci:
Une sortie de secours supplémentaire à l’étage inférieur.
Une cage d’escaliers supplémentaire pour les surfaces de base supérieures à 1800 m2.
Réduction de la longueur d’une voie d’évacuation à 20 m pour les locaux ou les surfaces de base avec une seule sortie.
Ces mesures supplémentaires doivent être examinées pour les entreprises et les locaux présentant des dangers particuliers conformément à l’art. 31 OLT4.
317.4 Numero e ubicazione delle vie di evacuazione, rampe di scale e uscite
Art. 20 cpv. 3 OPI
Nota: i seguenti requisiti sono identici a quelli imposti dall’Ordinanza 4 della legge sul lavoro e concretizzati nelle corrispondenti Indicazioni (1317.4).
Numero e ubicazione delle vie di evacuazione e delle uscite di sicurezza
Le scale sono considerate vie di circolazione principali e vie di evacuazione verticali e comprendono:
le scale interne (scale all’interno degli edifici)
le scale esterne (scale all’aperto)
le scale di sicurezza. (Vano scale particolarmente protetto contro la propagazione del fumo e del fuoco. A ogni piano è possibile accedervi solo attraverso una chiusa o corridoi e disimpegni aperti verso l’esterno lungo tutto il percorso).
Le rampe di scale devono avere delle uscite che portano direttamente all’esterno (317.11).
Devono essere predisposte le seguenti vie d’evacuazione:
almeno una rampa di scale o un’uscita che dia direttamente sull’esterno per i piani con superfici massime fino a 600 m²
almeno due rampe di scale per i piani con superfici massime fino a 1800 m²; per ogni porzione di superficie supplementare sino a 900 m² è richiesta un’ulteriore rampa di scale
in edifici con più di otto piani completi o che superano i 25 m d’altezza deve esserci almeno una rampa di scale per superfici fino a 600 m²; per ogni porzione di superficie supplementare di 600 m² un’ulteriore rampa di scale.
Il numero delle uscite e delle vie di evacuazione viene stabilito a seconda della superficie per piano e del numero dei piani. In questo calcolo si tiene conto anche della lunghezza delle vie di evacuazione. Il numero delle rampe di scale e delle uscite può quindi aumentare ulteriormente a seconda della ripartizione dei locali e della disposizione dei corridoi.
La superficie per piano determinante per il calcolo del numero di scale e uscite è quella della superficie a disposizione delimitata dalle pareti esterne dell’edificio. Non vanno escluse le sezioni trasversali delle pareti divisorie tra i locali in quanto esse influenzano direttamente le vie di evacuazione
Il numero definitivo delle vie di evacuazione si ottiene innanzi tutto sulla base della disposizione/situazione delle rampe delle scale ovvero delle uscite conformemente alla
disposizione alle estremità dell’edificio e alle (Art. 7 , OLL 4)
vie di evacuazione (Art. 8. OLL 4)
Esempio di determinazione del numero delle vie di evacuazione:
Dimensioni esterne dell'edificio
Larghezza 42 m, lunghezza 63 m
Superficie in pianta
2’646 m2
Spessore dei muri esterni (calcestruzzo)
Dimensioni interne dell'edificio
Larghezza 41,2 m / lunghezza 62,2 m
Superficie al piano
Superficie massima per 2 uscite
-1’800 m2
Superficie restante
762 m2 (1x frazione di 900 m2)
Per questo edificio vanno quindi predisposte almeno 3 rampe di scale o uscite.
Disposizione alle estremità dell'edificio:
Negli edifici con un solo piano interrato si deve poter accedere da ogni locale a una rampa di scale e, inoltre, a un’uscita di soccorso praticabile in piena sicurezza. Se vi sono diversi piani interrati, l’edificio deve avere almeno due rampe di scale.
Nei casi d’emergenza, per i piani ubicati sopra il livello del terreno i vigili del fuoco possono generalmente evacuare le persone attraverso le finestre e le scale a pioli. Questa possibilità non sussiste invece per i piani sotto il livello del suolo a causa dell’involucro chiuso dell’edificio
I piani sotterranei devono pertanto disporre sempre di almeno due vie di evacuazione (vedi figura e legende 407-6 delle Indicazioni relative alla OLL 4).
La stessa considerazione vale anche, per analogia, per le parti di edifici o grandi locali senza finestre, indipendentemente dalla loro ubicazione, ad esempio piani superiori.
Negli edifici o parti di edifici con un solo piano sotto il livello del suolo e con una superficie per piano fino a 600 m², questo piano deve essere collegato all’esterno da almeno una scala e da un’uscita d’emergenza utilizzabile in condizioni di sicurezza. Al posto di un’uscita d’emergenza si può prevedere un’uscita di soccorso quando ciò sia necessario per motivi costruttivi e quando nei locali del piano interrato non vi siano particolari pericoli, cioè quando
non esiste un rischio elevato di incendio e
quando non vi sono installazioni ad elevato rischio di incendio o di esplosione (334.8 , 334.9)
Le uscite di sicurezza, ad es. attraverso le finestre, vanno progettate in modo ergonomico e la luce dovrebbe avere un’altezza di almeno 0,8 m e una larghezza di almeno 0,6 m.
Contrariamente a quanto previsto in presenza di un solo piano interrato, dove è sufficiente disporre di un’uscita d’emergenza/uscita di soccorso come seconda via d’evacuazione, in presenza di più piani interrati devono essere sempre a disposizione almeno due scale (indipendentemente dalla superficie dei piani) (vedi figura e legende 407-6 delle Indicazioni relative alla OLL 4).
Se sono prescritte due o più uscite o rampe di scale, queste non devono trovarsi a oltre 15 metri dalle estremità dell’edificio. Questo principio si basa sul presupposto che tutti i locali devono disporre possibilmente di due vie di evacuazione indipendenti l’una dall’altra. La collocazione delle rampe di scale presso l’estremità dell’edificio è vantaggiosa anche in caso di eventuali ampliamenti dell’edificio (vedi figura e legende 408-4 e 408-6 delle Indicazioni relative alla OLL 4).
Negli edifici con oltre 8 piani completi o che superano i 25 metri di altezza, le necessarie rampe di scale devono essere concepite come rampe di scale di sicurezza. Siccome gli ascensori non devono essere utilizzati in condizioni di emergenza nemmeno negli edifici di una certa altezza, e rimangono a disposizione solo vie di evacuazione verticali, l’abbandono di questi edifici richiede un tempo maggiore. Anche l’evacuazione attraverso finestre e scale grazie all’intervento dei pompieri, come ultima possibilità, è inattuabile. Le rampe di scale degli edifici devono perciò soddisfare condizioni di sicurezza molto più severe. Questo vale sia per gli accessi ai piani (chiuse) che per la resistenza al fuoco delle vie di evacuazione.
Per la pianificazione e l’esecuzione delle scale di sicurezza trovano applicazione le prescrizioni svizzere di protezione antincendio AICAA (AICAA: 1339.3a).
Le vie di evacuazione sono vie di circolazione (316) sempre sgombre e predisposte in modo che la loro utilizzazione in caso di pericolo sia garantita in piena sicurezza. E’ importante che il concetto a base della loro struttura abbracci anche l’evoluzione futura e tenga conto, per quanto possibile, di eventuali modifiche di utilizzazione. Nelle aziende industriali ed artigianali possono presentarsi situazioni particolari, o dovute a motivi di sicurezza, di tutela della salute o di tecnica produttiva che necessitano esami e, in casi singoli, provvedimenti specifici.
La lunghezza complessiva delle vie di evacuazione si compone delle tratte "locale" e "corridoio". La lunghezza nel locale viene misurata in linea d’aria, cioè senza tener conto della presenza di eventuali attrezzature, ma solo delle pareti. Lungo i corridoi, la misura segue il percorso effettivo (vedi figura e legende 408-1e 408-2 delle Indicazioni relative alla OLL 4).
Die maximale Fluchtweglänge in einem Raum mit nur einem Ausgang beträgt 35 m. Möblierungen und Lagereinrichtungen werden nicht berücksichtigt. Einbau eines Korridors (nur ein Ausgang ins Freie oder in ein Treppenhaus)
Abb. 408-1 Fluchtwege
I tratti lungo le rampe di scale e i relativi corridoi di uscita o i pianerottoli fino alle uscite sulla facciata (normalmente pianterreno) non sono conteggiate nella lunghezza delle vie di evacuazione.
Le lunghezze massime delle vie di evacuazione sono:
35 m per la distanza tra qualsiasi punto dell’edificio e la più vicina rampa di scale o la più vicina uscita
Queste distanze massime sono, a loro volta, vincolate ad altre condizioni. La lunghezza di 50 m per la via di evacuazione vale solo se una parte dell’edificio è collegata mediante corridoi. Le lunghezze delle vie di evacuazione sono, in linea di massima, indipendenti dal numero delle persone presenti nell’edificio o nei locali.
Le lunghezze massime delle vie di evacuazione ammesse nei locali in funzione del numero delle uscite ed i casi in cui deve esserci un corridoio di collegamento tra le uscite e le rampe di scale sono i seguenti:
Vie di evacuazione all’interno dei locali (senza corridoio):
20 m al massimo quando è disponibile una sola uscita o scala (vedi figura e legende 408-3 delle Indicazioni relative alla OLL 4)
35 m al massimo, quando vi sono due o più uscite / scale (vedi figura e legende 408-4 delle Indicazioni relative alla OLL 4)
Lunghezza complessiva della via di evacuazione (locale + corridoio):
35 m al massimo quando vi è un’uscita o una scala (vedi figura e legende 408-3 delle Indicazioni relative alla OLL 4)
50 m al massimo quando vi sono due o più uscite / scale (vedi figura e legende 408-4 delle Indicazioni relative alla OLL 4)
Requisiti di resistenza al fuoco di corridoi:
Affinché possano essere percorsi con sicurezza in caso d’incendio o quando sono già riempiti di fumo, i corridoi che servono da vie di evacuazione devono rispondere ad una determinata classe di resistenza al fuoco (Elenco direttive antincendio AICAA Pt. 3.5.3).
Si consiglia di stabilire con la polizia del fuoco competente i requisiti per il controllo e la determinazione del singolo caso.
Panoramica; uscite/scale e vie di evacuazione:
La figura 408-6 delle Indicazioni relative alla OLL 4 presenta le possibili disposizioni di una via di evacuazione e la posizione delle scale a seconda della lunghezza della via di evacuazione (combinazioni locale / corridoio, scale interne ed esterne, disposizione alle estremità degli edifici di uscite e scale).
Per cortile interno s’intende uno spazio aperto circondato da costruzioni, in genere accessibile anche agli autoveicoli (vedi figura e legende 408-7 delle Indicazioni relative alla OLL 4).
Questo cortile può essere in parte coperto. A seconda dei casi, un cortile interno può essere considerato come luogo sicuro, via di evacuazione e come uscita all’aperto. Questo dipende soprattutto dalle sue dimensioni. È importante che il cortile interno possa essere abbandonato in qualsiasi momento, indipendentemente dal luogo, attraverso un’uscita protetta (in genere un passaggio sgombro, in muratura).