Source: https://www.rechtslupe.de/wirtschaftsrecht/world-of-warcraft-und-die-buddy-bots-389185
Timestamp: 2020-04-05 13:36:08
Document Index: 192445794

Matched Legal Cases: ['§ 3', 'Art. 6', '§ 3', '§ 3', 'Art. 3', '§ 3', 'Art. 6', 'Art. 97', 'Art. 8', '§ 2', '§ 8', '§ 4', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 305', '§ 305', 'BGH', 'BGH', '§ 307', '§ 305', '§ 305', 'BGH', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 531', '§ 4', '§ 4', 'BGH', 'Art 9', 'Art. 9', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 102', 'BGH', '§ 8', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'EuG']

World of War­craft – und die Bud­dy-Bots | Rechtslupe
World of Warcraft - und die Buddy-Bots
World of War­craft – und die Bud­dy-Bots
Klagt der aus­län­di­sche Her­stel­ler eines Mas­sen-Mehr­spie­ler-Online-Rol­len-Spiels in Pro­zess­stand­schaft für sei­ne deut­sche Ver­triebs­ge­sell­schaft aus Wett­be­werbs­recht wegen des Ver­triebs einer Soft­ware, die es ermög­licht, Spiel­ak­tio­nen – ent­ge­gen eines in den All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen des Spie­le­an­bie­ters aus­ge­spro­che­nen Ver­bots – zu auto­ma­ti­sie­ren, um eine Inter­ak­ti­on mit einem mensch­li­chen Benut­zer zu erset­zen (sog. Bots), ist nach § 3 TMG und Art. 6 ROM-II-VO deut­sches Recht anwend­bar.
Der Ver­trei­ber einer sol­chen Bot-Soft­ware steht mit dem Spie­le­an­bie­ter schon unter dem Gesichts­punkt des Behin­de­rungs­wett­be­werbs in einem kon­kre­ten Wett­be­werbs­ver­hält­nis.
Gehört es zu den grund­le­gen­den Vor­aus­set­zung des wirt­schaft­li­chen Erfolgs des Online-Spiels, dass die Spie­ler die Spiel­re­geln, zu denen auch das Ver­bot der Ver­wen­dung von Bots gehört, ein­hal­ten, ist der Ver­trieb eines Bots zwar nicht unter dem Aspekt des Ver­lei­tens zum Ver­trags­bruch bzw. des Aus­nut­zens frem­den Rechts­bruchs, aber unter dem Aspekt der Absatz- und Ver­triebs­stö­rung eine unlau­te­re ver­triebs­be­zo­ge­ne Behin­de­rung nach §§ 3, 4 Nr. 10 UWG, weil aus der Sicht des ange­spro­che­nen Ver­kehrs ein auf Wett­be­werb aus­ge­rich­te­tes Spiel, bei dem ehr­li­che Spie­ler, die die Spiel­re­geln ein­hal­ten, gegen­über unehr­li­chen Spie­lern benach­tei­ligt wer­den, erheb­lich an Attrak­ti­vi­tät und damit an wirt­schaft­li­chem Erfolg ein­bü­ßen kann.
Wird die nament­lich bezeich­ne­te Bot-Soft­ware in der Wei­se bewor­ben, dass sie ergän­zend als "[Name des Spiels]-Bot" bezeich­net wird, wird die ergän­zen­de Bezeich­nung mar­ken­mä­ßig benutzt und ver­letzt an der Spiele­kenn­zeich­nung bestehen­de Mar­ken­rech­te.
Anwend­bar­keit deut­schen Rechts
Gemäß der Rege­lung von § 3 Tele­me­di­en­ge­setz (TMG), mit wel­cher Art. 3 der Richt­li­nie 2000/​31/​EG vom 08.06.2000 über bestimm­te recht­li­che Aspek­te der Diens­te der Infor­ma­ti­ons­ge­sell­schaft, ins­be­son­de­re des elek­tro­ni­schen Geschäfts­ver­kehrs, im Bin­nen­markt (eCom­mer­ce-RL) umge­setzt wor­den ist 1, unter­lie­gen in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land nie­der­ge­las­se­ne Diens­te­an­bie­ter und ihre Tele­me­di­en den Anfor­de­run­gen des deut­schen Rechts auch dann, wenn die Tele­me­di­en in einem ande­ren Mit­glied­staat geschäfts­mä­ßig ange­bo­ten oder erbracht wer­den 2. Inso­weit gilt das Her­kunfts­land­prin­zip. Die Beklag­ten sind in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land nie­der­ge­las­sen. Die Beklag­te zu 2), deren Geschäfts­füh­rer der Beklag­ten zu 1) ist, bie­tet Tele­me­di­en sowohl in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land als auch im euro­päi­schen Aus­land an. Damit sind die tat­be­stand­li­chen Vor­aus­set­zun­gen von § 3 TMG erfüllt.
Die Anwend­bar­keit deut­schen Rechts ergibt sich hin­sicht­lich der gel­tend gemach­ten wett­be­werbs­recht­li­chen Ansprü­che dar­über hin­aus auch aus Art. 6 der Ver­ord­nung (EG) Nr. 864/​2007 des euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 11.07.2007 über das auf außer­ver­trag­li­che Schuld­ver­hält­nis­se anzu­wen­den­de Recht (Rom II-VO). Denn durch die streit­ge­gen­ständ­li­chen Bud­dy-Bots kön­nen Inter­es­sen der Ver­brau­cher in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land beein­träch­tigt wer­den, ins­be­son­de­re die Inter­es­sen der ehr­li­chen World of War­craft-Spie­ler. Zudem tref­fen die Wett­be­werbs­be­zie­hun­gen der Beklag­ten und der Her­stel­le­rin bzw. der B. E. SAS in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land auf­ein­an­der.
Im Hin­blick auf die Gel­tend­ma­chung von Mar­ken- und Urhe­ber­rech­ten ergibt sich die Anwend­bar­keit deut­schen Rechts aus Art. 97 Abs. 1 GMV, Art. 8 Abs. 2 Rom II-VO.
Aktiv­le­gi­ti­ma­ti­on des Her­stel­lers
Die Her­stel­le­rin ist auch aktiv legi­ti­miert. Zwar haben die Beklag­ten bestrit­ten, dass die Her­stel­le­rin selbst wett­be­werb­lich am deut­schen Markt tätig ist. Dies steht im Ein­klang damit, dass die ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­run­gen der Nut­zer des Spiels World of War­craft – unstrei­tig – nicht mit der Her­stel­le­rin, son­dern mit deren indi­rek­ter Toch­ter­ge­sell­schaft, der B. E. SAS, getrof­fen wer­den. Ein blo­ßes mit­tel­ba­res Inter­es­se ver­mag jedoch ein kon­kre­tes Wett­be­werbs­ver­hält­nis nicht zu begrün­den 3.
Nach § 2 Abs. 1 Nr. 3 UWG ist "Mit­be­wer­ber” jeder Unter­neh­mer, der mit einem oder meh­re­ren Unter­neh­mern als Anbie­ter oder Nach­fra­ger von Waren oder Dienst­leis­tun­gen in einem kon­kre­ten Wett­be­werbs­ver­hält­nis steht. Die Kla­ge­be­fug­nis des "Mit­be­wer­bers” nach § 8 Abs. 3 Nr. 1 UWG setzt also vor­aus, dass der Anspruch­stel­ler dau­er­haft einer selbst­stän­di­gen wirt­schaft­li­chen Betä­ti­gung nach­geht und damit als Anbie­ter von Waren oder Dienst­leis­tun­gen mit Kon­kur­ren­ten in einem kon­kre­ten Wett­be­werbs­ver­hält­nis steht. Dazu ist eine eige­ne akti­ve Geschäfts­tä­tig­keit im näm­li­chen Waren- und Dienst­leis­tungs­be­reich erfor­der­lich 4. Eine rein finan­zi­el­le Betei­li­gung an einem sei­ner­seits aktiv täti­gen Unter­neh­men genügt nicht, denn eine sol­che pas­si­ve Betei­li­gung ist nicht der eigent­li­chen Geschäfts­tä­tig­keit, z. B. dem Anbie­ten von Waren oder Dienst­leis­tun­gen, gleich­zu­set­zen 5. Glei­ches gilt hin­sicht­lich der Ver­ga­be von Lizen­zen, wel­che eine Stel­lung als Mit­be­wer­ber nur in dem beschränk­ten geschäft­li­chen Bereich der Lizenz­ver­ga­be begrün­den kann 6.
Es kann vor­lie­gend nicht fest­ge­stellt wer­den, dass die Her­stel­le­rin selbst auf dem deut­schen Markt als Wett­be­wer­ber der Beklag­ten tätig ist. Dazu genügt es nicht, dass die Her­stel­le­rin das Spiel World of War­craft ent­wi­ckelt hat und als Inha­be­rin des Copy­rights bzgl. der Spiel­soft­ware regis­triert ist. Auf dem deut­schen Markt wird sie ledig­lich als Her­stel­le­rin, nicht jedoch als Anbie­te­rin des Spiels World of War­craft wahr­ge­nom­men. Auch der Umstand, dass die von der B. E. SAS ver­wen­de­ten Battle.net-Nutzungsbestimmungen, die WoW-End­be­nut­zerl­li­zenz­ver­ein­ba­rung sowie die "World of War­craft Nut­zungs­be­stim­mun­gen von der Her­stel­le­rin ent­wor­fen wor­den sind und von die­ser regel­mä­ßig aktua­li­siert wer­den, belegt nicht die eige­nen wett­be­werb­li­che Tätig­keit der Her­stel­le­rin auf dem deut­schen Markt.
Bezüg­lich der Ansprü­che aus Wett­be­werbs­recht ergibt sich die Aktiv­le­gi­ti­ma­ti­on der Her­stel­le­rin jedoch aus gewill­kür­ter Pro­zess­stand­schaft. Zwi­schen den Par­tei­en ist unstrei­tig, dass die mit­tel­ba­re Toch­ter­ge­sell­schaft der Her­stel­le­rin, die B. E. SAS, das Spiel auf dem euro­päi­schen, inklu­si­ve dem deut­schen Markt, anbie­tet und betreibt. Damit steht sie in einem kon­kre­ten Wett­be­werbs­ver­hält­nis zu den Beklag­ten. Die B. E. SAS hat die Her­stel­le­rin mit schrift­li­cher Erklä­rung vom 13.03.2012 ermäch­tigt, Ansprü­che wegen der hier strei­ti­gen Bots, ins­be­son­de­re gemäß § 4 Nr. 10 UWG, im eige­nen Namen gel­tend zu machen.
Die Her­stel­le­rin hat auch ein eige­nes schutz­wür­di­ges Inter­es­se an der Durch­set­zung des gel­tend gemach­ten Unter­las­sungs­an­spruchs gegen die Beklag­ten. Das ergibt sich zum einen aus der kon­zern­recht­li­chen Ver­bin­dung zwi­schen der Her­stel­le­rin und ihrer indi­rek­ten Toch­ter­ge­sell­schaft, zum ande­ren dar­aus, dass die Her­stel­le­rin als Ent­wick­le­rin und Her­stel­le­rin des Spiels World of War­craft ein eige­nes recht­li­ches und wirt­schaft­li­ches Inter­es­ses dar­an hat, dass das Spiel regel­ge­recht gespielt und eine mas­si­ve Ver­är­ge­rung ehr­li­cher Kun­den ver­hin­dert wird.
Im Hin­blick auf die gel­tend gemach­ten mar­ken­recht­li­chen Ansprü­che beruht die Aktiv­le­gi­ti­ma­ti­on der Her­stel­le­rin auf der Inha­ber­schaft der gel­tend gemach­ten Kla­ge­mar­ken.
Ver­triebs­be­zo­ge­ne Behin­de­rung
Die Fa. B. E. SAS und die Beklag­ten sind – wie bereits vor­ste­hend aus­ge­führt – Mit­be­wer­ber im Sin­ne des §§ 2, Abs. 1 Nr. 3, 8 Abs. 3 Nr. 1, 3 Abs. 1 UWG.
Dies gilt auch im Hin­blick auf einen Ver­stoß gegen § 4 Nr. 10 UWG. Als unmit­tel­bar von einer zu Wett­be­werbs­zwe­cken began­ge­nen Hand­lung betrof­fen sind grund­sätz­lich die­je­ni­gen Mit­be­wer­ber anzu­se­hen, die zu dem Ver­let­zer in einem kon­kre­ten Wett­be­werbs­ver­hält­nis ste­hen 7. Ein kon­kre­tes Wett­be­werbs­ver­hält­nis ist immer dann gege­ben, wenn bei­de Par­tei­en gleich­ar­ti­ge Waren oder gewerb­li­che Leis­tun­gen inner­halb des­sel­ben End­ver­brau­cher­krei­ses abzu­set­zen ver­su­chen und das Wett­be­werbs­ver­hal­ten des einen den ande­ren beein­träch­ti­gen, d. h. im Absatz behin­dern oder stö­ren kann 8. So liegt es hier.
Zum einen bie­ten sowohl die B. E. SAS als auch die Beklag­ten Spie­le­soft­ware an und wen­den sich damit an die näm­li­chen Ver­kehrs­krei­se. Zum ande­ren ist das Anbie­ten der streit­ge­gen­ständ­li­chen Auto­ma­ti­sie­rungs­soft­ware, näm­lich Bots, objek­tiv geeig­net und dar­auf gerich­tet, den Absatz der Beklag­ten zum Nach­teil des Absat­zes der B. E. SAS zu för­dern. Eine ent­spre­chen­de Behin­de­rungs­ab­sicht des Han­deln­den ist nicht erfor­der­lich. Es genügt, dass sich die Hand­lung – wie hier – ihrer Art nach not­wen­di­ger­wei­se nach­tei­lig für den Wett­be­werb eines bestimm­ten ande­ren Unter­neh­mens aus­wirkt oder aus­wir­ken kann 9.
Das Ange­bot und der Ver­trieb der streit­ge­gen­ständ­li­chen Soft­ware der Beklag­ten stellt eine gemäß § 4 Nr. 10 UWG unlau­te­re ver­triebs­be­zo­ge­ne Behin­de­rung dar.
Eine unlau­te­re Behin­de­rung ergibt sich jedoch – ent­ge­gen der Ansicht der Her­stel­le­rin – nicht bereits unter dem Aspekt des Ver­lei­tens zum Ver­trags­bruch bzw. des Aus­nut­zens frem­den Rechts­bruchs.
Aller­dings hat die Her­stel­le­rin hin­rei­chend sub­stan­ti­iert vor­ge­tra­gen und belegt, dass die als All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen anzu­se­hen­den Battle.net-Nutzungsbestimmungen und die WoW-End­be­nut­zer­li­zenz­ver­ein­ba­rung sowie die "World of War­craft Nut­zungs­be­stim­mun­gen, aus denen sich das Ver­bot der Ver­wen­dung von Bots ergibt, wirk­sam in die Ver­trä­ge mit den Spie­lern ein­be­zo­gen wor­den sind.
Die Ein­be­zie­hung der vor­ge­nann­ten drei Regel­wer­ke in die ver­trag­li­chen Bezie­hun­gen zwi­schen den Spie­lern und der B. E. SAS erfolgt jedoch nicht bereits im Rah­men des Erwerbs der War of War­craft-Spie­ler­cli­ent-Soft­ware, sei es per Daten­trä­ger, sei es durch Her­un­ter­la­den der Soft­ware. Im Hin­blick auf den Erwerb der Cli­ent-Soft­ware per Down­load im Inter­net ist schon nicht vor­ge­tra­gen, dass ent­spre­chen­de Hin­wei­se über­haupt erfol­gen. Die auf den Ver­pa­ckun­gen der Daten­trä­ger ange­brach­ten Anga­ben sol­len zwar – nach dem Klä­ger­vor­trag – auf die Nut­zungs­be­din­gun­gen sowie die damit ver­bun­de­nen Ein­schrän­kun­gen hin­wei­sen, die Rege­lun­gen selbst wer­den jedoch – unstrei­tig – nicht auf der Ver­pa­ckung abge­druckt.
Mit­hin kann im Hin­blick auf den Erwerb des Spie­ler­cli­ent-Soft­ware schon nicht fest­ge­stellt wer­den, dass die Vor­aus­set­zun­gen des § 305 Abs. 2 Nr. 1 BGB, näm­lich ein Hin­weis auf die AGB oder ein Aus­hang der AGB durch­ge­hend gege­ben sind. Unstrei­tig ist wei­ter, dass die vor­ge­nann­ten Regel­wer­ke den Käu­fern nicht bereits im Rah­men die­ses Erwerb­vor­gangs zur Kennt­nis gebracht wer­den. Daher sind auch die wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen von § 305 Abs. 2 Nr. 2 BGB für eine der Ein­be­zie­hung der Nut­zungs­be­stim­mun­gen in die Kauf­ver­trä­ge bzgl. der Spie­ler­cli­ent-Soft­ware nicht gege­ben.
Die Nut­zungs­be­din­gun­gen wer­den jedoch in die Ver­ein­ba­rung der Spie­ler mit der Fa. B. E. SAS zur Nut­zung des Battle.net-Servers ein­be­zo­gen. Im Rah­men des Regis­trie­rungs­vor­gangs, mit wel­chem der Spie­ler sei­nen Account auf dem Battle.net-Server ein­rich­tet, stimmt der Spie­ler den drei Regel­wer­ken, die ihm – ent­ge­gen der Ansicht der Beklag­ten – vol­len Umfangs zur Kennt­nis gebracht wer­den, aus­drück­lich zu. Ände­run­gen die­ser Bedin­gun­gen muss der Nut­zer aus­drück­lich zustim­men, um den Battle.net-Account wei­ter nut­zen und das Spiel World of War­craft wei­ter spie­len zu kön­nen. Auch die Nut­zung der kos­ten­lo­sen Demo-Ver­si­on des Spiels setzt einen Ver­trags­schluss mit der B. E. SAS unter Akzep­tie­rung der vor­ge­nann­ten Regel­wer­ke vor­aus.
Zum Zeit­punkt der Ein­rich­tung des Battle.net-Accounts ver­fü­gen die Nut­zer – ent­ge­gen der Ansicht der Beklag­ten – noch nicht über umfas­sen­de Nut­zungs­rech­te, die den in den drei Regel­wer­ken ent­hal­te­nen Beschrän­kun­gen ent­ge­gen­ste­hen könn­ten. Mit dem Erwerb der Cli­ent-Soft­ware, sei es per Daten­trä­ger, sei es per Down­load, erhält der Kun­de noch nicht das Recht, den Account unbe­schränkt nut­zen zu kön­nen. Ent­spre­chen­den Sach­vor­trag, der die behaup­te­te umfas­sen­de Rech­te­ein­räu­mung bereits zum Zeit­punkt des Cli­ent­soft­ware-Erwerbs erge­ben könn­te, haben die Beklag­ten nicht gehal­ten. Der unstrei­ti­ge Par­tei­vor­trag belegt viel­mehr, dass der Erwerb des Spie­ler-Cli­ents ledig­lich die tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen für eine Teil­nah­me an dem Spiel World of War­craft schafft, und dass die Nut­zer die für die Teil­nah­me an dem Spiel wei­ter erfor­der­li­chen Nut­zungs­rech­te erst im Rah­men der Ein­rich­tung ihres Battle.net-Accounts erhal­ten.
Die hier streit­ge­gen­ständ­li­chen Klau­seln sind auch wirk­sam.
Dabei kann offen blei­ben, ob die Ansicht der Her­stel­le­rin und des Land­ge­richts zutrifft, dass die World of War­craft-Spiel­re­geln bzw. die drei Regel­wer­ke recht­lich kon­troll­frei sind.
Für die­se Ansicht könn­te die Ent­schei­dung des BGH vom 28.11.1994 10 zur Inhalts­kon­trol­le sport­li­cher Regel­wer­ke bei der Ver­hän­gung dis­zi­pli­na­ri­scher Ord­nungs­maß­nah­men im Bereich des Reit­sports spre­chen. Dar­in hat­te der BGH aus­ge­führt, dass sport­li­che Regel­wer­ke kei­ne AGB im Sin­ne des dama­li­gen AGB-Geset­zes sei­en. Das vom Ver­brau­cher­schutz­ge­dan­ken getra­ge­ne AGB-Gesetz sei auf prin­zi­pi­ell gegen­sätz­li­che Inter­es­sen des Ver­wen­ders und sei­ner Kun­den zuge­schnit­ten. Dies pas­se schon im Aus­gangs­punkt nicht auf das Ver­hält­nis zwi­schen den am orga­ni­sier­ten Sport teil­neh­men­den Per­so­nen und dem jewei­li­gen, für die Orga­ni­sa­ti­on die­ses Sports zustän­dig zeich­nen­den Ver­band. Der Sport­trei­ben­de und die die betref­fen­de Sport­art betreu­en­den Ver­bän­de ver­fol­gen nicht grund­le­gend ent­ge­gen­ge­setz­te Inter­es­sen 11.
Anders als beim Ver­bands­sport ver­fol­gen jedoch die B. E. SAS einer­seits und die World of War­craft-Spie­ler ande­rer­seits eige­ne wirt­schaft­li­che Inter­es­sen, die durch­aus gegen­sätz­lich sein kön­nen. Dies könn­te dafür spre­chen die Regel­wer­ke der B. E. SAS nicht als grund­sätz­lich kon­troll­frei anzu­se­hen, son­dern deren Wirk­sam­keit anhand AGB-recht­li­cher Nor­men zu beur­tei­len. Aber auch dann erwei­sen sich die strei­ti­gen Klau­seln als wirk­sam.
Die Klau­seln sind ins­be­son­de­re hin­rei­chend klar und ver­ständ­lich (§ 307 BGB). Sie sind zudem weder über­ra­schend noch mehr­deu­tig (§ 305 c BGB).
Unter Zif­fer 2 der "Battle.net-Nutzungsbedingungen"heißt es:
"2. Zusätz­li­che Lizenz­be­schrän­kun­gen. Die Ihnen gemäß Arti­kel 1 gewähr­te Lizenz unter­liegt den in den Arti­keln 1 und 2 fest­ge­leg­ten Beschrän­kun­gen (ins­ge­samt die "Lizenz­be­schrän­kun­gen"). Jed­we­de Nut­zung des Ser­vice oder eines Spiels, die gegen die Lizenz­be­schrän­kun­gen ver­stößt, gilt als Ver­stoß gegen die Urhe­ber­rech­te von B. an dem und in Bezug auf den Ser­vice und/​oder das Spiel. Sie ver pflich­ten sich dazu, unter kei­nen Umstän­den:
Cheats, Auto­ma­ti­sie­rungs­soft­ware (Bots), Hacks, Mods oder jed­we­de sons­ti­ge nicht auto­ri­sier­te Fremd­soft­ware, die der Ver­än­de­rung des Ser­vice, eines Spiels oder eines Spiel­ver­laufs dient, her­zu­stel­len oder zu nut­zen;".
In Zif­fer III.2 der "World of Warcraft"-Nutzungsbestimmungen heißt es:
"Sie stim­men zu, dass Sie unter kei­nen Umstän­den (…)
Cheats, "Mods" und/​oder Hacks erstel­len sowie ver­wen­den, sowie jeg­li­che ande­re von Drit­ten her­ge­stell­te Soft­ware ver­wen­den, die das Spiel­erleb­nis von World of War craft ver­än­dert.".
In Zif­fer 2 der "World of War­craft-End­nut­zer­li­zenz­ver­ein­ba­rung" heißt es:
"2. Zusätz­li­che Lizenz­be­schrän­kun­gen.
Die Ihnen gemäß Arti­kel 1 gewähr­te Lizenz unter­liegt den in den Arti­keln 1 und 2 fest­ge­leg­ten Beschrän­kun­gen (ins­ge­samt die "Lizenz­be­schrän­kun­gen"). Jed­we­de Nut­zung des Ser­vice oder eines Spiels, die gegen die Lizenz­be­schrän­kun­gen ver­stößt, gilt als Ver­stoß gegen die Urhe­ber­rech­te von B. an dem und in Bezug auf den Ser­vice und/​oder das Spiel. Sie ver­pflich­ten sich dazu, unter kei­nen Umstän­den Fol­gen­des zu tun:
Ver­wen­dung von Cheats, Auto­ma­ti­sie­rungs­soft­ware (Bots), Hacks oder ande­rer unzu­läs­si­ger Soft­ware von Dritt­an­bie­tern, die die Erfah­rung des Spiels ver­än­dern".
Die sprach­li­chen Beden­ken der Beklag­ten hin­sicht­lich der hier ein­schlä­gi­gen Klau­seln ver­mag das Ober­lan­des­ge­richt nicht zu tei­len. Die Klau­seln sind hin­rei­chend klar und ver­ständ­lich for­mu­liert. Beden­ken erge­ben sich weder im Hin­blick auf die Ver­wen­dung von Groß- und Klein­schrei­bung noch im Hin­blick auf die Über­set­zung aus der eng­li­schen Spra­che. Soweit Angli­zis­men (Cheats, Bots, Hacks, Mods) ver­wen­det wer­den, ent­spricht dies dem Sprach­ge­brauch der ange­spro­che­nen Ver­kehrs­krei­se, so dass sich dar­aus Beden­ken hin­sicht­lich der Ver­ständ­lich­keit nicht erge­ben kön­nen.
Die Zif­fer 2. (2.1.) der "Battle.net-Nutzungsbedingungen" und Zif­fer 2. B. der World of War­craft-End­be­nut­zer­li­zenz­ver­ein­ba­rung sind ein­deu­tig, denn sie füh­ren die Ver­wen­dung von "Auto­ma­ti­sie­rungs­soft­ware (Bots)" aus­drück­lich auf.
Inhalt­lich könn­te allen­falls das Ver­ständ­nis der Klau­sel III. 2. der "World of Warcraft"-Nutzungsbestimmungen zwei­fel­haft erschei­nen, weil dort die Ver­wen­dung von "Auto­ma­ti­sie­rungs­soft­ware (Bots)" nicht aus­drück­lich auf­ge­führt wird. Inso­weit ist jedoch fest­zu­stel­len, dass die Klau­sel die Ver­wen­dung von "Cheats" aus­drück­lich ver­bie­tet. Aus­weis­lich der von den Beklag­ten vor­ge­leg­ten Unter­la­ge fal­len auch Bots unter den Begriff der Cheats. Mit­hin ist die Ver­wen­dung von Bots nach allen drei Regel­wer­ke ver­bo­ten.
Die Klau­seln sind auch nicht über­ra­schend im Sin­ne von § 305 c BGB. Ange­sichts der Inter­es­sen­la­ge der Her­stel­le­rin und der ehr­li­chen Spie­ler einer­seits sowie der Beklag­ten ande­rer­seits ver­mag das Ver­bot der Ver­wen­dung von Bots nicht zu über­ra­schen. Ent­spre­chen­de Klau­seln wer­den auch von ande­ren Spie­le­an­bie­tern ver­wen­det.
Der Wirk­sam­keit der Klau­seln steht auch nicht ent­ge­gen, dass die Her­stel­le­rin das Mul­ti­boxing sowie die Ver­wen­dung von Gaming-Tas­ta­tu­ren und Mäu­sen zulässt sowie eine LUA-Schnitt­stel­le bereit­stellt, die es den Spie­lern erlaubt, selbst ent­wi­ckel­te Soft­ware zu ver­wen­den, die das Spiel­erleb­nis, die Hand­lungs­mög­lich­kei­ten und das Inter­face von World of War­craft ver­än­dert. Der Her­stel­le­rin als Her­stel­le­rin des Spiels steht es grund­sätz­lich frei, zuläs­si­ge Hilfs­mit­tel zu bestim­men, die­se mit­hin zu auto­ri­sie­ren.
Mit der Ver­wen­dung der streit­ge­gen­ständ­li­chen Soft­ware ver­sto­ßen die Spie­ler gegen Zif­fer 2. (2.1.) der "Battle.net-Nutzungsbedingungen", Zif­fer 2. B. der WoW-End­be­nut­zer­li­zenz­ver­ein­ba­rung sowie Zif­fer III. 2. (2.) der WoW-Nut­zungs­be­stim­mun­gen. Denn bei die­ser Soft­ware han­delt es sich – auch nach dem Vor­trag der Beklag­ten – um Soft­ware, die es den Spie­lern ermög­licht, Spiel­zü­ge in dem Spiel "War of War­craft" zu auto­ma­ti­sie­ren. So führt die Soft­ware Honor­bud­dy – ohne Zutun des mensch­li­chen Spie­lers – auto­ma­tisch das Suchen und Absol­vie­ren von Auf­ga­ben (Ques­ting) durch. Die Soft­ware Gather­bud­dy führt auto­ma­tisch, d.h. ohne Zutun des mensch­li­chen Spie­lers, das Sam­meln von Kräu­tern, Erzen und Edel­stei­nen und Wol­ken durch. Damit stel­len sich die Bud­dy-Bots zum einen als "Auto­ma­ti­sie­rungs­soft­ware (Bots)", aber auch als "Cheats" sowie eine von Drit­ten her­ge­stell­te nicht auto­ri­sier­te Soft­ware, die das Spiel­erleb­nis von World of War­craft ver­än­dert, dar.
Es liegt jedoch kein unlau­te­res Ver­lei­ten zum Ver­trags­bruch oder ein unlau­te­res Aus­nut­zen frem­den Ver­trags­bruchs vor.
Mit dem Ange­bot der Bud­dy-Bots ver­lei­ten die Beklag­ten nicht in unlau­te­rer Wei­se zum Ver­trags­bruch. Ein unlau­te­res Ver­lei­ten zum Ver­trags­bruch liegt nur vor, wenn gezielt und bewusst dar­auf hin­ge­wirkt wird, dass ein ande­rer eine ihm oblie­gen­de Ver­trags­pflicht ver­letzt 12. Dar­an fehlt es im Streit­fall.
Zwar ist es den World of War­craft-Spie­lern – wie vor­ste­hend aus­ge­führt – grund­sätz­lich ver­bo­ten, Bots zu ver­wen­den. Mit­hin ist auch die Ver­wen­dung der von den Beklag­ten ange­bo­te­nen Bud­dy-Bots ver­bo­ten, so dass deren Ver­wen­dung – wie die Beklag­ten wis­sen – nur unter Ver­stoß gegen die Regel­wer­ke der B. E. SAS erfol­gen kann. Zudem bie­ten die Beklag­ten die Bud­dy-Bots unmit­tel­bar zum Kauf an und ermög­li­chen damit erst den Ver­trags­ver­stoß der Nut­zer.
Der Begriff des "Ver­lei­tens zum Ver­trags­bruch” darf jedoch nicht der­art weit aus­ge­legt wer­den, dass bereits jed­we­de auf den Ver­trieb gerich­te­te Tätig­keit gegen­über den gebun­de­nen Adres­sa­ten davon erfasst wird 13. Die Ent­schei­dung, den Bot zu ver­wen­den, liegt hier nicht bei den Beklag­ten, son­dern letzt­lich beim jewei­li­gen Spie­ler.
An die All­ge­mein­heit gerich­te­te Anzei­gen rei­chen für das Tat­be­stands­merk­mal des Ver­lei­tens in aller Regel nicht aus 14. Der Ent­schei­dung "bundesligakarten.de" des BGH lag zwar eine Sach­ver­halts­kon­stel­la­ti­on zugrun­de, in der mit den streit­ge­gen­ständ­li­chen Anzei­gen nur zur Abga­be von unver­bind­li­chen Ver­kaufs­an­ge­bo­ten (invi­ta­tio ad offe­ren­dum) auf­ge­for­dert wor­den war, nicht jedoch – wie vor­lie­gend – bereits ver­bind­li­che Ver­trags­an­ge­bo­te unter­brei­tet wor­den waren. Das Aus­maß des Ein­wir­kens auf den gebun­de­nen Adres­sa­ten ist jedoch ver­gleich­bar, so dass auch das Anbie­ten der Bud­dy-Bots zum Kauf kein Ver­lei­ten zum Ver­trags­bruch dar­stellt.
Da eine über das blo­ße Ange­bot der Bud­dy-Bots hin­aus­ge­hen­de Ein­wir­kung auf die Spie­ler nicht fest­ge­stellt wer­den kann, liegt mit­hin kein unlau­te­res Ver­lei­ten zum Ver­trags­bruch vor.
Eine unlau­te­re Behin­de­rung im Sin­ne von § 4 Nr. 10 UWG ergibt sich vor­lie­gend auch nicht unter dem Gesichts­punkt des Aus­nut­zens eines frem­den Rechts­bruchs.
Die Tat­sa­che, dass die Beklag­ten Kennt­nis davon haben oder haben müs­sen, dass ihrem Ver­trags­part­ner auf Grund sei­ner ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­run­gen mit der B. E. SAS eine Ver­wen­dung von Bots ver­bo­ten ist, ver­mag eine Unlau­ter­keit des Ver­hal­tens der Beklag­ten nicht zu begrün­den 15. Das blo­ße Aus­nut­zen eines frem­den Ver­trags­bruchs, ohne den ver­trag­lich Gebun­de­nen zu dem Ver­trags­bruch zu ver­lei­ten, ist grund­sätz­lich nur unlau­ter, wenn beson­de­re die Unlau­ter­keit begrün­den­de Umstän­de hin­zu­tre­ten 16.
Dem liegt der Gedan­ke zu Grun­de, dass die schuld­recht­li­che Bin­dung zwi­schen dem Wett­be­wer­ber und sei­nem Ver­trags­part­ner im All­ge­mei­nen Drit­ten gegen­über kei­ne recht­li­chen Wir­kun­gen zu ent­fal­ten ver­mag und dass die Annah­me eines Wett­be­werbs­ver­sto­ßes schon bei Aus­nut­zen frem­den Ver­trags­bruchs gewis­ser­ma­ßen zu einer Ver­ding­li­chung der schuld­recht­li­chen Ver­pflich­tun­gen füh­ren wür­de 17.
Beson­de­re Umstän­de, die die Aus­nut­zung des Ver­trags­bruchs der Spie­ler als unlau­ter erschei­nen las­sen könn­ten, lie­gen nicht vor.
Das sys­te­ma­ti­sche Aus­nut­zen frem­den Ver­trags­bruchs ist kein beson­de­rer Grund, der die Unlau­ter­keit des Ver­hal­tens der Beklag­ten begrün­den kann. Sys­te­ma­ti­sches und plan­mä­ßi­ges Vor­ge­hen liegt viel­mehr im Wesen des Wett­be­werbs. Plan­mä­ßig­keit des Han­delns ist daher grund­sätz­lich kein Kri­te­ri­um der wett­be­werbs­recht­li­chen Beur­tei­lung 18.
Wei­ter liegt ein beson­de­rer Umstand, der die Unlau­ter­keit begrün­den könn­te, auch nicht dar­in, dass die Soft­ware­kom­po­nen­te "Trip­Wire" der Bud­dy-Bots dar­auf gerich­tet ist, die Ent­de­ckung der Bot-Nut­zung durch die Soft­ware­kom­po­nen­te "War­den" zu ver­hin­dern. Die Kom­po­nen­te "Trip­Wire" führt im Fal­le des Risi­kos einer Ent­de­ckung des Bot-Ein­sat­zes durch "War­den" ledig­lich dazu, dass das Spiel des Bot-Nut­zers been­det wird. Wei­te­re Ein­grif­fe in das Spiel World of War­craft sind damit hin­ge­gen nicht ver­bun­den, so dass dem Ein­satz von "Trip­Wire" im Rah­men der lau­ter­keits­recht­li­chen Bewer­tung des Vor­ge­hens der Beklag­ten kei­ne beson­de­re Bedeu­tung zukommt.
Mit­hin ist der gel­tend gemach­te Unter­las­sungs­an­spruch weder unter dem Aspekt des Ver­lei­tens zum Ver­trags­bruch noch unter dem Gesichts­punkt des Aus­nut­zens eines frem­den Rechts­bruchs gemäß § 4 Nr. 10 UWG wegen einer unlau­te­ren Behin­de­rung begrün­det.
Eine sol­che ergibt sich jedoch unter dem Aspekt der Absatz- und Ver­triebs­stö­rung.
Eine unlau­te­re Behin­de­rung von Mit­be­wer­bern nach § 4 Nr. 10 UWG liegt näm­lich auch dann vor, wenn eine Beein­träch­ti­gung der wett­be­werb­li­chen Ent­fal­tungs­mög­lich­kei­ten der Mit­be­wer­ber gege­ben ist, die über die mit jedem Wett­be­werb ver­bun­de­ne Beein­träch­ti­gung hin­aus­geht und bestimm­te Unlau­ter­keits­merk­ma­le auf­weist. Unlau­ter ist die Beein­träch­ti­gung im All­ge­mei­nen dann, wenn gezielt der Zweck ver­folgt wird, Mit­be­wer­ber an ihrer Ent­fal­tung zu hin­dern und sie dadurch zu ver­drän­gen (1. Vari­an­te), oder wenn die Behin­de­rung dazu führt, dass die beein­träch­tig­ten Mit­be­wer­ber ihre Leis­tung am Markt durch eige­ne Anstren­gung nicht mehr in ange­mes­se­ner Wei­se zur Gel­tung brin­gen kön­nen (2. Vari­an­te). Ob die­se Vor­aus­set­zun­gen erfüllt sind, lässt sich nur auf Grund einer Gesamt­wür­di­gung der Umstän­de des Ein­zel­falls unter Berück­sich­ti­gung der Inter­es­sen der Mit­be­wer­ber, Ver­brau­cher und sons­ti­gen Markt­teil­neh­mer sowie der All­ge­mein­heit beur­tei­len 19.
Eine geziel­te Behin­de­rung im Sin­ne der vor­ste­hend defi­nier­ten 1. Vari­an­te liegt im Streit­fall nicht vor, denn die Beklag­ten ver­fol­gen nicht den Zweck, die Her­stel­le­rin bzw. die B. E. SAS an ihrer Ent­fal­tung zu hin­dern und sie dadurch zu ver­drän­gen. Viel­mehr setzt ihre wirt­schaft­li­che Tätig­keit das Ange­bot der Her­stel­le­rin bzw. ihrer indi­rek­ten Toch­ter­ge­sell­schaft gera­de vor­aus, so dass die Beklag­ten – jeden­falls auch – ein Inter­es­se am Fort­be­stand des ange­bo­te­nen Spiels haben.
Die Her­stel­le­rin hat jedoch sub­stan­ti­iert vor­ge­tra­gen und belegt, dass die Her­stel­le­rin bzw. die B. E. SAS durch die Ver­wen­dung der Bud­dy-Bots der Beklag­ten erheb­li­chen wirt­schaft­li­chen Scha­den neh­men kön­nen, und dass sie bzw. die B. E. SAS ihre Leis­tung nicht mehr in unver­fälsch­ter Wei­se und durch eige­ne Anstren­gun­gen in ange­mes­se­ner Wei­se am Markt zur Gel­tung brin­gen kön­nen.
Die Behin­de­rung ergibt sich aller­dings nicht bereits dar­aus, dass es auf Sei­ten der Her­stel­le­rin auf­grund der Ver­wen­dung des streit­ge­gen­ständ­li­chen Bots zu Betriebs­stö­run­gen gekom­men wäre, etwa weil sie zusätz­li­che Mit­ar­bei­ter und zusätz­li­che Ser­ver­ka­pa­zi­tä­ten vor­hal­ten müss­te. Inso­weit fehlt es bereits an hin­rei­chend sub­stan­ti­ier­tem Klä­ger­vor­trag dazu, in wel­cher Höhe der genann­te finan­zi­el­le Auf­wand für die Bear­bei­tung von Beschwer­den und die Besei­ti­gung von Bots durch die Ver­wen­dung der hier streit­ge­gen­ständ­li­chen Soft­ware der Beklag­ten (Bud­dy-Bots) in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ver­ur­sacht wor­den ist.
Die unlau­te­re Behin­de­rung sei­tens der Beklag­ten folgt jedoch dar­aus, dass die Her­stel­le­rin bzw. die B. E. SAS das Spiel World of War­craft nicht mehr in sei­ner ursprüng­li­chen "rei­nen Form", d.h. frei von den Bud­dy-Bots der Beklag­ten auf den Markt brin­gen kön­nen sowie aus den bereits vor­lie­gen­den sowie unmit­tel­bar dro­hen­den Reak­tio­nen der ehr­li­chen Spie­ler auf die Ver­wen­dung der streit­ge­gen­ständ­li­chen Soft­ware.
Mit der Her­stel­le­rin geht das Ober­lan­des­ge­richt davon aus, dass grund­le­gen­de Vor­aus­set­zung des wirt­schaft­li­chen Erfolgs des Spiels World of War­craft ist, dass die Spie­ler die Spiel­re­geln, zu denen – wie oben bereits aus­ge­führt – auch das Ver­bot der Ver­wen­dung von Bots gehört, ein­hal­ten. Es liegt auf der Hand, dass aus der Sicht des ange­spro­che­nen Ver­kehrs, zu dem auch die Mit­glie­der des Ober­lan­des­ge­richts gehö­ren, ein auf Wett­be­werb aus­ge­rich­te­tes Spiel bei dem ehr­li­che Spie­ler gegen­über unehr­li­chen Spie­lern benach­tei­ligt wer­den, erheb­lich an Attrak­ti­vi­tät ein­büßt. Der Erfolg jedes als kom­pe­ti­tiv kon­zi­pier­ten Spiels steht und fällt mit der Gleich­heit der Wett­be­werbs­be­din­gun­gen der Spie­ler 20.
Ent­ge­gen der Ansicht der Beklag­ten ver­schafft die Ver­wen­dung der streit­ge­gen­ständ­li­chen Bud­dy-Bots ihren Nut­zern Vor­tei­le gegen­über den­je­ni­gen Spie­lern, die die­se Soft­ware nicht ver­wen­den. Dem steht auch nicht ent­ge­gen, dass die Bud­dy-Bots ledig­lich Tätig­kei­ten aus­füh­ren, die auch ein mensch­li­cher Spie­ler vor­neh­men kann, mit­hin nicht über zusätz­li­che Funk­tio­nen ver­fü­gen, die im Spiel nicht vor­ge­se­hen sind oder über Funk­tio­nen, die vom Ver­an­stal­ter des Spiels nur gegen Bezah­lung zu erlan­gen sind.
Mensch­li­che Spie­ler kön­nen regel­mä­ßig nur ein begrenz­tes zeit­li­ches Bud­get auf das Spiel World of War­craft ver­wen­den, da sie ihre Zeit auch für die Fami­lie, Freun­de, Beruf, Schu­le, Uni­ver­si­tät, Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten, aber auch Schla­fen und Essen ver­wen­den (müs­sen). Der Vor­teil der unehr­li­chen gegen­über den ehr­li­chen Spie­lern besteht des­halb u.a. dar­in, dass die Bud­dy- Bots – anders als mensch­li­che Spie­ler – 24 Stun­den täg­lich agie­ren und damit inner­halb kür­ze­rer Zeit im Spiel vor­an­schrei­ten kön­nen.
So kann der Bot "Honor­bud­dy" 24 Stun­den täg­lich auto­ma­tisch Auf­ga­ben (Ques­ting) suchen und absol­vie­ren. Der Spie­ler kann hier­durch Erfah­rungs­punk­te und Beloh­nun­gen in Form von vir­tu­el­lem Geld, Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­den oder ande­ren soge­nann­ten Items erlan­gen. Für den erfolg­rei­chen Kampf gegen com­pu­ter­ge­steu­er­te Cha­rak­te­re und Mons­ter sowie für das Erkun­den unbe­kann­ter Gebie­te erlangt er eben­falls Erfah­rungs­punk­te. Hat der "Honor­bud­dy" genü­gend Quests erfüllt und der Cha­rak­ter hier­durch aus­rei­chend Erfah­rungs­punk­te gesam­melt, steigt der Spie­ler auto­ma­tisch in das nächs­te Level des Spiels auf. Bis zur Stu­fe 60 kann der Spie­ler mit jedem gera­den, ab der Stu­fe 60 mit jedem Stu­fen­an­stieg neue Fähig­kei­ten bei einem Leh­rer erler­nen, wel­che den Cha­rak­ter ver­bes­sern. Wei­ter erhält der Spie­ler ab der zehn­ten Stu­fe nach jedem Stu­fen­an­stieg einen Talent­punkt, den er für die Spe­zia­li­sie­rung der Fähig­kei­ten benut­zen kann. Je höher der Spie­ler in dem Level­sys­tem auf­steigt, des­to grö­ße­re Mög­lich­kei­ten ent­fal­ten sich für ihn und des­to stär­ker und bes­ser wird der gesteu­er­te Spie­ler­cha­rak­ter. Hier­zu bedarf es kei­ner wei­te­ren Hand­lung des rea­len Spie­lers.
Jeder Spie­ler hat die die Mög­lich­keit, sei­nen Cha­rak­ter Beru­fe erler­nen zu las­sen, die in Haupt- und Neben­be­ru­fe unter­teilt sind. Es kön­nen maxi­mal zwei Haupt­be­ru­fe sowie alle Neben­be­ru­fe erlernt wer­den. So gibt es bei­spiels­wei­se die Beru­fe Kräu­ter­heil­kun­de (Sam­meln von Kräu­tern), Berg­bau (Sam­meln von Erzen und Edel­stei­nen aus Erz­vor­kom­men und deren Ver­ar­bei­tung zu Metall­bar­ren) sowie Inge­nieurs­kunst (Sam­meln von Gas­wol­ken und ande­ren Wol­ken; Her­stel­len von Muni­ti­on, Bom­ben, Schuss­waf­fen und diver­sen ande­ren Appa­ra­ten). Durch das Sam­meln von Roh­stof­fen (z. B. Kräu­ter, Erze und Wol­ken) oder das Her­stel­len von Gegen­stän­den kann die Fer­tig­keit in dem jewei­li­gen Beruf gestei­gert wer­den. Das dazu erfor­der­li­che Sam­meln von Kräu­ter, Erze, Edel­stei­ne und Wol­ken kann der Bot "Gather­bud­dy" 24 Stun­den am Tag auto­ma­tisch durch­füh­ren. Wei­te­rer Hand­lun­gen des rea­len Spie­lers bedarf es dazu nicht.
Die Bud­dy-Bots ermög­li­chen dem Spie­ler mit­hin eine Wei­ter­ent­wick­lung des Cha­rak­ters auch in Zei­ten, in denen er selbst nicht an dem Spiel World of War­craft teil­neh­men kann. Das führt dazu, dass er in dem Spiels inner­halb kür­ze­rer Zeit vor­an­schrei­ten kann. Ein wei­te­rer Vor­teil der unehr­li­chen gegen­über den ehr­li­chen Spie­lern besteht dar­in, dass ihm die Bud­dy-Bots ver­schie­de­ne Auf­ga­ben, die er als lang­wei­lig, läs­tig oder mono­ton ansieht, abneh­men.
Wei­ter ist fest­zu­stel­len, dass sich die Ver­wen­dung der Bud­dy-Bots auch inso­weit nach­tei­lig auf das Spiel World of War­craft aus­wir­ken kann, als Bots nicht in der Lage sind zu kom­mu­ni­zie­ren. Das führt u. a. dazu, dass ein gemein­sa­mes Spie­len mit ihnen nicht mög­lich ist. Die­ser Umstand erweist sich u.a. des­halb als nach­tei­lig, weil sich man­che Auf­ga­ben nur gemein­sam lösen las­sen und bestimm­te Items nur in Grup­pen erlangt wer­den kön­nen. Soweit die Beklag­ten dies­be­züg­lich in der Beru­fungs­in­stanz erst­mals vor­ge­tra­gen haben, dass die Soft­ware der Beklag­ten bei Bedarf mit einer auto­ma­ti­schen Ant­wort­funk­ti­on ver­se­hen wer­den kön­ne, die an Hand bestimm­ter Stich­wor­te pas­sen­de Ant­wor­ten gene­rie­ren kön­ne, ist die­ser Vor­trag zum einen unsub­stan­ti­iert, zum ande­ren ver­spä­tet erfolgt und daher unbe­acht­lich (§ 531 Abs. 2 Nr. 3 ZPO).
Der Reiz für einen ehr­li­chen Spie­ler ist erheb­lich getrübt, wenn er weiß oder anneh­men muss, dass die Kon­kur­renz ihre Fer­tig­kei­ten nicht eben­so auf­wän­dig oder lang­wie­rig erwer­ben muss 21. Bei der Ver­wen­dung der streit­ge­gen­ständ­li­chen Bots erfül­len die­se – wie vor­ste­hend aus­ge­führt – für den Spie­ler auto­ma­tisch bestimm­te Auf­ga­ben, so dass er leich­ter im Level auf­steigt ("Level Up") und sich bestimm­te Auf­ga­ben erspart. Dass dies von den ehr­li­chen Spie­lern, die kei­ne Bots ver­wen­den und die­se Auf­ga­ben selbst erfül­len müs­sen, um das höhe­re Level zu errei­chen, als unge­recht und ärger­lich emp­fun­den wird, liegt auf der Hand. Glei­ches gilt für Spie­ler, die die­sen Schwie­rig­keits­grad noch nicht erreicht haben und des­halb einer Grup­pe nied­ri­ge­ren Schwie­rig­keits­grads zuge­teilt wer­den. Obwohl sie die glei­che – mög­li­cher­wei­se sogar mehr – Zeit in das Spiel inves­tiert haben als der Bot-Nut­zer, müs­sen sie sich mit einer Grup­pe nied­ri­ge­ren Schwie­rig­keits­grads begnü­gen. Die damit ein­her­ge­hen­de Ver­är­ge­rung und Ent­täu­schung der ehr­li­chen Spie­ler ver­mö­gen die Mit­glie­der des Ober­lan­des­ge­richts, die zu den ange­spro­che­nen Ver­kehrs­krei­sen gehö­ren, selbst zu beur­tei­len.
Auch der Umstand, dass die Bots nicht kom­mu­ni­zie­ren kön­nen und ein gemein­sa­mes Spie­len mit ihnen nicht mög­lich ist, ist – wie die Mit­glie­der des Ober­lan­des­ge­richts, die zu den ange­spro­che­nen Ver­kehrs­krei­sen gehö­ren, selbst zu beur­tei­len ver­mö­gen – geeig­net, die ehr­li­chen Spie­ler zu ver­är­gern.
Die Her­stel­le­rin hat sub­stan­ti­iert dar­ge­legt und belegt, dass die mit der Ver­wen­dung der Bud­dy-Bots ein­her­ge­hen­de Ver­är­ge­rung und Ent­täu­schung der ehr­li­chen Spie­ler erheb­li­che nach­tei­li­ge wirt­schaft­li­che Aus­wir­kun­gen auf den Ver­trieb des Spiels World of War­craft haben kann.
Zwar hat die Her­stel­le­rin kei­ne hin­rei­chend kon­kre­ten Anga­ben dazu gemacht, inwie­weit gera­de die Ver­wen­dung der hier streit­ge­gen­ständ­li­chen Bud­dy-Bots bereits zu kon­kre­ten Ein­nah­me­ver­lus­ten oder Mehr­kos­ten geführt hat. Ein sol­cher Beleg ist jedoch zur Begrün­dung des hier gel­tend gemach­ten Unter­las­sungs­an­spruchs auch nicht erfor­der­lich.
Inso­weit genügt der Umstand, dass die Ver­wen­dung der streit­ge­gen­ständ­li­chen Bots zu einer mas­si­ven Ver­är­ge­rung und Ent­täu­schung der ehr­li­chen Spie­ler füh­ren kann. Die­se Fest­stel­lung erlaubt den wei­te­ren Schluss, dass die Ver­wen­dung der Bots dazu füh­ren kann, dass sich die ver­är­ger­ten und ent­täusch­ten Spie­ler von dem Spiel "War of War­craft" abwen­den, was zu Ein­nah­me­ver­lus­ten bei den Abon­ne­ment­ge­büh­ren führt. Die Fest­stel­lung erlaubt zudem den wei­te­ren Schluss, dass die Berich­te ver­är­ger­ter Nut­zer und ent­spre­chend kom­mu­ni­zier­te Bei­trä­ge dazu füh­ren kön­nen, dass sich poten­ti­el­le Nut­zer bereits von Anfang an gegen den Erwerb des Spiels ent­schei­den, was zu Ein­nah­me­ver­lus­ten aus dem Ver­trieb der Spie­ler­cli­ents und aus den Abon­ne­ment­ge­büh­ren führt. Ob ein wirt­schaft­li­cher Scha­den dar­über hin­aus auch des­halb ein­tritt, weil die Ver­wen­der der Bots den höchs­ten Level des Spiels schnel­ler errei­chen und des­halb ihr Abon­ne­ment frü­her kün­di­gen – was die Beklag­ten unter Hin­weis dar­auf, dass auch auf dem höchs­ten Level wei­ter gespielt wird, bestrei­ten – kann für die Ent­schei­dung des Rechts­streits offen blei­ben.
Es ist somit fest­zu­stel­len, dass die streit­ge­gen­ständ­li­chen Bud­dy-Bots der Beklag­ten geeig­net sind, dem Ange­bot der Her­stel­le­rin bzw. der B. E. SAS (World of War­craft) erheb­li­chen wirt­schaft­li­chen Scha­den zuzu­fü­gen. Neben den zu befürch­ten­den Ein­nah­me­ver­lus­ten kann die Ver­är­ge­rung und Ent­täu­schung der ehr­li­chen Spie­ler auch dazu füh­ren, das Image der Her­stel­le­rin bzw. der B. Enter­tai­ne­ment SAS als Her­stel­le­rin und Anbie­te­rin des Spiels zu beschä­di­gen.
Wei­ter führt die Ver­wen­dung der streit­ge­gen­ständ­li­chen Bots dazu, dass die Her­stel­le­rin bzw. die B. E. SAS ihr Ange­bot nicht mehr unver­fälscht an den Markt brin­gen kön­nen. Das ergibt sich schon aus dem Umstand, dass die Bud­dy-Bots unmit­tel­bar in das Spiel World of War­craft ein­ge­bun­den sind und dort aktiv wer­den. Dem Ver­such der Her­stel­le­rin bzw. der B. E. SAS, den Bots mit­hil­fe der Soft­ware­kom­po­nen­te War­den zu begeg­nen, tre­ten die Beklag­ten mit­hil­fe der Soft­ware­kom­po­nen­te Trip­Wire ent­ge­gen.
Bei der gebo­te­nen Gesamt­wür­di­gung aller vor­ge­nann­ten Umstän­de sowie der Inter­es­sen der Mit­be­wer­ber, der Ver­brau­cher und der sons­ti­gen Markt­teil­neh­mer 22 ergibt sich die Unlau­ter­keit des Vor­ge­hens der Beklag­ten dar­aus, dass sie das Ange­bot der Her­stel­le­rin bzw. der B. E. SAS wirt­schaft­lich schä­di­gen, indem sie es gleich­zei­tig aus­nut­zen und – durch die Ero­si­on der Spiel­re­geln – unter­gra­ben und ver­än­dern.
Das Vor­ge­hen der Beklag­ten erweist sich auch nicht unter dem Aspekt eines bestehen­den Ergän­zungs­be­darfs als zuläs­sig, denn das Spiel World of War­craft ist schon nicht auf Zube­hör aus­ge­rich­tet, dass den streit­ge­gen­ständ­li­chen Bots ent­spricht 23.
Zudem sind die Bud­dy-Bots – wie aus­ge­führt – geeig­net ist, das Spiel bzw. des­sen Absatz zu beschä­di­gen 24.
Mit­hin ist der gel­tend gemach­te Unter­las­sungs­an­spruch bereits nach § 4 Nr. 10 UWG begrün­det, denn das streit­ge­gen­ständ­li­che Ange­bot der Beklag­ten stellt eine unlau­te­re ver­triebs­be­zo­ge­ne Behin­de­rung dar.
Die Beklag­ten haf­ten für den Wett­be­werbs­ver­stoß täter­schaft­lich.
Die Tat­be­stands­merk­ma­le der geziel­ten Behin­de­rung i. S. d. § 4 Nr. 10 UWG sind aus den o. g. Grün­den durch die Beklag­te zu 2) unmit­tel­bar ver­wirk­licht wor­den.
Die Unter­las­sungs­haf­tung des Beklag­ten zu 1) folgt dar­aus, dass er als Geschäfts­füh­rer und Mehr­heits­ge­sell­schaf­ter der Beklag­ten zu 1) selbst gehan­delt hat.
Der Geschäfts­füh­rer haf­tet per­sön­lich auf Grund einer eige­nen wett­be­werbs­recht­li­chen Ver­kehrs­pflicht, wenn er ein auf Rechts­ver­let­zun­gen ange­leg­tes Geschäfts­mo­dell selbst ins Werk gesetzt hat 25.
Dass er im Rah­men sei­ner Tätig­keit als Geschäfts­füh­rer mit dem Ange­bot der hier streit­ge­gen­ständ­li­chen Bud­dy-Bots – ent­ge­gen sei­nem Bestrei­ten – per­sön­lich befasst war, ergibt sich unmit­tel­bar aus sei­nem wei­te­ren Vor­trag, wonach er sich dezi­diert nach der Rechts­mä­ßig­keit des Ver­triebs der Bud­dy-Bots erkun­digt habe.
Mit­hin ist der gel­tend gemach­te Unter­las­sungs­an­spruch hin­sicht­lich bei­der Beklag­ten begrün­det.
Da der die­ser Unter­las­sungs­an­spruch bereits aus Wett­be­werbs­recht begrün­det ist, bedarf es kei­ner Ent­schei­dung über die ledig­lich hilfs­wei­se gel­tend gemach­ten Ansprü­che, wel­che auf Urhe­ber­recht gestützt wor­den sind.
Mar­ken­recht­li­che Unter­las­sungs­an­sprü­che
Eine mar­ken­mä­ßi­ge Benut­zung setzt vor­aus, dass die Bezeich­nung im Rah­men des Pro­dukt- oder Leis­tungs­ab­sat­zes jeden­falls auch der Unter­schei­dung der Waren oder Dienst­leis­tun­gen eines Unter­neh­mens von denen ande­rer Unter­neh­men dient 26 und folg­lich die Her­kunfts­hin­weis­funk­ti­on der Mar­ke beein­träch­tigt oder beein­träch­ti­gen könn­te 27. Bei der dem Tatrich­ter oblie­gen­den Beur­tei­lung, ob eine Bezeich­nung vom Ver­kehr als Her­kunfts­hin­weis ver­stan­den wird, ist auf die Kenn­zeich­nungs­ge­wohn­hei­ten in dem maß­geb­li­chen Waren­sek­tor abzu­stel­len 28.
Die Beklag­ten ver­wen­den die Anga­be "World of War­craft Bot" zur Bezeich­nung ihrer Bot-Soft­ware für Com­pu­ter­spie­le, näm­lich Gather­bud­dy und Honor­bud­dy.
So bezeich­nen die Beklag­ten ihre Bot-Soft­ware auf der Web­sei­te www.gatherbuddy.com, über wel­che sie den Bot Gather­bud­dy ver­trei­ben, als "Your World of War­craft Gather Bot". Wei­ter heißt es dort im Fließ­text "Gather­bud­dy ist ein ein­fach zu grün­den und zu betrei­ben World of War­craft Bot".
Auf der Web­sei­te www.honorbuddy.com , über wel­che die Beklag­ten den Bot Honor­bud­dy anbie­ten, bezeich­nen sie die­se Bot-Soft­ware al "Your World of War­craft PVP, Level­ling & Ques­ting Bot". Wei­ter heißt es dort im Fließ­text "Honor­bud­dy ist ein World of War­craft PVP, Leveln, ques­ten und Gathe­ring Bot".
Die dar­in lie­gen­de Bezeich­nung bei­der Bots als "World of War­craft Bot" erfolgt mar­ken­mä­ßig. Sie weist zwar auch beschrei­ben­de Ele­men­te hin­sicht­lich der Art der Funk­tio­na­li­tät der jewei­li­gen Soft­ware auf, die Bezeich­nun­gen wer­den jedoch im Rah­men des Absat­zes der Bots – jeden­falls auch – her­kunfts­hin­wei­send ver­wen­det.
Eine ledig­lich beschrei­ben­de Ver­wen­dung der Bezeich­nung "World of War­craft Bot" liegt ent­ge­gen der Ansicht der Beklag­ten nicht vor. Die Beklag­ten ver­wen­den kei­ne beschrei­ben­den Zusät­ze wie etwa "für" (bei­spiels­wei­se "Honor­bud­dy für World of War­craft"). Man­gels der­ar­ti­ger Zusät­ze ist zu erwar­ten, dass zumin­dest rele­van­te Antei­le des ange­spro­che­nen Ver­kehrs, zu dem auch die Mit­glie­der des Ober­lan­des­ge­richts gehö­ren, die Anga­be "World of War­craft Bot" wie sie im Rah­men des Inter­net­auf­tritts der Beklag­ten ver­wen­det wor­den sind als Her­kunfts­hin­weis ver­ste­hen. Es ist ent­ge­gen der Ansicht der Beklag­ten auch nicht ersicht­lich, dass die ange­spro­che­nen Ver­kehrs­krei­se den Zei­chen­be­stand­teil "World of War­craft" als Adjek­ti­ve ver­ste­hen.
Auch die Bezeich­nung "WOW Bot" wird her­kunfts­hin­wei­send ver­wen­det.
So bezeich­nen die Beklag­ten ihre Bot-Soft­ware-Pro­duk­te auf der Web­sei­te www.gatherbuddy.com, auch als "WOW Bot Gather­bud­dy" bzw. auf der Web­sei­te www.honorbuddy.com , als "WOW Bot Honor­bud­dy".
Die dar­in lie­gen­de Bezeich­nung bei­der Bots als "WOW Bot" erfolgt mar­ken­mä­ßig. Sie weist zwar auch beschrei­ben­de Ele­men­te hin­sicht­lich der Art der Funk­tio­na­li­tät der jewei­li­gen Bot-Soft­ware auf, die Bezeich­nun­gen wer­den jedoch im Rah­men des Absat­zes der Bots – jeden­falls auch – her­kunfts­hin­wei­send ver­wen­det.
Eine rein beschrei­ben­de Ver­wen­dung der Bezeich­nung "WOW Bot" liegt nicht vor. Auch inso­weit ver­wen­den die Beklag­ten kei­ne beschrei­ben­den Zusät­ze, wie etwa "für" (bei­spiels­wei­se "Gather­bud­dy für WOW"). Das führt dazu, dass zumin­dest rele­van­te Antei­le des ange­spro­che­nen Ver­kehrs, zu dem auch die Mit­glie­der des Ober­lan­des­ge­richts gehö­ren, die Anga­be "WOW Bot" wie sie im Rah­men des Inter­net­auf­tritts der Beklag­ten ver­wen­det wor­den ist, als Her­kunfts­hin­weis ver­ste­hen. Der Zei­chen­be­stand­teil "WOW" wird auch nicht als Adjek­tiv ver­stan­den.
Auch die Ver­wen­dung der Bezeich­nun­gen "WOW Bot" und "World of War­craft Bot" als Meta­tag im HTML-Code der Inter­net-Sei­ten www.gatherbuddy.com und www.honorbuddy.com erfolgt her­kunfts­hin­wei­send.
Wie das Land­ge­richt zutref­fend und unter Bezug­nah­me auf die Impuls, Ent­schei­dung des BGH 29 aus­ge­führt hat, liegt eine mar­ken­mä­ßi­ge Benut­zung auch in der Ver­wen­dung der Anga­ben als Meta­tags in dem HTML-Code der Inter­net­sei­ten der Beklag­ten. Inso­weit wird zur Ver­mei­dung von Wie­der­ho­lun­gen auf die zutref­fen­den Aus­füh­run­gen des Land­ge­richts Bezug genom­men.
Im Hin­blick auf die mar­ken­mä­ßi­gen Ver­wen­dung der Anga­ben "World of War­craft Bot" und "WOW Bot" besteht gemäß Art 9 Abs.1 lit b) GMV Ver­wechs­lungs­ge­fahr.
Die Ver­wechs­lungs­ge­fahr ist unter Berück­sich­ti­gung aller Umstän­de des Ein­zel­falls zu beur­tei­len, wobei eine Wech­sel­wir­kung zwi­schen den in Betracht zu zie­hen­den Fak­to­ren besteht, ins­be­son­de­re der Ähn­lich­keit der Zei­chen und der Ähn­lich­keit der mit ihnen gekenn­zeich­ne­ten Waren oder Dienst­leis­tun­gen sowie der Kenn­zeich­nungs­kraft der älte­ren Mar­ke, so dass ein gerin­ge­rer Grad der Ähn­lich­keit der Waren oder Dienst­leis­tun­gen durch einen höhe­ren Grad der Ähn­lich­keit der Zei­chen oder durch erhöh­te Kenn­zeich­nungs­kraft der älte­ren Mar­ke aus­ge­gli­chen wer­den kann und umge­kehrt 30.
Die Gemein­schafts­mar­ken der Her­stel­le­rin "WOW" und "WORLD OF WARCRAFT" sind für den durch sie geschütz­ten Waren- und Dienst­leis­tungs­be­reich, ins­be­son­de­re für den Bereich "Soft­ware für Com­pu­ter­spie­le", von Haus aus durch­schnitt­lich unter­schei­dungs­kräf­tig. Auf­grund der lang­jäh­ri­gen und wei­ten Ver­brei­tung d des Spiels "World of War­craft" bzw. "WoW" und die damit ein­her­ge­hen­de umfang­rei­che Benut­zung der Kla­ge­mar­ken, ist jedoch inzwi­schen eine gestei­ger­te Kenn­zeich­nungs­kraft fest­zu­stel­len.
Die von den Gemein­schafts­mar­ken und die von den Ver­let­zer­zei­chen erfass­ten Waren bzw. Dienst­leis­tun­gen sind iden­tisch, da die Beklag­ten die Anga­ben "WOW Bot" und "World of War­craft Bot" eben­falls für den Ver­trieb von Com­pu­ter­spiel­soft­ware benut­zen.
Es besteht zudem eine hohe Zei­chen­ähn­lich­keit. Der Bestand­teil "Bot" der Ver­let­zer­zei­chen "WOW Bot" und "World of War­craft Bot" ist rein beschrei­bend für die von den Beklag­ten ange­bo­te­ne Bot-Soft­ware. Die aus­schließ­lich prä­gen­den Bestand­tei­le der Ver­let­zer­zei­chen, "WOW" bzw. "World of War­craft", sind iden­tisch mit den Gemein­schafts­mar­ken der Her­stel­le­rin.
Bei Berück­sich­ti­gung der vor­ste­hen­den genann­ten Umstän­de sowie der zwi­schen ihnen bestehen­den Wech­sel­wir­kung besteht vor­lie­gend Ver­wechs­lungs­ge­fahr im Sin­ne von Art. 9 Abs. 1 lit b) GMV. Es besteht die Gefahr, dass der ange­spro­che­ne Ver­kehr davon aus­geht, dass die Par­tei­en in geschäft­li­cher Ver­bin­dung ste­hen.
Die Benut­zung der streit­ge­gen­ständ­li­chen Anga­ben ist – ent­ge­gen der Ansicht der Beklag­ten – auch nicht durch Art. 12 GMV gerecht­fer­tigt.
Zum einen beschrän­ken sich die Beklag­ten mit den streit­ge­gen­ständ­li­chen Bezeich­nun­gen nicht dar­auf, Anga­ben über die Merk­ma­le oder die Bestim­mung ihres Ange­bots gemäß Art. 12 lit. b) und lit. c) GMV zu machen.
Zum ande­ren ent­spricht die Benut­zung der streit­ge­gen­ständ­li­chen Anga­ben nicht den anstän­di­gen Gepflo­gen­hei­ten in Gewer­be oder Han­del. Die­se ver­lan­gen, den berech­tig­ten Inter­es­sen des Mar­ken­in­ha­bers nicht in unlau­te­rer Wei­se zuwi­der zu han­deln. Wie bereits oben aus­ge­führt ver­stößt die Benut­zung der streit­ge­gen­ständ­li­chen Bots sowie das Ange­bot und der Ver­trieb der Bots in wett­be­werbs­recht­lich rele­van­ter Wei­se gegen die legi­ti­men Inter­es­sen der Her­stel­le­rin bzw. ihrer indi­rek­ten Toch­ter­ge­sell­schaft. Damit han­deln die Beklag­ten den berech­tig­ten Inter­es­sen der Her­stel­le­rin als Mar­ken­in­ha­be­rin zuwi­der.
Das Ver­bot erstreckt sich zudem zu Recht auf das gesam­te Gebiet der Euro­päi­schen Uni­on.
Das Land­ge­richt Ham­burg, aber auch das Han­sea­ti­sche Ober­lan­des­ge­richt, sind gemäß Artt. 97 Abs. 1 bis 4, 98 Abs. 1 GMV als Gemein­schafts­mar­ken­ge­richt tätig gewor­den. Die Reich­wei­te des von einem sol­chen Gemein­schafts­mar­ken­ge­richt gemäß Art. 102 GMV aus­ge­spro­che­nen Ver­bots, Hand­lun­gen, die eine Gemein­schafts­mar­ke ver­let­zen oder zu ver­let­zen dro­hen, fort­zu­set­zen, erstreckt sich grund­sätz­lich auf das gesam­te Gebiet der Euro­päi­schen Uni­on 31.
Han­sea­ti­sches Ober­lan­des­ge­richt Ham­burg, Urteil vom 6. Novem­ber 2014 – 3 U 86/​13
BGH, GRUR 2012, 850, 852 Rn. 25 – www.rainbow.at II[↩]
Köhler/​Bornkamm, UWG, 32. Auf­la­ge, 2014 Einl. Rn.05.22, 5.41, 5.43[↩]
Köhler/​Bornkamm, UWG, 32. Auf­la­ge, 2014, § 8 Rn. 3, 27[↩]
BGH, GRUR 1995, 697, 699 – FUNNY PAPER; OLG Ham­burg, GRUR-RR 2005, 167[↩]
OLG Ham­burg, GRUR-RR 2005, 167[↩]
BGH, GRUR 1995, 697, 699 – FUNNY PAPER[↩]
BGH, GRUR 2004, 877, 878 f. – Wer­be­blo­cker; BGH, GRUR 2001, 258 – Immo­bi­li­en­preis­an­ga­ben; BGH GRUR 2001, 260 – Viel­fach­ab­mah­ner[↩]
BGH, GRUR 2004, 877, 878 – Wer­be­blo­cker m. w. N.[↩]
Köhler/​Bornkamm, UWG, 32. Auf­la­ge, 2014, § 2 Rn. 101[↩]
BGH, Urteil vom 28.11.1994 – II ZR 11/​94[↩]
BGH, NJW 1995, 583, 585[↩]
BGH, GRUR 2009, 173, 175 f. – bundesligakarten.de; BGH, GRUR 2007, 800 – Außen­dienst­mit­ar­bei­ter[↩]
vgl. OLG Düs­sel­dorf, NJW-RR 2003, 104 zur ein­fa­che Lie­fer­an­fra­ge eines außer­halb eines Ver­triebs­bin­dungs­sys­tems ste­hen­den gewerb­li­chen Abneh­mers bei einem gebun­de­nen Ver­trags­händ­ler[↩]
BGH, GRUR 2009, 173, 176 – bundesligakarten.de[↩]
BGH, GRUR 2009, 173, 176 Rn. 37 – bundesligakarten.de; BGH, GRUR 2006, 879 Rn. 12 – Flüs­sig­gas­tank; BGH, GRUR 2007, 800, 801 Rn.20 – Außen­dienst­mit­ar­bei­ter[↩]
BGH, GRUR 2000, 724 – Außen­sei­ter­an­spruch II; BGH, GRUR 2002, 795, 798 – Titel­ex­klu­si­vi­tät; BGH, GRUR 2007, 800 – Außen­dienst­mit­ar­bei­ter[↩]
BGH, GRUR 2014, 785, 788 Rn. 35 – Flug­ver­mitt­lung im Inter­net; BGH, GRUR 2009, 173, 176 Rn. 35 – bundesligakarten.de[↩]
BGH, GRUR 2009, 173, 176 Rn. 38 – bundesligakarten.de; BGH, GRUR 2002, 548, 549 – Miet­wa­gen­kos­ten­er­satz[↩]
BGH, GRUR 2014, 785, 787 Rn. 23 und 40 – Flug­ver­mitt­lung im Inter­net; BGH, GRUR 2011, 1018 Rn. 65 – Auto­mo­bil-Online­bör­se; BGH, GRUR 2010, 346 Rn. – Ruf­um­lei­tung; BGH, GRUR 2010, 642 Rn. 53 – WM-Mar­ken; BGH, GRUR 2009, 878, 879 f. Rn. 13 – Frä­s­au­to­mat[↩]
vgl. OLG Ham­burg, MMR 2013, 453, 455 – Runes of Magic; BGH NJW 1995, 583, 584 zur Erfor­der­lich­keit der Her­stel­lung von Chan­cen­gleich­heit durch sport­li­che Regel­wer­ke[↩]
LG Ham­burg, MD 2011, 1031 ff. – Runes of Magic[↩]
BGH, GRUR 2014, 785, 787 Rn. 23 – Flug­ver­mitt­lung im Inter­net; BGH, GRUR 2011, 1018 Rn. 65 – Auto­mo­bil-Online­bör­se; BGH, GRUR 2010, 346 Rn. – Ruf­um­lei­tung; BGH, GRUR 2010, 642 Rn. 53 – WM-Mar­ken; BGH, GRUR 2004, 877, 879 – Wer­be­blo­cker[↩]
vgl. BGH, GRUR 1996, 781, 782 – Ver­brauchs­ma­te­ria­li­en; BGH, GRUR 1990, 528, 530 – Rol­len­clips m.w.N.[↩]
vgl. Harte/​Henning/​Omsels, UWG, 3. Aufl.2013, § 4 Rn. 107 m.w.N.; ähnl. BGH, GRUR 2000, 521, 526 – Modul­ge­rüst zu § 1 UWG a.F.: Beein­träch­ti­gung der Ori­gi­nal­wa­re als Gren­ze des Kom­pa­ti­bi­li­täts­in­ter­es­ses des Mit­be­wer­bers[↩]
BGH, GRUR 2014, 883, 884 f. Rnrn. 17, 31 – Geschäfts­füh­rer­haf­tung[↩]
BGH GRUR-RR 2010, 359 Rn. 16 ff. – CCCP, unter Hin­weis auf EuGH, GRUR 2003, 55 Rn. 51 ff. – Arse­nal Foot­ball Club; BGH, GRUR 2008, 793 Rn. 15 – Ril­len­kof­fer[↩]
BGH a. a. O. – CCCP – unter Hin­weis auf EuGH, GRUR 2008, 698 Rn. 57 – O2/​Hutchison; EuGH, GRUR 2009, 756 Rn. 58 – L’Oreal/Bellure; BGHZ 171, 89 Rn. 22 – Pra­li­nen­form; BGH, GRUR 2009, 484 Rn. 60 – METROBUS[↩]
BGH a. a. O. – CCCP; BGH, GRUR 2004, 865, 866 – Mus­tang[↩]
BGH, GRUR 2007, 65 ff.[↩]
EuGH GRUR 1998, 387, 389 f. Rn. 22 f. – Sabel/​Puma; EuGH GRUR 1998, 922, 923 Rn. 16 f. – Canon; BGH GRUR 2007, 780 Rn. 33 – Pra­li­nen­form I; BGH GRUR 2008, 258 Rn.20 – INTERCONNECT/​T‑InterConnect; BGH GRUR 2009, 766 Rn. 26 – Stoff­fähn­chen[↩]
EuGH, GRUR 2011, 518, 520 Rn. 50 – Express Fran­ce SAS/​Chronopost SA[↩]
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