Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4200.htm
Timestamp: 2018-11-19 01:39:49
Document Index: 379697632

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 22', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

4.200 Hochwiesen-Pfullinger Berg
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet »Hochwiesen - Pfullinger Berg« vom 16. März 1992 (GBl. v. 05.06.1992, S. 272).
Auf Grund von §§ 21, 58 und 64 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie des Rates vorn 27. Juni 1985 über die Umweltverträglichkeitsprüfung bei bestimmten öffentlichen und privaten Projekten (85/337/EWG) vom 12.Dezember 1991 (GBl. S. 848), und der §§ 22 und 33 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Stadt Pfullingen, Gemarkung Pfullingen, Landkreis Reutlingen wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Hochwiesen - Pfullinger Berg«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 68,81 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Pfullingen
· die Flurstücke Nr. 14410/2 teilweise, 14410/3, 14411/1, 14411/2, 14411/3, 14411/4, 14412/1, 14412/2, 14413, 14414, 14415, 14416, 14417, 14418, 14419/1, 14422/1, 14422/2, 14422/3, 14422/4, 14423, 14424, 14425, 14429, 14430, 14431, 14432, 14433, 14434, 14435, 14436, 14437, 14438, 14439, 14440, 14441, 14442, 14443, 14444, 14445, 14446/2, 14447, 14448, 14449, 14450, 14451, 14452, 14453, 14455, 14455/1, 14455/2, 14456, 14457/1, 14457/2, 14458, 14459, 14460/1, 14460/2, 14461, 14462, 14462/2, 14463, 14464/1, 14465, 14466, 14467/1, 14467/2, 14468, 14469, 14470, 14471, 14472/1, 14472/2, 14473, 14474, 14475, 14476, 14477/1, 14477/2, 14477/3, 14478, 14479, 14480, 14481, 14482, 14483, 14484, 14485, 14486, 14487, 14488, 14489, 14490, 14491, 14492, 14493, 14494, 14495, 14496, 14497, 14498, 14499, 14500, 14501, 14502, 14503, 14504, 14505, 14506, 14507, 14508, 14509, 14510, 14511, 14512, 14513, 14514, 14515, 14516/1, 14516/2, 14517, 14518, 14519, 14520/1, 1452012, 14521, 14522/1, 14522/2, 14522/3, 14523, 14523/1, 14524, 14525, 14526, 14527, 14528/1, 14528/2, 14529, 14530, 14531, 14532, 14533, 14534, 14537/2, 14538 sowie die Feldwege Nr. 88/3 und Nr. 257 teilweise.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 25. April 1991 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Im Falle des Widerspruchs zwischen der textlichen Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung gelten die in der Karte getroffenen Festlegungen. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen und beim Landratsamt Reutlingen in Reutlingen auf die Dauer von drei Wochen beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
· die Erhaltung eines weiträumigen Bergwiesenbereichs mit angrenzendem Wald als Lebensraum für zahlreiche seltene und vom Aussterben bedrohte Pflanzen- und Tierarten;
· die Erhaltung einer kulturhistorisch und landschaftlich wertvollen Albflächen‑Landschaft, wie sie in dieser Intaktheit als Komplex aus Magerwiesen, Baumgruppen und Waldmänteln fast nirgendwo mehr anzutreffen ist.
13. in dem Schutzgebiet Starts oder Landungen mit Luftfahrzeugen oder Modellflugzeugen durchzuführen;
16. Grünland in Ackerland umzubrechen;
17. auf Grünland mehr als zwei Schnitte im Jahr vorzunehmen, wobei der erste Schnitt nicht vor dem 15. Juli erfolgen darf und das Mähgut jeweils entfernt oder ordnungsgemäß verwertet werden muß;
18. in dem Schutzgebiet Schafe weiden zu lassen.
a) der Waldrandbereich mit seinem Gebüschmantel erhalten bleibt und vervollständigt wird,
b) die Holzabfuhr nur in der Zeit nach der ersten Mahd (15. Juli) bis zum 31. März eines jeden Jahres erfolgen darf;
3. für die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang, ausgenommen § 4 Abs.2 Nr. 5, 7, 9, 16 und 18 und der Maßgabe, daß
‑ für die landeseigenen Flächen (Flurstücke Nr. 14430, 14431, 14432, 14434, 14435, 14436, 14437, 14439, 14443, 14457/1, 14457/2, 14461, 14471, 14476, 14477/1, 14477/2, 14477/3, 14479, 14485, 14487, 14488, 14490, 14495, 14499, 14528/1, 14528/2)
‑ für die gemeindeeigenen Flächen (Flurstücke Nr. 14410/3, 14418, 14424, 14429, 14433, 14438, 14453, 14460/1, 14462, 14480, 14494, 14496, 14501, 14502, 14523/1, 14527, 14529, 14530, 14531)
‑ für die Flurstücke Nr. 14413, 14414 und 14452 zusätzlich § 4 Abs. 2 Nr. 15 und 17 Gültigkeit behält;
§ 4 der Verordnung über Anwendungsverbote für Pflanzenschutzmittel (Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung) vom 27. Juli 1988 (BGBl. 1 S. 1196), geändert durch Verordnung vom 22. März 1991 (BGBl. I S. 796), bleibt unberührt;
5. für die sonstige bisher rechtmäßigerweise ausgeübte Nutzung der Grundstücke und Wege sowie der rechtmäßigerweise bestehenden Einrichtungen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang sowie deren Unterhaltung und Instandsetzung;
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Landratsamts Reutlingen zum Schutz von Naturdenkmalen im Landkreis Reutlingen vom 19. Dezember 1979, soweit sie sich auf das Naturdenkmal 415.659 »Bergwiese« bezieht, außer Kraft.
TÜBINGEN, den 16. März 1992