Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%20141/78
Timestamp: 2019-10-20 20:26:02
Document Index: 31414945

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 21', '§ 39', '§ 723', '§ 39', 'BGH', '§ 54', '§ 54', '§ 873', '§ 54', 'BGH', '§ 714', 'BGH', 'BGH', '§ 714', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 02.04.1979 - II ZR 141/78 - dejure.org
BGH, 02.04.1979 - II ZR 141/78
https://dejure.org/1979,847
BGH, 02.04.1979 - II ZR 141/78 (https://dejure.org/1979,847)
BGH, Entscheidung vom 02.04.1979 - II ZR 141/78 (https://dejure.org/1979,847)
BGH, Entscheidung vom 02. April 1979 - II ZR 141/78 (https://dejure.org/1979,847)
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§§ 21 ff, 705 ff BGB, Abgrenzung zwischen Verein und BGB-Gesellschaft (GbR), hier im Hinblick auf das Ausscheiden (§ 39 BGB - § 723 BGB), 'Mischformen'
Streit über die Mitgliedschaft in einer "Werbegemeinschaft" von Mietern eines Einkaufszentrums - Wirksamer Austritt aus der Werbegemeinschaft - Ausschluss eines Kündigungsrechts - Werbegemeinschaft als Gesellschaft Bürgerlichen Rechts (GbR) oder nichtrechtsfähiger Verein ...
Zur Anwendung des BGB § 39 Abs 2 auf nichtrechtsfähige Vereine - Kündigungsrecht bei nichtrechtsfähigen Personenvereinigungen
NJW 1979, 2304
MDR 1980, 122
DB 1979, 2173
Dieses Ergebnis steht - entgegen der Meinung der Revision - im Einklang mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 2. April 1979 (- II ZR 141/78 - NJW 1979, 2304).
dd) Für eine Gleichbehandlung des nichtrechtsfähigen Vereins und der GbR im Hinblick auf die Erforderlichkeit der Eintragung der Mitglieder spricht auch, dass eine trennscharfe Abgrenzung von Verein und Personengesellschaften gerade bei Mischformen, die Elemente sowohl des Vereins als auch der Gesellschaft kombinieren, unmöglich ist (vgl. BGH, Urteil vom 2. April 1979 - II ZR 141/78, NJW 1979, 2304, 2305;… MüKoBGB/Arnold, 7. Aufl., § 54 Rn. 4;… jurisPK-BGB/Bergmann, 7. Aufl., § 54 Rn. 9;… Staudinger/Gursky, BGB [2012], § 873 Rn. 101).
Aus der Entscheidung des II. Zivilsenats vom 2. April 1979 (II ZR 141/78, NJW 1979, 2304 ff.) können die Rechtsbeschwerdeführer für ihre gegenteilige Ansicht nichts herleiten.
Auf nicht rechtsfähige Personenvereinigungen, die wie ein rechtsfähiger Verein mit einer körperschaftlichen Verfassung und einem Gesamtnamen ausgestattet sind, ist allerdings ungeachtet der Verweisung des § 54 Satz 1 BGB im Zweifel Vereinsrecht anzuwenden (BGH, Urteil vom 2. April 1979 - II ZR 141/78, WM 1979, 969 970).
Nach ständiger Rechtsprechung können die Mitglieder einer BGB-Gesellschaft ihre Haftung auf das Gesellschaftsvermögen auch in der Weise begrenzen, daß die Vertretungsmacht des geschäftsführenden Gesellschafters (§ 714 BGB) gesellschaftsvertraglich entsprechend beschränkt wird und diese Beschränkung der Vertretungsmacht - zumindest nach einer Prüfung - für Dritte erkennbar ist (so schon RGZ 63, 62, 65; 90, 173, 176; 155, 75, 87; fortgeführt von BGHZ 61, 59, 67; 113, 216, 219;… BGH, Urt. v. 10.05.1971 - II ZR 177/68, NJW 1971, 1698; Urt. v. 02.04.1979 - II ZR 141/78, NJW 1979, 2304, 2306; Urt. V. 25.10.1984 - VII ZR 2/84, NJW 1985, 619 = ZfBR 1985, 34, 35;… Urt. v. 06.04.1987 - II ZR 101/86, NJW 1987, 3124, 3125;… Urt. v. 08.12.1988 - VII ZR 242/87, WM 1989, 377, 379;… Urt. v. 12.03.1990 - II ZR 312/88, NJW-RR 1990, 867;… ebenso die herrschende Meinung im Schrifttum, vgl. MünchKomm/Ulmer, 2. Aufl. 1984, § 714 Rdn. 32 ff. m.w.N.).
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist lediglich ausgesprochen worden, daß sich auch die Benennung der Rechts form mittelbar auf die Haftung der Gesellschafter auswirken könne, wenn sie die Begrenzung der Vertretungsmacht deutlich zum Ausdruck bringen (vgl. BGH, Urt. v. 02.04.1979 - II ZR 141/78, NJW 1979, 2304, 2306;… BGH, Urt. v. 25.10.1984 - VII ZR 2/84, NJW 1985, 619).
Als Beispiel wird eine Personengesellschaft angeführt, die im Rechtsverkehr als Verein auftritt; in einem solchen Falle komme eine persönliche Haftung der Mitglieder grundsätzlich nicht in Betracht, weil bei einem Verein die Vertretungsmacht seiner Organe typischerweise auf eine Verpflichtung des Vereinsvermögens beschränkt sei und das im Rechtsverkehr auch so verstanden werde (BGH NJW 1979, 2304, 2306).
Eine Durchgriffshaftung einzelner Mitglieder besteht selbst dann nicht, wenn ein eingetragener Idealverein sich wirtschaftlich betätigt und dabei das Nebenzweckprivileg überschreitet (…vgl. BGHZ 175, 12 = NZG 2008, 670 Rn. 14; BGH Urteil vom 2. April 1979 - II ZR 141/78 - NJW 1979, 2304, 2306).
Vereinsrecht: Wirksamkeit des Austritts aus der Grundeigentümergemeinschaft einer …
Handelt es sich danach aber bei dem Kläger um eine Mischform zwischen einem Verein und einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, ist eine Fallgestaltung gegeben, wie sie der - vom Berufungsgericht herangezogenen - Senatsentscheidung (BGH, Urteil vom 2. April 2004 - II ZR 141/78, WM 1979, 969) zugrunde lag.
Möglich ist aber auch, dass für verschiedene Regelungsbereiche der Vereinigung teils Normen des Vereinsrechts, teils solche des Gesellschaftsrechts Anwendung finden (vgl BGH vom 2.4.1979 - II ZR 141/78 - NJW 1979, 2304) .
Die über eine derartige angemessene Regelung erheblich hinausgehende Zwangsmitgliedschaft ist bedenklich (…so auch Wolf/Eckert/Ball Rdn. 714;… anderer Ansicht: Bub/Treier II Rdn. 501 a;… Fritz, Gewerberaummietrecht, 2. Aufl., Rdn. 127 a;… Schmid Rdn. 5413; LG Berlin NZM 2001, 338; offen gelassen vom BGH NJW 1979, 2304 f.), da sie gewichtige Interessen des Mieters verletzen kann.
Dabei kann auf sich beruhen, ob er als GbR oder nicht rechtsfähiger Verein oder als Mischform zwischen einem solchen Verein und einer GbR (vgl. dazu BGH-Urteil vom 2. April 1979 II ZR 141/78, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1979, 2304) zu beurteilen ist.
AG Grevenbroich, 14.03.1997 - 11 C 460/96
Anwendung der Vorschriften über die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) auf …