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Timestamp: 2019-06-19 06:11:31
Document Index: 58381862

Matched Legal Cases: ['§ 39', '§ 74', 'Art. 14', '§ 40', '§ 17', '§ 74', '§ 40', 'Art. 14', 'Art. 14', '§ 74', 'Art. 14', '§ 17', 'BGH', 'Art. 14', 'BGH', '§ 17', '§ 74', '§ 75', '§ 74', '§ 137', '§ 261']

Rechtsprechung: NJW 1987, 2884 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Düsseldorf, 19.03.1987
BVerwG, 22.05.1987 - 4 C 17 - 19.84, 4 C 17.84, 4 C 18.84, 4 C 19.84
https://dejure.org/1987,368
BVerwG, 22.05.1987 - 4 C 17 - 19.84, 4 C 17.84, 4 C 18.84, 4 C 19.84 (https://dejure.org/1987,368)
BVerwG, Entscheidung vom 22.05.1987 - 4 C 17 - 19.84, 4 C 17.84, 4 C 18.84, 4 C 19.84 (https://dejure.org/1987,368)
BVerwG, Entscheidung vom 22. Mai 1987 - 4 C 17 - 19.84, 4 C 17.84, 4 C 18.84, 4 C 19.84 (https://dejure.org/1987,368)
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Innerstädtische Verbindungsstraße
Planfeststellungsbeschluß, Ausgleichsanspruch, § 39 Abs. 1 StrG, § 74 Abs. 2 Satz 3 VwVfG, Zumutbarkeitsgrenze, Art. 14 GG;
§ 40 VwGO, Verwaltungsrechtsweg für Ansprüche nach § 17 Abs. 4 Satz 2 FStrG aF und § 74 Abs. 2 Satz 2 VwVfG (Hinweis: vgl. hierzu nun auch § 40 II 1, 2. HS VwGO Fassung ab 1.1.02)
Entschädigungsansprüche; Verkehrslärm; Verwaltungsrechtsweg
BVerwG, 05.04.1984 - 4 C 17.84
BVerwGE 77, 295
NJW 1987, 2884
NVwZ 1987, 1080 (Ls.)
DVBl 1987, 1011
DÖV 1987, 1108
Das gilt - und zwar in besonderem Maße - auch für das tatsächliche und rechtliche Verhältnis von privatem Baugrund und öffentlicher Straße sowie der von ihr ausgehenden und sich auf den privaten Baugrund auswirkenden Immissionen (vgl. BVerfGE 72, 66 (76) [BVerfG 12.03.1986 - 1 BvL 81/79]; 79, 174 (198) [BVerfG 24.11.1988 - 2 BvC 6/88]; vgl. ferner BVerwGE 77, 295 (297 f.)).
Die Beeinträchtigungen können aber auch wegen ihrer unvermeidbaren Intensität und überwiegender öffentlicher Belange im Hinblick auf Art. 14 Abs. 1 GG einen finanziellen Ausgleich erfordern (vgl. BVerfGE 58, 137 (147 ff.) [BVerfG 14.07.1981 - 1 BvL 24/78]; 79, 174 (192) [BVerfG 24.11.1988 - 2 BvC 6/88]; BVerwGE 77, 295 (297 f.); 84, 361 (367 f. [BVerwG 15.02.1990 - 4 C 45/87]); 94, 1; vgl. auch BVerwGE 80, 184 (190) [BVerwG 07.09.1988 - 4 N 1/87]; B. Sommer, ZfBR 1990, 54 ff. (55)).
Auch in diesem Bereich, der oberhalb der sog. Enteignungsschwelle liegt, findet eine Enteignung im Sinne des Art. 14 Abs. 3 Satz 1 GG nicht statt, wenn man einen Enteignungsbegriff, wie er vom Bundesverfassungsgericht inzwischen entwickelt worden ist, zugrunde legt (vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Mai 1987 - BVerwG 4 C 17- 19.84 - BVerwGE 77, 295 [298]; vgl. auch BVerfGE 79, 174 [192]).
In der Rechtsprechung ist aber hinreichend geklärt, daß dem betroffenen Eigentümer in einem derartigen Falle auf Antrag ein Anspruch auf Übernahme des Grundstücks gegen Entschädigung zusteht (vgl. Urteil vom 23. Januar 1981 - BVerwG 4 C 4.78 - BVerwGE 61, 295 [305]; Urteil vom 5. Dezember 1986 - BVerwG 4 C 13.85 - BVerwGE 75, 214 [259 f.]; Urteil vom 22. Mai 1987 - BVerwG 4 C 17-19.84 - BVerwGE 77, 295 [298]).
Sie übersieht - möglicherweise -, daß sich die Bestandskraft des Planfeststellungsbeschlusses insoweit nur in Fällen auswirken kann, in denen der Betroffene die Anordnung von Schutzauflagen geltend machen könnte und dies zu einem Billigkeitsanspruch in Geld führt (vgl. BVerwG, Urteil vom 22. März 1985 - BVerwG 4 C 15.83 - BVerwGE 71, 166 [174]; vom 22. Mai 1987 - BVerwG 4 C 17-19.84 - BVerwGE 77, 295 [297]; BVerwG, Urteil vom 11. November 1988 - BVerwG 4 C 11.87 - Buchholz 316 § 74 VwVfG Nr. 6 = NVwZ 1989, 255).
Das ist zwar regelmäßig der Fall, wenn im Planfeststellungsbeschluß Ansprüche aus Enteignung nicht vorbehalten werden, weil dies zu einem Rechtsverlust führen kann (vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Mai 1987 - BVerwG 4 C 17- 19.84 - BVerwGE 77, 295 [297]).
Für die Bemessung des genannten Anspruches stellt die Höhe der Kosten, die dem immissionsbetroffenen Nachbarn aus der Durchführung der erforderlichen Schallschutzmaßnahmen am Gebäude erwachsen, neben anderen Gesichtspunkten - wie etwa der Beeinträchtigung des Außenwohnbereichs (vgl. hierzu BVerwGE 51, 15 [BVerwG 21.05.1976 - IV C 80/74]) - einen maßgeblichen Richtpunkt dar (zur Angemessenheit des Ausgleichsanspruches vgl. auch Kuschnerus, DVBl. 1986, 429 und BVerwGE 77, 295 ).
Wird ein Planfeststellungsbeschluß ohne einen solchen Ausspruch bestandskräftig, so kann der Betroffene diesen Anspruch nicht mehr gerichtlich geltend machen (vgl. BVerwGE 71, 166 [BVerwG 22.03.1985 - 4 C 15/83]; 77, 295 ).
Diese Verschiebung der einzuhaltenden planungsrechtlichen Zumutbarkeitsschwelle für Lärmimmissionen von Verkehrsanlagen kann bei den hier prognostizierten Dauerschallpegeln bis zu 70 dB (A) vor den der Straße zugewandten Fassaden der angrenzenden Gebäude von Bedeutung sein für die Prüfung der Frage, ob der Bebauungsplan insgesamt, insbesondere unter dem Blickpunkt der verfassungsrechtlichen Eigentumsgarantie des Art. 14 Abs. 1 GG (vgl. hierzu BVerwGE 77, 295 ), den Anforderungen des Abwägungsgebotes noch genügt.
Dies hat der Senat für die inhaltsgleichen Bestimmungen der Verwaltungsverfahrensgesetze anderer Bundesländer wie auch insbesondere für die ebenfalls vergleichbare Regelung des § 17 Abs. 4 Satz 2 FStrG a.F. bereits mehrfach ausgesprochen (vgl. BVerwGE 51, 15 ; 77, 295 ;… s. auch zuletzt Beschluß vom 5. Oktober 1990 - BVerwG 4 CB 1.90 - a.a.O.).
Ist eine sinnvolle Nutzung des Grundstücks wegen der Lärmbelastung ausgeschlossen, so steht dem betroffenen Eigentümer in einem derartigen Fall auf Antrag ein Anspruch auf Übernahme des Grundstücks gegen Entschädigung zu (vgl. BVerwGE 61, 295 ; 75, 214 ; 77, 295).
aa) Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat für den Bereich des Straßenbaus entschieden, daß ein öffentlich-rechtlicher, unter dem Gesichtspunkt des enteignenden Eingriffs geltend gemachter Entschädigungsanspruch wegen Lärmimmissionen infolge nicht ausreichender Schallschutzmaßnahmen dann ausscheidet, wenn die öffentliche Unternehmung (in jenem Fall der Ausbau einer Autobahn), die zu der Lärmimmission führt, auf einem bestandskräftigen Planfeststellungsbeschluß beruht, der Schallschutzmaßnahmen nicht berücksichtigt (BGHZ 140, 285, 293 ff., 298 ff., beruhend auf der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, NJW 1987, 2884 f.; NJW 1989, 467, 469).
Die Enteignung ist auf die vollständige oder teilweise Entziehung konkreter nach Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG geschützter Eigentumspositionen zur Erfüllung bestimmter öffentlicher Aufgaben gerichtet (vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 15. Juli 1981 - 1 BvL 77/78 - BVerfGE 58, 300, vom 19. Juni 1985 - 1 BvL 57/79 - BVerfGE 70, 191 [BVerfG 19.06.1985 - 1 BvL 57/79] und vom 9. Januar 1991 - 1 BvR 929/89 - BVerfGE 83, 201 [BVerfG 09.01.1991 - 1 BvR 929/89]; BVerwG, Urteile vom 22. Mai 1987 - BVerwG 4 C 17 - 19.84 - BVerwGE 77, 295 und vom 15. Februar 1990 - BVerwG 4 C 47.89 - BVerwGE 84, 361).
BGH, 21.01.1999 - III ZR 168/97
Entschädigung für passive Schallschutzmaßnahmen; Eigentumsrechtlicher Schutz …
Dagegen behandelt das Bundesverwaltungsgericht Ausgleichsansprüche nach § 17 Abs. 4 Satz 2 FStrG a.F., § 74 Abs. 2 Satz 3 VwVfG als einheitliche einfachgesetzlich normierte, vor die Verwaltungsgerichte gehörende Ansprüche, ohne Rücksicht auf die Intensität der Belästigungen oder der erheblichen Nachteile, also auch dann, wenn eine "enteignende Wirkung" des geplanten Vorhabens geltend gemacht wird (BVerwGE 77, 295 = NJW 1987, 2884 f; BVerwG NJW 1989, 467, 469).
Diese Regelung zielt zumindest auch darauf, die Belastungen, die mit der Planfeststellung eines Vorhabens und der damit nach § 75 Abs. 2 Satz 1 LVwVfG verbundenen Duldungspflicht Dritter für deren Eigentum verbunden sind, soweit zu vermeiden, dass diese entweder bereits nicht mehr als Grundrechtseingriff angesehen werden können oder jedenfalls als verhältnismäßige Belastung nicht zu einer Verletzung des Eigentumsgrundrechts führen (instruktiv hierzu BVerfG, Beschl. v. 20.02.2008 - 1 BvR 2722/06 -, NVwZ 2008, 780, 783; vgl. auch BVerwG, Urt. v. 22.05.1987 - 4 C 17 - 19/84 -, BVerwGE 77, 295).
Insofern wird die Frage, wann eine relevante Beeinträchtigung der Rechte Dritter gegeben ist, die dann zuvörderst eine Vermeidungspflicht und erst im zweiten Schritt eine Ausgleichspflicht nach sich zieht, von der Regelung des § 74 Abs. 2 Satz 2 LVwVfG ausgespart (…BVerwG, Urt. v. 09.02.1995 - 4 C 26/93 - BVerwGE 97, 367; Urt. v. 22.05.1987 - 4 C 17 - 19/84 -, BVerwGE 77, 295; Würtenberger, VBlBW 2007, 364, 370).
BVerwG, 11.11.1988 - 4 C 11.87
Dazu gehören nach feststehender Rechtsprechung des Senats auch Schallschutzfenster, wie sie im angefochtenen Bescheid - ergänzt durch klarstellende Hinweise während des Verwaltungsstreitverfahrens - dem Straßenbaulastträger zur Auflage gemacht worden sind (BVerwG, Urteil vom 22. Mai 1987 - BVerwG 4 C 17-19.81 - BVerwGE 77, 295 ; Beschluß vom 7. September 1988 - BVerwG 4 N 1.87 - DVBl. 1988, 1167).
BVerwG, 25.02.1988 - 4 C 32.86
Landesrechtlich erforderliche Verkehrsanalyse als Teil des Abwägungsmaterials im …
BVerwG, 19.03.2007 - 9 B 20.06
Entschädigungsanspruch; Gehörsverstoß; Hinweispflicht; Rechtsgespräch; …
BVerwG, 13.11.1995 - 4 B 236.95
Verwaltungsprozeßrecht: Voraussetzungen für die Revisibilität i.S. von § 137 Abs. …
VG Trier, 04.04.2018 - 9 K 11939/17
Klage auf Ersatz von Frostschäden wegen Bau des Hochmoselübergangs erfolglos
BVerwG, 13.06.1989 - 4 B 106.89
Rechtmäßigkeit eines Planfeststellungsbeschlusses zum Ausbau einer Kreisstraße - …
BVerwG, 10.08.1988 - 4 B 144.88
Vermittlung eines Nachbarschutzes durch ein Planungsbedürfnis - Bestehen eines …
OLG Düsseldorf, 19.03.1987 - 5 Ss (OWi) 90/87 - 63/87 I
https://dejure.org/1987,2346
OLG Düsseldorf, 19.03.1987 - 5 Ss (OWi) 90/87 - 63/87 I (https://dejure.org/1987,2346)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 19.03.1987 - 5 Ss (OWi) 90/87 - 63/87 I (https://dejure.org/1987,2346)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 19. März 1987 - 5 Ss (OWi) 90/87 - 63/87 I (https://dejure.org/1987,2346)
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Nach ihr können die Anforderungen an die Urteilsgründe hinsichtlich der Identifizierung des Betroffenen anhand eines Radarfotos (nur) entweder im Sinne der Auffassung des vorlegenden Gerichts (ebenso BayObLG VRS 61, 41; DAR 1993, 439; NZV 1995, 163; OLG Köln DAR 1982, 24; VRS 80, 374; NZV 1995, 202; OLG Düsseldorf VRS 73, 138; 74, 449; 76, 145; 76, 456; 78, 130; 80, 458; 87, 445; OLG Frankfurt NZV 1992, 86; OLG Hamm VRS 72, 196; NStE Nr. 91 zu § 261 StPO) oder aber der des Oberlandesgerichts Oldenburg (ebenso OLG Hamm NZV 1995, 118; vgl. auch OLG Oldenburg NZV 1995, 84) bestimmt werden.
OLG Köln, 16.11.1990 - Ss 289/90
Rechtmäßigkeit einer tatrichterlichen Beweiswürdigung im Rahmen der …