Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=21.07.2011&Aktenzeichen=IX%20ZB%20128%2F10
Timestamp: 2019-03-25 21:05:15
Document Index: 154522191

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 6', '§ 78', '§ 6', '§ 7', '§ 78', '§ 78', '§ 6', 'BGH', 'BGH', '§ 6', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 21.07.2011 - IX ZB 128/10 - dejure.org
InsO §§ 6, 7, § 78 Abs. 1, 2 Satz 3
§ 6 InsO, § 7 InsO, § 78 Abs 1 InsO, § 78 Abs 2 S 3 InsO
Insolvenzverfahren: Beschlussaufhebungsverfahren für nichtige Beschlüsse der Gläubigerversammlung
Anwendung des Beschlussaufhebungsverfahrens bei nichtigen Beschlüssen einer Gläubigerversammlung
Kein Beschlussaufhebungsverfahren bei nichtigen Beschlüssen der Gläubigerversammlung
InsO §§ 6, 7, 78 Abs. 1, 2 Satz 3
Kein Beschlussaufhebungsverfahren bei nichtigen Beschlüssen
Behandlung nichtiger Beschlüsse der Gläubigerversammlung
AG Neu-Ulm, 20.04.2010 - IN 483/09
LG Memmingen, 14.06.2010 - 42 T 722/10
ZIP 2011, 1626
MDR 2011, 1141
NZI 2011, 713
WM 2011, 1609
AnwBl 2011, 244
Zu einer ordnungsgemäßen Bekanntmachung der Tagesordnung gehört eine wenigstens schlagwortartige Bezeichnung der Tagesordnungspunkte (BGH…, Beschluss vom 20. März 2008 - IX ZB 104/07, ZIP 2008, 1030 Rn. 3; vom 21. Juli 2011 - IX ZB 128/10, ZIP 2011, 1626 Rn. 7).
Trifft die Gläubigerversammlung einen Beschluss über einen Gegenstand, der bei der öffentlichen Bekanntmachung nicht als Tagesordnungspunkt aufgeführt worden ist, ist dieser Beschluss der Gläubigerversammlung regelmäßig nichtig (BGH, Beschluss vom 21. Juli 2011 aaO).
LG Kleve, 05.04.2016 - 4 T 47/16
Beschlussfähigkeit der Gläubigerversammlung mangels Teilnahme und Vertretung …
Nach § 6 InsO unterliegen Entscheidungen des Insolvenzgerichts nur in den Fällen dem Rechtsmittel der sofortigen Beschwerde, in denen das Gesetz dies ausdrücklich vorsieht (vgl. BGH, Beschluss vom 21.07.2011, AZ. IX ZB 128/10, Rdn. 12, zitiert nach Juris).
Wirksamkeit der Gewährung von Unterhalt für die hinterbliebene Witwe des …
Ein Beschluss, den die Gläubigerversammlung seinem Inhalt nach mangels (enumerativ geregelter) Zuständigkeit nicht fassen darf, ist nichtig und deshalb unbeachtlich (vgl. nur BGH, Beschluss vom 21. Juli 2011, IX ZB 128/10, dort Rdnr. 12, zitiert nach juris).
Der Antrag auf Feststellung der Nichtigkeit ist unzulässig, da ein Beschluss Aufhebungsverfahren auch im Falle nichtiger Beschlüsse nicht stattfindet (vergleiche BGH, Beschluss vom 21. Juli 2011, IX ZB 128/10 = ZIinsO 2011, 1598 ff.; ZIP 2011, 1226 ff.).