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Timestamp: 2019-01-21 07:13:52
Document Index: 207292498

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 7', '§28', '§21', '§23', '§21', '§23', '§21', '§ 254', '§ 142', '§ 142', '§ 249', 'BGH', '§ 13', 'BGH']

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Lexikon für den Bereich Kfz und Unfallwesen
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Kosten für entgangenen Gewinn oder durch Ausfall eines Arbeitnehmers sind ersatzpflichtig, müssen aber im Einzelfall nachgewiesen werden.
Zeitverlust oder entgangener Urlaub ist im Regelfall nicht ersatzpflichtig.
Bei Haftpflichtschäden kann, falls das eigene Fahrzeug benötigt wird, aber nicht mehr einsatzfähig ist, während der unfallbedingten Ausfallzeit ein Ersatzfahrzeug oder alternativ eine Nutzungsausfallentschädigung beansprucht werden. Diese Ausfallzeit beginnt bei fahrfähigen und noch verkehrssicheren Fahrzeugen mit dem Beginn der Reparatur und endet mit dem Tag der Abholung vom Reparaturbetrieb. Bei nicht mehr fahrfähigen und nicht mehr verkehrssicheren Fahrzeugen beginnt diese Ausfallzeit bereits am Unfalltag. Bei Totalschaden erhalten Sie eine Wiederbeschaffungsdauer von max. 14 Kalendertagen. Längere Ausfallzeiten bedürfen einer stichhaltigen Begründung.
Daraus ergibt sich, dass grundsätzlich jeder Fahrzeugbesitzer für Schäden durch den Betrieb seines Fahrzeuges haften muss. Diese Haftung auf Grund der sog. „Betriebsgefahr“ tritt nur dann in den Hintergrund, wenn das Verschulden eines weiteren Unfallbeteiligten gravierend überwiegt oder der Verkehrsunfall für den Fahrer des Fahrzeuges auch bei größter Vorsicht nicht zu vermeiden war (unvermeidbares Ereignis). Die Betriebsgefahr kann bereits zu einer Mithaftung führen, wenn der Nachweis der Unvermeidbarkeit nicht erbracht werden kann, d. h. wenn nicht zu belegen ist, dass selbst ein „perfekter“ Fahrer bei größter Umsicht den Unfall nicht vermeiden hätte können.
Als Bagatellschaden bezeichnet man einen Schaden mit Instandsetzungskosten von unter 700,00€ (BGH AZ: VI ZR 365/03). In diesen Fällen kann die gegnerische Versicherung wegen der sog. "Schadenminderungspflicht" eine Erstattung der Kosten für das Gutachten ablehnen. Bei Bagatellschäden reicht ein Kostenvoranschlag einer KFZ-Werkstatt, besser wäre natürlich ein Kurzgutachten eines unseres KFZ-Sachverständigen. Sprechen Sie mich auch in solchen Fällen als KFZ-Sachverständigen ihres Vertrauens an.
In der Fahrzeugversicherung (Kasko) sind keine Schäden gedeckt, die beim normalen Betrieb des Fahrzeuges entstehen. Dies bedeutet, dass die Fahrzeugversicherung nicht für Schäden aufkommt, die ohne Einwirkung von außen während der Fahrt oder des normalen Fahrzeugeinsatzes entstehen, z. B. Motorschäden.
Das DIN Deutsches Institut für Normung e.V. ist die nationale Normungsorganisation in Deutschland. Der Verein entwickelt in Zusammenarbeit mit Handel, Industrie, Wissenschaft, Verbrauchern und Behörden technische Standards (Normen) zur Rationalisierung und Qualitätssicherung.
Differenzbesteuerte Fahrzeuge / Differenzbesteuerung
Da der Sachverständige auf diese konkreten Umstände keinerlei Einfluss hat, dürfte es ihm in aller Regel unmöglich sein, den konkreten Mehrwertsteueranteil im Rahmen der Differenzbesteuerung zu ermitteln. Entscheidend für die Schadenabwicklung ist jedoch in erster Linie die Feststellung, dass es sich bei dem Fahrzeug, für das der Wiederbeschaffungswert ermittelt wurde, typischerweise um ein Fahrzeug handelt, das im Handel unter Berücksichtigung der Differenzbesteuerung angeboten wird. Unter Berücksichtigung der Handelsspannen, die üblicherweise zwischen 5 und 15 % liegen, erscheint ein geschätzter Mehrwertsteueranteil von 2,4 % vom Wiederbeschaffungswert bei derartigen Fahrzeugen vertretbar. Bei Bedarf muss der Sachverständige hierauf hinweisen.
Nachdem 2009 die Beimischung von Biodiesel zum Dieselkraftstoff erhöht wurde, soll nun der Biokraftstoffanteil beim Benzin, wie von der europäischen Richtlinie über die Kraftstoffqualität (PDF-Dokument, extern, 160 KByte) gefordert, erhöht werden. Ab Anfang 2011 werden daher an Tankstellen in Deutschland auch Benzinsorten mit bis zu 10 % Bioethanol angeboten. Diese neuen Kraftstoffe werden mit E10 bezeichnet. "E" steht für Ethanol, die Zahl "10" für 10 %. Bisher betrug der Bioethanolanteil im Benzin bis zu 5 %.
E10 wird an Zapfsäulen deutlich gekennzeichnet: Dort steht der Name der Benzinsorte mit dem Namenszusatz "E10"- also beispielsweise "Super E10". Beim herkömmlichen Benzin steht an den Zapfsäulen wie bisher nur der Name der Benzinsorte - also beispielsweise "Super".
Fahrerinnen und Fahrer benzinbetriebener Fahrzeuge sollten sich, bevor sie das erste Mal E10 tanken, vergewissern, dass Ihr Fahrzeug den Kraftstoff verträgt. Etwa 90 % aller benzinbetriebenen Pkw können E10 tanken. Neufahrzeuge sind in der Regel E10-tauglich. Alle nicht nachgewiesen E10-verträglichen Fahrzeuge sollten ausschließlich die bisherigen Benzinsorten tanken. Die Kraftstoffanbieter werden in Deutschland per Verordnung verpflichtet, diese weiterhin anzubieten und zwar zeitlich unbefristet.
Die einzelnen Fahrzeughersteller geben Auskunft, ob Ihre Fahrzeugmodelle E10 vertragen. Pdf >>>> Richtlinie
Biokraftstoffe spielen eine wichtige Rolle beim Klimaschutz und bei der Energieversorgung: Im Vergleich zu herkömmlichen Kraftstoffen verursachen die heute verwendeten Biokraftstoffe weniger Treibhausgase und verbrauchen geringere Mengen vom immer knapper werdenden Erdöl. Das trägt dazu bei, die weltweiten Erdölvorkommen zu schonen. Gleichzeitig sinkt die Abhängigkeit vom Erdöl, das oftmals aus politisch instabilen Ländern importiert wird. Ein Großteil der benötigten Rohstoffe für Bioethanol dagegen wächst in Deutschland oder Europa.
Um die Umweltverträglichkeit von Biokraftstoffen zu gewährleisten, hat die Bundesregierung eine Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung erlassen. Danach gelten Biokraftstoffe nur dann als nachhaltig hergestellt, wenn sie - unter Einbeziehung der gesamten Herstellungs- und Lieferkette - eine bestimmte Mindestmenge an Treibhausgasen gegenüber fossilen Kraftstoffen einsparen. Des Weiteren dürfen zum Anbau der Pflanzen für die Biokraftstoffherstellung keine Flächen mit hohem Kohlenstoffgehalt oder mit hoher biologischer Vielfalt genutzt werden. Biokraftstoffe, die diese Nachhaltigkeitsstandards nicht einhalten, können weder steuerlich begünstigt noch auf die zu erfüllende Biokraftstoffquote angerechnet werden.
Übersteigen die Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert, kann man das Fahrzeug dennoch reparieren lassen, sofern die voraussichtlichen Kosten gemäß Sachverständigengutachten den Wiederbeschaffungswert um nicht mehr als 30 Prozent übersteigen und das Fahrzeug weiter genutzt werden soll.
Wer sein Fahrzeug nicht repariert oder auch keine umsatzsteuerpflichtige Ersatzbeschaffung vornimmt, kann auch die im Schadenbetrag enthaltene Mehrwertsteuer nicht geltend machen. Ebenso werden Schadenpositonen wie Verbringung (Bewegung des Fahrzeuges z.B. zur Lackiererei) oder „Fahrzeugreinigung vor Lackierung“ erst dann bezahlt, wenn repariert wurde. Bei Totalschaden werden die Kosten für „Ein-/Ausbau“ z. B. einer guten Musikanlage und Kosten der An-/Abmeldung nur bezahlt, wenn tatsächlich ein anderes Fahrzeug angeschafft (zugelassen) wurde. Damit der Versicherungs - Sachbearbeiter die Möglichkeit hat einen Haftpflichtschaden fiktiv abzurechnen, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:
Einschränkung der fiktiven Abrechnung seit 01.08.2002
Seit dem 01.08.2002 ist das Schadenersatzrechtsänderungsgesetz in Kraft getreten. Unter anderem erhält ein geschädigter Autofahrer nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall Mehrwertsteuer nur noch dann, wenn er nachweisen kann, dass diese entweder durch Reparatur oder Ersatzbeschaffung auch tatsächlich angefallen ist. Entschließt sich beispielsweise der Geschädigte, sein Fahrzeug nicht oder nurteilweise oder in Eigenleistung instandsetzen zu lassen, werden die gutachterlich festgestellten Reparaturkosten um die Mehrwertsteuer gekürzt.
Hotelkosten / Übernachtungskosten
Für Kosten durch das Schadenereignis wie Telefonate, Fahrten, Schriftwechsel u. a. wird von der Rechtsprechung regelmäßig ein Betrag von pauschal 15,00 bis 25,00 EUR je Schadensfall zugestanden. Entstehen höhere Kosten, so sind diese im Einzelfall nachzuweisen. Zulassungskosten Bei Totalschaden werden Kosten für Stillegung des Unfallfahrzeuges, Zulassung des Ersatzfahrzeuges und Kosten für die erforderlichen, amtlichen Kennzeichen ersetzt.
Soweit wirtschaftlich sinnvoll, werden bei Totalschaden Umbaukosten z. B. einer HiFi-Anlage, Freisprecheinrichtung oder Funkanlage in ein
Ersatzfahrzeug ersetzt, falls das Ersatzfahrzeug nicht über vergleichbare Ausrüstung verfügt. Gleiches gilt für sonstige Einbauten, z.B.
behindertengerechte Bedienungseinrichtungen. Diese sind durch Kostenvoranschlag oder Rechnung nachzuweisen.
Die Kosten für Bergung des Unfallfahrzeuges und Abschleppen in eine Fachwerkstätte in der Umgebung werden ersetzt. Nicht ersatzpflichtig
sind meist Kosten für Abschleppen über größere Entfernungen. Diese werden jedoch häufig von Schutzbriefversicherungen bezahlt (z.B.
Auslandsrückholung).
Kommt es auf einer Reise zu einem Unfall, können zusätzliche Kosten für Übernachtung der Fahrzeuginsassen entstehen, die vom Schädiger
Kosten für entgangenen Gewinn oder durch Ausfall eines Arbeitnehmers sind ersatzpflichtig, jedoch im Einzelfall nachzuweisen. Ein
Ausgleich für entgangenen Urlaub oder sonstigen Zeitverlust ist regelmäßig nicht ersatzpflichtig.
Kfz Sachverständiger beauftragen
Dies gilt auch, wenn die Versicherung selbst einen Sachverständigen beauftragt. Ein Verstoß gegen die sog. Schadenminderungspflicht kann dem Geschädigten auch nicht angelastet werden, wenn er trotz eines "Verzichts" des Versicherers einen unabhängigen Sachverständigen einschaltet. Um die Schadenhöhe festzustellen, können Sie uns auch bei vermeintlich sehr geringen Schäden kontaktieren.
Rollen lassen ohne Motorbremse
Auf der Landstraße wird das Rollen im Leerlauf schon zu einer vielversprechenderen Übung. Immerhin haben wir in Deutschland die Begrenzung auf 70 km/h an Kreuzungen. Meist fährt man die gleiche Strecke häufiger und weiß, wo die Schilder mit dem Tempolimit stehen. Mit dem rechtzeitigen Leerlauf erreichen Sie (nach ein wenig Übung) leicht die entsprechende Geschwindigkeit. Sie sollten allerdings auf nachfolgende Fahrzeuge achten, deren Fahrer(innen) nicht immer eine solche angepasste Fahrweise akzeptieren.
Durch die Stadt im höchsten Gang
Am meisten bringt das Rollenlassen in der Stadt, denn man fährt im Prinzip von einer Ampel zur nächsten. Oft kennt man schon deren Gewohnheiten. Kommt man im Leerlauf zu schnell an, kann man auch mit der Motorbremse arbeiten, weil dann der Verbrauch vollkommen auf Null sinkt. Bei älteren Fahrzeugen funktioniert das nur bis zur etwa doppelten Leerlaufdrehzahl. Dann setzt die Einspritzung wieder ein. Bei neueren und Diesel-Fahrzeugen kann das sogar bis zur Leerlaufdrehzahl gehen. Probieren Sie es an Ihrem Fahrzeug in verkehrslosen Zeiten aus. Sie merken genau, wann der Motor wieder einsetzt. Kurz vorher sollten Sie spätestens in einen niedrigeren Gang schalten. Benutzen Sie jedoch auch hier wieder den Rückspiegel. Manchmal gibt es eine Abbiegemöglichkeit nach rechts unmittelbar vor der Ampel. Wenn also das Fahrzeug hinter Ihnen rechts blinkt, dann sollten Sie Ihr verlangsamtes Abbremsmanöver nicht übermäßig ausdehnen.
Geringe Drehzahlen und Gänge überspringen
Sie werden es nicht glauben, aber auch beim Beschleunigen gibt es Einsparpotentiale. Wichtig ist, relativ zügig den höchsten Gang zu erreichen, den Sie dann auch in der Stadt möglichst beibehalten sollten. Haben Sie keine Angst um Ihren Motor, der verträgt alle Drehzahlen vom Leerlauf an. Achten Sie auf das Gaspedal, damit Sie nicht zu schnell werden. Eine etwas schwierigere Übung ist es, beim Beschleunigen Gänge zu überspringen. Versuchen Sie dies z.B. beim Fünfganggetriebe zunächst mit dem vierten. Also den dritten bis höchstens 2500 1/min ziehen und dann direkt in den fünften schalten. Auf keinen Fall dabei Gas geben, denn dann gefährden Sie die Kupplung und der ganze Spareffekt ist zum Teufel. Erst wenn Sie die Kupplung loslassen, ist Beschleunigen sinnvoll. Wenn das alles ruckfrei geht, probieren Sie es mit dem Weglassen des zweiten Ganges, am besten zunächst in verkehrarmen Zeiten.
Die Kraftfahrzeugsteuer wird nach Hubraum sowie nach Schadstoffausstoß und Kraftstoffverbrauch bemessen. Emissionsarme und verbrauchsgünstige Neufahrzeuge werden niedriger besteuert. Wie dies im Einzelfall aussieht, schlüsselt die Tabelle "Kfz-Steuersätze" auf.
Auch zahlreiche Autos, die noch auf die ältere Euro-Norm zugelassen sind, erfüllen bereits die verschärften Abgasgrenzwerte. Fahrer solcher Fahrzeuge können eine Änderung der Schlüsselnummer in den Kraftfahrzeugpapieren vornehmen lassen, um dadurch Steuern zu sparen.
Die genaue Einstufung verrät die Schlüsselnummer in den Kraftfahrzeugpapieren unter Ziffer "1" an fünfter und sechster Stelle.
Für Fahrzeuge, deren Abgasemissionen schlechter als Euro 2 sind oder keinen Partikelfilter besitzen, gelten höhere Kfz-Steuersätze (s. hierzu die "Kfz-Steuertabelle"). Durch eine Nachrüstung (z. B. mit einem G-Kat oder einem Partikelfilter) kann ggfs. eine bessere Einstufung möglich sein. Entsprechende Informationen hierzu erhalten Sie in Ihrem Kfz-Meisterbetrieb.
Bei zulassungspflichtigen Motorrädern ist die Berechnung der Steuer einfacher als bei Pkw. Die Jahressteuer beträgt 1,84 Euro je angefangene 25 Kubikzentimeter Hubraum.
Ein Kaskoschaden ist ein durch Sie selbst oder durch höhere Gewalt (Teilkasko) verursachter Schaden.
Im Kaskoschadensfall hat der Versicherungsnehmer bei einem selbst verschuldeten Unfall gemäss den Versicherungsbedingungen Anspruch auf Ersatz der unfallbedingten Schäden. Es handelt sich hier ausschliesslich um vertragliche Ansprüche, die streng zu trennen sind von den Schadenersatzansprüchen im Haftpflichtschadensfall. Die Höhe der Ersatzleistungen richtet sich stets nach den Versicherungsbedingungen (Kaskobedingungen). Je nach Vertrag hat der Versicherungsnehmer eine Selbstbeteiligung zu tragen.
Da im Fall eines Kaskoschadens kein Anspruch auf Kostenübernahme durch einen unabhängigen Sachver-ständigen besteht, ergibt sich folgendes Problem:
Je nach Höhe des Schadens, wird dieser durch einen Sachverständigen der Versicherung begutachtet
Dieser Sachverständige vertritt jedoch vorrangig die Interessen der Versicherung
daraus ergibt sich nicht selten ein immenser Nachteil für den Versicherten
Damit Ihre Interessen jedoch in vollem Umfang berücksichtigt werden, ist es (je nach Schadenshöhe) in jedem Fall ratsam, einen unabhängigen Sachverständigen hinzuzuziehen, auch wenn sein Gutachten nicht kostenlos ist.
Wer glaubt, er müsse als Geschädigter eines Kfz-Kaskoschadenfalls seinen Fahrzeugschaden so reguliert bekommen wie im Kfz-Haftpflichtschadenfall, der irrt.
Es gelten nämlich die AKB (Allgem. Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung).
Soweit nicht anders vereinbart sind folgenden Kosten üblich:
Den Ersatzteilkosten von Reifen und Kfz-Batterie wird ein Abzug entsprechend Alter und Zustand abgerechnet.
Je nach Fahrzeugart wird ab Beginn des 4. oder 5. Zulassungsjahres allen Ersatzteilkosten ein Abzug entsprechend Alter und Zustand abgerechnet.
Viele Kfz-Betriebe erheben in ihren Reparaturrechnungen einen prozentualen Aufschlag auf die unverbindlichen Preisempfehlungen für Originalersatzteile der Autohersteller. Dieser Aufschlag wird bei Kfz-Kaskoschäden in der Regel nicht erstattet.
Den Lackierkosten wird ein Abzug entsprechend Alter und Zustand des Fahrzeugs abgerechnet.
Rest- und Alteile
Haben die bei der Fahrzeugreparatur ausgebauten Altteile noch einen Veräußerungswert, wird dieser in der Regel vom Schaden abgezogen.
Fracht- und Transportkosten
Fracht- und Transportkosten werden - egal wie oft sie anfallen - in der Regel nur einfach bezahlt.
Ersatzwagenkosten werden in der Regel nicht erstattet.
Nutzungsausfall wird in der Regel nicht erstattet.
Kosten für Kfz-Zulassung werden in der Regel nicht erstattet.
Die Honorarrechnung des Gutachters wird im Kfz-Kaskoschadenfall nur bezahlt, wenn der Sachverständige von der Versicherung beauftragt wurde oder die Beauftragung mit dem Versicherer abgestimmt war.
mrekantile Wertminderung
Für diesen (merkantilen) Minderwert gewährt die Rechtsprechung dem Geschädigten einen Ausgleichsanspruch gegenüber der Versicherung, sofern das beschädigte Fahrzeug nicht älter als 60 Monate ist und eine Fahrleistung unter 125.000 km hat. In besonderen Einzelfällen besteht ein Anspruch auf Wertminderung auch dann, wenn die zuvor genannte 60-Monatsgrenze nur unwesentlich überschritten wird.
Frankfurt/Main (dpa) - Eine Autovermietungsfirma muss ihre Kunden stets auf den günstigsten Tarif für einen Unfallersatzwagen hinweisen. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt hervor. Die Richter wiesen damit die Zahlungsklage einer Autovermietung gegen einen Kunden zurück. Die Firma hatte auf Zahlung des teureren Tarifes geklagt (Az.: 30 C 2440/04-25). Nach dem Unfall hatte der Kunde für die Zeit der Reparatur seines eigenen Wagens ein Ersatzauto zum so genannten Unfallersatztarif von rund 1300 Euro gemietet. Der ««Normaltarif»» der Vermietung hätte im gleichen Zeitraum jedoch nur 980 Euro betragen. Die Firma wies den Kunden aber nicht auf diese Differenz hin. Erst als sich seine Versicherung weigerte, den in Rechnung gestellten Betrag vollständig zu übernehmen, wurde der Kunde auf die Differenz aufmerksam und verweigerte seinerseits die Zahlung. Laut Urteil hat das Vermietungsunternehmen seine Sorgfaltspflicht verletzt, indem es den Kunden nicht über den günstigeren Normaltarif informierte. Darüber hinaus sei ««kein betriebswirtschaftlicher Aspekt erkennbar, der einen solchen Preisunterschied bei Unfallersatzwagen rechtfertigen würde»», heißt es im Urteil.
Beurkundung von Rechtsgeschäfte und beglaubigt Unterschriften Sicherung der Grundbucheintrags
Obliegenheiten sind Pflichten des Versicherungsnehmers gegenüber der Kfz - Versicherung, die in § 7 AKB begründet sind. Dies können z. B. eine rechtzeitige Schadenmeldung, die Pflicht des Unfallbeteiligten zur Aufklärung des Tatbestandes aktiv beizutragen oder die Bestätigung durch Polizei und Jagdpächter nach einem Wildunfall sein.
Verstößt ein Versicherungsnehmer gegen diese Obliegenheiten, dann kann dies zur Leistungsverweigerung durch den Versicherer oder bei Haftpflicht-schäden zu Regressansprüchen führen.
Oldtimer Zulassungsnoten
Makelloser Zustand. Keine Mängel an Technik und Optik. Fahrzeuge der absoluten Spitzenklasse. Unrestauriertes, vollständig funktionsfähiges Original oder komplett und perfekt restauriertes Spitzenfahrzeug. Wie neu (oder besser). Sehr selten!
Oldtimer Definition
Im Duden steht als Definition zum Begriff ‚Oldtimer’ „Altes, gut gepflegtes Modell
eines Fahrzeuges (besonders eines Autos) mit Sammler- oder Liebhaberwert“. Alle zuvor genannten Faktoren beinhalten das Verhältnis zu einem Objekt, in diesem
Fall zu einem Automobil, welches aus dem Alltagsbild verschwunden ist, schon seit
geraumer Zeit vergessen war und im Moment wieder ins Bewusstsein gerückt wird.
Dieses ‚Vergessen’ bedingt natürlich, dass das Fahrzeug relativ selten (im Verhältnis
zur Masse) wahrgenommen wird. Zu dem Maß der Seltenheit addiert sich die Popularität
der einzelnen Modelle, so werden immer klassische Sportwagen und Cabriolets
schneller als Oldtimer bezeichnet als ein parallel hierzu und in größerer Stückzahl
existierendes Limousinenmodell.
Zu diesem objektiven Maß gesellt sich ein subjektiver Faktor, z.B. wird ein Zwanzigjähriger
ein 25-Jahre altes Auto wahrscheinlich eher als Oldtimer betrachten, als
dies ein Fünfzigjähriger tun würde, der dieses Fahrzeug selbst als Massenprodukt erlebt
hat. Diese Empfindungen werden im wesentlichen von der äußeren Erscheinung
des Fahrzeuges geprägt, so sind hier als Unterscheidungsmerkmale gegenüber modernen
Fahrzeugen verchromte Stoßstangen, runde, in den Kotflügel eingesetzte
Scheinwerfer, aufgesetzte (Chrom-) Türgriffe, ausgesetzte Regenrinnen etc. zu nennen.
Solche Fahrzeuge fallen im heutigen Straßenbild (unter den normalen Fahrzeugen)
Der Begriff Oldtimer wird somit zwar von jedem mit einem gewissen Spielraum geprägt
und ein Exot, der immer selten war und vielleicht von keinem erkannt wird,
wird früher als Oldtimer definiert, jedoch tritt dieser zuvor beschriebene
Erinnerungseffekt bei selteneren Fahrzeugen nach ca. 15 Jahren, bei gängigeren
Fahrzeugen nach ca. 20 Jahren auf.
Da also der Begriff „Oldtimer“ mit subjektiven Größen behaftet ist, müsste eine
Norm gefunden werden, um ein objektives Maß zu erhalten. Aber auch hier gibt es
noch unterschiedliche Altersangaben, die im einzelnen sind:
I. Die 20-Jahres-Grenze
1. Die Regelungen der Versicherungen
Die führenden Oldtimer-Versicherungen wie Württembergische, HDI, Mannheimer
etc. gewähren ihren Kunden für Liebhaberfahrzeuge, die mindestens 20 Jahre alt
sind, einen besonderen Tarif. Dieser ist in den meisten Fällen günstiger als die normale
Einstufung nach Typenklassen, da Fahrzeuge dieses Alters in der Regel weniger
häufig, vorsichtiger und von weniger risikobereiten Fahrergruppen bewegt werden.
Diese Sondertarife werden fast durchgängig als „Oldtimer-Tarife“ bezeichnet.
Voraussetzung hierfür ist in den meisten Fällen der gleichzeitige Besitz eines
Alltagsfahrzeugs und die Vorlage eines Sachverständigen-Gutachtens, aus dem sich
ergibt, dass das zu versichernde Fahrzeug einen bestimmten Marktwert besitzt. Der
Marktwert entspricht dabei dem Preis, den ein Liebhaber dieses Modells beim Handel
von privat an privat durchschnittlich zu zahlen bereit ist. Durch die Versicherung
von alten Fahrzeugen zu diesem Marktwert hat die Versicherungswirtschaft also anerkannt,
dass ab einem bestimmten Alter der Wert eines Autos oder Motorrads allein
von der Akzeptanz und Beliebtheit in diesem Personenkreis bestimmt wird und nicht
mehr dem normalen Wertverlust unterliegt.
Eine gesetzliche Definition des Oldtimerbegriffs gibt es weder in nationalen noch in
europäischen Rechtsvorschriften. Dennoch lässt sich aus verschiedenen Regelungen
folgern, dass Fahrzeuge ab einem bestimmten Alter einen Sonderstatus genießen und
nicht mehr als Gebrauchtwagen im herkömmlichen Sinne anzusehen sind. §28III
StVZO gibt den örtlich zuständigen Zulassungsstellen die Möglichkeit, sogenannte
„07er-Wechselkennzeichen“ für Oldtimer auszugeben. In der Praxis hat sich gezeigt,
dass die meisten Zulassungsstellen die Altersgrenze hierfür bei 20 Jahren ansetzen,
obwohl sie in der Festlegung des Mindestalters grundsätzlich frei sind. Der Inhaber
eines solchen 07er-Kennzeichens hat die Möglichkeit, bis zu sieben Fahrzeuge auf
dieses Kennzeichen anzumelden und zahlt hierfür einen pauschalen Steuersatz von
zur Zeit E 192,00 pro Jahr (unabhängig von Hubraum und Schadstoffklasse). Neben
den Versicherungen haben also auch der Gesetzgeber und Behörden den Sonderstatus
von mehr als 20 Jahre alten Autos anerkannt.
II. Die 30-Jahres-Grenze
Grundsätzlich gelten für Fahrzeuge mit einem Mindestalter von 30 Jahren die gleichen
Regelungen wie oben beschrieben. Einige Versicherer gewähren für diese Altersstufe
nochmals günstigere Tarife.
Nach §21c i.V.m. §23 I c StVZO besteht für Fahrzeuge ab einem Alter von 30 Jahren
Möglichkeit, eine Betriebserlaubnis als Oldtimer zu erhalten (sog. Oldtimerkennzeichen).
Fahrzeuge, die mit diesem Kennzeichen versehen sind, werden ebenfalls
pauschal mit jährlich E 192,00 versteuert, dürfen aber – im Gegensatz zu Autos
mit 07er Kennzeichen – regelmäßig im Alltagsbetrieb gefahren werden.
Weder §21c noch §23 StVZO definiert den Oldtimerbegriff, jedoch verweist §21c I 4
StVZO auf eine Richtlinie, nach deren Vorschrift eine Begutachtung zur Vergabe eines
Oldtimerkennzeichens zu erfolgen hat. Diese Richtlinie ist der vom DEUVET in
Zusammenarbeit mit dem TÜV erstellte „Anforderungskatalog für die Begutachtung
von Oldtimern“. Durch die Verwendung des Begriffs Oldtimer in diesem Zusammenhang
stellt der Gesetzgeber damit klar, dass spätestens mit dem Erreichen der 30-Jahres-
Grenze die Oldtimer-Eigenschaft eines Autos gegeben ist. Ursprünglich sollte
diese Grenze bereits bei 25 Jahren gezogen werden wie es bereits in vielen europäischen
Nachbarländern der Fall ist, der Bundesrat entschloss sich jedoch nicht zuletzt
auch aus wirtschaftlichen Gründen (entgangene Steuereinkünfte) für das 30-Jahres-
3. Die Regelungen internationaler Dachverbände
Für die Anerkennung eines 20 Jahre alten Fahrzeugs als Oldtimer spricht weiterhin
die nachträgliche Einführung der FIVA-Klasse G. Danach gilt ein Auto u.a. dann als
Oldtimer, wenn es am 1.1. des laufenden Jahres mindestens 20 Jahre alt ist.
Die FIVA, gegründet im Jahr 1966, vereint die Oldtimer-Dachverbände aus 40 Ländern
der gesamten Welt mit ca.570.000 Oldtimerbesitzern und wird im Europäischen
Parlament durch einen Lobbyisten vertreten. Ziel der FIVA ist es, eine europaweite
Vereinheitlichung der Anerkennung von historischen Fahrzeugen zu erreichen.
Das Paradebeispiel eines Oldtimers, auf den die aufgezeigten Regeln zutreffen, ist
der MGB GT.
Speziell die Frage, ob ein MGB GT, gebaut in den Jahren 1974 bis 1980 ein „Oldtimer“
(im allgemeinen Sprachgebrauch, im persönlichen Empfinden, wie auch aus
der Normung heraus) ist, kann mit „Ja“ beantwortet werden weil:
1. Das Fahrzeug erfüllt die normalen Kriterien des Alters mit „Mehr als 20 Jahren“
2. Das Fahrzeug hat noch die oldtimertypische Bauform (Chromleisten, Türgriffe
3. Das Fahrzeug taucht so selten im Straßenbild auf, dass bei fast jedem Betrachter
der persönliche „Ach schau mal“ – Eindruck entsteht, somit das Kriterium
des Besonderen/Seltenen erfüllt wird.
Diese Punkte nachfolgend im einzelnen:
Der Oldtimerstatus des MGB GT ergibt sich aber nicht nur aus seinem Alter, sondern
auch aus seinem Erscheinungsbild und der im Verhältnis zum MGB Cabrio geringen
Stückzahl. Während vom MGB in Cabrio- und Coupé-Version insgesamt rund
513.000 Exemplare gebaut wurden, entfallen auf den MGB GT in MkII-Version lediglich
104.000 Stück. Der größte Teil hiervon verblieb in Großbritannien oder wurde
in die USA exportiert, lediglich 9.300 Stück verteilten sich auf den Rest der Welt.
Das zu bewertende Auto gehört zu diesen, nicht wie das US-Modell in großer Masse
(47.000 Stück) produzierten Modellen.
Gerade die mangelnde Beliebtheit zum damaligen Zeitpunkt macht den Wagen aus
heutiger Sicht interessant, da es sich um einen der in der Automobilgeschichte häufigen
Fälle vom „richtigen Auto zum falschen Zeitpunkt“ handelt. Der MGB GT ist als
Coupé mit Heckklappe ein früher Vorläufer der erst in den neunziger Jahren von den
großen Herstellern entdeckten Sparte des Sport-Kombis, in die heute beispielweise
ein BMW Z3 Coupé fällt. Der MGB GT zählt somit zu den Initiatoren für eine erst
20 Jahre später zu Ende gedachte Idee.
Trotz dieses fortschrittlichen Konzepts weist der Wagen alle Merkmale eines klassischen
60er Jahre Sportwagens auf, dessen Grundform bereits auf das Jahr 1965 zurückgeht
und somit 36 Jahre alt ist. Hierzu zählt die im Verhältnis zur Fahrzeuglänge
ausladende Motorhaube und eine kompakte Fahrgastzelle mit kurzen Karosserieüberhängen
im Heckbereich. Typisch sind weiterhin die zahlreichen Chromzierteile
(Fensterrahmen, Seitenleisten), Rundinstrumente und der Verzicht auf elektrische
oder hydraulische Bedienungshilfen wie Fensterheber, Servolenkung oder ABS. Diese
Technik vermittelt das direkte Fahrerlebnis, das moderne Fahrzeuge nicht mehr
bieten können und das Oldtimerliebhaber schätzen.
Die Beliebtheit des MGB zeigt sich weiterhin in der großen Zahl von Kleinanzeigen,
in denen in der Fachpresse (Oldtimerzeitschriften) Modelle dieses Typs angeboten
werden, an den zahlreichen Händlern, die sich gerade auf den Verkauf dieses Modell
spezialisiert haben und nicht zuletzt am großen Ersatzteilangebot.
Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass es sich bei dem MGB GT um den
letzten Vertreter des erschwinglichen britischen Großserien-Sportwagens handelte,
mit seinem Produktionsstop hörte diese spezielle Fahrzeugklasse (Coupévariante eines
Cabrios) auf zu existieren und wurde erst Anfang der neunziger Jahre wiederbelebt.
Prüfstatikern
Der mit der Prüfung der statischen und energetischen Berechnungen beauftragte Ingenieur als Kontrollinstanz der Behörden
Dabei werden Reparaturkosten oder Wiederbeschaffungswert von der eigenen Fahrzeugversicherung (Kasko) voll ersetzt. Nebenkosten wie Sachverständigenkosten, Wertminderung und Abschleppkosten ersetzt voll die gegnerische Haftpflichtversicherung, soweit der Gesamtbetrag den Betrag nicht übersteigt, den die Versicherung aufgrund des Haftungsanteils zahlen müsste. Nicht in den quotenbevorrechtigten Anteil der Schadenskosten fallen allerdings Positionen wie Schmerzensgeld, Mietwagenkosten oder sonstige Nebenkosten, die nicht direkt den reinen Fahrzeugschaden betreffen. Wegen der rechtlich komplizierten Zusammenhänge wird hier anwaltliche Beratung empfohlen.
Viele Versicherer verlangen vor Ersatz der Kosten für Mietwagen oder Nutzungsausfallentschädigung den Nachweis der Reparatur.Als Reparaturnachweis kann eine Rechnung des Reparaturbetriebes dienen.
Erfolgt eine Abrechnung auf der Grundlage eines Gutachtens, kann die Reparatur auch durch eine Bestätigung des Sachverständigen nachgewiesen werden. Lag ein wirtschaftlicher Totalschaden vor (Reparaturkosten bis 130 % des Wiederbeschaffungswertes), dann wird von der Rechtsprechung für den Ausgleich der vollen Reparaturkosten meist eine detaillierte Reparaturbestätigung gefordert. Hierzu hat der Sachverständige zu prüfen, ob die Reparatur vollständig und fachgerecht erfolgt ist. Kann dies nicht nachgewiesen werden, so wird regelmäßig auf Totalschadenbasis (Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert) abgerechnet.
Eine reparaturbedingte Überschreitung dieser vorab geschätzten Ausfallzeit kann auftreten bei unerwarteten Verzögerungen,wie durch Lieferschwierigkeiten von Ersatzteilen oder Standzeiten bei der Lackierung. Die Reparaturdauer wird im Gutachten in Arbeitstagen angegeben , dazwischen liegende Feiertage oder Wochenenden sind zusätzlich zu berücksichtigen.
In welcher Höhe werden sie gezahlt? Grundsätzlich hat die Versicherung die tatsächlich entstandenen Reparaturkosten zu übernehmen. Sie können die Reparaturkosten aber auch fiktiv abrechnen, in dem Sie der Versicherung ein Gutachten von einem KFZ-Sachverständigen vorlegen. Wann werden sie gezahlt? Die Versicherung hat Reparaturkosten für die Beschädigung des Fahrzeugs grundsätzlich in der tatsächlich anfallenden oder durch ein Gutachten zu ermittelnden Höhe zu zahlen.Denn der Geschädigte kann grundsätzlich verlangen, dass sein Fahrzeug wieder in den Zustand versetzt wird, in dem es sich vor dem Unfall befand. Die Versicherung muss allerdings dann die Reparaturkosten nicht mehr zahlen, wenn das Fahrzeug durch den Unfall einen Totalschaden erlitten hat. Ausnahme: 130%-Regel
1. Der Versicherungsnehmer kann nach Eintritt des Versicherungsfalles durch einseitige Erklärung gegenüber dem Versicherer verlangen, dass die Höhe des Schadens durch Sachverständige festgestellt wird. Ein solches Sachverständigenverfahren können Versicherer und Versicherungsnehmer auch vereinbaren. Das Sachverständigenverfahren kann durch Vereinbarung auf weitere Feststellungen zum Versicherungsfall ausgedehnt werden.
1. Jede Partei benennt schriftlich einen Sachverständigen und kann dann die andere unter Angabe des von ihr genannten Sachverständigen schriftlich auffordern, den zweiten Sachverständigen zu benennen. Wird der zweite Sachverständige nicht innerhalb zwei Wochen nach Empfang der Aufforderung benannt, so kann ihn die auffordernde Partei durch das für den Schadenort zuständige Amtsgericht ernennen lassen. In der Aufforderung ist auf diese Folge hinzuweisen.
2. Beide Sachverständige benennen schriftlich vor Aufnahme ihrer Feststellungen einen dritten Sachverständigen als Obmann. Einigen sie sich nicht, so wird der Obmann auf Antrag einer Partei durch das für den Schadenort zuständige Amtsgericht ernannt.
3. Der Versicherer darf als Sachverständige keine Personen benennen, die Mitbewerber des Versicherungsnehmers sind oder mit ihm in dauernder Geschäftsverbindung stehen; ferner keine Personen, die bei Mitbewerbern oder Geschäftspartnern angestellt sind oder mit ihnen in einem ähnlichen Verhältnis stehen. Dies gilt entsprechend für die Benennung eines Obmannes durch die Sachverständigen.
1. ein Verzeichnis der zerstörten, beschädigten und abhanden gekommenen versicherten Sachen sowie deren Wiederbeschaffungspreis gemäß Entschädigungsberechnung und den Zeitwert zum Zeitpunkt des Versicherungsfalles,
2. bei beschädigten versicherten Sachen die Beträge gemäß Entschädigungsberechnung ,
3. alle sonstigen gemäß Entschädigungsberechnung Nr. 1 und Nr. 2 maßgebenden Tatsachen, insbesondere die Restwerte der von dem Schaden betroffenen versicherten Sachen,
4.1. Die Sachverständigen übermitteln beiden Parteien gleichzeitig ihre Feststellungen. Weichen die Feststellungen voneinander ab, so übergibt der Versicherer sie unverzüglich dem Obmann. Dieser entscheidet über die streitig gebliebenen Punkte.
5. Jede Partei trägt die Kosten ihres Sachverständigen. Die Kosten des Obmannes tragen beide Parteien je zur Hälfte.
6. Die Feststellungen der Sachverständigen oder des Obmannes sind für den Versicherer und den Versicherungsnehmer verbindlich. Aufgrund dieser Feststellungen berechnet der Versicherer die Entschädigung, wenn nicht nachgewiesen wird, dass sie offenbar von der wirklichen Sachlage erheblich abweichen.
Die Schadensminderungspflicht (richtiger: Schadensminderungsobliegenheit) bezeichnet im Schadenersatzrecht die Pflicht des Geschädigten, den Schaden abzuwenden oder zu mindern oder den Schädiger auf die Gefahr eines ungewöhnlich hohen Schadens aufmerksam zu machen.
Auch wenn ein Geschädigter von einem Schädiger dem Grunde nach Ersatz für die erlittenen Einbußen an seinen Rechtsgütern oder seinem Vermögen verlangen kann, trifft ihn gleichwohl die "Pflicht gegen sich selbst" (sog. Obliegenheit), den Schaden und die Schadensfolgen gering zu halten.
Eine "Pflicht gegen sich selbst" ist die Schadenminderungsobliegenheit deswegen, weil der Schädiger umgekehrt kein Recht hat, vom Geschädigten die Geringhaltung des Schadens zu verlangen. Der Geschädigte kann sich verhalten, wie es ihm gefällt. Bei einem Verstoß gegen die Schadenminderungspflicht kann sich jedoch sein Ersatzanspruch kürzen.
Im deutschen Recht ist die Schadensminderungspflicht in § 254 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) verankert, der für alle Ersatzforderungen - auch öffentlich-rechtliche - zumindest entsprechend gilt. Daraus ergibt sich, dass der Umfang des zu leistenden Schadenersatzes insbesondere davon abhängt, inwieweit der Schaden vorwiegend von dem einen oder dem anderen Teil verursacht worden ist, was auch dann gilt, wenn sich das Verschulden des Beschädigten darauf beschränkt, dass er unterlassen hat, den Schaden abzuwenden oder zu mindern.
Sicherungs - Abtrittserklährung
Die Schadenhöhe ist ebenfalls durch Kaufbelege oder Kostenvoranschlag nach
Sportbootverordnung
Für viele ist der Kauf eines Sportbootes ein lange gehegter Traum. Damit aus dem Traum kein Alptraum wird, wurde die europäische Sportbootrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt.
• Sportbooteverordnung
• Anbringen der Kennzeichnung
• Typenschild des Bootes
• Konformitätserklärung und weitere Papiere
• Einstufung in Kategorien
• Gebrauchte Boote und Einfuhr von Booten
• Begutachtung vor dem Kauf
• Ausnahme von der Sportbooteverordnung
Mit der Sportbooteverordnung als 10. Verordnung zum Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG) wurde die europäische Sportbootrichtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Sie trat am 01. Januar 2005 in Kraft und gilt für das Inverkehrbringen von:
• Wassermotorrädern
• unvollständigen Booten und
• Antriebsmotoren.
Weiter ist sie ist gültig für Boote mit einer Rumpflänge von 2,50 m bis 24,00 m, die für Sport- und Freizeitzwecke bestimmt sind.
Die zentrale Aussage der Sportbooteverordnung ist folgende Bestimmung:
Ein Sportboot gemäß dieser Verordnung darf in Ländern der EU nur mit CE-Kennzeichnung verkauft bzw. in den Verkehr gebracht werden; damit wird bestätigt, dass das Sportboot der Sportbooteverordnung und den damit verbundenen technischen Regeln und Sicherheitsbestimmungen entspricht.
Technischer Totalschaden an einem Fahrzeug liegt vor, wenn die Beschädigungen derartig erheblich sind, dass eine Wiederherstellung des vorigen Zustandes nicht mehr möglich ist oder einen völlig unverhältnismäßigen Aufwand erfordern würde. * Wirtschaftlicher Totalschaden an einem Fahrzeug liegt vor, wenn die entsprechenden Reparaturkosten höher sind, als der Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs. Aber auch schon dann, wenn die Reparaturkosten die Differenz zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert übersteigen, spricht man von wirtschaftlichem Totalschaden.
Ein Auto, das erst wenige Tage zugelassen ist und nur einige 100 Kilometer zurücklegte, wird durch einen Neuwagen ersetzt, wenn es bei einem Unfall erheblich beschädigt wurde. Das ist der Fall, wenn Karosserie und/oder Fahrwerk in wesentlichen Teilen defekt sind.
OLG Celle, 5 U 183/94
Ein Gebrauchtwagenhändler muß die von ihm angebotenen Wagen vor dem Verkauf gründlich auf Unfallschäden überprüfen und den Käufer ungefragt darüber informieren.
OLG Köln, 19 U 106/95
Überfährt ein Autofahrer eine rote Ampel, darf ihm der Führerschein dennoch nicht für einen Monat entzogen werden - wenn er lediglich Schrittempo fuhr und niemanden gefährdete.
OLG Düsseldorf, 5 Ss 122/95
Der Hinweis auf Parkscheinen, diesen "hinter der Windschutzscheibe" anzubringen ist nur eine "Anregung" - der Schein kann auch sichtbar auf dem Sitz liegen.
Bayer. OLG, 2 Ob OWi 425/95
Wer sein Autokennzeichen mit reflektierender Folie verbirgt, begeht Urkundenfälschung.
OLG Düsseldorf, 2 Ss 267/96 - 73/96 III
Nach § 142 StGB ist das unerlaubte Entfernen vom Unfallort ("Unfallflucht"/"Fahrerflucht") strafbar.
Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird ein Unfallbeteiligter bestraft, der sich nach einem Unfall im Straßenverkehr vom Unfallort entfernt, bevor er zugunsten der anderen Unfallbeteiligten und der Geschädigten die Feststellung seiner Person, seines Fahrzeugs und der Art seiner Beteiligung ermöglicht hat oder eine nach den Umständen angemessene Zeit gewartet hat, ohne dass jemand bereit war, die Feststellungen zu treffen.
Ebenso wird ein Unfallbeteiligter bestraft, der sich nach Ablauf der Wartefrist oder berechtigt oder entschuldigt vom Unfallort entfernt hat und die Feststellungen nicht unverzüglich nachträglich ermöglicht.
1998 wurde eine neue Regelung in den Tatbestand des § 142 StGB eingefügt, wonach das Gericht von Strafe absehen kann, wenn der Unfallbeteiligte innerhalb von 24 Stunden nach einem Unfall außerhalb des fließenden Verkehrs, der ausschließlich nicht bedeutenden Sachschaden zur Folge hat, freiwillig die Feststellungen nachträglich ermöglicht. Diese Regelung gilt nur für Bagatellverstöße außerhalb des fließenden Verkehrs, z.B. für ganz geringfügige Unfälle beim Einparken.
VIN oder FIN / Fahrgestellnummer
Vor 1981 gab es keine allgemeinverbindlichen Normen für diese Nummer, so dass Fahrzeughersteller damals individuell vergebene Fahrgestellnummern benutzten. Heute besteht sie aus 17 Zeichen, gesperrt sind jedoch die Buchstaben I, O und Q aufgrund der hohen Verwechslungsgefahr mit den Ziffern 0 und 1.
Die Fahrzeug-Identifizierungsnummer ersetzt die frühere, bei jedem Fahrzeughersteller individuell vergebene Fahrgestellnummer.
Beispiel einer FIN für einen Opel: W0L000051T2123456.
Es gibt zwei verschiedene Normen für die FIN. Hersteller in den Ländern der Europäischen Union verwenden die ISO-Norm 3779, während nordamerikanische Hersteller ein strengeres, aber mit der ISO-Norm konformes System nutzen:
Stelle 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17
Beispiel S B 1 6 4 A B N 1 0 E 0 8 2 9 8 6
ISO 3779 Welt-Herstellercode
(World manufacturer identification WMI) Baureihe und Motortyp
(Vehicle descriptor section VDS) fortlaufende Nummer
Nordamerika Welt-Herstellercode Baureihe, Motortyp und Ausstattung Prüfziffer Modelljahr Herstellerwerk fortlaufende Nummer
Nur die folgenden arabischen Ziffern und lateinischen Großbuchstaben dürfen in einer FIN verwendet werden: 1234567890ABCDEFGHJKLMNPRSTUVWXYZ
Die Buchstaben I, O und Q sollen nicht verwendet werden.
Europäische FIN ab 1981
1–3 Welt-Hersteller-Code (WMI)
4–9 Baureihe: Kann vom Hersteller festgelegt werden. Nicht benutzte Zeichen sind mit Buchstaben oder Ziffern (nach Wahl des Herstellers) zu besetzen. Bei VW/Audi z. B. werden die normalerweise nicht benutzten Stellen 4–6 mit ZZZ gefüllt, bei Opel die Stellen 4–7 mit.0000.
10 Modelljahrescode: Das Produktionsjahr wird durch die ISO-Norm 3779-1983 festgelegt. Die Zeichen 123456789ABCDEFGHJKLMNPRSTVWXY kodieren jeweils 30 Jahre, beginnend 1971. Eine 3 bedeutet also 1973 oder 2003. Die Zeichen I, O, Q, U und Z sind wegen Verwechslungsgefahr übersprungen. Der Modelljahrescode stimmt nicht unbedingt mit dem Herstellungsjahr überein: Das Modelljahr beginnt z. B. bei VW normalerweise mit den Werksferien des Vorjahres, ein im Oktober 2005 produziertes Fahrzeug bekommt damit die Modelljahresnummer 6.
11 Herstellerwerk: Bei VW z. B. W=Wolfsburg, E=Emden, M=Puebla (Mexiko), bei Opel z. B. 1=Rüsselsheim, 2=Bochum
12–14 zweiter Teil der WMI, bei WMIs deren 3. Stelle 9, sonst Teil der fortlaufenden Nummerierung
12–17 fortlaufende aufsteigende Nummer
Die Fahrzeug-Identnummer wird in Europa nach der Richtlinie 76/114/EWG vergeben.
Im WDD ist das Kennzeichen für Deutschland (W) und für den Hersteller Mercedes-Benz (DD, bei anderen Modellen auch WDC/WDB) enthalten. Die darauffolgenden drei Ziffern stehen hier für die Modellreihe 169 (A-Klasse). 007 ist hier das Kennzeichen für Karosserieform, Motor und beispielsweise Allradantrieb etc. J bezeichnet die Produktionsstätte (hier Rastatt, bei anderen Modellen auch F, B etc). Danach folgen die 6 fortlaufenden Ziffern.
1JZ – bezeichnet Motor und Modell (hier Golf IV)
386752 – ist die Nummer des im Modelljahr 2003 hergestellten Golfs.
Amerikanische VIN ab 2003
Die US-VIN wird in den USA, Kanada, Brasilien, Korea, Mexiko, Saudi-Arabien und Jordanien verwendet, in Israel ist eine Mischform aus US- und europäischer Norm in Gebrauch.
1–3 Welt-Hersteller-Code
4 Baureihe: A=450 (city-coupé), B=452 (roadster/roadster-coupé)
5 Karosserieform: J=3 (Coupé), K=4 (Cabrio/Roadster)
6+7 Motor: 00=30 kW Dieselmotor, 30=37 kW Ottomotor, 32=45 kW Ottomotor, 33=35 kW Ottomotor, 34=60 kW Ottomotor, 35=40 kW Ottomotor
8 Rückhaltesysteme: E=ohne Seitenairbag, F=mit Seitenairbag
10 Modelljahrescode: Das Produktionsjahr wird durch die ISO-Norm 3779-1983 festgelegt. Die Zeichen 123456789ABCDEFGHJKLMNPRSTVWXY kodieren jeweils 30 Jahre, beginnend 1971. Eine 3 bedeutet also 1973 oder 2003. Die Zeichen I, O, Q, U und Z sind wegen Verwechslungsgefahr übersprungen.
Weltherstellercode (WMI)
Die ersten drei Ziffern der FIN identifizieren eindeutig den Hersteller laut des Weltherstellercode (engl.: World Manufacturer Identifier, WMI). Ein Hersteller mit einer Produktionsrate von weniger als 500 Fahrzeugen jährlich verwenden die Ziffer 9 an der dritten Stelle und die 12.–14. Stelle der FIN als zweiten Teil der Identifikationsnummer. Einige Hersteller codieren mit der 3. Stelle der FIN den Fahrzeugtyp (z. B. Bus oder Lkw), einen Bereichsteil des Unternehmens oder beides kombiniert. Beispiel: der Hersteller General Motors, Herstellercode 1G, benutzt den Code 1G1 für die Marke Chevrolet (Pkw), 1G2 für die Marke Pontiac (Pkw) und 1GC wieder für Chevrolet, allerdings wird dieser Code nur an Lkw vergeben.
WMI-Regionen
WMI Region Bemerkungen
A–H Afrika AA–AH = Südafrika
J–R Asien J = Japan
S–Z Europa SA–SM = Vereinigtes Königreich
1–5 Nordamerika 1, 4, 5 = USA
6–7 Australien/Ozeanien 6A–6W = Australien
8-0 Südamerika 8A–8E = Argentinien
Liste von gemeinsamen WMI
Die Society of Automotive Engineers vergibt die WMI an Länder und Hersteller. Die folgende Liste zeigt eine kleine Auswahl von gemeinsam genutzten Weltherstellercodes.
WMI Hersteller
JMB Mitsubishi
JMZ Mazda
KL Daewoo
KMH Hyundai (Korea)
KN Kia
TMA Hyundai (Tschechien)
TMB Škoda
TRU Audi
UU Dacia
WAP ALPINA
WBS BMW M GmbH
WDC, WDD DaimlerChrysler/Daimler AG
WEB EvoBus
WF0 Ford
WGF GFB GmbH
WKK Kässbohrer Fahrzeugwerke
WLA Langendorf GmbH
WME Smart
WP1 Porsche Cayenne
WVG Volkswagen
WVM VW-MAN
WV1 Volkswagen Nutzfahrzeuge
W09 deutsche Hersteller < 500 Fz.
1C Chrysler
1F Ford Motor Company
1G General Motors
1GC Chevrolet
1GM Pontiac
1J Jeep
1L Lincoln
1M Mercury
1YV Mazda USA
2F Ford Motor Company Kanada
2G General Motors Kanada
2G1 Chevrolet Kanada
2G1 Pontiac Kanada
2HM Hyundai Kanada
3F Ford Motor Company Mexiko
3G General Motors Mexiko
3VW Volkswagen Mexiko
4S Subaru of Indiana Automotive
6F Ford Motor Company Australien
6H General Motors-Holden
6MM Mitsubishi Motors Corporation Australien
6T1 Toyota Australien
Wiederbeschaffungswert nach herrschender Rechtsprechung
Der Wiederbeschaffungswert eines unfallbeschädigten gebrauchten Kfz ist nach dem Preis zu bestimmen, den ein Geschädigter aufzubringen hat, wenn er von einem seriösen Händler ein dem Unfallfahrzeug vergleichbares Ersatzfahrzeug nach gründlicher technischer Überprüfung – unter Umständen mit Werkstattgarantie – erwerben will (z.B. Urteil vom 05.06.1997, LG Erfurt, AZ: 2 S 356/96)
Die Rechtsordnung, die dem Geschädigten in §§ 249, 251 Abs. 1 BGB den Anspruch auf den vollen Wiederbeschaffungswert des zerstörten Fahrzeuges gewährt, gibt ihm das Recht, diesen demnach für ihn problemlosesten und sichersten Weg der Ersatzbeschaffung zu wählen. Der erkennende Senat hat schon 1966 entschieden, dass der Geschädigte vom Schädiger die Kosten ersetzt verlangen kann, die sich ergeben, wenn er einen dem total beschädigten Fahrzeug ähnlichen Wagen nach einer gründlichen technischen Überprüfung von einem seriösen Gebrauchtwagenhändler erwirbt und sich von diesem Händler für eine gewisse Zeit eine Werkstättengarantie geben lässt (Urteil vom 17.05.1966, BGH VI ZR 252/64).
Bei der Schadensabrechnung auf Totalschadenbasis entspricht der zu ersetzende Wiederbeschaffungswert dem Preis, den der Geschädigte beim Erwerb eines gleichwertigen, einer gründlichen technischen Überprüfung unterzogenen Kraftfahrzeugs von einem seriösen Gebrauchtwagenhändler hätte aufwenden müssen (Urteil vom 30.03.1995, KG Berlin, AZ: 12 U 5057/93).
Der Feststellung des gemeinen Wertes eines zerstörten Fahrzeugs am Tag des Schadens (Zeitwert) i.S. vom AKB § 13 Abs. 1 ist der Preis zugrunde zu legen, der bei Wiederbeschaffung eines Ersatzwagens gleicher Art und Güte im gleichen Abnutzungszustand in dem betreffenden Gebiet durchschnittlich hätte aufgewendet werden müssen (Urteil vom 22.02.1984, BGH IVa ZR 145/82).
Bei Abrechnung des Unfallschadens auf Neuwagenbasis ist der Wiederbeschaffungswert in der Regel mit dem Listenpreis des Herstellers identisch (Urteil vom 16.12.1996, KG Berlin, AZ: 12 U 268/96).