Source: http://m.hensche.de/Altersgrenze_Unionsrecht_Frage_zur_Vereinbarung_von_Altersgrenzen_fuer_Gutachter_mit_Unionsrecht_haette_EuGH_vorgelegt_werden_muessen_BVerfG_1BvR1103-11-u.html
Timestamp: 2018-02-22 16:32:59
Document Index: 135381772

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 36', '§ 36', 'Art. 6', 'Art. 6', '§ 10', 'Art. 6', 'Art. 267', 'Art. 3', 'Art. 12', 'Art. 101', 'Art. 2', 'Art. 20', 'Art. 19', 'Art. 12', 'Art. 101', 'Art. 3', 'Art. 101', '§ 93', '§ 93', 'Art. 101', 'Art. 101', 'Art. 267', 'EuG', 'Art. 267', 'Art. 267', 'Art. 101', 'Art. 101', 'Art. 267', 'Art. 6', 'Art. 267', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'EuG', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 101', 'Art. 6', 'Art. 101', '§ 93', '§ 95', '§ 34', '§ 37', '§ 14']

Akten­zeichen: 1 BvR 1103/11
Typ: Stattgebender Kammerbeschluss
Ent­scheid­ungs­datum: 24.10.2011
Vor­ins­tan­zen: Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 26.01.2011, 8 C 46/09
- 1 BvR 1103/11 -
- Be­vollmäch­tig­ter: Rechts­an­walt Prof. Dr. Til­lo Gu­ber, Ma­ri­en­platz 2, 80331 München -
ge­gen das Ur­teil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts vom 26. Ja­nu­ar 2011 - BVerwG 8 C 46.09 -
hat die 2. Kam­mer des Ers­ten Se­nats des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts durch
die Rich­ter Gai­er,
und die Rich­te­rin Britz
am 24. Ok­to­ber 2011 ein­stim­mig be­schlos­sen:
1. Das Ur­teil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts vom 26. Ja­nu­ar 2011 - BVerwG 8 C 46.09 - ver­letzt den Be­schwer­deführer in sei­nem grund­rechts­glei­chen Recht aus Ar­ti­kel 101 Ab­satz 1 Satz 2 des Grund­ge­set­zes. Das Ur­teil wird auf­ge­ho­ben. Die Sa­che wird an das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt zurück­ver­wie­sen.
2. Die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land hat dem Be­schwer­deführer sei­ne not­wen­di­gen Aus­la­gen zu er­stat­ten.
3. Der Wert des Ge­gen­stands der an­walt­li­chen Tätig­keit wird auf 8.000 € (in Wor­ten: acht­tau­send Eu­ro) fest­ge­setzt.
Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de be­trifft ei­ne in der Sat­zung ei­ner In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer fest­ge­leg­te Höchst­al­ters­gren­ze für öffent­lich be­stell­te und ver­ei­dig­te Sach­verständi­ge.
1. Der 1936 ge­bo­re­ne Be­schwer­deführer und Kläger des Aus­gangs­ver­fah­rens war ab 1973 Pro­fes­sor an ei­ner Fach­hoch­schu­le, zunächst für „EDV und Or­ga­ni­sa­ti­on“, später zusätz­lich für „EDV in der Ho­tel­le­rie und Gas­tro­no­mie“. 1978 wur­de er als Sach­verständi­ger für „An­wen­dung der EDV im Rech­nungs­we­sen und Da­ten­schutz“ öffent­lich be­stellt und ver­ei­digt; im Jahr 2000 er­wei­ter­te die im Aus­gangs­ver­fah­ren be­klag­te In­dus­trie- und Han­dels­kam­mer (im Fol­gen­den: Be­klag­te) das Sach­ge­biet um den Be­reich „EDV in der Ho­tel­le­rie“.
Die von der Voll­ver­samm­lung der Be­klag­ten er­las­se­ne Sat­zung über die öffent­li­che Be­stel­lung und Ver­ei­di­gung von Sach­verständi­gen (Sach­verständi­gen­ord­nung) sah vor, dass ei­ne öffent­li­che Be­stel­lung er­lischt, wenn der Sach­ver-
ständi­ge das 68. Le­bens­jahr voll­endet hat. In be­gründe­ten Aus­nah­mefällen er­laub­te sie ei­ne ein­ma­li­ge be­fris­te­te Verlänge­rung. Im Jahr 2007 wur­de die ent­spre­chen­de Vor­schrift da­hin­ge­hend geändert, dass ei­ne sol­che Verlänge­rung höchs­tens bis zur Voll­endung des 71. Le­bens­jah­res möglich ist.
Den Vor­ga­ben der Sach­verständi­gen­ord­nung ent­spre­chend war die Be­stel­lung des Be­schwer­deführers bis zur Voll­endung sei­nes 68. Le­bens­jah­res im Jahr 2004 be­fris­tet wor­den. Auf sei­nen An­trag hin wur­de sie 2003 um drei Jah­re bis zur Voll­endung sei­nes 71. Le­bens­jah­res im Jahr 2007 verlängert. Ei­nen im Jahr 2007 ge­stell­ten An­trag des Be­schwer­deführers auf ei­ne wei­te­re Verlänge­rung der Be­stel­lung lehn­te die Be­klag­te ab. Die nach er­folg­lo­sem Wi­der­spruchs­ver­fah­ren er­ho­be­ne Kla­ge des Be­schwer­deführers wies das Ver­wal­tungs­ge­richt ab. Sei­ne Be­ru­fung hat­te kei­nen Er­folg.
Mit Ur­teil vom 26. Ja­nu­ar 2011 (veröffent­licht un­ter an­de­rem in NVwZ 2011, S. 569) wies das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt die Re­vi­si­on des Be­schwer­deführers zurück. Ei­ner wei­te­ren Verlänge­rung sei­ner Be­stel­lung stünden die Re­ge­lun­gen der Sach­verständi­gen­ord­nung ent­ge­gen. Dies ver­s­toße auch nicht ge­gen das All­ge­mei­ne Gleich­be­hand­lungs­ge­setz (AGG). Des­sen An­wen­dungs­be­reich sei zwar eröff­net; die vor­lie­gen­de un­mit­tel­ba­re Un­gleich­be­hand­lung we­gen des Al­ters sei aber gemäß § 10 Satz 1 und 2 AGG ge­recht­fer­tigt. Ein le­gi­ti­mes Ziel für die Un­gleich­be­hand­lung er­ge­be sich nicht un­mit­tel­bar aus der Sach­verständi­gen­ord­nung, wohl aber aus der zu­grun­de lie­gen­den Sat­zungs­ermäch­ti­gung in § 36 Abs. 4 in Ver­bin­dung mit § 36 Abs. 3 Nr. 1 der Ge­wer­be­ord­nung (Ge­wO). Für die Gewähr­leis­tung ei­nes ge­ord­ne­ten Rechts­ver­kehrs durch die In­sti­tu­ti­on öffent­lich be­stell­ter und ver­ei­dig­ter Sach­verständi­ger ha­be der Ge­setz­ge­ber die je­der­zeit verläss­li­che Leis­tungsfähig­keit der Sach­verständi­gen si­cher­stel­len und zu die­sem Zweck die Möglich­keit eröff­nen wol­len, durch die Fest­le­gung ei­ner Höchst­al­ters­gren­ze po­ten­zi­ell nicht mehr so leis­tungsfähi­ge Sach­verständi­ge aus­zu­sch­ließen. Dass es sich hier­bei nicht um ein so­zi­al­po­li­ti­sches Ziel im Sin­ne der in Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG des Ra­tes vom 27. No­vem­ber 2000 zur Fest­le­gung ei­nes all­ge­mei­nen Rah­mens für die Ver­wirk­li­chung der Gleich­be­hand­lung in Beschäfti­gung und Be­ruf auf­geführ­ten Be­rei­che Beschäfti­gungs­po­li­tik, Ar­beits-
markt und be­ruf­li­che Bil­dung han­de­le, sei unschädlich. Es er­ge­be sich schon aus der bei­spiel­haf­ten Aufzählung („ins­be­son­de­re“), dass die im Sin­ne des Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG le­gi­ti­men Zie­le nicht auf die­se so­zi­al­po­li­ti­schen Be­rei­che be­schränkt sei­en. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt ha­be zwar mit Be­schluss vom 17. Ju­ni 2009 (BA­GE 131, 113) dem Ge­richts­hof der Eu­ropäischen Uni­on (im Fol­gen­den: der Eu­ropäische Ge­richts­hof) im Rah­men ei­nes Vor­ab­ent­schei­dungs­ver­fah­rens die Fra­ge vor­ge­legt, ob nach den Vor­ga­ben des Ge­mein­schafts­rechts ein le­gi­ti­mes Ziel im Sin­ne von § 10 Satz 1 AGG nur ein Ziel so­zi­al­po­li­ti­scher Art sein könne, oder ob auch sons­ti­ge dem Ge­mein­wohl die­nen­de Zie­le als in die­sem Sin­ne le­gi­tim in Be­tracht kämen. Die vom Bun­des­ar­beits­ge­richt auf­ge­wor­fe­ne Fra­ge sei aber durch die seit­dem er­gan­ge­ne Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs geklärt. Der Eu­ropäische Ge­richts­hof ha­be für die Le­gi­ti­mität ei­nes Ziels im Sin­ne des Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG nur auf das All­ge­mein­in­ter­es­se ab­ge­stellt. So­zi­al­po­li­ti­sche Zie­le ha­be er nur als ei­ne Ka­te­go­rie von le­gi­ti­men Zie­len be­zeich­net. Ei­ne Ein­schränkung auf so­zi­al­po­li­ti­sche Zie­le sei der Recht­spre­chung nicht zu ent­neh­men. Ei­ne dem Eu­ropäischen Ge­richts­hof gemäß Art. 267 des Ver­trags über die Ar­beits­wei­se der Eu­ropäischen Uni­on (AEUV) zur Vor­ab­ent­schei­dung vor­zu­le­gen­de Rechts­fra­ge stel­le sich des­halb nicht mehr.
2. Der Be­schwer­deführer rügt ei­ne Ver­let­zung sei­ner Grund­rech­te und grund­rechts­glei­chen Rech­te aus Art. 3 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1 und Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG, hilfs­wei­se aus Art. 2 Abs. 1 in Ver­bin­dung mit Art. 20 Abs. 3 GG so­wie aus Art. 19 Abs. 4 GG.
3. Zu der Ver­fas­sungs­be­schwer­de hat die Be­klag­te des Aus­gangs­ver­fah­rens Stel­lung ge­nom­men. Sie sieht den Be­schwer­deführer nicht in sei­nen Rech­ten aus Art. 12 Abs. 1, Art. 101 Abs. 1 Satz 2 und Art. 3 Abs. 1 GG ver­letzt. Die Bun­des­re­gie­rung hat von ei­ner Stel­lung­nah­me ab­ge­se­hen.
Die Ak­te des Aus­gangs­ver­fah­rens ist bei­ge­zo­gen wor­den.
Die Kam­mer nimmt die Ver­fas­sungs­be­schwer­de zur Ent­schei­dung an und gibt ihr statt, weil dies zur Durch­set­zung des grund­rechts­glei­chen Rechts des Be­schwer­deführers aus Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG an­ge­zeigt ist (§ 93a Abs. 2 Buch-sta­be b BVerfGG) und auch die wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne statt­ge­ben­de Kam­mer­ent­schei­dung nach § 93c Abs. 1 Satz 1 BVerfGG vor­lie­gen. Die für die Be­ur­tei­lung der Ver­fas­sungs­be­schwer­de maßgeb­li­chen ver­fas­sungs­recht­li­chen Fra­gen sind in der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts geklärt. Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de ist of­fen­sicht­lich be­gründet.
1. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat den An­spruch des Be­schwer­deführers auf den ge­setz­li­chen Rich­ter aus Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG ver­letzt.
a) Der Eu­ropäische Ge­richts­hof ist ge­setz­li­cher Rich­ter im Sin­ne von Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG. Un­ter den Vor­aus­set­zun­gen des Art. 267 Abs. 3 AEUV sind die na­tio­na­len Ge­rich­te von Amts we­gen ge­hal­ten, den Eu­ropäischen Ge­richts­hof an­zu­ru­fen (vgl. BVerfGE 82, 159 <192 f.>; stRspr). Nach der Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs muss ein na­tio­na­les letzt­in­stanz­li­ches Ge­richt sei­ner Vor­la­ge­pflicht nach­kom­men, wenn sich in ei­nem bei ihm schwe­ben­den Ver­fah­ren ei­ne Fra­ge des Uni­ons­rechts stellt, es sei denn, das Ge­richt hat fest­ge­stellt, dass die ge­stell­te Fra­ge nicht ent­schei­dungs­er­heb­lich ist, dass die be­tref­fen­de uni­ons­recht­li­che Be­stim­mung be­reits Ge­gen­stand ei­ner Aus­le­gung durch den Eu­ropäischen Ge­richts­hof war oder dass die rich­ti­ge An­wen­dung des Uni­ons­rechts der­art of­fen­kun­dig ist, dass für ei­nen vernünf­ti­gen Zwei­fel kei­ner­lei Raum bleibt (vgl. EuGH, Ur­teil vom 6. Ok­to­ber 1982 - Rs. 283/81 „C.I.L.F.I.T." -, ju­ris, Rn. 21). Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt über­prüft nur, ob die Aus­le­gung und An­wen­dung der Zuständig­keits­re­gel des Art. 267 Abs. 3 AEUV bei verständi­ger Würdi­gung der das Grund­ge­setz be­stim­men­den Ge­dan­ken nicht mehr verständ­lich er­scheint und of­fen­sicht­lich un­halt­bar ist (vgl. BVerfGE 82, 159 <194 f.>; 126, 286 <315>; BVerfG, Be­schluss des Ers­ten Se­nats vom 25. Ja­nu­ar 2011 - 1 BvR 1741/09 -, NJW 2011, S. 1427 <1431>; Be­schluss des Ers­ten Se­nats vom 19. Ju­li 2011 - 1 BvR 1916/09 -, ju­ris). Die­sen Maßstab hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in sei­ner
Recht­spre­chung durch bei­spiel­haf­te Fall­grup­pen präzi­siert, die al­ler­dings kei­nen ab­sch­ließen­den Cha­rak­ter ha­ben (vgl. BVerfG, Be­schluss der 3. Kam­mer des Ers­ten Se­nats vom 25. Fe­bru­ar 2010 - 1 BvR 230/09 -, NJW 2010, S. 1268 <1269>).
Die Vor­la­ge­pflicht nach Art. 267 Abs. 3 AEUV wird ins­be­son­de­re in den Fällen of­fen­sicht­lich un­halt­bar ge­hand­habt, in de­nen ein letzt­in­stanz­li­ches Haupt­sa­che­ge­richt ei­ne Vor­la­ge trotz der - sei­ner Auf­fas­sung nach be­ste­hen­den - Ent­schei­dungs­er­heb­lich­keit der uni­ons­recht­li­chen Fra­ge über­haupt nicht in Erwägung zieht, ob­wohl es selbst Zwei­fel hin­sicht­lich der rich­ti­gen Be­ant­wor­tung der Fra­ge hegt (grundsätz­li­che Ver­ken­nung der Vor­la­ge­pflicht), oder in de­nen das letzt­in­stanz­li­che Haupt­sa­che­ge­richt in sei­ner Ent­schei­dung be­wusst von der Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs zu ent­schei­dungs­er­heb­li­chen Fra­gen ab­weicht und gleich­wohl nicht oder nicht neu­er­lich vor­legt (be­wuss­tes Ab­wei­chen oh­ne Vor­la­ge­be­reit­schaft). Liegt zu ei­ner ent­schei­dungs­er­heb­li­chen Fra­ge des Uni­ons­rechts ein­schlägi­ge Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs noch nicht vor oder hat ei­ne vor­lie­gen­de Recht­spre­chung die ent­schei­dungs­er­heb­li­che Fra­ge mögli­cher­wei­se noch nicht erschöpfend be­ant­wor­tet oder er­scheint ei­ne Fort­ent­wick­lung der Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs nicht nur als ent­fern­te Möglich­keit, so wird Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG nur dann ver­letzt, wenn das letzt­in­stanz­li­che Haupt­sa­che­ge­richt den ihm in sol­chen Fällen not­wen­dig zu­kom­men­den Be­ur­tei­lungs­rah­men in un­ver­tret­ba­rer Wei­se über­schrit­ten hat (Un­vollständig­keit der Recht­spre­chung; vgl. BVerfGE 82, 159 <195 f.>; 126, 286 <317>; BVerfG, NJW 2011, S. 1427 <1431>). Da­bei kommt es für die Prüfung ei­ner Ver­let­zung von Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG nicht in ers­ter Li­nie auf die Ver­tret­bar­keit der fach­ge­richt­li­chen Aus­le­gung des für den Streit­fall maßgeb­li­chen ma­te­ri­el­len Uni­ons­rechts an, son­dern auf die Ver­tret­bar­keit der Hand­ha­bung der Vor­la­ge­pflicht nach Art. 267 Abs. 3 AEUV (vgl. BVerfG, NJW 2011, S. 1427 <1431>).
b) Nach die­sen Maßstäben hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt das Recht des Be­schwer­deführers auf den ge­setz­li­chen Rich­ter ver­letzt, in­dem es sei­nem Ur­teil die von ihm ver­tre­te­ne Aus­le­gung des Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG zu­grun­de ge­legt hat, oh­ne zu­vor dem Eu­ropäischen Ge­richts­hof die Fra­ge zur Vor­ab­ent­schei­dung vor­zu­le­gen, ob die­se Vor­schrift da­hin­ge­hend aus­zu­le­gen ist,
dass sie ei­ner na­tio­na­len Re­ge­lung ent­ge­gen­steht, die mit dem Ziel der Gewähr­leis­tung ei­nes ge­ord­ne­ten Rechts­ver­kehrs ei­ne Al­ters­gren­ze von 71 Jah­ren für öffent­lich be­stell­te Sach­verständi­ge vor­sieht. In­so­weit hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt Art. 267 Abs. 3 AEUV in ei­ner Wei­se an­ge­wen­det, die bei verständi­ger Würdi­gung un­halt­bar ist.
Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat sich zwar mit der Möglich­keit ei­ner Vor­la­ge­pflicht und den dafür gel­ten­den recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen aus­ein­an­der­ge­setzt. Auch hat es sei­ne An­nah­me, im kon­kret zu ent­schei­den­den Fall be­ste­he ei­ne sol­che Vor­la­ge­pflicht nicht, ausführ­lich be­gründet. Die­se Be­gründung ist aber of­fen­kun­dig nicht tragfähig. Die Aus­sa­ge des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts, in der Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs sei zum Zeit­punkt der an­ge­grif­fe­nen Ent­schei­dung geklärt ge­we­sen, dass die im Sin­ne des Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG le­gi­ti­men Zie­le nicht auf den so­zi­al­po­li­ti­schen Be­reich be­schränkt sei­en, fin­det in der von ihm her­an­ge­zo­ge­nen Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs of­fen­sicht­lich kei­ne Stütze. Des­halb hätte das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt sei­nem Ur­teil nicht die von ihm gewähl­te Aus­le­gung zu­grun­de le­gen dürfen, oh­ne vor­her ei­ne Vor­ab­ent­schei­dung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs ein­zu­ho­len.
aa) Mit sei­nem Ur­teil vom 13. Sep­tem­ber 2011 in der Rechts­sa­che „Prig­ge“ (C-447/09, ju­ris), mit dem er die Vor­la­ge­fra­gen des Bun­des­ar­beits­ge­richts be­ant­wor­tet, hat der Eu­ropäische Ge­richts­hof in­zwi­schen aus­drück­lich klar­ge­stellt, dass le­gi­ti­me Zie­le im Sin­ne von Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG nur sol­che so­zi­al­po­li­ti­scher Art sein können. Er ver­weist in­so­weit auf sei­ne bis­he­ri­ge Recht­spre­chung, kon­kret auf die Ur­tei­le in den Rechts­sa­chen „Age Con­cern Eng­land“ (Ur­teil vom 5. März 2009 - C-388/07 -, Slg. 2009, I-1569, Rn. 46) und „Hütter“ (Ur­teil vom 18. Ju­ni 2009 - C-88/08 -, Slg. 2009, I-5325, Rn. 41). Mit sei­ner Ent­schei­dung folgt der Eu­ropäische Ge­richts­hof den Schluss­anträgen des Ge­ne­ral­an­walts Cruz Vil­lalón vom 19. Mai 2011, der eben­falls aus­geführt hat­te, dass der Eu­ropäische Ge­richts­hof sich schon zu­vor für ei­ne en­ge­re Aus­le­gung der Aus­nah­me­re­ge­lung in Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG aus­ge­spro­chen „und sie letzt­lich all­ge­mein auf so­zi­al­po­li­ti­sche Zie­le ein­ge­schränkt“ ha­be (Schluss­anträge vom 19. Mai 2011, ju­ris, Rn. 73; vgl. auch BVerfG, Be­schluss der 2. Kam­mer des Ers-
ten Se­nats vom 5. Ja­nu­ar 2011 - 1 BvR 2870/10 -, NJW 2011, S. 1131 <1132>). Das Ur­teil des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs und die Schluss­anträge des Ge­ne­ral­an­walts in der Rechts­sa­che „Prig­ge“ la­gen zum Zeit­punkt des hier an­ge­grif­fe­nen Ur­teils des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts al­ler­dings noch nicht vor. Sie lie­gen der Fest­stel­lung, dass die An­nah­me des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts kei­ne Stütze in der Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs fin­det, des­halb nicht zu­grun­de, bestäti­gen die­se aber nach­drück­lich.
bb) Es kann da­hin­ste­hen, ob die hier im Raum ste­hen­de Vor­la­ge­fra­ge zum Zeit­punkt der an­ge­grif­fe­nen Ent­schei­dung schon in der Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs be­ant­wor­tet war oder nicht. Wenn man da­von aus­geht, dass sie be­reits be­ant­wor­tet war, dann je­den­falls nicht in dem vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt an­ge­nom­me­nen Sin­ne, son­dern im Ge­gen­teil der­ge­stalt, dass ein le­gi­ti­mes Ziel im Sin­ne von Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG nur ein sol­ches so­zi­al­po­li­ti­scher Art sein kann. So­weit sich das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt für sei­ne ge­genläufi­ge Auf­fas­sung auf Ent­schei­dun­gen des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs be­zieht, sind die­se Ver­wei­se of­fen­kun­dig nicht tragfähig.
Zunächst stützt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt sei­ne Aus­sa­ge, die vom Bun­des­ar­beits­ge­richt im Ju­ni 2009 for­mu­lier­te Vor­la­ge­fra­ge zum glei­chen The­ma sei „durch die seit­dem er­gan­ge­ne Recht­spre­chung des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs geklärt“, auf Ur­tei­le des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs aus den Jah­ren 2005 und 2007. Dort sprach der Eu­ropäische Ge­richts­hof zwar all­ge­mein von der „Le­gi­ti­mität“ be­zie­hungs­wei­se „Rechtmäßig­keit“ ei­nes „sol­chen im All­ge­mein­in­ter­es­se lie­gen­den Zie­les“ (Ur­teil vom 22. No­vem­ber 2005 - C-144/04 „Man­gold“ -, Slg. 2005, I-9981, Rn. 60; Ur­teil vom 16. Ok­to­ber 2007 - C-411/05 „Pa­la­ci­os de la Vil­la“ -, Slg. 2007, I-8531, Rn. 64); dies be­zog sich al­ler­dings in ei­nem Fall kon­kret auf die be­ruf­li­che Ein­glie­de­rung älte­rer Ar­beit­neh­mer, im an­de­ren auf die Beschäfti­gungsförde­rung, al­so in bei­den Fällen auf so­zi­al­po­li­ti­sche Zie­le. Zu­tref­fend führt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt so­dann aus, dass der Eu­ropäische Ge­richts­hof in sei­nem Ur­teil in der Rechts­sa­che „Age Con­cern Eng­land“ (vom 5. März 2009, a.a.O.) auf im kon­kre­ten Fall vor­lie­gen­de so­zi­al­po­li­ti­sche Zie­le ab­ge­stellt ha­be. Wenn das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt dann aber das Ur­teil in der Rechts­sa­che „Hütter“ of­fen-
bar sinn­gemäß so in­ter­pre­tie­ren will, dass so­zi­al­po­li­ti­sche Zie­le dort nur noch als ei­ne von meh­re­ren Ka­te­go­ri­en le­gi­ti­mer Zie­le ge­nannt sei­en, wird das dem Text­zu­sam­men­hang (EuGH, Ur­teil vom 18. Ju­ni 2009, a.a.O., Rn. 41 f.) nicht ge­recht. Die vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt an­schei­nend ge­zo­ge­ne Schluss­fol­ge­rung, dort ha­be der Eu­ropäische Ge­richts­hof an­er­kannt, dass es auch an­de­re Ka­te­go­ri­en von le­gi­ti­men Zie­len ge­be, ist mit des­sen vor­her­ge­hen­der Aus­sa­ge nicht ver­ein­bar, nach der le­gi­ti­me Zie­le aus­drück­lich „so­zi­al­po­li­ti­sche Zie­le ... sind“. So­weit das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt im Übri­gen ausführt, ei­ne Ein­schränkung auf so­zi­al­po­li­ti­sche Zie­le ha­be auch die nach­fol­gen­de Recht­spre­chung der Großen Kam­mer des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs nicht vor­ge­nom­men, dann ist dar­an rich­tig, dass sich dort kei­ne wei­ter­ge­hen­de Ein­schränkung fin­det als in den bis­her zi­tier­ten Ur­tei­len. Für die Auf­fas­sung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts, der Eu­ropäische Ge­richts­hof ha­be an­de­re als so­zi­al­po­li­ti­sche Zie­le als le­gi­tim im Sin­ne von Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG an­er­kannt, fin­det sich dort aber eben­falls kein An­halts­punkt.
So­weit das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt zum Be­leg für sei­ne Aus­sa­ge auf das Ur­teil vom 12. Ja­nu­ar 2010 in der Rechts­sa­che „Pe­ter­sen“ (C-341/08, ju­ris) ver­weist, in dem die Auf­recht­er­hal­tung ei­ner qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen ärzt­li­chen Ver­sor­gung und die Ver­mei­dung ei­ner er­heb­li­chen Gefähr­dung des fi­nan­zi­el­len Gleich­ge­wichts des Sys­tems der so­zia­len Si­cher­heit eben­so wie der Schutz der Ge­sund­heit der Bevölke­rung als le­gi­ti­me Zie­le ge­nannt sei­en, geht dies größten-teils an der zi­tier­ten Ent­schei­dung vor­bei. Die Ausführun­gen zum Ge­sund­heits­schutz und zur Fi­nan­zie­rung des Ge­sund­heits­sys­tems be­zie­hen sich nicht auf ein le­gi­ti­mes Ziel im Sin­ne von Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG, son­dern auf die Aus­nah­me­re­ge­lung des Art. 2 Abs. 5 der Richt­li­nie (a.a.O., Rn. 52). Bei dem drit­ten vom Eu­ropäischen Ge­richts­hof erörter­ten Ziel han­delt es sich um „die Ver­tei­lung der Be­rufs­chan­cen zwi­schen den Ge­ne­ra­tio­nen“ (a.a.O., Rn. 38); die­se wird als „le­gi­ti­mes Ziel der So­zi­al- oder Beschäfti­gungs­po­li­tik“ gewürdigt (a.a.O., Rn. 68).
Den Ur­tei­len vom 19. Ja­nu­ar 2010 (C-555/07 „Kücükde­ve­ci“, ju­ris, Rn. 33) und 12. Ok­to­ber 2010 (C-499/08 „An­der­sen“, ju­ris, Rn. 26; C-45/09 „Ro­sen­bladt“, ju­ris,
Rn. 38) ent­nimmt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt Ver­wei­se des Eu­ropäischen Ge­richts­hofs auf den bei­spiel­haf­ten Cha­rak­ter der in Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG auf­gezähl­ten Be­rei­che und den Er­mes­sen­spiel­raum der Mit­glied­staa­ten bei der Fest­le­gung der Zie­le; tatsächlich wird an den zi­tier­ten Stel­len je­doch nur der Norm­wort­laut („ins­be­son­de­re“) wie­der­ge­ge­ben. So­weit in dem Ur­teil in der Rechts­sa­che „Ro­sen­bladt“ von Bei­spie­len und dem Hin­wei­s­cha­rak­ter ei­ner Aufzählung die Re­de ist (a.a.O., Rn. 40), be­zieht sich dies nur auf den hier nicht ein­schlägi­gen zwei­ten Un­ter­ab­satz von Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie. Für die An­nah­me, Art. 6 Abs. 1 Un­ter­ab­satz 1 er­fas­se an­de­re Zie­le als sol­che so­zi­al­po­li­ti­scher Art, ge­ben die zi­tier­ten Stel­len nichts her.
Ab­sch­ließend ver­weist das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt auf das Ur­teil in der Rechts­sa­che „Ge­or­giev“ vom 18. No­vem­ber 2010 (C-250/09 und C-268/09, ju­ris) und macht gel­tend, der Eu­ropäische Ge­richts­hof ha­be dort die Schaf­fung ei­ner hoch­wer­ti­gen Leh­re an der Uni­ver­sität und die op­ti­ma­le Ver­tei­lung der Pro­fes­so­ren­stel­len auf die Ge­ne­ra­tio­nen als le­gi­ti­me Zie­le be­schrie­ben. Tatsächlich hat der Eu­ropäische Ge­richts­hof al­ler­dings dar­auf ver­wie­sen, dass er be­reits früher die Ein­stel­lung jun­ger Pro­fes­so­ren als „le­gi­ti­mes Ziel der So­zi­al- oder Beschäfti­gungs­po­li­tik“ an­ge­se­hen ha­be (a.a.O., Rn. 45). In die­sem Zu­sam­men­hang ergänzt das Ge­richt, die Zu­sam­men­ar­beit von Lehr­kräften und For­schern ver­schie­de­ner Ge­ne­ra­tio­nen begüns­ti­ge den Er­fah­rungs­aus­tausch und die In­no­va­ti­on und da­mit die Ver­bes­se­rung der Qua­lität des Un­ter­richts und der For­schung an den Uni­ver­sitäten (a.a.O., Rn. 46). Die Aus­sa­ge, dass dies für sich ge­nom­men ein le­gi­ti­mes Ziel im Sin­ne von Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG sei, fin­det sich dort nicht. Dies gilt um­so mehr, als der Eu­ropäische Ge­richts­hof we­nig später (a.a.O., Rn. 50) ausführt, in die­sem Zu­sam­men­hang sei dar­auf hin­zu­wei­sen, dass die Mit­glied­staa­ten nicht nur bei der Ent­schei­dung, „wel­ches kon­kre­te Ziel von meh­re­ren im Be­reich der Ar­beits- und So­zi­al­po­li­tik sie ver­fol­gen wol­len“, über ei­nen wei­ten Er­mes­sens­spiel­raum verfügten.
c) Das an­ge­grif­fe­ne Ur­teil be­ruht auf dem Ver­s­toß ge­gen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG (vgl. da­zu BVerfGE 4, 412 <417 f.>; 109, 13 <27>). Ein sol­cher zur Auf­he­bung ei­nes Ur­teils führen­der Zu­sam­men­hang ist bei Ver­let­zung we­sent­li­cher
Ver­fah­rens­vor­schrif­ten schon dann ge­ge­ben, wenn die Möglich­keit be­steht, dass der Ver­fah­rens­ver­s­toß den In­halt des Ur­teils be­ein­flusst hat (vgl. BVerfGE 4, 412 <417>). Dar­an würde es im vor­lie­gen­den Fall feh­len, wenn der Eu­ropäische Ge­richts­hof die Vor­la­ge­fra­ge des Bun­des­ar­beits­ge­richts zwi­schen­zeit­lich im Sin­ne der vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ver­tre­te­nen Aus­le­gung von Art. 6 Abs. 1 der Richt­li­nie 2000/78/EG be­ant­wor­tet hätte. Da der Eu­ropäische Ge­richts­hof die Vor­la­ge des Bun­des­ar­beits­ge­richts aber ge­nau ent­ge­gen­ge­setzt be­schie­den hat, steht außer Zwei­fel, dass das an­ge­grif­fe­ne Ur­teil auf der Ver­let­zung von Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG be­ruht.
2. An­ge­sichts der fest­ge­stell­ten Ver­let­zung sei­nes grund­rechts­glei­chen Rechts auf den ge­setz­li­chen Rich­ter bedürfen die wei­te­ren vom Be­schwer­deführer er­ho­be­nen Rügen kei­ner Ent­schei­dung.
Das Ur­teil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ist gemäß § 93c Abs. 2 in Ver­bin­dung mit § 95 Abs. 2 BVerfGG auf­zu­he­ben. Die Sa­che ist an das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt zurück­zu­ver­wei­sen.
Die Ent­schei­dung über die Aus­la­gen­er­stat­tung be­ruht auf § 34a Abs. 2 BVerfGG, die Fest­set­zung des Ge­gen­stands­werts auf § 37 Abs. 2 in Ver­bin­dung mit § 14 Abs. 1 RVG.
zur Übersicht 1 BvR 1103/11