Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%20105/60
Timestamp: 2019-12-05 17:17:06
Document Index: 30433834

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 357', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 357']

BGH, 09.03.1961 - II ZR 105/60 - dejure.org
BGH, 09.03.1961 - II ZR 105/60
https://dejure.org/1961,8158
BGH, 09.03.1961 - II ZR 105/60 (https://dejure.org/1961,8158)
BGH, Entscheidung vom 09.03.1961 - II ZR 105/60 (https://dejure.org/1961,8158)
BGH, Entscheidung vom 09. März 1961 - II ZR 105/60 (https://dejure.org/1961,8158)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1961,8158) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
WM 1961, 510
Die Warn- und Hinweispflichten sind vielmehr auf die Ausnahmefälle beschränkt, dass Treu und Glauben es nach den Umständen des Falles gebieten, den Auftrag nicht ohne vorherige Rückfrage beim Auftraggeber auszuführen, um diesen vor einem möglicherweise drohenden Schaden zu bewahren (BGH, Urteile vom 9. März 1961 - II ZR 105/60 - aaO - …und vom 22. Juni 2004 - XI ZR 90/03 - aaO).
Die Banken werden im allgemeinen Überweisungs-, Scheckeinziehungs- und Lastschriftverkehr nur zum Zwecke eines technisch einwandfreien, einfachen und schnellen Zahlungsverkehrs tätig und haben sich schon wegen dieses begrenzten Geschäftszwecks und der Massenhaftigkeit der Geschäftsvorgänge grundsätzlich nicht um die beteiligten Interessen ihrer Kunden zu kümmern (…BGH, Urt. v. 29.05.1978 - II ZR 89/76, WM 1978, 588; vgl. auch RGZ 54, 329, 331 und BGH, Urt. v. 09.03.1961 - II ZR 105/60, WM 1961, 510, 511).
Eine Warnpflicht der Überweisungsbank kann möglicherweise bestehen, wenn ihr bekannt ist, daß der Überweisungsempfänger wirtschaftlich zusammengebrochen ist oder vor dem Zusammenbruch steht (BGH, Urt. v. 09.03.1961 aaO).
Durch diese Verknüpfung widerstreitender Interessen unterscheidet sich der vorliegende Sachverhalt von den Fällen, die den Entscheidungen zugrunde lagen, in denen der Bundesgerichtshof die Frage verneint hat, ob der Bank eine Pflicht zur Warnung vor gefährlichen Kreditgeschäften obliegt (vgl. z.B. BGH, VIII ZR 46/62 vom 18. September 1963, NJW 1963, 2270; BGH, II ZR 128/61 vom 10. Januar 1963, WM 1963, 475; BGH, II ZR 128/61 vom 10. Januar 1963, WM 1961, 510, 511;… Canaris in Großkommentar HGB, 3. Aufl. 1973 Anh. zu § 357 HGB Anm. 55 m.weit.Nachw.).
BGH, 08.03.1982 - II ZR 60/81
Pflichten der Bank bei Hereinnahme einer nicht hinreichend werthaltigen …
Ob ein Bankkunde das von ihm geplante Geschäft abschließen will, ist seine Angelegenheit (vgl. SenUrt. v. 9.3.61 - II ZR 105/60, WM 1961, 510).
Zwar ist es grundsätzlich nicht Sache einer Bank, einen Bankkunden, der mit einem anderen Bankkunden Geschäfte abschließen will, aufgrund der zwischen ihnen bestehenden vertraglichen Beziehungen auf Risiken des vorgesehenen Geschäftsabschlusses hinzuweisen (vgl. SenUrt. v. 9.3.61 - II ZR 105/60, WM 1961, 510, 511).
Durch diese Verknüpfung widerstreitender Interessen unterscheidet sich der vorliegende Sachverhalt von den Fällen, die den Entscheidungen zugrunde lagen, in denen der Bundesgerichtshof die Frage verneint hat, ob der Bank eine Pflicht zur Warnung vor gefährlichen Kreditgeschäften obliegt (vgl. z.B. BGH VIII ZR 46/62 vom 18. September 1963, NJW 1963, 2270; BGH, II ZR 128/61 vom 10. Januar 1963, WM 1963, 475; BGH, II ZR 128/61 vom 10. Januar 1963, WM 1961, 510, 511;… Canaris in Großkommentar HGB, 3. Aufl. 1973 Anh. zu § 357 HGB Anm. 55 m.w.N.).