Source: https://wiwi24.com/einkuenfte-aus-land-und-forstwirtschaft-leicht-erklaert-beispiel-tz11/
Timestamp: 2020-08-07 11:57:20
Document Index: 261336177

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 13', '§ 13', '§ 62', '§ 141', '§ 13', '§ 4', '§ 8', '§ 13']

Grundlegende Informationen zu Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft
Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 i.V.m. § 13 EStG (kurz: Einkünfte aus L+F) umfassen u.a. Einkünfte aus Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Weinbau, Gartenbau und unter bestimmten Bedingungen aus der Tierzucht und Tierhaltung.
Zudem gehören gem. § 13 Abs. 1 Nr. 2 EStG i.V.m. § 62 BewG auch z.B. die Binnenfischerei, die Imkerei und die Saatzucht dazu.
Lediglich land- und forstwirtschaftliche Großbetriebe, die die Größenkriterien des § 141 Abs. 1 AO überschreiten, z.B. mehr als 500.000 € Umsatz im Kalenderjahr erzielen, ermitteln den Gewinn gemäß Betriebsvermögensvergleich, also mit Hilfe der Buchführung. Ansonsten kann der Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft nach Durchschnittssätzen gemäß § 13a EStG ermittelt werden.
Land- und Forstwirte haben zudem ein vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr vom 1. Juli bis 30. Juni (§ 4a Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 EStG mit Abweichungsoptionen nach § 8c EStDV z.B. für Weinbauern).
Gemäß § 13 Abs. 3 EStG gibt es für land- und forstwirtschaftliche Einkünfte einen Freibetrag von 900 € bzw. den doppelten Betrag in Höhe von 1.800 € bei zusammenveranlagten Ehegatten. Dies gilt jedoch nur, wenn die Summe der Einkünfte 30.700 € bzw. 61.400 € bei Zusammenveranlagung nicht überschritten wird.
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