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Timestamp: 2016-10-28 14:16:23
Document Index: 172156784

Matched Legal Cases: ['Art. 131', 'Art. 96', 'Art. 275', 'Art. 2', 'Art. 272', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 274', 'BGE', 'BGE', 'Art. 91', 'Art. 275', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 96', 'Art. 275', 'BGE', 'Art. 276', 'BGE', 'BGE', 'Art. 96', 'Art. 275', 'BGE', 'Art. 167', 'Art. 168', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 64', 'Art. 164', 'Art. 167', 'Art. 168', 'Art. 167', 'Art. 167', 'Art. 168', 'Art. 167', 'Art. 167', 'Art. 167', 'Art. 3', 'Art. 168', 'Art. 168', 'BGE', 'Art. 96', 'Art. 168', 'Art. 156']

5C.291/2001 (25.02.2002)
K.________, Kl�ger und Berufungskl�ger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Christoph Jezler, Dufourstrasse 60, 8702 Zollikon,
B.________ AG, Beklagte und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Urs Pulver, Bahnhofstrasse 13, 8001 Z�rich,
Eintreibung einer gepf�ndeten Forderung, hat sich ergeben:
Bank). Ohne seine Mitwirkung schlossen die Stiftung und die Bank einen Vergleich, mit dem sich die Bank unter anderem verpflichtete, der Stiftung DM 70'000.-- bis 31. Dezember 1996 auf ein Sperrkonto unter der Stamm-Nr. x zu �berweisen, �ber das die Stiftung ab 31. Dezember 1996 im Umfang von DM 35'000.-- und ab 30. Juni 1997 im Restbetrag sollte verf�gen k�nnen. Die Stiftung trat die Forderung gegen die Bank am 10./20. Mai 1996 an die Z.________ AG ab. Die Zession wurde der Bank am 20./24. Mai 1996 von der Stiftung schriftlich notifiziert.
B.- Am 30. Mai 1996 begehrte K.________ f�r seine Honoraranspr�che aus Rechtsvertretung einen Arrest gegen die Stiftung. Der Arrest wurde am 31. Mai 1996 bewilligt und vollzogen. Er betraf folgende Arrestgegenst�nde: "S�mtliche Guthaben der Arrestschuldnerin, insbesondere unter der StammNr.
x, sofern auf den Namen der Arrestschuldnerin lautend, sowie verfallene und noch f�llig werdende Forderungen der Arrestschuldnerin, bei: B.________ AG, soweit verarrestierbar, bis zur Deckung der Arrestforderung nebst Kosten" (Arrestbefehl des Bezirksgerichts Z�rich, Audienzrichteramt, und Arresturkunde des Betreibungsamtes Z�rich 4 vom 31. Mai 1996). Am 7. Juni 1996 bestritt K.________ gegen�ber der Bank die Rechtsg�ltigkeit der am 10./20. Mai 1996 erfolgten und der Bank am 20./24. Mai 1996 angezeigten Zession der Stiftung an die Z.________ AG; er wies darauf hin, die Bank mache demgem�ss Zahlungen auf eigenes Risiko. Die Bank leistete - nach eigenen Angaben - je DM 35'000.-- am 31. Dezember 1996 und am 30. Juni 1997 an die Z.________ AG.
C.- Mit Betreibung Nr. ... prosequierte K.________ den Arrest. Die Stiftung erhob Rechtsvorschlag. Der anschliessende Arrestprosequierungsprozess endete durch Vergleich. Im Umfang von DM 105'000.-- wurde der Rechtsvorschlag beseitigt (Beschluss des Bezirksgerichts Z�rich, 8. Abteilung, vom 16. Juni 1997).
Im Betreibungsverfahren Nr. ... weigerte sich das Betreibungsamt Z�rich 4 die Forderung der Stiftung gegen die Bank im Betrag von DM 70'000.-- in die Pf�ndungsurkunde aufzunehmen.
Auf Beschwerde von K.________ hin erwog die untere kantonale Aufsichtsbeh�rde �ber Betreibungs�mter, dass �ber die materielle Berechtigung an der Forderung in einem Widerspruchsverfahren zu entscheiden sei. Gem�ss dem rechtskr�ftigen Urteil im Arrestprosequierungsprozess seien die gesamten verarrestierten Forderungen zu pf�nden und demzufolge werde auch die - allenfalls strittige - Forderung �ber DM 70'000.-- von der Pf�ndung erfasst. Die Beschwerde wurde gutgeheissen und dem Betreibungsamt entsprechend Weisung erteilt (Zirkulationsbeschluss des Bezirksgerichts Z�rich,
6. Abteilung, vom 5. M�rz 1998).
Das Betreibungsamt Z�rich 4 erg�nzte die Pf�ndungsurkunde mit der Forderung der Stiftung gegen die Bank und setzte K.________ Frist zur Klage, das Eigentum der Z.________ AG an der gepf�ndeten Forderung zu bestreiten. Im angehobenen Widerspruchsprozess anerkannte die Z.________ AG die Klage. Der Prozess wurde abgeschrieben und die Forderung in der Pf�ndung belassen (Verf�gung des Bezirksgerichts Z�rich, Einzelrichter im beschleunigten Verfahren, vom 27. November 1998).
D.-Im Verwertungsverfahren gegen die Stiftung liess sich K.________ die gepf�ndete Forderung der Stiftung gegen die Bank von DM 70'000.-- zur Eintreibung im eigenen Namen und auf eigene Rechnung und Gefahr �berweisen (Erm�chtigung des Betreibungsamtes Z�rich 4 vom 8. M�rz 1999). Am 19. November 1999 erhob K.________ (hiernach: Kl�ger) gegen die B.________ AG (nunmehr: die Beklagte) Klage auf Bezahlung von DM 70'000.-- nebst Zins.
Das Bezirksgericht Z�rich (8. Abteilung) wies die Klage ab. Es verneinte vorweg irgendwelche Rechtskraftwirkung vorausgegangener Entscheide mangels Anspruchsidentit�t (Zirkulationsbeschluss im Beschwerdeverfahren) bzw. mangels Parteiidentit�t (Verf�gung im Widerspruchsprozess). Es bejahte die G�ltigkeit der Zession vor der Arrestlegung und den guten Glauben der Beklagten, als sie nach erfolgter Notifikation an die Z.________ AG das vormals der Stiftung geh�rende Guthaben �ber DM 70'000.-- ausbezahlte (Urteil vom 25. Oktober 2000).
Auf Appellation des Kl�gers hin wies das Obergericht (II. Zivilkammer) des Kantons Z�rich die Klage ab mit der Begr�ndung, die Stiftung sei im Zeitpunkt der Arrestlegung nicht mehr Gl�ubigerin der Beklagten gewesen; diese Frage sei weder im Beschwerdefahren noch im Widerspruchsprozess rechtskr�ftig entschieden worden (Urteil vom 2. Oktober 2001).
E.- Mit eidgen�ssischer Berufung erneuert der Kl�ger sein Begehren, die Beklagte zur Bezahlung von DM 70'000.-- nebst Zins zu 5 % seit 6. Juni 1996 zu verpflichten. Das Obergericht hat auf Gegenbemerkungen zur Berufung verzichtet.
1.- Der Kl�ger macht in eigenem Namen die gepf�ndete Forderung der Stiftung gegen die Beklagte geltend (Art. 131 Abs. 2 SchKG). Er behauptet, der von ihm erwirkte Arrest habe auch die heute eingeklagte Forderung der Stiftung gegen die Beklagte erfasst; die Auszahlung des Guthabens der Stiftung durch die Beklagte an die Z.________ AG sei deshalb ung�ltig (aArt. 96 Abs. 2 i.V.m. aArt. 275 SchKG). Die gegenteilige Ansicht des Obergerichts, der Arrest sei diesbez�glich ins Leere gegangen, sei bundesrechtswidrig. �berhaupt h�tte das Obergericht sich nicht damit befassen d�rfen, was dem Arrestbeschlag unterlegen habe. Diese Frage sei Gegenstand des Beschwerdeverfahrens in der Pf�ndung und damit rechtskr�ftig entschieden gewesen. Indem das Obergericht jegliche Bindung an den vorausgegangenen Beschwerdeentscheid verneint habe, sei wiederum Bundesrecht verletzt worden.
a) Der Arrest wurde am 31. Mai 1996 bewilligt und vollzogen, so dass die Bestimmungen �ber den Arrest in der Fassung vor dem 1. Januar 1997, d.h. vor dem Inkrafttreten der Gesetzesrevision von 1994 anwendbar sind (Art. 2 der Schlussbestimmungen der �nderung vom 16. Dezember 1994).
b) Der Arrest wird bewilligt, "sofern der Gl�ubiger seine Forderung und das Vorhandensein eines Arrestgrundes glaubhaft macht" (aArt. 272 SchKG). Will der Gl�ubiger Verm�gensgegenst�nde mit Arrest belegen, die formell auf den Namen eines Dritten lauten, muss er zus�tzlich glaubhaft machen, dass jene in Wirklichkeit Eigentum des Schuldners sind; eine blosse Behauptung, wie der Kl�ger meint (so noch BGE 82 III 63 E. 2 S. 70), gen�gt dazu nach geltender Rechtsprechung nicht (BGE 107 III 33 E. 2 und 3 S. 35 f.; 109 III 120 E. 6 S. 124; heute: BGE 126 III 95 E. 4a S. 96). Die mit Arrest zu belegenden Verm�gensgegenst�nde sind im Arrestbefehl anzugeben (aArt. 274 Abs. 2 Ziffer 4 SchKG). Dabei gen�gt es, dass die zu verarrestierenden Gegenst�nde nur der Gattung nach bezeichnet sind in Verbindung mit der genauen Angabe der �rtlichkeit, wo sie sich befinden, oder der Person, die sie in Gewahrsam hat (vgl. zum Gattungsarrest: BGE 56 III 44 Nr. 11 und die seitherige st�ndige Rechtsprechung). Der Arrestbefehl kann also dahin lauten, es seien s�mtliche dem Arrestschuldner geh�renden Werte mit Arrest zu belegen, die bei einer bestimmten Bank unter seinem oder unter fremdem Namen liegen (z.B. BGE 96 III 107 E. 3 S. 110). Vollzogen wird der Arrest nach den in den aArt. 91-109 SchKG f�r die Pf�ndung aufgestellten Vorschriften (aArt. 275 SchKG). Befinden sich die Arrestgegenst�nde bei einer Bank, erl�sst das Vollzugsorgan die vorgesehene Spezialanzeige, womit von der Bank verlangt wird, dass sie die im Arrestbefehl bezeichneten Werte sperrt (BGE 96 III 107 E. 3 S. 110; 108 III 114 E. 3 S. 118).
Entgegen der Behauptung des Kl�gers ergibt sich aus dem Arrestbefehl keineswegs zweifelsfrei, dass in jedem Fall das Guthaben von DM 70'000.-- unter der Stamm-Nr. x bei der Beklagten verarrestiert werden sollte. Im Arrestbefehl findet sich gegenteils der ausdr�ckliche Vorbehalt "sofern auf den Namen der Arrestschuldnerin lautend". Am 31. Mai 1996 hat das Guthaben nicht der Arrestschuldnerin geh�rt, sondern der Z.________ AG gem�ss - der Beklagten am 20./24. Mai 1996 angezeigter - Forderungsabtretung vom 10./20. Mai 1996. Auf Grund des unmissverst�ndlichen Arrestbefehls ist die Beklagte deshalb nicht verpflichtet gewesen, das einem Dritten geh�rende Guthaben zu sperren. In seinem Arrestbegehren hat der Kl�ger selber nur die Verarrestierung von Anspr�chen der Stiftung gegen die Beklagte verlangt und nicht weitergehend von Anspr�chen Dritter, von denen die Beklagte h�tte wissen k�nnen oder m�ssen, dass sie in Wirklichkeit der Stiftung als Arrestschuldnerin geh�ren. Die heute abweichende Darstellung trifft nicht zu (vgl. S. 18 Ziffer V des Arrestbegehrens).
Nach eigenen Angaben hat der Kl�ger denn auch erst am 6. Juni 1996 von der Abtretung des Guthabens erfahren und deren Zul�ssigkeit darauf schriftlich bestritten. Fehlt aber sogar die blosse Behauptung, es m�ssten auch auf den Namen Dritter lautende Guthaben verarrestiert werden, weil sie rechtlich der Stiftung geh�rten, ist das Guthaben zu Recht von der Beklagten nicht gesperrt worden (z.B. BGE 80 III 86 E. 4 S. 90).
Eine nachtr�gliche Erweiterung des Arrestgegenstandes ist ausgeschlossen, hingegen w�re es dem Kl�ger jederzeit freigestanden, f�r die gleiche Forderung einen neuen Arrest zu erwirken, um sich die "neu" entdeckten Verm�gensgegenst�nde zu sichern (BGE 47 III 27 E. 3 S. 30; 99 III 22 E. 2 S. 23).
Aus den dargelegten Gr�nden muss davon ausgegangen werden, dass die strittigen DM 70'000.-- auf dem Konto unter der Stamm-Nr. x zweifelsfrei nicht dem Arrestbeschlag unterlegen haben. Die nachmalige Auszahlung des Guthabens an die Z.________ AG verletzt keine dem Kl�ger aus dem Arrest erwachsenen Rechte und ist aus vollstreckungsrechtlicher Sicht nicht ung�ltig (vgl. aArt. 96 i.V.m. aArt. 275 SchKG). Die Forderungsklage ist insoweit unbegr�ndet.
c) Im Stadium der Pf�ndung hat die zust�ndige Aufsichtsbeh�rde rechtskr�ftig entschieden, die Forderung der Stiftung gegen die Beklagte �ber DM 70'000.-- sei in die Pf�ndungsurkunde aufzunehmen. Damit ist gleichzeitig gesagt, die Forderung habe dem Arrestbeschlag unterlegen.
Die mit dem Arrestvollzug betrauten Beh�rden (Betreibungsamt und Aufsichtsbeh�rden) sind nicht befugt, den Arrestbefehl auf seine materielle Begr�ndetheit hin (z.B. die Glaubhaftigkeit der Arrestvoraussetzungen) zu �berpr�fen; nur wenn sich der Arrestbefehl als unzweifelhaft nichtig erwiese, m�sste sein Vollzug verweigert werden (BGE 107 III 33 E. 4 S. 36; 120 III 39 E. 1a S. 40). Freilich kann die Beantwortung der Frage, was dem Arrestbeschlag unterliegt, und damit die Spezifikation der Arrestgegenst�nde in der Arresturkunde (aArt. 276 Abs. 1 SchKG) bei Gattungsarresten Schwierigkeiten bereiten, da ja eine detaillierte Auflistung der mit Arrest zu belegenden Gegenst�nde im Arrestbefehl fehlt (z.B. BGE 80 III 86 Nr. 17; 90 III 49 E. 2 S. 52; 92 III 20 E. 2 und 3 S. 24 ff.; 102 III 94 E. 6 S. 108). Auf keinen Fall aber sind die Vollzugsorgane berechtigt, andere Gegenst�nde als diejenigen zu verarrestieren, die im Arrestbefehl aufgef�hrt sind; eine nicht auf dem Arrestbefehl beruhende Beschlagnahme bedeutete einen �bergriff in die der Arrestbeh�rde vorbehaltenen Befugnisse und w�re als nichtig zu erachten (BGE 90 III 49 E. 1 S. 50; 113 III 139 E. 4 S. 142).
Nach Angaben des Kl�gers besteht die Schuldpflicht der Beklagten gegen�ber der Stiftung unter anderem deshalb, weil die Auszahlung des Guthabens an die Z.________ AG durch die Beklagte in Missachtung des Arrestbeschlags erfolgt und damit ung�ltig sein soll (aArt. 96 Abs. 2 i.V.m. aArt. 275 SchKG). In diesem Forderungsprozess stellt sich dem Zivilgericht die Vorfrage, ob das ausbezahlte Guthaben �berhaupt dem Arrestbeschlag unterlegen hat. Die Beantwortung dieser Vorfrage liegt in der Zust�ndigkeit der Arrestbeh�rden, an deren rechtskr�ftigen Entscheid das Zivilgericht gebunden ist, ausser er w�re absolut nichtig; das Zivilgericht darf die Nichtigkeit pr�fen (BGE 101 II 149 E. 3 S. 151; 108 II 456 E. 2 S. 460; zuletzt: Urteil des Bundesgerichts vom 25. August 1998, E. 4a, in: sic! 1999 S. 157, 4C.388/1997). Nach dem Gesagten (E. 1b soeben) hat der am 31. Mai 1996 verf�gte Arrest auf Grund des kl�gerischen Arrestbegehrens und des Arrestbefehls das Guthaben �ber DM 70'000.-- bei der Beklagten zweifelsfrei nicht erfasst. Der gegenteilige Entscheid der Arrestvollzugsbeh�rden ist - wegen obenerw�hnter funktioneller und sachlicher Unzust�ndigkeit - f�r das Zivilgericht nicht bindend.
2.- Eine Bundesrechtsverletzung erblickt der Kl�ger ferner darin, dass das Obergericht das im Widerspruchsprozess ergangene Urteil nicht ber�cksichtigt habe. Es stehe rechtskr�ftig fest, dass die Z.________ AG in keinem Zeitpunkt - also auch nicht bei Arrestlegung - Gl�ubigerin des Guthabens �ber DM 70'000.-- bei der Beklagten gewesen sei. Die damit entschiedene Frage nach der G�ltigkeit der Forderungsabtretung h�tte nicht neu aufgerollt werden d�rfen. Sodann habe die Beklagte das Guthaben der Stiftung auch nicht in gutem Glauben an die Z.________ AG ausbezahlen k�nnen, nachdem der Kl�ger der Beklagten am 7. Juni 1996 mitgeteilt habe, er bestreite die Forderungsabtretung der Stiftung an die Z.________ AG (Art. 167 OR); weil die Beklagte damit vom Streit Kenntnis gehabt habe, sei die Auszahlung auf ihre eigene Gefahr erfolgt (Art. 168 OR). Die gegenteilige Ansicht des Obergerichts sei bundesrechtswidrig. Insbesondere k�nne nicht gesagt werden, der Arrest sei ins Leere gegangen.
a) Es kann dahingestellt bleiben, ob die vom Kl�ger - teils aus Parteigutachten abgeleitet - aufgestellten Theorien �ber die Rechtswirkungen des Urteils im Widerspruchsprozess zutreffen. Desgleichen kann die Frage offen gelassen werden, unter welchen Voraussetzungen ein gerichtlicher Prozessabschreibungsbeschluss zufolge Klager�ckzugs, Klageanerkennung oder gerichtlichen Vergleichs von Bundesrechts wegen materielle Rechtskraftwirkung entfaltet (vgl. dazu BGE 117 II 410 E. 3 S. 413; 124 III 21 E. 2a S. 23).
Rechtskraftwirkung tritt ohnehin nur soweit ein, als �ber den geltend gemachten Anspruch entschieden worden ist.
Inwieweit das der Fall ist, ergibt die Auslegung des Urteils, zu welcher dessen ganzer Inhalt heranzuziehen ist. Zwar erw�chst der Entscheid nur in jener Form in Rechtskraft, wie er im Urteilsdispositiv zum Ausdruck kommt, doch ergibt sich dessen Tragweite vielfach erst aus einem Beizug der Urteilserw�gungen (zuletzt: BGE 121 III 474 E. 4a S. 478; 123 III 16 E. 2a S. 18). Welche Wirkungen der Abschreibungsbeschluss im Widerspruchsprozess entfaltet, ist folglich anhand der Klageanerkennung zu bestimmen, die als Prozesserkl�rung nach dem Vertrauensgrundsatz auszulegen ist (nicht ver�ffentlichte Urteile des Bundesgerichts vom 5. November 2001 i.S. M., E. 1c und 2, 4C.262/2001, und vom 30. August 1989 i.S. B., E. 3, 4C.156/1989, unter Verweis auf BGE 105 II 149 E. 2a S. 152 und Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3.A. Z�rich 1979, S. 262 Ziffer VI).
Gem�ss den obergerichtlichen Feststellungen (Art. 63 Abs. 2 OG) beruht der Abschreibungsbeschluss im Widerspruchsprozess auf der sinngem�ssen Klageanerkennung der Z.________ AG, wonach "sie von der Beklagten die abgetretene Forderung aus der Vergleichsvereinbarung aus freien St�cken beglichen erhalten habe, weshalb sie keine Anspr�che auf die bestrittene Forderung von DEM 70'000.-- aus der Vergleichsverhandlung mehr geltend mache" (E. 1 S. 5). Es kann erg�nzt werden (Art. 64 Abs. 2 OG), dass die Z.________ AG keine Eigentumsanspr�che erhoben hat, "sofern tats�chlich noch eine Forderung der Stiftung S.________ gegen�ber der B.________ AG in der H�he von DEM 70'000.-- bestehen sollte" (E. II S. 3 der Verf�gung vom 27. November 1998). Diese "Klageanerkennung" kann nun aber nicht dahin gehend verstanden werden, die Z.________ AG habe zugegeben, es sei keine Forderungsabtretung erfolgt und sie sei niemals Gl�ubigerin der Forderung gewesen; die Prozesserkl�rung hat gegenteils den Sinn, dass die Z.________ AG - im Zeitpunkt ihrer Erkl�rung (1998) - nicht mehr Gl�ubigerin der besagten Forderung sein will, weil sie 1996/1997 ihr gegen�ber ausbezahlt worden ist. Ob gest�tzt auf eine solch "sinngem�sse Klageanerkennung" der Widerspruchsprozess h�tte abgeschrieben werden d�rfen, ist zwar fraglich, aber nicht entscheidend. Es gen�gt die Folgerung, dass der Abschreibungsverf�gung im Widerspruchsprozess keine Rechtskraftwirkung f�r die Frage nach der G�ltigkeit der Zession im Zeitpunkt der Arrestlegung zukommt. Im �brigen war die Beklagte am Widerspruchsverfahren nicht beteiligt und konnte den allenfalls fehlerhaften Abschreibungsbeschluss auch nicht anfechten, so dass dieser ihr auch aus diesem Grund nicht entgegengehalten werden kann. Dem Obergericht kann darin beigepflichtet werden.
b) Dass der Abtretung der Forderung vom 10./20. Mai 1996 Gesetz, Vereinbarung oder Natur des Rechtsverh�ltnisses entgegengestanden w�ren (vgl. Art. 164 Abs. 1 OR), macht der Kl�ger heute nicht mehr geltend. Er wendet die Wirkung der Abtretung auf die Stellung des Schuldners ein und bestreitet, dass sich die Beklagte durch Leistung an die Z.________ AG g�ltig befreit habe (Art. 167 OR); die Beklagte habe vielmehr auf eigene Gefahr bezahlt (Art. 168 OR). Unbestritten ist, dass die angerufenen Bestimmungen den Schuldner sch�tzen wollen, dessen Stellung durch die Forderungsabtretung nicht verschlechtert werden darf (vgl. etwa Girsberger, Basler Kommentar, 1996, Vorbemerkung zu Art. 167-169 OR); die Art. 167 und Art. 168 OR bieten Schutz vor mehrfacher Inanspruchnahme des Schuldners (Spirig, Z�rcher Kommentar, 1993, N. 1 der Vorbem.
Der Kl�ger behauptet, die Beklagte habe nicht in gutem Glauben an die Z.________ AG bezahlt und sich deshalb im Sinne von Art. 167 OR nicht g�ltig von ihrer Schuldpflicht gegen�ber der Stiftung befreit; denn b�sgl�ubig handle, wer den Forderungs�bergang mindestens als fraglich betrachten musste, was auf die Beklagte zutreffe, nachdem er ihr am 7. Juni 1996 schriftlich mitgeteilt habe, dass er die Rechtsg�ltigkeit der Zession bestreite (unter Verweis auf Spirig, N. 28 zu Art. 167 OR). Die Voraussetzung - soweit �berhaupt entscheiderheblich - ist hier nicht erf�llt. Die Stiftung hat der Beklagten die Abtretung an die Z.________ AG am 20./
24. Mai 1996 notifiziert. Selbst wenn diese Anzeige sich im Nachhinein als unrichtig herausgestellt h�tte, w�re die Beklagte durch Zahlung an die Z.________ AG g�ltig befreit worden, weil die unrichtige Anzeige als Erm�chtigung der Stiftung gelten kann, die Leistung an die Z.________ AG vorzunehmen (Spirig, N. 31 und N. 46 zu Art. 167 OR, mit weiteren Nachweisen). Das berechtigte Vertrauen der Beklagten (Art. 3 ZGB) in die Wirksamkeit dieser Erm�chtigung kann nun aber nicht bereits als dadurch ersch�ttert erscheinen, dass der Kl�ger ihr gegen�ber - ohne Grundangabe - die G�ltigkeit der Forderungsabtretung und damit der Richtigkeit der Anzeige bestritten hat.
Im Schreiben vom 7. Juni 1996 hat der Kl�ger die Beklagte gewarnt, sie mache ihre Zahlungen an die angebliche Gl�ubigerin Z.________ AG auf eigenes Risiko. Er beruft sich auf Art. 168 OR, wonach der Schuldner sich durch gerichtliche Hinterlegung befreien kann, wenn streitig ist, wem die Forderung zusteht (Abs. 1); zahlt er in Kenntnis des Streits, so tut er es auf eigene Gefahr (Abs. 2). Die Bestimmung kann vorliegend nicht zur Anwendung kommen. Denn der Streit, wem die Forderung zusteht, setzt voraus, dass zwei angebliche Gl�ubiger die n�mliche Forderung beanspruchen; fehlt es an dieser Identit�t der streitigen Forderungen, ist Art. 168 OR nicht anwendbar (BGE 105 II 273 E. 2-3 S. 275 ff. und die Besprechung von Merz, in: ZBJV 117/1981 S. 132 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juli 1997, E. 6, in: SJ 1998 S. 210 f., 4C.399/1996; f�r weitere Beispiele: Schraner, Z�rcher Kommentar, 2000, N. 19, und Weber, Berner Kommentar, 1983, N. 20, je zu Art. 96 OR). Der Kl�ger hat im damaligen Zeitpunkt nicht behauptet, er sei Gl�ubiger einer Forderung von DM 70'000.-- gegen die Beklagte. Was er geltend gemacht hat, ist ein blosses Verwertungsrecht an der Forderung der Stiftung gegen die Beklagte gewesen. Die Voraussetzungen von Art. 168 OR sind deshalb nicht erf�llt.
c) Aus den dargelegten Gr�nden hat die Beklagte g�ltig DM 70'000.-- an die Z.________ AG geleistet und entgeht damit einer zweiten Zahlung an den Kl�ger wegen der von ihm behaupteten Verletzung von Bestimmungen �ber die Forderungsabtretung.
Schliesslich ist auch nicht ersichtlich, welche Schutzpflichten die Beklagte zu Gunsten des Kl�gers h�tte wahrnehmen m�ssen; es gibt keine allgemeine Pflicht, fremdes Verm�gen vor Einbussen zu sch�tzen (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Januar 2000, E. 2c und 3a, in: SJ 2000 I 554 f., 4C.280/1999). Im �brigen durfte die gesch�ftserfahrene Beklagte davon ausgehen, dass sich der Kl�ger als Rechtsvertreter - standesregelm�ssig - von der Stiftung hat bevorschussen lassen (Handbuch �ber die Berufspflichten des Rechtsanwaltes im Kanton Z�rich, Z�rich 1988, S. 158 f.; Testa, Die zivil- und standesrechtlichen Pflichten des Rechtsanwaltes gegen�ber dem Klienten. Unter besonderer Ber�cksichtigung der Rechtsprechung der Aufsichtskommission �ber die Rechtsanw�lte des Kantons Z�rich, Diss. Z�rich 2000, S. 236 f. mit Nachweisen).
3.- Der unterliegende Kl�ger wird kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG).
1.- Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Obergerichts (II. Zivilkammer) des Kantons Z�rich vom 2. Oktober 2001 wird best�tigt.
2.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 3'500.-- wird dem Kl�ger auferlegt.
3.- Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht (II. Zivilkammer) des Kantons Z�rich schriftlich mitgeteilt.