Source: https://www.ggsc.de/aktuelles/aktuelle-newsletter/newsletter-artikel/news/1835-digitalisierung-in-der-abfallwirtschaft-wie-lange-duerfen-daten-gespeichert-werden/
Timestamp: 2020-01-29 18:04:23
Document Index: 298152737

Matched Legal Cases: ['Art. 17', '§ 147', '§ 257', '§ 8', '§ 30', '§ 25', '§ 8']

Gaßner, Groth, Siederer & Coll.: Digitalisierung in der Abfallwirtschaft – Wie lange dürfen Daten gespeichert werden?
Zu den zu beachtenden Vorgaben gehört u. a. die vorgegebene Speicherdauer für personenbezogene Daten. In die Auswahl und Umsetzung eines effektiven Datenschutz- Management-Systems sollten daher auch datenschutzkonforme Konzepte zur Löschung personenbezogener Daten als wesentlicher Bestandteil miteinbezogen werden.
Nach der Datenschutzgrundverordnung dürfen personenbezogene Daten zunächst so lange gespeichert werden, wie die Aufbewahrung gesetzlich angeordnet wird (Art. 17 Abs. 3 lit. b) DSGVO). Einschlägige Aufbewahrungsfristen finden sich bspw. im Steuer- und Handelsrecht (§ 147 Abs. 3 AO, § 257 Abs. 4 HGB: sechs bis zehn Jahre), im Geldwäschegesetz (§ 8 Abs. 4 GwG: fünf Jahre), in den Gemeindehaushaltsverordnungen (z. B. § 30 Abs. 2 Satz 2 GemHVO von Rheinland Pfalz: sechs bis zehn Jahre), in der abfallrechtlichen Nachweisverordnung (§ 25 Abs. 1 NachwV: drei Jahre) und im Vergaberecht (§ 8 Abs. 4 VgV: bis zum Ende der Laufzeit des Vertrags oder der Rahmenvereinbarung, mindestens drei Jahre).