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Timestamp: 2016-10-27 16:52:15
Document Index: 213385353

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 109', 'Art. 105', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 109', 'Art. 66']

8C_1035/2009 (22.02.2010)
8C_1035/2009
vom 22. Oktober 2009.
Der 1983 geborene O.________ war seit 1. April 2002 Bauarbeiter bei der Firma A._________ AG und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert. Am 4. August 2003 zog er sich bei einem Autounfall multiple Rissquetschwunden am Kopf, eine instabile Subluxation C3/4 mit Fraktur des Fazettengelenks/Wirbelbogens rechts, eine Fraktur C2/3 im Facettengelenk (nicht disloziert), eine Claviculafraktur links, eine Verletzung des linken Ellbogens und eine Commotio cerebri zu. Im weiteren Verlauf diagnostizierten diverse �rzte auch eine Distorsion der Halswirbels�ule. Operiert wurde der Versicherte am 21. August 2003 (Mikrodiskektomie und Spondylodese C3/4 mittels Cornerstone-Cage und Atlantis-Verriegelungsplatte), am 22. April 2004 (Revision und Extraktion von multiplen Glassplittern im linken Ellbogengelenk) und am 19. August 2004 (Wund- und Narbenrevision im Bereich des distalen dorsalen Oberarms links mit Arthrotomie). Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Nach medizinischen Abkl�rungen sprach sie dem Versicherten mit Verf�gung vom 22. September 2004 eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 5 % zu. Mit gleichentags ergangener zweiter Verf�gung stellte sie die Taggeldleistungen per 21. Juni 2004 ein und schloss den Fall auf den 30. September 2004 ab. Dagegen erhob der Versicherte Einsprache. Mit Schreiben vom 20. April 2006 hob die SUVA die leistungseinstellende Verf�gung auf und nahm die Versicherungsleistungen ab 21. Juni 2004 wieder auf. Sie t�tigte weitere medizinische Abkl�rungen. Am 23. August 2006 wurde der Versicherte operiert (Remodellierung der linken Clavicula im Frakturbereich). Die psychiatrische Klinik X.________ diagnostizierte im Bericht vom 2. Oktober 2007 eine mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10: F32.10), sonstige akute vorwiegend wahnhafte psychotische St�rungen ohne akute Belastung (ICD-10: F23.30) und eine posttraumatische Belastungsst�rung (ICD-10: F43.1). Mit Verf�gung vom 21. Februar 2008 sprach die SUVA dem Versicherten f�r die Folgen des obigen Unfalls ab 1. M�rz 2008 eine Invalidenrente bei einer Erwerbseinbusse von 11 % zu. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie ab, wobei sie eine Leistungspflicht f�r die psychischen Beschwerden mangels ad�quater Unfallkausalit�t verneinte (Entscheid vom 23. Mai 2008).
Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit Entscheid vom 22. Oktober 2009 ab.
Mit Beschwerde beantragt der Versicherte die Aufhebung des kantonalen Entscheides und Zusprechung einer Unfallrente von 70 % und einer Integrit�tsentsch�digung von 50 %. Eventuell sei die Sache zwecks weiterer Abkl�rungen an die SUVA zur�ckzuweisen.
Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Immerhin pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (nicht publ. E. 1.1 des Urteils BGE 135 V 412, aber in SVR 2010 UV Nr. 2 S. 7 [8C_784/2008]).
Streitig und zu pr�fen ist, ob der Versicherte ab 1. M�rz 2008 Anspruch auf eine h�here Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung hat. In diesem Rahmen ist einzig umstritten, ob seine psychischen Beschwerden ad�quat kausal auf den Unfall vom 4. August 2003 zur�ckzuf�hren sind.
2.1 Die Vorinstanz hat die f�r die Beurteilung der Anspr�che auf Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung massgeblichen Grundlagen sowie die diesbez�gliche Rechtsprechung zutreffend dargelegt. Weiter hat sie nach eingehender und sorgf�ltiger W�rdigung der medizinischen Akten mit einl�sslicher Begr�ndung zutreffend erwogen, dass der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall des Versicherten vom 4. August 2003 und seinen psychischen Beschwerden nicht nach der Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109 ff.), sondern in Anwendung der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen - mithin unter Ausschluss der psychischen Aspekte - zu beurteilen ist (BGE 134 V 109 E. 6.1 S. 116, 115 V 133). Weiter hat sie aufgrund einer Gesamtw�rdigung dieses Unfalls (zur Unfalleinstufung vgl. SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26 E. 5.3.1 [U 2/07]) und der massgebenden unfallbezogenen Kriterien richtig erkannt, dass die ad�quate Kausalit�t zu verneinen ist, weshalb die Leistungspflicht der SUVA f�r die psychischen Beschwerden zu verneinen ist. Auf die vorinstanzlichen Erw�gungen wird verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).
2.2 Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen auch im Rahmen des Verfahrens um Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Unfallversicherung (Art. 105 Abs. 3 BGG) nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 194), was von der Beschwerde f�hrenden Partei n�her darzulegen ist. Diese ist grunds�tzlich gehalten, alle rechtsrelevanten Tatsachen und Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen zu nennen. Sie kann dem Bundesgericht nicht erstmals Tatsachen oder Beweismittel unterbreiten, die vorzutragen oder einzureichen sie vorinstanzlich einerseits prozessual Gelegenheit und anderseits nach Treu und Glauben Anlass hatte (Urteil 8C_835/2009 vom 6. Januar 2010 E. 4.2.1 mit Hinweis).
Der Versicherte reicht neu Verf�gungen der IV-Stelle Zug vom 23. September und 17. Oktober 2008 ein, wonach ihm ab 1. August 2004 eine ganze Invalidenrente (Invalidit�tsgrad 100 %) zugesprochen wurde. Diese Verf�gungen k�nnen jedoch nicht ber�cksichtigt werden, da er nicht darlegt, dass ihm deren Beibringung vor Erlass des vorinstanzlichen Entscheides vom 22. Oktober 2009 trotz hinreichender Sorgfalt prozessual unm�glich und objektiv unzumutbar war.
2.3 Hievon abgesehen k�nnte der Versicherte aus diesen IV-Verf�gungen nichts zu seinen Gunsten ableiten, da die Invalidenversicherung als finale Versicherung nicht zwischen krankheits- oder unfallbedingter Invalidit�t unterscheidet (BGE 124 V 174 E. 3b S. 178; AHI 1999 S. 79). Demgegen�ber ist die SUVA nur f�r seinen unfallbedingten Gesundheitsschaden leistungspflichtig, wozu das psychische Leiden nicht geh�rt; diesbez�glich ist der Sachverhalt rechtsgen�glich abgekl�rt, weshalb auf weitere Beweismassnahmen, insbesondere den verlangten Beizug der IV-Akten, zu verzichten ist (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; Urteil 8C_887/2009 E. 4 und 6.2.5).
2.4 Alle weiteren Einwendungen, die sich mit den ausf�hrlichen Erw�gungen des vorinstanzlichen Urteils kaum auseinandersetzen, verm�gen an der Rechtm�ssigkeit des kantonalen Entscheides nichts zu �ndern.
Die offensichtlich unbegr�ndete Beschwerde wird ohne Durchf�hrung eines Schriftenwechsels erledigt (Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG). Der unterliegende Versicherte tr�gt die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG).