Source: https://www.lexetius.com/AO/224a
Timestamp: 2018-04-25 01:06:20
Document Index: 185771841

Matched Legal Cases: ['§ 224', '§ 224', '§ 13', '§ 222', '§ 224', '§ 225']

[Titelei] [Inhalt] [Quellen] [<] § 224a AO [>]
Paragraf 224a. Hingabe von Kunstgegenständen an Zahlungs Statt
1§ 224a. Hingabe von Kunstgegenständen an Zahlungs Statt.
(1) [1] Schuldet ein Steuerpflichtiger Erbschaft- oder Vermögensteuer, kann durch öffentlich-rechtlichen Vertrag zugelassen werden, daß an Zahlungs Statt das Eigentum an Kunstgegenständen, Kunstsammlungen, wissenschaftlichen Sammlungen, Bibliotheken, Handschriften und Archiven dem Land, dem das Steueraufkommen zusteht, übertragen wird, wenn an deren Erwerb wegen ihrer Bedeutung für Kunst, Geschichte oder Wissenschaft ein öffentliches Interesse besteht. [2] Die Übertragung des Eigentums nach Satz 1 gilt nicht als Veräußerung im Sinne des § 13 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 des Erbschaftsteuergesetzes.
(2) 2[1] Der Vertrag nach Absatz 1 bedarf der Schriftform; die elektronische Form ist ausgeschlossen. [2] Der Steuerpflichtige hat das Vertragsangebot an die örtlich zuständige Finanzbehörde zu richten. [3] Zuständig für den Vertragsabschluß ist die oberste Finanzbehörde des Landes, dem das Steueraufkommen zusteht. [4] Der Vertrag wird erst mit der Zustimmung der für kulturelle Angelegenheiten zuständigen obersten Landesbehörde wirksam; diese Zustimmung wird von der obersten Finanzbehörde eingeholt.
(4) [1] Solange nicht feststeht, ob ein Vertrag zustande kommt, kann der Steueranspruch nach § 222 gestundet werden. [2] Kommt ein Vertrag zustande, ist für die Dauer der Stundung auf die Erhebung von Stundungszinsen zu verzichten.
[22. Dezember 1990–28. August 2002]
1. 22. Dezember 1990: Artt. 6 Nr. 3, 10 des Gesetzes vom 13. Dezember 1990.
2. 28. August 2002: Artt. 4 Nr. 13, 74 Abs. 1 des Gesetzes vom 21. August 2002.
Umfeld von § 224a AO
§ 225 AO. Reihenfolge der Tilgung