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Timestamp: 2016-10-21 09:14:51
Document Index: 230530507

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_785/2009 (16.06.2010)
G.________, geboren 1955, arbeitete seit dem 1. M�rz 1988 als kaufm�nnischer Leiter bei der Firma X.________ AG und war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) f�r die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen sowie Berufskrankheiten versichert. Nachdem er am 16. August 2003 mit einem vierr�drigen Motorrad gest�rzt war und sich dabei eine Deckplattenimpressionsfraktur auf H�he des Lendenwirbelk�rpers (LWK) 1 zugezogen hatte, erlitt er, kurz nach Wiederaufnahme seiner Erwerbst�tigkeit zu 100 % am 10. November 2003, am 27. Dezember 2003 einen Skiunfall. Als er bei der Abfahrt einer Kollision mit einem anderen Skifahrer ausweichen musste, st�rzte er und rutschte in der Folge, wie er der SUVA am 13. Juli 2004 berichtete, in hohem Tempo einen steilen Hang hinunter, flog �ber eine B�schung und dann in eine Tanne, wo er bewusstlos liegen geblieben sei. Unter Schmerzen sei er sp�ter zur Talstation gelangt, von wo er zu seinem Hausarzt Dr. med. K.________, Allgemeine Medizin FMH, gebracht wurde. Gem�ss dessen Angaben vom 11. Februar 2004 und vom 8. August 2004 bestanden diverse Prellungen an Kopf und R�cken, der Patient sei verwirrt gewesen und habe �ber Schmerzen geklagt. In der Folge sei eine frische Deckplattenimpressionsfraktur auf H�he des Brustwirbelk�rpers (BWK) 10 festgestellt worden. Am 7. Januar 2004 habe G.________ ihn wegen sehr starker Kopfschmerzen konsultiert und habe im weiteren Verlauf auch �ber weitere Beschwerden wie insbesondere Ersch�pfung, Erm�dbarkeit und Konzentrationsbeschwerden geklagt. Anhand des klinischen Verlaufs m�sse er eine Commotio cerebri durchgemacht haben. Am 23. Mai 2004 wurde G.________ durch den diensthabenden Arzt per Ambulanz ins Spital D.________ eingewiesen, nachdem er am Morgen mit einem Pfeifen im rechten Ohr sowie massivem Schwindel erwacht war, unter �belkeit litt und hatte erbrechen m�ssen. G.________ wurde �ber Nacht hospitalisiert. Am 14. Juli 2004 wurde er im Neurologie-Zentrum H.________ durch Dr. med. W.________ untersucht. Nach dessen Einsch�tzung litt G.________ an einem typischen posttraumatischen Spannungskopfweh sowie ausgepr�gten kognitiven Defiziten (Merkf�higkeitsst�rungen und St�rung der exekutiven Funktionen; Bericht vom 15. Juli 2004).
G.________ konnte seine Erwerbst�tigkeit am 17. Januar 2004 wieder zu 50 % aufnehmen und am 1. M�rz 2004 auf 100 % steigern. Es folgten jedoch weitere Unterbr�che, so nach der Hospitalisation im Spital D.________, nach welcher der Versicherte erst ab 1. Juni 2004 wieder zu 50 % arbeitsf�hig war. Die Reduktion des Arbeitspensums stand denn auch nach Einsch�tzung des Dr. med. W.________ sowie des Hausarztes Dr. med. K.________ als therapeutische Massnahme im Vordergrund. Die Beschwerden persistierten jedoch, weshalb der Versicherte vom 19. Oktober bis zum 6. November 2004 zur Rehabilitation in der Klinik V.________ hospitalisiert wurde. In der Folge nahm er seine Erwebst�tigkeit wieder zu 50 % auf und steigerte sie im Januar 2005 auf 100 %. G.________ klagte jedoch weiterhin �ber starke Kopfschmerzen und kognitive Defizite, weshalb Dr. med. W.________ am 19. Oktober 2005 eine Reduktion der Berufst�tigkeit auf 50 % verbunden mit dem Antrag auf eine Rente der Invalidenversicherung empfahl. Zufolge der Situation am Arbeitsplatz hielt der Versicherte jedoch weiterhin ein 100%-Pensum ein bis zum 30. Oktober 2006. Wegen unver�nderter Beschwerden attestierte Dr. med. S.________, Allgemeine Medizin FMH, zun�chst f�r eine Woche eine 100%ige, ab dem 6. November 2006 eine 50%ige Arbeitsunf�higkeit, worauf sich G.________ am 26. November 2006 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung anmeldete. Im Februar 2007 wurde er von der Arbeitgeberin freigestellt und das Arbeitsverh�ltnis wurde gek�ndigt. Am 23. Mai 2007 �bernahm die Invalidenversicherung die Kosten f�r die Umschulung zum Hauswart auf selbstst�ndiger Basis bei der H�heren Fachschule ab 1. Oktober 2007 bis zum 31. Dezember 2009.
Mit Verf�gung vom 28. November 2007 und Einspracheentscheid vom 6. Februar 2008 schloss die SUVA den Fall ab und stellte ihre Leistungen per 30. November 2007 ein mit der Begr�ndung, dass die noch geklagten Beschwerden organisch objektiv nicht ausgewiesen seien und, beurteilt nach der sogenannten Schleudertrauma-Praxis, nicht in ad�quatem Kausalzusammenhang zu dem am 27. Dezember 2003 erlittenen Skiunfall st�nden.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden mit Entscheid vom 2. Juni 2009 ab.
G.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei die Sache zur weiteren Abkl�rung an die SUVA zur�ckzuweisen, eventualiter seien ihm auch �ber den 30. November 2007 hinaus die gesetzlichen Versicherungsleistungen zuzusprechen.
Das kantonale Gericht hat die Grunds�tze zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (BGE 129 V 179 E. 3.1 und 3.2 S. 181) zutreffend dargelegt.
Im Sozialversicherungsrecht spielt die Ad�quanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die ad�quate weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t deckt (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen). Anders verh�lt es sich bei nat�rlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden. Hier ist bei der Beurteilung der Ad�quanz vom augenf�lligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112, 115 V 133 E. 6 S. 138 ff.). Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese Ad�quanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte gepr�ft (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140), w�hrend bei Schleudertraumen und �quivalenten Verletzungen der Halswirbels�ule (HWS; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) sowie Sch�del-Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112).
Die Grunds�tze zum nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang bei Schleudertrauma der HWS ohne organisch objektiv ausgewiesene Beschwerden wurden auch f�r Beschwerden nach einem dem Schleudertrauma "�quivalenten" Mechanismus (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 316, U 160/98 E. 3) und nach einem Sch�del-Hirntrauma (BGE 117 V 369) f�r anwendbar erkl�rt, wenn und soweit sich die Folgen mit jenen eines Schleudertraumas der HWS vergleichen lassen. Gemeinhin wird deshalb f�r diese Art der Ad�quanzpr�fung der Begriff "Schleudertrauma-Praxis" (im Gegensatz etwa zum Begriff "Psycho-Praxis" f�r die Ad�quanzpr�fung bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall, BGE 115 V 133) verwendet.
Verwaltung und Vorinstanz sind davon ausgegangen, dass keine organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen vorliegen. Die SUVA hat in ihrem Einspracheentscheid vom 6. Februar 2008 erwogen, dass bei grossz�giger Auslegung der von den behandelnden �rzten beschriebenen Befunde davon ausgegangen werden k�nne, dass der Versicherte eine entsprechende Verletzung erlitten habe und die zum typischen Beschwerdebild geh�renden Beeintr�chtigungen vorhanden seien. Dem ist die Vorinstanz gefolgt. Verwaltung und Vorinstanz haben die Ad�quanz der am 30. November 2007 noch geklagten Beschwerden daher nach der Schleudertrauma-Praxis gepr�ft, den ad�quaten Kausalzusammenhang dieser Beschwerden mit dem erlittenen Skiunfall indessen verneint.
Die Pr�fung der ad�quaten Kausalit�t nach der Schleudertrauma-Praxis wird beschwerdeweise nicht bem�ngelt und damit auch nicht bestritten, dass organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen nicht vorliegen. Indessen wird eine mangelhafte Abkl�rung ger�gt und es wird geltend gemacht, dass die Ad�quanz unter Annahme eines mittelschweren Unfalls zu bejahen sei.
Die in BGE 134 V 109 E. 9 S. 121 ff. pr�zisierten (erh�hten) Anforderungen an den Nachweis einer nat�rlich unfallkausalen Verletzung, welche die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis rechtfertigt, setzen eine sorgf�ltige und umfassende Sachverhaltsabkl�rung voraus (vgl. BGE 134 V 109 E. 9.2 S. 123). Diesbez�gliche beweism�ssige Weiterungen k�nnen unterbleiben, wenn die ad�quate Kausalit�t der organisch objektiv nicht ausgewiesenen Beschwerden zu verneinen ist (Urteil 8C_42/2007 vom 14. April 2008 E. 2 Ingress). Diese Rechtsprechung entbindet jedoch weder den sozialen Unfallversicherer noch das kantonale Sozialversicherungsgericht von der Verpflichtung, den rechtserheblichen Sachverhalt nach Massgabe des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG; BGE 125 V 193 S. 195, 122 V 157 E. 1a S. 158, 130 I 180 E. 3.2 S. 183) vollst�ndig und richtig festzustellen (Art. 105 Abs. 2 BGG; Ulrich Meyer, Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, Basel 2008, N 59 zu Art. 105 BGG), zumal zahlreiche Angaben in tats�chlicher Hinsicht (z.B. zum Unfallhergang; vgl. hiezu BGE 134 V 109 E. 9.2 S. 123) auch im Rahmen der Ad�quanzpr�fung (z.B. bei der Beurteilung der Unfallschwere oder der erlittenen Verletzungen) von erheblicher Bedeutung sind. Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass nicht nur die Tatfrage des Nachweises einer nat�rlich unfallkausalen Verletzung, welche die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis rechtfertigt, sondern auch die Rechtsfrage der Ad�quanzpr�fung eine vollst�ndige und richtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts voraussetzen (vgl. Urteil 8C_578/2007 vom 30. Mai 2008 E. 4.2).
Nach Lage der Akten kann nicht zuverl�ssig beurteilt werden, ob die Voraussetzungen f�r die Ad�quanzbeurteilung nach der Schleudertrauma-Rechtsprechung erf�llt sind.
6.1 Zun�chst ist als erste �rztliche Stellungnahme der bez�glich Unfallhergang und allf�llig erlittener Kopfverletzung wenig aussagekr�ftige Bericht vom 11. Februar 2004 �ber die am Unfalltag begonnene haus�rztliche Behandlung dokumentiert. Beschwerdeweise wird wohl zutreffend geltend gemacht, dass sich der Hausarzt am 27. Dezember 2003, als in seiner Praxis ein v�lliges Chaos geherrscht habe, weil unz�hlige Notf�lle zu behandeln gewesen seien, im Wesentlichen auf eine Kontrolle der am 16. August 2003 erlittenen Fraktur von LWK1 fokussiert habe, w�hrend die Abkl�rung (und dementsprechend auch das Arztzeugnis an die SUVA) ansonsten kurz ausgefallen sei; so sei insbesondere auch die Fraktur an BWK10 damals nicht diagnostiziert worden.
6.2 Auch die Angaben zum Unfallhergang sind sp�rlich und kaum �berpr�fbar. Dies gilt zun�chst f�r die genannte haus�rztliche Stellungnahme ("Ausweichman�ver notwendig und Sturz/Bord-Abhang"). Die Befragung des Versicherten durch die SUVA fand erst am 13. Juli 2004 statt. Der betreffenden Aktennotiz ist folgendes zu entnehmen: "Am 27.12.2003 um ca. 15 Uhr befand ich mich auf der Talabfahrt im Skigebiet. W�hrend der Abfahrt wurde ich von einem Skifahrer fast angefahren. Bei dieser Fastkollision kam ich zu Sturz und rutschte in hohem Tempo ohne Skis einen sehr steilen Hang hinunter. Mit ca. 60-70 Stundenkilometer flog ich �ber eine B�schung in eine Tanne hinein. Dort blieb ich bewusstlos einige Zeit liegen. Ich weiss nicht, wie lange ich dort lag. Als ich wieder zu mir kam, hatte ich grosse R�ckenbeschwerden sowie grosse Kopfschmerzen. Ich hatte Prellungen und Sch�rfungen am Kopf. Ich kam nur unter grossen Schmerzen zur Talstation. Dort angekommen, wurde ich sofort zu Dr. K.________ gebracht. Dieser r�ntgte den R�cken um festzustellen, ob dem Lendenwirbel nichts passiert sei. Als er dies festgestellt hatte, gab er mir Schmerzmittel und schickte mich nach Hause. Die nachfolgenden Tage nahmen die Beschwerden immer mehr zu. Ich hatte sehr grosse Kopfschmerzen, Schwindel und �belkeit. Nach ca. einer Woche suchte ich Dr. K.________ erneut auf. [...]". Auch wenn keine Anhaltspunkte daf�r bestehen, dass diese Angaben des Versicherten nicht unbefangen und zuverl�ssig w�ren (vgl. zur Beweismaxime der so genannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" BGE 121 V 45 E. 2a S. 47; 115 V 133 E. 8 S. 143; RKUV 2004 Nr. U 524 S. 546, U 236/03 E. 3.3.4; RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183, U 322/02 E. 4), wurden sie doch erst ein halbes Jahr nach dem erlittenen Unfall aufgenommen.
6.3 Bei den folgenden �rztlichen Abkl�rungen wurde verschiedentlich angenommen, dass sich der Versicherte beim Skiunfall eine Verletzung der Halswirbels�ule zugezogen habe. So ging Dr. med. P.________, FMH f�r ORL und spez. Hals- und Gesichtschirurgie, in seinen Berichten vom 26. Mai 2004 und vom 7. Juni 2004 davon aus, dass der Beschwerdef�hrer im Jahr 2003 zweimalig, zuerst beim Vierrad-Motorradunfall und dann auf der Skipiste, ein starkes Wirbels�ulentrauma, damals mit Zervikaltraumatisierung und Bewusstlosigkeit, erlitten habe. Dr. med. L.________, SUVA Abteilung Arbeitsmedizin, ging in seiner Einsch�tzung vom 24. Juni 2004 davon aus, dass der Versicherte sich nach Lage der Akten am 27. Dezember 2003 ein Distorsionstrauma der Halswirbels�ule (HWS) zugezogen haben k�nnte; dass die Schwindelbeschwerden aber in Zusammenhang mit dem Unfall vom 27. Dezember 2003 st�nden, erachtete er als nicht wahrscheinlich. Dr. med. W.________ nahm in seinem Bericht vom 15. Juli 2004 an, dass sich der Beschwerdef�hrer bereits am 8. Dezember 2001, als er auf Eis ausgerutscht und auf den Hinterkopf gefallen sei (vgl. auch Unfallmeldung vom 13. Dezember 2001), ein leichtes Sch�del-Hirntrauma zugezogen habe, dann anl�sslich des Unfalls mit dem vierr�drigen Motorrad am 16. August 2003 ein zweites und schliesslich beim hier zu beurteilenden Skiunfall ein drittes Sch�del-Hirntrauma erlitten habe, wobei es bei diesem letzten Ereignis vom 27. Dezember 2003 zu einer Bewusstlosigkeit gekommen sei und f�r diesen Unfall auch eine amnestische L�cke bestehe. Der Versicherte leide an einem typischen postcommotionellen Syndrom mit Spannungskopfweh und ausgepr�gten kognitiven Defiziten. Schliesslich gab der Hausarzt Dr. med. K.________ anl�sslich einer telefonischen Anfrage der SUVA am 21. Juli 2004 an, dass er die Sturzstelle kenne und es sich um eine sehr gef�hrliche Passage auf der Piste handle, und berichtete nach Konsultation der Krankenakte am 8. August 2004 schriftlich, dass er am 27. Dezember 2003 u.a. auch diverse Prellungen und Excoriationen im ganzen Kopf-, Thorax- und Wirbels�ulenbereich festgestellt habe. Aufgrund dieser Kontusionsmarken, der angegebenen Bewusstlosigkeit und des klinischen Verlaufs m�sse der Versicherte eine Commotio cerebri durchgemacht haben.
6.4 Zu ber�cksichtigen ist in diesem Zusammenhang auch, dass innerhalb einer Latenzzeit von 72 Stunden zwar nicht das gesamte Beschwerdebild eines Schleudertraumas gegeben sein muss, innerhalb dieses Zeitraums indessen zumindest Nacken- und/oder Kopfschmerzen aufgetreten sein m�ssen (SVR 2007 UV Nr. 23 S. 75, U 215/05 E. 5). Es liegen diesbez�glich einzig die dargelegten Angaben des Versicherten vom 13. Juli 2004 sowie die Best�tigung des Hausarztes im genannten Bericht vom 8. August 2004 vor, wonach ihn der Versicherte bei einer Extrakonsultation vom 7. Januar 2004 wegen sehr starker frontaler Cephalea habe aufsuchen m�ssen.
6.5 Damit fehlt es weitgehend an den ersten tatbest�ndlichen Grundlagen, denen f�r die Frage der Anwendbarkeit der Schleudertrauma-Praxis grosses Gewicht zukommt.
7.1 Wie oben (E. 5) dargelegt, sind zahlreiche Angaben in tats�chlicher Hinsicht auch im Rahmen der Ad�quanzpr�fung, namentlich etwa bei der Beurteilung der Unfallschwere oder der erlittenen Verletzungen, von erheblicher Bedeutung. Diesbez�gliche beweism�ssige Weiterungen k�nnen nur dann unterbleiben, wenn die ad�quate Kausalit�t der organisch objektiv nicht ausgewiesenen Beschwerden zu verneinen ist (Urteil 8C_42/2007 vom 14. April 2008 E. 2 Ingress). Dies kann im vorliegenden Fall jedoch nicht von vornherein gesagt werden, zumal die SUVA in ihrem Einspracheentscheid vom 6. Februar 2008 davon ausgegangen ist, es habe sich beim Unfall vom 27. Dezember 2003 um ein mittelschweres Ereignis gehandelt und es seien die Kriterien der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung und der Dauerschmerzen erf�llt.
7.2 Gem�ss BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f. ist zu pr�fen, ob, ausgehend vom augenf�lligen Geschehensablauf, ein leichter, mittlerer oder schwerer Unfall vorliegt. W�hrend der ad�quate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unf�llen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unf�llen verneint werden kann, l�sst sich die Frage der Ad�quanz bei Unf�llen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schl�ssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umst�nde, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtw�rdigung einzubeziehen. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abh�ngig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt sind, gen�gt zur Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder m�ssen mehrere herangezogen werden. F�r die Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhangs bei einem Unfall im eigentlich mittleren Bereich gen�gen drei Kriterien (Urteil 8C_897/2009 vom 29. Januar 2010 E. 4.5).
7.3 Massgebend f�r die Beurteilung der Unfallschwere ist der augenf�llige Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kr�ften, nicht jedoch Folgen des Unfalls oder Begleitumst�nde, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden k�nnen (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126 f.; Urteil U 2/07 vom 19. November 2007 E. 5.3.1).
Das Bundesgericht hatte sich verschiedentlich mit Skiunf�llen zu befassen. Einen Sturz beim Skifahren, teilweise verursacht durch Kollisionen mit anderen Skifahrern, hat es im Rahmen der Ad�quanzpr�fung in der Regel als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen qualifiziert (vgl. etwa Urteile 8C_744/2009 vom 8. Januar 2010 E. 10; 8C_69/2009 vom 3. September 2009 E. 4.3.1; U 196/06 vom 23. Februar 2007 E. 6.3; U 369/05 vom 23. November 2006 E. 7.1; U 393/05 vom 27. April 2006 E. 8.1). Hingegen wurde ein Ereignis im eigentlichen mittleren Bereich angenommen im Fall eines Versicherten, der angefahren, gest�rzt und weggeschleudert worden war beziehungsweise sich �berschlagen hatte und benommen liegen blieb (RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29 E. 6c). Der in Urteil 8C_42/2009 vom 1. Oktober 2009 beurteilte Unfall, in welchem der Versicherte der Kollision mit einem anderen Skifahrer ausweichen musste und in der Folge gegen einen Baum fuhr, wurde unter Ber�cksichtigung eines besonders heftigen Aufpralls und einer entsprechend gewaltigen Krafteinwirkung gar als mittelschwer im Grenzbereich zu den schweren Unf�llen qualifiziert (E. 5.2).
7.4 Was die bei der Beurteilung der Ad�quanz einzubeziehenden Kriterien betrifft (oben E. 7.2), wurde bereits ausgef�hrt, dass die SUVA zwei davon als erf�llt erachtet hat (oben E. 7.1), welche allerdings mit BGE 134 V 109 pr�zisiert wurden. Ob der Versicherte bis zum Fallabschluss unter erheblichen Beschwerden gelitten hat, bestimmt sich nunmehr rechtsprechungsgem�ss nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeintr�chtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erf�hrt (BGE 134 V 109 E. 10.2.4 S. 128). Unter dem Aspekt der �rztlichen Behandlung ist entscheidwesentlich, ob nach dem Unfall fortgesetzt spezifische, die versicherte Person belastende �rztliche Behandlung bis zum Fallabschluss notwendig war (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128).
Im vorliegenden Fall f�llt des Weiteren insbesondere das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung in Betracht. Gem�ss BGE 134 V 109 gen�gt die Annahme eines HWS-Schleudertraumas f�r sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der daf�r typischen Beschwerden oder besonderer Umst�nde, welche das Beschwerdebild beeinflussen k�nnen (SVR 2007 UV Nr. 26 S. 86, U 339/06 E. 5.3; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04 E. 5.2.3 mit Hinweisen). Diese k�nnen beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen besonderen K�rperhaltung und den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen (SVR 2007 UV Nr. 26 S. 86, U 339/06 E. 5.3; RKUV 2003 Nr. U 489 S. 357, U 193/01 E. 4.3 mit Hinweisen). Dabei ist etwa auch zu ber�cksichtigen, dass pathologische Zust�nde der Halswirbels�ule bei erneuter Traumatisierung ausserordentlich stark exazerbieren k�nnen (SVR 2007 UV Nr. 1, U 39/04 E. 3.4.2). Ob ein solcher Fall hier vorliegt, l�sst sich anhand der Akten nicht schl�ssig beurteilen; es f�llt indessen auf, dass in den �rztlichen Berichten von mehreren Sch�del-Hirntraumen die Rede ist (s. oben E. 6.3).
Schliesslich kann auch das Merkmal der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen nicht ausser Acht gelassen werden (BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 129 f.). Es ist in diesem Zusammenhang zu ber�cksichtigen, dass der Beschwerdef�hrer sich bem�ht hat, seine Erwerbst�tigkeit schon fr�h wieder auf das angestammte 100%-Pensum zu steigern; es gelang ihm jedoch auf Dauer nicht, es zu halten. Ob die wiederholt attestierten Arbeitsunf�higkeiten, die letztlich zur K�ndigung der Arbeitsstelle durch die Arbeitgeberin gef�hrt haben, ausschliesslich unfallbedingt waren, l�sst sich gest�tzt auf die vorliegenden medizinischen Akten ebenfalls nicht zuverl�ssig beurteilen.
Beschwerdeweise wird auch die Zusprechung weiterer Heilbehandlung beantragt und damit geltend gemacht, dass eine Besserung des Gesundheitszustandes noch m�glich sei.
Rechtsprechungsgem�ss lassen sich bei Schleudertraumen oder schleudertrauma�hnlichen Verletzungen der HWS sowie Sch�del-Hirntraumen die daf�r massgebenden Kriterien grunds�tzlich nach Abschluss des normalen, unfallbedingt erforderlichen Heilungsprozesses beurteilen (Urteil U 271/05 vom 13. Februar 2006 E. 4.1). Nach Gesetz und Rechtsprechung hat der Unfallversicherer den Fall (unter Einstellung der vor�bergehenden Leistungen Heilbehandlung und Taggeld sowie mit Pr�fung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integrit�tsentsch�digung) abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allf�llige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4.1 S. 114 mit Hinweisen). Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen gen�gen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115).
Die Rechtm�ssigkeit des Fallabschlusses beurteilt sich hier somit danach, ob von einer Fortsetzung der spezifischen �rztlichen Behandlung unfallbedingter Beschwerden �ber den 30. November 2007 hinaus noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden konnte. Der Beschwerdef�hrer macht in diesem Zusammenhang unter anderem geltend, dass die beabsichtigte Umschulung durch die Invalidenversicherung wegen g�nzlicher Arbeitsunf�higkeit bis heute nicht m�glich gewesen sei.
Auch diese Frage l�sst sich anhand der medizinischen Akten nicht zuverl�ssig beurteilen.
Zusammengefasst bedarf es mit Blick auf die in BGE 134 V 109 E. 9 S. 121 ff. pr�zisierten erh�hten Anforderungen bez�glich des Nachweises einer nat�rlich unfallkausalen Verletzung, welche die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis rechtfertigt, zur Beurteilung der Rechtm�ssigkeit des Fallabschlusses beziehungsweise zur Frage, ob am 30. November 2007 noch eine namhafte Besserung des somatischen Gesundheitszustandes mit entsprechender Steigerung der Arbeitsf�higkeit erwartet werden konnte, sowie hinsichtlich der sich im Rahmen der Ad�quanzpr�fung stellenden Fragen weiterer medizinischer Abkl�rung. Auch mit Blick auf die eingetretene Chronifizierung der Beschwerden ist daher die Einholung eines poly-/interdisziplin�ren Gutachtens unabdingbar (s. BGE 134 V 109 E. 9.3-9.5 S. 124 ff.). Die Sache ist zu diesem Zweck und zur anschliessenden Neubeurteilung der Anspr�che des Versicherten an die SUVA zur�ckzuweisen.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 2. Juni 2009 und der Einspracheentscheid der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) vom 28. November 2007 werden aufgehoben. Es wird die Sache an die SUVA zur�ckgewiesen, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber den Leistungsanspruch des Beschwerdef�hrers ab 1. Dezember 2007 neu verf�ge.