Source: http://www.rauchmelderpflicht.eu/rauchmelder-pflicht-tipps-fur-eigentumer-mieter-handwerker/?replytocom=13162
Timestamp: 2017-03-25 11:38:07
Document Index: 346217389

Matched Legal Cases: ['§44', '§49', '§ 5', '§ 1', '§ 1', 'BGH', '§ 5']

Rauchwarnmelder - Tipps für Eigentümer, Mieter, Handwerker
Home › Rauchwarnmelder – Tipps für Eigentümer, Mieter, Hausverwalter Veröffentlicht am 11. Juli 2013 von Lars —
76 Kommentare ↓ Tipps für Eigentümer, Mieter, Handwerker und Hausverwalter
Die nachfolgenden Tipps und Hinweise sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und zusammengestellt. Der Autor ist weder Rechtsanwalt noch Gutachter, der Inhalt der Website stellt keine Rechtsberatung dar und die Hinweise sind ohne jegliche Gewähr.Bitte lassen Sie sich im Zweifel von einem Mieter- oder Eigentümerverband oder von einem Rechtsanwalt beraten.
Wer muss Rauchmelder einbauen und wer kontrolliert das?
Kann ich als Mieter den Einbau von Rauchwarnmeldern verlangen?
Müssen auch in gewerblich genutzten Räumen, Büros und Praxen Rauchwarnmelder eingebaut werden?
Müssen bei Mehrfamilienhäuern Rauchwarnmelder im Treppenhaus oder Keller eingebaut werden?
Was passiert, wenn trotz Pflicht kein Rauchmelder installiert ist?
Müssen Einbau und Wartung von Rauchwarnmeldern dokumentiert werden?
Ist ein Wartungsvertrag erforderlich und sinnvoll?
Wer trägt die Kosten für die Wartung?
Was sind die Vor- und Nachteile einer “Funkwartung”?
Was ist die “Fachkraft für Rauchwarnmelder”?
Was muss ich als Handwerker und Hausmeister beachten?
In Deutschland regeln die Bauordnungen der Bundesländer, ob bei Neubauten bzw. umfangreichen Umbauten Rauchwarnmelder eingebaut werden müssen und bis wann bestehende Wohnungen nachzurüsten sind.
Zum Kauf der Rauchwarnmelder und deren fachgerechten Einbau ist in allen Bundesländern (außer in Mecklenburg-Vorpommern) der Eigentümer der Wohnung verpflichtet. Die Kosten können als Modernisierungsmaßnahme auf die Kaltmiete umgelegt werden (11 Prozent pro Jahr).
Für die Nachrüstung vorhandener Wohnungen ist keine Kontrolle vorgesehen. Bei Bewohnern von eigenen Wohnungen setzt man auf deren Einsicht, dass Rauchwarnmelder im Brandfall Leben retten können. Eigentümer von vermieteten Wohnungen können sich eine Nicht-Ausrüstung nicht leisten. Denn nach einem Brand mit Personenschaden wird sich der Staatsanwalt dafür interessieren, ob Rauchwarnmelder eingebaut und ordnungsgemäß gewartet wurden. Bei Neubauten und umfangreichen Umbauten erfolgt in der Regel eine Abnahme durch das Bauamt, zumindest aber durch den Architekten bzw. Bauvorlageberechtigten. Die Abnahme ist abhängig von der Einhaltung aller Bauvorschriften. Dazu gehört auch der Einbau von Rauchwarnmeldern.
Fehlt in der Bauordnung eine Festlegung der Zuständigkeit für Einbau und Wartung (wie zum Beispiel in Hamburg), obliegen diese Pflichten dem Eigentümer im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht.
Der Begriff “Wartung” kommt in den Landes-Bauordnungen im Zusammenhang mit Rauchwarnmeldern nicht vor. In den Bauordnungen der meisten Bundesländer ist formuliert:
Das heißt, für die “Wartung” ist der Mieter zuständig, wenn der Vermieter diese Aufgabe nicht freiwillig übernimmt.
Schauen Sie sich dazu auch das Video Rauchmelderpflicht für Vermieter anoder lesen Sie den ArtikelSicherstellung der Betriebsbereitschaftim Forum Rauchwarnmelder-Profis.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Vorgaben der Landes-Bauordnungen zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Wohnungen.
Nachrüstung Bestand bis
Verantwortlich für Einbau im Bestand **
Verantwortlich für Betriebs-bereitschaft
Stand: Mai 2016 – Alle Angaben ohne Gewähr
geht aus der Landesbauordnung nicht eindeutig hervor
Bei Neubauten und umfangreichen Umbauten ist für den Einbau der Bauherr verantwortlich.
Ein verantwortungsbewusster Bewohner möchte wahrscheinlich nicht auf das Ende irgendwelcher Übergangsfristen warten, sondern zu seiner eigenen Sicherheit seine Wohnung sofort mit Rauchwarnmeldern ausrüsten. Es stellt sich die Frage, ob er von seinem Vermieter verlangen kann, die Rauchwarnmelder auch schon vor dem Ende der Frist anzuschaffen und in seiner Wohnung zu montieren.
Diese Frage wurde bisher noch von keinem Gericht eindeutig beantwortet. (Falls jemand andere Informationen hat, bitte unbedingt als Kommentar (unten) mitteilen!)
In einem Fall, in dem ein Mieter den Zutritt zu seiner Wohnung kurz vor dem Ende der Übergangsfrist in Rheinland-Pfalz verwehrt hat, führt die Richterin in der Urteilsbegründung aus:
“[...] besteht hier die Besonderheit, dass es sich bei §44 Abs. 8 Satz 2 LBauO um eine Übergangsvorschrift handelt. Der Antragsteller hatte zwar mithin seit 12.07.2007 Zeit, Rauchmelder in der vom Antragsgegner genutzten Wohnung einzubauen, Eine Rechtsverpflichtung, das Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet werden müssen, besteht jedoch erst seit Ablauf der Übergangsfrist. [...]”
Landgericht Landau in der Pfalz, AZ: 3 T 139/12, Beschluss vom 27.07.2012
Das impliziert, dass im Umkehrschluss ein Mieter auch vor dem Ende der Übergangsfrist keinen Rechtsanspruch auf die Ausstattung seiner gemieteten Wohnung mit Rauchwarnmeldern hat.
Der Mieter ist hier in einer Zwickmühle, denn ein anderes Urteil (AG Hamburg-Blankenese, AZ: 531 C 341/10, 16.02.2011) sagt aus, dass der Mieter die Dispositionsbefugnis des Vermieters akzeptieren muss und “nicht durch vorauseilenden Gehorsam und Einbau eigener Geräte letztlich in die Verwaltungspraxis des Vermieters eingreifen kann.”
Demnach muss der Mieter akzeptieren, dass der Vermieter “eigene” Rauchwarnmelder installieren lässt – und das eben wann er will, solange es vor dem Ende der Übergangsfrist ist. Es wird hier sicher noch klärender Urteile bedürfen.
In den Bauordnungen der meisten Bundesländer wurde der Abschnitt “Wohnungen” durch die Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern ergänzt oder – wie in Hessen – klar formuliert, dass Rauchwarnmelder nur in Wohnungen eingebaut werden müssen.
Nach der Bauordnung Baden-Württemberg müssen “Aufenthaltsräume, in denen bestimmungsgemäß Personen schlafen, sowie Rettungswege von solchen Aufenthaltsräumen in derselben Nutzungseinheit” mit Rauchwarnmeldern ausgerüstet werden. Die Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg betrifft daher nicht ausschließlich Wohnungen, sondern erstmals werden auch Pflegeeinrichtungen, Hotels, Kindergärten (mit Schlafräumen) usw. zum Einbau von Rauchwarnmeldern verpflichtet.
Keine Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern besteht dagegen durch die Änderung der Bauordnungen für gewerbliche Räume, Büros oder Praxen. Das Schutzziel eines Rauchwarnmelders ist, (schlafende) Personen frühzeitig vor Brandrauch zu warnen, um ihnen die Möglichkeit zur Flucht zu geben. In gewerblich genutzten Räumen geht man davon aus, dass ein Brand bemerkt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.
Für gewerbliche Räume werden ggf. im Einzelfall bauaufsichtliche Anforderungen an den Brandschutz gestellt. Zu berücksichtigen sind für Gewerberäume außerdem die Technischen Regeln für Arbeitsstätten” ASR 2.2 – Maßnahmen gegen Brände. Die Richtlinie behandelt sowohl Maßnahmen zur Erkennung wie auch zur Bekämpfung von Entstehungsbränden.
Auch hier gilt: Die Änderung der Bauordnungen zum Einbau von Rauchwarnmeldern betreffen nur Wohnungen. Eine allgemeine Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern in Treppenhäusern oder Kellerräumen gibt es nicht.
Der Einbau von Rauchwarnmeldern in gemeinschaftlich genutzten Räumen von Mehrfamilienhäusern (zum Beispiel Keller, Speicher und Treppenräume) ist problematisch. Die Überwachung dieser Bereiche, insbesondere der Fluchtwege, kann sinnvoll sein. Es gibt aber auch Argumente, die gegen den Einbau von Rauchwarnmeldern in gemeinschaftlich genutzten Bereichen sprechen.
Zum einen kann mit handelsüblichen Rauchwarnmeldern nicht ausgeschlossen werden, dass „Spaßvögel“ den Testknopf betätigen und die Bewohner wecken. Eventuell führt dies sogar zu einem Einsatz der Feuerwehr.
Zum anderen werden Bewohner unter Umständen bei einem Brand im Keller oder Treppen-haus veranlasst, auf Grund des Alarmsignals des Rauchwarnmelders die Wohnung zu verlas-sen. Das empfohlene Verhalten bei Brand im Treppenhaus ist aber: Wohnungstür schließen und am offenen Fenster auf Hilfe warten.
Im Sinne des vorbeugenden Brandschutzes sollten sich in gemeinschaftlich genutzten Bereichen eines Mehrfamilienhauses keine brennbaren Materialien befinden. Problematisch sind hier vor allem Kinderwagen, für die ein geeigneter Platz nicht zur Verfügung steht. Wenn von Waschmaschinen, Wäschetrockner usw. im Keller eine Brandgefahr ausgeht, sollten diese Bereiche durch Brandschutztüren (die dann natürlich auch geschlossen sein müssen) abgeschottet sein.
Die DIN 14676 sieht vor, dass die Bewohner über das richtige Verhalten im Brandfall zu informieren sind, wenn in gemeinschaftlich genutzten Bereichen Rauchwarnmelder installiert werden.
Da weder in Deutschland noch in Österreich Kontrollen oder Strafen vorgesehen sind, passiert Nichts – solange es nicht brennt.
Kommt es zu einem Brand mit Personenschaden, sind Ermittlungsbehörden in den meisten Fällen mit der Aufklärung befasst. Es wird mit großer Wahrscheinlichkeit jemand danach fragen, ob Rauchwarnmelder installiert und regelmäßig gewartet wurden. Handelt es sich um eine vermietete Wohnung und der Vermieter ist für den Einbau der Rauchwarnmelder zuständig, kann es großen Ärger geben.
Die Gebäude-Versicherung wird unter Umständen versuchen, die Leistung zu kürzen und sich dabei auch eventuell auf einen statistischen Rückgang der Schadenshöhe in den Bundesländern, die bereits seit längerem eine Rauchmelderpflicht haben, berufen. Allerdings hat zumindest die Allianz-Versicherung richtig erkannt, dass Rauchwarnmelder einzig und allein den Zweck haben, Menschenleben zu retten und nicht den Brandschaden zu begrenzen (siehe Pressemeldung).
Ähnlich äußert sich der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GdV) zu dem Thema. In einem auf news-aktuell veröffentlichten Interview stellt Kathrin Jarosch klar, dass der fehlende Rauchwarnmelder für den Brand ursächlich sein müsste, damit es irgendeinen Einfluss auf den Versicherungsschutz hat.
Unabhängig von der Pflicht zum Einbau oder deren Kontrolle sollte sowohl für Eigentümer wie auch für Mieter die Sicherheit des eigenen Lebens und das der Familie oberste Priorität haben. Oder anders gefragt: Würden Sie sich und ihre Kinder im Auto nicht trotzdem anschnallen, wenn es für das Unterlassen keine Strafe gäbe?
Die DIN 14676 führt im Kap. 6.1 zur Instandhaltung aus:
Die Funktionsfähigkeit jedes installierten Rauchwarnmelders muss regelmäßig überprüft und durch Instandhaltungsmaßnahmen sichergestellt werden. Der Rauchwarnmelder ist nach Herstellerangaben, jedoch mindestens einmal im Abstand von 12 Monaten, mit einer Schwankungsbreite von höchsten ± 3 Monaten einer Inspektion, Wartung und Funktionsprüfung der Warnsignale zu unterziehen.Die Ergebnisse der Überprüfung und Maßnahmen sind zu dokumentieren.
Vor allem für Vermieter, aber auch für Eigentümer selbst genutzter Wohnungen und Mieter, empfehlen wir die Dokumentation mit demGerätepass und Wartungsheft für Rauchwarnmelder.
Alle Rauchwarnmelder einer Wohnung oder eines Wohnhauses können in diesem Heft zusammenhängend und lückenlos dokumentiert werden. Betriebsanleitungen und andere wichtige Dokumente, die für die Wartung und Fehlersuche benötigt werden, sind immer griffbereit. Das Heft enthält außerdem Hinweise und Zeichnungen, wo und wie Rauchwarnmelder montiert werden sollten und eine Checkliste für die Wartung.
Viele Rauchmelder-Profis bieten ihren Kunden das Wartungsheft zur professionellen Dokumentation bereits an. Fragen Sie Ihren Fachmann!
In den Bauordnungen der meisten Bundesländer wurde die sogenannten “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft” dem unmittelbaren Besitzer (in vermieteten Wohnungen also dem Mieter) übertragen. Einen Artikel dazu finden Sie im Forum Rauchwarnmelder-Profis. Es kann dort auch ein Formulierungsvorschlag für die “Vereinbarung zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft von Rauchwarnmeldern in vermieteten Wohnungen” heruntergeladen werden. Lässt der Vermieter die Instandhaltung durch einen Dritten durchführen, muss er darauf achten, dass dieser die Arbeiten fachgerecht durchführt. Der aktuelle ‘Stand der Technik’ bezüglich Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern ist in der DIN 14676:2012 beschrieben.
Für den Eigentümer/Vermieter ist ganz wichtig, dass die beauftragte Fachfirma eine Dokumentation über die Instandhaltungsmaßnahmen nach DIN 14676 vorlegt. Denn nur mit diesem Dokument ist der Eigentümer aus der Verantwortung.
Die Kosten für die jährliche Wartung betragen zwischen 4,- und 8,- Euro pro Rauchwarnmelder und Jahr. Diese Kosten können in der Regel auf die Betriebskosten umgelegt werden. Hierzu sollte eine Zusatzvereinbarung zum Mietvertrag abgeschlossen werden. Der Vermieter muss bei der Auswahl des Dienstleisters, neben der erforderlichen Qualifikation, natürlich auch die Wirtschaftlichkeit im Sinne einer Kostenminimierung für die Mieter im Auge behalten.
Für kleinere Wohnungsbestände sollte der Eigentümer mit dem zuständigen Schornsteinfeger, Kaminkehrer, Rauchfangkehrer oder ihrem Hausmeisterservice sprechen. Viele der Kollegen haben eine Qualifikation nach DIN 14676 und sind ohnehin mindestens einmal jährlich im Haus.
Wer über einen eigenen Hausmeister verfügt, kann diesen zur “Fachkraft für Rauchwarnmelder” qualifizieren lassen (zum Beispiel hier).
Das Amtsgericht Lübeck hat im Urteil vom 05.11.2007 (Az: 21 C 1668/07) festgestellt, dass die Kosten für die Wartung von Rauchwarnmeldern durch einen Dienstleister als laufende Betriebskosten umgelegt werden dürfen.
Einige der so genannten Energiedienstleister (z.B. techem und ista) haben in den vergangen Jahren in die Funkablesung der Heizkostenverteiler und Wasserzähler investiert. Ziel ist, die Wohnung zur Ablesung nicht mehr betreten zu müssen. Das spart Kosten für den Energiedienstleister und bereitet dem Mieter keine Unannehmlichkeiten.
Die Wartung von Rauchwarnmeldern kommt den Unternehmen eher ungelegen, da die DIN 14676 zumindest bis zur Neufassung 2012 eine “Sichtprüfung” im Rahmen der Inspektion und Wartung vorgesehen hat. Das würde bedeuten, man muss doch wieder in die Wohnung und der ganze Aufwand für die teuren Funk-HKV war umsonst.
Die Fassung 2012 der DIN 14676 wurde Anfang September 2012 verabschiedet und verzichtet, nicht zuletzt auf Betreiben der Energiedienstleister, auf die Formulierung “Sichtprüfung”. Im Vorwort der DIN 14676:2012 wird dazu ausgeführt:
“Um Innovation und neue Technologien nicht zu behindern, wurde im Abschnitt 6 (Instandhaltung) die bisherige Festlegung der Sichtprüfung durch eine Kontrolle mit Anforderungen ersetzt. Dies eröffnet die grundsätzliche Möglichkeit, auch andere gleichwertige Maßnahmen für die Inspektion einschließlich der Funktionsprüfung von Rauchwarnmeldern anzuwenden. Gleichwertige Maßnahmen werden in einer zukünftigen Änderung A1 der Norm spezifiziert, um diese gleichwertigen Maßnahmen als allgemein anerkannte Regeln der Technik zu etablieren.”
Zur Instandhaltung formuliert die DIN 14676:2012 in Abschnitt 6.2 nach wie vor, dass im Rahmen der Instandhaltung mindestens eine Kontrolle gehört, ob die Raucheindringöffnungen frei sind (z. B. Abdeckungen, Verschmutzung durch Flusen und Stäube), eine funktionsrelevante Beschädigung des Rauchwarnmelders vorliegt und die Umgebung von 0,5 m um den Rauchwarnmelder frei von Hindernissen (z. B. Einrichtungsgegenstände) ist, die das Eindringen von Brandrauch in den Rauchwarnmelder behindern.
Darüber hinaus ist nach Absatz 6.3 gefordert, dass die Funktion überprüft werden muss, die zur akustischen Warnung den akustischen Signalgeber und ggf. die optische Individualanzeige des Rauchwarnmelders aktiviert.
Die Einhaltung dieser Kriterien sowie die daraus abgeleiteten Maßnahmen:
Reinigen der Eintrittsöffnungen
Austausch der Batterie (bzw. der kompletten Melders bei Geräten mit 10-Jahres-Batterie)
Austausch des Melders bei Funktionsmängeln
ist bei einer Sichtprüfung vor Ort ohne weiteren Aufwand möglich.
Bei einer wie auch immer gestalteten “Fernprüfung” muss zumindest in allen Fällen, in denen nicht einwandfrei die Funktion festgestellt werden kann, eine Sichtkontrolle und die sich daraus ergebenden Maßnahmen durchgeführt werden.
Rauchwarnmelder, die in der Lage sind, selbständig die Raucheintrittsöffnungen kontrollieren können und darüber hinaus selbständig feststellen können, ob die Umgebung von 0,50 m frei von Hindernissen ist, erfordern erheblichen technischen Aufwand. Die zusätzlichen Einrichtungen müssen darüber hinaus mit Strom versorgt werden. Die Kosten für solche Geräte mit zusätzlichen Detektoren und einer Batterie mit größerer Kapazität sind wahrscheinlich nicht unerheblich.
Berücksichtigt man die nach wie vor festgelegte Lebensdauer der Rauchwarnmelder von 10 Jahren und verteilt die zusätzlichen Kosten der Geräte auf diesen Zeitraum wird die Wartung eines Rauchwarnmelders insgesamt gesehen eher teurer als billiger. Es darf auch nicht vernachlässigt werden, dass ein wahrscheinlich nicht unerheblicher Teil der Wohnungen ohnehin zur Nachkontrolle bei unklaren Ergebnissen der selbständigen Prüfung (so sie denn zuverlässig möglich ist) betreten werden muss. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Kosten dafür nicht der Dienstleister trägt.
Die Energiedienstleister sind bereits mit der Entwicklung von Geräten befasst, die ohne Sichtprüfung die Anforderungen an die Instandhaltung überprüfen können. Allerdings sind, wie oben aus dem Vorwort zitiert, die “gleichwertigen Maßnahmen” als Ersatz für die Sichtprüfung noch nicht vollständig definiert. Es werden voraussichtlich einige Monate vergehen, bis die genannte erneute Änderung (A1) der DIN 14676:2012 beschlussfähig ist. Aber auch Geräte, die dann dieser Norm entsprechen, müssen von einem anerkannten Prüfinstitut (zum Beispiel VdS) geprüft und zertifiziert werden, um in Europa eingesetzt werden zu können. Es wird damit gerechnet, dass die Prüfinstitute etwa 6 bis 12 Monate nach Verabschiedung der Neufassung benötigen werden, um die Prüfpläne anzupassen. Erst dann könnten Geräte zertifiziert werden – so es denn welche gibt.
Die aktuelle Fassung der DIN 14676 gibt Empfehlungen für den Nachweis der Kompetenz von Dienstleistungserbringern, die die Planung, den Einbau und die Instandhaltung von Rauchwarnmeldern durchführen.
In Anlehnung an Artikel 26 der EG-Dienstleistungsrichtlinie 2006/123/EG werden folgende Anforderungen gestellt:
Im Anhang zur DIN 14676:2012 sind die Mindestvoraussetzung und Prüfungsinhalte für die Fachkraft für Rauchwarnmelder genannt:
Prüfungsinhalte der schriftlichen Prüfung:
Kenntnisse über die Funktionsweise und Einsatzgrenzen von Rauchwarnmeldern im Allgemeinen,
Kenntnisse der Inhalte DIN 14676 sowie der DIN EN 14604,
Kenntnisse über das Verhalten von Brandrauch,
Kenntnisse über die verwendeten Rauchwarnmelder.
Für Personen, die an der Prüfung zur Fachkraft für Rauchwarnmelder teilnehmen und diese nach der Prüfungsordnung bestehen, dürfen bestimmte Anbieter von Seminaren ein Zertifikat mit dem Q-Label des Forum Brandrauchprävention e.V. ausstellen. Unternehmen, die mindestens eine Q-geprüfte Fachkraft für Rauchwarnmelder fest angestellt haben, dürfen während der Gültigkeit des Zertifikats das Q-Label zu Marketingzwecken verwenden.
Seminar und Prüfung dauern etwa 6 – 8 Stunden (eintägig). Die Kosten betragen zwischen 120,- und 350,- Euro inkl. Prüfungsgebühren. Eine Auswahl von Anbietern finden Sie im Forum Rauchwarnmelder-Profis.
Schornsteinfeger, Kaminkehrer, Rauchfangkehrer aber auch Elektroinstallateure und selbständige Hausmeister sind bereits auf Grund ihrer Vorqualifikation, der handwerklichen Fertigkeiten und den meist vorhandenen Werkzeugen besonders für den Einbau und die Instandhaltung von Rauchwarnmeldern geeignet.
Auch wenn die DIN 14676 kein verbindliches Gesetz ist, stellt sie den aktuellen “Stand der Technik” dar. Wer sich also mit dem Thema beschäftigt, sollte sich gut auskennen und sich nicht zuletzt zur eigenen Sicherheit zur “Fachkraft für Rauchwarnmelder” qualifizieren lassen.
Wer als Dienstleister seine Kunden objektiv beraten und hochwertige Geräte verschiedener Hersteller verkaufen will, sollte Mitglied im infra-pro Service-Netzwerk werden.
Fachbuch für Handwerker
76 Kommentar auf “Rauchwarnmelder – Tipps für Eigentümer, Mieter, Hausverwalter” Chris sagt:	25. Januar 2017 um 09:41	Hallo, ich betreue eine psychisch erkrankte Person, die niemanden in seine Mietwohnung lassen möchte. Diese Person hat selbständig jeden Raum mit geeigneten Rauchwarnmeldern ausgestattet. Die Wohnungsbaugesellschaft besteht allerdings darauf, eigene Rauchwarnmelder zu installieren, gegebenenfalls zusätzlich. Die Gesellschaft möchte eine schriftliche Erklärung des Mieters bezüglich der durchgeführten Installation nicht akzeptieren.
Hat der Vermieter das Recht, eigene Rauchwarnmelder zu installieren, obwohl geeignete und funktionierende Geräte vorhanden sind. Kann der Vermieter durch eine entsprechende Erklärung entlastet werden, eigene Rauchwarnmelder zu installieren?
Antworten	Lars sagt:	26. Januar 2017 um 09:53	Bei der Nachrüstung von Rauchwarnmeldern handelt es sich um eine Modernisierungsmaßnahme, zu der die Eigentümer gesetzlich gezwungen sind.
Der Vermieter kann und muss – nach vorherigen Ankündigung – die Wohnung betreten bzw. durch einen Dienstleister betreten lassen, um die Rauchwarnmelder einzubauen.
Ich habe es bei uneinsichtigen Mietern schon erlebt, dass Wohnungen mit Gerichtsbeschluss “zwangsgeöffnet” wurden.
Antworten	Carina sagt:	26. Dezember 2016 um 09:27	Hallo,
muss ich als Vermieter die Rauchmelder selbst montieren oder nur sicherstellen dass Melder vorhanden sind? Ich habe ein Mehrfamilienhaus und die Mieter mit Meldern ausgestattet mit der Bitte um Anbringung. War das falsch?
Antworten	Lars sagt:	26. Dezember 2016 um 18:13	Die Landesbauordnungen formulieren die Verpflichtungen unterschiedlich. In NRW zum Beispiel heißt es: ![...] haben die Eigentümer spätestens bis zum 31. Dezember 2016 [...] auszustatten [...]“. “Ausstatten” bedeutet nicht, dem Mieter einfach die Schachtel mit den Rauchwarnmelder zu übergeben.
Die Mieter sind lediglich für den Betrieb der Geräte verantwortlich. Der Einbau und die Inbetriebnahme sind Sache des Vermieters.
Schauen Sie sich doch mal das Video auf dieser Seite an: Gerätepass und Wartungsheft für Rauchwarnmelder.
Antworten	Michael sagt:	18. Dezember 2016 um 09:20	Mal was ganz anderes:
Ich war letztens mal wieder an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern. Dort wurde noch nach dem 1. Weltkrieg vieles mit Fachwerk – also Holzkonstruktion – gebaut. Jedes Dörflein hat dort seine freiwillige Feuerwehr.
Ich wurde dort wegen Brandgeruch wach (ach gibt es das?)! Nach kurzer Zeit hörte ich schon mit Funkgerät einen Feuerwehrmann, der nach dem Brand suchte.
Diese Geräte sind absolut unnötig – selbst auf dem platten Land! Ich bin Jahrgang 1962. Als Kind wurde ich im Auto auf dem Beifahrersitz ohne Feiglings- pardon Sicherheitsgurte mitgenommen – und unglaublich aber wahr – ich lebe immer noch!
Von diesem Sicherheitswahn lebt doch nur die Industrie! Ich frage mich, ob solche Gesetze nicht von bestimmten Lobbyisten bestellt (und gekauft) werden.
Armes Deutschland!!! Es macht keine Freude mehr in dieser Sicherheitszelle zu leben!!!
Aber sicher wird dieser Beitrag gelöscht, weil nicht brav und konform!
Antworten	Lars sagt:	18. Dezember 2016 um 15:25	Die Feuerwehr ist (auch auf dem “platten Land”) üblicherweise in max. 10 Minuten nach der Alarmierung(!) vor Ort. Personen, die sich bei einem Wohnungsbrand nicht selbst gerettet haben, kann die Feuerwehr allerdings dann nur noch “mit den Füßen voran” raustragen.
Sie können es von mir aus riskieren, in Ihrer Wohnung keinen Rauchwarnmelder einzubauen. Letztlich bleibt es auch jedem selbst überlassen, ob er sich selbst und seine Kinder im Auto anschnallt.
Antworten	Mark P. sagt:	9. Januar 2017 um 17:13	Solange vehement von einer EinbauPFLICHT die Rede ist, suggeriert es nicht, dass es jedem selbst überlassen ist, ob er die Melder einbaut.
Den Vermietern wird diese Empfehlung aufgezwungen, damit diese bei Personenschaden nicht haften müssen. In meinem selbst bewohnten Haus will ich das aber in der Tat selber entscheiden und mir das nicht durch eine PFLICHT vorschreiben lassen. Zumal sie nicht kontrolliert wird, was das ganze ad absurdum führt.
Ähnlich war es vor Jahren, als plötzlich alle verpflichtet werden sollten, die Dächer zu dämmen, um Energie zu sparen.
Leider scheint es so, dass der Staat auch hier wieder für das Individuum mitdenkt. Man kann darüber streiten, ob es nicht wirklich Wichtigeres gibt, als einzelne vor ihren eigenen Entscheidungen zu schützen. Nicht geschützt werden die Bürger übrigens vor denen, die diese Unsicherheit ausnutzen und ein Geschäft daraus machen (überteuerte Geräte, Einbau-Service oder gar selbst ernannte Kontrolleure).
macher sagt:	29. Dezember 2016 um 12:14	Gurtpflicht geht in Ordnung, Nutzen ist statistisch nachweisbar.
Rauchmelderpflicht ist aber die SPaZ:
Schwachsinnigste Pflicht aller Zeiten.
Riesen-Aufwand denkt man an die Anzahl der Wohnungen in Deutschland
Ständig Ärger mit den Dingern
Feuerwehr hat Stress wegen Fehlalarmen
Antworten	Lars sagt:	29. Dezember 2016 um 14:20	Es gibt, glaube ich, keinen Feuerwehrmann und keine Feuerwehrfrau, der/die nicht lieber tausend mal zu einem Fehlalarm fährt als ein mal ein totes Kind aus einer abgebrannten Wohnung zu tragen. Da interessiert keine Statistik und kein mäßig recherchierter Zeitungsartikel.
Die Feuerwehren versuchen seit über 30 Jahren, die Bewohner davon zu überzeugen, Rauchwarnmelder einzubauen. Genutzt hat es leider wenig. Die Ausstattungsquote war im einstelligen Bereich.
Deshalb hat man es gesetzlich vorgeschrieben. Offenbar geht es nicht anders.
Allerdings wird tatsächlich zu viel “Trara” um die ganze Sache gemacht. Man kauft pro Wohnung drei oder vier Rauchwarnmelder, montiert diese nach Betriebsanleitung – fertig. Wo ist das Problem?
Jürgen sagt:	7. Januar 2017 um 19:54	Lieber Michael,
wenn du deine Kindheit ohne Sicherheitsgurt überlebt hast, dann ist das schön für dich – viele andere Kinder haben das nämlich nicht. Es sterben heute nur noch 1/10 so viele Kinder im Auto wie damals, und das trotz massiv gestiegener Fahrzeugzahlen.
Bei Rauchmeldern gibt es keine Zahlen, aber Berichte in der Zeitung über im Schlaf vom Brand überraschte und vom Kohlenmonoxid “schlafen gelassene” Tote gibt es immer wieder.
Es macht mich immer wieder traurig, wenn nur von der eigenen Situation ausgehend kein Blick “über den Tellerrand” auf andere oder Statistiken gemacht und sinnvolle Maßnahmen schlecht geredet werden.
Antworten	Hermann Schiller sagt:	1. März 2015 um 13:30	In BW besteht seit 01.01.15 die Pflicht für den Eigentümer / Vermieter entsprechende Räume mit Rauchwarnmeldern auszurüsten. Was ist, wenn der Eigentümer seiner Pflicht nicht nachkommt. Es ist für die evtl. Opfer wenig hilfreich, wenn der Verpflichtete strafrechtlich belangt werden wird. Also muss ich als Mieter aus Eigenschutz selbst tätig werden. Und wie komme ich an mein Geld? Kann ich es von der Miete abziehen?
Antworten	Lars sagt:	1. März 2015 um 10:59	[Klugescheißer-Modus ein]
Kleine Korrektur: Die gesetzliche Verpflichtung zur Ausrüstung von Schlafräumen mit Rauchwarnmeldern (genaue Formulierung siehe hier) besteht seit dem 23.07.2013. Am 31.12.2014 endete lediglich die Übergangsfrist, bis zu der alle bestehenden Wohnungen (und andere Räume) nachgerüstet werden mussten.
[Klugescheißer-Modus aus]
Für Mieter gibt es da tatsächlich keine Patentlösung. Wenn ein Mieter auf seinen Schutz bedacht ist und eigene Rauchwarnmelder anbringt, kann es sein, dass er diese wieder entfernen muss, weil der Vermieter seine eigenen anbringen will. Andererseits kann es sein, dass er eben keine Rauchwarnmelder hat, weil der Vermieter seiner gesetzlichen Verpflichtung nicht nachkommt.
Sollte Letzteres auf fehlender Information des Vermieters beruhen, ist die Lösung einfach: Drücken Sie Ihrem Vermieter die Druckversion der Zusammenfassung für das entsprechende Bundesland in die Hand oder schicken Sie ihm einen Link zu dieser Seite.
Falls das nichts bringt und der Vermieter keine Rauchwarnmelder einbauen will, bleibt nur eine Meldung an das zuständige Bauordnungsamt. Auch wenn Kontrollen der Rauchmelderpflicht nicht vorgesehen sind, muss die zuständige Behörde dennoch tätig werden, wenn ihr ein Verstoß bekannt wird. (Wahrscheinlich ziehen Sie damit den Zorn des Vermieters auf sich. Aber ein Vermieter, der sich so wenig um Ihre Gesundheit schert, ist meist eh kein Gutmensch.)
Antworten	Sabine sagt:	11. Februar 2015 um 07:45	Hallo zusammen,
eine Frage zu den “Pflichträumen” für die Installation der Rauchmelder. In Baden-Württemberg werden ausdrücklich alle Aufenthaltsräume genannt, welche zum Schlafen vorgesehen sind. Nun meine Frage, zählt das Wohnzimmer als “Schlafraum” und hat somit eine Rauchmelderpflicht. Laut meiner Feuerwehr im Ort zählt das Wohnzimmer. Laut meiner Hausverwaltung zählt das Wohnzimmer jedoch nicht. Da ich aber regelmäßig auch im Wohnzimmer übernachte, ist diese Frage für mich sehr wichtig.
vielen Dank für eure Antwort. Ein Link zum Nachlesen würde mir auch weiterhelfen.
Antworten	Lars sagt:	11. Februar 2015 um 12:19	Allgemein ist das Wohnzimmer kein Raum, in dem “bestimmungsgemäß Personen schlafen”, wie es die LBO Baden-Württemberg formuliert.
Ein Rauchwarnmelder im Wohnzimmer ist aber überaus sinnvoll und wenn Sie oder andere Personen dort regelmäßig schlafen, sollten Sie auf den Einbau eines Rauchwarnmelders bestehen.
Antworten	Chris sagt:	2. Februar 2015 um 20:56	Hallo,
ich komm aus BW und lebe in einer Eigentumswohnung mit mehreren Parteien. Die Hausverwaltung hängt die Termine aus, wann die Feuermelder kontrolliert werden. Jedoch, ich lebe allein und bin Berufstätig und kann die Termine nicht einhalten, da diese immer in den Arbeitszeiten sind.
Die Hausverwaltung weiß das, da dieses Problem auch immer besteht wenn die Heizung oder die Wasseruhren abgelesen werden müssen. (Konnte ich regeln bisher durch Selbstablesung)
Leider wird kein alternativ Termin zur späteren Stunde angeboten jedoch wird druck gemacht das ich den Schlüssel hinterlegen soll oder dem Nachbar geben soll. Dies kann ja in keinem Sinne Gesetzlich (Privatsphäre) oder auch Versicherungstechnisch nachvollzogen werden. Würde einer die Bude leer räumen mit dem Schlüssel kam es zum Eklar.
Jetzt hatte ich denen angeboten die Feuermelder an die Tür zu hängen, damit Sie diese prüfen können wenn ich nicht da bin, prompt kommt die Antwort das geht nicht und ich müsste auch für einen erneuten Termin 15 € bezahlen. Wenn ich diese nicht gleich beim Prüfer zahlen würde sondern über die Hausverwaltung müsste ich 35€ zahlen.
Das kann doch nicht sein das einer mir einen Termin diktiert, wo ich einfach nicht kann.
Ich bin Eigentümer habe 2 Jobs und ich kann mich nicht in Stücke schneiden.
Wenn man einen Termin mit mir ausmachen würde, könnte ich das auch regeln, jedoch muss auch dann ich immer 15€ extra zahlen. Kann das sein?
Antworten	Lars sagt:	3. Februar 2015 um 13:42	Haben Sie denn mit Ihrem Vermieter eine Vereinbarung getroffen, nach der dieser die “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft” der in Ihrer Wohnung eingebauten Rauchwarnmelder übernimmt? Wenn ja, müsste in dieser Vereinbarung auch eine Kostenregelung aufgeführt sein.
Falls Sie keine Vereinbarung getroffen haben und auch in Ihrem Mietvertrag keine entsprechende Regelung festgelegt ist, sind Sie als Mieter zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der in Ihrer Wohnung eingebauten Rauchwarnmelder gesetzlich verpflichtet. Fragen Sie bitte Ihren Vermieter, wie er es begründet, dass ein Dritter Zugang zu Ihrer Wohnung verlangt und die Kosten dafür auch noch von Ihnen getragen werden sollen. Wenn Sich Ihr Vermieter oder die Hausverwaltung mit dem Thema nicht ausreichend auskennt, können Sie zum “Einlesen” die ‘Häufige Fragen und Antworten zur Rauchwarnmelderpflicht’ des Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg empfehlen.
Antworten	Enrico sagt:	23. Januar 2015 um 17:05	Ich bin Wohnungseigentümer in Baden-Württemberg und würde gerne im Schlafzimmer meinen bisherigen Rauchmelder behalten. Dieser ist besonders gut, blinkt oder leuchtet nicht ständig und ist schon verschraubt. Den für den Flur würde ich wie von der Eigentümergemeinschaft ohne mich beschlossen von der beauftragten Firma übernehmen (im Flur stört das Blinken nicht so), aber gerne selbst montieren. Oder ich würde mir nochmals selbst einen besorgen. Leider lehnt die Hausverwaltung und die beauftragte Firma meine Wünsche ab. Kann man den Beschluss der Eigentümergemeinschaft angehen, z.B. weil nicht wie beschlossen die Rauchmelder bis zum 31.12.2014 montiert wurden? Oder gibt es sonst einen rechtlichen Weg, anders zu verfahren?
Antworten	Lars sagt:	24. Januar 2015 um 09:05	Eine ganz ähnliche Frage ist hier schon beantwortet.
Antworten	Redl Ernst sagt:	10. Dezember 2014 um 12:05	unsere beiden Schlafzimmer sind keine “getrennte” Räume mit Türen sondern vom Zugang aus völlig offen und auch an den Raumdecken ohne hindernden Sturtz.
Reicht es aus, nur im Zwischenraum einen Rauchmelder anzubringen?
Antworten	Lars sagt:	10. Dezember 2014 um 16:21	Wenn es sich jeweils um eigenständige Zimmer handelt, würde ich die Landesbauordnung so auslegen, dass in jedem Raum ein Rauchwarnmelder eingebaut werden muss. Sinn und Zweck des Rauchwarnmelders ist es, schlafende Personen nach Ausbruch eines Brandes zu wecken – und zwar so schnell wie möglich. Wenn der Brandrauch erst den Flur erreichen muss, kostet das wertvolle Sekunden, die den Bewohnern fehlen.
Antworten	Nina sagt:	2. Dezember 2014 um 21:43	Gibt es eine Sonderregelung für Wohngemeinschaften? Wir haben in unserer 4er-WG einen Rauchmelder im Flur hängen und halten es für ziemlich überflüssig, zusätzlich in jedes Zimmer einen einzubauen. Da auch über und unter uns WGs sind, würde das in unserem Fall bedeuten, dass wir auf drei Stockwerken 13 Rauchmelder brauchen……..
Antworten	Lars sagt:	3. Dezember 2014 um 21:03	Nach Landesbauordnung muss in jedem Schlafraum sowie in den Fluren jeweils mindestens ein Rauchwarnmelder eingebaut werden. Das hat man nicht ohne Grund so festgelegt. Schauen Sie mal unter Gefahrenquelle Brandrauch.
Antworten	Katrin sagt:	14. Oktober 2014 um 13:57	Wir haben in unserer Eigentumswohnung Rauchwarnmelder selbstständig eingebaut, VdS geprüft, EN 14604,1134-CPD-028,GS.
Nun gibt es eine Firma die diese Rauchwarnmelder mit überprüfen soll. Die Aussage der Firma lautet “Nein”, da diese Rauchmelder nicht
Der Norm entsprechen. Meine Frage: Ist die Aussage richtig? Oder geht es hier nur um Verlust der Einbaukosten.
Antworten	Inge C. sagt:	27. April 2014 um 04:54	hallo,
wir wohnen in Düsseldorf / NRW in einer Wohnungsbaugenossenschafts-Siedlung mit 52 Mietparteien.
Unsere Genossenschaft lässt jetzt in allen Wohnungen Rauchmelder anbringen durch ihre übliche Elektro-Firma, die hier auch alle anderen elektrischen Installationen durchführt.
Für die jährliche Wartung sollte jeder Mieter einen Vertrag mit dieser Elektro-Firma abschließen, die dafür € 10,00 pro Rauchmelder / pro Jahr verlangt.
Diverse Mieter sind mit diesen hohen Wartungskosten nicht einverstanden, zumal die Elektro-Firma ihren Sitz ganz in der Nähe hat und ohnehin laufend in unserer Siedlung tätig ist (also eigentlich keine Anfahrtskosten anfallen).
Wie hoch sind übliche Wartungskosten?
Mit wem könnten wir Mieter günstigere (aber ordnungsgemäße) Wartungsverträge abschließen?
Antworten	Lars sagt:	28. April 2014 um 09:18	In diesem Kommentar wird von 2-3 Euro Wartungskosten pro Jahr und Rauchwarnmelder gesprochen. Das halte ich für günstig. Eine qualifizierte Fachkraft kann die Wartung kaum unter 3,- Euro durchführen. Der Aufwand ist nicht die Wartung selbst (die dauert nur wenige Sekunden), sondern die Terminvereinbarung, Anfahrt und Dokumentation. Durchschnittlich dauert eine Wartung pro Wohnung mit 3-4 Rauchwarnmeldern etwa 15 Minuten inklusive der Nebenleistungen, die der Mieter nicht unmittelbar mitbekommt.
In NRW sind für die “Sicherstellung der Betriebsbereitschaft” die unmittelbaren Besitzer verantwortlich; bei Mietwohnungen sind das die Mieter. Wörtlich ist in §49 Abs. 7 LBO-NRW formuliert:
[...] Die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder hat der unmittelbare Besitzer sicherzustellen, es sei denn, der Eigentümer hat diese Verpflichtung bis zum 31.03.2013 selbst übernommen.
Das heißt: Wenn Ihr Vermieter nicht bis 31.03.2013 mit Ihnen vereinbart oder zumindest explizit erklärt hat, dass er die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft übernimmt, dann sind Sie als Mieter selbst dafür verantwortlich. Die Wartung der Geräte ist eine von mehreren Maßnahmen zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft. Wenn diese nicht Sache des Vermieters ist, kann er auch die Kosten dafür nicht als Betriebskosten umlegen.
In den Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Rauchwarnmelderpflicht des Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen heißt es unter Punkt 12:
Es gibt übrigens keine gesetzliche Verpflichtung, eine Inspektion und Wartung durch eine dafür qualifizierte Fachkraft ausführen zu lassen.
Im Punkt 11 der vorgenannten Hinweise des Ministeriums heißt es:
Meiner Ansicht nach ist diese einmal jährliche Prüfung allerdings zu wenig. Richtig ist, die Prüfung nach den vom Hersteller in der Betriebsanleitung angegeben Intervallen durchzuführen. Hier ist meistens eine monatliche Prüfung durch Betätigung des Test-Knopfes empfohlen.
Antworten	Alexander sagt:	11. September 2013 um 21:25	Hallo,
ich komme mir gerade etwas blöd vor, aber ich frage trotzdem…ich lese hier und woanders immer nur von einer “Rauchmelderpflicht in Wohnungen” (ab irgendwann); ist das wörtlich gemeint oder fallen auch “Häuser im Eigentum” darunter ?! Weil “Wohnung” “Wohnraum” und so.
Vielen Dank für eine hilfreiche Antwort,
Antworten	Lars sagt:	11. September 2013 um 21:53	Eine Wohnung ist dadurch definiert, dass sie in sich abgeschlossen (einen eigenen Zugang hat) und zu Wohnzwecken geeignet ist – also wenigstens über einen zum Schlafen geeigneten Aufenthaltsraum verfügt. Die meisten Bauordnungen schreiben vor, dass Wohnungen eine Küche oder Kochnische sowie ein Bad mit Badewanne oder Dusche und eine Toilette haben müssen.
Die “Wohnungen” im Sinne der Bauordnung kann sich also auch in einem Einfamilienhaus, Reihenhaus usw. befinden.
Antworten	Rosinsky sagt:	29. August 2013 um 13:01	Ich bin der Meinung, wenn das der Gesetzgeber fordert,muss der Vermieter dafür Sorge tragen und auch
für die Wartung! Es kann nicht alles nur auf den Mieter umgelegt werden.
Denn die Renten werden auch nur alle 10 Jahre gering angehoben. Aber 3 Rauchwarnmelder sollen im Jahr Miete und Wartung gleich 18,90 € kosten. Ist meiner Meinung zu hoch. Bitte um korrekte Antwort.
Antworten	Lars sagt:	29. August 2013 um 22:02	Konkrete Antwort auf was? Sie haben keine Frage gestellt.
Es gibt zwar Vermieter, die das etwas günstiger hinbekommen, aber unangemessen teuer erscheinen mir 18,90 Euro pro Jahr für 3 Rauchwarnmelder nicht.
Ungefähr so viel zahlen Bewohner monatlich an Rundfunkgebühren, selbst wenn Sie weder Fernseher noch Radio haben.
Antworten	Rouven sagt:	8. April 2014 um 09:02	Das Gesetz hat sich der Vermieter nicht ausgesucht. Im Gegenteil, davon hat der Vermieter überhaupt nichts außer Aufwand und Ärger mit seinen Mietern. Wen soll den der Rauchmelder schützen? Den Vermieter? Ich glaube eher nicht. Wenn also die Bewohner dadurch geschützt werden, warum soll dann der Vermieter dafür gerade stehen? Oder zahlt Ihnen Ihr Vermieter auch einen Fahrradhelm? Wenn das für Sie unsinnig und teuer ist (umgerechnet nicht mal 2 Bier im Monat), dann müssen Sie sich beim Gesetzgeber beschweren. Dann aber auch gleich die Trinkwasserverordnung, GEZ, Mineralölsteuer und EEG-Umlage mit ankreiden.
Antworten	alf sagt:	8. Juli 2014 um 03:42	Und warum sollte das so sein? Ohne Vermieter gäbs auch keine Mieter. Nur weil ich mir durch meiner Hände Arbeit eine Eigentumswohnung geleistet habe, bin ich nicht automatisch Zahlmeister des Mieters, dessen Leben ja gerettet wird. Meine Rente fällt auch nicht höher als die des Mieters aus.
Antworten	Thomas Mittelsdorf sagt:	26. Juli 2013 um 16:48	Das ist doch völliger Bullshit. Rauchmelderpflicht?!? Bitte, was? Wo leben wir denn? Demnächst schlucken wir auch noch alle fleißig Blutverdünner, weil man uns sagt, dass wir dann ein geringeres Risiko haben einen Herzinfakt zu bekommen. Daran sterben statistisch mehr Menschen als Leute bei Feuer ums leben kommmen. Das ganze ist in meinen Augen ein Witz und eine Bevormundung. Einfach lächerlich….
Antworten	Flo.T. sagt:	23. Juli 2013 um 23:54	Hallo,
Ich hab 2 Rauchmelder in meiner Wohnung die jedes Jahr gewartet werden. Angekündigt wird die Wartung über einen Aushang im Treppenhaus. Ist man beim ersten Termin nicht anwesend, wird ein zweiter Termin ausgehängt. Den dritten Termin muss man selbst vereinbaren und auch zahlen (was bei den ersten beiden Terminen nicht der Fall ist).
Nun ist es so, dass ich für knapp zwei Monate ein Praktikum in einer anderen Stadt mache und nicht in meiner Wohnung bin. Die Warungsfirma hat sich bei meiner Vermieterin beschwert, dass ich nie anwesend bin…und ich nun den dritten Termin für 45€ mit der Firma ausmachen soll.
Bin ich dazu verpflichtet diese Kosten zu zahlen? Woher sollte ich von dem Termin wissen, wenn ich nicht zu Hause bin?
Antworten	Thomas sagt:	9. August 2013 um 01:47	Man kann aber auch sagen: Woher soll die Vermieterin wissen, daß Sie für knapp 2 Monate nicht da sind? Bei einer Abwesenheit von solcher Dauer empfiehlt es sich sehr, den Vermieter rechtzeitig darüber zu informieren. Stichwort “Obhutspflicht des Mieters”. Hier mal ein Link:
http://www.ivd.net/der-bundesverband/pressedetail/archive/2012/july/article/ferien-und-urlaubszeit-obhutspflicht-des-mieters-gilt-auch-waehrend-seiner-abwesenheit.html Ob Sie im konkreten Fall die 45 € zahlen MÜSSEN (juristisch), weiß ich nicht. Falls Sie jedoch die Vermieterin *nicht* über Ihre Abwesenheit informiert haben, sollten Sie diese Kosten anstandshalber bzw. fairerweise übernehmen. Der Betrag ist wirklich nicht so riesig, daß es sich lohnen würde, deshalb die Verärgerung der Vermieterin zu riskieren.
Antworten	Zoll sagt:	27. Juni 2013 um 11:09	Wir haben das Haus vor 7 Jaren gekauft, sind zwei Wohnungen im Haus, im Erdgeschoß wohne ich und im 1. Obergeschoß wohnt der frühere Besitzer der Wohnrecht hat, also zahlt keine Miete an mich, nur seine Nebenkosten trägt er selbst. Haus ist in 1963 gebaut. Frage: muss ich trotzdem in beiden Wohnungen Rauchmelder instalieren? Muss der Wohnrechthabender Rauchmelder für seine Wohnung selber kaufen und instalieren? Weil eigentlich bin ich kein Vermieter, weil bekomme keine Miete für 1.Obergeschoß.
Antworten	Lars sagt:	30. Juni 2013 um 00:12	Außer in Mecklenburg-Vorpommern, wo der Besitzer die Rauchwarnmelder selbst einbauen muss, ist in allen anderen Bundesländern der Eigentümer für den Einbau verantwortlich.
Die Begriffe “Mieter” und “Vermieter” kommen in den Bauordnungen nicht vor. Es geht immer um den “Besitzer” (in Mietwohnungen ist das Mieter) und den Eigentümer bzw. – bei Neubauten – den Bauherrn.
Das Wohnrecht ist vermutlich nicht mit Eigentum gleichzusetzen. Ich nehme an, der im Grundbuch eingetragene Eigentümer sind Sie.
Antworten	Jimmi sagt:	19. Juni 2013 um 11:55	Hallo
Ich Wohne in Hessen in einer selbstgenutzten Eigentumswohnung, jetzt wurde bei einer Eigentümerversammlung beschlossen das in jeder Wohnung ein bzw. 2 Rauchmelder angebracht werden müssen. Da ich schon im Schlafzimmer und Flur einen angebracht habe, würde mich Interessieren ob ich verpflichtet bin einer Firma zu erlauben das sie neue Rauchmelder anzubringen, diese sollen im Jahr 30€ kosten, ist nicht die Welt aber es geht mal wieder ums Prinzip
Antworten	Lars sagt:	19. Juni 2013 um 18:56	Zunächst mal sind “ein oder zwei Rauchwarnmelder” besser als Nichts. Die Hessische Bauordnung schreibt allerdings was anderes vor. Ein einzelner Rauchwarnmelder ist in den meisten Fällen zu wenig, da Wohnungen üblicherweise wenigstens über einen Flur und ein Schlafzimmer verfügen. Für jedes Kinder- und Gästezimmer kommt einer hinzu. Details dazu finden Sie hier. In dem Kästchen rechts können Sie die Informationen als PDF herunterladen und weitergeben.
Die Frage, ob Rauchwarnmelder Sonder- oder Gemeinschaftseigentum sind und ob die WEG-Gemeinschaft mehrheitlich oder einstimmig den Einbau beschließen darf ist nicht klar. Es gibt dazu unterschiedliche Expertenmeinungen wie auch gegensätzliche Urteile. Das Amtsgericht Hamburg-Wandsbek hat im Urteil AZ 740 C 31/10 begründet, dass Rauchwarnmelder Sondereigentum seien. Das OLG Frankfurt ist dagegen der Auffassung, Rauchwarnmelder seien Gemeinschaftseigentum (AZ 23 O 416/08). Das OLG Frankfurt begründet die Gültigkeit des mehrheitlichen Beschlusses zum Einbau von “Brand- bzw. Rauchwarnmeldern” mit der Gefährdung des Gemeinschaftseigentums bei einem Brand, der natürlich im Sondereigentum entstehen kann. Allerdings wird in der Begründung von einer “Brandmeldeanlage” in einer “Altenwohneinrichtungen” gesprochen:
Die beanstandete Brandmeldeanlage, mithin auch die Brand- bzw. Rauchwarnmelder in den Appartements, gehören zu den Einrichtungen, die dem gemeinschaftlichen Gebrauch der Wohnungseigentümer dienen und auch aus diesem Grund gemäß § 5 Abs. 2 WEG gemeinschaftliches Eigentum sind (vgl. auch III. § 1 Abs. 2 Ziffer 2), 2. Abs. und III. § 1 Abs. 2 Ziffer 3) e) der oben bezeichneten notariellen Urkunde vom 30.12.1992). Ihr Zweck ist darauf gerichtet, als Sicherheitsvorkehrung der Gesamtheit der Wohnungseigentümer – und nicht nur dem jeweiligen Sondereigentümer – einen sicheren Gebrauch der Wohnung und der Wohnanlage zu gewährleisten. Ein etwa im Sondereigentum ausbrechender Brand macht nicht an den Grenzen des Sondereigentums Halt, sondern gefährdet auch das Gemeinschaftseigentum.
Ausgehend von den diesbezüglich besonderen Gefahren einer Altenwohnanlage, dem fachkundigen Hinweis der zuständigen Feuerschutzbehörde auf diesen allgemein bestehenden Gefahrenzustand und dem weiteren Hinweis im genannten Schreiben, dass eine Tendenz zur Forderung dieser Maßnahmen allgemein zu beobachten sei und sich die Umsetzung in künftig gültiges Recht an verschiedenen Stellen abzeichne, entsprach die Maßnahme im oben beschriebenen Sinne ordnungsgemäßer Verwaltung.
Der definierte Zweck eines Rauchwarnmelders ist, die (eventuell schlafenden) Bewohner im Raum, bestenfalls in der Wohnung, vor dem lebensgefährlichen Rauch eines entstehenden Brandes so früh wie möglich zu warnen. Personen in der Wohnung haben so die Möglichkeit, Maßnahmen einzuleiten, vorzugsweise sich in Sicherheit zu bringen. Gemäß dieser Definition nutzt ein Rauchwarnmelder der Eigentümergemeinschaft wenig bis garnichts. Meiner (unmaßgeblichen) Meinung nach gehört ein Rauchwarnmelder eindeutig zum Sondereigentum, was zur Folge hat, dass die WEG nicht den Einbau beschließen kann. Diese Auffassung vertritt auch das Amtsgericht Hamburg-Wandsbek in seiner Urteilsbegründung vom 12.06.2010 (siehe oben).
Es spricht grundsätzlich nichts dagegen, eine Fachfirma mit dem Einbau und der jährlichen Wartung zu beauftragen. Allerdings sollten dann die Vorgaben der Landes-Bauordnung und die einschlägigen Regeln (DIN 14676) beachtet werden. Darüber hinaus sind 15,- Euro pro Jahr und Rauchwarnmelder (womöglich bei einem Wartungsvertrag über 10 Jahre) recht teuer. Ein guter Rauchwarnmelder mit fest eingebauter 10-Jahres-Batterie (und Hersteller-Garantie über 10 Jahre) kostet etwa 30,- Euro, die jährliche Wartung höchstens 5,- Euro pro Gerät. Hat ihre Eigentümergemeinschaft mehrere Angebote verglichen?
Antworten	Lars sagt:	25. Juni 2013 um 20:23	Hier eine aktuelle Ergänzung und Richtigstellung:
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einem jetzt veröffentlichten Urteil (V ZR 238/11 vom 08.02.2013) festgelegt, dass Wohnungseigentümergemeinschaften den Einbau von Rauchwarnmeldern in Wohnungen jedenfalls dann beschließen können, wenn das Landesrecht eine entsprechende eigentumsbezogene Pflicht vorsieht. Rauchwarnmelder, die aufgrund eines Beschlusses der Wohnungseigentümer angebracht worden sind, stehen nicht im Sondereigentum.
Arnulf Müller sagt:	27. Mai 2013 um 11:48	eine Frage, wer muss die Rauchmelder bezahlen???? Mein Vermieter meint ich muss die neuen Melder bezahlen.
Stimmt das!!!! Über eineInfo wäre ich recht Dankbar..
Antworten	Lars sagt:	28. Mai 2013 um 10:16	Bis auf Mecklenburg-Vorpommern ist in allen Landes-Bauordnungen, in denen die Rauchmelderpflicht bereits aufgenommen wurde, der Eigentümer (Vermieter) zum Einbau von Rauchwarnmeldern verpflichtet.
Bitte schauen Sie hier nach, wie das in Ihrem Bundesland geregelt ist. Sie können die Zusammenfassung auch als PDF herunterladen (im Kasten auf der rechten Seite) und Ihrem Vermieter als Information zukommen lassen.
Antworten	Matthias sagt:	5. Juni 2013 um 02:49	Wenn der Vermieter mir dann aber die Auswahl und die Anbringung überläßt (bzw. wie in meinem Fall fetsstellt, fein, da hängen schon welche), wäre mir das aber teils lieber als wenn ich mit dem billigsten, das gerade noch geht, zwangsbeglückt werde und meine eigenen guten daneben vielleicht gnadenhalber hängen lassen darf oder auch nicht mal das. Unseren Vermieter (große Wohnungsgesellschaft) muß ich gerade aufwecken, wie er das zu tun gedenkt bei Mietparteien, die schon längst auf eigene Kosten gut und umfassend “verrauchmelderte” Wohnungen haben einerseits, und wie lang er bis zum Ende der Übergangsfrist andererseits warten will bei Wohnungen, die noch nichts haben und wo der Mieter gerne sich ein Gerät auf Vermieterkosten einbauen läßt und deshalb auf jede eigene Anschaffung verzichtet – rauchmelderlos bis (in Bayern) schlimmstenfalls noch Ende 2017!!).
Kathleen sagt:	7. April 2013 um 17:38	Wie sieht es in NRW nach Verabschiedung des Gesetzes mit der Umsetzung durch den Verwalter einer Eigentumswohnungsanlage aus? Wird der Verwalter im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht auf den ordnungsgemäßen Einbau, Prüfung und Wartung von RM zur Verantwortung gezogen? Viele Eigentümer haben bereits Rauchmelder installiert und wollen keinen Eingriff in Ihr Sondereigentum zulassen, in dem der Verwalter Firmen für die jährliche Wartung beauftragt. Kann eine schriftliche Übernahme der Gesetzesforderungen durch den Eigentümer die Haftung des Verwalters ausschließen? Oder ist die “Wohnung” wirklich dann als “Sondereigentum” zu betrachten?
Antworten	Rena sagt:	4. April 2013 um 22:18	Rauchmelder sollten – entgegen manch kluger Ratschläge – in erster Linie in der Küche angebracht werden. Mein Rauchmelder ist in der Küche durch kokelndes Fett in der Pfanne schon mehrfach angesprungen, nicht aber bei normalem Küchendunst. Auch der Keller- u. Waschküchenbereich ist sehr wichtig.
Jede Wohnung sollte schon vom Verstand her vom Bewohner mit Rauchmelder(n) ausgestattet werden, egal, ob das jeweilige Bundesland Vorschriften für Vermieter erläßt oder z. B. erst in 2016 erlassen will. Denn die eigene Sicherheit und die der Familie sollte jedem wichtig sein! – Sie kosten ja auch kein Vermögen.
Antworten	Lars sagt:	5. April 2013 um 00:02	Das kann ich grundsätzlich bestätigen – ich habe selbst einen Rauchwarnmelder in der Küche.
Ein Rauchwarnmelder in der Küche erhöht bestimmt die Sicherheit. Wegen der Kochdünste neigen einfache Geräte aber auch zu Fehlalarmen (offiziell “Täuschungsalarmen”). Das ist u.a. auch von der Größe der Küche abhängig. Gesetzlich vorgeschrieben sind sie in der Küche nicht. Im Gegenteil, die DIN 14676 rät davon ab, wenn Täuschungslalarme nicht ausgeschlossen werden können. Diese Empfehlung in der Norm hängt bestimmt auch damit zusammen, mögliche Feuerwehreinsätze auf Grund von Fehlalarmen zu vermeiden.
Antworten	Matthias sagt:	23. April 2013 um 14:57	Kann ich auch bestätigen. Gescheite Rauchmelder (hier Erfahrungen mit den alten, dicken, “Klassisch” ausssehenden britischen BRK) lassen sich von auch von Unmengen Wasserdampf in Küche und aus dem Bad nicht beeindrucken, schlagen aber zuverlässig bei zu scharf angebratenen Bratkartoffeln an – das zählt eindeutig zu Rauch.
H. Kuhn sagt:	3. April 2013 um 08:37	Frage: Ich lese immer nur von den Rauchmeldern in Wohnungen. /evtl. die Gefahr für alle Mitbewohner größer)
Gilt das auch defintiv für ein vermietetes Haus, hier Doppelhaushälfte in Hessen.
Ich lasse das dann natürl. schnell nachrüsten.
Antworten	Lars sagt:	3. April 2013 um 08:38	Mit der Bezeichnung “Wohnungen” in der Bauordnung sind natürlich auch Wohnungen in Einfamilienhäusern, Reihenhäusern, Doppelhaushälften, Wochenendhäusern usw. gemeint.
Antworten	Christa M. sagt:	12. März 2013 um 12:25	Wir wohnen in Rheinland-Pfalz in einer Eigentümer-Wohnanlage. Meine Frage: Sine hier im Treppenhaus Rauchmelder gesetzlich vorgeschrieben? In den Kellern stehen stehen elektr. Geräte und die Kellertüren sind keine Brandschutztüren.
Antworten	Lars sagt:	12. März 2013 um 15:14	Die Rauchmelderpflicht in Rheinland-Pfalz (wie auch in den anderen Bundesländern) bezieht sich nur auf die Wohnung selbst. Unter den Begriff fallen natürlich auch Wohnungen in Einfamilienhäusern.
In Mehrfamilienhäusern sind Rauchwarnmelder in den gemeinschaftlich genutzten Bereichen (z.B. Keller und Treppenhaus) nicht vorgeschrieben.
Die Überwachung dieser Bereiche, insbesondere der Fluchtwege, kann sinnvoll sein. Es gibt aber auch Argumente, die gegen den Einbau von Rauchwarnmeldern in gemeinschaftlich genutzten Bereichen sprechen. Zum einen kann mit “Heimrauchmeldern” nicht ausgeschlossen werden, dass “Spaßvögel” den Testknopf betätigen und die Bewohner wecken. Eventuell führt dies sogar zu einem Einsatz der Feuerwehr.
Unter Umständen werden Bewohner bei einem Brand im Keller oder Treppenhaus veranlasst, auf Grund des Alarmsignals des Rauchwarnmelders die Wohnung zu verlassen. Das empfohlene Verhalten bei Brand im Treppenhaus ist aber: Wohnungstür schließen und am offenen Fenster auf Hilfe warten.
Im Sinne des vorbeugenden Brandschutzes sollten sich in gemeinschaftlich genutzten Bereichen eines Mehrfamilienhauses keine brennbaren Materialien befinden. (Ich weiß, dass es schwer ist, den Kinderwagen mit in die Wohnung zu nehmen.) Wenn von Geräten im Keller eine Brandgefahr ausgeht, sollten diese Bereiche durch Brandschutztüren (die dann natürlich auch geschlossen sein müssen) abgeschottet sein.
Ihre örtliche Feuerwehr wird sich sicher gerne die konkrete Situation ansehen und Ihnen Maßnahmen empfehlen.
Antworten	gluehwurm sagt:	11. März 2013 um 17:15	Ich finde es mal wieder Fragwürdig. Nicht den Einsatz vom RWM sondern, daß ein Vermieter im Baumarkt oder Discounter einen RWM für 3 Euro kauft und beim Mieter irgendwo hinschraubt. Wenn nach einem Jahr die Batt. leer ist, ist es Sache des Mieters (nach BayBo). Der Mieter muss die Wartung und Instandhaltung durchführen. Wo bitte ist in dieser ganzen Kette eine Fachkraft für Rauchwarnmelder. Und alles ist abgedeckt, da er ja nicht wissen konnte, daß der China-import nicht funktioniert im Erstfall sondern nur der Testknopf gut ist.
Kommt etwas Gewerbliches dazu muss eine Qualifikation nachgewiesen werden. Ist OK, aber eine Wartung für 2€ halte ich für unrealistisch. Rüstzeit, Positionsbestimmung, Aussaugen, Durchblasen, Fuktionstest und evtl. Batt.-wechsel mit Protokoll, man muß ja rechtlich abgesichert sein. Dazu noch Anfahrt und alle fünf Jahre eine Prüfung für 300€ plus Arbeitsausfall für diesen Tag. Evtl. rentiert es sich für den Kaminkehrer.
Antworten	Eiko sagt:	28. März 2013 um 09:45	@ gluehwurm
ich muss Dir recht geben das es mit den billigen Rauchmeldern nicht weit her ist.Baumarkt ist da ein ganz böses Thema. Besser wäre es wenn nur Rauchmelder mit dem Q-Prüfzeichen verbaut werden dürften. Dann weis man das man einen Quailtäts Rauchmelder hat mit einer 10 Jahresbatterie die fest eingebaut ist.
Die Wartungskosten betragen je nach Dienstleister zwischen 5-10€. Der Rauchmelder muss nicht alle 5 Jahre sondern jedes Jahr auf Funktion geprüft werden. Zur Wartung gehören Sicht und Funktionsprüfung,Überprüfung ob der Raucmelder nach DIN 14676 noch richtig angebracht ist(ob sich eine Raumnutzung geänderthat, bzw hohe Möbel aufgestellt wurden) und die Dokomentation.Das Reinigen kann man alle zwei Jahr machen. Viele Firmen bieten bereits die Rauchmelderprüfung zu Mieterfreundlichen Zeiten an. Das heißt das Termine zwischen 15-18 Uhr gemacht werden wo man Feierabend hat.
Antworten	peter kuehr sagt:	7. März 2013 um 20:19	ich wohne als eigentümer in einer kleinen wohneinheit von 2 mal sechs einheiten.meine frage ist: habe schon jahre lang rauchmelder in meiner wohnung werden auch immer geprüft und gewartet (bin feuerwehrmann)jetzt kommt mein hausverwalter und möchte nun sicherstellen das die rechteliche lage umgesetzt wird.wie gesagt ich habe schon welche mus ich diesen wartungsvertrag mit tragen oder sogar die evtl.neuen rauchmelder übernehmen. kann das jeder eigentümer nicht selbst übernehmen den wir sind uns so ziemlich einig.???
Antworten	Lars sagt:	8. März 2013 um 13:12	Der Vermieter zeigt zumindest schon das nötige Maß an Verantwortungsbewusstsein wenn er sicherstellt, dass Rauchwarnmelder vorhanden sind.
Ob der Vermieter als Eigentümer berechtigt oder sogar verpflichtet ist, eigene Rauchwarnmelder einzubauen (auch wenn der Mieter schon welche installiert hat) hängt vom Bundesland ab. In den Bauordnungen der Länder Bayern, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfahlen (letztere noch nicht rechtskräftig) ist ausdrücklich genannt, dass der Eigentümer für den Einbau von Rauchwarnmeldern zuständig ist. Da der hier eindeutig in der Verantwortung ist, muss und kann er darauf bestehen dass Geräte eingebaut werden, die seinen Qualitätsanforderungen entsprechen. In den Bauordnungen der anderen Bundesländer mit Rauchmelderpflicht ist der Eigentümer nicht eindeutig genannt.
Ein Urteil des AG Hamburg-Blankenese (AZ: 531 C 341/10, 16.02.2011) sagt in einem ähnlichen Fall aus, dass der Mieter die Dispositionsbefugnis des Vermieters akzeptieren muss und “nicht durch vorauseilenden Gehorsam und Einbau eigener Geräte letztlich in die Verwaltungspraxis des Vermieters eingreifen kann.”
Wenn der Vermieter zum Einbau verpflichtet ist und sicherstellen kann, dass die bereits eingebauten Geräte die Anforderungen erfüllen, spricht im Grunde nichts gegen eine Übernahme der Geräte durch den Vermieter oder eine Abtretung seiner Verpflichtung an den Mieter. Das muss aber im Einzelfall vereinbart werden.
Antworten	Klaus Schulze sagt:	13. Februar 2013 um 14:34	ich habe fast alles gelesen und die Fragen und Antworten kann ich nachvollziehen.
Das die Wartungskosten der Mieter in der Nebenkosten trägt. Aber es sollte im Mietvertrag vereinbahrt sein.
Aber wer trägt die Material- und Einbaubaukosten?
Zahlt diese Kosten der Mieter? Oder muß diese Koster der Vermieter tragen?
gern hätte ich eine Antwort.
Danke Klaus S.
Antworten	Lars sagt:	13. Februar 2013 um 18:40	In den Bauordnungen der Länder (außer in Mecklenburg-Vorpommern) ist direkt oder indirekt festgelegt, dass der Eigentümer zur Ausrüstung bestehender Wohnungen bis zum Ende der Übergangsfrist verpflichtet ist. Als Modernisierungsmaßnahme können 11% der Kosten für Beschaffung und Einbau der Geräte auf die Kaltmiete umgelegt werden.
Beispiel: 4-Zimmer Wohnung erforderlich sind 3 Rauchwarnmelder (Schlafzimmer, Kinderzimmer, Flur)
Kosten pro Rauchwarnmelder einschl. Einbau: 33,- Euro x 3 = 100,- Euro (gerundet)
davon 11% = 11,- Euro pro Jahr
Die (mögliche) monatliche Mieterhöhung beträgt also weniger als 1,- Euro.
Dazu kommen allerdings noch Kosten für die jährliche Wartung in Höhe von 0,50 bis 1,00 Euro pro Monat.
Antworten	Harry Dospil sagt:	12. Februar 2013 um 17:38	Hallo, guten Tag,
warum sind Rauchwarnmelder in Baden-Württemberg keine Pflicht?
Für Ihre Nachricht vielen Dank im Voraus.
Harry Dospil
Antworten	Lars sagt:	12. Februar 2013 um 20:21	Die Rauchmelderpflicht wird auch in Baden-Württemberg kommen. Unklar ist nur wann.
Erste Schritte sind schon getan: Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg
Antworten	Monika E. sagt:	17. Januar 2013 um 16:20	Was nützen mir Rauchmelder in der Wohnung,wenn der Vermieter keine in Keller und Treppenhaus angebracht hat.Wenn es da mal brennt,haben wir keine Chance.Darf das sein???
Antworten	Lars sagt:	18. Januar 2013 um 08:42	Die Bauordnungen der Länder sehen lediglich Rauchwarnmelder in den Wohnungen vor, nicht in den öffentlichen Bereichen eines Mehrfamilienhauses.
Natürlich ist es sinnvoll, den Fluchtweg zu überwachen und die Bewohner zu alarmieren, wenn hier Rauch festgestellt wird.
Es gibt aber auch Argumente, die gegen den Einbau von Rauchwarnmeldern in öffentlichen Bereichen sprechen:
Wenn ein Rauchwarnmelder im Treppenhaus einen Brand meldet, ist das Treppenhaus bereits als Fluchtweg nicht mehr zu benutzen. Die Bewohner sollten die Feuerwehr rufen und am Fenster der Wohnung auf deren Eintreffen warten.
Ein Rauchwarnmelder im Treppenhaus kann eventuell von den (schlafenden) Bewohnern nicht wahrgenommen werden.
Marktübliche Rauchwarnmelder sind für öffentliche Bereiche nur bedingt geeignet. Problematisch ist unter anderem die Testfunktion. Scherzbolde, die es überall gibt, können mit einem Schirm oder Besenstiel den Testalarm auslösen. Je öfter das vorkommt, umso weniger werden die Bewohner bei einem echten Alarm reagieren. Unnötige Feuerwehreinsätze durch solche Scherze muss ggf. der Hausbesitzer zahlen.
Gegen mögliche Zerstörung oder Diebstahl der Rauchwarnmelder selbst müsste ein Schutzgitter oder ähnliches angebracht werden.
Die Hauptfunktion eines Rauchwarnmelders ist, die (schlafenden) Bewohner vor einem Brand im Zimmer bzw. in der Wohnung zu warnen, um ihnen die Zeit zur Flucht aus der Wohnung zu verschaffen. Es geht hier vor allem um die tödlichen Brandgase, die bei einem Zimmerbrand entstehen. Bei einem Brand im Treppenhaus oder Keller ist diese Flucht aus der Wohnung nicht angebracht. Falls ein Gebäude auf Grund seiner baulichenen Gegebenheiten als besonders brandgefährdet eingeschätzt wird, ordnet die Baubehörde ohnehin besondere Maßnahmen zum Brandschutz an (z.B. einen zweiter oder dritter Fluchtweg, eine Brandmeldeanlage usw.).
Antworten	Matthias sagt:	31. Januar 2013 um 12:15	Hmm, wenn bei Rauch vom Treppenhaus oder aus dem Keller erst der eigene Melder im Flur zum Schlafzimmer die Leute aufweckt, dann muß schon hinreichend Rauch in die Wohnung eingedrungen sein, im Schlimmsten Fall durch die in Kürze durchbrennende Wohnungstür. Wenn das Ding im Treppenhaus frpühzeitig schreit und noch nicht im eigenen Flur, hat man noch eine Vorwarndauer, und sollte als Einwohner trotzdem gewarnt sein und nicht einfach die Türe aufreißen. Wenn der erste Melder, der bei Rauch aus dem Treppenhaus oder dem Keller schreit, erst derjenige drinnen im eigenen Flur ist, bin ich u.U. schon 10 Minuten später (zu spät) dran, wenn durch eingedrungenen Rauch der eigene Flur (häufig der Weg zum Telefon!) bereits mehr oder weniger unbenutzbar ist.
Matthias sagt:	15. Januar 2013 um 14:41	Was wird denn passieren, wenn ein Mieter bereits jetzt auf eigene Kosten seine Wohnung fachgerecht und evtl. besser als minimal gefordert mit Rauchmeldern ausgestattet hat. Wird da der Vermieter irgendwann kommen und die eigenen dazuhängen wollen (Unfug) oder verlangen, daß der Mieter seine eigenen entfernt?
Individualvereinbarungen bei kleinen Vermietern sind das eine, der Dienstweg, un an festen Abläufen bei großen WOhnungsbaugesellschaften etc. vorbeizukommen ist das andere. Mir schwant da ein rechtes Tohuwabohu.
Noch eins: Durch die Nachrüstpflicht für den VERmieter (mit Zeeeeeit bis 2017) ist natürlich jede Motivation für einen Mieter, selbst jetzt noch nachzurüsten gegen null, und je nach Geschwindigkeit, mit der der Vermieter selbst tätig wird, reagiert, bleibt die Wohnung dann im Zweifel umso länger völlig ungeschützt.
Antworten	Lars sagt:	16. Januar 2013 um 08:16	Das stimmt, da gibt es noch Klärungsbedarf.
Auf der Seite Tipps für … ist das unter der Überschrift “Kann ich als Mieter den Einbau von Rauchwarnmeldern verlangen?” thematisiert.
Tatsächlich muss der Mieter nach einem Urteil des AG Hamburg-Blankenese vom 16.02.2011 (AZ: 531 C 341/10) akzeptieren, dass der Vermieter “eigene” Rauchwarnmelder installieren lässt, auch wenn der Mieter selbst schon welche montiert hat. Den Zeitpunkt dafür kann der Vermieter nach eigenem Ermessen festlegen, solange es vor dem Ende der Übergangsfrist ist.
Die langen Übergangsfristen von fünf Jahren sind ein Zugeständnis an die Wohnungswirtschaft. Zur Sicherheit der Mieter tragen sie nicht bei, denn nach unseren Erfahrungen werden Wohnungsbaugesellschaften frühestens 24 Monate vor dem Ende der Übergangsfrist aktiv (Ausnahmen bestätigen die Regel). In Österreich (Kärnten) wurde das pragmatischer geregelt. Da hat man im letzten Juli beschlossen, dass bis Ende Juni 2013 ausreichend Zeit ist, um Rauchwarnmelder in allen Wohnungen nachzurüsten.
Antworten	Regina sagt:	3. Januar 2013 um 21:34	Hallo
Ich möchte wissen in welchen Zimmern ich die Rauchmelder in der whg haben muß.Vielleicht kann mir da einer helfen.Der eine sagt in jedem zimmer der wohnung der andere sagt flur küche und wohnzimmer.
Antworten	Lars sagt:	3. Januar 2013 um 22:06	Details dazu finden Sie auf der Seite Montage und Wartung – Planung
Antworten	Eiko sagt:	27. März 2013 um 22:12	hallo, rauchmelder sind in schlafräumen und fluren vorgeschrieben. wenn du in der küche einen rauchmelder anbringst wird der mit sicherheit täuschungsalarme ( fehlalarme) ausführen. dort kann man nur einen thermomelder instalieren. und bitte kaufe dir keine billigen baumarkt melder. die funktionieren in 90% nicht richtig und lösen einfach so aus.
Antworten	Jochen Gerlach sagt:	5. Mai 2014 um 11:57	Hallo,
Nicht Schlafräume und Flur, sondern Schlafräume und die Fluchtwege daraus, d.h. richtig ist Schlafräume immer, Flure immer, aber öfters auch durchaus das Wohnzimmer, nämlich dann, wenn ich um ins Schlafzimmer zu gelangen durch das Wohnzimmer hindurch muss.
Michael G. sagt:	25. Dezember 2012 um 19:13	Ich nutze Rauchmelder bereits seit Jahren in meiner 2-Zi.-Wohnung. Bereits 2x sprangen sie mit ohrenbetäubenden Gepiepse an, weil ich es mit Räucherkerzen zur Weihnachtszeit wohl zu gut gemeint hatte und erst vorgestern beim Anbraten des Weihnachtschamauses. Also, sind die Dinger wirklich sinnvoll, denn sie lösen aus. Ich benötige keine staatliche Vorschrift dafür, wenn es mir um meine eigene Sicherheit geht.
Antworten	Max Schmeling sagt:	24. Dezember 2012 um 12:56	RM – Anlagen sind ausschließlich durch qualifiziertes Personal – Elektromeister bzw. dessen Beauftragten zu installieren und auch zu warten. Elektrotechnische Abnahme nach DIN VDE 0100 – 600 VDE 0702 – sowie den Bestimmungen nach den örtlichen TAB 2000 / 2007 der ansässigen VNB. Wie oben erwähnt sind diese Bestimmungen in den entsprechen Landesbauordnungen vorgegeben.Ergänzende Vorschrift nach § 5 Absatz 4 der UVV(BGAV A2-3)„ Elektrische Anlagen und Betriebsmittel “. Es ist zwingend notwendig eine jährliche Sicht / Prüffunktion durchzuführen.
Antworten	Lars sagt:	24. Dezember 2012 um 13:18	Das ist für BMA (Brandmelde-Anlagen) weitgehend richtig. Für die Planung, Montage, Instandhaltung usw. von Brandmeldeanlagen genügt allerdings die Ausbildung zum Elektromeister nicht. Der Errichter muss nach DIN 14675 zertifiziert sein.
Hier geht es allerdings um Rauchwarnmelder für Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung. Rauchwarnmelder kann und darf jeder Eigentümer oder Bewohner, der in der Lage ist die Betriebsanleitung zu lesen, selbst montieren, betreiben und warten.
Für Dienstleister gilt (in Deutschland) die DIN 14676. Hier wird empfohlen, mit der Montage und Wartung nur Unternehmen zu beauftragen, die über eine “Fachkraft für Rauchwarnmelder” verfügen. Die Ausbildung zur Fachkraft ist ein halbtäger Kurs und eine anschließende Prüfung. Zugangsvoraussetzung ist lediglich ein “technisches Grundverständnis”.
Antworten	Dagmar M. sagt:	18. November 2012 um 10:25	Vor ca. 20 Jahren habe ich Freunden mit drei kleinen Kindern beim Einzug ins eigene Haus einen batteriebetriebenen Rauchmelder geschenkt. Er kam nie zum Einsatz: amerikanischer Dreck. Ich wohne seit mehr als dreissig Jahren mit Rauchmeldern. Auch ohne mehrstuendige Ausbildung! weiss ich, dass man die Funktionsfaehigkeit monatlich durch Druecken des Knopfes kontrollieren soll. Und wenn es anfaengt ganz leise zu Piepsen wechselt man eben ganz schnell die Batterie. Ganz ohne detaillierte gesetzliche Vorschriften und ohne “fachliche” Kontrolle und richterlichen Zuspruch.
Antworten	Lars Inderthal sagt:	18. November 2012 um 11:31	Ja, das stimmt. Manches ist für viele selbstverständlich – leider nicht für alle. Die Politiker sind sicher froh, hier mal was “Gutes” beschließen zu dürfen. Vor allen Dingen dann, wenn es den Steuerzahler nichts kostet. Sinnvoll ist eine gesetzliche Verpflichtung meiner Meinung nach dennoch. Vor allem Bewohner von Mietwohnungen (und das sind rund die Hälfte aller Einwohner in Deutschland) bekommen diese zusätzliche Sicherheit “per Gesetz”. Wer die Verantwortung füs sich selbst übernimmt, braucht – da stimme ich Ihnen zu – weder Vorschriften noch Kontrollen. Ein Vermieter hingegen, der einen Dienstleister beauftragt, sollte schon sichergehen, dass dieser das kann und richtig macht. Dehalb hat man mit der DIN 14676 ein Regelwerk geschaffen, das die Erfahrungen aus vielen Jahren zusammenfasst. Neudeutsch heißt das “best practice”.
Antworten	Wilhelm sagt:	28. November 2014 um 21:52	“Vor allen Dingen dann, wenn es den Steuerzahler nichts kostet.”
Das stimmt, aber nur wenn der Kostenträger der Melder kein Steuerzahler ist, aber die meisten Menschen in Deutschland sind Steuerzahler.
Schorsch sagt:	19. Februar 2013 um 15:44	Gratulation für soviel Voraussicht.
Wieviel sieht man durch eine 30 Jahre alte, ungeputzte Brille?
Meine Brille muß ich mehrmals am Tag reinigen.
Der “Testknopf” signalisiert, wie hier richtig beschrieben, nur die Funtionstüchtigkeit der Batterie und des Piepsers.
Was nützt also ein regelmäßiger Tausch der Battrie bei einem “Sehbehinderten Rauchmelder”?? Eine Kontrolle der vollen Funktionstüchtigkeit ist für den Laien nicht zu bewerkstelligen. (Mit Haarspray- verkleben dadurch nicht die Haare?)
Je nach Montageort und Staubaufkommen ist in der Regel bei „preiswerten RM“ das “Augen-Licht” nach ca. 1 Jahr weg.
Hat jemand in diesem Forum eine Ahnung in welchen Intevallen seine Rauchmelder den Status der Raumluft messen, bei wieviel %Verschmutzungsgrad er anspricht, bzw. wieviel Zeit einem beim Alarm durch diesen bleibt, sich zu retten?
Eine mögliche Antwort könnte man auf: [Link entfernt]
erhalten. Kontakt aufnehmen und beraten lassen.
Antworten	Lars sagt:	19. Februar 2013 um 16:25	Das ist nicht nur teilweise richtig. Der Druck auf den Testknopf ist kein Kurzschluss des Alarmgebers, wie man aus Ihren Ausführen vermuten könnte.
Die DIN EN 14604, nach der alle in Europa vertriebenen Rauchwarnmelder zertifiziert sein müssen, sieht vor, dass bei der Prüfung über die Testeirichtung “Rauch in der Messkammer mechanisch oder elektrisch simuliert wird”.
Ein Rauchwarnmelder prüft also beim Druck auf den Testknopf nicht nur die Batterie und die Funktion des akustischen Alarmgebers. Vielmehr wird die Sensorik der Rauchkammer beim Test so verändert, dass der Staub in der normalen Raumluft ausreicht, um genügend Streulicht auf die Fotozelle zu lenken. Das alleine löst den Alarm über die nachgelagerten elektronischen Komponenten aus. Ist also zum Beispiel die Fotozelle verschmutzt, der Alarmgeber defekt oder sonst eine Komponente nicht betriebsbereit, wird der Test nicht positiv verlaufen. Im Umkehrschluss heißt das: Wenn beim Drücken auf den Testknopf der Alarm ausgelöst wird, ist die Betriebsbereitschaft gewährleistet.
Qualitäts-Rauchwarnmelder verfügen darüber hinaus über eine integrierte Verschmutzungserkennung und eine Störungsanzeige bei Erreichen der Vermutzungsschwelle. Bei regelmäßiger Wartung nach Betriebsanleitung kann ein Qualitäts-Rauchwarnmelder leicht 10 Jahre eingesetzt werden. Einige Hersteller garantieren das sogar.
Richtig und ganz wichtig ist, dass man weder Haarspray noch Rauch eines Räucherstäbchens (hab’ ich tatsächlich schon als Empfehlung gelesen) verwenden sollte. Das ist definitiv nicht notwendig und führt nur zur unnötigen Verschmutzung der Rauchkammer. Auch von der Verwendung eines speziellen zum Test von Rauchmeldern im gewerblichen Umfeld vorgesehenen Test-Aerosols raten die Hersteller von Rauchwarnmeldern ab.
Eiko sagt:	27. März 2013 um 22:16	Rauchmelder müssen nach 10 Jahren getauscht werden. Auf der Rückseite muss das Datum stehen wann er gewechselt werden soll.