Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=DAR%202006,%20383
Timestamp: 2019-06-16 13:53:36
Document Index: 126466484

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 840', '§ 17', '§ 840', '§ 254', '§ 17', 'BGH', '§ 254', '§ 17', 'BGH', '§ 426', '§ 254', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.12.2005 - VI ZR 68/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,508
BGH, 13.12.2005 - VI ZR 68/04 (https://dejure.org/2005,508)
BGH, Entscheidung vom 13.12.2005 - VI ZR 68/04 (https://dejure.org/2005,508)
BGH, Entscheidung vom 13. Dezember 2005 - VI ZR 68/04 (https://dejure.org/2005,508)
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BGB § 840 Abs. 1, 254; StVG § 17
Bestehen eines Gesamtschuldverhältnisses bei der Höhe nach unterschiedlichen Haftungsverpflichtungen; Aufteilung der Last eines Schadens im Innenverhältnis zwischen den Gesamtschuldnern; Berücksichtigung der Mithaftungsquote gegenüber dem Geschädigten; Anforderungen an den Idealfahrer; Anforderungen an eine erneute Tatsachenfeststellung in der Revision
BGB § 840 Abs. 1 § 254; StVG § 17
Zur Ermittlung der Schadensquote bei mehreren Schädigern
Gesamtschau - Unfallverursachung durch mehrere Unfallbeteiligte
Unfallschadensregulierung - Haftungsabwägung bei Schädigermehrheit und Mithaftung des Geschädigten
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 13.12.2005, Az.: VI ZR 68/04 (Einzelabwägung und Gesamtschau bei mehreren Schädigern)" von RA H. Lemcke, VorsRiOLG a. D., original erschienen in: r+s 2006, 172 - 173.
LG Oldenburg, 21.08.2003 - 1 O 2057/02
OLG Oldenburg, 10.02.2004 - 9 U 58/03
NJW 2006, 896
MDR 2006, 809
NZV 2006, 191
VersR 2006, 369
DAR 2006, 383
Die Entscheidung über eine Haftungsverteilung im Rahmen des § 254 BGB oder des § 17 StVG ist zwar grundsätzlich Sache des Tatrichters und im Revisionsverfahren nur darauf zu überprüfen, ob der Tatrichter alle in Betracht kommenden Umstände vollständig und richtig berücksichtigt und der Abwägung rechtlich zulässige Erwägungen zugrunde gelegt hat (vgl. Senatsurteile vom 13. Dezember 2005 - VI ZR 68/04, VersR 2006, 369 Rn. 16;… vom 16. Oktober 2007 - VI ZR 173/06, VersR 2008, 126 Rn. 16;… vom 17. November 2009 - VI ZR 58/08, VersR 2010, 270 Rn. 11 …und vom 1. Dezember 2009 - VI ZR 221/08, aaO Rn. 13, jeweils mwN; BGH, Urteile vom 20. Juli 1999 - X ZR 139/96, NJW 2000, 217, 219 und vom 14. September 1999 - X ZR 89/97, NJW 2000, 280, 281 f.).
Lediglich im Innenverhältnis ist zwischen den Gesamtschuldnern nach § 426 Abs. 1 BGB die Last des Schadens nach den Anteilen an dessen Herbeiführung aufzuteilen (vgl. Senatsurteil vom 13. Dezember 2005 - VI ZR 68/04, VersR 2006, 369, Rn. 12).
In einem solchen Fall ist das Prinzip der gesamtschuldnerischen Haftung mit dem Abwägungsprinzip des § 254 BGB bzw. des § 17 StVG in Einklang zu bringen, indem die Einzelabwägungen zwischen dem Geschädigten und den jeweiligen Schädigern mit einer aus der Gesamtschau gewonnenen Solidarabwägung im Sinne einer Gesamtabwägung verknüpft werden (vgl. Senatsurteile vom 16. Juni 1959 - VI ZR 95/58, BGHZ 30, 203, 211 f.; ebenso vom 8. November 1973 - VI ZR 129/71, BGHZ 61, 351, 354 und vom 13. Dezember 2005 - VI ZR 68/04, aaO).
Nach ständiger Rechtsprechung bilden Halter und Fahrer desselben schädigenden Fahrzeugs eine Haftungseinheit, die unterschiedliche Haftungsquoten zwischen beiden verbietet (BGH, Urteile vom 26. April 1966 - VI ZR 221/64, VersR 1966, 664 unter 1 b und c und vom 13. Dezember 2005 - VI ZR 68/04, VersR 2006, 369 Rn. 11).
Dabei ist auch nach diesen Vorschriften in erster Linie das Maß der Verursachung von Belang, in dem die Beteiligten zur Schadensentstehung beigetragen haben; das beiderseitige Verschulden ist nur ein Faktor der Abwägung (vgl. Senat, Urteile vom 25. März 2003 - VI ZR 161/02, VersR 2003, 783, 785 f.; vom 13. Dezember 2005 - VI ZR 68/04, VersR 2006, 369 Rn. 16;… vom 16. Oktober 2007 - VI ZR 173/06, VersR 2008, 126 Rn. 16).
Sie ist revisionsrechtlich nur daraufhin überprüfbar, ob der Tatrichter alle Umstände vollständig und richtig gewürdigt und der Abwägung rechtlich zulässige Erwägungen zugrunde gelegt hat (vgl. Senatsurteil vom 13. Dezember 2005 - VI ZR 68/04 - VersR 2006, 369, 371 m.w.N.).
In erster Linie ist hierbei nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung das Maß der Verursachung von Belang, in dem die Beteiligten zur Schadensentstehung beigetragen haben; das beiderseitige Verschulden ist nur ein Faktor der Abwägung (vgl. Senatsurteil vom 13. Dezember 2005 - VI ZR 68/04, VersR 2006, 369 Rn. 16 mwN).
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