Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%20134/12
Timestamp: 2019-05-22 05:54:31
Document Index: 245409927

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BGH, 07.03.2013 - VII ZR 134/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,4676
BGH, 07.03.2013 - VII ZR 134/12 (https://dejure.org/2013,4676)
BGH, Entscheidung vom 07.03.2013 - VII ZR 134/12 (https://dejure.org/2013,4676)
BGH, Entscheidung vom 07. März 2013 - VII ZR 134/12 (https://dejure.org/2013,4676)
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Werkmangel: Standsicherheitsnachweis für eine Treppe als geschuldete Beschaffenheit
Allgemein anerkannte Regeln der Technik für Handwerk; notwendige Wangenstärke bei Holztreppen; Sicherheitsnachweis im Einzelfall; Mindeststärke von Bauteilen; Standsicherheit
Anerkannte Regeln der Technik nicht eingehalten: Werkmangel!
Treppe so gebaut wie vereinbart - allein deshalb mangelhaft?
Handwerker muss Standsicherheitsnachweis bei Unterschreitung von technischen Vorgaben nachvollziehbar dokumentieren
Holztreppe gebaut wie vereinbart - Dennoch kann die Leistung des Handwerkers mangelhaft sein
Nichteinhaltung der anerkannten Regeln der Technik begründet stets einen Werkmangel
lutzabel.com (Rechtsprechungsübersicht)
Keine bauaufsichtliche Zulassung - WDVS mangelhaft!
Nichteinhaltung der nach dem Stand der Technik erforderlichen Wangenstärke einer Treppe macht Standsicherheitsnachweis erforderlich
Holztreppe mit nur 40 mm Wangenstärke ist mangelhaft! (IBR 2013, 269)
AG Hildburghausen, 21.12.2010 - 21 C 322/09
LG Meiningen, 26.04.2012 - 4 S 15/11
NJW 2013, 1226
MDR 2013, 514
NZBau 2013, 295
NZM 2013, 321
BauR 2013, 952
ZfBR 2013, 355
Ohne eine entsprechende Kenntnis kommt eine rechtsgeschäftliche Zustimmung des Auftraggebers zu einer hinter den allgemein anerkannten Regeln der Technik zurückbleibenden Ausführung regelmäßig nicht in Betracht (vgl. BGH, Urteil vom 7. März 2013 - VII ZR 134/12, BauR 2013, 952 Rn. 15 = NZBau 2013, 295;… Urteil vom 4. Juni 2009 - VII ZR 54/07, BGHZ 181, 225 Rn. 14; jeweils m.w.N.;… vgl. auch Kniffka in Kniffka/Koeble, Kompendium des Baurechts, 4. Aufl., 6. Teil Rn. 37).
Dabei ist die Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik, sofern nicht ein anderer Standard vereinbart worden ist, als Mindeststandard geschuldet (Bestätigung von BGH, Urteil vom 7. März 2013, VII ZR 134/12, BauR 2013, 952).
Entspricht die Werkleistung dem nicht, liegt ein Werkmangel vor (vgl. BGH, Urteil vom 7. März 2013 - VII ZR 134/12, BauR 2013, 952 Rn. 9 = NZBau 2013, 295;… Urteil vom 21. April 2011 - VII ZR 130/10, NZBau 2011, 415 Rn. 11; Urteil vom 14. Mai 1998 - VII ZR 184/97, BGHZ 139, 16, 19 m.w.N.).
Entspricht die Werkleistung diesen nicht, liegt regelmäßig ein Werkmangel vor (BGH, Urteil vom 7. März 2013 - VII ZR 134/12, NJW 2013, 1226, juris Rn. 9).Ein Werk ist bereits dann mangelhaft, wenn die Werkstoffe nicht einen nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik notwendigen Gebrauchstauglichkeitsnachweis haben (BGH, Urteil vom 7. März 2013 - VII ZR 134/12, NJW 2013, 1226, juris Rn. 12).
Das ändert nichts daran, dass die stillschweigend vereinbarte Beschaffenheit der Einhaltung der gesetzlichen Regeln und der allgemein anerkannten Regeln nicht erfüllt ist (vgl. BGH, Urteil vom 7. März 2013 - VII ZR 134/12, NJW 2013, 1226, juris Rn. 12).
Durch ein Abweichen von den anerkannten Regeln der Technik wird aber ein Mangel der Leistung unabhängig davon begründet, ob er sich bereits nachteilig auswirkt (BGH NJW 2013, 1226).
Ohne eine entsprechende Aufklärung kommt indes die Annahme einer rechtsgeschäftlichen Zustimmung, dass der Auftragnehmer seine Werkleistung abweichend von den allgemein anerkannten Regeln der Technik erbringt, in aller Regel nicht in Betracht (vgl. BGH, Urteil vom 07.03.2013, VII ZR 134/12, BauR 2013, 952; BGH, Urteil vom 04.06.2009, VII ZR 54/07, BGHZ 181, 225;… Kniffka/Koeble, a.a.O., 6. Teil, Rn 37 mwN).
Außerdem ist danach davon auszugehen, dass diese Feuchtigkeit durch die (von der Beklagten) "sanierte Wand" in den Keller eindringt, weil die Sanierungsarbeiten der Beklagten - jedenfalls nach den konkreten Umständen des Einzelfalles - nicht den allgemein anerkannten Regeln der Technik (insbesondere mangels danach unbedingt notwendiger Voruntersuchung aller bauseitigen Faktoren) entsprechen (vgl. BGH, Urteil vom 07.03.2013, VII ZR 134/12, www.juris.de).
OLG Karlsruhe, 15.01.2016 - 19 U 133/14
Haftung des Bauträgers wegen Mängeln der vom Käufer unmittelbar an einen …
In Ermangelung anderweitiger Anhaltspunkte durfte die Klägerin - den diesbezüglichen Sachvortrag der Beklagten als richtig unterstellt - gleichwohl davon ausgehen, dass die Verwendung von Dichtungsschlämme jedenfalls eine den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechende (vgl. BGH NJW 2013, 1226 ) Abdichtungsmaßnahme gegen Oberflächenwasser verkörpert.
Gemäß Urteil des BGH vom 7.3.2013 (- Holztreppe - VII ZR 134/12, BauR 2013, 952) ist die Werkleistung bereits dann mangelhaft, wenn sie gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik verstößt, selbst wenn der Verstoß im Einzelfall keine negativen Folgen hat.
Dieses kann lediglich nachprüfen, ob sich der Tatrichter entsprechend dem Gebot des § 286 ZPO mit dem Prozessstoff und den Beweisergebnissen umfassend und widerspruchsfrei auseinandergesetzt hat, die Beweiswürdigung also vollständig und rechtlich möglich ist und nicht gegen Denk- oder Erfahrungssätze verstößt (BGH, Urteil vom 7. März 2013 - VII ZR 134/12, NJW 2013, 1226, 1227 m.w.N.).
a) Die Nachprüfung der Beweiswürdigung in der Revisionsinstanz beschränkt sich darauf, ob der Tatrichter in verfahrensrechtlich nicht zu beanstandender Weise den Streitstoff umfassend, rechtlich möglich, widerspruchsfrei und ohne Verstoß gegen Denk- oder Erfahrungssätze gewürdigt hat (BGH, Urteil vom 7. März 2013 - VII ZR 134/12, BauR 2013, 952 Rn. 14 = NZBau 2013, 295 Rn. 14 = ZfBR 2013, 355).
LG Trier, 20.05.2016 - 1 S 205/14
Holztreppe ist ein Bauwerk: Mängelansprüche verjähren in fünf Jahren!
LG Krefeld, 19.06.2013 - 2 O 106/11
Putz fällt von der Decke: Anscheinsbeweis, dass nicht nach technischen Regeln …
Schadenersatzanspruchsbegehren im Zusammenhang mit der Errichtung eines …