Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20141,%2040
Timestamp: 2020-02-20 19:10:09
Document Index: 309677658

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 652', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.02.1999 - III ZR 191/98 - dejure.org
https://dejure.org/1999,231
BGH, 25.02.1999 - III ZR 191/98 (https://dejure.org/1999,231)
BGH, Entscheidung vom 25.02.1999 - III ZR 191/98 (https://dejure.org/1999,231)
BGH, Entscheidung vom 25. Februar 1999 - III ZR 191/98 (https://dejure.org/1999,231)
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§ 652 BGB, Mitursächlichkeit, Identität, Verpflichtung zur Zahlung des Maklerlohns auch dann, wenn die Verhandlungen über die nachgewiesene Wohnung zunächst scheitern und nach eigenem Inserat des Verkäufers zum Abschluß kommen
Nachweismakler - Provisionspflicht - Wesentliche Maklerleistung
Maklerprovisionsanspruch auch bei zunächst gescheitertem, später aber auf Grund einer Verkäuferanzeige doch zustande gekommenem Wohnungskauf
Mitursächlichkeit, Nachweismakler
Maklerrecht; wesentliche Maklerleistung eines Nachweismaklers
Maklerprovisionsanspruch auch bei zunächst gescheitertem, später aber auf Grund einer Verkäuferanzeige doch zustande gekommenen Wohnungskauf
Zur Kausalität der Nachweistätigkeit des Maklers
Maklerprovision bei Wohnungskauf? (IBR 1999, 286)
BGHZ 141, 40
NJW 1999, 1255
NJW-RR 1999, 846 (Ls.)
ZIP 1999, 619
MDR 1999, 606
ZMR 1999, 413
VersR 1999, 714
WM 1999, 290
WM 1999, 421
BB 1999, 815
Beim Immobilienkauf erfordert dieser Nachweis in der Regel neben der eindeutigen Bezeichnung des Objekts konkrete Angaben zu der Person, die zu substantiellen Verhandlungen über den Vertragsschluss berechtigt ist (vgl. nur Senat, Urteile vom 25. Februar 1999 - III ZR 191/98, BGHZ 141, 40, 46; vom 16. Dezember 2004 - III ZR 119/04, BGHZ 161, 349, 355 …und vom 6. Juli 2006 - III ZR 379/04, NJW 2006, 3062 Rn. 13).
Der Schluss auf den notwendigen Ursachenzusammenhang ergibt sich dabei von selbst, wenn der Nachweistätigkeit der Vertragsschluss in angemessenem Zeitabstand folgt (vgl. nur Senat, Urteile vom 25. Februar 1999 aaO S. 44;… vom 6. Juli 2006 - III ZR 379/04, NJW 2006, 3062 Rn. 18 …und vom 13. Dezember 2007 aaO Rn. 10, jeweils mwN).
Wenn der Makler die Gelegenheit zum Vertragsschluss nachgewiesen hat und seiner Tätigkeit der Abschluss des Hauptvertrags in angemessenem Zeitabstand folgt, ergibt sich daraus der Schluss auf den Ursachenzusammenhang zwischen beiden von selbst (z.B. Senatsurteile BGHZ 141, 40, 44 …und vom 6. Juli 2006 - III ZR 379/04 - NJW 2006, 3062, 3063 Rn. 18).
a) Wenn der Makler die Gelegenheit zum Vertragsabschluss nachgewiesen hat und seiner Nachweistätigkeit der Vertragsschluss in angemessenem Zeitabstand nachfolgt, ergibt sich daraus der Schluss auf den Ursachenzusammenhang zwischen beiden von selbst (vgl. Senat, BGHZ 141, 40, 44; BGH, Urteil vom 26. September 1979 - IV ZR 92/78 - NJW 1980, 123; so schon RGZ 148, 354, 357).
Es wäre jedoch - insoweit hat die Revision Recht - zunächst zu fragen gewesen, ob überhaupt ein den Kausalitätsschluss (vgl. Senat, BGHZ 141, 40, 44) rechtfertigender angemessener zeitlicher Zusammenhang zwischen Nachweis und Vertragsschluss bestand.
Vorsorglich weist der Senat darauf hin, dass gegen die auf der Senatsrechtsprechung (BGHZ 141, 40, 44 ff.) beruhende tatrichterliche Wertung, die Maklerdienstleistungen der Klägerin seien für den späteren Verkauf des Grundstücks zumindest mitursächlich geworden, keine durchgreifenden Bedenken bestehen.
Der Nachweis einer Gelegenheit erfordert zudem, daß der nachgewiesene Abschlußberechtigte im Nachweiszeitpunkt vertragsbereit ist (Senat BGHZ 141, 40, 46; BGH, Urteil vom 4. März 1992 - IV ZR 267/90 - NJW-RR 1992, 687).
Für das Entstehen des Provisionsanspruchs genügt, daß die Beklagte den Hauptvertrag abgeschlossen hat, nachdem sie durch den Nachweis des Klägers Kenntnis von der Vertragsgelegenheit erhalten hatte (vgl. Senatsurteil vom 25. Februar 1999 - III ZR 191/98 - NJW 1999, 1255, 1257).
Genügend ist in der Regel, dass der Makler durch seine Leistung dem Auftraggeber den Anstoß gegeben hat, sich konkret um den Vertragsabschluss über das in Rede stehende Geschäft zu bemühen (BGH, Urteil vom 25.02.1999 - III ZR 191/98, zitiert nach juris).
Zudem ist es erforderlich, dass der vom Nachweismakler benannte Vertrags- bzw. Ansprechpartner auch tatsächlich bereit ist, über das Objekt den in Rede stehenden Vertrag zu schließen (nochmals dazu BGH, Urteil vom 25.02.1999 - III ZR 191/98, zitiert nach juris).
Der Interessent muss zudem zum Zeitpunkt des Nachweises auch bereit sein, den in Rede stehenden Vertrag zu schließen (BGH, Urt. v. 25.02.1999 - III ZR 191/98, BGHZ 141, 40;… Urt. v. 04.03.1992 - IV ZR 267/90, NJW-RR 1992, 687).
In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist anerkannt, dass, wenn der Makler die Gelegenheit zum Vertragsabschluss nachgewiesen hat und seiner Nachweistätigkeit der Vertragsschluss in angemessenem Zeitabstand nachfolgt, sich daraus der Schluss auf den Ursachenzusammenhang zwischen beiden von selbst ergibt (BGH, Urteil vom 25. Februar 1999 - III ZR 191/98, BGHZ 141, 40, 44 [juris Rn. 13]).
Der Umstand, dass die Verkäuferseite gegenüber ihrer ursprünglichen Preisvorstellung nachgegeben hat, vermag die Bedeutung des den gesamten Vorgang auslösenden Nachweises der Klägerin nicht zu beeinträchtigen (vgl. BGHZ 141, 40, 47 [juris Rn. 13]).
BGH, 15.05.2008 - III ZR 256/07
Kausalität der Maklerleistung für den Abschluss des Hauptvertrages
OLG Hamburg, 17.11.2009 - 13 U 140/09
Keine Maklerprovision bei Aufgabe der Verkaufsabsicht
OLG München, 17.04.2013 - 3 U 5060/12
OLG München, 19.11.1999 - 23 U 3480/99
Immobilienmakler; Vermittlungsdienst eines Kreditinstitutes; Doppelmakler; …
OLG Hamburg, 22.09.2009 - 13 U 140/09
LSG Sachsen, 02.12.2004 - L 3 AL 319/03
Anspruch auf Zahlung einer Vergütung auf Grund eines Vermittlungsgutscheines; …
OLG Köln, 09.11.2007 - 24 U 74/07
LG Hamburg, 17.03.2005 - 323 O 353/04