Source: http://www.vgwoerrstadt.de/index.phtml?ModID=7&FID=428.1211.1&object=tx%7C428.1211.1
Timestamp: 2018-03-22 02:09:12
Document Index: 345196578

Matched Legal Cases: ['§ 46', '§ 46', '§ 44', '§ 44', '§ 44', '§ 51', '§ 44']

Bei Gartenneugestaltungen stellt sich vielen Gartenbesitzern die Frage, welche Abstände die verschiedenen Baum- und Straucharten zum Nachbargrundstück einhalten müssen.
Diese privatrechtlichen Beziehungen von Grundstücksnachbarn regelt das Nachbarrechtsgesetz Rheinland-Pfalz. Einen gekürzten Auszug daraus haben wir nachfolgend für Sie zusammengestellt.
Eigentümer und Nutzungsberechtigte eines Grundstücks haben mit Bäumen, Sträuchern und einzelnen Rebstöcken von den Nachbargrundstücken  vorbehaltlich des § 46  folgende Abstände einzuhalten:
a) sehr stark wachsenden Bäumen mit artgemäß ähnlicher Ausdehnung wie Bergahorn, Sommerlinde, Pappeln, Platanen, Roßkastanie, Stieleiche, Fichte, Atlaszeder 4 m
b) stark wachsenden Bäumen mit artgemäß ähnlicher Ausdehnung wie Hainbuche, Vogelbeere, Weißbirke, Zierkirsche, Kiefer, Lebensbaum 2 m
b) Kernobstbäumen auf stark wachsenden Unterlagen veredelt, sowie Süßkirschbäume und veredelten Walnußbäumen. 2 m
c) Kernobstbäumen mit schwach wachsenden Unterlagen veredelt, sowie Steinobstbäumen, ausgenommen Süßkirschen 1,5 m
a) stark wachsenen Sträuchern mit artgemäß ähnlicher Ausdehnung wie Alpenrose (Rhododendron-Hybriden), Hasel-
nuß, Felsenmispel, Flieder, Goldglöckchen, Wacholder 1 m
(1) Der Eigentümer und der Nutzungsberechtigte eines Grundstücks haben mit Hecken gegenüber den Nachbargrundstücken  vorbehaltlich des § 46  folgende Abstände einzuhalten:
3. mit Hecken bis zu 1,0 m Höhe 0,25 m
(2) Hecken im Sinne des Abs. 1 sind Schnitt- und Formhecken, und zwar auch dann, wenn sie im Einzelfall nicht geschnitten werden.
(1) Die doppelten Abständen nach den §§ 44 und 45, in den Fällen des § 44 Nr. 1a und Nr. 2a jedoch die 1,5-fachen Abstände mit Ausnahme der Abstände für Pappeln, sind einzuhalten gegenüber Grundstücken, die
(2) Die §§ 44 und 45 gelten nicht für:
3. Anpflanzungen zum Schutze von erosions- oder rutschgefährdeten Böschungen oder steilen Hängen,
4. Anpflanzungen gegenüber Grundstücken außerhalb des geschlossenen Baugebietes, die Weideland sind oder nicht landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden, nicht bebaut sind und auch nicht als Hofraum dienen.
§ 51 Ausschluss des Beseitigungsanspruchs
(1) Der Anspruch auf Beseitigung von Anpflanzungen, die geringere als die in den §§ 44 bis 50 vorgeschriebenen Abstände einhalten, ist ausgeschlossen, wenn der Nachbar nicht innerhalb von fünf Jahren nach dem Anpflanzen Klage auf Beseitigung erhoben hat. Dies gilt nicht für Anpflanzungen an der Grenze eines Wirtschaftsweges.