Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IX%20ZR%20226/03
Timestamp: 2019-09-16 03:19:47
Document Index: 293675908

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 134', '§ 117', '§ 16', '§ 16', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.07.2006 - IX ZR 226/03 - dejure.org
https://dejure.org/2006,421
BGH, 20.07.2006 - IX ZR 226/03 (https://dejure.org/2006,421)
BGH, Entscheidung vom 20.07.2006 - IX ZR 226/03 (https://dejure.org/2006,421)
BGH, Entscheidung vom 20. Juli 2006 - IX ZR 226/03 (https://dejure.org/2006,421)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2006,421) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
InsO § 134; BGB § 117; ErbStG § 16
Anfechtbarkeit von steuerlich motivierten Zahlungen als unentgeltliche Zuwendung
Insolvenzanfechtung eines unentgeltlichen, zur Steuerersparnis abgeschlossenen Rechtsgeschäftes
Fortsetzung der Tätigkeit als Vorstand einer AG bis zum Verkauf der Anteilsmehrheit; Unentgeltlichkeit einer Zuwendung; Einschaltung einer dritten Person in den Zuwendungsvorgang bzw. den Gegenleistungsvorgang; Begriff des Scheingeschäftes; Verminderung von ...
Zur Schenkungsanfechtung bei Zahlung des Schuldners an den Ehegatten seines Vertragspartners zur Ausnutzung des Schenkungsteuerfreibetrags
Schenkungsanfechtung auch von Zahlungen des Schuldners an den Ehegatten seines Vertragspartners zur (erfolglosen) Ausnutzung des Schenkungsteuerfreibetrags
Schenkungsanfechtung einer Leistung, wenn die mit der Zuwendung erstrebte Anerkennung als steuerlicher Freibetrag ( 16 ErbStG) aus Rechtsgründen nicht eintritt
Anfechtung unentgeltlicher Zuwendungen an den Ehegatten
Schenkungsanfechtung einer Leistung, wenn die mit der Zuwendung erstrebte Anerkennung als steuerlicher Freibetrag (§ 16 ErbStG) aus Rechtsgründen nicht eintritt
LG Heidelberg, 12.11.2002 - 4 O 48/02
OLG Karlsruhe, 17.09.2003 - 1 U 166/02
NJW-RR 2006, 1555
ZIP 2006, 1639
MDR 2007, 240
NZI 2006, 583
FamRZ 2006, 1441 (Ls.)
WM 2006, 1731
Dabei sind lediglich solche Folgen zu berücksichtigen, die an die angefochtene Rechtshandlung selbst anknüpfen; eine Vorteilsausgleichung findet grundsätzlich nicht statt (…BGH, Urt. v. 2. Juni 2005 - IX ZR 263/03, ZIP 2005, 1521, 1523; v. 20. Juli 2006 aaO).
Sie übersieht, dass nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung eine bestimmte vertragliche Regelung nicht gleichzeitig steuerrechtlich gewollt, zivilrechtlich aber nicht gewollt sein kann (BGHZ 67, 334, 337 ;… Sen. Urt. v. 5. Juli 1993 - II ZR 114/92, ZIP 1993, 1158, 1159; BGH, Urt. v. 20. Juli 2006 - IX ZR 226/03, ZIP 2006, 1639, 1640 m.w.Nachw.).
Erweist sich die gewählte Vertragsgestaltung nachträglich als zivilrechtlich nachteilig, begründet das nicht den Einwand des Scheingeschäfts ( BGH, Urt. v. 20. Juli 2006 - IX ZR 226/03, aaO).
Ist dagegen eine zivilrechtliche Regelung von den Parteien nicht ernstlich gewollt, werden aber gegenüber den Finanzbehörden dennoch entsprechende Angaben gemacht, liegt ein Scheingeschäft mit dem Ziel der Steuerhinterziehung vor (…Senatsbeschlüsse vom 8. März 2006 - IV ZR 151/05, juris Rn. 5;… vom 2. November 2005 - IV ZR 57/05, NJW-RR 2006, 283 Rn. 2; BGH, Urteil vom 20. Juli 2006 - IX ZR 226/03, WM 2006, 1731 Rn. 11).
Denn dazu reichte der äußere Anschein der Vereinbarung eines qualifizierten Nachrangs aus (vgl. BGH, Urteil vom 18. November 1976 - VII ZR 150/75, BGHZ 67, 334, 337 f.; Urteil vom 20. Juli 2006 - IX ZR 226/03, NJW-RR 2006, 1555, 1556 mwN (zur Täuschung der Finanzbehörden)).
Dabei wird er zu bedenken haben, dass eine vertragliche Regelung nicht gleichzeitig bankenaufsichtsrechtlich gewollt, zivilrechtlich aber nicht gewollt sein kann (vgl. BGH, Urteil vom 20. Juli 2006 - IX ZR 226/03, NJW-RR 2006, 1555, 1556 mwN).
Deshalb sind nur solche Folgen als Vorteil der Masse zu berücksichtigen, die ihrerseits an die konkret angefochtene Rechtshandlung anknüpfen (BGH…, Urteil vom 16. November 2007 - IX ZR 194/04, BGHZ 174, 228 Rn. 18; vom 2. Juni 2005 - IX ZR 263/03, WM 2005, 1712, 1713; vom 20. Juli 2006 - IX ZR 226/03, WM 2006, 1731 Rn. 14;… vom 12. Juli 2007 - IX ZR 235/03, WM 2007, 2071 Rn. 11;… vom 9. Juli 2009 - IX ZR 86/08, WM 2009, 1750 Rn. 36 f;… vom 8. Oktober 2009 - IX ZR 173/07, WM 2009, 2229 Rn. 17;… vom 11. März 2010 - IX ZR 104/09, WM 2010, 772 Rn. 10;… vom 26. April 2012 - IX ZR 146/11, WM 2012, 1131 Rn. 31;… vom 22. Oktober 2015 - IX ZR 248/14, WM 2015, 2251 Rn. 18).
Als Vorteil der Masse sind nur solche Folgen zu berücksichtigen, die an die angefochtene Rechtshandlung selbst anknüpfen (BGH, Urteil vom 2. Juni 2005 - IX ZR 263/03, WM 2005, 1712, 1713; vom 20. Juli 2006 - IX ZR 226/03, WM 2006, 1731 Rn. 14;… vom 12. Juli 2007 - IX ZR 235/03, WM 2007, 2071 Rn. 11;… vom 16. November 2007 - IX ZR 194/04, BGHZ 174, 228 Rn. 18;… vom 9. Juli 2009 - IX ZR 86/08, WM 2009, 1750 Rn. 36 f;… vom 8. Oktober 2009 - IX ZR 173/07, WM 2009, 2229 Rn. 17;… vom 11. März 2010 - IX ZR 104/09, WM 2010, 772 Rn. 10;… vom 26. April 2012 - IX ZR 146/11, WM 2012, 1131 Rn. 30 f;… vom 22. Oktober 2015 - IX ZR 248/14, WM 2015, 2251 Rn. 18;… vom 28. Januar 2016 - IX ZR 185/13, WM 2016, 427 Rn. 17).
Der Empfänger einer unentgeltlichen Leistung hat diese nur zurückzugewähren, soweit er durch sie bereichert ist (BGH, Urt. v. 20. Juli 2006 - IX ZR 226/03, ZIP 2006, 1639, 1641 Rn. 15).
Dabei sind lediglich solche Folgen zu berücksichtigen, die an die angefochtene Rechtshandlung selbst anknüpfen (…BGHZ 174, 228, 233 f Rn. 18;… BGH, Urt. v. 2. Juni 2005 - IX ZR 263/03, ZIP 2005, 1521, 1523; v. 20. Juli 2006 - IX ZR 226/03, ZIP 2006, 1639, 1640 f Rn. 14).