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Timestamp: 2016-10-28 02:41:34
Document Index: 229773865

Matched Legal Cases: ['Art. 292', 'Art. 308', 'Art. 75', 'Art. 172', 'Art. 72', 'Art. 98', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 53', 'BGE', 'Art. 236', 'Art. 343', 'Art. 75', 'BGE', 'Art. 296', 'Art. 229', 'Art. 296', 'Art. 219', 'BGE', 'Art. 156', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 64']

5A_382/2013 (12.09.2013)
5A_382/2013 � � Urteil vom 12. September 2013
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht, 5. Kammer, vom 9. April 2013.
X.________ (Ehefrau) und Z.________ (Ehemann) (geb. 1982 und 1983) haben am xxxx 2003 in A.________ (jetzt Republik Kosovo) geheiratet. Sie sind die Eltern der Kinder S.________ (geb. 2009) und T.________ (geb. 2010). Am 18. Oktober 2012 ersuchte X.________ das Gerichtspr�sidium Zofingen um Regelung des Getrenntlebens. Dieses entschied am 20. Dezember 2012. Es wies die eheliche Wohnung dem Ehemann zu, stellte die Kinder unter die Obhut der Mutter und regelte das Besuchsrecht des Vaters. Die Mutter wurde ausdr�cklich verpflichtet, das Kontaktrecht ab sofort zu gew�hren, und es wurde ihr f�r den Fall der Widerhandlung gegen diese Anordnung gem�ss Art. 292 StGB eine Busse bis zu Fr. 10'000.-- angedroht. Weiter verurteilte das Gerichtspr�sidium Z.________, an den Unterhalt seiner Kinder von September bis Dezember 2012 monatlich je Fr. 275.-- und ab Januar 2013 je Fr. 585.-- zu bezahlen, jeweils zuz�glich Kinderzulage. Schliesslich stellte das Gerichtspr�sidium fest, dass Z.________ nicht in der Lage sei, pers�nliche Unterhaltsbeitr�ge an seine Ehefrau zu entrichten.
Gegen diesen Entscheid legte X.________ Berufung ein. Vor dem Obergericht des Kantons Aargau beantragte sie, von der strafbewehrten Anordnung abzusehen und eine Besuchsrechtsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB zu errichten. Die Kinderalimente seien ab September 2012 auf je Fr. 706.-- zuz�glich Kinderzulagen zu bestimmen, und an ihren pers�nlichen Unterhalt habe Z.________ von September 2012 bis Dezember 2012 Fr. 530.-- und ab Januar 2013 Fr. 718.-- zu bezahlen; bereits geleistete Zahlungen seien zu verrechnen. In teilweiser Gutheissung der Berufung bestimmte das Obergericht die Kinderunterhaltsbeitr�ge von September bis Dezember 2012 neu auf je Fr. 425.-- zuz�glich Kinderzulagen. Im �brigen wies es die Berufung ab (Entscheid vom 9. April 2013).
Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 21. Mai 2013 wendet sich X.________ (Beschwerdef�hrerin) ans Bundesgericht. Sie stellt das Begehren, den vorinstanzlichen Entscheid aufzuheben. Was die Regelung des pers�nlichen Verkehrs und die Kinderalimente angeht, h�lt sie an den vor Obergericht gestellten Antr�gen fest (s. Sachverhalt Bst. B). F�r sich selbst verlangt sie von Z.________ (Beschwerdegegner) Unterhaltsbeitr�ge von Fr. 438.-- (September bis Dezember 2012) bzw. Fr. 718.-- (ab Januar 2013). Eventualiter beantragt die Beschwerdef�hrerin, die Sache zur Neubeurteilung an das Obergericht zur�ckzuweisen. In prozessualer Hinsicht verlangt sie vom Beschwerdegegner eine angemessene Parteientsch�digung; eventualiter sei ihr f�r das bundesgerichtliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gew�hren. Das Bundesgericht hat die vorinstanzlichen Akten, aber keine Vernehmlassungen eingeholt.
Die Beschwerdef�hrerin wehrt sich binnen Frist gegen den Endentscheid einer letzten kantonalen Instanz (Art. 75, 90 und 100 BGG) �ber die Anordnung von Eheschutzmassnahmen (Art. 172 ff. ZGB). Wie vor der letzten kantonalen Instanz betrifft diese zivilrechtliche Streitigkeit (Art. 72 Abs. 1 BGG) auch vor Bundesgericht zum einen die Regelung des pers�nlichen Verkehrs zwischen dem Vater und den Kindern und zum andern den Frauen- und Kindesunterhalt. Stehen sowohl verm�gensrechtliche als auch nicht verm�gensrechtliche Fragen im Streit, ist die Beschwerde ohne Streitwerterfordernis zul�ssig (Urteil 5A_667/2011 vom 23. Januar 2012 E. 1.1 mit Hinweis). Auf das Rechtsmittel ist einzutreten.
Eheschutzentscheide unterstehen Art. 98 BGG (BGE 133 III 393 E. 5.1 und 5.2 S. 396 f.). Daher kann nur die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (s. dazu BGE 133 III 585 E. 4.1 S. 588). Es gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen pr�ft. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 396 E. 3.1 S. 399 f.). Wird die Verletzung des Willk�rverbots ger�gt, reicht es daher nicht aus, wenn der Beschwerdef�hrer die Sach- oder Rechtslage aus seiner Sicht darlegt und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willk�rlich bezeichnet. Vielmehr muss er im Einzelnen darlegen, inwiefern das kantonale Gericht willk�rlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246). Auch eine Berichtigung oder Erg�nzung der Sachverhaltsfeststellungen kommt nur in Frage, wenn die kantonale Instanz verfassungsm�ssige Rechte verletzt hat (BGE 133 III 585 E. 4.1 S. 588), was die rechtsuchende Partei wiederum pr�zise geltend zu machen hat.
In formeller Hinsicht st�sst sich die Beschwerdef�hrerin daran, dass das Obergericht eine Verletzung der verfassungsm�ssigen Begr�ndungspflicht durch das Gerichtspr�sidium verneint. Damit habe das Obergericht selbst Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 53 Abs. 1 ZPO verletzt. Die R�ge geht fehl.
3.1.�So bezeichnet es die Beschwerdef�hrerin als "aktenwidrig", wenn das Obergericht zum Schluss komme, das erstinstanzliche Urteil sei "sehr knapp gefasst". Ausschlaggebend ist jedoch nicht dieser Kommentar des Obergerichts, sondern seine Erkenntnis, dass die Beschwerdef�hrerin in der Lage gewesen sei, das Urteil des Gerichtspr�sidiums in ihrer 15-seitigen Berufung sachgerecht anzufechten, weshalb der erstinstanzliche Entscheid den verfassungsrechtlichen Begr�ndungsanforderungen zu gen�gen verm�ge. Um diese Beurteilung als verfassungswidrig auszuweisen, gen�gt es nicht, den Finger auf einzelne, beispielhaft erw�hnte Punkte aus dem erstinstanzlichen Entscheid zu legen, die "mit keinem Wort begr�ndet" worden seien, und dann zu behaupten, der erstinstanzliche Entscheid erlaube den Parteien nicht, sich mit den Beweggr�nden des Gerichtspr�sidiums f�r die getroffenen Regelungen auseinanderzusetzen. Ebenso wenig l�sst sich aus dem vorinstanzlichen Hinweis auf den seitenm�ssigen Umfang der Berufungsschrift zwingend folgern, dass das Obergericht die Verfassungsm�ssigkeit der erstinstanzlichen Entscheidbegr�ndung anhand dieser Seitenzahl beurteilt h�tte.
Wie das Obergericht richtig ausf�hrt, folgt aus dem Geh�rsanspruch nicht, dass sich die Beh�rde zu allen Punkten einl�sslich �ussern und jedes einzelne Vorbringen widerlegen muss (vgl. zum Ganzen BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88; 133 III 439 E. 3.3 S. 445). Zu begr�nden ist das Ergebnis des Entscheides, das im Urteilsdispositiv zum Ausdruck kommt und das allein die Rechtsstellung der betroffenen Person ber�hrt. Die Begr�ndung ist also nicht an sich selbst, sondern am Rechtsspruch zu messen. �ber�
dessen�Tragweite - und nicht �ber ihm zugrunde liegende Erw�gungen - soll sich die betroffene Person anhand der Begr�ndung Rechenschaft geben k�nnen. Eingedenk dessen ist dem Obergericht keine Verfassungswidrigkeit vorzuwerfen, wenn es den erstinstanzlichen Entscheid unter diesem Gesichtspunkt sch�tzt. Das gilt insbesondere f�r den Urteilsspruch �ber die Unterhaltsbeitr�ge. Diesem legte das Gerichtspr�sidium unter anderem Erl�uterungen �ber die angewendete Berechnungsmethode, eine detaillierte Aufstellung �ber die finanziellen Verh�ltnisse der Parteien sowie den Hinweis zugrunde, die Existenzminima seien jeweils aufgrund der eingereichten Unterlagen nach den einschl�gigen Richtlinien des Obergerichts berechnet worden. Inwiefern die Beschwerdef�hrerin anhand dessen nicht h�tte nachvollziehen k�nnen, wie die Kinderalimente von Fr. 275.-- bzw. Fr. 585.-- (s. Sachverhalt Bst. A) zustande kamen, zeigt sie in keiner Weise auf und ist auch nicht ersichtlich.
3.2.�Nach dem Gesagten vermag die Beschwerdef�hrerin nicht darzutun, dass das Obergericht eine Geh�rsverletzung zu Unrecht verneint hat. Ist aber das rechtliche Geh�r gar nicht verletzt worden, braucht sich das Bundesgericht nicht zur vorinstanzlichen Eventualbegr�ndung zu �ussern, wonach "eine allf�llige Geh�rsverletzung ohnehin als geheilt gelten" k�nnte. Soweit die Beschwerdef�hrerin in diesem Zusammenhang argumentiert, mit der "propagierten Heilung" gehe ihr eine kantonale Rechtsmittelinstanz verloren, ist ihr immerhin entgegenzuhalten, dass sie vor Bundesgericht keine R�ckweisung an die erste Instanz beantragt, sondern in ihrem Hauptbegehren die Ab�nderung des angefochtenen Entscheids verlangt (s. Sachverhalt Bst. C) und sich insofern in einen Widerspruch verstrickt.
In der Sache kreidet die Beschwerdef�hrerin dem Obergericht zun�chst an, es sch�tze die angedrohte Ungehorsamsstrafe (s. Sachverhalt Bst. A), obwohl der Beschwerdegegner diese Vollstreckungsmassnahme gar nicht beantragt habe. Dadurch verfalle das Obergericht in Willk�r, denn gem�ss Art. 236 Abs. 3 ZPO k�nne das Gericht nur auf Antrag der obsiegenden Partei Vollstreckungsmassnahmen nach Art. 343 ZPO anordnen. Damit ist die Beschwerdef�hrerin vor Bundesgericht mangels materieller Ersch�pfung des Instanzenzuges nicht zu h�ren, denn vor dem Obergericht hat sie den Vorwurf des fehlenden Antrags nicht erhoben, sondern diesbez�glich nur beanstandet, der erstinstanzliche Entscheid sei nicht hinreichend begr�ndet. Untersteht ein Vorbringen im Verfahren der Beschwerde in Zivilsachen - wie der Vorwurf der Willk�r - dem R�geprinzip (E. 2), so ergibt sich aus dem Erfordernis der Letztinstanzlichkeit des angefochtenen Entscheids (Art. 75 Abs. 1 BGG), dass die Beschwerdef�hrerin die ihr bekannten rechtserheblichen Einw�nde der Vorinstanz nicht vorenthalten darf, um sie erst nach dem Ergehen eines ung�nstigen Entscheides im anschliessenden Rechtsmittelverfahren zu erheben (BGE 133 III 638 E. 2 S. 640). Vielmehr muss sie sich in der Beschwerde an das Bundesgericht mit den Erw�gungen der letzten kantonalen Instanz zu einer R�ge auseinandersetzen, die sie bereits vor dieser letzten kantonalen Instanz erhoben hat.
Weiter dreht sich der Streit um die Anordnung einer Besuchsrechtsbeistandschaft. Die Beschwerdef�hrerin wirft dem Obergericht in verschiedener Hinsicht Willk�r vor. Auch damit dringt sie nicht durch.
5.1.�So beanstandet die Beschwerdef�hrerin die vorinstanzliche Feststellung, wonach sie das Kindesschutzverfahren bei der Gemeinde B.________ erstmals in ihrer Berufung erw�hnt habe. Schon anl�sslich der m�ndlichen Verhandlung vor erster Instanz habe sie "deutlich" auf dieses Verfahren hingewiesen; die Erw�gungen des Obergerichts best�nden "weitestgehend aus Behauptungen, die nicht zutreffen". Inwiefern sich die behauptete Aktenwidrigkeit aber auf das Ergebnis des angefochtenen Entscheids h�tte auswirken m�ssen, zeigt die Beschwerdef�hrerin nicht auf; darauf ist nicht einzutreten (s. E. 2).
5.2.�Das Gesagte gilt sinngem�ss f�r den Vorwurf, das Obergericht habe Art. 296 und 317 ZPO willk�rlich angewendet, indem es das Schreiben der Vormundschaftsbeh�rde B.________ vom 7. November 2012 als unechtes Novum angesehen und deshalb nicht ber�cksichtigt habe. Die Beschwerdef�hrerin stellt sich auf den Standpunkt, im Anwendungsbereich des Untersuchungsgrundsatzes gem�ss Art. 229 Abs. 3 ZPO, insbesondere aber gest�tzt auf Art. 296 Abs. 1 i.V.m. Art. 219 ZPO k�nnten Angriffs- und Verteidigungsmittel bis zur Urteilsberatung uneingeschr�nkt vorgebracht werden. Wie es sich damit im konkreten Fall verh�lt, braucht nicht er�rtert zu werden. Die Beschwerdef�hrerin zeigt n�mlich nicht auf, inwiefern es mit der Verfassung unvereinbar w�re, trotz des besagten Schreibens auf die Anordnung einer Besuchsrechtsbeistandschaft zu verzichten, inwiefern sich der behauptete Fehler mit anderen Worten in entscheidender Weise auf das Ergebnis des obergerichtlichen Entscheids ausgewirkt h�tte. Nur unter dieser Voraussetzung k�nnte das Bundesgericht den angefochtenen Entscheid in diesem Punkt als verfassungswidrig aufheben (BGE 134 II 124 E. 4.1 S. 133 mit Hinweisen). Bloss zu behaupten, es sei fahrl�ssig, die Meinung der Vormundschaftsbeh�rde zu �bergehen, gen�gt nicht.
5.3.�Soweit die Beschwerdef�hrerin den Verzicht auf eine Besuchsrechtsbeistandschaft auch �ber diese prozeduralen R�gen hinaus f�r willk�rlich h�lt, ersch�pfen sich ihre Vorbringen in appellatorischer Kritik. Die vorinstanzliche Erkenntnis, dass keine konkrete Kindeswohlgef�hrdung von bestimmter Erheblichkeit ersichtlich sei, vermag sie nicht zu ersch�ttern. Insbesondere l�sst sich eine solche Gef�hrdung nicht damit begr�nden, dass es nicht Sache der Anw�lte sei, sich vor jedem Besuchsrechtswochenende mit der Gegenpartei abzusprechen. Die Einsch�tzung des Beschwerdegegners, dass sich die Parteien in Zukunft zumindest �ber den pers�nlichen Verkehr mit den Kindern w�rden verst�ndigen k�nnen, erscheint dem Obergericht berechtigt, zumal sich die Beschwerdef�hrerin in ihrer E-Mail vom 5. Februar 2013 dahin gehend ge�ussert habe, dass sie die Aussprache mit dem Beschwerdegegner suche und es vor den Kindern keinen Streit geben solle. Dem h�lt die Beschwerdef�hrerin lediglich entgegen, bei der besagten E-Mail handle es sich um einen "verzweifelten Hilferuf"; Gespr�chsbereitschaft sehe "anders" aus. Allein damit ist keine Willk�r darzutun.
Anlass zur Beschwerde geben schliesslich die Unterhaltsbeitr�ge. Die Beschwerdef�hrerin meint, die Berechnung der Existenzminima sei willk�rlich. Wie die folgenden Erw�gungen zeigen, ist ihre Bef�rchtung unbegr�ndet.
6.1.�Ein erster Streitpunkt betrifft die Wohnkosten der Beschwerdef�hrerin. Das Obergericht h�lt fest, die Beschwerdef�hrerin, die ihre aktuelle Wohnsituation nach wie vor geheim halte, habe "weder behauptet geschweige denn belegt", dass ihr effektiv h�here Kosten als die vom Gerichtspr�sidium angenommenen Fr. 1'000.-- anfielen. Dieser Erkenntnis begegnet die Beschwerdef�hrerin mit dem Einwand, es d�rfte "klar" sein, dass sie keinen Mietvertrag ins Recht lege, wenn sie nach wie vor nicht bereit sei, dem Beschwerdegegner ihren Aufenthaltsort bekannt zu geben. Dass die kantonalen Gerichte sich in unhaltbarer Weise geweigert h�tten, eine anonymisierte Fassung ihres Mietvertrages entgegenzunehmen oder ihre schutzw�rdigen Interessen bei der Beweisabnahme auf andere Weise zu wahren (Art. 156 ZPO), macht die Beschwerdef�hrerin jedoch nicht geltend. Im �brigen gen�gt es nicht zu behaupten, dass eine Mietwohnung f�r drei Personen "typischerweise" mehr als Fr. 1'000.-- pro Monat koste und ihr mindestens gleich viel wie dem Beschwerdegegner zust�nde, Wohnungskosten von Fr. 1'290.-- also "durchaus angemessen" seien.
6.2.�Die Beschwerdef�hrerin besteht darauf, dass in ihrem Notbedarf unter dem Titel "Schuldentilgung" ein Betrag von Fr. 300.-- einzusetzen sei. Das Obergericht h�lt ihre Behauptung, dass sie "gemeinsame Schulden f�r Kompetenzst�cke" tilge, indessen f�r unglaubw�rdig. Die Beschwerdef�hrerin argumentiert, das Gerichtspr�sidium habe sich zu diesem Punkt nicht ge�ussert, weshalb das Obergericht ohne Willk�r gar nicht habe beurteilen k�nnen, was vor erster Instanz vorgebracht worden sei und was nicht. Dieser Einwand betrifft nicht die Beweisw�rdigung, sondern die - bereits bejahte (E. 3) - Frage, ob das Obergericht eine Verletzung der Begr�ndungspflicht zu Recht verneinte. Weiter beruft sich die Beschwerdef�hrerin darauf, dass der Beschwerdegegner ihre Arbeitslosengelder w�hrend l�ngerer Zeit auf sein eigenes Konto habe �berweisen lassen. Allein aus diesem Umstand folgt indessen nicht, dass es sich bei den behaupteten Verbindlichkeiten um "gemeinsame famili�re" Schulden handelt. Dass dies trotzdem "grossmehrheitlich" der Fall sei, will die Beschwerdef�hrerin schliesslich anhand einer Reihe von Zahlungsbelegen dartun, auf die sie in ihrem Schriftsatz an das Bundesgericht verweist. Diesem Unterfangen steht jedoch die vorinstanzliche Feststellung entgegen, wonach sich die Beschwerdef�hrerin am 4. Februar 2011 per E-Mail an die Caritas Aargau gewendet und dem Hilfswerk mitgeteilt habe, dass sie sich "total verschuldet" habe und jetzt, damit sie die Schulden loswerde, dringend ca. Fr. 150'000.-- brauche. Das Obergericht h�lt zudem fest, die Beschwerdef�hrerin habe die Authentizit�t dieser Nachricht nicht in Frage gestellt. All das zieht die Beschwerdef�hrerin auch vor Bundesgericht nicht in Zweifel. Um die vorinstanzliche Beweisw�rdigung als willk�rlich auszuweisen, gen�gt es jedoch nicht, einzelne Punkte zu beanstanden und andere Sachverhaltselemente unangefochten stehen zu lassen.
6.3.�Weiter beansprucht die Beschwerdef�hrerin f�r " weitere Auslagen f�r Kinder" einen Notbedarfszuschlag von Fr. 100.--. Das Obergericht kommt zum Schluss, die behaupteten Kosten f�r die Aus�bung des Besuchsrechts und die Auslagen f�r die medizinische Betreuung seien weder n�her substanziiert noch belegt. Mit der blossen Gegenbehauptung, die medizinischen Kosten seien belegt, vermag die Beschwerdef�hrerin dagegen ebenso wenig etwas auszurichten wie mit den Schilderungen der Leiden ihrer Kinder. Was es mit den Kosten f�r die Aus�bung des Besuchsrechts auf sich haben soll, bleibt dabei v�llig im Dunkeln. Soweit sich die Beschwerdef�hrerin auf die Untersuchungsmaxime beruft, �bersieht sie, dass dieser Grundsatz die Parteien nicht davon entbindet, am Verfahren aktiv mitzuwirken; an ihnen ist es, den Richter �ber den Sachverhalt zu unterrichten und ihn auf die greifbaren Beweismittel hinzuweisen (BGE 128 III 411 E. 3.2.1 S. 413 f.; best�tigt in BGE 130 I 180 E. 3.2 S. 183 f.).
6.4.�Im Notbedarf des Beschwerdegegners will die Beschwerdef�hrerin die Kosten f�r den Arbeitsweg, die das Obergericht auf monatlich Fr. 830.-- bestimmt, nicht gelten lassen und ihrem Ehemann unter diesem Titel lediglich Fr. 385.-- zugestehen. Das Obergericht h�lt fest, die Beschwerdef�hrerin bestreite "im Grundsatz nicht", dass dem Fahrzeug des Beschwerdegegners Kompetenzcharakter zukomme. Dem entgegnet die Beschwerdef�hrerin, was die erste Instanz nicht geltend mache respektive begr�nde, m�sse in der Berufung auch nicht widerlegt werden. Damit verkennt die Beschwerdef�hrerin die Natur des Zivilprozesses. Die erste Instanz f�hrt unter dem Titel "Berufsauslagen" die Positionen "Fahrtweg CHF 760.--" und "Parkplatz CHF 20.--" auf. Aufgrund dieser Angaben musste die Beschwerdef�hrerin erkennen, dass das Gerichtspr�sidium dem Beschwerdegegner zur Bew�ltigung seines Arbeitswegs ein Fahrzeug zugestand; sie hatte also allen Anlass, dies vor der Vorinstanz zu bestreiten.
Sodann weist das Obergericht darauf hin, auch bei finanziell knappen Verh�ltnissen ermittle es die Fahrzeugkosten mit der Kilometerkostenberechnung des TCS. Hinsichtlich der gefahrenen Kilometer st�tzt es sich auf die Angaben der Beschwerdef�hrerin und h�lt fest, diese habe auch die Treibstoffkosten pro 100 Kilometer anerkannt. Die Beschwerdef�hrerin begn�gt sich im Wesentlichen damit, dem angefochtenen Entscheid eigene Berechnungen gegen�berzustellen, und gibt sich mit der Behauptung zufrieden, das Obergericht sei "weit davon entfernt", �ber die Angaben zu verf�gen, um die Berechnung gem�ss TCS-Richtlinie zu vollziehen. Allein damit ist keine Willk�r darzutun. Weiter r�gt die Beschwerdef�hrerin, das Obergericht setze "in willk�rlicher Manier einen beliebig wirkenden Fahrzeugwert von Fr. 25'000.-- ein"; in den Akten fehle es an jeglichen Angaben zum Fahrzeug des Beschwerdegegners, und in einem Mankofall d�rfe bezweifelt werden, dass ein solcher Wert verh�ltnism�ssig sei. Blosse Zweifel gen�gen indes nicht als Nachweis daf�r, dass das Obergericht bei der Festsetzung des Fahrzeugwerts sein Ermessen in stossender, qualifiziert falscher Weise ausge�bt hat. In welchem Ausmass sich die Differenz zwischen den angefochtenen und den zugestandenen Fahrzeugkosten von Fr. 445.-- (Fr. 830.-- ./. Fr. 385.--) auf die H�he der vorinstanzlich festgesetzten Alimente niederschl�gt und inwiefern dieser allf�llige Unterschied das Ergebnis des angefochtenen Entscheids als geradezu unhaltbar erscheinen l�sst, tut die Beschwerdef�hrerin nicht dar. Das Gleiche gilt sinngem�ss f�r die Parkplatzmiete von Fr. 20.--, die nach der Meinung der Beschwerdef�hrerin "in keiner Art und Weise belegt" sein soll, und f�r die Verpflegungskosten, welche die Beschwerdef�hrerin nur in der vom Beschwerdegegner beantragten H�he von Fr. 160.-- und nicht im vorinstanzlich festgesetzten Umfang von Fr. 190.-- gelten lassen will. Soweit die Beschwerdef�hrerin die "Tatsache" ins Spiel bringt, dass der Beschwerdegegner im Stande sei, seiner Familie im Kosovo jeden Monat Fr. 500.-- zu �berweisen, �bersieht sie, dass die kantonalen Instanzen diesen Betrag im Notbedarf des Beschwerdegegners nicht ber�cksichtigen.
Nach dem in Erw�gung 6 Gesagten h�lt die vorinstanzliche Ermittlung des jeweiligen Notbedarfs der Parteien vor der Verfassung stand. Es bleibt also bei den Betr�gen von Fr. 3'320.-- (Beschwerdef�hrerin) und Fr. 3'660.-- (Beschwerdegegner). An der Berechnung ihres Erwerbseinkommens (Fr. 2'710.50 von September bis Dezember 2012) und desjenigen des Beschwerdegegners (Fr. 5'230.--) hat die Beschwerdef�hrerin nichts auszusetzen. Anhand dieser Angaben errechnet das Obergericht die Alimente nach der Methode der Existenzminimumberechnung mit �berschussverteilung. Es kommt zum Schluss, f�r die Zeit ab Januar 2013 bleibe es beim erstinstanzlichen Entscheid. Von September bis Dezember 2012 resultiere ein �berschuss von Fr. 960.50, welcher der Beschwerdef�hrerin mit den beiden Kindern zu zwei Dritteln, das heisst mit Fr. 640.-- zuzuweisen sei. Daraus w�rden nach Abzug der Kinderzulagen von je Fr. 200.-- Kinderalimente von je Fr. 425.-- resultieren (Fr. 3'320.-- + Fr. 640.-- ./. Fr. 2'710.-- ./. Fr. 400.-- = Fr. 850.-- / 2). Soweit die Beschwerdef�hrerin stattdessen auch unter Zugrundelegung der vorstehenden Ausgangswerte eine andere Berechnungsmethode ("Prozentregel") anwenden will, tut sie nicht dar, inwiefern die Vorgehensweise des Obergerichts an einem Mangel krankt; darauf ist nicht einzutreten. Ebenso wenig ist schliesslich auf das Begehren einzutreten, "bereits geleistete Zahlungen seien zu verrechnen". Schon das Obergericht h�lt fest, dieses Begehren sei im Berufungsverfahren neu und daher unzul�ssig. Damit setzt sich die Beschwerdef�hrerin vor Bundesgericht nicht auseinander.
Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde als unbegr�ndet. Sie ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Als unterliegende Partei hat die Beschwerdef�hrerin f�r die Gerichtskosten aufzukommen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Dem Beschwerdegegner ist kein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden. Wie die vorstehenden Erw�gungen zeigen, m�ssen die vor Bundesgericht gestellten Rechtsbegehren der Beschwerdef�hrerin als von Anfang an aussichtslos bezeichnet werden. Damit fehlt es an einer materiellen Voraussetzung f�r die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 64 Abs. 1 BGG). Das entsprechende Gesuch ist abzuweisen.