Source: https://recht.sachsen.de/vorschrift/10944
Timestamp: 2018-12-10 07:42:39
Document Index: 97736804

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 28', '§ 28', '§ 9', '§ 10', '§ 28', '§ 25', '§ 25', '§ 29', '§ 35', '§ 23', '§ 26', '§ 23', '§ 2', '§ 18', '§ 34']

Ziel der Ausbildung ist es, die zugelassenen Bewerber so auszubilden, dass sie ihrer Laufbahn entsprechende Aufgaben des gehobenen Forstdienstes selbständig und eigenverantwortlich wahrnehmen können. Die Ausbildung soll ihnen eine vielseitige berufliche Verwendung ermöglichen.
ein Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde nach § 30 Abs. 5 des Gesetzes über das Zentralregister und das Erziehungsregister ( Bundeszentralregistergesetz – BZRG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. September 1984 (BGBl. I S. 1229, 1985 I S. 195), das zuletzt durch Artikel 34 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl. I S. 2586, 2702) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, das bei der Entscheidung über die Zulassung nicht älter als drei Monate sein soll. Das Führungszeugnis ist vom Bewerber bei der Meldebehörde zur Vorlage bei dem Staatsbetrieb Sachsenforst zu beantragen.
Die in Satz 1 Nr. 2, 4 und 5 genannten Unterlagen sind als amtlich beglaubigte Kopien oder Abschriften, die in Satz 1 Nr. 3, 6 und 7 genannten Unterlagen sind als Kopien beizufügen.
(5) Der Entscheidung über die Zulassung geht ein Auswahlverfahren voraus. Die Auswahl bestimmt die Zulassungsbehörde.
(1) Dienstvorgesetzter des Anwärters ist der Geschäftsführer des Staatsbetriebes Sachsenforst. Er ist für die Ausbildung nach den Bestimmungen dieser Verordnung verantwortlich.
(2) Ausbilder ist derjenige Bedienstete des gehobenen Forstdienstes, dem der Anwärter zugewiesen ist. Ihm obliegt als Fachvorgesetzter die Ausbildung des Anwärters im Einzelnen.
(2) Der Vorbereitungsdienst dauert ein Jahr. Er gliedert sich in die Ausbildungsabschnitte
Der Vorbereitungsdienst endet mit Abschluss der Laufbahnprüfung. Der Staatsbetrieb Sachsenforst kann die Reihenfolge und die Dauer der Ausbildungsabschnitte ändern.
(3) Der Anwärter hat fünf vom Ausbilder gestellte Aufgaben aus dem Tätigkeitsbereich des gehobenen Forstdienstes zu bearbeiten. Sie sind nach Maßgabe des § 28 zu bewerten.
(2) Der Anwärter hat eine vom Ausbilder gestellte Aufgabe aus dem Bereich der unteren Forstbehörde schriftlich zu bearbeiten. Sie ist nach Maßgabe des § 28 zu bewerten.
Dem Anwärter sind allgemeine Verwaltungs- und Rechtsgrundlagen zu vermitteln. Der Anwärter ist in die Aufgaben der Geschäftsleitung des Staatsbetriebes Sachsenforst als obere Forst- und Jagdbehörde, als Betrieb und als Dienstleister einzuführen.
Der Anwärter wird der Geschäftsleitung des Staatsbetriebes Sachsenforst zugewiesen. Er bereitet sich auf die Laufbahnprüfung vor und nimmt an ihr teil.
(1) Nach den Ausbildungsabschnitten I und II beurteilt der jeweilige Ausbilder schriftlich die Eignung, Befähigung und fachliche Leistung des Anwärters. In die Beurteilungen sind die Bewertungen der Aufgaben nach § 9 Abs. 3 und § 10 Abs. 2 einzubeziehen.
(2) Die Beurteilungen enthalten eine (Gesamt-)Note nach Maßgabe des § 28. Sie sind durch den jeweiligen Ausbilder dem Anwärter zu eröffnen und mit ihm zu besprechen. Die Eröffnung ist aktenkundig zu machen.
(1) Der Urlaubsantrag wird vom jeweiligen Ausbilder genehmigt. Urlaubsjahr ist das Ausbildungsjahr.
(2) Bei der Erteilung von Urlaub sind die Erfordernisse der Ausbildung zu berücksichtigen. Während der Dauer von Lehrgängen und Exkursionen kann in der Regel kein Erholungsurlaub gewährt werden.
Muss die Ausbildung wegen Krankheit oder aus anderen zwingenden Gründen einer Nichtbeschäftigung für mehr als einen Monat unterbrochen werden, entscheidet der Staatsbetrieb Sachsenforst über eine angemessene Änderung oder Verlängerung des Vorbereitungsdienstes. Eine Erkrankung im Sinne des Satzes 1 ist durch Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses nachzuweisen; ein privatärztliches Zeugnis kann anerkannt werden.
Zur Laufbahnprüfung wird zugelassen, wer die bis zum Beginn der Prüfung vorgeschriebene Ausbildung abgeleistet hat. Der Prüfling wird von der Prüfungsbehörde zur Prüfung geladen. Die Ladung ist dem Prüfling spätestens zwei Wochen vor Beginn der Prüfung zuzustellen.
(2) Die Laufbahnprüfung wird von einem Prüfungsausschuss abgenommen. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses werden von der Prüfungsbehörde berufen.
(3) Der Prüfungsausschuss besteht aus fünf Mitgliedern. Vier Mitglieder des Prüfungsausschusses müssen Bedienstete des höheren oder gehobenen Forstdienstes sein, ein Mitglied muss die Befähigung zum Richteramt besitzen. Sie sind bei ihrer Tätigkeit als Mitglieder des Prüfungsausschusses unabhängig und nicht an Weisungen gebunden.
(4) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses wird von der Prüfungsbehörde bestimmt. Er muss Bediensteter des höheren Forstdienstes sein.
(6) Die Prüfungsbehörde bestimmt für jedes Prüfungsgebiet und jede Prüfungsstation im Sinne des § 25 Abs. 2 mindestens einen Prüfer und einen Mitprüfer sowie für die Waldprüfung und für die mündliche Prüfung je einen Protokollanten. Die Prüfer, Mitprüfer und Protokollanten können für mehrere Prüfungsgebiete und Prüfungsstationen im Sinne des § 25 Abs. 2 bestellt werden.
(7) Die Prüfer, Mitprüfer und Protokollanten müssen Bedienstete des höheren oder gehobenen Dienstes sein. Absatz 3 Satz 2 gilt entsprechend.
(9) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses leitet die Prüfung. Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn mindestens drei der Mitglieder, darunter der Vorsitzende oder sein Stellvertreter, anwesend sind. Beschlüsse des Prüfungsausschusses werden mit Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden oder seines Stellvertreters. Stimmenthaltung gilt als Ablehnung.
Die Prüfungsbehörde bestellt einen Schriftführer. Dieser hat den Vorsitzenden bei der Vorbereitung und Durchführung der Laufbahnprüfung zu unterstützen und über den Verlauf der Prüfung sowie über die Beratungen und Beschlüsse des Prüfungsausschusses eine Niederschrift zu fertigen.
Die Laufbahnprüfung ist nicht öffentlich. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann weiteren Personen, bei denen ein dienstliches Interesse besteht, die Anwesenheit gestatten.
(1) Die schriftliche Prüfung umfasst fünf Prüfungsgebiete. Zu jedem Prüfungsgebiet ist eine Klausur zu schreiben. Die Bearbeitungszeit beträgt drei Stunden. Es darf täglich nur eine Klausur, einmal dürfen an einem Tag auch zwei Klausuren geschrieben werden.
(2) Die Aufgaben der Klausuren werden vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestimmt. Er legt fest, welche Hilfsmittel zugelassen sind.
(3) Die Aufsicht in der schriftlichen Prüfung führen von der Prüfungsbehörde bestimmte Bedienstete des höheren oder gehobenen Forstdienstes. Vor Beginn der schriftlichen Prüfung werden unter der Leitung des Aufsichtführenden die Plätze in den Prüfungsräumen durch Los ermittelt. Sodann belehrt der Aufsichtführende die Forstinspektoranwärter über die Vorschriften von § 29 Abs. 3, §§ 35 und 36 Abs. 1 und 3.
(4) Der Prüfling beschriftet seine Arbeiten anstelle seines Namens mit einer Kennziffer, die der Aufsichtsführende vergibt. Der Aufsichtführende vermerkt die Kennziffer auf einer Teilnehmerliste und leitet diese in einem versiegelten Umschlag dem Schriftführer zu. Die Zuordnung der Kennziffern darf erst nach der endgültigen Bewertung der schriftlichen Arbeiten bekannt gegeben werden.
(1) Die Waldprüfung wird als fachübergreifende Prüfung mit fachlichen Schwerpunkten durchgeführt. Sie umfasst die in § 23 Nr. 1 bis 6 aufgeführten Prüfungsgebiete.
(2) Die Waldprüfung ist eine mündliche Prüfung. § 26 Abs. 1 Satz 1 gilt entsprechend. Sie erfolgt an fünf Prüfungsstationen und soll je Prüfling und Prüfungsstation dreißig Minuten nicht überschreiten.
(1) Bei der mündlichen Prüfung werden alle Prüfungsgebiete von einem Prüfer und Mitprüfer gemeinsam geprüft. Mündlich geprüft werden die in § 23 Nr. 2 bis 7 aufgeführten Prüfungsgebiete.
(1) Bei der Durchführung der Prüfung sollen die besonderen Verhältnisse der schwerbehinderten und gleichgestellten behinderten Prüfungsteilnehmer im Sinne von § 2 Abs. 2 und 3 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch ( SGB IX) – Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen – (Artikel 1 des Gesetzes vom 19. Juni 2001, BGBl. I S. 1046, 1047), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 22. Dezember 2008 (BGBl. I S. 2959, 2960) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, auf schriftlichen Antrag berücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere für die Dauer der Prüfung, die Zulassung von Hilfsmitteln und die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen Dritter. Die fachlichen Anforderungen dürfen dadurch nicht herabgesetzt werden. Entsprechendes gilt für Prüflinge, die nicht behinderte Menschen sind, aber aufgrund einer aktuellen Beeinträchtigung ohne die in Satz 2 genannten Maßnahmen benachteiligt wären.
(1) Die Klausuren werden von den nach § 18 Abs. 6 bestimmten Prüfern und Mitprüfern unabhängig voneinander begutachtet und bewertet. Auf den Klausuren dürfen keine Vermerke oder Bewertungen angebracht werden.
(2) Weichen die Bewertungen des Prüfers und Mitprüfers einer Klausur um nicht mehr als eine Note voneinander ab, so gilt der Durchschnitt als Einzelnote. Bei größeren Abweichungen setzt ein durch den Vorsitzenden bestimmtes Mitglied des Prüfungsausschusses im Rahmen der Vorschläge der beiden Prüfer die Einzelnote fest. Die Einzelnote wird auf zwei Dezimalstellen berechnet.
(1) In der Waldprüfung werden die Leistungen der Prüflinge an den einzelnen Prüfungsstationen vom jeweiligen Prüfer und Mitprüfer bewertet. Diese setzen gemeinsam die jeweilige Einzelnote fest.
(1) In der mündlichen Prüfung werden die Leistungen der Prüflinge in den einzelnen Prüfungsgebieten vom jeweiligen Prüfer und Mitprüfer bewertet. Diese setzen gemeinsam die Einzelnote fest.
(3) Der Prüfungsausschuss stellt das Gesamtergebnis fest. Er kann hierzu Prüfer und Mitprüfer hinzuziehen.
(5) Für jeden Prüfling, der die Prüfung bestanden hat, wird durch den Prüfungsausschuss nach dem Gesamtergebnis die Platzziffer festgestellt. Prüflinge mit gleichem Gesamtergebnis erhalten die gleiche Platzziffer und werden alphabetisch aufgeführt.
(3) Das Gesamtergebnis der Laufbahnprüfung ist im Prüfungszeugnis in Ziffern und Wörtern anzugeben. Für die Bewertung in Wörtern gelten die Notendurchschnitte des Absatzes 2 entsprechend. Bei einem Durchschnitt von 3,50 bis 4,49 ist das Gesamtergebnis mit „bestanden“ anzugeben.
(2) Genehmigt die Prüfungsbehörde den Rücktritt oder den Abbruch der Prüfung, gilt die Prüfung als nicht unternommen. Die Genehmigung darf nur erteilt werden, wenn wichtige Gründe vorliegen, insbesondere, wenn der Prüfling durch Krankheit an der Ablegung der Prüfung verhindert ist. Eine Erkrankung ist unverzüglich durch Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses nachzuweisen; ein privatärztliches Zeugnis kann anerkannt werden. Er hat die Prüfung zum nächstmöglichen Termin abzulegen.
(1) Versucht ein Prüfling das Ergebnis einer Prüfung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, ist durch Beschluss des Prüfungsausschusses für die betreffende Prüfungsleistung die Note „ungenügend“ festzusetzen. Stört der Prüfling den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung erheblich, kann er für die betreffende Prüfung ausgeschlossen werden. In schweren Fällen ist der Prüfling von der weiteren Prüfung auszuschließen; die Laufbahnprüfung gilt dann als nicht bestanden.
(2) Wird ein Verstoß gegen die Prüfungsordnung nach Absatz 1 festgestellt, ist unverzüglich der Vorsitzende des Prüfungsausschusses zu unterrichten. Dieser beruft die Mitglieder des Prüfungsausschusses ein. Der Aufsichtsführende kann vorläufige Anordnungen treffen.
(3) Stellt sich nachträglich heraus, dass eine der Voraussetzungen des Absatzes 1 vorgelegen hat, kann der Prüfungsausschuss entweder für die entsprechende Prüfungsleistung die Note „ungenügend“ festsetzen oder die gesamte Prüfung als nicht bestanden erklären. Dies gilt nicht, wenn seit dem Tag der Ausstellung des Prüfungszeugnisses nach § 34 Abs. 4 mehr als zwei Jahre vergangen sind.
Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. August 2008 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft über die Ausbildung und Prüfung für den gehobenen Forstdienst ( Ausbildungs- und Prüfungsordnung für den gehobenen Forstdienst – APrOgFD) vom 8. Dezember 1997 (SächsGVBl. 1998 S. 22), zuletzt geändert durch Artikel 5 der Verordnung vom 15. August 2006 (SächsGVBl. S. 439, 441), außer Kraft.
Quelle: REVOSax http://recht.sachsen.de/vorschrift/10944 Stand vom 10.12.2018