Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/Paragraph_1_SchulG_Auftrag_der_Schule-d311934,2.html
Timestamp: 2016-10-28 05:15:03
Document Index: 146693578

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 110', '§ 1', '§ 2']

§ 1 SchulG, Auftrag der Schule Suche
Schulgesetz (SchulG) Landesrecht Rheinland-Pfalz…§ 1 SchulG, Auftrag der Schule§ 2 SchulG, Eltern und Schule§ 3 SchulG, Schülerinnen und Schüler§ 4 SchulG, Unterrichtung der Eltern volljähriger Schülerinnen und Schüler§ 5 SchulG, Gemeinsame Aufgabe§ 6 SchulG, Begriff der Schule§ 7 SchulG, Dauer des Schulbesuchs§ 8 SchulG, Schuljahr§ 9 SchulG, Schularten und Schulstufen§ 10 SchulG, Aufgaben und Zuordnung der Schularten§ 10a SchulG, Formen der Realschule plus§ 11 SchulG, Formen der berufsbildenden Schule§ 12 SchulG, Formen der Förderschule, Förder- und Beratungszentren§ 13 SchulG, Mindestgröße der Schulen§ 14 SchulG, Ganztagsschule§ 14a SchulG, Inklusiver Unterricht, Schwerpunktschulen§ 15 SchulG, Schulzentrum§ 16 SchulG, Kooperative Gesamtschule§ 17 SchulG, Organisatorisch verbundene Grund- und Realschulen plus§ 18 SchulG, Zusammenarbeit von Schulen§ 19 SchulG, Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen und Institutionen…§ 110 SchulG, In-Kraft-Treten
§ 1 SchulGSchulgesetz (SchulG)Landesrecht Rheinland-PfalzTeil 1 – Grundlagen → Abschnitt 1 – AllgemeinesTitel: Schulgesetz (SchulG)Normgeber: Rheinland-PfalzAmtliche Abkürzung: SchulGGliederungs-Nr.: 223-1Normtyp: Gesetz(1) Der Auftrag der Schule bestimmt sich aus dem Recht des jungen Menschen auf Förderung seiner Anlagen und Erweiterung seiner Fähigkeiten, unabhängig von seiner Religion, Weltanschauung, Rasse oder ethnischen Herkunft, einer Behinderung, seinem Geschlecht oder seiner sexuellen Identität sowie aus dem Anspruch von Staat und Gesellschaft an Bürgerinnen und Bürger zur Wahrnehmung von Rechten und Übernahme von Pflichten hinreichend vorbereitet zu sein.(2) In Erfüllung ihres Auftrags erzieht die Schule zur Selbstbestimmung in Verantwortung vor Gott und den Mitmenschen, zur Anerkennung ethischer Normen, zur Gleichberechtigung von Frau und Mann, zur Gleichstellung von behinderten und nicht behinderten Menschen, zur Achtung vor der Überzeugung anderer, zur Bereitschaft, Ehrenämter und die sozialen und politischen Aufgaben im freiheitlich-demokratischen und sozialen Rechtsstaat zu übernehmen, zum gewaltfreien Zusammenleben und zur verpflichtenden Idee der Völkergemeinschaft. Sie führt zu selbstständigem Urteil, zu eigenverantwortlichem Handeln und zur Leistungsbereitschaft; sie vermittelt Kenntnisse und Fertigkeiten mit dem Ziel, die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die Orientierung in der modernen Welt zu ermöglichen, Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt zu fördern sowie zur Erfüllung der Aufgaben in Staat, Gesellschaft und Beruf zu befähigen. Sie leistet einen Beitrag zur Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Im Bewusstsein der Belange der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte und Eltern mit Behinderungen wirken alle Schulen bei der Entwicklung eines inklusiven Schulsystems mit.(3) Zum Auftrag der Schule gehört auch die Sexualerziehung. Sie ist als Erziehung zu verantwortungsbewusstem geschlechtlichem Verhalten Teil der Gesamterziehung und wird fächerübergreifend durchgeführt. Sie soll die Schülerinnen und Schüler ihrem Alter und ihrem Reifegrad entsprechend in gebotener Zurückhaltung mit den Fragen der Sexualität vertraut machen sowie zu menschlicher, sozialer und gleichberechtigter Partnerschaft befähigen. Die Sexualerziehung hat die vom Grundgesetz und von der Verfassung für Rheinland-Pfalz vorgegebenen Wertentscheidungen für Ehe und Familie zu achten und dem Gebot der Toleranz Rechnung zu tragen. Über Ziele, Inhalt und Form der Sexualerziehung hat die Schule die Eltern rechtzeitig zu unterrichten.(4) Bei der Gestaltung des Schulwesens ist darauf zu achten, dass die Beteiligten die Gleichstellung von Frauen und Männern bei der Planung, der Durchführung und der Bewertung aller Maßnahmen von Anfang an in allen Bereichen und auf allen Ebenen einbeziehen (Gender Mainstreaming).(5) Das Schulverhältnis ist als besonderes Obhutsverhältnis zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern geprägt von gegenseitigem Vertrauen, Achtung, Respekt und verantwortungsvollem Umgang mit Nähe und Distanz.
Schulgesetz (SchulG) Landesrecht Rheinland-Pfalz§ 2 SchulG, Eltern und Schule