Source: https://www.logos-verlag.de/cgi-bin/engbuchmid?isbn=4770&lng=deudeu&id=
Timestamp: 2020-02-25 13:19:34
Document Index: 33933109

Matched Legal Cases: ['§ 183', '§ 184', '§ 183', '§ 184', '§ 183', '§ 183', '§ 184', '§ 183']

Buchbeschreibung: Sin-Min Lin : Sexuelle Belästigung im Strafrecht, Reihe: Das Strafrecht vor neuen Herausforderungen, Bd. 43
Sexuelle Belästigung im Strafrecht
Das Strafrecht vor neuen Herausforderungen , Bd. 43
ISBN 978-3-8325-4770-7
145 Seiten, Erscheinungsjahr: 2019
Die strafrechtliche Systematik der sexuellen Belästigung ist durch die Einführung der §§ 183, 183a StGB im Jahr 1973 und des § 184i StGB im Jahr 2016 neu ausgestaltet worden. Diese Strafnormen haben allerdings bislang mehr Kritik als Beifall auf sich gezogen. Die §§ 183, 183a StGB zählen zu den Sexualstraftatbeständen, deren Abschaffung am häufigsten gefordert wird. Der § 184i StGB ist bereits unmittelbar nach seinem Inkrafttreten wegen der Uferlosigkeit seines Tatbestandes kritisiert worden. Es ist deshalb notwendig, die Strafvorschriften der §§ 183, 183a und 184i StGB auf den Prüfstand zu stellen.
Das Problem der Tatbestände der §§ 183, 183a und 184i StGB liegt darin, dass sie so weit greifen, dass auch nicht strafwürdige Fälle mit einbezogen werden können. In der vorliegenden Arbeit wird auf das Rechtsgutsverständnis der Strafvorschriften der körperlichen sexuellen Belästigung (§ 184i StGB) und der optischen sexuellen Belästigung (§§ 183, 183a StGB) sowie auf die rechtsgutsorientierte Auslegung der einzelnen Tatbestandsmerkmale der in Frage stehenden Strafnormen eingegangen. Ziel der Arbeit ist es, die Frage zu beantworten, wie eine rationale strafrechtliche Pönalisierung der sexuellen Belästigung durch Interpretation, Änderung oder Streichung der oben genannten Straftatbestände zu ermöglichen ist.
Sin-Min Lin wurde im November 1977 in Taiwan geboren. Er schloss das juristische Bachelor- und Masterstudium an der Fu Jen Katholischen Universität und der Kaohsiung Universität in Taiwan ab. Nach dem Masterstudium war er als Doktorand und wissenschaftlicher Assistent an der Cheng Kung Universität in Taiwan beschäftigt. Nach seiner Ankunft in Deutschland begann er mit der Promotion an der Juristischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und arbeitete als wissenschaftliche Hilfskraft am dortigen Lehrstuhl von Herrn Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf. Seit Februar 2019 ist der Verfasser als Strafrechtslehrer an der Juristischen Fakultät der Südwestlichen Universität für Politikwissenschaft und Recht (auf Englisch: Southwest University of Political Sci-ence and Law) in China tätig.