Source: https://www.frag-einen-anwalt.de/Geschaeftsbeziehung-mit-Schweiz--f265161.html
Timestamp: 2019-12-13 00:04:42
Document Index: 248329905

Matched Legal Cases: ['Art. 10', 'Art. 23', '§ 1', 'Art. 10', 'Art. 23', 'Art. 10', 'Art 23']

Geschäftsbeziehung mit Schweiz - frag-einen-anwalt.de
www.frag-einen-anwalt.deSteuerrechtSteuerGeschäftsbeziehung mit Schweiz
| 20.08.2014 15:17 |
Zusammenfassung: Wer in Dtl. ekst-pflichtig ist, muss sein Welteinkommen auch dann wahrheitsgemäß angeben, wenn der betroffene Einkommensteil -(Dividenden aus CH-GmbH)-aufgrund eines DBA zum Teil in Dtl. und zum Teil in der Schweiz zu besteuern ist (Art. 10 und Art. 23 DBA Dtl-Schweiz) bzw. Anrechnung mögl. wäre.
Evtl. Ausschüttungen oder Dividenden können in der Schweiz besteuert werden - müssten doch aber auch in Deutschland mit erfasst werden?
Also müsste doch auch eine Meldung an die deutschen Behörden erfolgen und die Erklärung kann nicht ausgestellt werden ?
Steuer Steuer Deutschland Schweiz Doppelbesteuerung
gerne beantworte ich Ihre Frage auf der Basis des gebenenen Sachverhalts verbindlich wie folgt.
Da die Gesellschafter sämtlich ihren Wohnsitz in Deutschland haben, sind Sie in Deutschland unbeschränkt einkommenssteuerpflichtig (§ 1 EstG.). Da Deutschland dem Welteinkommensprinzip folgt, müssen die Gesellschafter auch die Dividendenzahlungen, Gewinnausschüttungen und das Halten der Beteiligungen an der Schweizer GmbH in ihren deutschen Einkommens-steuererklärungen angeben.
Das gilt ungeachtet des Ergebnisses bezüglich der Besteuerung dieser Dividenden gem. Art. 10 Abs.6 und Abs.1 Buchstabe c) und Art. 23 DBA Dtl-Schweiz. Danach könnte die Schweizer Steuer hier aber auf 15% beschränkt sein (Art. 10 DBA Dtl.- Schweiz Buchststabe), wofür allerdings auch die weiteren Voraussetzungen des Art 23 DBA-Dtl-Schweiz erfüllt sein müssten, weil die Personen mit Wohnsitz in Deutschland die zumindest überwiegenden Anteilseigner dieser GmbH sind.
Daraus folgt, dass diese Bescheinigung nicht ausgestellt werden kann, weil Sie sachlich falsch ist, und es würde mich auch höflich ausgedrückt „sehr wundern", wenn sich ein deutscher Steuerberater finden würde, der diese Bescheinigung so unterschreibt.
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Bewertung des Fragestellers 21.08.2014 | 07:19
"Endlich mal eine klare Aussage - vielen Dank dafür."