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Timestamp: 2019-10-23 18:14:34
Document Index: 187358524

Matched Legal Cases: ['§ 242', '§ 264', '§ 264', '§ 241', '§ 242', '§ 140', '§ 264', '§ 264']

Jahresabschluss | Finance Office Professional | Finance | Haufe
Der Jahresabschluss schließt die Buchführung des Geschäftsjahres ab. Er weist das Geschäftsergebnis aus und zeigt die Zusammensetzung des Betriebsvermögens. Ohne Jahresabschluss ist eine Rechnungslegung über die abgelaufene Periode nicht möglich. Fehlt er oder ist er mit erheblichen Mängeln behaftet, ist die Buchführung nicht ordnungsmäßig.
Die für alle Kaufleute handelsrechtlich für den Jahresabschluss geltenden Vorschriften enthalten die §§ 242 ff. HGB. Für Kapitalgesellschaften und ihnen nach § 264a HGB gleichgestellte Personenhandelsgesellschaften (sog. KapCo-Gesellschaften) enthalten die §§ 264 ff. HGB ergänzende Vorschriften. Einzelkaufleute brauchen unter bestimmten Voraussetzungen keinen Jahresabschluss aufzustellen (§ 241a HGB, § 242 Abs. 4 HGB). Die steuerrechtlichen Pflichten für die Aufstellung des Jahresabschlusses ergeben sich aus §§ 140, 141 AO.
1.1 Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Alle Kaufleute – Einzelunternehmen, Personengesellschaften, Kapitalgesellschaften und KapCo-Gesellschaften – haben
zu Beginn des Handelsgewerbes eine Eröffnungsbilanz und
für den Schluss eines Geschäftsjahres, das 12 Monate nicht überschreiten darf, eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellen.
Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung bilden den Jahresabschluss.
1.2 Befreiungsmöglichkeit der Einzelunternehmer
Einzelkaufleute, die an den Abschlussstichtagen von 2 aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren oder bei einer Neugründung am ersten Abschlussstichtag nach der Neugründung nicht mehr als jeweils 600.000 EUR Umsatzerlöse und jeweils 60.000 EUR Jahresüberschuss aufweisen, brauchen keinen Jahresabschluss aufzustellen. Zu beachten ist, dass die genannten Grenzen ab dem 1.1.2016 gelten. Zuvor lagen diese bei 500.000 EUR Umsatzerlösen und 50.000 EUR Jahresüberschuss. Sie können ihre Gewinne durch Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln, solange die genannten Schwellenwerte nicht überschritten werden.
Bei Neugründungen treten die Rechtsfolgen schon ein, wenn die genannten Grenzen am ersten Abschlussstichtag, der der Gründung folgt, nicht überschritten werden.
1.2.2 Steuerrecht
1.3 Besonderheiten für Kapitalgesellschaften und KapCo-Gesellschaften
1.3.1 Angaben zur Identifikation
Durch § 264 Abs. 1a HGB wird vorgeschrieben, dass im Jahresabschluss Angaben zu folgenden Merkmalen der Gesellschaft zu erfolgen haben:
Sitz (nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrags oder der Satzung),
Nummer, unter der die Gesellschaft in das Handelsregister eingetragen ist,
Die Angaben können in der Überschrift des Jahresabschlusses, auf einem besonderen Deckblatt oder an anderer herausgehobener Stelle erfolgen.
1.3.2 Tochterunternehmen
Tochterunternehmen intensiv integrierter Konzerne können von den Vorgaben der Rechnungslegung unter den Voraussetzungen ausgenommen werden, dass alle Gesellschafter des Tochterunternehmens zugestimmt haben und das Mutterunternehmen sich bereit erklärt hat, für die vom Tochterunternehmen eingegangenen Verpflichtungen einzustehen. Unter diesen Voraussetzungen ist es den Tochterunternehmen erlaubt, auf die Anwendung der Vorschriften zu verzichten über
die Aufstellung der Jahresabschlüsse nach §§ 264 ff. HGB,
die Abschlussprüfung und
Sie bleiben aber verpflichtet, einen Jahresabschluss nach den allgemeinen Vorschriften aufzustellen. Dies ist jedoch nur möglich, soweit die ...