Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4%20StR%20398/68
Timestamp: 2019-08-25 08:33:53
Document Index: 346472603

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', '§ 242', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'BGH']

BGH, 25.10.1968 - 4 StR 398/68 - dejure.org
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BGH, 25.10.1968 - 4 StR 398/68 (https://dejure.org/1968,3731)
BGH, Entscheidung vom 25.10.1968 - 4 StR 398/68 (https://dejure.org/1968,3731)
BGH, Entscheidung vom 25. Januar 1968 - 4 StR 398/68 (https://dejure.org/1968,3731)
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Voraussetzungen für eine Strafbarkeit wegen Diebstahls - Anforderungen an die gerichtliche Beweiswürdigung - Grundlagen der Darlegung von Verfahrensrügen im Strafprozess
Weder wollte er sich den Substanz- oder Sachwert des Geräts aneignen noch hat er dessen Wert durch den vorübergehenden Gebrauch gemindert (vgl. BGH, Urteil vom 25. Oktober 1968 - 4 StR 398/68, GA 1969, 306, 307 zur fehlenden Aneignungskomponente bei der Wegnahme zwecks Inhaftierung;… S/S-Eser/Bosch, StGB, 28. Aufl., § 242 Rn. 53, 55;… NK-StGB-Kindhäuser, 3. Aufl., § 242 Rn. 82;… LK/Vogel, StGB, 12. Aufl., § 242 Rn. 150).
Eine Zueignungsabsicht scheidet aber aus, wenn der Täter die fremde bewegliche Sache nur wegnimmt, um sodann gestellt zu werden und die Sache sogleich wieder an den Eigentümer zurückgelangen zu lassen (…vgl. BGH, Urteile vom 1. März 2012 - 3 StR 434/11 Rn. 13 und vom 25. Oktober 1968 - 4 StR 398/68, GA 1969, 306 f.).
Zwar kann die Zueignungsabsicht auch bei einer Wegnahme mit dem Willen vorhanden sein, die Sache zunächst zu behalten und sich erst später darüber schlüssig zu werden, wie über sie zu verfügen sei (BGH, Urteil vom 25. Oktober 1968 - 4 StR 398/68, GA 1969, 306, 307).
Die im Ausgangspunkt zutreffende Erwägung des Landgerichts, der Täter, der fremde bewegliche Sachen wegnehme, um sodann gestellt zu werden und sie sogleich wieder an den Eigentümer zurückgelangen zu lassen, handele ohne die für einen vollendeten oder versuchten Diebstahl erforderliche Zueignungsabsicht (vgl. BGH, Urteil vom 25. Oktober 1968 - 4 StR 398/68, GA 1969, 306, 307;… Fischer, StGB, 59. Aufl., § 242 Rn. 41 a.E.), greift daher zu kurz.
Zwar ist nicht entscheidend, daß der Täter den Wert seines Vermögens erhöht, sich bereichert; denn die Unterschlagung ist, anders als der Betrug, keine Bereicherungsstraftat (BGH, Urteil vom 25. Oktober 1968 - 4 StR 398/68).