Source: https://www.ag-strafrecht.de/fortbildung/termine/009-2020/
Timestamp: 2020-07-12 21:43:00
Document Index: 11226838

Matched Legal Cases: ['§ 73', '§ 111', '§ 73', '§ 73', '§ 73', '§ 76', '§ 73', '§ 73', '§ 73', '§ 76', '§ 111']

AG Strafrecht Fortbildung - Vermögensabschöpfung in Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren
Vermögensabschöpfung in Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren
Freitag, 21. Februar in Mannheim
Thorsten Elschenbroich, OStA
Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die materiell-rechtlichen (§§ 73 - 76b StGB) und strafprozessualen (§§ 111b - 111q StPO) Grundlagen der strafrechtlichen Einziehung. Es werden die Voraussetzungen für die Einziehung von Taterträgen (§ 73 StGB), die Einziehung des Wertes von Taterträgen (§ 73c StGB), die erweiterte Einziehung (§ 73a StGB) und die selbständige Einziehung (§ 76a StGB) behandelt. Neben den Neuregelungen zur Bestimmung des Umfangs des Erlangten (§§ 73, 73d StGB), der Abschöpfung bei Dritten (§ 73b StGB) und der Öffnung des Abschöpfungsrechts für Vergleiche (§ 73e StGB), wird auch das neue Instrument der „non conviction based confiscation“ (§ 76a Abs. 4 StGB) behandelt und auf die Vermögensabschöpfung im Ordnungswidrigkeitenrecht eingegangen.Die Vermittlung der Grundlagen dieser äußerst praxisrelevanten Materie erfolgt durch ein Team aus zwei Referenten, die das Recht der Vermögensabschöpfung aus dem Blickwinkel einer Strafverfolgungsbehörde und aus anwaltlicher Sicht beleuchten.
Im strafprozessualen Teil werden die Instrumente zur Sicherung von Abschöpfungsmaßnahmen (Beschlagnahme und Vermögensarrest), die Verwaltung gesicherten Vermögens (§§ 111m - 111p StPO), das Verhältnis der Vermögensabschöpfung zum Insolvenzrecht und das Kernstück des Gesetzes zur Reform der Vermögensabschöpfung, die (neuen) Regelungen zur Entschädigung von Tatverletzten dargestellt.
Abgerundet wird die Veranstaltung durch die Erörterung praxisbezogener Aspekte der Vermögensabschöpfung aus Sicht des Rechtsanwalts – sowohl bei der Beratung des Betroffenen als auch des Tatverletzten. Neben der aktuellen Rechtsprechung, die in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle einnimmt, gilt den praktischen Verteidigungsansätzen bei drohender Einziehung sowie den Rechtsschutzmöglichkeiten bei Beschlagnahme und Vermögensarrest besonderes Augenmerk. Im Einzelnen werden etwa die Vermögensabschöpfung gegen Unternehmen, steuerrechtliche Implikationen sowie weitere Sonderkonstellationen – wie die Möglichkeit und die Folgen eines „Verzichts“ auf Rückgabe bestimmter Gegenstände in der Hauptverhandlung – näher betrachtet.
Veranst.-Nummer: 009-2020
“Pflichtverteidigung in der Gegenwart und Zukunft. Der „Pflichtverteidiger der ersten Stunde“ ein rechtsstaatlicher Gewinn?”Freitag, 18. September in Erfurt