Source: https://www.buzer.de/gesetz/12854/index.htm
Timestamp: 2017-11-17 23:05:07
Document Index: 218299473

Matched Legal Cases: ['§ 143', '§ 1', '§ 143', '§ 31', '§ 2', '§ 35', '§ 3', '§ 1', '§ 3', '§ 8', '§ 1', '§ 19', '§ 31', '§ 3', '§ 19', '§ 31', '§ 3', '§ 19', '§ 31']

9. FSBeitrVÄndV Neunte Verordnung zur Änderung der Frequenzschutzbeitragsverordnung
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Neunte Verordnung zur Änderung der Frequenzschutzbeitragsverordnung (9. FSBeitrVÄndV k.a.Abk.)
V. v. 20.10.2017 BGBl. I S. 3604 (Nr. 70); Geltung ab 28.10.2017
Artikel 1 Änderung der Frequenzschutzbeitragsverordnung
des § 143 Absatz 4 Satz 1, 3 und 4 des Telekommunikationsgesetzes in Verbindung mit § 1 der TKG-EMVGFuAG-Übertragungsverordnung vom 5. Oktober 2017 (BGBl. I S. 3534), von denen § 143 Absatz 4 durch Artikel 1 Nummer 26 des Gesetzes vom 4. November 2016 (BGBl. I S. 2473) neu gefasst worden ist, verordnet die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Bundesministerium der Finanzen und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur,
des § 31 Absatz 4 des Gesetzes über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln vom 14. Dezember 2016 (BGBl. I S. 2879) in Verbindung mit § 2 der TKG-EMVG-FuAG-Übertragungsverordnung vom 5. Oktober 2017 (BGBl. I S. 3534) verordnet die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Bundesministerium der Finanzen sowie
des § 35 Absatz 4 des Gesetzes über die Bereitstellung von Funkanlagen auf dem Markt vom 27. Juni 2017 (BGBl. I S. 1947) in Verbindung mit § 3 der TKG-EMVG-FuAG-Übertragungsverordnung vom 5. Oktober 2017 (BGBl. I S. 3534) verordnet die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen:
Artikel 1 ändert mWv. 28. Oktober 2017 FSBeitrV § 1, § 3, § 8, Anlage
Die Frequenzschutzbeitragsverordnung vom 13. Mai 2004 (BGBl. I S. 958), die zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 4. November 2016 (BGBl. I S. 2473) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
In § 1 Absatz 1 Satz 1 wird die Angabe „§ 19 Absatz 1" durch die Angabe „§ 31 Absatz 1" ersetzt.
In § 3 Absatz 1 Satz 1 wird die Angabe „§ 19 Absatz 1" durch die Angabe „§ 31 Absatz 1" ersetzt.
In § 3 Absatz 2 Satz 1 werden die Wörter „§ 19 Absatz 1 des Gesetzes über die elektromagnetische Verträglichkeit von Geräten" durch die Wörter „§ 31 Absatz 1 des Gesetzes über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln" ersetzt.
Der Wortlaut wird Absatz 1 und in Satz 2 wird die Angabe „oder 2007" durch die Angabe „, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013 oder 2014" ersetzt.
„(2) Für die Bemessung der Frequenznutzungsbeiträge und der EMV-Beiträge für die Jahre 2015 und 2016 sind die Regelungen des Gesetzes über die elektromagnetische Verträglichkeit von Betriebsmitteln in der bis zum 21. Dezember 2016 geltenden Fassung sowie die Regelungen des Gesetzes über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen in der bis zum 3. Juli 2017 geltenden Fassung maßgeblich."
Der Anlage werden folgende Tabellen angefügt:
Frequenznutzungsbeiträge und EMV-Beiträge für das Jahr 2015
Funkanwendung Nutzergruppen Bezugseinheit Jahresbeitrag je Bezugseinheit
TKG EMVG
1.1 GSM je angefangene
100 kHz Bandbreite 820,46 108,34
1.2 (entfällt)
1.3 Funkruf Frequenz 0,00 0,00
1.4 (entfällt)
1.5 UMTS je angefangene
100 kHz Bandbreite 1.265,32 197,26
2.1.1 LW Frequenz 0,00 0,00
2.1.2 MW Frequenz 0,00 4.708,64
2.1.3 KW Frequenz 10,04 119,20
2.1.4 digitale MW Frequenz 0,00 0,00
2.1.5 digitale LW Frequenz 0,00 0,00
2.1.6 digitale KW Frequenz 0,00 0,00
2.1.7 nichtöffentliche Funkanlagen
im UKW-Rundfunkbereich Frequenz 335,44 0,00
Theoretische Versor-
gungsfläche je zuge-
teilte Frequenz*
2.1.8 UKW je angefangene 10 km² 1,14 0,68
2.1.9 T-DAB je angefangene 10 km² 2,74 0,35
2.2.1 Fernseh-Rundfunk je angefangene 10 km² 0,00 0,00
2.2.2 DVB-T je angefangene 10 km² 1,31 1,51
3.1 Punkt-zu-Punkt-Richtfunk Sendefunkanlage 2,39 0,67
3.2 WLL-PMP-Richtfunk Sendefunkanlage 0,00 0,00
3.3 gebietsbezogene Richtfunk-
zuteilungen Sendefunkanlage 0,00 0,00
3.4 fester Funkdienst unter
30 MHz, Normalfrequenz-
und Zeitzeichenfunk Frequenz 15,14 5,83
3.5 Punkt-zu-Mehrpunkt-Richt-
funk (außer WLL-PMP-
Richtfunk) Sendefunkanlage 8,14 1,54
4.1 Betriebsfunk, Grubenfunk,
Grundstücks-Sprechfunk,
nichtöffentliches Datenfunk-
netz für Fernwirk- und
Fernwirkfunk Sendefunkanlage 1,93 1,33
4.2 (entfällt)
4.3 (entfällt)
(Netze ohne Quittungs-
sender) Netz mit ...
bis zu 2 7,97 0,21
bis zu 5 15,95 0,43
bis zu 10 31,89 0,86
bis zu 50 63,79 1,71
bis zu 150 127,57 3,42
bis zu 400 255,14 6,84
bis zu 1.000 510,29 13,68
mehr als 1.000 765,43 20,52
4.5 Grundstücks-Personenruf
(Netze mit Quittungssender) Netz mit ...
bis zu 2 5,43 0,00
bis zu 5 10,85 0,00
bis zu 10 21,71 0,00
bis zu 50 43,41 0,00
bis zu 150 86,82 0,00
bis zu 400 173,64 0,00
bis zu 1.000 260,46 0,00
mehr als 1.000 347,28 0,00
4.6 grundstücksüberschreiten-
der Personenruf Netz mit ...
bis zu 2 1,48 0,00
bis zu 5 2,95 0,00
bis zu 10 5,91 0,00
bis zu 50 11,82 0,00
bis zu 150 23,63 0,00
bis zu 400 47,27 0,00
bis zu 1.000 70,90 0,00
mehr als 1.000 94,53 0,00
4.7 Fernsehfunk, bewegbare
Fernseh-, Ton- oder Melde-
leitung, vorübergehende
Einrichtung einer Bild-, Ton-
oder Meldeübertragungs-
strecke Sendefunkanlage 13,98 7,25
4.8 Durchsagefunk (Funkmikro-
fone, drahtlose Mikrofone,
Führungsfunk, Betriebsfunk
für Führungszwecke, Regie-
und Kommandofunk), Regie-
funk des Reportagefunks Sendefunkanlage 4,42 0,25
4.9 Funkanlage zur Fernsteue-
schädigte kein
Beitrag kein
5. Flugfunkdienst
5.1 stationäre Bodenfunkstellen,
funkstellen Funkstelle 7,24 162,10
5.2 mobiler Flugfunk (Luftfunk-
(bewegliche Funkstellen) Funkstelle 3,83 47,68
5.3 mobiler Flugfunk (sonstige
Bodenfunkstellen) Funkstelle 0,00 0,00
6. Amateurfunkdienst Amateurfunk Inhaber einer Zulas-
sung zur Teilnahme am
Amateurfunkdienst 6,87 24,59
funk Seefunk/Binnenschifffahrts-
funk Funkstelle 9,99 0,94
8. Nichtnavigatori-
8.1 Ortungsfunk kleiner Leistung
tung (ERP)), Wetterhilfenfunk Sendefunkanlage 2,03 6,94
8.2 Ortungsfunk hoher Leistung
(größer als 50 Watt Strah-
lungsleistung (ERP)) Sendefunkanlage 0,00 343,51
9.1 Demonstrationsfunk Sendefunkanlage 0,00 0,00
9.2 Versuchsfunk Zuteilung 1,05 0,00
10. Bahnfunk
10.1 analoger Eisenbahn-
(ortsfeste Frequenznutzung) Sendefunkanlage 20,10 10,90
10.2 analoger Eisenbahn-
(mobile Frequenznutzung) Sendefunkanlage 1,06 0,43
10.3 digitaler Eisenbahn-Betriebs-
funk in GSM-R-Technik pro Sektor und
Frequenzpaar 49,46 19,27
11. Bündelfunk
11.1 Bündelfunk
(bis 25 kHz Bandbreite) pro Sektor und
je 12,5 kHz Bandbreite
oder pro Frequenz im
Direct-Mode-Betrieb
je 12,5 kHz Bandbreite 8,10 3,11
11.2 (entfällt)
12. Satellitenfunk
12.1 koordinierungsrelevante
Satellitenfunkverbindung Frequenz 26,24 56,32
12.2 nicht koordinierungs-
relevante Satellitenfunk-
verbindung Frequenz 174,44 0,00
12.3 Satellitenfunknetz Frequenz 8.838,76 278,59
12.4 bei der internationalen Fern-
Namen registrierte
Satellitensysteme (nach
Übertragung der Nutzungs-
rechte) Satellitensystem 6.123,72 0,00
13. Drahtloser
13.1 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 450 MHz pro Sektor und
je 12,5 kHz Bandbreite 0,00 0,00
13.2 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 800 MHz je angefangene
100 kHz Bandbreite 718,33 121,62
13.3 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 900 MHz je angefangene
100 kHz Bandbreite 926,03 331,07
13.4 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 1,8 GHz je angefangene
100 kHz Bandbreite 489,79 22,16
13.5 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 2,0 GHz je angefangene
100 kHz Bandbreite 898,63 621,21
13.6 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 2,6 GHz je angefangene
100 kHz Bandbreite 73,76 3,26
13.7 drahtloser Netzzugang,
Frequenzbereich 3,5 GHz je angefangene
100 kHz Bandbreite 0,19 0,00
Berechnung der theoretischen Versorgungsfläche für das Beitragsjahr 2015:
Die theoretische Versorgungsfläche ist eine Berechnungsgröße zur Ermittlung des Beitrags. Sie basiert für alle Rundfunkdienste auf den internationalen Ausbreitungskurven der ITU-R P.370, den internationalen Abkommen für T-DAB Wiesbaden 1995 und Maastricht 2002 und für DVB-T Chester 1997, sowie den jeweils gültigen nationalen Richtlinien (zurzeit 176 TR 22 bzw. 5 R 22 vom März 1992).
Angaben für die jeweils frequenzabhängige Mindestnutzfeldstärke sind für TV-analog der ITU-R BT.417 zu entnehmen, Angaben für den Betrieb eines Kanals im Band II in analoger Übertragungstechnik (UKW-Tonrundfunk) sind dem Abkommen Genf 1984 zu entnehmen, Angaben für den Betrieb eines T-DAB-Kanals dem Abkommen Wiesbaden 1995 (Pkt. 2.2.3, Tabelle 1, Position „Medianwert der Mindestfeldstärke") und Angaben für den Betrieb eines DVB-T-Kanals dem Abkommen Chester 1997 (Tabelle A.1.50, Position „Medianwert für die minimale äquivalente Feldstärke"). In Gleichwellennetzen werden theoretische Versorgungsflächen verschiedener Sender nicht mehrfach veranschlagt.
Auf der Basis der oben genannten Ausbreitungskurven wird für eine Sendefunkanlage eine Mindestnutzfeldstärkekontur gemäß den jeweils gültigen internationalen Abkommen errechnet. Hieraus ergibt sich für jeden 10°-Schritt eine Entfernung r vom Senderstandort bis zu dem Punkt, an dem die Mindestnutzfeldstärke erreicht ist. Daraus kann für jeden der 36 10°-Schritte ein Flächenelement A berechnet werden:
A = π * r² / 36
Durch Addition der 36 Flächenelemente ergibt sich die theoretische Versorgungsfläche einer Sendeanlage in Quadratkilometern.
Die Ermittlung der Entfernungen basiert auf den Ausbreitungskurven für Landausbreitung der Empfehlung ITU-R P.370 für 50 % Zeit- und 50 % Ortswahrscheinlichkeit. Die Geländerauigkeit beträgt 50 m. Als Parameter sind der Frequenzbereich, in dem die Nutzung stattfindet, der Wert der Mindestnutzfeldstärke sowie die sektoriellen effektiven Antennenhöhen und Leistungen erforderlich. Für Entfernungen r, die kleiner sind als 10 km, werden die Ausbreitungskurven verwendet, die zurzeit auch in den Anlagen 1a und 2a der Richtlinie 176 TR 22 bzw. der Richtlinie 5 R 22 zu finden sind.
Für Sender, die im Rahmen eines Gleichwellennetzes betrieben werden, wird mittels Leistungsadditionsverfahren die Summenfeldstärke des Netzes berechnet. Die theoretische Versorgungsfläche entsteht durch Addition von hinreichend kleinen Flächenelementen, in denen die Mindestnutzfeldstärke erreicht wird.
Frequenznutzungsbeiträge und EMV-Beiträge für das Jahr 2016
100 kHz Bandbreite 1.117,93 206,94
100 kHz Bandbreite 885,14 260,93
2.1.2 MW Frequenz 0,00 0,00
2.1.3 KW Frequenz 65,69 185,91
im UKW-Rundfunkbereich Frequenz 293,00 0,00
2.1.8 UKW je angefangene 10 km² 1,23 0,66
2.1.9 T-DAB je angefangene 10 km² 2,79 0,19
2.2.2 DVB-T je angefangene 10 km² 1,13 1,04
3.1 Punkt-zu-Punkt-Richtfunk Sendefunkanlage 4,36 0,50
und Zeitzeichenfunk Frequenz 16,81 5,12
Richtfunk) Sendefunkanlage 1,99 0,00
Fernwirkfunk Sendefunkanlage 1,64 1,21
bis zu 2 10,80 0,02
bis zu 5 21,60 0,04
bis zu 10 43,20 0,09
bis zu 50 86,40 0,18
bis zu 150 172,80 0,36
bis zu 400 345,60 0,72
bis zu 1.000 691,19 1,43
mehr als 1.000 1.036,79 2,15
bis zu 2 7,58 0,00
bis zu 5 15,15 0,00
bis zu 10 30,31 0,00
bis zu 50 60,62 0,00
bis zu 150 121,23 0,00
bis zu 400 242,47 0,00
bis zu 1.000 363,70 0,00
mehr als 1.000 484,94 0,00
bis zu 2 3,39 0,00
bis zu 5 6,79 0,00
bis zu 10 13,58 0,00
bis zu 50 27,16 0,00
bis zu 150 54,31 0,00
bis zu 400 108,62 0,00
bis zu 1.000 162,93 0,00
mehr als 1.000 217,24 0,00
richtung einer Bild-, Ton-
strecke Sendefunkanlage 48,52 0,00
funk des Reportagefunks Sendefunkanlage 3,75 0,36
funkstellen Funkstelle 6,64 159,20
(bewegliche Funkstellen) Funkstelle 4,98 49,84
Amateurfunkdienst 7,97 18,92
funk Funkstelle 11,13 1,77
tung (ERP)), Wetterhilfenfunk Sendefunkanlage 4,09 9,76
lungsleistung (ERP)) Sendefunkanlage 0,00 712,68
9.2 Versuchsfunk Zuteilung 0,00 0,00
(ortsfeste Frequenznutzung) Sendefunkanlage 49,18 21,46
(mobile Frequenznutzung) Sendefunkanlage 1,23 0,44
Frequenzpaar 42,73 17,97
Direct-Mode-Betrieb je
12,5 kHz Bandbreite 37,66 5,78
Satellitenfunkverbindung Frequenz 18,73 12,84
verbindung Frequenz 59,91 43,29
12.3 Satellitenfunknetz Frequenz 949,63 265,38
rechte) Satellitensystem 1.716,57 0,00
100 kHz Bandbreite 640,04 429,26
100 kHz Bandbreite 1.046,31 221,93
100 kHz Bandbreite 581,37 44,86
100 kHz Bandbreite 982,57 502,87
100 kHz Bandbreite 109,24 7,03
100 kHz Bandbreite 0,92 0,00
Berechnung der theoretischen Versorgungsfläche für das Beitragsjahr 2016:
Für Sender, die im Rahmen eines Gleichwellennetzes betrieben werden, wird mittels Leistungsadditionsverfahren die Summenfeldstärke des Netzes berechnet. Die theoretische Versorgungsfläche entsteht durch Addition von hinreichend kleinen Flächenelementen, in denen die Mindestnutzfeldstärke erreicht wird."
Anm. d. Red.: Die Verkündung erfolgte am 27. Oktober 2017.
In Vertretung Wilhelm Eschweiler
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