Source: https://www.paid4mymail.de/neuigkeiten/uebersicht-newsletter/273-paidmail-dienste-point-mail.html
Timestamp: 2019-06-27 01:22:04
Document Index: 147932460

Matched Legal Cases: ['§10', '§15', '§10', '§15', '§12', '§6']

Paidmail-Dienste - Point-Mail
heute stellt Ihnen Phantom_01 im Sonntags-Newsletter der Paid4-News wiederum einen unseriösen Paidmail-Dienst vor:
Point-Mail.de
Point-Mail erlaubt durch einen Blick auf die Allgemeinen Geschäfts-Bedingungen (die jeder Paidmail-Dienst öffentlich darzulegen hat), dass es bei diesem Anbieter mit der Seriösität nicht zum besten steht.
Neben Impressum und Mediadaten lassen die AGB´s bereits eine Tendenz erkennen, ob ein Anbieter der seriösen Sparte zuzuordnen ist - oder eben nicht.
Zunächst zitieren die Paid4-News verschiedene Paragraphen aus den Regeln von Point-Mail:
"§10 Der Anbieter ist berechtigt diese Regeln jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern zu können. Nutzer, die die neuen Bestimmungen nicht akzeptieren, sind verpflichtet, sich innerhalb von 10 Werktagen abzumelden."
"§15 Änderungen der Regeln/AGB Der Anbieter ist berechtigt diese Regeln jederzeit ohne vorherige Ankündigung zu ändern. Die Änderungen werden im Newsletter bekanntgegeben. Angemeldete User, die die mit den neuen Bestimmungen nicht einverstanden sind, sind verpflichtet, innerhalb von 14 Tagen ihr Konto aufzulösen."
Bei §10 und §15 fällt auf, dass es sich annähernd um den gleichen Inhalt handelt: Die Verpflichtung für den User, seinen Account zu löschen, sollte er sich innerhalb von 10 Werktagen oder 14 Tagen mit Änderungen der AGB´s nicht einverstanden erklären.
Die dabei gewählte unglückliche Formulierung, dass die Regeln jederzeit ohne Vorankündigung geändert werden können - wäre bei einer wörtlichen Auslegung rechtswidrig. Gemeint ist wohl, dass eine Änderung jederzeit möglich ist - eigentlich selbstverständlich. Die gesetzlichen Bestimmungen sehen dann folgendermaßen aus:
Nach Bekanntgabe einer Änderung und der zwingenden Veröffentlichung der neuen AGB´s hat der User 14 Tage Zeit, den neuen Regeln zuzustimmen - dies kann durch "Nichtstun" erfolgen - oder aber mitzuteilen, dass er mit den Änderungen nicht einverstanden ist. Für diesen Fall sieht das Gesetz vor, dass das User-Guthaben - und sei es nur 1 Cent - ausgezahlt werden muss, und der Admin nach Auszahlung den Account löscht.
Point-Mail verlangt eine Kündigung durch den User, für diesen Fall wäre jeglicher Anspruch auf das bisherige Guthaben verfallen ! Der Hintergrund dieser Formulierung dürfte damit einsichtig sein, und Point-Mail erweckt den Eindruck, es genau darauf abgesehen zu haben:
"§12a User mit einer Bestätigungsrate unter 70% werden gelöscht und das Guthaben verfällt.Überprüfung der Accounts erfolgt im Abstand von 7 Tagen. Jeder User ist verpflichtet in seinem Account die Einstellungen so vorzunehmen,damit diese Bestätigungsrate erhalten bleibt. Accounts dürfen nur nach Rücksprache mit uns verkauft, versteigert etc. werden. Wird dies nicht eingehalten, wird der Account gelöscht und alle Ansprüche verfallen."
Die Paid4-News erlauben sich die Frage, ob hier nicht ein Kalkül zum Ausdruck kommt, das den Hintergrund hat, möglichst viele Gründe zu finden, Accounts zu löschen und das Guthaben verfallen zu lassen. Untermauert wird diese Vermutung durch einen weiteren Paragraphen:
"§6 Die Auszahlungsgrenze liegt zur Zeit bei 80,- € . Sobald dieser Betrag erreicht ist, kann die Auszahlung beantragt werden das Guthaben wird versucht so schnell wie möglich ausgezahlt zu werden ."
(...gutes Deutsch ?)
80 Euro Auszahlungsgrenze ! Vielleicht eine Änderung der AGB´s ohne vorherige Ankündigung ? Darüber können die Paid4-News zwar nur spekulieren, aber dennoch weitere Fragen stellen:
In den Toplisten ist zu ersehen, dass die 10 größten User-Guthaben zwischen ca. 20 Euro und ca. 14 Euro liegen. Summen zwischen 20 Euro und 80 Euro (Auszahlungsgrenze) sind nicht angegeben. So müssen einige User tatsächlich in einer sonderbaren Kraft-Anstrengung "ruckartig" die 80 Euro erreicht haben, will man den Mediadaten Glauben schenken, dass bereits 2179 Euro ausbezahlt wurden.
Bei einer Mailvergütung von 0,01 Cent, evtl. 0,02 Cent und der einstellbaren Mail-Anzahl von bis zu 200 Mails pro Tag dürfte man laut einer vorsichtigen Schätzung weit über 300 Tage benötigen, um die Auszahlungsgrenze zu erreichen - falls tatsächlich durchgehend 200 Mails pro Tag versendet und bestätigt werden.
Ein User, der lediglich 20 Mails pro Tag bestätigt, benötigt also bis zu 10 Jahren, um einmal Geld zu erhalten - es sei denn, in einer AGB-Anderung ohne Ankündigung wird die Auszahlungsgrenze "etwas nach oben" korrigiert.
Damit ist wohl Point-Mail auf den Punkt gebracht.
Lieber Leser, im Login-Bereich der Paid4-News finden Sie unter dem Navigations-Button "Seriöses Paid4" Listen von seriösen und unseriösen Paidmail-Diensten. Machen Sie bitte von diesen Informationen Gebrauch, um nicht "ausgenutzt" zu werden und um für Ihre Arbeit auch den entsprechenden Lohn sicher zu erhalten !