Source: http://anwaltskanzlei-adam.de/index.php?id=118,974,0,0,1,0
Timestamp: 2020-08-15 07:25:52
Document Index: 164536805

Matched Legal Cases: ['§ 1612', '§ 15', '§ 48', '§ 35', '§ 41', '§ 15', '§ 15', '§ 21', '§ 16', '§ 45', '§ 15', '§ 15']

Anwaltskanzlei Sven Adam | Tacheles-Rechtsprechungsticker | Rechtsprechungsticker von Tacheles KW 22/2014
Eingetragen oder aktualisiert am 26.05.2014
2.1 - BSG, Urteil vom 12.12.2013 - B 14 AS 76/12 R
3.1 - Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 15.05.2015 - L 31 AS 762/14 B ER - rechtskräftig
Vor der Bewilligung von Leistungen nach dem SGB 2 ist die zuständige Behörde berechtigt, die Vorlage von Identitätsnachweisen bzw. Personalausweisen zu verlangen.
Kopien von Personalausweis sind unzulässig: www.arbeitsagentur.de - Seite 9
3.2 - LSG Bayern, Urteil vom 23. April 2014 (Az.: L 11 AS 410/13):
Ebenso im Ergebnis LSG Bayern, Urteil vom 23.04.2014 - L 11 AS 512/13
3.3 - Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 10.04.2014 - L 7 AS 777/13
Bay LSG, Beschluss vom 09.08.2013 - L 7 AS 472/13 B ER - Leistungsempfänger nach dem SGB II haben keinen Rechtsanspruch auf einen telefonischen Rückruf.
3.4 - Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 26.03.2014 - L 2 AS 3878/11 - Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht anhängig unter dem Aktenzeichen 1 BvR 944/14
Mietobergenzen bald per Verfassungsbeschwerde entschieden?? Weiterlesen auf "radio dreyeckland": rdl.de
Pressemeldung vom 16.05.2014 der Kanzlei " Sozialrecht in Freiburg " zum Thema "Mietobergrenzen" im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald - Deshalb wurde nun gegen eine Entscheidung, betreffend Leistungsempfänger in Gundelfingen bei Freiburg, Verfassungsbeschwerde erhoben. Die Verfassungsbeschwerde ist beim Bundesverfassungsgericht unter dem Aktenzeichen 1 BvR 944/14 anhängig - weiterlesen hier: www.sozialrecht-in-freiburg.de (pdf)
3.5 - LSG NSB, Urteil vom 03.04.2014 - L 7 AS 786/11
Ebenso zum Computerprogramm "Heikos", welches für die Ermittlung eines Grenzwertes für angemessene Heizkosten ungeeignet ist - SG Stuttgart, Urt. v. 12.12.2011 - S 18 AS 8899/08 und LSG NSB, Beschl. v. 09.07.2012 - L 7 AS 883/11
3.6 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 16.05.2014 - L 12 AS 416/14 B ER - rechtskräftig
Die Anrechnung des Überbrückungsgeldes durfte hier aufgrund des "Verbrauches" - nur für die vier Wochen ab Haftentlassung erfolgen, nicht jedoch darüber hinaus.
3.7 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 04.03.2014 - L 19 AS 1516/13 B - rechtskräftig
Berücksichtigt man, dass der Hilfebedürftige (HB) im streitigen Zeitraum nicht krankenversichert war, erscheint es nach der Entscheidung des BSG vom 12.12.2013 - B 4 AS 6/13 R jedenfalls möglich, dass dem HB Leistungen nach dem SGB II zu gewähren sind.
Anderer Auffassung BayLSG, Beschluss vom 28.03.2012 - L 7 AS 131/12 B ER
3.8 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 15.08.2013 - L 7 AS 1795/12
Das Kindergeld kann nicht zur Hälfte gemäß der Anrechnungsvorschrift des § 1612 b BGB als Unterhalt betrachtet werden mit der Folge, dass eine Anrechnung bei der Leistungsbezieherin(LB) als Einkommen unterbleiben müsste.
Vgl. LSG NRW, Urteil vom 24.02.2014 - L 19 AS 2286/13
3.9 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 08.05.2014 - L 19 AS 678/14 B ER - rechtskräftig
4.1 - SG München, Beschluss vom 19.05.2014 - S 54 AS 1155/14 ER
lm Übrigen ist der Verwaltungsakt auch deshalb rechtswidrig, weil gegen die Begründungspflicht verstoßen wurde. Die Abänderung eines eine Eingliederungsvereinbarung ersetzenden Verwaltungsaktes während dessen Geltungszeitraum durch einen weiteren Ersetzungsbescheid nach § 15 Abs. 1 Satz 6 SGB II ist nur unter Beachtung der Voraussetzungen des § 48 Abs. 1 SGB X zulässig (LSG Baden- Württemberg, Beschl. v. 02.08.2011 - L 7 AS 2367/11 ER-B). Eine solche Änderung der Verhältnisse ist etwa gegeben, wenn bei der leistungsberechtigten Person eine Maßnahme aus organisatorischen Gründen nicht realisiert werden kann. Eine solche Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse hat das JC bisher nicht dargelegt. Mithin enthält der Eingliederungsverwaltungsakt keine Begründung im Sinne des § 35 Abs. 1 Satz 2 SGB X. Wird ein Verwaltungsakt nicht bzw. nicht ausreichend begründet, so ist er rechtswidrig. Die entsprechende Begründung kann allerdings noch nachträglich gegeben werden (vgl. § 41 Abs. 1 Nr. 2 SGB X).
Anmerkung: Vgl. dazu SG Mannheim, Beschl. v. 27. Juni 2013 - S 6 AS 1847/13 ER (unveröffentlicht); LSG Sachsen-Anhalt, Beschl. v. 21.03.2012, - L 5 AS 509/11 B ER; LSG BB, Beschl. v. vom 12. Januar 2012 - L 5 AS 2097/11 B ER; BayLSG, Beschl. v. 25. Mai 2010 - L 11 AS 294/10 B ER und SG Dortmund, Verfahren (Hinweis d. Gerichts) v. 15.05.2012 - S 62 AS 645/ 11 - und - S 62 AS 1261/11 (unveröffentlicht): Bereits der Wortlaut des § 15 Abs. 1 Satz 6 SGB II schließt es aus, dass der Grundsicherungsträger nach dem SGB II eine bereits abgeschlossene und weiterhin geltende Eingliederungsvereinbarung durch einen Verwaltungsakt nach § 15 Abs. 1 Satz 6 SGB II einseitig ersetzen darf.
4.2 - Sozialgericht Dortmund, Beschluss vom 16. Mai 2014 (Az.: S 32 AS 484/14 ER):
4.3 - Sozialgericht Dortmund, Beschluss vom 25.04.2014 - S 35 AS 772/14 ER
Ebenso im Ergebnis LSG NRW, Beschl. v. 14.05.2014 - L 12 AS 2359/13 B ER
4.4 - Sozialgericht Berlin, Urteil vom 26.03.2014 - S 205 AS 11970/13 - rechtskräftig - Die Berufung wird zugelassen.
Vgl. dazu auch Sächsisches LSG, B. v. 11.09.2013 - L 7 AS 1574/12 NZB; SG Berlin, Urt. v. 27.01.2014 - S 206 AS 20884/11, unveröffentlicht - Zur Rechtsfrage, unter welchen Voraussetzung ein von den Pauschalen abweichender Mehrbedarf für die dezentrale Warmwassererzeugung im Sinne des § 21 Abs. 7 S. 2, 2. Halbsatz 1. Alt. SGB II besteht.
4.5 - SG Duisburg, Beschluss vom 14.05.2014 - S 27 AS 1041714 ER
Jobcenter müssen bei vorläufigen Bescheiden eine Prognose des Einkommens nach pflichtgemäßen Ermessen vornehmen.
Anbei eine (auch für Rechtsanwälte) interessante Entscheidung des Sozialgerichts Duisburg vom 14.05.14:
4.6 - SG Bremen, Gerichtsbescheid vom 09.05.2014 - S 28 AS 1366/13
Die Rechtswidrigkeit des Bescheides folgt nicht schon aus der Kostenerstattungsbestimmung für die zu erbringenden Unterstützungsleistungen(Bewerbungskosten). Das LSG - Niedersachsen-Bremen hat in Eilverfahren wiederholt entschieden, dass die Eingliederungsvereinbarung oder ein Ersetzungsbescheid bei verbindlich vereinbarten oder festgelegten schriftlichen Bewerbungen auch Bestimmungen über die zu erbringenden Leistungen für entstehende Bewerbungskosten enthalten muss, welche über die bereits vorhandene gesetzliche Regelung hinausgehen und die Leistungen individuell und eindeutig unter Benennung der für die Gewährung maßgeblichen Gründe festlegen (vgl. LSG Niedersachsen-Bremen, Beschlüsse vom 04.04.2012 - L 15 AS 77/12 B ER -, vom 01.08.2012 - L 15 AS 235/12 B ER - und vom 21.03.2013 - L 15 AS 307/12 B ER -).
Diesen Anforderungen entspricht aber die vorliegend getroffene Kostenübernahmeregelung. Denn das JC hat nicht lediglich allgemein die Übernahme notwendiger Bewerbungskosten nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 Sozialgesetzbuch Drittes Buch (SGB III) in Aussicht gestellt, sondern weitergehend geregelt, welche Aufwendungen dabei dem Grunde nach als erstattungsfähig gelten sollen. Mit der ausdrücklichen Benennung der Portokosten für Großbriefe und der Aufwendungen für Schreibpapier, Briefumschläge, Bewerbungsmappen und Bewerbungsfotos hat er alle wesentlichen Kosten schriftlicher Bewerbungen eingeschlossen. Dass er hierbei mit Ausnahme der feststehenden Kosten für den Versand von Großbriefen in Höhe von 1,45 EUR von der Mitteilung fester Obergrenzen abgesehen hat, führt nicht zur Rechtswidrigkeit der Regelung (vgl. LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 05.05.2014 - L 15 AS 144/14 B ER).
Quelle: Sozietät Beier & Beier, Rechtsanwälte, Gröpelinger Heerstraße 387, 28239 Bremen, hier zum Volltext: www.kanzleibeier.eu
Gleicher Auffassung: SG Chemnitz, Beschluss vom 29. April 2014 - S 29 AS 1636/14 ER (unveröffentlicht); SG Hamburg, Beschluss vom 28.04.2014 - S 58 AS 1238 /14 ER (unveröffentlicht) und LSG NRW, Beschluss vom 17.10.2013 - L 7 AS 836/13 B - Es ist nicht zu bejahen, dass ein Jobcenter die Geltungsdauer eines Verwaltungsakts nach § 15 Abs. 1 Satz 6 SGB II ohne Bindung an die Vorgabe des § 15 Abs. 1 Satz 3 SGB II nach freiem Ermessen festlegt.
4.7 - Sozialgericht Bremen, Gerichtsbescheid vom 12.05.2014 - S 16 AS 2172/13
4.8 - Sozialgericht Stuttgart, Beschluss vom 21.05.2014 - S 18 AS 2698/14 ER
4.9 - Sozialgericht Konstanz, Beschluss vom 18. Februar 2013 (Az.: S 3 AS 363/13 ER):
4.10 - SG Hildesheim, Beschluss vom 22.05.2014 - S 43 AS 618/14 ER
Bei Leistungen nach dem SGB II handelt es sich um existenzsichernde Leistungen, die das grundrechtlich geschützte Existenzminimum sicherstellen sollen. Derartige Leistungen sind aus verfassungsrechtlichen Gründen im Zweifel vorläufig zu gewähren (vgl. dazu LSG NSB, Beschl. v. 09.10.2013 - L 7 AS 1055/13 B ER, unveröffentlicht).
Ebenso zur vorläufigen Gewährung von ALG II für EU- Staatsbürger im Rahmen der Folgenabwägung- SG Hildesheim, Beschl. v. 10.02.2014 - S 43 AS 140/14 ER (unveröffentlicht); LSG NRW, Beschl. v. 12.03.2014 - L 12 AS 108/14 B ER und LSG NSB, Beschluss vom 11. August 2011- L 15 AS 188/11 B ER; anderer Auffassung- LSG NSB, Beschl. v. 15.11.2013 - L 15 AS 365/13 B ER und Beschluss vom 26.03.2014 - L 15 AS 16/14 B ER.
5.1 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 13.05.2014 - L 20 SO 396/13 B - rechtskräftig
Unerheblich ist, dass die Anschaffung des Treppenlifts schon vor Erlass des Ablehnungsbescheides erfolgte (vgl. BSG, Urteil vom 12.12.2013 - B 8 SO 18/12 R - zur Übernahme von Kosten der Anschaffung eines Kfz als Leistung der Eingliederungshilfe vor Erlass des Ablehnungsbescheides).
5.2 - LSG Baden-Württemberg Urteil vom 26.3.2014, L 2 SO 3177/13 - Beschwerde anhängig unter dem Az. B 8 SO 44/14 B