Source: https://www.bge.de/de/asse/aktuelle-arbeiten/monatsbericht-juni-2020/
Timestamp: 2020-08-13 14:45:14
Document Index: 175306080

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', '§ 31', 'BGE']

BGE: Monatsbericht Juni 2020 Monatsbericht Juni 2020
Übersicht über die wesentlichen Arbeiten im Juni 2020
Die Arbeiten an der Rohrbrücke zwischen der Anlage zur Förderung von Lösungen II (AFL II) am östlichen Geländerand zur Schachthalle laufen weiter. Es wird eine Verbindung zwischen den Speichern für Salzlösung über Tage und den untertägigen Infrastrukturräumen geschaffen.
In der AFL II finden elektrische Installationen statt.
Die Abbaubegleitstrecke im Deckenniveau der 532-Meter-Ebene (Sohle) ist fertig mit Beton verfüllt. Insgesamt wurden in diesen Abschnitt mehr als 4.600 Kubikmeter Beton eingebracht. Damit ist ein weiterer Baustein der Sicherungsmaßnahmen im Umfeld der Einlagerungskammer 8a auf der 511-Meter-Ebene abgeschlossen.
Auf der 700-Meter-Ebene bauen Mitarbeiter des Grubenbetriebes weiter ein Stützbauwerk im Bereich der großen Baustoffanlage BA 20. Hier muss Hohlraum verringert und das Tragsystem stabilisiert werden, um die Anlage weiter sicher betreiben zu können.
Auf der 750-Meter-Ebene werden im äußersten Nordwesten die sogenannten Reichelt-Sümpfe verfüllt. Dieser Teil des Bergwerks diente bisher der Drainage des Kalibaufeldes. Diese Aufgabe übernehmen zukünftig Monitoringbohrungen. Ein ähnliches System ist erfolgreich für die Überwachung der verfüllten zweiten südlichen Richtstrecke auf derselben Ebene installiert worden. Besonders auf der rund 100 Jahre alten 750-Meter-Ebene wird aus Sicherheitsgründen viel Hohlraum verfüllt, da der Schädigungsgrad des Salzes stellenweise sehr hoch ist. Nähere Informationen zur Verfüllung der Reichelt-Sümpfe finden Sie in der Meldung vom 30. Juni 2020.
Unterhalb der 800-Meter-Ebene werden weiterhin Kavernenstrecken hergestellt. Diese Strecken sollen zur Speicherung von Lösungen dienen, die nicht planmäßig im üblichen Zyklus nach über Tage abgegeben werden können.
Das Bohrort für die Bohrarbeiten zur Einlagerungskammer 12 auf der 750-Meter-Ebene wird weiter hergerichtet. Der Zeltbau ist abgeschlossen, jetzt wird die Bohranlage aufgestellt, die elektrischen Installationen werden installiert und eine vorläufige Sonderbewetterung ist in Betrieb gegangen. Der Arbeitsbereich wird über besondere Lüfter und Filter be- und entlüftet, sodass bei den späteren Arbeiten keine radioaktiven Stoffe in die Grubenluft gelangen können.
Im Grubentiefsten wurden Teile des geplanten Bohrprogramms zur Erkundung der Einlagerungskammer 12 erprobt. Die Anlage ist vollständig abgebaut worden. Alle Arbeiten finden jetzt auf der 750-Meter-Ebene statt.
Die Bergung der Abfälle erfolgt je nach Einlagerungskammer mit unterschiedlichen Techniken.
Die Arbeiten am Projekt „Entwurfsplanung zur Rückholung der Abfälle aus der Einlagerungskammer 8a/511“ beginnen. Im letzten Monat hat die BGE den Planungsauftrag vergeben.
Die BGE vergibt den Auftrag zur Entwicklung von Charakterisierungskonzepten für die zurückgeholten Abfälle.
Die BGE schreibt ein Programm-Management für die Rückholung aus. Dies umfasst neben der Unterstützung im Projektmanagement auch eine fachliche Unterstützung.
Im Bergwerk werden aktuell täglich rund 13 Kubikmeter Salzlösung aufgefangen. Das Lösungsmanagement regelt den Umgang mit diesen Lösungen.
Rund 226 Kubikmeter Salzlösung werden nach erfolgter Freigabe gemäß § 31 ff der Strahlenschutzverordnung nach über Tage gebracht. Die abgegebenen Lösungen stammen von der Hauptauffangstelle auf der 658-Meter-Ebene. Tritium und Cäsium-137 können nicht nachgewiesen werden. Die Nachweisgrenze liegt für Tritium bei 8,4 Becquerel pro Liter und für Cäsium-137 bei 0,44 Becquerel pro Liter. Mit der Nachweisgrenze wird derjenige Wert eines Messverfahrens bezeichnet, bis zu dem die Messgröße (zum Beispiel die spezifische Aktivität von Radionukliden einer Flüssigkeitsprobe) gerade noch zuverlässig nachgewiesen werden kann. Sie ist ein Maß für die Empfindlichkeit des gewählten Analyseverfahrens. Wenn beispielsweise Aktivitätskonzentrationen von Radionukliden so niedrig sind, dass sie nicht mit hinreichender Sicherheit ermittelt werden konnten, wird die sogenannte Nachweisgrenze angegeben. Sie zeigt die maximal mögliche Aktivität an, die theoretisch noch in einer Probe vorhanden sein könnte.
Nach Abschluss der Arbeiten zur 3D-Seismik werden Millionen Datensätze in auswertbare Systeme übertragen.
Die Bohrungen Remlingen 10 und Remlingen 11 werden vorbereitet. Die Ergebnisse sollen das Strukturmodell der Asse weiter ergänzen. Derzeit wird der Bohrplatz der Bohrung Remlingen 10 hergerichtet. Näheren Informationen dazu finden Sie im Einblick am Ende des Artikels.
Der Aufbau der neuen Baustoffanlage BA 51 zum Abfüllen von Trockenmaterial auf der 490-Meter-Ebene schreitet weiter voran. Auch der Umbau der zugehörigen Leitungen zur Versorgung mit Trockenbaustoff im Grubengebäude läuft weiter.
Auf der 511-Meter-Ebene wird an einem Arbeitsraum für untertägiges Personal gearbeitet.
In der Abbaubegleitstrecke im Deckenniveau der 595-Meter-Ebene wird eine Rohrleitungsnische abgemauert. In dem Bereich wird die Verfüllung der Strecke vorbereitet, die Rohrleitung soll jedoch nicht einbetoniert werden. Daher mauern Bergleute eine entsprechend große Nische ab, durch die der Rohrleitungsstrang läuft.
Auf der 725-Meter-Ebene wird an einer Streckenerweiterung zur Aufstellung einer Bohranlage in einer neu aufgefahrenen Strecke gearbeitet.
Von der 511-Meter-Ebene aus wird eine Wetterbohrung erstellt. Diese Bohrung wird bis in die Einlagerungskammer 7 auf der 725-Meter-Ebene reichen und ersetzt nach Fertigstellung eine alte Wetterbohrung. Von hier kann dann die Luft aus der Einlagerungskammer direkt zum Hauptgrubenlüfter geführt werden. Die Abluft, die die Schachtanlage verlässt, wird streng überwacht, so dass keine Gefahr für Mensch und Umwelt entsteht. Durch diese gezielte Steuerung der Luftströme wurden die Radonwerte in der Grubenluft reduziert. Die Sonderbelüftung der Einlagerungsbereiche ist schon seit Jahren in Betrieb.
Die Umzugsarbeiten in den neu errichteten Zwischentrakt zwischen dem Kauengebäude und der Schachthalle schreiten voran. Der Neubau ist ein deutlich vergrößerter zweistöckiger Verbindungstrakt, in dem Grubenwehr, Dosimetrie, Verbands- und Lampenstube Platz finden.
Die Infostelle Asse ist wieder geöffnet. Zu geänderten Öffnungszeiten sind wir wieder persönlich für Sie da. Weitere Informationen finden Sie im Bereich „Infostelle und Befahrungen “. Weiterhin können jedoch keine Befahrungen für Besucher*innen angeboten werden.
Die BGE veranstaltet einen Livestream zum Thema „Abfallbehandlung und Zwischenlager“. Dies ist eine Veranstaltung der Reihe „Betrifft: Asse“. Über einhundert Menschen verfolgen zeitweise gleichzeitig den Livestream. Weitere Informationen zur Veranstaltung und einen Link zur Aufzeichnung des Livestreams finden Sie in der Meldung vom 19. Juni 2020.
Im Bergbau heißt Luft „Wetter“. Die Mitarbeiter*innen der Abteilung Wettertechnik sind für die Steuerung der Luftströme im Bergwerk verantwortlich. Zu jedem Arbeitsort muss ausreichend Frischluft geführt werden. Ein Steuerinstrument sind „Wettertore“. Diese Tore leisten den Luftströmen Widerstand, wodurch diese gelenkt werden können.
Das Wettertor 27 im Bild führt vom Füllort der 490-Meter-Ebene des Schachtes Asse 2 in das Grubengebäude. Am oberen Rand des gelben Tors sieht man besonders deutlich, dass das Stahltor nicht knapp in das Gestein eingelassen ist, sondern eine Rahmenkonstruktion mit größerem Abstand zwischen Tor und Salz aufgebaut wurde. Der Hohlraum des Bergwerkes wird laufend durch die Last des Gebirges verringert (Konvergenz), Bewegungen des Gesteins von etlichen Zentimetern pro Jahr sind keine Seltenheit. Um das Tor lange sicher betreiben zu können, sind zur Rahmenkonstruktion Freiräume gelassen worden. Der Anschluss des Wettertores zum Gebirge ist nicht starr, hier sind Holzplatten zwischen der Stahlkonstruktion und dem Gebirge verbaut. Diese verformen sich bei steigendem Druck und können zur Verringerung des Drucks auf das Wettertor entfernt werden. Gerade arbeitet die Abteilung Wettertechnik an diesem sogenannten Konvergenzausgleich für die Wettertore des Bergwerks und passt nach Prüfung die Einspannung an.