Source: https://www.v-start.de/epaper/saarlouis/geschaeftsbericht_2019/index.html
Timestamp: 2020-08-13 08:31:54
Document Index: 326442045

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 13', '§ 10', '§ 10', '§ 340', '§ 26', '§ 340', '§ 340', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 252', '§ 340', '§ 256', '§ 340', '§ 1', '§ 34', '§ 253', '§ 11', '§ 89', '§ 254', '§ 63', '§ 1', '§ 253', 'Art. 28', '§ 253', '§ 26', '§ 322', '§ 317', '§ 289', '§ 317', '§ 340', '§ 24']

Kreissparkasse Saarlouis Geschäftsbericht 2019
Veränderung in Mio. € 160 6 0 148 - 6 45 5 0 2018 Mio. € 3.761 229 7,1 2.813 535 2.810 14 69 Auf einen Blick Bilanzsumme Eigenkapital Jahresüberschuss Kundenverbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Kundenkreditvolumen Forderungen an Kreditinstitute Beteiligungen, Sachanlagen Unser Beitrag für die Region insgesamt darunter: - Gehälter und Pensionen - Steuern - Investitionen und Betriebskosten - Gewinn - Sponsoring, Spenden, Stiftungen Mitarbeiter/innen* Vorstand Personal darunter: Personalbestand - Teilzeitkräfte - Auszubildende * aktive Mitarbeiter/innen mit Bezügen 2019 Mio. € 3.921 235 7,1 2.961 529 2.855 19 69 2019 T € 74.058 33.523 10.557 22.527 7.137 314 2019 3 690 243 44 693 Die Kreissparkasse Saarlouis ist eine Kreditanstalt des öffentlichen Rechts. Träger ist der Landkreis Saarlouis. Über den Sparkassenverband Saar ist die Sparkasse Mitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. 2
Inhalt Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 1. Grundlagen der Sparkasse Geschäftsmodell Organisationsstruktur Internes Kontrollsystem – Rechnungslegungsprozess 1.1. 1.2. 1.3. Rahmenbedingungen Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren Geschäftsverlauf 2. Wirtschaftsbericht 2.1. 2.2. 2.3. 2.3.1. Geschäftsvolumen und Bilanzsumme 2.3.2. Aktivgeschäft 2.3.3. Passivgeschäft 2.3.4. Dienstleistungen 2.3.5. Derivate 2.3.6. 2.4. 2.4.1. Vermögenslage 2.4.2. Finanzlage 2.4.3. Ertragslage 2.5. 2.5.1. Mitarbeiter 2.5.2. Kundenbeziehungen 2.5.3. Umweltverträglichkeit 2.5.4. Soziale Verantwortung 2.6. Gesamtaussage und Beurteilung Investitionen Vermögenslage, Finanz- und Ertragslage Bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Risikobericht 3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 3.1. 3.1.1. Risikomanagement der Sparkasse 3.1.2. Adressenausfallrisiken 3.1.3. Marktpreisrisiken 3.1.4. Liquiditätsrisiken 3.1.5. Operationelle Risiken 3.1.6. Gesamtbild der Risikolage 3.2. 3.3. Chancenbericht Prognosebericht Bericht des Verwaltungsrates Jahresabschluss 2019 Jahresbilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Anlage zum Jahresabschluss gem. § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG 1. 2. 3. 4. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Impressum 4 5 5 5 5 7 7 9 9 10 10 11 11 12 12 12 12 14 15 16 16 16 17 17 17 18 18 18 20 25 27 27 28 28 28 32 34 34 36 38 53 54 58 3
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 4
1. Grundlagen der Sparkasse 1.1. Geschäftsmodell Die Kreissparkasse Saarlouis ist eine rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Saarlouis. Wir betreiben alle banküblichen Geschäfte, soweit es das Saarländische Sparkassengesetz (SSpG), die aufgrund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsver- ordnungen oder die Satzung der Sparkasse vorsehen. Träger der Sparkasse ist der Landkreis Saarlouis. Als selbstständiges Wirtschaftsunternehmen verfolgt die Sparkasse das Ziel, auf Grundlage der Markt- und Wettbewerbserfordernisse vorrangig in ihrem Ge- schäftsgebiet den Wettbewerb zu stärken und die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise, der Wirtschaft und der öffent- lichen Hand mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen auch in der Fläche sicherzustellen. Um diesem Auftrag gerecht zu werden, unterhalten wir 37 Geschäftsstellen im Landkreis Saarlouis. Gemessen an der Bilanzsumme ist die Kreissparkasse Saarlouis die zweitgrößte Sparkasse im Saarland. Unsere Sparkasse ist als Mitglied des Sparkassenver- bandes Saar über dessen Stützungsfonds dem Siche- rungssystem der Sparkassen-Finanzgruppe ange- schlossen. Damit sind die Ansprüche unserer Kunden in voller Höhe sichergestellt. Zusätzlich erfüllt das Sicherungssystem alle Anforderungen an ein gesetz- liches Einlagensicherungssystem. In der gesetzlichen Einlagensicherung hat der Kunde gegen das Sicherungs- system einen Anspruch auf Erstattung seiner Einlagen bis zu 100.000 EUR. Dafür maßgeblich ist das Einlagen- sicherungsgesetz (EinSiG). 1.2. Organisationsstruktur Organe der Sparkasse sind der Verwaltungsrat und der Vorstand. Der Verwaltungsrat bestimmt die Richtlinien für die Geschäfte der Sparkasse, erlässt Geschäftsan- weisungen für den Kreditausschuss, den Vorstand und die Interne Revision. Der Verwaltungsrat überwacht die Geschäftsführung des Vorstandes. Er setzt sich aus dem Vorsitzenden und weiteren 15 Mitgliedern zusammen. Der Kreditausschuss, den der Verwaltungs- rat gemäß § 13a Abs. 1 SSpG aus seiner Mitte gebildet hat, besteht aus dem Vorsitzenden und weiteren 6 Mit- gliedern; er beschließt über die Zustimmung zur Ge- währung von Krediten nach der Geschäftsanweisung. Der Vorstand, bestehend aus 3 Mitgliedern, leitet die Sparkasse in eigener Verantwortung. Er vertritt die Sparkasse gerichtlich und außergerichtlich und führt die Geschäfte. 1.3. Internes Kontrollsystem – Rechnungslegungsprozess Zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Buchführung und Rechnungslegung verfügt die Kreissparkasse Saarlouis über ein internes Kontrollsystem im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse. Ziel ist, die Ver- mögens-, Finanz- und Ertragslage im Jahresabschluss unserer Sparkasse richtig und vollständig darzustellen. Die Rechnungslegung übernimmt im Wesentlichen die dem Überwachungsvorstand zugeordnete Abteilung Rechnungswesen. Eine gleichbleibende Qualität in der Rechnungslegung wird durch den Einsatz folgender Arbeitsmittel unter- stützt: • Der Kontenrahmen der Deutschen Sparkassen- organisation bildet die Grundlage für die einheitliche Buchung der Geschäftsvorfälle und ist in Aufbau und Gliederung ausgerichtet auf die Herleitung des Jahres- abschlusses aus der Buchhaltung. Er gewährleistet einen einheitlichen Bilanzierungsstandard. • Die IT-Abwicklung des Rechnungswesens der Sparkasse erfolgt im Wesentlichen über die Finanz Informatik (FI) mit Sitz in Frankfurt am Main als IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe. Von der FI wird zur Erstellung des Jahresabschlusses das System „Bilanz-Reporting“ (OBR) eingesetzt. Das System OBR erlaubt durch die Verarbeitung der Konten der Finanzbuchhaltung und durch die maschinelle Durchführung ggf. erforderlicher Umsetzungen zwischen einzelnen Ausweispositionen eine weit- gehend automatisierte Erstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Arbeitsanweisungen und Prozessbeschreibungen werden regelmäßig überprüft und ggf. angepasst. Der Kontenrahmen wird ebenfalls laufend aktualisiert. Auf die vorhandenen Informationen können die betrof- fenen Mitarbeiter zugreifen und sich über die geltenden Regelungen informieren. 5
Im Rahmen der Berücksichtigung neuer sowie sich ändernder Standards der Rechnungslegung sowie der Einführung neuer Produkte oder Prozessabläufe obliegt es der Abteilung Rechnungswesen, deren Auswirkungen zu analysieren und geeignete Umsetzungsmaßnahmen hinsichtlich der Rechnungslegung einzuleiten. Bei der Festlegung von Institutsparametern ist ein Verfahren implementiert, durch das sichergestellt ist, dass die Änderungen kompetenzgerecht genehmigt, kontrolliert und nachvollziehbar dokumentiert werden. Die Aufgaben und Kompetenzen sind organisatorisch eindeutig zugeordnet, genau abgegrenzt und folgen dem Prinzip der Funktionstrennung. Tätigkeiten, die nicht vereinbar sind, sind voneinander getrennt. Die Buchungsmöglichkeit auf Hauptbuchkonten wurde über die Vergabe von speziellen Berechtigungen ein- geschränkt. Geschäftsvorfälle werden auf Grundlage des Kontenplans im Hauptbuch bzw. in den jeweiligen Nebenbüchern erfasst. Bei den Abschlussbuchungen und der Erstellung des Jahresabschlusses gilt grund- sätzlich das Vier-Augen-Prinzip. Die Sparkasse hat Prozesse, Systeme und Kontrollen installiert, um die Rechnungslegungsprozesse mit den aktuellen Rechnungslegungsgrundsätzen und den Gesetzen in Einklang zu bringen. Über die Wirksam- keit des internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wird der Vorstand regelmä- ßig unterrichtet. 6
2. Wirtschaftsbericht 2.1. Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft verlor 2019 deutlich an Schwung. Die Güterproduktion expandierte nach jüngsten Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) real um 2,9 %. 2018 waren es noch 3,6 %. Als ein Auslöser für den Verlust an Wachstumsdynamik gelten die Handels- konflikte zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und der Volksrepublik China. Dabei blieb das Wachstum in den USA selbst recht robust. Der Welt- handel hingegen erlitt einen größeren Rückschlag. Nach Zahlen des IWF erhöhte sich der grenzüber- schreitende Güteraustausch auf globaler Ebene 2019 nur um 1,0 %. Zunehmende Offenheitsgrade waren früher als Zeichen der „Globalisierung“ typisch. 2019 ist in diesem Prozess zumindest eine Pause eingetreten. Deutschland als „Ausrüster der Welt“ mit seinem stark auf Investitionsgüter ausgerichteten Exportsortiment (etwa den Branchen Automobil, Maschinenbau und Elektrotechnik) war 2019 mit ge- ringeren Bestellungen aus den Handelspartnerländern konfrontiert, weil die dortigen Unternehmen von den Handelskonflikten verunsichert waren und sich mit Investitionen zurückhielten. Die Wirtschaft des gesamten Euroraums entwickelte sich im Jahr 2019 mit Unterschieden zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten etwas günstiger als die deutsche Wirtschaft. In der Summe erzielte das Währungsgebiet 2019 voraussichtlich ein preisbereinigtes BIP-Wachs- tum in Höhe von 1,2 %. Die deutsche Volkswirtschaft wuchs gemessen am realen BIP 2019 um 0,6 %. Bei der Beurteilung der konjunkturellen Dynamik im Jahr 2019 ist zu beachten, dass zwischen den einzelnen Sektoren eine ausgeprägte Zweiteilung vorherrschte. Die Bautätigkeit boomte weiter, auch viele Dienstleis- tungsbranchen und somit weite Teile der Binnenwirt- schaft entwickelten sich gut. Gegenläufige Rückgänge konzentrierten sich dagegen im Verarbeitenden Ge- werbe, vor allem in den exportorientierten Industrie- zweigen. Für Deutschland ist die Industrie jedoch mit ihren im internationalen Vergleich recht hohen Wert- schöpfungsanteilen immer noch ein Schlüsselsektor mit überproportionaler Bedeutung. Die Zweiteilung der deutschen Konjunktur im Jahre 2019 zeigt sich ebenso in der Verwendungsgliederung des BIP. Die Exporte selbst legten zwar real um 0,9 % zu, doch das Wachstum der Importe war mit 1,9 % deutlich stärker. Daraus ergibt sich eine rechnerische Belastung der realen BIP-Wachstumsrate durch die Entwicklung im Außenhandel. Der Außenhandelssaldo selbst blieb deutlich positiv. In nominaler Abgrenzung erreichte der Außenbeitrag von Waren und Dienstleistungen 208 Mrd. EUR. Das entspricht 6,0 % des BIP. Innerhalb der Binnennachfrage trugen alle Komponenten der Endverwendung zum Wachstum bei. Der private Konsum war mit realen Zuwächsen von 1,6 % stark aufwärtsgerichtet. Er wurde von einer guten Arbeits- marktlage und steigenden Einkommen gestützt. Die Sparquote der privaten Haushalte blieb mit 10,9 % praktisch unverändert und die Konsumausgaben des Staates wurden sogar noch stärker ausgeweitet als diejenigen der privaten Haushalte. Der Staatsverbrauch legte real um 2,5 % zu. Wegen der immer noch stark steigenden Steuereinnahmen und der Entlastung durch niedrige Zinsen erzielte der Staat weiterhin Finanzierungsüberschüsse, wenngleich gegenüber 2018 in rückläufigem Umfang. 2019 betrug der Saldo aus Einnahmen und Ausgaben für den Gesamtstaat (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen) 49,8 Mrd. EUR bzw. 1,5 % des BIP. Im Rahmen der Investitionstätigkeit legten vor allem die Bauinvesti- tionen noch einmal um real 3,8 % stark zu. Die Aus- rüstungsinvestitionen erhöhten sich 2019 deutlich langsamer um 0,4 %. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte eine differenzierte Entwicklung. Erstmals seit Jahren gab es von Seiten diverser Unternehmen wieder eine Häufung von grö- ßeren Entlassungsankündigungen. Das ging deutlich über Einzelfälle hinaus. In der Summe für den Gesamt- arbeitsmarkt wurde dies vom andauernden Beschäfti- gungsaufbau im Dienstleistungssektor überkompen- siert. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erreichte mit fast 45,3 Mio. im Jahres- durchschnitt 2019 einen neuen Rekordwert. Der Nettozuwachs entsprach noch einmal rund 400.000 Stellen gegenüber 2018. Der Abbau der Arbeitslosigkeit setzte sich 2019 ebenfalls moderat fort. In der Abgrenzung der Bundesagentur für Arbeit lag die jahresdurchschnittliche Quote der registrier- ten Arbeitslosen an allen zivilen Beschäftigten bei 5,0 %. Der Preisauftrieb blieb 2019 ähnlich wie schon in den vorangegangenen Jahren mäßig. In Deutsch- land stiegen die Verbraucherpreise sowohl in der nationalen Abgrenzung als auch in der Definition der 7
harmonisierten Verbraucherpreise (HVPI) um 1,4 %. Auf der Ebene des Euroraums waren es 1,2 %. Die Entwicklung blieb damit weiterhin unter der Ziel- größe der Europäischen Zentralbank (EZB). Geldpolitik der EZB Aufgrund dieser Preistrends zusammen mit der Ab- schwächung der Konjunktur und auch angesichts von Zinssenkungen in anderen Währungsräumen (USA) sah sich die EZB veranlasst, ihre Geldpolitik im September 2019 erneut zu lockern. Zuvor hatte sie seit Jahresbe- ginn 2019 ihr Anleihe-Ankaufprogramm zeitweise auf „Halten“ gestellt und zehn Monate lang nur auslau- fende Beträge in ihrem Bestandsportfolio ersetzt. Seit November 2019 kaufen die Notenbanken des Eurosys- tems auch netto wieder neue Anleihen mit einem mo- natlichen Umfang von 20 Mrd. EUR. Zusätzlich hat die EZB mit ihrer Lockerungsentscheidung vom September 2019 den negativ verzinslichen Satz für die Einlagefazi- lität von - 0,4 % auf nunmehr - 0,5 % weiter abgesenkt. Entwicklung in der Sparkassenorganisation Internationale Rating-Agenturen stellen der Sparkassen- Finanzgruppe regelmäßig sehr gute Zeugnisse aus. Moody‘s, Fitch und die kanadische DBRS überprüfen seit Jahren die Solidität der Sparkassen-Finanzgruppe und geben echte, kapitalmarktfähige Ratings heraus. Die Analysten der kanadischen DBRS bescheinigten der Sparkassen-Finanzgruppe zuletzt im Mai 2019 mit einem A-Rating „gute Kreditqualität“. Die Ratingagentur Fitch hat zuletzt im Juli 2019 ihr seit 2012 bestehendes Rating von A+ für die Sparkassen bestätigt. Dieses Gruppenrating können sich die Sparkassen einzeln zuweisen lassen, es kann wie ein Individualrating genutzt werden. Moody‘s Investors Service stufte den Verbund zuletzt im Mai 2019 mit dem Rating „Aa2“ ein. Das soge- nannte „Corporate Family Rating“ für die Sparkassen- Finanzgruppe bewertet die Gruppe als Ganzes. Es stellt keine Einheitsnote dar, bestätigt aber die hohe Solidität und Kreditwürdigkeit der Sparkassen- Finanzgruppe insgesamt. Regionale Rahmenbedingungen Die Wachstumserwartungen für die saarländische Wirt- schaft haben sich im vergangenen Jahr – wie bereits im Vorjahr – nicht erfüllt. Die Konjunktur in Deutsch- land und im Saarland, die zur Jahresmitte 2018 zu schwächeln begann, hat im Laufe des Jahres 2019 weiter an Dynamik verloren. Dabei war der Konjunktur- verlauf im Saarland noch ungünstiger als in den meisten anderen Bundesländern. Zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren schrumpfte das reale BIP. Die vorläufig für 2019 ermittelte Veränderung lag bei - 0,6 %. Erneut wurde die konjunkturelle Situation 2019 an der Saar durch eine schwache Entwicklung der Industrie, insbesondere der drei dominierenden Branchen Auto- mobilindustrie, Maschinenbau und Stahlindustrie, geprägt. Von keinem dieser drei Industriezweige, die zusammen fast drei Viertel des Gesamtumsatzes im Verarbeitenden Gewerbe im Saarland erzielen, gingen Wachstumsimpulse aus. Umsätze und Produk- tion fielen gegenüber dem Vorjahr in allen Bereichen zurück. Die Stahlindustrie litt unter den internationa- len Überkapazitäten, die einen erheblichen Preisdruck ausübten. Die Automobilindustrie vollzog die ersten Schritte in einem tiefgreifenden Umbauprozess mit entsprechender Verunsicherung aller Beteiligten. Einen großen Anteil an dieser enttäuschenden Ent- wicklung hatte auch in 2019 eine schwache Auslands- nachfrage. Nach einem Minus von 4,7 % im Vorjahr sanken die Gesamtausfuhren in 2019 noch einmal um 3,2 %. Das Saarland hat seit jeher eine relativ hohe Industriedichte und ist daher stark vom Export abhängig. Insoweit ist nachvollziehbar, dass die Saar- wirtschaft von außenwirtschaftlichen Impulsen stärker beeinflusst wird als die deutsche Gesamtwirtschaft. Auch die übrigen Industriezweige und der saarlän- dische Dienstleistungssektor, der insgesamt etwa zwei Drittel der saarländischen Wirtschaftsleistung erbringt, entwickelten sich im Vergleich zur jeweili- gen Bundesentwicklung verhalten. In den meisten Branchen blieb die konjunkturelle Dynamik hinter der bundesdurchschnittlichen Entwicklung zurück, nur die Bereiche „Handel, Verkehr und Gastgewerbe“ lagen mit einem Plus von 5,4 % über dem bundesweiten Trend. Ordentliche Wachstumsraten erzielte das Baugewerbe, dessen Wertschöpfung um 3 % wuchs (Bund: + 3,9 %). Trotz der schwachen konjunkturellen Entwicklung präsentierte sich der saarländische Arbeitsmarkt 2019 insgesamt in guter Verfassung. Die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag zum Jahresende auf einem Rekordniveau von 394.700 Personen. Dies entspricht einem Plus von 0,6 % zum Vorjahr (Bund: + 1,7 %). Der Zuwachs beruhte insbe- sondere auf einer steigenden Beschäftigung in nahe- zu allen Dienstleistungsbereichen (insgesamt + 1,8 %) mit Ausnahme der Finanzwirtschaft. Die Anzahl der Beschäftigten im Verarbeitenden Gewerbe sank hin- gegen um 1,4 %, die Anzahl der geleisteten Arbeits- stunden sank dort gegenüber dem Vorjahr sogar um 3,1 %. Die Arbeitslosenquote (Anzahl der Arbeitslosen im Verhältnis zu den zivilen Erwerbspersonen) zum 8
Jahresende stand bei 6,2 %, also 0,5 Prozentpunkte über dem Niveau des Vorjahres. Die Inflationsrate lag 2019 im Saarland im Jahresdurchschnitt leicht unter dem Wert des Vorjahres bei 1,4 %. (Quellen: Auszüge aus „Gesamtwirtschaftlicher Jahresrückblick“, Abteilung Volks- wirtschaft, Finanzmärkte und Wirtschaftspolitik, DSGV und „Gesamtwirtschaftli- cher Jahresrückblick und -ausblick Saarland“, SVSaar Verbandsgeschäftsstelle) 2.2. Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren Folgende Kennzahlen zählen wir zu unseren bedeut- samsten finanziellen Leistungsindikatoren: • Zinsüberschuss (Geschäftsstrategie / Mittelfristige Unternehmensplanung (MUP)) • Betriebsergebnis vor Bewertung (Geschäftsstrategie / MUP) • Bilanzsumme (MUP) i. V. m. Kundenkreditvolumen und Mittelaufkommen von Kunden • Gesamtkapitalquote gem. CRR (Kapitalplanung) 2.3. Geschäftsverlauf Geschäftsentwicklung Bestand Veränderungen Geschäftsvolumen1) Bilanzsumme Aktivgeschäft 31.12.2019 Mio. € 31.12.2018 Mio. € 3.956,0 3.920,7 3.795,7 3.760,8 Kundenkreditvolumen 2.854,7 2.809,6 darunter: - durch GPR gesichert 1.465,1 1.455,7 - Kommunalkredite - Treuhandkredite - Bürgschaften und Gewährleistungen Forderungen an Kreditinstitute Wertpapiervermögen Anlagevermögen Sonstige Vermögenswerte Passivgeschäft Mittelaufkommen von Kunden2) darunter: Spareinlagen Verbindlichkeiten gegen- über Kreditinstituten2) Sonstige Passivposten3) Fonds für allgemeine Bankrisiken Eigenkapital 301,8 0,1 305,0 0,2 35,3 34,9 18,5 789,4 69,2 224,1 14,3 788,0 69,4 114,4 2.960,8 565,8 2.813,2 580,9 529,2 65,1 165,9 235,0 535,0 66,4 151,9 229,2 1) Bilanzsumme zuzüglich Eventualverbindlichkeiten aus Avalkrediten 2) Einschließlich verbriefter und nachrangiger Verbindlichkeiten 3) Einschließlich Eventualverbindlichkeiten und Rückstellungen Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen auftreten. 2019 Mio. € 160,3 159,9 45,1 9,4 - 3,2 - 0,1 0,4 4,2 1,4 - 0,2 109,7 147,6 - 15,1 - 5,8 - 1,3 14,0 5,8 2019 % 4,2 4,3 1,6 0,6 - 1,0 - 50,0 2018 % 2,1 2,2 3,4 - 0,2 10,9 0,0 1,1 - 4,6 29,4 0,2 - 0,3 95,9 5,2 - 2,6 - 1,1 - 2,0 9,2 2,5 - 74,1 2,2 - 6,1 12,8 2,1 - 3,1 - 0,3 3,4 10,1 2,6 Bestand in % des Geschäftsvolumens Prognose 31.12.2019 % 31.12.2018 % 31.12.2019 Mio. € – – 72,2 37,0 7,6 0,0 0,9 0,5 20,0 1,7 5,7 74,8 14,3 13,4 1,6 4,2 5,9 – – 74,0 38,4 8,0 0,0 0,9 0,4 20,8 1,8 3,0 74,1 15,3 14,1 1,7 4,0 6,0 3.775,3 3.740,0 2.779,5 – – – – 40,2 784,1 69,6 35,6 2.746,9 – 559,9 78,4 158,0 232,1 9
2.3.1. Geschäftsvolumen und Bilanzsumme Entwicklung Geschäftsvolumen und Bilanzsumme in Mio. € 4.000 3.900 3.800 3.700 3.600 3.500 3.400 3.300 3.200 2015 2016 2017 2018 2019 Geschäftsvolumen Bilanzsumme Im Geschäftsjahr 2019 sind sowohl das Geschäftsvo- lumen als auch die Bilanzsumme um 4,2 % bzw. 4,3 % gestiegen und liegen somit deutlich oberhalb der prognostizierten Werte. Zu dieser Entwicklung haben auf der Aktivseite eine deutliche Erhöhung des Gutha- bens bei der Deutschen Bundesbank und ein leichter Zuwachs beim Kundenkreditvolumen beigetragen. Auf der Passivseite erfolgte der Ausgleich überwiegend durch größere Zuwächse bei den Mittelaufkommen von Kunden, insbesondere bei den Sichteinlagen. 2.3.2. Aktivgeschäft Forderungen an Kreditinstitute Der Bestand der Forderungen an Kreditinstitute hat sich mit einem leichten Plus von 4,2 Mio. EUR bzw. 29,4 % absolut nur geringfügig erhöht und liegt deutlich unterhalb unserer Prognose. Kundenkreditvolumen Das Kundenkreditvolumen unseres Hauses hat im abge- laufenen Geschäftsjahr moderat die positive Entwicklung fortsetzen können. Der Bestand unserer Kreditforderun- gen ist um 45,1 Mio. EUR auf 2.854,7 Mio. EUR gestiegen 10 und liegt damit höher als ursprünglich geplant. Haupt- träger dieses Wachstums war neben einem Anstieg der Kundendarlehen eine erneute Zunahme der erworbenen Schuldscheine. Insgesamt konnten neue Kredite in einer Größenordnung von 519,3 Mio. EUR (Vorjahr 512,3 Mio. EUR) zugesagt werden. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich somit ein leichter Anstieg um 1,4 %. In der gezielten Förderung von Wirtschaft, Handwerk und gesellschaftlichen Belangen sieht die Kreissparkasse Saarlouis unter Beachtung ihrer kaufmännischen Grund- sätze einen Kernbestandteil ihres öffentlichen Auftrages. Insbesondere die Finanzierung des Mittelstandes be- trachten wir als eine unserer maßgeblichen Aufgaben. Entwicklung Aktivgeschäft in Mio. € 3.000 2.500 2.000 1.500 1.000 500 0 2015 2016 2017 2018 2019 Kundenkreditvolumen Wertpapiervermögen Forderungen an Kreditinstitute Wertpapiervermögen Unser Wertpapiervermögen dient – mit Ausnahme einer Beteiligungsposition, die dem Anlagevermögen zugeordnet ist – ausschließlich der Liquiditätsreserve und setzt sich überwiegend aus variabel verzinslichen und festverzinslichen Wertpapieren erstklassiger Adressen zusammen. Ein Teil unseres Wertpapierver- mögens ist in Spezialfonds angelegt. Der Wertpapier- bestand ist im vergangenen Geschäftsjahr entspre- chend der Prognose nahezu unverändert geblieben. Umstrukturierungen im Portfolio sind in der Regel diversen Maßnahmen zum Bilanzstrukturmanagement, insbesondere aus der barwertigen Zinsbuchsteuerung sowie zur Renditeoptimierung, geschuldet.
Anlagevermögen Das Anlagevermögen der Sparkasse hat sich im Geschäftsjahr 2019 um 0,2 Mio. EUR bzw. 0,3 % ge- genüber dem Vorjahr leicht verringert und liegt mit insgesamt 69,2 Mio. EUR etwas unterhalb der von uns geplanten Konstanz der Gesamtposition. Grund dafür ist u. a. die in der Planung nicht berücksichtigte Teilrückzahlung einer über unseren Verband indirekt gehaltenen stillen Einlage an der Landesbank Saar. Im Bereich der Sachanlagen ergaben sich lediglich Veränderungen innerhalb der Position. Die durch plan- mäßige Abschreibungen reduzierten Buchwerte halten sich in Waage mit den Neuinvestitionen, resultierend aus dem Umbau der Räumlichkeiten am Großen Markt. 2.3.3. Passivgeschäft Entwicklung Mittelaufkommen von Kunden in Mio. € 2.500 2.250 2.000 1.750 1.500 1.250 1.000 750 500 250 0 2015 2016 2017 2018 2019 Unverbriefte Verbindlichkeiten Spareinlagen Schuldverschreibungen Mittelaufkommen von Kunden Die Kundeneinlagen einschließlich der verbrieften Einlagen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Bestand in Höhe von 2.960,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr deutlich stärker angestiegen als ursprünglich von uns geplant. Der erneute Rückgang bei den Zu- wachssparen wurde vollständig durch den Zuwachs an Sichteinlagen kompensiert. Der Bestand an Ratenspar- verträgen hielt sich im Jahr 2019 konstant, wird sich aber mit den geplanten Kündigungen in den kommen- den Jahren deutlich reduzieren. Die KSK-OptiSpar-Ein- lagen sind wie bereits in den vergangenen Jahren nur noch von untergeordneter Bedeutung, wohingegen die Sichteinlagen nochmals deutlich zugewinnen konnten. Bei den befristeten Einlagen inkl. Schuldscheindarlehen von Kunden hat sich mit einem Plus von 38,7 Mio. EUR bzw. 59,1 % der Bestand gegenüber dem Vorjahr deut- lich erhöht, wobei sich ein Teil dieses Zuwachses aus ei- nem kurzfristigen Sondereffekt über den Jahreswechsel ergibt. Der nachhaltige Zuwachs bei den täglich fälligen Verbindlichkeiten ist weitestgehend dem andauern- den niedrigen Zinsniveau und der damit verbundenen fehlenden Bereitschaft unserer Kunden, längerfristige Anlagegeschäfte abzuschließen, geschuldet. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Der Bestand der Verbindlichkeiten gegenüber Kredit- instituten hat sich mit einem Minus von 5,8 Mio. EUR bzw. 1,1 % erneut verringert und sich somit, entgegen unserer Erwartung eines konstanten Verlaufs, leicht rückläufig entwickelt. 2.3.4. Dienstleistungen Viele Kunden haben von der guten Entwicklung an den Wertpapiermärkten profitiert. Das Volumen der Wertpapierkäufe und -verkäufe beläuft sich auf ins- gesamt 277,3 Mio. EUR. Der Nettoabsatz (Saldo aus Käufen und Verkäufen) des Wertpapiergeschäftes per 31.12.2019 liegt mit 41,6 Mio. EUR deutlich über dem Wert des Vorjahres (0,9 Mio. EUR). Die Vermittlung von Produkten unserer Verbundpartner DekaBank, SaarLB, LBS, SAARLAND-Versicherungen, S-Kreditpartner GmbH und Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG nahm im abgelaufenen Geschäftsjahr eine unterschiedliche Entwicklung. Die Produkte der SAARLAND-Versicherungen werden unseren Kunden mit Hilfe unserer Tochtergesellschaft, der S-IV Center GmbH, in der entsprechend ausgebildete Versicherungs- und Immobilienspezialisten tätig sind, vermittelt. Das Neugeschäftsvolumen im Bereich der Lebens- versicherungen verlief im Vergleich zum Vorjahr mit einem leichten Plus von 3,8 % erneut positiv. Bei den Sachversicherungen ist wie auch bereits im Vorjahr ein deutlicher Rückgang in Höhe von 10,6 % gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. 11
Im Immobilienvermittlungsgeschäft sind die Verkaufs- volumina gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Mio. EUR bzw. 4,4 % wieder angestiegen. Die Nachfrage nach guten Objekten, insbesondere im Bereich der Eigen- tumswohnungen, Baugrundstücke oder Gewerbeob- jekte, ist – begünstigt durch das niedrige Zinsniveau – auch weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Anzahl der vermittelten Objekte liegt mit 170 Stück oberhalb des Vorjahreswertes in Höhe von 151 Stück. Im Bauspar- geschäft ist der Absatz gegenüber dem Vorjahreszeit- raum erneut zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 6,6 Mio. EUR bzw. 10,0 % weniger abgesetzt. Im Leasinggeschäft konnten Verträge mit einem Volumen von 13,2 Mio. EUR abgeschlossen werden. Das ist ein Rückgang um 2,1 Mio. EUR. Die Anzahl der Vertragsab- schlüsse hat sich trotz negativem Volumenverlauf im Vergleich zum Vorjahr mit einem Plus von 9,6 % aller- dings deutlich erhöht. Beim Kreditkartengeschäft konnte im vergangenen Geschäftsjahr der positive Trend der Vorjahre wieder fortgesetzt werden. Der Kartenbestand erhöhte sich 2.4. Vermögenslage, Finanz- und Ertragslage um 1,0 % auf 26.339 Karten. Die Kreditkartenumsätze sind mit 101,5 Mio. EUR ebenfalls erneut über dem Vorjahresniveau. Die Provisionserträge in diesem Ge- schäftsfeld konnten um 42,8 TEUR gesteigert werden. 2.3.5. Derivate Das Derivate-Geschäft wird ausschließlich zur gesamt- bankbezogenen Steuerung des Zinsänderungsrisikos bzw. zur Absicherung von Kundengeschäften genutzt. Hinsichtlich der zum Jahresende bestehenden Geschäfte wird auf die Darstellung im Anhang verwiesen. 2.3.6. Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Sparkasse in den Umbau der Räumlichkeiten am Großen Markt investiert. Hier entsteht ein Kunden-Center für gewerbliche Kunden, in dem ab Juni 2020 die Firmen- und Gewerbekunden- berater der Sparkasse ihre Kunden in neuen Räumlich- keiten betreuen werden. Im Auftrag der S-IV Center GmbH wurde zudem mit den Planungen für den Neubau eines Parkhauses in der Fort Rauch Straße begonnen. 2.4.1. Vermögenslage Vermögenslage Position Kundenkreditvolumen Forderungen an Kreditinstitute Wertpapiervermögen Anlagevermögen Sonstige Vermögenswerte Kundenverbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten1) Sonstige Passivposten2) Fonds für allgemeine Bankrisiken Eigene Mittel 1) Einschließlich verbriefter und nachrangiger Verbindlichkeiten 2) Einschließlich Eventualverbindlichkeiten und Rückstellungen Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen auftreten. Bestand 31.12.2019 Mio. € 2.854,7 31.12.2018 Mio. € 2.809,6 18,5 789,4 69,2 224,1 2.960,8 529,2 65,1 165,9 235,0 14,3 788,0 69,4 114,4 2.813,2 535,0 66,4 151,9 229,2 Bestand in % des Geschäftsvolumens 31.12.2019 % 31.12.2018 % 72,2 0,5 20,0 1,7 5,7 74,8 13,4 1,6 4,2 5,9 74,0 0,4 20,8 1,8 3,0 74,1 14,1 1,7 4,0 6,0 12
Das Kundenkreditvolumen liegt zum Ende des Geschäfts- jahres 2019 erneut leicht oberhalb des Durchschnitts der Sparkassen im Verbandsgebiet. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wir bei den Krediten an Nichtbanken einen etwas niedrigeren prozentualen Anteil an der Bilanz- summe. Unser Wertpapiervermögen wurde nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Der strukturelle Anteil unserer Eigenanlagen liegt etwas unterhalb des Verbandsdurchschnittes, wobei sich hier der Wert im Verband insgesamt, wie auch unser eigener Bestand relativ betrachtet, nochmals leicht reduziert hat. Die Vermögensstruktur unserer Sparkasse ist gegen- über dem Durchschnitt der saarländischen Sparkassen durch überdurchschnittliche Anteile bei den Verbind- lichkeiten gegenüber Kunden gekennzeichnet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen dagegen, wie bereits in den Vorjahren, deutlich unter dem Durchschnitt, wobei sowohl im Verbandsdurch- schnitt als auch in unserem Hause ein leichter prozen- tualer Rückgang zu verzeichnen war. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung der wesentlichen Vermögens- und Schuldposten in den letzten fünf Jahren: Vermögenslage in Mio. € 3.000 2.500 2.000 1.500 1.000 500 0 2015 2016 2017 2018 2019 Kundenverbindlichkeiten Kundenkreditvolumen Wertpapiervermögen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Forderungen an Kreditinstitute Nach der durch den Verwaltungsrat noch zu beschlie- ßenden Gewinnverwendung wird sich die Sicherheits- rücklage auf 233,3 Mio. EUR erhöhen; das entspricht einer Zunahme von 3,2 % gegenüber dem Vorjahr. Neben der Sicherheitsrücklage verfügt die Sparkasse über eine freie Rücklage in Höhe von 1,7 Mio. EUR. Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wird um insge- samt 14,0 Mio. EUR auf 165,9 Mio. EUR aufgestockt. Die Gesamtkennziffer zur Bestimmung der Eigenmittel- anforderungen nach der Capital Requirements Regu- lation (CRR) per 31.12.2019 liegt mit 19,07 % deutlich über der vorgeschriebenen Mindestkapitalanforderung von 8,0 % bzw. 9,5 % inklusive SREP-Kapitalzuschlag und leicht über dem von uns prognostizierten Wert von 19,04 %. Mit einer Kernkapitalquote von 17,35 % wird der Min- destwert von 6,0 % bzw. 7,125 % inklusive SREP-Kapi- talzuschlag ebenfalls deutlich überschritten. Die gute Eigenkapitalbasis bildet die Grundlage für eine zukünf- tige Geschäftsausweitung. Sowohl der Kapitalerhal- tungspuffer nach § 10c KWG als auch der Antizyklische Puffer nach § 10d KWG werden in der jeweils erforder- lichen Höhe mit Kernkapital unterlegt. Wir gehen nach derzeitigem Kenntnisstand davon aus, dass wir auch zukünftig die Eigenkapitalanforderungen nach Basel III erfüllen werden. 13
eine Survival Period von 13 Monaten. Damit ist sicherge- stellt, dass der Sparkasse genügend Zeit zur Reaktion auf einen sich abzeichnenden Liquiditätsengpass verbleibt. Die Liquidity Coverage Ratio nach der Delegierten Ver- ordnung belief sich zum Jahresende 2019 auf 161,12 %. Damit ist der Mindestwert von 100 % für 2019 eingehalten. Das zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften not- wendige Guthaben wurde in der erforderlichen Höhe bei der zuständigen Zentralbank unterhalten. Der Sparkasse sind von der Deutschen Bundesbank, der SaarLB sowie weiteren Instituten Dispositionslinien eingeräumt worden, für die zum Teil Wertpapiere verpfändet bzw. Kredit- forderungen als Sicherheit hinterlegt wurden. Von den eingeräumten Kreditlinien sowie vom Angebot der EZB, Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktge- schäften abzuschließen, wurde in unterschiedlicher Höhe während des laufenden Geschäftsjahres Gebrauch gemacht. Liquidity Coverage Ratio (LCR) in % 180 160 140 120 100 80 60 40 20 0 8 1 / 2 1 9 1 / 1 0 9 1 / 2 0 9 1 / 3 0 9 1 / 4 0 9 1 / 5 0 9 1 / 6 0 9 1 / 7 0 9 1 / 8 0 9 1 / 9 0 9 1 / 0 1 9 1 / 1 1 9 1 / 2 1 Die aufsichtsrechtliche Eigenmittelausstattung stellt sich im Verlauf der letzten fünf Jahre wie folgt dar: Kapitalquoten nach CRR in % 20 18 16 14 12 10 8 6 2015 2016 2017 2018 2019 Gesamtkennziffer – CRR Kernkapitalquote 2.4.2. Finanzlage Das Liquiditätsmanagement der Kreissparkasse Saarlouis liegt in der Verantwortung der Abteilung Treasury. Neben der Steuerung der täglichen Zahlungsmittelzu- und -abflüsse sowie der Planung der erwarteten Zahlungs- ströme verantwortet sie auch die Steuerung des Zugangs zu den Refinanzierungsinstrumenten der EZB und zu den Refinanzierungsquellen des Geld- und Kapitalmarktes. Im Berichtszeitraum hatte die Sparkasse uneingeschränk- ten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt. Zur Überwachung unserer Zahlungsbereitschaft bedienen wir uns tagge- nauer Fälligkeitslisten. Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewo- genen Liquiditätssteuerung jederzeit gegeben. Auf Basis prognostizierter Zahlungsströme ermittelt die Sparkasse für verschiedene Szenarien „Survival Periods“, in denen die Zahlungsmittelabflüsse durch Zahlungsmit- telzuflüsse gedeckt sind. In den Szenarien werden die Auswirkungen von unwahrscheinlichen, aber dennoch möglichen negativen Entwicklungen untersucht. Im „institutsinduzierten“ Szenario (hauptsächlicher Ein- flussfaktor: Abruf von Spar- und Sichteinlagen) beträgt dieser Zeitraum 15 Monate, im „marktinduzierten“ Szenario (hauptsächlicher Einflussfaktor: Kursverfall von Wertpapieren) ist die Survival Period größer als 60 Monate. In dem Szenario, das eine Kombination der beiden vorgenannten Ereignisse darstellt, ergibt sich 14
2.4.3. Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Gewinn- und Verlustrechnung laut Jahresabschluss sind aus nachfolgender Tabelle ersichtlich, wobei periodenfremde Posten nicht gesondert ausgewiesen werden. Eine Mittel- bzw. Langfrist- planung erfolgt auf dieser Datenbasis nicht. Darstellung nach Gewinn- und Verlustrechnung Bestand Veränderungen Prognose 31.12.2019 Mio. € 31.12.2018 Mio. € 2019 Mio. € Zinsüberschuss (inkl. GV-Pos. 3, 4 und 17) Provisionsüberschuss Verwaltungsaufwand a) Personalaufwand b) Sachaufwand Teilergebnis Nettoergebnis aus dem Handelsbestand Sonstige ordentliche Erträge und Aufwendungen Ergebnis vor Bewertung Bewertungsergebnis1) Ergebnis nach Bewertung Steuern Jahresüberschuss 73,6 20,9 42,6 19,5 32,3 - - 1,7 30,6 - 12,9 17,7 - 10,6 7,1 76,9 21,4 45,1 19,2 34,0 - - 0,5 33,6 - 15,2 18,4 - 11,3 7,1 - 3,3 - 0,5 - 2,4 0,3 - 1,7 - 1,2 - 2,9 2,3 - 0,7 0,7 0,0 2019 % - 4,3 - 2,5 - 5,4 1,7 - 5,1 258,4 - 8,8 - 15,1 - 3,6 - 6,2 0,5 2018 % 6,5 14,7 1,9 1,2 23,1 - 91,8 53,0 145,4 16,6 29,0 1,1 2019 Mio. € 74,62) 22,0 42,3 22,1 32,2 0,0 32,2 (-) (-) (-) (-) 1) Einschließlich Zuführungen zu den Vorsorgereserven 2) Basis Betriebsvergleich (= ohne neutrales Ergebnis) Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen auftreten. Der Zinsüberschuss gem. Gewinn- und Verlustrech- nung ist im Vergleich zum Vorjahr – u. a. aufgrund geringerer Zinserträge aus dem privaten Kredit- geschäft und dem Kreditgeschäft mit öffentlichen Haushalten – um 4,3 % gesunken und liegt mit 73,6 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert. Der Zinsüberschuss ist weiterhin die bedeutendste Ertragsquelle unseres Geschäfts. Insbesondere die Absicherung der Zinsänderungsrisiken, die Verengung der Zinsmargen zwischen Geld- und Kapitalmarkt sowie auch der nach wie vor starke Margendruck wirkten sich auf den Zinsüberschuss belastend aus. Sowohl bei den laufenden Erträgen aus festverzinslichen Wertpapieren als auch bei den Beteiligungen lag das Ergebnis unter dem Vorjah- reswert. Die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Erträge aus anderen nicht festverzinslichen Wertpa- pieren konnten dieses rückläufige Ergebnis jedoch zum Teil kompensieren. Der Provisionsüberschuss verringerte sich um 0,5 Mio. EUR bzw. 2,5 %. Innerhalb der Provisions- erträge sind im Vergleich zum Vorjahr deutliche Ver- schiebungen zu erkennen. Die rückläufigen Erträge im Wertpapiervermittlungsgeschäft konnten durch gestiegene Vermittlungsprovisionen im Kreditgeschäft kompensiert werden. Die Provisionsaufwendungen stiegen wegen eines einmaligen Sondereffekts an. Der Verwaltungsaufwand verringerte sich um 3,3 % bzw. 2,1 Mio. EUR auf 62,1 Mio. EUR. Dieser Rück- gang ist vollständig auf gesunkene Personalauf- wendungen, insbesondere wegen des Verzichts auf Sonderzahlungen an Mitarbeiter, zurückzuführen. Beim Sachaufwand ist überwiegend wegen gestie- gener EDV-Kosten eine leichte Erhöhung um 1,7 % bzw. 0,3 Mio. EUR zu verzeichnen. Das Ergebnis vor Bewertung in Höhe von 30,6 Mio. EUR liegt mit einem Rückgang um 8,8 % bzw. 2,9 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Das Bewertungsergebnis ist im Wesentlichen durch die Aufstockung der Reserven nach § 340g HGB be- einflusst. Nach Vornahme aller notwendigen Bewer- tungsmaßnahmen und der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken weisen wir ein im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mio. EUR niedrigeres Ergebnis nach Bewertung aus. Für das Geschäftsjahr 2019 war ein um 0,7 Mio. EUR auf 10,6 Mio. EUR gesunkener Steueraufwand aus- zuweisen. 15
Der ausgewiesene Jahresüberschuss beläuft sich konstant auf rund 7,1 Mio. EUR. Die gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG zu ermittelnde Quote (Jahres- überschuss / Bilanzsumme) betrug zum 31.12.2019 0,18 %. Der im Geschäftsjahr 2019 ausgewiesene Jahresüberschuss reicht aus, den notwendigen Kernkapitalbedarf der Sparkasse, der für eine stetige Geschäftsentwicklung erforderlich ist, zu sichern. Zur weiteren Analyse der Ertragslage unseres Hauses greifen wir für interne Zwecke auf den „Betriebsver- gleich“ der Sparkassenorganisation zurück, in dem eine detaillierte Aufspaltung und Auswertung des Ergebnisses unserer Sparkasse in Relation zur Durch- schnittsbilanzsumme (DBS) erfolgt. In das Betriebs- ergebnis vor Bewertung gehen die ordentlichen Erträge aus Zins-, Dienstleistungs- und Handels- geschäften ein. Im Vergleich zur bilanziellen Darstel- lung werden periodenfremde und außergewöhnliche Posten separiert und gesondert dem neutralen Ergebnis zugerechnet. Nach Berücksichtigung des Bewertungsergebnisses verbleibt das Betriebsergeb- nis nach Bewertung und unter Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses und der Steuern ergibt sich der Jahresüberschuss. Das Betriebsergebnis vor Bewertung betrachten wir als zufriedenstellend. Es liegt mit 0,84 % der durch- schnittlichen Bilanzsumme deutlich oberhalb des Durchschnitts aller Sparkassen des saarländischen Verbandsgebietes. Auch nach Berücksichtigung aller Bewertungsmaßnahmen weisen wir ein Be- triebsergebnis nach Bewertung deutlich über dem Verbandsdurchschnitt aus. 2.5. Bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 2.5.1. Mitarbeiter Zum Jahresende beschäftigte die Sparkasse neben den drei Mitgliedern des Vorstandes 690 Mitarbeiter (aktive Mitarbeiter mit Bezügen). Im Personalbestand sind 243 Teilzeitkräfte und 44 Auszubildende enthalten. Die Gesamtzahl der Beschäftigten ist zwar im Vergleich zum Vorjahr, vor allem aufgrund der zunehmenden Anzahl von Renteneintritten, leicht gesunken; dennoch gehören wir weiterhin zu den größten Arbeitgebern und Ausbildern im Landkreis Saarlouis. Durch flexible Arbeitszeitregelungen wird ein effizienter Arbeitsein- satz ermöglicht. So können unsere Mitarbeiter unter- schiedliche Modelle, wie variable Arbeitszeit, Teilzeit- arbeit und Altersteilzeit, nutzen. Aus- und Weiterbildung werden in unserem Hause nach wie vor ganz großgeschrieben. Die Zahl der Aus- zubildenden haben wir in den letzten Jahren nahezu konstant gehalten. Damit leistet die Sparkasse einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Jugendarbeits- losigkeit und für die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft im Landkreis Saarlouis. Allen Auszubildenden, die ihre Ausbildung schulisch und betrieblich erfolgreich abgeschlossen haben, wurde eine Übernahme in das Angestelltenverhältnis angeboten. Lebenslanges Lernen wird als notwendige Voraussetzung angesehen, um bis zum Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben beschäftigungsfähig zu sein. Stete Weiter- bildung liegt deshalb sowohl im Interesse des Arbeit- gebers wie des Arbeitnehmers. Daher stehen wir zu der Strategie des lebenslangen Lernens – vom Auszu- bildenden bis zur Führungsebene – nicht nur in wirt- schaftlich guten, sondern auch in schwierigen Zeiten. So bieten wir hausinterne und externe Weiterbildungs- programme (z. B. an der regionalen Sparkassenakademie) an. Angesichts der ständigen Weiterentwicklung der Sparkassengeschäfte, technischer Neuerungen, vor allem hinsichtlich der fortschreitenden Digitalisierung, sowie wachsender aufsichtsrechtlicher Anforderungen bilden die gezielte Förderung sowie die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter einen Schwerpunkt unserer Personalarbeit. Insbesondere haben wir uns zum Ziel gesetzt, die digitale Fitness der Mitarbeite- rinnen und Mitarbeiter zu erhöhen. Im Rahmen der Digitalen Agenda der Kreissparkasse Saarlouis fanden deshalb im Jahr 2019 schwerpunktmäßig Seminare und Fortbildungsmaßnahmen rund um das Thema Digitalisierung statt. Außerdem wurde von allen aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein sog. „Digitaler Führerschein“ absolviert. Erklärtes Ziel unseres Gesundheitsmanagements ist es, die Gesundheit und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter zu erhalten und zu fördern. Die Gesundheit zu schützen und zu fördern, erachten wir nicht nur als soziale Ver- pflichtung, sondern auch als ökonomische Notwen- digkeit. Der Schwerpunkt unserer mit lokalen Trägern durchgeführten Programme liegt in vorbeugenden Maßnahmen von der Grippeschutzimpfung bis hin zu einem vielfältigen Angebot an Sport-, Ernährungs- und Gesundheitskursen. 2.5.2. Kundenbeziehungen Wir stellen das Kundeninteresse in den Fokus unserer Geschäftstätigkeit und orientieren unsere internen Maß- stäbe konsequent an den Bedürfnissen, Erwartungen und Wünschen unserer Kunden. Neue Kundenbedürfnisse 16
frühzeitig zu erkennen und in Lösungen umzusetzen, ist dafür die Voraussetzung. Die Basis hierfür bildet die Beratung und Betreuung unserer Kunden. Die enge Beziehung und ein gutes Vertrauensverhältnis sind we- sentliche Voraussetzung für den geschäftlichen Erfolg. Diese Herausforderung haben wir angenommen und halten unsere Mitarbeiter wie bereits in den vergangen- en Jahren unter anderem durch intensive Schulungen auf dem neuesten Stand. So können wir unseren Kunden individuelle Lösungen für unterschiedlichste Finanz- fragen anbieten und sie in allen Lebensphasen optimal begleiten. Damit können wir dem Kundenbedürfnis, „Alles aus einer Hand“ zu bekommen, entsprechen. Als Sparkasse haben wir den Anspruch, nah am Kunden zu sein – auch in der immer stärker einfluss- nehmenden digitalen Welt. Dieser Herausforderung stellen wir uns und bieten unseren Kunden mit unserer Internetfiliale, der Sparkassen-App sowie dem Angebot neuer Kommunikationswege zeitgemäße Lösungs- möglichkeiten für ein modernes Banking an. Unserem Impulsmanagement kommt bei der Schaffung von Kundenzufriedenheit eine wichtige Rolle zu. Die gezielte Erfassung und Auswertung der Kundenimpulse ermöglicht es, Schwachstellen zu erkennen und Prozesse zu verändern. Darüber hinaus werden durch eine zentrale Dokumentation und Bearbeitung eine ange- messene Reaktionszeit sowie die Einhaltung regula- torischer Anforderungen sichergestellt. Oberstes Ziel ist grundsätzlich die Wiederherstellung der Kunden- zufriedenheit und die Stärkung der Kundenbindung. Das zentrale Impulsmanagement der Kreissparkasse Saarlouis erreichten im Jahr 2019 insgesamt 359 Impulse. Erstattungen wurden in Höhe von 10 TEUR vorgenommen. Die Zahl der Wertpapierbeschwerden beläuft sich im Jahr 2019 auf 19. Damit liegt die Anzahl unter dem ohnehin niedrigen Vorjahresniveau. 2.5.3. Umweltverträglichkeit Die Umweltverträglichkeit durch geeignete Maßnahmen kontinuierlich zu verbessern und den Verbrauch natür- licher Ressourcen stetig zu senken, sind wichtige Hand- lungsfelder unserer Sparkasse. Wir sehen die Chance, durch einen effizienten Ressourceneinsatz im gesamten Bankbetrieb den ökologischen Fußabdruck zu ver- ringern und so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Lebensgrundlage zu leisten. Gemäß der allge- meinen Stellenbeschreibung ist jeder Mitarbeiter dazu angehalten, mit den Arbeitsgeräten und -materi- alien sachgemäß, schonend und sparsam umzugehen, sowie den Energieverbrauch möglichst gering zu halten. Als Dienstleistungsunternehmen spielt der Einkauf von Produkten und Waren für unsere Sparkasse eine eher untergeordnete Rolle. Gleichwohl sind wir bestrebt, neben der Wirtschaftlichkeit auch soziale und ökologi- sche Aspekte zu berücksichtigen. Spezielle Einkaufs- richtlinien existieren nicht, da wir vorrangig unsere Materialien bei unseren Verbundunternehmen beziehen. Bei der Auswahl unserer Dienstleister liegt der Fokus neben kurzen Wegen und ökonomischen Vorteilen auch darauf, dass der Dienstleister selbst bei der Auswahl der Materialien ökologische Kriterien zugrunde legt und das Thema „Nachhaltigkeit“ in seiner Unterneh- mensphilosophie fest verankert hat. Ein wesentliches Kriterium bei der Dienstleisterauswahl und der Material- beschaffung ist die Regionalität, welche neben der Wirt- schaftsförderung in der Region auch zur Reduktion von Emissionen durch entsprechend kurze Wege beiträgt. Zahlreiche Maßnahmen zur Forcierung eines ressour- censchonenden Energieeinsatzes, zur Reduktion des Energieverbrauchs unserer Gebäude sowie die perma- nente Überprüfung der hausinternen Prozesse auf Effi- zienzsteigerung stehen im Fokus unserer Aktivitäten. 2.5.4. Soziale Verantwortung Soziale Verantwortung überall dort zu leben, wo die Sparkasse tätig ist, betrachten wir von jeher als Eckpfei- ler unserer Unternehmenskultur. Mit Spenden, durch Sponsoring und über die Dotierung zweier Stiftungen fördern wir die gesellschaftliche Entwicklung und At- traktivität der Region. Im vergangenen Jahr betrug das Gesamtvolumen 314 TEUR. Es wurden soziale Einrich- tungen unterstützt sowie das kulturelle und sportliche Leben gefördert. Die Verantwortung beschränkt sich aber nicht nur auf Fürsorgemaßnahmen und Sponso- ringaktivitäten. Nach unserer Auffassung handelt ein Unternehmen heute nur dann sozial, wenn es Beschäf- tigung aktiv sichert, seine Mitarbeiter qualifiziert und in die Gestaltung der Unternehmenszukunft einbezieht. 2.6. Gesamtaussage und Beurteilung Die geschäftliche Entwicklung und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage können unter Berücksichti- gung der gesamtwirtschaftlichen sowie branchen- spezifischen Entwicklung als gut beurteilt werden. 17
3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Es überwacht die vom Vorstand festgelegten Limite und übernimmt das Reporting der Risikokennziffern an den Vorstand und die zuständigen Geschäftsbereiche. Die Risikocontrolling-Funktion wird von der Abteilung Unternehmenssteuerung wahrgenommen, welche direkt dem Marktfolge- und Überwachungsvorstand unterstellt ist. Sie unterstützt die Geschäftsleitung in allen risikopolitischen Fragestellungen, insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung der Risikostrategie sowie bei der Ausgestaltung eines Systems zur Begren- zung der Risiken. Der Leiter des Risikocontrollings hat alle notwendigen Befugnisse und uneingeschränkten Zugang zu allen Informationen, die für die Erfüllung seiner Aufgaben erforderlich sind. Vor Entscheidungen mit wesentlichen Auswirkungen auf die Risiko- und Ertragslage ist der Leiter des Risikocontrollings zu informieren. In vierteljährlichen Gesamt-Risikoberichten werden Vorstand und Verwaltungsrat über die Entwicklung der Risikosituation vor dem Hintergrund der Risikotrag- fähigkeit informiert. Die ermittelten Risiken waren im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit tragbar. Als prozessunabhängige Stelle unterstützt die Interne Revision den Vorstand in seiner originären Über- wachungsaufgabe. Grundlage hierfür ist ein risikoorien- tierter Prüfungsplan, der vom Vorstand genehmigt wurde und anhand dessen die Interne Revision die Betriebs- und Geschäftsabläufe prüft und bewertet. Dazu zählt auch die Prüfung des Risikomanagements, der Risikosteuerung und -überwachung, des internen Berichtswesens sowie der Einhaltung interner und externer Regelungen. Der Fokus liegt hierbei auf den Prozessen und Methoden unter Beachtung der Grund- sätze von Sicherheit, Ordnungsmäßigkeit sowie Wirt- schaftlichkeit und Zweckmäßigkeit. Wesentliche Feststellungen mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben sich im Geschäftsjahr 2019 nicht ergeben. 3.1. Risikobericht Die bewusste Übernahme und die Steuerung von Risiken unter Berücksichtigung eines risiko- und ertragsadäqua- ten Einsatzes des Eigenkapitals sind Kernfunktionen von Kreditinstituten. Zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der Risiken wurde als Bestandteil der Unternehmensfüh- rung von der Geschäftsleitung ein Risikomanagement installiert. Aufgrund der von uns getätigten Geschäfte zählen für unser Haus die Adressenausfall-, Markt- preis-, Liquiditäts- und operationellen Risiken als wesentliche Risikoarten. Das Management und die zeitnahe Überwachung aller Risiken sind die grundlegenden Voraussetzungen für das bewusste Eingehen von Risiken im Rahmen unserer Strategie. Diesen Anforderungen tragen wir durch die fortlaufende Weiterentwicklung unserer Risikosteu- erungssysteme Rechnung. Um unsere strategischen Ziele erreichen zu können und einen risiko- und er- tragsorientierten Einsatz unseres Kapitals sicherzu- stellen, müssen Risiken frühzeitig erkannt und den im Rahmen des Risikomanagements zuständigen Stellen die zur Steuerung erforderlichen Informationen voll- ständig und zeitnah zur Verfügung gestellt werden. Die Kreissparkasse Saarlouis beachtet bezüglich ihrer Stra- tegien und der implementierten Prozesse die Mindest- anforderungen an das Risikomanagement (MaRisk). 3.1.1. Risikomanagement der Sparkasse Die Entscheidungsfindung im Risikomanagement auf Gesamtbankebene erfolgt durch den Vorstand. Neben der geschäftspolitischen Zielsetzung legt der Vorstand die Höhe des einzusetzenden Kapitals sowie dessen Aufteilung auf die einzelnen Risikoarten fest. Die Grundzüge des Steuerungs- und Überwachungs- systems, die identifizierten Risikoarten und die einge- setzten Instrumente werden im Risikohandbuch der Sparkasse dokumentiert. Es enthält darüber hinaus die Zuständigkeiten und den Turnus der Berichterstattung an den Vorstand bzw. die Entscheidungsträger. Das Risikocontrolling hat die Aufgabe, Risikosteuerungs- und -controllingprozesse einzurichten, die eine Identi- fizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und damit verbundener Risikokonzentrationen gewährleisten. 18
Phasen des Risikomanagementprozesses In einem einheitlichen und in sich geschlossenen System zur Analyse und Quantifizierung der bestehen- den Adressenausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- sowie operationellen Risiken unterscheiden wir vier Phasen im Risikomanagementprozess. Zuerst werden im Rahmen der Risikoidentifikation bestehende und zukünftige wesentliche Risiken identifiziert, um dann davon ausgehend eine Klassifizierung durchführen zu können. Hierzu zählen beispielsweise die bei neuen Produkten oder komplexen Geschäften erkannten Risi- ken und deren Integration in das bestehende System. Mit wesentlichen Risiken verbundene Risikokonzen- trationen werden im Rahmen der Risikoidentifikation berücksichtigt. Ziel der Risikobeurteilung ist die Messung und Bewertung der identifizierten Risiken. Dabei werden für die wesentlichen Risiken angemessene Risikomodelle angewendet oder Szenariobetrachtungen (z. B. Real-Case- bzw. Worst-Case-Szenarien oder Stress- tests) durchgeführt. Die Risikosteuerung stellt sich als Gesamtheit der Maßnahmen dar, die darauf abzielen, Risiken bewusst einzugehen, zu begrenzen, zu ver- ringern, zu vermeiden oder zu übertragen. Die letzte Phase des Prozesses bilden die Überwachung der vom Vorstand festgelegten Maßnahmen und Limite, das Reporting der Risikokennziffern sowie der Analyse- ergebnisse an den Vorstand und die zuständigen Geschäftsbereiche durch das Risikocontrolling. Neben der turnusmäßigen Berichterstattung über die wesent- lichen Risiken erfolgt auch eine bedarfsgerechte Ad-hoc- Berichterstattung. Darüber hinaus werden auch die Methoden der vorherigen Prozessphasen und die Güte der verwendeten Daten bzw. Ergebnisse kontrolliert sowie validiert. Risikotragfähigkeit Im Rahmen der vierteljährlich durchzuführenden Risiko- tragfähigkeitsberechnung stellt die Kreissparkasse Saarlouis ihr Risikodeckungspotenzial den eingegange- nen Risiken gegenüber. Dabei stellen die installierten Verfahren zur Messung und Steuerung der Risiken sicher, dass die wesentlichen Risiken jederzeit durch das vorhandene Risikodeckungspotenzial abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Die Sparkasse setzt ein auf periodischer Sichtweise basierendes Risikotragfähigkeitskonzept ein. Sie richtet sich dabei an einem Going-Concern-Ansatz aus, wonach sichergestellt ist, dass auch bei Verlust des zur Risikoabdeckung eingesetzten Risikodeckungspoten- zials die regulatorischen Kapitalanforderungen erfüllt werden können. Der Vorstand legt jeweils zu Beginn eines laufenden Jahres für das folgende Geschäftsjahr fest, welcher Teilbetrag des Risikodeckungspotenzials zur Abdeckung der wesentlichen Risiken zur Verfügung stehen soll. Anschließend werden die quantifizierbaren Risiken auf die aus dem zur Verfügung gestellten Risiko- deckungspotenzial abgeleiteten Limite angerechnet. Risikodeckungspotenzial Verwendbares Risikodeckungspotenzial Zur Verfügung gestelltes Risikodeckungspotenzial Auslastung des zur Verfügung gestellten Risikodeckungs- potenzials (+ = Risiko / - = Chance) 31.12.2019 T € 31.12.2018 T € 175.574 185.149 95.000 88.000 - 14.905 - 16.194 Auslastung zum 31.12. in % - 16 % - 18 % Im ersten Quartal 2020 musste aufgrund der Corona- Krise das zur Verfügung gestellte Risikodeckungspoten- zial erhöht werden. Um die Risikotragfähigkeit auch über das Ende des Ge- schäftsjahres hinaus sicherstellen zu können, stellt die Kreissparkasse Saarlouis ab dem 30.06. eine Betrachtung bis zum übernächsten Bilanzstichtag an. Mit Blick auf die quantitativen und qualitativen Kapitalanforderungen stellen wir jährlich Berechnungen zur Quantifizierung des voraussichtlichen Kapitalbedarfs an. Dabei werden verschiedene Annahmen über die künftige Ergebnis- entwicklung sowie den künftigen Kapitalbedarf getroffen. Auf Basis der aktuellen Berechnungen ist die Risikotrag- fähigkeit weiterhin problemlos darstellbar. Risikostrategie Beim Umgang mit unseren Geschäftsrisiken verfolgen wir auf Basis der Risikotragfähigkeit eine Risikostrategie, die durch folgende Merkmale gekennzeichnet ist: • Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Risiken und für die Umsetzung der Risikostrategie und baut dabei auf das risikobewusste Verhalten aller Mitarbeiter. • Die Risikostrategie berücksichtigt die in der Geschäfts- strategie niedergelegten Ziele und Planungen der wesentlichen Geschäftsaktivitäten und die Risiken wesentlicher Auslagerungen. • Durch die Festlegung des jeweiligen Risikoappetits wurde bestimmt, bis zu welchen Grenzen die Sparkasse bereit ist, Risiken einzugehen. • Innerhalb ihres Verantwortungsbereiches haben unsere Führungskräfte für ein den Vorgaben des Vorstandes entsprechendes Verhältnis von einge- gangenen Risiken zu erzielten Erträgen zu sorgen. • Bei neuen Geschäftsaktivitäten sind angemessene 19
Analysen hinsichtlich organisatorischer Umsetzbar- keit, rechtlicher Konsequenzen und deren Risikoge- halt durchzuführen. • Die zuständigen Entscheidungsträger müssen die erforderlichen Informationen vollständig und zeit- nah zur Verfügung gestellt bekommen. • Aufsichtsrechtliche und gesetzliche Normen müssen jederzeit erfüllt werden. Der Gesamtbetrag des Nettokreditvolumens, aufge- schlüsselt nach Risikopositionsklassen (dargestellt mit den KSA-Bemessungsgrundlagen gemäß Artikel 442 Buchstabe c) CRR vor Kreditrisikominderungstechniken) stellt sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt dar: Gesamtbetrag der Forderungen nach Forderungsklassen • Grundsätzlich sind alle Betriebsabläufe durch die Risikopositionsklasse Nettokreditvolumen Interne Revision zu prüfen. • Die Risikostrategie wird mindestens jährlich über- Institute prüft und sukzessive weiterentwickelt. 3.1.2. Adressenausfallrisiken Unter Adressenausfallrisiken versteht man die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich zugesagter Leistungen durch die Kreditnehmer bzw. Handelspartner. Kreditgeschäft Da das Kreditgeschäft ein wesentliches Kerngeschäft der Sparkasse darstellt, sind das Eingehen von Adressen- ausfallrisiken sowie die Kontrolle und Steuerung dieser Risiken Kernkompetenzen der Sparkasse. In der Kredit- risikostrategie wird die Risikoneigung differenziert nach Produkten, Kundensegmenten und Risikoklassen definiert. Die Steuerung des Kreditgeschäfts geschieht unter besonderer Berücksichtigung der Größenklassen- struktur, der Branchen, der gestellten Sicherheiten sowie des Risikos des Engagements. Der Vorstand räumt der Risikobegrenzung einen hohen Stellenwert ein. Regionalregierungen und lokale Gebietskörperschaften Investmentanteile Gedeckte Schuldverschreibungen Durch Immobilien besicherte Risikopositionen Internationale Organisationen Multilaterale Entwicklungsbanken Öffentliche Stellen Mengengeschäft Sonstige Positionen Zentralregierungen und Zentralbanken Unternehmen Ausgefallene Risikopositionen Gesamtbetrag der Forderungen T € 305.617 301.046 207.869 148.799 1.328.642 25.412 26.338 57.703 1.013.531 65.160 235.318 787.697 50.731 4.553.863 20
Dabei besteht eine Verteilung der Forderungen in T€ auf folgende geografische Hauptgebiete: Gesamtbetrag der Forderungen nach geografischen Hauptgebieten Risikopositionsklasse Institute Regionalregierungen und lokale Gebietskörperschaften Investmentanteile Gedeckte Schuldverschreibungen Durch Immobilien besicherte Risikopositionen Internationale Organisationen Multilaterale Entwicklungsbanken Öffentliche Stellen Mengengeschäft Sonstige Positionen Zentralregierungen und Zentralbanken Unternehmen Ausgefallene Risikopositionen Gesamtbetrag der Forderungen Nettokreditvolumen EWR ohne Deutschland T € 139.918 0 19.845 134.567 10.743 10.131 20.322 0 26.348 0 35.691 32.006 1.062 Deutschland T € 165.413 301.046 188.024 14.232 1.316.470 0 0 57.703 986.007 65.160 199.627 750.670 49.661 4.094.013 430.631 Sonstige T € 286 0 0 0 1.429 15.281 6.017 0 1.176 0 0 5.021 8 29.218 Die nachfolgende Übersicht der Hauptbranchen spiegelt die Struktur der Wirtschaft in unserem Geschäftsgebiet wider: Gesamtbetrag der Forderungen nach Risikoart und Hauptbranchen Hauptbranche Banken Offene Investmentvermögen (inkl. Geldmarktfonds) Organisationen ohne Erwerbszweck Privatpersonen Öffentliche Haushalte Unternehmen und wirtschaftlich selbstständige Privatpersonen Baugewerbe Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung, Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden Grundstücks- und Wohnungswesen Handel, Instandhaltung, Reparatur von Kraftfahrzeugen Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur Verarbeitendes Gewerbe Verkehr und Lagerei, Nachrichtenübermittlung Finanz- und Versicherungsdienstleistungen Sonstiges Dienstleistungsgewerbe Sonstige Gesamtbetrag der Forderungen Derivative Finanzinstrumente T € 10.094 0 0 0 0 0 6.701 434 0 0 0 0 0 0 0 Nettokreditvolumen Sonstige T € 204.263 0 25.150 1.773.284 277.605 107.970 142.652 341.261 176.625 21.342 143.524 25.491 94.206 380.861 65.160 Wertpapiere T € 441.747 188.024 0 0 56.041 0 0 0 0 0 5.034 5.000 61.384 11 0 17.229 3.779.392 757.242 21
Die Übersicht zu den Forderungsarten nach Restlaufzeiten zeigt, dass die Ausleihungen im Kreditgeschäft überwiegend den langfristigen Bereich betreffen: Gesamtbetrag der Forderungen nach Forderungsart und Restlaufzeiten Forderungsart Sonstige Wertpapiere Derivative Finanzinstrumente Gesamtbetrag der Forderungen Die Sparkasse verfügt über Steuerungsinstrumente, um frühzeitig Adressenausfallrisiken bei Kreditengage- ments zu erkennen, zu steuern, zu bewerten und im Jahresabschluss durch Risikovorsorge (Einzelwert- berichtigungen, Rückstellungen) abzuschirmen. Die Kreditengagements werden regelmäßig dahingehend überprüft, ob Risikovorsorgebedarf besteht. Zentrale Bedeutung für die kreditnehmerbezogenen Adressenausfallrisiken hat die Bonitätsbeurteilung. Zur Steuerung der Kreditrisiken setzen wir u. a. die zen- tralen Ratingverfahren der S-Finanzgruppe ein, in die aktuell grundsätzlich alle Firmen- und Gewerbekunden sowie Privat- und Individualkunden einbezogen sind. Die Bonitätseinstufung erfolgt hierbei auf Basis quan- titativer und qualitativer Merkmale. Grundlage für die jährliche Bonitätsprüfung sind Unterlagen über die wirtschaftlichen Verhältnisse unserer Kreditnehmer (z. B. Jahresabschlüsse von Firmen- und Gewerbe- kunden). Zur Beurteilung der Kreditnehmerbonität setzt die Sparkasse von der Sparkassenorganisation angebotene Systeme (z. B. das Programm EBIL zur Einzelbilanzanalyse, das Sparkassen Standardrating, das Immobiliengeschäftsrating, das Kundenkompakt- rating und das Kundenscoring zur Risikoklassifizie- rung) ein. Das geratete Kreditvolumen in Höhe von 4.548,4 Mio. EUR ist überwiegend (69,9 %) in den Ratingklassen „AAA bis BBB“ eingestuft, während 3,7 % eine Ratingnote von „B+ bis C“ haben. Die nachstehende Übersicht zeigt die prozentuale Verteilung unseres mit Rating- und Scoring- verfahren beurteilten Kundenkreditportfolios (klassi- sches Kundenkreditvolumen, d. h. ohne Wertpapiere, Derivate und Beteiligungen) nach Ratingklassen zum 31.12.2019. Nettokreditvolumen bis 1 Jahr T € > 1 Jahr bis 5 Jahre T € 893.002 50.025 98 943.126 408.567 352.057 2.237 762.862 > 5 Jahre bis unbefristet T € 2.477.823 355.159 14.893 2.847.875 Verteilung „klassisches“ Kundenkreditvolumen1) Externes Rating Ratingklassen Per 31.12.2019 in % AAA bis BBB BBB- bis BB+ BB bis BB- B+ bis C D ungeratet 1 – 3 4 – 6 7 – 9 10 – 15 16 – 18 – 62,0 20,2 10,7 4,8 1,9 0,4 1) Ohne Wertpapiere, Derivate und Beteiligungen Die Bonitätsbeurteilung erfolgt im risikorelevanten Geschäft durch erfahrene Mitarbeiter des Bereiches Marktfolge Kredit unter Einbeziehung der Informatio- nen der Kundenbetreuer. Unterhalb der Risikorelevanz- grenze erfolgt die Bonitätsbeurteilung grundsätzlich durch die Kundenbetreuer. Sofern in diesem Segment Analysen durch die Marktfolge Kredit erstellt werden, hängt der Umfang von der Höhe und der Betreuung des Engagements bzw. der Einstufung im Frühwarn- system ab. Soweit uns Informationen vorliegen, die auf eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse hinweisen, erfolgt in definierten Fällen eine außerordent- liche Überprüfung. In einer internen Watchlist, die viertel- jährlich erstellt wird, werden problembehaftete bzw. ausfallgefährdete Engagements geführt und erforder- lichenfalls an die Abteilung Kreditconsulting (Sanierung) abgegeben bzw. notleidende Engagements durch die Abteilung Forderungsmanagement (Abwicklung) betreut. Daneben gibt es Fälle, bei denen eine Intensivbetreuung im Markt – in definierten Fällen unter Einbindung der Marktfolge – stattfindet. 22
Die Kreditengagements werden regelmäßig dahin- gehend überprüft, ob Risikovorsorgebedarf besteht. Basis einer Überprüfung, ob im Einzelfall eine Risiko- vorsorge zu bilden ist, ist die Beurteilung der wirt- schaftlichen Verhältnisse und des Zahlungsverhaltens des Kunden. In einem weiteren Schritt erfolgt dann eine Bewertung der Sicherheiten mit ihrem wahrscheinlichen Realisationswert, um einschätzen zu können, welche Zahlungen nach Eintritt von Leistungsstörungen noch erwartet werden. Die Wertberichtigungen, Rückstel- lungen und Direktabschreibungen werden auf Vorschlag der entsprechenden Fachabteilung kompetenzgerecht entschieden. Es erfolgen eine regelmäßige Überprüfung der Angemessenheit und gegebenenfalls daraus resul- tierende Anpassungen. Bei Stellung neuer Sicherheiten bzw. Höherbewertung bestehender Sicherheiten sowie einer nachhaltigen Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers, die eine Kapitaldienst- fähigkeit erkennen lassen, oder bei einer zweifelsfreien Kreditrückführung aus vorhandenen Sicherheiten erfolgt eine Auflösung der Risikovorsorge. Die Erfassung, Fort- schreibung und Auflösung der Risikovorsorge erfolgen in der Kreissparkasse Saarlouis im zentralen DV-System „ABIT“. Die Geschäftsprozesse im Zusammenhang mit der Risikovorsorge sowie die kompetenzgerechte Genehmigung sind in Arbeitsanweisungen geregelt. Für latente Ausfallrisiken bildet die Sparkasse Pauschal- wertberichtigungen. Darüber hinaus bestehen Vorsorge- reserven für allgemeine Bankrisiken nach § 340f und § 340g HGB. Neben der einzelkreditnehmerbezogenen Adressen- ausfallrisikobetrachtung erfolgt auch eine portfoliobe- zogene Betrachtung der Adressenausfallrisiken. Dabei werden regelmäßig durch das Risikocontrolling die Veränderungen in der Risikosituation des Kreditport- folios mit Hilfe des Kreditrisikomodells Sparkassen- CreditPortfolioView analysiert. Zentrale Größe der portfoliobezogenen Risikomessung ist der Value-at- Risk (VaR), der dem geschätzten maximalen Wertver- lust des Portfolios entspricht, der unter marktüblichen Bedingungen in einer einjährigen Referenzperiode mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird. In die Ermittlung des VaR fließen neben den einzel- kreditnehmerbezogenen Daten wie Zahlungsstrom, Aus- fallwahrscheinlichkeit, Branchenzugehörigkeit und Daten zu den vorhandenen Sicherheiten auch makro- ökonomische Parameter wie die Ausfallzeitreihen der Risikosegmente, Korrelationskoeffizienten, Einbrin- gungs- und Verwertungsquoten, Shiftparameter und die aktuelle Zinsstrukturkurve sowie Credit Spreads ein. Das Kreditportfolio unserer Sparkasse ist gekennzeichnet durch eine gute Diversifizierung sowohl nach Branchen, Ratingklassen als auch nach Größenklassen. Länder- risiken spielen aufgrund ihres geringen Anteils eine untergeordnete Rolle in der Sparkasse. Vor dem Hinter- grund der sich aus den Bonitätsbeurteilungssystemen ergebenden Erkenntnisse stufen wir die Entwicklung unserer Risikolage aus dem Kreditgeschäft als unbe- denklich ein. Die Adressenausfallrisiken bewegten sich 2019 jederzeit im Rahmen des vom Vorstand vorge- gebenen Limits. Auch aufgrund des zum 31.12.2019 ermittelten VaR gehen wir insgesamt von einer als überschaubar einzustufenden Risikosituation aus. Entwicklung der Risikovorsorge Art der Risikovorsorge Einzelwertberichtigungen Rückstellungen Pauschalwertberichtigung Anfangs- bestand der Periode Mio. € 29,3 0,6 3,9 Verbrauch Auflösungen Zuführungen Mio. € 10,3 0,0 0,0 Mio. € Mio. € 3,4 0,1 0,0 2,5 0,0 0,1 Endbestand der Periode Mio. € 18,1 0,5 4,0 23
Handelsgeschäft Die Adressenausfallrisiken bei Handelsgeschäften werden durch sorgfältige Auswahl unserer Vertrags- partner sowie durch Limite je Partner begrenzt. Die Auslastung der Limite wird durch die Abteilung Rechnungswesen berechnet und überwacht. Die Handelsgeschäfte umfassen zum Bilanzstichtag ein Volumen von 780,7 Mio. EUR. Wesentliche Positionen sind dabei die Schuldverschreibungen und Anleihen (568,0 Mio. EUR) und die Wertpapier- und Immobilien- spezialfonds (212,7 Mio. EUR). Dabei zeigt sich nachfolgende Ratingverteilung der direkt gehaltenen Schuldverschreibungen und Anleihen: Ratingverteilung Ratingbereich (Standard & Poor’s) Gesamtnominalvolumen 31.12.2019 AAA (Moody‘s: Aaa) AA+ bis AA- (Moody‘s: Aa1 bis Aa3) A+ bis A- (Moody‘s: A1 bis A3) BBB+ bis BBB- (Moody‘s: Baa1 bis Baa3) BB+ bis BB- (Moody‘s: Ba1 bis Ba3) Kein S&P- bzw. Moody‘s-Rating Summe T € 167.500 131.000 154.100 117.500 0,0 0,0 570.100 Die direkt von der Sparkasse gehaltenen Wertpapiere verfügen zu 79,4 % über ein Rating von A- und besser. Anteile an Publikumsfonds und Aktien werden aus- schließlich über unsere Spezialfonds gehalten, für die aber die Anlagerichtlinien Vorgaben zur Risikobegren- zung enthalten. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über unser Engagement in Wertpapieren von Emittenten aus Staaten außerhalb Deutschlands: Engagements außerhalb Deutschlands (ohne Supranational z. B. EFSF): Staaten Aktien festverz. Wertpapiere Sonstige Gesamt 2019 Mio. € 2019 Mio. € 2019 Mio. € 2018 Mio. € Belgien Finnland Frankreich Irland Italien Luxemburg Niederlande Norwegen Österreich Schweden Schweiz Spanien Vereinigtes Königreich Summe 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 5,0 30,5 64,8 6,0 24,0 10,0 53,6 27,0 63,0 31,5 5,0 15,0 5,0 340,4 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 5,0 13,5 62,8 6,0 24,0 10,0 47,5 30,0 71,0 41,5 5,0 15,0 5,0 336,3 Die Bestände setzen sich aus festverzinslichen bzw. variabel verzinslichen Wertpapieren (Corporate Bonds, IHS, öffentliche Anleihen, Pfandbriefe) zusammen und wurden zum Jahresende, sofern erforderlich, jeweils auf den beizulegenden Wert abgeschrieben. Wir berechnen das Adressenausfallrisiko bei Handels- geschäften für die Risikotragfähigkeit ratingbasiert. Ausgehend von den Ausfallwahrscheinlichkeiten, die den aktuellen Ratingeinstufungen zugrunde liegen, wird ein VaR ermittelt. Die für außergewöhnliche Marktentwicklungen durch- geführten Worst-Case-Szenarien und Stresstests zeigen, dass die Sparkasse auch im Risiko- bzw. Stressfall die dabei entstehenden Verluste mit dem eingesetzten Risikodeckungskapital ausgleichen kann. Die Adressen- ausfallrisiken aus Handelsgeschäften bewegten sich im gesamten Geschäftsjahr 2019 innerhalb der im Rahmen der Risikotragfähigkeit festgelegten Limite. Beteiligungen Die Gefahr eines finanziellen Verlustes aufgrund von Wertminderungen des Beteiligungsportfolios wird als Beteiligungsrisiko bezeichnet. Bei den Verbundbeteiligungen der Sparkasse handelt es sich im Wesentlichen um strategische Beteiligungen. Sie dienen insbesondere dem Ausbau der Vertriebs- kanäle für die Produkte der Verbundunternehmen. Die Verbundbeteiligungen sollen den Geschäftszweck der Sparkasse langfristig unterstützen. Teilweise werden die Beteiligungen auch indirekt über den SVSaar gehalten. Daneben bestehen weitere Kapitalbeteiligungen, die jedoch von untergeordneter Bedeutung sind. Das Beteiligungsportfolio beläuft sich – ohne Anteile an verbundenen Unternehmen – insgesamt auf 28,5 Mio. EUR (Buchwert) und liegt damit leicht unterhalb des Vorjahreswertes in Höhe von 28,7 Mio. EUR. In der Beteiligungsstrategie hat die Sparkasse Ziele und Rahmenbedingungen für die Beteiligungen fest- gelegt. Die Beteiligungsrisiken werden angemessen in das Risikotragfähigkeitskonzept der Sparkasse einbezogen. Das Beteiligungscontrolling erfolgt durch die Abteilung Unternehmenssteuerung. Insbesondere werden die Risiken aus Beteiligungspositionen viertel- jährlich im Rahmen der Risikotragfähigkeitsbetrach- tung gemessen. Zum einen wird das Risiko einer im Vergleich zur Planung verminderten Ausschüttungs- höhe betrachtet. Zum anderen werden potenzielle Abschreibungsrisiken erfasst. Im Rahmen des jährli- chen Beteiligungsberichts erfolgt daneben auch eine Betrachtung der Buchwerte, Erträge und Abschrei- bungen sowie eine Marktwertabschätzung der größeren Beteiligungspositionen. 24
Berichtswesen Der Notwendigkeit eines angemessenen und zeitnahen Risikoinformationswesens tragen wir durch das regel- mäßige MaRisk-Berichtswesen Rechnung. Das MaRisk- Berichtswesen ermöglicht es uns, die Adressenausfall- risiken zu bewerten und zu steuern. Es beinhaltet folgende Darstellungen und ggf. erforder- liche Kommentierungen: • zur Portfoliozusammensetzung nach Bonitätsklassen bzw. Ratingkennziffern, Branchen, risikobehaftetem Volumen und Größenklassen unter besonderer Berücksichtigung von Risikokonzentrationen • zu den festgelegten internen Limiten • zum Umfang der den Kunden extern zugesagten Linien • zu bestehenden Großkrediten und sonstigen unter Risikogesichtspunkten wesentlichen Engagements • zu bedeutenden Limitüberschreitungen und deren Gründen • zur Entwicklung des Neugeschäfts • zur Entwicklung der Risikovorsorge • zu wesentlichen Kreditentscheidungen, soweit sie von unserer Risikostrategie abweichen oder vom Vorstand im Rahmen seiner Krediteinzelkompetenz bei abweichenden Voten entschieden wurden 3.1.3. Marktpreisrisiken Marktpreisrisiken sind mögliche Vermögens- oder Ertragseinbußen, die sich aus den Veränderungen der Marktpreise bzw. preisbildender Faktoren (Zinssätze, Währungs- und Aktienkurse, Volatilitäten, Laufzeiten) sowie aus den daraus resultierenden Preisänderun- gen von Finanzderivaten ergeben. Zusätzliche Risiken liegen in Positionen, deren Marktgängigkeit begrenzt ist. Die Marktpreisrisiken für die Eigenanlagen in Wert- papieren werden durch das Risikocontrolling nach Art und Höhe bewertet. Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften des Anlagebuchs Für die Handelsgeschäfte der Sparkasse werden die Marktpreisrisiken mindestens monatlich auf Basis aktueller Marktpreise und möglicher Marktpreisverän- derungen durch die Abteilung Unternehmenssteuerung ermittelt und auf die aus dem Risikotragfähigkeitskon- zept abgeleiteten Limite angerechnet. Die potenziellen negativen Marktpreisveränderungen aus Handels- geschäften werden auf Basis von Szenarioanalysen gemessen und überwacht. Zur Überwachung des Marktpreisrisikos wird im Risikocontrolling das Pro- gramm „SimCorp Dimension“ eingesetzt. Bei Über- schreiten der Limite bzw. des Warnschwellenwertes sind Maßnahmen durch das Risikocontrolling zu prüfen bzw. einzuleiten. Für das Anleiheportfolio der Sparkasse werden differen- zierte Parametereinstellungen verwendet. Auf Basis einer historischen Simulation wurden für unterschied- liche Wertpapierarten Zins- und Spreadszenarien ab- geleitet und festgelegt. Für die Spezialfonds wird zu jedem Reportingstichtag ein Verlustrisiko auf Basis der aktuellen Fondszusammensetzung ermittelt. Die Wäh- rungsrisiken aus den Fremdwährungspositionen werden auf Basis einer Zeitreihenanalyse der Volatilität von Wechselkursen pauschal bewertet. Durch regelmäßige Analysen wird die Qualität der verwendeten Risiko- modelle überprüft, und bei Bedarf werden die Parameter angepasst. Marktpreisrisiken Risikoart Kursrisiken aus verzinslichen Positionen Kursrisiken aus sonstigen Marktpreisrisikopositionen Zins- und Spreadrisiken aus Neugeschäft* Währungsrisiken Summe 31.12.2019 Mio. € 31.12.2018 Mio. € 15,6 18,3 7,8 0,1 41,8 19,8 19,8 – 0,1 39,7 * Per 31.12.2018 wurde der Wert nicht ermittelt. 25
Die Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften beweg- ten sich 2019 jederzeit im Rahmen des vom Vorstand vorgegebenen Limits. Die für außergewöhnliche Marktentwicklungen monat- lich bzw. vierteljährlich sowie anlassbezogen durchge- führten Worst-Case-Szenarien und Stresstests zeigen, dass die Sparkasse im Risiko- bzw. Stressfall ausrei- chend Risikodeckungskapital besitzt, um die Verluste auszugleichen. Als Ergebnis dieser Simulationen ist festzuhalten, dass auch bei unerwartet hohen Markt- preisschwankungen die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Währungsrisiken sind bei der Sparkasse nur von un- tergeordneter Bedeutung. Offene Positionen werden i. d. R. durch gegenläufige Geschäfte geschlossen. Folgende Daten bzw. Unterlagen werden dem Vorstand als Risikoinformationen mittels des Berichtswesens durch das Risikocontrolling mindestens monatlich zur Verfügung gestellt: • Marktpreisrisiken des Handels- und Anlagebuchs • Risiko- und Ergebnisentwicklung der einzelnen Portfolien • Limitauslastung • Änderungen der wesentlichen Annahmen oder Parameter • Ergebnisse der Risikosimulation zum nächsten Bilanzstichtag Gesamtinstitutsbezogenes Zinsänderungsrisiko Die Sparkasse setzt im Rahmen der institutsspezifischen Risikosteuerung bei der periodischen Ermittlung des Zinsspannenrisikos des Gesamtinstituts regelmäßig das Simulationstool „Ergebnisvorschaurechnung“ ein. Die periodische Messung des Zinsänderungsrisikos erfolgt vierteljährlich. Die wertorientierte Messung des Zinsänderungsrisikos erfolgt monatlich. Zur wertorientierten Quantifizierung und Steuerung mit- tels des Risikomaßes VaR (relativ zum Erwartungswert) setzt das Risikocontrolling die Anwendung „sDIS OSPlus“ ein. Dabei werden ein Konfidenzniveau von 95 %, eine Haltedauer von 90 Tagen und der Beobachtungszeitraum von 1988 bis 2017 zugrunde gelegt. Nachfolgende Übersicht zeigt die Zinsänderungsrisiken (wertorien- tiert) anhand des VaR (relativ zum Erwartungswert) im Vergleich zum Vorjahr. Dabei ist festzuhalten, dass die Risiken (in % des Barwertes) im Jahresverlauf relativ konstant geblieben sind. Zinsänderungsrisiken VaR Minimum 2019 Mio. € VaR Maximum 2019 Mio. € VaR 31.12.2019 Mio. € VaR 31.12.2018 Mio. € 24,6 28,1 27,8 26,6 Die Limitierung des wertorientierten Zinsänderungs- risikos leitet sich aus einem Vergleichsmaßstab (Benchmark) ab. Dabei ergreift die Sparkasse regel- mäßig Maßnahmen, um das Zinsänderungsrisiko innerhalb ihrer Zielvorgaben zu halten. Im Jahr 2019 wurde der Zielkorridor für das Zinsänderungsrisiko bei geringen Schwankungen eingehalten. Zinsänderungs- risiken bestehen in erster Linie bei steigenden Markt- zinsen und einer inversen Zinsstruktur. Der Zinsrisikokoeffizient gemäß § 25a Abs. 2 KWG in Verbindung mit dem BaFin-Rundschreiben 09 / 2019 (Ermittlung der Auswirkungen einer plötzlichen und unerwarteten Zinsänderung um + 200 Basispunkte) belief sich zum 31. Dezember 2019 auf - 18,5 % (Verhältnis der negativen Barwertänderung des Zins- buchs zu den regulatorischen Eigenmitteln). Die für außergewöhnliche Marktentwicklungen durchge- führten Worst-Case-Szenarien zeigen, dass die Sparkasse selbst in einem schwierigen Zinsumfeld positive Jahres- ergebnisse ausweisen und die Eigenkapitalbasis weiter stärken kann. Auch die regelmäßig durchgeführten Stresstests lassen keine Gefährdungen erkennen. Im Rahmen der Gesamtbanksteuerung werden zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken neben bilanzwirk- samen Instrumenten auch derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps (Nominalbetrag 596,6 Mio. EUR) eingesetzt. Folgende Daten bzw. Unterlagen werden dem Vorstand mittels des Berichtswesens bzgl. des Zinsänderungs- risikos regelmäßig zur Verfügung gestellt: • Entwicklung des Zinsspannenrisikos (Periodische Sichtweise) • Entwicklung des barwertigen Zinsänderungsrisikos • Limitauslastung • Änderungen der wesentlichen Annahmen oder Parameter • Stresstestergebnisse • Entwicklung des Zinsrisikokoeffizienten 26
3.1.4. Liquiditätsrisiken Das Risiko, Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt der Fälligkeit nicht nachkommen zu können, sowie die Gefahr, im Falle unzureichender Marktliquidität in ein- zelnen Produkten nicht oder nicht zu den erwarteten Konditionen kontrahieren zu können (Marktliquiditäts- risiken), wird ebenfalls im Rahmen des Risikomanage- ments gesteuert. Dem Liquiditätsrisiko wird durch eine ausreichende Liquiditätsvorsorge und eine verant- wortungsvolle Strukturierung der Aktiva und Passiva vorgebeugt. An Märkten mit geringer Marktliquidität ist die Sparkasse nicht wesentlich investiert. Zur Beurteilung des kurzfristigen Liquiditätsstatus nutzt die Sparkasse die Liquidity Coverage Ratio (LCR), die von einem Betrachtungszeitraum von einem Monat ausgeht. Als weiteres Risikomessinstrument nutzt die Sparkasse eine kumulierte Liquiditätsübersicht. Sie stellt die prognostizierten Zahlungsströme über einen bestimmten in der Zukunft liegenden langfristigen Zeitraum (unter außergewöhnlichen Marktbedingun- gen) dar. Die kumulierte Liquiditätsübersicht beinhaltet die Abbildung der Ist-Geschäfte des Kreditinstitutes hinsichtlich ihrer Verfügbarkeit (d. h. Liquidierbar- keit), ergänzt um Prolongationen bzw. Neugeschäfte. Zeitlich früher liegende Zahlungsmittelüberschüsse können zur Deckung eines späteren Zahlungsmittel- bedarfs herangezogen werden. Ziel der Erstellung der kumulierten Liquiditätsübersicht ist die Ableitung der Survival Period als zentrale Steuerungskennzahl. Die Survival Period beschreibt die Zeitspanne, wie lange ein Kreditinstitut auch bei stark eingeschränkten Mit- telaufnahmemöglichkeiten am Geld- und Kapitalmarkt unter unterschiedlichen Modellierungsannahmen (u. a. Kursverfall bei Wertpapieren der Liquiditätsreserve, Abzug von Sicht- und Spareinlagen) mindestens zah- lungsfähig bleibt. Nach unseren Berechnungen ist ein Zahlungsmittelüberschuss auch unter diesen verschärf- ten Rahmenbedingungen für 13 Monate gegeben. Die Sparkasse verfügt – wie es auch die Liquiditäts- kennzahl im Abschnitt Finanzlage zeigt – insgesamt über eine starke Liquiditätsposition. Ausschlaggebend hierfür sind unser Bestand an hochliquiden Wertpapie- ren und die Möglichkeit der kurzfristigen Geldaufnahme, u. a. bei der EZB oder der SaarLB. Darüber hinaus wer- den bei der Deutschen Bundesbank zur Erfüllung der Mindestreservevorschriften entsprechende Guthaben unterhalten. Handlungsalternativen für einen sich eventuell ab- zeichnenden Liquiditätsengpass sowie für einen Not- fallplan für einen tatsächlichen Liquiditätsengpass wurden definiert. Über die Liquiditätssituation erstattet das Risikocontrolling dem Vorstand vierteljährlich Bericht. Risikoinformationen werden dem Vorstand mittels des Liquiditätsrisikoberichts durch das Risiko- controlling vierteljährlich in folgendem Umfang zur Verfügung gestellt: • Entwicklung der LCR • (Kumulierte) Liquiditätsablaufbilanz inkl. Survival Period • Ergebnisse der (inversen) Stresstests • Ergebnisse zur Risikofrüherkennung • Risikokonzentrationen • Liquiditätsliste 3.1.5. Operationelle Risiken Unter operationellen Risiken versteht die Sparkasse die Gefahr von Schäden, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, von Hand- lungen von Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder infolge externer Einflüsse eintreten können. Für den adäquaten Umgang mit operationellen Risiken ist der Vorstand verantwortlich, dem in diesem Zusammenhang die Aufgabe der Festlegung, der regelmäßigen Über- prüfung und der Sicherstellung der Rahmenbedingun- gen im Umgang mit operationellen Risiken zufällt. Zu den installierten Regelungen bzw. Verfahren zum Management der operationellen Risiken zählen ins- besondere das interne Kontrollsystem, die schriftlich fixierte Ordnung für die Aufbauorganisation und die wesentlichen Arbeitsabläufe, der Einsatz von qualifi- ziertem Personal sowie die ständige Weiterentwick- lung der Methoden und die Verbesserung der techni- schen Abläufe. Betriebsrisiken aus dem IT-Bereich, aus Organisations- und Bearbeitungsfehlern werden durch Vereinbarungen mit einem externen Rechenzentrum, Notfallkonzepte, zunehmende Automatisierung und ständige Kontrollen durch qualifizierte Mitarbeiter gemindert sowie zum Teil durch Versicherungen ge- deckt. Rechtliche Risiken werden durch sorgfältige Prüfung der vertraglichen Grundlagen und den Einsatz gebräuchlicher Standardverträge reduziert. Darüber hinaus setzt die Sparkasse die im Projekt „Operationelle Risiken“ entwickelten Instrumente „Schadensfalldatenbank“ und „Risikoinventur“ ein. In der „Schadensfalldatenbank“ werden tatsächlich eingetretene Schäden aus operationellen Risiken fortlaufend ab einem Betrag von 1 TEUR erfasst (ex post Betrachtung). Die auf Basis von Fragebögen 27
(Interviews) einmal jährlich erfolgende „Risikoinventur“ dient zur Abschätzung des Gefährdungspotenzials aus operationellen Risiken. Der (potenzielle) Schaden aus operationellen Risiken wird als eher gering und ihre Beherrschbarkeit als gut eingeschätzt. Dennoch sind operationelle Risiken in der Sparkasse als wesentlich eingestuft, wobei eine explizite Limitierung in der Risikotragfähigkeit vorge- sehen ist. Die für außergewöhnliche Ereignisse durchgeführten Stresstests zeigen, dass die Sparkasse ausreichend Risikodeckungskapital besitzt, um Risiko- bzw. Stress- fälle aus operationellen Risiken verkraften zu können. Wir investieren weiterhin in die digitalen Vertriebska- näle und den Ausbau der Internetfiliale. So können die Kunden auch per Text-Chat mit den Mitarbeitern des KundenService-Centers kommunizieren. Ergänzt wird das digitale Angebot seit Dezember 2019 durch unse- re Social Media Präsenzen in Facebook und Instagram. Sehr beliebt ist auch die Sparkassen-App für mobiles Banking mit dem Smartphone oder Tablet. Mittlerweile ist die Zahl der „Mobile-Banker“ auf über 25.000 ange- wachsen. Die App wird ständig um Funktionen erwei- tert wie beispielsweise um mobiles Bezahlen. Neben einer Android-Lösung können die KSK-Kunden seit ein paar Monaten auch Apple Pay nutzen, um mittels iPhone, iPad oder Apple Watch schnell und bequem zu bezahlen. Über die eingetretenen Schäden bzw. die Schadens- falldatenbank wird vierteljährlich im Rahmen des Berichtswesens informiert. 3.3. Prognosebericht 3.1.6. Gesamtbild der Risikolage Zusammenfassende Risikobeurteilung Durch das Risikomanagement und -controlling der Sparkasse können frühzeitig die Risiken identifiziert, Informationen an die zuständigen Entscheidungs- träger weitergeleitet und Risiken gesteuert werden. Die Sparkasse verfügt über ein Risikotragfähigkeits- potenzial, das in den von ihr definierten Szenarien zur Deckung aller wesentlichen Risiken ausreicht. Be- standsgefährdende Risiken und Risiken, die über das übliche geschäftliche Maß hinausgehen, sind nicht erkennbar. Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse haben, sind ebenfalls nicht anzunehmen. 3.2. Chancenbericht Die Kreissparkasse Saarlouis reagiert auf die sich andauernd verändernden Rahmenbedingungen von stärkerer Bankenregulierung, anhaltendem Niedrig- zinsumfeld und verändertem Kundenverhalten durch die Optimierung ihrer Refinanzierungsstruktur und die Stärkung der Aktivitäten im Markt. Den Herausforderungen der Digitalisierung begegnen wir vor allem mit einem breit gefächerten Angebot an Produkten und Dienstleistungen auf allen Kanälen und modernen Beratungssystemen (z. B. OSPlus_neo) sowie einer positiven Grundeinstellung der Mitarbeiter zu den Chancen der Digitalisierung. Den digitalen Fitness- grad unserer Mitarbeiter sehen wir als entscheidenden Faktor für unsere Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit. Unser Ziel ist die Beibehaltung unserer starken Marktstellung in unserem Geschäftsgebiet sowie eine angemessene Ertragskraft, die unseren finanziellen Spielraum für die zukünftige Geschäftsentwicklung gewährleistet. Wir streben ein kontinuierliches, orga- nisches und qualitatives Wachstum an. Die Prognose, die sich auf die Entwicklung der Sparkasse für das nächste Geschäftsjahr bezieht, stellt unsere Einschät- zungen der wahrscheinlichsten künftigen Entwicklung auf Basis der uns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen dar. Da Prognosen mit Unsicherheiten behaftet sind bzw. sich durch die Veränderungen der zugrunde lie- genden Annahmen als unzutreffend erweisen können, weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen können, sofern die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen. Nationale Rahmenbedingungen Zu Beginn des Jahres 2020 zeigten sich erste Zeichen für eine Stabilisierung der Konjunktur. Die Geschäfts- klimaindikatoren schienen sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene einen Boden gefunden zu haben. Im Saarland hatten sich zukunftsorientierte Geschäftser- wartungen laut IHK-Umfrage sogar schon erkennbar verbessert. Bezüglich der internationalen Wirtschafts- entwicklung war von „Bodenbildung“ und etwas verbesserten Wachstumsaussichten die Rede. Eskalie- rende Handelskonflikte, ein ungeordneter Brexit Ende 2020 oder auch Finanzmarktturbulenzen wurden als wichtigste Risikofaktoren genannt. All diese üblichen volkswirtschaftlichen Überlegungen wurden durch die Corona-Krise vollständig entwertet. 28
Um die zu schnelle Ausbreitung des Corona-Virus und eine damit verbundene Überlastung des Gesundheits- systems zu vermeiden oder wenigstens zu mildern, haben eine ganze Reihe von Staaten – beginnend mit China im Januar – Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren verhängt, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen geschlossen und das öffentliche Leben praktisch zum Erliegen gebracht. Eine normale Prognose über den weiteren Verlauf des Wirtschaftsjahres 2020 ist angesichts der erheblichen Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der weltweiten Krise unmöglich. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamt- wirtschaftlichen Entwicklung hat in einem Sondergut- achten Ende März 2020 drei Szenarien über den weiteren Verlauf der bundesdeutschen Konjunktur skizziert, bei denen die Tiefe der Rezession von der Dauer des Still- stands abhängt. Die Betroffenheit der Branchen in der Krise ist extrem unterschiedlich. Während die Reise- branche, Verpflegungs-, Freizeit- und Kulturdienst- leister mit Umsatzeinbußen von 75 % und mehr stark betroffen sein werden, dürften Hersteller von Ge- brauchsgütern z. B. wegen der Möglichkeit des Online- handels weniger stark leiden. In vielen Fällen dürften Käufe auch nachgeholt werden. Industriebetriebe leiden neben der temporär ausfallenden Nachfrage unter gestörten Lieferketten. Im Basisszenario – ausgehend von einem fünfwöchigen Stillstand – geht der Sachverständigenrat von einem scharfen Einbruch der Konjunktur im März und April aus, gefolgt von einer raschen Erholung ab Mai. Auf das Jahr 2020 gerechnet würde das BIP um 2,8 % schrumpfen, im Folgejahr käme es dafür zu einer kräftigen Erholung mit einem Plus des deutschen BIP von 3,7 %. In einem Risikoszenario („tieferes V“) werden die Aus- wirkungen eines etwas längeren Stillstands von sieben Wochen in Verbindung mit großflächigen Produktions- stilllegungen untersucht. Auch hier setzt annahme- gemäß eine rasche Erholung der Wirtschaft über die Sommermonate ein, das BIP würde 2020 um 5,4 % schrumpfen und 2021 um 4,9 % wachsen. Ein zweites Risikoszenario („langes U“) beschreibt die langfristig schwierigste Entwicklung. Hier können über längere Zeit notwendige Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie von der Politik nicht ausreichend kompen- siert werden und führen über Insolvenzen und Entlas- sungen zu dauerhaften Schäden der Wirtschaftsstruktur. In diesem Szenario sinkt das BIP im Jahr 2020 um 4,5 %, aufgrund der strukturellen Schäden fällt aber die Er- holung in 2021 mit einem realen Wachstum von 1 % viel schwächer aus. Mit diesen Szenarien haben sich die Sachverständigen etwas optimistischer als einige Wirtschaftsforschungsinstitute positioniert. Das Bild ist gleichwohl düster. Regionale Rahmenbedingungen Die Analysen enthalten auch aus speziell saarlän- discher Perspektive wenig Grund für Zuversicht. Die international stark verflochtene saarländische Industrie, die bereits vor der Corona-Krise vor großen Herausforderungen stand, wird durch die Unterbre- chung der globalen und europäischen Handelswege und Wertschöpfungsketten noch einmal hart getroffen. Die Investitionsfähigkeit der öffentlichen Hand wird nicht zuletzt durch unvermeidliche Steuerausfälle beschränkt werden. Viele Menschen erleiden derzeit Einkommenseinbußen, z. B. wegen Kurzarbeit, und werden daher den Konsum eher einschränken. Positive Impulse sind nirgends in Sicht. Die Rezession ist also unvermeidlich, ihre Tiefe hängt wesentlich von der Dauer der gesundheitspolitischen Maßnahmen der Regierungen ab. (Quellen: „Gesamtwirtschaftlicher Jahresrückblick“, Abteilung Volkswirtschaft, Finanzmärkte und Wirtschaftspolitik, DSGV und „Gesamtwirtschaftlicher Jahres- rückblick und -ausblick Saarland“, SVSaar Verbandsgeschäftsstelle) Voraussichtliche Entwicklung der Sparkasse Vor dem Hintergrund der dargestellten gesamtwirt- schaftlichen Rahmenbedingungen und der damit einhergehenden nur schwer abzuschätzenden Aus- wirkung auf die deutsche Wirtschaft sind auch die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Er- tragslage der Kreissparkasse Saarlouis noch nicht absehbar. Infolge der Corona-Pandemie kann es des- halb zu erheblichen negativen Abweichungen bei den von uns prognostizierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren kommen. Für das Geschäftsjahr 2020 rechnen wir mit einer gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufigen Ertrags- lage bei moderat ansteigender Bilanzsumme. Auf der Aktivseite sieht die Planung – unabhängig von der aktuellen Krisensituation – einen Anstieg des Kunden- kreditgeschäftes vor. Vor dem Hintergrund der situa- tionsbedingt erhöhten Nachfrage nach Krediten wird der ursprüngliche Planwert voraussichtlich übertroffen werden. Durch diverse Förderprogramme sowohl der Bundes- als auch der Landesregierung zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise wird sich die Refinanzierung überwiegend bei den Weiter- leitungsmitteln und somit im Bereich der Verbindlich- keiten gegenüber Kreditinstituten zeigen. Zusätzlich planen wir auf der Passivseite eine Fortschreibung des Trends leicht zunehmender Kundeneinlagen. 29
Das Gesundheitsmanagement sowie die Kompetenz und Veränderungsbereitschaft unserer Mitarbeiter wollen wir auch zukünftig durch ein breit gefächertes Angebot weiter ausbauen. Für unsere Kunden ist es unser Ziel, neben der Quali- tätssicherung in der Kundenberatung auch alle Vertriebs- kanäle konsequent auszubauen, um den Bedürfnissen unserer Kunden noch stärker gerecht zu werden. Wir streben an, die bereits aktuell geringe Zahl an Wertpa- pierbeschwerden weiterhin zu senken bzw. auf einem niedrigen Niveau zu halten. Gesamtaussage Die Sparkasse geht für das Geschäftsjahr 2020 – auch unter Berücksichtigung der negativen Einflüsse durch die Corona-Krise – von einem weiterhin moderat wach- senden aktivischen als auch passivischen Kundenge- schäft aus. Unter der Voraussetzung einer „normalen“ Zinsstrukturkurve und rückläufigen Beteiligungserträgen rechnen wir mit einem sinkenden Zinsüberschuss. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2020 eine Geschäfts- entwicklung mit einem Jahresüberschuss, der sich bei angemessener Dotierung der Risikovorsorge in etwa auf Vorjahresniveau bewegen wird. Die Sparkasse kann das für die Geschäfts- und Risikostrategie notwendige Kapital selbst erwirtschaften. Aufgrund unserer vorausschauenden Finanzplanung gehen wir davon aus, dass im Prognosezeitraum die Zahlungsbereitschaft jederzeit gewährleistet sein wird. Abweichende negative Entwicklungen im Bereich der Risiken sind über die vorhandene Risikotragfähigkeit abgedeckt. Saarlouis, im Mai 2020 Kreissparkasse Saarlouis Der Vorstand Horst Herrmann Stephan Eisenbart Stefan Klein Für das Jahr 2020 gehen wir von einem weiterhin niedrigen Zinsniveau aus, sodass bei sich gleichzeitig verschärfendem Wettbewerb in der Kreditwirtschaft die Zinsspanne weiter unter Druck bleiben wird. Hinzu kommt, dass, wie bereits in den Vorjahren, die Anleihen auch weiterhin nur zu niedrigeren Zinssätzen wieder angelegt werden können. Den Zinsüberschuss erwarten wir – gemäß unserer ursprünglichen Planung auf der Datenbasis des Betriebsvergleichs – bei 73,8 Mio. EUR und somit niedriger als im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die darin enthaltenen Erträge aus den Beteiligungen bewerten wir aus heutiger Sicht – entgegen der bishe- rigen Annahme einer Konstanz – deutlich rückläufig. Grund dieser Neubewertung ist die im März 2020 ver- öffentlichte Aufforderung der EZB und der BaFin an die Banken, zumindest bis Oktober 2020 keine Dividen- denausschüttungen vorzunehmen. Abschreibungen auf unser Beteiligungsportfolio sind in der Planung nicht berücksichtigt, jedoch aus heutiger Sicht nicht auszuschließen. Der ursprünglich geplante Provisionsüberschuss sollte gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich auf rund 21,6 Mio. EUR zurückgehen. Infolge der Krise kann der Rückgang mithin verschärft sein. Das Betriebsergebnis vor Bewertung prognostizieren wir gegenüber dem Vorjahr deutlich rückläufig. Bereits vor Eintritt der Corona-Krise zeichnete sich ein redu- ziertes Ergebnis in unseren Planungen ab. Dies kann sich jedoch unter anderem auch wegen der beschrie- benen Rückgänge bei den Beteiligungserträgen noch- mals verschärfen. Beim Bewertungsergebnis für 2020 rechnen wir mit einem gegenüber dem Vorjahr bisher noch nicht quantifizierbaren höheren Bewertungsauf- wand im Kreditgeschäft. Im Wertpapierbestand sehen wir entgegen der Vorjahre aus heutiger Sicht ebenfalls die Gefahr deutlich erhöhter Abschreibungen. Die ak- tuell hohe Volatilität der Märkte lässt derzeit allerdings keine belastbare Prognose zu. Nach Vornahme aller notwendigen Bewertungsmaßnahmen und Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken prognostizieren wir nach gewinnabhängigen Steuern einen Jahres- überschuss in Höhe von 7,0 Mio. EUR. Die Anforderungen an Qualität und Quantität der Eigenkapitalausstattung können nach der Kapitalrech- nung der Sparkasse auch langfristig erfüllt werden. Die Gesamtkapitalquote prognostizieren wir mit 19,85 %. Gestützt durch stabile Ergebnisse wollen wir einer der größten und sichersten Arbeitgeber in der Region bleiben und damit nicht zuletzt unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern gerecht werden. 30
Bericht des Verwaltungsrates Tätigkeitsbericht Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Verwaltungsrat die Geschäftsführung des Vorstandes überwacht. Der Verwaltungsrat und der aus seiner Mitte bestellte Kre- ditausschuss wurden in den Sitzungen vom Vorstand über die geschäftliche Entwicklung und wirtschaftliche Lage der Sparkasse sowie über wesentliche Vorgänge und Maßnahmen umfassend und zeitnah unterrichtet. Der Verwaltungsrat und der Kreditausschuss haben, soweit nach der Satzung vorgesehen, bei den Geschäf- ten der Sparkasse mitgewirkt und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Feststellungen zum Verwaltungsrat gem. § 25d Abs. 11 KWG Größe, Zusammensetzung und Struktur des Verwaltungs- rats ergeben sich aus dem saarländischen Sparkassen- gesetz sowie der Satzung der Kreissparkasse Saarlouis. Die Größe des Verwaltungsrates der Kreissparkasse Saarlouis, bestehend aus dem Vorsitzenden des Ver- waltungsrates sowie 15 weiteren Mitgliedern, ist für die Sparkasse angemessen und sachgerecht. Die vom Verwaltungsrat im Sinne des Sparkassenrechtes gebildeten Ausschüsse (Kredit- und Prüfungsausschuss) sind ausreichend und sachgerecht, um den gesetzlichen Anforderungen nachzukommen und die Arbeit des Verwaltungsrates effizient zu gestalten. Der Verwal- tungsrat hat für die Aufgaben und Pflichten des Kredit- ausschusses eine Geschäftsanweisung erlassen. Von der Bildung weiterer Ausschüsse nach § 25d Abs. 7 bis 12 KWG hat der Verwaltungsrat der Kreissparkasse Saarlouis unter Berücksichtigung der Größe, der internen Organisation und der Art des Umfangs, der Komplexi- tät und des Risikogehaltes der Geschäfte abgesehen. Der Verwaltungsrat verfügt als Gesamtgremium über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen zur Wahrnehmung seiner Aufgaben. Mitunter kann die Beaufsichtigung der Geschäfte der Kreissparkasse Saarlouis durch den Verwaltungsrat wahrgenommen werden. Der Verwaltungsrat hat im Geschäftsjahr 2019 die ihm durch Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben erfüllt. Die Mitglieder des Verwaltungsrats verfügen auch ein- zeln über die nötigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Er- fahrungen zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben, nehmen regelmäßig an den Sitzungen des Verwaltungsrats teil, bereiten sich angemessen auf diese vor und nehmen die Aufgaben in den Ausschüssen des Verwaltungsrats angemessen wahr. Der Verwaltungsrat hat zur Kenntnis genommen, dass der Bericht gemäß dem „Gesetz zur Stärkung der nicht- finanziellen Berichterstattung der Unternehmen in ihren Lage- und Konzernlageberichten (CSR-RL-UmsG)“ in Form einer separaten Entsprechenserklärung zur nichtfinanziellen Berichterstattung gem. den Vorgaben des Deutschen Nachhaltigkeitkodexes erfolgt. Der Verwaltungsrat hat der vorgelegten und erläuterten Entsprechenserklärung zur nichtfinanziellen Bericht- erstattung der Kreissparkasse Saarlouis für das Ge- schäftsjahr 2019 zugestimmt. Feststellungen zur Geschäftsleitung gem. § 25d Abs. 11 KWG Die Größe der Geschäftsleitung, die aus drei Personen besteht, ergibt sich aus dem saarländischen Sparkassen- gesetz sowie der Satzung der Kreissparkasse Saarlouis und ist für die Kreissparkasse Saarlouis angemessen und sachgerecht. Die Struktur und Zusammensetzung der Geschäftsleitung entspricht den KWG-rechtlichen Vorgaben. Die Aufgaben sind innerhalb des Vorstandes entsprechend den An- forderungen der MaRisk an die Funktionstrennung sinnvoll verteilt. Der Vorstand als Gesamtgremium ist fachlich geeignet und verfügt über ausreichend Erfah- rung, um die Sparkasse zu leiten. Auch die einzelnen Mitglieder des Vorstandes sind einzeln fachlich geeig- net und verfügen über ausreichend Erfahrung für die zugewiesenen Aufgaben. Der Verwaltungsrat hat für die Aufgaben und Pflichten des Vorstandes eine Ge- schäftsanweisung erlassen. Hinsichtlich der Leistungsbewertung des Gesamtvor- standes legen wir unter anderem den Jahresabschluss, die Berichte über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes zum 31.12.2019 der Prüfungs- stelle des Sparkassenverbandes Saar sowie die Be- stätigung der Sparkassenaufsichtsbehörde, dass die Jahresabschlussprüfung zum 31.12.2019 keine erheblichen Verstöße ergeben hat und wesentliche Beanstandungen nicht festgestellt wurden, zugrunde. Der Vorstand hat seine Aufgaben hinreichend wahr- genommen, um die in den Strategien der Sparkasse festgelegten Ziele zu erreichen und den öffentlichen Auftrag der Sparkasse zu erfüllen. 32
Feststellung des Jahresabschlusses Die Prüfungsstelle des Sparkassenverbandes Saar hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 sowie den Lagebericht geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Verwaltungsrat hat den vom Vorstand vorgelegten Lagebericht gebilligt und den testierten Jahresabschluss am 08.06.2020 festgestellt. Gewinnverwendung Aufgrund der Corona-Pandemie haben die EZB, die BaFin und auch der saarländische Sparkassenverband im März 2020 allen Instituten – zumindest bis Oktober 2020 – empfohlen, keine Dividendenausschüttungen vorzunehmen und stattdessen das Eigenkapital weiter zu stärken. Dieser Empfehlung wird der Verwaltungs- rat der Kreissparkasse Saarlouis nachkommen. Daher hat er beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 3.568.422,41 EUR als Gewinnvortrag in neuer Rechnung vorzutragen. Dank des Verwaltungsrates Der Verwaltungsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreissparkasse Saarlouis für ihr beachtliches Engagement und die auf der Grundlage gegenseitigen Vertrauens getragene sachliche und konstruktive Zusammenarbeit. Saarlouis, 8. Juni 2020 Der Vorsitzende des Verwaltungsrates Patrik Lauer, Landrat 33
Jahresabschluss der Kreissparkasse Saarlouis Jahresbilanz zum 31. Dezember 2019 EUR EUR EUR TEUR 31.12.2018 1.465.115.974,62 EUR 301.845.560,13 EUR a) täglich fällig b) andere Forderungen Refinanzierung bei der Deutschen Bundesbank zugelassen sind a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen b) Wechsel sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank a) Kassenbestand b) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank darunter: durch Grundpfandrechte gesichert Kommunalkredite aa) von öffentlichen Emittenten darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank ab) von anderen Emittenten festverzinsliche Wertpapiere a) Geldmarktpapiere b) Anleihen und Schuldverschreibungen c) eigene Schuldverschreibungen Aktivseite 1. Barreserve 2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur 3. Forderungen an Kreditinstitute 4. Forderungen an Kunden 5. Schuldverschreibungen und andere 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 6a. Handelsbestand 7. Beteiligungen 8. Anteile an verbundenen Unternehmen 9. Treuhandvermögen 10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand ein- schließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 11. Immaterielle Anlagewerte 12. Sachanlagen 13. Sonstige Vermögensgegenstände 14. Rechnungsabgrenzungsposten a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche c) Geschäfts- oder Firmenwert d) geleistete Anzahlungen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten ba) von öffentlichen Emittenten darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank bb) von anderen Emittenten darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank darunter: an Kreditinstituten an Finanzdienstleistungsinstituten darunter: an Kreditinstituten an Finanzdienstleistungsinstituten und ähnliche Rechte und Werte Nennbetrag darunter: Treuhandkredite 55.986.044,96 EUR 413.423.009,92 EUR 0,00 EUR 0,00 EUR 1.681.149,80 EUR 0,00 EUR 0,00 EUR 122.811,16 EUR Summe der Aktiva 34 0,00 EUR 0,00 EUR 55.986.044,96 0,00 0,00 518.221.255,07 23.660.474,73 199.633.917,23 223.294.391,96 23.476 89.734 113.210 0,00 0,00 0,00 0 0 0 4.139.823,15 14.337.345,00 18.477.168,15 2.819.326.615,99 0,00 574.207.300,03 0,00 574.207.300,03 215.229.467,13 0,00 28.517.108,44 0,00 89.226,00 0,00 0,00 500.000,00 122.811,16 0,00 89.226,00 40.132.646,24 622.657,46 182.088,88 4.190 10.151 14.340 2.774.455 ( 1.455.656 ) ( 305.028 ) 0 ( 0 ) 0 ( 0 ) 0 61.019 ( 61.019 ) 520.979 ( 487.373 ) 581.998 0 ( 0 ) 581.998 205.990 0 28.731 ( 0 ) ( 1.681 ) 500 ( 0 ) ( 0 ) 156 ( 156 ) 0 0 104 0 0 104 40.106 1.051 177 3.920.701.481,44 3.760.819
von drei Monaten von mehr als drei Monaten ba) täglich fällig bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist a) begebene Schuldverschreibungen b) andere verbriefte Verbindlichkeiten darunter: Geldmarktpapiere aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist a) täglich fällig b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist Verbindlichkeiten gegenüber Kunden a) Spareinlagen b) andere Verbindlichkeiten Passivseite 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2. 3. Verbriefte Verbindlichkeiten 3a. Handelsbestand 4. Treuhandverbindlichkeiten 5. Sonstige Verbindlichkeiten 6. Rechnungsabgrenzungsposten 7. Rückstellungen 8. (weggefallen) 9. Nachrangige Verbindlichkeiten 10. Genussrechtskapital 11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 12. Eigenkapital a) gezeichnetes Kapital b) Kapitalrücklage c) Gewinnrücklagen d) Bilanzgewinn a) Rückstellungen für Pensionen und b) Steuerrückstellungen c) andere Rückstellungen ca) Sicherheitsrücklage cb) andere Rücklagen darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig ähnliche Verpflichtungen darunter: Treuhandkredite abgerechneten Wechseln a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten und Gewährleistungsverträgen Summe der Passiva 1. Eventualverbindlichkeiten 2. Andere Verpflichtungen Pensionsgeschäften a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 0,00 EUR 122.811,16 EUR 0,00 EUR EUR EUR EUR TEUR 31.12.2018 23.958.448,35 505.221.352,40 529.179.800,75 488 534.521 535.009 558.546.567,14 7.254.586,96 565.801.154,10 2.282.546.572,25 111.957.622,01 2.394.504.194,26 2.960.305.348,36 346.985,87 0,00 11.939.007,00 6.702.574,00 9.297.622,06 0,00 0,00 346.985,87 0,00 122.811,16 1.783.238,42 131.615,66 27.939.203,06 0,00 0,00 165.900.000,00 229.685.663,35 1.738.392,40 231.424.055,75 3.568.422,41 234.992.478,16 570.918 10.007 580.926 2.157.243 74.540 2.231.783 2.812.709 347 0 ( 0 ) 347 0 156 ( 156 ) 2.386 170 11.564 6.599 10.774 28.936 0 0 ( 0 ) 151.900 0 0 223.917 1.738 225.655 3.550 229.206 3.920.701.481,44 3.760.819 0,00 35.314.072,20 0,00 35.314.072,20 0,00 0,00 132.419.278,22 132.419.278,22 0 34.921 0 34.921 0 0 99.609 99.609 35
oder Teilgewinnabführungsverträgen 1.389.308,87 EUR 484.410,99 EUR aus der Fremdwährungsumrechnung aus der Abzinsung von Rückstellungen 96.296,66 EUR 0,00 EUR darunter: abgesetzte positive Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen aa) Löhne und Gehälter ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen a) Personalaufwand b) andere Verwaltungsaufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung darunter: für Altersversorgung a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren b) Beteiligungen c) Anteilen an verbundenen Unternehmen a) Kredit- und Geldmarktgeschäften b) darunter: 90.781,89 EUR abgesetzte negative Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen 0,00 EUR festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 0,00 EUR darunter: abgesetzte negative Zinsen Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 1. Zinserträge aus 2. Zinsaufwendungen 3. Laufende Erträge aus 4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- 5. Provisionserträge 6. Provisionsaufwendungen 7. Nettoertrag oder Nettoaufwand des Handelsbestands 8. Sonstige betriebliche Erträge 9. (weggefallen) 10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf 14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und 15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf 16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, 17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 18. Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 20. Außerordentliche Erträge 21. Außerordentliche Aufwendungen 22. Außerordentliches Ergebnis 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 25. Jahresüberschuss 26. Gewinnvortrag / Verlustvortrag aus dem Vorjahr 27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 28. Einstellungen in Gewinnrücklagen bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren a) aus der Sicherheitsrücklage b) aus anderen Rücklagen Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 4.008.932,06 EUR in die Sicherheitsrücklage in andere Rücklagen aus der Fremdwährungsumrechnung aus der Aufzinsung von Rückstellungen 2.134,34 EUR 0,00 EUR a) b) EUR 76.154.139,10 10.252.889,14 32.133.305,78 10.493.723,16 29. Bilanzgewinn 36 EUR 86.407.028,24 20.458.699,62 5.335.352,83 1.605.265,64 662.113,06 22.144.262,44 1.287.110,68 42.627.028,94 19.498.906,21 EUR TEUR 1.1.– 31.12.18 65.948.328,62 7.602.731,53 0,00 20.857.151,76 0,00 2.797.490,40 79.617 ( 62 ) ( 0 ) 10.721 ( 0 ) 90.337 20.881 ( 2.397 ) ( 585 ) 69.456 4.789 2.148 493 7.430 0 22.345 960 21.384 0 3.792 ( 93 ) ( 0 ) 97.205.702,31 102.063 34.473 62.125.935,15 2.786.370,94 1.685.076,45 0,00 1.085.906,30 1.085.906,30 0,00 0,00 0,00 0,00 10.378.572,00 178.809,24 0,00 0,00 3.568.422,42 0,00 0,00 0,00 14.000.000,00 17.694.226,07 0,00 10.557.381,24 7.136.844,83 0,00 7.136.844,83 0,00 7.136.844,83 3.568.422,42 3.568.422,41 10.599 ( 3.797 ) 45.073 19.174 64.247 2.954 1.305 ( 9 ) ( 0 ) 512 0 512 792 0 792 0 13.900 18.353 0 0 0 11.069 183 11.252 7.101 0 7.101 0 0 0 7.101 3.550 0 3.550 3.550
Anhang Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Kreissparkasse Saarlouis wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanz- dienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlust- rechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvor- schriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden ergänzenden Vorschriften (§§ 340 ff. HGB). 1.1. Forderungen Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden (ein- schließlich Schuldscheindarlehen) wurden grundsätz- lich zum Nennwert bilanziert. Bei der Auszahlung von Darlehen einbehaltene Disagien werden bei Darlehen mit Zinsfestschreibung linear auf die Dauer der Zinsfest- schreibung und bei Darlehen ohne Zinsbindung linear auf die Laufzeit, längstens aber auf fünf Jahre verteilt. Für kreditgeschäftliche Forderungen, deren Einbring- lichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Einzelwertberichtigungen und Rückstel- lungen gebildet. Auf den latent gefährdeten Forderungsbestand haben wir eine Pauschalwertberichtigung in Höhe des steuer- lich zulässigen Betrages gebildet. Für die besonderen Risiken des Geschäftszweigs der Kreditinstitute wurde zusätzlich Vorsorge getroffen. Die gebildeten Wert- berichtigungen wurden von den korrespondierenden Aktivwerten abgesetzt. Soweit die Gründe für eine Wertberichtigung nicht mehr bestehen, sind Wertaufholungen bis zu den beizulegenden Werten bzw. Nominalwerten vorgenom- men worden. 1.2. Wertpapiere Der Anschaffungswert der Wertpapiere wird zum ge- wogenen Durchschnittswert ermittelt. Die Wertpapiere sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Börsenkursen oder beizulegenden Werten (strenges Niederstwertprinzip) angesetzt. Wertaufholungen sind durch Zuschreibungen auf den höheren Kurswert, maxi- mal aber bis zu den Anschaffungskosten berücksichtigt. Die unter Aktiva 6 ausgewiesenen Anteile an Invest- mentvermögen werden zum Anschaffungswert bzw. zum niedrigeren investmentrechtlichen Rücknahme- preis (strenges Niederstwertprinzip) angesetzt. Die in dieser Position ebenfalls enthaltenen, dem Anlagebe- stand zugeordneten Anteile an Gesellschaften, die sich als AIF qualifizieren, werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei einem sich in Abwicklung befindlichen Immobilien- Spezialfonds erfolgte die Bewertung auf Grundlage aktu- eller Informationen der Kapitalverwaltungsgesellschaft. 1.3. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unter- nehmen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. So- weit die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen (Wertauf- holungen) bis zum beizulegenden Wert, maximal aber bis zu den Anschaffungskosten berücksichtigt. 38
1.4. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagevermögen Die immateriellen Anlagewerte und das Sachanlage- vermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bilanziert. Die Gebäude wurden teils linear, teils degressiv mit den höchsten steuerlich zulässigen Sätzen abgeschrieben. Die Abschreibung der immateriellen Anlagewerte und der Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstat- tung einschließlich der Betriebsvorrichtungen erfolgt linear nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Anschaffungen bis jeweils 250,00 Euro wurden sofort als Sachaufwand verbucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter und Software mit Anschaffungskosten bis 800,00 Euro wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Investitionen in gemieteten Räumen wurden linear auf die Vertrags- dauer abgeschrieben, sofern diese kürzer als die be- triebsgewöhnliche Nutzungsdauer ist. 1.5. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände werden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 1.6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern vorhanden, wird der Unterschied zwischen Ausgabe- und Erfüllungsbetrag unter dem Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite ausgewiesen. Abzinsungspapiere werden zum Barwert bilanziert. 1.7. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetra- ges gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Be- urteilung notwendig ist; sie berücksichtigen alle erkenn- baren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Bei Restlaufzeiten bis zu einem Jahr erfolgt keine Abzinsung. Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungs- mathematischen Grundsätzen auf der Grundlage der neuen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ent- sprechend dem Anwartschafts-Barwertverfahren unter Berücksichtigung der zukünftig erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2 % sowie Rentensteigerungen von 2 % ermittelt. Sie wurden mit einem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Markt- zinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Rechnungszinssatz beträgt 2,71 %. Bei der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen wurde unterstellt, dass sich der Verpflichtungsumfang sowie der Rechnungszinssatz erst zum Ende der Periode ändern. Erfolge aus der Änderung des Abzinsungssatzes oder Zinseffekte einer geänderten Schätzung der Restlaufzeit wurden im operativen Ergebnis ausgewiesen. 1.8. Bewertung des Zinsbuchs Der verlustfreien Bewertung im Zinsbuch liegt die barwertige Betrachtungsweise zugrunde. Dabei ist zur Ermittlung eines handelsrechtlich relevanten Verpflichtungsüberschusses der Barwert des Zins- buchs dem handelsrechtlichen Buchwert der zinstra- genden Geschäfte gegenüberzustellen. Grundlage der Wertermittlung der Zinsgeschäfte sind alle innerhalb der jeweiligen Restlaufzeit liegenden Zahlungsströme. Diese werden mit der am Bilanz- stichtag gültigen Zinsstrukturkurve (OIS-Swapkurve) abgezinst. Die Zahlungsströme variabel verzinslicher Geschäfte haben wir nach dem Verfahren der „gleiten- den Durchschnitte“ aus dem tatsächlichen Zinsanpas- sungsverhalten sowie dem erwarteten Kundenver- halten der entsprechenden Geschäfte abgeleitet. Aus der Gegenüberstellung von dem aus dem Ge- samt-Cash-Flow der Sparkasse errechneten Barwert und dem Buchwert des Zinsbuchs sowie Korrektur- beträgen für Risiko- und Verwaltungskosten, Provi- sionserträge, dem Buchwert des Derivatevermögens und weiteren Positionen resultiert zum Bilanzstich- tag insgesamt ein deutlicher Überschuss. Somit ist keine Rückstellungsbildung erforderlich. 39
1.9. Währungsumrechnung Die Währungsumrechnung erfolgt nach § 256a HGB in Verbindung mit § 340h HGB. Zum Bilanzstichtag bestanden grundsätzlich Geschäfte mit besonderer Deckung, d. h. pro Geschäft wurde in der Regel ein betrags-, währungs- und fristenkongruentes Gegen- geschäft abgeschlossen. Die Sortenbestände wurden mit dem jeweils aktuellen Devisenkassamittelkurs bewertet. Die Aufwendungen und Erträge aus der Währungsum- rechnung sind durchweg in der Gewinn- und Verlust- rechnung berücksichtigt. 40
2. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz 2.1. Aktiva Posten 1: Barreserve In diesem Posten sind enthalten: Vermögensgegenstände in Fremdwährung Bilanzposten A 1a) Kassenbestand Posten 3: Forderungen an Kreditinstitute In diesem Posten sind enthalten: Forderungen an Kreditinstitute Bilanzposten A 3 Forderungen an die eigene Girozentrale A 3 Vermögensgegenstände in Fremdwährung A 3b) Nachrangige Forderungen Posten 4: Forderungen an Kunden In diesem Posten sind enthalten: Bestand 31.12.2019 T € 64 31.12.2018 T € 94 Bestand 31.12.2019 T € 31.12.2018 T € 8.302 3.912 10.106 3.134 3.858 5.023 Forderungen an verbundene Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Vermögensgegenstände in Fremdwährung 31.12.2019 T € 129 31.12.2018 T € 124 31.12.2019 T € 12.708 31.12.2018 T € 31.077 Bestand 31.12.2019 T € 6.730 31.12.2018 T € 7.014 41
Posten 5: Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere In diesem Posten sind enthalten: Börsenfähige Wertpapiere Bestand 31.12.2019 Bilanzposten A 5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Nachrangige Vermögensgegenstände Bilanzposten A 5b) Anleihen und Schuldverschreibungen Gesamt T € 574.207 Börsennotiert T € Nicht börsennotiert T € 574.207 0 31.12.2019 T € 15.550 31.12.2018 T € 15.552 Posten 6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Die Sparkasse hält folgende Anteile von mehr als 10 % an Sondervermögen im Sinne des § 1 Abs. 10 KAGB: Gemischte Fonds Fondsbezeichnung Holli7-Masterfonds Buchwert 31.12.2019 T € 186.939 Marktwert 31.12.2019 T € 218.770 Geschlossene Immobilienfonds Buchwert Marktwert Differenz Buch- / Marktwert 31.12.2019 T € 31.831 Differenz Buch- / Marktwert Ausschüttung 2019 T € 4.568 Ausschüttung Deka S-Property- Beteiligungs GmbH & Co. KG 2.486 2.486 0 0 Eine Beschränkung der Möglichkeit der täglichen Rück- gabe besteht für die Anteile an den gemischten Fonds nur für den Fall, dass außergewöhnliche Umstände vor- liegen, die eine Aussetzung unter Berücksichtigung der Interessen des Anlegers erforderlich erscheinen lassen. Für den geschlossenen Immobilienfonds ist eine börsen- tägliche Rückgabe nicht möglich, da die Liquidation abhängig vom Marktumfeld für Gewerbeimmobilien ist. Im Zusammenhang mit Anlagen in Fondsvermögen bestehen nicht in der Bilanz erscheinende Zahlungs- verpflichtungen in Höhe von insgesamt 9.120 T€. Im Aktivposten 6 sind keine börsenfähigen Wertpapiere enthalten. 42
Posten 7: Beteiligungen Die Kreissparkasse Saarlouis hält folgende Beteiligungen, die aufgrund ihrer Höhe oder aufgrund der Bedeutung der Beteiligungsunternehmen als Produktvermittler nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse sind: Name und Sitz Erwerbsgesellschaft der Sparkassen-Finanzgruppe mbH & Co. KG, 15320 Neuhardenberg Deutsche Sparkassen Leasing AG & Co. KG, 61352 Bad Homburg v. d. Höhe Eigenkapital 31.12.2018 T € 6.614.585 30.09.2018 T € 857.251 30.06.2019 T € Beteiligungs- quote 31.12.2019 % 0,38 31.12.2019 % 0,26 31.12.2019 % VBG Versicherungsbeteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, 80333 München 1.331.079 0,41 Ergebnis der Gesellschaft 2018 T € 211.872 2018 T € 91.094 2019 T € 28.516 Posten 8: Anteile an verbundenen Unternehmen An der S-IV Center GmbH, Sparkassen-Immobilien- und Versicherungs-Center Vermittlungs- und Service- Gesellschaft mbH, Saarlouis, halten wir 100 % des Stammkapitals von 500 T€. Zum 31.12.2018 beträgt das Eigenkapital 1.484 T€; der Jahresüberschuss 662 T€. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, da die Beteiligung an dem Tochterunternehmen hinsichtlich dessen Bilanzsumme, Jahresergebnis und Kapitalaus- stattung von untergeordneter Bedeutung für die Ver- mögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist. Posten 9: Treuhandvermögen Das Treuhandvermögen betrifft in voller Höhe die Forderungen an Kunden. Posten 13: Sonstige Vermögensgegenstände In diesem Posten sind Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 164,7 T€ enthalten. 43
Entwicklung des Anlagevermögens Es wurde von der Zusammenfassungsmöglichkeit des § 34 Abs. 3 Satz 2 RechKredV Gebrauch gemacht. Anlagevermögen Veränderungsgrößen Entwicklung der Anschaffungs-/Herstellungskosten Entwicklung der Art des Anlagevermögens Stand am 01.01.2019 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2019 Stand am 01.01.2019 Abschrei- bungen im Geschäftsjahr T € T € T € T € T € T € A6: Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere A7: Beteiligungen A8: Anteile an verbundenen Unternehmen 2.965,7 43.017,0 500,0 0,00 - 214,2 0,0 A11: Immaterielle Anlagewerte 1.682,3 89,9 7,6 1.764,6 1.578,0 105,0 A12: Sachanlagen darunter: 111.693,3 2.719,3 1.010,4 113.402,2 71.587,2 2.681,4 - Grundstücke und Gebäude 88.576,7 1.653,6 0,0 90.230,3 51.993,9 1.594,2 davon sparkassen- betrieblich genutzt - Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 23.116,6 1.065,7 1.010,4 23.171,9 19.593,3 1.087,2 30.259,7 Vermögensgegenstände in Fremdwährung Der Gesamtbetrag der auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände beläuft sich auf 10.965 T€. 44
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen Buchwerte Zuschrei- bungen im Geschäftsjahr Änderungen der gesamten Abschreibungen i. Z. mit Zugängen Abgängen Stand am 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2018 T € T € T € T € T € T € 2.485,7 2.458,7 28.517,1 28.731,3 500,0 89,2 500,0 104,3 7,7 1.675,3 999,0 73.269,6 40.132,6 40.106,1 0,0 53.588,0 36.642,3 36.582,9 30.259,7 29.507.9 0,0 0,0 0,0 0,0 999,0 19.681,6 3.490,3 3.523,2 0,0 0,0 0,0 0,0 45
2.2. Passiva Posten 1: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten In diesem Posten sind enthalten: Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten gegenüber der eigenen Girozentrale Schulden in Fremdwährung Bestand 31.12.2019 T € 31.12.2018 T € 7.958 6.719 3.853 6.983 Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Weiterleitungskrediten sind eigene Vermögenswerte (Forderungen) in Höhe von 186.634 T€ als Sicherheit übertragen. Mit der Deutschen Bundesbank bestanden Offenmarktgeschäfte in Höhe von 233.096 T€, für die Forderungen und Wertpapiere in mindestens gleicher Höhe verpfändet wurden. Posten 2: Verbindlichkeiten gegenüber Kunden In diesem Posten sind enthalten: Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht Schulden in Fremdwährung 31.12.2019 T € 1.729 31.12.2019 T € 1.008 31.12.2018 T € 1.604 Bestand 31.12.2019 T € 3.557 31.12.2018 T € 2.053 31.12.2018 T € 3.815 Posten 4: Treuhandverbindlichkeiten Die Treuhandverbindlichkeiten entfallen mit 28 T€ auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und mit 95 T€ auf Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Posten 6: Rechnungsabgrenzungsposten In diesem Posten sind enthalten: Rechnungsabgrenzungsposten Bilanzposten P 6 Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und niedrigerem Auszahlungsbetrag von Forderungen Bestand 31.12.2019 T € 31.12.2018 T € 97 117 46
Posten 7: Rückstellungen Der bilanzielle Ansatz der Pensionsrückstellungen i. H. v. 11.939 T€ wurde nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ermittelt. Auf Basis des durch- schnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen 13.090 T€. Der Unter- schiedsbetrag i. H. v. 1.151 T€ unterliegt einer Aus- schüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Schulden in Fremdwährung Der Gesamtbetrag der auf Fremdwährung lautenden Schulden beläuft sich auf 10.276 T€. Passiva unter dem Bilanzstrich Soweit aus den Verpflichtungen aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag mit einer Inanspruchnahme zu rechnen war, wurden entspre- chende Rückstellungen gebildet. Für die anderen Ver- pflichtungen lagen keine Anhaltspunkte für drohende Inanspruchnahmen vor. 2.3. Restlaufzeitengliederung Forderungen / Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit ≤ 3 Monate > 3 Monate ≤ 1 Jahr > 1 Jahr ≤ 5 Jahre > 5 Jahre Forderungen an Kunden mit unbe- stimmter Laufzeit Bis zum nächsten Bilanzstich- tag fällig werdende Beträge Bilanzposten T € T € T € T € T € T € A 3 Forderungen an Kreditinstitute b) andere Forderungen 821,1 811,0 2.459,6 10.000,0 A 4 Forderungen an Kunden 86.431,6 194.888,0 814.339,1 1.615.684,5 107.022,9 48.962,4 A 5 Schuldverschreibungen und andere festver- zinsliche Wertpapiere P 1 Verbindlichkeiten gegenüber Kredit- instituten b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist P 2 Verbindlichkeiten gegenüber Kunden a) Spareinlagen ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als 3 Monaten lichkeiten b) Andere Verbind- bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündi- gungsfrist 81.691,1 103.178,3 211.556,0 108.015,2 3.084,7 2.734,9 1.434,8 0,1 84.921,7 23.141,1 3.519,6 369,6 Anteilige Zinsen sind zusammen mit der jeweiligen Forderung oder Verbindlichkeit demjenigen Aktiv- bzw. Passiv- posten zugeordnet, dem sie zugehören. Sie sind jedoch gemäß § 11 Satz 3 RechKredV nicht nach Restlaufzeiten gegliedert. 47
3. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 3.1. Zinserträge und -aufwendungen 3.3. Vorschlag zur Ergebnisverwendung Es wird vorgeschlagen, das Jahresergebnis nach Testat wie folgt zu verwenden: Ergebnisverwendung Vorwegzuführung zur Sicherheitsrücklage Zuführung zur Sicherheitsrücklage Betrag 2019 T € 3.568,4 3.568,4 Negative Zinsen aufgrund der Auswirkungen des vor- herrschenden Niedrigzinsumfelds werden als negativer Ertrag in der GuV-Position 1 (für Forderungen) bzw. positiver Aufwand in der GuV-Position 2 (für Verbind- lichkeiten) ausgewiesen. Diese Beträge wurden mit den Zinserträgen / Zinsaufwendungen, die üblicherweise bei derartigen Geschäftsvorfällen anfallen, durch offene Absetzung in einer zusätzlichen Vorspalte verrechnet. In den Zinsaufwendungen sind Ausgleichszahlungen für die vorzeitige Auflösung von Zinsswaps zur Zinsbuch- steuerung enthalten. Diese erhöhen die Aufwendungen einmalig um 4.807 T€. 3.2. Provisionserträge Die wesentlichen Provisionserträge für die für Dritte erbrachten Dienstleistungen für Verwaltung und Ver- mittlung entfallen auf die Vermittlung von Produkten der Verbundpartner (Fondsanteile und Investment- zertifikate, Kreditkarten, Kredite, Bausparverträge, Versicherungen). 48
4. Sonstige Angaben 4.1. Abschlussprüfungshonorar Das Abschlussprüfungshonorar für das Geschäftsjahr 2019 belief sich auf 357,3 T€, das Honorar für andere Bestätigungsleistungen auf 45,1 T€; davon 45,1 T€ für die Prüfung nach § 89 WpHG. Rückstellungen für Prüfungskosten des Vorjahres wurden nicht aufgelöst. 4.2. Aktive latente Steuern Aufgrund abweichender Ansatz- und Bewertungsvor- schriften zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehen zum 31.12.2019 Steuerlatenzen. Dabei wird der Gesamt- betrag der künftigen Steuerbelastungen erheblich durch die zu erwartenden Steuerentlastungen überdeckt. Die Steuerentlastungen resultieren aus bilanziellen Ansatzunterschieden insbesondere bei der Forderungs- bewertung und den Rückstellungen. Eine passive Steuer- abgrenzung war demzufolge nicht erforderlich, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. Die Ermittlung der Differenzen erfolgte bilanzposten- bezogen unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 30,79 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer zzgl. Solidaritätszuschlag). 4.3. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Zinsrisiken werden von der Sparkasse derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente Nominalbetrag / Restlaufzeiten Zeitwert* Zinsbezogene Geschäfte Zinsswaps Summe Nominalbeträge davon weder Handelsbestand noch Gegenstand von Bewertungseinheiten i. S. v. § 254 HGB Insgesamt * Clean Value (ohne Stückzinsen) ≤ 1 Jahr > 1 Jahr ≤ 5 Jahre > 5 Jahre Positiv Negativ T € T € T € T € T € 50.000 263.070 283.574 11.318 57.253 596.644 596.644 50.000 263.070 283.574 11.318 57.253 49
Die Nominalvolumina der bilanzunwirksamen Geschäfte entsprechen 15,22 % der Bilanzsumme. Die Kontrahenten sind deutsche Kreditinstitute und Kunden unseres Hauses. Altersrente werden Rentenleistungen auch im Fall der Erwerbsminderung sowie im Todesfall an die Hinterbliebenen erbracht. Die Rentenleistungen werden jährlich um 1 % angehoben. Zur Ermittlung der Zeitwerte (ohne Stückzinsen) der Zinsswaps wurde die Barwertmethode zugrunde gelegt. 4.4. Ruhegehalts- und Zusatzversorgungs- kasse (RZVK) Für Sparkassen ist 2018 eine bundesweit einheitliche Methodik zur quantitativen Ermittlung von nicht- passivierten mittelbaren Pensionsverpflichtungen nach Rechtsauffassung des IDW entwickelt worden. Die Sparkasse ist verpflichtet, für die anspruchs- berechtigten Mitarbeiter eine zur betrieblichen Altersversorgung führende Versicherung bei einer kommunalen Zusatzversorgungskasse abzuschließen. Sie hat diese Verpflichtung durch Anmeldung der betreffenden Mitarbeiter bei der ZVK erfüllt. Träger der ZVK ist die Ruhegehalts- und Zusatzversor- gungskasse des Saarlandes in Saarbrücken, die das Kassenvermögen der ZVK als Sondervermögen getrennt vom eigenen Vermögen verwaltet. Die ZVK finanziert die Versorgungsverpflichtungen im Umlageverfahren. Hierbei wird im Rahmen eines Abschnittsdeckungsverfahrens ein Umlagesatz – bezogen auf die zusatzversorgungspflichtigen Entgelte der versicherten Beschäftigten – ermittelt. Soweit dabei der Finanzbedarf der Kasse infolge der Umstellung auf das Punktemodell den tarifvertrag- lich auf den Stand vom 1. November 2001 eingefro- renen Umlagesatz übersteigt, erhebt die Kasse ein Sanierungsgeld. Der Gesamthebesatz (einschließlich Sanierungsgeld), der derzeit 8,90 % der umlagepflichtigen Gehälter beträgt, wird von der ZVK für tragfähig erachtet, den Finanzbedarf der Kasse langfristig zu sichern. Das vom einzelnen Mitglied zu entrichtende Sanie- rungsgeld wird gemäß § 63 Abs. 2 der Satzung der ZVK nach einer verursachungsgerechten Regelung unter Berücksichtigung der mitgliedsspezifischen Bestandsstruktur erhoben. Maßgeblich für die Höhe der Rentenleistung ist die Summe der vom Versicherten bis zum Rentenbeginn erworbenen sogenannten Versorgungspunkte, die auf der Basis des jeweiligen versorgungspflichtigen Entgelts ermittelt werden. Neben einer lebenslangen Die Durchführung der Versorgungszusage über die ZVK begründet eine mittelbare Versorgungsver- pflichtung, die die Sparkasse durch regelmäßige Zahlung der satzungsmäßig geforderten Umlagen und Sanierungsgelder erfüllt. Gemäß § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG steht die Sparkasse für die Erfüllung der zugesagten Leistung ein (Subsidiärhaftung), soweit die ZVK die vereinbarten Leistungen nicht erbringt, wofür derzeit keine Anhaltspunkte vorliegen. Wird unterstellt, dass die ZVK keine Umlagen und Sanierungsgelder mehr erheben kann und die zu- gesagten Versorgungsleistungen aus ihrem zum Stichtag vorhandenen Vermögen erbringen müsste, ergäbe sich für die Sparkasse ein nach den handels- rechtlichen Bewertungsgrundsätzen des § 253 Abs. 2 HGB ermittelter Erfüllungsbetrag von 90.012,6 T€, dem ein nach dem Verpflichtungsumfang quotal be- messener Anteil der Sparkasse am Kassenvermögen in Höhe von 19.333,4 T€ gegenübersteht. Insoweit beläuft sich der gemäß Art. 28 Abs. 2 EGHGB anzu- gebende Betrag auf 70.679,2 T€. Die Bewertung der Verpflichtung erfolgt auf der Grundlage des Anwartschaftsbarwertverfahrens, wobei die Heubeck-Richttafeln 2005 G (modifiziert im Hinblick auf die Besonderheiten des Versicher- tenbestandes), ein Rechnungszinsfuß von 2,71 % bei einer gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB angenom- menen Restlaufzeit von 15 Jahren sowie eine Renten- dynamik entsprechend der Satzung der Versorgungs- einrichtung von 1 % zugrunde gelegt werden. Da es sich nicht um ein endgehaltbezogenes Versorgungs- system handelt, sind erwartete Gehaltssteigerungen nicht zu berücksichtigen. Die Daten zum Versichertenbestand der Versorgungs- einrichtung per 31. Dezember 2019 liegen derzeit noch nicht vor, sodass auf den Versichertenbestand per 31. Dezember 2018 abgestellt wird. 4.5. Mitarbeiter/innen Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt: Anzahl Vollzeitkräfte Teilzeit- und Ultimokräfte Auszubildende Insgesamt 414 274 35 724 50
4.6. Bezüge / Kreditgewährungen an Vorstand und Verwaltungsrat An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinter- bliebene wurden im Geschäftsjahr Versorgungsbezüge in Höhe von 1.091 T€ gezahlt. Es bestehen Pensions- rückstellungen in Höhe von 7.324 T€ für diesen Perso- nenkreis. Die Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 108 T€. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstandes betrugen im Berichtsjahr 1.398 T€. Den Mitgliedern des Vorstandes wurden Kredite in Höhe von 241 T€ (davon Haftungsverhältnisse: 0 T€) und den Mitgliedern des Verwaltungsrates Kredite in Höhe von 310 T€ gewährt. 4.7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Ab dem ersten Quartal 2020 hat sich weltweit das neu- artige Corona-Virus ausgebreitet, für das bisher weder Impfungen noch Gegenmittel existieren. Dies betrach- ten wir als einen Vorgang von besonderer Bedeutung, der voraussichtlich negative Auswirkungen auf die Entwicklung unserer Vermögens-, Finanz- und Ertrags- lage haben wird. Das Ausmaß der Auswirkungen auf den handelsrecht- lichen Jahresabschluss der Kreissparkasse Saarlouis zum 31.12.2020 ist derzeit nur schwer abzuschätzen und kann deshalb nicht quantifiziert werden. Die nega- tiven Folgen werden umso stärker sein, je länger die Pandemie anhält. Diese Folgen können Ertragsminde- rungen insbesondere aufgrund von Kreditausfällen und Ratingverschlechterungen in bestimmten Portfolien sein. Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2019 hat die Reaktion der Kapitalmärkte auf die Auswirkungen der Pandemie bereits zu deutlichen Kursrückgängen bei den von uns gehaltenen Wert- papieren geführt, die allerdings in Relation zu den Kursreserven zu sehen sind. Die Kursrückgänge haben nach gegenwärtigem Stand zu einer erheblichen Ver- minderung dieser Kursreserven geführt. Ergänzend verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht. 51
Vorstand Vorsitzender: Horst Herrmann stv. Vorsitzender: Stephan Eisenbart weiteres Mitglied: Udo Jost (bis 30.06.2019) Stefan Klein (ab 01.07.2019) Bei der SAARLAND Feuerversicherung AG, Saarbrücken, nimmt ein Mitglied unseres Vorstandes ein Aufsichts- ratsmandat wahr. Saarlouis, 17.03.2020 Kreissparkasse Saarlouis Der Vorstand Horst Herrmann Stephan Eisenbart Stefan Klein 5. Organe Verwaltungsrat Vorsitzender: Patrik Lauer, Landrat Stellvertreter: Oswald Kriebs, Diplom-Betriebswirt, Personalleiter der Arbeiterwohlfahrt i. R., Erster Kreisbeigeordneter Mitglieder: Helmut Bauer, Diplom-Bauingenieur i. R. (bis 26.08.2019) Martin Becker, Sparkassenangestellter, Revisor (bis 26.08.2019) Franz-Josef Berg, Bürgermeister der Stadt Dillingen Saar Ralf Bock, selbstständiger Handelsvertreter (ab 26.08.2019) Peter Demmer, Oberbürgermeister der Kreisstadt Saarlouis Helmut Graf, Sparkassenangestellter, Gewerbekundenbetreuer (bis 26.08.2019) Klaus Kessler, Minister des Saarlandes a. D. (ab 26.08.2019) Andreas Kiepsch, Finanzbeamter, Diplom-Finanzwirt (bis 26.08.2019) Walter Klein, Diplom-Kaufmann, Prokurist der Stahl- Holding-Saar Verwaltungs GmbH i. R. (bis 26.08.2019) Kevin Kloß, Betriebswirt AG der Dillinger Hüttenwerke (ab 26.08.2019) Josef Kolmen, Schulleiter i. R. Patrick Müller, Diplom-Kaufmann VSE AG (ab 26.08.2019) Olaf Papesch, Amtsgerichtsdirektor (bis 26.08.2019) Stefan Rech, Angestellter Landespolizeipräsidium des Saarlandes (ab 26.08.2019) Nicole Reiners-Gerard, Diplom-Verwaltungswirtin Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (ab 26.08.2019) Dr. Ralf Riemann, Landtagsangestellter (bis 26.08.2019) Roman Roth, Sparkassenangestellter, Leiter Fachbereich Leasing Florian Schäfer, Sparkassenangestellter, Vorsitzender des Personalrates Bernd Schwed, Sparkassenangestellter, Abteilungsleiter Sdirekt (ab 26.08.2019) Iris Stellwag, Sparkassenangestellte, stv. Abteilungs- leiterin Rechtsabteilung (ab 26.08.2019) Klemens Thurnes, Sparkassenangestellter, Firmenkundenbetreuer Bernd Valentin, Qualitätssicherungs-Koordinator der Fa. Nemak GmbH Dr. Peter Winter, Landrat a. D. (bis 26.08.2019) 52
Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2019 Länderspezifische Berichterstattung Die Kreissparkasse Saarlouis hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regio- nal tätige Sparkasse in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Kreissparkasse Saarlouis besteht im Wesentlichen darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzuneh- men und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die Kreissparkasse Saarlouis definiert den Umsatz als Saldo aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionser- träge, Provisionsaufwendungen, Nettoertrag / -aufwand des Handelsbestands (Erträge / Aufwendungen saldiert) und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2019 97.206 T€. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeit- äquivalenten beträgt im Jahresdurchschnitt 568. Der Gewinn vor Steuern beträgt 17.694 T€. Die Steuern auf den Gewinn betragen 10.379 T€. Diese Summe betrifft laufende Steuern. Die Kreissparkasse Saarlouis hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. 53
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kreissparkasse Saarlouis – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstel- lung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kreissparkasse Saarlouis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kredit- institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Sparkasse zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lage- bericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, ent- spricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537 / 2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Ab- schnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend be- schrieben. Wir sind von der Sparkasse unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anfor- derungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Ar- tikel 10 Abs. 2 Buchstabe f) EU-APrVO, dass alle von uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungs- leistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns er- langten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind sol- che Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sach- verhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prü- fung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt haben wir die Bewertung der Forderungen an Kunden identifiziert. Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prü- fungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert: a) Risiko für den Jahresabschluss b) Unsere Vorgehensweise in der Prüfung c) Verweis auf weitergehende Informationen Zu a) Das Kundenkreditgeschäft ist ein maßgebliches Ge- schäftsfeld der Sparkasse. Durch die Bewertung der Forderungen an Kunden können sich wesentliche Auswirkungen auf den Jahresabschluss der Sparkasse 54
ergeben. Für die Bewertung einzelner Kundenfor- derungen ist das Adressenausfallrisiko des Kredit- nehmers, d. h. die Wahrscheinlichkeit, mit der dieser seinen vertraglichen Leistungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann (Ausfallwahrscheinlichkeit), maßgeblich. Dabei kommt auch der Bewertung der Kreditsicherheiten besondere Bedeutung zu. Zu b) Auf Basis der Organisationsrichtlinien der Sparkasse haben wir die eingerichteten Prozesse zur Bewertung der Kundenforderungen einschließlich der Sicherheiten- wertermittlung und -überwachung hinsichtlich der Angemessenheit für ein rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem geprüft. Daneben haben wir die Wirksamkeit der wesentlichen Kontrollhandlungen geprüft. Bei einer risikoorientiert vorgenommenen Auswahl von Kreditengagements haben wir auf der Grundlage von Kreditunterlagen die von der Sparkasse vorgenommene Beurteilung des kreditnehmerbezo- genen Adressenausfallrisikos sowie die Bewertung der Kreditsicherheiten und die hierbei zugrunde gelegten Bewertungsparameter geprüft. Zu c) Weitere Informationen zur Bewertung der Forderungen an Kunden sind im Anhang zum Jahresabschluss in den Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungs- methoden (Abschnitt 1.1) enthalten. Darüber hinaus verweisen wir auf die Darstellungen und Erläuterungen im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019, insbeson- dere zu den Adressenausfallrisiken und der Risiko- vorsorge im Kundenkreditgeschäft (Abschnitt 3.1.2). Sonstige Informationen Der Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen der Sparkasse umfassen sonstige nicht prüfungspflichtige Teile des Geschäfts- berichts der Sparkasse für das zum 31. Dezember 2019 endende Geschäftsjahr und den gesonderten nicht- finanziellen Bericht gemäß § 289 b Abs. 2 HGB für das Geschäftsjahr 2019. Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht sowie eine Entwurfsfassung des zur Veröffentlichung bestimmten Geschäftsberichts einschließlich des Berichts des Ver- waltungsrats wurden uns im Rahmen unserer Prüfung vorgelegt. Der endgültige Geschäftsbericht einschließ- lich des Berichts des Verwaltungsrats wird uns nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen. Dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch eine andere Form von Prüfungs- schlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung des Vorstands und des Verwaltungs- rats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der Vorstand der Sparkasse ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditinstitute geltenden handelsrechtlichen Vor- schriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. Ferner ist der Vorstand verant- wortlich für die internen Kontrollen, die er in Überein- stimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungs- mäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermög- lichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vor- stand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurtei- len. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unterneh- menstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. 55
Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Auf- stellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vor- schriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Verwaltungsrat der Sparkasse ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Sparkasse zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht ins- gesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Sparkasse vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresab- schluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungs- mäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesent- licher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstel- lungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügeri- sches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontroll- system und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prü- fungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Sys- teme der Sparkasse abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessen- heit des vom Vorstand angewandten Rechnungs- legungsgrundsatzes der Fortführung der Unterneh- menstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenhei- ten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Sparkasse zur Fortführung der Unternehmens- tätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prü- fungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schluss- folgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungs- nachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Sparkasse ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der 56
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir sind nach § 340k Abs. 1 und 3 HGB in Verbindung mit § 24 Abs. 2 Satz 1 SSpG gesetzlicher Abschlussprüfer. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem Bericht nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Thomas Friedrich Stephan. Saarbrücken, 28. Mai 2020 Sparkassenverband Saar – Prüfungsstelle Stephan Wirtschaftsprüfer Angaben im Jahresabschluss sowie ob der Jahresab- schluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresab- schluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Sparkasse vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Sparkasse. • führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lage- bericht durch. Auf Basis geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunfts- orientierten Angaben vom Vorstand zugrunde geleg- ten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeid- bares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit dem Verwaltungsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie etwaige bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontroll- system, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Verwaltungsrat eine Erklä- rung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsan- forderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Verwaltungsrat erörtert haben, diejenigen Sachver- halte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungs- sachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. 57
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