Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19980127_OGH0002_010OBS00028_98K0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-02-26 20:28:36
Document Index: 178486043

Matched Legal Cases: ['OGH', '§ 503', '§ 503', '§ 255', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 10ObS28/98k - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Entscheidungstext 10ObS28/98k
10ObS28/98k
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht in Arbeits- und Sozialrechtssachen durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Bauer als Vorsitzenden, die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Ehmayr und Dr.Steinbauer sowie die fachkundigen Laienrichter Dr.Hans Lahner (aus dem Kreis der Arbeitgeber) und Ulrike Legner (aus dem Kreis der Arbeitnehmer) in der Sozialrechtssache der klagenden Partei Mara T*****, Arbeiterin, ***** vertreten durch Dr.Hans Eckhard Ruby, Rechtsanwalt in Salzburg, wider die beklagte Partei Pensionsversicherungsanstalt der Arbeiter, 1092 Wien, Roßauer Lände 3, vor dem Obersten Gerichtshof nicht vertreten, wegen Invaliditätspension, infolge Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Linz als Berufungsgerichtes in Arbeits- und Sozialrechtssachen vom 14.Oktober 1997, GZ 12 Rs 240/97v-18, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichtes Salzburg als Arbeits- und Sozialgerichtes vom 9. Juni 1997, GZ 20 Cgs 240/96h-10, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:
Der Revisiongrund der unrichtigen rechtlichen Beurteilung der Sache nach § 503 Z 4 ZPO liegt nicht vor. Nach ständiger Rechtsprechung kann eine in der Berufung gänzlich unterlassene Rechtsrüge in der Revision nicht nachgeholt werden (SSV-NF 1/28; zuletzt 10 ObS 2314/96h; 10 ObS 221/97s; ebenso mwN und überzeugender Widerlegung gegenteiliger Meinungen Kodek in Rechberger, ZPO Rz 5 zu § 503). Im vorliegenden Verfahren war in der Berufung keine Rechtsrüge erhoben worden. Sie könnte aber auch schon deshalb keinen Erfolg haben, weil die festgestellten Einschränkungen des medizinischen Leistungskalküls keineswegs einen gänzlichen Ausschluß der am Stichtag erst 45 Jahre alten Klägerin vom allgemeinen Arbeitsmarkt zur Folge haben (§ 255 Abs 3 ASVG).
E49212 10C00288
ECLI:AT:OGH0002:1998:010OBS00028.98K.0127.000
JJT_19980127_OGH0002_010OBS00028_98K0000_000