Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%201992,%20349
Timestamp: 2020-08-14 15:36:10
Document Index: 73670091

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 12', '§ 12', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', '§ 8', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: VersR 1992, 349 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: LG Dortmund, 30.01.1991
https://dejure.org/1991,968
BGH, 18.12.1991 - IV ZR 204/90 (https://dejure.org/1991,968)
BGH, Entscheidung vom 18.12.1991 - IV ZR 204/90 (https://dejure.org/1991,968)
BGH, Entscheidung vom 18. Dezember 1991 - IV ZR 204/90 (https://dejure.org/1991,968)
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Anforderungen an die Auslegung der Wildschadensklausel § 12 Absatz 1 Nummer I d der Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrzeugversicherung (AKB) - Vorliegen eines Ursachenzusammenhangs zwischen einer Berührung mit Wild und dem Unfallschaden als Tatbestandvoraussetzung ...
AKB § 12 Nr. 1 I d
NJW-RR 1992, 469
MDR 1992, 653
NZV 1992, 109
VersR 1992, 349
b) Nach gefestigter Rechtsprechung des Senats sind Allgemeine Versicherungsbedingungen so auszulegen, wie ein durchschnittlicher Versicherungsnehmer die Allgemeinen Bedingungen bei verständiger Würdigung (Urteil vom 18. Dezember 1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349 unter 3 a m.w.N.), aufmerksamer Durchsicht und Berücksichtigung des erkennbaren Sinnzusammenhangs (Urteil vom 5. Juli 1989 - IVa ZR 24/89 - VersR 1989, 908 unter II) verstehen muß.
Ein Zusammenstoß mit dem Haarwild ist nach dieser Regelung aber Voraussetzung für einen Anspruch auf Ersatz des Fahrzeugschadens (vgl. Senatsurteil vom 18.12.1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349).
Kfz-Teilkaskoversicherung: Kürzung des Rettungskostenersatzes wegen grob …
Ein Zusammenstoß ist - für jeden durchschnittlichen Versicherungsnehmer ohne weiteres erkennbar - nur dann anzunehmen, wenn es zu einer Berührung mit dem Tier gekommen ist und diese Berührung den Unfallschaden verursacht hat (vgl. BGH, Urt. v. 18.12.1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349; OLG Koblenz, zfs 1989, 351).
Den Nachweis dafür, dass ein Zusammenstoß mit einem Tier erfolgt ist, hat der Versicherungsnehmer zu erbringen (BGH, Urt. v. 18.12.1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349; OLG Köln, RuS 2005, 457).
Zwar ist das Merkmal "durch einen Zusammenstoß" auch dann erfüllt, wenn die Kollision mit dem Tier nicht das letzte Glied in der Ursachenkette gewesen, sondern ein späteres zum Unfall führendes Verhalten des Fahrzeugführers hinzugetreten ist (BGH, Urt. v. 18.12.1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349).
Diese zeitliche Abfolge rechtfertigt die Annahme eines Schadens "durch einen Zusammenstoß" nicht (siehe auch dazu BGH, Urt. v. 18.12.1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349).
Versicherungsrechtliche Überlegungen können allenfalls insoweit berücksichtigt werden, wie sie sich aus dem Wortlaut der Bedingungen für den verständigen Versicherungsnehmer unmittelbar erschließen (vgl. BGH, Urteil vom 18. Dezember 1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349 unter 3 a).
Fahrzeugvollversicherung bzw. Fahrzeugteilversicherung: Beweislast ("non liquet") …
Der Umstand muss auch für den eingetretenen Schaden ursächlich sein (vgl. BGH, r+s 1992, 82; OLG Köln, r + s 2005, 457).
OLG Nürnberg, 30.03.2000 - 8 U 3372/99
Begriff der erhöhten Kraftanstrengung in der Unfallversicherung
Damit wird aber das maßgebliche Kriterium des erhöhten Krafteinsatzes als einer Kraftentfaltung, die das Normalmaß übersteigt, nicht außer Kraft gesetzt (…so auch Grimm, a.a.O. Soweit die Beklagte demgegenüber argumentiert, die gegenteilige Auslegung ergebe sich aus der Geschichte der AUB 88, ist dies unerheblich. Die Motive des Klausel-Erstellers sind für die Auslegung solange unerheblich, als die damit verfolgten Zwecke für einen aufmerksamen und durchschnittlichen Versicherungsnehmer, auf den hier abzustellen ist, nicht im Wortlaut der Klausel hinreichend zum Ausdruck kommen (vgl. BGH VersR 91,.417; 92, 349; 96, 500;… Prölss, a.a.O., Vorbemerkung III, Rz. 2 vor § 91 VVG).
Der durchschnittliche Versicherungsnehmer wird bei aufmerksamer Durchsicht der AUB 88 unter Berücksichtigung des erkennbaren Sinnzusammenhangs (BGH NJW 93, 2369; NJW-RR 92, 469) vielmehr aus § 8 AUB 88 den Schluß ziehen, daß bei der Mitwirkung von Krankheiten oder Gebrechen bei der durch das Unfallereignis hervorgerufenen Gesundheitsbeschädigung nur eine Leistungseinschränkung, nicht aber ein völliger Ausschluß des Versicherungsschutzes stattfinden soll.
BGH, 27.09.1995 - IV ZR 283/94
Darlegungs- und Beweislast des Versicherers bei Geltendmachung des …
Gemäß der seit langem gefestigten Rechtsprechung des Senates zur Auslegung von Versicherungsbedingungen sind Zweck- und Zielvorstellungen der Versicherer nur dann und nur insoweit für die Auslegung eines Klauselwerkes von Bedeutung, wenn und wie sie in ihm einen für die angesprochenen Versicherungsnehmer erkennbaren Ausdruck gefunden haben (s. z.B. Senatsurteil vom 18. Dezember 1991 - IV ZR 204/90 - VersR 1992, 349 unter 3 a m.w.N.).
Versicherungstechnische Überlegungen können allenfalls insoweit berücksichtigt werden, wie sie sich aus dem Wortlaut der Bedingungen für den verständigen Versicherungsnehmer unmittelbar erschließen (BGH VersR 1992, 349).
OLG Celle, 19.03.2009 - 8 U 228/08
Sonderbedingungen zur Haftpflicht und Fahrzeugversicherung für …
OLG Köln, 19.07.2005 - 9 U 15/00
Entschädigungsanspruch wegen eines Zusammenstoßes mit Haarwild; Voraussetzungen …
KG, 05.06.2018 - 6 U 166/16
Teilkaskoversicherung: Nachweis eines Zusammenstoßes mit Haarwild
OLG Köln, 14.03.2000 - 9 U 125/99
Teilkasko-Versicherungsschutz für Kraftfahrzeugschäden bei Unfällen durch …
OLG Köln, 20.10.1998 - 9 U 176/97
Leistungsfreiheit einer Teilkaskoversicherung bzgl. eines selbst verursachten …
OLG Oldenburg, 27.09.1995 - 2 U 172/95
Fahrlässigkeit, grobe, Wildschaden, Schreckreaktion, Vollbremsung, Schaden, …
LG Dortmund, 30.01.1991 - 4 O 277/90
https://dejure.org/1991,14893
LG Dortmund, 30.01.1991 - 4 O 277/90 (https://dejure.org/1991,14893)
LG Dortmund, Entscheidung vom 30.01.1991 - 4 O 277/90 (https://dejure.org/1991,14893)
LG Dortmund, Entscheidung vom 30. Januar 1991 - 4 O 277/90 (https://dejure.org/1991,14893)
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NJW-RR 1992, 28
VersR 1991, 1401
Entsprechend ist auch in der Rechtsprechung die Tendenz zu beobachten, die "Kleine Benzinklausel" in vergleichbaren Fällen restriktiv auszulegen und keinen Ausschluss des Versicherungsschutzes in der Privathaftpflichtversicherung anzunehmen (vgl. OLG Düsseldorf VersR 1993, 302: 13jähriger Sohn des Versicherungsnehmers löst beim Verlassen des LKW versehentlich die Handbremse; OLG Saarbrücken VersR 1991, 1400: Versicherungsnehmer setzt sich auf ein Motorrad und zieht die Handbremse, wodurch dieses im Stand umkippt; LG Dortmund VersR 1991, 1401: Versicherter nimmt im Fahrzeug Platz, um im Bedarfsfall die Fußbremse zu betätigen; LG Freiburg ZfS 1990, 137: 10jähriges Kind setzt aus Spieltrieb ein KFZ in Gang).