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Timestamp: 2016-10-28 04:38:17
Document Index: 313951544

Matched Legal Cases: ['Art. 12', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 7', 'Art. 74', 'Art. 74', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 39', 'BGE', 'Art. 87', 'Art. 1', 'Art. 12', 'Art. 14', 'Art. 12', 'Art. 12', 'in casu', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 14', 'Art. 12', 'Art. 66', 'Art. 68']

4A_516/2014 (11.03.2015)
4A_516/2014 � � Urteil vom 11. M�rz 2015
Z�rich, II. Kammer, vom 11. Juli 2014.
Die 1981 geborene B.________ (Versicherte, Beschwerdegegnerin) war seit 1. Oktober 2007 als Assistentin bei der C.________ AG in U.________ angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Versicherung A.________ AG (Versicherung, Beschwerdef�hrerin) im Rahmen einer Kollektiv-Krankentaggeldversicherung nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 �ber den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz, VVG; SR 221.229.1) gegen Erwerbsausfall bei Krankheit versichert. Nach Beendigung des Arbeitsverh�ltnisses trat die Versicherte (r�ckwirkend) per 17. November 2011 in die Einzeltaggeldversicherung �ber (mit Pr�mienbefreiung f�r ein versichertes Krankentaggeld von Fr. 145.35 ).
Nachdem die Versicherte seit 18. April 2011 vollumf�nglich krank geschrieben war, richtete die Versicherung vom 18. April bis 15. Dezember 2011 insgesamt 83 Taggelder � Fr. 181.60 sowie 47 Taggelder � Fr. 145.35 aus. In der Folge veranlasste sie ein psychiatrisches Gutachten bei Dr. med. D.________, Spezialarzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, V.________, welches am 7. November 2011 verfasst wurde, und holteeinen Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. E.________, Innere Medizin FMH, W.________, vom 10. Dezember 2011 ein. Erg�nzend wurde Dr. med. D.________ mit der Erstellung einer Zusatzexpertise (vom 5. April 2012) beauftragt. Mit Schreiben vom 4. Juni 2012 lehnte die Versicherung die Erbringung von Versicherungsleistungen f�r die Zeit vom 16. Dezember 2011 bis 4. April 2012 mangels Vorliegens von die Arbeitsunf�higkeit echtzeitlich belegenden Arztzeugnissen ab. Am 31. August 2012 bekr�ftigte sie ihren Standpunkt, da f�r den fraglichen Zeitraum keine reduzierte Arbeitsf�higkeit ausgewiesen sei. Demgegen�ber st�nde der Versicherten ab 5. April 2012 wiederum ein uneingeschr�nkter Taggeldanspruch zu. Am 29. Oktober 2012 teilte sie der Versicherten mit, der Schadenfall werde per 17. Oktober 2012 abgeschlossen und der Einzeltaggeldversicherungsvertrag auf diesen Termin aufgel�st. F�r die Periode vom 1. bis 16. Oktober 2012 w�rden nurmehr Leistungen auf der Grundlage einer 50%igen Arbeitsunf�higkeit erbracht.
Am 18. Januar 2013 liess die Versicherte beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich Klage gegen die Versicherung erheben mit dem Rechtsbegehren, diese sei zu verpflichten, ihr f�r den Zeitraum vom 16. Dezember 2011 bis 4. April 2012 Krankentaggeldleistungen im Gesamtbetrag von Fr. 16'133.85 (111 Tage � Fr. 145.35) zuz�glich Zins zu 5 % seit dem 9. Februar 2012 (mittlerer Verfall) auszurichten. Der Eingabe lag u.a. ein Bericht der Frau Dr. med. F.________, Fach�rztin FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, X.________, vom 17. September 2012 bei. Mittels Klageantwort beantragte die Versicherung die Klageabweisung. Replik- und duplikweise hielten die Parteien an ihren Antr�gen fest.
In Gutheissung der Klage stellte das angerufene Gericht fest, dass f�r die Zeit vom 16. Dezember 2011 bis 4. April 2012 ein Anspruch der Kl�gerin auf Krankentaggeldleistungen im Gesamtbetrag von Fr. 16'133.85 bestehe, zuz�glich Zins zu 5 % ab 9. Februar 2012 (Urteil vom 11. Juli 2014).
Mit Beschwerde in Zivilsachen ersucht die Versicherung um Aufhebung des angefochtenen kantonalen Urteils. Es sei unter Abweisung s�mtlicher Begehren der Versicherten festzustellen, dass kein gen�gender Nachweis hinsichtlich einer vom 16. Dezember 2011 bis 4. April 2012 dauernden Arbeitsunf�higkeit erbracht worden und somit kein Anspruch auf Krankentaggeldleistungen nach VVG ausgewiesen sei.
W�hrend das kantonale Gericht auf eine Vernehmlassung verzichtet, l�sst die Versicherte auf Abweisung der Beschwerde schliessen, soweit darauf einzutreten sei. In ihrer Replik nimmt die Versicherung dazu Stellung.
1.2.�Zu beurteilen ist die Leistungspflicht aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung. Derartige Zusatzversicherungen unterstehen gem�ss Art. 12 Abs. 2 und 3 des Bundesgesetzes vom 18. M�rz 1994 �ber die Krankenversicherung (Krankenversicherungsgesetz, KVG; SR 832.1) dem VVG. Streitigkeiten aus solchen Versicherungen sind privatrechtlicher Natur, weshalb als Rechtsmittel an das Bundesgericht die Beschwerde in Zivilsachen in Betracht kommt (BGE 133 III 439 E. 2.1 S. 442 mit Hinweisen). Die Beschwerde richtet sich gegen einen Endentscheid (Art. 90 BGG). Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich hat als einzige kantonale Instanz im Sinne von Art. 7 ZPO entschieden, weshalb die Beschwerde in verm�gensrechtlichen Angelegenheiten gem�ss Art. 74 Abs. 2 lit. b BGG unabh�ngig vom Erreichen der Streitwertgrenze nach Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG zul�ssig ist (vgl. BGE 138 III 2 E. 1.2.2 S. 4). Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen gegeben sind, ist - unter Vorbehalt rechtsgen�glich begr�ndeter R�gen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) - auf die Beschwerde einzutreten.
2.1.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 135 III 127 E. 1.5 S. 130, 397 E. 1.5 S. 401). Beschwerdef�hrende, die sich auf eine Ausnahme von der Bindung des Bundesgerichts an die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz berufen und den Sachverhalt gest�tzt darauf berichtigt wissen wollen, k�nnen sich nicht damit begn�gen, den bestrittenen Feststellungen eigene tats�chliche Behauptungen gegen�berzustellen oder darzulegen, wie die Beweise ihrer Ansicht nach zu w�rdigen gewesen w�ren. Vielmehr m�ssen sie substanziiert darlegen, inwiefern die Voraussetzungen gem�ss Art. 105 Abs. 2 BGG gegeben sind (BGE 136 I 184 E. 1.2 S. 187; 133 III 462 E. 2.4 S. 466 f.). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.).
2.2.�Zu beachten ist, dass das Bundesgericht in die Beweisw�rdigung des Sachgerichts nur eingreift, wenn diese willk�rlich ist. Willk�r liegt nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls in Betracht zu ziehen oder gar vorzuziehen w�re, sondern nur, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 134 II 124 E. 4.1 S. 133; 132 III 209 E. 2.1 S. 211; 131 I 57 E. 2 S. 61). Die Beweisw�rdigung ist mithin nicht schon dann willk�rlich, wenn vom Sachgericht gezogene Schl�sse nicht mit der Darstellung der Beschwerdef�hrenden �bereinstimmen, sondern bloss, wenn sie offensichtlich unhaltbar ist (BGE 135 II 356 E. 4.2.1 S. 362; 129 I 8 E. 2.1 S. 9; 116 Ia 85 E. 2b S. 88). Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Sachgericht offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche grundlos ausser Acht l�sst (vgl. BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9). Inwiefern die Beweisw�rdigung willk�rlich sein soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 130 I 258 E. 1.3 S. 261 f.).
Unbestrittenermassen war die Beschwerdegegnerin �ber ihre ehemalige Arbeitgeberin, die C.________ AG, bei der Beschwerdef�hrerin kollektiv krankentaggeldversichert gewesen. Nach Beendigung des Arbeitsverh�ltnisses am 16. November 2011 erfolgte r�ckwirkend per 17. November 2011 der �bertritt in die Einzeltaggeldversicherung. Gest�tzt darauf wurden vom 18. April bis 15. Dezember 2011 sowie ab 5. April 2012 Taggeldleistungen ausgerichtet. Strittig und nachfolgend zu pr�fen ist der Anspruch der Beschwerdegegnerin auf Krankentaggelder f�r die Zeit vom 16. Dezember 2011 bis 4. April 2012.
4.1.�Im Rahmen des Versicherungsvertrags hat die anspruchsberechtigte Person - in der Regel der Versicherungsnehmer - die Tatsachen zur Begr�ndung des Versicherungsanspruchs (Art. 39 VVG) zu behaupten und zu beweisen. Da der Nachweis rechtsbegr�ndender Tatsachen im Bereich des Versicherungsvertrags regelm�ssig mit Schwierigkeiten verbunden ist, geniesst der Versicherungsnehmer insofern eine Beweiserleichterung, als er nur eine �berwiegende Wahrscheinlichkeit f�r das Bestehen des geltend gemachten Versicherungsanspruchs darzutun hat. Beim Beweismass der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit ist verlangt, dass die M�glichkeit, es k�nnte sich auch anders verhalten, zwar nicht ausgeschlossen ist, sie aber f�r die betreffende Tatsache weder eine massgebende Rolle spielen noch vern�nftigerweise in Betracht fallen darf (BGE 130 III 321 E. 3.3 S. 325 mit Hinweisen; Urteile 4A_186/2009 vom 3. M�rz 2010 E. 6.2.1 und 5C.125/2006 vom 12. Dezember 2006 E. 2).
4.2.�Das grunds�tzlich anwendbare VVG enth�lt mit Ausnahme von Art. 87 VVG keine spezifischen Bestimmungen zum Krankentaggeld. Es sind deshalb vorab die vertraglichen Vereinbarungen der Parteien massgebend, hier also die Allgemeinen Bedingungen der Kollektiv-Taggeldversicherung nach VVG, Ausgabe 1. September 2010 (nachfolgend: AVB). Gem�ss Art. 1 AVB deckt die Beschwerdef�hrerin die wirtschaftlichen Folgen einer Arbeitsunf�higkeit, die aus einer Krankheit, einem Unfall oder einer Niederkunft hervorgeht. Art. 12 Ziff. 14 AVB sieht vor, dass die Entsch�digung der Arbeitsunf�higkeit erst nach Erhalt eines Zwischen- oder Schlusszeugnisses (Wiederaufnahme der Arbeit) erfolgen kann. Das Zwischenzeugnis muss dem Versicherer einmal pro Monat zugestellt werden. Bei Erhalt eines Zwischenzeugnisses wird die versicherte Person nur bis zu dem Tag entsch�digt, an dem das �rztlich bescheinigte Zeugnis ausgestellt wurde oder l�ngstens bis zum Ende des laufenden Monats. Gewisse Verhaltensweisen der versicherten Personen sanktioniert die Versicherung sodann mit Leistungsk�rzungen oder -verweigerung (Art. 14 AVB ["Einschr�nkung der Versicherungsdeckung"]).
5.1.�Die Beschwerdef�hrerin hatte ihre Leistungseinstellung vom 16. Dezember 2011 bis 4. April 2012 im Wesentlichen damit begr�ndet, dass die Beschwerdegegnerin die ihr vertraglich obliegenden Pflichten missachtet habe, indem f�r den fraglichen Zeitraum keine �rztlichen Arbeitsunf�higkeitszeugnisse beigebracht worden seien. Erst am 12. M�rz 2012 habe sie telefonisch erkl�rt, dass immer noch eine Arbeitsunf�higkeit vorl�ge. Die Versicherte habe damit gegen Art. 12 Ziff. 14 AVB verstossen, welche Anordnung eine Mitwirkungspflicht der versicherten Person darstelle. Auf Grund der Ergebnisse der von Dr. med. D.________ am 2. November 2011 durchgef�hrten Begutachtung habe im damaligen Zeitpunkt von einer uneingeschr�nkten Arbeitsf�higkeit ausgegangen werden k�nnen, weshalb sie nicht gehalten gewesen sei, (zus�tzliche) Arztzeugnisse bei der Versicherten einzufordern. Zudem habe diese in der streitigen Periode lediglich ein einziges Mal psychotherapeutische Behandlung in Anspruch genommen. Daraus k�nne nicht auf eine monatelange Arbeitsunf�higkeit geschlossen werden.
5.2.�Dem hatte die Beschwerdegegnerin zur Hauptsache entgegengehalten, die Versicherung habe es im gesamten fraglichen Zeitraum vom 16. Dezember 2011 bis 4. April 2012 g�nzlich unterlassen, sie auf Art. 12 Ziff. 14 AVB aufmerksam zu machen und ihr insbesondere unmissverst�ndlich anzudrohen, dass die Krankentaggeldleistungen ohne Auflegung von Arztzeugnissen ohne Weiteres verweigert w�rden. Es sei auch nie zum Ausdruck gebracht worden, dass auf Grund der fehlenden Zeugnisse Zweifel an der Arbeitsunf�higkeit best�nden. Dem im vertrauens�rztlichen Gutachten von Dr. med. D.________ vom 5. April 2012 geschilderten Verlauf des psychischen Leidens sei sodann zu entnehmen, dass sie in der besagten Zeitspanne nicht arbeitsf�hig gewesen sei. Aus dem Umstand, dass damals keine Arbeitsunf�higkeitszeugnisse vorgelegen h�tten, d�rfe nicht auf eine Arbeitsf�higkeit geschlossen werden. Eine nach Massgabe der AVB ein Leistungsverweigerungsrecht ausl�sende Pflichtverletzung liege nicht vor. Sp�testens nach erfolgtem �bertritt in die Einzelversicherung h�tte die Versicherung nicht ohne weitere Abkl�rungen davon ausgehen d�rfen, dass sie - die Kl�gerin - mangels fortlaufender Einreichung von Arztzeugnissen als nunmehr arbeitsf�hig einzustufen sei. Die Versicherung sei in Missachtung ihrer Kontroll- und �berwachungspflichten w�hrend rund eineinhalb Monaten unt�tig geblieben und habe keinerlei eigene Erhebungen bez�glich des Gesundheitszustands und der Arbeitsf�higkeit vorgenommen.
6.1.�Das kantonale Gericht ist gest�tzt auf die einl�sslich wiedergegebenen medizinischen Unterlagen, namentlich die Gutachten des Dr. med. D.________ vom 7. November 2011 und 5. April 2012 sowie die Berichte des Dr. med. E.________ vom 10. Dezember 2011 und der Frau Dr. med. F.________ vom 17. September 2012, zum Ergebnis gelangt, dass die Versicherung angesichts des �rztlicherseits im fraglichen Zeitraum �bereinstimmend beschriebenen psychotischen Beschwerdeverlaufs (Depression, Hautver�nderungen an der Unterlippe mit massiver Schwellung, Schlafst�rungen, Angstzust�nde) nicht von einem intakten Gesundheitszustand der Versicherten habe ausgehen d�rfen. Es treffe zwar zu, dass sich die Versicherte lediglich im Februar 2012 in fach�rztliche Behandlung begeben habe. Dies lasse jedoch entgegen der Annahme der Versicherung keine R�ckschl�sse auf eine effektiv vorhandene Arbeitsf�higkeit zu. Hinweise, dass die Versicherte in der Zeitspanne zwischen dem Bericht des Dr. med. E.________ von Dezember 2011 und der Begutachtung durch Dr. med. D.________ im April 2012 tats�chlich vollumf�nglich arbeitsf�hig gewesen sei, f�nden sich keine. Auch habe die Versicherte selber zu keinem Zeitpunkt einen entsprechenden Anschein erweckt. Vielmehr habe sie im Rahmen der Anmeldung bei der Invalidenversicherung vom 14. Dezember 2012 (recte: 2011) eine Arbeitsunf�higkeit von 100 % vermerkt und in ihrem Schreiben vom 14. Februar 2012 zuhanden der Versicherung ausgef�hrt, dass sie noch immer versuche, mit Hilfe von psychiatrischer Unterst�tzung die geschehenen Vorkommnisse zu bew�ltigen und einen baldm�glichen Einstieg in das normale Leben zur�ck zu finden. Am 12. M�rz 2012 habe die Versicherte ferner auf telefonische Anfrage hin mitgeteilt, sie sei nicht bei der Arbeitslosenkasse gemeldet, da weiterhin eine vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit bestehe. Ihr Zustand habe sich verschlechtert und in einen Nervenzusammenbruch gem�ndet. Sie befinde sich aktuell bei Frau Dr. med. F.________ in psychotherapeutischer Behandlung. Vor diesem Hintergrund sei mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt anzusehen, dass die Versicherte im Zeitraum vom 16. Dezember 2011 bis 4. April 2012 �ber kein erwerblich verwertbares Leistungsverm�gen verf�gt habe.
6.2.�Was in der Beschwerde vorgebracht wird, vermag die auf einer W�rdigung der konkreten Sachumst�nde beruhenden - und daher bundesgerichtlich nur eingeschr�nkt �berpr�fbaren (vgl. E. 2.1 und 2.2 hievor) - vorinstanzlichen Feststellungen zur Arbeitsf�higkeit der Beschwerdegegnerin im fraglichen Zeitraum nicht in einem offensichtlich unrichtigen oder sonst wie qualifiziert rechtsfehlerhaften Licht erscheinen zu lassen.
6.2.1.�Als nicht stichhaltig erweist sich namentlich der Einwand, das kantonale Gericht habe bei seiner Entscheidfindung die gutachtlichen Ausf�hrungen von Dr. med. D.________ vom 7. November 2011, wonach die Beschwerdegegnerin vollst�ndig arbeitsf�hig sei, willk�rlich ausser Acht gelassen. Vielmehr hat es sich eingehend mit der gesamten Aktenlage auseinandergesetzt und nachvollziehbar, jedenfalls aber willk�rfrei, dargelegt, weshalb es insbesondere gest�tzt auf die Expertise des Dr. med. D.________ vom 5. April 2012, die Berichte der Dres. med. E.________ vom 10. November 2011 und F.________ vom 17. September 2012 sowie das Verhalten der Beschwerdegegnerin selber gegen�ber den involvierten Versicherungstr�gern (Beschwerdef�hrerin, Invalidenversicherung, Arbeitslosenversicherung) von einer �berwiegend wahrscheinlichen vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit in der Zeitspanne vom 16. Dezember 2011 bis 4. April 2012 ausgegangen ist. Der Beschwerdef�hrerin gelingt es nicht, aufzuzeigen, inwiefern es der Beschwerdegegnerin, welche unbestrittenermassen vom 18. April bis 15. Dezember 2011 sowie ab 5. April 2012 zu 100 % in ihrer Leistungsf�higkeit eingeschr�nkt war, h�tte m�glich sein sollen, ihre psychischen Ressourcen gleichsam kurzzeitig in einem Masse zu (re-) aktivieren, dass eine vollzeitliche Erwerbst�tigkeit zumutbar gewesen w�re. Auch aus der Darstellung des Dr. med. D.________ vom 7. November 2011 ergeben sich keine entsprechenden Hinweise, zumal sich derselbe Arzt - in Kenntnis weiterer Aspekte des Falles - wenige Monate sp�ter gegenteilig ge�ussert hat. Auch haben die �rzte der Klinik f�r Psychiatrie und Psychotherapie, Universit�tsspital Z�rich, welche die Beschwerdegegnerin im Rahmen von vier Terminen (11. und 19. Juli sowie 8. August und 12. September 2012) in ihrer Sprechstunde gesehen und psychiatrisch beurteilt hatten, mit Bericht vom 25. September 2012 eine posttraumatische Belastungsst�rung diagnostiziert und ebenfalls eine von April 2011 bis Ende September 2012 durchgehend bestehende vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit attestiert. Vor diesem Hintergrund l�sst entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung der Umstand allein, dass sich die Beschwerdegegnerin zwischen dem 22. November 2011 und 5. April 2012 lediglich einmal in psychotherapeutische Behandlung zu Frau Dr. med. F.________ begeben hat, keinen anderen Schluss zu.
6.2.2.�Fehl geht die Beschwerdef�hrerin sodann auch mit ihrem Argument, es h�tten im fraglichen Zeitraum keinerlei Anhaltspunkte f�r eine nicht vorhandene Arbeitsf�higkeit der Beschwerdegegnerin bestanden. Wie im angefochtenen Urteil zutreffend erwogen wurde, konnte dem Bericht des Dr. med. E.________ vom 10. Dezember 2011, welcher der Beschwerdef�hrerin Mitte Dezember 2011- und damit nach dem Gutachten des Dr. med. D.________ vom 7. November 2011- zugegangen war, entnommen werden, dass der Hausarzt angesichts der psychischen Verfassung seiner Patientin weiterhin von einem vollst�ndig eingeschr�nkten Leistungsverm�gen ausging. In diesem Sinne hatte die Beschwerdegegnerin anl�sslich eines Hausbesuchs vom 24. November 2011 gegen�ber einem Mitarbeiter der Beschwerdef�hrerin angegeben, es l�gen psychische Einschr�nkungen vor, die eine Leistungs- und Konzentrationsf�higkeit �ber einen konstanten Zeitraum verhinderten. Im entsprechenden Besuchsbericht vom 5. Dezember 2011 war denn auch vermerkt worden, dass die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunf�higkeit bzw. die Wiederaufnahme einer Erwerbst�tigkeit "unbestimmt" seien. Gleichenorts hatte der Mitarbeiter zudem auf ein am 29. November 2011 mit dem Hausarzt Dr. med. E.________ gef�hrtes Telefongespr�ch hingewiesen, gem�ss dem dieser die von der Beschwerdegegnerin geschilderten krankheitsbedingten Beeintr�chtigungen auf Grund der bekannten Vorf�lle als glaubhaft best�tigte. Die Arbeitsunf�higkeit sei ausreichend begr�ndet. R�ckschl�sse auf eine pl�tzliche Genesung der Beschwerdegegnerin gehen daraus nicht hervor. Die Behauptung in der Beschwerde, die Beschwerdegegnerin sei ab 16. Dezember 2011 nicht mehr krank geschrieben gewesen und h�tte demnach ohne Weiteres bei der Arbeitslosenversicherung zwecks Arbeitsvermittlung vorstellig werden k�nnen, verf�ngt daher nicht.
7.1.�Im Weiteren ist die Vorinstanz zum Schluss gelangt, die - bei in casu zu bejahender leistungsbegr�ndender Arbeitsunf�higkeit im strittigen Zeitraum - allein an die Nichteinreichung der Arztzeugnisse gekn�pfte Rechtsfolge der (unwiderruflichen) Einstellung der Taggeldleistungen ergebe sich weder aus Art. 12 Ziff. 14 AVB noch aus den an die Versicherte gerichteten Schreiben der Beschwerdef�hrerin. Eine Leistungsverweigerung sei deshalb nicht gerechtfertigt und die Klage aus diesem Grund gutzuheissen.
7.2.�Gem�ss Art. 12 Ziff. 14 AVB ("Leistungen"/"Auszahlung") kann die Entsch�digung der Arbeitsunf�higkeit erst nach Erhalt eines Zwischen- oder Schlusszeugnisses (Wiederaufnahme der Arbeit) erfolgen; das Zwischenzeugnis muss dem Versicherer einmal pro Monat zugestellt werden. Wie im angefochtenen Urteil in wortlautgetreuer, teleologischer sowie systematischer Auslegung der Norm zutreffend erkannt wurde, handelt es sich dabei um eine Auszahlungsmodalit�ten regelnde, nicht aber um eine leistungsverweigernde Massnahmen rechtfertigende vertragliche Vorschrift. Dem opponiert die Beschwerdef�hrerin letztinstanzlich grunds�tzlich nicht. Vielmehr spricht sie sich ebenfalls f�r eine an die Nichteinreichung der geforderten Arztzeugnisse gekoppelte blosse (momentane) Leistungseinstellung und nicht f�r eine damit begr�ndbare prozentuale K�rzung oder gar vollst�ndige Verweigerung der Taggeldleistungen im Sinne von Art. 14 AVB aus.
7.2.1.�Unbestrittenermassen sind der Beschwerdef�hrerin im fraglichen Zeitraum in medizinischer Hinsicht einzig der Bericht des Dr. med. E.________ vom 10. Dezember 2011 und die Expertise des Dr. med. D.________ vom 5. April 2012 zugegangen. Mit vom 14. Februar 2012 datierendem, an die Beschwerdef�hrerin gerichtetem Schreiben hatte die Beschwerdegegnerin ihre Situation dargelegt und namentlich darauf hingewiesen, dass sie die "geschehenen Vorkommnisse" mit Hilfe von psychiatrischer Unterst�tzung zu bew�ltigen versuche und einen baldm�glichen Einstieg zur�ck in das normale Leben anstrebe. Ferner hatte die Beschwerdef�hrerin Ende Februar 2012 Kenntnis von der Anmeldung der Beschwerdegegnerin bei der Invalidenversicherung erhalten, worin diese eine seit 16. April 2011 andauernde vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit angegeben hatte. Die Akten enthalten im Weiteren eine Notiz betreffend eines zwischen der Beschwerdegegnerin und einem Mitarbeiter der Beschwerdef�hrerin am 12. M�rz 2012 gef�hrten Telefongespr�chs, wonach die Versicherte von einem weiterhin im Umfang von 100 % bestehenden Leistungsunverm�gen gesprochen hatte. Gleichzeitig hatte die Versicherte auf eine aktuell bei Frau Dr. med. F.________ stattfindende psychotherapeutische Behandlung hingewiesen. Nachdem sich die Beschwerdegegnerin auf Veranlassung der Versicherung hin am 4. April 2012 einer psychiatrischen Untersuchung unterzogen hatte, best�tigte Dr. med. D.________ in seinem Gutachten vom 5. April 2012 eine vollumf�ngliche Arbeitsunf�higkeit in der angestammten und in jeder angepassten T�tigkeit. Aus dem Bericht der Frau Dr. med. F.________ vom 17. September 2012 geht sodann hervor, dass die Beschwerdegegnerin sich am 23. Februar 2012 einer psychiatrischen Behandlung unterzogen und die �rztin eine 100%ige Arbeitsunf�higkeit attestiert hatte.
7.2.2.�Obgleich die Beschwerdegegnerin mehrmals schriftlich zur Einreichung von die Arbeitsunf�higkeit bescheinigenden �rztlichen Attesten aufgefordert worden war, hat sie es nachweislich unterlassen, zwischen dem 16. Dezember 2011 und 4. April 2012 monatlich entsprechende Zeugnisse beizubringen. Auch wenn im fraglichen Zeitraum anderweitige, der Beschwerdef�hrerin bekannte Anhaltspunkte bestanden hatten, welche f�r eine eingeschr�nkte berufliche Einsatzf�higkeit der Versicherten sprachen, kann ihr die damalige Einstellung ihrer Taggeldleistungen infolge mangelnder Mitwirkung der Versicherten nach Massgabe von Art. 12 Ziff. 14 AVB nicht vorgeworfen werden. Sp�testens nach Erhalt der von ihr selber veranlassten, die bereits vorhandenen Anzeichen f�r eine dauerhafte vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit best�tigenden psychiatrischen Expertise des Dr. med. D.________ vom 5. April 2012 w�re sie indessen nach dem vorstehend Ausgef�hrten gehalten gewesen, entsprechende Nachzahlungen in die Wege zu leiten. Dies hat umso mehr zu gelten, als die Erl�uterungen des Dr. med. D.________ keine stichhaltige Begr�ndung daf�r enthalten, weshalb in den vorangegangenen Monaten ein beschwerdefreies Intervall h�tte vorgelegen haben sollen. Im Gegenteil war der Beschwerdegegnerin arbeitgeberseitig fristlos per 16. November 2011 gek�ndigt worden, was auf eine sich noch verst�rkende psychische Destabilisierung schliessen l�sst. In diesem Sinne hatte Dr. med. E.________ in seinem Bericht vom 10. Dezember 2011, nachdem er von der Versicherten am 22. November 2011 in seiner Sprechstunde aufgesucht worden war, denn auch angef�hrt, die Patientin sei schwer traumatisiert. Es best�nden Anzeichen einer posttraumatischen St�rung wie Angstattacken, schwere Schlafst�rungen, Paranoia und Gedankenkreisen. Zus�tzlich hege er den Verdacht einer beginnenden Psychose.
Mit dem kantonalen Gericht ist die Leistungsverweigerung f�r den Zeitraum vom 16. Dezember 2011 bis 4. April 2012 somit nicht gerechtfertigt. Zu Recht hat es daher festgestellt, dass der Kl�gerin ein - in betraglicher Hinsicht unbestrittener - Anspruch auf Krankentaggelder im Gesamtbetrag von Fr. 16'133.85 (111 x Fr. 145.35) zuz�glich Zins zu 5 % seit 9. Februar 2012 zusteht.
Da die Beschwerde dem Ausgang des Verfahrens entsprechend abzuweisen ist, sind die Gerichtskosten von der Beschwerdef�hrerin zu tragen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG). �berdies hat sie die anwaltlich vertretene Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 2 BGG). Die Parteientsch�digung wird nach der Praxis des Bundesgerichts auf Fr. 2'500.-- festgelegt.