Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81180000010.htm
Timestamp: 2018-11-21 08:45:18
Document Index: 195338963

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 58', '§ 64', '§ 2', '§ 5', '§ 22', '§ 4', '§ 2']

1.18.010 Münchinger Tal
Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg, als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Münchinger Tal" vom 10.07.1986 (Marbacher Zeitung vom 26.07.1986).
Auf Grund von § 22, § 58 Abs. 3 und 4 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinden Schwieberdingen und Korntal-Münchingen, Gemarkung Münchingen, wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Münchinger Tal".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 65 ha.
(2) Das Schutzgebiet umfaßt auf dem Gebiet der Gemeinde Schwieberdingen und der Stadt Korntal (-Münchingen)*), Ortsteil Münchingen, die Gewanne "Münchinger Tal", "Enzwiesen", "Stein­wegle", "Borstbrunnen", "Paradies" und Teile von "Ob den Bergen", "Bocksländer" und "Hühnerberg".
(3) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und in einer Flurkarte im Maßstab 1 : 2 500 schwarz umrandet und grün angeschummert eingetragen. Die Verordnung mit Karten wird bei der unteren Naturschutzbehörde - Landratsamt Ludwigsburg - verwahrt. Die Verordnung mit Karten kann während der Dienststunden eingesehen werden.
Das "Münchinger Tal" stellt inmitten intensiv genutzter Fluren einen Grünbereich mit vielfältigen Landschaftselementen (Wiesen, Obstbaumwiesen, Hangwald und Hecken) dar. Die wichtige Funktion als Rückzugsraum für die Tierwelt und als Standort für selten gewordene Pflanzenarten, sowie als Erholungsraum, gilt es für die Allgemeinheit und für die Zukunft zu erhalten.
13. Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als 1 Hektar;
15. Beseitigung oder Änderung von Landschaftsbestandteilen wie u.a. Hecken, Feldgehölze, landschaftsprägende Bäume, kleine Wäldchen, Böschungen und Raine sowie der Umbruch von Obstbaumwiesen.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke mit der Ausnahme von Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 15;
1. entgegen § 22 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes, in Verbindung mit § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen,
§ 2 Abs. 3 Ziffer 10 der Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg über die einstweilige Sicherstellung von Schutzgebieten im Landkreis Ludwigsburg vom 25.03.1985.
Ludwigsburg, den 10.07.1986