Source: https://www.datenschutzexperte.de/datenschutz-steuerberater/
Timestamp: 2019-10-17 09:00:36
Document Index: 383951193

Matched Legal Cases: ['§ 203', 'Art. 17', 'Art. 37', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 17', 'Art. 17']

Datenschutz für Steuerberater | datenschutzexperte.de
Wir unterstützen Sie bei der unkomplizierten Umsetzung der Anforderungen der DSGVO in Ihrer Kanzlei.
Unternehmen ohne Onlinepräsenz z.B. Handwerks- und Baubranche
Unternehmen mit Onlinepräsenz z.B. Personal- und Immobilienbranche
Unternehmen mit Onlinepräsenz z.B. Werbebranche und Unternehmensberater
Der Datenschutz und die DSGVO spielen auch für Steuerberater eine wichtige Rolle. Denn um alle steuerrechtlichen Fragen beantworten zu können, benötigen Steuerberatungen hochsensible personenbezogene Daten. Dazu gehören beispielsweise:
Vollständige Kontaktdaten (Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
Alle Informationen hinsichtlich Einnahmen und Ausgaben
Da es in der Steuerkanzlei zur massenhaften Erhebung, Speicherung und Weiterverarbeitung von personenbezogenen Daten kommt und die Kommunikation mit den Mandanten oftmals per Mail erfolgt, sind Steuerberater zur Verschwiegenheit und zum Datenschutz verpflichtet. Als gesetzliche Grundlage gelten dabei:
das Berufsrecht der Steuerberater (StBerG, DVStB, BOStB)
das Strafgesetzbuch (StGB), insbesondere § 203, Verletzung von Privatgeheimnissen
die Abgabeordnung (AO)
Mit Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wurden die Pflichten nochmals intensiviert und die Betroffenenrechte umfassend gestärkt. Da es in der Steuerkanzlei zur Speicherung und Verarbeitung von hochsensiblen Daten kommt, sieht die DSGVO für den Datenschutz in der Steuerberatung ein umfassendes Datenschutzkonzept vor. Doch ein fahrlässiger Umgang hätte nicht nur Sanktionen oder teure Bußgelder von Behördenseite zur Folge. Ein Vertrauensverlust und damit einhergehend ein enormer Imageschaden können das Tagesgeschäft einer Steuerberatungskanzlei negativ beeinflussen.
Unsere maßgeschneiderten Datenschutzleistungen für Steuerberater
Damit Sie als Steuerberater DSGVO-konform arbeiten können, bieten wir von datenschutzexperte.de zahlreiche Leistungen, die sich individuell nach den Ansprüchen in Ihrer Steuerkanzlei richten. Wir unterstützen Sie jederzeit, die Vorgaben der DSGVO pragmatisch umzusetzen, sodass Sie sich voll und ganz Ihrer steuerberatenden Tätigkeit widmen können.
Die DSGVO sieht beispielsweise technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) vor, um nicht zuletzt die Gefahr einer Datenpanne zu minimieren. Dazu gehören unter anderem Firewalls, Verschlüsselungen, Backups und regelmäßige Updates.
Sobald mindestens zehn Mitarbeiter mit der automatisierten Datenverarbeitung beschäftigt sind, besteht die Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten. Darüber hinaus sind Sie in der Pflicht, ein Verarbeitungsverzeichnis (VVT) zu erstellen, in welchem alle Datenverarbeitungen Ihrer Steuerberatung dokumentiert sind. Auf diese Weise können sie Ihren Dokumentationspflichten nachkommen, die die DSGVO vorsieht. Um einen optimalen Datenschutz in der Steuerberatung gewährleisten zu können, ist zudem eine Sensibilisierung der Mitarbeiter unbedingt notwendig.
Unser vielseitiges Leistungsangebot orientiert sich speziell an Ihren Bedürfnissen:
Erstellung des VVT mithilfe unserer Online-Plattform myDSE
Übernahme der Kommunikation mit Behörden und Betroffenen
Beratung zu allen individuellen Fragen zum Thema Datenschutz und DSGVO
Wir beantworten Ihre Fragen zum Datenschutz für Steuerberater
Welche Löschfristen sieht die DSGVO in der Steuerberatung vor?
Art. 17 Abs. 1a DSGVO sieht vor, dass die personenbezogenen Daten gelöscht werden müssen, sobald sie den Zweck erfüllt haben, für welchen sie erhoben, gespeichert und weiterverarbeitet wurden. Der Zweck der Erhebung und Verarbeitung von personenbezogenen Daten in der Steuerberatung ist die Beratung und Unterstützung in allen betriebswirtschaftlichen und steuerrechtlichen Fragen, Buchführung, Überprüfung von Steuerbescheiden oder die Vermittlung zwischen Mandanten und Finanzamt. Der Zweck ist erfüllt, sobald die Beratung abgeschlossen ist.
Wie kann ich mich als Steuerberater am besten vor Abmahnungen schützen?
Eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen ist die Verschlüsselung von Daten bei der Übertragung, vor allem beim E-Mail-Verkehr zwischen Mandanten und Steuerberatern. Zudem bieten die Dokumentation aller Verarbeitungsprozesse und die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten gemäß Art. 37 DSGVO eine weitere gute Schutzmaßnahme. Es empfiehlt sich, einen externen Datenschutzbeauftragten zu bestellen. Dieser überwacht als ständiger Ansprechpartner nicht nur alle Datenverarbeitungsprozesse, sondern die Steuerberatung kann sich auf diese Weise ungestört auf ihr Kerngeschäft konzentrieren.
Was gibt es beim VVT zu beachten?
Gemäß Art. 30 DSGVO muss ein Verzeichnis aller Verarbeitungstätigkeiten geführt werden, um den Informations- und Dokumentationspflichten nachkommen zu können. Steuerberater können so auch selbst einen guten Überblick über die Verarbeitungstätigkeiten erhalten. In diesem VVT müssen gemäß Art. 30 DSGVO neben dem Namen und den Kontaktdaten des Verantwortlichen auch der Verarbeitungszweck, eine Beschreibung der Kategorien der Personen sowie der personenbezogenen Daten und die dafür vorgesehenen Löschfristen aufgelistet werden. Darüber hinaus ist auch eine allgemeine Beschreibung und Auflistung der technischen und organisatorischen Maßnahmen und ein Vermerk eventueller Datenübermittlungen an internationale Organisationen oder Drittländer vorgesehen.
Die 3 größten Irrtümer zum Datenschutz in der Steuerberatung
In unserer Kanzlei gibt es viele Juristen. Wir sind vor den Behörden abgesichert.
Möglich ist es, dass auf diese Weise das Risiko einer Datenpanne geringer ist. Allerdings sind die Regelungen in der DSGVO sehr komplex und bei den kleinsten Vergehen drohen Abmahnungen, deren Folgen immens sein können. Zudem müsste sich ein Steuerberater neben seiner eigentlichen Tätigkeit im Steuerrecht auch intensiv in das Datenschutzrecht einarbeiten. Ein externer Datenschutzbeauftragter ist hingegen zertifiziert und weiß genau, wo die kleinsten Verstöße lauern. Auch spielt es für Behörden keine Rolle, ob Juristen in dem Unternehmen arbeiten oder nicht.
Es ist notwendig, dass wir die personenbezogenen Daten lange speichern.
Die DSGVO sieht vor, dass die Daten nur so lange gespeichert werden dürfen, bis der Sinn und Zweck der Speicherung erfüllt ist. Ausnahmen sind in Art. 17 Abs. 3 nur eng gefasst und können sich etwa bei der Verwendung von Daten zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung (Art. 17 Abs. 3 b) ergeben. Um die Daten länger speichern zu dürfen, bedarf es einer ausdrücklichen schriftlichen Einwilligung des Betroffenen. Werden Daten nach Ablauf der gesetzlichen Frist weiterhin gespeichert, so drohen hohe Bußgelder und Interventionen seitens der Aufsichtsbehörde.
In unserer Kanzlei arbeiten weniger als zehn Personen. Uns betrifft die DSGVO nicht.
Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Der in der DSGVO verankerte Datenschutzgilt für alle Datenverarbeitungen, unabhängig davon, ob diese automatisiert oder nichtautomatisiert erfolgen oder wie viele Mitarbeiter in einem Unternehmen angestellt sind. Die DSGVO gilt also für alle Unternehmen, diepersonenbezogene Datenverarbeiten und in der EU ansässig sind, personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeiten oder eine Niederlassung in der EU haben. Die Größe des Unternehmens ist – anders als für die Pflicht zur Benennung eines Datenschutzbeauftragten – für die Relevanz der DSGVO also nicht entscheidend.
Exzellente Datenschutz-Beratung für Steuerberater