Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2058/06
Timestamp: 2019-03-26 01:03:02
Document Index: 87494400

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 3', '§ 5', '§ 3', '§ 3', 'BGH', 'BGH', '§ 309', '§ 547', 'Art. 101', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 6', 'BGH', '§ 25', 'BGH', '§ 11', '§ 22', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 309', 'Art. 101', 'BGH', '§ 547', 'Art. 101', 'BGH', 'BGH', '§ 538', '§ 309']

BGH, 11.09.2008 - I ZR 58/06 - dejure.org
Fußpilz - Bei einer Fernsehwerbung ist ein schriftlich eingeblendeter aufklärender Hinweis nicht bereits deshalb grundsätzlich unbeachtlich, weil er von nur zuhörenden Fernsehteilnehmern nicht wahrgenommen wird.
Zur Platzierung einschränkender Hinweise bei Heilmittelwerbung im Fernsehen / Fußpilz
Irreführende Werbung für ein Arzneimittel zur Behandlung von Fußpilz (Tinea pedis); Untersagung der Werbung für LAMISIL-Tabletten; Bewerbung eines Arzneimittels ohne Einschränkung hinsichtlich des Erregers der Erkrankung; Unbeachtlichkeit eines nur schriftlich eingeblendeten aufklärenden Hinweises bei einer Fernsehwerbung
Besonderheiten des Kommunikationsmittels beachtlich für irreführende Werbung
UWG § 3; UWG § 5; HWG § 3; HWG § 3a
Schriftlich eingeblendeter aufklärender Hinweis ausreichend?
Zu der Gestaltung von Aufklärungshinweisen in der TV-Werbung
Fußpilz-Werbung
Bloße Texthinweise in Fernsehwerbung ausreichend
Bloße Texthinweise in Fernsehwerbung sind ausreichend
Zu aufklärenden Hinweisen in Fernsehwerbung
LG Hamburg, 09.12.2004 - 315 O 64/04
OLG Hamburg, 23.02.2006 - 3 U 14/05
NJW-RR 2009, 470
MDR 2009, 458
GRUR 2009, 418
MMR 2009, 469
MIR 2009, Dok. 060
K&R 2009, 261
afp 2009, 535
Es reicht aus, dass der Hinweis nur eingeblendet und nicht auch gesprochen ist (vgl. BGH, Urt. v. 11.9.2008 - I ZR 58/06, WRP 2009, 304 Tz. 17 - Fußpilz).
BGH, 21.04.2015 - II ZR 255/13
Wiedereröffnung der mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht bei …
Ein Verstoß gegen § 309 ZPO stellt einen absoluten Revisionsgrund i.S. von § 547 Nr. 1 ZPO sowie eine Verletzung des Rechts auf den gesetzlichen Richter (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) dar (BGH, Urteil vom 11. September 2008 - I ZR 58/06, GRUR 2009, 418 Rn. 11 mwN).
Der BGH habe in der Entscheidung "Fußpilz" (WRP 2009, 304) ausgeführt, dass eine Funktionsidentität verglichener Produkte nicht bestehen müsse, es reiche vielmehr ein hinreichender Grad an Austauschbarkeit.
Vergebens beruft sich die Verfügungsbeklagte für ihren Standpunkt, § 3a HWG habe vorliegend keine Anwendung zu finden, auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 11.9.2008 (Az. I ZR 58/06 - Fußpilz).
Im Rahmen des § 6 Abs. 2 Nr. 1 UWG ist nicht zu verlangen, dass die verglichenen Waren in jeder Beziehung "funktionsidentisch" sein müssen; vielmehr reicht ein für den Verbraucher hinreichender Grad an Austauschbarkeit aus (BGH, Urteil v. 11.9.2008, Az. I ZR 58/06 - Fußpilz).
OLG Stuttgart, 08.06.2017 - 2 U 127/16
Wettbewerbswidrige Arzneimittelwerbung: Werbung für ein Schmerzmittel mit einem …
Maßgeblich für den Umfang der Zulassung ist der nach § 25 Arzneimittelgesetz (AMG) erteilte Zulassungsbescheid der zuständigen Behörde (BGH, Urteil vom 11. September 2008 - I ZR 58/06, juris Rn. 20).
Die Fachinformation nach § 11a AMG, die im Entwurf dem Zulassungsantrag beizufügen ist (§ 22 Absatz VII AMG), ist bei der Auslegung der Zulassung allenfalls ergänzend heranzuziehen (BGH GRUR 2009, 418 [BGH 11.09.2008 - I ZR 58/06] , Rnr. 24 - Fußpilz).
Soweit der BGH in der Entscheidung "Fusspilz" (GRUR 2009, 418, 420 [BGH 11.09.2008 - I ZR 58/06] , Rnr. 23 f.) zur Ermittlung des Verkehrsverständnisses ausgeführt hat:.
Wegen des regelmäßig mit der strafbewehrten Unterlassungsverpflichtung verfolgten Zwecks, nach einer Verletzungshandlung die Vermutung der Wiederholungsgefahr auszuräumen und die Einleitung oder Fortsetzung eines gerichtlichen Verfahrens entbehrlich zu machen, ist eine auf die konkrete Verletzungsform bezogene Erklärung im Allgemeinen dahin auszulegen, dass sie sich auch auf im Kern gleichartige Verletzungsformen beziehen soll (BGH, GRUR 1997, 931 [932] = WRP 1997, 1067 - Sekundenschnell; GRUR 1998, 483 [485] = WRP 1998, 296 - "Der M.-Markt packt aus"; GRUR 2009, 418 = WRP 2009, 304 [Rn. 18] - Fußpilz;… GRUR 2010, 749 = WRP 2010, 1030 [Rn. 45] - Erinnerungswerbung im Internet).
Dieser Verstoß gegen § 309 ZPO stellt einen wesentlichen Verfahrensmangel dar, weil der Rechtsstreit nicht durch den gesetzlichen Richter (Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG) entschieden worden ist (BGH, Urteil vom 11.09.2008 - I ZR 58/06, NJW-RR 2009, 470, Tz. 11, zitiert nach juris).
Das Urteil des Landgerichts kann schon deswegen keinen Bestand haben, weil es unter Verstoß gegen eine einen absoluten Revisions- und Nichtigkeitsgrund (§§ 547 Nr. 1, 579 I Nr. 1 ZPO) und damit auch absoluten Berufungsgrund (…vgl. Doukoff, Zivilrechtliche Berufung, 5. Aufl. 2013, Rz. 389 m. w. N.), sowie unter Verletzung des Rechts auf den gesetzlichen Richter (Art. 101 I 2 GG) ergangen ist (BVerfG NJW 1964, 1020; NJW 2004, 3696; 2008, 2243;… BGH, Urt. v. 26.11.2008 - VIII ZR 200/06 [juris]; NJW-RR 2009, 470; NJW-RR 2012, 508;… Urt. v. 04.11.2011 - V ZR 60/11 [juris];… Urt. v. 25.04.2014 - LwZR 2/13 [juris]).
Dies stellte eine Verletzung des Rechts auf den gesetzlichen Richter dar (vgl. BGH, Urteil vom 11. September 2008 - I ZR 58/06, NJW-RR 2009, 470, 471 Rn 11) und begründete einen wesentlichen Verfahrensmangel im Sinne von § 538 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO (vgl. MünchKomm-ZPO/Musielak, 4. Auf., § 309 Rn 14).
LG Düsseldorf, 25.07.2013 - 14c O 94/13
Kosmetikproduzent verklagt Mittbewerber wegen "unsichtbarem" Anti-Schweißmittel