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Timestamp: 2019-07-24 01:04:55
Document Index: 53724909

Matched Legal Cases: ['§ 115', '§ 96', '§ 119', 'Art 103', 'Art. 103', '§ 96']

Aktenzeichen: VIII B 133/18
ECLI: ECLI:DE:BFH:2019:B.260219.VIIIB133.18.0
Normen: § 115 Abs 2 Nr 3 FGO, § 96 Abs 2 FGO, § 119 Nr 6 FGO, Art 103 Abs 1 GG
Zitiervorschlag: BFH, Beschluss vom 26. Februar 2019 – VIII B 133/18 –, juris
NV: Der Anspruch auf rechtliches Gehör aus Art. 103 Abs. 1 GG i.V.m. § 96 Abs. 2 FGO verpflichtet das FG, die Ausführungen der Beteiligten zur Kenntnis zu nehmen, in Erwägung zu ziehen und sich mit dem entscheidungserheblichen Kern des Vorbringens auseinanderzusetzen (sog. Beachtenspflicht). Der Anspruch zur Gewährung rechtlichen Gehörs verpflichtet das Gericht aber nicht, sich mit Ausführungen der Beteiligten auseinanderzusetzen, auf die es für die Entscheidung nicht ankommt. Das Gericht ist ferner nicht verpflichtet, sich mit jedem Vorbringen in den Entscheidungsgründen ausdrücklich auseinanderzusetzen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist erst verletzt, wenn das Gericht Sachverhalt und Sachvortrag, auf den es ankommen kann, nicht nur nicht ausdrücklich bescheidet, sondern bei seiner Entscheidung überhaupt nicht berücksichtigt (Rn.4).
BFH/NV 2019, 574-575 (Leitsatz und Gründe)
vorgehend FG München, 22. August 2018, Az: 13 K 541/16, Urteil
Vergleiche BFH, 5. März 2018, Az: X B 44/17
Vergleiche BFH, 13. März 2015, Az: X B 138/14