Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=02.10.1996&Aktenzeichen=XII%20ZB%2037%2F96
Timestamp: 2019-03-21 02:29:19
Document Index: 16745253

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 1835', '§ 1836', '§ 1908', 'BGH', '§ 16', '§ 1835', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1908', '§ 1836', '§ 1835', '§ 16', 'BGH', '§ 1836', '§ 1835', 'BGH', '§ 1835', '§ 16', 'BGH', '§ 16', 'BGH', 'BGH', '§ 27', 'BGH', '§ 1908', '§ 1835', '§ 16', 'BGH', 'BGH']

BGH, 02.10.1996 - XII ZB 37/96 - dejure.org
Weitere Beschwerde im Verfahren über die Gewährung einer Auslagenpauschale für Betreuer eines mittellosen Betreuten
Aufwandsentschädigung: BGH entscheidet für Eltern
Betreuung - Aufwandsentschädigung - Anspruchsberechtigung - Auslagenpauschale
BGB § 1835 Abs. 4, § 1836a, § 1908i
Anspruch des Vormundes oder Betreuers eines mittellosen Mündels auf Gewährung einer Auslagenpauschale aus der Staatskasse; Zulässigkeit der weiteren Beschwerde
Betreuungsrecht; Geltendmachung einer Auslagenpauschale
BGHZ 133, 337
NJW 1997, 58
MDR 1997, 62
FamRZ 1996, 1545
Rpfleger 1997, 109
Nachdem aus der Verweisung auf die Zeugenentschädigung zunächst für die Betreuervergütung davon abweichend auf die Anwendbarkeit von § 16 Abs. 2 ZSEG geschlossen worden war (…vgl. statt vieler Schwab, in: Münchener Kommentar zum BGB, Bd. 8, 3. Aufl. 1992, § 1835 Rn. 26 m.w.N.), hat der Bundesgerichtshof (BGHZ 133, 337; BGH, Beschluß vom 23. Oktober 1996 - XII ZB 114/96 -) den dreistufigen Instanzenzug bei Inanspruchnahme der Staatskasse in Fällen grundsätzlicher, über den Einzelfall hinausreichender Bedeutung zu Streitfragen über den Anspruchsgrund für eröffnet erachtet.
BGH, 16.03.2000 - IX ZB 2/00
Das vorlegende Oberlandesgericht verweist in diesem Zusammenhang auf die Entscheidung BGHZ 133, 337, 341 ff. Die dortigen Erwägungen lassen sich jedoch auf das Prozeßkostenhilfeverfahren im Rahmen eines Insolvenzverfahrens nicht übertragen.
Der Bundesgerichtshof hat erst durch zwei Beschlüsse vom Oktober 1996 Klarheit geschaffen (BGHZ 133, 337 ff.; Beschluß vom 23. Oktober 1996 - XII ZB 114/96 -).
Sie ist nicht durch § 1908i Abs. 1 Satz 1, § 1836 Abs. 2 Satz 4, § 1835 Abs. 4 Satz 2 BGB , § 16 Abs. 2 Satz 3 ZSEG ausgeschlossen, da die Frage, ob der Beschwerdeführer Berufsbetreuer ist, eine Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Staatskasse betrifft (vgl. BayObLGZ 1995, 332; BayObLG FamRZ 1996, 1160 ; BGH BtPrax 1997, 29 ).
Im übrigen ist in der Rechtsprechung anerkannt, dass selbst Eltern, die zum Betreuer ihrer volljährigen Kinder bestellt sind, eine Aufwandsentschädigung nach § 1836a BGB a.F. (jetzt § 1835a BGB n. F.) zusteht (BGH FamRZ 1996, 1545; BayObLG FamRZ 1996, 247;… Soergel/Zimmermann BGB 13. Aufl. § 1835 Rn..10).
Sie ist insoweit durch § 16 Abs. 2 ZSEG ausgeschlossen, da es lediglich um die Höhe des Betrages geht (vgl. BGH BtPrax 1997, 29 ; BayObLGZ 1995, 212).
Dieser Ausschluß greift nach dem Sinn der in § 16 Abs. 2 ZSEG getroffenen Regelung allerdings dann nicht ein, wenn die weitere Beschwerde nicht eine Abänderung des im Festsetzungsverfahren zuerkannten Betrages zum Ziel hat, sondern die Feststellung begehrt wird, daß eine Inanspruchnahme der Staatskasse - nicht - in Betracht kommt (BGH BtPrax 1997, 29 ; BayObLG FamRZ 1996, 1160 ; BayObLGZ 1995, 212).
OLG Stuttgart, 14.01.2000 - 8 W 374/99
Sofortige Beschwerde gegen Festsetzung der Vergütung des Insolvenzverwalters
Für diese Vergütungen ist - ungeachtet unterschiedlicher Rechtsgrundlagen und Festsetzungsverfahren - eine Gleichsetzung mit Prozesskosten wohl nicht ernsthaft vertreten worden und selbst vor Erlass des Betreuungsrechtsänderungsgesetzes und auch des Betreuungsgesetzes war es nicht zweifelhaft, dass der Weg in die 3. Instanz nicht grundsätzlich ausgeschlossen ist (vgl. auch BGHZ 133, 337 = NJW 1997, 58 ; BayObLG FamRZ 1999, 741 bzgl. Betreuervergütung aus der Staatskasse und ZSEG ).
OLG Karlsruhe, 24.11.1997 - 11 Wx 22/97
Anspruch auf Aufwandsentschädigung vor der Bestellung eines Betreuers; …
Gleichwohl hat der Bundesgerichtshof im Hinblick auf den Gesetzeszweck der §§ 27, 28 FGG, Rechtssicherheit durch einheitliche Rechtsanwendung zu gewährleisten, die weitere Beschwerde für statthaft erachtet, soweit es um Fragen von grundsätzlicher Bedeutung zum Anspruchsgrund ging (BGHZ 133, 337, 3439).
Es ist insbesondere nicht durch § 1908i Abs. 1 Satz 1, § 1835 Abs. 4 Satz 2 BGB , § 16 Abs. 2 ZSEG ausgeschlossen (vgl. BayObLG FamRZ 1996, 1160 ; BGHZ 133, 337 ).
BayObLG, 26.11.1997 - 3Z BR 149/97
Vergütungsanspruch des Berufsbetreuers bei Tod des Betreuten - Festsetzung gegen …
OLG Hamm, 02.11.1998 - 15 W 351/98
OLG Köln, 15.06.1998 - 16 Wx 87/98
Anforderungen an das Vorliegen einer Berufsbetreuung
BayObLG, 19.02.1997 - 3Z BR 61/96
Keine Mittellosigkeit des Betreuten bei Miteigentum an nicht selbst genutzter …
OVG Sachsen, 17.03.2014 - 1 A 375/12
Kulturdenkmal, Herstellungskosten, Bescheinigungsrichtlinie, Originalbeleg
BayObLG, 01.10.1997 - 3Z BR 286/97
Mittellosigkeit des Betreuten bei Eigennutzung belasteter Grundstücke
BayObLG, 22.08.1997 - 3Z BR 211/97
Materielle Rechtskraft der Bewilligung oder Ablehnung einer …
BGH, 23.10.1996 - XII ZB 114/96
Feststellung der Mittellosigkeit des Betreuten, um die dem Betreuer zustehende …
OLG Köln, 15.01.1997 - 16 Wx 7/97