Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F14-12-2011-8C_697-2011
Timestamp: 2016-10-27 09:19:01
Document Index: 183572591

Matched Legal Cases: ['BGer', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 44', 'BGE', 'BGE', 'Art. 61', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE']

8C_697/2011 (14.12.2011)
Der 1962 geborene P.________ litt laut Bericht der Klinik R.________ vom 20. Januar 2003 und diesem beigelegten psychiatrischen Konsilium des Dr. med. H.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 7. Januar 2003 seit einem Verkehrsunfall vom 18. April 2002 (seitliche Streifkollision) an einem persistierenden zervikozephalen Symptomenkomplex, vegetativer Dysregulation, leichten bis mittelschweren neuropsychologischen Funktionsst�rungen, schwerer Anpassungsst�rung vom �ngstlich-depressiven Typ und Verdacht auf dissoziative Symptomatik (Sensibilit�tsst�rung und Depersonalisationsph�nomene). Zur Arbeitsf�higkeit wurde ausgef�hrt, dass P.________ zur Zeit und auf l�ngere Sicht sowohl im ausge�bten Beruf als Sozialberater bei der F._________, Fachstelle f�r Beratung und Integration von Ausl�nderinnen und Ausl�ndern, als auch in einer anderen, den k�rperlichen Beschwerden angepassten Erwerbsgelegenheit, vollst�ndig arbeitsunf�hig sei.
Am 14. Mai 2003 meldete sich P.________ zum Bezug einer Rente bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich holte die Frageb�gen f�r den Arbeitgeber der F._________ vom 13. Juni 2003 und der M.________ GmbH, Invaliden- und Rentner Service Center, vom 6. Februar 2004 sowie Ausk�nfte bei Dr. med. K.________, Allgemeinmedizin FMH, vom 20. Mai 2003 ein, zog die Akten des obligatorischen Unfallversicherers bei (worunter die Verlaufsberichte der Frau Dr. med. S.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 29. April 2003, 14. Juni 2004 und 14. Juli 2006) und liess den Versicherten vom Zentrum X.________ polydisziplin�r begutachten. Nach internistischen, rheumatologischen, neurologischen, neuropsychologischen (des lic. phil. B.________, Fachpsychologie und Neuropsychologie FSP [Fachgutachten vom 27. November 2007]) und psychiatrischen (der Dres. med. Prof. T.________ und N.________ [Fachgutachten vom 9. November 2007]) Untersuchungen gelangten die Fach�rzte anl�sslich einer interdisziplin�ren Konsensbesprechung zum Schluss, die sich vor allem aus der Schon- und Fehlhaltung sowie Inaktivit�t ergebenden, aktuell eine maximal 30 %-ige Leistungsminderung f�r k�rperlich leichte bis mittelschwere T�tigkeiten begr�ndenden, muskul�ren Verspannungen und Dekonditionierung seien, entsprechende Motivation des Exploranden vorausgesetzt, mit bewegungstherapeutischen Massnahmen innert kurzer Zeit behebbar; aus psychiatrischer Sicht sei er nicht eingeschr�nkt, sich beruflich wieder vollst�ndig einzugliedern (Gutachten des Zentrums X.________ vom 6. Dezember 2007). Im Vorbescheidverfahren holte die IV-Stelle eine Stellungnahme des federf�hrenden Arztes des Zentrums X.________ vom 26. Mai 2009 zu den Einw�nden des Versicherten ein und verneinte mit Verf�gung vom 14. Juli 2009 einen Anspruch auf Invalidenrente mangels leistungsbegr�ndenden Invalidit�tsgrades.
Hiegegen liess P.________ Beschwerde f�hren und u.a. das von ihm bestellte, gest�tzt auf allgemein-medizinische, rheumatologische, neurologische und psychiatrische (des Dr. med. G.________, FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie [Teilgutachten vom 12. September 2008]) Explorationen erstattete, polydisziplin�re Gutachten des Zentrums C.________, vom 20. November 2008, die Expertise der Frau Dr. med. A.________, Fach�rztin FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 10. Februar 2010 (mit neuropsychologischem Teilgutachten des PD Dr. phil. L.________, Psychologe, vom 28. Januar 2010) und den Austrittsbericht des Spitals U.________ vom 28. Juni 2010 auflegen. Nach durchgef�hrter m�ndlicher Verhandlung wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich das eingelegte Rechtsmittel mit Entscheid vom 22. Juni 2011 ab.
Mit Beschwerde l�sst P.________ beantragen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids "sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, (ihm) eine Rente von mindestens 40 % auszurichten und es sei eine Invalidit�tsbemessung vorzunehmen; es sei eventualiter ein interdisziplin�res Gerichtsgutachten einzuholen, das den Anforderungen an BGer 9C_243/2010 entspricht."
Streitgegenstand bildet die Frage, ob das kantonale Gericht den Gesundheitsschaden und die Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit (Art. 6 und Art. 7 ATSG) als wesentliche Voraussetzungen f�r die Annahme einer Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG und Art. 4 IVG) zutreffend beurteilt hat.
2.2 Die Feststellung des Gesundheitsschadens, d.h. die Befunderhebung, die gest�tzt darauf gestellte Diagnose, die �rztliche Stellungnahme zu dem noch vorhandenen Leistungsverm�gen oder (bei psychischen Gesundheitssch�den) zur Verf�gbarkeit von Ressourcen der versicherten Person sowie die aufgrund der medizinischen Untersuchungen gerichtlich festgestellte Arbeits(un)f�higkeit betreffen Tatfragen (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398), die das Bundesgericht nur auf offensichtliche Unrichtigkeit und Rechtsfehlerhaftigkeit hin zu �berpr�fen befugt ist (Art. 105 Abs. 2 BGG). Soweit hingegen die Beurteilung der Zumutbarkeit von Arbeitsleistungen auf die allgemeine Lebenserfahrung gest�tzt wird, geht es um eine Rechtsfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398). Die konkrete wie auch antizipierte Beweisw�rdigung betreffen Tatfragen (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399). Das kantonale Gericht verletzt etwa dann Bundesrecht, wenn es den Sinn und die Tragweite eines Beweismittels offensichtlich falsch einsch�tzt, ohne sachlichen Grund ein wichtiges und f�r den Verfahrensausgang entscheidendes Beweismittel nicht beachtet oder aus den abgenommenen Beweisen unhaltbare Schl�sse gezogen hat (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9). Ein Verzicht des kantonalen Gerichts auf weitere Beweisvorkehren h�lt vor Bundesrecht u.a. nicht stand, wenn seine Sachverhaltsfeststellung unaufl�sbare Widerspr�che enth�lt oder wenn es eine entscheidwesentliche Tatsache auf unvollst�ndiger Beweisgrundlage - beispielsweise ohne Beizug des notwendigen Fachwissens unabh�ngiger Experten - beantwortet hat (Urteile 8C_391/2009 vom 21. Oktober 2009 E. 1 und 9C_410/2008 vom 8. September 2008 E. 3.3.1 mit Hinweisen).
3.1 Der Beschwerdef�hrer zieht zun�chst grunds�tzlich den Beweiswert des im Zentrum der vorinstanzlichen Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsf�higkeit stehenden polydisziplin�ren Gutachtens des Zentrums X.________ vom 6. Dezember 2007 in Frage und macht geltend, die IV-Stelle habe bei dessen Anordnung seine Mitwirkungsrechte verletzt. Am 4. Januar 2007 informierte die Verwaltung seinen Rechtsvertreter, dass eine polydisziplin�re medizinische Abkl�rung notwendig und zufolge �berlastung der externen unabh�ngigen MEDAS-Stellen mit l�ngerer Wartezeit zu rechnen sei. Sie unterbreitete den Fragenkatalog, den sie vorzulegen beabsichtigte, vorab der obligatorischen Unfallversicherung, die eine Leistungspflicht mangels ad�quaten Kausalzusammenhangs der geltend gemachten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen mit dem Unfall vom 18. April 2002 ablehnte und daher auf Zusatzfragen verzichtete (Gespr�chsnotiz vom 31. Januar 2007 und Einspracheentscheid der obligatorischen Unfallversicherung vom 23. M�rz 2007). Mit Schreiben vom 11. April 2007 teilte die IV-Stelle dem Rechtsvertreter weiter mit, die vorgesehene polydisziplin�re Abkl�rung werde beim Zentrum X.________ durchgef�hrt, und wies darauf hin, dass diese die Namen der beteiligten Fach�rzte dem Versicherten direkt bekanntgeben w�rde und er danach innert zehn Tagen auf dem Schriftweg triftige Einwendungen gegen die begutachtenden Personen vorbringen k�nne. Dieses Vorgehen stand mit der damaligen f�r das Verwaltungsverfahren geltenden Rechtslage in Einklang (Art. 44 ATSG; BGE 133 V 446). Der Beschwerdef�hrer erhob keine Einw�nde gegen die involvierten medizinischen Sachverst�ndigen des Zentrums X.________. Deren Gutachten verlor den Beweiswert, entgegen seinen weiteren Vorbringen, auch nicht mit der gem�ss BGE 137 V 210 (Urteil 9C_243/2010 vom 28. Juni 2011) ge�nderten Rechtsprechung, wonach die IV-Stellen der versicherten Person k�nftig zusammen mit der verf�gungsweisen Anordnung der Begutachtung den vorgesehenen Katalog der Expertenfragen zur Stellungnahme zu unterbreiten haben (E. 3.4.2.9 S. 258). Das Bundesgericht hat vielmehr in E. 1.3.4 S. 227 darauf hingewiesen, dass seit jeher s�mtliche im Verwaltungsverfahren eingeholten medizinischen Berichte und Sachverst�ndigengutachten der freien richterlichen Beweisw�rdigung (Art. 61 lit. c ATSG) unterliegen und im Rahmen einer gesamthaften Pr�fung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen R�gen zu entscheiden ist, ob das abschliessende Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standh�lt (E. 6 S. 266).
3.2 Der Beschwerdef�hrer r�gt weiter, das Gutachten des Zentrums X.________ stelle keine schl�ssige Grundlage zur Beurteilung der Rechtsfrage dar, ob und inwieweit ihm m�glich und zumutbar sei, die psychiatrisch und neuropsychologisch diagnostizierten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen mit einer Willensanstrengung zu �berwinden. Laut Dres. med. Prof. T.________ und N.________ liege ein bewusstseinsfremder Ausstieg aus einer vor Jahren bestandenen, belastenden Situation, mithin ein prim�rer Krankheitsgewinn vor. An diesem Befund und der damit einhergehenden Symptomatik (psychopathologisch auff�lliges Verhalten wie starre K�rperposition, kaum vorhandene Kopfbewegungen, intermittierend feinschl�giges Zittern der H�nde, stotterndes Sprechen mit monotoner Stimme) habe sich trotz der station�r und seit Jahren regelm�ssig ambulant durchgef�hrten psychotherapeutischen und anderen medizinischen Behandlungen sowie der Einnahme einer Vielzahl von Medikamenten nichts ge�ndert. Lic. phil. B.________ attestiere zudem eine mittel- bis schwere neuropsychologische St�rung, ohne Zeichen einer Aggravation. Zu diesen, dem Bewusstsein nicht zug�nglichen Befunden stehe die Schlussfolgerung im Hauptgutachten des Zentrums X.________, die Beschwerden seien mit der notwendigen Willensanstrengung �berwindbar, in klarem Widerspruch. Dieser werde mit dem vorinstanzlich ins Feld gef�hrten Kardinalargument, die Gutachter des Zentrums X.________ h�tten im Blutserum anl�sslich der durchgef�hrten Laboruntersuchungen keine wirksamen Spiegelwerte der �rztlich verordneten, nach Angaben des Versicherten in hohen Dosen eingenommenen Medikamente ermitteln k�nnen, nicht aufgel�st; es fehle an einer fach�rztlichen Deutung einer allf�lligen fehlenden oder mangelhaften Compliance im Sinne des Krankheitsbildes. Die Vorinstanz �bersehe, dass dem Gutachten der Dres. med. Prof. T.________ und N.________ das zumindest gleichwertige psychiatrische Gutachten der Frau Dr. med. A.________ sowie die Ausk�nfte der behandelnden Psychotherapeutin Frau Dr. med. S.________ gegen�berst�nden, die eine praktisch vollst�ndig invalidisierende Arbeitsunf�higkeit best�tigten. Schliesslich macht der Beschwerdef�hrer geltend, das kantonale Gericht gehe von einem falschen und diskriminierenden Verst�ndnis der Bedeutung psychosozialer und soziokultureller Belastungsfaktoren im Zusammenhang mit Schmerzsyndromen, im vorliegenden Fall kombiniert mit einer Depression sowie Depersonalisations- und Angstst�rung, aus.
3.3.1 Die Vorbringen des Beschwerdef�hrers sind nicht stichhaltig. Nach dem vorinstanzlich zitierten BGE 131 V 49 ist bei der Beurteilung des invalidisierenden Charakters von somatoformen Schmerzst�rungen eine gesamthafte Pr�fung der Sachlage nach den in BGE 130 V 352 formulierten Kriterien vorzunehmen; dabei sind auch Aspekte zu ber�cksichtigen, die gegen eine Leistungspflicht der Invalidenversicherung sprechen. Solche k�nnen psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren sein (vgl. hiezu BGE 127 V 294 E. 5a 299 f.), worauf das kantonale Gericht weiter zutreffend hinwies (vgl. auch SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 E. 4.2).
3.3.2 Laut Gutachten der Frau Dr. med. A.________ vom 10. Februar 2010 war der Explorand in seiner Kindheit und Jugend mit dem wirtschaftlichen und sozialen Niedergang der Familie konfrontiert (so wurde er in der ehemaligen grossv�terlichen Fabrik als Arbeiter angestellt, statt dieses Unternehmen als Besitzer und Chef leiten zu k�nnen) und strebte in der Schweiz unter den neuen gesellschaftlichen Bedingungen den beruflichen und sozialen Wiederaufstieg an. Ihre Auffassung, der Verkehrsunfall vom 18. April 2002 habe diesem Prozess ein abruptes Ende gesetzt, beruht vor allem auf den Angaben des Beschwerdef�hrers und ist angesichts des nach den verbindlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid bagatell�ren Unfallereignisses wenig plausibel. Vielmehr liegt die Vermutung der Dres. med. Prof. T.________ und N.________ (Fachgutachten vom 9. November 2007) n�her, dass der Versicherte mit der Aus�bung der zwei Erwerbst�tigkeiten und der berufsbegleitend absolvierten f�nfj�hrigen Ausbildung zum Sozialversicherungsexperten �berfordert war und den Unfall als Begr�ndung zum legitimen Ausstieg aus der belastenden Situation nutzte. Frau Dr. med. A.________ sprach in diesem Zusammenhang von einem Abwehrmechanismus, der bei starken und subjektiv �berm�ssigen Belastungen auftreten k�nne. Der dargelegte, von beiden psychiatrischen Sachverst�ndigen nicht als bewusstseinsfremd, sondern bewusstseinsfern bezeichnete, den prim�ren Krankheitsgewinn begr�ndende Vorgang beruhte demnach im Wesentlichen auf einer psychosozialen und somit invalidit�tsfremden Belastungssituation. Aus der seither bestehenden Regressionstendenz und der Inaktivit�t erwuchs dem Versicherten zus�tzlich ein sekund�rer Krankheitsgewinn (so heiratete der Versicherte im Jahr 2005 vor allem, um Unterst�tzung in der Alltagsbew�ltigung zu erhalten, und die Ehefrau brach die begonnene Doktorarbeit am Institut Y.________ in M�nchen ab und zog nach D.________; vgl. u.a. das Gutachten der Frau Dr. med. A.________ vom 10. Februar 2010). Weiter fiel Dres. med. Prof. T.________ und N.________ anl�sslich des Explorationsgespr�chs die ausgesprochen geringe affektive Beteiligung bei der dramatisierend-theatralisch vorgetragenen, inhaltlich vagen Schilderung der Symptome auf ("belle indiff�rence"), weshalb sie das geltend gemachte Ausmass des Leidens nicht nachvollziehen konnten (so auch Dr. med. G.________ im psychiatrischen Teilgutachten vom 12. September 2008). Frau Dr. med. A.________ interpretierte das Verhalten des Exploranden im Rahmen einer "archaisch hysteriforme(n) Reaktion" auf die lebensgeschichtlich begr�ndete, starke Verunsicherung mit entsprechendem psychischen und somatischem Stress. Sie berief sich mithin auch in diesem Punkt vor allem auf psychosoziale und soziokulturelle Faktoren und nicht auf davon unterscheidbare psychopathologische Befunde. Dass der Leidensdruck gering war, ist weiter aus der fehlenden Compliance hinsichtlich der f�r die Linderung der Schmerzen verordneten, opioidhaltigen Medikamente zu schliessen. Von den diesbez�glich beantragten zus�tzlichen medizinischen Abkl�rungen und Ausk�nften im Sinne einer Deutung im Rahmen des Krankheitsbildes sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, wie sich zwanglos aus dem Gutachten der Frau Dr. med. A.________ ergibt, nach deren Auffassung ein seit Jahren bestehender, iatrogen induzierter sch�dlicher Gebrauch von Opioiden (mit m�glicherweise negativen Auswirkungen auf die kognitiven Funktionen) zu diagnostizieren war. Davon abgesehen k�nnten die geltend gemachten Schmerzen und neuropsychologischen Defizite g�nstig beeinflusst werden, wenn der von den rheumatologischen und neurologischen Sachverst�ndigen des Zentrums X.________ und des Zentrums C.________ empfohlene, von Frau Dr. med. A.________ explizit unterst�tzte Wechsel von der bislang passiv ausgerichteten Physiotherapie auf eine aktive, auf die allgemeine Rekonditionierung sowie die Kr�ftigung der Schulterg�rtel- und Halswirbels�ulenmuskulatur gerichteten Bewegungstherapie umgesetzt w�rde (so schon die Klinik R.________ im Bericht vom 20. Januar 2003). Von einer "zumindest fraglichen Leistungsbereitschaft" und "zumindest naheliegenden Aggravation" sprachen schliesslich die neuropsychologischen Sachverst�ndigen (Fachgutachten des lic. phil. B.________ vom 27. November 2007; Teilgutachten des PD Dr. phil. L.________ vom 28. Januar 2010) angesichts der Testergebnisse, die zum Teil auf dem Leistungsniveau hirngesch�digter oder an erheblichem Schwachsinn leidender Probanden lagen und in deutlichem Widerspruch zu den im Gespr�ch gezeigten intellektuellen F�higkeiten standen. Von weiteren Abkl�rungen hiezu wie auch zur geltend gemachten Sprechst�rung, welche Frau Dr. med. A.________ diagnostisch unter "nicht n�her bezeichnete dissoziative St�rung (ICD-10 F44.9)" subsumierte, sind offensichtlich keine zus�tzlichen Erkenntnisse zu erwarten.
3.3.3 Insgesamt zeigen die genannten Unterlagen, dass psychosoziale Faktoren eine erhebliche Rolle der geltend gemachten beruflichen Leistungseinschr�nkung spielten, ohne dass ein davon psychopathologisch abgrenzbares, verselbst�ndigtes Leiden festgestellt werden konnte. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdef�hrer mit dieser Feststellung wegen seiner fremden Herkunft gegen�ber Schweizer B�rgern benachteiligt wird (Diskriminierungsverbot; vgl. Art. 8 Abs. 2 BV und BGE 129 I 392 E. 3.2.2 f. S. 398 f.). Es bleibt beim vorinstanzlichen Ergebnis, dass mit den psychopathologischen Befunden keine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit zu begr�nden ist. Gest�tzt auf das - im �brigen in allen wesentlichen Teilen von den �rztlichen Sachverst�ndigen des Zentrums C.________ best�tigte - Gutachten des Zentrums X.________ vom 7. Dezember 2007 ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer sp�testens seit Ablauf eines Jahres nach dem Unfall vom 18. April 2002 im zuletzt ausge�bten Beruf als Sozial- und Rechtsberater, wie auch in jeder anderen, k�rperlich leichten bis mittelschweren Erwerbst�tigkeit zeitlich und leistungsm�ssig in der Arbeitsf�higkeit nicht mehr eingeschr�nkt war. Damit ist eine leistungsbegr�ndende Invalidit�t zu verneinen.