Source: http://www.gevestor.de/details/so-sprechen-sie-eine-rechtssichere-kuendigung-aus-714369.html
Timestamp: 2017-02-28 03:09:39
Document Index: 60862406

Matched Legal Cases: ['§ 573', '§ 573', '§ 573', '§ 577', '§ 577', 'BGH']

BGB Mietrecht: Kündigung rechtssicher aussprechenGratis NewsletterShopLoginMenü Startseite Investieren Private Finanzen Trading Märkte Immobilien Rechner Videos E-Books Karriere Experten Über Gevestor Gratis NewsletterShopLoginMenüStartseite Immobilien Vermieten BGB Mietrecht: Kündigung rechtssicher aussprechen Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
BGB Mietrecht: Kündigung rechtssicher aussprechenThemen:
EigenbedarfIhre ordentliche Kündigung müssen Sie stets schriftlich verfassen.Das bedeutet auch, dass sie auf jeden Fall von Ihnen unterschrieben sein muss.Eine mündliche Kündigung ist stets unwirksam.Sofern es sich bei dem Vermieter um eine juristische Person handelt, spricht der gesetzliche Vertreter die Kündigung aus.Bei einer GmbH muss also der Geschäftsführer handeln.Bei Vollmacht Original beilegenFalls eine andere Person für Sie kündigt, fügen Sie dem Kündigungsschreiben eine Originalvollmacht von sich bei. Andernfalls könnte der zu kündigende Mieter nämlich die Kündigungserklärung unverzüglich zurückweisen.Formulierungsbeispiel für eine Vollmacht:Hiermit bevollmächtige ich …, eine Kündigung des Mietverhältnisses mit dem Mieter … auszusprechen. Datum, … (Vermieter)
Diese Angaben muss Ihre Kündigung enthalten: Kündigungsgründe und -termin unbedingt nennenIn dem Kündigungsschreiben selbst müssen Sie sämtliche Kündigungsgründe angeben, die als Ihr berechtigtes Interesse berücksichtigt werden sollen. Beispiele für Kündigungsformulierungen finden Sie am Ende dieses Beitrags.Wichtig: Kündigungsgründe, die Sie nicht angeben, werden nur berücksichtigt, wenn sie nachträglich entstanden sind.In dem Kündigungsschreiben müssen Sie auch den genauen Termin nennen, zu dem das Mietverhältnis nach Ihrer Berechnung enden wird.Formulierungsbeispiel:Ich kündige das Mietverhältnis zum 30. Juni dieses Jahres.Mit der fristlosen, hilfsweise fristgerechten Kündigung sind Sie auf der sicheren SeiteIn den Fällen der Kündigung wegen Vertragsverletzung denken Sie stets darüber nach, ob Sie eine fristlose außerordentliche oder fristgemäße ordentliche Kündigung aussprechen. Sie können aber auch beides miteinander kombinieren.Formulierungsbeispiel:Ich kündige das Mietverhältnis außerordentlich fristlos, hilfsweise ordentlich fristgerecht zum nächst – möglichen Termin. Das ist meines Erachtens der …Ihr Vorteil: Falls ein Gericht feststellen sollte, dass Ihre fristlose Kündigung unwirksam ist, da die Gründe nicht ausreichen, kann immer noch Ihre fristgemäße Kündigung zum Zuge kommen.Sie können auch eine fristlose Kündigung wegen einer Vertragsverletzung mit einer ordentlichen Kündigung zum Beispiel wegen Eigenbedarfs kombinieren.Überholende Kündigung denkbarUnd auch das geht: Sie haben eine fristgemäße Kündigung zugestellt und möchten nun innerhalb der Kündigungsfrist nochmals kündigen – und zwar außerordentlich fristlos wegen einer Vertragsverletzung.Beispiel: Sie haben am 2. Januar eine Eigenbedarfskündigung zum 30. September ausgesprochen. Nun zahlt Ihr Mieter grundlos in den Monaten Februar und März seine Miete nicht mehr. Nun können Sie noch im März eine fristlose außerordentliche Kündigung aussprechen. Ihre Eigenbedarfskündigung bleibt daneben bestehen.Beachten Sie folgende allgemeine Hinweise zu Ihrer Kündigung1. Keine Änderungskündigung wegen Mieterhöhung: Sie dürfen niemals eine Kündigung nur zum Zweck der Mieterhöhung aussprechen (§ 573 Abs. 1 Nr. 2 BGB).2. Teilkündigung nicht möglich: Nur Teile einer Wohnung oder ausschließlich die Nebenräume dürfen Sie ohne Weiteres nicht kündigen (§ 573b BGB).3. Dann haben Sie eine erleichterte Kündigungsmöglichkeit: Falls Sie in einem Zweifamilienhaus selbst wohnen, können Sie den Mieter jederzeit aus Ihrer anderen Wohnung kündigen, ohne dass Sie ein berechtigtes Interesse haben müssen. Die Kündigungsfrist verlängert sich allerdings um 3 Monate (§ 573a BGB).4. Bei Umwandlung in Eigentum hat Ihr Mieter Vorkaufsrecht: Haben Sie eine Wohnung vermietet, an der erst nach der Vermietung Wohnungseigentum begründet worden ist, hat Ihr Mieter ein Vorkaufsrecht. Etwas anderes gilt nur, wenn Sie die Wohnräume einem Familienangehörigen oder einem Angehörigen Ihres Haushalts verkaufen wollen (§ 577 BGB).Diese Kündigungsbeschränkungen gibt es bei Umwandlungen: Falls Sie eine vermietete Wohnung gekauft haben und das Wohnungseigentum durch Umwandlung erst nach der Vermietung begründet wurde, können Sie sich auf Eigenbedarf oder eine wirtschaftliche Verwertung erst nach Ablauf von 3 Jahren ab dem Kauf berufen (§ 577a BGB).Eine Kündigung aus anderen Gründen ist aber möglich. Dies wurde aktuell durch den Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Urteil v. 11.03.09, Az. VIII ZR 127/08).6. Januar 2012© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehaltenArtikel weiterempfehlenVon: David Gerginov.