Source: http://flugbegleiter.net/index.php/on-duty-arbeit-als-flugbegleiter/recht-und-gesetz/2-dvluftbo
Timestamp: 2017-03-24 00:09:50
Document Index: 119427109

Matched Legal Cases: ['§ 61', '§ 30', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 12', '§ 3', '§ 6', '§ 6', '§ 4', '§ 9', '§ 3', '§ 5', '§ 9', '§ 4', '§ 7', '§ 8', '§ 12', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 9', '§ 8', '§ 10', '§ 12', '§ 8', '§ 8', '§ 10', '§12', '§ 8', '§ 10', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 11', '§ 12', '§ 8', '§ 9', '§ 4', '§ 58', '§ 1', '§ 7', '§ 10', '§ 7', '§ 9', '§ 9', '§ 10', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 8', '§ 8', '§ 12', '§ 9', '§ 12', '§ 10', '§ 10']

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gilt nicht für Angestellte, die bei Flugbetrieben zur "gewerbsmäßigen Beförderung" arbeiten. Für die Angestellten der gewerbsmäßig tätigen Fluggesellschaften gelten die Vorschriften der EU OPS, Subpart Q in Verbindung mit der 1.DV LuftBO der Luftfahrt Bundesamtes. 2. DVLuftBO
Zweite Durchführungsverordnung zur Betriebsordnung für Luftfahrtgeräte
(1) Diese Verordnung enthält Mindestvorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutzbei der Arbeits-, Flugdienst-, Block- und Ruhezeitgestaltung des fliegenden Personalsder Zivilluftfahrt. Fliegendes Personal der Zivilluftfahrt sind die Mitglieder derBesatzung an Bord eines Zivilluftfahrzeugs (im Folgenden Besatzungsmitglieder genannt),die von einem Unternehmen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland eingesetzt werden.(2) Der Luftfahrtunternehmer (im Folgenden Unternehmer genannt) hat für die Mitgliederder Besatzung höchstzulässige Arbeitszeiten, Flugdienstzeiten und Blockzeiten sowieangemessene Ruhezeiten festzulegen, die den Vorschriften dieser Verordnung entsprechenmüssen und der Anerkennung durch die nach § 61 der Luftverkehrs-Zulassung-Ordnungzuständige Stelle bedürfen.(3) Für Halter von Luftfahrzeugen, die berufsmäßig tätige Besatzungsmitgliederbeschäftigen, gelten die Vorschriften dieser Verordnung entsprechend. Bei Einsätzen derPolizeien des Bundes und der Länder ist darüber hinaus § 30 des Luftverkehrsgesetzes zubeachten.(4) Diese Verordnung gilt nicht für sonstiges Personal gemäß JAR-OPS 1.988 (b) deutsch,wenn der Unternehmer dieses Personal ausschließlich für die dort genannten Tätigkeiteneinsetzt.
(1) Arbeitszeit ist jede Zeitspanne, während der ein Besatzungsmitglied auf derGrundlage von Rechtsvorschriften, tariflichen und betrieblichen Regelungen oder vonder Aufsichtsbehörde genehmigten Verfahren arbeitet, dem Arbeitgeber zur Verfügungsteht und seine Tätigkeit ausübt oder Aufgaben wahrnimmt. Keine Arbeitszeit ist dieZeit, in der das Besatzungsmitglied ständig erreichbar sein muss, ohne jedoch zurAnwesenheit auf einem Flugplatz oder in den Räumen des Unternehmens verpflichtetzu sein. Vom Unternehmer festgelegte Zeiten, die weder Blockzeit, Flugdienstzeit,Positionierungszeit noch Ruhezeit sind (sog. Neutralzeit), sind auf die jährlicheArbeitszeit anzurechnen.(2) Die höchstzulässige Arbeitszeit der Besatzungsmitglieder beträgt einschließlich derin dieser Verordnung geregelten Bereitschaftszeit 2.000 Stunden im Kalenderjahr.(3) Die höchstzulässige Arbeitszeit sollte über das Kalenderjahr so gleichmäßig, wiedies in der Praxis möglich ist, verteilt werden.
§ 2 Blockzeit
(1) Blockzeit ist die Zeit zwischen dem erstmaligen Abrollen eines Luftfahrzeugs ausseiner Parkposition zum Zweck des Startens bis zum Stillstand an der zugewiesenenParkposition und bis alle Triebwerke abgestellt sind.(2) Für Hubschrauber bedeutet Blockzeit die Zeit zwischen dem erstmaligen Drehen derRotorblätter bis zum Absetzen und dem nachfolgenden Stillstand des Rotors.(3) Die Blockzeiten nach Absatz 1 jedes Besatzungsmitgliedes dürfen 900 Stunden währendeines Kalenderjahres nicht überschreiten.
§ 3 Flugdienstzeit
(1) Die Flugdienstzeit umfaßt
mindestens 15 Minuten für Abschlußarbeiten nach dem Ende der Blockzeit,
die auf Anordnung im Flugübungsgerät verbrachte Zeit einschließlich der Zeiten für Vor- und Abschlußarbeiten nach den Nummern 1 und 3,
die Zeit, die nach § 4 Abs. 2, § 5 Abs. 2 und § 12 Abs. 3 Satz 2 als Flugdienstzeit anzurechnen ist.
(2) Überschreiten die tatsächlichen Zeiten die bei der Planung des Flugdiensteseingesetzten Zeiten, so sind die tatsächlichen Zeiten zur Ermittlung der Flugdienstzeitin Ansatz zu bringen.(3) Wird der geplante Beginn der Flugdienstzeit kurzfristig neu festgesetzt,gilt der geänderte Zeitpunkt als geplanter Beginn der Flugdienstzeit, wenn dasBesatzungsmitglied rechtzeitig vor Antritt des zunächst geplanten Flugdienstes von derÄnderung in Kenntnis gesetzt wurde.
§ 3a Ortstag
(1) Unbeschadet des gesetzlich geregelten Jahresurlaubs erhalten dieBesatzungsmitglieder im Voraus bekannt zu gebende arbeitsfreie und bereitschaftsfreieTage (Ortstage). Diese können die in den §§ 6 und 9 vorgeschriebenen Ruhezeiteneinschließen, jedoch nicht die als Ruhezeit anrechenbare Bereitschaftszeit gemäß § 6.(2) Ein Ortstag ist ein Zeitraum von 00.00 bis 24.00 Uhr Ortszeit (Winterzeit), denBesatzungsmitglieder am dienstlichen Wohnsitz verbringen können.(3) Pro Kalendermonat sind mindestens sieben Ortstage, jedoch pro Kalenderjahrmindestens 96 Ortstage zu gewähren. Bei Urlaub, Krankheit oder Teilzeitbeschäftigungkönnen die Ortstage entsprechen anteilig gekürzt werden; der Anspruch auf 96 Ortstageim Kalenderjahr darf jedoch nicht um den gesetzlich geregelten Jahresurlaub gekürztwerden.
§ 4 Positionierungszeit (Dead-Head-Zeit)
(1) Die Positionierungszeit (Dead-Head-Zeit) ist eine Zeit, die ein Besatzungsmitgliedauf Anordnung des Unternehmers ohne eigene Dienstleistung an Bord eines Luftfahrzeugesverbringt, um zum Antritt eines Flugdienstes an einem anderen als dem Flugplatz, an demder vorhergehende Flugdienst beendet wurde, befördert zu werden. Das gleiche gilt fürdie entsprechende Beförderung mit einem anderen Verkehrsmittel.(2) Positionierungszeit ist bis zu 4 Stunden zur Hälfte, die darüber hinausgehendePositionierungszeit voll als Flugdienstzeit anzurechnen, wenn zwischen Beförderungund Flugdienst keine Ruhezeit nach § 9 gewährt wurde. Positionierungszeit nach Satz1, während der ein Besatzungsmitglied ein Fahrzeug selbst steuert, ist voll alsFlugdienstzeit anzurechnen. Der Positionierungszeit sind die geplanten Abflug- undtatsächlichen Ankunftszeiten zu Grunde zu legen. § 3 Abs. 3 gilt entsprechend. Zeitenfür eine Beförderung im Schlafwagen oder einer vergleichbaren Beförderung mit einemanderen Bodenverkehrsmittel sind nicht als Flugdienstzeit anzurechnen.
§ 5 Bereitschaftszeit
(1) Die Bereitschaftszeit ist eine Zeit, in der sich ein Besatzungsmitglied aufAnordnung des Unternehmers zum Flugdienst bereithält.(2) Bereitschaftszeit ist als Flugdienstzeit anzurechnen, wenn Bereitschaftszeit undFlugdienstzeit nicht durch eine Ruhezeit nach § 9 unterbrochen werden und
dem Besatzungsmitglied während der Bereitschaftszeit kein ruhiger Raum mit Schlafgelegenheit zur Verfügung steht,
dem Besatzungsmitglied während der Bereitschaftszeit ein ruhiger Raum mit Schlafgelegenheit zur Verfügung steht, die Bereitschaftszeit jedoch weniger als 2 Stunden beträgt, es sei denn, die Bereitschaftszeit wird im Anschluß an eine Ruhezeit abgeleistet.
(1) Ruhezeit ist eine zusammenhängende Zeit von mindestens 10 Stunden, während der einBesatzungsmitglied von Dienstleistungen jeglicher Art befreit ist. Bereitschaftszeit,in der das Besatzungsmitglied in der eigenen Wohnung oder einer entsprechendenUnterkunft Gelegenheit zur Bettruhe hat, kann vom Unternehmer als Ruhezeit angerechnetwerden.(2) Positionierungszeit nach § 4 Abs. 2 ist keine Ruhezeit.
§ 7 Führung von Aufzeichnungen
(1) Der Unternehmer hat fortlaufende Aufzeichnungen der Arbeitszeiten, Flugdienstzeiten(einschließlich Blockzeiten) und Ruhezeiten der Besatzungsmitglieder in übersichtlicherund prüfbarer Form zu führen. Die Aufzeichnungen sind mindestens 15 Monate langaufzubewahren. Fortlaufende Aufzeichnungen über andere Zeiten als Flugdienst- undRuhezeiten können als Aufzeichnungen nach Satz 1 zugelassen werden, wenn anhandder darin aufgeführten Zeiten eine Prüfung der nach dieser Verordnung zulässigenFlugdienst- und Ruhezeiten möglich ist. Die Aufsichtsbehörde kann auf die Aufzeichnungvon Ruhezeiten verzichten, wenn sich aus den fortlaufenden Aufzeichnungen derFlugdienstzeiten und dem nachweislichen Fehlen jeglicher anderer Dienstleistungen außerFlugdienst die Ruhezeiten zweifelsfrei ergeben.(2) Überschreitungen der nach dieser Verordnung zulässigen Zeiten sind deutlich zukennzeichnen oder gesondert anzugeben.(3) Für den Fall, daß ein Besatzungsmitglied von mehreren Unternehmern beschäftigtwird, haben diese einen Unternehmer für die Aufzeichnung sämtlicher Zeiten zubestimmen. Die Aufsichtsbehörde kann einen Unternehmer dazu bestimmen.
§ 8 Flugdienstzeiten der Besatzungsmitglieder
(1) Die uneingeschränkte Flugdienstzeit jedes Besatzungsmitgliedes zwischen zweiRuhezeiten beträgt 10 Stunden. Innerhalb 7 aufeinanderfolgender Tage ist eineviermalige Verlängerung der Flugdienstzeit nach Satz 1 bis zu 4 Stunden zulässig, wobeidie Summe der Verlängerungen innerhalb jeweils 7 aufeinanderfolgender Tage 8 Stundennicht überschreiten darf. Der Zeitraum von 7 aufeinanderfolgenden Tagen beginnt jeweilsum 00.00 Uhr Koordinierte Weltzeit (UTC) des ersten und endet um 24.00 Uhr UTC dessiebten Tages. Bei einem Luftfahrzeugführer, der während der Flugdienstzeit nach Satz1 ganz oder teilweise ohne Unterstützung durch ein weiteres Flugbesatzungsmitglied alsLuftfahrzeugführer tätig wird, finden die Sätze 2 und 3 keine Anwendung.(2) Bei Flugbesatzungsmitgliedern verringert sich die nach Absatz 1 höchstzulässigeZeitverlängerung von 4 Stunden
um 1 Stunde, wenn der Flugdienst mehr als 2, jedoch weniger als 4 Stunden,
um 2 Stunden, wenn der Flugdienst 4 oder mehr Stunden zwischen 01.00 Uhr und 07.00 Uhr Ortszeit des Startflugplatzes (Winterzeit) ausgeübt wird.
(3) Eine nach Absatz 2 verringerte Zeitverlängerung ist
bei mehr als 3, jedoch weniger als 6 Landungen um eine weitere Stunde,
bei mehr als 5 Landungen um weitere 2 Stunden zu kürzen.
(4) Bei einer Verstärkung der vorgeschriebenen Mindestflugbesatzung und beiVorhandensein geeigneter Schlafgelegenheiten in einem von dem Führerraum und derKabine abgetrennten Raum kann die Aufsichtsbehörde auf schriftlichen Antrag einezweimalige Verlängerung der Flugdienstzeit nach Absatz 1 Satz 1 bis zu 8 Stundeninnerhalb 7 aufeinanderfolgender Tage zulassen. Die mit der Führung und Bedienung desLuftfahrzeugs verbrachte Zeit jedes Flugbesatzungsmitgliedes darf hierbei 12 Stundennicht überschreiten. Für die Flugbegleiter sind angemessene Arbeitspausen während desFluges vorzusehen. Für diesen Zweck sind Ruhesitze vorzuhalten. Im übrigen gilt § 12Abs. 3 entsprechend.(5) Die Flugdienstzeiten dürfen innerhalb 30 aufeinanderfolgender Tage 210 Stunden,innerhalb eines Kalenderjahres 1.800 Stunden nicht überschreiten.
§ 8a Unterbrochene Flugdienstzeit
(1) Wird die Flugdienstzeit nach § 8 Abs. 1, 2 und 3 planmäßig durch eine Pause amBoden von mindestens 3 Stunden unterbrochen und steht dem Besatzungsmitglied währendder Pause in unmittelbarer Nähe des Flugplatzes ein ruhiger Raum mit geeigneterSchlafgelegenheit zur Verfügung, ist der Zeitraum der Pause nicht als Flugdienstzeitanzurechnen.Pause ist der Zeitraum zwischen Abschluss der Nacharbeiten und Beginn der Vorarbeiten,der frei von allen Verrichtungen und kürzer als eine Mindestruhezeit (§ 9 Abs. 1) ist;sie zählt als Arbeitszeit. Des Weiteren gelten folgende Maßgaben:
a) Die zusammenhängende Arbeitszeit darf 18 Stunden nicht überschreiten.
b) Die mit der Führung und Bedienung des Luftfahrzeugs verbrachte Zeit jedes Flugbesatzungsmitglieds darf 10 Stunden nicht überschreiten.
c) Innerhalb des Flugdienstes dürfen nicht mehr als 2 Landungen nach der Pause geplant werden.
d) Innerhalb jeweils 7 aufeinander folgender Tage dürfen nicht mehr als zwei Flugdienste gemäß § 8a geleistet werden.
e) Eine Kombination von Flugdiensten nach § 8 Abs. 4 und § 8a innerhalb eines Zeitraums von 7 aufeinander folgender Tage ist ausgeschlossen.
(2) Können bei einem Flugdienst mit Unterbrechung die Voraussetzungen nach § 9 Abs. 1nicht eingehalten werden, ist eine Ruhezeit von mindestens 12 Stunden unmittelbar nachBeendigung des Flugdienstes zu gewähren.
§ 9 Ruhezeiten der Besatzungsmitglieder
(1) Innerhalb einer 24-Stunden-Periode ist jedem Besatzungsmitglied eine Ruhezeit vonmindestens 10 Stunden zu gewähren. Eine 24-Stunden-Periode beginnt zu dem Zeitpunkt,an dem eine Ruhezeit endet. Die Ruhezeit ist bei einer nach § 8 Abs. 4, § 10 oder § 12Abs. 1 verlängerten Flugdienstzeit von mehr als 14 Stunden unmittelbar nach Beendigungdes Flugdienstes zu gewähren. Eine Beförderung des Besatzungsmitgliedes vom Einsatzortan seinen dienstlichen Wohnsitz ohne Anrechnung auf die Ruhezeit ist zulässig.(2) Die Mindestruhezeit ist nach einem nach § 8 Abs. 1 Satz 2, § 8 Abs. 4, § 10 oder §12 Abs. 1 verlängerten Flugdienst von mehr als 11 Stunden auf 12 Stunden und von mehrals 12 Stunden auf 14 Stunden zu erhöhen.(3) Jedem Besatzungsmitglied ist eine zusammenhängende Ruhezeit von 36 Stundenso zu gewähren, daß eine solche Ruhezeit mindestens einmal innerhalb jeweils 7aufeinanderfolgender Tage beginnt. § 8 Abs. 1 Satz 3 gilt entsprechend.(4) Besteht zwischen dem Ort des Antritts des Flugdienstes und der Beendigung desFlugdienstes (Einsatzorte) ein Zeitzonenunterschied von 4 oder mehr Zeitzonen, istdie Mindestruhezeit auf 14 Stunden zu erhöhen. Nach Rückkehr zum dienstlichen Wohnsitznach einem oder mehreren Flugdiensten nach Satz 1 ist eine Ruhezeit nach Maßgabe derSätze 3 und 4 zu gewähren. Die Ruhezeit ist durch Multiplikation der Zahl 8 mit demZeitzonenunterschied, der zwischen dem dienstlichen Wohnsitz und dem Einsatzort mitdem größten Zeitzonenunterschied zum dienstlichen Wohnsitz besteht, zu errechnen. EinZeitzonenunterschied von mehr als 12 Zeitzonen ist nicht zu berücksichtigen. Für dieErmittlung des Zeitzonenunterschiedes ist die Winterzeit der jeweiligen Einsatzortezugrundezulegen. Die Sätze 2 bis 5 gelten nach einer Rückkehr zum dienstlichen Wohnsitzals nicht diensttuendes Besatzungsmitglied entsprechend.(5) Der Unternehmer hat an den Orten außerhalb des dienstlichen Wohnsitzes derBesatzungsmitglieder, an denen den Besatzungsmitgliedern eine Ruhezeit zu gewähren ist,für die Bereitstellung ruhiger Räume mit Schlafgelegenheit zu sorgen.(6) Der Unternehmer hat die Besatzungsmitglieder schriftlich anzuweisen, während derRuhezeit Tätigkeiten zu unterlassen, die dem Zweck der Ruhezeit entgegenstehen.
§ 10 Zeitüberschreitungen, Verkürzung von Ruhezeiten
(1) Können aus unvorhersehbaren Gründen die Zeiten nach §§ 8, 8a und 9 nichteingehalten werden, entscheidet der verantwortliche Luftfahrzeugführer unter Abwägungaller Umstände und nach Anhörung der betroffenen Besatzungsmitglieder über dieDurchführung des Fluges. Treten beim letzten Flugsektor innerhalb einer Flugdienstzeitnach dem Start unvorhergesehene Umstände auf, die zu einer Überschreitung derzulässigen Verlängerung führen, kann der Flug zum Bestimmungsflugplatz oder zu einemAusweichflugplatz fortgesetzt werden.(2) Bei einer Zeitüberschreitung nach Absatz 1 darf die gesamte Zeit zwischen dem Endeder vorausgegangenen Ruhezeit und dem Beginn der nachfolgenden Ruhezeit 16 Stunden, beieinem nach § 8a unterbrochenen Flugdienst sowie bei einem nach § 8 Abs. 4 verlängertenFlugdienst 20 Stunden nicht überschreiten. Besteht die Flugbesatzung aus weniger alsdrei Mitgliedern, so darf die bei Flugantritt absehbare Überschreitung der zulässigenFlugdienstzeit nicht mehr als 2 Stunden betragen. Wird der Flugdienst auf Grund einerEntscheidung nach Abs. 1 zwischen 01.00 und 07.00 Uhr Ortszeit des Startflugplatzes(Winterzeit) ausgeübt, findet § 8 Abs. 2 keine Anwendung. § 8 Abs. 3 bleibt unberührt.(3) Eine Verkürzung der Ruhezeiten ist nur zulässig, wenn dies zur Einhaltung desnächsten geplanten Beginns der Flugdienstzeit erforderlich ist. Die Ruhezeit darfhöchstens um 2 Stunden verkürzt werden. Die Mindestruhezeit von 10 Stunden nach § 9Abs. 1 bleibt unberührt.(4) Der Kommandant hat die Gründe für seine Entscheidung schriftlich aufzuzeichnen.Eine Zeitüberschreitung oder eine Verkürzung der Ruhezeit von jeweils mehr als 1 Stundehat der Unternehmer der Aufsichtsbehörde innerhalb von 30 Tagen, unter Angabe derGründe, schriftlich anzuzeigen. Die Aufzeichnungen sind vom Unternehmen mindestens dreiMonate lang aufzubewahren.
§ 11 Vorzeitige Beendigung des Flugdienstes
Ist auf Grund besonderer Umstände bei der Flugbesatzung eine vorzeitige Ermüdung ineinem Maße eingetreten, die nach Anhörung der betroffenen FlugbesatzungsmitgliederZweifel an der weiteren sicheren Flugdurchführung rechtfertigt, hat der Kommandant füreine vorzeitige Beendigung des Flugdienstes der Flugbesatzung zu sorgen.
§ 12 Regelungen in besonderen Fällen
(1) Die Aufsichtsbehörde kann auf schriftlichen Antrag Abweichungen von denVorschriften der §§ 8, 8a und 9 zulassen, wenn triftige Gründe für die Verlängerungder Flugdienstzeit oder für die Verkürzung der Ruhezeit vorliegen. Die höchstzulässigenFlugdienstzeiten können höchstens um 2 Stunden verlängert werden. Die Mindestruhezeitenkönnen höchstens um 2 Stunden verkürzt werden. Sie kann ferner in begründetenEinzelfällen zulassen, daß die zusammenhängende Ruhezeit nach § 9 Abs. 3 innerhalbjeweils 8 aufeinanderfolgender Tage beginnt, sofern die Blockzeit innerhalb desachttägigen Zeitraumes 40 Stunden nicht übersteigt.(2) Triftige Gründe für die Verlängerung der Flugdienstzeit oder für die Verkürzung derRuhezeit können insbesondere sein
nachteilige Auswirkungen auf die Gesamtbelastung der Flugbesatzungsmitglieder bei Einhaltung der vorgeschriebenen Flugdienst- und Ruhezeiten,
(3) Verlängerungen der Flugdienstzeiten oder Verkürzungen der Ruhezeiten nach Abs. 1sind nur zulässig, wenn die erhöhte Belastung der Flugbesatzung ausgeglichen wird undeine Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs ausgeschlossen ist. Positionierungszeitnach § 4 Abs. 2 ist in diesen Fällen voll anzurechnen. Bei Prüfung des Antrags werdenberücksichtigt
der Ausrüstungsstand der verwendeten Luftfahrzeuge,
die Zusammensetzung der Flugbesatzung und deren Flug-, Strecken- und Luftfahrzeugmustererfahrung,
sonstige die Belastung der Flugbesatzung beeinflussende Faktoren.
(4) Die Aufsichtsbehörde kann für Flüge zum Zwecke der Forschung, für Arbeits- undWettbewerbsflüge Ausnahmen von den Vorschriften dieser Verordnung zulassen, wenn
(5) Die Ausnahmen können im Einzelfall oder allgemein zugelassen, mit Auflagenverbunden und befristet werden.(6) Treten besondere Belastungen auf, insbesondere wegen
des Ausrüstungsstandes oder der Betriebseigenschaften der verwendeten Luftfahrzeuge,
des Einsatzes von Flugbesatzungsmitgliedern mit geringer Flug-, Strecken- oder Luftfahrzeugmustererfahrung,
kann die Aufsichtsbehörde im Rahmen der Anerkennung der vom Unternehmer festzulegenden höchstzulässigen Flugdienstzeiten und angemessenen Ruhezeiten geringere Flugdienstzeiten oder längere Ruhezeiten für die Flugbesatzungsmitglieder festlegen, soweit dies aus Gründen der Sicherheit des Luftverkehrs erforderlich ist.
Ordnungswidrig im Sinne des § 58 Abs. 1 Nr. 10 des Luftverkehrsgesetzes handelt, wervorsätzlich oder fahrlässig1. als Unternehmer oder Halter von Luftfahrzeugen im Sinne des § 1 Abs. 3 entgegen
a) § 7 Abs. 1 Satz 2 Aufzeichnungen nicht mindestens 15 Monate oder § 10 Abs. 4 Satz 3 nicht mindestens 3 Monate lang aufbewahrt,
b) § 7 Abs. 3 Satz 1 einen Unternehmer nicht bestimmt,
c) § 9 Abs. 5 Ruheräume mit Schlafgelegenheit nicht bereitstellt,
d) § 9 Abs. 6 schriftliche Anweisungen nicht erteilt,
e) § 10 Abs. 4 Satz 2 Zeitüberschreitungen und Kürzungen der Ruhezeiten nicht innerhalb von 30 Tagen schriftlich anzeigt,
2. als Unternehmer, Halter von Luftfahrzeugen im Sinne von § 1 Abs. 3 oderBesatzungsmitglied entgegen
a) § 1a Abs. 2 höchstzulässige Arbeitszeiten;
b) § 2 Abs. 2 höchstzulässige Blockzeiten;
c) § 3a vorgesehene Ortstage;
d) § 8, § 8a oder § 12 höchstzulässige Flugdienstzeiten;
e) § 9 oder § 12 vorgeschriebene Ruhezeiten nicht einhält oder Ruhezeiten nicht im vorgeschriebenen Umfang oder Zusammenhang gewährt;
3. als Kommandant den nach § 10 festgelegten Ermessensspielraum überschreitet oderentgegen § 10 Abs. 4 Satz 1 die Gründe für eine Zeitüberschreitung nicht schriftlichaufzeichnet.	© 2017 flugbegleiter.net - Impressum siehe Menü - Copyright der Logobilder: Nummer 2 und 3: Austrian Airlines, Huber / Nummer 4: Condor Flugdienst. Alle Bilder werden unter der CreativeCommons License genutzt. Please publish modules in offcanvas position.