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Timestamp: 2020-02-20 10:52:10
Document Index: 317582591

Matched Legal Cases: ['§ 155', '§ 264', '§ 65', '§ 9', '§ 118', '§ 12', '§ 12', '§ 162', '§ 96', '§ 12', '§ 9', '§ 4', '§ 52', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 136', '§ 155', '§ 708', '§ 115', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9']

22.11.2012 · IWW-Abrufnummer 123503
Finanzgericht Rheinland-Pfalz: Urteil vom 21.09.2012 – 3 K 1740/10
3 K 1740/10
hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz - 3. Senat - aufgrund mündlicher Verhandlung vom 21. September 2012 durch
Der Einkommensteuerbescheid 2007 vom 21. Juli 2009 wird unter Aufhebung der Einspruchsentscheidung vom 7. Mai 2010 dahin geändert, dass Fortbildungskosten in Höhe von 5.772 € und Aufwendungen für Dienstreisen vom und zum Flughafen ... in Höhe von 1.049 € als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit abgezogen werden. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
Die Kosten des Verfahrens hat der Beklagte zu 7/10 und der Kläger zu 3/10 zu tragen.
Das Urteil ist hinsichtlich der vom Beklagten zu tragenden Kosten vorläufig vollstreckbar. Der Beklagte kann die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung oder Hinterlegung in Höhe des Kostenerstattungsanspruchs des Klägers abwenden, soweit nicht der Kläger zuvor Sicherheit in derselben Höhe leistet.
Strittig ist der Werbungskostenabzug der Aufwendungen für ein Flugsicherheitstraining, für ein häusliches Arbeitszimmer und für Fahrten zum Heimatflughafen bei einem Piloten.
Der Kläger ist von Beruf Pilot und als Flugzeugführer bei der X beschäftigt. Der Kläger ist Mitglied des A Team, einer Anfang 2006 in M gegründeten Flugkunst-Staffel, die aus vier Kunstflugdoppeldeckern mit ihren Piloten besteht und Flugshows darbietet (Blatt 95ff der Einkommensteuerakte). Daneben fliegt der Kläger seit 2007 unentgeltlich für die P KG, W (Österrreich), ein Luftverkehrsunternehmen und setzt Fallschirmspringer ab (Blatt 202 der Prozessakte).
In seiner Einkommensteuererklärung 2007 machte der Kläger Aufwendungen für ein Flugsicherheitstraining in Höhe von 7.216 € geltend. In den Aufwendungen sind Kosten für die Reparatur eines Flugzeugs in Höhe von 4.500 € enthalten. Hierzu erläuterte der Kläger, er habe die Haube des von ihm im Rahmen des Sicherheitstrainings geflogenen Flugzeugs nicht richtig verriegelt, so dass sich diese beim Flug aus ihrer Verankerung gelöst und das Flugzeug beschädigt habe (Blatt 56 der Einkommensteuerakte). Die Versicherung habe eine Regulierung des Schadens abgelehnt, so dass er die Kosten habe selbst tragen müssen (Blatt 57 der Einkommensteuerakte).
Im Einkommensteuerbescheid 2007 vom 21. Juli 2009 berücksichtigte der Beklagte die geltend gemachten Aufwendungen nicht als Werbungskosten, da diese nicht nachzuvollziehen seien. Hiergegen legte der Kläger Einspruch ein und wies darauf hin, dass er die geltend gemachten Kosten in seiner Einkommensteuererklärung erläutert habe und fügte die zugehörigen Unterlagen nochmals bei. Der Kläger erläuterte weiter, dass das Flugsicherheitstraining zum Ziel gehabt habe, ihn auf die jährlich stattfindende Berufspilotenprüfung des Luftfahrt-Bundes-Amtes vorzubereiten. Die vom Beklagten verlangten Ausbildungspl