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Timestamp: 2016-10-25 06:40:01
Document Index: 386097533

Matched Legal Cases: ['Art. 97', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 72', 'Art. 72', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 76', 'Art. 100', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 29', 'Art. 8', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 13', 'Art. 8', 'in fine', 'Art. 97', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 97', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 68']

5A_30/2014 (15.04.2014)
5A_30/2014 � � Urteil vom 15. April 2014
Rechtsanw�ltin Dr. Caterina N�geli,
Zivilstandsamt Winterthur, Stadt Winterthur, Stadthausstrasse 21, 8402 Winterthur.
verweigerte Eheschliessung (Art. 97a ZGB),
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 4. Abteilung, vom 20. November 2013.
A.a.�A.________ (geb. 1981, Staatsangeh�rige des Kosovo) und B.________ (geb. 1952) heirateten 2004 in Kosovo, worauf die Ehefrau in die Schweiz einreiste und eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Am 17. August 2009 erteilte ihr das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung. Am 15. Oktober 2009 leitete B.________ im Kosovo die Scheidung ein. Mit Urteil des Amtsgerichts Peja/Kosovo vom 2. Februar 2010 wurde die (kinderlose) Ehe geschieden.
A.b.�A.________ hielt sich ab dem Jahr 2000 bereits einige Zeit als Asylbewerberin in der Schweiz auf. B.________ ist Vater von vier Kindern aus einer fr�heren Ehe.
B.a.�Am 18. September 2010 wurde A.________ Mutter eines Sohnes, den B.________ am 20. Oktober 2010 (A.________ und B.________ sprechen vom 20. Oktober 2012) anerkannte. Ein DNA-Test liegt nicht vor.
B.b.�Mit Verf�gung vom 8. August 2011 widerrief das Migrationsamt die Niederlassungsbewilligung von A.________ mit der Begr�ndung, die beiden h�tten eine Scheinehe gelebt. Die Sicherheitsdirektion sowie das Verwaltungsgericht Z�rich best�tigten auf Rechtsmittel hin den abschl�gigen Rechtsspruch (Entscheide vom 6. Juli 2012 und 20. Februar 2013).
C.a.�Am 22. August 2012 ersuchten A.________ und B.________ das Zivilstandsamt Winterthur um Durchf�hrung des Vorbereitungsverfahrens f�r eine erneute Eheschliessung. Das Zivilstandsamt vermutete einen Zusammenhang mit dem ausl�nderrechtlichen Verfahren. Es h�rte A.________ und B.________ am 4. September 2012 getrennt an und lud sie zu einer erg�nzenden Stellungnahme. Am 2. Oktober 2012 fand ein weiteres Gespr�ch statt.
C.b.�Mit Verf�gung vom 16. November 2012 verweigerte das Zivilstandsamt die Mitwirkung am Eheschliessungsverfahren.
C.c.�Die hiergegen erhobenen Beschwerden wiesen die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Z�rich mit Verf�gung vom 29. August 2013 und in der Folge auch das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich mit Urteil vom 20. November 2013 ab.
A.________ und B.________ (Beschwerdef�hrer) gelangen gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 14. Januar 2014 an das Bundesgeric ht. Sie beantragen, das Urteil des Verwaltungsgerichts sei aufzuheben und das Zivilstandsamt Winterthur sei anzuweisen, ihnen die Eheschliessung zu bewilligen. Die Kosten und Entsch�digungen seien dem Zivilstandsamt aufzuerlegen.
�Das Bundesgericht hat die Akten, in der Sache aber keine Vernehmlassungen eingeholt.
Auch gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung gelangte A._______ an das Bundesgericht. Die II. �ffentlich-rechtliche Abteilung hiess ihre Beschwerde mit Urteil 2C_303/2013 vom 13. M�rz 2014 gu t.
1.1.�Das Bundesgericht �berpr�ft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob eine Beschwerde zul�ssig ist (BGE 135 III 212 E. 1 S. 216; 134 III 115 E. 1 S. 117; je mit Hinweisen).
1.2.�Die Beschwerdef�hrer bezeichneten ihr Rechtsmittel an das Bundesgericht als Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Angefochten ist ein Entscheid des Verwaltungsgerichts Z�rich, der die Weigerung des Zivilstandsamts Winterthur, am Eheschliessungsverfahren der Beschwerdef�hrer mitzuwirken (Art. 97a ZGB), best�tigt. Es handelt sich um eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Zivilrecht (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 2 BGG; Urteile 5A_225/2011 vom 9. August 2011 E. 1. 1; 5A_753/2009 vom 18. Januar 2010 E. 1.1). Anwendbar sind demnach die Bestimmungen �ber die Beschwerde in Zivilsachen nach Art. 72 ff. BGG, wie dies die Vorinstanz in der Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Entscheids korrekt vorgezeichnet hat.
1.3.�Der angefochtene Endentscheid erging auf Rechtsmittel hin und ist kantonal letztinstanzlich (Art. 75 Abs. 1, Art. 90 BGG). Die Beschwerdef�hrer sind gem�ss Art. 76 Abs. 1 BGG zur Beschwerde berechtigt und die Frist ist eingehalten (Art. 100 Abs. 1 BGG). Insofern sind die Voraussetzungen der Beschwerde in Zivilsachen erf�llt und die eingereichte Beschwerde ist unbeachtlich der falschen Bezeichnung als solche entgegenzunehmen (BGE 134 III 379 E. 1.2 S. 382; Urteil 5A_753/2009 vom 18. Januar 2010 E. 1.1).
2.1.�Im ordentlichen Beschwerdeverfahren sind vor Bundesgericht in rechtlicher Hinsicht alle R�gen gem�ss Art. 95 f. BGG zul�ssig. Unter Vorbehalt des Bereichs der verfassungsm�ssigen Rechte - und weiterer vorliegend nicht gegebener Ausnahmen (Art. 106 Abs. 2 BGG) - wendet das Bundesgericht das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG; BGE 136 III 247 E. 4 S. 252 mit Hinweis). Es kann die Beschwerde daher auch aus andern als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder den Entscheid mit einer Begr�ndung best�tigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (zu den Voraussetzungen der Motivsubstitution BGE 136 III 247 E. 4 S. 252 mit Hinweis).
2.2.�Dagegen ist das Bundesgericht an den festgestellten Sachverhalt grunds�tzlich gebunden (Art. 105 Abs. 1 BGG). Gegen die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz kann der Beschwerdef�hrer einzig vorbringen, sie seien offensichtlich unrichtig (Art. 97 Abs. 1 BGG), das heisst willk�rlich (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252; 133 III 393 E. 7.1 S. 398), oder sie w�rden auf einer anderen Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (z. B. Art. 29 Abs. 2 BV oder Art. 8 ZGB) beruhen. Ausserdem muss er in der Beschwerde aufzeigen, inwiefern die Behebung der vorerw�hnten M�ngel f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2 S. 22). F�r all diese Elemente gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255). Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 135 III 232 E. 1.2 S. 234; 134 I 83 E. 3.2 S. 88). Will der Beschwerdef�hrer die Verletzung des Willk�rverbots geltend machen, reicht es sodann nicht aus, wenn er den Sachverhalt aus seiner eigenen Sicht darlegt und die davon abweichenden Feststellungen im angefochtenen Entscheid als willk�rlich bezeichnet. Vielmehr muss er neben der Erheblichkeit der ger�gten Tatsachenfeststellung im Einzelnen darlegen, inwiefern das kantonale Gericht willk�rlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
3.1.�Das Verwaltungsgericht stellte im Wesentlichen auf die Sachverhaltsfeststellungen des Zivilstandsamts Winterthur ab. Dieses hielt zum zeitlichen Ablauf fest, der Beschwerdef�hrer habe lediglich zwei Monate, nachdem der Beschwerdef�hrerin die Niederlassungsbewilligung erteilt worden war, die Scheidung eingeleitet. Nur rund anderthalb Monate nach der Abweisung des Rekurses gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung h�tten die Beschwerdef�hrer um erneute Durchf�hrung des Ehevorbereitungsverfahrens ersucht. Bereits dieser Ablauf stelle ein gewichtiges Indiz dar, dass mit dem anbegehrten Eheschluss ausl�nderrechtliche Bestimmungen umgangen werden sollten. Anl�sslich der getrennten Anh�rung vom 4. September 2012 habe die Beschwerdef�hrerin nicht mit Sicherheit sagen k�nnen, wie viele Kinder aus erster Ehe der Beschwerdef�hrer habe. Sie habe sich nicht an deren Namen erinnern k�nnen. Dies obwohl er gem�ss eigenen Aussagen in einem guten Kontakt zu seinen Kindern stehe. Auch habe die Beschwerdef�hrerin nicht gewusst, welcher Arbeit der Beschwerdef�hrer nachgehe. Er wiederum habe gesagt, die Beschwerdef�hrerin arbeite wegen des Kindes nicht, w�hrend diese erkl�rt habe, in einem 50 %-Pensum im Gesch�ft ihrer Br�der, welche in der Schweiz leben, t�tig zu sein. Die Vorinstanz befand die gegenseitige Unkenntnis der Arbeitst�tigkeit des Anderen ebenso f�r nicht nachvollziehbar, wie dass die Beschwerdef�hrerin keinen Namen eines Kindes des Beschwerdef�hrers nennen konnte. Dass die Beschwerdef�hrer gegenseitig von wichtigen Personen, Ereignissen und Lebensumst�nden keine Kenntnis h�tten, sei um so weniger verst�ndlich, als eine Verst�ndigung in sprachlicher Hinsicht nicht ausgeschlossen sei; sie k�nne sich auf Deutsch verst�ndigen und er verstehe etwas Albanisch. Zwischen den Beschwerdef�hrern bestehe ein Altersunterschied von 29 Jahren. Er sei Sozialhilfebez�ger und geh�re damit zu einer typischen Zielgruppe f�r eine Scheinehe. In Bezug auf das Kind stellte die Vorinstanz fest, zum Zeitpunkt der Einleitung der Scheidung sei die Beschwerdef�hrerin noch nicht schwanger gewesen. Im Scheidungsurteil vom 2. Februar 2010 sei ausdr�cklich festgehalten worden, dass die Ehegatten weder "gemeinsame Kinder h�tten noch ein gemeinsames Kind erwarten". Gem�ss der polizeilichen Befragung vom 23./28. April 2010 habe ein Kinderwunsch nur seitens der Beschwerdef�hrerin bestanden; im Laufe dieser Anh�rung habe sie die bestehende Schwangerschaft nicht erw�hnt. Sowohl von der Direktion der Justiz und des Innern (im eherechtlichen Verfahren) als auch vom Migrationsamt (im ausl�nderrechtlichen Verfahren) sei der Beschwerdef�hrer ersucht worden, mittels DNA-Gutachten nachzuweisen, dass er der leibliche Vater sei, was dieser aber verweigere. Zwar br�chten die Beschwerdef�hrer vor, sie lebten zusammen und der Beschwerdef�hrer �bernehme alle Aufgaben eines Vaters; das Kind sage ihm Papi. Angesichts der gesamten Umst�nde und der Weigerung, die Vaterschaft abkl�ren zu lassen, sei aber anzunehmen, der Beschwerdef�hrer sei nicht der leibliche Vater. Zusammengefasst f�hre die Indizienlage zum Schluss, dass der anbegehrte Eheschluss ehefremden Zwecken, n�mlich der Umgehung der ausl�nderrechtlichen Bestimmungen, dienen solle.
�Die Vorinstanz erw�hnte sodann weitere Abkl�rungen, welche die Direktion der Justiz und des Innern von der Schweizerischen Botschaft in Kosovo hatte vornehmen lassen. Sie st�tzte ihren Entscheid aber nicht hierauf ab, weshalb nicht weiter darauf einzugehen ist.
3.2.�Die Beschwerdef�hrer r�gen, die Vorinstanz habe Art. 97a und 159 ZGB, Art. 13 Abs. 1 BV sowie Art. 8 und 12 EMRK verletzt und Beweismittel ignoriert oder willk�rlich gew�rdigt. Diese gehe zu Unrecht davon aus, dass sie keine eheliche Gemeinschaft begr�nden wollten. Sie w�rden seit Juli 2010 (wieder) wie ein Ehepaar an der Buchthalerstrasse 149 in Schaffhausen und an der Albrechtstrasse 13 in Winterthur zusammenleben und sich gemeinsam um das Kind k�mmern. Die Vorinstanz verf�ge nicht �ber direkte Beweise und die von ihr herangezogenen Indizien stimmten allesamt nicht. Damit habe die Vorinstanz auch den Grundsatz verletzt, dass die Beh�rde die Beweislast f�r eine Scheinehe trage. Die blosse M�glichkeit, dass eine Umgehung der ausl�nderrechtlichen Vorschriften vorliegen k�nnte, gen�ge nicht. Auf die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrer zu den einzelnen Indizien wird nachfolgend (E. 3.4) eingegangen.
�Soweit die Beschwerdef�hrer dar�ber hinaus eine Verletzung von Verfahrensvorschriften im Zusammenhang mit den Abkl�rungen durch die Schweizerische Botschaft in Kosovo geltend machen, ist darauf zum vornherein nicht einzutreten, zumal der angefochtene Entscheid ohne Verwendung dieser Abkl�rungsergebnisse erging (E. 3.1 in fine).
3.3.�Gem�ss Art. 97a Abs. 1 ZGB tritt der Zivilstandsbeamte auf ein Eheschliessungsgesuch nicht ein, wenn die Braut oder der Br�utigam offensichtlich keine Lebensgemeinschaft begr�nden, sondern die Bestimmungen �ber Zulassung und Aufenthalt von Ausl�nderinnen und Ausl�ndern umgehen will. Es handelt sich um eine Konkretisierung des Rechtsmissbrauchsverbots gem�ss Art. 2 Abs. 2 ZGB. Der Zivilstandsbeamte darf seine Mitwirkung nur verweigern, wenn die zwei folgenden kumulativen Voraussetzungen erf�llt sind. Erstens muss den Gesuchstellern jeglicher Wille fehlen, eine eheliche Gemeinschaft zu begr�nden, wobei unter ehelicher Gemeinschaft eine dauerhafte Lebensgemeinschaft grunds�tzlich ausschliesslichen Charakters mit einer sowohl geistigen, k�rperlichen und wirtschaftlichen Komponente verstanden wird. Zweitens m�ssen sie beabsichtigen, mit der Heirat die Bestimmungen �ber die Zulassung und den Aufenthalt von Ausl�ndern zu umgehen. Beide Voraussetzungen m�ssen offenkundig erf�llt sein. Der Wille, eine eheliche Gemeinschaft begr�nden zu wollen, ist ein intimes Element, welches naturgem�ss keinem direkten Beweis zug�nglich ist. Ein Missbrauch kann nur durch ein Zusammenspiel von Indizien nachgewiesen werden (vgl. zum Ganzen Urteil 5A_225/2011 vom 9. August 2011 E. 5.1.1, in: FamPra.ch 2011 922, mit einer Zusammenfassung der Lehre und Rechtsprechung; sowie analog bez�glich Scheinehe BGE 130 II 113 E. 10.2 f. S. 135 f.; 128 II 145 E. 2.1 f. S. 151 mit Hinweisen).
�Solche Indizien k�nnen �ussere Gegebenheiten sein wie ein grosser Altersunterschied, Schwierigkeiten in der Kommunikation, fehlende Kenntnisse �ber den anderen oder die Bezahlung einer Entsch�digung. Sie k�nnen aber auch psychische Vorg�nge betreffen, welche den inneren Willen der Gesuchsteller aufzeigen. In beiden F�llen handelt es sich um tats�chliche Feststellungen, welche f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich sind (Art. 105 BGG; Urteil 5A_225/2011 vom 9. August 2011 E. 5.1.1 f., in: FamPra.ch 2011 922; BGE 128 II 145 E. 2.3 S. 152 mit Hinweisen; zu den R�geanforderungen vgl. E. 2.2 hiervor). Rechtsfrage und damit frei zu pr�fen ist hingegen, ob die festgestellten Tatsachen (Indizien) darauf schliessen lassen, die Ehe bezwecke die Umgehung ausl�nderrechtlicher Vorschriften oder sei rechtsmissbr�uchlich (BGE 128 II 145 E. 2.3 S. 152).
3.4.�Vorab ist festzuhalten, dass der Vorwurf der Beschwerdef�hrer, die Vorinstanz verf�ge �ber keine direkten Beweise, ins Leere geht. Wie soeben dargelegt, wird der Ehewillen einer Person immer nur durch Indizien erschliessbar sein. In Bezug auf die Sachverhaltsfeststellungen wird der von der Vorinstanz dargestellte zeitliche Ablauf per se von den Beschwerdef�hrern nicht bestritten. Sodann ist unstrittig, dass die Beschwerdef�hrerin 29 Jahre j�nger ist als der Beschwerdef�hrer.
3.4.1.�Wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren bringen die Beschwerdef�hrer vor, der Beschwerdef�hrer sei zum Zeitpunkt der Einleitung des Scheidungsverfahrens an Krebs erkrankt. Er habe damit allein fertig werden und die Beschwerdef�hrerin nicht damit belasten wollen, weshalb er die Scheidung eingeleitet habe. Mithin habe es nichts mit der Niederlassungsbewilligung zu tun gehabt. Er habe damals noch nicht gewusst, dass die Beschwerdef�hrerin schwanger sei, ansonsten er keine Scheidung in die Wege geleitet h�tte.
�Wie die Vorinstanz richtig festgestellt hat, konnte die Beschwerdef�hrerin angesichts des Geburtstermins im September 2010 bei Einleitung des Scheidungsverfahrens (15. Oktober 2009) noch gar nicht mit dem Kind schwanger sein. �berdies f�llt auf, dass die Beschwerdef�hrer weder vor Bundesgericht noch mit der Beschwerde vom 2. Oktober 2013 ein �rztliches Dokument bez�glich der behaupteten Krebserkrankung vorgelegt haben. Sie bringen auch nicht vor, die Vorinstanz h�tte diesbez�glich ein Beweismittel nicht ber�cksichtigt. Die Erkrankung bleibt damit blosse Behauptung, womit sich ein auff�lliger zeitlicher Ablauf nicht widerlegen l�sst (E. 2.2).
3.4.2.�Weiter r�gen die Beschwerdef�hrer die vorinstanzliche Feststellung als aktenwidrig, die Beschwerdef�hrerin habe die Zahl der Kinder aus der ersten Ehe des Beschwerdef�hrers nicht gewusst. Die Beschwerdef�hrer verweisen hierzu auf das Protokoll einer Einvernahme vom 28. April 2012 (S. 7 Ziff. 43).
Die Vorinstanz st�tzte sich in ihrem Urteil auf die getrennte Anh�rung vom 4. September 2012. Gem�ss Protokoll Ziff. 12 antwortete die Beschwerdef�hrerin auf die Frage, ob der Beschwerdef�hrer noch andere Kinder habe: "2 T�chter, 1 Sohn, alle habe ich schon einmal gesehen. Ev. hat er noch einen Sohn, diesen bin ich aber nicht sicher, ob ich den schon mal gesehen habe. Die Namen seiner Kinder habe ich vergessen." Anl�sslich der Einvernahme vom 28. April 2012, welche die Beschwerdef�hrerin nun ins Feld f�hrt, nannte sie zwar die korrekte Anzahl Kinder (vier), die Namen wusste sie aber nicht. Weiter gab sie vor, einen Sohn einmal gesehen zu haben, die anderen Kinder habe sie noch nie gesehen. Die Aussagen sind damit zumindest widerspr�chlich und unvollst�ndig, womit der Vorinstanz keine Willk�r vorgeworfen werden kann, wenn sie feststellte, dass die Beschwerdef�hrerin nicht einmal die famili�ren Verh�ltnisse ihres Verlobten und fr�heren (langj�hrigen) Ehegatten kenne. Das von den Beschwerdef�hrern vor Bundesgericht nachgeschobene Argument, der Beschwerdef�hrer habe keine intensive Beziehung mit seiner Familie, widerspricht klar der Aussage des Beschwerdef�hrers vom 4. September 2012, dass er nach wie vor guten Kontakt zu seiner Familie habe (Protokoll Ziff. 3).
3.4.3.�Bez�glich Arbeitssituation bezeichnen die Beschwerdef�hrer die vorinstanzliche Feststellung der gegenseitigen Unkenntnis ebenfalls als aktenwidrig. In der Einvernahme vom 23. April 2012 (S. 3 Ziff. 18) habe der Beschwerdef�hrer n�mlich ausgef�hrt, was die Beschwerdef�hrerin im Kosovo beruflich getan habe, wisse er nicht; es habe ihn auch nie interessiert. Als sie dann in der Schweiz gewesen sei, habe sie ein Praktikum bei der Firma C.________, einer Unternehmung ihrer Br�der, gemacht, wo sie heute noch arbeite, was stimme.
�Wie aus dem Protokoll vom 4. September 2012 (Ziff. 18) hervor geht, antwortete er jedoch einige Monate sp�ter, zur Zeit arbeite die Beschwerdef�hrerin nichts, sie habe ja das Kind. Damit stellte die Vorinstanz korrekt fest, dass sich ein Widerspruch mit der Aussage der Beschwerdef�hrerin ergebe, welche gleichentags ausgesagt habe (Ziff. 17), sie arbeite zu 50 %. Unbestritten bleibt �berdies die vorinstanzliche Feststellung, dass die Beschwerdef�hrerin nichts �ber die berufliche T�tigkeit des Beschwerdef�hrers wisse.
3.4.4.�Schliesslich kritisieren die Beschwerdef�hrer, es stehe nicht fest, dass der Beschwerdef�hrer nicht der biologische Vater des Kindes sei. Die Vorinstanz h�tte demnach nicht auf den entsprechenden Verdacht abst�tzen d�rfen.
�Wie die Beschwerdef�hrer selbst vorbringen, haben die zust�ndigen kantonalen Beh�rden ein Verfahren betreffend Aberkennung der Vaterschaft eingeleitet. Im �brigen k�nnen die Beschwerdef�hrer aus der Tatsache, dass die Vaterschaft des Beschwerdef�hrers (bisher) nicht widerlegt wurde, nichts zu ihren Gunsten ableiten, gr�ndet die Ungewissheit bez�glich biologischer Vaterschaft doch allein in der Weigerung der Beschwerdef�hrer, in einen Vaterschaftstest einzuwilligen. In jedem Fall ist nicht willk�rlich, wenn die Vorinstanz in dieser Weigerung ein weiteres Indiz im Sinne oben dargelegter Rechtsprechung (E. 3.3) erblickte.
3.4.5.�Zus�tzlich zu den vorinstanzlichen Feststellungen ist auf weitere Widerspr�che hinzuweisen. Wie die Beschwerdef�hrer selbst ausf�hren, verf�gen sie �ber zwei verschiedene Wohnungen in Winterthur resp. Schaffhausen. Als Wohnadresse f�hren sie in der bundesgerichtlichen Beschwerde die Adresse in Winterthur auf. Noch am 4. September 2012 (Ziff. 5 f.) hatte die Beschwerdef�hrerin ausgesagt, sie wohne dort alleine mit ihrem Sohn. Die Wohnung sei klein, f�r sie beide sei es eher zu eng. Sie wollten sich etwas neues suchen. Der Beschwerdef�hrer wiederum gab zu Protokoll (Ziff. 6), sie w�rden im selben Haus, in dem im �brigen auch die Familie D.________ (Br�der und Familie der Beschwerdef�hrerin) wohne, eine andere Wohnung beziehen. Auch hier stimmten die Aussagen der beiden Beschwerdef�hrer nicht �berein. �berdies behaupten die Beschwerdef�hrer zwar, sie w�rden sich seit der Geburt des Kindes im September 2010 gemeinsam um das Kind k�mmern, wie sie das angesichts der zwei Wohnorte handhaben, erw�hnen sie indes mit keinem Wort.
�Wie die Beschwerdef�hrer auch vor Bundesgericht betonen, haben sie keine (sprachlichen) Verst�ndigungsprobleme. Die Vorinstanz hat zurecht darauf hingewiesen, dass es damit um so weniger nachvollziehbar sei, dass die Beschwerdef�hrer so wenig voneinander wissen.
3.4.6.�Die �brigen Ausf�hrungen (u.a. in der Schweiz gebe es viele Ehen, in denen der Ehemann �lter sei als die Ehefrau; der vorliegende Altersunterschied erreiche keine missbr�uchlich anmutende Differenz; es gebe keine gesetzliche Pflicht bei einem DNA-Gutachten mitzuwirken; der Beschwerdef�hrer habe ein Recht, daran zu glauben, dass das Kind von ihm sei; die Beschwerdef�hrer h�tten �bereinstimmend ausgesagt, dass sie sich im Jahr 2000 kennen lernten) sind appellatorischer Natur (E. 2.2), worauf nicht einzutreten ist.
�Den Beschwerdef�hrern ist es damit nicht gelungen, die von der Vorinstanz festgestellten Indizien f�r einen fehlenden Ehewillen zu entkr�ften.
3.4.7.�Der Vollst�ndigkeit halber sei erw�hnt, dass die II. �ffentlich-rechtliche Abteilung im Urteil 2C_303/2013 vom 13. M�rz 2014 (E. 2.3) betreffen d die erste Ehe der Beschwerdef�hrer das Vorliegen einer Scheinehe f�r erstellt erachtet hat. Die Beschwerde gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung der Beschwerdef�hrerin wurde lediglich aufgrund des Schweizer B�rgerrechts des Kindes, welches dieses mit der Anerkennung durch den Beschwerdef�hrer erwarb, gutgeheissen.
3.5.�Angesichts der festgestellten Tatsachen durfte die Vorinstanz darauf schliessen, die Ehe bezwecke die Umgehung ausl�nderrechtlicher Vorschriften. Somit ist nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz die Voraussetzungen von Art. 97a ZGB bejahte. Inwiefern die vorliegend bundesrechtskonforme Anwendung von Art. 97a ZGB zu einer Verletzung der weiteren ger�gten Bestimmungen h�tte f�hren sollen, zeigen die Beschwerdef�hrer nicht auf.
�Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdef�hrer f�r die Gerichtskosten aufzukommen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Sie tragen die Kosten zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftbarkeit (Art. 66 Abs. 5 BGG). Parteientsch�digungen sind keine zuzusprechen (Art. 68 Abs. 1 und 3 BGG).
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Zivilstandsamt Winterthur und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 4. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.