Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2010,%20107
Timestamp: 2019-03-25 21:13:00
Document Index: 149123107

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', '§ 249', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 17.06.1953 - VI ZR 113/52 - dejure.org
Schadensersatz des Arbeitgebers wegen unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit - Anrechnung monatlicher Bezüge im Wege der Vorteilsausgleichung - Auswertung der Leistung eines Dritten bei der Schadensersatzplicht - Einfluss der Vereinbarungen zwischen Geschädigten und Arbeitgeber auf die Schadensersatzpflicht - Schadensersatzpflicht hinsichtlich der Steuern des zu ersetzenden Arbeitslohnes
BGHZ 10, 107
DB 1953, 712
Einerseits soll der Schadensersatz grundsätzlich nicht zu einer wirtschaftlichen Besserstellung des Geschädigten führen, andererseits soll aber der Schädiger nicht unbillig begünstigt werden (BGHZ 10, 107, 108; Enneccerus/Lehmann, Recht der Schuldverhältnisse 15. Bearb. 1958, § 17 II 1 a (S. 85); vgl. auch SchlH OLG MDR 1952, 747).
Sie betreffen die Anrechnung positiver Auswirkungen auf das Vermögen des Geschädigten, welche durch das zur Haftung führende Ereignis und die nachfolgende Schadensentwicklung adäquat kausal verursacht werden (vgl. BGHZ 10, 107, 108; 91, 206, 209 f.;… MünchKomm-BGB/Oetker, 4. Aufl., Bd. 2a, § 249 Rdn. 227 ff.).
Auch in späteren Urteilen des Senats finden sich diese Grundsätze verwirklicht, insbesondere in den Fällen, in denen es darum ging, ob ein Anspruch auf Ersatz von Verdienstausfall auch dann besteht, wenn der Dienstberechtigte trotz der Arbeitsunfähigkeit des Verpflichteten diesem eine "Pension" (BGHZ 10, 107) oder gar die ausbedungene Vergütung weiter zahlt (vgl. zuletzt Urt. des Senatsvom 5. Juli 1977 - VI ZR 44/75 = VersR 1977, 863 mit Hinweisen auf weitere Entscheidungen).
Das macht in Bezug auf die Ersatzpflicht des Beklagten keinen rechtlich relevanten Unterschied, wie dies der Senat schon in BGHZ 10, 107, 110 [BGH 17.06.1953 - VI ZR 113/52]; 21, 114 [BGH 22.06.1956 - VI ZR 140/55]näher begründet hat.
Es mangelt an jedem Anhaltspunkt dafür, daß diese durch die sozialpolitische Entwicklung bedingte tarifvertragsmäßige stärkere Verpflichtung des Berechtigten zur Fürsorge für die Klägerin als die Witwe des verstorbenen Dienstverpflichteten auch dem Schädiger und damit dem Beklagten als dessen Haftpflichtversicherer zugute kommen soll (vgl. hierzu BGHZ 21 a.a.O., insbesondere 117, 118 und BGHZ 10, 107, 110 [BGH 17.06.1953 - VI ZR 113/52];… Thiele a.a.O. S. 228).
Dies berührt aber die Rechtsbeziehungen zwischen der Klägerin und dem Schädiger nicht, geht diesem demnach nichts an (so der erkennende Senat in BGHZ 7, 30, 49 [BGH 19.06.1952 - III ZR 295/51]; auch BGHZ 10, 107 undUrteil vom 24. Juni 1969 - VI ZR 284/67 - VersR 1969, 897).
Das schadenmindernde oder schadenbeseitigende Ereignis kann vielmehr als zureichender Grund für die Befreiung des Schädigers von der Ersatzpflicht nur anerkannt werden, wenn seine Berücksichtigung bei Würdigung aller Umstände den Schädiger nicht unbillig entlasten würde (BGHZ 10, 107, 108 [BGH 17.06.1953 - VI ZR 113/52]; 30, 29, 33) [BGH 24.03.1959 - VI ZR 90/58].
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