Source: http://www.foto-zebedin.com/styled/index.html
Timestamp: 2018-03-21 12:43:07
Document Index: 94846817

Matched Legal Cases: ['Art.6', 'OGH', '§ 74', '§ 24', '§ 26', '§ 24', 'OGH', '§ 86']

Impressum | Foto Zebedin
Kurt & Melanie Zebedin
e-Mail: admin@foto-zebedin.com
Website: www.foto-zebedin.com
Es muss festgehalten werden, Bilder auf unserer Homepage sind Aufnahmen, welche auf unseren Reisen, Wanderungen
und Städtetouren entstanden sind. Personen, die auf unseren Bildern zu sehen sind, wurden unbewusst abgelichtet,
sind nicht Hauptbestandteil des Fotos und somit wird das Persönlichkeitsrecht nicht verletzt.
Fotorechte und Urheberschutz nach dem Rechtsschutzverband der Fotografen Österreichs
Es wird darauf verwiesen, dass alle Angaben trotz sorgfältigster
Bearbeitung ohne Gewähr erfolgen und eine Haftung des Fotografen, des Inhaber der Homepage und des RSV ausgeschlossen ist.
Das Recht am eigenen Bild - Alles Wissenswerte von Clemens Cichocki und Dr. Schartmüller
Urheberrecht – Leistungsschutz
Fotografien sind entweder Lichtbildwerke (voller urheberrechtlicher Schutz) oder "einfache Lichtbilder" (vermindertes Leistungsschutzrecht). Die wesentlichen Unterschiede liegen in der Dauer des Schutzes, Übertragbarkeit, Herstellerbezeichnung, Zurverfügungsstellungsrecht und bei der Änderung (Bearbeitung).
Seit Art.6 Schutzdauer-Richtlinie, aber vor allem der so genannten "Eurobike-Entscheidung“ des OGH vom 12.9.2001, ist (nahezu) jedes Foto ein Lichtbildwerk und genießen ALLE (wenn auch nicht sämtliche) nur irgendwie gestalteten Aufnahmen den VOLLEN Schutz des Urheberrechts. Jedes Lichtbildwerk ist gleichzeitig aber auch ein einfaches Lichtbild und der Fotograf kann sich aussuchen, ob er Urheberrechtsschutz oder Leistungsschutz in Anspruch nimmt.
Detaillierte Informationen finden Sie im Fachbuch: Boba „Fotourheberrecht für Berufsfotografen“, herausgegeben von der Bundesinnung der Berufsfotografen, auf Seite 7 ff
Lichtbildhersteller ist entweder derjenige, der das Lichtbild aufgenommen hat oder bei gewerbsmäßig hergestellten Lichtbildern der Inhaber des Unternehmens (§ 74 Abs 1 UrhG). Nach der Judikatur muss es sich um Dienstnehmer handeln und nicht um selbstständige Berufsfotografen/Pressefotografen, die im Auftrag des Unternehmens tätig sind (Werkvertrag)
Detaillierte Informationen finden Sie im Fachbuch: Boba „Fotourheberrecht für Berufsfotografen“, herausgegeben von der Bundesinnung der Berufsfotografen, auf Seite 11 ff.
A) Verwertungsrechte (das ausschließliche Recht - Untersagungs- bzw. Verbotsrecht- seine Aufnahmen
Der Fotograf hat das ausschließliche Recht, Aufnahmen - gleichviel in welchem Verfahren und in welcher Menge - zu vervielfältigen. Man unterscheidet mehrere Arten der Vervielfältigung:
Vervielfältigung besteht nicht nur in Form der Herstellung von 1:1 Kopien. Vergrößerungen, Ausschnitte etc. sind auch Vervielfältigungen.
Ebenso ist es unzulässig, fremde Fotos ohne Zustimmung des Rechteinhabers down zu loaden, um sie dann auf die eigene Homepage zu stellen
Anerkennung der Urheberschaft, wenn diese bestritten oder das Lichtbild einem anderen zugeschrieben wird.
Hier kann der Fotograf/Fotografin die Nutzung der Aufnahmen nicht verbieten, hat aber einen Anspruch auf angemessene Vergütung (Leerkassettenvergütung, Reprographievergütung, Schulbuchvergütung etc.). Diese kann nur von Verwertungsgesellschaften geltend gemacht werden, also NICHT vom RSV.
Detaillierte Informationen finden Sie im Fachbuch: Boba „Fotourheberrecht für Berufsfotografen“, herausgegeben von der Bundesinnung der Berufsfotografen, auf Seite 39 ff.
Verfügungen über Urheber- und Lichtbildrechte
Beim Werknutzungsrecht erhält der Erwerber die ausschließliche Nutzungsbefugnis im vertraglich vereinbarten Umfang (§ 24 UrhG). Auch der Fotograf selbst muss sich nach § 26 UrhG einer entsprechenden Nutzung enthalten (Enthaltungspflicht). Er darf das Werk (Lichtbild), soweit der Vertragspartner (Werknutzungsberechtigte) das Nutzungsrecht erworben hat, auch nicht mehr selbst verwerten (benützen)
Unter einer Werknutzungsbewilligung (§ 24 Abs 1 UrhG) versteht man die einfache, nicht ausschließliche und bloß schuldrechtlich (zwischen den Vertragsparteien) wirkende Befugnis, das Werk (Lichtbild) im Umfang der vertraglichen Vereinbarung zu nutzen. Der Lichtbildhersteller behält in einem solchen Fall selbst das Recht, sein Lichtbild (neben dem Vertragspartner) zu benützen oder durch andere nutzen zu lassen und zu diesem Zwecke weitere Werknutzungsbewilligungen zu erteilen.
Die Form der Verfügung (Nutzungsrecht, Nutzungsbewilligung) sagt nichts über den Umfang der Rechtseinräumung aus. Dieser ist deshalb so präzise wie möglich zu vereinbaren. Verfügungen (Werknutzungsrechte, Werknutzungsbewilligungen) können inhaltlich beschränkt oder unbeschränkt erfolgen. Beschränkungen können in inhaltlicher, zeitlicher oder räumlicher (territorialer) Hinsicht erfolgen. Im Zweifel erwirbt der Vertragspartner nur so viel Rechte oder Bewilligungen wie sich aus dem Zweck des Rechtsgeschäfts ergibt (OGH 12.4.2000).
Detaillierte Informationen finden Sie im Fachbuch: Boba „Fotourheberrecht für Berufsfotografen“, herausgegeben von der Bundesinnung der Berufsfotografen, auf Seite 60 ff.
Detaillierte Informationen finden Sie im Fachbuch: Boba „Fotourheberrecht für Berufsfotografen“, herausgegeben von der Bundesinnung der Berufsfotografen, auf Seite 58 ff
Auch bei Fernsehausstrahlung anzubringen
Anbringung der Herstellerbezeichnung am Lichtbild Voraussetzung
Bei Fernsehausstrahlung nur im Fall vertraglicher Vereinbarung
Detaillierte Informationen finden Sie im Fachbuch: Boba „Fotourheberrecht für Berufsfotografen“, herausgegeben von der Bundesinnung der Berufsfotografen, auf Seite 52 ff.
Unter Personenbildnissen sind nicht nur Portraits zu verstehen, sondern jedes Foto, auf dem der Abgebildete erkennbar ist. Auch der Begleittext und das Gesamtbild sind zu berücksichtigen. Auf die Anzahl der abgebildeten Personen kommt es nicht an; auch bei Aufnahmen von Massenszenen (zB Blick ins Stadion) kann, unter der Voraussetzung der Erkennbarkeit und Verletzung berechtigter Interessen, das Recht am eigenen Bild verletzt werden.
Trotz Beeinträchtigung berechtigter Interessen des Abgebildeten ist die Veröffentlichung (Verbreitung) eines Bildnisses zulässig, wenn ein überwiegendes Veröffentlichungsinteresse (Wird ein Interesse an der Verbreitung behauptet, sind die Interessen gegeneinander abzuwägen. Das Interesse der Allgemeinheit darf jedenfalls nicht auf Neugier und Sensationslust beruhen, sondern muss durch ein echtes Informationsbedürfnis gerechtfertigt sein), der Abgebildete zugestimmt hat oder zu Beweiszwecken vor Gericht oder anderen Behörden.
Detaillierte Informationen finden Sie im Fachbuch: Boba „Fotourheberrecht für Berufsfotografen“, herausgegeben von der Bundesinnung der Berufsfotografen, auf Seite 106 ff.
Wer unbefugt ein Lichtbild benutzt, hat auch wenn ihn kein Verschulden trifft, dem Verletzten (Fotografen/Rechteinhaber), dessen Einwilligung einzuholen gewesen wäre, ein angemessenes Entgelt zu bezahlen (§ 86 UrhG).
Das angemessene Entgelt ist nach herrschender Rechtssprechung jenes Entgelt, das üblicherweise für eine vergleichbare Nutzung im Falle einer im Voraus eingeholten Nutzungsbewilligung vertraglich vereinbart worden wäre. Es entspricht somit dem üblichen „Marktpreis“, wobei der Bekanntheitsgrad des Fotografen, Umfang der Nutzung und sonstige maßgebliche Umstände zu berücksichtigen sind. Es ist verschuldensunabhängig! Zur Bemessung des „Angemessenen Entgeltes“ werden üblicherweise in Deutschland die von der Mittelstandsgemeinschaft Fotomarketing herausgegebenen „Bildhonorare“ herangezogen; in Österreich die von der Verwertungsgesellschaft Bildrechte GmbH veröffentlichten Tarife unf die von der Bundesinnung der Berufsfotografen herausgegebene Orientierungshilfe „Veröffentlichungshonorare im Fotografengewerbe in Österreichs“. Letztere kann von der Bundsinnung der Berufsfotografen bezogen werden, siehe auch den Rechner auf deren Homepage.
Detaillierte Informationen finden Sie im Fachbuch: Boba „Fotourheberrecht für Berufsfotografen“, herausgegeben von der Bundesinnung der Berufsfotografen, auf Seite 131 ff.