Source: https://www.jusmeum.de/urteil/ovg_nordrhein-westfalen/3d2a7009ce895b0d6cd7476892a61f2569c378b395915555f39a6987c4406544
Timestamp: 2018-07-21 23:07:07
Document Index: 210913373

Matched Legal Cases: ['§ 124', '§ 122', '§ 41', '§ 12', '§ 154', '§ 14']

OVG Nordrhein-Westfalen, 5 A 4183/01: OVG NRW: fahrzeug, ersatzvornahme, störer, abschleppen, datum, sperrfläche
Urteil des OVG Nordrhein-Westfalen vom 18.02.2003, 5 A 4183/01
5 A 4183/01
OVG NRW: fahrzeug, ersatzvornahme, störer, abschleppen, datum, sperrfläche
Fahrzeug, Ersatzvornahme, Störer, Abschleppen, Datum, Sperrfläche
Oberverwaltungsgericht NRW, 5 A 4183/01
Aktenzeichen: 5 A 4183/01
Vorinstanz: Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, 16 K 7303/00
Tenor: Der Antrag der Klägerin auf Zulassung der Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen vom 13. September 2001 wird zurückgewiesen.
Der Streitwert für das Zulassungsverfahren wird auf 102,31 Euro festgesetzt.
Der Antrag der Klägerin auf Zulassung der Berufung ist unbegründet. 2
3Die geltend gemachten ernstlichen Zweifel an der Richtigkeit des erstinstanzlichen Urteils (§ 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO) liegen nicht vor. Zur Vermeidung von Wiederholungen nimmt der Senat gemäß § 122 Abs. 2 Satz 3 VwGO Bezug auf die zutreffenden Entscheidungsgründe des angefochtenen Urteils. Die dortigen Feststellungen werden durch die Antragsbegründung nicht erschüttert. Dabei kann dahingestellt bleiben, ob die - teilweise überteerte - Sperrfläche (§ 41 Abs. 3 Nr. 6 StVO - Zeichen 298) zum Zeitpunkt des Parkvorgangs noch als solche hinreichend deutlich erkennbar war, wofür vieles spricht. Denn das Fahrzeug der Klägerin parkte jedenfalls verbotswidrig im 5-Meter-Bereich vor einer Straßeneinmündung (§ 12 Abs. 3 Nr. 1 StVO), wie sich aus dem Beweisfoto in den Verwaltungsvorgängen - auch ohne den in der Antragsschrift für erforderlich gehaltenen "näheren Maßstab" - eindeutig ergibt.
4Der weitere Einwand der Klägerin, die Kosten der Leerfahrt hätten ihr nicht in Rechnung gestellt werden dürfen, weil der Abschleppwagen andere verbotswidrig abgestellte Fahrzeuge hätte abschleppen können und schließlich auch für einen anderen Auftrag verwendet worden sei, geht ebenfalls fehl. Anders als in den Fällen, in denen sich die
Leerfahrt nicht auf ein konkretes Fahrzeug bezieht,
5vgl. zu einer derartigen Fallkonstellation: Hess. VGH, Urteil vom 24. Oktober 1983 - VIII OE 107/82 -, NJW 1984, 1197 ff.,
6sind dem Störer die Kosten der Leerfahrt ohne weiteres zuzurechnen, wenn das Abschleppfahrzeug - wie hier - konkret für ein bestimmtes Fahrzeug, den PKW der Klägerin, angefordert worden ist. In diesem Fall steht nämlich fest, dass es sich bei den Kosten der Leerfahrt um störungsbedingte Kosten der versuchten Ersatzvornahme handelt. Eine sich unter Umständen anschließende Möglichkeit, den Abschleppwagen anderweitig einzusetzen, entlastet die Klägerin nicht von der mit der Anfahrt des Abschleppwagens bereits eingetretenen Kostentragungspflicht.
7Der Ansatz von Verwaltungsgebühren in der geltend gemachten Höhe ist rechtlich nicht zu beanstanden. Er entspricht der ständigen Senatsrechtsprechung.
OVG NRW, Urteil vom 28. November 2000 - 5 A 2625/00 -. 8
Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 2 VwGO. Die Streitwertfestsetzung beruht auf §§ 14 Abs. 1 und 3, 13 Abs. 2 GKG. 9