Source: https://www.anwalt24.de/fachartikel/aktien-fonds-und-anlegerschutz/32883
Timestamp: 2017-11-24 17:24:17
Document Index: 307835365

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

CS Euroreal, AXA Immoselect, DEGI International, SEB Immoinvest, Morgan Stanley p2 Value: Urteile des BGH vom 04.2014 erhöht Chancen auf Schadensersat | anwalt24.de
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CS Euroreal, AXA Immoselect, DEGI International, SEB Immoinvest, Morgan Stanley p2 Value: Urteile des BGH vom 04.2014 erhöht Chancen auf Schadensersat
23.05.2014544 Mal gelesen
Offene Immobilienfonds: Bundesgerichtshof erhöhen durch Urteile Chancen für Anleger auf Schadensersatz
In zwei Urteilen hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Chancen für Anleger, Schadensersatz gelten zu machen, erhöht. In den Entscheidungen hatte der BGH die Frage zu klären, ob die Tatsache, dass ein offener Immobilienfonds die Anteilsrücknahme aussetzen kann, aufklärungsbedürftig ist. Nach Ansicht der Richter, ist dies der Fall. So hätte die im Verfahren beklagte Bank ihre Kunden darauf hinweisen müssen, dass der (vermittelte) Fonds die Rück­nahme von Anteilen aussetzen kann, wenn dieser nicht ausreichend liquide Mittel hat, um alle Anleger auszuzahlen. „Eine Bank, die den Erwerb von Anteilen an einem offenen Immobilienfonds empfiehlt, muss den Anleger ungefragt über das Bestehen der Möglich­keit einer Aussetzung der Anteils­rück­nahme durch die Fonds­gesell­schaft aufklären“, so der BGH in einer Mitteilungen zu den Urteilen.
Die Beteiligung an dem streitgegenständlichen Immobilienfonds wurde den Anlegern als sichere Kapitalanlage mit guten Renditemöglichkeiten empfohlen. Weiterhin sollte die Kapitalanlage die Möglichkeit bieten, so die Berater, von Steuerersparnissen zu profitieren. Letztendlich musste der vermittelte Fonds aufgrund finanzieller Schwierigkeiten die Anteilsrücknahme aussetzen und befindet sich aktuell in der Abwicklung. Auswirkungen hat dieser Umstand besonders auf das von den Anlegern einsetzte Kapital.
Eine 100 prozentige Garantie, Schadensersatzansprüche geltend zu machen, kann grundsätzlich nicht gegeben werden. Allerdings machen die beiden Urteile des BGH deutlich, dass Anleger, die nicht über die Möglichkeit der Aussetzung der Anteilsrücknahe aufgeklärt wurden, gute Chancen auf Schadensersatzansprüche haben. Betroffene Anleger werden vermutlich erstmalig durch die Medien über die Informationspflicht der Banken und deren Berater erfahren, sodass die Verjährung von Ansprüchen die Ausnahme darstellen dürfte.