Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Hamm&Datum=11.11.2009&Aktenzeichen=3%20Ss%20OWi%20856%2F09
Timestamp: 2019-10-17 04:19:24
Document Index: 124369268

Matched Legal Cases: ['§ 80', '§ 344', '§ 80', '§ 344', '§ 79', 'Art. 2', 'Art. 1', '§ 257', '§ 81']

OLG Hamm, 11.11.2009 - 3 Ss OWi 856/09 - dejure.org
https://dejure.org/2009,7009
OLG Hamm, 11.11.2009 - 3 Ss OWi 856/09 (https://dejure.org/2009,7009)
OLG Hamm, Entscheidung vom 11.11.2009 - 3 Ss OWi 856/09 (https://dejure.org/2009,7009)
OLG Hamm, Entscheidung vom 11. November 2009 - 3 Ss OWi 856/09 (https://dejure.org/2009,7009)
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OWiG § 80 Abs. 2, StPO § 344 Abs. 2
Videomessverfahren, Verfahrensrüge, Videomessung, Beweisverwertungsverbot
Videomessverfahren, Verfahrensrüge
Die Rechtswidrigkeit der Videoabstandsmessung nach dem Verfahren VKS 3.0 ist in der Rechtsbeschwerde mit einer Verfahrensrüge geltend zu machen.
OWiG § 80 Abs. 2; StPO § 344 Abs. 2
AG Minden - 15 OWi 249/09
Abgesehen davon, dass das behauptete Beweiserhebungs- und Beweisverwertungsverbot nicht mit einer den Anforderungen der §§ 79 Abs. 3 OWiG, 344 Abs. 2 Satz 2 StPO genügenden Verfahrensrüge geltend gemacht wurde (siehe dazu OLG Hamm v. 11.11.2009 - 3 Ss OWi 856/09 - juris), wäre ein solches auch vor dem Hintergrund der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 11. August 2009 (2 BvR 941/08) zu verneinen, denn:.
Hierbei handelt es sich ebenso wie bei der Frage, ob aus einem etwaigen Verstoß ein Beweisverwertungsverbot folgt, um eine verfahrensrechtliche Frage, zumal die Erörterung, ob ein Beweisverwertungsverbot vorliegt, von der Frage des Vorliegens eines Beweiserhebungsverbots nicht getrennt werden kann (…vgl. OLG Hamm, Beschl. v. 05.10.2009 - 3 Ss OWi 764/09, juris Rn. 6; Beschl. v. 11.11.2009 - 3 Ss OWi 856/09, juris Rn. 6; OLG Stuttgart, Beschl. v. 03.01.2011 - 5 Ss 732/10, BI. 164 ff. d. A.; OLG Karlsruhe, Beschl. v. 14.10.2014 - 3 (4) SsRs 259/14 - P.K 78/14, BI.
Soweit der Betroffene mit seinem Antrag geltend macht, die Erstellung der ihn abbildenden Frontalphotos sei ohne ausreichende gesetzliche Ermächtigungsgrundlage vorgenommen worden und die Erstellung sowie die Verwertung der Aufnahmen verletze ihn in seinem Recht auf informationelle Selbstbestimmung nach Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG, betrifft dies eine verfahrensrechtliche Frage (vgl. Senatsbeschlüsse v. 28.12.2009 - (3) 6 Ss OWi 996/09 (335); 11.11.2009 - 3 Ss OWi 856/09; 05.10.2009 - 3 Ss OWi 764/09; OLG Hamm, Beschl. v. 15.12.2009 - 2 Ss OWi 817/09; Beschl. v. 28.10.2009 - 1 Ss OWi 699/09).
Wird - wie hier - ein Beweisverwertungsverbot wegen einer angeblich rechtswidrigen Beweiserhebung geltend gemacht, gehören zu dem notwendigen Rügevorbringen auch konkrete Angaben zu dem Zeitpunkt des Widerspruchs gegen die Verwertung der getroffenen Beweisergebnisse in der Hauptverhandlung, da der Widerspruch gegen die Beweisverwertung nur bis zu dem durch § 257 StPO bestimmten Zeitpunkt möglich ist (vgl. Senatsbeschluss wie vor u.a. zu § 81 a StPO sowie Senatsbeschluss v. 11.11.2009 - 3 Ss OWi 856/09).