Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BVerwG_13_04_2010_BVerwG_1_C_10_09_Zugrundelegung_der_Sachla-d3990679.html
Timestamp: 2016-12-09 10:00:08
Document Index: 389732776

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 6', '§ 11', '§ 26', '§ 52', '§ 48', '§ 26']

BVerwG, 13.04.2010 - BVerwG 1 C 10.09 - Zugrundelegung der Sachlage und Rechtslage im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung oder Entscheidung des Tatsachengerichts bei der gerichtlichen Überprüfung der Rücknahme einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis; Berücksichtigung der Erfüllung der Voraussetzungen für die Erteilung einer Niederlassungserlaubnis bei der Ausübung des Rücknahmeermessens oder Widerrufsermessens | Urteile auf anwalt24.de
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BundesverwaltungsgerichtUrt. v. 13.04.2010, Az.: BVerwG 1 C 10.09Gericht: BVerwGEntscheidungsform: UrteilDatum: 13.04.2010Referenz: JurionRS 2010, 17586Aktenzeichen: BVerwG 1 C 10.09 Verfahrensgang:vorgehend:VG Göttingen - 28.04.2005 - AZ: VG 2 A 455/03OVG Niedersachsen - 10.09.2008 - AZ: 13 LB 82/07Rechtsgrundlagen:Art. 2 Abs. 1 GGArt. 6 GG§ 11 Abs. 1 AufenthG§ 26 Abs. 4 AufenthG§ 52 Abs. 1 Nr. 4 AufenthG§ 48 VwVfGFundstellen:AUAS 2010, 194-196BayVBl 2010, 3 (Pressemitteilung)DÖV 2010, 743DVBl 2010, 165DVBl 2010, 1057JuS 2010, 8NVwZ 2010, 6NVwZ 2010, 1369-1372VR 2010, 323ZAR 2010, 245Amtlicher Leitsatz:1. Bei der gerichtlichen Überprüfung der Rechtmäßigkeit eines Bescheids, durch den eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis zurückgenommen oder widerrufen wird, ist die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung oder Entscheidung des Tatsachengerichts zugrunde zu legen.2. Auch wenn der Ausländer die Voraussetzungen für die Erteilung einer Niederlassungserlaubnis nach § 26 Abs. 4 AufenthG erfüllt, steht dies der Rücknahme oder dem Widerruf seines Aufenthaltstitels nach Wegfall der Asyl- und Flüchtlingsanerkennung nicht von vornherein entgegen. Vielmehr ist dieser Umstand bei der Ausübung des Rücknahme- oder Widerrufsermessens zu berücksichtigen.In der Verwaltungsstreitsache ... hat der 1. Senat des Bundesverwaltungsgerichts auf die mündliche Verhandlung vom 13. April 2010 durch die Präsidentin des Bundesverwaltungsgerichts Eckertz-Höfer, die Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. Dörig und Richter, die Richterin am Bundesverwaltungsgericht Beck und den Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. Kraft für Recht erkannt:Tenor:Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 10. September 2008 aufgehoben.Die Sache wird zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Oberverwaltungsgericht zurückverwiesen.Die Entscheidung über die Kosten bleibt der Schlussentscheidung vorbehalten.