Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=27.06.2008&Aktenzeichen=V%20ZR%20135/07
Timestamp: 2019-08-23 23:26:56
Document Index: 366649862

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 275', '§ 311', '§ 433', '§ 242', '§ 280', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 229', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'Art. 229', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'Art. 229', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§ 311', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 311', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 27.06.2008 - V ZR 135/07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,5563
BGH, 27.06.2008 - V ZR 135/07 (https://dejure.org/2008,5563)
BGH, Entscheidung vom 27.06.2008 - V ZR 135/07 (https://dejure.org/2008,5563)
BGH, Entscheidung vom 27. Juni 2008 - V ZR 135/07 (https://dejure.org/2008,5563)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2008,5563) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BGB § 275; BGB § 311; BGB § 433
Vertragliche Aufklärungspflicht über Planung zur Errichtung einer zentralen Kläranlage bei Verkauf eines Grundstücks mit dezentraler Kläranlage durch die Gemeinde
Aufklärungspflicht des Grundstücksverkäufers hinsichtlich der im Zusammenhang mit den Erschließungskosten in absehbarer Zukunft möglicherweise relevanten Umstände; Voraussetzungen der Unterrichtungspflicht einer ein Grundstück verkaufenden Gemeinde gegenüber einem Investor über (noch verwaltungsinterne) Absichten; Wahlrecht der durch eine Aufklärungspflichtverletzung geschädigten Vertragspartei hinsichtlich der Rückabwicklung des Vertrags; Anspruch auf Schadensersatz wegen Verschuldens bei Vertragsschluss
Irrtum des Käufers über Erschließungskosten; Verschulden bei Vertragsschluss und Aufklärungspflicht; Aufklärungspflicht über Erschließungskosten
BGB § 242 § 280
Aufklärungspflichtverletzung des Verkäufers
Informationspflichten einer Kommune bei Grundstücksveräußerung
Rechtsfolgen eines Schadensersatzanspruchs aus culpa in contrahendo (IMR 2009, 1063)
LG Gera, 19.10.2005 - 3 O 2471/03
OLG Jena, 18.07.2007 - 4 U 1119/05
a) Den Ersatz der für die nachträgliche Unterkellerung voraussichtlich entstehenden Kosten kann der Kläger als Erfüllungsschaden bereits deshalb nicht verlangen, weil ein Schadensersatzanspruch wegen Verletzung der Aufklärungspflicht durch die Beklagte nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 24.06.1998, XII ZR 126/96, NJW 1998, 2900, 2901; BGH, Urteil vom 28.09.2000, III ZR 43/99, NJW 2000, 3642, 3643; BGH, Urteil vom 19.05.2006, V ZR 264/05, NJW 2006, 3139, 3141; BGH, Urteil vom 06.04.2001, V ZR 394/99, NJW 2001, 2875, 2876; BGH, Urteil vom 27.06.2008, V ZR 135/07, BeckRS 2008, 15504; BGH, Urteil vom 18.01.2011, VI ZR 325/09, NJW 2011, 1962, 1963; BGH, Urteil vom 01.02.2013, V ZR 72/11, NJW 2013, 1807, 1808), der sich der Senat anschließt, nicht auf den Ersatz des Erfüllungsschadens, sondern auf das negative Interesse gerichtet ist.
Dies kann in Ausnahmefällen auch bedeuten, dass das Interesse an der Erfüllung eines nicht zustande gekommenen Vertrages zu ersetzen ist, insbesondere, wenn ohne das schuldhafte Verhalten ein anderer, für den Geschädigten günstigerer Vertrag zustande gekommen wäre (BGH, Urteil vom 24.06.1998, XII ZR 126/96, NJW 1998, 2900, 2901; BGH, Urteil vom 27.06.2008, V ZR 135/07, BeckRS 2008, 15504).
bb) Der Bundesgerichtshof hat für die Fälle von Aufklärungspflichtverletzungen in ständiger Rechtsprechung (BGH, Urteil vom 24.06.1998, XII ZR 126/96, NJW 1998, 2900, 2901; BGH, Urteil vom 28.09.2000, III ZR 43/99, NJW 2000, 3642, 3643; BGH, Urteil vom 19.05.2006, V ZR 264/05, NJW 2006, 3139, 3141; BGH, Urteil vom 06.04.2001, V ZR 394/99, NJW 2001, 2875, 2876; BGH, Urteil vom 27.06.2008, V ZR 135/07, BeckRS 2008, 15504; BGH, Urteil vom 01.02.2013, V ZR 72/11, NJW 2013, 1807, 1808) anerkannt, dass der Geschädigte seinen Anspruch auf Ersatz des Vertrauensschadens auch in der Weise geltend machen kann, dass er an dem Vertrag festhält und als Ersatz des negativen Interesses den Betrag verlangen kann, um den er den Kaufgegenstand zu teuer erworben hat (BGH, Urteil vom 01.02.2013, V ZR 72/11, NJW 2013, 1807, 1808).
Dass der Verkäufer des Anwesens bereit gewesen wäre, den Kaufpreis um die für die Unterkellerung notwendige Summe zu reduzieren, trägt der Kläger indes nicht vor und stellt er auch nicht unter Beweis (vgl. dazu BGH, Urteil vom 27.06.2008, V ZR 135/07, BeckRS 2008, 15504).
32 Die Beklagte zu 1) trifft als Treuhandkommanditistin die vorvertragliche Pflicht (c.i.c, Art. 229 § 5 EGBG), die künftigen Treuegeber über alle wesentlichen Punkte aufzuklären, die für die zu übernehmende mittelbare Beteiligung von Bedeutung sind, insbesondere diese über regelwidrige Auffälligkeiten zu informieren (BGH Urteil vom 29.05.2008 - Az.: III ZR 59/07, WM 2008, 1205, 1206 m. w. N., BGH Urteil vom 27.02.2008 - Az.: V ZR 135/07).
35 Die Beklagte zu 1) trifft als Treuhandkommanditistin die vorvertragliche Pflicht (c.i.c, Art. 229 § 5 EGBG), die künftigen Treugeber über alle wesentlichen Punkte aufzuklären, die für die zu übernehmende mittelbare Beteiligung von Bedeutung sind, insbesondere diese über regelwidrige Auffälligkeiten zu informieren (BGH Urteil vom 29.05.2008 - Az.: III ZR 59/07, WM 2008, 1205, 1206 m. w. N., BGH Urteil vom 27.02.2008 - Az.: V ZR 135/07).
34 Die Beklagte zu 3) trifft als Treuhandkommanditistin die vorvertragliche Pflicht (c.i.c, Art. 229 § 5 EGBG), die künftigen Treugeber über alle wesentlichen Punkte aufzuklären, die für die zu übernehmende mittelbare Beteiligung von Bedeutung sind, insbesondere diese über regelwidrige Auffälligkeiten zu informieren (BGH Urteil vom 29.05.2008 - Az.: III ZR 59/07, WM 2008, 1205, 1206 m. w. N., BGH Urteil vom 27.02.2008 - Az.: V ZR 135/07).
a) Eine Treuhandkommanditistin trifft die vorvertragliche Pflicht (§ 311 Abs. 2 BGB), die künftigen Treugeber über alle wesentlichen Punkte aufzuklären, die für die zu übernehmende mittelbare Beteiligung von Bedeutung sind, insbesondere diese über regelwidrige Auffälligkeiten zu informieren (BGH, Urteil vom 29.05.2008 - III ZR 59/07, WM 08, 1205, 1206 mit weiteren Nachweisen; BGH, Urteil vom 27.06.2008 - V ZR 135/07).
Denn es besteht kein Bedürfnis dafür, diesen Fall anders zu behandeln als die übrigen Fälle unwirksamer Zusagen, denn der Adressat einer solchen Zusage ist durch das Bestehen von Sekundäransprüchen hinreichend geschützt (…vgl. BGH, Urt. v. 03.05.2001 - III ZR 191/00; Urt. v. 27.06.2008 - V ZR 135/07;… Urt. v. 09.10.2008 - III ZR 37/08).
Denn es besteht kein Bedürfnis dafür, diesen Fall anders zu behandeln als die übrigen Fälle unwirksamer Zusagen, denn der Adressat einer solchen Zusage ist durch das Bestehen von Sekundäransprüchen hinreichend geschützt (…vgl. BGH, Urt. v. 03.05.2001 - III ZR 191/00; Urt. v. 27.06.2008 - V ZR 135/07 - Urt. v. 09.10.2008 - III ZR 37/08).
Eine Treuhandkommanditistin trifft die vorvertragliche Pflicht (§§ 311 Abs. 2 Nr. 1, 241 Abs. 2, 280 Abs. 1 BGB ), die künftigen Treugeber über alle wesentlichen Punkte aufzuklären, die für die zu übernehmende mittelbare Beteiligung von Bedeutung sind, insbesondere diese über regelwidrige Auffälligkeiten zu informieren, die sich so nicht aus der Lektüre des Emissionsprospektes erschließen (BGH, Urteil vom 29.05.2008 - III ZR 59/07, WM 2008, 1205, 1206 mit weiteren Nachweisen; BGH, Urteil vom 27.06.2008 - V ZR 135/07; BGH, Urteile vom 06.11.2008 - III ZR 81/07, III ZR 82/07 und III ZR 231/07).
OLG Hamm, 13.01.2012 - 7 U 74/11
Umfang des Schadensersatzes wegen täuschungsbedingter Zustimmung zu einem …