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Timestamp: 2018-05-23 18:41:34
Document Index: 10459578

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 9', 'Art. 21', 'Art. 24']

Überblick Neuerungen Bildungsverordnung und Bildungsplan - PDF
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1 <Fachmann/frau Betriebsunterhalt EFZ> <Unterhaltspraktiker/in EBA> Überblick Neuerungen Bildungsverordnung und Bildungsplan Im Schörli Dübendorf Telefon Fax
2 Diese Dokumentation gibt Ihnen einen schnellen Überblick über die ab 2015 geplanten Neuerungen im bestehenden Beruf <Fachmann/frau Betriebsunterhalt EFZ>, die Eckpunkte zum neuen Beruf <Unterhaltspraktiker/in EBA> sowie die Inhalte von Bildungsplan und Bildungsverordnung. Inhalt 1. Ausgangslage Vorgehen zur Ausarbeitung NEU: Zwei berufliche Grundbildungen <Betriebsunterhalt> auf Stufe EFZ bzw. EBA Inhalte des Bildungsplans Inhalte der Bildungsverordnung Ausgestaltung berufliche Grundbildung <Fachmann/frau Betriebsunterhalt EFZ> Ausgestaltung berufliche Grundbildung <Unterhaltspraktiker/in EBA> Seite 2
3 1. Ausgangslage Der Schweizerische Fachverband Betriebsunterhalt SFB hat in Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI, Kantonsvertretern sowie Vertretern der Berufsfachschulen und der ÜK-Zentren die Bildungsverordnung sowie den Bildungsplan für die dreijährige berufliche Grundbildung <Fachmann/frau Betriebsunterhalt EFZ> revidiert und an neue gesetzliche Bestimmungen angepasst. Gleichzeitig wurden der Bildungsplan und die Bildungsverordnung für den neuen Beruf <Unterhaltspraktiker/in EBA> ausgearbeitet. Die beiden Berufe sind optimal aufeinander abgestimmt, damit die von Bund und Kantonen geforderte Durchlässigkeit zwischen den beiden Niveaus gewährleistet ist. 2. Vorgehen zur Ausarbeitung Das Wesentliche in Kürze: Bestehender Beruf <Fachmann/frau Betriebsunterhalt EFZ>: Revision Bildungsplan und Bildungsverordnung Neuer Beruf <Unterhaltspraktiker/in EBA>: Ausarbeitung Bildungsplan und Bildungsverordnung Ausarbeitung mit Praxisexpert/innen sowie Vertreter/innen Berufsfachschule, ÜK-Zentren, Kantone und Bund Brancheninterne Vernehmlassung zu den Bildungsplänen und Bildungsverordnungen EFZ bzw. EBA vom Inkraftsetzung der Dokumente geplant per Erste berufliche Grundbildungen nach neuen Dokumenten ab Erste Abschlüsse nach neuen Dokumenten im Frühsommer 2017 (EBA) bzw (EFZ) In den vergangenen Monaten wurden in verschiedenen Arbeitsgruppen mit Praxisexpert/innen aus den Bereichen Hausund Werkdienst sowie Vertreter/innen der Berufsfachschulen und ÜK-Zentren die Bildungspläne bzw. Bildungsverordnungen zu den Berufen <Fachmann/frau Betriebsunterhalt EFZ> sowie <Unterhaltspraktiker/in EBA> ausgearbeitet. Im nächsten Schritt sind alle Vertreter/innen der Branche eingeladen, sich im Rahmen der brancheninternen Vernehmlassung zu diesen Dokumenten zu äussern. Diese Vernehmlassung findet vom 17. Juni bis 16. August 2013 über eine Online-Plattform statt. Nach der brancheninternen Vernehmlassung werden die Ergebnisse in die Dokumente eingearbeitet und die Bildungspläne und Bildungsverordnungen beim SBFI für die nationale Vernehmlassung eingereicht. An der nationalen Vernehmlassung sind alle interessierten Anspruchsgruppen eingeladen, sich zu den Dokumenten zu äussern, bevor die Bildungspläne und Bildungsverordnungen in Kraft gesetzt werden. Die Inkraftsetzung ist auf den 1. Januar 2015 geplant, die ersten beruflichen Grundbildungen aufgrund der neuen Vorgaben würden am 1. August 2015 starten. Die ersten Qualifikationsverfahren würden im Frühjahr 2017 (EBA) bzw (EFZ) durchgeführt. Die folgende Grafik gibt einen Überblick über das Vorgehen. Seite 3
4 3. NEU: Zwei berufliche Grundbildungen <Betriebsunterhalt> auf Stufe EFZ bzw. EBA Das Wesentliche in Kürze: Neu bestehen zwei Stufen der beruflichen Grundbildung im Bereich Betriebsunterhalt: EFZ und EBA (mit Durchlässigkeit) Revision bestehende dreijährige berufliche Grundbildung <Fachmann/frau Betriebsunterhalt EFZ>: EFZ mit den Schwerpunkten Hausdienst bzw. Werkdienst Die bisherigen Tätigkeitsbereiche EFZ Reinigung, Wartung und Kontrolle, baulicher Unterhalt und Reparaturen, Grünpflege, Abfallbewirtschaftung wurden aktualisiert und punktuell ergänzt. Der bisherige Tätigkeitsbereich Arbeitssicherheit und Betriebsorganisation wurde den aktuellen Vorgaben von Bund und Kantone bezüglich Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz angepasst und im Bereich Organisation ergänzt. Fokus auf eigene bzw. im eigenen Team auszuführende Arbeiten in den oben genannten Tätigkeitsbereichen. Neue zweijährige berufliche Grundbildung <Unterhaltspraktiker/in EBA>: EBA ohne Aufteilung in Schwerpunkte Fokus auf regelmässig auszuführende eigene Arbeiten in den Bereichen Reinigung, baulicher Unterhalt und Reparaturen sowie Grünpflege. Die wesentlichste Neuerung im Bereich der beruflichen Grundbildungen <Betriebsunterhalt> ist die Schaffung von zwei unterschiedlichen Stufen: Eine dreijährige Grundbildung <Fachmann/frau Betriebsunterhalt EFZ> mit Abschluss auf Stufe <Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis> sowie neu eine zweijährige Grundbildung <Unterhaltspraktiker/in EBA> mit Abschluss auf Stufe <Eidgenössischer Berufsattest>. Die bestehende dreijährige Grundbildung EFZ wird den aktuellen Anforderungen der Branche an qualifizierte Berufsleute angepasst, die in den Schwerpunkten Hausdienst bzw. Werkdienst Reinigungen, Wartungs- und Kontrollarbeiten, baulichen Unterhalt und Reparaturen sowie Grünpflegearbeiten vorbereiten und gemeinsam mit weiteren Personen durchführen. Sämtliche bisherigen Arbeitsbereiche sind im EFZ abgebildet, aktualisiert und punktuell ergänzt. Seite 4
5 Die neue zweijährige Grundbildung EBA wird dem Bedürfnis nach einem qualifizierten Berufsabschluss mit Gewicht auf regelmässig auszuführende Arbeiten in den Bereichen Reinigung, baulicher Unterhalt und Reparaturen sowie Grünpflege gerecht. Eine Bildung von Schwerpunkten ist bei beruflichen Grundbildungen auf Stufe EBA nicht vorgesehen. Die beiden Grundbildungen sind so ausgelegt, dass eine Durchlässigkeit zwischen EBA und EFZ gewährleistet ist. Die folgende Grafik zeigt die Systematik auf: 4. Inhalte des Bildungsplans Das Wesentliche in Kürze: Der Bildungsplan umfasst gemäss neuen Vorgaben des SBFI neben einer Einleitung sowie berufspädagogischen Grundlagen die beruflichen Handlungskompetenzen. Neu sind die Lektionentafel des berufskundlichen Unterrichts, die Gliederung überbetriebliche Kurse sowie die Ausgestaltung des Qualifikationsverfahrens in der jeweiligen Bildungsverordnung festgehalten. Gliederung der beruflichen Handlungskompetenzen in Handlungskompetenzbereiche gemäss Vorgaben SBFI Beschreibung der beruflichen Handlungskompetenzen in Form von typischen Arbeitssituationen (bisher: Leitziele) Ableitung von erforderlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten, notwendigem Wissen, erwünschten Einstellungen und Haltungen sowie benötigten Analyse- und Reflexionsschritten (Kompetenzen, bisher Richtziele) Definition von Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen für jede berufliche Handlungskompetenz Konkretisierung der Kompetenzen in Form von Leistungszielen für Ausbildung und Qualifikationsverfahren (wie bisher) Seite 5
6 Aufbau des Bildungsplans Der Bildungsplan ist gemäss den aktuellen Vorgaben des SBFI wie folgt gegliedert: Einleitung Berufspädagogische Grundlagen Qualifikationsprofil Handlungskompetenzbereiche, Handlungskompetenzen und Leistungsziele je Lernort Genehmigung und Inkrafttreten Anhang: Verzeichnis der Instrumente zur Förderung der Qualität der beruflichen Grundbildung Glossar Neu sind die Lektionentafel des berufskundlichen Unterrichts, die Gliederung überbetriebliche Kurse sowie die Ausgestaltung des Qualifikationsverfahrens in der jeweiligen Bildungsverordnung festgehalten. Systematik Handlungskompetenzbereiche und berufliche Handlungskompetenzen Die beruflichen Handlungskompetenzen (typische und regelmässig vorkommende Arbeitssituationen) des jeweiligen Berufs sind entsprechend den geltenden Vorgaben des SBFI in Handlungskompetenzbereiche gegliedert. Für jede berufliche Handlungskompetenz wurden die erforderlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten, das notwendige Wissen, die erwünschten Einstellungen und Haltungen sowie die benötigten Analyse- und Reflexionsschritte definiert (= Kompetenzen ) und in Form von Leistungszielen für die Ausbildung in Betrieb, Schule und ÜK sowie das Qualifikationsverfahren konkretisiert. Dabei ist die Form der Leistungsziele weitestgehend gleich geblieben. Die bisherige Aufteilung von Fachkompetenzen und Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen entfällt. Für jede typische Arbeitssituation werden jeweils alle Aspekte berücksichtigt. Die bisherigen Leit- und Richtziele finden sich in Form von der Beschreibung der Arbeitssituation (bisher als Leitziel formuliert) bzw. den Kompetenzen (bisher als Richtziel festgehalten) auch in den Bildungsplänen nach neuer Systematik wieder. Die folgende Grafik zeigt die Systematik des Bildungsplans bisher und neu im Vergleich: Seite 6
7 5. Inhalte der Bildungsverordnung Das Wesentliche in Kürze: Die Bildungsverordnung regelt wie bisher Gegenstand, Dauer und Ausgestaltung der beruflichen Grundbildung. Neu sind die Lektionentafel des berufskundlichen Unterrichts, die Gliederung überbetriebliche Kurse sowie die Ausgestaltung des Qualifikationsverfahrens in der jeweiligen Bildungsverordnung festgehalten. Lektionentafel Berufsfachschule: Gliederung des berufskundlichen Unterrichts in Unterrichtsbereiche aufgrund der Handlungkompetenzbereiche Erstellung einer Semesternote für den berufskundlichen Unterricht, diese fliesst im Qualifikationsverfahren in die Gesamtnote ein Gliederung überbetriebliche Kurse Abbildung Gesamtzahl ÜK-Tage sowie Dauer, zeitliche Reihenfolge und inhaltliche Ausgestaltung der einzelnen überbetrieblichen Kurse Ausgestaltung Qualifikationsverfahren Abbildung der Ausgestaltung der Qualifikationsbereiche praktische Arbeit, Berufskenntnisse und Allgemeinbildung Definition der Zusammensetzung der Gesamtnote aus den Qualifikationsbereichen sowie der Erfahrungsnote Definition der Zusammensetzung der Gesamtnote im Spezialfall (ohne Erfahrungsnote) Aufbau der Bildungsverordnung Die Bildungsverordnung regelt wie bisher Gegenstand und Dauer der beruflichen Grundbildung, die Ziele und Anforderungen der Bildung in beruflicher Praxis und der schulischen Bildung, den Umfang der Bildungsinhalte und die Anteile der Lernorte sowie die Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel. Die Bildungsverordnung ist in folgende Abschnitte gegliedert: 1. Abschnitt: Gegenstand, Schwerpunkte und Dauer (Art. 1-2) 2. Abschnitt: Ziele und Anforderungen (Art. 3-4) 3. Abschnitt: Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz (Art. 5) 4. Abschnitt: Umfang der Bildung an den einzelnen Lernorten und Unterrichtssprache (Art. 6-8) 5. Abschnitt: Bildungsplan (Art. 9) 6. Abschnitt: Mindestanforderungen an die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner und Höchstzahl der Lernenden im Betrieb (Art ) 7. Abschnitt: Lerndokumentation, Bildungsbericht und Leistungsdokumentation (Art ) 8. Abschnitt: Qualifikationsverfahren (Art ) 9. Abschnitt: Ausweise und Titel (Art. 21) 10. Abschnitt: Qualitätsentwicklung und Organisation (Art ) 11. Abschnitt: Schlussbestimmungen (Art. 24 ff) Die Lektionentafel des berufskundlichen Unterrichts, die Gliederung der überbetrieblichen Kurse sowie die Ausgestaltung des Qualifikationsverfahrens sind neu in der jeweiligen Bildungsverordnung festgehalten. Dabei sind folgende Punkte wichtig: In der Lektionentafel wird die Gliederung des berufskundlichen Unterrichts dargestellt. Die Abbildung des berufskundlichen Unterrichts erfolgt aufgrund der Handlungskompetenzbereiche. Die Gliederung der überbetrieblichen Kurse umfasst die Gesamtzahl ÜK-Tage sowie die Dauer, die zeitliche Reihenfolge sowie die Inhalte der einzelnen überbetrieblichen Kurse. Seite 7
8 Die Beschreibung des Qualifikationsverfahrens in der Bildungsverordnung umfasst die Ausgestaltung der Qualifikationsbereiche praktische Arbeit, Berufskenntnisse und Allgemeinbildung. Für die praktische Arbeit und die Berufskenntnisse werden Prüfungspositionen (auf der Grundlage der Handlungskompetenzbereiche) und deren Gewichtung festgelegt. Für die Prüfung der Berufskenntnisse werden zudem die schriftlichen und mündlichen Prüfungszeiten pro Position festgehalten. Weiter wird die Zusammensetzung der Gesamtnote definiert. Die konkreten Ausgestaltungen von Lektionentafel, ÜK-Gliederung und Qualifikationsverfahrens für die Berufe <Fachmann/frau Betriebsunterhalt EFZ> bzw. <Unterhaltspraktiker/in EBA> werden in den folgenden Abschnitten aufgezeigt. 6. Ausgestaltung berufliche Grundbildung <Fachmann/frau Betriebsunterhalt EFZ> Dieser Abschnitt beschreibt die Ausgestaltung der revidierten beruflichen Grundbildung <Fachmann/frau Betriebsunterhalt EFZ>. Das Wesentliche in Kürze: Berufliche Handlungskompetenzen EFZ: Gliederung der beruflichen Handlungskompetenzen in fünf Handlungskompetenzbereiche Inhaltliche Erweiterungen bei den beruflichen Handlungskompetenzen EFZ: o Einbezug der Tagesplanung / Arbeitsvorbereitung für die auszuführenden Tätigkeiten in die Kompetenzen und Leistungsziele. o Verstärktes Gewicht auf Reflexion und Selbstkontrolle der eigenen bzw. im eigenen Team ausgeführten Arbeiten o Aufnahme einer zusätzlichen beruflichen Handlungskompetenz Anleiten von Mitarbeitenden, Lernenden und Drittpersonen im eigenen Handlungskompetenzbereich Trotz dieser inhaltlichen Erweiterungen bleibt die Distanz zu möglichen Weiterbildungen in den Bereichen Hausdienst bzw. Werkdienst bestehen. Berufskundlicher Unterricht EFZ: 1080 Lektionen (Berufskenntnisse 600 Lektionen, Allgemeinbildung 360 Lektionen, Sport 120 Lektionen) Überbetriebliche Kurse EFZ: 16 Kurstage (wie bisher), aufgeteilt in 4 Kurse Qualifikationsverfahren EFZ: Praktische Arbeit: Prüfung der Leistungsziele der Lernorte <Betrieb> und <ÜK> (12 Std) Berufskenntnisse: Prüfung der Leistungsziele des Lernorts <Schule> (2.5 Std) Allgemeinbildender Unterricht Erfahrungsnote aufgrund Semesternoten berufskundlicher Unterricht Berufliche Handlungskompetenzen EFZ Die beruflichen Handlungskompetenzen des Berufs <Fachmann/frau Betriebsunterhalt EFZ> sind in fünf Handlungskompetenzbereiche gegliedert. Aufgrund der mit Praxisexpert/innen durchgeführten Analyse der aktuellen Anforderungen an den Beruf auf Stufe EFZ im Vergleich zum aktuellen Bildungsplan folgende wesentlichen inhaltlichen Anpassungen: Einbezug der Tagesplanung / Arbeitsvorbereitung für die auszuführenden Tätigkeiten Verstärktes Gewicht auf Reflexion und Selbstkontrolle der eigenen bzw. im eigenen Team ausgeführten Arbeiten Anleiten von Mitarbeitenden, Lernenden und Drittpersonen im eigenen Handlungskompetenzbereich Seite 8
9 Wichtig: EFZ bleibt auf Stufe «berufliche Grundbildung», die Distanz zu möglichen Weiterbildungen in den Bereichen Hausdienst bzw. Werkdienst bleibt bestehen! Die folgende Tabelle stellt die beruflichen Handlungskompetenzen <Fachmann/frau Betriebsunterhalt EFZ> dar. Berufskundlicher Unterricht EFZ Die Anzahl Lektionen beim dreijährigen EFZ bleibt bei 1080 Lektionen. Die Aufteilung erfolgt gemäss der untenstehenden Lektionentafel: Unterricht 1. Lehrjahr 2. Lehrjahr 3. Lehrjahr Total a. Berufskenntnisse Organisieren der Arbeiten sowie Gewährleisten von Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz Vorbereiten und Ausführen von Reinigungsarbeiten und Abfallbewirtschaftung Vorbereiten und Ausführen von Grünpflegearbeiten Vorbereiten und Ausführen von Wartungs- und Kontrollarbeiten Vorbereiten und Ausführen von baulichem Unterhalt und Reparaturen Total b. Allgemeinbildung c. Sport Total Lektionen Seite 9
10 Für den berufskundlichen Unterricht wird eine Semesternote erstellt, diese fliesst im Qualifikationsverfahren in die Gesamtnote ein. Überbetriebliche Kurse EFZ Die Anzahl ÜK-Tage wurde beim EFZ bei 16 Tagen belassen. Die folgende Abbildung zeigt die Aufteilung der Kurstage: Qualifikationsverfahren EFZ Das Qualifikationsverfahren der beruflichen Grundbildung EFZ umfasst folgende Qualifikationsbereiche: Praktische Arbeit Berufskenntnisse Allgemeinbildender Unterricht Im Rahmen der praktischen Arbeit werden die Leistungsziele der Lernorte <Betrieb> und <ÜK> geprüft. Die Dauer der praktischen Arbeit wurde für das EFZ auf 12 Stunden festgelegt. Die praktische Arbeit umfasst vier gewichtete Positionen auf der Grundlage der Handlungskompetenzbereiche (vgl. folgende Tabelle). Position Handlungskompetenzbereiche Gewichtung Hausdienst Werkdienst 1. Organisieren der Arbeiten sowie Gewährleisten von Arbeitssicherheit, 20 % 20 % Gesundheitsschutz und Umweltschutz 2. Vorbereiten und Ausführen von Reinigungsarbeiten und Abfallbewirtschaftung 30 % 20 % 3. Vorbereiten und Ausführen von Wartungs- und Kontrollarbeiten 30 % 40 % Vorbereiten und Ausführen von baulichem Unterhalt und Reparaturen 4. Vorbereiten und Ausführen von Grünpflegearbeiten 20 % 20 % Seite 10
11 Die schriftlichen und mündlichen Prüfungen des Qualifikationsbereichs Berufskenntnisse prüfen die Leistungsziele des Lernorts <Schule>. Die Prüfungsdauer wurde beim EFZ auf 2.5 Std festgelegt. Die Prüfung der Berufskenntnisse umfasst die folgenden gewichteten Positionen auf der Grundlage der Handlungskompetenzbereiche: Position Handlungskompetenzbereiche Prüfungsform/Dauer Gewichtung schriftlich mündlich 1. Organisieren der Arbeiten sowie Gewährleisten von Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz 2. Vorbereiten und Ausführen von Reinigungsarbeiten und Abfallbewirtschaftung Vorbereiten und Ausführen von Grünpflegearbeiten 3. Vorbereiten und Ausführen von Wartungs- und Kontrollarbeiten Vorbereiten und Ausführen von baulichem Unterhalt und Reparaturen 30 Min. 30 % 70 Min. 40 % 50 Min. 30 % Der Qualifikationsbereich Allgemeinbildung richtet sich nach der Verordnung des SBFI vom 27. April 2006 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung. Die Ergebnisse der drei Qualifikationsbereiche fliessen zusammen mit der Erfahrungsnote (aufgrund der Semesternoten der Berufsfachschule) wie folgt in die Gesamtnote ein: praktische Arbeit: 50% Berufskenntnisse: 20% Allgemeinbildung: 20% Erfahrungsnote: 10% Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung erworben und die Abschlussprüfung gemäss Bildungsverordnung absolviert, entfällt die Erfahrungsnote. Die Ergebnisse der drei Qualifikationsbereiche fliessen in diesem Fall wie folgt in die Gesamtnote ein: praktische Arbeit: 50% Berufskenntnisse: 30% Allgemeinbildung: 20% Seite 11
12 7. Ausgestaltung berufliche Grundbildung <Unterhaltspraktiker/in EBA> Dieser Abschnitt beschreibt die Ausgestaltung der neuen beruflichen Grundbildung <Unterhaltspraktiker/in EBA>. Das Wesentliche in Kürze: Berufliche Handlungskompetenzen EBA: Gliederung der beruflichen Handlungskompetenzen in drei Handlungskompetenzbereiche Gewicht auf Ausführung regelmässig anfallender Arbeiten. Arbeitsvorbereitung und Reflexion / Selbstkontrolle der eigenen Arbeiten in Kompetenzen und Leistungszielen berücksichtigt. Berufskundlicher Unterricht EBA: 720 Lektionen (Berufskenntnisse 400 Lektionen, Allgemeinbildung 240 Lektionen, Sport 80 Lektionen) Überbetriebliche Kurse EBA: 14 Kurstage, aufgeteilt in 4 Kurse Qualifikationsverfahren EBA: Praktische Arbeit: Prüfung der Leistungsziele der Lernorte <Betrieb> und <ÜK> (8 Std) Berufskenntnisse: Prüfung der Leistungsziele des Lernorts <Schule> (1.5 Std) Allgemeinbildender Unterricht Erfahrungsnote aufgrund Semesternoten berufskundlicher Unterricht Berufliche Handlungskompetenzen EBA Die beruflichen Handlungskompetenzen für den neuen Beruf <Unterhaltspraktiker/in EBA> sind in drei Handlungskompetenzbereiche gegliedert. Aufgrund der mit zahlreichen Unternehmen der Branche sowie mit Praxisexpert/innen durchgeführten Analyse der Anforderungen einen neuen Beruf auf Stufe EBA zeigte sich eine Fokussierung auf die Ausführung regelmässig anfallender Arbeiten. Die Aspekte Arbeitsvorbereitung sowie Reflexion und Selbstkontrolle der eigenen Arbeiten sind in den Kompetenzen und Leistungszielen ebenfalls stufengerecht abgebildet. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die beruflichen Handlungskompetenzen <Unterhaltspraktiker/in EBA>. Seite 12
13 Berufskundlicher Unterricht EBA Der berufskundliche Unterricht umfasst 720 Lektionen. Die Aufteilung erfolgt gemäss der untenstehenden Lektionentafel: Unterricht 1. Lehrjahr 2. Lehrjahr Total a. Berufskenntnisse Organisieren der eigenen Arbeiten sowie Gewährleisten von Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz Ausführen von Reinigungsarbeiten und Abfallbewirtschaftung Ausführen von baulichem Unterhalt und Reparaturen sowie von Grünpflegearbeiten Total b. Allgemeinbildung c. Sport Total Lektionen Für den berufskundlichen Unterricht wird eine Semesternote erstellt, diese fliesst im Qualifikationsverfahren in die Gesamtnote ein. Seite 13
14 Überbetriebliche Kurse EBA Für das EBA wurden aufgrund der definierten Leistungsziele 14 Kurstage festgelegt. Die folgende Abbildung zeigt die Aufteilung der Kurstage: Qualifikationsverfahren EBA Das Qualifikationsverfahren der beruflichen Grundbildung EBA umfasst folgende Qualifikationsbereiche (wie das EFZ): Praktische Arbeit Berufskenntnisse Allgemeinbildender Unterricht Die Dauer der praktischen Arbeit wurde für das EBA auf 8 Stunden festgelegt. Die praktische Arbeit umfasst drei gewichtete Positionen auf der Grundlage der Handlungskompetenzbereiche (vgl. folgende Tabelle). Position Handlungskompetenzbereiche Gewichtung 1. Organisieren der eigenen Arbeiten sowie Gewährleisten von Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz 20 % 2. Ausführen von Reinigungsarbeiten und Abfallbewirtschaftung 40 % 3. Ausführen von baulichem Unterhalt und Reparaturen sowie von 40 % Grünpflegearbeiten Die Prüfungsdauer Berufskenntnisse wurde beim EBA auf 1.5 Std festgelegt, davon 0.5 Std. als mündliche Prüfung. Die Prüfung Berufskenntnisse umfasst drei gewichtete Positionen (vgl. Tabelle). Position Handlungskompetenzbereiche Prüfungsform/Dauer Gewichtung 1. Organisieren der eigenen Arbeiten sowie Gewährleisten von Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz 2. Ausführen von Reinigungsarbeiten und Abfallbewirtschaftung 3. Ausführen von baulichem Unterhalt und Reparaturen sowie von Grünpflegearbeiten schriftlich mündlich 20 Min. 30 % 30 Min. 10 Min. 40 % 30 Min. 30 % Seite 14
15 Der Qualifikationsbereich Allgemeinbildung richtet sich nach der Verordnung des SBFI vom 27. April 2006 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung. Die Ergebnisse der drei Qualifikationsbereiche fliessen zusammen mit der Erfahrungsnote (aufgrund der Semesternoten der Berufsfachschule) wie folgt in die Gesamtnote ein: praktische Arbeit: 50% Berufskenntnisse: 20% Allgemeinbildung: 20% Erfahrungsnote: 10% Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung erworben und die Abschlussprüfung gemäss Bildungsverordnung absolviert, entfällt die Erfahrungsnote. Die Ergebnisse der drei Qualifikationsbereiche fliessen in diesem Fall wie folgt in die Gesamtnote ein: praktische Arbeit: 50% Berufskenntnisse: 30% Allgemeinbildung: 20% Seite 15
Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung Pferdewartin/Pferdewart mit eidgenössischem Berufsattest (EBA)
Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung Pferdewartin/Pferdewart mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) 412.101.220.78 vom 4. November 2013 (Stand am 1. Januar 2014) 18121 Pferdewartin EBA/Pferdewart