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Timestamp: 2020-01-23 03:38:18
Document Index: 383908271

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 1', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 83', 'Art. 28', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 1', 'Art. 36', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 26', 'Art. 2', 'Art. 36', 'Art. 26', 'Art. 2', 'Art. 26', 'Art. 2', 'Art. 26', 'Art. 2', 'Art. 26', 'Art. 2', 'Art. 26', 'Art. 2', 'Art. 26', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 9', 'Art. 28', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 12', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 81', 'Art. 14', 'Art. 9', 'Art. 51', 'Art. 14', 'Art. 1', 'Art. 142']

SR 814.501.261 Verordnung des EDI vom 26. April 2017 über die Aus- und Fortbildungen und die erlaubten Tätigkeiten im Strahlenschutz (Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung)
814.501.261 Verordnung des EDI vom 26. April 2017 über die Aus- und Fortbildungen und die erlaubten Tätigkeiten im Strahlenschutz (Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung)
814.501.261
Verordnung des EDI über die Aus- und Fortbildungen und die erlaubten Tätigkeiten im Strahlenschutz
(Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung)
vom 26. April 2017 (Stand am 12. Juni 2018)
Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI), im Einvernehmen mit dem Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) und dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS),
gestützt auf die Artikel 144 Absatz 2, 174 Absätze 2 und 3, 175 Absatz 3, 181 sowie Artikel 183 der Strahlenschutzverordnung vom 26. April 20171 (StSV),
Art. 1 Gegenstand und Ausnahme vom Geltungsbereich
die Ziele, die Anforderungen und den Umfang der Aus- und Fortbildung im Strahlenschutz;
die zu erlangenden Kompetenzen und Kenntnisse für Personen nach Artikel 172 StSV;
die anerkennungspflichtigen Aus- und Fortbildungen nach den Artikeln 174–183 StSV;
die Voraussetzungen für die Anerkennung von Aus- und Fortbildungen nach Buchstabe c;
den Inhalt der Prüfungen und das Prüfungsverfahren;
die erlaubten Tätigkeiten von Personen mit anerkennungspflichtigen Aus- und Fortbildungen im Bereich des Strahlenschutzes;
die Instruktion von verpflichteten Personen nach Artikel 144 StSV.
2 Der Gegenstand nach Absatz 1 wird geregelt:
für Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Chiropraktorinnen und Chiropraktoren, Tierärztinnen und Tierärzte: in Anhang 1;
für andere medizinische Berufe sowie für den Handel in der Medizin: in Anhang 2;
für Tätigkeiten im Bereich Kernanlagen: in Anhang 3;
für Tätigkeiten in den Bereichen Industrie, Gewerbe, Lehre, Forschung und Transport: in Anhang 4;
für Personen, die im Stör- oder Notfall Umgang mit ionisierender Strahlung haben, dieser ausgesetzt sein können oder den Umgang damit planen oder anordnen oder die kritische Infrastrukturen betreiben oder öffentliche Dienste erbringen: in Anhang 5.
3 Vom Geltungsbereich dieser Verordnung ausgenommen ist die Ausbildung von Personal von Kernanlagen nach den Artikeln 2-4, 6-8, 14-17, 19 und 20 der Verordnung vom 9. Juni 20061 über die Anforderungen an das Personal von Kernanlagen.
1 SR 732.143.1
Art. 2 Ausbildungsziele
Die Ausbildung muss sicherstellen, dass Personen nach Artikel 172 StSV:
über Gesundheitsgefahren der Strahlenexposition informiert sind;
mit den Grundregeln des Strahlenschutzes vertraut sind;
eine geeignete Arbeitstechnik beherrschen und die für die entsprechende Tätigkeit geltenden Strahlenschutzvorschriften anwenden können;
die Risiken von Strahlenexpositionen kennen, die sich aus einem Fehlverhalten ergeben können;
wenn sie die Funktion als Strahlenschutz-Sachverständige nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe g StSV wahrnehmen: über vertieftes Wissen über die Strahlenschutzgesetzgebung und die spezifischen Strahlenschutzaufgaben verfügen.
Art. 3 Fortbildungslehrgänge
1 Wer Fortbildungslehrgänge anbietet, muss zwei der folgenden drei Inhalte abdecken:
Wiederholen von Gelerntem;
Aktualisierung und neue Entwicklungen;
gewonnene Erkenntnisse aus dem Betrieb oder aus Störfällen.
2 Er oder sie muss ausserdem gewährleisten, dass bei den in Absatz 1 aufgeführten Inhalten Beispiele aus der Praxis einbezogen werden.
3 Die Form der Fortbildung ist der Fortbildungsinstitution überlassen.
4 Bei nicht anerkennungspflichtigen Fortbildungen stellt das Fortbildungsinstitut eine Teilnahmebestätigung aus, die folgende Angaben enthält:
Name, Vorname und Geburtsdatum;
die Bezeichnung der Fortbildungsveranstaltung;
das Datum der Fortbildungsveranstaltung.
2. Abschnitt: Anerkennung von Aus- und Fortbildungen
Art. 4 Anerkennung von Lehrgängen und von individuellen Ausbildungen
1 Ausbildungslehrgänge nach Artikel 174 StSV und individuelle Ausbildungen nach Artikel 178 StSV werden anerkannt, wenn sie die Anforderungen nach den Tabellen 2–4 im einschlägigen Anhang erfüllen.
2 Die zuständige Anerkennungsbehörde kann Ausbildungen, die nach den Anhängen 1–5 nicht definiert sind, oder Ausbildungen, die an geänderte Ausbildungsbedürfnisse angepasst werden sollen, bis zur entsprechenden Änderung dieser Verordnung anerkennen.
3 Fortbildungslehrgänge nach Artikel 175 StSV und individuelle Fortbildungen nach Artikel 178 StSV werden anerkannt, wenn sie die Anforderungen nach Artikel 3 Absätze 1 und 2 und nach den Tabellen 3 und 4 im einschlägigen Anhang erfüllen.
Art. 5 Gültigkeitsdauer
Die Anerkennung eines Aus- oder Fortbildungslehrgangs ist zehn Jahre gültig.
Art. 6 Voraussetzung für die Ausübung einer erlaubten Tätigkeit
Die erlaubten Tätigkeiten dürfen nur ausgeübt werden, solange der notwendige Nachweis der Aus- und Fortbildung erbracht wird.
Art. 7 Verfahren
Institutionen, die anerkennungspflichtige Aus- oder Fortbildungslehrgänge im Strahlenschutz durchführen wollen, und Personen, die ihre individuelle Aus- oder Fortbildung anerkennen lassen wollen, reichen ein Gesuch um Anerkennung bei der zuständigen Anerkennungsbehörde ein.
Art. 8 Inhalt des Anerkennungsgesuchs für die Aus- und Fortbildungslehrgänge
1 Das Anerkennungsgesuch einer Aus- oder Fortbildungsinstitution muss belegen, dass:
der Unterricht den Erwerb der Kompetenzen und die Ausbildungs- oder Fortbildungsinhalte nach dem einschlägigen Anhang abdeckt;
die Qualifikation der Lehrkräfte genügt, um im einschlägigen theoretischen und praktischen Unterrichtsbereich den Lehrinhalt fachlich korrekt und didaktisch adäquat zu vermitteln;
die Unterrichtsräume den Anforderungen der Aus- oder Fortbildungslehrgänge angemessen sind und die Einrichtungen dem Stand der Technik entsprechen;
das Prüfungsverfahren für Ausbildungslehrgänge in folgenden Punkten festgelegt ist:
die Bedingungen für die Zulassung zur Prüfung,
die Art der Prüfung,
die Kriterien für den erfolgreichen Abschluss,
die Kriterien für die Prüfungswiederholung;
für Ausbildungslehrgänge ein Musterkatalog von Prüfungsfragen vorhanden ist;
die Mitglieder der Prüfungskommission hinreichend qualifiziert sind;
zur fortlaufenden Verbesserung der Lehrgänge deren Qualität regelmässig intern überprüft wird.
2 Ist die Ausbildungsinstitution durch eine akkreditierte Stelle zertifiziert worden, so gilt die Vermutung, dass die administrativen, didaktischen und organisatorischen Aspekte von Absatz 1 erfüllt sind; die entsprechenden Belege müssen in diesem Fall nicht eingereicht werden.
3 Im Gesuch muss eine für die Aus- oder Fortbildung verantwortliche Person bezeichnet sein.
4 Bei Fortbildungslehrgängen wird keine Abschlussprüfung verlangt, jedoch ist die Teilnahme am Fortbildungslehrgang zu kontrollieren. Im Gesuch ist anzugeben, wie die Teilnahme kontrolliert wird.
Art. 9 Ausweis
1 Die Ausbildungsinstitution stellt der Person, die einen anerkannten Aus- oder Fortbildungslehrgang abgeschlossen hat, einen Ausweis aus, der mindestens folgende Punkte enthalten muss:
die Bezeichnung des Aus- oder Fortbildungslehrgangs;
das Datum der bestandenen Prüfung einer Ausbildung oder das Datum des Fortbildungslehrgangs;
die erlaubten Tätigkeiten nach dem einschlägigen Anhang;
Name, Vorname, Geburtsdatum und Heimatort (bei Ausländerinnen und Ausländern: Nationalität und Geburtsort) der Absolventin oder des Absolventen;
die Anerkennungsbehörde nach Artikel 180 StSV.
2 Die Ausbildungsinstitution ist verpflichtet, die Daten nach Absatz 1 Buchstaben a–e während 30 Jahren aufzubewahren.
3 Bei Berufen, die dem Berufsbildungsgesetz vom 13. Dezember 20021 (BBG) unterstehen, richten sich das Ausstellen der Ausweise und deren Inhalte nach den entsprechenden Ausführungserlassen.
Art. 10 Sonderfälle
1 Bei Ausbildungen nach den Ausführungserlassen zum BBG1 ist für den Erlass, die Genehmigung und die Anerkennung der im Lehrgang enthaltenen Strahlenschutzausbildungen nach Artikel 182 StSV das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation zuständig.
2 Eine Anerkennung nach Absatz 1 kann nur erteilt werden, wenn die Anforderungen nach den Tabellen 2–4 von Anhang 2 im Lehrgang umgesetzt sind.
3 Die zuständigen Institutionen nach Absatz 1 sind verpflichtet, das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beim Erarbeiten des Lehrgangs für die Belange im Strahlenschutz beizuziehen.
4 Für die Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen ist Artikel 69a der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 20032 anwendbar.
2 SR 412.101
Art. 11 Entzug und Erlöschen von Anerkennungen von Lehrgängen
1 Die Anerkennung von Aus- und Fortbildungslehrgängen wird entzogen, wenn eine Voraussetzung nicht mehr erfüllt ist und der beanstandete Mangel trotz Mahnung nicht behoben wird.
2 Sie erlischt, wenn:
die Inhaberin oder der Inhaber formell darauf verzichtet;
die Gültigkeitsdauer abgelaufen und keine Verlängerung bewilligt worden ist.
3. Abschnitt: Übrige Bestimmungen
Art. 12 Aufgaben und Befugnisse der Anerkennungsbehörden
1 Die Anerkennungsbehörden überprüfen die Qualität der Aus- und Fortbildungslehrgänge. Ihre Vertreterinnen und Vertreter können an Aus- und Fortbildungen sowie an Prüfungen teilnehmen.
2 Die Anerkennungsbehörden legen die pro Kurs im Rahmen der schulischen Ausbildung maximal akkumulierbare Strahlendosis fest.
3 Das BAG überprüft in Absprache mit den zuständigen Institutionen nach Artikel 10 Absatz 1 die Qualität der Strahlenschutzausbildungen im Rahmen der Lehrgänge im medizinischen Bereich.
Art. 13 Meldepflicht der Aus- und Fortbildungsinstitutionen
1 Anbieter von anerkannten Aus- und Fortbildungslehrgängen melden der zuständigen Anerkennungsbehörde spätestens zwei Wochen vor der Durchführung eines anerkannten Lehrgangs:
die Daten eines Aus- oder Fortbildungslehrganges;
Datum und Ort der Abschlussprüfung einer Ausbildung.
2 Sie melden der zuständigen Anerkennungsbehörde die Personen, die den Lehrgang erfolgreich absolviert haben, und die Daten nach Artikel 179 Absatz 3 StSV.
4. Abschnitt: Schlussbestimmungen
Art. 14 Aufhebung eines anderen Erlasses
Die Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung vom 15. September 19981 wird aufgehoben.
1 [AS 1999 476, 2007 4477 Ziff. V 9 5673, 2008 5747 Anhang Ziff. 24]
Art. 15 Übergangsbestimmungen
1 Die nach bisherigem Recht anerkannten Ausbildungslehrgänge im Strahlenschutz dürfen bis fünf Jahre nach Inkrafttreten dieser Verordnung begonnen werden. Danach verlieren diese Lehrgänge ihre Anerkennung.
2 Nach bisherigem Recht erworbene individuelle Ausbildungsnachweise im Strahlenschutz behalten ihre Gültigkeit.
3 Für Inhaberinnen und Inhaber einer Ausbildung nach bisherigem Recht gelten für den Nachweis einer geforderten Fortbildung ab Inkrafttreten dieser Verordnung die in den Anhängen 1–5 festgelegten Periodizitäten.
Art. 16 Inkrafttreten
(Art. 1 Abs. 2 Bst. a)
Tätigkeiten im Bereich Medizin für Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Chiropraktorinnen und Chiropraktoren, Tierärztinnen und Tierärzte
Tabelle 1: Notwendige Ausbildung und erlaubte Tätigkeiten
Notwendige Ausbildung / Praktikum
Erlaubte Tätigkeiten
Radio-Onkologie / Strahlentherapie2
Eidgenössisches Arztdiplom
Eidgenössischer Weiterbildungstitel in Radio-Onkologie / Strahlentherapie
Verschreibung radiologischer Anwendungen
Rechtfertigung, Durchführung und Befundung therapeutischer Anwendungen mit Anlagen und geschlossenen radioaktiven Quellen in der Radio-Onkologie / Strahlentherapie
– Ausübung der Funktion als Strahlenschutz-Sachverständige für die oben genannten Anwendungen
Eidgenössischer Weiterbildungstitel in Dermatologie und Venerologie
– Anerkannte Strahlenschutzausbildung nach Tabelle 3
Rechtfertigung, Durchführung und Befundung therapeutischer Anwendungen mit Anlagen in der Dermatologie und Venerologie
Nuklearmedizin3
Eidgenössischer Weiterbildungstitel in Nuklearmedizin
Rechtfertigung, Anwendung und Befundung therapeutischer und diagnostischer Anwendungen mit offenen radioaktiven Quellen in der Nuklearmedizin
Radiologie4
Eidgenössischer Weiterbildungstitel in Radiologie
Rechtfertigung, Durchführung und Befundung diagnostischer Anwendungen im Hochdosisbereich, mittleren Dosisbereich und Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV mit diagnostischen Anlagen
Chirurgie5
Kinderchirurgie6
Neurochirurgie7
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates8
Physikalische Medizin und Rehabilitation9
– Urologie10
Entsprechender eidgenössischer Weiterbildungstitel
Entsprechender Fähigkeitsausweis in der Radiologie, wenn die klinische Strahlenschutzausbildung nicht im Weiterbildungsprogramm enthalten ist
Anerkannte Strahlenschutzausbildung nach Tabelle 3
Rechtfertigung, Durchführung und Befundung diagnostischer und interventioneller Anwendungen im Hochdosisbereich, mittleren Dosisbereich und Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV mit Anlagen für die oben genannten Anwendungen
Ausgenommen sind die Rechtfertigung, Durchführung und Befundung von computertomografischen und mammografischen Anwendungen
Ausübung der Funktion als Strahlenschutz-Sachverständige für die oben genannten Anwendungen
Praktische Ärztin oder praktischer Arzt
Entsprechender Fähigkeitsausweis in der Radiologie
Rechtfertigung, Durchführung und Befundung diagnostischer Anwendungen im mittleren Dosisbereich und Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV mit konventionellen Röntgenanlagen
Ausgenommen sind die Rechtfertigung, Durchführung und Befundung von computertomografischen und mammografischen Anwendungen und die Durchleuchtung
Chiropraktik11
Eidgenössisches Chiropraktoren-diplom
Eidgenössischer Weiterbildungstitel in Fachchiropraktik
Rechtfertigung, Durchführung und Befundung diagnostischer Anwendungen im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV mit konventionellen Röntgenanlagen. In diesen Bereich fallen insbesondere Thorax- oder Extremitätenaufnahmen
Entsprechender eidgenössischer Weiterbildungstitel in Oto-Rhino-Laryngologie
Rechtfertigung, Durchführung und Befundung von Anwendungen mit digitalen Volumentomografen im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV
 Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Entsprechender eidgenössischer Weiterbildungstitel in Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Alle Ärztinnen oder Ärzte
– Ausgenommen sind die Rechtfertigung, Durchführung und Befundung von computertomografischen und mammografischen Anwendungen und die Durchleuchtung
Zahnmedizin12
Eidgenössisches Zahnarztdiplom
Verschreibung radiologischer zahnärztlicher Anwendungen
Rechtfertigung, Durchführung und Befundung bei intra- und extraoralen, diagnostischen Anwendung (inklusive Orthopantomograf und Fernröntgen) im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV mit zahnmedizinischen Röntgenanlagen
Ausgenommen sind die Rechtfertigung, Durchführung und Befundung von Anwendungen mit digitalen Volumentomografen
Zahnmedizin: erweiterte diagnostische Anwendungen
Rechtfertigung, Durchführung und Befundung bei diagnostischen, intra- und extraoralen Anwendung (inklusive Orthopantomograf und Fernröntgen) im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV mit zahnmedizinischen Röntgenanlagen
Rechtfertigung, Durchführung und Befundung von Anwendungen mit digitalen Volumentomografen
Veterinärmedizin: Anlagen für diagnostische Anwendungen
Rechtfertigung, Durchführung und Befundung diagnostischer Anwendungen mit konventionellen veterinärmedizinischer Röntgenanlagen
Ausgenommen sind die Rechtfertigung, Durchführung und Befundung computertomografischer Anwendungen
Veterinärmedizin: Anwendung von offenen radioaktiven Quellen
Anerkannte Strahlenschutzausbildung für den Umgang mit offenen radioaktiven Quellen in Arbeitsbereichen B und C (siehe Anhang 4 Berufsnummer I 1)
Rechtfertigung, Durchführung und Befundung diagnostischer Anwendungen mit konventionellen veterinärmedizinischer Röntgenanlagen.
Rechtfertigung, Anwendung und Befundung therapeutischer und diagnostischer veterinärmedizinischer Anwendungen mit offenen radioaktiven Quellen
Veterinärmedizin: Anlagen für erweiterte diagnostische und therapeutische Anwendungen (CT, Beschleuniger)
Rechtfertigung, Anwendung und Befundung therapeutischer und diagnostischer Anwendungen mit veterinärmedizinischen Anlagen
Tabelle 2: Kompetenzen
Die anerkannten Ausbildungslehrgänge stellen sicher, dass die Personen folgende Kompetenzen, Fähigkeiten und Kenntnisse besitzen:
a) Die Kompetenzen sind in Anhang 4 Berufsnummer I 1 definiert
Kompetenzen / Berufsnummer
MA 15 a)
Radio-Onkologie/Strahlentherapie
Anästhesiologie, Angiologie, Chirurgie, Gastroenterologie,
Allgemeine Innere Medizin, Kinder und Jugendmedizin,
Veterinärmedizin: Anlagen für erweiterte Anwendungen
Strahlenschutz und medizinische Aspekte
Optimales therapeutisches oder diagnostisches Verfahren wählen
Therapeutisches oder diagnostisches Verfahren hinsichtlich Dosisminimierung von Patient und Personal optimieren sowie Referenzwerte (Diagnostische Referenzwerte) berücksichtigen
Die Einhaltung der Grenzwerte im Strahlenschutz sicherstellen
Publizierte Guidelines betreffend Verschreibungskriterien umsetzen
Patient oder Tierhalter über Nutzen und Risiko informieren
Operationeller Strahlenschutz
Kontroll- oder Überwachungsbereiche festlegen und die dazugehörigen Massnahmen definieren
Qualitätskontrollen von medizinischen Anlagen bzw. Radiopharmazeutika durchführen
Radioaktives Material gesetzeskonform lagern
Gesetzeskonforme Entsorgung von radioaktiven Abfällen und Abgaben im Abwasser und Luft
Störfälle bewältigen und beurteilen, ob Spezialisten hinzugezogen werden müssen
Störfälle und Beinahe-Störfälle auswerten und Massnahmen zur zukünftigen Vermeidung treffen
Funktionstüchtigkeit der erforderlichen Messgeräte sicherstellen
Strahlenmessungen durchführen und die Messresultate interpretieren
Material oder Bereiche gesetzeskonform freimessen nach Art. 83 und 106 StSV
Aufnahmetechniken und Untersuchungen
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit radioaktivem Material unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips festlegen und überwachen
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit geschlossenen radioaktiven Quellen unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips festlegen und überwachen
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit Anlagen unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips festlegen und überwachen
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit radioaktivem Material anwenden
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit geschlossenen radioaktiven Quellen anwenden
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit Anlagen anwenden
Datenintegrität gewährleisten und Datenverfälschungen verhindern für den Datentransfer bei der Bestrahlungsplanung und Simulation.
Das Bewilligungswesen organisieren und die Korrespondenz mit den zuständigen Behörden sicherstellen
Die Administration der beruflich strahlenexponierten Personen organisieren, die individuelle Dosimetrie der beruflich Strahlenexponierten Personen analysieren und gegebenenfalls notwendige Massnahmen treffen
Betriebsinterne Weisungen erstellen und deren Einhaltung kontrollieren
Den Bewilligungsinhaber bei Fragen zum Strahlenschutz beraten
Koordination und Administration
Andere Personen im strahlenschutzgerechten Verhalten aus- und fortbilden
Andere Personen im strahlenschutzgerechten Verhalten instruieren
Die Grenzen der eigenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen im Strahlenschutz kennen und nötigenfalls Spezialisten hinzuziehen
Massnahmen zur Störfallvorsorge festlegen und umsetzen
Die Kommunikationsabläufe und -inhalte bei einem Störfall vorsorglich organisieren
Ärzte bei der Anschaffung von diagnostischen und therapeutischen Anlagen beraten
Tabelle 3: Aus- und Fortbildungsumfang
Berufsnummer
MA 15 b)
Radio- Onkolgie/ Strahlentherapie
Aus- und Fortbildungsumfang
Empfohlene Anzahl Unterrichtseinheiten der Ausbildung a)
Ausbildung am Arbeits-/Praktikumsplatz
Geforderte Periodizität der Fortbildung in Jahren
Anzahl Unterrichtseinheiten einer Fortbildung a)
Anerkennungspflichtige Fortbildung notwendig
ja f)
Unterrichtseinheiten von mindestens 45 Minuten Dauer
Die Ausbildungsdauer, Lerninhalte und Fortbildungsanforderungen sind in Anhang 4 Berufsnummer I 1 gegeben
Die Ausbildung erfolgt im Rahmen des eidgenössischen Weiterbildungstitels beziehungsweise des eidgenössischen Tierarztdiploms
Die praktische Ausbildung erfolgt im Rahmen der Erlangung des Fähigkeitsausweises
e):
Die praktische Ausbildung erfolgt im Rahmen einer entsprechenden Weiterbildung in der Veterinärmedizin
f):
Anerkannte Fortbildung nur nötig, wenn Funktion als Strahlenschutz-Sachverständiger ausgeübt wird
Tabelle 4: Aus- und Fortbildungsinhalte
Kenntnisse: aufzählen, skizzieren, benennen, beschreiben, darstellen
Verständnis: interpretieren, erklären, erläutern, formulieren, präsentieren
Anwendung: anwenden, erstellen, lösen, durchführen, berechnen, gestalten, konfigurieren
Analyse: auswählen, einteilen, analysieren, vergleichen
Bewertung: beurteilen, entscheiden, urteilen, klassifizieren, evaluieren
(Der Vergleich der Gewichtung ist nur innerhalb der Berufsnummern möglich)
Radio- Onkologie/ Strahlentherapie
Aufbau der Atome/Nuklidkarte
Radioaktive Zerfälle und Strahlenarten
Wechselwirkung Strahlung – Materie
Dosisbegriffe (zur Strahlenbiologie)
Abschirmung und Abschwächung
Produktion von radioaktivem Material
Funktionsweise eines Beschleunigers
Funktionsweise einer Röntgenröhre
Streustrahlung am Patienten
Strahlenbiologie/Strahlengefährdung
Personen mit erhöhtem Risiko (Personen unter 16 Jahre, schwangere Frauen)
Effektive biologische Wirkung (wR)
Strahlenempfindlichkeit von Organen (wT)
Strahlenfrüh-/Strahlenspätschäden
Dosis – Wirkung/Risiko
Strahlenexposition der Bevölkerung
Nutzen-Risiko-Überlegungen
Rechtfertigung von Untersuchungen / Therapieverfahren sowie individuelle Anwendungen nach Art. 28 und 29 StSV
Abschätzen und Optimierung der Patientendosen basierend auf patientenspezifischen Informationen
Information des Patienten oder des Tierhalters über das strahlenbedingte Risiko
Indikationsstellung (ionisierende Strahlung versus Alternativen)
Überwachung von Untersuchungen
Diagnostische Referenzwerte für Patienten
Anwendung des Optimierungsprinzips
Praktische Anwendung der Strahlenmessgeräte
Kontroll- und Überwachungsbereiche
Arbeitsplanung, Arbeitsmethoden und Einsatz von Schutzmitteln
Lagerung von radioaktivem Material
Sicherung von radioaktivem Material
Strahlenschutzmassnahmen für Patient und Personal (insbesondere bei Personen mit erhöhtem Risiko) gegen:
äussere Bestrahlung
innere Bestrahlung
Persönliche Schutzausrüstung/ Patientenschutz in Theorie und Praxis
Dekontamination von Material und Kontrollbereichen
Personendekontamination
Abgabe radioaktiven Materials an die Umwelt
Dichtheitsprüfung von geschlossenen radioaktiven Quellen
Wartung, Überprüfung von Sicherheitseinrichtungen
Verhalten bei Störfällen und medizinischen Strahlenereignissen; Kommunikation
Praxis: Verhalten und Arbeiten in Kontrollbereichen
Grundlagen der Strahlenmesstechnik
Messgerätekunde
Dosisleistungs- und Ortsdosismessung
Kontaminationsmessung
Personendosismessung (externe Bestrahlung)
Nuklididentifikation
Ermittlung der Organdosis und der effektiven Dosis
Aufnahmetechnik und Untersuchungen
Röntgengerätekunde berufsspezifische Aspekte
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV in der Radiologie
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV im intraoralen Zahnbereich
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV im extraoralen Zahnbereich (Orthopantomografie und Fernröntgen)
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV im extraoralen Zahnbereich ( digitale Volumentomografie)
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im mittleren Dosisbereich nach Art. 26 StSV in der Radiologie
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Hochdosisbereich nach Art. 26 StSV in der Radiologie:
Mit CT
– Mammografie
– Ohne CT und Mammografie
Umgang mit berufsspezifischen therapeutischen Anlagen
Medizinische Teilchenbeschleuniger, Bestrahlungseinheiten
Umgang mit offenen radioaktiven Quellen in der Nuklearmedizin (Human- oder Veterinärmedizin)
Bildgebende Systeme in der Nuklearmedizin (Human- oder Veterinärmedizin)
Abbildungsgeometrie und Einstelltechnik
Bildqualitätsparameter unter Berücksichtigung der Patienten- oder Personaldosen
Bildverarbeitungstechnik
Archivierung und Lagerung von Bildern
Veterinärmedizinisch-diagnostische Aufnahmetechniken in der Radiologie
Veterinärmedizinisch–diagnostische Aufnahmetechniken mit CT
Strahlenschutzgesetz/-verordnung
Technische Verordnungen des Spezialgebietes
Rechtfertigungs- und Optimierungsprinzip
Grenz -und Richtwerte
Richtlinien, Reglemente, Empfehlungen, Normen und Wegleitungen
Transportvorschriften (SDR/ADR)
Internationale Empfehlungen (ICRP, IAEA)
Rechtsstellung, Verantwortlichkeiten in Betrieben
Aufgaben und Pflichten des Strahlenschutz-Sachverständigen
Strahlenschutz-Instruktion von betroffenen Personen
Strahlenschutz Aus- und Fortbildung des ausbildungspflichtigen Personals
Benennung, Einstufung und Überwachung beruflich strahlenexponierter Personen
Aufzeichnung, Buchführung und Meldewesen
1 Bereinigt durch Berichtigung vom 12. Juni 2018 (AS 2018 2311).
2 Die Strahlenschutzausbildung ist bereits im Weiterbildungsprogramm enthalten, daher ist keine zusätzliche Ausbildung notwendig.
3 Die Strahlenschutzausbildung ist bereits im Weiterbildungsprogramm enthalten, daher ist keine zusätzliche Ausbildung notwendig.
4 Die Strahlenschutzausbildung ist bereits im Weiterbildungsprogramm enthalten, daher ist keine zusätzliche Ausbildung notwendig.
5 Bei der gekennzeichneten Facharztrichtung ist die klinische Strahlenschutzausbildung bereits im Weiterbildungsprogramm enthalten, daher ist kein zusätzlicher Fähigkeitsausweis notwendig.
6 Bei der gekennzeichneten Facharztrichtung ist die klinische Strahlenschutzausbildung bereits im Weiterbildungsprogramm enthalten, daher ist kein zusätzlicher Fähigkeitsausweis notwendig.
7 Bei der gekennzeichneten Facharztrichtung ist die klinische Strahlenschutzausbildung bereits im Weiterbildungsprogramm enthalten, daher ist kein zusätzlicher Fähigkeitsausweis notwendig.
8 Bei der gekennzeichneten Facharztrichtung ist die klinische Strahlenschutzausbildung bereits im Weiterbildungsprogramm enthalten, daher ist kein zusätzlicher Fähigkeitsausweis notwendig.
9 Bei der gekennzeichneten Facharztrichtung ist die klinische Strahlenschutzausbildung bereits im Weiterbildungsprogramm enthalten, daher ist kein zusätzlicher Fähigkeitsausweis notwendig.
10 Bei der gekennzeichneten Facharztrichtung ist die klinische Strahlenschutzausbildung bereits im Weiterbildungsprogramm enthalten, daher ist kein zusätzlicher Fähigkeitsausweis notwendig.
11 Die Strahlenschutzausbildung ist bereits im Weiterbildungstitel in Fachchiropraktik enthalten, daher ist keine zusätzliche Ausbildung notwendig.
12 Die Strahlenschutzausbildung ist bereits in der Grundausbildung in der Zahnmedizin enthalten, daher ist keine zusätzliche Ausbildung notwendig.
(Art. 1 Abs. 2 Bst. b)
Tätigkeiten im Bereich medizinische Berufe (ausser Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Chiropraktorinnen und Chiropraktoren, Tierärztinnen und Tierärzte) und Handel in der Medizin
Medizinphysik mit der Fachrichtung medizinische Strahlenphysik
Bachelorabschluss auf universitärer Stufe in Physik oder eine gleichwertige Ausbildung
Masterabschluss auf universitärer Stufe in Naturwissenschaften oder eine gleichwertige Ausbildung
Eine anerkannte Ausbildung im Strahlenschutz nach Tabelle 3
Berufliche Tätigkeit auf dem Gebiet der medizinischen Physik, die der Äquivalenz einer dreijährigen Vollzeitbeschäftigung entspricht
– Fachanerkennung mit der Fachrichtung medizinische Strahlenphysik der Schweizerischen Gesellschaft für Strahlenbiologie und Medizinische Physik oder eine gleichwertige Ausbildung
Strahlenschutzverantwortung im Spital für die Bereiche diagnostische Radiologie, Radio-Onkologie, Nuklearmedizin insbesondere die technisch-physikalische Verantwortung von sicherheitsrelevanten und dosisbestimmenden Komponenten, welche die Dosis des Patienten und des Personals beeinflussen können
Überwachung und Durchführung der technisch-physikalischen Qualitätssicherung
Durchführen von Tätigkeiten nach Art. 36 StSV
Ausübung der Funktion als Strahlenschutz-Sachverständige in der Radiologie, Radio-Onkologie und Nuklearmedizin
– Fachanerkennung mit der Fachrichtung medizinische Bildgebung der Schweizerischen Gesellschaft für Strahlenbiologie und Medizinische Physik oder eine gleichwertige Ausbildung
Strahlenschutzverantwortung im Spital für die Bereiche diagnostische Radiologie und Nuklearmedizin insbesondere die technisch-physikalische Verantwortung von sicherheitsrelevanten und dosisbestimmenden Komponenten, welche die Dosis des Patienten und des Personals beeinflussen können
Ausübung der Funktion als Strahlenschutz-Sachverständige in der Radiologie und Nuklearmedizin
– Radiopharmazie
Fachanerkennung der europäischen Gesellschaft für Nuklearmedizin (EANM)
Vertreiben, Lagern, Entsorgen, Ein-, Aus-, Durchführen, Weitergeben und Versenden von offenen radioaktiven Quellen
Herstellen, Verwenden und Lagern von offenen radioaktiven Quellen in Arbeitsbereichen Typ B und C
Vertreiben, Einrichten, Verwenden, Lagern, Entsorgen, Ein-, Aus-, Durchführen, Weitergeben und Versenden von geschlossenen radioaktiven Quellen
– Ausübung der Funktion als Strahlenschutz-Sachverständige in der Nuklearmedizin
Diplomierte Radiologiefachfrauen und -fachmänner2 mit einem Abschluss einer höheren Fachschule (HF)
Dipl. Radiologiefachfrau HF oder dipl. Radiologiefachmann HF
Die folgenden Tätigkeiten sind nach Anweisung einer im entsprechenden Tätigkeitsbereich sachverständigen Ärztin oder eines sachverständigen Arztes nach nach Art. 2 Abs. 1 Bst. g StSV bzw. einer sachverständigen Chiropraktorin oder eines sachverständigen Chiropraktors nach nach Art. 2 Abs. 1 Bst. g StSV erlaubt:
Bedienung medizinisch-diagnostischer Röntgenanlagen
Vorbereitung von durchleuchtungsgestützten Anlagen
Die Anwendung am Menschen von durchleuchtungsgestützten Anlagen ist ausschliesslich im mittleren Dosisbereich und im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV erlaubt
Die Anwendung von offenen radioaktiven Quellen am Menschen
Die folgenden Tätigkeiten sind erlaubt:
Durchführung der Konstanzprüfung und der Qualitätssicherung
Ausübung der Funktion als Strahlenschutz-Sachverständige in der Radiologie
Arbeiten mit offenen radioaktiven Quellen in den Arbeitsbereichen Typ B und C unter verantwortlicher Leitung eines Sachverständigen in den Bereichen Typ B und C nach nach Art. 2 Abs. 1 Bst. g StSV
Die folgenden Tätigkeiten sind zusätzlich unter Anweisung einer Medizinphysikerin oder eines Medizinphysikers nach Art. 36 StSV erlaubt:
Durchleuchtung zur Einstellungskontrolle für die Strahlentherapie
Bedienung therapeutischer Röntgenanlagen, medizinischer Teilchenbeschleuniger, Bestrahlungseinheiten und Anwendung geschlossener radioaktiver Quellen
– Durchführung der Qualitätssicherung von therapeutischer Röntgenanlagen, medizinischer Teilchenbeschleuniger, Bestrahlungseinheiten und Anwendung geschlossener radioaktiver Quellen
– Diplomierte Radiologiefachfrauen und -fachmänner HF mit zusätzlicher Funktion als Strahlenschutz-Sachverständige in der Nuklearmedizin
Eine anerkannte Strahlenschutzausbildung für den Umgang mit offenen radioaktiven Quellen in Arbeitsbereichen B und C (siehe Anhang 4 Berufsnummer I1)
Alle in MP 4 erwähnten erlaubten Tätigkeiten
Ausübung der Funktion als Strahlenschutz-Sachverständige in der Nuklearmedizin
– Diplomierte Radiologiefachfrauen und -fachmänner mit einem Bachelorabschluss der Fachhochschule (FH)
Dipl. Radiologiefachfrau FH oder dipl. Radiologiefachmann FH
Alle in MP 5 erwähnten erlaubten Tätigkeiten
Medizinische Praxisassistentinnen und medizinische Praxisassistenten
Abgeschlossene berufliche Grundbildung als medizinische Praxisassistentin oder medizinischer Praxisassistent mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
Bedienung von Röntgenanlagen für humanmedizinische Diagnostik im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV nach Anweisung einer entsprechenden sachverständigen Ärztin oder eines entsprechenden sachverständigen Arztes nach nach Art. 2 Abs. 1 Bst. g StSV. In diesen Bereich fallen insbesondere Thorax- oder Extremitätenaufnahmen
Durchführung der Konstanzprüfung
Ausgenommen sind Untersuchungen des Schädels, des Achsenskeletts, des Becken und des Abdomens sowie alle CT-Untersuchungen und Untersuchungen mit durchleuchtungsgestützten Anlagen
– Ausgeschlossen sind Anwendungen und die Qualitätssicherung bei der Mammografie
Medizinische Praxisassistentinnen und medizinische Praxisassistenten für die erweiterten konventionellen Aufnahmetechniken in der Radiologie
Abgeschlossene berufliche Grundbildung als medizinische Praxisassistentin EFZ oder medizinischer Praxisassistent EFZ mit Röntgenberechtigung oder eine abgeschlossene berufliche Grundbildung im medizinischen Bereich mit einer anerkannten Strahlenschutzausbildung nach MP 9. Ebenfalls zugelassen sind Arztgehilfinnen DVSA mit einer Röntgenberechtigung Thorax/Extremitäten oder Arztgehilfinnen mit einem Schuldiplom und mit einer Röntgenberechtigung
Nachweis eines Praktikumsplatzes für die klinische Ausbildung in der erweiterten konventionellen Aufnahmetechnik
– Eine anerkannte Strahlenschutzausbildung nach Tabelle 3
Bedienung von Röntgenanlagen für humanmedizinische Diagnostik im mittleren Dosisbereich und Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV nach Anweisung einer entsprechenden sachverständigen Ärztin oder eines entsprechenden sachverständigen Arztes nach nach Art. 2 Abs. 1 Bst. g StSV
Ausgenommen sind alle CT-Untersuchungen und Untersuchungen mit durchleuchtungsgestützten Anlagen
Ausgeschlossen sind Anwendungen und die Qualitätssicherung bei der Mammografie
Übriges medizinisches Personal
Abgeschlossene drei oder vierjährige berufliche Grundbildung oder höhere Berufsbildung im medizinischen Bereich (ab Abschluss EFZ)
Eine anerkannte Strahlenschutzausbildung nach Tabelle 3
Diplomierte Dentalhygienikerin oder Dentalhygieniker HF
– Anwendung von intra- und extraoralen Techniken im zahnärztlichen Bereich (inklusive Orthopantomografen und Fernröntgen) im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV unter der verantwortlichen Leitung einer sachverständigen Zahnärztin oder eines sachverständigen Zahnarztes nach nach Art. 2 Abs. 1 Bst. g StSV. Ausgeschlossen sind digitale Volumentomografen
– Dentalhygienikerinnen und Dentalhygieniker (inklusive digitale Volumentomografie)
– Anwendung von intra- und extraoralen Techniken im zahnärztlichen Bereich (inklusive Orthopantomografen, Fernröntgen und digitale Volumentomografen) im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV unter der verantwortlichen Leitung einer sachverständigen Zahnärztin oder eines sachverständigen Zahnarztes nach nach Art. 2 Abs. 1 Bst. g StSV
Dentalassistentinnen und Dentalassistenten
Abgeschlossene berufliche Grundbildung als Dentalassistentin EFZ oder Dentalassistent EFZ
– Anwendung von intraoralen Techniken im zahnärztlichen Bereich (ausgeschlossen sind Orthopantomografen, Fernröntgen und digitale Volumentomografie) im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV unter der verantwortlichen Leitung einer sachverständigen Zahnärztin oder eines sachverständigen Zahnarztes nach nach Art. 2 Abs. 1 Bst. g StSV
Dentalassistentinnen und Dentalassistenten für die erweiterten diagnostischen Anwendungen im zahnärztlichen Bereich
– Dentalassistentinnen und Dental-assistenten für die erweiterten diagnostischen Anwendungen im zahnärztlichen Bereich (inklusive digitale Volumentomografie)
Abgeschlossene anerkannte Strahlenschutzausbildung nach MP12
– Anwendung von intra- und extraoralen Techniken im zahnärztlichen Bereich (inklusive Orthopantomografen, Fernröntgen und digitale Volumentomografie) im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 StSV unter der verantwortlichen Leitung einer sachverständigen Zahnärztin oder eines sachverständigen Zahnarztes nach nach Art. 2 Abs. 1 Bst. g StSV
Diplomiertes Operationsfachpersonal
diplomierte Fachfrau oder Fachmann Operationstechnik HF sowie diplomierte Pflegefachfrau oder Fachmann Operationsbereich mit einem Fähigkeitsausweis des Schweizerischen Berufsverbands
Vorbereitung von durchleuchtungsgestützten Anlagen nach Anweisung einer entsprechenden sachverständigen Ärztin oder eines entsprechenden sachverständigen Arztes nach nach Art. 2 Abs. 1 Bst. g StSV
Tiermedizinische Praxisassistentinnen und tiermedizinische Praxisassistenten
Abgeschlossene berufliche Grundbildung als tiermedizinische Praxisassistentin EFZ oder tiermedizinischer Praxisassistent EFZ
Bedienung von Röntgenanlagen für veterinärmedizinische Diagnostik unter der verantwortlichen Leitung einer entsprechenden sachverständigen Tierärztin oder eines entsprechenden sachverständigen Tierarztes nach nach Art. 2 Abs. 1 Bst. g StSV
– Ausgeschlossen ist die Bedienung von Beschleuniger- und CT- Anlagen sowie alle Anwendungen von offenen radioaktiven Quellen im veterinärmedizinischen Bereich
Tiermedizinische Praxisassistentinnen und tiermedizinische Praxisassistenten tätig mit offenen radioaktiven Quellen am Tier
– Eine anerkannte Strahlenschutzausbildung für Laborpersonal (siehe Anhang 4 Berufsnummer I 19)
Anwendung von offenen radioaktiven Quellen im veterinärmedizinischen Bereich unter der verantwortlichen Leitung einer entsprechenden sachverständigen Tierärztin oder eines entsprechenden sachverständigen Tierarztes nach nach Art. 2 Abs. 1 Bst. g StSV
Alle in MP 15 erwähnten erlaubten Tätigkeiten
Handel, Wartung und Installation von medizinischen Röntgenanlagen
– Für Tätigkeiten im nuklearmedizinischen Bereich wird zusätzlich eine anerkannte Strahlenschutzausbildung für den Umgang mit offenen radioaktiven Quellen in Arbeitsbereichen B und C (siehe Anhang 4 Berufsnummer I 1) verlangt
Handel, Wartung und Installation von medizinischen Röntgenanlagen und Anlagen nach Art. 9 Abs. 1 Bst. g StSV
Ausübung der Funktion als Strahlenschutz-Sachverständige
Die Kompetenzen sind in Anhang 4 Berufsnummer I 1 definiert.
Die Kompetenzen sind in Anhang 4 Berufsnummer I 19 definiert.
MP 3 a)
MP 17 b)
Medizinphysik mit der Fachrichtung medizinische Bildgebung
Diplomierte Radiologiefachfrauen HF und Radiologiefachmänner HF
Diplomierte Radiologiefachfrauen HF und Radiologiefachmänner HF mit zusätzlicher Funktion als Sachverständige
Diplomierte Radiologiefachfrauen FH und Radiologiefachmänner FH
Medizinische Praxisassistentinnen und medizinische Praxisassistenten erweiterten Aufnahmetechniken
Dentalhygienikerinnen und Dentalhygieniker (inklusive DVT)
Dentalassistentinnen und Dentalassistenten für die erweiterten Anwendungen
Dentalassistentinnen und Dental-assistenten erweiterten Anwendungen (inklusive DVT)
Tiermedizinische Praxisassistent/innen tätig mit offenen radioaktiven Quellen
Kontroll- oder Überwachungs-bereiche festlegen und die dazugehörigen Massnahmen definieren
Die Kommunikationsabläufe und —inhalte bei einem Störfall vorsorglich organisieren
MP 3 b)
MP 5 b)
MP 17 c)
Diplomierte Radiologiefachfrauen HF / Radiologiefachmänner HF mit zusätzlicher Funktion als Sachverständige
Diplomierte Radiologiefachfrauen F Hund Radiologiefachmänner FH
8 j)
nein k)
Unterrichtseinheiten von mindestens 45 Minuten Dauer.
Die Ausbildungsdauer, Lerninhalte und Fortbildungsanforderungen sind in Anhang 4 Berufsnummer I 1 gegeben.
Die Ausbildungsdauer, Lerninhalte und Fortbildungsanforderungen sind in Anhang 4 Berufsnummer I 19 gegeben.
Die praktische Ausbildung erfolgt im Rahmen der beruflichen Tätigkeit auf dem Gebiet der medizinischen Physik.
Die praktische Ausbildung erfolgt im Rahmen des formalen Bildungsgangs.
50 testierte Untersuchungen aus dem Bereich Achsenskelett innerhalb 18 Monate.
In der Ausbildung ist ein praktischer Teil von mindestens 100 Unterrichtseinheiten enthalten.
h):
30 testierte Orthopantomografien (OPT) und 20 Schädel Untersuchungen innerhalb 6 Monate.
20 testierte DVT Untersuchungen innerhalb 6 Monate.
16 Unterrichtseinheiten beim Umgang mit offenen radioaktiven Quellen in der Nuklearmedizin.
k):
Anerkannte Fortbildung nur nötig, wenn Funktion als Strahlenschutz-Sachverständiger ausgeübt wird.
(Der Vergleich der Gewichtung ist nur innerhalb der Berufsnummer möglich)
MP 5 a)
Aufbau der Atome/ Nuklidkarte
Nutzen–Risiko-Überlegungen
Rechtfertigung von Untersuchungen/Therapieverfahren sowie individuelle Anwendungen nach Art. 28 und 29 StSV
Information des Patienten oder Tierhalter über das strahlenbedingte Risiko
– äussere Bestrahlung
– innere Bestrahlung
– Inkorporation
– Kontamination
Persönliche Schutzausrüstung/Patientenschutz in Theorie und Praxis
Dekontamination von Material und Arbeitsplätzen
Verhalten bei Störfällen und medizinischen Strahlenereignisse; Kommunikation
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 im intraoralen Zahnbereich
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 im extraoralen Zahnbereich (Orthopantomografie und Fernröntgen)
Berufsspezifische Aufnahmetechniken im Niedrigdosisbereich nach Art. 26 im extraoralen Zahnbereich (digitale Volumentomografie)
Veterinärmedizinisch–diagnostische Aufnahmetechniken
Rechtfertigungs– und Optimierungsprinzip
Grenz –und Richtwerte
2 Der Berufstitel wurde in Anwendung von Art. 12 Abs. 2 des Publikationsgesetzes vom 18. Juni 2004 (SR 170.512) auf den 1. Nov. 2017 angepasst. Diese Anpassung wurde im ganzen Text vorgenommen.
3 Die Strahlenschutzausbildung «Fernröntgen» als optionales Zusatzmodul.
4 Davon ein Tag für die Erstellung einer schriftlichen Arbeit als Kompetenznachweis.
(Art. 1 Abs. 2 Bst. c)
Tätigkeiten im Bereich Kernanlagen
Die Aufsichtsbehörde kann in Ausnahmefällen die Teilnahme an Lehrgängen gestatten, obwohl die folgenden Anforderungen nicht erfüllt sind, wenn durch eine entsprechende Vorbildung oder Arbeitserfahrung gleichwertige Voraussetzungen gegeben sind.
Strahlenschutz-Sachverständige für Kernanlagen
Eine abgeschlossene Ausbildung an einer Hochschule oder Fachhochschule in einem Studiengang wie Chemie, Physik, Maschinentechnik oder Elektrotechnik
Ein halbes Jahr Berufserfahrung im Strahlenschutz, wobei vollamtliche wie auch nebenamtliche Aufgaben im Strahlenschutz in einem oder in mehreren Betrieben akzeptiert werden
Die Teilnahme an einer Notfallübung der Kernanlage
Sämtliche Tätigkeiten, die den Strahlenschutzfachkräften und -technikern erlaubt sind, sowie
Genehmigung von Strahlenschutzplanungen für Tätigkeiten mit geschätzten Individualdosen
Freigabe von Einsätzen bei Betriebsstörungen oder Störfällen
Umsetzung der gesetzlichen und behördlichen Vorgaben im Strahlenschutz in betriebliche Weisungen, Kontrolle und periodische Bewertung der Einhaltung und Wirkung dieser Weisungen
Strahlenschutztechnikerinnen und -techniker
Eine dreijährige praktische Tätigkeit im Strahlenschutz, davon mindestens zwei Jahre als Strahlenschutzfachkraft.
Sämtliche Tätigkeiten, die den Strahlenschutzfachkräften erlaubt sind sowie:
Überprüfung von Arbeitsanträgen, Instandsetzungsaufträgen bezüglich der Notwendigkeit von Strahlenschutzplanungen bzw. Strahlenschutzfreigaben
– Genehmigung von Strahlenschutzplanungen für Tätigkeiten unter vom zuständigen Strahlenschutz-Sachverständigen vorgängig festgelegten Randbedingungen
Strahlenschutzfachkräfte
Eine abgeschlossene Berufsbildung in einem technischen Beruf und sechs Monate praktische Erfahrungen im Strahlenschutz, davon drei in einer Kernanlagen
Vorbereiten von Strahlenschutz- und Überwachungsmassnahmen je nach Planungsvorgabe
Freigabe von Arbeitsplätzen in den Kontrollbereichen je nach radiologischem Zustand, vorhandenen Strahlenschutz- und Überwachungsmassnahmen und Durchführung eventueller zusätzlicher Massnahmen
Freimessen des Arbeitsplatzes im Kontrollbereich nach Arbeitsabschluss zur Aufhebung von Strahlenschutzmassnahmen inkl. Rückbau der temporären Zonen
Routinetätigkeiten mit Strahlenexpositionen:
Überwachung des radiologischen Zustands von Kernanlagen, von Arbeitsplätzen in den Kontrollbereichen sowie von Personen zur Erkennung von Abweichungen vom Normalbetrieb und Durchführung von Strahlenschutz- und Überwachungsmassnahmen je nach radiologischem Zustand
Überwachung der Funktionalität von Schutzmitteln und Überwachungsinstrumenten
Freigabe von Materialien aus dem Kontrollbereich durch Nachweis der hierfür gültigen Kriterien
Übernahme aller Pflichten beim Umgang mit radioaktiven Quellen für Prüf- und Kalibrierzwecke
Radiologische Überwachung von Transportbehältern und Fahrzeuge beim Empfang und Versand von radioaktivem Material
Intervention bei Feststellung von Abweichungen
Strahlenschutzbegleitung von Einsatzkräften in Stör- und Notfällen
– Freigabe von Tätigkeiten im Rahmen von Sofortmassnahmen nach Störfallen unter vom zuständigen Strahlenschutz-Sachverständigen vorgängig festgelegten Randbedingungen
Eine anerkannte Strahlenschutzausbildung nach Anhang 4 Berufsnummer I 1
– Übernahme von Aufgaben im Strahlenschutz gemäss schriftlicher Vereinbarung: z.B. Überwachung des radiologischen Zustands im Arbeitsbereich Typ A, Planung, Vorbereitung und Umsetzung von Strahlenschutzmassnahmen
– Eine anerkannte Strahlenschutzausbildung nach Anhang 4 Berufsnummer I 19
Alle in Anhang 4 Berufsnummer I 19 erwähnten erlaubten Tätigkeiten
Strahlenschutz-Sachverständige beim Transport von radioaktivem Material
– Eine anerkannte Strahlenschutzausbildung nach Anhang 4 Berufsnummer I 11
Alle in Anhang 4 Berufsnummer I 11 erwähnten erlaubten Tätigkeiten
Fahrzeugführer von radioaktivem Material
– Eine anerkannte Strahlenschutzausbildung nach Anhang 4 Berufsnummern I 16 beziehungsweise I 17 (Gefahrgutklasse 7)
Alle in Anhang 4 Berufsnummern I 16 beziehungsweise I 17 erwähnten erlaubten Tätigkeiten (Gefahrgutklasse 7)
Sachverständige für Kernanlagen
Strahlenschutzaspekte
Die Einhaltung der Grenzwerte im Strahlenschutz durch die Erstellung von betriebsinternen allgemeinen Weisungen insbesondere durch Festlegung von Interventionswerten (Warnschwellen) sicherstellen, Aufgabenverteilung im Strahlenschutz dokumentieren
Für freigabepflichtige Anlagenänderungen sowie komplexe Tätigkeiten eine Strahlenschutzplanung unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips erstellen, inklusive insbesondere der Festlegung der technischen und administrativen Schutz- und Überwachungsmassnahmen, Dosisabschätzung, Festlegung von Dosiszielen und spezifischen Interventionswerten sowie Erstellung tätigkeitsbezogener Weisungen
Für einfache Tätigkeiten die technischen und administrativen Schutz- und Überwachungsmassnahmen unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips festlegen
Kontroll- oder Überwachungsbereiche festlegen, den Zonen- und Gebietstypen zuordnen und die dazugehörigen Massnahmen definieren
Sich im Kontrollbereich strahlenschutzkonform verhalten, tätigkeitsspezifische Schutz- und Überwachungsmassnahmen vorbereiten, Schutzmittel korrekt anwenden, Weisungen einhalten
Radioaktives Material gesetzeskonform handhaben und lagern
Den gesetzeskonformen Betrieb von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung sicherstellen
Kalibrierung und Funktionstüchtigkeit der erforderlichen Messgeräte sicherstellen
Strahlenmessungen im Kontrollbereich (Areal, Anlagen, Systeme, Räume) sowie Personenüberwachung durchführen und die Messresultate interpretieren
Radioaktive Versandstücke gesetzeskonform verpacken
Massnahmen zur Störfallvorsorge insbesondere zur Vermeidung, Beherrschung, Eindämmung oder Reduzierung der radiologischen Auswirkungen in Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen der Kernanlage festlegen
Abweichungen vom Normalbetrieb erkennen, intervenieren und betriebsintern melden
Strahlenschutzaufgaben in der Notfallschutzorganisation übernehmen, Sofortmassnahmen durchführen
Störfälle und Beinahe-Störfälle (auch in anderen Anlagen) auswerten und Massnahmen zur zukünftigen Vermeidung treffen
Ausreichende Bevorratung an Schutz- und Messmittel für Notfälle sicherstellen
Einteilung des Personals und der Besucher der Expositionskategorie (nicht beruflich, beruflich A/B)
Die Administration der beruflich strahlenexponierten Personen organisieren, die individuelle Dosimetrie der beruflich Strahlenexponierten Personen analysieren und gegebenenfalls notwendige Massnahmen
Die Korrespondenz mit den zuständigen Behörden sicherstellen, insbesondere die Freigabe-, Melde- und Berichtserstattungspflichten zu Händen des ENSI wahrnehmen
Den Bewilligungsinhaber sowie das Betriebspersonal in Kernanlagen bei Fragen zum Strahlenschutz beraten
Die Einhaltung betriebsinterner Weisungen kontrollieren
Aus- und Fortbildung ausbildungspflichtiger Personen organisieren
Andere Personen auf dem Betriebsareal dem jeweiligen Gefährdungspotential entsprechend bezüglich der gesundheitlichen Gefährdung, betriebsinterner Weisungen, strahlenschutzgerechtes Verhalten, Arbeitsmethoden, Massnahmen zur Störfallvorsorge und Sofortmassnahmen nach Störfällen instruieren
K 1 b)
Empfohlene Anzahl Unterrichtseinheiten inklusive Praktikum während des Lehrgangs a)
Empfohlene Dauer des begleiteten Praktikums nach Abschluss des Lehrgangs in mindestens zwei Kernanlagen
Geforderte Periodizität der anerkannten Fortbildung in Jahren
Anzahl Unterrichteinheiten einer Fortbildung a)
Unterrichteinheiten von mindestens 45 Minuten Dauer.
12 Monate Berufserfahrung im Strahlenschutz (inkl. derjenigen, welche als Voraussetzung für den Kursbesuch gefordert ist), davon 6 Monate in der Kernanlage, in der die Kandidatinnen/Kandidaten als Strahlenschutz-Sachverständige tätig werden sollen.
K 1 a)
Naturwissenschaftliche Grundlagen, Strahlenphysik, radioaktives Material
Aufbau der Atome, Nuklidkarte
Grundlagen zu Materie: Aggregatzustände, Werkstoffe, Aerosole
Chemische Grundlagen: Periodensystem, Bindungen, chemische Reaktionen, Korrosion, Adsorption, Ionenaustausch
Röntgenstrahlung (Funktionsweise einer Röntgenröhre siehe unten)
Kernspaltung, n-Moderation, n-Absorption, Kritikalität (Funktionsweise eines Reaktors siehe unten)
Teilchenstrahlen, direkter Strahl, Kernreaktionen, Sekundärstrahlen (Funktionsweise eines Beschleunigers siehe unten)
Radioaktives Material: Spaltstoffe, Aktivierungsprodukte, Spaltprodukte, Spallationsprodukte, natürlich vorkommende Radioisotope
Grössen, Mass-Einheiten, Rechnen: Aktivität, Konzentration, Kontamination
Arten radioaktiver Quellen: offen, geschlossen, leicht flüchtig, feste Matrix, inaktive Hülle
Abschirmung, Abschwächung, Streuung, Bremsstrahlung
Dosisbegriffe: Energiedosis, Organ-Äquivalentdosis, effektive Dosis, Ortsdosis, Dosiskonversionsfaktoren
Materialverhalten unter Strahlenbelastung
Expositionspfade
Direktstrahlung, Streustrahlung, Aufbaufaktor, Berechnung der Dosisleistung aus Aktivitätsverteilung, Submersion, Bodenstrahlung
Atmosphärische und aquatische Ausbreitung radioaktiver Stoffe, Radioökologie, Transferfaktoren
Inkorporation, Ingestion, Inhalation, Wundkontamination, Hautkontamination
Aufbau und Funktionsweise von Zellen
Dosisbegriffe: Personen-Tiefendosis, Personen-Oberflächendosis, Äquivalentdosis, effektive Dosis, effektive Folgedosis
Strahlenschutz-Prinzipien und -Auslegung
Grenz -und Richtwerte zum Schutz des Personals
Grenz -und Richtwerte zum Schutz der Bevölkerung
Kontroll- und Überwachungsbereiche, Zonen-, Gebiets- und Arbeitsbereichstypen
Zonen-, Barrieren- und Abschirmungs-/Schliesskonzept
Dekontaminationsverfahren
Umgang mit radioaktiven Quellen für Prüf- und Kalibrierzwecke
Wartung und Überprüfung von Schutzmittel und Sicherheitseinrichtungen
Transport von radioaktivem Material
Qualitätssicherung im Strahlenschutz
Strahlenschutzplanung: Zweck, Aufbau und Inhalt
Dosisabschätzung im Normalbetrieb und Gefahrenanalyse bei Abweichungen
gegen äussere Bestrahlung (Bleischürzen, Brillen, etc.)
gegen innere Bestrahlung (Mundschutz, Atemmaske mit Filter, Pressluftatemgeräte, Fremdluftsysteme etc.)
– gegen Personenkontamination (Handschuhe, Vollschutzanzüge, )
Administrative Schutzmassnahmen:
Anwendung des Optimierungsprinzips (Variantenvergleich)
Schnittstellen zu Arbeitssicherheit, Brandschutz, Objektschutz
Operationelle Überwachungsmassnahmen
Auswahl und praktische Anwendung der Strahlenmessgeräte zur Freigabe und Überwachung von Arbeitsplätzen in den Kontrollbereichen
Auswahl und praktische Anwendung der Messverfahren zur Überwachung von Personendosen
Auswahl und praktische Anwendung der Messverfahren zur Inaktiv-Freimessung von Materialien und zur Freigabe von Kontrollbereichen
Dosisplanungsziele, Warn- oder Interventionsschwellen
Verpackung und Lagerung von radioaktivem Material
Dekontamination mit anschliessender Freimessung
Dokumentation: Protokolle, Strahlenschutz-Journale, computer-basierte Informationssysteme
Messverfahren, Ansprechvermögen, Messfehler, Untergrundkorrektur, Nachweisgrenze, Kalibrierfaktoren
Signalübermittlung, Alarm- und Warnschwellen, akustische und visuelle Alarmsignalisierung, Messwertaufzeichnung
Aktivitätsbestimmung, Luft- und Oberflächenkontaminationsmessung
Suche nach radioaktivem Material
Überwachung der externen Personendosis
Personenkontaminationsmessung
Ermittlung der Extremitäten-, Augenlinsen-, und Organdosis sowie der effektiven Dosis
Messgerätewartung, Funktionsprüfungen
Aufbau und Funktion von Kernkraftwerken, wichtigste Typen, Vor- und Nachteile, Besonderheiten
Normalbetrieb von Kernkraftwerken
Aufbau und Funktion Heisses Labor: Kapellen, Handschuhboxen, Heisse Zellen
Aufbau und Funktion Konditionierungsanlagen und Zwischenlager
Aufbau und Funktion Röntgenanlage
Aufbau und Funktion einer Beschleunigeranlage
Auswirkungen von Störfällen im Kernkraftwerk
Auswirkungen von Störfällen ausserhalb des Kernkraftwerks, Ausbreitungspfade, Notfallmassnahmen
Kernenergiegesetz/-verordnung
Technische Verordnungen des Spezialgebietes (Dosimetrieverordnung, Messmittelverordnung, etc.)
Richtlinien, Reglemente, Bewilligungs- und Freigabeauflagen, Empfehlungen, Normen und Wegleitungen
Internationale Vereinbarung und Empfehlungen (ICRP, IAEA, WANO, OSPAR, ISOE, VGB, Fachverband für Strahlenschutz, etc.)
Aufgaben, Pflichten und Befugnisse des Strahlenschutz-Sachverständigen, der -Techniker und Fachkräfte
Aufbau und Aufgabenverteilung der betriebsinternen Strahlenschutzorganisation
Bewilligungs-, Freigabe-, Melde- und Berichterstattungspflichten
Interne Reglemente, interne Weisungen, Technische Spezifikationen, technische Dokumentation
Strahlenschutz-Instruktion von Betriebspersonal und Besuchern
Benennung, Einstufung und Überwachung beruflich strahlenexponierter Personen inkl. medizinischer Untersuchung
Aufzeichnung, Buchführung und internes Meldewesen
Führung von Personal und Arbeitsgruppen
Projektmanagement und Projektmitarbeit
(Art. 1 Abs. 2 Bst. d)
Tätigkeiten in den Bereichen Industrie, Gewerbe, Lehre, Forschung und Transport
Strahlenschutz-Sachverständige beim Umgang mit offenem radioaktiven Material in einem Arbeitsbereich B/C
Vertreiben, Lagern, Entsorgen, Ein-, Aus-, Durchführen, Weitergeben und Versenden von offenem radioaktiven Material
Herstellen, Verwenden und Lagern von offenem radioaktiven Material in Arbeitsbereichen Typ B und C
Vertreiben, Einrichten, Verwenden, Lagern, Entsorgen, Ein-, Aus-, Durchführen, Weitergeben und Versenden von geschlossenem radioaktiven Material
– Ausübung der Funktion als Strahlenschutz-Sachverständige für die oben genannten Tätigkeiten
Strahlenschutz-Sachverständige beim Umgang mit offenem radioaktiven Material mit geringem Gefährdungspotential
Verwenden, Lagern und Entsorgen von offenem radioaktiven Material mit geringem Gefährdungspotential in Arbeitsbereichen nach Art. 81 StSV
Strahlenschutz-Sachverständige bei der Materialprüfung
Vertreiben, Einrichten, Verwenden, Lagern, Entsorgen, Ein-, Aus-, Durchführen und Weitergeben von geschlossenen radioaktiven Quellen für die Werkstoffprüfung beim stationären oder mobilen Einsatz
Vertreiben und Verwenden von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung für die Werkstoffprüfung beim stationären oder mobilen Einsatz
Bestimmung des Überwachungsbereichs
Strahlenschutz-Sachverständige beim Umgang mit geschlossenen radioaktiven Quellen und Anlagen ohne Voll- und Teilschutzeinrichtung
Vertreiben, Einrichten, Verwenden, Lagern, Entsorgen, Ein-, Aus-, Durchführen und Weitergeben von geschlossenen radioaktiven Quellen
Vertreiben und Verwenden von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung
Strahlenschutz-Sachverständige beim Handel und Versand von radioaktiven Quellen
Vertreiben, Einrichten, Verwenden, Lagern, Entsorgen, Ein-, Aus-, Durchführen, Weitergeben und Versenden von radioaktiven Quellen
Strahlenschutz-Sachverständige bei der Kontrolle auf Vorhandensein von radioaktivem Material
Vertreiben, Einrichten, Verwenden, Lagern, Entsorgen, Ein-, Aus-, Durchführen und Weitergeben von radioaktivem Material
Vertreiben und Verwenden von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung.
Kontrolle auf Vorhandensein von radioaktivem Material in Abfällen, Reststoffen oder in Materialien zur Wiederverwertung
Strahlenschutz-Sachverständige beim Umgang mit Anlagen ohne Voll- und Teilschutzeinrichtung
Vertreiben, Einrichten, Verwenden von Beschleunigern mit geringer Leistung und von Röntgenanlagen ohne direkte Anwendung am Menschen in Bestrahlungsräumen.
Mobiler Einsatz von Röntgenblitzanlagen. Bestimmung des Überwachungsbereichs
Strahlenschutz-Sachverständige bei der Verwendung von handgehaltenen Röntgenanlagen mit beschränkter Leistung
Verwendung von handgehaltenen Röntgenanlagen beschränkter Leistung beim stationären oder mobilen Einsatz
Strahlenschutz-Sachverständige beim Einsatz von Anlagen mit Voll- und Teilschutzeinrichtung
Verwenden von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung mit Voll- und Teilschutzeinrichtung
Strahlenschutz-Sachverständige beim Einsatz von geschlossenen radioaktiven Quellen mit geringem Gefährdungspotential
Verwenden, Lagern, Entsorgen, Ein-, Aus-, Durchführen von geschlossenen radioaktiven Quellen mit geringem Gefährdungspotential nach Art. 14 StSV
Strahlenschutz-Sachverständige beim Transport von radioaktivem Material2
Überwachung des Versands und Transports von radioaktivem Material auf der Strasse gemäss ADR/SDR Klasse 7
Ermittlung des radiologischen Zustands
Festlegung von Sofortmassnahmen bei allfälligen Transportunfällen
Ausübung der Funktion als Strahlenschutz-Sachverständige für die oben genannten Tätigkeiten
Strahlenschutz-Sachverständige bei der Vermittlung von Fremdpersonal
Vermittlung von beruflich strahlenexponierten Personen in Drittbetrieben
Strahlenschutz-Sachverständige beim Umgang mit NORM
Verwenden, Lagern und Entsorgen von natürlich vorkommenden Radionukliden (NORM) nach Art. 9 Abs. 1 Bst. i StSV
Einsatz von beruflich strahlenexponierten Personen bei Vorhandensein von NORM
Strahlenschutz-Sachverständige bei erhöhter Radonexposition
Einsatz von beruflich strahlenexponierten Personen bei erhöhter Radonkonzentration nach Art. 51 Abs. 2 StSV
Strahlenschutz-Sachverständige bei Lehrtätigkeiten an Lehranstalten
Verwenden, Lagern, Entsorgen, Ein-, Aus-, Durchführen von geschlossenen radioaktiven Quellen mit geringem Gefährdungspotential an Lehranstalten nach Art. 14 StSV
Verwenden von Anlagen zur Erzeugung ionisierender Strahlung mit Voll- und Teilschutzeinrichtung an Lehranstalten
Fahrzeugführer von radioaktivem Material gemäss SDR
Transportieren von radioaktivem Material auf der Strasse gemäss SDR Klasse 7
– Messungen am Versandstück und am Fahrzeug (nur in der Schweiz gültig)
Fahrzeugführer von radioaktivem Material gemäss ADR
Abgeschlossener ADR Basiskurs
– Transportieren von radioaktivem Material auf der Strasse gemäss ADR Klasse 7
Abgeschlossener anerkannter Lehrgang für Laborpersonal
Wahrnehmung von Strahlenschutzaufgaben anderen Personen gegenüber und Anleitung von anderen Personen bei der Handhabung von radioaktivem Material in Arbeitsbereichen Typ B und C
Wahrnehmung von Strahlenschutzaufgaben anderen Personen gegenüber.
– Handhabung von offenem radioaktiven Material in Arbeitsbereichen Typ B und C
Radonfachperson
Bachelor- oder Masterabschluss im Bauwesen bzw. im naturwissenschaftlichen oder technischen Bereich an einer Fachhochschule oder Universität
Abschluss einer beruflichen Grundbildung im Bauwesen bzw. im technischen Bereich
Beratung bezüglich Radonschutzmassnahmen bei Neu- und Umbauten
Planen und Durchführen von Radonsanierungsprozessen
SV in einem Arbeitsbereich B/C
SV mit offenem radioaktiven Material mit geringem Gefährdungspotential
SV bei der Materialprüfung
SV beim Umgang mit geschlossenen radio-aktiven Quellen und Anlagen ohne Voll- und Teilschutzeinrichtung
SV beim Handel und Versand von radioaktiven Quellen
SV bei der Kontrolle auf Vorhandensein von radioaktivem Material
SV beim Umgang mit Anlagen ohne Voll- und Teilschutzeinrichtung
SV bei der Verwendung von handgehaltenen Röntgenanlagen mit geringer Leistung
SV beim Einsatz von Anlagen mit Voll- und Teilschutzeinrichtung
SV beim Einsatz von geschlossenen radioaktiven Quellen mit geringem Gefährdungspotential
SV beim Transport von radioaktivem Material
SV bei der Vermittlung von Fremdpersonal
SV beim Umgang mit NORM
SV bei erhöhter Radonexposition
SV bei Lehrtätigkeiten an Lehranstalten
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit radioaktivem Material unter Berücksichtigung des Optimierungs-Prinzips festlegen und überwachen
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit Anlagen unter Berücksichtigung des Optimierungs-Prinzips festlegen und überwachen
Störfälle bewältigen und beurteilen, ob Spezialisten hinzugezogen werden müssen.
Störfälle und Beinahe-Störfälle auswerten und entsprechende Massnahmen zur zukünftigen Vermeidung treffen
Die Radonproblematik und die Schutzstrategie in der Schweiz erklären
Auf dem Stand der Technik bezüglich Radonschutzmassnahmen bei Neu- und Umbauten beraten
Radonsanierungsprozesse nach dem Stand der Technik planen und durchführen
Andere Personen im strahlenschutzgerechten Verhalten instruieren oder aus- und fortbilden
I 17b)
ja c)
Die in der ADR festgelegten Anforderungen an die Ausbildungsdauer, die Lernhinhalte und die Fortbildung sind zu berücksichtigen.
c): Anerkannte Fortbildung nur nötig, wenn Funktion als Strahlenschutz-Sachverständiger ausgeübt wird.
I 17 a)
Produktion / Herstellung von radioaktivem Material
Funktionsweise Röntgenröhre/Beschleuniger
Strahlenfrühschäden/ Strahlenspätschäden
Radonproblematik und -schutz bei Um- und Neubauten
Handhabung von radioaktivem Material
Sicherung von radioaktiven Material
Persönliche Schutzmassnahmen; persönliche Schutzausrüstungen
Wartung, Überprüfung Sicherheitseinrichtungen
Verhalten bei Störfällen; Kommunikation
Praxis: Verhalten und Arbeit in Kontrollbereichen
Verpackung und Transport von radioaktivem Material
Praxis: Radonschutzmassnahmen in Neubauten und bei Renovationen
Bestandsaufnahme der Radonsituation für ein belastetes Gebäude und Ausarbeitung eines Sanierungskonzeptes
Besichtigung von radonsanierten Gebäuden
Gerätekunde (Energieabhängigkeit, )
Ermittlung der effektiven Dosis
Rechtstellung, Verantwortlichkeiten in Betrieben
Strahlenschutz, Aus- und Fortbildung des ausbildungspflichtigen Personals
2 Für Transport mit radioaktivem Material ist zusätzlich eine Gefahrgutbeauftragte nach der Verordnung vom 15. Juni 2001 über Gefahrgutbeauftragte für die Beförderung gefährlicher Güter auf Strasse, Schiene und Gewässern (SR 741.622) notwendig.
Anhang 51
(Art. 1 Abs. 2 Bst. e)
Tätigkeit von Personen, die im Stör- oder Notfall Umgang mit ionisierender Strahlung haben, dieser ausgesetzt sein können oder den Umgang damit planen oder anordnen oder die kritische Infrastrukturen betreiben oder öffentliche Dienste erbringen.
Zu den Personen, die durch Ihrer Tätigkeiten im Stör- oder Notfall Umgang mit ionisierender Strahlung haben, dieser ausgesetzt sein können oder den Umgang damit planen oder anordnen oder die kritische Infrastrukturen betreiben oder öffentliche Dienste erbringen, gehören Personen:
in Behörden
in Verwaltungen
bei dem santitätsdienstlichen Rettungswesen
im Zivilschutz
in der Armee
in Organisationen und Unternehmen
Strahlenschutz-verantwortliche Personen im Bereich Führung und Führungsunterstützung
(beispielsweise A-Fachberater,
Kantonsexperte Strahlenschutz, Chefs ABC, ABC Offiziere und Unteroffiziere der Armee, Offiziere und Fachoffiziere der Stäbe der ABC Abwehrtruppen, Kader und Fach Of Stab BR NAZ, usw.)
Eine ihrer Tätigkeit und Verantwortung entsprechenden, anerkannte Strahlenschutzausbildung nach Tabelle 3
Beraten der Verantwortlichen ihrer Organisationen und Dritten bei der Bewältigung von Ereignissen mit Gefährdung durch ionisierende Strahlung
Im Ereignisfall Strahlenschutzkonforme Massnahmen anordnen
Organisieren von angemessenem Schutz und der Dosimetrie von Angehörigen ihrer Organisation, Dritter und der Umwelt
Strahlenschutz-verantwortliche Personen im Bereich Einsatz
(beispielsweise Chargierter im Strahlenschutz, Offizier Strahlenwehr, Offiziere und Unteroffiziere der ABC Abwehrtruppen, usw. )
Bewältigung von Ereignissen mit Gefährdung durch ionisierende Strahlung
Sich, Dritte und die Umwelt optimal schützen
Ausbilden von Personen in ihrer Organisation (N5) und instruieren im Falle eines Einsatzes
– Instruieren verpflichteter Personen (N6) für einen unmittelbar bevorstehenden Einsatz mit Gefährdung durch ionisierende Strahlung
Strahlenschutz-verantwortliche Personen im Bereich Ausbildung und Instruktion von Einsatzkräften und verpflichteten Personen
(beispielsweise Fachinstruktorin oder Fachinstruktor in Strahlenschutz, usw.)
Ausbilden von Personen in ihrer Organisation (N5) im Rahmen ihrer regulären Ausbildung und instruieren derer im Falle eines Einsatzes
Instruieren verpflichteter Personen (N6) für einen unmittelbar bevorstehenden Einsatz mit Gefährdung durch ionisierende Strahlung
Spezialisierte Einsatzkräfte Strahlenschutz
(beispielsweise Angehörige Strahlenwehr, KAMU Koordinator, KAMU-NAZ, Spezialisten der ABC Abwehrtruppen, Spezialisten der Einsatzequipen des VBS, usw.)
(beispielsweise Angehörige Feuerwehr, Polizei, Sanitätsdienste, Zoll, Armee, Zivilschutz, Unternehmen, usw.)
Eine ihrer Tätigkeit und Verantwortung entsprechenden Strahlenschutzausbildung nach Tabelle 3
Erfüllen ihrer originären Aufgaben unter besonderer Berücksichtigung der Gefährdung durch ionisierende Strahlen
Sich und Dritte schützen
verpflichtete Personen in Rahmen eine Notfall-Expositionssituation nach Art. 142 StSV
Instruktion im Notfall vor dem Einsatz nach Tabelle 3
– Sich und Dritte schützen
Die anerkannten Ausbildungslehrgänge für N1-N4, die Ausbildung für N5 sowie die Instruktion für N6 stellen sicher, dass die Personen folgende Kompetenzen, Fähigkeiten und Kenntnisse besitzen:
Die Kompetenzen werden im Notfall vor dem Einsatz in Form einer Instruktion vermittelt.
N 6 a)
verpflichtete Personen
Die Einhaltung der Grenzwerte sicherstellen
Bewerten des Risikos eines geplanten Einsatzes bei Gefährdung durch ionisierende Strahlung, um unangemessene Risiken zu vermeiden und Massnahmen anzuordnen
Einsätze bei Gefährdung durch ionisierende Strahlung führen
Beurteilen der lokalen radiologischen Situation/Lage und der dadurch entstehenden Risiken
Beherrschen der Grundsätze beim Umgang mit Verletzten und insbesondere der Bewältigung eines Massenanfalls von Verletzen (MANV) nach radioaktivem Störfall.
Funktionstüchtigkeit der Strahlenschutzausrüstung sicherstellen
Gefährdung durch ionisierende Strahlung am Einsatzort erkennen und entsprechend reagieren
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit radioaktivem Material oder Anlagen unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips anwenden
Strahlenschutzkonforme Arbeitsmethoden mit radioaktivem Material oder Anlagen unter Berücksichtigung des Optimierungsprinzips festlegen und überwachen
Radioaktives Material bergen und handhaben
Störfälle und Beinahe-Störfälle evaluieren
Funktionstüchtigkeit von erforderlichen Messgeräten sicherstellen
Betriebsinterne Weisungen erstellen, anwenden und deren Einhaltung kontrollieren
Die verantwortliche Stellen, Dritte bei Fragen des Strahlenschutzes beraten und angemessene Massnahmen vorschlagen.
Korrespondenz mit den zuständigen Behörden sicherstellen
Die Grenzen der eigenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen kennen und nötigenfalls Spezialisten beiziehen
Berufsnummern
N 6 b)
Empfohlene Unterrichtseinheiten eines Lehrgangs a)
Anerkennung der Ausbildung notwendig
a): Unterrichteinheiten von mindestens 45 Minuten Dauer.
b): Für die Berufsgruppen N 6 werden im Notfall die Inhalte in Form einer Instruktion vermittelt.
Für die Berufsgruppen N 6 werden im Notfall die Inhalte in Form einer Instruktion vermittelt.
Dosisbegriffe
Strahlenbiologie / Strahlengefahr
Natürliche Strahlenexposition des Menschen
Verhalten und Arbeit im Kontrollbereich
Persönliche Schutzmassnahmen; persönliche Schutzausrüstung
Dekontamination von Material, Arbeits- und Schadenplätzen
Abgabe von radioaktivem Material an die Umwelt
Technische Verordnungen des Spezialgebietes, Richtlinien, Reglemente, Empfehlungen, Normen und Wegleitungen
Koordination, Administration
Strahlenschutz, Aus- und Fortbildung des Personals
Strahlenschutz, Instruktion verpflichteter Personen
Überwachung strahlenexponierter Personen
Notfallorganisationen und ihr Umfeld
Tabelle 5: Auflistung und Pflichten der verantwortlichen Stelle für die Ausbildung
Liste der verantwortlichen Stelle
Herkunft der verantwortlichen Stelle /
Organisation, beispielsweise
Zoll, Stabsorganisationen des BR und der Eidgenössischen Departemente
Leitung der jeweiligen Behörde, Verwaltung
Partnerorganisationen des Bevölkerungsschutzes
Polizei, Feuerwehr, Sanitätsdienstliches Rettungswesen und Zivilschutz, technische Dienste, Kantonale Führungsorganisationen
Zuständige kantonale Instanz der jeweiligen Organisation
Bereiche Einsatz, Unterstützung und Ausbildung
Kommando der Bereiche
Mess-und Strahlenschutzequipen für die unmittelbare Schadensbekämpfung
Mess- und Probenahmeorganisation des Kantons und des Bundes
Durch den Kanton und/oder Bund bezeichnete Stelle
Unternehmungen des öffentlichen und privaten Verkehrs für die Durchführung von Personen- und Gütertransporten und Evakuierungen
SBB, Postauto AG und Konzessionierte Transportunternehmungen (KTU)
Konzern- und/oder Unternehmensleitung
Unternehmungen für die mittelbare Schadensbekämpfung wie Massnahmen an der Quelle, die eine weitere Kontamination der Umgebung verhindern sollen
Bewilligungsinhaber und/oder Unternehmensleitung
Unternehmen und Organisationen des Gesundheitswesens
Akutspitäler, sanitätsdienstliche Rettungs- und Krankentransportorganisationen
Gesundheitsdirektion oder andere durch den Kanton bezeichnete Stelle
Unternehmungen, welche kritische Infrastrukturen aufrechterhalten müssen, im Rahmen ihrer üblichen beruflichen und unternehmerischen Tätigkeiten
Elektrizitätsunternehmen, Swisscom und weitere Telekommunikationsunternehmen
Unternehmungen, welche unerlässliche öffentliche Dienste aufrechterhalten müssen, im Rahmen ihrer üblichen beruflichen und unternehmerischen Tätigkeiten
Die Post, Banken, Grossverteiler
Pflichten der verantwortlichen Stelle
Die verantwortliche Stelle kennt ihre Aufgaben und die Bedeutung ihrer Organisationen im Gesamtrahmen des nationalen Strahlenschutzes.
Im Ereignisfall übernehmen sie die Verantwortung für die vorgeschlagenen und angeordneten Massnahmen.
Im Vorfeld sorgen sie für wirkungsvolle Instrumente und Prozesse zur Erfüllung der Aufgaben ihrer Organisation im Ereignisfall und gewährleisten die periodische Überprüfung des Ausbildungsstandes mit Übungen.
Sie stellen die Kontrollen und die Umsetzung der Verbesserungsmassnahmen sicher.
Sie stellen sicher, dass sie ihrer Grösse und Struktur entsprechend über eine ausreichende Anzahl Personen aus den Berufsgruppen N1–N4 verfügen.
AS 2017 4413
1 SR 814.501
12.06.2018 PDF DOC
30.01.2018 PDF DOC
Verordnung des EDI vom 26. April 2017 über die Aus- und Fortbildungen und die erlaubten Tätigkeiten im Strahlenschutz (Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung)
01.01.1999 - 01.01.2018
Verordnung vom 15. September 1998 über die Ausbildungen und die erlaubten Tätigkeiten im Strahlenschutz (Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung)
Zum SeitenanfangLetzte Aktualisierung: 18.01.2020