Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_07_12_2009_II_ZR_15_08_Betreiben_eines_nach_Paragraph_32-d3925740.html
Timestamp: 2016-12-10 13:25:44
Document Index: 220967314

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 32', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 32', 'BGH', '§ 32', 'BGH', '§ 32', 'BGH', '§ 32', 'BGH', '§ 32', 'BGH', '§ 32', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 32', 'BGH', '§ 1', '§ 32', '§ 276', '§ 46', '§ 32', 'BGH', 'BGH']

BGH, 07.12.2009 - II ZR 15/08 - Betreiben eines nach § 32 Kreditwesengesetz (KWG) erlaubnispflichtigen Finanzkommmissionsgeschäfts oder eines Investmentgeschäfts bei Anlegen der eingeworbenen Mittel der Treugeberkommanditisten in ein Finanzinstrument; Darstellung der Chancen und Risiken eines Unternehmens im Emissionsprospekt bei Aufbau des Unternehmens durch eine Kommanditgesellschaft unter Verwendung von Anlagegeldern; Verjährung von Prospekthaftungsansprüchen i.e.S. wegen fehlerhafter Angaben in Prospekten | Urteile auf anwalt24.de
BGH, 07.12.2009 Suche
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BGH, 07.12.2009 - II ZR 15/08 - Betreiben eines nach § 32 Kreditwesengesetz (KWG) erlaubnispflichtigen Finanzkommmissionsgeschäfts oder eines Investmentgeschäfts bei Anlegen der eingeworbenen Mittel der Treugeberkommanditisten in ein Finanzinstrument; Darstellung der Chancen und Risiken eines Unternehmens im Emissionsprospekt bei Aufbau des Unternehmens durch eine Kommanditgesellschaft unter Verwendung von Anlagegeldern; Verjährung von Prospekthaftungsansprüchen i.e.S. wegen fehlerhafter Angaben in Prospekten
BundesgerichtshofUrt. v. 07.12.2009, Az.: II ZR 15/08Gericht: BGHEntscheidungsform: UrteilDatum: 07.12.2009Referenz: JurionRS 2009, 30064Aktenzeichen: II ZR 15/08 Verfahrensgang:vorgehend:LG Berlin - 01.11.2006 - AZ: 18 O 559/05KG Berlin - 17.12.2007 - AZ: 26 U 264/06Rechtsgrundlagen:§ 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 4, 6 KWG§ 32 KWG§ 276 BGB§ 46 BörsGFundstellen:BB 2010, 257-258BB 2010, 395-398DB 2010, 213-216DNotZ 2010, 455-456DStR 2010, 233-236EWiR 2010, 113GWR 2010, 90MDR 2010, 277NJW 2010, 1077-1080 "Hintermann als Prospektverantwortlicher"NJW-RR 2010, 1187-1190NZG 2010, 352-355V&S 2010, 29WM 2010, 262-265WPg 2010, 260WuB 2010, 323-325ZIP 2010, 176-180Amtlicher Leitsatz:a) Eine Kommanditgesellschaft, die die eingeworbenen Mittel ihrer Treugeberkommanditisten im eigenen Namen und auf eigene Rechnung in Finanzinstrumenten anlegt, betreibt weder ein nach § 32 KWG erlaubnispflichtiges Finanzkommmissionsgeschäft noch ein Investmentgeschäft (Anschluss an BVerwGE 130, 262; BVerwG ZIP 2009, 1899).b) Wenn die Gesellschaft die Anlagegelder in erster Linie für den Aufbau eines dritten Unternehmens verwendet, müssen im Emissionsprospekt das Geschäftsmodell dieses Unternehmens, seine Chancen und Risiken zutreffend dargestellt werden.c) Prospekthaftungsansprüche im engeren Sinn wegen fehlerhafter Angaben in Prospekten, die seit dem Inkrafttreten des Vierten Finanzmarktförderungsgesetzes am 1. Juli 2002 veröffentlicht wurden, verjähren in einem Jahr seit dem Zeitpunkt, in dem der Gesellschafter von dem Prospektfehler Kenntnis erlangt, spätestens drei Jahre nach dem Abschluss des Gesellschafts- oder Beitrittsvertrages.Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat auf die mündliche Verhandlung vom 23. November 2009durchden Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Goette und die Richter Caliebe, Dr. Drescher, Dr. Löffler und Bender für Recht erkannt:Tenor:I. Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des 26. Zivilsenats des Kammergerichts vom 17. Dezember 2007 unter Zurückweisung seines weitergehenden Rechtsmittels im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als die Klage gegen den Beklagten zu 2 in vollem Umfang abgewiesen ist.Auf die Berufung des Beklagten zu 2 wird das Urteil der 18. Zivilkammer des Landgerichts Berlin vom 1. November 2006 unter Zurückweisung seines weitergehenden Rechtsmittels teilweise abgeändert und neu gefasst:1.Der Beklagte zu 2 wird verurteilt, an den Kläger 2.470,90 EUR nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz aus 2.362,50 EUR seit dem 8. September 2006 zu zahlen und den Kläger von Einlageverpflichtungen in Höhe von weiteren 8.242,50 EUR, zu zahlen ab dem 1. Juli 2005 in monatlichen Raten zu jeweils 26,25 EUR jeweils zum 1. eines Monats bis einschließlich 1. August 2031 auf das Konto der G. GmbH Nr. ... bei der C. bank M. , BLZ... , freizustellen, Zug um Zug gegen Abtretung der Rechte aus der Beteiligung des Klägers an der M. AG & Co. KG (Treuhandregisternummer ).2.Es wird festgestellt, dass sich der Beklagte zu 2 mit der Annahme der Abtretung der Rechte aus der Beteiligung des Klägers an der M. AG & Co. KG (Treuhandregisternummer ) in Verzug befindet.3.Im Übrigen wird die Klage gegen den Beklagten zu 2 abgewiesen.II. Von den Gerichtskosten aller drei Instanzen tragen der Kläger 39%, der Beklagte zu 1 2,7% und der Beklagte zu 2 58,3%. Von den außergerichtlichen Kosten des Klägers tragen der Beklagte zu 1 3,7%, der Beklagte zu 2 43,8%; im Übrigen trägt sie der Kläger selbst. Der Beklagte zu 2 trägt seine außergerichtlichen Kosten selbst.
BGH, 07.12.2009BGH, 07.12.2009
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