Source: http://www.philprom.de/ordnungen/ethnologie-hf-bachelor-ab-2011-12/
Timestamp: 2019-11-18 03:22:05
Document Index: 309256516

Matched Legal Cases: ['§ 57', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 9', '§ 8', '§ 27', '§ 27', '§ 18', '§ 37', '§ 29', 'Art. 12', '§ 21', '§ 26', '§ 29', '§ 23', '§ 13', '§ 27', '§ 27', '§ 19', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8']

Ethnologie HF, Bachelor (ab WS 2011/12) – Philosophische Promotionskommission an der Goethe Universität Frankfurt/Main
Ethnologie hf, bachelor (ab ws 2011/12)
Prüfungsordnung Bachelorstudiengang Ethnologie HF
Diese Ordnung regelt unter Beachtung der „Allgemeinen Bestimmungen für die Bachelor- und Masterstudiengänge der Johann Wolfgang Goethe-Universität vom 13.04.2011“ in ihrer jeweils gültigen Fassung das Studium und die Modulprüfungen im Bachelor-Studiengang Ethnologie.
(1) Das Bachelorstudium schließt mit dem ersten berufsqualifizerenden Abschluss ab.
(2) Die Prüfungen erfolgen kumulativ, das heißt als Summe von einzelnen Modulprüfungen und einer Abschlussarbeit. Es gibt keine Abschlussprüfungen. Die Summe der Modulprüfungen und die Abschlussarbeit bilden zusammen die Bachelorprüfung.
(3) Durch die kumulative Bachelorprüfung soll festgestellt werden, ob die oder der Studierende hinreichende Fachkenntnisse in den Prüfungsgebieten erworben hat und die Fähigkeit besitzt, grundlegende wissenschaftliche Methoden und Kenntnisse selbstständig anzuwenden, sowie auf einen frühen Übergang in die Berufspraxis vorbereitet ist.
Der Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften verleiht nach bestandener Abschlussprüfung im Bachelor-Studiengang Ethnologie den akademischen Grad Bachelor of Arts (B.A.).
(1) In der Ethnologie werden kulturvergleichend und empirisch vor allem außereuropäische Gesellschaften untersucht mit dem Ziel, Übereinstimmungen und Verschiedenheiten menschlicher Kulturen zu erfassen und zu erklären. Im Rahmen von Forschung und Lehre werden daher soziokulturelle Phänomene sowohl auf der lokalen Ebene als auch in einem vergleichenden und globalen Kontext betrachtet. Schwerpunkt des Studiums bildet der reflexive Umgang mit kulturtheoretischen Konzepten, die für die kritische Interpretation von Formen und Vielfalt menschlicher Handlungsstrategien und Institutionen notwendig sind. Die Studierenden der Ethnologie befassen sich zunächst mit unterschiedlichen Wirtschaftsformen, Verwandtschaftsstrukturen, religiösen Konzepten, politischen und kommunikativen Formen sowie auch mit der Bedeutung von materieller Kultur, Produkti-on und Konsum. Dabei erarbeiten sie die komplexen Zusammenhänge zwischen diesen sozialen Teilphänomenen und berücksichtigen insbesondere deren Prozesshaftigkeit und Wandlungsfähigkeit. Das Fach bietet somit die wissenschaftliche Grundlagen, um aktuelle gesellschaftliche Phänomene zu erfassen und Konzepte wie Kulturwandel, Ethnizität, Nationalismus, Traditionalismus, Indigenität oder Globalisierung zu beschreiben und zu hinterfragen.. Die im Rahmen des Studiums erlangten ethnologische Kenntnisse spielen somit eine maßgebende Rolle für das Verständnis von pluralen oder hybriden Identitäten, Migrationsprozessen, neuen Formen der Urbanität oder von Tourismus-Phänomen. Sie befähigen die Studierenden zudem zum Mitwirken in der Entwicklungszusammenarbeit, in Konfliktprävention und -mediation oder in Fragen zu Minderheitenrechten. Die Hauptmethode der empirischen Untersuchung ist die Feldforschung. Qualitative Forschungsmethoden werden kritisch erarbeitet und in ihrer Anwendung geübt. Studierende üben sich in der Konzeption und Durchführung eigener Projekte, sowie in der Auswertung und Dokumentation von erzielten Ergebnissen.
Der Bachelor-Studiengang Ethnologie vermittelt somit grundlegende theoretische, methodische, systematische und regionale sowie fachgeschichtliche Kenntnisse. Ergänzt werden diese durch disziplinübergreifende Inhalte, die Förderung von Sprachkompetenz und praktische, berufsqualifizierende Elemente. Der Studiengang verschafft den Studierenden so die grundlegenden wissenschaftlichen Fähigkeiten und den ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Er befähigt sie darüber hinaus zu selbstständiger wissenschaftlicher Arbeit und für andere Berufsfelder der Ethnologie. Beispiele für ethnologische Berufsfelder sind:
(2) In den Bachelorstudiengang Ethnologie kann nur eingeschrieben werden, wer die gesetzlich geregelte Hochschulzugangsberechtigung besitzt und nicht nach § 57 HHG an der Immatrikulation gehindert ist. Der Prüfungsanspruch für den Bachelor-Studiengang Ethnologie muss noch bestehen. Zur diesbezüglichen Überprüfung sind Erklärungen gemäß § 14 Abs. 1 vorzulegen. § 14 Abs. 3 gilt entsprechend.
(4) Für das Studium der Ethnologie sind ausreichend Sprachkenntnisse in Englisch (ausgezeichnete Lesekenntnisse) und einer weiteren, bevorzugt modernen, Fremdsprache erforderlich. Die Bestimmungen zum Fremdsprachennachweis werden in § 14 Abs. 1 geregelt.
(5) Das Studium des Bachelorstudiengangs Ethnologie kann nur zu Beginn des Wintersemesters aufgenommen werden.
(6) Die Studierenden haben die Möglichkeit, während des gesamten Studienverlaufs die Studienfachberatung aufzusuchen. Das Beratungsangebot ist der Webseite des Instituts für Ethnologie zu entnehmen. Darüber hinaus ist die Teilnahme an einer Orientierungsveranstaltung zu Beginn des ersten Semesters obligatorisch. Näheres wird unter § 9 geregelt.
(1) Die Regelstudienzeit für den Bachelorstudiengang Ethnologie beträgt einschließlich sämtlicher Prüfungen und der Bachelorarbeit im Vollzeitstudium sechs Semester. Das Bachelorstudium kann in kürzerer Zeit abgeschlossen werden.
(2) Der Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften stellt durch das Lehrangebot und die Gestaltung des Prü-fungsverfahrens sicher, dass das Bachelorstudium einschließlich sämtlicher Prüfungen in der Regelstudienzeit abgeschlossen werden kann.
(4) Das Studium kann ganz oder teilweise als Teilzeitstudium durchgeführt werden. Für die Durchführung des Teilzeitstudiums sind die Regelungen der Hessischen Immatrikulationsverordnung zum Teilzeitstudium maßgeblich. Teilzeitstudierende haben keinen Anspruch auf Bereitstellung eines besonderen Lehr- und Studienangebots. Fristen dieser Ordnung, die sich auf Fachsemester beziehen, verdoppeln sich entsprechend für diejenigen Semester, die als Teilzeitstudium absolviert werden. Sonstige Prüfungsfristen oder –termine werden durch ein Teilzeitstudium nicht berührt. Bei einem Teilzeitstudium wird dringend empfohlen, die Studienfachberatung aufzusuchen.
(1) Der Bachelor-Studiengang Ethnologie ist ein „Ein-Fach-Studiengang“. Er ist in mehrere Phasen gegliedert, die zum Teil parallel studiert werden können. In der Einführungsphase (Module 01 bis 03) erarbeiten die Studierenden die Grundlagen des Faches. In Modul 01 setzen sie sich mit den Grundbegriffen der Ethnologie und ihrer Geschichte auseinander, befassen sich mit wissenschaftlichen sowie spezifisch ethnologischen Methoden und Techniken und erhalten einen Überblick über die wichtigsten Forschungsfelder des Faches. In Modul 02 werden den Studierenden regionalspezifische Grundkenntnisse vermittelt (z.B. zu Nordamerika, Westafrika, Indonesien), während sie in den gleichberechtigten Modulen 03a und 03b in die zentralen Themen und Theorien der systematischen Teilgebiete des Faches eingeführt werden (z.B. Wirtschaftsethnologie, Verwandtschaftsethnologie, politische Ethnologie, materielle Kultur). Im Rahmen der Vertiefungsphase (Module 04 und 05) beschäftigen sich Studierende auf Basis der in der Einführungsphase erworbenen Kompetenzen intensiver mit ausgewählten systematischen und regionalen Teilgebieten, die somit eine direkte theoretische und regionalspezifische Hinführung zur Praxisphase (Module 08 und 09) darstellen. Sie sind forschungsorientiert und dienen zudem verstärkt der beruflichen und akademischen Qualifikation. Neben der Aneignung weiterführender fachspezifischer Kenntnisse und der Auseinandersetzung mit zeitgenössischen, soziokulturellen Prozessen auf inhaltlicher Basis des Institutsprofils üben die Studierenden den kritischen Umgang mit Texten und Theorien. In der Praxisphase (Module 08 und 09) werden methodische Kenntnisse vertieft und die praktische Anwendung ethnologischer Erkenntnisse erlernt. Unter der Betreuung von Dozentinnen und Dozenten konzipieren die Studierenden eigene Projekte und führen sie im Rahmen des Studiums durch. Im Rahmen der Projektdurchführung wird der Umgang mit qualitativen Forschungsmethoden (Interviewführung, teilnehmende Beobachtung, visuelle Dokumentation) intensiv und anwendungsorientiert geübt. Die Praxisphase ermöglicht den Studierenden die direkte Verknüpfung von Studium und Berufsfeldern. Über die Erweiterungsmodule (Module 06 und 07) werden Lehrinhalte und Kompetenzen über das eigene Fach hinaus vermittelt und der Erwerb weiterer berufsbildender Sprachqualifikationen ermöglicht.
Die Erweiterungsphase setzt sich aus den beiden Modulen Fremdsprachenmodul und disziplinübergreifendes Modul zusammen. Gemeinsam mit dem Modul 08 dienen sie der beruflichen Orientierung der Studierenden sowie der akademischen Ergänzung von Studieninhalten. Die CP werden zum Teil durch Angebote anderer Fächer erbracht, deren Auswahl und Zusammenstellung nach vorheriger Absprache mit der modulverantwortlichen Stelle und den Dozenten der ausgewählten Veranstaltungen den einzelnen Studierenden zur eigenen Schwerpunktbildung überlassen ist.
(2) Der Bachelorstudiengang Ethnologie ist modular aufgebaut. Ein Modul ist eine in sich abgeschlossene Lehr- und Lerneinheit. Module stellen in der Regel einen Zusammenschluss von inhaltlich aufeinander bezogenen Lehrveranstaltungen einschließlich Praxisphasen und Projektarbeiten sowie die Selbstlernzeiten dar. Sie erstrecken sich über ein oder zwei Semester. Erstrecken sich Module über mehr als ein Semester, sollen die zugehörigen Lehrveranstaltungen in unmittelbar aufeinander folgenden Semestern absolviert werden.
(3) Das Studium im Bachelorstudiengang Ethnologie besteht aus insgesamt 12 Pflichtmodulen und zwar aus dem Einführungsmodul, dem Modul Regionale Teilgebiete, den Modulen Systematische Teilgebieten I und II, den Vertiefungsmodulen I und II, dem Disziplinübergreifenden Modul, dem Fremdsprachenmodul, dem Berufsorientierten Modul, dem Praxismodul I (Methoden), dem Praxismodul II (Projekt) und dem BA-Modul. Die Modulbeschreibungen finden sich im Anhang dieser Ordnung; der Anhang ist Bestandteil dieser Ordnung. Ein Teil der Pflichtmodule besteht aus Wahlpflichtveranstaltungen. Studierende haben die Möglichkeit, sich nach Maßgabe freier Plätze in weiteren als den vorgeschriebenen Modulen einer Prüfung oder Leistungskontrolle zu unterziehen. Das Ergebnis wird bei der Bildung der Gesamtnote für die Bachelorprüfung nicht mit einbezogen.
(4) Jedem Modul sind in der Modulbeschreibung Kreditpunkte (CP) zugeordnet. CP sind ein quantitatives Maß für den Arbeitsaufwand (workload), den durchschnittlich begabte Studierende für den erfolgreichen Abschluss des entsprechenden Moduls für das Präsenzstudium, die Teilnahme an außeruniversitären Praktika oder an Exkursionen, die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffs, die Vorbereitung und Ausarbeitung eigener Beiträge und Prüfungsleistungen aufwenden müssen. Ein CP entspricht einem Arbeitsaufwand von 30 Stunden. Für ein Vollzeitstudium sind pro Semester 30 CP vorgesehen.
(5) Voraussetzung für die Vergabe der CP für ein Modul ist die regelmäßige (aktive) Teilnahme oder die regelmäßige und erfolgreiche Teilnahme an den Lehrveranstaltungen des Moduls nach Maßgabe der Modulbeschreibung sowie – soweit vorgeschrieben – der erfolgreiche Abschluss der Modulprüfung. Näheres regeln die §§ 8, 21 in Verbindung mit den Modulbeschreibungen. Das Modul ist abgeschlossen, wenn alle notwendigen Leistungen erfolgreich absolviert wurden. Die Kreditpunkte für die Vorlesungen werden nach bestandener Modulprüfung vergeben.
(6) Für jeden Studierenden und jeden Studierenden des Bachelorstudiengangs Ethnologie wird beim Prüfungsamt ein Kreditpunktekonto eingerichtet. Im Rahmen der organisatorischen Möglichkeiten kann die oder der Studierende jederzeit in den Stand des Kontos Einblick nehmen.
(7) Der Bachelorstudiengang Ethnologie ist erfolgreich abgeschlossen, wenn insgesamt 180 CP erreicht wurden und die Bachelorprüfung bestanden ist. Hiervon entfallen auf die vier Module der Einführungsphase insgesamt 60 CP, auf die zwei Module der Vertiefungsphase insgesamt 30 CP, auf die zwei Module der Erweiterungsphase insgesamt 25 CP, auf die drei Module der Praxisphase insgesamt 50 CP, auf die Abschlussphase insgesamt 15 CP, darunter 12 CP für die Bachelorarbeit.
a) Vorlesung (V): Zusammenhängende Darstellung und Vermittlung von Grund- und Spezialwissen sowie methodischen Kenntnisse durch Vortrag. Die Lehrenden entwickeln und vermitteln die Lehrinhalte unter Einbeziehung der Studierenden.
b) Tutorium (T): Grundlegende Veranstaltungen können von Tutorien begleitet werden. Sie dienen der intensiven Auseinandersetzung mit den Lehrinhalten. Sie bieten die Möglichkeit weiterführende Fragen zu diskutieren und Lehrinhalte durch Übungseinheiten zu festigen.
c) Proseminare/Seminar (P/S): Erarbeitung wissenschaftlicher Erkenntnisse oder Bearbeitung aktueller Problemstellungen mit wissenschaftlichen Methoden durch in der Regel von Studierenden vorbereitete Beiträge. Erlernen und Einüben bzw. Vertiefen von Präsentations- und Diskussionstechniken.
d) Kurs (K): Schulung in der Fachmethodik und Vermittlung spezieller Fertigkeiten durch Bearbeitung und Besprechung exemplarischer Aufgaben.
e) Kolloquien (Ko): Präsentation und Diskussion laufender Forschungsprojekte
f) Exkursionen (Ex): Veranstaltungen außerhalb der Hochschule.
g) Sprachstudium (Sp): Vermittlung von Sprachkenntnissen
h) Praktisches Studium (PS): Betreute Konzipierung und Durchführung von Projekten (z.B. eigenständiges Forschungsprojekt, Lehrforschung, Ausstellungsprojekt, Filmprojekt)
(3) Ist zu erwarten, dass die Zahl der an einer Lehrveranstaltung interessierten Studierenden die Aufnahmefähigkeit der Lehrveranstaltung übersteigt, kann die Lehrveranstaltungsleitung ein Anmeldeverfahren durchführen. Die Anmeldevoraussetzungen und die Anmeldefrist werden im kommentierten Vorlesungsverzeichnis oder auf andere geeignete Weise bekannt gegeben. Übersteigt die Zahl der angemeldeten Studierenden die Aufnahmefähigkeit der Lehrveranstaltung oder ist die Lehrveranstaltung überfüllt und kann nicht auf alternative Veranstaltungen verwiesen werden, prüft das Dekanat des veranstaltenden Fachbereichs, auf Antrag der Lehrveranstaltungsleitung, ob eine zusätzliche Lehrveranstaltung eingerichtet werden kann. Ist dies aus Kapazitätsgründen nicht möglich, ist es zur Gewährleistung der ordnungsgemäßen Durchführung der Lehrveranstaltung zulässig, nur eine begrenzte Anzahl der teilnahmewilligen Studierenden aufzunehmen. Hierfür ist durch die Veranstaltungsleitung nach den Richtlinien des Dekanats ein geeignetes Auswahlverfahren durchzuführen. Bei der Erstellung der Auswahlkriterien ist sicherzustellen, dass diejenigen Studierenden bei der Aufnahme in die Lehrveranstaltung Priorität genießen, für die die Lehrveranstaltung verpflichtend ist und die im besonderen Maße ein Interesse an der Aufnahme haben. Ein solches ist insbesondere gegeben, wenn der oder die Studierende nach dem Studienverlaufsplan bereits im vorangegangenen Semester einen Anspruch auf den Platz hatte und trotz Anmeldung keinen Platz erhalten konnte. Bei Pflichtveranstaltungen muss angemeldeten aber nicht in die Lehrveranstaltung aufgenommenen Studierenden auf Verlangen hierüber eine Bescheinigung ausgestellt werden.
(1) Soweit die Modulbeschreibungen (Anhang 1) für die Vergabe von CP für einzelne Lehrveranstaltungen eines Moduls Leistungs- oder Teilnahmenachweise vorsehen, gelten die nachfolgenden Regelungen. Bei Vorlesungen gibt es keine Teilnahmepflicht.
(2) Teilnahmenachweise dokumentieren in der Regel die regelmäßige Teilnahme an den Lehrveranstaltungen. Die regelmäßige Teilnahme ist gegeben, wenn die oder der Studierende in allen von der Veranstaltungsleiterin oder dem Veranstaltungsleiter im Verlauf eines Semesters angesetzten Einzelveranstaltungen anwesend war. Die regelmäßige Teilnahme wird noch attestiert, wenn die oder der Studierende bis zu zwei Einzelveranstaltungen bzw. 20 % der Veranstaltungszeit versäumt hat. Im Übrigen kann die oder der Lehrende die Erteilung des Teilnahmenachweises von der Erfüllung von Pflichten, wie z.B. Sitzungsprotokollen abhängig machen. Bei Versäumnis von bis zu vier Einzelveranstaltungen wegen Krankheit oder der Betreuung eines Kindes oder einer oder eines pflegebedürftigen Angehörigen oder bei Mitwirkung als ernannte oder gewählte Vertreterin oder genannter oder gewählter Vertreter in der akademischen oder studentischen Selbstverwaltung wird der oder dem Studierenden die Möglichkeit eingeräumt, den Teilnahmenachweis durch Erfüllung von Pflichten zu erwerben.
(3) Leistungsnachweise dokumentieren die erfolgreiche Teilnahme an einer Lehrveranstaltung. Sofern in der Modulbeschreibung nicht anderes geregelt, ist für einen Leistungsnachweis auch die regelmäßige Teilnahme (Abs. 2) an der Lehrveranstaltung erforderlich. Die erfolgreiche Teilnahme ist gegeben, wenn eine durch die Lehrende oder den Lehrenden positiv bewertete individuelle Studienleistung (Abs. 4) erbracht wurde, sofern dies die Modulbeschreibung zulässt. Die oder der Lehrende kann die Bestätigung der erfolgreichen Teilnahme an einer Lehrveranstaltung auch von der erfolgreichen Erbringung mehrerer Studienleistungen abhängig machen. Werden Studienleistungen nach Maßgabe der Modulbeschreibung benotet, gilt § 27 Abs. 2. Bei Gruppenarbeiten muss die individuelle Leistung deutlich abgrenzbar und bewertbar sein.
Zur Erbringung der Studienleistungen kann der Besuch von über die Beschreibung im Modulkatalog hinausgehenden Veranstaltungen und Tutorien zur Vermittlung fachnaher und weiterbildender Kompetenzen erforderlich sein (z. B. Tagungen, Workshops, Vorträge, Sprachkurse).
(5) Werden Studienleistungen schriftlich, aber nicht als Aufsichtsarbeit erbracht, sind sie mit einer Erklärung zu versehen, in der der oder die Studierende schriftlich versichert, dass er oder sie diese selbstständig verfasst und alle von ihr oder ihm benutzten Quellen und Hilfsmittel in der Arbeite angeben hat. Ferner ist zu erklären, dass die Arbeit noch nicht – auch nicht auszugsweise – in einem anderen Studiengang als Studien- oder Prüfungsleistung verwendet wurde.
(7) Studienleistungen werden nach § 27 benotet, gehen aber nicht in die Gesamtnote ein. In Veranstaltungen kann aus mehreren Studienleistungen eine Gesamtnote für die Veranstaltung ermittelt werden. Dies dient dazu, die Anrechnung erbrachter Studienleistungen bei einem Hochschulwechsel zu erleichtern.
(1) Die Studierenden haben die Möglichkeit, während des gesamten Studienverlaufs die Studienfachberatung aufzusuchen. Die Studienfachberatung erfolgt durch von der Studiendekanin oder dem Studiendekan des Fachbereichs beauftragte Personen. Im Rahmen der Studienfachberatung erhalten die Studierenden Unterstützung insbesondere in Fragen der Studiengestaltung, der Studientechnik und der Wahl der Lehrveranstaltungen. Die Studienfachberatung sollte insbesondere in Anspruch genommen werden:
(3) Vor Beginn der Vorlesungszeit eines jeden Semesters, in dem Studierende ihr Studium aufnehmen können, findet eine obligatorische Orientierungsveranstaltung statt, zu der die Studienanfängerinnen und Studienanfänger durch Aushang oder anderweitig eingeladen werden. In dieser wird über die Struktur und den Gesamtaufbau des Studiengangs und über semester-spezifische Besonderheiten informiert. Den Studierenden wird Gelegenheit gegeben, insbesondere die Studienorganisation betreffende Fragen zu klären.
(4) Der Fachbereich erstellt auf der Basis der Modulbeschreibungen und des Studienverlaufsplans für jeden Studiengang im Rahmen eines EDV-unterstützten Systems und/oder in Druckform ein kommentiertes Modul- und Veranstaltungsverzeichnis, das in der letzten Vorlesungswoche des vorangegangenen Semesters erscheinen soll. Es enthält insbesondere auch Informationen zu den Modulverantwortlichen, Hinweise auf Termine und Fristen zu Prüfungen, gegebenenfalls Anmeldefristen für Lehrveranstaltungen, Angaben zu den einzelnen Lehrveranstaltungen der Module sowie zum Zugang zu den Lehrveranstal-tungen für Studierende anderer Studiengänge.
– Zuordnung von Veranstaltungen zu den Modulen.
(1) Der Prüfungsausschuss und das Prüfungsamt sind für die Organisation der Prüfungen verantwortlich. Sie achten auf die Einhaltung der Ordnung für den Studiengang. Der Prüfungsausschuss entscheidet in allen Prüfungsangelegenheiten, die nicht durch Ordnung oder Satzung einem anderen Organ oder Gremium oder der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses übertragen sind.
– (gegebenenfalls) Festlegung der Meldefristen für die Modulprüfungen
– (gegebenenfalls) Festlegung der Rücktrittsfristen
(1) Zur Abnahme von Hochschulprüfungen sind Mitglieder der Professorengruppe, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit der selbständigen Wahrnehmung von Lehraufgaben beauftragt worden sind, sowie Lehrbeauftragte und Lehrkräfte für besondere Aufgaben befugt (§ 18 Abs.2 HHG). Privatdozentinnen und Privatdozenten, außerplanmäßige Professorinnen und Professoren, Honorarprofessorinnen und Honorarprofessoren, die jeweils in den Prüfungsfächern eine Lehrtätigkeit ausüben, sowie entpflichtete und in den Ruhestand getretene Professorinnen und Professoren, können mit ihrer Einwilligung als Prüferinnen oder Prüfer bestellt werden. Prüfungsleistungen dürfen nur von Personen bewertet werden, die selbst mindestens die durch die Prüfung festzustellende oder eine gleichwertige Qualifikation besitzen.
(1) Die Anmeldung für die Bachelorprüfungen erfolgt in dem Semester, in dem die Immatrikulation erfolgt. Für die Zulassung hat die oder der Studierende ein vollständig ausgefülltes Anmeldeformular beim Prüfungsamt einzureichen. Dem Antrag sind insbesondere beizufügen:
– eine Erklärung darüber, ob die Studierende oder der Studierende bereits eine Abschluss- oder Zwischenprüfung im Bachelorstudiengang Ethnologie oder in einem anderen vergleichbaren Studiengang an einer Hochschule in Deutschland oder im Ausland endgültig nicht bestanden hat oder – ggf. unter Angabe von Fehlversuchen – ob sie oder er ein Prüfungsverfahren nicht abgeschlossen hat.
– Nachweis von mindestens ausreichenden Englischkenntnissen bei der Anmeldung zu den Bachelorprüfungen sowie einer weiteren, bevorzugt modernen, Fremdsprache bis zum Beginn der Vertiefungsphase (Modul 4), was erfolgen kann durch:
b) Zeugnisse über mindestens fünfjährigen Schulunterricht in Englisch bzw. mindestens dreijährigen für die zweite Fremdsprache mit einer End- oder Durchschnittsnote von mindestens „ausreichend,
d) Fachgutachten oder Lektoren-Prüfungen über durch Auslandsaufenthalte, Universitätssprachkurse oder Selbststudium erworbene Sprachkenntnisse
– gegebenenfalls Nachweis über die Zahlung der Prüfungsgebühr. § 37 bleibt unberührt.
– die oder der Studierende die Bachelorprüfung in demselben oder in einem verwandten Studiengang beziehungsweise Studienfach an einer Hochschule endgültig nicht bestanden hat.
– die oder der Studierende wegen der Anrechnung von Fehlversuchen gemäß § 29 Abs. 4 keine Möglichkeit mehr zur Erbringung von Prüfungsleistungen hat, die für das Bestehen der Bachelorprüfung erforderlich sind.
(5) Die Meldefristen (in der Regel 2 Wochen) für die Modulprüfungen werden von dem Modulkoordinator oder der Modulkoordinator des Faches in Absprache mit dem Prüfer bzw. der Prüferin und dem Prüfungsamt festgelegt. Sie werden spätestens vier Wochen vor den Meldefristen durch Aushang oder andere geeignete Maßnahmen bekannt gegeben.
(7) Die oder der Studierende kann sich zu einer Modulprüfung nur anmelden beziehungsweise die Modulprüfung nur ablegen, sofern sie oder er an der Johann Wolfgang Goethe-Universität immatrikuliert ist, zur Bachelorprüfung zugelassen ist, die entsprechende Modulprüfung noch nicht endgültig nicht bestanden hat und sofern sie oder er die nach Maßgabe der Modulbeschreibung für das Modul erforderlichen Leistungs- und Teilnahmenachweise erbracht hat. Hängt die Zulassung zu einer Modulprüfung vom Vorliegen von Studienleistungen ab und sind diese noch nicht vollständig erbracht worden, ist eine Zulassung zu einer Modulprüfung unter Vorbehalt möglich. Das Modul ist erst dann abgeschlossen wenn sämtliche Studienleistungen sowie Modulprüfungen bestanden sind. Beurlaubte Studierende können keine Prüfungen ablegen oder Leistungsnachweise erwerben. Zulässig ist aber die Wiederholung nicht bestandener Prüfungen während der Beurlaubung. Studierende sind auch berechtigt, Studien- und Prüfungsleistungen während einer Beurlaubung zu erbringen, wenn die Beurlaubung wegen Mutterschutz oder die Inanspruchnahme von Elternteilzeit oder wegen Pflege von nach ärztlichem Zeugnis pflegebedürftigen Angehörigen oder wegen der Erfüllung einer Dienstpflicht nach Art. 12a des Grundgesetzes oder wegen Mitwirkung als ernannte oder gewählte Vertreterin oder ernannter oder gewählter Vertreter in der akademischen Selbstverwaltung erfolgt ist.
(2) Der für den Rücktritt oder das Versäumnis gemäß Abs. 1 geltend gemachte Grund muss dem Prüfungsamt unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Erfolgen Versäumnis oder Rücktritt wegen Krankheit der Studierenden oder des Studierenden, so muss dies durch ein ärztliches Attest nachgewiesen werden. Das ärztliche Attest ist unverzüglich, d.h. ohne schuldhaftes Zögern, beim Prüfungsamt vorzulegen; es muss Zeitpunkt, Art, Umfang und Dauer der Erkrankung sowie deren Auswirkungen auf die Prüfungsfähigkeit bescheinigen. Im Zweifelsfall kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes eines Amtsarztes verlangt werden. Eine während der Erbringung einer Prüfungsleistung eintretende Prüfungsunfähigkeit muss unverzüglich bei der Prüferin oder dem Prüfer oder der Prüfungsaufsicht geltend gemacht werden. Die Verpflichtung zur Anzeige und Glaubhaftmachung der Gründe gegenüber dem Prüfungsamt bleibt unberührt. Ist die oder der Studierende durch Krankheit eines von ihr oder ihm allein zu versorgenden Kindes oder einer oder eines von ihr oder ihm notwendigerweise allein zu betreuenden pflegebedürftigen nahen Angehörigen (Eltern, Großeltern, Ehe- und Lebenspartner) zum Rücktritt oder Versäumnis gezwungen, kann er oder sie bezüglich der Einhaltung von Fristen für die erstmalige Meldung zur Prüfung, die Wiederholung von Prüfungen, die Gründe für das Versäumnis von Prüfungen und Einhaltung von Bearbeitungszeiten für Prüfungsarbeiten dieselben Regelungen in Anspruch nehmen, die bei Krankheit einer oder eines Studierenden selbst gelten. Ein wichtiger Hinderungsgrund ist auch gegeben, wenn eine Studierende durch Nachweis Mutterschutz geltend macht. Wird der Grund anerkannt, so wird ein neuer Termin anberaumt.
(1) Versucht die oder der Studierende das Ergebnis ihrer oder seiner Prüfungs- oder Studienleistung durch Täuschung oder durch Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, wird die Prüfungs- oder Studienleistung mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet. Der Versuch einer Täuschung liegt insbesondere vor, wenn die oder der Studierende nicht zugelassene Hilfsmittel in den Prüfungsraum mitführt oder eine falsche Erklärung nach § 21 Abs. 5 und § 26 Abs. 15 abgegeben worden ist. Beim Vorliegen einer besonders schweren Täuschung (z. B. Wiederholungsfall) oder einer Täuschung unter Beifügung einer schriftlichen Erklärung der oder des Studierenden über die selbständige Anfertigung einer Arbeit ohne unerlaubte Hilfsmittel, muss der Prüfungsausschuss die oder den Studierenden von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen oder Studienleistungen ausschließen, so dass der Prüfungsanspruch im Studiengang erlischt. Die Schwere der Täuschung ist insbesondere anhand der hierfür aufgewendeten Energie, wie organisiertes Zusammenwirkungen und Verwendung technischer Hilfsmittel, wie Funkgeräte und Handys zu werten.
(1) Bei einem Wechsel von einem modularisierten Studiengang einer Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland werden abgeschlossene Module angerechnet, soweit mindestens Gleichwertigkeit gegeben ist. Module sind gleichwertig, wenn sie bezüglich der erworbenen Lernergebnisse oder Kompetenzen gleichwertig sind. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung von Inhalt, Umfang und Anforderungen vorzunehmen. Studienleistungen und Prüfungsleistungen aus nicht modularisierten Studiengängen an deutschen Hochschulen werden als Module des Studiengangs angerechnet, wenn eine Gleichwertigkeit zu diesen gegeben ist.
(4) Einschlägige berufs- und schulpraktische Tätigkeiten können z.B. in Modul 08 als praktische Ausbildung anerkannt werden.
(5) Als Voraussetzung für die Anrechnung kann eine ergänzende Leistung gefordert werden, insbesondere wenn die bisher erworbenen Kompetenzen in wichtigen Teilbereichen unvollständig sind oder für das Modul im früheren Studiengang eine geringere Anzahl von CP vergeben wurde als im Studiengang an der Johann Wolfgang Goethe-Universität anzurechnen sind.
(7) Beim Wechsel des Studienfaches oder der Hochschule oder nach Studienaufenthalten im Ausland besteht ein Rechtsanspruch auf Anrechnung, sofern die Voraussetzungen hierfür gegeben sind und die anzurechnende Leistung zum Zeitpunkt der Anerkennung nicht älter als fünf Jahre ist. Über die Anerkennung älterer Prüfungsleistungen entscheidet der Prüfungsausschuss unter Berücksichtigung des aktuellen Wissensstandes. Die oder der Studierende hat die für die Anrechnung erforderlichen Unterlagen vorzulegen. Es besteht kein Anspruch auf die Anrechnung von Teilleistungen aus nicht abgeschlossenen Modulen. Bei den Anerkennungsverfahren werden sämtliche von der oder dem Studierenden abgelegten – sowohl die bestandenen als auch die nicht bestandenen – Studien- und Prüfungsleistungen, zu denen es gleichwertige Studien- und Prüfungsleistungen im entsprechenden Bachelorstudiengang der Johann Wolfgang Goethe-Universität gibt, berücksichtigt. § 29 Abs. 4 findet Anwendung.
(9) Entscheidungen mit Allgemeingültigkeit zu Fragen der Anrechnung trifft der Prüfungsausschuss, die Anrechnung im Einzelfall erfolgt durch dessen vorsitzendes Mitglied, falls erforderlich unter Heranziehung einer Fachprüferin oder eines Fachprüfers. Sofern Anerkennungen vorgenommen werden, können diese mit der Auflage, bestimmte Studien- und/oder Prüfungsleistungen nachzuholen, verbunden werden. Auflagen und evtl. Fristen, innerhalb der diese zu erfüllen sind, sind der oder dem Studierenden schriftlich mitzuteilen. Die Mitteilung ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(1) Für Kenntnisse und Fähigkeiten, die während des Studiums außerhalb einer Hochschule erworben wurden und die in Niveau und Lernergebnis Modulen des Studiums äquivalent sind, können die CP der entsprechenden Module auf Antrag angerechnet werden. Dies gilt insbesondere für das Modul 07 (Fremdsprachenmodul).
(4) Prüfungssprache ist Deutsch. Einzelne schriftliche oder mündliche Prüfungen können gegebenenfalls im gegenseitigen Einvernehmen aller an der Prüfung Beteiligten, in einer Fremdsprache abgenommen werden. Dies gilt insbesondere für fremdsprachige Veranstaltungen.
(6) Mündliche Prüfungen sind für Studierende, die die gleiche Prüfung ablegen sollen, hochschulöffentlich. Die oder der zu prüfende Studierende kann der Zulassung der Öffentlichkeit widersprechen. Die Zulassung der Öffentlichkeit erstreckt sich nicht auf die Beratung und Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses an die zu prüfende Studierende oder den zu prüfenden Studierenden. Sie kann darüber hinaus aus Kapazitätsgründen begrenzt werden. Zur Überprüfung der in Satz 1 genannten Gründe kann der oder die Prüfende Nachweise verlangen.
(4) Die Ausgabe des Themas erfolgt durch die oder den Prüfenden, die oder der den Ausgabezeitpunkt und die Bearbeitungsdauer der Hausarbeit dokumentiert. Die Hausarbeit lehnt sich in der Regel an eine Präsentation der oder des zu Prüfenden in einer Lehrveranstaltung an. Der Umfang der Hausarbeiten ist in den Modulbeschreibungen festgelegt. Abweichend davon kann sie von der oder dem Prüfenden festgelegt werden.
(5) Die Hausarbeit ist innerhalb der festgelegten Bearbeitungsfrist in einfacher Ausfertigung bei der Prüferin oder dem Prüfer einzureichen; im Falle des Postwegs ist der Poststempel entscheidend. Die Abgabe der Hausarbeit ist durch die Prüfende oder den Prüfenden aktenkundig zu machen.
(6) Die Bewertung der Hausarbeit durch die Prüferin oder dem Prüfer soll binnen sechs Wochen nach Einreichung erfolgt sein; die Beurteilung ist schriftlich zu begründen. Im Übrigen findet § 23 Abs. 4 entsprechend Anwendung.
(8) Projektberichte beschreiben den Inhalt, die Methoden und Ergebnisse des Projektes (Modul 09b). Ihre Länge wird in der Modulbeschreibung geregelt. Die Bearbeitungsfrist wird von dem oder der Prüfenden festgelegt.
(9) Für Projektberichte und nicht unter Aufsicht angefertigte schriftliche Prüfungsarbeiten, finden die Absätze 2 bis 7 entsprechend Anwendung.
(1) Durch Projekte soll die Kompetenz zur Entwicklung, Durchsetzung und Präsentation von ethnologischen Arbeitsweisen erworben werden. Hierbei sollen die Studierenden lernen, dass sie an einer größeren Aufgabe Ziele definieren sowie Lösungsansätze und Konzepte erarbeiten können.
(2) Die Form der Projekte kann eigenständige Feldforschung, Lehrforschung, ein Film- oder Ausstellungsprojekt, ein Praktikum und anderes umfassen. Die Dauer und der Umfang werden in der Modulbeschreibung (Modul 09b) geregelt. Bei neuen, zusätzlichen Projektformen entscheidet der Prüfungsausschuss auf Vorschlag des Direktoriums des Instituts für Ethnologie über die Dauer.
(3) Bei einer in Form einer Teamarbeit erbrachten Projekt muss der Beitrag der oder des einzelnen Studierenden deutlich erkennbar und bewertbar sein und die Anforderungen nach Abs. 1 erfüllen.
(3) Um die Zulassung für die Bachelorarbeit beantragen zu können, müssen die Module 01 bis 05, und 07 bis 09b abgeschlossen sein.
(8) Die Ausgabe des Themas erfolgt durch die Betreuerin oder den Betreuer über das Prüfungsamt. Das Thema muss so beschaffen sein, dass es innerhalb der vorgesehenen Frist bearbeitet werden kann. Der Zeitpunkt der Ausgabe und des Themas sind beim Prüfungsamt aktenkundig zu machen. Das Thema der Bachelorarbeit darf vor der aktenkundigen Ausgabe des Titels nicht bearbeitet werden.
(9) Die Bachelorarbeit kann auch in Form einer Gruppenarbeit zugelassen werden, wenn der als Prüfungsleistung zu bewertende Beitrag der oder des einzelnen Studierenden aufgrund der Angabe von Abschnitten, Seitenzahlen und anderen objektiven Kriterien, die eine deutliche Abgrenzung ermöglichen, deutlich unterscheidbar und bewertbar ist und die Anforderungen nach Abs. 1 erfüllt sind.
(10) Die Bachelorarbeit ist in deutscher Sprache abzufassen. In Absprache mit dem Betreuer oder der Betreuerin kann sie auch auf Englisch – in begründeten Ausnahmefällen auch in anderen Sprachen – abgefasst werden.
(11) Das gestellte Thema kann nur einmal und nur innerhalb des ersten Drittels der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden. Das neu gestellte Thema muss sich inhaltlich von dem zurückgegebenen Thema unterscheiden. Wird infolge des Rücktritts nach Abs. 12 ein neues Thema für die Bachelorarbeit ausgegeben, so ist die Rückgabe dieses Themas ausgeschlossen.
(12) Kann der Abgabetermin aus von der oder dem Studierenden nicht zu vertretenden Gründen (z.B. Erkrankung der oder des Studierenden beziehungsweise eines von ihr oder ihm allein zu versorgenden Kindes), nicht eingehalten werden, so verlängert das Prüfungsamt einmal die Bearbeitungszeit, wenn die oder der Studierende dies vor dem Ablieferungstermin beantragt. Maximal kann eine Verlängerung um 50 % der Bearbeitungszeit eingeräumt werden. Dauert die Verhinderung länger, so kann die oder der Studierende von der Prüfungsleistung zurücktreten.
(14) Die Bachelorarbeit ist gebunden und in dreifacher Ausfertigung einzureichen..
(16) Die Bachelorarbeit ist von der Gutachterin oder dem Gutachter schriftlich zu begutachten und zu bewerten. § 13 Abs. 3 bleibt unberührt. Die Bewertung der Bachelorarbeit durch eine zweite Prüfende oder einen zweiten Prüfenden erfolgt nur auf Antrag der oder des Studierenden. Die Bewertung soll von den Prüfenden unverzüglich, spätestens sechs Wochen nach Einreichung, erfolgen. Bei unterschiedlicher Bewertung der Bachelorarbeit wird von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses die Note in entsprechend Anwendung von § 27 Abs. 4 festgesetzt.
(17) Die Bachelorarbeit muss im Rahmen eines Bachelor-Kolloquiums vorgestellt werden. Die Länge der Präsentation beläuft sich auf 30 Minuten. Sie soll nach Möglichkeit im Zeitraum zwischen der Vergabe des Bachelorthemas und der Abgabe der Bachelorarbeit erfolgen. Die Präsentation ist unbenotet. Studierende desselben Studiengangs sind berechtigt, beim Kolloquium als Zuhörerinnen beziehungsweise Zuhörer teilzunehmen.
(3) Sofern eine Prüfungsleistung von zwei oder mehr prüfenden unterschiedlich bewertet wird, errechnet sich die Note der Prüfungsleistung als Durchschnitt der einzelnen Noten.
(4) Die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen werden von den jeweiligen Prüferinnen und Prüfern festgesetzt.
(5) Für die Bachelorprüfung wird eine Gesamtnote gebildet. Die Note errechnet sich aus dem arithmetischem Mittel der einzelnen Modulprüfungen der Module 01 bis 05 und 08 bis 10. Bei der Berechnung der Note wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen.
(3) Die Bachelorprüfung ist bestanden, wenn sämtliche Pflichtmodule bestanden und die Bachelorarbeit mit mindestens „ausreichend“ bewertet worden ist.
(2) Nicht bestandene Modulprüfungen können höchstens zweimal wiederholt werden. Weichen die Bestimmungen zur Wiederholung von Modulprüfungen bei Modulen von den Regelungen der Ordnungen für den Studiengang der oder des Studierenden ab, so gilt die Ordnung desjenigen Studiengangs, in dessen Rahmen die Module angeboten werden. Dies kann bei den Modulen 06 und 07 der Fall sein.
(3) Eine nicht bestandene Bachelorarbeit einschließlich eines Kolloquiums kann einmal wiederholt werden. Es wird ein anderes Thema ausgegeben. Eine Rückgabe des Themas der Bachelorarbeit ist im Rahmen einer Wiederholungsprüfung nur zulässig, wenn die oder der Studierende bei der Anfertigung der ersten Bachelorarbeit von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht hat. Eine zweite Wiederholung ist nicht zulässig.
(4) Fehlversuche derselben oder inhaltlich äquivalenten Modulprüfung eines anderen Studiengangs an der Johann Wolfgang Goethe-Universität oder einer anderen Hochschule sind anzurechnen.
(5) Eine nicht bestandene Modulprüfung muss zu Beginn des folgenden Semesters nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses wiederholt werden. Wird die erste Wiederholung nicht bestanden, muss die Veranstaltung, in deren Anschluss die Prüfung erfolgte (oder eine äquivalente Veranstaltung des Moduls), wiederholt werden. Die zweite Wiederholung der Modulprüfung erfolgt im Anschluss daran zum nächsten regulären Prüfungstermin. Die Wiederholung der Bachelorarbeit ist nicht später als innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe des Ergebnisses der vorangegangenen nicht bestandenen Bachelorarbeit abzulegen.
b) die Bachelorarbeit auch in der Wiederholung mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet wurde oder als mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet gilt oder
(2) Ist die Bachelorprüfung endgültig nicht bestanden, ist der oder dem Studierenden ein Bescheid mit Angaben aller Prüfungsleistungen und den Gründen für das Nichtbestehen der Gesamtprüfung zu erteilen. Er ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(3) Hat die oder der Studierende die Bachelorprüfung endgültig nicht bestanden, ist die oder der Studierende im Fach Ethnologie zu exmatrikulieren. Auf Antrag erhält sie oder er gegen Vorlage der Exmatrikulationsbescheinigung eine Bescheinigung des Prüfungsamtes, die die bestandenen Modulprüfungen, deren Noten und die erworbenen Kreditpunkte enthält und erkennen lässt, dass die Bachelorprüfung endgültig nicht bestanden ist.
Über die bestandene Bachelorprüfung wird möglichst innerhalb von vier Wochen nach der letzten Prüfungsleistung ein Zeugnis in deutscher Sprache, auf Antrag der oder des Studierenden mit einer Übertragung in englischer Sprache, ausgestellt. Das Zeugnis enthält die Angabe der Module mit den Modulnoten, das Thema und die Note der Bachelorarbeit, die Gesamtnote und die insgesamt erreichten CP. Das Zeugnis ist von der Studiendekanin oder dem Studiendekan des Fachbereichs zu unterzeichnen und mit dem Siegel der Johann Wolfgang Goethe-Universität zu versehen. Das Zeugnis trägt das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht worden ist. Studienleistungen und CP werden in einer besonderen Rubrik in das Zeugnis oder in eine dem Zeugnis beizufügende Anlage aufgenommen.
(2) Die Urkunde wird von der Dekanin oder dem Dekan des Fachbereichs, dem der Studiengang zugeordnet ist sowie der Studiendekanin oder dem Studiendekan unterzeichnet und mit dem Siegel der Johann Wolfgang Goethe-Universität versehen.
(3) Der akademische Grad (Bachelor of Arts, B.A.) darf erst nach Aushändigung der Urkunde geführt werden.
(1) Hat die oder der Studierende bei einer Prüfungs- oder Studienleistung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so kann die Note der Prüfungs- beziehungsweise Studienleistung entsprechend § 27 Abs. 2 berichtigt werden. Gegebenenfalls kann die Modulprüfung für „nicht ausreichend“ und die Bachelorprüfung für „nicht bestanden“ erklärt werden. Entsprechendes gilt für die Bachelorarbeit. Der oder dem Studierenden ist vor einer Entscheidung Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
(3) Das unrichtige Zeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls ein neues zu erteilen. Mit dem unrichtigen Zeugnis ist auch das Diploma-Supplement und die Urkunde einzuziehen. Wird die Bachelorprüfung für „nicht bestanden“ erklärt, ist der verliehene Grad abzuerkennen. Eine Entscheidung nach Abs. 1 und Abs. 2 Satz 2 ist nach einer Frist von fünf Jahren ab dem Datum des Zeugnisses ausgeschlossen.
(2) Die Prüfungsgebühren betragen für die Bachelorprüfung einschließlich der Bachelorarbeit bei Bachelorstudiengängen mit einer Regelstudienzeit von sechs Semestern insgesamt 150 Euro.
(1) Beim Wechsel vom Magister- in den Bachelorstudiengang kommen die Bestimmungen von § 19 in Anwendung.
(2) Der Magisterstudiengang Historische Ethnologie im Hauptfach wird zum Wintersemester 2011/12 eingestellt. Mit der Einstellung treten die in der „Ordnung für die modularisierten Magisterstudiengänge der Fachbereiche Philosophie und Geschichtswissenschaften und Sprach- und Kulturwissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main vom 12.07.2006“ (UniReport vom 11.09.2006) für den Magisterstudiengang Historische Ethnologie enthaltenen fachspezifischen Bestimmungen außer Kraft.
(3) Studierende, die ihr Studium im Magisterstudiengang Historische Ethnologie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität vor dessen Einstellung aufgenommen haben, können das Studium nach den bisherigen Bestimmungen fortsetzen. Dies gilt auch für Studierende, die ihr Studium im Magisterstudiengang mit Historischer Ethnologie als Hauptfach an der Goethe-Universität in einem höheren Fachsemester aufnehmen. Sie müssen sich jedoch bis zum 30.09.2018 für die Magisterarbeit anmelden. Der Abschluss des Grundstudiums muss bis zum 30.09.2015 erfolgen. Werden die Fristen nicht eingehalten erfolgt eine automatische Einstufung in den Bachelor-Studiengang Ethnologie. Teilzeitstudierende müssen ihre Studien- und Prüfungsplanung auf die in Satz 2 genannten Fristen ausrichten. Über darüber hinausgehende Härtefälle entscheidet der Prüfungsausschuss.
Anhang 1: Modulbeschreibungen Bachelorstudiengang Ethnologie HF
BA – Einführungsphase
Im Rahmen des Basismoduls werden zum einen die Grundlagen des Faches Ethnologie vermittelt (Grundbegriffe, Techniken, Methoden, Geschichte, Forschungsfelder), zum anderen die Techniken wissenschaftlichen Arbeitens angeeignet.
In der Vorlesung und dem ergänzenden Tutorium „Einführung in die Ethnologie“ setzen sich Studierende unter anderem mit der historischen Entwicklung von ethnologischen Konzepten und Strömungen auseinander, bis hin zu aktuellen Erklärungsansätzen für zeitgenössische Phänomene kollektiver Lebensbewältigung. Sie machen sich mit der ethnologischen Perspektive auf dynamische, kulturelle und gesellschaftliche Prozesse vertraut und erhalten einen Einblick in das Spektrum ethnologischer Teilgebiete. Durch die Lektüre von Schlüsseltexten sollen sie sich intensiv in die Grundlagen des Faches einarbeiten. Im Tutorium werden die Inhalte, die in der Vorlesung behandelten wurden, vertieft und diskutiert. Nach der ersten Semesterhälfte erfolgt eine erste Leistungskontrolle in Form eines Mid-Term-Tests. Die Modulprüfung erfolgt am Ende des Semesters in Form einer Klausur oder einer mündlichen Prüfung.
In dem Kurs „Wissenschaftliche Arbeitstechniken“ setzen sich die Studierenden mit Formen der Informationsgewinnung, -aufarbeitung und Präsentation auseinander. Sie werden in die Nutzung der Bibliotheken, Archiven und elektronischen Datenbanken eingeführt und lernen die formalen Vorgaben für schriftliche wissenschaftliche Arbeiten sowie unterschiedliche mediale Präsentationsformen kennen. Für diese Veranstaltung sind obligatorische und regelmäßig zu erbringende Übungseinheiten vorgesehen. Der Kurs kann ebenfalls durch ein Tutorium ergänzt werden.
In der Modulprüfung im Anschluss an die Vorlesung werden die im Modul vermittelten übergreifenden Kompetenzen abgeprüft.
Anwendung der grundlegenden Theorien und Methoden der Ethnologie und Einordnung von Themen in die historische Entwicklung des Faches; Fähigkeiten der Informationsgewinnung, -aufarbeitung und -präsentation.
im Anschluss an die Vorlesung „Einf. in die Ethnologie“ Klausur (90 min) oder mündliche Prüfung (20 min) (3 CP)
V Einführung in die Ethnologie (Vorlesung) / T Tutorium: Einführung in die Ethnologie (Tutorium)
Aktive und erfolgreiche Teilnahme (Studienleistungen nach § 8 Abs. 4) (6 CP)
K Wissenschaftliche Arbeitstechniken (Kurs) Aktive und erfolgreiche Teilnahme (Studienleistungen nach § 8 Abs. 4) (6 CP)
Einführung in die Ethnologie V 2 3
Tutorium: Einführung in die Ethnologie T 2 3
Wissenschaftliche Arbeitstechniken K 2 6
(im Anschluss an die Vorlesung) – – 3
In den regionalspezifischen Veranstaltungen wird ein allgemeiner ethnographischer Überblick über die behandelte Region gegeben. Studierende beschäftigen sich dabei mit soziokulturellen, politischen, wirtschaftlichen und historischen Themen, die die Grundlage für die Vertiefung spezieller regionaler Fragen darstellen. Einzelne Kulturen und regional übergreifende kulturelle Institutionen werden exemplarisch näher behandelt, insbesondere auch im Hinblick auf die Rolle dieser ethnographischen Einzelfälle für die kulturvergleichende Theorienbildung. Es ist möglich zwei sich ergänzende Veranstaltungen zu der gleichen Region zu besuchen. Die Modulprüfung erfolgt im Anschluss an eine der beiden regionalen Veranstaltungen und prüft die im Modul vermittelten übergreifenden Kompetenzen ab.
Regionalspezifische Kompetenzen, kritischer und reflexiver Umgang mit ethnologischen Methoden und theoretischen Konzepten.
Die fachlichen Vorkenntnisse ermöglichen außerdem eine intensivere Auseinandersetzung mit regionalspezifischen Thematiken in der Vertiefungsphase (Modul 4 und 5).
im Anschluss an einer der beiden Veranstaltungen, Klausur (90 min) oder mündliche Prüfung (20 min) oder Hausarbeit (12-15 Seiten, 28.800–36.000 Zeichen inkl. Leerzeichen, Fließtext) (3 CP)
P/V Regionales Teilgebiet 1 (Proseminar, Vorlesung) Aktive und erfolgreiche Teilnahme (Studienleistungen nach § 8 Abs. 4) (6 CP)
P/V Regionales Teilgebiet 2 (Proseminar, Vorlesung) Aktive und erfolgreiche Teilnahme (Studienleistungen nach § 8 Abs. 4) (6 CP)
Regionales Teilgebiet 1 P/V 2 6
Regionales Teilgebiet 2 P/V 2 6
Modulprüfung (Im Anschluss an Reg. Teilgebiet 1 o. 2) – – 3
Modul 03a – Systematische Teilgebiete I
Studierende erwerben Grundlagenkenntnisse zu zentralen Themen und Theorien der systematischen Teilgebiete der Ethnologie. Behandelt werden z. B. Wirtschafts-, Rechts-, Religions-, Verwandtschafts- und politische Ethnologie sowie Studium der materiellen Kultur. Im Rahmen der Veranstaltungen setzten sich Studierende mit der Vielfalt und Komplexität unterschiedlicher Organisationsformen von Gesellschaften auseinander und befassen sich mit zeitgenössischen und historischen soziokulturellen Wandlungsprozessen. Außerdem sollen sie sich mit den zu ihrer Analyse entwickelten Verfahren und Begriffen vertraut machen. Dabei sollen im Rahmen der Module 03a und 03b vier verschiedene systematische Teilgebiete abgedeckt werden. Die Modulprüfung erfolgt im Anschluss an einer der beiden systematischen Veranstaltungen.
In der Wirtschaftsethnologie werden z.B. die kulturellen Universalien von Produktion, Reproduktion und Tausch und deren Ausprägungen in den verschiedenen Wirtschaftsformen behandelt. Die Einführung in die Religionsethnologie gibt einen Überblick über die verschiedensten Erscheinungsformen von Religiosität, Magie, Jenseitsvorstellungen, Kosmologie und deren Interdependenz mit sozialer wirtschaftlicher und politischer Organisation. Das Studium der materiellen Kultur führt in die dinglichen Aspekte von Kultur ein, in die Herstellung und Verwendung von Objekten, ihre Analyse und ihre über die reine Funktionalität hinausreichende ästhetische Gestaltung als Thema der Kunstethnologie.
Die Modulprüfung erfolgt im Anschluss an eine der beiden Veranstaltungen und prüft die im Modul vermittelten übergreifenden Kompetenzen ab.
Anwendung von Themen und Theorien verschiedener Teildisziplinen der Ethnologie; kritischer und reflexiver Umgang mit ethnologischen Methoden und theoretischen Konzepten.
Die fachlichen Vorkenntnisse ermöglichen außerdem eine intensivere Auseinandersetzung mit speziellen Themen der systematischen Teilgebiete in der Vertiefungsphase (Modul 4 und 5)
im Anschluss an einer der beiden Veranstaltungen, Klausur (90 min) oder mündliche Prüfung (20 min) oder Hausarbeit (12-15 Seiten, 28.800–36.000 Zeichen inkl. Leerzeichen, Fließtext) (3 CP).
P/V Systematische Teilgebiete 1 (Proseminar, Vorlesung) Aktive und erfolgreiche Teilnahme (Studienleistungen nach § 8 Abs. 4) (6 CP)
P/V Systematische Teilgebiete 2 (Proseminar, Vorlesung) Aktive und erfolgreiche Teilnahme (Studienleistungen nach § 8 Abs. 4) (6 CP)
P/V Systematische Teilgebiete 1 P/V 2 6
P/V Systematische Teilgebiete 2 P/V 2 6
Modulprüfung (Im Anschluss an
Systematisches Teilgebiet 1 oder 2) – – 3
im Anschluss an einer der beiden Veranstaltungen, Klausur (90 min) oder mündliche Prüfung (20 min) oder Hausarbeit (12-15 Seiten, 28.800–36.000 Zeichen inkl. Leerzeichen, Fließtext) (3 CP)..
P/V Systematische Teilgebiete 3 (Proseminar, Vorlesung) Aktive und erfolgreiche Teilnahme (Studienleistungen nach § 8 Abs. 4) (6 CP)
P/V Systematische Teilgebiete 4 (Proseminar, Vorlesung) Aktive und erfolgreiche Teilnahme (Studienleistungen nach § 8 Abs. 4) (6 CP)
P/V Systematische Teilgebiete 3 P/V 2 6
P/V Systematische Teilgebiete 4 P/V 2 6
Systematisches Teilgebiet 3 oder 4) – – 3
BA – Vertiefungsphase
Aufbauend auf den bereits erarbeiteten Grundlagen in den Modul 2, 3a und 3b setzen sich Studierende weiterführend und vertiefend mit regionalspezifischen und systematischen, forschungsorientierten Themen der Ethnologie auseinander. In den Veranstaltungen werden allen voran aktuelle ethnologische Phänomene kritisch analysiert und diskutiert. Dadurch erlernen die Studierenden einen anwendungsorientierten wissenschaftlichen Umgang mit gegenwärtigen Themen.
Die Lektüre und kritische Erschließung von (möglichst originalsprachlichen) Texten ist wichtiger Bestandteil der Vertiefungsmodule. Darüber hinaus sollen Studierende im Rahmen der Vertiefungsphase ethnologische Modelle kritisch reflektieren und sich insbesondere mit der praktischen Anwendung von ethnologischen Erkenntnissen auseinandersetzen. Die Studierenden sollten sich zur eigenen Schwerpunktbildung für zwei Veranstaltungen entscheiden, die in Zusammenhang zu einander stehen. Die Modulprüfung erfolgt im Anschluss an eine der beiden Veranstaltungen und prüft die im Modul vermittelten übergreifenden Kompetenzen ab.
Bearbeitung und Auswertung forschungsorientierter Themen; Vertiefung und Anwendungskompentenz regionalspezifischer und themenspezifischer Kenntnisse. Außerdem erweiterte Kompetenzen der Theorienbildung und kritischer Reflexion ethnologischer Modelle.
Orientierungsveranstaltung Module 1, 2, 3a und 3b Nachweis der zweiten Fremdsprache
S Systematisches oder regionales Teilgebiet 1 (Seminar) Aktive und erfolgreiche Teilnahme (Studienleistungen nach § 8 Abs. 4) (6 CP)
S Systematisches oder regionales Teilgebiet 2 (Seminar) Aktive und erfolgreiche Teilnahme (Studienleistungen nach § 8 Abs. 4) (6 CP)
Systematisches oder regionales Teilgebiet 1 S 2 6
Systematisches oder regionales Teilgebiet 2 S 2 6
Modulprüfung (Im Anschluss an Sys. / Reg. Teilgebiet 1 oder 2) – – 3
S Systematisches oder regionales Teilgebiet 3 (Seminar) Aktive und erfolgreiche Teilnahme (Studienleistungen nach § 8 Abs. 4) (6 CP)
Systematisches oder regionales Teilgebiet 3 S 2 6
Systematisches oder regionales Teilgebiet 4 S 2 6
Modulprüfung (Im Anschluss an Sys. / Reg. Teilgebiet 3 oder 4) – – 3
BA – Erweiterungsphase
Modul 06 – Disziplinübergreifendes Modul
Studierenden wird ein Einblick in die thematischen Schwerpunkte und Methoden anderer Facheinheiten ermöglicht. Sie sollen sich mit disziplinübergreifenden Arbeitsformen auseinandersetzen. Das disziplinübergreifende Modul ermöglicht zudem die Übertragung ethnologischer Konzepte auf andere Disziplinen, aber auch die Betrachtung dieser Konzepte aus der Perspektive fremder Disziplinen. Im disziplinübergreifenden Modul müssen insgesamt 15 CP erbracht werden.
Beispiele: Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie, Linguistik, Empirische Sprachwissenschaften, Kunstgeschichte, Kunstpädagogik.
Die Veranstaltungen werden von den Studierenden ausgewählt. Die für die Vergabe der CP zu erbringenden Leistungen werden durch das jeweilige Institut geregelt, das die Veranstaltung anbietet. Der Abschluss des Moduls wird vom Modulbeauftragten bestätigt.
Interdisziplinäres Arbeiten, Anwendung von Methoden und Kenntnissen anderer Fächer.
Veranstaltung(en) anderer Fächer Teilnahme-/Leistungs-nachweise nach Regelung im jeweiligen Fach, insgesamt 15 CP
Veranstaltung(en) anderer Fächer* – – 15
*Bei Bedarf müssen mehrere Veranstaltungen anderer Fächer belegt werden, bis 15 CP erbracht wurden.
Modul 07 – Fremdsprachenmodul
Ergänzend zu regionalspezifischen Kenntnissen sollen im Rahmen des Fremdsprachenmoduls sprach-liche Kompetenzen erworben bzw. ausgebaut werden. Dabei sollen sich Studierende bevorzugt dem Erlernen außereuropäische Sprachen widmen. Der Sprachkurs bzw. die Sprachkurse müssen einen Umfang von mindestens 90 Stunden (8 SWS) haben. Alternativ können auch allgemeine linguistische Veranstaltungen besucht werden. Die Kurse können an universitätsinternen Sprachinstituten oder an außeruniversitären Instituten auch in der vorlesungsfreien Zeit erbracht werden.
Beispiele für Institute und Einrichtungen, an denen entsprechende Veranstaltungen belegt werden können sind: Institut für Afrikanistik, Kognitive Linguistik, Empirische Sprachwissenschaften, Sprachlabor/ Sprachenzentrum der Goethe-Universität
Das Modul kann nicht für den Nachweis der zweiten Fremdsprache genutzt werden.
Sprachkompetenzen (v.a. außereuropäische Sprachen)
Orientierungsveranstaltung, Sprachprüfungen nach der Regelungen der für den Spracherwerb zuständigen Fachbereiche
BA Ethnologie Hauptfach
Sp Sprachkurs(e) (insg. 90 Stunden) (Sprachstudium) 10 CP
Sprachkurs(e)* Sp 8 10
* Der Sprachkurs bzw. die Sprachkurse müssen einen Umfang von 90 Stunden (8 SWS) haben.
BA – Praxis-Phase
Das Modul gibt Einblick in die Berufsfelder der Ethnologie und leistet erste praktische Annäherung an bestimmte Berufe anhand von Gastvorträgen von Ethnologen aus der Praxis. Es erleichtert den Übergang in die Berufspraxis, indem es den Studierenden ermöglicht, sich mit den konkreten Anforderungen bestimmter Berufe auseinanderzusetzen und Netzwerke auszubauen.
Die Veranstaltungen finden in Form von Ringvorlesungen, spezifischen Seminaren, Exkursionen (z.B. in Museen) oder praktischen Kursen statt. Themen können z.B. Entwicklungshilfe, Journalismus, Museumsethnologie u.a. sein
Berufsqualifizierende praktische und theoretische Kompetenzen; praktische Anwendung der Studieninhalte.
Orientierungsveranstaltung Module 1, 2 und 3a, Nachweis der zweiten Fremdsprache
V/S/K/Ex Berufsfelder der Ethnologie 1 Aktive und erfolgreiche Teilnahme (Studienleistungen nach § 8 Abs. 4) (6 CP)
S/K/Ex Berufsfelder der Ethnologie 2 Aktive und erfolgreiche Teilnahme (Studienleistungen nach § 8 Abs. 4) (6 CP)
Ethnologie als Beruf 1 S/K/Ex 2 6
Ethnologie als Beruf 2 S/K/Ex 2 6
Modulprüfung (Im Anschluss an Ethnologie als Beruf 1 oder 2) – – 3
In diesem Modul erfolgt die praktische, theoretische und methodische Vorbereitung der Studierenden auf die Projektarbeit. Sie werden in der Vorbereitungsphase ihrer Projekte gezielt betreut und auf die Umsetzung der Projektentwürfe vorbereitet. Neben der Konzipierung ihrer Projekte, sowie der Aneignung projektrelevanter regionaler und methodischer Kenntnisse zur Materialerhebung und -auswertung, bildet für die Studierenden außerdem die kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen ethnologischen Methoden einen Schwerpunkt des Moduls.
Die Modulprüfung erfolgt im Anschluss an die Veranstaltung „Vorbereitung“ und prüft die im Modul vermittelten übergreifenden Kompetenzen ab.
Projektentwicklung und Projektmanagement, spezifische regionale und methodische Kompetenzen.
im Anschluss an die Veranstaltung „Vorbereitung“: Klausur (90 min) oder mündliche Prüfung (20 min) oder Hausarbeit (12-15 Seiten, 28.800–36.000 Zeichen inkl. Leerzeichen, Fließtext) (3 CP).
S/K Methoden (Seminar, Kurs) Aktive und erfolgreiche Teilnahme (Studienleistungen nach § 8 Abs. 4) (6 CP)
S/K Vorbereitung (Seminar, Kurs) Aktive und erfolgreiche Teilnahme (Studienleistungen nach § 8 Abs. 4) (6 CP)
Methoden S/K 2 6
Vorbereitung S/K 2 6
Modulprüfung (Im Anschluss an Vorbereitung) – – 3
Das Modul beinhaltet die eigenständige Durchführung eines Projektes in Absprache mit dem Projekt-betreuer (z.B. Feldforschung, Projektstudium, Film, Ausstellung usw.) sowie die Präsentation der Forschungsergebnisse. Fähigkeit zu gegenseitiger konstruktiver Kritik begleitend zur Projektdurchführung und in der Schlussbetrachtung. Das Projekt kann durch ein Praktikum ersetzt werden (Mindestlänge acht bis zehn Wochen) oder an eines gekoppelt sein. Der Umfang anderer Projekte wird je nach Aufwand vom Direktorium des Instituts für Ethnologie festgelegt.
Die Projektarbeit hat einen Umfang von 12-15 Seiten (28.000-36.000 Zeichen inkl. Leerzeichen, Fließtext).
Projektmanagement und Präsentation, Durchführung eigenständig erarbeiteter Projekte.
Orientierungsveranstaltung Module 1, 2, 3a, 3b, 4, 5 und 8 Nachweis der zweiten Fremdsprache, Zugang erfolgt durch Absprache mit dem Modulbeauftragten
Projektbericht (12-15 Seiten, 28.800-36.000 Zeichen inkl. Leerzeichen, Fließtext) (3 CP).
PS Projektarbeit (Praktisches Studium) 16 CP
Projektarbeit PS – 16
Projektbericht – – 4
BA – Abschlussphase
Erstellung der Bachelorarbeit sowie Vorstellung des Arbeitsthemas und der vorläufigen Ergebnisse im Rahmen des Bachelor-Kolloquiums. Die Bachelor-Arbeit soll sich auf ca. 30 Seiten (72.000 Zeichen inkl. Leerzeichen, Fließtext) belaufen. Das Kolloquium begleitet die Erstellung der Bachelorarbeit und bietet die Möglichkeit, sich mit anderen Studierenden die Arbeitsthemen miteinander zu diskutieren.
Schriftliche Ausarbeitung einer eigenständig durchgeführten Arbeit, Präsentation und Diskussion von eigenen und fremden Themen Erster berufsqualifizierender Abschluss als Ethnologe.
Orientierungsveranstaltung Module 1-5, 7-9b Nachweis der zweiten Fremdsprache
BA-Arbeit (30 Seiten, 72.000 Zeichen inkl. Leerzeichen, Fließtext) (12 CP) .
Bachelor-Kolloquium (Kolloquium) Aktive und erfolgreiche Teilnahme (Studienleistungen nach § 8 Abs. 4) (3 CP)
Bachelor-Arbeit 12 CP
Bachelor-Kolloquium Ko 2 3
Bachelor-Arbeit BA – 12
Anhang 2: Exemplarischer Studienverlaufsplan Bachelorstudiengang Ethnologie HF
Modul Obligatorische Einführungsveranstaltung CP
M01 Einf
M01 WA
M03a Sys
M02 Reg
M03b Sys
M05 Vert
M 08 Beruf
M04 Vert
M09a Meth
M09a Vor
M07 Spr
M10 BA
M06 DÜ
CP insgesamt: 180
Ethnologie (HF), Bachelor (ab WS 2011/12)*