Source: http://www.jurablogs.com/2015/11/07/foto-am-strand-neben-einem-fussballprofi-bgh-zur-mitabbildung-privater-im-boulevard
Timestamp: 2016-10-27 16:56:06
Document Index: 59509600

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 23', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BlogsLEXEA Rechtsanwälte: Gewerblicher Rechtsschutz und IT RechtNovember 2015Foto am Strand neben einem Fußballprofi – BGH zur Mitabbildung Privater im Boulevardvon Hans-Chr. Gräfe07.11.2015 Persönlichkeitsrecht Von: Hans-Christian GräfeFoto am Strand neben einem Fußballprofi – BGH zur Mitabbildung Privater im Boulevard Eine Privatperson muss es nicht dulden, dass ein Foto von ihr am Strand in Badekleidung in der Regenbogenpresse abgedruckt wird, bloß weil sie in einem Liegestuhl neben einem bekannten Fußballspieler liegt (BGH, Urteil v. 21.04.2015, Az. VI ZR 245/14). Mallorca statt StadionMitte 2012 veröffentlichte die BILD ein Foto eines Fußball-Nationalspielers. Das Foto zeigte aber keine Szene aus einem Spiel, sondern aus dem Urlaub des Fußballers. Darauf war er am Strand von Mallorca zu sehen. Flankiert wurde das Foto mit einer Berichterstattung über einen Raubüberfall. Dem Spieler waren nämlich während seines Urlaubs Geld und Wertsachen gestohlen worden. Eine ähnliche Berichterstattung fand sich im Online-Auftritt der BILD.Im Hintergrund des Bildes war eine Frau im Bikini abgebildet, die im dazugehörigen Artikel als Urlauberin bezeichnet wurde. Dagegen wandte sie sich zunächst an die Hamburger Gerichte und schlussendlich an den BGH.Die Entscheidung des BGHDie Urlauberin durfte von der BILD verlangen das Foto nicht weiter zu verwenden. Denn sie habe in die Veröffentlichung der Fotos nicht eingewilligt. Das Foto sei auch nicht dem Bereich der Zeitgeschichte zuzuordnen, was gem. § 23 Abs. 1 Nr. 1 des Kunsturheberrechtsgesetzes (KUG) dazu führen würde, dass die BILD es weiter verwenden dürfe. Denn der Begriff der Zeitgeschichte sei eng auszulegen.Zwar handelte der flankierende von einem unter Umständen für die Öffentlichkeit relevanten Vorgang. Nämlich dass der Nationalspieler beklaut worden sei. Das beanstandete Foto als solches hätte aber mit dem Überfall auf den bekannten Fußball-Star am "Ballermann" ersichtlich nichts zu tun gehabt ...Zum vollständigen Artikel65 LeserKanzlei Plutte:Fotorecht: Mitabgebildet im Hintergrund eines Promi-Fotos50 LeserS.O.S. - Hilfe bei Abmahnung wegen Filesharing:BGH: Privatpersonen müssen die Veröffentlichung von Bildern auch dann nicht dulden, wen...222 LeserMüller Müller Rößner:BGH: Privatpersonen müssen die Veröffentlichung von Bildern auch dann nicht dulden, wen...93 LeserHerrmann IT & Media Law:“Hilfe, mein Bild ist in der Bild” …als Beiwerk zu einem Prominentenfoto – Geht so nich...70 Leserurheberrecht–blog.info:Zur Zulässigkeit der Presseveröffentlichung eines Lichtbildes, welches eine mit Bikini ...151 LeserKurz Pfitzer Wolf & Partner:Verletzung des Persönlichkeitsrechts durch Bikini-Aufnahme?54 LeserKurz Pfitzer Wolf & Partner:Sommer, Sonne, Bikini…33 LeserPresserecht aktuell:Das Recht am eigenem Bild10 verwandte ArtikelBGH: Zufällig im Hintergrund abgebildete Urlauber haben gegen Presse UnterlassungsanspruchVeröffentlichung eines zufällig aufgenommenen Bikinifotos verletzt PersönlichkeitsrechtZur Veröffentlichung von Fotos und dem Recht am eigenen BildDie Bikini-Frau neben dem ProminentenOLG Karlsruhe: Ungewollte Veröffentlichung eines Fotos in der Zeitung - Unterlassung ja, Entschädigung neinRecht am Bild: Prominentenfoto und die zufällige Frau im BikiniNeben einem Promi fotografiert und in der Zeitung veröffentlichtOLG Karlsruhe: Zur Zulässigkeit der Presseveröffentlichung eines Fotos, welches zufällig eine mit Bikini bekleidete Frauneben einem Prominenten zeigtOLG Karlsruhe: Fotos einer im Bikini bekleideten Frau rechtswidrig, aber nicht schadensersatzpflichtigOLG Karlsruhe untersagt (weitere) Presseveröffentlichung eines Lichtbildes, welches eine mit Bikini bekleidete Frau zufällig neben einem Prominenten zeigt.Über den ArtikelVeröffentlicht November 7, 2015 7:07am von Hans-Chr. Gräfe im Blog LEXEA Rechtsanwälte: Gewerblicher Rechtsschutz und IT Recht.Über den AutorHans-Chr. GräfeHans-Christian Gräfe hat in Marburg, Madrid und Münster Jura studiert. Seinen Studienschwerpunkt legte er in Marburg auf das Medienrecht. Eine erste Seminararbeit schrieb er rechtsvergleichend zum Recht am eigenen Bild von Prominenten. In Münster absolvierte er eine Zusatzausbildung im Gewerblichen Rechtsschutz mit einer Seminararbeit im Designrecht. Neben dem Studium hat Hans-Christian Gräfe sich für verschiedene Projekte abseits der Juristerei engagiert. So hat er mehrfach an Model United Nations teilgenommen (u.A. in Hamburg und New York), Fortbildungsseminare für Studierende gelietet und an der WWU Münster das Juraforum 2014 – Kultur und Recht mitorganisiert. Als freier Autor gehört er zum Dunstkreis von Telemedicus.info. Für die Telemedicus Sommerkonferenz 2016 bündelt er als Geschäftsführer die Organisation.
Derzeit ist er Rechtsreferendar am Landgericht Münster und bereitet sich auf die zweite juristische Prüfung vor: Stationen u.A. bei SKW Schwarz in Berlin, der DUV Speyer, LEXEA Rechtsanwälten in Köln und dem Deutschen Generalkonsulat Barcelona.57 Artikel von Hans-Chr. GräfeFolge @haenselbertMehr von Hans-Chr. GräfeThemenPersönlichkeitsrechtTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresSo wehren Sie sich gegen „Kurzerkrankungen“von Minijobs aktuellKrasses Fehlurteil zum Urheberrechtsschutz von Textschnipselnvon Klaus Graf / ArchivaliaEin Stück aus dem Kuriositätenkabinett: Eines Tages tauchen beim Finanzamt Gewerbeanmeldungen auf. Darauf ist als Betriebszweck angegeben: „Herstellung Heilmittel Cannabis.“ Der Finanzbeamte weiß damit nichts anzufangen und fährt einfach mal zum Steuerpflichtigen nach Hause. Es stellt sich heraus, daß der Mandant von den Gewerbeanmeldungen zwar nichts wußte, aber er dennoch einen grünen Daumen hatte, soweit [...]von SPRAFKEGerade nochmal gut gegeangenvon PanoramaAnwalt will CDU in Bayern wählbar machenvon Stephan Weinberger / Justillon - kuriose RechtsnachrichtenAls nächstes lesen - bislang 86 Leser:Anwalt will CDU in Bayern wählbar machen