Source: https://www.dataprivacy365.com/
Timestamp: 2020-08-11 10:49:14
Document Index: 2958006

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 24', 'Art. 4', 'Art. 5']

Automatische Kategorisierung und Klassifizierung von Datensätzen nach Massgabe des Schutzgrades
Die Datenschutz-Grundverordnung gibt den Verantwortlichen einige verbindliche Grundsätze an die Hand und stellt Regeln für deren Einhaltung auf. Bei der Verarbeitung, sind alle verantwortlichen Stellen angehalten, besonders auf die Wahrung der Grundrichtlinien „Rechtmässigkeit, Verarbeitung nach Treu und Glauben, Transparenz“ (Art. 5 Abs. 1a) zu achten. Die Verarbeitung muss für den Zweck der Datenerhebung erfolgen („Zweckbindung“ vgl. Art. 5 Abs. 1b) und auf das kleinste Mass minimiert werden („Datenminimierung“ vgl. Art. 5 Abs. 1c). Sobald ein Datensatz veraltet oder falsch wird, ist die Aufgabe der Verarbeitenden, eine Löschung oder Korrektur anzusetzen („Richtigkeit“ vgl. Art. 5 Abs. 1d) und personenbezogene Daten nur so lange aufzubewahren, wie es unbedingt erforderlich ist („Speicherbegrenzung“ vgl. Art. 5 Abs. 1e). Während jeder Verarbeitung ist stets die Sicherheit und Unversehrtheit dieser Daten zu beachten („Integrität und Vertraulichkeit“ vgl. Art. 5 Abs. 1f). Die Einhaltung jener Regeln sollte eigentlich bereits in jedem Unternehmen Standard sein und keine signifikanten Umstellungen erfordern. Viel grössere Mühen verursachen jedoch die Nachweispflichten (vgl. Art. 24 Abs. 1-3), die damit verbunden werden.
Speziell die Bestimmung des Begriffes „Verarbeitung“, lässt grosse Dokumentationsaufgaben entstehen, da bereits das Abspeichern oder Ordnen unter die Tätigkeit des Verarbeitens fällt (vgl. Art. 4 Abs. 2). Da Verantwortliche die Einhaltung der Grundsätze aus dem vorherigen Absatz nachweisen müssen („Rechenschaftspflicht“ vgl. Art. 5 Abs. 2), können Aufgabenberge entstehen, deren händische Durchführung kaum möglich ist. Wird zum Beispiel ein Textdokument, das bei einem Kundengespräch angelegt wurde und die Kontaktdaten des Kunden enthält, abgespeichert, tritt die Rechenschaftspflicht in Kraft. Wird das Dokument nun an einem anderen Ort abgespeichert oder in einem Clouddienst verarbeitet, so muss zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein, dass die Grundsätze der Datenverarbeitung eingehalten werden. Daher ist es wichtig, rechtzeitig mit der Umstellung auf eine automatisierte Dokumentation und Indizierung umzusteigen, um nicht am Stichtag von den Anforderungen überrannt zu werden, zumal die Anforderungen der DSGVO noch detaillierter sind und hier nur ein kleiner Ausschnitt angeführt wurde.
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