Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=23.01.2009&Aktenzeichen=V%20ZR%20197/07
Timestamp: 2019-05-23 08:19:40
Document Index: 328598932

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1041', '§ 1050', '§ 1041', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', '§ 133', 'BGH']

BGH, 23.01.2009 - V ZR 197/07 - dejure.org
https://dejure.org/2009,1125
BGH, 23.01.2009 - V ZR 197/07 (https://dejure.org/2009,1125)
BGH, Entscheidung vom 23.01.2009 - V ZR 197/07 (https://dejure.org/2009,1125)
BGH, Entscheidung vom 23. Januar 2009 - V ZR 197/07 (https://dejure.org/2009,1125)
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BGB §§ 1041, 1050
Verpflichtung des Nießbrauchers zur Erhaltung der belasteten Sache in ihrem Kapitalwert; Vorliegen einer Verpflichtung des Nießbrauchers zur Durchführung auch von außergewöhnlichen Unterhaltungsmaßnahmen; Ausgleich des Wertverlusts der Sache erst bei Beendigung des Nießbrauchs
Kein Anspruch des Nießbrauchers auf Erstattung von Instandhaltungskosten bei schuldrechtlich wirkender Vereinbarung über Reparaturen und bauliche Änderungen unter Umkehrung des Regelungsgehalts von § 1050 BGB
Nießbrauch; Übernahme außergewöhnlicher Erhaltungsmaßnahmen; Instandhaltungspflicht
Keine Einschränkung der aus § 1041 Satz 1 und 2 BGB folgenden Erhaltungspflichten durch die Vorschrift des 1050 BGB
Erhaltungspflichten des Nießbrauchers?
Aufwendungen des Nießbrauchers
Gebäudeunterhaltung durch den Nießbraucher
Der Nettonießbrauch auf dem Prüfstand
Grundstücksübertragung - Erhaltungspflichten des Nießbrauchers
LG Mannheim, 03.05.2006 - 5 O 262/05
OLG Karlsruhe, 16.11.2007 - 15 U 80/06
NJW 2009, 1810
MDR 2009, 623
NZM 2009, 448
WM 2009, 1051
Rpfleger 2009, 373
Die Auslegung einer Individualabrede kann von dem Revisionsgericht nur eingeschränkt überprüft werden, nämlich darauf, ob der Tatrichter die gesetzlichen und allgemein anerkannten Auslegungsregeln, die Denkgesetze und Erfahrungssätze beachtet und die der Auslegung zugrunde gelegten Tatsachen ohne Verfahrensfehler ermittelt hat (st. Rspr.; vgl. Senat, Urt. v. 23. Januar 2009, V ZR 197/07, NJW 2009, 1810, 1811 m.w.N.).
Diese Auslegung ist revisionsrechtlich nur eingeschränkt, nämlich nur darauf nachprüfbar, ob das Berufungsgericht Auslegungs- und Ergänzungsregeln oder Denk- oder Erfahrungssätze verletzt oder wesentliche Umstände unbeachtet gelassen hat (Senat, BGHZ 111, 110, 115;… Urt. v. 12. Dezember 1997, V ZR 250/96, NJW 1998, 1219, 1220;… BGH, Urt. v. 17. April 2002, VIII ZR 297/01, NJW 2002, 2310;… Senat, Urt. v. 13. Februar 2004, V ZR 225/03, NJW 2004, 1873; Urt. v. 23. Januar 2009, V ZR 197/07, NJW 2009, 1810, 1811).
Die Auslegung der Regelung durch das Berufungsgerichts ist mit dem in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannten Erfordernis einer beiderseits interessengerechten Auslegung (BGHZ 131, 136, 138; 143, 175, 178 [Senat];… Senat, Urt. v. 31. Oktober 1997, V ZR 248/96, NJW 1998, 535, 536;… Urt. v. 9. Mai 2003, V ZR 240/02, NJW-RR 2003, 1053, 1054; Urt. v 23. Januar 2009, V ZR 197/07, NJW 2009, 1810, 1812;… BGH, Urt. v. 28. Mai 2009, VII ZR 206/07, BGH-Report 2009, 866) nicht zu vereinbaren.
(a) Die tatrichterliche Auslegung der Abreden in einem nicht von einer Seite vorformulierten Vertrag nach §§ 133, 157 BGB kann von dem Revisionsgericht nur eingeschränkt darauf überprüft werden, ob die gesetzlichen und allgemein anerkannten Auslegungsregeln, die Denkgesetze und Erfahrungssätze beachtet und die der Auslegung zu Grunde gelegten Tatsachen ohne Verfahrensfehler ermittelt worden sind (st. Rspr.; vgl. Senat, Urteil vom 23. Januar 2009 - V ZR 197/07, NJW 2009, 1810, Rn. 8;… Urteil vom 16. September 2011 - V ZR 236/10, NJW-RR 2012, 218 Rn. 5 mwN;… Urteil vom 8. November 2013 - V ZR 95/12, NJW 2014, 1000 Rn. 9).
Zwar ist die tatrichterliche Auslegung einer Individualvereinbarung revisionsrechtlich nur beschränkt überprüfbar, nämlich darauf, ob gesetzliche Auslegungsregeln, Denkgesetze oder Erfahrungssätze verletzt sind oder wesentlicher Auslegungsstoff außer Acht gelassen wurde (st. Rspr., siehe nur Senat, BGHZ 111, 110, 115; Urt. v. 23. Januar 2009, V ZR 197/07, NJW 2009, 1810, 1811).
Die vom Berufungsgericht vorgenommene tatrichterliche Auslegung der zwischen den Parteien hinsichtlich der Modernisierungsmaßnahmen und des Auszugs aus der Wohnung getroffenen Individualvereinbarung unterliegt nur einer eingeschränkten revisionsgerichtlichen Überprüfung darauf, ob der Auslegungsstoff nicht vollständig berücksichtigt wurde, ob gesetzliche oder allgemein anerkannte Auslegungsregeln, Denkgesetze oder Erfahrungssätze verletzt wurden oder ob die Auslegung auf einem von der Revision gerügten Verfahrensfehler beruht (BGHZ 150, 32, 37; BGH, Urteile vom 8. Januar 2009 - IX ZR 229/07, NJW 2009, 840, Tz. 9; vom 23. Januar 2009 - V ZR 197/07, NJW 2009, 1810, Tz. 8; vom 16. März 2009 - II ZR 68/08, WM 2009, 861, Tz. 12).
Die dahin gehende Auslegung der abgegebenen Erklärungen der Parteien durch das Berufungsgericht unterliegt nur einer eingeschränkten revisionsrechtlichen Überprüfung darauf, ob der Auslegungsstoff vollständig berücksichtigt wurde, ob gesetzliche oder allgemein anerkannte Auslegungsregeln, Denkgesetze oder Erfahrungssätze verletzt wurden oder ob die Auslegung auf einem von der Revision gerügten Verfahrensfehler beruht (vgl. BGHZ 150, 32, 37; BGH, Urteil vom 16. März 2009 - II ZR 68/08, WM 2009, 861, Tz. 12; BGH, Urteil vom 23. Januar 2009 - V ZR 197/07, NJW 2009, 1810, Tz. 8; BGH, Urteil vom 8. Januar 2009 - IX ZR 229/07, NJW 2009, 840, Tz. 9).
Die Auslegung einer Individualabrede gemäß §§ 133, 157 BGB kann von dem Revisionsgericht zwar nur eingeschränkt überprüft werden, nämlich darauf, ob der Tatrichter die gesetzlichen und allgemein anerkannten Auslegungsregeln, die Denkgesetze und Erfahrungssätze beachtet und die der Auslegung zugrunde gelegten Tatsachen ohne Verfahrensfehler ermittelt hat (st. Rspr.; vgl. Senat, Urteil vom 23. Januar 2009 - V ZR 197/07, NJW 2009, 1810, Rn.8 mwN).
Versorgungsausgleich: Verzinsung des bei externer Teilung eines Anrechts vom …
Denn die Auslegung einer Individualerklärung gemäß §§ 133, 157 BGB kann vom Rechtsbeschwerdegericht nur darauf überprüft werden, ob der Tatrichter die gesetzlichen und allgemein anerkannten Auslegungsregeln, die Denkgesetze und Erfahrungssätze beachtet und die der Auslegung zugrunde gelegten Tatsachen ohne Verfahrensfehler ermittelt hat (st. Rspr.; vgl. BGH Urteil vom 23. Januar 2009 - V ZR 197/07 - NJW 2009, 1810 Rn. 8 mwN).