Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=18.12.2013&Aktenzeichen=I%20R%2025/12
Timestamp: 2020-08-09 20:23:35
Document Index: 109938893

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 10', '§ 12', '§ 2', '§ 42', '§ 42', '§ 42']

https://dejure.org/2013,47736
BFH, 18.12.2013 - I R 25/12 (https://dejure.org/2013,47736)
BFH, Entscheidung vom 18.12.2013 - I R 25/12 (https://dejure.org/2013,47736)
BFH, Entscheidung vom 18. Dezember 2013 - I R 25/12 (https://dejure.org/2013,47736)
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KStG § 8 Abs 4, GewStG § 10a S 4, UmwStG § 12 Abs 3 S 2, UmwStG § 2 Abs 4 S 3, AO § 42 Abs 1 S 1, AO § 42 Abs 2
FG Hessen, 28.01.2020 - 4 K 890/17
(1) Der BFH bejaht in ständiger Rechtsprechung einen Missbrauch zivilrechtlicher oder steuerrechtlicher Gestaltungen, wenn eine rechtliche Gestaltung gewählt wird, die - gemessen an dem erstrebten Ziel - unangemessen ist, der Steuervermeidung dienen soll und durch wirtschaftliche oder sonst beachtliche Gründe nicht zu rechtfertigen ist (vgl. BFH-Urteil vom 17.12.2003 IX R 56/03, BStBl II 2004, 648; BFH-Urteil vom 25.08.2009 IX R 60/07, BStBl II 2009, 999; BFH-Urteil vom 18.12.2013 I R 25/12, BFH/NV 2014, 904).
Allein das Motiv, Steuern zu sparen, macht eine Gestaltung jedoch noch nicht unangemessen (BFH-Urteil vom 21.08.2012 VIII R 32/09, BStBl II 2013, 16; BFH-Urteil vom 18.12.2013 I R 25/12, BFH/NV 2014, 904).
aa) Ein Gestaltungsmissbrauch i.S. des § 42 AO ist nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. Urteil vom 18.12.2013 - I R 25/12, BFH/NV 2014, 904, m.w.N.) nur gegeben, wenn eine rechtliche Gestaltung gewählt wird, die --gemessen an dem erstrebten Ziel-- unangemessen ist, der Steuerminderung dienen soll und durch wirtschaftliche oder sonst beachtliche nichtsteuerliche Gründe nicht zu rechtfertigen ist.