Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%2021/13
Timestamp: 2020-02-17 18:32:12
Document Index: 254078403

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 23', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 23', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: VIII ZR 21/13 - dejure.org
https://dejure.org/2015,4736
BGH, 18.03.2015 - VIII ZR 21/13 (https://dejure.org/2015,4736)
BGH, Entscheidung vom 18.03.2015 - VIII ZR 21/13 (https://dejure.org/2015,4736)
BGH, Entscheidung vom 18. März 2015 - VIII ZR 21/13 (https://dejure.org/2015,4736)
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Formularmäßiger Wohnraummietvertrag: Inhaltskontrolle für eine Klauselkombination über die Vornahmepflicht für Schönheitsreparaturen
Unwirksamkeit eines Einzelaspektes in einer formularmäßigen Schönheitsreparaturklausel führt zur Unwirksamkeit der gesamten Klausel
Umfang der Pflicht zur Vornahme von Schönheitsreparaturen durch den Mieter
AGB-rechtliche Unwirksamkeit der Schönheitsreparaturenpflicht bei starrer Vornahmepflicht auch nur für einzelne Reparaturen (hier: Malerarbeiten)
Schönheitsreparaturen: Auswirkung einer einzelnen, unwirksamen Regelung
Schönheitsreparaturen: Klauseln sind insgesamt unwirksam
Schönheitsreparaturklauseln: Keine Aufspaltung in Einzelmaßnahmen! (IMR 2015, 221)
AG Berlin-Mitte, 10.01.2012 - 14 C 64/11
LG Berlin, 14.12.2012 - 63 S 179/12
MDR 2015, 580
NZM 2015, 485
ZMR 2015, 689
NJ 2015, 517
BauR 2015, 1373
dd) Die unangemessene Ausgestaltung der einzelnen Bestimmungen hat nach der gebotenen Gesamtbetrachtung (BGH, Urteile vom 18. März 2015 - VIII ZR 21/13, NJW 2015, 1874 Rn. 17;… vom 13. Januar 2010 - VIII ZR 48/09, NJW 2010, 674 Rn. 14) die Unwirksamkeit der Regelungen über das Erstattungsmodell des nach Maßgabe der Nr. 5 Satz 11 SEB anzuwendenden § 23c VBLS insgesamt zur Folge.
Eine solche Abwälzung von Schönheitsreparaturen auf den Mieter nach starren Fristen, ohne Rücksicht auf einen konkreten Bedarf, benachteiligt den Mieter unangemessen (vgl. BGH v. 18.03.2015, VIII ZR 21/13, Rn. 16, juris).
Dies gilt auch, wenn die inhaltliche Ausgestaltung der einheitlichen Pflicht - wie auch im hier vorliegenden Fall - in verschiedenen, sprachlich voneinander unabhängigen Klauseln geregelt ist (BGH v. 18.03.2015, VIII ZR 21/13, Rn. 17, juris;… v. 13.01.2010, VIII ZR 48/09 aaO).
Sie berufen sich auch ohne Erfolg auf das Urteil des BGH vom 18.03.2015 (VIII ZR 21/13, NJW 2015, 1874).
Für die vorliegend zu beurteilende Frage, inwieweit die Betriebspflicht einerseits und die Offenhaltungspflicht andererseits sprachlich und inhaltlich voneinander getrennt werden könnten, enthält die Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 18.03.2015 (a.a.O.) keinen Erkenntnisgewinn.
Die unangemessene Ausgestaltung der genannten Bestimmungen (Zinsen gemäß Nr. 4 Sätze 2, 3 SEB; Differenzierung in der Zinshöhe bei der Ab- und Aufzinsung nach § 23 Abs. 2 Satz 2 und Satz 9 VBLS i.d.F. d. Nr. 2 SEB; Entscheidungsfrist von drei Monaten gemäß Nr. 5.2 SEB) hat auch in ihrer Gesamtheit nach der gebotenen Gesamtbetrachtung (vgl. BGH…, Urteil vom 07.09.2016, IV ZR 172/15, Rn. 52; Urteil vom 18.03.2015, VIII ZR 21/13, Rn. 17) nicht die Unwirksamkeit sämtlicher nach Maßgabe der 22. Satzungsänderung anwendbaren Regelungen über das jeweils betroffene Modell bzw. über die verschiedenen Modelle insgesamt zur Folge.
Dies gilt auch, wenn die inhaltliche Ausgestaltung der einheitlichen Rechtspflicht in verschiedenen, sprachlich voneinander unabhängigen Klauseln des Mietvertrags geregelt ist (BGH, Urteil vom 18. März 2015 - VIII ZR 21/13).