Source: https://maulkorb.jimdo.com/profmueller/vorw%C3%BCrfe/
Timestamp: 2018-08-15 12:59:25
Document Index: 183866817

Matched Legal Cases: ['§ 348', '§ 13', '§ 26', '§ 357', '§ 13', '§ 13', '§ 348', '§ 13']

4. Konkrete Vorwürfe - maulkorbs Webseite!
https://prof-dr-mueller.jimdo.com/noteninflation/vorwürfe/
Seit vielen Jahren werden die Leistungen der Studenten immer schlechter und die Noten werden trotzdem immer besser (vgl. http://www.wissenschaftsrat.de/download/archiv/2627-12.pdf ). Bei dieser Noteninflation handelt es sich um eine Falschbeurkundung im Amt (§ 348 StGB), weil in einer öffentlichen Urkunde (Zeugnis) eine rechtlich erhebliche Tatsache (Prüfungsleistung) falsch beurkundet wird. Das ist z.B. dann der Fall, wenn eine durchschnittlichen Anforderungen entsprechende Leistung statt mit befriedigend mit gut (= eine Leistung, die erheblich über durchschnittlichen Anforderungen liegt) bewertet wurde. Weil es sich hier um keine Einzelfälle sondern um eine Massenerscheinung handelt, und z.B. kein Student der Hochschule Mainz sein Studium mit einer schlechteren Note als befriedigend abschließt, ist die Falschbeurkundung offensichtlich. Es ist nach den Gesetzen der Statistik unmöglich, dass der Durchschnitt „erheblich über durchschnittlichen Anforderungen“ liegen und es keine unterdurchschnittlichen Studenten mehr geben soll. Weil der Präsident der Hochschule Mainz alle Abschlusszeugnisse unterschrieben hat, hat er die Falschbeurkundung in jedem Einzelfall selbst begangen.
Sollte er sich darauf berufen wollen, dass die Noten in den verschiedenen Fächern von den einzelnen Professoren vergeben worden seien, so hätte er es zumindest i.S.v. § 13 StGB unterlassen, die deutlich zu guten Noten zu hinterfragen und die Professoren zur Einhaltung des vorgeschriebenen Notenschemas anzuhalten. Deshalb handelt es sich dann (gleichzeitig) um eine Falschbeurkundung durch Unterlassen.
Ein Sprichwort sagt: Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken! Wenn Hochschulleitungen dafür sorgen, dass z.B. bei 42 Absolventen in einem Studiengang 41 mit der Note „sehr gut“ abschließen (Studiengang Lehramt Gymnasien Anglistik/Englisch der Universität Mannheim), dann ist das keine Fehlbeurteilung im Einzelfall mehr, bei dem nicht gleich eine vorsätzliche Falschbeurkundung im Amt unterstellt werden könnte. Es handelt sich vielmehr um einen Fall organisierter Kriminalität; den Präsidenten der betreffenden Hochschulen müsste wohl mindestens eine Anstiftung nach § 26 StGB bzw. Verleitung eines Untergebenen nach § 357 StGB vorgeworfen werden. Die Hochschulleitungen haben aber i.S.v. § 13 Abs. 1 StGB dafür einzustehen, dass die Studenten korrekt bewertet werden. Hochschulleitungen, die bei solchen Verhältnissen nicht korrigierend eingreifen, handeln also nach § 13 StGB durch Unterlassen. Die zuständigen Präsidenten müssten dann wegen Falschbeurkundung im Amt nach § 348 Abs. 1 StGB bestraft werden, weil sie die eklatant falschen Beurteilungen mindestens geduldet und dadurch nach § 13 Abs. 1 StGB durch Unterlassen gehandelt hätten.
4.4. Falschbeurkung und Bestechlichkeit im Praxismodul
Weil sich der Verfasser nicht in dieser Weise korrumpieren lassen wollte und schlechte Bewertungen als Konsequenz für seine objektiven und willkürfreien Benotungen inkauf nahm, wurde er vor 8,5 Jahren (nach 11,5 Jahren im Dienst) auf ein Abstellgleis abgeschoben. Hier sollte er die Anfertigung von Praktikumsberichten der Studenten betreuen und diese nur mit bestanden oder nicht bestanden bewerten. Nachdem er diese Funktion 7,5 Jahre ausgefüllt hatte und nachdem er abberufen wurde rechnete er die Zahlen aus dieser Zeit zusammen und stellte fest, dass er hochgerechnet (exakte Zahlen wurden ihm die ganzen Jahre über verweigert) eigentlich ca. 2.100 Praxisberichte hätte bewerten müssen, ihm aber nur 592 vorgelegt wurden. Während seiner Tätigkeit entstand bei ihm zunächst nur langsam das Gefühl, dass die Relationen nicht stimmen könnten und er merkte in Gesprächen immer wieder an, dass man dem nachgehen solle und er dafür konkrete Daten benötige. Die wurden ihm aber nicht gegeben. Die Schlussfolgerung, dass die restlichen 1.500 Studenten vielleicht dadurch bestanden haben konnten, dass sich ein Mitarbeiter des Prüfungsamts oder der EDV-Abteilung bereit erklärt haben könnte gegen eine Vergütung (Schmiergeld) die Dateien des Prüfungsamts zu manipulieren, ist nicht völlig abwegig. Weil den Studenten damit fast ein ganzes Semester erspart worden wäre könnte ein Betrag von 500 € pro Fall wohl nicht als unangemessen angesehen worden sein. Bei 1.500 Studenten hätten so Einnahmen von 750.000 € erzielt werden können. Die Verweigerungshaltung der Dekanin (Informatikerin) gegenüber der Aufklärung der von Verfasser immer wieder erwähnten Auffälligkeiten könnte bedeuten, dass sie mehr wusste als er.