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Timestamp: 2016-10-27 17:02:50
Document Index: 324866967

Matched Legal Cases: ['Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 99', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 45', 'BGE', 'Art. 66']

8C_771/2010 (01.09.2011)
8C_771/2010
Der 1958 geborene H.________ war seit 15. Januar 2002 bei der F.________ AG vollzeitlich als Lastwagenchauffeur angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) u.a. gegen die Folgen von Nichtberufsunf�llen obligatorisch versichert. Am 22. November 2003 geriet der Personenwagen, in welchem sich der Versicherte befand, ins Schleudern, kam von der Fahrbahn ab und prallte rechtsseitig in einen Abwasserkanal (vgl. Anklageantrag der Republik R.________, Gemeindestaatsanwalt S.________, vom 12. Februar 2004). H.________ erlitt Verletzungen im Bereich des linken Ohres (sezernierende, operativ versorgte Riss-/Quetschwunde mit vollst�ndiger Obliteration des �usseren Geh�rganges), des linken Thoraxes (Verdacht auf Rippenfraktur 8/9 links) sowie des linken Vorderarmes/Handr�ckens (Sch�rfungen mit Glask�rpereinschluss; Berichte des Dr. med. B.________, Chirurgie FMH, vom 16. Dezember 2003 und 28. Januar 2004). Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld). Ab 2. Februar 2004 arbeitete der Versicherte im Rahmen eines Halbtagespensums. Mit Schreiben vom 9. November 2004 l�ste die F.________ AG das Arbeitsverh�ltnis auf den 31. Januar 2005 auf. Danach war H.________ nicht mehr erwerbst�tig. Gest�tzt auf die medizinischen Akten sowie eigene Untersuchungen (vom 5. Oktober 2004, 16. M�rz 2005, 27. Januar 2006 und 18. September 2007) gelangte der SUVA-Kreisarzt Dr. med. V.________, Facharzt f�r Orthop�die/Sportmedizin/Chirotherapie, Medizinmanagement (WIG/ ZHW), zum Schluss, es best�nde Einigkeit in Bezug auf die Problematik um das linke Handgelenk, nicht aber aus unfallkausaler Sicht in Bezug auf die Beschwerden im Bereich der HWS (Halswirbels�ule) und des Kopfes; zumutbar seien leichte bis knapp mittelschwere T�tigkeiten, die ohne repetitive Bewegungen und Vibrationsbelastungen ausgef�hrt werden k�nnten und die keine Arbeiten im St�ck- und Zeitakkord sowie in Gefahrenbereichen erforderten (Bericht der kreis�rztlichen Untersuchung vom 18. September 2007). Laut dem von der SUVA in Auftrag gegebenen Gutachten der Frau Dr. med. A.________, Fach�rztin FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 30. August 2008, zu welchem der Versicherte eine Stellungnahme des behandelnden Dr. med. O.________, Spezialarzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 20. November 2008 abgeben liess, waren mit Auswirkung auf die Arbeitsf�higkeit eine leicht- bis mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.10) und am ehesten im Rahmen dieser Diagnose zu interpretierende kognitive St�rungen (kein eigener ICD-10-Schl�ssel vorhanden) zu diagnostizieren, ohne Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit eine Entwicklung k�rperlicher Symptome aus psychischen Gr�nden (ICD-10 F68.0); wegen der verkehrspsychologisch festgestellten Aufmerksamkeitsst�rung verm�ge der Explorand den Beruf als Chauffeur sowie andere mit erh�hter Unfallgefahr verbundene Erwerbsgelegenheiten (Bedienen gef�hrlicher Maschinen, Arbeiten auf Ger�sten, Umgang mit Gefahrengut) nicht mehr auszu�ben; f�r T�tigkeiten, die ohne Zeitdruck und ohne erh�hte Anforderungen an Aufmerksamkeit und Konzentration verrichtet werden k�nnten, sei er aus psychiatrischer Sicht bei ganzt�gigem Einsatz zu 80 % leistungsf�hig. Dr. med. S.________, FMH MBSR, Facharzt f�r Rheumatologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation, kam in dem von der IV-Stelle Basel-Stadt eingeholten Gutachten vom 29. Dezember 2008 zum Ergebnis, unter Ber�cksichtigung der beeintr�chtigten Einsetzbarkeit der linken Hand und der deutlichen Bewegungseinschr�nkung der HWS sei der Versicherte f�r leichte bis gut mittelschwere T�tigkeiten bei Ganztagespr�senz zu mindestens 80 % arbeitsf�hig; diese Einsch�tzung erfolge aus rein rheumatologischer Sicht und decke sich mit den Angaben der SUVA sowie der psychiatrischen Expertin. Mit Verf�gung vom 28. Juli 2009 verneinte die SUVA einerseits einen Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung, anderseits sprach sie dem Versicherten ab 1. September 2009 eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsunf�higkeit von 23 % zu. In teilweiser Gutheissung der hiegegen erhobenen Einsprache erh�hte die SUVA den Erwerbsunf�higkeitsgrad auf 38 % (Einspracheentscheid vom 8. Januar 2010).
Die hiegegen eingereichte Beschwerde, mit welcher H.________ beantragen liess, die SUVA sei zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen und die Kosten des von ihm veranlassten Berichts des Dr. med. O.________ vom 20. November 2008 zu verg�ten, wies das Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt ab (Entscheid vom 9. Juni 2010).
H.________ l�sst mit Beschwerde das von der IV-Stelle veranlasste Gutachten der Psychiatrischen Poliklinik des Spitals X.________ vom 14. September 2009 (Versand: 8. Februar 2010) und den dazugeh�rigen Neuropsychologischen Untersuchungsbericht dieser Institution vom 14. Dezember 2009 sowie eine Rentenverf�gung der IV-Stelle vom 30. Juli 2010 einreichen und beantragen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die SUVA zu verpflichten, ihm mindestens eine Rente nach Massgabe eines Invalidit�tsgrades von 66 % und eine angemessene Integrit�tsentsch�digung aufgrund einer Einbusse von mindestens 50 % auszurichten sowie die Kosten f�r den Bericht des Dr. med. O.________ vom 20. November 2008 zu verg�ten; eventuell sei die Sache zur weiteren Abkl�rung des Sachverhalts an die SUVA zur�ckzuweisen.
1.2 Richtet sich die Beschwerde gegen einen Entscheid �ber die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder Unfallversicherung, so kann jede unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ger�gt werden (Art. 97 Abs. 2 BGG). Das Bundesgericht ist diesfalls nicht an die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz gebunden (Art. 105 Abs. 3 BGG).
Streitig ist, ob die Vorinstanz den unfallbedingten Gesundheitsschaden und die daraus resultierende Arbeitsunf�higkeit als wesentliche Voraussetzungen f�r die Invalidit�tsbemessung zutreffend beurteilt hat.
2.1 Im angefochtenen Entscheid werden die Rechtsgrundlagen zu dem f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und eingetretenem Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen), zum notwendigen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 335 E. 1 S. 338 mit Hinweis) sowie zum Beweiswert �rztlicher Berichte (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.2 Zu erg�nzen ist, dass Arbeitsunf�higkeit die durch eine Beeintr�chtigung der k�rperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unf�higkeit ist, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Art. 6 Satz 1 ATSG). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare T�tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich ber�cksichtigt (Art. 6 Satz 2 ATSG). Erwerbsunf�higkeit ist der durch Beeintr�chtigung der k�rperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsm�glichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). F�r die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunf�higkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeintr�chtigung zu ber�cksichtigen. Eine Erwerbsunf�higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht �berwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Invalidit�t ist die voraussichtlich bleibende oder l�ngere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunf�higkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
3.1 Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 194). Solche Umst�nde k�nnen namentlich in formell-rechtlichen M�ngeln des angefochtenen Entscheids liegen, mit denen die Partei nicht rechnete und nach Treu und Glauben nicht zu rechnen brauchte, oder darin, dass die Vorinstanz materiell in einer Weise urteilt, dass bestimmte Sachumst�nde neu und erstmals rechtserheblich werden. Der vorinstanzliche Verfahrensausgang allein bildet noch keinen hinreichenden Anlass im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG f�r die Zul�ssigkeit von unechten Noven, die bereits im kantonalen Verfahren ohne weiteres h�tten vorgebracht werden k�nnen (nicht publ. E. 2.3 des Urteils BGE 135 V 163, in SVR 2009 BVG Nr. 30 S. 109, 9C_920/2008).
3.2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe den medizinischen Sachverhalt unrichtig und unvollst�ndig festgestellt. Er legt seinen Vorbringen das von der IV-Stelle veranlasste Gutachten des Spitals X.________ vom 14. September 2009 (Versand: 8. Februar 2010) zugrunde, das mithin vor Ausf�llung des angefochtenen Entscheids vom 9. Juni 2010 verfasst wurde, dem kantonalen Gericht aber nicht bekannt gewesen war. Vorab ist die Frage zu pr�fen, ob es sich dabei ausnahmsweise um ein im bundesgerichtlichen Verfahren zu beachtendes Beweismittel handelt.
3.2.2.1 Die Vorinstanz hat erwogen, unklar sei, ob der Beschwerdef�hrer beim Unfall vom 22. November 2003 eine contusio capitis oder eine commotio cerebri erlitt. Auffallend sei, dass ausweislich der Akten zun�chst die Handbeschwerden im Vordergrund standen, die Kopfschmerzen sowie kognitiven Beeintr�chtigungen hingegen erstmals rund ein Jahr sp�ter erw�hnt wurden und fortan zunehmend in den Fokus der medizinischen Abkl�rungen r�ckten. Echtzeitliche medizinische Dokumente, die einen Bewusstseinsverlust oder gar ein Koma best�tigten, seien nicht vorhanden. Selbst wenn von einer durchgemachten commotio cerebri ausgegangen werde, sei das Vorliegen des vom behandelnden Dr. med. O.________ diagnostizierten organischen Psychosyndroms nach Sch�delhirntrauma zu verneinen; die daf�r typische Symptomatik sei allenfalls teilweise und zudem erst mit erheblicher Latenz aufgetreten, weshalb die Schlussfolgerung der psychiatrischen Gutachterin Frau Dr. med. A.________, sie im Rahmen der klinisch festgestellten depressiven Episode zu interpretieren, plausibel sei.
3.2.2.2 Aus diesen Erw�gungen ergibt sich, dass der vom kantonalen Gericht als entscheidwesentlich angesehenen Frage, ob der Beschwerdef�hrer beim Unfall eine commotio cerebri erlitten hatte, bereits im Verwaltungsverfahren massgebende Bedeutung beigemessen wurde. Der Beschwerdef�hrer wies denn auch zur Begr�ndung der kantonalen Beschwerde auf die von Frau Dr. med. A.________ (Gutachten vom 30. August 2008) und dem behandelnden Dr. med. O.________ (Bericht vom 30. Januar 2007 und Stellungnahme vom 20. November 2008) kontrovers diskutierte aetiologische Zuordnung des psychiatrischen Beschwerdebildes hin und beantragte eine umfassende polydisziplin�re Abkl�rung zu diesem Punkt. Die vorinstanzliche materielle Beurteilung beruht demnach nicht auf einem neuen und erstmals rechtserheblich gewordenen Sachumstand. Sodann ist den von der SUVA gesetzeskonform gef�hrten Akten (vgl. Art. 43 ATSG) zu entnehmen, dass die IV-Stelle das Spitals X.________ am 23. Juni 2009 mit einer weiteren psychiatrischen Begutachtung beauftragt hatte (Aktenst�ck Nummer 259) und der Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers die ihm zugestellten Aktenst�cke Nummern 228 bis 262 einsah (vgl. dessen Schreiben vom 14. August 2009). Daher w�re es ihm ohne weiteres m�glich gewesen, die Vorinstanz mit der kantonalen Beschwerde auf die erneute psychiatrische Begutachtung aufmerksam zu machen. Er legt zudem nicht dar, weshalb er das ihm nach Abschluss des Schriftenwechsels, aber vor Ausf�llung des vorinstanzlichen Entscheids zwischenzeitlich bekannt gewordene Gutachten des Spitals X.________ vom 14. September 2009 (Versand am 8. Februar 2010) nicht ins kantonale Verfahren einbrachte. Unter solchen Umst�nden sind die Voraussetzungen von Art. 99 Abs. 1 BGG nicht gegeben, weshalb das genannte Dokument ausser Acht zu lassen ist.
4.1 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, das Gutachten der Frau Dr. med. A.________ sei in verschiedener Hinsicht mit M�ngeln behaftet, weshalb das kantonale Gericht den medizinischen Sachverhalt nicht gest�tzt darauf h�tte feststellen d�rfen. Bereits angesichts der divergierenden Auffassungen der Dres. med. A.________ und O.________ zu den Folgen des Unfalles habe sich im vorinstanzlichen Verfahren der Beizug einer weiteren psychiatrischen Expertise aufgedr�ngt. Die IV-Stelle habe denn auch eine solche veranlasst.
4.2.1 Laut Ausk�nften des Dr. med. O.________, der den Versicherten ab Februar 2006 behandelte (Berichte vom 20. M�rz, 6., 20. und 31. Juli sowie 27. August 2006) konnte das Krankheitsbild mittels Infusion von Antidepressiva und intensiver Psychotherapie anl�sslich eines station�ren Spitalaufenthalts vor�bergehend deutlich gebessert werden (Bericht vom 19. September 2006); die weiterhin vorhandenen, die Belastbarkeit vermindernden Beeintr�chtigungen (wie Kopfschmerzen, Schwindel, Ersch�pftheit, Reizbarkeit, St�rungen der Konzentration, des geistigen Leistungsverm�gens, des Ged�chtnisses und des Schlafes) seien auf ein seit dem Unfall vom 22. November 2003 bestehendes organisches Psychosyndrom nach Sch�delhirntrauma (postcontusionelles Syndrom; ICD-10 F07.2) bei progredientem Auspr�gungsgrad und ungewisser Prognose zur�ckzuf�hren (Berichte dieses Arztes vom 30. Januar und 12. Juli 2007 sowie vom 9. Juni 2008).
4.2.2 Gem�ss einem von der Polizei Y.________ bestellten verkehrspsychologischen Gutachten des PD Dr. phil. G.________, Fachpsychologe FSP f�r klinische Psychologie und Verkehrspsychologie vom 26. August 2008 (zitiert im Gutachten der Frau Dr. med. A.________ vom 30. August 2008) zeigte der Explorand an beiden Untersuchungstagen (11. April und 15. Mai 2008) bei den Tests, die der �berpr�fung der kognitiv-psychomotorischen Funktionst�chtigkeit zur Teilnahme am Strassenverkehr dienten, derart schwache Leistungen, dass die Fahrtauglichkeit sowohl als Taxi- und Lastwagenchauffeur wie auch als Privatperson verneint werden musste. Wegen fehlender Krankenakten konnte die Aetiologie der kognitiven St�rung nicht eruiert werden. Anl�sslich eines im Gutachten der Frau Dr. med. A.________ (vom 30. August 2008) wiedergegebenen Telefongespr�chs vom 27. August 2008 gab PD Dr. phil G.________ an, er glaube nicht, dass die ausgepr�gten Befunde durch eine Depression alleine zu erkl�ren seien.
4.2.3 Frau Dr. med. A.________ verneinte im Gutachten vom 30. August 2008 das Vorliegen eines organischen Psychosyndroms nach Sch�delhirntrauma vor allem mit dem Hinweis, die geklagten Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefizite seien mit erheblicher Latenz nach dem Unfall und zudem - was atypisch sei - im Verlauf progredient aufgetreten. Bei der radiologisch festgestellten "leichte(n) unspezifische(n) Allgemeinver�nderung bei Vigilanzschwankung" handie es sich um einen leichtgradigen und unspezifischen Befund, der keine Aussage bez�glich �tiologie zulasse. Die depressiven Symptome (Niedergeschlagenheit, Antriebsminderung, Verlust des Selbstwertgef�hls, Freude- und Interessenverlust, subjektiv Konzentrationsst�rungen und Schlafst�rungen) seien in der Untersuchungssituation leichtgradig ausgepr�gt gewesen. Das wiederholte Pr�sentieren der Unfallfotos und Deuten auf die Blutflecken und die zerbeulten T�rrahmen sei �ber ein nachvollziehbares Verdeutlichungsverhalten hinausgegangen. Die Indikation f�r eine neuropsychologische Testung sei mangels zu erwartender Aussagekraft zu verneinen, da diese zum einen auf Menschen aus dem deutschsprachigen Kulturkreis normiert seien und zum anderen von motivationalen Faktoren beeinflusst sein k�nnten. Im Laufe der beruflichen Abkl�rung bei der befas vom 20. Februar bis 17. M�rz 2006 sei unter Ber�cksichtigung der damals bestandenen mindestens mittelgradigen depressiven Symptomatik die Leistungsf�higkeit auf 70 % festgelegt worden. Zwischenzeitlich sei eine deutliche Zustandsbesserung eingetreten, weshalb die Arbeitsf�higkeit f�r T�tigkeiten, die ohne Zeitdruck erledigt werden k�nnten und die keine erh�hte Anforderungen an Konzentration und Aufmerksamkeit stellten, auf 80 % festzulegen sei. Prognostisch sei eine weitere Besserung der Symptomatik und der verminderten Arbeitsf�higkeit nicht zu erwarten, dies insbesondere wegen der subjektiven Krankheits�berzeugung und fehlenden Motivation des Versicherten.
4.2.4 In der Stellungnahme vom 20. November 2008 legte Dr. med. O.________ dar, Frau Dr. med. A.________ verneine aufgrund mangelhaft erhobener Anamnese sowie in Missachtung der neuropsychologischen Testergebnisse des PD Dr. phil. G.________ eine nach dem Unfall eingetretene Wesensver�nderung des Versicherten. Die von ihr beschriebene Widerspr�chlichkeit und Unklarheit der Angaben des Versicherten sei nicht auf aggravatorisches Verhalten zur�ckzuf�hren, sondern Ausdruck der f�r ein organisches Psychosyndrom typischen Symptomatik. Die Gutachterin �bersehe, dass diese vom depressiven Beschwerdebild �berdeckt gewesen sei und wie jede Erkrankung im Verlauf verschiedene Zust�nde darbiete. Entgegen ihrer Auffassung sei die progrediente Entwicklung der Symptomatik typisch f�r ein organisches Psychosyndrom.
4.3.1 Insgesamt ist gest�tzt auf die zitierten fachmedizinischen Unterlagen davon auszugehen, dass psychiatrisch eine Symptomatik objektiviert werden konnte, die schwerwiegend genug war, im angestammten Beruf eine vollst�ndige und in einer Verweisungst�tigkeit eine Teilarbeitsunf�higkeit zu bewirken. Zu pr�fen ist allerdings weiter, inwieweit das psychiatrische Beschwerdebild nat�rlich kausale Folge des Unfalls vom 22. November 2003 ist. Die SUVA ging gem�ss Einspracheentscheid vom 8. Januar 2010 gest�tzt auf das Gutachten der Frau Dr. med. A.________ davon aus, dass der Versicherte wegen der leicht- bis mittelgradigen depressiven Episode ohne somatisches Syndrom und der am ehesten im Rahmen dieser Diagnose zu interpretierenden kognitiven St�rungen in der Erwerbsf�higkeit um insgesamt 20 % eingeschr�nkt war. Aus den Ausk�nften und Stellungnahmen des Dr. med. O.________ und des PD Dr. phil. G.________ ist zu schliessen, dass die kognitiven Defizite, aufgrund welcher die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit zu einem erheblichen Teil eingeschr�nkt war, mit einer depressiven St�rung allein nicht zu erkl�ren sind. Diese - der Auffassung des Dr. med. O.________ folgend - einem organischen Psychosyndrom nach Sch�delhirntrauma zuzuordnen, erscheint zwar naheliegend, zumal auch Frau Dr. med. A.________ annahm, dass der Versicherte beim Unfall sehr wahrscheinlich eine commotio cerebri erlitt. Indessen l�sst sich nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit feststellen, dass die von Dr. med. O.________ genannnten, f�r ein organisches Psychosyndrom nach ICD-10 F07.2 typischen Symptome innerhalb einer f�r dessen Diagnostizierung erforderlichen Zeitspanne von vier Wochen nach dem Unfall vom 22. November 2003 aufgetreten waren (vgl. dazu Dilling/Mombour/ Schmidt/Schulte-Markwort [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer St�rungen, ICD-10 Kapitel V (F), Diagnostische Kriterien f�r Forschung und Praxis, 5. Aufl. 2011, F07.2, S. 72).
Unter diesen Umst�nden ist mit dem kantonalen Gericht anzunehmen, dass das geltend gemachte Ausmass der kognitiven Beeintr�chtigungen nicht auf ein in Zusammenhang mit dem Unfall vom 22. November 2003 stehendes organisches Psychosyndrom zur�ckgef�hrt werden kann und von weiteren Abkl�rungen zu diesem Punkt keine zus�tzlichen Erkenntnisse zu erwarten sind. Vielmehr ist von der diagnostischen Schlussfolgerung der Frau Dr. med. A.________ auszugehen, die kognitiven Beeintr�chtigungen im Rahmen der objektivierbaren depressiven Symptomatik zu interpretieren. Zur Feststellung des Auspr�gungsgrades f�hrte die Gutachterin Frau Dr. med. A.________ zwar keine zweite Exploration durch; ihr entging jedoch entgegen dem Einwand des Beschwerdef�hrers nicht, dass das Krankheitsbild fluktuierend mehr oder weniger starken Schwankungen unterworfen war. Zun�chst wies die Gutachterin zutreffend auf die berufliche Abkl�rung vom 20. Februar bis 17. M�rz 2006 in der befas hin, wo trotz mindestens mittelschwerer depressiver Symptomatik und trotz h�ufig eingelegter Pausen insgesamt eine Arbeitsleistung von 70 % festgestellt wurde. Aus der Anamnese ergab sich weiter, dass die depressive Symptomatik mittels geeigneter medikament�ser und gespr�chstherapeutischer Behandlung g�nstig beeinflusst werden konnte (vgl. Bericht des Dr. med. O.________ vom 19. September 2006, zitiert in E. 4.2.1 hievor), und der Beschwerdef�hrer die Freizeit laut unwidersprochen gebliebener Darstellung im Gutachten der Frau Dr. med. A.________ aktiv und ohne wesentliche Beeintr�chtigung gestaltete. Dass die depressive Symptomatik nicht derart schwerwiegend war, wie der Beschwerdef�hrer geltend macht, ergibt sich zudem indirekt aus dem verkehrspsychologischen Gutachten des PD Dr. phil. G.________, wonach die am zweiten Untersuchungstag wiederholte neuropsychologische Testung, trotz deutlich aufgehellter Stimmungslage, im Wesentlichen gleich ausfiel. Auch dieser Umstand deutet darauf hin, dass die Leistungsf�higkeit vor allem durch kognitive Defizite beeintr�chtigt war, die nicht mit dem Unfall vom 22. November 2003 in Zusammenhang stehen. In Anbetracht der genannten Umst�nde sowie der auch von anderen �rzten festgestellten aggravatorischen Tendenzen (vgl. unter anderem den Bericht des Dr. med. V.________ vom 18. September 2007 im Zusammenhang mit der Untersuchung der HWS sowie die Stellungnahme des Dr. med. O.________ vom 20. November 2008 im Zusammenhang mit den widerspr�chlichen Angaben des Patienten zu den Kopfschmerzen) ist die diagnostische Schlussfolgerung der Frau Dr. med. A.________, es liege eine Entwicklung k�rperlicher Symptome aus psychischen Gr�nden ohne Auswirkung auf die Arbeitsf�higkeit vor, entgegen dem Einwand des Beschwerdef�hrers nachvollziehbar begr�ndet.
4.3.2 Schliesslich �ndert auch das Vorbringen des Beschwerdef�hrers, das kantonale Gericht habe die Unfallkausalit�t der Kopf- und Nackenschmerzen einzig unter dem Aspekt, ob ein organisches Psychosyndrom nach Sch�delhirntrauma vorliege, beurteilt, am vorinstanzlichen Ergebnis nichts. Laut Gutachten des Dr. med. S.________ vom 29. Dezember 2008 waren die deutlichen schmerzhaften Bewegungseinschr�nkungen der HWS vor allem im Bereich der Halswirbelk�rper C2 und C3 auf pathomorphologisch degenerative Ver�nderungen zur�ckzuf�hren; eine damit in Zusammenhang stehende, neurologisch relevante Symptomatik war in der klinischen Untersuchung, in �bereinstimmung mit den Ergebnissen der wiederholten radiologischen Untersuchungen der Frau Dr. med. U.________, Neurologie FMH (vgl. zuletzt Bericht vom 20. Mai 2008), nicht festzustellen. Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. V.________ ging gem�ss Bericht vom 18. September 2007 bei der Pr�fung der Unfallkausalit�t von denselben Befunden aus und bezeichnete die HWS-Beschwerden und Kopfschmerzen als unfallfremd. Dementsprechend bezog sich das von ihm beschriebene Zumutbarkeitsprofil allein auf der Handproblematik angepasste T�tigkeiten. Wohl hielt die Vorinstanz hinsichtlich der Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit abschliessend fest, es sei unter anderem auf das Gutachten des Dr. med. S.________ abzustellen, wonach der Explorand wegen den deutlichen Bewegungseinschr�nkungen der HWS in erster Linie bei Arbeiten �ber Kopf sowie bei T�tigkeiten, die wiederholte und ausgiebige Rotation der HWS erfordern, behindert war. Indessen ergibt sich aus den Erw�gungen der Vorinstanz klar, dass sie die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit gest�tzt auf das Zumutbarkeitsprofil des Dr. med. V.________ bestimmte und somit, wenn auch unausgesprochen, zutreffend einen nat�rlichen Kausalzusammenhang der Nacken-/Kopfbeschwerden mit dem Unfall vom 22. November 2003 verneinte.
4.4 Hinsichtlich Ablehnung des geltend gemachten Anspruchs auf Integrit�tsentsch�digung wird auf den angefochtenen Entscheid verwiesen, dessen Erw�gungen nichts beizuf�gen ist.
Im bundesgerichtlichen Verfahren erneuert der Beschwerdef�hrer sein vorinstanzlich abgelehntes Rechtsbegehren, die SUVA sei zu verpflichten, die Kosten f�r die bei Dr. med. O.________ eingeholte Stellungnahme vom 20. November 2008 zu ersetzen.
5.1 Gem�ss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde f�hrende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne R�cksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Nach der Rechtsprechung sind unter dem Titel Parteientsch�digung auch die Kosten privat eingeholter Gutachten zu verg�ten, soweit die Parteiexpertise f�r die Entscheidfindung unerl�sslich war (BGE 115 V 62 E. 5c S. 63; RKUV 2000 Nr. U 362 S. 44 E. 3b, U 350/98, Nr. U 395 S. 322 E. 7a, U 160/98). Dieser Grundsatz ist f�r das Verwaltungsverfahren ausdr�cklich in Art. 45 Abs. 1 ATSG festgehalten (Urteil I 1008/06 vom 24. April 2007 E. 3.1 mit Hinweis).
5.2.1 Der vorinstanzliche Ablehnungsentscheid verletzt Bundesrecht nicht. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers dr�ngte sich zur sachgerechten Wahrung seiner Interessen im Verwaltungsverfahren die Stellungnahme des Dr. med. O.________ zum Gutachten der Frau Dr. med. A.________ vom 30. August 2008 nicht auf. Dieser hatte davor mit mehreren Berichten die SUVA �ber die Krankheitsentwicklung informiert und seine Schlussfolgerung, dass die Symptomatik einem in Zusammenhang mit dem Unfall vom 20. November 2003 stehenden organischen Psychosyndrom nach Sch�delhirntrauma zuzuordnen sei, eingehend begr�ndet. Diese Ausf�hrungen veranlassten die SUVA, die Begutachtung bei Frau Dr. med. A.________ anzuordnen. Aus der Stellungnahme des Dr. med. O.________ ergeben sich keine neuen wesentlichen Gesichtspunkte zum medizinischen Sachverhalt. Sie enth�lt vielmehr vor allem Hinweise im Hinblick auf die Beweisw�rdigung des Gutachtens der Frau Dr. med. A.________, was nicht Aufgabe des Arztes ist (vgl. BGE 125 V 256 E. 4 S. 261).
5.2.2 Der vorinstanzliche Entscheid ist demnach auch in diesem Punkt nicht zu beanstanden.
Die Gerichtskosten sind gem�ss Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG dem unterliegenden Beschwerdef�hrer aufzuerlegen.