Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=7%20AZR%20488/04
Timestamp: 2020-01-20 15:12:48
Document Index: 34513326

Matched Legal Cases: ['§ 307', '§ 308', '§ 310', '§ 310', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 307', '§ 307']

BAG, 27.07.2005 - 7 AZR 488/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,2710
BAG, 27.07.2005 - 7 AZR 488/04 (https://dejure.org/2005,2710)
BAG, Entscheidung vom 27.07.2005 - 7 AZR 488/04 (https://dejure.org/2005,2710)
BAG, Entscheidung vom 27. Juli 2005 - 7 AZR 488/04 (https://dejure.org/2005,2710)
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BGB § 307 Abs. 3 Satz 1 BGB § 308 Nr. 3 BGB § 310 Abs. 4 Satz 2
Vorvertrag, Allgemeine Geschäftsbedingungen, Rücktrittsvorbehalt
Erstreben der Abgabe eines Vertragsangebotes für die Vergangenheit ; Beurteilung von vorformulierten Schriftstücken nach dem Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen ; Folgen einer unangemessenen Benachteiligung der Vertragspartner des Verwenders entgegen den Geboten ...
Arbeitsrecht - Vorbehaltener Rücktrittsgrund - konkret und deutlich angeben
Rücktrittsvorbehalt in einem Vorvertrag
NZA 2006, 539
BB 2006, 609
DB 2005, 2823
BAG, 19.12.2006 - 9 AZR 294/06
AGB-Kontrolle - Privatnutzung eines Firmenwagens - Widerruf
Ferner sind nach § 310 Abs. 4 Satz 2 BGB auch die im Arbeitsrecht geltenden Besonderheiten angemessen zu berücksichtigen (BAG 11. Oktober 2006 - 5 AZR 721/05 - NJW 2007, 536; 27. Juli 2005 - 7 AZR 488/04 - AP BGB § 308 Nr. 2 = EzA BGB 2002 § 308 Nr. 2; 12. Januar 2005 - 5 AZR 364/04 - BAGE 113, 140).
Der Vertrag und die sich aus ihm ergebenden Verpflichtungen sind für jede Seite bindend (Senat 12. Januar 2005 - 5 AZR 364/04 - BAGE 113, 140, 144, zu B I 4 a der Gründe; BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 488/04 - AP BGB § 308 Nr. 2 = EzA BGB 2002 § 308 Nr. 2, zu II 2 c der Gründe).
b) Für die erstrebte Verurteilung zur Abgabe eines Angebots auf Abschluss eines Arbeitsvertrags besteht entgegen der Auffassung der Beklagten ein allgemeines Rechtsschutzbedürfnis ( vgl. zu einer auf Abgabe eines Angebots gerichteten zulässigen Klage BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 488/04 - zu I 1 der Gründe, AP BGB § 308 Nr. 2 = EzA BGB 2002 § 308 Nr. 2) .
Diese Grundsätze sind auch auf den Fall der Vereinbarung einer auflösenden Bedingung hinsichtlich einzelner Arbeitsbedingungen anzuwenden (Dörner Der befristete Arbeitsvertrag 2. Aufl. Rn. 67; vgl. zum Fall der auflösenden Bedingung hinsichtlich einer Hauptleistungspflicht: BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 488/04 - zu II 2 d der Gründe, AP BGB § 308 Nr. 2 = EzA BGB 2002 § 308 Nr. 2).
b) Für die erstrebte Verurteilung zur Abgabe eines Angebots auf Abschluss eines Arbeitsvertrags besteht entgegen der Auffassung der Beklagten ein allgemeines Rechtsschutzbedürfnis (vgl. zu einer auf Abgabe eines Angebots gerichteten zulässigen Klage BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 488/04 - zu I 1 der Gründe, AP BGB § 308 Nr. 2 = EzA BGB 2002 § 308 Nr. 2) .
Der rückwirkende Abschluss eines Arbeitsvertrags ist nach dem Inkrafttreten der Vorschriften des Schuldrechtsmodernisierungsgesetzes zum 1. Januar 2002 rechtlich zulässig (BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 488/04 - Rn. 17, AP BGB § 308 Nr. 2 = EzA BGB 2002 § 308 Nr. 2).
Dies gilt auch für den Fall der Vereinbarung einer auflösenden Bedingung hinsichtlich einzelner Arbeitsbedingungen (Dörner Der befristete Arbeitsvertrag 2. Aufl. Rn. 67; vgl. zum Fall der auflösenden Bedingung hinsichtlich einer Hauptleistungspflicht: BAG 27. Juli 2005 - 7 AZR 488/04 - zu II 2 d der Gründe, AP BGB § 308 Nr. 2 = EzA BGB 2002 § 308 Nr. 2) .
An einer sachlichen Rechtfertigung fehlt es, wenn die Klausel sich auf Umstände erstreckt, deren Vorliegen der Verwender bei gebotener Sorgfalt schon vor dem Vertragsschluss hätte erkennen können (BAG BB 2006, 609, Tz 32 zitiert nach der juris-Rechtsprechungsdatenbank).
Da § 308 Nr. 3 BGB gegenüber § 307 BGB die speziellere Norm ist (BAG BB 2006, 609, Tz 32 zitiert nach der juris-rechtsprechungsdatenbank), bedarf es keiner gesonderten Prüfung der Finanzierungsklausel am Maßstab des Bestimmtheitsgebot des § 307 BGB.