Source: https://lasv.brandenburg.de/lasv/de/behinderung/integrationsamt/inklusionsbetriebe/
Timestamp: 2020-01-21 19:48:21
Document Index: 302050848

Matched Legal Cases: ['§ 215', '§ 215', '§ 215', '§ 215', '§ 215', '§ 217']

Inklusionsbetriebe | LASV
Sie sind hier: Behinderung Integrationsamt Inklusionsbetriebe
Sie haben ein gutes Konzept – Wir erleichtern Ihnen den Start
Das Integrationsamt fördert Inklusionsbetriebe, um besonders betroffenen schwerbehinderten Menschen die Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu erleichtern. Arbeitgeber, die einen solchen Betrieb gründen und betreiben, erhalten Zuschüsse als Nachteilsausgleiche, um dieser besonderen Aufgabe gerecht werden zu können.
Sie wollen sich näher informieren oder beabsichtigen einen Antrag zu stellen? Vereinbaren Sie bitte einen Beratungstermin.
Begriff des Inklusionsbetriebes
Inklusionsbetriebe (§ 215 ff SGB IX) dienen der Inklusion im Arbeitsleben. Sie bieten besonders betroffenen schwerbehinderten Menschen auf Dauer angelegte sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Inklusionsbetriebe sind rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Unternehmen. Aber auch einzelne Abteilungen eines Betriebes können ein Inklusionsbetrieb im Sinne des SGB IX sein.
Die Inklusionsbetriebe rechnen zum allgemeinen Arbeitsmarkt und können damit unbeschadet der besonderen Förderung nach §§ 215 ff als Arbeitgeber des allgemeinen Arbeitsmarktes gefördert werden.
Die Inklusionsbetriebe nehmen sich insbesondere der in § 215 SGB IX genannten Gruppen schwerbehinderter Menschen an, das sind:
Leistungsrechtliche Grundvoraussetzungen
Dem Integrationsamt ist eine Konzeption vorzulegen, die erwarten lässt, dass der Inklusionsbetrieb sich in einem wirtschaftlich erfolgversprechenden Marktsegment betätigt und dadurch dauerhaft existenzfähig sein kann. Die Konzeption soll erkennen lassen, dass die betriebswirtschaftliche Planung wesentlich darauf ausgerichtet ist, einen überwiegenden Teil der laufenden Kosten des Betriebes durch die Erzielung von Erlösen am Markt und nur nachrangig durch laufende öffentliche Zuschüsse zu decken. Das Integrationsamt erwartet die Vorlage eines betriebswirtschaftlichen Gutachtens, das Auskunft über die voraussichtliche wirtschaftliche Tragfähigkeit des Inklusionsbetriebes gibt.
Inklusionsunternehmen müssen mindestens 30 vom Hundert schwerbehinderte Arbeitnehmer im Sinne von § 215 Abs. 2 SGB IX beschäftigen. Der Anteil der schwerbehinderten Arbeitnehmer soll in der Regel 50 vom Hundert nicht übersteigen. Auf diese Quote wird ggf. auch die Anzahl der psychisch kranken beschäftigten Menschen angerechnet, die behindert oder von Behinderung bedroht sind (§ 215 Abs. 4 SGB IX).
In einem Inklusionsbetrieb sind mindestens 3 schwerbehinderte Menschen der Zielgruppe und insgesamt mindestens 6 Arbeitnehmer zu beschäftigen (Mindestgröße).
Nach § 217 SGB IX können Inklusionsbetriebe aus Mitteln der Ausgleichsabgabe finanzielle Leistungen für Aufbau, Erweiterung, Modernisierung und Ausstattung einschließlich einer betriebswirtschaftlichen Beratung und für besonderen Aufwand sowie Sicherung der Beschäftigung der schwerbehinderten Menschen erhalten.
Näheres wird Ihnen gern in einem Beratungsgespräch im Integrationsamt erläutert.
Ute Salbach +49 355 2893 409 +49 331 27548 4524
Kerstin Schulz +49 355 2893 175 +49 331 27548 4524
Jennifer Schmidt +49 355 2893 654 +49 331 27548 4524
Jeanette Raden +49 355 2893 238 +49 331 27548 4524
Brandenburger Fördergrundsätze
Empfehlungen der BIH zur Förderung
Übersicht der Inklusionsbetriebe