Source: https://blog.minijob-zentrale.de/2015/09/07/verguetung-beim-minijob-stundenlohn-oder-monatslohn/?replytocom=1487
Timestamp: 2019-12-09 15:50:52
Document Index: 164623459

Matched Legal Cases: ['§ 614', '§ 614', '§ 17', '§3', '§3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 2']

Vergütung beim Minijob: Stundenlohn oder Monatslohn | Die Minijob-Zentrale
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Vergütung beim Minijob: Stundenlohn oder Monatslohn
Auch bei einem Minijob wird die Höhe des Arbeitsentgelts zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern festgelegt und im Arbeitsvertrag schriftlich festgehalten. Hat der Arbeitgeber dem Beschäftigten keinen schriftlichen Arbeitsvertrag ausgehändigt, ist er verpflichtet, ihm spätestens einen Monat nach Beginn des Arbeitsverhältnisses einen schriftlichen Nachweis über die wesentlichen Arbeitsbedingungen auszustellen. Dieser Nachweis muss dann u.a. auch Angaben über die Höhe und Fälligkeit des Arbeitsentgelts und die Arbeitszeit enthalten.
Bei der Bestimmung des Arbeitsentgeltes unterscheidet man zwischen Stunden- und Monatslöhnern.
Für Stundenlöhner wird das Arbeitsentgelt nach den tatsächlich gearbeiteten Stunden abgerechnet. Auch die Vergütung an den Urlaubs- und Feiertagen erfolgt stundenweise.
Monatslöhner erhalten einen vereinbarten Betrag für einen ganzen Monat, unabhängig von der Länge des Monats sowie der Anzahl an Sonn- und Feiertagen. Die Auszahlung erfolgt in allen Fällen in der Regel monatlich.
Flexible Arbeitszeitregelung bei Monatslöhnern:
Um den Betrieben bei ihrer Personalplanung die Gelegenheit zu geben, flexibel auf Produktionsspitzen oder Personalengpässe eingehen zu können, wurde die sogenannte „flexible Arbeitszeitregelung“ eingeführt. Dabei wird ein Arbeitszeitkonto geführt, in dem Überstunden regelmäßig auf- und abgebaut werden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer verständigen sich so auf die Zahlung eines monatlich gleichbleibenden Arbeitsentgelts („verstetigter Monatslohn“) auf Basis einer vorgegebenen Monatsstundenzahl (Regelarbeitszeit). Der Vorteil für den Arbeitnehmer besteht darin, dass er unabhängig von der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit jeden Monat das fest vereinbarte Arbeitsentgelt erhält. Konkrete Anwendungsbeispiele können Sie auf unserer Website einsehen.
von Team der Minijob-Zentrale • Veröffentlicht in Gewerbliche Minijobs	• Verschlagwortet mit Arbeitsentgelt, flexible Arbeitszeitregelung, Minijobs, Monatslohn, Stundenlohn
86 Kommentare zu “Vergütung beim Minijob: Stundenlohn oder Monatslohn”
rcedrg
20. November 2019 @ 11:59
wir haben mit einem Minijobber einen Vertrag geschlossen der ein verstetigtes Arbeitsentgelt und monatliche Sollstunden enthält.
Wie verhält es sich mit dem Entgelt und den Sollstunden im ersten Monat, wenn der Mitarbeiter erst z.B. zum 20ten mit der Arbeit beginnt?
Wird das Entgelt und die Sollstunden dann entsprechend anteilig für diesen Monat berechnet?
20. November 2019 @ 13:03
bei der Verdienstgrenze von 450 Euro handelt es sich um einen Monatswert, der auch dann gilt, wenn die Beschäftigung im Laufe eines Monats aufgenommen oder beendet wird.
Ruth Schwall
27. Oktober 2019 @ 09:58
meine Töchter hat als Schülerin vor 2 Monaten einen Minijob begonnen. Einen schriftlichen Arbeitsvertrag hat sie bisher nicht bekommen. Ausserdem nimmt es sich der AG heraus erst nach dem 25.ten des Folgemonats der geleisteten Arbeit zu zahlen.
D.h. aktuell, Ende Oktober, hat sie das Geld vom September noch nicht bekommen.
28. Oktober 2019 @ 10:33
Hallo Frau Schwall,
Als Minijob-Zentrale empfehlen wir Ihnen sich für ausführliche Informationen an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer 030 / 221 911 004.
starkerplanet
25. September 2019 @ 05:36
gibt es auch mindest Tageslohn?
Ich nenne die Tätigkeit „Einkaufbegleitservice“ einmal pro Woche {so ist es geplant}.
Wenn ich auf 10€ Stundenlohn aufrunde, dann sind das für einen Tag 40 bis 80 Euro.
Als Privatperson achte ich auf jeden Cent. Beim Einkaufen ist die einzelne Stunde nicht so entscheident bzw. nicht abschätzbar z.B. wegen Stoßzeiten, der Geschäfte, Sonderangeboten oder langsamen Kunden, die 5€ in Bronze-Münzen zahlen wollen…
Gibt es da einen fairen Mittelweg? Nachm Motto: Wenn es anr Kasse schnell geht freuen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber, dass sie mehr Freizeit haben bei gleichem Lohn.
25. September 2019 @ 15:22
Guten Tag Marc,
das Mindestlohngesetz schreibt keinen Mindestlohn pro Tag vor. Es stellt auf einen Bruttolohn je Zeitstunde ab. Absprachen über einen Tageslohn können zwar erfolgen, jedoch ist die Mindestlohngrenze von derzeitig 9,19 Euro je Zeitstunde auch im Privathaushalt zu beachten. Nur bei wenigen Personengruppen sind Arbeitgeber nicht an den Mindestlohn gebunden. Welche Personengruppen das betrifft, finden Sie unter folgendem Link: https://t1p.de/MJZE-Mindestlohn-Privathaushalt
Bei Fragen zum Mindestlohn steht Ihnen die Mindestlohnhotline des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales montags bis donnerstags in der Zeit von 8 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 030/60280028 zur Verfügung.
20. September 2019 @ 08:15
Hallo Gunne,
die Auszahlung des Verdienstes an Ihre Haushaltshilfe erfolgt über Sie als Arbeitgeber. Die Vereinbarung über den Auszahlungszeitraum erfolgt in Absprache mit Ihrer Haushaltshilfe. Wir empfehlen Ihnen jedoch, sich vorab bei Ihrem zuständigen Finanzamt zu erkundigen, ob eine Barzahlung mit Quittung ausreichend ist, um die haushaltnahe Tätigkeit bei Ihrer Einkommensteuererklärung geltend zu machen. Ggf. hat der Nachweis über einen Überweisungsbeleg zu erfolgen.
Mit dem Haushaltsscheck teilen Sie uns zu Beginn der Beschäftigung unter dem Punkt „Arbeitsentgelt“ mit, ob Ihre Haushaltshilfe monatlich gleichbleibendes (Punkt 13) oder monatlich schwankendes (Punkt 16) Arbeitsentgelt erhält. Mittels dem sogenannten Halbjahresscheck https://t1p.de/MJZE-HHS-Halbjahresscheck teilen Sie uns die genaue Höhe des Verdienstes für jeweils das erste Halbjahr bzw. das zweite Halbjahr rückwirkend mit. Der Halbjahresscheck dient der Minijob-Zentrale zur Berechnung Ihrer Abgaben als Arbeitgeber.
19. September 2019 @ 16:51
ich möchte eine Putzfrau anmelden, welche ca. 2 Stunden die Woche bei uns arbeitet.
Sie ist aber flexibel und arbeitet auch mal 3 Stunden die Woche.
Bezahle ich ihr die Arbeitszeit wöchentlich bar aus und teile Ihnen die Arbeitszeit jeweils mit wegen der Nebenkosten oder erfolgt die komplette Abrechnung über Sie?
Wie ist das zu handeln?
30. August 2019 @ 15:26
wir zahlen einem Mitarbeiter mit schwankenden Arbeitszeiten monatlich ein verstetigtes Arbeitsentgelt von 450€. Nun wird er krankheitsbedingt ausfallen. Natürlich werden ihm die 450€ für die Krankheitszeit weiter gezahlt, allerdings frage ich mich, wie viele Stunden ich in seinem Arbeitszeitkonto aufschreiben soll, da er ja jeden Monat unterschiedlich viel arbeitet. Nehme ich die Anzahl an Stunden, die er bei seinem Stundenlohn arbeiten müsste, um 450€ zu erreichen? Oder den Arbeitsdurchschnitt vorheriger Monate?
2. September 2019 @ 14:37
Ihr Arbeitnehmer hat Anspruch auf das Arbeitsentgelt, welches ihm zustehen würde, wenn er nicht wegen der Arbeitsunfähigkeit an der Arbeitsleistung verhindert wäre. Somit sind die Stunden zu berücksichtigen, die Ihr Arbeitnehmer hätte leisten müssen, wenn er zur Arbeit erschienen wäre.
Claud73
21. August 2019 @ 11:05
Guten Tag, meine Frage ist:
Wie hoch darf der Stundenlohn bei einem Minijob maximal sein, also gibt es da eine Begrenzung nach oben?
21. August 2019 @ 13:43
der aktuell gültige Mindestlohn liegt bei 9,19 Euro. Je nach Branche kann der Mindestlohn variieren. Eine Begrenzung nach oben gibt es von der Minijob-Zentrale nicht.
12. Juli 2019 @ 10:18
einige Fragen zur Urlaubsberechnung bei 450€ Beschäftigung.
Wir haben 3 Mitarbeiter welche Flexibel bei freier Zeiteinteilung Arbeiten und über ein Zeitkonto ein festes Monatliches Gehalt von 450€ bekommen.
Urlaub nehmen diese Mitarbeiter nicht da diese ja sowieso arbeiten wann sie wollen bzw. können.
Bisher wurde der Urlaubsanspruch in Std umgerechnet und einfach dem Zeitkonto gutgeschrieben. jetzt haben wir aber gelesen das Urlaub in Tagen berechnet werden muss was unserer Meinung nach viel aufwändiger ist. Müssen wir unsere Abrechnung ändern?
Weitere Frage zur Berechnung des Urlaubsentgelts:
Wir haben für unsere Vollzeit Mitarbeiter 30 Tage Urlaub bei 5 Tage Woche.
Nach Umrechnung ergibt sich für jeden 450€ Mitarbeiter ein Jahresurlaubsentgelt von 623€ auch bei unterschiedlichen Stundenlöhnen. Unserer Meinung nach bleibt das immer gleich da bei geringeren Stundenlohn auch mehr Stunden gearbeitet werden muss und daher der Urlaubsanspruch dementsprechend wieder höher ausfällt.
Ist das soweit richtig.
Für unsere 450€ Mitarbeiter bezahlen wir keinen Feiertagslohn, da die Mitarbeiter Flexibel arbeiten und daher nicht an diesen Tagen arbeiten würden.
Unsere Mitarbeiter sind damit auch einverstanden.
Ist das rechtlich so in Ordnung.
15. Juli 2019 @ 14:11
Minijobber dürfen nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Somit haben auch Minijobber ein gesetzliches Recht auf bezahlten Urlaub. Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu (bei einer 6-Tage-Arbeitswoche). Sehen Tarif- oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend auch für den Minijobber.
Ist die Zahl der Arbeitstage tarifvertraglich geregelt und besteht beispielsweise für die Vollzeitbeschäftigten ein höherer Urlaubsanspruch, so haben Minijobber ebenfalls einen höheren Anspruch auf Urlaub. Dieser berechnet sich dann so:
eigene Arbeitstage pro Woche x tarifvertraglich geregelter Urlaubsanspruch
tarifvertraglich geregelte Arbeitstage pro Woche.
Petra übt an 3 Tagen in der Woche einen Minijob aus. Ihre Kollegen in Vollzeit arbeiten in einer 5-Tage-Woche und haben einen Anspruch auf 30 Urlaubstage im Jahr. Sowohl die Arbeitstage pro Woche als auch die Zahl der Urlaubstage sind tarifvertraglich geregelt.
Berechnung: 3 Arbeitstage pro Woche x 30 : 5 = 18
Lösung: Petra stehen 18 Urlaubstage im Jahr zu.
Bezahlter Urlaub bedeutet, dass der Mitarbeiter für jeden Tag sein Gehalt erhält, an dem er sonst gearbeitet hätte. Der Minijobber muss den Urlaubstag weder vor- noch nacharbeiten. Eine Verrechnung des Urlaubsanspruches mit einem Zeitkonto entspricht damit nicht dem vom Gesetzgeber vorgesehenen Zweck des Urlaubs – der Erholung des Arbeitnehmers.
Ein Anspruch des Arbeitnehmers auf Feiertagsbezahlung besteht immer dann, wenn der Feiertag die alleinige Ursache für den Arbeitsausfall gewesen ist. Wäre der Minijobber also regulär an dem Wochentag, auf welchen der Feiertag fällt, zur Arbeit verpflichtet, besteht auch für ihn ein Anspruch auf Lohnfortzahlung.
Werner Aupelt
8. Juli 2019 @ 16:17
Hallo Grüsse sie
Meine Töchter will 1 450job machen
Im Vertrag steht Bezahlung der 450 erfolgt erst am Ende des Folgemonats
Wegen EDV
Gibt essowas
MFG Werner Aupelt
9. Juli 2019 @ 09:04
Sehr geehrter Herr Aupelt,
als Minijob-Zentrale informieren wir zu allgemeinen Fragen zum Thema Arbeitsrecht. Wir bitten daher um Ihr Verständnis, dass wir Ihre konkrete Frage nicht beantworten können.
9. Juli 2019 @ 09:31
Danke für Antwort und Info
A. Ferner
22. Mai 2019 @ 11:11
Liebes Team Minijobzentrale,
bei einem Monatslöhner der jeden Monat fest 450 € verdient: muss dieser ebenfalls einen Stundenzettel (Nachweis über gearbeitete Stunden) führen?
23. Mai 2019 @ 08:41
gewerbliche Arbeitgeber müssen für Minijobber detaillierte Stundenaufzeichnungen führen. Für Minijobber in Privathaushalten und bei der Beschäftigung von engen Familienangehörigen – Ehegatten, eingetragene Lebenspartner, Kinder und Eltern des Arbeitgebers – besteht keine Aufzeichnungspflicht.
Als Nachweis gelten die maschinelle Zeiterfassung oder entsprechende manuelle Aufzeichnungen. Sie sind verpflichtet, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit spätestens bis zum Ablauf des siebten auf den Tag der Arbeitsleistung folgenden Kalendertages aufzuzeichnen und diese Aufzeichnungen mindestens zwei Jahre aufzubewahren.
Weitere Informationen erhalten Sie bei dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, im Internet auf http://www.bmas.de/Mindestlohn und telefonisch unter der Mindestlohn-Hotline 030/60 28 00 28
irischerhund
18. Februar 2019 @ 11:19
Hallo, folgende Frage. Ichbin Warenauffüller und werde nach geleisteten Stunden anhand meiner Stundenzettel bezahlt. Nun habe ich einen Monat Vertretung gemacht, wo die zu leistenden Stunden im vorneherein festgelegt war. Nun war ich in der letzten Woche des Monats krankgeschrieben. Meine Frage ist nun: Muss mir der AArbeitgeber die festgelegten Vertretungsstunden in diesem Krankheitsfall bezahlen oder darf er hier die Bezahlung durch die Berechnung des Durchschnittes vornehmen?
18. Februar 2019 @ 13:46
wenn Sie krank sind muss Ihnen Ihr Arbeitgeber Ihren Lohn (Entgeltfortzahlung) weiterzahlen. Sie haben Anspruch auf den Lohn, den Sie bekommenen hätten, wenn Sie nicht krank gewesen wären. Wichtiger Hinweis: Durch einen Tarifvertrag kann jedoch eine abweichende Bemessungsgrundlage des fortzuzahlenden Arbeitsentgelts im Fall der Feiertagsbezahlung und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall festgelegt werden.
Helmut Wegner
30. Oktober 2018 @ 10:58
Wertes Team der Minijob Zentrale,
ich arbeite als Rentner noch einen 450€ Job.Ich habe keinen schriftlichen Arbeitsvertrag und auch kein schriftlich vereinbartes Arbeitszeitkonto. Ich kann in Fragen der Bezahlung (450€) und des Urlaubs nicht meckern, habe aber ein Problem mit geleisteten Überstunden. Ich habe im August und September Überstunden gearbeitet, also bin über die 50 Stunden im Monat gekommen und hatte nun gehofft, dass der Chef diese bezahlt. Weil das nicht geschehen ist, habe ich ihn angeschrieben. Die Antwort war, das die Stunden ja nicht verloren seien und auf einem Arbeitszeitkonto vermerkt sind. Nun habe ich aber kein Arbeitszeitkonto. Das habe ich ihm mitgeteilt. Daraufhin kam es zu einer Aussprache, in der mir der Chef mitgeteilt hat, das meine Tour, ich fahre noch Autoteile aus, Ende November endet, er den vertrag mit dem Autoteilelieferanden nicht weiterführt. Er will nun die Überstunden mit den vergangenen Monaten verrechnen, an denen in keine 50 Stunden gearbeitet habe, z.B. Juli 34,15 Std. Ich habe schon das Bürgertelefon des BMAS angerufen, die mir klar gesagt haben, dass ein Arbeitszeitkonto schriftlich vereinbart sein muss und wenn Überstunden anfallen, ohne dieses Arbeitszeitkonto, der Arbeitgeber die Überstunden bei der nächsten Lohnzahlung bezahlen muss. Damit fällt ja die nachträgliche Verrechnung aus. Wenn bezahlt, sind die Stunden vergütet und nicht mehr relevant. Mein Chef stellt sich da aber sehr stur an und ist fest der Meinung, er hat mir 450€ gezahlt und dafür muss ich auch die Arbeitsleistungen bringen. Mein Einwand, das er mir doch die Arbeit zuweist und an den Tagen, an denen ich eigentlich fahren müsste, hat er andere, Vollbeschäftigte Fahrer eigesetzt, fruchtet nicht. Wie verhällt sich da die Sache?
31. Oktober 2018 @ 08:59
Guten Tag Herr Wegner,
wir stimmen der Auskunft, die Sie bereits vom Bürgertelefon des BMAS zum Thema Arbeitsrecht erhalten haben zu:
Das Führen eines Arbeitszeitkontos muss schriftlich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart werden. Existiert eine solche Vereinbarung nicht, müssen Sie nach den monatlich geleisteten Stunden abgerechnet und bezahlt werden.
Wir können Ihnen nur empfehlen den Sachverhalt direkt mit Ihrem Arbeitgeber als Vertragspartner zu besprechen, um etwaige offene Fragen zur Ausgestaltung des Arbeitsvertrags zu klären. Rechtsverbindlich ist die Klärung nur durch einen Anwalt oder – falls Sie gewerkschaftlich organisiert sind – durch den Rechtsbeistand Ihrer Gewerkschaft möglich.
15. Oktober 2018 @ 15:32
ich habe eine frage bezüglich wann ich mein Gehalt bekommen darf.Also ich arbeite auf 450€ Basis( Minijob ) und laut Arbeitsvertrag steht nicht drauf wann ich mein Gehalt bekomme.Daher dachte ich, ich bekomme es am 1 Tag des nächsten Monats also Septembergehalt am 1.Oktober. Nur leider habe ich es noch nichts bekommen und habe daher mich an der Personalabteilung erkundigt. Die sagten mir das man es erst ende des Nachfolgemonats bekommt,heißt Septembergehalt erst am 30.Oktober und es üblig für Aushilfen sei.Die sagten mir auch das es auf einem extra Zettel,was sie mir gegeben haben ,drauf stände(Betriebsverordnung?) und ich es unterschrieben habe,jedoch kann ich mich nicht daran erinnern und selbst wenn,muss es nicht im Arbeitsvertrag draufstehen das es in der Betriebsverordnung geregelt ist?
Ich bin student und daher ist das jetzt sehr blöd für mich weil ich das geld brauche,ich habe auch schon angefordert das ich mir die Verordnung wieder anschauen will.
16. Oktober 2018 @ 16:22
gern stellen wir Ihnen einen kurzen Überblick zur Fälligkeit der Arbeitsvergütung zur Verfügung.
Mit dem § 614 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) sieht das Gesetz eine Regelung zur Fälligkeit des Arbeitsentgelts vor. Danach ist der Arbeitnehmer vorleistungspflichtig. Er muss also zunächst arbeiten, dann folgt die Vergütung seiner Tätigkeit. Ist die Vergütung nach Zeitabschnitten bemessen, so ist sie nach dem Ablauf der einzelnen Zeitabschnitte zu entrichten. Dies bedeutet, wenn sie nach Monaten vereinbart ist, muss der Arbeitgeber nach Ablauf des Monats zahlen. Grundsätzlich ist das Gehalt damit am ersten Tag des folgenden Monats fällig.
In der Praxis hat jedoch der § 614 BGB eine geringe Bedeutung, da es zahlreiche Sonderregelungen gibt. In Arbeits-und Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen finden sich daher meist andere Regelungen zur Fälligkeit. Üblich sind heute Vereinbarungen über monatliche Zahlungen mit schriftlicher Abrechnung und Zahlungen zum Monatsende beziehungsweise bis zum 15. Kalendertag des folgenden Monats in bargeldloser Form.
Erfolgt die Vergütung über den 15. des Folgemonats hinaus empfehlen wir Ihnen das Bürgertelefon zum Arbeitsrecht vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Diese erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer 030 / 221 911 004.
29. September 2018 @ 18:45
ich arbeite in einem Minijob mit Arbeitszeitkontoführung. Meine monatliche Arbeitszeit beträgt 37,5 Std mit kleinen saisonalen Schwankungen. Da nun ein Kollege schon länger wegen Krankheit ausgefallen ist und ein anderer Kollege gekündigt hat, habe ich ca. 90 Überstunden auf meinem Zeitkonto und ein Abbau eher utopisch. Kann mein Arbeitgeber wegen triftiger Gründe auch mehr als 450,- monatlich auszahlen? Er behauptet, dies ginge nur mit gravierenden Abzügen.
1. Oktober 2018 @ 13:27
das Führen von Arbeitszeitkonten ist auch für geringfügig entlohnte Beschäftigungen (450-Euro-Minijob) möglich. Allerdings müssen Arbeitgeber hierfür bestimmte Vorgaben beachten, die für die Sozialversicherung wichtig sind. So darf das zu erwartende Einkommen in einem Zeitraum von 12 Monaten 5.400 Euro nicht überschritten werden. Zu berücksichtigen ist in dieser Grenze sowohl das verstetigte Einkommen als auch das aus dem Zeitguthaben resultierende und zu erwartende Entgelt.
Im Einzelfall darf es auch zu Überschreitungen der Arbeitszeit und damit des zulässigen Gesamtentgelts von 5.400 Euro pro Jahr kommen. Voraussetzung ist aber, dass das Überschreiten gelegentlich (maximal dreimal pro Zeitjahr) und nicht vorhersehbar ist. Nicht vorhersehbar wäre z. B. ein erhöhter Arbeitseinsatz wegen des krankheitsbedingten Ausfalls eines anderen Arbeitnehmers. Findet die Überschreitung jedoch regelmäßig statt oder resultiert nicht aus unvorhersehbaren Gründen, so liegt ab dem Zeitpunkt kein Minijob mehr vor, ab dem zu erkennen ist, dass die geleisteten Arbeitsstunden durchschnittlich einen Anspruch von mehr als 450 Euro monatlich ergeben würden. In diesem Fall tritt grundsätzlich Versicherungspflicht für das Beschäftigungsverhältnis ein.
Ausführliche Informationen zum Thema flexible Arbeitszeitreglung finden Sie auch in unserer Broschüre „Arbeitszeitkonten für Minijobs“.
Unter folgendem Link gelangen Sie zum Dokument: https://www.minijob-zentrale.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/gewerblich/07_19911_Flexi.pdf?__blob=publicationFile&v=5
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10. September 2018 @ 12:11
Ich habe einen Vertrag in dem eine Regelmäßige Arbeitszeit von 11 Std die Woche und ein Stundenlohn eingetragen ist. Im Privathaushalt als Kinderbetreuerin. Ich hatte meinen Arbeitgeber so verstanden das ich diese 11 Std bezahlt bekomme. Nun hatten sie nicht immer den Bedarf und haben nur die tatsächlich gearbeiteten Std berechnet. Ist das richtig? Oder müssen die wöchentlich 11 Std bezahlt werden obwohl ich diese unverschuldet nicht arbeiten konnte? In dem Vertrag steht nichts von einer Bezahlung nach tatsächlich geleisteten Stunden.
10. September 2018 @ 14:40
mit dem Arbeitsvertrag stellt der Arbeitnehmer dem Arbeitnehmer gegen Bezahlung seine Arbeitskraft zur Verfügung. Gibt es keine Arbeit, ist das das Problem des Arbeitgebers. Er trägt das rechtliche und finanzielle Risiko, keine Verwendung für die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers zu haben. Dann befindet er sich im Annahmeverzug und muss den Lohn ohne Gegenleistung zahlen.
Abschließend empfehlen wir Ihnen, mit Ihrem Arbeitgeber bezüglich der vereinbarten Arbeitszeit nochmal zu sprechen. Alternativ können Sie sich auch mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.
23. Juli 2018 @ 17:41
Guten Tag, da ich eine Ausbildung beginne muss ich meinen Minijob zum 1. September kündigen. Ich war im Juni 2 Wochen krank. In diesem Zeitraum fand auch unsere Schichtbesprechung statt (Diese wird freiwillig abgehalten und ist nicht vom Vertrag vorgeschrieben und wird auch nicht bezahlt) Ich habe dann im Juli keine Schichten bekommen und somit eine Arbeitszeit von 0. In meinem Vertrag ist nur ein maximal gehalt von 450€ und 52,5std angegeben. Im Absatz für die zu erbringende Arbeitszeit ist nichts eingetragen und nur angekreuzt das ich ein Arbeitszeitkonto habe. Ich habe im Internet gelesen dass mir bei fehlenden Angaben 10 std pro Woche vom Gesetzt zugesprochen werden. Müsste mein AG mir jetzt also trotzdem die 353.60€( 10std x 4 Wochen x 8,84€) zahlen da er mich ja quasi freigesprochen hat (flexible Arbeitszeiten/Annahmeverzicht) ?
24. Juli 2018 @ 12:39
Hallo Florian B.,
beim Führen eines Arbeitszeitkontos erhält der Arbeitnehmer ein vertraglich vereinbartes gleichbleibendes monatliches Arbeitsentgelt (verstetigtes Arbeitsentgelt), dem abhängig vom Stundenlohn eine bestimmte Soll-Arbeitszeit zugrunde liegt. Er arbeitet aber je nach Bedarf unterschiedlich viele Stunden im Monat. Wenn die betriebliche Situation es erfordert, kann der Arbeitnehmer für die Dauer von maximal drei Monaten unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts von der Arbeitsleistung freigestellt werden.
Warum Sie im Juli kein Entgelt erhalten haben, können wir nicht nachvollziehen. Wir empfehlen Ihnen den Sachverhalt direkt mit Ihrem Arbeitgeber als Vertragspartner zu besprechen, um etwaige offene Fragen zur Ausgestaltung des Arbeitsvertrage zu klären.
Das Arbeitsrecht regelt die Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Arbeitsbedingungen werden im besonderen im Individual-Arbeitsrecht geklärt. Dazu gehören zum Beispiel Arbeitszeit, Kündigungsfristen, Urlaubsregelungen, Entgeltfortzahlung.
Die zuständige Stelle ist das Arbeitsgericht. Da das Arbeitsrecht ein Individualrecht ist, kann es behördlich nicht geregelt werden. Das heißt, Sie müssen Ihre Ansprüche selbst durchsetzen.
Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer konkreten arbeitsrechtlichen Frage zur weiteren Beratung an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
Strucks Dieter
16. Juli 2018 @ 15:46
Arbeite auf 450 Euro Basis. Mein AG verlangt von mir, das ich in meiner arbeitsfreien Zeit, für ca. 1 Stunde ,an einer Besprechung der festangestellten Mitarbeiter ,teilnehmen muss. Diese Besprechung findet an einem Tag statt, wo ich nicht arbeite, ab 11 Uhr, und ich muss extra 28 KM dafür fahren Für diese Zeit erhalte ich keine Vergütung. Ist das arbeitsrechtlich möglich ???Wie kann ich mich verhalten !
17. Juli 2018 @ 13:42
Guten Tag Herr Strucks,
haben Sie keine konkrete (schriftliche) Vereinbarung zur Teilnahme an dieser Besprechung oder weicht Ihr Arbeitgeber von einer Vereinbarung ab, so handelt es sich um ein individuelles arbeitsrechtliches Problem, zu dem wir leider keine Stellung beziehen dürfen. Eine Beratung im Einzelfall zu individuellen arbeitsrechtlichen Fragen kann und darf die Minijob-Zentrale nicht leisten.
Wir können Ihnen daher nur empfehlen diesen Sachverhalt direkt mit Ihrem Arbeitgeber als Vertragspartner zu sprechen, um etwaige offene Fragen zu klären.
Til Böttcher
7. Juli 2018 @ 18:53
ich arbeite auf 165€ Basis je 4 Stunden pro Woche. Nun wurde ich gekündigt und ich möchte mir meinen Urlaub auszahlen lassen. Ich habe laut der Regelung also 4 Tage Urlaub. Mein Stundenlohn beträgt 10€. Wieviel Geld wäre es dann abzgl. Steuern?
10. Juli 2018 @ 10:49
eine Urlaubsabgeltung ist nur möglich, wenn der Urlaub durch die Kündigung ganz oder teilweise nicht mehr genommen werden kann. Ist dies nicht der Fall, kann der Urlaub nicht abgegolten werden. Der Arbeitgeber hat Ihnen diesen dann einzuräumen.
Eine tatsächliche Urlaubsabgeltung errechnet sich aufgrund des Gesamtverdienstes der letzten 13 Wochen und der Arbeitstage pro Woche.
In Ihrem Fall können Sie folgende Formel verwenden: Gesamtverdienst der letzten 13 Wochen / (Arbeitstage pro Woche * 13 Wochen) * verbliebene Urlaubstage. Bei einer Vier-Tage-Woche beispielsweise: Gesamtverdienst der letzten 13 Wochen / 52 Arbeitstage * verbliebene Urlaubstage.
1. Juli 2018 @ 08:12
Hallo…ich habe einen Minijob. Erhalte ein monatl. Festgehalt, basierend auf einer wöchentlichen Stundenzahl (2.5 Std). Ich hab nun nach einem Jahr festgestellt, dass ich aber tatsächlich mehr gearbeitet habe…etwa im Schnitt 0,25 Std / Woche// ab welcher Grenze kann ich eine Erhöhung der Wochenstunden wegen des gehaltes beantragen, wenn absehbar ist, dass die Arbeitsstunden in diesem Rahmen so bleiben?
2. Juli 2018 @ 14:27
Guten Tag Herr Bayer,
bei einer Teilzeitarbeit werden die Stunden im Vorfeld mit dem Arbeitgeber abgesprochen. Dabei wird im Arbeitsvertrag in der Regel festgelegt, wie viele Stunden Sie wöchentlich arbeiten sollen.
In Teilzeit können unterschiedlich hohe Wochenstunden vereinbart werden. Auch für geleistete Überstunden gilt der Arbeitsvertrag als Richtlinie. Wenn dort festgelegt ist, dass Sie wöchentlich oder monatlich eine bestimmte Anzahl an Mehrarbeit oder Überstunden ableisten müssen, dann müssen Sie sich auch daran halten.
Werden die Überstunden nicht durch den Arbeitsvertrag geregelt, müssen diese im Tarifvertrag oder im Rahmen einer sonstigen betrieblichen Vereinbarung vorgeschrieben werden.
Arbeiten Sie mehr, als vertraglich vereinbart wurde, suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber.
Zusätzlich können Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr unter der Telefonnummer: 030 / 221 911 004.
20. Juni 2018 @ 08:23
Hallo. Ich habe ein Minijob seit 5 Jahren. Mein neuer Arbeitgeber hat mich eingestellt , dass ich Urlaub habe, ohne mich zu fragen. Ich habe selber keine Wünsche gesagt. Ich habe gelesen, dass der Anspruch auf Gewährung von Urlaub entstanden muss…Ich arbeite Freitags und Samstags(2 Tage pro Woche)aber ich habe 5 Tage Urlaub in eine Woche bekommen . Ich bitte Sie um Erklärung. Vielen Dank
21. Juni 2018 @ 07:59
wir sind uns nicht sicher, ob wir Ihre Anfrage richtig verstehen.
Sie geben an, in jeder Woche die gleiche Anzahl von Arbeitstagen zu leisten. Für die Berechnung Ihres Urlaubsanspruchs gilt dann folgende Formel:
eigene Arbeitstage pro Woche (2 Tage) x 24 (gesetzliche Urlaubstage) / 6 = 8 Urlaubstage im Jahr
Wenn Sie keinen Urlaub bei Ihrem Arbeitgeber beantragen verfällt der Urlaubsanspruch. Sicherlich, um dies zu vermeiden, wurden Sie jetzt durch Ihren Arbeitgeber mit Urlaub eingeteilt. Da Sie nur 2 Tage in der Woche arbeiten, benötigen Sie auch nur für eine freie Woche – 2 Urlaubstage.
Wir empfehlen Ihnen, bezüglich der weiteren Urlaubsplanung mit Ihrem Arbeitgeber nochmal das Gespräch zu suchen.
6. Juni 2018 @ 11:33
Guten Tag. ich bin kfm. Angestellter und habe die Möglichkeit, bei einer anderen Firma im Minijob von zu Hause aus dort die laufende Monatsbuchhaltung zu erledigen. Es würde pauschal mit 400,- vergütet werden, der Arbeitsaufwand dürfte max. 20 Stunden betragen. Ist dies zulässig? Muss die Arbeitszeit dokumentiert werden?
6. Juni 2018 @ 18:36
Ergänzung. Die Arbeitszeit sind geschätzt 20 Stunden in einem Monat. Es sind die laufenden Belegordner zu buchen, Zahlungseingänge zu erfassen, etc. Dies kann problemlos von zu Hause am Abend oder Wochenende erfolgen. Die Vergütung soll als Festgehalt erfolgen.
7. Juni 2018 @ 11:44
als Minijobber können Sie neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung einen 450-Euro-Minijob ausüben. Nehmen Sie später noch einen oder mehrere 450-Euro-Jobs auf, werden diese mit der Hauptbeschäftigung zusammengerechnet und sind mit Ausnahme der Arbeitslosenversicherung in der Regel versicherungspflichtig an Ihre Krankenkasse zu melden.
Bezüglich der Arbeitszeit dürfen Sie nach dem Arbeitszeitgesetz die Höchstarbeitszeit von 48 Stunden wöchentlich im Durchschnitt von zwölf Monaten nicht überschreiten und die Arbeitszeit muss nach § 17 Mindestlohngesetz dokumentiert werden.
Bitte beachten Sie, dass Nebentätigkeiten beim Arbeitgeber Ihrer Hauptbeschäftigung angegeben werden müssen, wenn dies arbeitsvertraglich vereinbart ist.
Bejan-Boltres Bettina
26. April 2018 @ 15:46
Hallo ich arbeite in einem ambulanten Pflegedienst auf 450€ Basis. Ca. 30 Std im. Monat sind vereinbart. Werde jedoch nur nach tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden bezahlt. Laut meinem Chef habe ich keinen Urlaubsanspruch auf bezahlten Urlaub und falls ich krank bin, muss ich eine AU vorlegen, werde jedoch für die fehlenden Tage nicht bezahlt. Ebenso wie es für mich wenn ich an Feiertagen arbeite, keine Feiertagszuschläge erhalte, wie das normale Sozialversicherungsbeschäftigte bekommen. Ist das rechtens?Und wie ist es denn wenn ich zb schwanger wäre und ein Beschäftigungsverbot vom Arzt bekomme, muss mich dann mein Arbeitgeber vom. Minijob auch nicht bezahlen, să ich ja keine Std leiste??
27. April 2018 @ 14:00
Hallo Frau Bejan-Boltres,
für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. Demnach dürfen Minijobber nicht schlechter behandeln werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer.
Minijobber haben Anspruch auf Urlaub und auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Grundsätzlich haben Sie auch Anspruch auf Zahlung von Feiertagszuschlägen, wenn vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer diese auch erhalten.
Während eines Beschäftigungsverbots müssten Sie von Ihrem Arbeitgeber den vollen Lohn weiter erhalten.
Welche Rechte Ihnen als Minijobber zustehen können Sie auf unserer Homepage nachlesen.
https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/01_grundlagen/04_arbeitsrecht/node.html
12. März 2018 @ 21:47
ich habe nach meinem halbjährigem Praktikum welches ich zum 1. März beendet habe die Möglichkeit in dem selben Betrieb auf 450 € Basis bis zum 31.7 weiter zu arbeiten. Im Vertragsentwurf steht Ich soll 3 Tage die Woche Arbeiten, das jede Woche im Monat für 450€.
Ist das so zulässig ?
12. März 2018 @ 21:51
Bei den 3 Tagen die Woche ist von je 8 Arbeitsstunden die Rede
13. März 2018 @ 12:10
bei einer Wochenarbeitszeit von 24 Stunden und einem Arbeitsentgelt von 450 Euro/Monat ist der gesetzliche Mindestlohn stark unterschritten.
Für ganz Deutschland gilt eine gesetzlich festgelegte Lohnuntergrenze – der flächendeckende Mindestlohn von mindestens 8,84 Euro brutto je Zeitstunde. Dieser gilt grundsätzlich für alle Beschäftigten in Deutschland und damit auch für Minijobber.
Für nachfolgende Personenkreise ist ein Arbeitgeber nicht an die Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns gebunden:
– Minderjährige ohne abgeschlossene Berufsausbildung;
insbesondere Schüler
– Auszubildende (in Bezug auf die Ausbildungsvergütung)
– Pflichtpraktikanten oder Absolventen eines freiwilligen
Praktikums bis zu drei Monaten in dieser Tätigkeit
– Ehrenamtlich Tätige
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales informiert ausführlich zum Thema Mindestlohn
– im Internet auf http://www.bmas.de/Mindestlohn und
– unter der Mindestlohn-Hotline 030/60 28 00 28.
9. März 2018 @ 12:36
1) wie ist die Berechnung der Stunden für die Bezahlung eines Feiertage, wenn ich eine neue Arbeitsstelle antrete, 6 Wochen mit unterschiedlicher Stundenzahl arbeite und nach 6 Wochen kommt ein Feiertag. Dann geht die Regel nach dem durchschnittlichen Gehalt des Arbeitnehmers in den letzten 13 Wochen nicht.
2) Und wie verhält sich die Berechnung des Urlaubs (bei ungleicher Anzahl von Arbeitstagen, zwischen 2- 5 Tage kommen) wenn ich den Feiertag vor- bzw. nacharbeiten muss.
Die Berechnung wird dann ja am Ende vom Jahr vorgenommen. Muss ich dann den Feiertag als Arbeitstag rechnen oder nicht. Also wenn ich in der Woche am Dienstag und Freitag (feste Tage) arbeiten musste, der Freitag jetzt aber ein Feiertag ist und meine Chefin sagt dann muss ich Mittwoch auch noch kommen. Muss ich dann zur Berechnung in dieser Woche drei Tage rechnen?
9. März 2018 @ 13:02
Hallo Anschie1000, ich glaube fast, dass deine Anfrage wieder ein Fall für das Bundesministerium für Arbeit und Soziales ist. Ist ja auch wieder tiefer ins Arbeitsrecht geblickt. LG maxi
12. März 2018 @ 10:31
es wird die Stundenzahl für einen Feiertag oder Urlaubstag zugrunde gelegt, die für den Mitarbeiter an diesem Arbeitstag angefallen wäre. Minusstunden dürfen resultierend aus einem Feiertag oder Urlaubstag nicht entstehen.
Wenn Sie, bedingt durch einen Feiertag auf Wunsch des Arbeitgebers, an einem anderen Tag, zusätzlich tätig werden, haben Sie in dieser Woche im Hinblick auf die Urlaubsberechnung eine 3-Tage-Woche.
Abschließend empfehlen wir Ihnen, wie bereits auch von Maxi empfohlen, dass Sie sich mit Ihrer arbeitsrechtlichen Frage an das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales wenden.
27. Februar 2018 @ 09:07
Hallo, ich arbeite in einem café und werde als Stundenlöhner bezahlt. in den Wintermonaten gibt es weniger zu tun, deshalb bekomme ich nur zwischen 200 – 280 Euro ausbezahlt. In den Sommermonaten kommt dann die Biergartenzeit hinzu und ich würde mehr Stunden arbeiten können ( teilweise auch über 450 €). Bleibt es ein sozialversicherungsfreier Minijob solange ich die 5400 € jährlich nicht überschreite? Oder gibt es Probleme weil ich dann in einigen Monaten zum Beispiel zwischen 600 – 800 Euro verdienen würde.
27. Februar 2018 @ 15:03
wenn ein Minijobber in einem Dauerarbeitsverhältnis saisonbedingt unterschiedliche Arbeitsentgelte erzielt, hat der Arbeitgeber das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt vorab zu schätzen. Bei einem geschätzten Jahresarbeitsentgelt bis 5.400 Euro liegt ein Minijob vor.
Wenn Ihre Sommerverdienste zusammen mit den Winterverdiensten daher bei maximal 5.400 Euro liegen, ist die Beschäftigung als Minijob zu melden.
Dies gilt jedoch nicht bei erheblichen Schwankungen, wenn also z.B. der Hauptschwerpunkt der Beschäftigung in den Sommermonaten liegt und die Verdienste der Wintermonate nur deshalb reduziert werden um die Jahresarbeitsgrenze von 5.400 Euro einhalten zu können. Dies zu prüfen, obliegt jedoch Ihrem Arbeitgeber.
27. Februar 2018 @ 15:27
Danke für die Antwort, aber ab wann spricht man von einer erheblichen Schwankung? Wenn ich zum Beispiel 6 Monate 250 € bekäme und 6 Monate 650 €. Wäre das noch ein sozialversicherungsfreier Minijob?
28. Februar 2018 @ 12:20
von erheblichen Schwankungen spricht man, wenn z.B. eine in wenigen Monaten eines Jahres ausgeübte Vollzeitbeschäftigung, die nur deshalb geringfügig entlohnt ausgeübt würde, weil die Arbeitszeit und das Arbeitsentgelt in den übrigen Monaten des Jahres lediglich soweit reduziert werden, dass das Jahresarbeitsentgelt 5.400 EUR nicht übersteigt.
Ein Beschäftigter verdient im Januar und Februar jeweils 2.000 EUR und in den restlichen 10 Monaten 100 EUR.
Hier wird zwar die Jahresgrenze von 5.400 EUR nicht überschritten, jedoch aufgrund der unverhältnismäßigen Schwankungen würde in den Monaten Januar und Februar kein Minijob vorliegen.
Regi4
9. Februar 2018 @ 09:42
Hallo ich habe mich in einem Hallenbad als Reinigungskraft auf 450€ Basis beworben. In der Ausschreibung heist es leistungsgerechte Bezahlung. Da ich dann jeden 2 Sonntag und Feiertags arbeiten soll habe ich nach Sonntags und Feiertags zu Schlag gefragt und als Antwort bekam ich das sei mit dem Stundenlohn abgegolden. Ist das zulässig?
9. Februar 2018 @ 11:53
Hallo Regi4,
es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf die Zahlung eines Feiertags- bzw. Sonntagszuschlages.
Ein Anspruch kann sich jedoch aus dem Arbeitsvertrag, aufgrund eines Tarifvertrages oder durch betriebliche Übung ergeben. Werden so zum Beispiel vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmern Ihres Arbeitgebers üblicherweise Feiertags- und Sonntagszuschläge gewährt, so dürfen Minijobber ohne sachlichen Grund nach dem Gleichbehandlungsgrundsatz nicht schlechter gestellt werden. Entscheidend ist, auf welcher Grundlage die vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer Ihres Arbeitgebers einen Feiertags- bzw. Sonntagszuschlag erhalten.
29. Januar 2018 @ 18:53
Hallo, ich hab eine Frage. Ich hab einen Vertrag für einen Minijob und im Vertrag stehen 0 Urlaubstage. Die Begründung: mit den 9 Euro pro stunde ist des mit dem Urlaub ausgeglichen. Ist des ok?
In meinem anderen minijob hab ich auch Urlaub. Ich dachte recht auf Urlaub hat man auch im minijob.
30. Januar 2018 @ 11:28
jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub, das gilt auch für Minijobber. Der gesetzliche Urlaubsanspruch ist im Bundesurlaubsgesetz geregelt und beträgt jährlich mindestens 4 Wochen bzw. 24 Werktage bei einer 6-Tage-Woche.
Wie der Urlaubsanspruch berechnet wird, erläutern wir in unserem Blog-Beitrag „Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht“. https://blog.minijob-zentrale.de/2017/06/23/minijob-urlaub-berechnen-leicht-gemacht
Wir können Ihnen daher nur empfehlen den Sachverhalt der Urlaubsgewährung direkt mit Ihrem Arbeitgeber als Vertragspartner zu klären.
9. Januar 2018 @ 15:41
Hallo MJZ,
wir möchten gerne eine Reinigungskraft einstellen. Damit der Aufwand niedrig bleibt, soll Monatslohn, ein Tag/Woche und nur eine grobe Aufgabenbeschreibung festegelegt werden. Wir wollen stattdessen lieber großzügig bezahlen und die Ausführung in Art & Dauer der Krat überlassen (auf Vertrauensverhältnis). Müssen dann trotzdem Stundenzettel und detailierte Arbeitzplatzbeschreibung sein? Bitte nicht! :-)
10. Januar 2018 @ 09:21
die Information, welche Unterlagen Sie als Minijob-Arbeitgeber führen müssen, finden Sie in unserem Nachgefragt-Beitrag vom 13. Dezember 2017.
17. Dezember 2017 @ 09:52
wir bekommen einen Stundenlohn, d.h. das gezahlt, wofür wir im Monat gearbeitet haben. Dabei dürfen nicht über 400,-€ im Monat kommen. die Begründung hierfür ist, dass es so eben kein 450,-€ sei und wir daher auch keinen Anspruch auf Urlaub und keinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall hätten. Zumindest letztes kann ich mir nicht vorstellen. Wir haben auch kein Arbeitsvertrag in dem begrenzte Wochen- oder Monatsstunden festgelegt ist, lediglich der Vermerk, dass wir max. 400,-€ verdienen dürfen. Wir haben feste Schichten können aber tauschen oder springen mal an anderen Tagen ein.
Ich frage mich nun vor allem wie es sich mit der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall verhält.
Vielen Dank im Voraus1
18. Dezember 2017 @ 12:41
für Minijobber gilt der Grundsatz der Gleichbehandlung. So dürfen Minijobber nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Dies gilt im Arbeitsverhältnis für alle Maßnahmen und Vereinbarungen, die Ihr Arbeitgeber mit Ihnen als Minijobber trifft.
Wenn Sie krank sind muss Ihnen Ihr Arbeitgeber Ihren Lohn (Entgeltfortzahlung) weiterzahlen. Sie haben Anspruch auf den Lohn, den Sie bekommenen hätten, wenn Sie nicht krank gewesen wären. Die Entgeltfortzahlung wird nur für den Zeitraum geleistet, an dem Sie geplant waren aber aus gesundheitlichen Gründen an der Arbeitsleistung verhindert waren.
Genauso ist dies bei Feiertagen. Fällt der reguläre Arbeitstag (z.B. der Arbeitnehmer arbeitet immer Freitags) auf einen Feiertag, so haben Sie Anspruch auf Feiertagsbezahlung.
Das Bundesurlaubsgesetz gesteht jedem Arbeitnehmer in Deutschland mindestens 24 Werktage bezahlten Urlaub im Jahr zu. Sehen Tarif-oder Arbeitsverträge einen längeren Urlaubsanspruch vor, gilt auch dieser entsprechend für den Minijobber. Einen Anspruch auf 24 Werktage im Jahr haben Beschäftigte, die an sechs Tagen in der Woche arbeiten. Gewöhnlich gilt aber beispielsweise für die meisten Minijobs, dass diese nicht an 6 Tagen in der Woche ausgeübt werden. Daher wird der jährliche Urlaubsanspruch abhängig von den Arbeitstagen pro Woche anteilig berechnet. Hierbei ist egal, wie viele Stunden der Mitarbeiter an den einzelnen Tagen arbeitet. Wie der Urlaubsanspruch berechnet wird, erläutern wir in unserem Blog-Beitrag „Minijob: Urlaub berechnen leicht gemacht“. https://blog.minijob-zentrale.de/2017/06/23/minijob-urlaub-berechnen-leicht-gemacht
SRexhaj
15. Dezember 2017 @ 09:02
Hallo, mein Arbeitgeber hat mich von heute auf morgen nicht mehr eingetragen. Somit hatte ich keine Einsätze mehr.
Im Arbeitsvertrag stehen 450,- € als Monatsgehalt festgeschrieben, bei einem Stundensatz von 12,50€. Ich habe in manchen Monaten mehr gearbeitet, in manchen weniger. Es wurde immer die tatsächlichen 450,- € ausbezahlt. Nur im September habe ich gar keine Auszahlung erhalten.
Der AG will nun von mir eine genaue Auflistung der geleisteten Stunden für September.
Ist er nicht trotz allem vrpflichtet mir die 450,- € weiterhin auszubezahlen? Auch wenn ich im September bespw. nur 30 Stunden gearbeitet habe?
15. Dezember 2017 @ 11:42
wir gehen anhand Ihrer Schilderung davon aus, dass Sie mit Ihrem Arbeitgeber die Vereinbarung über ein Arbeitszeitkonto geschlossen haben. Dies ist in einem Minijob auch möglich. Allerdings müssen Arbeitgeber hierfür bestimmte Vorgaben beachten, die für die Sozialversicherung wichtig sind.
Um flexibel auf Produktionsspitzen oder Personalengpässe reagieren zu können, haben Arbeitgeber die Möglichkeit die Personalplanung auf der Grundlage einer sogenannten „sonstigen flexiblen Arbeitszeitregelung“ vorzunehmen. Hierunter versteht man Arbeitszeitkonten, die in Form von Gleitzeit- oder Jahreszeitkonten geführt werden. Sie erleichtern es dem Arbeitgeber, die Einhaltung der Verdienstgrenze von Minijobs zu gewährleisten und gleichzeitig eine flexible Personaleinsatzplanung vorzunehmen. Das Führen eines Arbeitszeitkontos muss schriftlich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart werden. Eine verlässliche Stundenaufzeichnung ist dabei unumgänglich.
Der Arbeitnehmer erhält ein vertraglich vereinbartes gleichbleibendes Arbeitsentgelt zum Beispiel 450 Euro, dem abhängig vom Stundenlohn eine bestimmte Soll-Arbeitszeit zugrunde liegt zum Bespiel 36 Stunden monatlich. Dabei muss die Verdienstgrenze von 5.400 Euro im Jahr berücksichtigt werden. Der Arbeitnehmer arbeitet aber je nach Bedarf unterschiedlich viele Stunden im Monat. Wenn die betriebliche Situation es erfordert, kann der Arbeitnehmer für die Dauer von maximal drei Monaten unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts von der Arbeitsleistung freigestellt werden. Wichtig dabei ist, Sie erhalten immer Ihre 450 Euro.
Flexible Arbeitszeitregelungen müssen neben dem Aufbau von Zeitguthaben auch deren tatsächlichen Abbau ermöglichen. Arbeitet der Arbeitnehmer innerhalb der Jahresfrist mehr Stunden, als bei einem Verdienst von 5.400 Euro möglich ist, beendet dies den Minijob. Ist der Abbau eines Zeitguthabens von vornherein nicht beabsichtigt, ist die Vereinbarung über die Arbeitszeit sozialversicherungsrechtlich ungültig. In diesen Fällen wäre vom Beginn der Beschäftigung an das tatsächlich erarbeitete Arbeitsentgelt bei der Berechnung der Beiträge zu berücksichtigen. Dies gilt auch, wenn bewusst längerfristige Freistellungen als drei Monate zugelassen wurden.
duke201099
21. September 2017 @ 20:28
Habe einen Minijob, in der Regel 4 bis 6 Stunden die Woche steht im Vertrag. Nun Kündigung weil keine Arbeit vorhanden ist. Die letzten 3 Monate habe ich meine Arbeitskraft immer angeboten, aber es gab keine Arbeit. Es gab keinen Urlaub und keine Lohnfortzahlung bei Krankheit. Muss mir der Arbeitgeber vom Vorjahr Lohnfortzahlung leisten und die letzten 3 Monate bezahlen?
22. September 2017 @ 10:19
Hallo Duke,
Minijobber dürfen nicht schlechter behandelt werden als vergleichbare vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer. Dies gilt für alle Maßnahmen des Arbeitgebers und Vereinbarungen, die zwischen dem Arbeitgeber und Minijobber getroffen werden.
Minijobber haben gesetzlichen Anspruch auf Entgeltfortzahlung bei Krankheit, Arbeitsausfall an Feiertagen sowie auf Erholungsurlaub.
Wir empfehlen Ihnen eine Beratung beim Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit- und Soziales zum Thema Arbeitsrecht. Das Bürgertelefon erreichen Sie montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Telefonnummer 030 221 911 004.
30. Juni 2017 @ 11:14
Hallo, ich habe da eine Frage zum Thema Lohnabrechnung Minijob.
Wir schicken immer zum 15. im Monat die Stundenabrechnungen zur Minijob zentrale und müssen für die restlichen Tage des Monats die Stunden ungefähr schätzen was unsere Mitarbeiter noch an Stunden arbeiten. Könnte man den Lohn nicht Anfang des nächsten Monats auszahlen ? Für uns ist es immer sehr schwer die Stunden für den restlichen Monat zu schätzen.
30. Juni 2017 @ 12:44
Die Höhe der Abgaben ist spätestens zum fünftletzten Bankarbeitstag des Monats festzusetzen und im Beitragsnachweis-Verfahren an die Minijob-Zentrale zu übermitteln. Da zu diesem Zeitpunkt der Monat noch nicht abgeschlossen ist, kann die endgültige Höhe der beitragspflichtigen Entgelte und damit der Abgaben für den jeweiligen Beitragsmonat noch nicht feststehen. Der Gesetzgeber bietet dafür den Arbeitgebern zwei Alternativen
https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/02_gewerblich/03_infos_fuer_arbeitgeber_und_entgeltabrechner/03_wie_sind_die_beitraege_zu_leisten/01_beitragsfaelligkeit/node.html
an, wie sie die Abgaben festsetzen und zahlen können.
Abschließend möchten wir anmerken, dass die Fälligkeit der Beiträge unabhängig vom Termin der Lohnzahlung ist.
8. Juni 2017 @ 21:50
Seit August 2016 habe ich einen Minijob im Supermarkt. Überstunden habe ich gemacht, dir mir immer auf den nächsten Monat übertragen wurden, so dass ich nie über 450€ kam. Im Dezember hatte ich noch 90,95h Überstunden, die ins nächste Jahr übertragen wurden.
Ab Januar wurde dann mein Lohn erhöht.
Meine Überstunden vom Restjahr habe ich ganz normal mit den geleisteten Stunden für dieses Jahr verrechnet, und hätte man mir für den Monat April 50,5h berechnet, hätte ich noch 5,35h Überstunden.
Allerdings wurden nur 40h berechnet und laut Chefin habe ich nun auch keine Überstunden mehr, da sie wegen der Lohnerhöhung meine Überstunden vom letzten Jahr irgendwie anders verrechnen musste.
9. Juni 2017 @ 08:18
Hallo Ako,
wir empfehlen Ihnen zunächst das Gespräch mit Ihrer Chefin zu suchen, um explizit zu hinterfragen – wie und aus welchem Grund die Überstunden aufgebraucht wurden.
Gern können Sie auch Ihre arbeitsrechtlichen Fragen mit dem Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales klären. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.
25. März 2017 @ 17:54
ich habe einmal folgende Frage. Ich und mein Sohn arbeiten als Regalauffüller, d. h. wir werden monatlich nach den geleisteten Stunden bezahlt, die aber immer unterschiedlich sind. Da wir an 4 Tagen in der Woche arbeiten, haben wir 16 Tage Urlaub. Wir haben zwar wöchentlich immer die gleichen Märkte, aber die Stundenzahlen variieren. Wir vertreten uns im Urlaub gegenseitig, müssen dies aber auf den Stundenzetteln festhalten. Nach welcher Formel rechne ich diese 16 Tage jetzt in Stunden um?
28. März 2017 @ 09:11
Hallo Frau Gertitschke,
Sie brauchen die 16 Tage nicht in Stunden umrechnen, da Sie auf Ihrem Stundenzettel die tatsächliche tägliche Arbeitszeit aufzeichnen müssen.
Damit weiterhin ein Minijob vorliegt, darf durch die Urlaubsvertretung die monatliche Verdienstgrenze von 450 Euro nicht überschritten werden. Es sei denn, Sie arbeiten das ganze Jahr lang durchgehend und haben einen Jahresverdienst von höchstens 5.400 Euro, dann darf der Verdienst in einzelnen Monaten auch mehr als 450 Euro betragen.
28. März 2017 @ 10:25
Das Problem ist aber, das ich ja wissen muss, wieviele Stunden ich z. Bsp. meinen Sohn vertreten muss, um auf die 16 Tage zu kommen, da ich ja dies dann in Form des Stundenlohns bezahlt bekomme und die gleiche Anzahl von Stunden würde dann bei meinem SAohn auf dem Lohnzettel stehen.
28. März 2017 @ 11:40
da wir in unserem Blog zu Einzelanfragen im Detail nicht beraten, möchten wir Sie bitten, sich für eine konkrete Auskunft an unser Service-Center zu wenden. Dieses erreichen Sie von Montag bis Freitag von 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr unter der Telefonnummer 0355 / 2902 70799.
9. März 2017 @ 10:00
Hallo, d.h. egal ob Urlaubstag, Krankheit oder Feiertag es werden in diesem Fall 4 Std. berechnet. Aber ich muss ja im Monat auf 50 Std. kommen, also muss ich die Std. nacharbeiten (mir wurde ein Stundenlohn von 9 € zugesagt), denn sonst komme ich nicht auf 450 €!
Ich habe beim Bürgertelefon angerufen, die meinten dann tritt das Teilzeit- und Befristungsgesetz Paragraph 12 in Kraft.
Hier kann man durch den Monatslohn und dem Stundenlohn die Wochen- bzw. Tagesarbeitszeit errechnen ( 12,5 Std bzw 6,25 Std). Ansonsten wären es 10 Std pro Woche.
Vielen Dank für die Mühe, war sehr interessant.
24Moritz
9. März 2017 @ 12:37
vielen Dank für Ihre Antwort. Ganz klar ist es mir leider immer noch nicht. Es geht hier konkret um haushaltsnahe Dienstleistungen in Privathaushalten.
zu 1) Unter §3 im Musterarbeitsvertrag steht ja eine regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit an … Tagen pro Woche. Die Stundenzahl ist bei Stundenlöhnern aber doch eigentlich variabel, sozusagen auf Abruf bzw. nach Bedarf und eigentlich sogar die Anzahl an Wochentagen an denen gearbeitet wird. Darf das so im Arbeitsvertrag stehen? Dann wäre der gesamte §3 um zu schreiben. Denn wenn der Arbeitgeber z.B. selber längere Zeit im Urlaub ist benötigt er ja die Dienste der Haushaltshilfe nicht. Muss er die Haushaltshilfe dann trotzdem bezahlen oder kann er sie „zwingen“ den eigenen Urlaub in dieser Zeit zu nehmen? Ich verstehe es eigentlich so, dass es bei Stundenlöhnern keine regelmäßige wöchentliche oder monatliche Arbeitszeit gibt. Sie werden nach tatsächlich geleisteten Stunden bezahlt, die je nach Bedarf und anfallenden Arbeiten schwanken können und während Urlaubszeiten ggf. auch gar nicht benötigt werden. Dafür gibt es doch eigentlich das Haushaltsscheckverfahren. Aber wie bildet man diesen Fall korrekt im Arbeitsvertrag ab? Bei einer festen Wochenarbeitszeit wären es ja Monatslöhner mit einer fixen Anzahl an Stunden und damit mit einem fixen Monatsgehalt. Oder verstehe ich da etwas falsch? Muss es rein rechtlich eine festgesetzte wöchentliche/monatliche Arbeitszeit und/oder festgesetzte Arbeitstage geben oder kann der Arbeitgeber (Privathaushalt) von Woche zu Woche entscheiden ob und in welcher Intensität er die Leistung/Hilfe in Anspruch nimmt oder eben auch einmal nicht wenn kein Bedarf besteht?
zu 2) Gesetzt die Arbeitszeit bei Stundenlöhnern (variable Stundenzahlen in der Woche/im Monat und ggf. auch wechselnde Arbeitstage) ist wirklich variabel, so ist anhand Ihrer Ausführungen nicht klar wie viele Stunden an einem Urlaubstag seitens des Arbeitgebers zu bezahlen wären. Welcher Wert ist anzusetzen? Und wenn die Anzahl der Arbeitstage in der Woche schwankt (Bedarf oder kein Bedarf, z.B. während eigenem Urlaub) ist auch nicht klar wieviele Tage bezahlter Urlaub wirklich zu gewähren sind. Am einfachsten wäre das bei Stundenlöhnern doch über einen fixen Aufschlag von x% auf die geleisteten Stunden – sozusagen ein Ausbezahlen der Urlaubsansprüche – zu regeln. Wäre das rechtlich zulässig?
zu 3) Auch hier gilt: Wenn es keine regelmäßige wöchentliche oder monatliche Arbeitszeit gibt: Welchen Betrag hat der Arbeitgeber zu erstatten? Es könnte ja sein die Haushaltshilfe hätte nur einen Tag 2 Stunden gearbeitet, genausogut könnte es sein, sie wäre zwei Tage die Woche da gewesen und hätte insgesamt 8 Stunden gearbeitet. Das macht einen großen Unterschied für beide Seiten. Oder ist das Ganze rechtlich gesehen zeitlich dann eben doch nicht so variabel wie es der Begriff „Stundenlöhner“ in obigem Artikel erst einmal suggeriert?
Leider finddet man für diesen Fall einer nicht fest vereinbarten variablen Arbeitszeit in Privathaushalten, wo also wirklich nach Bedarf gearbeitet wird, der zwischen 0 und 100% schwanken kann, keine wirklichen Informationen auf Ihrer Hauptseite. Das wird aber doch wahrscheinlich der überwiegende Fall in Privathaushalten sein…
Oder wäre das so alles rechtlich nicht zulässig und es muss eine feste wöchentliche Stundenzahl an bestimmten Wochentagen fest vereinbart werden?
Ich weiß es sind viele Fragen, die aber letztlich alle in die gleiche Richtung laufen und die vermutlich viele Privathaushalte und Hausangestellte betreffen. Für eine Klärung in jedem Fall vielen Dank.
13. März 2017 @ 08:47
Hallo 24Moritz,
sie haben vollkommen recht, bei Stundenlöhnern wäre der § 3 komplett umzuschreiben. Wir haben in unserem Musterarbeitsvertrag den § 3 so gefasst, weil der überwiegende Teil, der im Privathaushalt Beschäftigten einen Monatslohn erhält. Dies ist auch für den privaten Arbeitgeber bei der Anmeldung mit dem Haushaltsscheck das einfachste und unkomplizierteste Verfahren. Er gibt uns mit der Beschäftigungsaufnahme die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerdaten und den monatlichen Verdienst an, ebenso teilt er uns das Lastschriftkonto mit. Bis zum Beschäftigungsende muss er keine weiteren Angaben mehr machen.
Da wir zu arbeitsrechtlichen Fragen als Sozialversicherungsträger nur beratend zur Seite stehen können, bitten wir Sie, sich mit Ihren detaillierten Fragen an das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zu wenden. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.
Dinkeljäger
20. Mai 2017 @ 09:21
Hallo Moritz, hast Du auf Deine guten Fragen irgendwo eine vernünftige Antwort bekommen? Daran wäre ich auch interesssiert. Hier wurde ja ein bisschen rumgeeiert mit den konkreten Auskünften um die stundenweise Beschäftigung…
9. Juni 2017 @ 09:43
Hallo Dinkeljäger,
nur das, was hier steht. Nach dem weiteren Stöbern im Internet haben wir uns dazu entschlossen einen Arbeitsvertrag mit zwei festgelegten Tagen pro Woche und einer vereinbarten täglichen Arbeitszeit von drei Stunden festzulegen, haben also mehr oder weniger 1:1 den Musterarbeitsvertrag übernommen. Wenn mal mehr zu tun ist bezahlen wir das nun als Überstunden. Im Großen und Ganzen kommt das mit der vereinbarten Arbeitszeit aber ganz gut hin.
Wenn das Stundenlohnmodell rechtens ist frage ich mich wirklich, warum es dafür nicht auch einen Musterarbeitsvertrag gibt. Man findet auch im Netz dazu nichts. Es steht überall nur, dass die regelmäßige Arbeitszeit festgelegt werden muss, sowohl was die Tage als auch die Stunden betrifft. Zumindest verstehe ich es so.
Schwierig ist es mit festgelegten Tagen und Arbeitszeiten, wenn man selber im Urlaub ist. Man kann ja die Haushaltshilfe nicht zwingen in der gleichen Zeit Urlaub zu nehmen, wenngleich es heißt, dass der Urlaub nach betrieblichen Erfordernissen zu gewähren ist. Da muss wohl jeder selber eine Lösung finden (z.B. nicht regelmäßige Zusatzarbeiten erledigen lassen) bzw. sich mit der Haushaltshilfe einvernehmlich abstimmen.
Ich finde, dass man als Privatperson, wo man von den ganzen rechtlichen Dingen keine Ahnung hat, hier schon ganz schön alleine gelassen wird. Das mit dem Bürgertelefon war mir ehrlich gesagt zu umständlich. Von daher habe ich keine Ahnung inwieweit man da geholfen bekäme wenn man denn anrufen würde…
7. März 2017 @ 18:32
Der Arbeitsvertragsentwurf für Minijobs in Privathaushalten sieht eine regelmäßige Wochenarbeitszeit an … Tagen vor. Das wäre dann wohl das Monatslohnmodell?
1. Wie müsste die entsprechende Passage im Arbeitsvertrag bei „Stundenlöhnern“ lauten, da es dort ja anscheinend keine solche „festen“ Arbeitszeiten gibt.
2. Wie wären in dem Fall von variablen Arbeitszeiten, die das Haushaltsscheckverfahren ja vorsieht, Urlaubs- und ggf. die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zu berechnen?
Für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall habe ich an anderer Stelle gelesen, dass der Durchschnittslohn der vergangenen 12 Monate herangezogen wird. Stimmt das?
9. März 2017 @ 10:54
zu Ihren Fragen antworten wir wie folgt:
1. Unseren Muster-Arbeitsvertrag können Sie für Stunden- und Monatslöhner verwenden. Unter § 3 können Sie detailliert auch unregelmäßige Arbeitszeiten festhalten, sowie im § 4 den Stundenlohn: https://www.minijob-zentrale.de/SharedDocs/Downloads/DE/Formulare/privat/10_Arbeitsvertrag.pdf?__blob=publicationFile&v=2
2. Bei der Berechnung des individuellen Urlaubsanspruchs ist nur relevant, an wie vielen Tagen der Beschäftigte in der Woche arbeitet, und nicht, wie viele Stunden er an den einzelnen Tagen leistet Näheres zum Urlaubsanspruch und -entgelt bei Minijobs haben wir hier schon mal erläutert: https://blog.minijob-zentrale.de/2015/05/18/erholungsurlaub-bei-minijobs/.
Wenn Ihre Haushaltshilfe arbeitsunfähig ist, hat Sie einen Anspruch auf das Arbeitsentgelt, das sie verdient hätte, wenn sie nicht wegen der krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit ausgefallen wäre, wobei einmalig gezahlte Entgelte wie Weihnachtsgeld unberücksichtigt bleiben. Beantragen Sie bei der Arbeitgeberversicherung der Knappschaft die Erstattung Ihrer Aufwendungen bei Krankheit, ermitteln Sie bei einer Stundenlöhnerin das Bruttoentgelt, indem Sie den Stundenlohn mit den ausgefallenen Stunden multiplizieren. Genaue Details zum Erstattungsverfahren lesen Sie hier: https://www.kbs.de/DE/20_firmenkunden/04_arbeitgeberversicherung/krankheit/InhaltsNav.html.
7. März 2017 @ 08:14
Hallo Blog-Team, mein Arbeitgeber bleibt aber fest bei dem monatlichen Lohn von 450 €. Ich habe ihn schon zweimal gebeten, dass er mir weniger ausbezahlt, da ich nicht immer auf die Std. komme. Er meinte aber das wird schon gehen, er möchte nicht ständig den Lohn ändern. Das heißt ich muss in einem anderen Monat viel mehr arbeiten, da ich im Oktober eingestellt wurde, und im Januar operiert wurde und vier Wochen krank war, würde d.h. das mein Stundenkonto jetzt total im Minus ist da nur mit 4 Std. gerechnet wird. Ich muss jetzt aber für die Monate meine Stunden im nach arbeiten. Das kann doch so nicht richtig sein. Da er ja von 50 Std. im Monat ausgeht.
Viele Grüße Anschie
9. März 2017 @ 10:36
Hallo Anschie,
wichtig wäre in Ihrem Fall, dass Ihre Arbeitsbedingungen schriftlich niedergelegt werden.
So wie Sie den Sachverhalt schildern, wendet Ihr Arbeitgeber die flexible Arbeitszeitregelung an. Hier wird ein festes monatliches Arbeitsentgelt, in Ihrem Fall 450 Euro und die Gesamtstundenanzahl vereinbart. Hierbei ist einerseits die Einhaltung der jährlichen Verdienstgrenze von 5.400 Euro und andererseits der Mindestlohn zu berücksichtigen. Die Arbeitsstunden können dann flexibel auf die Monate verteilt werden. Bei dieser Regelung kann es durchaus sein, dass in manchen Monaten wesentlich mehr als in anderen Monaten gearbeitet wird. Trotz alledem ist Ihr Arbeitgeber verpflichtet die Stunden für die Sie Entgeltfortzahlung erhalten hatten hierauf anzurechnen.
Bei weiteren Fragen zum Mindestlohn raten wir Ihnen, die Mindestlohn-Hotline des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales anzurufen. Die Mitarbeiter erreichen Sie von Montag bis Donnerstag von 8 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 030/60 28 00 28.
5. März 2017 @ 19:12
Hallo, ich habe leider keine schriftliche Vereinbarung mit meinem Arbeitgeber gemacht. Mein Arbeitgeber bezahlt mir aber jeden Monat fest 450,- €, also geht er davon aus, dass ich wöchentlich 12,5 Std. arbeite. Es ist mir aber frei gestellt ob ich in einem Monat mehr oder weniger Std. arbeite. Wie verhält es sich dann bei der Stundenberechnung, wenn ein Feiertag / bzw. Krankheitstag in ein Monat fällt. Ich hätte gerne eine Angabe eines Pharagraphens oder eines Urteils. Da mein Arbeitgeber mir dann pro Feiertag bzw. Krankheitstag 4 Std berechnet. Muss er mir dann nicht 6,25 Std berechnen.
6. März 2017 @ 15:53
nach § 2 Nachweisgesetz ist Ihr Arbeitgeber verpflichtet spätestens einen Monat nach dem vereinbarten Beginn des Arbeitsverhältnisses die wesentlichen Vertragsbedingungen schriftlich niederzulegen, die Niederschrift zu unterzeichnen und Ihnen auszuhändigen.
Sind Ihre Schichten unterschiedlich lang, muss Ihr Arbeitgeber Ihre durchschnittliche tägliche Arbeitszeit ermitteln. Um einen realitätsnahen Betrag zu ermitteln, wird die Entgeltfortzahlung vergangenheitsbezogen berechnet. Als Richtgröße nimmt man dabei den letzten Abrechnungsmonat: Das Entgelt, das in diesem Abrechnungszeitraum erzielt wurde, teilt man durch die Anzahl der tatsächlichen Arbeitstage des betreffenden Monats. Danach multipliziert man diesen Wert mit der Anzahl der ausgefallenen Arbeitstage. Spiegelt das Ergebnis nicht die tatsächlichen Verhältnisse wieder, ist der Berechnungszeitraum auf drei Monate (zwölf bzw. 13 Wochen) zu erweitern
Da wir Ihnen nur beratend zur Seite stehen dürfen, empfehlen wir Ihnen bei weiteren Fragen zum Thema Arbeitsrecht, das Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales anzurufen. Dieses erreichen Sie von montags bis donnerstags zwischen 8.00 und 20.00 Uhr unter der Rufnummer 030/221 911 004.