Source: https://www.anwalt24.de/urteile/bgh/2013-04-17/ix-zr-81_12
Timestamp: 2017-11-20 14:15:52
Document Index: 72301866

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 51', '§ 51', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 17.04.2013 - IX ZR 81/12 - Eintritt eines Schadens mit Versäumung der Verjährungsfrist i.R.d. Geltendmachung von Ansprüchen eines Mandanten durch einen Rechtsanwalt | anwalt24.de
Beschl. v. 17.04.2013, Az.: IX ZR 81/12
Eintritt eines Schadens mit Versäumung der Verjährungsfrist i.R.d. Geltendmachung von Ansprüchen eines Mandanten durch einen Rechtsanwalt
Referenz: JurionRS 2013, 35853
LG Bad Kreuznach - 23.05.2011 - AZ: 2 O 301/09
OLG Koblenz - 08.03.2012 - AZ: 10 U 743/11
Der Beginn der Verjährung nach § 51b BRAO richtet sich nicht nach dem Zeitpunkt der Mandatsbeendigung, sondern maßgeblich ist, zu welchem Zeitpunkt der geltend gemachte Schaden entstanden ist.
Für den Beginn der Verjährung gemäß § 51b BRAO ist nicht der Zeitpunkt der Mandatsbeendigung maßgeblich, sondern zu welchem Zeitpunkt der geltend gemachte Schaden entstanden ist (BGH, Urteil vom 17. Dezember 2009 - IX ZR 4/08, WM 2010, 629 Rn. 6; Beschluss vom 21. Oktober 2010 - IX ZR 195/09, DStRE 2011, 461 Rn. 9 f; Urteil vom 15. Dezember 2011 - IX ZR 85/10, WM 2012, 163 Rn. 8). Hat der Anwalt bei der Geltendmachung von Ansprüchen des Mandanten pflichtwidrig verjährungshemmende Maßnahmen unterlassen, so tritt bereits mit Versäumung der Verjährungsfrist der Schaden ein (BGH, Urteil vom 14. Juli 1994 - IX ZR 204/93, WM 1994, 2162, 2163; vom 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, WM 2000, 959, 960; vom 12. Juli 2012 - IX ZR 96/10, WM 2012, 2106 Rn. 10). Auf die Ausübung der Einrede kommt es ebenso wenig an wie auf die Beendigung des Mandats (vgl. BGH, Urteil vom 12. Juli 2012, aaO). Diesen Grundsätzen folgt der angegriffene Beschluss des Berufungsgerichts.