Source: http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/z11/k/k1952k/kap1_2/kap2_15/para3_4.html
Timestamp: 2019-05-27 07:29:04
Document Index: 284301827

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 8', 'Art. 131', '§ 8']

Kabinettsprotokolle Online "4. Entwurf einer Verordnung zur Durchführung d..." (2.15.4:)
2.15.4 (k1952k): 4. Entwurf einer Verordnung zur Durchführung des § 34 des Gesetzes zur Regelung der Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts für Angehörige des öffentlichen Dienstes, BMI
2.15.4: Standort: 4. Entwurf einer Verordnung zur Durchführung des § 34 des Gesetzes zur Regelung der Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts für Angehörige des öffentlichen Dienstes, BMI.
4. Entwurf einer Verordnung zur Durchführung d....
4. Entwurf einer Verordnung zur Durchführung des § 34 des Gesetzes zur Regelung der Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts für Angehörige des öffentlichen Dienstes, BMI
Staatssekretär Bleek begründet die Vorlage des Bundesministers des Innern 8. Dabei geht er insbesondere auf die Bedeutung des § 8 des Entwurfs der 5. Durchführungsverordnung ein, der mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Prof. Dr. Reuter 9, abgestimmt worden sei 10. Darüberhinaus gehende Erleichterungswünsche, die der Berliner Senat nachträglich vorgebracht habe, sollten nach Meinung des Bundesministers des Innern nicht berücksichtigt werden. Die Anregungen des Landes Bayern 11 hätten sich erledigt, wie der bayerische Finanzminister gestern ausdrücklich mitgeteilt habe.
Das Kabinett stimmt beiden Vorlagen zu 12.
Vorlagen des BMI vom 15. Febr. 1952 (zu TOP 3) in B 136/518 sowie vom 7. und 15. Febr. 1952 (zu TOP 4) in B 136/504. - Die Durchführungsverordnungen waren notwendig geworden, nachdem durch das Berliner Landesgesetz vom 13. Dez. 1951 (GVBl. S. 1141) das Wiedergutmachungsgesetz vom 11. Mai 1951 (BGBl. I S. 291) und das Gesetz nach Art. 131 GG vom 11. Mai 1951 (BGBl. I S. 307) in Berlin eingeführt worden waren.
Ernst Reuter (1889-1953). Seit 1912 in der SPD; in russischer Kriegsgefangenschaft (1916) Anschluß an die Bolschewiki, Mai bis Dez. 1918 Volkskommissar für Wolgadeutsche Angelegenheiten in Saratov, anschließend bis Dez. 1921 Politiker der KPD (Aug. 1921 Generalsekretär); 1922 Wiedereintritt in die SPD, 1926 bis 1931 Stadtrat und Verkehrsdezernent des Magistrats von Berlin, 1931 Oberbürgermeister von Magdeburg, 1932-1933 MdR; 1935 Emigration, Berater der Türkischen Regierung; 1946 Stadtverordneter in Berlin, 1947 Oberbürgermeister von Berlin, 1948-1949 Berliner Vertreter im Parlamentarischen Rat, 1949 bis 1953 Regierender Bürgermeister von Berlin (West). Vgl. Ernst Reuter, Schriften, Reden. Hrsg. von Hans E. Hirschfeld und Hans J. Reichardt, 4 Bde. Berlin 1972-1975. - Willy Brandt und Richard Löwenthal, Ernst Reuter. Ein Leben für die Freiheit. Eine politische Biographie. München 1957.
§ 8 des Entwurfs sah die Rückerstattung der Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung durch den Berliner Rentenversicherungsträger erst ab 1. Jan. 1953 vor.
Bayern hatte eine Ergänzung vorgeschlagen, die den Übergang von Erstattungsverpflichtungen vom Bund auf Berlin regeln sollte. Siehe dazu das Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen an den BMI vom 22. Jan. 1952 in B 136/504.
BR-Drs. Nr. 111/52. - Fünfte Durchführungsverordnung vom 21. April 1952 (BGBl. I S. 250). Zur Ausführung dieser Verordnung siehe das Rundschreiben des BMI an die Länderregierungen vom 14. Aug. 1952 in B 106/7571. - Vgl. auch 231. Sitzung am 1. Juli 1952 TOP 3 und 266. Sitzung am 16. Dez. 1952 TOP B. - BR-Drs. 112/52. - Durchführungsverordnung vom 21. April 1952 (BGBl. I S. 249).