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Timestamp: 2016-10-24 05:16:53
Document Index: 203938491

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 98', 'Art. 84', 'Art. 89', 'Art. 74', 'Art. 103', 'Art. 97', 'Art. 4', 'Art. 74', 'BGE', 'Art. 110', 'Art. 104', 'Art. 105', 'Art. 61', 'Art. 84', 'Art. 61', 'Art. 84', 'Art. 3', 'Art. 62', 'Art. 62', 'Art. 62', 'Art. 84', 'Art. 85', 'Art. 86', 'Art. 83', 'Art. 83', 'Art. 101', 'Art. 83', 'Art. 62', 'Art. 101', 'Art. 83', 'Art. 83', 'Art. 83', 'Art. 83', 'Art. 62', 'BGE', 'Art. 80', 'Art. 51', 'Art. 52', 'Art. 52', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 101', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 156', 'Art. 159']

2A.201/2001 (03.12.2001)
Bundesamt f�r Sozialversicherung, Beschwerdef�hrer,
Sammelstiftung AVANTGARDE der "Z�rich" Lebensversicherungs-Gesellschaft, Austrasse 46, Z�rich, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Max Walter, L�wenstrasse 1, Z�rich, Eidgen�ssische Beschwerdekommission der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, "Z�rich" Lebensversicherungs-Gesellschaft, Austrasse 46, Z�rich, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Max Walter, L�wenstrasse 1, Z�rich,
A.- Mit �ffentlicher Urkunde vom 2. M�rz 1998 errichtete die "Z�rich" Lebensversicherungs-Gesellschaft (im Folgenden:
Z�rich Leben) die Sammelstiftung AVANTGARDE der "Z�rich" Lebensversicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Sammelstiftung AVANTGARDE). Diese bezweckt die Durchf�hrung der obligatorischen und �berobligatorischen beruflichen Vorsorge f�r Arbeitnehmer und Arbeitgeber bei Alter und Invalidit�t bzw. bei Tod f�r deren Hinterbliebene im Sinne des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 �ber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831. 40). In der Folge ersuchten die Z�rich Leben und die Sammelstiftung AVANTGARDE das Bundesamt f�r Sozialversicherung (fortan:
Bundesamt), die Aufsicht �ber die Sammelstiftung AVANTGARDE zu �bernehmen und sie als Berufsvorsorgeeinrichtung in ihr entsprechendes Register einzutragen. In einem daran anschliessenden Briefwechsel vertraten die Gesuchstellerinnen und das Bundesamt unterschiedliche Auffassungen dar�ber, ob die Z�rich Leben als Stifterin angesichts ihres wirtschaftlichen Interesses und ihres weiterhin bestehenden massgeblichen Einflusses zwingend als Organ der Stiftung in der Urkunde genannt und im Handelsregister eingetragen werden m�sse.
Mit Verf�gung vom 14. Mai 1998 �bernahm das Bundesamt schliesslich die Aufsicht �ber die Sammelstiftung AVANTGARDE und trug sie unter der Nummer C1.0098 in sein Register f�r die berufliche Vorsorge ein; gleichzeitig fasste das Bundesamt Art. 6 der Stiftungsurkunde insoweit neu, als neben den vorgesehenen Organen (Stiftungsrat und Kassenvorst�nde) auch die Stifterin als Organ der Stiftung aufgef�hrt wurde (Ziffer 2 des Dispositivs); weiter lud das Bundesamt das Handelsregisteramt Z�rich ein, die notwendigen Eintragungen vorzunehmen (Ziffer 8 des Dispositivs).
B.- Gegen diese Verf�gung f�hrte die Sammelstiftung AVANTGARDE am 17. Juni 1998 Beschwerde bei der Eidgen�ssischen Beschwerdekommission der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (nachfolgend: Beschwerdekommission).
Sie stellte den Antrag, die Ziffern 2 und 8 des Verf�gungsdispositivs seien ersatzlos aufzuheben; eventuell sei die Ziffer 2 des Dispositivs aufzuheben und durch folgenden Text zu ersetzen: "Artikel 7 'Stiftungsrat' lautet neu: "Der Stiftungsrat besteht aus mindestens drei Mitgliedern, die erstmals durch die Z�rich Leben ernannt werden.
Der Stiftungsrat erneuert und erg�nzt sich selber. ". Prozessual wurde sodann um Beiladung der Stifterin ersucht.
In der Folge lud die Beschwerdekommission die Z�rich Leben zum Verfahren bei. Nach abgeschlossenem Schriftenwechsel hiess die Beschwerdekommission die Beschwerde mit Urteil vom 31. Januar 2001 gut und hob die Ziffern 2 und 8 des Dispositivs der Verf�gung des Bundesamts auf.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 25. April 2001 an das Bundesgericht beantragt das Bundesamt, der Entscheid der Beschwerdekommission vom 31. Januar 2001 sei aufzuheben und die erstinstanzliche Verf�gung des Bundesamts vom 14. Mai 1998 sei in allen Punkten zu best�tigen. Zur Begr�ndung wird im Wesentlichen ausgef�hrt, das Gesetz definiere den Organbegriff nicht; das Transparenzgebot bedinge jedoch, namentlich im Interesse der Destinat�re der Stiftung, dass eine Stifterin, die sich erhebliche Einflussm�glichkeiten auf die Stiftung bewahre und damit wirtschaftlich verkn�pft sei, als Organ in der Stiftungsurkunde wie auch im Handelsregister genannt werde; damit w�rden nicht zuletzt auch allf�llige sp�tere Haftungsverh�ltnisse im Zusammenhang mit der Organhaftung transparenter.
D.- Am 30. Mai 2001 reichte die Sammelstiftung AVANTGARDE als Beschwerdegegnerin dem Bundesgericht ihre Vernehmlassung ein, der sich - unaufgefordert - auch die durch den gleichen Rechtsanwalt vertretene Z�rich Leben als Beigeladene im Verfahren vor der Beschwerdekommission anschloss. Darin wird das Begehren gestellt, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Zur Begr�ndung wird im Wesentlichen ausgef�hrt, es sei bundesrechtswidrig, wenn die Aufsichtsbeh�rde die Stifterin einer Vorsorgeeinrichtung durch Erg�nzung der Stiftungsurkunde zum Organ der Stiftung ernenne, ohne dass dies in der Urkunde vorgesehen sei und die tats�chlichen Umst�nde eine ungen�gende Stiftungsorganisation belegten; im Fall der Sammelstiftung AVANTGARDE sei die Stiftungsorganisation nicht ungen�gend und seien im �brigen auch die Einflussm�glichkeiten der Z�rich Leben nicht �berm�ssig, weshalb sich der Entscheid der Beschwerdekommission als zutreffend erweise und vor Bundesrecht standhalte.
Erg�nzend wird in der Begr�ndung auch der Eventualstandpunkt aus dem Beschwerdeverfahren wiederholt; danach erkl�ren die Sammelstiftung AVANTGARDE wie auch die Stifterin Z�rich Leben ausdr�cklich, sich mit der damals subsidi�r vorgetragenen Ab�nderung von Artikel 7 der Stiftungsurkunde gegebenenfalls weiterhin abfinden zu k�nnen.
1.- a) Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde richtet sich gegen das Urteil einer eidgen�ssischen Rekurskommission (Art. 98 lit. e OG). Zugrunde liegt eine Verf�gung der Stiftungsaufsicht.
Auch soweit das Verh�ltnis zwischen Stiftung und Aufsichtsbeh�rde vom Zivilgesetzbuch geregelt wird (Art. 84 ff. ZGB), ist es �ffentlichrechtlicher Natur. Gegen den Entscheid der Rekurskommission ist daher die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zul�ssig (vgl.
Art. 89bis Abs. 6 ZGB in Verbindung mit Art. 74 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 �ber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, BVG; SR 831. 40).
b) Nach Art. 103 lit. b OG ist das in der Sache zust�ndige Departement oder, soweit das Bundesrecht es vorsieht, die in der Sache zust�ndige Dienstabteilung der Bundesverwaltung zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde berechtigt.
Gest�tzt auf Art. 97 BVG hat der Bundesrat in Art. 4a Abs. 2 der Verordnung vom 29. Juni 1983 �ber die Beaufsichtigung und die Registrierung der Vorsorgeeinrichtungen (BVV 1; SR 831. 435.1) die Befugnis des Departements des Innern, gegen Entscheide der Eidgen�ssischen Beschwerdekommission der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge in Anwendung von Art. 74 BVG beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu f�hren, an das Bundesamt f�r Sozialversicherung delegiert. Dieses ist damit beschwerdeberechtigt.
c) Der angefochtene Verfahrensentscheid hat, obwohl er im Zusammenhang mit einer Aufsichtsmassnahme gegen�ber der Beschwerdegegnerin, d.h. der Stiftung, steht, Auswirkungen auf die Rechtsstellung der Stifterin, welche denn auch im vorinstanzlichen Verfahren als Beigeladene zugelassen worden ist. Angesichts ihrer schutzw�rdigen Interessen bzw.
rechtlichen Mitbetroffenheit rechtfertigt es sich (vgl. dazu BGE 125 V 80 E. 8 S. 94; 118 Ib 356 E. 2c S. 360), sie in Anwendung von Art. 110 Abs. 1 OG als "andere Beteiligte" ebenfalls am vorliegenden Verfahren teilnehmen zu lassen. Im �brigen hat sie, vertreten durch denselben Rechtsanwalt wie die Beschwerdegegnerin, gleichzeitig mit dieser zusammen zur Beschwerde Stellung genommen.
d) Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 104 lit. a und b OG). Das Bundesgericht ist nach Art. 105 Abs. 2 OG allerdings an die Feststellung des Sachverhaltes gebunden, wenn - wie hier - eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden und den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften festgestellt hat.
2.- a) Streitig ist, ob der Beschwerdef�hrer als zust�ndige Aufsichtsbeh�rde berechtigt war, im Rahmen der Registrierung der Stiftung eine �nderung der Stiftungsurkunde in dem Sinne anzuordnen, dass die Stifterin formell als Organ der Sammelstiftung genannt wird. Die Vorinstanz verneinte dies auf Beschwerde der Stiftung, im vorliegenden Fall der Beschwerdegegnerin, hin. Der Beschwerdef�hrer h�lt indessen daran fest, er sei dazu befugt.
b) Vorsorgeeinrichtungen unterstehen gleichermassen wie Stiftungen der staatlichen Aufsicht (Art. 61 Abs. 1 BVG und Art. 84 Abs. 1 ZGB). Gem�ss Art. 61 Abs. 2 BVG legt der Bundesrat fest, unter welchen Voraussetzungen die Aufsicht �ber Vorsorgeeinrichtungen durch den Bund vorgenommen wird (vgl. auch Art. 84 Abs. 1 ZGB). Nach dem darauf gest�tzten Art. 3 Abs. 1 lit. a BVV 1 beaufsichtigt das Bundesamt f�r Sozialversicherung die Vorsorgeeinrichtungen mit nationalem und internationalem Charakter. Die Aufsichtsbeh�rde wacht dar�ber, dass die Vorsorgeeinrichtung die gesetzlichen Vorschriften einh�lt (Art. 62 Abs. 1 BVG), wobei sie insbesondere die erforderlichen Massnahmen zur Behebung von M�ngeln trifft (Art. 62 Abs. 1 lit. d BVG). Art. 62 Abs. 2 BVG sieht vor, dass die Aufsichtsbeh�rde bei Stiftungen auch die Aufgaben nach Art. 84 Abs. 2 ZGB (�berwachung der zweckm�ssigen Verm�gensverwendung), Art. 85 ZGB (Mitwirkung bei Organisations�nderung) und Art. 86 ZGB (Mitwirkung bei Zweck�nderung) �bernimmt. Die Vorinstanz hat dar�ber hinaus festgehalten, hinzu komme die "traditionelle stiftungsrechtliche Aufsicht", insbesondere die Kompetenz nach Art. 83 Abs. 2 ZGB, Verf�gungen zu treffen, wenn die vorgesehene Organisation einer Stiftung sich als ungen�gend erweisen sollte.
Diese - im �brigen unbestritten gebliebene - Folgerung ist im Hinblick darauf, parallele Kompetenzen verschiedener Aufsichtsbeh�rden zu vermeiden, nicht zu beanstanden.
c) Nach Art. 83 Abs. 1 ZGB werden die Organe der Stiftung und die Art der Verwaltung durch die Stiftungsurkunde festgestellt. Gem�ss Art. 101 lit. e der Handelsregisterverordnung vom 7. Juni 1937 (HRegV; SR 221. 411) soll die Eintragung �ber die Stiftung im Handelsregister unter anderem die Organisation und Vertretung der Stiftung enthalten.
Nach Art. 83 Abs. 2 ZGB hat die Aufsichtsbeh�rde, wie bereits erw�hnt, die n�tigen Verf�gungen zu treffen, wenn die vorgesehene Organisation ungen�gend ist. Da bei einem entsprechenden Sachverhalt von einem Mangel in der Organisation auszugehen ist, deckt sich diese Kompetenz der Aufsichtsbeh�rde insoweit mit derjenigen nach Art. 62 Abs. 1 lit. d BVG.
3.- a) Der Beschwerdef�hrer begr�ndet seinen Standpunkt im Wesentlichen damit, die tats�chlich vorhandenen Verh�ltnisse m�ssten sich in der Nennung der Organe widerspiegeln.
Behalte sich die Stifterin massgebliche Einwirkungsm�glichkeiten, namentlich aus wirtschaftlichen Interessen, vor, sei sie faktisch Organ der Stiftung, was aus Gr�nden der Transparenz durch Nennung der Stifterin als Organ auch formell aus der Stiftungsurkunde hervorgehen und im Handelsregister ersichtlich sein m�sse. Gleichzeitig w�rden dadurch auch die Haftungsverh�ltnisse f�r die Organhaftung klar gestellt.
Der Beschwerdef�hrer st�tzt sich daf�r auf seine Praxis gem�ss einem Grundsatzentscheid vom 18. August 1993 sowie auf einzelne Auffassungen im Schrifttum. Danach wird bei Stiftungen die Organqualit�t entweder durch formelle Nennung in der Stiftungsurkunde oder durch die Aus�bung effektiver Leitungs- und Mitentscheidungsbefugnisse erreicht, und sind s�mtliche Organtr�ger in diesem Sinne, auch wenn sie als Innenorgane konzipiert sind, in Anwendung von Art. 101 lit. e HRegV im Handelsregister einzutragen (Hans Michael Riemer, in Berner Kommentar, N 12 zu Art. 83 ZGB; Katharina Rohrbach, Die Verteilung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten bei betrieblichen Personalvorsorgestiftungen, Diss. Basel 1983, S. 9 f.).
b) Art. 83 Abs. 2 ZGB verfolgt den Zweck, den Bestand einer Stiftung zu gew�hrleisten, die von der in der Urkunde vorgesehenen Organisation her an sich funktionsunf�hig ist. Die Aufsichtsbeh�rde hat einzugreifen, wenn die Organisation der Stiftung f�r ein ordentliches Funktionieren nicht gen�gt oder sogar �berhaupt fehlt (vgl. Riemer, a.a.O., N 36 zu Art. 83 ZGB). In Betracht f�llt ein aufsichtsrechtliches Eingreifen aus Gr�nden der Transparenz und des Wahrheitsgebots auch dann, wenn die Organisation bzw.
die verwendeten Bezeichnungen einen falschen Eindruck erwecken und die wirklichen Verh�ltnisse kaschieren oder allenfalls gar dar�ber hinweg t�uschen; es fragt sich allerdings, ob die Aufsichtsbeh�rde diesfalls gest�tzt auf Art. 83 Abs. 2 ZGB und nicht eher in Anwendung von Art. 62 Abs. 1 lit. d BVG, d.h. gest�tzt auf die allgemeine Kompetenz, Massnahmen zur Behebung von M�ngeln bei Vorsorgeeinrichtungen zu treffen, einzugreifen hat. Nur unter diesen Voraussetzungen steht es der Aufsichtsbeh�rde auch zu, die Aufnahme von faktischen Organen in die Stiftungsurkunde anzuordnen.
F�r dar�ber hinaus gehende Anweisungen fehlt es an der erforderlichen gesetzlichen Grundlage. Aus der besonderen und unter anderen rechtlichen Aspekten zu beurteilenden Ausgangslage von BGE 52 I 273, worin es um die Steuerbefreiung einer wohlt�tigen Stiftung ging, die vom Stifter beherrscht wurde und verpflichtet war, ihm das Stiftungskapital darlehensweise zu �berlassen, l�sst sich nichts Gegenteiliges f�r die vorliegend zu beurteilende Rechtsfrage ableiten.
Im �brigen erscheint die formelle Nennung des Stifters als Organ einer Stiftung nicht unproblematisch, kann es doch f�r die Destinat�re und Dritte auch schwer nachvollziehbar oder sogar verwirrend sein, wenn der Stifter in dem von seiner Person verselbst�ndigten und mit eigener Rechtspers�nlichkeit versehenen Verm�gen (vgl. Art. 80 ZGB) wieder als eigentliches Organ - wie der Stiftungsrat, Kassenvorst�nde oder eine Kontrollstelle - und nicht lediglich als Mitglied eines solchen Organs eingesetzt wird.
Die dargelegten Grunds�tze gelten an sich auch bei Sammelstiftungen. Zwar ist den Besonderheiten solcher Stiftungen Rechnung zu tragen, namentlich dem Umstand, dass sich die in Art. 51 BVG vorgesehene parit�tische Verwaltung regelm�ssig nicht auf Stufe des Stiftungsrates organisieren l�sst. In der Praxis wird die Parit�t deshalb meist auf der Stufe der einzelnen Vorsorgewerke verwirklicht (Carl Helbling, Personalvorsorge und BVG, 7. Aufl. Bern/Stuttgart/Wien 2000, S. 125 ff., insbes. S. 129). Bei Sammelstiftungen im Vorsorgebereich werden die Einflussm�glichkeiten der Stifter aufgrund der besonderen Organisation zwangsl�ufig relativ erheblich bleiben. Das kann aber als weitgehend systemimmanent vorausgesetzt werden und bedeutet nicht, dass die Stifter ohne weiteres immer als Organe in der Stiftungsurkunde genannt werden m�ssten; entscheidend kommt es auch hier darauf an, ob die Stiftung an sich funktionsf�hig ist und ob dem Transparenz- und Wahrheitsgebot Gen�ge getan wird.
c) Daran �ndert auch die Haftungsfrage nichts. Nach Art. 52 BVG sind alle mit der Verwaltung, Gesch�ftsf�hrung oder Kontrolle der Vorsorgeeinrichtung betrauten Personen f�r den Schaden verantwortlich, den sie ihr absichtlich oder fahrl�ssig zuf�gen. Art. 52 BVG geht als spezialgesetzliche Regelung den allgemeineren Grunds�tzen - insbesondere aus Auftragsrecht, aber auch gem�ss den allgemeinen Bestimmungen des Obligationenrechts - vor (vgl. Domenico Gullo, Die Verantwortlichkeit des Stiftungsrates in der Vorsorgeeinrichtung und die Delegation von Aufgaben, in SZS 45/2001, S. 42). Die allgemeinen Regeln bleiben jedoch erg�nzend anwendbar, namentlich die Grunds�tze der ausservertraglichen Organhaftung gem�ss Art. 55 ZGB. Dabei haften auch faktische Organe, und es kommt nicht entscheidend auf den formellen Eintrag im Handelsregister an. Zwar kann ein solcher Eintrag die Bestimmung der haftenden Personen erleichtern und eine unter Umst�nden aufwendige Beweisaufnahme dar�ber, ob faktische Organschaft vorliegt, er�brigen; die Haftung nicht in der Stiftungsurkunde genannter und nicht im Handelsregister eingetragener, faktischer Organe ist aber nicht ausgeschlossen.
In BGE 120 II 137 hat das Bundesgericht denn auch entschieden, im Handelsregister m�ssten in Anwendung von Art. 101 lit. e HRegV nur diejenigen Organe einer Stiftung eingetragen werden, welche die Stiftung vertreten k�nnen; diese hat freilich die M�glichkeit - nicht aber die Verpflichtung -, dar�ber hinaus die Eintragung von nicht zeichnungsberechtigten Personen zu veranlassen. Es besteht kein Grund, den hier fraglichen Zusammenhang anders zu w�rdigen.
4.- a) Im vorliegenden Fall verbleiben der Stifterin aufgrund der vorgesehenen Organisation in der Tat erhebliche Einflussm�glichkeiten. Insbesondere w�hlt sie den Stiftungsrat jeweils f�r eine Amtsdauer von drei Jahren, wobei Mitglieder, welche mit einer Gesellschaft der Versicherungsgruppe der Stifterin in einem Arbeitsverh�ltnis stehen, mit dessen Aufl�sung aus dem Stiftungsrat ausscheiden (Art. 7 Ziff. 1 der Stiftungsurkunde). Sodann wird bei der Beschwerdegegnerin als Sammelstiftung die parit�tische Organisation nicht auf Stufe des Stiftungsrates, sondern der Kassenvorst�nde der einzelnen Vorsorgewerke umgesetzt (vgl. Art. 8 der Stiftungsurkunde). Weiter besteht eine enge wirtschaftliche Verkn�pfung zwischen der Stiftung und der Stifterin; jene folgt dieser bei allf�lligen Zusammenschl�ssen, und die Stifterin ist Gesch�ftsstelle der Stiftung und �bernimmt die Durchf�hrung der Verwaltung der verschiedenen Vorsorgewerke.
In diesem Zusammenhang r�gt der Beschwerdef�hrer, die Vorinstanz habe den Sachverhalt unrichtig bzw. unvollst�ndig festgestellt, indem sie die verschiedenen Einflussm�glichkeiten der Stifterin lediglich einzeln, nicht aber gesamthaft gew�rdigt habe. Dies trifft indessen nicht zu.
Die Vorinstanz hat die Gesichtspunkte zwar einzeln behandelt, die Gesamtsicht aber nicht aus den Augen verloren. Im �brigen handelt es sich bei der W�rdigung der gesamten Verh�ltnisse um eine Rechts- und nicht um eine Tatfrage.
b) Aufgrund der vorgesehenen Organisation ist zu erwarten, dass die Stifterin, da sie selber �ber die Wahlkompetenz f�r den Stiftungsrat verf�gt, daf�r sorgen wird, eigene Angestellte in Kaderstellung in den Stiftungsrat zu w�hlen und somit auch in der Sache indirekt Einfluss zu wahren, wobei der Stiftungsrat als solcher immerhin formell unabh�ngig bleibt. Die Zusammensetzung des ersten Stiftungsrates - sechs Mitglieder, wovon drei im Arbeitsverh�ltnis bei der Stifterin - scheint dies zu best�tigen. Die Beschwerdegegnerin und die Stifterin versuchen diesen Einwand mit ihrem Eventualstandpunkt abzuschw�chen, allenfalls mit einer �nderung der Stiftungsurkunde in dem Sinne einverstanden zu sein, dass der erstmals eingesetzte Stiftungsrat sich in der Folge selber erneuert.
c) Indessen handelt es sich dabei nicht um ein Ungen�gen der Organisation. Die vorgesehene Bestellung des Stiftungsrates ist, auch wenn andere L�sungen zu einer gr�sseren Unabh�ngigkeit f�hren k�nnten, nicht unzul�ssig, was auch der Beschwerdef�hrer nicht behauptet. Die Organisation der Stiftung wird, soweit n�tig, in der Stiftungsurkunde aufgef�hrt und in den Reglementen im erforderlichen Umfang konkretisiert; weder bestehen insoweit Unklarheiten, noch fehlt es, gerade auch im Hinblick auf die Zusammensetzung des Stiftungsrates, an Transparenz. Die Stiftung ist ferner funktionsf�hig, und die Verh�ltnisse werden offen dargelegt.
Schon von der Namensgebung her - der "Z�rich" Lebensversicherungs-Gesellschaft als Stifterin steht die Sammelstiftung AVANTGARDE der "Z�rich" Lebensversicherungs-Gesellschaft gegen�ber - ergibt sich ein deutlicher Hinweis auf die Verkn�pfung der beiden juristischen Personen. Dass die Destinat�re oder Personen, die sich als solche der Sammelstiftung anschliessen wollen, sich allenfalls nicht einzig auf den Handelsregisterauszug st�tzen k�nnen, wenn sie die vollst�ndigen Verh�ltnisse in Erfahrung bringen wollen, begr�ndet nicht ein Ungen�gen der Organisation. Ein Durchlesen der Stiftungsurkunde und allenfalls der Reglemente gen�gt, um die bestehenden Zusammenh�nge im n�tigen Masse in Erfahrung zu bringen.
d) Damit steht es der Aufsichtsbeh�rde nicht zu, die Stiftungsurkunde der Beschwerdegegnerin abzu�ndern, weshalb der angefochtene Entscheid Bundesrecht nicht verletzt.
5.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich als unbegr�ndet und ist abzuweisen.
Bei diesem Verfahrensausgang sind keine Kosten zu erheben (Art. 156 Abs. 1 und 2 OG). Der Beschwerdef�hrer hat jedoch die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entsch�digen (Art. 159 OG). Ob der Z�rich Leben als anderer Beteiligten ebenfalls eine Parteientsch�digung zustehen w�rde (vgl. das nicht in der amtlichen Sammlung ver�ffentlichte Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2001 i.S. A. AG; 2A.207/2001), kann offen bleiben, da sie durch denselben Rechtsanwalt vertreten worden ist, der seine Vernehmlassung im Namen sowohl der Beschwerdegegnerin als auch der Z�rich Leben eingereicht hat, weshalb so oder so kein zus�tzlicher Aufwand abzugelten ist.
4.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Sammelstiftung AVANTGARDE der "Z�rich" Lebensversicherungs-Gesellschaft und der Eidgen�ssischen Beschwerdekommission der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge sowie der "Z�rich" Lebensversicherungs-Gesellschaft schriftlich mitgeteilt.