Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%208/11
Timestamp: 2019-01-16 02:47:00
Document Index: 356193760

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 548', '§ 548', '§ 548', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.10.2011 - VIII ZR 8/11 - dejure.org
Wohnraummiete: Beginn der Verjährung von Ersatzansprüchen des Vermieters wegen Veränderung oder Verschlechterung der Mietsache
Beginn der Verjährung der Ersatzansprüche des Vermieters wegen Veränderungen oder Verschlechterungen der Mietsache
BGB § 548 Abs. 1 S. 2
Zum Verjährungsbeginn bei Ersatzansprüchen des Vermieters wegen Veränderung oder Verschlechterung der Mietsache; Zeitpunkt des "Zurückerhaltens" i. S. d. § 548 Abs. 1 S. 2 BGB
Beginn der Verjährungsfrist für Ersatzansprüche des Vermieters; Annahmeverzug; Schlüsselrückgabe; kurzfristige Wohnungsrückgabe
Mietrecht - Beginn der Verjährung für Ersatzansprüche des Vermieters
Beginn der kurzen Verjährungsfrist für Vermieteransprüche
Mit der Rückgabe der Mietsache beginnt die Verjährungsfrist für Ansprüche des Vermieters zu laufen
Mietrecht: Verjährung von Schadensersatzansprüchen in 6 Monaten
Verjährungsfrist für Schadensersatzansprüche des Vermieters beginnt nicht mit der "versuchten" Schlüsselübergabe durch den Mieter - Auf die Rückgabe der Mietsache an den Vermieter kommt es an
Vermieter aufgepasst: Schadensersatzansprüche verjähren in 6 Monaten! // Ansprüche sollten zwingend fristgerecht erhoben werden
Keine Pflicht des Vermieters zur Rücknahme der Mietsache auf Zuruf
Beginn der Verjährung nach § 548 Abs. 1 Satz 2 BGB? (IMR 2012, 9)
Kurznachricht zu "Vorzeitige Schlüsselrückgabe am Mietende" von RA Holger Pauly, original erschienen in: NZM 2012, 553 - 557.
NJW 2012, 144
ZMR 2012, 175
NJ 2012, 275
Die Beendigung des Mietvertrags - hier zum 31. Dezember 2009 - ist (vom Berufungsgericht zutreffend gesehen) nicht Voraussetzung für den Beginn der kurzen Verjährung (Senatsurteile vom 12. Oktober 2011 - VIII ZR 8/11, NJW 2012, 144 Rn. 14 mwN; vom 15. März 2006 - VIII ZR 123/05, NJW 2006, 1588 unter II 2 a).
Andererseits ist der Vermieter nicht dazu verpflichtet, die Mietsache jederzeit - sozusagen "auf Zuruf" - zurückzunehmen, etwa wenn der Mieter kurzfristig auszieht und den Schlüssel zur Wohnung an den Vermieter zurückgeben will (Senatsurteil vom 12. Oktober 2011 - VIII ZR 8/11, aaO Rn. 19).
Das bedeutet zum einen, dass der Vermieter in die Lage versetzt werden muss, sich durch Ausübung der unmittelbaren Sachherrschaft ungestört ein umfassendes Bild von den Mängeln, Veränderungen und Verschlechterungen der Mietsache zu machen (Senatsurteil vom 12. Oktober 2011 - VIII ZR 8/11, aaO Rn. 14 mwN).
Allein dadurch, dass die Beklagten/Mieter diesen Schlüssel ggf. in einen Briefumschlag steckten und diesen Briefumschlag an die Kläger per Post übersandt haben, hatte die Kläger/Vermieter nämlich noch nicht automatisch auch die Sachherrschaft über diesen Schlüssel erhalten (BGH, Urteil vom 12.10.2011, Az.: VIII ZR 8/11, u. a. in: NJW 2012, Seiten 144 f.).
Es trifft zwar zu, dass der Vermieter nach höchstrichterlicher Rechtsprechung nicht verpflichtet ist, die Mietsache jederzeit - sozusagen auf "Zuruf" des Mieters - zurückzunehmen (BGH NJW 2012, 144 f).