Source: https://issuu.com/boulevardbaden/docs/stadtzeitung_26_2013
Timestamp: 2017-11-21 01:29:51
Document Index: 408988

Matched Legal Cases: ['§ 18', '§ 72', '§ 193', '§ 196', '§ 18', '§ 6', '§16']

StadtZeitung, Ausgabe 26/2013 by Röser Media - issuu
AMTSBLATT DER STADT KARLSRUHE
SAUBERKEIT Neuen Teilnehmerrekord meldeten die diesjährigen Dreck-weg-Wochen. Seite 2
VIELFALT Ein vielfältiges Programm verzauberte beim Stadtgeburtstag das Publikum. Seite 3
NUMMER 26 RIESENSTIMMUNG Tollen Sport und gute Laune gab es bei den Landesspielen von SO. Seite 5
Führungskräfte von FCC und BeMo Tunneling:
Partner stehen zum Bau der Kombilösung
Projekt über aktuelle Phase der Unsicherheit führen
Sowohl Jaime Freyre de Andrade, leitender Vizepräsident im FCC-Konzern, als auch Josef Arnold, Geschäftsführer der Alpine BeMo Tunneling GmbH, hätten ihm versichert, dass es ihr Ziel sei, mit dem eingespielten Team und den bewährten Partnerfirmen das Projekt in Karlsruhe voran zu treiben. „FCC hat zugesagt, in jedem Fall einer der bislang vier Partner der ARGE Stadtbahntunnel zu bleiben. Alpine BeMo Tunneling GmbH geht zudem davon aus, dass sie, wie auch die GSB Spezialtiefbau, als gesundes Unternehmen weiterhin für die entscheidenden Arbeiten am Stadtbahntunnel zur Verfügung stehen – auch wenn sie damit rechnen, dass sich die Eigentumsverhältnisse in den kommenden Wochen ändern werden“, ergänzt das Stadtoberhaupt. Nachdem nicht mehr mit einer Auffanggesellschaft für die in Konkurs gegangene österreichische Alpine Bau GmbH zu rechnen ist, werden alle Unternehmensteile an den Markt gebracht. Für BeMoGeschäftsführer Arnold kommt es deshalb darauf an, die gegenwärti-
ge Phase der Umstrukturierung – sie kann acht bis zwölf Wochen dauern – zu überbrücken. Die KASIG habe dazu bereits ohne Zögern wichtige Aktivitäten eingeleitet, unterstrich Arnold und verwies auf die vertrauensbildenden Maßnahmen der KASIG für die Subunternehmen und Lieferanten, welche die Basis für einen reibungslosen Weiterbau auf sämtlichen Baufeldern gelegt haben. „Dies ist wichtig, um das Projekt über die gegenwärtige Zeit der Unsicherheit zu führen“, hob Arnold hervor. Als sichtbares Zeichen des Fortgangs der Arbeiten wurden bereits für das Baufeld am Marktplatz die Betonitsilos aufgerichtet. Mit Betonit werden die Schlitzwände abgestützt, die in den Untergrund eingebracht werden müssen. Stadt und KASIG waren von der Insolvenz der österreichischen Alpine Bau GmbH am Dienstagabend vergangener Woche völlig überrascht worden. Bis dahin hatten alle Zeichen auf einen positiven Abschluss der Verhandlungen über eine wirtschaftliche Stabilisierung des Bauunternehmens hingedeutet. Die Alpine Österreich ist allerdings nicht selbst an der ARGE Stadtbahntunnel beteiligt, die Vertragspartner der KASIG ist. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und KASIG-Geschäftsführer Uwe Konrath hatten sofort das Gespräch mit den Vertragspartnern gesucht und Vorsichtsmaßnahmen in die Wege geleitet, um Subunternehmer und eingespieltes Fachpersonal bei der Stange halten zu können. -bw-
Sicher in Bahn und Bus kommen
Stadt erinnert mit Trauerbeflaggung
Ein Mobilitätstraining zur Nutzung des ÖPNV bieten Karlsruher Verkehrsverbund (KVV), Verkehrsbetriebe (VBK) und städtischer Beirat für Menschen mit Behinderungen am Samstag, 6. Juli, an. Teilnehmen können Menschen mit Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, aber auch ältere, die sich bei der Benutzung von Bussen oder Bahnen unsicher fühlen. Das Training im VBK-Betriebshof, Gerwigstraße 65, bei dem die Teilnehmer Einstieg und sicheren Aufenthalt in den Fahrzeugen üben, ist kostenlos. Es gibt zwei Termine: von 10 bis 12 Uhr und von 12.45 bis 14.45 Uhr. Anmeldung unter Telefon 6107-5885 ist erforderlich.
Fast ein Jahr ist vergangen seit am 4. Juli 2012 ein 53-jähriger Mann in der Nordstadt wegen drohender Zwangsräumung mehrere Geiseln nahm. Er erschoss drei von ihnen, seine Lebensgefährtin und schließlich sich selbst. Am 11. Juli vergangenen Jahres hatte die Stadt dann zu einer zentralen Gedenkveranstaltung in die Evangelische Stadtkirche eingeladen, an der auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann und zwei baden-württembergische Minister teilnahmen. Am kommenden Donnerstag, 4. Juli, erinnert die Stadt auf Wunsch von OB Dr. Frank Mentrup mit Trauerbeflaggung an die schreckliche Bluttat.
Führungskräfte des spanischen Konzerns FCC und der Alpine BeMo Tunneling waren am Montagvormittag zu Gesprächen im Karlsruher Rathaus. „Es ist der übereinstimmende Wille aller Beteiligten: Die Großbaustelle im Herzen unserer Stadt muss zu einem gemeinsamen Erfolg werden“, fasste Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup danach das Ergebnis des Treffens zusammen.
ZUM GROSSEN FEST für Alt und Jung wurde die Feier des 298. Stadtgeburtstag rund um das Schloss. Der Geburtstag stand ganz im Zeichen der Wissenschaft. Zur Kostümparade waren alle eingeladen, die als Erfinder, Künstler oder als Erfindung verkleidet zur Erfindernacht kamen.
Signal für Wissenschaft
Stadtgeburtstag Meilenstein zum großen Jubiläum 2015 Die Feiern zum 298. Stadtgeburtstag am Wochenende standen ganz im Zeichen der Wissenschaft. Über 100000 Besucherinnen und Besucher aus Karlsruhe, der Region und dem Elsass strömten auf das Festgelände rund ums Schloss, auf dem unter dem Motto „Karlsruhe will es wissen“ viele Attraktionen, Mitmachangebote und Showacts in 59 Zelten, im Schloss und auf der großen Bühne im Schlossgarten für gute Stimmung sorgten. Rund 500 Akteure waren dabei im Einsatz. „Das Fest lässt eine ganz andere Zeit beginnen“, sah OB Dr. Frank Mentrup bei der Eröffnung am Freitag mit der Themenwahl des Stadtgeburtstags und in dem 1. Wissenschaftsfestival EFFEKTE ein klares Zeichen der Stadt an die herausragende Forschung und Lehre in Karlsruhe. „Es war ein rundum gelungenes Wochenende“, freute sich StadtmarketingGeschäftsführer Norbert Käthler über einen „wichtigem Meilenstein zum Stadtjubiläum 2015“. Neben klassischen Stadtgeburtstagsattraktionen wie Draisinenrennen und Tribut an Carl Benz gab es auch zahlreiche neue Veranstaltungen rund um das Thema Wissenschaft. Auf der Erfindernacht, im Bewegungslabor oder beim Fest der jungen Forscher lernten Wissbegierige aller Altersgruppen den Karlsruher Ideenreichtum und die Innovationsfreude kennen. Ob Energieforschung, Klimaforschung oder Teilchenphysik, Mathematik,
Wirtschaftswissenschaften oder Ernährungsforschung. Auf der großen Bühne im Schlossgarten heizten 13 Bands über drei Tage dem Publikum ein. Mit von der Partie waren neben deutschlandweit bekannten Bands auch viele Newcomer aus Karlsruhe und der Region. Wissenschaftsshows zum Mitraten, Tanzeinlagen, eine Kostümprämierung und die „Domino-EFFEKT“Show am Samstag rundeten das Bühnenprogramm ab. Das Wissenschaftsfestival EFFEKTE läuft noch bis zum Sonntag. Infos dazu unter: www.effekte-karlsruhe.de. -red-
EFFEKTVOLL: Lichtkünstler Philipp Geist und Pyrotechnik-Künstler Rainer Lichtenberg setzten des nachts vor der Kulisse des Mondes das Karlsruher Schloss effektvoll in Szene. Fotos (4): Fränkle
So ein Pool ist cool
Seecontainer als Sommer-Attraktion in Kaiserstraße
ERFRISCHEND ist so ein Bad. OB Dr. Frank Mentrup und Gabriele Calmbach-Hatz von der City-Initiative blieben lieber draußen.
„Cool, so ein Containerpool“, dachte sich der Junge von nebenan und sprang kopfüber ins kühle Nass. Zwar schwappte das Wasser über und erwischte OB Dr. Frank Mentrup, trotzdem war der Auftakt für das Sommer-Highlight des Stadtmarketings gelungen. Der zu einem Schwimmbad umgebaute Seecontainer ist eine von vielen Ideen, die Anwohnerschaft und Handel das Leben erleichtern und die wegen der Arbeiten für die Kombilösung für den Schienenverkehr gesperrte Meile zwischen Kronen- und Marktplatz attraktiver machen sollen. Um das Becken herum gruppieren sich auf einer Terrasse zwei Umkleidekabinen mit Dusche und WC, Sandkasten, Liegestühle, Palmen und Gastronomie – alles, was es
ZAUBERHAND: OB Mentrup wurde bei der Eröffnung erst weggebeamt und tauchte dann auf der Bühne in Feuerwehrkluft wieder auf.
zu einem „kleinen Badebetrieb“ (Mentrup) in urbanem Ambiente braucht. Inklusive Rettungsschwimmerin Elena Preißler. Bis 8. September ist der 1,55 Meter tiefe Container, der nachts abgedeckt und gesichert wird, täglich von 11 bis 19 Uhr offen und soll nicht nur Schaulustige, sondern auch Kunden locken. „Total begeistert von der Idee“ zeigte sich Gabriele Calmbach-Hatz, Vorsitzende der City Initiative. Allein dabei bleibt es nicht. Die östliche Kaiserstraße ist etwa einer der Spielorte von „Music to go“ am 29. Juni. Und grüner soll sie werden. Große Taschen aus Kunststoff dienen als Pflanzbehälter. Wer seine Außengastronomie dort erweitern will, kann dies derzeit ohne viel Bürokratie tun. -maf-
Wissenschaft per App auf der Spur
Eine Nacht nur für die Mathematik
An wie vielen Orten die Wissenschaft in Karlsruhe zu Hause ist, können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der EFFEKTE-Rallye bis Sonntag, 30. Juni, herausfinden. Ausgerüstet mit Smart-phone und App begeben sich dabei Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf wissenschaftliche Schnitzeljagd durch die Karlsruher Forschungslandschaft, um knifflige Fragen und Rätsel zu lösen. Unter den Teilnehmern werden hochwertige Preise verlost. Wer an der Rallye teilnehmen möchte, kann sich die kostenlose EFFEKTE-Applikation kostenlos auf sein Android oder iOS Smartphone herunterladen und den Schwierigkeitsgrad auswählen. Weitere Informationen zu der EFFEKTE-Rallye gibt es im Internet unter www.effekte-karlsruhe.de und auf Twitter unter dem Stichwort #effekte13. -red-
An Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe zehn sowie an alle Zahlen-Begeisterten richtet sich die „Lange Nacht der Mathematik – best of“, die am heutigen Freitag, 28. Juni, im Rathaus am Marktplatz über die Bühne geht. Veranstalter ist die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Von 16 bis 24 Uhr geht es unter anderem um das „Ziegenproblem“, das „Problem der Museumswächter“ oder um das „Will-Rogers-Phänomen“. Auch der „Rhombendodekeader“ und die mathematische Ästhetik von Bodentragwerken dürften ihre Fans finden. Und die Fragestellung „Gibt es Zahlen, die es nicht gibt?“ oder der Vortrag „Wie die Schildkröte Achilles besiegte“ zählen ebenso zum Programm, das unter www.hs-karlsruhe.de/ LaNaMa2013 abgerufen werden kann. Der Eintritt ist frei. -red-
NR. 26 · FREITAG, 28. JUNI 2013
Forum Kombilösung:
Initiative war erfolgreich
Baufelder im Plan
Ausschreibung Kriegsstraße Anfang nächsten Jahres
FORTSCHRITT: Trotz Alpine-Turbulenz geht der Kombi-Bau weiter.
Um die Lieferung von Baumaterial für die Baustellen sicherzustellen, habe die KASIG in den vergangenen Tagen die Bezahlung mit den Lieferanten direkt und nicht über die Arge abgewickelt, so EB Margret Mergen weiter. Und KASIG-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza berichtete von Gesprächen mit Vertretern der Arbeitsgemeinschaft, die Anfang der Woche geführt worden seien. „Die verbleibenden Firmen der Arge sind gesund“, lautete sein Urteil im Forum. Man gehe davon aus, dass die bisherigen Alpine-Töchter „Alpine BeMo Tunneling“ und „Universale Spezialtiefbau GSB“ in den kommenden Wochen neue Eigentümer erhalten würden. Casazza: „Für uns bedeutet das keine Veränderung.“ Uwe Konrath, der als Geschäftsführer die technische Abwicklung der Bauarbeiten bei der KASIG verantwortet, sagte, die Bauarbeiten seien auch während der vergangenen Tage nahezu ohne Verzögerung weitergegangen. Was die Arbeiten am Kronenplatz und am Marktplatz angehe, liege man weiter im Plan. Auch an den anderen Baufeldern wie am Durlacher Tor oder am Europaplatz werde weitergearbeitet. An etlichen folgen in den kommenden Wochen Schlitzwandarbeiten und dann die Herstellung der Betonsohle für die spätere unterirdische Haltestelle. Ab Oktober 2014 soll sich die Tunnelbohrmaschine durch den Untergrund wühlen und den Tunnel in Ost-West-Richtung unter der Fußgängerzone erstellen. Die Bestellung für den Bau der Tunnelvortriebsmaschine werde wohl im kommenden Monat ausgelöst, so Casazza. Anfang des kommenden Jahres folgt dann die europaweite Ausschreibung für den zweiten Teil der Kombilösung – den Umbau der Kriegsstraße. -dis-
Für Berufstätige Neue Hochschule
Am Filmpalast Streetballnight
Berufstätig und trotzdem Betriebswirtschaftslehre oder Wirtschaftsingenieurwesen studieren? Das geht ab Oktober in Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Ulm an der VWA Hochschule für berufsbegleitendes Studium. Die Einrichtung befindet sich in Gründung und will den Hochschulbetrieb zum Wintersemester 2013/2014 aufnehmen. In Karlsruhe angeboten wird der Studiengang Betriebswirtschaftslehre. Die Hochschule bietet ein Präsenzstudium abends und samstags, Studium mit und ohne Abitur, direkten Theorie-Praxis-Transfer, persönliche Atmosphäre, individuelle Betreuung. Infos: www.vwa-hochschule.de.
Zum achten Mal veranstaltet das Schul- und Sportamt am Samstag, 13. Juli, von 12 bis 23 Uhr beim Filmpalast am ZKM die größte kostenlose Streetballnight Deutschlands. Mitmachen können rund 360 Spielerinnen und Spieler in 72 Mannschaften. Gespielt wird in drei Altersklassen „drei gegen drei“ auf einen Korb mit maximal zwei Ersatzleuten. Pro Altersklasse können nur 24 Teams antreten. Anmeldungen nimmt das Amt in der Blumenstraße 2a bis 6. Juli, per Fax unter 133-95 41 66 oder per E-Mail sport@sus.karlsruhe.de entgegen. Formulare: www.karlsruhe.de/b3/freizeit/sport/aktuell.de, Info-Telefon: 133-4166.
Die Verantwortlichen bei der Stadt und der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) sind zuversichtlich, dass die Kombilösung trotz Insolvenz einer der vier Firmen, die Bestandteil der Arbeitsgemeinschaft (Arge) sind, ohne Unterbrechung weitergebaut wird. „Unser Interesse ist die Fortführung der Maßnahme“, betonte Erste Bürgermeisterin und KASIGAufsichtsratsvorsitzende Margret Mergen am Montag beim jüngsten „Forum Kombilösung“ im Informationspavillon „K.“. Das Forum informiert Anlieger, Einzelhändler, Unternehmer und Mitarbeiter städtischer Ämter regelmäßig über den Fortgang der Bauarbeiten.
Versorgung nicht privatisiert
SAUBERKEIT ERNST GENOMMEN: Bürgermeister Klaus Stapf freute sich bei der Bilanz der diesjährigen Dreck-weg-Wochen im Rathaus über einen neuen Teilnehmerrekord. Fotos (4): Fränkle
Neuer Rekord in Sachen Putzete
Dreck-weg-Wochen mit mehr Aktiven / 172 Gruppen / Fest am Sonntag Mit einem Rekord endeten die diesjährigen Dreck-weg-Wochen. Dieses erfreuliche Ergebnis hat Bürgermeister Klaus Stapf kürzlich Medienvertretungen im Rathaus vorgestellt. Vom 1. März bis 18. Mai nahmen 7500 Personen und 172 Gruppen (bestehend aus einer bis mehrere hundert Personen) an der Putzaktion teil. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 1500 Menschen und 18 Gruppen mehr. Nach einem Rückgang im Jahr 2012 bedeutet die Zahl der Teilnehmenden 2013 den Höchststand seit Beginn der Dreck-wegWochen im Jahr 2007. Mit rund 820 Aktiven lag die Nordstadt, gefolgt von der Waldstadt (780) und Neureut (600) an der Spitze.
Dazu kamen in allen Stadtteilen viele Einzel- und Kleingruppenaktionen. Für die besten Gruppen wurden Preise von insgesamt 1350 Euro vergeben. Erste Preise erhielten unter den Kindergärten das Kinderhaus Heidesee, unter den Schulen die ErnstReuter-Schule und unter den Vereinen die DLRG Ortsgruppe Durlach. Gruppen, die im letzten Jahr unter den ersten drei waren, konnten keinen Geldpreis gewinnen. Daher bekamen die Kindertagesstätte Haus Sonnensang, die Hans-Thoma-Schule und der 1. Beiertheimer Carneval-Club Büchergutscheine. Besonders am Herzen lagen und liegen dem veranstaltenden städtischen Amt für Abfallwirt-
schaft (AfA) die Sauberkeitspatenschaften. Aktuell sind das insgesamt 61, darunter „BürgerAktion Sauberes Karlsruhe“, zwei Kindergärten, ein Gewerbebetrieb und 57 Einzelpaten. Sie alle zeigen damit, dass sie nicht nur ein saubereres Karlsruhe, sondern auch Verantwortung übernehmen wollen. Wer sich hier engagieren will, ist bei Kirsten Römbke (AfA) unter Telefonnummer 133-7005 richtig. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind am Sonntag, 30. Juni, zum Dreck-weg-Tag eingeladen. Er findet von 11 bis 19 Uhr mit Bastelaktionen, einem Glücksrad sowie einer Verlosung im Rahmen des diesjährigen Hafen-Kulturfests statt. -cal-
Die EU-Kommission hat auf die massiven Bürgerproteste reagiert und die Trinkwasserversorgung von der EU-Konzessionsrichtlinie ausgenommen. Damit ist ein europaweiter Ausschreibungszwang für die Vergabe der TrinkwasserKonzessionen endgültig vom Tisch. Das hat der zuständige EUKommissar Michel Barnier am 21. Juni überraschend verkündet. Damit hat die europäische Bürgerinitiative „Wasser ist ein Menschenrecht – Right2water“ einen Riesen-Erfolg zu verzeichnen. Fast 1,7 Millionen Menschen hatten sich an der Initiative beteiligt. In elf EU-Mitgliedsstaaten wurde die Mindestteilnehmerzahl erreicht. Alle Fraktionen im Karlsruher Gemeinderat hatten sich im April gegen die Privatisierung der kommunalen Wasserversorgung ausgesprochen und den OB gebeten, die Liberalisierung zu verhindern. „Das Einlenken Brüssels bedeutet, dass die Karlsruherinnen und Karlsruher weiterhin über die Trinkwasserversorgung selbst bestimmen können. Die hervorragende Qualität des Karlsruher Trinkwassers verdanken wir einer nachhaltigen, am Wohl der Bevölkerung ausgerichteten Politik. Das wird auch in Zukunft so bleiben. Trinkwasser eignet sich eben nicht für das freie Spiel der Marktkräfte“, so OB Dr. Frank Mentrup. Die Stadtwerke Karlsruhe hatten sich schon Ende 2012 gegen den Ausschreibungszwang für die Trinkwasserversorgung positioniert und zu Unterschriften gegen die Liberalisierung und quasi Zwangsprivatisierung des europäischen Wassersektors aufgerufen. „Trinkwasser ist keine Handelsware, sondern das wichtigste Lebensmittel überhaupt“, so Dr. Karl Roth, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke. -red-
Hirsch und Fuchs geehrt
Straße und Platz nach jüdischen Fußballern umbenannt Julius Hirsch und Gottfried Fuchs waren die einzigen Fußballer jüdischen Glaubens, die jemals für die Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes gespielt haben. Beide waren Mitglieder des Karlsruher Fußballvereins (KFV), des ältesten süddeutschen Fußballclubs. Mit dem KFV wurden sie 1910 deutscher Meister. Mit Fritz Förderer bildeten sie den legendären Innensturm des KFV. Hirsch erzielte mit der Spielvereinigung Fürth 1914 eine weitere deutsche Meisterschaft. Nun heißt ein Teilstück des Karlsruher Weges „Julius-HirschStraße“, ein Platz an der Ecke Ber-
liner Straße „Gottfried-FuchsPlatz“. OB Dr. Frank Mentrup hat zusammen mit Familienangehörigen von Hirsch und Fuchs und dem ehemaligen DFB-Präsidenten Dr. Theo Zwanziger feierlich die neuen Straßenschilder enthüllt. Straße wie Platz liegen nahe des Sportgeländes, an dem die beiden ihre Erfolge mit dem KFV gefeiert hatten. Als die Nazis an die Macht kamen, gelang Fuchs die Flucht über Frankreich nach Kanada. Hirsch blieb in Deutschland. Dem Ausschluss aus dem KFV als Jude kam er schweren Herzens durch seinen Austritt zuvor. Julius Hirsch wurde 1943 in Auschwitz ermordet. -erg-
Katastrophenschutztag am 13. Juli auf Stephanplatz Keine Land, keine Gesellschaft ist vor den Folgen von Katastrophen oder größeren Unglücksfällen sicher. Das zeigt auch die aktuelle Hochwasserkatastrophe in Ostdeutschland. Was die Stadt Karlsruhe und die verschiedenen Hilfsorganisationen in solchen Fällen leisten, demonstrieren sie am Samstag, 13. Juli, auf dem Stephanplatz. Von 10 bis 15 Uhr zeigen die Katastrophenschützer, wie sie im Ernstfall den Menschen zur Seite stehen, und erläutern gleichzeitig mögliche Gefahren und Eigenschutzmaßnahmen. Bürgerinnen und Bürger erfahren etwa, wie Verletzte bei einem Massenunfall versorgt werden, sie können einen Blick in die rollende Einsatzleitung der Feuerwehr oder in das neueste Katastrophenschutzfahrzeug werfen. Außerdem wird präsentiert, wie sich durch Gefahrstoffe verursachte Schäden abwenden lassen, und die Arbeitsgemeinschaft der Sanitätsorganisationen stellt Fahrzeuge und Gerätschaften vor. Auch Bergwacht, DLRG, Notfallseelsorge, THW und Polizei geben Einblick in Ausstattung und Ausbildung ihrer Einsatzkräfte. Und das Tiefbauamt der Stadt Karlsruhe erläutert, wie sich Bürger vor den Folgen von Starkregen und Hochwasser schützen können. Helfer von Feuerwehr, DLRG und THW aus Karlsruhe
sind erst vor wenigen Wochen von ihrem Einsatz in den Hochwassergebieten Ostdeutschlands zurückgekehrt. Beim Katastrophenschutztag schildern sie ihre Erfahrungen und Eindrücke mit Fotos und persönlichen Berichten. Außerdem gibt es am 13. Juli Mitmachstationen für Groß und Klein, die Gelegenheit bieten, selbst aktiv zu werden. Durch sinnvolle Vorbereitung und richtiges Verhalten können jeder und jede Einzelne entscheidend zur Bewältigung von Katastrophen beitragen. -red-
AKTIONSTAG: Auch die Feuerwehr zeigt am 13. Juli ihr Können.
EHRE FÜR JÜDISCHE FUSSBALLER: Dr. Theo Zwanziger (links) und OB Dr. Mentrup mit Mitgliedern der Familien Hirsch und Fuchs.
Terminkalender Das Prinz-Max-Palais in der Karlstraße 10 ist mit seinen Einrichtungen Stadtmuseum, Museum für Literatur am Oberrhein und Jugendbibliothek am heutigen Freitag, 28. Juni, aus innerbetrieblichen Gründen geschlossen. Der Musikverein „Freudenklänge“ aus Gausbach tritt am Samstag, 29. Juni, von 16 bis 18 Uhr auf der Seebühne im Zoologischen Stadtgarten auf. Am Sonntag, 30. Juni, gibt ebenfalls von 16 bis 18 Uhr der Musikverein Durlach ein Konzert. Durch die Dauerausstellung zur Geschichte Durlachs lädt das Pfinzgaumuseum in der Karlsburg Interessierte für Sonntag, 30. Juni, um 15 Uhr ein. Eva Unterburg leitet den Rundgang. Eintritt frei. Wegen Renovierungsarbeiten bleibt das Stadtarchiv in der Markgrafenstraße 29 vom 1. bis 4. Juli geschlossen. Ab Montag, 8. Juli, hat es wieder montags bis mittwochs von 8.30 bis 15.30 Uhr offen, donnerstags bis 18 Uhr. Das Schadstoffmobil des Amts für Abfallwirtschaft kommt am Donnerstag, 4. Juli, von 15.30 bis 16 Uhr auf den Festplatz an der Brückenstraße in Hagsfeld. Von 17 bis 18 Uhr steht es auf dem Festplatz Neureut Ecke Unterfeld-/ Teutschneureuter Straße. Am Samstag, 6. Juli, sind die Experten von 9 bis 10 Uhr in Mühlburg vor der Post am Entenfang und von 11
bis 12 Uhr auf dem P&R-Parkplatz am Sportpark in der Waldstadt. Der Zentrale Juristische Dienst (ZJD), Grundstücksbewertungsstelle (GBS) und Büro der Gleichstellungsbeauftragten sind am Donnerstag, 4. Juli, aus innerbetrieblichen Gründen nur eingeschränkt erreichbar. Für dringende Fälle gibt es folgende Telefonnummern: ZJD (allgemein und Gleichstellungsbüro): 133-3051, ZJD (Verwaltungsbehörden im Umweltrecht): 133-3044, GBS (alle Bereiche): 133-3092 oder -3094.
Tomatenrezepte auf Stephanplatz Eine mediterrane Gemüsepfanne – mit Tomaten – und eine Tomatensuppe mit Basilikumschaum können am Freitag, 5. Juli, Kundinnen und Kunden des Wochenmarktes auf dem Stephanplatz genießen. Der Verein der Köche Karlsruhe startet an diesem Tag in Zusammenarbeit mit dem Marktamt seine SommerMärkte-Tour zum Thema „Tomate“. Das Angebot ist kostenlos. Wem es geschmeckt hat, der kann mit einer Spende sozialen Einrichtungen helfen.
Stadtgeburtstag und EFFEKTE Draisinenrennen:
Sieger kam aus Knielingen
Stadtteilrennen begeisterte
STIMMUNGSVOLLES AMBIENTE: das futuristische Info-Zelt des Effekte-Dome auf dem nächtlichen Schlossplatz.
Mädchen mögen Physik
Besucher hatten im Schlossgarten die Qual der Wahl Bestens war die Stimmung bei Stadtgeburtstag und Wissenschaftsfestival „Effekte“ rund um das Schloss. „Die Resonanz ist hervorragend und das Wetter perfekt“, sagte StadtmarketingChef Norbert Käthler. Denn wer feiert nicht gerne auf dem schönsten Stadtfest Deutschlands. Ob Pop-Musik, Experimente-Meile, KostümeParade, Erfindernacht, und, und, und – die vielen Besucher hatten die Qual der Wahl. Aus Rastatt war die 16-jährige Ronja mit ihrer Mutter angereist. Der Teenager interessiert sich für Naturwissenschaft und will
nach dem Abi Physik am KIT studieren. Deshalb war sie an den Experimenten interessiert. „Ja, das gibt es wirklich – auch Mädchen mögen Physik“, meinte sie lachend. Angetan von der Kulisse war Simona, Sängerin der Band „Barefoot“ aus Rheinstetten. „Das ist echt der Hammer“, meinte die Frontfrau der jungen Band, für die der Auftritt ein echtes Highlight war. Extra wegen der Sängerin Marta Jandova war Jeannette Lange zu Stadtfest gekommen. „Ich fand ihre Ex-Band ‚Die Happy‘ klasse und auch was sie jetzt macht, ist toll.“ -voko-
Es war eines der Highlights beim diesjährigen Stadtfest: das traditionelle Draisinenrennen. Stadtteile traten ebenso zum Duell vor dem Schloss an wie Promis aus der Region. Mit High-Tech-Maschinen ging es im Parcours unter dem Applaus des Publikums rund. Da hätte wohl auch der Erfinder des Laufrads, der Karlsruher Karl Freiherr von Drais, seine wahre Freude gehabt. Bei den StadtteilDuellen hieß der Sieger im Wettbewerb der Männer Knielingen, bei den Damen reüssierte die Südweststadt. Christoph Bartelmäs fuhr den Sieg für die „Holzbiere“ heraus, Verena Jooß für die Südweststädter. Beide durften sich über ein Fahrrad als Siegesgeschenk, den Draisler der Stadt, freuen. „Das war super anstrengend, wichtig ist, dass man den Rhythmus hält“, sagte der Knielinger Champion. Eine Rad-Expertin ist zweifellos Verena Jooß. Sie war bereits mehrfache deutsche Meisterin und Olympiateilnehmerin im Bahnradfahren, ehe sie dem Job als Lehrerin den Vorzug gab. „Das ist schon was anderes als Radfahren. Die Koordination ist ganz wichtig“, gab die Siegerin nach dem Finale zum Protokoll. Auch OB Dr. Frank Mentrup begab sich auf die Spuren von Drais und nahm beim Promi-Rennen teil. Beim Duell 2012 gewann der frühere Staatssekretär. Dieses Mal musste er sich mit dem zweiten Platz begnügen. Als Gewinner ging Sebastian Schrempp, Rat-
RUND UM SCHLOSSPLATZ: Bei dem Traditionsrennen machten die High-Tech-Draisinen mächtig Tempo. hauschef in Rheinstetten, hervor. Auf Rang drei kam der OB von Bretten, Martin Wolff. Bei den Promi-Damen siegte eine echte Schönheitskönigin. Doris Schmidts, Miss Germany 2009 aus Durlach, zeigte, dass sie nicht nur gut aussieht. Auf den weiteren Rängen folgten die Stadträtinnen Ute Müllerschön und Bettina Lisbach. Letztere meinte gut gelaunt: „Es hat riesig Spaß gemacht, dabei sein ist alles.“ Bei der Siegerehrung bedankte sich OB Mentrup bei allen, die den Traditionswettbewerb Jahr für Jahr möglich machen. Ferner betonte er: „Drais katapultierte die Welt ins mobile Zeitalter. Das Rennen ist ein wichtiger Teil des Stadtgeburtstags. Ich bin mir sicher, dass diesem tollen Spektakel beim Stadtgeburtstag 2015 noch mal etwas Besonders hinzugefügt wird.“ -voko-
KNIELINGEN SIEGT: Stolz reckte Stadtteilsieger Christoph Bartelmäs die Pyramide in die Höhe. Applaus gab es auch von OB Mentrup.
Oldtimerkorso und Jutta Benz faszinierten das Publikum
OSKARL-PREIS: Die beiden Sieger des Hector-Seminars (Mitte).
STAUNENDE GESICHTER: Auf der Experimentiermeile zeigte das Institut für Robotik des KIT zeigte, was mit Robotern heute möglich ist.
„osKarl“ an fünf Schülerprojekte vergeben / Reger Zulauf bei Experimentiermeile „Wir sind stolz auf diese Generation, die Karlsruhe als Wissensstadt auszeichnet“, so OB Frank Mentrup bei der Verleihung des „osKarl“ auf der Bühne im Schlossgarten. 23 Schülergruppen hatten sich um den Preis für Nachwuchsforscher beworben – fünf davon wurden in verschiedenen Altersstufen von einer Jury ausgewählt. Beim „osKarl“ wurden Schülerprojekte bewertet, die gemeinsam mit Unis, Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Technologie-Region das Thema „Effekte“
aus diversen Perspektiven beleuchteten. Der Hector-Preis ging an zwei Schüler des Max-Planckund des Kant-Gymnasiums, die sich am KIT mit dem Bewegungsalphabet von Robotern befassen. Den Preis der Mittel- und Oberstufe erhielten Schülerinnen und Schüler des Helmholtz-Gymnasiums für eine modellhafte Brücke von realer zur mathematischen Welt. Der Unterstufen-Preis ging an Fünft- und Sechstklässler, die in einem Projekt des Zoos mit der PH einen Experimentierkoffer entwi-
ckelten. Über den Grundschulpreis freute sich die Schule in Wolfartsweier. Mit dem KIT wurden Knobelspiele entwickelt. Ein Sonderpreis ging an das Humboldt-Gymnasium für das Projekt Lumineszenz. Aber nicht nur beim „osKarl“ wurde geforscht. An Info-Ständen tauchten Alt und Jung in die Welt der Experimente ein. Beim Institut für Meteorologie des KIT wurde erklärt, wie ein Tornado entsteht, und die „Formula Student“-Gruppe präsentierte dort ihren selbst entwickelten Boliden. -voko-
TRIBUT AN CARL BENZ: Stattliche Vehikel aus früheren Zeiten drehten beim Oldtimer-Korso auf dem Zirkel ihre Runden.
Freunden schmucker Oldtimer ging beim Stadtgeburtstag das Herz auf. Aneinandergereiht standen mehr als 200 historische Automobile am Sonntag auf dem Schlossplatz. Möglich gemacht hatte dies der Verein „Tribut an Carl Benz“. Ob ein Austin Healey Sprite von 1960, ein Chrysler Windsor von 1956, ein Bugatti T 57 oder eine Motorkutsche aus dem Landkreis Rastatt – die Besucher konnten bei der Aktion „Hauben auf“ gar nicht genug bekommen. Rolf Schneider aus Sasbachwalden ist stolzer Besitzer eines Chevrolet aus dem Jahre 1930. „Den habe ich aus Australien, er stand fast 40 Jahre in der Scheune und war komplett durchgerostet“, erklärte der Pensionär. Er ließ die edle Karosse komplett restaurieren, Ersatzteile bekommt er aus Australien oder Neuseeland. „Ich bin zum Schrauber mutiert, anders geht es gar nicht“, meinte der Mittelbadener, der selbst stilgerecht in der Mode der 30er Jahre gekleidet war. Wer technische Hilfe benötigte, dem bot Karl Christof Kirschinger Unterstützung in der offenen Werkstatt auf dem Schlossplatz an. Der Restaurateur aus Karlsruhe ist Spezialist für Mercedes-Modelle der 30er bis 60er Jahre, seine Kunden kommen aus ganz Europa. Erfreut über die große Resonanz war Arnt Bokemüller, Chef von „Tribut
Nächtliche Fabelwesen Die „Effekte“ starteten am Samstag mit Performance
DOMINO-EFFEKT: Grazil schwebten die Tänzerinnen beim Auftakt des Wissenschaftsfestivals „Effekte“ über die Bühne im Schlossgarten. Auch Fabelwesen und „Flammende Reiter“ kamen zum Einsatz. Fotos (8): Knopf
Es war ein fulminanter Auftakt des Wissenschaftsfestivals „Effekte“ Samstagnacht beim Stadtgeburtstag. Der Karlsruher Performance-Künstler Enno-Ilka Uhde, der schon für die Inszenierungen vor Finalpartien der Champions League oder DFB-Pokalendspielen zuständig war, ließ im Schlossgarten Fabelwesen erscheinen, Tänzerinnen zu Ravels Boléro über die Bühne schweben, einen Schimmel zur Projektionsfläche mutieren oder mit Pyro-Effekten Licht ins Dunkel der Nacht zaubern – das alles im Dienste der Wissenschaft. Die Inszenierung bildete den Rahmen für den Auftakt des Wissenschaftsfestivals „Effekte“. „Wir möchten heute Unsichtbares sichtbar machen und durchleuchten, wie alles miteinander vernetzt ist“, sagte Moderatorin Hanna Lüke
dem Publikum im Schlossgarten. Zahlreiche Karlsruher Forschungsund Bildungseinrichtungen präsentierten sich und ihre Philosophie. „Unser Anliegen ist die Musik als Sprache der Seele“, betonte Hartmut Höll, Rektor der Hochschule für Musik. „Wir forschen, was die Welt elementar zusammenhält und was die Zukunft bringt“, sagte KIT-Präsident Eberhard Umbach. „Bei uns gibt es schlicht die besten Effekte der Welt“, fügte Peter Weibel vom ZKM hinzu. Oder: „Wir analysieren, was die Welt im Innersten zusammen hält, um sie ein Stück besser zu verstehen“, so Thomas Fanghänel, Direktor des Instituts für Transurane, – um nur einige der Einrichtungen zu nennen, die sich beim „Domino-Effekt“ in Kurzbeiträgen präsentierten. -voko-
an Carl Benz. „Die Karlsruher können stolz darauf sein, dass Drais und Benz die Welt auf Räder gestellt haben. Das muss noch mehr gewürdigt werden.“ Zum Fest war auch Jutta Benz, Nachfahrin des Automobilpioniers, gekommen. Mit dabei: der Nachbau des Benz-Patentwagens. Am Nachmittag begaben sich die Automobile auf einen Korso am Zirkel, Kameras der Zaungäste waren schnell gezückt. Auch OB Mentrup machte eine Spritztour – in einer Motorkutsche, die einer viktorianischen Kutsche nachempfunden ist. Höchstgeschwindigkeit: 20 Stundenkilometer. Entschleunigung war da Grundprinzip. -voko-
STILVOLL: Besitzer eines 1930er Chevrolet im passenden Outfit.
Theater trifft Wissenschaft Ein Blickfang ist der EffekteDome auf dem Schlossplatz zweifellos. Besonders nachts, wenn das futuristische Informationszelt illuminiert ist, verzaubert es das Areal. Die ganze Woche über fanden dort während des WissenschaftsFestivals „Effekte“ Veranstaltungen mit dem Badischen Staatstheater, der Hochschule Karlsruhe oder dem Institut ZAK des KIT statt. Im EffekteDome treffen Kunst und Kultur auf Wissenschaft. Am morgigen Samstag (14 und 16 Uhr) gastiert dort das Wissenschaftstheater mit der „Expedition zum Blauen Planeten“. Am Sonntag (16 Uhr) steht Geo-Monitoring auf dem Plan. Der Eintritt ist frei. -voko-
| Aus dem Gemeinderat
Ferienspaß 2013:
Broschüre des jfbw liegt aus Die Broschüre mit den Ferienspaß-Angeboten 2013 des Jugendfreizeit- und Bildungswerks (jfbw) liegt seit dieser Woche an vielen Stellen in der Stadt aus.
Laufen für soziale Zwecke Beim elften „24-StundenLauf für Kinderrechte“ auf dem Gelände der SG Siemens in der Hertzstraße treten am Samstag, 6. Juli, ab 16 Uhr 44 Teams an. So viele wie noch nie. Rund 40 angemeldete Projekte sozialer Träger mit einem Volumen von knapp 59 000 Euro gilt es zu „erlaufen“. Eine Jury erstellt im Vorfeld eine Rangliste der sozialen Projekte. Die letzte Runde des „24Stunden-Laufs für Kinderrechte“ wird am Sonntag, 7. Juli, um 16 Uhr eingeläutet. Die Mannschaften, darunter viele Schulen, Jugendverbände, soziale Träger und Unternehmen, haben im Vorfeld Sponsoren
gesucht, die bereit sind, pro gelaufener Runde einen bestimmten Betrag zu spenden. Hinzu kommen Extra-Spenden von Einzelpersonen, Institutionen und Unternehmen, die den Lauf unabhängig von der gelaufenen Rundenzahl unterstützen. Der Erlös fließt zu 100 Prozent in die sozialen Projekte. Kurzentschlossene Teams können sich noch bis zum 30. Juni über www.24hlauf.org anmelden. Maximal sind 50 Teams auf dem Gelände der SG Siemens zugelassen. Über die Internet-Seite können Interessierte sich auch die verschiedenen Spendenformulare herunterladen. -red- / Foto: pr
Neben bekannten Klassikern enthält der Ferienspaß-Flyer in diesem Jahr auch neue Angebote aus dem Bereich der Medien. Hier können Ferienkinder Radio- und Fernsehmachern über die Schulter schauen. Weiteren Spaß in den Ferien erleben die Mädchen und Jungen beispielsweise beim KSCTraining, in der Kindermalwerkstatt, bei der Feuerwehr oder im Ferienkino in der Kinemathek. Ob kreativ, sportlich, kulturell oder naturorientiert – Einrichtungen und Anbieter aus ganz Karlsruhe sorgen für ein abwechslungsreiches Angebot für ein paar Stunden oder auch mehrere Tage. Die Ferienspaßangebote sind ab Donnerstag, 11. Juli, 16 Uhr, im Büro des jfbw (Bürgerstraße 16) buchbar. Das Büro ist an diesem Tag bis 18 Uhr geöffnet. Die Angebote und Informationen zur Direktanmeldung bei den jeweiligen Veranstaltern sind im Internet unter www.jfbw.de im FerienspaßKalender zu finden. Vom kurzfristigen, flexiblen Ferienspaß über verbindliche Betreuung bei den „Ferien ohne Koffer“ bis hin zu den Freizeiten und Sprachreisen im In- und Ausland bietet das jfbw des Stadtjugendausschusses Kindern und Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten für die Feriengestaltung. Bei einigen Angeboten gibt es noch freie Plätze. Infos telefonisch unter der Rufnummer 133-5671 oder im Internet unter www.jfbw.de. -red-
Fächernde Beziehungen
Japanischer Botschafter bei Empfang im Rathaus / Zehn Jahre Partnerschaft Eine große Ehre wurde der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Karlsruhe zuteil, die am letzten Montag ihr 20-jähriges Bestehen und gleichzeitig die zehnjährige Partnerschaft mit der FranzösischJapanischen Gesellschaft Nancy feierte. Zur Jubiläumsveranstaltung im KIT war eigens aus Berlin der japanische Botschafter Takeshi Nakane mit Gattin Kazuko angereist. Zuvor hatte OB Dr. Frank Mentrup zu einem Empfang der Stadt ins Rathaus eingeladen, an dem neben der DJG-Präsidentin Teruko Matsushima-Fritz und weiteren DJG-Mitgliedern auch JeanLuc Contet-Audonneau, der Vorsitzende der Französisch-Japanischen Gesellschaft Nancy, der Präsident des Bundesgerichtshofs Prof. Dr. Klaus Tolksdorf, Bürgermeister Wolfram Jäger und Stadträtin Christa Köhler teilnahmen. „Unsere Verbindung nach Japan ist eine ganz besondere“, ging Oberbürgermeister Dr. Mentrup auf den seit 1920 bestehenden ja-
panischen Garten im Stadtgarten und die häufigen Besuche japanischer Delegationen ein, die vor 60 Jahren mit der regelmäßigen Teilnahme der Internationalen Medizinischen Gesellschaft Japans an den Karlsruher Therapiewochen
besonders intensiviert wurden. „Karlsruhe ist als Fächerstadt bekannt und weil der Fächer in Japan ein Glückszeichen ist“, wünschte der japanische Botschafter, dass „die Beziehungen sich weiter wie ein Fächer entfalten“. -fis-
EINTRAG INS GOLDENE BUCH: OB Dr. Mentrup, Teruko MatsushimaFritz, Botschafter Nakane mit Frau, Jean-Luc Contet-Audonneau (v. l.).
Freude über Pokal-Doppel
Nach Forbach führt Wanderung
Aus aller Welt Musik und Tänze
„Die Fußballfans in Karlsruhe und der Region können sich auf gleich zwei DFB-Pokal-Highlights im Wildparkstadion freuen“. Wie OB Dr. Frank Mentrup am Mittwoch mitteilte, konnten offene Fragen im Zusammenhang mit den zwei Pokalbegegnungen zwischen dem KSC und VfL Wolfsburg sowie zwischen dem FC Nöttingen und Schalke 04 in Gesprächen zwischen Stadt und beiden Vereinen geklärt werden. „Den Auftakt zum Pokal-Doppel im Wildparkstadion wird das Spiel des KSC gegen VfL Wolfsburg bilden“, erklärt Mentrup. Nöttingen empfange Schalke dann voraussichtlich am Montag. Der Kartenverkauf für das Montagsspiel wird von einer bundesweit tätigen Agentur übernommen. „Damit wollen wir sicherstellen, dass auf den KSC keine zusätzlichen Belastungen zukommen“, zeigt sich der OB zufrieden. Das große Interesse Nöttingens am Austragungsort Karlsruhe unterstreiche zudem die Rolle der Stadt als sportlicher Mittelpunkt der Region. „Fans aus nah und fern sind uns zum großen Fußballfest herzlich willkommen“, sagt Mentrup. Und weiter: „Wir hoffen auf Fortsetzung in Runde zwei des Pokals.“
Von Weisenbach nach Forbach führt am nächsten Donnerstag, 4. Juli, eine kostenlose Stadtbahnwanderung des Karlsruher Verkehrsverbunds. Die Anreise zur viereinhalbstündigen Tour erfolgt mit der S 41, die um 9.07 Uhr die Haltestelle Kongresszentrum in der Ettlinger Straße verlässt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnehmer sollten allerdings feste Wanderschuhe anziehen.
Unter dem Motto „Kulturelle Vielfalt erleben, Gemeinsamkeit stärken“ findet am Samstag, 29. Juni, ab 11 Uhr die 29. Ausgabe des Fests der Völkerverständigung statt. Dieses Mal wegen der Arbeiten für die Kombilösung nicht auf dem Marktplatz, sondern auf dem Stephanplatz hinter der Postgalerie. Über 60 Vereine und Institutionen bieten ein Programm mit Kultur, kulinarischen Köstlichkeiten und Informationen. Erstmals dabei ist die freiwillige Feuerwehr mit einem Beitrag. Um 11.40 Uhr eröffnet das Fest offiziell mit einem multireligiösen Friedensgebet. Anschließend folgt eine Talkrunde, an der OB Dr. Frank Mentrup, eine Vertreterin des Migrationsbeirats und für das Internationale Begegnungszentrum Norbert Vöhringer teilnehmen. Weiter geht es mit russischer Volksmusik, VideoclipDancing und einem Hauch von Bollywood. Bis zum Finale ab 19 Uhr mit der Band „Billy Mussango & Knaris“ und ihrer Fusion aus afrikanischen und europäischen Musikstilen geht es Schlag auf Schlag: Beim „Rope Skipping“ zeigen die Crazy Jumpers des FSSV mehr als nur Seilspringen, Tänze und Lieder entführen in alle Welt. -maf-
Pic Your City Auch in diesem Jahr schreibt der Arbeitskreis „Architektur macht Schule Karlsruhe“ seinen Schülerfotowettbewerb „Pic Your City“ aus. Dabei sucht der Arbeitskreis unter der Fragestellung „In welchem Style sollen wir bauen?“ das beste Architekturfoto der Stadt. Die Sieger werden am 20. September im Stadtmuseum im Rahmen der Ausstellung „Stadt neu sehen. Zehn Fragen an Karlsruhe“ ausgezeichnet. Infos zum Wettbewerb: www.amska.de.
PRIORITÄTENLISTE: Das Goethe-Gymnasium bekommt nach einstimmigem Beschluss des Schulbeirats wie 15 weitere Schulen der Fächerstadt eine halbe Stelle in Sachen Schulsozialarbeit. Fotos (3): Fränkle
Acht Stellen für Schulsozialarbeit
Themen im Schulbeirat auch Gemeinschaftsschulen und Grundschule Südstadt-Ost Der gemeinderätliche Schulbeirat billigte in der vergangenen Woche in nichtöffentlicher Sitzung unter Leitung von Bürgermeister Dr. Martin Lenz die Aktualisierung der Prioritätenliste für die Schulsozialarbeit sowie den Sachstand Gemeinschaftsschulen und der Grundschule Südstadt-Ost einstimmig. Für die Schulsozialarbeit gibt es, wie in den Haushaltsberatungen beschlossen, acht neue Stellen, von denen 16 Schulen mit jeweils einer halben Stelle profitieren. Neu ist die Aufnahme des Otto-Hahn-, des Helmholtz-, des Max-Planck- und des GoetheGymnasiums. Versorgt werden auch Gemeinschaftsschule Grötzingen, Grundschule Grünwinkel, Weinbrennerschule, die Kooperati-
onsverbünde Beiertheim und Bulach sowie der Viktor-von-ScheffelSchule und Knielingen, der Hebelschulen (Grund- und Realschule) und die Waldschule Neureut. Bei Realschulen sind Rüppurr, Neureut und Adam-Remmele-Schule dabei. Bedacht wird auch die Erich Kästner-Schule für Sprachbehinderte und Hörgeschädigte. Empfohlen hat der Ausschuss in Sachen Gemeinschaftsschule die Aufhebung der Hauptschule der Drais-Grund- und Hauptschule zum Ende des Schuljahres 2016/17 sowie die Änderung der in der Gemeinderatssitzung vom November 2012 beschlossenen „Zweizügigkeit“ der zum Schuljahr 2013/14 als Gemeinschaftsschule startenden Drais-Realschule in „maximal
Vierzügigkeit“. Großes Interesse mit steigenden Anmeldezahlen besteht nach wie vor an der Augustenburg-Gemeinschaftsschule Grötzingen. Aus räumlichen Gründen ist für das Schuljahr 2013/14 jedoch nur für einzelne Jahrgänge die Dreizügigkeit realisierbar. Die neue Grundschule SüdstadtOst sollte im Ganztagsbetrieb zum Schuljahr 2013/14 zunächst einzügig starten und könnte nach einem vom Schulbeirat befürworteten beschleunigten Verfahren im Schuljahr 2016/17 zweizügig ihren Betrieb aufnehmen. Die Arbeiten für das neue Gebäude in modernem Energiestandard liegen im Zeitplan. Zum Grundschulbezirk gehören alle neuen Straßen im Stadtviertel Südstadt-Ost. -cal-
Vier Kita-Projekte kamen noch hinzu
Gebäudeplanung für Berufsschule
Plenum vergab Pflegearbeiten
Erst im März hatte der Gemeinderat den weiteren Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren auf der Tagesordnung, bei seiner jüngsten Sitzung schon wieder. Denn seither haben sich zwei weitere Kita-Projekte über Investoren aufgetan. In der Südweststadt ist die katholische Kirche Trägerin einer neuen zweigruppigen Kindertagesstätte in der Südendstraße, in Durlach übernimmt Pro Liberis eine viergruppige Einrichtung. Zusammen mit zwei weiteren Vorhaben aus der Nachrückerliste (Erweiterung der AWO-Kita „Pamina“ und Änderung der Angebotsform beim Kindergarten „Albgrün) werden 50 Plätze für die ganz Kleinen und 60 für Mädchen und Jungen ab drei Jahren geschaffen. Dem stimmten die Stadträtinnen und Stadträte einhellig zu. Für die Zielgruppe der unter Dreijährigen stehen dann 2944, bis Ende nächsten Jahres 3409 Plätze zur Verfügung. Die Versorgungsquote erhöht sich auf 38,8 Prozent (2013) und 44,9 Prozent (2014). -maf-
Nach entsprechender Vorberatung im Bauausschuss beschloss der Gemeinderat in seiner vergangenen Sitzung einstimmig, das Fürther Architekturbüro Bernhard Heid mit der weiterführenden Leistungsphase der Gebäudeplanung für das Projekt „HeinrichHertz-Schule, Aufstockung, Umbau und Modernisierung“ zu beauftragen. Der Beschluss sieht die Entwurfsplanung und Kostenberechnung vor. Der Honoraraufwand beträgt rund 290 000 Euro. Das Bauvorhaben betrifft den Umbau und die Modernisierung des zweiten Bauabschnitts an der Heinrich-Hertz-Schule in der Südendstraße. Die Stadtverwaltung wird mit dem Architekturbüro den entsprechenden Werkvertrag auf Grundlage der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) abschließen. Das Architekturbüro wurde in der gleichen Sitzung darüber hinaus mit den weiteren Schritten der Gebäudeplanung für den ersten Bauabschnitt des Projekts beauftragt. -döp-
Nach Vorberatung im Bauausschuss genehmigte der Gemeinderat einstimmig die Vergabe der Pflegearbeiten in den öffentlichen Grünanlagen im Karlsruher Stadtgebiet für die Haushaltsjahre 2014 bis 2017. Wegen ihres Umfangs sind die Arbeiten, die die Rasenund Wiesenmahd, das Hacken von Gehölzflächen und die Laubaufnahme umfassen, in Lose unterteilt. Dies ermöglicht auch kleineren Firmen, sich zu beteiligen. In einem ersten Block wurden nun die Lose eins bis zehn vergeben. Zwischen Juli und November folgen die Lose 11 bis 20. Die Arbeitsvergabe im vierjährigen Rhythmus hat finanzielle, wirtschaftliche und organisatorische Vorteile für Stadt und Firmen des Garten- und Landschaftsbaus. Aktuell umfassen die Grünflächen 1042 Hektar. 49 Prozent der Gesamtflächen werden im Pflegekatalog an Firmen verteilt. 13 der 17 Firmen, die sich beim öffentlichen Teilnahmewettbewerb beworben hatten, wurden zum Wettbewerb zugelassen. -döp-
Mietmarkt erhalten
Städtische Wohnungen sollen an Volkswohnung gehen Rund 250 der städtischen Wohnimmobilien sind derzeit vermietet. Bei Abbau des Bestandes sollten Wohnungen möglichst nicht auf dem freien Markt verkauft, sondern von der Volkswohnung übernommen oder verwaltet werden, und weiter dem Mietmarkt zur Verfügung stehen. Dies forderten GRÜNE, SPD und KAL in einem gemeinsamen Antrag. Die Wohnungen in Schuss und auf dem Mietmarkt halten, habe oberste Priorität, betonte GRÜNE-Fraktionsvorsitzende Bettina Lisbach. Auf keinen Fall dürften Wohnungen unbewohnt und unsaniert bleiben, bis nur noch Abriss infrage komme, bekräftigte SPD-Fraktionsvorsitzende Doris Baitinger. Tilman Pfannkuch (CDU) und KarlHeinz Jooß (FDP) sahen in der Volkswohnungs-Übernahme ebenso die bessere Lösung für die Mieter. Nicht erwärmen konnte sich Margot Döring (KAL) für den Vorschlag der Verwaltung, anstatt ein Sanierungskonzept für die Wohnungen aufzustellen, weiterhin „Sanierung nach Bedarf“ zu praktizieren. Wie Jürgen Wenzel (FW) hielt sie eine Beratung dieses Punktes im Bauausschuss für not-
wendig. „Wo großer Sanierungsbedarf besteht, wird dies näher untersuchen“ schlug Bürgermeister Michael Obert vor und auch OB Dr. Mentrup wies auf Objekte hin, die anders genutzt oder für Neubauten Platz machen sollten. Dafür machten Sanierungskonzepte keinen Sinn. Die Abstimmung ergab mehrheitliche Zustimmung zum Sanierungskonzept als auch zur forcierten Wohnungsübernahme durch die Volkswohnung. -fis-
DIE VOLKSWOHNUNG soll städtische Wohnungen übernehmen.
Exotenhaus wird günstiger Bei seiner jüngsten Sitzung unter Leitung von Bürgermeister Michael Obert hat der Bauausschuss eine Gesamtsumme von gut vier Millionen Euro ausgegeben. Dabei haben die Mitglieder zusammen über 320000 Euro weniger verauslagt als vorausberechnet. Und das, obwohl die drei Wirtschaftsweg-Brücken, die am Knielinger See gebaut werden sollen, zusammen rund 90000 Euro teurer werden als gedacht. Das liegt daran, weil wegen schwieriger Untergrundverhältnisse ein erhöhter Gründungsaufwand notwendig ist. Den Auftrag in Höhe von 715000 Euro erhält eine Firma aus Achern. Die Umbauarbeiten des Tullabades zum Exotenhaus des Zoos gehen weiter. Hier hat der Ausschuss drei Aufträge für Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen (Karlsruher Firma), Raumlufttechnik (Landau) und Heizungs- und Warmwasseranlagen (Rothenstein) vergeben. Die Bausumme für diese drei Gewerke liegt bei 1,6 Millionen Euro. Weitere Aufträge erteilte der Ausschuss für Arbeiten in der Waldschule Neureut und Erd- und Verbauarbeiten zur Errichtung der gemeinsamen Leitstelle von Feuerwehren und Rettungsdienst. -erg-
|Stadt Kultur
SO-Landesspiele:
Karlsruher Museumsnacht:
Toller Sport und gute Laune
Kultur vernetzt alle
Eintrittsbutton ab sofort im Vorverkauf erhältlich
Premiere mit guten Noten
Kaum waren Fahne und Feuer zum Finale aus dem Beiertheimer Stadion getragen, da zogen die Verantwortlichen bereits ein überaus positives Fazit der ersten Landesspiele von Special Olympics (SO) Baden-Württemberg. Bei der Premiere der Regionalspiele waren über 600 Athleten mit geistiger und mehrfacher Behinderung in der Fächerstadt am Start. „Danke Karlsruhe“, brachte Fritz Wurster, der Präsident von SO Baden-Württemberg, bei der Schlussfeier seine Anerkennung für die „grandiose Unterstützung der Spiele“ auf eine emotionale Kurzformel. Und Athletensprecherin Nicole Reimann hatte dabei vor allem die gut 400 ehrenamtlichen Helfer im Blick, „ohne die nichts gegangen wäre“. Die „Blumen“ an die Stadt kamen übrigens postwendend zurück. „Wir sind stolz auf Euch“, dankte Erste Bürgermeisterin Margret Mergen vor der abschließenden SO-Hymne „Let me win“ den Sportlern mit Handicap „für vier tolle Tage in unglaublicher Stimmung“. Sie habe nur „in freudige Gesichter geblickt“, betonte die Finanzdezernentin. In den Stunden und Tagen zuvor hatte das Geschehen auf Matte, Tartanbahn, Center Court oder im
LA OLA: Fritz Wurster, Isabel Dassdorf und Margret Mergen.
BEGEISTERUNG: Erste Bürgermeisterin Margret Mergen gratulierte den SO-Athleten bei der Abschlussfeier zu ihren Leistungen und ihrem Auftreten, mit dem sie „die Herzen der Karlsruher gewannen“. Becken die Szenerie geprägt. Gleich 50 Institutionen der Lebenshilfe, Schulen oder Vereine des Behindertensports hatten Athleten zum Kräftemessen in acht Disziplinen von Boccia über Leichtathletik bis zu Reiten, Schwimmen und Tischtennis geschickt. Alle gaben ihr Bestes und manche griffen dabei auch nach Medaillen. Vor allem die Karlsruher Sportler räumten mächtig ab. So holten die 26 Athleten der Hagsfelder Werkstätten und Wohngemeinschaften (HWK) in Schwimmen, Tennis und Tischtennis insgesamt neunmal Gold, achtmal Silber und achtmal Bronze.
Nicht minder beeindruckend liest sich der Medaillenspiegel der Turnerschaft Durlach (TSD), die als einziger traditioneller Verein eine Auswahl bei den Spielen stellte. Die 15 „Durlach Mattenfeger“ der TSD erkämpften sich im Judo gleich siebenmal Gold, fünfmal Silber und zweimal Bronze. Der guten Laune derer, die es nicht bis auf das Treppchen geschafft hatten, tat der Medaillenregen keinen Abbruch. „Gewinner waren alle“, betonte Organisationschefin Isabel Dassdorf. Sie meinte den inklusiven Sport. Vor allem die Athleten selbst. Die Riesenstimmung gab ihr recht. -trö-
SCHULTERSIEG: Im Judo in der Halle des Budo Clubs warfen die Athleten ihre Kontrahenten mit so manchem gekonnten Griff auf die Matte.
KUGEL ROLL: Auch Boccia war eine Disziplin bei den Spielen.
Stimmen zu den Spielen „Das waren gigantische Spiele“, bekannte Karl Polefka, dass er „noch nie solche Begeisterung im Sport erlebt“ habe. In erster Linie beeindruckten den Headcoach der HWK-Athleten im Tennis „die authentische Freude und die enormen sportlichen Leistungen der Athleten“. Wie Franziska Kropp, Cheftrainerin der HWK-Schwimmer, bestätigte: „Unsere Athletinnen und Athleten sind bei den Spielen teilweise auch gegeneinan-
der angeschwommen und haben trotz Konkurrenzkampf im Anschluss ihre Medaillen gefeiert und sich miteinander gefreut. Das war einfach toll.“ Und Manfred W. Schramm, Judo-Abteilungsleiter der Turnerschaft Durlach, war neben der tollen Stimmung bei den Spielen und dem glänzenden Abschneiden der „Durlach Mattenfeger“ vor allem von der „hervorragenden Organisation der Wettkämpfe“ angetan.
STRAHLEMÄNNER: Die „Durlach Mattenfeger“ der Turnerschaft Durlach präsentierten freudig Silber und Gold. Fotos (5): Fränkle
Reinhold-Frank-Gedächtnisvorlesung im Rathaus mit Prof. Dr. Angelika Nußberger schrieb, wie Frank durch die Außerkraftsetzung nationalsozialistischer Doktrinen und Wiederherstellung des Rechtsstaates nach 1945 vom Vaterlandsverräter zum neuen Vorbild wurde, nach dem Gedenksteine, eine Straße und eine Schule benannt sind. Im zweiten Teil spielte sie gedanklich das Szenario durch, dass Reinhold
WILLKOMMEN: OB Dr. Frank Mentrup begrüßt Prof. Dr. Angelika Nußberger. Foto: Fränkle
Ticket für Busse und Bahnen im Netz des Karlsruher Verkehrsverbundes. Zusätzlich pendeln während der Museumsnacht ShuttleBusse und die „Kultur-Tram“ und bringen Besucherinnen und Besucher bequem zu den Kulturinstitutionen ihrer Wahl. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kamuna.de. -red-
„Sekretärinnen“ auf dem Saumarkt
Das Tollhaus in Sommerlaune
Sekretärinnen sind längst nicht mehr nur Sekretärinnen, sie heißen mittlerweile Assistentinnen oder Office-Managerinnen. Wegen des Titels etwas angestaubt mag deshalb Franz Wittenbrinks gleichnamige Musical-Revue anmuten, ist es aber nicht. Denn der 1995 uraufgeführte Dauerbrenner auf Deutschlands Bühnen, kommt als Neuinszenierung des SandkornTheaters (Regie Julian König) durchaus zeitgemäß daher. Mit fünf stimmgewaltigen Damen, die jeweils für einen Typus ihres Berufsstandes stehen. Premiere der vergnüglichen Show ist am Donnerstag, 25. Juli, um 20.30 Uhr beim achten „Durlacher Kultursommer“ auf dem Saumarkt. Seit 2006 ist das Sandkorn-Theater dort regelmäßig mit einer Open-AirProduktion vertreten. Weitere Termine: Freitag, 26. Juli, und Samstag, 27. Juli. Eintrittskarten kosten im Vorverkauf 22,50 oder 20,50 Euro (je nach Kategorie), Kurzentschlossene zahlen an der Abendkasse 25,20 oder 23 Euro. -maf-
Seit gestern hat das Tollhaus wieder seinen stimmungsvollen Biergarten eröffnet und feiert mit Musikern aus aller Welt bis zum 5. August das „Zeltival“. Die Mischung macht’s – auch in diesem Jahr. Mit „Wut und Zärtlichkeit“ kommt am heutigen Freitagabend Konstantin Wecker auf die Bühne. Charles Pasi & Nina Attal treten am 5. Juli in einem Doppelkonzert auf, und das Ukulele Orchester aus Großbritannien gibt sich am 7. Juli mit sprühendem Witz und spleenigen Experimenten ein Stelldichein. Schwerpunkt der globalen Klangvielfalt sind in diesem Sommer Sounds aus Afrika. 350 Künstler aus mehr als 20 Nationen geben dem Zeltival seine internationale Farbigkeit. Zu einige Veranstaltungen, wie zum Beispiel für den Auftritt des Tuareg-Musikers „Bombino“ am 2. Juli, kostet der Eintritt zehn Euro. Zum Vergleich: Der jetzt ebenfalls musizierende Schauspieler und „Tatortkommissar“ Axel Prahl verlangt für seinen Auftritt am 31. Juli ab 31 Euro.-Lä-
EHRENGAST: Robert Walter erhielt den ersten Button von Prof. Dr. Norbert Lenz (r.). Foto: Fränkle
Nein sagen noch aktuelle Botschaft Der Erinnerung an den am 23. Januar 1945 hingerichteten Widerstandskämpfer, den Rechtsanwalt Reinhold Frank gilt seit 13 Jahren die gleichnamige Vorlesung im Rathaus. OB Dr. Frank Mentrup würdigte am 14. Juni Frank als Juristen, für den trotz eigener Lebensgefahr „die Verteidigung der grundlegenden Rechte seiner Mitmenschen, die Wahrung ihrer Menschenwürde Leitlinie seines Handelns“ war. Für die Landesregierung betonte Staatssekretärin Dr. Gisela Splett, dass Franks Persönlichkeit und Wirken beweise, „dass der Einzelne auch unter schwierigsten Umständen Charakter zeigen“ könne. In ihrem Vortag „Der deutsche Widerstand im Nationalsozialismus – eine aktuelle Botschaft aus einem vergangenen Jahrhundert“ zeichnete die Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Prof. Dr. Angelika Nußberger Frank „als leisen Helden, der für seine Mandanten sprach und stritt und durch seinen Tod eher zufällig auf die Bühne der großen Geschichte geraten“ sei. Anfangs ging sie auf die Zeitgebundenheit und Instrumentalisierung von Helden ein. Sie be-
„Kultur vernetzt“ ist das Motto der 15. Ausgabe der Karlsruher Museumsnacht am 3. August, zu der 16 Karlsruher Museen und Institutionen einladen. Von 18 bis 1 Uhr erwartet Kulturbegeisterte und Nachtschwärmer ein spannendes Programm, das mit Dauerund Sonderausstellungen, speziellen Führungen und Konzerten, Lesungen, Performances, Mitmachaktionen und vielem mehr aufwartet. „Ehrengast“ ist dieses Mal Robert Walter, Direktor der Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe. Er hat jetzt schon das, was sich die anderen noch besorgen müssen – einen Eintrittsbutton. Walter erhielt ihn kürzlich von Professor Dr. Norbert Lenz, dem Leiter des Staatlichen Museums für Naturkunde Karlsruhe. Die offizielle Übergabe war gleichzeitig der Startschuss für den Vorverkauf. Ab sofort sind die runden Anstecker zu zehn, ermäßigt acht Euro in allen beteiligten Institutionen und bei allen bekannten Verkaufsstellen in Karlsruhe und der Region zu bekommen. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 14 Jahre bekommen den Kunstgenuss umsonst, ihnen gilt mit der jungen Kamuna auch ein besonderes Augenmerk der Veranstalter. Der Button dient am Kamuna-Tag wieder ab 14 Uhr als
Frank in der Gegenwart als Attentäter zum Tode verurteilt worden sei. Als Beschwerdeführer ständen ihm heute zahlreiche Rechtsmittel zu. So hätte er eine für den verurteilenden Staat verbindliche Eilentscheidung vor dem Europäischen Gerichtshof beantragen können. Danach hätte dieser Staat das Todesurteil in eine menschliche Strafe umwandeln müssen. Heute ginge es also um juristische Details, würden aus Helden Beschwerdeführer. Eigentliche Helden seien Rechtsanwälte, die gegen gesellschaftliche Missstände kämpften oder eine Journalistin wie Anna Politkovskaja. Im dritten Teil zeigte Nußberger Frank schließlich auf dem Weg vom Beschwerdeführer zum Mitmenschen. Sie stellte ihn sich als leutseligen, fleißigen, konservativen Vater von vier Kindern vor, der aus Sorge um seine Familie – obwohl er im Recht war – ein Gnadengesuch stellte. Entscheidend sei, dass Frank Brücken gebaut habe, indem er auch in einem Unrechtsstaat an Rechtsstaatlichkeit und Demokratie festgehalten habe. „Das lindert den Bruch in unserer Geschichte, in unserer Identität“, so Nußberger. -cal-
Gelbe Enten für guten Zweck Bis zu 8000 quietschgelbe Enten warten auf den Start am Sonntag, 21. Juli, um 12.30 Uhr zum siebten Entenrennen auf dem Open-Air-Festival „Das Fest“. Von der Straßenbahnbrücke in der GüntherKlotz-Anlage schwimmen sie auf der Alb bis ins 1000 Meter entfernte Ziel beim Kühlen Krug. Das Besondere in diesem Jahr ist, dass für jedes siebte Los zwei Enten an den Start gehen. Die Losnummern werden im Vorfeld per Zufallsprinzip ermittelt, sind aber nicht besonders gekennzeichnet. Als Hauptpreis lockt ein Einkaufsgutschein (2000 Euro) für das Ettlinger Tor. Der Erlös des Entenrennens kommt Kindern und Jugendlichen aus Karlsruhe zugute. Durch Internet-Abstimmung entscheiden Loskäufer mit, welches Projekt unterstützt werden soll. Das Rennen organisiert der Verein der Freunde des Round Table 46 Karlsruhe. Lose gibt es ab sofort für fünf Euro. Infostände und Verkaufsstellen: www.entenrennen-ka.de. -döp-
werkstatt schnitzen und schnipseln Kinder von 15 bis 16.30 Uhr eine Skulptur. Einer Kurzführung durch Mona Breedes Foto-Ausstellung „Die Außenwelt der Innenwelt“ können sich Galeriebesucher am 4. Juli in der Mittagspause von 12.15 bis 12.45 Uhr anschließen. Die Fotografin ist Trägerin des HannaNagel-Preises 2013. Das Gedok-Künstlerinnenforum eröffnet am 4. Juli um 20 Uhr eine Ausstellung mit Arbeiten von Marie-Hélène H.-Desrue. Gezeigt werden Skizzen, Übermalungen sowie „Zufallsprodukte“ aus ihrer Atelierarbeit. Die Ausstellung ist bis zum 28. Juli zu sehen. Im Konzerthaus am Festplatz gastiert am Samstag, 6. Juli, ab 20 Uhr das Sinfonieorchester des KIT. Die Solobratscherin der Badischen Staatskapelle, Franziska Dürr, ist Solistin in dem selten zu hörende Rhapsodie-Konzert von Bohuslav Martinu. Unter Leitung von Dieter Köhnlein führt das Orchester im Konzerthaus außerdem die Ouvertüre zu Wagners „Der fliegende Holländer“ sowie die zweite Sinfonie von JoMONA BREEDE zeigt derzeit eine Fotoauswahl im hannes Brahms Forum der Städtischen Galerie. Foto: Fränkle auf. -LäDas Medienmuseum im ZKM stellt noch bis zum 1. September den Algorithmus des Manfred Mohr „1963-jetzt“ vor. In der Ausstellungsreihe „Konzeptkunst in Kanada: Die 1960er und 70er Jahre“ hat der Badische Kunstverein den zweiten Teil „Continental Drift“ eröffnet. Die Konzeptkunst kann bis zum 8. September besucht werden. Das Perkussions-Ensemble „Les Tambours du Bronx“ kommt mit seinem Programm „Fukushima mon amour“ am 29. Juni ins Tollhaus. Ihre Musik aus Rock, Industrial, Techno und Afrobeat ist ab 20.30 Uhr zu hören. „Kunst nach 1900 und die Neue Sachlichkeit“ ist Thema einer Führung am 30. Juni um 15 Uhr in der Städtischen Galerie. In der Kinder-
Stadtbahn Karlsruhe – Bretten / Pfinztal
Zweigleisiger Ausbau im Ostkopf Bf Grötzingen einschließlich ökologischer Begleitmaßnahmen
Auf Veranlassung des Regierungspräsidiums Karlsruhe als Anhörungs- und Planfeststellungsbehörde wird bekannt gegeben: 1. Die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH Karlsruhe (AVG) hat den Antrag auf Planfeststellung nach §§ 18 ff. des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) in Verbindung mit §§ 72 ff. des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) für den zweigleisigen Ausbau im Ostkopf des Bahnhofs Grötzingen gestellt. Im östlichen Teil des Bahnhofs Grötzingen befindet sich heute zwischen den Weichen W 12 und W 13 ein ca. 300 m langer eingleisiger Streckenabschnitt, auf dem keine Zugkreuzungen möglich sind. Aus betrieblichen Gründen soll nunmehr die Strecke AVG-Nr. 94201 (aus und in Richtung Bretten) direkt an das Gleis 1 im Bahnhofsbereich Grötzingen angebunden werden. Der Plan beinhaltet im Wesentlichen folgende Maßnahmen: – Verlängerung von Gleis 1 von ca. km 0+300 bis etwa km 0+600 im Abstand von ca. 4,50 m bis 4,70 m zu Gleis 2, sowie Anpassung/Korrektur der Gleislage von Gleis 1 in seinem westlichen Abschnitt; – Rückbau der heutigen Weiche W 12 „alt“ bei ca. km 0+300, sowie Einbau einer neuen Gleisverbindung zwischen den Gleisen 1 und 2 mit zwei Weichen (W 14 und W 12) im Bereich zwischen km 0+140 bis km 0+310; – Neubau der Weiche W 15 bei ca. km 0+670 am künftigen östlichen Ende von Gleis 1; – Anpassung der Fahrleitung und signaltechnischen Einrichtungen im AVG-Bereich; – in der Folge werden – geringfügige Gleislagekorrekturen (insbesondere Überhöhung) von Gleis 2 zwischen km 0+190 bis zum östlichen Bauende; – die Anpassung der Weiche W 13 bei ca. km 0+600 mit Anschlussbereichen; – die Anpassung der Fahrleitungsanlage über beide Streckengleise der DB-Strecke 4200 zwischen km 2+790 und km 3+050; – bauliche Querschnittsänderungen und Anpassungen der nördlich verlaufenden Eisenbahnstraße (Fahrbahn, Gehweg, Seitenbereiche) etwa zwischen den Anwesen Haus-Nr. 10 und HausNr. 22 notwendig. Dadurch ergeben sich auch partielle Eingriffe in privat genutzte Flächen. – Schließlich werden für das Vorhaben im Rahmen ökologischer Kompensationsmaßnahmen weitere Flächen benötigt und zwar im Bereich Bruchwaldstraße. 2. Der Plan liegt in der Zeit vom 3. Juli 2013 bis einschließlich 2. August 2013 beim Bürgermeisteramt Karlsruhe, Stadtplanungsamt, Lammstraße 7, 1. OG, Zimmer D 114, 76133 Karlsruhe, zur allgemeinen Einsichtnahme aus. Die Auslegung dient gleichzeitig der Unterrichtung und Beteiligung der Öffentlichkeit zu den Umweltauswirkungen des Vorhabens, dessen Umweltverträglichkeit im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zu prüfen ist. 3. Jeder, dessen Belange durch den Plan berührt werden, kann bis einschließlich 16. August 2013 schriftlich oder mündlich zur Niederschrift beim Regierungspräsidium Karlsruhe, Markgrafenstraße 46, 76133 Karlsruhe (Referat 24), oder beim oben genannten Bürgermeisteramt Einwendungen gegen den Plan erheben oder sich zu den Umweltauswirkungen des Vorhabens äußern (Einwendungsfrist). Das Vorbringen muss so konkret sein, dass die Planfeststellungsbehörde erkennen kann, in welcher Hinsicht sie bestimmte Belange einer näheren Betrachtung unterziehen soll. Dazu muss zumindest in groben Zügen dargelegt werden, welche Beeinträchtigungen befürchtet werden, ohne dass dies allerdings näher begründet werden muss. Nach Ablauf der Frist eingegangene Einwendungen oder Äußerungen sind ausgeschlossen. Materielle Rechtspositionen gehen danach, auch für ein eventuelles gerichtliches Verfahren, verloren, wenn sie nicht rechtzeitig geltend gemacht werden. Es wird gebeten, auf Einwendungsschreiben das Aktenzeichen „24-3826.1-AVG 2/59“ und die volle Anschrift des Einwenders/der Einwenderin sowie Flurstücknummer(n) und Eigentümer der betroffenen Grundstücke anzu-
geben. Wollen mehrere Personen (zum Beispiel Interessengemeinschaften) gleichförmige Einwendungen erheben, ist es zweckmäßig, wenn eine oder mehrere Personen als Vertreter benannt und dessen/deren Anschrift mitgeteilt wird. 4. Zugleich werden hiermit die vom Bund oder Land anerkannten Naturschutzvereinigungen sowie sonstige Vereinigungen, soweit diese sich für den Umweltschutz einsetzen und nach in anderen gesetzlichen Vorschriften zur Einlegung von Rechtsbehelfen in Umweltangelegenheiten vorgesehenen Verfahren anerkannt sind (Vereinigungen), von der Auslegung des Plans benachrichtigt und es wird ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Die in Nummer 3 bestimmte Äußerungsfrist gilt auch für die Vereinigungen. Nach Ablauf der Frist sind sie mit Einwendungen und Stellungnahmen ausgeschlossen. 5. Für das Anhörungsverfahren und die Entscheidung über den Antrag auf Planfeststellung ist das Regierungspräsidium Karlsruhe, Markgrafenstraße 46, 76133, zuständig. Als mögliche Entscheidungen kommen die Zulassung des Vorhabens – gegebenenfalls verbunden mit Schutzanordnungen und sonstigen Nebenbestimmungen – oder die Ablehnung des Antrags auf Planfeststellung in Betracht. 6. Folgende Unterlagen über die Umweltauswirkungen des Vorhabens wurden vom Antragsteller vorgelegt: – Umweltverträglichkeitsstudie mit allgemeinverständlicher Zusammenfassung der Umweltauswirkungen des Vorhabens – Fachbeitrag Reptilien – Landschaftspflegerischer Begleitplan mit artenschutzrechtlicher Prüfung – Schalltechnische Untersuchung – Prognose der Erschütterungsimmissionen – Darstellung der Auswirkungen aus elektromagnetischen Feldern. 7. Die rechtzeitig erhobenen Einwendungen, Äußerungen und Stellungnahmen werden gegebenenfalls mit dem Träger des Vorhabens, den Behörden, den Vereinigungen, den Betroffenen sowie den Personen, die Einwendungen erhoben haben, in einem Termin mündlich erörtert, der noch ortsüblich bekannt gemacht wird. Die Behörden, der Träger des Vorhabens, die Vereinigungen und diejenigen, die Einwendungen erhoben haben, oder – bei gleichförmigen Einwendungen – deren Vertreter, werden von diesem Termin gesondert benachrichtigt. Sind mehr als 50 Benachrichtigungen vorzunehmen, so können diese durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden. Die Teilnahme am Termin ist freigestellt. Bei Ausbleiben eines Beteiligten kann auch ohne ihn verhandelt werden. 8. Über die Einwendungen entscheidet die Planfeststellungsbehörde nach Abschluss des Anhörungsverfahrens. Die Zustellung der Entscheidung über die Einwendungen kann durch öffentliche Bekanntmachung ersetzt werden, wenn mehr als 50 Zustellungen vorzunehmen sind. 9. Entschädigungsansprüche, soweit über sie nicht in der Planfeststellung dem Grunde nach zu entscheiden ist, werden nicht in dem Erörterungstermin, sondern in einem gesonderten Entschädigungsverfahren behandelt. 10. Durch die Beteiligung am Planfeststellungsverfahren entstehende Kosten (zum Beispiel Einsichtnahme in die Planunterlagen, Teilnahme am Erörterungstermin, Kosten der Beauftragung eines Bevollmächtigten) werden nicht erstattet. 11. Vom Beginn der Auslegung des Planes an treten Anbaubeschränkungen und eine Veränderungssperre entsprechend den eisenbahnrechtlichen Bestimmungen in Kraft. 12. Der Inhalt dieser Bekanntmachung sowie die zur Einsicht ausgelegten Unterlagen sind auch auf der Internetseite www.rp-karlsruhe.de/servlet/PB/menu/1257673/index.html des Regierungspräsidiums Karlsruhe zugänglich gemacht. Maßgeblich ist allerdings der Inhalt der zur Einsicht bei oben genanntem Bürgermeisteramt ausgelegten Unterlagen. Karlsruhe, 28. Juni 2013 im Auftrag Bürgermeisteramt Karlsruhe
Sozial- und Jugendbehörde | Pflegekinderdienst
Pflegefamilie gesucht Lena (2 ¼ Jahre) und Julia (14 Monate) sind Geschwister, die zurzeit in einer Bereitschaftspflegefamilie in Nordrhein-Westfalen leben und im Auftrag des dortigen Jugendamtes in Wohnortnähe des Vaters im Umkreis von Karlsruhe in eine Vollzeitpflegefamilie vermittelt werden sollen. Da die Mutter der Kinder langfristig nicht in der Lage ist für ihre Kinder zu sorgen, soll der Vater in der Verantwortung für die Kinder gestärkt werden. Gelingt es ihm in naher Zukunft eine stabile Lebenssituation zu schaffen, wird eine Rückführung der Kinder in seinen Haushalt unterstützt werden. Lena und Julia werden als lebendige, altersgemäß entwickelte Kinder geschildert. Wir suchen: Eine Pflegefamilie für Lena und Julia im Raum Karlsruhe, welche die Beziehung der Kinder zum Vater unterstützt und fördert und Kontakte zur Mutter ermöglicht. Eventuelle eigene Kinder sollten bereits im Schulalter sein. Wir bieten an: – ortsübliches Pflegegeld – kontinuierliche fachliche Beratung – Austausch mit anderen Pflegefamilien Weitere Infos erhalten Sie bei Herrn Heger, Telefon 0721/133-5115.
Bodenrichtwerte zu Jahresende 2012 ermittelt Der Gutachterausschuss in Karlsruhe hat am 28. und 29. Mai 2013 gemäß § 193 Absatz 5 des Baugesetzbuchs (BauGB) für das Gebiet der Stadt Karlsruhe die Bodenrichtwerte (durchschnittliche Lagewerte nach § 196 BauGB) zum Stichtag 31. Dezember 2012 ermittelt. Die Bodenrichtwerte können in der Zeit vom 1. Juli bis 31. Juli 2013 von Montag bis Freitag zwischen 8.30 und 12 Uhr und am Montag, Mittwoch und Freitag zwischen 14 und 15.30 Uhr bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses, Hebelstraße 21, 5. OG., Zimmer 501, von jedermann eingesehen oder unter Telefon 0721/ 133-3092 erfragt werden. Mündliche Auskünfte innerhalb dieses Zeitraums sind bis zu einer Anzahl von höchstens fünf Auskünften pro Antragsteller gebührenfrei. Für schriftliche Bodenrichtwertauskünfte beziehungsweise für Auskünfte nach dem genannten Zeitraum ist gemäß der Verwaltungsgebührensatzung der Stadt Karlsruhe
eine Gebühr von 15 Euro je Bodenrichtwertauskunft zu entrichten. Im Zeitraum Juli/August 2013 werden die Bodenrichtwerte 2012 in das Wertermittlungsinformationssystem des Gutachterausschusses im Internet eingestellt. Orts- und zeitunabhängig können aus dem umfangreichen Informationsangebot Bodenrichtwerte und sonstige Immobilienmarktinformationen einschließlich der für die Wertermittlung erforderlichen Daten für den Bereich der Stadt Karlsruhe abgerufen werden. Weitere Informationen auf der Internetseite: www.karlsruhe.de/bauen/wohnen/gutachterausschuss. Gutachterausschuss für die Ermittlung von Grundstückswerten und sonstige Wertermittlungen in Karlsruhe – Geschäftsstelle –
Bei der Sozial- und Jugendbehörde der Stadt Karlsruhe sind beim Sozialen Dienst zum nächstmöglichen Zeitpunkt Stellen in der Schulsozialarbeit zu besetzen. Es handelt sich um zunächst auf ein Jahr befristete Stellen mit der Option auf Verlängerung. Wir suchen für die Schulsozialarbeit eine/einen
Sozialarbeiterin/ Sozialarbeiter Sozialpädagogin/ Sozialpädagoge
(FH/BA/DH – Diplom oder Bachelor) Voll- oder Teilzeit Die Aufgaben umfassen die Schwerpunktbereiche: Beratung der Lehrerinnen und Lehrer; Beratung und Vermittlung von Hilfen für Schülerinnen, Schüler und Eltern; Unterstützung der Schule bei der inneren Schulentwicklung und bei Vernetzungskonzepten. Wir erwarten: – Kenntnisse in Moderation, Konfliktschlichtung und methodischer Gesprächsführung – Hohe kommunikative Fähigkeiten in unterschiedlichen Gesprächssituationen – Fähigkeiten zu Perspektivenwechsel und Verhandlungsgeschick – Fähigkeit zur Prioritätensetzung bei der Aufgabenerfüllung – Hohes Maß an Koordinations- und Organisationsfähigkeit – Selbstständiges Arbeiten – Fähigkeit zu Dokumentation komplexer Sachverhalte – Belastbarkeit – Wertschätzende Haltung und Eingehen auf Bedürfnisse der Gesprächspartner – IT-Standardkenntnisse Wir bieten: – eine abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit – fachliche Beratung und Unterstützung durch Vorgesetzte – kollegiale Beratung im Team – Bezahlung nach Entgeltgruppe S 12 TVöD Herr Niederbühl steht Ihnen für weitere Auskünfte gerne unter Telefon 0721/133-5300 zur Verfügung. Ihre Bewerbung senden Sie bitte bis 19. Juli 2013 unter Kennziffer 500.2613
an: Sozial- und Jugendbehörde Kaiserallee 4, 76133 Karlsruhe Die Stadt Karlsruhe engagiert sich für Chancengleichheit. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung, Ihre Sozial- und Jugendbehörde. Internet: www.karlsruhe.de/b3/soziales/einrichtungen/sodi.de E-Mail: sodi@sjb.karlsruhe.de Der Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe sucht ab 1. August 2013 für die Mitarbeit beim Modellprojekt „Ganztagesgrundschule SüdstadtOst“ einen/eine
(staatliche Anerkennung) in Teilzeit (72 Prozent) zunächst befristet bis 31. Juli 2015. Aufgaben: Im neu entstehenden Stadtgebiet Südstadt-Ost wird zum nächsten Schuljahr eine neue Grundschule eingeweiht. Der Stadtjugendausschuss e.V. wurde als außerschulischer Partner beauftragt, modellhaft die pädagogische Betreuung der zweizügigen Ganztagsklassen (zwei erste Klassen) mit einem täglichen Angebot bis 17.30 Uhr und die Ferienbetreuung (sieben Wochen) von 7.30 bis 16 Uhr zu übernehmen. Sie arbeiten im Team mit der Leitung des Projektes. Das Modellprojekt wird fachlich begleitet. Für den Entwicklungsprozess kann interne und externe Fachberatung in Anspruch genommen werden. Anforderungen: Wir wünschen uns eine Persönlichkeit mit – einer abgeschlossenen Ausbildung als Erzieher beziehungsweise Erzieherin – vertieften Kenntnissen in Spielpädagogik und Bildungskonzepten – Führungskompetenz gegenüber Kollegen und Kolleginnen und Honorarkräften – Fähigkeit zur Netzwerkarbeit und Kooperation mit weiteren Akteuren und Akteurinnen – Erfahrung in Konzeptentwicklung, Projektmanagement und Präsentation – Lust dieses Modellprojekt gemeinsam mit der Schule zu entwickeln.
Anstellungsträger ist der Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe. Die Stelle ist nach S 06 TVöD bewertet. Ihre aussagekräftige Bewerbung richten Sie bitte bis spätestens 15. Juli 2013 unter Angabe der Kennziffer 501.1413 an: Stadtjugendausschuss e.V. Personalmanagement Moltkestraße 22, 76133 Karlsruhe Für weitere Auskünfte steht Ihnen Frau Kuropka, Telefon 0721/1335602, gerne zur Verfügung. Der Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe engagiert sich für Chancengleichheit. Der Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe sucht ab 1. August 2013 für die Leitung des Modellprojektes „Ganztagesgrundschule SüdstadtOst“ einen/eine
(staatliche Anerkennung) in Teilzeit (84 Prozent) zunächst befristet bis 31. Juli 2015. Aufgaben: Im neu entstehenden Stadtgebiet Südstadt-Ost wird zum nächsten Schuljahr eine neue Grundschule eingeweiht. Der Stadtjugendausschuss e.V. wurde als außerschulischer Partner beauftragt, modellhaft die pädagogische Betreuung der zweizügigen Ganztagsklassen (zwei erste Klassen) mit einem täglichen Angebot bis 17.30 Uhr und die Ferienbetreuung (sieben Wochen) von 7.30 Uhr bis 16 Uhr zu übernehmen. Für diese Aufgabe steht noch eine Zweitkraft mit 72 Prozent unterstützend zur Verfügung. Das Modellprojekt wird fachlich begleitet. Für den Entwicklungsprozess kann interne und externe Fachberatung in Anspruch genommen werden. Anforderungen: Wir wünschen uns eine Persönlichkeit mit – einer abgeschlossenen Ausbildung als Erzieher beziehungsweise Erzieherin – vertieften Kenntnissen in Spielpädagogik und Bildungskonzepten – Führungskompetenz gegenüber Kollegen und Kolleginnen und Honorarkräften – Fähigkeit zur Netzwerkarbeit und
Kooperation mit weiteren Akteuren und Akteurinnen – Erfahrung in Konzeptentwicklung, Projektmanagement und Präsentation – Lust dieses Modellprojekt gemeinsam mit der Schule zu entwickeln. Anstellungsträger ist der Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe. Die Stelle ist nach S 07 TVöD bewertet. Ihre aussagekräftige Bewerbung richten Sie bitte bis spätestens 15. Juli 2013 unter Angabe der Kennziffer 501.1313 an: Stadtjugendausschuss e.V. Personalmanagement Moltkestraße 22, 76133 Karlsruhe Für weitere Auskünfte steht Ihnen Frau Kuropka, Telefon 0721/1335602, gerne zur Verfügung. Der Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe engagiert sich für Chancengleichheit. Das Stadtamt Durlach sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt zunächst befristet bis 31. März 2014 eine/einen
in Vollzeit/Teilzeit (Kennziffer 13.150.06) Sie übernehmen sämtliche Aufgaben einer Hausmeisterin/eines Hausmeisters im Durlacher Rathaus und weiteren Räumen des Stadtamtes Durlach. Wir legen Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild, sicheres Auftreten, gute Umgangsformen, eine handwerkliche Ausbildung und Kenntnisse in den gängigen EDVAnwendungen. Wenn wir mit dieser Kurzfassung unserer Stellenausschreibung Ihr Interesse geweckt haben, können Sie den vollständigen Text im Internet unter www.karlsruhe.de/b4/stadtverwaltung/stellenportal/stellenangebote lesen und sich bis spätestens 12. Juli 2013 bewerben. Stadt Karlsruhe Stadtamt Durlach Pfinztalstraße 33, 76227 Karlsruhe Für weitere Fragen steht Ihnen Herr Rößler, Telefon 0721/133-1902, gerne zur Verfügung. Die Stadt Karlsruhe engagiert sich für Chancengleichheit.
Öffentliche Ausschreibungen Gegenstand, Umfang der Arbeiten, Ort der Abholung bzw. Anforderung Ausschreibungsservice im Internet unter www.karlsruhe.de/ausschreibungen
Albtal-VerkehrsGesellschaft mbH Projektabwicklung Postfach 1140, 76001 Karlsruhe Telefon 0721/6107-6306 Fax 0721/6107-6399 Öffentliche Ausschreibungen nach VOB/A ID: 13 30 63 30 Ausschreibung-Nr. A 30 – 13 Neubau Hp Neckarsulm Süd und Hp Neckarsulm Bahnhof Bahnsteig- Dienstwegbeleuchtung, Stromversorgung, Weichenheizung Los 1: Hp Neckarsulm Bahnhof Beleuchtung und Stromversorgung 50 Hz Niederspannungskabel, liefern, verlegen und anschließen ca. 3 000 m Bahnsteigbeleuchtung, liefern, montieren und anschließen ca. 23 Stück Lichtmaste LPH 6 m stellen ca. 15 Stück Dienstwegbeleuchtung, liefern, montieren und anschließen ca. 20 Stück Lichtmaste LPH 10 m, liefern und stellen ca. 20 Stück Anschlussarbeiten Bahnsteigausstattung ca. 10 Stück Niederspannungsverteilung liefern und anschließen ca. 2 Stück Erdung Erdungskabel liefern und verlegen ca. 175 m Gleisanschluss herstellen ca. 4 Stück Erdungsmaßnahmen an Ausrüstungsgegenständen ca. 12 Stück Los 2: Hp Neckarsulm Süd Bahnsteigbeleuchtung und Stromversorgung 50 Hz Niederspannungskabel, liefern, verlegen und anschließen ca. 1 000 m Bahnsteigbeleuchtung, liefern, montieren und anschließen ca. 16 Stück Lichtmaste stellen ca. 11 Stück Anschlussarbeiten Bahnsteigausstattung ca. 10 Stück Niederspannungsverteilung liefern und anschließen ca. 2 Stück Erdung Erdungskabel liefern und verlegen ca. 135 m Gleisanschluss herstellen ca. 4 Stück Erdungsmaßnahmen an Ausrüstungsgegenständen ca. 10 Stück Los 3: Weichenheizung Niederspannungskabel, liefern, verlegen und anschließen ca. 5 000 m Steuerschrank mit Wetterstation ca. 4 Stück Erdung Erdungskabel liefern und verlegen ca. 60 m Gleisanschluss herstellen ca. 8 Stück Erdungsmaßnahmen an Ausrüstungsgegenständen ca. 8 Stück Die anzubietenden Bauteile müssen bei der Deutschen Bahn gelistet beziehungsweise zugelassen sein.
Ausführungszeit: Baubeginn: August 2013 Bauende: November 2013 Unkostenbeitrag: 40 Euro, inklusive CD-Rom Submissionstermin: 30. Juli 2013, 14 Uhr Die gewünschten Verdingungsunterlagen sind bei der Abteilung Projektabwicklung der AlbtalVerkehrs-Gesellschaft mbH, Tullastraße 71, 76131 Karlsruhe, Zimmer 105, 1. OG, Telefon: 0721/6107-6306, Fax: 0721/6107-6399, anzufordern. Auskünfte werden erteilt durch Herrn Plag, Telefon: 07243/181-6403. Der angegebene Unkostenbeitrag für die Verdingungsunterlagen ist per Verrechnungsscheck einzureichen. Die Unterlagen werden ab 1. Juli 2013 versandt. Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit sind auf Verlangen vorzuweisen. Der Zuschlag wird nach § 18 VOB/A auf das Angebot erteilt, das unter Berücksichtigung aller technischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte als das annehmbarste erscheint.
Lammstraße 7 a, 76133 Karlsruhe Telefon 0721/133-6714 Öffentlicher Teilnahmewettbewerb zur Beschränkten Ausschreibung – VOB/A ID: 13 26 67 01 Bewerbung für die Pflegearbeiten (Mähen, Hacken, Laubaufnahme) in den öffentlichen Grünanlagen der Stadt Karlsruhe für die kommenden vier Jahre (2014 bis 2017) Leistungsumfang der Lose 11 – 20 (Bezirk West, Durlach, Neureut, Bergdörfer) Rasenpflegearbeiten 211,0 ha Gehölzpflegearbeiten 28,0 ha Laubbeseitigung 21,0 ha Dachgärten pflegen 0,5 ha Die Vergabe der Pflegearbeiten erfolgt in Losen. Ausführungszeit: April bis Anfang Dezember in den Jahren 2014 bis 2017 Der Bewerbung sind folgende Nachweise beizufügen: – der Umsatz in den letzten drei Geschäftsjahren, soweit es Bauleistungen und andere Leistungen betreffen, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind, – die Ausführungen von Leistungen in den letzten drei Geschäftsjahren, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind (Angabe Auftraggeber, Ausführungsart, Ausführungszeit), – die verfügbare technische Ausrüstung, insbesondere Mähmaschinen, – die Anzahl der in den letzten drei Geschäftsjahren beschäftigten Arbeitskräfte insgesamt, – Qualifikation der Arbeitskräfte, Angabe der deutschsprachigen gärtnerischen Fachkräfte auf der Baustelle – Anzahl der Arbeitskräfte für die Pflegearbeiten – andere, insbesondere für die Prüfung der Fachkunde geeignete Nachweise, unter anderem die Qualifikation für die Durchführung von Verkehrssicherungsmaßnahmen. Die Bewerbungsfrist endet am 12. Juli 2013. Es ist beabsichtigt, 12 bis 15 Bewerber durch Übersendung des Leistungsverzeichnisses zur Angebotsabgabe aufzufordern. Ein Anspruch auf Beteiligung am Wettbewerb und eine Verpflichtung zur Begründung der Nichtbeteiligung besteht nicht. Zuständige Behörde zur Nachprüfung behaupteter Vergabeverstöße ist das Regierungspräsidium Karlsruhe, Schlossplatz 1 – 3, 76131 Karlsruhe.
Zähringerstraße 61, 76133 Karlsruhe Telefon 0721/133-2656 Öffentliche Ausschreibung nach VOL/A ID: 13 26 88 01 Carl-Hofer-Schule, Adlerstraße 29, 76133 Karlsruhe Unterhalts- und Grundreinigung Gesamtfläche: ca. 12 000 m² Ausführungszeit: 9. September 2013 bis 8. September 2014 Einreichungstermin: Donnerstag, 8. August 2013 Zuschlagsfrist: Montag, 9. September 2013 Unkostenbeitrag: 20 Euro – nur per Verrechnungsscheck – ID: 13 26 88 02 Tulla-Realschule/Heinrich-Köhler-Schule, Forststraße 4, 76131 Karlsruhe Unterhalts- und Grundreinigung Gesamtfläche: ca. 7 500 m² Ausführungszeit: 9. September 2013 bis 8. September 2014 Einreichungstermin: Mittwoch, 7. August 2013 Zuschlagsfrist: Montag, 9. September 2013 Unkostenbeitrag: 20 Euro – nur per Verrechnungsscheck – ID: 13 26 88 03 Verschiedene Objekte im Bereich der Stadt Karlsruhe Zeiterfassungssystem Errichtung eines Zeiterfassungssystems bestehend aus ca. 30 Zeiterfassungsterminals mit SAP-HR-PDC-Schnittstelle an ca. 20 Standorten innerhalb der Stadt Karlsruhe inklusive Systemsoftware sowie Nutzer- und Administratorschulung. Ausführungszeit: 4. Quartal 2013 bis Mitte 2015 Einreichungstermin: Dienstag, 6. August 2013 Zuschlagsfrist: Freitag, 6. September 2013 Unkostenbeitrag: 20 Euro – nur per Verrechnungsscheck – Die Bewerbungsfrist endet am 6. Juli 2013. Die gewünschten Verdingungsunterlagen sind bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist bei der Stadt Karlsruhe, Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft, Vergabestelle, Zähringerstraße 61, 76133 Karlsruhe, anzufordern. Der Anforderung ist der angegebene Unkostenbeitrag für die Verdingungsunterlagen nur per Verrechnungsscheck beizufügen. Der Unkostenbeitrag wird nicht zurückerstattet. Die Verdingungsunterlagen werden dem Bewerber nach Ende der Bewerbungsfrist zugesandt. Nachweise der Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit gemäß VOL/A § 6 sind auf Verlangen vorzuweisen. Bei der Entscheidung über den Zuschlag berücksichtigt der Auftraggeber gemäß VOL/A §16 verschiedene durch den Auftragsgegenstand gerechtfertigte Kriterien, beispielsweise Qualität, Preis, technischer Wert, Ästhetik, Zweckmäßigkeit, Umwelteigenschaften, Betriebskosten, Lebenszykluskosten, Rentabilität, Kundendienst und technische Hilfe, Lieferzeitpunkt und Lieferungs- oder Ausführungsfrist. Zuständige Behörde zur Nachprüfung behaupteter Vergabeverstöße ist das Regierungspräsidium Karlsruhe, Schlossplatz 1 – 3, 76131 Karlsruhe.
Lammstraße 7, 76133 Karlsruhe Telefon 0721/133-7462 Öffentliche Ausschreibung nach VOL/A Bereich Stadtentwässerung: ID: 13 06 66 01 Klärwerk Karlsruhe; Schlammverbrennungsanlage Abfuhr und Verwertung von Klärschlammasche aus der Wirbelschichtverbrennung ca. 4 000 t Ausführungszeit: August 2013 bis Juli 2014 Submission: 22. Juli 2013, 10.30 Uhr Unkostenbeitrag: 10 Euro Der Nachweis über die Genehmigung zur Verwertung von Stoffen gemäß Abfallschlüssel 190112 ist vorzulegen. Die Unterlagen werden nur gegen Vorlage oder Übersendung eines Verrechnungsschecks ab Montag, 1. Juli 2013, 10 bis 12 Uhr, beim Tiefbauamt, Lammstraße 7, Zimmer D 305, Telefon 0721/133-66 17, abgegeben oder übersandt. Ein Versand der Ausschreibungsunterlagen erfolgt nur gegen Vorauszahlung eines Portozuschlags von fünf Euro zu dem Abgabepreis der Ausschreibungsunterlagen. Der Unkostenbeitrag wird nicht erstattet. Den Ausschreibungsunterlagen liegt – je Baumaßnahme – eine CD-RW bei, auf der die Leistungsverzeichnisse in vier verschiedenen digitalen Formaten enthalten sind. Nähere Informationen zu diesem Thema können unserem Infoblatt „CD-RW statt DISKETTE“ entnommen werden, welches auf jeder CD-RW enthalten ist. Die Datenträger werden kostenlos abgegeben. Bei Maßnahmen, für die keine Standardleistungstexte verfügbar sind, werden auch weiterhin keine Datenträger bereitgestellt.
Lammstraße 7, 76133 Karlsruhe Telefon 0721/133-6622 Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A Bereich Straßenwesen: ID: E62834342 K 9652 Tiefentalstraße, Deckenerneuerung Schachtabdeckungen austauschen 33 Stück Anschlussleitungen verlegen 175 m Straßenabläufe erneuern 1 Stück Sinkkastenabdeckungen aufsetzen 61 Stück Asphaltdeckschicht fräsen 10 775 m² Asphaltbinder AC 11 BS 50/70 einbauen 125 t Asphaltdeckschicht AC 11 DS 50/70 herstellen 1 300 t Fugenspalt herstellen und verfüllen 3 050 m Ausführungszeit: 19. August bis 1. September 2013 Submission: 15. Juli 2013, 10.30 Uhr Die Vergabeunterlagen sind ab Montag, 1. Juli 2013, auf der Internetplattform www.subreport.de abrufbar. Für die Recherche bei Subreport und zum Herunterladen der Vergabeunterlagen benötigen Sie die oben angegebene ELViS-ID. Für die Abgabe eines elektronischen Angebots ist eine fortgeschrittene oder qualifizierte elektronische Signatur zugelassen. Für weitere Fragen stehen Ihnen beim Tiefbauamt Herr Mieden, Telefon 0721/133-6622, und Frau Bieniara, Telefon 0721/133-7413, gerne zur Verfügung. Zuständige Behörde zur Nachprüfung behaupteter Vergabeverstöße ist das Regierungspräsidium Karlsruhe.
Auf jedem Kilometer eine Attraktion:
Mit Stimmung schwitzen
Baden-Marathon am 22. September / Soziale Initiativen
Fast drei Monate vor dem Fiducia-Baden-Marathon wollen die Veranstalter dem Volkslauf schon Beine machen. „Stimmung“ und „soziale Aktion“ waren die am meisten bemühten Begriffe auf der Auftaktpressekonferenz. „Mindestens 42 Attraktionen auf 42 Kilometern“, haben sich die Verantwortlichen vorgenommen, wenn es am 22. September auf die Straße geht. Zum Tanzmarathon sollen sich dann weitere stimmungsvolle Überraschungspakete an der Laufstrecke öffnen. Von musikalischen, rhythmischen oder optischen Anreizen war die Rede. Mit dem Badischen Konservatorium sei bereits jetzt ein Partner gefunden worden, der die Läufer musikalisch ins Ziel begleiten soll. Die jungen Musiker unterstützen außerdem auch in diesem Jahr wieder mit einem Benefizkonzert in der „Langen Nacht der Musik“ am 6. Juli den Spendenmarathon. Im letzten September erzielte die Aktion „Laufen mit Herz“ das Rekordergebnis von 46000 Euro. Fried-Jürgen Bachl, der Geschäftsführer des Marathons, setzt
beim Aufgalopp für mehr Buntes und Unterhaltsames am Asphalt auf eine Kooperation mit der Aktion „Laufen mit Herz“. Wer an ausgesuchten Streckenpunkten durch besondere Stimmung oder mit Attraktionen auffalle, der veranlasse den Veranstalter, zwischen 15 bis 150 Euro an „Laufen mit Herz“ zu spenden. Dabei seien nicht nur große Aktionen gefragt. „Schon ein einzelner Musiker kann in der Unterführung auf der Kriegsstraße oder im Oberwald für ein einzigartiges Flair sorgen, meinte FriedJürgen Bachl und ergänzte: „Auf die Vielfalt kommt es an.“ Derzeit liegen die Meldezahlen für den Marathon mit rund 5000 Teilnehmern unter dem Vergleichswert von 2012. Zehn Prozent des Teilnehmerfeldes seien Studenten, und die Hälfte aller gemeldeten Sportler hätten bereits im Vorjahr die Laufschuhe geschnürt. Die Rahmenbedingungen der Veranstaltung stimmen, sieht Bürgermeister Klaus Stapf den Grund für das Comeback dieser Teilnehmer. Allen Dauerläufern weist in diesem Jahr auf einer für den zweiten Abschnitt neu vermessenen Laufroute
Spaziergang zur Architektur
IM SEPTEMBER startet der 31. Baden-Marathon. Trainingsläufe sind ab dem 28. Juli. durch den Zoologischen Stadtgarten eine nahezu durchgängige blaue Linie den Weg zum Ziel. Vier Trainingsläufe bieten ab 28. Juli
Gelegenheit zur Vorbereitung auf den Hauptlauf. Mehr Informationen im Internet auf den Seiten www.baden-marathon.de sowie
Fotos (3): Fränkle
www.laufenmitherz.de. Infos und Bewerbungsbogen zu Aktionen an der Strecke auf www.stimmungbadenmarathon.de. -Lä-/-red-
Unternehmen Start erleichtern
Technologiepark feierte Richtfest für 13. Gebäude / L-Bank investiert 9,5 Millionen
KRONE VOR HIMMEL: Auch OB Mentrup, Erste Bürgermeisterin Mergen und Stadträte nahmen am Richtfest im Technologiepark teil.
OB-Glückwunsch an Rheinbrüder
Kinder meißeln Waldtiere in Stein
„Bei den Europameisterschaften in Portugal waren die Rheinbrüder erfolgreich und haben zum guten Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft beigetragen“, gratulierte OB Dr. Frank Mentrup dem Vorsitzenden Andreas Klaus, und Cheftrainer Detlef Hofmann. Die Silbermedaille von Rheinschwester Verena Hantl im Viererkajak über 500 Meter belege einmal mehr die außerordentlich erfolgreiche Arbeit der Aktiven und des Trainerstabs. „Ich freue mich mit Ihnen, dass die von Ihnen als Herren-Bundestrainer betreuten Athleten zweimal Gold sowie einmal Silber und Bronze gewannen“, so der OB an Coach Detlef Hofmann.
Wie man Tiere des Waldes nicht nur aus Holz schnitzen, sondern auch aus Speckstein nachbilden kann, zeigt der Museumspädagoge Arne Trautmann Kindern zwischen neun und 13 Jahren am Samstag, 6. Juli, auf dem Waldklassenzimmer-Gelände im Hardtwald von 15 bis 18 Uhr. Die Teilnahme kostet zwölf Euro, hinzu kommen wenige Euro an Materialkosten je nach Verbrauch. Anmeldungen nimmt das Büro der Waldpädagogik bis Samstag, 1. Juli, telefonisch unter der Rufnummer 133-7354 oder per E-Mail an waldpaedagogik@la.karlsruhe.de entgegen. Weitere Infos unter www.waldpaedagogik-karlsruhe.de.
Gläser von Dächern werfen? Das geht normalerweise gar nicht. Außer es wird Richtfest gefeiert. So geschehen am Dienstag im Technologiepark Karlsruhe (TPK). Denn hier entsteht der dreizehnte Gebäudekomplex mit rund 4500 Quadratmetern Fläche. Das neue barrierefreie Bauwerk wird auf 3,5 Geschossen Platz für bis zu zwölf Unternehmen bieten. Rund 35 Prozent seien schon vergeben an Ingenieurgesellschaften und Softwareunternehmen, informierte Thomas Lüdtke, Geschäftsführer der TPK GmbH, einem Unternehmen der LBank, Staatsbank für Baden-Württemberg. Die hat rund 9,5 Millio-
nen Euro für das Gebäude ausgelegt. „Wir investieren hier gern, weil es uns Partner wie das Karlsruher Institut (KIT) leicht machen“, unterstrich Christian Brand, Vorsitzender des Vorstands der L-Bank, die am Schlossplatz ihren Standort hat. In solch einer exzellenten Umgebung mache es Freude, Firmen anzusiedeln und jungen Unternehmen den Start zu erleichtern. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup betonte beim Richtfest, es sei wichtig, „sich schon heute auf Interessenten von morgen einzustellen und innovatives Potenzial von außen nach Karlsruhe zu holen.“ Durch den Campus-Charak-
Theater mit Clowns
Studierende aus Kehl machen Seebühnen-Programm Die Seebühne im Zoologischen Stadtgarten hat den Besuchern jede Menge zu bieten: von Konzerten über Märchenstunden bis zur Kirche im Grünen. Wer Lust und Zeit hat, findet dort bestimmt die passende Unterhaltung. Dieses abwechslungsreiche Sommerprogramm wurde nun im Rahmen eines Fachprojektes einiger Studierender der Hochschule Kehl erweitert. Ab diesem Jahr heißt es immer am ersten Dienstag eines Monats: „Liebe Kinder und Erwachsene, lasst euch auf der Seebühne des Stadtgartens unterhalten“. In dieser Reihe zeigt das Clowntheater Girotondro am 2.
Juli um 12.30 Uhr kleinen und großen Besuchern ein lustiges, fantasievolles und schelmisches Clownstück. Am 6. August um 13 Uhr will die Seebühne das Publikum mit einer Kinderzauberei für alle Generationen begeistern. Und zum Finale am Dienstag, 3. September, um 14.30 Uhr präsentiert das städtische Gartenbauamt den Vortrag „Kinder naturheitlich behandeln“. Interessierte müssen bei allen Veranstaltungen lediglich den Eintritt des Zoologischen Stadtgartens entrichten. Das Gartenbauamt freut sich sehr auf zahlreiche kleine und große Gäste auf der Seebühne. -siw-
WASSER: Eine Ausstellung ergänzte die Vorträge. Foto: Knopf
Neuer Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) wird Professor Holger Hanselka. Der Direktor des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF sowie Vizepräsident der Technischen Universität Darmstadt soll Nachfolger von Professor Eberhard Umbach werden, der dieses Jahr in Ruhestand geht. Auch OB Dr. Frank Mentrup gratuliert Professor Hanselka zu seinem neuen Amt. Im Schreiben heißt es: „Mit Ihnen fiel die Wahl auf einen hervorragenden Wissenschaftler und profilierten Forschungsmanager, der für die Aufgabe, das KIT auf der Erfolgsspur zu halten, glänzend gerüstet ist.“
VOR ORT: Dr. Ringler (r.) beim Architekturspaziergang. Foto: Knopf
Azubis der Karlsruher Bäder starten eigenes Projekt
Bei „KIT im Rathaus“ stand Wasser im Blickpunkt Wandel sowie der Verteilung von Wasser und wandten sich nicht nur an ein akademisches Publikum, sondern auch an interessierte Bürger. Begrüßt wurden sie im voll besetzten Bürgersaal von Erster Bürgermeisterin Margret Mergen. Diese brach eine Lanze für die anerkannt hohe Qualität des Karlsruher Trinkwassers und würdigte die Top-Leistungen des KIT in der Umweltforschung („ein Aushängeschild der Karlsruher Hochschullandschaft“). Zudem forderte die Bürgermeisterin den weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser. Von einer „globalen Herausforderung“ sprach Dr. Peter Fritz, Vizepräsident für Forschung und Innovation am KIT. In Karlsruhe stelle man sich den Zukunftsfragen, die mit der Ressource Wasser im Zusammenhang stehen mit entsprechenden Studiengängen. Kompetenzen der Forschungseinrichtungen werden in der „Water science alliance“ gebündelt. Themen wie Klimaerwärmung oder neue Verfahren zur Meerwasser-Entsalzung stehen auf der Agenda. Dr. Ulf Mohrlok, Institut für Hydromechanik, stellte den Kompetenzbereich „Erde und Umwelt“ vor. -voko-
Gratulation an KIT-Präsidenten
Spiel und Spaß im Bad
Forscher aus verschiedenen Fachrichtungen befassen sich am KIT mit Prozessen und Veränderungen im Erdinneren, an Erdoberfläche und Erdatmosphäre. Ein zentrales Thema in der Umweltforschung ist die Ressource Wasser. Kürzlich fand in der Reihe „KIT im Rathaus“ ein Abend mit dem Titel „Wasserkreisläufe – Vielfalt im Wandel“ statt. Experten befassten sich mit ökologischen und ökonomischen Veränderungen, globalem
ter des TPK könne sich hier kreativer Austausch entwickeln. Das Stadtoberhaupt begrüßte auch Pläne der L-Bank, das Gebäude Schlossplatz 14 (Sitz des Finanzamts) zu kaufen, um seine Platzprobleme zu lösen. Denn dadurch könne das International Department des KIT an seinem Standort Schlossplatz 19 bleiben. Dieses Gebäude gehört der L-Bank. Für das Finanzamt soll bis Ende 2018 ein Neubau entstehen, wie das badenwürttembergische Finanzministerium mitteilte. Auch die L-Bank will 2018 die dann umgebauten Räume am Schlossplatz 14 beziehen, so Christian Brand. -res-
Der Höhenstadtteil Hohenwettersbach entwickelt sich rasant. Kürzlich führte der seit 2007 stattfindende Architekturspaziergang durch das Bergdorf. Bürger und Experten inspizierten das neue Quartier „Fünfzig Morgen“ ebenso wie etwa die Wärme-Nahversorgung am Rehbuckel. Startpunkt war der Spitalhof, in dem Projektentwickler Schahryar Essari ein „kleines Zentrum“ geschaffen hat. Ein Hofladen mit Gastronomie, eine Kita, etliche Lofts, Wohnungen und ein Veranstaltungsraum sind bereits fertiggestellt oder noch in Arbeit. In spätestens zwei Jahren soll das ambitionierte Projekt vollendet sein. „Wir sind hier im historischen Herz sehr behutsam vorgegangen. Wir wollten so wenig wie möglich an der Bausubstanz ändern“, so Essari. Individuelles Wohnen im Grünen und eine Öffnung nach außen, seien ihm wichtig gewesen, erläuterte er den Interessierten. Das Zusammenwachsen des alten Ortsteils mit den Neubürgerinnen und Neubürgern sprach Heike Dederer vom Stadtplanungsamt an. „Das ist bei dem starken Bevölkerungswachstum sicherlich ein Thema.“ Insgesamt habe eine Studie eine hohe Zufriedenheit bei den Bewohnern ausgemacht. Der hohe Landschaftsbezug bei gleichzeitiger Nähe zur Stadt locke viele Bürger an. Dies betonte auch Ortsvorsteherin Elke Ernemann. „Die Lebensqualität in Hohenwettersbach ist sehr hoch.“ Stadtplanungsamtschef Dr. Harald Ringler führte die Gruppe zum Rehbuckel, an dem Bauen am Hang unter die Lupe genommen wurde und auch die Wärme-Versorgung Thema war. Ferner diskutierte man vor Ort über das idyllisch gelegene Neubauviertel „Fünfzig Morgen“. Man habe Wert auf ökologische Baustoffe gelegt, sagte Architektin Gisa Bohning, die am Bau beteiligt war. Die Idee, das Quartier autofrei zu gestalten, sei damals allerdings nicht angenommen worden. -voko-
Dominique Endler, Sascha Bader, Johann Vogel, Laurent Musoke und Tamara Kunetka erlernen den Beruf zum Fachangestellten für Bäderbetriebe. Im Zuge ihrer Lehre übernehmen die fünf Azubis der Karlsruher Bäder am morgigen Samstag, 29. Juni, von 14 bis 18 Uhr das Freibad Rüppurr und organisieren und koordinieren den Spiel- und Spaßtag für Groß und Klein. Auf dem Programm stehen ein Soccer- und Beachvolleyball-
Hoher Erlös bei Pfennigbasar Der 46. Pfennigbasar (unser Bild), den der Internationale Frauenclub kürzlich veranstaltet hat, hat einen Reinerlös von 154 000 Euro eingebracht. Diese gewaltige Summe ist das Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen von Mitgliedern des Clubs wie Gasthelferinnen und -helfern aus verschiedenen Organisationen, wie die Pfennigbasar-Leiterin Marion Wenzel und die Präsidentin des Internationalen Frauenclubs, Barbara
Romiger-Haas, jetzt in einer Pressemitteilung berichten. Namentlich nennen die Verantwortlichen als Organisationen die AWO, die Caritas, die Diakonie, den Verein Jugendhilfe und das Haus Bodelschwingh. Über die Verwendung der Gelder entscheidet die Mitgliederversammlung. Die beim Basar eingenommenen Mittel gehen an Karlsruher Organisationen und in den Studentenaustausch mit Amerika. -erg-
turnier, Schnupperboxen mit Tyson Gray und ein Spielzeugangebot im Nichtschwimmerbecken. Auch übernehmen die Azubis die Aufgaben eines Betriebsstellenleiters, zu denen etwa die Kontrolle der Wasserwerte gehört. Fachkräfte schauen ihnen im Bad über die Schulter. Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung verschoben. Die Mitteilung erfolgt über Facebook (www.facebook.com/KarlsruherBaeder) und Aushänge in Bädern.
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