Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BFH_02_03_2011_II_R_23_10_Verfassungsmaessigkeit_der_Bemessu-d4383232.html
Timestamp: 2016-12-03 12:27:44
Document Index: 332433525

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 11', 'Art. 3', '§ 138', '§ 138', '§ 147', '§ 11', 'Art. 3', '§ 8', '§ 138', '§ 11', '§ 8', '§ 138', '§ 138', '§ 11', '§ 8', '§ 138']

BFH, 02.03.2011 - II R 23/10 - Verfassungsmäßigkeit der Bemessung der Grunderwerbsteuer nach Grundbesitzwerten; Erwerb eines Grundstücks oder des auf einem tatbestandlichen Erwerbsvorgang beruhenden grundstücksgleichen Rechts als Besteuerungsgegenstand der Grunderwerbssteuer; Begrenzung der Freiheit des Gesetzgebers im Steuerrecht; Beachtung der Ausrichtung der Steuerlast durch den Staat anhand des Prinzips der finanziellen Leistungsfähigkeit und durch das Gebot der Folgerichtigkeit | Urteile auf anwalt24.de
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BFH, 02.03.2011 - II R 23/10 - Verfassungsmäßigkeit der Bemessung der Grunderwerbsteuer nach Grundbesitzwerten; Erwerb eines Grundstücks oder des auf einem tatbestandlichen Erwerbsvorgang beruhenden grundstücksgleichen Rechts als Besteuerungsgegenstand der Grunderwerbssteuer; Begrenzung der Freiheit des Gesetzgebers im Steuerrecht; Beachtung der Ausrichtung der Steuerlast durch den Staat anhand des Prinzips der finanziellen Leistungsfähigkeit und durch das Gebot der Folgerichtigkeit
BundesfinanzhofBeschl. v. 02.03.2011, Az.: II R 23/10Gericht: BFHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 02.03.2011Referenz: JurionRS 2011, 13818Aktenzeichen: II R 23/10 Verfahrensgang:vorgehend:FG Köln - 15.07.2009 - AZ: 5 K 683/06Rechtsgrundlagen:§ 8 Abs. 2 GrEStG§ 9 GrEStG§ 11 GrEStGArt. 3 Abs. 1 GG§ 138 Abs. 2 BewG§ 138 Abs. 3 BewG§ 147 BewGFundstellen:ASR 2011, 2BB 2011, 1630-1636BB 2011, 1109 (Pressemitteilung)BFH/NV 2011, 1074-1082BFH/PR 2011, 276BStBl II 2011, 932-942 (Volltext mit amtl. LS)DB 2011, 974DB 2011, 14 (Pressemitteilung)DStR 2011, 8-10DStR 2011, 808-817DStRE 2011, 594DStZ 2011, 385GmbH-StB 2011, 167GuG 2011, 313-315GuG 2011, 241-242 (Pressemitteilung)GWR 2011, 271HFR 2011, 773-778ImmoStR 2011, 83KÖSDI 2011, 17414KSR direkt 2011, 8NVwZ 2011, 6NWB 2011, 1428NWB direkt 2011, 505NZM 2011, 560StB 2011, 179StBW 2011, 404-405 (Pressemitteilung)StBW 2011, 449-450StC 2011, 10-12StuB 2011, 355ZfIR 2011, 9 (Pressemitteilung)ZfIR 2011, 420-430ZIP 2011, 6Jurion-Abstract 2011, 225277 (Zusammenfassung)Amtlicher Leitsatz:Es wird die Entscheidung des BVerfG darüber eingeholt, ob § 11 GrEStG in der im Jahre 2001 geltenden Fassung mit Art. 3 Abs. 1 GG insofern unvereinbar ist, als er die Beteiligten an Erwerbsvorgängen i.S. des § 8 Abs. 2 GrEStG, für die die (Ersatz-)Steuerbemessungsgrundlage nach § 138 Abs. 2 und 3 BewG in der im Jahre 2001 geltenden Fassung zu ermitteln ist, mit einheitlichen Steuersätzen belastet.Redaktioneller Leitsatz:1.§ 11 GrEStG i.V.m. § 8 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 GrEStG und §§ 138 ff. BewG verstoßen nach Ansicht des Senats gegen den allgemeinen Gleichheitssatz, da diese Ersatz-Bemessungsgrundlage für sämtliche dieser Vorschrift unterfallenden Rechtsvorgänge zu Besteuerungsergebnissen führt, die die vom Gesetzgeber getroffene Belastungsentscheidung nicht im Sinne der Belastungsgleichheit umsetzen.2.Dem Beschluss des BVerfG, der zur verfassungsrechtlichen Beurteilung der in §§ 138 ff. BewG geregelten Grundbesitzbewertung im Rahmen der Erbschaft- und Schenkungsteuer ergangenen ist (BVerfG 07.11.2006 - 1 BvL 10/02; BStBl II 2007, 192) und das bisherige Recht bis zu einer Neuregelung für weiter anwendbar erklärt, die vom Gesetzgeber bis spätestens zum 31. Dezember 2008 zu treffen war, entfaltet im Hinblick auf die Anwendung des § 11 GrEStG i.V.m. § 8 Abs. 2 GrEStG und §§ 138 ff. BewG keine Bindungswirkung.
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