Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_01_02_2010_II_ZR_173_08_Zulaessigkeit_entgeltlicher_Dien-d3938164.html
Timestamp: 2016-12-06 20:07:21
Document Index: 274979614

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 27', '§ 205', '§ 19', 'BGH', 'BGH']

BGH, 01.02.2010 - II ZR 173/08 - Zulässigkeit entgeltlicher Dienstleistungen eines Inferenten im zeitlichen Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft hinsichtlich der Grundsätze der verdeckten Sacheinlage; Bezahlung von erbrachten Beratungsleistungen eines Aktionärs durch die Gesellschaft vor Leistung seiner Einlage als verdeckte Finanzierung durch die Gesellschaft; Absprache über den Gebrauch von Kapital zur Zahlung von Beratungshonorar i.S.e. verdeckten Sacheinlage durch Abhängigmachen einer Kreditgewährung von einer Kapitalerhöhung und einer Fortsetzung des Beratungsverhältnisses | Urteile auf anwalt24.de
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BGH, 01.02.2010 - II ZR 173/08 - Zulässigkeit entgeltlicher Dienstleistungen eines Inferenten im zeitlichen Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft hinsichtlich der Grundsätze der verdeckten Sacheinlage; Bezahlung von erbrachten Beratungsleistungen eines Aktionärs durch die Gesellschaft vor Leistung seiner Einlage als verdeckte Finanzierung durch die Gesellschaft; Absprache über den Gebrauch von Kapital zur Zahlung von Beratungshonorar i.S.e. verdeckten Sacheinlage durch Abhängigmachen einer Kreditgewährung von einer Kapitalerhöhung und einer Fortsetzung des Beratungsverhältnisses
BundesgerichtshofUrt. v. 01.02.2010, Az.: II ZR 173/08Gericht: BGHEntscheidungsform: UrteilDatum: 01.02.2010Referenz: JurionRS 2010, 11157Aktenzeichen: II ZR 173/08 Verfahrensgang:vorgehend:LG Düsseldorf - 30.07.2007 - AZ: 36 O 138/06OLG Düsseldorf - 25.06.2008 - AZ: I-18 U 25/08Rechtsgrundlagen:§ 27 Abs. 3 AktG§ 205 Abs. 3 AktG§ 19 Abs. 4 GmbHGFundstellen:BGHZ 184, 158 - 168AG 2010, 246-249BB 2010, 321 (Pressemitteilung)BB 2010, 481BB 2010, 658-661DB 2010, 550-553DNotI-Report 2010, 58-59DNotZ 2010, 456-462DStR 2010, 12DStR 2010, 560-563EWiR 2010, 169GmbHR 2010, 101GmbHR 2010, 421-424GmbH-StB 2010, 102GuT 2010, 127GWR 2010, 110JZ 2010, 190JZ 2010, 284JZ 2011, 50-53Konzern 2010, 176-179MDR 2010, 642-643NJW 2010, 8 "Eurobike"NJW 2010, 1747-1749 "Eurobike"NJW-Spezial 2010, 175 ""Eurobike""NWB 2010, 409NWB direkt 2010, 135NZG 2010, 343-346NZI 2010, 6NZI 2010, 255-256NZI 2010, 269-272NZI 2010, 48StBW 2010, 376StuB 2010, 247WM 2010, 467-469WPg 2010, 492ZAP EN-Nr. 0/2010ZAP EN-Nr. 260/2010ZBB 2010, 176ZCG 2010, 129ZInsO 2010, 524-527ZIP 2010, 423-426ZNotP 2010, 147-150Verfahrensgegenstand:"EUROBIKE"Amtlicher Leitsatz:a)Die Grundsätze der verdeckten Sacheinlage finden auf Dienstleistungen, die der Bezieher neuer Aktien im zeitlichen Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung entgeltlich für die Aktiengesellschaft erbracht hat oder durch eine von ihm abhängige Gesellschaft hat erbringen lassen, keine Anwendung (Fortführung von BGHZ 180, 38 - "Qivive"). Entgeltliche Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und dem Inferenten sind im Aktienrecht nicht verboten.b)Die Bezahlung von Beratungsleistungen vor Leistung der Einlage ist keine verdeckte Finanzierung durch die Gesellschaft im Sinn eines rechtlich dem Hin- und Herzahlen gleichstehenden Her- und Hinzahlens, wenn eine tatsächlich erbrachte Leistung entgolten wird, die dafür gezahlte Vergütung einem Drittvergleich standhält und die objektiv werthaltige Leistung nicht aus der Sicht der Gesellschaft für sie unbrauchbar und damit wertlos ist.Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat auf die mündliche Verhandlung vom 1. Februar 2010 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Goette und die Richter Dr. Reichart, Dr. Drescher, Dr. Löffler und Bender für Recht erkannt:Tenor:Auf die Revision der Beklagten zu 1 wird das Urteil des 18. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 25. Juni 2008 im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als die Beklagte zu 1 zur Zahlung von 2.655.570,60 EUR nebst Zinsen an den Kläger verurteilt wurde, und wie folgt neu gefasst:Die Berufung des Klägers gegen das Urteil der 6. Kammer für Handelssachen des Landgerichts Düsseldorf vom 30. Juli 2007 wird zurückgewiesen.Der Kläger trägt die Kosten des Berufungs- und Revisionsverfahrens.