Source: https://www.mh-hannover.de/pruefungsordnung.html
Timestamp: 2019-06-25 17:33:59
Document Index: 119350325

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 3', '§ 14', '§ 3', '§ 13', '§ 21', '§ 21']

MH-Hannover: Prüfungsordnung
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für den weiterbildenden und berufsbegleitenden Studiengang
„Lingual Orthodontics”
Die vorliegende Prüfungsordnung regelt auf der Grundlage von § 7 Abs. 3 des Niedersächsischen Hochschulgesetzes vom 24. Juni 2002 (Nds. GVBl. S. 286) in der Fassung vom 21. Juni 2006 (Nds. GVBl. S. 239) – nachfolgend NHG genannt – Anforderungen und Verfahren der Prüfungen im weiterbildenden und berufsbegleitenden Studiengang „Lingual Orthodontics” mit dem Abschluss „Master of Science” an der Medizinischen Hochschule Hannover – nachfolgend MHH genannt.
Arten und Zweck der Prüfungen
(1) Mit den Prüfungen im Studiengang „Lingual Orthodontics“ wird festgestellt, ob der Kandidat die Zusammenhänge seines Faches überblickt, die Fähigkeit besitzt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden und die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen gründlichen Fachkenntnisse erworben hat.
(2) Die Master-Prüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluss des Studiums. Sie besteht aus einer Master-Thesis, der mündlichen Verteidigung der Master-Thesis und der mündlichen Master-Prüfung. Die Master-Thesis, die Verteidigung und die mündliche Prüfung dienen der Qualifizierung der Studierenden zum wissenschaftlichen Arbeiten. Ergebnisse eigener wissenschaftlicher Untersuchungen oder wissenschaftliche Recherchen und Auswertungen müssen in geeigneter Form dargestellt und publiziert werden.
(3) Jedes Modul, d.h. die Zusammenfassung von Lehrveranstaltungen zu thematisch und zeitlich geschlossenen Einheiten, wird studienbegleitend gesondert geprüft.
(Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird für Amtsbezeichnungen und Personen nur die männliche Sprachform verwendet. Sie soll jeweils die weibliche Sprachform mit umfassen.)
(1) Zu einer Prüfung kann nur zugelassen werden, wer in dem Semester, in dem er sich zur Prüfung meldet oder eine Prüfung ablegt, sich zur Master-Thesis meldet oder die Master- Thesis abgibt, im Studiengang „Lingual Orthodontics“ an der Medizinischen Hochschule Hannover eingeschrieben ist und nicht beurlaubt oder als Gasthörer eingeschrieben ist.
(2) Für die Zulassung zur Master-Prüfung müssen mindestens 35 LP nachgewiesen werden. Voraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss der Module 1 bis 5.
(3) Da das Modul 7 überwiegend praktische Tätigkeit und Dokumentation umfasst und sich die Patientenbehandlung über vier Semester erstreckt, kann das Modul 7 erst zum Ende des vierten Semesters abgeschlossen werden. Der Fortschritt der Patientenbehandlung muss am Ende des dritten Semesters dokumentiert sein.
a) der Kandidat in Deutschland eine entsprechende Prüfung in demselben oder einem fachverwandten Studiengang endgültig nicht bestanden hat oder
b) er sich in einem solchen Studiengang in einem schwebenden Prüfungs-verfahren befindet oder
c) die in Abs. 1 genannten Voraussetzungen nicht erfüllt oder
d) die Unterlagen unvollständig sind und nach Aufforderung unvollständig bleiben oder
e) der Kandidat die Fristen für die Meldung zu der jeweiligen Prüfung oder deren Ablegung versäumt hat.
(5) Der Kandidat muss die Zulassung zu jeder Modul-Prüfung, zur Master-Thesis, zur Verteidigung der Master-Thesis und zur mündlichen Prüfung beim Weiterbildungsbüro (§ 6 Abs. 1 der Studienordnung) beantragen. Der Zulassungsantrag ist schriftlich an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richten und im Weiterbildungsbüro einzureichen. Er ist spätestens eine Woche vor Modul-Beginn im Weiterbildungsbüro einzureichen. Zur Master-Thesis gilt nur derjenige als gemeldet, der die Zuweisung eines Themas für die Master-Thesis beantragt hat.
(6) Versäumt der Studierende die Meldefrist aus einem wichtigen Grund, so hat er dies dem Weiterbildungsbüro unverzüglich schriftlich anzuzeigen und glaub-haft zu machen.
(7) Dem Antrag auf Zulassung sind beizufügen:
a) die Nachweise über das Vorliegen der in Abs. 1 genannten Zulassungsvoraussetzungen und
b) eine Erklärung darüber, ob der Studierende bereits die entsprechende Prüfung in demselben Studiengang oder in einem fachverwandten Studiengang endgültig nicht bestanden hat oder sich in einem solchen Studiengang in einem schwebenden Prüfungsverfahren befindet.
(8) Sind alle Prüfungsvorleistungen erfüllt, so wird dem Kandidaten durch das Weiterbildungsbüro eine Zulassung erteilt. Die erteilte Zulassung gilt auch für eine Wiederholungsprüfung. Der Prüfling ist verpflichtet, dem Prüfer die Zulassung vorzulegen. Nur nach Vorlage der Zulassung darf der Prüfer eine Prüfung abnehmen. Eine ohne Zulassung durchgeführte Prüfung ist unwirksam.
(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung angerechnet, wenn sie an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule in Deutschland in einem Studiengang erbracht wurden, der derselben Rahmenordnung unterliegt.
(2) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in Studiengängen, die nicht unter Abs. 1 fallen, werden angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit gegeben ist. Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen sind gleichwertig, wenn sie in Inhalt, Umfang und Anforderungen denjenigen des entsprechenden Studiums an der MHH im wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und -bewertung vorzunehmen.
(3) Bei der Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen, die außerhalb Deutschlands erbracht wurden, sind die von der Kultusminister-konferenz und der Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenz-vereinbarungen und Absprachen im Rahmen von Hochschulkooperations-vereinbarungen zu beachten. Die Anrechnungspraxis soll die Bereitschaft zum Auslandsstudium fördern.
(4) Für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in staatlich anerkannten Fernstudien sowie für multimedial gestützte Studien- und Prüfungsleistungen gelten die Absätze 1 bis 3 entsprechend. Die Absätze 2 und 3 gelten auch für Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen an staatlichen oder staatlich anerkannten Berufsakademien und an Fachschulen, Ingenieurhochschulen und Offiziershochschulen der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik.
(5) Über die Anrechnung von Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen entscheidet der Prüfungsausschuss (§ 6).
(1) Die Studierenden sind zu Beginn des Studiums über Art und Zahl der Modul-Prüfungen mit den ihnen zugeordneten Prüfungsleistungen und über die Termine, zu denen sie zu erbringen sind, sowie über den Aus- und Abgabezeitpunkt der Master-Thesis zu informieren.
(2) Die Modul-Prüfung ist im Anschluss an die Präsenzlehre zu absolvieren
(Regelprüfungstermin).
(3) Die Master-Prüfung ist so zu organisieren, dass sie innerhalb der Regelstudienzeit abgeschlossen werden kann. Die MHH stellt durch das Lehrangebot sicher, dass die Modul-Prüfungen und die Master-Prüfung innerhalb der Regelstudienzeit abgelegt werden können.
(1) Überschreitet der Studierende aus von ihm zu vertretenden Gründen die festgelegten Fristen zur Meldung für die Master-Prüfung um mehr als insgesamt zwei Semester oder legt er eine Master-Prüfung, zu der er sich gemeldet hat, aus von ihm zu vertretenden Gründen nicht ab, so gilt diese Prüfung als abgelegt und nicht bestanden.
(2) Der Prüfungsausschuss kann nach Würdigung der Ursachen für die Verzögerung des Studiums Ausnahmen von Abs. 1 zulassen, wenn der Studierende nach Inanspruchnahme einer Studienberatung eine vom Prüfungsausschuss befürwortete Konzeption für die Beendigung des Studiums innerhalb von zwei Semestern vorlegt.
(3) Beruht die Überschreitung im Sinne von Abs. 1 auf einem wichtigen Grund, so hat der Kandidat dies unverzüglich schriftlich anzuzeigen und glaubhaft zu machen. Die Anzeige ist an das Weiterbildungsbüro (§ 6 der Studienordnung) zu richten. Ist der wichtige Grund anzuerkennen, so wird ein neuer Termin anberaumt, der dem Studierenden durch das Weiterbildungsbüro schriftlich mitgeteilt wird.
(1) Der Prüfungsausschusses besteht aus den Modul-Providern (§ 3 Abs. 1 Satz 3 der Studienordnung). Seine Mitglieder und je ein Stellvertreter werden vom Senat der MHH bestellt. Der Senat bestellt den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und dessen Stellvertreter.
(2) Die Amtszeit der Mitglieder des Prüfungsausschusses beträgt zwei Jahre. Ihre Wiederwahl ist möglich. Sie üben ihr Amt nach Ablauf einer Amtsperiode weiter aus, bis Nachfolger bestellt worden sind und ihr Amt angetreten haben. Scheidet ein Mitglied vor Ablauf seiner Amtsperiode aus, so ist für die verbleibende Zeit ein Nachfolger zu bestellen.
(3) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und deren Stellvertreter sowie die jeweiligen Prüfer unterliegen der Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht Angehörige des öffentlichen Dienstes sind, sind sie durch den Vorsitzenden zur Verschwiegenheit zu verpflichten.
(4) Der Prüfungsausschuss achtet darauf, dass die Bestimmungen der Prüfungsordnung eingehalten werden. Er berichtet dem Senat regelmäßig über die Entwicklung der Prüfungs- und Studienzeiten einschließlich der tatsächlichen Bearbeitungszeiten für die Master-Thesis und über die statistische Verteilung der Fach- und Gesamtnoten. Der Bericht wird in geeigneter Weise durch die MHH offengelegt.
(5) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben das Recht, Prüfungen, an denen sie selbst nicht beteiligt sind, beizuwohnen, wenn kein Kandidat widerspricht.
Verfahren im Prüfungsausschuss
(1) Der Vorsitzende beruft die Sitzungen des Prüfungsausschusses ein. Er muss eine Sitzung einberufen, wenn dies wenigstens ein Mitglied des Prüfungs-ausschusses verlangt.
(2) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder unter Einhaltung der Ladungsfrist von drei Tagen schriftlich geladen sind und die Mehrheit der Mitglieder anwesend ist. Beschlüsse werden mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
(3) Die Stellvertreter der Mitglieder des Prüfungsausschusses vertreten bei Abwesenheit die einzelnen Mitglieder des Ausschusses. Dies gilt auch für den Fall, dass eine Entscheidung eines Prüfungsausschussmitgliedes Verfahrensgegenstand ist.
(4) Der Prüfungsausschuss wählt mit der Mehrheit seiner Mitglieder aus seiner Mitte einen Schriftführer.
(5) Über die wesentlichen Gegenstände der Sitzung und die Beschlüsse des Prüfungsausschusses ist ein Protokoll anzufertigen.
(6) Der Vorsitzende führt die Geschäfte des Prüfungsausschusses. Er kann in unaufschiebbaren Angelegenheiten allein entscheiden. Eine Entscheidung ist unaufschiebbar, wenn eine rechtzeitige Ladung der Ausschussmitglieder nicht mehr möglich ist. Der Vorsitzende unterrichtet den Prüfungsausschuss unverzüglich über die Entscheidung. An seine Stelle tritt der stellvertretende Vorsitzende, sofern es um Entscheidungen geht, an denen der Prüfungs-ausschussvorsitzende als Prüfer beteiligt ist.
(1) Der Prüfungsausschuss bestellt für jedes Semester die erforderliche Anzahl von Prüfern.
(2) Zu Prüfern werden nur Professoren und andere nach dem Nieder-sächsischen Hochschulgesetz prüfungsberechtigte Personen bestellt, die in dem Fachgebiet, auf das sich die Prüfung bezieht, eine eigenverantwortliche, selbständige Lehrtätigkeit an einer Hochschule oder im Master-Studiengang als Modul-Provider ausgeübt haben sollen.
(3) Die Namen der Prüfer sollen dem Kandidaten spätestens zwei Wochen vor Beginn der Prüfung bekannt gegeben werden.
(1) Die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen werden von jeweils zwei Prüfern festgesetzt. Die Note für die einzelne Prüfungsleistung errechnet sich aus dem Durchschnitt der Einzelbewertungen der beiden Prüfer. Liegen die Bewertungen um mehr als zwei Noten auseinander, bestellt der Prüfungs-ausschuss einen dritten Prüfer, dessen Bewertung verbindlich ist.
2,0 = gut = eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen
Anforderungen liegt;
3,0 = befriedigend = eine Leistung, die durchschnittlichen
Anforderungen entspricht;
den Anforderungen genügt;
(3) Eine Prüfung ist bestanden, wenn die Note mindestens "ausreichend" (4,0) ist.
(4) Über jede Prüfung ist ein prüfungsbegleitendes Protokoll anzufertigen, aus dem die Notenfindung ersichtlich ist und das von den Prüfern unterzeichnet werden muss. Anmerkungen einzelner Prüfer sind im Protokoll zu dokumentieren.
(5) Die Prüfungsprotokolle und die schriftlichen Prüfungsarbeiten sind gemäß den Bestimmungen der Aktenordnung für die niedersächsische Landes-verwaltung fünf Jahre aufzubewahren. Eine Übersicht über die Prüfungs-ergebnisse mit den Namen und Matrikelnummern der Prüfungs-kandidaten sowie den Prüfungsergebnissen ist durch das Weiterbildungsbüro 30 Jahre aufzubewahren.
(6) Studierende, die sich in einem späteren Prüfungstermin der gleichen Prüfung unterziehen wollen, sind nach Maßgabe der räumlichen Verhältnisse als Zuhörer zuzulassen, es sei denn, ein Kandidat widerspricht. Die Zulassung erstreckt sich nicht auf die Beratung und Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse.
Besteht eine Prüfung aus mehreren Prüfungsleistungen, errechnet sich die Gesamtnote aus dem Durchschnitt der Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen. Dabei wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen. Die Note lautet:
(1) Das ECTS (European Creditpoint Transfer System) dient der quantitativen Bemessung von Studienleistungen (1 European Creditpoint Transfer System Point [ECTSP] = 1 Leistungs-Punkt [LP]). Leistungspunkte sind ein Maß für die mit einem Fach bzw. einer Lehrveranstaltung verbundenen Arbeitsbelastung.
(2) Für den gesamten Master-Studiengang werden 1800 Arbeitsstunden angesetzt. Dies entspricht 60 Leistungspunkten.
(3) Die Zahl der Leistungspunkte für die einzelnen Module beträgt:
Modul 1: Initialphase bei der Behandlung mit lingualen Apparaturen = 6 LP,
Modul 2: Einführung in die linguale Mechanotherapie = 6 LP,
Modul 3: Spezielle Mechaniken in der Lingualtechnik = 6 LP,
Modul 4: Mechano-therapeutische Besonderheiten in der Lingualtechnik = 6 LP,
Modul 5: Bracketsysteme in der Lingualtechnik = 6 LP,
Modul 6: Funktionsdiagnostik in der Kieferorthopädie = 5 LP,
Modul 7: Besonderheiten der Lingualtechnik in Therorie und Praxis = 10 LP,
Modul 8: Studienabschluss / Master-Arbeit = 15 LP.
(1) Hat ein Studierender nach ununterbrochenem Studium Modul-Prüfungen und die Master-Prüfung erstmals zu dem in der Prüfungsordnung vorgesehenen Regelprüfungstermin abgelegt, so gilt die Prüfung in den Fachprüfungen, in denen sie nicht bestanden wurde, als nicht unternommen (Freiversuch). Die Prüfungsleistung gilt als erstmals abgelegt, wenn der Kandidat zugelassen wurde und an der Prüfung tatsächlich teilgenommen hat. Satz 1 findet keine Anwendung auf eine Prüfung, die wegen eines Täuschungsversuchs oder Ordnungsverstoßes als nicht bestanden gilt oder die der Kandidat ohne einen wichtigen Grund versäumt hat. In diesem Falle gilt die erste reguläre Fachprüfung als nicht bestanden.
Für Gründe, die der Kandidat nicht zu vertreten hat, findet § 14 Abs. 2 Anwendung. Bei Hochschul-, Studiengangs- oder Fachwechsel werden frühere Studienzeiten nach Maßgabe des § 3 auf das Fachstudium angerechnet.
(2) Eine im Rahmen des Freiversuchs bestandene Prüfung kann auf Antrag des Studierenden einmal zur Notenverbesserung einzeln oder insgesamt wiederholt werden. Dabei zählt das jeweils bessere Ergebnis. Die Master-Thesis kann zur Notenverbesserung nicht wiederholt werden. Der Antrag ist bis zum Ende der Meldefrist des jeweils folgenden Semesters zu stellen.
(3) Der Antrag auf Zulassung zur Wiederholung der Prüfung zur Noten-verbesserung ist schriftlich beim Weiterbildungsbüro einzureichen. Für die Meldung zur Wiederholung einer Prüfung zwecks Notenverbesserung gilt § 13 Abs. 4 Satz 1 entsprechend.
Wiederholung von Prüfungen und der Master-Thesis
(1) Eine nicht bestandene oder als nicht bestanden geltende Prüfung (einschließlich der Verteidigung der Master-Thesis und der zugehörigen mündlichen Prüfung) kann einmal wiederholt werden. Die Wiederholung einer bestandenen Prüfung ist außer im Falle des Abs. 2 nicht zulässig. Fehlversuche an anderen Hochschulen sind anzurechnen.
(2) Eine zweite Wiederholung einer nicht bestandenen Prüfung ist zu gewähren, wenn ein Härtefall vorliegt.
(3) Eine Master-Thesis, die schlechter als mit "ausreichend" (4,0) bewertet worden ist, kann nur einmal wiederholt werden. Die Wiederholung einer mit wenigstens "ausreichend" (4,0) bewerteten Master-Thesis ist nicht zulässig. Eine Rückgabe des Themas der Master-Thesis in der in § 21 Abs. 7 genannten Frist ist nur zulässig, wenn der Kandidat bei der Anfertigung seiner ersten Master-Thesis von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht hat.
(4) Eine Prüfung ist spätestens zum nächsten regulären Prüfungstermin zu wiederholen. Bei der Wiederholung einer Master-Thesis muss die erneute Bearbeitungszeit spätestens ein Jahr nach der Begutachtung der nicht bestandenen Master-Thesis beginnen. Im übrigen gilt § 21 Abs. 3.
(5) Meldet der Studierende sich aus von ihm zu vertretenden Gründen nicht binnen der in Abs. 4 genannten Fristen zur Wiederholung der Master-Thesis, so gilt diese als abgelegt und nicht bestanden.
(1) Eine Prüfungsleistung gilt als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, wenn der Kandidat einen für ihn bindenden Prüfungstermin ohne wichtigen Grund versäumt oder wenn er von einer Prüfung, die er angetreten hat, ohne wichtigen Grund zurücktritt. Der Prüfungstermin ist für den Studierenden bindend, wenn er zugelassen ist. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungs-leistung nicht innerhalb der vorgeschriebenen Bearbeitungszeit erbracht wird.
(2) Der für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachte Grund muss dem Weiterbildungsbüro unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Im Falle einer Krankheit hat der Kandidat ein amtsärztliches Attest vorzulegen. Soweit die Einhaltung von Fristen für die erstmalige Meldung zur Prüfung, die Wiederholung von Prüfungen, die Gründe für das Versäumnis von Prüfungen und die Einhaltung von Bearbeitungszeiten für Prüfungsarbeiten betroffen sind, steht der Krankheit des Prüflings die Krankheit eines von ihm überwiegend allein zu versorgenden Kindes gleich. Sind die Gründe anzu-erkennen, so wird vom Prüfungsamt in Absprache mit dem Prüfer ein neuer Termin anberaumt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse werden in diesem Fall angerechnet.
(3) Versucht ein Kandidat, das Ergebnis seiner Prüfungsleistungen durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, so wird die betreffende Prüfungsleistung mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. Ein Kandidat, der den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfenden oder Aufsichtsführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss den Kandidaten von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausschließen.
(4) Der Kandidat kann innerhalb einer Woche verlangen, dass die Entscheidungen nach Abs. 3 Satz 1 und 2 vom Prüfungsausschuss überprüft werden.
(5) Die Bestimmungen der Absätze 1 - 4 gelten für Studienleistungen entsprechend.
(1) Hat der Kandidat bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Zeugnisses bekannt, so hat der Prüfungsausschuss nachträglich die Noten für diejenigen Prüfungsleistungen, bei deren Erbringung der Kandidat getäuscht hat, entsprechend abzuändern.
(2) Das unrichtige Prüfungszeugnis ist einzuziehen; gegebenenfalls ist ein neues zu erteilen. Mit dem unrichtigen Prüfungszeugnis ist auch die Master-Urkunde einzuziehen. Gegebenenfalls ist ein neues Prüfungszeugnis und eine neue Master-Urkunde zu erteilen.
Spätestens innerhalb eines Jahres nach Abschluss des Prüfungsverfahrens wird dem Studierenden auf Antrag Einsicht in seine schriftlichen Prüfungsarbeiten, die darauf bezogenen Gutachten der Prüfer und in die Prüfungsprotokolle gewährt. In einzelne Prüfungsarbeiten und deren Protokolle wird innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses Einsicht gewährt.
Verfahren bei belastenden Entscheidungen
Belastende Entscheidungen sind mit schriftlichen Gründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(1) Jedes Modul wird durch eine Klausur und durch praktische Aufgaben und Übungen geprüft.
(2) Gegenstand der Modul-Prüfungen sind die Inhalte des jeweiligen Moduls und die im „Workplace-Learning“ des Moduls nach den im Modul-Katalog vorgegebenen Übungen und Aufgaben bzw. die Präsentation von mindestens fünf dokumentierten Patientenfällen, die mit den erlernten Methoden und Techniken befundet, diagnostiziert und ggf. therapiert wurden. Zu Beginn des Unterrichts in einem Modul gibt der Dozent bekannt, in welcher Form die Prüfung abzulegen ist.
(3) Die Modul-Prüfung ist bestanden, wenn sowohl die Klausur als auch die gemäß Modul-Katalog vorgesehene Aufgabe oder Übung bzw. die Präsentation der Verlaufsdokumentation mit mindestens „ausreichend“ bewertet wurde.
(4) Macht der Kandidat durch amtsärztliches Zeugnis glaubhaft, dass er wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage ist, die Prüfung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form oder nur mit besonderen technischen Hilfsmitteln abzulegen, so hat der Prüfungsausschuss ihm zu gestatten, die Prüfungsleistungen innerhalb einer verlängerten Bearbeitungszeit oder als gleichwertige Prüfungsleistungen in einer anderen Form oder mit weiteren Hilfsmitteln zu erbringen. Ein entsprechender Antrag ist von dem Kandidaten bei der Meldung zur jeweiligen studienbegleitenden Fachprüfung beziehungsweise zum jeweiligen Prüfungsabschnitt zu stellen.
(1) In den Klausuren soll der Kandidat nachweisen, dass er in begrenzter Zeit und mit begrenzten Hilfsmitteln die im jeweiligen Modul vorgestellten Thematiken und Fragestellungen erfolgreich lösen kann.
(2) Eine Klausur dauert 30 Minuten. In ihr werden Fragen in Multiple-choice-Form gestellt.
(3) Folgender Bewertungsschlüssel gilt für die Multiple-Choice-Klausur:
16 - 20 richtige Antworten = sehr gut,
14 und 15 richtige Antworten = gut,
12 und 13 richtige Antworten = befriedigend,
10 und 11 richtige Antworten = ausreichend,
0 - 9 richtige Antworten = nicht ausreichend.
(1) In den praktischen Aufgaben und Übungen soll der Kandidat nachweisen, dass er die im Modul erworbenen Kenntnisse über die vorgestellten Methoden der lingualen Orthodontie anhand von Aufgaben und Übungen im „Homework-“ oder „Workplace-Learning“ umsetzen kann. Entsprechendes gilt für die Präsentation von dokumentierten Patientenfällen.
(2) Für die Bewältigung der Prüfungsaufgaben hat der Kandidat vier Wochen Zeit. Das Ergebnis der „Homework“-Aufgabe bzw. die Patientendokumentation schickt der Prüfling an das Weiterbildungsbüro.
(3) Prüfungsleistungen im Sinne von Absatz 1 werden von zwei Prüfern bewertet.
(1) Die Master-Thesis ist eine Prüfungsarbeit, die die wissenschaftliche Weiterbildung abschließt. Sie soll zeigen, dass der Studierende in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus seinem Fach selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten.
(2) Die Master-Thesis kann von einem Professor oder einer anderen nach Landesrecht prüfungsberechtigten Person betreut werden, soweit diese in einem für den jeweiligen Studiengang relevanten Bereich tätig sind. Soll die Master-Thesis in einer Einrichtung außerhalb der Universität durchgeführt werden, bedarf es hierzu der Zustimmung des Vorsitzenden des Prüfungs-ausschusses.
(3) Auf Antrag des Kandidaten wird von dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses die rechtzeitige Ausgabe eines Themas für die Master-Thesis veranlasst. Die Ausgabe des Themas der Master-Thesis erfolgt über den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. Thema und Zeitpunkt der Ausgabe sind aktenkundig zu machen. Dem Kandidaten ist Gelegenheit zu geben, für das Thema der Master-Thesis Vorschläge zu machen.
(4) Die Master-Thesis wird berufsbegleitend angefertigt. Die Bearbeitungsfrist beträgt sechs Monate. Ihr Umfang soll 50 DIN A 4 - Seiten nicht unterschreiten. Für die erfolgreiche Abfassung der Master-Thesis in Verbindung mit ihrer Verteidigung und einer mündlichen Prüfung werden 15 LP vergeben.
(5) Die Bearbeitungszeit der Master-Thesis darf durch Inanspruchnahme eines Urlaubssemesters nicht unterbrochen werden. Wird ein Urlaubssemester nach Zuweisung eines Themas für die Master-Thesis bewilligt, so muss das Thema der Master-Thesis zurückgegeben werden. Eine durch Inanspruchnahme eines Urlaubssemesters beendete Master-Thesis gilt als nicht unternommen. Die nochmalige Zuteilung desselben Themas für die Master-Thesis an den Beurlaubten ist für das gesamte weitere Verfahren ausgeschlossen. Nach dem Ende des Urlaubssemesters findet Abs. 3 Anwendung.
(6) Die Master-Thesis ist in deutscher oder in englischer Sprache abzufassen. Auf Antrag des Studierenden und im Einvernehmen mit dem Betreuer kann der Prüfungsausschuss zulassen, dass die Master-Thesis in einer anderen Sprache verfasst wird. Der Antrag ist schriftlich an den Vorsitzenden des Prüfungs-ausschusses zu richten und beim Weiterbildungsbüro einzureichen. Die Arbeit muss eine Zusammenfassung in deutscher Sprache enthalten.
(7) Das Thema kann nur einmal und nur innerhalb der ersten zwei Monate der Bearbeitungszeit zurückgegeben werden. Ausnahmsweise kann der Prüfungs-ausschuss die Bearbeitungszeit bei Vorliegen eines wichtigen Grundes auf Antrag des Kandidaten, dessen Genehmigung dem Weiterbildungsbüro spätestens am Tage der Abgabe vorliegen muss, um höchstens bis zu drei Monate verlängern. Eine darüber hinausgehende Verlängerung ist aus-geschlossen. Krankheit gilt nur dann als wichtiger Grund für eine Verlängerung nach Satz 2, wenn die Erkrankung unverzüglich durch ein amtsärztliches Attest nachgewiesen wird. Ist aufgrund einer amtsärztlich bescheinigten Krankheit des Kandidaten die Abgabe auch innerhalb der bewilligten Verlängerungsfrist nicht möglich, so muss das Thema der Arbeit zurückgegeben werden; diese Arbeit gilt als nicht unternommen. Die nochmalige Zuteilung desselben Themas für die Arbeit an diesen Kandidaten ist für das gesamte weitere Verfahren ausgeschlossen; Absatz 3 findet Anwendung. Der Antrag ist gegebenenfalls mit dem amtsärztlichen Attest an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richten und beim Weiterbildungsbüro einzureichen.
Abgabe und Bewertung der Master-Thesis
(1) Bei der Abgabe der Master-Thesis hat der Kandidat schriftlich zu versichern, dass er seine Arbeit selbständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt hat.
(2) Die Master-Thesis ist fristgemäß in drei gebundenen Exemplaren beim Weiterbildungsbüro einzureichen; der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen. Zwei Exemplare werden den Gutachtern ausgehändigt.
(3) Die Master-Thesis ist von zwei Prüfern zu bewerten. Sie ist nur bestanden, wenn beide Prüfer die Arbeit mindestens mit "ausreichend" bewerten.
(4) Stellt bei der Begutachtung der Master-Thesis ein Gutachter einen Täuschungsversuch fest, muss der Prüfungsausschuss einen dritten Gutachter bestellen. Stellt auch dieser die Täuschung fest, gilt die Master-Thesis als mit „nicht ausreichend“ bewertet.
Verteidigung der Master-Thesis und mündliche Master-Prüfung
Die Master-Thesis ist vor drei Prüfern mündlich mit wissenschaftlicher Diskussion zu verteidigen. Außerdem soll der Kandidat sein Verbundwissen auf dem Gebiet der lingualen Orthodontie auf der Grundlage der erfolgreich absolvierten Module nachweisen und als Teil der mündlichen Master-Prüfung mindestens fünf dokumentierte und abgeschlossene Patientenfälle präsentieren. Die Verteidigung der Master-Thesis und die mündliche Master-Prüfung sollen insgesamt mindestens 60 Minuten dauern. Die Prüfer bewerten die Präsentation der Ergebnisse, die Darstellung der Patientenfälle und die wissenschaftliche Diskussion.
(1) Hat ein Kandidat die Master-Prüfung bestanden, so erhält er über die Ergebnisse ein Zeugnis. In das Zeugnis werden die Noten der Modul-Prüfungen, das Thema der Master-Thesis und deren Note sowie die Namen der Prüfer und die Gesamtnote aufgenommen. Auf Antrag des Kandidaten sind in einem Beiblatt zum Zeugnis die Gesamtnoten des jeweiligen Prüfungsjahrganges (Notenspiegel, Rangzahl) anzugeben. Dieses Beiblatt kann erst nach Abschluss des Studienjahres ausgestellt werden.
(2) Das Zeugnis trägt das Datum des Tages, an dem die letzte Prüfungsleistung erbracht worden ist. Es ist von dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.
(3) Mit dem Zeugnis ist dem Studierenden das Studienbuch auszuhändigen. Die übrigen Unterlagen verbleiben bei der MHH.
(4) Dem Kandidaten ist ein Diploma Supplement auszustellen. Auf Antrag des Kandidaten sollen ihm zusätzlich zur Ausstellung des Diploma Supplements Übersetzungen der Urkunden und Zeugnisse in englischer Sprache ausgehändigt werden.
(1) Gleichzeitig mit dem Zeugnis wird dem Kandidaten die Master-Urkunde mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung des akademischen Master-Grades (Master of Science, M.Sc.) beurkundet.
(2) Die Masterurkunde wird vom Präsidenten der Hochschule und von dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet und mit dem Siegel der MHH versehen.
Diese Prüfungsordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.