Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=04.02.1994&Aktenzeichen=16%20S%20482/93
Timestamp: 2020-01-28 00:34:59
Document Index: 199682698

Matched Legal Cases: ['§ 105', '§ 1', '§ 6', '§ 105', '§ 26', '§ 6', '§ 26', '§ 26']

VGH Baden-Württemberg, 04.02.1994 - 16 S 482/93 - dejure.org
https://dejure.org/1994,6762
VGH Baden-Württemberg, 04.02.1994 - 16 S 482/93 (https://dejure.org/1994,6762)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 04.02.1994 - 16 S 482/93 (https://dejure.org/1994,6762)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 04. Februar 1994 - 16 S 482/93 (https://dejure.org/1994,6762)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1994,6762) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
(Auslegung des BVFG § 105cF: 1990-06-28); Tatbestandwirkung und Rechtmäßigkeit einer Übernahmegenehmigung; Bekenntnis zum deutschen Volkstum beim Eintrag einer nichtdeutschen Nationalität in Personaldokumente - Nationalitätseintragung im sowjetischen Inlandspaß
§ 1 Abs 2 Nr 3 BVFG vom 28.06.1990, § 6 BVFG vom 28.06.1990, § 105c BVFG vom 28.06.1990
VG Karlsruhe, 21.01.1993 - 3 K 1856/91
VBlBW 1994, 235
"Im Wege des Aufnahmeverfahrens" bedeutet, daß Aussiedler im Rechtssinne grundsätzlich nur sein kann, wer vor dem Verlassen seines Herkunftsgebiets einen Aufnahmebescheid vom Bundesverwaltungsamt nach §§ 26, 27, 28 BVFG erhalten hat (vgl. BVerwG, Urteil vom 19.4.1994, DVBl. 1994, 935, 936 und Senatsurteile vom 14.1.1994 - 16 S 1883/93 - und vom 4.2.1994 - 16 S 482/93 -).
Ein solcher Sachverhalt kann gegeben sein, wenn nachgewiesen ist, daß ein - im ethnischen Sinne - deutscher Volkszugehöriger, der nach Sprache, Erziehung und Kultur eindeutig dem deutschen Volkstum zuzuordnen ist, im maßgebenden Zeitraum zwar nicht gegenüber den sowjetischen Behörden, aber doch sonst gegenüber "Dritten", also nicht nur innerhalb seines engsten Lebenskreises, ein ausschließliches Bekenntnis zum deutschen Volkstum abgelegt hat und deshalb "von seiner Umgebung" als deutscher Volkszugehöriger angesehen worden ist (vgl. BVerwGE 66, 168, 170 m.w.N.; ebenso BVerwG, Urteil vom 15.6.1992, Buchholz, 412.3, Nr. 68 zu § 6 BVFG; insgesamt das Senatsurteil vom 4.2.1994 - 16 S 482/93 -, S. 12 f. des amtl. Umdr.).
"Im Wege des Aufnahmeverfahrens" bedeutet, daß Aussiedler im Rechtssinne grundsätzlich nur sein kann, wer vor dem Verlassen seines Herkunftsgebiets einen Aufnahmebescheid vom Bundesverwaltungsamt nach §§ 26, 27, 28 BVFG erhalten hat (vgl. BVerwG, Urteil vom 19.4.1994, DVBl. 1994, 935, 93b und Senatsurteile vom 14.1.1994 - 16 S 1883/93 - und vom 4.2.1994 - 16 S 482/93 -).
"Im Wege des Aufnahmeverfahrens" bedeutet wie schon "im Wege der Aufnahme" nach der Fassung des Aussiedleraufnahmegesetzes vom 28.6.1990 (BGBl. I S. 1247), daß Aussiedler im Rechtssinne grundsätzlich nur sein kann, wer vor dem Verlassen seines Herkunftsgebiets einen Aufnahmebescheid vom Bundesverwaltungsamt nach §§ 26, 27, 28 BVFG erhalten hat (vgl. BVerwG, Urteil vom 19.4.1994, DVBl. 1994, 935, 936 und Senatsurteile vom 14.1.1994 - 16 S 1883/93 - und vom 4.2.1994 - 16 S 482/93 -).