Source: http://www.shaker.eu/en/content/catalogue/index.asp?lang=en&ID=20&ag=30&year=2017
Timestamp: 2019-06-19 03:51:53
Document Index: 318223398

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 21', 'BGH', '§ 21', 'BGH', 'BGH', '§ 21']

Catalogue : Reviews : 2017 : Law
Sven Joachim Keuter
Die Grenzziehung zwischen wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen Vereinen
Vor nunmehr fast zehn Jahren hatte der BGH in seinem "Kolping"-Urteil (BGHZ 175, 12 ff.) über die persönliche Haftung von Mitgliedern eines entgegen § 21 BGB wirtschaftlich tätigen Vereins entschieden. Diese Entscheidung nimmt der Autor zum Anlass, sich in der vorgelegten Dissertation mit der Vereinsklassenabgrenzung auseinanderzusetzen. Die in diesem Zusammenhang aufgeworfenen Fragen sind angesichts der aktuellen BGH-Entscheidungen in Sachen Kita-Vereine und der gestrichenen Reform des wirtschaftlichen Vereins aktueller denn je.
Das Werk beginnt mit der "Abgrenzung der beiden Vereinsklassen", mithin der auch im Titel erwähnten Grenzziehung zwischen wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen Vereinen i.S.d. §§ 21, 22 BGB. Hierzu erfolgt zunächst die Auslegung des "Zwecks" und sodann (im größten Abschnitt des Werkes) die Auslegung des "wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs". Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Diskussion der von K. Schmidt entwickelten teleologischen Typenordnung sowie der Untersuchung weiterer möglicher Fallgruppen. Der Fokus liegt deutlich auf der Untersuchung der Bedeutung konzernrechtlicher Haftungsfragen im Rahmen der als "Holdingverein" betrachteten neuen Fallgruppe. Nach Herausarbeitung der bislang geltenden Abgrenzungskriterien erfolgt noch ein diskutierender Blick auf die (richtigerweise) als Nebentätigkeitsprivileg bezeichnete Ausnahme der strikten Abgrenzung und eine Zusammenfassung der entwickelten Konzeption insgesamt.
Der Verfasser macht nach dem gefundenen Ergebnis der "Grenzziehung zwischen wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen Vereinen" glücklicherweise (die Arbeit könnte ansonsten derzeit als überholt gelten) nicht Halt, sondern befasst sich in einem zweiten Teil mit den Rechtsfolgen der wirtschaftlichen Betätigung von Vereinen. Neben den registerrechtlichen Folgen und einem knappen Exkurs zu Formwechsel und Umwandlung richtet sich der Blick zudem auf Haftungsfragen. In einem dritten Teil schließt das Werk mit der Diskussion des Referentenentwurfs zur Änderung des Vereinsrechts aus dem Jahr 2004 sowie daraus folgenden eigenen Vorschlägen zu einer Reformierung.
Abgesehen vom wissenschaftlichen Wert der Arbeit, dessen Diskussion nicht Gegenstand dieser Rezension sein soll, bietet das Werk insgesamt einen gelungenen Überblick über den (noch) aktuellen Stand der Vereinsklassenabgrenzung. Für die Praxis dürften insbesondere die Ausführungen zur Haftung bei wirtschaftlicher Betätigung eines Vereins einen Blick wert sein.
Abbe-lnstitut für Stiftungswesen an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Quelle: Zeitschrift für Stiftungs- und Vereinswesen 4/2017 Seite 159
Zeitschrift für Stiftungs- und Vereinswesen 4/2017 Seite 159
Sven Joachim Keuter - Die Grenzziehung zwischen wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen Vereinen
978-3-8440-3996-2
Vor nunmehr fast zehn Jahren hatte der BGH in seinem "Kolping"-Urteil (BGHZ 175, 12 ff.) über die persönliche Haftung von Mitgliedern eines entgegen § 21 BGB wirtschaftlich tätigen Vereins entschieden. Diese Entscheidung nimmt der Autor zum... » more
Review: 19.04.2017
Zeitschrift für Neuere Rechtsgeschichten Ausgabe 38. Jahrgang 2016 Nr. 3/4
Bettina Kudlich - Juraprofessoren an der Universität Erlangen in den Jahren 1933-1945
978-3-8440-3312-0
Die Forschungen zur Universitätsgeschichte haben seit den 1970er-Jahren verstärkt die Rolle der Universitäten im Nationalsozialismus ins Blickfeld genommen, teils in Form von Überblickskapiteln im Rahmen umfassender Darstellungen der Universitätsgeschichte,... » more
Reformbedarfe im Recht der Minderjährigenadoption und der Adoptionsvermittlung
Eine Übersicht unter Einbeziehung der Regelungen ausgewählter europäischer Staaten
Die gesellschaftliche Sicht auf die Adoption von Minderjährigen aus dem ln- wie aus dem Ausland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verändert. Das wirkt sich nicht nur auf die Zahl der ausgesprochenen Adoptionen aus, sondern auch auf die Praxis der Adoptionsvermittlung.
Reinhardt zeigt im Rahmen der Ausarbeitung mögliche Ansatzpunkte für die dringend gebotene Weiterentwicklung des Adoptions- sowie des Adoptionsver-mittlungsrechts auf. Dabei werden insbesondere auch Lösungsansätze des italienischen, des norwegischen und des französischen Rechts sowie die umfassenden praktischen Erfahrungen des Autors in die Diskussion mit einbezogen.
Quelle: Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. Ausgabe 2/2017 Seite 103
Review: 18.04.2017
Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. Ausgabe 2/2017 Seite 103
Jörg Reinhardt - Reformbedarfe im Recht der Minderjährigenadoption und der Adoptionsvermittlung
978-3-8440-4202-3
Die gesellschaftliche Sicht auf die Adoption von Minderjährigen aus dem ln- wie aus dem Ausland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten erheblich verändert. Das wirkt sich nicht nur auf die Zahl der ausgesprochenen Adoptionen aus, sondern auch auf die Praxis... » more