Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4060.htm
Timestamp: 2018-12-19 03:57:32
Document Index: 207850924

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 10', '§ 2', '§ 16', '§ 13', '§ 2']

4.060 Arnegger Ried
Verordnung des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg als höhere Naturschutzbehörde über das Naturschutzgebiet »Arnegger Ried« auf den Gemarkungen Arnegg und Wippingen, Landkreis Ulm vom 30.August 1972 (GBl. v. 10.11.1972, S. 592).
Auf Grund der §§ 4, 15 Abs. 1 und 2 sowie 16 Abs. 2 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung und Bereinigung von Straf‑ und Bußgeldvorschriften des Landes Baden-Württemberg vom 6. April 1970 (Ges.Bl. S. 111), und des § 10 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 8. Juni 1959 (Ges.Bl. S. 53), zuletzt geändert durch das Gesetz über die Beseitigung von Abfällen (Abfallgesetz) vom 21. Dezember 1971 (Ges.Bl. 1972 S. 1), wird mit Zustimmung des Kultusministeriums verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Grundstücke auf den Gemarkungen Arnegg und Wippingen, Landkreis Ulm, werden mit dem Tage des Inkrafttretens dieser Verordnung in das Naturschutzbuch des Regierungspräsidiums Nordwürttemberg eingetragen und als Naturschutzgebiet »Arnegger Ried« unter den Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes gestellt.
(1) Das Schutzgebiet hat eine Größe von ca. 20,3 ha und umfaßt das auf Markung Arnegg im Gewann »Ried« und auf Markung Wippingen in den Gewannen »Unter der Steige« und »Hinter der Arnegger Mühle« südwestlich der Bahnlinie Blaubeuren-Ulm, westlich der Ostgrenze der Parz. Nr. 252 der Markung Arnegg und ihrer geradlinigen Verlängerung, nördlich des linken (nördlichen) Ufers der Blau und nordöstlich der Südwestgrenze der Parz. Nr. 396/1 der Markung Wippingen und ihrer geradlinigen Verlängerung gelegene Gebiet.
(2) Die Grenzen des Schutzgebiets sind in zwei Flurkarten im Maßstab 1:2500 rot eingetragen, die beim Regierungspräsidium Nordwürttemberg in Stuttgart aufbewahrt werden. Ausfertigungen der Karten befinden sich beim Landratsamt als untere Naturschutzbehörde in Ulm. Die Karten können während der Sprechzeiten eingesehen werden.
4. Fahrzeuge oder Verkaufsstände aufzustellen, Abfälle wegzuwerfen oder das Gelände auf andere Weise Zu verändern;
5. Entwässerungs‑ oder andere Maßnahmen vorzunehmen, welche den Wasserhaushalt des Gebiets verändern;
2. die Wege zu verlassen, zu zelten, zu lagern oder zu lärmen;
4. Chemikalien oder Dung einzubringen.
1. die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd und der Fischerei ohne die Errichtung von Jagd‑ und Fischereihütten oder Entenkojen;
5. Bild‑ oder Schrifttafeln, die ausschließlich auf den Schutz des Gebiets hinweisen.
1. entgegen § 16 Abs. 2 des Reichsnaturschutzgesetzes fahrlässig Veränderungen vornimmt, handelt ordnungswidrig im Sinne des § 13 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes;
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Landratsamts Ulm zum Schutze der Landschaft des Blautals und seiner Seitentäler vom 15. Januar 1954 insoweit außer Kraft, als sie das in § 2 genannte Gebiet betrifft.
STUTTGART, den 30. August 1972