Source: http://geschaeftsbericht2016.technotrans.de/reports/technotrans/annual/2016/gb/German/306030/iii_-erlaeuterungen-zur-bilanz.html
Timestamp: 2019-05-19 21:32:37
Document Index: 34084020

Matched Legal Cases: ['§ 37', '§ 150', '§ 268', '§ 253', '§ 71', '§ 8']

technotrans AG - Geschäftsbericht 2016 - III. Erläuterungen zur Bilanz
2015 Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Restbuchwerte
Stand zum 01.01.2015 Währungs-
differenzen Zugänge aus Unternehmenserwerb Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2015 Stand zum 01.01.2015 Währungs-
des lfd. Jahres Abgänge Stand zum 31.12.2015 Stand zum 31.12.2015
Grundbesitz* 20.577 -13 0 4 0 0 20.568 8.910 -16 695 0 9.589 10.979
Technische Anlagen und Maschinen 5.174 57 0 232 -134 0 5.29 4.759 46 108 -134 4.779 550
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.231 111 0 1.014 -607 0 10.749 7.202 82 943 -585 7.642 3.107
Anlagen im Bau 47 0 0 17 0 0 64 0 0 0 0 0 64
36.029 155 0 1.267 -741 0 36.710 20.871 112 1.746 -719 22.010 14.700
Geschäfts- und Firmenwert (2) 5.828 0 0 0 0 0 5.828 0 0 0 0 0 5.828
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Werte 11.957 44 0 232 -123 19 12.129 9.151 35 1.060 -122 10.124 2.005
aktivierte Entwicklungskosten 8.360 25 0 185 0 0 8.570 6.921 25 429 0 7.375 1.195
geleistete Anzahlungen 19 0 0 0 0 -19 0 0 0 0 0 0 0
26.164 69 0 417 -123 0 26.527 16.072 60 1.489 -122 17.499 9.028
T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€ T€
Die Abgänge im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen sowie anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen betreffen im Wesentlichen Ersatzbeschaffungen. Gegenläufig wirken sich die Zugänge im Sachanlagevermögen aufgrund der Aufnahme der akquirierten Gesellschaften in den Konsolidierungskreis aus.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden, wie bereits in den Vorjahren, keine selbst erstellten Sachanlagen aktiviert. Außerplanmäßige Abschreibungen sowie Wertaufholungen sind im Berichtsjahr nicht vorgenommen worden. Der Grundbesitz in Höhe von 10.357 T€ (2015: 10.979 T€) dient der Besicherung von langfristigen Darlehen (vergleiche Gliederungspunkt 11 „Finanzschulden“).
Segment Technology: Laserkühlung 5.243 5.243
Segment Services: Softwarelösungen
für technische Dokumentationen 176 0
6.004 5.828
Aus dem Erwerb der Anteile der GWK Gesellschaft Wärme Kältetechnik mbH zum 9. September 2016 resultiert ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 17.140 T€. Bis zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung war die Allokation des Geschäfts- und Firmenwerts noch nicht abgeschlossen. Anhaltspunkte für eine Wertminderung des Geschäfts- und Firmenwerts liegen nicht vor. Gemäß IAS 36.84 wurde der Geschäfts- und Firmenwert noch keinem Werthaltigkeitstest unterzogen.
Der aus dem Erwerb der Anteile der KLH-Gesellschaften zum 1. Januar 2013 sowie dem Erwerb der Anteile der Termotek GmbH zum 7. Januar 2011 resultierende Geschäfts- und Firmenwert wurde auf Ebene der Gruppe Zahlungsmittel generierender Einheiten Laserkühlung im Segment Technology einem Werthaltigkeitstest unterzogen, da Synergien und Vorteile aus den Unternehmenszusammenschlüssen nur auf dieser Ebene ermittelt werden können. Die Überwachung der Geschäfts- und Firmenwerte erfolgt ebenfalls ausschließlich auf Basis dieser Zahlungsmittel generierenden Einheit.
Im Rahmen des Erwerbs der gds Sprachenwelt GmbH am 1. September 2012 wurde ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 585 T€ aktiviert. Dieser Geschäfts- und Firmenwert ist der Zahlungsmittel generierenden Einheit Übersetzungsleistungen im Segment Services zugeordnet.
Der im Rahmen des Erwerbs der Anteile der Ovidius GmbH zum 12. April 2016 resultierende Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 176 T€ wurde der Zahlungsmittel generierenden Einheit Softwarelösungen für technische Dokumentationen zugeordnet.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden die übrigen Zahlungsmittel generierenden Einheiten nach IAS 36.10 einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Dabei wird der Buchwert einer Zahlungsmittel generierenden Einheit verglichen mit dem erzielbaren Betrag. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungserlöse und des Nutzungswertes. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wurde, basierend auf den Inputfaktoren der verwendeten Bewertungstechnik, als beizulegender Zeitwert der Stufe 3 eingeordnet.
Der erzielbare Betrag entspricht bei technotrans dem Nutzungswert. Diesem Nutzungswert lagen wesentliche Annahmen zugrunde. Ausgangspunkt der Cashflow-Prognosen für den Geschäfts- und Firmenwert waren das Budget 2017 sowie Umsatztrends für die Geschäftsjahre 2018 bis 2021 der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheit. Für die anschließenden Geschäftsjahre erfolgte keine separate Umsatzplanung der betroffenen Zahlungsmittel generierenden Einheit, vielmehr wurden weitere durchschnittliche Umsatzwachstumsraten für beide Zahlungsmittel generierenden Einheiten gleichbleibend von 1,5 Prozent (2015: 1,5 Prozent) (langfristiger Markttrend der jeweiligen Industrie) angenommen. Außerdem wurden die Kosten (Material, Personal und sonstige Kosten) für jede Zahlungsmittel generierende Einheit auf Basis von Annahmen für den Prognosezeitraum geschätzt; Kostensteigerungen wurden entsprechend berücksichtigt. Alle Annahmen des Vorstands basieren auf Erfahrungen und spiegeln die Erwartungen der relevanten Kunden und der Industrie wider.
Die für die Werthaltigkeitsprüfung in 2015 und 2016 verwendeten Wachstumsraten, EBIT-Margen und die zur Diskontierung der prognostizierten Cashflows herangezogenen Kapitalkostensätze können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
Umsatzwachstum durchschnittliche EBIT-Marge Vorsteuer-Kapitalkostensatz
Parameter der Werthaltigkeitsprüfung % % % % % %
Segment Technology: Laserkühlung 6,6 6,4 9,7 11,0 10,7 13,0
Segment Services: Übersetzungsleistungen 5,0 5,0 15,0 11,8 9,9 11,5
Segment Services: Softwarelösungen für technische Dokumentationen 13,7 6,5 6,6
Im Geschäftsjahr 2016 erhöhten sich die immateriellen Vermögenswerte im Wesentlichen durch die im Rahmen der Kaufpreisallokationen identifizierten Vermögenswerte (vergleiche Gliederungspunkt II a) „Konsolidierungskreis“). Diese Vermögenswerte wurden im Geschäftsjahr entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen betreffen in Höhe von 1.508 T€ (2015: 720 T€) die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten immateriellen Vermögenswerte.
Aus der Entwicklung entstandene immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Im Geschäftsjahr 2016 wurden nur laufende Entwicklungen vorgenommen. Es wurden daher keine (2015: 185 T€) aus der Entwicklung entstandene immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Aufgrund der Nichterfüllung der Ansatzvoraussetzungen des IAS 38 wurden 5.534 T€ (2015: 4.293 T€) der Entwicklungskosten als Aufwand erfasst.
Mietkautionen 61 38
Sonstige 31 10
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.019 9.085
Unfertige Erzeugnisse 8.698 3.806
Fertige Erzeugnisse sowie Handelswaren 3.892 4.656
25.609 17.547
Der signifikante Anstieg der Vorräte resultiert im Wesentlichen aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises.
Von den gesamten Vorräten sind 5.632 T€ (2015: 3.880 T€) mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich noch anfallender Fertigungskosten und Vertriebsaufwendungen angesetzt. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 1.143 T€ (2015: 436 T€) als Aufwand erfasst. Wertaufholungen führten im gleichen Zeitraum in Höhe von 946 T€ (2015: 632 T€) zu einem Ertrag, da höhere Nettoveräußerungswerte erzielt werden konnten als im Vorjahr angenommen.
Im Segment Technology konzentrieren sich die offenen Forderungen hauptsächlich auf die großen OEMs (Druckmaschinen-, Maschinenbau- und Laserhersteller) sowie auf Endkunden.
Im Berichtsjahr sind Zuführungen zu den Wertminderungen auf Forderungen in Höhe von 86 T€ (2015: 286 T€) vorgenommen worden, die in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Vertriebskosten erfasst werden. Um die Forderungen zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, werden Wertminderungen vorgenommen. Diese Wertminderungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Wertminderungen werden insbesondere vorgenommen, wenn der Schuldner erhebliche finanzielle Schwierigkeiten hat. Die Wertansätze bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. Forderungen werden erst ausgebucht, wenn der Schuldner ein Insolvenzverfahren eröffnet hat oder die Forderung uneinbringlich geworden ist.
Anfangsbestand 1.097 1.155
Zuführung aus Unternehmenserwerb 473 0
Zuführung 86 286
Ausbuchung von Forderungen -45 -307
Zahlungseingänge auf abgeschriebene Forderungen -73 -53
Währungsdifferenzen -3 16
Endbestand 1.535 1.097
Bei den Ansprüchen handelt es sich um laufende Ertragsteuererstattungsansprüche sowie um aus Vorjahren stammende Körperschaftsteuerguthaben. Diese Ansprüche (§ 37 (5) Körperschaftsteuergesetz) sind mit dem Barwert aktiviert. Die Auszahlungen erfolgen in zehn gleichen Jahresbeträgen von 2008 bis 2017; demzufolge wurden die Ertragsteuererstattungsansprüche im Geschäftsjahr ausschließlich den kurzfristigen Vermögenswerten zugeordnet.
Forderungen gegen Lieferanten 192 19
Kautionen 173 246
Sonstige 359 201
Vorauszahlungen 669 558
Anrechenbare Vorsteuer 194 157
Sonstige 304 379
1.167 1.094
1.891 1.560
Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Das Eigenkapital des Konzerns betrug zum 31. Dezember 2016 61.880 T€ (2015: 51.725 T€). Auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallen hiervon 118 T€ (2015: 928 T€).
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der technotrans AG besteht zum 31. Dezember 2016 aus 6.907.665 ausgegebenen und im Umlauf befindlichen nennwertlosen auf den Namen lautenden Stückaktien. Die ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt je Stückaktie 1 €. Alle Aktien gewähren identische Rechte. Einzelnen Aktionären werden keine Sonderrechte oder Vorzüge gewährt. Dies gilt auch für das Dividendenbezugsrecht.
Stand 01.01. 6.907.665 6.907.665 6.530.588 6.516.434
Verkauf eigener Aktien 0 0 374.915 0
Ausgabe an Mitarbeiter (als Vergütungsbestandteil) 0 0 2.162 2.187
Erwerb eigener Aktien 0 0 9.254 0
Ausgabe an Mitarbeiter (als Weihnachtsgratifikation) 0 0 9.254 11.967
Stand 31.12. 6.907.665 6.907.665 6.907.665 6.530.588
Die Hauptversammlung vom 15. Mai 2014 ermächtigte den Vorstand, das Grundkapital bis zum 14. Mai 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer Aktien einmalig oder mehrmals gegen Einlagen um bis zu insgesamt 3.450.000 € zu erhöhen. Von dieser Ermächtigung wurde 2016 kein Gebrauch gemacht.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Wandelschuldverschreibungen und deren Bedingungen selbst festzulegen, insbesondere Währung, Zinssatz, Ausgabebetrag, Laufzeit und Stückelung der Wandelschuldverschreibungen, Wandlungspreis und -zeitraum, Umtauschverhältnis und Zahlung des Gegenwertes in Geld anstelle des Umtauschs in eigene Aktien. Im Geschäftsjahr 2016 wurde diese Ermächtigung nicht in Anspruch genommen.
Im Geschäftsjahr wurden die verbliebenden 377.077 eigenen Aktien zu einem Kurs, der über den ursprünglichen Anschaffungskosten lag, ausgegeben. Der durch Ausgabe eigener Aktien entstandene Unterschiedsbetrag in Höhe von 6.169 T€ zwischen den Anschaffungskosten der Aktien und ihren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt der Ausgabe wurde der Kapitalrücklage zugeführt. Die Kapitalrücklage nach IFRS entspricht der Kapitalrücklage des Mutterunternehmens nach HGB. Durch die BilMoG-bedingte Umstellung in 2009 sind bei Veräußerung von eigenen Anteilen nach der Umstellung auch solche Beträge in die Kapitalrücklage nach HGB einzustellen (Abwertungen aus der Zeit vor der Umstellung), die bei einer reinen IFRS-Vorgehensweise nicht in die Kapitalrücklage eingestellt werden würden. Zur Erreichung der gleichen Höhe der Kapitalrücklage zwischen HGB und IFRS werden daher Beträge in entsprechender Höhe den Gewinnrücklagen entnommen und der Kapitalrücklage zugeführt.
Die Gewinnrücklagen enthalten Gewinnvorträge sowie weitere andere Rücklagen. Davon betreffen 691 T€ (2015: 691 T€) die gesetzliche Rücklage der technotrans AG gemäß § 150 (2) AktG. Die Rücklage wegen eigener Anteile der technotrans AG (2015: -5.426 T€) wurde mit Veräußerung der übrigen Aktien vollständig aufgelöst.
Gemäß § 268 (8) HGB darf von den anderen Gewinnrücklagen der Muttergesellschaft ein Betrag in Höhe von 9 T€ (2015: 108 T€) aufgrund der Aktivierung von latenten Steuern sowie ein Betrag in Höhe von 16 T€ (2015: 0 T€) wegen des Unterschiedsbetrags gemäß § 253 (6) HGB aus der Bewertung der Pensionsrückstellung nicht ausgeschüttet werden.
Währungsdifferenzen -3.721 -3.338
Rücklage für Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb -2.047 -2.584
Hedgingrücklage -58 -100
Eigene Aktien 0 -5.426
-5.826 -11.448
Gemäß IAS 39 wurde der negative Marktwert der eingesetzten Zinsswaps unter Abzug latenter Steuern erfolgsneutral in der Hedgingrücklage verrechnet (vergleiche Gliederungspunkt 32 „Finanzinstrumente“). Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein Gewinn von 60 T€ (2015: 49 T€ Verlust) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Es wurden wie im Vorjahr keine Gewinne realisiert. Im Gegenzug wurden latente Steuern von 18 T€ (2015: 15 T€) erfolgsneutral berücksichtigt.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden Umrechnungsgewinne aus den genannten Darlehen in Höhe von 537 T€ (2015: 655 T€ Verlust) direkt im Eigenkapital verrechnet; da eine Liquidation oder Teilliquidation in absehbarer Zeit nicht geplant ist, wurden im Geschäftsjahr wie bereits im Vorjahr keine latenten Steuern auf diese Kursverluste erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet.
Auf der Hauptversammlung am 15. Mai 2014 haben die Aktionäre den Vorstand zum Rückkauf eigener Aktien entsprechend § 71 (1) Nr. 8 AktG ermächtigt. Diese Ermächtigung erstreckt sich auf den Rückkauf eines anteiligen Betrags vom Grundkapital von bis zu 690.000,00 € (690.000 Stückaktien entsprechend 9,98 Prozent des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung) und ist gültig bis zum 14. Mai 2019. Gemäß IAS 32.33 werden die zurückgekauften Aktien mit ihren Anschaffungskosten (inkl. Anschaffungsnebenkosten) vom Eigenkapital abgezogen. Der Rückkauf orientiert sich an den strategischen Zielen der Gesellschaft. Im Zeitraum Januar bis Dezember 2016 wurden 9.254 Aktien zur Ausgabe an Mitarbeiter zurückgekauft. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2016 11.416 Stückaktien (2015: 14.154 Stückaktien) mit einem beizulegenden Zeitwert von 262 T€ (2015: 247 T€) als Vergütungsbestandteil an Mitarbeiter ausgegeben (vergleiche Gliederungspunkt 34 "Personalaufwand"). Die verbliebenden 374.915 Aktien wurden mit einem beizulegenden Zeitwert von 8.154 T€ verkauft. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 waren keine (2015: 377.077) Stammaktien im Bestand der technotrans AG.
Zum 31. Dezember 2016 lag die Eigenkapitalquote bei 51,0 Prozent (2015: 68,0 Prozent). Zu den wichtigsten finanzwirtschaftlichen Zielen der technotrans AG zählen die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit sowie die nachhaltige Wertsteigerung des Konzerns.
Ein ungesichertes Darlehen unterliegt der Verpflichtung zur Einhaltung von finanziellen Kennzahlen (Financial Covenants). Die Finanzrelationen, Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad und EBITDA-Marge, werden für den Konzernabschluss ermittelt und wurden im Geschäftsjahr 2016 eingehalten.
Kurzfristige Finanzschulden 5.068 1.997
Langfristige Finanzschulden 23.024 6.061
28.092 8.058
Der Anstieg der Finanzschulden resultiert in Höhe von 20.000 T€ aus der Neuaufnahme von Darlehen zur Finanzierung des Unternehmenserwerbs der GWK Gesellschaft Wärme Kältetechnik mbH sowie aus der Bereitstellung von Finanzmitteln für den in 2017 geplanten Erwerb der Betriebsimmobilie in Meinerzhagen. Auf die im Geschäftsjahr akquirierten Gesellschaften entfallen zum Stichtag 2.031 T€ der Finanzschulden.
Kursgesicherte Verbindlichkeiten liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. Zinssicherungen bestehen nur bei Finanzschulden.
€ - Festsatzkredit 556 2.963 1.481 5.000 1,00% Keine
Variabler €-Kredit 429 1.714 857 3.000 3-Mon.-EURIBOR +1,59% Keine
€ - Festsatzkredit 0 1.071 1.429 2.500 1,45% Grundschuld
€ - Festsatzkredit 0 937 1.563 2.500 1,45% Grundschuld
€ - Festsatzkredit 0 937 1.563 2.500 1,70% Grundschuld
Variabler €-Kredit 571 1.286 0 1.857 3-Mon.-EURIBOR
(Festsatz: 2.63%) Keine
Variabler €-Kredit 1.500 0 0 1.500 3-Mon.-EURIBOR
(Festsatz: 2.70%) Grundschuld
€ - Festsatzkredit 237 1.263 0 1.500 1,45% Grundschuld
€ - Festsatzkredit 300 1.200 0 1.500 1,65% Grundschuld
€ - Festsatzkredit 422 528 0 950 2,00% Keine
€ - Festsatzkredit 245 675 0 920 3,31% Grundschuld
€ - Festsatzkredit 36 143 639 818 4,50% Grundschuld
Variabler €-Kredit 157 432 0 589 3-Mon.-EURIBOR
(Festsatz: 3.40%) Grundschuld
Variabler €-Kredit 188 140 0 328 3-Mon.-EURIBOR
(Festsatz: 2.81%) Grundschuld
€ - Festsatzkredit 87 217 0 304 1,71% Sicherungsübereignung
Mietkauf 48 136 0 184 3,05% Sicherungsübereignung
€ - Festsatzkredit 18 70 39 127 2,35% Sicherungsübereignung
€ - Festsatzkredit 43 71 0 114 3,10% Sicherungsübereignung
Mietkauf 31 65 0 96 3,08% Sicherungsübereignung
€ - Festsatzkredit 12 50 28 90 2,10% Sicherungsübereignung
€ - Festsatzkredit 59 0 0 59 3,35% Keine
€ - Festsatzkredit 50 0 0 50 3,50% keine
€ - Festsatzkredit 21 26 0 47 3,10% Sicherungsübereignung
€ - Festsatzkredit 35 0 0 35 2,70% Selbstschuldnerische Bürgschaft
€ - Festsatzkredit 11 1 0 12 3,15% Sicherungsübereignung
€ - Festsatzkredit 12 0 0 12 3,25% Sicherungsübereignung
5.068 15.425 7.599 28.092
Bankverbindlichkeiten mit einem Buchwert von 14.747 T€ (2015: 3.880 T€) sind durch Grundschulden auf das Firmengelände in Sassenberg besichert.
Finanzschulden in Höhe von 50 T€ (2015: 150 T€) entfallen auf die Termotek GmbH. Für diese Kredite wurden keine Sicherheiten gestellt.
Zum Stichtag bestehen bei der KLH Kältetechnik GmbH Finanzschulden in Höhe von 589 T€ (2015: 746 T€), die in voller Höhe durch Grundschulden auf das Firmengelände Am Waldrand 10 in Bad Doberan besichert sind.
Bei der SHT Immobilienbesitz GmbH & Co. Vermietungs KG bestehen Finanzschulden in Höhe von 818 T€ (2015: 854 T€). Als Sicherheit dient das Grundstück Am Waldrand 10a in Bad Doberan.
Das Darlehen der Ovidius GmbH in Höhe von 35 T€ ist durch eine selbstschuldnerische Bürgschaft des Gesellschafter-Geschäftsführers gesichert.
Von den Darlehen der GWK Gesellschaft Wärme Kältetechnik mbH in Höhe von 1.995 T€ sind 986 T€ durch Sicherungsübereignungen der entsprechenden Anlagen gesichert. Für Darlehen in Höhe von 1.009 T€ wurden keine Sicherheiten gestellt.
Bedingter Kaufpreis Ovidius GmbH 1.104 0
Schuldübernahme Unternehmenserwerb GWK 248 0
Langfristige Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen 7 14
Bedingter Kaufpreis KLH Gesellschaften 0 346
1.359 360
Im Geschäftsjahr 2016 wurden die verbleibenden Anteile der KLH-Gesellschaften erworben. Der noch ausstehende bedingte Kaufpreis wurde zum Zeitpunkt des Erwerbs zum beizulegenden Zeitwert bewertet und um 180 T€ gemindert. Mit Zahlung des Kaufpreises wurde der ausstehende bedingte Kaufpreis abgelöst.
Bezüglich der bedingten Kaufpreisverpflichtung im Rahmen des Unternehmenserwerbs der Ovidius GmbH sowie der Schuldübernahme im Rahmen des Unternehmenserwerbs der GWK Gesellschaft Wärme Kältetechnik mbH vergleiche Gliederungspunkt II a) „Konsolidierungskreis“.
Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.780 2.000
Ausstehende Eingangsrechnungen 1.029 433
4.809 2.433
Die erhaltenen Anzahlungen entstammen im Wesentlichen dem Projektgeschäft. Sie finanzieren die in den Vorräten enthaltenen Fertigerzeugnisse, für die ein Umsatz noch nicht realisiert werden konnte. 4.166 T€ der erhalten Anzahlungen entfallen auf das Projektgeschäft der GWK Gesellschaft Wärme Kältetechnik mbH.
Anfangsbestand zum 01.01.2016 4.483 851 967 250 6.551
Währungsveränderung 19 3 -6 0 16
Verbrauch 3.103 684 923 11 4.721
Auflösung 325 111 200 0 636
Zuführung aus Unternehmenserwerb 773 439 1.489 0 2.701
Aufzinsung 308 0 0 4 312
Zuführung 3.478 906 1.155 33 5.572
Endbestand zum 31.12.2016 5.633 1.404 2.482 276 9.795
Langfristige Rückstellungen 898 0 15 265 1.178
Kurzfristige Rückstellungen 4.735 1.404 2.467 11 8.617
Mit zwei Arbeitnehmern bestehen Altersteilzeitarbeitsverträge. Die Verpflichtung aus diesen Altersteilzeitarbeitsverhältnissen wurde versicherungsmathematisch ermittelt. Der Berechnung liegt ein Zinssatz von 1,8 Prozent (2015: 2,3 Prozent) zugrunde. Altersteilzeitverpflichtungen werden gegen eine mögliche Insolvenz gemäß § 8a des Altersteilzeitgesetzes gesichert. Zur Absicherung wurden Zahlungsmittel in einem Geldmarktfond (Deka Investments) eingezahlt und zugunsten der Mitarbeiter verpfändet. Die Vermögenswerte stellen gemäß IAS 19.7 "plan assets" dar und werden mit der entsprechenden Rückstellung saldiert. Erträge aus dem Planvermögen werden mit den entsprechenden Aufwendungen saldiert. Im Geschäftsjahr 2015 und 2016 wurden keine Erträge erzielt. Zum 31. Dezember 2016 waren Zahlungsmittel in Höhe von 63 T€ (2015: 42 T€) angelegt.
technotrans ist im Rahmen der allgemeinen Geschäftstätigkeit in gerichtliche und außergerichtliche Rechtsstreitigkeiten involviert, deren Ausgang nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden kann. Rechtsstreitigkeiten können beispielsweise im Zusammenhang mit Produkthaftungsfällen und Gewährleistungen auftreten. Für hieraus resultierende Risiken, die nicht bereits durch Versicherungen abgedeckt sind, werden Rückstellungen gebildet, sofern die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Zum Bilanzstichtag wurden Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten aus Produkthaftung und Gewährleistung in Höhe von 1.018 T€ gebildet.
Mitarbeitern der ehemaligen BVS Beratung Verkauf Service Grafische Technik GmbH ist eine direkte Pensionszusage gemacht worden. Für alle Mitarbeiter werden bereits Renten gezahlt. Zur Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde die „Defined Benefit Obligation“ (DBO) durch ein versicherungsmathematisches Gutachten unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Berechnung liegen ein Zinssatz von 1,0 Prozent (2015: 2,1 Prozent) sowie ein Rententrend von 2,0 Prozent (2015: 2,0 Prozent) zugrunde. Gehaltsentwicklung und Fluktuation waren nicht zu berücksichtigen, da die Versorgungsberechtigten mittlerweile ausgeschieden sind. Die Zinskosten auf die DBO im Jahr 2016 belaufen sich auf 5 T€ (2015: 5 T€). Der versicherungsmathematische Verlust beläuft sich auf 33 T€ (2015: 2 T€ Gewinn). Der versicherungsmathematische Verlust wurde im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Jahr 2016 wurden Pensionszahlungen in Höhe von 11 T€ (2015: 11 T€) geleistet.
Die Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen im Berichtsjahr im Wesentlichen die technotrans AG und ihre Organgesellschaften sowie die KLH Kältetechnik GmbH.
Darlehen 1.102 0
Kreditorische Debitoren 434 177
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten 83 144
Bedingter Kaufpreis KLH Gesellschaften 0 9
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 764 202
2.631 532
Umsatzsteuer 1.073 588
Betriebsteuern 847 369
Verbindlichkeiten aus Sozialabgaben 119 123
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 637 574
2.676 1.654
5.307 2.186
Das hier ausgewiesene Darlehen in Höhe von 1.102 T€ besteht gegenüber der Vermietungsgesellschaft der GWK Gesellschaft Wärme Kältetechnik mbH. Mit Erwerb der Immobilie im Geschäftsjahr 2017 soll dieses Darlehen zurückgeführt werden.
Bezüglich der Schuldübernahme im Rahmen des Unternehmenserwerbs der GWK Gesellschaft Wärme Kältetechnik mbH vergleiche Gliederungspunkt II a) „Konsolidierungskreis“.