Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=22.07.2008&Aktenzeichen=3%20AZN%20584%2F08
Timestamp: 2020-08-13 17:49:32
Document Index: 360092955

Matched Legal Cases: ['§ 78', '§ 11', '§ 21', 'BGH', '§ 72', '§ 9', '§ 72', '§ 92', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 9', '§ 72', '§ 12', '§ 92', '§ 72', '§ 72', '§ 12', '§ 72', '§ 72', 'BGH', '§ 321', '§ 78', '§ 152', 'BGH', '§ 78', '§ 321', '§ 321', '§ 320']

BAG, 22.07.2008 - 3 AZN 584/08 (F) - dejure.org
BAG, 22.07.2008 - 3 AZN 584/08 (F)
https://dejure.org/2008,2439
BAG, 22.07.2008 - 3 AZN 584/08 (F) (https://dejure.org/2008,2439)
BAG, Entscheidung vom 22.07.2008 - 3 AZN 584/08 (F) (https://dejure.org/2008,2439)
BAG, Entscheidung vom 22. Juli 2008 - 3 AZN 584/08 (F) (https://dejure.org/2008,2439)
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Entscheidung über eine Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör nach § 78a Arbeitsgerichtsgesetz (ArbGG) durch den die angegriffene Entscheidung mitwirkenden Richter; Bestehen einer richterlichen Belehrungspflicht über die Voraussetzungen einer ...
BAGE 127, 180
NJW 2009, 541
MDR 2009, 287
NZA 2009, 1054
DB 2009, 688
BAG, 28.05.2020 - 8 AZR 169/19
Nach § 11 Abs. 4 ArbGG besteht sowohl vor dem Landesarbeitsgericht als auch vor dem Bundesarbeitsgericht Vertretungszwang (vgl. BAG 22. Juli 2008 - 3 AZN 584/08 (F) - Rn. 19 f., BAGE 127, 180) .
Damit bleibt es bei der Besetzung nach § 21g GVG (vgl. BGH…, Beschluss vom 28. Juli 2005 - III ZR 443/04 -, juris, Rn. 3; BAGE 127, 180 ).
Die Nichtzulassungsbeschwerde gemäß § 72a ArbGG stellt nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts kein Rechtsmittel, sondern einen Rechtsbehelf dar, für den § 9 Abs. 5 ArbGG nicht gilt (vgl. BAG, Beschlüsse vom 1. April 1980 - 4 AZN 77/80 - BAGE 33, 79 , vom 9. Juli 2003 - 5 AZN 316/03 - AP Nr. 49 zu § 72a ArbGG 1979, vom 8. Juli 2008 - 3 AZB 31/08 - NZA-RR 2008, 540 und vom 22. Juli 2008 - 3 AZN 584/08 - BAGE 127, 180 Rn. 17).
Dies ist bei der Nichtzulassungsbeschwerde im Sinne des § 92a Satz 2 i.V.m. § 72a Abs. 2 Satz 1 ArbGG nicht der Fall, weil es bei ihr allein um die Frage geht, ob das Rechtsmittel in dem beschriebenen Sinn überhaupt zugelassen werden kann (vgl. BAG, Beschlüsse vom 1. April 1980 - 4 AZN 77/80 - BAGE 33, 79 , vom 9. Juli 2003 - 5 AZN 316/03 - AP Nr. 49 zu § 72a ArbGG 1979 m.w.N., vom 8. Juli 2008 - 3 AZB 31/08 - NZA-RR 2008, 540 und vom 22. Juli 2008 - 3 AZN 584/08 - BAGE 127, 180 Rn. 17 m.w.N.;… zustimmend Mikosch, in: GK-ArbGG, Stand Dezember 2018, § 72a Rn. 3 m.w.N. und Müller-Glöge, in: Germelmann/Matthes/Prütting, ArbGG, 9. Aufl. 2017, § 72a Rn. 7, jeweils m.w.N.).
Der Kläger wird auf die Möglichkeit der Nichtzulassungsbeschwerde in § 72a ArbGG hingewiesen, wegen der nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts allerdings keine besondere Rechtsmittelbelehrung erforderlich ist (vgl. BAG 22. Juli 2008 - 3 AZN 584/08 (F) Rn. 17, NJW 2009, 541) .
BVerwG, 12.03.2019 - 5 PB 10.18
Begründen der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde innerhalb …
Die Nichtzulassungsbeschwerde gemäß § 72a ArbGG stellt jedoch kein Rechtsmittel im Sinne dieser Vorschrift, sondern einen Rechtsbehelf dar, auf den § 9 Abs. 5 ArbGG keine Anwendung findet (vgl. BAG, Beschlüsse vom 1. April 1980 - 4 AZN 77/80 - BAGE 33, 79 , vom 9. Juli 2003 - 5 AZN 316/03 - AP Nr. 49 zu § 72a ArbGG 1979, vom 8. Juli 2008 - 3 AZB 31/08 - AP Nr. 26 zu § 12 ArbGG 1979 und vom 22. Juli 2008 - 3 AZN 584/08 - BAGE 127, 180).
Dies ist bei der Nichtzulassungsbeschwerde im Sinne des § 92a Satz 2 i.V.m. § 72a Abs. 2 Satz 1 ArbGG nicht der Fall, weil es bei ihr allein um die Frage geht, ob das Rechtsmittel in dem beschriebenen Sinn überhaupt zugelassen werden kann (vgl. BAG, Beschlüsse vom 1. April 1980 - 4 AZN 77/80 - BAGE 33, 79 , vom 9. Juli 2003 - 5 AZN 316/03 - AP Nr. 49 zu § 72a ArbGG 1979, vom 8. Juli 2008 - 3 AZB 31/08 - AP Nr. 26 zu § 12 ArbGG 1979 und vom 22. Juli 2008 - 3 AZN 584/08 - BAGE 127, 180 Rn. 17 m.w.N.;… zustimmend Mikosch, in: GK-ArbGG, Stand Dezember 2018, § 72a Rn. 3 m.w.N. und Müller-Glöge, in: Germelmann/Matthes/Prütting, ArbGG, 9. Aufl. 2017, § 72a Rn. 7, jeweils m.w.N.).
b) Über die Anhörungsrügen ist mangels einer speziellen Regelung in der regulären Besetzung laut Geschäftsverteilungsplan des Senats zu entscheiden (vgl. BGH-Beschluss vom 28. Juli 2005 III ZR 443/04, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 2006, 206, zur vergleichbaren Regelung in § 321a der Zivilprozessordnung --ZPO--; Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 22. Juli 2008 3 AZN 584/08 (F), Neue Juristische Wochenschrift 2009, 541, zu § 78a des Arbeitsgerichtsgesetzes; Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 6. November 2007 8 C 17/07, n.v., zu § 152a der Verwaltungsgerichtsordnung).
Nach der fachgerichtlichen Rechtsprechung (etwa BGH, NJW-RR 2006, 63; ebenso Bundesarbeitsgericht, NJW 2009, 541 zu § 78a Arbeitsgerichtsgesetz) ist für die Entscheidung über die Gehörsrüge nach § 321a ZPO der im Ausgangsverfahren befasste Spruchkörper in der nach der Geschäftsverteilung berufenen regulären Spruchgruppe zuständig, weil es eine abweichende gesetzliche Regelung nicht gibt.Da die Anhörungsrüge nach § 321a ZPO gegen alle instanzbeendenden Entscheidungen, auch von Einzelrichtern, in Betracht kommt, gegen die ein Rechtsmittel oder ein anderer Rechtsbehelf nicht gegeben ist, würde die Annahme einer an § 320 Abs. 4 Satz 2 ZPO orientierten ausschließlichen Zuständigkeit des bisher entscheidenden Richters die Anwendung dieser Rüge in einem ihrem Zweck nach nicht gerechtfertigten Umfang einschränken; bei Verhinderung des mitwirkenden Richters wäre nämlich eine Entscheidung nicht möglich.
Das bedeutet, dass im Übrigen --auch im vorliegenden Fall-- die Sachen dem Senat zuzuteilen sind, der nach der Änderung zuständig ist (Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 22. Juli 2008 3 AZN 584/08 (F), BAGE 127, 180).
Da es sich nicht um ein Rechtsmittel handelt, ist eine eingehende Rechtsmittelbelehrung insoweit nicht erforderlich (vgl. BAG 22. Juli 2008 - 3 AZN 584/08 (F) - Rn. 17, NJW 2009, 541) .