Source: https://www.juristische-fachseminare.de/erbrecht-familienrecht-muenchen-20-juli-2018.html
Timestamp: 2018-07-21 23:26:32
Document Index: 274035134

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 1374', '§ 1375', '§ 1390', '§ 1380', '§ 1363', '§ 1519', '§ 15', 'BGH']

Fortbildungsseminar "Erb- und Familienrecht Intensiv" in München am 20. Juli 2018
Freitag, den 20. Juli 2018, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr
5 plus 5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Erbrecht oder im Familienrecht an einem Tag!
zugleich 5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Sozialrecht
Freitag, den 20. Juli 2018, von 8.30 Uhr bis 19.45 Uhr - 10 Stunden
Fortbildung gem. § 15 FAO im Erbrecht oder im Familienrecht auch 7,5 oder 5 Stunden buchbar!
Teil 1: Freitag, den 20. Juli 2018, von 08.30 bis 13.45 Uhr - 5 Zeitstunden
Thema: Unentgeltliche Zuwendungen und Erbschaften im Familien- und Erbrecht
Schenkungen und Erbschaften stellen einen Erwerb dar, zu dem andere Personen als der Schenker bzw. Erblasser nichts beigetragen haben und für welche der Beschenkte bzw. Erbe selbst nichts beigetragen haben. Diese Erwerbsformen werden deswegen in vielerlei Hinsicht anders behandelt als sonstige Erwerbstatbestände. Das betrifft vor allem auch die Zugewinngemeinschaft. Hier bestehen Sonderregeln, die sicherstellen sollen, dass nur ehebedingter Erwerb ausgeglichen werden soll (§ 1374 Abs. 2 BGB), Regelungen für die Hinzurechnung von Vermögen, das ein Ehegatte unentgeltlich weggibt (§§ 1375 Abs. 2, 1378 Abs. 2 BGB), Bestimmungen für Ansprüche gegen Dritte, denen ein Ehegatte unentgeltliche Zuwendungen gemacht hat (§ 1390 BGB) und Regelungen für unentgeltliche Zuwendungen der Eheleute untereinander (§ 1380 BGB). Schließlich hat der Güterstand ganz erhebliche Auswirkungen auf die Erbfolge bzw. Nachlasszusammensetzung eines Ehegatten, der im gesetzlichen Güterstand gelebt hat. Vor allem die durch die Reform 2009 erfolgte Berücksichtigung eines negativen Anfangsvermögens hat hier große Veränderungen gebracht, deren sich Eheleute und Rechtsberater bei der Gestaltung von letztwilligen Verfügungen oft nicht bewusst sind.
Ziel des Seminars ist es, die Besonderheiten des Erwerbs im Wege der Schenkung und von Todes wegen ebenso ins Bewusstsein zu rufen, wie die Fragen, welche sich bei der Nachlassplanung von im Güterstand der Zugewinngemeinschaft lebenden Ehegatten ergeben. Der Fokus liegt dabei auf der „klassischen“ Zugewinngemeinschaft i.S.d. §§ 1363 ff. BGB. Auf die deutsch-französische Wahl-Zugewinngemeinschaft (§ 1519 BGB) wird nur eingegangen, soweit sich dort Abweichungen ergeben.
Vor allem sind Themen des Seminars:
Schenkungen und unbenannte Zuwendungen der Ehegatten untereinander im Zugewinn- und Nebenausgleich,
Die unentgeltliche Leistung von Diensten für den anderen Ehegatten und ihre Berücksichtigung im Scheidungsfall,
Unentgeltliche Zuwendungen Dritter an die Ehegatten und deren Rückforderung (unter besonderer Berücksichtigung der Schwiegerelternzuwendungen),
Unentgeltliche Zuwendungen der Ehegatten an Dritte und ihre Berücksichtigung im Zugewinnausgleich,
Der privilegierte Erwerb von Schulden durch Erbfolge und vorweggenommene Erbfolge,
Erbfolge und Pflichtteilsberechtigung beim Tod eines Ehegatten
Die Anrechnung von Schenkungen auf Erbteil und Pflichtteil
Teil 2: Freitag, den 20. Juli 2018, von 14.15 bis 19.45 Uhr - 5 Stunden
5 Stunden Fortbildung gem. § 15 FAO im Erbrecht oder im Familienrecht oder im Sozialrecht
Referentin: Rechtsanwältin Dr. Gabriele Müller-Engels, Referatsleiterin für Erb- und Familienrecht am Deutschen Notarinstitut (DNotI) Würzburg
Thema: Aktuelle Fragen zu Patientenverfügungen, Betreuungsrecht, Vorsorgevollmachten
Das Betreuungsrecht vollendet in diesem Jahr sein 25. Jubiläum. Vieles hat sich in der Praxis bewährt, einiges bedarf einer kritischen Würdigung. Bei derzeit über 1,2 Mio Betreuten lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf die aktuellen Probleme dieses familienrechtlichen Spezialgebiets, das auch derzeit wieder von Reformplänen betroffen ist (Neuregelung der ärztlichen Zwangsmaßnahmen, Einführung einer gesetzlichen Vertretungsmacht für die nächsten Angehörigen).
Den Schwerpunkt der Veranstaltung bilden jedoch die Vorsorgeinstrumente, mit denen die Bestellung eines Betreuers möglichst vermieden werden soll (Vorsorgevollmacht) bzw. das Selbstbestimmungsrecht des Patienten auch für den Fall der eigenen Entscheidungsunfähigkeit gewahrt werden soll (Patientenverfügung). Hierzu sollen Gestaltungsfragen eingehend erörtert und verschiedene Vollzugsprobleme aufgezeigt werden.
Betreuung als staatliches Fürsorgeinstrument; Voraussetzungen und Wirkungen des Rechtsinstituts
Aktuelle Reformvorhaben im Betreuungsrecht (ärztliche Zwangsmaßnahmen; gesetzliche Vertretung durch die nächsten Angehörigen)
Verhältnis von gesetzlicher Betreuung zur privatautonomen Vorsorge (Grundsatz der Subsidiarität der Betreuung; Ausnahmen vom Nachranggrundsatz)
Ausgestaltung einer praxistypischen Vorsorgevollmacht (Umfang und Inhalt); Form- und Wirksamkeitsprobleme
Anwendungsbereich einer Patientenverfügung; Ergänzung durch Bestellung eines Bevollmächtigten
Notwendigkeit der Konkretisierung der Patientenverfügung nach der aktuellen höchstrichterlichen Rechtsprechung (BGH, Urteile vom 6.7.2016 – XII ZB 61/16 sowie vom 8.2.2017 – XII ZB 604/15); Anpassungsbedarf bisher errichteter Verfügungen