Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=11.01.2000&Aktenzeichen=11%20VR%204.99
Timestamp: 2019-11-12 03:16:20
Document Index: 343343320

Matched Legal Cases: ['§ 133', '§ 5', '§ 80', '§ 42', '§ 72', '§ 44', '§ 133', '§ 42', '§ 37', '§ 42', '§ 42', '§ 98', '§ 35', '§ 133', '§ 133', '§ 35', '§ 35', '§ 35']

BVerwG, 11.01.2000 - 11 VR 4.99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,2129
BVerwG, 11.01.2000 - 11 VR 4.99 (https://dejure.org/2000,2129)
BVerwG, Entscheidung vom 11.01.2000 - 11 VR 4.99 (https://dejure.org/2000,2129)
BVerwG, Entscheidung vom 11. Januar 2000 - 11 VR 4.99 (https://dejure.org/2000,2129)
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BGB § 133; VerkPBG § 5 Abs. 2; VwGO § 80 Abs. 5 Satz 1; VwVfG § 42, § 72 Abs. 1 Satz 1; WaStrG § 44
Fristversäumnis bei Aussetzungsantrag; Planfeststellung; Auslegung eines Verwaltungsakts; Berichtigung offenbarer Unrichtigkeiten; naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen; Inanspruchnahme von Pachtflächen; Ersatzlandbeschaffung; Existenzgefährdung
Fristversäumnis bei Aussetzungsantrag; Planfeststellung; Auslegung eines Verwaltungsakts; Berichtigung offenbarer Unrichtigkeiten; naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen; Inanspruchnahme von Pachtflächen; Ersatzlandbeschaffung; Existenzgefährdung.
Fristversäumnis bei Aussetzungsantrag - Planfeststellung - Auslegung eines Verwaltungsakts - Berichtigung offenbarer Unrichtigkeiten - Naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen - Inanspruchnahme von Pachtflächen - Ersatzlandbeschaffung - Existenzgefährdung
Verfahrensrecht - Berichtigung eines Planfeststellungsbeschlusses
NVwZ 2000, 553
DVBl 2000, 916
Maßgebend ist entsprechend der Auslegungsregel des § 133 BGB der erklärte Wille, wie ihn der Empfänger bei objektiver Würdigung verstehen konnte (vgl. BVerwG, Beschluss vom 11. Januar 2000 - BVerwG 11 VR 4.99 - NVwZ 2000, 553 = DVBl 2000, 916; Urteil vom 15. Dezember 1989 - BVerwG 7 C 35.87 - BVerwGE 84, 220 ).
Danach richtet sich die Auslegung eines Verwaltungsakts nach dem erklärten Willen der erlassenden Behörde, wie ihn der Empfänger bei objektiver Würdigung verstehen konnte (vgl. etwa BVerwG, Beschluss vom 11. Januar 2000 - BVerwG 11 VR 4.99 - Buchholz 316 § 42 VwVfG Nr. 4 S. 1 f. m.w.N.).
OVG Thüringen, 29.04.2008 - 4 ZKO 610/07
Rücknahme eines Herstellungsbeitragsbescheids mit nachfolgendem Neuerlass
Spezifisch individuelle Einschätzungen oder gar unvernünftige Überlegungen bleiben außer Betracht (vgl. BVerwG, Beschluss vom 11.01.2000 - 11 VR 4/99 -, NVwZ 2000, S. 553 [554];… Beschluss vom 09.06.1999 - 11 B 47/98 -, NVwZ 1999, S. 1231 [1231 f.]).
Nach diesen Grundsätzen kann offen bleiben, ob -wie von den Klägern behauptet -die unzutreffenden Verweisungen im Planfeststellungsbeschluss gegen das Bestimmtheitsgebot des § 37 Abs. 1 VwVfG verstoßen oder ob es sich lediglich um Schreibfehler im Sinne des § 42 VwVfG handelt, die von der Behörde auch bei einem Planfeststellungsbeschluss jederzeit berichtigt werden können (vgl. BVerwG, Beschluss vom 11. Januar 2000 -11 VR 4.99 -, NVwZ 2000, 553).
Soweit sich der angefochtene Bescheid in seiner Teilbedeutung als Berichtigungsbescheid als rechtmäßig erweist - wie im folgenden ausgeführt -, ändert er nicht den Inhalt des Bescheides vom 27. November 1996, sondern lediglich dessen Verlautbarung: Die Berichtigung stellt lediglich klar, was wirklich gewollt war (so zur Parallelvorschrift des § 42 VwVfG: BVerwG vom 11. Januar 2000 - 11 VR 4/99, NVwZ 2000, 553, 555 unter Bezugnahme auf BVerwG vom 15. Mai 1970 - VI C 26.66, DÖV 1970, 747 = Buchholz 237.7 § 98 NWLBG Nr. 8).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 11. Januar 2000 - 11 VR 4.99 -, NVwZ 2000, 553, sowie Urteil vom 18. Juni 1980 - 6 C 55.79 -, BVerwGE 60, 223; Kopp/Ramsauer, a.a.O., § 35 Rn. 19.
Wie das Verwaltungsgericht schlüssig dargelegt hat, ist für die Auslegung eines Verwaltungsakts entsprechend der Regelung des § 133 BGB der erklärte Wille maßgebend, wie ihn der Empfänger bei objektiver Würdigung verstehen konnte (vgl. auch BVerwG, Beschluss vom 11.1.2000 - 11 VR 4.99 -, NVwZ 2000 S. 553).
Eine derartige Berichtigung stellt lediglich klar, was wirklich gewollt war (vgl. BVerwG, Beschluss vom 11.1.2000 - 11 VR 4.99 -, NVwZ 2000 S. 553).
VGH Baden-Württemberg, 20.07.2017 - 12 S 468/15
Bewilligung des Sachkostenbeitrags der Schulen für Erziehungshilfe an die …
Für die Auslegung eines Verwaltungsakts zur Bestimmung seines Inhalts ist entsprechend §§ 133, 157 BGB der erklärte Wille maßgebend, wie ihn der Adressat bei objektiver Würdigung nach Treu und Glauben unter Berücksichtigung der bekannten und erkennbaren Umstände verstehen musste bzw. durfte (BVerwG, Beschluss vom 11.01.2000 - 11 VR 4.99 - juris Rn. 35;… Ramsauer, in: Kopp/Ramsauer, VwVfG, 17. Aufl., 2016, § 35 Rn. 55 mwN;… von Alemann/Scheffczyk, in: Bader/Ronellenfitsch, VwVfG, 2. Aufl., 2016, § 35 Rn. 46 - jew. m.w.N.;… siehe näher zur Auslegung nach dem objektiven Empfängerhorizont auch Reder, Auslegung von Verwaltungsakten, 2001, S. 83 ff.).
Danach ist der erklärte Wille der erlassenden Behörde maßgebend, wie ihn der Empfänger bei objektiver Würdigung verstehen konnte (vgl. BVerwG, Urteile vom 20.04.2005 - 9 C 4.04 -, BVerwGE 123, 292, vom 11.01.2000 - 11 VR 4.99 -, juris, und vom 19.03.2013 - 5 C 16.12 -, juris; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 20.07.2017 - 12 S 468/15 -, juris;… von Alemann/Scheffczyk, in: Bader/Ronellenfitsch, VwVfG, 2. Auflage 2016, § 35 Rn. 46 m.w.N.).
VG Berlin, 14.03.2002 - 21 A 361.01
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