Source: https://vieta.ch/de/Verband/Statuten
Timestamp: 2019-08-25 18:12:00
Document Index: 193006775

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 11', 'Art. 60', '§ 4', '§3', '§2', '§3', '§ 2', '§ 3', '§ 2', '§ 3', '§ 2', '§ 3', '§8', '§11', '§13']

VIETA - Berufsverband tierpsychologischer Beraterinnen und Berater - Statuten
§ 2 Zweck und Grundsätze der VIETA
§ 3 Grundsätze der Mitglieder
§ 11 Beratende Kommissionen und Rechnungsrevisoren
„Im Text wird der Einfachheit halber nur die männliche Form verwendet. Die weibliche Form ist selbstverständlich immer miteingeschlossen.“
Der Verband führt den Namen VIETA – Verband und Interessengemeinschaft der Ethologen und Tierpsychologen mit Ausbildung nachfolgend VIETA genannt. Er ist ein Verband im Sinne von Art. 60ff (ZGB). Er ist politisch und konfessionell neutral. Das Geschäftsjahr des Verbands ist das Kalenderjahr. Sitz und Gerichtsstand befinden sich am Wohnort des jeweiligen Präsidenten.
VIETA ist ein Verband für unter § 4 aufgeführte Fachleute, die auf dem Gebiet der Tierpsychologie und Ethologie (Verhaltensbiologie) tätig sind.
Er hat die folgenden Ziele:
Austausch von Erfahrungen und neuesten Erkenntnissen in der Praxis.
Austausch der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Wahrnehmen der fachlichen bzw. beruflichen Interessen der Mitglieder.
Sicherung von Weiterbildung und Angebot von Ausbildungen in tierpsychologischer Beratung.
Verbreitung des Gedankengutes, dass Verhaltensprobleme und störungen durch entsprechend ausgebildete Fachleute korrigiert oder therapiert werden können.
Verbreitung des Gedankengutes, dass durch art- und tiergerechte Haltung von Heimtieren und entsprechend adäquates Verhalten seitens der Halter Verhaltensprobleme oder -störungen in der Beziehung zwischen Menschen und Heimtieren vermieden werden können.
§3 Grundsätze der Mitglieder
Die Mitglieder von VIETA vertreten in der Gesellschaft die ideellen Anliegen des VIETA nach Kräften.
Sie achten auf die möglichen Folgen ihrer Tätigkeit und ihrer Aufträge und fördern keine Projekte, welche den Anliegen von VIETA widersprechen.
Sie bedienen sich keiner schmerz- oder leidinduzierenden Mittel im Umgang mit Tieren und halten sich an den Ethikkodex.
Sie bedienen sich im Wettbewerb untereinander keiner unehrenhaften Mittel.
Auf Antrag des Vorstandes oder von Verbandsmitgliedern können an der GV Persönlichkeiten, die auf dem Gebiet der Heimtier-Verhaltenskunde, der Tierpsychologie oder Ethologie besondere Leistungen erbracht haben oder durch besondere Verdienste für VIETA aufgefallen sind, zu Ehrenmitgliedern ernannt werden.
Ehrenmitglieder bezahlen keine Mitgliedjahresbeiträge und erhalten dieselben Rechte wie Aktivmitglieder.
Ehrenmitglieder haben ein Stimmrecht. Jedes Ehrenmitglied hat eine Stimme.
Diplomierte tierpsychologische Berater IET, diplomierte tierpsychologische Berater VIETA und diplomierte tierpsychologische Berater IFT, die §2 und §3 der VIETA-Statuten anerkennen.
Absolventen mit einer gleichwertigen Ausbildung in tierpsychologischer Beratung, die § 2 und § 3 der VIETA-Statuten anerkennen. Über die Gleichwertigkeit der Ausbildung entscheidet der Vorstand aufgrund der eingereichten Unterlagen im Aufnahmegesuch und einem persönlichen Vorstellungsgespräch mit mindestens zwei Vorstandsmitgliedern.
Der Vorstand stellt Antrag an die Generalversammlung (GV).
Tierärzte mit verhaltensmedizinischer Ausbildung, die § 2 und § 3 der VIETA-Statuten anerkennen.
Ethologen mit Master oder Doktorat, die § 2 und § 3 der VIETA-Statuten anerkennen.
Aktivmitglieder zahlen den vollen Jahresbeitrag.
Aktivmitglieder haben ein Stimmrecht. Jedes Aktivmitglied hat eine Stimme.
Passivmitglieder sind Mitglieder, die zurzeit keine aktive tierpsychologische Beratertätigkeit ausüben oder einen Sitz im Ausland haben und nur im Ausland berufstätig sind.
Passivmitglieder zahlen den vollen Jahresbeitrag.
Passivmitglieder haben ein Stimmrecht. Jedes Passivmitglied hat eine Stimme.
4.1 Mitglieder–Kategorien
4.1.1 Aktivmitglieder
4.1.2 Passivmitglied
4.1.3 Ehrenmitglied
4.2 Aufnahmeverfahren
Das Aufnahmegesuch kann erst nach dem Abschluss einer Ausbildung gestellt werden. Alle Bewerber erhalten zum Beitritt die nötigen Unterlagen wie Statuten und Anmeldeformular etc. Aufnahmegesuche sind an den Präsidenten der VIETA zuhanden des Vorstandes einzureichen. Bewerber mit anderer Ausbildung als die des Verbandes müssen zusätzlich zum Antrag Kopien aller Ausbildungsunterlagen und Diplome dem Präsidenten einreichen.
Der Vorstand schlägt der GV Kandidaten zur Aufnahme in den Verband vor. Der Be-werber gilt nach Bezahlung des Aufnahme- und Mitgliederbeitrages als provisorisch auf-genommen und wird an die nächste GV als Gast eingeladen, um die definitive Aufnahme durch die GV zu beschliessen. Bei Ablehnung der Aufnahme durch die GV wird dem Bewerber der Mitgliederbeitrag zurückerstattet.
Provisorisch aufgenommene Aktivmitglieder können sich für die Adressliste und für einen Eintrag auf der Homepage des Verbands anmelden.
Die Bewerber müssen nach gestelltem Antrag an der nächstfolgenden Generalversamm-lung persönlich anwesend sein, damit über ihre definitive Mitgliedschaft abgestimmt werden kann. Ist dies aus zwingenden Gründen nicht möglich, wird das Neumitglied an eine Vorstandssitzung eingeladen und der Vorstand vertritt das Aufnahmegesuch an der folgenden Generalversammlung.
Der Antrag zur Aufnahme als VIETA-Mitglied kann ohne Begründung vom Vorstand abgelehnt werden. Ebenfalls kann die GV eine Aufnahme entgegen der Empfehlung des Vorstandes ablehnen.
Die Mitgliedschaft erlischt mit dem Tod oder dem Austritt des Mitgliedes. Der Austritt hat sechs Monate vor Ende des Kalenderjahres durch eine schriftliche Erklärung, gegenüber dem Präsidenten oder dem Kassier zu erfolgen.
Ferner endet die Mitgliedschaft durch Ausschluss aus dem Verband, wenn das Mitglied in grober Weise gegen die Interessen und Grundsätze des Verbands verstösst, Statuten verletzt, seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommt oder keine Weiterbildungen absolviert. Über den Ausschluss entscheidet die Generalversammlung gemäss Antrag des Vorstandes. Zuvor ist dem betroffenen Mitglied die Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Mitglieder haben das Rekursrecht an die GV, sofern sie vorgängig ihren finanziellen Verpflichtungen restlos nachgekommen sind und/oder den Beleg einer vom Vorstand akzeptierten Weiterbildung erbracht haben. Das Rekursrecht erlischt im Wiederholungsfall.
Die Mitglieder haben das Recht, ihre Zugehörigkeit zum Verband durch die Ergänzung «VIETA» nach ihrem Namen oder «Mitglied VIETA» auf Visitenkarten, Korresponden-zen und Werbeunterlagen publik zu machen.
Die Verbandsbezeichnung ist persönlich und darf nicht Bestandteil der eigenen Firmenbezeichnung des Mitglieds sein.
Aktivmitglieder haben das Recht der Veröffentlichung ihrer Kontaktdaten in den entsprechenden Rubriken auf der Webseite der VIETA, sofern sie ihren Mitgliederbeitrag binnen eines Monats nach Rechnungsstellung bezahlt haben. Nach dieser Frist kann die Veröffentlichung dieser Daten provisorisch auf der Webseite gelöscht werden, bis der Mitgliederbeitrag bezahlt worden ist.
Webseiten der Mitglieder werden auf Wunsch verlinkt, sofern sie einen tierpsychologischen Inhalt aufweisen.
Aktualisierung und Repetition eines mehrstündigen Vortrages / Seminars
Kurzvortrag halten (Erstpräsentation)
½ Tag Weiterbildung
Lektüre in Buchform (zur Anerkennung muss die ISBN Nummer sowie eine Zusammen-fassung von einer A4 Seite dem Verantwortlichen vorgelegt werden) Lektüre von mindestens 4 Fachartikeln aus anerkannten wissenschaftlichen Journals zur Verhaltensbiologie und Tierpsychologie (Animal Behaviour, Behavioural Processes, Ap-plied Animal Behaviour Science, Animal Welfare, Anthrozoos, etc. (Zur Anerkennung muss die vollständige Referenz und die DOI- Nummer sowie eine Zu-sammenfassung von einer A4 Seite pro 4 Artikel dem Verantwortlichen vorgelegt wer-den)
Studium von Videos oder Filmen (zur Anerkennung muss die ISBN Nummer sowie eine Zusammenfassung von einer A4 Seite dem Verantwortlichen vorgelegt werden)
Die Mitglieder sind verpflichtet dem Vorstand eine aktuelle Kontaktadresse zu melden.
Die Mitglieder haben die von der Generalversammlung festgelegten Eintritts- und Jahres-beiträge zu leisten..
Kosten und Gebühren, die durch Veranstaltungen des VIETA entstehen und das Veran-staltungsbudget übersteigen, können zusätzlich aus der Vereinskasse finanziert werden
Die Mitglieder von VIETA müssen sich regelmässig fortbilden.
Innert 4 Jahren muss von jedem Mitglied 8 Bildungspunkte (nachfolgend BP genannt) gesammelt werden, Neumitglieder pro Rata entsprechend weniger.
Die Punkte werden anerkannt, wenn die Weiterbildung zum Thema Tierpsychologie, Ethologie oder in einer anderen Form von Verhalten von Tieren und/oder Menschen handelt
drei (3) Bildungspunkte: Halten eines mehrstündigen Vortrags / Seminars (Erstpräsentation)
zwei (2) Bildungspunkte: 1 Tag Weiterbildung 2 Webinare
ein (1) Bildungspunkt:
§8 Organe des Verbands
Komissionen und Revisor
Die Generalversammlung GV findet einmal jährlich in der ersten Jahreshälfte an einem vom Vorstand zu bestimmenden Ort statt. Alle Mitglieder werden, unter Angabe der Traktanden, mindestens vier Wochen vor dem Termin schriftlich (Brief oder Mail) eingeladen. Jede statutenmässig einberufene GV ist ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Stimmberechtigten beschlussfähig.
Der ordentlichen Generalversammlung obliegen:
Aufnahme von Mitgliedern gemäss Antrag des Vorstandes
Ausschluss von Mitgliedern gemäss Antrag des Vorstandes
Beschlussfassung über periodische Publikationen oder Veranstaltungen
Festsetzung des Eintritts- und Jahresbeitrages
Wahl des/der Präsidenten
Empfehlung der Mindesttarife für Beratung
Wahl von Revisor(en)
Wahl einer Kommission für die TP Kurse, welche mindestens 1 Vorstandsmitglieder beinhalten muss
Beschlüsse betreffend Webseite und öffentlicher Auftritte
Statutenänderungen und die Verbandsauflösung sind ebenfalls der Generalversammlung vorbehalten.
Die Generalversammlung wird in der Regel vom Präsidenten geleitet; bei Stimmengleichheit entscheidet der Präsident. Bei Abwesenheit des Präsidenten entscheidet der Tagespräsident. Bei Abstimmungen entscheidet das einfache Mehr der Stimmberechtigten.
Bei Wahlen sowie bei Beratungen und Geschäften, die den Präsidenten oder die anwesenden Vorstandsmitglieder betreffen, übernimmt der Tagespräsident den Vorsitz.
An jeder ordentlichen GV ist ein schriftliches Protokoll zu führen, das vom Präsidenten oder bei dessen Verhinderung vom Vizepräsidenten und einem weiteren Vorstandsmitglied zu unterzeichnen ist.
Eine ausserordentliche GV kann auf Beschluss des Präsidenten, eines Vorstandsmitgliedes oder von mindestens 1/5 der Mitglieder einberufen werden. Die Einladungen sind, unter Angabe der Tagesordnung, mindestens drei Wochen vor der Versammlung an alle Verbandsmitglieder zu schicken (Brief oder Mail).
Die ausserordentliche GV wird in der Regel vom Präsidenten, oder einem anderen Vorstandsmitglied geleitet, kann aber auch von einem weiteren Mitglied oder einem gewählten Tagespräsidenten geführt werden.
Von jeder ausserordentlichen GV muss ein Protokoll geführt und vom Präsidenten oder Tagespräsidenten und einem anwesenden Mitglied unterschrieben werden.
Für eine ausserordentlich GV gelten sonst die gleichen Vorgaben wie bei einer ordentlichen GV.
Der Vorstand setzt sich aus mindestens 5 Verbands-Mitgliedern zusammen:
Aktuar/Sekretär
Ausser dem von der GV ausdrücklich ernannten Präsidenten und Kassier konstituiert sich der Vorstand selber.
Die Amtszeit des Vorstandes beträgt zwei Jahre. Alle Vorstandsmitglieder können mehrmals gewählt werden.
Der Präsident und der Kassier sowie neue Vorstandsmitglieder werden einzeln gewählt.
Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit seiner Mitglieder an der Sitzung teilnimmt.
Der Vorstand hat ein Finanzreglement. Der Vorstand kann auf Antrag der TP Ausbildungskommission Änderungen im TP Kursreglement beschliessen.
Vertretung des Verbands nach aussen
Der Präsident ist alleine zur Vertretung des Verbands berechtigt, der Vizepräsident nur mit einem anderen Vorstandsmitglied gemeinsam
Vorbereitung der Geschäfte der GV und Antragstellung an dieselbe
Zuweisen von besonderen Aufgaben an geeignete Personen unter Wahrung seiner Verantwortlichkeit (z.B. Webmaster)
Der Kassier und Präsident haben mit Einzelunterschrift die Bankvollmacht.
Dem Vorstand obliegen die täglichen Geschäfte des Verbands.
§11 Beratende Kommissionen und Rechnungsrevisoren
Der Vorstand kann in eigener Kompetenz beratende Kommissionen ins Leben rufen. Mit-glied solcher Kommissionen kann jedes Vereinsmitglied werden. Die Kommission kann auch durch externe Fachleute ergänzt werden. Solche Kommissionen fassen beratende Beschlüsse für den Vorstand
Die GV wählt einen Rechnungsrevisor. Dieser überprüft nach erstelltem Kassenabschluss die Jahresrechnung, legt schriftlich seinen Bericht der GV vor und stellt den Antrag zur Decharge. Der Revisor muss nicht Mitglied von VIETA sein. Die Amtsdauer beträgt zwei Jahre. Eine Wiederwahl ist möglich.
Die Einnahmen des Verbands bestehen aus den Eintritts- und Jahresgebühren, allfälligen ausserordentlichen Mitgliederbeiträgen, Spenden und einem allfälligen Gewinn aus dem Kurswesen und Weiterbildungen.
Eine persönliche Haftung der Verbandsmitglieder für Verpflichtungen des Verbands über ihre statuarische Beitragspflicht hinaus besteht nicht.
Ausgetretene und ausgeschlossene Mitglieder haben keinen Anspruch auf das Verbandsvermögen, ebenfalls entfallen alle Unterschriftsberechtigungen und Vollmachten.
§13 Auflösung des Verbands
Die Auflösung des Verbands kann nur durch Beschluss einer ordentlichen oder ausserordentlichen GV mit der 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitgliedern beschlossen werden.
Ein allfällig vorhandenes Vermögen geht an eine von der GV zu bestimmende Tierschutzorganisation.
Revidiert und angenommen, 11.03.2018; Inkraftsetzung ab der ordentlichen GV vom 11.03.2018