Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F09-10-2007-9C_513-2007
Timestamp: 2016-10-25 13:51:06
Document Index: 352913840

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 99', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 107', 'Art. 8', 'Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'Art. 87', 'Art. 87']

D.________, 1956, Beschwerdef�hrerin,
vertreten durch F�rsprecher Daniel Buchser, Bahnhofstrasse 3, 5734 Reinach,
Die 1956 geborene D.________ ist Krankenpflegerin von Beruf. Sie arbeitete von 1984 bis 1997 im Alterszentrum Q.________, zuletzt als Leiterin einer Pflegeabteilung. Nachdem sie sich im Oktober 1996 unter Hinweis auf R�ckenbeschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet hatte, traf diese verschiedene medizinische und erwerbliche Abkl�rungen. In der Folge �bernahm die IV-Stelle des Kantons Aargau ab 16. August 1997 die Umschulung der Versicherten zur kaufm�nnischen Angestellten an der Schule A.________, welche D.________ mit dem Erwerb des Handelsdiploms am 30. Juni 2000 abschloss. Die anschliessende T�tigkeit im Arztsekretariat der Medizinischen Klinik X.________ musste sie nach drei Monaten wegen R�ckenbeschwerden aufgeben. Seit Januar 2001 arbeitet D.________ in einem Pensum von 90 %, seit 1. August 2004 von 50 %, in der Rehaklinik Y.________. Am 28. November 2005 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an. Nach Beizug eines Berichts des Dr. med. S.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 13. Dezember 2005, welchem ein Bericht der Rheumaklinik und Institut f�r Physikalische Medizin und Rehabilitation, Spital Z.________, vom 20. August 2004 beigelegt war, gelangte die IV-Stelle zum Schluss, dass der Versicherten ihre angestammte T�tigkeit als Krankenpflegerin nur noch zu 50 % zumutbar sei. Hingegen k�nnte sie eine r�ckenschonende, wechselbelastende Arbeit mit regelm�ssigem Bewegen und ohne Heben von schweren Lasten mit R�cksicht auf ihren Gesundheitszustand vollzeitlich verrichten. Aus dem Vergleich des hypothetischen Einkommens als Krankenschwester mit dem erzielbaren Lohn als kaufm�nnische Angestellte ermittelte die IV-Stelle einen Invalidit�tsgrad von 24 %, weshalb sie das Rentengesuch am 10. April 2006 verf�gungsweise ablehnte. Auf Einsprache hin hielt die IV-Stelle mit Entscheid vom 12. Juni 2006 an ihrem Standpunkt fest.
Die Versicherte l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Rechtsbegehren, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei die Sache zu neuer Beurteilung an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen; eventuell sei ihr eine halbe Invalidenrente ab November 2005 zuzusprechen.
W�hrend die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung. Das kantonale Versicherungsgericht �ussert sich in ablehnendem Sinne zur Beschwerde.
Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann u.a. die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Ferner darf das Bundesgericht nicht �ber die Begehren der Parteien hinausgehen (Art. 107 Abs. 1 BGG).
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG), den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG), die Bemessung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) sowie die Bedeutung �rztlicher Ausk�nfte f�r die Belange der Invalidit�tssch�tzung (BGE 115 V 133 f. E. 2, 114 V 310 E. 3c S. 314, 105 V 156 E. 1 S. 158; siehe auch BGE 125 V 256 E. 4 S. 261) zutreffend wiedergegeben. Darauf kann verwiesen werden.
3.1 Die Vorinstanz gelangte in W�rdigung des Berichts des Dr. med. S.________ vom 13. Dezember 2005, des von ihm eingereichen Berichts des Spitals Z.________ vom 20. August 2004 sowie eines am R�ntgeninstitut B.________ erstellten Computertomogramms der LWS (Bericht des Dr. R.________ vom 21. April 2004) zum Schluss, dass die Beschwerdef�hrerin mit R�cksicht auf ihren Gesundheitszustand in der Lage w�re, eine leidensangepasste T�tigkeit in einem Vollzeitpensum auszu�ben; hingegen stehe ausser Frage, dass die von der Versicherten verrichtete T�tigkeit im Pflegebereich (derzeit als Patientenbetreuerin) aus gesundheitlichen Gr�nden nur in reduziertem Ausmass in Betracht f�llt. Der Umstand, dass die Beschwerdef�hrerin ihren Anstellungsvertrag im Pflegebereich im Jahre 2004 auf ein 50 %-Pensum reduzierte, lasse nicht auf eine Verschlimmerung der R�ckensituation schliessen.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin bringt im Wesentlichen vor, das kantonale Gericht habe den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt, indem es die T�tigkeit als Patientenbetreuerin in einer Rehaklinik f�lschlicherweise als k�rperlich belastend und deshalb ungeeignet eingesch�tzt habe. Die entsprechende Arbeit sei aber eher mit derjenigen einer Sozialarbeiterin vergleichbar. Ihr Aufgabenbereich sei in der Beschwerde an die Vorinstanz eingehend geschildert worden. Obwohl es sich um eine k�rperlich leichte Arbeit handle, verm�ge die Beschwerdef�hrerin diese nur im Umfang von 50 % zu verrichten.
Das Versicherungsgericht hat den rechtserheblichen medizinischen Sachverhalt richtig festgestellt, indem es entsprechend den klaren Angaben im Bericht der Rheumaklinik und Institut f�r Physikalische Medizin und Rehabilitation, Spital Z.________, vom 20. August 2004 und des Dr. med. S.________ vom 13. Dezember 2005 zur Auffassung gelangte, die Beschwerdef�hrerin w�re in einer leidensangepassen Erwerbst�tigkeit uneingeschr�nkt arbeitsf�hig. Die Vorinstanz hat ferner entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrerin nicht angenommen, im Pflegebereich bestehe volle Arbeitsf�higkeit, sondern hat ausdr�cklich festgehalten, dass die Versicherte auch als Patientenbetreuerin nicht voll einsatzf�hig ist. Als m�gliche, vollzeitlich zu verrichtende T�tigkeiten hat die Vorinstanz folgerichtig nicht solche aus dem Pflegebereich erw�hnt, sondern B�rot�tigkeiten, die keine sitzende Dauerposition erfordern, sondern dem �rztlicherseits umschriebenen T�tigkeitsprofil (Arbeit ohne repetitives Tragen �ber 12 kg, ohne Dauerpositionen im Stehen und Sitzen, ohne repetitive Zwangspositionen und �berkopfarbeiten) entsprechen.
Der vom kantonalen Gericht ermittelte Invalidit�tsgrad von 30 %, dessen Bemessung von der Versicherten nicht ger�gt wird, gibt, soweit im Rahmen der dem Bundesgericht zustehenden Kognition (E. 1 hievor) zu pr�fen, zu keinen Bemerkungen Anlass.
Soweit die Beschwerdef�hrerin geltend macht, ihr Gesundheitszustand habe sich in letzter Zeit stark verschlimmert, so dass sie nicht mehr in der Lage sei, zu mehr als 50 % eine k�rperlich leichte Arbeit auszuf�hren, ist sie auf Art. 87 Abs. 4 IVV hinzuweisen. Nach dieser Bestimmung ist es ihr unbenommen, sich mit einem neuen Rentengesuch an die Invalidenversicherung zu wenden, wobei sie glaubhaft zu machen h�tte, dass sich der Invalidit�tsgrad in einer f�r den Anspruch erheblichen Weise ge�ndert hat (Art. 87 Abs. 3 IVV).