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Timestamp: 2016-10-24 01:53:40
Document Index: 126166724

Matched Legal Cases: ['Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 29']

U 209/00 (31.05.2001)
S.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Fredy F�ssler, Webergasse 21, 9001 St. Gallen,
A.- Der 1946 geborene S.________ war seit 1964 als Spezialmonteur bei der Firma X.________ AG t�tig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Am 17. Juli 1990 fiel er w�hrend eines Ferienaufenthaltes aus ca. drei Metern H�he von einer Heub�hne, wobei er eine Fraktur des Lendenwirbelk�rpers (LWK) 4, eine Pyramidenl�ngsfraktur rechts sowie eine Commotio cerebri erlitt. Die SUVA sprach dem Versicherten mit Verf�gung vom 4. Dezember 1990 eine Integrit�tsentsch�digung auf der Basis einer Integrit�tseinbusse von 5 % zu.
Am 6. Februar 1997 glitt der nun als selbstst�ndiger Landwirt besch�ftigte, nicht mehr bei der SUVA unfallversicherte S.________ aus und st�rzte kopfvoran auf den Boden. Anschliessend traten u.a. vermehrt starke R�ckenbeschwerden auf. Die SUVA, welcher der Vorfall als R�ckfall zum Ereignis vom 17. Juli 1990 gemeldet wurde, lehnte das Leistungsbegehren mit Verf�gung vom 14. Januar 1999 ab, da auf Grund der getroffenen Abkl�rungen ein Zusammenhang der geltend gemachten Beschwerden mit dem Unfall vom 17. Juli 1990 nicht mit der erforderlichen �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sei. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 1. April 1999 fest.
C.- S.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei festzustellen, dass es sich beim Unfallereignis vom 6. Februar 1997 um einen R�ckfall zum Unfall vom 17. Juli 1990 handle und dass die SUVA demzufolge leistungspflichtig sei; eventualiter sei die Sache zu erg�nzenden Abkl�rungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Nachtr�glich reicht er Stellungnahmen des Prof. Dr. med. V.________, Klinik f�r Rheumatologie und Klinische Immunologie/Allergologie, vom 7. und 16. August 2000 ein.
1.- Das kantonale Gericht hat die Bestimmung (Art. 11 UVV) und die Rechtsprechung �ber den Leistungsanspruch bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen, insbesondere �ber die Voraussetzung des nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhanges zwischen dem urspr�nglichen Unfall und den erneut geltend gemachten Beschwerden f�r die Leistungspflicht der Unfallversicherung (BGE 118 V 296 f. Erw. 2c; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 f. Erw. 2 und S. 328 Erw. 3b) sowie zu dem im Sozialversicherungsrecht allgemein �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b), zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. Zu erg�nzen ist, dass es sich bei einem R�ckfall um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit handelt, sodass es zu �rztlicher Behandlung, m�glicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunf�higkeit kommt. Um Sp�tfolgen handelt es sich, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe l�ngerer Zeit organische oder psychische Ver�nderungen bewirkt, die zu einem oft v�llig anders gearteten Krankheitsbild f�hren k�nnen. R�ckf�lle und Sp�tfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an (BGE 118 V 296 Erw. 2c; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 Erw. 2).
2.- a) Die Vorinstanz hat in W�rdigung der umfassenden medizinischen Akten mit �berzeugender Begr�ndung festgehalten, dass ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 17. Juli 1990 und den 1997 als R�ckfall geltend gemachten R�ckenproblemen zu verneinen ist. Wie dem Bericht des Dr. med. Y.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin FMH, vom 1. Oktober 1990 sowie dem �rztlichen Abschlussuntersuchungsbericht des Kreisarztes Dr. med. L.________ vom 31. Oktober 1990 zu entnehmen ist, bestand bereits damals eine unfallfremde, vorbestehende Spondylolisthesis L5, f�r deren Folgen die SUVA nicht aufkam. Die Dres. med. H.________, Z.________ und B.________, Klinik f�r Neurochirurgie, hielten in ihrem Bericht vom 21. April 1998 sodann ausdr�cklich fest, die station�re Behandlung vom 22. Juli bis 15. August 1997 zur oss�ren Dekompression L5 und S1 beidseits und dorsaler Instrumentation von L4 bis S1 beidseits stehe nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 17. Juli 1998 (recte: 1990). In gleichem Sinne f�hrte Dr. med. C.________ anl�sslich seiner kreis�rztlichen Beurteilung vom 14. Dezember 1998/13. Januar 1999 aus, die Spondylolyse und Spondylolisthesis L5/S1 und die konsekutive Problematik im Bereiche der dazugeh�rigen Nervenwurzeln sowie der degenerative Problemkreis dieser Bandscheibe seien keine Unfallfolgen aus dem Jahre 1990. Ebenso befand Dr. med. M.________, Facharzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, am 16. Juli 1999, die gestellte Diagnose einer Spondylolyse/Spondylolisthesis L5/S1 mit Gleitgrad von 1 nach Meyerding und etwas sekund�rer Osteochondrose stamme mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vom gleichen Unfall, der die LWK4-Fraktur bewirkt habe.
Aus diesen Unterlagen geht hervor, dass das vom Beschwerdef�hrer 1997 geklagte R�ckenleiden auf degenerative Ver�nderungen im Bereich der Lendenwirbels�ule zur�ckzuf�hren ist und keine wahrscheinliche Unfallfolge aus dem Jahre 1990 darstellt. Die Zunahme der degenerativen Ver�nderungen ist vielmehr als eigenst�ndiges, unfallunabh�ngiges Krankheitsbild zu interpretieren. Namentlich den einleuchtenden Schlussfolgerungen der SUVA-�rzte, welche auf eingehenden Auseinandersetzungen mit den Vorakten beruhen, kann ohne weiteres gefolgt werden. Dass es sich dabei um versicherungsinterne Berichte handelt, vermag deren Beweiswert nicht zu mindern, zumal keine Umst�nde ersichtlich sind, welche die Unparteilichkeit der Beurteilungen als begr�ndet erscheinen lassen. Die Tatsache allein, dass die befragten �rzte in einem Anstellungsverh�ltnis zum Versicherungstr�ger stehen, l�sst nach der Rechtsprechung des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts (BGE 125 V 353 f. Erw. 3b/ee, 122 V 161 Erw. 1c) nicht schon auf mangelnde Objektivit�t und auf Befangenheit schliessen. Zum gleichen Ergebnis wie die SUVA-�rzte gelangt im �brigen Prof. Dr. med. V.________ in den vom Beschwerdef�hrer letztinstanzlich aufgelegten Stellungnahmen vom 7. und 16. August 2000, wonach die LWK-Fraktur als posttraumatisch, die Lyse mit Olisthesis indes als mit gr�sster Wahrscheinlichkeit vorbestehend anzusehen sei. Auf Grund dieser �bereinstimmenden Aussagen erscheint die Feststellung der �rzte des Kantonsspital A.________ vom 23. Juni 1998, die Wahrscheinlichkeit sei sehr hoch, dass das Ereignis vom 6. Februar 1997 mit den Unfallfolgen vom 17. Juli 1990 einen Zusammenhang habe, als wenig glaubhaft und angesichts des Berichts vom 21. April 1998 sogar als widerspr�chlich, weshalb darauf nicht abzustellen ist.
F�hren die von Amtes wegen vorzunehmenden Abkl�rungen die Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgem�sser Beweisw�rdigung zur �berzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als �berwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es k�nnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr �ndern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (antizipierte Beweisw�rdigung; Kieser, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, S. 212, Rz 450; K�lz/H�ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., S. 39, Rz 111 und S. 117, Rz 320; Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 469 Erw. 4a, 122 III 223 Erw. 3c, 120 Ib 229 Erw. 2b, 119 V 344 Erw. 3c mit Hinweis). In einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtliche Geh�r gem�ss Art. 4 Abs. 1 BV (BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis). Diese Rechtsprechung gilt auch unter der Herrschaft von Art. 29 Abs. 2 der auf den 1. Januar 2000 in Kraft getretenen neuen Bundesverfassung (SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b).
b) S�mtliche Einw�nde in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verm�gen zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren. Insbesondere l�sst sich - wie dargelegt - aus den im vorliegenden Verfahren eingereichten �rztlichen Stellungnahmen nichts zu Gunsten des Standpunktes des Beschwerdef�hrers ableiten.
von Appenzell Ausserrhoden und dem Bundesamt f�r