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Timestamp: 2016-10-27 15:08:16
Document Index: 154308229

Matched Legal Cases: ['Art. 18', 'Art. 20', 'Art. 24', 'Art. 44', 'BGE', 'Art. 44', 'Art. 121', 'Art. 65', 'Art. 66', 'BGE', 'Art. 68']

8C_186/2010 (04.08.2010)
8C_186/2010
Lloyd's Underwriters London,
Avry-Bourg 6, 1754 Avry-Centre FR,
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 4. Januar 2010.
A.a Der 1971 geborene S.________ war als Sachbearbeiter der Gewerkschaft X.________ bei der Unfallversicherung der Krankenkasse SKBH gegen die Folgen von Unf�llen versichert, als er am 22. November 1997 bei einem Squashmatch vom Schl�ger des Mitspielers am linken Auge getroffen wurde. Die SKBH anerkannte ihre Leistungspflicht f�r die Folgen dieses Ereignisses und erbrachte Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen, stellte diese indessen auf den 31. Dezember 2001 ein.
A.b Die auf Grund eines Zusammenarbeitsvertrags mit der SKBH f�r die langfristigen Leistungen zust�ndige Lloyd's Underwriters London (nachfolgend: Lloyd's) sprach dem Versicherten mit Verf�gung vom 7. April 2003 eine Integrit�tsentsch�digung von Fr. 29'160.-, entsprechend einer Integrit�tseinbusse von 30 %, zu. Gleichzeitig lehnte sie es ab, eine Invalidenrente auszurichten. Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht (EVG) hob diese Verf�gung mit Urteil vom 30. Juni 2005 (U 49/05) letztinstanzlich auf und wies die Sache an die Lloyd's zur�ck, damit diese, nach Erg�nzung der Abkl�rungen im Sinne der Erw�gungen, �ber den Anspruch auf Invalidenrente und, soweit 30 % �bersteigend, auf Integrit�tsentsch�digung neu entscheide. In den Erw�gungen hielt das EVG insbesondere fest, dass die nach l�ngerer Arbeit auftretenden starken Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten �berwiegend wahrscheinlich Folgen des Unfalles vom 22. November 1997 sind.
A.c In Nachachtung dieses Urteiles holte die Lloyd's ein Gutachten der Dres. med. D.________ und R.________ (Gutachten vom 27. Februar 2007) ein und bat Dr. med. M.________ um eine Aktenbeurteilung (Bericht vom 18. Dezember 2007). Daraufhin lehnte es die Lloyd's mit Verf�gung vom 11. April 2008 und Einspracheentscheid vom 4. Dezember 2008 ab, eine Invalidenrente oder eine h�here Integrit�tsentsch�digung auszurichten.
Die von S.________ hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 4. Januar 2010 gut und verpflichtete die Lloyd's, dem Versicherten ab dem 1. Januar 2002 eine Invalidenrente entsprechend einer Erwerbseinbusse von 30 % und eine zus�tzliche Integrit�tsentsch�digung von 15 % zu bezahlen.
Mit Beschwerde beantragt die Lloyd's, es sei unter Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides ihr leistungsablehnender Einspracheentscheid zu best�tigen.
W�hrend S.________ auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung.
Streitig und zu pr�fen ist, ob der Beschwerdegegner Anspruch auf eine Invalidenrente und auf eine zus�tzliche, 30 % �bersteigende, Integrit�tsentsch�digung hat.
3.1 Ist der Versicherte infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat er gem�ss Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente. Die Invalidenrente betr�gt bei Vollinvalidit�t 80 Prozent des versicherten Verdienstes; bei Teilinvalidit�t wird sie entsprechend gek�rzt (Art. 20 Abs. 1 UVG).
3.2 Erleidet der Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebliche Sch�digung der k�rperlichen, geistigen oder psychischen Integrit�t, so hat er gem�ss Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integrit�tsentsch�digung.
4.1 Das EVG hat in dem in dieser Sache ergangenen Urteil U 49/05 vom 30. Juni 2005 festgehalten, dass der Beschwerdegegner seine bisherige T�tigkeit, welche Bildschirmarbeit, Aktenstudium und m�ndliche sowie telefonische Besprechungen beinhaltet, nicht w�hrend eines vollen Tagespensums aus�ben kann, weil nach l�ngerer Arbeit starke Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten auftreten. Diese Symptome sind mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf die anl�sslich des Unfalls vom 22. November 1997 erlittene Augenverletzung zur�ckzuf�hren, w�hrend eine zus�tzliche Sch�digung des Gehirns nicht vorliegt. Das EVG wies die Sache zur weiteren Abkl�rungen betreffend H�he der Erwerbsunf�higkeit und der Frage nach einer weiteren Integrit�tsentsch�digung an die Beschwerdef�hrerin zur�ck.
4.2 In Nachachtung dieses Urteils veranlasste die Beschwerdef�hrerin eine Begutachtung durch die Dres. med. D.________ und R.________, �rzte an der Klinik Y.________. In ihrem Gutachten vom 27. Februar 2007 kommen diese �rzte zum Schluss, der Beschwerdegegner sei aufgrund der unfallbedingten Kopfschmerzen und Konzentrationsst�rungen in seiner angestammten T�tigkeit zu 30 % eingeschr�nkt; den zus�tzlichen Integrit�tsschaden sch�tzten sie auf 15 % ein. Damit stehen die Gutachter im Einklang mit der Stellungnahme der Dres. med. G.________ und M.________, �rzte der Augenklinik des Spitals Z.________ vom 26. Februar 2008.
4.3 Rechtsprechungsgem�ss darf das Gericht den im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial�rzte hohen Beweiswert zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverl�ssigkeit der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470 mit weiteren Hinweisen). Entgegen den Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin ergeben sich aus der Aktenbeurteilung des Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH f�r Neurologie vom 18. Dezember 2007 (vgl. zum Beweiswert solcher nicht im Verfahren von Art. 44 ATSG eingeholter Berichte auch das Urteil 8C_408/2009 vom 25. Mai 2010 E. 6.2) keine Indizien gegen die Zuverl�ssigkeit des Gutachtens der Dres. med. D.________ und R.________. Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, verneint Dr. med. M.________ eine durch den Unfall verursachte Einschr�nkung in der Erwerbsf�higkeit, da die Kopfschmerzen und die Konzentrationsst�rungen nicht auf das Ereignis vom 22. November 1997 zur�ckzuf�hren seien. Die Unfallkausalit�t dieser Symptomatik wurde indessen bereits im Urteil des EVG vom 30. Juni 2005 bejaht; entgegen den Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin liegen keine hinreichenden Gr�nde (vgl. Art. 121 ff. BGG) vor, um ausnahmsweise auf dieses Urteil zur�ckkommen zu k�nnen.
4.4 Ist zur Bemessung der Invalidit�t und des Integrit�tsschadens auf die Beurteilung der Dres. med. D.________ und R.________ abzustellen, so sind die von der Vorinstanz zugesprochenen Leistungen unbestrittenermassen nicht zu beanstanden; die Beschwerde ist somit abzuweisen.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 BGG). Als unterliegende Partei hat die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG; BGE 133 V 642 E. 5). Sie hat dem Beschwerdegegner �berdies eine Parteientsch�digung zu entrichten (Art. 68 Abs. 1 BGG).