Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/widerrufsbelehrung-als-vertraglich-eingeraeumtes-widerrufsrecht-3110511
Timestamp: 2020-02-23 01:32:33
Document Index: 272999598

Matched Legal Cases: ['§ 355', 'BGH', 'BGH', '§ 355', '§ 355', '§ 355', '§ 355', 'BGH', 'BGH', '§ 355', '§ 355', '§ 355', '§ 355', 'BGH', 'BGH']

Wider­rufs­be­leh­rung als ver­trag­lich ein­ge­räum­tes Wider­rufs­recht? | Rechtslupe ")}}return a.proceed()});scriptParent=document.getElementsByTagName("script")[0].parentNode;if(scriptParent.tagName.toLowerCase!=="head"){head=document.getElementsByTagName("head")[0];aop_around(head,"insertBefore");aop_around(head,"appendChild")}aop_around(scriptParent,"insertBefore");aop_around(scriptParent,"appendChild");var a2a_config=a2a_config||{};a2a_config.no_3p=1;var addthis_config={data_use_cookies:false};var _gaq=_gaq||[];_gaq.push(["_gat._anonymizeIp"])}
Wider­rufs­be­leh­rung als ver­trag­lich ein­ge­räum­tes Wider­rufs­recht?
In der Recht­spre­chung und im Schrift­tum ist aner­kannt, dass ein Wider­rufs­recht nicht nur von Geset­zes wegen bestehen, son­dern ver­trag­lich ein­ge­räumt wer­den kann.
Danach kön­nen Ver­trags­part­ner – als Aus­prä­gung der Ver­trags­frei­heit – ein Wider­rufs­recht ver­ein­ba­ren und für die nähe­re Aus­ge­stal­tung sowie die Rechts­fol­gen grund­sätz­lich auch auf die §§ 355, 357 BGB ver­wei­sen 1.
Wenn ein Unter­neh­mer einem Ver­brau­cher, ohne dazu gesetz­lich ver­pflich­tet zu sein, ein Wider­rufs­recht ein­ge­räumt hat, bedarf es kon­kre­ter Anhalts­punk­te in der getrof­fe­nen Ver­ein­ba­rung dafür, dass zwar das Wider­rufs­recht als sol­ches von den gesetz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen unab­hän­gig sein, die für die Aus­übung des Wider­rufs­rechts ver­ein­bar­te Frist gleich­wohl nur dann in Gang gesetzt wer­den soll, wenn der Unter­neh­mer dem Ver­brau­cher zusätz­lich eine Beleh­rung erteilt hat, die den Anfor­de­run­gen für ein gesetz­li­ches Wider­rufs­recht ent­spricht 2.
Maß­ge­bend für die Vor­aus­set­zun­gen und die Rechts­fol­gen des Wider­rufs ist der vom Tatrich­ter durch Aus­le­gung zu ermit­teln­de Ver­trags­in­halt 3.
Allein der Umstand, dass sich die Unter­neh­me­rin bei den For­mu­lie­run­gen der im Ver­trag ent­hal­te­nen Wider­rufs­be­leh­rung an den Vor­ga­ben des gesetz­li­chen Wider­rufs­rechts ori­en­tiert hat, genügt nicht für die Annah­me, dass sie auch die nicht bestehen­de Beleh­rungs­pflich­ten über­neh­men und erfül­len woll­te 4.
vgl. BGH, Urteil vom 06.12 2011 – XI ZR 401/​10, NJW 2012, 1066 Rn. 15; Urteil vom 06.11.2012 – II ZR 176/​12 12; BGH, NJW 2013, 155 Rn. 30; beckonline.Großkommentar BGB/​Mörsdorf, Stand 16.02.2015, § 355 Rn. 31; Beck­OK BGB/​Christmann, Stand 1.11.2014, § 355 Rn. 6; Palandt/​Grüneberg aaO Vorb v § 355 Rn. 5; Staudinger/​Kaiser aaO § 355 Rn. 13[↩]
vgl. BGH, NJW 2013, 155 Rn. 36; BGH, Urteil vom 06.11.2012 – II ZR 176/​12 18; Beck­OK BGB/​Christmann aaO § 355 Rn. 7; beckonline.Großkommentar BGB/​Mörsdorf aaO § 355 Rn. 31; Staudinger/​Kaiser aaO § 355 Rn. 13[↩]
vgl. Staudinger/​Kaiser aaO § 355 Rn. 13 mwN; Ebnet, NJW 2011, 1029, 1031[↩]
vgl. BGH, NJW 2013, 155 Rn. 38; BGH, Urteil vom 06.11.2012 – II ZR 176/​1220[↩]
Vertragliches WiderrufsrechtWiderrufWiderrufsbelehrung