Source: https://www.schomberg-immob.de/faq/kategorie/weg-verwaltung/
Timestamp: 2020-05-25 07:20:57
Document Index: 97460909

Matched Legal Cases: ['§1', '§ 14', '§ 5', '§1', '§ 1', '§ 21']

WEG-Verwaltung Archive – H.Schomberg KG
Fragen zur WEG
Was versteht man unter Abrechnung nach Zahlungsfluss?
Hierbei dürfen nur die Geschäftsvorfälle in die Abrechnung einbezogen werden, die auch im Abrechnungsjahr bezahlt worden sind. Die Rechtsprechung schreibt den WEG-Verwaltern diese Abrechnungsform vor. Durchbrochen wird das Prinzip nur im Bereich der Heizkosten, bei der eine kalenderjährige Buchung durch die vorrangige Heizkostenabrechnung vorgeschrieben ist.
Was versteht man unter kalenderjähriger Abrechnung?
Bei dieser Buchungsweise werden alle Rechnungen dem Kalenderjahr zugeordnet, in dem der Leistungsverzehr stattgefunden hat. Der Zeitpunkt einer Zahlung ist hierbei irrelevant. Diese Buchungsweise entspricht der unter Kaufleuten üblichen Abrechnungsweise. Diese Abrechnungsweise ist für die Erstellung einer Mietnebenkostenabrechnung vorgeschrieben.
Was versteht man unter Sondernutzungsrecht?
Ein Sondernutzungsrecht ist das Recht, ein Teil des Gemeinschaftseigentums unter dem Ausschluss der übrigen Wohnungseigentümer nutzen zu dürfen, z.B. Terrassen-und Gartenflächen oder Außenstellplätze, Stellplätze in Garagen.
Was versteht man unter Teileigentum?
Teileigentum ist das Sondereigentum an Räumen, die nicht Wohnzwecken dienen, z.B. Garagen oder gewerblich genutzte Einheiten (§1 Abs. 3 WEG).
Sondereigentum sind die Teile der zur Wohnung gehörenden Räume, die Bestandteil des Wohngebäudes sind und die verändert, beseitigt oder eingefügt werden können, ohne dass dadurch das gemeinschaftliche Eigentum oder ein auf Sondereigentum beruhendes Recht eines anderen Wohnungseigentümers über das nach § 14 WEG zulässige Maß hinaus beeinträchtigt oder die äußere Gestaltung des Gebäudes verändert wird (§ 5 WEG). Räumlich kann man sich die Abgrenzung zwischen Sonder-und Gemeinschaftseigentum am besten mit der „Grenze“ Wohnungseingangstür vorstellen, wobei die Tür selbst Gemeinschaftseigentum darstellt. Aber auch innerhalb des Sondereigentums (der eigentlichen Wohnung) kann es Bauteile des Gemeinschaftseigentums geben (z.B. tragende Wände, Verbrauchszähler). Eine enumerative Abgrenzung der zum Sondereigentum gehörenden Bauteile ist immer von der konkreten Situation abhängig und muss einzeln beurteilt werden. I.d.R. Sind aber die folgenden Bauteile Sondereigentum: Fußbodenbeläge (nicht jedoch der Estrich), Tapeten, Fliesen und Wandputz, nichttragende Zwischenwände, die Innentüren, die wasserzu-und -abführenden Leitungen ab Anschluss an die gemeinsame Steig-oder Fallleitung, Versorgungsleitungen für Strom, Telefon, Kabel-TV ab Abzweig ab der gemeinsamen Steige-oder Verteilleitung, ggf. ab Zähler im Keller, Abstell-oder Kellerräume außerhalb der Wohnung, der durch Balkone, Loggien gebildete Luftraum zwischen Bodenplatte und Brüstung, der oberhalb der Abdichtungsebene der Balkone oder Loggien befindliche weitere Bodenaufbau (Fliesen, Holzbelag). Über die Gestaltung Ihres Sondereigentums entscheidet nur der Sondereigentümer selbst. Auf die Gestaltung des Sondereigentums gerichtete Beschlüsse sind nichtig. Insbesondere ist von der Nutzung des Sondereigentums auch die Vermietung umfasst. Bestandteile des Gebäudes, die Sondereigentum darstellen, können durch Vereinbarung zu Gemeinschaftseigentum umgewandelt werden, umgekehrt ist aber die Umwandlung von Gemeinschaftseigentum zu Sondereigentum ausgeschlossen.
Gemeinschaftseigentum sind das Grundstück sowie die Teile, Anlagen und Einrichtungen des Gebäudes, die nicht im Sondereigentum oder im Eigentum eines Dritten stehen (§1 Abs. 5 WEG).
Wohnungseigentum ist das Sondereigentum an einer Wohnung in Verbindung mit dem Miteigentumsanteil an dem gemeinschaftlichen Eigentum, zu dem es gehört, § 1 Abs. 2 WEG-
Warum muss ich als Erwerber einer Wohnung für vorangegangene Zeiträume, in denen ich noch nicht Eigentümer war, den Saldo aus WEG-Abrechnungen übernehmen?
Den Saldo aus einer WEG-Abrechnung trifft stets denjenigen Eigentümer der zum Zeitpunkt der Fälligkeit einer Abrechnung Grundbucheigentümer ist (je nach Bearbeitungszeit des Grundbuchamtes kann zwischen der Eintragung einer Auflassungsvormerkung und der eigentlichen Eintragung mehrere Monate vergehen). Der Fälligkeitszeitpunkt einer Abrechnung ergibt sich aus dem Genehmigungsbeschluss. In der Regel ist dies daher der Tag der Eigentümerversammlung oder der im Beschluss bestimmte Fälligkeitstag.
Erstellt die Firma H.Schomberg KG für meinen Mieter die Nebenkosten ?
Dies können wir gerne für Sie gegen entsprechende Gebühr erledigen. Für die Erstellung der Mietnebenkostenabrechnung wird eine Mitteilung über die Höhe der Grundsteuer und ggf. eine Zurverfügungstellung der Einzelheizkostenabrechnungen sowie Mitteilungen über die Dauer der Mietverhältnisse, der aktuellen Anschriften und der Höhe der Vorauszahlungen benötigt. Bitte beachten Sie bei Vertragsabschluss mit Ihrem neuen Mieter, dass Sie die gleichen Verteilerschlüssel bei der Umlage der Nebenkosten verwenden, wie sie auch innerhalb der WEG bei der Wohngeldabrechnung verwendet wird.
Kann ich bei Verkauf meiner Wohnung meinen Anteil an der Instandhaltungsrücklage ausgezahlt bekommen ?
Gem. § 21 Abs. 5 Nr. 4 gehört die Bildung einer angemessenen IHR zur ordnungsgemäßen Verwaltung. Die Instandhaltungsrücklage erlaubt es der WEG beispielsweise notwendige Reparaturen zu veranlassen und auch zu bezahlen. Denn nur wenn die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, kann der Verwalter die notwendigen Arbeiten beauftragen. Über die Verwendung der Instandhaltungsrücklage entscheidet die WEG bei der Eigentümerversammlung durch Beschluss. In ganz dringenden Fällen können notwendige Arbeiten auch durch einen Umlaufbeschluss auf den Weg gebracht werden. Eine Auszahlung bei Verkauf ist nicht möglich. Der Käufer erwirbt diesen Anteil an der Instandhaltungsrücklage.
Wie hoch ist mein Anteil an der Instandhaltungsrücklage?
Insbesondere beim Kauf einer Eigentumswohnung oder für die eigene Steuererklärung ist es oft wichtig, den Anteil an der Instandhaltungsrücklage zu kennen. Einmal im Jahr wird die Höhe der Instandhaltungsrücklage in der Wohngeldabrechnung ausgewiesen. Ihren Anteil ermitteln Sie rechnerisch, indem Sie den Betrag der Instandhaltungsrücklage durch die Miteigentumsanteile der gesamten WEG teilen und das Ergebnis mit Ihren individuellen Miteigentumsanteil multiplizieren.
Beispiel: Instandhaltungsrücklage = 34.543,54 EUR / 10.000 MEA x 1526 MEA = 5.271,34 EUR.
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