Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202013,%201021
Timestamp: 2019-11-20 17:55:28
Document Index: 360011919

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 19', '§ 23', '§ 19', '§ 19', '§ 23', '§ 24', '§ 19', '§ 23', '§ 24', '§ 23', '§ 23', '§ 1587', '§ 23', '§ 23', '§ 20', 'BGH', 'BGH']

BGH, 17.04.2013 - XII ZB 371/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,9619
BGH, 17.04.2013 - XII ZB 371/12 (https://dejure.org/2013,9619)
BGH, Entscheidung vom 17.04.2013 - XII ZB 371/12 (https://dejure.org/2013,9619)
BGH, Entscheidung vom 17. April 2013 - XII ZB 371/12 (https://dejure.org/2013,9619)
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VersAusglG § 19 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1, § 23
§ 19 Abs 1 VersAusglG, § 19 Abs 2 Nr 1 VersAusglG, § 23 VersAusglG, § 24 VersAusglG
VersAusglG § 19 Abs. 1; VersAusglG § 23; VersAusglG § 24
Zur Ausgleichsreife einer limitierten, endgehaltsbezogenen Gesamtzusage; Entscheidung über Abfindungsanspruch nach §§ 23 f. VersAusglG bei der Scheidung
VersAusglG §§ 23 ff.
Familienrecht- Versorgungsausgleich: Abfindungsanspruch
Familienrecht - Der Versorgungsausgleich und der Anspruch auf Abfindung
AG Baden-Baden, 07.04.2011 - 3 F 152/09
OLG Karlsruhe, 06.06.2012 - 16 UF 87/11
NJW-RR 2013, 1089
MDR 2013, 790
FamRZ 2013, 1021
Die Antragsgegnerin hat demgegenüber nicht dargelegt, aus welchen Gründen gleichwohl von einem ganz oder teilweise gesicherten Versorgungswert (…vgl. dazu zuletzt Senatsbeschlüsse vom 21. November 2013 - XII ZB 403/12 - juris Rn. 21 und vom 17. April 2013 - XII ZB 371/12 - FamRZ 2013, 1021 Rn. 9) ausgegangen werden könnte.
Ein Abfindungsanspruch (§ 1587 l BGB bzw. § 23 VersAusglG) hätte von ihr nicht geltend gemacht werden können, soweit und solange das dem Ausgleich unterliegende Anrecht noch nicht unverfallbar war (vgl. Senatsbeschlüsse vom 17. April 2013 - XII ZB 371/12 - FamRZ 2013, 1021 Rn. 15 und vom 29. Februar 1984 - IV b ZB 915/80 - FamRZ 1984, 668, 669).
Eine solche kann bereits im Scheidungsverbund oder im abgetrennten Versorgungsausgleichsverfahren geltend gemacht und ausgesprochen werden, wenn das Anrecht nach den Vorschriften über den Wertausgleich bei der Scheidung nicht ausgeglichen werden kann (Senatsbeschluss vom 17. April 2013 - XII ZB 371/12 - FamRZ 2013, 1021 Rn. 14 mwN).
Denn der Abfindungsanspruch nach § 23 VersAusglG hat ebenfalls zur Voraussetzung, dass es sich bei dem noch nicht ausgeglichenen Anrecht um ein dem Grund und der Höhe nach gesichertes Anrecht handelt (vgl. Senatsbeschluss vom 17. April 2013 - XII ZB 371/12 - FamRZ 2013, 1021 Rn. 13 ff.).
Anders als bei der schuldrechtlichen Ausgleichsrente (§ 20 VersAusglG) ist der tatsächliche Rentenbezug kein Anknüpfungspunkt (BGH, Beschluss vom 17. April 2013 - XII ZB 371/12 -, Rdnr. 14 bei juris).
Hinreichend verfestigt ist ein Anrecht insoweit, als der Versorgungswert dem Grund und der Höhe nach durch die künftige, namentlich betriebliche oder berufliche Entwicklung des Berechtigten nicht mehr beeinträchtigt werden kann und somit bereits endgültig gesichert ist (vgl. Senatsbeschluss vom 17. April 2013 - XII ZB 371/12 - FamRZ 2013, 1021 Rn. 9 mwN).
OLG Hamm, 01.03.2017 - 7 UF 206/16
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Anrechte unverfallbar sind, die nach den maßgeblichen Satzungsbestimmungen in ihrem Versorgungswert nach Grund und Höhe durch die künftigen betrieblichen und/ oder beruflichen Entwicklungen des Versicherten nicht mehr beeinträchtigt werden können, sondern ihm verbleiben, wenn er vor Eintritt des Versorgungsfalles aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet (vgl. BGH, Beschluss vom 17.04.2013, XII ZB 371/12, Rdnr.9 ff., zit. nach juris, Borth, Versorgungsausgleich, 7.Auflage 2014, Kap.3 Rdnr.722, 724).