Source: https://onlineshop-diy.de/eugh-luxuswaren-amazon/
Timestamp: 2017-12-13 01:29:12
Document Index: 26358491

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

EuGH-Urteil: Luxuswaren-Vertrieb darf beschränkt werden - Onlineshop DIY
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Ein für den Onlinehandel wegweisendes Urteil hat heute der Europäische Gerichtshof (EuGH) gefällt (Az. C-230/16).
1 Amazon-Verbot für Luxuswaren rechtens
2 Die Auswirkungen des EuGH-Urteils
3 Willkür-Verbot für Hersteller
4 Konsequenz für Onlinehändler
Amazon-Verbot für Luxuswaren rechtens
Der Hintergrund: Der Parfüm-Hersteller Cote Germany vertreibt in Deutschland „Luxuskosmetika“ über autorisierte Händler.
Die Streitfrage: Darf ein Markenhersteller seinen autorisierten Händlern verbieten, die Waren auch über Marktplätze wie Amazon oder eBay zu verkaufen?
Das Urteil: Ja, Luxuswaren genießen ein besonderes Privileg. Die Hersteller dürfen den Vertrieb über Drittanbieter wie Amazon oder eBay verbieten.
Die Begründung: Mit dem Verkauf über Amazon, eBay und andere Marktplätze verlieren Luxusmarken ihren exklusiven Status.
Mit dem EuGH-Urteil wurde der Internethandel neu geordnet:
Die Einschränkung der Vertriebswege für Luxuswaren verstößt nicht gegen das Kartellrecht. Damit werden die Hersteller gegenüber den Händlern gestärkt.
Autorisierte Shops werden bevorzugt. Dies bedeutet eine Stärkung der Online-Shops gegenüber den Online-Marktplätzen.
Der Onlinehandel wird komplizierter. Für die Definition von Luxusartikeln gibt es keine klaren Kriterien.
Willkür-Verbot für Hersteller
Nicht erlaubt ist den Herstellern die willkürliche Auswahl ihrer Online-Vertriebspartner. Hier heißt es in der Pressemitteilung des EuGH:
Konsequenz für Onlinehändler
Was bedeutet das EuGH-Urteil nun für die Onlinehändler? Sie sollten alles dafür tun, ihren eigenen Shop bei Google nach vorne zu bringen. Die Marktplätze sind nicht zukunftssicher – sofern es sich um Waren handelt, die irgendwann als Luxus deklariert werden können.