Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=08.06.2004&Aktenzeichen=VI%20ZR%20230/03
Timestamp: 2020-07-04 06:46:28
Document Index: 374349181

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 529', '§ 531', '§ 529', '§ 531', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 529', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 529', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 08.06.2004 - VI ZR 230/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,128
BGH, 08.06.2004 - VI ZR 230/03 (https://dejure.org/2004,128)
BGH, Entscheidung vom 08.06.2004 - VI ZR 230/03 (https://dejure.org/2004,128)
BGH, Entscheidung vom 08. Juni 2004 - VI ZR 230/03 (https://dejure.org/2004,128)
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ZPO § 529 Abs. 1 Nr. 1, § 531 Abs. 1 Nr. 1
Pflicht des Berufungsgerichts zur Bewirkung der Vervollständigung eines erstinstanzlich eingeholten medizinischen Sachverständigengutachtens
Zugrundelegung eines falschen Beweismaßstabes hinsichtlich eines Ursachenzusammenhangs eines Verkehrsunfalls mit Beschwerden im Halswirbelsäulenbereich - Pflicht des Berufungsgerichtes zur Vervollständigung eines unvollständigen erstinstanzlichen Gutachtens
ZPO (2002) § 529 Abs. 1 Nr. 1 § 531 Abs. 1 Nr. 1
Unfallhaftpflichtprozess - BGH-Leitlinien zum Haftpflichtprozess II. Instanz
Neues Berufungsrecht - Pflichten des Berufungsgerichts bei fehlerhafter Beweisaufnahme
BGHZ 159, 254
NJW 2004, 2828
MDR 2004, 1313
NZV 2004, 508
FamRZ 2004, 1485 (Ls.)
VersR 2004, 1477
BB 2004, 2714
Angriffs- und Verteidigungsmittel sind alle zur Begründung des Sachantrages oder zur Verteidigung dagegen vorgebrachten tatsächlichen und rechtlichen Behauptungen, Einwendungen und Einreden, sämtliches Bestreiten und alle Beweisanträge (BGH, Urteil vom 08.6.2004 - VI ZR 230/03 -, BGHZ 159, 254-263, Rn. 26).
Nur objektivierbare rechtliche oder tatsächliche Einwände gegen die erstinstanzlichen Feststellungen begründen konkrete Anhaltspunkte im Sinne des § 529 Abs. 1 Nr. 1 Halbsatz 2 ZPO (BGH, Urteil 8. Juni 2004 - VI ZR 230/03, BGHZ 159, 254, 258).
Es besteht daher auch kein Anhalt, dass die Grundstückssubstanz wegen dieser Forderungen ohnehin nicht zu erhalten gewesen wäre (vgl. BGHZ 159, 254, 258 f.).
Schon die in der Berufungsbegründung der Beklagten dargelegten Zweifel an der Richtigkeit der landgerichtlichen Feststellungen geben Anlass für eine erneute Beweisaufnahme (§ 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO; vgl. BGH, Urteil vom 8. Juni 2004 - VI ZR 230/03 - NJW 2004, 2828 unter II 2 b bb (1) und (2), zur Veröffentlichung in BGHZ 159, 254 bestimmt).
Der Tatrichter kann, wenn es um die Beurteilung einer Fachwissen voraussetzenden Frage geht, auf die Einholung eines Sachverständigengutachtens nur verzichten, wenn er entsprechende eigene besondere Sachkunde auszuweisen vermag (…Senatsurteil vom 17. Oktober 2001 - IV ZR 205/00, r+s 2002, 83 unter II 1 a [juris Rn. 10]; BGH, Urteile vom 8. Juni 2004 - VI ZR 230/03, BGHZ 159, 254 unter II 3 [juris Rn. 31];… vom 14. Februar 1995 - VI ZR 106/94, VersR 1995, 681 unter II [juris Rn. 6]).
Konkrete Anhaltspunkte können sich aus gerichtsbekannten Tatsachen, aus dem Vortrag der Parteien oder aus dem angefochtenen Urteil selbst ergeben (vgl. BGH, Urteil vom 8. Juni 2004 - VI ZR 230/03 -, juris, Absatz-Nr. 16 mwN).
Gleiches gilt, wenn das erstinstanzliche Gericht Tatsachenvortrag der Parteien übergangen oder von den Parteien nicht vorgetragene Tatsachen verwertet hat (vgl. Senatsurteile vom 8. Juni 2004 - VI ZR 230/03, BGHZ 159, 254, 258 f.;… vom 3. Juni 2014 - VI ZR 394/13, VersR 2014, 1018 Rn. 10; BGH, Urteile vom 12. März 2004 - V ZR 257/03, BGHZ 158, 269, 272 f.; vom 19. März 2004 - V ZR 104/03, BGHZ 158, 295, 300 f.).
Konkrete Anhaltspunkte, welche die Bindung des Berufungsgerichts an die vorinstanzlichen Feststellungen entfallen lassen, können sich insbesondere aus Verfahrensfehlern ergeben, die dem Eingangsgericht bei der Feststellung des Sachverhalts unterlaufen sind (vgl. Senatsurteil vom 8. Juni 2004 - VI ZR 230/03, BGHZ 159, 254, 258 f. und BGH, Urteil vom 12. März 2004 - V ZR 257/03, BGHZ 158, 269, 272; Begründung zum Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Reform des Zivilprozesses, BT-Drucks. 14/4722, S. 100; Rimmelspacher, NJW 2002, 1897, 1901; Stackmann, NJW 2003, 169, 171).
Konkrete Anhaltspunkte, welche die Bindung des Berufungsgerichts an die vorinstanzlichen Feststellungen entfallen lassen, können sich aus Fehlern ergeben, die dem Eingangsgericht bei der Feststellung des Sachverhalts unterlaufen sind (vgl. Senatsurteil vom 8. Juni 2004 - VI ZR 230/03 - und BGH, Urteil vom 12. März 2004 - V ZR 257/03 - WM 2004, 845, 846, jeweils vorgesehen zur Veröffentlichung in BGHZ; Begründung zum Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Reform des Zivilprozesses, BT-Drs. 14/4722, S. 100; Rimmelspacher, NJW 2002, 1897, 1901; Stackmann, NJW 2003, 169, 171).
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OLG Dresden, 30.09.2019 - 4 U 1354/19
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