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Timestamp: 2016-10-25 17:27:22
Document Index: 203240329

Matched Legal Cases: ['Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'Art. 28', 'Art. 16', 'Art. 27', 'BGE', 'Art. 66']

8C_105/2013 (24.05.2013)
A.a Die 1979 geborene Z.________ meldete sich am 9. M�rz 2006 unter Hinweis auf psychische Beschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Mit Verf�gung vom 23. Juni 2006 lehnte die IV-Stelle Bern die Ausrichtung von Leistungen ab, da kein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen sei.
Nachdem Z.________ am 19. Dezember 2006 erneut um Umschulungsmassnahmen ersucht hatte, zog die Verwaltung u.a. eine Stellungnahme des Regionalen �rztlichen Dienstes (RAD) vom 9. Juli 2007 bei. Gest�tzt darauf sprach sie der Versicherten, ausgehend von einer ohne gesundheitliche Beeintr�chtigungen im Umfang von 83 % ausge�bten Erwerbst�tigkeit sowie einer zu 17 % verrichteten h�uslichen Besch�ftigung, einer Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit von 65 % und einer Behinderung im Haushalt von 0 %, auf der Basis einer gewichteten Invalidit�t von 54 % ([0,83 x 65 %] + [0,17 x 0 %]) eine halbe Rente mit Wirkung ab 1. September 2007 zu (in Rechtskraft erwachsene Verf�gung vom 24. August 2007).
A.b Mit Eingaben vom 13. und 26. Mai 2008 machte Z.________ eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes geltend. Die IV-Stelle zog in der Folge Berichte des RAD vom 12. Mai 2010 und des internen Abkl�rungsdienstes betreffend die Verh�ltnisse im Haushalt vom 23. September 2010 bei, auf welcher Basis sie vorbescheidweise die Ablehnung des Rentenerh�hungsbegehrens in Aussicht stellte. Auf Intervention der Versicherten hin wurden weitere Stellungnahmen des RAD (vom 1. November 2010 und 6. Juni 2011) sowie des IV-Abkl�rungsdienstes (vom 11. November 2010, 31. M�rz und 15. Juli 2011) erhoben. Ferner erstellten die Dres. med. L.________, Spezial�rztin FMH f�r Neurochirurgie, und H.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein interdisziplin�res Gutachten vom 1./21. M�rz 2011. Nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens verf�gte die Verwaltung am 29. Juli 2011 die Aufhebung der bisherigen halben Rente per Ende September 2011, wobei ihr Entscheid auf einer hypothetischen Aufteilung der Erwerbst�tigkeit/Aufgabenbereich von 80 %/20 %, einer Arbeitsunf�higkeit von 50 %, einer Erwerbsunf�higkeit von 43,75 % und einer Beeintr�chtigung im Haushalt von 2,75 %, d.h. einem Invalidit�tsgrad von gewichtet 36 % ([0,8 x 43,75 %] + [0,2 x 2,75 %]) fusste.
Z.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei ihr weiterhin eine Invalidenrente entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen auszurichten. Eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit sie nach erg�nzenden Abkl�rungen neu �ber ihre Anspr�che befinde.
2.1 Streitig und zu pr�fen ist unter sachverhaltsm�ssig eingeschr�nktem Blickwinkel, ob das kantonale Gericht die am 29. Juli 2011 auf Ende September 2011 verf�gte revisionsweise Einstellungen der bisherigen Rentenleistungen zu Recht best�tigt hat.
2.2 Die f�r die Beurteilung relevanten gesetzlichen Grundlagen sowie die entscheidwesentliche Rechtsprechung wurden im vorinstanzlichen Entscheid zutreffend dargelegt. Darauf ist zu verweisen. Es betrifft dies insbesondere die Bestimmungen und Grunds�tze zur Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG; BGE 134 V 131 E. 3 S. 132 f. mit Hinweisen; 133 V 108 E. 5.4 S. 114), zur Bedeutung �rztlicher Ausk�nfte bei der Invalidit�tssch�tzung (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99) und zu den Anforderungen an beweiskr�ftige medizinische Berichte und Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). Anzuf�gen ist, dass die Frage, ob sich eine Arbeits(un)f�higkeit in einem bestimmten Zeitraum in einem rentenrevisionsrechtlich relevanten Sinne ver�ndert hat, eine Tatfrage darstellt (Urteil [des Eidg. Versicherungsgerichts] I 692/06 vom 19. Dezember 2006 E. 3.1), die einer letztinstanzlichen Berichtigung oder Erg�nzung nur im gesetzlichen Rahmen von Art. 105 Abs. 2 BGG zug�nglich ist. Insoweit hat auch die Fragestellung, ob im Einzelfall eine substanzielle Ver�nderung der Faktenlage oder aber lediglich eine - im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtliche (Urteil [des Bundesgerichts] 8C_972/2009 vom 27. Mai 2010 E. 3.2, nicht publ. in: BGE 136 V 216, aber in: SVR 2011 IV Nr. 1 S. 1) - abweichende Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts vorliegt, tats�chlichen Charakter (Urteil [des Bundesgerichts] 8C_475/2012 vom 25. Oktober 2012 E. 3). Ist die Vorinstanz somit gest�tzt auf eine willk�rfreie W�rdigung von Beweisen und konkreten Umst�nden und in Anwendung des zutreffenden Beweismasses zum Schluss gelangt, dass ein Sachverhalt als erstellt angesehen werden kann, ist das Bundesgericht an dieses Beweisergebnis grunds�tzlich gebunden (vgl. BGE 122 II 219 E. 3 S. 220 ff., insb. E. 3b in fine S. 223; Urteile [des Bundesgerichts] 8C_133/2012 vom 11. Mai 2012 E. 2.2 und 9C_149/2009 vom 14. Juli 2009 E. 3.2.3, in: SVR 2009 IV Nr. 57 S. 177).
3.1 Unbestrittenermassen h�tte die Beschwerdef�hrerin im Zeitpunkt der mit Verf�gung vom 24. August 2007 erfolgten Rentenzusprechung als Gesunde im Umfang von 83 % eine Erwerbst�tigkeit ausge�bt und sich zu 17 % dem Haushaltsbereich gewidmet. Ebenfalls einig sind sich die Verfahrensbeteiligten dar�ber, dass die Versicherte anl�sslich der am 29. Juli 2011 verf�gten Renteneinstellung namentlich vor dem Hintergrund der mit der Geburt ihres Kindes am 16. August 2010 angefallenen zus�tzlichen Aufgaben nur noch im Ausmass von 80 % ausserh�uslich t�tig gewesen w�re. Die Invalidit�t ist folglich anhand der sogenannten gemischten Methode (im Sinne von Art. 28a Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 1 und 2 IVG sowie Art. 16 ATSG und Art. 27 IVV) zu ermitteln. Zu keinen Beanstandungen gef�hrt haben schliesslich auch die Feststellungen im angefochtenen Entscheid, wonach die Beschwerdef�hrerin als Gesunde in einem 80 %-Pensum 2011 ein Einkommen von Fr. 72'520.80 zu erzielen vermocht h�tte (Valideneinkommen) und sie in den Haushaltsverrichtungen zu 2,75 % beeintr�chtigt ist. Darauf kann abgestellt werden (vgl. E. 1 hievor).
3.2 Zu pr�fen ist nachfolgend, ob sich der Gesundheitszustand und damit verbunden die Arbeitsf�higkeit der Versicherten im massgebenden Vergleichszeitraum in der vom kantonalen Gericht best�tigten Weise verbessert hat und ob die Festsetzung des Einkommens, welches die Beschwerdef�hrerin aktuell mit ihren gesundheitlichen Beeintr�chtigungen zumutbarerweise generieren k�nnte (Invalideneinkommen), einer letztinstanzlichen �berpr�fung standh�lt.
3.2.1 Der mit rechtskr�ftiger Verf�gung vom 24. August 2007 zugesprochenen halben Rente lag - gest�tzt auf den RAD-Bericht vom 9. Juli 2007, in welchem, mit Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit, der Verdacht auf eine emotional instabile Pers�nlichkeit, eine mittelschwere depressive Episode, eine Bulimia nervosa sowie eine Neigung zu alkoholischer Kompensation bei Stress diagnostiziert worden waren - die Annahme einer um 65 % verminderten Einsatzf�higkeit der Beschwerdef�hrerin im bisherigen T�tigkeitsfeld als Lehrerin zugrunde. Die anl�sslich des Revisionsverfahrens gutachtlich beigezogenen Dres. med. L.________ und H.________ sind zum Ergebnis gelangt, dass die Explorandin auf Grund der in Form einer rezidivierenden depressiven St�rung, gegenw�rtig leichtgradige depressive Episode (ICD-10: F33.0), und einer emotional instabilen Pers�nlichkeitsstruktur (ICD-10: Z73.1) bestehenden psychischen Beschwerden in ihrer angestammten Besch�ftigung als Lehrerin wie auch in einer anderweitigen angepassten T�tigkeit zu 50 % arbeitsunf�hig sei (vgl. Expertisen vom 1./21. M�rz 2011). Dieser Einsch�tzung, welcher der RAD vorbehaltlos zustimmt (vgl. Stellungnahmen vom 12. Mai und 1. November 2010 sowie 6. Juni 2011) und auf der die Invalidit�tsbemessung der Beschwerdegegnerin basiert, wird in der Beschwerde insoweit opponiert, als es sich dabei lediglich um eine - revisionsrechtlich unmassgebliche - andere Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts handle. Dem ist entgegenzuhalten, dass die Vorinstanz nach umfassender und sorgf�ltiger W�rdigung der medizinischen Aktenlage erkannt hat, auf die Schlussfolgerungen der Dres. med. L.________ und H.________ sei, da als aussage- und beweiskr�ftig zu werten, abzustellen. Damit geht sie von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes und der damit einhergehenden Arbeitsf�higkeit der Versicherten im vorliegend relevanten Vergleichszeitraum aus. Vor dem Hintergrund, dass 2007 noch die Diagnose einer mittelschweren depressiven Episode gestellt worden war, w�hrend vier Jahre sp�ter - nach Aussage des Dr. med. H.________ auch als Folge der sich stabilisierend auf die psychische Situation auswirkenden Schwanger- bzw. Mutterschaft - nurmehr eine rezidivierende depressive St�rung, gegenw�rtig leichtgradige depressive Episode, konstatiert werden konnte, l�sst sich die Sichtweise des kantonalen Gerichts durch konkrete Anhaltspunkte erh�rten und erweist sich diese jedenfalls nicht als geradezu unhaltbar. Von weiteren �rztlichen Abkl�rungsmassnahmen sind keine neuen entscheidwesentlichen Erkenntnisse zu erwarten, sodass darauf verzichtet werden kann (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f.; 134 I 140 E. 5.3 S. 148).
3.2.2 Die Einkommensvergleichskomponente Invalideneinkommen wurde im angefochtenen Entscheid auf der Grundlage des Verdienstes einer Lehrkraft an einer �ffentlichen Schule gem�ss Gehaltsklassentabelle f�r Lehrkr�fte im Kanton Bern ermittelt; dabei hat die Vorinstanz die Beschwerdef�hrerin im Rahmen eines 50 %-Pensums in die Gehaltsklasse 6, Gehaltsstufe 7, eingestuft. Dies entspricht den Konditionen der letzten, vom 1. August 2009 bis 31. Januar 2010 dauernden Anstellung (vgl. Einstufungsverf�gung des Amtes f�r zentrale Dienste des Kantons Bern vom 16. Juni 2009). Das Gericht tr�gt damit den seitens des begutachtenden Psychiaters Dr. med. H.________ vermerkten Limitierungen hinsichtlich eines m�glichen zumutbaren Stellenprofils vollumf�nglich Rechnung. Danach ist die Versicherte nur teilweise f�hig (im Sinne teilweise eingeschr�nkter Funktionen und teilweise reduzierter Belastbarkeit), sich l�ngere Zeit als Lehrerin zu bet�tigen. Sie darf insbesondere nicht unter Druck gesetzt und dazu verleitet werden, sich zu �berfordern; namentlich eine Mehrfachbelastung durch diverse Obliegenheiten ist zu vermeiden. Die Versicherte kann in Nischen-Arbeitspl�tzen bzw. als Teilzeitlehrerin eingesetzt werden. Es ist ihr nach Ansicht des Experten seit April 2010 zumutbar, zu 50 % als angestellte Lehrerin zu arbeiten, wobei in den n�chsten Monaten mit einer Steigerung auf ca. 80 % zu rechnen sei. Aus dieser Beschreibung folgert entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin nicht, dass aus �rztlicher Sicht einzig noch Nischen-Arbeitspl�tze wie beispielsweise Nachhilfeunterricht oder Lehrerin an einer Sprach- bzw. Klubschule empfohlen werden. Vielmehr beurteilt der Gutachter eine teilzeitlich ausge�bte Lehrert�tigkeit generell als geeignete und den psychischen Bed�rfnissen der Versicherten gerecht werdende Besch�ftigung. Indem das kantonale Gericht zur Bestimmung des Invalideneinkommens auf die L�hne von Lehrern an �ffentlichen Schulen im Kanton Bern abgestellt hat, ist ihm mithin keine qualifizierte, eine Berichtigung der entsprechenden Erw�gung nach sich ziehende Rechtsfehlerhaftigkeit vorzuwerfen. Der Umstand schliesslich, dass die Beschwerdef�hrerin auch im Rahmen der schulischen T�tigkeit nur eingeschr�nkt einsetzbar ist, wurde, nebst dem Faktor der Teilzeitarbeit, mit der tieferen Gehaltsklasse 6 (Valideneinkommen: Gehaltsklasse 10) angemessen ber�cksichtigt. Eines zus�tzlichen Abzugs bedarf es folglich mit der Vorinstanz nicht. Wie es sich mit den Verdienstm�glichkeiten in einer angepassten B�rot�tigkeit verh�lt, kann angesichts der Tatsache, dass ein Einsatz im angestammten beruflichen Umfeld zumutbar ist, offen gelassen werden. Die zuletzt im Zeitraum vom 1. August 2009 bis 31. Januar 2010 trotz bereits vorhandener gesundheitlicher Defizite ausge�bte Besch�ftigung als Lehrerin belegt �berdies, dass der Versicherten derartige Stellen offen stehen. Eine R�ckweisung der Angelegenheit zu erg�nzenden Abkl�rungen betreffend die Besch�ftigung an einer staatlichen Schule, wie in der Beschwerde gefordert, er�brigt sich daher.
In Anbetracht der ansonsten unbestritten gebliebenen Invalidit�tsbemessungsfaktoren (vgl. E. 3.1 hievor) hat es demnach beim vorinstanzlich ermittelten Invalidit�tsgrad von - gewichtet - 38 % sein Bewenden. Damit ist eine revisionsrechtlich bedeutsame Ver�nderung der Verh�ltnisse im massgebenden Zeitraum ausgewiesen, weshalb es bei der durch die Beschwerdegegnerin verf�gten Aufhebung der bisherigen halben Rente auf Ende September 2011 bleibt.
Infolge Unterliegens hat die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).