Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201988,%202109
Timestamp: 2020-01-22 01:27:19
Document Index: 71111992

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 56', '§ 56', '§ 56', '§ 56', '§ 433', '§ 56', 'BGH', '§ 20', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 44', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 3', '§ 2', '§ 574', 'BGH', 'BGH', '§ 56', 'BGH']

BGH, 04.05.1988 - VIII ZR 196/87 - dejure.org
https://dejure.org/1988,306
BGH, 04.05.1988 - VIII ZR 196/87 (https://dejure.org/1988,306)
BGH, Entscheidung vom 04.05.1988 - VIII ZR 196/87 (https://dejure.org/1988,306)
BGH, Entscheidung vom 04. Mai 1988 - VIII ZR 196/87 (https://dejure.org/1988,306)
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§ 56 HGB, (keine) Ankaufsermächtigung
Anwendung des § 56 Handelsgesetzbuch (HGB) auf Ankäufe - Systematische Auslegung des § 56 Handelsgesetzbuch (HGB)
Keine Ermächtigungsvermutung für Ladenangestellte bei Ankäufen
Keine entsprechende Anwendung des § 56 HGB bei Ankäufen von Ladenangestellten
BGB § 433 Abs. 1 S. 1; HGB § 56
NJW 1988, 2109
ZIP 1988, 1188
MDR 1988, 955
WM 1988, 1061
BB 1988, 1207
DB 1988, 1742
JR 1990, 59
Diese können sich aus der Verfassung (vgl. BVerfGE 65, 182, 193), insbesondere den Grundrechten (vgl. BVerfGE 96, 375, 398), oder einem unabweisbaren Bedürfnis des Rechtsverkehrs ergeben (vgl. BGH, Urt. v. 4. Mai 1988 aaO S. 1063;… Larenz, Methodenlehre der Rechtswissenschaft 6. Aufl. S. 413).
Es ist zwar nicht ausgeschlossen, das Fehlen einer ausdrücklichen Äußerung im Gesetzgebungsverfahren als beredtes Schweigen zu werten (vgl. hierzu etwa BVerwG…, Urteil vom 21. Dezember 2010 - 7 C 23.09 - Buchholz 406.253 § 20 ZuG 2007 Nr. 1 Rn. 40 m.w.N.; BGH, Urteil vom 4. Mai 1988 - VIII ZR 196/87 - NJW 1988, 2109 ).
aa) Maßgebend für die Auslegung einer Gesetzesbestimmung ist der in ihr zum Ausdruck kommende objektivierte Wille des Gesetzgebers, wie er sich aus dem Wortlaut der Vorschrift und dem Sinnzusammenhang, in den sie hineingestellt ist, ergibt (BGHZ 46, 74, 76; BGH, Urt. v. 04.05.1988 - VIII ZR 196/87, NJW 1988, 2109).
Eine Gesetzeslücke im Sinne einer planwidrigen Unvollständigkeit des Gesetzes als Voraussetzung für eine "gesetzesimmanente Rechtsfortbildung" (…dazu etwa BGH, Urt. v. 05.02.1981 - III ZR 66/80, NJW 1981, 1726, 1727; Urt. v. 04.05.1988 - VIII ZR 196/87, NJW 1988, 2109, 2110;… Larenz, Methodenlehre der Rechtswissenschaft, 6. Aufl., S. 373) liegt nicht vor.
Bildet der sprachlich mögliche Wortsinn die Grenze einer zulässigen Auslegung (vgl BGHZ 46, 74, 76; BGH NJW 1988, 2109), kommt eine erweiternde Auslegung schon deshalb nicht in Betracht, weil der Wortlaut hinsichtlich der normierten Rechtsfolge einer ausschließlich auf die Anfechtungsklage passenden reinen Kassation eindeutig ist.
Auch eine analoge Anwendung des mit Wirkung vom 31. Dezember 1991 aufgehobenen § 44 Abs. 2 LPGG 1982 kommt nicht in Betracht, weil die Vorschrift ebenfalls nur eine auf das Genossenschaftsverhältnis bezogene - nicht analogiefähige (BGH, Urt. v. 4. Mai 1988, VIII ZR 196/87, NJW 1988, 2109, 2110 [BGH 04.05.1988 - VIII ZR 196/87];… Larenz, Methodenlehre der Rechtswissenschaft, 6. Aufl. S. 355 f m.w.N.) - Sondervorschrift enthält, der zudem eine vertragliche Vereinbarung zwischen Mitglied und LPG über die Werterhaltung zugrundeliegt, die hier nicht gegeben ist.
Das Bundesministerium der Justiz hat auf Anfrage mitgeteilt: "Die Materialien des ZPO-Reformgesetz enthalten keinen Hinweis, ob bei der Einführung der Rechtsbeschwerde bewußt von der Schaffung eines besonderen Gebührentatbestandes abgesehen worden ist." Die Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte enthält insoweit eine Lücke im Sinne einer planwidrigen Unvollständigkeit des Gesetzes als Voraussetzung für eine gesetzesimmanente Rechtsfortbildung (…vgl. BGH, Urt. v. 5. Februar 1981 - III ZR 66/80, NJW 1981, 1726, 1727; BGH, Urt. v. 4. Mai 1988 - VIII ZR 196/87, BGH NJW 1988, 2109, 2110).Dafür spricht auch, daß der Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Kostenrechts (BT-Drucks. 15/1971) in Anlehnung an die genannten Vorschriften wiederum Regelungen für bestimmte Rechtsbeschwerdeverfahren vorsieht (…Vorbemerkung 3.2.1 und 3.1 Abs. 2 des Vergütungsverzeichnisses, Anlage 1 zu Art. 3 Abschnitt 1 § 2 Abs. 2 des Entwurfs, aaO S. 99, 97), daß daneben aber nunmehr in Nr. 3502 eine besondere Verfahrensgebühr für das Verfahren über andere Rechtsbeschwerden (§ 574 ZPO) vorgesehen ist.
Es fehlt nämlich an einer Gesetzeslücke im Sinne einer planwidrigen Unvollständigkeit des Gesetzes (BGH Urteil vom 4. Mai 1988 - VIII ZR 196/87 = BGHR HGB § 56 - Ankauf 1 = NJW 1988, 2109, 2110) [BGH 04.05.1988 - VIII ZR 196/87], die es erforderlich machen oder auch nur rechtfertigen könnte, die Verzugsregeln entsprechend anzuwenden.
OLG Köln, 01.12.1999 - 17 W 331/99