Source: https://www.steuerschroeder.de/steuerlexikon/154268
Timestamp: 2019-09-19 00:39:57
Document Index: 106934560

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 26', '§ 26', '§ 35', '§ 26']

Es ist zu unterscheiden, ob die Beschäftigung im Rahmen eines Privathaushalts-Mini-Jobs (400 EUR-Job, § 8a SGB IV) erfolgt oder ob sie sozialversicherungspflichtig ist.
Die alleinerziehende A beschäftigt Frau H als Haushaltshilfe für 400 EUR / Monat. Parallel ist H noch als Aushilfs-Kassiererin im örtlichen Einkaufsmarkt tätig und erhält für diese Tätigkeit einen Monatslohn von 300 EUR. Es handelt sich infolge der Zusammenrechnung der beiden Tätigkeiten nicht mehr um eine Beschäftigung i.S.d. § 8a SGB IV für die pauschale Sozialversicherungsbeiträge zu entrichten sind, da die Lohngrenze von 400 EUR (Privathaushalts-Job und Mini-Job) mit insgesamt 700 EUR überschritten wird. Die Besteuerung erfolgt jeweils individuell.
Ehegatten, die zusammen veranlagt werden, können die Steuerermäßigung nur gemeinsam in Anspruch nehmen. Bei getrennter Veranlagung (§ 26a EStG) steht den Ehegatten die Steuerermäßigung ebenfalls gemeinsam zu. Sie wird grundsätzlich im Verhältnis 50 : 50 zwischen den Ehegatten aufgeteilt. Auf Antrag kann aber auch eine beliebige andere Verteilung gewählt werden (§ 26a Abs. 2 S. 4 EStG).
Alleinstehende, die in einem gemeinsamen Haushalt leben, können die Höchstbeträge zusammen ebenfalls nur einmal in Anspruch nehmen (§ 35a Abs. 5 EStG). Dies gilt neben nichtehelichen Lebensgemeinschaften und Lebenspartnerschaften auch für die Fälle der besonderen Veranlagung im Jahr der Eheschließung (§ 26c EStG). Begünstigt sind für jeden "Alleinstehenden" nur seine eigenen Kosten. Ggf. ist eine Aufteilung erforderlich.
Thema: 154268