Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=18.05.2009&Aktenzeichen=II%20ZR%20262/07
Timestamp: 2020-08-06 22:25:57
Document Index: 295036629

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 182', '§ 193', '§ 221', '§ 182', '§ 192', '§ 193', '§ 221', '§ 193', '§ 182', '§ 192', '§ 221', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 260', 'Art. 1', '§ 221', '§ 186']

BGH, 18.05.2009 - II ZR 262/07 - dejure.org
https://dejure.org/2009,642
BGH, 18.05.2009 - II ZR 262/07 (https://dejure.org/2009,642)
BGH, Entscheidung vom 18.05.2009 - II ZR 262/07 (https://dejure.org/2009,642)
BGH, Entscheidung vom 18. Mai 2009 - II ZR 262/07 (https://dejure.org/2009,642)
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AktG §§ 182 Abs. 1 Satz 5, 192 Abs. 2 Nr. 1, 193 Abs. 2 Nr. 3, 221 Abs. 2, 4
Teleologische Reduktion des § 193 Abs. 2 Nr. 3 AktG im Hinblick auf § 221 Abs. 2 AktG; Reichweite der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen
Feststellung eines Mindestausgabebetrages der Bezugsaktien in einem Kapitalerhöhungsbeschluss i.R. einer bedingten Kapitalerhöhung i.V. mit einer Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen; Entbehrlichkeit von Angaben über die Art und die Zahl ...
Festsetzung nur des Mindestausgabebetrags bei bedingter Kapitalerhöhung mit Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen ("Mindestausgabebetrag")
Zu den Anforderungen an einen Beschluss über die bedingte Kapitalerhöhung mit einer Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen; Zulässigkeit einer Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre
Feststellungen im Kapitalerhöhungsbeschluss
AktG § 182 Abs. 1 Satz 5, § 192 Abs. 2 Nr. 1, § 193 Abs. 2 Nr. 3, § 221 Abs. 2, 4
Festsetzung nur des Mindestausgabebetrags einer bedingten Kapitalerhöhung mit Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen ("Mindestausgabebetrag")
Ausschluss, Bezugsrecht, Gesellschaftsrecht, Kapitalerhöhung, Vorstand
Mindestausgabebetrag bei Kapitalerhöhung
AktG § 193 Abs. 2 Nr. 3, § 182 Abs. 1, § 192 Abs. 2 Nr. 1, § 221
Festlegung eines Mindestausgabebetrags bei bedingter Kapitalerhöhung
Ende der Rechtsunsicherheit bei Wandelanleihen - BGH erleichtert flexible Ausgabe (RA Dr. Erich Waclawik; Status:Recht 2009, 189)
LG Hannover, 22.02.2007 - 25 O 60/06
BGH, 09.07.2009 - II ZR 262/07
BGHZ 181, 144
NJW-RR 2009, 1196
ZIP 2009, 1566
MDR 2009, 1121
DNotZ 2009, 780
WM 2009, 1567
DB 2009, 1806
NZG 2009, 986
a) Das Berufungsgericht hat mit Recht angenommen, der Beklagte habe die Hilfswiderklage für den Fall erheben können, dass die Klage abgewiesen wird (vgl. BGH, Urteil vom 13. Mai 1996 - II ZR 275/94, BGHZ 132, 390, 397 ff.; Urteil vom 18. Mai 2009 - II ZR 262/07, BGHZ 181, 144 Rn. 9 - Mindestausgabebetrag).
Es handelt sich hier um eine zulässige echte Eventualhäufung, deren Hilfsbegehren auch über den Hauptantrag hinausreichen kann (vgl. dazu Sen. Urt. v. 18. Mai 2009 - II ZR 262/07, Umdruck S. 8 f., z.V.b.;… Stein/Jonas/Roth, ZPO 22. Aufl. § 260 Rdn. 13).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 18.5.2009, II ZR 262/07, Rn. 13) sind die Vorschriften über die bedingte Kapitalerhöhung im Lichte der durch Art. 1 Nr. 30 a des Gesetzes zur Durchführung der zweiten Richtlinie des Rates der europäischen Gemeinschaft zur Koordinierung des Gesellschaftsrechts vom 13.12.1978 (BGBl. 1978, I, 1959) eingeführten Vorschrift des § 221 Abs. 2 Satz 1 AktG zu würdigen.
Vorstand der Gesellschaft unmöglich über bis zu fünf Jahre hinweg flexibel auf die aktuellen Marktverhältnisse reagieren könne, wenn die Hauptversammlung bei Erteilung der Ermächtigung einen festen Ausgabebetrag als Wandlungspreis vorgeben würde (Urteil vom 18.5.2009, II ZR 262/07, Rdn.15).
Bei dieser Sachlage bedurfte es über die anderen geltend gemachten Beschlussmängel einer Entscheidung nicht mehr, insbesondere ob angesichts der Vielzahl der Fragen eine Informationsverletzung vorliegen kann oder ob die Kläger zu 2) bis 5) ihr Informationsrecht in der Hauptversammlung rechtsmissbräuchlich ausgeübt haben und daher nach Treu und Glauben sich für eine Anfechtbarkeit der Hauptversammlungsbeschlüsse nicht hierauf berufen können, sowie der Frage ob angesichts der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteile v. 18.5.2009 - II ZR 124/08 und II ZR 262/07 -) die Angriffe gegen die Beschlussfassung zu TOP 11 noch durchgreifen.
LG Hannover, 03.12.2009 - 23 O 123/09
Anfechtung des Hauptversammlungsbeschlusses hinsichtlich der Kapitalmaßnahmen und …
Nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 18. Mai 2009 (II ZR 262/07) braucht dieser Bericht und der in seinem Zusammenhang vorgeschlagene Inhalt des Hauptversammlungsbeschlusses jedenfalls dann die Festlegung auf einen - bestimmten - Ausgabebetrag für die unter Bezugsrechtsausschluss für Altaktionäre erfolgende Ausgabe junger Aktien nicht zu enthalten, wenn die bedingte Kapitalerhöhung im vereinfachten Verfahren nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG erfolgt, also sich auf einen Maximalanteil von 10 % des Grundkapitals beschränkt und der Ausgabebetrag den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreiten darf.
Der Bundesgerichtshof hat indes in seiner, ebenfalls Kapitalerhöhungsbeschlüsse der Beklagten betreffenden Entscheidung vom 18. Mai 2009 (II ZR 262/07), diese gesetzliche Lücke zugunsten einer Angleichung der Regelungen für bedingte Kapitalerhöhungen an die für genehmigte Kapitalerhöhungen geschlossen und anderslautende Vorentscheidungen des Landgerichts Hannover und des Oberlandesgerichts Celle abgeändert.