Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Hamburg&Datum=19.10.2000&Aktenzeichen=3%20U%20252/00
Timestamp: 2020-02-24 15:35:05
Document Index: 183777920

Matched Legal Cases: ['§ 45', '§ 356', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', '§ 43']

OLG Hamburg, 19.10.2000 - 3 U 252/00 - dejure.org
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OLG Hamburg, 19.10.2000 - 3 U 252/00 (https://dejure.org/2000,5667)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 19.10.2000 - 3 U 252/00 (https://dejure.org/2000,5667)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 19. Januar 2000 - 3 U 252/00 (https://dejure.org/2000,5667)
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Unterlassung der Vertretung eines Mandanten durch den Rechtsanwalt; Vorliegen widerstreitender Interessen; Voraussetzungen für eine Verletzung der anwaltlichen Schweigepflicht
LG Hamburg - 308 O 371/00
NJW 2002, 974 (Ls.)
NJW-RR 2002, 61
afp 2001, 254
Das ergibt sich aus der Zusammenschau der Norm mit den entsprechenden straf- und berufsrechtlichen Bestimmungen (§§ 45, 46 BRAO , § 356 StGB ; Hanseatisches OLG, NJW-RR 2002, 61 ).
Fehlt es an der Identität der Lebenssachverhalte, so darf der Anwalt zeitlich nacheinander oder auch gleichzeitig für und gegen dieselbe Partei tätig werden, auch wenn es sich um einen gleichgelagerten Sachverhalt handelt (OLG Hamburg, NJW-RR 2002, 61 ).
Ausreichend hierfür ist jeder Sachverhalt, der zwischen mehreren Beteiligten - auch mit möglicherweise entgegenstehenden rechtlichen Interessen - nach Rechtsgrundsätzen behandelt und erledigt werden soll (vgl. BGH, Urteil vom 23. April 2012 - AnwZ (Brfg) 35/11, NJW 2012, 3039; Urteil vom 25. Juni 2008 - 5 StR 109/07, BGHSt 52, 307), wobei auch eine Teilidentität des Sachverhalts ausreicht (vgl. BGH, Urteil vom 23.04.2012- AnwZ (Brfg) 35/11, NJW 2012, 3039; OLG Hamburg, OLGR 2001, 173; Söhnlein in: Feuerich u.a., BRAO, 8. Aufl. 2012, § 43a BRAO Rdn. 60).
OLG Hamburg, 25.04.2002 - 3 U 360/01
Zulässigkeit einer negativen Feststellungsklage aufgrund der Anspruchsberühmung …
Mit Urteil vom 22. September 2000 hatte das Landgericht seine Beschlussverfügung vom 12. September 2000 bestätigt, durch Senatsurteil vom 19. Oktober 2000 (OLG Hamburg 3 U 252/00) wurden im Berufungsverfahren unter Abänderung des landgerichtlichen Urteils die Beschlussverfügung aufgehoben und die Verfügungsanträge zurückgewiesen (Anlage B 4).
Zwar ist grundsätzlich davon auszugehen, dass ein Unterlassungsantrag, der letztlich dem Gesetzeswortlaut des § 43a Abs. 2 BRAO entspricht, zu unbestimmt ist, da dieser die Entscheidung über das eigentlich dem Beklagten Untersagte dem Vollstreckungsverfahren überlässt (vgl. OLGR Hamburg 2001, 173, 175).
Dies ist der Fall, wenn der Rechtsanwalt verschiedene Beteiligte im Hinblick auf einen zumindest teilweise identischen Lebenssachverhalt berät oder vertritt, aus dem gegenläufige Interessen dieser Beteiligten resultieren können (vgl. OLG Hamburg, Urt. v. 19.10.2000, Az. 3 U 252/00 ; Offermann-Burckart, Interessenkollision, NJW 2010, 2489 f.).