Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%20136/92
Timestamp: 2020-02-17 16:00:49
Document Index: 55510721

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 639', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', '§ 208', 'BGH', '§ 212', 'BGH', '§ 212', '§ 212', '§ 212', '§ 212', '§ 212', '§ 212', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 30.09.1993 - VII ZR 136/92 - dejure.org
https://dejure.org/1993,718
BGH, 30.09.1993 - VII ZR 136/92 (https://dejure.org/1993,718)
BGH, Entscheidung vom 30.09.1993 - VII ZR 136/92 (https://dejure.org/1993,718)
BGH, Entscheidung vom 30. September 1993 - VII ZR 136/92 (https://dejure.org/1993,718)
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Werkvertrag - Mangel - Verjährung - Hemmung - Nachbesserung
BGB §§ 639, 208, 425
Unterbrechung oder Hemmung der Verjährung des Nachbesserungsanspruches
Wann liegt ein Anerkenntnis vor, welches die Verjährung unterbricht? (IBR 1994, 138)
Wie lange wird die Verjährung gehemmt? (IBR 1994, 139)
NJW-RR 1994, 373
WM 1994, 307
BauR 1994, 103
ZfBR 1994, 17
Für eine Verjährungsunterbrechnung genügt jedes tatsächliche Verhalten gegenüber dem Gläubiger, aus dem sich das Bewußtsein des Schuldners von dem Bestehen des gegen ihn erhobenen Anspruchs - wenigstens dem Grunde nach - klar und unzweideutig ergibt und das deswegen das Vertrauen des Gläubigers begründet, daß sich der Schuldner nicht nach Ablauf der Verjährungsfrist alsbald auf Verjährung berufen wird (…BGH, Urt. v. 20. November 1962 - VI ZR 6/62, VersR 1963, 187, 188; v. 23. Januar 1970 - I ZR 37/68, WM 1970, 548, 549; v. 5. Dezember 1990 - I ZR 179/78, NJW 1981, 1955; v. 30. September 1993 - VII ZR 136/92, NJW-RR 1994, 373).
Auch dann muss der Gläubiger (Besteller) den Eintritt der Hemmung darlegen und beweisen, wohingegen der Schuldner (Unternehmer) die Beendigung der Hemmung durch Mitteilung des Prüfergebnisses, die Erklärung, die Mängel seien beseitigt oder durch die Verweigerung weiterer Mängelbeseitigungsarbeiten nachweisen muss (BGH, Urteil vom 30. September 1993 - VII ZR 136/92, BauR 1994, 103, 104; Urteil vom 21. April 1977 - VII ZR 135/76, BauR 1977, 348, 349).
Damit liegt ein die Verjährung nach altem Recht unterbrechendes Anerkenntnis vor (vgl. BGH, Urteil vom 30. September 1993 - VII ZR 136/92 - NJW-RR 1994, 373 unter I 2 b).
Ein Anerkenntnis im Sinne von § 208 BGB liegt dann vor, wenn sich aus dem tatsächlichen Verhalten des Schuldners gegenüber dem Gläubiger klar und unzweideutig ergibt, daß dem Schuldner das Bestehen der Schuld bewußt ist und angesichts dessen der Berechtigte darauf vertrauen darf, daß sich der Schuldner nicht nach Ablauf der Verjährungsfrist alsbald auf Verjährung berufen wird (BGH, Urteil vom 30. September 1993 - VII ZR 136/92, BauR 1994, 103 = ZfBR 1994, 17; st. Rspr.).
Da ein Vertrauen, zu dem der Schuldner - oder der für den Schuldner handelnde Versicherer - keinen Anlaß gegeben hat, im Sinne des § 208 BGB a.F. unbeachtlich ist, muß Entsprechendes auch im umgekehrten Fall des Mißtrauens gelten (…vgl. BGH, Urt. v. 3. Dezember 1987 - VII ZR 363/86, WM 1988, 168, 169 f; v. 30. September 1993 - VII ZR 136/92, WM 1994, 307, 308; ferner OLG Düsseldorf GI 2004, 82).
Ein Anerkenntnis nach § 212 BGB muss allerdings gegenüber dem Berechtigten erfolgen (vgl. BGH, Urteil vom 30. September 1993 - VII ZR 136/92, NJW-RR 1994, 373;… BeckOK-BGB/Henrich, 28. Edition, § 212 Rn. 9;… Erman/Schmidt-Räntsch, BGB, 13. Aufl., § 212 Rn. 4;… jurisPK-BGB/Lakkis, 6. Aufl., § 212 Rn. 2;… MünchKomm-BGB/Grothe, 6. Aufl., § 212 Rn. 11;… Palandt/Ellenberger, BGB, 72. Aufl., § 212 Rn. 7;… aA PWW/Kesseler, BGB, 8. Aufl., § 212 Rn. 3, nach dessen Ansicht ein Anerkenntnis gegenüber dem vermeintlichen Gläubiger genügt).
In der vorbehaltlosen Bezahlung der geschuldeten Vergütung liegt regelmäßig eine konkludente Abnahme, denn durch die Zahlung bringt der Auftraggeber zum Ausdruck, daß er die vom Unternehmer erbrachte Leistung als im wesentlichen vertragsgerecht hinnimmt (BGH, Urteil vom 30. September 1993 - VII ZR 136/92, BauR 1994, 103 = ZfBR 1994, 17).
Das Anerkenntnis im Sinne dieser Vorschrift ist das rein tatsächliche Verhalten des Schuldners gegenüber dem Gläubiger, aus dem sich das Bewusstsein vom Bestehen des Anspruchs unzweideutig ergibt (BGH…, Urteil vom 24. Januar 1972 - VII ZR 171/70 - NJW 1972, 525 = BGHZ 58, 103, [...] Rn. 18; Urteil vom 30. September 1993 - VII ZR 136/92 - NJW-RR 1994, 373 = WM 1994 103, [...] Rn. 8;… Urteil vom 1. März 2005 - VI ZR 101/04 - NJW-RR 2005, 1044 ff: = VersR 2005, 699 ff., [...] Rn. 37).
OLG Brandenburg, 05.12.2006 - 11 U 48/06
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OLG Düsseldorf, 10.11.2000 - 22 U 78/00
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OLG Celle, 30.04.2019 - 7 U 282/18
Anforderungen an eine konkludente Abnahme?