Source: https://www.lecturio.de/jura/schuld-verminderte-schuldfaehigkeit-21stgb.vortrag
Timestamp: 2019-11-19 03:07:40
Document Index: 365428407

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 20', '§ 21', '§ 20', '§ 21', '§ 20', '§ 21']

Die Schuld: verminderte Schuldfähigkeit nach § 21 StGB | Lecturio
Schuld: Verminderte Schuldfähigkeit nach § 21 StGB
Schuld: Verminderte Schuldfähigkeit nach § 21 StGB von RA Stefan Koslowski
Der Vortrag „Schuld: Verminderte Schuldfähigkeit nach § 21 StGB“ von RA Stefan Koslowski ist Bestandteil des Kurses „Das vollendete Begehungsdelikt“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Verminderte Schuldfähigkeit nach § 21 StGB
Beinträchtigung der Steuerungsfähigeit
Delikte mit hoher Hemmschwelle
Berechnung der Blutalkoholonzentration des Tatzeitpuntes
Abgrenzung zur Schuldunfähigkeit § 20 StGB
Fallbeispiel: Fürs Leben lernen
Falllösung: Fürs Leben lernen
Was ist kein Merkmal der verminderten Schuldfähigkeit gemäß § 21 StGB?
Was unterscheidet § 20 StGB von § 21 StGB?
die Rechtsfolge
die Erheblichkeit der Verminderung als Prüfungsmerkmal
die Eingangsmerkmale
die Prüfung der Einsichts- und Steuerungsfähigkeit
Wann ist bei einem Alkoholrausch die verminderte Schuldunfähigkeit gegeben?
Wenn die Alkohlintoxikation im Rahmen einer Gesamtschau des Täters vor, während und nach der Tat eine eingeschränkten Einsichts- und Steuerungsfähigkeit offenbart.
Wenn die Alkoholintoxikation zur fehlenden Einsichts- und Steuerungsfähigkeit führt.
Immer ab einem BAK von 2,0 Promille, bei Delikten mit hoher Hemmschwelle ab 2,2 Promille
Die klinischen Faktoren sind bedeutsamer als die BAK.
Was spricht dafür, bei einem Dauerdelikt die Handlung trotz einsetztender verminderter Schuldunfähigkeit weiterhin als schuldhaft einzuordnen?
Dafür spricht, dass der vorangegangene Tatablauf weiter der schuldhaften Handlung entspricht und nicht wesentlich vom bisherigen Tatverlauf abweicht. Die Herbeiführung des dauerhaften Unrechts wirkt also fort.
Dafür spricht, dass der Wortlaut des § 20 StGB keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Zeitpunkten macht.
Dafür spricht, dass das Unrecht des Dauerdeliktes ab dem Zeitpunkt der verminderten Schuldunfähigkeit nicht mehr vorliegt, was zu unbilligen Ergebnissen führen würde.
Die Strafbarkeit bestimmt sich nach dem Koinzidenzprinzip zum Zeitpunkt der Tathandlung, also der Vollendung. Der Täter ist also in jedem Falle strafbar.
Dozent des Vortrages Schuld: Verminderte Schuldfähigkeit nach § 21 StGB