Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=22.03.2002&Aktenzeichen=V%20ZR%20405/00
Timestamp: 2019-06-18 08:20:04
Document Index: 385811452

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'Art. 229', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 305', '§ 305', 'BGH', '§ 305', 'BGH', '§ 305']

BGH, 22.03.2002 - V ZR 405/00 - dejure.org
https://dejure.org/2002,1043
BGH, 22.03.2002 - V ZR 405/00 (https://dejure.org/2002,1043)
BGH, Entscheidung vom 22.03.2002 - V ZR 405/00 (https://dejure.org/2002,1043)
BGH, Entscheidung vom 22. März 2002 - V ZR 405/00 (https://dejure.org/2002,1043)
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GmbH - Grundstückskauf - Investiver Zweck - Investitionsvorrangbescheid - Vertragsstrafe
Keine Anwendung von § 5 AGBG bei übereinstimmendem Verständnis der Klausel durch beide Parteien
Keine Anwendung der Unklarheitenregel, wenn die Parteien die fragliche Klausel übereinstimmend in einem bestimmten Sinne verstanden haben
Allgemeine Geschäftsbedingungen; Anwendbarkeit der Unklarheitenregelung des § 5 AGBG
NJW 2002, 2102
ZIP 2002, 1534
WM 2002, 1017
DB 2002, 2596
übereinstimmend in dem von der Klägerin dargestellten Sinn verstanden haben mit der Folge, dass dieser Wille der objektiven Auslegung der Klausel vorginge (vgl. BGH, Urteil vom 29. Mai 2009, Az.: V ZR 201/08, NJW-RR 2010, 63 - 64; Urteil vom 22. März 2002, Az.: V ZR 405/00, NJW 2002, 2102 - 2103).
Vielmehr gilt das übereinstimmend Gewollte (BGH 22. März 2002 - V ZR 405/00 - NJW 2002, 2102).
Die Unklarheitenregel in § 5 des AGB-Gesetzes, das auf den am 11. Juni 2002 durch den Erlass des Widerrufsbescheids entstandenen Bürgschaftsanspruch noch Anwendung findet (Art. 229 § 5 Satz 2 EGBGB; vgl. BGH, Urteil vom 13. Juli 2007 - V ZR 189/06, WM 2007, 2124, Tz. 9), greift aber nur ein, wenn nach Ausschöpfung der in Betracht kommenden Auslegungsmöglichkeiten ein nicht behebbarer Zweifel bleibt und mindestens zwei Auslegungen rechtlich vertretbar sind (BGHZ 112, 65, 68 f. ; BGH, Urteile vom 22. März 2002 - V ZR 405/00, WM 2002, 1017, 1018 und vom 29. Mai 2008 - III ZR 330/07, WM 2008, 1391, Tz. 20).
bb) Entgegen der Auffassung der Revision haben die Parteien § 2 Abs. 3 auch nicht übereinstimmend im Sinne der von dem Kläger ins Feld geführten Auslegung mit der Folge verstanden, dass dieser Wille der objektiven Auslegung der Klausel vorginge (vgl. Senat, Urt. v. 22. März 2002, V ZR 405/00, NJW 2002, 2102, 2103 m.w.N.).
Vorweg anzumerken ist jedoch, dass das in der vom Landgericht auf Seite 8 des erstinstanzlichen Urteils zu § 305c BGB angeführten Fundstelle bei Palandt (…jetzt Palandt/Grüneberg, BGB 74. Aufl., § 305c Rn. 15) zitierte Urteil des BGH vom 22.03.2002 - V ZR 405/00 = NJW 2002, 2102 = ZIP 2002, 1534 eine über die Problematik des § 305c BGB hinausgehende Aussage trifft.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (Urteil vom 22.03.2002 - V ZR 405/00 = NJW 2002, 2102 Rz. 12 bei Juris) gilt sie nicht, wenn die fragliche Klausel von den Parteien übereinstimmend in einem bestimmten Sinn verstanden worden ist.
Auch bei Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die grundsätzlich nach ihrem objektiven Inhalt und typischen Sinn so auszulegen sind, wie sie von verständigen und redlichen Vertragspartnern unter Abwägung der Interessen der beteiligten Kreise verstanden werden (…Senat , Urt. v. 8. November 2002, V ZR 78/02, VIZ 2003, 240, 241), ist der Auslegung die Prüfung vorgeschaltet, ob die Vertragsklausel von den Parteien übereinstimmend in einem bestimmten Sinn verstanden worden ist (Senat , Urt. v. 22. März 2002, V ZR 405/00, NJW 2002, 2102, 2103).
Ist das der Fall, geht der übereinstimmende Wille der objektiven Auslegung vor (BGHZ 113, 251, 259 ; Senat , Urt. v. 22. März 2002, V ZR 405/00, aaO).
OLG Düsseldorf, 08.02.2007 - 10 U 131/06
AGB: Vorrang der Vertragsauslegung vor Anwendung der Unklarheitenregel des § 305c …
OLG Brandenburg, 26.10.2005 - 4 U 194/04
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