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Timestamp: 2016-10-24 05:13:19
Document Index: 260500480

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'in dubio', 'Art. 36', 'Art. 88', 'Art. 2', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 270', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 32', 'in dubio', 'Art. 269', 'Art. 273', 'Art. 277', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 125', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'Art. 26', 'Art. 26', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 26', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 3', 'BGE', 'BGE', 'Art. 32', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 278']

6P.17/2004 (04.08.2004)
Art. 9, 29 Abs. 2 und 32 Abs. 1 BV (Einstellungsverf�gung; willk�rliche Beweisw�rdigung, Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo")
Einstellungsverf�gung (fahrl�ssige, schwere K�rperverletzung),
X.________, geb. am 17. Juni 1990, fuhr am 26. August 2002 gegen 13.15 Uhr mit ihrem Fahrrad auf dem parallel zur Ammerswilerstrasse verlaufenden Radweg von Ammerswil in Richtung Lenzburg zur Schule. Der Radweg f�hrt auf der H�he des Parkplatzes "F�nfweiher" im rechten Winkel nach links �ber die Ammerswilerstrasse, gegen�ber welcher er vortrittsbelastet ist (Signal "Kein Vortritt" und Wartelinie [Art. 36 Abs. 2 und 75 Abs. 3 SSV; Signal 3.02 und Markierung 6.13]). Zur gleichen Zeit nahte von links aus Richtung Ammerswil auf der rechten Fahrbahn der Hauptstrasse mit einer Geschwindigkeit von ca. 80 km/h der Personenwagen des Angeschuldigten Y.________ heran. Als X.________ bei der Einm�ndung des Radwegs auf die Ammerswilerstrasse hinausfahren wollte, stiess sie mit dem herankommenden Auto zusammen, welches sie ungebremst mit der rechten Fahrzeugseite erfasste. X.________ wurde beim Aufprall ins angrenzende Wiesland weggeschleudert, wobei sie schwere Verletzungen, namentlich eine schwere Hirnsch�digung erlitt. An den beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau stellte mit Verf�gung vom 24. Oktober 2003 das gegen den Angeschuldigten gef�hrte Strafverfahren ein. Eine hiegegen von X.________ gef�hrte Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 6. Januar 2004 ab.
X.________ f�hrt sowohl staatsrechtliche Beschwerde als auch eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde, mit denen sie beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Obergericht des Kantons Aargau beantragt in seinen Gegenbemerkungen die Abweisung beider Beschwerden. Die Staatsanwaltschaft hat auf Vernehmlassung zur eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde verzichtet. Y.________ beantragt in seiner Vernehmlassung zur Nichtigkeitsbeschwerde die Abweisung der Beschwerde.
1.1 Die Legitimation zur staatsrechtlichen Beschwerde setzt die pers�nliche Betroffenheit des Beschwerdef�hrers in eigenen rechtlich gesch�tzten Positionen voraus (Art. 88 OG). Nach der Rechtsprechung hat der Gesch�digte an der Verfolgung und Bestrafung des T�ters kein rechtlich gesch�tztes, sondern lediglich ein tats�chliches oder mittelbares Interesse, da der Strafanspruch ausschliesslich dem Staat zusteht. Der durch eine angeblich strafbare Handlung Gesch�digte ist daher grunds�tzlich nicht legitimiert, gegen die Einstellung des Strafverfahrens oder gegen ein freisprechendes Urteil staatsrechtliche Beschwerde zu erheben.
Soweit der Gesch�digte indes Opfer im Sinne von Art. 2 Abs. 1 OHG ist, steht ihm eine auf materiellrechtliche Fragen erweiterte Legitimation zur staatsrechtlichen Beschwerde zu. Dies ergibt sich aus Art. 8 Abs. 1 lit. c OHG, nach welcher Bestimmung das Opfer die Einstellung des Strafverfahrens mit den gleichen Rechtsmitteln anfechten kann wie der Angeschuldigte, wenn es sich bereits vorher am Verfahren beteiligt hat und soweit der Entscheid seine Zivilanspr�che betrifft oder sich auf deren Beurteilung auswirken kann. Die Bestimmung von Art. 8 Abs. 1 lit. c OHG geht insofern Art. 88 OG als "lex specialis" vor (BGE 120 Ia 101 E. 2a, 157 E. 2c; 128 I 218 E. 1.1).
Unabh�ngig von der fehlenden Legitimation in der Sache selbst ist der Gesch�digte befugt, mit staatsrechtlicher Beschwerde die Verletzung von Verfahrensrechten geltend zu machen, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt. Das nach Art. 88 OG erforderliche rechtlich gesch�tzte Interesse ergibt sich in diesem Fall aus der Berechtigung, am Verfahren teilzunehmen. Kommt dem Gesch�digten nach kantonalem Verfahrensrecht Parteistellung zu, kann er die Verletzung jener Parteirechte r�gen, die ihm nach dem kantonalen Prozessrecht oder unmittelbar aufgrund der Bundesverfassung zustehen (BGE 128 I 218 E. 1.1).
1.2 Gem�ss Art. 270 BStP (in der Fassung gem�ss BG vom 23. Juni 2000, in Kraft seit 1. Januar 2001, AS 2000 2719) ist der Gesch�digte, der nicht Opfer ist, zur eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde im Strafpunkt nicht legitimiert. Hingegen kann nach lit. e Ziff. 1 derselben Bestimmung das Opfer den Gerichtsentscheid mit den gleichen Rechtsmitteln anfechten wie der Beschuldigte, wenn es sich bereits vorher am Verfahren beteiligt hat und soweit der Entscheid seine Zivilanspr�che betrifft oder sich auf deren Beurteilung auswirken kann (Art. 8 Abs. 1 lit. c OHG).
Bei Nichtigkeitsbeschwerden gegen den einen Einstellungsbeschluss best�tigenden Gerichtsentscheid ist nach der Rechtsprechung die Legitimation des Opfers unabh�ngig davon gegeben, ob es bis zu diesem Zeitpunkt im Strafverfahren Zivilforderungen adh�sionsweise geltend gemacht hat (BGE 122 IV 139 E. 1; 120 IV 44 E. 4a). Auch hier muss das Opfer aber darlegen, aus welchen Gr�nden und inwiefern sich der angefochtene Entscheid auf welche Zivilforderung auswirken kann (BGE 123 IV 254 E. 1).
1.3 Opfer im Sinne von Art. 2 Abs. 1 OHG ist jede Person, die durch eine Straftat in ihrer k�rperlichen, sexuellen oder psychischen Integrit�t unmittelbar beeintr�chtigt worden ist (BGE 129 IV 95 E. 2 und 216 E. 1.2). Wird die Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Einstellungsbeschluss oder ein freisprechendes Urteil gef�hrt, gen�gt es, dass eine die Opferstellung begr�ndende Straftat in Betracht f�llt (BGE 122 II 211 E. 3c).
1.4 Der Beschwerdef�hrerin kommt im zu beurteilenden Fall ohne weiteres Opferstellung zu. Bis zum Zeitpunkt des angefochtenen Urteils hat sie zwar keine Zivilforderungen erhoben. Angesichts der von ihr erlittenen schweren Verletzungen ist aber evident, dass sich der Entscheid auf die Zivilforderungen auswirken kann. Auf die staatsrechtliche Beschwerde und die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde ist daher einzutreten.
2.1 Das Obergericht gelangt zum Schluss, der Zusammenstoss der Beschwerdef�hrerin mit dem Personenwagen k�nne nicht frontal erfolgt sein und es l�gen keine Hinweise f�r eine Kollisionsstelle innerhalb der vom Beschuldigten befahrenen Fahrspur vor. Es st�tzt sich hief�r auf die in den polizeilichen Fotos der Unfallsituation und der Kollisionsfahrzeuge dokumentierten Fahrzeugsch�den und eine Reifenabriebspur vom Fahrrad der Beschwerdef�hrerin im unmittelbaren Einm�ndungsbereich des Radweges. Neben den Spurenbildern spr�chen aber auch die Aussagen der befragten Zeugen gegen die Annahme, dass die Kollision nicht im unmittelbaren Einm�ndungsbereich stattgefunden h�tte. Das Obergericht nimmt an, der Lenker des Personenwagens habe die Missachtung des signalisierten Vortrittsrechts auf der Hauptstrasse weder voraussehen noch rechtzeitig vor der sich bereits auf seiner Fahrspur befindlichen Fahrradlenkerin eine Vollbremsung einleiten k�nnen.
2.2 Die Beschwerdef�hrerin macht Willk�r und eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Geh�r geltend. Der Sachverhalt sei in weiten Teilen, namentlich hinsichtlich der vom Personenwagen gefahrenen Geschwindigkeit, der von ihr beabsichtigten Routenwahl sowie des Kollisionspunktes und des exakten Kollisionsverlaufs unklar. Unter diesen Umst�nden sei es nicht haltbar, den Antrag auf Einholung eines unfallanalytischen Gutachtens abzuweisen und die Strafuntersuchung einzustellen.
2.3 Der Anspruch auf rechtliches Geh�r gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV umfasst u.a. das Recht des Betroffenen, mit erheblichen Beweisantr�gen geh�rt zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu �ussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 126 I 15 E. 2a/aa; 124 I 49 E. 3a und 241 E. 2 je mit Hinweisen). Aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r folgt, dass der Richter rechtzeitig und formrichtig angebotene erhebliche Beweismittel abzunehmen hat (BGE 122 I 53 E. 4a mit Hinweisen). Dies verwehrt es ihm indes nicht, einen Beweisantrag abzulehnen, wenn er in willk�rfreier W�rdigung der bereits abgenommenen Beweise zur �berzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei gen�gend abgekl�rt, und er �berdies in willk�rfreier antizipierter W�rdigung der zus�tzlich beantragten Beweise zur Auffassung gelangen durfte, weitere Beweisvorkehren w�rden an der W�rdigung der bereits abgenommenen Beweise voraussichtlich nichts mehr �ndern (BGE 124 I 208 E. 4a; 122 II 464 E. 4a; 122 III 219 E. 3c; 122 V 157 E. 1d je mit Hinweisen).
Willk�r im Sinne von Art. 9 BV liegt nach st�ndiger Rechtsprechung vor, wenn der angefochtene Entscheid auf einer schlechterdings unhaltbaren oder widerspr�chlichen Beweisw�rdigung beruht bzw. im Ergebnis offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 129 I 173 E. 3.1, mit Hinweisen). Dass das angefochtene Urteil mit der Darstellung des Beschwerdef�hrers nicht �bereinstimmt oder eine andere L�sung oder W�rdigung vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, gen�gt praxisgem�ss f�r die Begr�ndung von Willk�r nicht (BGE 127 I 54 E. 2b, mit Hinweisen).
2.4 Die Abweisung des Beweisantrags auf Einholung eines unfallanalytischen Gutachtens verletzt den Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf rechtliches Geh�r nicht. Das Obergericht durfte ohne Willk�r zum Schluss gelangen, von einem Unfallgutachten seien keine weiteren Erkenntnisse �ber das Unfallgeschehen zu erwarten.
2.4.1 Dies gilt zun�chst hinsichtlich der vom Lenker des Personenwagens gefahrenen Geschwindigkeit. Das Obergericht nimmt an, der Beschwerdegegner sei jedenfalls nicht schneller als 80 km/h gefahren und es best�nden keine Anhaltspunkte f�r eine �berschreitung der allgemeinen H�chstgeschwindigkeit ausserorts. Angesichts des Um stands, dass weder Reifenspuren des Unfallautos vorhanden sind noch dessen genaue Endlage nach dem Abbremsen sowie die genaue Lage des Fahrrades bekannt sind, d�rfte sich die Geschwindigkeit gar nicht exakt ermitteln lassen. Insofern w�re von einem Unfallgutachten kein Ergebnis zu erwarten.
Im �brigen ist nicht zu beanstanden, dass sich das Obergericht f�r seinen Schluss auf die Aussagen des Beschwerdegegners und der befragten Zeugen, die sich wie die Beschwerdef�hrerin auf dem Radweg in Richtung Lenzburg befanden, st�tzt. So gab der Zeuge C.________ an, der Personenwagen sei so schnell wie die meisten Fahrzeuge dort gefahren, mithin mit einer Geschwindigkeit von etwa 75 - 80 km/h. Er habe nicht das Gef�hl gehabt, dass der Unfallbeteiligte schneller gefahren sei als �blich. Das entspricht der Darstellung des unfallbeteiligten Lenkers des Personenwagens, wonach er mit etwa 70 km/h gefahren sei. Er sei nicht in Eile gewesen und sicher nicht gerast; vom Gef�hl her sei er sicher unter 80 km/h gefahren. Demgegen�ber erkl�rte zwar die Zeugin D.________, das Auto sei eher schneller gefahren als die anderen. Sie konnte aber zur genauen Geschwindigkeit ebenso wie die Zeugin E.________ keine Angaben machen. Als eher hoch bezeichnete auch die Zeugin F.________ die Geschwindigkeit des Personenwagens. Doch erlaubt eine solche Einsch�tzung f�r sich allein keinen R�ckschluss auf eine allf�llige �berschreitung der zul�ssigen H�chstgeschwindigkeit. Die Annahme, der Beschwerdegegner sei nicht schneller als 80 km/h gefahren, ist jedenfalls nicht schlechterdings unhaltbar.
Ob der Lenker des Personenwagens unter den herrschenden Umst�nden mit der ausserorts zul�ssigen H�chstgeschwindigkeit fahren durfte, ist eine Rechtsfrage, die im Rahmen der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde aufgeworfen werden muss. Dasselbe gilt f�r die Frage, ob eine allf�llige �berschreitung der H�chstgeschwindigkeit in einem ad�quaten Kausalzusammenhang mit der Kollision st�nde.
2.4.2 Nicht zu beanstanden ist ferner der Schluss des Obergerichts, es k�nne dahingestellt bleiben, ob die Beschwerdef�hrerin die Ammerswilerstrasse habe �berqueren oder ob sie nach rechts in diese habe einbiegen und ihren Weg entlang der Hauptstrasse habe fortsetzen wollen. Denn wie sich aus dem Schadensbild des Personenwagens und der auf der Strasse gezeichneten Reifenabriebspur des Fahrrads ergibt, ist die Kollision offensichtlich im unmittelbaren Einm�ndungsbereich des Radwegs in die Hauptstrasse erfolgt, als die Beschwerdef�hrerin noch nicht vollst�ndig auf die Ammerswilerstrasse gefahren war. Anhaltspunkte f�r den Standpunkt der Beschwerdef�hrerin, sie sei in spitzem Winkel von hinten angefahren worden, finden sich nicht. Von einem Unfallgutachten w�ren somit auch unter diesem Gesichtspunkt keine Aufschl�sse zu erwarten. Jedenfalls ist dieser Schluss nicht unhaltbar. Gegen die Schilderung der Beschwerdef�hrerin spricht sodann, dass die im Untersuchungsverfahren befragten Zeugen angaben, diese habe die Hauptstrasse �berqueren wollen.
Was die Beschwerdef�hrerin hiegegen vorbringt, ist unbehelflich. So l�sst die Anlage des Radwegs, der von Ammerswil bis Lenzburg dreimal �ber die Hauptstrasse f�hrt, keine R�ckschl�sse auf die Absicht der Beschwerdef�hrerin zu. Ebenfalls zu keinem anderen Ergebnis f�hrt, dass sie selbst angibt, sie habe ihre Fahrt auf der Hauptstrasse in Richtung Lenzburg fortsetzen wollen, zumal sie selbst ausf�hren l�sst, es sei unklar, ob sie sich �berhaupt an die tats�chlichen Abl�ufe zu erinnern verm�ge oder ob ihre Aussagen posttraumatischen Vorstellungen entspr�ngen.
Bei dieser Sachlage ist auch, was die Beschwerdef�hrerin hinsichtlich des Schadensbildes an den Fahrzeugen und hinsichtlich der Reifenrutschspur des Velos ausf�hrt, nicht geeignet, Willk�r darzutun. Der vom Obergericht beschriebene Unfallhergang leuchtet ein und l�sst sich ohne weiteres mit den Besch�digungen an den Fahrzeugen sowie den Aussagen der Zeugen in Einklang bringen.
2.5 Nicht zu h�ren ist die Beschwerdef�hrerin, soweit sie eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" r�gt. Die Unschuldsvermutung gem�ss Art. 32 Abs. 1 BV sch�tzt die angeklagte Person. Das Opfer kann daraus nicht ableiten, die Beweise seien im Untersuchungsverfahren im Zweifel zu seinen Gunsten zu w�rdigen, da dies zu einer Umkehrung des Grundsatzes f�hren w�rde.
Der Entscheid, ob hinreichender Tatverdacht besteht und ob in der Hauptverhandlung eine Verurteilung des Angeschuldigten zu erwarten ist, steht im pflichtgem�ssen Ermessen der Untersuchungsbeh�rde. Dabei gelangt der Grundsatz "in dubio pro reo" auch f�r den Angeklagten nicht zur Anwendung. Im Zweifelsfall soll es dem Gericht �berlassen bleiben, ein Urteil zu f�llen (Urteil des Kassationshofs 6S.464/2001 vom 25.9.2001 E. 2 mit Hinweisen).
Die Nichtigkeitsbeschwerde kann nur damit begr�ndet werden, dass die angefochtene Entscheidung eidgen�ssisches Recht verletze (Art. 269 Abs. 1 BStP). Ausf�hrungen, die sich gegen die tats�chlichen Feststellungen des Entscheides richten, sowie das Vorbringen neuer Tatsachen sind unzul�ssig (Art. 273 Abs. 1 lit. b und Art. 277bis Abs. 1 BStP). Soweit die Beschwerdef�hrerin den Verzicht auf die Einholung eines unfallanalytischen Gutachtens beanstandet und geltend macht, die Vorinstanz habe zu Unrecht angenommen, der Beschwerdegegner habe die zul�ssige H�chstgeschwindigkeit nicht �berschritten, richtet sich ihre Beschwerde gegen die tats�chlichen Feststellungen. Insofern kann auf ihre Beschwerde nicht eingetreten werden. Dasselbe gilt, soweit sich die Beschwerdef�hrerin auf den Standpunkt stellt, sie habe die Ammerswilerstrasse nicht �berqueren, sondern in diese einbiegen und ihren Weg auf ihr fortsetzen wollen.
5.1 Die Vorinstanz gelangt in rechtlicher Hinsicht zum Schluss, der Beschwerdegegner habe die Missachtung des signalisierten Vortrittsrechts auf der Hauptstrasse nicht voraussehen oder rechtzeitig vor der sich bereits auf seiner Fahrspur befindlichen Fahrradlenkerin noch eine Vollbremsung einleiten k�nnen. Es l�gen auch keine Hinweise daf�r vor, dass der Personenwagenlenker prophylaktisch h�tte erh�hte Aufmerksamkeit aufwenden m�ssen. Im �brigen w�re der Unfall wegen der Kollisionsstelle im unmittelbaren Einm�ndungsbereich wohl auch mit erh�hter Aufmerksamkeit f�r den Personenwagenlenker unvermeidlich gewesen.
5.2 Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung von Art. 18 Abs. 3 StGB. Sie wendet sich gegen den Schluss der Vorinstanz, dem Beschwerdegegner k�nne keine pflichtwidrige Unvorsichtigkeit zur Last gelegt werden. Sie macht geltend, der Lenker des Personenwagens sei seinen Sorgfaltspflichten im Strassenverkehr gegen�ber Kindern nicht nachgekommen. Die Annahme, er habe als Vortrittsberechtigter auf der Hauptstrasse mit der ausserorts zul�ssigen H�chstgeschwindigkeit fahren d�rfen, verletze daher Bundesrecht.
5.3 Der Beschwerdegegner bringt vor, er habe die Sorgfalt aufgebracht, zu der er verpflichtet gewesen sei. Die Kreuzung bei der Unfallstelle sei �bersichtlich, so dass er mit der zul�ssigen H�chstgeschwindigkeit ausserorts habe fahren d�rfen. Er habe die Beschwerdef�hrerin, eine erfahrene Velofahrerin, bei seiner Fahrt wahrgenommen. Er habe aber nicht erkennen k�nnen, dass sie sich verkehrsregelwidrig verhalten werde.
6.1 Der T�ter begeht ein Verbrechen oder Vergehen fahrl�ssig, wenn die Tat darauf zur�ckzuf�hren ist, dass er die Folgen seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedacht oder darauf nicht R�cksicht genommen hat (Art. 18 Abs. 3 Satz 1 StGB). Ein Schuldspruch wegen fahrl�ssiger schwerer K�rperverletzung gem�ss Art. 125 Abs. 2 StGB setzt somit die Verletzung einer Sorgfaltspflicht voraus. Sorgfaltswidrig handelt der T�ter, wenn er zum Zeitpunkt der Tat aufgrund der Umst�nde sowie seiner Kenntnisse und F�higkeiten die damit bewirkte Gef�hrdung der Rechtsg�ter des Opfers h�tte erkennen k�nnen und m�ssen und wenn er zugleich die Grenzen des erlaubten Risikos �berschritten hat (Art. 18 Abs. 3 Satz 2 StGB; BGE 6S.127/2003 vom 28.11.2003 E. 3.2; 127 IV 34 E. 2a mit Hinweisen).
Grundvoraussetzung f�r eine Fahrl�ssigkeitshaftung ist u.a. die Vorhersehbarkeit des Erfolgs. Ob die Gefahr des Erfolgseintritts f�r den T�ter erkennbar bzw. voraussehbar ist, beurteilt sich nach dem Massstab der Ad�quanz. Die Handlung muss geeignet sein, nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen des Lebens einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuf�hren oder mindestens zu beg�nstigen. Die Vorhersehbarkeit einer Ursache ist nur zu verneinen, wenn ganz aussergew�hnliche Umst�nde, wie das Mitverschulden eines Dritten oder Material- oder Konstruktionsfehler, als Mitursache hinzutreten, mit denen schlechthin nicht gerechnet werden musste und die derart schwer wiegen, dass sie als wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursache des Erfolgs erscheinen und so alle anderen mitverursachenden Faktoren - namentlich das Verhalten des Angeschuldigten - in den Hintergrund dr�ngen.
F�r die Zurechnung des Erfolgs gen�gt seine blosse Vorhersehbarkeit nicht. Erforderlich ist dar�berhinaus seine Vermeidbarkeit. Der Erfolg ist vermeidbar, wenn er nach einem hypothetischen Kausalverlauf bei pflichtgem�ssem Verhalten des T�ters ausgeblieben w�re. Es gen�gt, wenn das Verhalten des T�ters mindestens mit einem hohen Grad der Wahrscheinlichkeit oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Ursache des Erfolges bildete (BGE 6S.127/2003 vom 28.11.2003 E. 3.2 mit Hinweisen).
6.2 Der Umfang der zu beachtenden Sorgfalt richtet sich nach den Bestimmungen des Strassenverkehrsgesetzes und der Verkehrsregelverordnung. Nach der Grundregel von Art. 26 Abs. 1 SVG muss sich im Verkehr jeder Teilnehmer so verhalten, dass er andere in der ordnungsgem�ssen Ben�tzung der Strasse weder behindert noch gef�hrdet. Aus dieser Bestimmung leitet die Rechtsprechung den Vertrauensgrundsatz ab, nach welchem jeder Strassenben�tzer, der sich selbst verkehrsgem�ss verh�lt, darauf vertrauen darf, dass sich die anderen Verkehrsteilnehmer ordnungsgem�ss verhalten.
Der Vertrauensgrundsatz wird eingeschr�nkt durch die Bestimmung von Art. 26 Abs. 2 SVG, nach welcher u.a. gegen�ber Kindern besondere Vorsicht geboten ist. Danach kann sich der Verkehrsteilnehmer grunds�tzlich selbst dann nicht auf das Vertrauensprinzip berufen, wenn keine konkreten Anzeichen daf�r vorliegen, dass sich Kinder unkorrekt verhalten w�rden. Es bedarf vielmehr besonderer Umst�nde, um ein allenfalls begrenztes Vertrauen in das ordnungsgem�sse Verhalten dieser Strassenben�tzer zu rechtfertigen (BGE 129 IV 282 E. 2.2.1; 125 IV 83 E. 2b; 115 IV 239 E. 2 je mit Hinweisen; Ren� Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, 2. Aufl. 2002, Band I, N 441). Der Verkehrsteilnehmer muss mithin mit Verkehrsregelverletzungen seitens dieser Strassenben�tzer rechnen und seine Fahrweise danach ausrichten, damit Gef�hrdungen und Sch�digungen m�glichst vermieden werden k�nnen. So hat er namentlich etwa seine Geschwindigkeit zu m�ssigen, Bremsbereitschaft zu erstellen, dem Verhalten der Kinder gr�sste Aufmerksamkeit zu schenken und, wenn Kinder im Bereich der Strasse nicht auf den Verkehr achten, Warnsignale abzugeben und n�tigenfalls zu halten (Schaffhauser, a.a.O., N 426 und 443; vgl. auch Art. 4 Abs. 3 und Art. 29 Abs. 2 VRV).
Aus den Untersuchungsakten ergibt sich, dass der Beschwerdegegner mit einer Geschwindigkeit von rund 80 km/h auf die Einm�ndung des Radwegs zufuhr und, nachdem er die Gruppe der Velo- und Mofafahrer erblickt hatte, weder seine Geschwindigkeit vermindert noch Bremsbereitschaft erstellt hatte. Er stiess mithin in voller Fahrt mit der Beschwerdef�hrerin zusammen und bremste seinen Wagen erst nach der Kollision ab. Nach seinen eigenen Aussagen hatte der Beschwerdegegner die Beschwerdef�hrerin eigentlich erst mit dem Aufprall wahrgenommen. Wie der Unfall genau vorgefallen war, konnte er nicht sagen. So f�hrte er aus, er habe die Gruppe der Kinder zum ersten Mal nach der letzten Rechtskurve vor der Unfallstelle gesehen, wobei eines ein wenig vor den anderen gefahren sei. Keines der Kinder habe sich bei der Einm�ndung in die Ammerswilerstrasse befunden.
Bei dieser Sachlage nimmt die Vorinstanz zu Unrecht an, dem Beschwerdegegner k�nne von vornherein keine Verkehrsregelverletzung vorgeworfen werden. Dies ergibt sich aus folgenden Erw�gungen:
7.1 Nach seinen Aussagen hat der Beschwerdegegner eine Gruppe von Kindern wahrgenommen, die sich mit ihren Velos bzw. Motorfahrr�dern auf dem Radweg bewegte, hat darin indes keinen Anlass zu erh�hter Vorsicht erblickt. Damit hat er das Gebot, im Strassenverkehr gegen�ber Kindern besondere Vorsicht zu �ben, verletzt. Er h�tte sich nicht darauf verlassen d�rfen, dass sich die Kinder ordnungsgem�ss verhalten w�rden (vgl. oben E. 6.2).
Es trifft zwar zu, dass die Pflicht zu besonderer Vorsicht gegen�ber Kindern auch ohne konkrete Anzeichen eines Fehlverhaltens nicht so weit geht, dass der F�hrer eines Motorfahrzeugs beim Anblick eines Kindes in jedem Fall seine Fahrt verlangsamen und Hupsignale geben m�sste. Nach der Rechtsprechung ist das zumindest innerorts nur geboten, wenn das Kind sich auf der Fahrbahn oder am Strassenrand befindet, oder wenn es sich auf einem angrenzenden Trottoir oder einem benachbarten Platz in unmittelbarer N�he der Fahrbahn dem Spiele hingibt oder sonstwie ein Verhalten an den Tag legt, das erkennen l�sst, dass es seine Aufmerksamkeit vollauf einem anderen Geschehen als dem Verkehr auf der Strasse zugewandt hat und jederzeit seinen spontanen Neigungen folgend in den Strassenverkehr geraten k�nnte (BGE 115 IV 239 E. 2 S. 240; 112 IV 87 E. 2 S. 88; vgl. auch Hans Schultz, Kinder im Strassenverkehr, Strafrechtliche Aspekte, Strassenverkehrsrechts-Tagung, Freiburg 1992, S. 3 ff., 7 ff.).
Im zu beurteilenden Fall ereignete sich der Unfall ausserorts an einer Stelle, wo der von der Fahrbahn getrennte Radweg �ber die Hauptstrasse f�hrt. Angesichts der allgemeinen H�chstgeschwindigkeit von 80 km/h und dem Umstand, dass es f�r den Beschwerdegegner klar ersichtlich war, dass Fahrrad- und Mofafahrer bei der fraglichen Einm�ndung des Radwegs die Hauptstrasse �berqueren oder in sie einbiegen w�rden, h�tte er besondere Vorsicht walten lassen m�ssen. Der Umstand, dass die Beschwerdef�hrerin bereits 12 Jahre alt war und schon �ber eine gewisse Erfahrung im Verkehr verf�gte, entlastet den Beschwerdegegner nicht. Eine fixe Altersgrenze, von welcher an von Kindern ein vorschriftsgem�sses Verhalten erwartet werden kann und von welcher an sie nicht mehr des besonderen Schutzes durch Art. 26 Abs. 2 SVG bed�rfen, l�sst sich nicht exakt bestimmen. Wesentlich ist, dass der Strassenben�tzer als Kind erkannt wird (Schultz, a.a.O., S. 6). Im Strassenverkehrsrecht gelten als Kinder junge Menschen, die wegen fehlender Einsicht in die Gefahren, ungen�gender Kenntnis der Verkehrsregeln und einer Neigung zu einem dem Augenblick entspringenden Verhalten den Anforderungen des Strassenverkehrs nicht gewachsen sind (BGE 129 IV 282 E. 2.2.2 mit Hinweis). Darunter f�llt auch ein 12-j�hriges Kind. Selbst der Umstand, dass das Kind in diesem Alter bereits Verkehrsunterricht genossen haben kann, �ndert daran nichts, da der Unterricht nicht ohne weiteres erwarten l�sst, das Kind werde die erworbenen Kenntnisse in allen Situationen vern�nftig anwenden k�nnen. Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdegegner die Fahrrad- und Mofalenker, wie sich aus seinen Aussagen ergibt, offensichtlich als Kinder erkannt.
Die Annahme der Vorinstanz, der Beschwerdegegner habe nicht prophylaktisch erh�hte Aufmerksamkeit anwenden m�ssen, verletzt aus diesen Gr�nden Bundesrecht. Dass bei der Einm�ndung in die Hauptstrasse keinerlei Anhaltspunkte f�r eine Unaufmerksamkeit der Beschwerdef�hrerin vorlagen, ist ohne Bedeutung. Insofern entlastet den Beschwerdegegner nicht, dass er die Missachtung des Vortrittsrechts durch die Beschwerdef�hrerin nicht voraussehen konnte. Im �brigen deutet einiges darauf hin, dass der Beschwerdegegner sie zun�chst zwar in der Gruppe der auf dem Radweg fahrenden Kinder bemerkt, sie danach aber nicht mehr weiter beachtet hat, als sie auf die Einm�ndung zufuhr. Diesen Schluss legt seine Bemerkung nahe, er habe als letztes Bild im Kopf gehabt, dass das M�dchen noch parallel zu ihm gefahren sei, danach sei schon der Knall gekommen. Nach dem Gesagten w�re der Beschwerdegegner verpflichtet gewesen, auf die Kinder am Fahrbahnrand und im Nahbereich der Strasse zu achten (Schaffhauser, a.a.O., N 443; vgl. auch Art. 31 Abs. 1 SVG; Art. 3 Abs. 1 VRV).
7.2 Zu Unrecht nimmt die Vorinstanz im Weiteren an, dass die Kollision auch bei erh�hter Vorsicht f�r den Lenker des Personenwagens unvermeidbar gewesen w�re. Der Beschwerdegegner habe nicht rechtzeitig vor der sich bereits auf seiner Fahrspur befindlichen Fahrradlenkerin eine Vollbremsung einleiten k�nnen.
Dass sich die Kollision auch bei pflichtgem�ssem Verhalten des Beschwerdegegners ereignet h�tte, mag zutreffen. Indessen ist hier nicht die Vermeidung des Unfalles entscheidend, sondern diejenige der schweren K�rperverletzung. Die K�rperverletzung gilt auch als vermeidbar, wenn es bei sorgfaltsgem�ssem Verhalten des Fahrzeuglenkers mit gr�sster Wahrscheinlichkeit zu einer geringeren Verletzung gekommen w�re (Sch�nke/Schr�der/Cramer/Sternberg-Lieben, Strafgesetzbuch, Kommentar, 26. Aufl. 2001, � 15 N 177; vgl. auch BGE 121 IV 286 E. 4c). Dies ergibt sich daraus, dass jede Steigerung einer K�rperverletzung als selbst�ndige weitere Verletzung gilt (BGE 103 IV 65 E. II 2 c; vgl. auch Sch�nke/Schr�der/Cramer/ Sternberg-Lieben, a.a.O.). Im vorliegenden Fall liegt auf der Hand, dass der Beschwerdegegner bei einer geringeren Geschwindigkeit weniger heftig mit der Beschwerdef�hrerin zusammengestossen w�re, was wohl zu weniger schwerwiegenden Verletzungen gef�hrt h�tte. Dasselbe gilt, wenn er etwa bei erstellter Bremsbereitschaft rechtzeitig ein Bremsman�ver h�tte einleiten k�nnen. Allenfalls w�re ihm bei geh�riger Aufmerksamkeit auch ein Ausweichman�ver m�glich gewesen. Wie es sich damit im Einzelnen verh�lt, kann hier nicht abschliessend beurteilt werden und werden die kantonalen Beh�rden abzukl�ren haben.
7.3 Ob die vom Beschwerdegegner gefahrene Geschwindigkeit von rund 80 km/h den Verh�ltnissen angemessen war, kann hier offen bleiben. Anzumerken gilt es allerdings, dass eine Geschwindigkeit auch dann den Verh�ltnissen nicht angepasst sein kann, wenn sie im Rahmen der allgemeinen H�chstgeschwindigkeit liegt (Art. 32 Abs. 1 SVG; Art. 4a Abs. 1 VRV; BGE 122 II 127 E. 4a). Was die Vorinstanz zur Kausalit�t einer allf�llig den Verh�ltnissen nicht angemessenen Geschwindigkeit ausf�hrt, geht indes an der Sache vorbei. Dass eine Geschwindigkeits�berschreitung dann nicht in einem Risikozusammenhang mit dem Verletzungserfolg steht, wenn sie sich nur darin auswirkt, dass der Automobilist sonst sp�ter auf der Unfallstelle eingetroffen w�re, mag zutreffen (vgl. G�nter Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Allg. Teil I, 2. Aufl. Bern 1996, � 9 N 43 mit Hinweisen). Doch steht hier nicht in Frage, ob der Beschwerdegegner bei verminderter Geschwindigkeit die Unfallstelle allenfalls sp�ter erreicht h�tte, sondern ob der Zusammenstoss weniger schwere Verletzungen verursacht h�tte, wenn er mit einer geringeren Geschwindigkeit auf die Beschwerdef�hrerin geprallt w�re. W�re dies zu bejahen, w�re der Kausalzusammenhang ohne weiteres gegeben.
7.4 Insgesamt verletzt der angefochtene Entscheid in verschiedener Hinsicht Bundesrecht. Der Schutz der Einstellungsverf�gung durch das Obergericht ist daher nicht in pflichtgem�ssem Ermessen erfolgt. Die Nichtigkeitsbeschwerde erweist sich als begr�ndet.
Aus diesen Gr�nden ist die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Beschwerdef�hrerin tr�gt die Kosten des Verfahrens der staatsrechtlichen Beschwerde, in welchem sie unterliegt (Art. 156 Abs. 1 OG). Im Verfahren der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde obsiegt sie demgegen�ber mit ihren Antr�gen. Die Kosten sind daher dem unterliegenden Beschwerdegegner aufzuerlegen, und es ist der Beschwerdef�hrerin eine angemessene Entsch�digung aus der Bundesgerichtskasse auszurichten, wof�r der Beschwerdegegner Ersatz leisten hat (Art. 278 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 3 S�tze 1 und 3 BStP).
Die Gerichtsgeb�hr f�r das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde von Fr. 2'000.-- wird der Beschwerdef�hrerin auferlegt.
Die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist, der Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau vom 6. Januar 2004 aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Die Gerichtsgeb�hr f�r das Verfahren der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde von Fr. 2'000.-- wird dem Beschwerdegegner auferlegt.
Der Beschwerdef�hrerin wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 3'000.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet. Der Beschwerdegegner wird verpflichtet, der Bundesgerichtskasse hief�r Ersatz zu leisten.