Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=25.01.2010&Aktenzeichen=II%20ZR%20258/08
Timestamp: 2019-05-20 08:06:14
Document Index: 184888797

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 64', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 64', 'BGH', '§ 64', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 64', 'BGH', 'BGH']

https://dejure.org/2010,133
BGH, 25.01.2010 - II ZR 258/08 (https://dejure.org/2010,133)
BGH, Entscheidung vom 25.01.2010 - II ZR 258/08 (https://dejure.org/2010,133)
BGH, Entscheidung vom 25. Januar 2010 - II ZR 258/08 (https://dejure.org/2010,133)
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GmbHG § 64 Abs. 2 i. d. F. vom 15. Mai 1986 (§ 64 Satz 1 i. d. F. vom 23. Oktober 2008)
§ 64 Abs 2 GmbHG vom 15.05.1986, § 64 S 1 GmbHG vom 23.10.2008
GmbHG § 64 Abs. 2 i.d.F. vom 15.05.1986; GmbHG § 64 S. 1 i.d.F. vom 23.10.2008
Kein Verbot der Zahlung (an einzelne Gesellschaftsgläubiger § 64 Abs. 2 GmbHG a.F) bei debitorisch geführtem Konto
Erhaltung der verteilungsfähigen Vermögensmasse der insolvenzreifen Gesellschaft im Interesse der Gesamtheit ihrer Gläubiger als Sinn und Zweck des Zahlungsverbots nach § 64 S. 1 Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG); Verminderung der Vermögensmasse durch die Durchführung von Zahlungen durch die insolvenzreife Gesellschaft von einem debitorischen Konto; Durchführung eines masseunschädlichen Gläubigerwechsels vom ausgezahlten Gläubiger auf eine im Wege eines debitorischen Kontos kreditgebende Bank
Keine Haftung des Geschäftsführers für Zahlungen von debitorischem Konto in der Krise der GmbH
Insolvenzreife GmbH - Zahlungen von debitorisch geführtem Konto an einzelne Gesellschaftsgläubiger
Kein Verbot von Zahlungen von einem debitorischen Konto der GmbH an einzelne Gesellschaftsgläubiger nach § 64 Abs. 2 GmbHG a.F., wenn die Bank über keine diese deckenden Gesellschaftsicherheiten verfügt
Masseunschädlicher Gläubigerwechsel bei Zahlungen von debitorischem Konto an Gesellschaftsgläubiger
Erhaltung der verteilungsfähigen Vermögensmasse der insolvenzreifen Gesellschaft im Interesse der Gesamtheit ihrer Gläubiger als Sinn und Zweck des Zahlungsverbots nach § 64 S. 1 Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung ( GmbHG ); Verminderung der Vermögensmasse durch die Durchführung von Zahlungen durch die insolvenzreife Gesellschaft von einem debitorischen Konto; Durchführung eines masseunschädlichen Gläubigerwechsels vom ausgezahlten Gläubiger auf eine im Wege eines debitorischen Kontos kreditgebende Bank
GmbH: Zahlungen aus einem debitorischen Bankkonto - Geschäftsführerhaftung
GmbH: Keine Haftung des Geschäftsführers bei Gläubigerwechsel - Geschäftsführerhaftung
GmbHG a. F. § 64 Abs. 2; GmbHG § 64 Satz 1
Keine Haftung des Geschäftsführers für Zahlungen von debitorischem Konto an einzelne Gläubiger in der Krise der GmbH
Insolvenzreife GmbH: Zahlungen von ungedecktem debitorischen Konto an einzelne Gläubiger bewirken lediglich masseneutralen Gläubigertausch
Sinn und Zweck des Zahlungsverbotes nach § 64 Abs. 2 GmbHG a. F.
Haftung eines Geschäftsführers für Zahlungen nach Eintritt der Insolvenzreife
GmbHG a. F. § 64 Abs. 2
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 25.01.2010, Az.: II ZR 258/08 (Zahlungen von einem debitorischen Konto an einzelne Gläubiger der GmbH)" von RA Harald Heinze, original erschienen in: DZWIR 2010, 258 - 260.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 25.01.2010, Az.: II ZR 258/08 (Keine Haftung des Geschäftsführers bei Zahlungen von einem debitorischen Konto)" von RA Dr. Christoph Janssen, original erschienen in: BB 2010, 919 - 920.
Kurznachricht zu "Praxishinweis zur Entscheidung des BGH vom 25.01.2010, Az.: II ZR 258/08 (Geschäftsführer: Keine Haftung bei masseneutralem Gläubigerwechsel)" von RAin Dr. Daniela Rossa-Heise, original erschienen in: GmbH-StB 2010, 128 - 129.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 25.01.2010, AZ.: II ZR 258/08 (Massenunschädlicher Gläubigertausch bei Zahlung von debitorischem Konto an Gesellschaftsgläubiger)" von RA Dr. Florian Stapper und RA Jörg Schädlich, original erschienen in: NZI 2010, 313 - 316.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH v. 25.1.2020 - II ZR 258/08 (Haftung des Geschäftsführers: Zahlungen von einem debitorischen Konto an einzelne Gesellschaftsgläubiger bei Insolvenzreife der GmbH)" von RA Dr. Felix Podewils, original erschienen in: GmbHR 2010, 430.
OLG Naumburg, 12.06.2008 - 5 U 85/08
MDR 2010, 455
NZG 2010, 346
Denn dann wird die Gemeinschaft der Gläubiger durch die Zahlung insoweit geschädigt, als zur gleichmäßigen Verteilung nur noch eine geringere Vermögensmasse zur Verfügung steht (BGH, Urteil vom 29. November 1999 - II ZR 273/98, BGHZ 143, 184, 187 f.; Urteil vom 26. März 2007 - II ZR 310/05, ZIP 2007, 1006, 1007; Urteil vom 25. Januar 2010 - II ZR 258/08, ZIP 2010, 470 Rn. 10).
Dem steht - abweichend von der Auffassung der Revisionserwiderung - das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 25. Januar 2010 (II ZR 258/08, ZIP 2010, 470) nicht entgegen.
Der Sinn und Zweck des in § 64 Abs. 2 GmbHG aF normierten Zahlungsverbots besteht darin, die verteilungsfähige Vermögensmasse der insolvenzreifen Gesellschaft im Interesse der Gesamtheit ihrer Gläubiger zu erhalten und eine zu ihrem Nachteil gehende, bevorzugte Befriedigung einzelner Gläubiger zu verhindern (BGH, Urteil vom 25. Januar 2010 - II ZR 258/08, ZIP 2010, 470 Rn. 10 m.w.N.).
Sinn und Zweck des Zahlungsverbots des § 64 Abs. 2 GmbHG a. F. ist es, die verteilungsfähige Vermögensmasse der insolvenzreifen Gesellschaft im Interesse der Gesamtheit ihrer Gläubiger zu erhalten und eine zu ihrem Nachteil gehende, bevorzugte Befriedigung einzelner Gläubiger zu verhindern (BGH 25.01.2010, II ZR 258/08).
Derartige Zahlungen mit Kreditmitteln haben lediglich einen bloßen masseneutralen Gläubigertausch zur Folge (BGH 26.03.2007, II ZR 310/05 und BGH 25.01.2010, II ZR 258/08).
Eine Zahlung, die einen Ersatzanspruch gegen die Geschäftsführerin auslösen kann, kommt hingegen nicht in Betracht, wenn die Bank die Zahlung von einem debitorischen Konto veranlasst hat (vgl. BGH, NJW-RR 2010, 607).
Die von den Beklagten zitierte Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 25. Januar 2010 (II ZR 258/08, WM 2010, 465) steht der Berücksichtigung der Zahlungsflüsse über das debitorische Konto nicht entgegen.
Dabei ist er auch in der Ansehung der zu § 64 Abs. 2 GmbHG a.F. ergangenen Entscheidung des II. ZS v. 25.1.2010 (II ZR 258/08) geblieben (…Urt. v. 1.7.2010 - IX ZR 70/08, zit. nach [...], Tz. 13).
Haftungsbegründende Handlungen sind einerseits die Auszahlungen von dem bei der deutschen Bank geführten Konto (vgl. BGH WM 2010, 465; 2007, 973).
Zahlungen, die einen bloßen Gläubigertausch zur Folge haben, sind dagegen beispielsweise nicht verboten (vgl. BGH II ZR 258/08 zit. nach Juris).