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Timestamp: 2019-02-18 02:52:32
Document Index: 149281390

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 1', '§ 274', '§274', '§ 138', '§ 138', '§ 258', '§ 345', '§ 80', '§345', '§80', '§ 302', '§302', '§ 137', '§314', '§137', '§ 346', '§ 140', '§ 48', '§ 344', '§ 45', '§45', '§140', '§344', '§345', '§346', '§261', '§140', '§44']

17.02.2019 07:33h
Rechtsprechung - Suchergebnis - 18.02.2019 03:52h
Prozeßrecht Rechtsmittelrecht - Verteidiger/Verteidigung Beschwerde
BGH - Kammergericht
3 StR 284/05
1. Ein Beschwerdeführer, der bewusst wahrheitswidrig einen Verfahrensverstoß behauptet und sich zum Beweis auf ein als unrichtig erkanntes Protokoll beruft, handelt rechtsmissbräuchlich; seine Rüge ist unzulässig.
2. Dies gilt auch, wenn er das sichere Wissen von der Unwahrheit erst nachträglich erlangt, die Rüge jedoch gleichwohl weiterverfolgt.
StPO vor § 1, § 274
Aktenzeichen: 3StR284/05 Paragraphen: StPO§274 Datum: 2006-08-11
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2 Ars 199/06
2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs verwirft sofortige Beschwerden gegen Verteidigerausschluss in der Strafsache Zündel
Vor dem Landgericht Mannheim findet seit dem 9. Februar 2006 die Hauptverhandlung gegen den Angeklagten Zündel wegen des Vorwurfs der Volksverhetzung statt. Am 31. März 2006 hat das Oberlandesgericht Karlsruhe auf Vorlage des Landgerichts entschieden, dass die Verteidigern S. (eine von sechs Verteidigerin des Angeklagten) nach §§ 138 a Abs. 1 Nr. 3, 138 c Abs. 2 StPO von der weiteren Mitwirkung in dem Strafverfahren ausgeschlossen ist. Nach § 138 a Abs. 1 Nr. 3 StPO ist ein Verteidiger auszuschließen, wenn er mindestens hinreichend verdächtig ist, eine Handlung begangen zu haben, die - wenn der Angeklagte verurteilt würde - eine Strafvereitelung nach § 258 StGB darstellt. Grund für den Ausschluss durch das Oberlandesgericht war u. a., dass die Verteidigerin an mehreren Verhandlungstagen sich trotz des Entzugs des Rederechts in einer Art "Parallelverhandlung" an die Zuhörer im Gerichtssaal gewandt hatte und Erklärungen mit teilweise strafbarem nationalsozialistischen Inhalt abgegeben und dadurch das Verfahren blockiert hatte. Auch habe sie den Schöffen die Verhängung der Todesstrafe wegen "Feindbegünstigung" in Aussicht gestellt. Dies alles gefährde einen zeitnahen Abschluss des Verfahrens.
Die gegen diesen Beschluss gerichteten sofortigen Beschwerden des Angeklagten und der ausgeschlossenen Verteidigerin hat der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs verworfen. In seiner Entscheidung betont er die hohe Bedeutung der rechtsstaatlich geforderten Gewährleistung einer effektiven Strafverteidigung, die einen Verteidigerausschluss, für den nicht jedes prozessordnungswidrige Verteidigerverhalten ausreichend ist, nur in extremen Ausnahmefällen gestattet. Das Verhalten der Verteidigerin geht darüber aber weit hinaus und dient - unter Verwendung prozessfremder Mittel - nur dem Zweck die Fortsetzung des Verfahrens zu verhindern oder doch wesentlich zu verzögern, also letztlich dem Ziel, eine Bestrafung des Angeklagten Zündel zu vereiteln.
Beschluss vom 24. Mai 2006 - 2 ARs 199/06
Oberlandesgericht Karlsruhe (3 Ausschl 1/06 - 6 KLs 503 Js 4/96)
Karlsruhe, den 24. Mai 2006
Aktenzeichen: 2ARs199/06 Paragraphen: Datum: 2006-05-24
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Rechtsmittelrecht - Berufungsschrift Verteidiger/Verteidigung
83 Ss-OWi 68/05
Unterzeichnet ein anderer Rechtsanwalt die von dem Verteidiger verfasste Rechtsmittelbegründung mit dem Zusatz "für Rechtsanwalt ...", so ist gleichwohl regelmäßig davon auszugehen, dass er sich deren Inhalt zu eigen gemacht und dafür aufgrund eigener Prüfung die Verantwortung übernommen hat. Die Revision oder Rechtsbeschwerde ist in einem solchen Fall nicht "im Zweifel" als unzulässig zu verwerfen.
StPO § 345 II
OWiG § 80 III 3
Aktenzeichen: 83Ss-OWi68/05 Paragraphen: StPO§345 OWiG§80 Datum: 2006-01-24
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Rechtsmittelrecht Prozeßrecht - Vollmacht Verteidiger/Verteidigung
17.05.2005 1 SS 62/05
Die besondere Ermächtigung zu einer Rechtsmittelrücknahme gemäß § 302 Abs. 2 StPO kann auch im voraus in der dem Verteidiger erteilten Vollmacht erklärt werden.
Aktenzeichen: 1SS62/05 Paragraphen: StPO§302 Datum: 2005-05-17
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Prozeßrecht Rechtsmittelrecht - Verteidiger/Verteidigung Vollmacht
17.01.2005 2 Ws 7/05
Berufung; Einlegung; Wirksamkeit; Bevollmächtigung
Die Wirksamkeit der Einlegung des Rechtsmittels durch den Verteidiger setzt dabei nicht voraus, dass dieser seine Befugnis hierzu gleichzeitig durch eine Vollmacht nachweist.
StPO § 137
Aktenzeichen: 2Ws7/05 Paragraphen: StPO§314 StPO§137 Datum: 2005-01-17
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Prozeßrecht Rechtsmittelrecht - Verteidiger/Verteidigung Wiedereinsetzung
30.04.2003 3 Ss 95/02
1. Die definitive, wiederholte Weigerung des von dem Angeklagten gewählten und diesem beigeordneten Verteidigers, der in die umfangreiche Strafsache bereits eingearbeitet ist und dessen fachliche Kompetenz auf dem Gebiet des Strafrechts und Strafprozessrechts außer Frage steht, den Angeklagten nach Erlass des von diesem - nicht augenscheinlich aussichtslos - angefochtenen Urteils weiter zu verteidigen, stellt einen groben Verstoß gegen die durch seine Beiordnung begründete öffentlich-rechtliche Pflicht, bei der ordnungsgemäßen Durchführung des Strafverfahrens durch sachdienliche Verteidigung des Angeklagten mitzuwirken, mit der Folge dar, dass seine Entpflichtung nicht nur gerechtfertigt, sondern geboten ist.
2. Von einer Verwerfung der Revision nach § 346 Abs. 1 StPO ist abzusehen, wenn nach der gebotenen Bestellung eines neuen Pflichtverteidigers die Gewährung von Wiedereinsetzung in die versäumte Frist zur - ggf. nachgeholten - Begründung der Revision in Betracht kommt.
StPO §§ 140 Abs. 2, 141, 142 Abs. 1, 143, 345, 346 Abs. 2
BRAO §§ 48 Abs. 2, 49
Aktenzeichen: 3Ss95/02 Paragraphen: Datum: 2004-04-30
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Prozeßrecht Rechtsmittelrecht - Verteidiger/Verteidigung Revision Begründung
16.4.2003 5 Ss 462/02
1. Stellt der Beschwerdeführer bei Einlegung der Revision oder beim nachträglichen Übergang zu diesem Rechtsmittel ohne Anbringung eines Revisionsantrages ausdrücklich klar, dass er seine Ausführungen nicht als Revisionsbegründung verstanden wissen will, dann kann auch eine von ihm vorab "skizzierte" Begründung der Revision nicht als solche i.S.d. §§ 344, 345 StPO gedeutet werden.
2. Zur Frage, wann von einem Beschwerdeführer, der rechtzeitig die Beiordnung eines Verteidigers für das Revisionsverfahren sowie die Wiedereinsetzung in die versäumte Revisionsbegründungsfrist beantragt hat, die Nachholung der bisher versäumten Revisionsbegründung erwartet werden kann (im Anschluss an BayObLG NStZ 1995, 300).
StPO §§ 45, 140, 344, 345, 346
Aktenzeichen: 5Ss462/02 Paragraphen: StPO§45 StPO§140 StPO§344 StPO§345 StPO§346 Datum: 2003-04-16
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=888
Prozeßrecht Rechtsmittelrecht - Beweiswürdigung Verteidiger/Verteidigung Revision
14.1.2003 3 Ss 1024/02
Aussage gegen Aussage, Beweiswürdigung, Pflichtverteidigerbestellung im Revisionsverfahren, Einlassung, Aufführen in den Urteilsgründen
Zur Beweiswürdigung bei der sog. „Aussage gegen Aussage Problematik“
Aktenzeichen: 3Ss1024/02 Paragraphen: StPO§261 StPO§140 Datum: 2003-01-14
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Prozeßrecht Rechtsmittelrecht - Verteidiger/Verteidigung Wiedereinstzung
28.11.2002 2 Ws 433/02
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, Verteidigerverschulden,
Dem Angeklagten ist von Amts wegen Wiedereinsetzung in den vorigen Stand hinsichtlich der Frist zur Stellung eines Antrags auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren, wenn dieser von seinem Verteidiger nur mangelhaft begründet und den Angeklagten an der Mangelhaftigkeit des Wiedereinsetzungsantrages ersichtlich kein Verschulden trifft.
Aktenzeichen: 2Ws433/02 Paragraphen: StPO§44 Datum: 2002-11-28
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