Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%202012,%20321
Timestamp: 2019-12-07 21:10:29
Document Index: 3190082

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 264', '§ 261', '§ 46', '§ 55', '§ 261', '§ 261', '§ 261', '§ 261', 'BGH', '§ 261', 'BGH', 'BGH', '§ 261', '§ 261', 'BGH', '§ 261']

BGH, 26.01.2012 - 5 StR 461/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,1069
BGH, 26.01.2012 - 5 StR 461/11 (https://dejure.org/2012,1069)
BGH, Entscheidung vom 26.01.2012 - 5 StR 461/11 (https://dejure.org/2012,1069)
BGH, Entscheidung vom 26. Januar 2012 - 5 StR 461/11 (https://dejure.org/2012,1069)
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§ 264 StPO; § 261 StGB; § 46 StGB; § 55 StGB
Tatidentität (prozessuale Tat; Betrug; Geldwäsche; Postpendenzfeststellung); Geldwäsche (Verwahren); Strafzumessung; nachträgliche Bildung der Gesamtstrafe (Zäsur)
§ 261 Abs 1 StGB, § 261 Abs 2 Nr 2 StGB
Geldwäsche: Aufbewahrung betrügerisch erlangter Güter in der Wohnung des Täters als "Verwahren" der Güter durch den Mitbewohner
Angabe falscher Namen und teils falscher Adresse bei einer Warenbestellung im Internet als Geldwäsche
StGB § 261 Abs. 1 Nr. 4a; StGB § 261 Abs. 2 Nr. 2
LG Frankfurt/Oder, 30.06.2011 - 23 KLs 2/11
NStZ 2012, 321
a) "Verwahren" bedeutet - bei Sachen - die bewusste Ausübung des Gewahrsams oder unmittelbaren Besitzes (BGH, Beschluss vom 26. Januar 2012 - 5 StR 461/11, NStZ 2012, 321 unter 2 b aa mwN;… Schmidt/Krause in Leipziger Kommentar zum StGB, 12. Aufl., § 261 Rn. 21).
Die durch gewerbsmäßigen Betrug erlangten Gelder sind aufgrund dieser Vereinbarung und damit nicht "ohne Zutun" der Beklagten (vgl. dazu BGH, Beschluss vom 26. Januar 2012 - 5 StR 461/11, aaO) in deren Herrschaftsbereich gelangt.
Darunter ist bei Sachen die bewusste Ausübung der tatsächlichen Sachherrschaft zu verstehen (BGH, Beschluss vom 26. Januar 2012 - 5 StR 461/11, NStZ 2012, 321, 322).
c) Es bedarf keiner Entscheidung, ob die Angeklagte bezüglich der Taten 129 - 149 auch die Varianten des Verschaffens (§ 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB) und des Verwahrens (§ 261 Abs. 2 Nr. 2 StGB; zu den Anforderungen BGH, Beschluss vom 26. Januar 2012 - 5 StR 461/11, NStZ 2012, 321, 322) der Geldwäsche verwirklicht hat und wie sich dies konkurrenzrechtlich zu den Tathandlungen des Verwendens (§ 261 Abs. 2 Nr. 2 StGB) verhalten hätte (vgl. dazu Neuheuser NStZ 2008, 492, 496).