Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/kaesev
Timestamp: 2020-04-07 03:12:52
Document Index: 390170163

Matched Legal Cases: ['§ 64', '§ 23', '§ 7', '§ 8', '§ 20', '§ 21', '§ 20', '§ 20', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 1', 'Art. 4']

(4) Käsezubereitungen aus Frischkäse, die unter Verwendung von Früchten, Fruchterzeugnissen, Gemüse oder Gemüseerzeugnissen hergestellt werden, dürfen abweichend von Absatz 3 bis zu 30 v. H. des Gesamtgewichts des Fertigerzeugnisses an diesen Lebensmitteln enthalten.
Fundstelle: BGBl. I 2004, 1704)
(6) Wird bei einem Käse oder Erzeugnis aus Käse der Laktosegehalt verringert, darf der Hinweis auf das Nichtvorhandensein von Laktose nur erfolgen, soweit der Laktosegehalt nach Maßgabe der nach § 64 Absatz 1 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches in seiner jeweils geltenden Fassung für die Feststellung von Laktose veröffentlichten Prüfungsmethode unter 0,1 Gramm je 100 Gramm des Fertigerzeugnisses liegt und die Kennzeichnung die Angabe „Laktosegehalt: unter 0,1 g/100 g“ oder eine inhaltsgleiche Angabe enthält.
§ 23 Zulassung von Zusatzstoffen
Als Zusatz beim Herstellen und Behandeln von Käse und Erzeugnissen aus Käse wird zur äußerlichen Anwendung frisch entwickelter Rauch aus naturbelassenen Hölzern und Zweigen, Heidekraut und Nadelholzsamenständen, auch unter Verwendung von Gewürzen, zugelassen. Der durchschnittliche Gehalt so geräucherter Erzeugnisse oder der unter Verwendung geräucherter Lebensmittel hergestellten Erzeugnisse an Benzo(a)pyren darf ein Mikrogramm pro Kilogramm (1 myg/kg) nicht überschreiten. Beim gewerbsmäßigen Herstellen und Behandeln von Käse, der dazu bestimmt ist, in den Verkehr gebracht zu werden, und von Erzeugnissen aus Käse mit dem gleichen Bestimmungszweck dürfen Zusatzstoffe nach Satz 1 über die in Satz 2 festgesetzte Höchstmenge hinaus nicht verwendet werden. Die Zusatzstoff-Zulassungsverordnung bleibt unberührt.
Anlage 1 (zu § 7)Standardsorten
Fundstelle des Originaltextes BGBl. I 1986, 423 - 427;
Anlage 1b (zu § 8)Geographische Herkunftsbezeichnung
(Fundstelle: BGBl. I 1993, 2443 - 2444)
Geographische Herkunfts-bezeichnung Herstellungsgebiet Herstellungsvorschriften Mindestalter Zusammensetzung Sonstige Eigenschaften
Allgäuer Emmentaler Landkreise Lindau (Bodensee), Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu, Ravensburg und Bodenseekreis;
Städte Kaufbeuren, Kempten und Memmingen Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus roher Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet nach den Bestimmungen der Milchlieferungsordnung für Milchlieferanten von Emmentalerkäsereien vom 12. August 1980 gewonnen und vor dem Einlaben nicht über 40 °C erwärmt wird. 3 Monate
Während dieser Zeit muß der Käse mindestens 4 Wochen bei einer Temperatur von mindestens 20 °C in einem Gärkeller reifen. Vollfettstufe
Gehalt an Trockenmasse in 100 Gewichtsteilen:
rindengereifter Rundlaib mit mindestens 60 kg Herstellungsgewicht oder Viereckblock mit mindestens 40 kg Herstellungsgewicht
mehrheitlich 1-3 cm groß, rund, spärlich bis reichlich, regelmäßig verteilt
Allgäuer Bergkäse Landkreise Lindau (Bodensee), Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu, Ravensburg und Bodenseekreis;
Städte Kaufbeuren, Kempten und Memmingen Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus roher Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet nach den Bestimmungen der Milchlieferungsordnung für Milchlieferanten von Emmentalerkäsereien vom 12. August 1980gewonnen und vor dem Einlaben nicht über 40 °C erwärmt wird. 4 Monate mindestens Vollfettstufe
Altenburger Ziegenkäse Landkreise Altenburg, Schmölln, Gera, Zeitz, Geithain, Grimma, Wurzen, Borna;
Stadt Gera Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet gewonnen wird. Die Käsereimilch muß mindestens 15 % Ziegenmilch enthalten; auch unter Zusatz von Kümmel. 14 Tage Fettgehalt:
mindestens 30 Gewichtsprozent in der Trockenmasse
Gehalt an Trockenmasse in 100 Gewichtsteilen: mindestens 38 % Form und Gewicht:
geschlossener Teig mit geringer Bruchlochung
Reifung nur mit Gelb- oder Rotschmierbakterien (B.Linens) 14 Tage Fettgehalt:
mindestens 10 Gewichtsprozent in der Trockenmasse (Fett i.Tr.)
mindestens 31 %, höchstens 42 % Form und Gewicht:
rund, ohne Rinde, geschmeidige Haut mit gelblich bis rötlich brauner leicht klebender Rotschmiere und einem Herstellungsgewicht von 100 g
geschlossen mit vereinzelter Bruchlochung
Sonneborner Weichkäse Landkreise Altenburg und Schmölln Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet gewonnen wird, unter Zusatz von Gewürzen. 14 Tage Fettgehalt:
mindestens 30 Gewichtsprozent in der Trockenmasse (Fett i.Tr.)
Zylinder mit einem Herstellungsgewicht von 125 g
Tiefländer Landkreise Malchin, Grimmen, Altentreptow, Teterow, Demmin, Güstrow, Waren Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet gewonnen wird. 8 Wochen Fettgehalt:
mindestens 45 Gewichtsprozent in der Trockenmasse (Fett i.Tr.)
runder oder quaderförmiger Laib mit 6 bis 15 kg Herstellungsgewicht
spärlich bis reichlich, erbsen- bis kirschgroß, mehr oder weniger gleichmäßig verteilt
Tollenser Landkreise Altentreptow, Teterow, Malchin, Demmin, Neubrandenburg und Stadt Neubrandenburg Die Herstellung erfolgt ausschließlich aus Käsereimilch, die im Herstellungsgebiet gewonnen wind. 6 Wochen Fettgehalt:
mindestens 40 Gewichtsprozent in der Trockenmasse (Fett i.Tr.)
quaderförmiger Laib mit etwa 3 kg Herstellungsgewicht
zahlreich, in Schlitz- oder Gerstenkornform, die gleichmäßig über die gesamte Schnittfläche verteilt ist.
Milchwirtschaftlicher Verein Baden-Württemberg e.V., Lindenspürstraße 31, 70176 Stuttgart.
(Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2004, 1705)
- mit einem Fettgehalt in der Trockenmasse von 50% oder mehr 50%
- mit einem Fettgehalt in der Trockenmasse von weniger als 50% 34%
- mit einem Fettgehalt in der Trockenmasse von 50% oder mehr 40%
- mit einem Fettgehalt in der Trockenmasse von weniger als 50% 30%
Schmelzkäsezubereitung 20%
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1986, 431
Anlage 5 (zu § 20 Abs. 2 Nr. 1 und § 21 Abs. 1 Satz 1)Muster für den Nachweis der gesundheitlichen Unbedenklichkeit nach den §§ 20 und 21 *)
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1986, 432-433
....................., den ..............
Betr.: Nachweis der gesundheitlichen Unbedenklichkeit eines
Labaustauschstoffes nach § 20 Abs. 2 Nr. 1 und § 21 Abs. 1
Satz 1 der Käseverordnung
1. a) Hersteller
Name (Firma) .....................................................
Straße ...........................................................
Standort des Herstellungsbetriebes ...............................
b) Einführer
2. Bezeichnung des Labaustauschstoffes .................................
3. Zusammensetzung des Labaustauschstoffes .............................
(Alle Bestandteile sind nach Art und Menge mit ihren gebräuchlichen
wissenschaftlichen Bezeichnungen anzugeben. Die zur Enzymgewinnung
verwendeten Mikroorganismen sind nach Stämmen, Typen oder Varianten
unter Angabe der sie charakterisierenden Eigenschaften nach
systematischen Grundsätzen genau zu definieren.)
4. Prüfung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit
Zeit der Prüfung ....................................................
Prüfinstitut ........................................................
Unterlagen über die Prüfungsergebnisse ..............................
(Diese Unterlagen müssen Angaben über Art, Umfang und Verlauf der
Untersuchungen und die Prüfungsergebnisse begründende Einzeldaten
enthalten. Die Untersuchungen müssen dem jeweiligen Stande der
wissenschaftlichen Erkenntnisse entsprechen.)
5. Muster des Labaustauschstoffes in der für eine eventuelle
gesundheitliche Nachprüfung notwendigen Menge .......................
(Ort) (Datum) (Unterschrift des
Nachweisführenden)
Anlage 6 (zu § 21 Abs. 2 S 1 Nr. 4)Amtliche Bescheinigung für das Verbringen von Labaustauschstoffen nach § 21 der Käseverordnung
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 1986, 433 - 434
Herkunftsland: .........................................................
Bezeichnung des Labaustauschstoffes: ..............................
Chargennummer(n): .................................................
Art der Verpackung: ...............................................
Anzahl der Packstücke der Sendung: ................................
Menge der Ware nach Volumen oder Gewicht: .........................
Kennzeichnung der Sendung: ........................................
Name und Anschrift des Herstellungsbetriebes: .....................
Name und Anschrift des Absenders: .................................
III. Bestimmung der Ware
Name und Anschrift des Empfängers: ................................
Die Ware wird versandt von ........................................
nach ........................................
Die unterzeichnete zuständige Behörde bescheinigt, daß die
vorstehend bezeichnete Ware
1. in dem oben bezeichneten Herstellungsbetrieb hergestellt worden
ist, dieser Betrieb amtlich zugelassen ist und amtlich überwacht
2. hinsichtlich ihrer Herstellung und Zusammensetzung dem
Labaustauschstoff entspricht, für den der Nachweis der
gesundheitlichen Unbedenklichkeit erbracht und von .......... *)
durch Mitteilung vom ...........................................
als ausreichend angesehen worden ist;
3. hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Unbedenklichkeit durch
Untersuchung jeder Charge geprüft ist und
a) toxische Eigenschaften,
b) entwicklungsfähige, für die Herstellung verwendete Mikro-
organismen und entwicklungsfähige pathogene Mikroorganismen
c) Stoffe mit antibiotischer Wirkung, die therapeutisch
angewendet werden oder zu therapeutisch angewendeten Stoff-
klassen gehören,
nicht nachgewiesen worden sind.
Alle Gesetze § 1 Begriffsbestimmungen Zweiter Abschnitt Käse
Neuf: Neugefasst durch Bek. v. 14.4.1986 I 412;
Stand: zuletzt geändert durch Art. 4 V v. 27.12.2016 I 3227
1965, Nr 118: BAnz