Source: http://www.famrb.de/50854.htm
Timestamp: 2018-01-16 19:31:11
Document Index: 107906550

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 49', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 286', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 141', '§ 141', 'BGH', '§ 286', '§ 141', 'BGH']

BGH: Anforderungen an RechtsmittelbegrÃ¼ndung
a) Die RechtsmittelbegrÃ¼ndung muss geeignet sein, die gesamte angefochtene Entscheidung in Frage zu stellen. Bei mehreren StreitgegenstÃ¤nden oder einem teilbaren Streitgegenstand muss sie sich grundsÃ¤tzlich auf alle Teile der angefochtenen Entscheidung erstrecken, hinsichtlich derer eine AbÃ¤nderung beantragt ist; andernfalls ist das Rechtsmittel fÃ¼r den nicht begrÃ¼ndeten Teil unzulÃ¤ssig (im Anschluss an BGH v. 23.6.2015 â€“ II ZR 166/14, NJW 2015, 3040 = FamRZ 2015, 1886 [LS]).
b) Die Bezugnahme auf das erstinstanzliche Vorbringen ist als RechtsmittelbegrÃ¼ndung unzureichend (im Anschluss an BGH v. 27.1.2015 â€“ VI ZB 40/14, NJW-RR 2015, 511 = FamRZ 2015, 747 [LS] und v. 18.12.1991 â€“ XII ZB 128/91, FamRZ 1992, 538).
BGH, Beschl. v. 29.11.2017 â€“ XII ZB 414/17
Zum Volltext, der auf der Homepage des BGH verÃ¶ffentlicht ist, kommen Sie hier.
BGH: Erledigung des gerichtlichen Anweisungsverfahrens durch Vornahme der begehrten standesamtlichen Handlung
Wird die von einem Beteiligten begehrte Amtshandlung des Standesamts im Laufe des gerichtlichen Verfahrens nach Â§ 49 Abs. 1 PStG vollzogen, ist das Anweisungsverfahren dadurch in der Hauptsache erledigt.
BGH, Beschl. v. 22.11.2017 â€“ XII ZB 578/16
BGH: Keine Vaterschaftsanfechtung bei Bestehen einer sozial-familiÃ¤ren Beziehung zwischen Kind und rechtlichem Vater
a) Bei Bestehen einer sozial-familiÃ¤ren Beziehung zwischen Kind und rechtlichem Vater ist der Antrag des leiblichen Vaters auf Anfechtung der Vaterschaft stets unbegrÃ¼ndet (FortfÃ¼hrung von BGH v. 18.10.2017 â€“ XII ZB 525/16, FamRZ 2018, 41 und v. 6.12.2006 â€“ XII ZR 164/04, BGHZ 170, 161 = FamRZ 2007, 538 = FamRB 2007, 135).
b) Eine Auslegung des Gesetzes dahin, dass die Anfechtung dennoch mÃ¶glich sei, wenn der leibliche Vater seinerseits eine sozial-familiÃ¤re Beziehung zu dem Kind habe und mit ihm in einer Familie zusammenlebe, ist nicht zulÃ¤ssig.
c) Das mit einer bestehenden sozial-familiÃ¤ren Beziehung einhergehende Elternrecht des rechtlichen Vaters ist auch in dieser Konstellation gegenÃ¼ber dem grundrechtlich geschÃ¼tzten Interesse des leiblichen Vaters, die rechtliche Vaterstellung erlangen zu kÃ¶nnen, vorrangig (im Anschluss an BVerfG v. 9.4.2003 â€“ 1 BvR 1493/96, 1 BvR 1724/01, BVerfGE 108, 82 = FamRZ 2003, 816 = FamRB 2003, 211 und BGH v. 6.12.2006 â€“ XII ZR 164/04, BGHZ 170, 161 = FamRZ 2007, 538 = FamRB 2007, 135).
BGH, Beschl. v. 15.11.2017 â€“ XII ZB 389/16
BGH: Freie BeweiswÃ¼rdigung des Tatrichters
a) Dem Tatrichter ist es nach Â§ 286 ZPO grundsÃ¤tzlich erlaubt, allein aufgrund des Vortrags der Parteien und ohne Beweiserhebung festzustellen, was fÃ¼r wahr und was fÃ¼r nicht wahr zu erachten ist (im Anschluss an BGH v. 6.10.1981 â€“ X ZR 57/80, BGHZ 82, 13 = NJW 1982, 940; BGH v. 29.10.1987 â€“ III ZR 54/87, BGHR ZPO Â§ 141 WÃ¼rdigung 1).
b) Der Tatrichter kann im Rahmen der freien WÃ¼rdigung des Verhandlungsergebnisses den Behauptungen und Angaben (vgl. Â§ 141 ZPO) einer Partei unter UmstÃ¤nden auch dann glauben, wenn diese ihre Richtigkeit sonst nicht auch nicht mittels Parteivernehmung, weil es an der erforderlichen Anfangswahrscheinlichkeit fehlt beweisen kann (im Anschluss an BGH v. 7.2.2006 â€“ VI ZR 20/05, NJW-RR 2006, 672; v. 25.3.1992 â€“ IV ZR 54/91, NJW-RR 1992, 920 und v. 24.4.1991 â€“ IV ZR 172/90, NJW-RR 1991, 983).
c) Hat die erste Instanz ihre freie Ãœberzeugung nach Â§ 286 ZPO auf eine ParteianhÃ¶rung gestÃ¼tzt, muss das Berufungsgericht sich im Rahmen seiner Ãœberzeugungsbildung mit dem Ergebnis dieser ParteianhÃ¶rung auseinandersetzen und die informatorische AnhÃ¶rung nach Â§ 141 ZPO ggf. selbst durchfÃ¼hren.
BGH, Beschl. v. 27.9.2017 â€“ XII ZR 48/17
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Verlag Dr. Otto Schmidt vom 09.01.2018 11:17