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Timestamp: 2019-06-19 18:15:17
Document Index: 247918234

Matched Legal Cases: ['§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', '§ 35', 'BGH', '§ 172', '§ 516', '§ 84', '§ 67', '§ 8', '§ 84', '§ 84', 'BGH', '§ 84', '§ 155', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 16', '§ 124', '§ 173', '§ 84', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 1984, 2115 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 21.12.1983
https://dejure.org/1984,32
BVerwG, 20.01.1984 - 4 C 43.81 (https://dejure.org/1984,32)
BVerwG, Entscheidung vom 20.01.1984 - 4 C 43.81 (https://dejure.org/1984,32)
BVerwG, Entscheidung vom 20. Januar 1984 - 4 C 43.81 (https://dejure.org/1984,32)
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Privilegiertes Vorhaben - Öffentliche Belange - Außenwirkung - Standortbezogen - Flächennutzungsplan - Landesplanung - Zulässigkeit - Eigentumskräftige Verfestigung
BauGB § 35 Abs. 2; BauGB § 35 Abs. 3
VG Ansbach, 25.05.1979 - 6261 - III/78
VGH Bayern, 26.11.1980 - 14 B - 1881/79
BVerwGE 68, 311
NJW 1984, 1577 (Ls.)
NJW 1984, 2115 (Ls.)
NVwZ 1984, 367
DVBl 1984, 627
DÖV 1984, 846
BauR 1984, 269
ZfBR 1984, 200
Ob diese Sperre greift, ist nach der Rechtsprechung des Senats im Wege einer nachvollziehenden Abwägung zu ermitteln, in die das gesteigerte Durchsetzungsvermögen des privaten Interesses mit dem erheblichen Gewicht einzustellen ist, das ihm nach der in der Privilegierung zum Ausdruck gekommenen gesetzgeberischen Wertung gebührt (vgl. BVerwG, Urteile vom 20. Januar 1984 - BVerwG 4 C 43.81 - BVerwGE 68, 311 und vom 19. Juli 2001 - BVerwG 4 C 4.00 - BVerwGE 115, 17).
Da der Gesetzgeber die in § 35 Abs. 1 BauGB genannten Vorhaben im Außenbereich allgemein für zulässig erklärt hat, ohne jedoch eine Entscheidung über den konkreten Standort zu treffen, können einem privilegierten Vorhaben nur konkrete standortbezogene Aussagen im Flächennutzungsplan als öffentlicher Belang entgegenstehen (vgl. BVerwG…, Beschluss vom 20. Juli 1990 - BVerwG 4 N 3.88 - a.a.O.; BVerwGE 77, 300 ; 68, 311 ).
Diese Kriterien hat der Senat bereits zur Auslegung von § 35 Abs. 3 Satz 1, 1. Spiegelstrich BBauG entwickelt (BVerwG, Urteile vom 20. Januar 1984 - BVerwG 4 C 43.81 - BVerwGE 68, 311, und - BVerwG 4 C 70.79 - BVerwGE 68, 319 ).
Seit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. Januar 1984 - BVerwG 4 C 43.81 - (BVerwGE 68, 311) war ferner geklärt, dass die in § 35 Abs. 3 Satz 1, 1. Spiegelstrich BBauG genannten Ziele der.
4.1 Bei Anwendung von § 35 Abs. 3 Satz 3 Halbsatz 1 BauGB 1987 darf nicht außer Acht bleiben, dass der Gesetzgeber die Wirkungskraft der Raumordnungsziele hat stärken wollen, indem er in Anknüpfung an die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. Januar 1984 a.a.O. regelte, dass diese Ziele grundsätzlich auch privilegierten Außenbereichsvorhaben entgegenstehen können.
So behandelt und verneint das vom Verwaltungsgerichtshof zitierte Urteil vom 20. Januar 1984 - BVerwG 4 C 43.81 - (BVerwGE 68, 311) nur die Frage, ob Ziele der Raumordnung und Landesplanung gegenüber privaten Dritten Außenwirkung entfalten, die ein im Außenbereich gemäß § 35 Abs. 1 BauGB privilegiert zulässiges Vorhaben errichten möchten.
In diesem Punkt kann also das Senatsurteil vom 20. Januar 1984 (a.a.O.) als durch die weitere Rechtsentwicklung überholt angesehen werden.
Dies überlässt er vielmehr einer im bauaufsichtlichen oder immissionsschutzrechtlichen Verfahren erfolgenden Prüfung anhand des Maßstabs, ob der Zulassung des Vorhabens öffentliche Belange entgegenstehen (vgl. BVerwG, Urt. v. 20.01.1984 - 4 C 43.81 -, BVerwGE 68, 311 [315]).
Darstellungen eines Flächennutzungsplans können als öffentliche Belange auch einem im Außenbereich privilegiert zulässigen Vorhaben entgegenstehen (Fortführung von BVerwGE 68, 311).
Der Senat hat in seinem Urteil vom 20. Januar 1984 - BVerwG 4 C 43.81 - (BVerwGE 68, 311) ausgeführt, daß der Gesetzgeber bestimmte Vorhaben zwar dem Außenbereich privilegiert zugewiesen habe, jedoch nicht in der Weise, daß sie an jedem beliebigen Standort im Außenbereich zulässig seien.
Der Senat hat bereits im Urteil vom 20. Januar 1984 (a.a.O.) betont, die Darstellung von Flächen für die Landwirtschaft sei im allgemeinen keine qualifizierte Standortzuweisung, weil sie dem Außenbereich nur die ihm ohnehin nach dem Willen des Gesetzes in erster Linie zukommende Funktion zuweise.
In diesem Sinne kann die Darstellung von Abgrabungsflächen "Unterstützung und einleuchtende Fortschreibung tatsächlicher Gegebenheiten" sein (vgl. Urteile des Senats vom 28. Februar 1975 - BVerwG 4 C 30.73 - und vom 20. Januar 1984 - BVerwG 4 C 43.81 - <BVerwGE 68, 311 (314)>).
Es entspricht ständiger Rechtsprechung des Senats, daß die Beantwortung der Frage, ob einem Vorhaben öffentliche Belange entgegenstehen (§ 35 Abs. 1 BBauG) oder ob es öffentliche Belange beeinträchtigt (§ 35 Abs. 2 BBauG), eine Abwägung voraussetzt, und zwar nicht eine planerische Abwägung, sondern eine nachvollziehende, die allgemeine gesetzliche Wertung für den Einzelfall konkretisierende Abwägung zwischen dem jeweils berührten öffentlichen Belang und dem Interesse des Antragstellers an der Verwirklichung des privilegierten Vorhabens (vgl. BVerwG, Urteil vom 20. Januar 1984 - BVerwG 4 C 43.81 - <BVerwGE 68, 311 (313)>; Urteil vom 24. August 1979 - BVerwG 4 C 3.77 - ).
Sie dürfen nur dort zugelassen werden, wo ihnen das Ergebnis einer Bilanzierung öffentlicher Belange nicht entgegensteht (vgl. BVerwG, Urteile vom 20. Januar 1984 - BVerwG 4 C 43.81 - BVerwGE 68, 311 und vom 17. Dezember 2002 - BVerwG 4 C 15.01 - BVerwGE 117, 287 ).
Die Beachtenspflicht kommt darin zum Ausdruck, dass der öffentliche Belang der Freihaltung des Außenbereichs von den privilegierten Vorhaben in den Ausschlusszonen bei der nachvollziehenden Abwägung grundsätzlich Vorrang vor der in § 35 Abs. 1 BauGB angeordneten Privilegierung genießt (vgl. BVerwG…, Urteil vom 17. Dezember 2002 - BVerwG 4 C 15.01 - a.a.O., S. 302), und somit von vornherein ein deutlich stärkeres Gewicht besitzt als sonst Darstellungen des Flächennutzungsplans gemäß § 35 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 BauGB (vgl. BVerwG, Urteil vom 19. September 2002 - BVerwG 4 C 10.01 - BVerwGE 117, 44 ; Urteil vom 20. Januar 1984 - BVerwG 4 C 43.81 - BVerwGE 68, 311).
Neue Tatsachen, die erst während des Revisionsverfahrens entstanden sind, können dagegen regelmäßig nicht in dieses Verfahren eingeführt werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 20. Januar 1984 - BVerwG 4 C 43.81 - BVerwGE 68, 311 ; Urteil vom 20. Oktober 1992 - BVerwG 9 C 77.91 - BVerwGE 91, 104 ).
Dabei kann unentschieden bleiben, ob ein - nicht als förmlicher Rechtssatz erlassener - Regionalplan materiellen Rechtsnormcharakter hat oder haben kann (vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 20. Januar 1984 - BVerwG 4 C 43.81 - BVerwGE 68, 311 ) und deshalb zu beachten wäre, wenn er während des Revisionsverfahrens in Kraft tritt.
BVerwG, 19.06.1991 - 4 C 11.89
Bauplanungsrecht: Privilegierung landwirtschaftlicher Gebäude nach § 35 Abs. 1 …
BVerwG, 22.11.1985 - 4 C 71.82
Voraussetzungen für die Zulässigkeit eines im Außenbereichs gelegenen Wohn- und …
BVerwG, 03.06.1998 - 4 B 6.98
Außenbereichsvorhaben; Windenergieanlagen; Darstellungen des …
Normenkontrolle eines Regionalplans: Passivlegitimation des Landes; keine …
BVerwG, 04.06.2008 - 4 BN 12.08
Beurteilung; Landesplanung; Raumordnung; Raumordnungsverfahren; Stellungnahme; …
OVG Nordrhein-Westfalen, 03.08.2000 - 7 A 3871/99
Lagerung von Gülle im Wasserschutzgebiet)
BVerwG, 20.01.1984 - 4 C 70.79
Zulässigkeit nichtprivilegierter Bauvorhaben im Außenbereich: Ziele der …
OVG Rheinland-Pfalz, 06.03.1990 - 7 A 78/89
VGH Bayern, 17.09.2007 - 25 B 05.358
Bauplanungsrecht: Mastschweinestall am Ortsrand und Ausweisung von Wohnbauflächen …
VG Stuttgart, 03.05.2005 - 13 K 5609/03
Windenergie und Vogelschlag
VG Düsseldorf, 28.01.2010 - 4 K 5870/08
Außenbereich Betriebsteil Risiko Landwirtschaft Privilegierung wirtschaftliche …
VGH Bayern, 14.01.2008 - 15 CS 07.3032
Mobilfunksendemast im Außenbereich (Gebiet einer Landschaftsschutzverordnung); …
OVG Rheinland-Pfalz, 11.12.2002 - 8 A 10975/02
Auswirkung konkreter Flächennutzungsplandarstellung auf privilegiertes …
OVG Nordrhein-Westfalen, 14.09.1989 - 7 A 81/84
Bauleilplanung: Ausweisung einer "Fläche für Bahnanlagen" im Flächennutzungsplan, …
VG Saarlouis, 30.07.2008 - 5 K 673/07
VG Koblenz, 27.04.2004 - 1 K 2673/03
Keine Windkraftanlage in Wimbach
VGH Baden-Württemberg, 28.02.1994 - 8 S 2242/93
Privilegiertes Außenbereichsvorhaben bei fehlender Inkraftsetzung des …
BVerwG, 12.05.1989 - 7 B 73.89
VGH Hessen, 27.02.1989 - 8 UE 308/85
Unvereinbarkeit eines Investitionsvorhabens mit den Zielen und Grundsätzen der …
BVerwG, 25.02.1985 - 4 B 17.85
OVG Sachsen, 26.06.2014 - 1 A 675/13
Außenbereich, Wohnnutzung, Flächennutzungsplan
OVG Niedersachsen, 24.06.1996 - 3 L 342/94
Bodenabbau: kein Vorbescheid über Zulässigkeit unter bau- und …
VG Freiburg, 20.09.1995 - 2 K 910/93
Gestattung der Erweiterung einer Kiesgrube zum Zweck der Kiesgewinnung; …
VG Osnabrück, 14.01.2004 - 2 B 43/03
Ersetzung des gemeindlichen Einvernehmens im öffentlichen Baurecht
OVG Schleswig-Holstein, 16.02.2001 - 1 L 76/00
OVG Rheinland-Pfalz, 06.11.1997 - 1 A 12977/96
OVG Rheinland-Pfalz, 24.04.1997 - 1 A 12055/95
VG Koblenz, 17.02.2005 - 1 K 2884/04
BVerwG, 21.12.1983 - 1 B 152.83
https://dejure.org/1983,565
BVerwG, 21.12.1983 - 1 B 152.83 (https://dejure.org/1983,565)
BVerwG, Entscheidung vom 21.12.1983 - 1 B 152.83 (https://dejure.org/1983,565)
BVerwG, Entscheidung vom 21. Dezember 1983 - 1 B 152.83 (https://dejure.org/1983,565)
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Prozessbevollmächtigter - Zustellung der Entscheidung - Rechtsmittelfrist - Maßgeblichkeit
VG Hamburg, 21.07.1982 - 3 VG 2289/81
OVG Hamburg, 18.04.1983 - Bf V 148/82
NJW 1984, 2115
a) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 23. Oktober 1990 - VI ZR 105/90, BGHZ 112, 345, 347; ebenso BVerwG, Beschluß vom 21. Dezember 1983 - 1 B 152/83, NJW 1984, 2115;… Zöller/Stöber, ZPO, 23. Aufl., § 172 Rn. 9 m.w.N.) ist für den Fall, daß eine Partei durch mehrere Prozeßbevollmächtigte vertreten wird, für den Beginn des Laufs der Berufungsfrist auf die zeitlich erste Zustellung an einen der Prozeßbevollmächtigten abzustellen.
Zutreffend sind die Ausgangserwägungen des Berufungsgerichts, nach denen für den Fall, daß eine Partei durch mehrere Prozeßbevollmächtigte vertreten wird, für den Beginn des Laufs der Berufungsfrist insgesamt auf die zeitlich erste Zustellung an einen der Prozeßbevollmächtigten abzustellen ist (…vgl. Albers in Baumbach/Lauterbach, ZPO, 48. Aufl., § 516 Anm. 2;… Leipold in Stein/Jonas, ZPO, 20. Aufl., § 84 Rdn. 3; BVerwG NJW 1984, 2115 m.w.N.).
BVerwG, 31.07.1998 - 9 B 776.98
Zustellung an mehrere Bevollmächtigte; Beginn der Frist nach erster Zustellung.
Daraus folgt, daß zum einen bei der Bestellung mehrerer Prozeßbevollmächtigter die Zustellung an jeden von ihnen gemäß § 67 Abs. 3 Satz 3 VwGO, § 8 Abs. 4 VwZG wirksam bewirkt werden kann, und zum anderen, daß dann, wenn an jeden von ihnen zugestellt wird, die zeitlich erste Zustellung für den Lauf der Frist maßgebend ist, ohne daß es auf die Kenntnis des jeweils anderen Prozeßbevollmächtigten von der weiteren Zustellung ankommt (vgl. BVerwG, Beschluß vom 29. Januar 1980 - BVerwG 2 B 76.79 - Buchholz 303 § 84 ZPO Nr. 1 = NJW 1980, 2269 und Beschluß vom 21. Dezember 1983 - BVerwG 1 B 152.83 - Buchholz 303 § 84 ZPO Nr. 2 = NJW 1984, 2115; ebenso: BSG, Beschluß vom 5. Januar 1998 - 2 U 295/97 - BGH, Beschluß vom 24. Oktober 1985 - IX ZB 47/85 - MDR 1986, 582).
Sind aber mehrere Bevollmächtigte bestellt, so genügt die Zustellung (Bekanntgabe) an einen von ihnen (vgl. BVerwG-Beschluß vom 21. Dezember 1983 1 B 152/83, Neue Juristische Wochenschrift 1984, 2115, m. w. N.).
Denn nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Beschluss vom 21. Dezember 1983 - 1 B 152.83 - NJW 1984, 2115), der sich der erkennende Senat anschließt, genügt, wenn für einen Beteiligten mehrere Prozessbevollmächtigte bestellt sind, die Zustellung der Entscheidung an einen von ihnen und ist für den Beginn der Rechtsmittelfrist die zeitlich erste Zustellung maßgebend.
Für Letzteres spricht insbesondere die Zulässigkeit der Beauftragung mehrerer Bevollmächtigter nach § 84 Satz 1 ZPO i.V.m. § 155 FGO, die es ermöglicht, gegenüber jedem der Bevollmächtigten Zustellungen vorzunehmen (vgl. BGH-Beschluss vom 24. Oktober 1985 IX ZB 47/85, Monatsschrift für Deutsches Recht 1986, 582; BVerwG-Beschluss vom 21. Dezember 1983 1 B 152/83, Neue Juristische Wochenschrift 1984, 2115;… BFH-Beschluss vom 28. Januar 2005 VIII B 117/03, BFH/NV 2005, 1110).
Für den Beginn des Laufs prozessualer Fristen folgt daraus, dass die zeitlich erste Zustellung ausschlaggebend ist (BVerwG, Beschluss vom 21.12.1983 - 1 B 152/83 -, Rn. 3, [...]; BGH…, Beschluss vom 26.09.2007 - IV ZB 39/06 -, Rn. 5, [...]; BGH…, Beschluss vom 08.03.2004 - II ZB 21/03 -, Rn. 6, [...]).
Das Gesetz sieht nirgends eine Befugnis des Gerichts vor, durch erneute Zustellung einer Entscheidung die durch eine vorhergehende Zustellung bereits wirksam in Lauf gesetzte Rechtsmittelfrist zu verlängern oder neu in Lauf zu setzen (BVerwG, Beschluss vom 21.12.1983 - 1 B 152/83 -, Rn. 5, [...]; BFH…, Beschluss vom 28.01.2003 - X B 84/02 -, Rn. 7, [...]).
Dabei können die Meldebehörden jedenfalls in den Flächenländern, also auch in Rheinland-Pfalz, nicht von einer allgemeinen Erfahrungstatsache ausgehen, daß sich Studenten vorwiegend am Studienort aufhalten (…vgl. VG Gießen, NVwZ-RR 1989, S. 367/369;… Belz, BWVPr 1983, S. 254/255 f.;… ders., BWVPr 1984, S. 242/243;… Honnacker, BayVBl. 1984, S. 587/588;… anderer Ansicht noch VGH Baden- Württemberg, NJW 1987, S. 209/210; Weiler/Demaré, MG, § 16, Anm. II.4a; Huff, BayVBl. 1984, S. 285 ff.).
Bestellt derjenige, für den ein Verwaltungsakt i.S.d. § 124 Abs. 1 Satz 1 AO bestimmt ist, mehrere Zustellungsbevollmächtigte, genügt die Zustellung an einen von ihnen (vgl. BFH, II R 53/93, BFHE 181, 547, juris; vgl. auch BVerwG, 1 B 152/83, NJW 1984, 2115, juris, [zu § 173 VwGO i.V.m. §§ 84, 189 Abs. 1 ZPO]).
d) Sie wird speziell nicht durch die Unkenntnis des letzten (bevollmächtigten) Empfängers von der vorangehenden Zustellung an den anderen Empfänger entschuldigt (vgl. Thüringer OVG vom 14. Oktober 1999, 3 ZKO 393/97, Juris; BVerwG vom 21. Dezember 1983, 1 B 152/83, HFR 1985, 45, NJW 1984, 2115).
BVerwG, 18.04.1994 - 5 B 18.94
Erfordernis der grundsätzlichen Bedeutung einer Rechtssache für die Zulassung der …
BFH, 07.07.1998 - III R 87/97
Schätzung von Besteuerungsgrundlagen - Vertretungszwang - Prozeßvollmacht - …
BGH, 24.10.1985 - IX ZB 47/85
Zustellung einer Entscheidung im Verfahren vor den Entschädigungsbehörden bei …
BVerwG, 11.05.1995 - 1 B 52.95
Rechtsmittelfähige Entscheidung - Mehrfache Zustellung an den Betroffenen - …
OLG Bamberg, 09.11.1990 - 3 W 93/90
Erstattungsfähigkeit von Anwaltskosten in einem vor einem anderen Gericht …
BVerwG, 01.11.1984 - 7 B 39.84
Widerruf einer Ausflugserlaubnis mit Widerrufsvorbehalt zur Durchführung von …
BVerwG, 10.07.1986 - 5 B 86.84
Verletzung des Anspruchs auf Gewährung rechtlichen Gehörs - Nichtladung des …
BVerwG, 03.04.1997 - 9 B 28.97
Erforderlichkeit der Einhaltung einer Einlegungsfrist für die …