Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F14-02-2011-4A_612-2010
Timestamp: 2016-10-23 01:22:28
Document Index: 156136600

Matched Legal Cases: ['Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 100', 'Art. 42', 'Art. 76', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 74', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 58', 'Art. 58', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 58', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 58']

4A_612/2010 (14.02.2011)
Werkeigent�merhaftung; Verj�hrung,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden, II. Zivilkammer, vom 15. M�rz 2010.
Am 3. Februar 2002 veranstaltete der Verein X.________ (Beschwerdegegner) im Rahmen des "White Turf 2002" auf dem gefrorenen St. Moritzer-See das Trabrennen GP Champagne Nicolas Feuillatte. Die Rennbahn war durch Abschrankungen (Rails) aus Holzlatten begrenzt, die an ins Eis gebohrten und darin festgefrorenen Holzpfosten befestigt wurden und damit einen Zaun bildeten. Im Verlauf des Rennens wurde C.________ mit seinem Schlitten zufolge eines �berholman�vers anderer Teilnehmer gegen die Innenrails gedr�ngt. Dabei h�ngte der Schlitten (Sulky) mit einer Kufe an einem Pfosten ein und prallte gegen einen weiteren Pfosten der Abschrankung. C.________ wurde schwer verletzt, und das A.________ (Beschwerdef�hrer) geh�rende Pferd "D.________" erlitt ebenfalls Verletzungen. Ausserdem wurden das Geschirr und der Schlitten besch�digt. Eine wegen dieses Vorfalls eingeleitete Strafuntersuchung der Staatsanwaltschaft Graub�nden wurde eingestellt.
Mit Eingabe vom 3. Januar 2007 belangte der Beschwerdef�hrer den Beschwerdegegner auf Zahlung von Fr. 100'000.-- nebst 5 % Zins seit dem 3. Februar 2002. Damit verlangte er Ersatz f�r Behandlungs- und Pflegekosten f�r das Pferd "D.________", dessen Minderwert, entgangene Preisgelder, Materialsch�den und vorprozessuale Anwaltskosten. Zur Begr�ndung brachte der Beschwerdef�hrer vor, der Unfall vom 3. Februar 2002 sei auf die Mangelhaftigkeit der Rennbahnabschrankung zur�ckzuf�hren, weshalb der Beschwerdegegner als Werkeigent�mer gem�ss Art. 58 OR f�r die durch den Unfall hervorgerufenen Sch�den ersatzpflichtig sei.
Mit Urteil vom 30. Juni 2009 wies das Bezirksgericht Maloja die Klage ab. Es bejahte zwar, dass die Abschrankung der Rennbahn ein Werk im Sinne von Art. 58 OR sei, verneinte jedoch einen Werkmangel. Die gegen dieses Urteil vom Beschwerdef�hrer eingelegte Berufung wies das Kantonsgericht von Graub�nden am 15. M�rz 2010 ab.
Der Beschwerdef�hrer beantragt dem Bundesgericht mit Beschwerde in Zivilsachen, das Urteil des Kantonsgerichts aufzuheben und die Streitsache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
1.1 Auf die Beschwerde in Zivilsachen kann grunds�tzlich eingetreten werden, da sie unter Einhaltung der gesetzlichen Frist (Art. 100 Abs. 1 BGG) und Form (Art. 42 BGG) von der mit ihren Antr�gen unterliegenden Partei (Art. 76 Abs. 1 BGG) eingereicht wurde und sich gegen einen von einer letzten kantonalen Instanz (Art. 75 BGG) gef�llten Endentscheid (Art. 90 BGG) mit einem Streitwert von mindestens Fr. 30'000.-- (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) richtet.
1.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhaltes kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252). Willk�r im Sinne von Art. 9 BV liegt nach st�ndiger Rechtsprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid nur wegen Willk�r auf, wenn er im Ergebnis unhaltbar ist (BGE 133 I 149 E. 3.1 S. 153 mit Hinweisen). Zudem steht dem Sachgericht im Bereich der Beweisw�rdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Die Beweisw�rdigung ist daher nur willk�rlich, wenn das Sachgericht sein Ermessen missbraucht, indem es zum Beispiel offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht oder erhebliche Beweise �bersieht (BGE 129 I 8 E. 2.1. S. 9; 120 Ia 31 E. 4b S. 40, mit Hinweisen). Der Beschwerdef�hrer, der die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, kann sich nicht damit begn�gen, den bestrittenen Feststellungen eigene tats�chliche Behauptungen gegen�berzustellen oder darzulegen, wie die Beweise seiner Ansicht nach zu w�rdigen gewesen w�ren. Vielmehr hat er klar und substantiiert aufzuzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.; 133 III 462 E. 2.4 S. 466 f.).
2.1 Nach Art. 58 Abs. 1 OR haftet der Werkeigent�mer f�r den Schaden, der durch fehlerhafte Anlage oder Herstellung oder durch mangelhaften Unterhalt des Werks verursacht wird.
2.2 Vor der Vorinstanz war nicht umstritten, dass die Abschrankung der Rennstrecke als Werk im Sinne von Art. 58 OR zu qualifizieren ist und der Beschwerdegegner f�r allf�llige M�ngel dieses Werkes als dessen Eigent�mer einzustehen hat. Umstritten war einzig, ob die Anlage mangelbehaftet war.
2.3 Ob ein Werk fehlerhaft angelegt oder mangelhaft unterhalten ist, h�ngt vom Zweck ab, den es zu erf�llen hat. Ein Werkmangel liegt vor, wenn das Werk beim bestimmungsgem�ssen Gebrauch keine gen�gende Sicherheit bietet (BGE 130 III 736 E. 1.3 S. 741 f. mit Hinweisen). Als Grundsatz gilt somit, dass das Werk einem bestimmungswidrigen Gebrauch nicht gewachsen zu sein braucht. Ob ein Werk m�ngelfrei ist, bestimmt sich nach objektiven Gesichtspunkten unter Ber�cksichtigung dessen, was sich nach der Lebenserfahrung am fraglichen Ort zutragen kann (BGE 122 III 229 E. 5a/bb S. 235). Aus einer nach erfolgtem Schadenseintritt gewonnenen Erfahrung darf nicht zwingend auf einen Werkmangel bzw. eine Verletzung der Sorgfaltspflicht geschlossen werden (vgl. BGE 110 II 456 E. 3a S. 463). Auch erweist sich ein Werk nicht bereits als mangelhaft, wenn weitere Sicherungsmassnahmen an sich m�glich gewesen w�ren, stellt doch nicht jede Gefahrenquelle einen Mangel im Sinne von Art. 58 OR dar (BGE 102 II 343 E. 2c S. 340). Vielmehr findet die Sicherungspflicht ihre Schranke in der Selbstverantwortung. Demnach darf der Werkeigent�mer Risiken ausser Acht lassen, welche von den Ben�tzern des Werks oder von Personen, die mit dem Werk in Ber�hrung kommen, mit einem Mindestmass an Vorsicht vermieden werden k�nnen (BGE 130 III 736 E. 1.3 S. 741 f. mit Hinweisen). Entsprechend gebietet die Verkehrssicherungspflicht im Bereich des Skisports, die Pistenben�tzer vor Gefahren zu bewahren, die selbst bei vorsichtigem Fahrverhalten nicht vermieden werden k�nnen. Dies trifft bei nicht ohne weiteres erkennbaren, sich als eigentliche Fallen erweisenden Gefahren zu (BGE 121 III 358 E. 4a S. 360 f. mit Hinweisen). Gefahren, die einer Skiabfahrt als solcher eigen sind, muss hingegen der Skifahrer selber tragen (vgl. BGE 111 IV 15 E. 2 S. 16 f.). Auch das Fehlverhalten eines Pistenben�tzers, der in Verkennung seines K�nnens oder in Missachtung von Signalisationen f�hrt, st�rzt und dabei verunfallt, ist der Selbstverantwortung zuzurechnen (vgl. BGE 117 IV 415 E. 5a S. 416). Eine weitere Schranke der Sicherungspflicht bildet die Zumutbarkeit. Zu ber�cksichtigen ist, ob die Beseitigung allf�lliger M�ngel oder das Anbringen von Sicherheitsvorrichtungen technisch m�glich ist und die entsprechenden Kosten in einem vern�nftigen Verh�ltnis zum Schutzinteresse der Ben�tzer und dem Zweck des Werks stehen (BGE 130 III 736 E. 1.3 S. 741 f. mit Hinweisen).
2.4 Nach den Feststellungen im angefochtenen Urteil f�hrt der Beschwerdegegner von Suisse Trot genehmigte Trabrennen durch, die dem Trabrennreglement Suisse Trot vom 7. Mai 1990 mit nachfolgenden Revisionen unterstehen. Danach sind Bau, Unterhalt und Pflege der Rennbahn wie auch die Organisation und die Durchf�hrung der Pferderennen Sache des veranstaltenden Vereins. Jede Rennbahn muss an jedem Renntag bis sp�testens zwei Stunden vor dem ersten Rennen durch einen Delegierten des Vorstandes von Suisse Trot kontrolliert werden. Der Delegierte kann �nderungen an der Bahn und den technischen Anlagen verlangen, wobei die Verantwortung jedoch in jedem Fall beim Rennverein verbleibt (� 58 Ziff. 3 und � 59 Ziff. 1 des Reglements). Jede Rennbahn muss durch ausreichende Markierungszeichen unmissverst�ndlich abgegrenzt werden (� 61 des Reglements). F�r die Abgrenzungen d�rfen aber keine Metallst�be oder Metallstangen verwendet werden. Dem Reglement entsprechend wurde die Bahn im Hinblick auf das Rennen vom 3. Februar 2002 �berpr�ft und - nach dem Aufstellen von Pylonen im Bereich des Eingangs zum Meiereibogen - f�r regelkonform befunden und der Anlass von Suisse Trot genehmigt. Nach Auffassung der Vorinstanz dienen das Reglement und die Kontrollen unter anderem der Gew�hrleistung der Sicherheit, und sie ber�cksichtigen die besonderen Gefahren des Pferderennsports. Dies indiziere, dass ein abgenommenes und f�r gut befundenes Werk bei bestimmungsgem�ssem Gebrauch hinreichende Sicherheit biete. Eine Verletzung des Trabrennreglements sei denn auch nicht geltend gemacht worden.
Was die Innenrails anbelangt, stellte die Vorinstanz fest, Holzrails der vom Beschwerdef�hrer beanstandeten Art seien seit Jahren sowohl in St. Moritz als auch in Arosa unfallfrei verwendet worden, ohne dass die Reiter oder Suisse Trot je Einw�nde erhoben h�tten. Mit Ausnahme eines einzigen der f�nf befragten fachkundigen Zeugen h�tten alle die Rails ausdr�cklich als sicher betrachtet. Auf die Meinung des im Strafverfahren beigezogenen Gutachters, welcher die verwendeten Rails wegen der erkennbaren Gefahr des Einh�ngens der Schlittenkufen an den senkrechten Holzpfosten f�r besonders gef�hrlich erachtete, stellte die Vorinstanz nicht ab, weil der Gutachter �ber keine konkrete Erfahrung mit derartigen Rails verf�ge. Er habe angegeben, es sei ihm keine Rennbahn mit �hnlicher Abgrenzung bekannt, obschon derartige Rails erwiesenermassen gebr�uchlich seien. Allein aus der Tatsache, dass die Gefahr des Einh�ngens bestehe, lasse sich noch kein Werkmangel im Sinne von Art. 58 OR ableiten.
Der Beschwerdef�hrer wirft der Vorinstanz in verschiedener Hinsicht eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung vor.
3.1.1 Im Einzelnen mach der Beschwerdef�hrer geltend, aus dem Umstand, dass Holzrails in St. Moritz und Arosa verwendet w�rden, ergebe sich nicht zwingend, dass diese Art der Rails allgemein gebr�uchlich und bekannt sei. Daraus, dass nur zwei Bahnen mit derartigen Abschrankungen bekannt seien und der Experte keine weiteren kenne, h�tte die Vorinstanz folgern m�ssen, dass es eben nur sehr wenige Bahnen mit derartigen Abschrankungen gebe und diese gerade nicht allgemein gebr�uchlich seien, weshalb sich die vorinstanzliche Beurteilung der Erfahrung des Experten nicht als zwingend und daher als willk�rlich erweise.
3.1.2 Entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers verst�sst es keineswegs gegen die Gesetze der Logik, von "allgemeiner Gebr�uchlichkeit" von Rails zu sprechen, wenn sich aufgrund der topographischen Gegebenheiten nur wenige Orte f�r die Durchf�hrung einer bestimmten Art von Pferderennen eignen, solche an diesen Orten aber regelm�ssig seit vielen Jahren stattfinden, und wenn dabei stets dieselbe Art der Eingrenzung gew�hlt wird. Ortschaften, an denen gleichartige Rennen stattfinden, aus Sicherheitsgr�nden aber keine Holzrails verwendet werden, bezeichnet der Beschwerdef�hrer nicht. Willk�r zeigt er insoweit nicht auf. Somit verstiess die Vorinstanz auch nicht gegen das Willk�rverbot, wenn sie auf mangelnde einschl�gige Erfahrung des Experten schloss und sein Gutachten nicht ber�cksichtigte.
3.2.1 Mit Bezug auf die vom Beschwerdef�hrer bevorzugte Art der Sicherheitsrails in Form von Schwanenh�lsen stellte die Vorinstanz fest, diese seien im Jahr 2002 in St. Moritz getestet worden. Sie h�tten sich aber als ungeeignet erwiesen, weil die damals verwendete Kunststofflegierung bei den im Engadin herrschenden Temperaturen spr�de geworden sei und beim Zusammenstoss mit Pferden bzw. mit Schlitten gesplittert habe. Zudem h�tten auch diese neuartigen Rails die Gefahr des Einh�ngens nicht g�nzlich beseitigen k�nnen. Im Herbst 2002 habe sich in Maienfeld ein Unfall ereignet, bei dem der Wagen eingeh�ngt sei, obwohl neuartige Rails verwendet worden seien.
3.2.2 Der Beschwerdef�hrer h�lt auch diese Schlussfolgerung f�r falsch und bringt vor, Schwanenh�lse gebe es schon sehr lange. Neuartig sei nur, dass diese aus Kunststoff gefertigt w�rden. �blicherweise best�nden die Schwanenhalsabschrankungen aus Eisenrohren. Auch diese k�nne man ins Eis einlassen und festfrieren lassen. Damit lasse sich die Unfallgefahr zwar nicht vollends bannen, das Risiko aber doch erheblich vermindern. Damit verkenne die Vorinstanz, dass der Beschwerdegegner seine Anlage �ber Jahrzehnte nicht an modernere technische M�glichkeiten angepasst habe, obwohl dies m�glich und zumutbar gewesen w�re.
3.2.3 Inwiefern die Unfallfolgen bei einer Abgrenzung der Rennbahn mit Schwanenh�lsen weniger gravierend ausgefallen w�ren, zeigt der Beschwerdef�hrer nicht auf. Zudem l�sst er ausser Acht, dass eine Abgrenzung mit Metallst�ben oder Metallstangen reglementarisch verboten ist. Weshalb Eisenstangen nicht unter dieses Verbot fallen sollen oder weshalb dem Beschwerdegegner h�tte zugemutet werden m�ssen, das Verbot zu �bertreten, legt der Beschwerdef�hrer nicht dar. Willk�r ist auch diesbez�glich nicht ersichtlich.
3.3 Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, der Fahrer m�sse sich darauf verlassen k�nnen, dass die Anlage so gebaut sei, dass ein Einh�ngen mit den Kufen an den Rails nicht m�glich sei, etwa mit Schwanenh�lsen oder mit Kippstangen, argumentiert er widerspr�chlich, r�umt er doch an anderer Stelle selbst ein, dass ein Einh�ngen auch bei Schwanenhalsrails nicht ausgeschlossen werden kann. Dass Kippstangen ein Einh�ngen verhindert h�tten, geht aus dem angefochtenen Urteil nicht hervor. Vielmehr stellte die Vorinstanz - insoweit unangefochten - fest, deren Verwendung sei auf Sandbahnen �blich, nicht aber auf Schneebahnen; diesbez�glich fehlten entsprechende Erfahrungen. Die Vorinstanz hat mithin im Ergebnis den Nachweis der �berlegenheit von Kippstangen gegen�ber der gew�hlten Art der Markierung mit sachlich vertretbaren Gr�nden und damit willk�rfrei verneint.
3.4 Vor diesem Hintergrund vermag der Beschwerdef�hrer die Feststellung der Vorinstanz, es seien zum Zeitpunkt des Unfalls keine tauglichen Alternativen zu den verwendeten Holzpfosten zur Verf�gung gestanden, nicht als willk�rlich auszuweisen.
4.1 Die Vorinstanz ging davon aus, entgegen der Meinung des Beschwerdef�hrers h�tte auch das Aufstellen von Pylonen keinen besseren Schutz geboten. Solche seien am Renntag zu Sicherheitszwecken eingangs des Meiereibogens aufgestellt gewesen, von den Teilnehmern aber nicht beachtet und �berfahren worden, wie der bei den Akten befindliche Rennfilm zeige. Sie seien sogar zwischen die Pferdegespanne geraten und h�tten somit ein zus�tzliches Gefahrenpotenzial geborgen. Pylonen w�rden denn auch vorwiegend bei Wasser oder L�chern auf der Rennbahn, nicht aber als Abschrankung verwendet. Von der Rennbahn selbst sei keine die Grundrisiken der Sportart �bersteigende Gefahr ausgegangen. Es habe gen�gend Platz gehabt, um den erforderlichen Abstand zu den Rails einzuhalten.
4.2 Der Beschwerdef�hrer ist demgegen�ber der Meinung, der Film zeige mit aller Deutlichkeit, dass die Pylonen durchaus einen wirksamen Schutz vor dem Einh�ngen an den Rails abg�ben, auch wenn sie im Meiereibogen zu einem anderen Zweck eingesetzt worden seien.
4.3 Die R�ge ist kaum nachvollziehbar. Inwiefern die kleinen, leichten Pylonen ein Einh�ngen eines in voller Fahrt herannahenden Schlittens h�tten verhindern k�nnen, ist nicht ersichtlich. Jedenfalls verfiel die Vorinstanz nicht in Willk�r, wenn sie den Pylonen eine erhebliche Schutzwirkung absprach.
5.1 Der Beschwerdef�hrer vertrat im kantonalen Verfahren die Meinung, w�rden Abschrankungen mit Holzpfosten als zul�ssig angesehen, h�tten wenigstens in den Kurven die Pfosten auch am Boden horizontal mit einem Brett verbunden werden m�ssen. Da im Unfalljahr praktisch kein Schnee vorhanden gewesen sei, habe nicht wie in anderen Jahren eine Schneemade vor die Abschrankungen geh�uft werden k�nnen, um die Gefahr des Einh�ngens mit der Kufe zu verhindern, was die Gef�hrlichkeit der Abschrankungen erh�ht habe.
5.2 Die Vorinstanz erkannte indessen auch diesbez�glich keinen Werkmangel. Sie nahm an, bei Trabrennen, wo keine abgetrennten Bahnen existieren, k�nne es immer wieder zu Gefahrensituationen kommen, etwa durch Abdr�ngen des Gef�hrts gegen die Abschrankung oder durch Ber�hrung der Teilnehmer untereinander. Dies sei den Fahrern bewusst, und der Beschwerdef�hrer habe selbst ausgef�hrt, solche Dr�ngeleien seien an der Tagesordnung. Diese Gefahr des gegenseitigen Abdr�ngens der Gespanne und damit eine dem Trabrennsport inh�rente Gefahr habe sich vorliegend verwirklicht. Zudem erachtete die Vorinstanz die vom Experten zus�tzlich erw�hnten baulichen Massnahmen zur Verhinderung des Einh�ngens der Kufen nicht als tauglich. An den senkrechten Pfosten und unten ans Gel�uf grenzend angebrachte Holzbohlen h�tten letztlich eine Kollision mit den Innenrails nicht zu vermeiden vermocht und m�glicherweise eine Zusatzgefahr geschaffen, weil dadurch keine Ausweichm�glichkeit mehr bestanden h�tte.
5.3 Wie der Beschwerdef�hrer r�gt, ist bei dieser Argumentation nicht restlos nachvollziehbar, weshalb an den Holzpfosten angebrachte und mit dem Boden verbundene Bretter, gewissermassen als Leitplanken, nicht h�tten verhindern k�nnen, dass ein Pfosten zwischen die Kufen eines abgedr�ngten Gef�hrts ger�t. Ebenso wenig ist vorstellbar, dass ein abgedr�ngter Schlitten �ber die Abschrankung hinaus ausweichen k�nnte. Ob allerdings andere Gefahren gedroht h�tten, wenn ein Gef�hrt mit den Kufen an diese Bretter gestossen w�ren, und ob diese Gefahren schwerer, weniger schwer oder etwa gleich zu gewichten w�ren wie die aus der unterbliebenen Anbringung von Brettern, kann offen bleiben. Die Gefahr, abgedr�ngt zu werden, war den Teilnehmern des Rennens bewusst. Sie bildete ein dem Trabrennsport inh�rentes Risiko, dem die Teilnehmer durch ausreichenden Abstand zueinander h�tten begegnen k�nnen und wof�r der n�tige Platz zur Verf�gung stand, wie nach dem angefochtenen Urteil feststeht. Um eigentliche Fallen, die sich bei regelkonformem Verhalten der Teilnehmer �ffneten und vor welchen der Werkeigent�mer bzw. der Sportveranstalter sch�tzen muss, kann es sich demnach bei den vom Beschwerdef�hrer beanstandeten Abschrankungen nicht handeln, zumal diese seit langem regelm�ssig verwendet wurden, ohne dass es zu entsprechenden Problemen gekommen w�re. Wenn die Vorinstanz bei dieser Sachlage festhielt, von der Rennbahn sei keine die Sportart �bersteigende Gefahr ausgegangen, welcher sich die Teilnehmer nicht bewusst und in Selbstverantwortung ausgesetzt h�tten, ist dies nicht zu beanstanden. Somit konnte die Vorinstanz bundesrechtskonform annehmen, das Werk sei nicht mit einem Mangel im Sinne von Art. 58 OR behaftet, auch wenn seine bauliche Ausgestaltung das Einh�ngen der Kufen in den Abschrankungspfosten nicht g�nzlich ausschliesst. Eine Haftung des Beschwerdegegners nach Art. 58 OR kommt daher nicht in Frage.
Aus den dargelegten Gr�nden ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdef�hrer daf�r kosten- und entsch�digungspflichtig.
Dieses Urteil wird den Parteien, B.________ und dem Kantonsgericht von Graub�nden, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.