Source: http://www.jurablogs.com/2012/10/08/lg-wiesbaden-schwierigkeit-einbeziehung-haendler-agb-internet-verkaufsplattformen-amazon
Timestamp: 2018-02-24 10:38:06
Document Index: 154033076

Matched Legal Cases: ['Art. 246', '§ 1', 'Art. 246', '§ 2', '§ 305', '§ 357', '§ 357', '§ 5', '§ 3', '§ 4', '§ 5']

LG Wiesbaden: Zur Schwierigkeit der Einbeziehung von Händler-AGB bei Internet-Verkaufsplattformen (Amazon) / Anforderungen für Kontaktinformationen
LG Wiesbaden, Urteil vom 21.12.2011, Az. 11 O 65/11Art. 246 § 1 Abs. 1 Nr. 10 EGBGB, Art. 246 § 2 S. 2 EGBGB, § 305 Abs. 2 BGB, § 357 Abs. 2 S. 3 BGB, § 357 Abs 2 S. 3 BGB, § 5 Abs. 1 Nr. 2 TMG, § 3 Abs. 1 UWG, § 4 Nr. 11 UWG, § 5 Abs. 1 Nr. 7 UWG
Das LG Wiesbaden hat entschieden, dass es für die Einbeziehung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Händlers auf einer Internet-Verkaufsplattform nicht ausreichend ist, wenn diese über einen Link auf der Webseite aufzurufen sind. Nach dem Gesetz würden allgemeine Geschäftsbedingungen nur dann Bestandteil eines Vertrages, wenn der Verwender bei Vertragsschluss die andere Vertragspartei ausdrücklich auf deren Geltung hinweise und der anderen Vertragspartei die Möglichkeit verschaffe, in zumutbarer Weise von den AGB Kenntnis zu nehmen und wenn die andere Vertragspartei mit ihrer Geltung einverstanden sei. Dafür müsse der Kunde bei Vertragsschluss darauf aufmerksam gemacht werden. Sei dies nicht der Fall, sei beispielsweise die Verwendung der sog. 40-Euro-Klausel in der Widerrufsbelehrung unzulässig. Des Weiteren stellte das Gericht fest, dass bei der Vorhaltung der Kontaktdaten entweder eine Telefonnummer angegeben werden müsse oder, wenn nur eine E-Mail-Adresse vorgehalten werde, ein elektronisches Kontaktformular für die unmittelbare Kontaktaufnahme vorzuhalten sei. Die Angabe einer E-Mail-Adresse allein sei nicht ausreichend. Zum Volltext der Entscheidung:
Die einstweilige Verfügung des Landgerichts Wiesbaden vom 17.11.2011 wird bestätigt.
Der Verfügungsbeklagte hat die weiteren Kosten des einstweiligen Verfügungsverfahrens zu tragen.
Der Verfügungskläger betreibt als gewerblicher Händler mit Sitz in xxx einen Online-Shop zum Vertrieb von Kinderartikeln, insbesondere Schwimm- und Badeartikel und Badewannen für Kinder, und zwar sowohl unter einem eigenen Shop unter www.xxx ...
LG Dortmund: Keine Dringlichkeit für einstweilige Verfügung, wenn Wettbewerbsverstoß grob fahrlässig über 4 Jahre nicht erkannt wurde
OLG Brandenburg: Bei Vereinbarung der Rücksendekosten für den Fall des Widerrufs regelmäßig das Wort „regelmäßige“ verwenden!
LG Essen: Impressum muss die Rechtsform des Unternehmens aufweisen / Die Angabe des Verlagsleiters als “gesetzlicher Vertreter” ist unzureichend
Ausschluss des Widerrufsrechts bei Arzneimitteln
Eintragung einer geschäftlichen Bezeichnung in ein Telefonverzeichnis
Veröffentlicht October 8, 2012 8:07am im Blog Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte.
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