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Timestamp: 2017-06-25 05:36:00
Document Index: 269593678

Matched Legal Cases: ['Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 66', 'Art. 68']

5A_266/2016 (21.09.2016)
5A_266/2016 Urteil vom 21. September 2016
A. Am 21. Februar 2000 starb der 1919 geborene X.________. Er hinterliess seine inzwischen ebenfalls verstorbene Ehefrau Y.________ und seine fünf Kinder A.________, B.________, C.________ sowie die Zwillingssöhne D.________ und E.________.
B. Am 7. August 2000 reichten Y.________ und die Kinder C.________, D.________ und E.________ beim Zivilgericht des Sensebezirks Erbteilungsklage gegen A.________ und B.________ ein. Diese erhoben widerklageweise primär Ungültigkeits- und sekundär Herabsetzungsklage, wobei die Begehren im Verlauf des Prozesses mehrfach geändert wurden. Mit Teilurteil vom 1. Juli 2002 wies das Zivilgericht die Ungültigkeitsklage ab; das hiergegen erhobene Rechtsmittel wurde letztinstanzlich vom Bundesgericht abgewiesen (Urteil 5P.208/2004). Die vielfältigen Auseinandersetzungen zwischen den Erben (u.a. im Zusammenhang mit dem Erbenvertreter und der Schätzung von Ertragswerten und höchstzulässigen Erwerbspreisen) bildeten auch vor- und nachher mehrmals Gegenstand von bis ans Bundesgericht gezogenen Rechtsmitteln (Urteile 5P.220/2000, 2P.71/2002, 5C.41/2003, 5P.53/2003, 5P.83/2003, 5P.85/2003, 5P.107/2004, 5A.31/2005, 5A.32/2005, 5A_416/2013, 5A_424/2013). Gewisse Punkte (u.a. die Zuweisung der Liegenschaften an die drei Enkelkinder) konnten vergleichsweise beigelegt werden.
C. Gegen dieses Urteil haben A.________ und B.________ am 7. April 2016 Beschwerde eingereicht. Mit Vernehmlassung vom 8. Juni 2016 verlangen C.________, D.________ und E.________ deren Abweisung, soweit darauf einzutreten sei. Am 20. Juni 2016 bzw. 4. Juli 2016 erfolgten Replik und Duplik.
1. Angefochten ist das kantonal letztinstanzliche Urteil in einer Zivilsache mit Fr. 30'000.-- übersteigendem Streitwert; die Beschwerde in Zivilsachen ist zulässig (Art. 72 Abs. 1, Art. 74 Abs. 1 lit. b, Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG).
2. Im angefochtenen Entscheid äusserte sich das Kantonsgericht im güterrechtlichen Zusammenhang zur Massezugehörigkeit der Grundstücke (E. I.2 S. 18 ff.), zu den Grundstücken Nrn. sss und ttt als Erbvorbezüge von D.________ und E.________ (E. I.3b S. 21 ff.) sowie zu den Aktien der F.________ AG (E. I.3c S. 31 ff.), zu den Passiven des Nachlasses (E. I.4 S. 38 ff.), zu den Forderungen gegen die G.________ AG (E. I.5a S. 41 ff.), zu den Nutzungsentgelten gegen C.________ für die Liegenschaft H.________ (E. I.5b S. 44 ff.), für die Alp I.________ (E. I.5c S. 46 ff.) und die Liegenschaft J.________ (E. I.5d S. 48 ff.) sowie zur Zuteilung der Grundstücke Nrn. uuu, vvv, www und xxx (E. I.6 S. 48 ff.). Gestützt auf seine diesbezüglichen Erwägungen sowie die erstinstanzliche Ausgangsbasis nahm es die Erbteilung vor (E. II S. 67 ff.), bei welcher es von einem Nachlassvermögen von Fr. 7'912'681.10, Pflichtteilen von je Fr. 791'268.10 sowie einer Teilungsmasse per Ende 2014 von Fr. 7'482'850.10 ausging (S. 73, 79 und 88). Schliesslich regelte es die Prozesskosten (E. III S. 101 ff.).
3. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit auf sie eingetreten werden kann. Die Beschwerdeführer werden somit kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG), unter solidarischer Haftbarkeit (Art. 66 Abs. 5 und Art. 68 Abs. 4 BGG).
2. Die Gerichtskosten von Fr. 15'000.-- werden den Beschwerdeführern auferlegt.
3. Die Beschwerdeführer haben die Beschwerdegegner für das bundesgerichtliche Verfahren unter solidarischer Haftbarkeit mit Fr. 20'000.-- zu entschädigen.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Freiburg schriftlich mitgeteilt.