Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=18.07.2017&Aktenzeichen=10%20S%201216%2F17
Timestamp: 2019-11-19 21:34:11
Document Index: 236805563

Matched Legal Cases: ['Art 2', 'Art 11', '§ 28', '§ 28', 'Art. 2', '§ 28']

VGH Baden-Württemberg, 18.07.2017 - 10 S 1216/17 - dejure.org
https://dejure.org/2017,29015
VGH Baden-Württemberg, 18.07.2017 - 10 S 1216/17 (https://dejure.org/2017,29015)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 18.07.2017 - 10 S 1216/17 (https://dejure.org/2017,29015)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 18. Juli 2017 - 10 S 1216/17 (https://dejure.org/2017,29015)
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Entziehung eines echten Führerscheins eines Mitgliedstaats der EU, der aufgrund eines gefälschten Führerscheins eines Drittstaats erteilt wurde
Art 2 Abs 1 EGRL 126/2006, Art 11 Abs 6 UAbs 2 S 2 EGRL 126/2006, § 28 Abs 4 S 1 Nr 7 Alt 2 FeV
sokolowski.org (Kurzinformation und Volltext)
Fahrerlaubnis nach Umtausch eines gefälschten Führerscheins im EU-Ausland?
EU-Fahrerlaubnis; Umtausch eines gefälschten Führerscheins eines Drittstaates in EU-Fahrerlaubnis; Umtausch dieser EU-Fahrerlaubnis in EU-Fahrerlaubnis eines anderen EU-Mitgliedstaates; Ausnahme vom unionsrechtlichen Grundsatz der gegenseitigen Anerkennung
VG Freiburg, 09.05.2017 - 3 K 1446/17
VG Freiburg, 09.05.2017 - 3 K 1447/17
NJW 2017, 3673
DÖV 2017, 923
Mit der Bestimmung sollen folglich - insoweit in systematischer Parallelität zur Vorschrift des § 28 Abs. 4 Satz 1 Nr. 7 Alt. 2 FeV (vgl. hierzu Senatsbeschluss vom 18.07.2017 - 10 S 1216/17 - juris) - möglichst effektiv bestimmte Erscheinungsformen des die Verkehrssicherheit in der Bundesrepublik Deutschland beeinträchtigenden Missbrauchs des Anerkennungsgrundsatzes des Art. 2 Abs. 1 der RL 2006/126/EG bekämpft werden.
Aus einer im Revisionsverfahren bekannt gewordenen Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (Beschluss vom 18. Juli 2017 - 10 S 1216/17 = NJW 2017, 3673) ergibt sich, dass die zuständige Straßenverkehrsbehörde, das Landratsamt W, mit Bescheid vom 24. Februar 2017 festgestellt hat, dass die vom Angeklagten am 1. August 2011 in Polen erworbene Fahrerlaubnis (der Klassen A, B, C und T) im Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland keine Fahrberechtigung begründet.
OLG Karlsruhe, 14.03.2019 - 2 Rv 7 Ss 558/17
Auslegung von § 28 Abs. 4 Nr. 7 FeV
Diese Verknüpfung besteht aber auch bei dem späteren Umtausch der durch die Vorlage eines gefälschten Drittstaatenführerscheins erworbenen EU-Fahrerlaubnis, mit dem nicht - auf der Grundlage einer (vorliegend nach den getroffenen Feststellungen im Zusammenhang mit der Ausstellung des polnischen Führerscheins nicht erfolgten) Fahreignungsprüfung - eine neue Fahrerlaubnis erteilt, sondern nur die bestehende Fahrerlaubnis umgeschrieben wird (ebenso VGH Baden-Württemberg NJW 2017, 3673).