Source: https://www.bgbau-medien.de/dguv/201_052/titel.htm?gesamt=1
Timestamp: 2018-07-23 15:55:16
Document Index: 84468763

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 13', '§ 2', '§ 15', '§ 4', '§ 6', '§ 29', '§ 24', '§ 17', '§ 6', '§ 28', '§ 16', '§ 8', '§ 62', '§ 12', '§ 65', '§ 63', '§ 25', '§ 32', '§ 12']

DGUV-Information 201-052: Rohrleitungsbauarbeiten, Titel
DGUV Information 201-052
DGUV-Information 201-052: Rohrleitungsbauarbeiten, Inhalt
5 Besondere Maßnahmen zur Verhütung von Gefahren für Leben und Gesundheit bei Arbeiten in Rohrleitungen und Schächten
5.1 Organisatorische Maßnahmen
5.2 Mindestlichtmaße für den Aufenthalt von Personen in Rohrleitungen und Schächten
5.3 Maßnahmen gegen Absturz
5.4 Maßnahmen gegen gefährliche Atmosphäre
5.5 Maßnahmen gegen Gefährdungen durch biologische Arbeitsstoffe
5.6 Maßnahmen gegen Gefahren bei starker Wasserführung
5.8 Maßnahmen zur Rettung aus Rohrleitungen und Schächten
7 Besondere Maßnahmen zur Verhütung von Gefahren für Leben und Gesundheit bei Druck- und Dichtheitsprüfungen
7.2 Vorbereitende Maßnahmen
7.3 Anforderungen an die einzusetzenden Geräte und die Durchführung von Druck- und Dichtheitsprüfungen
Anhang 1: Mindestgrabenbreiten
Anhang 2: Gefährdungsbeurteilung
Anhang 3: Vorschriften, Regeln und Informationen
DGUV-Information 201-052: Rohrleitungsbauarbeiten, 1 Anwendungsbereich
1.1 Diese Information findet Anwendung auf Arbeiten zur Herstellung, Instandhaltung, Änderung und Beseitigung von überwiegend erdverlegten Rohrleitungen für Flüssigkeiten, Gase und andere Stoffe; ausgenommen davon sind Rohrleitungen für Sauerstoff, Acetylen und Luft sowie das Arbeiten an in Betrieb befindlichen Gasleitungen.
Für Arbeiten an Gasleitungen siehe Kapitel 2.31 Arbeiten an Gasleitungen der DGUV Regel 100-500 und 100-501 Betreiben von Arbeitsmitteln
Für Arbeiten in Kanalisationen gilt auch die DGUV Vorschriften 21 und 22 Abwassertechnische Anlagen und die DGUV Regel 103-003 und 103-004 Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen.
1.2 Diese Information findet keine Anwendung auf Rohrvortriebe (Durchpressungen, Durchbohrungen), Spülbohrungen und Bodenverdrängungsgeräte.
DGUV-Information 201-052: Rohrleitungsbauarbeiten, 2 Begriffsbestimmungen
Rohrleitungen sind solche, die aus Rohren, Rohrleitungsteilen, z. B. Formstücke und Armaturen, und Schächten zusammengesetzt sind. Rohre und Schächte können beliebigen Querschnitts (in Form und Größe) und aus verschiedensten Materialien sein.
Rohrleitungen für Flüssigkeiten sind z. B. Leitungen der Wasserversorgung, Leitungen und Kanäle für Abwasser, Fernwärmeleitungen, Mineralölleitungen oder Leitungen für Chemikalien.
Rohrleitungen für Gase sind z. B. Leitungen der Gasversorgung, Druckluftleitungen, Leitungen für andere technische Gase.
Rohrleitungen für andere Stoffe sind z. B. Granulatleitungen und ähnliche Leitungen, in denen Gemenge von festen Stoffen mit Flüssigkeit oder mit Luft transportiert werden.
Kanalisation ist die Anlage zur Sammlung und Ableitung von Abwasser.
Erneuerung ist die Herstellung neuer Rohrleitungen in der bisherigen oder einer anderen Linienführung, wobei die neuen Anlagen die Funktion der ursprünglichen Rohrleitungen einbeziehen.
Instandhaltung sind Maßnahmen zur Beurteilung und Feststellung des Ist-Zustandes und zur Bewahrung und Wiederherstellung des Sollzustandes von Rohrleitungen. Die Instandhaltung beinhaltet
Wartung, z. B. Reinigung,
Inspektion, z. B. TV-Untersuchung, und
Gefahrbereich ist der Bereich am Arbeitsplatz (der Baustelle und ihrer Umgebung), in dem Personen gefährdet werden können, z. B. durch arbeitsbedingte oder unbeabsichtigte Bewegungen von Arbeitsmitteln, durch Gefahrstoffe, durch Krankheitserreger, Lärm, Ersticken, Ertrinken.
Hebezeugbetrieb ist z. B. der Betrieb von Kranen, Baggern, Rohrverlegern (Pipelayer) und Winden zum Heben bzw. Transportieren von Lasten.
Lastaufnahmeeinrichtungen sind
Tragmittel, z. B. Kranhaken,
Anschlagmittel, z. B. Hebebänder, Seile, Ketten, und
Lastaufnahmemittel, z. B. Rohrgreifer, Zangen, Haken, Klauen.
Siehe auch § 4 Abs. 1 der DGUV Vorschrift 38 und 39 Bauarbeiten.
Siehe auch § 4 Abs. 2 der DGUV Vorschrift 38 und 39 Bauarbeiten.
Hinsichtlich der Pflichtenübertragung siehe § 13 der DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention.
§§ 2, 3 und 21 der DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention;
§§ 15 bis 16 der DGUV Vorschrift 38 und 39 Bauarbeiten und Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen (RSA).
§ 4 Abs. 1 der DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention.
Siehe auch § 6 der DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention.
3.1.5.1 Der Unternehmer hat auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung nach Abschnitt 3.1.2.1 den Versicherten geeignete persönliche Schutzausrüstungen in ausreichender Anzahl zur Verfügung zu stellen. Ihr Einsatz ist nachrangig zu anderen  technischen oder organisatorischen  Schutzmaßnahmen.
§§ 29 bis 31 der DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention.
§§ 24 bis 27 der DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention.
Siehe auch § 17 der DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention.
Kapitel 2.8 Betreiben von Lastaufnahmeeinrichtungen im Hebezeugbetrieb der DGUV Regel 100-500 und 100-501 Betreiben von Arbeitsmitteln.
3.2.2.4 Kann die Anwesenheit von Versicherten im Gefahrbereich hängender Lasten arbeitsbedingt nicht vermieden werden  beispielsweise beim Einbau von Rohren und Schachtfertigteilen  sind geeignete Maßnahmen festzulegen und anzuwenden. Hierbei dürfen kraftschlüssig wirkende Lastaufnahmemittel nicht verwendet werden!
DGUV Regel 101-001 Transportanker und -systeme von Betonfertigteilen.
DGUV Regel 100-500 und 100-501 Betreiben von Arbeitsmitteln, insbesondere Kapitel 2.8 Betreiben von Lastaufnahmeeinrichtungen im Hebezeugbetrieb und Kapitel 2.12 Betreiben von Erdbaumaschinen.
Bei Auswahl und Betrieb von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln auf Rohrleitungsbaustellen sind die DGUV Vorschrift 3 Elektrische Anlagen und Betriebsmittel, die DGUV Information 203-006 Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen zu berücksichtigen. Bei Vorliegen erhöhter elektrischer Gefährdungen ist die DGUV Information 203-004 Einsatz von elektrischen Betriebsmitteln bei erhöhter elektrischer Gefährdung zu beachten.
Beim Einsatz von mobilen Stromerzeugern ist die DGUV Information 203-032 Auswahl und Betrieb von Stromerzeugern auf Bau- und Montagebaustellen anzuwenden. Am Einsatzort müssen die Betriebsanleitung und die Betriebsanweisung vorhanden sein.
Die am häufigsten anzutreffende Bauart entspricht dem Prinzip der Schutztrennung. Hierbei ergeben sich verschiedene Möglichkeiten des sicheren Betriebes.
Liegen Arbeitsplätze und Verkehrswege in elektrisch leitfähigen Bereichen mit begrenzter Bewegungsfreiheit, z. B. in Rohrleitungen, Schächten und Rohrleitungsgräben, sind in Bezug auf elektrische Anlagen und Betriebsmittel die Anforderungen der DGUV Information 203-006 Einsatz von elektrischen Betriebsmitteln bei erhöhter elektrischer Gefährdung einzuhalten.
Akku-betriebene elektrische Betriebsmittel erfüllen ebenfalls das Schutzprinzip Schutzkleinspannung. Sie sind generell geeignet für den Einsatz in Rohrleitungen, Schächten und Rohrleitungsgräben.
Dies wird z. B. erreicht, wenn zur Überbrückung flexible isolierte Kupferseile nach DIN 46 440 Umflochtene Rundseile aus Kupfer verwendet werden, die bei einer Länge bis 10 m einen Querschnitt von 25 mm2 und bei einer Länge bis 20 m einen Querschnitt von 50 mm2 aufweisen.
Ein geringer Übergangswiderstand wird z. B. erreicht, wenn die Kontaktflächen metallisch blank sind und großflächig aufeinander gepresst werden; siehe hierzu auch DVGW-Arbeitsblatt GW 309 Elektrische Überbrückung bei Rohrtrennungen. Haftmagnete sind ungeeignet, weil sie keine gesicherte Verbindung gewährleisten.
Siehe auch Abschnitt 3.8 des Kapitels 2.31 Arbeiten an Gasleitungen der DGUV Regel 100-500 und 100-501 Betreiben von Arbeitsmitteln.
Schweißen von Stahl, Guss Gefahrstoffarme Schweißverfahren verwenden, Absaugen möglichst direkt an der Entstehungsstelle, belüften, siehe auch Kapitel 2.26 Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren der DGUV Regel 100-500 und 100-501 Betreiben von Arbeitsmitteln Technische Regel für Gefahrstoffe "Schweißtechnische Arbeiten" (TRGS 528) und DGUV Information 209-077 "Schweißrauche  geeignete Lüftungsmaßnahmen" geeignete persönliche Schutzausrüstungen (Atemschutz, Augenschutz) benutzen
Schweißen von hochlegierten Werkstoffen Unter Umständen sind besondere Maßnahmen notwendig, z. B. Gefahrstoffarme Schweißverfahren verwenden, Absaugung möglichst direkt an der Entstehungsstelle, Atemschutz mit Gebläseunterstützung, siehe auch Kapitel 2.26 Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren der DGUV Regel 100-500 und 100-501 Betreiben von Arbeitsmitteln, Technische Regel für Gefahrstoffe Schweißtechnische Arbeiten (TRGS 528) und DGUV Information 209-077 Schweißrauche  geeignete Lüftungsmaßnahmen
Bearbeiten von Asbest-Zement-Rohren (AZ-Rohren) Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten an asbesthaltigen Produkten dürfen nur von Fachbetrieben durchgeführt werden, die über eine geeignete personelle und technische Ausstattung gemäß TRGS 519 verfügen. Arbeiten, die zu einem Abtrag der Oberfläche führen  z. B. Abschleifen, Druckreinigen oder Bohren  sind grundsätzlich verboten. Die Bearbeitung von AZ-Rohren, z. B. Trennen der Rohre oder Anbohren zum Anbinden von Hausanschlüssen, darf nur mit anerkannten emissionsarmen Verfahren durchgeführt werden. Entsprechende Verfahren werden in der DGUV Information 201-012 Verfahren mit geringer Exposition gegenüber Asbest bei Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten beschrieben
Siehe auch DGUV Information 209-073 Arbeitsplatzlüftung  Lüftungstechnische Maßnahmen
Information Arbeitsplatzlüftung (BGI 5121).
Siehe auch Anhang I Nr. 1 der Gefahrstoffverordnung und Technishe Regen für Arbeitsstätten ASR A 2.2 Maßnahmen gegen Brände.
Siehe auch DGUV Vorschrift 79 UN 80 Verwendung von Flüssiggas.
DGUV Regel 112-194 Benutzung von Gehörschützern und
DGUV Information 212-024 Gehörschutz.
3.7.3.1 Ultra-Violett-Strahlung tritt z. B. beim Lichtbogen-Schweißen, bei intensiver Sonnenstrahlung, oder bei der Kunststoffhärtung, z. B. beim Einbau von Schlauchliner-Schläuchen aus lichthärtendem Polyesterharz, auf. Sie ist gefährlich für die Haut und die Augen. Bei der Einwirkung dieser Strahlung auf die Augen kann es langfristig zum Augenkatarakt (Star) oder kurzfristig zu Horn- oder Bindehautentzündungen (Verblitzen) kommen.
DGUV Regel 112-192 und 112-992 Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz und
DIN EN 60825-1/VDE 0837 Teil 1 Sicherheit von Laser-Einrichtungen; Teil 1: Klassifizierung von Anlagen, Anforderungen und Benutzer-Richtlinien.
In Rohrleitungen mit geringen Querschnittsabmessungen kann die physische Belastung der Versicherten durch den Einsatz ferngesteuerter Roboter  beispielsweise zum Herstellen von Hausanschlüssen oder zur Behebung lokaler Schäden  vermieden werden.
3.8.3 In Baugruben und Gräben lässt sich eine körperliche Zwangshaltung durch ausreichend bemessenen Arbeitsraum vermeiden, bzw. reduzieren. Die Mindestgrabenbreite nach DIN 4124 Baugruben und Gräben; Böschungen, Verbau, Arbeitsraumbreiten und DIN EN 1610 Verlegung und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen sind in jedem Falle einzuhalten.
3.8.4 Arbeiten, die über das Verlegen und Prüfen der Rohre hinausgehen, z. B. Schweiß- oder Schneidarbeiten, erfordern  abweichend von DIN 4124 und EN 1610  eine größere Grabenbreite im Bereich der Arbeitsstelle.
So darf z. B. nach DVGW-Arbeitsblatt GW 350 Schweißverbindungen an Rohrleitungen aus Stahl in der Gas- und Wasserversorgung; Herstellung, Prüfung und Bewertung der Abstand vom Rohr zur Grabenwand 0,60 m und zur Grabensohle 0,40 m nicht unterschreiten. Die Länge der Kopflöcher an der Arbeitsstelle soll mindestens 1,50 m betragen.
Siehe auch § 6 Abs. 3 und § 28 Abs. 1 der DGUV Vorschrift 38 und 39 Bauarbeiten undDIN 4124 (2012).
Baugruben und Leitungsgräben, in denen gearbeitet wird, müssen  mit Rücksicht auf die Sicherheit der Versicherten, aus ergonomischen Gründen und um eine einwandfreie Bauausführung zu gewährleisten  einen ausreichenden Arbeitsraum aufweisen. Deshalb sind die vorgeschriebenen Mindestarbeitsraumbreiten zu beachten.
Siehe auch DGUV Information 203-017 Schutzmaßnahmen bei Erdarbeiten in der Nähe erdverlegter Kabel und Rohrleitungen (bisher BGI 759)
Siehe auch § 16 der DGUV Vorschrift 38 und 39 Bauarbeiten.
DGUV-Information 201-052: Rohrleitungsbauarbeiten, 5 Besondere Maßnahmen zur Verhütung von Gefahren für Leben und Gesundheit bei Arbeiten in Rohrleitungen und Schächten
5.1.1 Beginn der Arbeiten
5.1.1.1 Arbeiten in Rohrleitungen und Schächten dürfen erst begonnen werden, nachdem der Unternehmer oder der Aufsichtführende festgestellt hat, dass die nach der Gefährdungsbeurteilung festgelegten Schutzmaßnahmen getroffen und die Versicherten unterwiesen sind.
5.1.1.2 Auch nach Arbeitsunterbrechungen (Schichtwechsel, Wiederaufnahme der Arbeit am folgenden Tag) ist die Wirksamkeit der festgelegten Maßnahmen durch den Aufsichtführenden festzustellen.
Siehe auch Abschnitt 4.1.6 der DGUV Regel 113-004 Arbeiten in Behältern, Silos und engen Räumen.
5.1.2 Aufhebung der Schutzmaßnahmen
Schutzmaßnahmen dürfen erst aufgehoben werden, wenn die Arbeiten in Rohrleitungen und Schächten abgeschlossen sind und alle Versicherten die Rohrleitungen und Schächte verlassen haben.
Siehe auch Abschnitt 4.1.8 der DGUV Regel 113-004 Arbeiten in Behältern, Silos und engen Räumen.
5.1.3 Gefährliche Arbeiten
Bei gefährlichen Arbeiten, z. B. Begehen von Schächten und Rohrleitungen mit Gefährdungen durch Ertrinken, Ersticken, Vergiften, Verbrennen oder Ähnliches, hat sich der Aufsichtführende ständig in unmittelbarer Nähe der Arbeitsstelle aufzuhalten.
Siehe auch § 8 der DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention.
5.1.4 Sicherungsposten
5.1.4.1 Der Unternehmer hat bei Arbeiten in Rohrleitungen und Schächten mindestens einen Sicherungsposten einzusetzen. Dieser hat mit den in der Rohrleitung oder dem Schacht tätigen Versicherten ständige Verbindung zu halten.
5.1.4.2 Der Sicherungsposten muss zuverlässig sein und über die erforderlichen geistigen und körperlichen Fähigkeiten verfügen.
5.1.4.3 Ständige Verbindung besteht in der Regel bei einer Sichtverbindung. Ist Sichtverbindung nicht möglich, kann eine ständige Verbindung auch über andere Mittel, z. B. Sprechverbindung oder Signalleinen, aufrechterhalten werden.
5.1.4.4 Der Sicherungsposten muss jederzeit Hilfe herbeiholen können. Er ist über die festgelegten Rettungsmaßnahmen nach Abschnitt 5.8 zu unterweisen.
Sicherungsposten sind nicht erforderlich, wenn sichergestellt ist, dass
keine akuten Gefährdungen durch Stoffe oder Einrichtungen auftreten
die Versicherten die Rohrleitungen oder Schächte ohne fremde Hilfe verlassen und jederzeit Hilfe anfordern können.
Siehe auch § 62 der DGUV Vorschrift 38 und 39 Bauarbeiten und Abschnitt 4.1.3 der DGUV Regel 113-004 Arbeiten in Behältern, Silos und engen Räumen.
5.1.5 Betriebsanweisung
Die Festlegung der Schutzmaßnahmen in der Betriebsanweisung kann, abhängig von den Gefahren, unterschiedlich sein. Wird in besonderen Fällen von den in dieser Information beschriebenen Schutzmaßnahmen abgewichen, ist dies in die Betriebsanweisung aufzunehmen. Durch andere geeignete Maßnahmen muss jedoch die gleiche Sicherheit gewährleistet sein. Betriebsanweisungen werden in der Regel erteilt, wenn ausschließlich Gefahren durch Einrichtungen und immer gleiche Arbeitsbedingungen vorliegen.
Erlaubnisscheine werden in der Regel erstellt, wenn besondere Gefährdungen, z. B.
durch Zündgefahren durch Löten, Schleifen, Bohren und Ähnlichem
5.2.2 Rohrleitungen
5.2.2.1 Der Unternehmer darf in Rohrleitungen mit einem Lichtmaß von weniger als 600 mm Versicherte nicht einsetzen.
5.2.2.2 Versicherte dürfen in Rohrleitungen mit einem Lichtmaß ab 600 mm eingesetzt werden; dabei gelten für Rohrleitungen mit einem Lichtmaß von 600 mm bis 800 mm folgende Einschränkungen:
5.2.2.3 Bei der Bestimmung des lichten Durchmessers di (Lichtmaß) sind im Rohr befindliche Einbauteile, Versorgungsleitungen oder Ähnliches zu berücksichtigen.
Bestimmung des lichten Durchmessers di (Lichtmaß)
5.2.3 In Betrieb befindliche Rohrleitungen
5.2.3.1 Kann das Eindringen von Flüssigkeiten oder anderen Medien in den betreffenden Rohrleitungsabschnitten nicht verhindert werden, empfiehlt es sich die Mindestlichtmaße nach Abschnitt 5.2.2 zu erhöhen.
5.2.3.2 In Betrieb befindliche abwassertechnische Anlagen dürfen nur begangen werden, wenn deren lichte Höhe mindestens 1 m beträgt. Dies gilt nicht, wenn für abwassertechnische Anlagen mit einer lichten Höhe ≥ 0,8 m ein Begehen aus betriebstechnischen Gründen notwendig ist und besondere Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden.
Betriebstechnische Gründe können z. B. Instandsetzungsarbeiten oder Beseitigen von Störungen sein. Besondere Sicherheitsmaßnahmen sind z.B.:
5.2.4 Schächte
5.2.4.1 Schächte in abwassertechnische Anlagen dürfen nur begangen werden, wenn deren lichte Weite mindestens 1 m beträgt. Abweichend hiervon darf auch in Schächten ab 0,8 m lichte Weite eingestiegen werden, wenn zuvor geprüft worden ist, ob besondere Sicherheitsmaßnahmen  z. B. zusätzliche Belüftung, ständige Seilführung  erforderlich sind.
5.2.4.2 Einstiegsöffnungen für Schächte in abwassertechnische Anlagen in denen Arbeiten durchzuführen sind, müssen so groß und so angeordnet sein, dass das Ein- und Aussteigen und Retten von Versicherten jederzeit möglich ist.
Siehe auch DGUV Regel 103-003 und 103-004 Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen.
5.3.1 Besteht beim Arbeiten an oder in Schächten Absturzgefahr, z. B. bei geöffneten Schächten, beim Begehen von Steiggängen oder nicht fest angebrachten Leitern und Tritten, hat der Unternehmer geeignete Maßnahmen zum Schutz gegen Absturz zu treffen.
5.3.2 Bei der Benutzung von Steigleitern und Steigeisengängen mit mehr als 5 m Absturzhöhe müssen Schutzausrüstungen gegen Absturz benutzt werden, z. B. Höhensicherungsgerät.
Siehe auch DGUV Regel 103-007 und 103-008 Steiggänge für Behälter und umschlossene Räume.
5.3.3 Schachtöffnungen müssen gegen die Gefahr des Hineinstürzens gesichert sein (Abbildung 8). Auf diese Sicherung kann nur verzichtet werden, wenn die Arbeitsumstände dies erfordern. Abdeckungen von Schachtöffnungen müssen unverschieblich sein.
Siehe auch § 12a der DGUV Vorschrift 38 und 39 Bauarbeiten.
durch Abdeckroste gesicherte Schachtöffnung
5.3.4 Sind auf Grund der örtlichen bzw. räumlichen Verhältnisse technische Maßnahmen nicht möglich, sind persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz zu benutzen. Die erforderlichen Anschlagpunkte und die zu verwendenden persönlichen Schutzausrüstungen sind durch den fachlich geeigneten Vorgesetzten festzulegen. Für die Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz hat der Unternehmer eine Betriebsanweisung zu erstellen. Die Inhalte der Betriebsanweisung sind den Beschäftigten im Rahmen von Unterweisungen mit Übungen zu vermitteln.
Siehe auch DGUV Regel 112-198 Benutzung von Persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz.
5.4.1.1 In Kanälen und Rohrleitungen können durch Abwässer, unzulässigerweise eingeleitete Bestandteile und biologische Prozesse folgende Gefährdungen entstehen (siehe auch Abschnitte 3.4 und 3.5):
Vergiften, z. B. durch
das Auftreten von Schwefelwasserstoff (H2S),
eingeleitete Gefahrstoffe,
Gefahrstoffe die auf Grund undichter Auskleidungen oder Absperreinrichtungen eingedrungen sind.
Ersticken, z. B. durch
Sauerstoffverdrängung auf Grund anderer Gase,
Stickstoff (N2) beim Spülen,
Kohlenmonoxyd (CO), bzw. Kohlendioxyd (CO2) aus Einsatz von Verbrennungsmotoren,
Sauerstoffzehrung durch Gärung, Fäulnis.
Brände und Explosionen, z. B. durch
das Auftreten von brennbaren Gasen wie Faulgasen (Methan),
brennbare Dämpfe, wie Benzin-/Lösemitteldämpfe.
5.4.1.2 Vor Beginn und während der Arbeiten in Rohrleitungen und Schächten muss sichergestellt werden, dass Versicherte nicht durch
Dämpfe, Nebel oder Stäube in gesundheitsgefährlicher Konzentration,
oder Sauerstoffmangel
5.4.2 Überprüfen der Atmosphäre
5.4.2.1 Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ist festzustellen, welche Stoffe oder Zubereitungen in welcher Konzentration in der Rohrleitung oder dem Schacht enthalten sind oder im Verlauf der Arbeiten auftreten können. In den meisten Fällen ist dazu Freimessen erforderlich. Durch Freimessen werden die Gefahrstoffkonzentration und der Sauerstoffgehalt vor und während der Arbeiten ermittelt. Die Messungen haben an repräsentativer Stelle (z. B. im Bereich der Rohrsohle bei Beachtung der Strömungsrichtung), von einer gesicherten Position aus, zu erfolgen. Während der Arbeiten ist im Bereich der Arbeitsstelle eine kontinuierliche Überwachung der Atmosphäre notwendig.
5.4.2.2 Zum Freimessen sind geeignete Messverfahren zu benutzen.
Geeignete Messverfahren sind z. B.
kontinuierliche Messungen mit direktanzeigenden Geräten; mindestens Vierfachmessgeräte für Sauerstoff (O2), Methan (CH2), Schwefelwasserstoff (H2S) und Kohlendioxid
(CO2) bei Arbeiten in abwassertechnischen Anlagen,
am Messgerät ist arbeitstäglich eine Funktionskontrolle mit Prüfgas durchzuführen.
(siehe Betriebsanleitung des Herstellers)
wenn in der Gefährdungsbeurteilung zusätzlich Gefahrstoffe ermittelt werden, können für diese Stoffe weitere Messungen notwendig werden.
5.4.2.3 Bei der Auswahl der Messverfahren sind die speziellen Eigenschaften der zu messenden Stoffe zu berücksichtigen, z. B. Querempfindlichkeiten gegen andere Stoffe.
5.4.2.4 Ist die Sauerstoffkonzentration niedriger als der natürliche Sauerstoffgehalt der Atemluft von 20,9 %, ist die Ursache dafür zu ermitteln und zu beurteilen, ob eine Gefährdung durch Fremdgase vorliegt. Nach der Identifizierung der bisher unbekannten Stoffe und Ermittlung der Konzentration dieser Stoffe muss eine neue Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden.
5.4.2.5 Der Unternehmer darf mit dem Freimessen (Abbildung 9) nur Mitarbeiter beauftragen, die über die erforderliche Fachkunde verfügen.
Die Fachkunde bezieht sich auf
die betrieblichen Verhältnisse.
Überprüfen der Schachtatmosphäre
5.4.2.6 Verbrennungskraftmaschinen dürfen in Rohrleitungen und Schächten nicht eingesetzt werden.
Siehe § 65 der DGUV Vorschrift 38 und 39 Bauarbeiten.
5.4.3 Lüftung
5.4.3.1 Ist gefährliche Atmosphäre vorhanden oder kann sie während der Arbeiten entstehen, ist ausreichend zu lüften. Lüftung ist natürlich oder technisch möglich.
Technische Lüftung ist Frischluftzufuhr zur Arbeitsstelle hin mit ausreichend leistungsfähigen Belüftungseinrichtungen.
Technische Lüftung als Grundlüftung kann als ausreichend angesehen werden, wenn z. B.
bei sonstigen Bauwerken, wie Pumpensümpfe, Schieberbauwerke, ein etwa sechs- bis achtfacher Luftwechsel pro Stunde
Die Grundlüftung gewährleistet keine Einhaltung der Arbeitsplatzgrenzwerte bei Tätigkeiten mit Gefahrstofffreisetzung. Hier sind in Abhängigkeit von der Höhe der Gefahrstofffreisetzung Zusatzmaßnahmen, wie z. B. staubarme/emissionsarme Verfahren, Absaugung an der Entstehungsstelle, Tragen von Atemschutz, zu treffen (siehe Abschnitt 3.4.2.1).
Bei Verwendung von Ventilatoren mit Rohr-/ Schlauchleitungen zur Zuluftführung ist eine Berechnung der Druckverluste durch die Leitungen und Umlenkungen erforderlich. Liegt eine solche nicht vor, darf maximal 50 % des Nennvolumenstromes des Ventilators als Zuluftmenge angesetzt werden, sofern die Länge der Rohr-/Schlauchleitung nicht mehr als 10 m beträgt und der Durchmesser der Rohr-/Schlauchleitung dem Durchmesser des Ausblasstutzens des Ventilators entspricht. Diese Verfahrensweise ersetzt nicht die Anforderung nach Abschnitt 5.4.3.4.
Das Öffnen von Schachtabdeckungen vor und hinter dem Einstiegschacht über eine bestimmte Zeitdauer kann nicht immer eine ausreichende Lüftung sicherstellen, insbesondere in der warmen Jahreszeit, wenn die Schachtatmosphäre kühler als die Umgebungsatmosphäre ist.
5.4.3.2 Zum Belüften ist die Verwendung von reinem Sauerstoff oder mit Sauerstoff angereicherter Luft nicht zulässig.
5.4.3.3 Beim Absaugen besteht die Gefahr der verstärkten Führung gesundheitsschädlicher oder explosionsfähiger Gase und Dämpfe zur Arbeitsstelle hin. Wenn abgesaugt wird, dürfen nur explosionsgeschützte Absauggeräte verwendet werden.
5.4.3.4 Zur Feststellung, ob die Lüftung ausreichend ist, können wiederholte Einzelmessungen oder kontinuierliche Messungen mit akustischer und optischer Signalangabe, gegebenenfalls an unterschiedlichen Stellen, erforderlich sein.
5.4.3.5 Ist ausreichende Lüftung aus betriebstechnischen Gründen nicht möglich, müssen die Arbeiten in Rohrleitungen und Schächten mit von der Umgebungsatmosphäre unabhängig wirkenden Atemschutzgeräten unter Beachtung des Explosionsschutzes durchgeführt werden.
5.5.1 Bei Bau-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten an und in abwassertechnischen Anlagen ist mit einer Gefährdung durch biologische Arbeitsstoffe zu rechnen. Beispiele für Tätigkeiten mit einer möglichen Exposition gegenüber biologischen Arbeitsstoffen sind das Anbinden von Rohrleitungen an eine bestehende Abwasserableitung und Arbeiten mit Hochdruckreinigern.
5.5.2 Zur Reduzierung der Gesundheitsgefährdungen durch biologische Arbeitsstoffe sind unter anderem folgende Schutzmaßnahmen anzuwenden:
Vor Beginn der Arbeiten sind die zu betretenden Schächte und Rohrleitungen möglichst zu reinigen, z. B. mittels Hochdruckspülung. Dabei ist die Freisetzung von Aerosolen möglichst durch technische Maßnahmen (z. B. Luftschleierabsperrung) zu reduzieren.
Verschmutze Arbeitsgeräte und Ausrüstungsgegenstände sind unmittelbar nach den Tätigkeiten zu reinigen.
Es ist ein Hautschutzplan aufzustellen. Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel sowie Desinfektionsmittel sind entsprechend dem Hautschutzplan zur Verfügung zu stellen und anzuwenden.
Vor Ort sind eine Waschgelegenheit mit fließendem Wasser sowie Spender für Reinigungsmittel und Einmalhandtücher zur Verfügung zu stellen.
An den Arbeitsplätzen darf nicht gegessen, getrunken und geraucht werden.
Nach Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen vor dem Essen, Trinken, Rauchen sowie vor und nach Nutzung der Toilette sind die Hände zu reinigen.
Der Unternehmer hat geeignete persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen, die abhängig von den Tätigkeiten aus Schutzkleidung, Handschutz, Fußschutz, Augenschutz und Atemschutz bestehen kann.
Verschmutze Arbeits- und Schutzkleidung ist getrennt von der Straßenkleidung aufzubewahren.
Dies wird z. B. erreicht, wenn Schwarz-Weiß-Anlagen oder Doppelspinde zur Verfügung stehen.
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass verschmutzte Arbeits- und Schutzkleidung gereinigt wird.
Siehe auch Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe
Allgemeine Hygienemaßnahmen: Mindestanforderungen (TRBA 500),
Sicherheit und Gesundheit bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen in abwassertechnischen Anlagen (TRBA 220).
Vor Beginn der Arbeiten sind Schutzmaßnahmen zu treffen, die Gefährdungen durch eine Wasserzuführung in gefährlicher Menge vermeiden.
Geeignete Schutzmaßnahmen sind z. B.:
Sperrung bzw. Umleitung der Wasserzuflüsse,
Abschalten von Pumpen die Wasser in gefährlichen Mengen in den Streckenabschnitt fördern können (Pumpen gegen unbefugtes Wiedereinschalten sichern),
Koordination der Sicherheitsmaßnahmen beim Einsatz mehrerer Unternehmen in einem Arbeitsbereich.
Siehe auch DGUV Regel 103-003 und 103-004 Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen und DGUV Information 201-022 Handlungsanleitung für die Arbeit mit provisorischen Rohrabsperrgeräten.
Jeder in Rohrleitungen beschäftigte Versicherte muss eine elektrische Hand- oder Stollenleuchte mit sich führen. Die Verwendung von offenem Licht ist verboten.
In der Gefährdungsbeurteilung ist die erforderliche künstliche Beleuchtung der Arbeitsstelle festzulegen.
Siehe auch § 63 der DGUV Vorschrift 38 und 39 Bauarbeiten.
5.8.1 Zur Rettung aus Rohrleitungen und Schächten hat der Unternehmer geeignete Ausrüstung, in der Nähe der Einstiegstelle, bereitzuhalten. Im Notfall müssen die Versicherten die Rettungsmaßnahmen selbst einleiten können.
Siehe § 25 der DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention.
Eine geeignete Rettungsausrüstung kann z. B. bestehen aus:
Einem frei tragbaren von der Umgebungsatmosphäre unabhängig wirkenden Atemschutzgerät,
einer Anschlageinrichtung (Dreibein) mit Rettungshubgerät und Rettungsgurt
(schon vorher angelegt),
einem Abseil- und Rettungshubgerät (siehe Abb. 10) mit Sicherheitsseil und Auffanggurt,
einer betriebsfertigen explosionsgeschützten Handleuchte,
einem Verbandkasten,
einer Löscheinrichtung (z. B. Handfeuerlöscher),
einem Schleifkorb (für die Rettung in horizontaler Richtung),
Abb. 10 Rettungshubgerät
5.8.2 Zur Rettung dürfen Versicherte nur dann in Rohrleitungen und Schächte ohne Umgebungsluft unabhängigen Atemschutz (Isoliergerät) einsteigen, wenn sichergestellt ist, dass keine gefährlichen Gefahrstoffkonzentrationen oder Sauerstoffmangel vorliegen.
5.8.3 Eine schnelle Rettung wird in der Regel dann ermöglicht, wenn der Rettungsgurt bereits vor dem Einstieg angelegt wurde und dauernde Verbindung zum Rettungshubgerät besteht. Sollten dringende Gründe dagegen sprechen, sind andere Maßnahmen einzuplanen, die ein schnelles Retten ermöglichen.
Bei Benutzung von persönlichen Schutzausrüstungen zum Retten gilt die DGUV Regel 112-199 Retten aus Höhen und Tiefen mit persönlichen Absturzschutzausrüstungen.
5.8.4 Die Versicherten sind über die Benutzung der persönlichen Schutzausrüstungen zum Retten zu unterweisen.
5.8.5 Die festgelegten Rettungsmaßnahmen sind regelmäßig, mindestens jedoch einmal jährlich, zu üben, insbesondere die Benutzung von Anschlageinrichtungen, Rettungsgurt, Rettungshubgerät und von Atemschutzgeräten.
Siehe auch § 32 der DGUV Vorschrift 21 und 22 Abwassertechnische Anlagen und Kapitel 2.36 Arbeiten mit Flüssigkeitsstrahlern der DGUV Regel 100-500 und 100-501 Betreiben von Arbeitsmitteln.
Siehe auch Kapitel 2.24 Arbeiten mit Strahlgeräten (Strahlarbeiten) der DGUV Regel 100-500 und 100-501 Betreiben von Arbeitsmitteln
Regel für Gefahrstoffe Mineralischer Staub (TRGS 559)
Siehe auch § 12 der DGUV Vorschrift 38 und 39 Bauarbeiten und die Betriebssicherheitsverordnung.
DGUV-Information 201-052: Rohrleitungsbauarbeiten, 7 Besondere Maßnahmen zur Verhütung von Gefahren für Leben und Gesundheit bei Druck- und Dichtheitsprüfungen
7.1.1 Durch das Beaufschlagen eines Prüfraumes mit Wasser-, Luft- oder Gasdruck können bei Druck- und Dichtheitsprüfungen zusätzliche Gefährdungen entstehen, wenn die im Prüfraum gespeicherte Energie unkontrolliert freigesetzt wird, z. B. durch das Versagen einer Absperreinrichtung.
Beim Prüfmedium Wasser wird die Größe der auf die Rohrabsperrung wirkenden Kräfte durch die Stauhöhe und die Querschnittsgröße bestimmt.
So wirkt beispielsweise bei einem Rohrquerschnitt DN 500 und einem Prüfdruck von 0,5 bar (5 m Wassersäule) eine Gewichtskraft von rund 1 Tonne auf das Absperrelement.
Bei kompressiblen Prüfmedien, z. B. Luft oder Betriebsgas, ist die gespeicherte Energiemenge von der Druckdifferenz und der Größe des Prüfraumes abhängig.
Hierbei ist zu beachten, dass auf Grund der meist großen Volumina, z. B. bei der Prüfung von Rohrleitungen, bereits bei geringen Druckdifferenzen sehr große Energiemengen erzeugt werden, die bei einem Versagen der Absperreinrichtung explosionsartig freiwerden.
7.1.2 Bezüglich der Durchführung von Druck- und Dichtheitsprüfungen mit Luft sind die Begrenzungen nach DVGW G 462, DVGW G 463 und DVGW G 472 zu beachten.
7.2.1 Der Aufsichtführende nach Abschnitt 3.1.1.2 muss über einschlägige Kenntnisse in der Rohrleitungstechnik, in der Durchführung von Druckprüfungen und der Messtechnik verfügen.
7.2.2 Die Versicherten sind über die Auswirkung der auftretenden Kräfte auf vorübergehend eingebaute Formstücke, Absperrgeräte und Abstützungen und die Folgen eines Versagens zu unterweisen.
7.2.3 Nicht überdeckte und oberirdisch verlaufende Leitungen sind unter Berücksichtigung des Prüfdruckes gegen unzulässige Bewegung zu sichern.
Leitungen mit nicht längskraftschlüssigen Verbindungen sind auch an den Rohrverbindungen, Krümmern, Abzweigen und Absperreinrichtungen unter Berücksichtigung des Prüfdruckes und der jeweiligen Bodenpressung ausreichend abzusteifen bzw. zu verankern. Die Endabsteifungen dürfen erst entfernt werden, wenn die Leitung vollkommen druckentlastet ist.
Siehe auch DVGW GW 310 und DVGW GW 368.
7.3 Anforderungen an die einzusetzenden Geräte und an die Durchführung von Druck- und Dichtheitsprüfungen
7.3.1 Es ist durch geeignete Verfahren sicherzustellen, dass der vorgesehene Prüfdruck, bzw. höchstzulässige Leitungsdruck nicht überschritten wird. Der Prüfdruck muss sich von außerhalb des Gefahrbereiches ablesen lassen, z. B. mittels Druckmessgerät mit Kontrollmanometer.
7.3.2 Das Prüfobjekt darf keine direkte Verbindung zu einer unter Überdruck stehenden Leitung, bzw. Pumpe besitzen.
Bei der Prüfung mit Gas ist eine Befülleinrichtung mit Druckminderungsventil bzw. Druckbegrenzer, z.B. elektronische Druckabschaltung, zu verwenden.
7.3.3 Die auf die vorübergehend eingebauten Abschlussformstücke und Absperrelemente wirkenden Ausschubkräfte müssen sicher aufgenommen werden. Provisorische Rohrabsperrgeräte sind durch eine geeignete formschlüssige Sicherung gegen Ausschub infolge Leitungsdruck zu sichern.
Siehe auch DGUV Information 201-022 Handlungsanleitung für die Arbeit mit provisorischen Rohrabsperrgeräten.
Absperrelement mit Ausschubsicherung
7.3.4 Beim Aufbringen und Ablassen des Prüfdruckes sowie während der Druckprüfung dürfen sich keine Personen vor dem Absperrgerät oder in den anschließenden Haltungen und Schächten aufhalten.
Weitere Hinweise zur Durchführung von Dichtheitsprüfungen finden sich im DWA Arbeitsblatt A 139, in den DVGW Arbeitsblättern G 462, G 463, G 469, G 472, W 400-2 und in der DGUV Information 201-022 Handlungsanleitung für die Arbeit mit provisorischen Rohrabsperrgeräten.
Mindestgrabenbreiten
DIN 4124 Tabelle 5 – Lichte Mindestgrabenbreite für Gräben ohne Arbeitsraum
(Tabelle gilt nicht für Abwasserkanäle und -leitungen nach DIN EN 1610)
Regelverlegetiefe m bis 0,70 über 0,70
bis 0,90 über 0,90
bis 1,00 über 1,00
Lichte Grabenbreite m 0,30 0,40 0,50 0,60
DIN 4124 Tabelle 6 – Lichte Mindestgrabenbreite für Gräben mit Arbeitsraum in
Abhängigkeit vom äußeren Leitungs- bzw. Rohrschaftdurchmesser
Äußerer Leitungs-
Rohrschaft-
(m) Lichte Mindestbreite b
Verbauter Graben Geböschter Graben
Regelfall Umsteifung ß ≤ 60° ß > 60°
bis 0,40 b = OD + 0,40 b = OD + 0,70 b = OD + 0,40
über 0,40 bis 0,80
b = OD + 0,70
b = OD + 0,40
über 0,80 bis 1,40 b = OD + 0,85
über 1,40 b = OD + 1,00
DIN 4124 Tabelle 7 – Lichte Mindestgrabenbreite für Gräben mit Arbeitsraum in
und senkrechten Wänden in Abhängigkeit von der Grabentiefe
Lichte Mindestbreite b
mm Art und Tiefe des Grabens
0,60 Geböschter Graben bis 1,75 m
0,70 Verbauter Graben bis 1,75 m
Teilweiser verbauter Graben bis 1,75 m
0,80 Verbauter Graben über 1,75 m bis 4,00 m
1,00 Verbauter Graben über 4,00 m
Für Gräben mit Arbeitsraum ist die Mindestgrabenbreite der jeweils größere Wert aus den Tabellen 6 und 7.
Siehe auch Abschnitt 9.2 der DIN 4124.
DIN EN 1610 Tabelle 1 – Mindestgrabenbreiten in Abhängigkeit von der Nennweite DN
DN Mindestgrabenbreite (OD + ×)
verbauter Graben unverbauter Graben
ß > 60° ß = ≤ 60°
≤ 225 OD + 0,40
> 225 bis ≤ 350
OD + 0,50 OD + 0,50
> 350 bis ≤ 700 OD + 0,70 OD + 0,70 OD + 0,40
> 700 bis ≤ 1200 OD + 0,85 OD + 0,85 OD + 0,40
> 1200 OD + 1,00 OD + 1,00 OD + 0,40
Bei den Angaben OD + × entspricht ×/2 dem Mindestarbeitsraum zwischen Rohr und Grabenwand bzw. Grabenverbau (Pölzung).
OD der Außendurchmesser, in m
b der Böschungswinkel des verbauten Grabens, gemessen gegen die Horizontale
DIN EN 1610 Tabelle 2 – Mindestgrabenbreiten für Gräben mit senkrechten Wänden in Abhängigkeit von der Grabentiefe
(m) Mindestgrabenbreite
< 1,00 keine Mindestgrabenbreite vorgegeben
≥ 1,00 ≤ 1,75 0,80
> 1,75 ≤ 4,00 0,90
Für Abwasserkanäle und Leitungen ist die Mindestgrabenbreite der jeweils
größere Wert aus den Tabellen 1 und 2.
Siehe auch Abschnitt 6.2 der DIN 1610.
Arbeitsblatt GW 350
Schweißverbindungen an Rohrleitungen aus Stahl in der Gas- und Wasserversorgung  Herstellung, Prüfung und Bewertung
Aus Gründen der Arbeitssicherheit und für die einwandfreie Herstellung und Prüfung einer Schweißverbindung muss für alle Arbeitsgänge ausreichender Arbeitsraum vorhanden sein.
Zum Schweißen von Verbindungsnähten im Rohrgraben müssen Kopflöcher ausgehoben werden, die es dem Schweißer ermöglichen, eine einwandfreie Verbindung herzustellen. Sie sollten im Schweißbereich eine freie Länge von mindestens 1,5m aufweisen. Der Abstand vom Rohr zur Kopflochsohle sollte mindestens 0,4 m betragen. Zwischen dem Rohr und der Kopflochwand sollte ein Mindestabstand von 0,6 m eingehalten werden.
Kopflöcher müssen beim Schweißen wasserfrei gehalten werden.
DGUV-Information 201-052: Rohrleitungsbauarbeiten, Anhang 2
Gefährdungen durch unkontrolliert bewegte Teile
Wie werden Gefährdungen beim Lagern und Stapeln von Bauteilen vermieden?
(siehe Abschnitt 3.2.3)
Rohre gegen Auseinanderrollen sichern
Maximale Stapelhöhe beachten
Rohrstapel möglichst eben lagern
Wie werden Gefährdungen durch hängende Lasten vermieden?
(siehe Abschnitt 3.2.2)
Auswahl geeigneter Hebezeuge
Auswahl geeigneter Lastaufnahmeeinrichtungen
Lasten nicht über Personen hinwegführen
Aufenthalt im Gefahrbereich vermeiden
Einweiser einsetzen, wenn Sicht des Hebezeugführers eingeschränkt
Wie werden Gefährdungen beim Führen von Lasten vermieden?
(siehe Abschnitt 3.2.2.6)
Mitgänger im Sichtbereich des Maschinenführers und außerhalb der Fahrspur
Geeignete Hilfsmittel zum Führen von Lasten
Wie werden Gefährdungen beim Einbringen von Rohren in Gräben vermieden?
(siehe Abschnitt 3.2.5)
Bei verbauten Gräben Ablassfeld vorsehen
Hilfsmittel für Längstransport der Rohre im Graben
Umsteifungen unter Beachtung der statischen Verhältnisse festlegen
Gefährdungen beim Verbinden, Trennen, Bearbeiten, Umhüllen von Rohren
Wie werden Gefährdungen/Belastungen beim Herstellen von Muffenverbindungen vermieden?
(siehe Abschnitt 3.2.4) Maßnahmen
Bei der Verwendung von Ziehgeräten kein Aufenthalt im Gefahrbereich der Zugseile
Einsatz von Baumaschinen zum Zusammenschieben der Rohre nur mit Zustimmung des Rohrherstellers
Erhöhte Quetschgefahr  Unterweisung der Versicherten, ständige Anwesenheit des Aufsichtführenden
Wie werden Gefährdungen/Belastungen beim Herstellen von Schweißverbindungen vermieden? Maßnahmen
Geprüfte Schweißer einsetzen
Beim Lichtbogenschweißen schadstoffarme Schweißelektroden verwenden und Schweißrauche abführen
Wie werden Gefährdungen/Belastungen beim Trennen und Bearbeiten von Rohren/Schachtbauteilen vermieden?
(siehe Abschnitt 3.4.2)
Nassschneiden, z. B. bei Beton, Steinzeug
Staub, Schweißrauche absaugen
Geeignete persönliche Schutzausrüstungen, z. B. Schutzbrille, Atemschutz, Gehörschutz benutzen
Bei asbesthaltigen Werkstoffen TRGS 519 sowie DGUV Information 201-012 beachten
Gefährdungen durch erdverlegte Leitungen
Wie werden Gefährdungen durch erdverlegte Leitungen vermieden?
Bei unvermutetem Antreffen Arbeiten sofort unterbrechen
Stelle markieren und sichern
Abstimmung mit dem Betreiber
Freigelegte Leitungen und Kabel sichern
Gefährdungen durch Abrutschen von Massen
Wie werden Gefährdungen durch abrutschende Massen vermieden?
(siehe Abschnitte 4.1 bis 4.3)
Wände von Baugruben und Gräben böschen oder verbauen (DIN 4124)
Gefährdungen/Belastungen durch Arbeitsbedingungen/Arbeitsumgebung
Wie werden Gefährdungen/Belastungen durch körperliche Zwangshaltung vermieden?
Beim Arbeiten in Baugruben und Gräben müssen die Arbeitsraumbreiten nach DIN 4124 bzw. nach DIN EN 1610 eingehalten werden
bei Schweißarbeiten in Gräben sind die Arbeitsraumbreiten nach DVGW Arbeitsblatt GW 350 (Kopflöcher beim Schweißen von Rohren) einzuhalten
Gefährdungen durch stürzen und stolpern
Wie werden Gefährdungen durch stürzen und stolpern vermieden?
Anordnung von 60 cm breiten waagerechten Schutzstreifen
Baugruben und Gräben mit mehr als 1,25 m Tiefe nur über Leitern betreten
Übergänge, Laufstege vorsehen wenn Gräben breiter als 0,80 m
Arbeiten in Rohrleitungen und Schächten
Welche zusätzlichen organisatorischen Maßnahmen sind bei Arbeiten in Rohrleitungen zu treffen?
Für jede Person eine batteriegespeiste Hand- oder Stollenleuchte
Bei gefährlichen Arbeiten, Aufsichtführender ständig in unmittelbarer Nähe der Arbeitsstelle
Bei Arbeiten in Rohrleitungen und Schächten mindestens einen Sicherungsposten einsetzen
Verständigungsmöglichkeit schaffen
Rettung organisieren; Personal und notwendige Einrichtungen bereithalten
(siehe Abschnitt 5.8)
Welche Mindestlichtmaße sind beim Aufenthalt von Personen in Rohrleitungen und Schächten einzuhalten?
Lichte Weite begehbarer Schächte mindestens 1 m; unter bestimmten Voraussetzungen 0,80 m
Lichte Weite von Einstiegsöffnungen mindestens 0,60 m
Kein Personeneinsatz in Rohrleitungen mit einem Lichtmaß unter 600 mm
In Rohrleitungen von 600800 mm Personeneinsatz unter bestimmten Voraussetzungen möglich (siehe Abschnitt 5.2.2.2)
Welche Schutzmaßnahmen sind beim Einsatz elektrischer Betriebsmittel vorzusehen?
(siehe Abschnitt 3.3.)
Betrieb je nach Gefährdung mit Schutzkleinspannung, Schutztrennung oder Schutz durch Abschaltung (FI 30 mA)
Zusätzliche Maßnahmen bei elektrisch leitfähigen Bereichen mit begrenzter Bewegungsfreiheit)
Wie werden Gefährdungen/Belastungen beim Öffnen von Schachtbauwerken vermieden?
Geeignete Schachtdeckelhebegeräte benutzen
Wie werden Absturzgefährdungen vermieden?
(siehe Abschnitt 5.3)
Schachtöffnungen sichern, bzw. abdecken
Schächte vor Einstieg reinigen
Zustand von Steigeisen (z. B. lose, korrodiert) bzw. Steigleitern überprüfen
Gegebenenfalls persönliche Schutzausrüstungen gegen Absturz benutzen
Gefährdungen durch Stoffe und Zubereitungen
Welche Maßnahmen sind gegen gefährliche Atmosphäre zu treffen?
(siehe Abschnitt 5.4)
Vor Einstieg Atmosphäre überprüfen sowie während der Tätigkeiten kontinuierlich messen
Bei gefährlicher Atmosphäre lüften
Keine Verbrennungskraftmaschinen einsetzen
Kein Einsatz von Flüssiggas
Ex-geschützte Leuchten und Geräte verwenden
Rauchen und offene Flammen vermeiden
Welche Maßnahmen sind gegen Gefährdungen durch biologische Arbeitsstoffe zu treffen?
(siehe Abschnitt 5.5)
Schächte und Rohrleitungen vor dem Betreten reinigen, z. B. mittels Hochdruckspülung
Waschgelegenheit und Reinigungsmittel zur Verfügung stellen
Welche Maßnahmen sind gegen Gefahren bei starker Wasserführung zu treffen?
(siehe Abschnitt 5.6)
Sperren, bzw. Umleiten der Wasserzuflüsse
Wetterlage beachten
Absprache mit möglichen Einleitern
Gefährdungen bei Kanalreinigungsarbeiten
Welche Maßnahmen sind gegen Gefahren durch Aerosole bei Hochdruckreinigung zu treffen?
(siehe Abschnitt 6.1.2)
Pumpendruck ca. 10 m vor dem Schacht reduzieren
Luftschleier betreiben
Benutzung von Atemschutz (FFP 3)
Welche Maßnahmen sind gegen Gefahren durch die Spüldüse bei der Hochdruckreinigung zu treffen?
Während der Rohrreinigung darf sich keine Person im Kanal (vor der Reinigungsdüse) aufhalten
Gefährdungen bei Kanalsanierungsarbeiten
Welche Maßnahmen sind gegen Gefahren bei Rissinjektionen zu treffen?
(siehe Abschnitt 6.2.1)
Verankerung der Packer nach Herstellerangeben
Aufenthalt außerhalb des Gefahrbereiches bei der Druckbeaufschlagung
Welche Maßnahmen sind gegen Gefahren bei der Auskleidung mit vorgefertigten Rohren zu treffen?
(siehe Abschnitt 6.2.2)
Bei der Verwendung von Winden sind Zugkraftbegrenzungen zu benutzen
Bei der Verwendung von Heißdampf müssen Sicherungseinrichtungen gegen Havarien vorhanden sein
Welche Maßnahmen sind gegen Gefahren bei der Auskleidung mit örtlich hergestellten und erhärtenden Rohren (Schlauchverfahren) zu treffen?
(siehe Abschnitt 6.2.3)
Im Zielschacht ist zur Entlastung des Knotens ein Widerlager anzubringen
Atemschutz gegen Dämpfe und Stäube in Abhängigkeit der gewählten Harz-/
Härter-Systeme
Entlüftung am Schlauchende
Welche zusätzlichen organisatorischen Maßnahmen sind bei der Durchführung von Druck- und Dichtheitsprüfungen zu treffen?
(siehe Abschnitt 7.1)
Nur Aufsichtführende einsetzen, die über einschlägige Kenntnisse in der Rohrleitungstechnik, in der Durchführung von Druck- und Dichtheitsprüfungen und der Messtechnik verfügen.
Versicherte über die Größe und mögliche Auswirkungen der auftretenden Kräfte infolge des Leitungsdrucks unterweisen.
Gefährdungen durch unkontrolliert bewegte Teile/Ertrinken
Welche Maßnahmen sind gegen Gefährdungen in Folge des Leitungsdrucks zu treffen?
(siehe Abschnitt 7)
Bereitstellen geeigneter Rohrabsperrgeräte und Prüfeinrichtungen.
Durch geeignete Verfahren sicherstellen, dass der vorgesehene Prüfdruck nicht
Keine direkte Verbindung des Prüfobjektes zu einer unter Überdruck stehenden Leitung, bzw. Pumpe.
Nicht überdeckte, bzw. freiliegende Leitungen gegen unzulässige Bewegung sichern
Rohrabsperrgeräte formschlüssig gegen Ausschub infolge Leitungsdrucks sichern
Kein Aufenthalt von Personen im Gefahrbereich von Leitungen die unter Über-, bzw. Unterdruck stehen
DGUV-Information 201-052: Rohrleitungsbauarbeiten, Anhang 3 - Vorschriften und Regeln
Biostoffverordnung (BioStoffV) mit zugehörigen Technischen Regeln für biologische Arbeitstoffe (TRBA), insbesondere
Allgemeine Hygienemaßnahmen: Mindestanforderungen (TRBA 500),
Sicherheit und Gesundheit bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen in abwassertechnischen Anlagen (TRBA 220),
TRGS 519 Asbest  Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten,
RGS 559 Mineralischer Staub
Maschinenverordnung (9.GPSGV),
DGUV Vorschrift 3 Elektrische Anlagen und Betriebsmittel (bisher BGV/GUV-V A3),
DGUV Vorschrift 21 und 22 Abwassertechnische Anlagen (bisher BGV/GUV-V C5 ),
DGUV Vorschrift 38 und 39 Bauarbeiten (bisher BGV/GUV-V C22 ),
DGUV Vorschrift 79 und 80 Verwendung von Flüssiggas (bisher BGV/GUV-V D34 ).
DGUV Regel 100-001 Grundsätze der Prävention (bisher BGR/GUV-R A1),
DGUV Regel 113-004 Arbeiten in Behältern, Silos und engen Räumen (bisher BGR/GUV-R 117-1),
DGUV Regel 103-003 und 103-004 Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen (bisher BGR/GUV-R 126),
DGUV Regel 112-190 Benutzung von Atemschutzgeräten (bisher BGR/GUV-R 190),
DGUV Regel 112-192 und 112-992 Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz (bisher BGR/GUV-R 192 ),
DGUV Regel 112-194 Benutzung von Gehörschutz (bisher BGR/GUV-R 194 ),
DGUV Regel 112-198 Benutzung von Persönlichen Schutzausrüstungen gegen Absturz (bisher BGR/GUV-R 198),
DGUV Regel 112-199 Retten aus Höhen und Tiefen mit persönlichen Absturzschutzausrüstungen (bisher BGR/GUV-R 199),
DGUV Regel 100-500 und 100-501 Betreiben von Arbeitsmitteln (bisher BGR/GUV-R 500), insbesondere
Kapitel 2.8 Betreiben von Lastaufnahmeeinrichtungen im Hebezeugbetrieb,
Kapitel 2.12 Betreiben von Erdbaumaschinen,
Kapitel 2.26 Schweißen, Schneiden und verwandte Verfahren,
Kapitel 2.31 Arbeiten an Gasleitungen,
Kapitel 2.24 Arbeiten mit Strahlgeräten (Strahlarbeiten),
Kapitel 2.36 Arbeiten mit Flüssigkeitsstrahlern.
DGUV Information 203-004 Einsatz von elektrischen Betriebsmitteln bei erhöhter elektrischer Gefährdung (bisher BGI 594),
DGUV Information 203-006 Auswahl und Betrieb elektrischer Anlagen und Betriebsmittel auf Bau- und Montagestellen (bisher BGI/GUV-I 608),
DGUV Information 201-012 Verfahren mit geringer Exposition gegenüber Asbest bei Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten (bisher BGI 664),
DGUV Information 201-022 Handlungsanleitung für die Arbeit mit provisorischen Rohrabsperrgeräten (bisher BGI 802),
DGUV Information 203-032 Handlungsanleitung Auswahl und Betrieb von Ersatzstromerzeugern auf Bau- und Montagestellen (bisher BGI 867).
DIN 46 440 Umflochtene Rundseile aus Kupfer,
DIN EN 1610 Verlegung und Prüfung von Abwasserleitungen und -kanälen.
4. DVGW-Arbeitsblätter
DVGW GmbH, Josef-Wirmer-Str. 3, 53123 Bonn
GW 308 Mobile Ersatzstromerzeuger für Rohrleitungsbaustellen; Ausrüstung und Betrieb,
GW 309 Elektrische Überbrückung bei Rohrtrennungen,
GW 310 Widerlager aus Beton; Bemessungsgrundlagen,
GW 330 Schweißen von Rohren und Rohrleitungsteilen aus Polyethylen (PE 80, PE 100 und PE-Xa) für Gas- und Wasserleitungen; Lehr- und Prüfplan,
GW 331 Schweißaufsicht für Schweißarbeiten an Rohrleitungen aus PE-HD für Gas- und Wasserversorgung; Lehr- und Prüfplan,
GW 350 Schweißverbindungen an Rohrleitungen aus Stahl in der Gas- und Wasserversorgung; Herstellung, Prüfung und Bewertung,
GW 368 Längskraftschlüssige Muffenverbindungen für Rohre, Formstücke und Armaturen aus duktilem Gusseisen und Stahl,
G 462 Gasleitungen aus Stahlrohren bis 16 bar Betriebsdruck; Errichtung,
G 463 Gasleitungen aus Stahlrohren für einen Betriebsüberdruck 16 bar; Errichtung,
G 472 Gasleitungen bis 10 bar; Betriebsdruck aus Polyethylen (PE 80, PE 100 und PE-Xa); Errichtung,
W 400-2 Technische Regeln Wasserverteilungsanlagen (TRWV); Teil 2: Bau und Prüfung.
5. AGFW-Arbeitsblätter
FW 401 T 12 Verlegung und Statik von Kunststoffrohren (KMR) für Fernwärmenetze Bau- und Montage; Organisation der Bauabwicklung Tiefbau.
Webcode: M1502-1