Source: https://www.vermieter-forum.com/threads/mieterhoehung-nach-thermostatwechsel.14367/
Timestamp: 2017-01-22 08:06:12
Document Index: 303288882

Matched Legal Cases: ['§559', '§555', '§559', '§ 555', '§ 559', '§ 558']

Mieterhöhung nach Thermostatwechsel
Diskutiere Mieterhöhung nach Thermostatwechsel im Mieterhöhung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo Liebe Community,
ich bin neu in diesem Forum, da wir seitens unseres Vermieters eine Mieterhöhung erhalten haben.
Wir sind der Meinung,... Antworten
Januar84,
Januar84
Wir sind der Meinung, dass hier nicht alles rechtens ist und benötigen dringen Unterstützung.
Seitens des Vermieters wurde am 26.04.2013 schriftlich mitgeteilt, dass ein Thermostatwechsel (durch eine Installationsfirma) am 07.05.13 durchgeführt wird.
Begründung: Der Einbau spart Heizöl und dadurch Heizkosten.
Dass eine Mieterhöhung aufgrund der durchgefürten Maßnahmen folgen wird, ist in diesem Schreiben nicht erwähnt worden.
Der Thermostatwechsel folgte am 07.05.13 (ca. 1 Stunde Arbeitszeit - 8 Thermostate inkl. Ventil)
Am 14.05.13 habn wir ein weiteres Schreiben des Vermieters erhalten.
Mit diesem Schreiben kündigt er eine monatliche Mieterhöung zum 01.06.2013 um 20,- Euro (Nettomiete) an.
Begründung: Wie Ihnen bekannt ist, wurden am 07.05.2013 durch einen Fachbetrieb neue und effizientere Heizkörper Thermostate installiert. Diese Mapnahme kommt den Mietern durch Einsparung von Energie zugute.
Eine Aufstellung der Installationskosten fehlt.
Wie gehe ich nun am geschicktesten vor, ohne den Vermieter zu verärgern?
Gegen eine Mieterhöhung habe ich grundlegend nichts, da die Thermostate auch eine Energieeinsparung bringen (laut Internet max. 15%).
Aufs Jahr gesehen beläuft sich die Erhöhung aber auf 240,- Euro.
Seit wann spart man Energie durch neue Thermostatventile?
Klar, wenn sich die alten nicht mehr gut regulieren lassen, dann tritt mehr Energie aus. Aber dann muss das der Vermieter instandsetzen.- ohne Mieterhöhung.
Hallo Januar84
Zitat von Januar84:
Begründung: Der Einbau spart Heizöl und dadurch Heizkosten.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Halte ich persönlich zwar für Quatsch,
wenn dem allerdings so wäre wäre auch eine Modernisierungsmieterhöhung nach §559 möglich.
Eine Aufstellung der Installationskosten fehlt.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Damit ist m.E. die Mieterhöhung formal ungültig.
Der Thermostatwechsel folgte am 07.05.13 (ca. 1 Stunde Arbeitszeit - 8 Thermostate inkl. Ventil)Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Mal fiktiv hochgerechnet:
8 Thermostate á 30 € = 240 €
2 Arbeitsstunden inkl Fahrtkosten á 60 € = 120 €
Installationskosten = 360 €
davon 11% = 39,60 €
ergibt eine monatliche Erhöhung von 3,30 €
wurde denn bei dem Austausch auch das eigentliche Ventil erneuert ? Leider sieht man das auf dem Bild nicht !
Das Ventil ist der Teil der mit dem Anschlussrohr und der Heizung verbunden ist.
vielen Dank für die bereits geschriebenen Antworten.
Da ich beim Tausch selbst nicht in der Wohnung war (sondern meine Freundin) kann ich dazu nur wenig sagen!
Meine Freundin hat sich mit dem Installateur unterhalten und der muss gesagt haben, dass auch das Ventil erneuert wird.
Wie kann ich nun am geschicktesten Vorgehen?
Unser Vermieter ist schon etwas älter und ist gleich immer auf 180 wenn man was gegen sein Vorgehensweise unternimmt.
Er vermittelt einem immer das Gefühl, dass nur sein Handeln korrekt sei und alle anderen dümmer sind als er
Klar, wenn sich die alten nicht mehr gut regulieren lassen, dann tritt mehr Energie aus. Aber dann muss das der Vermieter instandsetzen.- ohne Mieterhöhung.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
es waren ja vorher schon thermostatventile vorhanden - waren kaputt oder warum wurden die ausgetauscht?
am prinzip der thermostatventile hat sich nichts geändert, es würde mich überraschen wenn es da tatsächlich neuerdings welche gäbe, die effizienter wären als die alten, was soll sich da denn verändern können? und wie sollte man dadurch noch mehr energie sparen können? es geht doch bei diesen dingern darum dass die raumtemperatur gemessen wird und der zufluss entsprechend geregelt wird.
instandhaltung/instandsetzung ist nun mal keine modernisierung und kann auch nicht per modernisierungsmieterhöhung umgelegt werden.
und selbst wenn die neuen thermostate effizienter wären (was ich nicht glaube), dann müsste der wert der alten erstmal abgezogen werden, und dann können da nie im leben 20 euro monatlich rauskommen. das halte ich schon dann für zweifelhaft wenn's tatsächlich in voller höhe eine modernisierung wäre. das hätte nicht mal bei mir hingehauen und da mussten sonderanfertigungen gemacht werden...
Als erstes bin ich schon über
ca. 1 Stunde Arbeitszeit - 8 Thermostate inkl. VentilKlicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Die Thermostatköpfe alleine werden in wenigen Sekunden ausgewechselt ... für das Wechseln der Ventile hätte m. E. aber das Wasser abgelassen werden müssen - eine Arbeit, die bei 1 Heizkörper sonst schon gut ´ne halbe Stunde dauert (also incl. Wechsel, Befüllung & entlüften)
Beim Wechsel von einem mechanischen Thermostat auf ein ebensolches, wird auch meiner Meinung nach kein bischen Energie eingespart (das die Hersteller gerne etwas anderes behaupten ist klar ...), allerdings gibt es mittlerweile digital programmierbare Thermostate ... sowie Energiesysteme, bei denen die Thermostateinstellungen aller Geräte per Funk an die Heizungssteuerung gemeldet werden und dort die Vorlauftemperatur regulieren (Heizer hatte m. E. hier mal davon berichtet). Bei solchen Systemen kann ich mir sowohl die Energieeinsparung - als auch die ModKosten vorstellen. Weiterhin ist hier evtl. auch der (neue) §555c BGB - insbesondere die Absätze 3 & 4 zu beachten (s. unten). ABER ...
... sollte es sich tatsächlich um eine Moderhöhung handeln, sehe ich einen schwerwiegende Formfehler: Die kurze Vorlauffrist. §559b (2) BGB sagt hierzu
(2) Der Mieter schuldet die erhöhte Miete mit Beginn des dritten Monats nach dem Zugang der Erklärung. Die Frist verlängert sich um sechs Monate, wenn 1.der Vermieter dem Mieter die Modernisierungsmaßnahme nicht nach den Vorschriften des § 555c Absatz 1 und 3 bis 5 angekündigt hat oder
2.die tatsächliche Mieterhöhung die angekündigte um mehr als 10 Prozent übersteigt.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
(1) Der Vermieter hat dem Mieter eine Modernisierungsmaßnahme spätestens drei Monate vor ihrem Beginn in Textform anzukündigen (Modernisierungsankündigung). Die Modernisierungsankündigung muss Angaben enthalten über: 1.die Art und den voraussichtlichen Umfang der Modernisierungsmaßnahme in wesentlichen Zügen,
2.den voraussichtlichen Beginn und die voraussichtliche Dauer der Modernisierungsmaßnahme,
3.den Betrag der zu erwartenden Mieterhöhung, sofern eine Erhöhung nach § 559 verlangt werden soll, sowie die voraussichtlichen künftigen Betriebskosten.
(5) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Ganz nebenbei könnte ich mir aber auch vorstellen, dass es sich um eine Mieterhöhung gem. §§ 558ff BGB (alt?) handelt. So ist z.B. in Berlin der Mietspiegel derart detailliert, dass mal mit solch kleinen Maßnahmen bereits in eine andere Spanneneinordnung rutschen kann. Aber auch dann hätte es einen entsprechenden Hinweis im Erhöhungsverlangen geben müssen.
Eine Abwehr der Mieterhöhung ohne mit dem Vermieter aneinanderzurasseln, wird wohl regelmäßig nicht möglich sein.
Die Thermostatköpfe alleine werden in wenigen Sekunden ausgewechselt ... für das Wechseln der Ventile hätte m. E. aber das Wasser abgelassen werden müssenKlicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Hat der Monteur eine Ventilschleuse für diese Ventile, muss man das Wasser der Heizungsanlage nicht ablassen. Aber unter 15 Minuten ist das aber pro Ventil nicht zu schaffen. Von daher nehme ich an, dass nur die Thermostatköpfe getauscht wurden.
Thema: Mieterhöhung nach Thermostatwechsel
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