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Timestamp: 2016-08-24 02:21:31
Document Index: 134950224

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', '§ 211']

Heimtücke – und der zunächst nur bestehende Körperverletzungsvorsatz | Rechtslupe
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Heimtücke – und der zunächst nur bestehende Körperverletzungsvorsatz	4. Januar 2016 | StrafrechtGeschätzte Lesezeit: 1 Minuten	Heimtückisch handelt, wer in feindlicher Willensrichtung die Arg- und Wehrlosigkeit des Tatopfers bewusst zur Tötung ausnutzt.
Wesentlich ist, dass der Mörder sein Opfer, das keinen Angriff erwartet, also arglos ist, in einer hilflosen Lage überrascht und dadurch daran hindert, dem Anschlag auf sein Leben zu begegnen oder ihn wenigstens zu erschweren1.
Das Opfer muss gerade aufgrund seiner Arglosigkeit wehrlos sein2.
Allerdings kann nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs das Opfer auch dann arglos sein, wenn der Täter ihm zwar offen feindselig entgegentritt, die Zeitspanne zwischen dem Erkennen der Gefahr und dem unmittelbaren Angriff aber so kurz ist, dass keine Möglichkeit bleibt, dem Angriff irgendwie zu begegnen3. Maßgebend für die Beurteilung ist die Lage bei Beginn des ersten mit Tötungsvorsatz geführten Angriffs.
Bundesgerichtshof, Urteil vom 25. November 2015 – 1 StR 349/15
BGH, Urteile vom 20.10.1993 – 5 StR 473/93, BGHSt 39, 353, 368; und vom 26.11.1986 – 3 StR 372/86, BGHR StGB § 211 Abs. 2 Heimtücke 2 mwN↩
BGH, Urteil vom 04.07.1984 – 3 StR 199/84, BGHSt 32, 382, 384↩
BGH, Urteile vom 09.12 1986 – 1 StR 596/86, BGHR StGB § 211 Abs. 2 Heimtücke 3; und vom 04.06.1991 – 5 StR 122/91, BGHR StGB § 211 Abs. 2 Heimtücke 15↩↩
Weitere Informationen:Heimtücke – offen und feindselig gegenübergetretenHeimtückeHeimtücke – und der ÜberraschungsangriffHeimtücke – und die vorausgegangenen SchlägeHeimtücke – und die Frage der WehrlosigkeitHeimtücke – und die latente Angst des Opfers	Weiterlesen auf der Rechtslupe:
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