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Timestamp: 2018-10-21 22:18:39
Document Index: 362845311

Matched Legal Cases: ['Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 161', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 171', 'Art. 17', 'Art. 211', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 27', 'Art. 18', 'Art. 16']

SR 412.101.220.03 Verordnung des SBFI vom 8. Dezember 2004 über die berufliche Grundbildung Detailhandelsfachfrau/Detailhandelsfachmann
Verordnung des SBFI1 über die berufliche Grundbildung Detailhandelsfachfrau/Detailhandelsfachmann mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)2
Beratung / Conseil à la clientèle / Consulenza
Bewirtschaftung / Gestion des marchandises /
1 Die Berufsbezeichnung ist Detailhandelsfachfrau/Detailhandelsfachmann.
2 Detailhandelsfachleute sind sich der Bedeutung der Kundinnen und Kunden für den Erfolg ihres Betriebes bewusst. Sie können kompetent beraten und bedienen und sind in der Lage, das Warenangebot optimal bereitzustellen. Sie kennen das Sortiment, das Waren- und Dienstleistungsangebot und die Prozesse der Warenbewirtschaftung.
3 Die Bildungsziele sind im ersten und zweiten Bildungsjahr für alle Lernenden, unabhängig von der Art und Struktur des Betriebes, die gleichen.
4 Im dritten Bildungsjahr richtet sich die Ausbildung nach der hauptsächlichen Ausrichtung des Betriebes, die auch die Wahl des Schwerpunkts Beratung oder des Schwerpunkts Bewirtschaftung bestimmt.
5 Der Schwerpunkt und die Ausbildungs- und Prüfungsbranche werden im Lehrvertrag festgehalten.
2 Für Inhaberinnen und Inhaber des eidgenössischen Berufsattests Detailhandelsassistentin/Detailhandelsassistent, die eine Kompetenz in der Fremdsprache auf Niveau A1 nachweisen, beginnt die berufliche Grundbildung mit dem zweiten Bildungsjahr; für sie dauert die Grundbildung 2 Jahre.
mündliche und schriftliche Kommunikationsfähigkeit in der lokalen Landessprache;
mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit in der Fremdsprache;
grundlegende Kenntnisse Wirtschaft;
grundlegende Kenntnisse Gesellschaft;
Detailhandelskenntnisse;
1 Die Bildung in beruflicher Praxis erfolgt über die ganze Dauer der beruflichen Grundbildung im Durchschnitt an 3½ Tagen pro Woche. Beim Besuch von Freikursen sind es 3 Tage pro Woche ab dem zweiten Bildungsjahr.
2 Die schulische Bildung im obligatorischen Unterricht erfolgt in 1560 Lektionen. Davon entfallen auf den Sportunterricht 240 Lektionen.
3 Die überbetrieblichen Kurse umfassen insgesamt 10 Tage zu 8 Stunden. Im letzten Semester der beruflichen Grundbildung finden keine überbetrieblichen Kurse mehr statt.
1 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 7. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4827).
Der allgemein bildende Unterricht behandelt beruflich und gesellschaftlich relevante Grund-, Gegenwarts- und Zukunftsfragen. Er bezieht die Erfahrungen der Detailhandelsfachleute mit ein.
7. Abschnitt: Standortbestimmung, Freikurse, Lerndokumentation, Bildungsbericht und Leistungsdokumentationen7
Art. 14 Standortbestimmung
1 Im zweiten Semester findet je eine Standortbestimmung im Lehrbetrieb und in der Berufsfachschule statt.
2 Die Berufsfachschule führt die beiden Standortbestimmungen zu einer Gesamtbeurteilung zusammen und spricht auf dieser Grundlage eine der folgenden Empfehlungen aus:
Fortsetzung der beruflichen Grundbildung mit dem Recht, Freikurse zu belegen;
Fortsetzung der beruflichen Grundbildung;
Fortsetzung der beruflichen Grundbildung mit Besuch von Stützkursen;
Fortsetzung und Verlängerung der beruflichen Grundbildung;
Auflösung des Lehrvertrags und Abschluss eines Lehrvertrags für die 2-jährige berufliche Grundbildung Detailhandelsassistentin/Detailhandelsassis-tent;
3 Sie teilt die Empfehlung der lernenden Person, dem Lehrbetrieb und der kantonalen Behörde mit.
4 Die Parteien des Lehrvertrags entscheiden über den weiteren Verlauf der beruflichen Grundbildung. Eine Verlängerung nach Absatz 2 Buchstabe d oder ein Lehrvertrag nach Buchstabe e ist von der kantonalen Behörde zu genehmigen. Die Auflösung nach Absatz 2 Buchstaben e und f ist ihr zu melden.
Art. 15 Freikurse
1 Eine lernende Person mit einer Empfehlung nach Artikel 14 Absatz 2 Buchstabe a hat das Recht, ab dem zweiten Jahr der beruflichen Grundbildung zwei der für die Ausbildung im Detailhandel vorgeschlagenen Freikursfächer zu besuchen.
2 Die Berufsfachschule bietet folgende Freikurse an:
Vertiefung der ersten Fremdsprache;
zweite Fremdsprache;
Informatik und Mathematik;
3 Lernende, welche sich für den Besuch von Freikursen entschieden haben, sind verpflichtet, den entsprechenden Unterricht während mindestens eines Jahres zu besuchen.
Art. 161Lerndokumentation
Art. 16a1Bildungsbericht
1 Eingefügt durch Ziff. I der V des SBFI vom 7. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4827).
Art. 16b1Leistungsdokumentation über die Bildung in beruflicher Praxis
1 Eingefügt durch Ziff. I der V des SBFI vom 7. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4827 7261).
Art. 171Leistungsdokumentation in der Berufsfachschule
Art. 17a1Leistungsdokumentation in den überbetrieblichen Kursen
1 Die Anbieter der überbetrieblichen Kurse dokumentieren die Leistungen der Lernenden in Form von Kompetenznachweisen für die Kurse 1-3.
von dieser beruflichen Erfahrung mindestens 3 Jahre im Bereich der Detailhandelsfachfrau EFZ und des Detailhandelsfachmanns EFZ sowie in der angestrebten Ausbildungs- und Prüfungsbranche erworben hat, und
2 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 7. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4827).
Fremdsprache: schriftliche und mündliche Prüfung und Einbezug der Erfahrungsnote;
Detailhandelskenntnisse: schriftliche Prüfung und Einbezug der Erfahrungsnote;
3 Die Erfahrungsnote ist das auf eine ganze oder eine halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der Semesterzeugnisnoten aus dem 2. und dem 3. Bildungsjahr2.
4 Die Abschlussprüfung dauert 6-9 Stunden.
der Mittelwert der Qualifikationsbereiche praktische Arbeiten und Detailhandelskenntnisse mit der Note 4 oder höher bewertet wird; und
der Mittelwert der Qualifikationsbereiche lokale Landessprache, Fremdsprache, Wirtschaft und Gesellschaft mit der Note 4 oder höher bewertet wird.
3 Für die Berechnung der Gesamtnote zählen die Qualifikationsbereiche nach Artikel 19 Absatz 2 mit folgender Gewichtung:
Detailhandelskenntnisse, lokale Landessprache, Fremdsprache, Wirtschaft, Gesellschaft: einfach.1
Art. 211Wiederholungen
2 Wird die Abschlussprüfung ohne erneuten Besuch der Berufsfachschule wiederholt, so werden die genügenden Erfahrungsnoten beibehalten. In Qualifikationsbereichen mit ungenügenden Erfahrungsnoten zählt die schriftliche Prüfung doppelt. Im Qualifikationsbereich «Gesellschaft» wird eine schriftliche Prüfung von 60 Minuten abgelegt. In der allgemeinen Branchenkunde wird eine ungenügende Note beibehalten. Werden der berufliche Unterricht während mindestens 2 Semestern und die allgemeine Branchenkunde vollständig wiederholt, so zählen nur die neuen Noten.
4 Wird die Abschlussprüfung ohne erneuten Besuch der überbetrieblichen Kurse wiederholt, so werden die bisherigen Noten beibehalten. Werden die letzten zwei bewerteten überbetrieblichen Kurse wiederholt, so zählen nur die neuen Noten.
1 Fassung vom 4. Juli 2011, in Kraft ab 1. Januar 2016
Statt der Erfahrungsnoten in den Qualifikationsbereichen «Detailhandelskenntnisse», «lokale Landessprache», «Fremdsprache» und «Wirtschaft» zählt die schriftliche Prüfung doppelt.
Im Qualifikationsbereich «Gesellschaft» tritt an die Stelle der Erfahrungsnote eine schriftliche Prüfung von 60 Minuten.
2 Hat eine lernende Person die Berufsmaturitätsprüfung bestanden oder ist sie definitiv ins letzte Semester des Berufsmaturitätsunterrichts promoviert worden, so ist sie von den Prüfungen in den Qualifikationsbereichen «lokale Landessprache», «Fremdsprache», «Wirtschaft» und «Gesellschaft» befreit. In diesem Fall werden die Ergebnisse für die Berechnung der Gesamtnote nicht mitgezählt.
2 Das Fähigkeitszeugnis berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Detailhandelsfachfrau EFZ»/«Detailhandelsfachmann EFZ» zu führen.
der Schwerpunkt (Beratung oder Bewirtschaftung);
geprüfte Freikurse: mit Noten, mit einem Hinweis auf ein internationales Sprachdiplom oder mit einem Hinweis auf ein Informatikzertifikat.
Art. 24 Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität im Detailhandel
4 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 7. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4827).
Art. 25 Anerkannte Ausbildungs- und Prüfungsbranchen
Reglement vom 18. Dezember 19911 über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung für Detailhandelsangestellte;
Lehrplan vom 18. Dezember 19912 für den beruflichen Unterricht der Detailhandelsangestellten;
Reglement vom 18. Dezember 19913 über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung für Verkäuferinnen/Verkäufer;
Lehrplan vom 18. Dezember 19914 für den beruflichen Unterricht der Verkäuferinnen/Verkäufer.
2 Die Genehmigung der Reglemente über die Einführungskurse der Branchen des Detailhandels wird widerrufen.
1 BBl 1992 III 524
2 BBl 1992 III 524
3 BBl 1992 III 525
4 BBl 1992 III 525
1 Lernende, welche die Lehre vor dem 1. Januar 2005 begonnen haben, schliessen sie nach dem bisherigen Recht ab.
2 Gelernte Verkäuferinnen und Verkäufer haben bis Ende 2006 die Möglichkeit, die Zusatzlehre zur Detailhandelsangestellten beziehungsweise zum Detailhandelsangestellten zu beginnen.
3 Wer die Lehrabschlussprüfung für Detailhandelsangestellte wiederholt, wird bis zum 31. Dezember 2010 auf sein Verlangen nach dem bisherigen Recht beurteilt.
4 Wer die Lehrabschlussprüfung für Verkäuferinnen/Verkäufer wiederholt, wird bis zum 31. Dezember 2008 auf sein Verlangen nach dem bisherigen Recht beurteilt.
Art. 27a1Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 7. August 2017
1 Lernende, die ihre Bildung als Detailhandelsfachfrau oder Detailhandelsfachmann vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 7. August 2017 begonnen haben, schliessen sie nach bisherigem Recht ab.
2 Wer die Abschlussprüfung für Detailhandelsfachfrau oder Detailhandelsfachmann bis zum 31. Dezember 2022 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden.
3 Artikel 20 Absatz 3 kommt ab dem 1. Januar 2021 zur Anwendung.
2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 18-23) treten am 1. Januar 2008 in Kraft.
1 Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (AS 2004 4937) auf den 1. Jan. 2013 angepasst.2 Fassung vom 26. Februar 20103 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 7. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4827).4 SR 412.105 SR 412.1016 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 7. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4827).7 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 7. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4827).