Source: https://www.schrottimmobilie.de/2009/03/
Timestamp: 2018-11-17 03:15:45
Document Index: 349593858

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

März 2009 - Schrottimmobilie.de
BGH – 24.03.2009 (XI ZR 456/07) „Schadensersatz für alle“ bei WGS-Fonds
24/03/2009 /in Urteile /von Ralph Schäfer
WGS-Fonds : Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 24.03.2009 (AZ XI ZR 456/07) die verbraucherfreundliche Rechtsprechung unter dem neuen Senatsvorsitzenden Wiechers fortgesetzt.
Der Bundesgerichtshof sah es hier als erwiesen an, dass die Banken bei der Finanzierung von WGS-Fonds spätestens ab 1996 wissen mussten, dass die Zahlungsunfähigkeit der Mietgarantin droht. Da die Fondsprospekte den Banken vorab zur Ansicht vorgelegt wurden, stellt dies eine arglistige Täuschung dar. Im Rahmen des institutionalisierten Zusammenwirkens zwischen der Bank und den Initiatoren führt dies zu einem Schadensersatzanspruch gegen die Banken.
Im Weiteren sah es der BGH als erwiesen an, dass ab dem WGS Fonds 17 die Innenprovision in den Prospekt zu niedrig angegeben wurde. Da dies den Vermittlern hätte bekannt sein müssen, wurde wiederum eine arglistige Täuschung angenommen. Diese muss sich die finanzierende Bank zurechnen lassen, sodass auch aus diesem Grund ein vollumfänglicher Schadensersatz in Betracht kommt.
Der Bundesgerichtshof hat somit eine Argumentationslinie unserer Kanzlei bestätigt, welche wir bereits vielfach gegen die finanzierenden Banken ins Feld geführt haben.
Die Bestätigung durch den Bundesgerichtshof führt nunmehr dazu, dass eine Vielzahl von WGS-Geschädigten doch noch Schadensersatzansprüche gegen die finanzierenden Banken geltend machen können. Dies insbesondere auch dann, wenn die Darlehen bereits abbezahlt wurden.
Die Auswirkungen des Urteils reichen jedoch weit über die WGS-Fondsgruppe hinaus. Eine Haftung der finanzierenden Banken ist demnach stets dann möglich, wenn die Vermittler selbst höhere Provisionen erhalten haben, als im Prospekt ausgewiesen wurden. Dies gilt dann nicht nur für Erwerber von Anteilen an geschlossenen Immobilienfonds, sondern gegebenenfalls auch für Wohnungskäufer von Schrottimmobilien, die überteuert veräußert wurden (sogenannte Schrottimmobilien).
Aufgrund der möglichen Verjährung der Ansprüche wird dringend geraten, den Einzelfall nochmals anwaltlich von einem Fachmann prüfen zu lassen.
https://schrottimmobilie.de/wp-content/uploads/2017/07/schrottimmobilie-logo-schaefer-riedl-es-legal-2017-300x63.png 0 0 Ralph Schäfer https://schrottimmobilie.de/wp-content/uploads/2017/07/schrottimmobilie-logo-schaefer-riedl-es-legal-2017-300x63.png Ralph Schäfer2009-03-24 14:25:262018-09-18 15:52:58BGH – 24.03.2009 (XI ZR 456/07) „Schadensersatz für alle“ bei WGS-Fonds
BGH – 10.03.2009 (XI ZR 33/08) Mangelhafte Widerrufsbelehrung (Dresdner Bank)
10/03/2009 /in Urteile /von Ralph Schäfer
In einer Fondsfinanzierung (hier Medienfonds MFP) hat die Dresdner Bank nach Auffassung des BGH eine mangelhafte Widerrufsbelehrung verwandt. Die Widerrufsbelehrung dürfte nicht dem Haustürwiderrufsgesetz entsprechen, auch wenn eine weitestgehend dem Wortlaut gleiche Widerrufsbelehrung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben durch die Dresdner Bank formuliert wurde. Damit wird einmal mehr deutlich, dass im formalen Bereich die Rechtsprechung höchste Anforderungen an Genauigkeit legt. Damit kann ein Erwerber bei einer mangelhaften Widerrufsbelehrung auch heute noch einen Widerruf erklären, wenn eine Haustürsituation vorlag. Im vorliegenden Fall war es sogar möglich, das eingesetzte Eigenkapital von der finanzierenden Bank zurückzuverlangen. Auswirkungen kann die Entscheidung wiederum auch für geschlossene Immobilienfonds haben oder auch für konventionell finanzierte Steuersparimmobilien (sogenannte Schrottimmobilien).
https://schrottimmobilie.de/wp-content/uploads/2017/07/schrottimmobilie-logo-schaefer-riedl-es-legal-2017-300x63.png 0 0 Ralph Schäfer https://schrottimmobilie.de/wp-content/uploads/2017/07/schrottimmobilie-logo-schaefer-riedl-es-legal-2017-300x63.png Ralph Schäfer2009-03-10 14:26:212018-09-18 15:54:07BGH - 10.03.2009 (XI ZR 33/08) Mangelhafte Widerrufsbelehrung (Dresdner Bank)
IBH – Fonds : Alle Chancen nutzen, Fonds UND Darlehen loszuwerden.
BAG – Fonds : Keine Liquidation in Sicht. Finanzdesk springt als Liquidator ab.
Archive Wähle den Monat November 2018 Oktober 2018 September 2018 August 2018 Juli 2018 Juni 2018 Mai 2018 April 2018 März 2018 Februar 2018 Januar 2018 Dezember 2017 November 2017 Oktober 2017 September 2017 August 2017 Juli 2017 Juni 2017 Mai 2017 April 2017 März 2017 Januar 2015 November 2014 Juli 2014 Mai 2014 Februar 2014 Dezember 2013 November 2013 Juni 2013 März 2013 Februar 2013 Januar 2013 Juli 2012 Juni 2012 Mai 2012 Januar 2012 Dezember 2011 Juli 2011 Juni 2011 März 2011 Februar 2011 Dezember 2010 September 2010 August 2010 Juli 2010 Juni 2010 April 2010 Februar 2010 Januar 2010 September 2009 Mai 2009 April 2009 März 2009 Januar 2009 Oktober 2008 September 2008 August 2008 Juli 2008 Mai 2008 April 2008 März 2008 Februar 2008 Januar 2008 Dezember 2007 November 2007 Oktober 2007 September 2007 Juli 2007 Juni 2007 Mai 2007 April 2007 März 2007 Februar 2007 Januar 2007 November 2006 Oktober 2006 Juni 2006 Mai 2006 April 2006 März 2006