Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=23.09.1991&Aktenzeichen=1%20B%2096.91
Timestamp: 2019-05-24 06:14:20
Document Index: 277074734

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 35', '§ 15', '§ 35', '§ 15', '§ 4', '§ 35', '§ 15', '§ 35', '§ 15', '§ 15', '§ 4', '§ 35']

BVerwG, 23.09.1991 - 1 B 96.91 - dejure.org
https://dejure.org/1991,1490
BVerwG, 23.09.1991 - 1 B 96.91 (https://dejure.org/1991,1490)
BVerwG, Entscheidung vom 23.09.1991 - 1 B 96.91 (https://dejure.org/1991,1490)
BVerwG, Entscheidung vom 23. September 1991 - 1 B 96.91 (https://dejure.org/1991,1490)
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Gaststättenrecht - Steuerrückstände - Unzuverlässigkeit
VG Saarlouis, 04.12.1990 - 1 K 5/90
NVwZ-RR 1992, 414
DÖV 1992, 218
Dies richtet sich nach § 30 Abs. 4 Nr. 5 AO (vgl. hierzu Beschluß vom 14. Oktober 1987 - BVerwG 1 B 108.87 - Buchholz 451.20 § 35 GewO Nr. 44 = GewArch 1988, 89 ; Beschluß vom 23. September 1991 - BVerwG 1 B 96.91 - Buchholz 451.41 § 15 GastG Nr. 5; Beschluß vom 30. März 1992 - BVerwG 1 B 42.92 - Buchholz 451.20 § 35 GewO Nr. 50).
Es ist mit Rücksicht auf den in der Rechtsprechung des beschließenden Senats geklärten gewerberechtlichen Zuverlässigkeitsbegriff (vgl. z.B. BVerwGE 65, 1 [BVerwG 02.02.1982 - 1 C 146/80];Beschluß vom 23. September 1991 - BVerwG 1 B 96.91 - Buchholz 451.41 § 15 GastG Nr. 5) nicht zweifelhaft, daß ein Antragsteller die für den Waffenhandel erforderliche Zuverlässigkeit nicht besitzt, wenn er nach seiner Persönlichkeit, wie sie in dem Gesamtbild seines Verhaltens zum Ausdruck kommt, keine Gewähr für eine ordnungsgemäße Ausübung des Gewerbes bietet (vgl. auch Heinrich, GewArch 1989, 313 ).
Zur ordnungsgemäßen Ausübung eines Gewerbes gehört dabei nicht nur die Einhaltung gewerbespezifischer Verpflichtungen, sondern auch die Erfüllung der mit der Gewerbeausübung zusammenhängenden steuerlichen Erklärungs- und Zahlungspflichten (vgl. BVerwG, Beschluss vom 23. September 1991 - 1 B 96/91 -, juris Rn. 4).
Steuerrückstände sind dann geeignet, einen Gewerbetreibenden als unzuverlässig anzusehen, wenn sie sowohl ihrer absoluten Höhe nach als auch im Verhältnis zur steuerlichen Gesamtbelastung des Gewerbetreibenden von Gewicht sind; auch die Zeitdauer, während derer der Gewerbetreibende seinen steuerlichen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist, ist für die Prognose, ob er zukünftig seine steuerlichen Pflichten erfüllen wird, von Bedeutung (vgl. BVerwG, Beschluss vom 23. September 1991, a.a.O.).
Auch hier bedarf es (sofern die einschlägigen Tatsachen nicht ohnedies feststehen) einer Ermittlung seiner Einnahmen-, Vermögens- und Ausgabensituation und der daran anknüpfenden Prognose, ob der Betroffene die Gewähr bietet, das ausgeübte oder angestrebte Gewerbe ordnungsgemäß zu betreiben (vgl. zum prognostischen Charakter der bei der Beurteilung der gewerberechtlichen Zuverlässigkeit einer Person zu treffenden Entscheidung z.B. BVerwG vom 2.2.1982 GewArch 1982, 233/234; vom 23.9.1991 GewArch 1992, 22).
Ein solches zwingendes Interesse erlaubt es dem Finanzamt, die maßgeblichen Grundsteuerdaten an das Gericht weiterzugeben (vgl. für die gewerberechtliche Unzuverlässigkeit BVerwG, Beschl. v. 23.9.1991, GewArch 1992, 22).
BVerwG, 10.01.1996 - 1 B 202.95
Gewerberecht: Fehlende Zuverlässigkeit wegen möglicher Einflussnahme auf die …
In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist geklärt, daß bei der Beurteilung der Zuverlässigkeit im Gaststättenrecht auf die Betriebsart des beabsichtigten Unternehmens abzustellen ist (Beschluß vom 6. Juni 1973 - BVerwG 1 B 43.73 - Buchholz 451.41 § 4 GastG Nr. 3 = GewArch 1973, 243) und daß der Begriff der Unzuverlässigkeit mit demjenigen des § 35 Abs. 1 GewO übereinstimmt (Beschluß vom 23. September 1991 - BVerwG 1 B 96.91 - Buchholz 451.41 § 15 GastG Nr. 5 = GewArch 1992, 22).
Maßgeblich für die hierbei anzustellende Prognose ist, ob der Gewerbetreibende nach den gesamten Umständen - also auch und gerade unter Berücksichtigung seines früheren Verhaltens - wahrscheinlich auch weiterhin nicht willens oder in der Lage ist, seine beruflichen Pflichten zu erfüllen (BVerwG, Urteil vom 16.09.1975, GewArch 1975, 385, 387; Urteil vom 02.02.1982, BVerwGE 65, 1; Beschluß vom 23.09.1991, GewArch 1992, 22 sowie der im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes ergangene Beschluß des Senats vom 26.07.1993 - 14 S 1311/93 -, GewArch 1993, 416 = DÖV 1994, 219 = NVwZ-RR 1994, 20 = BWGZ 1993, 540).
Ferner sind die Voraussetzungen, unter denen die Behörden der Finanzverwaltung im Rahmen eines Gewerbeuntersagungsverfahrens den Gewerbebehörden Auskünfte über die betreffenden Gewerbetreibenden geben dürfen, geklärt (BVerwGE 65, 1 [BVerwG 02.02.1982 - 1 C 146/80];Beschluß vom 14. Oktober 1987 - BVerwG 1 B 108.87 - Buchholz 451.20 § 35 GewO Nr. 44 = GewArch 1988, 89;Beschluß vom 23. September 1991 - BVerwG 1 B 96.91 - Buchholz 451.41 § 15 GastG Nr. 5 = GewArch 1992, 22 ).
BVerwG, 30.03.1992 - 1 B 42.92
Steuerrückstand - Gwerberechtliche Zuverlässigkeit
Dies hat der Senat erst kürzlich in seinem Beschluß vom 23. September 1991 - BVerwG 1 B 96.91 - (Buchholz 451.41 § 15 GastG Nr. 5 = DÖV 1992, 218 = GewArch. 1992, 22 ) in Bestätigung seiner ständigen Rechtsprechung erneut im einzelnen dargelegt; hierauf wird verwiesen.
Der Begriff der Unzuverlässigkeit im Sinne des § 4 Abs. 1 Nr. 1 GastG stimmt mit dem des § 35 Abs. 1 GewO überein (vgl. BVerwG, B. v. 23.9.1991, BayVBl 1992, 281 = GewArch 1992, 22).
BVerwG, 25.03.1992 - 1 B 50.92
VGH Baden-Württemberg, 27.05.1993 - 14 S 1003/92
Widerruf der Gaststättenerlaubnis und Betriebsschließung wegen Duldung von …
VG Ansbach, 17.01.2012 - AN 4 K 11.01930
Widerruf der Gaststättenerlaubnis; Unzuverlässigkeit (u.a. Steuerschulden); …
BVerwG, 10.09.1992 - 1 B 139.92
Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision - Eignung von Steuerrückständen …
BVerwG, 25.09.1992 - 1 B 172.92
OVG Hamburg, 29.11.1996 - Bs V 246/96