Source: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Verbraucher/PreiseRechnTarife/preiseundRechnungen-node.html;jsessionid=8A92550493B0077EBAEA9C082D16D2AC
Timestamp: 2018-06-20 02:59:47
Document Index: 331604949

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 19', '§ 5', '§ 41', '§ 111', '§ 4', '§ 4', '§ 40', '§ 40', '§ 21', '§ 40', '§ 40', '§ 17', '§ 13', '§ 13', '§ 271', '§ 41', '§ 41', '§ 41', '§ 40', '§ 42']

Bundesnetzagentur - Preise und Rechnungen
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Informationen zum Haushaltskundenpreis für Strom und Gas
Die aktuellen Grafiken zur Stichtagsbetrachtung 1. April 2017 können Sie hier herunterladen.
Haushaltskundenpreis Strom und Gas / Entwicklungen Beschaffungskosten, Netzentgelte und EEG-Umlage (Stichtag 1. April 2017) (pdf / 353 KB)
Aktueller Haushaltskundenpreis - Strom (Stichtag 1. April 2017)
Entwicklung der Stromkosten (2011 - 2017)
Die Grafik zeigt eine beispielhafte Strompreiszusammensetzung für Haushaltskunden mit einem Jahresverbrauch zwischen 2.500 und 5.000 kWh.
Bei den angegebenen Werten handelt es sich um mengengewichtete Mittelwerte zum Stichtag 1. April 2017 über alle Tarife in Prozent.
Der Strompreis, den Sie als Kunde bei Ihrem Lieferanten bezahlen, setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:
Monitoringbericht 2017; S. 423
Kosten für die Strombeschaffung (Erzeugung oder Einkauf), den Vertrieb und Gewinnmarge (insgesamt 21,5 %)
Steuern (22,9 %): diese beinhalten die Mehrwertsteuer (16 %) und die Stromsteuer (6,9 %)
Nettonetzentgelt inklusive Abrechnung (23,4 %): Das Netznutzungsentgelt
Messung und Messstellenbetrieb (1,1 %): Entgelte für die Kosten der technisch notwendigen Mess- und Steuereinrichtungen (z.B. Zähler), die Ablesung und das Inkasso
Abgaben/Umlagen (31,3 %):
Konzessionsabgabe (5,4 %),
Umlage nach dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG-Umlage) (23 %),
Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz KWKG (1,5 %),
Umlage nach § 19 der Strom-Netzentgeltverordnung (1,3 %) und
Offshore-Haftungsumlage (0,1 %)
Umlage für abschaltbare Lasten (0,02 %)
Zu diesen staatlich veranlassten Bestandteilen des Strompreises hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie weitere Informationen zusammengestellt.
Quelle: Bundesnetzagentur, Monitoringbericht 2017
Aktueller Haushaltskundenpreis - Gas (Stichtag 1. April 2017)
Entwicklung der Gaskosten (2011 - 2017)
Die Grafik zeigt die beispielhafte Gaspreiszusammensetzung für Haushaltskunden über alle Vertragskategorien mit einem Jahresverbrauch zwischen 5.555 kWh und 55.555 kWh.
Bei den Werten handelt es sich um mengengewichtete Mittelwerte zum 1. April 2017 in Prozent.
Der Gaspreis setzt sich aus mehreren Kostenbestandteilen zusammen:
Kosten für die Gasbeschaffung, den Vertrieb und Gewinnmarge (49,1 %)
Steuern (Gas- und Umsatzsteuer) (24,9 %)
Netzentgelt (23,4 %): Das Netznutzungsentgelt
Messung und Messstellenbetrieb (1,2 %): Entgelte für die Kosten der technisch notwendigen Mess- und Steuereinrichtung (zum Beispiel Zähler) und für die Ablesung und das Inkasso
Konzessionsabgabe (1,4 %)
Zu den staatlich veranlassten Bestandteilen (Steuern und Abgaben) des Gaspreises hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie weitere Informationen zusammengestellt.
Der Gaspreis ist seit einigen Jahren relativ stabil. Im europäischen Vergleich befinden sich die deutschen Gaspreise im Mittelfeld.
Der Durchschnittsverbrauch deutscher Haushaltskunden liegt bei 20.000 kWh pro Jahr.
Der Erdgaspreis ist nicht mehr wie früher an den Ölpreis gekoppelt. Und anders als beim Erdöl gibt es für Erdgas keinen einheitlichen Weltmarktpreis.
Teil des Netzentgelts sind beispielsweise die Biogas-Umlage (zur Förderung des Netzanschlusses von Biogas-Anlagen) und die Marktraum-Umstellungsumlage.
Ab 2017 ist die Marktraum-Umstellungsumlage für die beiden Marktgebiete (NCG und Gaspool) gleich hoch. Mit dieser Umlage werden alle Kosten der Umstellung von L- auf H-Gas auf alle Gaskunden verteilt. Geregelt ist dies im novellierten § 19a EnWG.
Wo bekomme ich Informationen über aktuelle Strom- und Gaspreise?
Aktuelle Informationen über Strom- bzw. Gaspreise und zu Wechselmöglichkeiten erhalten Sie über verschiedene Online-Energievergleichsportale, Verbraucherberatungsstellen, Energieverbände und bestimmte Behörden.
Verbraucherzentrale Bundesverband: www.vzbv.de
Bund der Energieverbraucher: www.energieverbraucher.de
Informationen zu Online-Tarifrechnern auf der Internetseite der Stiftung Warentest: www.test.de
Bundeskartellamt: www.bundeskartellamt.de
Die Bundesnetzagentur übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte der Internetseiten anderer Institutionen.
Wenn Sie sich dafür interessieren, wie sich der Großhandelspreis für Strom in Deutschland und den europäischen Nachbarländern entwickelt hat, können Sie sich dies auf der Internetseite SMARD der Bundesnetzagentur als Grafik anzeigen lassen.
Was kann ich als Energieverbraucher gegen Preiserhöhungen und Vertragsänderungen tun?
Der Haushaltskunde kann bei einer Erhöhung der Allgemeinen Preise oder einer Änderung der ergänzenden Bedingungen den Grundversorgungsvertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen fristlos kündigen.
Ändert der Energielieferant bei Verträgen außerhalb der Grundversorgung die Vertragsbedingungen einseitig (z. B. bei Preisänderungen), kann der Letztverbraucher den Vertrag fristlos kündigen.
Informationen zur Billigkeit von Preisfestsetzungen und allgemein zu den Rechten der Energieverbraucher bei Preiserhöhungen können Sie im Internet beispielsweise auf den Seiten des Bundes der Energieverbraucher nachlesen. Als weitere Anlaufstelle für Informationen bieten sich die Verbraucherzentralen an.
Gesetzliche Grundlage: § 5 Abs. 3 Satz 1 StromGVV und GasGVV , § 41 Abs. 3 Satz 2 EnWG
Welche Informationen muss meine Energierechnung enthalten?
Grundsätzlich müssen Rechnungen für die Energielieferung (Strom und/oder Gas) einfach und verständlich sein.
Das gilt auch für die Berechnung und ihre einzelnen Bestandteile. Es sollen einheitliche, allgemeinverständliche Bezeichnungen und Bedeutungen benutzt werden.
Ihre Rechnung muss auf jeden Fall diese Angaben enthalten:
Anschrift (Postadresse)
das zuständige Registergericht
zum Vertrag
nächstmöglicher Kündigungstermin
zu Preisen / Abschlägen / Guthaben / Umlagen
die geltenden Preise (Arbeitspreis und Grundpreis)
die gezahlten Abschläge oder Guthaben
Belastungen aus Konzessionsabgabe und Netzentgelten für Letztverbraucher und ggf. darin enthaltene Entgelte für Messstellenbetrieb und Messung
zum Verbrauch
ermittelter Verbrauch im Abrechnungszeitraum
Anfangs- und Endzählerstand des abgerechneten Zeitraums (nur bei Haushaltskunden)
Verbrauch des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (Wenn der Lieferant aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, den Verbrauch nicht ermitteln kann, muss der geschätzte Verbrauch angegeben werden)
grafische Darstellung, wie sich der eigene Jahresverbrauch zu dem Jahresverbrauch von Vergleichskundengruppen verhält (nur bei Haushaltskunden)
die für Forderungen maßgeblichen Berechnungsfaktoren Strom- bzw. Gaspreisbestandteile, auch jene, die sich nicht aus dem EnWG ergeben
zum Netzbetreiber
Codenummer (DVGW Codenummern Gasnetzbetreiber, BDEW Codenummern Stromnetzbetreiber)
die Zählpunktbezeichnung (Beispiel DE 000562 66802 AO6G56M11SN51G21M24S)
zu Ihren Rechten
Informationen zu möglichen Streitbeilegungsverfahren
Hinweis auf die für Verbraucherbeschwerden nach § 111b EnWG zuständige Schlichtungsstelle
Anschrift und Kontaktadresse des Verbraucherservice der Bundesnetzagentur
Hinweis auf die Anbieterliste der Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) (§ 4 Abs. 1 Satz 2 EDL-G)
Kontaktinformationen zu Verbraucherorganisationen, Energieagenturen oder ähnlichen Einrichtungen (§ 4 Abs. 2 EDL-G)
Anlagen zur Rechnung (nur Haushaltskunden)
Rechnungen oder Anlagen zu Rechnungen und Werbematerial für den Verkauf von Strom müssen folgende Informationen enthalten:
Anteil der einzelnen Energieträger an dem Gesamtenergieträgermix des Lieferanten und Durchschnittswerte für Deutschland
Umweltauswirkungen in Bezug auf CO2-Emissionen und radioaktiven Abfall, die durch den gewählten Energieträgermix entstehen und die deutschen Durchschnittswerte
Gaslieferanten müssen keine Herkunfts-Kennzeichnung des Gases auf der Rechnung vornehmen
Informationen zu Vertragsinhalten
allgemeine Informationen zu den Mindestinhalten bei Energieliefer-Verträgen, wie zum Beispiel Rücktrittsrecht, Preisanpassungen, Zahlungsweise, aktuelle Informationen zu Tarifen usw.
Gesetzliche Grundlage: §§ 40, 41 und 42 EnWG
Wer hilft mir bei Problemen mit dem Energielieferanten?
Der Verbraucherservice Energie der Bundesnetzagentur steht Ihnen bei Fragen telefonisch, per E-Mail oder natürlich auch für schriftliche Anfragen zur Verfügung. Die Kontaktdaten finden Sie in der Box auf der linken Seite.
Hilfreiche Informationen finden Sie auch auf den folgenden Internetseiten:
Marktwächter Energie der Verbraucherzentrale Niedersachsen
Energieanbieterinformation des Bundes der Energieverbraucher
Für die Richtigkeit der Angaben auf den verlinkten Seiten übernimmt die Bundesnetzagentur keine Gewähr. Bitte haben Sie Verständnis, dass die Bundesnetzagentur keine Rechtsberatung durchführen darf.
In welchen Intervallen ist der Energieverbrauch abzurechnen?
Lieferanten sind verpflichtet, den Energieverbrauch nach ihrer Wahl monatlich oder in anderen Intervallen, die jedoch zwölf Monate nicht wesentlich überschreiten dürfen, abzurechnen.
Darüber hinaus sind Lieferanten nach § 40 Abs. 3 Satz 2 EnWG verpflichtet, Letztverbrauchern eine monatliche, viertel- oder halbjährliche Abrechnung anzubieten. Für eine Zusatzablesung kann der Energielieferant gesonderte Kosten erheben.
Diese Zusatzkosten fallen nicht an, wenn der Verbrauch des Kunden über einen intelligenten Zähler § 21d Absatz 1 ausgelesen wird. In diesem Fall ist dem Letztverbraucher eine monatliche Verbrauchsinformation, die auch die Energiekosten widerspiegelt, kostenfrei zur Verfügung zu stellen.
Gesetzliche Grundlage: § 40 Abs. 3 EnWG
Innerhalb welcher Frist muss der Lieferant eine Abrechnung erstellen?
Lieferanten müssen sicherstellen, dass der Letztverbraucher die Turnusabrechnung (zum Beispiel die Jahresabrechnung) spätestens sechs Wochen nach Beendigung des abzurechnenden Zeitraums und die Schlussrechnung spätestens sechs Wochen nach Beendigung des Lieferverhältnisses erhält.
Gesetzliche Grundlage: § 40 Abs. 4 EnWG
Wann muss die Strom- bzw. Gasrechnung bezahlt werden?
Bei Grundversorgungsverträgen sind grundsätzlich die gesetzlichen Regelungen der StromGVV bzw. GasGVV zu beachten:
Rechnungen und Abschläge sind zu dem vom Energielieferanten angegebenen Zeitpunkt, frühestens jedoch zwei Wochen nach Zugang der Zahlungsaufforderung fällig.
Die Fälligkeit für die Zahlung von Strom- bzw. Gasrechnungen bei Energielieferverträgen außerhalb der Grundversorgung richtet sich nach den speziellen Regelungen des Vertrags.
Gesetzliche Grundlage: §§ 17 Abs. 1 Satz 1 StromGVV und GasGVV
Wie müssen Abschlagzahlungen berechnet werden?
Abschlagszahlungen dürfen nicht zu hoch angesetzt werden.
Sie müssen sich an Ihrem tatsächlichen Verbrauch in der vergangenen Abrechnungsperiode orientieren und dementsprechend berechnet werden.
Das hat das OLG Düsseldorf in einem Urteil bestätigt (Az I-20 U 136/14, Urteil vom 16.12.2014).
Grundversorgungskunden
Wenn der Verbrauch für mehrere Monate abgerechnet wird, kann der Grundversorger für die nach der letzten Abrechnung verbrauchte Elektrizität bzw. Gas eine Abschlagszahlung verlangen.
Die Abschlagszahlung muss anteilig für den Zeitraum der Abschlagszahlung (z.B. monatlich) entsprechend dem Verbrauch im zuletzt abgerechneten Zeitraum (z.B. Jahresendabrechnung) berechnet werden. Wenn eine solche Berechnung nicht möglich ist, wird die Abschlagszahlung nach dem durchschnittlichen Verbrauch vergleichbarer Kunden festgelegt. Können Sie jedoch glaubhaft beweisen, dass Ihr Verbrauch erheblich geringer ist, dann muss dies angemessen berücksichtigt werden.
Tipp: Um einen geringeren Verbrauch beim Grundversorger glaubhaft zu machen, sollten Sie die konkreten Umstände (z.B. Auszug von Familienmitgliedern, Anschaffung sparsamerer Verbrauchsgeräte usw.) schriftlich mitteilen.
Zu viel gezahlte Abschläge
Ergibt sich bei der Abrechnung, dass zu hohe Abschlagszahlungen verlangt wurden, muss der zu viel gezahlte Betrag unverzüglich erstattet werden. Spätestens mit der nächsten Abschlagsforderung kann er auch verrechnet werden.
Nach Beendigung des Versorgungsverhältnisses sind zu viel gezahlte Abschläge ebenfalls unverzüglich zu erstatten.
Gesetzliche Grundlage: Abschlagszahlungen in der Grundversorgung sind in § 13 StromGVV und § 13 GasGVV geregelt.
Kunden außerhalb der Grundversorgung
Für diese Verträge gibt es keine gesetzliche Regelung.
Die meisten Energielieferanten regeln die Abschlagsberechnung in ihren AGB.
Viele übernehmen dabei die Regelung der Grundversorgung (s.o. StromGVV bzw. GasGVV).
Einige Lieferanten legen allerdings auch abweichende Bedingungen fest. Ob diese überhaupt rechtmäßig sind, muss im Einzelfall geprüft werden. Diese Überprüfung müssen letztendlich allerdings die Zivilgerichte vornehmen.
Wann und wie kann ich die Energierechnung beanstanden?
In der Grundversorgung
Kunden können Einwände gegen Rechnungen und Abschlagsberechnungen gegenüber dem Grundversorger geltend machen.
Zum Zahlungsaufschub oder zur Zahlungsverweigerung berechtigen diese Einwände allerdings nur dann, wenn
die ernsthafte Möglichkeit eines offensichtlichen Fehlers besteht
der in der Rechnung angegebene Verbrauch ohne ersichtlichen Grund mehr als doppelt so hoch wie der vergleichbare Verbrauch im vorherigen Abrechnungszeitraum ist und der Kunde eine Nachprüfung der Messeinrichtung verlangt.
Andere Energielieferverträge
Für Verträge außerhalb der Grundversorgung sind die Regelungen des Vertrages zu beachten.
Wann muss ich eine Vorauszahlung für die Energielieferung leisten?
Eine Vorauszahlung wird nicht vor Beginn der Lieferung fällig.
Die Fälligkeit bezeichnet den Zeitpunkt, ab dem der Gläubiger (Energieversorger) eine Leistung (Zahlung) verlangen kann. Grundsätzlich kann der Gläubiger nach dem allgemeinen Zivilrecht die Leistung sofort verlangen und der Schuldner hat sie sofort zu leisten (vgl. § 271 Absatz 1 BGB), wenn nicht durch Gesetz oder Vertrag etwas Abweichendes bestimmt ist.
Mit § 41 Abs. 2 Satz 4 EnWG ist etwas Abweichendes festgelegt, nämlich dass die Leistung/Vorauszahlung nicht vor Beginn der Lieferung verlangt werden kann. Solange ein Lieferant die Belieferung nicht aufgenommen hat, müssen Sie als Haushaltskunde also keine Vorauskasse zahlen.
Unabhängig von dieser Regelung rät Ihnen die Bundesnetzagentur, Angebote mit Vorauskasse-Forderungen immer genau zu prüfen. Denn im Fall einer Insolvenz des Energielieferanten können die im Voraus geleisteten Zahlungen in der Regel nicht zurückgefordert werden.
Gesetzliche Grundlage: § 41 Abs. 2 Satz 4 EnWG
Wo kann ich mehr über Zahlungsmöglichkeiten herausfinden?
Der Energielieferant muss Ihnen als Haushaltskunde vor Vertragsschluss verschiedene Zahlungsmöglichkeiten anbieten.
Diese Regelung gilt für alle Haushaltskunden in der Grundversorgung, aber auch für die Kunden außerhalb der Grundversorgung.
Das Gesetz schreibt jedoch nicht vor, welche Zahlungsmöglichkeiten anzubieten sind.
Bitte kontaktieren Sie daher Ihren Lieferanten und lassen sich über die angebotenen Zahlungsmöglichkeiten informieren oder lesen Sie die AGB genau durch.
Gesetzliche Grundlage: § 41 Abs. 2 S. 1 EnWG
Wie errechnen sich aus verbrauchten Kubikmetern Gas die Kilowattstunden auf der Gasrechnung?
Erdgas ist ein Naturprodukt, dessen Energieinhalt von mehreren Faktoren beeinflusst wird.
Im Gegensatz zu Strom unterliegt Erdgas Schwankungen hinsichtlich seines Energieinhalts. Die Gastemperatur und der Gasdruck sind weitere Einflüsse, die bei Ihrer Gasabrechnung berücksichtigt werden müssen.
Der Gaszähler zeigt nicht die Kilowattstunden (kWh), sondern die verbrauchten Kubikmeter (m3) an. Die verbrauchten Kilowattstunden (kWh) werden ermittelt, indem die Anzahl der Kubikmeter mit dem Brennwert des Gases und der Zustandszahl (Z-Zahl) multipliziert wird. Die Zustandszahl steht für die Eigenschaften des Gases, unter anderem Temperatur und Gasdruck. Der Brennwert steht für die Wärmemenge, die bei der Verbrennung des Gases freigesetzt wird. Beim Abrechnungsbrennwert werden die monatlichen Brennwerte des Abrechnungszeitraumes addiert.
Auf der Gasrechnung sind die beiden Werte üblicherweise vermerkt. Wenn Sie Fragen zum Brennwert, zur Zustandszahl oder zu Ihrer Gasrechnung im Allgemeinen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Lieferanten.
Die Zustandszahl beschreibt das Verhältnis des Gasvolumens vom Normzustand zum Betriebszustand. Das Volumen des Gases wird beeinflusst von der Temperatur, die an der Abnahmestelle herrscht, sowie der Höhenlage, die für einen bestimmten Luftdruck sorgt. Um diesen Einflussfaktoren Rechnung zu tragen, wird die Zustandszahl bei der Volumenberechnung berücksichtigt. Mit ihr kann der Normzustand (Temperatur: 0 Grad Celsius, Luftdruck: 1.013,25 mbar) des gelieferten Gases berechnet werden.
Mit dem Brennwert wird die Energiemenge bezeichnet, die bei der Verbrennung von Gas sowie der anschließenden Abkühlung der Abgase (Kondensationswärme) freigesetzt wird. Angegeben wird der Gas-Brennwert in Kilowattstunden pro Kubikmeter (kWh/m³).
Erdgas hat nicht immer denselben Brennwert, dieser hängt von der genauen Gas-Zusammensetzung ab. Beispielsweise ist der Brennwert von Butan und Propan wesentlich höher als der von Methan, welches den größten Volumenanteil des Erdgas-Gemischs darstellt. Weiterhin sinkt der Brennwert, wenn das Gasgemisch einen hohen Anteil reaktionsschwacher Inertgase aufweist, dazu gehören Kohlendioxid und Stickstoff.
Der Brennwert ist ein Maß für die im Gas enthaltene Wärmeenergie und abhängig von der Qualität des Gases.
Tarife und Preisbestandteile
Arbeits- und Grundpreis - Was muss ich über diese Bestandteile des Energiepreises wissen?
Die wichtigste Größe für die Höhe der Strom- oder Gasrechnung ist in der Regel der sogenannte Arbeitspreis:
Dieser wird in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) angegeben. Je mehr Kilowattstunden Sie verbrauchen, desto höher fällt Ihre Jahresrechnung aus.
Der zweite wichtige Bestandteil des Energiepreises ist der vom Verbrauch unabhängige Grundpreis. Dieser wird in Euro pro Monat oder auch Euro pro Jahr angegeben. Er macht üblicherweise einen deutlich kleineren Anteil an der Gesamtrechnung aus.
Inzwischen gibt es Lieferanten, die keinen oder einen sehr geringen Grundpreis verlangen. Dieser sogenannte lineare Tarif bietet Anreize zum Energiesparen und ist für Verbraucher vorteilhaft, weil jede gesparte Kilowattstunde in vollem Umfang die Kosten mindert. Haben Sie allerdings einen hohen Strombedarf (z.B. wegen einer Wärmepumpe oder anderen verbrauchsintensiven Geräten), ist es günstiger einen höheren Grundpreis und dafür einen niedrigeren Arbeitspreis zu wählen.
Bei Gaslieferverträgen ist meistens ein – wenn auch geringer – Mindestbezug vereinbart.
Müssen Stromlieferantenlieferanten lastvariable oder tageszeitabhängige Tarife anbieten?
Stromlieferanten müssen Letztverbrauchern einen Tarif (z.B. lastvariabel oder tageszeitabhängig) anbieten, um einen Anreiz zum Energiesparen oder Steuerung des Energieverbrauchs zu schaffen. Allerdings besteht eine gesetzlich festgeschriebene Einschränkung für diese Verpflichtung. Sie lautet: "wenn es technisch machbar und wirtschaftlich zumutbar ist".
Daneben müssen Stromlieferanten immer mindestens einen Tarif anbieten, für den die Datenaufzeichnung und -übermittlung auf die innerhalb eines bestimmten Zeitraums verbrauchte Gesamtstrommenge begrenzt bleibt.
Gesetzliche Grundlage: § 40 Abs. 5 EnWG
Als lastvariabler Tarif wird ein Stromtarif bezeichnet, bei dem der Strompreis von der Stromnachfrage und der Netzauslastung abhängt.
Bei zeitabhängigen Tarifen sind für verschiedene Tageszeiten unterschiedliche Preise festgelegt.
Technische Voraussetzungen beim Kunden
Voraussetzung für die Nutzung eines Tarifs mit zwei Zeitzonen (z.B. Tag und Nacht) ist ein Doppeltarifzähler.
Lastvariable Tarife und Tarife mit mehr als zwei Zeitzonen können nur mit einem digitalen Stromzähler (Smart Meter) genutzt werden.
Was ist unter Stromkennzeichnung zu verstehen?
Elektrizitätsversorgungsunternehmen sind in Deutschland verpflichtet, ihren Kunden die Stromzusammensetzung des von ihnen gelieferten Stroms anzugeben.
Stromlieferanten müssen folgende Informationen für Verbraucher auf Rechnungen, Werbematerial und auf der Website nutzerfreundlich darstellen:
den Anteil der einzelnen fossilen und erneuerbaren Energieträger am Gesamtenergieträgermix, den der Lieferant verwendet hat (Strommix)
die Umweltauswirkungen zumindest in Bezug auf CO2-Emissionen und radioaktiven Abfall, die auf den genannten Gesamtenergieträgermix zur Stromerzeugung zurückzuführen sind
zum Vergleich die entsprechenden Durchschnittswerte der Stromerzeugung in Deutschland
Die Bundesnetzagentur überprüft die Richtigkeit der Stromkennzeichnung.
Das Umweltbundesamt (UBA) führt ein Herkunftsnachweisregister, das die Produktion und den Handel des Stroms aus Erneuerbaren Energien registriert und dokumentiert. Wie das funktioniert können Sie sich in diesem Film erklären lassen.
Weitere Informationen der Bundesnetzagentur zur Stromkennzeichnung finden Sie hier.
Gesetzliche Grundlage: § 42 Abs. 1 und 2 EnWG
Tel.: 030 22480 - 500
Fax: 030 22480 - 323
Mo bis Do: 9:00 - 15:00 Uhr
Fr: 9:00 - 12:00 Uhr