Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=24.01.2006&Aktenzeichen=XI%20ZR%20384/03
Timestamp: 2019-05-21 22:12:02
Document Index: 251815756

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 5', '§ 280', '§ 256', '§ 55', '§ 17', '§ 55', '§ 823', 'Art. 5', '§ 280', '§ 824', '§ 256', '§ 55', '§ 17', '§ 280', 'Art. 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 5', 'Art. 10', 'BGH', '§ 824', 'BGH', 'BGH', '§ 12', '§ 824', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 241', '§ 39', 'BGH', 'BGH', 'Art. 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 24.01.2006 - XI ZR 384/03 - dejure.org
https://dejure.org/2006,8
BGH, 24.01.2006 - XI ZR 384/03 (https://dejure.org/2006,8)
BGH, Entscheidung vom 24.01.2006 - XI ZR 384/03 (https://dejure.org/2006,8)
BGH, Entscheidung vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03 (https://dejure.org/2006,8)
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GG Art. 5 Abs. 1; BGB §§ 280, 311, 328, 823 Abs. 1 und 2 Ai, Bf, 824; ZPO § 256; KWG §§ 55a, 55b; UWG §§ 17, 19; AGB-Banken 1993 Nr. 2 Abs. 1
Kundenschädigendes Fernsehinterview - Kirch / Deutsche Bank AG und Breuer
Anforderungen an das Vorliegen des Feststellungsinteresses zur Klärung der Haftung für reine Vermögensschäden ; Geltungsbereich des Bankgeheimnisses im Rahmen von kundenbezogenen Tatsachen und Wertungen; Wahrscheinlichkeit eines auf die Verletzungshandlung zurückzuführenden Schadenseintritts; Nebenpflichten einer kreditgebenden Bank aus dem Darlehensvertrag bezüglich der Wahrung der Kreditwürdigkeit ihres Kunden ; Anforderungen an das Vorliegen des Rechts der kreditgebenden Bank zur Verbreitung wahrer kreditwürdigkeitsgefährdender Tatsachen ; Anforderungen an die Entfaltung von Schutzwirkungen zugunsten des Alleingesellschafters aus einem Darlehensvertrag zwischen einer Bank und einer GmbH; Anforderungen an das Vorliegen einer unbefugten Verwertung von Angaben gemäß § 55a Abs. 1 Gesetz über das Kreditwesen (KWG); Voraussetzungen eines Schadensersatzanspruchs aus abgetretenem Recht aus § 823 Abs. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) unter dem Gesichtspunkt eines Eingriffs in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb; Anforderungen an eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts eines Wirtschaftsunternehmens; Rechtliche Ausgestaltung der Vermutung zugunsten einer freien Rede bei Meinungsäußerungen bezüglich einer die Öffentlichkeit wesentlich berührenden Frage
Zur Haftung der Deutschen Bank und ihres Vorstandssprechers wegen Interviewäußerungen zur Kreditwürdigkeit eines Unternehmens der Kirch-Gruppe
Zur Frage der Haftung für durch Interviewäußerungen des Vorstandssprechers einer Großbank verursachte Vermögensschäden
Haftung für kreditschädigendes Interview: Fall Kirch/Breuer
Bankrecht: Kirch-Urteil: Umfang des Bankgeheimnisses und Loyalitätspflicht der kreditgebenden Bank bei Darlehensverträgen
Zur Haftung im Konzern - Kirch./. Breuer
Schadensersatz wegen Interviewäußerungen des Bankvorstandssprechers?
Zur Schadensersatzfeststellungsklage von Dr. Kirch gegen die Deutsche Bank AG und Dr. Breuer
GG Art. 5 Abs. 1; BGB §§ 280, 311, 328, 823 Abs. 1, § 824; ZPO § 256; KWG §§ 55a, 55b; UWG a. F. §§ 17, 19; AGB-Bk 1993 Nr. 2 Abs. 1
123recht.net (Pressebericht zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung, 21.12.2004)
Revision im Streit Kirch gegen Deutsche Bank zugelassen // Streit um Schadenersatz zu Breuers Plauderei geht weiter
AGB-Bk Nr. 2 Abs. 1; BGB §§ 280, 823; GG Art. 5
Haftung einer Bank wegen Interviewäußerungen zur Kreditwürdigkeit eines Unternehmens ("Kirch/Deutsche Bank - Breuer")
Bankgeheimnis; Schutzpflichten aus einem Darlehensvertrag; Vertrag mit Schutzwirkung für Dritte; konzernrechtliches Trennungsprinzip
Zusammenfassung von "Der Regress bei gesamtschuldnerischer Haftung juristischer Personen und ihrer Organe und seine Auswirkungen auf die Organtätigkeit - Praxisfolgen des Kirch-Urteils" von Prof. Dr. Peter Derleder und Dipl.-Jur. Florian N. Fauser, original erschienen in: BB 2006, 949 - 955.
Zusammenfassung von "Drittschutz zu Gunsten anderer Konzerngesellschaften bei Verletzung des Bankgeheimnisses - Zugleich Besprechung BGH v. 24.1.2006 - XI ZR 384/03, ZIP 2006, 317 (Kirch/Deutsche Bank)" von Prof. Dr. Ulrich Ehricke und Dr. Jochen Rotstegge, original erschienen in: ZIP 2006, 925 - 934.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 24.01.2006, Az.: XI ZR 384/03 (Zur Haftung im Konzern - Kirch ./. Breuer)" von Prof. Dr. Gerald Spindler, original erschienen in: JZ 2006, 741 - 744.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 24.01.2006, Az.: XI ZR 384/03 (Haftung für kreditschädigende Äußerungen - Kirch gegen Deutsche Bank und Breuer)" von WissMit. Clemens Höpfner und WissMit. Maximilian Seibl, original erschienen in: JA 2006, 486 - 488.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 24.1.2006, Az.: XI ZR 384/03 (Schädigung der Kreditwürdigkeit des Darlehensnehmers durch Tatsachenbehauptungen, Werturteile und Meinungsäußerungen)" von Markus Eckl, M.A., original erschienen in: JR 2007, 157 - 159.
Zusammenfassung von "Gesellschaftsrechtliche Aspekte des "Kirch/DeutscheBank"-Urteils des BGH" von Prof. Dr. Michael Kort, original erschienen in: NJW 2006, 1098 - 1100.
Zusammenfassung von "Bankenverträgliche Loyalitätspflicht und Haftung für kreditschädigende Äußerungen nach dem Kirch-Urteil" von WissMit. Clemens Höpfner und WissMit. Maximilian Seibl, original erschienen in: BB 2006, 673 - 679.
Zusammenfassung von "Si tacuisses ..." von RA Dr. Wolfgang Gößmann, original erschienen in: BKR 2006, 199 - 202.
NZG 2006, 227 (Ls.)
bb) Zugunsten der Beklagten ist in die Abwägung das - ihr als juristischer Person des Privatrechts zustehende (BGH, Urteil vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03, BGHZ 166, 84 Rn. 99 mwN) - Recht auf Kommunikationsfreiheit nach Art. 5 Abs. 1 GG, Art. 10 Abs. 1 EMRK einzustellen (…vgl. Senatsurteil vom 23. Juni 2009 - VI ZR 196/08, BGHZ 181, 328 Rn. 27 ff.).
Vor abwertenden Meinungsäußerungen und Werturteilen bietet § 824 Abs. 1 BGB keinen Schutz (…vgl. Senatsurteil vom 22. Februar 2011 - VI ZR 120/10, AfP 2011, 259 Rn. 9; BGH, Urteil vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03, BGHZ 166, 84 Rn. 62;… Soehring/Hoene, Presserecht, 5. Aufl., § 12 Rn. 60;… Wenzel/Burkhardt, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 5. Auflage, Kap. 5 Rn. 246;… Palandt/Sprau, BGB, 74. Auflage, § 824 Rn. 2 ff.).
Dies scheidet bei Werturteilen und Meinungsäußerungen aus, weil sie durch das Element der Stellungnahme und des Dafürhaltens gekennzeichnet sind und sich deshalb nicht als wahr oder unwahr erweisen lassen (…vgl. Senatsurteile vom 22. Februar 2011 - VI ZR 120/10, AfP 2011, 259 Rn. 10;… vom 17. November 2009 - VI ZR 226/08, AfP 2010, 72 Rn. 15; BGH, Urteil vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03, BGHZ 166, 84 Rn. 63; BVerfGE 90, 241, 247; BVerfG NJW 2008, 358, 359).
Das gilt insbesondere dann, wenn eine Trennung der wertenden und der tatsächlichen Gehalte den Sinn der Äußerung aufhöbe oder verfälschte (vgl. Senatsurteile vom 29. Januar 2002 - VI ZR 20/01, AfP 2002, 169, 170;… vom 11. März 2008 - VI ZR 189/06, AfP 2008, 193 Rn. 12, 18;… vom 22. September 2009 - VI ZR 19/08, AfP 2009, 588 Rn. 11; BGH, Urteil vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03, BGHZ 166, 84 Rn. 70; BVerfGE 85, 1, 15; BVerfG, NJW 2008, 358, 359).
Betroffen ist das Interesse der Klägerin daran, dass ihre wirtschaftliche Stellung nicht durch inhaltlich unrichtige Informationen oder Wertungen, die auf sachfremden Erwägungen beruhen oder herabsetzend formuliert sind, geschwächt wird und andere Marktteilnehmer deshalb von Geschäften mit ihr abgehalten werden (…vgl. Senatsurteil vom 11. März 2008 - VI ZR 7/07, AfP 2008, 297 Rn. 9; BGH, Urteil vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03, BGHZ 166, 84 Rn. 98; BVerfG, NJW-RR 2004, 1710, 1711; NJW 2008, 358, 359 f.).
aa) Das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb stellt einen offenen Tatbestand dar, dessen Inhalt und Grenzen sich erst aus einer Abwägung mit den im Einzelfall konkret kollidierenden Interessen anderer ergeben (…Senatsurteile vom 11. März 2008 - VI ZR 7/07, AfP 2008, 297 Rn. 12; vom 21. April 1998 - VI ZR 196/97, BGHZ 138, 311, 318; BGH, Urteil vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03, BGHZ 166, 84 Rn. 97; BVerfG, NJW-RR 2004, 1710, 1711 f.).
Denn dadurch wird das Interesse des Unternehmensträgers betroffen, seine innerbetriebliche Sphäre vor der Öffentlichkeit geheim zu halten (…vgl. Senatsurteile vom 20. Januar 1981 - VI ZR 162/79, BGHZ 80, 25, juris Rn. 29, 34;… vom 21. April 1998 - VI ZR 196/97, BGHZ 138, 311, juris Rn. 12, 14, 22;… OLG Stuttgart, AfP 2015, 450, juris Rn. 122 f.;… vgl. allgemein zum Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb: Senatsurteile vom 11. März 2008 - VI ZR 7/07, AfP 2008, 297 Rn. 9;… vom 16. Dezember 2014 - VI ZR 39/14, AfP 2015, 41 Rn. 13; BGH, Urteile vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03, BGHZ 166, 84, juris Rn. 88 ff., 119 ff.;… vom 6. Februar 2014 - I ZR 75/13 GRUR 2014, 904 Rn. 12; BVerfG NJW-RR 2004, 1710, 1712).
Der Senat unterstellt zugunsten der Klägerin, dass die Bedingungen, unter denen die von ihr als Erzeugerzusammenschluss vermarkteten Produkte hergestellt werden, auch ihrer innerbetrieblichen Sphäre zuzurechnen sind mit der Folge, dass das bildliche Festhalten dieser Umstände ihr Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb unmittelbar beeinträchtigt (…vgl. zur unmittelbaren Betroffenheit: Senatsurteile vom 21. April 1998 - VI ZR 196/97, BGHZ 138, 311, juris Rn. 14; BGH, Urteil vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03, BGHZ 166, 84, juris Rn. 91).
aa) Sowohl das allgemeine Persönlichkeitsrecht als auch das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb stellen offene Tatbestände dar, deren Inhalt und Grenzen sich erst aus einer Abwägung mit den im Einzelfall konkret kollidierenden Interessen anderer ergeben (…Senatsurteile vom 16. Dezember 2014 - VI ZR 39/14, AfP 2015, 41 Rn. 16;… vom 11. März 2008 - VI ZR 7/07, AfP 2008, 297 Rn. 12; vom 21. April 1998 - VI ZR 196/97, BGHZ 138, 311, 318; BGH, Urteil vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03, BGHZ 166, 84 Rn. 97; BVerfG, NJW-RR 2004, 1710, 1711 f.).
Bei reinen Vermögensschäden hängt die Zulässigkeit der Feststellungsklage von der Wahrscheinlichkeit eines auf die Verletzungshandlung zurückzuführenden Schadenseintritts ab (Senatsurteil vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03, BGHZ 166, 84 Rn. 27 mwN).
Entsprechend lehnt auch der Bundesgerichtshof selbst Hinweise auf konzernmäßige enge Verflechtungen zur Begründung der Leistungsnähe als "von vornherein nicht geeignet" ab (zu einem Darlehensvertrag BGH 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03 - Rn. 56, BGHZ 166, 84; vgl. auch Kort NJW 2006, 1098 f.) .
Schutz- und Loyalitätspflichten im Sinne der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 24.01.2006 - XI ZR 384/03, BGHZ 166, 84) können auch aus einem Vertrag entstehen, der im Verhältnis zu einem Hauptvertrag nur begleitenden und unterstützenden Inhalt hat.
So stellt sich auch die Verpflichtung zur Wahrung des Bankgeheimnisses lediglich als eine besondere Ausprägung der allgemeinen Pflicht der Bank, die Vermögensinteressen des Vertragspartners zu schützen und nicht zu beeinträchtigen, dar (…MünchKomm/Roth, BGB, 4. Aufl. Bd. 2a, § 241 Rz. 97;… Grundmann, in: Ebenroth/Boujong/Joost, HGB, BankR I Rz. I 156;… Bruchner, in: Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechts- Handbuch, 2. Aufl., § 39 Rz. 7;… Baumbach/Hopt, HGB 32. Aufl. (8) AGB- Banken Nr. 2 Rz. 1;… H.P. Westermann, Festschrift für Thomas Raiser S. 787, 798; zum ganzen BGH, Urteil vom 24.01.2006 - XI ZR 384/03, BGHZ 166, 84), ohne dass sich die Schutz- und Loyalitätspflichten hierauf reduzieren ließen.
GmbH gesehen (Urteil vom 24.01.2006 - XI ZR 384/03, Rz. 40 und 41).
Wie der Bundesgerichtshof bereits im ersten K.-Verfahren erkannt hat, steht jedenfalls eine vertraglich übernommene Rücksichtnahmepflicht einer Rechtfertigung nach Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG oder unter Bezugnahme auf die Wahrnehmung berechtigter Eigeninteressen entgegen (BGH, Urteil vom 24.01.2006 - XI ZR 384/03, a.a.O., Rz. 41).
Dies hat der Bundesgerichtshof im Hinblick auf eine andere Zedentin der K.-Gruppe bereits entschieden (Urteil vom 24.01.2006 - XI ZR 284/03, BGHZ 166, 84, Leitsatz 4 und Rz. 52 ff., zitiert nach juris).
GmbH (BGH, Urteil vom 24.01.2006 - XI ZR 384/03) und der K.M. KGaA (siehe oben) geschah.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 24.01.2006 - XI ZR 384/03, a.a.O., hier Rz. 123 ff.) stellen Äußerungen, die sich als Verstoß gegen eine vertragliche Schutz- und Rücksichtnahmepflicht darstellen und dadurch die ungestörte Fortführung und Entfaltung der betroffenen Gesellschaft beeinträchtigen, einen Eingriff in die Schutzsphäre eines eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetriebs dar.
Dass ein solches Verhalten von vornherein keinen Schutz verdient, sondern grundsätzlich eine eigene deliktische Haftung aus § 823 Abs. 1 BGB auslöst, ist bereits durch das Urteil des BGH vom 24.01.2006 - XI ZR 384/03 geklärt.
Wie aus den Ausführungen des Bundesgerichtshofs im ersten K.-Verfahren folgt (BGH, Urteil vom 24.01.2006 - XI ZR 384/03, a.a.O., Rz. 124), hafteten die Beklagten dort nicht für etwaige Schäden der Zedentin T.H. KG, weil mangels sondervertraglicher Beschränkungen oder sonstiger Bindungen der Eingriff durch das Interview nicht als rechtswidrig zu bezeichnen war.
Der Feststellungsantrag ist zulässig und begründet, da unter Berücksichtigung der oben dargelegten Erwägungen zum Wertverlust von Vermögensgegenständen die nach der Rechtsprechung des BGH erforderliche Schadenswahrscheinlichkeit für die Zusprechung des Feststellungsantrags besteht (BGH, Urteil vom 24.01.2006 - XI ZR 384/03, Leitsatz 1 und Rz. 28) und es sich um einen Wertverlust eines Vermögensgegenstandes handelt (siehe oben).
Der Bundesgerichtshof hat in seinem Urteil vom 24.01.2006 - XI ZR 384/03 bereits zur selben Interviewäußerung des Beklagten zu 2 entschieden und die wesentlichen Rechtsfragen insoweit geklärt.
Bei reinen Vermögensschäden hängt die Zulässigkeit der Feststellungsklage darüber hinaus sogar von der hinreichenden Wahrscheinlichkeit eines auf die Verletzungshandlung zurückgehenden Schadeneintritts ab (Senatsurteil vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03, BGHZ 166, 84 Rn. 27 mwN).
Bei reinen Vermögensschäden, die vorliegend in Rede stehen, hängt die Zulässigkeit der Feststellungsklage darüber hinaus von der hinreichenden Wahrscheinlichkeit eines auf die Verletzungshandlung zurückgehenden Schadeneintritts ab (BGH, Urteil vom 24. Januar 2006 - XI ZR 384/03, Rn. 27 m.w.N.;… Urteil vom 8. Mai 2012 - XI ZR 262/10, Rn. 73;… Urteil vom 26. Februar 2013 - XI ZR 445/10, Rn. 31;… Urteil vom 15. März 2016 - XI ZR 122/14, Rn. 43).
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LG Würzburg, 27.10.2014 - 14 O 1537/14
Eingriff in den Gewerbebetrieb durch Telefonanrufe und Rechtsanwaltsschreiben
LG Ansbach, 20.11.2009 - 1 S 603/09
Unterlassungsanspruch eines Kfz-Sachverständigen gegen Äußerungen einer …
LG Bonn, 30.12.2016 - 9 O 310/16
Untersagung der Verwendung einer Marke; Begründung einer Loyalitätsverpflichtung …
LG Itzehoe, 09.02.2011 - 3 O 34/10
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LG Düsseldorf, 24.07.2012 - 4b O 141/11
Urinproben-Missbrauch
LG Düsseldorf, 06.01.2010 - 12 O 468/09