Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2051,%20363
Timestamp: 2020-01-24 02:00:47
Document Index: 349590956

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 26', 'BGH']

BGH, 11.02.1969 - RiZ(R) 5/68 - dejure.org
https://dejure.org/1969,382
BGH, 11.02.1969 - RiZ(R) 5/68 (https://dejure.org/1969,382)
BGH, Entscheidung vom 11.02.1969 - RiZ(R) 5/68 (https://dejure.org/1969,382)
BGH, Entscheidung vom 11. Februar 1969 - RiZ(R) 5/68 (https://dejure.org/1969,382)
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Klage eines Richters gegen eine Maßnahme der Dienstaufsicht - Aufforderung zu einer Rücksprache und Durchführung einer Unterredung - Eingriff in die richterliche Unabhängigkeit
BGHZ 51, 363
NJW 1969, 1303
MDR 1969, 756
Der dienstgerichtlichen Überprüfung unterliegen auch solche Maßnahmen der Dienstaufsicht, die das außerdienstliche Verhalten eines Richters betreffen (BGH, Urteil vom 11. Februar 1969, RiZ(R) 5/68, BGHZ 51, 363, 367 f.).
Der Dienstvorgesetzte kann sich zur Vorbereitung seiner eigenen, höchstpersönlichen Entscheidung über die Vornahme einer Maßnahme der Dienstaufsicht der Zuarbeit durch einen anderen Richter bedienen (BGH, Urteil vom 11. Februar 1969 - RiZ(R) 5/68, BGHZ 51, 363, 370).
Schon Fragen können einen Vorhalt darstellen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Februar 1969 - RiZ (R) 5/68, BGHZ 51, 363, 371), und die Anregung, eine zu treffende Entscheidung in einem bestimmten, von der dienstaufsichtführenden Stelle vertretenen Sinne vorzunehmen, kann als die richterliche Unabhängigkeit beeinträchtigende Weisung verstanden werden (vgl. BGH, Urteil vom 14. September 1990 - RiZ (R) 3/90, BGHZ 112, 197, 201 f.).
Maßnahmen der Dienstaufsicht unterliegen dieser auch dann, wenn sie die nichtrichterliche dienstliche Tätigkeit oder das außerdienstliche Verhalten eines Richters zum Gegenstand haben (BGHZ 51, 363, 367 ff).
Maßnahmen der Dienstaufsicht, welche die richterliche Tätigkeit betreffen, berühren grundsätzlich auch die richterliche Unabhängigkeit und werden vom Gesetz ausnahmsweise nur dann als mit dieser vereinbar angesehen, wenn sie sich im Rahmen des § 26 Abs. 2 DRiG halten und sachlich nicht zu beanstanden sind (BGHZ 51, 280, 285; 51, 363, 367).