Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F14-10-2014-5A_738-2014
Timestamp: 2016-10-28 02:43:54
Document Index: 63368581

Matched Legal Cases: ['Art. 40', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 428', 'Art. 90', 'Art. 75', 'Art. 72', 'Art. 100', 'BGE', 'Art. 72', 'Art. 71', 'BGE', 'Art. 66']

5A_738/2014 (14.10.2014)
5A_738/2014 � � Verf�gung vom 14. Oktober 2014
Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde (KESB) Birstal.
Am 28. August 2014 ordnete die Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde Birstal (KESB) die f�rsorgerische Unterbringung von X.________ in der Klinik A.________ in B.________ an. Der Entscheid wurde als vorsorglich bezeichnet und war bis zum 8. Oktober 2014 befristet.
Gegen diesen Entscheid erhob X.________ am 29. August 2014 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft Beschwerde. Dieses wies die Beschwerde gest�tzt auf ein fach�rztliches Gutachten und nach Anh�rung der Beschwerdef�hrerin mit Urteil vom 12. September 2014 ab.
Mit Beschwerde vom 22. September 2014 wendet sich X.________ an das Bundesgericht. Sinngem�ss verlangt sie die Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils und ihre Entlassung aus der f�rsorgerischen Unterbringung.
�Das Bundesgericht hat die Beschwerde vom 22. September 2014 unter Hinweis auf Art. 40 Abs. 1 BGG an die Beschwerdef�hrerin zur Verbesserung zur�ckgewiesen, da die Eingabe einzig von C.________, der Mutter der Beschwerdef�hrerin, unterzeichnet worden war. In dieser prozessleitenden Verf�gung erblickte C.________ einen Verstoss gegen internationale Rechtsnormen, wie sie das Bundesgericht mit Schreiben vom 29. September 2014 wissen liess. Trotzdem kam X.________ der Aufforderung des Bundesgerichts nach und reichte am 4. Oktober 2014 eine auch von ihr unterzeichnete Beschwerde ein.
1.1.�Das Bundesgericht pr�ft von Amtes wegen (Art. 29 Abs. 1 BGG) und mit freier Kognition, ob eine Beschwerde zul�ssig ist (BGE 140 IV 57 E. 2 S. 59).
1.2.�Die Beschwerdef�hrerin wehrt sich gegen das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, das ihre von der KESB Birstal verf�gte vorsorgliche f�rsorgerische Unterbringung (Art. 428 Abs. 1 ZGB) bis zum 8. Oktober 2014 best�tigt hat. Das ist ein Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz (Art. 75 Abs. 1 BGG) in einer �ffentlich-rechtlichen Angelegenheit, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Zivilrecht steht (Art. 72 Abs. 2 Bst. b Ziff. 6 BGG). Die Beschwerde ist rechtzeitig erfolgt (Art. 100 Abs. 1 BGG).
2.2.�Die Rechtsprechung verzichtet auf das Erfordernis des aktuellen und fortdauernden praktischen Interesses, wenn sich die ger�gte Rechtsverletzung jederzeit wiederholen k�nnte und eine rechtzeitige gerichtliche �berpr�fung im Einzelfall kaum je m�glich w�re (sog. virtuelles Interesse; BGE 136 III 497 E. 1.1 S. 499 mit Hinweisen).
2.3.�Die im vorliegenden Verfahren angefochtene f�rsorgerische Unterbringung war befristet und endete am 8. Oktober 2014 (s. Sachverhalt Bst. A). Mithin ist die streitige Massnahme w�hrend der Dauer des bundesgerichtlichen Verfahrens dahingefallen. Unter diesen Umst�nden hat die Beschwerdef�hrerin kein aktuelles und praktisches Interesse mehr daran, das vorinstanzliche Urteil, das die f�rsorgerische Unterbringung best�tigt hat, vor Bundesgericht anzufechten. Auch ein virtuelles Interesse (E. 2.2) ist nicht auszumachen. Damit ist die Beschwerde als gegenstandslos geworden abzuschreiben.
Ist eine Beschwerde vor Bundesgericht gegenstandslos geworden, so richtet sich der Entscheid �ber die Prozesskosten des bundesgerichtlichen Verfahrens grunds�tzlich nach Art. 72 BZP in Verbindung mit Art. 71 BGG. Demnach entscheidet das Gericht mit summarischer Begr�ndung aufgrund der Sachlage vor Eintritt des Erledigungsgrundes. Bei der Beurteilung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen ist in erster Linie auf den mutmasslichen Ausgang des Prozesses abzustellen (zum Ganzen BGE 118 Ia 488 E. 4a S. 494 f.). Wie es sich damit im vorliegenden Fall verh�lt, braucht indessen nicht n�her gepr�ft zu werden. Denn angesichts der Umst�nde des konkreten Falles verzichtet das Bundesgericht darauf, Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG). Der anwaltlich nicht vertretenen Beschwerdef�hrerin sind keine entsch�digungspflichtigen Kosten entstanden.
Diese Verf�gung wird der Beschwerdef�hrerin, der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde (KESB) Birstal, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, und C.________, schriftlich mitgeteilt.