Source: https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/forum/detail/hinzuverdienstgrenze-bei-em-rente.html
Timestamp: 2018-06-22 02:04:04
Document Index: 163260205

Matched Legal Cases: ['§ 96', '§ 96', '§ 96', '§ 66', '§ 66', '§ 45', '§ 37', '§ 1', '§ 18']

Hinzuverdienstgrenze bei EM Rente | Ihre Vorsorge
Hinzuverdienstgrenze bei EM Rente
Heißt das auch: Ich darf 2x im Jahr mehr als 900.- Euro Entgelt (bei gleicher Stundenzahl wie die anderen Monate, da Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld) erhalten?
Nachtrag: Wo kann ich die Expertenantwort in gesetzlicher Grundlage nachlesen?
bei den Neuregelungen zum Hinzuverdienst (in Kraft seit dem 01.07.) erfolgt die Prüfung hinsichtlich der Einhaltung der Hinzuverdienstgrenzen immer bezogen auf das gesamte Kalenderjahr (01.01.-31.12.). Die alten Regelungen zum doppelten Überschreiten etc. sind damit hinfällig.
(Ausnahme: Ihr Rentenversicherungsträger hat Ihnen mitgeteilt, dass die alten Vorschriften für Sie günstiger waren und somit weiterhin angewandt werden.)
Die Gesetzesgrundlage für Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und Hinzuverdienst ist der § 96a SGB VI.
§ 96 a SGB VI
Unabhängig vom monatlichen Hinzuverdienst dürfen Sie in einzelnen Monaten auch mehr als 900 EUR hinzuverdienen, solange der Jahresbetrag von 6.300 EUR nicht überschritten wird!
Die gesetzlichen Grundlage lautet § 96 a SGB VI:
1. bei einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung die Summe aus einem Zwölftel des nach Absatz 1c Satz 1 Nummer 1 berechneten Betrags und dem Monatsbetrag der Rente in voller Höhe,
2. bei einer Rente wegen voller Erwerbsminderung die Summe aus einem Zwölftel von 6300 Euro und dem Monatsbetrag der Rente in voller Höhe,
3. bei einer Rente für Bergleute die Summe aus einem Zwölftel des nach Absatz 1c Satz 1 Nummer 3 berechneten Betrags und dem Monatsbetrag der Rente in voller Höhe.
1. bei einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung das 0,81fache der jährlichen Bezugsgröße, vervielfältigt mit den Entgeltpunkten (§ 66 Absatz 1 Nummer 1 bis 3) des Kalenderjahres mit den höchsten Entgeltpunkten aus den letzten 15 Kalenderjahren vor Eintritt der Erwerbsminderung, mindestens jedoch mit 0,5 Entgeltpunkten,
2. bei einer Rente wegen voller Erwerbsminderung in voller Höhe 6300 Euro,
3. bei einer Rente für Bergleute das 0,89fache der jährlichen Bezugsgröße, vervielfältigt mit den Entgeltpunkten (§ 66 Absatz 1 Nummer 1 bis 3) des Kalenderjahres mit den höchsten Entgeltpunkten aus den letzten 15 Kalenderjahren vor Eintritt der im Bergbau verminderten Berufsfähigkeit oder der Erfüllung der Voraussetzungen nach § 45 Absatz 3, mindestens jedoch mit 0,5 Entgeltpunkten.
1. das eine Pflegeperson von der pflegebedürftigen Person erhält, wenn es das dem Umfang der Pflegetätigkeit entsprechende Pflegegeld im Sinne des § 37 des Elften Buches nicht übersteigt, oder
2. das ein behinderter Mensch von dem Träger einer in § 1 Satz 1 Nummer 2 genannten Einrichtung erhält.
(3) Bei der einer Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung oder einer Rente für Bergleute sind zusätzlich zu dem Hinzuverdienst nach Absatz 2 Satz 1 als Hinzuverdienst zu berücksichtigen:
1. Krankengeld, a) das aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit geleistet wird, die nach dem Beginn der Rente eingetreten ist, oder
2. Versorgungskrankengeld, a) das aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit geleistet wird, die nach dem Beginn der Rente eingetreten ist, oder
3. Übergangsgeld, a) dem ein nach Beginn der Rente erzieltes Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen zugrunde liegt oder
4. die weiteren in § 18a Absatz 3 Satz 1 Nummer 1 des Vierten Buches genannten Sozialleistungen.
2. Übergangsgeld aus der gesetzlichen Unfallversicherung.
Als Hinzuverdienst ist das der Sozialleistung zugrundeliegende Arbeitsentgelt oder Arbeitseinkommen zu berücksichtigen. Die Sätze 1 und 2 sind auch für eine Sozialleistung anzuwenden, die aus Gründen ruht, die nicht im Rentenbezug liegen.
(4) Absatz 3 wird auch für vergleichbare Leistungen einer Stelle im Ausland angewendet.