Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:26669-2016:TEXT:DE:HTML
Timestamp: 2018-12-14 10:19:13
Document Index: 285415359

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 1', 'Art. 81', '§ 20', '§\n114', '§ 101', '§ 107', '§ 107', '§ 101']

Dienstleistungen - 26669-2016 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 26669-2016
Deutschland-Frankfurt am Main: Kundentreueprogramm
2016/S 017-026669
Zu Händen von: Andreas Fertig
Telefon: +49 69265-7295
E-Mail: andreas.fertig@deutschebahn.com
Fax: +49 69265-7157
Fulfillmentdienstleistungen, Aufbau und Betrieb eines Webshops für das Prämiensortiment des Kundenbindungsprogramms der DB.
Geschätzter Wert ohne MwSt: 18 900 000 EUR
Die DB Fernverkehr AG beabsichtigt die Vergabe der Angebots- und Fulfillment-Dienstleistungen für das Prämiensortiment des Kundenbindungsprogramms der Deutschen Bahn AG (bahn.bonus). Das bahn.bonus-Programm richtet sich insbesondere an Teilnehmer in Deutschland sowie im grenznahen Ausland. Betreiberin des bahn.bonus-Programms ist die DB Fernverkehr AG, einer 100 % Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG.
Die Vergabe durch die DB Fernverkehr AG (nachfolgend „Auftraggeber“) erfolgt mit dem Ziel, einen Dienstleister (nachfolgend „Auftragnehmer“) mit der Gesamtabwicklung ausgewählter Prämien (Waren und Dienstleistungen) (nachfolgend „Artikel“), inklusive der Einbindung von externen Partnern nach Maßgabe des Auftraggebers, mit allen Beratungs-, Fulfillment-, und Monitoring-Dienstleistungen zu beauftragen.
Im Vergabeumfang enthalten sind die Angebotsentwicklung und Bereitstellung von zielgruppenrelevanten Artikeln je nach Briefing durch den Auftraggeber, inklusive Beratung, Sourcing, Datenaufbereitung nach Vorgabe, Lagerhaltung und Sicherstellung der Produktverfügbarkeit sowie sämtliche damit verbundenen Fulfillment-Dienstleistungen inklusive Versand, Kundenkommunikation (z.B. Lieferscheine,), Retouren-Management und Monitoring der Versandprozesse.
Stand September 2015 umfasste das Prämienportfolio der DB ca. 300 Sachprämien in der Preisspanne von 10 bis ca. 500 EUR (UVP). Der jährliche Gesamtabsatz lag bei ca. 100 000 Sachprämien.
Beschreibung der Optionen: Vertragsverlängerungsoption von weiteren 24 Monaten + 2 mal 12 Monaten.
Bietergemeinschaften und andere gemeinschaftliche Bieter haften gesamtschuldnerisch für die angebotene
Leistung. Sie haben im Teilnahmeantrag sämtliche Mitglieder der Bietergemeinschaft zu benennen sowie eines
ihrer Mitglieder als bevollmächtigten Vertreter für das Vergabeverfahren und den Abschluss des Vertrags zu
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Der Bieter legt mit seinem Teilnahmeantrag vor:
1. Erklärung – Der Teilnehmer versichert, dass der Teilnehmer sein Gewerbe ordnungsgemäß angemeldet hat
und – sofern nach Maßgabe der Vorschriften des HGB eintragungspflichtig – im Handelsregister eingetragen
ist. Als Nachweis ist ein aktueller Handelsregisterauszug (höchstens 12 Monate alt) oder ein gleichwertiges
Dokument des Herkunftslandes in deutscher Sprache (ggf. beglaubigte Übersetzung) vorzulegen.
2. Erklärung Gewerbezentralregistereintrag: Der Teilnehmer erklärt, ob für den Teilnehmer im
Gewerbezentralregister eine Eintragung verzeichnet ist. Darüber hinaus erklärt der Teilnehmer, ob derzeit ein
Verfahren anhängig ist oder war, das zu einer Eintragung in das Gewerbezentralregister führen kann.
3. Erklärung – Zahlung der Sozialbeiträge:
Der Teilnehmer erklärt, dass er seine Verpflichtungen zur Zahlung der Sozialbeiträge nach den
Rechtsvorschriften des Mitgliedstaates, in dem er ansässig ist, oder nach den Rechtsvorschriften des
Mitgliedsstaates des Auftraggebers erfüllt hat.
4. Nachweis – Lieferantenselbstauskunft. Der Teilnehmer legt die ausgefüllte Lieferantenselbstauskunft (Formular der Deutschen Bahn AG) vor. Dieses Formular kann bei dem unter Punkt
I.1) genannten Ansprechpartner angefordert werden.
5. Erklärung – Der Teilnehmer versichert, dass über das Vermögen des Teilnehmers kein Insolvenzverfahren,
kein vergleichbares gesetzliches Verfahren (z.B. Sanierungsverfahren) eröffnet ist, die Eröffnung weder
beantragt noch ein Antrag mangels Masse abgelehnt worden ist.
6. Erklärung, dass für den Zeitraum der letzten 5 Jahre keine rechtskräftig festgestellten Verstöße im Sinne von
SektVO § 21 Absatz 1 und 2 vorliegen.
7. Erklärung – keine unzulässigen wettbewerbsbeschränkenden Abreden:
Der Teilnehmer erklärt, dass der Bieter in Bezug auf die Vergabe keine unzulässige wettbewerbsbeschränkende
Abrede getroffen hat. Unzulässige wettbewerbsbeschränkende Abreden sind nach Maßgabe von § 1 ff.
GWB und Art. 81 EG-Vertrag insbesondere Verabredungen oder Empfehlungen über Gewinnaufschläge,
Gewinnbeteiligungen, die zu fordernden Preise, Entrichtung von Ausfallentschädigung oder Abstandszahlungen
Alle unter 1 bis 7 geforderten Nachweise/Erklärungen sind mit dem Teilnahmeantrag vollständig vorzulegen.
1. Es ist ein aktueller Bonitätsnachweis über eine
unabhängige Wirtschaftsauskunft (z.B. D & B oder
gleichwertiger Art) vorzulegen.
2. Vorlegen einer aktuellen Bankerklärung als Nachweis
der finanziellen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit
des Bieters vorzulegen.
Alle unter 1 bis 2 geforderten Nachweise/Erklärungen
sind mit dem Teilnahmeantrag vollständig vorzulegen.
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: (1) Information:
Aussagefähige Vorstellung des Unternehmens mit Schwerpunktbezug zur Ausschreibung und Leistungsspektrum (Leistungsportfolio) (max. 2 DIN A4-Seiten).
Angaben zur Unternehmens-Struktur und Sitz der Hauptstandorte sowie angebundene Drittdienstleister, insbesondere Versand- und Fulfillment-Dienstleister (max. 2 DIN A4-Seiten).
(3) Muss-Kriterium:
Nachweis der Nutzung eines bereits eingeführten Warenwirtschaft-Systems für die Abwicklung von Prämien-Fulfillment-Dienstleistungen inkl. Kurzbeschreibung des vom Auftragnehmer eingesetzten Systems (max. 1 DIN A4-Seite).
(4) Muss-Kriterium:
Nachweis der Möglichkeiten für die sichere und verschlüsselte Übertragung von Kunden- und Prämiendaten entsprechend der aktuellen gesetzlichen datenschutzrechtlichen Vorgaben und Richtlinien.
(max. 1 DIN A4-Seite).
(5) Muss-Kriterium:
Angaben über bestehende Verträge mit den für die Auftragserfüllung (Lagerung, Fulfillment, Versand, Webshop sowie Zahlungsabwicklung) beauftragten Dienstleistungsunternehmen sowie Angaben zur aktuellen Vertragslaufzeit der Verträge.
(6) Muss-Kriterium:
Angaben über bestehende Exklusiv-Vereinbarungen mit Herstellern von Produkten hinsichtlich Produktportfolio oder Einzelprodukten und daraus resultierendem Ausschluss von alternativen Herstellern sind offenzulegen.
(7) Muss-Kriterium:
Nachweise über eingesetzte Qualitätsmanagementsysteme (z.B. Zulassung nach ISO 9000 ff) sowie Nennung der praktizierten Qualitätssicherungskonzepte (max. 1 DIN A4-Seiten).
(8) Muss-Kriterium:
Leistungsfähigkeitsnachweis über die Sortimentierungs- und Fulfillmentleistungen eines Sachprämienportfolios von durchschnittlich 300 Produkten in folgenden Prämienkategorien:
Reise & Erlebnis, Gepäck & Accessoires, Kinder & Spiele, Freizeit & Lifestyle, Unterhaltung & Lesen, Multimedia & Technik, Umwelt & Spenden. Als Nachweis wird eine Übersicht über die verfügbaren Artikel und Dienstleistungen in den genannten Prämienkategorien inkl. Nennung der Anzahl und Zeitraum der Leistungserbringung anerkannt.
(9) Muss-Kriterium:
Darstellung der Erfahrungen und Kenntnisse in der Betreuung sowie Optimierung und Weiterentwicklung von Prämiensortimenten im Rahmen von Kundenbindungs-/Bonusprogrammen. Der Darstellung sind folgende Informationen beizufügen:
9.1 Nennung von mindestens zwei Referenzprojekten in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren nach Möglichkeit unter Angabe der zuständigen Ansprechpartner beim Auftraggeber sowie jeweils eine Kurzbeschreibung der Projekte (jeweils max. 3 DIN A4-Seiten).
9.2 Darstellung durchgeführter Aufgaben je Projekt.
9.3 Als Mindestanforderung der Eignung wird verlangt, dass der Bieter in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren einen vergleichbaren Auftrag wie folgt ausgeführt hat:
— Beratungs-, Sortiment- und Fulfillment-Dienstleistungen für ein Bonusprogramm national oder international mit einem Gesamtumsatz/Jahr für die Fulfillment-Dienstleistungen von mind. 1 Mio. EUR netto.
— Versandvolumen von Prämien an Endkunden in Höhe von mind. 50 000 Stück/Jahr.
— Produktportfolio: mind. 250 Stück (in mindestens 4 Themenkategorien).
(10) Muss-Kriterium:
Nachweis über Erfahrungen mit Einführung und Betrieb eines zeitgemäßen Prämien-Webshops inkl. aller relevanten Onlineshop-Funktionalitäten (z.B. Warenkorbfunktion, Zahlungsabwicklung mit bahn.bonus-Punkten und auch Zuzahlung).
Der Bewerber legt offen welches Software-Produkt er beim dem Webshop einsetzt und ob dieses kundenspezisch angepasst werden kann. (max. 2 DIN A4-Seiten). Der Nachweis hat über ein Referenzprojekt, das > 12 Monate in Betrieb ist, zu erfolgen.
(11) Muss-Kriterium:
Erklärung/Nachweis zur Mitarbeiterstruktur:
Zahl der in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert in Berufsgruppen, um die Bereiche strategische Beratung, Sourcing sowie Fulfillment/Monitoring/Reporting abdecken zu können. (max. 1 DIN A4-Seiten).
(12) Muss-Kriterium:
Erklärung/Nachweis, dass die überwiegende Zahl der Mitarbeiter (mind. 75 %):
a) über zwei oder mehr Jahre Berufserfahrung in der Betreuung von Bonusprogrammen verfügt
b) die deutsche Sprache in Wort und Schrift sicher beherrscht (Angaben in %).
(13) Muss-Kriterium:
Der Bewerber hat darauf hinzuweisen, ob dieser für Mobilitätsdienstleister, die mit der Deutschen Bahn im Wettbewerb stehen (Fluglinien mit innerdeutschem Streckenangebot, andere Bahngesellschaften mit innerdeutschem Streckenangebot, Verkehrsverbünde bzw. Verbände, andere Reiseunternehmen wie Fernbusbetreiber sowie Automobilhersteller, Autovermieter oder Mineralölgesellschaften) arbeitet.
Sollten konkurrierende Unternehmen in dieser Definition als Kunde bereits existieren, sind durch den Bieter Sicherungsmaßnahmen zur Vertraulichkeit zu gewährleisten. Der Bewerber hat darzustellen, wie im Falle einer Betreuung der Deutschen Bahn für die Wahrung der Interessen hinsichtlich
internen Vertraulichkeit und Mitarbeiterexklusivität seitens des Bieters gesorgt wird (Darstellung der Sicherungsmaßnahmen auf max. 1 DIN A4-Seite).
(14) Information:
Information bzgl. des seitens des Bieters zum verfügbaren Support zur Sicherstellung des laufenden Betriebs für das Prämien-Fulfillment und/oder den Webshop (max. 1 DIN A4-Seite).
Alle Erklärungen und Nachweise sind gemeinsam mit dem Teilnahmeantrag einzureichen, ein Verweis auf frühere Bewerbungen wird nicht akzeptiert und kann zum Ausschluss führen. Die Unterlagen sind gemäß den in der Bekanntmachung verwendeten Ordnungsnummern zu reihen. Der Auftraggeber behält sich vor, Nachweise für die Erklärungen des Bewerbers zu verlangen.
29.2.2016 - 15:00
1. Bewerber, die sich zum Nachweis ihre Eignung gem. § 20 Abs. 3 SektVO auf die Kapazitäten anderer
Unternehmen (Nachunternehmer, konzernverbundene Unternehmen) stützen, müssen diese Drittunternehmen
im Teilnahmeantrag verbindlich benennen und durch eine entsprechende Verpflichtungserklärung des
Drittunternehmens nachweisen, dass ihnen die Mittel zur Verfügung stehen, die für die Erfüllung des Auftrags
2. Geforderte Erklärungen und Nachweise gem. Ziffer III.2, die bis zum Ablauf der Frist für den Teilnahmeantrag
nicht von dem Bewerber vorgelegt wurden, können bis zum Ablauf einer vom Auftraggeber zu bestimmenden
Nachfrist nachgefordert werden.
3. Die Teilnahmeantrag ist einfach in schriftlicher Form im Original, mit einfacher schriftlicher Kopie und
einfacher Kopie auf Datenträger zu o.g. Termin einzureichen. Im Zweifel gilt das Original.
4. Der Auftraggeber kann verlangen, dass sich die Bewerber vor Erhalt der Vergabeunterlagen anhand einer
entsprechenden Vertraulichkeitsvereinbarung zu deren vertraulichen Behandlung verpflichten. Die
Vertraulichkeitsvereinbarung kann bei der unter I.1) genannten Kontaktstelle angefordert werden.
Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen: Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit der Antrag erst nach Zuschlagserteilung zugestellt wird (§
114 Abs. 2 Satz 1 GWB). Die Zuschlagserteilung ist möglich 10 Tage nach Absendung der Bekanntgabe
der Vergabeentscheidung per Fax oder per E-Mail bzw. 15 Tage nach Absendung der Bekanntgabe der
Vergabeentscheidung per Post (§ 101a GWB). Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrags setzt ferner voraus,
aus der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen erkennbar sind – bis zum Ablauf der Teilnahme bzw.
Angebotsfrist gerügt wurden (§ 107 Abs. 3 S. 1 Nr. 1 – 3 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist ebenfalls
unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht
abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 107 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 GWB). Desweiteren wird auf die in § 101b Abs. 2
GWB genannten Fristen verwiesen.