Source: http://www.inklusion-brandenburg.de/verordnungen.html
Timestamp: 2018-03-22 21:17:10
Document Index: 68241132

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 6', '§ 9', '§ 10', '§ 12', '§ 15', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 2', '§12', '§13', '§ 15']

Verordnungen und Verwaltungsvorschriften: Inklusion im Land Brandenburg
Für die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler, den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf in der Regelschule und die sonderpädagogische Förderung an Regel- und Förderschulen sind insbesondere folgende Verordnungen relevant: die Grundschulverordnung, die Sekundarstufe I-Verordnung sowie die Sonderpädagogik-Verordnung. Diese Rechtsvorschriften regeln – in Anlehnung an das Brandenburgische Schulgesetz – Grundsätzliches zum Schulbesuch im Land Brandenburg. Die entsprechenden Verwaltungsvorschriften beschreiben die konkrete Umsetzung in den Schulalltag.
In der Grundschulverordnung oder genauer: In der „Verordnung über den Bildungsgang der Grundschule“ sind die Grundsätze für die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler geregelt. Dazu gehören differenzierte Lernangebote, binnendifferenzierter Unterricht, zusätzlicher Förderunterricht in kleineren Lerngruppen, aber auch Vergleichsarbeiten, um den individuellen Lernstand der Schülerinnen und Schüler festzustellen. In den Jahrgangsstufen 1,3 und 5 folgt der individuellen Lernstands-Analyse ein individueller Lernplan, um Fördermaßnahmen gezielt einzusetzen. Die Eltern werden regelmäßig über den Leistungsstand ihres Kindes informiert.
> Grundsätze der Förderung (§ 5)
Die Schülerinnen und Schüler, die Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben oder Rechnen haben, werden gezielt gefördert. Das passiert in Abstimmung mit den Eltern und unter Einbeziehung von Fachleuten. Die individuellen Fördermaßnahmen sollen befristet und der Belastbarkeit der jeweiligen Schülerinnen und Schüler angepasst sein.
> Besondere Förderung bei Schwierigkeiten im Lesen, Rechtschreiben und Rechnen (§ 6)
Um von Anfang an eine individuelle Förderung in der Schule zu ermöglichen, können am Beginn der Schulzeit jahrgangsübergreifende Klassen gebildet werden. Sie ermöglichen, dass das einzelne Kind seine Lernziele der Jahrgangsstufen 1 und 2 in ein, zwei oder drei Schuljahren erreichen kann. Das nennt man Flexible Eingangsphase (FLEX). Für die Schülerinnen und Schüler mit Sprach- oder Lernschwierigkeiten oder verhaltensauffällige Kinder wird in Feststellungsverfahren geklärt, welche sonderpädagogische Begleitung sie brauchen, um die Lernziele zu erreichen.
> Flexible Eingangsphase (§ 9)
Nicht in jedem Fall sind Zensuren oder Noten zur Bewertung von schulischen Leistungen hilfreich. Wenn es pädagogisch sinnvoll erscheint, kann auf Beschluss der Klassenkonferenz und der Elternversammlung bis zur Jahrgangsstufe 4 darauf verzichtet werden. Stattdessen wird die Lernentwicklung des Kindes schriftlich eingeschätzt.
> Grundsätze der Leistungsbewertung (§ 10)
Die Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen und enormen Leistungswillen können auf Antrag der Eltern eine Klasse zu „überspringen“ – wenn sie in der nächsthöheren Klassenstufe besser gefördert werden können. Umgekehrt ist die Wiederholung einer Klasse angebracht, wenn – trotz Förderung – eine Schülerin oder ein Schüler keine ausreichenden Lernerfolge erzielen konnte.
> Aufrücken, Versetzen, Wiederholen (§ 12)
Am Ende der Grundschulzeit wird für jedes Kind ein Grundschulgutachten erstellt – darin werden seine Entwicklung, Fähigkeiten und Neigungen sowie der Leistungsstand beschrieben. Das Gutachten dient als Empfehlung für den weiteren Bildungsgang nach der Grundschule. Für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf entfällt dieses Grundschulgutachten, wenn sie im gemeinsamen Unterricht an der Regelschule nicht nach den für die Grundschule gültigen Rahmenlehrplänen unterrichtet werden.
> Grundschul-Gutachten (§ 15)
> Grundschulverordnung (komplett)
Verwaltungsvorschriften zur Grundschulverordnung
Die „Verwaltungsvorschriften zur Grundschulverordnung“ (VV-GV) beschreiben die konkrete Umsetzung der Grundschulverordnung. Jede Schule legt beispielsweise selbst die pädagogischen Ziele und Schwerpunkte ihrer Arbeit in einem Schulprogramm fest. Sie ist verantwortlich für die Anmeldung und Aufnahme von Kindern in die Grundschule, einen pädagogisch angemessenen Übergang von der Kita in die Schule und von der Grund- in die weiterführende Schule. Für die individuelle Förderung jeder einzelnen Schülerin und jedes einzelnen Schülers sind folgende Regelungen vorgesehen:
In den Jahrgangsstufen 1,3 und 5 erfolgt in den ersten sechs Unterrichtswochen eines Schuljahres für jedes Kind eine individuelle Lernstands-Analyse. Auf dieser Grundlage wird für jedes Kind ein individueller Lernplan entwickelt. Die Lernentwicklung jedes Kindes wird kontinuierlich dokumentiert und die Eltern werden darüber informiert.
Individuelle Lernstandsanalyse (Nummer 9 der VV-GV)
Stellt man bei einer Schulanfängerin oder einem Schulanfänger besondere Begabungen oder Lern-, Leistungs- und Entwicklungsbeeinträchtigungen fest, soll dieses Kind angemessen gefördert werden, die Eltern werden dabei einbezogen.
Informationen der Eltern (Nummer 10 der VV-GV)
Für die Förderung bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten oder Problemen beim Rechnen sind die Deutsch- bzw. die Mathematiklehrerinnen und -lehrer zuständig. Es können besondere Fachleute zu Rate gezogen werden.
Besondere Fördermaßnahmen (Nummer 11 der VV-GV)
In den Jahrgangsstufen 5 und 6 wird der Unterricht teilweise in differenzierten Lerngruppen erteilt. Diese Lerngruppen können helfen, einzelne Lernverzögerungen auszugleichen, oder unterbreiten Angebote mit höherem Anspruchsniveau zur Vertiefung von Kenntnissen und Fertigkeiten. Solche Lerngruppen können klassen- oder jahrgangsübergreifend, thematisch und temporär eingerichtet werden.
Unterrichtsorganisation (Nummer 18 der VV-GV)
Um von Anfang an eine individuelle Förderung in der Schule zu ermöglichen, können am Beginn der Schulzeit jahrgangsübergreifende Klassen gebildet werden. Sie ermöglichen, dass das einzelne Kind seine Lernziele der Jahrgangsstufen 1 und 2 in ein, zwei oder drei Schuljahren erreichen kann. Das nennt man Flexible Eingangsphase (FLEX). In einer FLEX-Klasse plant ein Team aus Klassenlehrkraft, Teilungslehrkraft und sonderpädagogisch qualifizierter Lehrkraft gemeinsam den Unterricht. Das Team erstellt für schneller oder langsamer lernende Schülerinnen und Schüler Lernpläne. Die Eltern werden regelmäßig über den Entwicklungsstand ihres Kindes informiert. Die Schülerinnen und Schüler mit Problemen im Lernen, im Verhalten oder mit Sprachproblemen, für die nach der Flexiblen Eingangsphase eine weitere sonderpädagogische Förderung erforderlich ist, wechseln nach FLEX entweder in eine Klasse mit gemeinsamem Unterricht oder in eine Förderschule oder -klasse.
Flexible Eingangsphase (Nummer 19 der VV-GV)
Sonderpädagogische Förderung (Nummer 21 der VV-GV)
Am Ende der Grundschulzeit (Klasse 6) wird für jedes Kind ein Grundschulgutachten erstellt. Darin werden seine Entwicklung, Fähigkeiten und Neigungen sowie der Leistungsstand beschrieben. Das Gutachten dient als Information für die Eltern, welcher weitere Bildungsweg für ihr Kind erfolgversprechend scheint und somit empfohlen wird. Aus dem Gutachten müssen bereits entwickelte, wie auch noch zu fördernde Fähigkeiten des Kindes hervorgehen. Dabei sollen auch besondere Lernumstände, wie beispielsweise ein häufiger Schul- oder Klassenwechsel und ein Förder- oder sonderpädagogischer Förderbedarf berücksichtigt werden.
Grundschul-Gutachten (Nummer 18 der VV-GV)
Für Eltern, die die Aufnahme ihres Kindes in eine Leistungs- und Begabungsklasse wünschen, erstellt die Schule in der Jahrgangsstufe 4 eine Empfehlung. Sie soll den Eltern helfen, eine den Fähigkeiten, Leistungen und besonderen Begabungen ihres Kindes entsprechende Entscheidung über den weiteren schulischen Werdegang ihres Kindes zu treffen.
Empfehlung der Grundschule (Nummer 26 der VV-GV)
> Verwaltungsvorschriften zur Grundschulverordnung
Sonderpädagogik-Verordnung
In der Sonderpädagogik-Verordnung oder genauer: In der „Verordnung über Unterricht und Erziehung für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf“ ist die sonderpädagogische Förderung an allen Schulformen festgeschrieben. Die Förderung verwirklicht für diese jungen Menschen das Recht auf eine schulische Bildung und Erziehung, die ihren persönlichen Möglichkeiten entspricht. Individuelle Hilfen sollen ihnen ein möglichst hohes Maß an schulischer wie beruflicher Eingliederung, gesellschaftlicher Teilhabe und selbstständiger Lebensgestaltung ermöglichen.
> Ziele und Aufgaben (§ 1)
Die Sonderpädagogischen Förder- und Beratungsstellen sorgen für die eine möglichst wohnortnahe Beratung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowie deren Eltern, unterstützen aber auch die Schulen im gemeinsamen Unterricht. Diese Beratungsstellen leiten und koordinieren zudem die Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs.
> Sonderpädagogische Förder- und Beratungsstellen (§ 2)
Für die Feststellungsverfahren ist genau geregelt, wer sie wie einleitet, wie sie ablaufen und wer daran mitwirkt: die Eltern, die Schülerin oder der Schüler selbst, die Schulleitung, die zuständigen Sonderpädagogischen Förder- und Beratungsstellen. Diese bilden den Förderausschuss. De Förderung wird immer wieder dem Entwicklungsstand eines Kindes oder Jugendlichen angepasst, auch das ist geregelt.
> Feststellungsverfahren (§ 3)
Die Entscheidung, an welcher Schule, nach welchen Rahmenlehrplänen und mit welchen Fördermaßnahmen die sonderpädagogische Förderung erfolgt, trifft das staatliche Schulamt auf der Grundlage einer Empfehlung des Förderausschusses.
> Förderausschuss (§ 4)
> Entscheidung des Schulamtes (§ 5)
> Fortführung, Änderung, Beendigung des Förderbedarfs (§ 6)
In vielen Schulen im Land Brandenburg werden die Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf bereits gemeinsam unterrichtet – dafür gibt es einheitliche Rahmenbedingungen wie Klassengröße, Einsatz von Lehrkräften und Bewertungsmaßstäbe für Leistungen. So sollen in einer Klasse mit gemeinsamem Unterricht nicht mehr als 23 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden, darunter höchstens vier mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
> Gemeinsamer Unterricht ( § 7)
> Rahmenbedingungen: Klassengröße und Lehrkräfte (§ 8)
> Unterricht, Stundenplan, Lehrpläne (§ 9)
> Aufrücken, Versetzen, Überspringen und Wiederholen (§ 10)
> Abschlüsse, Zeugnisse (§ 11)
Die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die nicht an einer allgemeinen Schule gefördert werden können oder deren Eltern es wünschen, werden in einer – ihrem Bedarf entsprechenden – Förderschule oder -klasse aufgenommen. Sie sind nach Förderschwerpunkten gegliedert, beispielsweise „Hören“, „Sprache“, „Sehen“, „Lernen“ oder „körperliche und motorische Entwicklung“. An der Förderschule „Sehen“ können Schülerinnen und Schüler die Hochschulreife erwerben. Die Förderschulen „Lernen“ und „geistige Entwicklung“ führen in der Regel nicht zu einem bundesweit anerkannten Schulabschluss.
> Förderschulen, Förderklassen und integrativ-kooperative Schulen(§ 13)
> Dauer des Schulbesuchs mit sonderpädagogischer Förderung (§ 14)
> Unterricht, Stundenpläne, Lehrpläne (§ 15)
> Aufrücken, Versetzen, Überspringen und Wiederholen (§ 16)
> Abschlüsse, Zeugnisse (§ 17)
> Sonderpädagogik-Verordnung (komplett)
Verwaltungsvorschriften zur Sonderpädagogik-Verordnung
Die „Verwaltungsvorschriften zur Sonderpädagogik-Verordnung“ (VV-SopV) erläutern die konkrete Umsetzung der Sonderpädagogik-Verordnung. Darin ist die sonderpädagogische Förderung an allen Schulformen festgeschrieben. Die Förderung verwirklicht für junge Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf das Recht auf eine schulische Bildung und Erziehung, die ihren persönlichen Möglichkeiten entsprechen. Individuelle Hilfen sollen ihnen ein möglichst hohes Maß an schulischer wie beruflicher Eingliederung, gesellschaftlicher Teilhabe und selbstständiger Lebensgestaltung ermöglichen.
Sonderpädagogische Förderung (Nummer 1 der VV-SopV)
Jeder Landkreis und jede kreisfreie Stadt sind Träger einer Sonderpädagogischen Förder- und Beratungsstelle. Sie sorgen für eine möglichst wohnortnahe Beratung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und deren Eltern, unterstützen aber auch die Schulen im gemeinsamen Unterricht. Diese Beratungsstellen leiten und koordinieren zudem künftig die Diagnostik-Teams, die die Feststellungsverfahren durchführen. Die Sonderpädagogischen Förder- und Beratungsstellen kooperieren mit der schulpsychologische Beratung, mit den Frühförder- und Beratungsstellen, den regional zuständigen Ämtern und Diensten und dem Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg.
Sonderpädagogischen Förder- und Beratungsstellen (Nummer 2 der VV-SopV)
Für die Schülerinnen und Schüler mit erheblichen Lern-, Leistungs- und Entwicklungsbeeinträchtigungen ist ein Feststellungsverfahren vorgesehen, das ihren sonderpädagogischen Förderbedarf definiert. Die Förderung soll ihnen eine entsprechende schulische Bildung und Erziehung ermöglichen. Es ist genau geregelt, wie, wann und durch wen ein Feststellungsverfahren durchgeführt wird und wie es abläuft. Zu den Instrumenten der Förderung gehören die förderdiagnostische Lernbeobachtung, individuelle Förderpläne sowie monatliche Fallbesprechungen.
Feststellungsverfahren (Nummer 3 der VV-SopV)
Der Förderausschuss erarbeitet eine Bildungsempfehlung für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Er benennt beispielsweise die Rahmenlehrpläne, nach denen die Schülerin oder der Schüler unterrichtet werden, benennt notwendige bauliche Veränderungen oder sächliche Hilfen im Unterricht, gibt Empfehlungen für zusätzliches Personal und für außerschulische Unterstützungsangebote und -maßnahmen.
Förderausschuss (Nummer 4 der VV-SopV)
Wurde bei einer Schülerin oder einem Schüler ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt, entscheidet das zuständige staatliche Schulamt unter Berücksichtigung des Elternwunsches über den weiteren Bildungsweg. Vorrang hat eine Förderung im gemeinsamen Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Förderbedarf an einer allgemeinen Schule in der Nähe des Wohnortes. Stehen dem sachliche Gründe entgegen oder wünschen die Eltern die Aufnahme in eine Förderschule, wird die Schülerin oder der Schüler in einer Förderschule oder -klasse unterrichtet.
Entscheidung des staatlichen Schulamtes (Nummer 5 der VV-SopV)
Der sonderpädagogische Förderbedarf einer Schülerin oder eines Schülers wird alle zwei Jahre überprüft.
Überprüfung des sonderpädagogischen Förderbedarfs (Nummer 6 der VV-SopV)
In vielen Schulen im Land Brandenburg werden die Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf bereits gemeinsam unterrichtet – dafür gibt es einheitliche Rahmenbedingungen: Klassengröße, Einsatz von Lehrkräften und Bewertungsmaßstäbe für Leistungen. So sollen in einer Klasse mit gemeinsamem Unterricht nicht mehr als 23 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden, darunter höchstens vier mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Die staatlichen Schulämter sichern diese Rahmenbedingungen in Abstimmung mit dem Schulträger sowie – falls erforderlich – mit anderen Leistungsträgern, beispielsweise der Jugend- oder Sozialhilfe. Im gemeinsamen Unterricht arbeiten Lehrkräfte und Sonderpädagogen in einem Team.
Gemeinsamer Unterricht (Nummer 7 der VV-SopV)
An Förderschulen für Kinder und Jugendliche mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen oder Beeinträchtigungen im Hören oder Sehen unterstützen Unterrichtshelferinnen und -helfer die Bildungs- und Erziehungsarbeit. Sonstiges Personal hilft mit therapeutischen Maßnahmen im und außerhalb des Unterrichts.
Sonstiges pädagogisches Personal (Nummer 8 der VV-SopV)
Schülerinnen und Schüler mit den unterschiedlichen Förderschwerpunkten werden behindertenspezifisch unterstützt. Autistische Kinder und Jugendliche mit einer tief greifenden Entwicklungsstörung brauchen beispielsweise eine feste Bezugsperson und eine klare Struktur im Tagesablauf. Lernschwache, verhaltensauffällige oder Kinder und Jugendliche mit Sprachproblemen oder mit einer Verzögerung in ihrer geistigen Entwicklung benötigen ganz andere Rahmenbedingungen. Für jeden Förderschwerpunkt werden die Rahmenbedingungen im Feststellungsverfahren geregelt.
Schülerinnen und Schüler mit autistischem Verhalten (Nummer 9 der VV-SopV)
Förderschwerpunkte „Lernen“, „emotionale und soziale Entwicklung“ oder „Sprache“ (Nummer 10 der VV-SopV)
Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ (Nummer 11 der VV-SopV)
> Verwaltungsvorschriften zur Sonderpädagogik-Verordnung
Sekundarstufen I-Verordnung
In der Sek I-Verordnung oder genauer: In der „Verordnung über die Bildungsgänge in der Sekundarstufe I“ sind die Grundsätze für die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler in den weiterführenden allgemeinbildenden Schulen geregelt. Jede Schule entscheidet selbstständig – im Rahmen der Rechts- und Verwaltungsvorschriften – beispielsweise über den Förder- und Wahlunterricht, über Beginn und Umfang der Fachleistungsdifferenzierung und über den kooperativen oder integrativen Unterricht an den Oberschulen. Die Förderung der einzelnen Schülerin und des einzelnen Schülers ist ein Prinzip des gesamten Unterrichts, die individuelle Lernentwicklung wird unterstützt.
> Selbstständigkeit der Schulen, Förderung (§ 2)
Für leistungsschwächere Schülerinnen oder Schüler, deren Versetzung oder Abschluss gefährdet ist, können zusätzliche Unterrichts- und Förderangebote organisiert werden. So können unterschiedliche Lernvoraussetzungen ausgeglichen, der Leistungsstand verbessert und einzelne individuell gefördert werden. Der Förderunterricht findet in der Regel in kleineren Lerngruppen statt und kann klassen- oder kursübergreifend sein.
> Unterrichtsorganisation (§12) s.a. VV Sek I: Nummer 5. Absatz (5)
Die Leistungsbewertung dient der Information der Schülerinnen und Schüler und der Eltern über den Leistungsstand. Sie ist für die Schule Ausgangspunkt für die Förderung und Beratung der Schülerinnen und Schüler sowie Grundlage für die Gestaltung der Schullaufbahn.
> Leistungsbewertung (§13)
Die Versetzung in die nächste Jahrgangsstufe erfolgt auf der Grundlage der Jahresnoten in den Pflicht- und Wahlpflichtfächern. Wer nicht versetzt wird. wiederholt die bisher besuchte Jahrgangsstufe. Bei sehr guten Leistungen können die Schülerinnen und Schüler aber auch –ebenfalls auf Antrag der Eltern – eine Jahrgangsstufe überspringen, wenn sie dadurch in ihrer Lernentwicklung besser gefördert werden können.
> Versetzen und Aufrücken (§ 15)
> Sekundarstufe I-Verordnung (komplett)
Verwaltungsvorschrift zur Unterrichtsorganisation
Die „Verwaltungsvorschriften über die Unterrichtsorganisation“ (VV Unterrichtsorganisation), gelten für alle Schulen in öffentlicher Trägerschaft. Die Vorschriften dienen den Schulen als Orientierungshilfe bei der Planung und Organisation des Unterrichts, wie etwa der Klassengrößen und des Lehrkräfteeinsatzes. Zuvor werden jedes Jahr die konkreten Schülerzahlen ermittelt – daraus ergibt sich der Bedarf an Lehrkräften für alle Bildungsgänge und Schulformen. Hintergrund: Die Lehrer-Schüler-Relation ist im Land Brandenburg mit 1 zu 15,4 im Koalitionsvertrag der Landesregierung festgeschrieben. Zusatzausstattungen gibt es beispielsweise für die sonderpädagogische Förderung, die Flexible Eingangsphase an Grundschulen, Begabungsförderung und Ganztagsangebote.
Grundsätze (Nummer 1 der VV)
Lehrkräfte-Zuweisung an die Schulämter (Nummer 2 der VV)
Lehrkräfte-Bedarf der Schulen (Nummer 3 der VV)
Für alle Schulformen und Bildungsgänge sind Klassengrößen festgelegt, unterschieden nach einem Frequenzrichtwert (Durchschnittswert) und einer Bandbreite (Minimum – Maximum). Daneben sind Ausnahmen und Bedingungen definiert, unter denen die Bandbreite unter- oder überschritten werden darf. Zudem ist erklärt, was alles zur Ausstattung einer Schule mit sogenannten „Lehrer-Wochen-Stunden“ dazu gehört: die sonderpädagogische Förderung, kleinere Lerngruppen, Förder-, Teilungs- oder Wahlunterricht, Ganztagsangebote, sonderpädagogische Fördermaßnahmen und der individuelle Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler.
Unterrichtsorganisation an Grundschulen (Nummer 6 der VV)
Unterrichtsorganisation in der Sekundarstufe 1 (Nummer 7 der VV)
Unterrichtsorganisation an Oberstufenzentren (Nummer 10 der VV)
Unterrichtsorganisation an Förderschulen (Nummer 11 der VV)
http://bravors.brandenburg.de/verwaltungsvorschriften/unterrichtsorg_2012