Source: http://www.pflegeplatz.kaufbeuren.de/html/wissenswertes.html
Timestamp: 2018-01-19 09:33:07
Document Index: 151776894

Matched Legal Cases: ['§14', '§ 123', '§15', '§15', '§15', '§43']

Bei weiteren Fragen steht Ihnen das Beratungsnetz Pflege zur Verfügung!
Finanzierung einer stationären Pflege
Vorab sollte geklärt werden, aus welchen finanziellen Mitteln die Inanspruchnahme von stationären Pflegedienstleistungen gezahlt werden muss.
Dafür muss zunächst die Rente, das Eigenkapital und die Leistungen der Pflegeversicherung, die je nach Pflegestufe variieren, eingesetzt werden. Sollte dann der Fall gegeben sein, dass nicht ausreichend Geld zur Verfügung steht, um den stationären Heimaufenthalt zu finanzieren, kommt hierfür die Sozialhilfe auf.
Weitere und eingehendere Informationen zu den Leistungen der Pflegeversicherung und der Sozialhilfe finden Sie hier unter diesem Link: → Download Broschüre "Sozialhilfe und Senioren"
Pflegebedürftigkeit (§14 SGB XI): Pflegebedürftig sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höheren Maße der Hilfe bedürfen. Hier kann in vier Pfelegestufen unterschieden werden:
Das SGB XI hat für die vollstationäre Pflege keine Pflegestufe 0 vorgesehen. Trotzdem wird von den Kostenträgern ein Tagessatz für eine sogenannte Pflegestufe 0 gewährt, wenn Pflegebedürftige bei der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität einen Hilfebedarf von mindestens 15 Minuten pro Tag haben. Von der Pflegekasse gibt es für diesen Personenkreis keine Leistungen!
Diese Pflegestufe 0 hat nichts mit der sogenannten Pflegestufe 0 nach § 123 SGB XI zu tun, die für Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz im häuslichen Bereich gewährt wird!
Pflegestufe l (§15 Abs. 1 Nr. 1 SGB XI): Pflegebedürftige der Pflegestufe l (erheblich Pflegebedürftige) sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität für wenigstens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal täglich der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Die erforderlichen Leistungen müssen mindestens 90 Minuten wöchentlich im Tagesdurchschnitt betragen; hierbei muss auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten entfallen.
Pfleges tufe ll (§15 Abs. 1 Nr. 2 SGB XI): Pflegebedürftige der Pflegestufe ll (Schwerpflegebedürftige) sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Die erforderlichen Leistungen müssen mindestens drei Stunden wöchentlich im Tagesdurchschnitt betragen; hierbei müssen auf die Grundpflege mindestens zwei Stunden entfallen.
Pflegestufe lll (§15 Abs. 1 Nr. 3 SGB XI): Pflegebedürftige der Pflegestufe lll (Schwerstpflegebedürftige) sind Personen, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität täglich rund um die Uhr, auch nachts, der Hilfe bedürfen und zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfen bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Die erforderlichen Leistungen müssen mindestens fünf Stunden wöchentlich im Tagesdurchschnitt betragen; hierbei müssen auf die Grundpflege mindestens vier Stunden entfallen.
Pflegestufe III Härtefallregelung (§43 Abs. 3 SGB XI): In besonderen Ausnahmefällen können Pflegekassen zur Vermeidung von Härten einen pauschal festgelegten höheren Betrag gewähren wenn ein das übliche MaÃ� der Pflegestufe III weit übersteigender Pflegeaufwand nötig ist. Diese Leistung dürfen maximal 5 % der Pflegebedürftigen der Pflegestufe III in stationären Einrichtungen erhalten.
Zur Regelung Ihrer rechtlichen Angelegenheiten können Sie einer Person Ihres Vertrauens eine Vollmacht erteilen.
Mit der Betreuungsverfügung können Sie festlegen wer vom Betreuungsgericht für Sie als Betreuer bestellt werden soll.
Mit der Patientenverfügung erklären Sie in schriftlicher Form gegenüber dem behandelnden Arzt Ihren Willen über die weitere medizinische Versorgung.
Nähere Informationen erhalten Sie im → Beratungsnetz Pflege Kaufbeuren oder in Ihrer jeweiligen Betreuungsstelle /-behörde.
Hier kommen Sie zur → Betreuungsstelle
Die Rechte als Heimbewohner
Welche Rechte Sie oder Ihr Angehöriger als Heimbewohner in einer stationären Pflegeeinrichtung haben, können Sie in der Broschüre vom Sozialministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ihre Rechte als Heimbewohnerinnen und Heimbewohner einsehen.
Diese Broschüre können Sie → HIER herunterladen.
Probleme mit Ihrer Pflegeeinrichtung?
Haben Sie Probleme mit Ihrer auserwählten Pflegeeinrichtung und kommen nicht weiter? Hierfür hat das Beratungsnetz Pflege Kaufbeuren eine Liste mit den jeweiligen Ansprechpartnern, die Sie in so einem Falle kontaktieren können, erstellt.
Diese Liste finden Sie → HIER zum Download.
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