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Timestamp: 2016-10-22 23:40:18
Document Index: 45432027

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 86', 'Art. 87', 'Art. 84', 'Art. 88', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 52', 'Art. 90', 'Art. 90', 'Art. 9', 'Art. 90', 'Art. 156', 'Art. 153', 'Art. 153', 'BGE', 'Art. 159']

2P.278/2001 (07.02.2002)
Art. 9 BV (Erschliessungsbeitr�ge)
Die im Eigentum der Erbengemeinschaft W.X.________ stehende Parzelle Nr. 739 ist un�berbaut und liegt in der Dorfwohnzone DW2 in Basadingen. Gegen�ber liegt die Parzelle Nr. 75 von C.________, die mit einem Wohnhaus und einem separaten Garagegeb�ude �berbaut ist und der Dorfwohnzone DW2 zugeteilt ist. Beide Parzellen liegen im Gebiet "G.________" und grenzen s�dlich (Parzelle Nr. 739) bzw. n�rdlich/nordwestlich (Parzelle Nr. 75) an die Strasse S.________, in der sich s�mtliche Werkleitungen befinden. Auf Grund eines Gesuches zur �berbauung der s�dlich an die Parzelle Nr. 75 angrenzenden Parzelle Nr. 76 wurde der Ausbau der Erschliessung des Areals n�tig. Vor der Weiterf�hrung der Erschliessung pr�sentierte sich der Erschliessungsstand im Bereich der Strasse S.________ wie folgt:
Strasse: Die Strasse S.________ war auf der ganzen L�nge der Parzelle Nr. 739 und bis ungef�hr 2/3 der Kurve im Bereich der Parzelle Nr. 75 voll ausgebaut und mit Randabschl�ssen versehen. Anschliessend war sie wenige Meter mit einem Belag versehen und f�hrte dann als chaussierte "Strasse T.________" weiter.
Kanalisation: Das Schleuderbetonrohr, Nennwert 250, endete beim Kontrollschacht C 23, ungef�hr 30 m westlich des Hausanschlusses der Parzelle Nr. 75.
Wasser und Elektrizit�t: Die Leitungen f�r Wasser und Strom endeten auf der H�he des Wohnhauses der Parzelle Nr. 75.
Ab diesen Endpunkten wurden im Zuge des Ausbaus die Erschliessungsanlagen verl�ngert, d.h. die Strasse S.________ wurde im ganzen Bereich der Parzelle Nr. 75 auf 5 m mit Doppelsteinen/Einfachstein Granit voll ausgebaut und erhielt eine 35 cm Kiesschicht sowie eine 7 cm Heissmischtragschicht und Abriebschicht. Sodann wurde die Kanalisation mit einem Schleuderbetonrohr Nennwert 250 bis in die neue Strasse U.________ verl�ngert. Ebenso wurde die Wasserleitung mit einem Nennwert 125 bis und mit in die neue Strasse U.________ verl�ngert. Zus�tzlich wurden st�rkere Elektrizit�tsleitungen ab der Strasse V.________ eingezogen und bis und mit in die neue Strasse U.________ verl�ngert.
Die Pl�ne f�r den Strassenausbau bzw. f�r die Weiterf�hrung der Strasse S.________ sowie der Kostenverteiler f�r die verschiedenen Erschliessungsanlagen (Strasse, Kanalisation, Wasser und Elektrizit�t) lagen vom 15. Mai bis 13. Juni 2000 �ffentlich auf. Gegen diesen Kostenverteiler erhoben u.a. die Erbengemeinschaft W.X.________ und C.________ Einsprache bei der Politischen Gemeinde Basadingen-Schlattingen und beantragten, mit keinerlei Erschliessungsbeitr�gen belastet zu werden. Mit Entscheid vom 31. August 2000 wies der Gemeinderat die Einsprachen ab und verpflichtete die Erbengemeinschaft W.X.________ zur Zahlung eines Erschliessungsbeitrages von insgesamt Fr. 6'553.20 (Strasse: Fr. 0.--; Kanalisation: Fr. 981.--; Wasser: Fr. 2'786.10; Elektrizit�t: Fr. 2'786.10). Den Erschliessungsbeitrag f�r C.________ setzte der Gemeinderat auf insgesamt Fr. 27'445.70 fest (Strasse: Fr. 8'575.--; Kanalisation: Fr. 8'487.--; Wasser: Fr. 5'191.85; Elektrizit�t: Fr. 5'191.85). Dar�ber hinaus auferlegte die Gemeinderat den unterlegenen Einsprechern eine Entscheidgeb�hr von Fr. 908.20.
Am 26. M�rz 2001 hiess das Departement f�r Bau und Umwelt des Kantons Thurgau den von der Erbengemeinschaft W.X.________ und von C.________ erhobenen Rekurs teilweise gut und hob die von der Gemeinde verlangte Geb�hr f�r den Einspracheentscheid auf. Im �brigen wies es den Rekurs ab.
Gegen diesen Entscheid erhoben die Erbengemeinschaft W.X.________ und C.________ Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und hielten an ihrem Antrag, wonach f�r die Parzellen Nrn. 75 und 739 keine Erschliessungsbeitr�ge geschuldet seien, fest. Das Verwaltungsgericht hiess mit Entscheid vom 12. September 2001 die Beschwerde bez�glich des Kanalisationsbeitrages f�r die Parzelle Nr. 739 gut, im �brigen wies es die Beschwerde ab.
Mit gemeinsamer Eingabe vom 24. Oktober 2001 haben die Mitglieder der Erbengemeinschaft W.X.________ (A.X.________ und B.X.________) sowie C.________ gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 12. September 2001 staatsrechtliche Beschwerde erhoben. Sie r�gen eine Verletzung von Art. 9 BV und beantragen, Ziff. 1 und 2 des angefochtenen Entscheides aufzuheben.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau beantragt die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Das Departement f�r Bau und Umwelt des Kantons Thurgau schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Die Politische Gemeinde Basadingen-Schlattingen beantragt, auf die Beschwerde nicht einzutreten, sie eventuell abzuweisen.
Das Bundesgericht pr�ft die Zul�ssigkeit der bei ihm eingereichten Beschwerden von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 127 III 41 E. 2 S. 42, 126 I 81 E. 1 S. 83, mit Hinweisen).
1.1 Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid, gegen den im Bund nur die staatsrechtliche Beschwerde offen steht (Art. 86 Abs. 1 und Art. 87 in Verbindung mit Art. 84 Abs. 2 OG). Die Beschwerdef�hrer, die als Eigent�mer der Parzelle Nr. 75 bzw. 739 von der Politischen Gemeinde Basadingen-Schlattingen zur Zahlung von Erschliessungsbeitr�gen verpflichtet wurden, sind zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert (Art. 88 OG).
1.2 Die staatsrechtliche Beschwerde muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurzgefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Das Bundesgericht untersucht nicht von Amtes wegen, ob ein kantonaler Hoheitsakt verfassungsm�ssig ist, sondern pr�ft nur rechtsgen�gend vorgebrachte, klar erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 110 Ia 1 E. 2 S. 3 f., 119 Ia 197 E. 1d S. 201, mit Hinweisen). Wird eine Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV) geltend gemacht, gen�gt es nicht, wenn der Beschwerdef�hrer bloss den angefochtenen Entscheid kritisiert, wie er dies in einem appellatorischen Verfahren tun k�nnte, bei dem die Rechtsmittelinstanz die Rechtsanwendung frei �berpr�fen kann. Er muss deutlich dartun, welche Vorschriften oder allgemein anerkannte Rechtsgrunds�tze die kantonalen Beh�rden in einer gegen Art. 9 BV verstossenden Weise verletzt haben sollen (BGE 117 Ia 10 E. 4b S. 12, mit Hinweis). Soweit die vorliegende Beschwerde diesen Anforderungen nicht gen�gt und sich in appellatorischer Kritik am angefochtenen Urteil ersch�pft, ist darauf nicht einzutreten.
2.1 � 47 Abs. 1 des Thurgauer Planungs- und Baugesetzes vom 16. August 1995 (im Folgenden: PBG) sieht vor, dass die Gemeinde f�r die Erschliessung des Baugebietes Beitr�ge gem�ss � 52 und Geb�hren gem�ss � 59 erhebt. Die Summe der Beitr�ge und der Anschlussgeb�hren darf die Gesamtheit der Kosten f�r die Erschliessungswerke und die zugeh�rigen zentralen Anlagen nicht �berschreiten (� 47 Abs. 1 PBG). Die Bemessungsfaktoren f�r die Beitr�ge sowie die Voraussetzungen, die Berechnungsfaktoren und die F�lligkeit der Geb�hren sind in einem Reglement zu ordnen (� 47 Abs. 2 PBG). Dieser Verpflichtung ist die Gemeinde Basadingen nachgekommen (vgl. insbesondere Art. 13 Abs. 1 des Reglements �ber die Erschliessungsbeitr�ge, Geb�hren und Tarife der Ortsgemeinde Basadingen vom 5. Januar 1994/5. Juli 1994 [im Folgenden: Gemeindereglement]). Gem�ss � 52 Abs. 1 PBG sind Eigent�mer durch die Gemeinde zu Beitr�gen heranzuziehen, wenn Grundst�cke durch den Bau, den Ausbau oder die Korrektion von Erschliessungsanlagen einen besonderen Vorteil erfahren. Die Beitr�ge d�rfen den Mehrwert des Grundst�ckes nicht �bersteigen. Sie werden nach den f�r das Werk zu deckenden Kosten bemessen und auf die Eigent�mer nach Massgabe des ihnen zu erwachsenden Vorteils verlegt (� 52 Abs. 2 PBG).
2.2 Bei den Erschliessungsbeitr�gen nach � 52 PBG bzw. Art. 13 des Gemeindereglementes handelt es sich um sogenannte Mehrwertbeitr�ge, d.h. um Abgaben, die als Ausgleich jenen Personen auferlegt werden, denen aus einer �ffentlichen Einrichtung ein wirtschaftlicher Sondervorteil erw�chst (Ulrich H�felin/Georg M�ller, Grundriss des Allgemeinen Verwaltungsrechts, 3. Aufl., Z�rich 1998, Rz. 2059). Als Vorzugslasten werden die Erschliessungsgeb�hren denjenigen Grundeigent�mern �berbunden, deren Grundst�cke durch die Errichtung im Wert zunehmen, wobei die H�he des Beitrages vom Mehrwert abh�ngig ist.
Ein Sondervorteil liegt im Erschliessungsrecht regelm�ssig dann vor, wenn ein Grundst�ck durch den Bau von Zufahrtsstrassen, Kanalisation, Versorgungsnetzen und Werkleitungen erschlossen wird und es dadurch einen Vorteil in Form eines Verm�genszuwachses erf�hrt. Tritt eine Wertvermehrung von Vornherein nicht ein oder wird sie durch Nachteile �konomischer Art neutralisiert, so f�llt ein Sondervorteil ausser Betracht. Nicht von Bedeutung ist hingegen, ob der Vorteil realisiert wird. Sodann begr�nden nur erhebliche Vorteile die Beitragspflicht (Alexander Ruch, Die Bedeutung des Sondervorteils im Recht der Erschliessungsbeitr�ge, in: ZBl 97/1996 S. 532 f.). Keine Wertsteigerung bewirkt in der Regel der Ausbau einer Erschliessungsanlage, soweit die Grundst�cke bereits durch die vorhandene Anlage erschlossen sind. Ein Sondervorteil kann hingegen entstehen, wenn durch den Ausbau einer Anlage die Erschliessung einzelner Grundst�cke wesentlich verbessert wird (Peter J. Blumer, Abgaben f�r Erschliessungsanlagen nach dem Thurgauer Baugesetz, Diss. Z�rich 1989, S. 33, 68 f.; Bernhard Staehelin, Erschliessungsbeitr�ge, Diss. Basel, Diessenhofen 1979, S. 137).
3.1 Das Verwaltungsgericht ist davon ausgegangen, dass es sich bei der Verl�ngerung der Erschliessungsanlagen ab den "Endpunkten" (Strasse: Ab ungef�hr 2/3 der Kurve im Bereich der Parzelle Nr. 75; Kanalisation: Ab ungef�hr 30 m westlich des Hausanschlusses der Parzelle 75; Wasser und Elektrizit�t: Ab H�he des Wohnhauses der Parzelle Nr. 75) um eine Neuerschliessung dieses Arealbereiches handle, mithin um den "Bau" einer Erschliessungsanlage im Sinne von Art. 52 Abs. 1 PBG. Es hat allerdings die Frage aufgeworfen, ob nicht von bereits erschlossenen Grundst�cken auszugehen sei, da sich diese Endpunkte nicht am Ende der hier zur Diskussion stehenden Grundst�cke bef�nden. In Bezug auf die Parzelle Nr. 739 hat das Verwaltungsgericht das Vorliegen eines Sondervorteils hinsichtlich der abwasser-technischen Erschliessung verneint, da die Verl�ngerung der Kanalisation keine Anschlussverbesserung bewirkt habe. Hingegen ging es mit Bezug auf die Verl�ngerung der Wasser- und Elektrizit�tsleitungen von einer wesentlichen Verbesserung der Erschliessungssituation der Parzelle Nr. 739 aus, da nun auf der ganzen L�nge angeschlossen werden k�nne und die n�tige Kapazit�t eingelegt worden sei. Ebenso nahm das Verwaltungsgericht einen Sondervorteil f�r die Parzelle Nr. 75 an, da s�mtliche Erschliessungsanlagen eine wesentliche Verbesserung der Situation f�r den westlichen Teil bewirkt h�tten.
3.2 Die Beschwerdef�hrer wenden ein, sie wehrten sich gegen die Beitragspflicht als solche, weil ihre Grundst�cke schon seit drei Jahrzehnten voll erschlossen seien, weil ihnen die neuen Erschliessungsarbeiten nicht den geringsten Vorteil oder Mehrwert (sondern nur Nachteile in Form von Mehrverkehr) br�chten und weil sie schon fr�her Erschliessungsbeitr�ge bezahlt h�tten. V�llig stossend sei deshalb, dass und wie das Verwaltungsgericht trotzdem eine Beitragspflicht der Beschwerdef�hrer zu begr�nden versucht habe. Es sei dabei gleich in vierfacher Weise in Willk�r verfallen.
3.2.1 Die Beschwerdef�hrer machen zun�chst geltend, es sei willk�rlich, wenn das Verwaltungsgericht allein die theoretische M�glichkeit einer zus�tzlichen Wohnbaute im Westen der Parzelle Nr. 75 zum Anlass nehme, um f�r jenen Parzellenteil Perimeterbeitr�ge zu rechtfertigen. Zwischen bestehender Garage und Strassenbaulinie blieben im derzeitigen Wohngarten in der Ost-West-Ausdehnung nur etwa 10 m Platz, was f�r eine weitere Wohnbaute zu knapp w�re.
Ob einem Grundst�ck ein besonderer Vorteil zukommt, ist auf Grund einer objektiven Betrachtung zu beurteilen (Ruch, a.a.O., S. 533, FN 21). Der durch die Erschliessung geschaffene Vorteil darf aber nicht nur theoretischer Natur sein, sondern muss objektiv gesehen realisierbar sein. Wie erw�hnt, ist es indessen unerheblich, ob der durch die Erschliessung betroffene Grundeigent�mer den Mehrwert durch �berbauung oder Verkauf des Grundst�ckes in Geld umsetzt (vgl. E. 2.2; Blumer, a.a.O., S. 5). Massgeblich ist einzig, ob eine zonenm�ssige �berbauung �ffentlich-rechtlich realisierbar ist (unver�ffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 23. April 1999 i.S. v.M., E. 2c).
Die Parzelle Nr. 75 weist eine Gesamtfl�che von ungef�hr 2'700 m2 auf, die im mittleren Teil mit einem Wohnhaus und einer Garage �berbaut ist. Der zur Diskussion stehende s�dwestliche Teil ist g�nzlich un�berbaut. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer stellt selbst der von ihnen angef�hrte Umstand, wonach zwischen der bestehenden Garage und Strassenbaulinie in der Ost-West-Ausdehnung nur etwa 10 m Platz bliebe, kein absolutes Bauhindernis dar, da selbst so noch ein (wenn auch schm�leres) Geb�ude auf dieser Fl�che erstellt werden k�nnte. Abgesehen davon w�rde einem Abbruch des Garagengeb�udes nichts im Wege stehen, womit eine grossz�gigere �berbauung der westlichen H�lfte m�glich w�rde. Angesichts der Gr�sse der Parzelle und der Lage der bisherigen �berbauung durfte daher das Verwaltungsgericht, ohne in Willk�r zu verfallen, davon ausgehen, dass auf der westlichen Parzellenh�lfte eine zweite Baute realisiert werden k�nnte.
3.2.2 Die Beschwerdef�hrer r�gen sodann, das Verwaltungsgericht habe die Tatsache, dass die Grundst�cke der Beschwerdef�hrer schon bisher vollst�ndig erschlossen gewesen seien, zumindest im Ergebnis schlicht ignoriert. Zur Begr�ndung f�hren die Beschwerdef�hrer aus, die Strasse S.________ sei unbestrittenermassen seit 35 Jahren praktisch rund um die Parzelle Nr. 75 herum ("bis etwa 2/3 der Kurve") in einer Breite von 5 m voll ausgebaut, geteert und mit Randabschl�ssen versehen. Nur gerade auf einem Restst�ck von circa 10 m habe die Strasse einen Naturbelag aufgewiesen. Die Tatsache, dass es sich bisher ganz im S�dwesten auf etwa 10 m L�nge nur um eine Naturstrasse gehandelt habe, (derweil das Grundst�ck sonst �ber 60 m an die seit jeher ausgebaute Strasse S.________ anstosse), �ndere an der vollst�ndigen Erschliessung nichts, zumal in jenem Bereich eine Ausfahrt auch k�nftig nicht zur Diskussion stehen k�nne.
Das Verwaltungsgericht ging im angefochtenen Urteil davon aus, dass es sich beim Strassenausbau nicht einfach um eine Befestigung einer Naturstrasse, sondern um einen eigentlichen Neubau handle, welcher f�r die westliche Parzellenh�lfte einen Vorteil bewirke. Diese Betrachtungsweise erscheint auf Grund der Tatsache, dass durch die Weiterf�hrung und den Ausbau der Strasse die bauliche Nutzungsm�glichkeit der Parzelle im westlichen Teil verbessert worden ist, nicht als abwegig. Wie die Gemeinde in ihrer Vernehmlassung zu Recht darauf hinweist, erf�hrt das Grundst�ck Nr. 75 insofern einen Vorteil, als durch die beidseitige strassenm�ssige Erschliessung einerseits eine viel gr�ssere Freiheit in bezug auf die Art der �berbauung entsteht, andererseits die interne Erschliessung einfacher und vor allem billiger wird. Daran �ndert auch der Umstand, dass die Grundeigent�merin der Parzelle Nr. 75 im fraglichen Strassenbereich keine Zufahrt errichten will, nichts, zumal sich der Vorteil nicht nach subjektiven, sondern nach objektiven Kriterien misst (vgl. E. 2.2; Ruch, a.a.O., S. 533, FN 21). Die Beschwerdef�hrer k�nnen auch aus dem von ihnen angef�hrten Entscheid des Verwaltungsgerichts, wo einer "nicht �berall befestigten" Strasse Erschliessungsfunktion zugebilligt wurde, nichts zu ihren Gunsten ableiten, da der in jenem Fall zu beurteilende Sachverhalt sich nicht mit dem vorliegenden vergleichen l�sst. Die Beschwerdef�hrer legen denn auch nicht rechtsgen�glich dar, inwiefern eine rechtsungleiche Behandlung vorliegt (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).
Ferner ist auch der Einwand der Beschwerdef�hrer, es bringe der Parzelle Nr. 75 nicht den geringsten Vorteil, wenn die Kanalisation neu auch noch westlich um die Parzelle herumgef�hrt werde, nicht stichhaltig. Die Beschwerdef�hrer �bersehen, dass durch Verl�ngerung der Kanalisationsleitung die bauliche Nutzungsm�glichkeit gerade im westlichen Teil der Parzelle Nr. 75 erheblich verbessert worden ist, indem die f�r die interne Erschliessung erforderlichen privaten Aufwendungen vermindert worden sind (Blumer, a.a.O., S. 68 f.). Gleiches gilt mit Bezug auf die Strom- und Wasserleitungen f�r die Parzellen Nr. 75 und Nr. 739, da die Verl�ngerung und Verbesserung dieser Erschliessungsanlagen ebenfalls eine wesentliche Erleichterung der grundst�cksinternen Erschliessung erm�glicht. Dies trifft insbesondere auch auf die un�berbaute Parzelle Nr. 739 zu, wo die bisherigen Wasser- und Stromleitungen nur bis in die Mitte der Parzelle reichten. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn das Verwaltungsgericht in Bezug auf diese Parzelle zum Schluss kam, den Eigent�mern erwachse durch die Weiterf�hrung dieser der Versorgung dienenden Einrichtungen entlang der gesamten Grundst�cksl�nge ein Sondervorteil.
Soweit die Beschwerdef�hrer sinngem�ss geltend machen, es entstehe f�r sie kein Sondervorteil, weil sie von der Verl�ngerung der Erschliessungsanlagen nicht im Geringsten profitieren, sondern durch den zus�tzlichen Verkehr aus Parzelle Nr. 76 h�chstens noch Nachteile erleiden w�rden, verm�gen ihre Ausf�hrungen den Begr�ndungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht zu gen�gen, zumal sie nicht darlegen, inwiefern die Erw�gung des Verwaltungsgerichts, wonach die zus�tzlichen Verkehrsimmissionen derart gering seien, dass sie unber�cksichtigt bleiben m�ssten, gegen Art. 9 BV verst�sst.
3.2.3 Die Beschwerdef�hrer beanstanden sodann, das Heranziehen der verwaltungsgerichtlichen Praxis zu "Eckgrundst�cken" sei v�llig unsachlich. Diese Vorgehensweise k�nne zum Vornherein nur bei einer Strassenerschliessung zum Zug kommen, weil sich nur in solchen F�llen argumentieren lasse, die Erstellung einer zus�tzlichen Strasse entlang der zweiten Seite eines Grundst�ckes bringe diesem noch einen gewissen Vorteil. Ein solcher Vorteil liege hier aber eindeutig nicht vor. Die Strasse S.________ sei schon vor der "Neugestaltung der Erschliessung" n�rdlich und westlich um die Parzelle Nr. 75 herum verlaufen und sei praktisch auf dieser ganzen L�nge voll ausgebaut gewesen. Es sei auch willk�rlich, wenn das Verwaltungsgericht die Rechtsprechung zu "Eckgrundst�cken" undifferenziert gleich auch auf Kanalisation, Wasser und Strom anwende. F�r ein Grundst�ck gen�ge regelm�ssig, wenn es wenigstens an einer Stelle an die Werkleitungen angeschlossen werden k�nne. W�rden Werkleitungen rund um das Grundst�ck herumgef�hrt, entstehe daraus folglich kein Sondervorteil.
Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid ausgef�hrt, die bei der Parzelle Nr. 75 zur Diskussion stehende Situation sei vergleichbar mit "Eckgrundst�cken", die schon bisher einseitig erschlossen gewesen seien und neu eine weitere Erschliessung erfahren w�rden. Die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts gehe dahin, dass ein bereits einseitig erschlossenes Grundst�ck durch den Bau einer zweiten Erschliessungsstrasse nicht unbedingt einen weiteren Sondervorteil erfahre. Ob eine erneute Belastung zul�ssig sei, h�nge einerseits von der bestehenden internen Erschliessung ab und andererseits davon, ob der Grundeigent�mer mit einer weiteren Belastung rechnen m�sse. Diese Rechtsprechung k�nne auch auf den vorliegenden Fall angewendet werden.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer erscheint der Verweis des Verwaltungsgerichts auf seine Rechtsprechung zu "Eckgrundst�cken" durchaus als sachgerecht, da sich das Problem der doppelten Erschliessung bei allen Erschliessungsformen stellen kann und nicht nur, wie die Beschwerdef�hrer meinen, hinsichtlich der strassenm�ssigen Erschliessung (Blumer, a.a.O., S. 67). Es kann sich auch bei bereits ganz oder teilweise erschlossenen Grundst�cken durch die Weiterf�hrung resp. den Ausbau von Werkleitungen oder der Kanalisation ein Sondervorteil einstellen, wenn diese Grundst�cke dadurch eine Verbesserung der baulichen Nutzungsm�glichkeit erfahren (vgl. E. 3.2.2; Blumer, a.a.O., S. 68 f.). Die Beschwerdef�hrer �bersehen, dass die Weiterf�hrung der Erschliessungsanlagen gerade in Bezug auf die Parzelle Nr. 75 eine wesentliche Verbesserung der baulichen Nutzung mit sich gebracht und damit einen Sondervorteil herbeigef�hrt hat
(vgl. E. 3.2.2). Unter diesen Umst�nden ist es nicht verfassungswidrig, wenn das Verwaltungsgericht bei seinem Entscheid die Rechtsprechung zu "Eckgrundst�cken" mitber�cksichtigt hat.
3.2.4 Soweit die Beschwerdef�hrer dem Verwaltungsgericht Willk�r vorwerfen, indem sie geltend machen, es gehe �ber die Tatsache hinweg, dass zumindest die Eigent�merin der Parzelle Nr. 75 f�r die Erschliessung ihres Grundst�ckes l�ngst bezahlt habe, verm�gen ihre Ausf�hrungen den Begr�ndungsanforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht zu gen�gen (vgl. E. 1.2).
Abgesehen davon hat das Verwaltungsgericht entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer sehr wohl ber�cksichtigt, dass die Eigent�merin der Parzelle Nr. 75 bereits Beitr�ge an die Erschliessungsanlagen bezahlt hat. Wenn das Gericht aber zum Schluss gekommen ist, die Grundeigent�merin k�nne daraus nicht ableiten, es d�rfe ihr nach Treu und Glauben kein Beitrag mehr auferlegt werden, so ist dies verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden: Die Beschwerdef�hrer werden vorliegend nicht f�r die bereits vorg�ngig bestehenden Erschliessungsanlagen zur Kostentragung herangezogen, sondern f�r deren Weiterf�hrung.
Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als unbegr�ndet, soweit darauf einzutreten ist. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 153 und Art. 153a OG). Weiter haben sie die Politische Gemeinde Basadingen-Schlattingen, welche als kleinere bzw. mittlere Gemeinde im vorliegenden Verfahren auf eine qualifizierte Verbeist�ndung angewiesen war (vgl. BGE 125 I 182 E. 7 S. 202, mit Hinweisen), angemessen zu entsch�digen (Art. 159 OG).
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'500.-- wird den Beschwerdef�hrern auferlegt, unter solidarischer Haftung.
Die Beschwerdef�hrer haben die Politische Gemeinde Basadingen-Schlattingen f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2' 000.-- zu entsch�digen, unter solidarischer Haftung.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, der Politischen Gemeinde Basadingen-Schlattingen, dem Departement f�r Bau und Umwelt sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.