Source: https://www.rab-asr.ch/de/zulassung/zulassung/33-zulassung-haupt/77-nach-der-zulassung.html
Timestamp: 2018-01-19 01:52:36
Document Index: 369932286

Matched Legal Cases: ['Art. 15', 'Art. 3', 'Art. 15', 'Art. 39', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 39', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 39']

Eidg. Revisionsaufsichtsbehörde RAB - Meldepflichten
Von Gesetzes wegen bestehen verschiedene Meldepflichten für zugelassene Personen und Revisionsunternehmen. Wie und innerhalb welcher Fristen sind diese zu erfüllen?
Das Gesetz sieht drei Meldepflichten für zugelassene Personen und Revisionsunternehmen vor:
Alle von der RAB zugelassenen Personen und Revisionsunternehmen sind verpflichtet, der RAB jede Änderung einer Tatsache mitzuteilen, die im Revisorenregister eingetragen ist (Art. 15 Abs. 3 RAG). Dabei sind grundsätzlich die gleichen Informationen wie bei der erstmaligen Prüfung der Zulassungsvoraussetzungen (vgl. Art. 3 Abs. 1 RAV sowie Rz. 7 RS 1/2007) zu übermitteln. Zu denken ist insbesondere an die Daten zur Erreichbarkeit (Adresse, Telefon, E-Mail), aber auch zur Firma bzw. zum Namen des Revisionsunternehmens.
Die Mitteilungspflicht wird erfüllt, indem der entsprechende Eintrag im betroffenen RAB-Benutzerkonto innerhalb von 10 Arbeitstagen abgeändert wird. Das Login in das entsprechende Zulassungsgesuch erfolgt analog der Gesuchstellung mit dem individuellen Benutzernamen und Passwort über die RAB-Webseite, wo anschliessend die gewünschte Änderung vorzunehmen ist. Die Daten werden automatisch an die RAB weitergeleitet, indem der Button „weiter" am Ende der Seite angeklickt wird.
Der Verstoss gegen die Meldepflicht gemäss Art. 15 Abs. 3 RAG stellt eine Übertretung dar und kann mit Busse von bis zu 100‘000 Franken bestraft werden (Art. 39 Abs. 1 Bst. c RAG).
Alle Personen und Revisionsunternehmen sind ab der Gesuchstellung verpflichtet, der RAB unverzüglich jede Tatsache mitzuteilen, die für die Beurteilung der Zulassungsvoraussetzungen von Belang ist (Art. 15a Abs. 2 RAG). Die Mitteilungspflicht gilt nicht nur für das eigentliche Zulassungsverfahren, sondern zeitlich unbegrenzt bis zu demjenigen Zeitpunkt, in dem keine Zulassung mehr besteht. Meldepflichtig sind insbesondere – auch nicht rechtskräftige – erst- oder höherinstanzliche Urteile und Vergleiche in Straf- und Verwaltungsstrafverfahren, die Ausstellung von Verlustscheinen sowie abgeschlossene und im Zusammenhang mit gesetzlich vorgeschriebenen Revisionsdienstleistungen stehende Verfahren der zivil- oder verwaltungsrechtlichen Verantwortlichkeit und Verfahren vor spezialgesetzlichen Aufsichtsbehörden, börsenrechtlichen Sanktionsorganen oder berufsrechtlichen Standesorganen.
Die Mitteilungspflicht wird erfüllt, indem die notwendigen Angaben im entsprechenden Eintrag eingegeben und die Unterlagen innerhalb von 10 Arbeitstagen per Post oder elektronisch (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) an die RAB übermittelt werden. Jede Mitteilung ist mit der entsprechenden Register-Nummer zu ergänzen.
Der Verstoss gegen die Meldepflicht von Art. 15a Abs. 2 RAG stellt eine Übertretung dar und kann mit Busse von bis zu 100‘000 Franken bestraft werden (Art. 39 Abs. 1 Bst. d RAG).
Staatlich beaufsichtigte Revisionsunternehmen müssen über die beiden vorerwähnten meldepflichtigen Tatbestände hinaus die RAB unverzüglich schriftlich über alle Vorkommnisse informieren, die für die Aufsicht relevant sind (Art. 15a Abs. 2 RAG). Zu melden sind insbesondere Änderungen der Zusammensetzung des obersten Leitungs- oder Verwaltungsorgans sowie des Geschäftsführungsorgans, der ausserordentliche Wechsel von leitenden Revisorinnen und Revisoren mit Angabe von Gründen (beispielsweise auf Grund von Verstössen gegen interne oder externe Vorschriften oder auf Anordnung einer spezialgesetzlichen Aufsichtsbehörde hin) oder die vorzeitige Auflösung bzw. der Verzicht auf die Verlängerung eines Revisionsauftrags (unter Angabe von Gründen). Ein weiterer Anwendungsfall wäre bspw. die Meldung einer beabsichtigten Fusion.
Reguläre Wechsel von Personen, die Revisionsdienstleistungen leiten, sind der RAB innerhalb von 30 Arbeitstagen zu melden. Der Verstoss gegen die Meldepflicht von Art. 15a Abs. 2 RAG stellt eine Übertretung dar und kann mit Busse von bis zu 100‘000 Franken sanktioniert werden (Art. 39 Abs. 1 Bst. b RAG).
Datum der Veröffentlichung: 15. April 2009 (angepasst per 1. Januar 2015 und 18. April 2017)