Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20R%202/84
Timestamp: 2019-09-21 20:38:29
Document Index: 271626334

Matched Legal Cases: ['§ 120', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 56', 'BGH', 'BGH', '§ 115']

BFH, 30.05.1984 - I R 2/84 - dejure.org
https://dejure.org/1984,958
BFH, 30.05.1984 - I R 2/84 (https://dejure.org/1984,958)
BFH, Entscheidung vom 30.05.1984 - I R 2/84 (https://dejure.org/1984,958)
BFH, Entscheidung vom 30. Mai 1984 - I R 2/84 (https://dejure.org/1984,958)
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Revision - Form - Schriftlich eingelegte Revision - Unterschrift - Willkürliche Linien - Heilung
FGO § 120 Abs. 1 S. 1
BFHE 141, 223
BStBl II 1984, 669
Willkürliche Linien und Striche genügen nicht; es ist ein Schriftzug erforderlich, dessen Entstehung aus einer Schrift in Buchstaben jedenfalls noch wahrnehmbar ist (BFHE 141, 223, BStBl II 1984, 669; BGH-Beschluß vom 24. Februar 1983 I ZB 8/82, Versicherungsrecht -VersR - 1983, 555).
Eine Paraphe anstelle der erforderlichen Unterschrift genügt nicht (BFHE 140, 424, BStBl II 1984, 445; BFHE 141, 223, BStBl II 1984, 669, m. w. N.).
Dazu reicht die Unterzeichnung mit der Paraphe nicht aus - ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH), z. B. Beschluß vom 11. Oktober 1984 X ZB 11/84 (BPatG), Neue Juristische Wochenschrift 1985, 1227, m. w. N., und des Bundesfinanzhofs (BFH), z. B. Beschluß vom 30. Mai 1984 I R 2/84, BFHE 141, 223, BStBl II 1984, 669, m. w. N. -.
Der Senat läßt offen, ob in Fällen dieser Art überhaupt Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt werden kann (vgl. dazu BFHE 141, 223, BStBl II 1984, 669, zu 5a).
Soweit ein solches Vorbringen in dem Vortrag zu sehen sein sollte, es handle sich um die Unterschrift des Prozeßbevollmächtigten, die in sämtlichen von ihm betreuten Finanzgerichtsprozessen der letzten 13 Jahre verwendet worden sei und niemals zu einer Ablehnung geführt habe (vgl. BGH-Beschluß vom 6. Dezember 1979 VII ZB 13/79, Versicherungsrecht 1980, 331), ist dies nicht glaubhaft gemacht worden (§ 56 Abs. 2 Satz 2 FGO); vgl. auch Entscheidung in BFHE 141, 223 zu 5, b, BStBl II 1984, 669.
Es müssen mindestens mehrere einzelne Buchstaben zu erkennen sein, weil es sonst an dem Merkmal einer Schrift überhaupt fehlt (Beschluß des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 4. Juli 1984 VIII ZB 8/84, Versicherungsrecht - VersR - 1984, 873; BFH-Beschluß vom 30. Mai 1984 I R 2/84, BFHE 141, 223, BStBl II 1984, 669).
Denn eine solche ersetzt nicht die erforderliche Unterschrift (Beschluß in BFHE 141, 223, BStBl II 1984, 669).
Willkürliche Linien und Striche genügen nicht; es ist ein Schriftzug erforderlich, dessen Entstehung aus einer Schrift in Buchstaben jedenfalls noch wahrnehmbar ist (BFHE 141, 223, BStBl II 1984, 669; BGH-Beschluß vom 24. Februar 1983 I ZB 8/82, Versicherungsrecht - VersR - 1983, 555).
Damit aber kann der Schriftzug noch als Unterschrift und nicht als bloßes Handzeichen angesehen werden, das dem Erfordernis der Schriftlichkeit nicht genügen würde (vgl. BFH-Beschlüsse vom 14. Januar 1972 III R 88/70, BFHE 104, 497, BStBl II 1972, 427, und vom 30. Mai 1984 I R 2/84, BFHE 141, 223, BStBl II 1984, 669).
Die Anforderungen an die eigenhändige handschriftliche Unterzeichnung von Klage- und Revisionsschriften sind durch einschlägige Rechtsprechung des BFH bis in die jüngste Zeit hin zureichend geklärt (vgl. BFH-Beschlüsse vom 30. Mai 1984 1 R 2/84, BFHE 141, 223, BStBl II 1984, 669, und vom 13. Dezember 1984 IV R 274/83, BFHE 143, 198, BStBl II 1985, 367).
Es liegt auch keine Abweichung der Vorentscheidung von der Rechtsprechung des BFH vor, insbesondere nicht von dem zitierten BFH-Beschluß I R 2/84 (…a.a.O.) - § 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO -.
Es müssen mindestens einzelne Buchstaben zu erkennen sein, weil es sonst an dem Merkmal einer Schrift überhaupt fehlt (Beschluß des Bundesgerichtshofs vom 4. Juli 1984 VIII ZB 8/84, Versicherungsrecht 1984, 873; BFH-Beschluß vom 30. Mai 1984 I R 2/84, BFHE 141, 223, BStBl II 1984, 669).
BFH, 08.09.1988 - IX B 73/88
BFH, 08.05.1985 - II R 205/83
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