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Timestamp: 2019-01-20 14:31:34
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Matched Legal Cases: ['§ 7', '§125', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 3']

Urlaubsanspruch bei Bürgerarbeit ? | Erwerbslosenforum Deutschland
Urlaubsanspruch bei Bürgerarbeit ?
Themenstarter seberrich
Stichworte brgerarbeit urlaub urlaubsanspruch
seberrich
ich habe im März Bürgerarbeit (BA) angefangen. Jetzt habe ich in meinem Arbeitsvertrag (AV) (den AV habe ich bereits unterschrieben, ich hätte den AV mal wegen meinem Urlaubsanspruch lesen sollen, bevor ich ihn unterschrieb) zum entsetzen gelesen, daß ich nur einen Urlaubsanspruch von 20 Tagen im Jahr habe. Ist das rechtens.
Stehen mir gesetzlich nicht 24 Urlaubstage zu ?
Vielen Dank im Voraus für eure Tips und Antworten !
Sonst gefällt mir meine BA sehr gut.
Wie lange dauert dein Bürgerarbeit? Ist sie auf 1 Jahr angesetzt oder kürzer?
Ich kenne folgende Regelungen:
EEJ = 2 Tage pro voll gearbeitenen Monat
AGH-E = 2,5 Tage pro voll gearbeiteten Monat
Vielleicht kann dir hier noch jemand besser helfen, aber bei einen 1 Jahresvertrag, wären 20 Tage wohl auf jeden Fall unzulässig!
Meine Bürgerarbeit geht vom 01.03.2012 bis zum 30.12.2014 also
2 Jahre und 10 Monate.
Hier gilt das Bundesurlaubsgesetz - soweit Dein Bürgerarbeitsplatz keinem Tarifvertrag unterliegt:
Bundesurlaubsgesetz, Gesetzestext und ergänzende Vorschriften
Lt. Bundesurlaubsgesetz hast Du einen jährlichen Urlaubsanspruch von 24 Werktagen:
In § 7 dieses Gesetzes sind Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs geregelt:
Also sind dies 2 Tage pro Monat. Wenn du im März angefangen hast hast du einen Anspruch
für 10 Monate 10 x 2 Tage = 20 Tage 2012
2013 hast du ein volles Jahr und dann bekommst du auch 24 Tage.
Niur so am Rande. Ich bekomme beim Bufdi 28 Tage pro Jahr.
bzgl. Schwerbehinderung
Menschen mit einer für das ganze Kalenderjahr anerkannten Schwerbehinderung erhalten (z.B. bei einer 5-Tage-Woche) einen Zusatzurlaub von 5 Tagen (§125 Abs. 1 SGB IX). Die Urlaubstage kommen zum Grundurlaub dazu, der den schwerbehinderten Beschäftigten laut Arbeits- oder Tarifvertrag bzw. nach gesetzlichen Bestimmungen ohnehin zusteht und unterliegt somit auch den selbigen Bestimmungen.
Quelle: Zusätzlicher Urlaub für Schwerbehinderte und hier
Okay, so wie es aussieht muß ich mich korrigieren.
Der jährliche Mindesturlaub beträgt nach § 3 des Mindesturlaubsgesetzes 24 Werktage. Das Gesetz versteht unter Werktagen alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind. Der Gesetzgeber geht also von einer 6-Tage-Woche aus. Das bedeutet:5 Arbeitstage pro Woche sind 20 Urlaubstage
Quelle: Arbeitsverhältnisse - Urlaubsanspruch, Urlaubsgewährung, Vergütung und Urlaubsabgeltung
Allerdings stehen hier auf Grund der Schwerbehinderung noch 5 Tage zusätzlich an so das ein Anspruch von 25 Tagen richtig wäre.
seberrich sagte :
Für 2012 wäre das also mit den 20 Tagen in Ordnung, ABER(!!!!!) dann müsstest du ja praktisch für die Zeit in 2013 und 2014 noch mal eine separaten neuen Vertrag bekommen.
Schaue dir deinen Vertrag einmal an und dann sehe nach für welche Laufzeit er ist.
Ist er nur für 2012, dann kannst du dir noch nicht mal sicher sein, dass du für 2013 einen neuen Vertrag erhälst, dass würde der Träger dann individuell entscheiden, ob er in 2013 noch was mit dir anfangen kann oder nicht.
Sorry, das klingt jetzt hart, aber ich habe meine letzte Maßnahme bei einen Beschäftigungsträger gemacht und weiß daher, dass die Verträge eigentlich immer, wegen der EGV Laufzeit, auf ein Jahr oder kürzer begrenzt sind und dann wieder ganz neu entschieden wird.
Dabei wird u.a. nach folgenden Dingen geschaut:
Macht sich der Bürgerarbeiter gut in seiner Arbeit? (Pünktlichkeit, Arbeitswille, Fehlzeiten...)
Kümmert er sich auch neben der Bürgerarbeit weiterhin darum um aus den Leistungsbezug rauszukommen ?(Bürgerarbeit ist kein Grund sich nicht um reguläre Arbeit zu bewerben!)
Hält der Träger den Bürgerarbeiter für nützlich oder ist er mehr ein Klotz am Bein? (Es wird bestimmt eine Einschätzung vom Träger ans Amt gehen!)
Viele Leute die sich damals bei uns wegen Bürgerarbeit vorgestellt haben, dachten, dass sie nun für 3 Jahre durchgehend Arbeit haben und sich nicht um reguläre Arbeit bewerben müssen - Das ist ein Irrglaube!!!
Für 2012 wäre das also mit den 20 Tagen in Ordnung, ABER(!!!!!)
Wenn er einen Arbeitsvertrag hat geht dieser über die ganze Laufzeit. 2012 bekommt er nur 16,5 Tage Urlaub.
Hier hatte ich auch einen Denkfehler denn die 20 Tage Urlaub im Vertrag beziehen sich auf ein ganzes Jahr.
Hinzuzurechnen sind anteilig noch die 5 Tage Sonderurlaub wegen Schwerbehinderung.
gelöscht, da schon oben beantwortet.
Moment. 24 Urlaubstage = 4 Wochen bei einer Arbeitswoche von 6 Werktagen. 20 Urlaubstage = 4 Wochen bei einer Arbeitszeit von 5 Werktagen. Da der TE wohl 5 Werktage arbeitet, stehen ihm auch nur 20 Urlaubstage zu.
Habe ich doch hier http://www.elo-forum.org/buergerarbeit/93516-urlaubsanspruch-buergerarbeit.html#post1152646 in #6 geschrieben
Hab ich ja auch schon wieder gelöscht
Hallo Seberrich,
bin ja auch in Bürgerarbeit, bei mir steht im Vertrag:
die Arbeitnehmerin hat Anspruch auf einen Jahresurlaub von 30 Arbeitstagen bezogen auf das Kalenderjahr, bei einer 5 Tage Arbeitswoche.
Vertrag läuft von 7. 5. 12 - 2. 5. 13.
Das kommt auch darauf an, wo Du arbeitest, bekommen dort alle 30Tage, dann Du auch.
Leider zu spät gesehen
Er muss seine 20 Tage vollen Jahresurlaub bekommen. Plus 5 Tage Zusatzurlaub für Schwerbehinderte.
Nach 6 Monaten Wartezeit hat der Arbeitnehmer Anspruch auf den vollen Jahresurlaub, § 4 BUrlG.
Seberrichs Arbeitsverhältnis begann schon in der ersten Jahreshälfte, damit erwirbt er nach der Wartezeit Anspruch auf den vollen Jahresurlaub.
Für den Zusatzulaub Schwerbehinderter gelten dieselben Regeln, die für den gesetzlichen/tarifvertraglichen Urlaubsanspruch gelten (Anspruch auf Vollurlaub; Teilurlaub bei nicht erfüllter Wartezeit, ...). Demzufolge hat Seberrich nach erfüllter Wartezeit auch Anspruch auf den vollen Zusatzurlaub, also auf 5 Tage.
§ 4 Wartezeit (Bundesurlaubsgesetz)
Quelle: FAQ - Urlaub
Die Seite für die Schwerbehindertenvertretung - Zusatzurlaub fr schwer behinderte Menschen
Ich habe jetzt mal meinen AV bezüglich Urlaub genau gelesen:
Der Arbeitnehmer hat bei einer Verteilung der Arbeitszeit auf 5 Arbeitstage Anspruch auf 20 Arbeitstage Erholungsurlaub pro Kalenderjahr, der im Rahmen der jährlichen Urlaubsplanung rechtzeitig anzumelden ist.
Anspruch auf Urlaubsgewährung besteht erst nach der sechsmonatiger Tätigkeit.
Der Erholungsurlaub ist im Zeitraum der Befristung zu nehmen. Es gilt das Bundesurlaubsgesetz (BUGG)
Etwas komisch formuliert, aber es steht eindeutig drin das das Bundesurlaubsgesetz (BUGG) gilt.
Also ich interpretiere es jetzt so für 2012 (20 Tage Urlaub) und für 2013 und 2014 (24 Tage Urlaub). Ist das richtig so ?
Wenn ich jetzt mal meine Schwerbehinderung außen vor lasse.
Nein, Du arbeitest 5 Werktage und da sind das 20 Tage.
Wie viel Werktage hat die Woche unter Punkt (2). Richtig, 6.
Ergibt 4 Wochen Urlaub.
Bei 5 Tagen 20-Tage Urlaub sind auch 4 Wochen.
Stehe ich irgendwie auf dem Schlauch ? Ich verstehe es nicht.
Wenn ich dies hier lese habe ich 24 Tage Urlaub im Jahr 2012 oder ?
Wo steht da was von 24Tagen? Da steht voller Jahresurlaub und der ist bei einer 5 Tage Woche laut Bundesurlaubsgesetz 20 Tage.
Da steht voller Jahresurlaub und der ist bei einer 5 Tage Woche laut Bundesurlaubsgesetz 20 Tage.
Sorry ich verstehe es immer noch nicht. Hier steht:
Quelle: Bundesurlaubsgesetz
Wo stehe ich da auf der Leitung ?
Nach § 3 Abs. 1 BUrlG beträgt der gesetzliche Mindesturlaub 24 Werktage.
Ja, bei einer 6 Tage Woche. Bei einer 5 Tage Woche 20 Tage.
Anders gesagt: Du hast Anspruch auf 4 Wochen Urlaub. Wie viel Tage musst dann nicht arbeiten?