Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=RGZ%20119,%2062
Timestamp: 2017-08-20 15:23:52
Document Index: 198847795

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 519', 'BGH', '§ 129', '§ 518', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

RG, 11.11.1927 - III B 17/27 - dejure.org
RG, 11.11.1927 - III B 17/27
Berufungsbegründung. Form
RGZ 119, 62
Nach der ständigen Rechtsprechung ist jedoch die eigenhändige Unterschrift des Prozeßbevollmächtigten unter dem Beglaubigungsvermerk einer eingereichten Abschrift der Berufungsbegründungsschrift als dem Unterschrifterfordernis genügend anzusehen (RGZ 119, 62, 63;… BAG, aaO.;… BGHZ, aaO.).
Beglaubigte Abschrift einer Berufungs- oder Berufungsbegründungsschrift als …
Bereits nach der Rechtsprechung des Reichsgerichts (RGZ 119, 62, 63;… JW 1930, 2953 Nr. 21;… JW 1934, 420 Nr. 16;… JW 1938, 1237 Nr. 48), der sich der Bundesgerichtshof angeschlossen hat (siehe nur BGH, Beschluss vom 5. März 1954 - VI ZB 21/53, LM Nr. 14 zu § 519 ZPO;… Urteil vom 22. September 1992 - XI ZR 35/92, VersR 1993, 459 [juris Rn. 13]; siehe auch BFH…, Urteil vom 27. Juli 1977 - I R 207/75, BFHE 123, 286, 287 f. [juris Rn. 8]), ersetzt die beglaubigte Abschrift einer Berufungs- oder Berufungsbegründungsschrift die Urschrift, wenn der Beglaubigungsvermerk von dem Prozessbevollmächtigten des Berufungsklägers handschriftlich vollzogen ist.
Dann aber kann dem instruktionell verwendeten Terminus "sollen" keine entscheidende Bedeutung beigemessen werden, so dass vorbereitende Schriftsätze an sich einer Unterschrift bedürfen ( RGZ 119, 62 [ 63 ]; 46, 375 [ 376 ];… RG JW 1914, 98 [ 99 ] Nr. 28 ).
Diese Unterschrift deckt dann zugleich auch die Urschrift inhaltlich ( RGZ 119, 62 [ 63 ]; 27, 405 [ 406 ];… RG JW 1930, 2953 [ 2954 ] Nr. 21;… RG JW 1934, 420 Nr. 16;… RG JW 1938, 2237; ferner BGH ZZP 67 [ 1954 ], 312 [ 313 ]; OLG Schleswig VersR 1983, 65;… Thomas / Putzo - Reichold, ZPO, 26. Auflage, § 129 RdNr. 9;… a.A. RG JW 1914, 834 Nr. 11 für die Einspruchsschrift gegen ein Versäumnisurteil;… MüKo - Rimmelspacher, ZPO, 2. Auflage, § 518 RdNr. 4 ).
Für sie ist jedoch in der höchstrichterlichen Rechtsprechung anerkannt, daß ein Faksimile-Stempel die Unterschrift nicht ersetzt (RGZ 119, 62, 63; 151, 82, 84 f.; RGSt 69, 137, 138; BGH, Beschluß vom 14. Dezember 1954 - V ZB 31/54, JR 1955, 266 mit ausführlicher Stellungnahme zur Gegenmeinung; zweifelnd gegenüber der abw.
Das Reichsgericht hat mehrfach den Standpunkt vertreten (RGZ 119, 62;… JW 1930, 2953; 1934, 420; 1938, 2237), daß die beglaubigte Abschrift der Berufungsbegründung die Urschrift dann ersetzt, wenn der Beglaubigungsvermerk von dem Prozeßbevollmächtigten des Berufungsklägers handschriftlich vollzogen ist.
BGH, 24.05.1962 - II ZR 173/60
Nicht unterzeichnete Berufungsbegründung
Wenn das Gesetz für den Berufungsbegründungsschriftsatz die Unterschrift eines beim Berufungsgericht zugelassenen Rechtsanwalts fordert, so soll damit für das Gericht jeder Zweifel ausgeschlossen werden, daß dieser die volle Verantwortung für den Inhalt des Schriftsatzes übernommen hat (RGZ 119, 62, 63).
Nach der ständigen Rechtsprechung ist jedoch die eigenhändige Unterschrift des Prozeßbevollmächtigten unter dem Beglaubigungsvermerk einer eingereichten Abschrift der Berufungsbegründungsschrift als dem Unterschriftserfordernis genügend anzusehen (RGZ 119, 62, 63;… BAG, AP, a.a.O.;… BGHZ, a.a.O.).
BGH, 03.05.1957 - VII ZB 7/57
Wiederholte Berufungseinlegung
BGH, 05.03.1954 - VI ZB 21/53
Unschädlichkeit der fehlenden Unterzeichnung einer Rechtsmittelschrift - …
BGH, 20.12.1965 - VIII ZB 33/65
BVerwG, 11.05.1960 - VI C 185.58