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Timestamp: 2016-10-24 03:36:39
Document Index: 306038469

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 95', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 99', 'in fine', 'in fine', 'Art. 66', 'Art. 68']

9C_910/2011 (30.03.2012)
9C_910/2011
A.a Der 1962 geborene B.________ absolvierte eine 3-j�hrige kaufm�nnische Lehre, die er 1981 erfolgreich abschloss. Es folgten kurze Anstellungen bei verschiedenen Arbeitgebern. Am 23. Juni 1995 meldete er sich erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich untersuchte den medizinischen Sachverhalt und die beruflich-erwerblichen Verh�ltnisse. Sie holte u.a. ein Gutachten des Dr. med. K.________, Spezialarzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 27. Februar 1996 ein. Mit Verf�gung vom 20. Mai 1996 und Wirkung ab 1. Oktober 1995 sprach sie B.________ eine ganze Invalidenrente zu (Invalidit�tsgrad von 100 %). Am 12. August 1996 verf�gte sie als Eingliederungsmassnahme die Bewilligung zu einem Arbeitstraining vom 1. Juli bis 30. September 1996 in der Institution X.________. Im Anschluss daran war B.________ in der Institution X.________ in gesch�tztem Rahmen erwerbst�tig.
A.b Mit Verf�gung vom 27. Oktober 1997 best�tigte die IV-Stelle aus Anlass einer Rentenrevision den Anspruch auf die ganze Invalidenrente.
A.c Am 1. Januar 1999 trat B.________ eine Stelle als Help Desk Operator in der Z.________ GmbH an (Arbeitsvertrag vom 19. November 1998). Aus diesem Grund ermittelte die IV-Stelle neu ein rentenausschliessendes Invalideneinkommen. Sie hob die Rente mit Verf�gung vom 4. Mai 1999 auf Ende Juni 1999 auf.
A.d Die Arbeitgeberin k�ndigte B.________ am 23. Oktober 2006 auf den 31. Dezember 2006. Wegen Erkrankung des Versicherten verl�ngerte sich die Anstellung bis zum 30. Juni 2007. Als Gr�nde f�r die K�ndigung wurde "Sozialverhalten, mangelnde Leistung, Konzentration und K�rperhygiene" genannt (Fragebogen f�r Arbeitgebende vom 11. Dezember 2007). B.________ meldete sich am 9. November 2007 unter Angabe einer Verschlechterung der psychischen Erkrankung im November 2006 erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle holte u.a. ein Gutachten des Dr. med. U.________, Spezialarzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt SAPPM f�r psychosomatische und psychosoziale Medizin, vom 15. Juli 2008 ein. Zudem veranlasste sie f�r die Zeit vom 5. Januar bis 27. M�rz 2009 eine Abkl�rung im kaufm�nnischen Bereich in der Institution X.________ (Bericht Institution X.________ vom 30. M�rz 2009). Nach durchgef�hrtem Vorbescheidverfahren sprach die IV-Stelle B.________ mit Verf�gung vom 11. Dezember 2009 ab 1. November 2007 eine Viertelsrente zu (Invalidit�tsgrad von 41 %).
B.________ erhob dagegen Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich. Er reichte den Arbeitsvertrag �ber einen Integrations-Arbeitsplatz in der Institution Y.________ vom 5./6. Juli 2010 ein. Das Sozialversicherungsgericht wies die Beschwerde mit Entscheid vom 28. Oktober 2011 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst B.________ beantragen, es sei ihm r�ckwirkend ab November 2007 eine Invalidenrente basierend auf einem Invalidit�tsgrad von mindestens 80 % auszurichten; eventualiter sei eine psychiatrische Oberexpertise oder eine nochmalige berufliche Abkl�rung anzuordnen; ferner ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege. Er legt zudem den Bericht der Institution Y.________ vom 21. November 2011 �ber seine Einsatzf�higkeit im ersten Arbeitsmarkt auf.
W�hrend die Vorinstanz und das Bundesamt f�r Sozialversicherungen auf eine Vernehmlassung verzichten, schliesst die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde.
Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann u.a. die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat. Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 beruht (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Zu den Rechtsverletzungen im Sinne von Art. 95 lit. a BGG geh�ren auch die unvollst�ndige Feststellung der rechtserheblichen Tatsachen und die Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes als einer wesentlichen Verfahrensvorschrift (Urteil 9C_53/2008 vom 18. Februar 2009 E. 1.3 mit Hinweisen).
Streitig und zu pr�fen ist der vom Beschwerdef�hrer geltend gemachte Anspruch auf eine h�here als die zugesprochene Viertelsrente. Das kantonale Gericht hat die �bergangsrechtlichen Regeln sowie die gesetzlichen Bestimmungen und von der Rechtsprechung entwickelten Grunds�tze, namentlich �ber den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG; bis 31. Dezember 2007: aArt. 28 Abs. 1 IVG), die Bemessung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28a Abs. 1 IVG [aArt. 28 Abs. 2 IVG] und Art. 16 ATSG; BGE 130 V 343 E. 3.4 S. 348; 128 V 29 E. 1 S. 30; 104 V 135 E. 2a und b S. 136) sowie zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung �rztlicher Berichte und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Ob sich die Leiden des Beschwerdef�hrers in rentenrelevantem Ausmass auf die Erwerbsf�higkeit auswirken, h�ngt wesentlich davon ab, ob er im Stande ist, die verbliebene Arbeitsf�higkeit auf dem offenen Arbeitsmarkt zu verwerten, oder ob er auf einen gesch�tzten Arbeitsplatz angewiesen ist.
3.1 Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskr�ften und weist einen F�cher verschiedenster T�tigkeiten auf (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276). Das gilt sowohl bez�glich der daf�r verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des k�rperlichen Einsatzes. Dabei ist nicht von realit�tsfremden Einsatzm�glichkeiten auszugehen. Es k�nnen nur Vorkehren verlangt werden, die unter Ber�cksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtsprechungsgem�ss keine �berm�ssigen Anforderungen zu stellen (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 E. 5.1 mit Hinweis). F�r die Invalidit�tsbemessung ist nicht massgeblich, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverh�ltnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen k�nnte, wenn die verf�gbaren Arbeitspl�tze dem Angebot an Arbeitskr�ften entsprechen w�rden (AHI 1998 S. 287 E. 3b S. 290 f., I 198/97). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) umfasst auch sogenannte Nischenarbeitspl�tze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen vonseiten des Arbeitgebers rechnen k�nnen (Urteil 9C_95/2007 vom 29. August 2007 E. 4.3 mit Hinweisen).
3.2 Von einer Arbeitsgelegenheit kann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare T�tigkeit nurmehr in so eingeschr�nkter Form m�glich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers m�glich w�re und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil 8C_1050/2009 vom 28. April 2010 E. 3.3 mit Hinweisen).
3.3 Art und Mass dessen, was einem Versicherten an Erwerbst�tigkeit noch zugemutet werden kann, richtet sich nach seinen besonderen pers�nlichen Verh�ltnissen einerseits und nach den allgemein herrschenden Auffassungen andererseits. F�r die Beurteilung der Zumutbarkeit ist letztlich insofern eine objektive Betrachtungsweise massgebend, als es nicht auf eine bloss subjektiv ablehnende Bewertung der infrage stehenden Erwerbst�tigkeit durch den Versicherten ankommt (MEYER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 2. Aufl., S. 294 mit Hinweis auf BGE 109 V 25).
In medizinischer Hinsicht ist Folgendes festzuhalten:
4.1 Dr. med. U.________ diagnostizierte im Administrativgutachten vom 15. Juli 2008 (nach ICD-10 Version WHO 1994) eine Aufmerksamkeits-Defizit-St�rung (ADS) (F90.0), eine kombinierte Pers�nlichkeitsst�rung (�ngstlich, unsicher) (F61.0), einen Status nach Anpassungsst�rung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt mit Konflikten am Arbeitsplatz (F43.22), eine rezidivierende, gegenw�rtig remittierte depressive St�rung (F33.4) und einen Status nach pathologischem Spielen (F63.0). Er legte dar, bei einer T�tigkeit mit wenig komplexen Aufgaben und ohne Zeitdruck in einem famili�ren und toleranten Arbeitsklima und �berschaubaren Strukturen usw. k�nne der Versicherte eine vollst�ndige Arbeitsf�higkeit erreichen. Der RAD-Arzt Dr. med. G.________ bewertete die Einsch�tzung als zuverl�ssig (Stellungnahme vom 25. Juli 2008). Verwaltung und Vorinstanz �bernahmen diese Beurteilung.
4.2 Die Vorinstanz stellte vorab auf das genannte Administrativgutachten ab. Zur Beurteilung des fr�heren Gutachters Dr. med. K.________ vom Februar 1996 f�hrte sie aus, die Expertise liege schon eine geraume Zeit zur�ck. Die Beurteilung habe sich als zu pessimistisch erwiesen, denn der Versicherte sei danach mehrere Jahre bei der Z.________ GmbH mit einem rentenausschliessenden Einkommen erwerbst�tig gewesen (vorinstanzliche E. 3.2). In behinderungsangepassten T�tigkeiten sei von einer 100%igen Arbeitsf�higkeit auszugehen; weiterer psychiatrischer Abkl�rungen oder erg�nzender neuropsychologischer Erhebungen bed�rfe es nicht (vorinstanzliche E. 3.5).
4.3 Der Beschwerdef�hrer h�lt dagegen, die Vorinstanz habe �bersehen, dass Dr. med. U.________ seine Einsch�tzung (vorne E. 4.1) als blosse M�glichkeit pr�sentiert habe. Insbesondere habe sie sich nicht damit auseinandergesetzt, dass der Gutachter eine mittelschwere Pers�nlichkeitsst�rung (ICD-10 F6) mit einem relevanten Einfluss auf die Arbeitsf�higkeit von 50 % diagnostiziert habe. Dass trotz dieser Pers�nlichkeitsst�rung eine 100%ige Arbeitsf�higkeit in einer adaptierten Besch�ftigung bestehen solle, sei widerspr�chlich und nicht nachvollziehbar. Er sei auch als Hilfsarbeiter in den M�glichkeiten sehr eingeschr�nkt, da hier ebenso Konzentrationsf�higkeit, Kommunikationsf�higkeit, Flexibilit�t, Ausdauer und Motivation gefordert seien. Im Gutachten finde sich f�r die Diskrepanz keine Begr�ndung. Der Experte Dr. med. K.________ habe 1996 die verbliebenen M�glichkeiten nicht zu pessimistisch eingesch�tzt, habe sich doch im sp�teren Arbeitsverh�ltnis mit der Z.________ GmbH genau das Gleiche abgespielt wie in den vorangehenden Anstellungen. Er sei v�llig �berfordert gewesen und die Situation habe nur aufgrund der Langm�tigkeit des Arbeitgebers zun�chst kompensiert werden k�nnen. Im ersten Arbeitsmarkt sei keine Arbeitsf�higkeit mehr gegeben. Laut Bericht der Institution X.________ vom 30. M�rz 2009 sei eine Integration in die freie Wirtschaft zum damaligen Zeitpunkt als nicht m�glich erachtet worden. Der Bericht der Institution Y.________ vom 21. November 2011 komme nun zum identischen Ergebnis.
5.1 Wie im vorinstanzlichen Verfahren bekannt wurde, hat der Beschwerdef�hrer am 12. Juli 2010 in der Institution Y.________ eine Stelle an einem gesch�tzten Arbeitsplatz (sog. Integrations-Arbeitsplatz) angetreten. Aus dem Arbeitsvertrag vom 5./6. Juli 2010 geht hervor, dass er das IT-Team (Information Technology Team) zu unterst�tzen hat. Vereinbart sind eine Wochenarbeitszeit von 20 Stunden und ein Stundenlohn von brutto Fr. 3.50. Dies entspricht einem 50 %-Pensum und einem Monatslohn von rund Fr. 300.-.
5.2 Letztinstanzlich reicht der Beschwerdef�hrer den Bericht der Institution Y.________ vom 21. November 2011 �ber seine Einsatzf�higkeit im ersten Arbeitsmarkt ein, in dem die im bisherigen Anstellungsverh�ltnis gemachten Erfahrungen ausgewertet sind. Dieser Bericht stellt kein unzul�ssiges Novum dar; denn nach Art. 99 Abs. 1 BGG d�rfen neue Beweismittel so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt. Die Nachreichung des Berichtes erfolgt offensichtlich als Reaktion darauf, dass im vorinstanzlichen Entscheid zum neuen Arbeitsvertrag erwogen wurde, von einer vollen Aussch�pfung der Arbeits- und Leistungskraft k�nne angesichts des Stundenlohnes von brutto Fr. 3.50 keine Rede sein, nachdem der Beschwerdef�hrer bei der Z.________ GmbH weit �ber Fr. 60'000.- verdient habe (vorinstanzliche E. 4.2 in fine).
5.3 Der Hinweis auf das fr�here hohe Einkommen trifft zwar zu, dieses kann indes nicht als weiterhin erzielbare Gr�sse betrachtet werden. Jene Arbeitsstelle ging gerade aufgrund der nach dem neuen Bericht immer noch andauernden Verhaltensmuster verloren. Diese liegen in der Pers�nlichkeit des Beschwerdef�hrers. Nach dem Gutachten des Dr. med. U.________ ist die Prognose einer Pers�nlichkeitsst�rung chronisch stabil (oft trotz langj�hriger psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung). Die dokumentierten Befunde w�rden beim Versicherten eine bislang stabile Psychopathologie zeigen, die es aber mit Unterst�tzung durch eine Invalidenrente und berufliche Massnahmen erm�glicht habe, eine Berufsarbeit zu verwirklichen, die als "angepasste T�tigkeit" verstanden werden sollte (S. 15 unten). Die H�he des fr�her bei der Z.________ GmbH erzielten (marktkonformen) Einkommens sagt bei einer solchen Relativierung nichts aus �ber das noch erzielbare Invalideneinkommen. Es h�tte dazu vorinstanzlich weiterer Sachverhaltsabkl�rungen bedurft.
5.4 Dies nachzuholen er�brigt sich aber aus dem folgenden Grund: Der Beschwerdef�hrer hat die Stelle bei der Z.________ GmbH wegen ungen�gendem Sozialverhalten, mangelnden Leistungen, ungen�gender Konzentration und mangelnder K�rperhygiene verloren (Fragebogen f�r Arbeitgebende vom 11. Dezember 2007). Wie aufgrund der Berichte der Institutionen X.________ und Y.________ von 2009 und 2011 feststeht, hat sich an diesen Umst�nden seitdem nichts verbessert. Auch die Akten bieten keine Anhaltspunkte daf�r. Der Experte Dr. med. U.________ f�hrte aus, der Versicherte leide vor allem an einer kombinierten Pers�nlichkeitsst�rung; es bestehe eine Verz�gerung in der Pers�nlichkeitsentwicklung; der Versicherte sei besonders im sozialen Verhalten enorm unreif und etwa auf der Stufe eines pubertierenden Jungen stehen geblieben; es handle sich dabei um eine deutliche psychische St�rung mit sch�digenden sozialen Auswirkungen (Gutachten S. 13). Die berufliche und private Lebensgeschichte des Versicherten erf�lle die ICD-10-Definition der Pers�nlichkeitsst�rung in weit �berwiegendem Mass (keine Hervorhebung im Original). Es m�sse von einer mittelschweren kombinierten Pers�nlichkeitsst�rung (ICD-10 F61.0) mit vor allem �ngstlichen und unsicheren Anteilen ausgegangen werden. Klinisch f�hrend sei der kindlich unreife Anteil, der sich vor allem auf das Verhalten am Arbeitsplatz auswirke. Der Versicherte sei wenig konfliktf�hig und leicht kr�nkbar. Im aktuellen Fall st�nden zwischenmenschliche Defizite im Vordergrund. Die mittelschwere Pers�nlichkeitsst�rung habe einen relevanten krankheitsbedingten Einfluss auf die Arbeitsf�higkeit von 50 % (Hervorhebung im Original), welcher von der Reduktion der Leistungsf�higkeit um 20 % aufgrund der ADS �berlappt werde (S. 14 unten/15).
5.5 Bei der Beantwortung der Frage nach der Arbeitsf�higkeit "im bisherigen Arbeitsverh�ltnis und in angepasster T�tigkeit" f�hrte Dr. med. U.________ ohne zu differenzieren aus, die Pers�nlichkeitsst�rung des Versicherten habe einen Einfluss auf die Arbeitsf�higkeit von 50 % in nicht angepassten T�tigkeiten (keine Hervorhebung im Original; S. 15 unten/16). Im Zusammenhang gelesen meint der Gutachter mit der Wendung "nicht angepasste T�tigkeiten" Arbeiten in der freien Wirtschaft. Als "angepasste T�tigkeiten" werden solche mit Begleitung und �berwachung, mithin gesch�tzte T�tigkeiten avisiert. Immerhin betont der Gutachter die Notwendigkeit weiterer therapeutischer Behandlung im Hinblick auf eine sp�tere berufliche Reintegration.
5.6 Das kantonale Gericht und die Beschwerdegegnerin haben in der Vernehmlassung stillschweigend darauf verzichtet, zum neuen Bericht der Institution Y.________ Stellung zu nehmen. Aus diesem geht hervor, dass die zu verrichtende T�tigkeit darin besteht, Toner auszuwechseln, Computer auszupacken und bereitzustellen, bei Digitalisierungsarbeiten mitzuhelfen und nach Support-Probleml�sungen zu recherchieren. Dazu erscheint der Beschwerdef�hrer immer p�nktlich und er h�lt die Arbeitszeiten ein. Es geht aber ebenso unzweideutig aus dem Bericht hervor, dass der Beschwerdef�hrer unselbstst�ndig arbeitet, weshalb eine laufende Anleitung und Kontrolle durch die Gruppenleitung erforderlich ist. Da er sich immer wieder verliert, m�ssen einfachste repetitive Auftr�ge dauernd �berwacht werden. Zeitvorgaben k�nnen nicht eingehalten werden, weil die zu erledigende Aufgabe binnen Kurzem vergessen wird. Auf Nachfragen reagiert er verwirrt und erstaunt. Sein Arbeitstempo unterschreitet klar die im freien Arbeitsmarkt verlangte Toleranzgrenze. Der Bericht gelangt folgerichtig zum Fazit, man sehe keine M�glichkeiten f�r einen Einsatz im ersten Arbeitsmarkt. Damit best�tigt er, was bereits im Bericht der Institution X.________ von 2009 vermerkt war. Die Eingliederungsspezialisten zogen schon dort das Fazit, eine Integration in der freien Wirtschaft werde gegenw�rtig als nicht m�glich erachtet (Bericht S. 6 f.). Bei der Aufgabenerf�llung seien sehr viele Fl�chtigkeitsfehler aufgetreten, die auf mangelnde Konzentration und fehlendes Interesse zur�ckzuf�hren seien. Der Versicherte habe enorm M�he, Auftr�ge und Aufgaben entgegenzunehmen. Diese w�rden qualitativ sehr schlecht ausgef�hrt und erst nach mehrmaligem Auffordern abgegeben. Obwohl er wiederholt auf seine Hygiene und sein �usseres angesprochen worden sei, habe sich an seinem �usserst ungepflegten Erscheinungsbild nichts verbessert. Der Versicherte k�nne eine Pr�senzzeit von zirka 60-80 % einhalten, der durchschnittliche Leistungsgrad w�hrend dieser Zeit betrage ungef�hr 40 %. Er sei nicht in der Lage, sein privates und berufliches Umfeld alleine zu ordnen (Bericht S. 8).
Die Feststellung der �berforderung zeigt sich auch darin, dass der Beschwerdef�hrer seit sp�testens Mai 2007 unter Beistandschaft steht (Urkunde Vormundschaftsbeh�rde vom 8. Mai 2007). Verkn�pft man die Aussagen im Erstgutachten K.________ (1996), im Folgegutachten U.________ (2008), im Bericht der Institution X.________ (2009) und im Bericht der Institution Y.________ (2011), welche alle die besonderen pers�nlichen Verh�ltnissen des Beschwerdef�hrers aus einer objektiven Sicht beleuchten und nach den allgemein herrschenden Auffassungen w�rdigen (vorne E. 3.3), dr�ngt sich der Schluss auf, dass eine Besch�ftigung des Beschwerdef�hrers an einem ungesch�tzten Arbeitsplatz nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers m�glich w�re (vorne E. 3.2). Dies st�tzt gerade die Tatsache, dass die vom Experten K.________ 1996 als aussichtslos bezeichnete R�ckkehr des Versicherten in den offenen Arbeitsmarkt aus den von ihm vorausgesehenen und bekannten Gr�nden scheiterte. Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer (noch) nicht im Stande ist, seine Arbeitsf�higkeit auf dem offenen Arbeitsmarkt zu verwerten. Er ist deshalb auf einen gesch�tzten Arbeitsplatz angewiesen, wie er ihn nun im Rahmen der Selbsteingliederung in der Institution Y.________ gefunden hat. Obwohl er dort lediglich in einem 50 %-Pensum arbeitet, erbringt er ungen�gende Leistungen. Geht man theoretisch davon aus, dass ihm auch an diesem gesch�tzten Arbeitsplatz eine Vollzeitt�tigkeit zumutbar w�re, wie dies das Gutachten U.________ impliziert, k�nnte er dort einen Monatslohn von rund Fr. 600.- und somit einen Jahreslohn von Fr. 7'200.- erzielen. Bei der Ber�cksichtigung des in der Verf�gung unbestritten ber�cksichtigten Valideneinkommens von Fr. 80'089.- und einem hypothetischen Invalideneinkommen von Fr. 7'200.- ergibt sich ein Invalidit�tsgrad von 91 % und damit ein Anspruch auf eine ganze Rente. Ein solcher w�re sogar gegeben, wenn der Beschwerdef�hrer in der Institution Y.________ in einem Vollpensum einen dreifachen Lohn verdienen w�rde ([Fr. 21'600.- x 100 : 80'089.-] - 100 = Invalidit�tsgrad von 73 %).
Die Vorinstanz hat mit der Feststellung, angesichts des Stundenlohnes von Fr. 3.50 k�nne von einer vollen Aussch�pfung der (medizinisch-theoretisch) verbliebenen Arbeits- und Leistungskraft keine Rede sein, die rechtserheblichen Tatsachen unvollst�ndig festgestellt, denn sie traf ohne n�here Begr�ndung keine Abkl�rungen dazu, welches Einkommen der Beschwerdef�hrer an einem dem Zumutbarkeitsprofil entsprechenden gesch�tzten Arbeitsplatz anderswo erzielen k�nnte. Da, wie eben gezeigt, selbst bei einer - innert nur zweier Jahre unwahrscheinlichen - Verdreifachung des Stundenlohnes der Anspruch auf eine ganze Rente gewahrt w�re, er�brigen sich weitere Abkl�rungen. Bei den im Bericht plausibel geschilderten �usserst schlechten Arbeitsleistungen (fehlende Produktivit�t bei aufw�ndigem �berwachungs- und F�hrungsaufwand) ist die Festsetzung des Lohnes kaum zu bem�ngeln. Weder die Parteien noch die Vorinstanz tun dies. Letztere zumindest nicht direkt, wenn sie dem Beschwerdef�hrer den Vorwurf macht, er nutze so die zumutbare Arbeits- und Leistungskraft nicht voll aus (vorinstanzliche E. 4.2 Abs. 1 in fine). Bei der seitens der Institution Y.________ geschilderten minimalen bis fehlenden Arbeitsleistung, die unbestrittenermassen auf gesundheitliche Gr�nde zur�ckzuf�hren ist, h�tte der Beschwerdef�hrer selbst bei einer sich trotzdem bietenden Gelegenheit zumindest gegenw�rtig keine Chance, sich im offenen Arbeitsmarkt zu behaupten. Im Einkommensvergleich ist deshalb das an einem gesch�tzten Arbeitsplatz zu erzielende Einkommen zu ber�cksichtigen; dies f�hrt dazu, dass der h�here Rentenanspruch ausgewiesen ist. Dem Beschwerdef�hrer steht ab 1. November 2007 aufgrund eines Invalidit�tsgrades von mindestens 70 % erneut eine ganze Invalidenrente zu.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Sie hat dem Beschwerdef�hrer �berdies eine Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 28. Oktober 2011 und die Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Z�rich 11. Dezember 2009 werden aufgehoben. Es wird festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer ab 1. November 2007 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat.