Source: https://www.verlagsvertrag.ch/rechtsstellung-verlaggeber
Timestamp: 2019-02-19 04:40:47
Document Index: 33854923

Matched Legal Cases: ['Art. 381', 'Art. 381', 'Art. 382', 'Art. 382', 'Art. 385', 'Art. 385', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

Rechtsstellung Verlaggeber › Verlagsvertrag
Die Rechtsstellung des Verlaggebers wird charakterisiert durch:
Vervielfältigungsüberlassung
Überlassung eines zur Vervielfältigung geeigneten Werkexemplars (OR 380)
Rechtsverschaffung
Verschaffen der für die Vervielfältigung notwendigen Rechtsstellung (OR 381 Abs. 1)
Keine Disposition zum Nachteil des Verlegers
Keine Verfügung des Verlaggebers über das Werk oder Teile davon zum Nachteil des Verlegers während der Dauer des Verlagsvertrages und / oder solange die Verlagsvertrags-Gegenstand bildende Auflage nicht vergriffen ist (OR 382 Abs. 1)
„Zeitungsartikel und einzelne kleinere Aufsätze in Zeitschriften“ (OR 382 Abs. 2)
Urheberrecht verbleibt dem Autor
Verleger erwirbt nur Befugnis zu einmaliger Publikation
Recht des Verlaggebers auf Wiederholungspublikation solcher Kurzpublikationen nach Erscheinen
Vgl. ferner OR 382 Abs. 2
„Beiträge an Sammelwerke“ und „grössere Beiträge an Zeitschriften“ (OR 382 Abs. 3)
Autor hat Recht auf Wiederholungspublikation frühestens drei Monate nach vollständiger Beitragspublikation zu weiterer Veröffentlichung
Vgl. ferner OR 382 Abs. 3
Gewährleistungspflicht des Verlaggebers für bestehende Werke
Verpflichtung ähnlich der kaufrechtlichen Eviktionshaftung von OR 192 ff.
Gewährleistung bezieht sich nur auf den Bestand des Veröffentlichungsrechts
Vgl. OR 381 Abs. 2
Gewährleistung bei bereits veröffentlichtem Werk, ohne Kenntnis des Verlegers bei Vertragsabschluss
Beeinträchtigung des kommerziellen Wert des Rechts
Verlaggeber-Haftung nach OR 381 Abs. 3 im Rahmen der allg. Nichterfüllungshaftung von OR 97 ff.
Vgl. OR 381 Abs. 3
Berichtigungs- und Verbesserungsrecht und -pflicht
Recht und Pflicht des Verlaggebers – je nach den Umständen – , Berichtigungen und Verbesserungen am Werk anzubringen
Pflicht, wissenschaftliche Werke auf dem aktuellen Stand zu halten
Recht, geänderte Meinungen und Auffassungen bei Werk-Neuauflagen zu berücksichtigen
Vgl. OR 385
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Art. 381 OR
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Art. 382 OR
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Art. 385 OR
Werkänderung durch den Verleger ohne Zustimmung des Verlaggebers kann zu einer Verletzung der Urheberrechts des Verlaggebers führen und eine Schadenersatzpflicht bzw. ggf. eine Genugtuungspflicht auslösen
Vgl. hiezu auch BGE 84 II 570 Erw. lit. a, b und c
Urheberrechtserwerb am Werk
Vgl. hiezu auch BGE 101 II 102 + BGE 117 II 466 Erw. 2