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Timestamp: 2016-10-26 06:05:54
Document Index: 355364004

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 44', 'Art. 29', 'Art. 43', 'BGE', 'Art. 84', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 9', 'Art. 29', 'Art. 25', 'Art. 27', 'Art. 27', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'BGE', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 158', 'Art. 111', 'Art. 111', 'BGE', 'Art. 115', 'Art. 115', 'Art. 114', 'Art. 115', 'Art. 114', 'Art. 115', 'BGE', 'Art. 115', 'Art. 115', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 114', 'Art. 64', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 129', 'Art. 125', 'Art. 125', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 55', 'Art. 285', 'BGE', 'Art. 142', 'Art. 142', 'Art. 122', 'Art. 142', 'Art. 142', 'Art. 55', 'Art. 55', 'Art. 152', 'Art. 156', 'Art. 159']

5C.297/2001 (04.03.2002)
5C.297/2001/min
A.________, c/o C.________ (Jordanien), Beklagter und Berufungskl�ger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hans Hurter, Habsburgerstrasse 20, 6003 Luzern,
B.________, Kl�gerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanw�ltin Heidi Koch-Amberg, Stauffacherstrasse 1, 6020 Emmenbr�cke,
A.- Mit Urteil des Amtsgerichts X.________ vom 15. September 1999 wurden B.________ (Kl�gerin) und A.________ (Beklagter), die sich 1995 in Jordanien verheiratet hatten, geschieden. W�hrend des Appellationsverfahrens, das vom Beklagten eingeleitet worden war und in dem auch �ber die internationale Zust�ndigkeit gestritten wurde, beurteilte das Bundesgericht die von A.________ erhobene staatsrechtliche Beschwerde gegen die getroffenen vorsorglichen Massnahmen (BGE 126 III 257).
B.- Das Obergericht des Kantons Luzern ist zum Schluss gelangt, das am 7. Juni 1998 in Amman (Jordanien) ergangene Scheidungsurteil zwischen den Parteien k�nne in der Schweiz nicht anerkannt werden, weshalb die luzernischen Gerichte zust�ndig seien. Infolgedessen schied es die Parteien mit Urteil vom 31. August 2001, gab die 1996 geborene Tochter in die elterliche Sorge der Mutter, verweigerte dem Vater ein Besuchsrecht und verpflichtete diesen zu einer monatlichen Unterhaltszahlung von Fr. 100.-- f�r die Tochter. Es stellte zudem fest, dass der Kl�gerin zur Deckung des geb�hrenden Unterhalts monatlich Fr. 1'200.-- fehlen, und ordnete an, die Akten seien nach Eintritt der Rechtskraft zust�ndigkeitshalber dem Verwaltungsgericht zu �berweisen. Alle weiter gehenden Parteiantr�ge wies es ab und regelte die Verfahrenskosten mit R�cksicht auf die den Parteien gew�hrte unentgeltliche Rechtspflege.
C.- Der Beklagte beantragt dem Bundesgericht mit Berufung, das obergerichtliche Urteil sei aufzuheben und auf die Scheidungsklage sei mangels Zust�ndigkeit nicht einzutreten; evtl. sei sie abzuweisen. Weiter sei festzustellen, dass er gem�ss dem jordanischen Scheidungsurteil vom 7. Juni 1998 rechtskr�ftig geschieden sei. Auch seien s�mtliche obergerichtlichen Akten im Scheidungs-, Massnahmeverfahren und bez�glich seiner beiden Ausstandsbegehren gegen die zweitinstanzliche Instruktionsrichterin sowie die Akten im bundesgerichtlichen Massnahmeverfahren (BGE 126 III 257) zu edieren.
Schlisslich ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
D.- Mit Urteil vom heutigen Tag hat das Bundesgericht die staatsrechtliche Beschwerde von A.________ gegen das obergerichtliche Urteil abgewiesen, soweit es darauf eingetreten ist (5P. 382/2001).
1.- Der Beklagte ist der Ansicht, die Verletzung der Bestimmungen des IPRG �ber die Anerkennung ausl�ndischer Urteile seien vorliegendenfalls mit staatsrechtlicher Beschwerde zu r�gen. Wohl hat das Bundesgericht in den von ihm zitierten Urteilen ausgef�hrt, es k�nne weder von einer zivilrechtlichen noch von einer verwaltungsrechtlichen Streitigkeit gesprochen werden. Indessen verkennt er, dass mit all diesen Urteilen �ber F�lle entschieden wurde, in denen vor den schweizerischen Gerichten einzig und allein umstritten war, ob ein ausl�ndisches Urteil im Inland anerkannt und vollstreckt werden kann (BGE 118 Ia 118 E. 1a und b S. 119 ff.; 116 II 376 E. 2 S. 377 f., 625 E. 2 f. S. 627 f.). Hier ist aber die zivilrechtliche und berufungsf�hige (Art. 44 a.A.
OG) Frage strittig, ob die Kl�gerin mit ihrer in der Schweiz gegen den Beklagten erhobenen Scheidungsklage durchdringt. Im Rahmen dieses Verfahrens ist vorfrageweise (Art. 29 Abs. 3 IPRG) in Anwendung von Bestimmungen des IPRG zu pr�fen, ob statt des schweizerischen das jordanische Scheidungsgericht zust�ndig ist, was Bundesrecht beschl�gt (Art. 43 OG; BGE 126 III 257 E. 4b S. 259). Die prim�r zu ergreifende Berufung (Art. 84 Abs. 2 OG) steht somit offen (z.B. BGE 126 III 298 E. 2 S. 299 f.; 126 III 327).
2.- Offenbar mit R�cksicht darauf, dass die kantonalen Gerichte dem Urteil vom 7. Juni 1998 die Anerkennung aus unterschiedlichen Gr�nden versagt haben (E. 3 hiernach) macht der Beklagte zun�chst erfolglos geltend, es m�ssten alle f�r die Anerkennung relevanten Voraussetzungen und Hindernisse gepr�ft werden. Falls die Anerkennung am Ordre public scheitert (E. 3b und 3c hiernach), k�nnen die R�gen des Beklagten ungepr�ft bleiben, es sei kein wesentlicher Verfahrensgrundsatz verletzt worden (Art. 27 Abs. 2 lit. b IPRG), die Klage in Jordanien sei fr�her rechtsh�ngig gemacht (Art. 9 und 27 Abs. 2 lit. c IPRG) und die Kl�gerin sei dort korrekt vorgeladen worden (Art. 29 Abs. 1 lit. c IPRG).
3.- Das Obergericht hat die Frage der priorit�ren Rechtsh�ngigkeit im Gegensatz zum Amtsgericht offen gelassen und das Scheidungsurteil des Gerichtshofes Amman-West vom 7. Juni 1998 nicht anerkannt mit der Begr�ndung, es widerspreche dem schweizerischen Ordre public (Art. 25 lit. c i.V.m. Art. 27 Abs. 1 IPRG), dass die Scheidung in Amman bloss aufgrund einer generellen Vertretungsvollmacht ausgesprochen worden sei, die von der Kl�gerin ihrem Vater ausgestellt worden war und in der von der Scheidung nicht die Rede sei; das Recht auf Scheidung sei h�chstpers�nlich und stellvertretungsfeindlich.
a) Der Beklagte wendet zun�chst ein, die Kl�gerin habe sich dabei behaften zu lassen, dass ihr Vater, den sie zu ihrem Vertreter im Scheidungsverfahren in Amman bestimmt hatte, die Scheidung vollzog. In der Schweiz werde die Prozesshandlung des Anwalts seinem Mandanten selbstverst�ndlich angerechnet; auch w�rden in den meisten Kantonen Scheidungsurteile gef�llt, obwohl die Parteien abwesend oder nicht vertreten seien. Darauf kommt im vorliegenden Fall nichts an, falls das jordanische Scheidungsurteil vom 7. Juni 1998 nicht anerkannt werden darf.
b) In der Schweiz wird eine ausl�ndische Entscheidung nicht anerkannt (Art. 27 Abs. 1 IPRG), wenn deren ergebnisbezogene Wertung zu einem unertr�glichen Resultat f�hrt, das der schweizerischen Rechtsordnung fundamental widerspricht. Gem�ss bundesgerichtlicher Praxis verletzt ein ausl�ndisches Scheidungsurteil den Ordre public, wenn eine Partei daran nicht teilgenommen hat, vom Verfahren m�glicherweise nichts wusste und die Scheidung bloss von Repr�sentanten der jeweiligen Familien vereinbart worden ist (BGE 122 III 344 E. 4b bis 4d S. 349 ff.; allgemein BGE 126 III 327 E. 2b S. 330). Es stellt sich im vorliegenden Fall noch deutlicher die Frage, ob eine im Ausland ausgesprochene, einvernehmliche Scheidung in der Schweiz anerkannt werden kann, wenn eine Partei den entsprechenden Willen im ausl�ndischen Verfahren weder gefasst noch ge�ussert hat.
c) Das Obergericht stellt verbindlich fest (Art. 63 Abs. 2 OG), die von der Kl�gerin ihrem Vater unter dem Datum vom 6. Januar 1998 ausgestellte Vollmacht sei generell abgefasst und namentlich im Hinblick auf die Regelung der Kinderbelange ausgestellt worden. Weiter f�hrt die Vorinstanz in tats�chlicher Hinsicht verbindlich aus, der Vater der Kl�gerin habe die Scheidung vor dem Gerichtshof Amman-West ohne Auftrag und ohne Wissen (BGE 124 III 182 E. 3 S. 184) der Kl�gerin bloss aus eigenem Willen vollzogen; auch habe sich die Kl�gerin nie in Jordanien scheiden lassen wollen. Soweit der Beklagte im Zusammenhang mit der Vollmacht Aktenwidrigkeit geltend macht mit der Begr�ndung, der Vater der Kl�gerin sei bevollm�chtigt gewesen, in die Scheidung einzuwilligen, wendet er sich somit unzul�ssigerweise gegen die vorinstanzliche Beweisw�rdigung zum Willen der Kl�gerin und ihres Vaters (BGE 126 III 25 E. 3c S. 29).
Erkl�rt eine Partei vor dem angerufenen ausl�ndischen Gericht nicht selbst, sie willige in die Scheidung ein, so kann die dennoch ausgesprochene einvernehmliche Scheidung in der Schweiz wegen der Vorbehaltsklausel von Art. 27 Abs. 1 IPRG nicht anerkannt werden: Schon das alte schweizerische Recht verlangte, dass die Parteien am Scheidungsverfahren pers�nlich teilnehmen (L�chinger/Geiser, in: Basler Kommentar, ZGB Bd. I, N 7 zu Art. 158 ZGB). Auch heute schreibt Art. 111 Abs. 1 ZGB die pers�nliche Anh�rung der Parteien im Scheidungsverfahren vor, und Art. 111 Abs. 2 ZGB verlangt die schriftliche Best�tigung des Scheidungswillens durch die Ehegatten.
Es geh�rt zu den Grundvoraussetzungen des schweizerischen Scheidungsrechts und entspricht daher gleichsam dem schweizerischen Ordre public, dass sich der Richter vom Scheidungswillen hinreichend sicher �berzeugt. Daher muss auch in einem im Ausland durchgef�hrten Scheidungsverfahren der entsprechende Wille nachgewiesen sein, bevor der angerufene Richter die Scheidung einvernehmlich ausspricht. Es ist unbestritten, dass es keine Erkl�rung der Kl�gerin gibt, mit der sie in die Scheidung einwilligte. Bei dieser Sachlage hat das Obergericht die vom Gerichtshof Amman-West am 7. Juni 1998 ausgesprochene Scheidung ohne Verletzung von Bundesrecht nicht anerkannt.
4.- Soweit sich der Beklagte auch in diesem Verfahren auf das im Zivilstandsregister eingetragene jordanische Scheidungsurteil beruft, wird er auf das in BGE 126 III 257 E. 4b Gesagte verwiesen.
5.- Das Obergericht hat die Scheidung gest�tzt auf Art. 115 ZGB ausgesprochen mit der Begr�ndung, der Kl�gerin k�nne der Fortbestand der Ehe nicht zugemutet werden. Der Beklagte habe eine zweite Frau geheiratet und lebe mit dieser und einem gemeinsamen Kind in Jordanien. Bei dieser Sachlage widersetze er sich rechtsmissbr�uchlich der Klage. Der Beklagte macht geltend, Art. 115 ZGB sei verletzt. Wenn es einer vergewaltigten Frau, die 200 km von ihrem Vergewaltiger entfernt wohne, zugemutet werden k�nne, die Frist von Art. 114 ZGB abzuwarten, k�nne dies auch von der Kl�gerin erwartet werden, die 2'000 km vom Beklagten entfernt wohne, der h�chstens als angeblicher Bigamist betrachtet werden k�nne; Art. 115 ZGB sei gegen�ber Art. 114 ZGB absolut subsidi�r.
a) Zun�chst verkennt der Beklagte, dass die bundesgerichtliche Praxis zu den Anforderungen an den schwerwiegenden Grund nach Art. 115 ZGB gelockert worden ist (BGE 127 III 347 E. 2a S. 348 f. mit Hinw.). Das von ihm zitierte Bundesgerichtsurteil (5P. 456/2000 vom 16. Januar 2001) kann schon deshalb nicht als Vergleichsbasis dienen, weil mit ihm eine staatsrechtliche Beschwerde beurteilt wurde; vor Bundesgericht war die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und nicht die Anwendbarkeit von Art. 115 ZGB umstritten (a.a.O.
E. 3b, 3c und 4).
b) Das Obergericht hat die Unzumutbarkeit des Fortdauerns der ehelichen Verbindung f�r die Kl�gerin (auch) mit dem rechtsmissbr�uchlichen Verhalten des Beklagten begr�ndet und damit zwei Rechtsfragen gleichzeitig beurteilt, die hintereinander gepr�ft werden m�ssen. Denn gem�ss Urteil des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2001 i.S. S. (E. 2b lemma 2; 5C.242/2001) dringt die Klage bei Vorliegen eines schwerwiegenden Grundes nach Art. 115 ZGB durch unabh�ngig davon, ob sich der Beklagte rechtsmissbr�uchlich der Scheidung widersetzt.
�ber die Frage, ob die Kl�gerin einen schwerwiegenden Grund hat, der ihr das Festhalten am rechtlichen Band der Ehe unzumutbar macht, entscheidet der Richter aufgrund der konkreten Fallumst�nde nach Recht und Billigkeit (Art. 4 ZGB; BGE 127 III 129 E. 3 S. 132 ff., 347 E. 2a S. 349). Die Bildung von Kategorien der schwerwiegenden Gr�nde sollte mit R�cksicht auf die konkreten Fallumst�nde tunlichst vermieden werden (BGE 127 III 129 E. 3b S. 134 Mitte).
Das Obergericht stellt fest (Art. 63 Abs. 2 OG), dass der Beklagte seit dem 26. Januar 1999 mit C.________ in Jordanien verheiratet ist und sich mit ihr und dem gemeinsamen, am 7. Oktober 2000 geborenen Kind in Jordanien aufh�lt.
Unter diesen Umst�nden kann der Kl�gerin nicht zugemutet werden, an die Ehe mit dem Beklagten bis zum Ablauf der Frist nach Art. 114 ZGB gebunden zu sein. Denn dieser hat sein Lebenszentrum nach Jordanien verschoben, mit der dort geheirateten Frau ein gemeinsames Kind und will auch nicht an der Ehe mit der Kl�gerin festhalten.
6.- Der Beklagte wendet sich auch gegen die vom Obergericht angeordneten Nebenfolgen, von denen er meint, sie seien erg�nzend zum (nicht anerkennbaren) jordanischen Scheidungsurteil geregelt worden (vgl. Art. 64 Abs. 1 IPRG). Denn es widerspreche dem Ordre public nicht, dass im jordanischen Scheidungsurteil nach bloss zwei Jahren Ehedauer eine Abfindung zugesprochen worden sei. Mit den gleichen Argumenten will er auch erreichen, dass das gemeinsame Kind der Parteien gem�ss jordanischem Scheidungsurteil ihm zugeteilt wird.
Zun�chst verkennt der Beklagte, dass dem Ordre public widersprechende ausl�ndische Urteile in der Regel insgesamt nicht anerkannt werden. Diese L�sung legt der Grundsatz der Einheit des Scheidungsurteils nahe, nach dem bei - hier gegebener - Zust�ndigkeit der schweizerische Richter auch die Nebenfolgen anzuordnen hat, zu denen die Kinderbelange geh�ren (Art. 63 Abs. 1 IPRG; BGE 126 III 298 E. 2a/bb S. 302). Das Obergericht begr�ndet seine Zust�ndigkeit auch zur Regelung der Nebenfolgen anders; wie seinen Zitaten entnommen werden kann, hat es aber vermutlich F�lle vor Augen gehabt, in denen - anders als hier - ein anerkennungsf�higes ausl�ndisches Urteil, das m�glicherweise nur Nebenfolgen regelt, vorlag. Weil sich der Beklagte mit den Motiven des angefochtenen Entscheids in keiner Weise auseinander setzt, zu den Er�rterungen �ber die Anwendbarkeit des schweizerischen Rechts kein Wort verliert und auf seine R�gen insoweit daher nicht eingegangen werden kann (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 116 II 745 E. 3 S. 749), brauchen die entsprechenden Fragen nicht beantwortet zu werden. Im Folgenden sind daher nur R�gen zu behandeln, die sich gest�tzt auf schweizerisches Recht gegen die vom vorinstanzlichen Entscheid getroffenen Nebenfolgen richten.
7.- Das Obergericht hat der Kl�gerin keine Rente zugesprochen und im Urteilsdispositiv mit R�cksicht auf eine sp�tere Erh�hung der Leistungskraft des Beklagten (Art. 129 Abs. 3 ZGB) festgestellt, die Kl�gerin erleide bis zum 21. Mai 2006 einen monatlichen Bedarfsausfall von Fr. 1'200.--; in diesem Zeitpunkt werde die gemeinsame Tochter der Parteien zehn Jahre alt sein. Weiter hat es die Unterhaltsanspr�che der Kl�gerin und der zweiten Frau als gleichrangig erachtet, Grundlagen und Voraussetzungen der Anspr�che erl�utert und in der Sache erkannt, die Kl�gerin werde bei einem ausgewiesenen Bedarf von Fr. 2'600.-- monatlich wegen ihrer Lebensumst�nde nicht mehr als den bisherigen Teilzeitverdienst von Fr. 1'400.-- im Monat erzielen k�nnen. Dagegen wendet der Beklagte ein, die Vorinstanz habe seine Rentenpflicht gegen�ber der Kl�gerin zu Unrecht bis zum 21. Mai 2006 festgelegt.
Denn die Ehe habe bloss zwei Jahre gedauert. Mit R�cksicht darauf, dass die Beklagte die ihrer Sorge unterstellte, f�nfeinhalb Jahre alte Tochter zu betreuen hat (Art. 125 Abs. 2 Ziff. 6 ZGB) und ungef�hr halbtags arbeiten kann (vgl. Art. 125 Abs. 1 ZGB), gen�gt die R�ge des Beklagten den Begr�ndungsanforderungen offensichtlich nicht (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG).
8.- Gest�tzt auf Angaben des Beklagten (tempor�rer monatlicher Arbeitserwerb von Fr. 1'000.--) und auf Belege der Botschaften der Schweiz und von Jordanien (durchschnittliches Monatseinkommen in Jordanien von Fr. 700.--) und mangels der vom Beklagten eingeforderten Bescheinigungen hat das Obergericht angenommen, der Beklagte k�nnte Fr. 700.-- verdienen. Von diesem hypothetischen Einkommen hat es die Lebenskosten f�r ihn und seine zweite Frau samt Kind in der H�he von Fr. 550.-- im Monat abgezogen und erkannt, der Beklagte k�nne vom �berschuss (Fr. 150.--) f�r das Kind der Parteien Fr. 100.-- monatlich bezahlen und hat die Ber�cksichtigung einer ehevertraglichen Regelung aus drei prozessualen Gr�nden verworfen. Der Beklagte wendet ein, seine Leistungskraft werde tangiert, weil er Fr. 1'000.-- im Monat nur kurzfristig verdient habe und ein voll erwerbst�tiger Arbeiter in Jordanien (gem�ss Bescheinigung der jordanischen Botschaft in Bern) nur USD 250.-- verdienen k�nne und er lebensnotwendige Auslagen von USD 300.-- im Monat habe.
Ob und wie hoch ein Einkommen ist, das ein Unterhaltsschuldner erzielen kann, ist regelm�ssig Tatfrage (BGE 126 II 10 E. 2b S. 12). Soweit der Beklagte seine Verdienstm�glichkeiten bezweifelt und h�here Lebenskosten geltend macht, �bt er unzul�ssige Kritik an der obergerichtlichen Beweisw�rdigung (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Ausgehend von den Zahlen der Vorinstanz kann angesichts des Umstandes, dass der Beklagte nach Abzug der Rente monatlich noch �ber Fr. 50.-- mehr als den Notbedarf verf�gt, keine Rede davon sein, die Grenze seiner Leistungsf�higkeit und Art. 285 Abs. 1 ZGB seien verletzt (BGE 127 III 68 E. 2c S. 70; 126 III 353 E. 1a/aa und bb S. 356 f.).
9.- Das Obergericht hat die Akten nach Rechtskraft des Scheidungsurteils gem�ss Art. 142 Abs. 2 ZGB an das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern �berwiesen und die von Art. 142 Abs. 3 ZGB verlangten Angaben gemacht mit der Begr�ndung, die Barauszahlung des Vorsorgeguthabens des Beklagten an diesen sei rechtlich fragw�rdig, weil das entsprechende Begehren des Beklagten von dessen zweiter Gattin unterschrieben worden sei, obwohl die Scheidung von der Kl�gerin erst im hier zu beurteilenden Verfahren erfolge. Nur das Verwaltungsgericht d�rfe beurteilen, ob das dem Beklagten ausgezahlte Vorsorgekapital den Zyklus der beruflichen Vorsorge verlassen habe; ihm obliege allein die Pr�fung der Frage, ob die Kl�gerin einen Teilungsanspruch habe. Weil bei beiden Parteien die Altersvorsorge ungesichert erscheine, hat es entschieden, es l�gen keine sachlichen Gr�nde vor, von der h�lftigen Teilung (Art. 122 Abs. 1 ZGB) abzuweichen. Der Beklagte erblickt eine Verletzung von Bundesrecht im Umstand, dass die Vorinstanz entgegen der gesetzlichen Vorschrift keinen Teilungsentscheid gef�llt und die Sache an das Verwaltungsgericht verwiesen hat. Es trifft zu, dass im angefochtenen Urteilsdispositiv die Sache lediglich dem Verwaltungsgericht �berwiesen wurde. Indes ergibt sich unmissverst�ndlich aus der Urteilsbegr�ndung (E. 5.3 S. 26 f.), dass das Pensionskassenguthaben h�lftig zu teilen ist. Das muss gen�gen; eine Verletzung von Art. 142 Abs. 1 ZGB ist nicht dargetan.
K�nnen sich die Parteien - wie hier - �ber die Teilung der Vorsorgeanspr�che nicht einigen und ist der Entscheid �ber das Teilungsverh�ltnis rechtskr�ftig, so ist die Sache an das zust�ndige Gericht zu �berweisen (Art. 142 Abs. 2 ZGB). Wenn der Beklagte geltend macht, es gebe nichts zu teilen, weil das Vorsorgeguthaben rechtsg�ltig ausgezahlt worden sei, erhebt er zu dieser Kompetenzordnung und zur grunds�tzlichen Zust�ndigkeit des Verwaltungsgerichts keine Art. 55 Abs. 1 lit. c OG gen�genden R�gen. Er begr�ndet auch nicht, weshalb es der geschilderten Kompetenzteilung widerspricht, das Verwaltungsgericht �ber die G�ltigkeit der Auszahlung befinden zu lassen.
10.- Da der Beklagte sich �ber weite Strecken nicht zureichend mit dem angefochtenen Urteil auseinander gesetzt (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG), Rechtsfragen verwechselt (vgl.
E. 3) und auch das an ihn gerichtete Bundesgerichtsurteil nicht zur Kenntnis genommen hat (vgl. E. 4), muss die Berufung als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden mit der Folge, dass ihm die unentgeltliche Rechtspflege nicht gew�hrt werden kann (Art. 152 OG). Somit wird er als unterliegend kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG); er schuldet keine Parteientsch�digung, weil keine Berufungsantwort eingeholt worden ist und der Kl�gerin somit auch keine Kosten entstanden sind (Art. 159 Abs. 2 OG).
1.- Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern vom 31. August 2001 wird best�tigt.
3.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 1'500.-- wird dem Beklagten auferlegt.