Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202000,%203346
Timestamp: 2020-07-11 02:54:09
Document Index: 69844035

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 276', '§ 264', '§ 276', '§ 264', 'BGH', 'BGH', '§ 12', '§ 826', '§ 823', '§ 263', '§ 264', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 29.05.2000 - II ZR 280/98 - dejure.org
https://dejure.org/2000,41
BGH, 29.05.2000 - II ZR 280/98 (https://dejure.org/2000,41)
BGH, Entscheidung vom 29.05.2000 - II ZR 280/98 (https://dejure.org/2000,41)
BGH, Entscheidung vom 29. Mai 2000 - II ZR 280/98 (https://dejure.org/2000,41)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2000,41) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BGB §§ 276 (Fa), 823 Be Abs. 2; StGB § 264 a
Prospektmangel - Beteiligung an einer Publikumsgesellschaft - Fehlende Aufklärung über Kapitalfluß - Änderung der Marktverhältnisse
Prospektmangel durch unzureichenden Hinweis auf erheblichen Kapitalrückfluss an Initiatoren eines Fonds zur Finanzierung von Kabelfernseh-Projekten
Relevanter Prospektmangel hinsichtlich der Beteiligung an einer Publikumsgesellschaft
BGB §§ 276, 823 Abs. 2; StGB § 264a
Prospekthaftung wegen unrichtiger Angaben
Prospektmangel durch unzureichenden Hinweis auf erheblichen Kapitalrückfluß an Initiatoren eines Fonds zur Finanzierung von Kabelfernseh-Projekten
Prospekthaftung, unterbliebener Hinweis auf vor Prospektherausgabe geänderte Marktverhältnisse, fehlende Belehrung über die Verwendung von Investitionsmitteln für die Honorierung von Funktionsträgern
Beteiligung an einer Publikumsgesellschaft als relevanter Prospektmangel
Wann ist ein Anlageprospekt falsch? (IBR 2000, 568)
NJW 2000, 3346
ZIP 2000, 1297
VersR 2000, 1288
WM 2000, 1503
BB 2000, 1595 (Ls.)
DB 2000, 1609
NZG 2000, 997
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichthofes darf ein Anleger erwarten, daß er ein zutreffendes Bild über das Beteiligungsobjekt erhält, d.h. daß der Prospekt ihn über alle Umstände, die für seine Entschließung von wesentlicher Bedeutung sind oder sein können, sachlich richtig und vollständig unterrichtet (vgl. BGHZ 123, 106, 109 f.; Sen.Urt. v. 29. Mai 2000 - II ZR 280/98, NJW 2000, 3346 - jew. m.w.N.).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes darf ein Anleger erwarten, daß er ein zutreffendes Bild über das Beteiligungsobjekt erhält, d.h. daß der Prospekt ihn über alle Umstände, die für seine Entschließung von wesentlicher Bedeutung sind oder sein können, sachlich richtig und vollständig unterrichtet (vgl. BGHZ 123, 106, 109 f.; Sen.Urt. v. 29. Mai 2000 - II ZR 280/98, NJW 2000, 3346 - jew. m.w.N.).
Darin liegt ein zumindest fahrlässiges Verschulden der Beklagten zu 1 bei Vertragsverhandlungen, von dessen Ursächlichkeit für die Anlageentscheidung der Klägerin und des Zedenten, die sich hierauf auch nur wegen der angeblichen Risikolosigkeit eingelassen haben wollen, nach der Lebenserfahrung auszugehen ist (vgl. zur Prospekthaftung Sen.Urt. v. 29. Mai 2000 - II ZR 280/98, NJW 2000, 3346 f.; v. 19. Juli 2004 - II ZR 354/02, Umdr. S. 5 z.V.b.).
Eine analoge Anwendung des § 12 Abs. 5 AuslInvestmG kommt - entgegen der Ansicht der Revision - aus den oben II 2 d aa genannten Gründen nicht in Betracht (vgl. auch Sen.Urt. v. 29. Mai 2000 - II ZR 280/98, ZIP 2000, 1296 f.; v. 11. Februar 1980 - II ZR 259/78, WM 1980, 825).
Die fehlerhafte Aufklärung ist nach der Lebenserfahrung auch ursächlich für die Anlageentscheidung geworden (vgl. Sen.Urt. v. 29. Mai 2000 - II ZR 280/98, NJW 2000, 3346, 3347).
In Betracht kommt auch eine Haftung nach § 826 BGB und § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. §§ 263, 264 a StGB (zum Schutzgesetzcharakter des § 264 a StGB s. Senat, BGHZ 116, 7, 12 ff. und Urt. v. 29. Mai 2000 - II ZR 280/98, NJW 2000, 3346).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats muß einem Anleger für seine Beitrittsentscheidung ein zutreffendes Bild über das Beteiligungsobjekt vermittelt werden, d.h. er muß über alle Umstände, die für seine Anlageentscheidung von wesentlicher Bedeutung sind oder sein können, insbesondere über die mit der angebotenen speziellen Beteiligungsform verbundenen Nachteile und Risiken zutreffend, verständlich und vollständig aufgeklärt werden (BGHZ 79, 337, 344; Urt. v. 29. Mai 2000 - II ZR 280/98, ZIP 2000, 1296, 1297; v. 7. April 2003 - II ZR 160/02, WM 2003, 1086, 1088; v. 7. Juli 2003 - II ZR 18/01, ZIP 2003, 1536, 1537; v. 19. Juli 2004 - II ZR 354/02, ZIP 2004, 1706, 1707).
Vielmehr greifen die in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entwickelten Grundsätze über die Beeinflussung der Anlageentscheidung durch Prospektfehler ein, die unabhängig davon gelten, ob das Schadensersatzbegehren auf vertragliche oder deliktische Ansprüche gestützt wird (vgl. BGH…, Urteil vom 21. Februar 2013 - III ZR 139/12 Rn. 15, NJW 2013, 1877; Urteil vom 29. Mai 2000 - II ZR 280/98, NJW 2000, 3346, juris Rn. 10; Kessen, jurisPR-BKR 7/2013 Anm. 3).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats entspricht es der Lebenserfahrung, dass ein Prospektfehler für die Anlageentscheidung ursächlich geworden ist (BGHZ 79, 337, 346; 84, 141, 148; Urt. v. 29. Mai 2000 - II ZR 280/98, ZIP 2000, 1296, 1298).
Wertpapierhandel: Vorvertragliche Aufklärungspflichten einer Großbank bei …
LG Berlin, 12.03.2004 - 5 O 485/03
Fondsherausgeber des Windparks Geisleden haften für Prospektfehler