Source: https://www.anwalt-krolik.de/erbrecht/ratgeber-erbfolge/
Timestamp: 2018-03-21 05:10:58
Document Index: 286811500

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 28', '§ 1931', '§ 1931', '§ 1971', '§ 1931']

Der Erblasser hat keine Abkömmlinge. Also können dessen Eltern und deren Abkömmlinge erben. Sind die Eltern verstorben, erben deren Abkömmlinge, also deren Kinder, Enkel, Urenkel. Im Verhältnis zum Erblasser sind dies dann seine Geschwister, Nichten, Neffen und deren Kinder.
War der Erblasser Einzelkind und seine Eltern sind verstorben, erben seine Großeltern und deren Abkömmlinge. Das wären dann seine Onkel und Tanten, Cousinen und Cousins und deren Abkömmlinge.
Hier greift das sog. "Stammesprinzip". Hat ein Erblasser 2 Kinder, so begründen diese 2 Stämme. Die Erbschaft fällt in beiden Stämmen zu gleichen Teilen an. D.h. die Abkömmlinge eines Erben rücken auf dessen Erbanteil nach.
Beide Töchter haben je 2 Kinder. Eine Tochter ist beim Erbfall des Vaters bereits verstorben. Nun erbt die lebende Tochter zu ½ neben den Kindern ihrer Schwester, die sich deren Anteil teilen, also je ¼ erben.
Der Erblasser (ohne Abkömmlinge) hat einen Bruder und einen Halbbruder väterlicherseits. Sein Vater ist bereits verstorben, die Mutter lebt noch.
Erben 1. Ordnung (Abkömmlinge) sind nicht vorhanden, also geht es im Stammbaum aufwärts in die 2. Ordnung. Hier würden Vater und Mutter erben je zu ½. Nun erbt die Mutter ½ und die beiden Brüder der Erblassers zu je ¼ als Abkömmlinge des Vaters.
Ist die Mutter ebenfalls schon verstorben, sieht es anders aus:Hier erben Bruder und Halbbruder den Erbteil des Vaters je zur Hälfte, also jeder ¼, der Bruder erhält aber auch den Anteil der Mutter also ½ und kommt so auf ¾.
wenn die Ehe nichtig ist und dies gerichtlich festgestellt ist, EheG §§ 16, 17,
wenn die Ehe aufgehoben ist, EheG §§ 28 ? 37,
wenn die Ehe rechtskräftig geschieden worden ist,
oder wenn sich um ein sog. Nicht-Ehe handelt (wenn sie nicht vor einem Standesbeamten geschlossen wurde, sondern z.B. nur kirchlich)
Der Erblasser hinterläßt eine Frau und 3 Kinder: Die Ehefrau erbt ½, die Kinder je 1/6.
Der Erblasser hat eine Frau, keine Kinder, einen Bruder und von seinen Eltern lebt noch die Mutter: Die Ehefrau erbt ¾, die Mutter ¼, der Bruder nichts.
Der Erblasser hinterläßt eine Frau, und fünf Geschwister. Die Ehefrau erbt ¾, die Geschwister je 1/20.
Der Erblasser hinterläßt eine Frau, seine Eltern sind verstorben, es leben aber noch alle 4 Großeltern. Die Ehefrau erhält ¾, die Großeltern je 1/16.
Neben Verwandten der 1. Ordnung (Kinder, Enkelkinder), beträgt der Erbteil grundsätzlich ¼, BGB § 1931 Abs. 1 S. 1, in jedem Fall ist der Erbanteil aber nicht kleiner, als der eines Kindes, BGB § 1931 Abs. 4.
Neben Verwandten der 2. Ordnung (Eltern des Erblassers und deren Abkömmlinge) oder neben Großeltern, beträgt der Erbteil ½, BGB § 1971 Abs. 1 S.2.
Bei entfernteren Verwandten als den Großeltern erbt der Ehegatte als Alleinerbe, BGB § 1931 Abs. 2.
Der Erblasser hinterläßt eine Frau und 1 Kind: Die Ehefrau und Kind erben je ½.
Der Erblasser hinterläßt eine Frau und 2 Kinder: Ehefrau und Kinder erben je 1/3.
Der Erblasser hinterläßt eine Frau und 5 Kinder: die Ehefrau erbt ¼, die Kinder erben je 3/20.
Der Erblasser hat eine Frau, keine Kinder, einen Bruder und von seinen Eltern lebt noch die Mutter: Die Ehefrau erbt ½ , die Mutter ½ , der Bruder nichts.
Der Erblasser hinterläßt eine Frau, und fünf Geschwister. Die Ehefrau erbt ½ , die Geschwister je 1/10.
Der Erblasser hinterläßt eine Frau, seine Eltern sind verstorben, es leben aber noch alle 4 Großeltern. Die Ehefrau erhält ½ , die Großeltern je 1/8.
Es ist kein Erbe zu ermitteln.
Die Erben schlagen die Erbschaft aus.
"Staat" bedeutet in diesem Zusammenhang, daß der Nachlaß an den Fiskus des Bundeslandes fällt, in dem der Erblasser niedergelassen war. Dieser Begriff ist weiter als der Wohnsitzbegriff. Er umfaßt jeden Aufenthalt, der nicht nur vorübergehend ist.