Source: http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/106025-halbwaisenrente-nur-unter-18
Timestamp: 2017-07-26 14:39:11
Document Index: 160010047

Matched Legal Cases: ['§ 48', '§ 48', '§ 97', '§ 97', '§ 48', '§ 63', '§ 64', '§ 64', '§ 65', '§ 68', '§ 67', '§ 68', '§ 46', '§ 243']

Halbwaisenrente nur unter 18?
Halbwaisenrente nur unter 18?Online-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Alexander Peter TaubitzStand: 23.04.2012Frage: Der Mann meiner Freundin ist diese Woche durch einen Arbeitsunfall verstorben. Es gibt eine eheliche Tochter, die im Juli 19 Jahr alt wird. Jetzt habe ich gelesen, dass Halbwaisenrente nur unter 18 bzw. nur bei nicht unterbrochener Schulausbildung gezahlt wird. Leider hat sie im März das Gymnasium verlassen (war zu schwer) setzt aber ihre Schulausbildung ab August auf einer Handelsschule fort. Sie arbeitet zur Zeit lediglich auf 400 Euro Basis, da nur zur Überbrückung gedacht. Steht ihr trotz dieser Voraussetzungen Halbwaisenrente zu? Wenn ja, wie wird diese berechnet und wird ihr 400 Euro Job bzw. der Verdienst der Mutter angerechnet? Wie verhält es sich mit der Halbwaisenrente von der Berufsgenossenschaft (die beiden leben in Nordrheinwestfalen)E-Mail-Beratung:Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-5281,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus MobilfunknetzenKontakt zum Autor des Beitrages:Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz |Hier klickenAntwort:Ich möchte vorwegschicken, dass der von Ihnen geschilderte Sachverhalt sehr allgemein ist, da eine Rentenzahlung natürlich immer voraussetzt (sowohl bei der gesetzlichen Rente als auch bei der gesetzlichen Unfallversicherung), dass die rentenrechtlichen Voraussetzungen (Wartezeit etc.). erfüllt sind. Darüber hinaus habe ich bei der Beantwortung Ihrer Frage unterstellt, dass der Verstorbene bei der Deutschen Rentenversicherung versichert war. Falls dem nicht so sein sollte, bitte ich um entsprechende Rückmeldung, damit ich meine Antwort nochmals überprüfen kann. Ebenso kann sich aus der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Berufsgenossenschaft eine geringfügige Änderung hinsichtlich der Waisenrente ergeben. Ich biete Ihnen gerne an, dass Sie mir im Nachgang zu dieser Beratung noch weitere Informationen über die Zugehörigkeit zur Rentenversicherung bzw. zur gesetzlichen Unfallversicherung zukommen lassen. Ich kann dann der Vollständigkeit halber nochmals überprüfen, ob meine Antwort in Ihrem konkreten Fall auch tatsächlich zutrifft. Natürlich stehe ich auch gerne für Rückfragen zur Verfügung. Für die Beantwortung der Rückfragen entstehen Ihnen natürlich keine gesonderten Kosten.Hinsichtlich der Halbwaisenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung ist es tatsächlich zutreffend, dass ein Waisenrentenanspruch bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres uneingeschränkt besteht. Darüber hinaus besteht dieser Anspruch längstens bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, wenn der Waise sich in Schul- oder Berufsausbildung befindet oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr im Sinne des Gesetzes zur Förderung eines freiwilligen sozialen Jahres leistet oder wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung außer Stande ist, sich selbst unterhalten. Dies folgt aus § 48 Abs. 4 SGB VI. Den Wortlaut des Gesetzestextes finden Sie über den nachfolgenden Link im Internet:http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__48.htmlGrundsätzlich besteht nach dem Tod eines Elternteils für das Kind des verstorbenen Anspruch auf Halbwaisenrente, wenn das Kind noch einen Elternteil hat, der unbeschadet der wirtschaftlichen Verhältnisse unterhaltspflichtig ist, und der Verstorbene die allgemeine Wartezeit erfüllt hat (§ 48 Abs. 1 SGB VI).Nach § 97 SGB VI wird auch bei Weisen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, Einkommen mit der Folge der Minderung angerechnet. Der Freibetrag beläuft sich hier auf das 17,6 fache des aktuellen Rentenwert des, der aktuell bei 28,07 € liegt. Der Freibetrag beträgt daher 494,03 € (17,6 x 28,07 €). Dem Wortlaut des Gesetzestextes zu § 97 SGB VI finden Sie über den nachfolgenden Link im Internet:http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__97.htmlIn dem von Ihnen geschilderten Fall würde ich die Rechtslage so einschätzen, dass derzeit für die Tochter kein Anspruch auf Halbwaisenrente besteht, dass sie bereits das 18. Lebensjahr vollendet hat und die Voraussetzungen für § 48 Abs. 4 Nr. 2 a) SGB VI nicht vorliegt. Wenn die Tochter im August wieder zur Schule geht, dürfte der Anspruch auf Halbwaisenrente dann aber wieder bestehen.Hinsichtlich der Halbwaisenrente über die gesetzliche Unfallversicherung kommt es zum einen entscheidend darauf an, bei welcher Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) der Verstorbene versichert war. Darüber hinaus müssen natürlich die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein. Zudem muss es sich um einen Arbeitsunfall handeln. Aufgrund Ihrer Schilderung des Sachverhaltes kann ich nur pauschal unterstellen, dass diese Voraussetzungen vorliegend erfüllt sind. Ich biete Ihnen aber gerne an, mir hierzu noch weitere Informationen zu geben, damit ich Ihre Frage konkreter beantworten kann.Grundsätzlich gewährt die gesetzliche Unfallversicherungsleistungen an Hinterbliebene in Form von Renten. Wenn der Verletzte an den Folgen eines Versicherungsfalls stirbt (§ 63 Abs. 1 SGB VII) leistete die gesetzliche Unfallversicherung Sterbegeld (§ 64 SGB VII), die Kosten der Überführung an den Ort der Bestattung (§ 64 SGB VII) sowie Hinterbliebenenrente (§ 65-70 SGB VII).http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_7/__64.htmlhttp://www.gesetze-im-internet.de/sgb_7/__65.htmlDie entscheidende Voraussetzung ist der Tod infolge eines Versicherungsfalls.Die Waisenrente beträgt für ein Kind, das Halbwaise ist, ein Fünftel des Jahresarbeitsverdienstes (§ 68 Abs. 1 SGB VII). http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_7/__68.htmlDie Waisenrente wird grundsätzlich bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gewährt, sie kann jedoch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres und sogar darüber hinaus gewährt werden (§ 67 Abs. 3 und 4 SGB VII). http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_7/__67.htmlDie möglichen Ausschlusstatbestände des Waisenrentenanspruches wegen Bezugs von Ausbildungsbezügen, Unterhaltsgeld und Übergangsgeld sind in § 68 Abs. 2 SGB VII geregelt.Sehr geehrte Frau Grötz, das Rentenrecht es leider sehr kompliziert und besteht aus einer Vielzahl von gesetzlichen Vorschriften, zumal im vorliegenden Fall Vorschriften aus dem Sozialgesetzbuch VI und dem Sozialgesetzbuch VII Anwendung finden. Ich kann Ihnen daher die im Vorfeld genannten Fundstellen im Gesetzestext nicht ersparen, obwohl mir natürlich bewusst ist, dass dies einen juristischen Laien in der Regel eher schwer zu verstehen ist.
Interessante FÃ¤lle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu HinterbliebenenrenteWitwenrente nach deutschem Recht fÃ¼r tschechische Ehefrau | Stand: 27.11.2014FRAGE: Seit meiner Scheidung vor 25 Jahren bin ich mit der Schwester meiner geschiedenen Frau zusammen. Sie ist 1961 geboren und tschechische Stattsbürgerin, wohnhaft in Prag und Dozentin. Ich bin 1943 geboren...ANTWORT: Die Frage der Witwenrente ist in Deutschland geregelt in § 46 Sechstes Sozialgesetzbuch (im Folgenden: SGB VI) Witwenrente und Witwerrente *1) .Ich füge auch einen Link auf einen Artikel in Wikipedi ...weiter lesenEinspruch gegen Geschiedenen-Witwenrenten Bescheid | Stand: 18.02.2014FRAGE: Die Ehe meiner Mutter wurde 1955 geschieden (Ehedauer von 1940-1955) Unterhaltszahlung 120DM +50DM Kind an meine Mutter. Meine Mutter hat nicht mehr geheiratet. Die Unterhaltszahlung von 120DM wurde durchgehen...ANTWORT: Um das Ergebnis gleich vorwegzunehmen, würde ich Ihnen unbedingt Raten, gegen den Bescheid Widerspruch einzulegen. Dies auch im Hinblick darauf, dass die Rechtslage tatsächlich so ist wie vo ...weiter lesenAnspruch auf Witwenrente | Stand: 25.05.2011FRAGE: ich hätte eine Frage bezüglich der Rentenansprüche meiner Mutter. Meine Mutter ist 1976 schuldlos geschieden worden. Damals hat man ihr geraten, auf etwaige Ansprüche zu verzichten...ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,auf den ersten Blick ist die Entscheidung der DRV rechtmäßig.Nach § 243 Abs.3 SGB VI kann aber ein Rentenanspruch unter bestimmten Voraussetzungen doch bestehen. Di ...weiter lesen
E-Mail-Beratung:Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-5281,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus MobilfunknetzenKontakt zum Autor des Beitrages:Rechtsanwalt Alexander Peter Taubitz |Hier klicken
Rechtsanwalt für Rentenrecht | Beamtenrecht | SpÃ¤taussiedlerrecht | Rentenrecht | Altersrente | Halbwaisenrente | HÃ¶he der Witwenrente | Kleine Witwenrente | Sterbegeld | Sterberecht | Todesfall | Waisengeld | Waisenrente | Witwen Und Waisenrente | Witwengeld | Witwenrente Hilfreiche und viele kostenlose Produkte: