Source: https://www.gruenderlexikon.de/ratgeber/beitragsbesmessungsgrenze-wenn-die-grenze-ueberschritten-ist-muss-ich-mich-selbst-versichern
Timestamp: 2018-09-23 15:14:05
Document Index: 66080329

Matched Legal Cases: ['§ 18', '§ 8', '§ 16', '§ 9', '§ 20', '§ 8', '§ 57']

Beitragsbesmessungsgrenze - wenn die Grenze überschritten ist, muss ich mich selbst versichern?
Frage von Schwathinio am 30.04.10
Die Beitragsbemessungsgrenze liegt bei der gesetzl. KV bei 840 EUR. Heisst das ich darf mit dem Nebengewerbe nicht mehr als 840 EUR mtl. reinen Gewinn machen? Und wenn ich drüber bin, trägt mich die KV dann nicht mehr und muss mich selbst versichern? Obwohl ich Hauptberuflich arbeite und ein Nettoeinkommen von 1800 EUR habe? Und wenn ich nur mal 1 Monat mehr verdiene und sonst immer unter der Grenze liege, wie läuft das dann?
Ich hab schon versucht, mich bei meiner KK schlau zu machen, aber die brauchen Wochen bis die mir überhaupt mal antworten
Hilfe! Ich hab kein Wort verstanden. Ich wollte nur wissen, ob die Familienversicherung trägt, wenn ich unter 360 EUR nebenbei verdiene.
Und wie das mit der Bemessungsgrundlage in Höhe von 840 EUR gemeint ist. Das war die Antwort von meiner Krankenkasse:
Verfügen Familienangehörige über ein Gesamteinkommen, das regelmäßig im Monat 1/7 der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 SGB IV (2010: 365,00 EUR) überschreitet, unterstellt der Gesetzgeber, dass bei diesen Personen kein Schutzbedürfnis vorliegt. Deshalb ist eine Familienversicherung in diesen Fällen ausgeschlossen.
Für geringfügig Beschäftigte (§§ 8, 8a SGB IV) beträgt das zulässige Gesamteinkommen jedoch 400,00 EUR.
Gesamteinkommen (GR v. 24.10.200 ist die Summe der Einkünfte i.S.d. Einkommensteuerrechts (§ 16 SGB IV). Das heißt, dass bei der Ermittlung des Gesamteinkommens Werbungskosten, zum Teil in Form von Pauschbeträgen, zu berücksichtigen sind. So ist z.B. beim Arbeitsentgelt der Werbungskostenpauschbetrag nach § 9a EStG in Abzug zu bringen, sofern nicht höhere Werbungskosten nachgewiesen werden.
Einkünfte aus Kapitalvermögen sind um den "Sparer- Freibetrag" nach § 20 Abs. 4 EStG zu mindern (GR vom 21.03.2006).
Bei der Ermittlung des Gesamteinkommens sind die regelmäßigen Bezüge zugrunde zu legen. Das bedeutet, dass ggf. Einmalzahlungen, die mit hinreichender Sicherheit zu erwarten sind, auf den Kalendermonat umgerechnet und dem laufenden Einkommen zugerechnet werden. Einkünfte, die von vornherein für nicht mehr als zwei Monate erzielt werden sind als unregelmäßig anzusehen. Hierbei sind die Grundsätze für die Beurteilung von geringfügigen kurzfristigen Beschäftigungen zu beachten.
Werden Einkünfte verschiedener Einkommensarten erzielt, so ist eine Saldierung von negativen und positiven Einkünften zur Ermittlung des Gesamteinkommens möglich.
Hauptberuflich wird eine selbstständige Tätigkeit dann ausgeübt, wenn sie für die betreffende Person den Mittelpunkt der Erwerbstätigkeit darstellt. Dies wird z.B. dann unterstellt, wenn in der selbstständigen Tätigkeit mindestens ein Arbeitnehmer mehr als geringfügig beschäftigt wird oder mehrere Arbeitnehmer geringfügig beschäftigt werden, deren Arbeitsentgelte bei Zusammenrechnung die Geringfügigkeitsgrenze des § 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV überschreitet (Besprechungsergebnis der Spitzenverbände vom 08.03.2007). Im Übrigen wird auf die in der selbstständigen Tätigkeit geleistete Arbeitszeit und auf das daraus erzielte Einkommen abgestellt (GR vom 01.12.1994).
Personen, die von der Bundesagentur für Arbeit einen Gründungszuschuss (§ 57 SGB III) beziehen, gelten als hauptberuflich selbstständig Erwerbstätige und sind deshalb von der Familienversicherung ausgeschlossen.
sorry, ich versteh hier auch nicht viel. fasse dich kurz und präziese. zur sicherheit hier ein artikel zum thema familienversicherung:
Tipp: Beim Begriff "Einkünfte" verstehen die Krankenkassen immer den GEwinn, nix anderes.