Source: http://dedocz.com/doc/859216/abstimmungs-botschaft
Timestamp: 2017-03-28 08:18:04
Document Index: 354802986

Matched Legal Cases: ['Art. 91', 'Art. 22', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 28', 'Art. 19']

Abstimmungs-Botschaft
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Botschaft des Stadtrats
an die Stimmberechtigten
vom 8. M&auml;rz 2015
08. 03. 2015
Insel Areal III
&Uuml;berbauungsordnung Insel Areal III
Das Konzept Energie
&Uuml;berbauuungsordnung
Die Vereinbarungen mit
den Grundeigent&uuml;mern
Der &Uuml;berbauuungsplan
die entsprechende spezielle Nutzung - im vorliegenden Fall die FD* Inselspital. Diese ist speziell f&uuml;r Nutzungen der Spitalversorgung, des Universit&auml;tsspitals und der Hochschule im Gesundheitswesen bestimmt.
&Uuml;berbauungsordnung (UeO)
Eine &Uuml;berbauungsordnung besteht aus einem
&Uuml;berbauungsplan mit Vorschriften. Sie regelt
&uuml;ber die Grundordnung hinaus detailliert die
bauliche Ausgestaltung von bestimmten Arealen. Als Spezialvorschrift geht sie der Grundordnung vor.
Geschossfl&auml;che (GF)
Die Geschossfl&auml;che ist die allseitig umschlossene und &uuml;berdeckte Grundrissfl&auml;che der zug&auml;nglichen Geschosse eines Geb&auml;udes einschliesslich der Konstruktionsfl&auml;chen.
Schutzzone A (SZ A)
Die Schutzzone SZ A umfasst Gebiete von besonderer landschaftlicher, st&auml;dtebaulicher und
&ouml;kologischer Bedeutung. In der SZ A gilt ein
Bauverbot f&uuml;r nicht standortgebundene Bauten.
Diese kleinen, gestalteten Gr&uuml;nr&auml;ume dienen
der &ouml;ffentlichen Nutzung sowie zur Orientierung
und Identit&auml;tsstiftung auf dem Areal. In der
Funktion sind diese einem Quartierplatz gleichzusetzen. Die Pocketparks werden im Bereich
der gesch&uuml;tzten Geb&auml;ude angelegt.
Schutzzone B (SZ B)
Wie die SZ A umfasst die Schutzzone SZ B Gebiete von besonderer landschaftlicher, st&auml;dtebaulicher und &ouml;kologischer Bedeutung. In diesen Gebieten k&ouml;nnen jedoch neue Bauten
massvoll und dem Schutzzweck dienend erg&auml;nzt
Ein Masterplan ist ein informelles Planungsinstrument. Dieses enth&auml;lt Strategien und definiert &uuml;bergeordnete Regeln. Gleichzeitig sind
Entwicklungsspielr&auml;ume und ein gewisses
Mass an Flexibilit&auml;t m&ouml;glich.
Zone f&uuml;r private Bauten und Anlagen im
allgemeinen Interesse FD*
Die Zone FD* ist f&uuml;r private Bauten und Anlagen
im allgemeinen Interesse bestimmt und regelt
I Innere Stadt II L&auml;nggasse, Felsenau IIIMattenhof, Weissenb&uuml;hl,
Monbijou, Sandrain, Marzili,
Holligen, Fischerm&auml;tteli,
IVKirchenfeld, Schosshalde V Breitenrain, Lorraine VIB&uuml;mpliz, Bethlehem,
St&ouml;ckacker, Oberbottigen,
Riedbach, Eymatt
Damit sich das Inselspital Universit&auml;tsspital Bern langfristig weiterentwickeln
kann, muss es in den n&auml;chsten Jahren kontinuierlich erneuert werden. Auf der
Grundlage eines Masterplans wurde eine neue &Uuml;berbauungsordnung erarbeitet.
Sie regelt die bauliche Entwicklung des Areals bis 2060. Die Stimmberechtigten
befinden mit dieser Vorlage &uuml;ber die &Uuml;berbauungsordnung Insel Areal III.
Das Inselspital Universit&auml;tsspital Bern befindet
sich seit 130 Jahren an seinem jetzigen Standort
auf der Kreuzmatte im Stadtteil III. Der Bezug
der neu erbauten Spitalanlage erfolgte 1884.
Seit dieser Zeit wurde sie vielfach und vielf&auml;ltig
erg&auml;nzt. Neue Geb&auml;ude und Anlagen entstanden und vermischten sich mit der urspr&uuml;nglich
geordneten Pavillonanlage des Areals. Heute
bestimmen verschiedenste Einzelbauten das
Gesamtbild des Inselspitals. Eine &uuml;bergeordnete Baustruktur ist nicht erkennbar.
Medizinalstandort Bern st&auml;rken
Die bestehende r&auml;umliche Zersplitterung f&uuml;hrt
zunehmend zu einer organisatorischen Zersplitterung. Diese hat ineffiziente Betriebsprozesse
zur Folge, die heutigen Anforderungen an ein
modernes Universit&auml;tsspital nicht mehr gen&uuml;gen. Um den Medizinalstandort Bern langfristig
zu st&auml;rken, m&uuml;ssen das Inselareal und dessen
Infrastruktur kontinuierlich erneuert werden. Es
gilt dabei, auf die r&auml;umlichen Bed&uuml;rfnisse, aber
auch auf die rasanten und unvorhersehbaren
Entwicklungen in der Medizin reagieren zu k&ouml;nnen.
Areal langfristig weiterentwickeln
Um zu einer Gesamtkonzeption mit neuen Entwicklungsstrategien zu gelangen, wurde 2010
ein internationaler Ideenwettbewerb durchgef&uuml;hrt. Das Siegerprojekt Masterplan Inselspital
Universit&auml;tsspital Bern bildet die Grundlage f&uuml;r
die erforderlichen baurechtlichen Anpassungen.
Diese wurden in Form einer &Uuml;berbauungsordnung umgesetzt. Die &Uuml;berbauungsordnung Insel Areal III regelt die langfristige Weiterentwicklung des Areals und erm&ouml;glicht es, das
Inselspital in den n&auml;chsten Jahrzehnten geordnet und nachhaltig zu erneuern.
Ordnung und Identit&auml;t schaffen
Die &Uuml;berbauungsordnung definiert klare st&auml;dtebauliche und verkehrsplanerische Rahmenbedingungen, bietet jedoch gleichzeitig ausreichend Flexibilit&auml;t f&uuml;r neue Entwicklungen. Sie
schafft eine klare Ordnung von &uuml;berbaubaren
und nicht &uuml;berbaubaren Fl&auml;chen und konzentriert die Baumasse im Herzen des Areals. Historisch wertvolle Geb&auml;ude und Parkanlagen
werden in die Entwicklung des Areals eingebunden und schaffen Identit&auml;t.
Die &Uuml;berbauungsordnung sieht vor, den Fussund Veloverkehr auf dem Areal weitgehend vom
motorisierten Verkehr zu entflechten. Diese
Massnahme wird die Orientierung und Durchl&auml;ssigkeit verbessern. Die k&uuml;nftig entstehende
Erh&ouml;hung der Nutzungsdichte wird zu Mehrverkehr auf dem Inselareal f&uuml;hren. Dieser wird
durch eine kontrollierte Lenkung des Verkehrs,
die gezielte Positionierung der Parkpl&auml;tze und
den Ausbau des &ouml;ffentlichen Verkehrs bew&auml;ltigt.
Zudem ist die zul&auml;ssige Nutzung durch ein
Fahrtenkontingent beschr&auml;nkt.
Abstimmungsempfehlung des Stadtrats
Der Stadtrat empfiehlt
den Stimmberechtigten, die Vorlage
Die Geb&auml;ude und Anlagen auf dem Inselareal sind historisch gewachsen und
wurden vielfach erg&auml;nzt. Einzelbauten bestimmen das Gesamtbild, eine &uuml;bergeordnete Baustruktur ist nicht erkennbar. Eine langfristige Planung soll dem Spital
erm&ouml;glichen, sein Areal ganzheitlich und nachhaltig weiterzuentwickeln.
Der Standort des Inselspitals ist einmalig zentrumsnah und bereits heute gut erschlossen.
Um diesen Standort zu sichern, ist eine kontinuierliche Erneuerung der Infrastruktur notwendig.
&Uuml;ber viele Jahre hinweg hat sich das Areal von
einer urspr&uuml;nglich klar strukturierten Pavillonanlage zu einer ungeordnet gewachsenen Baustruktur mit r&auml;umlich dezentralen Anlagen entwickelt. Neue Geb&auml;ude wurden in der Vergangenheit weitgehend ohne eine &uuml;bergeordnete Planung gebaut. Die daraus entstandene
organisatorische Zersplitterung hat ineffiziente
Betriebsprozesse zur Folge, die haupts&auml;chlich
zu Lasten der Patientinnen und Patienten sowie
der Mitarbeitenden gehen. Kleinr&auml;umige und
stark verstreute Leistungserbringungen der einzelnen Kliniken und Fakult&auml;tseinrichtungen gen&uuml;gen nicht mehr den medizinischen, betriebswirtschaftlichen und humanen Anspr&uuml;chen
eines modernen universit&auml;ren Campus.
Strategie f&uuml;r nachhaltige Entwicklung
Um das Inselspital auf lange Sicht wettbewerbsf&auml;hig zu halten und um den Universit&auml;tsstandort
f&uuml;r Medizin in Bern zu st&auml;rken, sind zukunftsweisende Entwicklungsstrategien erforderlich.
Dabei muss einerseits auf einen sich wandeln-
den und steigenden Raumbedarf R&uuml;cksicht genommen werden, da die Zahl der Patienten und
Studierenden weiter zunimmt. Andererseits
muss auch auf neue medizinische Entwicklungen, Behandlungsmethoden und interdisziplin&auml;re Arbeitsweisen reagiert werden k&ouml;nnen.
Zur Entwicklung einer Gesamtkonzeption des
Inselareals wurde im Jahr 2010 ein internationaler Ideenwettbewerb ausgeschrieben. Daraus
resultierte der Masterplan Inselspital Universit&auml;tsspital Bern. Das aus dem Wettbewerb hervorgegangene Siegerprojekt wurde weiterentwickelt und bildet die Grundlage f&uuml;r die
erforderlichen baurechtlichen Anpassungen.
Diese wurden in Form der &Uuml;berbauungsordnung
Insel Areal III umgesetzt. Der Masterplan zeigt
einen Planungshorizont bis ins Jahr 2060 auf.
Damit soll die Entwicklung des Areals &uuml;ber einen langen Zeitraum gesteuert werden und l&auml;ngerfristig zu einer st&auml;dtebaulichen Ordnung f&uuml;hren.
Das urspr&uuml;ngliche Inselspital auf der Kreuzmatte im Stadtteil III. Diese Pavillonstruktur
wurde 1884 neu erbaut und seither vielfach
und vielf&auml;ltig erg&auml;nzt (Bild: InselspitalStiftung Bern).
Das Inselspital Bern ist eines von f&uuml;nf Universit&auml;tsspit&auml;lern der Schweiz. Es nimmt
eine bedeutende Stellung im Gesundheitswesen unseres Landes ein und ist ein medizinisches Kompetenzzentrum mit internationaler Ausstrahlung.
Mit fast 8000 Mitarbeitenden ist das Inselspital der gr&ouml;sste Arbeitgeber in der Stadt
und der Region Bern. Jedes Jahr werden in
seinen R&auml;umlichkeiten rund 40`000 Patientinnen und Patienten behandelt und 520`000
Konsultationen durchgef&uuml;hrt.
Das Spital ist zudem ein wichtiger Bildungsanbieter, der mehr als 1000 Menschen auf
allen Stufen des Gesundheitswesen ausund weiterbildet. Auf dem Inselareal befindet sich ebenfalls die Medizinische Fakult&auml;t
der Universit&auml;t Bern.
Das Inselareal erstreckt sich &uuml;ber eine Fl&auml;che von 180`000 Quadratmetern und umfasst gegen 40 Kliniken und Institute. Tr&auml;gerin des Spitalbetriebs ist die InselspitalStiftung.
Rahmenbedingungen und Spielr&auml;ume
Mit der &Uuml;bertragung des Masterplans in das
Planungsinstrument der &Uuml;berbauungsordnung
kann die langfristig geplante Neustrukturierung
des Areals ganzheitlich sichergestellt werden.
Es wird eine geordnete und nachhaltige Bebauung des Areals &uuml;ber mehrere Jahrzehnte m&ouml;glich. In diesem Zusammenhang nimmt das Projekt Masterplan Inselspital Universit&auml;tsspital
Bern eine Pionierrolle ein. Die Planungsvorlage
definiert klare st&auml;dtebauliche und verkehrsplanerische Rahmenbedingungen, die Flexibilit&auml;t
und Spielraum f&uuml;r k&uuml;nftige Entwicklungen bieten.
Die Geschichte des Inselspitals reicht bis
ins Sp&auml;tmittelalter zur&uuml;ck: 1354 liess Anna
Seiler, Bernburgerin und Witwe des Ratsherrn und Spitalmeisters des Niederspitals,
per Testament ein Spital gr&uuml;nden, das &laquo;stets
und ewig&raquo; 13 kranke bed&uuml;rftige Menschen
pflegt. Mit diesem Testament wurde die Stiftung, aus der das heutige Inselspital hervorgeht, gegr&uuml;ndet.
Das erste Spital bezog 1528 die R&auml;ume des
Inselklosters an der heutigen Zeughausgasse. In der Zeit von 1724 bis 1884 befand sich
das Spital am Standort des jetzigen Bundeshauses Ost. Aufgrund der eingeschr&auml;nkten
M&ouml;glichkeiten zur Ausdehnung initiierte der
Chirurg Theodor Kocher eine neue Spitalanlage auf der Kreuzmatte, dem heutigen
Standort des Inselspitals. Diese Anlage
wurde 1884 erbaut.
Bis heute erfolgten verschiedene Ausdehnungen des Areals mit Erweiterungsbauten,
in j&uuml;ngster Zeit zum Beispiel die Frauenklinik, das Ausbildungszentrum (AZI) oder das
Pathologische Institut. 2012 wurde als wichtiger Meilenstein das INO (Intensivbehandlungs-, Notfall- und Operationszentrum) eingeweiht.
Das Inselareal hat sich &uuml;ber viele Jahre
hinweg von einer klar strukturierten Pavillonanlage zu einer ungeordnet gewachsenen
Baustruktur mit r&auml;umlich dezentralen Anlagen
entwickelt (Bild: Inselspital-Stiftung Bern).
Die &Uuml;berbauungsordnung stellt die strategischen und baurechtlichen Weichen f&uuml;r
die Zukunft des Inselareals. Sie ordnet die Baufl&auml;chen, konzentriert die Baumasse
im Herzen des Areals, f&ouml;rdert eine qualitative Verdichtung, sch&uuml;tzt das baukulturelle Erbe und wertet den &ouml;ffentlichen Raum auf.
Das neue st&auml;dtebauliche Bebauungsmuster
und nicht &uuml;berbaubaren Fl&auml;chen auf dem Areal.
Die Baumasse konzentriert sich im Herzen des
Areals und verringert sich gegen die R&auml;nder zu
den einzelnen Quartieren im Stadtteil III. Damit
wird eine betriebliche Zentrumsbildung erm&ouml;glicht, die kurze Wege und effiziente Betriebsabl&auml;ufe schafft. Durch die bauliche Konzentration
k&ouml;nnen wertvolle Freifl&auml;chen geschaffen sowie
ein durchl&auml;ssiges und strukturiertes Erschliessungsnetz eingef&uuml;hrt werden.
Dichte und Flexibilit&auml;t
Um eine qualit&auml;tvolle Verdichtung zu f&ouml;rdern,
wird das Mass der Nutzung pro Baubereich
durch die Vorgabe der maximalen Geb&auml;udegrundfl&auml;che, der maximalen Geschossfl&auml;che,
des maximalen Bauvolumens sowie des h&ouml;chsten Punktes der Dachkonstruktion verbindlich
limitiert. In der &Uuml;berbauungsordnung wird bewusst offen gelassen, wie die Baumasse konkret auf dem Baubereich anzuordnen ist. Durch
diesen Flexibilit&auml;tsgrad wird erm&ouml;glicht, die
Baumasse beziehungsweise das Geb&auml;ude in jedem einzelnen Baubereich an die k&uuml;nftigen Nutzungsbed&uuml;rfnisse, die betrieblichen Anforderun-
gen, aber auch an die technischen Innovationen
angepasst zu entwickeln und zu realisieren.
Staffelung der Geb&auml;udeh&ouml;hen
Auf den vier zentralen Baubereichen ist die Realisierung von Hochh&auml;usern bis zu einer maximalen H&ouml;he von 90 Metern m&ouml;glich. An den R&auml;ndern zu den Quartieren verringert sich die
bauliche Dichte beziehungsweise die Baumasse. Gegen&uuml;ber dem Bremgartenfriedhof ist die
H&ouml;he auf ein Mass von 36,5 bis 45,0 Meter beschr&auml;nkt. In Nachbarschaft zu den bauhistorisch
bemerkenswerten Strassenz&uuml;gen wie Jennerweg und Choisystrasse wird auf den Baubereichen die niedrigste H&ouml;henbeschr&auml;nkung mit
rund 24 Metern definiert. Die Staffelung der Geb&auml;udeh&ouml;hen auf dem Areal wurde intensiv mit
dem Qualit&auml;tsteam Hochhaus der Regionalkonferenz Bern-Mittelland entwickelt und festgelegt.
Schutz historisch wertvoller Bauten
Das baukulturelle Erbe des Inselspitals wird in
die k&uuml;nftige Arealentwicklung integriert und mit
Sorgfalt weitergepflegt. F&uuml;r die gesch&uuml;tzten Geb&auml;ude n&ouml;rdlich des Engl&auml;nderhubels werden
umliegende Gr&uuml;nr&auml;ume, so genannte Pocket-
LFP 11666246
Der Masterplan 2060 zeigt unter anderem auf,
welche Fl&auml;chen auf dem Inselareal k&uuml;nftig
&uuml;berbaubar und welche nicht &uuml;berbaubar sind
(Bild: Henn Architekten, M&uuml;nchen).
parks, eingerichtet. Sie erm&ouml;glichen eine gestalterische Aufwertung der bauhistorisch wertvollen Substanz des Inselareals und tragen zur
Identit&auml;tsstiftung und zur Orientierung auf dem
Areal bei. Mit der Erstellung der Pocketparks
wird gleichzeitig ein Gegengewicht zur baulichen Konzentration in der Mitte des Areals sichergestellt. Als wichtigste denkmalpflegerische Forderung werden Schutz und Erhalt des
Engl&auml;nderhubels mit seinen architekturgeschichtlich wertvollen Bauten (zum Beispiel das
Loryspital von Otto Rudolf Salvisberg) in der
&Uuml;berbauungsordnung sichergestellt. Im Gegenzug soll ein kleiner Teil der denkmalpflegerisch
relevanten Bausubstanz der neuen Bebauungsstruktur weichen k&ouml;nnen. Die fachliche Abw&auml;gung wurde in enger Zusammenarbeit mit der
st&auml;dtischen Denkmalpflege vorgenommen und
wird von dieser gest&uuml;tzt.
Freiraumkonzept mit drei Schwerpunkten
Der Engl&auml;nderhubel wird an Bedeutung und Attraktivit&auml;t gewinnen. Er wird bis sp&auml;testens
2025 vollst&auml;ndig in die Nutzungsfunktion als
Parkanlage zur&uuml;ckgef&uuml;hrt. Zudem wird der Engl&auml;nderhubel im s&uuml;dlichen Spitz k&uuml;nftig direkt
&uuml;ber eine Treppe vom Stadtbachweg erschlossen, sodass die Anbindung an den Loryplatz verbessert wird. Die Pocketparks f&ouml;rdern die Aufenthaltsqualit&auml;t im Freiraum des Spitalquartiers
und repr&auml;sentieren gleichzeitig den historischen
Wert des Inselspitals. Eine weitere Aufwertung
erh&auml;lt der &ouml;ffentliche Raum durch neue Baumpflanzungen, die sich &uuml;ber das gesamte Areal
erstrecken und zus&auml;tzlich das st&auml;dtebauliche
Bebauungsmuster sowie die Erschliessungsanlage betonen.
Areals und verringert sich gegen die R&auml;nder
zu den einzelnen Quartieren im Stadtteil III.
Damit wird eine betriebliche Zentrumsbildung
erm&ouml;glicht (Bild: Henn Architekten, M&uuml;nchen).
Die &Uuml;berbauungsordnung bringt eine Verbesserung punkto Verkehrsorientierung
auf dem Areal: Die Verkehrswege werden vereinfacht, der Langsamverkehr wird
weitgehend vom motorisierten Verkehr entflochten. Massnahmen zur Bew&auml;ltigung des motorisierten Mehrverkehrs sind ebenfalls vorgesehen und geregelt.
Das Erschliessungskonzept sieht vor, die Verkehrsstr&ouml;me des Fuss- und Veloverkehrs k&uuml;nftig
weitgehend vom motorisierten Individualverkehr zu entflechten. Ziel ist es, eine bessere Orientierung auf dem Areal zu schaffen, die Verkehrswege zu vereinfachen sowie die Wege zu
strukturieren und den Aussenraum aufzuwerten.
Eine zentrale, grossz&uuml;gig gestaltete Fuss- und
Veloverkehrsachse wird k&uuml;nftig quer durch das
Areal f&uuml;hren, von der Murtenstrasse bis zum
Engl&auml;nderhubel. Ende 2015 wird die TrolleybusLinie 11 das Areal des Inselspitals direkt erschliessen. Dieser Ausbau macht die Nutzung
des &ouml;ffentlichen Verkehrs wesentlich attraktiver.
Ausn&uuml;tzung m2 Geschossfl&auml;che
Parkpl&auml;tze unterirdisch konzentrieren
Die Parkpl&auml;tze auf dem Areal werden k&uuml;nftig
ausschliesslich entlang der Friedb&uuml;hl- und Freiburgstrasse erschlossen und in unterirdischen
Parkierungsanlagen konzentriert.
Abh&auml;ngigkeiten zum Umfeld
Ziel ist es, die Aussenr&auml;ume von parkierten Autos zu befreien. Aus Platzgr&uuml;nden werden mit
der Einf&uuml;hrung des Inselbusses bereits die geb&uuml;hrenpflichtigen Parkpl&auml;tze entlang der Freiburgstrasse aufgehoben. F&uuml;r die Bewirtschaftung der Abstellpl&auml;tze und die damit zusammenh&auml;ngende Verkehrssteuerung werden
Regelungen in den Vorschriften zur &Uuml;berbauungsordnung definiert.
Mehrverkehr bew&auml;ltigen
Die Vergr&ouml;sserung des Fl&auml;chenangebots wird zu
Mehrverkehr f&uuml;hren. Das kantonale Gesamtverkehrmodell ber&uuml;cksichtigt den Prognosezustand
der Netze bis 2030. Nach heutigem Kenntnisstand kann eine betrieblich genutzte Geschossfl&auml;che von 390`000 Quadratmetern verkehrstechnisch bew&auml;ltigt werden. Dies geschieht
durch die kontrollierte Lenkung des Verkehrs,
die gezielte Positionierung der Parkpl&auml;tze sowie
maximal m&ouml;glich:
Betrieb 550`000 m
Die stufenweise Erh&ouml;hung des Fl&auml;chenangebots wird zu Mehrverkehr f&uuml;hren. Nach
heutigen Erkenntnissen erreicht das Verkehrsaufkommen mit 390`000 Quadratmetern
betrieblich genutzter Geschossfl&auml;che einen
Schwellenwert. Dieser wird voraussichtlich
2030 erreicht. Sp&auml;testens dann m&uuml;ssen
flankierende Massnahmen umgesetzt werden
(Bild: Stadtplanungsamt Bern).
Schwellenwert 390`000 m2
Heute 270‘000
SPA | 09.2013
definierbar Prognose
durch den Ausbau des &ouml;ffentlichen Verkehrs und
ein Fahrtenkontingent. Der Schwellenwert von
390`000 Quadratmetern Geschossfl&auml;che wird
voraussichtlich im Jahr 2030 erreicht. Da sich
das Verkehrsverhalten stetig &auml;ndert und parallele Entwicklungen im Umfeld stattfinden, lassen
sich kaum verbindliche Aussagen f&uuml;r nach 2030
treffen. Dem wird in den Vorschriften zur &Uuml;berbauungsordnung und im Infrastrukturvertrag
Rechnung getragen. So m&uuml;ssen die Fahrtenzahl
und weitere notwendige Massnahmen sp&auml;testens in der Zeit nach 2030 im Rahmen des
Baubewilligungsverfahrens festgelegt werden.
Die flankierenden Massnahmen werden in den
Bereichen motorisierter Individualverkehr, Velound &ouml;ffentlicher Verkehr erfolgen. Zudem ist ein
direkter S-Bahn-Anschluss Inselspital als langfristige Option in die Planung eingeflossen.
Mobilit&auml;tsmanagement und
Mobilit&auml;tskonzept
Um die Verkehrsmittelwahl aller Nutzergruppen
(Patienten, Besucher, Besch&auml;ftigte und Studierende) in Richtung umweltfreundlicher, nachhaltiger Verkehrsmittel zu beeinflussen, hat die
Grundeigent&uuml;merin ein dauerhaftes Verkehrsmanagement zu betreiben. In einem Mobilit&auml;tskonzept sind die Massnahmen aufzuzeigen, die
getroffen werden sollen, damit Patientinnen und
Patienten, Besuchende, Besch&auml;ftigte und Studierende m&ouml;glichst ohne eigenes Auto anreisen.
Konzept Energie und &Ouml;kologie
Das Areal des Inselspitals soll m&ouml;glichst ressourcenschonend weiterentwickelt
werden. Die Beheizung wird k&uuml;nftig vollst&auml;ndig durch Fernw&auml;rme aus der
Energiezentrale Forsthaus erfolgen. Zudem wir f&uuml;r ausreichend naturnahe
Lebensr&auml;ume gesorgt.
Die Umstrukturierung und der Ausbau des Inselareals sind in sich ein nachhaltiges Vorgehen.
Einerseits wird umsichtig mit der begrenzt zur
Verf&uuml;gung stehenden Ressource Bauland umgegangen, andererseits kann im Kontext bestehender Infrastrukturen auf- und weitergebaut
Ressourcenschonende Entwicklung
Ziel der Inselspital-Stiftung und des Kantons
Bern ist es, eine ressourcenschonende Entwicklung im Umwelt- und Energiebereich sicherzustellen. Alle Bauten und Anlagen auf dem Areal
haben sich daher zuk&uuml;nftig an den Zielvorgaben
und Grunds&auml;tzen der 2000-Watt-Gesellschaft zu
orientieren. Diese Zielsetzungen erfordern die
konsequente Umsetzung einer energieeffizienten Bauweise und die Nutzung erneuerbarer
Bereits heute wird das Inselspital mehrheitlich
durch Fernw&auml;rme aus der Energiezentrale Forsthaus beheizt. K&uuml;nftig soll die Beheizung des Spitals ausschliesslich durch diese Energie erfolgen. Die Kapazit&auml;ten der vorhandenen Netze
(Fernw&auml;rme, Strom, Kaltwasser) reichen f&uuml;r den
Ausbau der gesamten Geschossfl&auml;che aus.
Naturnahe Lebensr&auml;ume
W&auml;hrend jeder Bauphase m&uuml;ssen mindestens
15 Prozent des gesamten Inselareals, also mindestens 26‘500 Quadratmeter, als naturnahe
Lebensr&auml;ume ausgestaltet und dementsprechend gepflegt werden. Im Rahmen jeder Bauetappe muss die Lebensraumbilanz naturnaher
Lebensr&auml;ume ausgewiesen werden.
Engl&auml;nderhubel
Das k&uuml;nftige Inselareal soll &uuml;ber ausreichend
naturnahe Lebensr&auml;ume verf&uuml;gen. Der Plan
zeigt die sechs Pocketparks (Freir&auml;ume F1 bis
F6) sowie die Pflanzbereiche f&uuml;r neue Baumreihen (dunkelgr&uuml;n), (Bild: MRH Architekten
Die Inhalte der &Uuml;berbauungsordnung
Die &Uuml;berbauungsordnung regelt die Art der Nutzung, definiert die Baubereiche
inklusive dem maximalen Nutzungsmass, legt die Erschliessungsanlagen, die
Baumstandorte sowie den Schutz der bestehenden Bauten fest. Die Planungsvorlage besteht aus der &Uuml;berbauungsordnung und den dazugeh&ouml;rigen Vorschriften.
Die Planung beinhaltet die Neuordnung des im
Wirkungsbereich liegenden Areals in den Zonen
f&uuml;r private Bauten und Anlagen im allgemeinen
Interesse FD* Inselspital, der Schutzzonen SZ A
und SZ B (siehe Seite 4). Die vorliegende &Uuml;berbauungsordnung enth&auml;lt zus&auml;tzlich die Neuordnung des arealinternen Erschliessungsnetzes.
Ein Kernelement des neuen Erschliessungsnetzes ist der grossz&uuml;gig dimensionierte Begegnungsbereich f&uuml;r Fuss- und Veloverkehr. Er vernetzt das Areal von der Murtenstrasse bis zum
Engl&auml;nderhubel direkt.
Mit der &Uuml;berbauungsordnung Insel Areal III liegt
eine Planung vor, die im Zentrum des Wirkungsperimeters eine hohe bauliche Dichte erm&ouml;g-
licht. Im Gegenzug dazu wird das gesamte Areal
von Freir&auml;umen durchzogen, die zur Orientierung und zur ausgewogenen Aufenthaltsqualit&auml;t
auf dem Spitalareal dienen. Zudem wird der gesamte Engl&auml;nderhubel der Schutzzone SZ B zugeordnet.
Nach heute g&uuml;ltigem Baurecht w&auml;re die Realisierung einer Geschossfl&auml;che von rund 550`000
Quadratmetern m&ouml;glich. Die &Uuml;berbauungsordnung Insel Areal III regelt den Ausbau einer Geschossfl&auml;che von maximal 600`000 Quadratmetern, wovon allerdings betrieblich nur 550`000
Quadratmeter Geschossfl&auml;che genutzt werden
d&uuml;rfen. Die Planung erm&ouml;glicht demnach gegen&uuml;ber der heute geltenden Ordnung keine betriebliche Mehrnutzung.
In der &Uuml;berbauungsordnung wird bewusst
offen gelassen, wie die Baumasse konkret
auf dem Baubereich anzuordnen ist. Das
Schema zeigt die Optionen f&uuml;r verschiedene
Bauk&ouml;rper. Links: die maximale Baumasse
und Geschossfl&auml;che pro Baubereich. Rechts:
eine m&ouml;gliche Anordnung. Die Punktlinie zeigt
die maximal zul&auml;ssige Geb&auml;udeh&ouml;he. (Bild:
Stadtplanungsamt Bern).
Der Mehrverkehr und die damit verbundenen
Auswirkungen auf die Umwelt werden periodisch &uuml;berpr&uuml;ft. Entsprechende Handlungsanweisungen und Massnahmen sind in den Vorschriften zur &Uuml;berbauungsordnung und in dem
Infrastrukturvertrag zwischen der Stadt Bern
und den Grundeigent&uuml;mern definiert.
Die Planungsvorlage besteht aus einer &Uuml;berbauungsordnung inklusive dazugeh&ouml;rigen Vorschriften. Die &Uuml;berbauungsordnung regelt die Art der
Nutzung, die Baubereiche inklusive das maximale Nutzungsmass, die Erschliessungsanlagen,
die Baumstandorte sowie den Schutz von Bauten.
Mitwirkung, Vorpr&uuml;fung und
Die &ouml;ffentliche Mitwirkung fand im Sommer
2013 statt. Insgesamt gingen sechs Eingaben ein. Sie hatten einzelne Pr&auml;zisierungen
und Detaillierungen in der Planungsvorlage
und im Erl&auml;uterungsbericht zur Folge.
Das Amt f&uuml;r Gemeinden und Raumplanung
(AGR) hat die Vorpr&uuml;fung der &Uuml;berbauungsordnung im Februar 2014 abgeschlossen.
Das AGR h&auml;lt in seinem Bericht fest, dass es
der Stadt mit der vorliegenden Planung gelingt, &laquo;die Anspr&uuml;che eines konzentrierten
und hochspezialisierten Spitalkomplexes
mit den Randbedingungen des St&auml;dtebaus,
der Denkmalpflege, des Verkehrs und der
Umwelt aufeinander abzustimmen und eine
langfristige, etappierte Entwicklung des Inselareals unter Ber&uuml;cksichtigung des Vollbetriebes f&uuml;r die n&auml;chsten Jahrzehnte sicherzustellen&raquo;. Das AGR anerkennt die Planung
als genehmigungsf&auml;hig.
Die &ouml;ffentliche Auflage fand im Mai 2014
statt. Es gingen insgesamt f&uuml;nf Einsprachen
ein. Die Auswertung der Eingabepunkte
f&uuml;hrte zu kleineren Anpassungen der &Uuml;berbauungsordnung. Mit den Einsprechenden
konnte nicht in allen Punkten eine Einigung
erzielt werden, sodass diese an ihren Einsprachen festhalten. Bei Annahme der Planung durch die Stimmberechtigten wird der
Gemeinderat die h&auml;ngigen Einsprachen
dem AGR zur Ablehnung empfehlen.
Ein m&ouml;gliches Szenario f&uuml;r die Anordnung der
Geb&auml;udevolumen: Modellaufnahme r&auml;umlicher
Masterplan in der S&uuml;d-Ost-Perspektive (Bild:
Inselspital-Stiftung Bern).
Die Vereinbarungen mit den Grundeigent&uuml;mern
Grundeigent&uuml;mer des Inselareals sind die Inselspital-Stiftung und der Kanton
Bern, vertreten durch das Amt f&uuml;r Grundst&uuml;cke und Geb&auml;ude (AGG). Zwischen
der Stadt Bern und diesen beiden Parteien wurde ein Infrastrukturvertrag
Mit der &Uuml;berbauungsordnung Insel Areal III entsteht kein Planungsmehrwert. Dementsprechend ist kein Planungsmehrwertvertrag abgeschlossen worden. Im abgeschlossenem Infrastrukturvertrag werden haupts&auml;chlich folgende
Inhalte geregelt:
Qualit&auml;tssichernde Verfahren
F&uuml;r die Baubereiche 2, 3, 4, 6, 7, 10, 13, 15, 16
und 17 hat sich der entsprechende Grundeigent&uuml;mer verpflichtet, ein Konkurrenzverfahren
nach SIA-Norm (Schweizerischer Ingenieur- und
Architektenverein) durchzuf&uuml;hren. F&uuml;r die Baubereiche 5, 9, 11 und 12 mit den gr&ouml;ssten Fl&auml;chenkapazit&auml;ten und potenziellen Hochpunkten
bis zu 90 Metern Geb&auml;udeh&ouml;he wird die Inselspital-Stiftung dar&uuml;ber hinaus ein zweistufiges
qualit&auml;tssicherndes Verfahren ebenfalls nach
SIA-Norm durchf&uuml;hren. Die Kosten f&uuml;r die quali-
t&auml;tssichernden Verfahren tr&auml;gt der jeweilige
Grundeigent&uuml;mer. Im Rahmen der Projektwettbewerbe werden Vertretungen betroffener
Amtsstellen der Stadt Bern in das Preisgericht
oder als Experten einbezogen.
Durch die Stadt Bern erbrachte Eigenleistungen
werden von ihr selber getragen. Zur Erstellung
eines Rahmenplans f&uuml;r den Freiraum hat die Inselpital-Stiftung im gesamten Wirkungsbereich
der &Uuml;berbauungsordnung ein Konkurrenzverfahren nach SIA-Norm durchzuf&uuml;hren. Damit soll
ein gestalterisches Gesamtkonzept f&uuml;r die Erschliessungsr&auml;ume und Pocketparks erarbeitet
Prinzip &laquo;Insel-Fruchtfolge&raquo;
Damit die Weiterentwicklung des Inselareals im
Wirkungsbereich der &Uuml;berbauungsordnung sichergestellt ist, werden Baubereiche als Rocha-
Die &Uuml;berbauungsordnung sieht
Baubereiche als Rochadefl&auml;chen
vor. Immer ein Baubereich auf dem
Areal muss betrieblich ungenutzt
sein. Er bietet den n&ouml;tigen Spielraum f&uuml;r R&uuml;ckbau oder Neubau
von Geb&auml;uden, ohne den Spitalbetrieb direkt zu tangieren (Bild:
Henn Architekten M&uuml;nchen).
defl&auml;chen vorgesehen. Danach muss immer
mindestens ein Baubereich auf dem Areal betrieblich ungenutzt sein. Dieser ungenutzte Baubereich bietet den n&ouml;tigen Spielraum, einen
R&uuml;ckbau der bestehenden Bauten sowie einen
Neubau bis zu seiner Inbetriebnahme zu realisieren, ohne dabei den Spitalbetrieb direkt zu
Regeln der Etappierung
Die Reihenfolge der baulichen Etappierung f&uuml;r
die einzelnen Baubereiche bestimmt der jeweilige Grundeigent&uuml;mer. Vor der Inbetriebnahme
der ersten Bauten auf dem entsprechenden
Baubereich ist die Inselspital-Stiftung verpflichtet, die angrenzenden Erschliessungsanlagen
inklusive Werkleitungen, Baumpflanzungen und
Pocketparks zu erstellen.
Erschliessungsanlagen und Werkleitungen
Die Inselspital-Stiftung &uuml;bernimmt die Erschliessungspflicht. Damit &uuml;bertr&auml;gt ihr die Stadt Bern
die Projektierung und Erstellung s&auml;mtlicher Er-
schliessungsanlagen im Wirkungsbereich der
&Uuml;berbauungsordnung. Erstellungskosten, Betrieb und Unterhalt dieser Anlagen gehen mehrheitlich zu Lasten der Inselspital-Stiftung.
Sanierung des Engl&auml;nderhubels
F&uuml;r den westlichen Teil des Engl&auml;nderhubels
liegt ein Parkpflegewerk vor. Die Inselspital-Stiftung ist verpfilchtet, ein entsprechendes Parkpflegewerk auch f&uuml;r den &ouml;stlichen Teil zu erstellen. Auf dem Parkpflegewerk Ost und West
basierend muss die Freiraumanlage des Engl&auml;nderhubels bis sp&auml;testens 2025 saniert werden.
Gesch&uuml;tzte Geb&auml;ude
Die Geb&auml;ude, die in der &Uuml;berbauungsordnung
als gesch&uuml;tzt definiert sind, d&uuml;rfen nicht abgerissen werden. F&uuml;r alle im Bauinventar der Stadt
Bern inventarisierten Bauten, die gest&uuml;tzt auf
die vorliegende &Uuml;berbauungsordnung Insel Areal III abgebrochen werden k&ouml;nnen, wurden Rahmenbedingungen zum R&uuml;ckbauprozess festgelegt.
Zwei in der &Uuml;berbauungsordnung gesch&uuml;tzte Geb&auml;ude. Links: Inselheim, rechts: Anna-Seiler-Haus.
(Bilder: Archiv Inselspital-Stiftung)
Schutz der im Bauinventar aufgef&uuml;hrten Objekte gem&auml;ss &Uuml;berbauungsordnung
Schutz heute (Bauinventar)*
Schutz gem&auml;ss
Friedb&uuml;hl-Schulhaus
sch&uuml;tzenswert
R&uuml;ckbau m&ouml;glich
Friedb&uuml;hl-Turnhalle
gesch&uuml;tzt, kein Abbruch
Inselheim (Herrenstock)
Institut f&uuml;r Infektionskrankheiten
Freiburgstrasse 40 (Scheune)
Sahli Haus
Dermatologie H&ouml;rsaaltrakt
Scheune (Herrenstock)
Otz Haus
*I m Bauinventar als sch&uuml;tzenswert eingestufte Geb&auml;ude d&uuml;rfen nicht abgebrochen werden, w&auml;hrend der Abbruch von
nur als erhaltenswert qualifizierten Geb&auml;uden unter bestimmten Voraussetzungen m&ouml;glich ist.
Der &Uuml;berbauungsplan Insel Areal III
558.634
557.05 m &uuml;. M.
602.05 m &uuml;. M.
150'745m3 31'801m2
551.15 m &uuml;. M.
596.15 m &uuml;. M.
102'565m3 21'637m2
F4.1 B09.4
B09.2
557.20 m &uuml;. M.
602.20 m &uuml;. M.
72'118m3
556.65 m &uuml;. M.
646.65 m &uuml;. M.
344'250m3
min.68'666m2
85'833m2
13'633m2
B6.1.6
74'612m3
B6.1.5
14'105m2
555.00 m &uuml;. M.
568.50 m &uuml;. M.
12'191m3
B09.3
2'709m2
B5.2.9
558.90 m &uuml;. M.
648.90 m &uuml;. M.
251'378m3
B5.2.8
min.50'052m2
62'565m2
553.50 m &uuml;. M.
598.50 m &uuml;. M.
min.83'076m2
103'845m2
B04.3
63'437m3 10'602m2
115'597m3
min.23'017m2
28'771m2
B04.5
B04.4
547.00 m &uuml;. M.
637.00 m &uuml;. M.
263'340m3
min.53'323m2
66'654m2
546.50 m &uuml;. M.
636.50 m &uuml;. M.
430'695m3
B5.2.7
SN3082
beitung Pl&auml;ne
B03.3
155'490m3 25'986m2
B02.5
B03.5
Schl&ouml;sslistras
538.55 m &uuml;. M.
567.05 m &uuml;. M.
115'853m3 23'984m2
SN3104
12'650m2
118'005m3 19'721m2
541.50 m &uuml;. M.
67'018m3
B03.4
552.55 m &uuml;. M.
597.55 m &uuml;. M.
551.65 m &uuml;. M.
596.65 m &uuml;. M.
G&uuml;terstrasse
Effingerstrass
Lorystra
Plangrundlage:AV@Vermessungsamt Stadt Bern
b&uuml;hlw
Legende &Uuml;berbauungsplan
&Uuml;berbauungsplan
Baubereichsbezeichnung,
Gestaltungsbaulinie
Terrain pro Baubereich m &uuml;. M.,
h&ouml;chster Punkt der Dachkonstruktion m &uuml;. M.
Geb&auml;udevolumen (GV),
maximale oberirdische Geschossfl&auml;che (GF)
Spezialbaulinie
&uuml;ber Terrain:
B (SZ B)
Zone f&uuml;r private Bauten und Anlagen im allgemeinen Interesse D (FD*)
Terrain m &uuml;. M.
massgebendes
MAX m &uuml;. M. Baulinie aufzuhebend
Baubereichsbezeichnung, massgebendes Terrain pro Baubereich m &uuml;. M.,
&uuml;ber Terrain: maximales Geb&auml;udevolumen (GV), maximale oberirdische Geschossfl&auml;che (GF)
MAX m &uuml;. M.
der Ein- und Ausfahrt zu den Abstellpl&auml;tzen
Bereich Treppe
und Radwegverbindung
Detailerschliessung
f&uuml;r private als
im allgemeinen Interesse D (FD*)
Begegnungsbereich als Detailerschliessung
Schutzzone A (SZ
Detailerschliessungsstrasse
92'760m3
Pflanzbereich grosse, s&auml;ulenf&ouml;rmige B&auml;ume
543.05 m &uuml;. M.
Dauersperre MIV
17'114m2
Pflanzbereich grosskronige B&auml;ume
199571.21
598901.71
199514.35
598862.05
199490.45
598816.29
199540.57
598759.64
199589.86
s&auml;ulenf&ouml;rmige
598793.75 grosse,
199552.49 F2.3
598753.88
199516.08 B&auml;ume
598719.76
199553.45
598749.91
199707.59
598869.87
199760.11
599051.84
599078.56
199613.72
199755.61
599041.65
199739.38
599044.08
199726.42
199699.66
599120.88
199636.49
599068.26
199612.67
599252.97
199600.40
599215.84
599122.03
199617.66
599143.08
199570.97
grosskronige
598913.56
199712.26 F4.3
598876.93
199678.82
599243.32
199624.23
599069.88
199594.55
20 335730
598722.49
199640.97
598833.24
199726.66
599081.46
199705.44
599017.62
199724.43
599098.86
199530.57
598786.47
199465.86
598746.03
199476.42
598745.75
199508.67
598707.09
199473.36
598747.48
199599.61
598753.15
199593.41
598715.04
199558.61
598893.15
598763.04
199643.25
199602.44
B05.2.3
B05.2.7
598841.76
598757.38
199608.65
B05.2.4
B05.2.8
598828.46
598783.96
199584.19
199632.92
B06.1.2
B06.1.6
598816.97
598752.27
199726.69
199705.00
B06.1.3
598841.57
199699.74
B06.1.4
598795.49
199657.67
199839.11
598917.83
199818.79
598862.45
199768.23
598829.52
199738.16
199704.84
598925.66
199682.69
598903.44
199662.39
598883.21
199684.55
199810.67
598994.02
199735.35
598938.64
199684.79
598954.91
199837.74
599030.98
199769.10
599006.58
199746.82
598937.81
199822.13
599004.43
199712.36
199667.07
599050.86
199609.86
598984.81
199568.08
598921.89
199636.99
598909.34
199625.53
598970.22
199558.85
598910.48
199521.06
598857.94
199578.60
599200.01
199646.35
599124.46
199612.28
599060.86
599231.16
199617.77
H&ouml;hefixpunkt
199587.79
599094.87
199512.72
599033.00
199506.40
598996.10
199546.82
598986.66
598977.92
598919.31
199540.85
199500.76
199495.07
599019.39
598955.94
199471.27
598926.91
199503.06
598897.56
199392.92
598853.64
199388.37
598723.58
598699.33
199625.79
199575.82
B05.2.1
B05.2.5
B05.2.9
598848.65
598801.88
598802.57
199691.99
199559.91
199649.91
B05.2.2
B05.2.6
Hinweise:B06.1.5
B06.1.1
598788.03
598770.88
199758.39
199684.62
598906.09
598799.43
598905.44
598925.25
598954.83
598706.92
199551.20
Y Mauer
598846.77
199490.87
199565.17
199486.65
199533.15
199490.94
598747.37
598694.16
598656.07
598808.16
598761.94
598849.85
Koordinaten gem&auml;ss Bezugsrahmen LV03
3185 3181
Bereich Engl&auml;nderhubel
Freir&auml;ume in Schutzzone A (SZ A)
Gesch&uuml;tzte Bauten
3067 3066 3065
H&ouml;hefixpunkt HFP
Lagefixpunkt LFP (Hochpunkt)
Freifl&auml;cheniveau, massgebendes Terrain m &uuml;. M.
Basiserschliessungsstrasse
Fuss- und Radwegverbindung als Detailerschliessung
539.65 m &uuml;. M.
123'163m3 19'866m2
Abschnitt der Ein- und Ausfahrt zu den Abstellpl&auml;tzen
Spezialbaulinie aufzuhebend
598949.25
199462.29
Die Vorschriften zur &Uuml;berbauungsordnung
Artikel 1 Wirkungsbereich
Die &Uuml;berbauungsordnung gilt f&uuml;r das im
&Uuml;berbauungsplan umrandete Gebiet.
Artikel 2 Verh&auml;ltnis zur Grundordnung,
anderen Nutzungspl&auml;nen und
1 Die &Uuml;berbauungsordnung Insel Areal III
geht der baurechtlichen Grundordnung
der Stadt Bern (Bauordnung vom 24.
September 20061, Nutzungszonenplan
vom 8. Juni 19752 und Bauklassenplan
vom 6. Dezember 19873) und dem
Baumschutzreglement der Stadt Bern4
vom 7. Juni 1998 vor, soweit in der
&Uuml;berbauungsordnung davon abweichende Bestimmungen getroffen
2 Folgender Bebauungsplan und folgende
&Uuml;berbauungsordnungen werden im
Wirkungsbereich der &Uuml;berbauungsordnung Insel Areal III aufgehoben:
a)der Baulinienplan Kinderspital, Plan Nr.
1048/10 vom 20.11.1970, mit dem
abge&auml;nderten Bebauungsplan, Plan Nr.
1048/11 vom 20.11.1970 und den
abge&auml;nderten Sonderbauvorschriften
b)die &Uuml;berbauungsordnung Mattenhof,
Teilplan West, Plan Nr. 1186/8 vom 10.
Juni 1987, bestehend aus: &Uuml;berbauungsplan und &Uuml;berbauungsvorschrift
c)die &Uuml;berbauungsordnung Insel Areal
vom 07.04.1989, Plan Nr. 1211/2,
genehmigt am 18.06.1990 und revidiert
am 31.08.1998 mit der &Uuml;berbauungsordnung Insel Areal II, Plan Nr. 1304/1
d)die &Uuml;berbauungsordnung Freiburg-,
Effingerstrasse, Jennerweg (Frauenspital), vom 02.08.1994, Plan Nr. 1276/1
2. Abschnitt: &Auml;nderung der Grundordnung
Artikel 3 Art der Nutzung
1 Die Zone f&uuml;r private Bauten und
Anlagen im allgemeinen Interesse FD*
Inselspital ist f&uuml;r Nutzungen der
Spitalversorgung, des Universit&auml;tsspitals und der Hochschulen im Gesundheitswesen bestimmt.
2 Zul&auml;ssig sind ferner die zu den
Nutzungen gem&auml;ss Absatz 1 betrieblich
erforderlichen B&uuml;ror&auml;umlichkeiten,
Forschungs- und Schulungsst&auml;tten
sowie Campuseinrichtungen.
3 Dienstleistungen, Ladengesch&auml;fte,
Hotellerie, Wohnungen und Gastst&auml;tten, die dem Zweck FD* Inselspital
dienen, sind im Umfang bis zu 10
Prozent der gest&uuml;tzt auf die vorliegende
realisierten Geschossfl&auml;che zul&auml;ssig.
4 Die Schutzzone SZ A dient dem Schutz
der Freir&auml;ume und der sch&uuml;tzenswerten
Geb&auml;ude. Die Schutzzone SZ B dient
dem Schutz der historischen Gartenanlage sowie der gesch&uuml;tzten Geb&auml;ude.
Erg&auml;nzend gelten die Vorschriften zu
den Schutzzonen.
Artikel 4 Mass der Nutzung, Bauweise
1 Baulich sind maximal 600`000 Quadratmeter Geschossfl&auml;che oberirdisch5
zul&auml;ssig, wovon oberirdisch maximal
550`000 Quadratmeter Geschossfl&auml;che
betrieblich genutzt werden d&uuml;rfen.
Vorbehalten bleibt Artikel 7 Absatz 1.
2 Es gelten die im &Uuml;berbauungsplan
eingetragenen maximalen Bauvolumen
und oberirdischen Geschossfl&auml;chen pro
3 Bei den Baubereichen 5, 9, 11 und 12
ist jeweils ein Ausbaugrad von
mindestens 80 Prozent des maximalen
Bauvolumens im Baubewilligungsverfahren nachzuweisen, bevor mit der
Bebauung eines weiteren dieser
Baubereiche begonnen werden kann.
4 Eine Nutzungs&uuml;bertragung zwischen
Baubereichen ist bis zu 5 Prozent der
Geschossfl&auml;che des beg&uuml;nstigten
Baubereiches zul&auml;ssig. Ausgeschlossen
ist eine &Uuml;bertragung des Bauvolumens.
5 Innerhalb eines Baubereiches sind
mehrere oder ein zusammenh&auml;ngendes
Geb&auml;udevolumen zul&auml;ssig.
6 Die Erstellung und der Betrieb aller
Bauten und Infrastrukturanlagen auf
dem gesamten Inselareal haben sich an
den Grunds&auml;tzen der 2000-Watt-Gesellschaft zu orientieren.
Artikel 5 Abstellpl&auml;tze und Vorfahrten
1 In der FD* sind Motorfahrzeug- und
Fahrradabstellpl&auml;tze, Vorfahrten,
Rampen f&uuml;r Einstellhallen, Anlieferungen und Entsorgungen innerhalb der
Baubereiche zu erstellen.
2 Motorfahrzeugabstellpl&auml;tze sind
grunds&auml;tzlich in unterirdischen
Gemeinschaftsanlagen zu erstellen.
3 In den Baubereichen 3, 7, 13 und 17 sind
die Ein- und Ausfahrten zu den Abstellpl&auml;tzen nur in den im &Uuml;berbauungsplan
bezeichneten Abschnitten m&ouml;glich.
4 Die Erschliessung der Baubereiche 13,
15, 16 und 17 f&uuml;r den motorisierten
Verkehr erfolgt nicht &uuml;ber den Jennerweg und die Choisystrasse.
5 Die erforderlichen Motorfahrzeugabstellpl&auml;tze sind haupts&auml;chlich in den
Baubereichen entlang der Friedb&uuml;hlstrasse zu erstellen; vor allem im
Baubereich 7 sowie in den benachbarten Baubereichen 9 und 6.
6 Auf dem Baubereich 3 und 17 k&ouml;nnen
maximal je 100 Abstellpl&auml;tze, in den
Baubereichen, die von der Freiburgstrasse erschlossen werden,
k&ouml;nnen insgesamt maximal 400 Abstellpl&auml;tze, auf dem Baubereich 13 maximal
94 Abstellpl&auml;tze erstellt werden.
7 Die Anlagen f&uuml;r Motorfahrzeugabstellpl&auml;tze sind so zu organisieren und
auszur&uuml;sten, dass die Fahrten erfasst
und bewirtschaftet werden.
8 Es ist ein Parkleitsystem vorzusehen.
9 Fahrradabstellpl&auml;tze sind in nachfragegerechter Anzahl in der N&auml;he der
Zug&auml;nge und mindestens 50 Prozent
&uuml;berdeckt zu erstellen.
3. Abschnitt: Erg&auml;nzende Vorschriften
Artikel 6 Erschliessungsanlagen
1 Es sind die im &Uuml;berbauungsplan
festgelegten Erschliessungsanlagen
sowie an den daf&uuml;r bezeichneten
Stellen Sperren f&uuml;r den motorisierten
Individualverkehr zu erstellen.
2 Die &ouml;ffentlichen Werkleitungen werden
in der Erschliessungsanlage Begegnungsbereich als Detailerschliessung
sowie in den Detail- und Basiserschliessungsstrassen verlegt. Ausgenommen
davon sind die &ouml;ffentlichen Werkleitungen in der Schutzzone B (SZ B).
3 Die Erschliessungsanlagen, die
Werkleitungen sowie die Neupflanzungen von B&auml;umen werden soweit
m&ouml;glich gleichzeitig mit der Realisierung eines angrenzenden Baubereiches
erstellt. Die tangierte Erschliessungsanlage und die Werkleitungen sind, soweit
es der Fortschritt weiterer betroffener
Baubereiche erm&ouml;glicht, im Wirkungsbereich fortzuf&uuml;hren.
4 Bestehende Erschliessungsanlagen und
Werkleitungen k&ouml;nnen erst aufgehoben
werden, wenn ein Ersatz gem&auml;ss &Uuml;berbauungsordnung geschaffen worden ist.
5 Der Begegnungsbereich als Detailerschliessung dient dem Aufenthalt sowie
dem Fuss- und Veloverkehr, motorisierter Individualverkehr ist nicht gestattet.
6 Es wird eine Fussweg-Treppe vom
Loryplatz zum Inselareal via Engl&auml;nderhubel sichergestellt.
Artikel 7 Umweltvertr&auml;glichkeit und
Kapazit&auml;ten Verkehr
1 Die zul&auml;ssige Nutzung wird bis
31.12.2030 durch ein Fahrtenkontingent
von maximal 8‘400 Fahrten pro Tag
((DTV) durchschnittlich je 4‘200 Zu/4‘200 Wegfahrten &uuml;ber 365 Tage)
2 F&uuml;r die Zeit nach 2030 werden die
zul&auml;ssige Fahrtenzahl und die notwendigen Massnahmen im Rahmen des
Baubewilligungsverfahrens festgelegt.
3 Die detaillierten Bestimmungen zum
Fahrten-Controlling (Fahrtenerhebung,
Berichterstattung, Controllingorgan)
werden gest&uuml;tzt auf die Vorgaben des
Fachgremiums gem&auml;ss Art. 91e BauV
im Rahmen der ersten massgeblichen
Baubewilligung angeordnet.
4 Ab Bauabnahme der ersten massgeblichen Baute erfassen die Betreiber
der Bauten und Anlagen die Anzahl
Zu- und Wegfahrten im Wirkungsbereich. Sie informieren die Baupolizeibeh&ouml;rde j&auml;hrlich &uuml;ber das Ergebnis.
5 Die Grundeigent&uuml;merin betreibt ein
dauerhaftes Mobilit&auml;tsmanagement mit
dem Ziel, die Verkehrsmittelwahl aller
Nutzergruppen (Patienten, Besucher,
Besch&auml;ftigte, Studierende) in Richtung
umweltfreundlicher, nachhaltiger
Verkehrsmittel zu ver&auml;ndern. Ein
Mobilit&auml;tskonzept zeigt die Massnahmen auf, damit Patienten, Besucher,
Besch&auml;ftigte, Studierende m&ouml;glichst
ohne motorisierten Individualverkehr
(MIV) anreisen.
Artikel 8 Baulinien und Baubereiche
1 Die Baulinien begrenzen einen
Baubereich. Sie gehen den Vorschriften
&uuml;ber die Grenz-, Geb&auml;ude- und
Strassenabst&auml;nde vor.
2 Vorspringende Bauteile d&uuml;rfen die
Baulinien nicht &uuml;berragen.
3 In den Baubereichen 5 und 6 ist eine
Zusammenlegung der Teilbaubereiche
5.1 und 5.2 bzw. 6.1 und 6.2 &uuml;ber die
Feldergrenzen m&ouml;glich.
4 Bei Fassaden, die an Gestaltungsbaulinien grenzen, ist ein Sockel mit einer
H&ouml;he von minimal 13.50 Meter und
maximal 24.00 Meter in Bezug auf das
massgebende Terrain Meter &uuml;ber Meer
(m &uuml;. M.) der angrenzenden Schutzzone
SZ A auszubilden. R&uuml;ckspringende
Geb&auml;udeteile oberhalb des Sockels sind
5 Mit einem Minimum an Abgrabungen
und Terrainverschiebungen ist sicherzustellen, dass Erdgeschossniveaus und
Eing&auml;nge zu den Erschliessungsanlagen
und Schutzzonen schwellenlos
ausgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen.
6 Die L&auml;nge von &Ouml;ffnungen f&uuml;r Fenster
und T&uuml;ren in Untergeschossen darf
nicht mehr als zwei Drittel der betreffenden Fassade betragen.
7 Ausserhalb der Baubereiche sind
unterirdische Bauten zul&auml;ssig, wenn die
im &Uuml;berbauungsplan vorgesehene
Bepflanzung gew&auml;hrleistet bleibt.
Artikel 9 H&ouml;hen, Proportion und
1 In den Baubereichen gelten die im
&Uuml;berbauungsplan eingetragenen
h&ouml;chsten Punkte der Dachkonstruktion
in Meter &uuml;ber Meer (m &uuml;. M.) sowie
das massgebende Terrain pro Baubereich m &uuml;. M. Vorbehalten bleiben die
Beschattungstoleranzen nach Art. 22
2 Werden innerhalb der Baubereiche 5, 9,
11 und 12 ein oder mehrere Bauk&ouml;rper
mit einer Gesamth&ouml;he von &uuml;ber 60.00
Meter realisiert, d&uuml;rfen alle niedrigeren
Bauk&ouml;rper die Gesamth&ouml;he von 45.00
Meter nicht &uuml;berschreiten.
3 F&uuml;r Bauk&ouml;rper mit einer Gesamth&ouml;he
von &uuml;ber 60.00 Meter m&uuml;ssen die
Seiten der Grundfl&auml;che und die
Gesamth&ouml;he ein Proportionsverh&auml;ltnis
von mindestens 1 zu 1.8 zu 1.8
4 Werden innerhalb der Baubereiche 2, 3,
4, 6, 7 und 10 ein oder mehrere Bauk&ouml;rper mit einer Gesamth&ouml;he von &uuml;ber
36.50 Metern projektiert, wird die entsprechende Grundfl&auml;che des Bauk&ouml;rpers durch folgende Berechnung
maximale Grundfl&auml;che Bauk&ouml;rper (m&sup2;)
maximales Geb&auml;udevolumen (m&sup3;)
projektierte Gesamth&ouml;he (m)
Artikel 10Dachgestaltung
1 Wo die Dachfl&auml;che f&uuml;r Solaranlagen
verwendet wird, kann auf die Dachbegr&uuml;nung im Sinne der Artikel 7 BO.06
2 Technisch bedingte Dachaufbauten,
inklusive Solaranlagen, sind in die
maximal zul&auml;ssige Gesamth&ouml;he zu
integrieren und d&uuml;rfen den Dachrand
nicht &uuml;berragen. Freistehende Aufbauten wie Kamine und Antennen sind
mindestens 8.00 Meter vom Dachrand
nach innen abzusetzen und innerhalb
eines Winkels von 15 Grad vom
Dachabschluss zur&uuml;ckzuversetzen.
Artikel 11 Passerellen
1 Zwischen Baubereichen sind Passerellenbauten m&ouml;glich.
2 Die Anzahl der Passerellen zwischen den
Baubereichen ist auf das funktionale
Minimum zu beschr&auml;nken.
3 Sie d&uuml;rfen nur als Verkehrsfl&auml;che, nicht
jedoch als Funktionsfl&auml;che dienen.
4 Die Passerellen m&uuml;ssen als eigenst&auml;ndige architektonische Bauten ablesbar
sein und d&uuml;rfen nicht b&uuml;ndig mit der
Aussenkante der Fassade abschliessen.
5 Horizontal und vertikal d&uuml;rfen maximal
zwei Passerellen direkt aneinandergrenzen. Die Breite der Passerellen ist auf
das betrieblich Notwendige zu
6 Das Lichtraumprofil der Erschliessungsanlagen unterhalb von Passerellen darf
eine H&ouml;he von 4.50 Meter nicht
unterschreiten. Im Bereich der
Freiburgstrasse muss das Lichtraumprofil mindestens 9.00 Meter betragen.
Artikel 12Gesch&uuml;tzte Bauten und
1 Die im &Uuml;berbauungsplan als gesch&uuml;tzt
bezeichneten Geb&auml;ude d&uuml;rfen nicht
abgebrochen werden. Im &Uuml;brigen ist
Artikel 10b Baugesetz vom 9. Juni 1985
2 Die Gartenanlage der Schutzzone SZ B
ist bis sp&auml;testens 2025 nach gartendenkmalpflegerischen Kriterien zu sanieren.
3 Das in der &Uuml;berbauungsordnung
bezeichnete Objekt des Inventars
historischer Verkehrswege der Schweiz
(IVS) ist in seinem Verlauf ungeschm&auml;lert zu erhalten.
4 In den im &Uuml;berbauungsplan gekennzeichneten Bereichen der gesch&uuml;tzten
Mauer k&ouml;nnen an die bestehende
Terrassenanlage des Loryspitals
integrierte Treppen als Verbindungen
zum Stadtbachweg erstellt werden.
Artikel 13B&auml;ume und Biodiversit&auml;t
1 Ausserhalb der Schutzzone SZ B gilt die
Realisierung der &Uuml;berbauungsordnung
Insel Areal III als Bewilligungsgrund im
Sinne von Art. 4 Abs. 3 Baumschutzreglement der Stadt Bern.
2 F&uuml;r Neupflanzungen von B&auml;umen
gelten unter anderem die im &Uuml;berbauungsplan festgelegten Baumstandorte.
Diese werden als Ersatzstandorte
gem&auml;ss Art. 5 des Baumschutzreglements der Stadt Bern angerechnet.
3 Geh&ouml;lze, die als invasive Neophyten
bekannt sind, sind f&uuml;r Neupflanzungen
4 Die grosskronigen B&auml;ume sind in einem
Reihenabstand von maximal 10.00
Meter und einem Achsabstand zur
Baulinie von mindestens 6.00 Meter
und die grossen s&auml;ulenf&ouml;rmigen B&auml;ume
sind in einem Reihenabstand von 6.00
Baulinie von mindestens 4.00 Meter zu
pflanzen. Einzelne Abweichungen davon
f&uuml;r Zu- und Wegfahrten, Eingangsbereiche, Werkleitungen sowie Passerellen sind gestattet.
5 Mindestens 15 Prozent der Fl&auml;che des
gesamten Wirkungsbereichs sind im
Rahmen jeder Bauetappe als naturnaher Lebensraum auszugestalten. Im
Rahmen jeder Bauetappe ist die
Lebensraum-Bilanz naturnaher
Lebensr&auml;ume nachzuweisen.
6 Die Versiegelung nicht &uuml;berbauter
Fl&auml;chen ist auf das funktionale
Artikel 14Ver- und Entsorgung
1 M&uuml;ssen &ouml;ffentliche Werkleitungen
gem&auml;ss Artikel 6 Absatz 2 wegen
privater Bauprojekte verlegt werden,
tr&auml;gt die private Bauherrschaft die
daraus entstehenden Kosten unter
Anrechnung der dem Gemeinwesen
erwachsenden Vorteile.
2 &Ouml;ffentliche Infrastrukturanlagen sind f&uuml;r
Unterhaltsmassnahmen zug&auml;nglich zu
3 Hausanschl&uuml;sse sind im Werkleitungsbereich an die Werkleitungen der &ouml;ffentlichen Erschliessung anzuschliessen.
4 Die W&auml;rmeversorgung hat mittels
Anschlusses an das Fernw&auml;rmeverteilernetz oder durch erneuerbare
Energien zu erfolgen.
5 Standorte f&uuml;r Entsorgungsstellen sind
innerhalb der Baubereiche bereit zu
Artikel 15Etappierung einzelner Baubereiche
1 Bei einer etappenweisen Realisierung
der Baubereiche sind die wesentlichen
Gestaltungsmerkmale, insbesondere
Bautypologie, Farbe und Material
aufeinander abzustimmen. Diese
m&uuml;ssen sich in die Gesamt&uuml;berbauung
einf&uuml;gen und werden durch die ersten
Bauten bestimmt.
2 Wenn eine etappenweise Realisierung
der Baubereiche 5 oder 6 erfolgt,
definiert die Feldergrenze die Geb&auml;udeflucht der oberirdischen Bauvolumen,
an die gebaut werden muss.
Die &Uuml;berbauungsordnung tritt am Tag
ihrer rechtskr&auml;ftigen Genehmigung in
Zwischen der Grundeigent&uuml;merschaft und der
Stadt Bern ist am 26.03.2014 eine Infrastrukturvertrag mit folgenden Inhalten abgeschlossen
- Voraussetzung f&uuml;r die Baurealisierung sind
die vorg&auml;ngige Durchf&uuml;hrung von Konkurrenzverfahren
- Etappierung der Baubereiche in Abh&auml;ngigkeit zur baulichen Realisierung von Erschliessungsanlagen und Freir&auml;umen der
Schutzzone SZ A
- Verankerung der &laquo;Insel-Fruchtfolge&raquo; gem&auml;ss r&auml;umlichem Masterplan
- Parkpflegewerk f&uuml;r den westlichen Teil Engl&auml;nderhubel wird bis 2020 erstellt
- Finanzierung von Erschliessungsanlagen
- Werkleitungskonzept Inselspital Bern, Technischer Bericht zur &Uuml;berbauungsordnung
Inselspital vom 15. M&auml;rz 2013, von Lemon
F&uuml;r die Baubewilligungsverfahren wurden zur
Erl&auml;uterung folgende Anh&auml;nge ausgearbeitet:
Anhang 1: Herleitung UeO Insel Areal III. Artikel
4. Mass der Nutzung, Bauweise
Anhang 2: Skizzen zur Erl&auml;uterung Vorschriften
NZP; SSSB 721.4
2 BKP; SSSB 721.31
3 BO; SSSB 721.1
4 BSchR; BSG 733.1
5 Die Geschossfl&auml;che oberirdisch ergibt sich aus
Art. 28 der Verordnung &uuml;ber die Begriffe und
Messweisen im Bauwesen (BMBV) in Verbindung mit Art. 19 BMBV.
Argumente aus der Stadtratsdebatte
F&uuml;r die Vorlage
Gegen die Vorlage
+ Die aktuelle Situation auf dem Inselareal verlangt eine Neuordnung. Die vorliegende Gesamtplanung stellt die r&auml;umliche und betriebliche Entwicklung des Inselspitals bis 2060
sicher und st&auml;rkt die Insel langfristig als wichtige Arbeitgeberin und als medizinisch-universit&auml;re Institution mit internationaler Ausstrahlung.
– Das Projekt ist von der Struktur her wenig
&ouml;kologisch. Ein nachhaltiges Projekt w&auml;re viel
kleiner, w&uuml;rde nicht so viel Verkehr erzeugen
und darauf verzichten, die Insel als spitzenmedizinisches Zentrum zu positionieren. Die geplante Konzentration auf dem Inselareal ist in
keiner Weise nachhaltig.
+ Die
&Uuml;berbauungsordnung erlaubt die l&auml;ngst
notwendige bauliche Verdichtung auf dem
Inselareal und gew&auml;hrleistet ein geordnetes
Wachstum. Sie sieht ein Mobilit&auml;tsmanagement
vor, das vor allem auf den &ouml;ffentlichen und den
Langsamverkehr setzt und damit eine zus&auml;tzliche Verkehrsbelastung der angrenzenden
Wohnquartiere verhindert.
– Die Insel ist ein bedeutendes Universit&auml;tsspi-
– Die
Wiederherstellung einer park&auml;hnlichen
Gartenanlage rund um den Engl&auml;nderhubel ist
geplant. Der Park und die vorgesehenen Gr&uuml;nanlagen um die denkmalgesch&uuml;tzten Geb&auml;ude
versprechen eine Aufwertung des Gel&auml;ndes f&uuml;r
Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten, Besuchende und Anwohnende.
tal mit einer wichtigen Zentrumsfunktion. Sie
muss deshalb f&uuml;r Besuchende, Mitarbeitende
und Patientinnen und Patienten gut erreichbar
sein. Die vorliegende Planung sieht jedoch weder gen&uuml;gend kosteng&uuml;nstige Parkm&ouml;glichkeiten noch eine Erh&ouml;hung der Anzahl Besucherparkpl&auml;tze vor.
in der &Uuml;berbauungsordnung vorgesehenen Fahrtenkontingente bedeuten einen
Wettbewerbsnachteil f&uuml;r das Inselspital, weil
der Kanton solche ab 2016 aufheben will.
Abstimmungsergebnis im Stadtrat
3Enthaltungen
Die vollst&auml;ndigen Protokolle der Stadtratssitzungen
vom 27. November und 4. Dezember 2014 sind einsehbar
unter www.ris.bern.ch/sitzungen.aspx
Beschluss und Abstimmungsfrage
Die Stadt Bern erl&auml;sst die &Uuml;berbauungsordnung Insel Areal III mit zugeh&ouml;rigen Vorschriften (Plan Nr. 1344/10 vom 27. November 2014).
Die Stadtratspr&auml;sidentin:
Der Ratssekret&auml;r:
Wollen Sie die Vorlage &laquo;&Uuml;berbauungsordnung
Insel Areal III&raquo; annehmen?
Haben Sie Fragen zur Vorlage?
Telefon: 031 321 70 10
Mail: stadtplanungsamt@bern.ch
Der Originalplan mit Unterlagen kann in den
letzten 30 Tagen vor der Abstimmung auf der
Baustelle, Bundesgasse 38 (Parterre), oder auf
dem Stadtplanungsamt eingesehen werden.