Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR-RR%202006,%20233
Timestamp: 2019-10-15 00:38:32
Document Index: 15841286

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 8', '§ 3', '§ 78', '§ 1', '§ 3', '§ 4', 'BGH', '§ 7', '§ 78', '§ 7', 'BGH', '§ 78', '§ 4']

OLG Frankfurt, 20.10.2005 - 6 U 201/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,2287
OLG Frankfurt, 20.10.2005 - 6 U 201/04 (https://dejure.org/2005,2287)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 20.10.2005 - 6 U 201/04 (https://dejure.org/2005,2287)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 20. Januar 2005 - 6 U 201/04 (https://dejure.org/2005,2287)
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§ 1 AMPreisV; § 3 AMPreisV; § 3 UWG; § 4 UWG
Bonus-Taler in Apotheken
Family-Taler, Arzneimittel; Preisbindung; Apotheke; Apotheker
Ausgabe so genannter "Family-Taler" für den Erwerb von verschreibungspflichtigen, preisgebundenen Arzneimitteln durch den Apotheker; Wettbewerbswidriges Verhalten wegen Verstoßes gegen die Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV)
AMPreisV § 1 § 3; UWG § 3 § 4 Nr. 11
Verstoß des Apothekers gegen die ArzneimittelpreisVO bei Ausgabe sog. "Family-Taler"
Apotheker verteilt "Family-Taler" - Prämiensysteme verstoßen gegen die Preisbindung bei Arzneimitteln
Es verstößt gegen die ArzneimittelpreisVO, für den Erwerb von preisgebundenen Arzneimitteln sogenannte "Family Taler" auszugeben, die gegen geldwerte Prämien in der Apotheke oder bei Partnerunternehmen eingelöst werden können
pharmazeutische-zeitung.de (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
LG Hanau, 31.03.2004 - 6 O 68/04
LG Hanau, 31.08.2004 - 6 O 68/04
GRUR-RR 2006, 233
Dieser Unterlassungsanspruch ergibt sich aus § 8 Abs. 1 und 3 Nr. 1, §§ 3, 4 Nr. 11 UWG i.V.m. § 78 AMG und § 1 Abs. 1, § 3 AMPreisV ( vgl. OLG Köln GRUR 2006, 88; OLG Frankfurt GRUR-RR 2006, 233; Dembowski jurisPR-WettbR 5/2006 Anm. 2 und jurisPR-WettbR 9/2007 Anm. 3;… Köhler in: Hefermehl/Köhler/Bornkamm, Wettbewerbsrecht, 26. Aufl., § 4 UWG, Rn 11.138 ).
Ein wesentlicher Zweck dieser Regelung besteht darin, bei der Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel auf der letzten Handelsstufe, also im Verhältnis zwischen Apotheker und Verbraucher, einen Preiswettbewerb auszuschließen ( BGH WRP 1990, 269 - Klinikpackung; OLG Frankfurt GRUR-RR 2006, 233; Dembowski jurisPR-WettbR 9/2007 Anm. 3 ).
( OLG Frankfurt GRUR-RR 2006, 233; Dembowski jurisPR-WettbR 5/2006 Anm. 2 und jurisPR-WettbR 9/2007 Anm. 3 ).
( vgl. OLG Köln GRUR 2006, 88; OLG Frankfurt GRUR-RR 2006, 233; Dembowski jurisPR-WettbR 5/2006 Anm. 2 und jurisPR-WettbR 9/2007 Anm. 3 ).
( vgl. OLG Frankfurt GRUR-RR 2006, 233 ).
Während § 7 HWG die Fälle unzulässiger, weil den Abnehmer unsachlich beeinflussender und eine mittelbare Gesundheitsgefährdung auslösende Wertreklame regelt, zielt § 78 AMG darauf, bei der Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel auf der letzten Handelsstufe einen Preiswettbewerb auszuschließen (Senat, WRP 2006, 613, 616 - Family-Taler).
Während § 7 HWG die Fälle unzulässiger, weil den Abnehmer unsachlich beeinflussender und eine mittelbare Gesundheitsgefährdung auslösender (vgl. dazu BGH, WRP 2007, 1088 - Krankenhauswerbung) Wertreklame regelt, zielt § 78 AMG darauf, bei der Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel auf der letzten Handelsstufe einen Preiswettbewerb auszuschließen (so auch schon Senat, WRP 2006, 613, 616 - Family-Taler).
Wie der Senat bereits entschieden hat, liegt ein Verstoß gegen die Arzneimittelpreisverordnung nicht nur dann vor, wenn der Apotheker ein preisgebundenes Arzneimittel zu einem anderen als dem nach der Arzneimittelpreisverordnung zu berechnenden Preis abgibt; vielmehr werden die Bestimmungen der Arzneimittelpreisverordnung auch dann verletzt, wenn für das preisgebundene Arzneimittel zwar der korrekte Preis angesetzt wird, dem Kunden aber gekoppelt mit dem Erwerb des Arzneimittels Vorteile gewährt werden, die den Erwerb für ihn wirtschaftlich günstiger erscheinen lassen (Senat, WRP 2006, 613, 614 - Family-Taler).
Maßgebend hierfür ist die Sicht des Kunden, nicht die Intention der Beklagten, denn auf die Entschließung des Kunden soll durch die fragliche Absatzförderungsmaßnahme Einfluss genommen werden (so bereits der Senat in "Family-Taler", WRP 2006, 613, 616).
Zur Begründung für die abweichende Auffassung des Senats wird auf die Entscheidung in der Sache "Family-Taler" (WRP 2006, 613, 615) Bezug genommen.
Die Bestimmungen der Arzneimittelpreisverordnung werden vielmehr auch dann verletzt, wenn für das preisgebundene Arzneimittel zwar der korrekte Preis angesetzt wird, dem Kunden aber gekoppelt mit dem Erwerb des Arzneimittels Vorteile gewährt werden, die den Erwerb für ihn wirtschaftlich günstiger erscheinen lassen ( OLG Frankfurt a.M. , GRUR-RR 2006, 233 - Family Taler; KG , GRUR-RR 2008, 450 [451] - Apothekenbonussystem; OVG Lüneburg , GRUR-RR 2008, 452 [453] = NJW 2008, 3451 - Zuzahlungsgutscheine; OLG Karlsruhe , GRUR-RR 2009, 176 [177] - Douglastaler; OLG Köln , GRUR 2006, 88 = WRP 2006, 130 - Gutschein bei Arzneimittelkauf; OLG Oldenburg , WRP 2006, 913 [916]; Wille/Harney , A&R 2006, 34; Köhler , in: Köhler/Bornkamm , UWG, 28. Aufl., § 4 Rdnr. 11138; Gerstberger/Reinhart , in: Gröning, HeilmittelwerbeR, 3. Akt.-Lfg.
OLG Hamburg, 26.07.2007 - 3 U 21/07
Gewährung von Prämienpunkten durch eine Versandapotheke anlässlich der Abgabe von …
Apotheke hat die Gewährung eines Gutscheins als Gegenleistung für die Einlösung …