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Timestamp: 2016-10-25 22:44:43
Document Index: 184503272

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 61', 'Art. 19', 'Art. 40', 'BGE', 'BGE']

U 74/06 (27.04.2006)
Pr�sident Ursprung, Bundesrichter Fr�sard und nebenamtlicher Richter B�hler; Gerichtsschreiber Grunder
Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft, Rechtsdienst, Laupenstrasse 27, 3001 Bern, Beschwerdef�hrerin,
F.________, 1958, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Christian Th�ny, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur
Der 1958 geborene F.________ war bei der Firma B.________ als Aussendienstmitarbeiter t�tig und gest�tzt auf dieses Arbeitsverh�ltnis bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft (im Folgenden: Allianz) obligatorisch gegen die Folgen von Betriebs- und Nichtbetriebsunf�llen versichert. Am 26. Februar 1996 erlitt er bei einem Skiunfall Kompressionsfrakturen der Brustwirbel Th 6 und 7 sowie leichte Eindellungen der Deckplatten Th 4 und 5. Der Versicherte wurde zun�chst ab Unfalltag im Spital R.________ und danach vom 9. bis 30. M�rz 1996 in der Klinik I.________, Nachbehandlungszentrum, betreut. Am 1. Mai 1996 nahm er die Arbeit im Umfang von 50% und am 1. Januar 1997 wieder vollzeitlich auf. Vom 1. Juli 1998 an war F.________ im Aussendienst f�r die Firma H.________ t�tig.
Wegen rezidivierenden, belastungsabh�ngigen R�ckenbeschwerden konsultierte der Versicherte am 1. Juni 1998 erneut Dr. med. C.________, Allgemeine Medizin FMH, welcher ab 18. Februar 2000 eine vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit attestierte. Vom 14. Juni bis 18. Juli 2002 hielt er sich in der Klinik S.________ zur psychosomatischen Behandlung auf (Bericht vom 22. Juli 2002). Die Allianz erbrachte die gesetzlichen Leistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld. Sie holte - vertreten durch die Firma B.________ - u.a. Berichte des Dr. med. C.________ (vom 18. Januar und 31. Oktober 2000), der Frau lic. phil. O.________, Psychologin/Psychotherapeutin BVP (vom 3. Dezember 2001) sowie des Dr. med. R.________, Spezialarzt Psychiatrie/Psychotherapie (vom 29. April, 10. und 17. Mai 2002), ein und veranlasste eine Begutachtung durch Dr. med. E.________, Orthop�disch-traumatologische Abteilung, Spital R.________ (Expertise vom 8. August 2001). Zudem zog sie das von der IV-Stelle des Kantons Graub�nden einverlangte interdisziplin�re Gutachten der Institution Z.________ vom 23. Dezember 2001 bei. Gest�tzt auf diese Unterlagen setzte die Allianz die Taggeldleistungen mit Verf�gung vom 30. Juli 2002 und Einspracheentscheid vom 19. November 2003 ab 18. Februar 2000 aufgrund einer Arbeitsunf�higkeit in variierendem Umfang und ab 19. Juli 2002 von 30% fest. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden ab (Entscheid vom 22. April 2004). Die beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde liess F._______ zur�ckziehen, nachdem ihm der Instruktionsrichter mit Schreiben vom 20. Dezember 2004 dargelegt hatte, dass mit einer reformatio in peius zu rechnen sei (Endbeschluss des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts vom 12. Januar 2005, U 256/04).
Nach vorg�ngiger Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs stellte die Allianz s�mtliche Versicherungsleistungen per 20. Juli 2002 unter Verzicht auf eine R�ckforderung der zu Unrecht ausgerichteten Leistungen ein (Verf�gung vom 6. Mai 2005). Eine Einsprache wies sie ab (Einspracheentscheid vom 15. Juli 2005).
Die hiegegen eingereichte Beschwerde, mit welcher F.________ das Rechtsbegehren stellen liess, die Allianz sei zu verpflichten, ihm ab 21. Juli 2002 weiterhin Versicherungsleistungen, insbesondere eine Invalidenrente zu gew�hren, hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden im Sinne der Erw�gungen gut und wies die Sache an die Allianz zur�ck (Entscheid vom 28. Oktober 2005).
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die Allianz, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei der Einspracheentscheid vom 15. Juli 2005 zu best�tigen; eventuell sei die Sache zwecks Abkl�rung der nat�rlichen Kausalit�t der somatischen Beschwerden von F.________ an die Beschwerdef�hrerin zur�ckzuweisen.
F.________ wie auch die Vorinstanz beantragen Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) verzichtet auf eine Vernehmlassung.
1.1 Zu pr�fen ist, ob die Allianz die Unfallkausalit�t der vom Beschwerdegegner geklagten k�rperlichen Beschwerden f�r die Zeit ab 21. Juli 2002 zu Recht verneint hat. Nicht mehr streitig ist im letztinstanzlichen Verfahren, dass es an einem ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 26. Februar 1996 und den psychischen Gesundheitsst�rungen des Beschwerdegegners fehlt.
1.2 Das auf den 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 hat an den unfallversicherungsrechtlichen Begriffen des nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhanges sowie deren Bedeutung als Voraussetzungen f�r die Leistungspflicht nach UVG nichts ge�ndert (Kieser, ATSG-Kommentar, S. 64 f. Rz 20 zu Art. 4).
2.1 Das kantonale Gericht hat den Begriff des nat�rlichen Kausalzusammenhanges und dessen Rechtsnatur als mit dem Beweismass der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisende Tatfrage zutreffend festgehalten. Darauf wird verwiesen. Entsprechend der Begriffsumschreibung des nat�rlichen Kausalzusammenhanges ist f�r seine Bejahung nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher St�rungen ist; es gen�gt, dass das sch�digende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die k�rperliche oder geistige Integrit�t der versicherten Person im Sinne einer Teilursache beeintr�chtigt hat (BGE 129 V 181 Erw. 3.1 und 406 Erw. 4.3.1, 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen).
Richtig wiedergegeben hat die Vorinstanz ferner die Rechtsprechung, wonach sich bei organischen Unfallfolgen die ad�quate, d.h. rechtserhebliche Kausalit�t weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t deckt, sodass der Ad�quanz hier gegen�ber dem nat�rlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbstst�ndige Bedeutung zukommt (BGE 127 V 103 Erw. 5a/bb, 123 V 102 Erw. 3b, 118 V 291 Erw. 3a, 117 V 365 Erw. 5d/bb mit Hinweisen; RKUV 2004 Nr. U 505 S. 249 Erw. 2.1; vgl. auch BGE 128 V 172 Erw. 1c).
2.2 In Erg�nzung der vorinstanzlichen Ausf�hrungen ist festzuhalten, dass die einmal anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst entf�llt, wenn mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist, dass der Unfall nicht mehr die nat�rliche und ad�quate Ursache - auch nicht im Sinne einer Teilursache - des Gesundheitsschadens bildet. Ebenso wie der leistungsbegr�ndende nat�rliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen einer Gesundheitssch�digung mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse M�glichkeit nunmehr g�nzlich fehlender urs�chlicher Auswirkungen des Unfalles gen�gt nicht. Da es sich dabei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegr�ndender nat�rlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw. 2, 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b).
Dabei muss der Unfallversicherer aber nicht den Beweis f�r das Vorliegen von ausschliesslich unfallfremden Ursachen erbringen. Denn es ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalit�t so lange haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, ob diese also dahingefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 Erw. 3b). Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder der Versicherte nun bei voller Gesundheit ist (Urteile J. vom 7. Juli 2004 Erw. 2.2 [U 15/04], Z. vom 18. Dezember 2003 Erw. 3.2 [U 258/02] und O. vom 31. August 2001 Erw. 5a [U 285/00]).
Diese Beweisgrunds�tze gelten sowohl im Grundfall als auch bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen gem�ss Art. 11 UVV (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b).
3.1 Die Allianz macht im Wesentlichen geltend, es l�gen keine die Arbeitsf�higkeit beeintr�chtigenden somatischen Befunde mehr vor. Die Vorinstanz lasse unerw�hnt, dass der Instruktionsrichter des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts im Schreiben vom 20. Dezember 2004 festgehalten habe, die beim Skiunfall vom 26. Februar 1996 erlittenen k�rperlichen Verletzungen seien rasch abgeheilt. Zudem sei von einem "�berwiegend psychischen Beschwerdebild auszugehen" und den Akten k�nne kein "klar fassbares organisches Korrelat" f�r die geklagten Leiden entnommen werden. Die "Organizit�t" der geltend gemachten Beschwerden sei daher nicht klar ausgewiesen.
3.2.1 Der Instruktionsrichter des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts hat im Schreiben vom 20. Dezember 2004 zwar festgehalten, "die beim Skiunfall vom 27. (recte 26. ) Februar 1996 erlittenen Verletzungen heilten rasch ab, sodass" der Versicherte "ab 1. Mai 1996 das Arbeitspensum kontiniuierlich steigern konnte und ab 1. Januar 1997 in seinem angestammten Beruf ... wieder vollst�ndig arbeitsf�hig war" (U 256/04, act. 16 S. 1). Die Allianz �bersieht aber, dass diese Feststellung den Grundfall und nicht den von Dr. med. C.________ am 10. Juni 1999 gemeldeten R�ckfall betrifft. Zu der vorliegend streitigen Frage, ob ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen den ab 1. Juni 1999 behandelten k�rperlichen Beschwerden sowie der als Folge davon ab 18. Februar 2000 eingetretenen Arbeitsunf�higkeit und dem Unfall vom 26. Februar 1996 besteht, hat sich der Instruktionsrichter des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts im Schreiben vom 20. Dezember 2004 nicht ge�ussert.
3.2.2 Die �rzte des Instituts Y.________ hielten im Bericht vom 5. Januar 2001 fest, dass "weiterhin keine Anhaltspunkte f�r eine posttraumatische Diskushernie oder anderweitige Einengung des Spinalkanals oder der Neuroforamina" und "damit keine fassbare Aetiologie f�r die klinischerseits bestehenden chronischen Beschwerden bei leichter Knickbildung und verst�rkter Kyphose der BWS auf H�he T6" best�nden. Diese spezial�rztliche Beurteilung ist im Zusammenhang mit der Indikation zur erneuten radiologischen Abkl�rung zu verstehen, welche auf "Verdacht auf oss�re oder diskogene Laesion" lautete. Sie bedeutete lediglich, dass der Radiologe weder eine Diskushernie noch eine Verengung des Spinalkanals oder der Nervenaustritts�ffnungen als Ursache der chronischen R�ckenbeschwerden finden konnte. Daraus ist entgegen der Auffassung der Allianz nicht zu schliessen, dass die Unfallkausalit�t der vom Beschwerdegegner geklagten chronischen R�ckenschmerzen �berhaupt weggefallen ist.
3.3.1 Der Grundsatz der freien Beweisw�rdigung (Art. 61 lit. c ATSG; Art. 19 VwVG in Verbindung mit Art. 40 BZP) verlangt, dass Sozialversicherungsrichter und Unfallversicherer bei der Beurteilung des nat�rlichen Kausalzusammenhanges alle Beweismittel, unabh�ngig davon, von wem sie stammen, objektiv pr�fen und danach entscheiden, ob die verf�gbaren Unterlagen eine zuverl�ssige Beurteilung der Kausalit�tsfrage gestatten. Insbesondere m�ssen bei einander widersprechenden medizinischen Berichten das gesamte Beweismaterial gew�rdigt und die Gr�nde angegeben werden, warum auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abgestellt wird (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c mit Hinweisen).
3.3.2 Dr. med. E.________ hat die ihm von der Allianz unterbreiteten Fragen, ob der Unfall vom 26. Februar 1996 sicher, wahrscheinlich oder bloss m�glicherweise die Ursache der seit Juni 1999 erneut behandlungsbed�rftigen Beschwerden, beziehungsweise ob unfallfremde Faktoren "im Verletzungsbereich" vorl�gen, im Gutachten vom 8. August 2001 dahingehend beantwortet, dass der Unfall "mit Sicherheit Ursache der zur Zeit behandlungsbed�rftigen Beschwerden" sei. Unfallfremde Faktoren l�gen nicht vor. Die kernspintomographisch nachgewiesene Diskusdegeneration Th 5/6 sei "eindeutig als posttraumatisch zu werten", weil der 6. Brustwirbelk�rper die st�rkste Keildeformation aufweise und diese zu einer gleichzeitigen Verletzung der Bandscheibe Th 5/6 gef�hrt habe. Am 19. April 2005 untersuchte Dr. med. E.________ den Beschwerdegegner erneut klinisch und radiologisch. Gem�ss Bericht dieses Arztes vom selben Tag leidet der Patient nach wie vor an den Folgen des Skiunfalles vom 26. Februar 1996. Die R�ntgenaufnahme zeige im Vergleich zu den Voraufnahmen vom 5. Juli 2001 eine unver�nderte keilf�rmige Deformierung von Th 5 - Th 7 infolge Deckplattenimpression. Diese Stellungnahmen beinhalten eine zweifelsfreie Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen den beim Unfall erlittenen Verletzungen und den ab Juni 1999 erneut �rztlich behandelten R�ckenbeschwerden.
3.3.3 Dr. med. C.________ hat, explizit nach der Unfallkausalit�t gefragt, im Bericht vom 31. Oktober 2000 festgehalten, der Unfall sei "mit Sicherheit" Ursache der heute bestehenden gesundheitlichen St�rungen, wobei diese teilweise auf eine posttraumatische Belastungsst�rung mit depressiver Symptomatik zur�ckzuf�hren seien. Damit wurde das Vorliegen von unfallkausalen somatischen Beschwerden mittelbar ebenfalls bejaht.
3.3.4 Die von der IV-Stelle des Kantons Graub�nden mit der Begutachtung des Beschwerdegegners beauftragten �rzte der Institution Z.________ hatten mangels entsprechender Fragestellung zur Unfallkausalit�t der gesundheitlichen St�rungen zwar nicht Stellung zu nehmen (vgl. Gutachten vom 23. Dezember 2001). Aus dem rheumatologischen Untergutachten vom 3. Dezember 2001 geht jedoch hervor, dass die am Bewegungsapparat erhobenen Befunde "abgesehen von einer lokalen Schmerzsymptomatik im Frakturbereich" zwar gering sind, das "arbeitsmedizinisch relevante Problem" aber in einer verminderten Belastbarkeit der mittleren bis oberen Brustwirbels�ule besteht. Damit lokalisierte der Rheumatologe die somatisch bedingten Gesundheitsbeeintr�chtigungen und die daraus resultierende Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit unmissverst�ndlich im Bereich der beim Unfall vom 26. Februar 1996 frakturierten und deformierten Brustwirbelk�rper Th 4 - 7, was in Uebereinstimmung mit der medizinischen Beurteilung des Dr. med. E.________ steht.
3.3.5 Die weiteren mit den Gesundheitsst�rungen des Beschwerdegegners seit Juni 1999 befassten �rzte haben sich zur Unfallkausalit�t der erhobenen somatischen Befunde und geltend gemachten k�rperlichen Beschwerden nicht ge�ussert.
3.4 Die medizinischen Akten enthalten keine Anhaltspunkte, dass der nat�rliche Kausalzusammenhang bei Leistungseinstellung auf den 20. Juli 2002 und bis zu dem f�r die richterliche �berpr�fung massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheides vom 15. Juli 2005 (vgl. BGE 130 V 446 Erw. 1.2 mit Hinweisen) zwischen den beim Unfall vom 26. Februar 1996 erlittenen Frakturen und Deformationen der Brustwirbelk�rper Th 4 - 7 sowie den ab Juni 1999 �rztlich behandelten R�ckenbeschwerden g�nzlich dahingefallen sein k�nnte. Es kann auch keine Rede davon sein, dass sich hief�r kein "organisches Korrelat" finden lasse. Die Deformationen an den erw�hnten Brustwirbelk�rpern sind radiologisch mehrfach nachgewiesen worden. Nach dem Gesagten ist mit der Vorinstanz ein rechtserheblicher Kausalzusammenhang zwischen den als R�ckfall gemeldeten Beschwerden und dem Unfall vom 26. Februar 1996 zu bejahen. Abgesehen davon h�tte die Allianz - wie dargelegt (Erw. 2.2) - die Beweislast f�r das Dahinfallen der nat�rlichen Unfallkausalit�t zu tragen, wenn erhebliche Zweifel an der erforderlichen Unfallkausalit�t best�nden.
Die Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft hat dem Beschwerdegegner f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 2'500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden und dem Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) zugestellt.