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Timestamp: 2019-02-20 17:11:59
Document Index: 278469229

Matched Legal Cases: ['Art. 59', 'Art. 33', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art 24', 'Art. 56']

Vorsorge-Lexikon | mit uns - für uns
Abkürzung für «Alters- und Hinterlassenenversicherung». Teil der ersten Säule,
siehe «Drei-Säulen-Prinzip».
Es besteht aus den Altersgutschriften sowie eingebrachten
Freizügigkeitsleistungen samt Zinsen.
Die durch den Versicherten und durch den Arbeitgeber zu leistenden gesetzlichen Mindestbeiträge für Altersleistungen, ausgedrückt in Prozenten des koordinierten Lohnes. Die Ansätze sind alters- und geschlechtsabhängig.
Einmalige Leistung, welche die Vorsorgeeinrichtung dem Versicherten zum Zeitpunkt, in dem er das Rücktrittsalter erreicht hat, bar ausbezahlt. Im Unterschied zu dieser einmaligen Zahlung kann das Altersguthaben (siehe Stichwort) auch als Rente bezogen werden.
Alterskonto (Schattenrechnung)
Das BVG verpflichtet alle registrierten Vorsorgeeinrichtungen, individuelle Alterskonten nach den BVG-Normen zu führen. Mit dieser sogenannten «Hilfs- oder Schattenrechnung» soll nachgewiesen werden, dass die Mindestvorschriften des BVG eingehalten werden.
Autonome Kasse mit Rückdeckung (auch teilautonome Kasse)
Vorsorgeeinrichtung, welche die Anlage des Vermögens selber vornimmt, die Versicherung der Risiken Tod und Invalidität hingegen einer Versicherungsgesellschaft übergibt. Siehe auch «Rückdeckung».
Die Beitragshöhe wird reglementarisch in Höhe einer Bezugsgrösse (z.B. massgeblicher Lohn) festgelegt. Daraus ergibt sich die Höhe der Leistung. Während die Höhe der Beiträge bekannt ist, lässt sich die Höhe der Leistungen u.a. aufgrund der Anlage- und Inflationsrisiken nicht genau voraussagen. Siehe «Leistungsprimat» als Gegenstück.
Siehe «Kadervorsorge».
Das BSV hat die Aufsicht über die gesamtschweizerisch tätigen Sammel- und Gemeinschaftseinrichtungen, die Vorsorgeeinrichtungen mit nationalem und internationalem Charakter, den Sicherheitsfonds und die Auffangeinrichtung sowie die Oberaufsicht über die kantonalen Aufsichtsbehörden. Siehe www.bsv.admin.ch.
Abkürzung für «Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge», in Kraft gesetzt per 1.1.1985. Wird oft auch als Synonym für die zweite Säule gebraucht.
Abkürzung für «Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge». Sie regelt die wichtigsten Details, unter anderem die Mindestverzinsung, den Umwandlungssatz, die Sondermassnahmen und die Anlagevorschriften.
Abkürzung für «Verordnung über die steuerliche Abzugsberechtigung für Beiträge an anerkannte Vorsorgeeinrichtungen».
Verhältnis zwischen dem vorhandenen Vermögen und dem für die Finanzierung der Leistungen nötigen Deckungskapital (siehe «Deckungskapital»). 100 Prozent entspricht der vollständigen Deckung der Verpflichtungen.
Das von der Vorsorgeeinrichtung benötigte Kapital, um die gegenüber den Versicherten eingegangenen reglementarischen Verpflichtungen finanzieren zu können.
Versichertes Mitglied einer Vorsorgeeinrichtung – egal, ob es sich um einen aktiv Versicherten (also eine noch im Erwerbsleben stehende Person) oder um einen Rentner handelt.
Die soziale Sicherheit im Alter, bei Invalidität und im Todesfall beruht in der Schweiz auf drei Säulen. Die erste Säule ist die staatliche Grundversicherung (AHV/eidgenössische IV). Alle in der Schweiz wohnhaften Personen sind darin ab dem 17. Altersjahr versichert. Die Versicherung erbringt im Vorsorgefall (Altersrücktritt, Invalidität oder Todesfall) staatliche Grundleistungen, welche existenzsichernd sein sollten. Die zweite Säule ist die berufliche Vorsorge. Zusammen mit der ersten Säule soll sie die Fortführung der gewohnten Lebensweise angemessen ermöglichen. Ziel ist eine Gesamtrente von rund 60 Prozent des Bruttoeinkommens. Die dritte Säule, auch Selbstvorsorge genannt, ist das private Sparen. Es ergänzt die Vorsorge der ersten und zweiten Säule bis zum persönlichen Wunschbedarf. Unterschieden wird zwischen der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) und der freien Vorsorge (Säule 3b).
Ein aktiver Versicherter kann eine oder mehrere zusätzliche Einkaufssummen bezahlen, um sich damit in bessere Pensionskassenleistungen einzukaufen. Grundsätzlich wird der maximal mögliche Einkauf durch das Reglement der Pensionskasse bestimmt. Das BVG umschreibt jedoch zusätzlich eine absolute Höchstgrenze für Einkäufe.
Jene Generation, die bei Inkrafttreten des BVG am 1.1.1985 das 25. Altersjahr
überschritten und das Rentenalter noch nicht erreicht hat.
Sie dient in der Regel zur Finanzierung einer anderen Vorsorgeeinrichtung. Sie kann aber im Falle einer vorzeitigen Pensionierung auch sogenannte Überbrückungsrenten ausrichten.
Bankkonto zur Aufnahme und Erhaltung der Freizügigkeitsleistung. Siehe auch «Freizügigkeitspolice».
Betrag, der dem Versicherten beim Austritt aus der Vorsorgeeinrichtung zusteht: Summe der Arbeitgeberund Arbeitnehmerbeiträge, der Einlagen sowie Einkäufe inklusive Verzinsung. Dies entspricht seit Inkrafttreten des Freizügigkeitsgesetzes (FZG) bei Kassen mit Leistungsprimat dem Barwert der erworbenen Leistungen, bei Kassen mit Beitragsprimat dem Altersguthaben. Zur Freizügigkeitsleistung gehört aber nicht nur das bei den Kassen liegende Vermögen, auch Freizügigkeitskonti und -policen bei den Banken bzw. den Versicherungsgesellschaften werden dazugezählt.
Versicherungspolice zur Aufnahme und Erhaltung der Freizügigkeitsleistung. Siehe «Freizügigkeitskonto».
Sie dienen dem Zweck, Freizügigkeitsvermögen von einzelnen Arbeitnehmern, die ihre Freizügigkeitsleistungen weder bei der alten Vorsorgeeinrichtung belassen noch bei einer neuen einbringen können, zu verwalten.
Teil der allgemeinen Vorsorge, der im Allgemeinen nicht reglementiert ist und freiwillige Leistungen ohne Rechtsanspruch erbringt.
Abkürzung für «Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung».
Abkürzung für «Verordnung über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung».
Stiftung für verschiedene Unternehmen, die durch eine bestimmte Gemeinsamkeit miteinander verbunden sind und die ihren Arbeitnehmern eine einheitliche Vorsorge bieten möchten. Typisches Merkmal dieser Stiftung ist, dass die Organisation und die Rechnungsführung einheitlich geregelt sind. Beispiele sind die Stiftung eines Berufsbranchenverbandes oder eines Konzerns.
Steuersatz, mit dem das zusätzlich verdiente steuerbare Einkommen versteuert wird. Auch als marginaler Steuersatz bezeichnet. Nicht zu verwechseln mit dem effektiven, also durchschnittlichen Steuersatz.
Vollinvalide sind nicht sicherheitsfondspflichtig. Bei Teilinvaliden ist die Abrechnung nur über den aktiven Teil des Alterskontos erforderlich (z.B. 50 Prozent invalid = halber Lohn abzüglich halber Koordinationsabzug; Art. 59 BVG).
Führungssystem, das den Verantwortlichen einer Vorsorgeeinrichtung erlaubt, den Finanzierungsprozess ziel- und risikokonform zu steuern.
Abkürzung für die staatliche Invalidenversicherung im Rahmen der ersten Säule. Siehe «Drei-Säulen-Prinzip».
Vorsorgelösung zugunsten des Kaders eines Betriebs, Synonym auch Belétage, Attika-Kasse, Penthouse usw. genannt. Bei den sogenannten 1e-Vorsorgeplänen – bezeichnet nach dem Artikel 1e der Verordnung über die berufliche Vorsorge – kann der Versicherte zwischen verschiedenen Anlagestrategien individuell wählen. Das revidierte Freizügigkeitsgesetz sorgt seit 2016 dafür, dass das gesamte Anlagerisiko beim Versicherten liegt.
Das BVG basiert auf dem Kapitaldeckungsverfahren. Das bedeutet, das für die Leistungen erforderliche Kapital wird für jeden Versicherten während der Erwerbstätigkeit angespart. Die Höhe der Altersleistung ist somit erst am Ende des Sparprozesses bekannt. Im Unterschied dazu basiert die AHV auf dem Umlageverfahren: Die Leistungen sind nicht individuell vorfinanziert, sondern werden aus den laufenden Prämienzahlungen des Kollektivs finanziert.
Juristische oder natürliche Person, welcher die jährliche Kontrolle der Rechnungslegung und Geschäftsführung bei der Pensionskasse übertragen wird. Anforderungen siehe Art. 33 BVV 2.
Wird zur Bestimmung des koordinierten Lohnes vom massgeblichen Lohn in Abzug gebracht. Entspricht der maximalen einfachen Altersrente der AHV (2018: 24 675 Franken). Damit legt der Koordinationsabzug die Mindesthöhe des Jahreseinkommens fest, das der beruflichen Vorsorge unterstellt wird.
Siehe «Vollversicherungsmodell».
Die Art und Höhe der Vorsorgeleistung wird reglementarisch in Prozenten einer Bezugsgrösse (z.B. massgeblicher Lohn) festgelegt, und daraus abgeleitet wird die Höhe der Beiträge ermittelt. Siehe als Gegenstück «Beitragsprimat».
Anteil des massgebenden Lohns, welcher die Grundlage zur Berechnung der Beiträge bildet.
Bezeichnung des Lohnanteils, welcher für das BVG berücksichtigt wird. Berechnet sich durch Abzug des Koordinationsabzugs (2018: 24 675 Franken) vom massgebenden Lohn, der seinerseits durch einen gesetzlich festgelegten Maximalbetrag begrenzt wird. Der minimale koordinierte Jahreslohn beträgt aktuell 3525 Franken, der maximal koordinierte Jahreslohn 59 925 Franken.
Lohnanteil, auf dem die Leistungen bei ihrer Fälligkeit berechnet werden.
Das BVG schreibt vor, dass das BVG-Altersguthaben der Versicherten mit einem Mindestzinssatz verzinst werden muss. Der Mindestzinssatz wird vom Bundesrat festgelegt. Er berücksichtigt dabei die Entwicklung der Rendite marktgängiger Anlagen, insbesondere der Bundesobligationen, sowie zusätzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften. Für 2018 wurde der Mindestzinssatz auf 1 Prozent festgesetzt.
Die Oberaufsichtskommission der beruflichen Vorsorge besteht aus sieben bis neun Mitgliedern, die vom Bundesrat bestellt werden. Zu den Aufgaben dieser Kommission gehört es, die einheitliche Aufsichtstätigkeit der Aufsichtsbehörden sicherzustellen.
Das BVG definiert obligatorische Minimalleistungen, z.B. die Versicherung der Lohnbestandteile bis zu 84 600 Franken. Vorsorgeeinrichtungen sind verpflichtet, diese in jedem Fall zu gewährleisten. Die zusätzlich zum Obligatorium erbrachten Leistungen bezeichnet man als Voroder Überobligatorium.
Paritätische Vertretung
Zahlenmässig gleich starke Vertretung der Arbeitnehmer und -geber im Stiftungsrat der Vorsorgeeinrichtung.
Die Verfügungsgewalt liegt allein beim Arbeitgeber, der auch die Finanzierung alleine übernimmt.
Das Vermögen einer patronalen Stiftung wird ausschliesslich durch Zuwendungen von Seiten des Arbeitgebers oder durch eigene Kapitalerträge gebildet, jedenfalls nicht aus Beiträgen der Destinatäre. Die Leistungen einer patronalen Stiftung sind im Allgemeinen reine Ermessensleistungen, worauf die Destinatäre grundsätzlich keinen Rechtsanspruch haben.
Pensionskasse (abgekürzt PK)
Bezeichnung für eine Institution, die wiederkehrende Alters-, Invaliden- und Hinterlassenen-Leistungen (Pensionen) ausrichtet. Umgangssprachlicher Begriff für Vorsorgeeinrichtung.
Bei ausländischen Staatsangehörigen werden die Steuern direkt an der Quelle, also beim Lohn, in Abzug gebracht. Dasselbe Prinzip gilt auch für Austrittsleistungen, die an ein Mitglied in bar ausbezahlt werden. Die Vorsorgeeinrichtung zieht den geschuldeten Betrag direkt von der Austrittsleistung ab. Die Quellensteuer wird auch abgezogen, wenn ein Leistungsbezüger seinen Wohnsitz im Ausland hat.
Es gibt Vorsorgeeinrichtungen öffentlichen und privaten Rechts, wobei jene privaten Rechts die Form einer Stiftung oder einer Genossenschaft haben müssen.
Die Registrierung einer Vorsorgeeinrichtung erfolgt auf ihren Antrag hin. Sie unterstellt sich damit dem BVG und verpflichtet sich, die gesetzlichen Mindestanforderungen zu erfüllen. Jeder Arbeitnehmer muss bei einer registrierten Vorsorgeeinrichtung versichert sein.
Das Reglement einer Vorsorgeeinrichtung beschreibt die Vorsorgetätigkeit. Es wird vom Stiftungsrat erlassen.
Das Total der gemäss FZG Art. 15 (Ansprüche im Beitragsprimat), Art. 16 (Ansprüche im Leistungsprimat) resp. Art. 17 (Mindestbetrag bei Austritt aus der Vorsorgeeinrichtung) errechneten Leistungen, per Stichtag 31.12. des Bemessungsjahres. Die Vorsorgeeinrichtung hat dem Versicherten jährlich die reglementarische Austrittsleistung mitzuteilen (Art 24 Abs. 1 FZG).
Die Finanzierung wird so festgelegt, dass das Deckungskapital für alle aktuell anfallenden Renten bereitgestellt werden kann (z.B. AHV).
Person, die irgendeine Rente bezieht (IV, berufliche Vorsorge, private Rentenverträge usw.). Altersrentner, Invalide, überlebende Ehegatten, Waisen sowie allenfalls andere Berechtigte werden als Rentner bezeichnet.
Sie wird zur Finanzierung der Risikoleistungen (Invalidität und Todesfall) verwendet und monatlich vom Lohn abgezogen. Siehe «Sparprämie» als Gegenstück.
Eine Vorsorgeeinrichtung, die meistens von einer Versicherung, Bank oder Treuhandfirma errichtet wird. Ihr können sich beliebige und voneinander unabhängige Arbeitgeber anschliessen. Dies im Unterschied zu einer Gemeinschaftsstiftung. Der Anschluss an eine Sammelstiftung wird meist von kleineren und mittleren Firmen gewählt.
Siehe «Alterskonto».
Einer Gemeinschaftseinrichtung angeschlossener, einzelner Versicherter, der auf eigene Rechnung arbeitet, oder der Arbeitgeber in einer Einzelfirma, der sich in der gleichen Vorsorgeeinrichtung versichern lässt wie seine Angestellten.
Er garantiert die Leistungen von Vorsorgeeinrichtungen bei deren Zahlungsunfähigkeit bis zu einem gesetzlich definierten Maximalanspruch (2018: 126 900 Franken). Er richtet zudem Leistungen an Kassen mit ungünstiger Altersstruktur des Versichertenbestandes aus. Siehe unter www.sfbvg.ch.
Siehe «Altersgutschriften».
Die Leistungen einer Spareinrichtung (auch Sparkasse genannt) werden auf der Basis der angesammelten und verzinsten Sparbeiträge erbracht, ohne Risikokomponente. Die Sparkassen haben mit der Einführung des BVG und der daraus resultierenden Pflicht, das Gesamtpersonal gemäss den gesetzlichen Mindesterfordernissen zu versichern, an Bedeutung verloren.
Sie wird zur Finanzierung der Altersleistungen verwendet und monatlich vom Lohn abgezogen. Siehe «Risikoprämie» als Gegenstück.
Oberstes Organ der als Stiftung organisierten Vorsorgeeinrichtung. Er ist aufgrund des Gebots zur paritätischen Vertretung je zur Hälfte aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammengesetzt
Er dient als Rechnungsannahme für die Berechnung des für die lebenslangen Rentenzahlungen zurückgestellten Kapitals während der laufenden Rentenzahlung. Je höher der technische Zins ist, desto höher muss das Deckungskapital sein. Der technische Zinssatz darf nicht mit der aktuellen Verzinsung der Altersguthaben oder dem BVG-Mindestzinssatz verwechselt werden. Aktuell bewegt sich der technische Zinssatz zwischen 1,75 und 3,5 Prozent.
Siehe «autonome Kasse mit Rückdeckung».
Temporäre Rente, die eine Vorsorgeeinrichtung zwischen der (Früh-)Pensionierung und dem Einsetzen der AHV gewähren kann.
Der Umwandlungssatz zeigt, welche Rentenleistung bei einer Kasse mit Beitragsprimat aus dem Altersguthaben resultiert. Beim überobligatorischen Teil können Versicherer eigene Sätze anwenden. Beim obligatorischen Teil gilt ein gesetzlich fixierter Satz. 2018 beträgt er für Frauen und Männer 6,8 Prozent. Für ein Altersguthaben von 100 000 Franken ergibt sich also eine Jahresrente von 6800 Franken.
Mit der versicherungstechnischen Bilanz wird festgestellt, ob das Vermögen einer Kasse gemäss kaufmännischer Bilanz zusammen mit den zu erwartenden Beiträgen und Zinsen ausreicht, um neben den sonstigen Schuldverpflichtungen und Rückstellungen die eingegangenen Versicherungsverpflichtungen (bezogen auf den Stichtag) erfüllen zu können.
Damit ist das Modell der Sammelstiftungen gemeint, in welchem Lebensversicherungen sämtliche Risiken (Tod, Invalidität und «Alter») übernehmen. Der Vorteil dieser Leistungen: Solche Sammelstiftungen haben nicht nur einen garantierten Mindestzins im Obligatorium wie andere Vorsorgeeinrichtungen. Sie bieten zusätzlich eine jährliche Nominalwertgarantie für alle obligatorischen und überobligatorischen Altersgutschriften, auch auf bereits gutgeschriebenen Überschüssen. Mindestens 90 Prozent der Überschüsse, die die Lebensversicherer im BVG-Geschäft erzielen, sind den Versicherten gutzuschreiben (Legal Quote).
Siehe «Deckungskapital».
Reglementierter Vorsorgeplan eines Arbeitgebers. Es handelt sich dabei um die übliche Form für die von Sammelstiftungen mit den angeschlossenen Arbeitgebern getroffenen Vereinbarungen.
Vorsorgevermögen können zur Finanzierung von Wohneigentum (nur für den Eigenbedarf, ohne Ferienwohnungen) vorbezogen oder verpfändet werden.
Bei ihr haben Vorsorgeeinrichtungen kontaktlose und von Versicherten vergessene Guthaben zu melden. Andererseits können sich Versicherte an die Zentralstelle 2. Säule wenden, wenn sie z.B. aufgrund häufiger Stellenwechsel oder Arbeitsunterbrüche nicht mehr alle Freizügigkeitsleistungen beisammen haben. Siehe unter http://www.sfbvg.ch/xml_2/internet/ de/application/f32.cfm.
Einer Vorsorgeeinrichtung zustehender Betrag, soweit die Summe der Altersgutschriften 14 Prozent der Summe der entsprechenden koordinierten Löhne übersteigt (BVG Art. 56 Abs. 1).
Schweizer Bank; 17.08.2018; Ausgaben-Nr. 8; Seite 56; SERVICE