Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/urkundsbeweis
Timestamp: 2019-12-12 01:32:00
Document Index: 303431256

Matched Legal Cases: ['§ 249', '§ 250', '§ 8', '§ 34', '§ 99', '§ 596', 'Art. 103', '§ 355', '§ 55', '§ 96', '§ 251', '§ 251']

Urkundsbeweis | Rechtslupe
Schlagwort: Urkundsbeweis
Fest­stel­lun­gen rechts­kräf­ti­ger frü­he­rer Urtei­le
Fest­stel­lun­gen rechts­kräf­ti­ger frü­he­rer Urtei­le kön­nen im Wege des Urkun­den­be­wei­ses gemäß § 249 Abs. 1 StPO in die neue Haupt­ver­hand­lung ein­ge­führt und ver­wer­tet wer­den. Der Tatrich­ter darf die­se Fest­stel­lun­gen aber nicht unge­prüft über­neh­men. Er kann jedoch nach dem Grund­satz der frei­en Beweis­wür­di­gung bei der Bil­dung sei­ner eige­nen, aus dem Inbe­griff der Haupt­ver­hand­lung
Die Rüge der Ver­let­zung des § 250 Satz 2 StPO durch Ver­le­sung poli­zei­li­cher Obser­va­ti­ons­be­rich­te und wei­te­rer poli­zei­li­cher Ver­mer­ke und Berich­te ist u.a. immer dann unbe­grün­det, wenn des­sen Ver­fas­ser in der Haupt­ver­hand­lung als Zeu­ge auch zum Inhalt die­ses Berichts ver­nom­men wur­de. Damit han­del­te es sich um eine zuläs­si­ge ver­neh­mungs­er­gän­zen­de Ver­le­sung . Da
Der unver­si­cher­te Bereich der Not­durft umfasst den gesam­ten Auf­ent­halt in der Toi­let­te. Auf die Hand­lungs­ten­denz des Ver­si­cher­ten kommt es für die Abgren­zung zwi­schen eigen- und fremd­wirt­schaft­li­chen Risi­ko­be­rei­chen nicht an. Eine beson­de­re Gefah­ren­quel­le wird durch eine schwe­re Stahl­tür nicht begrün­det. Nach § 8 Abs. 1 Satz 1 SGB VII sind Arbeits­un­fäl­le Unfäl­le von Ver­si­cher­ten
Zustim­mungs­ver­wei­ge­rung des Betriebs­rats – und die Sit­zungs­nie­der­schrift
Einer Sit­zungs­nie­der­schrift nach § 34 BetrVG kommt ein hoher Beweis­wert in Bezug auf die dar­in pro­to­kol­lier­te Beschluss­fas­sung des Betriebs­rats zu. Die Erklä­rung einer Zustim­mungs­ver­wei­ge­rung iSd. § 99 Abs. 3 Satz 1 BetrVG durch den Betriebs­rats­vor­sit­zen­den bedarf zu ihrer Wirk­sam­keit eines dar­auf gerich­te­ten Beschlus­ses des Betriebs­rats. Dies folgt aus dem Wort­laut der Vor­schrift,
Ein Abste­hen vom Urkun­den­pro­zess ist grund­sätz­lich auch noch in der Beru­fungs­in­stanz mög­lich. Nach § 596 ZPO kann ein Klä­ger, ohne dass es der Ein­wil­li­gung des Beklag­ten bedarf, bis zum Schluss der münd­li­chen Ver­hand­lung von dem Urkun­den­pro­zess in der Wei­se abste­hen, dass der Rechts­streit im ordent­li­chen Ver­fah­ren anhän­gig bleibt. Eine sol­che
Die über­gan­ge­ne Sach­ver­stän­di­gen­an­hö­rung – und das recht­li­che Gehör
Die Nicht­be­rück­sich­ti­gung eines erheb­li­chen Beweis­an­ge­bots, die im Pro­zess­recht kei­ne Stüt­ze hat, ver­stößt gegen Art. 103 Abs. 1 GG . Geht es um den Geis­tes­zu­stand einer Per­son in der Ver­gan­gen­heit, so ist die Ver­wer­tung eines ärzt­li­chen Attests im Wege des Urkun­den­be­wei­ses anstel­le der bean­trag­ten unmit­tel­ba­ren Anhö­rung des (sach­ver­stän­di­gen) Zeu­gen unzu­läs­sig, wenn sich
Das Gericht darf die in einem ande­ren Ver­fah­ren pro­to­kol­lier­ten Aus­sa­gen der benann­ten Zeu­gen im Wege des Urkun­den­be­wei­ses ver­wer­ten. Es muss die Zeu­gen aber selbst ver­neh­men, wenn eine Par­tei das bean­tragt. Das Gericht ver­stößt gegen den in § 355 Abs. 1 Satz 1 ZPO bestimm­ten Grund­satz der Unmit­tel­bar­keit der Beweis­auf­nah­me, indem es nur
Zwei­fel an der Echt­heit einer Urkun­de
Der Geg­ner des Beweis­füh­rers kann die Echt­heit einer Urkun­de grund­sätz­lich mit Nicht­wis­sen bestrei­ten, wenn er an ihrer Errich­tung nicht mit­ge­wirkt hat. Ist er Insol­venz­ver­wal­ter, gilt das nur, wenn er aus den Unter­la­gen und durch Befra­gen des Schuld­ners kei­ne Erkennt­nis­se über die Echt­heit der Urkun­de gewin­nen kann und sei­ne dies­be­züg­li­chen Bemü­hun­gen
Pfle­ge­stu­fe III und Här­te­fall­leis­tun­gen
Die Rege­lung, dass Bezie­her von Pfle­ge­geld – nicht von Pfle­ge-Sach­­leis­­tun­­gen – kei­nen Anspruch auf Här­te­fall­leis­tun­gen haben, ist nach Ansicht des Lan­des­so­zi­al­ge­richts Baden-Wür­t­­te­m­berg ver­fas­sungs­kon­form. In dem vom Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Wür­t­­te­m­berg ent­schie­de­nen bezieht die Klä­ge­rin ein Pfle­ge­geld ent­spre­chend der Pfle­ge­stu­fe III und begehrt nun von dem beklag­ten Leis­tungs­trä­ger zusätz­lich die Gewäh­rung von Här­te­fall­leis­tun­gen.
Steht das regu­lä­re Ende der Dienst­zeit eines Sol­da­ten unmit­tel­bar bevor, hin­dert das nicht die frist­lo­se Ent­las­sung nach § 55 Abs. 5 SG. § 96 Abs. 1 VwGO ent­hält nicht nur den Grund­satz der for­mel­len Unmit­tel­bar­keit der Beweis­auf­nah­me; der Vor­schrift las­sen sich auch Maß­stä­be für die Aus­wahl zwi­schen meh­re­ren zur Ver­fü­gung ste­hen­den Beweis­mit­teln
Die Ver­neh­mung eines Zeu­gen, Sach­ver­stän­di­gen oder Mit­be­schul­dig­ten kann unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen durch die Ver­le­sung einer Nie­der­schrift über eine Ver­neh­mung oder einer Urkun­de, die eine von ihm stam­men­de schrift­li­che Erklä­rung ent­hält, ersetzt wer­den, § 251 StPO. Die Anord­nung der Ver­le­sung hat dabei durch einen Beschluss des Gerichts zu erfol­gen, § 251