Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201953,%20102
Timestamp: 2019-10-23 01:29:59
Document Index: 295466247

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 131', '§ 131', '§ 157', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.11.1952 - II ZR 260/51 - dejure.org
BGH, 12.11.1952 - II ZR 260/51
https://dejure.org/1952,111
BGH, 12.11.1952 - II ZR 260/51 (https://dejure.org/1952,111)
BGH, Entscheidung vom 12.11.1952 - II ZR 260/51 (https://dejure.org/1952,111)
BGH, Entscheidung vom 12. November 1952 - II ZR 260/51 (https://dejure.org/1952,111)
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Umwandlung einer aufgelösten, aber noch nicht abgewickelten Gesellschaft in eine werbende Gesellschaft - Anforderungen an die Zulässigkeit eines Mehrheitsbeschlusses - Änderungen des Gesellschaftsvertrages durch eine 3/4 Mehrheit
Beendigung der Organstellung insbesondere durch Widerruf, Kein schuldrechtlicher Anspruch auf Weiterbeschäftigung als Geschäftsführer
BGHZ 8, 35
NJW 1953, 102
DB 1952, 1030
DB 1952, 1035
Der auf die Rechtsprechung des Reichsgerichts (RGZ 91, 166; 151, 321; 163, 385) zurückgehende und von dem Senat in einer frühen Entscheidung (BGHZ 8, 35, 41 f.) aufgegriffene Bestimmtheitsgrundsatz beschränkt den Anwendungsbereich allgemeiner Mehrheitsklauseln auf "gewöhnliche" Beschlussgegenstände.
Die hiervon zu unterscheidende Frage, ob der abberufene Geschäftsführer aus dem fortbestehenden Anstellungsverhältnis einen Anspruch auf Tätigkeit und Beschäftigung in der Gesellschaft hat, konnte der Senat in seiner Entscheidung vom12. November 1952 (II ZR 260/51, BGHZ 8, 35, 45 f.) offenlassen.
Dem Bestimmtheitsgrundsatz ist nur genügt, wenn eine Auslegung der betreffenden Vertragsklausel unmissverständlich ergibt, ob ein bestimmter Beschlussgegenstand der Mehrheitsentscheidung unterliegt (BGH-Urteil in BGHZ 8, 35, 42;… Karsten Schmidt, a.a.O., 461).
BGH, 02.07.2007 - II ZR 181/06
Pflichten des Kommanditisten in der Krise der Gesellschaft; Anforderungen an die …
b) Befindet sich die Kommanditgesellschaft in der Liquidation, muss ein - grundsätzlich möglicher - Beschluss der Gesellschafter über die Aufhebung der Liquidation und Fortsetzung der Gesellschaft einstimmig gefasst werden, solange nicht nach dem Gesellschaftsvertrag eine mehrheitliche Beschlussfassung zugelassen ist (vgl. BGHZ 8, 35 ff.).
Ein - grundsätzlich möglicher - Fortsetzungsbeschluss muss einstimmig gefasst werden, es sei denn, im Gesellschaftsvertrag ist unter Beachtung des Bestimmtheitsgrundsatzes hierfür eine andere Mehrheit vorgesehen (BGHZ 8, 35, 39;… Baumbach/Hopt, HGB 32. Aufl. § 131 Rdn. 31;… Lorz in Ebenroth/Boujong/Joost, HGB § 131 Rdn. 34).
Einmal setzen gültige Mehrheitsbeschlüsse grundsätzlich voraus, dass sie nach Sinn und Zweck des Vertrages (§ 157 BGB) im Hinblick auf den konkreten Beschlussgegenstand unzweideutig, wenn auch nicht notwendig ausdrücklich, zugelassen sind (sog. Bestimmtheitsgrundsatz; vgl. BGHZ 8, 35, 41 ff.; 71, 53, 57).
Das wird ganz deutlich, wenn im Gesellschaftsvertrag für Fälle dieser Art ein (qualifizierter) Mehrheitsbeschluß vorgesehen ist (vgl dazu BGHZ 8, 35 [BGH 12.11.1952 - II ZR 260/51]); in diesem Fall kann grundsätzlich auch gegen den Willen des betroffenen Gesellschafters, wenn nur der Grundsatz der Gleichbehandlung gewahrt ist, eine Erhöhung seiner Gesellschafter-Pflichten begründet werden.
Damit wird zwar die Frage nahegelegt, ob der Bestimmtheitsgrundsatz nur eine Auslegungsregel (und deshalb ein ausdrücklicher Verzicht auf seine Anwendung zulässig und wirksam) oder ob er nicht vielmehr als eine formale Regel des Minderheitenschutzes grundsätzlich unverzichtbar ist (so wohl BGHZ 8, 35 [BGH 12.11.1952 - II ZR 260/51] ).
Ebenso können die Beiträge durch Mehrheitsbeschluß erhöht werden, wenn der Gesellschaftsvertrag das vorsieht (BGHZ 8, 35, 39; 20, 363, 369).
In der obergerichtlichen Rechtsprechung ist mehrfach entschieden, dass der Bestimmtheitsgrundsatz auch dann gewahrt ist, wenn sich aus einer Auslegung des Vertrages der eindeutige Parteiwille ergibt, einen bestimmten Beschlussgegenstand dem Mehrheitsprinzip zu unterwerfen, wobei bei der Auslegung des Vertrages alle Umstände, insbesondere auch dessen Sinn und Zweck, zu berücksichtigen sind (vgl. BGHZ 8, 35, 41f.; BGH WM 1973, 100, 102; BGH WM 1976, 661; zustimmend u.a.: K. Schmidt , Gesellschaftsrecht, 4.Aufl., 2002, S.454f.; Tiedtke , DB 1989, 813, 814; Hermanns , ZGR 1996, 103, 107).
BGH, 06.07.1994 - VIII ZR 62/93
Rechtsstellung volkseigener Güter der ehemaligen DDR
BGH, 23.10.1972 - II ZR 35/70
Gesamtnichtigkeit eines Gesellschafterbeschlusses im Hinblick auf aufgeführte …
Mehrheitsbeschluß bei offener Handelsgesellschaft
Formlose Mitteilung von Beschlüssen an die Parteien, sofern sie ohne mündliche …
BGH, 16.12.1971 - II ZR 38/69
Fortbestehen einer Kommandtgesellschaft (KG) nach Kündigung des …
BFH, 15.05.1957 - II 239/56 U
Vorliegen einer steuerpflichtigen Anteilsvereinigung bei Vereinigung aller …
BGH, 14.04.1966 - II ZR 192/64
Reichweite der Zulässigkeit von Mehrheitsbeschlüssen bei Änderung eines …