Source: https://www.rechtslupe.de/verwaltungsrecht/beamtenrecht/ermaessigtes-trennungsgeld-bei-verbilligter-gemeinschaftsverpflegung-312723
Timestamp: 2020-01-20 20:40:07
Document Index: 10100557

Matched Legal Cases: ['§ 4', 'Art. 3', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 17', '§ 4', '§ 9']

Ermä­ßig­tes Tren­nungs­geld bei ver­bil­lig­ter Gemein­schafts­ver­pfle­gung | Rechtslupe
Ermäßigtes Trennungsgeld bei verbilligter Gemeinschaftsverpflegung
Ermä­ßig­tes Tren­nungs­geld bei ver­bil­lig­ter Gemein­schafts­ver­pfle­gung
§ 4 Abs. 5 TGV ver­pflich­tet alle obers­ten Dienst­be­hör­den, bei Vor­lie­gen der tat­be­stand­li­chen Vor­aus­set­zun­gen nähe­re Bestim­mun­gen über die inhal­ti­che Aus­ge­stal­tung des ermä­ßig­ten Tren­nungs­gel­des selbst oder durch Ermäch­ti­gung der nach­ge­ord­ne­ten Behör­den zu tref­fen. Dies ent­schied jetzt das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in Lüne­burg auf die Kla­ge eines Sol­da­ten.
Einen Ver­stoß gegen Art. 3 Abs. 1 GG durch die in § 4 Abs. 5 TGV ent­hal­te­ne Ermäch­ti­gung zur nähe­ren Bestim­mung des ermä­ßig­ten Tren­nungs­gel­des lässt sich nach Ansicht des Lüne­bur­ger OVG auch nicht fest­stel­len. Denn § 4 Abs. 5 TGV ent­hält eine Ver­pflich­tung aller obers­ten Dienst­be­hör­den, bei Vor­lie­gen der tat­be­stand­li­chen Vor­aus­set­zun­gen nähe­re Bestim­mun­gen zu tref­fen. Einen Spiel­raum eröff­net die Vor­schrift den obers­ten Dienst­be­hör­den nur hin­sicht­lich der Art und des Umfangs des ermä­ßig­ten Tren­nungs­gel­des 1. Dem­entspre­chend sind – res­sort­über­grei­fend – alle obers­ten Dienst­be­hör­den ver­pflich­tet, für den Fall, dass einem Tren­nungs­geld­be­rech­tig­ten gerin­ge­re Auf­wen­dun­gen für Ver­pfle­gung oder Unter­kunft als all­ge­mein ent­ste­hen, nähe­re Bestim­mun­gen über die inhalt­li­che Aus­ge­stal­tung des ermä­ßig­ten Tren­nungs­gel­des zu tref­fen.
An eine Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen der Gemein­schafts­ver­pfle­gung der Bun­des­wehr und der Ver­pfle­gung gegen Bar­zah­lung in Behör­den­kan­ti­nen ande­rer obers­ter Dienst­be­hör­den knüpft § 4 Abs. 5 TGV nicht an. Sach­lich gerecht­fer­tig­tes Dif­fe­ren­zie­rungs­kri­te­ri­um ist ein­zig das Tat­be­stands­merk­mal, dass den Berech­tig­ten "erfah­rungs­ge­mäß gerin­ge­re Auf­wen­dun­gen für Ver­pfle­gung als all­ge­mein ent­ste­hen".
Nie­der­säch­si­sches Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 13. August 2009 – 5 LA 439/​07
eben­so Meyer/​Fricke, a. a. O., § 4 TGV, Rn. 91; vgl. auch BVerwG, Urteil vom 04.06.1980 – BVerwG 6 C 48.76 -, Buchhholz 238.90 NR. 83, S. 121, 123 und BayVGH, Urteil vom 25.05.1977 – Nr. 240 III 75 -, DÖD 1977, 254 jeweils zu § 17 BRKG a. F., der Vor­gän­ger­re­ge­lung der dem § 4 Abs. 5 TGV ent­spre­chen­den Vor­schrift des § 9 Abs. 1 BRKG[↩]
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