Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Bayern&Datum=31.03.2005&Aktenzeichen=8%20ZB%2004.2279
Timestamp: 2020-02-18 22:10:57
Document Index: 215064608

Matched Legal Cases: ['§ 194', '§ 124', '§ 124', 'Art. 8', '§ 4', 'Art. 67']

VGH Bayern, 31.03.2005 - 8 ZB 04.2279 - dejure.org
https://dejure.org/2005,8702
VGH Bayern, 31.03.2005 - 8 ZB 04.2279 (https://dejure.org/2005,8702)
VGH Bayern, Entscheidung vom 31.03.2005 - 8 ZB 04.2279 (https://dejure.org/2005,8702)
VGH Bayern, Entscheidung vom 31. März 2005 - 8 ZB 04.2279 (https://dejure.org/2005,8702)
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Bestandsverzeichnis für Gemeindestraßen, Einziehung eines Straßenteilstücks, Folgenbeseitigungsanspruch
Wirksamkeit der Eintragung einer Ortsstraße in das Bestandsverzeichnis für Gemeindestraßen; Folgen des Fehlens eines Datums und einer Unterschrift auf dem Karteiblatt des erstmalig angelegten Bestandsverzeichnisses für Gemeindestraßen; Öffentlich-rechtlicher ...
VG Ansbach, 12.12.2003 - AN 10 K 02.01364
VG Ansbach, 28.06.2004 - AN 10 K 02.01364
NVwZ-RR 2005, 736
In der Konsequenz besteht grundsätzlich kein Rechtsanspruch auf Einziehung eines bestimmten Straßenstücks (BayVGH, B.v. 31.3.2005 - 8 ZB 04.2279 - BayVBl 2006, 88 = juris Rn. 10;… B.v. 9.1.2018 - 8 ZB 16.2351 = juris Rn. 9).
Auf das vor der Rechtsänderung "verlautbarte" Urteil (vgl. BVerwG vom 11.6.1993 NVwZ-RR 1994, 297 = DVBl 1994, 209; Seibert in Sodan/Ziekow, VwGO, § 194 RdNr. 7) war § 124 a Abs. 4 Satz 5 VwGO in der bisher geltenden Fassung anzuwenden (BayVGH vom 7.10.2004 - 1 ZB 04.1811, Juris; vom 31.3.2005 - 8 ZB 04.2279, Juris).
Da das 1. Justizmodernisierungsgesetz keine die gewohnheitsrechtliche Regel des intertemporalen Rechtsmittelrechts verdrängende Übergangsregelung enthält, ist § 124 a Abs. 4 Satz 5 VwGO n. F. auf das (erstmals) am 6. Juli 2004 verlautbarte Urteil nicht anzuwenden (vgl. BVerfG vom 7.7.1992 BVerfGE 87, 48/62 = NVwZ 1992, 1182/1183; BayVGH vom 7.10.2004 - 1 ZB 04.1811, Juris; vom 31.3.2005 - 8 ZB 04.2279, Juris).
In der Konsequenz besteht grundsätzlich kein Rechtsanspruch auf Einziehung eines bestimmten Straßenstücks (vgl. BayVGH, B. v. 31.3.2005 - 8 ZB 04.2279 - BayVBl 2006, 88/89 m. w. N.).
Die Beigeladene trägt keine Gesichtspunkte vor, die es denkbar erscheinen lassen, dass deren besondere individuelle Belange für die Entscheidung über die Einziehung hier ausnahmsweise maßgeblich sein könnten (vgl. hierzu BayVGH, B. v. 31.3.2005 - 8 ZB 04.2279 - BayVBl 2006, 88/89 m. w. N.).
In der Konsequenz besteht grundsätzlich kein Rechtsanspruch auf Einziehung eines bestimmten Straßenstücks (BayVGH, B.v. 31.3.2005 - 8 ZB 04.2279 - BayVBl 2006, 88 = juris Rn. 10) und damit auch keine auf Einziehung einer dort vorhandenen öffentlichen Straße gerichtete Rechtsposition (…BayVGH, B.v. 3.11.2016 - 8 ZB 15.1340 - juris Rn. 11;… Häußler in Zeitler, BayStrWG, Stand Mai 2017, Art. 8 Rn. 55).
VG München, 28.02.2012 - M 2 K 10.5042
Erstmalige Anlegung der Straßenbestandsverzeichnisse
Hinzu kommt, dass die Eintragung im Bestandsverzeichnis entgegen § 4 Abs. 2 der Verordnung über die Straßen- und Bestandsverzeichnisse vom 21. August 1958 nicht mit einem Datum versehen wurde (auch wenn dies nur zur Aufhebbarkeit, nicht aber zur Nichtigkeit der Eintragung führen könnte, BayVGH vom 31.03.2005 Az. 8 ZB 04.2279 juris RdNr. 7) sowie dass zusätzlich zweifelhaft erscheint, dass die Eintragungsverfügung vom ... Oktober 1964 auf Blatt Nr. ... des Bestandsverzeichnisses, die zeitlich vorangegangene Eintragsverfügung vom ... Mai 1963 hingegen (mit identischer Handschrift) auf Blatt Nr. ... des Bestandsverzeichnisses erfolgte.
Bei dieser Sachlage besteht eine so gravierende Ungewissheit darüber, wann welche Bestandsverzeichnisse bzw. welche sie bildenden einzelnen Karteikarten seinerzeit tatsächlich zur öffentlichen Einsicht auflagen, ob und mit welchem Eintrag der beschränkt-öffentliche Weg "Gehsteig ... (Bergseite)" in dieser für die Rechtswirkungen des Art. 67 Abs. 3 BayStrWG allein maßgeblichen "Summe von Verwaltungsakten" (BayVGH vom 31.03.2005 Az. 8 ZB 04.2279 juris RdNr. 5) enthalten war und ob der frühere Grundstückseigentümer wegen der jedenfalls bereits begonnenen Auslegung noch hinreichend Kenntnis nehmen konnte, dass nicht von einer wirksamen Bekanntgabe ausgegangen werden kann.
Von einer Verwirkung des Klagerechts (…dazu BayVGH, U. v. 9.10.2014 - 8 B 12.1546 - juris Rn. 17 ff.;… U. v. 26.2.2013 - 8 B 11.1708 - juris Rn. 29) und/oder des materiellen Anspruchs (dazu BayVGH, B. v. 31.3.2005 - 8 ZB 04.2279 - juris Rn. 13 f.) kann entgegen der Auffassung der Beklagten keine Rede sein.
Nach der Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes sind diese verfahrensrechtlichen Regelungen bloße Ordnungsvorschriften, die die durch die Eintragung begründete Widmung nicht berühren (BayVGH, B.v. 31.3.2005 - 8 ZB 04.2279 - BayVBl. 2006, S. 88 ff., S. 89).
VGH Bayern, 25.02.2010 - 8 ZB 09.1107
Anträge auf Zulassung der Berufung; rechtskräftige Vorentscheidung; Anliegerweg; …
VG Ansbach, 14.12.2009 - AN 10 K 08.01642
Aufstellen eines Baugerüsts auf tatsächlich öffentlicher Verkehrsfläche