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Timestamp: 2016-10-23 07:54:09
Document Index: 185086619

Matched Legal Cases: ['Art. 17', 'Art. 30', 'Art. 30', 'Art. 45', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 76', 'Art. 81', 'Art. 85', 'Art. 85', 'Art. 85', 'Art. 2', 'Art.1', 'Art. 17', 'Art. 27', 'Art. 27', 'BGE', 'Art 27', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 19', 'BGE', 'Art. 132', 'BGE', 'Art. 17']

C 138/05 (03.07.2006)
C 138/05
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter Borella und Kernen; Gerichtsschreiberin Polla
S.________, 1963, Beschwerdef�hrer,
(Entscheid vom 20. Oktober 2004)
Der 1963 geborene S.________ verlor per 30. September 2002 seine Stelle bei der Firma X.________ AG. Nach R�ckkehr von einer vom 5. November 2002 bis 18. September 2003 dauernden S�damerikareise meldete er sich am 19. September 2003 bei der Arbeitslosenversicherung zum Leistungsbezug an. Mit Verf�gung vom 27. November 2003 stellte ihn das Arbeitsamt Schaffhausen f�r die Dauer von 25 Tagen wegen fehlender Arbeitsbem�hungen vor Anmeldung zum Leistungsbezug in der Anspruchsberechtigung ein. Daran hielt die Amtsstelle auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 10. Mai 2004).
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies die Kantonale Rekurskommission f�r die Arbeitslosenversicherung Schaffhausen mit Entscheid vom 20. Oktober 2004 ab.
S.________ f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit den Antr�gen, in Aufhebung des Einspracheentscheides und des vorinstanzlichen Entscheides sei ihm ab 19. September 2003 die (volle) Arbeitslosenentsch�digung auszurichten; eventuell sei die H�he der Einstellung in der Anspruchsberechtigung auf 4 Tage zu reduzieren.
W�hrend das Arbeitsamt auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichtet das Staatssekretariat f�r Wirtschaft (seco) auf eine Vernehmlassung.
1.1 Das kantonale Gericht und die Verwaltung haben die massgebenden (mit In-Kraft-Treten des Bundesgesetzes �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] am 1. Januar 2003 unver�ndert gebliebenen) Bestimmungen �ber die Pflicht der versicherten Person, alles Zumutbare zu unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verk�rzen, und ihre entsprechenden Bem�hungen nachweisen k�nnen zu m�ssen (Art. 17 Abs. 1 AVIG), die Einstellung in der Anspruchsberechtigung bei ungen�genden pers�nlichen Arbeitsbem�hungen (Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG) sowie die verschuldensabh�ngige Dauer der Einstellung (Art. 30 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 AVIV) zutreffend dargelegt. Richtig sind auch die Erw�gungen zum Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV; BGE 127 I 36 Erw. 3a, 127 V 258 Erw. 4b, je mit Hinweisen) und zu den nach der Rechtsprechung erforderlichen f�nf Voraussetzungen f�r eine erfolgreiche Berufung auf den �ffentlich-rechtlichen Vertrauensschutz bei einer falschen Auskunft einer Verwaltungsbeh�rde (BGE 121 V 66 Erw. 2a). Darauf wird verwiesen. Bleibt festzuhalten, dass die rechtsprechungsgem�sse Gleichstellung von pflichtwidrig unterbliebener Beratung und unrichtiger Auskunftserteilung auch nach der Regelung der Beratungspflicht gem�ss ATSG gilt. Demgem�ss finden die aus dem Grundsatz von Treu und Glauben abgeleiteten Voraussetzungen, welche bei unrichtiger Auskunftserteilung eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung des Rechtsuchenden gebieten, auf die entgegen gesetzlicher Vorschrift unterbliebene Auskunft analoge Anwendung (BGE 131 V 472 Erw. 5 mit Hinweisen auf Rechtsprechung und Literatur).
1.2 Zu erg�nzen ist, dass gem�ss Art. 27 ATSG die Versicherungstr�ger und Durchf�hrungsorgane der einzelnen Sozialversicherungen verpflichtet sind, im Rahmen ihres Zust�ndigkeitsbereiches die interessierten Personen �ber ihre Rechte und Pflichten aufzukl�ren (Abs. 1). Jede Person hat Anspruch auf grunds�tzlich unentgeltliche Beratung �ber ihre Rechte und Pflichten. Daf�r zust�ndig sind die Versicherungstr�ger, denen gegen�ber die Rechte geltend zu machen oder die Pflichten zu erf�llen sind. F�r Beratungen, die aufwendige Nachforschungen erfordern, kann der Bundesrat die Erhebung von Geb�hren vorsehen und den Geb�hrentarif festlegen (Abs. 2). Stellt ein Versicherungstr�ger fest, dass eine versicherte Person oder ihre Angeh�rigen Leistungen anderer Sozialversicherungen beanspruchen k�nnen, so gibt er ihnen unverz�glich davon Kenntnis (Abs. 3).
Nach der gleichzeitig mit dem ATSG am 1. Januar 2003 in Kraft gesetzten Ausf�hrungsbestimmung des Artikels 19a AVIV kl�ren die in Art. 76 Abs. 1 a-d AVIG genannten Durchf�hrungsstellen die Versicherten �ber ihre Rechte und Pflichten auf, insbesondere �ber das Verfahren der Anmeldung und �ber die Pflicht, Arbeitslosigkeit zu vermeiden und zu verk�rzen (Abs. 1). Die Kassen kl�ren die Versicherten �ber die Rechte und Pflichten auf, die sich aus dem Aufgabenbereich der Kassen ergeben ([Art. 81 AVIG]; Abs. 2). Die kantonalen Amtsstellen und die regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) kl�ren die Versicherten �ber die Rechte und Pflichten auf, die sich aus den jeweiligen Aufgabenbereichen ergeben ([Art. 85 und 85b AVIG]; Abs. 3).
Der Aufgabenbereich der von den Kantonen zu errichtenden (Art. 85b Abs. 1 Satz 1 AVIG) RAV ist im AVIG nicht n�her umschrieben. In Art. 85b Abs. 1 Satz 2 und 3 AVIG wird lediglich festgehalten, dass die Kantone den RAV Aufgaben der kantonalen Amtsstelle �bertragen und ihnen die Durchf�hrung der Anmeldung zur Arbeitsvermittlung �bertragen k�nnen. Im Kanton Z�rich schreibt Art. 2 des Einf�hrungsgesetzes zum Arbeitslosenversicherungsgesetz vom 27. September 1999 ( Z�rcher Gesetzessammlung Nr. 837.1) vor, dass die zust�ndige Direktion die f�r den Vollzug verantwortliche kantonale Amtsstelle bestimmt, welche insbesondere die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren f�hrt (lit,a). Nach Art.1 der Verordnung vom 26.Oktober 2000 zum genannten Einf�hrungsgesetz 8837.11) ist das Amt f�r Wirtschaft und Arbeit (AWA) zust�ndige kantonale Amtsstelle f�r den Vollzug des Arbeitslosenversicherungsgesetzes.
Fest steht, dass sich der Beschwerdef�hrer einen Tag nach seiner R�ckkehr aus dem Ausland zur Arbeitsvermittlung und zum Bezug von Arbeitslosenentsch�digung anmeldete und sich in der Zeit w�hrend seiner zehnmonatigen S�damerikareise nicht um zumutbare Arbeit bem�hte. Streitig und zu pr�fen ist daher, ob und gegebenenfalls wie lange er wegen ungen�genden Arbeitsbem�hungen vor Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung in der Anspruchsberechtigung einzustellen ist.
2.1 Nach konstanter Praxis des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts, von der auch mit Blick auf den in Kraft getretenen ATSG abzuweichen kein Anlass besteht, muss sich die versicherte Person gem�ss ihrer Schadenminderungspflicht auch die vor der Meldung auf dem Arbeitsamt unterlassenen Stellenbewerbungen entgegenhalten lassen (ARV 2005 S. 58 [C 208/03] Erw. 3.1 mit Hinweisen). Die Pflicht der Versicherungsleistungen beanspruchenden Person zur Arbeitssuche - als Teil der Schadenminderungspflicht - ergibt sich direkt aus dem Gesetz (Art. 17 Abs. 1 AVIG). Die versicherte Person kann sich daher insbesondere nicht damit exkulpieren, nicht gewusst zu haben, dass sie schon vor Aufnahme der Stempelkontrolle zur ernsthaften Arbeitssuche verpflichtet war und nicht darauf aufmerksam gemacht worden sei (Urteile M. vom 28. Dezember 2004 [C 236/04] P. vom 15. Dezember 2003 [C 200/03] je mit Hinweis; vgl. auch ARV 1980 Nr. 44 S. 109). Der Versicherte hat sich dementsprechend w�hrend einer allf�lligen K�ndigungsfrist, aber auch generell w�hrend der Zeit vor Anmeldung (ARV 1982 Nr. 4 S. 40), so auch w�hrend einem Auslandaufenthalt zum Zwecke der Erzielung eines Verdienstes (ARV 2005 S. 58 [C 208/03] Erw. 3.2) unaufgefordert um Stellen zu bem�hen. Gleiches hat w�hrend eines Auslandaufenthaltes zu Reisezwecken zu gelten. Denn die Landesabwesenheit entbindet nicht von dieser Pflicht, zumal es mit den heutigen Kommunikationsmitteln (Internet, E-Mail etc.) und Personalvermittlungsagenturen ohne weiteres m�glich und zumutbar ist, sich auch vom Ausland aus f�r eine neue Arbeitsstelle zu bewerben (ARV 2005 S. 58 [C 208/03] Erw. 3.2). Dass Bewerbungen aus S�damerika v�llig sinnlos und/oder unm�glich sind, wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingewendet wird, kann nicht ernsthaft behauptet werden. Da der Einstellungstatbestand der ungen�genden Arbeitsbem�hungen schon dann erf�llt ist, wenn der Versicherte nicht alles Zumutbare unternimmt, um einen drohenden Schaden abzuwenden (ARV 2005 S. 58 [C 208/03] Erw. 3.2 mit Hinweis), stellte das Arbeitsamt den Versicherten grunds�tzlich zu Recht in der Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenentsch�digung ein.
2.2 Bleibt zu pr�fen, ob entweder die Arbeitslosenkasse des Kantons Z�rich, das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Badenerstrasse, Z�rich, welche der Versicherte vor seinem Auslandaufenthalt um Auskunft bat, oder das seco, das mittels E-Mail w�hrend seiner Reise zum Vorgehen bei der Anmeldung zum Leistungsbezug angefragt wurde, die in Art. 27 ATSG normierte Aufkl�rungs- und Beratungspflicht durch eine unterbliebene oder unvollst�ndige Auskunft verletzt haben und bejahendenfalls, ob der Beschwerdef�hrer gest�tzt auf vertrauensrechtliche Grunds�tze davon ausgehen durfte, w�hrend seines Auslandaufenthaltes von der Arbeitssuche entbunden zu sein.
2.3 Nach Auffassung der Vorinstanz haben weder die vor seiner Abreise angefragten Beh�rden noch das seco eine unvollst�ndige Auskunft erteilt, da die Themenkreise der grunds�tzlichen Anspruchsberechtigung und des Vorgehens bei der Anmeldung vollst�ndig beantwortet worden seien. Die Auskunft �ber die auch im Ausland bestehende Stellensuchpflicht betreffe nicht die grunds�tzliche Anspruchsberechtigung. Auch das seco habe sich mit der Aufz�hlung der f�r die Anmeldung bei der Gemeinde erforderlichen Dokumente begn�gen d�rfen, da der Versicherte nicht nach seinen allenfalls vor Anmeldung bestehenden Pflichten gefragt habe, weshalb keine den konkreten Umst�nden entsprechende, �ber die gesetzliche Pflicht hinausgehende Aufkl�rungspflicht bestanden habe.
2.4 Der Beschwerdef�hrer vertritt demgegen�ber den Standpunkt, die Tatsache, dass er sich bei verschiedenen Stellen �ber die Konsequenzen seiner Reise und die notwendigen Schritte zur Anmeldung informiert habe, zeige bereits, dass er hier�ber in Unkenntnis gewesen sei und nicht jedes Detail h�tte erfragen k�nnen. Sodann habe er sich genau an das vom seco umschriebene Vorgehen gehalten. Nun sei es offensichtlich widerspr�chlich, einerseits die Antwort des seco als korrekt zu bezeichnen, das Befolgen der Anweisungen aber als fehlerhaft anzusehen und zu sanktionieren. Es sei offensichtlich, dass er mit seiner Anfrage an das seco �ber das genaue Vorgehen bei der Anmeldung und �ber alle notwendigen Dokumente habe informiert werden wollen. Es seien aber nur einige Schritte und einige Dokumente erw�hnt worden, nicht aber das einzige wichtige Dokument, welches er nicht nachreichen k�nne und den einzigen, nicht offensichtlichen und nicht nachholbaren Schritt. Diesem Umstand m�sse Rechnung getragen werden. Dies gelte umso mehr, als auf dem fehlenden Dokument �ber die Arbeitsbem�hungen in Fettschrift stehe, dieses sei mit dem Antrag auf Arbeitslosenentsch�digung abzugeben. Somit habe die Auskunftsperson und nicht der Fragende fahrl�ssig gehandelt.
3.1 Absatz 1 des Art. 27 ATSG stipuliert eine allgemeine und permanente Aufkl�rungspflicht der Versicherungstr�ger und Durchf�hrungsorgane, die nicht erst auf pers�nliches Verlangen der interessierten Personen zu erfolgen hat, und haupts�chlich durch die Abgabe von Informationsbrosch�ren, Merkbl�ttern und Wegleitungen erf�llt wird. Da es sich in diesem Fall um im konkreten Einzelfall und bezogen auf eine einzelne Person erfolgten Informationen handelte, kommt Absatz 2 derselben Bestimmung zum Tragen. Er beschl�gt ein individuelles Recht auf Beratung durch den zust�ndigen Versicherungstr�ger. Jede versicherte Person kann vom Versicherungstr�ger im konkreten Einzelfall eine unentgeltliche Beratung �ber ihre Rechte und Pflichten verlangen. Absatz 3 konkretisiert die in Absatz 2 umschriebene Beratungspflicht und weitet sie zugleich gegen�ber dem letztgenannten Absatz aus (BGE 131 V 472 Erw. 4.2 mit Hinweis auf Literatur und Rechtsprechung).
3.2 Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hat im eben zitierten Entscheid unter Erw. 4.2 und 4.3 (mit Hinweis auf Literatur) festgehalten, dass die in Art 27 Abs. 2 ATSG verankerte Beratungspflicht, unter Hinweis auf die einhellige Lehrmeinung, nicht bloss eine Kodifizierung bisherigen Rechts darstellt, da nach der vor In-Kraft-Treten des ATSG ergangenen (und mithin f�r die dem ATSG unterstehenden Sozialversicherungszweige heute �berholten) Rechtsprechung (ARV 2002 S. 113, 2000 Nr. 20 S. 98 Erw. 2b; BGE 124 V 220 Erw. 2b) keine umfassende Auskunfts-, Beratungs- und Belehrungspflicht der Beh�rden (unter Vorbehalt von Art. 16 KVG in der bis 31. Dezember 2002 geltenden Fassung) bestand, namentlich auch nicht gest�tzt auf den verfassungsm�ssigen Grundsatz von Treu und Glauben. Ebenso wurde festgehalten, dass nach der Literatur die Beratung bezweckt, die betreffende Person in die Lage zu versetzen, sich so zu verhalten, dass eine den gesetzgeberischen Zielen des betreffenden Erlasses entsprechende Rechtsfolge eintritt. Dabei sei die zu beratende Person �ber die f�r die Wahrnehmung der Rechte und Pflichten massgebenden Umst�nde rechtlicher oder tats�chlicher Art zu informieren, wobei gegebenenfalls ein Rat bzw. eine Empfehlung f�r das weitere Vorgehen abzugeben sei.
3.3 Wo die Grenzen der in Art. 27 Abs. 2 ATSG statuierten Beratungspflicht in generell-abstrakter Weise zu ziehen sind, brauchte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht weder im zitierten Urteil F. vom 14. September 2005 noch in den Urteilen L. vom 11. Oktober 2005 (C 122/05) und W. vom 28. Oktober 2005 (C157/05) zu entscheiden. Denn aufgrund des Wortlautes ("Jede Person hat Anspruch auf [...] Beratung �ber ihre Rechte und Pflichten."; "Chacun a le droit d'�tre conseill� [...] sur ses droits et obligations."; "Ognuno ha diritto [...] alla consulenza in merito ai propri diritti e obblighi.") sowie des Sinnes und Zwecks der Norm (Erm�glichung eines Verhaltens, welches zum Eintritt einer den gesetzgeberischen Zielen des betreffenden Erlasses entsprechenden Rechtsfolge f�hrt) stand beim ersten zu beurteilenden Sachverhalt fest, dass es auf jeden Fall zum Kern der Beratungspflicht geh�rt, die versicherte Person darauf aufmerksam zu machen, ihr Verhalten (der Antritt eines Auslandaufenthaltes) eine der Voraussetzungen des Leistungsanspruches (in concreto: die Anspruchsvoraussetzung der Vermittlungsf�higkeit) gef�hrden kann. Genauso eindeutig erkannte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht in den Urteilen L. vom 11. Oktober und W. vom 28. Oktober 2005, dass es ebenso zum Kern der Beratungspflicht geh�re, die versicherte Person darauf aufmerksam zu machen, dass der Verzicht auf den Bezug von erworbenen Ferientagen innerhalb der entsprechenden Rahmenfrist den Anspruch auf diese Ferientage gef�hrdete (C 122/05) und dass ihre Situation (in jenem Fall die andauernde arbeitgeber�hnliche Stellung) den Leistungsanspruch gef�hrden kann (C 157/05).
3.4 Der hier zu beurteilende Sachverhalt pr�sentiert sich hingegen anders. Zwar ist Art. 27 Abs. 2 ATSG nicht auf versicherte Personen begrenzt (Kieser, ATSG-Kommentar, Kommentar zum Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000, Z�rich 2003, S. 321, Rz 18 zu Art. 27). Nicht ausser Acht gelassen darf hingegen, dass sowohl die Arbeitslosenkasse des Kantons Z�rich, wie auch das RAV Badenerstrasse nicht einem bereits bei ihnen gemeldeten Versicherten im Rahmen der Betreuung eines laufenden Versicherungsfalls Auskunft erteilten. Die Informationen erfolgten denn auch nicht anl�sslich eines (vereinbarten) Beratungsgespr�chs beim RAV oder beim zust�ndigen Sachbearbeiter der Arbeitslosenkasse. Vielmehr erkundigte sich der Beschwerdef�hrer an seinem damaligen Wohnort lediglich telefonisch bei zwei Durchf�hrungsorganen (von deren sachlichen und �rtlichen Zust�ndigkeit er zumindest ausgehen durfte) erstens �ber eine allf�llig auch w�hrend des Auslandaufenthalts bestehende Anspruchsberechtigung und zweitens �ber die m�glichen Folgen der Einlegung eines Zwischenjahres bez�glich der Anspruchserhebung nach der R�ckkehr in die Schweiz.
Mit Blick auf die zu � 14 des deutschen Sozialgesetzbuches (SGB) ergangene Literatur, dem die Norm des Art. 27 Abs. 2 ATSG nachgebildet ist (zitiertes Urteil F. vom 14. September 2005 Erw. 4.3) kann daher nicht verlangt werden, dass eine umfassende Beratung zur gezielten und abschliessenden Unterrichtung �ber seine Rechte und Pflichten erfolgte (vgl. Burdenski/von Maydell/Schellhorn, Kommentar zum Sozialgesetzbuch, Allgemeiner Teil, Darmstadt 1976, S. 121, N 11 und 12 zu � 14). Die Leistungstr�ger durften sich vielmehr bei der sich ihnen pr�sentierenden Situation darauf beschr�nken, die klar umrissenen Fragen im Sinne einer Auskunftserteilung zu beantworten. Den Beh�rden kann daher auch nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass sie nicht noch �ber diese Fragen hinaus, welche die Versicherungstr�ger richtig und sorgf�ltig beantworteten, indem sie aufzeigten, ob eine generelle Anspruchsberechtigung bestand und gegebenenfalls wann das Verhalten des Beschwerdef�hrers die Anspruchsberechtigung grunds�tzlich gef�hrden w�rde, noch einen Rat oder einen Hinweis zur im Ausland vorzunehmenden Stellensuche erteilten. Ein solcher Beratungsanspruch kann auch aus Art. 27 Abs. 2 ATSG nicht abgeleitet werden. Gleiches muss hinsichtlich der Anfrage per E-Mail vom 2. Juli 2003 an das seco gelten. Ob das seco als Aufsichtsbeh�rde �ber die Organe der Arbeitslosenversicherung �berhaupt als zust�ndige Auskunftsstelle von Art. 27 Abs. 2 ATSG erfasst wird, welcher sich lediglich auf die Versicherungstr�ger bezieht (vgl. hiezu Kieser, a.a.O. Rz 12 zu Art. 27 und Vorbemerkungen Rz 48) ist fraglich, kann indessen, wie sich aus nachstehenden Erw�gungen ergibt, offen gelassen werden. Mit der klar formulierten Anfrage bat der Beschwerdef�hrer um Auskunft, welche Schritte er f�r die Anmeldung als Arbeitsloser vorzukehren h�tte, insbesondere welche Dokumente bei einer Anmeldung ben�tigt w�rden und ob er sich auch aus dem Ausland anmelden k�nne. Es kann nicht Aufgabe einer Aufsichtsbeh�rde sein, eine individuell-konkrete, die ganze Situation des Anfragenden umfassende Beratung mittels E-Mail vorzunehmen. So sind die Informationen des seco auf ihrer offiziellen website zur Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung (http://www.treffpunkt-arbeit.ch) zu Recht auch - entsprechend der f�r die Aufkl�rungspflicht nach Art. 27 Abs 1. ATSG zu verlangenden Aufkl�rungstiefe - (Kieser, a.a. O. Rz 7 ff. zu Art. 27 ATSG) genereller Natur, welche f�r weitergehende, individuelle Ausk�nfte an das zust�ndige RAV verweisen. Die E-Mail wurde korrekterweise identisch mit den auf der website hiezu abgegebenen Informationen beantwortet, zumal bei der sich dem seco pr�sentierenden Sachlage kein Anlass zu einer weitergehenden Empfehlung bestand.
3.5 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass keine Verletzung der Aufkl�rungs- oder Beratungspflicht (Art. 27 ATSG; Art. 19a AVIV) vorliegt. Des Weiteren berechtigte den Beschwerdef�hrer weder in tats�chlicher noch rechtlicher Hinsicht irgendetwas zur Annahme, der Hinweis der Beh�rden, er sei im Ausland nicht vermittlungsf�hig und damit nicht anspruchsberechtigt, entbinde ihn von der Verpflichtung, sich um Arbeit zu bem�hen. Dementsprechend f�hrte der Versicherte denn auch im vorinstanzlichen Verfahren replicando aus, er habe aus der Information, er k�nne w�hrend der S�damerikareise keine Arbeitslosenentsch�digung beziehen, da er nicht vermittlungsf�hig sei, den falschen Schluss gezogen, dass die Auflagen der Arbeitslosenversicherung w�hrend seiner Reise nicht gelten w�rden. Diese rechtsirrt�mliche Auffassung hat der Versicherte selber zu vertreten, zumal es, bei den Arbeitsbem�hungen nicht bloss um eine Auflage der Arbeitmarktbeh�rden handelt. Dokumentierte Arbeitsbem�hungen stellen den sichtbaren Beweis der subjektiven Bereitschaft des Versicherten dar, die Arbeitskraft entsprechend den pers�nlichen Verh�ltnissen w�hrend der �blichen Arbeitszeit einem Arbeitgeber zur Verf�gung stellen zu wollen (Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. Soziale Sicherheit, S. 87 Rz 218 und 219.) Es sollte im eigenen Interesse des Versicherten stehen, alles zu unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verk�rzen, wozu die intensive und bei sich abzeichnender Arbeitslosigkeit auch m�glichst fr�hzeitige Stellensuche eine Selbstverst�ndlichkeit darstellen sollte, die jedem Arbeitssuchenden ohne besonderen Hinweis bewusst sein muss. �berdies war der Rechtsirrtum nach Lage der Akten f�r die Beh�rde auch nicht erkennbar, weshalb sich auch unter diesem Gesichtspunkt keine Verpflichtung zur Aufkl�rung ergab (BGE 124 V 222 Erw. 2b/bb mit Hinweisen). Auf der erw�hnten Website des seco werden �brigens die von Arbeitslosigkeit bedrohten Personen darauf hingewiesen, dass sie unverz�glich mit der Arbeitssuche beginnen sollten, und dass sie w�hrend einer gewissen Zeit keine Arbeitslosenentsch�digung erhalten werden, wenn sie w�hrend der K�ndigungsfrist keine neue Stelle gesucht h�tten. Es ist nicht nachvollziehbar, dass der Beschwerdef�hrer daraus nicht schloss, er m�sse sich vor der Anmeldung bei der Arbeitslosenversicherung gegebenenfalls auch aus dem Ausland um eine Stelle bem�hen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Versicherte bereits im Jahr 1995 arbeitslos gemeldet war und somit mit den Rechten und Pflichten eines Arbeitslosen h�tte vertraut sein sollen. Bei dieser Sachlage dringt die Berufung auf den �ffentlichrechtlichen Vertrauensschutz nicht durch.
Bez�glich des Einstellmasses wurde hingegen dem Verschulden des Beschwerdef�hrers mit einer im mittleren Bereich des schweren Verschuldens liegenden Einstellungsdauer von 25 Tagen nicht angemessen Rechnung getragen, womit der Vorinstanz in diesem Punkt im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 OG; BGE 122 V 42 Erw. 5b mit Hinweis) nicht gefolgt werden kann. Die Verwaltung begr�ndete die verf�gte Einstellungsdauer im angefochtenen Entscheid einzig mit dem Hinweis, dass diese der kantonalen Praxis entspreche. Gem�ss Vorinstanz wirke sich zu Ungunsten des Versicherten aus, dass es ihm aufgrund seines Bildungsgrades ohne Weiteres auch aus gr�sserer Distanz zumutbar gewesen w�re, sich vorab schriftlich zu bewerben. Zudem w�re der Beschwerdef�hrer aufgrund der schwierigen Arbeitmarktlage gehalten gewesen, besondere Anstrengungen vorzunehmen. Der Bildungsgrad kann ein bei der Bemessung der Einstellungsdauer zu ber�cksichtigendes Element darstellen (Chopard, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Diss. Z�rich. 1998, S. 167), f�llt jedoch im zu beurteilenden Fall nicht erheblich ins Gewicht. Weiter kann der Umstand allein, dass grunds�tzlich die Arbeitsbem�hungen umso intensiver sein m�ssen, je weniger Aussicht eine versicherte Person hat, eine Stelle zu finden (Gerhards, Kommentar zum AVIG, Bd. I, N 14 zu Art. 17) nicht Grundlage bilden, um vom - f�r die Verwaltung verbindlichen - Kreisschreiben des seco �ber die Arbeitslosenentsch�digung, Januar 2003, Sanktionen (Teil D), Einstellraster, erheblich abzuweichen. Dieser sieht bei fehlenden Arbeitsbem�hungen w�hrend einer einmonatigen K�ndigungsfrist - welche Regelung f�r den vorliegenden Sachverhalt analog heranzuziehen ist - eine Einstellungsdauer von 4-6 Tagen, mithin einem leichten Verschulden entsprechend, vor. In Anlehnung daran und in Ber�cksichtigung, dass ein erstmaliges Vergehen zu beurteilen ist, rechtfertigt sich, eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung f�r die Dauer von 6 Tagen.
In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid der Kantonalen Rekurskommission f�r die Arbeitslosenversicherung Schaffhausen vom 20. Oktober 2004 und der Einspracheentscheid des Arbeitsamtes des Kantons Schaffhausen vom 10. Mai 2004 dahingehend abge�ndert, dass die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung auf 6 Tage herabgesetzt wird.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Kantonalen Rekurskommission f�r die Arbeitslosenversicherung Schaffhausen, der Kantonalen Arbeitslosenkasse Schaffhausen und dem Staatssekretariat f�r Wirtschaft zugestellt.