Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=3%20CN%201/13
Timestamp: 2020-08-08 21:14:25
Document Index: 303668159

Matched Legal Cases: ['Art. 31', 'Art. 84', '§ 29', '§ 46', '§ 3', '§ 1', 'Art. 31', 'Art. 84', 'Art 31', 'Art 70', 'Art 84', 'Art 72', 'Art 74', 'Art. 84', 'Art. 84', 'Art. 30', 'Art. 84', 'Art. 84', 'Art. 84']

BVerwG, 26.06.2014 - 3 CN 1.13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,25271
BVerwG, 26.06.2014 - 3 CN 1.13 (https://dejure.org/2014,25271)
BVerwG, Entscheidung vom 26.06.2014 - 3 CN 1.13 (https://dejure.org/2014,25271)
BVerwG, Entscheidung vom 26. Juni 2014 - 3 CN 1.13 (https://dejure.org/2014,25271)
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GG Art. 31, 74 Abs. 1 Nr. 22, Art. 84 Abs. 1; StVO § 29 Abs. 3, § 46 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5; GebOSt Anlage Nummern 263 und 264; NVwKostG § 3 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 Satz 1; Nds. StrGebO §§ 1 und 2
Abweichungsbefugnis der Länder; Abweichungsrecht der Länder; übermäßige Straßenbenutzung; Schwertransport; Großraumtransport; Sondertransport; Ausnahmegenehmigung; Ausnahmeerlaubnis; Verwaltungsgebühr; Verwaltungskosten; Kostendeckung; Gebührenordnung; Gebührenerhebung; ...
GG Art. 31, 74 Abs. 1 Nr. 22, Art. 84 Abs. 1
Art 31 GG, Art 70 GG, Art 84 Abs 1 GG, Art 72 Abs 3 S 3 GG, Art 74 Abs 1 Nr 22 GG
Befugnis der Länder zur Abweichung von bundesgesetzlichen Regelungen zur Erhebung von Verwaltungskosten bei Ausführung von Bundesgesetzen als eigene Angelegenheit (hier: StrBGebO ND)
Regelung von Verwaltungsgebühren zur Deckung der den beteiligten Landesbehörden bei der Ausführung von Bundesgesetzen als eigene Angelegenheit des Landes entstehenen Kosten als eine Regelung des Verwaltungsverfahrens i.S.v. Art. 84 Abs. 1 S. 1, 2 GG; Berechtigung des ...
Gebührenerhebung für übermäßige Straßenbenutzung; Abweichungsbefugnis der Länder
BVerwGE 150, 129
NVwZ 2014, 1516
DÖV 2014, 1066
Art. 84 Abs. 1 Satz 2 GG eröffnet dem Bund im Falle des Vorliegens einer Kompetenz zur Regelung der Sachmaterie die Möglichkeit, akzessorisch auch die Einrichtung der Behörden und das Verwaltungsverfahren (vorbehaltlich einer Abweichung durch die Länder) zu regeln (vgl. BVerfG, Urteil vom 18. Juli 1967 - 2 BvF 3/62 u.a. - BVerfGE 22, 180 ; Beschluss vom 15. Juli 1969 - 2 BvF 1/64 - BVerfGE 26, 338 ; BVerwG, Urteil vom 26. Juni 2014 - 3 CN 1.13 - BVerwGE 150, 129 Rn. 12).
Darüber hinaus muss aufgrund objektiver Anhaltspunkte mit Sicherheit anzunehmen sein, dass die Norm auch ohne den nichtigen Teil erlassen worden wäre (Grundsatz des mutmaßlichen Willens des Normgebers; zu beiden Voraussetzungen vgl. BVerwG, Urteile vom 27. Januar 1978 - 7 C 44.76 - Buchholz 401.69 Wohnungsbauabgaben Nr. 4 S. 15 und vom 26. Juni 2014 - 3 CN 1.13 - BVerwGE 150, 129 Rn. 44).
Eine hiermit etwa verbundene Herausbildung unterschiedlicher Gebührenbegriffe in der Bundesverwaltung und in den Länderverwaltungen ist angesichts der in Art. 30, 84 Abs. 1 GG enthaltenen Kompetenzabgrenzungen nicht zu beanstanden (…vgl. hierzu BVerfG, Urt. v. 15.7.2003 - 2 BvF 6/98 -, BVerfGE 108, 169, 182; BVerwG, Urt. v. 26.6.2014 - BVerwG 3 CN 1.13 -, BVerwGE 150, 129, 134 f. jeweils m.w.N.).
Nichts Anderes ergibt sich aus der vom Kläger zitierten Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. BVerwG, Urteil vom 26. Juni 2014 - 3 CN 1/13 -, juris, Rn. 37 ff.).
Dazu gehört auch die Regelung von Verwaltungsgebühren zur Deckung der Kosten, die den beteiligten Landesbehörden bei der Ausführung von Bundesgesetzen als eigene Angelegenheit des Landes entstehen (BVerwG, Urteil vom 26.06.2014 - 3 CN 1/13 -, BVerwGE 150, 129- 153, Rn. 9, 23 m.w.N.).
b) Soweit der Bund gemäß Art. 84 Abs. 1 Satz 2 GG im Falle des Vorliegens einer Kompetenz zur Regelung der Sachmaterie befugt ist, akzessorisch auch die Einrichtung der Behörden und das Verwaltungsverfahren im Bereich der Landeseigenverwaltung zu regeln (vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 26.06.2014 - 3 CN 1/13 -, a.a.O., Rn. 11 f.), steht diese Befugnis unter dem Vorbehalt einer abweichenden landesrechtlichen Regelung (BVerwG, Urteil vom 26.06.2014, - 3 CN 1/13 -, a.a.O., Rn. 16;… Urteil vom 17.12.2015 - 7 C 5/14 -, BVerwGE 153, 367-385, Rn. 43).
Bei diesen kostenrechtlichen Bestimmungen handelt es sich um Regelungen des Verwaltungsverfahrens im Sinne von Art. 84 Abs. 1 GG, für die der Bund auch nach der Neufassung von Art. 84 GG im Zuge der Föderalismusreform eine parallele Gesetzgebungszuständigkeit besitzt (s. dazu ausführlich BVerwG, Urteil vom 26. Juni 2014 - 3 CN 1.13 - BVerwGE 150, 129 ).
Nach dem Äquivalenzprinzip, als Ausprägung des bundesverfassungsrechtlichen Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit, darf eine Gebühr nicht in einem groben Missverhältnis zu dem Wert der mit ihr abgegoltenen Leistung der öffentlichen Hand stehen (BVerwG, Urteil vom 26.06.2014 - 3 CN 1.13 -, juris Rn. 49).
VG Gießen, 03.06.2020 - 6 K 1953/19
Die Anordnung der Straßenverkehrsbehörde gegenüber einem als Verwaltungshelfer …