Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%20238/82
Timestamp: 2020-02-16 19:09:39
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 164', 'BGH', 'BGH', '§ 164', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.12.1983 - II ZR 238/82 - dejure.org
BGH, 12.12.1983 - II ZR 238/82
https://dejure.org/1983,544
BGH, 12.12.1983 - II ZR 238/82 (https://dejure.org/1983,544)
BGH, Entscheidung vom 12.12.1983 - II ZR 238/82 (https://dejure.org/1983,544)
BGH, Entscheidung vom 12. Dezember 1983 - II ZR 238/82 (https://dejure.org/1983,544)
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Anspruch auf Schadensersatz aus Forderungsabtretungen wegen nicht erhaltener Zinsscheine - Schadensersatzansprüche wegen teilweiser Nichterfüllung von Effektengeschäften - Einzahlungsbelege als verläßliches Indiz für das Handeln eines Prokuristen - Erkennbarkeit des ...
Bank als Vertragspartner bei "Tafelgeschäften" trotz mangelnder Erkennbarkeit des Vertreterwillens des Bankangestellten
NJW 1984, 1347
ZIP 1984, 293
MDR 1984, 556
WM 1984, 197
BB 1984, 431
Da es sich um ein Geschäft handelte, das typischerweise in den Geschäftsbereich der Beklagten fiel, hätte der Zeuge M. es erkennbar zum Ausdruck bringen müssen, wenn er nicht für diese, sondern im eigenen Namen hätte handeln wollen (vgl. z.B. BGH, Urteil vom 12. Dezember 1983 - II ZR 238/82, NJW 1984, 1347, 1348 mwN).
Die Grundsätze zum unternehmensbezogenen Handeln greifen nicht ein, wenn die Parteien die Einschaltung des Vertreters im eigenen Namen gewollt haben (vgl. Sen.Urt. v. 12. Dezember 1983 II ZR 238/82, NJW 1984, 1347, 1348).
Dies ist bisher nur angenommen worden, wenn entweder der Ort des Vertragsschlusses (vgl. BGH, Urt. v. 12. Dezember 1983 - II ZR 238/82, NJW 1984, 1347, 1348; OLG Köln MDR 1993, 852, 853) [OLG Köln 05.05.1993 - 11 U 306/92] oder hinreichende Zusätze in Zusammenhang mit der Unterschrift (vgl. BGHZ 64, 11, 14 f;… BGH, Urt. v. 1. Juni 1981 - II ZR 1/81, NJW 1981, 2569;… v. 15. Januar 1990 - II ZR 311/88, aaO.; v. 24. Juni 1991 - II ZR 293/90, WM 1991, 1505) auf das betreffende Unternehmen hinwiesen, oder wenn die Leistung vertraglich für den Betrieb des Unternehmens bestimmt war (vgl. RGZ 30, 77, 78; RG JW 1921, 1309, 1310; BGHZ 62, 216, 219; OLG Stuttgart NJW 1973, 629, 630) [OLG Stuttgart 28.12.1972 - 13 U 95/72].
Der insoweit darlegungs- und beweispflichtige Kläger (vgl. Sen.Urt. v. 12. Dezember 1983 aaO) hat in dieser Richtung nichts Erhebliches vorgetragen, was zu einer abweichenden Beurteilung Anlaß geben könnte.
b) Ist (wie hier) ein objektiver Unternehmensbezug gegeben, trifft den Geschäftsgegner die Darlegungs- und Beweislast für eine etwaige Behauptung, dass die Beteiligten abweichend von der Auslegungsregel ausnahmsweise eine persönliche Haftung nicht des Unternehmens, sondern gerade des Handelnden gewollt haben (s. BGH NJW 1995, 43, 44 unter I 2 a.E.; NJW 1991, 2627 - juris Tz 6; NJW 1984, 1347 - juris Tz 14).
Zwar hat das Landesarbeitsgericht nicht ausdrücklich den Umstand berücksichtigt, daß die Vereinbarung zwischen dem Zeugen S und dem Kläger im Jahre 1986 in den Geschäftsräumen der Beklagten getroffen wurde, was im Zweifel dafür sprechen würde, daß der Zeuge S für den Geschäftsinhaber gehandelt hat (vgl. BGH NJW 1984, 1347, 1348).
Bei unternehmensbezogenen Geschäften geht der Wille der Beteiligten im Zweifel dahin, dass der Betriebsinhaber Vertragspartner werden soll; dies gilt auch dann, wenn der Inhaber falsch bezeichnet wird oder sonst Fehlvorstellungen über ihn bestehen (BGHZ 62, 216, 220 f. = NJW 1974, 1191; BGHZ 64, 11, 15 = NJW 1975, 1166; BGHZ 91, 148, 152 = NJW 1984, 2164; BGHZ 92, 259, 268 = NJW 1985, 136, 138; BGH NJW 1983, 1844; NJW 1984, 1347, 1348; NJW 1986, 1675; NJW 1996, 1053; BGH NJW 1998, 2897;… Heinrichs in: Palandt, BGB, 61. Aufl. 2002, § 164, Rn. 2).
Gelingt ihm dieser Nachweis, obliegt dem Vertragspartner die Beweislast für seine Behauptung, ungeachtet der Unternehmensbezogenheit des Geschäfts sei eine eigene Verpflichtung des Handelnden gewollt gewesen (BGH NJW 1984, 1347, 1348; NJW 1990, 2678 f.; NJW 1991, 2627; NJW 1992, 1380, 1381 mwN.).
Erst recht kommt es nicht darauf an, dass der Kläger nach Abschluss seiner Arbeiten Rechnung und Mahnung an den Beklagten persönlich adressiert und dieser hiergegen keinen "Widerspruch" erhoben hat; allein die Tatsache, dass ein Geschäft unternehmensbezogen ist, spricht dafür, dass es nicht mit dem Erklärenden, sondern mit dem Unternehmen abgeschlossen werden soll (BGH NJW 1984, 1347, 1348 mwN.; NJW-RR 1998, 1342).
Nach dem Grundsatz des unternehmensbezogenen Handelns liegt, wenn sich aus den Umständen ergibt, dass die handelnde Person für ein Unternehmen tätig ist, ein Geschäft nicht der handelnden Person sondern des Inhabers des Unternehmens, welcher insoweit durch die handelnde Person vertreten wird, vor (…Münchener Kommentar zum BGB - Schramm, 5. Aufl. 2006, § 164, Rn. 23; BGH NJW 1984, 1347/1348).
BGH, 14.11.1989 - XI ZR 97/88
BGH, 16.12.1992 - IV ZR 53/92
Grundsätze zum "unternehmensbezogenen" Geschäft - Erkennbarkeit des …
OLG Brandenburg, 14.05.2009 - 12 U 184/08
Stellvertretung: Anforderungen für eine Annahme eines unternehmensbezogenen …
OLG Köln, 27.08.1999 - 19 U 26/99
Anforderungen an ein unternehmensbezogenes Geschäft
BAG, 22.04.1992 - 5 AZR 286/91
BGH, 21.01.1988 - VII ZR 360/86
Gerichtliche Geltendmachung einer Forderung vor Eintritt der Verjährung - …
FG Brandenburg, 14.03.1996 - 4 K 1215/94
LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) als juristische Person; …