Source: http://bundestag.github.io/gesetze/b/bestausbv/
Timestamp: 2017-09-22 11:47:42
Document Index: 233717114

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 4', '§ 6', '§ 25', '§ 26', '§ 25', '§ 26', '§ 25', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

Verordnung über die Berufsausbildung zur Bestattungsfachkraft (BestAusbV)
BGBl I: 2007, 673 (957)
Auf Grund des § 4 Abs. 1 in Verbindung mit § 5 und auf Grund des § 6 des Berufsbildungsgesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), von denen § 4 Abs. 1 und § 6 durch Artikel 232 Nr. 1 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden sind, sowie auf Grund des § 25 Abs. 1 in Verbindung mit § 26 der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. September 1998 (BGBl. I S. 3074, 2006 I S. 2095), von denen § 25 Abs. 1 zuletzt durch Artikel 146 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) und § 26 zuletzt durch Artikel 2 Nr. 4 des Gesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931) geändert worden sind, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Der Ausbildungsberuf Bestattungsfachkraft wird
nach § 25 der Handwerksordnung zur Ausbildung für das Gewerbe Nummer 50, Bestattungsgewerbe, der Anlage B Abschnitt 2 der Handwerksordnung
staatlich anerkannt. Soweit die Ausbildung im Bereich des öffentlichen Dienstes stattfindet, ist er ein Ausbildungsberuf des öffentlichen Dienstes. Im Übrigen ist er ein Ausbildungsberuf der gewerblichen Wirtschaft.
(2) Die Berufsausbildung zur Bestattungsfachkraft gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild): Abschnitt A Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:
im 1. bis 18. Monat der Berufsausbildung aus der Anlage Abschnitt A Nummer 1 Buchstabe a bis c und Nummer 5,
im 19. bis 36. Monat der Berufsausbildung aus der Anlage Abschnitt A Nummer 1 Buchstabe d bis h und Nummer 6.
g) Maßnahmen zur Arbeitsorganisation, zum Umweltschutz, zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zur Kundenorientierung und zur Wirtschaftlichkeit berücksichtigen
der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe durchführen und hierüber ein situatives Fachgespräch führen sowie Aufgabenstellungen, die sich auf die Arbeitsaufgabe beziehen, schriftlich bearbeiten;
die Prüfungszeit beträgt insgesamt neun Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das situative Fachgespräch in zehn Minuten sowie die Bearbeitung der schriftlichen Aufgabenstellungen in 120 Minuten durchgeführt werden.
(1) Durch die Abschlussprüfung/Gesellenprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen.
Bestattungsdurchführung,
Geschäfts- und Verwaltungsvorgänge,
Bestattungsorganisation und
h) Arbeitsabläufe unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer, organisatorischer, rechtlicher und zeitlicher Vorgaben selbstständig planen und durchführen,
l) Maßnahmen zur Sicherheit, zur Hygiene und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und zur Qualitätssicherung ergreifen
der Prüfling soll eine Arbeitsaufgabe durchführen und mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren sowie hierüber ein situatives Fachgespräch führen;
die Prüfungszeit beträgt insgesamt 14 Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das situative Fachgespräch in 20 Minuten durchgeführt werden.
c) betriebswirtschaftlich handeln
dem Prüfungsbereich ist die Vorgehensweise zur Bearbeitung von Geschäfts- und Verwaltungsvorgängen zugrunde zu legen;
dem Prüfungsbereich ist die Vorgehensweise zur Organisation von Bestattungen zugrunde zu legen;
Prüfungsbereich Bestattungsdurchführung
Prüfungsbereich Geschäfts- und Verwaltungsvorgänge
Prüfungsbereich Bestattungsorganisation
im Prüfungsbereich Bestattungsdurchführung mit mindestens "ausreichend",
(9) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der schlechter als "ausreichend" bewerteten Prüfungsbereiche, in denen die Prüfungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2 : 1 zu gewichten.
Anlage (zu § 3) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zur Bestattungsfachkraft
(Fundstelle: BGBl. I 2007, 676 - 679)
Zu vermittelnde Fertigkeiten Kenntnisse und Fähigkeiten
Durchführen von Trauerfeiern, Beisetzungen und Bestattungen (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 1)
Grabtechnische Arbeiten
a) Grabstellen einrichten, öffnen und schließen
b) Grabstellen für die Bestattung anlegen und dekorieren
c) Umbettung oder Exhumierung veranlassen und vornehmen
d) Maßnahmen des persönlichen Gesundheitsschutzes anwenden
e) Grundversorgung durchführen, insbesondere hygienische Maßnahmen, Einkleiden, Kosmetik und Einbetten
f) Transport und Überführung von Verstorbenen durchführen
g) Verstorbene unter Berücksichtigung rechtlicher und hygienischer Vorgaben aufbewahren
h) Verstorbene unter Berücksichtigung trauerpsychologischer, religiöser und weltanschaulicher Aspekte aufbahren
Vorbereiten, Organisieren und Durchführen von Bestattungen
i) Organisation und Ablauf der Trauerfeier, insbesondere Trauerzeremonie und Kondukt, festlegen und veranlassen; bei der Textgestaltung sowie bei der Auswahl von Trauermusik mitwirken
j) bei der Erdbestattung unter Berücksichtigung der Bestattungsart mitwirken
k) Möglichkeiten der Feuerbestattung beschreiben, Urnenbeisetzungen durchführen
Bearbeiten von Bestattungsaufträgen (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 2)
* a) Voraussetzungen für die Erteilung des Bestattungsauftrages, insbesondere Berechtigung zur Wahrnehmung der Totenfürsorge, Verwandtschaftsverhältnis zum Verstorbenen und ärztliche Todesbescheinigung, prüfen
b)  Beteiligte über besondere Verhaltensmaßnahmen im Rahmen der Sicherheit
und des Gesundheitsschutzes informieren
c)  Auftraggeber über Bestattungsarten und deren Modalitäten sowie
Produkte beraten
d)  schriftliche Angebote erstellen
e)  letztwillige Verfügungen, Weisungen und vertragliche Abreden prüfen
und berücksichtigen
f)  Finanzierungsmodalitäten des Bestattungsauftrages prüfen
g)  über Möglichkeiten der organisatorischen und psychologischen Betreuung
und Hilfeleistung nach der Bestattung informieren
Riten und Gebräuche (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 3)
* a) bestattungsbezogene Religionsgeschichte und weltanschauliche Gesichtspunkte bei der Bestattung berücksichtigen
b)  Entwicklung und Geschichte der Trauerkultur berücksichtigen
* c) Bestattungskulturen und -formen, insbesondere den Angehörigen, erläutern
Berufsbezogene Rechtsvorschriften, Normen und technische Unterlagen (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 4)
* a) berufsbezogene Rechtsvorschriften anwenden
b)  Normen, technische Richtlinien, Sicherheitsregeln, Merkblätter,
Handbücher, Montageanleitungen sowie Betriebs- und Arbeitsanweisungen
Be- und Verarbeiten von Werk- und Hilfsstoffen, Durchführen warenkundlicher Arbeiten (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 5)
* a) Werkzeuge unter Berücksichtigung der Verfahren und der Werkstoffe auswählen
b)  Werk- und Hilfsstoffe, insbesondere Holz, Kunststoffe, Textilien und
Metalle, auswählen, auf Fehler und Einsetzbarkeit prüfen,
c)  Holz und Metalle von Hand und mit Maschinen bearbeiten;
d)  Särge und Urnen herrichten
e)  Stoffe, insbesondere Chemikalien und Lösungen, unterscheiden und
Psychologische Maßnahmen (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 6)
* a) Personen beraten und betreuen, situationsbezogenes Verhalten und angepasste Gesprächsführung anwenden
b)  trauerpsychologische Maßnahmen anwenden und solche Leistungen Dritter
c)  Maßnahmen zur psychologischen Verarbeitung beruflicher Eindrücke und
Erlebnisse anwenden
Bestattungsvorsorge (§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 7)
* a) über Bedeutung und Möglichkeiten der Bestattungsvorsorge informieren
b)  Angebote über die Bestattungsvorsorge unterbreiten
c)  Finanzierungsmöglichkeiten der Bestattungsvorsorge erläutern
Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 1)
Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 2)
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 3)
Umweltschutz (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 4)
Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 5)
* a) Bedeutung und Nutzungsmöglichkeiten der Informations- und Kommunikationssysteme einschließlich des Internets für den Ausbildungsbetrieb erläutern
b)  Informationen beschaffen, bewerten und nutzen; Daten erfassen, sichern
c)  Arbeitsaufgaben mit Hilfe von Informations- und
Kommunikationstechniken bearbeiten und lösen
d)  Vorschriften zum Datenschutz anwenden
Planen von Arbeitsabläufen, Ausführen von Geschäfts- und Verwaltungsvorgängen (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 6)
b)  technische Unterlagen beschaffen und nutzen, insbesondere
Gebrauchsanweisungen, Kataloge, Fachzeitschriften und Fachbücher
c)  Bedarf an Arbeitsmitteln feststellen, Arbeitsmittel zusammenstellen,
Sicherungsmaßnahmen planen
d)  Arbeitsschritte unter Berücksichtigung ergonomischer und
wirtschaftlicher Gesichtspunkte festlegen und vorbereiten
e)  Berichte erstellen
f)  Zeitaufwand und personellen Bedarf einschließlich Dienstleistungen
Dritter abschätzen
g)  Aufgaben und Arbeitsabläufe im Team planen und umsetzen, Ergebnisse
h)  Gespräche situationsgerecht führen, Sachverhalte darstellen
i)  Abstimmungen mit den am Arbeitsvorgang betrieblichen und
außerbetrieblichen Beteiligten treffen
j)  Verwaltungsvorgänge bearbeiten
k)  bei der Kostenermittlung mitwirken
l)  fremdsprachliche Fachausdrücke anwenden
Handhaben und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 7)
* a) Werkzeuge, Geräte, Maschinen und technische Einrichtungen auswählen
b)  Handwerkzeuge handhaben und instand halten
c)  Geräte und Maschinen einrichten und unter Verwendung der
Schutzeinrichtungen bedienen, technische Einrichtungen anwenden
d)  Störungen an Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen
erkennen, Störungsbeseitigung veranlassen
e)  Geräte, Maschinen und technische Einrichtungen warten
Qualitätssichernde Maßnahmen und Kundenorientierung (§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 8)
* a) Aufgaben und Ziele von qualitätssichernden Maßnahmen anhand betrieblicher Beispiele unterscheiden
b)  qualitätssichernde Maßnahmen im eigenen Arbeitsbereich anwenden, dabei
c)  Arbeiten kundenorientiert durchführen
d)  Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren
e)  Fachnormen zur Qualitätssicherung umsetzen
* f) Arbeiten von Dritten, insbesondere von beauftragten Firmen, anhand von Vorgaben überwachen und dokumentieren
g)  Mängel feststellen und Maßnahmen zur Mängelbeseitigung veranlassen