Source: https://www.scoberland.de/unser-verein/finanzordnung/
Timestamp: 2019-01-19 01:06:33
Document Index: 50193839

Matched Legal Cases: ['§ 65', '§ 3', '§ 5', '§ 7', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 1']

SC 1994 Oberland e.V. - Finanzordnung
Hier finden Mitglieder und Funktionäre klare Aussagen zur Reglung finanzieller Aktivitäten des SC 1994 Oberland e.V..
Finanzordnung des SC 1994 Oberland ab 20[...]
Finanzordnung des SC 1994 Oberland e.V.
Die Finanzordnung gilt für alle eigenen Bereiche des Schachclubs 1994 Oberland e.V. (im weiteren SCO). Die ordentlichen Mitglieder sind nur im Geschäftsverkehr mit dem SCO an diese Finanzordnung gebunden. Das gilt auch, wenn ordentliche Mitglieder als Ausrichter von Meisterschaften oder anderen Veranstaltungen in seinem Auftrag tätig sind oder wenn sie Dienstleistungen des SCO in Anspruch nehmen.
1. Die Finanzordnung regelt den Umgang mit den Einnahmen und Ausgaben sowie mit dem Vermögen des SCO. Sie ist verbindlich für alle seine Mitglieder, seine gewählten Funktionäre, für seine Angestellten sowie für diejenigen, die auf der Grundlage eines Auftragsverhältnisses für ihn tätig sind. Es ist nicht gestattet, Entscheidungen zu treffen, die im Widerspruch zu dieser Finanzordnung stehen.
2. Rechtliche Grundlagen der Finanzordnung sind:
a) die Satzung des SCO;
b) alle gesetzlichen Bestimmungen des Bundes und des Landes Sachsen, die für Vereine verbindlich vorgeschrieben sind und von ihnen berücksichtigt werden müssen;
c) die Zuwendungsbestimmungen des sächsischen Haushaltsrechts;
d) die Festlegungen und Orientierungen des Landessportbundes Sachsen.
3. Für die Anwendung und Einhaltung der Finanzordnung ist der Vorstand verantwortlich. Eine besondere Verantwortung kommt dabei dem Kassenwart zu. Die Tätigkeit des Kassenwartes kontrolliert die Revisionskommission.
4. Zeitlich frei verfügbare Finanzmittel, sowie zweckgebundene und freie Rücklagen des SCO sind nach ökonomischen Gesichtspunkten bei Kreditinstituten nur als Tagesgeld, als Festgeld oder diesen gleichgestellten Formen anzulegen. Dafür dürfen nur solche Kreditinstitute ausgewählt werden, für die ein Einlagensicherungsschutz besteht. Andere Finanzgeschäfte, die lediglich einen höheren Ertrag versprechen, sind untersagt.
1. Die Finanzmittel des SCO sind nach den Grundsätzen der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit zu verwalten und zu verwenden.
2. Das Haushaltsjahr beginnt am 01.09. und endet am 31.08. des Folgejahres.
3. Der Kassenwart überwacht die Finanzgeschäfte des SCO unter Einhaltung des beschlossenen Haushaltes, der Finanzordnung und der jeweils geltenden Zuwendungsbestimmungen. Ihm obliegt die Berichtspflicht gegenüber Mitgliederversammlung des SCO. Die sachliche Richtigkeit und die Übereinstimmung der Finanzen mit dieser Finanzordnung ermittelt die Revisionskommission und schlägt bei einem positiven Ergebnis der Mitgliederversammlung die Entlastung des Kassenwartes für den kontrollierten Zeitraum vor.
4. Die Bewirtschaftung der jeweiligen Haushaltspositionen erfolgt durch die Titelverwalter. Sie ergibt sich bezüglich Art und Umfang aus der Verantwortung ihrer Wahlfunktion und schließt die Einhaltung der Zuwendungsrichtlinien ein. Die Bewirtschaftungsbefugnis umfasst das Recht, die Mittel in Höhe und nach Zweckbestimmung entsprechend dem Haushaltsplan einzusetzen. Dabei sind die zu erzielenden Einnahmen zu beachten. Der Kassenwart kann die Bewirtschaftungsbefugnis gegenüber den Titelverwaltern entsprechend der Gesamtsituation des Haushaltes einschränken.
B Haushaltsjahr
1. Für jedes Haushaltsjahr ist vom Kassenwart ein Haushaltsplan zu erstellen.
2. Zur Vorbereitung des Haushaltsplanes für das Folgejahr sind dem Kassenwart schriftlich Haushaltskennziffern bis zum 01.08. des laufenden Jahres zu übergeben. Für die Erarbeitung sind die Titelverwalter und der Kassenwart verantwortlich. Die Titelverwalter leiten ihre Vorschläge dem für sie zuständigen Vorstandsmitglied zu.
3. Alle im Haushaltsplan vorgesehenen Finanzmittel sind zweckgebunden, begründen jedoch keine Ansprüche Dritter. Mehreinnahmen können zur Deckung von Mehrausgaben verwendet werden, wenn die planmäßigen Gesamteinnahmen gesichert sind. Ausgabepositionen sind untereinander deckungsfähig, soweit dies die Zuwendungsbestimmungen innerhalb der Projekte zulassen. Entscheidungen zur Deckungsfähigkeit trifft der Kassenwart, wenn dadurch kein Fehlbetrag entsteht. Alle anderen Fälle sind vom Vorstand zu entscheiden.
4. Der Jahresabschluss ist vom Kassenwart zu erstellen. In ihm sind die Einnahmen und Ausgaben des SCO nachzuweisen.
5. Alle Finanzgeschäfte unterliegen der Revision durch die dafür eigens von der Mitgliederversammlung zu wählenden Kommission.
C Rücklagen
1. Rücklagen können gebildet werden.
2. Durch den Kassenwart ist ein entsprechender Nachweis über die Bestände zum Jahresanfang und -ende sowie über Zu- und Abgänge zu führen.
D Wirtschaftliche Betätigung
1. Entsteht im Ausnahmefall eine wirtschaftliche Betätigung im Sinne von § 65 der Abgabenordnung (Zweckbetrieb), hat der SCO die dafür geltenden speziellen Anforderungen zu erfüllen.
2. Tritt der SCO selbst als Träger auf, erfolgt die Buchung in seinem Haushalt.
E Grundmittel
1. Inventarisierungspflichtige Grundmittel und Sachanschaffungen müssen in getrennten Verzeichnissen erfasst werden. Hiervon ausgenommen sind Verbrauchsmaterialien. Die Abschreibung erfolgt nach den gesetzlichen Vorschriften.
2. Der Kauf von Grundmitteln jeglicher Art ist an den Haushaltsplan gebunden. Dazu bedarf es eines Vorstandsbeschlusses.
3. Die Aussonderung von Grundmitteln jeglicher Art und gegebenenfalls deren Verwertung ist nur mittels Vorstandsbeschluss möglich.
§ 3 Zahlungsverkehr/Kassen/Belegwesen Die folgenden Bestimmungen regeln grundsätzliche Sachverhalte. Der Vorstand ist ermächtigt, Einzelheiten und Modalitäten zu ihrer Handhabung in speziell festzulegen.
A Zahlungsverkehr
1. Der Zahlungsverkehr erfolgt in bar oder über das Vereinskonto 3000014011 mit der Bankleitzahl 85050100 bei der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien.
2. Alle Zahlungen sind über das Vereinskonto oder die Handkasse des SCO zu leisten.
3. Die Zeichnungsberechtigung für das Vereinskonto des SCO wird auf dem Unterschriftenblatt der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien dokumentiert und soll den Kassenwart, den Vorsitzenden und ein weiteres Vorstandsmitglied umfassen. Alle Zahlungen über das Vereinskonto bedürfen der Zeichnung durch zwei der auf dem Unterschriftenblatt vermerkten Personen.
B Kassen
1. Die Handkasse des SCO führt der Kassenwart. Das Bargeldlimit beträgt 250,00 EUR. Die Ausgaben sind kontinuierlich abzurechnen.
2. Der Kassenwart und alle Führer von eventuell zu bildenden Nebenkassen gelten als „Kassierer“ im Sinne der allgemeinen Finanzrichtlinien.
3. Als Nebenkassen gelten solche, die der Abrechnung von größeren Veranstaltungen bzw. Sportveranstaltungen dienen.
C Belegwesen
1. Für alle Einnahmen und Ausgaben müssen Belege wie Quittungen, Rechnungen u. a. vorhanden sein. Dies betrifft auch Barzahlungen. Belege sind Dokumente. Sie dürfen nicht verändert, wie z.B. überschrieben, radiert oder gefälscht werden. Die Aufbewahrungspflicht richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen.
2. Alle Belege sind auf ihre sachliche und rechnerische Richtigkeit zu prüfen. Die sachliche Bestätigung obliegt dem jeweiligen Titelverwalter.
3. Die Titelverwalter beantragen die Zahlungsanweisungen und übergeben die dazugehörigen Belege an den Kassenwart.
4. Das Belegwesen unterliegt der Kontrolle durch die Revisionskommission.
1. Die Mitgliedschaft im SCO wird durch eine einmalige Aufnahmegebühr von 2,50 € erworben und ist an einen monatlich zu bemessenden Mitgliedsbeitrag gebunden.
2. Dieser Beitrag ist je nach Alter und sozialem Status bzw. nach der Teilhabe am Vereinsleben unterschiedlich hoch.
Aktiv am Wettkampfbetrieb teilnehmende Vereinsmitglieder zahlen monatlich:
- Kinder 2,50 €
- Studenten, Azubis, Arbeitslose und Senioren 3,50 €
Passive Mitglieder, die nicht am Wettkampfsystem des Schachverbandes Sachsen teilnehmen, zahlen einen Jahresbeitrag von 18,00 €,
Kinder 12,00 €.
3. Zahlt ein Mitglied länger als ein halbes Jahr seinen Vereinsbeitrag nicht, erlischt automatisch seine Spielberechtigung und seine Mitgliedschaft.
§ 5 Startgelder und Entschädigungen
1. Der SCO ist berechtigt, für alle Wettkämpfe oder Veranstaltungen Startgelder, Teilnehmerbeträge, Bearbeitungsgebühren und Ordnungsgelder zu erheben.
2. Die Höhe der Startgelder, Teilnehmerbeiträge, Bearbeitungsgebühren und gegebenenfalls Ordnungsgelder sind in den Ausschreibungen festzulegen. Verlangte Bearbeitungsgebühren sollen den tatsächlich entstehenden Aufwand nicht überschreiten.
3. Turnierleiter, Schiedsrichter und Helfer haben Anspruch auf Reisekosten gemäß § 7.
4. Empfänger von Entschädigungen nach § 5 dieser Finanzordnung haben für die Versteuerung selbst Sorge zu tragen.
B Entschädigungssätze
Trainerhonorare/Übungsleitervergütungen (nachfolgend Honorare genannt)
1. Honorare können für Trainer im regelmäßigen Übungsbetrieb oder bei der Durchführung von Trainingslagern gezahlt werden.
2. Voraussetzung für die Zahlung von Honoraren ist eine gültige Lizenz.
3. Honorare werden auf der Grundlage von Trainingseinheiten (im weiteren TE) oder als Tagessatz abgerechnet. Eine TE umfasst 90 Minuten. Anfallende Vor- und Nachbereitungen sind mit den genannten Sätzen abgegolten.
4. Die im Weiteren aufgeführten Honorarsätze sind Höchstbeträge. Empfänger von Honoraren nach § 6 dieser Finanzordnung, haben für eine eventuell nötige Versteuerung selbst Sorge zu tragen.
5. Trainer erhalten unabhängig von C- oder B-Lizenz 3,00 € je TE. In bestimmten Fällen ist eine Fahrtkostenerstattung auf Beschluss des Vorstandes möglich.
§ 7 Reisekosten/Dienstreisen
1. Diese Ausführungen gelten für alle Reisen, die Sportler und Funktionäre im Auftrag des SCO durchführen.
2. Das sächsische Reisekostengesetz ist in seiner aktuell gültigen Fassung anzuwenden. § 8, Ziffer 2 ist zu berücksichtigen. Soweit die Finanzordnung niedrigere Sätze festlegt, sind diese verbindlich. Finanzordnung des SC 1994 Oberland e.V.
3. Der Einsatz privater Fahrzeuge erfolgt stets in eigener Verantwortung des Reisenden. Der SCO übernimmt keinerlei Verpflichtungen für eventuelle Schäden, die bei Dienstreisen am Fahrzeug entstehen.
4. Für die steuerliche Behandlung der Reisekosten trägt der Reisende die alleinige Verantwortung.
B Fahrtkosten
Der SCO übernimmt Fahrtkosten seiner Mitglieder, Funktionäre oder von ihm beauftragter Personen im Rahmen seiner Satzungsziele. Dabei gelten Fahrten zu offiziellen Meisterschaften (Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften) durch die Qualifikation zu Einzelmeisterschaften oder die Meldung des Vereins zu Mannschaftsmeisterschaften ohne weiteren Antrag als genehmigt. Alle anderen Fahrten sind beim Vorstand zu beantragen und werden mit Rücksicht auf die finanzielle Situation des Vereins und die Bedeutung der Veranstaltung ganz, teilweise oder nicht erstattet. Erstattet werden:
1. Fahrtkosten werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln (bei Bahnreisen 2. Klasse) erstattet.
2. Fahrkosten mit PKW werden mit einem Entgelt je km bis zu 0,23 EUR vergütet. Mit der Erstattung von Kilometergeld sind alle Aufwendungen abgegolten. Die Anzahl der Kilometer wird entsprechend Routenplaner ermittelt. Mehrkilometer müssen begründet werden. Fahrgemeinschaften sind anzustreben.
C Übernachtungskosten
1. Übernachtungskosten werden nur auf Beschluss des Vorstandes bis zur Höhe von 20,00 EUR je Übernachtung und Person vom Verein erstattet.
2. Alle Verpflegungskosten trägt der Reisende.
D Abrechnung der Reisekosten
1. Reisekostenabrechnungen sind unverzüglich mit dem Dienstreiseauftrag bzw. der Einladung an den Kassenwart zu richten.
2. Beizufügen sind sämtliche Belege zu den angefallenen Kosten.
E Startgelder
1. Startgelder für offizielle Meisterschaften werden nach der Genehmigung der Teilnahme durch den Vorstand ohne weiteren Antrag erstattet.
2. Die Erstattung von Startgeldern für andere Wettkämpfe kann beim Vorstand beantragt werden.
Sonstige Angelegenheiten und Schlussbestimmungen
1. Die Finanzordnung kann nur durch Beschluss der Mitgliederversammlung ergänzt, geändert, neu gefasst oder außer Kraft gesetzt werden.
2. Werden nach Inkrafttreten der Finanzordnung durch die Änderung oder Neufassung von Rechtsvorschriften bzw. der Zuwendungsbestimmungen des Sächsischen Haushaltsrechts gemäß § 1, Ziffer 2b) und c) neue Regelungen getroffen, die in der Finanzordnung anders oder noch gar nicht festgelegt sind, ist der Vorstand ermächtigt und im Falle von zwingenden Vorschriften auch verpflichtet, diese Neuregelungen abweichend von dieser Finanzordnung anzuwenden. Das gilt insbesondere auch für geänderte Sätze für die Erbringung von Eigenanteilen, für geänderte Entschädigungs- bzw. Vergütungssätze u. a. Dazu ist vom Vorstand ein formeller Beschluss zu fassen. Tritt dieser Fall ein, ist der Vorstand verpflichtet, die folgende Mitgliederversammlung zu informieren, über die Auswirkungen auf den Verein zu berichten und zur Anpassung dieser Finanzordnung an die veränderten Regelungen einen Entwurf zur Beschlussfassung vorzulegen.
4. Die Finanzordnung wurde auf der Mitgliederversammlung am 17.06.2008 in Leutersdorf beschlossen. Sie tritt am 1. Juli 2008 in Kraft.
5. Die Finanzordnung ist in geeigneter Form bekannt zu machen. Den gewählten Funktionären und den Angestellten des SCO ist sie kostenlos zur Verfügung zu stellen. Sonstige Personen, die in einem Auftragsverhältnis zum SCO stehen, sind bei der Auftragserteilung auf die Finanzordnung und ihre Einhaltung bei der Auftragserfüllung hinzuweisen.