Source: https://www.stbk-hessen.de/berufsrecht/praxisvertretung-treuhaender-abwicklung/
Timestamp: 2018-06-24 06:59:14
Document Index: 54482254

Matched Legal Cases: ['§ 69', '§ 69', '§ 69', '§ 69', '§ 40', '§ 46', '§ 57', '§ 54', '§ 55']

Berufsrecht / Praxisvertretung / Treuhänder / Abwicklung
Praxisvertretung (§ 69 StBerG)
Hier wird unterschieden zwischen der privatrechtlichen Bestellung eines Vertreters durch den zu vertretenden Steuerberater selbst (§ 69 Abs. 1 Satz 1 StBerG) sowie die öffentlich-rechtliche Bestellung durch die Steuerberaterkammer auf Antrag des zu Vertretenen (§ 69 Abs. 1 Satz 2 StBerG) bzw. von Amts wegen (§ 69 Abs. 3 Satz 1 StBerG). Die privatrechtliche Bestellung eines Praxisvertreters ist der Steuerberaterkammer unverzüglich anzuzeigen. Der Vertreter muss ein Steuerberater oder Steuerbevollmächtigter (§§ 40, 42) sein. Grundsätzlich ist die Praxisvertretung vom Steuerberater selbst zu organisieren. Die StBK Hessen kann Sie bei der Suche eines Vertreters unterstützen.
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Praxisvertreter werden
Soll daher die Praxis eines verstorbenen Steuerberaters oder Steuerbevollmächtigten auf eine bestimmte Person übertragen werden, die im Zeitpunkt des Todes des verstorbenen Berufsangehörigen noch nicht zur Hilfeleistung in Steuersachen befugt ist, so kann auf Antrag der Erben die Steuerberaterkammer einen Steuerberater oder Steuerbevollmächtigten zum Treuhänder bestellen. Dieses gilt ebenfalls für die Praxis eines früheren Steuerberaters oder Steuerbevollmächtigten, dessen Bestellung wegen nicht nur vorübergehender Berufsunfähigkeit widerrufen worden ist (§ 46 Abs. 2 Nr. 7 StBerG) oder der aus den in § 57 Abs. 4 StBerG genannten Gründen auf seine Bestellung verzichtet hat.
Treuhänder beantragen
Gemäß § 54 Abs. 3, 4 StBerG und § 55 Abs. 5 StBerG gilt Gleiches für Steuerberatungsgesellschaften, deren Anerkennung erloschen ist bzw. zurückgenommen oder widerrufen wurde. Die Bestellung eines Abwicklers durch die Steuerberaterkammer ist nicht von einem Antrag der Erben oder des ehemaligen Steuerberaters abhängig. Sie wird vorgenommen, wenn der ehemalige Berufsangehörige nicht selbst Vorsorge für den Fall seiner Verhinderung getroffen hat und nach Prüfung durch die Steuerberaterkammer und vorausgegangener Anhörung der Beteiligten (Erben/ehemaliger Steuerberater) festgestellt wird, dass Abwicklungsbedarf besteht. Es bleibt den Erben oder dem ehemaligen Steuerberater jedoch unbenommen, von sich aus bei der Kammer um die Bestellung eines Praxisabwicklers nachzusuchen und ggf. einen bestimmten Berufsträger vorzuschlagen. Es kann jedoch nur ein Steuerberater oder Steuerbevollmächtigter zum Praxisabwickler berufen werden.
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Beate Oeste
Tel.: 069 153002-29