Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=19.03.2013&Aktenzeichen=VI%20ZR%20174/12
Timestamp: 2020-08-09 08:55:24
Document Index: 335690494

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 46', '§ 76', '§ 7', '§ 18', '§ 823', '§ 76', '§ 46', 'BGH', '§ 46', 'BGH', '§ 55', 'BGH', '§ 46', 'BGH', '§ 46', 'BGH', '§ 31', '§ 30', '§ 1', '§ 3', 'BGH', '§ 46', 'BGH']

BGH, 19.03.2013 - VI ZR 174/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,8050
BGH, 19.03.2013 - VI ZR 174/12 (https://dejure.org/2013,8050)
BGH, Entscheidung vom 19.03.2013 - VI ZR 174/12 (https://dejure.org/2013,8050)
BGH, Entscheidung vom 19. März 2013 - VI ZR 174/12 (https://dejure.org/2013,8050)
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§ 46 Abs 2 BeamtVG vom 05.02.2009, § 76 BBG, § 7 Abs 1 StVG, § 18 Abs 1 StVG, § 823 Abs 1 BGB
Dienstunfall eines Beamten: Forderungsübergang auf den Dienstherrn nach der Gesetzesneufassung
Zum Forderungsübergang nach einem Dienstunfall auf den Dienstherrn nach der Gesetzesneufassung
Übergang des Schadensersatzanspruchs eines geschädigten Beamten auf den Dienstherrn (§ 76 BBG) - § 46 Abs. 2 BeamtVG steht nicht entgegen - Dienstrechtsneuordnungsgesetz
Beamtenrecht - Schadenersatzanspruch: Immer noch Übergang auf Dienstherrn?
NJW 2013, 2351
MDR 2013, 651
NZV 2013, 380
Entgegen der Annahme des Landgerichts sei die Entscheidung BGH, NJW 2013, 2351, vergleichbar und anwendbar.
Die Übernahme dieser Regelung in § 46 Abs. 2 BeamtVG hat in der Sache keine Änderung gebracht (BGH, NJW 2013, 2351).
Daher werde das vorgenannte Haftungsprivileg durch § 55 des Landesbeamtenversorgungsgesetzes NRW - LBeamtVG NRW - als lex specialis verdrängt, was auch der BGH in einem Urteil vom 19. März 2013 - VI ZR 174/12 - bestätigt habe.
Ebenfalls hat der Bundesgerichtshof, worauf der Beklagte in seiner Klageerwiderung gleichfalls verweist, sowohl für § 46 Abs. 2 Beamtenversorgungsgesetz - BeamtVG - a.F., BGH, Urteil vom 19. März 2013 - VI ZR 174/12 -, juris Rn. 20, wie auch für § 46 Abs. 2 BeamtVG n.F., BGH, Urteil vom 19. März 2013 - VI ZR 174/12 -, juris Rn. 26, angenommen, dass die stattdessen geltende beamtenrechtliche Norm jeweils hinsichtlich des Umfangs ihres Haftungsausschlusses nicht den Übergang eines Schadensersatzanspruchs auf einen Dienstherrn hindert.
Bei dem streitgegenständlichen Vorfall handelte es sich - was der Beklagte nicht in Frage stellt - um einen Dienstunfall (§ 31 Abs. 1 Satz 1 SBeamtVG), weshalb dem Kläger als Dienstherrn des Zeugen B. aufgrund seiner Verpflichtung zur Gewährung von Unfallfürsorge (§§ 30 ff. SBeamtVG) und Weitergewährung der Besoldung (§ 1 Abs. 2 SBesG; § 3 BBesG) Aufwendungen entstanden sind (vgl. BGH, Urteil vom 19. März 2013 - VI ZR 174/12, VersR 2013, 735).
Aus dem Umstand, dass das Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG) zum Unfallzeitpunkt vorübergehend einen abweichenden Wortlaut hatte, der unter anderem bei Jahnke (NZV 2012, 467, 469) dokumentiert ist, es speziell in seinem § 46 Abs. 2 Satz 1 von einem öffentlich-rechtlichen Verwaltungsträger im Geltungsbereich dieses Gesetzes sprach statt von einem öffentlich-rechtlichen Dienstherrn im Bundesgebiet , kann der Kläger nichts für sich herleiten, weil der Gesetzgeber insoweit keine inhaltlichen Änderungen, sondern nur begriffliche Klarstellungen und terminologische Vereinheitlichungen beabsichtigt hat (vgl. Begr. z. BRegEntw eines Gesetzes zur Unterstützung der Fachkräftegewinnung im Bund und zur Änd. weiterer dienstrechtl. Vorschr., BT-Drs. 17/7142, S. 20, 33; ferner BGH, Urt. v. 19.03.2013 - VI ZR 174/12, Rdn. 12, 18, 21 und 24, juris = BeckRS 2013, 07329).