Source: http://www.juraforum.de/urteile/begriffe/materielle-ausschlussfrist
Timestamp: 2013-12-05 05:58:04
Document Index: 325554644

Matched Legal Cases: ['§ 17', 'Art. 21', '§ 11', '§ 15', 'Art. 21', '§ 1', '§ 32', '§ 15', '§ 15']

materielle Ausschlussfrist - Urteile - JuraForum.de
JuraForum.de > Urteile > Schlagwörter > M > materielle Ausschlussfrist materielle AusschlussfristEntscheidungen der GerichteHESSISCHER-VGH – Urteil, 1 A 2253/11 vom 25.07.2012Die Ausschlussfrist des § 17 Abs. 10 HBeihVO verstößt nicht gegen höherrangiges Recht.Da es sich um eine materielle Ausschlussfrist handelt, ist selbst dann, wenn die Fristversäumung nicht auf einem Verschulden des Beamten beruhen sollte, eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand ausgeschlossen.
Ein Fall höherer Gewalt liegt auch dann vor, wenn der Antrag des Beihilfeberechtigten der Deutschen Post AG zur Beförderung als einfacher Brief übergeben worden ist und die Briefsendung auf dem Postwege verloren gegangen ist. Der Verlust einer Briefsendung stellt sich auch in Ansehung des Umstands, dass das staatliche Postmonopol entfallen ist, für den Kunden der Deutschen Post AG als unabwendbares Ereignis dar, da der Deutschen Post AG nach wie vor eine gesetzliche Beförderungspflicht obliegt, die auch tatsächlich erfüllt wird.NIEDERSAECHSISCHES-OVG – Urteil, 10 LB 70/09 vom 18.01.20111. Für die Berücksichtigung eines betriebsindividuellen Betrags aus der nationalen Reserve wegen einer Investition i.S.d. Art. 21 VO (EG) Nr. 795/2004 sind nur die innerhalb der Antragsfrist nach § 11 Abs. 1 Satz 1 InVeKoSV vom Antragsteller gemäß § 15 Abs. 1 Satz 1 BetrPrämDurchfV beigebrachten Nachweise für das Vorliegen einer Investition zu berücksichtigen.2. Art. 21 VO (EG) Nr. 796/2004, der bei Beihilfeanträgen eine Nachreichung erforderlicher Unterlagen innerhalb von 25 Kalendertagen nach Ablauf der Antragsfrist unter Kürzung des Beihilfeanspruchs gestattet, bevor der Beihilfeantrag endgültig unzulässig ist, ist nicht analog auf die Frist zur Einreichung der erforderlichen Nachweise einer Investition im Rahmen des Antrags auf Festsetzung von Zahlungsansprüchen anwendbar. 3. Da es sich bei der Frist zur Einreichung des Investitionsplans oder -programms oder der sie ersetzenden sonstigen objektiven Nachweise um eine materielle Ausschlussfrist handelt, scheidet eine Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand (§ 1 Abs. 1 NVwVfG i.V.m. § 32 VwVfG) aus.4. Im Rahmen des § 15 Abs. 4a Satz 3 BetrPrämDurchfV kommt es nicht nur darauf an, ob der Antragsteller das Nichterteilen einer Genehmigung bis zum Ablauf des 15. Mai 2006 zu vertreten hat. Vielmehr sind sämtliche schuldhafte Verzögerungen des Genehmigungsverfahrens seitens des Antragstellers anspruchsschädlich.5. Bei einer aufschiebend bedingten Genehmigung ist solange von einem Nichterteilen der Genehmigung i.S.d. § 15 Abs. 4a Satz 3 Halbsatz 1 BetrPrämDurchfV auszugehen, wie die aufschiebende Bedingung noch nicht eingetreten ist.6. Zur Abgrenzung einer aufschiebenden Genehmigung von einer Auflage.