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Timestamp: 2020-02-29 10:56:22
Document Index: 141865858

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§8', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 3', '§ 5', '§ 6', '§ 6', '§ 9', '§8', '§ 28', '§ 4', '§ 78', '§2', '§ 4']

1919 / 75 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger)
1919 / 75 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
: J |
S 19. ; e Crt V A Nh des Deuob ; Für Arbeitnebmer, die auf Grund de Auorbrung des Deus 4 machungêauts{usses zu enilassen sind, gelten die E E O \{ränkenden Vorichriften der Verordnungea E Nechs-Geseubl. (Neichs-Geseßb1 S. 8) und vom 24. Januar L919 6 a Miete S. 100) einschließlich der dazu ergangenen Uen! eee ur EigensWatt nur insoweit, als sie zugunsten der S A M ihrer Eig als Krie,steilne d Zivilinternierte velsleHßen- : De e A Nebbrbnunsèn festgelegte Necht auf vor- zeitigen Austritt aus der Beschäftigung steht den Le denen auf Grund der gegenwärtigen Verordnung gelundigk Ut, . S 20. : N i Vorsäßlihe Zuwiderhandlungen gegen ‘die aut Sens, M Der ordnung von den Demobilmachungsorganen erlassenen nor tas N werden, soweit sie niht mit Buße bedrobt sind, ¿Mi A M ra bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bis zu zehntausend Vèark od mit einer dieser Strafen bestraft. L A 7 Wer der Vorschrift des § 17 Abs. 2 vorsäglih zuwiderhandelt, wird mit Geldstrafe bis zu dreitausend Mark bestráfk. Gir sa! Die Strafverfolgung tritt nur auf Antrag -des Vemoviunacqung®- organs ein. S 2 D A -, ct diese Ner- Auf Körperschaften des öffentlichen Nechtes a an G ordnung mit der Moßgabe Anwendúng, daß die N Der Entlafsungspfliht den zuständigen Dienstaufsichtsbehörden obliegt. Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündung in ral. Den Zeitpunkt ihres Nußerkrafttretens bestimmt das Neichsministeriü für die wirtsd-aftlihe Demobilinachung.
Berlin, den 28. März 1919. : Reich8ministerium für E Demobilmachung. Z 0e. : Q
über Uebertragung der dem Reichs\haßminister
durch die §8 4 as 7 DeV Verordnung über die
Rütckgabe der aus Belgien und Fiankreich ent-
fernten Maschinen vom 28. März 1919 verliehenen E Befugnisse.
1. Die mit den 88 3, 4 vnd 7 der Verordnung über die NRückgabe der aus 2a und Frankreich entfernten Maschinen vom 28. März 1919 dem Recheschagminister übertragenen Befugnisse werden durch die Ab'eilung TIIT des Reichsschaß- ministeriums (Neich?vermertuna8amt) ausgeübt.
2. Als weitere Selle zur Autübung der aleichen Besug- nisse wird der deutsche Komm'sar der Wafferslillslands- kommission, Kommerzienrat Dr. Guggevheimer, Vo1 fißender der Unterkommission für die Rückgabe von Maschinen und Material an Belgien und Nordfrankreich, Berlin, oder dessen Stellvertreter, Jngenieur Bernheim, Frankfurt a. Main, be- zeichnet. “-
Berlin, den 31. März 1919.
Der Reichsschaßminifter. I A: Kaus,
YBelannimaMhunag N R 520/98) LOLRRA.
Auf Grund der Verordnung des Bund-8rats über die wirischaftlide Demobilmachung vom 7. Nooember 1918 Reichs-Gesezbl. S. 1242) und auf Grund des Erlosses des
ates der Volkebeauftracten über die Einrichtung des Reichs- amts für die wirtscaft:ihe Demobismachur g vom 12. Noor mber 1918 (Reichs-Geseybl. S. 1304) wird folgendes angeordnet ;
Fn der Bekanntmahung Nr. V. 1. 6636. 15 KRA. vom
25. Suli 1916, betreffend Bestandserbebung und Be- \hlagnahme von Kautschuk (Gummi), Sul ta : perha, Balata und Asbest sowie von PYalb- und Fertig-
fabrikaten, unter Verwendung dieser Rohstoffe
I S A Se S Un / in § 6b an die Stelle der Kriegs-
ministeriums sowie
in § 7 Abs. 1 Say 1, an die Stelle der Postanstalten
1. und 2. Klasse sowie
in § 7 Abs. 3, an die Stelle der Kautshuk-Meldestelle A der Kriegs-Rohstoff- Abteilung des König-
lich Preußischen Kriegêministeriums ; das Reichswirtshafttministerium, Berlin NW 7, Bunsenstraße 2, 8 2b und
J 0, soweit er sich auf die Klassen 8 bis 49
PT J T treten außer Kraf Artikel 11.
g 5 7 ; T4 G4 Y Æn der den Gummibetrieben namentlich zugestellien Cinzelver- êhauna Nr. V. 1. 696/1. 16 KRA. von Ende Februar 1916, be- treffend Beschlagnahme und Bestandserhebung von Altgummi und
Regeneraten tritt in § 3, Abs. 1 in 5 4, Abs. 2 in § 5, Abs. 2 und ms C
an die Stelle der Kriegs-Rohbstoff-Abteilung, Sektion V. 1, des Königlich Preußischen
Kriegsministeriuums8 _ Z 7 das Reichswirtschaftsministerium, Berlin NW (, D unsenstraße 2.
NLCITEL L.
Fn der Bekanntmachung Nr. V. 1. 2354/1. 16. KRA. vom Li Adril 1916, betreffend Beschlagnahme und Bestandserhebung von
Altgummi, Gummiabfällen und Negeneraten
tritt in § 6, Abs. 2, an die Stelle der Postanstalten 1. und
in § 6, Abs. 5, und
in § 9,
lich Preußischen Kriegsministeriums ¿
des Reich3wirtschaftsministeriuum, Berlin NW 7, Bunsenstraße 2. MTELTCEL L V
best verc den Betrieben namentlich zu- Fn der den Asbest verarbeitenden Betrieb entli 3 gestellten Einzelverfügung Nr. G. 2046/12. 16 KRA. vom 16. Ja-
nuar 1917 tritt in Abs. 4 und
in Abs. an die Stelle der Kriegs - Rohstoff - Ab- A teilung des Königlich Preußischen Kriegs«
mitnisteriums das Neichswirishaftsministerium, Berlin NW 7, Bunsenstraße 2.
Artitel 7.
Dke den Betroffenen namentlich zugestellten Ginzelberaurgen,
betreffend Bestandserhebung und Beschlagnahme von Kaut
(Gummi), Guttapercha, Balata, sowie von Halb- und Fertigfabrikaten,
Artie V1. i Diese Bekanntmachung tuitt am 1. April 1919 in Kraft. Berlin, den 31. März 1919. Reichs ministerium fü U
betreffend dur die Elektrif
Form DZ3, D : Firma Köcting und Mathiesen tn Eine Beschreibung wird in rift veröffentlicht, e Mel W. 9, Lintsträße 253/ werden fönnen. / Charlottenburg, den 21. A
Der Präsident Technischen Reich8anstalt.
9 falisch- A "6 Warburg.
betreffend Ausg den Jnhaber durch
¿n Inhaber N in 1509 Stück» zu 20 und 4000 Stücke zu 500 4, h 1 1, Qk ober veizinslich, zur Ausaabe bringen, München, ben 24. März 1919.
Staatsministerium des Aeußern J. A.: :Dr. Schmidt, Ministerialrat.
September i191
4, KRA, vom 21. Dezember 1914,
I) D KRA, On l Febuuacr 1910, D 16, KRA. vom 22, Xebrugr 1910,
3 15, RRA. vom 20 Mars 1919,
15, ERA. vom 24 Vorl L910 uno
h F L 1OS2G 10 KRA VONII ch9 SFunt 1910
r wintshaftlihe Demobilmachung. Wolffhügel.
Auf Grund des §8 10 des Gesetzes f die eletirischen ogen, n von Elektrizitälszählern l 1: hen Piüfämter im Deutschen Reiche gu- en und ihm das beigeseyte Systemzeichen zuerteilt.
Jaduktionszähler für mehrphafigen Wechselstrom,
ZZ3, DZZN3 und DZZU3, hergestellt von der Leußich-Leipzig.
der Elektrotechnischen Zeit- von derea Verlag (Jul. Spri 94) Sonverabdrude
abe von Schuldverschreibungen auf die Leh- Elektrizitätswerke A.-G. in Augsburg.
ur die im Einversländni der A des Jnnern und der \{l'eßung vom Hewigen wurde Geseßbaches genehmigt, da in Augsburg viereinhalbp1 0 im Gesamtnennmeite von 12
6 mit den Staatsministerien inanzen ergongene Ent- 8 795 des Vürgerlichen ß die Le Lll e ae entige Schuldoerschreibungen - au Ann T Millionen Mark, 00 6, 7000 Stücte zu 1000 4 albjähiig am 1. April und
Bekanntma ung. Dem Milchbändler Er nf Vern ha dorf ist wegen Unzuverlässigkeit gemäß des Meichskanziers vom 23. veriässiger Per)onen vom untersagt worden. Leipzig, am 18. März 1919. Die Amtshauptmannschaft. J. A.: v. d. Decken.
vom 1. Juni 1898, wird das folgende Bealaubigung
rd Nagel inEngels- 8 1 der Bekanntmachung 5 zur Fernhal'ung unzu- Handel der Handel mit Milch
Nohstoff- Abtei- lung des Königlih Preußischen Kriegs-
Die von heute ab zur Ae gelangende Nummer 69/70
Neichs-Geseßblatts enthält unter Ä 4 Ne 6780 M Gese über den Eintritt des Freistaats Mürttemberg in die Bier steuergemeinschaft, vom 27. März 919 und unter : j . ; Nr. 6784 eine Verordnung über die Rückgabe der aus Belgien und Frankreich entfernten Maschinen, vom 28. März
Berlin W. 9, den 29, März 1919.
Die Preußische Ne Landesverwaltungsgeseßzes vom den Verwaltungsgerich1sdirektor Dr. Mitgliede des Beztirksausschujjes in vertceter des Regierung2präsidenten im auf Lebenszeit sowie
den Regierungsra ß aliede des P eccia
rtreter des Regierungsprä}htdenten l hörde mit dem Titel Verwaltungsgerichtsdirektor auf Lebens-
zeit ernannt.
Preußische Regi tierarzt, Veterinärrat Dr.
an die Stelle der Kautschuk - Meldestelle e an die Stelle der Kautschuk - Meldestelle L) Mötbriiättat ernótni.
der Kriegs-Rohstoff-Abteilung des König-
Als Archivare ang helm Smidt be Reck é bei dem
Posen nah Minden. Bestellt sind: d zu Regierungslandmessern in Cöln
unter Verwendung dieser Rohstoffe:
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S |Sonatsbibliíothek
Die Preußische Reaierung hat den Geheimen Negierung8- rat ib E b Nat im Ministerium des Jnnern von Kries zum Oberverwaltungsgeri
den Verwaltungsgerichtsdireft maringen zum Mitgliede des # h und zum Stellvertreter des Negierungspräf dieser Behörde auf Lebenszeit ernannt.
chtsgrat und : or Dr. Lungstras in Sig- Bezirksausschusses in Koblenz identen im Vorsißze
gierung hat auf Grund des § 28 des ( ; 30. Juli 1883 (G -S. S. 195) Zaun in Allenstein zum Düsseldorf und zum Stell- Vorsitze dieser Behörde
t Dr. Höhnen in Allenstein zum Mits O Allenstein und zum Stell- im Vorsitze dieser Be-
erung hat dem bisherigen Kreis- Julius Matschke zum Regierungs-
Dem genaariten Beamten ist die Stelle des Regierungt- und Veterinärrats bei der Regierung in Arnsberg übertragen worden.
estellt sind: die Archivassistenten Dr. Wil- Seis in Weglar und Dr. Walther
Staatsarchiv in Danzig.
Finanzministerium. erseyt ift: der Katafterinspektor, Steuerrat Gollaÿ von
ie Katasterlandmefser Köhler und Mer | bezw. Driér.
Der nachstehend abgedruckte B:shluß der Preußitchen
Negierung vom 19. Februar d. J. „über die Ergänzung dor Staatsministerialgrundsäße vom 17, „Zuni 1916 O e rechnung des Kriegsdienstes auf das Dienital O Staatsbeamten, mitgeteilt durch Erlaß vom 28 Jali 916 — F.-M. 1 6855 2c. — wird zur Beachtung mitgeteilt,
Berlin, den 19. März 1919.
Der Finanzminifter. V A: Sas,
iche Regierungen, an den Herrn Präsidenten der s in Da Staatsschulden hier, an den Herrn Präsidenten der Preußischen Staatsbank (Seehandlung), hier, an den Herrn Präjidenten der Generallotteriedireftion bier, an ben Herrn Präsidenten der Preußischen Zentral- genossenschaftstasse hier, an den Herrn Münzdireftor bier, ‘an die Kommission für die Stadterweiterung in ‘Posen, an den Herrn Präsidenten der Direktion für die Verwaltung der - direkten Stenern hier, an die Herren Präsidenten ber Oberzolldirektionen (einschl. Erfurt), an das Hauptstempelmagazin in Berlin-Dahlem.
Bes Glu:
i undsäße des Stäatsrüinisteriums, vom 17. Juni Gir Air des Kriegsdienstes auf das Dienstaltèr der Staatsbeamten werden durch folgendea-Zusag ergänzt:
V d, iffer T—V finden auf die freiwillige militärische Dienst- nd eia Grenz- oder Heimaishuß gleichmäßige Anwendung. Berlin, den 19. Februar 1919. Die Preußische get 4 ir\sch. Braun. E. Ernst. Fischbeck. Hof. as Dr. Südekum. Heine. Reinhardt.
Ministerium des Jnnern. i/W C E ; f uf Grund des § 4 Abs. 2 bis 4 der Krei8ordnung Jur die N inb vom 6. Mai- 1884 (G-seysamml. S. 181) und der beiliegenden Genehmigung der N Negierung vom heutigen Tage eklüre ih die Stadt Wil- helmshaven im Regie: ungsbezirk Awich vdm 1. Ap il d. RY ab für ausgeshieden aus dem Verband des E kreises Wittmund. Von diesem Tage ab ‘bildet die Sta gemeinde Wi'helmshaven für sich einen Stadtkreis. Gh Zugleich bestimme ih nah § 78 der ‘revidierten Städte- ordnung für die Prooinz Hannover und §2 der Beror enua vom 20. September 1867 (Grseßpsamml. S: 1529), daß ; 2 zur Durchführung der Ueberweisung von Geschäften der ör lihen Polizeiverwaltang an die Stadtgemeinde zur tigeren Verwaltung und bis zur Beschoffung ‘entsprechender w richtungen seitens der Stadtgemeinde die örtliche Polizei- verwalturig duch die bestehende staatliche Polizeibehörde fort- zusühren ist. ; t Berlin, den 27. März 1919.
Der Minister des Funern. ' Heine. ' j
äß 8 4 Abs. 4 der revidierten Städteordnung für dis E A 24. Juni 1858 (Hann. Gesepjamml. S. 141) wird hierdurch genehmigt, daß die bisherige Lan s gemeinde „Stadt Ae mit dem 1. April d. J. zu tädtischer Ve:fassung übergeht. O ; i i Zugleih wird auf Grund des § 4 Abs. 3, 4 der Kreiss ordnung für die Provinz Hannover vom 6. Mai 1884 (Gese samml. S. 181) genehmigt, daß der nunmehrigen S I gemeinde Wilhelmshaven gestattet wird, zu dem gleichen Zeit punfte aus dem bisherigen Kreisverbande Wittmund agaus- zuscheiden und einen eigenen Kreisverbhand zu bilden.
Berlin, den 27. März 1919.
Namens der Preußischen Regierung.
Der Minister des Jnnern. Heine.
BekanntmaMunñsg.
Pfennigsbusch 9. ¿ Wandsbek, den 27. März 1919. [Der Landrat. I. V.: Ramm.
reue 4 t B R
Beklanntmachunsg-
tragen. Gleiwiß, den 26. März 1919. Die Polizeiverwaltung. J. A.: Jeenel.
mitteln, insbesondere mit Fischen, untarsagk Harburg, den 28, März 1919, ] i Oie Polizeidirektion. Or. Behrens.
Lp d T: O O
Die Verfügung vom 20. Dezember 1914 E L mit der dem Konditor Na u fm ann, früher Bä d O ae 1, jeßt wohnhaft Hamburg-VBarm bek, Pfennigsbu) ; fe Handel mit Lebensmitteln aller Ut untersagt wurde, if ieder aufgehoben worden. — Die Kosten der Bekanntmachung tig der Antragsteller, Konditor Hermann Raufmann, Hamburg-Varmdet,
/ 4 \ /
: j 915
Auf Grund der Bundesratsverordnung vom 23, September 191d, betreffend die Fernbaltung unzuverlässiger Personen vom Handel RGBl. S. 603), ist dem Schuhmacher Alfred Schulz und ae hefrau Gertrud in Gleiwiß, Fabrifstraße Nr. 2 wohnhaft, der Handel mit Schuhwaren untersagt worden. — Die Kosten dieser Veröffentlichung haben die Schul;schen Eheleute zu
Dem Fischhändler Rudolf Thießen sowie seinen Familien- L hier, Mühlenstraße Nr. 2, haben wir heute auf Grund der Bekanntmachung zur Fernhaltung unzuverlässiger Per|onen vom Handel vom 23. September 1915 den Handel müt Lebensa
Nichlamtlißes,
Deutsches Reih. Preußen. Berlin, 1. Lril 1919. Die Reichsregierung erläßt folgenden Aufruf:
An die Bergarbeiter!
Für das Nuhßrrevier hat über den Kopf der berufenen Arbeiter-
vertretungen hinweg eine „Delegiertenkonferenz der revolutionären Bergarbeiter" den Beschluß gefaßt, am 1. April aufs neue in den Generalstreik zu treten. Die Forderungen, die dabei gestellt werden, würden in ihrer Gejamtbeit die deutshe Nepublik der politischen Anarchie und dem wirtschaftlihen Zusammenbruch aué- liefern. Wäre dieser Streik, der den Arbeitern nicht belfen foll, sondern die Allgemeinheit zerstöcen will, siegreich, so würde das be- deuten : Vernichtung der Koblenförderung dur 6-Stunden\chicht und Pole Lohnerhöbungen ; Stillegung aller Industrien, die auf Nuhr- ohle angewiesen sind; Vereitelung der endlich) zugesicherten Lebens- mittelzufuhr, die mit Industrieprodukten und Kohtenauétfuhr bezahlt werden muß, Die Regierung, die solche Forderungen annehmen würde, wäre die Totengräberin der Nepublif, des Volkes und der Freiheit. Die Neichsregiecung hält nach wie vor fest an den Ver- einbarungen, die sie seit Februar mit den Bergarxbeitern getroffen hat : Arbeiter- und Bezirksräte, dur die allein die Ärbeiter- schaft in den . Produktionéprozeß hineingeführt und zur gleih- berechtigten Mitbestimmung und Mêitarbeit hinzugezogen werden fann. Dazu das Sozialisierungsgesez im Zusammenhang mit der Soziali- sierung des Kohlenhandels. Und schließlich die Einführung der (¿-Stundenschicht. Es ist keine Politik, keine Verwaltung, keine Gr- nâhrung mehr mögli, wenn jsoicbe grundsäßliche ECinigungen nach wenigen Tagen und Wochen umgeworfen und dur unmöglicße und übertriebene Forderungen gegenstandslos gemacht werden.
, Desbalb hat die Reichsregierung in Erfüllung ihrer hbeiligsten Pflicht, Neih und Volk zu retten, zusammen mit der preußiichen Megierung tolgendes tes{lossen:
Ueber das Nuhrrevier wird der Belagerung3zustand verhängt. Die Regierungstruppen rücken in das Revier ein, um die Arbeiter und die Betriebsan lagen vor dem Terrorismus zu s{ügen. Der NReid8ernährungaminister wird entspredend den Vrüsseler Forderungen der Alliierten in das Streikgebiet kein Pfund der eingeführten Lebensmittel abliefern lassen, Der Reid sarbeits- minister wird fkeinerlei Bezahlung für Streikshihten ge- währen. Dagegen #cll den Arbeitern der Zechen, auf denen nah der T7¿-Stundenshiht gefördert wird, eine besondere Schwerstarbeiterzulage, steigend mit dem Fôrderquantum, bereit- gestellt werden, Die Reichsregierung mnß unser Volk am Leben erhalten. Sie darf die Republik nit dem tödlichen Terror durch eine Provinz und einen Stand ausliefern. Alles für den, der atbeitet! Nichts für den, der jeßt streikt! Sonst gibt es für Deut|chland keine Rettung mehr.
i Die Reichsregierung. Scheidemann. Schiffer. Bauer. Bell. David. Erzberger. Giesberts. Gothein. Lantéberg. Noske. Preuß. Schmidt, Wissell. Koeth. Neinhardt.
Die Forderungen, die die vorgestrige Delegierten- lonferenz der Bergarbeiter stellt, sind laut Meldung des „Wolfsschen Telegrapyenbüros““ folgende:
1) sofortige Cinführung der Sech8-Stunden-Schicht mit Ein- und Ausfahrt für Untertagearbeiter unter Beibehaltung des bisher für längere Shichtdauer gezahlten Lohnes.
2) 25 9/0 Lohnerhöhung.
3) Regelung der Knappschaftsfragen.
4) Anerkennung des Nätesvstems.2
9) Sofortige Durchführung der Hamburger Punkte (betreffend Kommandogewalt ).
6) sofortige Nang aller politischen Gefangenen,
7) sofortige Bildung einer revolutionäcen Arbeiterwehr,
8) jofortige Auflösung aller Freirwilligenkorps,
,__9) lofortige Anknüpfung politischer und wirtschaftliher Be- ziehungen mit der ru)si\hen Sowjetregierung, 10) Entwaffnung der Polizei im Jadustriegebiet und im Reich, 11) Bezahlung der Streikschichten.
Der Ausschuß des Staatenaus\{chusses für Handel und Verkehr sowie die vereinigten A us\{chüsse für Handel und Ver-
kehr und für Eisenbahnen, Post und Telegraphen hielten heute Sißzungen.
Das Kabinett hat in seiner vorgestrigen Sißung an- läßlih der Forderungen des Marschalls Foch na neuen Verhandlungen in der Danziger Frage beschlossen, die Fraktionsführer der Nationalversammlung auf Mittwoch, den 2. April, nah Berlin zu bitten. Sie sollen ebenso wie bei den bisherigen Schritten in den Waffenstill- standsverhandlungen zu den Beratungen hinzugezogen werden, damit die Endübereinstin:mung zwischen Kabinett und Parteien gewährleistet wird.
E Lt R E RALAL
Am 27. März wurde in Spaa eine Anfrage Hoovers übermittelt, ob die amerikanischen Lebensmittel schiffe in der Nähe von Hamburg, Bremen oder in Ostseehäfen eventl. auch im Kieler Kanal bunkern fönnen gegen Liefes rung von Lebensmitteln als Gegenwert. Am 80. März wurde in Spaa, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, folgende deutsche Antwortinote übergeben :
Deutschland ist bereit, Schiffe, die der Versorgung mit Lebens- mitteln dienen, zu bunfkern. Dies ist jegt {hon mögli in Emden und Bremen. Für Durchführung in Hamburg und den Ostseehäfen ist Freigabe der Küstenshiffahrt für Kohlentransporte Vorbedin ung. Dann ist Bunkerung in sämtlihen Nordsee- und Ostseehäfen Mie im Kieler Kanal möglih. Verrechnung der Bunkerkohle zum Preise von. 134 Dollar bei heutigem Valutastande und Gutschrift auf deutsche Lebensmittellieferung wird erbeten.
Gestern vormittag fand in den Räumen der Deutschen Waffenstillsiandskommission in Berlin unter dem Vor- siß des Neichsministers Erzberger eine Sißung von Ressorts- vertretern und einer größeren Anzahl Sachverständiger statt, um die von der Entente gewünschten Verhandlungen über den Verkauf von Holz, Papier, Kohle und Farbstoffen vorzubereiten. Wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, find im Lins der Beratung einheitliche Richtlinien vereiñbart worden.
Jn der Geschäftsstelle des Auswärtigen Amts für die Friedensverhandlungen fand gestern vormittag eine Sizung zur Beratung der jüdischen Frage bei den sfe ose Angelegen statt. Die Sachoerständigenkommission
r [lische Angelegenheiten schlug_ laut Meldung des „Wolf-
hen Telegraphenbüros“ folgende Forderungen vor: 7 Gleihberechtigung und Gleichstellung der Juden und des Juden- in allen Kindern der Welt, also auh Beseitigung aller Gesege,
Verordnungen und Bestimmungen, die Beschuäinkungen lediglich für Juden enthalten.
Forderungen über die nationale und fulturese Kutonomie in den neugedildeten Slaaten in dem Umfange, deu die Mehrheit der dortigen Juden fordert, sowie Festseßung solcher politi\chen, administra
tiven und ökonomischen Bedingungen für Paiästina, daß seine Ent- wickiung zu einem von der gesamten FJudenheit getragenen, auto- nomen Gemeinwesen (common wealth) gesihert wird. Ferner wurde unter lebhaftem Beifall Entschädigung von Pogromopfern dur den betreffenden Staat verlangt, endlih Cin)ebßung eines internationalen Ausschusses mit der Aufgabe, darüber zu wachen, daß die Grundsähe und Beschlüsse der Friedenskonferenz hinsihtlih der Fuden durch- geführt werden.
An die Vorlesung der Forderungen \{chloß sich eine all- gemeine Besprechung an.
Tagtäglih mehren sih bie Proteste aus allen Teilen des Reiches gegen die von der Entente beabsihtigte Weg - nahme der deutshen Kolonien. Soweit bisher festgestellt werden konnte, fanden bereits in über hundert größeren Siädten Massenverjammlungen siatt, in benen Protestent- \shließungen angenommen wurden und von der Regierung ver- langt wurde, daß sie keinen Frieden unterzeichne, der Deutsch- land aus der Reihe der Kolonialmähte aus\chließt. Der Nationalversammlung in Weimar gehen fortgeseßt geharnischte Entschließungen von politischen Versammlungen und Vereinen, mwirtshaftlihen Verbänden und Handelskammern zu, in denen Verwahrung gegen die beabsichtigte Loslösung der deutschen Kolonien vom Deutschen Reiche eingelegt wird. Eine Enischließung, die unter Anrufung des Punktes 5 der vierzehn Punkte des Präsidenten Wilson eine freie weitherzige und voll- fommen unparteiishe Regelung der kolonialen Aosprüche unter Mitwirkung Deutschlands verlangt, hat bereits über drei Millionen Unterschriften erhalten und täglich laufen Tausende von Zustimmungserklärungen ein.
Die von der Reichsregierung bereits angekündigte A en- derung des militärgerihtlihen Verfahrens besteht dem „Wolfsschen Büro“ zufolge in der Hauptsache darin, daß einersei1s die Zuständigkeit des Militärgerichts für die gegen die allgemeinen Sti afge}eße begangenen, nicht mit militärischen Vergehen zusammentreffenden Zuwiderhandlungen aufgehoben und andererseits die Einrichtung des Gerichisherrn beseitigt wird. Die Geschäfte des Gerichtsherrn gehen z. T. auf die richterlichen Militärjustizbeamten, z. T. auf besondere Be- shwerdegerichte. über. - Von Wichtigkeit ist ferner noch die Neuerung, daß die Laienrichter von der Truppe gewählt werden.
e ati 0 L G E H R E
Jm Reichsarbeits ministerium haben, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ mitteilt, unter Leitung des Regierungsrats Dr. Sißler mehrtägige Verhandlungen über den Abschluß eines neuen Reichstarifvertrages für das Hochbaugewerbe slattgefunden. Sie haben nunmehr zu einer vollen Verständigung ge- führt, deren endgültige Annahme den Verbänden vorbehalten wird. Die örtlihen Verhandlungen über die zur Durchführung des Reichsta:ifvertrags erforder- lichen Arbeits» und Lohntarife sollen sofort beginnen und noch im Monat April zu Ende geführt werden. Die seit längerer Zeit \{hwebenden Verhandlungen über die tarifvertragliche Regelung der Arbeitsbedingungen im Tiefbau gewerbe werden am 15. April gleichfalls im Reichsarbeitsministerium fortgeseßt werden.
Nach dem Erlosse des preußischen Ministeriums des Jnnern vom 31. Januar 1919 ist Ein- und Ausreise über die Ostarenze grundsäßlich nicht mehr zulässg. Ausnahmen können nur durch das Auswärtige Amt (Paßstelle) zugelassen werden. Alle bisherigen vor Erscheinen des Erlasses vom 31. Januar 1919 zu Reisen über die Ostgrenze erteilten Sicht- vermerke haben daher ihre Gültigkeit verloren.
Der Verfügung des Ministers des Jnnern vom 18. März über die Bildung von Einwohnerwehren waren ledig- lih informatorish die vom Schußzverband deutscher Land- wirtschaft ausgearbeiteten Richtlinien zur Aufstellung eines Landshußes als Anlage beigefügt worden. Dies hat zu dem Mißverständnis geführt, als ob diese Anlage eine amt- lihe Verfügung des Ministeriums wäre. Wie „Wolffs Telegraphenbüro“ mitteilt, hat der Minister des Jnnern Heine für die sich von Tag zu Tag mehr als notwendig herausstellende Bildung von freiwilligen Shußwehren gegen die zunehmende Unsicherheit in Stadt und Land, gegen das Anwachsen des Verbrechertums und namentli gegen die neuerdings mehrfach vorgekommenen Ueberfälle von Gehöften durch ganze bewaffnete Banden eine neue Zirkularverfügung erlassen, die den Behörden binnen kurzem zugehen ird.
Vorgestern nahmittag fand in Bromberg eine große
öffentlihe Protestversammlung gegen die von unseren Feinden erstrebte Abtrennung deutsher Gebietsteile vom Reiche, insbesondere im Osten, slatt, in der Redner aller Parteien zu Worte kamen. Jn einer einstimmig ange- nommenen Entschließung heißt es dem „Wolffschen Telegraphen- büro“ zufolge u. a.: Der Kongreß von Arbeiter- und Soldatenräten und deutschen Volksräten von Stadt und Land und des unbeseßten Gebiets der Provinz Posen und Vertretern Westpreußens für 14 Millionen Ein- wohner aller Stände erbebt mit aller Entschiedenheit gegen die AbskEt der Gntente Einspruch, innerhalb unserer Landesgrenzen ein polnisches Reich zu erricht-n, we!ches die s{hwersten Gefahren für das Lebens- interesse des gesamten Deutschen Reiches nah sich ziehen muß. Der Kongreß fordert die sofortige Aufhebung der Demarkationslinie, um das durch die Kämpfe zershlagene Wirt|chaftsleben und den Verkehr wieder berzustellen.
__ Das „Wolffshe Telegraphenbüro“ berichtet von der Ostfront uuter dem 31. März:
An der gesamten polnisch-obersGlesischen und posenshen Front herrschte in den legten Tagen schr rege polnische Patrouillentätigkeit.
Der Pole beschoß wiederum Adlig Brühblsdorf südli) Bromberg mit Artillerie. Wir erwiderten \{ließlich das Feuer. Die Stimmung unserer Truppen ist dur das herausfordernde Ver- halten der Polen, die sich an keine Demarkationslinie halten, aufs äußerste gereizt.
Vayexu.
Der bayerishe Landeseisenbahnrat beschäftigte sih gestern mit der Fcage der Vereinheitlichung der deut- [hen Eisenbahnen. Wie „Wolffs Tele.raphenbüro“ be- richtet, wandten sich in der Aussprache alle Redner gegen eine Bergewaltigungspolitk bei der Abgabe der bayerishen Bahnen. Der Veikehrsminister von Frauen- dorfer betonte, daß Bayern bereit sei, den Reichseinheits- gedanfen zu stärken; aber auf der Weimarer Grundlage fei dies nit möglih. Keinesfalls dürfe Bayern zur Abgabe der Bahnen gezwungen werden. Einge Vereinheitlihung der Eisen- baynen würde vor allem ein Wiedererwachen der Hegemonie Großpreußens bringen. Zum Schluß nahm der Eisenbvahnrat mit überwältigender Mehrheit eine Entschließung an, in der er sih mit einem einheitlihen Ausbau der Etarichtungen ber deutschen Staatseisenbahnverwaltungen und ciner Stäi kung der Reichsaufsicht über die Reichseisenbahnen einverstanden erklärt und mit Entschiedenheit betont, daß eine Ueber- nahme der bayeishea Siaatseisenbahnen auf das Reih nur im Wege des freien Verirages mit Zustimmung der bayeri- schen Vollsvertretung erfolgen könne. Ferner erflärt er, baß er den gegenwärtigen Zeitpunkt wegen der politishen und wirtschaftlihen Wirren für ungeeignet halte, eine so 1eit- tragende Frage zu einem allseiis befriedigenden Austrag zu
bringen, Sachsen.
Die Volkskammer nahm dem „Wolffschen Telegraphen- büro“ zufolge in ihrer gestrigen Nachmittagzsißung gegen die Stimmen sämtlicher bürgerlicher Parteien einen Antrag der beiden fsozialdemofratishen Fraktionen an, den 1. Mai und 2. November für gesezlihe Feiertage zu erklären. Ferner wurde folgender Zusazantrag angenommen:
Die Regierung des Freistaates Sachsen möge bei ver Regierung der Deutschen Republik dahin wirken, daß der 1. Mat und 9. No- vember ais geseßlide Ruhetage für das Gebiet der Deutschen Ne- publik festgelegt werden.
Der schon lange angekündigte, aber immer wieder auf- geschobene allgemeine Ausstand ist gestern aus ebrochen. Wie „Wolffs Telegraphenbüro“ berichtet, legten in Stuttgart die Arbeiter der Firma Bosch u. Eisenmann, in Untertürk- heim die Arbeiter der Daimler-Werke die Arbeit nieder. Viele zogen es vor, nach Hause zu gehen, während andere sih auf verschiedenen Pläßen dec Stadt, die Daimlerschen Arbeiter auf dem Cannstatter Wasen sih versammelten und dur ihre Redner folgende Forderungen aufstellten:
1) Freilassung der politisch Jnhaftierten,
2) Aufhebung des Belagerungszustandes und des Verbots von Demonstrattonen und Versammlungen unter freiem Himmel,
3) Einstellung der anläßlih des Januarstreiks gemaßregelten Ge-
nossen, i 7 L A 4) Sofortige Neuwabl der A.- und S.-Näte auf revolutionärer Grundlage.
Infolge des Genecalstreiks der Arbeiterschaft hat der Gegenstreik der Bürgerschaft eingesezt. Die meisten Geschäfte sind geschlossen, der Eisenbahn- und Postbetrieb ist eingestellt, Seit 4 Uhr is die Stadt auch ohne Gas und elektrisches Lichi; das Wasserwerk arbeitet noch.
Mecklenburg-Streligtz.
Die vorgestern vollzogenen Wahlen zum ersten ordent- lihen Landiag des Freistaats Mecklenburg-Strelig haben, laut Meldung des „Wolffshen Telegraphenbüros“ eine sozialdemokratishe Mehrheit von einer Stimme ergeben, nämlich 18 von 35 Abgeordneten. Die Wahlen zum verfassunggebenden Landiag hatten Stimmengleichheit ergeben, und zwar 21 zu 21. Die sozialdemokratishe Mehrheit stammt vorzugsweise gus den Rittergütern, während die neun Städte des Landes zusammen überwiegend bürgerlich gewählt haben. Der Wahl- lampf war diesmal durch ein Bündnis aller liberalen Richtungen mit den Konservativen gekennzeihnet. Wie die vLandeszeitung für beide Mek enburg“ noch mitteilt, haben die Bürgerlichen über 1500 Stimmen mehr aufgebracht als die Gegner, die ihnen bei der Wahl zum Verfassunggebenden Landtage im Dezember 1918 im ganzen Lande um 200 Stimmen voran gewesen waren.
Breuren.
Der Bremer Kanalverein hat in seiner Jahrès- versammlung am 31, März eine Entschließung angenommen, in der dem „Wolffshen Telegraphenbüro“ zufolge nachstehende Forderunaen aufgestellt werden:
1) Schaffung eines einheitlichen deutshen Wasserstraßennetes für den Verkehr mit 1000 Tonnen-Schiffen durch Ausbau der Wasser- straßen sowie durh die Anlage von bauwürdigen Kanälen.
2) Bau des Kanals Bramshe—Bremen— Stade—Hamburg, um die kürzeste und wirtschaftlihste Verbindung zwischen dem rheinisch- ebl Pollack Industriegebiet und den deutschen Nordseehäfen her- zustellen.
3) Vollendung des Mititellandkanals durch Verlängerung des Nhein-Weserkanals zur Elbe, und zwar im Zuge der Südlinie, um wirtschaftlih wertvolle Gegenden für den Wasserverkehr zu erschließen,
4) Bau von weiteren Talsperren im Queligebiet der Weser und Schaffung einer Verbindung zwishen Weser und Donau dur deu Werra-Véainkanal,
5) Uebernahme der dem allgemeinen Verkehr dienenden Binnen- wasserstraßen in die Verwaltung des Reiches.
Oesfterreich.
Jn der vorgestrigen Sizung des deutsh-öster= reichischen Kabinettsrats berihteie der Staatssekretär Zerdik über die Ergebuisse der Besprehungen über Kohlen- lieferungen in Berlin. Der Kabinettsrat beschloß der deutschen Reichsregierung für die in Aussicht gestellte Hi fe- leistung wärmsten Dank auszusprechen.
Die ausländische Presse verbreitet die Nachricht, die revo- lutionäre ungarische Regierung habe Rumänien und Serbien den Krieg erklärt. Demgegenüber is das „Ungarische Korrespondenzbüro““ von maßgebender Stelle zu der Gifkiärung ermächtigt, daß eine. solche Kriegserflärung nicht erfolgt sei und daß im Gegenteil das Bestreben der ungarischen Regierung wie bisher auch weiterhin darauf (je- richtet sei, mit den Nachbarvälkern das allerbesie Verhältnis aufrechtzuerhalten.
— Sämtliche Erziehung8- und Unterrihtsanstalten
sind, wle gemeldet, in den Bes der Allgemeinheit über: | nommen worden, Die Räterepublik beabsichtigt, obiger Quelle