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Timestamp: 2016-10-21 11:17:29
Document Index: 299651050

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE']

9C_847/2014 (25.03.2015)
9C_847/2014 � � Urteil vom 25. M�rz 2015
c/o AXA-ARAG Rechtsschutz AG, Affolternstrasse 42, 8050 Z�rich,
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Nidwalden vom 17. M�rz 2014.
A.________ erlitt 1979 einen Unfall (Sturz vom Dach einer Tennishalle) und zog sich dabei insbesondere Verletzungen an beiden Fussgelenken zu. Am 28. April 2011 meldete er sich bei der IV-Stelle Nidwalden zum Rentenbezug an. Diese f�hrte Abkl�rungen durch und erliess am 7. Oktober 2011 einen abweisenden Vorbescheid. Aufgrund der dagegen erhobenen Einw�nde holte sie zun�chst ein rheumatologisches und sp�ter ein psychiatrisches Gutachten ein, w�hrend der Versicherte einen orthop�dischen Bericht einreichen liess. Nach Durchf�hrung eines erneuten Vorbescheidverfahrens wies sie das Leistungsbegehren mit Verf�gung vom 21. August 2013 ab, da keine Erwerbseinbusse bestehe.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden mit Entscheid vom 17. M�rz 2014 ab.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und beantragen, der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Nidwalden sei aufzuheben und es sei ihm eine halbe Invalidenrente zuzusprechen; eventualiter sei die Sache zur Einholung eines Obergutachtens an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
2.1.�Die Vorinstanz hat dem rheumatologischen Gutachten von Dr. med. B.________ vom 19. Dezember 2012 und dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. C.________ vom 24. Mai 2013 Beweiskraft beigemessen. Demnach ist dem Versicherten seine bisherige leidensangepasste T�tigkeit uneingeschr�nkt zumutbar.
Der Beschwerdef�hrer stellt einzig die Beweiskraft des rheumatologischen Gutachtens in Abrede.
2.2.1.�Bei der Beurteilung der Arbeits (un) f�higkeit st�tzt sich die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von �rztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verf�gung zu stellen sind. Aufgabe des Arztes oder der �rztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bez�glich welcher T�tigkeiten die versicherte Person arbeitsunf�hig ist. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden ber�cksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begr�ndet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis).
Den im Rahmen eines Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezial�rzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er�rterung der Befunde zu schl�ssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweisw�rdigung Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverl�ssigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353).
2.2.2.�Die vorinstanzlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsf�higkeit der versicherten Person betreffen grunds�tzlich Entscheidungen �ber eine Tatfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.), welche das Bundesgericht seiner Urteilsfindung zugrunde zu legen hat (E. 1). Die konkrete Beweisw�rdigung stellt ebenfalls eine Tatfrage dar. Dagegen ist die Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweisw�rdigungsregeln nach Art. 61 lit. c ATSG Rechtsfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 und 4 S. 397 ff.; Urteil I 865/06 vom 12. Oktober 2007 E. 4 mit Hinweisen), die das Bundesgericht im Rahmen der den Parteien obliegenden Begr�ndungs- bzw. R�gepflicht (Art. 42 Abs. 2 BGG und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.1 und 1.4.2 S. 254) frei �berpr�fen kann (Art. 106 Abs. 1 BGG).
3.1.�Dr. med. B.________ gab sein Gutachten in Kenntnis des orthop�dischen Berichts von Prof. Dr. med. D.________ vom 24. September 2012 ab. Er setzte sich ausf�hrlich mit dessen abweichender Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit des Versicherten auseinander. Dabei hielt er fest, in der klinischen Beschreibung fehle es an relevanten somatisch-pathologischen Befunden ausser denjenigen an den F�ssen. Der beurteilende Orthop�de sei nicht auf die Schmerzcharakteristik der unteren R�ckenschmerzen eingegangen. Dr. med. B.________ st�tzte sich bei seiner Beurteilung auf eine hinreichende Untersuchung und erhob eine umfassende Anamnese; er nahm insbesondere zur langj�hrigen T�tigkeit des Beschwerdef�hrers als Arbeitsvorbereiter im administrativen Bereich Stellung. Im Gegensatz zu Prof. Dr. med. D.________, der nicht darlegte, weshalb die langj�hrige angepasste T�tigkeit dem Versicherten lediglich zu 50 % zumutbar sein soll, begr�ndete er seine Einsch�tzung schl�ssig; sein Hinweis auf die "epidemiologische Datenlage" �ndert daran nichts. Die K�rpergr�sse des Versicherten ist f�r dessen Arbeitsf�higkeit irrelevant, zumal sowohl Prof. Dr. med. D.________ als auch Dr. med. B.________ ihm einen adip�sen Ern�hrungszustand attestierten, ohne diesem Umstand Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit zuzuschreiben.
Auch hinsichtlich der klinischen Befunde steht das rheumatologische Gutachten im Einklang mit der �brigen Aktenlage. Es liegen weder aufgrund des Berichts von Prof. Dr. med. D.________ noch mit Blick auf die �brigen medizinischen Akten Anhaltspunkte vor, dass die vom Beschwerdef�hrer aufgegriffenen Diagnosen (Gonarthrose, Fingerpolyarthrose, Wirbelk�rperh�mangiome, Diskusprotrusion C6/7) klinisch relevant w�ren (vgl. auch den kreis�rztlichen Bericht vom 24. Januar 2012 betreffend den Zufallsbefund an der HWS). Ein Widerspruch zwischen dem rheumatologischen und dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med. C.________ vom 24. Mai 2013, wonach dem Versicherten eine Willensanstrengung zur �berwindung seiner (nicht objektivierbaren) Schmerzen zumutbar sei, ist nicht erkennbar. Im �brigen bringt der Beschwerdef�hrer nichts gegen das psychiatrische Gutachten vor. Mithin beschr�nkt er sich auf weiten Strecken darauf, die Beweise abweichend von der Vorinstanz zu w�rdigen und daraus andere Schl�sse zu ziehen, was nicht gen�gt (Urteile 9C_688/2007 vom 22. Januar 2008 E. 2.3 und 4A_28/2007 vom 30. Mai 2007 E. 1.3 [nicht publiziert in BGE 133 III 421]).
3.2.�Aus dem bisherigen Bezug einer Invalidenrente der Unfallversicherung (30 %) kann der Versicherte nichts zu seinen Gunsten ableiten, weil die Invalidenversicherung nicht an den unfallversicherungsrechtlichen Entscheid gebunden ist (BGE 133 V 549 E. 6 S. 552 f.). Abgesehen davon sind ihm selbst gem�ss der kreis�rztlichen Stellungnahme vom 7. Dezember 2010 sitzende T�tigkeiten vollumf�nglich zumutbar. Die vom Kreisarzt attestierte Arbeitsunf�higkeit von 50 % sollte explizit lediglich bis zur Abkl�rung der unspezifischen R�ckenschmerzen gelten. Diese konnten auch mittels MRI (Bericht vom 25. Januar 2011) nicht objektiviert werden, sodass auch diesbez�glich keine Differenz zum Gutachten von Dr. med. B.________ besteht.
3.3.�Inwiefern die vorinstanzliche Beweisw�rdigung offensichtlich unrichtig, also unhaltbar, willk�rlich (vgl. Urteil 9C_1034/2012 vom 5. April 2013 E. 2.2.2 mit Hinweisen) oder sonstwie Bundesrechtswidrig sein soll, ist weder nachvollziehbar begr�ndet (Art. 106 Abs. 2 BGG) noch ersichtlich; sie bleibt f�r das Bundesgericht verbindlich (E. 1). Sowohl das Gutachten von Dr. med. B.________ als auch dasjenige von Dr. med. C.________ gen�gen den von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen (E. 2.2.1). Der Verzicht auf weitere medizinische Abkl�rungen ist in zul�ssiger antizipierender Beweisw�rdigung erfolgt (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 mit Hinweisen). Die Beschwerde ist unbegr�ndet.