Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=18.05.2011&Aktenzeichen=IV%20ZR%20168/09
Timestamp: 2019-08-19 19:39:34
Document Index: 38028621

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', '§ 12', '§ 4', '§ 12', '§ 12', 'BGH', '§ 829', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', '§ 59', '§ 8', 'BGH']

BGH, 18.05.2011 - IV ZR 168/09 - dejure.org
https://dejure.org/2011,1129
BGH, 18.05.2011 - IV ZR 168/09 (https://dejure.org/2011,1129)
BGH, Entscheidung vom 18.05.2011 - IV ZR 168/09 (https://dejure.org/2011,1129)
BGH, Entscheidung vom 18. Mai 2011 - IV ZR 168/09 (https://dejure.org/2011,1129)
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AVB Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung von Steuerberatern und Steuerbevollmächtigten § 4 Nr. 5 Satz 1, § 12 I 1, III
§ 4 Nr 5 S 1 VermSchWiBerAVB, § 12 Abs 1 Nr 1 VermSchWiBerAVB, § 12 Abs 3 VermSchWiBerAVB
Für die Anwendung der sog. Sozienklausel genügt eine Kooperation zwischen Steuerberatern nicht; Anwendbarkeit der sog. Sozienklausel i.R.e. Kooperation zwischen Steuerberatern; Geltung der Grundsätze der Repräsentantenhaftung i.R.e. Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung
Keine Anwendung der Sozienklausel in der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung auf Kooperation
Anwendbarkeit der sog. Sozienklausel i.R.e. Kooperation zwischen Steuerberatern; Geltung der Grundsätze der Repräsentantenhaftung i.R.e. Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung
Sozienklausel und Repräsentantenhaftung
Haftung und Berufshaftpflichtversicherung bei Kooperationen
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Kurznachricht zu "Geklärte und offene Fragen zur sogenannten Sozienklausel in Vermögensschadenhaftpflichtversicherungen - Zugleich Anmerkung zum Urteil des BGH vom 18.05.2011 (IV ZR 168/09) VersR 2011, 1003" von RA/FAVersR Tobias scholl, original erschienen in: VersR 2011, 1108 - 1111.
LG Wiesbaden, 25.04.2008 - 1 O 309/07
OLG Frankfurt, 25.06.2009 - 3 U 115/08
NJW 2011, 3303
ZIP 2011, 2064
MDR 2011, 853
VersR 2011, 1003
VersR 2011, 1108
DB 2011, 1443
Diese besondere Zweckbestimmung der Pflichthaftpflichtversicherung im Kraftfahrzeugverkehr rechtfertigt im Rahmen des § 829 BGB die Durchbrechung des Trennungsprinzips, demzufolge die Eintrittspflicht des Versicherers der Haftung folgt und nicht umgekehrt die Haftung der Versicherung (Senatsurteile vom 3. Dezember 1991 - VI ZR 378/90, BGHZ 116, 200, 209; vom 11. Oktober 1994 - VI ZR 303/93, BGHZ 127, 186, 192;… zum Trennungsprinzip s. BGH, Urteile vom 1. Oktober 2008 - IV ZR 285/06, VersR 2008, 1560 Rn. 7; vom 18. Mai 2011 - IV ZR 168/09, VersR 2011, 1003 Rn. 16;… vom 20. April 2016 - IV ZR 531/14, VersR 2016, 783 Rn. 14).
Nach dem in der Haftpflichtversicherung geltenden Trennungsprinzip bestimmt sich der Deckungsschutz des Versicherers aber losgelöst von der Entscheidung, ob und in welcher Höhe der Versicherungsnehmer dem Dritten gegenüber haftet (st. Rspr., Senatsurteil vom 18. Mai 2011 - IV ZR 168/09, VersR 2011, 1003 Rn. 16 m.w.N.).
Der Versicherer soll nach erfolgreichem Haftpflichtprozess nicht einwenden können, das dort gefällte Urteil sei unrichtig (BGH Urteil v. 18.05.2011, IV ZR 168/09;… Späte/Schmikowski, a.a.O., Harsdorf-Gebhardt, § 5 AHB, Rz. 67).
Der Repräsentant muss befugt sein, selbständig in einem gewissen, nicht ganz unbedeutenden Umfang für den Versicherungsnehmer zu handeln und damit die Risikoverwaltung übernommen haben (vgl. BGH, Urteil vom 18.05.2011, Az.: IV ZR 168/09, NJW 2011, 3303).
Der Begriff der "Kooperation" oder der Inhalt eines Kooperationsvertrages waren jedenfalls bei Abschluss des Beratervertrages in 2003 und dessen - nach Angaben des Klägers in 2007 vereinbarter - Ergänzung gesetzlich nicht definiert (Bundesgerichtshof - BGH - Urteil vom 18.05.2011 - IV ZR 168/09, DB 2011, 1443, m.w.N.;… Böhnlein in Feuerich/Weyland, Bundesrechtsanwaltsordnung - BRAO - Kommentar, 8. Aufl. § 59a BRAO Rz. 92; Kamps/Wollweber DStR 2009, 926) und umfasst u. a. auch die Zusammenarbeit in einer Bürogemeinschaft (…Römermann in Hartmann, Berufs- und Anwaltsordnung - BerufsO - , 4. Aufl., § 8 BerufsO Rz. 75).
Repräsentant kann nur sein, wer befugt ist, selbständig in einem gewissen, nicht ganz unbedeutenden Umfang für den Versicherungsnehmer zu handeln (Risikoverwaltung; BGH VersR 2011, 1003).