Source: http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2017_II_371/BGBLA_2017_II_371.html
Timestamp: 2018-07-17 08:07:05
Document Index: 159104702

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 1', '§ 30', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 56', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 41', '§ 2', '§ 1', '§ 3']

Ausgegeben am 14. Dezember 2017
371. Verordnung:
APAB-Qualitätssicherungsprüfberichtsverordnung – APAB-QPBV
371. Verordnung der Abschlussprüferaufsichtsbehörde über den Aufbau und die inhaltliche Gestaltung des schriftlichen Prüfberichts des Qualitätssicherungsprüfers (APAB-Qualitätssicherungsprüfberichtsverordnung – APAB-QPBV)
Aufgrund des § 34 des Abschlussprüfer-Aufsichtsgesetzes – APAG, BGBl. I Nr. 83/2016, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 107/2017, wird verordnet:
§ 1. Der schriftliche Prüfbericht hat sich am folgenden Aufbau zu orientieren und jedenfalls folgende Angaben zu enthalten:
Auftrag und Auftragsgegenstand
Auftragserteilung und –durchführung
Angaben zum Qualitätssicherungsprüfer
Bestätigung der Unabhängigkeit gemäß § 30 APAG
Angaben zu dem/den Antragsteller(n) (Abschlussprüfer oder Prüfungsgesellschaft(en) bzw. gemeinsamer Prüfungsbetrieb)
Planung der Qualitätssicherungsprüfung
Qualitätsumfeld sowie Feststellung und Beurteilung qualitätsgefährdender Risiken
Risikobeurteilung und Planung der Qualitätssicherungsprüfung
Prüfung der Regelungen zur allgemeinen Organisation des Prüfungsbetriebes (internes Qualitätssicherungssystem)
Überblick über die Regelungen zur allgemeinen Organisation des Prüfungsbetriebes
Einhaltung der allgemeinen Berufsgrundsätze gemäß § 23 Abs. 2 Z 1 lit a APAG
Grundsätze der Honorarkalkulation
Annahme, Fortführung und vorzeitige Beendigung von Aufträgen gemäß § 23 Abs. 2 Z 1 lit. b APAG
Mitarbeiterentwicklung gemäß § 23 Abs. 2 Z 1 lit. c APAG
Gesamtplanung aller Aufträge gemäß § 23 Abs. 2 Z 1 lit. d APAG
Ausreichender Versicherungsschutz gemäß § 23 Abs. 2 Z 1 lit. e APAG
Umgang mit Beschwerden und Vorwürfen gemäß § 23 Abs. 2 Z 1 lit. f APAG
Einhaltung der kontinuierlichen Fortbildungsverpflichtung gemäß § 23 Abs. 2 Z 1 lit. g APAG in Verbindung mit § 56 APAG
Prüfung der Regelungen zur Auftragsabwicklung
Überblick über die Regelungen zur Auftragsabwicklung
Organisation der Auftragsabwicklung und Anleitung des Auftragsteams sowie Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und der fachlichen Regelungen für die Auftragsabwicklung gemäß § 23 Abs. 2 Z 2 lit. a bis c APAG
Einholung von fachlichem Rat (Konsultation) und Auslagerung von Prüfungstätigkeiten gemäß § 23 Abs. 2 Z 2 lit. d APAG
Laufende Überwachung der Auftragsabwicklung gemäß § 23 Abs. 2 Z 2 lit. e APAG
Abschließende Durchsicht der Arbeitsergebnisse gemäß § 23 Abs. 2 Z 2 lit. f APAG
Auftragsbegleitende Qualitätssicherung gemäß § 23 Abs. 2 Z 2 lit. g APAG
Lösung von Meinungsverschiedenheiten gemäß § 23 Abs. 2 Z 2 lit. h APAG
Ausgestaltung, Abschluss und Archivierung der Arbeitspapiere gemäß § 23 Abs. 2 Z 2 lit. i APAG
Feststellungen im Zusammenhang mit der Planung und Risikoeinschätzung
Feststellungen im Zusammenhang mit der Erlangung von Prüfungsnachweisen
Feststellungen im Zusammenhang mit sonstigen verpflichtenden Prüfungshandlungen
Feststellungen im Zusammenhang mit der Darstellung des Abschlusses
Feststellungen im Zusammenhang mit der abschließenden Durchsicht der Auftragsergebnisse und dem Abschluss der Arbeitspapiere
Prüfung der Regelungen zur Überwachung der Angemessenheit und Wirksamkeit des Qualitätssicherungssystems (Interne Nachschau) gemäß § 23 Abs. 2 Z 3 APAG
Überblick über die Regelungen zur Überwachung der Angemessenheit und Wirksamkeit des Qualitätssicherungssystems
Einhaltung der Meldepflichten gemäß APAG
Hinweise auf möglicherweise verwirklichte Tatbestände gemäß § 41 Abs. 1 APAG
Prüfhemmnisse und deren Auswirkungen
Sonstige Anmerkungen und Hinweise des Qualitätssicherungsprüfers
§ 2. (1) Der schriftliche Prüfbericht hat sich zweckmäßigerweise an dem auf der Internetseite der APAB veröffentlichten Musterprüfbericht zu orientieren.
(2) Feststellungen gemäß § 1 haben neben der Beschreibung des festgestellten Mangels jedenfalls die Angabe der übertretenen Norm (Gesetz oder berufsständische Regelungen), die Einstufung der Schwere des festgestellten Mangels und die Angabe der Ursachen zu enthalten. Bei den Kapiteln 4.2 bis 4.9, 5.2.1. bis 5.2.7. und 6. ist nach den Feststellungen eine Gesamteinstufung des jeweiligen funktionellen Bereiches vorzunehmen.
(3) Unter dem Punkt Maßnahmenempfehlungen können, sofern erforderlich, Empfehlungen zur Beseitigung der festgestellten Mängel angegeben werden.
§ 3. Diese Verordnung tritt mit 1. Jänner 2018 in Kraft. Die Verordnung gilt für Qualitätssicherungsprüfberichte für nach dem Inkrafttreten neu eingebrachte Anträge auf Bestellung eines Qualitätssicherungsprüfers.