Source: http://blog.beck.de/2009/09/19/ag-karlsruhe-abmahnanwaeltin-guenther-abzocker-zur-erstattung-der-kosten-verurteilt
Timestamp: 2016-05-28 09:48:07
Document Index: 93124595

Matched Legal Cases: ['§ 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 14', '§ 7', '§ 170', '§ 14', '§ 7']

AG Karlsruhe: Abmahnanwältin Günther - Abzocker zur Erstattung der Kosten verurteilt von Prof. Dr. Thomas Hoeren, veröffentlicht am 19.09.2009Rechtsgebiete: Internetabzocke Günther Internet Kostenfalle fabrikenInformationsrechtUrheber- und Medienrecht|17008 AufrufeTrost für alle durch Internetabos Abgezockten. Das Amtsgericht Karlsruhe verurteilte einer der bekannten Abmahnanwälte, RAin Katha Günther, zur Erstattung der gegnerischen Anwaltskosten (Urteil vom 12. August 2009 - 9 C 93/09). Frau Günther sei die Teilnahme am versuchten Betrug vorzuwerfen, da sie nachweislich "davon ausging, dass die von ihr gestellten Forderungen nicht existieren". Die Belastung der Klägerin mit Anwaltskosten, die durch die außergerichtliche Abwehr dieser Forderung entstanden sind, stelle einen adäquat kausal verursachten Schaden dar, den die Beklagte zu erstatten hat.
30 Kommentare Tilman kommentiert am Sa, 2009-09-19 19:07 Permalink Das Traurige ist dass sowas (versuchter Betrug!) keine Folge für die Zulassung als Anwalt hat. Sogar schlimmere Dinge haben keine Folgen. Ein gewisser anderer Anwalt aus München wurde 2009 zu 14 Monaten Haft verurteilt, und ist - laut Suche im Register eben - noch immer zugelassen.
Moritz kommentiert am Sa, 2009-09-19 21:07 Permalink Nun ja, noch ist Frau Günther nicht wegen versuchten Betruges verurteilt worden. Außerdem sind die Anforderungen für einen Widerruf der Zulassung sehr hoch, siehe § 14 BRAO. So schnell wird ihrem Unwesen wohl kein Ende gesetzt werden. Sollte es allerdings nach dem Tod tatsächlich Himmel und Hölle geben, dann wünsche ich Frau Günther viel Vergnügen dabei, bis in alle Ewigkeit geröstet zu werden.
Prof. Dr. Henning Ernst Müller kommentiert am Sa, 2009-09-19 22:39 Permalink Sehr geehrter Herr Kollege Hoeren,
Prof. Dr. Thomas Hoeren kommentiert am So, 2009-09-20 12:27 Permalink M.E. wird es an der Zeit, noch einmal stärker an die Anwaltskammern zu appellieren, hier aktiv zu werden.
Thomas Stadler kommentiert am So, 2009-09-20 17:49 Permalink Sehr geehrter Herr Prof. Hoeren,
Dominik Boecker kommentiert am So, 2009-09-20 13:25 Permalink Sehr geehrter Herr Prof. Hoeren,
Prof. Dr. Thomas Hoeren kommentiert am So, 2009-09-20 14:09 Permalink Lieber Herr Boecker,
Dominik Boecker kommentiert am So, 2009-09-20 15:46 Permalink Hallo Herr Prof. Hoeren,
Prof. Dr. Thomas Hoeren kommentiert am So, 2009-09-20 15:54 Permalink Ich fand gerade eine interessante Entscheidung des BGH, die m.E. Parallelen aufweist und in der der BGH ein dreijähriges Berufsverbot verhängt hat. BGH, Beschluß vom 14.7.2000 - 3 StR 53/00 -
Prof. Dr. Thomas Hoeren kommentiert am So, 2009-09-20 15:59 Permalink Lieber Herr Boecker,
Hupf-Doll kommentiert am So, 2009-09-20 16:18 Permalink Wenn man keine Ahnung vom anwaltlichen Berufsrecht hat, sollte man vielleicht einmal die Füße still halten, lieber Prof. Hoeren.
Prof. Dr. Thomas Hoeren kommentiert am So, 2009-09-20 16:23 Permalink Sehr geehrter Herr Hupf-Doll,
Dominik Boecker kommentiert am So, 2009-09-20 17:15 Permalink Lieber Herr Prof. Hoeren,
Hupf-Doll kommentiert am So, 2009-09-20 20:09 Permalink Prof Hoeren,
jpk kommentiert am So, 2009-09-20 23:27 Permalink @ Herrn Boecker: Das Gericht geht in der im Eingangsartikel zitierten Entscheidung davon aus, dass die Beklagte wusste, dass die Forderungen ihrer Mandanten unbegründet waren, da sie wohl regelmäßig bei der Androhung einer negativen Feststellungsklage die Rechnungen ohne weiteres stornierte. Sie vertrat in diesem Fall also gar keine Rechtsauffassung, sondern wusste von der Undurchsetzbarkeit der Forderungen und sendete sie dennoch ab.
HiG kommentiert am Mo, 2009-09-21 09:13 Permalink "Also, lieber Herr Populist: Was soll denn die RAK genau tuen?"
Hansen kommentiert am Mo, 2009-09-21 13:57 Permalink Die Emotionen kochen hier aber hoch! Wenn man ein wenig unsachliches Geschreibsel filtert, so bleiben doch interessante Diskussionsansätze übrig, die vielleicht so manche Kammer dann doch mal zum Handeln auffordern (oder die Lehre zu einem Aufsatz zu diesem Thema verleiten).
de kommentiert am Mo, 2009-09-21 17:21 Permalink Die Diskussion geht am wahren Kern des Problems vorbei. Ursache dafür, dass Anwälte vermehrt in diesen Sachen auffallen, sind die ungebremsten RA-Zulassungen.
Hupf-Doll kommentiert am Mo, 2009-09-21 18:03 Permalink @de: Nennt man freie Marktwirtschaft. Aber wir können das ja gerne kaputt-regulieren, ist ja eine deutsche Tugend. Zitieren
de kommentiert am Mo, 2009-09-21 18:23 Permalink @ Hupf-Doll: In diesem Fall nicht zutreffend.
Kand.in.Sky kommentiert am Mo, 2009-09-21 19:29 Permalink Traurig, traurig.
Tim Nesemann kommentiert am Di, 2009-09-22 15:25 Permalink Um noch einmal zum Verfahren vor dem AG Karlsruhe zurückzukommen...
le D kommentiert am Di, 2009-09-22 16:00 Permalink Aber nur, wenn man ein Abo der NJW hat - das haben die normalen Mitleser hier aber leider nicht. Warum kommen die Kollegen nicht hierüber?
de kommentiert am Di, 2009-09-22 16:53 Permalink Das wäre ja ein Riesengewinn, Anwälte die sich gegenseitig verklagen.
Klaus Steglich kommentiert am Mi, 2009-09-23 01:25 Permalink Gibt es Betrug ohne Täuschung?
Tim Nesemann kommentiert am Mi, 2009-09-23 13:01 Permalink Zur Antwort 23 von le D,
RE kommentiert am Do, 2009-09-24 09:03 Permalink Ich muss gestehen, das anwaltliche Berufs-/Standesrecht gehört nicht zu meinen zentralen Interessengebieten. Aber ein hier bislang unerörter gebliebener Gedanke, der mir bei den bereits benannten und bekannten Rechtsanwälten immer wieder kommt, lässt sich aus § 14 Abs. 1 iVm § 7 Nr. 5 BRAO ablesen. Das wär dann auch ein Instrument der Kammern. Oder erweist sich die dort aufgestellte Hürde als in der Praxis zu hoch?
Puh kommentiert am Mo, 2009-09-28 21:05 Permalink Wenn ein Feuerwehrmann Brände legt oder ein Polizist Diebstahl begeht, dann sind sie jeweils ihren Job los. Jetzt frage ich mich warum Rechtsanwälte, die nachweislich Betrügern helfen, nicht ihre Zulassung verlieren? Zitieren
Dominik Boecker kommentiert am Do, 2010-03-11 09:29 Permalink Es läuft ja grade durch die Blogs: Die StA München hat das Ermittlungsverfahren nach § 170 II StPO eingestellt.
Lee kommentiert am Fr, 2010-09-03 09:32 Permalink Aber ein hier bislang unerörter gebliebener Gedanke, der mir bei den bereits benannten und bekannten Rechtsanwälten immer wieder kommt, lässt sich aus § 14 Abs. 1 iVm § 7 Nr. 5 BRAO ablesen. Das wär dann auch ein Instrument der Kammern. Oder erweist sich die dort aufgestellte Hürde als in der Praxis zu hoch? http://www.tiffanybrandmall.com/