Source: https://www.haufe.de/steuern/steuer-office-gold/littmannbitzpust-das-einkommensteuerrecht-estg-15-schrifttum_idesk_PI16039_HI6406930.html
Timestamp: 2020-04-09 11:52:45
Document Index: 382573425

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 18', '§ 4', '§ 35', '§ 15', '§ 35', '§ 18', '§ 19']

Jahn, Steuerliche Abgrenzung gewerblicher Tätigkeit von freiberuflicher u sonstiger Tätigkeit, DB 2015, 641;
Atilgan, Gewerbesteuerliche Risiken bei Freiberuflern, BB 2018, 2967.
H 15.6 EStH 2018;
BMF v 20.11.2019 – IV C 6 – S 2246/19/10001 – DOK 2019/0982151, FR 2020, 102 zur Abgrenzung bei Heil- o Heilhilfsberufen.
Die Zuordnung einer Tätigkeit zu § 15 o § 18 EStG hat hauptsächlich Bedeutung für die GewSt, aber auch für die Gewinnermittlung (s Erläut zu §§ 4, 5 (Briesemeister)). Wegen der Anrechenbarkeit der GewSt auf die ESt nach § 35 EStG mit Auswirkung auf den SolZ hat die Qualifizierung einer Tätigkeit als gewerblich nach § 15 EStG an Schrecken weitgehend verloren, insb unter zusätzlicher Berücksichtigung der Tatsache, dass GewKapSt seit 1998 nicht mehr erhoben wird. Die GewSt ist zwar seit 2008 nach § 35 EStG in Höhe des 3,8fachen des festgesetzten GewSt-Messbetrages auf die ESt anrechenbar, das gleicht aber bei Hebesätzen oberhalb von rd 400 % (3,8 × 1,055 × 3,5 = 14,03 % ESt-Anrechnung bei 3,5 × 400 % Hebesatz = 14 % GewSt-Belastung) o bei gewerblichen Verlusten aus anderen Quellen die GewSt-Mehrbelastung nicht aus. Bei höheren Hebesätzen ist es also vorteilhaft, Einkünfte aus § 18 EStG zu erzielen. Gleiches gilt für die Abgrenzung gegenüber § 19 EStG.
Die Abgrenzung kann im Einzelfall schwierig sein (s die schwankende Einschätzung zB des Betreuers o von IT-Tätigkeiten, s Rn 127a), da bei Freiberuf und Gewerbe die gleic...