Source: https://www.bag-urteil.com/29-08-2018-7-azr-144-17/
Timestamp: 2020-08-11 06:18:25
Document Index: 341594456

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 12', '§ 72', '§ 551', '§ 551', '§ 13', 'Art. 12', '§ 551']

﻿ ﻿ BAG – 7 AZR 144/17 | bag-urteil.com
NZA 2019, 127
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 29.08.2018, 7 AZR 144/17
Die Revision des beklagten Landes gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg vom 20. Oktober 2016 – 26 Sa 637/15 – wird als unzulässig verworfen.
7 AZR 144/17 > Rn 1
7 AZR 144/17 > Rn 2
7 AZR 144/17 > Rn 3
Am 7. Februar 2014 wurde das Gesetz über die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrerinnen und Lehrer im Land Berlin (Lehrkräftebildungsgesetz – LBiG) verabschiedet. Das Gesetz trat am 20. Februar 2014 in Kraft. Es eröffnet unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, den Vorbereitungsdienst in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis (§ 10 Abs. 4 Satz 2 LBiG) oder berufsbegleitend (§ 12 LBiG) durchzuführen.
7 AZR 144/17 > Rn 4
7 AZR 144/17 > Rn 5
7 AZR 144/17 > Rn 6
7 AZR 144/17 > Rn 7
7 AZR 144/17 > Rn 8
7 AZR 144/17 > Rn 9
7 AZR 144/17 > Rn 10
7 AZR 144/17 > Rn 11
1. Nach § 72 Abs. 5 ArbGG iVm. § 551 Abs. 1 ZPO muss der Revisionskläger die Revision begründen. Die Begründung muss nach § 551 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a ZPO diejenigen Umstände bezeichnen, aus denen sich die Rechtsverletzung ergeben soll. Dies erfordert die konkrete Darlegung der Gründe, aus denen das angefochtene Urteil rechtsfehlerhaft sein soll. Die Revisionsbegründung muss den angenommenen Rechtsfehler des Landesarbeitsgerichts so aufzeigen, dass Gegenstand und Richtung des Revisionsangriffs erkennbar sind. Die Revisionsbegründung hat sich deshalb mit den tragenden Gründen des angefochtenen Urteils auseinanderzusetzen (vgl. zur st. Rspr. BAG 30. August 2017 – 7 AZR 864/15 – Rn. 12, BAGE 160, 133). Hat das Berufungsgericht seine Entscheidung auf mehrere voneinander unabhängige, selbständig tragende rechtliche Erwägungen gestützt, muss die Revisionsbegründung jede von ihnen angreifen. Die Revisionsbegründung muss, ihre Berechtigung unterstellt, geeignet sein, die Entscheidung insgesamt infrage zu stellen. Setzt sich die Revisionsbegründung mit einer der selbständig tragenden Erwägungen nicht auseinander, ist das Rechtsmittel insgesamt unzulässig (vgl. zur st. Rspr. BAG 19. März 2008 – 5 AZR 442/07 – Rn. 14 ff.; 16. Mai 2007 – 7 ABR 45/06 – Rn. 13, BAGE 122, 293; 15. November 2006 – 7 ABR 6/06 – Rn. 14).
7 AZR 144/17 > Rn 12
7 AZR 144/17 > Rn 13
7 AZR 144/17 > Rn 14
aa) Das Landesarbeitsgericht hat in erster Linie angenommen, § 13 Abs. 2 Satz 1 LBG führe nicht zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses der Parteien, da die Vorschrift im Hinblick auf das durch Art. 12 Abs. 1 GG garantierte Grundrecht der Berufsfreiheit verfassungskonform einschränkend auszulegen sei mit der Folge, dass sie den vorliegenden Sachverhalt nicht erfasse. Danach sei die Vorschrift nicht anzuwenden, wenn ein Arbeitnehmer – wie die Klägerin – zur Ableistung eines Vorbereitungsdienstes zum Beamten auf Widerruf ernannt werde und die angestrebte berufliche Tätigkeit (hier als Lehrkraft) später in dem Bundesland nicht im Beamtenverhältnis ausgeübt werde (zu II 2 b der Gründe).
7 AZR 144/17 > Rn 15
7 AZR 144/17 > Rn 16
7 AZR 144/17 > Rn 17
7 AZR 144/17 > Rn 18
7 AZR 144/17 > Rn 19
7 AZR 144/17 > Rn 20
7 AZR 144/17 > Rn 21
Auhuber Donath
ZPO § 551 Abs. 3 S. 1 Nr. 1 Buchst. a)
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