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Timestamp: 2016-10-22 18:01:40
Document Index: 230833719

Matched Legal Cases: ['Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE']

V.________, 1955, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Ueli Kieser, Ulrichstrasse 14, Z�rich,
A.- Der 1955 geborene V.________ war seit 1. September 1986 hauptberuflich als technischer Kaufmann bei der Firma A.________ AG t�tig und im Rahmen einer Nebenbesch�ftigung (Nachtarbeit) ab Mai 1990 bei einem Bewachungsdienst angestellt gewesen, als er am 10. Februar 1991 in Norwegen beim Hundeschlittenfahren eine Muskelruptur im Bereich des linken Oberschenkels erlitt. Die Verletzung wurde am 26. Februar 1991 mittels Muskelnaht operativ versorgt (Bericht des Dr. med. B.________, Oberarzt, Chirurgische Klinik X.________ vom 28. Februar 1991). Beweglichkeits- und Sensibilit�tsausf�lle f�hrten zum Beizug des Dr. med. W.________, Spezialarzt FMH Neurologie, welcher eine Ischiadicusparese links, wahrscheinlich traumatisch bedingt, diagnostizierte (Bericht vom 5. M�rz 1991). Dr. med. S.________, Spezialarzt f�r Chirurgie FMH, Chefarzt Spital X.________ (Bericht vom 28. Oktober 1992) best�tigte, dass es bei der Operation vom 10. Februar 1991 zu einer Drucksch�digung des Ischiasnerv gekommen sei. Bei Versorgung mit Schiene und St�tzschuh sei V.________ indes schmerz- und hinkfrei gehf�hig; die Arbeitsf�higkeit sei weder hinsichtlich der T�tigkeit als Kaufmann noch mit Bezug auf die nunmehr aufgegebene Nebenbesch�ftigung als W�chter eingeschr�nkt. Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verf�gung vom 16. Dezember 1993 lehnte die IV-Stelle des Kantons Z�rich das am 2. September 1992 gestellte Rentenbegehren nach Abkl�rungen in medizinischer und beruflich-erwerblicher Hinsicht wegen eines zu geringen Invalidit�tsgrades (von 33,5 %) ab.
V.________ geht seit der Beendigung des Arbeitsverh�ltnisses mit der Firma A.________ AG am 31. Juli 1993 mit Ausnahme der kurzzeitigen Anstellung (vom 1. bis 28. Dezember 1994) als Disponent bei der Firma I.________ AG keiner Erwerbst�tigkeit mehr nach. Auf Grund des zuletzt geschlossenen Arbeitsvertrages war er bei der Versicherungsgesellschaft Y.________ obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert, als ihm am 15. Dezember 1994 eine Projektionsleinwand auf die rechte Schulter fiel. Die dabei erlittene Rotatorenmanschettenverletzung (bei Status nach Operation einer habituellen Schulterluxation im Jahre 1980) bedingte am 3. Oktober 1995 einen chirurgischen Eingriff, welcher gem�ss Beurteilung des behandelnden Dr. med. T.________, Co-Chefarzt, Spital Z.________ (Berichte vom 21. September und 28. Dezember 1995) komplikationslos verlief. Entsprechend der im Bericht vom 28. Dezember 1995 gemachten Erwartung einer vollst�ndigen Rehabilitation sprach sich der behandelnde Chirurg am 2. April 1996 daf�r aus, V.________ sei mit Blick auf die operierte Schulter hinsichtlich einer k�rperlich nicht schweren T�tigkeit zu 100 % arbeitsf�hig. Nachdem sich V.________ am 14. September 1995 wegen des Schulterleidens erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet hatte, teilte ihm die IV-Stelle des Kantons Z�rich im Vorbescheid vom 21. August 1996 mit, das Leistungsbegehren werde abgewiesen. Auf Grund der im Vorbescheidverfahren geltend gemachten psychischen Beschwerden holte die IV-Stelle einen Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. med. R.________, vom 12./13. Oktober 1996 ein und ordnete ein fach�rztliches Gutachten des Psychiatrischen Zentrums C.________ an, das am 4. August 1997 durch die Dres. med. N.________ und O.________ erstattet wurde. Gest�tzt auf die erg�nzenden Abkl�rungen setzte die IV- Stelle den Invalidit�tsgrad neu auf 100 % fest und sprach ab 1. Oktober 1996 eine ganze Invalidenrente zu (Verf�gung vom 5. Novemer 1997).
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich in dem Sinne gut, als es die angefochtene Verwaltungsverf�gung mit der Feststellung aufhob, der Anspruch auf eine ganze Rente best�nde bereits ab 1. Januar 1996 (Entscheid vom 20. Juli 1999).
C.- V.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, es sei ihm bereits ab 1. M�rz 1995 eine Rente zuzusprechen.
1.- Das kantonale Gericht hat die vorliegend f�r den Beginn des Rentenanspruchs massgebende Bestimmung des Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG sowie die dazu ergangene Rechtsprechung (BGE 121 V 274 Erw. 6b/cc, 119 V 115 Erw. 5a) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. Zu erg�nzen ist, dass der Begriff der Arbeitsunf�higkeit - �ber die von der Vorinstanz erw�hnte grunds�tzliche Gleichheit des Invalidit�tsbegriffes hinaus (BGE 116 V 249) - in allen Sozialversicherungszweigen rechtsprechungsgem�ss derselbe ist (RKUV 1987 Nr. U 27 S. 394 Erw. 2b). Eine Person gilt als arbeitsunf�hig, wenn sie infolge eines Gesundheitsschadens ihre bisherige T�tigkeit nicht mehr, nur noch beschr�nkt oder nur unter der Gefahr, ihren Gesundheitszustand zu verschlimmern, aus�ben kann (BGE 114 V 283 Erw. 1c; RKUV 1987 Nr. U 27 S. 394 Erw. 2b, je mit Hinweisen). Massgebend ist grunds�tzlich die auf Grund �rztlicher Feststellungen ermittelte tats�chliche Unf�higkeit, am angestammten Arbeitsplatz nutzbringend t�tig zu sein, nicht hingegen die bloss medizinisch-theoretische Sch�tzung der Arbeitsunf�higkeit (BGE 114 V 283 Erw. 1c; RKUV 1987 Nr. U 27 S. 394 Erw. 2b, je mit Hinweisen).
2.- a) Verwaltung und Vorinstanz st�tzten sich f�r die Festlegung des einzig strittigen Rentenbeginns im Wesentlichen auf den Unfallschein UVG betreffend das Ereignis vom 15. Dezember 1994 des Dr. med. D.________ (und anderer �rzte) ab. W�hrend die IV-Stelle den Beginn der Wartezeit auf Oktober 1995 terminierte, erwog das kantonale Gericht, die insgesamt elf Eintragungen des Dr. med. D.________ zwischen 6. Januar und 15. September 1995 seien dahingehend zu verstehen, der Beschwerdef�hrer sei vom 6. Januar 1995 bis 2. Oktober 1995 (Datum der Operation im Spital Z.________) durchgehend, und nicht bloss an den einzelnen Daten des Arztbesuches, zu 50 % arbeitsf�hig gewesen. Mit Blick darauf, dass die Unfallversicherung vom 6. Januar bis 4. Juli 1995 (unter Zugrundelegung einer 100 %igen Arbeitsunf�higkeit) den Anspruch auf ganze und vom 5. Juli bis 1. Oktober (bei 50 %iger Arbeitsf�higkeit) auf halbe Taggelder anerkannte (Schreiben der Versicherungsgesellschaft Y.________ vom 27. Januar 1998), habe die Wartezeit am 6. Januar 1995 zu laufen begonnen.
b) Der Beschwerdef�hrer stellt sich letztinstanzlich nunmehr auf den Standpunkt, der Beginn des Rentenanspruchs falle auf den 1. M�rz 1995. Er begr�ndet dies damit, zus�tzlich zur vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit in den Monaten Januar und Februar 1995 sei zu ber�cksichtigen, dass die IV-Stelle ihrer Verf�gung vom 16. Dezember 1993 einen Invalidit�tsgrad von 33,5 % zu Grunde gelegt habe. Im Jahre 1994 sei demnach jedenfalls von einer gleich hohen Arbeitsunf�higkeit von (gerundet) 34 % auszugehen.
3.- a) Die Verf�gung vom 16. Dezember 1993 ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen und als solche nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Mit Blick auf die hier allein massgebende Frage des Beginns der Wartezeit ist indes zu pr�fen, ob bereits bei Erlass der Verf�gung vom 16. Dezember 1993 und in der Folge unver�ndert im Jahre 1994 - auf Grund des Rechtsbegehrens des Beschwerdef�hrers namentlich ab M�rz 1994 - eine deutliche Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit bestand und damit die Wartezeit er�ffnet worden ist. Rechtsprechungsgem�ss ist dies jedenfalls bei einer um 25 % reduzierten Arbeitsf�higkeit zu bejahen (BGE 105 V 156 Erw. 2a in fine; 104 V 191 Erw. 2a; 96 V 34).
b) Die Anmeldung zum Leistungsbezug vom 2. September 1992 erfolgte auf Grund des Leidens am rechten Bein. Mit Verf�gung vom 16. Dezember 1993 beurteilte die IV-Stelle die erwerblichen Auswirkungen der dadurch bedingten Einbusse an funktionellem Leistungsverm�gen. F�r das hypothetische Einkommen ohne Invalidit�t (Valideneinkommen) stellte sie dabei auf die zuletzt ausge�bten T�tigkeiten als technischer Kaufmann sowie - nebenberuflich - als Nachtw�chter ab (total Fr. 85'250. -). Zur Bestimmung des hypothetischen Einkommens mit Gesundheitsschaden (Invalideneinkommen) diente der ab 10. Januar 1992 erzielbare Verdienst als technischer Kaufmann (Fr. 56'693. -). Die Verwaltung ging davon aus, die Nebenbesch�ftigung als Nachtw�chter sei leidensbedingt nicht mehr m�glich. Hinsichtlich der hauptberuflichen T�tigkeit als technischer Kaufmann wurde der Beschwerdef�hrer als grunds�tzlich 100 % arbeitsf�hig erachtet, als einkommensmindernd wurde ein Therapieaufwand von drei halben Arbeitstagen ber�cksichtigt. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers kann aus dem von der Verwaltung ermittelten Invalidit�tsgrad von 33, 5% ([85'250. -minus 56'693. -] x 100 : 85'250. -) nicht ohne weiteres auf eine gleich hohe Arbeitsunf�higkeit geschlossen werden (BGE 97 V 226). Entscheidend hinsichtlich der Verh�ltnisse im Jahre 1994, insbesondere ab M�rz 1994, ist, dass auf Grund der Akten dannzumal keine deutliche Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit ausgewiesen ist: Dr. med. G.________, Spezialarzt Orthop�dische Chirurgie FMH, erachtete den Beschwerdef�hrer bereits im Bericht vom 4. September 1992 als physisch uneingeschr�nkt leistungsf�hig. Soweit er sich gleichwohl f�r eine Arbeitsunf�higkeit von 66 2/3 % (vom 10. Januar 1992 bis auf Weiteres) aussprach, hat er dabei anscheinend von ihm genannte einkommensmindernde Faktoren (Aufgabe der Nachtw�chterarbeit; entgangene Bef�rderung) in unzul�ssiger Weise mit ber�cksichtigt. Analoges gilt f�r die Stellungnahme des Hausarztes Dr. med. D.________ zur Arbeitsf�higkeit (Bericht vom 10. September 1992), der ebenfalls eine Arbeitsunf�higkeit von 66 2/3 % ab 11. Januar 1992 attestierte, andererseits angab, der Beschwerdef�hrer sei zu 100 % leistungsf�hig (9 Stunden-Tag), soweit er nicht in grossem Umfang gehen m�sse. Gem�ss dem Gutachten des Psychiatrischen Zentrums C.________ (vom 4. August 1997) gab Dr. med. D.________ zur Auskunft, der Beschwerdef�hrer habe bei Einsatz von orthop�dischen Schuhen beschwerdefrei gehen k�nnen. Gleichwohl habe er diverse Spezialisten konsultiert. Frau Dr. med. W.________, Spezial�rztin FMH f�r Neurologie, untersuchte den Beschwerdef�hrer am 23. Februar 1994. Sie gelangte zur Auffassung, hinsichtlich der angestammten T�tigkeit als technischer Kaufmann best�nde 100 %ige Arbeitsf�higkeit. In entsprechender Weise (keine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit mit der ausdr�cklichen Eingrenzung auf die neurologische Sicht) �usserte sich Prof. E.________, Neurologische Klinik und Poliklinik, Spital F.________, der den Beschwerdef�hrer am 23. November 1994 untersucht hatte (Bericht vom 14. Februar 1995). Einer deutlichen Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit im Sinne der Rechtsprechung im Jahre 1994 steht sodann entgegen, dass der Beschwerdef�hrer Ende 1994 eine neue Stelle als Disponent angetreten hat. Anhaltspunkte f�r eine gesundheitlich bedingte Einschr�nkung des Arbeitseinsatzes fehlen. Gem�ss dem Schlussbericht betreffend Abkl�rung der beruflichen Eingliederungsm�glichkeiten der IV-Stelle (vom 15. August 1996) erfolgte die bereits kurze Zeit nach Arbeitsbeginn ausgesprochene K�ndigung wegen ausserberuflicher Aktivit�ten (abendliche Pr�sentation von Diashows).
c) Mangels deutlicher Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit im Jahre 1994, insbesondere ab M�rz 1994, hat die einj�hrige Wartezeit, wie von der Vorinstanz erwogen, am 6. Januar 1995 begonnen. Ab diesem Zeitpunkt ist die Arbeitsf�higkeit ausgewiesenermassen w�hrend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich in einem die Zusprechung einer ganzen Rente rechtfertigenden Ausmass reduziert gewesen, weshalb der vorinstanzlich festgelegte Rentenbeginn (1. Januar 1996) nicht zu beanstanden ist.