Source: https://www.haufe.de/recht/arbeits-sozialrecht/beratungspflicht-von-sozialleistungstraeger-bgh-urteil_218_463432.html
Timestamp: 2018-08-16 04:56:17
Document Index: 345005463

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Beratungspflicht von Sozialleistungsträgern: BGH-Urteil | Recht | Haufe
Sozialhilfeträger hat bei erkennbarem Beratungsbedarf eine Beratungspflicht
News 07.08.2018 BGH
Bild: Haufe Online Redaktion Bei dringende Beratungsbedarf in Sachen Rente müssen Sozialhilfeträger fachübergreifend konstruktiv beraten
Welche Anforderungen sind an die Beratungspflicht des Trägers der Sozialhilfe zu stellen, wenn bei Beantragung von laufenden Leistungen der Grundsicherung wegen Erwerbsminderung ein dringender rentenversicherungsrechtlicher Beratungsbedarf erkennbar ist? Mit dieser Frage hat sich der BGH befasst.
Die obersten deutschen Zivilrichter stärken Menschen den Rücken, die sich im komplizierten Geflecht der Sozialleistungen allein nicht zurechtfinden. Die Mitarbeiter der verschiedenen Träger müssen ihnen bei klar erkennbarem Bedarf auch über den eigenen Fachbereich hinaus weiterhelfen - und zwar ungefragt. Das hat der Karlsruher Bundesgerichtshof (BGH) am 2.8.2018 entschieden. Ein behinderter Mann, dem wegen lückenhafter Beratung beim Sozialamt über Jahre eine Erwerbsminderungsrente entgangen war, kann nun auf Schadenersatz hoffen.
Hinweis auf Rentenberatung
Schadenersatz aufgrund fehlendem Hinweis auf Rentenanspruch
OLG: Erforderliche Kenntnisse in der Rentenversicherung
BGH: Dringender Beratungsbedarf eindeutig erkennbar
Voraussetzungen für eine volle Erwerbsminderungsrente
Bedeutung einer Selbstauskunft
Hinweis: BGH, Urteil v. 2.8.2018, III ZR 466/16
Schlagworte zum Thema: Bundesgerichtshof (BGH), Sozialhilfe, Rentenanspruch
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