Source: https://kwerfeldein.de/2009/02/24/darf-ich-darf-ich-nicht-ein-interview-mit-rechtsanwalt-philipp-dorowski-zum-fotografieren-auf-der-strasse/?replytocom=33819
Timestamp: 2020-07-16 03:10:10
Document Index: 112024465

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 22', '§ 23', '§ 57', '§ 59', '§ 31', '§23', '§23', '§ 23', '§23', '§22', 'Art. 3', '§ 31']

Strassenfotografie in Deutschland: Erlaubt? Verboten? - kwerfeldein – Magazin für Fotografie
24. Februar 2009 Lesezeit: ~8 Minuten
Strassenfotografie in Deutschland: Erlaubt? Verboten?
Zum Thema Straßenfotografie in Deutschland habe ich mit Rechtsanwalt Philipp Dorowski gesprochen. Philipp wird uns einen Einblick in die rechtliche Situation der Strassenfotografie gewähren.
Denn es gibt ja immer noch Einige, und da zähle ich mich dazu, welche sich nicht so „Recht“ an das Thema rantrauen. Warum? Einfach weil sie nicht wirklich wissen, ob das nun cool und richtig ist, was sie da machen und wie die ganze Angelegenheit juristisch einzuschätzen ist.
Hey Philipp. Magst Du Dich den Lesern kurz vorstellen?:
Hallo, mein Name ist Philipp Dorowski. Als Rechtsanwalt arbeite ich in den Bereichen des Urheber-, Marken- und Wettbewerbsrechts. In meiner Freizeit widme ich mich gerne der Fotografie. Nach einer kurzen Zeit der digitalen Euphorie fotografiere ich heute überwiegend analog.
Zur Zeit bin ich sehr viel mit einer 84er Ricoh KR-10x unterwegs. Eine knappe Übersicht über meine Online-Aktivitäten findest du unter www.dorowski.com
In Deutschland gibt es das Recht am eigenen Bild als besondere Form des Persönlichkeitsrechts. Was bedeutet das konkret für Fotografen?
as Recht am eigenen Bild schützt den Einzelnen vor der unbefugten Verbreitung seines Bildnisses. Jeder Mensch soll selbst darüber bestimmen, ob und wie Bilder von ihm veröffentlicht werden. Der Fotograf, gerade im Bereich der Straßenfotografie, vertritt praktisch gegenläufige Interessen.
Was dies nun konkret für den Fotografen bedeutet, beantwortet der nächte Abschnitt.
Was muss ich beachten, wenn ich „einfach so“ Leute auf der Straße bzw. in der Öffentlichkeit fotografiere? Muss ich denjenigen immer fragen, ob ich ein Foto von ihm machen darf?
Die letzte Frage ist grundsätzlich mit „ja“ zu beantworten. Ausgangspunkt ist hier § 22 KUG. Liest man sich den Paragrafen durch, wird einem auffallen, dass die Herstellung der Fotografie allerdings nicht erwähnt wird. Man könnte also meinen, das Fotografieren von Personen auf der Straße sei zulässig.
Dies ist aber nicht der Fall. Diese Gesetzeslücke wurde im Laufe der Zeit durch die Rechtsprechung ausgefüllt. Obzwar das Herstellen eines Fotos nicht gegen den Gesetzestext des § 22 KUG verstößt, kann aber das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Abgebildeten betroffen sein.
Die Rechtsprechung begründet dies damit, dass durch die Herstellung der Fotografie das Bildnis des Betroffenen von seiner Person abgelöst, datenmäßig fixiert und seiner Kontrolle und Verfügungsgewalt entzogen wird.
Einfach gesagt, soll niemand mit dem Gefühl leben, dass irgendjemand irgendwelche Fotos von einem besitzt, die irgendwann veröffentlicht werden könnten.
Für den Fotografen ist daher zu beachten, stets die Einwilligung der Person einzuholen, die fotografiert werden soll. Einwilligung bedeutet übrigens die *vorherige* Zustimmung.
Die Einwilligung muss nicht schriftlich, sondern kann auch mündlich erteilt werden. Da der Fotograf jedoch die Beweislast dafür trägt, dass eine Einwilligung vorliegt, ist er gut damit beraten, sich diese schriftlich geben zu lassen.
Wie verhält es sich bei großen Menschenmengen? Ich kann ja z.B. bei einem Konzert nicht jeden fragen, ob es OK ist, dass er auf einem Foto landet?
Bei großen Menschenmengen kommt § 23 Abs. 1 Nr. 3 KUG ins Spiel. Danach ist eine Einwilligung nicht erforderlich bei Bildern von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben.
Die Begriffe sind weit zu verstehen. Sie umfassen alle öffentlichen Ansammlungen von Menschen, die den kollektiven Willen haben, etwas gemeinsam zu tun. Dies sind beispielsweise Demonstrationen, Sportveranstaltungen, Konzerte.
Ganz entscheident ist hierbei, dass nicht eine einzelne Person, sondern die Menschenansammlung im Vordergrund steht und diese einen Eindruck von der Veranstaltung vermittelt.
Für Menschen in der U-Bahn und Sonnenbadenden auf einer Wiese hat die Rechtsprechung übrigens entschieden, dass diese keinen kollektiven Willen haben, etwas gemeinsam zu tun. Hier ist jeder für sich allein.
Wie ist das, wenn ich die Fotos hinterher veröffentlichen will? Darf ich das überhaupt? Ich habe ja keine Modellfreigabe (model release) von meinem „Motiv“, wie das z.B. bei Modeaufnahmen der Fall ist.
Wie anfangs erwähnt, benötigt man nicht nur für die Herstellung, sondern erst recht für die Veröffentlichung der Fotos die Einwilligung des Abgebildeten. Ist der Abgebildete geschäftsunfähig (Alter: 0-6 Jahre), ist die Einwilligung des gesetzlichen Vertreters erforderlich.
Bei beschränkt Geschäftsfähigen (Alter: 7-17 Jahre) bedarf es neben der Einwilligung des gesetzlichen Vertreters der Einwilligung des Minderjährigen selbst.
Muss ich alle auf dem Foto erkennbaren Personen um Erlaubnis fragen oder unkenntlich machen?
Sofern eine Person in der Szene herausgestellt ist, bedarf es der Einwilligung dieser Person. Etwas anderes gilt bei Menschenmengen.
Eine Einwilligung ist nicht erforderlich bei Bildern von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben. Ganz entscheidet ist hierbei, dass nicht eine einzelne Person, sondern die Menschenansammlung im Vordergrund steht und diese einen Eindruck von der Veranstaltung vermittelt.
Da man bereits für die Herstellung der Fotografie die Einwilligung benötigt, ist die Frage nach dem Unkenntlichmachen zweitrangig. Falls keine Einwilligung vorliegt und das Foto veröffentlicht werden soll, ist die Person unkenntlich zu machen.
Die Unkenntlichmachung muss derart erfolgen, dass der Abgebildete keinen begründeten Anlass hat, anzunehmen, er könne erkannt werden. Die Unkenntlichmachung muss in vielen Fällen daher über einen einfachen schwarzen Balken im Gesicht hinausgehen, da der Abgebildete unter Umständen auch durch weitere Merkmale seiner Erscheinung erkannt werden kann.
Wie viele Fälle werden angezeigt bzw. kommen vor den Richter?
Statistiken gibt es keine. Aber wenn man nicht gerade prominent ist und sich gegen Aufnahmen in einer Boulevardzeitung werdet, dürften die wenigsten Fälle vor Gericht entschieden werden.
In den meisten Fällen bleibt es hier bei einer Abmahnung. Sofern diese berechtigt ist, entstehen für den Abgemahnten allerdings Kosten in nicht unerheblichem Umfang. Man sollte es daher nicht darauf ankommen lassen.
Kann das Ablichten von Autos, persönl. Gegenständen und Dingen, die sich eindeutig einem Besitzer zuordnen lassen Probleme machen?
Wenn ein eindeutiger Bezug zwischen Gegenstand und Besitzer hergestellt wird, kann dies unter Umständen die Persönlichkeitsrechte des Besitzers verletzen. Dies ist sehr einzelfallabhängig.
Wie ist das, wenn Firmenfotos z.B. umliegender Geschäfte, Klamottenmarken mit drauf sind?
Das ist weniger ein urheberrechtliches Problem, sondern ein markenrechtliches. Aus urheberrechtlicher Sicht genießen die wenigsten Firmenlogos Schutz, da diese meist einfache Gestaltungen sind und nicht die notwendige Schöpfungshöhe erreichen.
Sollte ein Logo dennoch urheberrechtlichen Schutz genießen, hilft § 57 UrhG weiter. Hiernach ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe von Werken, wenn sie als unwesentliches Beiwerk neben dem eigentlichen Gegenstand der Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentlichen Wiedergabe anzusehen sind, zulässig.
D.h. es muss ein Hauptwerk geben, das der eigentliche Gegenstand des Fotos ist. Unwesentlich ist das Beiwerk dann, wenn es ausgetauscht werden kann, ohne die Wirkung des Hauptwerkes zu beeinträchtigen. Weiterhelfen kann auch die Panoramafreiheit des § 59 UrhG.
Hier stellt sich aber das Problem, ob die Werke „bleibend“ sind. Aus markenrechtlicher Hinsicht gibt es kein Problem, solange man nicht im geschäftlichen Verkehr handelt. Zu rein privaten Zwecken können die angebrachten Marken fotografiert werden.
Welche Bilder (fremde Personen) darf man veröffentlichen, welche nicht. Welche auch verkaufen / gewerblich einsetzen.
Bei fehlender Einwilligung darf man gar keine Bilder veröffentlichen. Liegt eine Einwilligung zur Veröffentlichung vor (Vorsicht: eine Einwilligung zur Herstellung der Fotografie bedeutet nicht automatisch eine Einwilligung zur Veröffentlichung!), richtet sich der Umfang der Veröffentlichung nach dem jeweiligen Inhalt der Einwilligung.
Fotograf und Abgebildeter sollten hier Detailregelungen treffen. Sind keine Detailregelungen getroffen worden, kann als Hilfestellung die Zweckübertragungsregel des § 31 Abs. 5 UrhG entsprechend herangezogen werden.
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Dienstag, 24. Februar 2009 um 08:16 Uhr
Darf ich ein Privatgrundstück, beispielsweise die Terrasse eines Nachbars, fotografieren? Und wie sieht es aus, wenn auf dem Bild der Name des Nachbars erkennbar ist (Türklingel)?
Dienstag, 24. Februar 2009 um 08:26 Uhr
Sehr interessant und gut zu wissen! Danke für das gute Interview!
Dienstag, 24. Februar 2009 um 08:29 Uhr
Ich habe gelesen,das es auch ohne vorheriger Einwilligung erlaubt ist eine Fotografie anzufertigen,wenn das Foto auch ohne des darauf Erscheinenden ein Bild ergeben würde,sprich,die abgelichtete Person oder Personen auch weggelassen werden könnten und es wäre ein Bild. Das widerspricht sich gänzlich mit Deinen Aussagen-was ist jetzt im umgangssprachlichen Wortlaut richtig?
Dienstag, 24. Februar 2009 um 08:43 Uhr
Mal wieder ein klasse Artikel von dir.
Danke auch an Philipp für das Interview.
Endlich mal jemand, der die rechtlichen Grundlagen (und es gibt sicher noch bücherweise Ausnahmen!) verständlich erklärt :-)
Dienstag, 24. Februar 2009 um 09:08 Uhr
Das Thema zu Versammlungen, Demos,Veranstaltungen habe ich verstanden. Wie sieht es mit dem „normalen“ Strassenalltag aus, bei dem auch mehrere Personen unterwegs sind. Darf ich dann Personen fotografieren, solange ich keine bestimmte Person herausstelle? Weiterhin würde mich interessieren, wie es mit dem Recht am persönlichen Bild aussieht bei den mittlerweile doch recht häufigen Videoüberwachungen von öffentlichen Plätzen, Gebäuden, etc. Gilt hier etwas anderes? Danke vorab…!
Dienstag, 24. Februar 2009 um 09:21 Uhr
Was bedeutet eigentlich erkennbar? Ist beispielsweise die Person im Foto zum Artikel erkennbar? Könnte hier nicht jeder beliebige dunkelharige „Schlipsträger“ behaupten: Ich bins!
Blogartikel dazu: advobLAWg-Archiv: »Darf ich, darf ich nicht?«
Blogartikel dazu: “Darf ich, darf ich nicht?” - Ein Interview mit Rechtsanwalt Philipp Dorowski zum Fotografieren auf der Strasse | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel | Photographie und Recht
Dominik F. schreibt:
Dienstag, 24. Februar 2009 um 09:45 Uhr
Ich häng mich da an Boris dran. Thema Fußgängerpassage, öffentliche Straße, auf der sich Menschen-„Gruppen“ bewegen.
Es wird keine Person herausgestellt, allerdings handelt es sich auch nicht um eine öffentliche Veranstaltung. Sind solche Fotos dann generell grenzwertig bzw. unrechtmäßig?
Monika Meurer schreibt:
Dienstag, 24. Februar 2009 um 09:54 Uhr
Wie sieht es aus im Fasching? Wir habe ja gerade Faschingszeit. In jeder Zeitulng sieht man einzelne Narren in ihrem schönen Kostüm abgelichtet. Der Narr wird sicher vorher nicht um Erlaubnis gefragt, aber aus der Menschenmenge herausgestellt. Verboten??
Wie definiert man „Herausstellung von Personen“? Bei dem einzelnen Narren ist es klar, aber wo ist da sonst die Grenze??
Blogartikel dazu: Streetfotografie - das Recht des Fotografen | IsoRauschen - Fotografie Blog
Dienstag, 24. Februar 2009 um 10:05 Uhr
Vielen Dank für das Interview…nun bin ich etwas schlauer ;)
eine Frage beschäftigt mit gegenwärtig: darf ich Bilder, die ich in Madame Toussault geschossen habe, veröffentlichen (auf dem eigenen Blog, ohne kommerziellen Hintergrund)? Man wird ja regelrecht aufgefordert, zu fotografieren! Oder sind dann die „Persönlichkeitsrechte“ der abgebildeten Personen verletzt?
Dienstag, 24. Februar 2009 um 10:17 Uhr
Gibt es im Internet Vordrucke für eine Fotoerlaubnis bzw. Veröffentlichungserlaubnis? Schon irgendwie blöd jemanden in natürlichen Situationen fotografieren zu wollen und dann die Atmosphäre zerstören zu müssen indem man fragt ob man darf. Ich glaube sollte ich mich trauen loszugehen, dann frag ich trotzdem danach und lass mir was unterschreiben.
Dienstag, 24. Februar 2009 um 10:25 Uhr
ja ich schließe mich mal Monika an: was ist mit Personen, die quasi nach Fotos „betteln“ und sich im Karneval oder beim CSD vor den Fotografen in Pose schmeißen? Gilt dieses dann quasi als Einwilligung? Was passiert, wennn ich mit so einem Foto einen Preis gewinne. Hat die Person dann daran einen Anteil?
Dienstag, 24. Februar 2009 um 10:46 Uhr
@Axel: genau diese Frage musste ich tatsächlich „erleben“. Gott sei Dank, war die fotografierte Person eine Verwandte und war dementsprechend unkompliziert.
Was ist im Übrigen mit den vielen Postkarten, die auf nostalgisch getrimmt überall zu finden sind? Mit Bildern aus den 50ern 60ern 70ern und und…haben die auch alle eingewilligt? (die Karten mit den Sprüchen drauf…wisst ihr, welche ich meine?)
Blogartikel dazu: Street Fotografie: Welche Rechte hat der Fotograf | Digitalkamera Test Kamera News Blog
Dienstag, 24. Februar 2009 um 11:00 Uhr
Wie schaut es denn mit Tieren aus, also mit Haustieren, vielleicht auch spezielle Zuchttiere oder gar Preisträger?
Dienstag, 24. Februar 2009 um 11:02 Uhr
Sauberes Interview. Die deutsche Gesetzgebung nimmt den Leuten den Spaß an der Street Fotografie!
Kurt van Straelen schreibt:
Mittwoch, 23. April 2014 um 17:06 Uhr
Habe vor einigen Tagen die Streetfotografie ausprobiert. Die Aufnahmen bearbeitet, einzelne Personen herausgearbeitet, heißt, das Umfeld extrem unscharf gemacht. Nachdem mir ein Freund jedoch auf die Problematik aufmeksam gemacht hat, habe ich die Foto´s umgehend aus dem Netz entfernt, denn, wie soll ich die Personen Ansprechen, um mir ihre Genehmigung zur Veröffendlichung der Aufnahmen zu holen? Ich habe mit einem 300mm Tele gearbeitet. Die Personen waren für mich in der Menschenmenge nicht mehr zu lokalisieren.
Dienstag, 24. Februar 2009 um 11:03 Uhr
Und wie sieht es aus mit den Bauwerken?
Blogartikel dazu: Fotografieren auf der Straße - was darf ich (nicht)? | AM BLOGgen
Dienstag, 24. Februar 2009 um 11:47 Uhr
Toller Artikel – ich bin begeistert :)
Nun noch eine Frage meinerseits: Wie verhält sich das bei Langzeitbelichtungen, auf denen die meisten Personen nur als Schatten zu erkennen sind, da sie nicht die ganzen 20 sec an der gleichen Stelle standen? Muss ich die Schatten dann auch um Erlaubnis bitten – vor allem, wie mach ich das, wenn ich doch nicht vorher weiß, dass die durch’s Bild laufen werden?
Dienstag, 24. Februar 2009 um 11:53 Uhr
Klasse Artikel – das hilft mir schon ein ganzes Stück weiter ;o) – Tolle Serie zum fotografieren in *the Street* ;o) – Merci!
Dienstag, 24. Februar 2009 um 11:59 Uhr
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann ist sämtliche (Street-)Fotografie verboten, wenn Menschen auf den Fotos erkennbar sind, es sei denn man holt sich von jeder abgebildeten Person die Erlaubnis vor(!) der Aufnahme. Natürlich abgesehen von Versammlungen, Aufzügen usw., was bei der „normalen“ Streetfotografie aber eher die Ausnahme sein dürfte. Gibt es überhaupt noch eine Möglichkeit authentische Streetfotografie zu machen?
Und wie sieht es aus, wenn man im Ausland Streetfotografie machen will, gilt dann das Recht des Landes, in dem man sich aufhält? Und angenommen es ist erlaubt, darf man die dort gemachten Fotos anschließend in Deutschland veröffentlichen?
Dienstag, 24. Februar 2009 um 12:40 Uhr
Da frage ich doch gleich den Experten: Im thread vorher hat Sebastian folgenden Link zu einem Bild gepostet: http://netflash33.deviantart.com/art/is-this-for-the-newspaper-34801777
Ich bin der Meinung, dass er ohne Erlaubnis dieses Bild nicht veröffentlichen darf. Der Polizist ist dort eindeutig zu erkennen – im Gegensatz zu seiner Meinung.
Dienstag, 24. Februar 2009 um 13:26 Uhr
Ich hätte mir etwas mehr Infos von dem Artikel erwartet.
Was ist denn z.b. mit der Presse? Wenn jemand auf ein Stadtfest geht, kann es ja auch passieren, dass sein Bild dann am Montag prominent (und nicht nur als Beiwerk) im Lokalteil der Zeitung steht. Sind diese Bilder eigentlich alle illegal? Oder der Kreisklassenfußballer.
Ausßerdem versteh ich §23 auch nicht ganz. Nr. 3 erlaubt mir, dass ich Personen auf Versammlungen fotografiere. Da steht ja nichts davon, dass eine person nicht alleine auf dem Bild sein darf, wie es im artikel steht.
Was ist denn mit den anderen punkten? Gilt das für Personen der Zeitgeschichte dann auch? Und am interessantesten find ich ja Punkt4, die Geschichte mit der Kunst. Ich dachte immer, wenn das ganze als Kunst durchgeht (was sicher nicht so einfach ist), dürfte fast alles erlaubt sein. Nein?
§23 Artikel2 sorgt dann ja für die endgültige Verwirrung, da es quasi alles wieder aufhebt, denn das Persönlichkeitsrecht dürfte ja ein berechtigtes interesse sein, welches in jeden fall verletzt wird, wenn man die person erkennen kann.
Alles in allem wirklich eine traurige Geschichte, fotografieren in der öffentlichkeit wird immer mehr kriminalisiert (siehe auch die geschichten aus england), während der staat am liebsten an jeder ecke eine kamera aufstellen würde (bzw. aufstellt).
Aber so sind wir ja wenigstens vor den Terroristen und Kinderschändern sicher! *hüstel*
Dienstag, 24. Februar 2009 um 13:39 Uhr
@Stefan: „Könnte hier nicht jeder beliebige dunkelharige “Schlipsträger” behaupten: Ich bins!“
Gute Frage. Vor allem bei Alltagsaufnahmen von Menschen mit H&M-Klamotten, Standard-Strähnchenfrisur und Katalog-Tribaltattoo gibt es doch wirklich nur winzige Alleinstellungsmerkmale.
@ Teatime: „Der Polizist ist dort eindeutig zu erkennen – im Gegensatz zu seiner Meinung.“
Stimmt auffallend. Zwar meine Sebastian, dass das Beamtengesicht im Schatten liegt, doch dank ein wenig Kurvenverschiebung wird es hell unter der Mütze.
@Moondragon: „Gibt es überhaupt noch eine Möglichkeit authentische Streetfotografie zu machen?“
Hierzulande wahrscheinlich nicht. Gibt ja zum Glück genügend Länder, wo man alte Frauen und spielende Kinder ganz legal ‚abschießen‘ darf, um dann in Deutschland Galerien zu füllen.
Dienstag, 24. Februar 2009 um 14:19 Uhr
Super Idee, ein Interview zu diesem Thema zu machen, insbesondere die Fragerunde hier!
Mir ist bekannt, dass man Fotos von Personen ohne Erlaubnis veröffentlichen darf, auf denen diese Personen nicht erkennbar sind. Will sagen, diese Personen sind nur von hinten zu sehen, es ist nur der Körper, nicht aber das Gesicht erkennbar o.ä. Vermutlich ist das dann schlimmstenfalls im Einzelfall zu entscheiden. Ist denn da die Meinung der abgebildeten Person maßgeblich („Ich weiß, dass ich das bin, weil ich ja da war!“) oder mehr das „objektive“ Empfinden anderer (z.B. Richter)?
@Kenny: Bei Flickr gibt es solche Formulare (blog.fotolia.com/release/DE/fotomodelle_freigabe.pdf und blog.fotolia.com/release/DE/minderjahrige_freigabe.pdf), wobei ich nachdem, was ich heute erfahren habe, zumindest bei dem Formular für minderjährige nicht sicher bin, ob man da auf der sicheren Seite ist. Du kannst auch einfach den Begriff „Modellfreigabe“ googlen, da findet sich einiges. Es ist wohl eh am Besten, wenn man sich eigene Formulare zusammenbaut (und diese als Block mit sich rumschleppt ;-) )
Dienstag, 24. Februar 2009 um 14:47 Uhr
@henteaser
Es spielt gar keine Rolle, ob man vorher an den Photoshop-Reglern drehen muss: es reicht, dass er erkennbar ist. Und da reicht auch schon die Statur eines Menschen. Nicht erkennbar bedeutet ja nicht, dass das Gesicht alleine nicht zu sehen sein darf. Ich wäre zumindest bei dem Foto vorsichtig.
Vor allem auch, weil Sebastian dem Polizisten gesagt hat, er fotografiert rein privat. Das stimmt aber seit dem Moment nicht mehr, als das Foto veröffentlicht wurde.
(Ich erinnere mich an den Fall einer Reiterin, die nur von hinten zu sehen war und einen Prozeß gegen den Fotografen gewonnen hatte.)
Blogartikel dazu: “Darf ich, darf ich nicht?” « Team Kellenberger
Dienstag, 24. Februar 2009 um 18:12 Uhr
Wie sieht die Sache aus, wenn ich jemanden Fotografiere und dann sozusagen „unter Vorbehalt“ beispielsweise bei flickr veröffentliche mit dem Hinweis, das Bild auf Wunsch zu entfernen?
Bin ich dann auch zusätzlich noch haftbar, wenn jemand mein Bild von flickr klaut und veröffentlicht (also gegen mein Urheberrecht verstößt) und sich der Abgebildete auf diese illegale Zweitveröffentlichung hin beschwert?
Dienstag, 24. Februar 2009 um 18:58 Uhr
Wie unterscheidet sich diese Rechtslage in den unterschiedlichen Ländern? Gibt es da EU übergreifende Gesetze? oder sind die Rechte von denen hier die Rede ist nur Für Deutschland gültig? Ich denke hier sind einige Blogleser aus der Schweiz und Österreich gibt es da grundlegende Unterschiede?
Gelten die Gesetzte zur Veröffentlichung von dem Land in dem man das Foto gemacht hat, oder dort wo man das Bild veröffentlicht?
Das man in nichtwestlichen Ländern sich besser informieren sollte ist klar, aber wie ist es in den europäischen Staaten. Ich reise im Sommer gerne mal in Europa herum (Interrail) und fotografiere da auch auf den Strassen. Kann das irgendwo Probleme geben?
Dienstag, 24. Februar 2009 um 20:40 Uhr
zuerst einmal ein herzliches danke schoen an philipp!!!
und deshalb bleiben auch fragen offen:
a)wann ist eine person auf einem photo „herausgestellt“?
(klarer fall, meiner meinung nach: bei grossaufnahme des gesichts, oder weitgehend bildfuellender darstellung, oder wenn 1 oder wenige personen nur auf dem photo zu sehen sind…)
1) nehmen wir zB eine strassenszene (samstags mittags in der fussgaengerzone) – es ist nicht zu erwarten, dass alle personen auf gleicher hoehe sind und im takt laufen, also wird sich mindestens 1 person optisch irgendwie hervorheben, zB weil sie etwas mehr im vordergrund ist als andere.
2) aufnahme von einer gewerkschaftsdemonstration: einige marschieren vorne, aber einige marschieren oder stehen am rand, also ein paar meter abstand von den anderen – sind die dann schon „herausgestellt“?
3) friedhofsszene (beerdigung): man photographiert auf der strasse eine grosse anzahl personen, die vom friedhof kommen und „alle auf einer hoehe“ sind (also eine ansmmlung von personen). jedoch – alle sind in schwarz, aber eine person ist in rot gekleidet
–> herausgestellt?
(hier wuerde ich vermuten: ja, da dies vmtl. auch der grund ist, die photographie anzufertigen)
4) ich vermute, dass die rechtslage in vielen laendern der welt – besonders EU?- aehnlich ist wie in deutschland (also zumindest als orientierung) – gibt es laender, die deutlich liberaler sind bzw. umgekehrt: bei welchen laendern muss man besonders aufpassen? (vmtl. islamische laender, aber auch andere?)
Dienstag, 24. Februar 2009 um 22:19 Uhr
Eins verstehe ich in dem Artikel aber nicht: Wieso brauche ich die Einwilligung, um das Foto nur zu MACHEN? Ich denke, es geht allein um die Veröffentlichung, die das Problem ist, photographieren ohne geplante Veröffentlichung darf ich doch, wen oder was ich will, oder irre ich mich da? In der Begründung heißt es dann auch, niemand soll Angst vor „Veröffentlichung“ haben. Was aber wenn die Veröffentlichung gar nicht meine Absicht ist?
Ähh, wie? Ein bischen mehr hätte ich aber schon erwartet! Danach ist ja alles gleich illegal. Das kann doch nicht sein.
All die Bilder mit Menschen drauf z.B. in der Zeitung – die haben doch niemals alle eine „Freigabe“ – kann doch gar nicht sein.
Dienstag, 24. Februar 2009 um 22:22 Uhr
Abgesehen davon: Wenn das wirklich das aktuelle Recht ist und sich jeder daran hält, dann dürfte es Streetphotos aus Deutschland gar nicht geben. Die vorherige Einwilligung schließt richtige Streetphotos aus, das wäre dann ja nur ein geposed’es Bild
Oliver Regelmann schreibt:
Mittwoch, 25. Februar 2009 um 01:16 Uhr
Vielen Dank für den Artikel. Man sieht deutlich den Unterschied in der Rechtslage zwischen Deutschland und z.B. den USA, aus denen viele Beispiele exzellenter Street Photography kommen.
Mich würde aber weiterhin interessieren, wie das in § 23 Abs. 1 Nr. 4 KUG genannte „höhere Interesse der Kunst“ zu verstehen ist. Ist es zu profan gedacht, wenn man einen Fotografen als Künstler bezeichnet und seine Tätigkeit darüber gedeckt sieht?
Mittwoch, 25. Februar 2009 um 06:59 Uhr
zu Ihrem „Interview“ habe ich 2 Fragen an Philipp:
Philipp vertritt die Ansicht, bereits für das HERSTELLEN eines Fotos sei das Einverständnis des Fotografierten erforderlich, sofern dieser wesentlicher Bestandteil des Bildes und nicht nur Beiwerk sei. Zur Begründung dieser Ansicht bezieht Philipp sich auf die Rechtsprechung.
Welche Urteile meint Philipp? Ich habe trotz intensiver Suche kein Urteil zu diesem Thema gefunden!
Zum Ausnahmetatbestand des §23(1) 3 „Fotos von Versammlungen“ vertritt Philipp die Auffassung, „ganz entscheidet …(sei) hierbei, dass nicht eine einzelne Person, sondern die Menschenansammlung im Vordergrund steht und diese einen Eindruck von der Veranstaltung vermittelt.“
Woraus schließt er dies? Gibt es aktuelle Urteile hierzu? Nach meiner Kenntnis spielt es keine Rolle, ob aus dem betreffenden Foto selbst die Teilnahme an der Veranstaltung ersichtlich wird. Der Nachweis kann – nach meiner Kenntnis – auch auf andere Weise geführt werden, z.B. durch eine Serie von Aufnahmen oder andere Umstände, z.B. durch Zeugen.
Für die Beantwortung danke ich im voraus.
Blogartikel dazu: Darf ich - oder nicht? - Fotos verkaufen - Geld verdienen mit digitalen Bildern!
Blogartikel dazu: Linktipp: Fragen und Antworten zum Fotografieren von Personen in der Öffentlichkeit | Olaf Bathkes Arbeit als Fotograf und Hochzeitsfotograf in Kiel und Hamburg
Beeca schreibt:
Mittwoch, 25. Februar 2009 um 08:29 Uhr
Danke für den Artikel. Schön das man mal fragen kann….
Wie ist das genauer mit der Unkenntlichmachung ???
Reicht es , wie im TV oder Zeitung , schwarze Balken über die Augen zu legen ???
Ist „öffentlich“ an die Menge einer bestimmten Personenzahl gebunden ?
Muss die Person selbst Klage erheben oder können auch hier sogenannte Abmahnanwälte ihr Unwesen treiben ?
Mittwoch, 25. Februar 2009 um 12:00 Uhr
Vielen Dank für das Thema! Wer dazu noch etwas per Audio hören möchte, der hört sich mal den Happy Shooting Podcast an und nimmt die Folge #28 her, ab Minute 31:30 und Folge #29 ab Minute 20. Da gibt es auch ein Interview mit einem Rechtsanwalt zum Thema Recht.. was brauche ich, was darf ich..
Mittwoch, 25. Februar 2009 um 17:33 Uhr
Im Allgemeinen gilt: Wo kein Kläger, da kein Richter.. wenn man veröffentlicht und die Person möchte das nicht, dann kann man das Foto entfernen und es wird soweit nichts weiter passieren (meine Interpretation)..
Blogartikel dazu: Links 24.02.2009 | Rappelsnut
Donnerstag, 26. Februar 2009 um 15:14 Uhr
Vielen Dank für das lehrreiche Interview.
Im law blog gab es heute ein ähnliches Thema: Fotografieren in der Disko und Einwilligung über den Veranstalter … http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/02/26/nachtschwarmer-sind-keine-foto-objekte/
Blogartikel dazu: Strassenfotografie: Der Rechtsanwalt antwortet auf die Fragen der Leser (Teil 1) | Digitale Fotografie Lernen - KWERFELDEIN - Martin Gommel
Blogartikel dazu: Websafari: 23. Februar - 01. März 2009 | visuelleGedanken.de
Blogartikel dazu: Drehen auf offener Straße - das sagt ein Rechtsanwalt dazu « Studio Special Place: Amateure haben die Arche gebaut, Profis die Titanic
Blogartikel dazu: mahom@home » Blog Archive » Alles Anwälte am Start
Blogartikel dazu: Rechtliche Aspekte beim fotografieren in der Öffentlichkeit | fotoburschen.de
Montag, 17. August 2009 um 10:52 Uhr
Guter & vor allem wichtiger Artikel! Eine Frage hätte ich auch noch (hoffe ich bin nicht zu spät dran):
Wie sieht es aus wenn die betroffenene Person verkleidet ist und definitv nicht zu erkennen ist? Stichwort Fasching/Karneval … Gerade Clownmotive findet man ja doch recht häufig.
Blogartikel dazu: Kausch & Friends
Blogartikel dazu: Streetfotografie #1 bei Yahoo | Oberlehrer
Blogartikel dazu: blog.intermayer.com» Blogarchiv » 26C3: Ende der Street Photography?
Dienstag, 5. Januar 2010 um 00:12 Uhr
Wie sieht es aus wenn ich z.b plane ein Bildband von der Toskane oder einem anderen „Gebiet“ machen möchte. Frage ich da vorher beim Staat und bitte um eine Veröffentlichungserlaubnis oder schaue ich einfach welches Panoramafreiheit Recht in diesem Land herrscht und kann dann automatisch ein Bildband heruasbringen?
Dienstag, 5. Januar 2010 um 08:15 Uhr
@ALi: Das ist sicher eine berechtigte Frage. Ich denke, dass es auf alle Fälle gut ist, sich mit den jeweiligen Rechten und der „Fotokultur“ des Landes auseinanderzusetzen. Mehr kann ich Dir dazu leider nicht sagen, weil ich mich in diesem speziellen Gebiet leider gar nicht auskenne. Viel Erfolg!
Strassenfotograf schreibt:
Montag, 11. Januar 2010 um 00:54 Uhr
Ich habe mich gerade mal ein bisschen mit den verschiedenen Gesetzen befasst und habe das Gefühl dass einige Dinger noch nicht ganz berücksichtig wurden. Wobei zu bedenken ist dass ich kein Anwalt bin oder ähnliches :P
Wenn gesagt wird dass diese Recht ihre Beschränkung finden, bezieht sich dass dann nur auf 1) oder auch auf 3) und wenn hier so klar steht dass die Kunst frei ist, kann sie dann eingeschränkt werden? und wenn ja durch was? Ich denke mal dass man ja grundsätzlich abstand vom Fotografieren von Kindern nehmen muss und das keiner hier die persönliche Ehre eines Menschen angreift.
Zudem habe ich mal gehört dass, egal wo man ein Foto gemacht hat und wie die rechte dort sind, wenn man ein Foto in Deutschland veröffentlich muss man dafür die Einwilligung haben?
Viel Text…. bitte um eure Kommentare.
Blogartikel dazu: Darf ich, darf ich nicht? – ein interessantes Interview für streetart-fotografen « Kunstrefugium
Freitag, 19. Februar 2010 um 18:17 Uhr
Macht Mut und sollte man auf jeden Fall einmal gelesen haben!
http://www.lawmas.de/database/upload/hq/pstock_hq0c0604b6eb2ee0f1145aac38766ad803.pdf
Morphmythos schreibt:
Mittwoch, 24. Februar 2010 um 11:22 Uhr
Reicht eine nachträgliche Einwilligung der betroffenen Person nicht aus? Sonst würde doch das ganze Wesen der Street Fotographie entstellt. Es geht doch gerade darum unbemerkt ungestellte Fotos zu machen und das ist einfach nicht möglich, wenn man vorher um erlaubnis fragen muss.
Mich würden die Urteile, die diese Meinung begründen auch sehr interessieren.
Kristian Heitkamp schreibt:
Donnerstag, 29. Juli 2010 um 16:28 Uhr
„Es geht doch gerade darum unbemerkt ungestellte Fotos zu machen …“
Das sehe ich ein bisschen anderes. Gute Streetphotographie zeichnet sich gerade durch die Beziehung zwischen Fotograf und den abgebildeten Personen aus.
Wenn ich es also schaffe, die nicht schriftliche Einwilligung der Personen einzuholen, ohne sie in ihrer momentanen Beschäftigung zu unterbrechen, dann schaffe ich es gerade erst gute Street-Photos zu machen.
Es wurde ja ausdrücklich gesagt, dass die Einwilligung nicht schriftlich erfolgen muss. Wenn die Personen aber in die Kamera schauen dann ist ja schon deutlich, dass sie einer Ablichtung zustimmen.
Zwei gute Beispiele finde ich die Bilder des folgenden Thread-Eröffners. Hingegen finden sich in der anschließenden Diskussion viele meiner Meinung nach schlechte Bilder, denen man ansieht, dass sie ohne Einwilligung ‚gestohlen‘ wurden:
http://www.flickr.com/groups/nikondigitallearningcenter/discuss/72157616967804559/
Soweit ich gelesen habe ist auch die stillschweigende Einwilligung im Bereich der Fotografie in Deutschland als Einwilligung zu werten.
Blogartikel dazu: VoThoGrafie.de » Blog Archive » Brauche ich als Fotograf jetzt eine Rechtschutzversicherung?
Robert Relaht schreibt:
Freitag, 4. Juni 2010 um 18:05 Uhr
ich hab da mal eine praktische Frage. Ich beobachte des öfteren Kontrolleure der Deutschen Bahn bzw. der Rheinbahn die „Schwarzfahrer“ unangebracht forsch behandeln. Meiner Meinung nach wird hier oft ungebildeteten Menschen zu viel Macht über andere gegeben, und das geht bekanntlich nie gut! Insbesondere wenn die Kotrolleure nur Ihre Zivilkleidung tragen, wie das ja neuerdings häufig der Fall ist, ist von einem professionellen Ton nichts mehr zu hören. Wenn ich nun mein Handy raushole und anfange solch einen Vorfall zu dokumentieren rechne ich damit das mir gesagt wird, das ich dazu kein Recht habe. Ist das so richtig, riskiere ich das mir, mit Recht, das Handy abgenommen wird, oder ich mit einer Strafanzeige rechnen muss? Ich möchte ja im ernstfall eine Ordnungswiedrigkeit (ausgehend vom Kontrolleur) bzw. eine Straftat dokumentieren.
Mittwoch, 25. August 2010 um 13:39 Uhr
danke für diesen Artikel. Meine Tochter wurde auf einem öffentlichem fest direkt fotografiert und teilte mir dies mit. Als ich den Fotografen fragte, bekam ich die Antwort er macht nur private fotos von besonderen Momenten und er dürfte dies ja.
Ich war erst einmal etwas perplex weil der Mann sich sehr stur verhielt und ich kannte leider die genaue Rechtsgrundlage nicht. Ich beobachtet Ihn und er fotografierte auch viele andere Dinge auf dem Fest. Also beließ ich dies erst einmal, wenn auch mit einem mulmigem Gefühl.
Mir fehlte bis jetzt zu den vorhandenen Gesetzen der Hinweis, wenn ein Foto nur gemacht aber nicht veröffentlicht wird. Aber der Hinweis mit dem entziehen der Verfügungsgewalt ist sehr hilfreich.
Dienstag, 7. September 2010 um 10:13 Uhr
Hm, hatte gerade damit angefangen, mich langsam und vorsichtig an das spannende Thema Strassenfotografie heranzutrauen und jetzt dieser Dämpfer …
J@n schreibt:
Dienstag, 7. September 2010 um 20:56 Uhr
2 Fragen hätte ich allerdings noch zu diesem Thema:
Wie siehts es denn aus, wenn man nur die Füsse oder Beine OHNE Gesichter von Menschen fotografiert, muss man dann auch fragen?
Was ist denn mit Journalisten, wenn diese bspw. für eine Reportage fotografieren oder filmen, da wird auch nicht jeder einzelnen Passant vorher gefragt.
Gibt es hierfür klare Regelungen?
Donnerstag, 14. April 2011 um 22:04 Uhr
@Jan: In den meisten Fällen: Wo kein Kläger, da kein Richter ;)
Pit Rulff schreibt:
Montag, 19. September 2011 um 15:07 Uhr
Im Oberstufenzentrum Druck- und Medientechnik möchte ich als Schulleiter a) ein Organigramm mit Fotos der jeweiligen Verantwortlichen aushängen und b) in mehreren Bilderahmen alle KollegInnen mit Namen. Der Aushang befindet sich im Schulhaus. Er ist ein Service für alle Gäste und SchülerInnen.
Können sich KollegInnen auf den §22 KunstUrhG berufen und einen solchen Aushang verweigern?
Blogartikel dazu: Streetfotografie und das Recht am eigenen Bild | Fotokulisse
Freitag, 10. Februar 2012 um 15:22 Uhr
Ich hätte mal eine konkrete Frage:
Wie verhält es sich, wenn ich Fotos aus einem einvernehmlichen Shooting, allerdings ohne Vertrag habe. Veröffentliche ich nuin ein Foto in der art, das die Person nicht zu identifizieren ist (kein Kopf, keine signifikatenten Merkmale), kann dann trotzdem das recht am eigenen Bild geltend gemacht werden?
Blogartikel dazu: Straßenfotografie & Recht: Eine kritische Auseinandersetzung | KWERFELDEIN | Fotografie Magazin
kreitlow schreibt:
Freitag, 30. März 2012 um 22:26 Uhr
darf man den inhalt des kofferaums eines kfz, ausfahrend von einer befriedeten baustelle fotografieren, die dazugehörige kfz-nr, zwecks feststellung, ob werkzeuge..material unerlaubter weise mitgemommen wurden?
Samstag, 31. März 2012 um 14:01 Uhr
ich habe eine frage,wenn ich in einer großen stadt wie zb paris,dortmund etc. bin,und dort eine menschenmasse fotografiere,darf ich das bild dann in facebook,flickr. usw. hochladen ohne jeden einzelnen zu fragen ? weil es kann ja sein das man gesichter erkennen kann,obwohl es eine menschenmasse ist ..
ich danke schonmal im vorraus über die antwort.
Dienstag, 12. Juni 2012 um 18:23 Uhr
Guten Tag Herr Dorowski,
Vielen Dank für Ihre Tips & Hinweise.
1: Wie sieht es zum Punkt „Veranstaltungen , Demos etc“ bez. der an einem Umzug teilnehmenden (nicht zuschauenden) Personen aus? Sagen wir die Teilnehmer am Karneval der Kulturen.
Beispiel: http://karneval-der-kulturen-2010.de/
Erteilen diese mit der Teilnahme automatisch eine Einwilligung?
1.1: Gibt es hier Unterschiede zwischen Personen die sehr stark kostümiert (aber vielleicht dennoch aufgrund Ihres Kostüms identifizierbar sind) oder Personen die nur dezent geschminkt sind und eindeutig erkennbar sind?
2: Bei zBsp. Fussballspielen ist auf Eintrittskarten zu lesen das sich der Besucher bei seinem Besuch der Veranstaltung mit Film; und Fotoaufnahmen einverstanden erklärt.
Gilt dies dann nur für die mit dem Veranstalter kooperierenden Presseorgane (Akkreditierungen) oder auch für bei der Veranstaltung anwesenden Verteter der freien Presse oder gar freiberuflich tätige Stock-Fotografen?
3: Persönlichkeitsrecht vs. Kunst
Angeblich gibt es Fälle bei denen die Schöpfungshöhe so hoch ist das das Recht am eigenen Bild hinter „dem Interesse der Allgemeinheit an Kunst“ zurücktreten muss.
In solchen Fällen soll wohl eine Einwilligung nicht von Nöten sein.
4: Ausnahme Krisengebiete / Kriegsfotografie
Hier wird es naturgemäß kaum Releases und um Erlaubnis fragende Fotografen geben. Worauf begründet sich die hier anscheinend existierende Ausnahmeregelung? Besteht hier ein Zusammenhang mit meiner Frage #3 ?
5: Bewegtbild / Video
Auch für Fotos (aber schwerer zu erkennen) folgende Frage:
Inwieweit ist der „wohlwollende“ Blick in die Kamera ein Indiz für eine Einwilligung resp. einer Zustimmung zur Veröffentlichung?
6: Apropos Einwilligung
Wann (oder wann nicht) ist eine Einwilligung zum fotografiert werden gleichzeitig eine Einwilligung zur Veröffentlichung? Lässt sich hier eine Regel definieren? Es gibt imerhin sehr viele Situationen bei denen der Fotograf sich auf eine wohlwollende Einwilligung per Kopfnicken oder anderer Signale verlassen muss.
Soweit erstmal und hier schon mal vielen Dank für die Beantwortung
Gruss A.Lauer
Dienstag, 12. Juni 2012 um 18:26 Uhr
Verdammt… jetzt war ich so erfreut über die Möglichkeit mal einem RA ein Paar Fragen stellen zu können das ich totla vergessen habe auf das Datum zu sehen…….
Falls Herr Dorowski den zweiten Teil des Interviews bereits absolviert hat wäre ich durchaus einverstanden wenn mein letzter Kommenar (und natürlich dieser auch) wieder gelöscht werden würde.
Mittwoch, 27. Juni 2012 um 21:35 Uhr
Hallo, darf ein Nachbar ein Foto von mir in meinem eigenen Garten machen und dies der Hausverwaltung weiter leiten und die Hausverwaltung verteilt dieses Foto mit einem Scheiben an 5 weitere Eigentümer? Was kann ich da machen?
Blogartikel dazu: Streetfotografie mit dem Smartphone und der DSLR im Vergleich | Manuela Unterbuchner – Fotografie und Bildbearbeitung
Blogartikel dazu: Anonymous
Blogartikel dazu: Streetfotografie – Ich bin hin und her gerissen! : Marcel R. Aulbach Fotografie Münster
Miller schreibt:
Dienstag, 25. Dezember 2012 um 23:22 Uhr
Hallo, darf mein Nachbar mehrere Fotos von mir, meinen11-Jährigen Tochter,Hund(kleinem Mops) in einem Garten machen und dies der Hausverwaltung weiter leiten und die Hausverwaltung verteilt dieses Foto mit einem Scheiben an 13 weitere Eigentümer,eine Anwaltskanzlei und will sie vom Gericht verwenden lassen weil der Nachbar meinen mini-Mops als Kampfhund bezeichnet? Sind die Fotos als Beweismittel überhaupt zulässig? Was kann ich da machen?
Mittwoch, 26. Dezember 2012 um 12:09 Uhr
Am besten wendest Du Dich mit Deinem Anliegen direkt an einen Anwalt mit entsprechendem Fachgebiet.
Donnerstag, 27. Dezember 2012 um 14:03 Uhr
Ich habe schon einen Anwalt beauftragt aber beim letztem Besuch hab ich festgestellt das er den Verwalter kennt und nicht wirklich an der Sache hängt.
Sonntag, 30. Dezember 2012 um 16:52 Uhr
bin heute erst auf diese Seite gestoßen, weil ich die selben Fragen hatte: darf ich fremde Leute fotografieren?
Viele, heute berühmte Fotografen haben irgendwann angefangen Leute zu fotografieren ehe sie damit „berühmt“ wurden. Haben die denn auch immer die Zustimmung gehabt? Oft werden herrliche Schnappschüsse veröffentlicht, da kann es vorher keine Absprache gegeben haben? Gibt es Unterschiede zu Berufsfotografen?
Donnerstag, 3. Januar 2013 um 20:55 Uhr
Darf mir eine Fotoshooting Agentur verbieten meine Fotos auf welchen nur ich abgebildet bin zu verwenden?
Soner Demirezen schreibt:
Montag, 18. Februar 2013 um 11:47 Uhr
Darf ich eine Disco aufnehmen (camera aufnahme) und die dann im Internet übertragen, ohne Music sondern nur Bild übertragung??
Bzw. Gibt es dafür gar keine Möglichkeit??
Ækitoshi Mizutani schreibt:
Dienstag, 12. März 2013 um 22:30 Uhr
Mit Genuss und höchster Interesse habe ich Artikel inkl. Kommentare durchgelesen.
Das war eine große Erleuchtung da ich gerade mit dem Thema mich beschäftigt habe.
Magisches Moment der Unbemerktheit v.s aktuelle deusche Rechtslage..muss jeder seine Antwort für sich finden..
Herzlichsten Dank für deine Mühe für den Artikel!
Vormferneseher schreibt:
Sonntag, 28. April 2013 um 19:59 Uhr
Wenn ich an einem öffentlichen Platz zb einem Park einzelne fremde Personen interviewe und danach auf Youtube stellen will muss ich dann fragen oder davor oder danach und wie sieht’s mit Geschäften wir Mc donalds aus? Danke
Patrique schreibt:
Dienstag, 2. Juli 2013 um 13:31 Uhr
Hola, darf ich Bilder von Personen veröffentlichen deren Gesichter nicht zu sehen sind, weil diese quasie von Hinten (Rücken und Hinterkopf) fotografiert wurden.
Donnerstag, 1. August 2013 um 13:35 Uhr
Wie schaut es mit anderen Rechtfertigungsgründen neben dem KUrhG aus?
A wird von B überfallen. Darf A ein Foto vom flüchtenden B aufnehmen? Wenn man sich nur auf das KUrhG bezieht, müsste man das verneinen, da eine Veröffentlichung wohl nicht zulässig ist.
Gibt es eine andere Möglichkeit, unter der Fotos zulässig sind?
Clou schreibt:
Montag, 30. September 2013 um 13:52 Uhr
Diese Frage mit dem Überfall würde mich auch interessieren. Gibt es dazu noch keine Antwort?
Samstag, 5. Oktober 2013 um 19:47 Uhr
ich habe vor kurzem eine vielleicht 12-köpfige Gruppe von alternative-aussehenden Leuten mit Hund auf einem Bahnhofsplatz in Norddeutschland fotografiert. Diese Gruppe saß größtenteils auf dem Pflaster und lagerte da irgendwie. Ich fand weniger die einzelnen Personen als die Gruppe interessant, auch war die Auflösung des Fotos nicht besonder gut; aber es hat natürlich zur Wiedererkennung Einzelner gereicht. Hätte ich da fragen müssen, es sollte ja ein Schnappschuss sein und nur eine Reiseerinnerung. Ich habe dann die 2 Fotos gelöscht, als sich plötzlich ein Mann dieser Gruppe vor mich stellte und Geld für das Fotografieren wollte.
Dienstag, 24. Dezember 2013 um 16:56 Uhr
Ist die Veröffentlichung von Nummernschildern legal?
daniel.r schreibt:
Mittwoch, 15. Januar 2014 um 08:51 Uhr
Hallk wir hatte am letzten Wochenende eine Auseinandersetzung (öffentlichen Veranstaltung)
es wurden bilder gemacht und ich bin auch noch klar erkennbar
Ist nun in der presse zu sehen ist das erlaubt
Freitag, 23. Mai 2014 um 13:42 Uhr
ich habe beim Coburger Sambafestival teilgenommen und wurde, wie auch sicher viele andere Teilnehmer, fotografiert.
Es ist zwar eine öffentliche Veranstaltung, jedoch stellt dieses Foto nur mich allein dar.
Zu allem Verdruss ist es käuflich online erhältlich bei shutterstock. Der Fotograf hatte dazu natürlich nicht meine Einwilligung – weder zur Veröffentlichung, noch zum Verkauf, was eine weitere Vervielfältigung zur Folge hat.
Ich habe shutterstock geschrieben, dass das Foto umgehend zu löschen ist, da zu dieser Aufnahme keinerlei Genehmigung meinerseits vorlag.
Was für rechtliche Chancen habe ich in diesem Fall?
Karl-Heinz Fuchs schreibt:
Sonntag, 8. Juni 2014 um 23:19 Uhr
So gesehen gibt es also in Deutschland überhaupt keine „Strassen Fotografie“. Strassen Fotografie definiert sich nach meiner Meinung auch über die Zufälligkeit beim Entstehen der Aufnahme. Frage ich die Person, die ich ablichten möchte, handelt es sich um ein Portrait mit gegenseitigem Einverständnis.
Mittwoch, 7. Januar 2015 um 11:58 Uhr
Ja, ich stimme dir zu. Streetphotography als Hobby kann ich mir abschminken. Legal ist das in Deutschland nicht möglich. Schade.
Mittwoch, 8. April 2015 um 23:21 Uhr
Mehr als :
Die Welt wäre um eine Unzahl beeindruckender Zeitdokumente ärmer, wenn alle so ticken würden wie der Deutsche.
Aber andererseits jeden besch******n Smartphoneschnappschuss bei FB & Co. hochladen…
Einfach nur armselig und traurig!
Blogartikel dazu: Mädchen mit Katze | raumzeitausschnitt
Samstag, 14. März 2015 um 14:45 Uhr
kurz und verständlich, danke.
Wie sieht es bei Personen von hinten aus, welche man nicht eindeutig erkennen kann.
Und Nummernschilder (Autos).
Darf ich eigentlich z.B. den Vorgarten eines Hauses fotografieren, solange ich ihn nicht einfach betrete?
hessenphoto schreibt:
Samstag, 18. April 2015 um 16:52 Uhr
Dürfen bei einem öffentlichen Model-Casting die Teilnehmer durch Passanten fotografiet wreden und dürfen diese die Bilder dann im Internet veröffentlichen?
umeh gudrun schreibt:
Donnerstag, 16. Juli 2015 um 10:51 Uhr
Wenn eine Person öffentlichen auftritt, z.B. mit einer Musukgruppe bei einem „Hutkonzert“ – darf man sich dann dagegen wehren fotografiert zu werden? Oder muss sie vor einer Veröffentlichung von Fotos gefragt werden?
Martin Schleibinger schreibt:
Mittwoch, 30. Dezember 2015 um 15:52 Uhr
Zitat: „Diese Gesetzeslücke wurde im Laufe der Zeit durch die Rechtsprechung ausgefüllt.”
Es kann und darf – auch im Sinne der Gewaltenteilung – nicht Aufgabe der Rechtsprechung sein, Gesetzeslücken zu schließen. Das muss alleinige Aufgabe des Gesetzgebers sein und bleiben.
Ein Problem der Gewaltenteilung ist, dass die Legislative zwar die stärkste Gewalt ist, aber auch die langsamste, die Exekutive die schwächste, aber die schnellste ist. Das Gerichte immer öfter Gesetzgeber spielen ist keine gute Geschichte.
Dass die Leute heute überall Fotos schießen können, war auch schon bei dieser Änderung des KUG (Zitat aus Internetsuche: „Zuletzt geändert durch Art. 3 § 31 G v. 16. 2.2001 I 266”) bekannt. Die fehlende bzw. nicht erfolgte Ausweitung im Gesetzestext zeigt, der Gesetzgeber will diese hier bisher nicht.
Montag, 23. Mai 2016 um 07:29 Uhr
Schon sehr alt dieser Beitrag, aber ich versuch es doch mal:)
Wie ist es mit Fotos wo ich ein schwarzes Quadrat über den Kopf gemacht habe.
Dadurch dürfte doch niemand zweifelsfrei erkannt werden.
K. Sawatzki schreibt:
Freitag, 27. Mai 2016 um 12:09 Uhr
Darf ich einen Engel auf den Friedhof fotografieren und veröffentlichen ( ohne. Grab oder Inschrift ) ?
Hillbilly schreibt:
Sonntag, 29. Mai 2016 um 21:43 Uhr
Ohne die rechtlichen Vorschriften kritisieren zu wollen – geht es bei der Diskussion um die Streetfotografie nicht auch darum, daß man speziell in Deutschland darin ein Geschäftsmodell für Juristen erblickt? Ich bin nicht ganz sicher, ob fleißige Juristen eventuell bei Fotografierten Interessen wecken könnten, die von sich aus eventuell gar nicht auf die Idee kämen, gegen ein Foto vorzugehen? (Derartiges vermute ich z.B. bei den im letzten Jahr betriebenen Bemühungen, die Panoramafreiheit einzuschränken). Ich würde die Rechtslage so modifizieren, dass zumindest in der EU Fotos von Personen, die sich ausserhalb ihrer Privatsphäre befinden, erlaubt sind. Personen, die von sich ein im öffentlichen Raum erstelltes und veröffentlichtes Foto entdecken, das ohne ihre Einwilligung entstanden ist, haben das Recht, auf einfaches Verlangen deren Löschen zu verlangen. Wobei die Grenzen des Löschens ihre Unmöglichkeit darin findet, dass Fotos ‚geklaut‘ und unerlaubt weiterveröffentlicht werden können. Vielleicht wird aber auch deutlich, dass die bestehenden Rechtsvorschriften angesichts der modernen Möglichkeiten der Erstellung von Bildnissen und deren Verbreitung nicht mehr zeitgemäß ist und sich der Gesetzgeber mit einer Anpassung befassen sollte.
Amadeus schreibt:
Freitag, 12. August 2016 um 02:53 Uhr
Aber Das Grundgesetz sagt doch:
IST Streetphotography nicht eine Art „seine Meinung äußern“ indem man versucht eine Situation zu beschreiben?
Lieblingsbild schreibt:
Dienstag, 7. November 2017 um 17:21 Uhr
Dieses Thema ist so verzwickt … ich sehe gerade, dass dieser Artikel schon älter ist … aber das Thema ist derzeit wichtiger den je … als Fotograf braucht man inzwischen irgendwie für alles eine Erlaubnis … dafür wo man fotografiert, was und wen man fotografiert … was man veröffentlicht – vor allem auch wann und wo … das Thema wird nicht leichter … und eine Rechtsschutz immer wichtiger
Donnerstag, 28. März 2019 um 21:24 Uhr
10 Jahre später und die DSGVO lässt grüßen – Eschreckend wie sich das ganze entwickelt hat. wir werden ja sehen was noch auf uns zukommt.