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Timestamp: 2019-04-26 08:50:52
Document Index: 262907626

Matched Legal Cases: ['§ 90', '§ 23', '§ 23', '§ 24', '§ 23', '§ 23', '§ 23']

Kindertagespflege im Kreis Ostholstein / Kreis OH
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Kindertagespflege im Kreis Ostholstein
Ein Kind (0-14 Jahren) kann in Kindertagespflege gefördert werden, wenn die Erziehungsberechtigten einer Erwerbstätigkeiten (oder Ausbildung/ Maßnahme etc.) nachgehen. Der Umfang der täglichen Betreuung richtet sich dabei nach dem individuellen Bedarf. Alternativ haben Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben, bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres seit dem 01.08.2013 einen Anspruch auf frühkindliche Förderung, die eine wöchentliche Betreuung von bis zu 20 Stunden beinhaltet.
Mittwochs ganztägig keine Sprechzeiten
Im Kitaportal Schleswig-Holstein finden Sie unter anderem die in Ostholstein tätigen Tagespflegepersonen mit den entsprechenden Kontaktdaten. Die Platzvergabe erfolgt durch die Tagespflegeperson selbst.
Allgemeine Informationen zur Betreuung
Umfang der geförderten Betreuungsstunden
Der Kreis Ostholstein prüft und gewährt im Rahmen der gesetzlichen Grundlagen die finazielle Förderung in der Kindertagesbetreuung. Die tatsächliche, privatrechtlich vereinbarte Betreuung kann davon abweichen.
Ein Kind (0-14 Jahren) kann in Kindertagespflege gefördert werden, wenn die Erziehungsberechtigten einer Erwerbstätigkeiten (oder Ausbildung/ Maßnahme etc.) nachgehen. Der Umfang der täglichen Betreuung richtet sich dabei nach dem individuellen Bedarf.
Alternativ haben Kinder, die das erste Lebensjahr vollendet haben, bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres seit dem 01.08.2013 einen Anspruch auf frühkindliche Förderung, die eine wöchentliche Betreuung von bis zu 20 Stunden beinhaltet.
Tagespflegepersonen können unabhängig von den Fördervoraussetzungen sowie unabhängig vom individuellen Bedarf Vereinbarungen mit den Erziehungsberechtigten über den Betreuungsumfang treffen. Dieser über den individuellen Bedarf hinausgehende Betreuungsumfang wird jedoch nicht durch den Kreis Ostholstein finanziell gefördert.
Kostenbeteiligung der Erziehungsberechtigten
Für die Inanspruchnahme der Kindertagespflege werden Kostenbeiträge gemäß § 90 SGB VIII festgesetzt. Der monatlich zu leistende Kostenbeitrag für die Inanspruchnahme der Tagespflege in den Räumlichkeiten der Tagespflegeperson wird unter Berücksichtigung der wöchentlichen Betreuungszeit wie folgt gestaffelt:
bis zu 5 Stunden einschließlich 45,00 €
bis zu 10 Stunden einschließlich 90,00 €
bis zu 15 Stunden einschließlich 135,00 €
bis zu 20 Stunden einschließlich 180,00 €
bis zu 25 Stunden einschließlich 225,00 €
bis zu 30 Stunden einschließlich 270,00 €
bis zu 35 Stunden einschließlich 315,00 €
bis zu 40 Stunden einschließlich 360,00 €
Für längere Betreuungszeiten erhöhen sich die Kostenbeiträge entsprechend den vorstehenden Berechnungsschritten.
Der Kostenbeitrag für die Betreuung im eigenen Haushalt weicht ab. Näheres entnehmen Sie bitte der obenstehenden Satzung.
Für die Nachtbetreuung wird ein Kostenbeitrag in Höhe von 7,50 € je Nacht und je Kind erhoben. Hierzu ergeht ein gesonderter Bescheid.
Der Kostenbeitrag wird mit einem Bescheid festgesetzt und ist monatlich, jeweils bis zum dritten Werktag eines Monats im Voraus fällig. Die Kostenbeitragspflicht bleibt auch bei Unterbrechung der Kindertagespflege wegen Urlaub oder Erkrankung bestehen.
Die Erziehungsberechtigten haben die Möglichkeit, sofern sie finanziell nicht in der Lage sind, den Kostenbeitrag zu leisten, einen Antrag auf Ermäßigung oder Erlass des Kostenbeitrages zu stellen. Sofern der Kostenbeitrag teilweise erlassen werden soll, findet eine genaue Einkommensüberprüfung in sinngemäßer Anwendung der Vorschriften des SGB XII statt.
Der Kostenbeitrag darf die tatsächlichen angefallenen Aufwendungen nicht überschreiten. Sollte die laufenden Geldleistung gemäß § 23 SGB VIII an die Tagespflegeperson in einem Monat geringer oder höher als der von Ihnen zu zahlende Kostenbeitrag sein, wird die Differenz am Ende des Bewilligungszeitraumes erstattet oder nachgefordert. Hierüber erhalten Sie einen entsprechenden Bescheid, der auch zur Vorlage beim Finanzamt geeignet ist.
Die Antragsformulare sind von den Erziehungsberechtigten und der Tagespflegeperson gemeinsam auszufüllen.
Erlaubnis zur Tagespflege
Alle Personen, die ein Kind in Tagespflege betreuen wollen, müssen eine Erlaubnis zur Kindertagespflege besitzen. Diese Erlaubnis ist auch die Grundlage für eine öffentliche Förderung durch den Kreis Ostholstein.
Eine Erlaubnis erhält nur wer geeignet ist. Dies Eignung ergibt sich aus der persönlichen Eignung („sauberes“ erweitertes polizeiliches Führungszeugnis; ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung, Nachweis eines Erste-Hilfe Lehrgangs usw.), den persönlichen Fähigkeiten (Art und Weise des Umgangs mit den Kindern, den Eltern usw.), dem Vorhandensein kindgerechter Räumlichkeiten, der Sachkompetenz, der Kooperationsbereitschaft und dem Nachweis einer Qualifikation.
Alle Personen, die als Kindertagespflegeperson arbeiten wollen, benötigen eine besondere Ausbildung. In der Regel müssen alle, die an Tagespflege interessiert sind einen Qualifizierungslehrgang nach dem DJI Curriculum mit 300 Stunden Theorie, 140 Stunden Selbstlerneinheiten und 80 Stunden Praktikum abgeschlossen haben. Der Nachweis der Ausbildung erfolgt durch ein Zertifikat, das in der Regel in der gesamten Bundesrepublik anerkannt ist.
Die Erlaubnis berechtigt die Kindertagespflegeperson gleichzeitig 5 fremde Kinder zu fördern, zu bilden, zu erziehen und zu beaufsichtigen. Maximal dürfen es in einer Woche höchstens 10 fremde Kinder sein. Diese Erlaubnis ist längstens 5 Jahre gültig.
Aus der Erlaubnis ergibt sich auch die Pflicht zum Besuch von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Pflicht ist auch der erneute regelmäßige Nachweis der Teilnahme an Aufbaukursen zum Erste-Hilfe-Lehrgang (alle 2 – 3 Jahre). Auch das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis muss in bestimmten Abständen neu vorgelegt werden, nicht nur von der Tagespflegeperson, sondern auch von allen Personen, die regelmäßigem Kontakt zu den Tageskindern haben.
Erlaubnisfrei ist die Tagespflege, wenn sie weniger als 15 Wochenstunden beträgt oder nicht länger als 3 Monate im Kalenderjahr durchgeführt wird.
Die Betreuung eines Kindes in Tagespflege ohne Erlaubnis ist eine Ordnungswidrigkeit und wird mit einem Bußgeld bis 500,00 € geahndet.
Geldleistung an die Tagespflegeperson
Der Kreis Ostholstein hat als leistungsgerechte Geldleistung zur Anerkennung der Förderleistung einen Betrag in Höhe von 4,02 Euro je Stunde und Kind festgesetzt. Dieser Betrag wird pauschal auf 5,00 Euro je Stunde und Kind erhöht. Damit wird der Sachkostenaufwand abgegolten, der der Tagespflegeperson durch die Bereitstellung ihrer Wohnung/angemieteter Räume und von Verbrauchsmitteln entsteht.
Kinderfrauen/-männer erhalten lediglich zu Anerkennung der Förderleistung einen Betrag in Höhe von 4,02 € je Stunde je Kind. Der Sachkostenaufwand in Höhe von 0,98 € entfällt, da eine Betreuung im Haushalt der Erziehungsberechtigten stattfindet.
Die laufende Geldleistung ist nach vorherigem schriftlichen Antrag der Erziehungsberechtigten und der Tagespflegeperson direkt an die Tagespflegeperson zu gewähren. Eine Gewährung von Leistungen gemäß § 23 SGB VIII erfolgt bei Vorliegen der Bedarfskriterien des § 24 Absätze 1, 2, 3 SGB VIII. Der Anspruch auf die Geldleistung besteht nur für tatsächliche Betreuungszeiten. Gefördert wird grundsätzlich derindividuelle Bedarf. Geldleistungen für Ausfallzeiten der Tagespflegeperson (insbesondere Urlaub, Krankheit, sonstige Abwesenheitsgründe) werden nicht gewährt. Für die notwendige Betreuung eines Kindes in der Zeit von 00:00 Uhr bis 05:00 Uhr (Nachtbetreuung) wird eine Pauschale pro Kind in Höhe von 10,00 Euro festgesetzt.
Die Auszahlung der Geldleistung wird ab dem 01.08.2018 pauschaliert zum Monatsbeginn in Abschlägen erfolgen. Halbjährlich nach Erhalt der Betreuungsnachweise erfolgt eine Auswertung und Abrechnung der tatsächlich betreuten Stunden unter Berücksichtigung der bereits gezahlten Abschläge.
Die Stundennachweise sind monatlich von der Tagespflegeperson auszufüllen und von den Erziehungsberechtigten auf Richtigkeit zu überprüfen und gegenzuzeichnen.
Für Zeiten, in denen das Kind die Tagespflegestelle nicht besuchen kann, wird ebenfalls nur Förderleistung (ohne den Sachkostenanteil) gewährt. Der Anspruch auf Fortzahlung der Geldleistung besteht jedoch längstens für 28 Betreuungstage im Bewilligungszeitraum von einem Jahr. Diese Regelung trifft auf die Kinder zu, die regelmäßig 5 Tage in der Woche betreut werden. Für Kinder, die regelmäßig weniger als 5 Tage in der Woche und/oder kürzer als ein Jahr betreut werden, ist der Fortzahlungszeitraum entsprechend umzurechnen und zu verkürzen.
Erstattung von Nebenleistungen an die Tagespflegeperson
Auf Antragsstellung werden der Tagespflegeperson gemäß § 23 Absatz 2 Ziffer 3 und 4 SGB VIII nachgewiesende Aufwendungen für Beiträge zu einer Unfallversicherung sowie die hälftigen Aufwendungen zu einer angemessenen Alterssicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung erstattet.
Die Tätigkeit als Tagespflegeperson unterliegt der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Unfallversicherung. Es wird unterschieden zwischen Tagespflegepersonen, die nur Kinder einer Familie bzw. Kinder im Haushalt der Eltern betreuen, und Tagespflegepersonen, die regelmäßig Kinder aus verschiedenen Familien betreuen. Es besteht entweder eine Versicherungspflicht in der Unfallkasse Schleswig-Holstein (www.uk-nord.de) oder in der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (www.bgw-online.de).
Bei nebenberuflich selbständiger Tätigkeit als Tagespflegeperson besteht eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Bis zu einem Gewinn von monatlich 450,00 € sind jedoch keine Beiträge zu entrichten. Die Anmeldung hat unverzüglich nach Aufnahme der Tätigkeit zu erfolgen. Nähere Informationen erhalten Sie bei der Deutschen Rentenversicherung: www.deutsche-rentenversicherung.de
Seit 1. Januar 2009 besteht für jede/n Bürger/in in Deutschland die Pflicht, Mitglied einer privaten oder gesetzlichen Krankenversicherung zu sein. In der gesetzlichen Krankenversicherung können Tagespflegepersonen familienversichert oder als nebenberuflich Selbständige freiwillig gesetzlich versichert sein.
Antrag auf Gewährung einer laufenden Geldleistung für Aufwendungen zur Unfall-, Kranken-, Pflegeversicherung sowie für Alterssicherung gemäß § 23 SGB VIII
Die Einnahmen aus Tagespflege sind Einkommenssteuerpflichtig. Bei Aufnahme der nebenberuflichen selbständigen Tätigkeit als Tagespflegeperson muss der Bogen „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ ausgefüllt und beim zuständigen Finanzamt eingereicht werden. Bei der jährlichen Einkommenssteuererklärung ist zu berücksichtigen, dass pro Kind und pro Monat eine Betriebskostenpauschale von den erhaltenen Geldleistungen abzuziehen ist.
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Zimmer: 225 (Nebengebäude)
Satzung Kindertagespflege ab 01.01.2019PDF-Datei: 133 kB
RentabilitätsberechnungPDF-Datei: 40 kB
Antrag auf ErlassPDF-Datei: 270 kB
Antrag auf Förderung in Kindertagespflege gem. § 23 SGB VIIIPDF-Datei: 433 kB
Tagespflege: Bescheinigung zur Bedarfsprüfung für öffentliche Förderung in derPDF-Datei: 54 kB
Betreuungsstunden Aug-JanPDF-Datei: 184 kB
Betreuungsstunden Feb-JuliPDF-Datei: 185 kB
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