Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20149/80
Timestamp: 2020-04-04 22:19:10
Document Index: 316608151

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 823', 'BGH', '§ 9', 'BGH', '§ 276', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 16.02.1982 - VI ZR 149/80 - dejure.org
https://dejure.org/1982,1323
BGH, 16.02.1982 - VI ZR 149/80 (https://dejure.org/1982,1323)
BGH, Entscheidung vom 16.02.1982 - VI ZR 149/80 (https://dejure.org/1982,1323)
BGH, Entscheidung vom 16. Februar 1982 - VI ZR 149/80 (https://dejure.org/1982,1323)
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Voraussetzungen eines Vereinbarten Haftungsausschlusses - Anforderungen an den Verantwortlichen einer Freizeitanlage - Pflicht zur Bestellung eines besonderen Vertreters
Verkehrssicherungspflichtiger - Haftungsausschluß - Schild - Einseitiger Aushang - Anschlag
NJW 1982, 1144
Daß im Fenster des Reitstalls unstreitig - ein Schild mit der Aufschrift "Reiten auf eigene Gefahr" aushing, kann zwar für die Frage, ob ein stillschweigender vertraglicher Haftungsausschluß anzunehmen ist, Bedeutung gewinnen (…Senatsurteil vom 14. Juli 1977 aaO.), vermag jedoch für sich allein eine derartige Annahme im Zweifel nicht zu rechtfertigen (vgl. auch Senatsurteil vom 16. Februar 1982 - VI ZR 149/80 - VersR 1982, 492, 493 f.).
Jedenfalls steht dem § 2 Abs. 1 Nr. 2 AGBG entgegen; denn gerade bei einer Haftung wegen Verletzung grundlegender Verkehrssicherungspflichten kann nicht ohne weiteres unterstellt werden, daß Zuschauer sich stillschweigend diesem Ansinnen des Veranstalters unterwerfen (…s. Steffen aaO, Rdz. 61 vor § 823 m.w.Nachw.; Senatsurteil vom 16. Februar 1982 - VI ZR 149/80 = VersR 1982, 492).
Wer seinen Kunden einen Parkplatz bereitstellt, für dessen Benutzung Geld verlangt und ihn so einrichtet, dass man nicht mit wenigen Schritten den Bürgersteig erreichen kann, kann sich nicht durch Anbringen eines solchen Schildes seiner Verkehrssicherungspflicht entledigen (vgl. BGH v. 16.2.1982 - VI ZR 149/80, VersR 1982, 492).
Im übrigen wäre er insoweit grundsätzlich unbeachtlich (§ 9 Abs. 1 AGB-G; vgl. Senatsurteile vom 16. Februar 1982 - VI ZR 149/80 - VersR 1982, 492 und vom 29. November 1983 - VI ZR 137/82 - VersR 1984, 164).
Versicherungsschutz aus einem Haftpflichtversicherungsvertrag - …
Der Rechtsstreit darüber ist noch nicht rechtskräftig entschieden (LG Oldenburg 2 O 461/77; OLG Oldenburg 2 U 239/79; BGH Urteil v. 16. Februar 1982 VI ZR 149/80 = LM BGB § 276 Da Nr. 8; BGH VI ZR 13/83).
Eine Haftungsfreistellung würde den Badegast in einer gegen Treu und Glauben verstoßenden Weise unangemessen benachteiligen (ähnlich für den Fall einer Verletzung von Verkehrssicherungspflichtigen: BGH, NJW 1982, 1144; NJW 1984, 801).
Eine Haftungsfreistellung würde den Badegast in einer gegen Treu und Glauben verstoßenden Weise unangemessen benachteiligen (OLG Hamm a. a. 0.; vgl. auch BGH NJW 1982, 1144; BGH NJW 1984, 801).
OLG Brandenburg, 11.03.1999 - 2 U 90/97
Verkehrssicherungspflicht des Betreibers einer öffentlichen Badeanstalt
Imübrigen kann der Betreiber einer Freizeitanlage seine Haftung durch einen solchen Aushang allenfalls für Fahrlässigkeit seiner Besucher ausschließen, nicht hingegen aber auch für Unfälle, die hier ihre Ursache in einem Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht der Beklagten haben (BGH NJW 1982, 1144 [BGH 16.02.1982 - VI ZR 149/80]).