Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_25_02_2016_2_StR_31_16_Revisionsgerichtliche_Nachpruefun-d7535105.html
Timestamp: 2016-12-07 15:18:04
Document Index: 69093347

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 349', '§ 53', '§ 349', '§ 349', '§ 53', 'BGH', 'BGH', '§ 55', '§ 55', '§ 55', '§ 55', 'BGH', '§ 354', '§ 460', '§ 462', 'BGH']

BGH, 25.02.2016 - 2 StR 31/16 - Revisionsgerichtliche Nachprüfung des Strafausspruchs; Erforderlichkeit einer Entscheidung über einen Härteausgleich | Urteile auf anwalt24.de
BGH, 26.02.2016 - V ZR 208/14 - Bindung des den Abschluss eines Bauträgervertrag...…BGH, 25.02.2016 - 2 StR 31/16 - Revisionsgerichtliche Nachprüfung des Strafaussp...BGH, 25.02.2016 - X ZR 36/15 - Erstattungsbegehren von vorgerichtlich für die Ge...BGH, 25.02.2016 - X ZR 35/15 - Erstattungsbegehren von vorgerichtlich für die Ge...BGH, 25.02.2016 - X ZR 18/14 - Patentfähigkeit eines Patents für ein Pferdetrens...BGH, 25.02.2016 - 3 StR 142/15 - Feststellung einer Einwirkung auf den Börsenpre...BGH, 25.02.2016 - I ZR 238/14 - Mehrwertdienstenummer - Anforderungen an eine ef...BGH, 24.02.2016 - IV ZR 490/14 - Prämienrückerstattungsbegehren des Versicherung...BGH, 24.02.2016 - IV ZR 201/14 - Bereicherungsrechtliche Rückabwicklung eines Le...BGH, 24.02.2016 - IV ZR 203/14 - Bereicherungsrechtliche Rückabwicklung eines Re...BGH, 24.02.2016 - IV ZR 142/15 - Bereicherungsrechtliche Rückabwicklung einer Le...BGH, 24.02.2016 - IV ZR 126/15 - Bereicherungsrechtliche Rückabwicklung eines Le...BGH, 24.02.2016 - IV ZR 295/15 - Bestimmung des Streitwerts in Verfahren über An...BGH, 24.02.2016 - IV ZR 512/14 - Bereicherungsrechtliche Rückabwicklung eines Re...BGH, 24.02.2016 - IV ZR 225/14 - Bereicherungsrechtliche Rückabwicklung eines Le...BGH, 24.02.2016 - IV ZR 342/15 - Beurteilung der Unentgeltlichkeit einer Verfügu...BGH, 24.02.2016 - AnwZ (Brfg) 62/15 - Nachweis der Versicherungspflicht eines Re...BGH, 24.02.2016 - 2 StR 407/15 - Anforderungen an das Abfassen der UrteilsgründeBGH, 24.02.2016 - XII ZR 5/15 - Tatrichterliches Ermessen bei der Bestimmung des...BGH, 24.02.2016 - VIII ZR 38/15 - Ermittlung der Anforderungen an die Untersuchu...BGH, 24.02.2016 - IX ZA 36/15 - Berichtigung eines BeschlussesBGH, 24.02.2016 - VIII ZR 216/12 - Recht eines Gasgrundversorgers zur Änderung d...…BGH, 01.02.2016 - VIII ZB 62/15 - Gerichtskostenansatz bei einem als Pfändungssc...
BGH, 25.02.2016 - 2 StR 31/16 - Revisionsgerichtliche Nachprüfung des Strafausspruchs; Erforderlichkeit einer Entscheidung über einen Härteausgleich
BundesgerichtshofBeschl. v. 25.02.2016, Az.: 2 StR 31/16Gericht: BGHEntscheidungsform: BeschlussDatum: 25.02.2016Referenz: JurionRS 2016, 14594Aktenzeichen: 2 StR 31/16 Verfahrensgang:vorgehend:LG Bonn - 29.10.2015Rechtsgrundlagen:§ 349 Abs. 2 StPO§ 53 Abs. 2 S. 2 StGBFundstelle:NStZ-RR 2016, 251Verfahrensgegenstand:Bandenmäßiges Handeltreiben mit BetäubungsmittelnDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Generalbundesanwalts, zu 1. und 3. auf dessen Antrag, und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 25. Februar 2016 gemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO beschlossen:Tenor:1.Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Bonn vom 29. Oktober 2015 im Ausspruch über die Gesamtfreiheitsstrafe aufgehoben.2.Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.3.Die weiter gehende Revision des Angeklagten wird verworfen.Gründe1Das Landgericht hat den Angeklagten in einem ersten Urteil wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in 52 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Nach Aufhebung dieses Urteils im Strafausspruch mit den zugehörigen Feststellungen durch Urteil des Senats vom 8. Juli 2015 - 2 StR 139/15 - hat das Landgericht den Angeklagten nunmehr zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Hiergegen richtet sich die Revision des Angeklagten mit der Sachrüge. Das Rechtsmittel hat in dem aus der Entscheidungsformel ersichtlichen Umfang Erfolg; im Übrigen ist es unbegründet im Sinne von § 349 Abs. 2 StPO.2Der Schuldspruch ist durch das Senatsurteil in Rechtskraft erwachsen. Der neue Ausspruch des Landgerichts über die Einzelstrafen ist rechtsfehlerfrei. Jedoch begegnet die Entscheidung über die Gesamtfreiheitsstrafe durchgreifenden rechtlichen Bedenken.3Das Landgericht hat keine Feststellungen zu den Tatzeitpunkten und dem Vollstreckungsstand der letzten beiden Vorverurteilungen getroffen. Soweit diese Vorstrafen zur Zeit des angefochtenen Urteils noch nicht vollstreckt waren, kam möglicherweise eine Gesamtstrafenbildung oder eine Entscheidung nach § 53 Abs. 2 Satz 2 StGB in Betracht; dies kann der Senat im Hinblick auf die mitgeteilten Urteilsdaten jedenfalls nicht ausschließen. Waren die Strafen dagegen bereits vollstreckt, so wäre vom Tatgericht die Frage eines etwaigen Härteausgleichs zu erörtern gewesen, insbesondere wenn die Geldstrafen als Ersatzfreiheitsstrafen vollstreckt wurden (vgl. Senat, Beschluss vom 17. September 2014 - 2 StR 325/14; Beschluss vom 11. Februar 2016 - 2 StR 397/15). Die Strafkammer hat eine solche Prüfung unterlassen. Danach kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei Vornahme eines Härteausgleichs eine niedrigere Gesamtstrafe verhängt worden wäre.4Der Härteausgleich ist - gegebenenfalls - in die Bemessung der Ge4 samtfreiheitsstrafe einzustellen und nicht bei der Festsetzung der Einzelfreiheitsstrafen zu würdigen (vgl. BGH, Urteil vom 29. Juli 1982 - 4 StR 75/82, BGHSt 31, 102, 103; Beschluss vom 27. Mai 2009 - 5 StR 187/09; Bußmann in Matt/Renzikowski, StGB 2013, § 55 Rn. 28; SSW/Eschelbach, StGB, 2. Aufl., § 55 Rn. 20; Fischer, StGB, 63. Aufl., § 55 Rn. 22a; LK/Rissing-van Saan, StGB, 12. Aufl., § 55 Rn. 32), weshalb die Einzelstrafen bestehen bleiben können (im Einzelfall anders BGH, Beschluss vom 2. Dezember 2015 - 4 StR 423/15). Da die getroffenen Feststellungen von dem Rechtsfehler nicht betroffen sind, können sie bestehen bleiben.5Die neu zu treffende Entscheidung über den Strafausspruch kann - entgegen dem Antrag des Generalbundesanwalts - nicht gemäß § 354 Abs. 1b StPO dem Beschlussverfahren gemäß § 460, § 462 StPO überlassen werden, weil die möglicherweise erforderliche Entscheidung über einen Härteausgleich nicht in den Regelungsbereich dieser Vorschriften fällt; sie ist dem Urteil des Tatgerichts nach Durchführung einer Hauptverhandlung vorbehalten (vgl. BGH, Beschluss vom 7. Januar 2014 - 3 StR 337/13; Beschluss vom 17. September 2014 - 2 StR 325/14).Fischer Appl EschelbachOtt ZengHinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.