Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=wistra%202015,%20479
Timestamp: 2019-06-17 15:55:18
Document Index: 160281907

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', '§ 4', 'Art. 8', 'Art. 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 32', '§ 29', '§ 32', '§ 29', '§ 13', '§ 72', '§ 406', '§ 40', '§ 33', '§ 31', '§ 273', 'Art. 102', '§ 13', '§ 1', '§ 33', '§ 32', 'Art. 9', 'Art. 101', 'Art. 81', 'Art. 2', '§ 273', '§ 420', '§ 1', '§ 406', 'Art. 6', '§ 78', '§ 32', '§ 40', '§ 32', '§ 33', '§ 29', '§ 40', '§ 32', '§ 40', 'BGH', '§ 32', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 119', '§ 103', '§ 118', '§ 418', '§ 94', 'Art. 20', '§ 138', '§ 418']

Rechtsprechung: wistra 2015, 479 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 14.07.2015 | BFH, 15.04.2015
https://dejure.org/2015,4545
BGH, 19.03.2015 - I ZR 157/13 (https://dejure.org/2015,4545)
BGH, Entscheidung vom 19.03.2015 - I ZR 157/13 (https://dejure.org/2015,4545)
BGH, Entscheidung vom 19. März 2015 - I ZR 157/13 (https://dejure.org/2015,4545)
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NJW 2015, 48
ZIP 2015, 25
BB 2015, 2579
wistra 2015, 479
Nach der Rechtsprechung des Senats folgt hieraus hinsichtlich geschäftlicher Handlungen gegenüber Verbrauchern keine Änderung der Rechtslage, weil bereits § 4 Nr. 1 UWG aF unionsrechtskonform dahingehend auszulegen war, dass eine Beeinträchtigung der Entscheidungsfreiheit der Verbraucher im Sinne von § 4 Nr. 1 UWG aF nur dann vorliegt, wenn der Handelnde diese Freiheit gemäß Art. 8 und 9 der Richtlinie 2005/29/EG durch Belästigung, Nötigung oder durch unzulässige Beeinflussung im Sinne des Art. 2 Buchst. j der Richtlinie 2005/29/EG erheblich beeinträchtigt (vgl. BGH, Urteil vom 19. März 2015 - I ZR 157/13, GRUR 2015, 1134 Rn. 31 = WRP 2015, 1341 - Schufa-Hinweis;… Urteil vom 21. April 2016 - I ZR 276/14, GRUR 2016, 831 Rn. 24 = WRP 2016, 866 - Lebens-Kost;… Urteil vom 21. Juli 2016 - I ZR 127/15, GRUR 2017, 199 Rn. 32 = WRP 2017, 169 - Förderverein).
LG Frankenthal, 24.03.2016 - 2 HKO 97/15
Soweit der Kläger im Zusammenhang mit der Frage, ob die Beklagte mit den beanstandeten Schreiben unzulässigen Druck auf dessen Adressaten ausübt, auf die Entscheidung des BGH vom 19.03.2015 (Az.: I ZR 157/13 = BB 2015, 2579) verweist und die Auffassung vertritt, der vorliegende Sachverhalt sei damit vergleichbar, dass ein Mobilfunkanbieter in seiner Mahnung an den Verbraucher ankündigt, im Falle einer Nicht-Zahlung die Schuldnerdaten des Angemahnten an die Schufa zu übermitteln ohne darauf hinzuweisen, dass der Verbraucher dies durch das Bestreiten der Forderung verhindern kann, was den Tatbestand einer Nötigung erfüllt, kann dem nicht gefolgt werden.
https://dejure.org/2015,25704
BGH, 14.07.2015 - KVR 55/14 (https://dejure.org/2015,25704)
BGH, Entscheidung vom 14.07.2015 - KVR 55/14 (https://dejure.org/2015,25704)
BGH, Entscheidung vom 14. Juli 2015 - KVR 55/14 (https://dejure.org/2015,25704)
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GWB § 32b; VwVfG §§ 29, 40
§ 32b GWB, § ... 33 GWB, § 29 VwVfG, § 13 VwVfG, § 72 GWB, § 406e Abs. 1 StPO, § 40 VwVfG, § 33 Abs. 4 GWB, § 31 Abs. 4 Nr. 2 GWB, § 273 ZPO, Art. 102 AEUV, §§ 13, 29 VwVfG, § 1 IFG, § 33 Abs. 3 GWB, § 32 GWB, Art. 9 VO 1/2003, Art. 101 AEUV, Art. 81 EGV, Art. 2 Nr. 16 der Richtlinie 2014/104/EU, § 273 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, §§ 420 ff. ZPO, § 1 Abs. 1 IFG, § 406e StPO, Art. 6 Abs. 6 der Richtlinie 2014/104/EU, § 78 GWB
§ 32b GWB; §§ 40, 29 VwVfG
§ 32b GWB, § 33 Abs 3 GWB, § 29 VwVfG, § 40 VwVfG
Kartellverwaltungsverfahren: Außergesetzliches Akteneinsichtsrecht eines am Verfahren nicht beteiligten Dritten in Akten der Kartellbehörde - Trinkwasserpreise
Interesse an der Einsicht in Akten der Kartellbehörde bei Trinkwasserpreisen
Trinkwasserpreise, Anspruch des Eigentümers auf Akteneinsicht in Kartellrechtsverfahren gegen Versorgungsbetrieb zur Vorbereitung einer Schadensersatzklage
GWB § 32b; VwVfG § 40
Ein möglicher Kartellgeschädigter kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Recht auf Akteneinsicht haben
Akteneinsichtsrecht zugunsten eines Kartellgeschädigten in Kartellverwaltungsverfahren
Gewährung von Akteneinsicht an einen möglichen Kartellgeschädigten - Trinkwasserpreise
Anspruch auf Einsicht in Kartellverwaltungsverfahrensakten
Akteneinsicht im Kartellverfahren
Akteneinsichtsrecht im Kartellverfahren
Kurznachricht zu "Kartellverwaltungsverfahren - Akteneinsichtsrecht Geschädigter zwecks Geltendmachung zivilrechtlicher Schadensersatzansprüche - Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 14.07.2015" von Dr. Dominique Wagener, original erschienen in: BB 2015, 2504 - 2508.
NJW 2015, 3648
BB 2015, 2504
Denn die Entscheidung nach § 32 b Abs. 1 GWB lässt die Frage, ob das ursprünglich beanstandete Verhalten einen Kartellrechtsverstoß darstellt, gerade offen (vgl. BGH, Beschluss v. 14. Juli 2015 - KVR 55/14 , NZKart 2015, 486 = WuW/E DE-R 4883, Rz. 22 - Trinkwasserpreise ).
Der Kläger hat entsprechend der ihm obliegenden Darlegungslast (vgl. BGH, Beschluss vom 14.07.2015 - KVR 55/14, Rn. 22 - Trinkwasserpreise) zum einen darauf hingewiesen, dass nach einer Erhebung des Bundeskartellamts die Wasserpreise in Mainz im Jahr 2010 erheblich über den Wasserpreisen vergleichbarer Wasserversorger sowie über dem Durchschnitt der Wasserpreise (Erlöse) in den 38 größten Städten Deutschlands und noch deutlicher über dem Durchschnitt aller westdeutschen Städte (ohne Berlin) mit mehr als 200.000 Einwohnern lagen (vgl. S. 3 des Beschlusses des Bundeskartellamts vom 08.05.2012 - B 8 - 159/11, Anlage BB 5, Bl. 572 d. A.).
An diese Rechtsprechung hat der Bundesgerichtshof in jüngerer Zeit angeknüpft, soweit kein dem Informationsfreiheitsgesetz des Bundes entsprechendes Landesgesetz besteht (BGH, Beschluss vom 14. Juli 2015 - KVR 55.14 - NJW 2015, 3648, juris Rn. 15, 27).
BFH, 15.04.2015 - VIII R 1/13
https://dejure.org/2015,24672
BFH, 15.04.2015 - VIII R 1/13 (https://dejure.org/2015,24672)
BFH, Entscheidung vom 15.04.2015 - VIII R 1/13 (https://dejure.org/2015,24672)
BFH, Entscheidung vom 15. April 2015 - VIII R 1/13 (https://dejure.org/2015,24672)
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Geltendmachung eines unheilbaren Beweisverwertungsverbots - Mitwirkung des Steuerpflichtigen im Besteuerungsverfahren nach bereits eingeleitetem Strafverfahren - Beweiskraft eines unangefochtenen Protokolls über die mündliche Verhandlung - Unbegründete Besetzungsrüge bei fehlerhafter Aufnahme des Namens einer Richterin in das FG-Urteil - Tatbestandswirkung und Rechtmäßigkeitsprüfung hinsichtlich einer Durchsuchungsanordnung
§ 119 Nr 1 FGO, § 103 FGO, § 118 Abs 2 FGO, § 418 ZPO, § 94 FGO
GG Art. 20 Abs. 3; StPO § 138 Abs. 1
Beweisverwertungsverbot; Protokoll der mündlichen Verhandlung als öffentliche Urkunde i.S. des § 418 ZPO; fehlerhafte Aufnahme des Namens einer ehrenamtlichen Richterin in das FG-Urteil als offenbare Unrichtigkeit berichtigungsfähig
Durchsuchungsanordnung - und das Beweisverwertungsverbot im Besteuerungsverfahren
BVerfG, 10.03.2016 - 1 BvR 3062/15
(4.) Der Feststellung der Rechtswidrigkeit der Anwesenheit der Bediensteten des Beklagten im Rahmen der Durchsuchungsmaßnahme der Kriminalpolizei sowie eventuell im Rahmen eines eigenen steuerstrafrechtlichen Ermittlungsvorgangs steht im Streitfall auch nicht die Tatbestandswirkung des Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlusses des Amtsgerichtes (…vgl. zur Tatbestandswirkung z.B. BFH-Beschluss vom 27. Juni 2008 II B 19/07, BFH/NV 2008, 1519 m.w.N.; BFH-Urteil vom 15. April 2015 VIII R 1/13, wistra 2015, 479 Rdnr. 47 m.w.N.; Urteil des erkennenden Senats vom 10. September 2008 13 K 1915/08, EFG 2009, 82; Hessisches Finanzgericht…, Urteil vom 24. September 2009 6 K 1747/08, juris Rdnr. 88) entgegen.
Auch der BFH geht davon aus, ein Beweisverwertungsverbot, das auch nicht durch zulässige, erneute Ermittlungsmaßnahmen geheilt werden könne, komme als Folge einer fehlerhaften Maßnahme in Betracht, wenn die zur Fehlerhaftigkeit der Ermittlungsmaßnahme führenden Verfahrensverstöße schwerwiegend gewesen oder bewusst oder willkürlich begangen worden seien (vgl. BFH-Urteile vom 4. Dezember 2012 VIII R 5/10, BStBl II 2014, 220; vom 15. April 2015 VIII R 1/13, wistra 2015, 479; die dagegen gerichtete Verfassungsbeschwerde 1 BvR 3062/15 wurde nicht zur Entscheidung angenommen).
Ein derartiges Verwertungsverbot, das auch nicht durch zulässige, erneute Ermittlungsmaßnahmen geheilt werden kann, kommt als Folge einer fehlerhaften Maßnahme nach ständiger Rechtsprechung nur dann in Betracht, wenn die zur Fehlerhaftigkeit der Ermittlungsmaßnahme führenden Verfahrensverstöße schwerwiegend waren oder bewusst oder willkürlich gegangen wurden (…BFH, Urteile vom 19. August 2009 I R 106/08, BFH/NV 2010, 5; vom 15. April 2015 VIII R 1/13, wistra 2015, 479 = Juris Rdnr. 41 m. w. N.).
Fehlt es an einem derart schwerwiegenden Verfahrensmangel, insbesondere an grundrechtsrelevanten Verstößen einer unmittelbaren Ermittlungsmaßnahme, so ist es bei der gebotenen Abwägung zwischen den Individualinteressen von Steuerpflichtigen, nicht aufgrund verfahrensfehlerhafter Ermittlungsmaßnahmen mit einer materiell-rechtlich an sich zutreffenden Steuer belastet zu werden, und der Pflicht des Staates, eine gesetzmäßige und gleichmäßige Steuerfestsetzung zu gewährleisten, gerechtfertigt, eine Fernwirkung eventueller Verwertungsverbote auf spätere rechtmäßig erlangte Ermittlungsergebnisse zu verneinen (BFH, Urteil vom 15. April 2015 VIII R 1/13, a. a. O., Rdnr. 42).
Ob die richterliche Anordnung schon deshalb rechtswidrig ist, weil auch der Richter im Vorfeld z. B durch eine Abfrage bei den Meldebehörden hätte ermitteln können, dass die zu durchsuchende Wohnung auch von der Klägerin bewohnt wurde, kann offenbleiben, weil im Besteuerungsverfahren ein nicht angefochtener Beschuss des Amtsgerichts Tatbestandwirkung entfaltet und es den Steuergerichten verwehrt ist, diesen zu überprüfen (BFH, Urteil vom 15. April 2015 VIII R 1/13, wistra 2015, 479 = Juris Rdnr. 46 f.;… Beschluss vom 17. Juli 2003, BFH/NV 2003, 1594 = Juris Rdnr. 8).
15.04.2015 VIII R 1/13) bestehe kein Beweisverwertungsverbot.
FG Hamburg, 11.04.2018 - 6 K 44/17
Zulässigkeit einer Fortsetzungsfeststellungsklage - Anforderungen an die …
Dies ergebe sich in einem Umkehrschluss aus der Entscheidung des Finanzgerichts Hamburg vom 17. Januar 2012 (2 V 43/12, juris), welche durch das Urteil des BFH vom 15. April 2015 (VIII R 1/13, juris) bestätigt worden sei.