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Timestamp: 2019-07-21 23:12:34
Document Index: 248597686

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 20', '§ 13', '§ 33', '§ 13', '§ 33', '§ 33', '§ 13', '§ 27', '§ 33']

BFH Urteil vom 18.04.2012 - II R 36/10 (veröffentlicht am 30.05.2012) | Finance Office Professional | Finance | Haufe
BFH Urteil vom 18.04.2012 - II R 36/10 (veröffentlicht am 30.05.2012)
GG Art. 3 Abs. 1, Art. 20 Abs. 3; GrStG § 13 Abs. 1, § 33 Abs. 1
FG Bremen (Urteil vom 09.06.2010; Aktenzeichen 3 K 57/09 (1); EFG 2010, 1813)
2. Im vorliegenden Verfahren ist nicht zu prüfen, ob die Anknüpfung der Grundsteuer an die Einheitswerte (§ 13 Abs. 1 GrStG) für die Jahre ab 2008 noch verfassungsgemäß ist oder ob dies wegen der für die Einheitsbewertung maßgebenden Wertverhältnisse vom 1. Januar 1964 bzw. im Beitrittsgebiet vom 1. Januar 1935 nicht der Fall ist (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 30. Juni 2010 II R 60/08, BFHE 230, 78, BStBl II 2010, 897; vom 30. Juni 2010 II R 12/09, BFHE 230, 93, BStBl II 2011, 48, und vom 6. Juli 2011 II R 35/10, BFH/NV 2011, 2019). Ein Anspruch auf Erlass von Grundsteuer nach § 33 GrStG n.F. setzt nämlich ebenso wie nach § 33 GrStG a.F. eine Minderung des normalen Rohertrags in einem bestimmten Umfang voraus und kann daher nicht darauf gestützt werden, dass die Heranziehung der Einheitswerte bei der Bemessung der Grundsteuer nicht mehr verfassungsgemäß sei. Die Rechtmäßigkeit des für die Grundsteuerfestsetzung maßgebenden Einheitswerts, des Grundsteuermessbetrags (§ 13 Abs. 1 GrStG) und der festgesetzten Grundsteuer (§ 27 GrStG) ist nicht Gegenstand eines auf Erlass von Grundsteuer nach § 33 GrStG gerichteten Rechtsbehelfsverfahrens. Im Übrigen können wegen der bindende...