Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZIP%202001,%202235
Timestamp: 2020-04-09 10:44:54
Document Index: 78068208

Matched Legal Cases: ['§ 823', '§ 266', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 129', '§ 208', '§ 266', '§ 64', '§ 129', '§ 129', '§ 208', '§ 266', '§ 64', '§ 823', '§ 129', '§ 823', '§ 266', '§ 266', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 129', '§ 266']

Rechtsprechung: ZIP 2001, 2235 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Dresden, 16.01.2003
Beitragszahlungen des späteren Gesamtvollstreckungsschuldners an einen Sozialversicherungsträger
Ein nach § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 266a Abs. 1 StGB ersatzfähiger Schaden des Sozialversicherungsträgers entfällt jedoch, wenn pflichtgemäß geleistete Zahlungen anfechtungsrechtlich keinen Bestand gehabt hätten (…BGH, Urt. v. 14. November 2000 - VI ZR 149/99, WM 2001, 162, 164; v. 18. April 2005 - II ZR 61/03, WM 2005, 1180, 1182; vgl. auch BGH, Urt. v. 25. Oktober 2001 - IX ZR 17/01, BGHZ 149, 100, 107 a.E.;… v. 29. September 2008 - II ZR 162/07, ZIP 2008, 2220 Rn. 14; v. 9. August 2005 - 5 StR 67/05, ZIP 2005, 1678, 1679; OLG München NZI 2010, 943, 944 f).
https://dejure.org/2003,1702
OLG Dresden, 16.01.2003 - 7 U 1167/02 (https://dejure.org/2003,1702)
OLG Dresden, Entscheidung vom 16.01.2003 - 7 U 1167/02 (https://dejure.org/2003,1702)
OLG Dresden, Entscheidung vom 16. Januar 2003 - 7 U 1167/02 (https://dejure.org/2003,1702)
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Privilegierung des Anspruchs auf Zahlung der Arbeitnehmerbeträge zur Sozialversicherung auch gegenüber anderen Gläubigern im Rahmen der Insolvenzanfechtung
InsO §§ 129 ff.; SGB III § 208 Abs. 2; StGB § 266a Abs. 1; GmbHG § 64 Abs. 2 Satz 1
Privilegierung des Anspruchs der Einzugstelle auf Zahlung der Arbeitnehmerbeträge auch gegenüber anderen Gläubigern im Rahmen der Insolvenzanfechtung
Schadensersatzanspruch einer Krankenkasse in ihrer Eigenschaft als Einzugsstelle für die Gesamtsozialversicherunsbeiträge gegen den Geschäftsführer einer GmbH wegen Nichtabführung der Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung in der Insolvenz
Benachteiligung anderer Insolvenzgläubiger bei Zahlung von Arbeitnehmersozialversicherungsanteilen an die Einzugsstelle trotz Krise; Einwand des rechtmäßigen Alternativverhaltens; Begriff der "Zahlungsunfähigkeit" nach der Insolvenzordnung und Abgrenzung zum Begriff der ...
§ 129 InsO, §§ 129 ff InsO, § 208 Abs 2 SGB 3, § 266a Abs 1 StGB, § 64 Abs 2 S 1 GmbHG, § 823 Abs 2
InsO §§ 129 ff., 17; BGB § 823 Abs. 2; StGB § 266a Abs. 1
Haftungsanspruch des Sozialversicherungsträgers gegen Geschäftsführer wegen Nichtabführung von Arbeitnehmeranteilen bei nur insolvenzrechtlicher Zahlungsunfähigkeit
Zusammenfassung von "Die Bedeutungslosigkeit des § 266a Abs. 1 StGB als Vorrecht der Sozialversicherungsträger in der Insolvenz des Beitragsschuldners" von RA Dr. Lucas F. Flöther / Gregor Bräuer, original erschienen in: DZWIR 2003, 353 - 361.
LG Chemnitz, 31.05.2002 - 1 O 4522/01
NZI 2003, 375
Mit der von dem Berufungsgericht (ZInsO 2003, 376 = ZIP 2003, 360) zugelassenen Revision erstrebt der Beklagte weiterhin die Abweisung der Klage.
Das entspricht im übrigen auch der eigenen Auffassung dieses Senats (kritisch hierzu OLG Dresden ZIP 2003, 360, 364).
Dementsprechend hat die Rechtsprechung bisher eine Verlagerung der Darlegungslast nur in Erwägung gezogen, wenn sich im Zeitpunkt der streitigen vorzunehmenden oder unterlassenen Rechtshandlung die GmbH bereits in der Krise befand (BGHZ 126, 181, 200, rechnerische Überschuldung; OLG Köln WM 2001, 1160, rechnerische Überschuldung; OLG Dresden ZIP 2003, 360; OLG Düsseldorf GmbHR 2000, 939 und OLG Brandenburg GmbHR 2003, 595 jeweils zur Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen).
Die von der Berufung in Bezug genommene Entscheidung des OLG Dresden vom 16.1.2003 (ZIP 2003, 360) steht in Widerspruch zur Rechtsprechung des BGH (BGHZ 149, 100= NJW 2002, 512; Urteil vom 12.2.2004, NJW 2004, 2163).
Die in anderem Zusammenhang geäußerte Auffassung des 7. Senats des OLG Dresden (ZIP 2003, 360), wonach die Zahlung der Arbeitnehmeranteile die übrigen Gläubiger nicht i.S.v. § 129 Abs. 1 InsO benachteilige, veranlasst den Senat nicht zu einer Änderung seiner bisherigen Rechtsprechung.
Soweit vertreten wird, auf Grund des besonderen Schutzes der Beiträge zur Sozialversicherung in § 266 a StGB seien diese auch insolvenzrechtlich als privilegiert anzusehen und deshalb von einer Anfechtung auszunehmen (OLG Dresden ZIP 2003, 360 - Brückel/Kersten, NZI 2004, 422, 424) folgt das Gericht dieser Auffassung nicht.