Source: http://www.serviceleistung-hund.de/tierschutzgesetz-hundetrainer-erlaubnis.html
Timestamp: 2018-02-23 14:34:08
Document Index: 168606596

Matched Legal Cases: ['§11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§11', '§11', '§11', '§11', '§11', '§11', '§11']

Erlaubnispflicht für Hundetrainer - §11 TierSchG.
Änderung des Tierschutzgesetzes in Deutschland vom 12.07.2013.
Eilmeldung zu § 11 I S. 1 Nr. 8 f TierSchG (Genehmigung für Hundetrainer)
Das VG Ansbach hat gestern (13.03.2017) in zwei Fällen Hundetrainern Recht gegeben, die gegen Untersagungsverfügungen der Erlaubnisbehörde geklagt hatten.
Zwar liegen die schriftlichen Urteile noch nicht vor. Nach dem Verlauf der mündlichen Verhandlungen ist allerdings davon auszugehen, dass das Gericht dem Qualifikationsmerkmal „beruflicher Umgang“ mit der erlaubnispflichtigen Tätigkeit besonderes Gewicht beigemessen hat – im Klartext: Berufliche Tätigkeit als Hundetrainer allein ist als Sachkundenachweis anzuerkennen; die Erlaubnisbehörde kann in diesem Fall kein Fachgespräch verlangen.
Das ist eine gute Nachricht für alle Hundetrainer, die schon lange vor Einführung der Erlaubnispflicht in ihrem Beruf gearbeitet haben. Dies gilt umso mehr, als diese Entscheidungen von einem bayerischen Gericht stammen. Für die Erlaubnisbehörden in Bayern dürfte es damit schwerer werden, das bisher praktizierte Standardverfahren zur Sachkundeprüfung durchzusetzen.
Information zur Berufserlaubnis § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 Buchstabe f TierSchG
Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz (LAV) - Arbeitsgruppe Tierschutz - Erlaubnis nach § 11 des Tierschutzgesetzes für das gewerbsmäßige Ausbilden von Hunden
Ausbildungen und Prüfungen öffentlich-rechtlicher und privater Anbieter sind gleichgestellt, sofern Ausbildungsinhalte und Abschlussprüfungen den Rahmenbedinungen des Infoschreibens "Fragen und Antworten zu § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 Buchstabe f TierSchG (n.F.)" / "Anhang A" der Bund-Länder Arbeitsgrupe "AVV TierSchG" entsprechen. (Siehe Anlage Download)
- geeignete Nachweise zur Aus-, Fort- und Weiterbildung inklusive
- Beschreibung von Art, Umfang und Inhalten der Schulungen und Prüfungen sowie
- Nachweise über bisherige Tätigkeiten und
- Beschreibung des Umfangs und der Schwerpunkte der bisherigen Arbeit
zur Antragstellung für die Berufserlaubnis § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 Buchstabe f TierSchG einreichen.
Die zuständige Behörde (am Wohnsitz des Antragstellers) prüft auf Basis der eingereichten Unterlagen im Einzelfall die Sachkunde des Antragsstellers. Die Ämter sind ausdrücklich dazu angehalten, alle Aspekte zu würdigen und jede Art von relevanter Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie abgelegte Prüfungen zu berücksichtigen. Die Ämter sind ausdrücklich nicht dazu angehalten, nur Ausbildungen der IHK oder einer Tierärztekammer zu akzeptieren.
Weiterhin darf die Berufserlaubnis nicht die Ausbildung bei IHK oder Tierärztekammer bedingen. Ausbildungen von öffentlich-rechtlichen Institutionen sind nicht staatlich anerkannt. Zu einem Fachgespräch soll eingeladen werden, wenn die eingereichten Unterlagen Lücken aufweisen (z.B. fehlende Inhalte, Anwesenheit aber kein Antritt einer Abschlussprüfung).
Im Falle der Ablehnung oder Aufforderung, einen mehrteilligen Test ( dog-test) absolvieren zu müssen, sollten Antragsteller sich das Ergebnis der Einzelfallprüfung in schriftform aushändigen lassen, um danach weitere Schritte einleiten zu können.
Alle anderen Aussagen sind unrichtig! Entscheidungen können notfalls angefochten werden über Dienstaufsichtsbeschwerde bzw. über anwaltlichen Beistand. Stand März 2017
Anerkennung nach §11 TierSchG 8f
In folgenden Bundesländern haben unsere Absolventen die Anerkennung nach §11 TierSchG 8f ohne zusätzliche Prüfung erhalten:
Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Schleswig Holstein, Niedersachsen, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz.
Es ist die Erlaubnispflicht für jeden, der gewerbsmäßig für Dritte Hunde ausbildet oder die Ausbildung von Hunden durch den Tierhalter anleitet. Gewerbsmäßigkeit im Sinne des Tierschutzgesetzes bedeutet: Tätigkeit ist selbstständig, planmäßig mit Gewinnerzielungsabsicht. Zuständig für die Antragsannahme und Erlaubniserteilung sind die örtlichen Veterinärämter.
Die DHW sowie der DGHV (Deutscher Gebrauchshundeverband) verfolgen von Anfang an die Entwicklungen hinsichtlich der Umsetzung der Erlaubnispflicht und stehen in Kontakt mit den zuständigen Behörden. Es gibt aber noch keine bundeseinheitliche Regelung hinsichtlich der Prüfungen in Bezug auf §11, auch wenn einzelne Stimmen das behaupten.
Jedes Bundesland kann individuelle Verordnungen und Prüfungen schaffen. In einzelnen Bundesländern kann die Erlaubnispflicht auf eine eigene Prüfung hinauslaufen, wobei keinerlei vorhandene Qualifikation anerkannt wird. In anderen Bundesländern hingegen sind Ausbildungsnachweise unseres Institutes bereits anerkannt worden. Wir haben die Inhalte unserer Ausbildungen entsprechend den Vorgaben zu §11 TierSchG angepasst und überarbeitet, so dass einer Erlaubnis aufgrund der nachgewiesenen Qualifikation nichts im Wege steht.
Wir erfüllen alle Anforderungen nach §11 TierSchG für die Erlaubnis als Hundetrainer.
Wie die Behörden mit Anträgen umgehen, ist derzeit nicht klar nachvollziehbar. Es kann sein, dass Ihr Antrag abgelehnt wird oder Sie zu einem Fachgespräch geladen werden bzw. auch einen Multiple Choice Test absolvieren müssen. Im Zuge der Umsetzung der Erlaubnispflicht für Hundetrainer gibt es verschiedene Angebote zur Vorbereitung auf die Erlaubnispflicht. Darunter sind reine Info-Veranstaltungen ebenso wie mehrtägige Seminare zur „Prüfungsvorbereitung“. Die Angebote sind aus unserer Sicht nicht in jedem Fall seriös. Prüfen Sie deshalb genau, ob Sie Geld für dubiose Seminare ausgeben, dessen Inhalte vielleicht nicht anerkannt werden.
Quelle: Dr. Eugène Beaucamp, Susan Beaucamp (Rechtsanwälte) www.kanzlei-sbeaucamp.de
04.09.2015 - Aktuelle Information vom LANUV NRW, Fr. Dr. Hartmann.
Gleichwertigkeitsanerkennung von Sachkundeprüfungen:
In der Arbeitsgruppe: Tierschutz der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz (LAV) wurde beschlossen, dass keine bundesweite Anerkennungen von Institutionen auf dem Gebiet der Hundetrainer erfolgen sollen, auch in den Ländern soll auf Anerkennungen verzichtet werden.
Des Weiteren hat das VG Darmstadt der bei vielen Erlaubnisbehörden üblichen obligatorischen Hinzuziehung externer Sachverständiger eine klare Absage erteilt. Die AVV geht davon aus, dass der Amtstierarzt sachverständig ist. Die Hinzuziehung eines externen Sachverständigen muss in jedem Fall aufgrund besonderer Umstände gerechtfertigt sein. Auch in diesem Verfahren wird kein Urteil ergehen, weil sich die Parteien auf eine einvernehmliche Erledigung verständigt haben.
Copyright: Mit freundlicher Genehmigung, Dr. Eugène Beaucamp
Tierschutzeinrichtungen, die eine Erlaubnis als Tierheim oder ähnliche Einrichtung besitzen, benötigen künftig ebenfalls die Genehmigung nach §11 Nr. 1, Abs. 5 TierSchG, wenn Hunde aus dem Ausland vermittelt werden. Das Halten von Tieren in einem Tierheim oder ähnlicher Einrichtung, gewerbsmäßiger Handel mit Tieren oder die Vermittlung von Hunden aus dem Ausland, ist künftig erlaubnispflichtig.
Erlaubnispflicht für Auslandstierschutz
Zukünftig benötigen Alle, die Hunde aus dem Ausland nach Deutschland verbringen bzw. einführen oder diese verbrachten bzw. eingeführten Tiere vermitteln, eine Erlaubnis nach §11 TierSchG der zuständigen Veterinärbehörde. Damit soll erreicht werden, dass alle Personen, die mit Hunden umgehen, die erforderliche Sachkunde haben. Dem unseriösen Welpenhandel soll hierdurch ebenfalls Einhalt geboten werden.