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Timestamp: 2018-06-21 20:26:34
Document Index: 318487494

Matched Legal Cases: ['§ 705', '§ 105', '§ 161', '§ 230', '§ 484', '§ 1', '§ 741', '§ 1', '§ 488']

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29.1.2009 | Ratgeber - Gesellschaftsrecht
Mehr zum Thema: Gesellschaftsrecht Rubrik, Personengesellschaften, Gesellschafter, Gesellschaftsformen
Ein kurzer Überblick über die Personengesellschaften GbR, GmbH, OHG, KG
Das deutsche Rechtssystem bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten für Personen, sich zu einer Gesellschaft zu verbinden. Allen Gesellschaftsformen gemeinsam ist der Zweck bzw. qualifizierte Zweck, der mit der Gesellschaft verfolgt werden soll und die Tatsache, dass die Gesellschafter grundsätzlich mit ihrem Privatvermögen für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haften. Gesellschaften lassen sich in zwei Hauptkategorien einteilen: auf der einen Seite die sog. Personengesellschaften, auf der anderen Seite die Kapitalgesellschaften. Der vorliegende Artikel soll einen Überblick über die Personengesellschaften geben und darüber, welche Form für welchen Zweck sinnvoll ist. Des Weiteren soll der Artikel Aufschluss über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Gesellschaftsform geben. Der zweite Teil des Artikels wird sich mit den Kapitalgesellschaften befassen.
die GbR (Gesellschaft des bürgerlichen Rechts) §§ 705 ff BGB
die OHG (Offene Handelsgesellschaft) §§ 105 ff HGB
die KG (Kommanditgesellschaft) §§ 161 ff HGB
die stille Gesellschaft §§ 230 ff HGB
die Reederei §§ 484 ff HGB
die Partnerschaftsgesellschaft §§ 1 ff PartGG
die EwiV (Europäische wirtschaftliche Interessensvereinigung)
der Bruchteilsgemeinschaft, § 741 BGB
der WEG (Wohnungseigentümergemeinschaft) §§ 1 ff WoEigG
der Lebensgemeinschaft
dem partiarischen Darlehen § 488 BGB
Die Kommanditgesellschaft ist eine Personengesellschaft, die sich aus mindestens einem Komplementär und einem Kommanditisten zusammensetzt, wobei der Komplementär wie ein geschäftsführender Gesellschafter agiert, der Kommanditist hingegen lediglich die Kapitaldecke der Gesellschaft erhöht. Aus diesem Grund wartet die KG im Unterschied zu den vorgenannten Personengesellschaften dann auch gleich mit zwei Besonderheiten auf. Anders als bei der GbR oder der OHG ist bei der KG zumindest für den Kommanditisten die Haftung auf seine Gesellschaftseinlage beschränkt.
Voraussetzung ist jedoch, dass der Kommanditist seine Einlage auch vollständig erbracht hat. Für den Teil der Einlage, die der Kommanditist noch nicht erbracht hat, haftet er jedoch nach wie vor mit seinem Privatvermögen. Der zweite Unterschied besteht darin, dass der Komplementär einer KG nicht zwangsläufig eine natürliche Person sein muss. Möglich ist auch, eine GmbH als Komplementär einzusetzen. In diesem Fall würde der Komplementär, die GmbH, nur bis zur Höhe der GmbH-Einlage haften. Eine solche KG würde sich dann GmbH & Co. KG nennen.
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