Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/3/3199.htm
Timestamp: 2018-11-20 16:31:06
Document Index: 392082436

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 58', '§ 64', '§ 22', '§ 33', '§ 2', '§ 33', '§ 5']

3.199 Grüninger Ried
Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg über das Naturschutzgebiet »Grüninger Ried« vom 1. Februar 1994 (GBl. v. 23.03.1994, S. 178).
Auf Grund von § 21, § 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S. 654), zuletzt geändert durch das Biotopschutzgesetz vom 19. November 1991 (GBI. S. 701), und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBI. 1979 S. 12), wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Donaueschingen und auf dem Gebiet der Gemeinde Brigachtal, Landkreis Schwarzwald - Baar - Kreis, werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Grüninger Ried«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 10,8 ha und befindet sich östlich der Bahnlinie zwischen der Gemeinde Brigachtal und der Stadt Donaueschingen - Grüningen.
Es umfaßt nach dem Stand vom 15. Oktober 1992 auf dem Gebiet der Stadt Donaueschingen, Gemarkung Grüningen, das Grundstück Flst. Nr. 198 und auf dem Gebiet der Gemeinde Brigachtal, Gemarkung Klengen, die Grundstücke Flst. Nr. 2358 und 2359 (teilweise).
(2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 und in einer Karte im Maßstab 1:5000, jeweils mit Stand vom 15.Oktober 1992, rot eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Freiburg in Freiburg i. Br., beim Landratsamt Schwarzwald - Baar - Kreis in Villingen - Schwenningen und beim Bürgermeisteramt der Stadt Donaueschingen in Donaueschingen auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung eines vielfältigen und strukturreichen Mosaiks aus unterschiedlichen Feuchtwiesentypen, Brachestadien, Großseggenrieden, Röhrichten und einzelnen Gehölzen als Lebensraum zahlreicher seltener und gefährdeter Tier - und Pflanzenarten.
4. Entwässerungs- oder andere Maßnahmen vorzunehmen, die den Wasserhaushalt des Gebietes verändern, sowie die Wasserqualität durch das Einbringen von Stoffen zu beeinflussen;
13. das Schutzgebiet außerhalb von befestigten Wegen zu betreten;
1. für die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß die Errichtung jagdlicher Einrichtungen und die Anlage von Fütterungen und Wildäckern untersagt ist;
2. für die ordnungsmäßige landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art, in der bisherigen Intensität und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß das Ausbringen von Düngemitteln und Pestiziden jeglicher Art untersagt ist;
3. für die ordnungsmäßige Ausübung der Fischerei mit der Maßgabe, daß das Fischen mit der Handangel und das Betreten der Röhrichtbereiche untersagt ist;
(2) Ordnungswidrig im Sinne von § 33 Abs. 2 Nr. 4 LJagdG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 5 Nr. 1 dieser Verordnung die Jagd ausübt.
FREIBURG I. BR., den 1. Februar 1994