Source: https://www.anwalt24.de/gesetze/hdo/57
Timestamp: 2017-11-22 15:07:24
Document Index: 119964069

Matched Legal Cases: ['§ 57', '§ 57', '§ 58', '§ 11', '§ 58', '§ 25', '§ 30', '§ 30', '§ 23', '§ 28']

§ 57 HDO | anwalt24.de
§ 57 HDO
Dritter Abschnitt – Disziplinarverfahren → Siebenter Titel – Untersuchung
(1) Die Einleitungsbehörde muss das förmliche Disziplinarverfahren, solange es noch nicht bei der Disziplinarkammer anhängig ist (§ 58a Abs. 1), einstellen, wenn
der Beamte aus dem Beamtenverhältnis ausscheidet oder entlassen wird,
ein Ruhestandsbeamter nach den Bestimmungen des Beamtenversorgungsgesetzes infolge einer gerichtlichen Verurteilung seine Rechte als Ruhestandsbeamter verliert,
der Ruhestandsbeamte auf seine Rechte als solcher der obersten Dienstbehörde gegenüber schriftlich verzichtet,
bei einem Ruhestandsbeamten die Kürzung oder Aberkennung des Ruhegehalts nicht gerechtfertigt erscheint,
nach § 11a von einer Disziplinarmaßnahme abzusehen ist.
(2) Die Einleitungsbehörde kann das förmliche Disziplinarverfahren, solange es noch nicht bei der Disziplinarkammer anhängig ist (§ 58a Abs. 1), einstellen, wenn sie dies nach dem Ergebnis der Untersuchung oder aus anderen Gründen für angebracht hält. Sie kann in diesem Falle auch eine Disziplinarmaßnahme im Rahmen der ihr nach § 25 zustehenden Befugnis verhängen oder, wenn sie ihre Disziplinargewalt nicht für ausreichend hält, die Entscheidung des höheren Dienstvorgesetzten herbeiführen.
(3) Im Falle des § 30 ist eine Einstellung gemäß Abs. 2 Satz 1 ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Beamten nur zulässig, wenn sie damit begründet wird, dass kein Dienstvergehen vorliegt.
(4) Die Einstellungsverfügung ist zu begründen und dem Beamten zuzustellen. Im Falle der Einstellung nach Abs. 2 Satz 1 gilt § 30 Satz 3 bis 5 entsprechend.
(5) In den Fällen des Abs. 1 und 2 gelten § 23 Abs. 2 und § 28 entsprechend.