Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/GVBL/MBL-ORD/2000/14_0436.htm
Timestamp: 2018-01-21 00:59:47
Document Index: 6862566

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 2', '§ 11', '§ 77', '§ 88', '§ 4', '§ 16', '§ 22', '§ 17', '§ 13', '§ 23', '§ 22', '§ 13', '§ 15', '§ 22', '§ 13', '§ 15', '§ 13', '§ 18', '§ 23', '§ 15', '§ 19', '§ 24', '§ 21', '§ 23', '§ 12', '§ 13', '§ 17', '§ 20', '§ 17', '§ 12', '§ 13', '§ 9', '§ 22', '§ 15', '§ 9', '§ 25', '§ 68', '§ 32', '§ 19', '§ 24', '§ 16', '§ 9']

14_0436
Ministerialblatt LSA Nr. 14/2000 vom 9.5.2000
Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Umwelttechnik
vom 15.2.1999
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat die in der Anlage abgedruckte Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Umwelttechnik vom 15.2.1999 als Satzung beschlossen, die vom Kultusministerium gemäß § 17 Abs. 1 i.V.m. § 2 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt i. d. F. vom 1.7.1998 (GVBl. LSA S. 300) mit Erlaß vom 9.9.1999 genehmigt worden ist.
Auf Grund des § 11 Abs. 1 sowie der § 77 Abs. 3 Nr. 11 und § 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt in der Fassung vom 01. 7.1998 (GVBl LSA S. 300) hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die folgende Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Umwelttechnik des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften erlassen:
§ 4 Gliederung und Terminierung der Prüfungen
5. Anhang zur Diplomprüfungsordnung
Anlage 1: Prüfungsplan für den Studiengang Umwelttechnik
Anlage 2: Modellstudienplan für den Studiengang Umwelttechnik
Die Diplomprüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluß des Studiums im Studiengang Umwelttechnik. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob die Studierenden die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen gründlichen Fachkenntnisse erworben haben, die Zusammenhänge des Fachgebietes überblicken und die Fähigkeit besitzen, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden.
(1) Die Regelstudienzeit für den Studiengang Umwelttechnik beträgt 9 Semester einschließlich einer berufspraktischen Ausbildung (§ 16).
Modul 1: Naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen (1.- 3. Semester)
Modul 2: Vertiefung ingenieurwissenschaftlicher Grundlagen, (4.+ 5. Semester)
Modul 3: Studiengangsspezifische Vertiefung (6.- 8. Semester)
Modul 4: Praxisrelevante Vertiefung durch differenziertes Praktikum, Fachexkursion (studienbegleitend) und Diplomarbeit (9. Semester)
auf Modul 1: 73 Semesterwochenstunden,
auf Modul 2: 43 Semesterwochenstunden und
auf Modul 3: 53 Semesterwochenstunden.
Gliederung und Terminierung der Prüfungen
(1) Der Diplomprüfung (§§ 22 ff.) geht die Diplomvorprüfung (§§ 17 ff.) voraus.
(5) Bei Zustimmung des Prüfers können Prüfungen auch außerhalb der Prüfungsperioden bzw. Wiederholungsprüfungen in der gleichen Prüfungsperiode wie die Erstprüfungen durchgeführt werden. Ein Anspruch seitens der Studierenden besteht nicht.
vier wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern und zwei Studierenden so daß die Mehrheit der Professorinnen und Professoren immer gewahrt ist.
Die studentischen Mitglieder des Prüfungsausschusses können bei pädagogisch-wissenschaftlichen Entscheidungen nicht mitwirken. Als solche gelten u. a. die Beurteilung oder Anrechnung von Prüfungsleistungen oder Studienzeiten und die Bestimmung der Prüfenden.
(3) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses werden auf Vorschlag der Mitgliedergruppen vom Fachbereichsrat bestellt. Die bzw. der Vorsitzende werden durch den Fachbereichsrat gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Die bzw. der stellvertretende Vorsitzende werden durch die Professrinnen bzw. Professoren des Prüfungsausschusses gewählt und durch den Fachbereichsrat bestätigt. Wiederwahl ist ebenfalls zulässig. Die Amtszeit der Mitglieder aus der Gruppe der Professorinnen und Professoren sowie aus der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beträgt 2 Jahre, die Amtszeit der studentischen Mitglieder 1 Jahr. Gleichzeitig ist für den Verhinderungsfall aus jeder Mitgliedergruppe ein Vertreter bzw. eine Vertreterin zu wählen.
(7) Der Prüfungsausschuß bestellt die Prüfenden und die Beisitzenden. Er kann die Bestellung der bzw. dem Vorsitzenden übertragen. Prüfungsberechtigt für die Fachprüfungen sind alle Professorinnen und Professoren sowie habilitierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften und anderer Fachbereiche, die für das zu prüfende Lehrgebiet eine Berufung haben bzw. das entsprechende Fach in der Lehre vertreten. Prüfungsberechtigt sind auch andere Personen, die mit Bestätigung des Fachbereichsrates das zu prüfende Fach in der Lehre vertreten; in diesem Falle kann die Prüfungsberechtigung zeitlich beschränkt werden. Zur bzw. zum Beisitzenden kann jedes Mitglied der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bestellt werden, das in dem jeweiligen Prüfungsfach eine Abschlußprüfung an einer deutschen Universität bzw. Hochschule bestanden hat oder eine gleichwertige Qualifikation besitzt. Die Kandidatin bzw. der Kandidat kann dem Prüfungsausschuß die Prüfende bzw. den Prüfenden vorschlagen. Der Vorschlag begründet keinen Anspruch.
(10) Die Sitzungen des Prüfungsausschusses sind nicht öffentlich. An den Sitzungen des Prüfungsausschusses kann als Schriftführerin oder Schriftführer eine vom Prüfungsausschuß dafür bestimmte Person teilnehmen. Zur Lösung von Einzelfragen können kompetente Personen als Gäste geladen werden. Diese sowie die Schriftführerin bzw. der Schriftführer unterliegen ebenfalls der Amtsverschwiegenheit. Der Prüfungsausschuß ist beschlußfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder aus der Gruppe der Professorinnen und Professoren sowie mindestens die Hälfte der Mitglieder aus der Gruppe der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Studierenden anwesend sind. Der Prüfungsausschuß entscheidet mit einfacher Mehrheit der nach Maßgabe von Abs. 2 stimmberechtigten Mitglieder. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der bzw. des Vorsitzenden.
(1) In einer Prüfung soll die Kandidatin bzw. der Kandidat nachweisen, daß sie bzw. er die Zusammenhänge des Fachgebietes erkennt, spezielle Fragestellungen in begrenzter Zeit in diese Zusammenhänge einzuordnen vermag und Wege zu ihrer Lösung finden kann. Es soll ferner festgestellt werden, ob die Kandidatin bzw. der Kandidat in dem betreffenden Fachgebiet über ein hinreichend breites Grundlagenwissen verfügt. In umfangreichen Lehrgebieten kann die Fachprüfung auch in mehreren Teilprüfungen abgelegt werden, aus deren Ergebnissen sich die Fachnote als gewichtetes Mittel ergibt (siehe auch § 13 Abs. 2). Teilprüfungen sind im Prüfungsplan ausgewiesen (s. Anlage 1).
abgelegt. Dabei wird jede Kandidatin bzw. jeder Kandidat in einem Prüfungsfach grundsätzlich nur von einer bzw. einem Prüfenden geprüft. Besteht ein Prüfungsfach aus mehreren Stoffgebieten, die von mehreren Prüfenden gelesen werden, wird die Prüfung in der Regel von mehreren Prüfenden durchgeführt. Hierbei wird die Kandidatin bzw. der Kandidat in jedem Stoffgebiet von nur einer bzw. einem Prüfenden geprüft.
(1) Studien- oder Projektarbeiten sind Zulassungsvoraussetzungen für die Diplomprüfung (siehe § 23 Abs.3). Sie beinhalten die Lösung einer individuellen wissenschaftlichen Aufgabenstellung. Dies kann eine theoretisch-analytische Arbeit, eine experimentelle Arbeit oder eine Entwurfsaufgabe sein. Die Studien-/Projektarbeit kann auch in Form einer Gruppenarbeit zugelassen werden.
(2) Das Gebiet der Arbeit können sich die Studierenden aus dem Angebot des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften unter Beachtung von § 22 Abs. 7 frei wählen. Jedes Thema muß so beschaffen sein, daß es innerhalb der vorgesehenen Frist (s.u.) mit einem Zeitaufwand von ca. 300 Arbeitsstunden je Studentin bzw. Student erfolgreich bearbeitet werden kann.
(3) Themenstellung und Betreuung von Studien-/Projektarbeiten erfolgt aus der Gruppe der am Fachbereich Ingenieurwissenschaften hauptamtlich bzw. hauptberuflich tätigen Professorinnen und Professoren bzw. habilitierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Themenstellung und Betreuung kann mit Bestätigung des Prüfungsausschusses auch aus dem Kreis der Personen erfolgen, die eine Lehrtätgkeit im Fachbereich ausüben. Über Ausnahmen entscheidet der Prüfungsausschuß.
(5) Die Bearbeitungsfrist einer Studien-/Projektarbeit beträgt maximal 6 Monate und beginnt mit dem Ausgabedatum der Arbeit. Der Prüfungsausschuß kann auf Antrag der Kandidatin bzw. des Kandidaten im Einvernehmen mit der Betreuerin bzw. dem Betreuer eine einmalige Verlängerung in der Regel um einen Monat genehmigen. In Sonderfällen entscheidet der Prüfungsausschuß im Einvernehmen mit der Betreuerin bzw. dem Betreuer. Wird die Bearbeitungsfrist nicht eingehalten, so wird die Arbeit mit "nicht ausreichend" benotet.
(7) Die Studien-/Projektarbeiten werden von der Betreuerin bzw. vom Betreuer beurteilt. Die Benotung erfolgt unter Berücksichtigung der schriftlichen Arbeit im Ergebnis eines Seminarvortrages entsprechend § 13. Eine nicht bestandene Studien-/Projektarbeit kann mit neuer oder veränderter Aufgabenstellung einmal wiederholt werden; § 15 Abs. 4 gilt entsprechend.
(2) Die Themenstellung und Betreuung der Diplomarbeit erfolgt aus der Gruppe der am Fachbereich Ingenieurwissenschaften hauptamtlich bzw. hauptberuflich tätigen Professorinnen und Professoren bzw. habilitierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Über Ausnahmen von dieser Regelung entscheidet der Prüfungsausschuß. Thema, Aufgabenstellung und Umfang der Diplomarbeit sind von der Themenstellerin bzw. vom Themensteller so zu begrenzen, daß die Frist zur Bearbeitung der Diplomarbeit eingehalten werden kann. Das Gebiet der Diplomarbeit können sich die Studierenden unter Beachtung von § 22 Abs. 7 im Fachbereich Ingenieurwissenschaften frei wählen. Sie haben das Recht, einen Themenvorschlag und einen Vorschlag für die Betreuerin/Themenstellerin bzw. den Betreuer/Themensteller zu unterbreiten. Daraus ergibt sich kein Anspruch. Auf besonderen Antrag sorgt die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dafür, daß der Kandidatin bzw. dem Kandidaten zum vorgesehenen Zeitpunkt ein Thema zugeteilt wird.
(4) Die Diplomaufgabenstellung kann erhalten, wer sämtliche Prüfungen in den Pflicht- und Wahlpflichtfächern bestanden, die gemäß Anlage 1 festgelegten Leistungsnachweise erbracht, zwei Studien-/Projektarbeiten abgeschlossen sowie das Fachpraktikum und die Teilnahme an einer Fachexkursion nachgewiesen hat. Auf begründeten Antrag kann der Prüfungsausschuß die Ausgabe der Diplomaufgabenstellung schon gestatten, wenn noch eine letzte Prüfung oder ein letzter Leistungsnachweis ausstehen.
(5) Die Bearbeitungszeit der Diplomarbeit beträgt sechs Monate. Die Frist beginnt mit der Übergabe der Diplomaufgabenstellung durch das Prüfungsamt und kann nur in Ausnahmefällen auf begründeten Antrag durch den Prüfungsausschuß um höchstens drei Monate verlängert werden.
(11) Nach positiver Bewertung des schriftlichen Teiles der Diplomarbeit wird eine Prüfungskommission gebildet und ein Prüfungskolloquium anberaumt. Die Prüfungskommission setzt sich zusammen aus der Betreuerin bzw. dem Betreuer, der zweiten Prüferin bzw. dem zweiten Prüfer sowie aus zwei wissenschaftlichen Vertreterinnen bzw. Vertretern der Arbeitsgruppe. Weiterhin können interessierte Professorinnen und Professoren und/oder Dritte aus Kooperationseinrichtungen mit entsprechender fachlicher Qualifikation hinzugezogen werden. Die Kommission ist durch die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu bestätigen. Das Kolloquium ist spätestens vier Wochen nach Einreichen der Diplomarbeit durchzuführen und gemäß § 13 zu benoten. Die Note des Kolloquiums ergibt sich dabei aus dem arithmetischen Mittel der Notenvorschläge der Mitglieder der Prüfungskommission. Sollte das Kolloquium mit der Note "Nicht ausreichend" bewertet werden, kann es innerhalb einer Frist von vier Wochen einmal wiederholt werden. § 15 gilt entsprechend.
(12) Die Gesamtnote der Diplomarbeit ergibt sich zu 80 % aus der Note der schriftlichen Arbeit und zu 20 % aus der Note des Kolloquiums und ist gemäß § 13 Abs. 2, anzugeben.
(1) Studienzeiten sowie dabei erbrachte Studien- oder Prüfungsleistungen im gleichen Studiengang an anderen Universitäten und Hochschulen im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung angerechnet. Dasselbe gilt für Diplomvorprüfungen.
(2) Studienzeiten sowie dabei erbrachte Studien- oder Prüfungsleistungen in anderen Studiengängen und an anderen Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen werden anerkannt, soweit ein fachlich gleichwertiges Studium nachgewiesen wird. Die Gleichwertigkeit im o.g. Sinne ist durch die Studentin bzw. den Studenten nachzuweisen. Studierende, die in artverwandten Studiengängen wie Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen, Umweltingenieurwesen, Technischer Umweltschutz u.ä. die Diplomvorprüfung bestanden haben, können unter Anrechnung der dabei erbrachten Studienleistungen als Quereinsteiger das Studium im Studiengang Umwelttechnik mit dem Modul 2 beginnen. In Fällen, bei denen die Gleichwertigkeit in der Diplomvorprüfung nicht vorliegt, ist ein Sonderstudienplan zu vereinbaren, der den Einstieg in den Modul 2 ermöglicht. Die Entscheidung darüber trifft der Prüfungsausschuß. Studierende der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften können, sofern der Modul 1 absolviert wurde, das Studium im Modul 2 des Studienganges Umwelttechnik fortführen.
(1) Bedingung für die Zulassung zur Diplomvorprüfung bzw. Diplomprüfung ist, daß die Kandidatin bzw. der Kandidat mindestens das letzte Semester vor der Meldung als Studentin bzw. Student der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Studiengang Umwelttechnik eingeschrieben war und die in § 18 bzw. § 23 geforderten speziellen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt. Der Prüfungsausschuß kann in Einzelfällen Ausnahmen gestatten.
(5) Die Zulassung ist zu versagen, wenn die Kandidatin bzw. der Kandidat die Diplomvorprüfung bzw. die Diplomprüfung im Studiengang Umwelttechnik oder einem inhaltlich gleichwertigen Studiengang endgültig nicht bestanden hat. Im übrigen darf sie nur versagt werden, wenn die Unterlagen unvollständig oder die in Absätzen 1 und 2 geforderten Voraussetzungen nicht erfüllt sind.
1,0; 1,3 = sehr gut = eine hervorragende Leistung,
1,7; 2,0; 2,3 = gut = eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt,
2,7; 3,0; 3,3 = befriedigend = eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht,
3,7; 4,0; = ausreichend = eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt,
5,0 = nicht ausreichend = eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht genügt.
(2) Besteht eine Fachprüfung aus mehreren Prüfungsleistungen, so errechnet sich die Fachnote aus dem (ggfs. gewichteten) Durchschnitt der Noten der einzelnen Prüfungsleistungen, jedoch unter Beachtung von § 15 Abs. 3. Besteht eine Fachprüfung nur aus einer Prüfungsleistung, so ist deren Note gleichzeitig die erzielte Fachnote. Die Fachnote lautet:
(3) Die Festlegung der Gesamtnote für die Diplomvorprüfung und Diplomprüfung erfolgt nach § 19 Abs. 3 bzw. § 24 Abs. 3 unter Berücksichtigung von Wichtungsfaktoren (s. Anlage 1). Für die Bildung der Gesamtnote der Diplomvorprüfung bzw. Diplomprüfung gilt Abs. 2, Satz 3 entsprechend.
(1) Die praktische Tätigkeit soll den Studierenden Einblick geben in berufsrelevante Laborarbeit sowie in industrielle Herstellungs- und Bearbeitungsmethoden, in die Betriebsorganisation und in die sozialen Verhältnisse der Arbeitnehmer. Grundlage dafür ist die in der Studienordnung enthaltene "Ordnung für die berufspraktische Ausbildung im Studiengang Umwelttechnik", im folgenden Praktikumsordnung genannt.
(2) Die berufspraktische Ausbildung im Umfang von mindestens 22 Wochen ist studienbegleitend zu absolvieren. Sie gliedert sich in
das Grundpraktikum (Praktikum I), das vor Aufnahme des Studiums abgeleistet werden kann, spätestens aber bis zum Abschluß der Diplomvorprüfung nachzuweisen ist (s. § 21 Abs. 1), und
das Fachpraktikum (Praktikum II und universitäres Praktikum), das spätestens vor Beginn der Diplomarbeit nachzuweisen ist (s. § 23 Abs. 3).
(2) Zur Diplomvorprüfung kann nur zugelassen werden, wer die im Prüfungsplan für das jeweilige Fach geforderten studienbegleitenden Nachweise über eine erfolgreiche Teilnahme erbracht hat (siehe § 12 Abs. 2 und Anlage 1).
(3) Die Gesamtnote der Diplomvorprüfung ergibt sich aus dem Durchschnitt der einzelnen Fachnoten unter Berücksichtigung von Wichtungsfaktoren (siehe Anlage 1) und wird gemäß § 13 Abs. 2, angegeben.
die nach § 17 Abs. 4 und § 20 Abs. 3 zulässigen Fristen für die Ablegung der Diplomvorprüfung überschritten sind.
(2) Überschreitet eine Studentin oder ein Student aus von ihr bzw. ihm zu vertretenden Gründen die in § 17 Abs. 4 genannte Frist, so erteilt die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hierüber einen schriftlichen Bescheid mit dem Hinweis, daß Leistungen der Diplomvorprüfung nur innerhalb von 12 Monaten noch wiederholt werden können, sofern nicht wegen besonderer, von der Kandidatin bzw. vom Kandidaten nicht zu vertretender Gründe noch eine Nachfrist gewährt wird. (siehe Abs. 3)
(3) Ist die Diplomvorprüfung auch nach Ablauf der in Absatz 2 genannten Frist noch nicht abgeschlossen, so gilt sie als "endgültig nicht bestanden", falls nicht durch den Prüfungsausschuß auf Antrag der Kandidatin bzw. des Kandidaten eine Ausnahmeverlängerung der Frist bis zum nächsten regulären Prüfungstermin zugelassen wird. Über diese Ausnahme entscheidet der Prüfungsausschuß anhand der vorgebrachten Gründe sowie der Art und der Anzahl der noch zu erbringenden Leistungen. Nach Ablauf dieser Ausnahmefrist erlischt der Prüfungsanspruch endgültig.
(2) Das Zeugnis der Diplomvorprüfung enhält
die Diplomvorprüfung im Studiengang Umwelttechnik oder in einem verwandten Studiengang an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes bestanden oder eine als gleichwertig angerechnete Prüfungsleistung erbracht hat,
die im Prüfungsplan für das jeweilige Fach erforderlichen studienbegleitenden Nachweise über eine erfolgreiche Teilnahme erbracht hat (siehe § 12 Abs. 2 und Anlage 1).
(2) Die Diplomprüfung ist bestanden, wenn gemäß Anlage 1 die für den Modul 3 geforderten Leistungsnachweise erbracht und sämtliche Fachprüfungen einschließlich der Studien-/ Projektarbeiten und der Diplomarbeit mindestens mit "ausreichend" (4,0) bewertet wurden.
Die Gesamtnote wird gemäß § 13 Abs. 2, angegeben.
eine Studien-/Projektarbeit auch nach Wiederholung mit "nicht ausreichend" bewertet wurde (vgl. § 9 Abs. 7),
(1) Überschreitet eine Studentin oder ein Student aus von ihr bzw. ihm zu vertretenden Gründen die in § 22 Abs. 9 genannte Frist, so erteilt die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses hierüber einen schriftlichen Bescheid mit dem Hinweis, daß Leistungen der Diplomprüfung nur innerhalb von 12 Monaten noch wiederholt werden können, sofern nicht wegen besonderer, von der Kandidatin bzw. vom Kandidaten nicht zu vertretender Gründe noch eine Nachfrist gewährt wird. (siehe Abs. 5)
(2) Fachprüfungen können gemäß § 15 wiederholt werden; für die Wiederholung der Studien-/Projektarbeiten gilt § 9.
studierte Zusatzfächer und ggfs. das Ergebnis ihrer Prüfung,
(4) Ist die Diplomprüfung nicht bzw. endgültig nicht bestanden oder gilt sie gemäß § 25 Abs. 5 als endgültig nicht bestanden, so erhält die Kandidatin bzw. der Kandidat darüber einen schriftlichen Bescheid mit einer Rechtsbehelfsbelehrung. Auf Antrag und gegen Vorlage der entsprechenden Nachweise sowie der Exmatrikulationsbescheinigung wird der Kandidatin bzw. dem Kandidaten eine Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Prüfungsleistungen sowie die zur Diplomprüfung noch fehlenden Leistungen enthält und die erkennen läßt, daß die Diplomprüfung nicht bestanden ist.
Der verliehene Diplomgrad kann wieder entzogen werden, wenn sich nachträglich herausstellt, daß er durch Täuschung erworben worden ist, oder wenn wesentliche Voraussetzungen für die Verleihung irrigerweise als gegeben angenommen worden sind. Über die Aberkennung entscheidet der Fachbereichsrat.
(1) Gegen Entscheidungen in Prüfungsangelegenheiten ist der Widerspruch nach den Bestimmungen der Verwaltungsgerichtsordnung § 68 ff. möglich. Er ist innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe schriftlich oder zur Niederschrift beim vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses einzulegen.
(1) Diese Prüfungsordnung findet auf alle Studierenden Anwendung, die ab Wintersemester 1999/2000 erstmalig für den Studiengang Umwelttechnik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingeschrieben worden sind.
(2) Studierende, die bereits vor dem Wintersemester 1999/2000 im Studiengang Umwelttechnik an der Martin-Luther-Universität eingeschrieben waren, legen sowohl die Diplomvorprüfung als auch die Diplomprüfung nach der Diplomprüfungsordnung vom 10.03.1994 ab.
(3) Prüfungen nach der Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Umwelttechnik vom 10.03.1994 können letztmalig zur Prüfungsperiode des Sommersemesters 2006 abgelegt werden.
Diese Diplomprüfungsordung tritt nach der Genehmigung durch das Kultusministerium am Tage nach ihrer Bekanntmachung im Ministerialblatt für das Land Sachsen-Anhalt in Kraft. Gleichzeitig tritt die Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Umwelttechnik vom 10.03.1994 (MBl. LSA 1996 S. 1435) vorbehaltlich der Übergangsregelungen nach § 32 außer Kraft.
Prüfungsplan für den Studiengang Umwelttechnik
Modul 1: Naturwissenschaftliche und ingenieurwissenschaftliche Grundlagen (73 SWS im 1.-3. Semester)
Modul 2: Vertiefung ingenieurwissenschaftlicher Grundlagen (43 SWS im 4.+5. Semester)
Modul 3: Studiengangsspezifische Vertiefung (53 SWS im 6.-8. Semester)
differenziertes Praktikum (22 Wochen studienbegleitend),
Teilnahme an einer Fachexkursion (studienbegleitend) und
Diplomarbeit (6 Monate im 9. Semester).
K = schriftliche Prüfung als Klausur
Studienarbeit, Projektarbeit
L = Leistungsnachweis über erfolgreiche Teilnahme als Voraussetzung für die Erteilung des Vordiploms bzw. Diploms
Die Bildung der Gesamtnote der Diplomvorprüfung bzw. Diplomprüfung erfolgt gemäß § 19 bzw. § 24.
Im Rahmen der berufspraktischen Ausbildung ist spätestens bis zum Abschluß der Diplomvorprüfung das Grundpraktikum und spätestens bis zum Beginn der Diplomarbeit das Fachpraktikum nachzuweisen (siehe § 16).
Bis zum Beginn der Diplomarbeit sind 2 Studien-/Projektarbeiten mit einem Bearbeitungsumfang von je ca. 300 Stunden erfolgreich zu bearbeiten (siehe § 9).
Zulassungsvoraussetzungen und Fachprüfungen zur Diplomvorprüfung
Fach Art Sem*) Dauer/min/ Faktor **) Leistungsnachweise/Prüfungsvorleistungen
Informatik L - - 1 Leistungskontrolle und 1 Rechnerprogramm
Elektrotechnik K 3 180 1 1 Leistungskontrolle und Praktikumsschein
Prozeßgrundlagen K 5 240 2
1 Leistungskontrolle TTD,
1 Leistungskontrolle und Praktikumsschein TSM,
1 Leistungskontrolle und 1 Beleg SWÜ
1 Leistungskontrolle MVT,
1 Leistungskontrolle TVT,
1 Beleg und 1 Testat RT
Umweltmeßtechnik und -analytik I K 5 180 1 1 Leistungskontrolle und Praktikumsschein
Einführung in die Biologie/Biochemie L - - 2 Leistungskontrollen
Umweltrecht L - - 1 Leistungskontrolle oder Beleg
Nichttechnische Wahlpflichtfächer (mindestens
vier SWS) L - - entsprechend den für die gewählten Fächer zutreffenden Festlegungen
Vertiefungskomplex I (mindestens 10 SWS) M 7 30 10 entsprechend den für die gewählten Fächer zutreffenden Festlegungen
Vertiefungskomplex II (mindestens 10 SWS) M 8 30 10 entsprechend den für die gewählten Fächer zutreffenden Festlegungen
Vertiefungskomplex III (mindestens 10 SWS) M 8 30 10 entsprechend den für die gewählten Fächer zutreffenden Festlegungen
Vertiefungskomplex IV (mindestens 10 SWS) M 8 30 10 entsprechend den für die gewählten Fächer zutreffenden Festlegungen
Umweltmeßtechnik und -analytik II K 7 180 5 1 Leistungskontrolle und Praktikumsschein
Verfahrenstechnisches Praktikum L - - Praktikumsschein über 6 Versuche
Umwelttechnisches Praktikum L - - Praktikumsschein über 6 Versuche
Nichttechnische Wahlpflichtfächer (mindestens vier SWS) L - - entsprechend den für die gewählten Fächer zutreffenden Festlegungen
*) Sem = Semester des Prüfungsangebotes laut Modellstudienplan (siehe Anlage 2)
**) Die Wichtungsfaktoren in der o.g. Tabelle werden bei der Bildung der Gesamtnote der Diplomvorprüfung bzw. Diplomprüfung berücksichtigt.
Bei den Prüfungen "Mathematik I" und "Mathematik II/III" handelt es sich um Teilprüfungen, aus denen mit den angegebenen Wichtungsfaktoren jeweils eine Endnote gebildet wird.
Die Prüfungen "Prozeßgrundlagen" und "Grundlagen der Verfahrenstechnik" sind Komplexprüfungen zu den jeweils angegebenen Teillehrgebieten
Zulassungsvoraussetzungen zur Diplomvorprüfung bzw. Diplomprüfung sind außerdem der Nachweis des Grund- bzw. Fachpraktikums, Leistungen zur Diplomprüfung sind weiterhin zwei Studien-/Projektarbeiten und die Diplomarbeit.
Lehrgebiete zur Diplovorprüfung
2 Umweltmeßtechnik und -analytik II
Der Modellstudienplan hat exemplarischen Charakter. Insbesondere die Verteilung der Vertiefungslehrveranstaltungen und Wahlpflichfächer kann individuell gestaltet werden.
Es sind vier Vertiefungskomplexe von je mindestens zehn SWS zu belegen und mit je einer komplexen Prüfung abzuschließen.