Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHR%20StGB%20%C2%A7%20211%20Abs.%202%20Niedrige%20Beweggr%C3%BCnde%2041
Timestamp: 2019-05-20 03:51:55
Document Index: 221441445

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', '§ 211', '§ 211', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.02.2002 - 5 StR 538/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,1236
BGH, 20.02.2002 - 5 StR 538/01 (https://dejure.org/2002,1236)
BGH, Entscheidung vom 20.02.2002 - 5 StR 538/01 (https://dejure.org/2002,1236)
BGH, Entscheidung vom 20. Februar 2002 - 5 StR 538/01 (https://dejure.org/2002,1236)
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Totschlag - Mord - Revision der Staatsanwaltschaft - Niedrige Beweggründe - Bewertung eines Beweggrundes
Prozess wegen Tötung von kurdischem Liebespaar wird neu aufgerollt // PKK-Täter wegen Mordes statt Totschlags zu verurteilen
Mord; niedrige Beweggründe: Maßstab der Bewertung;; abweichende Kulturvorstellungen einer Volksgruppe in Deutschland
Mord aus niedrigen Beweggründen - "Ehrenmord" (Dr. Caspar David Hermanns und Benjamin Klein; JA)
BGHR StGB § 211 Abs. 2 Niedrige Beweggründe 41
NStZ 2002, 369
StV 2003, 21
Dabei ist der Maßstab für die Bewertung eines Beweggrundes den Vorstellungen der Rechtsgemeinschaft der Bundesrepublik Deutschland und nicht den Anschauungen einer Volksgruppe, die die sittlichen und rechtlichen Werte dieser Rechtsgemeinschaft nicht anerkennt, zu entnehmen (vgl. BGHR StGB § 211 Abs. 2 niedrige Beweggründe 41 m.w.N.;… Tröndle/Fischer, StGB 53. Aufl. § 211 Rdn. 14 ff.).
Der Maßstab für die Bewertung eines Beweggrundes ist grundsätzlich den Vorstellungen der Rechtsgemeinschaft der Bundesrepublik Deutschland und nicht den Anschauungen einer Volksgruppe, die die sittlichen und rechtlichen Werte dieser Rechtsgemeinschaft nicht anerkennt, zu entnehmen (vgl. BGHR StGB § 211 Abs. 2 Niedrige Beweggründe 41; BGH NJW 2004, 1466 - zur Veröffentlichung in BGHSt bestimmt - m.w.N.).
Der Maßstab für die Bewertung der Beweggründe ist den Vorstellungen der Rechtsgemeinschaft der Bundesrepublik Deutschland zu entnehmen und nicht den Anschauungen einer Volksgruppe die die sittlichen und rechtlichen Werte dieser Rechtsgemeinschaft nicht anerkennt (vgl. BGHR StGB § 211 Abs. 2 niedrige Beweggründe 41 m.w.N.).
Der Maßstab für die Bewertung der Beweggründe ist - worauf die Revisionen zu Recht hinweisen - den Vorstellungen der Rechtsgemeinschaft der Bundesrepublik Deutschland zu entnehmen und nicht den Anschauungen einer Volksgruppe, die die sittlichen und rechtlichen Werte dieser Rechtsgemeinschaft nicht anerkennt (vgl. BGHR StGB § 211 Abs. 2 niedrige Beweggründe 41; BGH NStZ 2006, 286, 287, 288; BGH NStZ 2004, 332 m.w.N.).
Es hat in seiner Gesamtwürdigung auch nicht zureichend die normativen Anforderungen der Rechtsgemeinschaft der Bundesrepublik Deutschland berücksichtigt, sondern sich an den Anschauungen und Werten des Angeklagten orientiert, der die sittlichen und rechtlichen Werte dieser Rechtsgemeinschaft nicht anerkennt (vgl. BGH NStZ 2002, 369 m. w. Nachw.).
Jedenfalls bleiben in der gebotenen gesamtwürdigenden Prüfung, ob er seine gefühlsmäßigen oder triebhaften Regungen gedanklich beherrschen und willensmäßig steuern konnte (BGHSt 47, 128, 133; BGHR StGB § 211 Abs. 2 Niedrige Beweggründe 41 m.w.N.), einige wesentliche Teilaspekte unbeachtet.
steuern (BGH NStZ 2002, 369, 370; BGH NStZ-RR 2000, 168, 169).