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Timestamp: 2019-07-23 06:25:28
Document Index: 129810756

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 38', '§ 1', '§ 75', 'Art. 28', 'Art. 28', '§ 1', '§ 1', 'Art. 28', '§ 1', 'Art. 28', '§ 56']

BVerwG, 07.02.2005 - 4 BN 1.05 - dejure.org
https://dejure.org/2005,939
BVerwG, 07.02.2005 - 4 BN 1.05 (https://dejure.org/2005,939)
BVerwG, Entscheidung vom 07.02.2005 - 4 BN 1.05 (https://dejure.org/2005,939)
BVerwG, Entscheidung vom 07. Februar 2005 - 4 BN 1.05 (https://dejure.org/2005,939)
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Ziele der Raumordnung; Anpassungspflicht; Bebauungsplan, planfeststellungsersetzender; Erforderlichkeit für raumordnerische Zielfestlegung
Einfacher Rückbau einer baulichen Anlage als Ausnahmetatbestand der Anpassungspflicht nach § 1 Absatz 4 BauGB (Baugesetzbuch); Auswirkung der Verhältnisse zwischen Raumordnungsziel und Planfeststellungsverfahren auf die Anpasssungspflicht nach § 1 Absatz 4 BauGB (Baugesetzbuch); Übertragung der Grundsätze über die raumordnerische Zielfestlegung für Verkehrswege auf einen planfeststellungsersetzenden Bebauungsplan für einen Verkehrsweg dessen Umsetzung zeitlich verzögert erfolgen soll; Ausschluss einer vorübergehenden Überplanung auf Grund übergeordneter Ziele der Raumordnung; Blockade einer anderweitigen Nutzung unabhängig von jeglicher Realisierungswahrscheinlichkeit; Erörterung der Bindungswirkung standortbezogener Ziele der Raumordnung für planende Gemeinden; Verstoß gegen das Gebot der Erforderlichkeit bei der Zielfestsetzung eines Raumordnungsplans
BauGB § 1 Abs. 4 § 38
Zur Anpassungspflicht des § 1 Abs. 4 BauGB
NVwZ 2005, 584
DVBl 2005, 719 (Ls.)
BauR 2005, 1115
ZfBR 2005, 377
vgl. zum Spielraum des Plangebers: BVerwG, Beschlüsse vom 20. August 1992 - 4 NB 20.91 -, BVerwGE 90, 329 (334 f.), und vom 7. Februar 2005 - 4 BN 1.05 -, NVwZ 2005, 584 (585), sowie Urteil vom 18. September 2003 - 4 CN 20.02 -, BVerwGE 119, 54 (60); OVG NRW, Urteile vom 28. Januar 2005 - 7 D 4.03.NE -, juris Rn. 173, sowie - 7 D 35.03.NE -, ZUR 2005, 324 (328), und vom 6. September 2007 - 8 A 4566/04 -, juris Rn. 189 ff.
Eine Frist lässt sich auch nicht aus § 75 Abs. 4 HVwVfG herleiten, da es sich beim Regionalplan um keinen Planfeststellungsbeschluss handelt und im Übrigen die Genehmigung eines Regionalplans nicht mit der Durchführung eines Planfeststellungsbeschlusses vergleichbar ist (vgl. BVerwG, Beschluss v. 07.02.2005 - 4 BN 1.05 - UPR 2005, 270, 272).
Nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. BVerwGE 90, 329 ; Urteil vom 15. Mai 2003 - BVerwG 4 CN 9.01 - BVerwGE 118, 181 ; Beschluss vom 7. Februar 2005 - BVerwG 4 BN 1.05 - NVwZ 2005, 584), von der entgegen der Auffassung der Klägerin (Frage III.3.1) auch das Oberverwaltungsgericht ausgegangen ist (vgl. UA S. 47 f.), steht Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG der Bindung der gemeindlichen Bauleitplanung an Ziele der Raumordnung und Landesplanung nicht prinzipiell entgegen.
Nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. BVerwGE 90, 329 ; Urteil vom 15. Mai 2003 BVerwG 4 CN 9.01 BVerwGE 118, 181 ; Beschluss vom 7. Februar 2005 BVerwG 4 BN 1.05 NVwZ 2005, 584) steht Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG der Bindung der gemeindlichen Bauleitplanung an Ziele der Raumordnung und Landesplanung nicht prinzipiell entgegen.
c.) Die Festlegung der Vorranggebiete mit Ausschlusswirkung als Ziele der Raumordnung genügt auch dem für Ziele der Raumordnung geltenden Gebot der Erforderlichkeit (BVerwG, Beschluss vom 7.2.2005 - 4 BN 1.05 - vgl. auch BVerwGE 118, 181 , Gaentzsch, in: Berliner Komm. zum BauGB, § 1 RdNr. 32, 35; Gierke/Brügelmann, BauGB, § 1 RdNr. 381).
Auch ihnen fehlt jedoch die Erforderlichkeit, wenn ihrer Verwirklichung auf unabsehbare Zeit rechtliche oder tatsächliche Hindernisse entgegenstehen (BVerwG, Beschluss vom 7.2.2005, a.a.O.).
Überdies ist in der Rechtsprechung des Senats hinreichend geklärt (…vgl. Urteil vom 15. Mai 2003 - BVerwG 4 CN 9.01 - BVerwGE 118, 181 = Buchholz 11 Art. 28 GG Nr. 133 = juris Rn. 13 ff.;… Beschlüsse vom 20. August 1992 - BVerwG 4 NB 20.91 - BVerwGE 90, 329 = juris Rn. 19, vom 7. Februar 2005 - BVerwG 4 BN 1.05 - NVwZ 2005, 584 = juris Rn. 9 …und vom 8. März 2006 - BVerwG 4 B 75.05 - Buchholz 406.11 § 1 BauGB Nr. 124 Rn. 16), dass Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG der Bindung der gemeindlichen Bauleitplanung an Ziele der Raumordnung nicht prinzipiell entgegen steht.
Legt ein RROP als Ziel der Raumordnung fest, dass innerhalb eines bestimmten Gebiets eine bestimmte Art der Nutzung nicht stattfinden darf, muss die Gemeinde bei einer Überplanung des Gebiets diese beachten (vgl. BVerwG, B. v. 07.02.2005 - 4 BN 1/05 - NVwZ 2005, 584).
Findet eine mündliche Verhandlung statt und sind die Beteiligten zu ihr erschienen, so genügt es in der Regel, wenn das Gericht in der mündlichen Verhandlung auf die bisher nicht erörterten rechtlichen Erwägungen, auf die es seine Entscheidung stützen will, hinweist und den Beteiligten Gelegenheit zur Äußerung gibt (Urteil vom 11. November 1970 - BVerwG 5 C 50.70 - BVerwGE 36, 264 ; Beschluss vom 7. Februar 2005 - BVerwG 4 BN 1.05 - BRS 69 Nr. 4 ).
Vielmehr sind die örtlichen Planungsträger an die Ziele der Raumordnung strikt gebunden und haben Planungen, die einem geltenden Ziel der Raumordnung widersprechen, zu unterlassen (BVerwG, Beschluss vom 7. Februar 2005, NVwZ 2005, 584, 585 unter Hinweis auf den Beschluss vom 20. August 1992, BVerwGE 90, 329 = NVwZ 1993, 167 und die Urteile vom 30. Januar 2003, BVerwGE 117, 351 = NVwZ 2003, 742 und vom 20. November 2003, BVerwGE 119, 217 = NVwZ 2004, 614).
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