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Timestamp: 2019-12-11 17:10:04
Document Index: 158312353

Matched Legal Cases: ['§ 132', 'Art. 33', 'Art. 87', 'Art. 33', '§ 21', '§ 40']

BVerwG, 16.04.2013 - 2 B 134.11 - dejure.org
https://dejure.org/2013,10487
BVerwG, 16.04.2013 - 2 B 134.11 (https://dejure.org/2013,10487)
BVerwG, Entscheidung vom 16.04.2013 - 2 B 134.11 (https://dejure.org/2013,10487)
BVerwG, Entscheidung vom 16. April 2013 - 2 B 134.11 (https://dejure.org/2013,10487)
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Beurteilung der Beamten; Rechtmäßigkeit der Beurteilung; Ausscheiden eines Beurteilers
VwGO § 132 Abs. 2 Nr. 1, 3; GG Art. 33 Abs. 2
OVG Schleswig-Holstein, 01.09.2011 - 3 LB 18/11
Zur Erlangung einer hinreichenden tatsächlichen Grundlage ist es aber auch zulässig, solche Beamte um Informationen zum dienstlichen Verhalten des zu beurteilenden Beamten oder um schriftliche Stellungnahmen zu bitten (BVerwG, Urteile vom 16. Oktober 2008 - 2 A 9.07 - Buchholz 11 Art. 87a GG Nr. 6 S. 3 …und vom 27. November 2014 - 2 A 10.13 - BVerwGE 150, 359 Rn. 28; Beschluss vom 16. April 2013 - 2 B 134.11 - IÖD 2013, 146 Rn. 18).
Diese Anforderungen stellen sicher, dass Werturteile auf einer tragfähigen Tatsachengrundlage beruhen und sich an den von Art. 33 Abs. 2 GG vorgegebenen Kriterien orientieren (vgl. BVerwG, Urteile vom 27.11.2014 - 2 A 10.13 -, BVerwGE 150, 359 m.w.N., vom 26.09.2012 …und vom 04.11.2010, jeweils a.a.O.; s.a. Beschluss vom 16.04.2013 - 2 B 134.11 -, IÖD 2013, 146;… Senatsbeschluss vom 13.11.2014, a.a.O.).
Dabei liege es im weiten Organisationsermessen des Dienstherrn, wie er bei verschiedenen Beurteilern für größtmögliche Vergleichbarkeit im Hinblick auf den Beurteilungsmaßstab sorge (vgl. BVerwG, Beschluss vom 16. April 2013 - 2 B 134.11 -, juris, Rn. 17).
Zwar sind in den Ruhestand versetzte Beamte grundsätzlich nicht mehr befugt, eine dienstliche Beurteilung zu erstellen und eine solche in dienstlicher Eigenschaft zu verantworten (vgl. BVerwG…, Urteil vom 28. Januar 2016 - 2 A 1.14 - Buchholz 232.0 § 21 BBG 2009 Nr. 3 Rn. 25; Beschlüsse vom 20. August 2004 - 2 B 64.04 - Buchholz 232.1 § 40 BLV Nr. 25 S. 9 und vom 16. April 2013 - 2 B 134.11 - juris Rn. 18).
Er übt seinen Beurteilungsspielraum dann rechtmäßig aus, wenn er die Beurteilungsbeiträge in seine Überlegungen einbezieht und Abweichungen nachvollziehbar begründet (vgl. BVerwG, Urteile vom 27.11.2014 - 2 A 10.13 -, BVerwGE 150, 359 m.w.N., vom 26.09.2012 …und vom 04.11.2010, jeweils a.a.O.; s.a. Beschluss vom 16.04.2013 - 2 B 134.11 -, IÖD 2013, 146;… Senatsbeschluss vom 12.08.2015, a.a.O.).
Bezogen auf den Beurteilungsmaßstab liege es im Organisationsermessen des Dienstherrn, wie er dessen Einheitlichkeit sicher stelle; Vorgaben in etwaigen Beurteilungsrichtlinien seien eine denkbare Möglichkeit (vgl. BVerwG, Beschluss vom 16. April 2013 - 2 B 134.11 -, juris, Rn. 17).
Es existiert kein Rechtsgrundsatz des Inhalts, dass die dienstliche Beurteilung von in ein Amt neu beförderten Beamtinnen und Beamten stets schlechter ausfällt als die ihrer Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits länger in einem Amt der entsprechenden Besoldungsstufe befinden (Weiterentwicklung von BVerwG, Beschl. v. 16.04.2013 - 2 B 134.11 -, IÖD 2013, 146).
Der Dienstherr ist befugt, nach seinem Ermessen die Beurteilungsmaßstäbe für die Zukunft zu ändern (vgl. BVerwG, Beschl. v. 16.04.2013 - 2 B 134.11 -, IÖD 2013, 146;… VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 25.09.2006 - 4 S 2087/03 -, juris).
Das unterbliebene Vorgespräch führt jedoch nicht zur Rechtsfehlerhaftigkeit der dienstlichen Beurteilung (…VG Karlsruhe, Urt. v. 23.02.2017 - 2 K 2619/16 -, n.v.;… vgl. BVerwG, Urt. v. 24.11.2005 - 2 C 34.04 -, BVerwGE 124, 356 = juris Rn. 10 zu einem unterbliebenen Personalführungsgespräch; vgl. ferner BVerwG, Beschl. v. 16.04.2013 - 2 B 134.11 -, IÖD 2013, 146).
Es existiert weder ein Rechtsgrundsatz des Inhalts, dass Folgebeurteilungen bei gleichbleibender oder sich steigernder Leistung im gleichen Amt stets besser ausfallen müssten (BVerwG, Beschl. v. 16.04.2013 - 2 B 134.11 -, IÖD 2013, 146), noch ein Rechtsgrundsatz, dass die dienstliche Beurteilung von in ein Amt neu beförderten Beamtinnen und Beamten stets schlechter ausfällt als die ihrer Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits länger in einem Amt der entsprechenden Besoldungsstufe befinden.
Die vom Antragsteller angeführte höchstrichterliche Rechtsprechung, wonach bei einem Ausscheiden von Beurteilern ggf. Beurteilungsbeiträge einzuholen sind (…BVerwG, Urt. v. 28.1.2016, 2 A 1.14;… Urt. v. 27.11.2014, 2 A 10/13, ZBR 2015, 270 ff.; Beschl. v. 1.4.2013, 2 B 134.11;… Urt. v. 16.10.2008, 2 A 9/07; alle juris), betrifft teilweise ausdrücklich nur den Erstbeurteiler (…Urt. v. 28.1.2016, a.a.O.;… Urt. v. 27.11.2014, a.a.O.) und will im Übrigen sicherstellen, dass in solchen Fällen trotz des Ausscheidens der Beurteiler für den Beamten eine dienstliche Beurteilung erstellt werden kann.
Es genügt nicht, dass in der aktuellen und der vorangegangenen Anlassbeurteilung des Beigeladenen unterschiedliche Beurteilungszeiträume von unterschiedlichen Beurteilern beurteilt wurden, die jeder für sich einen eigenen Beurteilungsspielraum besitzen, der es ihnen auch ermöglicht, die gleiche Leistung ggf. unterschiedlich zu beurteilen (vgl. hierzu auch BVerwG, Beschluss vom 16.04.2013 - 2 B 134.11 -, IÖD 2013, 146), und dass jede Einzelbeurteilung für sich genommen im Hinblick auf den jeweiligen Anlass plausibel formuliert sein mag.
Daher können gleiche Leistungen von unterschiedlichen Beurteilern selbstverständlich unterschiedlich bewertet werden (so ausdrücklich BVerwG, Beschluss vom 16. April 2013 - 2 B 134.11 -, juris).
OVG Sachsen, 15.03.2016 - 2 A 359/14
Regelbeurteilung; Fortbildungsvorschläge; Beurteilungskommission; …
OVG Nordrhein-Westfalen, 17.07.2013 - 6 B 253/13
Antrag einer Studienrätin auf Erlass einer einstweiligen Anordnung bzgl. der …