Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%201989,%20347
Timestamp: 2020-02-25 00:55:46
Document Index: 223337873

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 48', '§ 47', 'BGH', '§ 48', '§ 48', '§ 241', '§ 121', 'BGH', '§ 7', '§ 51', '§ 51', '§ 51', 'BGH', '§ 51', '§ 241', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 246', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 241', '§ 121', 'BGH', '§ 9', 'BGH', '§ 51', '§ 9', '§ 9', '§ 51', '§ 9', '§ 48', 'BGH', 'BGH', '§ 51', '§ 51', '§ 47', '§ 6', '§ 33']

Rechtsprechung: NJW-RR 1989, 347 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Frankfurt, 13.09.1988 | OLG Karlsruhe, 25.03.1988
https://dejure.org/1988,1063
BGH, 17.10.1988 - II ZR 18/88 (https://dejure.org/1988,1063)
BGH, Entscheidung vom 17.10.1988 - II ZR 18/88 (https://dejure.org/1988,1063)
BGH, Entscheidung vom 17. Januar 1988 - II ZR 18/88 (https://dejure.org/1988,1063)
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Teilnahmeregelungen in GmbH-Satzungen
Nachträgliche Einführung einer Teilnahmeregelung für die Gesellschafterversammlung einer GmbH - Beschränkung der Gesellschafter einer GmbH, nur jeweils einen Vertreter zur Gesellschafterversammlung entsenden zu dürfen - Anfechtung von Gesellschafterbeschlüssen einer GmbH ...
Wirksame Einschränkung des Teilnahmerechts der GmbH-Gesellschafter für die Gesellschafterversammlung auf je einen Vertreter durch nachträgliche Satzungsänderung
GmbHG § 48, § 47
Anfechtungsfrist, Anfechtungsgründe, Anfechtungsklage, Beschlussfähigkeit, Einberufung, Gesellschaftsrecht, Nichtigkeitsgründe, Teilnahmerechte
NJW-RR 1989, 347
ZIP 1989, 634
MDR 1989, 332
DNotZ 1990, 116
DB 1989, 272
Aus der Behandlung von satzungsmäßigen Vertreterklauseln in der Rechtsprechung und Kommentarliteratur ist zu schließen (vgl. BGH, GmbHR 1989, 120;… MüKo GmbHG/Liebscher, 2. Aufl., § 48 Rn. 33 m.w.N.), dass diese dann auf Bedenken stoßen können, wenn einem Gesellschafter statuarisch ein bestimmter Vertreter vorgegeben bzw. "aufgezwungen" wird, auf den er keinen Einfluss mittels Weisungen zu nehmen vermag (…vgl. MüKo GmbHG/Liebscher, 2. Aufl., § 48 Rn. 33).
(a) Entsprechend § 241 Nr. 1 AktG sind Gesellschafterbeschlüsse nichtig, wenn die Versammlung von einer nicht dazu befugten Person einberufen worden ist, wenn nicht alle Gesellschafter eingeladen worden sind, wenn die Einladung nicht schriftlich oder ohne Unterschrift erfolgt ist oder nicht Ort und Zeit der Versammlung angibt (vgl. § 121 Abs. 2, 3 Satz 1, Abs. 4 AktG; BGH, Urteil vom 17. Oktober 1988 - II ZR 18/88; ZIP 1989, 634, 636;… vom 13. Februar 2006 - II ZR 200/04, ZIP 2006, 707 Rn. 9).
Mangels abweichender Regelungen im Gesellschaftsvertrag der Gemeinschuldnerin, der in § 7 Nr. 2 nur die "ordnungsgemäße" Ladung voraussetzt und damit auf die gesetzlichen Vorschriften (§ 51 GmbHG) verweist, hatte die Ladung des Klägers durch eingeschriebenen, unterschriebenen Brief (Sen.Urt. v. 17. Oktober 1988 - II ZR 18/88, ZIP 1989, 634, 636) zu erfolgen (§ 51 Abs. 1 Satz 1 GmbHG), war mit einer Frist von einer Woche zu bewirken (§ 51 Abs. 1 Satz 2 GmbHG; BGHZ 100, 264, 265 ff.) und die Tagesordnung musste dem Kläger gemäß § 51 Abs. 4 GmbHG - ebenfalls durch eingeschriebenen Brief - mindestens drei Tage vor der Gesellschafterversammlung mitgeteilt werden.
(1) Die Nichtladung eines Gesellschafters ist ein Einberufungsmangel, der nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entsprechend § 241 Nr. 1 AktG zur Nichtigkeit der in der Versammlung gefassten Gesellschafterbeschlüsse führt (BGH, Urteil vom 14. Dezember 1961 - II ZR 97/59, BGHZ 36, 207, 211; Urteil vom 17. Oktober 1988 - II ZR 18/88, ZIP 1989, 634, 636;… Urteil vom 13. Februar 2006 - II ZR 200/04, ZIP 2006, 707 Rn. 9;… Beschluss vom 24. März 2016 - IX ZB 32/15, ZIP 2016, 817 Rn. 21).
Aus der in der Satzung vorgesehenen Berufung mehrerer Vertreter in die Gesellschafterversammlung ergab sich somit auch unter der Geltung der BbgKVerf das Erfordernis der Gesamtvertretung (vgl. BGH, Urteil vom 17. Oktober 1988 - II ZR 18/88, ZIP 1989, 634, 635).
Der Senat hat bereits in früheren Entscheidungen, ohne die Frage endgültig beantworten zu müssen, deutlich zum Ausdruck gebracht, daß wegen der Verschiedenheiten zwischen Aktiengesellschaft und Gesellschaft mit beschränkter Haftung gewichtige Gründe dafür sprächen, die strikte Frist von einem Monat, innerhalb deren nach § 246 Abs. 1 AktG die Anfechtungsklage gegen einen Beschluß der Hauptversammlung erhoben werden muß, nicht auf das GmbH-Recht zu übertragen (BGHZ 101, 113, 117 f.; BGHZ 104, 66, 70 ff.; Urt. v. 17. Oktober 1988 - II ZR 18/88, WM 1989, 63, 66, jeweils mit Nachweisen aus dem Schrifttum).
Der BGH hat bereits in seiner Entscheidung vom 17. Oktober 1988, Az. II ZR 18/88, veröff.
u.a. in NJW-RR 1989, 347, zur Anfechtung von Gesellschafterbeschlüssen der GmbH festgestellt, dass die fehlende Beschlussfähigkeit der Gesellschafterversammlung lediglich einen Anfechtungsgrund darstelle.
In einer älteren Entscheidung aus dem Jahre 1989 hingegen hatte der BGH noch in einem obiter dictum gemeint, eine Einladung, die nicht schriftlich erfolge und/oder nicht mit einer Unterschrift versehen sei, führe zur Nichtigkeit gefasster Beschlüsse (BGH, Urt. v. 17.10.1988, II ZR 18/88, juris Rz. 9).
Entsprechend § 241 Nr. 1 AktG sind Gesellschafterbeschlüsse insbesondere nichtig, wenn die Versammlung von einer nicht dazu befugten Person einberufen worden ist, wenn nicht alle Gesellschafter eingeladen worden sind, wenn die Einladung nicht schriftlich oder ohne Unterschrift erfolgt ist oder nicht Ort und Zeit der Versammlung angibt (vgl. § 121 Abs. 2, 3 Satz 1, Abs. 4 AktG; BGH, Urteil vom 17. Oktober 1988 - II ZR 18/88; ZIP 1989, 634, 636;… vom 13. Februar 2006 - II ZR 200/04, ZIP 2006, 707 Rn. 9).
a) Das Ladungsschreiben vom 19.11.1998 (vgl. Anlage P 3, Bl. 52 ff. dA) wahrt die gesetzlichen und statuarischen Anforderungen, da der hierzu ermächtigte Geschäftsführer die Gesellschafterversammlung einberufen und dem Kläger in der nach § 9 Abs. 1 der Satzung wirksam zugelassenen einfachen Schriftform (vgl. Thüringer OLG GmbHR 1996, 536 [537]) die Tages- und Uhrzeit sowie den Versammlungsort mitgeteilt hat (vgl. BGH GmbHR 1989, 120 [122]); Hüffer, in: Hachenburg/Ulmer, GmbHG, 8. Aufl., § 51 Rn. 16).
b) Ob die Gesellschafterversammlung am 01.12.1998 gemäß § 9 Abs. 5 der Satzung ohne Anwesenheit des Klägers beschlussfähig war, ob die Ladungsfrist eingehalten war (vgl. § 9 Abs. 2 und Abs. 5 der Satzung) und ob dem Einladungsschreiben trotz des Hinweises auf die unveränderte Tagesordnung eine Abschrift derselben beigefügt werden musste (vgl. § 51 GmbHG i.V.m. § 9 der Satzung), kann dahinstehen, da etwa hierbei unterlaufene Verfahrensfehler keine Nichtigkeit der gefassten Beschlüsse bewirkten (…vgl. zur Beschlussfähigkeit: Scholz, GmbHG, 8. Aufl., § 48 Rn. 3; BGH GmbHR 1989, 120 [122]; zur Ladungsfrist: BGHZ 100, 265;… Baumbach/Hueck, GmbHG, 16. Auflage, § 51 Rn. 21;… zur Tagesordnung: Baumbach/Hueck, a.a.O., § 51 Rn. 16 und Anhang § 47 Rn. 20).c) Die am 01.12.1998 gefassten Beschlüsse sind auch nicht wegen Verletzung der gesellschaftsrechtlichen Treuepflicht nichtig.
LG Köln, 15.02.2008 - 87 O 27/07
https://dejure.org/1988,3207
OLG Frankfurt, 13.09.1988 - 22 U 148/87 (https://dejure.org/1988,3207)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 13.09.1988 - 22 U 148/87 (https://dejure.org/1988,3207)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 13. September 1988 - 22 U 148/87 (https://dejure.org/1988,3207)
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VVG § 6 Abs. 3, § 33
NJW 1989, 463
NJW-RR 1989, 347 (Ls.)
MDR 1989, 70
VersR 1989, 474
https://dejure.org/1988,4100
OLG Karlsruhe, 25.03.1988 - 10 U 24/88 (https://dejure.org/1988,4100)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 25.03.1988 - 10 U 24/88 (https://dejure.org/1988,4100)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 25. März 1988 - 10 U 24/88 (https://dejure.org/1988,4100)
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NJW 1989, 111
NJW-RR 1989, 34 (Ls.)