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Timestamp: 2020-04-07 11:00:04
Document Index: 387882602

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 116', '§ 128', '§ 10', '§ 128', '§ 12', '§ 12', '§ 116', '§ 12', '§ 116', '§ 12', '§ 116', '§ 12', '§ 116', '§ 12', '§ 116']

LSG Thüringen, 08.02.2000 - L 6 B 71/99 SF - dejure.org
LSG Thüringen, 08.02.2000 - L 6 B 71/99 SF
https://dejure.org/2000,6489
LSG Thüringen, 08.02.2000 - L 6 B 71/99 SF (https://dejure.org/2000,6489)
LSG Thüringen, Entscheidung vom 08.02.2000 - L 6 B 71/99 SF (https://dejure.org/2000,6489)
LSG Thüringen, Entscheidung vom 08. Februar 2000 - L 6 B 71/99 SF (https://dejure.org/2000,6489)
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SG Nordhausen, 17.09.1999 - S 3 SF 138/99
Abweichungen bis zu 20 v.H. von der als billig erscheinenden Gebühr werden im Einzelfall im Allgemeinen noch als verbindlich angesehen (vgl. u.a. Senatsbeschlüsse vom 21. April 1999 - Az.: L 6 B 59/98 SF in E-LSG B-137 und vom 8. Februar 2000 - Az.: L 6 B 71/99 SF in E-LSG B-172;… Madert in Gerold/Schmidt, Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte, Kommentar, 13. Auflage 1997, § 12 Rdnr. 9).
Die Mittelgebühr wird in ausgesprochenen Normalfällen ohne Besonderheiten und ohne Bedeutung, Umfang und Schwierigkeit und bei durchschnittlichen Vermögensverhältnissen des Klägers, für die regelmäßig drei volle Gebühren anfallen, erstattet (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 21. April 1999, a.a.O., und vom 8. Februar 2000, a.a.O.;… LSG Schleswig-Holstein, a.a.O., S. 738, 740;… Hartmann, a.a.O., § 116 BRAGO Rdnr. 7).
Dies ist nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. Beschluss vom 8. Februar 2000, a.a.O.) nur möglich, wenn die Umstände vom "Normalfall" abweichen.
Die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse des Klägers rechtfertigen es als einziger Umstand im Gesamtzusammenhang nicht, diese Höchstgebühren zu verweigern (vgl. Senatsbeschluss vom 8. Februar 2000, a.a.O.).
Grundsätzlich können bessere wirtschaftliche Verhältnisse zwar zu einer höheren Vergütung und schlechte wirtschaftliche Verhältnisse zu einer Ermäßigung der Gebühr führe (vgl. u.a. Senatsbeschlüsse vom 26. April 1999 - Az.: L 6 B 17/98 SF und vom 8. Februar 2000, a.a.O.).
Entgegen der fehlerhaften Rechtsmittelbelehrung im Beschluss des Sozialgerichts existiert keine Beschwerdefrist, denn § 128 Abs. 4 Satz 2 BRAGO verweist nicht auf § 10 Abs. 3 Satz 3 BRAGO , in dem für die Einlegung einer Beschwerde bei einer Wertfestsetzung für Rechtsanwaltsgebühren eine Zwei-Wochen-Frist genannt ist (vgl. Beschlüsse des erkennenden Senats vom 26. August 1999 - Az.: L 6 B 44/99 SF und 8. Februar 2000 - Az.: L 6 B 71/99 SF;… Hartmann, Kostengesetze, 29. Auflage 2000, § 128 BRAGO , Rdnr. 48).
Abweichungen bis zu 20 v.H. von der als billig erscheinenden Gebühr sind im Allgemeinen noch verbindlich (vgl. unter anderem Beschlüsse des erkennenden Senats in E-LSG B-137 und vom 8. Februar 2000 - Az.: L 6 B 71/99 SF;… ebenso Madert in Gerold/Schmidt, Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte , Kommentar, 13. Auflage 1997, § 12 Rdnr. 9;… Fraunholz in Riedel/Sußbauer, Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte , Kommentar, 8. Auflage 2000, § 12 Rdnr. 5).
Die Mittelgebühr wird bei ausgesprochenen normalen Fällen ohne Besonderheit und ohne Bedeutung, Umfang und Schwierigkeit über durchschnittlichen Vermögensverhältnissen eines Klägers, für die regelmäßig volle Gebühren anfallen, erstattet (vgl. Beschlüsse des erkennenden Senats in E-LSG B-139 und vom 8. Februar 2000 - Az.: L 6 B 71/99 SF;… LSG Schleswig-Holstein, a.a.O., S. 738, 740;… Hartmann, Kostengesetze, 29. Auflage 2000, § 116 BRAGO , Rdnr. 7).
Im Regelfall ist dann die Höchstgebühr angemessen (vgl. Beschluss des erkennenden Senats vom 8. Februar 2000 - Az.: L 6 B 71/99 SF).
Die sinnvolle Festlegung eines bestimmten Betrags im Einzelfall (und ggf. die Feststellung der Unbilligkeit) wird jedoch durch vom Gesetzgeber vorgegebenen festen Anhaltspunkte (Mindest-, Mittel- und Höchstgebühr) sowie den von weiten Teilen der Rechtsprechung und Literatur akzeptierten Toleranzrahmen von bis zu 20 v.H. ermöglicht (vgl. u.a. BSG vom 26. Februar 1992 ? Az.: 9a RVs 3/90, nach juris; Senatsbeschlüsse vom 23. Februar 2004 ? Az.: L 6 B 54/03 SF, 8. Februar 2000 ? Az: L 6 B 71/99 SF und 21. April 1999 ? Az: L 6 B 59/98 SF;… Madert in Gerold/Schmidt, Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte, Kommentar, 15. Auflage 2002, § 12 Rdnr. 9).
Die Mittelgebühr ist in ausgesprochenen Normalfällen ohne Besonderheiten und ohne Bedeutung, Umfang und Schwierigkeit und bei durchschnittlichen Vermögensverhältnissen des Klägers, für die regelmäßig drei volle Gebühren anfallen, zu erstatten (vgl. u.a. Senatsbeschlüsse vom 8. Februar 2000 ? Az.: L 6 B 71/99 SF und vom 21. April 1999 ? Az.: L 6 B 59/98 SF; LSG Schleswig-Holstein vom 13. Februar 1995 ? Az.: L 1 SK 1/92 in: Breithaupt 1995, 738, 740;… Hartmann, a.a.O., § 116 BRAGO Rdnr. 7).
Der übrigen Umstände des Falles (Umfang und Schwierigkeit der anwaltlichen Tätigkeit; Einkommensverhältnisse des Klägers) rechtfertigen es, die Mittelgebühr um 20 v.H. zu kürzen, weil sie vom ?Normalfall? erheblich abweichen (vgl. Senatsbeschlüsse vom 23. Februar 2004, a.a.O. und 8. Februar 2000, a.a.O.).
Die sinnvolle Festlegung eines bestimmten Betrags im Einzelfall (und ggf. die Feststellung der Unbilligkeit) wird jedoch durch die vom Gesetzgeber vorgegebenen festen Anhaltspunkte (Mindest-, Mittel- und Höchstgebühr) sowie den von weiten Teilen der Rechtsprechung und Literatur akzeptierten Toleranzrahmen von bis zu 20 v.H. ermöglicht (vgl. u.a. BSG vom 26. Februar 1992 - Az.: 9a RVs 3/90, nach juris; Senatsbeschlüsse vom 15. Juli 2004 - Az.: L 6 B 25/04 SF, 23. Februar 2004, a.a.O., 8. Februar 2000 - Az: L 6 B 71/99 SF und 21. April 1999 - Az: L 6 B 59/98 SF;… Madert in Gerold/Schmidt/v.Eicken/Madert, a.a.O., § 12 Rdnr. 9).
Die Mittelgebühr ist in ausgesprochenen Normalfällen ohne Besonderheiten und ohne Bedeutung, Umfang und Schwierigkeit und bei durchschnittlichen Vermögensverhältnissen des Klägers, für die regelmäßig drei volle Gebühren anfallen, zu erstatten (vgl. u.a. Senatsbeschlüsse vom 8. Februar 2000, a.a.O. …und vom 21. April 1999, a.a.O.;… LSG Schleswig-Holstein vom 13. Februar 1995, a.a.O.;… Hartmann, a.a.O., § 116 BRAGO Rdnr. 7).
Abweichungen bis zu 20 v. H. von der als billig erscheinenden Gebühr werden im Einzelfall im Allgemeinen als verbindlich angesehen (vgl. u.a. Senatsbeschlüsse vom 21. April 1999 ? Az: L 6 B 59/98 SF in: E-LSG B-137 und vom 8. Februar 2000 ? Az: L 6 B 71/99 SF in: E-LSG B-172;… Madert in Gerold/Schmidt, Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte, Kommentar, 15. Auflage 2002, § 12 Rdnr. 9).
Diese ist in ausgesprochenen Normalfällen ohne Besonderheiten und ohne Bedeutung, Umfang und Schwierigkeit und bei durchschnittlichen Vermögensverhältnissen des Klägers, für die regelmäßig drei volle Gebühren anfallen, zu erstatten (vgl. u.a. Senatsbeschlüsse vom 21. April 1999 ? Az.: L 6 B 59/98 SF in: E-LSG B-137 und vom 8. Februar 2000 ? Az.: L 6 B 71/99 SF in: E-LSG B-172.;… LSG Schleswig-Holstein, a.a.O., S. 738, 740;… Hartmann, Kostengesetze, 32. Auflage 2003, § 116 BRAGO Rdnr. 7).
Dabei sind sozialrechtliche Streitigkeiten über typische Dauerleistungen, die den wesentlichen Lebensunterhalt des Leistungsberechtigten sicherstellen, wegen der außergewöhnlichen (wirtschaftlichen) Bedeutung der Sozialleistung grundsätzlich geeignet, eine über der Mittelgebühr liegende Verfahrensgebühr (bis zur Höchstgebühr) zu begründen (so zur Geschäftsgebühr LSG Nordrhein-Westfalen…, Urteil vom 5. Mai 2008 - L 3 R 84/08 -, juris Rn. 36 m.w.N.;… so auch zur BRAGO: LSG Thüringen, Beschlüsse vom 12. Juli 2004 - L 6 B 41/04 SF-, juris Rn. 26 m.w.N., vom 19. Mai 2003 - L 6 B 18/03 SF -, juris Rn. 21 und vom 8. Februar 2000 - L 6 B 71/99 SF -, juris 20; LSG Sachsen…, Beschluss vom 18. Juni 2004 - L 6 B 92/03 RJ-KO -, juris Rn. 20).
Abweichungen bis zu 20 v.H. von der als billig erscheinenden Gebühr werden im Einzelfall im Allgemeinen noch als verbindlich angesehen (vgl. u.a. Senatsbeschlüsse vom 21. April 1999 - Az.: L 6 B 59/98 SF in E-LSG B-137 und vom 8. Februar 2000 - Az.: L 6 B 71/99 SF in E-LSG B-172;… Madert in Gerold/Schmidt, Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte, Kommentar, 14. Auflage 1999, § 12 Rdnr. 9).
Die Mittelgebühr wird in ausgesprochenen Normalfällen ohne Besonderheiten und ohne Bedeutung, Umfang und Schwierigkeit und bei durchschnittlichen Vermögensverhältnissen des Klägers, für die regelmäßig drei volle Gebühren anfallen, erstattet (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 21. April 1999, a.a.O. und vom 8. Februar 2000, a.a.O., Hartmann, a.a.O., § 116 BRAGO Rdnr. 7).