Source: http://www.vermieter-forum.com/threads/heizkosten-im-zweifamilienhaus-oel-und-holzheizung-in-beiden-wohnungen-sowie-2heizv.11921/
Timestamp: 2016-10-25 15:34:17
Document Index: 21817788

Matched Legal Cases: ['§2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§2', '§ 2', '§2', '§2', '§2']

Heizkosten im Zweifamilienhaus/ Öl und Holzheizung in beiden Wohnungen, sowie §2HeizV
Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von ratlos1, 23.03.2012.
ratlos1,
Schwieriges Thema: Wir vermieten die obere Wohnung im Zweifamilienhaus, unten wohnen unsere Eltern.
Ich habe gelesen, dass § 2 der Heizkostenverordnung für Vermieter und ihnen gleichgestellte Personen gilt. Sind meine Eltern mir gleichgestellte Personen, d.h. kann ich § 2 überhaupt anwenden?
Da wir die Wohnung früher selber bewohnt haben, sind keine Zähler in den beiden Wohnungen. Nun ist es so, dass beide Wohnungen einen Kachelofen besitzen und gleichzeitig mit einer Ölzentralheizung beheizt werden. Die Eltern verheizen jährlich 15 Ster Holz, die Mieter ca 3 Ster Holz. Trotzdem wurden den Mietern bisher nur 50 % der Ölkosten (wie im Mietvertrag vereinbart) verrechnet, der Holzverbrauch blieb außen vor. Nun passt ihnen dies nicht mehr, da sie aufgrund der Schräge im ersten Stock ja schließlich weniger Wohnfläche hätten.......
Hallo ratlos1, Zitat von ratlos1:
... Ich habe gelesen, dass § 2 der Heizkostenverordnung für Vermieter und ihnen gleichgestellte Personen gilt.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Kannst Du mir sagen, wo Du das gelesen hast?
In meiner Ausgabe der Heizkostenverordnung finde ich unter §2 nichts von "gleichgestellten Personen".
§ 2 Außer bei Gebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen eine der Vermieter selbst bewohnt, gehen die Vorschriften dieser Verordnung rechtsgeschäftlichen Bestimmungen vor.
Dies bedeutet, dass die Heizkostenverordnung für alle Arten der Verteilung von Heiz- und Warmwasserenergie gelten soll.Falls in bereits bestehenden Verträgen anderslautende Regelungen enthalten sind, werden diese durch die Heizkostenverordnung zwar nicht aufgehoben, jedoch hat die Heizkostenverordnung ein stärkeres Gewicht und muss beachtet werden.Der Gebäudeeigentümer muss also auf Verlangen nach den Vorgaben der Heizkostenverordnung abrechnen. Es bleibt der Parteien jedoch freigestellt, weiterhin nach den "privaten" Regelungen abzurechnen - so lange alle Parteien damit einverstanden sind.Wenn auch nur eine einzige Partei die Abrechnung nach Verbrauch gemäß der Heizkostenverordnung verlangt, muss entsprechend umgestellt werden. Der betreffende Nutzer kann dies auch durch Klage erzwingen. AusnahmenAls Ausnahme gilt, dass dann nicht nach den Vorgaben der Heizkostenverordnung abgerechnet werden muss, wenn es sich um ein Zweifamilienhaus handelt, in welchem der Vermieter (oder eine Ihm gleichgestellte Person) selbst wohnt.Der Mieter einer solchen Wohnung kann daher nicht verlangen dass nach Verbrauch abgerechnet werden muss.Hintergrund dieser Ausnahme ist, dass der Vermieter aufgrund der Nähe zu seinem Mieter den sinnvollen Umgang mit Heiz- und Warmwasserenergie besser kontrollieren und gegebenenfalls beeinflussen kann.Diese Möglichkeit der Beeinflussung ist in der Praxis eher fraglich. Es kommt hierbei auf die Einsicht des Mieters an. Einen wie auch immer gearteten Zwang für den Mieter gibt es zumindest aus rechtlicher Sicht nicht.
Also, Du musst mir jetzt nicht die Heizkostenverordnung vorbeten ... die liegt vor mir (und zwar endlich eine neue Augabe) ...
Zitat von ratlos1:
... dass dann nicht nach den Vorgaben der Heizkostenverordnung abgerechnet werden muss, wenn es sich um ein Zweifamilienhaus handelt, in welchem der Vermieter (oder eine Ihm gleichgestellte Person) ...Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
... nur, wohär
Hastdudiese Mär?
(Ja, ich weiß ... an meinem Versmaß muss ich noch arbeiten)
Dies bedeutet, dass die Heizkostenverordnung für alle Arten der Verteilung von Heiz- und Warmwasserenergie gelten soll. Falls in bereits bestehenden Verträgen anderslautende Regelungen enthalten sind, werden diese durch die Heizkostenverordnung zwar nicht aufgehoben, jedoch hat die Heizkostenverordnung ein stärkeres Gewicht und muss beachtet werden.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Falsch. Was ist an der Formulierung: "gehen die Vorschriften dieser Verordnung rechtsgeschäftlichen Bestimmungen vor" nicht zu verstehen? Heißt nichts anderes als dass die Heizkostenverordnung zwingendes Recht ist und Du vereinbaren kannst was Du willst, es ist nichtig!
Der Gebäudeeigentümer muss also auf Verlangen nach den Vorgaben der Heizkostenverordnung abrechnen. Es bleibt der Parteien jedoch freigestellt, weiterhin nach den "privaten" Regelungen abzurechnen - so lange alle Parteien damit einverstanden sind.Wenn auch nur eine einzige Partei die Abrechnung nach Verbrauch gemäß der Heizkostenverordnung verlangt, muss entsprechend umgestellt werden. Der betreffende Nutzer kann dies auch durch Klage erzwingen.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Auch falsch. Siehe oben!
AusnahmenAls Ausnahme gilt, dass dann nicht nach den Vorgaben der Heizkostenverordnung abgerechnet werden muss, wenn es sich um ein Zweifamilienhaus handelt, in welchem der Vermieter (oder eine Ihm gleichgestellte Person) selbst wohnt.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Wo steht das mit den gleichgestellten Personen?
Der Mieter einer solchen Wohnung kann daher nicht verlangen dass nach Verbrauch abgerechnet werden muss.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Auch falsch. Wenn nichts anderes vereinbart wurde wie abzurechnen ist, gilt auch hier die Heizkostenverordnung. Hintergrund dieser Ausnahme ist, dass der Vermieter aufgrund der Nähe zu seinem Mieter den sinnvollen Umgang mit Heiz- und Warmwasserenergie besser kontrollieren und gegebenenfalls beeinflussen kann.Diese Möglichkeit der Beeinflussung ist in der Praxis eher fraglich. Es kommt hierbei auf die Einsicht des Mieters an. Einen wie auch immer gearteten Zwang für den Mieter gibt es zumindest aus rechtlicher Sicht nicht.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Du kannst ja die Vorlauftemperatur so weit drosseln, dass er es nur geradeso warm bekommt. Lüftet er übermäßig und bekommt es deswegen nicht richtig warm ist es halt sein Pech.
Beim Wasser würde ich auf jeden Fall Wasseruhren einbauen. Kosten nur 15-20€ auf dem Baumarkt.
Ich plane in einem 3-Familien-Haus (in dem mein Sohn eine Einheit mit ca. 50% der Gesamtwohnfläche bewohnt) zusätzlich zur Ölzentralheizung eine Holzheizung (ebenfalls zentral) einbauen zu lassen. Der Vorbesitzer hatte bereits einen Ofen installiert, hat ihn aber wenige Jahre vor dem Verkauf entfernen lassen.
Da ich selber Wald habe, ist es speziell für meinen Sohn natürlich eine attraktive Sache, Heizkosten zu sparen.
Die Idee ist, dass der Holzofen im Winter den Ölofen ersetzt und im Sommer, wenn nur Warmwasser gebraucht wird, erledigt das der Ölofen.
Lässt sich das über elektrische Wärmezähler an jedem Heizkörper nach der Heizkostenverordnung korrekt abrechnen?
Ich könnte mir vorstellen, dass besonders schlaue Mieter auf die Idee kommen, die Abrechnung anzufechten, weil ich am Jahresende nur sagen kann:
so viel Liter Heizöl wurden verbraucht
so viel Prozent Wärme hat Einheit 1, Einheit 2 und Einheit 3 verbraucht.
Dieses Verhältnis gibt aber keinen Aufschluss darüber, wie viel Prozent des Heizöls die jeweiligen Einheiten verbraucht haben...
Hallo sandro56,
Zuerst einmal wäre es besser gewesen ein neues Thema zu starten da deine Frage mit der ursprünglichen Frage nur wenig verbindet.
Du schreibst von MFH mit 3 Parteien, somit musst du zwingend nach HeizkostenV abrechnen.
Da es bei der HeizkostenV eh nur um die Kostenverteilung geht wäre dein Vorhaben mit den eHKV schon ein guter Anfang. Da die Abrechnung mit den HKV nicht so ganz einfach ist würden sich wenn machbar WMZ (Wärmemengenzähler) anbieten, diese werden jeweils pro Heizkreis installiert.
Mindestens 1 WMZ brauchst du eh zu Erfassung des Energiebedarfs für die Warmwasser bereitung.
Zitat von Sandro56:
Dieses Verhältnis gibt aber keinen Aufschluss darüber, wie viel Prozent des Heizöls die jeweiligen Einheiten verbraucht haben...Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Lies dich doch bitte zunächst in die Thematik "Heizkostenabrechnung" etwas ein. Es gibt hier im Forum massig Themen dazu und auch im Rest des Internets kam das schon "gelegentlich" zur Sprache.
Kurz und knapp: Du rechnest nicht über das Heizöl ab, sondern über die Gesamtkosten der Versorgung mit Heizwärme bzw. Warmwasser.
Zur Geschichte mit dem Brennholz: Das ist in der Abrechnung mit dem Mieter problematisch. Mehr oder weniger schenkst du den Mietern das Brennholz samt deines ganzen Aufwandes. Ich würde das nicht machen. Wenn du deinen Sohn unbedingt von deinem Holz profitieren lassen willst, soll er sich einen entsprechenden Ofen in seine Wohnung einbauen, d.h. dezentral heizen. Darüber ist dann gar nicht abzurechnen.
Lässt sich das über elektrische Wärmezähler an jedem Heizkörper nach der Heizkostenverordnung korrekt abrechnen?Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Der Wärmemesserzähler differenziert nicht nach Öl und Holz...
Wie willst du die Holzkosten, da du keine Rechnung hast, beziffern?
Meinem Cousin, der auch mit selbstgeschlagenem Holz z.T. heizt, wurde bei einer Klage einer Mieterin vom Gericht gesagt, er solle das Holz einkaufen???
Kommt natürlich auch an die Kostenaufstellung an. Denn deine Arbeitszeit usw. kannst da nicht voll mit reinrechnen.
Thema: Heizkosten im Zweifamilienhaus/ Öl und Holzheizung in beiden Wohnungen, sowie §2HeizV
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