Source: https://www.nextgi.de/unternehmensgebaeude-340832.html
Timestamp: 2020-05-31 16:44:13
Document Index: 166442527

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§23', '§ 26', '§ 26', '§ 24', '§92', '§ 92', '§ 5', '§ 28', '§ 19', '§ 28', '§ 19', '§ 23', '§ 26']

Gewerblich genutzten Immobilie oder Wohngebäude mit gewerblichem Anteil
Gewerbliche Gebäudeversicherung Eine Gebäudeversicherung ist dann gewerblich, wenn der gewerblich genutzte Teil der Immobilie größer als 50% ist. Ist das Gebäude mit über 50% wohnwirtschaftlich genutzt, handelt es sich um ein Wohngebäude mit gewerblichem Anteil. Tarifiert wird in diesem Fall über den privaten Wohngebäudetarif (dort kann man den kleinen gewerblich genutzten Teil dann angeb... [ mehr ]
Gebäude und Inhaltsversicherung Besserstellungsklauseln und Verbesserung der Versicherungsleistungen
Besserstellungsklausel (Sach)
Versichererwechsel kommen häufig vor und stellen Deinen Kunden immer vor eine schwierige Entscheidung, da er nicht in der Lage ist den bestehenden Versicherungsschutz mit dem neuen Angebot bis in das kleinste Detail zu ver­gleichen. Ausschlaggebend sind oft einige offensichtliche Leistungsverbesserungen oder eine attraktive Prämie. Dein Kunde hat damit aber immer ein Restrisiko, dass er sich mit dem neuen Vertrag in einigen Deckungspunkten verschlechtert. Mit der "Besserstellungsklausel" von bi:sure möchten wir das Restrisiko Deines Kunden minimieren, denn wenn im Schadenfall der Nachweis erfolgt, dass der Vorvertrag reguliert hätte, wird der neue Versicherer mit der Klausel nun ebenfalls regulieren.
Ein halbes Jahr nachdem die Malerfirma BuntesLeben die Inhaltsversicherung von der Allgefahren Versicherung AG zur Pfefferminzia gewechselt hat kommt es zu einem Einbruchschaden. Die Einganstür wurde aufgebrochen und kann nicht geschlossen werden. Ein Wachdienst muss bis zur Reparatur der Tür eingesetzt werden - es entstehen Kosten in Höhe von 3.750 EUR. Bei der Pfefferminzia ist die Kostenübernahme für Bewachungsmaßnahmen nach einem Einbruch auf 1.500 EUR begrenzt. Die restlichen 2.250 EUR muss die Malerfirma BuntesLeben aus eigener Tasche bezahlen. Besonders ärgerlich für die Malerfirma BuntesLeben ist, dass in seiner vorherigen Versicherung die Kosten für Bewachungsmaßnahmen bis zu einer Summe von 5.000 EUR mitversichert galten. Mit Vereinbarung der "Besserstellungsklausel" von bi:sure kann die Malerfirma BuntesLeben nun der Pfferminzia nachweisen, dass die Allgefahren Versicherung AG den Schaden in vollem Umfang übernommen hätte und erhält dann auch die volle Schadensumme von der Pfefferminzia.
Diebstahl von Geschäftszweirädern
Im Inventar des Versicherungsnehmers finden sich zunehmend geschäftlich genutzte Zweiräder wie Fahrräder, E-Bikes, Pedelecs oder E-Scooter (nicht gemeint sind Motorroller, Vespas oder Motorräder). Die geschäftlich genutzten Zweiräder sind vom Versicherungsumfang in der Inhaltsversicherung nur bei Einbruch in die versicherten Räumlichkeiten gegen Diebstahl abgesichert. Mit der bi:sure Klausel "Diebstahl von Geschäftszweirädern" soll auch der einfache Diebstahl außerhalb der versicherten Räumlichkeiten eingeschlossen werden.
Die Musterfirma GmbH hat drei E-Bikes im Wert von je 1.950 EUR angeschafft, mit denen die Belegschaft einfache Botendienste im Stadtgebiet ausführen kann. Frau Meyer erhält den Auftrag mit einem E-Bike wichtige Unterlagen in der Bankfiliale abzugeben. Das E-Bike schließt sie vor der Bankfiliale mit einem Fahrradschloss ab. In der Zeit, in der Frau Meyer auf den Bankberater wartet, um die Unterlagen abzugeben, wird das E-Bike gestohlen. Da es sich nicht um Einbruch-Diebstahl in die versicherten Räumlichkeiten der Musterfirma GmbH handelt, ist der Schaden nicht versichert. Über die Klausel "Diebstahl von Geschäftszweirädern" wird der Diebstahl des Rades vor der Bankfiliale in den Versicherungsschutz eingeschlossen und die Inhaltsversicherung der Musterfirma bezahlt den entstandenen Schaden in Höhe von 1.950 EUR.
Es besteht Versicherungsschutz für Diebstahl von Geschäftszweirädern in Form von Fahrrädern, E-Bikes, Pedelecs oder E-Scootern. Die Entschädigung ist dabei auf eine Höhe von max. 3.000 EUR je Versicherungsfall begrenzt. Vom Versicherungsschutz ausgeschlossen bleiben alle KFZ-Versicherungspflichtigen Zweiräder wie Mofas, Motorroller oder Motorräder. Die zu ver­sichernden Zweiräder sind in der Gesamtinventarsumme zu berücksichtigen.
Hat dein Kunde eine Gefahrerhöhung, gibt es bestimmte Fristen einzuhalten, diese Gefahrerhöhungen an den Versicherer zu melden. Versäumt dein Kunde die Meldung bis zu der bestimmten Frist behält sich der Versicherer vor im Schadenfall leistungsfrei zu sein, die Leistungen zu kürzen oder den Vertrag zu kündigen. Im Versicherungsvertragsgesetz ist weiterhin geregelt, welche Rechte der Versicherer im Falle einer Verletzung der Anzeigepflicht nach § 19 hat. Eine grob fahrlässige Vornahme einer Gefahrerhöhung §23 Abs. (1) und § 26 Abs. (1) kann zur Kündigung und /oder Leistungsfreiheit/-Kürzung des Versicherers führen. Die Klausel "Gefahrerhöhungen" von bi:sure soll zum einen die vertraglich vereinbarten Fristen zur Meldung und zur Kündigung zum Vorteil deines Kunden verlängern und zum anderen die Leistungskürzung im Falle grob fahrlässiger Gefahrerhöhungen definieren und begrenzen.
In der gewerblich genutzten Halle von Herr Meier gibt es einen Mieterwechsel. Die KFZ-Werkstatt zieht aus und dafür zieht ein kleines Sägewerk in die Räumlichkeiten ein. Da holzverarbeitende Betriebe eine besondere Gefahr darstellen muss Herr Meier dies der Ge­bäude­ver­si­che­rung innerhalb eines Monats anzeigen um den Versicherungsschutz nicht zu verlieren. Der Mieterwechsel findet kurz vor Herr Meiers vierwöchigem USA-Trip statt und in den Vorbereitungen für die Reise schafft Herr Meier es nicht die Mitteilung an die Versicherung über die neue Nutzung zu machen. 6 Wochen nach dem Mieterwechsel ist Herr Meier gerade aus dem Urlaub zurück als er einen Anruf erhält, dass das Gebäude brennt. Die Versicherung, die nichts von der Gefahrerhöhung wusste, beruft sich auf die Frist von 4 Wochen in der Herr Meier die Gefahrerhöhung hätte anzeigen müssen und möchte den Schaden nicht bezahlen. Mit der Klausel "Gefahrerhöhungen" hätte der Kunde anstatt einem Monat eine Frist von 2 Monaten gehabt, um die Gefahrerhöhung beim Versicherer anzuzeigen. In Herr Meiers Fall wäre der Schaden dann auch übernommen worden. Angenommen Herr Meier hätte die Gefahrerhöhung noch rechtzeitig vor seinem Urlaub beim Versicherer angezeigt und dieser hätte sich überlegt das Gebäude aufgrund der Gefahrerhöhung nicht weiter zu ver­sichern und hätte dem Kunden eine Kündigung mit einer Frist von einem Monat erteilt, hätte sich Herr Meier noch im Urlaub um einen neuen Versicherungsschutz bemühen müssen. Mit der Klausel "Gefahrerhöhungen" hätte der Versicherer nicht mit einmonatiger sondern nur mit dreimonatiger Frist kündigen können, was Herr Meier für die Suche nach einer neuen Versicherung deutlich mehr Zeit verschafft hätte.
Anzeigepflichtverletzung:
Das Dach des Geschäftsgebäudes der Musterfirma AG wird neu gedeckt. Zu diesem Zweck wird ein Gerüst am Gebäude aufgebaut. Der Geschäftsführer vergisst diese Gefahrerhöhung auch dem Versicherer der Inhaltsversicherung anzuzeigen. In den Wochen während das Gerüst steht wird über das Gerüst in die Räumlichkeiten im oberen Stockwerk eingebrochen und ein Flatscreen sowie Bargeld gestohlen. Es ensteht ein Schaden in Höhe von 3000 EUR. Der Inhaltsversicherer kann aufgrund der nicht angezeigten Gefahrerhöhung den entstandenen Schaden ablehnen oder kürzen. Mit der Klausel "Gefahrerhöhungen" verzichtet der Versicherer bein Schäden bis zu einer Schadensumme in Höhe von 100.000 EUR auf einen Abzug und kürzt nur bei Schäden oberhalb dieser Schadensumme um max. 20%.
Die in dem § 26 VVG Abs. (2) (Leistungsfreiheit bei Gefahrerhöhung) genannte Frist von einem Monat wird auf zwei Monate verlängert. Abs. (1) und (3) bleiben von der Änderung unberührt. Die im § 24 VVG Abs. (2) (Kündigung wegen Gefahrerhöhung) genannte Frist von einem Monat wird auf drei Monate verlängert. Abs. (1) und (3) bleiben von der Änderung unberührt. Bei Schäden infolge einer Gefahrerhöhung verzichtet der Versicherer bis zu einer Schadensumme in Höhe von 100.000 EUR auf den Abzug, darüber hinaus kürzt er bis zu einer Schadensumme in Höhe von 1 Mio. EUR um max. 20 %.
Im Falle von grob fahrlässig verursachten Schäden durch den Versicherungsnehmer behält sich der Versicherer vor, die Leistung im Schadenfall zu kürzen. Mit der Klausel "Grobe Fahrlässigkeit" von bi:sure möchten wir die Kürzung bei grob fahrlässig verursachten Schäden konkretisieren und regeln.
Herr Schneider von der Wacholder GmbH übersieht auf dem Weg in den Feierabend, dass die Brandschutztür nicht ordnungsgemäß verschlossen ist und hinterlässt diese leicht geöffnet. Bei einem Brand in der Nacht kann sich das Feuer durch die leichte Öffnung ausbreiten, es entsteht ein Schaden in Höhe von 180.000 EUR. Bei geschlossener Brandschutztür wäre der Schaden voraussichltich mit ca. 50.000 EUR wesentlich geringer ausgefallen. Ohne den Einschluss der Klausel "Grobe Fahrlässigkeit" könnte der Versicherer die Leistung für den Anteil des Schadens, der aufgrund der grob fahrlässigen Handlung von Herr Schneider entstanden ist nun kürzen. Mit der Klausel wird der Schaden vollumfänglich von der Versicherung der Wacholder GmbH übernommen. Ab einer Schadensumme von 250.000 EUR hätte der Versicherer eine Kürzung um max. 20% vornehmen können.
Bei grob fahrlässig verursachten Schäden erfolgt bis zur Versicherungssumme in Höhe von max. 250.000 EUR kein Abzug, bei Schäden bis zur Versicherungssumme ab 250.000 EUR erfolgt ein Abzug in Höhe von max. 20%.
Innovationsklausel (Sach)
Versicherer überarbeiten in regelmäßigen Abständen ihre Tarife und Bedingungen. Dabei kann es auch zu Leistungsverbesserungen kommen, die den Kunden nicht in Rechnung gestellt werden. Mit der "Innovationsklausel" von bi:sure erhält der Versicherungsnehmer eine Art Update-Garantie. Immer dann, wenn der Versicherer einen neuen Tarif mit besseren Leistungen auf den Markt bringt, erhält er die besseren Leistungen automatisch, sofern diese beitragsneutral sind auch für seinen bestehenden Vertrag mit den älteren Bedingungen ohne den Vertrag neuordnen zu müssen.
Malermeister Mustermann hat seit vielen Jahren eine Betriebshaftpflicht und Inhaltsversicherung bei der Pfefferminzia. Es kam nie zu einem Schaden und da er kaum Kontakt zu seinem Berater hat, hat Herr Mustermann nicht mitbekommen, dass die Pfefferminzia inzwischen einen neuen Tarif mit verbesserten Leistungen auf den Markt gebracht hat. Als es dann doch zu einem Schadenfall kommt, wird dieser abgelehnt, weil er über das alte Tarifwerk, welches dem Vertrag von Herr Mustermann zugrunde liegt nicht versichert gilt. Besonders ärgerlich für Herr Mustermann: eine Umstellung auf den neuen Tarif hätte ihn vor der Ablehnung bewahrt, denn dort gilt der Schaden mitversichert. Mit Vereinbarung der "Innovationsklausel" hätte sich Herr Mustermann davor schützen können, dann hätte er auch mit dem alten Tarifwerk Versicherungsschutz für den Schaden erhalten, weil alle beitragsneutralen Verbesserungen im neuen Tarifwerk auch für das alte Tarifwerk Anwendung gefunden hätten.
Kündigung nach Versicherungsfall (Sach)
In §92 Versicherungsvertragsgesetz ist geregelt, dass jede Partei im Schadenfall ein Kündigungsrecht hat. In Abs. (2) wird das Kündigungsrecht des Versicherers näher erläutert. Eine Kündigung ist demnach nur mit Ablauf eines Monats seit dem Abschluss der Verhandlungen über die Entschädigung zulässig und die Kündigungsfrist seitens des Versicherers beträgt einen Monat. Mit der bi:sure Klausel "Kündigung nach Versicherungsfall" soll der Versicherer auf diese Kündigungsfrist bei Jahresverträgen verzichten und den Vertrag nur zum Ablauf der Versicherungsperiode kündigen können. Dies verschafft dem Versicherungsnehmer - je nachdem wann der Schadenfall eintritt - mehr Zeit für die Suche nach einer neuen Versicherung.
Der Trockenbauer Müller hat einen Schaden über seine Inhaltsversicherung mit einjähriger Laufzeit bis zum 01.01. eingereicht. Die Versicherung macht nach einem Schadenfall im März von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch und kündigt die Versicherung mit einer Frist von einem Monat zum 01.05. Herr Müller hat nun wenig Zeit eine Anschlussversicherung für den schadenbelasteten Vertrag zu finden. Mit der Klausel "Kündigung im Versicherungsfall" hätte die Versicherung nicht mit Frist von einem Monat sondern nur zum Ablauf kündigen können, was Herr Müller deutlich mehr Zeit verschafft hätte.
Auf die in dem § 92 VVG Abs. (2) genannte Kündigungsfrist von einem Monat wird bei Verträgen mit einer Dauer von einem Jahr verzichtet. Die Kündigung seitens des Versicherers ist somit nur zum Ablauf der Versicherungsperiode möglich.
Gesetzliche, behördliche oder vereinbarte Sicherheitsvorschriften gibt es viele. Da kommt es schon einmal vor, dass Dein Kunde der Versicherungsnehmer nicht alle umsetzen kann. Im Schadenfall behält sich der Versicherer vor die Leistung zu kürzen sofern eine Missachtung von gesetzlicher, behördlicher und vereinbarter Sicherheitsvorschriften seitens des Versicherungsnehmers vorliegt. Mit der Klausel "Missachtung von Sicherheitsvorschriften" von bi:sure soll die teilweise auf die Kürzung im Leistungsfall verzichtet bzw. die Kürzung im Leistungsfall begrenzt werden.
Die Musterfirma GmbH soll nach einem Brandschaden mit einer Höhe von 270.000 EUR dem Versicherer nachweisen, dass die gesetzliche Vorschrift zur Prüfung von elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln nach § 5 DGUV Vorschrift 3 eingehalten wurde und alle elektrischen Anlagen regelmäßig überprüft wurden, so dass der Schaden durch den Kurzschluss eines Gerätes welches den Brand verursacht hatte nicht vorhersehbar war. Die Musterfirma GmbH kann keinen Nachweis über die Durchführung der Prüfung der elektrischen Anlagen und Betriebsmittel erbringen. Der Versicherer möchte den Schaden daher nur anteilig übernehmen und kürzt die Schadensumme um 70%. Die Musterfirma GmbH erhält demnach nur eine Entschädigung in Höhe von 81.000 EUR. Mit der Klausel "Missachtung von Sicherheitsvorschriften" kann der Versicherer maximal 20% in Abzug bringen. Die Musterfirma GmbH hätte mit der Klausel anstatt 81.000 EUR, 216.000 EUR erhalten. Hätte die gesamte Schadensumme unterhalb der 250.000 EUR gelegen, hätte der Versicher diesen bei vereinbarter Klausel "Missachtung von Sicherheitsvorschriften" komplett übernommen.
Wird im Schadenfall die Missachtung von gesetzlichen, behördlichen oder vereinbarten Sicherheitsvorschriften festgestellt, verzichtet der Versicherer bis zu einer Schadensumme in Höhe von 250.000 EUR auf sein Recht die Leistungen zu kürzen, ab einer darüber hinausgehenden Schadensumme werden max. 20% in Abzug gebracht.
Neuwertentschädigung ("Goldene Regel")
Wenn der Zeitwert eines im Schadenfall zerstörten Gegenstandes unterhalb von 40% liegt, behält sich der Versicherer vor, anstatt des Neuwertes nur den Zeitwert zu entschädigen. Mit der Klausel Neuwertentschädigung ("Goldene Regel") möchte bi:sure die Zeitwert-Entschädigung für ordnungsgemäß instand gehaltene Gegenstände, die sich im täglichen Gebrauch befinden im Schadenfall ausschließen und die Leistung der Zahlung des Neuwertes vereinbaren - auch für den Fall, dass keine Wiederbeschaffung oder Reparatur erfolgt.
Durch einen Brandschaden bei der Musterfirma AG wird eine 5 Jahre alte Maschine zerstört. Der aktuelle Neuwert der Maschine liegt bei 80.000 EUR, ein Sachverständiger bewertet den Zeitwert aber mit 24.000 EUR, also nur 30 % des Neuwertes. Der Versicherer der Musterfirma AG möchte daher auch nur den Zeitwert entschädigen und anstatt der 80.000 EUR nur die 24.000 EUR bezahlen. Die Musterfirma AG müsste die Differenz in Höhe von 56.000 EUR für die Wiederbeschaffung selber aufbringen. Mit Vereinbarung der bi:sure Klausel Neuwertentschädigung ("Goldene Regel") erhält der Kunde die volle Entschädigung in Höhe von 80.000 EUR.
Der Versicherungswert ist der Neuwert, wenn die versicherten Sachen für ihren Zweck allgemein oder im Betrieb des Versicherungsnehmers bestimmungsgemäß verwendet und die versicherten Sachen regelmäßig gewartet werden unabhängig davon wie hoch der Restwert der versicherten Sachen ist und ob diese im Schadenfall nicht wiederbeschafft oder repariert werden.
Obliegenheitsverletzungen (Sach)
Im Versicherungsvertragsgesetz ist geregelt, welche Rechte der Versicherer im Falle von Verletzungen von vertraglichen Obliegenheiten nach § 28 hat. Eine grob fahrlässige Obliegenheitsverletzung kann zur Kündigung und/oder Leistungsfreiheit/-Kürzung des Versicherers führen. Die Klausel "Obliegenheitsverletzungen" soll die Leistungskürzung in solchen Fällen näher definieren und begrenzen.
In den Bedingungen der Musterversicherung, bei der die Musterdruck GmbH versichert ist, steht, dass für die Leitungswasser- und weiteren Elementargefahren in Räumen unter Erdgleiche gelagerte Sachen mindestens 12 cm über dem Fußboden zu lagern sind. Aufgrund von Platzmangel werden auch Druckerzeugnisse bis zur Abholung durch die Spedition im Keller gelagert. Diese befinden sich in Kartons, die direkt auf dem Kellerboden stehen. In Folge eines Starkregens kommt es zu einer Überschwemmung im Keller, bei der die Ware vollständig zerstört wird. Die Schadenhöhe beträgt 80.000 EUR. Der Versicherer kürzt ohne die Klausel "Obliegenheitsverletzungen" die Leistung auf 25.000 EUR. Mit Vereinbarung der Klausel ist er angehalten den kompletten Schaden zu bezahlen, da die Schadensumme die 250.000 EUR nicht übersteigt. Sobald die Schadensumme bei mehr als 250.000 EUR liegt, würde der Versicherer die Leistung um max. 20% kürzen.
Bei Schäden durch Obliegenheitsverletzungen verzichtet der Versicherer bis zu einer Schadensumme in Höhe von 250.000 EUR auf den Abzug, darüber hinaus kürzt er bis zu einer Schadensumme in Höhe von 1 Mio. EUR um max. 20%.
Rücktritt wegen Anzeigepflichtverletzung (Sach)
Das Versicherungsvertragsgesetz regelt mit dem § 19 die Anzeigepflicht Abs. (1) und besagt in Abs. (2), dass der Versicherer vom Vertrag zurücktreten kann, wenn der Versicherungsnehmer seiner Anzeigepflicht gemäß Abs. (1) nicht nachkommt. Mit der Klausel "Rücktritt wegen Anzeigepflichtverletzung" von bi:sure soll der Versicherer unter bestimmten Voraussetzungen auf sein Rücktrittsrecht zu Gunsten des Kunden verzichten.
Die Garten- und Landschaftsbau GmbH hat noch keine Absicherung im Bereich der Inhaltsversicherung und entschließt sich nach langem Überlegen doch eine abzuschließen. Da die Auftragslage aber erst zum übernächsten Monat wieder etwas stabiler ist und dann die finanziellen Mittel für die Versicherung auch da sind entschließt man sich diese mit Beginn des übernächsten Monats abzuschließen. Der Antrag liegt zur Policierung beim Versicherer. In der Zwischenzeit ereignet sich ein Schaden, den die Garten- und Landschaftsbau GmbH im Rahmen der Anzeigepflicht bei der beantragten Versicherung als Vorschaden anzeigen müsste als. Diese Anzeige erfolgt nicht. Als sich 3 Jahre und 4 Monate später ein erneuter Schaden gleicher Art ereignet kommt raus, dass die Garten- und Landschaftsbau GmbH die Anzeigepflicht verletzt hat. Der Versicherer kann nun von seinem Recht Gebrauch machen, die Leistung aufgrund der Anzeigepflichtverletzung zu verweigern oder sogar vom Vertrag zurückzutreten. Mit der Klausel "Rücktritt wegen Anzeigepflichtverletzung" verzichtet der Versicherer auf sein Recht sofern die Anzeigepflichtverletztung länger als 3 Jahre zurück liegt und zahlt im Falle der Garten- und Landschaftsbau GmbH den eingereichten Schaden. Gleiches gilt, sofern es sich um kleinere Schäden bis 1.000 EUR handelt.
Wird anlässlich eines Versicherungsfalls festgestellt, dass eine vorvertragliche Anzeigepflicht grob fahrlässig verletzt wurde, verzichtet der Versicherer teilweise unter folgenden Voraussetzungen auf sein Recht, vom Vertrag zurückzutreten:
a) die vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung liegt länger als drei Jahre zurück oder
b) die Schadenshöhe beträgt maximal 1.000 Euro.
Rückwirkender Versicherungsbeginn (Sach)
Der Beginn eines Versicherungsvertrages wird von den Gesellschaften häufig unabhängig vom gewünschten Versicherungsbeginn mit Datum des Eingangs bei der Gesellschaft oder dem darauffolgenden Tag dokumentiert. Ein rückwirkender Versicherungsbeginn ist nur selten möglich. Mit der bi:sure Klausel "Rückwirkender Versicherungsbeginn" soll für den Fall, dass das Risiko frei von bekannten Schäden ist, ein rückwirkender Beginn über einen bestimmten Zeitraum möglich sein.
Herr Schneider ist Neugründer und hat in der Gründungsphase viel um die Ohren. Mietvertrag, Behördengänge, das Geschäft in Gang bringen, sich um Versicherungen kümmern. Er nimmt seine Tätigkeit offiziell zum 01.07. auf. Als ihm Mitte Juli dann auch die Angebote für die Versicherung vorliegen und er sich für einen Anbieter entscheidet, möchte er den Beginn rückwirkend auf den Beginn seiner Tätigkeit legen. Bis der Antrag bei der Gesellschaft eingegangen und bearbeitet wird ist Ende Juli. Da Herr Schneider angibt, dass er frei von bekannten Schäden ist, policiert die Gesellschaft mit der Klausel "Rückwirkender Versicherungsbeginn" nicht wie üblich zum Eingangsdatum des Antrages sondern rückwirkend zum 01.07.
Je nach Höhe oder Eindeutigkeit eines Schadens, ist es erforderlich einen Sachverständigen zur Schadenbegutachtung- und Schadenbewertung einzuschalten. Die Kosten für den Sachverständigen werden dabei stets von der Partei getragen, welche die Einschaltung des Sachverständigen und die damit einhergehende Schadenbewertung wünscht. Mit der Klausel "Sachverständigenkosten" von bi:sure möchten wir regeln unter welchen Voraussetzungen der Versicherer die Sachverständigenkosten übernimmt - unabhängig von welcher Partei der Wunsch zur Begutachtung ausgeht.
Durch einen Leitungswasserschaden müssen einige Möbel bei der Meyer-Müller GmbH ausgetauscht werden. Laut Herr Müller von der Meyer-Müller GmbH beläuft sich der Schaden auf rund 7.250 EUR. Die Versicherung der Meyer-Müller GmbH sieht das anders und bewertet den Schaden mit einer Summe von 5.350 EUR. Herr Müller ist damit nicht einverstanden und wünscht die Klärung durch einen Sachverständigen. Da er den Wunsch der Begutachtung hat muss er auch die Kosten für die Begutachtung tragen. Bei Vereinbarung der bi:sure Klausel "Sachverständigenkosten" trägt unabhängig vom Wunsch der Begutachtung immer der Versicherer die Kosten ab einer Schadenhöhe von 5.000 EUR oder wenn die Schadenhöhe strittig ist.
Der Versicherer trägt zu 100% die Kosten für einen Sachverständigen, wenn die Schadenhöhe strittig ist oder die Schadensumme 5.000 EUR übersteigt.
Werden die vertraglich vereinbarten Sicherungen vom Versicherungsnehmer nicht eingehalten, behält sich der Versicherer vor, die Leistung im Schadenfall zu kürzen. Mit der Klausel "Sicherungen" von bi:sure möchten wir die Kürzung bei der Nicht-Einhaltung von vertraglich vereinbarten Sicherungen konkretisieren und regeln.
Die Wacholder GmbH hat sich für eine neue Inhaltsversicherung bei der Pfefferminzia entschieden. Im Antrag unterschreibt die Wacholder GmbH, dass folgende Sicherungsmaßnahmen umgesetzt werden: bündiges Zylinderschloss an allen Türen, Mehrfachverriegelungen an allen nach aussen führenden Türen, eine Vergitterung aller Kellerfenster, sowie ein Aufhebelschutz für alle Fenster. Die Vergitterungen der Kellerfenster sowie der Aufhebelschutz für alle Fenster sind zunächst nicht vorhanden und müssen nachgerüstet werden. Die Wacholder GmbH holt sich verschiedene Angebote für die Nachrüstung ein - die Umsetzung wird jedoch aufgrund einer sehr hohen Auftragslage nach hinten verschoben. Als endlich wieder mehr Zeit ist, gerät die Umsetzung der Nachrüstungen in Vergessenheit. Nach ca. 1 Jahr wird in die Räumlichkeiten eingebrochen und Ware im Wert von 35.000 EUR gestohlen. Der Einbruch erfolgt durch Aufhebeln eines Fensters und hätte mit der Nachrüstung des Aufhebelschutzes verhindert werden können. Die Pfefferminzia ist aufgrund der Nicht-Einhaltung der vertraglich vereinbarten Sicherungen berechtigt die Leistung zu kürzen. Mit der bi:sure Klausel "Sicherungen" verzichtet die Pfefferminzia bis zu einer Schadensumme von 250.000 EUR auf das Recht die Leistung zu kürzen und kommt in diesem Fall für den gesamten Schaden auf. Bei einer Schadensumme größer 250.000 EUR hätte die Pfefferminzia max. um 20% kürzen können.
Bei Nicht-Einhaltung von vertraglich vereinbarten Sicherungen erfolgt bei Schäden bis zur Versicherungssumme in Höhe von max. 250.000 EUR kein Abzug, bei Schäden bis zur Versicherungssumme ab 250.000 EUR erfolgt ein Abzug in Höhe von max. 20%.
Summen- und Konditionsdifferenzdeckung (Sach)
Sobald der Versicherungsnehmer die Versicherung wechselt und einen neuen besseren und umfangreicheren Vertrag abschließt, beginnt eine Zeit des Übergangs, in welcher der alte Vertrag mit den schlechteren Leistungen noch bis zum Beginn des neuen Vertrags besteht und die umfangreicheren besseren Leistungen noch nicht greifen. Mit der bi:sure Klausel "Summen- und Konditionsdifferenzdeckung" soll bereits vor Versicherungsbeginn Versicherungsschutz für eingetretene Schäden bestehen, die nicht über den Vorversicherer aber über den neuen Versicherer mitversichert sind.
Die Himmelreich GmbH möchte den Versicherer wechseln und im Zuge des Wechsels sollen sowohl höhere Summen als auch weitere Gefahren eingeschlossen werden. Der Ablauf des alten Vertrages liegt noch rund 9 Monate in der Zukunft. Die Kündigung wird ausgesprochen, die neue Versicherung wird beantragt. Nach 3 Monaten kommt es zu einem Schadenfall aufgrund von Leitungswasser in Höhe von 120.000 EUR. Beim bisherigen Versicherer ist nur eine Schadensumme bis 80.000 EUR versichert. Ohne die Klausel "Summen- und Konditionsdifferenzdeckung" bleibt die Himmelreich GmbH auf den restlichen Kosten in Höhe von 40.000 EUR sitzen. Mit der Klausel "Summen- und Konditionsdifferenzdeckung" genießt die Himmelreich GmbH schon vor Versicherungsbeginn des neuen Vertrags Versicherungsschutz für die Differenz und kann bei Nachweis der bisherigen Versicherungsleistungen und -summen die Differenz über den neuen Versicherer geltend machen.
Die maximale Entschädigung bei einem Totalschaden entspricht der im Versicherungsvertrag vereinbarten Versicherungssumme. Ist der tatsächliche Versicherungswert nun höher als die vereinbarte Versicherungssumme wird dies als Unterversicherung bezeichnet. Im Schadenfall behält sich der Versicherer im Falle einer Unterversicherung vor, die Leistung anteilig je nach Höhe der Unterversicherung zu kürzen. Mit der bi:sure Klausel "Unterversicherungsverzicht" soll der Versicherer auf den Abzug im Falle einer Unterversicherung verzichten.
Bei Abschluss einer neuen Inhaltsversicherung schätzt Herr Müller den Wert seines Invertars auf 50.000 EUR und legt diesen als Versicherungssumme fest. Als es zu einem Schaden kommt wird festgestellt, dass das Inventar eigentlich einen Wert von 100.000 EUR hat. Die Versicherung ist nun berechtigt die Schadensumme um 50% zu kürzen (da dies der Unterversicherung entspricht). Anstatt einer Erstattung in Höhe von 20.000 EUR für den Schaden erhält Herr Müller nun nur 10.000 EUR. Mit Vereinbarung der Klausel "Unterversicherungsverzicht" verzichtet die Gesellschaft auf ihr Recht bei Unterversicherung im Schadenfall die Leistungen zu kürzen und erstattet den kompletten Schaden in Höhe von 20.000 EUR.
Im Falle einer Unterversicherung verzichtet der Versicherer auf sein Recht die Leistung anteilig der Unterversicherung zu kürzen.
Versehensklausel (Sach)
Im Versicherungsvertragsgesetz ist auch geregelt, welche Rechte der Versicherer im Falle von Verletzungen von vertraglichen Obliegenheiten nach § 28 oder von Verletzungen der Anzeigepflicht nach § 19 hat. Eine grob fahrlässige Obliegenheitsverletzung oder grob fahrlässige Vornahme einer Gefahrerhöhung § 23 Abs. (1) und § 26 Abs. (1) kann zur Kündigung und/oderLeistungsfreiheit/-Kürzung des Versicherers führen. Die "Versehensklausel" soll die Leistungsfreiheit oder Kündigung im Falle dessen, dass die Verletzungen vom Versicherungsnehmer versehentlich begangen wurden ausser Kraft setzen.
Die Immobilien GmbH hat eine Ge­bäude­ver­si­che­rung bei der Pfefferminzia und vermietet Teile der versicherten Immobilie an einen Nachtclub. Dies möchte die Sekretärin der Immobilien GmbH der Pfefferminzia anzeigen und setzt eine E-Mail an die Pfefferminzia auf, in der alle Details zur Gefahrerhöhung stehen. Die E-Mail wird versehentlich nicht abgeschickt und bleibt bei den Entwürfen zurück, da die Sekretärin durch mehrfache Telefonate aus dem Vorgang herausgerissen wird. Als sie Wochen später die Mail unter den Entwürfen findet, ist die Frist für die Anzeige der Gefahrerhöhung bereits abgelaufen. Der Versicherer hat nun die Möglichkeit im Schadenfall vom Versicherungsschutz zurückzutreten. Mit der "Versehensklausel" kann die Sekretärin jedoch die Meldung nachholen und das Versehen belegen, weil der Entwurf ja bereits innerhalb der Frist gespeichert wurde - der Versicherer verzichtet auf sein Recht der Leistungsfreiheit im Schadenfall.
Sowohl in der Gebäude- als auch in der Inhaltsversicherung ist die Definition der versicherten Sachen vom Versicherer abhängig. Gebäudezubehör, Grundstücksbestandteile, Anpflanzungen und Bäume werden dabei oftmals nicht berücksichtigt. Die bi:sure Klausel "Versicherte Sachen" möchte die oben genannten Bestandteile verpflichtend in den Versicherungsumfang integrieren.
Ein Brand bei der Musterfirma AG zerstört neben dem Gebäude auch die Außenanlagen auf dem Betriebsgrundstück vor dem Gebäudeeingang. Diverse Büsche, ein Blumenbeet und ein kleiner Baum werden dabei komplett zerstört. Die Ge­bäude­ver­si­che­rung der Musterfirma AG deklariert die Außenanlage nicht als versicherte Sachen und möchte den Schaden in Höhe von 23.500 EUR nicht begleichen. Mit der Klausel "Versicherte Sachen" werden die Außenanlagen bis zu einer Versicherungssumme in Höhe von 25.000 EUR mitaufgenommen und der Kunde erhält die Schadenzahlung in Höhe von 23.500 EUR.
Zu den versicherten Sachen gehören in der Ge­bäude­ver­si­che­rung sämtliche Gebäude auf dem Versicherungsgrundstück und in der Inhaltsversicherung sämtliche Sachen mit Ausnahme von Gebäuden und den in der Deklaration ausdrücklich ausgeschlossenen Sachen. Sämtliches Gebäudezubehör und Grundstücksbestandteile sowie Gärten, Anpflanzungen und Bäume gelten sowohl in der Ge­bäude­ver­si­che­rung als auch in der Inhaltsversicherung mitversichert. Die Entschädigung für Gärten, Anpflanzungen und Bäume ist auf max. 25.000 EUR je Schadenfall begrenzt.
Vorsorge (Sachversicherung)
In fast jeder Inhaltsversicherung ist standardmäßig ein Baustein Vorsorge integriert. Die Höhe der Vorsorgesumme wird vom jeweiligen Versicherer als prozentualer Teil der Versicherungssumme festgelegt. Mit der Klausel "Vorsorge (Sachversicherung)" von bi:sure soll die Summe für Vorsorge im Bereich der Inhaltsversicherung verbessert werden indem der prozentuale Anteil der Vorsorgesumme für das laufende Versicherungsjahr erhöht wird.
Die Müller GmbH hat eine Inhaltsversicherung mit einer Versicherungssumme in Höhe von 100.000 EUR. Der Vertrag hat eine Hauptfälligkeit zum 01.01. Zum 01.03. schafft er ein zusätzliches Lagerregalsystem im Wert von 15.000 EUR an und vergisst dies umgehend an die Versicherung zu melden und die Versicherungssumme anzupassen. Im Oktober brennt es bei der Müller GmbH. Das komplette Inventar ist unbrauchbar und muss neu angeschafft werden. Da die Versicherungssumme bei 100.000 EUR und standardmäßig nur 10% Vorsorge versichert gelten, erhält die Müller GmbH nur eine Entschädigung in Höhe von 110.000 EUR. Auf den letzten 5.000 EUR bleibt der Kunde sitzen, weil er die Summe nicht angepasst hat. Mit der Klausel "Vorsorge (Sachversicherung)" hätte sich die Vorsorgesumme verdoppelt und die Müller GmbH hätte die vollen 115.000 EUR erstattet bekommen.
Die Vorsorgeversicherung beträgt 20% der vereinbarten Versicherungssumme für alle eintretenden Änderungen innerhalb eines laufenden Versicherungsjahres in Form von Neuanschaffungen, Umrüstungen und Erweiterungen bis zum Beginn des darauf folgenden Versicherungsjahres. Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet, zu Beginn eines jeden Versicherungsjahres die im vorhergehenden Versicherungsjahr eingetretenen Erweiterungen und den Austausch versicherter Sachen sowie anmeldepflichtige Neuzugänge dem Versicherer anzuzeigen.