Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202001,%201902
Timestamp: 2020-04-01 06:10:15
Document Index: 197717157

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 233', '§ 12', 'Art. 233', '§ 12', '§ 3', 'BGH', 'BGH']

BGH, 04.05.2001 - V ZR 21/00 - dejure.org
https://dejure.org/2001,1337
BGH, 04.05.2001 - V ZR 21/00 (https://dejure.org/2001,1337)
BGH, Entscheidung vom 04.05.2001 - V ZR 21/00 (https://dejure.org/2001,1337)
BGH, Entscheidung vom 04. Mai 2001 - V ZR 21/00 (https://dejure.org/2001,1337)
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EGBGB 1986 Art. 233 § 12 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. b, Abs. 3
Zuteilung von Bodenreformland
Erbfall - Zuteilungsfähigkeit - Landwirtschaftliche Tätigkeit - Produktionsgenossenschaft - Eintritt - Bodenreform
Zur Frage der Zuteilungsfähigkeit des Erben eines landwirtschaftlichen Grundstücks aus einem im Herbst 1989 oder später eingetretenen Erbfall
Landwirtschaft- Bodenreform: Zur Zuteilungsfähigkeit eines Erben
Art. 233 § 12 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. b, Abs. 3 EGBGB
Abwicklung der Bodenreform/Zuteilungsfähigkeit des Erben
MDR 2001, 1048
FamRZ 2001, 1145
WM 2001, 1902
Seit diesem Zeitpunkt kann ein Antrag auf Aufnahme in eine LPG als Voraussetzung der Übertragung landwirtschaftlicher Nutzflächen gem. § 3 Abs. 1 BesitzwechselVO nicht mehr verlangt werden (vgl. Senatsurt. v. 4. Mai 2001, V ZR 21/00, WM 2001, 1902, 1903).
BGH, 11.04.2003 - V ZR 366/02
Ziel der Regelungen ist es, die Grundstücke aus der Bodenreform demjenigen zu übertragen bzw. zu belassen, der bei Beachtung der Übertragungsgrundsätze der Besitzwechselverordnung durch die Behörden der DDR im Zeitpunkt der Aufhebung der Beschränkungen, die für die Grundstücke aus der Bodenreform galten, ihr Eigentümer gewesen wäre (st. Rechtspr., vgl. Senat, BGHZ 132, 71, 72;… Urt. v. 21. Juni 1996, V ZR 284/95, VIZ 1996, 523, 524;… Urt. v. 13. Dezember 1996, V ZR 42/96, WM 1997, 783, 784; Urt. v. 4. Mai 2001, V ZR 21/00, WM 2001, 618, 619).
Damit obliegt es dem Kläger, zur Begründung des geltend gemachten Auflassungsanspruchs darzulegen und im Falle des Bestreitens zu beweisen, daß ihm kein Besserberechtigter vorgeht (Senatsurt. v. 4. Mai 2001, V ZR 21/00, WM 2001, 1902, 1903).
Daß nicht nur die Beklagte, sondern auch E. J. nicht zuteilungsfähig war, hat der Kläger darzulegen (vgl. Senatsurt. v. 4. Mai 2001, V ZR 21/00, WM 2001, 1902, 1903).
Die Aufhebung der Beschränkungen, die für die Grundstücke aus der Bodenreform bis zum 15. März 1990 galten, und der Umbruch der wirtschaftlichen Verhältnisse in der DDR im Herbst 1989/Frühjahr 1990 dürfen nämlich nicht dazu führen, daß der Erbe das Eigentum an Grundstücken verliert, die ihm nach den Grundsätzen der Besitzwechselverordnung zu übertragen waren (vgl. Senatsurt. v. 4. Mai 2001, V ZR 21/00, WM 2001, 1902, 1903).