Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=13.08.2002&Aktenzeichen=3%20StR%20204%2F02
Timestamp: 2019-03-19 02:42:08
Document Index: 204616931

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 24', '§ 251', '§ 21', '§ 212', '§ 52', '§ 251', '§ 255', '§ 211', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.08.2002 - 3 StR 204/02 - dejure.org
§ 24 Abs. 1 StGB; § 251 StGB; § 21 StGB; § 212 StGB; § 52 StGB
Räuberische Erpressung mit Todesfolge (deliktsspezifischer Gefahrzusammenhang; Konkurrenzverhältnis zum Totschlag; Tateinheit); Rücktritt vom Versuch; fehlgeschlagener Versuch; seelische Abartigkeit
Räuberische Erpressung - Versuch - Todesfolge - Totschlag - Tateinheit - Vorsatz - Nötigungshandlung - Unmittelbarkeitszusammenhang
StGB § 251 § 255
NJW 2003, 911 (Ls.)
NStZ 2003, 34
b) Die vom Landgericht zu Recht als Mord in Verdeckungsabsicht gemäß § 211 Abs. 1, Abs. 2 Alt. 9 StGB gewertete Tötung der Geschädigten steht zur versuchten (schweren) räuberischen Erpressung mit Todesfolge in Tateinheit (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Oktober 1992 - GSSt 1/92, BGHSt 39, 100, 108; Beschluss vom 13. August 2002 - 3 StR 204/02, NStZ 2003, 34).
Vielmehr ist es ausreichend, wenn die den Tod des Opfers herbeiführende Handlung derart eng mit dem Tatgeschehen verbunden ist, dass sich in der Todesfolge die der Tat eigentümliche besondere Gefährlichkeit verwirklicht (BGH 3. Strafsenat, Beschluss vom 13.8.2002, Az: 3 StR 204/02 in: NStZ 2003, Bl. 34 f.).
LG Bonn, 24.01.2013 - 24 Ks 4/12
Schuldfähigkeit eines Täters i.R.d. Verurteilung wegen zweifachen Mordes bzgl. …
Bei einer räuberischen Erpressung unter Verwendung einer Schusswaffe besteht stets die Gefahr der Eskalation, wenn das Opfer - wie hier durch das Zudrücken der Kasse geschehen - die Forderungen des Täters nicht erfüllt (BGH, 3 StR 204/02, NStZ 2003, 34).