Source: http://www.arbeitslosen.info/arbeitslosen-forum/arbeitslosengeld/5843-alg-i-oder-beser-uebergangsgeld-gem-s125-sgb-iii
Timestamp: 2018-02-20 05:26:58
Document Index: 263775729

Matched Legal Cases: ['§125', '§125', '§125', '§125', '§125', '§125', '§125', '§125', '§125', '§125']

ALG I oder beser Übergangsgeld gem. §125 SGB III - Arbeitslosen Forum
ALG I oder beser Übergangsgeld gem. §125 SGB III
THEMA: ALG I oder beser Übergangsgeld gem. §125 SGB III
ALG I oder beser Übergangsgeld gem. §125 SGB III vor 11 Jahren, 11 Monaten
ein Freund von mir ist jetzt seit über einem Jahr krank. Er erhält Krankengeld, welches im April lt. Auskunft der Krankenkasse ausläuft.
Hier im Forum wurde ihm geraten sich beim Arbeitsamt arbeitslos zu melden und Übergangsgeld nach §125 SGB III zu beantragen. Da er nicht arbeitsfähig ist vermute ich mal, dass das Arbeitsamt ihn dann auffordern würde den Rentenantrag wegen Erwerbsminderung zu stellen. Bis zur Stellung des Rentenantrages würde er auf jeden Fall das (im Vergleich zur Erwerbsminderungsrente) höhere Arbeitslosengeld beziehen können.
Kann es ihm dann passieren, daß der Rentenversicherungsträger irgendwann die Rente ablehnt und das Arbeitsamt dann auch zukünftig das Arbeitslosengeld I (obwohl eigentlich noch Anspruch besteht) verwehrt, da er ja (aufgrund eigener bisheriger Aussagen) krank ist und somit nicht dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Bis zum Rentenbescheid stellt §125 SGB III ja sicher, daß er Geld bekommt, aber was ist halt danach?
Wie geht der Bezug von Übergangsgeld gem. der Nahtlosigkeitsregel nach §125 SGB III in die Berechnung der Rentenhöhe ein, wenn der von der Arbeitsagentur initiierte Rentenantrag (wegen Erwerbsminderungsrente) nicht bewilligt wird?
Konkret stellt sich die Frage, ob die Rentenhöhe genauso hoch ist, als wenn man in der Zeit Arbeitslosengeld I bezogen hätte.
Mein Kumpel ist psychisch wirklich schwerkrank und könnte weitere Belastungen wie Amtsarztuntersuchungen und Streß mit dem Arbeitsamt derzeit überhaupt nicht ertragen. Daher überlegt er sich, sich erstmal als &quot;Gesunder &quot; beim Arbeitsamt zu melden und seinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I auszuschöpfen. Nach meinen persönlichen Erfahrungen wird man vom Arbeitsamt nämlich erstmal in Ruhe gelassen. Sagt man gleich, daß man nicht arbeitsfähig ist, so könnte das (aufgrund der schwierigen Nachweisbarkeit der psychischen Erkrankung) schnell als Arbeitsunwilligkeit ausgelegt werden. Dann würde der Streß mit dem Arbeitsamt richtig losgehen.
Langfristig wird mein Kumpel allerdings nicht um den Rentenantrag auf EMR herumkommen, da er wirklich krank ist und auch für die Zukunft kaum eine Besserung zu erwarten ist.
Kann er also den Arbeitslosengeld I Antrag stellen und parallel dazu ein paar Tage später den EM-Rentenantrag, ohne dem Arbeitsamt etwas vom Rentenantrag sagen zu müssen. Klar, sollte der Rentenantrag bewilligt werden, so gibt es natürlich nicht doppeltes Geld!
Re: ALG I oder beser Übergangsgeld gem. §125 SGB III vor 11 Jahren, 11 Monaten
Hallo PeterM.
das Arbeitslosengeld wird nicht verwehrt, wenn der Antrag auf EMR abgelehnt wird. Im schlimmsten Fall wird er zu einer ärztlichen Untersuchung geschickt von seinem Vermittler. Auf jeden Fall soll er den Ablehnungbescheid der Agentur vorlegen und Widerspruch gegen die Ablehnung beim Rententräger einlegen. Die lehnen gerne die Anträge beim ersten mal ab.
Verschweigen würde ich das nicht, da er sowieso dazu aufgefordert wird und sonst der Anspruch ruht, bis zur Antragstellung der EMR.
Re: ALG I oder beser Übergangsgeld gem. §125 SGB I vor 11 Jahren, 11 Monaten
Ich habe inzwischen gehört, daß bei Ablehnung des Erwerbsminderungsrentenantrages der Restanspruch des Arbeitslosengeldes I sich der Höhe nach nur noch nach dem vom Rentenversicherungsträger ermittelten Restleistungsvermögen berechnet.
Soll heißen, wenn mein Kumpel z. B. (nach Einschätzung der Rentenversicherung) nur noch als Pförtner einsetzbar ist, so bemißt sich sein Arbeitslosengeld I nur noch nach dem Gehalt eines solchen Pförtners. Wie hoch das ALG I bisher war (bzw. die Leistungen nach §125 SGB III) spielt dann keine Rolle mehr.