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Timestamp: 2020-03-28 23:45:56
Document Index: 228024312

Matched Legal Cases: ['§ 42', '§ 1', '§ 34', '§ 6', '§7', '§ 8']

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Merkblatt Wiederzulassung nach Kopflausbefall
Schleswig-Holsteinische Gesellschaft zur Verhütung und Bekämpfung der Tuberkulose und der Lungenkrankheiten e.V.
Belehrungen für Lebensmittelpersonal ("Gesundheitszeugnis")
Seit Inkrafttreten des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) am 01. Januar 2001 ist eine gesundheitliche Untersuchung („Gesundheitszeugnis“) für Personen, die eine Tätigkeit im Umgang mit Lebensmitteln aufnehmen wollen, nicht mehr erforderlich.
Wenn Sie in der Lebensmittelzubereitung, im Lebensmittelverkauf oder in Küchen der Gastronomie oder Gemeinschaftsverpflegung tätig werden wollen und dort mit solchen Lebensmitteln Umgang haben werden, die einen guten Nährboden für Krankheitserreger bilden, sieht das Infektionsschutzgesetz vor, dass Sie vor erstmaliger Aufnahme ihrer Tätigkeit durch das Gesundheitsamt zu belehren sind.
Folgende Lebensmittel werden in diesem Zusammenhang in § 42 Abs. 2 IfSG benannt.
Beim Umgang mit diesen Lebensmitteln besteht ein erhöhtes Risiko, dass bestimmte ansteckende Krankheiten durch Krankheitserreger auf andere Personen übertragen werden können.
Durch eine hygienisch einwandfreie Arbeit mit Lebensmitteln kann das Infektionsrisiko minimiert werden. Daher ist im Infektionsschutzgesetz vorgeschrieben, dass Menschen, die mit Lebensmitteln professionell umgehen, durch das Gesundheitsamt belehrt werden müssen und hierüber eine Bescheinigung (Belehrungsnachweis) erhalten, die sie bei behördlichen Kontrollen am Arbeitsplatz vorlegen müssen.
Frühestens drei Monate, aber grundsätzlich vor Tätigkeitsaufnahme, müssen Sie an einer Belehrung über die sie betreffenden gesetzlichen Pflichten teilnehmen. Sie werden insbesondere darüber belehrt, bei welchen ansteckenden Erkrankungen es Ihnen verboten ist, im Lebensmittelbereich tätig zu sein, wenn sie selbst erkrankt sind.
Sie erklären schriftlich, dass es bei Ihnen keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen gibt, die eine Tätigkeit im Umgang mit Lebensmitteln verbieten.
In wenigen Fällen kann es erforderlich sein, dies durch ein zusätzliches ärztliches Zeugnis bestätigen zu lassen.
Voraussetzung zur Teilnahme an den Belehrungen: Sie müssen Ihren Wohnsitz im Kreis Herzogtum Lauenburg haben und/oder Ihre berufliche Tätigkeit im Kreisgebiet ausüben.
Wo und wann finden die Belehrungen statt?
Die Belehrungen werden im Gesundheitsamt Ratzeburg und im Gesundheitsamt Geesthacht zu folgenden Zeiten vorgenommen:
In Ratzeburg mittwochs von 11.00 Uhr bis 12.30 Uhr und donnerstags von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr und
in Geesthacht mittwochs von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr und donnerstags von 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr.
Ist eine Anmeldung für die Belehrung erforderlich?
Ja. Die Belehrungen werden in einer Gruppenstärke von maximal 16 Personen durchgeführt. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Diese können Sie online hier vornehmen.
Termine ab dem 17.01.2018 buchen Sie bitte hier in unserem neuen System
Sie haben aber auch die Möglichkeit telefonisch einen Termin im zuständigen Geschäftszimmer zu vereinbaren:
Geschäftszimmer Geesthacht:
04152 8098-10
04152 809812
04152 809857
1. OG, 2.13
Was ist zum Belehrungstermin mitzubringen und zu beachten?
Bitte melden Sie sich 15 Minuten vor Beginn der Belehrung im Geschäftszimmer des Gesundheitsamtes an und legen einen gültigen Lichtbildausweis (Personalausweis, Reisepass) zum Nachweis Ihrer persönlichen Daten vor und ggf. einen Nachweis über eine Tätigkeit im Ehrenamt bzw. die Dauer des Freiwilligen Sozialen Jahres oder des Bundesfreiwilligendienstes.
Was kostet die Belehrung?
Die Gebühr für die Erstbelehrung beträgt 25,- €.
Sie ist vor Beginn der Belehrung bar oder per EC-Karte zu zahlen.
Die Belehrungen für ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger sowie Tätige im Freiwilligen Soialen Jahr und im Bundesfreiwilligendienst sind kostenfrei und finden in den Räumen des Gesundheitsamts in Ratzeburg und Geesthacht statt . Ausnahme: kostenfreie Belehrungen für Schülerpraktika werden bei Bedarf in den Schulen durchgeführt. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie in den jeweiligen Geschäftszimmern.
Die Belehrung dauert etwa 90 Minuten und erfolgt auf Grundlage einer Powerpointpräsentation. Im Anschluss daran füllen Sie einen Erklärungsbogen mit vier Fragen zu ihrem Gesundheitszustand aus. Liegen anhand der Erklärung keine gesundheitlichen Hinderungsgründe vor, wird Ihnen das Nachweisheft über die Teilnahme an der Belehrung ausgestellt.
Was folgt nach der Belehrung?
Damit die neuen oder aufgefrischten Kenntnisse zur Vermeidung der Übertragung von Krankheiten über Lebensmittel nicht verloren gehen, verpflichtet das Infektionsschutzgesetz Ihren Arbeitgeber Sie alle zwei Jahre erneut zu belehren (Nachbelehrung).
Wenn jetzt noch Fragen offen sind, wohin können Sie sich wenden?
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die Geschäftszimmer in Ratzeburg und Geesthacht. Dort bekommen Sie weitere Auskünfte.
Das Gesundheitsamt hat vielfältige Aufgaben in der Kommunalhygiene. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Beratung und Überwachung der Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Kindergemeinschaftseinrichtungen des Kreisgebiets.
Diese Aufgaben sind im Infektionsschutzgesetz festgeschrieben. Die Liste der Einrichtungen, die der hygienischen Überwachung durch das Gesundheitsamt unterliegen. ist lang. Dies sind u.a.:
Alten- und Pflegeheime (Einrichtungen nach § 1 Absatz 1 bis 5 des Heimgesetzes)
Merkblatt Krätze in Alten- und Pflegeeinrichtungen
Merkblatt Krätze in Flüchtlingsunterkünften
Einrichtungen, in denen überwiegend Säuglinge, Kinder oder Jugendliche betreut werden, insbesondere Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorte, Schulen oder sonstige Ausbildungseinrichtungen, Heime, Ferienlager und ähnliche Einrichtungen.
1. Hygieneleitfaden für Kindergemeinschaftseinrichtungen
2. Merkblatt Belehrung der Eltern gemäß § 34 IfSG
3. Merkblatt Ansteckende Borkenflechte
4. Merkblatt EHEC
5. Merkblatt Hand-Fuß-Mund-Krankheit
6. Merkblatt Hepatitis A
7.Merkblatt Keuchhusten
8 .Merkblatt Kopfläuse
9. Merkblatt Krätze in Kindergemeinschaftseinrichtungen
10. Merkblatt Magen-Darm-Erkrankungen
11. Merkblatt Masern
12. Merkblatt Meningokokken
13. Merkblatt Mumps
14. Merkblatt Mundfäule
15. Merkblatt Noroviren
16. Merkblatt Oxyuren - Madenwürmer
17. Merkblatt Rotaviren
18. Merkblatt Scharlach
19. Merkblatt Shigellenerkrankungen
20 .Merkblatt Tuberkulose
21. Merkblatt Windpocken
22. Merkblatt Ringelröteln
23. Merkblatt Ostereier
24. Merkblatt Influenza in KGE
25. Merkblatt Giardiasis
26. Merkblatt Borkenflechte
27. Merkblatt Nasopharyngealer Abstrich bei Pertussisverdacht
28. Merkblatt Kontakpersonenermittlung und PCR-Diagnostik bei Pertussis
In unterschiedlichen Abständen, die durch das mögliche Infektionsrisiko, das in den jeweiligen Einrichtungen für ihre Patienten und Nutzer besteht, begründet sind, führt das Gesundheitsamt Vorort-Begehungen durch. Hierbei werden unter anderem die hygienerelevanten Arbeitsabläufe, die Hygienepläne und die baulich-funktionelle Gegebenheiten aus infektionshygienischer Sicht überprüft.
In Krankenhäusern und Einrichtungen für ambulantes Operieren werden darüber hinaus die Daten
zur Erfassung und Bewertung von Krankenhausinfektionen,
zum Auftreten von Bakterien mit speziellen Resistenzen und Multiresistenzen gegen Antibiotika
und des Antibiotikaverbrauchs
Auch Beschwerden von Patientinnen, Patienten oder Angehörigen über Hygienemängel in den oben genannten Gesundheitseinrichtungen können zur Hygieneüberprüfung der betroffenen Einrichtung führen.
Facharzt für Innere Medizin / Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen
Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) erfasst in § 6 und §7 alle in Deutschland meldepflichtigen übertragbaren Krankheiten und Krankheitserreger. Die Spannbreite der Krankheiten ist weit; sie reicht von Lebensmittelinfektionen, hervorgerufen beispielsweise durch Salmonellen, über Virusinfektionen wie die verschiedenen Hepatitiden A bis E bis hin zu Meningitis und Tuberkulose. Auch Masern, Typhus, EHEC-Infektionen, Cholera, Pest, Tollwut, Botulismus und andere Infektionserkrankungen und – erreger sind meldepflichtig.
Die Erkrankungen sind dem Gesundheitsamt gegenüber anzuzeigen. Die zur Meldung verpflichteten Personen sind in § 8 IfSG aufgeführt.
Wenn eine Verbreitung der Erkrankungen und Ansteckungsgefahren für die Bevölkerung zu befürchten sind, führt das Gesundheitsamt die Ermittlungen durch. Recherchiert werden dann beispielsweise der Erkrankungsbeginn und -verlauf, alle Kontaktpersonen sowie die Erkrankungsursache.
Das Gesundheitsamt bietet den betroffenen Bürgern ausführliche Beratungen zu Hygiene- und sonstigen Verhaltensmaßnahmen. Es legt darüber hinaus die nach seinen Ermittlungen erforderlichen Maßnahmen fest. Diese können in medizinischen Untersuchungen der Betroffenen oder ihres sozialen Umfeldes bestehen, zu Impfungen oder antibiotischer Therapie führen und im Einzelfall bis hin zu einem beruflichen Tätigkeitsverbot oder einer Quarantäne reichen.
Das Gesundheitsamt übermittelt wöchentlich die eingegangenen Meldungen an das Kompetenzzentrum für das Meldewesen übertragbarer Erkrankungen in Kiel. Von dort geht der Datentransfer weiter zum Robert Koch-Institut nach Berlin, wo alle Informationen bundesweit zusammengeführt und ausgewertet werden.
Infektionsschutzmeldungen können täglich und rund um die Uhr dem Gesundheitsamt per Fax unter der Nummer 04541/888-259 übermittelt werden. Das Meldeformular finden Sie hier....
Sie erreichen die Ansprechpartner wie folgt:
(04541) 888-380
(04541) 888-259
Die Tuberkulose ist weltweit verbreitet. Etwa zwei Milliarden Menschen – ein Drittel der Menschheit – sind mit dem Tuberkuloseerreger infiziert. Etwa 1,7 Millionen Menschen sterben jährlich an der Tuberkulose, obwohl sie gut behandelbar ist.
Damit ist die Tuberkulose heute die weltweit häufigste zum Tode führende Infektionskrankheit bei Jugendlichen und Erwachsenen. Dies zeigt, dass die Tuberkulose ein großes Problem der armen Länder dieser Welt ist. Dort wird, wie beispielsweise in Afrika, durch die Koinfektion mit HIV, aber auch durch Armut, schlechte medizinische Versorgung, Krieg und Migration, der Tuberkulose Vorschub geleistet.
Auch in Europa ist die Lage in einigen Regionen besorgniserregend. In Osteuropa breitet sich die Erkrankung weiter aus. Neben den, durch die politischen Umwälzungen geförderten, drastisch gestiegenen Fallzahlen, ist das Auftreten der gegen die üblichen Tuberkulosemedikamente resistenter und multiresistenter Bakterien dort alarmierend. Dies ist, vor dem Hintergrund immer offenerer Grenzen, auch für Deutschland besorgniserregend.
Obwohl die Fallzahlen in Deutschland weiter zurückgehen, gibt es keinen Grund zur Entwarnung.
Die oben geschilderten Tendenzen bedrohen auch hier die öffentliche Gesundheit. Zudem ist die Tuberkulose immer noch ein zum Teil erhebliches Problem in sozialen Randgruppen unserer Gesellschaft. Ein besonderes Risiko, an einer Tuberkulose zu erkranken, haben Kontaktpersonen zu Menschen mit offener Lungentuberkulose. Personen, die an das Immunsystem schwächenden Erkrankungen leiden, die drogenabhängig, obdachlos oder arm sind, erkranken häufiger an Tuberkulose. Tuberkulose ist darüber hinaus in Deutschland besonders häufig bei Menschen anzutreffen, die aus Ländern kommen, in denen die Tuberkulose noch sehr verbreitet ist.
Im Jahr 2007 erkrankten hier gut 5000 Menschen an Tuberkulose, gut 200 Menschen starben daran. Auch in Deutschland nehmen die Resistenzen zu.
Als wesentliche Ursachen für den Rückgang der Tuberkulose in Deutschland sind das Einführen der speziellen Antibiotikatherapie in den 50er Jahren und eine gute Kontrolle der Tuberkulose durch die Gesundheitsämter zu nennen.
Dem Gesundheitsamt kommt bei der Tuberkulosebekämpfung, neben den behandelnden Ärzten, eine besondere Bedeutung zu. Nur das Gesundheitsamt verfügt über die nötigen gesetzlichen Mittel und den so geschaffenen Überblick, um
Ansteckungsquellen aufzuspüren,
Frischinfizierte zu erfassen,
vorbeugende Maßnahmen zu veranlassen,
Folgefälle frühzeitig zu entdecken,
Infektionsketten zu unterbrechen.
Das Kreisgesundheitsamt hat ein Merkblatt zur Tuberkolose erarbeitet, dass sie hier [PDF: 21 kB] finden.
Ansprechpartnerin für die Tuberkulosefürsorge im nördlichen Teil des Kreises Herzogtum Lauenburg ist
Frau Brodthagen
Ansprechpartnerin für die Tuberkulosefürsorge im südlichen Teil des Kreises Herzogtum Lauenburg ist