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Timestamp: 2017-06-26 12:09:06
Document Index: 178644228

Matched Legal Cases: ['§ 102', '§ 107', '§ 22', '§ 37', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 11', '§ 22', '§ 44', '§ 202', '§ 287', '§ 44', '§ 11', '§ 11', '§ 74', '§ 32', '§ 43', '§ 7', '§ 27', '§ 24', '§ 11', '§ 10']

Tacheles Rechtsprechungsticker KW 17/2016 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1. 1 BSG, Beschluss vom 17.03.2016 – B 4 AS 694/15 B – Bestätigung für LSG NRW, Urteil vom 09.11.2015 – L 19 AS 924/15
3. 1 BSG, Urteil vom 20.04.2016 – B 8 SO 5/15 R
Sozialhilfe – Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung – Erstattung von Fahrtkosten für Besuche bei einem erkrankten Elternteil – fehlende Antragstellung – Hilfe in sonstigen Lebenslagen – Entstehung und Deckung des Bedarfs vor Kenntniserlangung durch den Sozialhilfeträger
4. 1 Landessozialgericht Baden-Württemberg, Beschluss v. 02.02.2016 – L 9 AS 2914/15 B
2. Soweit ein Erstattungsanspruch nach §§ 102 ff. SGB X besteht, gilt nach § 107 Abs. 1 SGB X der Anspruch des hinsichtlich der Sozialleistung Berechtigten gegen den zur Leistung verpflichteten Leistungsträger – also den Erstattungsverpflichteten – als erfüllt.
Rechtstipp: ebenso SG Augsburg, Urteil vom 18.11.2015 – S 8 AS 983/15
4. 2 Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil v. 20.10.2015 – L 9 AS 320/13
2. Zur Zumutbarkeit der Kostensenkung i.S.v. § 22 Abs. 1 Satz 3 SGB II. Ansonsten scheidet eine Deckelung aus (im Anschluss an BSG, Urteil vom 29.4.2015 – B 14 AS 6/14 R -).
4. 3 Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil v. 22.09.2015 – L 9 AS 5084/13
§ 37 Abs. 2 Satz 1 SGB II verlangt keinen neuen Antrag, wenn im laufenden Antragsverfahren durch Verbrauch von Vermögen Hilfebedürftigkeit eintritt ( LSG NSB, Urteil vom 11.03.2008 – L 7 AS 143/07).
§ 12 Abs. 4 Satz 3 SGB II ist in denjenigen Fallgestaltungen anwendbar, in denen Änderungen in den Vermögensverhältnissen in dem Zeitraum zwischen – Antragstellung und Bezugsbeginn – der Leistungen der Grundsicherung eintreten.
Aus der Regelung des § 12 Abs. 4 SGB II folgt lediglich, dass sich das JobCenter auf das Vorhandensein eines Vermögensgegenstandes oder -wertes bei Antragstellung berufen kann, solange dieser unverändert besteht. Tritt insofern durch Veräußerung, Belastung oder durch sonstige Umstände eine Änderung des Verkehrswertes ein, ist dieser zu berücksichtigen, ohne dass es auf den Grund für die Vermögensänderung ankommt (wie hier: Bayerisches LSG, Urteil vom 23.07.2015 – L 11 AS 681/14 ).
1. Die Verwendung eigenen Vermögens (hier einer gekündigten Lebensversicherung) nach § 12 SGB II zur Schuldentilgung in Form des Ausgleichs eines Kontosolls führt zu dessen Verbrauch (Abgrenzung zur Berücksichtigung des einem Konto zugeflossenen und gutgeschriebenen Einkommens nach § 11 SGB II im Rahmen einer Kontokorrentabrede, s. BSG 29.04.2015 – B 14 AS 10/14 R ).
4. 4 Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil v. 14.07.2015 – L 9 AS 609/15
Zur Rechtmäßigkeit einer Eingliederungsvereinbarung ( hier verneinend ) – Der Eingliederungsverwaltungsakt ist auch insgesamt rechtswidrig und nicht nur teilrechtswidrig.
4. 5 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 27.11.2015 – L 11 AS 941/13 – Die Revision wird zugelassen.
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Einkommensberücksichtigung und -berechnung – Absetzung von Versicherungsbeiträgen einer gesetzlich vorgeschriebenen Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung neben der Versicherungspauschale – Unschädlichkeit der fehlenden Versicherungsnehmereigenschaft
Rechtstipp: ähnlich SG Halle (Saale), Urteil v. 13.10.2015 – S 7 AS 4841/12
4. 6 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 21.01.2016 – L 6 AS 1200/13
4. 7 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil v. 11.03.2016 – L 11 AS 1359/12
Normen: § 22 Abs. 1 SGB II, § 44 SGB X – Schlagworte: Mehrere Leistungszeiträume in einem Bescheid, Kosten der Unterkunft, Kosten für den Betriebsstrom der Heizungspumpe, Angemessenheitsgrenzen in Göttingen
1. Kosten für die Wartung der Heizung sind den Heizkosten und nicht der Bruttokaltmiete zuzuordnen ( vgl. LSG NRW, Beschluss v. 30. März 2012 – L 19 AS 388/12 B ).
3. Die Kosten für den Betriebsstrom der Heizungspumpe sind erstattungsfähig (so auch: BSG, Urteil vom 7. Juli 2011 – B 14 AS 51/10 R -) und im Wege der Schätzung nach § 202 SGG i.V.m. § 287 Abs 2 Zivilprozessordnung (ZPO) mit 5% der Brennstoffkosten zu bemessen. Ergänzend anzumerken ist, dass auch das BSG darauf hinweist, dass sich Anknüpfungspunkte für die Schätzung aus den in der mietrechtlichen Rechtsprechung gebräuchlichen Berechnungsmethoden ergeben können und dort üblicherweise auf einen geschätzten Anteil der Brennstoffkosten i.H.v. 4-10 % abgestellt wird (BSG, Urteil vom 3. Dezember 2015 – B 4 AS 47/14 R -).
4. 8 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 23.02.2016 – L 11 AS 1392/13
1. Bei einem nicht hinreichend konkretisierten Antrag nach § 44 SGB X besteht kein Anspruch auf inhaltliche Überprüfung des ursprünglichen Bescheides (Anschluss an: BSG, Urteile vom 13. Februar 2014 – B 4 AS 22/13 R – und 28. Oktober 2014 – B 14 AS 39/13 R -).
4. 9 Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 15.10.2015 – L 6 AS 1100/15
Angelegenheiten nach dem SGB II – Zurechnung des für ein vermögensstarkes Kind gezahlten Kindergeldes
Rechtstipp: ebenso: LSG NRW, Urteil v. 25.02.2016 – L 7 AS 199/15
Hinweis: Die Regelung in § 11 Abs 1 SGB II wird in der sozialgerichtlichen Rechtsprechung und – nahezu einhellig – auch in der Literatur nicht angezweifelt (aA – soweit ersichtlich – nur Geiger in: LPK – SGB II 5. Aufl 2013 § 11 Rn 33, nach dem eine Berücksichtigung über eine – fingierte – Abzweigung nach § 74 Abs 1 Einkommensteuergesetz zu vermeiden sei.).
4. 10 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss v. 24.03.2016 – L 7 AS 140/16 B ER
4. 11 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss v. 22.03.2016 – L 7 AS 137/16 B ER
1. Der Zusatz in einem Eingliederungsverwaltungsakt zur Geltungsdauer von sechs Monaten … soweit zwischenzeitlich nichts anderes geregelt wird ist keine unzulässige Nebenbestimmung nach § 32 SGB X. (amtlicher Leitsatz)
4. 12 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 22.03.2016 – L 7 AS 354/16 B ER – und – L 7 AS 355/16 B – rechtskräftig
1. Der Antragsgegner als Träger von Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II ist nach § 43 SGB I zur Erbringung vorläufiger Leistungen verpflichtet (ständige Rechtsprechung des Senats, vergl. nur Beschluss vom 16.12.2015 – L 7 AS 1466/15 B ER).
2. Der Senat folgt der abweichenden Rechtsprechung einiger Instanzgerichte (vergl. ua LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 22.01.2016 – L 29 AS 20/16 B ER; LSG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 11.02.2016 – L 3 AS 668/15 B ER; LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 22.02.2016 – L 9 AS 1335/15 B ER; LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 07.03.2016 – L 12 SO 79/16 B ER) nicht und hält eine Verweigerung der Zahlung durch die Leistungsträger für offensichtlich rechtswidrig.
4. 13 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 23.03.2016 – L 7 AS 1509/15
Arbeitslosengeld II – Sonderbedarf – Wohnungserstausstattung – Berufsausbildung – Auszubildende – Leistungsausschluss nach § 7 Abs. 5 SGB II – § 27 SGB II
2. Der Bedarf nach § 24 Abs. 3 S. 1 Nr. 1 SGB II wird vom Gesetzgeber als ausbildungsgeprägter Bedarf eingestuft (LSG Hamburg, Urteil vom 08.07.2014 – L 4 AS 229/13; LSG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 10.01.2012 – L 2 AS 465/11 B; LSG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 03.03.2011 – L 5 AS 36/09).
Rechtstipp: ebenso LSG Berlin-Brandenburg, Urteil v. 26.02.2016 – L 28 AS 2230/12
4. 14 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil v. 21.05.2016 – L 6 AS 532/14
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Einkommensberücksichtigung – Aufwandsentschädigungen für Betreuer – keine zweckbestimmte Einnahme
4. 15 Hessisches Landessozialgericht, Urteil v. 18.03.2016 – L 7 AS 730/14
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Rücknahme der Leistungsbewilligung wegen Nichtangabe von Vermögen – Lebensversicherung
4. 16 Hessisches Landessozialgericht, Urteil v. 09.03.2016 – L 6 AS 379/15
3. Vergleiche die Parallelentscheidung des Senats vom 9. März 2016, LSG Hessen, anhängiges Verfahren – L 6 AS 795/12" L 6 AS 795/12.
Rechtstipp: ebenso: LSH Hessen, Urteil v. 09.03.2016 – L 6 AS 795/12 ( Ein Erwerbstätigenfreibetrag ist nur bei Einkommen aus einer ausgeübten Erwerbstätigkeit zu berücksichtigen (vgl. BSG vom 27. September 2011 – B 4 AS 180/10 R). Das Ausbildungsgeld jedoch ist kein Einkommen aus Erwerbstätigkeit und auch nicht wie solches zu behandeln); BSG, Urteil vom 16.06.2015 – B 4 AS 37/14 R – (Ausbildungsgeld ist als bedarfsorientierte spezifische Teilhabeleistung für behinderte Menschen kein Einkommen aus Erwerbstätigkeit und somit nicht um eine Erwerbstätigenpauschale oder den Erwerbstätigenfreibetrag zu bereinigen).
4. 17 Hessisches Landessozialgericht, Urteil v. 09.03.2016 – L 6 AS 93/14
5. 1 Sozialgericht Halle (Saale), Urteil vom 16.02.2016 – S 7 AS 4358/14 – rechtskräftig
2. Zweitens muss dieses tatsächliche Durchschnittseinkommen bei erheblicher Abweichung von mehr als 20 Euro monatlich der endgültigen Bewilligung zugrunde gelegt werden (Satz 3; vgl. hierzu Söhngen in Juris-PK SGB II, § 11 Rdnr. 66, LSG Nordrhein-Westfalen vom 31. Oktober 2012 – L 12 AS 691/11 – , LSG Sachsen-Anhalt vom 30. Januar 2013 – L 5 AS 487/10; SG Dortmund vom 13. Juli 2015 – S 31 AS 3733/13).
5. 2 Sozialgericht Halle (Saale), Beschluss v. 14.04.2016 – S 32 AS 1109/16 ER
Rumänische Antragsteller haben keinen Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II. Ein Anspruch der Antragsteller auf Leistungen nach dem SGB XII kommt ebenfalls nicht in Betracht (entgegen Rechtsprechung BSG ).
5. 3 Sozialgericht Dortmund, Urteil vom 04.04.2016 – S 31 AS 2064/14
Rechtstipp: ähnlich Urteile Sozialgericht Schwerin S 15 AS 1947/13 und Sozialgericht Detmold S 18 AS 871/12; a. A. Urteil Sozialgericht Nordhausen S 13 AS 1351/14 und aktuell SG Rostock, Urteil vom 25.01.2016 – S 5 AS 620/13
5. 4 SG Braunschweig , Urteil vom 13.01.2016 – S 17 AS 3211/12 – Berufung zugelassen
Hilfebedürftiger hat Anspruch auf Übernahme der gesamten Kosten, die für die Ausstellung des ärztlichen Attestes angefallen sind – Mehrbedarf Ernährung
5. 5 Sozialgericht Kassel, Urteil v. 17.03.2016 – S 8 AS 447/14 – Die Berufung wird zugelassen
SG Gießen, Urt. v. 23.2.2016 – S 22 AS 1015/14 – rechtskräftig
6. 1 Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil v. 14.04.2016 – L 7 SO 81/15
Es ist nicht die Aufgabe der Sozialhilfe, einen Bedürftigen vor der ggf. unangenehmen Inanspruchnahme leistungspflichtiger Familienangehöriger – hier der gesamtschuldnerisch haftenden Geschwister – zu bewahren (vgl. LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 29. Oktober 2008 – L 12 SO 3/08; Schleswig-Holsteinisches LSG, Beschluss vom 9. Oktober 2008 – L 9 B 434/08 SO ER).
6. 2 Sozialhilfeleistungen für Unionsbürger- Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschlüsse v. 13.04.2016 – L 15 SO 53/16 B, L 23 SO 46/16 B
6. 3 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil v. 21.01.2016 – L 8 SO 159/13
Ein Anspruch auf Leistungen der Kfz-Hilfe als Eingliederungshilfe in das Leben in der Gemeinschaft nach § 10 Abs. 6 EinglHV setzt eine ständige, nicht nur vereinzelte oder nur gelegentliche Nutzung des Kfz voraus. Für die behinderungsbedingte Notwendigkeit eines Kfz sind ausschließlich Teilhabeziele relevant, die der Teilhabe am kulturellen und gemeinschaftlichen Leben dienen ( BSG, Urteil vom 12.12.2013 – B 8 SO 18/12 R).
6. 4 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil v. 18.02.2016 – L 9 SO 175/15
7. 1 VG Köln, Urteil v. 19.04.2016 – 5 K 79/16
7. 3 VG Saarlouis, Beschluss vom 14.4.2016 – 6 L 186/16
LArbG Berlin-Brandenburg, Urt. v. 20.04.2016 – 15 Sa 2258/15
Quelle: Pressemitteilung des LArbG Berlin-Brandenburg Nr. 20/2016 v. 22.04.2016 – http://www.juris.de/jportal/portal/t/wja/page/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA160400880&cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp
Pressemitteilung 4/2016 des Sozialgerichts Koblenz – http://tinyurl.com/zjhhd72
Rentenversicherungsträger muss Rente an Berechtigten zahlen – Auf falsches Konto überwiesene Rente muss noch einmal an Berechtigten gezahlt werden.
12. BSG: LSG-Urteil ohne Unterschrift ist nicht existent – Anmerkung von Rechtsanwalt Prof. Dr. Hermann Plagemann
Zu: BSG, Urt. v. 17.12.2015 – B 2 U 150/15 B – http://dejure.org/2015,44282
BSG, Beschluss vom 17.12.2015 – B 2 U 150/15 B, BeckRS 2016, 66017