Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%2024/11
Timestamp: 2019-06-24 18:37:14
Document Index: 249938673

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 66', '§ 66', '§ 67', '§ 544', '§ 66', '§ 67', '§ 544', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 67', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 511', 'BGH', '§ 67', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 517', 'BGH', 'BGH']

BGH, 24.05.2012 - VII ZR 24/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,17534
BGH, 24.05.2012 - VII ZR 24/11 (https://dejure.org/2012,17534)
BGH, Entscheidung vom 24.05.2012 - VII ZR 24/11 (https://dejure.org/2012,17534)
BGH, Entscheidung vom 24. Mai 2012 - VII ZR 24/11 (https://dejure.org/2012,17534)
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ZPO §§ 66, 67, 544 Abs. 1 Satz 2
§ 66 ZPO, § 67 ZPO, § 544 Abs 1 S 2 ZPO
Bindung eines einfachen Streithelfers an die Rechtsmittelfrist in der Hauptsache
ZPO § 66; ZPO § 67; ZPO § 544 Abs. 1 S. 2
Verfahrensrecht - Wie lange kann einfacher Streithelfer Rechtsmittel einlegen?
Keine eigene Rechtsmittelfrist für einfachen Streithelfer! (IBR 2012, 620)
LG Münster, 30.09.2009 - 2 O 308/08
NJW-RR 2012, 1042
MDR 2012, 1056
NZBau 2012, 566
AnwBl 2012, 926
BauR 2013, 860
Die als einheitliches Rechtsmittel anzusehende Revision der Beklagten und ihrer Streithelferin (vgl. BGH Beschlüsse vom 24. Mai 2012 - VII ZR 24/11 - NJW-RR 2012, 1042 Rn. 3 …und vom 29. September 2011 - V ZB 157/11 NJW-RR 2012, 141 Rn. 5) ist unbegründet.
Dies gilt ohne Rücksicht darauf, ob und wann dem Streithelfer selbst das anzufechtende Urteil zugestellt worden ist; denn das Rechtsmittel eines Streithelfers ist stets ein Rechtsmittel für die von ihm unterstützte Hauptpartei (vgl. nur BGH, Beschluss vom 24. Mai 2012 - VII ZR 24/11, NJW-RR 2012, 1042 Rn. 3 mwN).
Ob ein Vorbringen des Streithelfers verspätet ist, ist so zu beurteilen, als wenn es von der Partei selbst stammen würde (…vgl. hierzu BGH, Urt. v. 15.06.1989 - VII ZR 227/88, NJW 1990, 190, juris Rn. 10; BGH, Beschl. v. 24.05.2012 - VII ZR 24/11, NJW-RR 2012, 1042, juris Rn. 5;… Zöller/ Althammer , ZPO, 32. Aufl. 2018, § 67 Rn. 4).
BGH, 20.08.2013 - IX ZB 2/12
Streithilfe: Frist zur Einlegung der Rechtsbeschwerde gegen den die Berufung als …
Das gilt auch für die Frist zur Einlegung der Rechtsbeschwerde gegen den die Berufung als unzulässig verwerfenden Beschluss des Berufungsgerichts, wenn sich die Hauptpartei bereits im Berufungsverfahren nicht mehr aktiv beteiligt hat (Anschluss an BGH, Beschluss vom 24. Mai 2012, VII ZR 24/11, NJW-RR 2012, 1042).
Dieser nimmt nur fremde Rechte wahr (BGH, Beschluss vom 24. Mai 2012 - VII ZR 24/11, NJW-RR 2012, 1042 Rn. 3).
Er wird dadurch allerdings nicht selbst Partei des Rechtsstreits, vielmehr wirkt sein Rechtsmittel für die von ihm unterstützte Partei und bringt diese in die Stellung des Rechtsmittelklägers (BGH v. 24.5.2012 - VII ZR 24/11;… Ball in Musielak/Voit, ZPO, 12. Aufl., § 511 Rn. 13).
Dies gilt ohne Rücksicht darauf, ob und wann dem Streithelfer selbst das anzufechtende Urteil zugestellt worden ist; denn das Rechtsmittel eines Streithelfers ist stets ein Rechtsmittel für die von ihm unterstützte Hauptpartei (Senat…, Beschluss vom 5. Juni 2014 - V ZB 160/13, NJW 2014, 3521 Rn. 6), und zwar auch dann, wenn die Hauptpartei - wie hier - bereits in der Instanz, die durch das zugestellte Urteil abgeschlossen worden ist, keine eigenen Anträge mehr gestellt hat (vgl. BGH, Beschluss vom 24. Mai 2012 - VII ZR 24/11, MDR 2012, 1056 Rn. 6 mwN).
Dem Nebenintervenienten ist es nach § 67 ZPO unbenommen, das einer Hauptpartei zustehende Rechtsmittel oder einen dieser zustehenden Rechtsbehelf einzulegen, auch wenn die Hauptpartei hiervon absieht (BGH 9. Februar 2017 - I ZR 91/15 - Rn. 17 für eine Rechtsmitteleinlegung; für eine Nichtzulassungsbeschwerde vgl. BGH 24. Mai 2012 - VII ZR 24/11 - Rn. 3) .
Die von der Streithelferin rechtzeitig eingelegte Berufung wirkt aber auch für die unterstützte Partei, mithin hier für das beklagte Land (BGH, Beschluss vom 24.05.2012, Az. VII ZR 24/11, NJW-RR 2012, 1042 - Tz. 6;… Zöller-Heßler, ZPO, 32. Aufl., § 517 Rn. 11).
Nach ständiger höchstrichterlicher Judikatur, der sich der Senat angeschlossen hat, kann ein - einfacher (nichtstreitgenössischer) - Nebenintervenient wie hier Berufung lediglich innerhalb der für die von ihm unterstützte Hauptpartei laufenden Rechtsmittelfrist einlegen, was völlig unabhängig davon gilt, ob und wann dem Streithelfer selbst die anzufechtende Entscheidung zugestellt worden ist; bei dessen Berufung handelt es sich stets um ein Rechtsmittel für die Hauptpartei, mit dem er fremde Rechte wahrnimmt (so u.a. BGH, Beschl. v. 24.05.2012 - VII ZR 24/11, LS und Rdn. 3 m.w.N., juris = BeckRS 2012, 15082).
Vielmehr wirkt sein Rechtsmittel für die von ihm unterstützte Partei und bringt sie in die Stellung des Rechtsmittelklägers (vgl. BGH , NJW-RR 2012, 1042).