Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20180419_OGH0002_0040OB00022_18S0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2019-09-21 09:39:39
Document Index: 137295764

Matched Legal Cases: ['OGH', '§140', '§231', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 66', '§ 94', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 68', 'OGH', 'OGH', '§ 66', '§ 94', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§140', '§231', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 177', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 7', '§ 19', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§140', '§936', '§1418', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§140', '§ 140', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 140', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§140', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 914', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§140', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§140', '§ 7', '§ 19', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 4Ob22/18s - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 4Ob532/90 3Ob563/90 8Ob...
RS0047419
4Ob532/90; 3Ob563/90; 8Ob601/90; 2Ob577/90; 1Ob1576/90 (1Ob659/90); 8Ob1593/90; 7Ob661/90; 7Ob671/90; 2Ob510/91; 3Ob1520/91; 8Ob635/90; 3Ob1570/91; 5Ob544/91; 2Ob584/91; 4Ob506/92; 4Ob564/91; 5Ob516/92; 7Ob576/93; 8Ob605/93; 8Ob564/93; 2Ob548/94; 2Ob512/95; 8Ob506/95 (8Ob507/95); 4Ob598/95; 3Ob2064/96t; 1Ob2082/96z; 1Ob2349/96i; 4Ob2327/96a; 2Ob567/95; 1Ob2383/96i; 1Ob35/98y; 9Ob167/98v; 1Ob288/98d; 3Ob2/98k; 2Ob318/99z; 1Ob108/01s; 7Ob288/01f; 6Ob22/02g (6Ob23/02d); 7Ob132/02s; 5Ob183/02a; 5Ob168/02w; 9Ob99/03d; 1Ob25/04i; 8Ob62/04g; 7Ob191/05x; 10Ob11/04x; 4Ob51/06p; 3Ob31/05p; 7Ob178/06m; 7Ob170/06k; 7Ob118/07i; 3Ob43/08g; 1Ob88/09m; 8Ob38/09k; 10Ob49/10v; 2Ob246/09d; 8Ob80/10p; 6Ob242/10x; 1Ob212/10y; 6Ob94/11h; 1Ob122/11i; 5Ob2/12y; 4Ob58/12a; 4Ob49/13d; 4Ob16/13a; 10Ob16/14x; 10Ob17/15w; 2Ob185/14s; 1Ob158/15i; 4Ob206/15w; 1Ob23/18s; 4Ob22/18s
ABGB aF §140 Ba
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §231
Da eine gesetzliche Grundlage für die Anwendung eines bestimmten Berechnungssystems nicht besteht, kann der OGH auch nicht Regeln der Unterhaltsbemessung derart in ein System verdichten, dass sich eine Tabelle für jeden möglichen Anspruchsfall ergibt; er kann vielmehr in Fragen der Unterhaltsbemessung nur aussprechen, auf welche Umstände es ankommt. Demgemäß kann er auch keine Prozentsätze festlegen. Derartige Werte können nur bei der konkreten Berechnung eines Unterhaltsanspruches im Interesse der gleichen Behandlung gleichgelagerter Fälle herangezogen, nicht aber generell als Maßstab für die Unterhaltsbemessung festgelegt werden.
4 Ob 532/90
Entscheidungstext OGH 03.04.1990 4 Ob 532/90
Veröff: JBl 1991,40 = ÖA 1991,78
3 Ob 563/90
Entscheidungstext OGH 29.08.1990 3 Ob 563/90
8 Ob 601/90
Entscheidungstext OGH 28.06.1990 8 Ob 601/90
2 Ob 577/90
Entscheidungstext OGH 05.09.1990 2 Ob 577/90
1 Ob 1576/90
Entscheidungstext OGH 12.09.1990 1 Ob 1576/90
Veröff: RZ 1991/50 S 146
8 Ob 1593/90
Entscheidungstext OGH 30.10.1990 8 Ob 1593/90
7 Ob 661/90
Entscheidungstext OGH 15.11.1990 7 Ob 661/90
7 Ob 671/90
Entscheidungstext OGH 06.12.1990 7 Ob 671/90
2 Ob 510/91
Entscheidungstext OGH 13.03.1991 2 Ob 510/91
3 Ob 1520/91
Entscheidungstext OGH 22.05.1991 3 Ob 1520/91
Vgl auch; Beisatz: Prozentsätze zur Berechnung des Ehegattenunterhalts haben nur den Charakter einer Orientierungshilfe. (T1)
8 Ob 635/90
Entscheidungstext OGH 26.09.1991 8 Ob 635/90
Beis wie T1; Veröff: SZ 64/135 = RZ 1992/49 S 125 = NZ 1992,151
3 Ob 1570/91
Entscheidungstext OGH 23.10.1991 3 Ob 1570/91
Vgl auch; nur: Derartige Werte können nur bei der konkreten Berechnung eines Unterhaltsanspruches im Interesse der gleichen Behandlung gleichgelagerter Fälle herangezogen, nicht aber generell als Maßstab für die Unterhaltsbemessung festgelegt werden. (T2)
5 Ob 544/91
Entscheidungstext OGH 08.10.1991 5 Ob 544/91
2 Ob 584/91
Entscheidungstext OGH 11.11.1991 2 Ob 584/91
Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: ÖA 1992,159
4 Ob 506/92
Entscheidungstext OGH 14.01.1992 4 Ob 506/92
Auch; Beisatz: Der Unterhalt der geschiedenen einkommenslosen Ehegattin gemäß § 66 EheG (§ 94 ABGB) bestimmt sich nach den in der Rechtsprechung entwickelten und vom Schrifttum gebilligten Berechnungsformeln mit rund dreiunddreißig Prozent des Nettoeinkommens des Unterhaltspflichtigen; bei einer konkurrierenden Sorgepflicht für Kinder ist der genannte Prozentsatz um etwa vier Prozent pro Kind zu verringern. (T3) Veröff: ÖA 1992,160
4 Ob 564/91
Entscheidungstext OGH 19.11.1991 4 Ob 564/91
Veröff: ÖA 1992,88
5 Ob 516/92
Entscheidungstext OGH 16.06.1992 5 Ob 516/92
7 Ob 576/93
Entscheidungstext OGH 14.07.1993 7 Ob 576/93
Beisatz: Besonders atypische Fälle erfordern eine den tatsächlichen Verhältnissen angepasste individuelle Berücksichtigung der Bemessungskriterien. (T4) Veröff: ÖA 1994,69
8 Ob 605/93
Entscheidungstext OGH 30.11.1993 8 Ob 605/93
8 Ob 564/93
Entscheidungstext OGH 30.11.1993 8 Ob 564/93
2 Ob 548/94
Entscheidungstext OGH 25.08.1994 2 Ob 548/94
2 Ob 512/95
Entscheidungstext OGH 09.02.1995 2 Ob 512/95
8 Ob 506/95
Entscheidungstext OGH 16.03.1995 8 Ob 506/95
Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Diese Prozentsätze können bei besonders atypischen Verhältnissen korrigiert werden. (T5)
4 Ob 598/95
Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 598/95
Vgl auch; nur T2; Beisatz: Die von der Rechtsprechung der Gerichte zweiter Instanz entwickelten Berechnungsformeln können als Orientierungshilfe und als Maßstab zur Gleichbehandlung gleichartiger Fälle herangezogen werden. (T6)
3 Ob 2064/96t
Entscheidungstext OGH 15.05.1996 3 Ob 2064/96t
nur: Demgemäß kann er auch keine Prozentsätze festlegen. Derartige Werte können nur bei der konkreten Berechnung eines Unterhaltsanspruches im Interesse der gleichen Behandlung gleichgelagerter Fälle herangezogen, nicht aber generell als Maßstab für die Unterhaltsbemessung festgelegt werden. (T7)
1 Ob 2082/96z
Entscheidungstext OGH 23.04.1996 1 Ob 2082/96z
Auch; nur T2; Beis wie T6; Beisatz: Auch bei der Festsetzung einstweiligen Unterhalts ist die Anwendung dieser Methode zulässig und für durchschnittliche Verhältnisse brauchbar. (T8)
1 Ob 2349/96i
Entscheidungstext OGH 28.01.1997 1 Ob 2349/96i
Auch; nur: Da eine gesetzliche Grundlage für die Anwendung eines bestimmten Berechnungssystems nicht besteht, kann der OGH auch nicht Regeln der Unterhaltsbemessung derart in ein System verdichten, dass sich eine Tabelle für jeden möglichen Anspruchsfall ergibt; er kann vielmehr in Fragen der Unterhaltsbemessung nur aussprechen, auf welche Umstände es ankommt. (T9)
4 Ob 2327/96a
Entscheidungstext OGH 12.11.1996 4 Ob 2327/96a
Auch; nur: Da eine gesetzliche Grundlage für die Anwendung eines bestimmten Berechnungssystems nicht besteht, kann der OGH auch nicht Regeln der Unterhaltsbemessung derart in ein System verdichten, dass sich eine Tabelle für jeden möglichen Anspruchsfall ergibt. (T10)
2 Ob 567/95
Entscheidungstext OGH 23.01.1997 2 Ob 567/95
nur T10
1 Ob 2383/96i
Entscheidungstext OGH 18.03.1997 1 Ob 2383/96i
1 Ob 35/98y
Entscheidungstext OGH 24.02.1998 1 Ob 35/98y
Vgl auch; Beisatz: Die Ermittlung des Unterhaltsanspruchs mit einem bestimmten Prozentsatz der Bemessungsgrundlage wird vom Obersten Gerichtshof als geeignetes Mittel zur Gleichbehandlung ähnlicher Fälle angesehen. Damit ist gewährleistet, dass der Unterhaltsberechtigte an den Lebensverhältnissen des Unterhaltspflichtigen angemessen teilhaben kann. Auch bei der Festsetzung einstweiligen Unterhalts ist die Anwendung dieser Methode zulässig und für durchschnittliche Verhältnisse brauchbar. Sie hat jedoch nur den Charakter einer Orientierungshilfe. (T11)
9 Ob 167/98v
Entscheidungstext OGH 24.06.1998 9 Ob 167/98v
Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Bei Durchschnittsverhältnissen werden aus Praktikabilitätsgründen und Gleichbehandlungsgründen pauschalierte, nach Altersstufen gegliederte und nach Prozenten der Einkommensbemessungsgrundlage festgesetzte Unterhaltsbeträge zugesprochen und dabei weitere Unterhaltspflichten des Unterhaltsschuldners durch Abzüge von Prozentpunkten berücksichtigt (Prozentmethode). (T12)
1 Ob 288/98d
Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 288/98d
Auch; nur T2; Beisatz: Damit ist gewährleistet, dass der Unterhaltsberechtigte an den Lebensverhältnissen des Unterhaltspflichtigen angemessen teilhaben kann. (T13); Veröff: SZ 72/74
3 Ob 2/98k
Entscheidungstext OGH 25.08.1999 3 Ob 2/98k
2 Ob 318/99z
Entscheidungstext OGH 16.03.2000 2 Ob 318/99z
1 Ob 108/01s
Entscheidungstext OGH 29.05.2001 1 Ob 108/01s
Auch; nur T2; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T13
7 Ob 288/01f
Entscheidungstext OGH 07.12.2001 7 Ob 288/01f
nur T9; Beis wie T1; Beisatz: Es werden grundsätzlich nur bei durchschnittlichen Verhältnissen aus Praktikabilitätsgründen und Gleichbehandlungsgründen pauschalierte, nach Prozenten der Einkommensbemessungsgrundlage festgesetzte Unterhaltsbeträge - gleichermaßen im Ehegattenrecht wie im Kindschaftsrecht - zugesprochen. (T14)
6 Ob 22/02g
Entscheidungstext OGH 18.04.2002 6 Ob 22/02g
Vgl auch; Beis wie T13
7 Ob 132/02s
Entscheidungstext OGH 15.01.2003 7 Ob 132/02s
Vgl auch; Beisatz: Unterhalt wird bestimmt und nicht berechnet. (T15)
5 Ob 183/02a
Entscheidungstext OGH 20.11.2002 5 Ob 183/02a
Vgl auch; Beis wie T11 nur: Die Ermittlung des Unterhaltsanspruchs mit einem bestimmten Prozentsatz der Bemessungsgrundlage wird vom Obersten Gerichtshof als geeignetes Mittel zur Gleichbehandlung ähnlicher Fälle angesehen. Damit ist gewährleistet, dass der Unterhaltsberechtigte an den Lebensverhältnissen des Unterhaltspflichtigen angemessen teilhaben kann. (T16); Beis wie T13
5 Ob 168/02w
Entscheidungstext OGH 03.12.2002 5 Ob 168/02w
Vgl auch; nur T7; Beisatz: Die Unterhaltsbemessung nach der Prozentkomponente bietet zwar für durchschnittliche Verhältnisse ein brauchbare Handhabe, bei atypischer Sachlage ist jedoch eine Anpassung an die tatsächlichen Verhältnisse erforderlich. (T17)
9 Ob 99/03d
Entscheidungstext OGH 24.09.2003 9 Ob 99/03d
1 Ob 25/04i
Entscheidungstext OGH 18.03.2004 1 Ob 25/04i
Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Atypische Verhältnisse durch überproportionalen Freizeitverzicht. (T18)
8 Ob 62/04g
Entscheidungstext OGH 24.09.2004 8 Ob 62/04g
Auch; Beisatz: Es ist daher auch nicht möglich allgemein verbindliche Prozentsätze für Abschläge für übermäßige Betreuungsleistungen des geldunterhaltspflichtigen Elternteils festzulegen. (T19); Beisatz: Die Reduktion des Unterhaltsanspruches um 10 % pro wöchentlichem Betreuungstag, der über ein übliches Ausmaß hinausgeht, ist jedenfalls nicht zu beanstanden. (T20)
10 Ob 11/04x
Entscheidungstext OGH 17.02.2006 10 Ob 11/04x
4 Ob 51/06p
Entscheidungstext OGH 23.05.2006 4 Ob 51/06p
Auch; Beis wie T3; Beis wie T17
3 Ob 31/05p
Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 31/05p
Beis wie T17
7 Ob 178/06m
Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 178/06m
7 Ob 170/06k
Entscheidungstext OGH 30.08.2006 7 Ob 170/06k
7 Ob 118/07i
Entscheidungstext OGH 26.09.2007 7 Ob 118/07i
Beisatz: Hier: „Mischunterhalt". (T21)
3 Ob 43/08g
Entscheidungstext OGH 08.05.2008 3 Ob 43/08g
Auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Der übliche prozentuelle Abzug von 4 % pro unterhaltsberechtigtem Kind kann bei atypischen tatsächlichen Verhältnissen korrigiert werden, etwa bei deutlich unterdurchschnittlichen Unterhaltsleistungen für dieses. (T22)
1 Ob 88/09m
Entscheidungstext OGH 09.06.2009 1 Ob 88/09m
Vgl auch; Beisatz: Unterhaltsentscheidungen sind grundsätzlich Ermessensentscheidungen und keine reinen Rechenexempel. (T23)
Auch; Beis ähnlich wie T23
2 Ob 246/09d
Entscheidungstext OGH 21.10.2010 2 Ob 246/09d
Vgl auch; Vgl Beis wie T15; Vgl Beis wie T23; Veröff: SZ 2010/134
8 Ob 80/10p
Entscheidungstext OGH 21.12.2010 8 Ob 80/10p
6 Ob 242/10x
Entscheidungstext OGH 24.02.2011 6 Ob 242/10x
Vgl; Beisatz: Diese Grundsätze gelten auch für Unterhaltsansprüche nach § 68 EheG. (T24)
1 Ob 212/10y
Entscheidungstext OGH 25.01.2011 1 Ob 212/10y
6 Ob 94/11h
Entscheidungstext OGH 16.06.2011 6 Ob 94/11h
Vgl auch; Beis wie T3 nur: Der Unterhalt der geschiedenen einkommenslosen Ehegattin gemäß § 66 EheG (§ 94 ABGB) bestimmt sich nach den in der Rechtsprechung entwickelten und vom Schrifttum gebilligten Berechnungsformeln mit rund dreiunddreißig Prozent des Nettoeinkommens des Unterhaltspflichtigen. (T25)
1 Ob 122/11i
Entscheidungstext OGH 01.09.2011 1 Ob 122/11i
Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T22 nur: Der übliche prozentuelle Abzug von 4 % pro unterhaltsberechtigtem Kind kann bei atypischen tatsächlichen Verhältnissen korrigiert werden. (T26)
5 Ob 2/12y
Entscheidungstext OGH 04.07.2012 5 Ob 2/12y
Vgl; Beis auch wie T23; Vgl auch Beis wie T20; Beisatz: Unterhaltsentscheidungen sind grundsätzlich Ermessensentscheidungen, weshalb es problematisch ist, allgemein verbindliche, gleichsam rechenformelmäßige Prozentsätze für Abschläge für übermäßige Betreuungsleistungen des geldunterhaltspflichtigen Elternteils festzulegen. (T27)
Bem: Siehe auch RS0128043. (T28)
4 Ob 58/12a
Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 58/12a
Vgl auch; Beis ähnlich wie T23
4 Ob 49/13d
Entscheidungstext OGH 23.05.2013 4 Ob 49/13d
Vgl; Ähnlich Beis wie T6; Ähnlich Beis wie T15
4 Ob 16/13a
Entscheidungstext OGH 19.03.2013 4 Ob 16/13a
Auch; Beis wie T1; Beis wie T23
10 Ob 16/14x
Entscheidungstext OGH 25.03.2014 10 Ob 16/14x
10 Ob 17/15w
Entscheidungstext OGH 28.04.2015 10 Ob 17/15w
Vgl auch; Beis wie T23
1 Ob 158/15i
Entscheidungstext OGH 17.09.2015 1 Ob 158/15i
Auch Beis wie T23
4 Ob 206/15w
Entscheidungstext OGH 23.02.2016 4 Ob 206/15w
Auch; Beis wie T23; Beisatz: Zur Unterhaltsbemessung bei annähernd gleichteilig betreuenden Elternteilen. (T29)
1 Ob 23/18s
Entscheidungstext OGH 27.02.2018 1 Ob 23/18s
Vgl; Beis wie T23
4 Ob 22/18s
Entscheidungstext OGH 19.04.2018 4 Ob 22/18s
Auch; Beis wie T11; Beis wie T12; Beis wie T13; Beis wie T16; Beis wie T17; Beis wie T23
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0047419
JJR_19900403_OGH0002_0040OB00532_9000000_005
Rechtssatz für 8Ob602/90 8Ob1661/93 4O...
RS0047452
8Ob602/90; 8Ob1661/93; 4Ob518/94; 3Ob1611/94 (3Ob1612/94, 3Ob1613/94); 10Ob2018/96d; 6Ob20/97b; 2Ob2132/96k; 2Ob319/99x; 6Ob182/02m; 6Ob83/02b; 3Ob222/02x; 2Ob293/03g; 4Ob4/04y; 7Ob277/03s; 8Ob62/04g; 7Ob145/04f; 10Ob11/04x; 7Ob102/06k; 7Ob178/06m; 1Ob209/08d; 3Ob10/09f; 4Ob74/10a; 10Ob49/10v; 3Ob96/12g; 5Ob2/12y; 4Ob16/13a; 6Ob11/13f; 10Ob17/15w; 1Ob158/15i; 8Ob69/15b; 1Ob207/15w; 10Ob107/15f; 6Ob55/16f; 7Ob172/16v; 1Ob151/16m; 10Ob41/17b; 1Ob23/18s; 9Ob57/17y; 4Ob22/18s; 5Ob189/18g; 1Ob9/19h; 1Ob13/19x
ABGB aF §140 Ac
ABGB idF KindNamRÄG 2013 §231 Abs2
Es entspricht der ständigen Rechtsprechung der Gerichte zweiter Instanz (EFSlg 42752, EFSlg 50441 ua), dass ein die übliche Dauer überschreitendes Besuchsrecht zu einer Reduzierung der Unterhaltsverpflichtung führen kann.
8 Ob 602/90
Entscheidungstext OGH 13.09.1990 8 Ob 602/90
8 Ob 1661/93
Entscheidungstext OGH 30.11.1993 8 Ob 1661/93
Auch; Beisatz: Dabei ist nicht von den Aufwendungen des Unterhaltspflichtigen, sondern ausschließlich von den ersparten Aufwendungen der Mutter auszugehen. (T1)
4 Ob 518/94
Entscheidungstext OGH 15.02.1994 4 Ob 518/94
Auch; Beisatz: Hier: Reduzierung der Unterhaltsverpflichtung, weil Kind tagsüber beim Geldunterhaltspflichtigen aufhältig ist. (T2)
3 Ob 1611/94
Entscheidungstext OGH 30.11.1994 3 Ob 1611/94
Auch; Beisatz: Hier: Dreiwöchiger Urlaubsaufenthalt des Unterhaltsberechtigten beim Unterhaltspflichtigen - keine Reduzierung der Unterhaltspflicht. (T3)
6 Ob 20/97b
Entscheidungstext OGH 27.02.1997 6 Ob 20/97b
2 Ob 2132/96k
Entscheidungstext OGH 10.04.1997 2 Ob 2132/96k
2 Ob 319/99x
Entscheidungstext OGH 18.11.1999 2 Ob 319/99x
6 Ob 182/02m
Entscheidungstext OGH 12.12.2002 6 Ob 182/02m
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Rechtslage vor dem KindRÄG 2001. (T4)
Beisatz: Hier: Wurden die ersparten Kosten für das Taschengeld, Jausengeld, die Aufwendungen für Nahrung, Wäsche und Freizeitaktivitäten im Ausmaß von zusammen 1.300 S monatlich berücksichtigt, das sind immerhin rund 28 % des Regelbedarfs. Dieses Ergebnis ist plausibel und in rechtlicher Hinsicht nicht zu beanstanden. (T5)
6 Ob 83/02b
Entscheidungstext OGH 19.12.2002 6 Ob 83/02b
3 Ob 222/02x
Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 222/02x
Auch; Beisatz: Aus diesen Entscheidungen ist der Grundgedanke abzuleiten, dass der zu leistende Geldunterhalt dann zu reduzieren ist, wenn der Unterhaltspflichtige auch - über ein übliches Besuchsrecht hinaus - Naturalunterhalt leistet. (T6)
Beisatz: Die Kosten für die Bereithaltung von Wohnraum oder die Anschaffung langlebiger Güter bleiben jedoch vom Aufenthalt beim anderen Elternteil unberührt. (T7)
Beisatz: Eine Aufrechnung der von beiden Elternteilen entsprechend den Aufenthaltsquoten zu erbringenden Geldunterhaltsleistungen kommt mangels Gegenseitigkeit nicht in Betracht. (T8)
2 Ob 293/03g
Entscheidungstext OGH 15.01.2004 2 Ob 293/03g
Beis wie T1; Beisatz: Auch bei der durch das KindRÄG 2001 eingeführten gemeinsamen Obsorge ist nicht von den Aufwendungen des Unterhaltspflichtigen, sondern von den Ersparnissen des anderen Elternteiles auszugehen. (T9)
4 Ob 4/04y
Entscheidungstext OGH 16.03.2004 4 Ob 4/04y
Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T9
7 Ob 277/03s
Entscheidungstext OGH 31.03.2004 7 Ob 277/03s
7 Ob 145/04f
Entscheidungstext OGH 25.05.2005 7 Ob 145/04f
Auch; Beis wie T9; Beisatz: Diese Rechtsansicht ist auch bei einer völlig gleichteiligen Aufteilung der Betreuungszeiten ohne Vereinbarung eines hauptsächlichen Aufenthaltes des Minderjährigen iSd § 177 Abs 2 ABGB zu vertreten, soferne beiden Elternteilen ein annähernd gleich hohes bzw ein solches Einkommen (wenn auch in unterschiedlicher Höhe) zur Verfügung steht, das jeweils zu über der Luxusgrenze liegenden Unterhaltsansprüchen der Kinder führte. Andernfalls bleibt der besserverdienende Elternteil geldunterhaltspflichtig, damit das Kind an seinem höheren Lebensstandard (jedenfalls bis zur Luxusgrenze) auch in der Zeit, wo es sich beim schlechterverdienenden Elternteil aufhält, teilhaben kann. (T10)
Beis wie T1; Beis ähnlich wie T7
7 Ob 102/06k
Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 102/06k
Beisatz: Hier: Die Kinder werden insgesamt in etwa 1/3 der Zeit vom Vater betreut - Reduzierung der Unterhaltspflicht um 20 %. (T11)
1 Ob 209/08d
Entscheidungstext OGH 31.03.2009 1 Ob 209/08d
3 Ob 10/09f
Entscheidungstext OGH 22.04.2009 3 Ob 10/09f
Beis wie T1; Beis wie T11; Beisatz: Nur jene Aufwendungen können die Unterhaltsbemessungsgrundlage verringern, die auch ein „maßstabgerechter" Familienvater unter Berücksichtigung seiner Einkommensverhältnisse sowie der Bedürfnisse der Unterhaltsberechtigten machen würde. (T12)
Veröff: SZ 2009/51
Vgl; Beisatz: Bei gleichwertigen Betreuungs‑ und Naturalunterhaltsleistungen besteht kein Geldunterhaltsanspruch, wenn das Einkommen der Eltern etwa gleich hoch ist. (T13)
Beisatz: Ob das zutrifft, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab und begründet daher regelmäßig keine Rechtsfrage von erheblicher Bedeutung. (T14)
Beisatz: So bereits 7 Ob 145/04f. (T15)
3 Ob 96/12g
Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 96/12g
Vgl auch; Beisatz: Dass das Ausmaß des dem Vater eingeräumten Besuchsrechts keine Reduzierung der Unterhaltsverpflichtung rechtfertigt, beruht auf den konkreten Umständen des Einzelfalls und wirft ebenfalls keine erhebliche Rechtsfrage auf. (T16)
Vgl auch; Beisatz: Unterhaltsentscheidungen sind grundsätzlich Ermessensentscheidungen, weshalb es problematisch ist, allgemein verbindliche, gleichsam rechenformelmäßige Prozentsätze für Abschläge für übermäßige Betreuungsleistungen des geldunterhaltspflichtigen Elternteils festzulegen. (T17)
Vgl; Beis wie T6; Beis wie T13
6 Ob 11/13f
Entscheidungstext OGH 04.07.2013 6 Ob 11/13f
Vgl auch; Beis ähnlich wie T10; Beis wie T13; Beis wie T14; Beisatz: Durch das KindNamRÄG 2013 ist an dieser Rechtslage keine Änderung eingetreten. (T18)
Auch; Beis wie T6; Beis wie T13
Vgl; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T13; Beis wie T18
8 Ob 69/15b
Entscheidungstext OGH 25.11.2015 8 Ob 69/15b
Auch; Beis wie T6; Beis wie T13; Beisatz: Ab wann von gleichwertigen Betreuungsleistungen der Eltern die Rede sein kann, ist angesichts der Vielfalt familiärer Lebens- und Betreuungsmodelle nicht mit einem starren Prozentsatz festzulegen. (T19)
1 Ob 207/15w
Entscheidungstext OGH 24.11.2015 1 Ob 207/15w
Vgl auch; Beis wie T11; Beisatz: Hier: Zur Berücksichtigung der ausgedehnten Betreuung durch den Vater an immerhin rund 128 Tagen im Jahr (35 %) beim Sonderbedarf ‑ Deckungsmangel. (T20)
10 Ob 107/15f
Entscheidungstext OGH 19.01.2016 10 Ob 107/15f
Beis wie T6; Beisatz: Hier: zu § 7 Abs 1 UVG iVm § 19 Abs 1 UVG. (T21)
6 Ob 55/16f
Entscheidungstext OGH 30.03.2016 6 Ob 55/16f
7 Ob 172/16v
Entscheidungstext OGH 13.10.2016 7 Ob 172/16v
1 Ob 151/16m
Entscheidungstext OGH 27.02.2017 1 Ob 151/16m
Vgl; Beis wie T6; Beis wie T13; Beis wie T18; Beisatz: Teilen die Eltern die Betreuung in einem Ausmaß, das über den Rahmen der üblichen persönlichen Kontakte des Elternteils hinausgeht, bei dem sich das Kind nicht hauptsächlich aufhält, ist nach der jüngeren Rechtsprechung der zu leistende Geldunterhalt zu reduzieren, wenn der Geldunterhaltspflichtige – über ein übliches Kontaktrecht hinaus – Naturalunterhalt leistet. (T22)
Beisatz: Voraussetzung für die Anwendung des sogenannten „betreuungsrechtlichen Unterhaltsmodells“, welches nach der neueren Judikatur zu einem Entfall des Geldunterhaltsanspruchs des Kindes gegenüber seinen Eltern führt, ist neben der gleichwertigen Betreuungs‑ und Einkommenssituation, dass auch die sonstigen (bedarfsdeckenden) Naturalleistungen von beiden Elternteilen etwa gleichwertig erbracht werden. (T23)
Beisatz: Hier: Keine Anwendung des betreuungsrechtlichen Unterhaltsmodells, da die Mutter über die (gleichteilig mit dem Vater ausgeübte) Betreuung des Minderjährigen hinausgehend im Wesentlichen die Kosten für sämtliche bedarfsorientierten Naturalleistungen alleine trägt. (T24)
10 Ob 41/17b
Entscheidungstext OGH 10.10.2017 10 Ob 41/17b
Auch; Beis wie T1; Beis wie T9
Auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T9; Beis wie T14; Beis wie T22; Beisatz: Bei der Anrechnung der Anzahl der Kontakttage finden einzelne Stunden eines Aufenthalts beim anderen Elternteil grundsätzlich keine Berücksichtigung. Ein Wochenendaufenthalt von Freitag nach der Schule bis Sonntag schlägt sich daher nur in zwei Tagen nieder (so schon 5 Ob 2/12y). (T25)
Beisatz: Reduziert sich ein neben dem üblichen, vierzehntägigen Wochenendkontaktrecht eingeräumter weiter „Besuchstag“ in Wahrheit auf ein bloßes Übernachtungsbesuchsrecht unter der Woche (bis zum Schulbeginn am nächsten Morgen), wurde von keiner nennenswerten Ersparnis des anderen Elternteils ausgegangen (so schon 3 Ob 96/12g). (T26)
9 Ob 57/17y
Entscheidungstext OGH 25.04.2018 9 Ob 57/17y
Auch; Beis wie T1; Beis wie T16
5 Ob 189/18g
Entscheidungstext OGH 13.12.2018 5 Ob 189/18g
Auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T9
1 Ob 9/19h
Entscheidungstext OGH 05.03.2019 1 Ob 9/19h
Vgl; Beis wie T13; Beis wie T14; Beis wie T23
1 Ob 13/19x
Entscheidungstext OGH 03.04.2019 1 Ob 13/19x
Vgl; Beis wie T6; Beis wie T25 nur: Bei der Anrechnung der Anzahl der Kontakttage finden einzelne Stunden eines Aufenthalts beim anderen Elternteil grundsätzlich keine Berücksichtigung. (T27)
Beisatz: Maßgeblich für die Beurteilung des Ausmaßes der Betreuung ist regelmäßig die tatsächliche Betreuung im einzelnen Kalenderjahr. (T28)
Beisatz: Für zukünftige Unterhaltsleistungen ist auf die konkrete Ausübung des Kontaktrechts in einem angemessenen Zeitraum vor der Beschlussfassung erster Instanz abzustellen. (T29)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0047452
JJR_19900913_OGH0002_0080OB00602_9000000_001
Rechtssatz für 5Ob564/90 8Ob1508/91 9O...
RS0053297
5Ob564/90; 8Ob1508/91; 9Ob1775/91; 3Ob1570/91; 8Ob1582/92; 8Ob596/93; 1Ob622/93; 6Ob653/93; 2Ob541/94; 1Ob549/95; 6Ob643/95; 4Ob2327/96a; 9Ob302/97w; 6Ob207/98d; 6Ob81/00f; 1Ob5/00t; 5Ob289/01p; 4Ob37/06d; 10Ob8/06h; 6Ob148/06t; 7Ob293/06y; 10Ob67/08p; 10Ob82/08v; 10Ob85/08k; 6Ob243/09t; 8Ob75/10b; 3Ob134/10t; 1Ob159/13h; 1Ob152/13d; 7Ob16/14z; 10Ob59/16y; 1Ob131/16w; 8Ob89/17x; 4Ob22/18s; 1Ob38/18x; 9Ob53/18m; 9Ob77/18s; 6Ob175/18f
ABGB §140 Aa
ABGB §936 VIIc
ABGB §1418
Unabhängig davon, ob die seinerzeitige Unterhaltsbemessung durch gerichtlichen Vergleich oder gerichtliche Entscheidung erfolgte, darf eine Änderung der Unterhaltsbemessung für die Vergangenheit immer dann erfolgen, wenn wegen Änderung der Verhältnisse (ganz allgemein!) die seinerzeitige Unterhaltsbemessung wegen der ihr innewohnenden Umstandsklausel nicht mehr bindend blieb.
5 Ob 564/90
Entscheidungstext OGH 23.10.1990 5 Ob 564/90
Veröff: SZ 63/181 = RZ 1991/52 S 147
8 Ob 1508/91
Entscheidungstext OGH 14.02.1991 8 Ob 1508/91
9 Ob 1775/91
Entscheidungstext OGH 11.09.1991 9 Ob 1775/91
8 Ob 1582/92
Entscheidungstext OGH 09.07.1992 8 Ob 1582/92
Auch; Beisatz: Auch Unterhaltsvereinbarungen nach denen sich ein Elternteil allein zur Deckung der Unterhaltsbedürfnisse der Kinder verpflichtet, und ein sich daraus ergebender Regressanspruch des anderen Elternteils unterliegen der Umstandsklausel. (T1)
8 Ob 596/93
Entscheidungstext OGH 30.11.1993 8 Ob 596/93
Beisatz: Dies gilt sowohl für den rückwirkenden Zuspruch als auch für die rückwirkende Enthebung von der Unterhaltspflicht. Dies gilt auch bei einer tiefgreifenden Änderung der Rechtsprechung, soweit nicht die Rechtskraft einer Entscheidung die Abänderung verhindert (hier: das anrechenbare Eigeneinkommen des Lehrlings ist nicht zur Gänze, sondern nur zur Hälfte auf die Unterhaltsverpflichtung des Geldunterhaltspflichtigen anzurechnen). (T2)
1 Ob 622/93
Entscheidungstext OGH 17.11.1993 1 Ob 622/93
6 Ob 653/93
Entscheidungstext OGH 22.02.1994 6 Ob 653/93
2 Ob 541/94
Entscheidungstext OGH 16.06.1994 2 Ob 541/94
1 Ob 549/95
Entscheidungstext OGH 02.04.1995 1 Ob 549/95
Auch; Beisatz: Zu einer wesentlichen Änderung der Verhältnisse gehören sowohl neue Sorgepflichten als auch die finanzielle Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen. (T3)
6 Ob 643/95
Entscheidungstext OGH 21.12.1995 6 Ob 643/95
Auch; Beis wie T1; Beis wie T3
9 Ob 302/97w
Entscheidungstext OGH 01.10.1997 9 Ob 302/97w
6 Ob 207/98d
Entscheidungstext OGH 18.12.1998 6 Ob 207/98d
6 Ob 81/00f
Entscheidungstext OGH 13.04.2000 6 Ob 81/00f
Vgl auch; Beisatz: Eine Neufestsetzung des Unterhalts ist dann zulässig, wenn neue Umstände hervorgekommen sind, die eine andere Sachlage ergeben als jene, die dem Vergleich zugrunde lagen, wobei dies auch für einen Unterhaltsherabsetzungs- oder -erhöhungsantrag gilt, wenn im Unterhaltsvergleich irrtümlich von falschen Bemessungsvoraussetzungen ausgegangen wurde. Eine Anfechtung des Vergleiches wegen Irrtums im streitigen Verfahren ist in einem solchen Fall nicht erforderlich. (T4)
1 Ob 5/00t
Entscheidungstext OGH 25.07.2000 1 Ob 5/00t
Vgl; Beisatz: Als wesentliche Änderung werden unter anderem Einkommensminderungen von 8 beziehungsweise 10 % angesehen. (T5)
5 Ob 289/01p
Entscheidungstext OGH 11.12.2001 5 Ob 289/01p
4 Ob 37/06d
Entscheidungstext OGH 20.04.2006 4 Ob 37/06d
10 Ob 8/06h
Entscheidungstext OGH 25.04.2006 10 Ob 8/06h
6 Ob 148/06t
Entscheidungstext OGH 29.06.2006 6 Ob 148/06t
Vgl auch; Beisatz: Es bedarf keiner negativen Feststellungsklage mehr, wenn der Unterhaltspflichtige einer Exekutionsführung zuvorkommen will. (T6)
7 Ob 293/06y
Entscheidungstext OGH 31.01.2007 7 Ob 293/06y
10 Ob 67/08p
Entscheidungstext OGH 14.10.2008 10 Ob 67/08p
Vgl; Beisatz: Im Außerstreitverfahren ergangene Beschlüsse, wie etwa Unterhaltsbemessungs- und Unterhaltsvorschussgewährungsbeschlüsse, sind der materiellen Rechtskraft zugänglich und können nur bei Änderung der Sachlage oder der Rechtslage abgeändert werden. (T7)
Beisatz: Eine tiefgreifende Änderung der Rechtsprechung wird einer Änderung der Rechtslage gleichgehalten. (T8)
10 Ob 82/08v
Entscheidungstext OGH 14.10.2008 10 Ob 82/08v
Vgl; Beis wie T7; Beis wie T8
10 Ob 85/08k
Entscheidungstext OGH 14.10.2008 10 Ob 85/08k
6 Ob 243/09t
Entscheidungstext OGH 18.12.2009 6 Ob 243/09t
8 Ob 75/10b
Entscheidungstext OGH 18.08.2010 8 Ob 75/10b
Veröff: SZ 2010/98
3 Ob 134/10t
Entscheidungstext OGH 13.10.2010 3 Ob 134/10t
1 Ob 159/13h
Entscheidungstext OGH 19.09.2013 1 Ob 159/13h
1 Ob 152/13d
Entscheidungstext OGH 17.10.2013 1 Ob 152/13d
7 Ob 16/14z
Entscheidungstext OGH 26.02.2014 7 Ob 16/14z
Auch; Beisatz: Jede Unterhaltsregelung, ob durch gerichtliche Entscheidung oder (gerichtlichen) Vergleich, unterliegt der Umstandsklausel, sodass wesentliche Änderungen der Verhältnisse auf Antrag zu einer Neufestsetzung des Unterhaltsanspruchs führen. (T9)
Veröff: SZ 2014/19
10 Ob 59/16y
Entscheidungstext OGH 13.09.2016 10 Ob 59/16y
Auch; Beis wie T9; Beisatz: Eine wesentliche Änderung der Umstände ist eine solche, die über bloß unbedeutende oder unerhebliche Veränderungen hinausgeht und sich in einer merkbaren Unterhaltsdifferenz niederschlägt. (T10)
1 Ob 131/16w
Entscheidungstext OGH 23.11.2016 1 Ob 131/16w
Auch; Beisatz: Wegen ihres Alimentationszwecks schließen alle gesetzlichen Unterhaltspflichten die Umstandsklausel ein. (T11)
Beisatz: Hier: Sonderbedarf (Schulgeld). (T12)
8 Ob 89/17x
Entscheidungstext OGH 24.08.2017 8 Ob 89/17x
Beisatz: Die wesentliche Änderung der Verhältnisse hat sich auf die Bemessungsfaktoren oder die der Bemessung zugrunde gelegten Sachverhaltselemente zu beziehen. Eine solche Änderung liegt darüber hinaus auch bei einer Änderung der gesetzlichen Regelungen oder bei tiefgreifenden Änderungen der Rechtsprechung vor. (T13)
1 Ob 38/18x
Entscheidungstext OGH 30.04.2018 1 Ob 38/18x
9 Ob 53/18m
Entscheidungstext OGH 02.10.2018 9 Ob 53/18m
9 Ob 77/18s
Entscheidungstext OGH 28.11.2018 9 Ob 77/18s
6 Ob 175/18f
Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 175/18f
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0053297
JJR_19901023_OGH0002_0050OB00564_9000000_002
Rechtssatz für 6Ob533/91 4Ob564/91 1Ob...
RS0047458
6Ob533/91; 4Ob564/91; 1Ob622/93; 1Ob512/94; 1Ob531/94; 4Ob540/94; 1Ob177/98f; 2Ob193/00x; 6Ob57/03f; 6Ob5/08s; 6Ob230/08d; 6Ob15/09p; 5Ob106/10i; 1Ob109/10a; 7Ob135/11w; 4Ob109/14d; 6Ob89/17g; 4Ob22/18s; 3Ob51/18y
ABGB §140 Ba
Betragliche oder in einem Vielfachen des sogenannten Regelbedarfes ausgedrückte absolute Obergrenzen für die Festsetzung eines Kindesunterhaltes sind mit den in § 140 ABGB normierten Bemessungskriterien nicht vereinbar; diese gestatten daher auch keinen allgemeinen "Unterhaltsstopp" beim 2,5 - fachen oder einem sonstigen Vielfachen der sogenannten Regelbedarfsätze.
6 Ob 533/91
Entscheidungstext OGH 21.03.1991 6 Ob 533/91
Veröff: RZ 1991/86 S 283
Beisatz: Greift der Unterhaltspflichtige die Substanz seines Vermögens an, um damit die Kosten der von ihm gewählten Lebensführung zu decken, dann kann dieses Maß der Inanspruchnahme auch als Grundlage für die Bemessung des Unterhaltsanspruches der Kinder dienen. (T1)
1 Ob 512/94
Entscheidungstext OGH 25.01.1994 1 Ob 512/94
1 Ob 531/94
Entscheidungstext OGH 11.04.1994 1 Ob 531/94
4 Ob 540/94
Entscheidungstext OGH 31.05.1994 4 Ob 540/94
1 Ob 177/98f
Entscheidungstext OGH 15.12.1998 1 Ob 177/98f
Auch; nur: Absolute Obergrenzen für die Festsetzung eines Kindesunterhaltes sind mit den in § 140 ABGB normierten Bemessungskriterien nicht vereinbar. (T2); Beisatz: Das gilt umso mehr, wenn ein berechtigter Sonder- oder Individualbedarf vorliegt. (T3)
2 Ob 193/00x
Entscheidungstext OGH 02.08.2000 2 Ob 193/00x
6 Ob 57/03f
Entscheidungstext OGH 21.05.2003 6 Ob 57/03f
6 Ob 5/08s
Entscheidungstext OGH 13.03.2008 6 Ob 5/08s
Auch; Veröff: SZ 2008/35
6 Ob 230/08d
Entscheidungstext OGH 06.11.2008 6 Ob 230/08d
Vgl; Beisatz: Erhält jedoch der Unterhaltsberechtigte lediglich deshalb Unterhaltsbeiträge, die nicht der vollen Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen entsprechen, weil er schon die Luxusgrenze erreicht hat, muss der Sonderbedarf nach neuerer Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs (6 Ob 5/08s unter Hinweis auf 2 Ob 89/03g und 9 Ob 47/06m) zusätzlich zugesprochen werden. (T4); Beisatz: Leistungen aus dem Titel des Sonderbedarfs sind zweckbestimmt und stehen nicht zur freien Verfügung des Unterhaltsberechtigten. (T5); Beisatz: Der Zuspruch von Sonderbedarf zusätzlich zu einer die „Luxusgrenze" erreichenden Unterhaltsleistung setzt voraus, dass seine Deckung dem Unterhaltspflichtigen angesichts dessen Einkommens- und Vermögensverhältnissen zumutbar ist. (T6)
6 Ob 15/09p
Entscheidungstext OGH 19.02.2009 6 Ob 15/09p
5 Ob 106/10i
Entscheidungstext OGH 22.06.2010 5 Ob 106/10i
1 Ob 109/10a
Entscheidungstext OGH 14.09.2010 1 Ob 109/10a
7 Ob 135/11w
Entscheidungstext OGH 31.08.2011 7 Ob 135/11w
4 Ob 109/14d
Entscheidungstext OGH 17.07.2014 4 Ob 109/14d
6 Ob 89/17g
Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 89/17g
3 Ob 51/18y
Entscheidungstext OGH 14.08.2018 3 Ob 51/18y
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0047458
JJR_19910321_OGH0002_0060OB00533_9100000_001
Rechtssatz für 4Ob566/91 2Ob508/92 4Ob...
RS0047471
4Ob566/91; 2Ob508/92; 4Ob508/93; 1Ob568/93; 7Ob525/94; 1Ob550/94; 7Ob632/94; 6Ob586/95; 5Ob520/95; 1Ob590/95; 3Ob2202/96m; 1Ob4/97p; 9Ob261/97s; 1Ob281/98z; 6Ob207/98d; 1Ob217/99i; 7Ob241/00t; 5Ob258/05k; 2Ob237/06a; 4Ob203/07t; 6Ob57/09i; 2Ob253/08g; 2Ob90/09p; 9Ob28/10y; 8Ob75/10b; 3Ob83/11v; 8Ob93/11a; 9Ob49/13s; 2Ob145/13g; 1Ob158/15i; 8Ob89/17x; 5Ob113/17d; 4Ob22/18s; 7Ob77/18a; 6Ob175/18f
ABGB aF §140 Ad
Im Allgemeinen hat die Neubemessung der Unterhaltsansprüche infolge einer Änderung der Verhältnisse nicht völlig losgelöst von der bestehenden vergleichsweisen Regelung und der in ihr zum Ausdruck kommenden Konkretisierung der Bemessungsgrundsätze zu erfolgen. Das gilt aber - von einer ausdrücklichen bezüglichen Vereinbarung der Parteien abgesehen - jedenfalls dann nicht, wenn die Bemessung des bisher auf Grund des Vergleiches geregelten Unterhaltes nicht bloß auf Grund einer Änderung der Einkommensverhältnisse, sondern auch unter Berücksichtigung weiterer für die Unterhaltsbemessung maßgeblicher Umstände (geänderte Bedürfnisse oder Sorgepflichten) vorgenommen werden muss.
4 Ob 566/91
Entscheidungstext OGH 03.12.1991 4 Ob 566/91
Veröff: ÖA 1992,157
2 Ob 508/92
Entscheidungstext OGH 15.01.1992 2 Ob 508/92
nur: Im Allgemeinen hat die Neubemessung der Unterhaltsansprüche infolge einer Änderung der Verhältnisse nicht völlig losgelöst von der bestehenden vergleichsweisen Regelung und der in ihr zum Ausdruck kommenden Konkretisierung der Bemessungsgrundsätze zu erfolgen. (T1)
4 Ob 508/93
Entscheidungstext OGH 23.02.1993 4 Ob 508/93
1 Ob 568/93
Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 568/93
Auch; Beisatz: Es darf aber nicht zu einer Versteinerung des im Zeitpunkt der Ehescheidung tatsächlich geleisteten Unterhalts kommen. (T2)
7 Ob 525/94
Entscheidungstext OGH 23.03.1994 7 Ob 525/94
Beisatz: Mangels entgegenstehender Vereinbarung. (T3)
1 Ob 550/94
Entscheidungstext OGH 03.05.1994 1 Ob 550/94
7 Ob 632/94
Entscheidungstext OGH 23.11.1994 7 Ob 632/94
6 Ob 586/95
Entscheidungstext OGH 29.06.1995 6 Ob 586/95
5 Ob 520/95
Entscheidungstext OGH 27.06.1995 5 Ob 520/95
Beisatz: Hier: Insolvenzsituation des Vaters. (T4)
1 Ob 590/95
Entscheidungstext OGH 27.07.1995 1 Ob 590/95
3 Ob 2202/96m
Entscheidungstext OGH 10.09.1996 3 Ob 2202/96m
1 Ob 4/97p
Entscheidungstext OGH 29.04.1997 1 Ob 4/97p
9 Ob 261/97s
Entscheidungstext OGH 27.08.1997 9 Ob 261/97s
1 Ob 281/98z
Entscheidungstext OGH 30.10.1998 1 Ob 281/98z
Vgl auch; Beisatz: Die Auslegungsfrage, was die Parteien mit ihrem Unterhaltsvergleich für die Zukunft regeln wollten, ist entscheidend, wobei es auf die allgemeinen Vertragsauslegungsgrundsätze ankommt. (T5)
1 Ob 217/99i
Entscheidungstext OGH 22.02.2000 1 Ob 217/99i
nur: Das gilt aber - von einer ausdrücklichen bezüglichen Vereinbarung der Parteien abgesehen - jedenfalls dann nicht, wenn die Bemessung des bisher auf Grund des Vergleiches geregelten Unterhaltes nicht bloß auf Grund einer Änderung der Einkommensverhältnisse, sondern auch unter Berücksichtigung weiterer für die Unterhaltsbemessung maßgeblicher Umstände (geänderte Bedürfnisse oder Sorgepflichten) vorgenommen werden muss. (T6)
Beisatz: Diente die Unterhaltsvereinbarung nur der Konkretisierung des gesetzlichen Unterhaltsanspruchs, so tritt die Vereinbarung bei erheblicher Änderung der Bemessungskriterien außer Kraft, sodass der Unterhalt ohne Bedachtnahme auf die Vereinbarung nach dem Gesetz neu auszumessen ist. (T7)
7 Ob 241/00t
Entscheidungstext OGH 14.03.2001 7 Ob 241/00t
Auch; Beis ähnlich wie T5
5 Ob 258/05k
Entscheidungstext OGH 10.01.2006 5 Ob 258/05k
Auch; nur T6
2 Ob 237/06a
Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 237/06a
Auch; nur T1; Beisatz: Ob nach Abschluss eines Unterhaltsvergleiches bei Änderung der Verhältnisse die im Vergleich festgelegte Relation zwischen Einkommenshöhe und Unterhaltshöhe beibehalten werden soll oder die Neubemessung völlig losgelöst von der vergleichsweisen Regelung erfolgen soll, hängt somit primär von der nach den Auslegungskriterien des § 914 ABGB zu ermittelnden Absicht der Parteien ab. (T8)
4 Ob 203/07t
Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 203/07t
Auch; Beisatz: Gesetzliche Unterhaltsansprüche unterliegen der Umstandsklausel. Der Anspruch kann daher im Fall einer wesentlichen Änderung der Verhältnisse neu festgelegt werden. (T9)
6 Ob 57/09i
Entscheidungstext OGH 16.04.2009 6 Ob 57/09i
Vgl; Beisatz: Die im Vergleich seinerzeit vereinbarte Relation zwischen Unterhaltsleistung und Einkommen des Unterhaltspflichtigen für die Neubemessung spielt dann keine Rolle, wenn die Änderung der Verhältnisse nicht oder nicht nur in einer Änderung des Einkommens des Unterhaltspflichtigen besteht. (T10)
2 Ob 253/08g
Entscheidungstext OGH 16.07.2009 2 Ob 253/08g
Auch; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T9; auch Beis wie T10; Beisatz: Ergänzung zu T8: Diese Auslegung richtet sich stets nach den konkreten Umständen des Einzelfalls und wirft - von einer krassen Fehlbeurteilung abgesehen - keine erhebliche Rechtsfrage auf. (T11)
Beisatz: Ändern sich mehrere Bemessungsparameter, ist regelmäßig mit einer von den Vergleichsrelationen losgelösten Neubemessung des Unterhalts vorzugehen. (T12)
Beisatz: Aber auch in solchen Fällen kann im Wege der (ergänzenden) Vertragsauslegung das Ergebnis erzielt werden, dass die im Vergleich festgelegte Relation zwischen Einkommen und Unterhaltshöhe nicht vernachlässigt werden soll. (T13)
2 Ob 90/09p
Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 90/09p
Auch; nur T6; Beis wie T12; Veröff: SZ 2009/171
9 Ob 28/10y
Entscheidungstext OGH 11.05.2010 9 Ob 28/10y
Vgl aber; Beis wie T13
Auch; nur T1; Beis wie T9; Beis wie T13; Beisatz: Der in der Judikatur für eine relevante Einkommenserhöhung zur Umstandsklausel angeführte Prozentsatz von 10 % stellt keine starre Grenze, sondern nur einen Richtwert dar. Auch bei einer Änderung mehrerer Parameter für die Bemessung des Unterhalts kann die (ergänzende) Vertragsauslegung zum Ergebnis führen, dass die in einem Unterhaltsvergleich festgelegte Relation zwischen Einkommen und Unterhaltshöhe nicht zu vernachlässigen ist. In diesem Fall müssen sich dem Vergleich oder der Aktenlage genügende Anhaltspunkte für eine zukünftige Regelung des Unterhalts entnehmen lassen. (T14)
3 Ob 83/11v
Entscheidungstext OGH 09.06.2011 3 Ob 83/11v
Auch; Beis wie T8; Beis wie T11; Beis wie T12
8 Ob 93/11a
Entscheidungstext OGH 24.10.2011 8 Ob 93/11a
Auch; nur T1; Beis auch wie T8
9 Ob 49/13s
Entscheidungstext OGH 26.11.2013 9 Ob 49/13s
2 Ob 145/13g
Entscheidungstext OGH 22.05.2014 2 Ob 145/13g
Auch; nur T1; Beis wie T5; Beis wie T13; Beisatz: Auch bei einer Änderung mehrerer Bemessungsparameter kann die (allenfalls ergänzende) Vertragsauslegung zu dem Ergebnis führen, dass die im Unterhaltsvergleich festgelegte Relation zwischen den Bemessungsfaktoren, insbesondere zwischen dem Einkommen und der Unterhaltshöhe (die Vergleichsrelation) nicht zu vernachlässigen ist. (T15)
Beisatz: Für die Beurteilung dieser Frage ist entscheidend, was die Parteien im Einzelfall mit ihrem Unterhaltsvergleich für die Zukunft regeln wollten. Maßgebend ist demnach, ob dem Vergleich eine unterhaltsrelevante Aussage für die Zukunft entnommen werden kann. (T16)
5 Ob 113/17d
Entscheidungstext OGH 13.02.2018 5 Ob 113/17d
Beis wie T8; Beis wie T11; Beis wie T14; Beis wie T15; Beis wie T16
7 Ob 77/18a
Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 77/18a
Vgl; Beis wie T12; Beis wie T13
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0047471
JJR_19911203_OGH0002_0040OB00566_9100000_004
Rechtssatz für 5Ob526/94 1Ob233/01y 3O...
RS0047424
5Ob526/94; 1Ob233/01y; 3Ob193/02g; 2Ob5/03d; 3Ob6/03h; 6Ob57/03f; 5Ob67/03v; 2Ob89/03g; 6Ob23/04g; 6Ob195/04a; 1Ob46/06f (1Ob47/06b); 9Ob47/06m; 7Ob182/07a; 6Ob5/08s; 6Ob230/08d; 6Ob15/09p; 1Ob209/08d; 6Ob127/10k; 3Ob144/10p; 8Ob50/10a; 8Ob82/13m; 1Ob149/13p; 1Ob15/14h; 9Ob31/14w; 4Ob109/14d; 1Ob158/15i; 6Ob225/15d; 8Ob39/16t; 1Ob131/16w; 8Ob30/16v; 4Ob22/18s; 3Ob51/18y; 7Ob77/18a
ABGB aF §140 Bb
Soll einem Kind weniger oder mehr zugesprochen werden, als sich nach der Prozentsatzmethode ergibt, bedarf es einer besonderen Rechtfertigung der Abweichung. Sie wird bei besonders großem Leistungsvermögen des Unterhaltsschuldners darin gesehen, dass es durch den Zweck der Unterhaltsleistung nicht geboten und aus pädagogischen Gründen sogar abzulehnen ist, Luxusbedürfnisse des Kindes zu befriedigen. Die Prozentkomponente ist daher nicht voll auszuschöpfen, wenn es nach diesen Kriterien zu einer verschwenderischen vom vernünftigen Bedarf eines Kindes völlig losgelösten Überalimentierung kommen würde. Wo demgemäß die Grenzen einer den Bedürfnissen des Kindes und dem Leistungsvermögen des Unterhaltsschuldners angemessenen Alimentierung zu ziehen sind, lässt sich nur im Einzelfall beurteilen. Als Regel für den Durchschnittsfall kann gelten, dass wegen des pädagogischen wichtigen Leistungsanreizes vermieden werden soll, die Unterhaltsleistung an das die Selbsterhaltungsfähigkeit herstellende Einkommen eines voll Erwerbstätigen heranzuführen; es wird aber auch die Praxis gebilligt, den Unterhalt eines Kindes mit dem Zweieinhalbfachen des Regelbedarfes zu limitieren.
5 Ob 526/94
Entscheidungstext OGH 12.04.1994 5 Ob 526/94
1 Ob 233/01y
Entscheidungstext OGH 22.10.2001 1 Ob 233/01y
Auch; Beisatz: Die Begrenzung der Geldunterhaltsleistungen wurde mit dem Zweieinhalbfachen des "Regelbedarfs" entwickelt, um das Kind zwar an einem überdurchschnittlichen Einkommen des Unterhaltspflichtigen teilhaben zu lassen, aber eine pädagogisch schädliche Überalimentierung zu vermeiden. (T1)
3 Ob 193/02g
Entscheidungstext OGH 26.02.2003 3 Ob 193/02g
Vgl auch; Beis ähnlich wie T1
2 Ob 5/03d
Entscheidungstext OGH 27.02.2003 2 Ob 5/03d
Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Es gibt keinen allgemeinen, für jeden Fall geltenden Unterhaltsstopp etwa beim 2-, 2,5- oder 3-fachen des Regelbedarfs. Die konkrete Ausmittlung hängt vielmehr immer von den Umständen des Einzelfalles ab. (T2)
3 Ob 6/03h
Entscheidungstext OGH 28.05.2003 3 Ob 6/03h
Vgl auch; nur: Wo die Grenzen einer den Bedürfnissen des Kindes und dem Leistungsvermögen des Unterhaltsschuldners angemessenen Alimentierung zu ziehen sind, lässt sich nur im Einzelfall beurteilen. (T3)
5 Ob 67/03v
Entscheidungstext OGH 08.04.2003 5 Ob 67/03v
Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Einer Begründung bedarf auch die Setzung des Unterhaltsstopps im jeweiligen Einzelfall; die bloße Angabe eines bestimmten Vielfachen des Regelbedarfs als starre Rechengröße genügt nicht. (T4)
Beisatz: Maßgebend ist die Verhinderung einer pädagogisch schädlichen Überalimentierung. (T5)
2 Ob 89/03g
Entscheidungstext OGH 12.06.2003 2 Ob 89/03g
6 Ob 23/04g
Entscheidungstext OGH 26.08.2004 6 Ob 23/04g
6 Ob 195/04a
Entscheidungstext OGH 14.07.2005 6 Ob 195/04a
1 Ob 46/06f
Entscheidungstext OGH 16.05.2006 1 Ob 46/06f
9 Ob 47/06m
Entscheidungstext OGH 27.09.2006 9 Ob 47/06m
Auch; nur T3; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T5
7 Ob 182/07a
Entscheidungstext OGH 17.10.2007 7 Ob 182/07a
Veröff: SZ 2008/35
Vgl; Beisatz: Erhält jedoch der Unterhaltsberechtigte lediglich deshalb Unterhaltsbeiträge, die nicht der vollen Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen entsprechen, weil er schon die Luxusgrenze erreicht hat, muss der Sonderbedarf nach neuerer Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs (6 Ob 5/08s unter Hinweis auf 2 Ob 89/03g und 9 Ob 47/06m) zusätzlich zugesprochen werden. (T6) Beisatz: Leistungen aus dem Titel des Sonderbedarfs sind zweckbestimmt und stehen nicht zur freien Verfügung des Unterhaltsberechtigten. (T7)
Beisatz: Der Zuspruch von Sonderbedarf zusätzlich zu einer die „Luxusgrenze" erreichenden Unterhaltsleistung setzt voraus, dass seine Deckung dem Unterhaltspflichtigen angesichts dessen Einkommens- und Vermögensverhältnissen zumutbar ist. (T8)
Vgl; nur T3; Beis wie T2
Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T5
6 Ob 127/10k
Entscheidungstext OGH 01.09.2010 6 Ob 127/10k
3 Ob 144/10p
Entscheidungstext OGH 13.10.2010 3 Ob 144/10p
Beis wie T6; Beis wie T7
8 Ob 50/10a
Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 50/10a
Auch; Beis T7
8 Ob 82/13m
Entscheidungstext OGH 29.08.2013 8 Ob 82/13m
1 Ob 149/13p
Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 149/13p
Auch; Beis wie T2; Beis wie T5
1 Ob 15/14h
Entscheidungstext OGH 27.03.2014 1 Ob 15/14h
9 Ob 31/14w
Entscheidungstext OGH 27.05.2014 9 Ob 31/14w
Auch; nur: Soll einem Kind weniger oder mehr zugesprochen werden, als sich nach der Prozentsatzmethode ergibt, bedarf es einer besonderen Rechtfertigung der Abweichung. Sie wird bei besonders großem Leistungsvermögen des Unterhaltsschuldners darin gesehen, dass es durch den Zweck der Unterhaltsleistung nicht geboten und aus pädagogischen Gründen sogar abzulehnen ist, Luxusbedürfnisse des Kindes zu befriedigen. Die Prozentkomponente ist daher nicht voll auszuschöpfen, wenn es nach diesen Kriterien zu einer verschwenderischen vom vernünftigen Bedarf eines Kindes völlig losgelösten Überalimentierung kommen würde. (T9)
Auch; nur: Als Regel für den Durchschnittsfall kann gelten, dass wegen des pädagogischen wichtigen Leistungsanreizes vermieden werden soll, die Unterhaltsleistung an das die Selbsterhaltungsfähigkeit herstellende Einkommen eines voll Erwerbstätigen heranzuführen; es wird aber auch die Praxis gebilligt, den Unterhalt eines Kindes mit dem Zweieinhalbfachen des Regelbedarfes zu limitieren. (T10)
Beisatz: Wobei es sich nicht um eine starre Grenze handelt. (T11)
Vgl; nur T10; Beis wie T11
6 Ob 225/15d
Entscheidungstext OGH 23.02.2016 6 Ob 225/15d
Vgl; Beis wie T2; nur T3; Beis wie T11; Beisatz: Selbst wenn sich der Unterhaltsschuldner bereit erklärt, Unterhalt auf Basis einer „Luxusgrenze“ etwa des 2,5-fachen Regelbedarfssatzes zu zahlen, ergibt sich kein Ermittlungsverbot hinsichtlich der Einkünfte des Unterhaltsschuldners, weil auch ein höheres Einkommen denkmöglich Verfahrensgegenstand sein kann. (T12)
8 Ob 39/16t
Entscheidungstext OGH 30.08.2016 8 Ob 39/16t
nur T3; nur T9
Vgl auch; Beisatz: Die Gefahr einer pädagogisch schädlichen Überalimentierung ist bei der Widmung eines Sonderbedarfs nicht gegeben. Hier: Schulgeld. (T13)
8 Ob 30/16v
Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 30/16v
Vgl auch; Beis wie T2; nur T10
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0047424
JJR_19940412_OGH0002_0050OB00526_9400000_001
Rechtssatz für 5Ob2/12y 10Ob17/15w 1Ob...
RS0128043
5Ob2/12y; 10Ob17/15w; 1Ob158/15i; 8Ob69/15b; 1Ob207/15w; 10Ob107/15f; 6Ob55/16f; 7Ob172/16v; 1Ob151/16m; 10Ob41/17b; 1Ob23/18s; 4Ob22/18s; 5Ob189/18g; 4Ob45/19z; 1Ob13/19x
ABGB aF §140 Ab
Bei dem rechnerischen Ansatz, pro zusätzlichem Besuchstag des Geldunterhaltspflichtigen (bei unterhaltsneutralen Tagen) zehn Prozent der Unterhaltsleistung abzuziehen, kann es sich nur um eine generalisierende Betrachtungsweise handeln, die tendenziell wohl eher die Untergrenze signalisieren wird, mit der auf zusätzliche Belastungen jenes geldunterhaltspflichtigen Elternteils Bedacht genommen wird, zu dem mehr als im üblichen Ausmaß Kontakt besteht. Je mehr sich die Situation allerdings einer gemeinsamen gleichwertigen Betreuung des Kindes durch beide Eltern annähert, umso weniger wird ein 10 %‑Abzug pro zusätzlichem Besuchstag bei unterhaltsneutralen Tagen den wechselseitigen Leistungen entsprechen, nicht zuletzt, weil echte Betreuung in zwei Haushalten zu einer gewissen Steigerung des Gesamtaufwands wegen doppelt notwendiger Versorgungsstruktur führt.
Unterhaltsentscheidungen sind grundsätzlich Ermessensentscheidungen, weshalb es problematisch ist, allgemein verbindliche, gleichsam rechenformelmäßige Prozentsätze für Abschläge für übermäßige Betreuungsleistungen des geldunterhaltspflichtigen Elternteils festzulegen.
Beisatz: Hier: Zusätzliche Differenzierungen nach Betreuung während der normalen Schulzeit und der schulfreien Zeit; Zuspruch eines gerundeten Pauschalbetrags. (T1)
Auch; Beisatz: Pro wöchentlichem Betreuungstag, an dem sich das Kind über den üblichen Durchschnitt von (ein Tag pro Woche) hinaus beim zahlenden Elternteil aufhält, wird ein Abschlag von etwa 10 % vom Geldunterhalt vorgenommen. Dieser Ansatz bildet freilich nur eine Richtschnur (und eher die Untergrenze) für die Bedachtnahme auf die zusätzlichen Belastungen des geldunterhaltspflichtigen Elternteils. (T2)
Vgl auch; Beisatz: Zur Berücksichtigung der ausgedehnten Betreuung durch den Vater an immerhin rund 128 Tagen im Jahr (35 %) beim Sonderbedarf ‑ Deckungsmangel. (T3)
Auch; Beisatz: Hier: zu § 7 Abs 1 UVG iVm § 19 Abs 1 UVG. (T4)
Auch; nur: Je mehr sich die Situation allerdings einer gemeinsamen gleichwertigen Betreuung des Kindes durch beide Eltern annähert, umso weniger wird ein 10 %‑Abzug pro zusätzlichem Besuchstag bei unterhaltsneutralen Tagen den wechselseitigen Leistungen entsprechen. (T5)
Auch; nur T5; Beisatz: Voraussetzung für die Anwendung des sogenannten „betreuungsrechtlichen Unterhaltsmodells“, welches nach der neueren Judikatur zu einem Entfall des Geldunterhaltsanspruchs des Kindes gegenüber seinen Eltern führt, ist neben der gleichwertigen Betreuungs‑ und Einkommenssituation, dass auch die sonstigen (bedarfsdeckenden) Naturalleistungen von beiden Elternteilen etwa gleichwertig erbracht werden. (T6)
Beisatz: Hier: Trägt aber die Mutter über die (gleichteilig mit dem Vater ausgeübte) Betreuung des Minderjährigen hinausgehend im Wesentlichen die Kosten für sämtliche bedarfsorientierten Naturalleistungen allein, bleibt die gesetzliche Geldunterhaltsverpflichtung des Vaters bestehen und der von ihm geleistete Naturalunterhalt ist, weil die Aufenthalte über ein übliches Kontaktrecht weit hinausgehen, mit einem prozentuellen Abschlag zu berücksichtigen. (T7)
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Ein nach der Prozentsatzjudikatur zustehender Unterhaltsanspruch kann aber – jedenfalls was die mit der Betreuung zusammenhängenden Kosten betrifft – nicht zweifach gekürzt werden, einmal durch aliquote Kürzung wegen der teilweisen Betreuung und ein zweites Mal durch Anrechnung konkreter Naturalleistungen. (T8)
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Maßgebliches Kriterium für die Minderung der Geldunterhaltspflicht ist, ob durch die Betreuungsleistungen eine nennenswerte Ersparnis des anderen Elternteils eintritt (etwa für Lebensmittel, Taschengeld, Wäsche und Freizeitaktivitäten). (T9)
Beisatz: Bei der Anrechnung der Anzahl der Kontakttage finden einzelne Stunden eines Aufenthalts beim anderen Elternteil grundsätzlich keine Berücksichtigung. Ein Wochenendaufenthalt von Freitag nach der Schule bis Sonntag schlägt sich daher nur in zwei Tagen nieder (so schon 5 Ob 2/12y). (T10)
Beisatz: Reduziert sich ein neben dem üblichen, vierzehntägigen Wochenendkontaktrecht eingeräumter weiter „Besuchstag“ in Wahrheit auf ein bloßes Übernachtungsbesuchsrecht unter der Woche (bis zum Schulbeginn am nächsten Morgen), wurde von keiner nennenswerten Ersparnis des anderen Elternteils ausgegangen (so schon 3 Ob 96/12g). (T11)
4 Ob 45/19z
Entscheidungstext OGH 28.05.2019 4 Ob 45/19z
Vgl; Beis wie T10; Beisatz: Es kommt auf eine wertende Gesamtbetrachtung der jeweiligen Betreuungsleistungen an. (T12)
Beis wie T10 nur: Bei der Anrechnung der Anzahl der Kontakttage finden einzelne Stunden eines Aufenthalts beim anderen Elternteil grundsätzlich keine Berücksichtigung. (T13)
Beisatz: Maßgeblich für die Beurteilung des Ausmaßes der Betreuung ist regelmäßig die tatsächliche Betreuung im einzelnen Kalenderjahr. (T14)
Beisatz: Für zukünftige Unterhaltsleistungen ist auf die konkrete Ausübung des Kontaktrechts in einem angemessenen Zeitraum vor der Beschlussfassung erster Instanz abzustellen. (T15)
Geldunterhalt; Naturalunterhalt; Reduktion; übliche Dauer des Besuchsrechts; Besuchsrecht; unterhaltsneutrale Tage; Besuchsrechtstage
ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0128043
JJR_20120704_OGH0002_0050OB00002_12Y0000_001