Source: https://www.save-solutions.de/lexikon/
Timestamp: 2019-05-26 15:00:55
Document Index: 186049239

Matched Legal Cases: ['§ 44', '§ 4', '§ 15', '§ 1', '§ 43', '§ 38', '§ 12']

lexikon – save solutions
Die Texte sind hauptsächlich Auszüge aus Evios® Starter vom Herausgeber Vabeg® Eventsafety Deutschland GmbH.
In Evios® finden Sie umfangreichere Ausarbeitungen und Beiträge. Aufgrund unterschiedlichen Landes- und Kommunalrechts sind Aussagen und Inhalte individuell zu prüfen. Aufgrund möglicher gesetzlicher Änderungen, alle Angaben ohne Gewähr. Vervielfältigung und Veröffentlichung nur in Absprache mit Vabeg® gestattet. Aufgrund möglicher gesetzlicher Änderungen, alle Angaben ohne Gewähr.
Alle Texte finden sich ebenfalls im beliebten Vabeg® Taschenlexikon, das sie hier kostenfrei als PDF oder als kostenpflichtige Druckversion bestellen können.
Aggressive Besucher sind ein Sicherheitsrisiko für Veranstaltungen. Bei hoher Aggressivität reichen schon geringe Schlüsselreize aus, um Aggressionen hervorzurufen. Aggressionen können die Kosten für den Einsatz von Einsatzkräften erhöhen, das Image einer Veranstaltung senken und somit auch zu finanziellen Einbußen führen – ganz abgesehen von möglichst zu vermeidenden Schädigungen von Personen oder Sachen. Daher sollte das Aggressionspotential des durchschnittlichen Besuchers von Veranstaltungen im Vorfeld bewertet werden, und Maßnahmen zur Verringerung vonAggressionsausbruch geplant werden. Eine Vielzahl an Faktoren kann die Aggressivität von Besuchern oder Mitwirkenden beeinflussen, z.B. unnötig lange Wartezeiten. Eine ganzheitliche Planung unter Einbeziehung des Wissens, welche Faktoren und Lösungen auf welcher Veranstaltung mit welchem Besucherklientel zielführend sind, sichert Umsatz, Image und Besucherzufriedenheit – und schützt die Gesundheit von Menschen.
Aushänge informieren über Gebote, Verbote, gesetzliche Bestimmungen und veranstaltungsbezogene Umstände. Je nach Veranstaltung bzw. Tätigkeits- und Arbeitsbereich sind verschiedene Aushänge zur Information von Besuchern, Personal und Mitwirkenden gesetzlich vorgeschrieben. Aushänge müssen dauerhaft und gut sichtbar angebracht und gut lesbar sein. Es ist sinnvoll, Information aus diesen Aushängen auch in Programmheften und auf der Webseite des Veranstalters/Betreibers zugänglich zu machen. Auch das zur Verfügung stellen von Aushängen/Informationen auf veranstalter- bzw. betreibereigenen Seiten sozialer Netzwerke (z.B. Facebook) stößt bei den Nutzern überwiegend auf positive Resonanz und bietet einige Vorteile. Die Inhalte der Aushänge müssen auf den Ort und die Art der jeweiligen Veranstaltung individuell angepasst und rechtskonform sein. Bei der Formulierung mancher Aushänge ist das Hinzuziehen eines Rechtsanwaltes von Vorteil. Bei einer Veranstaltung / in einer Versammlungsstätte müssen i.d.R. ausgehängt werden:
– Jugendschutzgesetz (Auszug), sofern öffentliche Veranstaltung
– Flucht- und Rettungsplan (an verschiedenen Stellen)
– Bestuhlungs- und Rettungswegeplan (Eingang zum Versammlungsraum)
– Brandschutzordnung Teil A
– Preisliste gemäß Preisangabenverordnung bzw. Preisangabengesetz (überall, wo Leistungen oder Gegenstände Geld kosten)
– Informationen nach der Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung (Internetauftritt/Eingangsbereich)
– Kennzeichnung der Zusatzstoffe (am Verkaufsstand)
– bestimmte Arbeits(schutz)gesetze (bspw. Pausenraum)
Sinnvoll ist meist der Aushang einer Veranstaltungs- bzw. Hausordnung. Dieser Aushang muss, um wirksam zu sein, dem strengen AGB-Recht genügen. Die Informationen auf den Aushängen dienen nicht nur der Erfüllung gesetzlicher Pflichten, sondern sind auch ein nicht zu unterschätzender Baustein für die Veranstaltungssicherheit. Von Vabeg® entwickelte, erprobte und praxisgerechte Lösungen sind z.B.:
– das Vabeg® Briefingboard (Sicherheitsanweisungen und Informationen für Besucher und Mitwirkende)
– das Vabeg® Safety Leporello (Faltheft DIN Lang) für Sicherheitsgewerke , Verantwortliche etc.
In einigen Bundesländern wird der Außenanlagenplan in den Bauvorlagen zum Bauantragsverfahren gefordert. Die MVStättVO fordert einen solchen Plan in § 44. Diese Forderung ist jedoch nicht in jedem Bundesland in die dort gültige VStättV(O) übernommen worden. Er ist auch auf temporären Veranstaltungen im Freien eine hilfreiche Arbeitsgrundlage zur besseren Orientierung für Mitarbeiter und Besucher.
Die Barrierefreiheit ist im „Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen“ im § 4 wie folgt definiert: „Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für Menschen mit Behinderung in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind.“ Bei Veranstaltungen gilt es nicht nur die Möglichkeit des ungehinderten Zugangs zu Gebäuden und Geländen zu realisieren, sondern auch ein gesteigertes Augenmerk auf das sichere und zügige Verlassen im Gefahrenfall zu legen. Dabei sollte die Betrachtung über die Definition des Gesetzes hinaus auch die Barrierefreiheit für Kinder, alte Menschen und andere auf Hilfe angewiesene Personen berücksichtigen. Geeignete Maßnahmen können sowohl baulicher, als auch organisatorischer Natur sein. Zur Barrierefreiheit gehört auch, Personen mit Beeinträchtigungen Zugang zum Erleben von Kunst und Veranstaltungen zu ermöglichen. Dies ist mit erhöhtem Aufwand seitens des Betreibers/Veranstalters verbunden, wird aber gerade in festen Versammlungsstätten immer häufiger angeboten.
Bei Blinden und Sehbehinderten: Akustische oder taktile Informationsvermittlung und blindentauglich ausgestattete Wege
Bei Gehörlosen und Schwerhörigen: Induktive Höranlage, Gebärdensprache
Gehbehinderte oder Kleinwüchsige: Barrierefreiheit
Menschen mit Greifbeeinträchtigung: Große Tasten und Bedienelemente
Die Genehmigung, Errichtung, der Betrieb, die Nutzungsänderung und der Abbruch von baulichen Anlagen ist in Deutschland in den Bauordnungen der Länder geregelt. Die Bauordnungen ermöglichen den Erlass von Sonderbauverordnungen für Gebäude besonderer Art und Nutzung.
Im Veranstaltungsbereich sind dies vor allem die
– Versammlungsstättenverordnungen (VStättV(O))
– Gaststättenbauverordnung (GastBauV) sowie die
– Richtlinie über den Bau und Betrieb Fliegender Bauten (FlBauR).
In einigen Bundesländern sind noch alte oder andere Sonderbauverordnungen in Kraft.
Die Anordnung von Sitz- und Stehplätzen, der Verlauf der Rettungswegen und einiges mehr sind in einem Bestuhlungs- und Rettungswegeplan darzustellen, unabhängig davon, ob es sich um temporäre oder feste Bestuhlung handelt. Der Bestuhlungs- und Rettungswegeplan ist am Eingang zum Versammlungsraum gut sichtbar anzubringen. Er soll dem Besucher eine Orientierung und gleichzeitig die Wahrnehmung des Rettungswegverlaufs ermöglichen. Bestuhlungspläne sind genehmigungspflichtig. Möchte man in einer Versammlungsstätte verschiedene Bestuhlungsvarianten verwenden, so ist für jede dieser Varianten ein entsprechender Plan zur Genehmigung vorzulegen. Abweichungen von genehmigten Plänen sind nur in sehr geringem Maße zulässig, in keinem Fall darf die Zahl der genehmigten Plätze überschritten werden. Vabeg® Sicherheitsfachpersonen und andere Fachplaner (z.B. Brandschutz-Fachplaner etc.) können diese Pläne praxis- und regelgerecht erstellen.
Besucher zahlen nicht nur Geld für den Besuch einer (kostenpflichtigen) Veranstaltung – und sind damit ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor für Veranstalter – der durchschnittlich aufmerksame und intelligente Besucher einer Veranstaltung ist auch die Grundlage verschiedenster Betrachtungen für die Besucher- und Veranstaltungssicherheit.
Der Betreiber ist zunächst der Eigentümer der Versammlungsstätte und hat die Verfügungsgewalt über diese inne. Betreiber kann aber auch derjenige sein, der die Versammlungsstätte langfristig nutzt, mietet oder pachtet. Aus den Versammlungsstättenverordnungen der Länder ergeben sich besondere Pflichten des Betreibers, insbesondere hinsichtlich dem sicheren Zustand der Örtlichkeit und ihrer Einrichtungen.
Blitzeinwirkungen bei Veranstaltungen im Freien und in Zelten stellen eine große Gefährdung für Besucher und Mitwirkende dar. Aus diesem Grund sind eine ordentliche organisatorische und technische Umsetzung des Blitzschutzes, das Aufstellen und Bekanntgeben von Verhaltensregeln bis hin zu einem Blitzgefahrenplan für Besucher und Mitwirkende ggfs. notwendig. Versammlungsstätten müssen i.d.R. Blitzschutzanlagen haben, die zusätzlich zur Vermeidung von Bränden durch Blitzschlag die sicherheitstechnischen Einrichtungen schützen (äußerer und innerer Blitzschutz). Dadurch sind Personen in Gebäuden geschützt vor:
– direktem Blitzschlag
– Berührungs- und Schrittspannung
Besucher einer Veranstaltung können eine Blitzgefährdung oft nicht rechtzeitig erkennen. Sie verlassen sich möglicherweise (unbewusst) auf die Fürsorge des Veranstalters. Dieser ist im Rahmen der Verkehrssicherungspflichten gehalten, Gefahren soweit möglich und zumutbar abzuwenden und Schäden zu vermeiden. Das Maß der Verpflichtung ist u.a. abhängig von Veranstaltungsart, -ort und -größe. Mit einem geeigneten Schutzkonzept, bestehend aus organisatorischen, technischen und betrieblichen Maßnahmen, können Schäden verhindert oder zumindest verringert werden.
Unter Brandschutz versteht man alle Maßnahmen, welche die Entstehung und Ausbreitung eines Brandes verhindern und ggfs. wirksame Maßnahmen zur Brandbekämpfung ermöglichen sollen. Man unterscheidet im Wesentlichen zwischen vorbeugendem und abwehrendem Brandschutz. Zum vorbeugenden Brandschutz gehören der bauliche, der anlagentechnische und der organisatorische Brandschutz. Maßnahmen zum Erreichen des Schutzziels sind unter anderem in den Bauordnungen und insbesondere auch in den Sonderbauverordnungen, in den Arbeitsschutzgesetzen und den Unfallverhütungsvorschriften gefordert. Planer, Betreiber und Veranstalter sind nach Maßgabe der gesetzlichen Regelungen zu einer Vielzahl von Maßnahmen verpflichtet, z.B.:
– Auswahl geeigneter Baustoffe und Bauteile
– Planung der Rettungswege und Sicherstellung der Funktionsfähigkeit
– regelmäßige Prüfung und Wartung brandschutztechnischer Einrichtungen
– Ausbildung und regelmäßige Schulung bzw. Unterweisung von Personal
– Gefährdungsanalyse bei feuergefährlichen Handlungen
– Einbeziehung der Brandschutzbehörden bei gewünschten Abweichungen von Vorschriften oder bestehenden Brandschutzkonzepten
Die Planung und Bewertung von baulichem, anlagentechnischem und organisatorischem Brandschutz erfolgt i.d.R. durch Ingenieure in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden. Für die Planung des organisatorischen Brandschutzes auf Veranstaltungen ist es sinnvoll, Meister/Ingenieure für Veranstaltungstechnik oder andere mit den Besonderheiten in Bezug auf Veranstaltungen vertrauten Fachleute einzubeziehen. Vabeg® Sicherheitsfachpersonen sind mit ihrem ganzheitlichen Blick auf Veranstaltungssicherheit kompetente und erfahren Planungspartner.
nach DGUV V17 § 15 Leitung und Aufsicht
(1) Der Unternehmer darf Leitung und Aufsicht der Arbeiten in Veranstaltungs- und Produktionsstätten nur Bühnen- und Studiofachkräften übertragen. (2) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß vor Gastspielen, Außenaufnahmen oder Nutzung der Veranstaltungs- oder Produktionsstätten durch Dritte die Zuständigkeit hinsichtlich Leitung und Aufsicht festgelegt wird. (3) Mit Aufführungen, Aufnahmen und Proben darf erst begonnen werden, nachdem der Aufsichtführende die Szenenflächen freigegeben hat.
Darunter fallen Themen wie Lärmschutz ebenso wie Sonneneinstrahlung oder Gefährdungen durch Showeffekte wie beispielsweise Laser, Nebel oder Pyrotechnik.
Feuerwehrpläne werden für Einsatzkräfte erstellt, damit diese ihre Einsätze möglichst schnell, wirkungsvoll und so gefahrlos wie möglich durchführen können. Sie dienen der Orientierung, der Information und der besseren Erfassung der Einsatzlage. Der Feuerwehrplan besteht aus einem Objekt-, Übersichtsplan sowie Detail- bzw. Geschossplänen. Die Musterversammlungsstättenverordung (MVStättVO) fordert die Erstellung von Feuerwehrplänen im Einvernehmen mit der Brandschutzdienststelle. Auch für temporäre Veranstaltungsgelände im Freien ist ein Feuerwehrplan (-Event) sinnvoll. In Absprache mit den Genehmigungsbehörden kann u.U. auf bestimmte Inhalte verzichtet bzw. können event-spezifische Inhalte aufgenommen werden.
Fliegende Bauten sind bauliche Anlagen, die geeignet und dazu bestimmt sind, wiederholt an wechselnden Orten aufgestellt und zerlegt zu werden. Dies können bspw. sein: Zelte, Bühnen, Tribünen (bauliche Anlagen mit ansteigenden Steh- oder Sitzplatzreihen (Stufenreihen) für Besucher), Überdachungskonstruktionen, Fahrgeschäfte. Fliegende Bauten sind nach dem Baurecht sogenannte Sonderbauten. Bei der Positionierung von Fliegenden Bauten ist darauf zu achten, dass Vorgaben der Bauordnungen eingehalten werden (Abstandsflächen, Feuerwehrdurchfahrten, Feuerwehr-Aufstellflächen).
Rettungswege werden umgangssprachlich oft mit Fluchtwegen gleichgesetzt. Der Fluchtweg ist in den Arbeitsschutzvorschriften verankert. Er ist der Weg, auf dem Beschäftigte (aber auch sonstige Nutzer von Gebäuden) ihre Arbeitsstätte (bzw. das Gebäude) im Gefahrenfall schnell und sicher verlassen können. Der Rettungsweg ist im Baurecht verankert, und bezeichnet einen Weg, der für die (Personen-) Rettung vorhanden sein muss. Dabei können sich die Personen selbst retten, indem sie das Gebäude über den Rettungsweg verlassen, sie können aber auch gerettet werden, indem sie geführt oder geleitet werden, z.B. durch den Ordnungsdienst oder eine Begleitperson bei Menschen, die der Unterstützung bedürfen. Eine Rettung kann schlussendlich auch über einen Rettungsweg erfolgen, ohne dass die zu rettende Person ihn benutzt, sondern indem z.B. ein Notarzt zu einem Patienten gelangt und ihn (zunächst) vor Ort versorgt. An Rettungswege im Allgemeinen und insbesondere in Versammlungsstätten werden besondere bauliche und betriebliche Anforderungen in Bezug auf Anzahl, Länge, Breite, Lage, Führung, Ausführung und Bemessung gestellt. Rettungswege müssen ins Freie zu öffentlichen Verkehrsflächen führen, sie (und natürlich auch Fluchtwege) sind ständig freizuhalten; Für Versammlungsräume sind sie auf dem Bestuhlungs- und Rettungswegeplan darzustellen. Die Rettungsweglänge von jedem Besucherplatz bis zum nächsten Ausgang aus dem Versammlungsraum oder von der Tribüne darf zunächst nicht größer sein als 30m. Es wird die Lauflinie gemessen, nicht die Luftlinie. Je nach Raumhöhe und Bundesland ist jedoch eine Verlängerung auf bis zu 60m möglich. Rettungswege und Ausgänge müssen gut sichtbar gekennzeichnet sein.
Gastronomie ist ein Teilbereich des Gastgewerbes der sich mit der Verköstigung und dem Ausschank befasst. Gastronomie spielt in unterschiedlichsten Ausprägungen auf fast jeder Veranstaltung eine mehr oder minder große Rolle für die Besucherzufriedenheit und das finanzielle Ergebnis einer Veranstaltung. Zubereitung, Darbietung und Ausgabe von Speisen und Getränken müssen Anforderungen zur Hygiene erfüllen. Für verschiedene Zusatzstoffe in Lebensmitteln besteht eine Deklarationspflicht, sie müssen auf der Karte oder einem entsprechenden Aushang verzeichnet sein. Bei Abgabe von Alkohol muss das Personal mind. 18 Jahre alt sein.
Jeder Beteiligte an einer Veranstaltung sollte eine für ihn passende Versicherung (Haftpflicht, Vermögensschaden) abschließen. Es ist sinnvoll, dass dem Versicherer das Vorhaben geschildert und dieser gebeten wird, einen passenden Versicherungsschutz anzubieten. Es ist dabei unumgänglich, sich mit der Vielzahl von Leistungsausschlüssen in den Versicherungsbedingungen auseinanderzusetzen. Es wäre fatal, sich darauf auszuruhen, man „sei ja versichert“. Oftmals fordert der Vermieter oder die Behörde den Abschluss einer Haftpflichtversicherung, die auch in manchen Fällen vom Gesetz verlangt wird (z.B. bei Straßennutzung, Schausteller usw., Flugfestveranstaltungen). In der Praxis zeigt sich, dass die Krankenversicherungen des Besuchers zunehmend versuchen, den Veranstalter oder Betreiber in Regress zu nehmen, wenn Besucher auf einer Veranstaltung verunglückten und Kosten bei der Krankenversicherung verursachte. Einige Versicherer geben bis zu 30% Prämienrabatt, wenn eine TÜV® Saarland und Vabeg® zugelassene Sicherheitsfachperson für Versammlungsstätten (Fachplaner) ein SGS TÜV zertifiziertes Vabeg® Konzept bzw. Handbuch ganzheitlich erstellt hat, und keine Mängel nach diesem Verfahren bestehen.
Kennzeichnungen und Schilder
Ein Sicherheitszeichen ist ein Piktogramm (Zeichen) welches durch Bildzeichen, Farbe und geometrische Form bestimmt wird. Durch Darstellung mittels des Bildzeichens ist die Information sprachunabhängig und meist einfach und rasch verständlich. Durch aktuelle Regelung werden seit Juni 2012 in Europa die Sicherheitsund Gesundheitsschutzzeichen vereinheitlicht (DIN ISO 7010). Es gibt folgende Arten von Sicherheits- und Gesundheitsschutzzeichen:
– Verbotszeichen (geometrische Form: rund | Sicherheitsfarbe: roter Rahmen)
– Warnzeichen (geometrische Form: Dreieck mit Spitze oben | Sicherheitsfarbe: gelber Rahmen)
– Gebotszeichen (geometrische Form: Kreis | Sicherheitsfarbe: blau)
– Rettungszeichen (geometrische Form: Rechteck/Quadrat | Sicherheitsfarbe: grün)
– Brandschutzzeichen (geometrische Form: Rechteck/Quadrat | Sicherheitsfarbe: rot)
– Hinweiszeichen und Zusatzzeichen (geometrische Form: Rechteck/Quadrat)
Sicherheitszeichen müssen für Besucher, Personal und Mitwirkende dauerhaft und gut sichtbar angebracht sein. Die Größe des Zeichens ist abhängig von der Erkennungsweite. Sicherheitszeichen müssen je nach Einsatzort und -zeit nachleuchtend oder selbstleuchtend (hinterleuchtet oder beleuchtet) ausgeführt sein, z.B. in Versammlungsstätten oder i.d.R. in fliegenden Bauten. Sicherheitszeichen ohne nachleuchtende oder selbstleuchtende Wirkung sind bei Veranstaltungen bei Tag bzw. natürlichem Tageslicht ausreichend.
Eine sichere und zu 100% verfügbare Kommunikationsmöglichkeit ist für die beteiligten Sicherheitsgewerke ein zwingend notwendiges Werkzeug zur schnellen Erlangung und Verteilung von Informationen und zur Weitergabe von Anweisungen. Die Kommunikation über Mobilfunknetze gilt als unsicher, da bei großen Besuchermengen oder Unglücksfällen das Mobilfunknetz schnell überlastet sein kann. Zudem ist die Kommunikation zwischen mehr als zwei Teilnehmern gleichzeitig nicht oder kaum möglich. Professioneller Betriebsfunk ist in der Regel unabdingbar für einen reibungslosen Betriebsablauf. Als weitere wichtige Kommunikationswege gelten je nach Veranstaltungsgröße ebenso Festnetztelefon, Faxgerät, Email (Internet). Diese Anschlüsse finden sich vorwiegend in den Einsatzleitungen/ Sicherheitszentralen. Neben der gewerkeübergreifenden und internen Kommunikation der Verantwortlichen, ist auch die Kommunikation zu den Besuchern vor der Veranstaltung in Form von Werbung und Unterweisung wichtig und sinnvoll. Für das Crowd Management ist gezielte und verständliche Kommunikation während einer Veranstaltung notwendig für Führung und Leitung von Besuchern sowohl im Normalbetrieb einer Veranstaltung als auch zur Warnung, Alarmierung und Steuerung im Gefahrenfall.
Luftfahrtgeräte und Ballonaufstiege
Luftfahrzeuge sind (für Deutschland) im § 1 des Luftverkehrsgesetzes definiert, dort sind aufgeführt: Flugzeuge, Drehflügler, Luftschiffe, Segelflugzeuge, Motorsegler, Frei- und Fesselballone, Rettungsfallschirme, Flugmodelle, Luftsportgeräte und sonstige für die Benutzung des Luftraums bestimmte Geräte, sofern sie in Höhen von mehr als dreißig Metern über Grund oder Wasser betrieben werden können. Auf und für Veranstaltungen kommen vielfach Luftfahrzeuge zum Einsatz: Bemannte: Hubschrauber, Tragschrauber, Segelflugzeuge, Heißluftballon etc. Sie dienen dazu, Personen und Material zu transportieren. Unbemannte: Modellflugzeuge, Werbeballone, Luftballone, Skylaterne, Multicopter (Drohne), etc. Je nach Einsatzort und Objekt, muss der Einsatz/Aufstieg genehmigt und mit den zuständigen Behörden abgestimmt werden. Für Flugobjekte, die einen Landeplatz benötigen, werden besondere Anforderungen an die Ausrüstung und Beschaffenheit eines Landeplatzes gestellt. An Flugveranstaltungen werden besondere Forderungen zur Sicherheit gestellt.
Die Netzbetreiber müssen sicherstellen, dass Notrufe unverzüglich an die örtlich zuständige Notrufannahmestelle (z.B. Leitstelle) übermittelt werden. Gerade bei Großveranstaltungen, aber auch bei kleineren Veranstaltungen, kann das vorhandene Netz überlastet werden. Dies verringert nicht nur die Besucherzufriedenheit, es hat auch Folgen für die Sicherheit. Besucher könnten ggf. keinen Notruf mehr absetzen. Besucher verlassen sich mit der heutigen Kommunikationskultur immer mehr auf das Mobiltelefon als Informationsmedium, weshalb ein gut ausgebautes Netz, evtl. durch temporäre Lösungen des Netzanbieters, zur Zufriedenheit und Sicherheit beiträgt. Deshalb ist eine Bewertung und Absprache mit den vier Netzbetreibern unbedingt empfehlenswert. Die Vabeg® Sicherheitsfachperson erledigt diese Aufgaben im Rahmen des Vabeg® Verfahrens durch Absprachen und vereinfachende Vorgehensweisen mit den Netzbetreibern. Der Veranstalter und die Sicherheitsgewerke sollten unbedingt auf von Mobiltelefonen unabhängige Kommunikationswege zurückgreifen können.
Notfallplanung / Störung
Eine Störung ist zunächst definiert als Abweichung vom Normalzustand. Sie verursacht zunächst keine oder nur sehr geringe Schäden und sollte durch die normale Aufbau- bzw. Ablauforganisation behoben werden können. Bezogen auf eine Veranstaltung bedeutet dies, dass die Veranstaltung trotz einer bestehenden Störung oder nach deren Behebung – ggfs. mit Einschränkungen – fortgeführt werden kann. Ist eine Störung schwerwiegend, wird nicht rechtzeitig erkannt oder versagt die normale Aufbau- und Ablauforganisation, kann sie sich zu einer schweren Störung oder gar zu einer Krise entwickeln. Auslöser für Störungen bei Veranstaltungen können sein (Beispiele in Klammern):
– Technisches Versagen oder Ausfälle (Ticketscanner, Beschallungsanlage, Wasserversorgung)
– unerwartetes Besucherverhalten (Ansturm auf eine Attraktion)
– Erkrankung von Personal/Mitwirkenden (Künstler kann nicht Auftreten)
– Wettereinflüsse (aufziehendes Unwetter)
– organisatorische Mängel (Getränkeversorgung schleppend/unterbrochen)
– teilweises Versagen von Kommunikationsmitteln (Ausfall einer Telefonleitung)
– Fehlverhalten einzelner (Betrunkene, Falschparker)
– Notfälle (Entstehungsbrand, Kreislaufzusammenbrüche)
Bei Feuerwehr und Rettungswesen ist der Notfall definiert als jede (unvorhergesehene) Situation, in der eine drohende Gefährdung für Sachen, Tiere oder die Gesundheit und das Leben von Menschen eintritt. Als Reaktion auf Störungen kann es notwendig sein, den geplanten Veranstaltungsverlauf zu ändern, die Veranstaltung (teilweise) zu unterbrechen oder gar im Ganzen abzubrechen.
Der Ordnungsdienst ist ein wichtiger Bestandteil der Veranstaltungssicherheit. Seine Einrichtung ist nach den Versammlungsstättenverordnungen der Länder für bestimmte Veranstaltungen vorgeschrieben und ist darüber hinaus in vielen Fällen vom Veranstalter aufgrund der Verkehrssicherungspflichten unabdingbar. Veranstalter bzw. Betreiber sollten hier viel Wert auf eine sorgfältige Auswahl des Ordnungsdienstes bzw. der Mitarbeiter legen. Der Ordnungsdienst sollte unbedingt rechtzeitig in die Planung und Organisation der Veranstaltung eingebunden werden, da er aufgrund seiner Erfahrung und Fachkunde für viele sicherheitsrelevante Themen der geeignete Fachplaner ist. Kommt es aufgrund einer Überreaktion eines Ordners (Security) zu Übergriffen auf einen Besucher, kann es sein, dass auch der Veranstalter in Anspruch genommen wird. Bei der Auswahl der Kräfte sind je nach Tätigkeit bestimmte Mindestqualifikationen vorgeschrieben.
Die Simulation von Personenströmen ist eine computergestützte Ingenieurmethode zur Vorhersage der Bewegung von Menschenmengen. Sie wird eingesetzt bei der Planung von Gebäuden, Veranstaltungen und Verkehrswegen. Ziele sind z.B. das Schätzen von Kapazitätsgrenzen und der Entfluchtungsdauer sowie das Optimieren von Fluchtwegplänen und Räumungskonzepten.
Räumungskonzepte beschreiben die Maßnahmen, die Personen bei (kurzfristiger) unmittelbarer Gefahr schnell in einen sicheren Bereich führen sollen. Sie werden schon seit Jahren als Teil der betrieblichen Brandschutzkonzepte und Sicherheitskonzepte erstellt. Mit dem Erlass der MVStättVO im Juli 2014 (Fassung Februar 2014) werden erstmalig explizit Räumungskonzepte für Versammlungsstätten gefordert. Dort heißt es: „Im Räumungskonzept sind die „Maßnahmen,welche im Gefahrenfall für eine schnelle und geordnete Räumung der gesamten Versammlungsstätte oder einzelner Bereiche unter besonderer Berücksichtigung von Menschen mit Behinderung erforderlich sind, festzulegen.“ Für Versammlungsstätten mit mehr als 1.000 Besucherplätzen ist ein solches Räumungskonzept gesondert aufzustellen, falls es nicht schon Bestandteil eines Sicherheitskonzeptes nach dem unveränderten § 43 MVStättVO ist – vorausgesetzt, die Musterverordnung wird in diesem Punkten unverändert in Landesverordnungen umgesetzt. Um diese Anforderung in ein Konzept umzusetzen, bedarf es der detaillierten Betrachtung verschiedener Faktoren. So sind z.B. die Schadensszenarien festzulegen, Detektions- und Alarmierungsmöglichkeiten zu erfassen, zulässige Räumungszeiten zu definieren, Räumungsschritte und die Aufgaben von Räumungshelfern festzulegen, Räumungsabschnitte zu bestimmen und vieles mehr. All diese Schritte sind nicht nur Abhängig von der Versammlungsstätte / dem Veranstaltungsgelände, sondern auch von der Veranstaltungsart und der Besucher-Zusammensetzung. Ein einmal aufgestelltes Räumungskonzept für eine Versammlungsstätte kann für bestimmte Veranstaltungen ungeeignet sein, wenn Veranstaltungsart und Besucherverhalten von den bereits berücksichtigten Bedingungen stark abweichen. Wichtig – und in der MVStättVO gefordert – ist die Unterweisung der Mitarbeiter in den Inhalt und die Durchführung eines Räumungskonzeptes.
Das Risikomanagement ist ein kontinuierlich ablaufendes, systematisches Verfahren zum zielgerichteten Umgang mit Risiken, das die Analyse und Bewertung von Risiken sowie die Planung und Umsetzung von Maßnahmen insbesondere zur Risikovermeidung/-minderung und -akzeptanz beinhaltet.
Die medizinische Gefahrenabwehr muss während und innerhalb einer Veranstaltung ebenso gewährleistet sein wie außerhalb üblich und gesetzlich geregelt. Kann dies durch den regulären Rettungsdienst nicht geleistet werden, muss ein Sanitätsdienst beauftragt/eingerichtet werden. In Versammlungsstätten im Land Berlin, die der Betriebsverordnung unterliegen, ist diese Aufgabe explizit dem Betreiber zugeordnet. Nach MVStättVO § 38 muss der Betreiber zumindest „die Zusammenarbeit von Ordnungsdienst, Brandsicherheitswache und Sanitätswache mit der Polizei, der Feuerwehr und dem Rettungsdienst gewährleisten“. Die Beauftragung eines Sanitätsdienstes kann Aufgabe des Veranstalters (Verkehrssicherungspflicht) oder Auflage einer Genehmigung sein. Der Sanitätsdienst dient dazu, den regulären Rettungsdienst bei Bagatellverletzungen und kleineren medizinischen Fällen zu entlasten, hohe Einsatzzahlen abzufangen oder durch die Gegebenheiten auf und um das Veranstaltungsgelände erhöhte Hilfsfristen auszugleichen. Notwendige Transporte in ein Krankenhaus finden dabei grundsätzlich durch den Rettungsdienst statt. Ggf. muss dieser während einer Großveranstaltung entsprechend aufgestockt werden. Die sanitätsdienstliche Leistung ist ein Teil des Sicherheitskonzeptes und muss mit allen anderen Gewerken und Diensten abgestimmt und koordiniert werden. Dem Sanitätsdienst sind die Pläne und das gesamte Sicherheitskonzept auszuhändigen. Die Anzahl der Einsatzkräfte, die Qualifikationen sowie die Ausstattung richten sich nach den spezifischen Besonderheiten der Veranstaltung. Bestimmende Parameter sind u.a. die Besucherzahl und Personendichte, die Klientel des Publikums, die Art der Veranstaltung, die Verkehrsanbindung zur Veranstaltungsörtlichkeit, die Anwesenheit von Prominenten, die Art der Darbietungen, die Ausdehnung der Veranstaltungsstätte sowie Erfahrungen aus vorangegangenen Veranstaltungen.
Sicherheitsfachperson für Versammlungsstätten und Veranstaltungen (TÜV® Saarland Gruppe und Vabeg® Deutschland)
Für die Planung und Betreuung der Besucher- und Veranstaltungssicherheit sollten geeignete Fachplaner hinzugezogen werden, wenn Veranstalter/Betreiber (aber auch Behörden) nicht die notwendige Fachkunde besitzen. Geeignet und erfahren, zudem TÜV® Saarland- und Vabeg®-zertifiziert sind die als „Sicherheitsfachperson für Versammlungsstätten“ zugelassenen Vabeg® Fachplaner. Das Zusammenwirken einer großen Zahl von gleich ausgebildeten, aus der Praxis kommenden Fachplanern, geprüfte Verfahrensweisen und Tools, die beratende Funktion des Expertenbeirats und Unterstützung der Vabeg® Deutschland GmbH als Entwicklungsunternehmen ist zur Zeit ein Alleinstellungsmerkmal des Vabeg® Netzwerks.
Ein Sicherheitskonzept dient der Analyse und Bewertung von Gefahren und der anschließenden Festlegung und Darstellung geeigneter Maßnahmen zur deren Abwehr – mit dem Ziel ein vorher zu definierendes Schutzziel zu erreichen. Aufgrund von veranstaltungsspezifischen Faktoren wie Ort, Lage, Größe, Darbietungen, Besucherverhalten etc. und den damit verbundenen veranstaltungsspezifischen Gefahren und Risiken muss ein Sicherheitskonzept für die jeweilige Veranstaltung individuell erstellt werden. Nach MVStättVO sind im Sicherheitskonzept die Mindestzahl der Kräfte des Ordnungsdienstes, gestaffelt nach Besucherzahlen und Gefährdungsgraden, sowie die betrieblichen Sicherheitsmaßnahmen und die allgemeinen und besonderen Sicherheitsdurchsagen festzulegen, und zwar für Versammlungsstätten mit mehr als 5.000 Besucherplätzen, oder wenn die Art der Veranstaltung dies erfordert. Für Veranstaltungen, die nicht in Versammlungsstätten stattfinden, die im Geltungsbereich jeweiligen Versammlungsstätten- oder Sonderbauverordnung unterliegen, ist die Erstellung eines Sicherheitskonzeptes u.U. von Behörden im Rahmen von Genehmigungsverfahren gefordert (z.B. bei Großveranstaltungen in NRW und anderen Bundesländern). Darüber hinaus ist sie nicht nur im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht ggfs. erforderlich, sondern auch im Sinne der Besucherzufriedenheit empfehlenswert. Das Vabeg® Verfahren ist für große und kleine Veranstaltungen eine sichere, effektive, wirtschaftliche und ganzheitliche Lösung für die Erstellung von Sicherheitskonzepten, die alle rechtlichen Forderungen umfasst und eine praxisgerechte Umsetzung bei hoher Amortisierung bietet.
Die Umsetzung von Sicherheitskonzepten und die Reaktion auf außergewöhnliche Ereignisse im Veranstaltungsbetrieb erfordert die Koordination von Gewerken und Maßnahmen. Ein Sicherheitskoordinator ist im Wortlaut im Rahmen der Veranstaltungsund Besuchersicherheit nicht gesetzlich gefordert. (Nicht zu verwechseln mit dem Sicherheits- und Gesundheitskoordinator – kurz SiGeKo – in der Bauplanung und -durchführung). Teile der Koordinationsverantwortung sind z.B. in der MVStättVO Personen zugeordnet (Betreiber, Veranstaltungsleiter, Leiter des Ordnungsdienstes, in Teilen auch die Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik). Ggfs. haben diese Personen aber der Gesamtkoordination im Sinne der Veranstaltungssicherheit entgegenstehende Möglichkeiten und Interessen. Daher sollten die für die Sicherheit von (Groß-) Veranstaltungen relevanten Themen und Maßnahmen von einer unabhängigen, externen Person koordiniert werden. Geeignet – eine entsprechende Weiterbildung und Erfahrung vorausgesetzt – können unter anderem Fachkräfte für Veranstaltungstechnik, Fachkräfte aus dem Bewachungsgewerbe, Veranstaltungsmanager, in anderen EU-Staaten ausgebildete Fachkräfte (z.B. Crowd-Manager) und Sicherheitsingenieure sein. Diese Koordinatoren sollten mindestens: – Kenntnis über die zu erreichenden Schutzziele haben – mit der Veranstaltungsstätte, der Organisation und den geplanten Maßnahmen vertraut sein – Überblick über die relevanten Faktoren, die Zuständigkeiten und die limitierenden Umstände haben – Bewertung von außergewöhnlichen Ereignissen im Zusammenwirken mit den für die Sicherheit Verantwortlichen vornehmen – leitungserfahren, kompetent und unabhängig sein Die Vabeg® Sicherheitsfachpersonen sind für solche Tätigkeiten ausgebildet und werden hierzu ständig mit aktuellem Wissen und neuen Werkzeugen ausgestattet.
Unter Sicherheitsmaterialien für die Veranstaltungssicherheit verstehen wir unter anderem: Absperr- und Leitsysteme, Besucherzählanlagen, Feuerlöscher, Sicherheitsbeleuchtung, Kabelbrücken, Rettungswegkennzeichnung, Bauzaun – Fluchtwegsysteme, benötigte Aushänge wie z.B. Flucht- und Rettungsplan, Brandschutzordnung, Aushang des JuSchG, Gefahrenkennzeichnungen etc., Alarmierungs- und Lautsprecheranlagen für Durchsagen, Brandmeldeanlagen, ggf. Kameras zur Überwachung von kritischen Besucherbereichen, Einrichtungen zur Wetterbeobachtung, Kommunikationsmittel, Mittel zur Imprägnierung von brennbaren Stoffen und vieles mehr.
Nach MVStättVO werden ab 5.000 Besucherplätzen Räume mit Zugriff auf die Sprachalarmierungsanlage gefordert. Diese Räume werden je nach Lokalität & Veranstaltung von Polizei, Feuerwehr, Sanitätsdienst, Ordnungsdienst und Veranstalter bzw. Betreiber genutzt. Von diesem Raum aus müssen die Besucherbereiche überblickt werden können. Auch für temporär als Versammlungsstätte genutzte bauliche Anlagen ist die Einrichtung einer Sicherheitszentrale verpflichtend, bei (Groß-)Veranstaltungen, die nicht der jeweiligen Versammlungsstättenverordnung unterliegen, ist sie mehr als empfehlenswert. Art, Umfang und Ausstattung sollten mit den Verantwortlichen abgestimmt werden. Jedenfalls ist die Ausstattung mit geeigneten und redundanten Kommunikationsmittel zu beachten.
nach DIN 15750
Die Technische Leitung Veranstaltungstechnik überwacht die Ausführung aller veranstaltungstechnischen Leistungen und stimmt diese aufeinander sowie mit dem Veranstalter / Betreiber ab. Im Rahmen dieser Aufgaben ist sie allen Beteiligten gegenüber weisungsbefugt.
Die Versammlungsstättenverordnungen der Länder beinhalten Forderungen zur Anordnung, Ausstattung und Aufteilung von Toilettenräumen. Diese Regelungen können als Ausgangspunkt für die Planung sanitärer Anlagen bei Freiluftveranstaltungen dienen. Die MVStättVO schreibt über eine Berechnungsformel abhängig von der Zahl der Besucherplätze eine bestimmte Mindestanzahl (Sollwert) von Toilettenund Urinalbecken und stufenlos erreichbarer Toilettenräume vor. Diese Forderung geht jedoch von einem Besucherandrang während einer gemeinsamen Aufführungspause aus – dies kann im Einzelfall zu überhöhten Anforderungen führen. Eine Reduzierung um bis zu 50% dieses Wertes sind in der Praxis für Veranstaltungen ohne Stoßzeiten sinnvoll, die niedrigeren Anzahlen sollten mit der zuständigen Behörde abgestimmt werden. Es werden je nach Bundesland ggf. Forderungen an die Geschlechtertrennung bereits im Waschraum, oder bei den Toiletten gestellt, zudem sind Hygienevorschriften und Regelungen zu getrennten Personaltoiletten zu beachten.
Überfüllungskonzept
Die höchstzulässige Besucher- und Personenzahl für eine Lokalität muss dem Betreiber, dem Veranstalter und ggfs. dem Ordnungsdienst bekannt sein. Sie haben dafür Sorge zu tragen, dass diese Zahl nicht überschritten wird. Sie ergibt sich allgemein für Versammlungsstätten aus den Versammlungstättenverordnungen der Länder und im speziellen für jede Versammlungsstätte aus den genehmigten Bauvorlagen, z.B. dem Bestuhlungs- und Rettungswegeplan. Die Besucherzahl ist rechtlich nicht das Gleiche wie die Personenzahl. Die Begriffe Zuschauer oder Publikum sind nicht im Baurecht verankert.
Umweltschutz bezeichnet die Gesamtheit aller Maßnahmen zum Schutze der Umwelt. Er beinhaltet den Arten- und Naturschutz, den Klimaschutz, den Strahlenschutz und viele mehr. Ziel ist die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlage aller Lebewesen. Umweltschutz sollte demnach im Sinne des Selbstschutzes ein Anliegen eines jeden Menschen sein. Zur Erreichung der Ziele des Umweltschutzes sind zahlreiche Gesetze und Verordnungen erlassen worden, z.B. das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, die Abwasserverordnung, das Bundesimmissionsschutzgesetz usw.. Auch die Ressourcen-Effizienz, die Energie-Effizienz und die Abfallvermeidung/-verwertung sind Bestandteile des Umweltschutzes. Veranstaltungen mit geringer Umweltbelastung haben ein positives Image, steigern die Zufriedenheit der Besucher und bringen den Veranstaltern, Betreibern und Gewerken zusätzliche Sicherheit und sparen Zeit und Arbeit ein.
Mit der Unterweisung kommt der Arbeitgeber bzw. Verantwortliche seiner Pflicht nach, Beschäftigte in einen Zustand zu versetzen, in dem sie ihre Aufgaben gefahrlos ausführen können. Unterweisungen müssen vor Arbeitsantritt und danach regelmäßig erfolgen, oder auch, wenn der Arbeitsplatz verändert oder verlegt wird (§ 12 Arbeitsschutzgesetz).
Eine in Bezug auf Ort, Zeit und Art geeignete Vermittlung von wichtigen Informationen für Besucher ist nicht nur in verschiedenen Rechtsgrundlagen gefordert, sondern auch für die Besucherzufriedenheit und die Kooperation zwischen Ordnungsdienst und Besuchern, sowie für das Crowd Management eine wichtige Voraussetzung. Als leicht verständliche – weil bildhafte – Lösung für die Informationsvermittlung im Eingang oder Übergang zu verschiedenen Veranstaltungsbereichen entwickelte Vabeg® in den Jahren 2007-2008 das Vabeg® Briefingboard. Der Name wurde an die üblichen und bekannten Briefings aus der Luftfahrt angelehnt. Beim Vabeg® Briefingboard handelt es sich um eine schriftliche Unterweisung. Erlaubtes, Gebote, Verbote und Warnungen werden in farbigen Spalten übersichtlich strukturiert überwiegend durch Symbole und mit möglichst wenig Text dargestellt. Das Briefingboard wird in der Regel am Eingang gut sichtbar ausgehängt. Auch die Bereitstellung auf der Webseite und im Programmheft im Vorfeld der Veranstaltung hat sich bewährt. Insgesamt werden bis zu 100 verschiedene Themen mit dem Vabeg® Briefingboard dargestellt. Die Auswahl differiert je nach Veranstaltung und wird im Vorfeld mit dem Veranstalter, der Vabeg® Sicherheitsfachperson und ggfs. mit den Behörden getroffen. Je nach Besucherklientel ist es erforderlich und möglich, die textlichen Erklärungen mehrsprachig auszuführen. Das Briefingboard ist eine sinnvolle Ergänzung zur schriftlichen Dienstanweisung der Sicherheits- und Ordnungskräfte und gibt auch anderem Personal wertvolle Informationen zum Veranstaltungskonzept und – Ablauf. Mit dem Vabeg® Briefingboard kann unter anderem den gesetzlichen Forderungen der Preisangabenverordnung (bzw. -gesetz) und Teilen der Dienstleistungs- Informationspflichtenverordnung teilweise oder ganz entsprochen werden. Vabeg® Sicherheitsfachpersonen haben beim Einsatz des Vabeg® Briefingboards die Erfahrung gemacht, dass Besucher dieses als Informationsquelle annehmen. Vor allem bei Veröffentlichung vor der Veranstaltung (z.B. auf der Internetseite des Veranstalters) war zu bemerken, dass übliche Probleme, z.B. Diskussionen beim Einlass und Fragen zu Verboten und Geboten z.B. beim Ordnungsdienst, rückläufig waren.
Vabeg® Evios
Evios ist das interaktive Eventsafety Informations- & Organisationssystem. Die webbasierte Software Evios bietet einen ganzheitlichen Überblick zu rechtlichen Forderungen und praxisrelevanten Sicherheitsthemen und darüber hinaus hilfreiche Tools für alle an der Veranstaltungs- und Besuchersicherheit Beteiligten. Umfangreiches Know-How aus der Praxis, die Berücksichtigung von mehr als 140 relevanten Regelwerken, die Betrachtung von Zwischenfällen und Urteilen aus der Vergangenheit und raffinierte Softwaretools bilden die Grundlage, mit der Evios Planer, Organisatoren, Betreiber und Behörden bei der Bewältigung Ihrer veranstaltungsbezogenen Aufgaben unterstützt. Mittels der grafischen Plandarstellung und -Bearbeitung in Evios gewinnt der Anwender den projektbezogenen Überblick über die Themen in den Bereichen der Veranstaltungs- und Besuchersicherheit. Dank seines flexiblen Aufbaus hilt Evios den Beteiligten und Verantwortlichen z.B. bei: – Bestandsaufnahme – Betriebsdokumentation – Gefährdungs- und Risikoanalyse – Unterweisungen – Erstellung von Plänen und Aushängen – Organisation wiederkehrender Prüfungen – Aufnahme von Kritik und Verbesserungsvorschlägen – u.v.m. Es stehen unterschiedliche Leistungspakete zur Verfügung. Diese reichen von der kostenlosen Informationsversion bis zu einer leistungsstarken Premiumversion, mit der u.a. eigene Pläne und Projekte abgewickelt und organisiert werden können und in der auch der Support durch Vabeg® Sicherheitsfachpersonen bei Fachfragen und Problemen enthalten ist.
Ein Leporello ist ein faltbares Heft, welches ziehharmonikaartig zusammengelegt ist. Trotz der Größe im ausgebreiteten Zustand ist es zusammengefaltet sehr handlich. Das Vabeg® Leporello ist eine von Vabeg® entwickelte Form des Leporello, welches den Mitarbeitern der Sicherheitsgewerke und Verantwortlichen als handliches, ausgedrucktes Übersichtswerk alle nötigen Informationen für ihre Arbeit bereitstellt. Im Format „DIN Lang“ (Inhalte DIN A4 – A2 gefaltet) enthält es z.B. wichtige Pläne, Kontaktinformationen, Organigramme und andere Informationen zu einer Veranstaltung/Versammlungsstätte. Die Ausarbeitung und Ausgabe eines Leporello unterstützt die Umsetzung der vom Gesetzgeber geforderten Koordination der Unternehmen, Gewerke und verantwortlichen Personen (Rechtsgrundlage: MVStättVO, DGUV V 1 (ehem. BGV A1)). Die Inhalte werden für jede Veranstaltung/Versammlungsstätte individuell erstellt.
Grundsätzlich gilt, Veranstalter ist, wer:
– das wirtschaftliche Risiko trägt, und/oder
– die Letztentscheidungsbefugnis hat, und/oder
– wesentliche Entscheidungen treffen kann, und/oder
– nach außen als Veranstalter auftritt.
Er ist für alle sicherheitsrelevanten, organisatorischen, technischen und wirtschaftlichen Abläufe einer Veranstaltung verantwortlich.
Jeder, der an einer Veranstaltung maßgeblich organisatorisch beteiligt ist, muss sich im Vorfeld Gedanken über seine rechtliche Position bei der Veranstaltung machen.
Es ist möglich (und durch entsprechende Fälle belegt), dass jemand als (Mit-)Veranstalter haften muss, weil ihm ein Gericht im Nachhinein die Veranstalterqualitäten zuspricht.
Eine Veranstaltung kann “öffentlich” oder “privat” sein. Die Einstufung hat bspw. Auswirkungen auf die Anwendbarkeit verschiedener Gesetze oder die Genehmigungspflicht. Auch eine “geschlossene Gesellschaft” ist nicht zwingend eine private Veranstaltung. Als Privatveranstaltung gilt i.d.R., wenn der Besucherkreis vornehmlich aus engem Familien- und Freundeskreis besteht und Teilnahme für Personen außerhalb dieses Kreises nicht möglich ist.
Die Versammlungsstättenverordnungen der Länder unterscheiden beim Geltungsbereich nicht zwischen privater oder öffentlicher Veranstaltung. Maßgeblich für die Anwendbarkeit ist allein die Kapazität der Versammlungsstätte.
Nach MVStättVO ist der Veranstaltungsleiter derjenige, der die Aufgaben des Betreibers der Versammlungsstätte wahrnimmt. Er ist für die Sicherheit der Veranstaltung und die Einhaltung der Vorschriften verantwortlich.
Der Veranstaltungsleiter darf insoweit nicht verwechselt werden mit dem Projektleiter, der die Veranstaltung geplant und organisiert hat.
Ein Veranstaltungsleiter muss, wie auch der Verantwortliche für Veranstaltungstechnik, mit der Versammlungsstätte und den organisatorischen Abläufen vertraut sein, um seine Aufgabe wahrnehmen zu können.
Verantwortlicher für Veranstaltungstechnik nach MVStättVO
Verantwortliche für Veranstaltungstechnik sind nach VStättV(O) je nach Größe der Versammlungsstätte, Größe der Szenenfläche und Umfang des Technikaufbaus während Auf- und Abbau, zu Proben und während der Veranstaltung erforderlich. Verantwortliche für Veranstaltungstechnik (kurz: VfV) nehmen in der Versammlungsstätte eine besondere Stellung ein. Sie müssen mit den technischen Einrichtungen der Versammlungsstätte vertraut sein und ihre Sicherheit und Funktionalität insbesondere mit Blick auf den Brandschutz gewährleisten. Stellt ein VfV fest, dass die Funktionalität nicht mehr gegeben und Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann, muss er die Einstellung des Betriebs veranlassen. Verantwortliche für Veranstaltungstechnik dürfen nicht mit dem ggf. „zufällig“ anwesenden Meister für Veranstaltungstechnik verwechselt werden: Wenn ein Veranstaltungstechnik-Dienstleister einen Meister stellt, heißt das nicht, dass dieser zugleich die Aufgaben des VfV übernimmt, zumal grundsätzlich der Betreiber die VfV bestellen muss. Hier müssen also klare vertragliche Regelungen getroffen werden.
Jeder, der an einer Veranstaltung maßgeblich organisatorisch beteiligt ist, muss sich im Vorfeld Gedanken über seine rechtliche Position (z.B. Betreiber, Veranstalter, Veranstaltungsleiter usw.) bei der Veranstaltung machen. Es ist möglich (und durch entsprechende Fälle belegt), dass jemand als (Mit-)Veranstalter haften muss, weil ihm ein Gericht im Nachhinein die Veranstalterqualitäten zuspricht. Grundsätzlich gilt, Veranstalter ist, wer
Bei Veranstaltungen, bei denen das Besucheraufkommen die vorhandene Verkehrsinfrastruktur überlasten würde, ist es notwendig, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und den Trägern/Anbietern von ÖPNV und Fernverkehr ein Park- und Verkehrskonzept zu erarbeiten. Darüber hinaus kann es auch schon vorher sinnvoll sein, diese Konzepte zu erstellen. Ziele des Park- und Verkehrskonzeptes sind unter anderem:
– Erhöhung der Besucherzufriedenheit
– Reduzierung von (Sonder-)Nutzung von Straßen, Wegen und öffentlichen Flächen auf ein verträgliches Maß
– Minimierung von Belästigungen für Anwohner/Nachbarn
– Vermeidung von Schäden an Natur, Umwelt und Eigentum
– das weitestgehende Ausschließen von Beeinträchtigungen der Arbeit von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten
– Schaffung von Rettungs- und Anfahrtswegen, sowie Übergabepunkten
– Sicherstellen der Veranstaltungslogistik
Wer einen „Verkehr“ eröffnet, ist dafür verantwortlich, dass Anderen dabei nichts passiert: Wenn z.B. der Veranstalter eine Veranstaltung durchführt, ist er dafür verkehrssicherungspflichtig. Er muss alles Erforderliche und Zumutbare unternehmen, dass z.B. dem Besucher keinen Schaden zugefügt wird. Dabei darf der Veranstalter grundsätzlich von einem durchschnittlich aufmerksamen und intelligenten Besucher ausgehen.
Wetter ist der kurzfristige, spür- bzw. messbare Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort. Vorwiegend für Veranstaltungen, die im Freien stattfinden, ist das Wetter ein nicht zu vernachlässigender und unplanbarer Faktor, der die Durchführung einer Veranstaltung und die Sicherheit maßgeblich beeinflusst. Zu Wetterereignissen mit i.d.R. negativen Auswirkungen auf Veranstaltungen zählen:
– Hagel und Starkregen, daraus ggfs. resultierend Hochwasser/ Überschwemmungen
– Windböen, Windhose & Sturm
– Gewitter, Blitzeinwirkungen
– Hitze, Trockenheit
– Eisregen, Eisglätte
Eine geeignete Wetterbeobachtung und die Planung und Umsetzung organisatorischer und baulicher Maßnahmen sind unverzichtbar. Das Szenario eines Veranstaltungsabbruchs oder einer Veranstaltungsunterbrechung aufgrund von Wettereinflüssen ist unbedingt Teil eines Sicherheitskonzeptes.
Zugang, Einlass und Innenraum
Eingängen zu Versammlungsräumen und Veranstaltungsgeländen kommt eine zentrale Rolle für die Besuchersicherheit und Besucherzufriedenheit zu. Zudem stellt ein Eingang/Zugang u.U. die Grenze von Verantwortungen und Rechten dar (Beispiele: Hausrecht, Geländeordnung, Verantwortungsbereiche von Behörden, Zutrittsberechtigungen). Wichtige Informationen sollten bzw. müssen am Eingang veröffentlich werden, z.B. AGB, eine Haus- oder Geländeordnung, Übersichts- oder Bestuhlungs- und Rettungswegepläne, Hinweise auf Verbote und Gebote. Am Eingang/Zugang findet in der Regel die Einlasskontrolle statt die je nach Veranstaltungsart von einer reinen Zählung zur Feststellung der Besucherzahl über die Kontrolle der Zugangsberechtigung (Alter, Eintrittskarte) bis zur umfangreichen Kontrolle der Besucher auf das Mitführen unerlaubter Gegenstände (Waffen, Alkohol, Flaschen usw.) reichen kann. Eingänge dienen der Steuerung des Besucherzuflusses. Sie müssen ausreichend dimensioniert und ihr Betrieb muss gut organisiert sein. Viele Unglücke auf Veranstaltungen der Vergangenheit sind auf mangelnde Planung der Einlassbereiche und der Zuflusssteuerung zurückzuführen. Zu berücksichtigen ist, dass ein Eingang i.a.R. für Besucher ein „gelernter“ Ausgang ist, den die Mehrheit der Besucher im Falle einer Räumung oder einer Gefahr zum Verlassen des Geländes/des Gebäudes aufsuchen wird, wenn nicht durch geeignete Maßnahmen auch andere (Not-) Ausgänge wahrgenommen werden. Ein geringes Verhältnis von Eingangsbreite zu geforderter Breite von Türen und Toren in Rettungswegen kann darauf hinweisen, dass es während der Einlassphase zu Stauungen kommen kann.