Source: http://finanzbericht2014.erzbistum-koeln.de/weitere-abschluesse/stiftungen.html
Timestamp: 2018-04-24 22:59:55
Document Index: 79564965

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§62', '§62', '§62', '§62', '§62', '§62']

Erzbistum Köln | Weitere Abschlüsse | Stiftungen
Weitere Abschlüsse Stiftungen
Stiftungen sind Vermögen, die Finanzmittel für bestimmte Bereiche der kirchlichen und sozialen Arbeit zur Verfügung stellen. Die Besonderheit einer Stiftung besteht darin, dass das Stiftungskapital in der Regel nicht verbraucht wird, sondern nur die jährlichen Erträge für die Stiftungszwecke verwendet werden. In den meisten Fällen besteht das Stiftungsvermögen aus Bankguthaben und Wertpapieranlagen, teilweise auch aus Immobilien, deren Vermietung laufende Erträge abwirft, die dem Stiftungszweck zugeführt werden.
Für die vom Erzbistum Köln selbst errichteten oder verwalteten kirchlichen Stiftungen wurde das Stiftungszentrum im Generalvikariat eingerichtet. Das Stiftungszentrum koordiniert die Anlage und den Erhalt des Vermögens und weist die Erträge ihren bestimmungsgemäßen Verwendungen zu.
Sondervermögen sind Teil der Bistumsbilanz
Das Erzbistum Köln betreut insgesamt 95 Sondervermögen mit einem Gesamtvolumen von rund 215 Mio. Euro. Dabei handelt es sich um Schenkungen, Nachlässe oder ähnliche Zuwendungen. Sie werden ähnlich wie Stiftungen verwaltet und getrennt vom Bistumsvermögen angelegt und bewirtschaftet. Die Sondervermögen gehen jedoch in der Bilanz als „Sonderposten aus zweckgebundenem Vermögen“ in den Jahresabschluss des Erzbistums ein und unterliegen damit auch der Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer.
Treuhandstiftungen in Verwaltung des Erzbistums
Unter dem Dach des Erzbistums Köln werden zwölf Treuhandstiftungen verwaltet. Das sind unselbstständige Stiftungen mit eigenem Vermögen, das unter treuhänderischer Verwaltung des Erzbistums steht, aber außerhalb von dessen Bilanz geführt wird.
Die Prüfung der Jahresrechnungen der Treuhandstiftungen erfolgt im Rahmen des Jahresabschlusses des Erzbistums Köln durch den beauftragten Wirtschaftsprüfer.
Bilanzsumme der Treuhandstiftungen
2014 in TEUR
2013 in TEUR
Kardinal Höffner-Stiftung 1.481,9 1.514,8
Erich Sieber-Stiftung 248,6 357,3
Edith-Stein-Stiftung Köln 305,9 319,4
Hildegard Knappstein-Stiftung 248,6 259,6
Geschwister Löhers-Stiftung 241,8 236,4
Prälat Assenmacher Stiftung 228,8 225,2
Heinrich Joseph Mehren-Stiftung 134,8 131,3
Agnes und Herbert Schöllgen-Stiftung 105,0 103,3
Edmund Heusgen-Stiftung 102,7 101,0
Pfarrer Reinhard Pohlig-Stiftung 51,7 50,5
Stiftung „Soziale Zwecke“ 45,8 44,6
Müller-Brühl-Stiftung 31,1 30,3
3.244,4 3.373,8
Die Treuhandstiftungen förderten im Jahr 2014 unter anderem die Priesterausbildung im Bistum Coroata in Maranhao, Brasilien, und eine Sozialstation in Gaza, wo traumatisierte Kinder betreut werden, die nordeuropäische Diaspora sowie in der Unterstützung der Hospizbewegung.
Leider hat sich die finanzielle Situation der Erich-Sieber-Stiftung derart verschlechtert, dass die Stiftung nicht in der Lage war, den Stiftungszweck dauernd und nachhaltig zu erfüllen. Ursache dafür waren steigende Kosten bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen aus dem Grundvermögen. Daher hat der Erzbischof die Erich-Sieber-Stiftung gemäß § 6 der Satzung mit einstimmiger Zustimmung des Kuratoriums am 13.11.2014 aufgelöst. Das verbleibende Vermögen fließt dem Erzbistum zu und wird als zweckgebundenes Sondervermögen weitergeführt.
Das Stiftungszentrum betreut drei als gemeinnützig anerkannte rechtlich selbstständige Stiftungen: Die Erzbischöfliche Stiftung als Dach weiterer Treuhandstiftungen und Zustiftungen (Stiftungsfonds), die Domradio- und Medien-Stiftung sowie die Erwin Pougin-Stiftung. Die Jahresabschlüsse der drei rechtlich selbstständigen Stiftungen werden jährlich von externen Wirtschafsprüfern testiert.
Die Bilanzen der selbstständigen Stiftungen weisen auf der Aktivseite im Wesentlichen Finanzanlagen in Form von Wertpapieren aus. Auf der Passivseite dominiert das Eigenkapital. Hinzu kommen geringfügige Rückstellungen.
Die Erträge der Stiftungen stammen aus den Wertpapieranlagen. Hinzu kommen in geringem Umfang Spenden und sonstige Erträge. Aufwendungen ergeben sich aus satzungsgemäßen Projektförderungen und sonstigen Verwaltungskosten, unter anderem aus der Kapitalanlage. Überschüsse werden in der Regel der Ergebnisrücklage zugeführt.
Eckdaten der selbstständigen Stiftungen
Erzbischöfliche Stiftung Köln Domradio- und Medienstiftung Erwin Pougin-Stiftung
Bilanzsumme 998,2 350,0 741,0
Treuhandvermögen 1.886,9 0,0 0,0
Erträge 16,8 9,4 19,6
Aufwendungen 6,8 5,8 14,6
Jahresergebnis 10,0 3,7 5,1
Die 2007 gegründete Erzbischöfliche Stiftung Köln wurde als Dachstiftung für die Beschaffung von Mitteln für kirchliche Einrichtungen im Erzbistum Köln errichtet. Sie dient der Förderung von kirchlichen Zwecken, Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur, Religion, Entwicklungshilfe, Umwelt- und Denkmalschutz, Jugend- und Altenhilfe, des Gesundheits- und Wohlfahrtswesens, der Medienarbeit und des Sports.
Das Stiftungsvermögen, bestehend aus Errichtungskapital und Zustiftungskapital, betrug zum 31. Dezember 2014 rund 960.000 Euro. Darin enthalten sind zwei Zustiftungen in Form von Stiftungsfonds für eigene festgelegte Zwecke aus dem Jahr 2012 sowie eine weitere Zustiftung in Höhe von rund 112.000 Euro zur Errichtung eines weiteren Stiftungsfonds im Jahr 2013. Im Jahr 2014 erfolgte eine Zustiftung in Höhe von 383.609 Euro. Außerdem erhielten die von der Erzbischöflichen Stiftung verwalteten Treuhandstiftungen 2014 zusätzliches Kapital von 200.000 Euro.
Die Erzbischöfliche Stiftung vergab im Jahr 2014 zur Förderung des Projekts „Innovationspreis 2015 für die Katholischen Schulen in Freier Trägerschaft im Erzbistum Köln“ 4.500 Euro. Die Auszahlung erfolgte 2015. Daher weist die Bilanz den Betrag als Verbindlichkeit aus. Von den Stiftungsfonds und Treuhandstiftungen wurden 2014 unter anderem Mittel für den Bau eines Altenheims für Priester in Indien vergeben.
Von den Stiftungsfonds und Treuhandstiftungen wurden 2014 unter anderem Mittel für den Bau eines Altenheims für Priester in Indien vergeben.
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,1 0,3
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 590,0 590,0
590,1 590,3
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 0,0 2,8
II. Guthaben bei Kreditinstituten 408,1 8,6
408,1 11,4
998,2 601,6
Treuhandvermögen 1.886,9 1.597,7
1. Errichtungskapital 300,0 300,0
2. Zustiftungskapital (Stiftungsfonds) 660,2 277,4
960,2 577,4
II. Ergebnisrücklagen (Rücklagen gemäß §62 Abs. 1 Nr. 3 AO) 22,8 17,2
III. Ergebnisvortrag 8,8 4,4
991,8 599,0
B. Rückstellungen 1,0 1,0
C. Verbindlichkeiten 5,5 1,7
Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 16,7 11,8
Sonstige Erträge 0,0 0,1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 0,0
16,8 11,9
Projektaufwendungen 5,6 1,7
Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen 0,2 0,2
Sonstige Aufwendungen 1,1 3,9
Jahresergebnis 10,0 2,1
Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 4,4 6,2
Einstellung in die Ergebnisrücklagen gemäß §62 Abs. 1 Nr. 3 AO 5,6 3,9
Ergebnisvortrag 8,8 4,4
Die selbstständige kirchliche Stiftung wurde 2005 durch das Bildungswerk der Erzdiözese Köln e. V. errichtet. Aufgabe ist insbesondere die Unterstützung der Verkündigung christlicher Werte über Fernsehen, Radio, Presse und Onlinemedien.
Das Stiftungsvermögen, bestehend aus Errichtungskapital und Zustiftungskapital, betrug zum 31. Dezember 2014 rund 322.000 Euro. Das Stiftungsvermögen blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert und in seinem Bestand erhalten.
Im Jahr 2014 wurde die Einrichtung der Onlinezeitschrift „futur2“ des Vereins „Strategie und Entwicklung in Kirche und Gesellschaft e.V.“ gefördert. Ziel ist es, Menschen, denen die nachhaltige Entwicklung von Kirche und Gesellschaft auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes ein Anliegen ist, zusammen zu bringen und miteinander zu vernetzen.
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 338,0 338,0
338,0 338,0
I. Sonstige Vermögensgegenstände 0,0 3,3
II. Guthaben bei Kreditinstituten 12,0 4,1
12,0 7,4
350 345,4
1. Errichtungskapital 50,0 50,0
2. Zustiftungskapital 272,0 272,0
322,0 322
II. Ergebnisrücklagen (Rücklagen gemäß §62 Abs. 1 Nr. 3 AO) 20,6 17,6
III. Ergebnisvortrag 5,4 4,7
348,0 344,4
C. Verbindlichkeiten 1,0 0,0
350,0 345,4
Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 9,0 3,4
Sonstige Erträge 0,5 0,4
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 0,3
Projektaufwendungen 4,7 0,0
Sonstige Aufwendungen 1,1 3,8
Jahresergebnis 3,7 0,3
Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 4,7 5,6
Einstellung in die Ergebnisrücklagen gemäß §62 Abs. 1 Nr. 3 AO 3,0 1,2
Ergebnisvortrag 5,4 4,7
Erwin Pougin-Stiftung
Die Erwin Pougin-Stiftung fördert Religion und Bildung durch Projekte, die der Kenntnis der Bibel, der Weitergabe des Evangeliums, der Solidarität mit den Armen, der Einheit der Christen und dem Dialog unter den Religionen dienen.
Das Stiftungsvermögen, bestehend aus Errichtungskapital und Zustiftungskapital, betrug zum 31. Dezember 2014 rund 719.000 Euro. Es blieb gegenüber dem Vorjahr unverändert und in seinem Bestand erhalten.
Die Stiftung unterstützte im Jahr 2014 das Projekt „Schule statt Straße“ der Rhein-Donau-Stiftung e.V. beim Bau eines Schlafsaals für die „Josephine Bakhita Girls School“ in Nyalienga, Homa Bay (Westkenia). Knapp 9.000 Euro vergab die Stiftung zugunsten der Gemeinschaft „Sant‘Egidio“ als Zuschuss für deren Flüchtlingsarbeit in Syrien und im Nordirak.
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 713,0 713,0
713,0 713,0
I. Sonstige Vermögensgegenstände 0,0 5,3
II. Guthaben bei Kreditinstituten 28,0 16,9
28,0 22,2
741,0 735,2
2. Zustiftungskapital 669,3 669,3
719,3 719,3
II. Ergebnisrücklagen (Rücklagen gemäß §62 Abs. 1 Nr. 3 AO) 18,3 11,8
III. Umschichtungsergebnis -10,3 -10,3
IV. Ergebnisvortrag 12,3 13,7
739,6 734,5
B. Rückstellungen 0,8 0,8
C. Verbindlichkeiten 0,7 0,0
Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 19,6 21,9
Sonstige Erträge 0,0 2,1
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 0,2
19,6 24,2
Projektaufwendungen 13,7 0,0
Sonstige Aufwendungen 0,8 14,5
14,6 14,5
Jahresergebnis 5,1 9,7
Ergebnisvortrag aus dem Vorjahr 13,7 1,5
Einstellung in die Ergebnisrücklagen gemäß §62 Abs. 1 Nr. 3 AO 6,5 7,8
Einstellung Umschichtungsergebnis 0,0 10,3
Ergebnisvortrag 12,3 13,7