Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202013,%20763
Timestamp: 2019-11-20 07:26:58
Document Index: 167997562

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', '§ 826', '§ 32', '§ 826', '§ 32', '§ 133', '§ 826', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 133', '§ 826', '§ 32', '§ 32', '§ 30', '§ 133', '§ 826', '§ 30', '§ 133', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 362', 'BGH', '§ 133', 'BGH', 'BGH', '§ 199', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 30', 'BGH', 'BGH']

BGH, 21.02.2013 - IX ZR 52/10 - dejure.org
https://dejure.org/2013,6567
BGH, 21.02.2013 - IX ZR 52/10 (https://dejure.org/2013,6567)
BGH, Entscheidung vom 21.02.2013 - IX ZR 52/10 (https://dejure.org/2013,6567)
BGH, Entscheidung vom 21. Februar 2013 - IX ZR 52/10 (https://dejure.org/2013,6567)
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InsO § 133 Abs. 1; BGB § 826; GmbHG aF §§ 32a, 32b, 30f analog
§§ 826, 133 Abs. 1 BGB; §§ 32a, 32b, 30f GmbHG
§ 133 Abs 1 InsO, § 826 BGB, § 30 GmbHG, § 31 GmbHG, § 32a GmbHG vom 19.12.1998
Insolvente GmbH: Anfechtungs- und gesellschaftsrechtliche Ansprüche des Insolvenzverwalters beim Verkauf von Vermögensgegenständen der Schuldnerin an eine dem Gesellschafter gleichgestellte Person
InsO § 133 Abs. 1; BGB § 826; GmbHG § 32a; GmbHG § 32b; GmbHG § 30f
Ansprüche des Insolvenzverwalters einer GmbH aus Verkauf von Vermögensgegenständen an dem Gesellschafter gleichgestellte Person
Zu den Ansprüchen des Insolvenzverwalters einer GmbH aus Veräußerungen an eine dem Gesellschafter gleichgestellte Person
Zu den anfechtungs- und gesellschaftsrechtlichen Ansprüchen des Insolvenzverwalters einer Schuldnerin, die ihre Vermögensgegenstände an eine dem Gesellschafter gleichgestellte Person verkauft ha
Insolvenzanfechtung: Wann wird die Verjährung gehemmt?
Anfechtung, Ausgleich, existenzvernichtende Eingriffe, Existenzvernichtungshaftung, Geschäftsführer, Gesellschafter, Gesellschaftsrecht, Innenhaftung, Insolvenz, Kenntnisabhängige Verjährung, mittelbarer Gesellschafter, Schadensersatzanspruch, verbundene Unternehmen, ...
InsO § 133; BGB § 826; GmbHG a. F. §§ 30, 31
Voraussetzungen des Rückgewähranspruches aus §§ 133, 143 ­InsO und die Ansprüche aus der Existenzvernichtungshaftung
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 21.02.2013, Az.: IX ZR 52/10 (Haftung wegen Verkaufs von Vermögensgegenständen einer GmbH an Schwestergesellschaft)" von RA/FAHandels-/GesR Dr. Jochen Blöse, MBA, original erschienen in: GmbHR 2013, 529 - 534. ...
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 21.02.2013, Az.: IX ZR 52/10 (Anfechtungs- und gesellschaftsrechtliche des Insolvenzverwalters einer schuldnerischen Gesellschaft aus Verkauf ihrer ...)" von Prof. Dr. Ulrich Haas und Wiss. Ass. Amrei Keller, original erschienen ...
LG Gera, 29.05.2009 - 3 O 652/06
OLG Jena, 17.02.2010 - 6 U 555/09
NJW-RR 2013, 1321
ZIP 2013, 894
MDR 2013, 1004
NZI 2013, 500
WM 2013, 763
DB 2013, 866
NZG 2013, 827
Die Kenntnis von der (drohenden) Zahlungsunfähigkeit kann nach ständiger Rechtsprechung des Senats ihre Bedeutung als Beweisanzeichen für den Benachteiligungsvorsatz des Schuldners und die Kenntnis des Gläubigers hiervon verlieren, wenn die angefochtene Rechtshandlung Bestandteil eines ernsthaften, letztlich aber fehlgeschlagenen Sanierungsversuchs ist (BGH, Urteil vom 12. November 1992 - IX ZR 236/91, WM 1993, 270, 273;… vom 5. März 2009 - IX ZR 85/07, BGHZ 180, 98 Rn. 17; vom 21. Februar 2013 - IX ZR 52/10, WM 2013, 763, Rn. 11;… vom 3. April 2014 - IX ZR 201/13, WM 2014, 1009 Rn. 40 mwN).
Denn in diesem Fall ist die Rechtshandlung von einem anfechtungsrechtlich unbedenklichen Willen geleitet und das Bewusstsein der Benachteiligung anderer Gläubiger tritt in den Hintergrund (BGH…, Urteil vom 8. Dezember 2011 - IX ZR 156/09, WM 2012, 146 Rn. 11 und 18; vom 21. Februar 2013, aaO mwN).
Voraussetzung ist auf Schuldnerseite, dass zu der Zeit der angefochtenen Handlung ein schlüssiges, von den tatsächlichen Gegebenheiten ausgehendes Sanierungskonzept vorlag, das mindestens in den Anfängen schon in die Tat umgesetzt war und die ernsthafte und begründete Aussicht auf Erfolg rechtfertigte (BGH…, Urteil vom 16. Oktober 2008 - IX ZR 183/06, WM 2009, 117 Rn. 52;… vom 8. Dezember 2011, aaO; vom 21. Februar 2013, aaO jeweils mwN).
Ihre Beseitigung ist die Grundlage jeder erfolgversprechenden Sanierung, sofern die Krise, wie ausgeführt, nicht ausnahmsweise lediglich auf einem Zahlungsausfall beruht (vgl. BGH, Urteil vom 21. Februar 2013 - IX ZR 52/10, WM 2013, 763 Rn. 13).
Dies kann einmal gelten, wenn die Rechtshandlung Bestandteil eines ernsthaften, letztlich aber gescheiterten Sanierungsversuchs war (BGH…, Urteil vom 8. Dezember 2011 - IX ZR 156/09, WM 2012, 146 Rn. 11, 18; vom 21. Februar 2013 - IX ZR 52/10, WM 2013, 763 Rn. 11;… vom 3. April 2014 - IX ZR 201/13, WM 2014, 1009 Rn. 40).
Voraussetzung ist, dass zu der Zeit der angefochtenen Handlung ein schlüssiges, von den tatsächlichen Gegebenheiten ausgehendes Sanierungskonzept vorliegt, das mindestens in den Anfängen schon in die Tat umgesetzt worden ist und beim Schuldner die ernsthafte und begründete Aussicht auf Erfolg rechtfertigt (BGH, Urteil vom 21. Februar 2013 - IX ZR 52/10, WM 2013, 763 Rn. 11).
Die Zahlung an einen Inkassozessionar als Geheißperson ist der Zahlung an den Gläubiger gleichzustellen (vgl. BGH, Urteil vom 21. Februar 2013, aaO Rn. 29 ff;… Bamberger/Roth/Dennhardt, BGB, 3. Aufl., § 362 Rn. 16).
Voraussetzung ist, dass zu der Zeit der angefochtenen Handlung ein schlüssiges, von den tatsächlichen Gegebenheiten ausgehendes Sanierungskonzept vorliegt, das beim Schuldner die ernsthafte und begründete Aussicht auf Erfolg rechtfertigt (BGH, Urteil vom 21. Februar 2013 - IX ZR 52/10, WM 2013, 763 Rn. 11).
Würde die Vorsatzanfechtung des § 133 Abs. 1 InsO bereits allein deswegen durchgreifen, weil die Sicherung auch für den Insolvenzfall gewährt wurde, wären sämtliche innerhalb der Anfechtungsfrist von zehn Jahren bestellten Sicherungen - insbesondere auch bei einem ernsthaften, letztlich aber fehlgeschlagenen Sanierungsversuch (vgl. BGH, Urteil vom 21. Februar 2013 - IX ZR 52/10, WM 2013, 763 Rn. 11 mwN) - nach Verfahrenseröffnung ohne weiteres anfechtbar.
Er ist vielmehr auch dann anzunehmen, wenn sich der Anspruch zwar gegen einen Dritten richtet, jedoch mit einem gegen den Wissensvertreter gerichteten Anspruch in einem so engen Zusammenhang steht, dass auch hier die Befürchtung besteht, der Vertreter werde nicht zu einer sachgerechten Verfolgung des Anspruchs beitragen (vgl. BGH, Urteil vom 21. Februar 2013 - IX ZR 52/10, WM 2013, 763 Rn. 25;… Otto aaO;… Staudinger/Peters/Jacoby, BGB [2009], § 199 Rn. 61).
Voraussetzung ist, dass zu der Zeit der angefochtenen Handlung ein schlüssiges Sanierungskonzept vorlag, das mindestens in den Anfängen schon in die Tat umgesetzt worden war und beim Schuldner die ernsthafte und begründete Aussicht auf Erfolg rechtfertigte (vgl. zum Ganzen: BGH, Urteil vom 21.02.2013, Az. IX ZR 52/10, zitiert nach juris Rn. 11).
Es muss dann aber zu der Zeit der angefochtenen Handlung ein schlüssiges Sanierungskonzept vorgelegen haben, das mindestens in den Anfängen schon in die Tat umgesetzt wurde und beim Schuldner die ernsthafte und begründete Aussicht auf Erfolg rechtfertigte (BGH, Urteil vom 21. Februar 2013 - IX ZR 52/10, WM 2013, 763 Rn. 11).
Gegenstand des Rechtsstreits ist vielmehr der als Rechtsschutzbegehren oder Rechtsfolgenbehauptung aufgefasste eigenständige prozessuale Anspruch, der sich aus Klageantrag und Klagegrund - dem Lebenssachverhalt, aus dem der Kläger die begehrte Rechtsfolge herleitet - zusammensetzt (vgl. etwa BGH…, Urteil vom 25. Oktober 2012 - IX ZR 207/11, WM 2012, 2242 Rn. 14; vom 21. Februar 2013 - IX ZR 52/10, WM 2013, 763 Rn. 17;… vom 25. April 2013 - IX ZR 49/12, WM 2013, 1514 Rn. 13).
Eine bösliche Handlungsweise liegt bei einer gegen § 30 Abs. 1 GmbHG verstoßenden Entnahme aus dem Gesellschaftsvermögen dann vor, wenn der Gesellschafter die Auszahlung in Kenntnis ihrer Unzulässigkeit entgegennimmt, also weiß, dass bereits eine Unterbilanz besteht oder dass infolge der Auszahlung das zur Deckung des Stammkapitals erforderliche Vermögen nunmehr angegriffen wird (BGH…, Urteil vom 29. September 2008 - II ZR 234/07, ZIP 2008, 2217 Rn. 23; ebenso Urteil vom 11. Mai 1987 - II ZR 226/86, ZIP 1987, 1113, 1115; Urteil vom 27. März 1995 - II ZR 30/94, ZIP 1995, 736, 737 f.; Urteil vom 23. Juni 1997 - II ZR 220/95, BGHZ 136, 125, 131; Urteil vom 21. Februar 2013 - IX ZR 52/10, ZIP 2013, 894 Rn. 29).