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Timestamp: 2019-08-22 11:38:08
Document Index: 184806368

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 1', '§ 1', '§ 1', 'Art. 161', 'Art. 182', 'Art. 145', '§ 6', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 47', '§ 8', '§ 20', '§ 20', '§ 39', '§ 36', '§ 47', '§ 8', '§ 47', '§ 8', '§ 42', '§ 2', '§ 42', '§ 1', '§ 2', '§ 6', '§ 1', '§ 6', '§ 1', '§ 42', 'Art. 235']

Richtlinie des BMF vom 09.04.2013, BMF-010302/0026-IV/8/2013 gültig von 09.04.2013 bis 05.06.2013
Die Ausfuhr von Verteidigungsgütern in die Waffenembargoländer Armenien, Aserbaidschan sowie nach Eritrea ist gemäß § 6 Abs. 2 1. AußWV 2011 verboten.
Verteidigungsgüter sind gemäß § 1 1. AußWV 2011 und § 1 Abs. 1 Z 4 AußWG 2011 alle Güter der Gemeinsamen Militärgüterliste der Europäischen Union.
Die Militärgüterliste der Europäischen Union wurde im ABl. Nr. C 85 vom 22.03.2012 S. 1 veröffentlicht.
Ausfuhr ist gemäß § 1 Abs. 1 Z 11 AußWG 2011 ua. das Verbringen von Waren aus dem Bundesgebiet in einen Drittstaat, insbesondere durch ein Ausfuhrverfahren im Sinne von Art. 161 ZK, eine Wiederausfuhr im Sinne von Art. 182 ZK oder eine vorübergehende Ausfuhr im Rahmen eines passiven Veredelungsverkehrs im Sinne von Art. 145 ZK.
Die Ausfuhr von Verteidigungsgütern nach Belarus, Birma/Myanmar, Côte d´Ivoire (Elfenbeinküste), Guinea (Republik Guinea), Irak, Iran, Libanon, Liberia, Libyen, Demokratische Republik Kongo, Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea), Simbabwe, Somalia, Sudan, Südsudan sowie nach Syrien, ist genehmigungspflichtig.
Die Ausfuhr darf gemäß § 6 Abs. 3 1. AußWV 2011 nur mit gültiger Ausfuhrgenehmigung des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend (Einzelausfuhrgenehmigung, Globalausfuhrgenehmigung) erfolgen.
Verteidigungsgüter sind gemäß § 1 1. AußWV 2011 und § 1 Abs. 1 Z 4 AußWG 2011 alle Güter der Gemeinsamen Militärgüterliste der Europäischen Union. Die Militärgüterliste der Europäischen Union wurde im ABl. Nr. C 85 vom 22.03.2012 S. 1 veröffentlicht.
2A.3. Ausfuhrmöglichkeit ohne Ausfuhrgenehmigung
Jagdgewehre, Sportgewehre, Revolver, Pistolen sowie Munition dafür dürfen gemäß § 1 2. AußWV 2011 nur dann ohne Ausfuhrgenehmigung aus dem Zollgebiet der Europäischen Union verbracht werden, wenn die ebenfalls im § 1 2. AußWV 2011 aufgeführten, im Nachfolgenden dargestellten Voraussetzungen erfüllt wurden.
Ausfuhren in Waffenembargoländer sind gemäß § 1 Abs. 3 2. AußWV 2011 verboten; die hier angeführten Ausnahmen gelten für die Waffenembargoländer nicht, das sind folgende Länder: Armenien, Aserbaidschan, Belarus, Birma/Myanmar, Côte d´Ivoire (Elfenbeinküste), Eritrea, Guinea (Republik Guinea), Irak, Iran, Libanon, Liberia, Libyen, Demokratische Republik Kongo, Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea), Simbabwe, Somalia, Sudan, Südsudan sowie Syrien.
Zulässige Waffen sind
Jagdgewehre der KN-Codes 9303 20 und 9303 30,
Sportgewehre der KN-Codes 9303 20 und 9303 30,
Revolver des KN-Codes 9302,
Pistolen des KN-Codes 9302 und
zulässige Waffen unterliegen höchstens bis zu jener Anzahl, die in der vorzulegenden Berechtigung (siehe nachfolgenden Punkt "Nachweis der Besitzberechtigung") angeführt sind, der Ausnahmebestimmung und
zulässige Waffen dürfen nur vorübergehend aus dem Zollgebiet der Gemeinschaft ausgeführt werden und
zulässige Waffen dürfen nur zum persönlichen Gebrauch aus dem Zollgebiet der Gemeinschaft ausgeführt werden.
Zulässige Munition
Zulässige Munition ist
Munition des KN-Code 9306 21 bis inklusive 6000 Stück pro Person
Munition KN-Code 9306 30 bis inklusive 300 Stück pro Person und
die zulässige Munition muss zur Verwendung in den mitgeführten zulässigen Waffen bestimmt sein (Munition ohne Waffen ist nicht erlaubt).
Nachweis der Besitzberechtigung
Statt dem Nachweis der Besitzberechtigung sind bei Vorliegen der Ausnahmetatbestände im nachfolgenden Punkt "Ausnahmetatbestände § 47 WaffG oder §§ 8, 8a 1. WaffV treffen zu" die Bestimmungen daraus anzuwenden.
die Besitzberechtigung der angeführten Güter muss vom Ausführer nachgewiesen werden, durch Vorlage
des Waffenpasses gemäß § 20 des Waffengesetzes 1996 (WaffG, BGBl. I Nr. 12/1997) oder
der Waffenbesitzkarte gemäß § 20 WaffG oder
der Bescheinigung gemäß § 39 Abs. 2 WaffG oder
des Europäischen Feuerwaffenpasses gemäß § 36 WaffG oder
einer diesen Urkunden gleichzustellenden Urkunde eines anderen EU-Mitgliedstaates.
Ausnahmetatbestände § 47 WaffG oder §§ 8, 8a 1. WaffV treffen zu
Der Vorgang unterliegt einem der Ausnahmetatbestände des § 47 WaffG oder der §§ 8 oder 8a der 1. Waffengesetz-Durchführungsverordnung - 1. WaffV, BGBl. II Nr. 164/1997
Die Ausnahme gemäß vorstehendem Absatz 1 bewirkt auch, dass keine Maßnahme nach Artikel 235 ZK-DVO vorliegt.
2A.3.2. Deaktivierte Schusswaffen
Die Ausfuhr deaktivierte Schusswaffen im Sinne von § 42b Abs. 1 WaffG aus dem Zollgebiet der Europäischen Union ist gemäß § 2 2. AußWV 2011 ohne Ausfuhrgenehmigung erlaubt.
Schusswaffen gelten gemäß § 42b Abs. 1 WaffG als deaktiviert, wenn
§ 1 2. AußWV 2011, Zweite Außenhandelsverordnung 2011, BGBl. II Nr. 418/2011
§ 2 2. AußWV 2011, Zweite Außenhandelsverordnung 2011, BGBl. II Nr. 418/2011
§ 6 Abs. 2 1. AußWV 2011, Erste Außenhandelsverordnung 2011, BGBl. II Nr. 343/2011
§ 1 Abs. 1 Z 11 AußWG 2011, Außenwirtschaftsgesetz 2011, BGBl. I Nr. 26/2011
§ 6 Abs. 3 1. AußWV 2011, Erste Außenhandelsverordnung 2011, BGBl. II Nr. 343/2011
§ 1 Abs. 3 2. AußWV 2011, Zweite Außenhandelsverordnung 2011, BGBl. II Nr. 418/2011
§ 42b Abs. 1 WaffG, Waffengesetz 1996, BGBl. I Nr. 12/1997
ZK-DVO, Zollkodex-Durchführungsverordnung Art. 235
Findok-Nr: 57429.2, aufgenommen am: 17.04.2013 08:07:03, Dokument-ID: 67476c56-5ead-4bf0-b1a1-efef76bc006a, Segment-ID: d26ae9bc-6313-42b1-ac4f-cb7afbec821e