Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%FCrttemberg&Datum=21.07.2016&Aktenzeichen=4%20S%20757%2F15
Timestamp: 2019-02-24 00:18:57
Document Index: 26923931

Matched Legal Cases: ['§ 126', '§ 68', '§ 75', '§ 126', '§ 68', '§ 75', '§ 126', '§ 68', '§ 75', '§ 54', '§ 68', '§ 126']

VGH Baden-Württemberg, 21.07.2016 - 4 S 757/15 - dejure.org
VGH Baden-Württemberg, 21.07.2016 - 4 S 757/15
Zur Umstellung einer beamtenrechtlichen Verpflichtungsklage auf einen Fortsetzungsfeststellungsantrag oder auf eine Schadensersatzklage
§ 126 Abs 2 BBG, § 68 Abs 1 VwGO, § 75 VwGO
BBG § 126 Abs. 2; VwGO § 68 Abs. 1; VwGO § 75
Amtszulage; Auswahlentscheidung; Nichtgewährung; Schadensersatz; Leistungsklage; Beamtenrechtliches Vorverfahren; Erledigung; Untätigkeitsklage; Fortsetzungsfeststellungsklage
BBG § 126 Abs. 2 ; VwGO § 68 Abs. 1 ; VwGO § 75
Zulässigkeit der Umstellung einer beamtenrechtlichen Verpflichtungsklage auf eine Schadensersatzklage ohne Durchführung eines Vorverfahrens; Schadensersatz wegen einer nicht gewährten Amtszulage
VG Karlsruhe, 08.05.2014 - 2 K 2906/12
BVerwG, 21.07.2017 - 2 B 72.16
VBlBW 2017, 38
VG München, 06.02.2018 - M 21 K 16.938
Kein Anspruch auf Schadensersatz wegen fürsorgepflichtwidriger überlanger Dauer …
Die hinreichende Konkretisierung eines solchen Schadensersatzantrags gegenüber der zuständigen Behörde setzt jedenfalls Angaben zum Zeitraum, für den Schadensersatz geltend gemacht wird (…vgl. nur OVG SL, B.v. 14.11.2016 - 1 A 215/15 - juris Rn. 33), zur Pflichtverletzung, zum Verschulden, sowie zu Kausalität und zum (konkret geltend gemachten) Schaden voraus (vgl. nur VGH BW, B.v. 21.7.2016 - 4 S 757/15 - juris Rn. 27;… BayVGH, B.v. 24.6.2015 - 3 ZB 12.2178 - juris Rn. 11).
VG Gießen, 14.03.2017 - 4 K 1887/15
Beamtenrechtlicher Schadensersatzanspruch
Das nach § 54 Abs. 2 BeamtStG i.V.m. § 68 VwGO erforderliche Vorverfahren (vgl. BVerwG, Urteil 28.06.2001 - 2 C 48.00 -, BVerwGE 114, 350; VGH Baden-Württ., Beschluss vom 21.07.2016 - 4 S 757/15 -, IÖD 2016, 212) wurde entweder durch den "Widerspruch" des Klägers gegen die Abrechnung des Beigeladenen oder durch die gegenüber der Beklagten ausgesprochenen Forderungen eingehalten.
Zwar wurde das gemäß § 126 Abs. 2 Bundesbeamtengesetz grundsätzlich auch im Rahmen von Leistungsklagen erforderliche Vorverfahren (vgl .dazu VGH Mannheim, Beschluss vom 21.07.2016 - 4 S 757/15 - zitiert nach juris Rn. 22) nicht durchgeführt.
Bezogen auf einen Schadensersatzanspruch kann dies insbesondere naheliegen, wenn die Beklagte in einem mit einem Widerspruchsbescheid abgeschlossenen Verwaltungsverfahren bereits abschließend über den vom Kläger angenommenen Grund des geltend gemachten Schadensersatzanspruchs befunden hat und dabei zu dem Ergebnis gekommen ist, sich rechtmäßig verhalten zu haben (vgl. zu einer solchen Situation: BVerwG, a.a.O., Rn. 39, siehe jedoch auch VGH BW, Beschl. v. 21.07.2016 - 4 S 757/15, juris Rn. 20 mit einer restriktiveren Sichtweise).