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Timestamp: 2016-10-28 16:05:08
Document Index: 137483523

Matched Legal Cases: ['Art. 260', 'Art. 90', 'Art. 75', 'Art. 74', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 95', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 827', 'Art. 754', 'BGE', 'Art. 717', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 62', 'Art. 99', 'Art. 66', 'Art. 68']

4A_127/2013 (22.05.2013)
4A_127/2013 � � Urteil vom 22. Mai 2013
Gesellschaftsrecht, Verantwortlichkeit,
A.________ (Beschwerdef�hrer) ist Inhaber mit Einzelunterschrift des seit dem 26. Februar 2001 im Handelsregister eingetragenen Einzelunternehmens Consulting A.________ (Einzelunternehmen). Am 28. August 2001 wurde die A.________ GmbH (GmbH) in das Handelsregister eingetragen. A.________ hielt vom Stammkapital von Fr. 20'000.-- einen Stammanteil von Fr. 19'000.-- und besass als Gesch�ftsf�hrer Einzelunterschrift. B.________ war weiterer Gesellschafter mit einem Stammanteil von Fr. 1'000.--, wirkte jedoch in keiner Art und Weise bei der GmbH mit und hatte keine Zeichnungsberechtigung. Die GmbH verf�gte �ber keine Angestellten. Der Beschwerdef�hrer gab im kantonalen Verfahren an, die GmbH gegr�ndet zu haben, um gr�ssere Auftr�ge entgegen zu nehmen. Diese seien dann allerdings durch Unterakkordanten ausgef�hrt worden. Das Einzelunternehmen habe vor allem Bauleitungen und Beratung betrieben. A.________ erstellte sowohl f�r die GmbH als auch f�r das Einzelunternehmen Pl�ne f�r Innenausbauten oder M�bel, wobei er gem�ss der Feststellung der Vorinstanz selber nicht unterschied, ob er f�r die GmbH oder das Einzelunternehmen�arbeitete.
�Die X.________ AG (Beschwerdegegnerin) hatte im Jahre 2002 im Y.________ als Subunternehmerin der GmbH eine Akustikdecke eingebaut. Das Kantonsgericht des Kantons Wallis entschied am 5. Dezember 2006, dass die GmbH der Beschwerdegegnerin f�r diese Arbeiten Fr. 30'000.-- nebst Zins sowie Fr. 4'160.-- Parteientsch�digung und R�ckerstattung von Gerichtskosten, insgesamt Fr. 34'610.-- nebst Zins, schulde.
�Am 18. April 2007 wurde im Zusammenhang mit dem Betreibungsverfahren f�r diese Forderung der Konkurs �ber die GmbH er�ffnet. Im Rahmen des Konkurses meldete die Beschwerdegegnerin die obgenannte Forderung an, die kolloziert wurde. In der Folge trat das Konkursamt Brig allf�llige Anspr�che aus Verantwortlichkeit nach Art. 260 SchKG an die Beschwerdegegnerin ab.
Mit Klage vom 16. Dezember 2008 beantragte die Beschwerdegegnerin dem Bezirksgericht Brig, �stlich-Raron und Goms, der Beschwerdef�hrer sei zu verpflichten, ihr Fr. 34'610.-- nebst Zins zu 5 % seit dem 5. Februar 2004 auf dem Betrag von Fr. 30'000.-- und Zins zu 5 % auf dem Betrag von Fr. 4'610.-- seit dem 5. Januar 2007 zu bezahlen. Mit Urteil vom 23. Februar 2011 wies das Bezirksgericht die Klage ab.
�Gegen dieses Urteil erhob die Beschwerdegegnerin Berufung an das Kantonsgericht des Kantons Wallis, das die Klage mit Urteil vom 14. Januar 2013 vollumf�nglich guthiess.
Der Beschwerdef�hrer beantragt mit Beschwerde in Zivilsachen, das Urteil des Kantonsgerichts vom 14. Januar 2013 aufzuheben und die Verantwortlichkeitsklage der Beschwerdegegnerin abzuweisen.
�Die Beschwerdegegnerin beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Vorinstanz liess sich vernehmen, ohne einen Antrag zu stellen.
�Mit Pr�sidialverf�gung vom 19. April 2013 wurde der Beschwerde aufschiebende Wirkung erteilt.
Das angefochtene Urteil des Kantonsgerichts ist ein verfahrensabschliessender Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz (Art. 75 Abs. 1 BGG). Sodann �bersteigt der Streitwert (Fr. 34'610.--) die Grenze nach Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG. Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist - unter Vorbehalt einer hinl�nglichen Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) - grunds�tzlich auf die Beschwerde einzutreten.
2.1.�Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Die Beschwerde ist hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten. In der Beschwerdeschrift ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht kann das Bundesgericht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1; 134 II 244 E. 2.2; 133 III 439 E. 3.2 S. 444).
�Unerl�sslich ist im Hinblick auf Art. 42 Abs. 2 BGG, dass die Beschwerde auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt. Der Beschwerdef�hrer soll in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die er im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigen, sondern mit seiner Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ansetzen (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1). Die Begr�ndung der Beschwerde hat in der Beschwerdeschrift selbst zu erfolgen. Der blosse Verweis auf Ausf�hrungen in andern Rechtsschriften oder auf die Akten reicht nicht aus (BGE 133 II 396 E. 3.1).
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Eskann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 135 III 397 E. 1.5). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG).
�Der Beschwerdef�hrer, der die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 136 II 508 E. 1.2; 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3, 393 E. 7.1, 462 E. 2.4). Soweit der Beschwerdef�hrer den Sachverhalt erg�nzen will, hat er zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass er entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile 4A_275/2011 vom 20. Oktober 2011 E. 2, nicht publ. in: BGE 137 III 359; 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570). �berdies ist in der Beschwerde darzutun, inwiefern die Behebung des ger�gten Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3).
�Mit Blick auf diese Grunds�tze kann auf die eigene, frei gehaltene Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdef�hrers in den Ziffern II.1.-4. der Beschwerdeschrift nicht abgestellt werden.
Nach Art. 827 OR (in der hier noch anwendbaren, bis 31. Dezember 2007 in Kraft gewesenen Fassung) gelten f�r die Verantwortlichkeit der bei der Gr�ndung der Gesellschaft mitwirkenden oder mit der Gesch�ftsf�hrung oder der Kontrolle betrauten Personen sowie der Liquidatoren die Bestimmungen des Aktienrechts.
�Die Mitglieder des Verwaltungsrates und alle mit der Gesch�ftsf�hrung oder mit der Liquidation befassten Personen sind sowohl der Gesellschaft als den einzelnen Aktion�ren und Gesellschaftsgl�ubigern f�r den Schaden verantwortlich, den sie durch absichtliche oder fahrl�ssige Verletzung ihrer Pflichten verursachen (Art. 754 Abs. 1 OR). Die Voraussetzungen einer Haftung aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit sind demnach das Vorliegen eines Schadens, einer Pflichtverletzung, des nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen Schaden und Pflichtverletzung sowie eines Verschuldens (BGE 132 III 342 E. 4.1, 564 E. 4.2).
�Nach Art. 717 Abs. 1 OR m�ssen die Mitglieder des Verwaltungsrates, sowie Dritte, die mit der Gesch�ftsf�hrung befasst sind, ihre Aufgaben mit aller Sorgfalt erf�llen und die Interessen der Gesellschaft in guten Treuen wahren. Die gesetzlich normierte Treuepflicht verlangt, dass die Mitglieder des Verwaltungsrates ihr Verhalten am Gesellschaftsinteresse ausrichten. F�r die Sorgfalt, die der Verwaltungsrat bei der F�hrung der Gesch�fte der Gesellschaft aufzuwenden hat, gilt ein objektiver Massstab. Die Verwaltungsr�te sind zu aller Sorgfalt verpflichtet und nicht nur zur Vorsicht, die sie in eigenen Gesch�ften anzuwenden pflegen (BGE 122 III 195 E. 3a; 113 II 52 E. 3a S. 56). Das Verhalten eines Verwaltungsratsmitglieds wird deshalb mit demjenigen verglichen, das billigerweise von einer abstrakt vorgestellten, ordnungsgem�ss handelnden Person in einer vergleichbaren Situation erwartet werden kann (BGE 139 III 24 E. 3.2 mit Hinweis).
Nach den Feststellungen der Vorinstanz erhielt der Beschwerdef�hrer als Inhaber des Einzelunternehmens zwischen dem 9. M�rz 2004 und dem 24. M�rz 2005 (folglich ab Einleitung der Betreibung respektive des Erstprozesses durch die Beschwerdegegnerin gegen die GmbH) den Betrag von Fr. 155'701.25 von der GmbH. Konkret veranlasste der Beschwerdef�hrer als einzelzeichnungsberechtigter und f�r den finanziellen Bereich allein zust�ndiger Gesellschafter und Gesch�ftsf�hrer der GmbH, dass 13 Betr�ge von insgesamt Fr. 155'701.25 an das Einzelunternehmen, d.h. an ihn pers�nlich, �berwiesen wurden. F�r diese Bez�ge hinterlegte der Beschwerdef�hrer im kantonalen Verfahren lediglich Rechnungen des Einzelunternehmens an die GmbH. Gem�ss diesen stellte das Einzelunternehmen der GmbH in der Zeit von Februar 2004 bis M�rz 2005 insgesamt zwischen 1487 bis 1600 Arbeitsstunden inkl. Spesen in Rechnung. Die Vorinstanz erwog, da keine Arbeitsrapporte, schriftlichen Vertr�ge, Vereinbarungen, Aktennotizen, Offerten oder allenfalls Auftragsbest�tigungen existierten und der Beschwerdef�hrer zudem nicht unterschieden habe, ob er f�r die GmbH oder die Einzelfirma arbeite, sei eine �berpr�fung der Rechtm�ssigkeit der vom Einzelunternehmen in Rechnung gestellten Betr�ge unm�glich. Sie befand, durch das "Zwischenschieben" der GmbH und der Fakturierung seiner eigenen Leistungen im Stundenlohn durch das Einzelunternehmen an die GmbH habe der Beschwerdef�hrer das Gesch�ftsrisiko einseitig auf die GmbH verschoben, w�hrend seine Einzelfirma "ungeniert voll einkassiert"�habe.
�An anderer Stelle hielt die Vorinstanz fest, den Jahresrechnungen des Einzelunternehmens sei zu entnehmen, dass dieses in den Jahren 2003 und 2004 keinen Erl�s aus Innenausbauten deklariert habe, jedoch aus Planung und Beratung Fr. 130'175.-- (2003) resp. Fr. 174'418 (2004). Im Jahre 2005 hingegen habe das Einzelunternehmen einen Erl�s aus Innenausbauten von Fr. 15'578.--, aus Beratung und Planung von Fr. 207'223.-- und aus M�belhandel von Fr. 294'184.-- deklariert. Genau umgekehrt verhalte es sich bei der GmbH. Diese habe im 2004 noch einen Erl�s von Fr. 421'972.05 und 2005 nur noch einen solchen von Fr. 6'496.80 erzielt.
�Die Vorinstanz erwog, durch das vom Beschwerdef�hrer praktizierte Vorgehen sei der Konkurs der GmbH �ber kurz oder lang unausweichlich geworden. Sie schloss, so handle kein verantwortungsbewusster Gesch�ftsf�hrer einer GmbH. Der Beschwerdef�hrer habe durch seine Vorgehensweise in gr�bster Art gegen die Sorgfalts- und Treuepflicht, die ihm als Gesch�ftsf�hrer der GmbH oblegen sei, verstossen.
�Sodann befand die Vorinstanz, der Beschwerdef�hrer habe "ung�ltige Selbstkontraktionen vorgenommen". Denn er habe immer allein entschieden und gleichzeitig als Gesch�ftsf�hrer der GmbH und als Inhaber der Einzelfirma gehandelt. Die Interessenkollision sei damit vorprogrammiert gewesen. Die entsprechenden Rechtsgesch�fte seien daher allesamt ung�ltig, und die Bez�ge des Einzelunternehmens seien unrechtm�ssig erfolgt. Ohne die rechtswidrigen Bez�ge - so der Schluss der Vorinstanz - h�tte die GmbH Aktiven im Umfang von Fr. 155'701.25 mehr gehabt, die es ihr erm�glicht h�tten, die Forderung der Beschwerdegegnerin zu begleichen und den eigenen Konkurs zu vermeiden.
Der Beschwerdef�hrer macht eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend. Er beanstandet die Erw�gung der Vorinstanz, wonach "[o]hne die rechtswidrigen Bez�ge von A.________ die GmbH Aktiven im Umfange von Fr. 155'701.25 mehr gehabt h�tte, die es ihr auch erm�glicht h�tten, die Forderung der Kl�gerin vollumf�nglich zu begleichen...". Damit - so der Beschwerdef�hrer - verneine die Vorinstanz, dass das Einzelunternehmen �berhaupt verrechenbare Leistungen f�r die GmbH erbracht habe, was eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung sei. Denn das erstinstanzliche Gericht sei zum Schluss gekommen, dass den �berweisungen ausgewiesene Gegenleistungen des Einzelunternehmens�gegen�ber st�nden.
�Auf diese Sachverhaltsr�ge kann mangels hinreichender Begr�ndung nicht eingetreten werden (vgl. Erw�gung 2.2). Eine offensichtliche Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung kann nicht bloss mit einer anderslautenden Schlussfolgerung der Erstinstanz aufgezeigt werden, zumal das erstinstanzliche Urteil von der Beschwerdegegnerin - erfolgreich - mit Berufung angefochten wurde. Eine andere Begr�ndung daf�r, dass die beanstandete Ausf�hrung der Vorinstanz offensichtlich unrichtig sein soll, liefert der Beschwerdef�hrer nicht.
�Im �brigen hat die Vorinstanz nicht festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer �berhaupt keine Leistungen f�r die GmbH erbracht hat. Sie erblickte das sorgfaltswidrige Handeln des Beschwerdef�hrers denn auch nicht im Umstand, Zahlungen ohne jegliche Gegenleistung ausgerichtet zu haben. Vielmehr r�gte sie, dass durch das Dazwischenschalten der GmbH das Gesch�ftsrisiko einseitig auf diese verschoben worden sei, und dass den Bez�gen Konditionen zugrunde gelegen h�tten, die nur der Einzelfirma zugute gekommen seien und von einem im Interesse der GmbH handelnden Gesch�ftsf�hrer nicht ausgehandelt worden w�ren. Zudem sei eine �berpr�fung der Rechtm�ssigkeit der Bez�ge mangels entsprechender Unterlagen und mangels Unterscheidung, ob f�r die Einzelfirma oder die GmbH gearbeitet worden sei, nicht m�glich.
Der Beschwerdef�hrer bestreitet, dass ein unzul�ssiges Selbstkontrahieren vorgelegen habe. Indem die Vorinstanz von einem solchen ausgegangen sei, habe sie Art. 1 OR verletzt.
6.1.�Nach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts ist das Kontrahieren eines Vertreters mit sich selbst grunds�tzlich unzul�ssig, weil es regelm�ssig zu Interessenkollisionen f�hrt und somit vom Gesellschaftszweck nicht erfasst wird. Selbstkontrahieren hat deshalb die Ung�ltigkeit des betreffenden Rechtsgesch�ftes zur Folge, es sei denn, die Gefahr einer Benachteiligung des Vertretenen sei nach der Natur des Gesch�ftes ausgeschlossen oder der Vertretene habe den Vertreter zum Vertragsschluss mit sich selbst besonders erm�chtigt oder das Gesch�ft nachtr�glich genehmigt. Die gleichen Regeln gelten auch f�r die Doppelvertretung zweier Vertragsparteien durch ein und denselben Vertreter sowie die gesetzliche Vertretung juristischer Personen durch deren Organe. Auch in diesen F�llen bedarf es einer besonderen Erm�chtigung oder einer nachtr�glichen Genehmigung durch ein �ber- oder nebengeordnetes Organ, wenn die Gefahr einer Benachteiligung besteht (BGE 127 III 332 E. 2a; 126 III 361 E. 3a S. 363 mit Hinweisen).
6.2.�Der Beschwerdef�hrer ist der Auffassung, bei den fraglichen Gesch�ften des Einzelunternehmens mit der GmbH habe keine Gefahr einer Benachteiligung bestanden, da den �berweisungen ausgewiesene Leistungen gegen�ber gestanden h�tten, die er (der Beschwerdef�hrer) zuvor f�r die Auftraggeber der GmbH erbracht habe. Er st�tzt sich f�r diese Behauptung wiederum auf Ausf�hrungen im - aufgehobenen - erstinstanzlichen Urteil und auf zus�tzliche Sachverhaltselemente, die vorinstanzlich nicht festgestellt sind. Darauf kann nicht abgestellt werden (vgl. Erw�gung 2.2). Abgesehen davon verkennt der Beschwerdef�hrer, dass die Vertretungsmacht des Selbstkontrahierenden bloss dann ausnahmsweise doch besteht, wenn die Gefahr einer Benachteiligung des Vertretenen�nach der Natur des Gesch�ftes ausgeschlossen�ist, und nicht bereits aufgrund des Umstandes, dass �berhaupt eine Gegenleistung vereinbart wurde oder der f�r einzelne Arbeiten des Beschwerdef�hrers verrechnete Stundenansatz angemessen gewesen sein soll. Nun ist aber, wenn - wie vorliegend - ein Gesellschaftsorgan f�r sich selbst mit der durch ihn vertretenen Gesellschaft ein Rechtsgesch�ft abschliesst, regelm�ssig ein direkter und intensiver Interessenkonflikt gegeben (vgl. dazu�PETER B�CKLI, Schweizer Aktienrecht, 4. Aufl. 2009, S. 1796 Rz. 643). Dass die vom Beschwerdef�hrer in Personalunion als Gesch�ftsf�hrer der GmbH einerseits und als Inhaber des Einzelunternehmens andererseits get�tigten Gesch�fte zwischen der GmbH und dem Einzelunternehmen ausnahmsweise g�ltig w�ren, weil ihrer Natur nach die Gefahr einer Benachteiligung der GmbH ausgeschlossen gewesen sein soll, ist daher nicht anzunehmen und macht der Beschwerdef�hrer auch nicht geltend. Seine R�ge ist mithin unbegr�ndet, soweit �berhaupt darauf eingetreten werden kann.
Weiter r�gt der Beschwerdef�hrer eine Verletzung von Art. 8 ZGB. Er ist der Auffassung, es w�re Sache der Beschwerdegegnerin gewesen, zu beweisen, dass das Einzelunternehmen�die der GmbH in Rechnung gestellten Dienstleistungen nicht erbracht habe, dass der Stundenansatz von Fr. 95.-- unangemessen sei und generell, dass der Beschwerdef�hrer durch sein Gesch�ftsmodell der GmbH einen Schaden zugef�gt habe. Diesen Beweis sei die Beschwerdegegnerin schuldig geblieben.
7.1.�Es trifft zu, dass der Ansprecher im Verantwortlichkeitsprozess das Vorliegen eines Schadens, einer Pflichtverletzung und des zwischen diesen bestehenden Kausalzusammenhangs zu beweisen hat (vgl. BGE 128 III 180 E. 2d S. 183 f.). Gem�ss dem Urteil der Vorinstanz steht fest, dass der Beschwerdef�hrer als allein entscheidender Gesch�ftsf�hrer der GmbH in erheblichem Umfang Betr�ge an sich selbst als Inhaber des Einzelunternehmens ausbezahlt hat, deren Fehlen schliesslich im Zusammenhang mit der in Betreibung gesetzten Forderung der Beschwerdegegnerin den Konkurs der GmbH bewirkte. Wenn der Beschwerdef�hrer diese Bez�ge mit angeblichen ad�quaten Leistungen des Einzelunternehmens f�r die GmbH rechtfertigen will, obwohl er beim Abschluss der den Bez�gen zugrunde liegenden Gesch�fte - zufolge Selbstkontrahierens - in einem eklatanten Interessenkonflikt gestanden hat (vgl. Erw�gung 6.2), so ist es an ihm, darzutun, dass seine Vorgehensweise dennoch im Gesellschaftsinteresse lag, und damit zu widerlegen, dass er seine Sorgfalts- und Treuepflicht verletzte (vgl. Urteil 4C.155/2002 vom 9. September 2002 E. 2.3).
7.2.�Gem�ss der Vorinstanz hinterlegte der Beschwerdef�hrer f�r die get�tigten Bez�ge lediglich Rechnungen des Einzelunternehmens an die GmbH, in denen jeweils eine Anzahl Stunden inkl. Spesen aufgef�hrt war. Da aber keine Arbeitsrapporte, schriftlichen Vertr�ge, Vereinbarungen, Aktennotizen, Offerten oder allenfalls Auftragsbest�tigungen existierten und der Beschwerdef�hrer zudem nicht unterschieden hatte, ob er f�r die GmbH oder die Einzelfirma arbeitete, war eine �berpr�fung der Rechtm�ssigkeit der vom Einzelunternehmen in Rechnung gestellten Betr�ge gem�ss der Vorinstanz unm�glich. Der Beschwerdef�hrer widerspricht dem und verweist auf die vier Kisten Gesch�ftsunterlagen, die er ins Recht gelegt habe und anhand derer eine �berpr�fung m�glich sein soll. Das Vorbringen ist unbehelflich, da es nicht Sache des Gerichts sein kann, ohne entsprechende konkrete Parteibehauptungen in den vier Kisten Gesch�ftsunterlagen nach sachdienlichen Tatsachen zu suchen. Vielmehr obliegt es den Parteien, hinreichend substanziierte Tatsachenbehauptungen aufzustellen und mit pr�zisen Angaben die diesbez�glichen Gesch�ftsunterlagen als Belege daf�r zu bezeichnen. Dass er solches im kantonalen Verfahren getan h�tte, legt der Beschwerdef�hrer nicht dar. Ohnehin verbliebe auf jeden Fall das vom Beschwerdef�hrer selbst zu vertretende Hindernis f�r eine �berpr�fung der Rechnungen, dass er n�mlich nicht unterschied, ob er f�r die GmbH oder das Einzelunternehmen arbeitete.
7.3.�Der Beschwerdef�hrer beanstandet die Bemerkung der Vorinstanz, es erstaune dennoch, dass das Einzelunternehmen der GmbH 85 Arbeitsstunden zu Fr. 95.-- in Rechnung gestellt habe f�r lediglich die Lieferung von 168 St�hlen und 42 Tischen ins Z.________ in K.________. Die Bemerkung war nicht ausschlaggebend f�r das Urteilsergebnis, illustriert aber dennoch die Zweifel der Vorinstanz an der Fundiertheit der Rechnungsstellung des Einzelunternehmens. Der Beschwerdef�hrer versucht sie mit neuen Behauptungen zu rechtfertigen, mit denen er indessen allesamt nicht geh�rt werden kann (vgl. Erw�gung 2.2).
7.4.�Sodann hilft es dem Beschwerdef�hrer nicht weiter, wenn er einmal mehr die erste Instanz zitiert, die den Stundenansatz von Fr. 95.-- als angemessen beurteilt habe. Es ist jedenfalls nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz davon ausging, dass sich der Interessenkonflikt gerade auch bez�glich der Festsetzung des Stundenansatzes im Sinne einer Benachteiligung der GmbH manifestierte.
7.5.�Was der Beschwerdef�hrer unter dem Titel einer Verletzung von Art. 8 ZGB vorbringt, ist demnach nicht zielf�hrend. Eine solche Rechtsverletzung ist nicht auszumachen.
�Es bleibt daher bei der Beurteilung der Vorinstanz, dass der Beschwerdef�hrer mit seiner Vorgehensweise nicht im Interesse der GmbH handelte und seine Sorgfalts- und Treuepflicht als Gesch�ftsf�hrer der GmbH verletzte.
Schliesslich bestreitet der Beschwerdef�hrer, dass der Gesellschaft ein Schaden entstanden sei. Er argumentiert, ein solcher k�nne zum vornherein ausgeschlossen werden, weil das Einzelunternehmen f�r die bezogenen Verg�tungen die entsprechenden Gegenleistungen vorg�ngig erbracht habe. Ohne die vorausgehenden Dienstleistungen des Einzelunternehmens f�r die GmbH h�tte letztere die Auftr�ge f�r die externen Auftraggeber nicht ausf�hren und in Rechnung stellen k�nnen. Es w�re demnach kein Geld auf das Konto der GmbH geflossen, und dieselbe h�tte gem�ss dem Beschwerdef�hrer auch nicht �ber die Aktiven von Fr. 155'701.25 verf�gen k�nnen. Somit habe auch "die Frage des Selbstkontrahierens [...] keinen Einfluss auf den Verm�gensstand der GmbH". Selbst wenn die GmbH den Beschwerdef�hrer ohne vertragliche Grundlage bezahlt h�tte, st�nde diesem - wie er selber ausf�hrt -�aufgrund der von ihm erbrachten Leistungen gest�tzt auf Art. 62 ff. OR ein Anspruch gegen die GmbH zu.
�Die Behauptung, die GmbH h�tte ohne die vorg�ngigen Dienstleistungen des Einzelunternehmens die Auftr�ge f�r die externen Auftraggeber nicht ausf�hren und in Rechnung stellen k�nnen, ist neu und findet im angefochtenen Urteil keine St�tze. Sie kann daher nicht ber�cksichtigt werden, ebenso wenig die darauf aufgebaute Argumentation des Beschwerdef�hrers (Art. 99 Abs. 1 BGG). Im �brigen zeigt diese Verteidigung gerade die vom Beschwerdef�hrer geschaffene problematische Situation auf, dass er nicht unterschied, ob er f�r die GmbH oder das Einzelunternehmen arbeitete. Wenn die GmbH die Auftr�ge mit den Dritten abschloss und die damit einhergehenden Pflichten und Risiken �bernahm, hatten ihr grunds�tzlich auch die bezahlten Honorare zugute zu kommen.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Dem�Ausgang des Verfahrens entsprechend wird der Beschwerdef�hrer kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG).