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Timestamp: 2016-10-23 01:21:11
Document Index: 180753203

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 106', 'Art. 106', 'Art. 107', 'Art. 106', 'Art. 107', 'Art. 108', 'Art. 106', 'Art. 107', 'Art. 96', 'BGE', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 96', 'Art. 95', 'Art. 66', 'Art. 51']

4A_552/2015 (25.05.2016)
4A_552/2015 � � Urteil vom 25. Mai 2016
I. zivilrechtliche A-bteilung
vertreten durch F�rsprecher Cornel Quinto,
des Kantons Z�rich vom 26. August 2015.-
A.a.�Die B.________ AG (Kl�gerin, Beschwerdegegnerin) hat ihren Sitz in Basel und bezweckt das Halten und Verwalten von Beteiligungen, insbesondere von Gesellschaften der Gruppe C.________.
Die A.________ AG ("Versicherung", Beklagte, Beschwerdef�hrerin) schloss mit der B.________ AG zwei Vertr�ge ("D.________ Haftpflichtversicherung", Nr. xxx und Nr. yyy), in denen sie f�r die Dauer vom 1. Juli 2002 bis 30. Juni 2005 (Ziffer 1.4 Vertrag) und bis zum Betrag von je 10 Mio. USD pro Schadenfall das Risiko der Versicherungsnehmerin und der mitversicherten Gesellschaften als Treuhandgesellschaft inkl. Bankenrevision f�r alle T�tigkeiten versicherte, wie sie in den jeweiligen Gesch�ftsberichten umschrieben sind (Ziffer 1.3.1 Vertrag). Mitversichert sind danach insbesondere die Tochtergesellschaften der Versicherungsnehmerin (Ziffer 1.2 Vertrag).
A.b.�Die E.________ AG ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Kl�gerin. Sie war ab 16. Februar 1999 als statutarische Revisionsstelle der F.________ SA, einer Verm�gensverwaltungsgesellschaft mit Sitz in U.________, t�tig. Die Eidgen�ssische Bankenkommission erteilte der F.________ SA am 4. Juli 2000 die Effektenh�ndlerbewilligung, worauf die E.________ AG auch als banken- bzw. b�rsengesetzliche Revisionsstelle eingesetzt war. G.________ war Angestellter, ab 2000 Partner der E.________ AG und kollektivzeichnungsberechtigt zu zweien; dem Verwaltungsrat geh�rte er nicht an. Im Mandat F.________ SA war er verantwortlicher bzw. leitender Revisor.
A.c.�Nach einer Untersuchung entzog die Eidgen�ssische Bankenkommission der F.________ SA im August 2004 die Bewilligung als Effektenh�ndlerin. Am 19. August 2004 er�ffnete die Eidgen�ssische Bankenkommission den Konkurs �ber die F.________ SA. Gegen die ehemaligen Verwaltungsr�te der F.________ SA wurde ein Strafverfahren er�ffnet, das schliesslich zu deren Verurteilung zu mehrj�hrigen Freiheitsstrafen f�hrte. G.________ wurde im Strafverfahren als Auskunftsperson befragt. Obwohl gegen ihn keine Strafuntersuchung er�ffnet worden war, erging am 1. Oktober 2012 eine Einstellungsverf�gung.
A.d.�Am 18. Dezember 2009 reichte die Konkursmasse F.________ SA eine Verantwortlichkeitsklage aus Revisionshaftung gegen die E.________ AG ein, womit sie - im Sinne einer Teilklage - Fr. 10 Mio. eines von ihr mit Fr. 65 Mio. bezifferten Gesamtschadens geltend machte.
Im Juli 2012 leiteten sodann zwei Gl�ubiger bzw. Investoren der F.________ SA Zivilklagen gegen die E.________ AG wegen direkter Sch�digung ein. Die H.________ klagte auf Bezahlung von rund USD 15 Mio., die I.________ machte eine Forderung von rund USD 10 Mio. geltend.
A.e.�Die Versicherung verweigerte die �bernahme der Kosten f�r die Abwehr der gegen die E.________ AG eingereichten Klagen.
B.a.�Am 6. Februar 2013 gelangte die B.________ AG an das Handelsgericht des Kantons Z�rich mit dem (nach zweimaliger �nderung) bereinigten Rechtsbegehren, es sei gerichtlich festzustellen, dass die Versicherung f�r den Schadenfall F.________ SA leistungspflichtig sei und diese sei zu verurteilen, ihr den Betrag von Fr. 1'319'616.-- (eventuell entsprechend in USD) zu bezahlen, zuz�glich Verzugszins auf diversen F�lligkeiten. Die Kl�gerin forderte den Ersatz der von ihr bzw. ihrer Tochtergesellschaft f�r die Rechtsvertretung in verschiedenen (strafrechtlichen, verwaltungsrechtlichen und zivilrechtlichen) Verfahren zur Wahrung ihrer Interessen im Zusammenhang mit der Revisionst�tigkeit bei der F.________ SA bezahlten Aufwendungen.
B.b.�Das Handelsgericht des Kantons Z�rich hiess die Klage mit Urteil vom 26. August 2015 teilweise gut und verpflichtete die Beklagte, der Kl�gerin Fr. 1'054'868.20 zu bezahlen zuz�glich 5 % Zins auf Fr. 239'927.75 seit 17. September 2010, auf Fr. 175'604.-- seit 29. April 2011, auf Fr. 187'631.60 seit 14. April 2012, auf Fr. 101'561.60 seit 1. Mai 2013, auf Fr. 35'964.70 seit 6. Juni 2013, auf Fr. 188'887.25 seit 11. Oktober 2013 und auf Fr. 110'541.-- seit 12. Dezember 2013. Das Gericht erkannte im Wesentlichen, dass die Haftpflichtversicherung f�r die Zivilverfahren (nicht f�r die verwaltungs- und strafrechtlichen Verfahren) gelte und dass kein vertraglicher Ausschlussgrund bestehe. Die H�he der durch Anwaltsrechnungen belegten Kosten hielt es mit Ausnahme von �bersetzungskosten f�r ausgewiesen.
In einem Beschluss vom selben Tag trat das Handelsgericht auf das Feststellungsbegehren der Kl�gerin nicht ein. Es auferlegte sodann die Gerichtskosten in H�he von Fr. 270'000.-- (Dispositiv-Ziff. 2) zu 60 % der Kl�gerin und zu 40 % der Beklagten (Dispositiv-Ziff. 3) und sprach der Beklagten zu Lasten der Kl�gerin eine reduzierte Parteientsch�digung von Fr. 54'000.-- zu (Dispositiv-Ziff. 4).
Mit Beschwerde in Zivilsachen stellt die Beklagte - mit zweimal erg�nzten Begehren - folgende Antr�ge:
"1.�������Das Urteil vom 26. August 2015 des Handelsgerichts Z�rich sei�������aufzuheben.
2.�������Die Klage der Kl�gerin und Beschwerdegegnerin sei���������������������abzuweisen, unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen��������������������� (zuz�glich 8 % Mehrwertsteuer) zulasten der Kl�gerin und��������������Beschwerdegegnerin.�
3.�������Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur weiteren��������������Abkl�rung des Sachverhaltes und zu einem neuen Entscheid��������������gem�ss der nachfolgenden Begr�ndung zur�ckzuweisen.
4.�������Subeven�tualiter seien f�r den Fall, dass das Bundesgericht��������������Ziffer 1 des Entscheid-Dispositivs des Urteils des Handels-
�������gerichts sch�tzt, die Ziffer 3 und 4 des Entscheid-Dispositivs��������������des Urteils des Handelsgerichts aufzuheben und die Kosten-��������������und Entsch�digungsfolgen gem�ss der nachfolgenden���������������������Begr�ndung aufgrund des Obsiegens im Verfahren vor��������������Handelsgericht wie folgt neu festzulegen:
�������a.�������Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens seien zu
��������������4.07 %, d.h. in H�he von CHF 10'989 der Beschwerde-
��������������f�hrerin (Beklagten) und zu 95,93 % d.h. in H�he von
��������������CHF 259'011 der Beschwerdegegnerin (Kl�gerin)���������������������aufzuerlegen.
�������b.�������Die Beschwerdegegnerin (Kl�gerin) sei zu verpflichten,
��������������der Beschwerdef�hrerin (Beklagten) f�r das Verfahren
��������������vor Vorinstanz eine Parteientsch�digung in H�he von
��������������CHF 248'022 zuz�glich 8 % MWST (= CHF 19'841.75),
��������������d.h. total CHF 267'863.75 zu zahlen.
5.�������Die Beschwerdegegnerin und Kl�gerin sei zu verpflichten, der�������Beklagten und Beschwerdef�hrerin eine angemessene Partei-
�������entsch�digung unter Ber�cksichtigung der Mehrwert-���������������������steuerpflicht des Rechtsvertreters zu zahlen.
6.�������Die Kosten des Beschwerdeverfahrens seien der Beschwerde-
�������gegnerin zu auferlegen."
Die Beschwerdef�hrerin hat unaufgefordert eine Replik eingereicht.
Die formellen Voraussetzungen f�r die Zul�ssigkeit der Beschwerde sind erf�llt und geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf das Rechtsmittel ist - unter Vorbehalt geh�riger Begr�ndung - einzutreten.
1.1.�Mit der Beschwerde kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und 96 BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Bundesrecht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist daher bez�glich der Anwendung von Bundesrecht nicht an die Begr�ndung der Parteien gebunden, sondern kann die Beschwerde auch aus andern als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder den Entscheid mit einer Begr�ndung best�tigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (BGE 138 II 331 E. 1.3 S. 335 f. mit Hinweis). Es obliegt jedoch dem Beschwerdef�hrer, sich in seiner Beschwerde sachbezogen mit den Darlegungen im angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG). Das Bundesgericht pr�ft unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht - vorbeh�ltlich offensichtlicher Fehler - nur die in der Beschwerde geltend gemachten Rechtswidrigkeiten (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254; siehe auch BGE 134 III 102 E. 1.1 S. 104 f.). Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 135 II 384 E. 2.2.1 S. 389; 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). St�tzt sich der angefochtene Entscheid auf mehrere, voneinander unabh�ngige Begr�ndungen, muss jede einzelne angefochten werden, sonst wird auf die Beschwerde nicht eingetreten (BGE 138 I 97 E. 4.1.4 S. 100 mit Hinweisen).
Die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht pr�ft das Bundesgericht nur insoweit, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
1.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Dazu geh�ren sowohl die Feststellungen �ber den Lebenssachverhalt, der dem Streitgegenstand zugrunde liegt, als auch jene �ber den Ablauf des vor- und erstinstanzlichen Verfahrens, also die Feststellungen �ber den Prozesssachverhalt (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 17 f.). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG, BGE 140 III 115 E. 2 S. 117). Gem�ss Art. 97 BGG kann die Feststellung des Sachverhalts und damit die Beweisw�rdigung nur ger�gt werden, wenn die Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig - d.h. willk�rlich (Art. 9 BV; BGE 140 III 115 E. 2 S. 117 mit Hinweis) - ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und die Behebung des Mangels f�r den Verfahrensausgang entscheidend sein kann. Bei der R�ge der offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das Bundesgericht pr�ft in diesem Fall nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen; auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356; 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
1.3.�Soweit die Beschwerdef�hrerin in ihren Vorbringen Rechtsr�gen und Sachverhaltsr�gen vermischt, ohne aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz die - entscheiderheblichen - Tatsachen willk�rlich festgestellt haben soll, ist sie nicht zu h�ren.
Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil festgehalten, dass der Versicherungsfall in Sachen Revisionst�tigkeit F.________ SA mit Erhebung eines Schadenersatzanspruches (im Juli 2004 oder im Mai 2003) eingetreten ist. Sie hat geschlossen, dass die Beschwerdef�hrerin grunds�tzlich vertraglich verpflichtet ist, die eingeklagten Kosten f�r die Rechtsvertretung der aus Haftpflicht in Anspruch genommenen Beschwerdegegnerin bzw. deren Tochtergesellschaft zu �bernehmen in den Verfahren, welche die Konkursmasse F.________ SA am 18. Dezember 2009 angestrengt hat und welche die H.________ und die I.________ im Juli 2012 mit entsprechenden Schlichtungsbegehren eingeleitet haben. Die Beschwerdef�hrerin bestreitet ihre grunds�tzliche Verpflichtung aus den Versicherungsvertr�gen nicht, r�gt jedoch, die Vorinstanz habe die Ausschlussklauseln (Ziffern 7.1.5 und 7.1.14) zu Unrecht nicht f�r anwendbar gehalten.
2.1.�In Ziffer 7 "Ausschl�sse" haben die Parteien "Allgemeine Deckungseinschr�nkungen (gilt f�r die Grunddeckung und f�r die Sonderrisiken - alphabetisch geordnet) " vereinbart.
Ziffer 7.1.5 "Hohe Wahrscheinlichkeit" lautet wie folgt:
"Ausgeschlossen ist die Haftpflicht f�r Sch�den, deren Eintritt von den Repr�sentanten der Versicherungsnehmerin und der mitversicherten Unternehmen, mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet werden musste.
Dasselbe gilt f�r Sch�den, die im Hinblick auf die Wahl einer bestimmten Arbeitsweise zwecks Senkung der Kosten oder Beschleunigung der Arbeit billigend in Kauf genommen wurde (Eventualvorsatz)."
Ziffer 7.1.14 "Vorsatz/Absicht" lautet wie folgt:
"Anspr�che aus Sch�den, die anl�sslich der vors�tzlichen Begehung von Verbrechen, Vergehen sowie der wissentlichen �bertretung von gesetzlichen, beh�rdlichen oder vertraglichen Vorschriften verursacht werden. Der Versicherungsschutz erstreckt sich jedoch auf die Haftpflicht aus absichtlichen Handlungen, sofern den Versicherten keine absichtliche, vors�tzliche oder strafbare Beteiligung vorgeworfen werden kann."
2.2.�Die Vorinstanz hat in normativer Auslegung der Vertragsklauseln zun�chst unterschieden zwischen der Versicherungsdeckung zur Wahrung der Interessen des aus Haftpflicht in Anspruch genommenen Versicherten gegen�ber dem angeblich Gesch�digten ("Rechtsschutzanspruch", "Abwehr unbegr�ndeter Anspr�che" im Sinne von Ziffer 8.1 des Vertrages) einerseits und der �bernahme von Schadenersatzanspr�chen ("Befreiungsanspruch", "Entsch�digung begr�ndeter Anspr�che" im Sinne von Ziffer 8.1 des Vertrages) andererseits. Sie hat erwogen, die umstrittenen Deckungsausschl�sse kn�pften an "Sch�den" und damit an die Entsch�digung bzw. �bernahme begr�ndeter Anspr�che an. Sie hat daraus indessen nicht gefolgert, dass die Deckungsausschl�sse daher f�r die Kosten der Abwehr ungerechtfertigter Anspr�che nicht gelten k�nnen; die Vorinstanz hat vielmehr in einer schwer verst�ndlichen Argumentation angenommen, die vertraglichen Deckungsausschl�sse seien auf die Kosten zur Abwehr von Anspr�chen anwendbar, wenn die Beschwerdef�hrerin einen Schaden nachweise, der insgesamt unter den Deckungsausschluss falle. Diese Voraussetzung hat sie verneint. In einer weiteren (Eventual-) Begr�ndung hat sie zudem verneint, dass die Beschwerdef�hrerin die Absicht oder wenigstens den Eventualvorsatz der f�r die Beschwerdegegnerin handelnden Personen nachgewiesen habe.
2.3.�Die Beschwerdef�hrerin setzt sich mit dem Wortlaut der Vertragsklauseln nicht auseinander; sie geht zwar mit der Vorinstanz davon aus, dass in einem ersten Schritt zu pr�fen sei, ob f�r die Abwehr der gegen den Versicherten geltend gemachten Anspr�che Versicherungsschutz gegeben sei. Sie �bergeht indes, dass die Vertragsklauseln in Ziffern 7.1.5 und 7.1.14 den Deckungsausschluss - wie die Vorinstanz zutreffend darlegt - nur f�r "Sch�den" vorsehen, nicht aber f�r die Kosten der Abwehr unberechtigter Anspr�che. Die Beschwerdef�hrerin bringt zwar vor, die Vorinstanz verstehe den Begriff "Sch�den" offensichtlich falsch, wenn sie darunter den zivilrechtlichen Schaden des Gesch�digten verstehe, der nicht Gegenstand der Haftpflichtversicherung sei. Ihre blosse Behauptung, wonach sich die Deckungsausschl�sse auf die Schadenereignisse als solche beziehen sollen, begr�ndet sie nicht n�her. Aus dem systematischen Zusammenhang mit anderen im Vertrag stipulierten Deckungsausschl�ssen allein ergibt sich dies jedenfalls entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin nicht ohne weiteres. Die Frage kann jedoch offenbleiben, falls die Vorinstanz die Anwendbarkeit der Deckungsausschl�sse nach Ziffer 7.1.5 oder 7.1.14 bereits aus anderen Gr�nden verneinen durfte.
2.4.�Die Haftpflicht f�r Sch�den ist nach Ziffer 7.1.5 der Versicherungsvertr�ge ausgeschlossen f�r Sch�den, deren Eintritt von den Repr�sentanten der Versicherungsnehmerin und der mitversicherten Unternehmen mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet werden musste. Die Vorinstanz hat der Beschwerdef�hrerin vorgehalten, dass sie nicht hinreichend substanziierte, aufgrund welcher Handlungen welche der Beschwerdegegnerin zuzurechnende Person welche Sch�digung vorausgesehen haben sollte bzw. welche Handlungen �berhaupt f�r welchen Schaden urs�chlich gewesen sein sollten. Die Beschwerdef�hrerin behauptet nicht und weist auch nicht mit Aktenhinweisen nach, dass sie einzelne pflichtwidrige, vors�tzliche Handlungen von Repr�sentanten der Beschwerdegegnerin - namentlich des verantwortlichen Revisors - behauptet und zum Beweis verstellt h�tte, und dass aufgrund dieser Handlungen mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Haftpflichtfall zu erwarten gewesen w�re. Die Beschwerdef�hrerin stellt sich zu Unrecht auf den Standpunkt, dieser Nachweis obliege nicht ihr. Da unbestritten das versicherte Ereignis eingetreten ist, obliegt der Beschwerdef�hrerin die Beweislast f�r die rechtshindernde Tatsache des Deckungsausschlusses. Unbesehen darum, welche Anforderungen Ziffer 7.1.5 an diesen Ausschluss im Einzelnen stellt, ist daf�r jedenfalls erforderlich, dass der Eintritt des Haftpflichtfalles von den f�r die Versicherte handelnden Personen mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet werden musste. Die Vorinstanz hat insofern zutreffend erwogen, dass eine derartige Erwartung mindestens ein pflichtwidriges und (eventual-) vors�tzliches Handeln voraussetzt, aufgrund dessen eine Sch�digung und damit ein Haftpflichtfall ad�quat kausal entstehen kann. Dass die Beschwerdef�hrerin diese Mindestvoraussetzungen des von ihr beanspruchten Deckungsausschlusses in Bezug auf die umstrittenen Haftpflichtverfahren gegen die Beschwerdegegnerin bzw. deren Tochtergesellschaft substanziiert h�tte, behauptet sie selbst nicht. Die sinngem�sse Behauptung, sie habe der Beschwerdegegnerin bzw. deren Mitarbeiter G.________ Pflichtverletzungen vorgeworfen, gen�gt den Anforderungen an die Begr�ndung offensichtlich nicht.
2.5.�Die Vorinstanz hat sodann zutreffend erwogen, dass eine "wissentliche �bertretung von gesetzlichen, beh�rdlichen oder vertraglichen Vorschriften" (Ziffer 7.1.14 Vertrag) im Minimum ein Wissen um die verletzte Bestimmung sowie den bewussten Entscheid voraussetzt, dennoch ("wider besseres Wissen") zu handeln. Sie hat insofern �berzeugend dargelegt, dass es auf das konkrete Wissen der handelnden Person ankommt und nicht auf die Sorgfalt eines durchschnittlichen Revisors, welche ein Handeln wider besseres Wissen definitionsgem�ss ausschliesst. Sie hat daher von der behauptungs- und beweisbelasteten Beschwerdef�hrerin zutreffend verlangt darzulegen, welche der Beschwerdegegnerin bzw. deren Tochtergesellschaft zuzurechnende Person mit bestimmten Handlungen gegen welche Bestimmungen verstossen hat und dass diese Person wider besseres Wissen gehandelt hat. Dass sie diese prozessualen Anforderungen erf�llt h�tte, behauptet die Beschwerdef�hrerin nicht und weist entsprechende Vorbringen auch nicht durch Aktenhinweise nach. Sie begn�gt sich mit der unzutreffenden Behauptung, der Entzug der Zulassung als bankengesetzlicher Revisor gen�ge f�r den Nachweis einer wissentlichen �bertretung von Vorschriften im Sinne von Ziffer 7.1.14 des Vertrages. Die Vorinstanz hat die von der Beschwerdef�hrerin angef�hrten Normen nicht verletzt, wenn sie Behauptungen und Beweisofferten in Bezug auf bestimmte Handlungen verlangte, die in "wissentlicher �bertretung" von Bestimmungen begangen sein sollen.
2.6.�Die Vorinstanz hat weder das Vertrauensprinzip bei der Auslegung der umstrittenen Vertragsklauseln verletzt noch die Anforderungen an die Substanziierung verkannt. In Bezug auf die Substanziierung ist sie zutreffend vom Grundsatz ausgegangen, dass die Parteien in Verfahren, die wie hier vom Verhandlungsgrundsatz beherrscht sind, die Verantwortung f�r die Beschaffung des Tatsachenstoffes tragen. Sie haben alle Tatbestandselemente der materiellrechtlichen Normen zu behaupten, die den von ihnen anbegehrten Anspruch begr�nden. Der Behauptungslast ist Gen�ge getan, wenn die Parteien in ihrem Tatsachenvortrag in allgemeiner Weise s�mtliche Tatsachen benennen, welche unter die ihren Antrag st�tzenden Normen zu subsumieren sind. Ein solchermassen vollst�ndiger Tatsachenvortrag wird als schl�ssig bezeichnet, da er bei Unterstellung, er sei wahr, den Schluss auf die anbegehrte Rechtsfolge zul�sst. Bestreitet der Prozessgegner den schl�ssigen Tatsachenvortrag der behauptungsbelasteten Partei, greift eine �ber die Behauptungslast hinausgehende Substanziierungslast. Die Vorbringen sind diesfalls nicht nur in den Grundz�gen, sondern in Einzeltatsachen zergliedert so umfassend und klar darzulegen, dass dar�ber Beweis abgenommen oder dagegen der Gegenbeweis angetreten werden kann (BGE 127 III 365 E. 2b S. 368). Dabei bestimmt sich nach den einschl�gigen bundesrechtlichen Normen, welche Tatsachen f�r einen schl�ssigen Vortrag zu behaupten sind (Urteil 4A_210/2009 vom 7. April 2010 E. 3.2) und gen�gt ein globaler Verweis auf eingereichte Unterlagen den bundesrechtlichen Anforderungen an die Substanziierung nicht (Urteil 5A_61/2015 vom 20. Mai 2015 E. 4.2.1.3 mit Hinweisen). Diese Grunds�tze hat die Vorinstanz f�r die Substanziierung von Deckungsausschl�ssen nicht verkannt.
Nach Ziffer 8.1 des Versicherungsvertrages bestehen die Leistungen der Beschwerdef�hrerin "in der Entsch�digung begr�ndeter und in der �bernahme der Kosten f�r die Abwehr unbegr�ndeter Anspr�che (begr�ndete Anspr�che werden nicht abgewehrt, sondern entsch�digt). Sie sind, einschliesslich: (...) Expertisen-, Anwalts-, Gerichts-, Schiedsgerichts- und Vermittlungskosten (...) begrenzt durch die im vorliegenden Vertrag festgelegte H�chstversicherungssumme pro Schadenereignis".
3.1.�Nach den Feststellungen der Vorinstanz blieb unbestritten, dass s�mtliche Drittanspr�che - d.h. der Konkursmasse F.________ SA, der H.________ und der I.________ - auf dem gleichen Vorwurf der unsorgf�ltigen Revision durch die Tochtergesellschaft der Beschwerdegegnerin bzw. deren verantwortlichen Revisor G.________ beruhen, wobei diese die Drittanspr�che bestreiten. Die Beschwerdegegnerin hat danach die in diesem Zusammenhang angefallenen Anwaltskosten eingeklagt, was ebenfalls unbestritten ist. In Bezug auf den Umfang der Rechtsschutzkosten beschr�nkt sich die Kl�gerin nach den vorinstanzlichen Feststellungen in ihrer Klage darauf, die Kosten auf die genannten Drittanspr�che aufzugliedern, das Rechnungsdatum und die Rechnungsperiode sowie den Rechnungsbetrag in Schweizerfranken zu nennen. Sodann offeriert sie eine Aufstellung der Kosten samt Beilagen, d.h. die einzelnen Rechnungen inkl. Details, zum Beweis und legt diese ins Recht. Im Rahmen ihrer Replik erweitert die Kl�gerin danach ihre Behauptungen und f�hrt nebst den bereits genannten Informationen erg�nzend eine Zusammenfassung der jeweiligen T�tigkeit der betreffenden Anwaltskanzlei bzw. der Rechnungsdetails sowie den Gesamtstundenaufwand pro Rechnung auf. Der jeweiligen �berschrift betreffend die einzelnen Drittanspr�che ist zu entnehmen, wer die in Rechnung gestellten Leistungen erbracht hat. Wenn mehrere Anwaltskanzleien befasst sind, spezifiziert die Kl�gerin, welcher Kanzlei die Leistungen zuzuordnen sind. Das gleiche Vorgehen w�hlt die Kl�gerin im Rahmen ihrer Klage�nderung vom 12. Dezember 2013. Da die Kl�gerin zu s�mtlichen Kosten die entsprechenden Anwaltsrechnungen samt Rechnungsdetails bereits mit der ersten Rechtsschrift ins Recht gelegt hat, ist aufgrund der kl�gerischen Auflistung der Rechnungen und der Zusammenfassung der den Anwaltskosten zugrunde liegenden anwaltlichen T�tigkeiten zusammen mit den eingereichten Rechnungen f�r die Vorinstanz gen�gend klar, welcher Aufwand eingeklagt ist.
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin vertritt die Ansicht, die Vorinstanz habe die Forderung der Beschwerdegegnerin zu Unrecht als hinreichend substanziiert erachtet; der Umstand, dass die Forderung gest�tzt auf 85 verschiedene Honorarrechnungen, die aus einer Periode von f�nf Jahren stammen, geltend gemacht werde, d�rfe nicht zu einer Verminderung der Substanziierungspflicht f�hren und die Vorinstanz habe zu Unrecht von der Beschwerdegegnerin nicht verlangt, dass sie f�r jede einzelne Honorarrechnung und f�r jede einzeln geltend gemachte Teilforderung ihrer Behauptungs- und Substanziierungslast gen�ge. Sie setze damit tiefere Anforderungen an die Gegenpartei als an sie selbst. Die Beschwerdef�hrerin vertritt die Ansicht, es gen�ge�
nicht,�wenn die Beschwerdegegnerin darlege, (1) dass bestimmte Verfahren gegen ihre Tochtergesellschaft eingeleitet wurden, (2) welche Prozesshandlungen vorgenommen wurden, (3) in welchem Stadium sich die Verfahren befinden, (4) wie viele Stunden pro Monat gesamthaft aufgewendet wurden (5), wie hoch der Gesamtbetrag pro Monat ist und (6) welche T�tigkeiten diese Stundenzahl stichwortartig betrifft, "ohne jedoch anzugeben, wie viele Stunden f�r die einzelnen stichwortartigen T�tigkeiten und allenfalls wie viele Stunden f�r andere T�tigkeiten aufgewendet wurden, die nicht stichwortartig erw�hnt wurden". Sie ist der Ansicht, ein hinreichend konkretes Bestreiten sei ihr aufgrund dieser Angaben nicht m�glich gewesen und sie h�tte aus den Rechtsschriften selbst noch erfahren m�ssen (a) wie viele Stunden f�r die Ausarbeitung der Klageantwort oder der Duplik in einem Verfahren aufgewendet wurden, (b) wie viele Stunden Besprechungen stattgefunden haben, (c) wie viele Stunden die rechtlichen Abkl�rungen betrafen (d), welche Personen / Anw�lte jeweils zu welchem Stundenansatz t�tig waren, (e) wie sich der Gesamtbetrag berechnet und zusammensetzt; (f) ob allein nach Stundenaufwand und, wenn ja, zu welchem Ansatz, oder ob teilweise auch nach Streitwert abgerechnet wurde; (g) ob im Gesamtbetrag auch Honorare von Drittparteien, Experten, etc. enthalten waren, die nicht Teil des Schadens sein k�nnen, (h) wie sich der jeweilige Rechnungsbetrag zusammensetzt, welche Kosten er umfasst und ob darin z.B. auch die Mehrwertsteuer enthalten ist.
3.3.�Nach den Feststellungen der Vorinstanz - die auch in Bezug auf die Feststellungen zum Prozesssachverhalt verbindlich sind (oben E. 1.2) - blieb unbestritten, dass der Beschwerdef�hrerin die Anwaltsrechnungen inklusive Rechnungsdetails mit der Aufforderung zur R�ckverg�tung regelm�ssig zugestellt wurden und zwar sowohl f�r das Verfahren der Konkursmasse F.________ SA bis Februar 2013 wie f�r das Verfahren H.________ bis Januar 2013; f�r den ganz �berwiegenden Teil der eingeklagten Forderung waren damit der Beschwerdef�hrerin die Details der Rechnungsstellung bekannt. Sie behauptet denn auch nicht, dass sie die Details, die sie nach ihrer Ansicht f�r ein detailliertes Bestreiten unabdingbar ben�tigte, aus den Rechnungen ersehen konnte. Sie beharrt vielmehr darauf, dass die Behauptungen in der Klageschrift und Replik selbst zu allgemein gehalten waren. Sie bestreitet dabei die Feststellung der Vorinstanz nicht, dass die Beschwerdegegnerin in ihren Behauptungen in der Klage die einzelnen Honorarrechnungen so klar bezeichnete, dass die (85) hier noch interessierenden Rechnungen in der Klagebeilage - mit den entsprechenden Details - dem in der Klage beschriebenen jeweiligen Verfahren, der Rechnungsperiode und dem Betrag eindeutig zugeordnet werden k�nnen. Es ist unter diesen Umst�nden nicht nachvollziehbar, welches Interesse die Beschwerdef�hrerin daran haben k�nnte, aus den Rechtsschriften selbst alle sie interessierenden Details zu erkennen.
3.4.�Die Vorinstanz weist zutreffend darauf hin, dass die systematische Ordnung der Rechnungen nach den drei bestimmten Verfahren und nach dem Datum der Rechnungsstellung erm�glicht, die einzelnen Betr�ge zu ersehen, sowie einem Verfahren und dem Verfahrensstand zuzuordnen. Sie hat insofern zutreffend erwogen, dass es im vorliegenden Fall der �bersichtlichkeit geradezu abtr�glich w�re, wenn die Beschwerdegegnerin s�mtliche Details der 85 Rechnungen in die Klageschrift auch formell integriert - oder in die Klageschrift kopiert - h�tte. Den Anforderungen an die Substanziierung (oben E. 2.6) gen�gt, wenn die Tatsachen in einer den Gewohnheiten des Lebens entsprechenden Weise in ihren wesentlichen Z�gen und Umrissen behauptet sind (BGE 136 III 322 E. 3.4.2 S. 328). Die Beschwerdegegnerin war entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin nicht gehalten, f�r jede der hier noch in Frage stehenden 85 Rechnungen noch detailliertere Angaben zu machen; dies w�rde die Anforderungen an eine gen�gende Substanziierung �berspannen (vgl. Urteil 4A_532/2015 vom 29. M�rz 2016 E. 4.2). Es w�re �berspitzt formalistisch - und w�rde auch noch zu un�bersichtlicherer Darstellung f�hren - zu verlangen, dass die Kopie der Rechnungsdetails in die eigentliche Klageschrift zur erforderlichen Detaillierung zu �bernehmen seien. Es handelt sich zudem gerade nicht um einen Fall, in dem die Zuordnung von Rechnungen zu den konkret zum Ersatz beanspruchten Aufwendungen fraglich ist, wie dies bei in Rechnung gestellten Aufwendungen zutrifft, die sowohl den vorprozessualen Aufwendungen wie den Aufwendungen im Prozess zugerechnet werden k�nnen (vgl. das von der Beschwerdef�hrerin angef�hrte Urteil 4A_264/2015 vom 10. August 2015 E. 4.2). Es w�re der Beschwerdef�hrerin oblegen, die Beschwerdegegnerin mit spezifischen Bestreitungen zur konkreteren Detaillierung bestimmter Positionen zu veranlassen.
3.5.�Die Beschwerdef�hrerin stellt nicht grunds�tzlich in Frage, dass sie die zum Ersatz beanspruchten Rechnungen der H�he nach nicht konkret bestritten hat. Sie will zwar einen Unterschied machen zwischen den schon in der Klage zum Ersatz beanspruchten Verfahrenskosten und den mit der Klage�nderung zus�tzlich geforderten. Sie behauptet jedoch nicht, dass sie konkrete Positionen der Rechnungen bestritten h�tte, welche der Kl�gerin oder ihrer Tochtergesellschaft in den Verfahren Konkursmasse F.________ SA, H.________ und I.________ gestellt worden sind. Auch soweit sie vorbringt, sie habe die Angemessenheit und Notwendigkeit der Zivilrechtsschutzkosten vor Vorinstanz bestritten, geht aus ihrer Rechtsschrift nicht hervor, weshalb sie konkrete Kosten als unangemessen, �berh�ht und nur teilweise angemessen erachtet. Inwiefern das angefochtene Urteil Recht verletzt, ist indessen in der Rechtsschrift an das Bundesgericht selbst darzulegen; blosse Verweise auf die Akten sind unbeachtlich (Art. 42 Abs. 1 BGG; BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 133 II 396 E. 3.2 S. 399 f.; je mit Hinweisen). Schliesslich kann der Beschwerdef�hrerin nicht gefolgt werden, wenn sie die Beweislastverteilung in Bezug auf die Mehrwertsteuer beanstandet, welche der Beschwerdegegnerin in Rechnung gestellt worden ist. Zwar trifft zu, dass die Beschwerde-gegnerin die Aufwendungen zu behaupten und zu beweisen hat, die sie oder ihre Tochtergesellschaft im Rahmen des versicherten Risikos gehabt haben; aber es ist unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin die Anwaltsrechnungen mit Einschluss der Mehrwertsteuer behauptet und belegt hat. Die Beschwerdef�hrerin bestreitet denn auch in ihrer Beschwerde an das Bundesgericht nicht grunds�tzlich, dass diese Aufwendungen angefallen sind. Sie macht - wie in der Duplik vor der Vorinstanz - ausschliesslich geltend, der Schaden ihrer Versicherten aus Bezahlung dieser Anwaltskosten habe sich verringert, weil sie in H�he der bezahlten Mehrwertsteuer einen Vorsteuerabzug h�tten machen k�nnen. Dass die Vorinstanz diese von der Beschwerdef�hrerin behauptete Tatsache als rechtshindernd qualifizierte, f�r welche die Beschwerdef�hrerin nach Art. 8 ZGB beweisbelastet ist, ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden.
3.6.�Die Vorinstanz hat kein Bundesrecht verletzt, wenn sie allf�llige Bestreitungen der Beschwerdef�hrerin in Bezug auf die H�he der Aufwendungen f�r die Abwehr ungerechtfertigter Anspr�che nicht sch�tzte.
Die Beschwerdef�hrerin beanstandet schliesslich die Verteilung der Gerichts- und Anwaltskosten.
4.1.�Die Vorinstanz hat zur Verteilung der Prozesskosten erwogen, es sei von einem Streitwert von Fr. 25'924'202.-- auszugehen, wovon Fr. 24'604'586.-- auf das Feststellungsbegehren und Fr. 1'319'616.-- auf das Leistungsbegehren entfielen. Da auf das Feststellungsbegehren nicht eingetreten wurde, unterlag die Beschwerdegegnerin in dieser Hinsicht vollst�ndig. Ihr Leistungsbegehren wurde dagegen im Umfang von Fr. 1'054'868.20 teilweise gutgeheissen, was die Vorinstanz als fast vollst�ndiges Obsiegen erachtete. Da auf das Feststellungsbegehren aus formell-rechtlichen Gr�nden nicht eingetreten wurde, erschien dem Handelsgericht eine Kostenverteilung nur nach Obsiegen und Unterliegen und nur nach dem Streitwert als nicht gerechtfertigt. Das Gericht nahm daher eine Verteilung nach Ermessen vor und auferlegte die Prozesskosten zu 60 % der Beschwerdegegnerin und zu 40 % der Beschwerdef�hrerin.
4.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt, diese Verteilung der Prozesskosten verstosse gegen Art. 106 und 107 Abs. 1 lit. f ZPO sowie gegen das Willk�rverbot. Sie bringt vor, die Beschwerdegegnerin h�tte auch zwei getrennte Klagen - einerseits auf Feststellung, andererseits auf Leistung - einreichen k�nnen und in diesem Falle h�tte die Beschwerdef�hrerin bei Nichteintreten auf die Feststellungsklage (mit einem Streitwert von ca. 24,6 Mio. Franken) gar keine Kosten �bernehmen m�ssen und bei einem ca. 80%igen Obsiegen der Beschwerdegegnerin in Bezug auf die Leistungsklage (mit einem Streitwert von ca. 1,32 Mio. Franken) w�ren ihr 80 % der Gerichtskosten auferlegt worden. Sie h�lt f�r widerspr�chlich, dass die Vorinstanz die - aufgrund des Feststellungsbegehrens sehr hohe - Grundgeb�hr auf einen Betrag erh�hte, der 150 % der Grundgeb�hr f�r die Leistungsklage entspreche, unter Verweis auf den Umfang und die Komplexit�t des Falles, die fast ausschliesslich auf die Leistungsklage zur�ckzuf�hren seien. Schliesslich r�gt sie, die Vorinstanz habe das rechtliche Geh�r verletzt, indem sie die Parteien zur Kostenverlegung nicht angeh�rt habe.
4.3.�Art. 106 ZPO regelt die Verteilungsgrunds�tze: Die Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt. Bei Nichteintreten und bei Klager�ckzug gilt die klagende Partei, bei Anerkennung der Klage die beklagte Partei als unterliegend (Abs. 1). Hat keine Partei vollst�ndig obsiegt, so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Abs. 2). Nach Art. 107 ZPO kann das Gericht von den Verteilungsgrunds�tzen abweichen und die Prozesskosten nach Ermessen verteilen, so namentlich, wenn andere besondere Umst�nde vorliegen, die eine Verteilung nach dem Ausgang des Verfahrens als unbillig erscheinen lassen (lit. f).
4.3.1.�Die Vorinstanz ist vom Grundsatz der Verteilung der Prozesskosten nach dem verh�ltnism�ssigen Umfang des Unterliegens bzw. Obsiegens in Bezug auf den Streitwert sinngem�ss deshalb abgewichen, weil das Nichteintreten auf das Feststellungsbegehren weit weniger Aufwand verursachte als die Beurteilung des Leistungsbegehrens. Inwiefern der Aufwand f�r die Behandlung einzelner Begehren einen Grund der Billigkeit darstellen k�nnte, der ein Abweichen von der Grundregel des Art. 106 ZPO erlauben w�rde, ist nicht ohne weiteres nachvollziehbar. Dieser Fall mag zwar eine gewisse �hnlichkeit aufweisen mit dem in der Botschaft erw�hnten Fall, dass eine Verrechnungsforderung mit mehreren haltlosen Gr�nden erhoben wird (vgl. DAVID JENNY, in: Sutter-Somm und andere [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, N. 19 zu Art. 107 ZPO mit Verweis auf die Botschaft). Da der Aufwand f�r die Beurteilung mehrerer Begehren in einer Streitsache selten f�r alle genau gleich sein d�rfte, liegt eine Ausnahme der Billigkeit wegen Mehraufwandes jedoch nicht nahe, sondern bed�rfte n�herer Begr�ndung.
4.3.2.�Dem angefochtenen Urteil lassen sich andere Gr�nde nicht entnehmen. Insbesondere wird der von der Beschwerdegegnerin angef�hrte Grund nicht thematisiert, wonach die Beschwerdef�hrerin selbst eine Erh�hung des Streitwertes provoziert habe. Die Vorinstanz geht im Gegenteil ausdr�cklich von einem Streitwert in der H�he von insgesamt mehr als 25 Millionen Franken aus. Sie hat das Mass des Obsiegens bzw. Unterliegens an diesem Betrag gemessen, so dass nicht ersichtlich ist, inwiefern dieses Verm�gensinteresse f�r die Feststellungsklage nicht zutreffen k�nnte - was im �brigen zu einem anderen Umfang des Obsiegens bzw. Unterliegens, nicht zu einer Verteilung nach Billigkeit f�hren w�rde. Die Vorinstanz hat auch die von der Beschwerdegegnerin in der Antwort angesprochene Verursachung der Kosten nicht als Begr�ndung angef�hrt. Es ist insbesondere nicht festgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin unn�tzen Mehraufwand verursacht hat, der gem�ss Art. 108 ZPO nach der Verursachung zu verlegen w�re.
4.4.�Die Gr�nde, welche die Vorinstanz f�r eine ausnahmsweise Verteilung der Prozesskosten nach Billigkeit anf�hrt, gen�gen f�r eine Abweichung vom Grundsatz nach Art. 106 ZPO nicht. Die Beschwerde ist in Bezug auf die Verteilung der Prozesskosten gutzuheissen und Dispositiv-Ziffern 3 und 4 des angefochtenen Urteils sind aufzuheben. Die Sache ist zur Neuverlegung der Prozesskosten an die Vorinstanz zur�ckzuweisen (Art. 107 BGG).
4.5.�Nur beil�ufig sei angef�gt, dass die Tarife f�r die Prozesskosten, zu denen auch die Parteientsch�digung geh�rt, von den Kantonen festgesetzt werden (Art. 96 und 105 Abs. 2 ZPO; BGE 139 III 334 E. 3.2.1 S. 336; Urteil 5A_171/2014 vom 14 Juli 2014 E. 2.1.1). Sie k�nnen eine pauschale Entsch�digung mit Einschluss allf�lliger Mehrwertsteuern bestimmen, wie dies in Art. 12 Abs. 1 des Reglements �ber die Parteientsch�digung im Verfahren vor dem Bundesgericht (SR 173.110.210.3) vorgesehen ist. Oder sie k�nnen die Parteientsch�digung aufgrund einer detailliert begr�ndeten Kostennote zusprechen, welche die separat ausgewiesene Mehrwertsteuer umfasst; in diesem Fall ist die Mehrwertsteuer grunds�tzlich mit den Parteikosten zu ersetzen (BGE 125 V 201 E. 4b S. 202). F�r diesen letzten Fall hat das Obergericht des Kantons Z�rich im Kreisschreiben vom 17. Mai 2006/17. September 2010 freilich f�r die Bemessung der Parteientsch�digung erwogen, dass von verschiedenen Umst�nden abh�nge, ob eine Partei durch die Mehrwertsteuer h�here Kosten zu tragen habe (Ziffer 2.1 dieses Kreisschreibens). Nachdem die kantonale Kompetenz zur Bemessung der Prozesskosten von Art. 96 ZPO ausdr�cklich gew�hrleistet wird, ist entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers nicht ersichtlich, inwiefern sich aus Art. 95 Abs. 3 ZPO etwas anderes ergeben k�nnte. Die Vorinstanz hat erwogen, einer mehrwertsteuerpflichtigen Partei sei eine Parteientsch�digung zufolge M�glichkeit des Vorsteuerabzugs ohne Mehrwertsteuerzusatz zuzusprechen. Sei die Partei nicht im vollen Umfang zum Abzug der Vorsteuer berechtigt, sei die Parteientsch�digung entsprechend anzupassen; dies m�sse eine Partei aber behaupten und belegen, was die Beschwerdef�hrerin nicht getan habe. Die Beschwerdef�hrerin bestreitet vor Bundesgericht zwar die M�glichkeit eines Vorsteuerabzugs und begr�ndet dies ausf�hrlich erstmals (und damit ohnehin versp�tet) in der Replik. Sie bringt indessen nicht vor, sie h�tte dies entgegen den Feststellungen der Vorinstanz bereits im vorinstanzlichen Verfahren getan. Auch wenn die Beschwerdegegnerin gegen den Antrag auf Zusprechung des Mehrwertsteuerzusatzes nicht opponiert hat, durfte die Vorinstanz diesen Antrag in Anwendung des kantonalen Rechts willk�rfrei abweisen.
Die Kosten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sind entsprechend dem Verfahrensausgang zu verteilen (Art. 66 Abs. 1 und 68 Abs. 2 BGG). Die Beschwerdef�hrerin unterliegt in der Hauptsache; der vor Bundesgericht noch umstrittene Betrag bel�uft sich auf �ber eine Million Franken. Beim f�r die Kostenverteilung relevanten Streitwert grunds�tzlich nicht zu ber�cksichtigen (vgl. Art. 51 Abs. 3 BGG) sind einerseits die der Beschwerdegegnerin durch die Vorinstanz ebenfalls zugesprochenen Zinsen (rund Fr. 200'000.--), andererseits die umstrittenen Anteile an Gerichtskosten und Parteientsch�digungen, welche die Beschwerdef�hrerin vor Bundesgericht erfolgreich angefochten hat (insgesamt rund Fr. 300'000.--). Da die Beschwerdef�hrerin indessen immerhin im Nebenpunkt der Prozesskostenverlegung obsiegt hat, rechtfertigt es sich, ihr lediglich 90% der Gerichtskosten aufzuerlegen und sie zur Zahlung einer - nach Verrechnung der gegenseitigen Parteientsch�digungen - reduzierten Parteientsch�digung von 80% zu verpflichten.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und Dispositiv-Ziffern 3 und 4 des Urteils des Handelsgerichts vom 26. August 2015 werden aufgehoben. Die Sache wird zur Neuverlegung der Prozesskosten an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Gerichtskosten von Fr. 12'000.-- werden der Beschwerdef�hrerin im Umfang von Fr. 10'800.-- und der Beschwerdegegnerin im Umfang von Fr. 1'200.-- auferlegt.
Die Beschwerdef�hrerin hat die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 11'200.-- zu entsch�digen.