Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=07.05.2007&Aktenzeichen=VI%20ZR%20233/05
Timestamp: 2020-07-09 15:02:11
Document Index: 71429703

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 1004', '§ 91', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', '§ 91', '§ 91', 'BGH', '§ 91', 'BGH', '§ 91', '§ 91', '§ 12', 'BGH', '§ 12', 'BGH', '§ 580', 'BGH', '§ 91', 'BGH', '§ 91', '§ 91', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 07.05.2007 - VI ZR 233/05 - dejure.org
https://dejure.org/2007,2810
BGH, 07.05.2007 - VI ZR 233/05 (https://dejure.org/2007,2810)
BGH, Entscheidung vom 07.05.2007 - VI ZR 233/05 (https://dejure.org/2007,2810)
BGH, Entscheidung vom 07. Mai 2007 - VI ZR 233/05 (https://dejure.org/2007,2810)
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Übereinstimmende Erledigungserklärungen zu einer begehrten Unterlassung hinsichtlich der Aussage über eine Stasi-Tätigkeit
BGB § 823 Abs. 1 § 1004; ZPO § 91a
Kostenentscheidung nach Erledigung eines Unterlassungsbegehrens des früheren Ministerpräsidenten von Brandenburg Manfred Stolpe betreffend seine angebliche Vergangenheit als StaSi-Mitarbeiter
NJW 2007, 3429
afp 2007, 357
Nach dieser Vorschrift richtet sich die Kostentragungspflicht regelmäßig danach, wie der Rechtsstreit ohne die Erledigung voraussichtlich ausgegangen wäre (BGHZ 67, 345; BGH NJW 2007, 3429).
Insoweit kommt es vornehmlich darauf an, wem die Kosten des Rechtsstreits aufzuerlegen gewesen wären, wenn die Hauptsache nicht einvernehmlich für erledigt erklärt worden wäre (st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Beschluss vom 7. Mai 2007 - VI ZR 233/05, NJW 2007, 3429 Rn. 7 mwN).
Dabei wird im allgemeinen der ohne die Erledigung zu erwartende Verfahrensausgang den Ausschlag geben (BGH NJW 2007, 3429), d.h. regelmäßig hat der die Kosten zu tragen, dem sie auch nach den allgemeinen kostenrechtlichen Bestimmungen der ZPO (§§ 91-97, 100, 101 ZPO) aufzuerlegen gewesen wären (BGH NJW 2000, 3429;… Zöller-Vollkommer, ZPO, 31. Aufl. Rn. 24 zu § 91 a mwN).
Als Folge des Grundsatzes, dass die Kostenentscheidung "unter Berücksichtigung des bisherigen Sach- und Streitstands" zu erfolgen hat, gibt im allgemeinen der ohne die Erledigung zu erwartende Verfahrensausgang bei einer nach § 91a ZPO zu treffenden Kostenentscheidung den Ausschlag (BGH NJW 2007, 3429 - Tz. 7;… Zöller-Vollkommer, ZPO, 30. Aufl., § 91 a Rdnr. 24).
Insoweit kommt es vornehmlich darauf an, wem die Kosten des Rechtsstreits aufzuerlegen gewesen wären, wenn die Hauptsache nicht einvernehmlich für erledigt erklärt worden wäre (vgl. BGH, NJW 2007, 3429, Rdnr. 7, m.w.N.;… Zöller-Althammer, ZPO, 33. Aufl. 2020, § 91a, Rdnr. 24, m.w.N.;… BeckOK Vorwerk/Wolf-Jaspersen, ZPO, 34. Edition, Stand: 1. September 2019, § 91a, Rdnr. 28;… Götting/Nordemann-Trepper, UWG, 3. Aufl. 2016, Vorbem zu § 12, Rdnr. 32).
Entscheidend ist vielmehr, dass die Klage - das erledigende Ereignis (…vgl. BeckOK Vorwerk/Wolf-Jaspersen, a.a.O.) und die Erledigungserklärungen der Parteien (vgl. BGH, NJW 2007, 3429, Rdnr. 7, m.w.N.;… BeckOK Vorwerk/Wolf-Jaspersen, a.a.O.;… Götting/ Nordemann-Trepper, UWG, 3. Aufl. 2016, Vorbem zu § 12, Rdnr. 32) hinweggedacht - voraussichtlich erfolglos geblieben wäre.
Dabei wird im Allgemeinen der ohne die Erledigung zu erwartende Verfahrensausgang den Ausschlag geben (BGH NJW 2007, 3429).
a) Eine unmittelbare Anwendung von § 580 Nr. 7 b ZPO auf diese Urkunde scheidet schon deshalb aus, weil sie erst nach Abschluss des Verfahrens vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe erstellt worden ist (vgl. BGH Beschluss vom 7. Mai 2007 - VI ZR 233/05 - NJW 2007, 3429 Rn. 12 mwN).
Sie ergeben sich aus §§ 91 ff. ZPO, so dass insbesondere derjenige die Kosten in vollem Umfang zu tragen hat, der voraussichtlich unterlegen wäre (BGH, Beschl. v. 7.5.2007 - VI ZR 233/05, Rn. 7 nach juris = NJW 2007, 3429;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 28. Aufl., § 91a Rn. 24).
Im Rahmen der nach § 91a ZPO zu treffenden Kostenentscheidung gibt im Allgemeinen der ohne die Erledigung zu erwartende Ausgang des Rechtsstreits den Ausschlag, wobei die näheren Umstände und Motive, die zur Abgabe der Erledigungserklärungen geführt haben, zu berücksichtigen sind (BGHZ 67, 345; NJW 2007, 3429).
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