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Timestamp: 2018-07-16 10:23:39
Document Index: 78871301

Matched Legal Cases: ['§ 985', '§ 1000', '§ 985', '§ 985', '§ 985', '§ 1000', '§ 994', '§ 1001', '§ 273', '§ 987', '§ 197', '§ 902', '§ 985']

Herausgabeanspruch aus § 985 - Durchsetzbarkeit
1. Zurückbehaltungsrecht des Besitzers nach § 1000
Sachenrecht 1 - Der Herausgabeanspruch aus § 985 - Durchsetzbarkeit
Kursangebot | Grundkurs Sachenrecht I | Der Herausgabeanspruch aus § 985 - Durchsetzbarkeit
Der Herausgabeanspruch aus § 985 - Durchsetzbarkeit
Definition: Zurückbehaltungsrecht des Besitzers
Von einem Zurückbehaltungsrecht des Besitzers spricht man, wenn der Besitzer die Herausgabe von der Befriedigung einer ihm zustehenden Gegenforderung abhängig machen kann.
Im EBV ist das Zurückbehaltungsrecht des Besitzers in § 1000 geregelt. Dieses beruht auf den Gegenansprüchen des Besitzers auf Ersatz seiner Verwendungen nach §§ 994 ff. Diese Gegenansprüche werden wir sogleich unter IV behandeln.
Diese Ansprüche werden gem. § 1001 erst fällig, wenn der Eigentümer die Verwendungen genehmigt oder den Besitz an der Sache zurück erlangt hat, wobei sich in letzterem Fall die Frage eines Zurückbehaltungsrechts naturgemäß nicht mehr stellt.
Demgegenüber verlangt § 273 Abs. 2 für die Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechts wegen Verwendungen auf die Sache einen fälligen Gegenanspruch des Besitzers auf Verwendungsersatz. Die Vorschrift ist daher vor Genehmigung der Verwendungen durch den Eigentümer schon begrifflich nicht anwendbar.
Das Zurückbehaltungsrecht des Besitzers werden wir im Rahmen der Darstellung der §§ 987 ff. behandeln.
Bei Eigentum an beweglichen Sachen verjährt der Herausgabeanspruch nach §§ 197 Abs. 1 Nr. 2, 200. Bei Eigentum an Grundstücken kann wegen § 902 Abs. 1 S. 1 keine Verjährung eintreten.
Wann spricht man von einem Zurückbehaltungsrecht des Besitzers?
Von einem Zurückbehaltungsrecht des Besitzers spricht man, wenn der EigentümerBesitzer Käufer die Herausgabe der Sache von der Befriedigung einer ihm zustehenden Gegenforderungvon der Zahlung einer ihm obliegenden Geldforderungvon der Aufrechnung mit einer ihm zustehenden Gegenforderung abhängig machen kann.
Der Herausgabeanspruch aus § 985 BGB verjährt ...
bei Grundstücken in dreißig Jahren mit Entstehung des Anspruches.
bei beweglichen Sachen in dreißig Jahren mit Entstehung des Anspruches.
bei Grundstücken in zwanzig Jahren mit Entstehung des Anspruches.
bei Eigentum an beweglichen Sachen in drei Jahren mit Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.