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Timestamp: 2019-07-24 09:06:14
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Matched Legal Cases: ['§13', '§13', '§13', '§13', '§13', '§13', '§ 13', '§ 13', '§13', '§13', '§13', '§13', '§13']

Reverse-Charge-Verfahren / Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers §13b UStG - Steuertipps Forum
Reverse-Charge-Verfahren / Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers §13b UStG
wolfifeigel
22.08.2016, 16:59
Liebes Steuertipps-Team, liebe Steuertipps-User,
ich stehe vor folgendem Problem im Rahmen der Gewinner-Erfassung für mein Unternehmen (ich nutze KEINE Kleinunternehmer-Regelung!)
Ich habe eine Rechnung von google Ireland über Online-Werbemaßnahmen. Die Rechnung weist als Rechnungsbetrag 17,09 EUR und als Mehrwertsteuer 0% / 0 EUR aus. Es steht auf der Rechnung, dass es sich um „Dienste, die dem Reverse-Charge-Verfahren unterliegen“ handelt und für die Mehrwertsteuer der „Empfänger aufkommen muss“.
Nach meiner Recherche muss ich als Leistungsempfänger die Umsatzsteuer nach §13b UStG in Deutschland angeben und „bezahlen“. Gleichzeitig kann ich diese allerdings als Vorsteuer geltend machen und vom Finanzamt "zurückverlangen". Als Steuerbelastung kommt dann 0 heraus.
http://www.shopmunity.com/index.php?t=4
http://www.frag-einen-anwalt.de/Umsa...--f276185.html
Meine Frage ist: Wo und Wie trage ich den Rechnungsbetrag in der Steuersparklärung korrekt ein??
Wenn ich unter Betriebsausgaben > Fremdleistungen > Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers nach §13b UStG den Netto-Betrag von 17,09 EUR und als "anzuwendenden Umsatzsteuersatz" 19% eintrage, erhöht sich im Ergebnis rechts unten die „Abziehbare Vorsteuer“ um 3,25 EUR (entspricht 19% aus 17,09 EUR). Das ist ja aber nicht korrekt, oder?! Denn die 3,25 EUR Vorsteuer habe ich ja gar nicht bezahlt, kann sie daher dann doch auch nicht vom Finanzamt erstattet bekommen?!
Stichworte: google, leistungsempfänger, reverse-charge-verfahren, steuerschuldnerschaft, §13b ustg
24.08.2016, 10:10
Wie verändert sich das Ergebnis, also der Gewinn oder Verlust, wenn Sie Ihre Eingabe vornehmen.
Was soll nach Ihrer Meinung und nach Ihren Ausführungen passieren?
Sind die Hinweise in der Hilfe nicht ausreichend?
Zuletzt geÃ¤ndert von Martin Jung; 24.08.2016, 10:13.
25.08.2016, 10:30
wenn ich unter "Betriebsausgaben > Fremdleistungen > Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers nach §13b UStG" als Netto-Betrag 17,09 EUR und als "anzuwendenden Umsatzsteuersatz" 19% = 3,25 EUR eintrage, passiert folgendes:
Das Betriebsergebnis (Gewinn/Verlust) vermindert sich um den Netto-Betrag 17,09 EUR (die Betriebsausgaben steigen um 17,09 EUR) = KORREKT
Der Betrag „Abziehbare Vorsteuer“ erhöht sich um 3,25 EUR = FRAGLICH
Der Betrag "Vereinnahmte Umsatzsteuer" bleibt unverändert
Der Betrag "Umsatzsteuererstattung" bleibt unverändert
In der Hilfe steht, dass ich "als Leistungsempfänger die Umsatzsteuer schulde und an das Finanzamt abführe" und dass "wenn die übrigen Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug vorliegen" ich "die geschuldete Steuer als Vorsteuer abziehen" kann. Es steht aber nicht dabei, ob ich diesen Vorsteuerabzug irgendwo separat eintragen muss.
Nach meiner Logik ist es korrekt, dass der Betrag "Umsatzsteuererstattung" unverändert bleibt, da es sich ja die geschuldete Umsatzsteuer und die abziehbare Vorsteuer aufheben. Allerdings frage ich mich, warum sich der Betrag „Abziehbare Vorsteuer“ erhöht?
Ich will als Neu-Unternehmer bei der Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung keinen Fehler machen.
Gewinnerfassung/Gewinnermittlung > Ausgaben > Werbung und Reklame (weil Google) > Innergem. Erwerb; § 13 ... > Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers > Sonstige Leistung EU > Datum und Beschreibung > Nettobetrag 17,09 Euro [19 Prozent setzen]
Ergibt automatisch unter Umsatzssteuer - 3,23 Euro Umsatzsteuer (z.B. > Navigation > Umsatzsteuer - Vorläufige Berechnung oder bei der Voranmeldung).
Wenn Sie Voranmeldungen machen müssen, findet sich dieser Betrag automatisch bei den Anmeldungen wieder (entsprechend Leistungsdatum), ansonsten ist er automatisch in der Jahresumsatzssteuer.
Wenn die übrigen Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug vorliegen, können Sie die geschuldete Steuer als Vorsteuer abziehen. Dazu erfassen Sie den errechneten Betrag (hier 3,23 Euro) unter > Sonstige Vorsteuerbeträge. Verweisen Sie hier der Sicherheit halber in den Notizen für das FA ausdrücklich auf die Google-Rechnung!
Der Begriff Umsatzsteuerstattung hat mit diesem konkreten Vorgang nichts zu tun.
Zuletzt geÃ¤ndert von Staufer; 25.08.2016, 15:28.
26.08.2016, 08:20
Schicken Sie uns am besten einen Fall, bei dem sich die Umsatzsteuer nicht ändert aber die Erstattung auch nicht. Wir gehen dann auf die Suche nach dem Rechenfehler.
@ wolfifeigel
Ich habe Ihren Fall mit Ihren Daten überprüft.
Wenn Sie wie von mir beschrieben vorgehen:
Gewinnerfassung/Gewinnermittlung > Ausgaben > Werbung und Reklame (weil Google-Werbung) > Innergem. Erwerb; § 13 ... > Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers > Sonstige Leistung EU > Datum und Beschreibung > Nettobetrag 17,09 Euro [19 Prozent setzen]
brauchen Sie KEINE weiteren Eingaben unter Vorsteuerabzüge oder sonstwo machen. Die SSE unterstellt also bereits, dass die Voraussetzungen für einen Vorsteuerabzug vorliegen.
So erfolgt dieser auch automatisch:
Unter Symbolleiste > Ergebnis > Ermittlung der Umsatzsteuer können Sie nachsehen und stellen Sie fest, dass die SSE RICHTIG die Umsatzsteuer mit 3,25 Euro und gleich dazu die Vorsteuer mit minus 3,25 Euro ansetzt, sodass das Ergebnis wie steuerrechtlich einwandfrei gleich NULL Euro ist.
Es liegt also kein Fehler in der SSE vor.
Vielen herzlichen Dank. Sie haben meine Fragen absolut beantwortet.
Der entscheidende Hinweis war, dass man erst unter "Symbolleiste > Ergebnis > Ermittlung der Umsatzsteuer" erkennt, dass SSW korrekterweise die (3,25 EUR) Umsatzsteuer gem. §13b UStG erfasst und zeitgleich (3,25 EUR) als Vorsteuer gem. §13b UStG wieder in Abzug bringt.
Rechnerisch macht also SSE KEINEN Fehler und alle Werte in der Steuererklärung stimmen.
@Martin Jung: Vielleicht sollte man aber darüber nachdenken, ob man bei einem Update für diese Fälle etwas an der "Ergebnis-Voransicht" (rechts unten im Hauptfenster) korrigiert. Denn dass SSE die 3,25 EUR in den dortigen Wert "Abziehbare Vorsteuer" einrechnet, ist m.E. verwirrend. Erst unter "Symbolleiste > Ergebnis > Ermittlung der Umsatzsteuer" erkennt man, dass SSE hier unter "Abziehbare Vorsteuer" auch die "Vorsteuer gem. §13b UStG" subsummiert.
Dabei seit: 01.09.2016
02.09.2016, 03:29
Und für mich diese Information ist nützlich! Danke!
P.S. Ich fand es richtig zu danken!
02.09.2016, 03:30
Centreput
05.04.2018, 00:45
habe hier leider ein ähnliches Problem, vielleicht kann jemand vom Entwickler-Team weiterhelfen.
Alle Ausgabe-Positionen die entweder als Innergemeinschaftlicher Erwerb oder nach §13b UStG oder als Einfuhr mit Einfuhrumsatzsteuer ausgezeichnet werden, werden in der EÜR in der Zeile Z140 (Vereinnahmte Umsatzsteuer sowie Umsatzsteuer auf unentgeltliche Wertabgaben) und Z185 (Gezahlte Vorsteuerbeträge) nicht vom Programm berücksichtigt!
In den Umsatzsteuervoranmeldung sowie Umsatzsteueranmeldung werden die Beträge hingegen berücksichtigt und addiert.
Wenn da nur nicht die Rundungsfehler bei den VSt.-/USt-Beträge auf Innergemeinschaftlichen Erwerbe und Leistungsempfänger als Steuerschuldner §13b Abs. 1 UStG wären.
Das Programm rundet nicht die volle Zahl der Beträge als einzelne Positionen oder Zusammenfassung nach Monat oder Quartal, sondern nimmt einfach den Gesamtbetrag (bzw. jährlich) und rundet Ihn auf eine volle Zahl. Dadurch kommt es zu Rundungsfehlern, die sich am Ende um einige Euros addieren. Eigentlich sollten alle VSt.-/USt-Beträge je nach Abgabefrist der Umsatzvorsteueranmeldung monatlich, quartalsweise oder jährlich als Zusammenfassung auf eine volle Zahl gerundet werden.
Eine korrekte Abgabe der Steuererklärung als Unternehmer ist mit der Anwendung leider in der Form nicht möglich.
Zuletzt geÃ¤ndert von Centreput; 05.04.2018, 00:47.