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Timestamp: 2020-02-19 02:23:07
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Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11']

﻿Das neue Tierschutzgesetz 2014 und Thema Hundetrainer - Hundeforum Tierschutz allgemein - dogSpot.at
Geschrieben am 01.08.2014 10:19 Uhr
Lt. neuer Fassung des Tierschutzgesetzes heißt es u.a.
dass folgende Dienstleistungen künftig erlaubnispflichtig sind:
- gewerbsmäßig für Dritte Hunde ausbilden oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleiten (§ 11 Abs. 1 Nr. 8 f TierSchG)
Das private Hundeschulen darunter fallen, ist unumstritten. Wie ist es aber mit Hundevereinen? Die machen das ja nicht gewerbsmäßig, oder zählt das auch dazu?
Könnte ein privater "zertifizierter" Hundeschulbetreiber jemanden anstellen, der nicht zertifiziert ist und die Hundeausbildung durchführt?
Rosa & Jeannie
Geschrieben am 02.08.2014 15:13 Uhr
1. Der Terminus "gerwerbsmäßig" schließt "ehrenamtliche" Trainer im Hundeverein aus - da dürfen Nichtskönner sich ruhig austoben ebenso wie die schwarzen Schafe in der Sportszene (Typ teletakt, Stachelwürger & Co.).
2. Anerkannt sind ZURZEIT nur die Zertifizierungen durch die Tierärztekammer SH sowie IHK Potsdam (imn ZUsammenarbeit mir dem BHV).
3. Es gab keine Durchführungsbestimmungen bzw. gibt es noch nicht, da noch nicht festgeschrieben, z.B. auch Gebührenordnung, Prüfungsordnung etc. Man "wolle die Ministerien der einzelnen Länder zu einem gemeinsamen Vorgehen unter einen Hut bringen", was übrigens mittlerweile mit einigen, aber nicht allen Bundesländern mit einer Arbeitstagung mehr oder weniger geglückt ist.
4. Das Wort "Ausbildung" beinhaltet, dass auf ein best. Ziel hin ausgebildet wird -WER MACHT DAS???? Ich sehe nur HuSchus, die HH helfen, ihren Hund zu erziehen, ihn gesellschaftsfähig zu machen > der Terminus ist denkbar ungünstig gewählt, so dass man verwaltungsrechtlich gut dagegen vorgehen kann - vllt. machen das auch einige. Hat man ein Ziel, wie z.B. Behindertenbegleithund, bietet man tatsächlich eine Ausbildung an. Viele solcher Trainer sind aber ANGEBLICH ehrenamtlich tätig, d.h. sie bekommen eine Aufwandsentschädigung, die auch nihct zu versteuern ist - aber die kann dennoch ordentlich sein.....
5. Die zuständigen Veterinärämter, die nun nette Briefe an etablierte HuSchus bzw. HuSchus verschicken, die im Gewerberegister der zum Kreis gehörigen Kommune erfasst sind, sind schon mit dieser Aufgabe überfordert.
Beispiel von einer HuSchu, die gar keine ist....- Telefonat mit dem AmtsVet:
"Ich mache Erziehungsberatung, aber keine Ausbildung!" > "Doch, nach herrschender Meinung!" > "Ach ja, wer definiert herrschende Meinung? Oder Ausbildung? Das steht zurzeit nur in den Durchführungsbestimmungen zum TSchG in der alten Fassung - und danach mache ich KEINE Ausbildung!" > "Ja , wenn Sie die Zeit haben und sich das antun wollen, solch ein kostenintensives Verfahren durchzuführen......werden Sie sowieso verlieren!"
"Wie geht das denn dann vor sich, wenn ich mich nun noch zertifizieren lassen muss?" > "Anerkannt lt. Ministerium sind ZURZEIT nur die Zertfifizierungen der IHK und der Tierärztekammer SH, und wenn Sie die nicht vorweisen können, müssen Sie Ihre Kompetenz im Fachgespräch beweisen!"
"Wie wird das Fachgespräch durchgeführt, wie ist der Ablauf?"
"Das weiß ich nicht, aber einen praktischen Teil wird es vllt. auch geben."
"Wieviel kostet denn so was?"
"Wieso, das machen Sie doch als AmtsVet!"
"Nein, ICH ganz bestimmt nicht; kann ich nicht, habe auch keine Zeit dafür!"
"Hä??? Wie soll das dann gehen?"
"Es könnte der Kollege AmtsVet aus dem Nachbarkreis machen, aber ich muss dazu erst eine Genehmigung vom Ministerium haben; die Anfrage dazu ist schon raus!"
"Wie jetzt - Sie müssen alle HuSchus anschreiben, die Anträge einsammeln und Formalien prüfen, aber führen die Erlaubnisprüfung selbst nicht durch und müssen aber erst das ok abwarten, ob es ein anderer AmtsVet machen darf????"
"Genau so ist es! Wir haben selbst nur interne Papiere hier, noch nichts Offizielles, außerdem macht der VDH Druck, weil der auch seine Prüfer dabei haben will sowie Ausbidungsstätten, die ihre Ausbildung als Zertifizierung anerkannt haben wollen!"
"Also, dann warte ICH erst mal ab, denn da sind ja noch viele verwaltungsrechtlche Sachen zu klären. Die Prüfung ist für mich ein Klacks, aber ich habe keine Lust, noch 800 Euro zu zahlen, obwohl ich nicht nur massenhaft Fortbildungen in alle Richtungen nachweisen kann - die Ihnen übrigens auch vorliegen - sondern auch einen riesigen Pool an praktischer Erfahrung! Wenn Trainerneulinge, die in eine einzige Glaubensrichtung gecoacht worden sind, anerkannt werden, nur weil sie einen "anerkannten" Schein in der Tasche haben, aber ansonsten noch grün hinter den Ohren sind, besser gestellt werden als ich bzw. meine Kollegen, die ebf. zig Jahre Erfahrung und Fortbildungen nachweisen können, dann stimmt ja wohl was nicht! Aber Hundehaltern, die mal eben 2 Jahre einen Hund geführt haben, gelten als sachkundig nach dem Nieders. Hundegesetz - das kann ja alles nicht wahr sein!!!!!"
"Tut mir leid, aber ich habe die Gesetze nicht gemacht - wir als Behörde müssen einfach ausführen, was uns vorgegeben wird. Ich werde Sie allerdings sofort informieren, wenn es etwas Neues gibt; Sie haben ja lt. Schreiben noch Zeit, bis der Antrag hier ankommen muss. Sollte die Genehmigung für die Prüfung beim Nachbarkreis nicht durchgehen, müssen wir hier wohl noch mindestens einen Mitarbeiter zusätzlich einstellen. Mehr kann ich Ihnen im Augenblick leider nicht sagen."
"Danke für das nette Gespräch!"
Geschrieben am 02.08.2014 16:45 Uhr
wer prüft denn das nun dann genau?
ordnungsamt oder wer?
und was passiert mit denen die genannte scheine nicht haben aber schon seit urzeiten im geschäft sind?
Geschrieben am 02.08.2014 17:32 Uhr
Bei uns prüft dass das Veterinäramt. Ich habe gerade das Schreiben hier zu liegen. Da steht u.a., "auf Grund einer Änderung des § 11...benötigt ab 1.08.14 nicht nur derjenige, der Hunde zu Schutzzwecken ausbildet, sondern auch jeder der gewerbsmäßig "für Dritte Hunde ausbildet oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleitet" die Erlaubnis der zuständigen Behörde....Es ist dabei unerheblich, ob der Lebensunterhalt mit den erzielten Einnahmen bestritten werden kann. Betrift demnach auch Trainer in Hundevereine/Hundeschulen.Wobei Vereinstrainer ihre Ausbildung so wie so belegen können und auch eine Trainerlizenz haben.
...Außerdem benötigen wir für die Erlaubniserteilung ein aktuelles pol. Führungszeugnis und Unterlagen, die Ihre Ausbildung bzw.Sachkunde belegen. Unterlagen über die Ausbildung, Qualifikation, Sachkunde, Trainerschein, Abschlüsse u.s.w..
Ich schätze mal, dass die, die keine Sachkundeprüfung und andere Abschlüsse vorweisen können, diese nachholen müssen. Wobei die Sachkundeprüfung eine andere ist, als die für Hundehalter. Da wird mit fremden Hunden gearbeitet.Die Theorie ist ähnlich.
Geschrieben am 02.08.2014 18:10 Uhr
würde mich echt interessieren wie das dann für huschus abläuft die nur mit druck und gewalt arbeiten, und dafür auch bekannt sind, auf der anderen seite aber auch polizeihunde ausbilden, und das schon seit zig jahren....
so weit ich weiss liegt da keine ausbildung/weiterbildung/ etc vor....
ob da dann so verfahren wird: die macht das schon sooo lange, das wird schon passen.
und wieviel zeit hat man um das alles abzuliefern?
Geschrieben am 02.08.2014 19:51 Uhr
zu MELWIN>>
ZITAT: >>Betrift demnach auch Trainer in Hundevereine/Hundeschulen.Wobei Vereinstrainer ihre Ausbildung so wie so belegen können und auch eine Trainerlizenz haben.<
Das ist alles NICHT gewerblich und NICHT erlaubsnispflichtig!!!!
Und nicht jeder Vereinstrainer hat eine Trainerlizenz, weil er die nicht braucht! Gründe mit 7 Leuten, die durchaus alle miteinander verwandt sein können, einen Hundeverein und trainiere munter drauf los gegen MG-Gebühr, evtl. plus Kurskosten (Platznutzungsgebühr). Der Trainer bekommt eine Trainerpauschale, die seinen Aufwand abdecken soll - alles legal und weder zu versteuern noch erlaubnispflichtig nach dem 11er!.
zu MEERESTAUCHER:
Jeder Depp darf auch heute noch Hunde ausbilden oder Hilfe zur Erziehung anbieten ohne irgendwelche Lizenzen, wenn er es ehrenamtlich macht, also einfach keine Gewerbe anmeldet und offiziell nichts dafür nimmt. Im Verein ist die Aufwandspauschale gut zu verbuchen; ohne Verein wird es haarig, denn da kann man keine Aufwandspauschale nehmen, da es im Zweifelsfall ein Gewerbe ist. Aber dann macht man es so, wie ich es schon vorher beschrieben habe.
Zuletzt geändert am 02.08.2014 19:51 Uhr
Geschrieben am 02.08.2014 20:20 Uhr
nein, ich mein jetzt die die das beruflich, also wirklich gegen kohle machen.
die nach völlig veralteten methoden und mit gewalt arbeiten.
wer entschiedet da (und nach welchen kriterien) ob das gut oder schlecht ist?
Geschrieben am 02.08.2014 21:16 Uhr
Es geht NICHT darum, ob etwas gut oder schlecht ist - es geht nur darum, ob du die sachkunde hast und dies beweisen kannst. Da könnte also ein alter Stachelwürderwiderling der Kommission einfach was von Wattebausch etc. vorflöten und dennoch nach seiner alten Methode weitermachen.
Auch der Clicker ist nicht das nonplusultra > ich selbst habe eine Vereinstrainerin gesehen, die sich von ihrem 50kg-Macho quer über den Platz ziehen ließ, kurz nachdem sie voller Stolz verkündete, dass er ja nur per Clicker erzogen sei und dies ja wohl das Beste wäre und nur so etwas für das Training in Frage käme.....
Thomas Baumann hat dazu deutlche Worte gefunden und dargestellt, was bislang so alles passiert ist wg. den 11er, z.B. dass manche Behörden den etablierten HuSchus Bestandsschutz gewähren (was rechtlich ok ist) und manche nicht (was rechtlich nicht ok ist), und dass es völlig egal ist, ob du dein Wissen schon mannigfaltig unter Beweis gestellt hast, auch öffentlich!
Statement von Thomas Baumann
Geschrieben am 02.08.2014 21:24 Uhr
§ 11 Tierschutzgesetz: Chaos-Tage in deutschen Behörden
Hundetrainer sollen ab 01. August 2014 nicht mehr ohne die amtliche Zulassung durch die zuständige Behörde ihren Beruf ausüben dürfen. Wer nun allerdings geglaubt hatte, es gäbe hierzu... bundeseinheitliche Regelungen bzw. Vorgehensweisen, wird mittlerweile definitiv eines besseren belehrt.
Eine Vielzahl bemerkenswerter Ereignisse macht sehr deutlich, dass es KEINE einheitlichen Vorgehensweisen gibt und dass nicht nur deshalb für viele bereits berufserfahrene Hundetrainer der Widerspruchs- oder auch Klageweg gegen willkürliche Behördenentscheidungen vielversprechend sein dürfte.
So gibt es nach Aussage verschiedener Behörden für die Berufsgruppe der Hundetrainer angeblich keinen beruflichen BESTANDSSCHUTZ. Eine absurde und willkürlche Aussage, denn Bestandsschutz gilt für alle Berufsgruppen und über einen Bestandsschutz für eine Berufsgruppe entscheiden letztlich Gerichte im Einezelfall und nicht im Vorfeld eine Ordnungsbehörde per Pauschalaussage.
In einigen Fällen gipfelte die Behördenwillkür gegenüber bereits langjährig erfahrenen und qualifizierten Hundetrainern sogar mit der Drohung eines Berufsverbotes, sollten sie sich nicht einer Prüfung unterziehen.
Kurios ist in diesem Zusammenhang, dass verschiedene Behörden in Deutschland unter Benennung des Bestandsschutzes Zulassungen erteilen und andere Behörden wiederum einen Bestandsschutz ablehnen.
Doch damit nicht genug. In Bayern gibt es eine Liste von 25 (!) Fachbüchern, die durch Behörden als Prüfungsgrundlage empfohlen werden. Ein Teil dieser Bücher jedoch gilt inhaltlich als deutlich überholt und einige dieser Bücher sind sogar reichhaltig mit fachlich fragwürdigen Inhalten bestückt.
Besonders bemerkenswert ist dann auch die personelle Besetzung der meisten Prüfungskommissionen. Neben Vertretern der Behörden befinden sich auffallend viele Tierärzte mit einer verhaltenstherapeutischen Zusatzausbildung in derartigen Kommissionen. Dass diese Tierärzte in der Lage sind, theoretisches Wissen zu prüfen, steht außer Frage. Doch mit einem aus meiner Sicht stark eingeschränkten Kompetenzlevel im praktischen Umgang mit Hunden, halte ich die meisten Tierärzte in einer Prüfungskommission für gänzlich ungeeignet, eine praktische Sachkundeprüfung durchzuführen. Zumal sich in den vergangenen Tagen und Wochen bestätigt, dass in diesem Zusammenhang viel mehr Wert auf Klicker, Target-Stick und Futterbestätigung gelegt wird, als auf die wichtigeren Merkmale eines kommunikativ ausgelegten Sender-Empfänger-Prinzips innerhalb der Mensch-Hund-Beziehung. Lerntheorie und deren praktische Umsetzung in Sachen Klicker-Konditionierung ist nun mal bei weitem nicht alles! Und ein harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Hund sollte grundsätzlich auch ohne Klicker denkbar sein! Auf materieller Basis konditionierte Hunde haben wir immer mehr, gut erzogene aber immer weniger!
Es steht außer Frage, dass durch die Neuregelungen in § 11 TierschG eine sehr gute Möglichkeit besteht, das Berufsbild des Hundetrainers erheblich das Berufsbild des Hundetrainers erheblich aufzuwerten.
Doch lässt sich neben einer fehlenden Einheitlichkeit in der behördlichen Umsetzung derzeit nicht der Verdacht ausräumen, dass in einer Art "Aufräumaktion" vielfach versucht wird,
anders denkende und anders arbeitende Hundetrainer aus dem Weg zu schaffen. Selbst wenn diese neben jahrelanger Berufserfahrung auch ohne Klicker als erfolgreich gelten und sich auch unter tierschutzrechtlichen Gesichtspunkten nie etwas zu schulden kommen haben lassen.
Dieses Vorgehen kann und darf aber nie die Zielstellung von § 11 sein.
Es zeichnet sich derzeit ab, dass in den kommenden Monaten mit zahlreichen Widerspruchsverfahren, Klagen sowie Fach- und Dienstaufsichtsbeschwerden bezüglich der Umsetzung von § 11 TierschG zu rechnen ist. Sicher in vielen Fällen mit guten Aussichten auf Erfolg.
Auch dürfte es nicht aussbleiben, dass sich gesellschaftlich und politisch wirksame Medien dem Thema Berufszulassung für Hundetrainer annehmen und über die sich breits jetzt abzeichnenden Missstände in der Umsetzung von § 11 eine umfassende Transparenz schaffen.
Erfahrene Hundetrainer mit langjähriger Berufspraxis haben derzeit viele Gründe, sich gegen die in Teilen stattfindende Behördenwillkür zur Wehr zu setzen.
Thomas Baumann, August 2014 Mehr anzeigen
Geschrieben am 02.08.2014 21:29 Uhr
Da steht u.a., "auf Grund einer Änderung des § 11...benötigt ab 1.08.14 nicht nur derjenige, der Hunde zu Schutzzwecken ausbildet, sondern auch jeder der gewerbsmäßig "für Dritte Hunde ausbildet oder die Ausbildung der Hunde durch den Tierhalter anleitet" die Erlaubnis der zuständigen Behörde....Es ist dabei unerheblich, ob der Lebensunterhalt mit den erzielten Einnahmen bestritten werden kann.
So steht es zumindest in meinem Schreiben vom VA. In meinem Verein (VDH) hatte jeder Trainer auch eine Trainerlizenz. Mag sein, dass es in anderen Vereinen aus Mangel an Trainern anders ist. Ein Sportfreund von mir, auch Trainer, der nicht beruflich, sondern ehrenamtlich Hundebesuche in Altenheime macht hat ebenfalls dieses Schreiben bekommen. Na, mal sehen, wie es sich entwickeln wird.