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Timestamp: 2017-12-15 02:52:39
Document Index: 291070380

Matched Legal Cases: ['§ 1617', '§ 1618', '§ 1618', '§ 1618', '§ 1618', '§ 1618']

Namensgebung Tochter nach Heirat der Mutter - frag-einen-anwalt.de
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| 22.12.2009 16:52 |
ich habe eine Tochter, für die die Kindsmutter und ich das gemeinsame Sorgerecht besitzen. Wir waren oder sind nicht verheiratet, das Kind trägt den Namen der Mutter.
Wenn die Mutter nach Heirat den Namen ihres zukünftigen Gatten annimmt, welchen Namen trägt dann die (unsere gemeinsame) Tochter )?
Welche Möglichkeiten kommen in Betracht?
Muss ich der Änderung des Namens meiner Tochter zustimmen?
Mutter Mutter Tochter Heirat
Der Geburtsname des Kindes bei nicht miteinander verheirateten Eltern ist in § 1617 BGB geregelt. Demnach bestimmen die Eltern den Namen der Mutter oder des Vaters zum Namen des Kindes, wenn gemeinsames Sorgerecht besteht.
Die Kindesmutter kann bei einer Eheschließung keinesfalls den Namen Ihrer Tochter ohne Ihre Zustimmung ändern. Eine Erteilung des Ehenamens der Mutter und des Stiefvaters auf das Kind ist aber grundsätzlich möglich, § 1618 S. 1 BGB (Einbenennung). Voraussetzung ist, dass das Kind in den gemeinsamen Haushalt des Elternteils und des Stiefelternteils aufgenommen wurde. Möglich ist auch die Erteilung eines Doppelnamens (Begleitnamens) aus dem Ehenamen der jetzigen Ehegatten und des bisherigen Namens des Kindes. Die Einbenennung muss durch öffentlich beglaubigte Erklärung gegenüber dem Standesbeamten erfolgen.
Rechtlich gibt es 2 Möglichkeiten:
Bei der exklusiven Einbenennung tritt der Ehename des Elternteils bzw. Stiefelternteils an die Stelle des Geburtsnamens des Kindes. Das Kind verliert den bisherigen Namen und führt sodann den Ehenamen der Mutter und deren Ehemann als Geburtsnamen, § 1618 S. 1 BGB. Bei der additiven Einbenennung behält das Kind seinen Geburtsnamen, der Ehename wird mittels Bindestrich zusätzlich als Begleitname erteilt, § 1618 S. 2 BGB. Die Einbenennung ist auch dann möglich, wenn das Kind nicht den Namen der Mutter trägt, sondern bei der Geburt den Namen des Vaters erhalten hatte.
Bei gemeinsamem Sorgerecht ist Ihre Einwilligung in beiden Varianten Voraussetzung. Dies ergibt sich aus § 1618 S. 3 BGB. Sobald das Kind das 5. Lebensjahr vollendet hat, ist auch die Einwilligung des Kindes erforderlich. In Ausnahmefällen kann das Familiengericht auf Antrag die Einwilligung des anderen Elternteils ersetzen, wenn die Einbenennung zum Wohle des Kindes erforderlich ist, § 1618 S. 4 BGB. Zustimmen müssen Sie der Namensänderung somit nicht, die Einwilligung kann aber in Ausnahmefällen ersetzt werden.
Rechtsfolge der Einbenennung ist in erster Linie die Namensänderung beim Kind. Das gemeinsame Sorgerecht der Eltern wird durch die Namensänderung nicht berührt.
Unterhaltspflichten des Stiefvaters gegenüber dem Kind bestehen nicht.
Bewertung des Fragestellers 30.12.2009 | 19:50
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