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Timestamp: 2016-09-28 17:04:54
Document Index: 85595723

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE']

9C_630/2015 (25.02.2016)
9C_630/2015���{T�0/2} � � Urteil vom 25. Februar 2016
A.________, liess sich wegen R�ckenproblemen mit Unterst�tzung der Invalidenversicherung umschulen und war zuletzt w�hrend 19 Jahren als........ besch�ftigt gewesen. Er meldete sich am 31. August 2010 unter Hinweis auf eine Ersch�pfungsdepression (Burn-out) und einen Kn�chelbruch mit Morbus Sudeck und Morton-Neurom bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich t�tigte erwerbliche und medizinische Abkl�rungen und verneinte einen Anspruch auf (weitere) berufliche Massnahmen (Verf�gung vom 19. November 2010). Im Weiteren liess sie den Versicherten durch das Zentrum f�r Interdisziplin�re Medizinische Begutachtungen AG (ZIMB) abkl�ren (Expertise vom 12. November 2012). Weiter holte sie einen Verlaufsbericht des Medizinischen Zentrums B.________ vom 23. April 2013 ein, wo sich der Versicherte seit November 2010 ambulant psychotherapeutisch behandeln liess. Gest�tzt darauf stellte die IV-Stelle dem Versicherten zun�chst eine ganze Rente in Aussicht. Nach erhobenem Einwand und neuem Vorbescheidverfahren wies sie das Leistungsbegehren mit Verf�gung vom 11. Februar 2014 ab.
Die von A.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 25. Juni 2015 ab.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, der Entscheid vom 25. Juni 2015 sei aufzuheben und ihm eine Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen; eventualiter sei die Sache zur weiteren Abkl�rung zur�ckzuweisen.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz auf R�ge hin oder von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht, und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. auch Art. 97 Abs. 1 BGG).
1.2.�Bei den vorinstanzlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsf�higkeit der versicherten Person handelt es sich grunds�tzlich um Entscheidungen �ber eine Tatfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.), welche das Bundesgericht seiner Urteilsfindung zugrunde zu legen hat (E. 2.1). Gleiches gilt f�r die konkrete Beweisw�rdigung (Urteil 9C_204/2009 vom 6. Juli 2009 E. 4.1, nicht publ. in BGE 135 V 254, aber in: SVR 2009 IV Nr. 53 S. 164).
2.1.�Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen vor Bundesgericht nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 194), was in der Beschwerde n�her darzulegen ist (BGE 133 III 393 E. 3 S. 395). Der vorinstanzliche Verfahrensausgang allein bildet noch keinen hinreichenden Anlass im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG f�r die Zul�ssigkeit von unechten Noven, die bereits im kantonalen Verfahren ohne Weiteres h�tten vorgebracht werden k�nnen. Das Vorbringen von Tatsachen, die sich erst nach dem angefochtenen Entscheid ereigneten oder entstanden (echte Noven), ist vor Bundesgericht unzul�ssig (Urteil 8C_690/2011 vom 16. Juli 2012 E. 1.3 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 138 V 286, aber in: SVR 2012 FZ Nr. 3 S. 7).
2.2.�Der Beschwerdef�hrer hat letztinstanzlich verschiedene Dokumente eingereicht. Er legt in seiner Beschwerde indessen nicht dar, inwiefern der vorinstanzliche Entscheid Anlass zu deren Beibringung gegeben h�tte. Die blosse Behauptung, es handle sich um ein nachMZ Art. 99 Abs. 1 BGG zul�ssiges Novum, reicht hierf�r nicht aus (BGE 133 III 393 E. 3. S. 395). Die Schriftst�cke sind daher grunds�tzlich unbeachtlich. Ob dies auch auf den Bericht des Medizinischen Zentrums B.________ vom 17. August 2015 zutrifft, soweit damit die vorinstanzliche W�rdigung des Verlaufsberichtes vom 23. April 2013 ger�gt wird, kann offen gelassen werden, da der Beschwerdef�hrer hieraus ohnehin nichts zu seinen Gunsten ableiten kann (vgl. E. 5 hernach).
2.3.�Die Tatsachenfeststellungen, namentlich die aus den medizinischen Unterlagen gewonnenen Erkenntnisse, sind letztinstanzlich grunds�tzlich verbindlich (vgl. E. 1.1 hievor). Es ist im Rahmen der eingeschr�nkten Sachverhaltskontrolle (Art. 97 Abs. 1 BGG) nicht Aufgabe des Bundesgerichts, die schon im vorangehenden Verfahren im Recht gelegenen �rztlichen Einsch�tzungen neu zu beurteilen und die rechtsfehlerfreie Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz zu korrigieren (Urteil 8C_905/2013 vom 12. Februar 2014 E. 4.2).
Streitgegenstand bildet der Anspruch des Beschwerdef�hrers auf eine Rente der Invalidenversicherung.
Die Vorinstanz stellte fest, eine schwere depressive Symptomatik, wie im Gutachten des ZIMB vom 12. November 2012 diagnostiziert, sei nicht (mehr) ausgewiesen. Der ebenfalls konstatierten Pers�nlichkeitsst�rung sei aus rechtlicher Sicht ebenso wenig wie der im Verlaufsbericht des Medizinischen Zentrums B.________ vom 23. April 2013 festgestellten andauernden mittelgradigen depressiven Symptomatik eine invalidisierende Wirkung beizumessen. Die Einsch�tzung der psychiatrischen Gutachterin des ZIMB und der behandelnden �rzte vom Medizinischen Zentrum B.________, es liege eine Arbeitsunf�higkeit von 100 % vor, verm�ge nicht zu �berzeugen. Die invalidit�tsfremden psychosozialen Faktoren schienen nicht nur als Ausl�ser im Vordergrund gestanden zu haben, sondern h�tten auch wesentlich zum Erhalt der Symptomatik beigetragen. Ferner habe der Beschwerdef�hrer nicht s�mtliche Behandlungsm�glichkeiten ausgesch�pft, weshalb nicht von einem Scheitern einer konsequent befolgten Depressionstherapie ausgegangen werden k�nne, die das Leiden als resistent ausweisen w�rden. Vielmehr sei anzunehmen, dass der Beschwerdef�hrer bei Aufbietung allen guten Willens und in Nachachtung der Schadenminderungspflicht der bisherigen T�tigkeit weiterhin nachgehen k�nnte. Auch unter Ber�cksichtigung der (allf�lligen) Einschr�nkung aus neurologischer Sicht aufgrund des neuropathischen Schmerzes entlang des Nervus genito-femoralis rechts������(20 %) gem�ss Gutachten des ZIMB ergebe der Prozentvergleich selbst unter Gew�hrung eines leidensbedingten Abzugs von 5 % einen Invalidit�tsgrad von 25 % und damit keinen Anspruch auf eine Rente.
5.1.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt zun�chst, die Vorinstanz h�tte ein Verlaufsgutachten einholen m�ssen, wie von der Expertin des ZIMB empfohlen. Der Verlaufsbericht des Medizinischen Zentrums B.________ vom 23. April 2013 sei weit weniger ausf�hrlich. Dies f�hre dazu, dass unterschiedliche psychiatrische Diagnosestellungen nicht diskutiert worden seien und wesentliche Sachverhaltselemente so f�r den Rechtsanwender ungekl�rt bleiben. In Bezug auf diesen Bericht r�gt er eine falsche Beweisw�rdigung. Das kantonale Sozialversicherungsgericht sei im Wesentlichen einzig aufgrund des unterschiedlichen Schweregrades der depressiven St�rung im Gutachten vom 12. November 2012 und im Verlaufsbericht des Medizinischen Zentrums B.________ vom 23. April 2013 von einer Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes ausgegangen. Insgesamt habe sich dieser aber nicht gebessert. Die �rzte des Medizinischen Zentrums B.________ h�tten n�mlich nebst der mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) auch eine schwere Anorexia nervosa (ICD-10 F50.0) diagnostiziert, was in der ZIMB-Expertise nicht der Fall gewesen sei. Im �brigen d�rften die verMZschiedenen psychiatrischen Diagnosen nicht isoliert betrachtet werden, vielmehr sei der Morbidit�t Rechnung zu tragen.
5.1.2.�Soweit der Beschwerdef�hrer vorbringt, die unterschiedlichen Diagnosestellungen seien nicht diskutiert worden, r�gt er Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz, die f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich sind. Offensichtliche Unrichtigkeiten sind diesbez�glich nicht erkennbar. Die �rzte des Medizinischen Zentrums B.________ waren im Besitz des Gutachtens und hatten somit vollst�ndige Kenntnis des Inhalts. Angesichts dieses Umstandes w�re zu erwarten gewesen, dass sie sich eingehender zu ihrer Einsch�tzung ge�ussert h�tten, sofern bei unterschiedlichen Diagnosen ein unver�nderter Gesundheitszustand bestanden h�tte. Im Weiteren legt der Beschwerdef�hrer nicht substanziiert dar, welcher wesentliche Umstand im Verlaufsbericht des Medizinischen Zentrums B.________ vom 23. April 2013 fehlt, der f�r das kantonale Sozialversicherungsgericht von Relevanz gewesen w�re.
5.1.3.�Was der Beschwerdef�hrer sodann gegen die �brige vorinstanzliche Beweisw�rdigung vorbringt, ist nicht stichhaltig und vermag ebenso wenig eine Bundesrechtswidrigkeit darzutun. Die Vorinstanz stellte zutreffend und f�r das Bundesgericht verbindlich (vgl. E. 1 hievor) fest, dass keine schwere depressive Symptomatik bestehe. Auch die psychiatrische Expertin ging nicht von einer�
anhaltenden�schweren St�rung aus, sondern diagnostizierte vielmehr eine rezidivierende depressive St�rung, gegenw�rtig schwere Episode (ICD-10 F33.2). Dieser Gesundheitsschaden ist naturgem�ss Schwankungen unterworfen. Ferner erscheint eine durchgehende Antriebshemmung, welche mitunter ein Charakteristikum f�r eine schwere Depression ist, wenig plausibel angesichts der regen sportlichen T�tigkeit des Beschwerdef�hrers. Auch berichtete der Beschwerdef�hrer gegen�ber den �rzten des Medizinischen Zentrums B.________ nicht mehr �ber akustische oder optische Halluzinationen. Im Weiteren stellt die Essst�rung (Anorexia nervosa; ICD-10 F50.0) keinen eigenst�ndigen und insbesondere keinen neuen, von den behandelnden �rzten des Medizinischen Zentrums B.________ festgestellten Gesundheitsschaden dar. Die Gutachterin des ZIMB sah diese St�rung vielmehr als Teil der Depression, da es unter einer solchen bekanntlich zu Appetitverlust komme und die diagnostischen Kriterien gem�ss ICD-10 nicht erf�llt seien. Gegenteiliges ist dem Bericht des Medizinischen Zentrums B.________ vom 23. April 2013 nicht zu entnehmen. Wenn das kantonale Sozialversicherungsgericht mit Blick auf die gestellten Diagnosen (Gutachten: rezidivierende depressive St�rung, gegenw�rtig schwere Episode [ICD-10 F33.2]; Bericht Medizinisches Zentrum B.________ vom 23. April 2013: mittelgradige depressive Episode [ICD-10 F32.1]) eine Verbesserung des Gesundheitszustandes festgestellt hat, so ist dies nicht offensichtlich unrichtig bzw. stellt keinen unhaltbaren Schluss dar (BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9).
5.2.1.�Weiter beanstandet der Beschwerdef�hrer, die Vorinstanz gehe aktenwidrig davon aus, er habe nicht s�mtliche Therapiem�glichkeiten ausgesch�pft, weshalb kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege. Entgegen den vorinstanzlichen Feststellungen sei er indessen bereits zwei Mal station�r behandelt worden und habe auch Medikamente bekommen. Es liege demzufolge eindeutig ein therapieresistentes Leiden vor. In Bezug auf den neuropathischen Schmerz und die damit verbundenen Leistenbeschwerden gehe es ebenfalls nicht an, von nicht ausgesch�pften medizinischen Behandlungen zu sprechen. Diese Problematik sei nach der Begutachtung nie mehr Gegenstand von Abkl�rungen seitens der IV-Stelle gewesen. Nun die Mitwirkungspflicht bzw. den Grundsatz der Selbsteingliederung geltend zu machen, stehe im Widerspruch zum Untersuchungsgrundsatz.
5.2.2.�Seine Einw�nde - soweit diese nicht auch als appellatorische Kritik qualifiziert werden m�ssen - verm�gen die Feststellung der Vorinstanz, der Beschwerdef�hrer sei bis anhin nicht ad�quat behandelt worden, nicht als offensichtlich unrichtig oder sonstwie bundesrechtswidrig erscheinen zu lassen.
Es trifft zu, dass der Beschwerdef�hrer vom 10. M�rz bis 20. April 2010 in der Klinik C.________ und vom 17. M�rz bis 13. April 2011 in der Klinik D.________ station�r behandelt worden ist. Abgesehen davon, dass diese Aufenthalte schon lange zur�ckliegen, handelt es sich bei diesen medizinischen Institutionen um psychosomatische Rehabilitationskliniken. In einer station�ren psychiatrischen Behandlung befand er sich indessen laut den Akten nicht. Gem�ss Bericht des Medizinischen Zentrums B.________ vom 23. April 2013 begibt sich der Beschwerdef�hrer seit Oktober 2012 drei Mal w�chentlich in ambulante psychotherapeutische Behandlung. Hinzu kommt, dass er gegen�ber der Gutachterin des ZIMB erkl�rt hat, die medikament�sen Versuche mit Antidepressiva habe er abgelehnt, weil er die dadurch hervorgerufene M�digkeit als sehr unangenehm empfunden habe. Die Einnahme der verschriebenen Arzneimittel erscheint fraglich. Ebenso fraglich erscheint, ob die psychotherapeutische Betreuung durch das Medizinische Zentrum B.________ eine geeignete Behandlung darstellt, da gem�ss seiner Aussage die w�chentlichen Gespr�che ihm nichts bringen w�rden.
Was den neuropathischen Schmerz anbelangt, so liess sich dieser bereits einmal mittels einer Lokalan�sthesieblockade vollst�ndig unterdr�cken, weshalb der neurologische Experte eine Fortf�hrung dieser Behandlung empfahl. Dar�ber hinaus ist weder ersichtlich noch legt der Beschwerdef�hrer dar, welcher weiterer Abkl�rungen es diesbez�glich bedurft h�tte. Auch diesbez�glich ist auf die zutreffenden Erw�gungen des kantonalen Gerichts zu verweisen (dortige Erw�gung 4.3.3).
5.3.�Nach dem Gesagten ist die Feststellung des kantonalen Sozialversicherungsgerichts, wonach der Beschwerdef�hrer nicht s�mtliche Therapiem�glichkeiten ausgesch�pft habe und deshalb kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege, weder offensichtlich unrichtig noch sonstwie bundesrechtswidrig. Es braucht nicht weiter gepr�ft zu werden, ob die psychosozialen Faktoren bei der Entstehung des Leidens im Vordergrund standen und ob sie wesentlich zum Erhalt beigetragen haben. Gleiches gilt f�r die Frage, ob der Beschwerdef�hrer aufgrund seiner sportlichen Aktivit�ten und der get�tigten Reisen vom 1. Januar bis 23. April 2013 �ber gen�gend (psychische) Ressourcen verf�gt. Den von der Vorinstanz vorgenommenen Einkommensvergleich mit der (Eventual-) Annahme, es liege wegen des neuropathischen Schmerzes eine Arbeitsunf�higkeit von 20 % vor, hat der Beschwerdef�hrer zu Recht nicht beanstandet, weshalb sich diesbez�gliche Weiterungen er�brigen.