Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4154.htm
Timestamp: 2018-11-21 12:43:41
Document Index: 24633286

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 2', '§ 64', '§ 4', '§ 5']

4.154 Katharinenfelsen
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet »Katharinenfelsen« vom 16. Februar 1989 (GBl. v. 26.04.1989, S. 130).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz ‑NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichne Fläche auf den Gemarkungen Hödingen und Überlingen der Stadt Überlingen, Bodenseekreis, wird z Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Katharinenfelsen«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 3,94 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Hödingen die Flurstücke Nr. 223 ganz sowie 224 und 225 jeweils teilweise, auf Gemarkung Überlingen die Flurstücke Nr. 1972, 1973, 1997/1, 1997 , 1998/1, 2082 und 2083/1 ganz und die Flurstücke Nr.1973/2, 2089/6, 2089/7, 2089/8, 2089/9 und 16/20 jeweils teilweise.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen mit Stand vom 8. Dezember 1988 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen, beim Landratsamt Bodenseekreis in Friedrichshafen und beim Bürgermeisteramt Überlingen in Überlingen auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung der für den Bereich des Bodenseebeckens einzigartigen Landschaftsstrukturen. Zusammen mit den vielfältigen Vegetationseinheiten und den besonderen klimatischen Verhältnissen ist hier ein seltener Lebensraum für viele geschützte und zum Teil gefährdete Tier‑ und Pflanzenarten entstanden.
Geschützt und in ihrer ökologischen Funktion gefördert werden sollen insbesondere die Felsformationen mit dem für die weitere Umgebung einzigartigen Gletschertopf, die naturnahe Vegetation mit den Geißklee‑Föhrenwaldbeständen, den Felsbandfluren, den Saumgesellschaften und den Halbtrockenrasen sowie die Streuobstbestände.
8. die Art der bisherigen rechtmäßigen Grundstücksnutzung entgegen dem Schutzzweck zu ändern;
10. das Schutzgebiet außerhalb der Wege zu betreten oder mit Fahrzeugen jeglicher Art zu befahren oder im Schutzgebiet zu reiten;
13. Fluggeräte aller Art, einschließlich Modellflugzeuge, zu starten oder zu landen;
15. Streuobstbestände zu roden oder auf sonstige Weise zu zerstören.
b) zum Erhalt des Streuobstbaus in begründeten Einzelfällen nur der Einsatz biologisch‑organischer Schädlingsbekämpfungsmittel zulässig ist;
e) Schafbeweidung nur in Hütehaltung zulässig ist, wobei der Schutzzweck nicht beeinträchtigt werden darf. Insbesondere darf die Vegetationsdecke nicht geschädigt werden. Die Schafbeweidung, ist daher nur im Rahmen des jeweils gültigen Pflegeplans für das Naturschutzgebiet zulässig;
3. für die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß eine Umwandlung in reine Nadelwaldbestände unterbleibt. Düngemittel und Chemikalien dürfen nicht verwendet werden;
Schutz‑ und Entwicklungsmaßnahmen im Schutzgebiet können von der höheren Naturschutzbehörde ‑für die Waldbereiche im Einvernehmen mit der Forstverwaltung ‑ in einem Pflegeplan oder durch Einzelanordnungen festgelegt werden.
Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 Nr. 2 und 3 verbotenen Handlungen vornimmt.
· b) die Verordnung des Landratsamts Überlingen zur Sicherung von Naturdenkmalen im Landkreis Überlingen vom 25.Juli 1939 (Sammelverordnung, Bodenseerundschau Nr. 174 vom 29. Juli 1939),