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Timestamp: 2019-01-24 12:15:55
Document Index: 32666354

Matched Legal Cases: ['§ 60', '§60', '§ 66', '§ 7', '§ 22', '§ 20', '§ 33']

Ich soll für meine Tochter Wohngeld beantragen | Erwerbslosenforum Deutschland
Ich soll für meine Tochter Wohngeld beantragen
Themenstarter Annett
Stichworte beantragen tochter wohngeld
Ich hatte gestern wieder schicke Schreiben vom Amt im Kasten.
Ich beziehe ALG2, bin kein Austocker.
Das Amt schreibt:
Zwischenmitteilung zu Ihrem Antrag auf ALG2
Bei der Prüfung des ALG2 Anspruches für Ihre Tochter (16 J.) ist aufgefallen, dass diese einen geringen Arbeitslosengeld2 Anspruch hat.
Für Ihre Tochter besteht die Voraussetzung Wohngeldleistungen in Anspruch zu nehmen.
Diese können u. U. höher sein als ALG2.
Reichen Sie beim Eigenbetrieb den Nachweis über die abschließende Entscheidung der Wohngeldstelle unverzüglich nach Erhalt ein.
Bitte kommen Sie ihrer Mitwirkungspflicht bis spätestens 11.12.2009 nach. Sollten Sie bis zu diesem Termin nicht antworten, wird die Leistung ganz oder teilweise gekürzt (§§ 60ff SGB2).
Dann wurden nochmal in einer Anlage §60 und § 66 aufgeführt.
Keine Rechtsfolgebelehrung zum Widerspruch.
Meinr Tochter hat einen Regelsatz von 287 €.
Gleichzeitig werden ihr Unterhalt 222,00 und das Kindergeld 164,00 als Einkommen abgezogen.
Kann ich nur für mein Kind Wohngeld beantragen?
Zählt sie dann noch zur BG ?
Wird das Kindergeld und der Unterhalt trotzdem als Einkommen angerechnet?
Annett sagte :
Ja, Wohngeld ist eine vorrangige Leistung und wenn Dein Kind mit den Einkommensarten Unterhalt, Wohngeld und Kindergeld seinen Bedarf (Regelleistung und seinen Anteil der Kosten der Unterkunft) decken kann, fällt es aus der Bedarfsgemeinschaft.
Hat es durch das Wohngeld mehr Einkommen als Bedarf, wird dieses überschießende Einkommen an Dich übertragen ... bis maximal zum Kindergeldsatz 164 €.
Da Du nach dem EStG die Kindergeldberechtige bist, wird nur soviel Kindergeld beim Kind belassen, wie zu dessen Bedarfsdeckung benötigt wird. Der Rest des Kindesgeldes bleibt bleibt quasi bei Dir und wird Dir als Einkommen angerechnet (abzüglich der 30 € Versicherungspauschale, falls diese Dir nicht bereits auf anderes sonstiges Einkommen gewährt wurde).
Siehe oben ... nein. Ihr Einkommen wird aber wohl auch in Zukunft abgefragt werden, um den exakten Kindergeldübertrag an Dich ermitteln zu können. Wie gesagt: Lediglich das Kindergeld darf bis max. 164 € z.Zt. übertragen werden, kein anderes Einkommen des Kindes.
Dein Kind ist Dir gegenüber nicht zu Unterhalt verpflichtet.
Siehe oben. Es wird eine sogenannte fiktive Bedarfsrechnung nach dem SGB II vorgenommen, um den Kindergeldübertrag an Dich auszurechnen.
meine Tochter ist 16 J. und geht noch zur Schule.
Erst 2010 fängt sie hoffentlich eine Ausbildung an.
Also wird Kindergeld Unterghalt und Wohngeld addiert.
Alles was den Betrag von 287 € übertrifft, wird wieder abgezogen?
Aber maximal 164 €?
Es wird also das Wohngeld und der Unterhalt vom Vater als Einkommen angerechnet?
Ihr Regelsatz von 287 € fällt aber komplett weg?
Ich zeig's Dir mal anhand einer Beispielrechnung auf, dann wird's klarer:
Wohnungskosten, also KdU (Miete plus Heizkosten minus Warmwasseraufbereitungspauschale) z.B. 500 € = 250 € KdU Mutter, 250 € KdU Tochter
287 € Regelleistung
+ 250 € Kosten der Unterkunft
= 537 € Bedarf
+ 222 € Unterhalt
= 386 € Einkommen
537 € Bedarf
- 386 € Einkommen
= 151 € Alg-II-Anspruch Kind
Würde nun die Tochter noch 200 € Wohngeld erhalten (was ich von der Höhe her eher für unwahrscheinlich halten würde ...), dann sähe die Rechnung im Gegensatz zu oben so aus:
+ 200 € Wohngeld
= 586 € Einkommen
- 586 € Einkommen
= -49 €
Das Kind hätte also nun 49 € mehr, also es zur eigenen Bedarfsdeckung benötigt (keinerlei Alg-II-Anspruch; Lebenshaltungskosten und Kosten der Unterkunft, Heizung, Strom etc. pp. müssen aus eigenem Einkommen bestritten werden).
Diese den Bedarf übersteigenden 49 € würden an die Mutter übertragen und dieser als Einkommen angerechnet werden (aber nie mehr als max. 164 € Kindergeld, also niemals Kindesunterhalt und anderes Einkommen des Kindes):
280 € Kosten der Unterkunft
359 € Regelleistung
43 € Alleinerziehendenmehrbedarf
= 682 € Gesamtbedarf
Einkommen Mutter:
49 € aus Kindergeldübertrag (Mutter hat in diesem Beispiel kein weiteres Einkommen, auch keinen Ehegatten-Unterhalt z.B.)
- 30 € Einkommensbereinigung (Versicherungspauschale)
= 19 € anrechenbares Einkommen
682 € Bedarf Mutter
- 19 € Einkommen
= 663 € Alg-II-Anspruch
So wie du es schreibst, steht man mit dem Wohngeld besser da.
Meine Tochter liegt schon seit Jahren über ihrem Regelsatz.
Warum die Kommune erst jetzt darauf drängt, ist seltsam.
Nein, eigentlich nicht, denn die Kinder werden durch den Abzug des übersteigenden Kindergelds und Anrechnung bei Dir immer noch auf Alg-II-Niveau gehalten (Du hast evtl. 30 € mehr als vorher, wenn die Versicherungspauschale noch geltend gemacht werden kann bei der Anrechnung des Kindergelds bei Dir). Erst wenn Deine Tochter so viel Einkommen hat, dass nach den 164 höchstmöglich zu übetragenden Euro noch mehr als SGB-II-Bedarf bei der Tochter verbleibt, hat sie mehr als Alg-II-beziehende Kinder.
Da bist Du nicht die Erste, der's so geht. Die Wohngeldämter kommen ja auch kaum nach, nachdem auch Kinder, die einen Alg-II-Anspruch haben, dazu aufgefordert werden können (bzw. die Eltern für sie), Wohngeld zu beantragen. Das Wohngeldgesetz wurde dahingehend zum 1.1.2009 geändert (§ 7).
Manche Wohngeldämter benötigen Monate für die Bearbeitung des Antrags ... und oft erweist er sich als umsonst, da der bewilligte Wohngeldbetrag gar nicht ausreichend ist, um den Bedarf des Kindes mitsamt Kindergeld und Unterhalt zu decken. Wie hoch ist denn der KdU-Bedarf Deiner Tochter laut Alg-II-Bescheid? Nicht dass ich wüsste, wie hoch ein evtl. Wohngeldanspruch für Deine Tochter wäre, aber sehr hoch waren die Beträge, die ich so mitbekommen habe, nicht.
Hey, ich merke gerade (evtl. sehr spät ... *lach*), dass es hier im Forum etwas Neues gibt: Habe das Wort "Wohngeldgesetz" nicht mit einem Link hinterlegt, sondern dies wurde automatisch so erstellt.
Ich glaube die Versicherungspauschale kann nur für Kinder ab 18 Jahre verrechnet werden.
Im neuem Bescheid wurden meiner Tochter folgender Bedarf
errechnet: Mietanteil: 131,66 €
Nebenkostenanteil 33,90 €
Heizkostenanteil 10,52 €
Regelsatz: 287,00 €
machte einen Bedarf von 463,08 €
Ihr Einkommen beträgt bisher, d.h. ohne Wohngeld 386,00 (222+164)
Ja, das stimmt ... wieder, nachdem die Alg-II-Verordnung ab 1.8.2009 nach dem BSG-Urteil (Vers.pauschale auch für Minderjährige, die nicht zur BG gehören) schnell geändert wurde. Ich meinte nicht die Vers.pauschale für Deine Tochter, sondern die, die DIR gewährt werden muss, wenn Kindergeld an Dich übertragen wird und Du somit Einkommen hast. Hattest Du bereits immer schon eigenes Einkommen, welches bereits bereinigt wurde/wird, dann wird die Vers.pauschale Dir natürlich nicht noch einmal auf den Kindergeldübertrag gewährt.
463,08 € Bedarf
- 386,00 € Einkommen
= 77,08 € müsste sie an Wohngeld also erhalten, um "raus" zu sein.
Bekommt sie mehr, wird - wie gesagt - erst einmal (bis 164 €) alles, was über ihrem Bedarf liegt, bei Dir als Kindergeldübertrag - abzüglich der von Dir evtl. noch nicht genutzten Versicherungspauschale - als Dein Einkommen angerechnet/von Deinem Alg-II-Bedarf abgezogen.
Die Summe meines Bedarfes liegt bei 576 inkl. Mehrbedarf von 43 €.
Dass bedeutet wenn sie z. B. 100 € Wohngeld bekommt, werden mir noch die 23 € gekürzt?
Ich habe meinen Bescheid durchgesehen und ich finde keine Pauschale.
Meinst du evt. eine Pauschale, wenn ich Aufstocker wäre?
Bedarf Tochter:
463,08 € (RL plus KdU)
222 € Unterhalt
100 € angenommene Wohngeldhöhe
= 486 €
486 € - 463,08 € = 22,92 € liegt die Tochter über ihrem SGB-II-Bedarf --> Kindergeldübertrag an Dich:
576 € (RL plus KdU)
22,92 € Kindergeldübertrag
- 30 € Versicherungspauschale (Zeile "Einkommensbereinigung")
= bleibt nichts übrig, um Dir Kindergeldübertrag als Einkommen anrechnen zu können, da Einkommen Kindergeld gleich bzw. weniger als 30 €.
Somit ein "Plus" für euch von 22,92 € (Freibetrag).
Wären z.B. 50 € Kindergeld zu übertragen, dann:
50,00 € Kindergeldübertrag
= 20 € anrechenbares Einkommen, um welches Dein Alg-II-Auszahlungsbetrag verringert werden würde; 30 Euro wären "frei".
Da Du kein eigenes Einkommen hast und auch bisher kein Kindergeldübertrag von Deiner Tochter an Dich stattfand, weil sie über kein mehr als bedarfsdeckendes Einkommen verfügt, kann auch bei Dir nichts bereinigt werden (es ist bei Dir ja kein Einkommen vorhanden, auf das die Versicherungspauschale gewährt werden kann).
Erst MIT dem Wohngeld hat Deine Tochter (aller Voraussicht nach) mehr als bedarfsdeckendes Einkommen.
Nein, ich meinte keine Freibetragsberechnung bei Aufstockern. Jedes Einkommen, auch der Kindergeldübertrag an Dich, ist Einkommen, auf welches die Versicherungspauschale gewährt werden muss - es muss nicht zwingend Erwerbseinkommen sein.
Leider wird aber von den "ARGEn" ist einer sehr hohen Zahl von Fällen, in denen Kindergeld übertragen wird, diese Einkommensbereinigung beim Elternteil "vergessen" ...
wahrscheinlich sah ich beim Lesen ähnlich aus, wie die Frau auf deinem Profilfoto ;-)
Ich bin keine Intelligenzbestie aber ich kann Rechnen und Schreiben.
Was machen die vielen anderen Leuts, die sich noch weniger mitteilen oder keine Hilfe suchen.
Letztendlich haben sie sicher weniger den Überblick, aber ich glaube die leben ruhiger und sind spannungsfreier.
Großes Thanks an Biddy!!!!
Du siehst ja, seit wann ich hier angemeldet bin ... ich schwöre Dir (!), ich habe mich zu Anfang - gerade auch bei diesem Thema - genauso gefühlt wie Du jetzt! Sogar beim Einschlafen hat's mich verfolgt ... *lol*... und irgendwann macht's *klick*
Dafür durfte ich mich aber auch dies' Jahr über eine dicke Nachzahlung freuen; die dürfte so manch anderem - auch wenn dafür mehr Ruhe und Entspannung - dafür "zu Unrecht nicht ergangen" sein. Tja, echt Shit alles, so oder so ...
du erinnerst dich sicher noch an Ludwigsburg. Sie hat ja immer geschrieben, dass man die Ausgaben für Kinder , die keine Argeleistungen beziehen so hoch schrauben kann, dass kein Übertrag an die Mutter mehr möglich ist.
zB. durch die kosten der Zahnspange, Musikunterricht, Sportverein, Fahrtkosten u.v.m.
So in etwa äußerte sich auch der Richter vom SG bei meiner Klage. Ich bin ja immer noch am Aufschreiben. Habe noch drei Wochen Zeit.
In Deinem Fall dachte ich, dass es deswegen wäre, weil Dein "Kind" in Berufsausbildung ist ... von wegen berufsbedingter Kosten und so ... aber umso besser, wenn es auch für alle anderen Kids gilt, z.B. Schüler.
Es wäre ja zu schön, wenn es außer bei Ludwigsburg auch bei anderen mal klappen würde mit der Nichtübertragung/-anrechnung des Kindergelds ...
Ich drück' euch ganz doll die Daumen für den SG-Termin und hoffe sehr, dass Du dann hier berichtest.
Falls mein Kind mit dem Wohngeld aus der BG fällt, stehen ihr dann noch Leistungen wie das Schulgeld oder ein Zuschuss für Klassenfahrten? Bewerbungskosten?
Falls mein Kind mit dem Wohngeld aus der BG fällt, stehen ihr dann noch Leistungen wie das Schulgeld
Schülerinnen und Schüler, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen, erhalten eine zusätzliche Leistung für die Schule in Höhe von 100 Euro, wenn sie oder mindestens ein im Haushalt lebender Elternteil am 1. August des jeweiligen Jahres Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach diesem Buch haben. Schülerinnen und Schüler, die nicht im Haushalt ihrer Eltern oder eines Elternteils leben, erhalten unter den Voraussetzungen des § 22 Abs. 2a die Leistung, wenn sie am 1. August des jeweiligen Jahres Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach diesem Buch haben. Die Leistung wird nicht erbracht, wenn ein Anspruch der Schülerin oder des Schülers auf Ausbildungsvergütung besteht. Der zuständige Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende kann im begründeten Einzelfall einen Nachweis über eine zweckentsprechende Verwendung der Leistung verlangen.
Leistungsanspruch der Eltern ausschlaggebend (Randziffer 24a.17)
(6) Der Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts muss bei mindestens einem mit dem Schüler in einem Haushalt lebenden Elternteil vorliegen. Ausreichend ist auch, wenn der zur Bedarfsgemeinschaft gehörende Partner des Elternteils (Stiefelternteil) einen Leistungsanspruch hat, der leibliche Elternteil selbst aber von Leistungen ausgeschlossen ist. Unbeachtlich ist hingegen, ob der Schüler selbst einen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts hat (z. B. kein Anspruch bei Bedarfsdeckung durch Einkommen aus Unterhalt und Kindergeld). Anspruchsinhaber ist immer der Schüler. ...
Wohngeld/ Mischhaushalt (Randziffer 24a.18)
(7) So besteht auch in sogenannten Mischhaushalten, in denen das Kind zu eigenem Einkommen Wohngeld zur Vermeidung von Hilfebedürftigkeit erhält, die Eltern jedoch Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II beziehen, ein Anspruch auf die zusätzliche Leistung für die Schule.
Quelle und mehr: http://www.arbeitsagentur.de/zentra...t-24a-SGB-II-Zusaetzliche-Leistung-Schule.pdf
oder ein Zuschuss für Klassenfahrten?
(2) Solange sich der Hilfebedürftige, insbesondere bei Drogen- oder Alkoholabhängigkeit sowie im Falle unwirtschaftlichen Verhaltens, als ungeeignet erweist, mit der Regelleistung nach § 20 seinen Be-darf zu decken, kann die Regelleistung in voller Höhe oder anteilig in Form von Sachleistungen erbracht werden.
2. Erstausstattungen für Bekleidung und Erstausstattungen bei Schwangerschaft und Geburt sowie,
3. mehrtägige Klassenfahrten im Rahmen der schulrechtlichen Bestimmungen sind
nicht von der Regelleistung umfasst. Sie werden gesondert erbracht. Die Leistungen nach Satz 1 werden auch erbracht, wenn Hilfebedürftige keine Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts einschließlich der angemessenen Kosten für Unterkunft und Heizung benötigen, den Bedarf nach Satz 1 jedoch aus eigenen Kräften und Mitteln nicht voll decken können.
Quelle und mehr: http://www.arbeitsagentur.de/zentra...ext-23-SGB-II-Abweich-Erbringung-Leistung.pdf
Da Deine Tochter weiterhin durch Kindergeldübertrag (und das nicht in Höhe des vollen Kindergeldbetrags) an Dich sozusagen auf "Alg-II-Niveau" bleibt, kann sie den Bedarf nach Satz 1 Nr. 3 nicht aus eigenen Mitteln decken.
Wenn ihr gegen den Kindergeldübertrag, also die Anrechnung des Kindergelds als Einkommen bei Dir, angehen wollt (siehe Posting Ela), indem ihr hohe Ausgaben der Tochter nachweist, weiß ich nicht, inwieweit dann die Kosten einer Klassenfahrt übernommen werden bzw. nur als Darlehen gewährt werden ... können ... *schulterzuck*
Das weiß ich leider nicht. Die Agentur für Arbeit wäre ja dann wohl für Deine Tochter zuständig. Bestimmt weiß jemand anderer hier, wie es sich mit den Bewerbungskosten verhält.
Meine Tochter erhält Wohngeld und ist aus der BG raus.
Ihr Einkommen (Unterhalt, Kindergeld und Wohngeld) wird jedoch mit einberechnet.
Ein Einkommensüberhang wird bei mir abgezogen.
Inzwischen habe ich eine Teilzeitstelle 400 Öre.
Also wurde auch hier noch mal das ALG 2 gekürzt.
Es wurde aber keine Versicherungspauschale abgerechnet?
Was kann ich als Ausgaben für meine Tochter gegen den Einkommensüberhang gegen rechnen.
Davon weiß ich gar nichts, und das Amt hat davon auch nichts erwähnt .....
Was auch eine absolute Frechheit war, dass das ALG 2 mit der Einberechnung des Wohngeldes meiner Tochter langer per Bescheid neu berechnet wurde, bevor ich einen Bescheid von der Wohngeldstelle hatte.
Interner Datenabgleich!
Hier noch eine ganz wichtige Frage????
Falls meine Tochter jetzt einen Geldbetrag von ihrer Oma erhält, wird dieser dann bei der ARGE als Einkommen berechnet?
Muss ich ihre Konten, also die Konten meiner Tochter überhaupt noch offen legen?
Wenn Du nicht nur übertragenes Kindergeld als Einkommen hast, sondern nun auch Einkommen aus Erwerbstätigkeit, dann ist die Versicherungspauschale bereits im Grundfreibetrag in Höhe von 100 € enthalten. Bei genau 400 € netto wie brutto hast Du einen Freibetrag von 160 €; in den meisten Berechnungsbögen stehen dann 130 € in der Zeile "Freibetrag" und die 30 € Versicherungspauschale in der etwas weiter unten liegenden Zeile "Einkommensbereinigung".
Davon weiß ich gar nichts, und das Amt hat davon auch nichts erwähnt
Zähle doch mal die Ausgaben auf, die sie so hat. Andere melden sich dann bestimmt noch dazu.
Wenn der Kindergeldübertrag an Dich noch nicht "ausgeschöpft" ist (also die kompletten 184 €), dann wird die ARGE auch weiterhin den fiktiven Alg-II-Bedarf Deiner Tochter berechnen, um den genauen Kindergeldübertrag zu ermitteln, weil ja Kindergeld - soweit sie es nicht benötigt - wieder zu Deinem Einkommen wird, da Du die Kindergeldberechtigte bist. Alles über das Kindergeld hinaus bleibt das Einkommen Deiner Tochter, weil sie Dir nicht zu Unterhalt verpflichtet ist und darf nicht bei Dir angerechnet werden.
Da hat Ela so ihre Erfahrungen gemacht ... Sie meldet sich bestimmt noch.
zuerst einmal vielen Dank für deine schnelle und ausführliche Antwort.
130 € und 30 € dieseBeträge tauchenbeide nicht auf, aber der Betrag von 160 €. Und darin sind die 30 € sicher enthalten nur nicht einzeln aufgelistet.
Meine Tochter geht zur Schule und hat kein wirkliches Einkommen.
Ausgaben, wie Kurse oder privater Unterricht habe ich für sie nicht. Außer die alltäglichen Ausgaben wie Verpflegung fällt nichts an.
Da sie nicht mehr zur BG gehört, sie wird nicht mehr augeführt, außer ihr Einkommen, dürfte es das Amt doch eigentlich nichts mehr angehen!?
Ach stimmt, sie ist Schülerin ... ganz vergessen. ... Kieferorthopädische Behandlung eventuell, die Kosten verursacht, die die Krankenkasse nicht übernimmt? Mir fällt jetzt auch gerade nichts Absetzbares ein ... hm ... bestimmt den anderen hier noch.
Und doch: Einkommen nach ARGE-Verständnis hat sie. Kindergeld, Unterhalt und nun auch Wohngeld. Nun wird geschaut, ob sie überhaupt noch Kindergeld benötigt und wieviel (fiktive Bedarfsberechnung).
Wie gesagt, es geht einzig und allein um das Kindergeld, denn DU bist die Kindergeldberechtigte und es wird berechnet, wieviel Deine Tochter von DEINEM Kindergeld, welches Dir für Dein Kind zusteht, zur Bedarfsdeckung benötigt. Der Rest geht an Dich bzw. bleibt bei Dir ...
Wieviel Kindergeld wird denn nun mit Wohngeldanrechnung und allem Pipapo an Dich übertragen bzw. als Dein Einkommen angerechnet?
Eventuell hat sie einen Eigenanteil f. Schülermonatskarte.
Falls Schulabschluss ansteht dann:
Kostenbeitrag Abschlussfeier, Kleid, Schuhe, Jacke.
Wenn sich deine Tochter Bewerbungsfotos machen lässt u. Material kauft wie Mappen, gutes Druckerpapier, Umschläge, Briefmarken,
Fahrten zu Vorstellungsgesprächen - wer bezahlt das?
Meiner Ansicht nach, kann sie (auch als Nichtleistungsempfänger)
einen Antrag auf Bewerbungskosten stellen.
Ich denke zuständig wäre die Arbeitsagentur (SGB III),
sonst bei ARGE (SGBII) probieren. Antragstellung vor Geldausgabe.
Wenn sie keine Bew.kosten bekommt, dann muss sie alles von ihrem Einkommen bezahlen. Belege sammeln und einreichen.
Dann darf dir weniger Kindergeld angerechnet werden.
Dabei beachten unterschiedliche Regelungen:
Die Arbeitsagentur (SGB III) erstattet nur Kosten zur Aufnahme einer SV-pflichtigen Ausbildung (duale Ausbildung in Betrieb/Berufsschule, Lohnsteuerkarte).
Die ARGE (SGB2) erstattet für SV-pflichtige Ausbildungen (wie oben) aber darüber hinaus auch Bewerbungskosten für schulische Ausbildungen (Berufsfachschule u.ä.).
Sie hat gesunde Zähne, daher fallen solche Kosten nicht an ;-)
Bei mir wird bei sonstigem Einkommen eine Summe von 83 € angeführt.
Das ist der Betrag der als Einkommensüberhang vom Kindergeld abgeogen wird, bzw. bei mir als Einkommen auftaucht.
Wer trägt nun eigentlich die Bewebungskosten meiner Tochter.
Die Arbeitsagentur oder dir Arge?
Bisher bekam ich vom Amt dazu noch keine wirklich e Aussage.
Sie steckt gerade voll in den Bewerbungsphasen für ihre Ausbildung.
Bisher übernahm dies die Arge, von der Agentur für Arbeit wurden wir damals abgelehnt und zur Arge geschickt.
Als ihr beim Arbeitsamt weggeschickt wurdet, wart ihr sicher eine Berdarfsgemeinschaft nach SGBII. Und für "ihre Schäfchen" ist die ARGE zuständig.
Aber jetzt bezieht sie keine SG BII-Leistungen - nicht allein und auch nicht indirekt in einer BG. Sie ist einfach ein armer Ausbildungssuchender. Der gehört nach meiner Meinung zur Arbeitsagentur. Bewerbungskostenübernahme zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit. Die Arbeitsagentur übernimmt f. Industriemechanikerin, Tierarzthelferin u.ä.
Sozialassistenten u.ä. könnten nur bei der ARGE etwas bekommen.
Ja Erolena, damals waren wir beide noch in der BG.
Nun ist sie ja raus, ob des Wohngeldes.
Raus aus der BG und der Statistik.
Da kann Schwarz Gelb doch sicher bald punkten.
Immerhin leben dann sounsoviel Prozent Kinder weniger von ALG2.
Momentan hab ich noch keinen Plan.
Da steckt doch sicher Behördenwillkür dahinter, wer tut sich so etwas schon freiwillig an.
Wie mache ich eigentlich solche Dinge wie Bewerbungskosten und Kleidung geltend?
Macht es Sinn, das Verrechnen des Kindergeldes als verfassungswidrig prüfen zu lassen?
Immerhin, ist doch das Kindergeld ausschließlich fürs Kind gedacht und nicht dafür die Eltern zu unterhalten und die Statistk zu verfälschen.
Muss meine Tochter nun noch ihre Konten offen legen?
Ich habe mal einen Thread von ela1953 rausgekramt, der für Dich u.U. interessant ist.
Es geht zwar um einen Azubi, aber auch hier einzig und allein um die Berechnung, wieviel Kindergeld an die kindergeldberechtigte Mutter übertragen werden kann (so der SG-Richter in dem Fall) - und deshalb müssen Einkommensnachweise des Kindes eingereicht werden.
*klick* http://www.elo-forum.org/bedarfs-haushaltsgem-familie/25291-vollj-azubi-bg-kindergeld.html
Ludwigsburg hat mal jemandem geholfen, der dann eine saftige Nachzahlung bekam.
Es wurde u.a. noch folgende Sachen angegeben.
Alle Ausgaben für die Schule, jedes Heft, jeder Bleistift
Fahrten des Kindes zur Schule, zum Sport, in der Freizeit. Geschenke, wenn das Kind zum Geburtstag eingeladen ist. Ausflüge, Klassenfahrten Dann Kinobesuche, Freizeitpark. Das sind ja alles Sachen die ein ALGII Kind nicht machen kann.
Kleidung, da das Kind ja nicht mit dem geringen Satz abspeisbar ist
eigentlich alles, was nicht im Regelsatz enthalten ist Bei 289 Euro ist z.B. nur knapp 100 Euro für Ernährung. Damit kommt mein 22jähriger schon mal nicht hin.
Er darf ja mit seinem Geld auch im Imbiss kaufen. Wenn er eine Jeans braucht, dann kauft er sie. Und Fußballschuhe kosten nicht mehr 20 Euro sondern weit über 100
absetzbar ist auch Kieferorthopäde, Sportverein, Musikunterricht, Anschaffungen wie Fahrrad, Führerschein, Versicherungen,
ich hab Eigentum und bekam nur die Zinsen als Kaltmiete. Mein Sohn musste auch die Hälfte der Tilgung zahlen. Hab ich auch auf der Liste.
Der Richter des SG sagte mir auch, dass die Nebenkostennachzahlung den Bedarf meines Sohnes erhöht.
In dem Monat wäre es durchaus möglich, dass er dann noch was vom Jobcenter bekommt.
Der nicht im Regelsatz enthaltene Strom steht auch auf meiner Liste, seine Handykosten,
Es dauert auch nicht mehr lange, bis ich den ganzen Wust fertig habe und es endlich beim Gericht einreichen kann.
Wie reichst du die zusätzlichen Kosten ein?
Zusammen mit einem Widerspruch oder monatlich.
Wir hatten letzte Woche 180 € für ein Bewerbungsoutfit ausgegeben? So etwas zählt dann sicher auch.
Fahrtkosten zur Schule, hier fährt ein Schulbus.
Dieser kostet nichts.
Würde denn dann zählen, dass ich mein Kind zur Schule fahre?
Irgendwelche Hobbys hat mein Kind nicht oder Kurse.
Dafür reicht das Geld ja nicht.
Werden denn alle Ausgaben gegen den Regelsatz aufgerechnet?
Was wäre jetzt mein nächster Schritt?
Zusätzlich ahbe ich heute erfahren, dass wir doch auf den Bewerbungskosten für einen Ausbildungsplatz sitzen bleiben.
Da meine Tochter durch das Wohngeld aus der BG fällt.
Der Eigenbetrieb übernimmt diese nicht mehr und von der Agentur gabs noch keine Zusage.
Wir sind aktuell aber emsig auf der suche nach einen Ausbildungsplatz und sind nicht in der Lage auf eine Zusage zu warten. Und somit muss ich aus dem bissel Verdienst udn ALG 2 auch noch diese Kosten tragen.
Bin gespannt, ob wir diese Kosten pauschal gegen den Einkommensüberhang rechnen können.
Wurde dieses Thema geschlossen?
Darf ich mich dranhängen und fragen, wie das gehandhabt wird mit den Mehrbedarfen für Ernährung wenn Kinder Wohngeld statt Sozialgeld bekommen?
Und wie läuft das bei Nebenkostenabrechnungen? Wird dann nur noch für die Mutter übernommen?
Was ist wenn der Unterhalt (wie bei uns ständig) ausbleibt? (Unterhaltsvorschuß ist ausgeschöpft und fällt weg, bisher ist dann die Arge eingesprungen)
Was ist, wenn ein Kind mit Wohngeld um einiges weniger hat als mit Sozialgeld?
Hallo Digi-Mom,
wie sich das mit dem Mehrbedarf hält, weiß ich leider nicht. Vielleicht kann er gegen den Einkommensüberhang gerechnet werden, mit einem formlosen Antrag.
Meine Tochter erhält auch das Wohngeld und seitdem wird nur noch die Hälfte der KdU gewährt.
Das wird sich mit den Nachzahlungen der Nebenkosten auch so verhalten. Wenn der Unterhalt ausbleibt, dürfte er nicht als Einkommen angerechnet werden.
Ich erhielt heute wieder ein Schreiben vom Amt mit dem ich so gar nichts anfangen kann.
Mitteilung zur Geltendmachung von Unterhaltszahlungen für mein Kind.
Darin steht sinngemäß, dass nach § 33 SGB!! alle Unterhaltsansprüche an die ARGE übergehen.
Meien Tochter ist seit Zahl. des Wohngeldes raus aus der BG und nur noch ich erhalte ALG2.
Wie können denn die Ansprüche einfach ohne meine Einwilligung an die Arge übergehen?