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Timestamp: 2016-10-21 14:52:16
Document Index: 291256683

Matched Legal Cases: ['Art. 99', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 23', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 3', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'Art. 78', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 107', 'Art. 78', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 8', 'Art. 4', 'Art. 78', 'Art. 23', 'Art. 18', 'Art. 21', 'Art. 16', 'Art. 3', 'Art. 66', 'Art. 68']

1C_489/2011 (21.06.2012)
1C_489/2011
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Peter Fertig,
Baudirektion des Kantons Z�rich, Generalsekretariat, Abteilung Sektion/Stab Recht,Walcheplatz 2, Postfach,
Politische Gemeinde Wetzikon, 8620 Wetzikon,
WWF Schweiz, Hohlstrasse 110, Postfach, 8010 Z�rich, vertreten durch den WWF Z�rich, Hohlstrasse 110, Postfach, 8010 Z�rich,
Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, Wiedingstrasse 78, Postfach, 8036 Z�rich,
vertreten durch den Z�rcher Vogelschutz ZVS/Birdlife Z�rich, Wiedingstrasse 78, 8045 Z�rich.
Schutzverordnung,
Beschwerde gegen das Urteil vom 12. Oktober 2011 des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 1. Abteilung,
X.________ ist Eigent�mer der Parzelle Kat.-Nr. 4475 an der Dorfstrasse 67 im Gebiet "Hell" in Wetzikon. Diese grenzt im n�rdlichen Teil an das Flachmoor von nationaler Bedeutung Nr. 2212 "Robenhauserriet/Pf�ffikersee" (Anh. 1 der Verordnung vom 7. September 1994 �ber den Schutz der Flachmoore von nationaler Bedeutung [Flachmoorverordnung; SR 451.33]) sowie an das Hochmoor von nationaler Bedeutung Nr. 103 "Robenhauserriet/Pf�ffikersee" (Anh. 1 der Verordnung vom 21. Januar 1991 �ber den Schutz der Hoch- und �bergangsmoore von nationaler Bedeutung [Hochmoorverordnung; SR 451.32], vgl. E. 3.2 des angefochtenen Entscheids).
Mit Verf�gung Nr. 7028 vom 22. August 2007 �nderte die Baudirektion die Verordnung zum Schutz des Pf�ffikerseegebietes vom 27. Mai 1999 (im Folgenden: SchutzV) und setzte im Bereich "Hell" die Zonen neu fest. Die Parzelle Nr. 4475 wurde in einem Abstand von 15 m bis zum Flachmoor der Naturschutzumgebungszone II A und im �brigen der hydrologischen Pufferzone II H1 zugewiesen.
Gleichentags erteilte die Baudirektion den Nutzungsberechtigten der Parzelle Nr. 4475 die Ausnahmebewilligung, die Naturschutzumgebungszone II A im bisherigen Rahmen weiter als Haus- und teilweise (bis zu einem Abstand von 10 m zum Flachmoor) als Gem�segarten zu nutzen (Verf�gung Nr. 7031).
X.________ erhob gegen die Verf�gung Nr. 7028 zun�chst erfolglos Rekurs an den Regierungsrat und anschliessend Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich. Dieses wies die Beschwerde am 12. Oktober 2011 ab.
Gegen den verwaltungsgerichtlichen Entscheid hat X.________ am 1. Dezember 2011 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht erhoben. Er beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und es sei auf die Festlegung einer Pufferzone auf dem Grundst�ck Nr. 4475 zu verzichten. Eventualiter sei das Verfahren zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht oder an die Baudirektion des Kantons Z�rich zur�ckzuweisen.
Das Verwaltungsgericht und der Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Baudirektion Z�rich schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Der WWF hat sich nicht vernehmen lassen.
Das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU) kommt in seiner Vernehmlassung zum Ergebnis, die Anordnung der Pufferzone sei zu Recht erfolgt.
In seiner Replik vom 25. April 2012 h�lt der Beschwerdef�hrer an seinen Antr�gen fest.
Der Beschwerdef�hrer beantragt die Durchf�hrung eines Augenscheins, legt aber nicht dar, inwiefern erst der Entscheid des Verwaltungsgerichts dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Ohnehin ist das Bundesgericht an den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt gebunden, soweit dieser nicht offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 und Art. 97 Abs. 1 BGG). Der Antrag ist daher abzuweisen.
Der Beschwerdef�hrer bestreitet zun�chst, dass �berhaupt eine rechtliche Verpflichtung zur Festlegung von Pufferzonen ausserhalb der eigentlichen Moorbiotope bestehe. Dies gelte namentlich f�r Siedlungsgebiete: Gem�ss Art. 5 Abs. 3 Flachmoorverordnung und Art. 5 Abs. 2 Hochmoorverordnung seien Bauten, Anlagen und Bodenver�nderungen in der Pufferzone, ausserhalb des eigentlichen Moorgebiets, zul�ssig, soweit sie das Schutzziel nicht beeintr�chtigten. Art. 23b Abs. 3 des Bundesgesetzes �ber den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (NHG; SR 451) gebiete ausdr�cklich die Ber�cksichtigung der bestehenden Besiedlung; wenn dies schon bei der Festsetzung des Schutzgebiets gelte, dann umso mehr bei der Ausscheidung von Pufferzonen ausserhalb des Schutzgebiets.
2.1 Das Bundesgericht hat bereits im Urteil 1A.95/2000 vom 4. April 2001 (ebenfalls betreffend das Gebiet "Hell") festgehalten, dass die Kantone verpflichtet sind, �kologisch ausreichende Pufferzonen f�r die Moore von nationaler Bedeutung auszuscheiden, um eine ungeschm�lerte Erhaltung der Schutzobjekte sicherzustellen (Art. 3 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 und 5 Flachmoorverordnung; Art. 3 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 und 5 Hochmoorverordnung); der Verzicht auf Pufferzonen sei bundesrechtswidrig (in BGE 127 II 184 nicht publizierte E. 6b/aa und bb; BGE 124 II 19 E. 3b S. 24 f.). Insbesondere k�nne eine bestehende oder beabsichtigte bauliche Nutzung den Verzicht auf Pufferzonen nicht rechtfertigen; vielmehr gehe das bundesrechtliche Moorschutzrecht der kantonalen und kommunalen Raumplanung vor. Dies bedeute indessen nicht zwingend, dass jede bauliche Nutzung verunm�glicht werde: Anders als innerhalb von Mooren und Moorlandschaften (Art. 78 Abs. 5 BV) gelte in den Pufferzonen kein grunds�tzliches Verbot von Bauten und Anlagen; diese seien vielmehr zul�ssig, sofern sie das Schutzziel nicht beeintr�chtigen (Art. 5 Abs. 2 Hochmoorverordnung, Art. 5 Abs. 3 Flachmoorverordnung; Urteile 1A.264/1995 vom 24. September 1996, URP 1996 S. 815, E. 8a; 1A.135/1999 vom 8. M�rz 2000, E. 2g/dd).
2.2 Entscheidend ist deshalb, ob die von der Baudirektion angeordneten Pufferzonen notwendig sind, um eine moorschutzvertr�gliche Nutzung des an das Flach- und Hochmoor angrenzenden Gebiets sicherzustellen, d.h. die Moorbiotope vor einer Gef�hrdung durch umgebende Nutzungen und den davon ausgehenden Belastungen zu sch�tzen (KARIN MARTI/REGULA M�LLER, Pufferzonen f�r Moorbiotope, Bern 1994, S. 5; BERNHARD WALDMANN, Der Schutz von Mooren und Moorlandschaften, Diss. Freiburg 1997, S. 174 ff.; zur Frage der formell-gesetzlichen Grundlage vgl. unten, E. 7.1). Dies ist im Folgenden zu pr�fen.
2.3 Dabei ist zu unterscheiden zwischen dem 15 m breiten Streifen, der der Naturschutzumgebungszone II A zugewiesen wurde (unten E. 3-5), und der hydrologischen Pufferzone II H1 auf dem �brigen Grundst�ck (unten E. 6):
In der Naturschutzumgebungszone II A sind vor allem das Errichten von Bauten und Anlagen aller Art sowie Gel�ndever�nderungen und Ablagerungen verboten. Weitere Verbote betreffen u.a. das Be- und Entw�ssern und das Einleiten von Abw�ssern, das D�ngen und das Verwenden von Giftstoffen sowie andere Nutzungen als Streue- oder Dauerwiese (vgl. Ziff. 4.2 SchutzV).
In der hydrologischen Pufferzone II H1 sind grossvolumige unterirdische Bauten und Anlagen (wie Tiefgaragen) verboten. Kleinvolumige unterirdische Bauten und Anlagen wie Untergeschosse von Einfamilienh�usern k�nnen mit Bewilligung der Volkswirtschaftsdirektion erstellt werden, sofern nachgewiesen wird, dass sie in der Bauphase und im Betrieb zu keiner Beeintr�chtigung der Moorhydrologie f�hren, insbesondere zu keinen Str�mungsumlagerungen und R�ckstaueffekten. Verboten sind weiter der Bau von Sicker- und Drainageleitungen, der Betrieb von Pumpen f�r permanente Wasserspiegelabsenkungen, das Ableiten von Niederschlagswasser, das Be- und Entw�ssern sowie das Einleiten von Abw�ssern und die Versickerung von verschmutztem Wasser (Ziff. 4.3bis SchutzV).
Die Baudirektion wies den direkt an das Hoch- und Flachmoorgebiet grenzenden 15 m breiten Streifen der Naturschutzumgebungszone II A zu, weil in diesem Bereich eine hydrologische Pufferzone, eine N�hrstoff-Pufferzone und eine faunistische Pufferzone erforderlich seien (Mitbericht des Amts f�r Landschaft und Natur vom 29. Januar 2009 S. 2 f.).
Das Verwaltungsgericht best�tigte diese Festlegung. Gest�tzt auf den vom Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL, heute: BAFU) herausgegebenen Pufferzonen-Schl�ssel (Leitfaden zur Ermittlung von �kologisch ausreichenden Pufferzonen f�r Moorbiotope, Bern 1994) und das dazu erstellte Protokollblatt bejahte es die Notwendigkeit einer N�hrstoff-Pufferzone, um die indirekte D�ngung der Moore durch oberfl�chliche und oberfl�chennahe N�hrstoffeintr�ge aus der direkten Umgebung zu verhindern. Dies rechtfertige die in Ziff. 4.2 SchutzV enthaltenen Verbote z.B. des D�ngens, der Verwendung von Giftstoffen, von anderen Nutzungen als Streu- oder Dauerwiese oder des Aufforstens oder des Anlegens von Baumbest�nden (vgl. E. 5.4 des angefochtenen Entscheids). Die Einschr�nkungen hinsichtlich Bauten und Anlagen seien dagegen im Sinne einer faunistischen Pufferzone geboten, um den angrenzenden Moorlebensraum vor weiteren Gef�hrdungen zu sch�tzen (E. 5.5 des angefochtenen Entscheids).
Der Beschwerdef�hrer empfindet vor allem das Verbot von Bauten und Anlagen als erhebliche Einschr�nkung seines Eigentums, weshalb im Folgenden zun�chst die R�gen im Zusammenhang mit der faunistischen Pufferzone zu pr�fen sind.
4.1 Das Verwaltungsgericht ging mit der Baudirektion davon aus, dass im Innern der Moorfl�che sowohl st�rungsempfindliche, bedrohte Vogelarten als auch sehr seltene, lichtsensible Insekten vorkommen. Zudem biete die grosse Moorfl�che einen geeigneten Lebensraum f�r Arten mit grossem Arealbedarf, die besonders gef�hrdet seien. Es sei deshalb wichtig, dass am Rand des Moorbiotops eine ausreichende faunistische Pufferzone bestehe. Neue Infrastrukturen, wie z.B. Gartensitzpl�tze, Unterst�nde oder Pergolas f�hrten zu einer Intensivierung der Nutzung unmittelbar neben dem Moor. Dies k�nne zu vermehrten und st�rkeren St�rungen (z.B. durch Bewegung oder L�rm, Lichtemissionen oder Schattenwurf) f�hren, die dem Schutzziel widersprechen w�rden.
Der dagegen erhobene Einwand des Beschwerdef�hrers, wonach der Einfluss der Besiedlung auf das Schutzgebiet aufgrund des bis an die Moorgrenze reichenden Siedlungsgebiets (inkl. die k�nftige �berbauung der Parzelle Nr. 5614) unabwendbar sei, �berzeugt nicht: Gerade weil die Bauzone unmittelbar an die Grenze des Flachmoors reicht, ist es notwendig, wenigstens einen 15 m breiten Streifen von neuen Bauten und Anlagen und den damit verbundenen St�rungen der Moorfauna freizuhalten. Wie der ZVS in seiner Vernehmlassung darlegt, ist dieser Abstand zum Siedlungsgebiet als Minimum anzusehen. Ob zum wirksamen Schutz der im Moor br�tenden, besonders empfindlichen Vogelarten eine breitere faunistische Pufferzone notwendig gewesen w�re, kann im vorliegenden Verfahren nicht gepr�ft werden (vgl. Art. 107 Abs. 1 BGG). Gleiches gilt f�r die vom Beschwerdef�hrer aufgeworfene Frage, ob weitere Schutzmassnahmen (insbesondere zum Schutz der im Moor br�tenden V�gel vor Katzen und Elstern) geboten w�ren.
4.2 Der Beschwerdef�hrer ist der Auffassung, es gebe mildere Mittel, um das Schutzziel zu erreichen: Es w�rde ausreichen, wenn im Baubewilligungsverfahren die Unbedenklichkeit geplanter Bauten und Anlagen aufgezeigt werden m�sste. Gegebenenfalls k�nnte das Schutzziel mittels Auflagen (z.B. Verzicht auf Verglasungen, k�nstliche Beleuchtung, etc.) und mittels Schutzmassnahmen (B�sche, Hecken, etc.) erreicht werden.
Das Verwaltungsgericht ging davon aus, die Baudirektion sei nicht �ber das Notwendige hinausgegangen; eine gewisse Schematisierung der in der Naturschutzumgebungszone II A geltenden Verbote diene der Einfachheit des Vollzugs und sei zul�ssig.
Dem ist zuzustimmen: Zweck der faunistischen Pufferzone ist es, neuen Nutzungen mit den damit verbundenen St�rungen im empfindlichen Randgebiet zum Moor zu vermeiden. Dazu erscheint das Verbot der Errichtung von Bauten und Anlagen geeignet und verh�ltnism�ssig. Durch Auflagen k�nnten einzelne Immissionen (z.B. Licht) zwar reduziert, nicht aber alle St�rungen ausgeschlossen werden. Die vom Beschwerdef�hrer vorgeschlagenen Schutzmassnahmen sind in der Naturschutzumgebungszone II A (die grds. nur als Streu- und Dauerwiese genutzt werden kann) unerw�nscht bzw. z.T. verboten (vgl. Ziff. 4.2 SchutzV: Verbot des Aufforstens oder des Anlegens von Baumbest�nden). Zudem w�rde der Pr�fungsaufwand (im Baubewilligungsverfahren) und der Kontrollaufwand (beim Vollzug) erheblich zunehmen.
Das Bauverbot erscheint daher erforderlich und - angesichts der sehr beschr�nkten Ausdehnung der Pufferzone (15 m) - ohne Weiteres verh�ltnism�ssig.
Der Beschwerdef�hrer bestreitet ferner die Notwendigkeit einer N�hrstoff-Pufferzone. Allerdings legt er nicht dar, inwieweit er durch die diesbez�glichen Verbote noch beschwert ist, nachdem ihm gestattet wurde, die Naturschutzumgebungszone II A im bisherigen Rahmen als Haus- und teilweise sogar als Gem�segarten zu nutzen (Verf�gung Nr. 7031). Die Frage kann offenbleiben, wenn sich die Einw�nde ohnehin als unbegr�ndet erweisen.
5.1 Der Beschwerdef�hrer bestreitet in erster Linie, dass ein N�hrstoffeintrag von seiner Parzelle ins Moorgebiet stattfinde.
Der Regierungsrat hatte festgehalten, dass der am Moorrand liegende Graben bei hohen Seewasserst�nden immer wieder �berflute, wodurch N�hrstoffe aus dem Graben in das angrenzende Moor eingeschwemmt werden k�nnten; zudem k�nne das Schilf �ber Rhizome �ber viele Meter N�hrstoffe aus dem Graben beziehen. Das Verwaltungsgericht folgerte aus diesen Feststellungen, dass ein N�hrstoffeintrag in das Schutzgebiet tats�chlich stattfinde und nicht nur eine M�glichkeit darstelle (E. 5.4.3 S. 19 des angefochtenen Entscheids).
Der Beschwerdef�hrer bestreitet dies: Er ist der Auffassung, dass die N�hrstoffe im Graben nicht von seinem Grundst�ck stammen, sondern aus anderen Quellen (vgl. dazu auch unten, E. 5.3). Ein Wasserzufluss von seiner Parzelle in die Moorrandzone sei gem�ss dem hydrologischen Gutachten Haab (Roland Haab, Naturplan, Kurzgutachten �ber das Erfordernis von hydrologischen Pufferzonen im Gebiet Hell, Juni 2003, S. 8) nicht erstellt, sondern lediglich "nicht auszuschliessen".
Das ALN und das BAFU halten dazu fest, dass eine N�hrstoff-Pufferzone immer dann auszuscheiden sei, wenn ein N�hrstoffeintrag m�glich erscheine und damit eine Gef�hrdung bestehe; die Auffassung des Beschwerdef�hrers, dass es hierf�r konkreter Messungen und Nachweise bed�rfe, sei nicht praxistauglich. Schon kleine Wassermengen mit hoher N�hrstoffbelastung oder Einzelereignisse k�nnten einen grossen Einfluss auf das Moor haben.
Dem ist zuzustimmen: Der Verfassungsauftrag (Art. 78 Abs. 5 BV) zum Schutz und zur ungeschm�lerten Erhaltung von Mooren von nationaler Bedeutung setzt voraus, dass diese vor m�glichen - und nicht nur vor bereits eingetretenen - St�rungen gesch�tzt werden. Dementsprechend darf gem�ss dem Pufferzonen-Schl�ssel des BUWAL auf die Ausscheidung einer N�hrstoff-Pufferzone nur verzichtet werden, wenn aufgrund der konkreten Umst�nde keine Gefahr eines N�hrstoffeintrags besteht. Vorliegend ist aufgrund der konkreten Nutzung der Parzelle des Beschwerdef�hrers (Haus- und Gem�segarten) und des regelm�ssig �berflutenden Moorgrabens ein N�hrstoffeintrag m�glich, weshalb eine N�hrstoff-Pufferzone ausgeschieden werden muss.
5.2 Der Beschwerdef�hrer erhebt ferner verschiedene R�gen zur Berechnung der Breite der N�hrstoff-Pufferzone gem�ss dem Pufferzonen-Schl�ssel.
Diese R�gen sind jedoch unsubstanziiert und verm�gen die offensichtliche Unrichtigkeit der vorinstanzlichen Feststellungen nicht zu belegen (Art. 105 und Art. 97 Abs. 1 BGG). Dies gilt namentlich f�r das Vorhandensein eines schutzw�rdigen Grosseggenrieds in den ersten 20-40 m des Moorgebiets, die Hangneigung von �ber 3 % und das Fehlen eines wirkungsvollen Schutzes durch den Randgraben.
Im �brigen ergaben die Berechnungen gem�ss Pufferzonen-Schl�ssel eine Pufferzone von 15-50 m. Die gew�hlte Festlegung von nur 15 m Breite beruht bereits auf der Annahme g�nstiger Voraussetzungen bei allen nicht eindeutig beurteilbaren Kriterien. Insofern w�rde eine Korrektur bei einzelnen Ziffern des Protokollblatts nicht zwingend zu einer �nderung im Ergebnis (Pufferzonen-Breite) f�hren.
Der Beschwerdef�hrer behauptet, der Pufferzonen-Schl�ssel sei auf die Landwirtschaftszone zugeschnitten und f�r die Anwendung im Siedlungsgebiet nicht geeignet. Dem ist entgegenzuhalten, dass in Ziff. 3 ausdr�cklich die Nutzung als Garten vorgesehen ist; dies entspricht der jetzigen Nutzung des Parzellenteils, welcher der Naturschutzumgebungszone II A zugewiesen wurde.
5.3 Schliesslich r�gt der Beschwerdef�hrer eine Verletzung des Rechtsgleichheitsprinzips (Art. 8 BV), weil andere N�hrstoffeintr�ge in das Schutzgebiet nicht ber�cksichtigt worden seien. Insbesondere fliesse verschmutztes Oberfl�chenwasser vom Wendeplatz der Dorfstrasse direkt in den Entw�sserungsgraben. Die Vorinstanzen h�tten hier zu Unrecht den Bestandesschutz bejaht. Auch aus den Liegenschaften Dorfstrasse 64, 65 und 67 fliesse Dachwasser zumindest teilweise unversickert direkt in den Entw�sserungsgraben.
5.3.1 Alle Grundst�cke an der Grenze zum Flachmoor (einschl. Kat.-Rn. 65) wurden auf einer Breite von 15 m der Naturschutzumgebungszone II A und ganz oder �berwiegend der hydrologischen Pufferzone II H1 zugeordnet, in der u.a. das Ableiten von Niederschlagswasser verboten ist (Art. 4.3bis SchutzV). Insoweit ist keine Ungleichbehandlung erkennbar.
5.3.2 Bei der Entw�sserung der Dorfstrasse handelt es sich dagegen um eine vor Inkrafttreten der Moorschutzgesetzgebung bestehende Strassenanlage. F�r diese gen�gt es nicht, sie einer Schutz- oder Pufferzone zuzuweisen; vielmehr m�sste die Anlage saniert werden. Wie das ALN in seiner Vernehmlassung mitteilt, ist dies im Zusammenhang mit dem Quartierplan f�r das angrenzende Gebiet vorgesehen. Jedenfalls aber kann die bislang fehlende Sanierung dieser Strassenentw�sserung nicht dazu f�hren, im Bereich der Parzelle des Beschwerdef�hrers auf die Festsetzung einer N�hrstoff-Pufferzone zu verzichten.
Die hydrologische Pufferzone II H1 dient der Sicherung der Naturschutzzone vor unerw�nschten Einwirkungen in den Wasserhaushalt. Sie soll die f�r das Moor unabdingliche Wasserversorgung sichern bzw. Beeintr�chtigungen im Einzugsgebiet des Wasserhaushalts des Moors vermeiden.
6.1 Zur Kl�rung der hydrologischen Verh�ltnisse liess die Baudirektion durch Roland Haab, Naturplan, Z�rich, im Juni 2003 ein Gutachten erstellen. Es kam zum Ergebnis, dass sich im Gebiet "Hell" eine Trennstromlinie befinde, die das potenzielle unterirdische Einzugsgebiet des Moorrandbereichs vom Einzugsgebiet des Aabachs trenne. Diese Trennstromlinie sei f�r die Gebiete "Heidacher" und "Zil" nachgewiesen, im Gebiet "Hell" ergebe sie sich aus der Extrapolation ihres Verlaufs im noch nicht mit Messungen belegten Bereich sowie aufgrund der Erkenntnisse aus der topografischen, geo- und moorhydrologischen Beurteilung (Gutachten S. 4). Der Gutachter gelangte zum Ergebnis, dass im streitbetroffenen Gebiet eine als Pufferzone B bezeichnete Zone auszuscheiden sei. Diese ziele nicht auf die Verhinderung von Bauten und Anlagen; ihr Ziel bestehe vielmehr darin sicherzustellen, dass k�nftige Bauten und Anlagen im Moorumfeld ohne Beeintr�chtigung des Moorwasserhaushalts erstellt und betrieben w�rden. Dies beinhalte insbesondere Auflagen in Bezug auf die Gr�sse und Tiefe von Einbauten, Versickerungs- und Umsickerungsauflagen oder auch Auflagen betreffend Wasserhaltungsmassnahmen oder �berwachung des Moorwasserspiegels beim Bau (Gutachten S. 10 f.).
6.2 Das Verwaltungsgericht hielt fest, dass die Trennstromlinie im s�dlichen Teil der Parzelle Kat.-Nr. 4475 verlaufe, ihr exakter Verlauf jedoch nicht bekannt sei. Es sei nicht zu beanstanden, dass auf eine exakte Ermittlung der Trennstromlinie verzichtet und m�glicherweise Fl�chen der hydrologischen Pufferzone zugewiesen worden seien, die sich s�dlich der Trennstromlinie befinden. Es habe ohne Weiteres im Ermessen der Baudirektion gelegen, eine gewisse schematische Zuweisung von Parzellen zu einer bestimmten Zone entlang der Parzellengrenze vorzunehmen. Dabei sei zu ber�cksichtigen, dass die gem�ss Ziff. 4.3bis SchutzV geltenden Verbote nicht als besonders schwerwiegend einzustufen seien. Insbesondere k�nne der Beschwerdef�hrer beim Bau kleinvolumiger unterirdischer Bauten und Anlagen den Nachweis erbringen, dass diese zu keiner Beeintr�chtigung der Moorhydrologie f�hren (E. 4.5 des angefochtenen Entscheids).
6.3 Der Beschwerdef�hrer h�lt die vollst�ndige Zuweisung seiner Parzelle zur hydrologischen Pufferzone f�r bundesrechtswidrig und unverh�ltnism�ssig, weil der genaue Verlauf der Grundwasser-Trennstromlinie nicht bekannt sei. Die Beh�rde h�tte zun�chst den genauen Verlauf dieser Linie ermitteln m�ssen und nur den n�rdlich davon liegenden Teil der Parzelle der hydrologischen Pufferzone zuweisen d�rfen.
6.4 Dem ist entgegen zu halten, dass dem Beschwerdef�hrer aus der Zuweisung seiner Parzelle in die hydrologische Pufferzone II H1 erst dann ein Nachteil entsteht, wenn er unterirdische Bauten und Anlagen erstellen will. Unter diesen Umst�nden macht es wenig Sinn, schon heute aufwendige Untersuchungen zur Ermittlung des genauen Verlaufs der unterirdischen Trennstromlinie anzustellen. Es erscheint vielmehr sinnvoll, die gebotenen Abkl�rungen ins Baubewilligungsverfahren zu verlagern, wenn Art, Umfang und Standort des Bauvorhabens bekannt sind und die zum Schutz des Moorhaushalts gebotenen Auflagen konkret festgelegt werden k�nnen.
Schliesslich r�gt der Beschwerdef�hrer die Verletzung der Eigentumsgarantie, weil die Schutzzonen eine erhebliche Einschr�nkung seiner Eigentumsbefugnisse bedeuteten. Sie seien ohne formell-gesetzliche Grundlage angeordnet worden, seien zum Schutz des Moores nicht notwendig oder jedenfalls unverh�ltnism�ssig, angesichts des �usserst geringen Nutzens f�r das Schutzgebiet. Unverh�ltnism�ssig sei insbesondere das absolute Bauverbot in der Naturschutzumgebungszone II A, weil Auflagen und Schutzmassnahmen im Baubewilligungsverfahren gen�gen w�rden.
7.1 Die Einschr�nkungen des Eigentums des Beschwerdef�hrers wurden in der Verordnung zum Schutz des Pf�ffikerseegebietes - d.h. einer Norm - und dem dazugeh�rigen Plan angeordnet. Die SchutzV st�tzt sich ihrerseits auf die bundesrechtlichen Bestimmungen zum Moorschutz (Art. 78 Abs. 5 BV, Art. 23a NHG i.V.m. Art. 18a, 18c und 18d NHG; Art. 21a NHV i.V.m. Art. 16-19 NHV; Flachmoorverordnung und Hochmoorverordnung) sowie auf die �� 203, 205 und 211 des Z�rcher Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 (PBG/ZH). Zwar trifft es zu, dass die formell-gesetzlichen Bestimmungen zum Biotop- und Moorschutz recht abstrakt formuliert sind; im Bereich des Biotopschutzes ist es jedoch aufgrund der Vielfalt der in Betracht fallenden Biotope und der unterschiedlichen Schutzbed�rfnisse schwierig, bereits auf Gesetzesstufe klare und bestimmte Regeln aufzustellen. In aller Regel wird es daher als gen�gend erachtet, wenn die Eigentumsbeschr�nkungen auf Verordnungsstufe pr�zisiert und unter Beachtung des Verh�ltnism�ssigkeitsprinzips angeordnet werden (KARIN SIDI-ALI, La protection des biotopes en droit suisse, Gen�ve 2008, S. 115 ff.).
F�r die Moorbiotope und ihre Pufferzonen ist insbesondere auf die detaillierten Vorgaben in Art. 3-5 Flachmoorverordnung und Hochmoorverordnung zu verweisen. Vorliegend stehen keine besonders schwerwiegenden Eigentumsbeschr�nkungen in Frage, die einer klaren formell-gesetzlichen Grundlage bed�rften: Der Beschwerdef�hrer kann sein Grundst�ck im bisherigen Umfang zu Wohnzwecken nutzen; er kann sogar - unter Einhaltung von Auflagen zum Schutz des Moorwasserhaushalts - neue Bauten und Anlagen erstellen. Solche sind lediglich im 15 m breiten Streifen der Naturschutzumgebungszone ausgeschlossen. Diese Zone kann der Beschwerdef�hrer aufgrund der ihm erteilten Ausnahmebewilligung weiterhin als Hausgarten und z.T. sogar als Gem�segarten nutzen.
7.2 Wie bereits oben (E. 3-6) dargelegt wurde, sind die Eigentumsbeschr�nkungen im Interesse des Moorschutzes - eines �ffentlichen Interesses von grossem Gewicht und Verfassungsrang - geeignet, erforderlich und verh�ltnism�ssig. Mildere Massnahmen als die Zuweisung zur Naturschutzumgebungszone II A sind nicht ersichtlich (vgl. oben, E. 4.2). Auch die Zuweisung der gesamten Parzelle zu hydrologischen Schutzzone ist nicht zu beanstanden, wenn die zum Schutz des Wasserhaushalts des Moors effektiv notwendigen Auflagen im Baubewilligungsverfahren konkretisiert werden und somit auf dieser Stufe die Einhaltung des Verh�ltnism�ssigkeitsprinzips gew�hrleistet wird (oben E. 6.4).
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt der Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten (Art. 66 BGG) und hat keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 68 BGG). Der SVS/Birdlife Schweiz ist nicht anwaltlich vertreten und daher praxisgem�ss keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Baudirektion des Kantons Z�rich, der Politischen Gemeinde Wetzikon, dem WWF Schweiz, dem Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, 1. Kammer, sowie dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.