Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/208
Timestamp: 2020-01-24 22:37:49
Document Index: 261953705

Matched Legal Cases: ['§ 208', 'BGH', '§ 208', '§ 212', 'BGH', 'BGH', '§ 208', '§ 212', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', '§208', '§212', '§212', '§ 130', 'BGH', '§ 212', 'BGH', '§ 208', 'BGH', '§ 208', '§212', '§208', '§212', 'BGH', 'BGH', '§ 208', '§ 814', '§ 812', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', 'BGH', '§208', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', '§ 208', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 208', '§ 814', 'BGH', '§ 208', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', 'BGH', '§ 208', '§ 814', '§ 812', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', '§ 208', 'BGH', '§ 639', '§ 208', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', 'BGH', '§ 208', '§ 208', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', 'BGH', '§ 208', '§ 14', '§ 208', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 208', '§ 208', 'BGH', '§ 208', 'BGH']

§ 208 BGB: Hemmung der Verjährung bei Ansprüchen wegen Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung
BGH, URTEIL vom 2.0.2015, Az. VI ZR 87/14 Denn ein Anerkenntnis kann mit verjährungsunterbrechender Wirkung (§ 208 BGB a.F., § 212 Abs. 1 Nr. 1 BGB n.F.) nur innerhalb einer noch laufenden Verjährungsfrist abgegeben werden (vgl. RGZ 78, 130, 131; BGH, Beschluss vom
BGH, BESCHLUSS vom 2.0.2013, Az. VIII ZR 344/12 Dieser Grundsatz gilt - wie der Bundesgerichtshof für den Fall eines Anerkenntnisses im Sinne von § 208 BGB aF (heute § 212 BGB) - ausgesprochen hat, auch bei einem vor Verjährungsbeginn abgegebenen Anerkenntnis (BGH, Urteil vom 9. Juli 1998 - IX ZR 272/96, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.7.2012, Az. VII ZR 155/10 Das entspricht der Rechtsprechung zu § 208 BGB a.F. (BGH, Urteile vom 3. Dezember 1987 -VII ZR 363/86, BauR 1988, 465 = NJW 1988, 1259, unter II 1; vom 13. Januar 2005 -VII ZR 15/04, BauR 2005, 710 = NZBau 2005, 282 = ZfBR 2005, 363, unter II 2).
BGH, URTEIL vom 3.7.2012, Az. XII ZR 86/11 Maßgeblich ist dabei das vom Tatrichter zu beurteilende Verhalten des Schuldners, für dessen Auslegung und Bewertung es jeweils auf die Umstände des Einzelfalls ankommt (BGH Urteil vom 8. Juni 1989 - X ZR 50/88 - NJW 1989, 2469, 2470 zu § 208 BGB aF; anders noch BGHZ 58, 103 = NJW 1972, 525).
BGH, URTEIL vom 4.6.2012, Az. IX ZR 96/10 16	Wie	die	Vorinstanzen ferner zutreffend ausgeführt haben, ist selbst dann, wenn in den bis Juni 1995 erfolgten Abschlagszahlungen eine die Verjährung unterbrechende Anerkennung des Regressanspruches (§ 208 BGB aF) zu sehen sein sollte (vgl. BGH, Urteil vom 17. März 1970 -VI ZR 148/68, NJW 1970, 1119, 1120), Verjährung spätestens im Jahre 1998 eingetreten.
BGH, URTEIL vom 2.5.2008, Az. VI ZR 197/07 25	Ein Anerkenntnis gegenüber einem anderen als dem Gläubiger kann jedoch in Ausnahme von dem erwähnten Grundsatz für eine Anwendung des § 208 BGB a.F. ausreichen, wenn es mit dem Willen des Schuldners demnächst (vgl. BGH, Urteil vom 15. Dezember 1958 -VIIZR 12/58- LM §208 BGB Nr. 1; MünchKomm/Grothe, BGB, 5. Aufl., §212 Rn. 11; Staudin-ger/Peters, BGB (2003), §212 Rn. 30) zur Kenntnis des Gläubigers gelangt, mag dies auch auf Umwegen geschehen; ein Zugang nach § 130 BGB ist nicht erforderlich.
BGH, URTEIL vom 2.5.2008, Az. VI ZR 197/07 Rechtsprechung und Literatur haben ferner ein in einer Zahlung liegendes Anerkenntnis in Fällen angenommen, in denen es gegenüber einem Vertreter des Gläubigers oder einer sonstigen Person erklärt wurde, die mit Wirkung für und gegen den Gläubiger zu handeln berufen war, etwa einem Testamentsvollstrecker, einem Insolvenzverwalter (Staudinger/Peters, BGB (2003), § 212 Rn. 30) oder in denen es einem Pfändungsgläubiger gegenüber abgegeben wurde, dem die Forderung zur Einziehung überwiesen ist (BGH, Urteil vom 27. April 1978 - VII ZR 219/77 - LM § 208 BGB Nr. 9).
BGH, URTEIL vom 3.4.2007, Az. VIII ZR 347/06 BGB § 208 aF; §212 Abs. 1 Nr. 1 nF Kommt der Schuldner der Aufforderung seines Gläubigers, auf einen mitgeteilten Saldo der ausstehenden Verbindlichkeiten Zahlungen zu erbringen, dadurch nach, dass er, ohne den Saldo in Frage zu stellen oder dessen Aufschlüsselung nach den zugrunde liegenden Einzelforderungen zu verlangen, Abschlagszahlungen ohne Tilgungsbestimmung leistet, liegt darin regelmäßig ein die Verjährung gemäß §208 BGB aF unterbrechendes bzw. zu einem Neubeginn der Verjährung gemäß §212 Abs. 1 Nr. 1 BGB nF führendes Anerkenntnis aller dem Saldo zugrunde liegenden Einzelforderungen (Abgrenzung zu BGH, Urteil vom 21. November 1996 -IX ZR 159/95, NJW1997, 516).
BGH, URTEIL vom 2.8.2005, Az. XI ZR 216/04 -11 - erkenntnis (§ 208 BGB a.F.) entgegentreten und die Wirkung des § 814 BGB ausschließen, sich also die Möglichkeit offen halten wollte, das Geleistete gemäß § 812 BGB zurückzufordern (vgl. Senat, BGHZ 139, 357, 367 f.).
BGH, URTEIL vom 4.0.2005, Az. VII ZR 15/04 Ein Anerkenntnis im Sinne von § 208 BGB liegt dann vor, wenn sich aus dem tatsächlichen Verhalten des Schuldners gegenüber dem Gläubiger klar und unzweideutig ergibt, daß dem Schuldner das Bestehen der Schuld bewußt ist und angesichts dessen der Berechtigte darauf vertrauen darf, daß sich der Schuldner nicht nach Ablauf der Verjährungsfrist alsbald auf Verjährung berufen wird (BGH, Urteil vom 30. September 1993 -VIIZR 136/92, BauR 1994, 103 =ZfBR 1994, 17; st. Rspr.).
BGH, URTEIL vom 4.6.2004, Az. IX ZR 482/00 Da ein Vertrauen, zu dem der Schuldner - oder der für den Schuldner handelnde Versicherer - keinen Anlaß gegeben hat, im Sinne des § 208 BGB a.F. unbeachtlich ist, muß Entsprechendes auch im umgekehrten Fall des Mißtrauens gelten (vgl. BGH, Urt. v. 3. Dezember 1987 - VII ZR 363/86, WM 1988, 168, 169 f; v. 30. September 1993 - VII ZR 136/92, WM 1994, 307, 308; ferner OLG Düsseldorf Gl 2004, 82).
BGH, URTEIL vom 4.5.2002, Az. IX ZR 444/00 2.	Ob eine bestimmte Erklärung die Voraussetzungen eines verjährungsunterbrechenden Anerkenntnisses im Sinne des §208 BGB a.F. erfüllt, ist eine Frage der tatrichterlichen Auslegung, die revisionsrechtlich nur beschränkt auf die Verletzung von Auslegungsregeln, Denkgesetzen, Erfahrungssätzen und Verfahrensvorschriften überprüfbar ist (vgl. BGHZ 131, 136, 138; BGH, Urt. v. 14. Juni 2000 - VIII ZR 73/99, NJW 2000, 3130, 3131 f.).
BGH, URTEIL vom 3.4.2002, Az. I ZR 28/00 (1) Ein Anerkenntnis i.S. des § 208 BGB a.F. kann auch in einem schlüssigen Verhalten liegen und sogar in einem bloßen Stillschweigen zu erblicken sein (vgl. BGH, Urt. v. 6.4.1965 -VZR 272/62, NJW 1965, 1430; Urt. v. 23.1.1970 -1 ZR 37/68, WM 1970, 548, 549).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 5.3.2001, Az. 22 U 164/00 Nach diesem Vortrag könnte den Äußerungen des Klägers allenfalls eine schuldbestätigende Wirkung beigemessen werden, die gemäß § 208 BGB lediglich zu einer Unterbrechung der Verjährung, nicht jedoch zur Begründung einer neuen, selbständigen Verpflichtung führt (BGH NJW 1992, 2228, 2229).
BGH, URTEIL vom 2.9.1998, Az. XI ZR 36/98 Leistet ein Schuldner unter Vorbehalt, kann ein solcher Vorbehalt nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 86, 267, 269 ff.; BGH, Urteil vom 8. Februar 1984 - IVb ZR 52/82, NJW 1984, 2826; BGH, Ur- teil vom 8. Juni 1988 - IVb ZR 51/87, NJW 1989, 161, 162) unterschiedliche Bedeutung haben: Im allgemeinen will der Schuldner lediglich dem Verständnis seiner Leistung als Anerkenntnis (§ 208 BGB) entgegentreten und die Wirkung des § 814 BGB ausschließen, sich also die Möglichkeit offenhalten, das Geleistete gern.
BGH, URTEIL vom 4.6.1998, Az. IX ZR 272/96 Wirksam hätte eine nach § 208 BGB mit einem Anerkenntnis eintretende Unterbrechung erst zu Beginn des Laufs der Verjährungsfrist am 1. Januar 1985 werden können (vgl. BGHZ 52, 47, 48).
BGH, BESCHLUSS vom 5.0.1996, Az. X ZR 158/96 Da diese Forderungen berechtigt sind, durfte das Berufungsgericht vielmehr auch sie als dem Grunde nach anerkannt ansehen, was für die Anwendung des § 208 BGB ausreichend ist (BGH, Urt. v. 5.3.1975 - VIII ZR 230/73, WM 1975, 559).
BGH, URTEIL vom 5.8.1992, Az. V ZR 84/91 Ein Vorbehalt bei der Leistung steht der Erfüllung nicht entgegen, wenn der Schuldner nur ein Anerkenntnis (§ 208 BGB) vermeiden und die Wirkung des § 814 BGB ausschließen, sich also die Möglichkeit erhalten will, das Geleistete nach § 812 BGB zurückzufordern (BGHZ 83, 278, 282; BGH, Urt. v. 6. Mai 1982, VII ZR 208/81, NJW 1982, 2301, 2302).
BGH, URTEIL vom 3.11.1991, Az. VIII ZR 282/90 Das reicht aber für ein Anerkenntnis 'dem Berechtigten gegenüber' (§ 208 BGB) schon deshalb nicht aus, weil nicht ersichtlich ist, daß der Leserbrief zur Kenntnisnahme durch den Kläger bestimmt war (vgl. BGH, Urteil vom 15. Dezember 1958 - VII ZR 12/58 = LM BGB § 208 Nr. 1 unter III 2 b).
BGH, URTEIL vom 3.6.1987, Az. VIII ZR 274/86 Allerdings ist die Gefahr nicht von der Hand zu weisen, daß Abgrenzungsschwierigkeiten eintreten, ob sich der Verkäufer bei Vornahme von Nachbesserungsarbeiten 'der Beseitigung des Mangels unterzieht' (§ 639 Abs. 2 BGB) oder weitergehend 'den (Gewährleistungs-)Anspruch in anderer Weise anerkennt' (§ 208 BGB - vgl. auch BGH, Urteil vom 27. Oktober 1977 aaO unter II. 1).
BGH, URTEIL vom 3.6.1987, Az. VIII ZR 274/86 b) Das Berufungsgericht ist ohne Rechtsfehler davon ausgegangen, daß der Umfang, die Dauer und die Kosten der von der Fa.MonJIB im Auftrag der Beklagten ausgeführten Nachbesserungsarbeiten für die Beurteilung erheblich waren, ob aus der Sicht des Klägers ein Anerkenntnis der Beklagten im Sinn von § 208 BGB vorlag (vgl. BGH, Urteil vom 27. Oktober 1977 - VII ZR 282/75, WM 1978, 36, 37 unter I.
BGH, URTEIL vom 4.1.1984, Az. III ZR 208/82 Der Senat kann die Tragweite des von der Beklagten abgegebenen Anerkenntnisses im Rahmen von § 208 BGB durch Auslegung selbst ermitteln, ohne damit gegen den Grundsatz zu verstoßen, daß die Auslegung individueller Willenerklärungen grundsätzlich dem Tatrichter obliegt und vom Revisionsgericht nur in beschränktem Umfang nachgeprüft werden kann (BGHZ 65f 107, 110).
BGH, URTEIL vom 4.10.1982, Az. IX ZR 91/81 Nur ein Verhalten des Schuldners, aus dem sich das Bewußtsein von dem Bestehen des Anspruchs eindeutig ergibt, ist aber als Anerkenntnis im Sinne des § 208 BGB zu werten (BGHZ 58, 103, 104).
BGH, URTEIL vom 4.2.1980, Az. VII ZR 80/79 2.	Alle zur Unterbrechung der Verjährung kraft Gesetzes (§§ 208, 209 BGB) geeigneten Handlungen setzen voraus, daß der Berechtigte gegen einen bestimmten Verpflichteten einen bestimmten Anspruch erhebt, die Feststellung oder Durchsetzung dieses Anspruchs aktiv betreibt (vgl. BGHZ 72, 23f 28 f).
BGH, URTEIL vom 3.11.1978, Az. V ZR 32/76 19 Das Schreiben des Beklagten vom 27. September 1967 hat auch keine Unterbrechung der Verjährung nach § 208 BGB bewirkt* Denn der Beklagte hat in diesem Schreiben zwar Ansprüche des Klägers aus den Vereinbarungen vom 4.9./ 30.11.1966 in Höhe von 17 333,33 DM zugestanden, zugleich aber erklärt, daß er in Höhe von 17 884,53 DM Aufrechnungsansprüche geltend gemacht habe; aus einer solchen Erklärung ist - unabhängig davon, ob die zur Aufrechnung gestellten Gegenforderungen bestehen und aufrechenbar sind - ein Anerkenntnis im Sinn des § 208 BGB nicht herzuleiten (BGHZ 58, 103).
BGH, URTEIL vom 1.5.1974, Az. VII ZR 49/73 Ein Anerkenntnis im Sinne des § 208 BGB ist dagegen erst dann anzunehmen, wenn sich der Schuldner des Bestehens des gegen ihn erhobenen Anspruchs bewußt ist und er diesen Anspruch dem Grunde nach nicht in Frage stellt (BGH NJW 1969, 1108).
BGH, URTEIL vom 2.6.1973, Az. VI ZR 38/72 b) Tatsächliche Anerkenntnisse im Sinne von § 208 BGB oder Verhandlungen nach § 14 Abs. 2 StVG nach bereits abgelaufener Verjährungsfrist können die eingetretene Verjährung nicht mehr beseitigen (zu dem Anerkenntnis nach § 208 BGB: BGH, Urt. v. 11. Juli 1967 - VI ZR 115/66 = VersR 1967, 1092, 1094).
BGH, URTEIL vom 2.0.1972, Az. VI ZR 10/71 a) Das Berufungsgericht geht rechtsfehlerfrei davon aus, daß für einen Anspruch im Sinne von § 208 BGB eine Handlung oder Äußerung des Verpflichteten gegenüber dem Berechtigten genügt, aus der sich das Bewußtsein der Verpflichtung unzweideutig ergibt (BGH Urt.v.17.März 1970 - VI ZR 148/68 - VersR 1970,
BGH, URTEIL vom 1.0.1972, Az. VII ZR 171/70 Ein die Verjährung unterbrechendes Anerkenntnis ist nur dann anzunehmen, wenn sich aus dem - rechtsgeschäftlichen oder tatsächlichen - Verhalten des Schuldners gegenüber dem Gläubiger eindeutig sein Bewußtsein vom Bestehen der Forderung ergibt (vgl. u. a. BGH LM Nr. 1 bis 5 zu § 208 BGB; Augustin bei Soergel/ Siebert 10. Aufl., BGB § 208 Rn. 9).
BGH, URTEIL vom 2.5.1967, Az. VI ZR 3/66 Ein Anerkenntnis dem Grunde nach führt auch dann zu einer Unterbrechung der Verjährung nach § 208 BGB, wenn Einwendungen zur Höhe Vorbehalten bleiben und dem Anerkennenden der ganze Umfang des Schadens noch’nicht klar ist (BGH Urteil vom 17« September 1965 - VI ZR 227/64 = VersR 65, 1149 * VRS 29, 326; RGZ 135, 9).