Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F14-07-2010-5A_226-2010
Timestamp: 2016-10-23 12:04:31
Document Index: 122109905

Matched Legal Cases: ['Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 29', 'Art. 8', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'Art. 125', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 125', 'Art. 125', 'Art. 122', 'BGE', 'Art. 125', 'BGE', 'BGE', 'Art. 122', 'BGE', 'Art. 125', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

5A_226/2010 (14.07.2010)
5A_226/2010
vertreten durch Rechtsanw�ltin Sheila Barmettler-Bucher,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Benno Gebistorf, Beschwerdegegnerin.
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern, II. Kammer, vom 10. Februar 2010.
X.________ (Ehemann), Jahrgang 1964, und Z.________ (Ehefrau), Jahrgang 1963, heirateten am 20. Mai 1994. Sie wurden Eltern zweier Kinder, geboren am 3. Juni 1996 und 14. Mai 1998. Der Ehemann arbeitete vollzeitlich als Automechaniker, w�hrend die Ehefrau den Haushalt der Familie besorgte und die Kinder betreute. Zus�tzlich war sie stundenweise auf ihrem erlernten Beruf als Coiffeuse t�tig.
Am 4. Juni 2007 reichten die Parteien ein gemeinsames Scheidungsbegehren ein. Mit Urteil vom 28. April 2009 schied das Amtsgericht A.________ die Ehe. Die Scheidungsfolgen konnten teilweise durch Vereinbarung geregelt werden, waren im �brigen aber gerichtlich zu entscheiden. Rechtskr�ftig sind der Scheidungspunkt, die Zuteilung der elterlichen Sorge �ber die beiden Kinder an die Mutter, das Besuchs- und Ferienrecht des Vaters, dessen Verpflichtung zu Kinderunterhaltsbeitr�gen von monatlich je Fr. 800.-- (zuz�glich allf�lliger Kinder- und Ausbildungszulagen) sowie die g�terrechtliche Auseinandersetzung und der Vorsorgeausgleich. Streitig blieb hingegen der nacheheliche Unterhalt. Auf Appellation beider Parteien verpflichtete das Obergericht des Kantons Luzern X.________ mit Urteil vom 10. Februar 2010 zu monatlichen indexierten Unterhaltszahlungen an Z.________ von Fr. 400.-- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum 30. Juni 2014 sowie Fr. 600.-- (inkl. Fr. 200.-- Vorsorgeunterhalt) ab 1. Juli 2014 bis zu seiner ordentlichen Pensionierung.
Dem Bundesgericht beantragt X.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrer) in seiner Beschwerde vom 24. M�rz 2010 die Aufhebung der obergerichtlichen Regelung des nachehelichen Unterhalts und die Entbindung von der Zahlung von Unterhaltsbeitr�gen an Z.________ (nachfolgend Beschwerdegegnerin). Eventualiter stellt er den Antrag, die Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen. Zudem verlangt er die Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung und stellt f�r das bundesgerichtliche Verfahren ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung seines Anwalts.
Die Beschwerdegegnerin beantragt die Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung (Vernehmlassung vom 29. M�rz 2010). Das Obergericht hat sich dazu nicht vernehmen lassen. Mit Verf�gung vom 7. April 2010 hat die Pr�sidentin der II. zivilrechtlichen Abteilung das Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen.
1.1 Angefochten ist die in einem kantonal letztinstanzlichen Ehescheidungsurteil angeordnete und Fr. 30'000.-- �bersteigende Regelung des nachehelichen Unterhalts. Die Beschwerde ist somit grunds�tzlich zul�ssig (Art. 72 Abs. 1, Art. 74 Abs. 1 lit. b, Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG).
1.2 Die Beschwerde ist zu begr�nden (Art. 42 Abs. 2 BGG). Mit ihr ist in gedr�ngter Form durch Auseinandersetzung mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sein sollen. Allgemein gehaltene Einw�nde, die ohne aufgezeigten oder erkennbaren Zusammenhang mit bestimmten Entscheidungsgr�nden vorgebracht werden, gen�gen nicht (BGE 134 V 53 E. 3.3 S. 60). Die Verletzung von Grundrechten pr�ft das Bundesgericht nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und geh�rig begr�ndet wird (Art. 106 Abs. 2 BGG). Es muss klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheides dargelegt werden, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen).
1.3 Wird eine Sachverhaltsfeststellung beanstandet, muss in der Beschwerdeschrift dargelegt werden, inwiefern diese Feststellung willk�rlich (BGE 135 III 397 E. 1.5 S. 401) oder durch eine andere Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (z.B. Art. 29 Abs. 2 BV oder Art. 8 ZGB) zustande gekommen ist und inwiefern die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Auf rein appellatorische Kritik am Sachverhalt tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 135 II 313 E. 5.2.2 S. 322; 135 V 39 E. 2.2 S. 41).
1.4 Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). In der Beschwerde ist darzutun, inwiefern die Voraussetzung f�r das nachtr�gliche Vorbringen von Tatsachen und Beweismitteln erf�llt sein soll (BGE 134 V 223 E. 2.2.1 S. 226).
2.1 Die 1994 geschlossene Ehe der Parteien hat bis zur tats�chlichen Trennung (gem�ss den obergerichtlichen Feststellungen Mitte 2007) 13 Jahre und bis zur rechtskr�ftigen Scheidung (2009) 15 Jahre gedauert. Es sind aus ihr zwei Kinder hervorgegangen. Die Beschwerdegegnerin hat sich haupts�chlich um die Haushaltf�hrung und die Kinderbetreuung gek�mmert. Ihre Erwerbst�tigkeit als Coiffeuse hat sie auf ein geringes Pensum reduziert (bis zum Jahr 2000 als Angestellte, danach als selbstst�ndig Erwerbende, wobei sie ein Zimmer der Wohnung f�r ihre T�tigkeit verwendete). Kurz vor der Trennung hat sie �berdies in einem geringen Pensum T�tigkeiten als Raumpflegerin aufgenommen. Der Ehemann arbeitet als Automechaniker. Er �bernahm bei seinem Arbeitgeber zwischenzeitlich zus�tzlich Reinigungsarbeiten und war nebenbei als Offizier bei der Feuerwehr t�tig.
Es ist unbestrittenermassen von einer lebenspr�genden Ehe mit einem grunds�tzlichen Anspruch beider Ehegatten auf Fortf�hrung der ehelichen Lebenshaltung auszugehen. Das Vertrauen auf den Weiterbestand der bisherigen, frei vereinbarten Aufgabenteilung ist objektiv schutzw�rdig (vgl. BGE 135 III 59 E. 4.1 S. 61). Der geb�hrende Unterhalt im Sinne von Art. 125 ZGB kn�pft an den in der Ehe zuletzt gemeinsam gelebten Standard (zuz�glich scheidungsbedingter Mehrkosten) an, auf dessen Fortf�hrung bei gen�genden Mitteln beide Teile Anspruch haben, der aber gleichzeitig auch die Obergrenze des geb�hrenden Unterhalts bildet (vgl. BGE 135 III 158 E. 4.3 S. 160).
2.2 F�r die Unterhaltsfestsetzung gilt es zu beachten, dass der Richter in verschiedener Hinsicht auf sein Ermessen verwiesen ist (Art. 4 ZGB) und das Bundesgericht bei der �berpr�fung solcher Entscheide eine gewisse Zur�ckhaltung �bt: Es greift nur ein, wenn die kantonale Instanz von dem ihr zustehenden Ermessen falschen Gebrauch gemacht hat, das heisst, wenn sie grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn sie Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umst�nde ausser Acht gelassen hat; aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, die sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 127 III 136 E. 3a S. 141).
2.3 Aus der Gegen�berstellung des Bedarfs der Familie und der Eigenversorgungskapazit�ten der Parteien hat das Obergericht zutreffend geschlossen, dass bis Juni 2014 eine Mangellage besteht. Da ab Juli 2014 ein �berschuss resultieren wird, wandte es angesichts der mittleren finanziellen Verh�ltnisse die Methode der Bedarfsberechnung mit �berschussteilung an (BGE 134 III 577 E. 3 S. 578 ff.).
2.3.1 Das Obergericht ber�cksichtigte beim Beschwerdef�hrer ein Nettoeinkommen von Fr. 5'400.-- (exkl. Kinderzulagen) aus dessen Erwerbst�tigkeit als Automechaniker und einen Notbedarf von Fr. 3'393.-- (jeweils pro Monat). Damit gelangte es unter Ber�cksichtigung der Kinderunterhaltsbeitr�ge (je Fr. 800.-- pro Monat) zu folgenden monatlichen �bersch�ssen des Beschwerdef�hrers (Ziff. 4.3 des angefochtenen Urteils):
Bis Juni 2014 Fr. 407.--, ab Juli 2014 (Wegfall des ersten Kinderunterhaltsbeitrages sowie der Abzahlungsraten f�r den Computer) Fr. 1'260.-- und ab Juni 2016 (Wegfall des zweiten Kinderunterhaltsbeitrages) Fr. 2'060.--.
2.3.2 Der Beschwerdegegnerin rechnete das Obergericht mit Verweis auf das erstinstanzliche Urteil ein aktuelles Nettoeinkommen von Fr. 1'065.-- pro Monat an. Ab Juni 2012 (14. Geburtstag des j�ngsten Kindes) ging es von einem hypothetischen Erwerbseinkommen von Fr. 1'500.-- (Pensum von 50%) und ab Juli 2014 (16. Geburtstag des j�ngsten Kindes) von einem hypothetischen Einkommen von Fr. 3'000.-- (Pensum von 100%) aus. Den monatlichen Notbedarf f�r die Beschwerdegegnerin und die beiden Kinder berechnete es auf aktuell Fr. 4'853.--, ab Juli 2014 auf Fr. 3'839.-- und ab Juni 2016 auf Fr. 2'797.--. Unter Ber�cksichtigung der Kinderunterhaltsbeitr�ge und -zulagen gelangte es (jeweils pro Monat) f�r den Zeitraum bis Mai 2012 zu einem Fehlbetrag von Fr. 1'768.-- und ab Juni 2012 von Fr. 1'293.--. Ab Juli 2014 errechnete es einen �berschuss von Fr. 211.-- und ab Juni 2016 von Fr. 203.-- (Ziff. 4.4 des angefochtenen Urteils).
2.4 Unter Ber�cksichtigung der Mangellage sprach das Obergericht der Beschwerdegegnerin bis Ende Juni 2014 einen Unterhaltsbeitrag von monatlich Fr. 400.-- zu und wahrte damit das familienrechtliche Existenzminimum des Beschwerdef�hrers.
Ab Juli 2014 bis Mai 2016 sprach es der Beschwerdegegnerin vorweg aus dem �berschuss einen Vorsorgeunterhalt von Fr. 200.-- pro Monat zu. Weiter teilte es den verbleibenden �berschuss und setzte den monatlichen Unterhaltsbeitrag auf insgesamt Fr. 600.-- fest.
F�r den Zeitraum ab Juni 2016 gew�hrte es der Beschwerdegegnerin aus dem monatlichen �berschuss der Parteien von total Fr. 2'263.-- einen Vorsorgeunterhalt von Fr. 200.--, eine Steuerr�ckstellung in der H�he von Fr. 250.-- sowie einen "angemessenen" zus�tzlichen �berschussanteil von Fr. 150.--, womit insgesamt ein Unterhaltsbeitrag von Fr. 600.-- resultiert (Ziff. 4.5 des angefochtenen Urteils).
3.1 Der Beschwerdef�hrer wendet wiederholt eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r ein. Seiner Ansicht nach ist das obergerichtliche Urteil mangelhaft begr�ndet (Ziff. II/1.5, II/2.6, II/2.7, II/3.2 und II/5.3 der Beschwerde).
3.2 Wegen der formellen Natur des rechtlichen Geh�rs (BGE 135 I 279 E. 2.6.1 S. 285) werden Geh�rsr�gen regelm�ssig vorweg behandelt.
3.3 Das rechtliche Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Beh�rde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken. Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die h�here Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid st�tzt (BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88 mit Hinweisen).
3.4 Die obergerichtliche Begr�ndung gen�gt verfassungsm�ssigen Anforderungen, selbst wenn ausgesprochene Ermessensentscheide eine hohe Begr�ndungsdichte erfordern (BGE 112 Ia 107 E. 2b S. 110). Es wird nachvollziehbar dargelegt, aus welchen �berlegungen das Obergericht zu seinem Entscheid gelangte. Wie aus der ausf�hrlichen Beschwerde hervorgeht, war es dem Beschwerdef�hrer m�glich, die einschl�gigen Tatsachen und die Argumente des Gerichts nachzuvollziehen und den Entscheid sachgerecht anzufechten. Die R�ge der mangelhaften Begr�ndung des angefochtenen Entscheides erweist sich als unbegr�ndet.
In der Sache wendet der Beschwerdef�hrer ein, das Obergericht habe sein Einkommen und seinen Bedarf unrichtig festgestellt (E. 5 und 6) wie auch das der Beschwerdegegnerin anrechenbare Einkommen und deren Bedarf (einschliesslich Vorsorgeunterhalt) falsch bemessen (E. 7 und 8). Die Gegen�berstellung der Mittel ergebe, dass die Beschwerdegegnerin ab 2014 ihren Unterhaltsbeitrag selber decken k�nne (E. 9), f�r den gegenteiligen Fall jedoch der Unterhaltsbeitrag l�ngstens bis zu ihrem Eintritt und nicht bis zu seinem Eintritt in die AHV-Berechtigung geschuldet sei (E. 10).
5.1.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt insbesondere mit Blick auf sein Einkommen eine offensichtlich unrichtige und damit willk�rliche Sachverhaltsfeststellung. Anders als vom Obergericht angenommen, sei die Trennung nicht im Jahr 2007 erfolgt, sondern bereits im Jahr 2005 (Ziff. II/1.2 der Beschwerde).
5.1.2 Der Beschwerdef�hrer bringt erstmals vor Bundesgericht vor, dass sich die Parteien im Jahr 2005 getrennt haben sollen, und reicht dem Bundesgericht in diesem Zusammenhang einen Lohnausweis f�r das Jahr 2004 ein. Tatsachen und Beweismittel, die bereits anl�sslich des vorinstanzlichen Entscheides Bestand hatten und nicht vorgetragen wurden, k�nnen vor Bundesgericht nicht mehr vorgebracht werden (vgl. E. 1.4 oben; BGE 136 III 123 E. 4.4.3 S. 128 f.). Diese sind damit unzul�ssig und unbeachtlich.
5.2 Der Beschwerdef�hrer bringt weiter vor, das Obergericht habe bei seinem Einkommen f�lschlicherweise auch seine Nebenerwerbst�tigkeiten ber�cksichtigt, obwohl er diese zwischenzeitlich aufgegeben habe (Ziff. II/1.4 der Beschwerde).
Das Obergericht hat beim Beschwerdef�hrer einzig das Einkommen aus dessen Haupterwerbst�tigkeit als Automechaniker ber�cksichtigt (Nettolohn von monatlich Fr. 5'400.--). Hingegen hat es abgelehnt, weitere Nebenbesch�ftigungen miteinzubeziehen (Ziff. 4.3.1 des angefochtenen Urteils). Diese R�ge erweist sich damit von vornherein als unbegr�ndet.
Der Beschwerdef�hrer r�gt in mehreren Punkten die obergerichtliche Berechnung seines Bedarfs.
6.1.1 Das Obergericht hat bei der Bedarfsberechnung des Beschwerdef�hrers (anders als das Amtsgericht) die geltend gemachten Kosten von monatlich Fr. 100.-- f�r die Besuchsrechtsaus�bung nicht ber�cksichtigt (Ziff. 4.3.2 des angefochtenen Urteils). Der Beschwerdef�hrer erachtet dies als willk�rlich, zumal die Streichung dieses Betrages faktisch zu einem Eingriff in sein Existenzminimum f�hre (Ziff. II/6.1 der Beschwerde).
6.1.2 F�r die Bedarfsberechnung ist vom betreibungsrechtlichen Existenzminimum auszugehen, das um bestimmte zus�tzliche Kosten zu erweitern ist, womit der familienrechtliche Bedarf resultiert. Ob der Sachrichter dem Besuchsberechtigten einen gewissen Betrag f�r die Aus�bung des Besuchsrechts zugestehen will oder nicht, stellt typischerweise eine Aus�bung des ihm in Unterhaltsbelangen zukommenden weiten Ermessens dar (vgl. Urteil 5C.282/2002 vom 27. M�rz 2003 E. 3, in: FamPra.ch 2003 S. 681 f.). Der Beschwerdef�hrer macht nicht konkret geltend, warum ihm aus der Besuchsrechtsaus�bung besondere Kosten entstehen, sondern verweist darauf, es sei notorisch, dass bei der Aus�bung des Besuchsrechts Kosten entst�nden. Damit legt er nicht dar, weshalb die Nichtber�cksichtigung dieser Kosten (gerade bei engeren wirtschaftlichen Verh�ltnissen) und damit die Ermessensaus�bung des Obergerichts sich als willk�rlich erweisen soll. Er wird der R�gepflicht nach Art. 106 Abs. 2 BGG (vgl. E. 1.2 oben) nicht gerecht und darauf ist nicht einzutreten.
6.2.1 Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, aus der Klage- und Appellationsantwort der Beschwerdegegnerin ergebe sich, dass diese ihm bei der Bedarfsberechnung einen Steuerbetrag von Fr. 240.-- zuerkenne. Trotzdem habe das Obergericht (anders als das Amtsgericht) diesen Steuerbetrag nicht ber�cksichtigt. Hingegen habe es bei der Beschwerdegegnerin die von ihm nicht bestrittene und damit zuerkannte Pr�mie f�r die Lebensversicherung ber�cksichtigt. Damit verstosse das Obergericht gegen die Dispositionsmaxime und behandle die Parteien ungleich (Ziff. II/6.2 der Beschwerde).
In Bezug auf seine Krankenkassenpr�mie habe er zudem vor dem Obergericht deren H�he von Fr. 261.-- nachgewiesen. Trotzdem habe es im Urteil nur einen Beitrag von Fr. 195.-- ber�cksichtigt. Dies sei offensichtlich unrichtig (Ziff. II/6.3 der Beschwerde).
6.2.2 Der Beschwerdef�hrer verweist f�r die angebliche Anerkennung seines Steuerbetrages durch die Beschwerdegegnerin auf ihre Klage- und Appellationsantwort, ohne deutlich darzulegen, an welcher Stelle die Anerkennung erfolgt sein soll. Vielmehr stellt er sogar selbst fest, die Beschwerdegegnerin habe in der Appellationsantwort keinen bestimmten Betrag anerkannt, sondern habe ihm offen gelassen, die H�he der Steuerlast nachzuweisen. Soweit die Pr�mie f�r die Krankenkasse betreffend, verweist er auf die obergerichtliche Verhandlung.
Der Beschwerdef�hrer wird damit seinen Begr�ndungsanforderungen nicht gerecht. Ein pauschaler Verweis auf die Rechtsschriften der Beschwerdegegnerin oder auf eine obergerichtliche Verhandlung reicht zur Begr�ndung nicht aus. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, die Klage- und Appellationsantwort der Beschwerdegegnerin nach einer m�glichen Anerkennung eines Steuerbetrages oder ein allf�lliges Protokoll der obergerichtlichen Verhandlung zu durchsuchen. Vielmehr w�re es am Beschwerdef�hrer gewesen, dem Bundesgericht klar darzulegen, an welcher Stelle der Rechtsschrift die Anerkennung des Steuerbetrages und an welcher Stelle des Protokolls der obergerichtlichen Verhandlung der Nachweis seiner Krankenkassenpr�mie erfolgt sein soll (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399 f.; 131 III 384 E. 2.3 S. 387 f.). Auf diese R�gen ist nicht einzutreten.
6.3 Der Beschwerdef�hrer verlangt sodann, dass neben den vom Obergericht zugestandenen monatlichen Kosten f�r den Arbeitsweg (Fahrkosten von Fr. 400.-- sowie Miete f�r den Autoabstellplatz von Fr. 100.--) zus�tzlich auch die Leasingrate von Fr. 452.-- zu ber�cksichtigen sei. Der Leasingvertrag datiert vom 16. M�rz 2010 und damit nach dem angefochtenen Entscheid. Diese Tatsache und das dazu dienende Beweismittel sind unzul�ssig und unbeachtlich (vgl. E. 1.4 oben; BGE 135 I 221 E. 5.2.4 S. 229).
6.4 Kann damit auf die R�gen gegen die Bedarfsberechnung nicht eingetreten werden, er�brigen sich weitere Ausf�hrungen zu der vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten neuen Berechnung seines Bedarfs (Ziff. II/6.6 der Beschwerde).
7.1 Das Obergericht hat der Beschwerdegegnerin ab Juni 2012 ein hypothetisches Einkommen angerechnet (vgl. E. 2.3.2). Der Beschwerdef�hrer bringt dazu vor, es seien auch die "nach allgemeiner Lebenserfahrung" im Coiffeurbereich erh�ltlichen Trinkgelder zu ber�cksichtigen (Beschwerde Ziff. II/1.5).
Ob in der Coiffeurbranche Trinkgelder bereits im Preis enthalten sind oder zus�tzlich bezahlt werden, ist keine Frage der allgemeinen Lebenserfahrung, sondern muss f�r das konkrete Arbeitsgebiet (Stadt oder Land, Gross- oder Kleinbetrieb und so weiter) durch ein Beweisverfahren gekl�rt werden. Entsprechende Sachverhaltsfeststellungen fehlen im angefochtenen Urteil. Die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers erweisen sich damit als neu (Art. 99 Abs. 1 BGG). Darauf ist nicht einzutreten.
7.2 Das Obergericht erachtete die vollst�ndige Wiederaufnahme der Erwerbst�tigkeit der Beschwerdegegnerin ab Juli 2014 (wenn das j�ngere Kind 16 Jahre alt wird) als zumutbar. Es ber�cksichtigte deshalb ab diesem Zeitpunkt ein hypothetisches (Netto-) Einkommen der Beschwerdegegnerin von Fr. 3'000.-- pro Monat (Ziff. 4.4.1 des angefochtenen Urteils).
7.3.1 Der Beschwerdef�hrer wendet dagegen ein, das j�ngere Kind sei am 14. Mai 1998 geboren und werde deshalb am 14. Mai 2014 16 Jahre alt. Deshalb h�tte der Beschwerdegegnerin bereits ab Juni 2014 ein hypothetisches Erwerbseinkommen von Fr. 3'000.00 angerechnet werden m�ssen (Ziff. II/4.3 der Beschwerde).
7.3.2 Dem Beschwerdef�hrer ist zwar beizupflichten, dass das j�ngere Kind sein 16. Altersjahr im Mai 2014 vollenden wird und deshalb grunds�tzlich ab Juni 2014 eine volle Erwerbst�tigkeit der Beschwerdegegnerin zu ber�cksichtigen gewesen w�re (BGE 115 II 6 E. 3c S. 10). Jedoch stellte das Obergericht von Anfang an bewusst auf Juli 2014 (und nicht auf Juni 2014) ab, da es bei der zeitlichen Abstufung der Bedarfsberechnung der Beschwerdegegnerin auf den Geburtstag der �lteren Tochter (3. Juni 1996) abstellen musste. Da die Unterhaltsberechnung von gewissen Pauschalisierungen und Vereinfachungen ausgehen muss, ist es nicht willk�rlich und bleibt das Obergericht innerhalb des ihm zustehenden Ermessensspielraums, wenn es zwecks Vereinfachung und Vereinheitlichung nicht mehrere Berechnungen (eine f�r den Juni 2014, eine f�r den Juli 2014 sowie eine weitere f�r den Zeitraum ab Juli 2014) anstellte. Es war deshalb zul�ssig und ist nicht zu beanstanden, f�r das Einkommen und den Bedarf auf den gleichen Zeitpunkt, das heisst entweder auf den Juni oder, wie es vorliegend das Obergericht getan hat, auf den Juli 2014 abzustellen.
7.4.1 Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, die Beschwerdegegnerin arbeite zwischenzeitlich als Reinigungskraft (was das Obergericht nicht ber�cksichtigt habe) und erziele einen monatlichen Stundenlohn von Fr. 25.--. Dies ergebe aufgerechnet auf ein Monatseinkommen einen h�heren Betrag als Fr. 3'000.--. Ausgehend von einem Monatseinkommen von bis zu Fr. 4'500.--, das eine Reinigungsangestellte der Gemeinde erreiche, m�sse der Beschwerdegegnerin mindestens ein Nettoeinkommen von Fr. 3'320.-- angerechnet werden (Ziff. II/5 der Beschwerde).
7.4.2 Das Obergericht ging davon aus, dass die Beschwerdegegnerin nach wie vor (haupts�chlich) als Coiffeuse t�tig ist. Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, an welcher Stelle er im obergerichtlichen Verfahren bereits vorgebracht hat, dass die Beschwerdegegnerin nur noch als Reinigungsangestellte t�tig sei. Damit ist diese Tatsache neu. Dies trifft ebenfalls auf die vom Beschwerdef�hrer vorgetragenen Berechnungen zum angeblichen Einkommen einer kommunalen Reinigungsangestellten in der H�he von Fr. 4'500.-- zu. Darauf ist nicht einzutreten (Art. 99 Abs. 1 BGG).
8.1 Das Obergericht hat der Beschwerdegegnerin einen Vorsorgeunterhalt zuerkannt, da sie ein weit tieferes Einkommen als der Beschwerdef�hrer zu erzielen verm�ge. Es legte diesen "ermessensweise" auf Fr. 200.-- fest (Ziff. 4.5 des angefochtenen Urteils).
8.2 Dagegen wendet der Beschwerdef�hrer ein, das Obergericht habe bei der Bedarfsberechnung f�r die Beschwerdegegnerin bis Juli 2014 bereits eine Lebensversicherungspr�mie von Fr. 350.-- ber�cksichtigt. Damit verf�ge die Beschwerdegegnerin neben der h�lftigen Teilung des Vorsorgeguthabens des Beschwerdef�hrers �ber weitere, der Vorsorge dienende Verm�genswerte und h�ufe aufgrund der ihr zugemuteten vollen Erwerbst�tigkeit ab Juli 2014 selber eine geb�hrende Altersvorsorge an. Eine Vorsorgel�cke liege nicht vor. Im Rahmen von Art. 125 Abs. 2 Ziff. 8 ZGB seien auch in der Vergangenheit und in Zukunft angeh�ufte Guthaben aus der 3. S�ule zu ber�cksichtigen. Dies habe das Obergericht unterlassen. Es habe allein gest�tzt auf die Einkommensdifferenz ohne jede Berechnung und Begr�ndung einen Vorsorgeunterhalt von Fr. 200.-- festgesetzt. Damit liege eine Verletzung von Art. 125 ZGB und des Willk�rverbots vor. Abgesehen davon sei die Ber�cksichtigung der Lebensversicherungspr�mie im Rahmen der Bedarfsberechnung unzul�ssig (Ziff. II/2 der Beschwerde).
8.3 In einem ersten Schritt ist die Ber�cksichtigung der Lebensversicherungspr�mie beim Bedarf der Beschwerdegegnerin zu pr�fen (nachfolgend E. 8.4). Dann ist das w�hrend der Ehe durch die Lebensversicherung der Beschwerdegegnerin angeh�ufte Vorsorgeguthaben zu betrachten (nachfolgend E. 8.5). Anschliessend ist auf den ab Juli 2014 zugesprochenen Vorsorgeunterhalt in der H�he von monatlich Fr. 200.-- einzugehen (nachfolgend E. 8.6).
8.4 Pr�mien f�r Lebensversicherungen sind bei der Bedarfsberechnung nur zu ber�cksichtigen, wenn und soweit die Versicherung an die Stelle der obligatorischen beruflichen Vorsorge (2. S�ule) tritt, was regelm�ssig auf Selbstst�ndigerwerbende zutrifft (Hausheer und andere, Handbuch des Unterhaltsrechts, 1997, N. 02.41). Das Bundesgericht hat sich dieser Auffassung bereits mehrfach angeschlossen (Urteile 5C.70/2004 vom 13. Mai 2004 E. 3.3.2; 5C.271/2005 vom 23. M�rz 2006 E. 9.4). Aufgrund der Vorbringen des Beschwerdef�hrers besteht kein Grund, von dieser Praxis abzuweichen, erzielt doch die Beschwerdegegnerin ihr aktuelles Einkommen zu einem grossen Teil mit ihrer selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit als Coiffeuse.
8.5.1 Mit der Teilung der Austrittsleistungen der beruflichen Vorsorge (Art. 122 ff. ZGB) und mit dem Splitting und den Betreuungsgutschriften im Rahmen der AHV wird die Altersvorsorge (abgesehen von hier nicht einschl�gigen Ausnahmef�llen) f�r die Zeit bis zur Scheidung geregelt. Was ein Ehegatte im Rahmen der dritten S�ule w�hrend der Ehe gespart hat, ist - unabh�ngig davon, ob es sich um eine gebundene oder eine frei verf�gbare Vorsorge handelt - nach den Regeln der G�terrechts auszugleichen (BGE 129 III 257 E. 3.2 S. 261).
8.5.2 Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, dass f�r die Berechnung des Vorsorgeunterhalts auch das in der Vergangenheit (das heisst w�hrend der Ehe) von der Beschwerdegegnerin mittels einer Lebensversicherung angeh�ufte Vorsorgeguthaben zu ber�cksichtigen sei, �bersieht er, dass dieses nach den Regeln �ber das G�terrecht auszugleichen ist. Die g�terrechtliche Auseinandersetzung hat er jedoch nicht angefochten.
8.6.1 Der sogenannte Vorsorgeunterhalt im Sinne von Art. 125 Abs. 1 ZGB betrifft dagegen den Ausgleich allf�lliger k�nftiger nachehelicher Einbussen, wenn ein Ehegatte wegen Kinderbetreuungspflichten in den Jahren nach der Scheidung keiner oder - wie hier vor�bergehend - nur einer beschr�nkten Erwerbst�tigkeit wird nachgehen und deshalb auch nicht die vollen Beitr�ge in die eigene Altersvorsorge wird einbezahlen k�nnen (BGE 135 III 158 E. 4.1 S. 159 mit Hinweisen).
8.6.2 F�r die Bemessung der zuk�nftigen Altersvorsorge ist die f�r die Ehegatten massgebende Lebenshaltung zugrunde zu legen. Es ist die Lebenshaltung, auf deren Fortf�hrung der unterhaltsberechtigte Ehegatte grunds�tzlich Anspruch hat, in ein fiktives Bruttoeinkommen umzurechnen und darauf die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeitr�ge zu berechnen, die zusammen, erweitert um eine allf�llige Steuerbelastung, den Vorsorgeunterhalt ergeben. Diese Berechnungsart gestattet es, die angemessene Altersvorsorge entweder direkt zu bestimmen oder die daf�r erforderlichen und bloss gesch�tzten Betr�ge auf ihre Angemessenheit hin zu �berpr�fen. F�r ihre Anwendung ist das konkrete Vorsorgeverh�ltnis massgebend und zu ber�cksichtigen (BGE 135 III 158 E. 4.4 S. 160 f.).
8.7 Die Beschwerdegegnerin wird erst ab Juli 2014 wieder einer vollen Erwerbst�tigkeit nachgehen k�nnen und wird - nach lebenspr�gender Ehe und damit ehebedingt - die ihr zustehende Lebenshaltung nicht mehr erreichen. Eine nacheheliche Vorsorgel�cke ist deshalb gegeben, womit grunds�tzlich auch ein Anspruch auf Vorsorgeunterhalt besteht.
Bei der unterhaltsrechtlichen Altersvorsorge geht es anders als bei der Teilung der in der Vergangenheit w�hrend der Ehe erworbenen beruflichen Vorsorge (Art. 122 ZGB) nicht um eine rein rechnerische Aufgabe, sondern um die Beurteilung der k�nftigen, allenfalls nur beschr�nkt vorhersehbaren Entwicklung der Lebensverh�ltnisse. Vereinfachungen sind notwendig und zul�ssig, zumal sich die Festsetzung des Vorsorgebetrages einer exakten mathematischen Berechnung entzieht. Es bleibt eine Ermessensfrage, die das Sachgericht unter Ber�cksichtigung s�mtlicher Umst�nde des konkreten Einzelfalls nach Recht und Billigkeit zu beantworten hat (vgl. E. 2.2 hiervor; BGE 135 III 158 E. 4.4 S. 160 f.).
Dies gilt umso mehr, wenn wie vorliegend (f�r den Zeitraum ab Juli 2014) der Unterhalt nach der in gewisser Weise pauschalisierten Methode der Bedarfsberechnung mit �berschussteilung (vgl. E. 2.3 oben) vorgenommen wird. Der zugesprochene Vorsorgeunterhalt h�lt sich in einem bescheidenen Rahmen, wobei der Beschwerdef�hrer nicht darlegt, inwiefern die H�he von Fr. 200.-- pro Monat als unangemessen erscheinen soll. Es ist ebenfalls in Betracht zu ziehen, dass f�r den Zeitraum bis Ende Juni 2014 kein Vorsorgeunterhalt festgesetzt werden konnte.
Der vom Obergericht unter Ber�cksichtigung des ihm zustehenden Ermessens auf Fr. 200.-- festgelegte Vorsorgeunterhalt erweist sich damit im Ergebnis nicht als bundesrechtswidrig.
9.1 Das Obergericht wandte wie erw�hnt f�r den Zeitraum ab Juli 2014, f�r den ein �berschuss besteht, angesichts der mittleren finanziellen Verh�ltnisse die Methode der Bedarfsberechnung mit �berschussteilung an.
9.2 Der Beschwerdef�hrer wendet sich grunds�tzlich gegen eine �berschussteilung ab Juli 2014, da die Beschwerdegegnerin ab diesem Zeitpunkt ihren Bedarf selber decken k�nne. �berdies werde gegen den Grundsatz verstossen, dass der w�hrend der Ehe gelebte Standard die oberste Grenze f�r den Unterhalt bilde (Beschwerde Ziff. II/4.4 und II/1.5).
Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, inwiefern die vom Obergericht angewendete Methode der Bedarfsberechnung mit �berschussteilung sich als bundesrechtswidrig erweisen soll. Vielmehr begn�gt er sich mit appellatorischer Kritik und setzt sich mit dem angefochtenen Urteil nicht auseinander. Soweit er die Grenze des w�hrend der Ehe gelebten Standards �berschritten sieht, geht er nicht darauf ein, dass die Methode der Bedarfsberechnung mit �berschussverteilung auf der �berlegung beruht, dass in Anbetracht der scheidungsbedingten Mehrkosten ohnehin nicht viel mehr gedeckt werden kann als die w�hrend der Ehe gelebte oder zumindest eine f�r beide Ehegatten gleichwertige Lebenshaltung (vgl. E. 1.2 oben). Darauf ist nicht einzutreten.
10.1 Das Obergericht hat der Beschwerdegegnerin die Unterhaltsbeitr�ge (und damit auch den Vorsorgeunterhalt) bis zur ordentlichen Pensionierung des Beschwerdef�hrers zugesprochen (Dispositivziff. 3 sowie in der Begr�ndung Ziff. 4.5 des angefochtenen Urteils).
10.2 Mit Bezug auf den Vorsorgeunterhalt wendet der Beschwerdef�hrer ein, dieser k�nne nicht mehr verlangt werden, wenn bei der berechtigten Person (vorliegend also der Beschwerdegegnerin) der Vorsorgefall eingetreten sei. Deshalb h�tte der Vorsorgeunterhaltsbeitrag nur bis zur ordentlichen Pensionierung der Beschwerdegegnerin (Oktober 2027) und nicht des Beschwerdef�hrers (Oktober 2029) zugesprochen werden d�rfen. So erhalte die Beschwerdegegnerin f�r zwei Jahre zu Unrecht weitere Beitr�ge an ihre Altersvorsorge. Dies verletze Art. 125 ZGB und verstosse �berdies gegen das Willk�rverbot. Ein allf�lliger Beitrag f�r den Vorsorgeunterhalt sei deshalb auf den Zeitpunkt der ordentlichen Pensionierung der Beschwerdegegnerin zu befristen (Ziff. II/3 der Beschwerde).
10.3.1 Nachehelicher Unterhalt kann unbefristet zugesprochen werden, jedoch endet die Unterhaltsverpflichtung normalerweise mit dem Eintritt des Leistungspflichtigen in das Rentenalter, weil in diesem Zeitpunkt die verf�gbaren Mittel h�ufig zur�ckgehen und der bisher gepflegte Lebensstandard auch bei fortgef�hrter Ehe sinken w�rde (BGE 132 III 593 E. 7.2 S. 595 f.).
10.3.2 Die obergerichtliche Befristung des Unterhaltsbeitrages bis zum Eintritt des Beschwerdef�hrers in das Rentenalter ist damit grunds�tzlich nicht zu beanstanden. Auch wenn der Vorsorgeunterhalt, der vorliegend ein Drittel des Unterhaltsbeitrages ab dem Jahr 2014 ausmacht, regelm�ssig mit dem Eintritt des Unterhaltsberechtigten in das Rentenalter wegf�llt, hat das Obergericht das ihm zukommende Ermessen nicht verletzt, als es den Unterhaltsbeitrag als Ganzes auf den Eintritt des Beschwerdef�hrers in das Pensionsalter befristete und auf eine zus�tzliche und kompliziertere zeitliche Differenzierung verzichtete. Damit erweist sich diese R�ge als unbegr�ndet.
Die Beschwerde muss aus den dargelegten Gr�nden abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist.
Dem Gesuch des Beschwerdef�hrers um unentgeltliche Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren kann nicht entsprochen werden, zeigen doch die vorstehenden Erw�gungen auf, dass seine Beschwerde von Beginn weg keinen Erfolg haben konnte. Zudem hat es der Beschwerdef�hrer unterlassen, seine Bed�rftigkeit mit aktuellen Belegen darzulegen, weshalb sein Gesuch auch aus diesem Grund abzuweisen w�re (BGE 125 IV 161 E. 4a S. 164 f.; zur Unabh�ngigkeit des bundesgerichtlichen Gesuchsverfahrens vom kantonalen Verfahren: BGE 122 III 392 E. 3a S. 393).
Damit tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten des Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG). Er schuldet der Beschwerdegegnerin eine Entsch�digung f�r ihre Stellungnahme mit dem gutgeheissenen Antrag, das Gesuch um aufschiebende Wirkung abzuweisen (Art. 68 Abs. 1 BGG).
Der Beschwerdef�hrer hat die Beschwerdegegnerin f�r ihre Vernehmlassung zum Gesuch um aufschiebende Wirkung mit Fr. 100.-- zu entsch�digen.