Source: http://vaeternotruf.de/amtsgericht-bad-liebenwerda.htm
Timestamp: 2018-03-18 00:04:23
Document Index: 384288821

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 1671', '§ 68', '§ 1671', '§ 1626', '§ 621', '§ 1666', '§ 1666', 'BGH', '§ 97', '§ 30', '§ 621', '§ 1684', '§ 621', '§ 1684', '§ 1684', '§ 1684', '§ 13', '§ 131']

Telefon: 035341 / 604-0
Fax.: (Rechtssachen) 035341 / 12129
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Internetauftritt des Amtsgerichts Bad Liebenwerda (11/2017)
Richterlicher Geschäftsverteilungsplan: vorhanden - aber wohl veraltet mit Stand vom 01.10.2016 - http://www.ag-badliebenwerda.brandenburg.de/sixcms/list.php?template=content_list_agblw_gesch&query=allgemein_agblw&sv[relation_agblw.gsid]=bb1.c.254433.de&sort=lfdnr&order=asc
Direktor am Amtsgericht Bad Liebenwerda: Uwe Oldenburg (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1972) - Richter am Amtsgericht Bad Liebenwerda / Direktor am Amtsgericht Bad Liebenwerda (ab , ..., 2010, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.10.1999 als Richter auf Probe im OLG-Bezirk Brandenburg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.11.2007 als stellvertretender Direktor am Amtsgericht Senftenberg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 und 2014 ab 01.11.2007 als Direktor am Amtsgericht Bad Liebenwerda aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 01.11.2007 als Direktor am Amtsgericht Bad Liebenwerda - teilweise abgeordnet - aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. Amtsgericht Bad Liebenwerda - GVP 01.10.2016.
Stellvertretender Direktor am Amtsgericht Bad Liebenwerda: Egon Schaeuble (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1960) - Richter am Amtsgericht Bad Liebenwerda / stellvertretender Direktor am Amtsgericht Bad Liebenwerda (ab 01.06.2008, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 26.09.1994 als Richter am Amtsgericht Bad Liebenwerda aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 und 2016 ab 01.06.2008 als stellvertretender Direktor am Amtsgericht Bad Liebenwerda aufgeführt. 2013: stellvertretender Pressesprecher. Amtsgericht Bad Liebenwerda - GVP 01.10.2016.
Die Bürgerinnen und Bürger des Bundeslandes Brandenburg beschäftigen am Amtsgericht Bad Liebenwerda eine uns zur Zeit unbekannte Anzahl von Richter/innen, Rechtspfleger/innen und sonstigen Angestellten.
Das Amtsgericht Bad Liebenwerda ist zuständig für die für die Angelegenheiten der ordentlichen Gerichtsbarkeit im Landkreis Elbe-Elster mit den Gemeinden Bad Liebenwerda, Doberlug-Kirchhain, Elsterwerda, Falkenberg (Elster), Finsterwalde, Herzberg (Elster), Mühlberg (Elbe), Schönewalde, Sonnewalde, Uebigau-Wahrenbrück, Röderland, Amt Elsterland, Amt Kleine Elster (Niederlausitz), Amt Plessa, Amt Schlieben, Amt Schradenland
Väternotruf Bad Liebenwerda
Telefon: 035341 / ...
Irina Blanke (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1964) - Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda (ab 01.12.1993, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 01.12.1993 als Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda aufgeführt. 2013: Strafsachen - Abteilung 36. Amtsgericht Bad Liebenwerda - GVP 01.10.2016.
Katja Gehre (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1965) - Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda (ab 23.10.1995, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 23.10.1995 als Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda aufgeführt. 2013: Zivilsachen - Abteilung 12 / Strafsachen - Abteilung 35. Amtsgericht Bad Liebenwerda - GVP 01.10.2016.
Cornelia Heider (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1966) - Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda (ab 08.05.2000, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 08.05.2000 als Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda aufgeführt. 2012: Familiensachen - Abteilung 20 / Zivilsachen - Abteilung 14, 15, 23 und 25 / Betreuungssachen - Abteilung 53. Amtsgericht Bad Liebenwerda - GVP 01.10.2016: Familiensachen - Abteilung 20 und 21. Siehe auch Leserbrief unten.
Martina Kappert (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1964) - Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda (ab 01.12.1993, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 01.12.1993 als Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda aufgeführt. "... wegen des Urteils vom 2. Februar 2011 (37 Cs 4180 Js 17476/10 (171/10)) und Beschlusses vom 22. Februar 2011 (11 C 131/10) des Amtsgerichts Bad Liebenwerda sowie gegen Richter und Behörden hat das Verfassungsgericht des Landes Brandenburg durch die Verfassungsrichter Postier, Dr. Becker, Dielitz, Dr. Fuchsloch, Dr. Lammer, Partikel und Schmidt am 15. April 2011 beschlossen ..." - VerfGBbg, Beschluss vom 15.04.2011 - VfGBbg 2/11 -, www.verfassungsgericht.brandenburg.de. 2013: Familiensachen - Abteilung 26 / Zivilsachen - Abteilung 11 / Strafsachen - Abteilung 37. Amtsgericht Bad Liebenwerda - GVP 01.10.2016.
Uwe Oldenburg (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1972) - Richter am Amtsgericht Bad Liebenwerda / Direktor am Amtsgericht Bad Liebenwerda (ab , ..., 2010, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 01.10.1999 als Richter auf Probe im OLG-Bezirk Brandenburg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2008 ab 01.11.2007 als stellvertretender Direktor am Amtsgericht Senftenberg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 und 2014 ab 01.11.2007 als Direktor am Amtsgericht Bad Liebenwerda aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 01.11.2007 als Direktor am Amtsgericht Bad Liebenwerda - teilweise abgeordnet - aufgeführt. Angaben im Handbuch der Justiz zum Dienstantritt offenbar fehlerhaft. Amtsgericht Bad Liebenwerda - GVP 01.10.2016.
Daniela Reiche (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1976) - Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda (ab 02.02.2006, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2014 ab 02.02.2006 als Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda - halbe Stelle - aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 02.02.2006 als Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda - abgeordnet, 6/10 Stelle - aufgeführt.2013: Familiensachen - Abteilung 21. Amtsgericht Bad Liebenwerda - GVP 01.10.2016: unter dem Namen Reiche nicht aufgeführt.
Egon Schaeuble (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1960) - Richter am Amtsgericht Bad Liebenwerda / stellvertretender Direktor am Amtsgericht Bad Liebenwerda (ab 01.06.2008, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2008 ab 26.09.1994 als Richter am Amtsgericht Bad Liebenwerda aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2010 und 2016 ab 01.06.2008 als stellvertretender Direktor am Amtsgericht Bad Liebenwerda aufgeführt. 2013: stellvertretender Pressesprecher. Amtsgericht Bad Liebenwerda - GVP 01.10.2016.
Marion Seidel (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1956) - Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda (ab 26.09.1994, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 1994 ab 28.10.1991 als Richterin auf Probe im OLG-Bezirk Brandenburg aufgeführt. Im Handbuch der Justiz 2016 ab 26.09.1994 als Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda aufgeführt. Ab 16.02.2009 beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Landkreis Elbe Elster - http://www.ratsinfo-online.net/lkee-bi/au020.asp?AULFDNR=10&options=4&altoption=. 2012: Strafsachen - Abteilung 30, 32, 38 und 39 / Betreuungssachen - Abteilung 5. Amtsgericht Bad Liebenwerda - GVP 01.10.2016.
Abteilungen am Familiengericht Bad Liebenwerda:
20 F - Cornelia Heider (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1966) - Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda (ab 08.05.2000, ..., 2016) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 08.05.2000 als Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda aufgeführt. 2012: Familiensachen - Abteilung 20 / Zivilsachen - Abteilung 14, 15, 23 und 25 / Betreuungssachen - Abteilung 53. Amtsgericht Bad Liebenwerda - GVP 01.10.2016: Familiensachen - Abteilung 20 und 21. Siehe auch Leserbrief unten.
22 F - Astrid Eulitz (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1965) - Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda (ab 22.12.1998, ..., 2017) - im Handbuch der Justiz 2016 ab 22.12.1998 als Richterin am Amtsgericht Bad Liebenwerda aufgeführt. 2012: Familiensachen - Abteilung 22 / Vormundschaftssachen - Abteilung 60. Amtsgericht Bad Liebenwerda - GVP 01.10.2016: Familiensachen - Abteilung 22 sowie Vormundschafts- und Adoptionssachen. 2017: offenbar am Amtsgericht Lübben / Familiensachen.
26 F - im GVP 01.10.2016 nicht aufgeführt
Nicht mehr als Richter am Amtsgericht Bad Liebenwerda tätig:
Martin Freundlich (Jg. 1965) - Richter am Amtsgericht Senftenberg (ab , ..., 2008) - im Handbuch der Justiz 2002 ab 30.04.1998 als Richter am Amtsgericht Bad Liebenwerda aufgeführt.
Dr. Hans-Josef Maas (geb. zensiert durch Anordnung des "Berliner Beauftragten für Datenschutz" 1943) - Richter am Amtsgericht Bad Liebenwerda / Direktor am Amtsgericht Bad Liebenwerda (ab 01.03.1996, ..., 2008)
http://familienberatung-herzberg.de
Telefon: 03533 / 489548, 489549
E-Mail: ebs-elsterwerda@gmx.de
Internet: http://www.diakonie-elbe-elster.de
Angebote: Erziehungsberatung, Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Lebensberatung, Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Krisenintervention
Telefon: 03531 / 700489
E-Mail: jhv@asbee.de
Internet: http://www.asb-elbe-elster-kreis.de
Mitarbeiter/innen: Frau Schilling (2007)
Telefon: 03531 / 703104
E-Mail: familienhilfe-finsterwalde@t-online.de
Internet: http://www.familienhilfe-fiwa.de
Träger: Familienhilfe e.V.
Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern - Außenstelle von Finsterwalde -
Internet: http://www.asbee.de
Landkreis Elbe-Elster Jugendamt Herzberg - Außenstelle -
Internet: http://www.lkee.de
Telefon: 03531 / 502-6300
Beratungsstelle für Schwangere und Familien - Außenstelle -
Telefon: 03531 / 502-6461
E-Mail: anke.mertzig@lkee.de
Angebote: Beratung getrennt erziehender Mütter und Väter, Ehe-, Familien- und Lebensberatung (einschl. Beratung bei Trennung und Scheidung), Hilfe und Beratung für Frauen und hoffentlich auch für Männer, sonst würden wir von dieser Beratungsstelle dringend abraten, Krisenintervention, Partnerberatung, Schwangerschaftsberatung mit Ausstellung des Beratungsscheines gem. §§ 5 und 6 SchKG, Entgegennahme von Anträgen für die Bundesstiftung "Mutter und Kind", Sozialberatung
Sozialpädagogische Dienste Jugendamt Elbe-Elster
Telefon: 03535 / 46-3543
No Name - Bestallung als Umgangspfleger am Amtsgericht Bad Liebenwerda (ab 01.09.2009, ..., )
No Name - Bestallung als Ergänzungspfleger am Amtsgericht Bad Liebenwerda für den Wirkungskreis ... (ab 01.09.2009, ..., )
No Name - Bestallung als Vormund am Amtsgericht Bad Liebenwerda (ab 01.09.2009, ..., )
2010: Bestellung als Verfahrensbeistand. Bestellung als Verfahrenspfleger am 04.11.2008 - siehe unten
Beauftragung am Amtsgericht Bad Liebenwerda, Amtsgericht Königs-Wusterhausen
Dr. Christina Stühler
"Institut für Gericht und Familie" - mehr zum Thema "Institut" unter Irreführung durch "Institut"
Beauftragung am Amtsgericht Bad Liebenwerda, Amtsgericht Pankow/Weißensee
Beauftragung am Amtsgericht Bad Liebenwerda durch Richterin Heider (2010).
Herr W... - "Sachverständige W… hat in seinem unter dem 26. März 2009 erstellten psychiatrischen Gutachten eine histrionische Persönlichkeitsstörung bei der Kindesmutter diagnostiziert." - siehe unten
Beauftragung am Amtsgericht Bad Liebenwerda durch Richterin Kappert (2002)
Männerhaus im Landkreis Elbe-Elster
Frauenhaus im Landkreis Elbe-Elster
03230 Finsterwalde
Telefon: 03531 / 703678, 0173-8588197
Aktenzeichen: 9 UF 160/13
Norm: § 1671 Abs 1 Nr 2 BGB
I. Der Kindesmutter wird für das Beschwerdeverfahren ratenfreie Verfahrenskostenhilfe unter Beiordnung von Rechtsanwalt … in … bewilligt.
II. Der Senat beabsichtigt, das - aus den nachstehend angeführten Gründen keinen Erfolg versprechende - Rechtsmittel im schriftlichen Verfahren nach § 68 Abs. 3 Satz 2 FamFG zurückzuweisen.
Es besteht Gelegenheit zur Stellungnahme binnen drei Wochen. Der Beschwerdeführer mag innerhalb der genannten Frist ggf. auch eine Rücknahme des Rechtsmittels erklären.
Die statthafte sowie form- und fristgerecht eingelegte, mithin zulässige Beschwerde des Antragsgegners gegen die sorgerechtliche Entscheidung in dem (Scheidungsverbund-)Beschluss des Amtsgerichts Bad Liebenwerda vom 10. September 2013 ist unbegründet.
Das Amtsgericht hat auf den entsprechenden Antrag der Antragstellerin hin mit der Ehe zugleich auch das gemeinsame Sorgerecht der Beteiligten zu 1. und 2. für ihre am …. August 2003 geborene V… R… aufgelöst und auf die Antragstellerin allein übertragen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers besteht tatsächlich aus Gründen des Kindeswohls kein Raum für die Aufrechterhaltung des gemeinsamen elterlichen Sorgerechts.
Nach § 1671 Abs. 1 Nr. 2 BGB ist dem Antrag eines Elternteils auf Übertragung der elterlichen Sorge stattzugeben, wenn zu erwarten ist, dass die Aufhebung der gemeinsamen Sorge und die Übertragung auf den antragstellenden Elternteil dem Wohl des Kindes am besten entspricht.
Der Antragsgegner hat sowohl bei dem Elterngespräch im Jugendamt als auch insbesondere gelegentlich des Anhörungstermins vor dem Amtsgericht am 2. September 2013 (auch zum Umgangsverfahren 22 F 142/13) eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er - acht Jahre nach der räumlichen Trennung der Eltern - nicht willens und in der Lage ist, eigene Befindlichkeiten zurückzustellen und im Wege einer sachorientierten und am Wohl der heute rund 10 ½-jährigen V… orientierten Kommunikation, die für abweichende Vorstellungen und insbesondere auch Kompromisslösungen Raum lässt, zu einvernehmlichen Regelungen in wichtigen das Kind betreffenden Angelegenheiten zu gelangen. Der Antragsgegner war kaum in der Lage, die anderen Verfahrensbeteiligten zu Wort kommen zu lassen, hat diese immer wieder unterbrochen und zwischenzeitlich sogar den Sitzungssaal verlassen. Dieses Verhalten belegt eindrucksvoll, dass der Antragsgegner sich auf eine sachliche Auseinandersetzung nicht einzulassen vermag. Soweit in der Beschwerdeschrift betont wird, dass der Antragsgegner bei/nach anwaltlicher Beratung besonnener aufgetreten wäre, führt dies nicht zu einer günstigeren Entscheidung. Die Eltern müssen nämlich für die Wahrnehmung gemeinsamer elterlicher Verantwortung in der Lage sein, ohne Inanspruchnahme der Hilfe Dritter einen sach- und Kindeswohlorientierten Diskurs zu führen, dabei gegenläufige Argumente auszutauschen und zuzulassen und im Zuge einer umfassenden Abwägung zu gemeinsam getragenen Lösungen zu gelangen. Dazu sind die Eltern im Streitfall ersichtlich nicht in der Lage.
Im Übrigen war auch zu berücksichtigen, dass die Eltern schon seit Jahren die elterliche Verantwortung für die Tochter nicht gemeinsam wahrgenommen haben. Nach der Trennung im Jahre 2005 hat es schon keinen Austausch über wichtige Belange des Kindes - mindestens die Entscheidung zum Schulbesuch von V… hat in dieser Zeit angestanden - zwischen den Eltern gegeben. Es mag sein, dass die Mutter hier eigenmächtig agiert hat; es finden sich indes auch keinerlei tragfähige Anknüpfungstatsachen für die Annahme, dass der Vater aktiv und im Interesse einer gedeihlichen Entwicklung der Tochter um Einbeziehung in die Kindesangelegenheiten nachgesucht hätte. Der Vater hat auch über Jahre keinen regelmäßigen persönlichen Umgang mit V… gesucht und praktiziert; erst mit der kund gegebenen Scheidungsabsicht der Mutter hat der Vater eine Annäherung und einen regelmäßigen Umgang mit V… gesucht, die darauf durchaus mit Freude reagiert hat. Allerdings bestätigt der im jüngsten Jugendamtsbericht angeführte Vorfall Ende letzten Jahres, dass der Vater aus nichtigem Anlass (Betreuung der Tochter durch eine gute Bekannte, während die Mutter Zeit mit Freunden/Bekannten verbracht hat) in eine massive Vorwurfshaltung gegenüber der Erziehungseignung der Mutter verfällt und diese mittels Anrufen und persönlichen Nachstellungen in Anwesenheit der Tochter (und eines weiteren Sohnes der Antragstellerin) „auslebt“ und es dabei mindestens zu Rangeleien mit dem Sohn der Antragstellerin gekommen ist. Dieses Auftreten hat V… eigenen Bekundungen gegenüber der Jugendamtsmitarbeiterin zufolge als bedrohlich erlebt; sie hat Ängste vor dem Kindesvater gefühlt.
http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/portal/t/1q0z/bs/10/page/sammlung.psml?doc.hl=1&doc.id=KORE525832014&documentnumber=13&numberofresults=17&showdoccase=1&doc.part=L&paramfromHL=true#focuspoint
Gesendet: Sonntag, 8. Mai 2011 14:53
Betreff: Information zu Richterin am AG Bad Liebenwerda und Jugendamtsmitarbeiterin Bad Liebenwerda
ich versuche seit zweieinhalb Jahren ein vernünftiges Umgangsrecht für meine Kinder zu bekommen. Im Februar letzten Jahres wurde eine Vereinbarung vor dem AG ... getroffen, woran sich die Mutter wieder nicht gehalten hat. Seit April 2010 sind mehrer Verfahren beim AG Bad Liebenwerda anhängig. Durch die Vorsitzende Richterin Heider wurde mir mehrfach die VKH versagt und auch mein Antrag auf gemeinsames Sorgerecht (war nie verheiratet mit der KM) wurde mir durch die Richterin versagt. Gerne stelle ich Ihnen die Unterlagen zur Verfügung. Weiterhin ist die Jugendamtsmitarbeiterin des JA Bad Liebenwerda Frau Geissler ... tätig, ... . Auch hier stelle ich Ihnen gerne die Unterlagen zur Verfügung.
Aktenzeichen: 9 UF 169/09
1. Die befristete Beschwerden der Kindeseltern vom 21. Dezember 2009 (Kindesmutter) bzw. vom 08. Februar 2010 (Kindesvater) gegen den Beschluss des Amtsgerichts Bad Liebenwerda vom 26. November 2009 werden zurückgewiesen.
Die Kindeseltern leben in nichtehelicher Lebensgemeinschaft. Aus ihrer Beziehung ist der Sohn T… J…, geboren am ... September 2003, hervorgegangen. Unter dem 21. Oktober 2003 hat die Kindesmutter zugunsten des Kindesvaters eine Erklärung über die gemeinsame elterliche Sorge nach § 1626 a BGB abgegeben.
Die Kindesmutter war nach ihrer Ausbildung zur Kinderkrankenschwester als Krankenpflegerin, der Kindesvater in der Landwirtschaft als Landwirt tätig. Die Familie ist dem Jugendamt etwa seit dem Jahr 2006 bekannt. Es kam innerhalb der Familie zu – vor allem seitens der Kindesmutter geführten – brüllenden und tobenden Auseinandersetzungen, die z.T. in Handgreiflichkeiten gegenüber dem Kindesvater (u.a. Werfen mit Stein- und Dachziegeln nach ihm) übergingen und polizeiliche Einsätze nach sich zogen. Kontakte des Jugendamtes mit den Kindeseltern gestalteten sich dabei durchgängig als schwierig.
Durch die Leitung der …-Kindertagesstätte S… , die T… besuchte, wurden in 2008 Verhaltensauffälligkeiten des Kindes bemerkt. T… kotete und nässte verstärkt ein. Nachfolgend begab sich T… in ärztliche Behandlung wegen des Verdachts auf Drangsymptomatik bei eingeschränkter Blasenkapazität. Diesbezüglich verordnete Medikamente wurden seitens der Kindeseltern lediglich unregelmäßig verabreicht. Die aufgegebene Protokollierung von Trink- und Urinmenge bei dem Sohn wurde nicht ordnungsgemäß vermerkt.
T… entwickelte zudem ein hundeähnliches Verhalten (Schnüffeln auf dem Boden, Trinken wie ein Hund). Ferner wurden bei T… über übliche Verletzungen hinausgehende Verletzungen (ein bis in den Genitalbereich hineinreichender Sonnenbrand, blaue Flecken, eine Schramme an der Nase, abgeschürfte Hände und ein angeschwollener Zeigefinger der rechten Hand) festgestellt. Entsprechende Hinweise der Kindertagesstätte gegenüber der Kindesmutter fanden überwiegend kein Gehör oder führten gar zu Wutausbrüchen der Kindesmutter. Nach Einschaltung des Jugendamtes erklärte die Kindesmutter, es habe sich stets um kleinere Verletzungen gehandelt, die sie als gelernte Kinderkrankenschwester selbst behandelt habe.
Erst mit Verzögerungen kam es zu einer durch das Jugendamt angeregten Therapie der Kindeseltern. Bereits bei ersten Gesprächen mit der sozialpädagogischen Familienhilfe kam es zu weiteren verbal/körperlichen Auseinandersetzung zwischen den Kindeseltern. Bei einem Termin schloss sich die Kindesmutter in der Familienwohnung mit T… ein, ohne eine Zugangsmöglichkeit zuzulassen. Die von der Familienhilfe und dem Kindesvater herbeigerufene Polizei verschaffte sich gewaltsam Zutritt zum Haus. Mit Zustimmung beider Eltern wurde T… sodann unter dem 16. September 2008 in die Obhut des Jugendamtes genommen und in eine Pflegefamilie geführt. Die Kindesmutter wurde in das Krankenhaus F… in die psychiatrische Abteilung eingewiesen. Am 9. Oktober 2008 erfolgte ihre Entlassung. Nachfolgend kehrte T… wieder in das Elternhaus zurück. Jedoch kam es weiterhin zu Wutausbrüchen der Kindesmutter und Streitigkeiten der Eltern. Da entgegen den mit dem Jugendamt getroffenen Absprachen auch nach Wochen durch die Kindeseltern keine Paartherapie aufgenommen worden war, leitete das Jugendamt das hiesige Verfahren ein.
Unter dem 4. November 2008 hat das Amtsgericht Herrn K… als Verfahrenspfleger zugunsten des betroffenen Kindes bestellt. Nachfolgend hat das Amtsgericht Beweis erhoben durch Einholung eines Sachverständigengutachtens hinsichtlich des Vorhandenseins einer psychischen Krankheit bei der Kindesmutter, der Erziehungsfähigkeit der Eltern und Verhaltensauffälligkeiten beim Kind. Der Sachverständige W… hat in seinem unter dem 26. März 2009 erstellten psychiatrischen Gutachten eine histrionische Persönlichkeitsstörung bei der Kindesmutter diagnostiziert. Zum Entwicklungsstand von T… konnte der Sachverständige zunächst keine bedenklichen Auffälligkeiten feststellen; er beschrieb ihn als altersentsprechend entwickelt, Anzeichen für eine körperliche Vernachlässigung fand er nicht, weshalb er die Kindeseltern zunächst als voll erziehungsfähig einschätzte. Lediglich eine Partnertherapie riet er an. Auf den weiteren Inhalt des Gutachtens wird Bezug genommen.
Bereits kurz nach Erstellung des Gutachtens wurden dem Jugendamt seitens der Kindestagesstätte sich steigernde Merkwürdigkeiten im Verhalten von T… mitgeteilt. T… holte sich Windeln aus dem Krippenbereich und legte diese selbst an. Er kramte im Eimer nach beschmutzten Windeln kleinerer Kinder und roch daran, was ihn in Erregung versetze. Er blieb unruhig, bis er sich selbst eine Windel umgelegt hat. Auch fuhr er mit der Hand mehrfach in seine Windel und roch dann an der Hand. Darüber hinaus zeigte T… Aggressionen gegenüber anderen Kindern, sagte Sätze wie ich bringe dich um oder erzählte von einem Abhacken der Arme . Darüber hinaus verstärkte sich das Einkoten und Einnässen. T… selbst gab dazu an, er möchte wieder ein Baby sein, da dies so eine schöne Zeit gewesen sei.
Der hierzu ergänzend befragte Gutachter W… stellte eine Gefährdung des Kindeswohls fest, vor allem auf Grund von Anpassungsschwierigkeiten im Kontakt mit anderen Kindern sowie von Defiziten in der Frustrationstoleranz. T… habe ein Problem im Sinne eines Windelfetischismus. Für die Zukunft prognostizierte der Sachverständige bei unveränderter Sachlage einhergehend mit der bevorstehenden Einschulung von T… eine Verschärfung der Verhaltensauffälligkeiten. Die Ursache für die Verhaltensauffälligkeiten lastete er den Kindeseltern an, seitens der Kindesmutter durch ihr heftig agierendes Verhalten mit einem größeren, seitens des Kindesvaters durch seine passiv-abwartende Einstellung mit einem geringeren Anteil. Insoweit hat der Sachverständige vorgeschlagen, T… zunächst in der Kinder- und Jugendpsychiatrie vorzustellen und eine etwa zwei- bis vierwöchige stationäre diagnostische Phase vorzunehmen; zudem müssten sich beide Eltern in psychotherapeutische Behandlung begeben und ihre Beziehungsproblematik erarbeiten.
Mit Beschluss vom 26. November 2009 hat das Amtsgericht den Kindeseltern die elterliche Sorge für T… entzogen und den Landkreis … als Vormund bestellt. Gegen diesen Beschluss richten sich die Beschwerden beider Kindeseltern, mit der sie die Aufhebung der angefochtenen Entscheidung verfolgen. Die Kindesmutter hat seit September 2009 eine Einzeltherapie begonnen; die gemeinsame Paartherapie läuft seit Januar 2010, wie die psychologische Psychotherapeutin Frau B… in ihrer schriftlichen Stellungnahme vom 19. Mai 2010 mitgeteilt hat. Vor allem auf diese Umstände stützen sich die Kindeseltern mit der Begründung, es habe insoweit eine Verbesserung ihrer persönlichen Verhältnisse zu Gunsten des betroffenen Sohnes stattgefunden.
Der Senat hat im Rahmen der mündlichen Verhandlung die Kindeseltern, die Vertreterinnen des beteiligten Jugendamtes und das betroffene Kind T… angehört. Der bestellte Verfahrenspfleger des Kindes, M… K…, hat schriftlich Stellung genommen. Vor dem Senat hat zudem der Sachverständige W… sein Gutachten ergänzt.
Die gemäß § 621 e ZPO a. F. statthafte und in zulässiger Weise eingelegte befristete Beschwerde der Kindeseltern bleibt in der Sache ohne Erfolg. Den Kindeseltern ist zutreffend die elterliche Sorge für das betroffene Kind T… gemäß §§ 1666, 1666 a BGB entzogen worden. Daran ist auch weiterhin festzuhalten.
1. Gemäß § 1666 BGB ist eine körperliche, geistige oder seelische Kindeswohlgefährdung, die abzuwenden die Kindeseltern nicht willens oder nicht in der Lage sind, Voraussetzung für einen Entzug elterlicher Sorge. Eine Gefahr für das Kindeswohl ist eine gegenwärtige, in solchem Maße vorhandene Gefahr, dass sich bei der weiteren Entwicklung des Kindes eine erhebliche Schädigung mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt (BGH, FamRZ 1996, 1031; OLG Saarbrücken, NJW-RR 2010, 146; OLG Naumburg, OLGReport 2007, 543; OLG Hamm, FamRZ 2006, 359) und die nicht anders als durch den Entzug der elterlichen Sorge abwendbar ist. Diese Voraussetzungen sind erfüllt.
2. Das Amtsgericht hat in der angefochtenen Entscheidung zutreffend den Entzug der elterlichen Sorge zu Lasten der Kindeseltern angeordnet und sodann das Jugendamt als Vormund für das Kind bestellt. Bei T… sind starke, sich ohne weiteres als Ausdruck einer Gefährdung des Kindeswohls darstellende Verhaltensauffälligkeiten festzustellen, wie zuvor im Einzelnen ausgeführt. Diesen Auffälligkeiten haben die Kindeseltern sich nicht in ausreichendem Maße in der Vergangenheit gewidmet. Insoweit kann auf die zutreffenden Ausführungen des Amtsgerichts in der angefochtenen Entscheidung und insbesondere den erstinstanzlichen gutachterlichen Feststellungen Bezug genommen werden.
Dem haben sich die Kindeseltern nachfolgend im Rahmen des Beschwerdeverfahrens im Wesentlichen auch nicht mehr widersetzt. Bei ihren Anhörungen vor dem Senat haben sie vielmehr übereinstimmend erklärt, dass sie die aufgetretenen Probleme nunmehr – gerade unter Berücksichtigung der aufgenommenen Therapien - erkennen würden und verstärkt daran arbeiten wollen, diesen zu begegnen. Auch haben sie übereinstimmend vor dem Senat erklärt, sie sähen nunmehr ein, dass sich ihre Streitigkeiten stark auf die Entwicklung des Kindes ausgewirkt hätten, weshalb das Einschreiten des Jugendamtes bzw. der Kindertagesstätte in der Vergangenheit in Ordnung gewesen sei. Insbesondere die Kindesmutter hat dabei eigene Fehler bei der Versorgung des betroffenen Sohnes eingeräumt.
3. Trotz der beginnenden positiven Entwicklung der Kindeseltern in den letzten Monaten ist aber derzeit weiterhin an dem Entzug der elterlichen Sorge festzuhalten. Es besteht weiterhin die begründete Gefahr, dass bei einer Rückkehr von T… in den elterlichen Haushalt eine erhebliche Schädigung in der weiteren Entwicklung des Kindes mit ziemlicher Sicherheit eintreten würde.
So haben beide Kindeseltern zwar erklärt, dass ihnen die begonnenen Therapien sehr hilfreich seien. Insbesondere seien die Wutausbrüche der Kindesmutter deutlich geringer zu verzeichnen. Gleichwohl haben beide Kindeseltern eingeräumt, dass es weiterhin zu Streitigkeiten zwischen ihnen komme. Da gerade aber diese Streitigkeiten der Kindeseltern nach den überzeugenden Feststellungen des Sachverständigen eine wesentliche Ursache der kindlichen Probleme ist, ergeben sich schon hieraus erhebliche Bedenken an einer Rückführung des Sohnes in den elterlichen Haushalt, wie auch der Sachverständige vor dem Senat ausgeführt hat.
Darüber hinaus bleibt zweifelhaft, ob die Kindeseltern die volle Tragweite ihres früheren Fehlverhaltens erkannt haben. So haben sie weiterhin vor dem Senat Schuldzuweisungen gegenüber Dritten erhoben. Nachdem die Kindeseltern anfangs ihr Versagen in der Vergangenheit einräumten und Akzeptanz für die Maßnahmen der staatlichen Institutionen zeigten, haben sie dies im weiteren Verlauf ihrer Anhörung nachfolgend dahingehend relativiert, dass sie dem Jugendamt erneut ein übereiltes Handeln vorwarfen; sie hätten gar nicht so schnell reagieren können, wie das Kind ihnen entzogen worden sei . Ferner haben beide erklärt, die Ärzte und insbesondere der Urologe hätten sie viel früher darauf hinweisen müssen, dass T… zur Beobachtung in die Klinik kommen müsse. Vergleichbare Vorwürfe wurden auch gegenüber der Kindertagesstätte, deren Erkenntnisse sie erneut in Zweifel zogen, erhoben. Dem widerspricht aber, dass bereits seit 2006 ein in der Intensität zunehmender Kontakt zwischen Jugendamt bzw. sonstigen Institutionen und der Familie bestand. Insoweit kann eine mangelnde Information seitens der staatlichen Institutionen nicht feststellgestellt werden.
Ferner bleibt die Tendenz der Kindeseltern zu einer Bagatellisierung der mittlerweile zwar verminderten, aber nach wie vor fortbestehenden Verhaltensauffälligkeiten von T… erkennbar. So haben sie trotz der nachvollziehbaren Erläuterungen des Sachverständigen dazu, dass Kinder sich gerade in konfliktträchtigen Elternhäusern anders als außerhalb ihres Elternhauses verhalten, nicht akzeptieren wollen. Die von mehreren Seiten bestätigten Aggressionen im Verhalten des Kindes haben sie – wenn überhaupt – nur schwerlich akzeptiert; sie haben insoweit vielmehr erklärt, dass sich Kinder nun einmal streiten würden und dass bei Anlegung eines wie hier erfolgenden Maßstabes dann ja alle Kinder gewalttätig sein müssten.
Insoweit ist es bislang noch zu früh, um von einer derartigen Verbesserung in der familiären Situation der Kindeseltern auszugehen, dass eine Rückführung des Kindes in den elterlichen Haushalt in Frage kommt. Der Senat folgt dabei insbesondere den überzeugenden Ausführungen des Sachverständigen W…, der an seinen bereits zuvor getroffenen Feststellungen festhält. Bei der Kindesmutter hat er das Fortbestehen der histrionische Persönlichkeitsstruktur diagnostiziert, weshalb die Kindesmutter nach wie vor nur sehr eingeschränkt in der Lage ist, auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen. Eine situationsangepasste Beherrschung ihrer Gefühle konnte er bei ihr noch nicht in ausreichendem Maße feststellen. Sie sei weiterhin zu extrovertiert, was heftige Streitigkeiten weiterhin befürchten lasse. Die Kindesmutter stelle sich nach wie vor als Mittelpunkt der Familie dar; auch bei dem Senat hat sich dieser Eindruck angesichts ihrer persönlichen Anhörung eingestellt.
Die insoweit begonnene Einzel-/Paartherapie allein genügt nach den überzeugenden sachverständlichen Feststellungen jedenfalls derzeit noch nicht, da die gebotenen Therapien zum einen erst unter dem mittels des Verfahrens ausgeübten Zwang und der erfolgten Sorgerechtsentziehung begonnen worden seien und zudem erst ab etwa 50 Stunden Therapie ein Erfolg bei der Bekämpfung der histrionischen Persönlichkeitsstruktur der Kindesmutter zu erwarten ist. Vergleichbares konnte der Sachverständige auch für den Kindesvater ausführen, der sich noch immer zu stark der Persönlichkeit der Kindesmutter unterordne und nicht verinnerlicht habe, dass seine Passivität und sein mangelndes Durchsetzungsvermögen gegenüber der Kindesmutter zur Gefährdung des Kindeswohls beigetragen haben. Die Kindeseltern müssten vielmehr verinnerlichen, dass die Ursachen in dem Verhalten des Kindes sie bei sich selbst und nicht stets bei Dritten suchen dürfen.
Eine Herausnahme des betroffenen Kindes T… aus der derzeitigen Pflegefamilie und seine Rückführung in die Familie der Kindeseltern würde nach den Ausführungen des Sachverständigen, denen der Senat folgt, zu einer Verstärkung der noch immer bestehenden Probleme betreffend des Einnässens, Kotens und der Aggressionen führen. Diese aus der Vergangenheit herrührenden Auffälligkeiten seien deutliche Anzeichen dafür, dass es dem Kind bei der Herausnahme aus der Familie sehr schlecht gegangen sei.
Für den derzeitigen Verbleib des Kindes in der Pflegefamilie und die noch nicht gebotene Rückführung spricht im Übrigen auch der Inhalt der schriftlichen Stellungnahme des Verfahrenspflegers vom 24. März 2010, der sich ebenfalls für den derzeitigen Verbleib von T… in der Pflegefamilie ausgesprochen hat. Zuletzt spricht hierfür auch der bei der Anhörung durch den Senat zu Tage getretene Wille des betroffenen Kindes T…. Zwar hat T… insoweit geäußert, er vermisse die Eltern. In einer für sein Alter erstaunlichen Deutlichkeit hat T… jedoch auf die Frage, wo es ihm seiner Einschätzung nach besser gehe, spontan geäußert bei H… und auf Nachfrage des Senates zu seiner Pflegemutter, Frau H… Kz…, geschaut. Weiter erklärte T…, bei den Eltern habe ihn der häufige Streit seiner Eltern gestört, weshalb er sich dort oft (außerhalb der Wohnung) versteckt habe; ferner hat er Schläge durch die Kindesmutter kritisiert, dabei zugleich erklärt, er traue sich nicht, dies den Eltern zu sagen. All dies deutet erkennbar daraufhin, dass das Kind zumindest derzeit noch einen Ruhepunkt außerhalb der Familie benötigt.
Nach alledem hat es derzeit bei dem Entzug der elterlichen Sorge zu verbleiben. Ob in der Zukunft bei zu erhoffender fortschreitender Verbesserung in der familiären Situation eine Rückführung des Kindes möglich ist, bleibt abzuwarten. Allerdings wird angeregt, dass eine Ausweitung des derzeit nur eingeschränkt stattfindenden Umganges des Sohnes T… mit den Kindeseltern erfolgt. Dafür haben sich vor dem Senat sämtliche Beteiligte ausgesprochen.
Die Kostenentscheidung beruht auf § 97 Abs. 1 ZPO. Der Beschwerdewert folgt aus §§ 30 Abs. 2, Abs. 3, 131 Abs. 2 KostO. Gründe, die Rechtsbeschwerde gem. § 621e Abs. 2 ZPO a.F. zuzulassen, liegen nicht vor.
http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/portal/t/1tgc/bs/10/page/sammlung.psml?doc.hl=1&doc.id=JURE100063948%3Ajuris-r00&documentnumber=43&numberofresults=6715&showdoccase=1&doc.part=L&paramfromHL=true#focuspoint
Aktenzeichen: 9 UF 92/09
Auf die befristete Beschwerde des Kindesvaters wird die Umgangsregelung zu Ziffer 2. des Beschlusses des Amtsgerichts Bad Liebenwerda vom 22. Juni 2009 – Az. 22 F 330/07 – unter Zurückweisung des weitergehenden Rechtsmittels wie folgt ergänzt:
Kann ein Umgangstermin vom Kindesvater aus triftigen Gründen nicht wahrgenommen werden, so wird der Umgangskontakt innerhalb von sechs Wochen nach diesem ausgefallenen Termin nachgeholt. Der Kindesvater ist verpflichtet, die SOS Erziehungs- und Familienberatungsstelle … unverzüglich (fernmündlich vorab) über die die Umgangsausübung hindernden Gründe zu unterrichten und diese sodann durch geeignete Unterlagen glaubhaft zu machen.
Auch Umgangstermine, die aus im Verantwortungsbereich der Familienberatungsstelle … liegenden Gründen nicht zur Durchführung gelangen können, sind innerhalb von sechs Wochen nachzuholen.
Es verbleibt bei der erstinstanzlichen Kostenentscheidung. Das Beschwerdeverfahren ist gerichtskostenfrei; außergerichtliche Kosten werden nicht erstattet.
Mit dem angefochtenen Beschluss, auf den zur näheren Sachverhaltsdarstellung verwiesen wird, hat das Amtsgericht den Umfang und die Ausübung des Umgangsrechts der Eltern mit ihren oben genannten minderjährigen Kindern, die in einem SOS-Kinderdorf in … leben, gemäß §§ 1684 Abs. 3 und 4 BGB geregelt: Wie im Tenor des Beschlusses im Einzelnen ausgeführt, sind die jeweils vorzubereitenden und anschließend auszuwertenden Besuchskontakte in Abständen von drei Monaten für jeweils insgesamt zwei Stunden unter Aufsicht von Mitarbeitern der SOS Erziehungs- und Familienberatungsstelle in … durchzuführen. Mit seiner hiergegen gerichteten Beschwerde erstrebt (allein) der Kindesvater eine Regelung, die einen häufigeren, nach seinen Vorstellungen monatlichen, Umgang mit den Kindern ermöglicht. Er hält die – ansonsten nicht angegriffene - Regelung für nicht zufrieden stellend, weil zu befürchten sei, dass die Kinder ihm dadurch entfremdet würden, zumal eine Nachholung ausgefallener Umgangstermine ausgeschlossen sei. Demgegenüber verteidigt das Jugendamt des Landkreises … als Sorgerechtsinhaber für die Teilbereiche Aufenthaltsbestimmung, Gesundheitsfürsorge, Beantragung von Hilfen nach dem KJHG und Umgangsregelung mit Dritten die angefochtene Entscheidung.
Die befristete Beschwerde des Kindesvaters ist gemäß §§ 621e, 621 Abs. 1 Nr. 2, 517 ff. ZPO zulässig. In der Sache selbst hat das Rechtsmittel jedoch nur teilweise Erfolg.
Dem Kindesvater ist zuzugeben, dass sein grundsätzlich bestehendes Umgangsrecht (§ 1684 Abs. 1 BGB) durch die in der angefochtenen Entscheidung geregelten Modalitäten der Umgangsausübung erheblich eingeschränkt ist. Entgegen der Auffassung des Kindesvaters gebietet jedoch das Kindeswohl, das einziger Maßstab für den Ausschluss oder etwaige Beschränkungen in der persönlichen Umgangsausübung ist, die § 1684 Abs. 4 BGB für den Fall einer sonst drohenden Gefährdung des Wohls der Kinder ausdrücklich vorsieht, die hier im Einzelnen angeordneten Einschränkungen. Im Ergebnis der sorgfältigen Ermittlungen des Amtsgerichts und im Lichte der in tatsächlicher Hinsicht letztlich unstreitigen weiteren Entwicklungen seit Erlass der angefochtenen Entscheidung stellt sich die vom Amtsgericht gefundene Regelung, insbesondere zur Häufigkeit und näheren Ausgestaltung der einzelnen Umgangskontakte, als die im Grundsatz zurzeit beste Lösung dar (a), die deshalb nur zu modifizieren war, soweit die Nachholung ausgefallener Umgangskontakte überhaupt nicht vorgesehen war (b).
Der Senat folgt zunächst den zutreffenden und vom Kindesvater selbst auch nicht in Zweifel gezogenen Ausführungen des Amtsgerichts, dass das Umgangsrecht nach den überzeugenden Ausführungen des Sachverständigen zum Schutz der Kinder vor Situationen, die einen Loyalitätskonflikt hervorrufen, in beaufsichtigter Form und verbunden mit einer fachlich begleiteten Vor- und Nachbereitung auszuüben ist. Die zeitliche Ausdehnung von 30 Minuten für jedes Kind entspricht den elterlichen Fähigkeiten und mit Blick auf die – durch den Umzug von H… nach D… im Laufe des Beschwerdeverfahrens zudem noch gewachsene Entfernung zum Wohnort des Kindesvaters - letztlich auch dessen organisatorischen Möglichkeiten. Der Senat teilt im Übrigen die Einschätzung des Amtsgerichts, dass trotz anderweitiger Äußerungen des Vaters auch er im Grunde weiterhin der Auffassung ist, dass die Fremdunterbringung der Kinder nicht gerechtfertigt sei, was nicht nur der dringend erforderlichen kooperativen Einstellung zu den Mitarbeitern des Kinderdorfes entgegensteht, sondern insbesondere auch die Kinder in Loyalitätskonflikte stürzt, weil beide Eltern – entgegen der aus § 1684 Abs. 2 BGB erwachsenden Verpflichtung dahin, alles zu unterlassen, was das Verhältnis der Kinder zu ihren Hauptbezugspersonen im Kinderdorf beeinträchtigt und deren Erziehung erschwert - in Konkurrenz zu den Erziehern elterliche Autorität auszuleben versuchten. Bei dieser Sachlage kann das Umgangsrecht nur die Funktion haben, einen völligen Kontaktabbruch zu verhindern. Auf die diese Einschätzung – auch und gerade in Bezug auf den Kindesvater - tragende nähere Begründung in der angefochtenen Entscheidung wird zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen Bezug genommen.
Richtig ist, dass ein nur einmal im Quartal stattfindender persönlicher Umgangskontakt an der unteren Grenze dessen angesiedelt ist, was zur Vermeidung einer nachhaltigen Entfremdung zwischen Elternteil und Kind erforderlich ist. Im konkreten Fall ist aber nicht nur den vom Amtsgericht überzeugend beschriebenen Loyalitätskonflikten durch eine entsprechende Reglementierung der Umgangsausübung wirksam zu begegnen. Besondere Bedeutung für die konkrete Ausgestaltung des Umgangsrechtes unter Kindeswohlgesichtspunkten ist daneben dem Umstand beizumessen, dass ein regelmäßiger persönlicher Umgang tatsächlich sichergestellt werden kann/muss. Die Kinder und hier an erster Stelle St…, der in der mündlichen Anhörung vor dem Amtsgericht ausdrücklich mehr Kontakte gewünscht und insbesondere mehr Aufmerksamkeit (der Eltern) gerade auch für seine Person eingefordert hat, haben für den jeweils anstehenden Umgangstermin naturgemäß die konkrete Erwartung, dass dieser stattfindet und sie sich mit Mutter bzw. Vater über ihre Erlebnisse austauschen, auch Probleme ansprechen oder einfach nur spielerisch das Zusammensein mit dem jeweiligen Elternteil genießen und Zuwendung erfahren können. Das Ausfallen eines oder gar mehrerer der ohnehin wenigen Umgangskontakte geht naturgemäß mit einer Enttäuschung einher, die umso größer ist, wenn für – zumal kurzfristige – Absagen eines Elternteils nicht einmal plausible Gründe vorliegen. Es liegt nahe, dass Kinder ein solches Verhalten der Eltern letztlich dahin interpretieren, dass die Eltern kein Interesse mehr an ihnen haben mit der Folge, dass ihr Selbstwertgefühl negativ beeinflusst wird und sie in ihrer – ohnehin durch die begründete Inobhutnahme und mehrere erlebte Beziehungsabbrüche – gestörten seelischen Entwicklung weiter erheblich beeinträchtigt werden. Die Kinder benötigen weiterhin dringend Stabilität und sind darauf angewiesen, dass die Bezugspersonen in ihrem persönlichen Umfeld sich als verlässlich erweisen. Die Kinder erleben ihre Eltern bzw. hier konkret den Kindesvater als unzuverlässig und nehmen Absagen von Umgangsterminen aus nichtigen Gründen – ohne Weiteres nachvollziehbar - als Gleichgültigkeit ihnen gegenüber wahr. Es liegt auf der Hand, dass sie durch solche – zumal wiederholte - Erlebnisse emotional tief verletzt und psychisch destabilisiert werden. Die Umgangsgestaltung zwischen Eltern und in der Obhut Dritter lebender Kinder ist aber zwingend so auszugestalten, dass die Kinder dadurch keinen Schaden in ihrer weiteren Entwicklung nehmen. Im Streitfall heißt das, dass persönlicher Umgang zwischen Kindern und Vater nur dann dem Kindeswohl dienlich sein kann, wenn die Durchführung verlässlich sichergestellt wird. Es mag schon zweifelhaft erscheinen, ob nicht aufgrund der Ereignisse der letzten Monate an eine weitergehende Beschränkung des Umgangsrechtes zu denken ist; jedenfalls ist eine Verkürzung der Besuchsintervalle zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus Gründen des Kindeswohls nicht vertretbar. Erst wenn über einen längeren Zeitraum eine konsequente Umsetzung der hier getroffenen Regelung festgestellt werden kann, kann eine Ausdehnung der Umgangskontakte in Betracht zu ziehen sein.
Hier ist zuallererst der Kindesvater gefordert, der seiner besonderen Verantwortung insoweit tatsächlich nicht gerecht geworden ist. Die Ereignisse um die Umgangsausübung seit Verkündung der angefochtenen Entscheidung zeigen ganz deutlich, dass der mit der Beschwerdebegründung erhobene Vorwurf, ihm sei „überhaupt keine Chance gegeben (worden), (…) zu beweisen, dass ein ordnungsgemäßer Umgang möglich ist“, einer tragfähigen tatsächlichen Grundlage entbehrt. Entgegen der Darstellung in der Beschwerdebegründung finden sich – über die durch überzeugende sachverständige Feststellungen getragenen und nachvollziehbaren Ausführungen des Amtsgericht hinaus – weitere greifbare tatsächliche Anhaltspunkte, die nachhaltige Zweifel an der behaupteten Veränderungsbereitschaft und –fähigkeit des Kindesvaters einerseits begründen und andererseits insbesondere Bedenken gegen die Zuverlässigkeit des Kindesvaters „in Wort und Tat“ rechtfertigen. In der Konsequenz wird der Kindesvater tatsächlich zunächst zu beweisen haben, dass er ernstlich und nachhaltig an der Aufrechterhaltung von Kontakten zu seinen Kindern interessiert ist und alles ihm Mögliche und Zumutbare hierfür tun wird. Diesen „Beweis“ ist der Kindesvater bislang schuldig geblieben. Im Einzelnen:
Der Kindesvater ist in Bezug auf die von ihm so herausgestellte Veränderungsbereitschaft über „Lippenbekenntnisse“ bisher nicht erkennbar hinausgekommen. Es liegt auf der Hand, dass jemand, der selbst noch keine familiäre und/oder beruflich gefestigte Lebenssituation gefunden hat, Schwierigkeiten hat, sich seinerseits als uneingeschränkt verlässlich zu erweisen. Schon die in der Beschwerdebegründung so besonders hervorgehobene positive Sozialprognose im Zusammenhang mit seiner vorzeitigen Haftentlassung mag zwar in Bezug auf eine etwaige neuerliche Straffälligkeit des Kindesvaters sachlich zutreffend sein. Die hierfür in dem – antragsgemäß beigezogenen - Beschluss des Landgerichts Cottbus vom 29. April 2009 (Bl. 664 ff. GA) angegebenen Anknüpfungspunkte, nämlich die sich abzeichnende berufliche Perspektive einerseits („aller Wahrscheinlichkeit nach in Form einer Fortbildungsmaßnahme als Flugzeuglackierer“) und die „glaubhaft vermittelte Verantwortungsbereitschaft für das Wohl seiner Kinder“ waren – dies zeigt die weitere Entwicklung – jedenfalls nicht tragfähig. Der Kindesvater hat entgegen der Darstellung in der Beschwerdebegründung ersichtlich nicht „an einer 2-jährigen Umschulungsmaßnahme zum Facharbeiter für Lager und Logistik bei der D… teilgenommen“; er hat tatsächlich bisher beruflich nicht Tritt gefasst, was das von ihm eingeforderte Vertrauen in seine „sicheren“ Ankündigungen nicht nur in diesem Zusammenhang erheblich reduziert. Außerdem wurde noch mit Schriftsatz vom 27. Mai 2009 die seinerzeitige Lebenspartnerin M… K… als stabilisierender Faktor im persönlichen Bereich und möglicher Umgangsbegleiter vorgestellt; inzwischen – man weiß nicht genau, wann – hat der Kindesvater eine Frau W… geheiratet, mutmaßlich Frau B… W…, die Mutter des aus dieser Beziehung schon im Jahre 2004 hervorgegangenen gemeinsamen Kindes L… W…. Er hat zudem das in seinem Alleineigentum stehende Hausgrundstück verlassen und ist nach D… verzogen; Näheres ist nicht bekannt. Die Annahme gewachsener und dauerhaft stabiler Lebensverhältnisse, aus der Vertrauen in die Zuverlässigkeit des Kindesvaters geschöpft werden könnte, ist bei dieser Sachlage jedenfalls noch nicht gerechtfertigt.
Der Senat vermag auch nicht die Auffassung des Kindesvaters zu teilen, dass das Amtsgericht Meißen ihm (und wohl seiner jetzigen Frau) in dem dortigen Sorgerechtsverfahren betreffend den auch in Obhut Dritter befindlichen L… W… bescheinigt habe, dass „ein Entzug der elterlichen Sorge (…) aufgrund der Kooperationsbereitschaft (des Kindesvaters) nicht zu rechtfertigen ist“. In dem von ihm in Bezug genommenen Beschluss vom 25. Juli 2008 (Bl. 619 ff. GA) ist vielmehr ausgeführt, dass sich hinsichtlich der Kooperationsbereitschaft des – ausdrücklich erziehungsunfähigen – Kindesvaters keine gegenteiligen Feststellungen treffen ließen und sich nicht widerlegen ließe, dass er bei Kenntnis den vom Jugendamt vorgeschlagenen Maßnahmen „seine Zustimmung unverzüglich erteilt und im entsprechenden Umfang mitgewirkt haben würde“. Uneingeschränkt positive Feststellungen über eine (auch aktive) Mitwirkungsbereitschaft werden anders formuliert. All das sind zwar nur Anhaltspunkte, denen allerdings im Rahmen der hier vorzunehmenden Gesamtwürdigung von Person und Verhalten des Kindesvaters in der Summe schon einiges Gewicht beizumessen ist.
Ganz entscheidend ist hier der Umstand, dass der Kindesvater aus – nach Überzeugung des Senates - fadenscheinigen Gründen die ihm mit der angefochtenen Entscheidung eingeräumten Umgangstermine ganz überwiegend nicht wahrgenommen und damit gezeigt hat, dass es an der – aus Gründen des Kindeswohls dringend erforderlichen - Zuverlässigkeit bisher jedenfalls fehlt.
So hat der Kindesvater, der vor dem Amtsgericht die dringende Wiederaufnahme der am 5. März 2009 zunächst abgebrochenen persönlicher Umgangskontakte angemahnt hatte, den vom Jugendamt kurzfristig für den 10. Juli 2009 angebotenen Termin für ein Hilfeplangespräch, das nach dem angefochtenen Beschluss zwingende Voraussetzung für die Durchführung der im Übrigen festgelegten Umgangstermine sein sollte, am 7. Juli 2009 fernmündlich („aus Zeitgründen bzw. aus finanziellen Gründen“) abgesagt, obwohl im ein neuer Termin erst für September 2009 in Aussicht gestellt werden konnte, was den Wegfall des an sich im August vorgesehenen Umgangstermins zur Folge hatte. Nachdem sodann das Hilfeplangespräch am 18. September 2009 durchgeführt worden ist, der erste persönliche Kontakt am 6. November 2009 also hätte stattfinden können und sollen, hat der Kindesvater diesen nach den – auf entsprechenden Informationen der Familienberatungsstelle fußenden - Angaben des Jugendamtes im Bericht vom 9. November 2009 abgesagt, da er kein Geld habe (vgl. Bl. 677 GA).
Eine solche Begründung ist für sich betrachtet schon kein nachvollziehbarer Grund für eine Absage eines von nur vier Besuchsterminen im Jahr. Die Termine stehen lange im Voraus fest, so dass sich der Kindesvater auch bei beengten finanziellen Möglichkeiten darauf einstellen und entsprechende Mittel vorhalten kann. Im Übrigen müsste sich der Kindesvater fragen lassen, wie er ernstlich die Wahrnehmung monatlicher Umgangstermine fordern kann, wenn er schon nicht in der Lage ist, vier Termine jährlich sicherzustellen.
Soweit der Kindesvater in Schriftsatz vom 7. Mai 2010 als Grund für den „plötzlichen“ finanziellen Engpass ausführt, die ARGE habe „aufgrund der Arbeitsaufnahme am 15.11.2009 für den Monat November keine Zahlungen mehr“ geleistet, ist dies schlicht unglaubhaft. Eine ordnungsgemäße Zusammenarbeit mit der ARGE unterstellt, hätte diese selbstverständlich taggenau bis zur Arbeitsaufnahme die dem Kindesvater zustehenden Leistungen erbracht. Der Senat weiß im Übrigen aus einer Vielzahl von Unterhaltsverfahren, dass Leistungsbescheide regelmäßig einen längeren Zeitraum erfassen und im Falle der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in aller Regel nachträglich abgeändert werden. Die Ausführungen des Kindesvaters sind deshalb schon nicht plausibel. Es kommt hinzu, dass die Vertreter des Jugendamtes im Anhörungstermin am 19. Mai 2008 darauf hingewiesen hatten, dass die Eltern möglicherweise beim Jugendamt um Fahrtkostenerstattung nachsuchen könnten für den hier vorliegenden Fall, dass die Kinder nicht in den elterlichen Haushalt beurlaubt werden können (Bl. 218 GA). Mag diese Möglichkeit auch heute aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht mehr bestehen, so ist jedenfalls festzustellen, dass der Kindesvater ernstliche Bemühungen um die Realisierung dieses ersten – auch für die Kinder entsprechend wichtigen - Umgangstermins nach längerer Zeit nicht unternommen, jedenfalls nicht glaubhaft gemacht hat. Im Übrigen bestand danach schon überhaupt kein Grund, den Besuch erst unmittelbar am festgelegten Umgangstag abzusagen.
Nach der – insoweit unwidersprochen gebliebenen - Darstellung des Jugendamtes in dem Bericht vom 25. März 2010 hat der Kindesvater sodann am 1. Februar 2010 fernmündlich den „heutigen“ Umgangstermin abgesagt. Es ist – bezogen auf das behauptete nachhaltige Interesse an der Durchführung und hier erstrebten Intensivierung der Umgangskontakte - schon sehr befremdlich, wenn der Kindesvater in diesem Telefonat sachlich zutreffend darauf aufmerksam gemacht werden musste, dass nicht etwa „heute“, sondern erst am 5. Februar 2010 der nächste Umgang stattfinden solle. Nachdem der Kindesvater sodann am 1. Februar 2010 sein Kommen für den 5. Februar 2010 ausdrücklich angekündigt hatte, hat er gleichwohl und erst am Morgen des vorgesehenen Umgangstages diesen Termin unter Hinweis darauf, dass ihm sein Chef nicht frei gegeben habe, abgesagt, so die – glaubhaften – Angaben des Jugendamtes (Bl. 693 GA).
Soweit der Kindesvater in der Erwiderung vom 7. Mai 2010 demgegenüber anführt, er habe diesen Termin „aus finanziellen Gründen“ abgesagt, ist dies zum einen unglaubhaft und zum anderen nicht überzeugend. Es ist kein Grund vorgetragen oder sonst ersichtlich, weshalb das Jugendamt bzw. das vom Kindesvater kontaktierte Kinderdorf sich mit „arbeitsbedingt nicht möglich“ einen „Entschuldigungsgrund“ ausdenken sollte, obwohl der Kindesvater selbst (erneut) finanzielle Gründe für sein Nichterscheinen angeführt haben soll/will. Dann aber ist es – im Zusammenhang mit der Frage nach der Zuverlässigkeit des Kindesvaters – wiederum bedenklich, wenn dieser mit dem Hinweis auf die Arbeitsstelle einen Grund angegeben hat, der objektiv nicht vorlag, weil das Arbeitsverhältnis seinen eigenen Angaben in dem Schriftsatz vom 7. Mai 2010 zufolge bereits im Januar 2010 beendet worden war.
Selbst wenn es hier aber ein Missverständnis gegeben und der Kindesvater den Termin am 5. Februar 2010 tatsächlich aus finanziellen Gründen abgesagt haben sollte, liegt darin jedenfalls kein überzeugender Entschuldigungsgrund. Da der Kindesvater seinen – insoweit nachvollziehbaren und glaubhaften - Angaben zufolge das Arbeitsentgelt jeweils zum Monatsende für den abgelaufenen Monat erhalten hat, drängt sich die Frage auf, woraus Anfang Februar 2010 und zudem so plötzlich, dass erneut erst am Morgen des vorgesehenen Umgangstages der Besuch abgesagt werden konnte, ein nicht zu überbrückender finanzieller Engpass erwachsen sein soll.
Aus alledem ergibt sich, dass der Kindesvater von den für ihn vermeintlich so wichtigen vier potenziellen Umgangsterminen seit Verkündung der angefochtenen Entscheidung die ersten drei Besuchskontakte mit wenig plausiblen Gründen - nach Ansicht des Senates schlicht fadenscheinigen Ausreden – ganz kurzfristig hat ausfallen lassen, ohne sich darum zu kümmern, wie die Kinder mit dieser Enttäuschung zurechtkommen. Es ist auch weder vorgetragen noch sonst ersichtlich, dass der Kindesvater sich im Kinderdorf etwa telefonisch nach dem Befinden seiner Kinder erkundigt oder durch briefliche Kontakte den Zeitraum zum nächsten Besuch verkürzt und mit diesen leicht zu realisierenden Maßnahmen seiner Befürchtung einer drohenden Entfremdung entgegengewirkt hätte. Tatsächlich ergibt sich aus der Stellungnahme des Kinderdorfes vom 27. August 2009 (Bl. 646 ff. GA), dass nach dem 11. März 2009 keine Anrufe des Kindesvaters zu verzeichnen waren. Bei dieser Sachlage kann der Senat das vom Kindesvater so betonte Bemühen um Einhaltung schon der nur wenigen Besuchstermine nicht erkennen. Es erscheint danach immerhin nicht ganz fern liegend, dass die – auf Nachfrage des Senates vom Jugendamt fernmündlich bestätigte – Wahrnehmung des jüngsten Umgangstermins am 7. Mai 2010 weniger einem nachhaltigen Sinneswandel des Kindesvaters als dem Druck dieses Verfahrens, in dem der Senat mit Verfügung vom 29. März 2010 (Bl. 692 GA) seine vorläufige Auffassung dahin, dass das Rechtsmittel keine Erfolgsaussichten (mehr) genießen dürfte, deutlich zu erkennen gegeben hatte. Jedenfalls kann die einmalige – nach Mitteilung des Jugendamtes ohne besondere Vorkommnisse, mit anderen Worten durchaus gewinnbringend für die Kinder verlaufene - Durchführung eines Umgangstermins die vorstehend im Einzelnen angeführten Bedenken gegen eine derzeitige Ausweitung der Umgangskontakte nicht ausräumen.
Der Senat teilt allerdings die Auffassung des Kindesvaters, dass der generelle Ausschluss von Ersatzterminen den berechtigten Interessen der Kinder nicht gerecht wird.
Das – den bindenden Maßstab für die Ausgestaltung der Umgangsregelung setzende – Kindeswohl gebietet es im Streitfall vielmehr geradezu, Ersatztermine zu realisieren, wenn einzelne Besuchskontakte aus nicht im Verantwortungsbereich des Kindesvaters liegenden Gründen nicht stattfinden können. So wenig aus den oben genannten Gründen etwa der pauschale Hinweis auf finanzielle Engpässe oder der ebenso pauschale wie vage Verweis auf „den Chef“ – tatsächlich wird sich der Kindesvater bei bestehendem Arbeitsverhältnis um die Gewährung von Urlaub zur Realisierung der Umgangstermine bemühen müssen - ein hinreichender Entschuldigungsgrund sein können, so wenig ist es aber auch gerechtfertigt, einen etwa wegen einer erheblichen Erkrankung oder vergleichbar schwer wiegenden, vom Kindesvater nicht zu beeinflussenden Umständen, abgesagten Besuchskontakt ersatzlos in Wegfall geraten zu lassen. Dies gilt umso mehr, wenn ein Termin etwa aus im Bereich der die Aufsicht und Vor- und Nachbereitung der Besuche verantwortenden Mitarbeiter der Familienberatungsstelle liegenden Gründen abgesagt werden muss.
Es gilt im Interesse der Kinder vielmehr, die – auch nach den Ausführungen des Sachverständigen im Anhörungstermin am 22. Juni 2009 gerade noch erträglich großen - Abstände zwischen einzelnen persönlichen Kontakten nicht dadurch zu vergrößern, dass ohne Rücksicht auf den Grund der Absage einzelne Termine ersatzlos wegfallen. Um der angesichts der ohnehin geringen Häufigkeit bei Wegfall einzelner Termine natürlich latent vorhandenen Gefahr einer nachhaltigen Entfremdung zwischen Vater und Kindern wirksam zu begegnen, war daher die im Tenor angeführte Ersatzregelung zu treffen. Diese Regelung stellt vor dem Hintergrund des bisher nur unzureichend bemühten Verhaltens des Kindesvaters sicher, dass nur in begründeten und durch geeignete Belege (ärztliches Attest; schriftliche Bestätigung des Arbeitgebers, dass aus betrieblichen Gründen kein Urlaub gewährt werden konnte o.ä.) zu untermauernden Fällen eine Nachholung in Betracht kommt, und dies auch nur, wenn die Absage jeweils ohne schuldhaftes Zögern erfolgt. Auf der anderen Seite wird mit der weiträumigen Frist von sechs Wochen sichergestellt, dass das „Hindernis“ in dieser Zeit beseitigt ist. Zudem bleibt den Mitarbeitern der Familienberatungsstelle hinreichend Zeit, den Ersatztermin zu organisieren.
Eine Kostenentscheidung nach § 13 a Abs. 1 Satz 1 FGG ist nicht veranlasst. Im Übrigen beruht die Kostenentscheidung auf § 131 Abs. 3 KostO.
http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/portal/t/1ut3/bs/10/page/sammlung.psml?doc.hl=1&doc.id=JURE100063237%3Ajuris-r03&documentnumber=54&numberofresults=6715&showdoccase=1&doc.part=L&paramfromHL=true#focuspoint