Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20154/08
Timestamp: 2019-01-23 16:48:29
Document Index: 93995331

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 22', '§ 91', '§ 22', '§ 24', '§ 91', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 3', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.02.2010 - I ZR 154/08 - dejure.org
§§ 22, 24 HGB; § 91a ZPO
Irreführung durch Bestandteil "Bundes” in Firmenbezeichnung
Kostenentscheidung: Erledigung der Hauptsache im Verfahren der Nichtzulassungsbeschwerde
Mögliches Vorliegen irreführender Bezeichnungen durch die Verwendung des Wortteils "Bundesdruckerei" bei privatisierten ehemaligen Unternehmen des Bundes
Bezeichnung "Bundesdruckerei" im Firmennamen irreführend
HGB § 22; HGB § 24; ZPO § 91a
"Firmenbestandteil "Bundes-""
Verfahrensrecht - Erledigung; Bezeichnung als "Bundesdruckerei" irreführend
Zur Frage, wann eine Irreführung durch Meinungsumfragen belegt ist
Zu der Frage, wann eine Irreführung durch eine Meinungsumfrage belegt ist
Verwendung "Bundesdruckerei" in Firmenname wettbewerbsrechtliche Irreführung
Bezeichnung "Bundes": in Firmenname irreführend
LG München I, 17.09.2003 - 1 HKO 13061/03
OLG München, 08.07.2004 - 29 U 5133/03
OLG München, 19.06.2008 - 29 U 5133/03
Dabei ist der mutmaßliche Ausgang des Beschwerde- und gegebenenfalls des Revisionsverfahrens zu berücksichtigen (BGH, Urteil vom 11. Februar 2010 - I ZR 154/08, WRP 2010, 759 Rn. 8 mwN.).
Die Erledigung der Hauptsache kann noch in der Rechtsmittelinstanz (vgl. BGH, Beschluss vom 11. Februar 2010 - I ZR 154/08, WRP 2010, 759 Rn. 8 - Bundesdruckerei, mwN), auch noch während des Rechtsbeschwerdeverfahrens erklärt werden (BGH…, Beschluss vom 25. Januar 2007 - V ZB 125/05, NJW 2007, 2993 Rn. 6 ff.).
In diesem Zusammenhang ist auch erheblich, dass es nach den zu "Bundesdruckerei" (vgl. BGH, Urteil vom 29. März 2007 -Az. I ZR 122/04 GRUR 2007, 1079; nachfolgend OLG München, Urteil vom 19. Juni 2008, Az. 29 U 5133/03 -Nichtzulassungsbeschwerde ist anhängig unter dem Az. I ZR 154/08) entwickelten Grundsätzen sogar wettbewerbswidrig (§§ 3, 5 Abs. 1 UWG) wäre, die Bezeichnung "Stadtwerke" ohne eine Trägerschaft durch eine Kommune zu verwenden.
Der Bundesgerichtshof und ihm nachfolgend das Oberlandesgericht München sahen einen Wettbewerbsverstoß durch Irreführung nach §§ 3, 5 Abs. 1 UWG darin, dass die Geschäftsbezeichnung "Bundesdruckerei" geeignet ist, bei den Marktteilnehmern unzutreffende Vorstellungen über die geschäftlichen Verhältnisse hervorzurufen (…BGH, Urt. v. 29. März 2007 - I ZR 122/04, GRUR 2007, 1079;… nachfolgend OLG München, Urt. v. 19. Juni 2008 - 29 U 5133/03; BGH, Beschl. v. 11. Februar 2010 - I ZR 154/08, WRP 2010, 759).