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Timestamp: 2018-03-20 06:17:32
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GMS | GMDS 2012: 57. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (GMDS) | Konzeptentwicklung einer bürgerorientierten Darstellung von standardisierten (Transfer-) Dokumenten auf Basis der HL7 Clinical Document Architecture Release 2 innerhalb der elektronischen Patientenakte gemäß §291a SGB V
Konzeptentwicklung einer bürgerorientierten Darstellung von standardisierten (Transfer-) Dokumenten auf Basis der HL7 Clinical Document Architecture Release 2 innerhalb der elektronischen Patientenakte gemäß §291a SGB V
Björn Sellemann - Universitätsmedizin Göttingen, Deutschland
Daniel Flemming - Hochschule Osnabrück, Deutschland
Ursula Hübner - Hochschule Osnabrück, Deutschland
GMDS 2012. 57. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS). Braunschweig, 16.-20.09.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12gmds061
doi: 10.3205/12gmds061, urn:nbn:de:0183-12gmds0617
© 2012 Sellemann et al.
Einleitung und Fragestellung: Der dokumentenbasierte Informationsaustausch in der multiprofessionellen und intersektoralen Versorgung wird in naher Zukunft immer stärker durch die im Aufbau befindliche Telematikinfrastruktur abgelöst werden. Als ein erstes Anwendungsparadigma innerhalb der Telematikinfrastruktur bietet sich somit die Nutzung strukturierter, elektronischer (Transfer-) Dokumente auf Basis der HL7 Clinical Document Architecture Release 2 (HL7 CDA) [1] an, da diese die unterschiedlichen Grade an Interoperabilität und Lesbarkeit (Mensch / Anwendungssystem) gewährleistet. Die steigende Zahl aktueller Entwicklungen von HL7 CDA- Dokumenten in Deutschland bestätigt dabei die Praxisrelevanz von strukturierten Dokumenten auf der Basis HL7 CDA [2].
Im Rahmen eines FuE-Projektes zur elektronischen Patientenakte gemäß §291a SGB V wird der Aspekt der unterschiedlichen Interoperabilitätsgrade aufgegriffen und konzeptionell die bürgerorientierte Darstellung standardisierter (Transfer-) Dokumente auf Basis HL7 CDA Rel. 2 entwickelt. Auf diese Weise sollen die zwischen den Leistungserbringern ausgetauschten Daten für den Bürger transparent dargestellt werden, um ihn stärker am Informationsaustausch zu beteiligen.
Material und Methoden: Vor diesem Hintergrund wurde eine strukturierte Literaturrecherche zu bereits national und international existierenden bzw. in der Entwicklung befindlichen (Transfer-) Dokumenten auf Basis HL7 CDA Rel. 2 durchgeführt. Im Anschluss erfolgt die Analyse und die Auswahl von mindestens einem standardisierten Dokument für die exemplarische Umsetzung im Kontext der ePA §291a SGB V. Das ausgewählte Dokument stellt den Ausgangspunkt der Konzeptentwicklung einer bürgerorientierten Darstellung auf technischer und inhaltlicher Ebene dar.
Ergebnisse: In Deutschland sind Stand April 2012 die HL7 CDA Rel. 2 (Transfer-) Dokumente „VHitG-Arztbrief“ [3], „ePflegebericht“ [4] und „ärztlicher Reha-Entlassungsbericht“ [5] konsentiert. In der Abstimmung („Digitaler Mutterpass“ [6]) oder in der Entwicklung („eWundbericht“ [7], „ePhysiotherapiebericht“ [8], „DIVI- Notaufnahmeprotokoll“ [9], „meldepflichtige Krankheiten“ [10]) befinden sich zurzeit noch weitere HL7 CDA Rel. 2 Dokumente. Aufgrund der mehrschichtigen Informationen (Pflegeprozess, soziale, sozialrechtliche, Homecare-Status und medizinische) wird der „ePflegebericht“ als primär und der „VHitG-Arztbrief“ als sekundäres HL7 CDA Rel. 2 zur exemplarischen Anwendung im Projekt diskutiert.
Diskussion: Die bisherigen Arbeiten im Projekt verdeutlichen die Schwierigkeiten des Paradigmenwechsel im Gesundheitswesen zur Patienten- und Bürgerorientierung. Die bisher konsentierten standardisierten (Transfer-) Dokumente die Verwendung im Kontext der ePA §291a SGB V finden könnten, haben die Leistungserbringer als Adressaten. Die Priorisierung der Dokumenteninhalte hinsichtlich des Informationsbedarfes des Bürgers und somit deren Darstellung, ist die Kernfrage. Diese Frage kann aber nicht innerhalb des Projektes beantwortet werden, daher wurde bei der Konzeptentwicklung der Hauptfokus auf die technische Umsetzung für die Darstellung der zur Verfügung stehenden Informationen des „ePflegeberichts“ und des „VHitG-Arztbrief“ gelegt. Die Auswahl beider HL7 CDA Rel. 2 Dokumente als exemplarische Anwendung begründet sich darin, dass Informationen aus dem „VHitG-Arztbrief“ auch Bestandteil des „ePflegeberichts“ sind, z.B. der aktuelle Medikationsplan bei Entlassung eines Patienten/Bürger aus dem Krankenhaus.
Die Zusammenführung und die bürgerorientierte Darstellung unterschiedlicher HL7 CDA Rel. 2 (Transfer-) Dokumente (z.B. „ePflegebericht“ [4], „VHitG-Arztbrief“ [3], „ärztlicher Reha-Entlassungsbericht“ [5], etc.) zu einem virtuellen multiprofessionellen Dokument innerhalb der ePA §291a SGB V mit Ergänzungsmöglichkeiten des Bürgers ist das Ziel der beschriebenen Konzeptentwicklung.
Danksagung: Das FuE Projekt „Elektronische Patientenakte – ePA II: Mehrwerte demonstrieren!“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
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Flemming D, Hübner U, Heitmann K, Oemig F, Thun S. Implementierungsleitfaden „ePflegebericht“ auf Basis der HL7 Clinical Document Architecture Release 2 für das deutsche Gesundheitswesen – draft v06. 2011. Available from: http://www.hl7.de/download/documents/epflegebericht/ePflegebericht_v60_20110215.zip [cited 14.04.2012]
HL7 Deutschland e.V. Der Ärztliche Reha-Entlassungsbericht [Internet]. 2009. Available from: http://www.hl7.de/download/documents/reha-entlassungsbericht/CDA-Leitfaden-DRV-Entlassbericht-v110.pdf [cited am 16.04.2012]
Hellmuth D; HL7 Deutschland e.V. Digitaler Mutterpass auf Basis der HL7 Clinical Document Architecture Release 2 für das deutsche Gesundheitswesen v1.10 [Internet]. 2011. Available from: http://www.hl7.de/publikationen/techdok.php [cited 23.04.2012]
Cruel E, Flemming D, Hübner U. Patientenzentriertes Informationsketten-Management zur Versorgung chronischer Wunden (eWundbericht) – Aktuelle Ergebnisse des Projektes IKM health (Informationsketten-Management zur Verbesserung der Patientenversorgung). In: 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds), 6. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi); 2011 Sep 26-29; Mainz, Deutschland. Doc11gmds451. DOI: 10.3205/11gmds451 [cited 17.04.2012]
Flemming D, Silling B, Zalpour C, Gründkemeyer A, Hübner U. Vom ePflegebericht zum ePhysiotherapiebericht – aktuelle Arbeiten. In: 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds), 6. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi); 2011 Sep 26-29; Mainz, Deutschland. Doc11gmds430, DOI: 10.3205/11gmds430 [cited 20.04.2012]
Deutsches Ärzteblatt. Neues Notaufnahmeprotokoll soll Versorgung im Krankenhaus verbessern. Deutsches Ärzteblatt. 2011;47782. Available from: http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/47782/ [cited 17.04.2012]
Schnürer M, Oemig F. Standardkonforme und datenschutzrechtlich unbedenkliche Übertragung von meldepflichtigen Krankheiten mittels CDA. TELEMED 2008 – Telematikunterstützung für neue Versorgungsformen Konzepte für regionale Telematikprojekte. Akademische Verlagsgesellschaft; 2008. p. 108-15.