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Timestamp: 2016-10-26 17:20:04
Document Index: 139047953

Matched Legal Cases: ['Art. 260', 'BGE', 'Art. 78', 'Art. 80', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 436', 'Art. 433', 'Art. 433', 'Art. 93', 'Art. 93', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 93', 'Art. 433', 'Art. 115', 'Art. 382', 'Art. 104', 'Art. 118', 'Art. 115', 'BGE', 'BGE', 'Art. 115', 'Art. 115', 'Art. 115', 'Art. 115', 'Art. 163', 'Art. 115', 'Art. 115', 'BGE', 'BGE', 'Art. 115', 'Art. 115', 'Art. 260', 'Art. 260', 'Art. 164', 'Art. 115', 'Art. 260', 'Art. 115', 'Art. 115', 'Art. 260', 'Art. 72', 'Art. 164', 'Art. 260', 'Art. 260', 'BGE', 'Art. 260', 'Art. 164', 'Art. 115', 'Art. 115', 'Art. 260', 'Art. 260', 'Art. 121', 'Art. 115', 'Art. 121', 'Art. 121', 'Art. 260', 'Art. 121', 'Art. 121', 'Art. 115', 'Art. 115', 'Art. 66', 'Art. 68']

6B_236/2014 � � Urteil vom 1. September 2014
vertreten durch Dr. Michael Werder und Sven L�scher,
Beschwerdelegitimation (Veruntreuung, ungetreue Gesch�ftsbesorgung, Urkundenf�lschung), Entsch�digung,
�A.________ wird vorgeworfen, er habe unrechtm�ssig Verm�genswerte der B.________ AG von �ber Fr. 4 Mio. auf sich und Dritte �bertragen. Dabei habe er in der Buchhaltung der B.________ AG eine falsche Verbuchung veranlasst sowie einen Kaufvertrag und mehrere Rechnungen falsch beurkundet. Ferner habe er zwei der B.________ AG von deren Vorsorgestiftung gew�hrte Darlehen �ber je Fr. 160'000.-- nicht f�r die Umsetzung eines Sozialplans, sondern f�r die Begleichung anderer Verbindlichkeiten der B.________ AG verwendet.
�Die X.________-Stiftung, die Arbeitslosenkasse des Kantons Zug (nachfolgend: Arbeitslosenkasse) und die Y.________ GmbH liessen sich im Konkurs der B.________ AG Rechtsanspr�che gegen A.________ nach Art. 260 SchKG abtreten und erstatteten im Oktober 2006 Strafanzeige gegen ihn.
�Das Strafgericht des Kantons Zug verurteilte A.________ wegen mehrfacher ungetreuer Gesch�ftsbesorgung und mehrfacher Urkundenf�lschung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten sowie einer Busse von Fr. 6'000.-- und verpflichtete ihn zur Bezahlung einer Ersatzforderung von Fr. 500'000.-- an den Staat. Von den �brigen Vorw�rfen der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung und der Urkundenf�lschung sowie den Vorw�rfen der mehrfachen Veruntreuung, des mehrfachen betr�gerischen Konkurses, der mehrfachen Gl�ubigersch�digung durch Verm�gensminderung und der Misswirtschaft sprach es ihn frei. Auf die Zivilklage der X.________-Stiftung, der Arbeitslosenkasse und der Y.________ GmbH trat es nicht ein.
�Gegen diesen Entscheid erhoben A.________, die X.________-Stiftung, die Arbeitslosenkasse sowie die Y.________ GmbH Berufung und die Staatsanwaltschaft Anschlussberufung beim Obergericht des Kantons Zug. A.________ focht einen Schuldspruch wegen Urkundenf�lschung sowie den Strafpunkt an. Die X.________-Stiftung, die Arbeitslosenkasse sowie die Y.________ GmbH beantragten, A.________ sei s�mtlicher angeklagter Delikte schuldig zu sprechen, die Ersatzforderung sei zu erh�hen und ihnen im Umfang der teilklageweise geltend gemachten Forderung zuzusprechen. Die beschlagnahmten Verm�genswerte seien bis zur vollst�ndigen Bezahlung der Ersatzforderung mit Beschlag zu belegen. Auf ihre Zivilklage sei einzutreten und sie sei gutzuheissen. Ihnen sei eine Entsch�digung f�r das erstinstanzliche Verfahren zuzusprechen.
�Das Obergericht trat auf die Berufung der X.________-Stiftung, der Arbeitslosenkasse und der Y.________ GmbH insoweit nicht ein, als sie sich gegen die Freispr�che von den Vorw�rfen der mehrfachen Veruntreuung, der mehrfachen ungetreuen Gesch�ftsbesorgung und der Urkundenf�lschung richtet. Im �brigen trat es auf die Berufung ein.
�Die X.________-Stiftung, die Arbeitslosenkasse sowie die Y.________ GmbH beantragen mit Beschwerde in Strafsachen, der obergerichtliche Beschluss sei insoweit aufzuheben, als er ihnen die Legitimation zur Berufung aberkenne. Das Obergericht sei anzuweisen, auf ihre Berufung vollumf�nglich einzutreten und ihnen f�r das obergerichtliche Verfahren eine angemessene Parteientsch�digung zuzusprechen.
Das Obergericht, die Staatsanwaltschaft und A.________ wurden beschr�nkt auf die Frage der Parteientsch�digung zur Vernehmlassung eingeladen. Das Obergericht beantragt unter Hinweis auf seine Erw�gungen im angefochtenen Beschluss, die Beschwerde sei abzuweisen. Die Staatsanwaltschaft und A.________ verzichten auf eine Vernehmlassung.
1.1.�Die Beschwerdef�hrerinnen machen geltend, die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt, soweit sie auf ihre Berufung nicht eingetreten sei. Zu dieser R�ge sind sie im bundesgerichtlichen Verfahren berechtigt. Unbek�mmert um die Legitimation in der Sache selbst kann die Verletzung von Verfahrensrechten geltend gemacht werden, deren Missachtung eine formelle Rechtsverweigerung darstellt. Zul�ssig sind R�gen formeller Natur, die von der Pr�fung der Sache getrennt werden k�nnen. Nicht zu h�ren sind R�gen, die im Ergebnis auf eine materielle �berpr�fung des angefochtenen Entscheids abzielen (BGE 138 IV 248 E. 2; 136 IV 41 E. 1.4; 136 IV 29 E. 1.9; je mit Hinweisen).
1.2.�Angefochten ist ein letztinstanzlicher kantonaler Beschluss zur Legitimation in einem strafprozessualen Berufungsverfahren. Dagegen ist die Beschwerde in Strafsachen gegeben (Art. 78 Abs. 1 und Art. 80 BGG). Soweit die Vorinstanz die Legitimation zur Berufung verneinte, beendet der Beschluss das Verfahren f�r die Beschwerdef�hrerinnen, welche teilweise aus dem Strafprozess ausgeschlossen werden. Insofern liegt somit ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG vor (vgl. BGE 128 I 215 E. 2). Die Beschwerde ist in diesem Umfang zul�ssig.
2.1.�Die Beschwerdef�hrerinnen r�gen weiter eine Verletzung von Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 433 StPO. Sie beanstanden, dass ihnen die Vorinstanz keine Parteientsch�digung zusprach.
2.2.�Die Vorinstanz trat im angefochtenen Beschluss auf die Berufung der Beschwerdef�hrerinnen insoweit ein, als sie den Freispruch vom Vorwurf des mehrfachen betr�gerischen Konkurses, eventualiter der mehrfachen Gl�ubigersch�digung durch Verm�gensminderung und der Misswirtschaft anfochten, sowie bez�glich der Antr�ge betreffend die Zivilklage, die Ersatzforderung und die Prozessumtriebsentsch�digung f�r das erstinstanzliche Verfahren. Auf den Eventualantrag des Beschwerdegegners 2, die Beschwerdef�hrerinnen seien zur Leistung einer Sicherheit f�r allf�llige Kosten und Entsch�digungen zu verpflichten, trat sie nicht ein (Urteil S. 9 f.).
Die ger�gte Verletzung von Art. 433 StPO betrifft die von den Beschwerdef�hrerinnen beantragte Entsch�digung f�r das Eintreten auf ihre Berufung und das Nichteintreten auf den Antrag des Beschwerdegegners 2 auf Bezahlungeiner Sicherheitsleistung. Insoweit geht es um Zwischenentscheide.
Die Vorinstanz verweigerte den Beschwerdef�hrerinnen eine Parteientsch�digung mit der Begr�ndung, sie h�tten ihre Forderung weder beziffert noch belegt (Urteil S. 10).
2.3.�Gegen selbstst�ndig er�ffnete Zwischenentscheide, die weder die Zust�ndigkeit noch den Ausstand betreffen, ist die Beschwerde gem�ss Art. 93 Abs. 1 BGG nur zul�ssig, wenn der Zwischenentscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (lit. a) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeif�hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten f�r ein weitl�ufiges Beweisverfahren ersparen w�rde (lit. b).
Der in einem Zwischenentscheid enthaltene Kosten- und Entsch�digungspunkt kann im Rahmen einer Beschwerde gegen den Hauptpunkt an das Bundesgericht weitergezogen werden, vorausgesetzt diese steht nach Art. 93 Abs. 1 BGG offen. Ansonsten k�nnen die Kosten- und Entsch�digungsfolgen nur gem�ss Art. 93 Abs. 3 BGG mit Beschwerde gegen den Endentscheid angefochten werden (BGE 138 III 94 E. 2.3; 135 III 329 E. 1.2; 133 V 645 E. 2.1; Urteil 6B_321/2014 vom 7. Juli 2014 E. 1.1).
2.4.�Die Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG sind klarerweise nicht erf�llt. Gegenteiliges machen die Beschwerdef�hrerinnen zu Recht nicht geltend. Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde daher, soweit sie sich gegen den vorinstanzlichen Kostenentscheid wendet. Offenzubleiben hat damit, ob die Vorinstanz die Beschwerdef�hrerinnen h�tte auffordern m�ssen, ihren Antrag auf Entsch�digung zu beziffern und zu belegen (dazu Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 1325; Mizel/R�tornaz, in: Commentaire Romand, Code de proc�dure p�nale suisse, 2011, N. 13 zu Art. 433 StPO; s.a. Urteil 6B_965/2013 vom 3. Dezember 2013 E. 3.1.2, in: SJ 2014 I S. 228).
3.1.�Die Beschwerdef�hrerinnen machen geltend, die Vorinstanz h�tte auf ihre Berufung vollumf�nglich eintreten m�ssen. Sie r�gen eine Verletzung von Art. 115 StPO.
3.2.�Jede Partei, die ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung eines Entscheids hat, kann ein Rechtsmittel ergreifen (Art. 382 Abs. 1 StPO). Partei ist namentlich die Privatkl�gerschaft (Art. 104 Abs. 1 lit. b StPO). Als Privatkl�gerschaft gilt die gesch�digte Person, die ausdr�cklich erkl�rt, sich am Strafverfahren im Straf- oder Zivilpunkt zu beteiligen (Art. 118 Abs. 1 StPO). Gesch�digt ist, wer durch die Straftat in seinen Rechten unmittelbar verletzt worden ist (Art. 115 Abs. 1 StPO).
�In seinen Rechten unmittelbar verletzt ist, wer Tr�ger des durch die verletzte Strafnorm gesch�tzten oder zumindest mitgesch�tzten Rechtsguts ist. Bei Strafnormen, die nicht prim�r Individualrechtsg�ter sch�tzen, gelten praxisgem�ss nur diejenigen Personen als Gesch�digte, die durch die darin umschriebenen Tatbest�nde in ihren Rechten beeintr�chtigt werden, sofern diese Beeintr�chtigung unmittelbare Folge der tatbestandsm�ssigen Handlung ist (BGE 139 IV 78 E. 3.3.3; 138 IV 258 E. 2.2 f.; je mit Hinweisen). Im Allgemeinen gen�gt es, wenn das von der gesch�digten Person angerufene Individualrechtsgut durch den verletzten Straftatbestand auch nur nachrangig oder als Nebenzweck gesch�tzt wird, selbst wenn der Tatbestand in erster Linie dem Schutz von kollektiven Rechtsg�tern dient. Werden indes durch Delikte, die nur �ffentliche Interessen verletzen, private Interessen bloss mittelbar beeintr�chtigt, ist der Betroffene nicht Gesch�digter im Sinne des Strafprozessrechts (BGE 138 IV 258 E. 2.3 mit Hinweisen; vgl. Niklaus Oberholzer, Grundz�ge des Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2012, Rz. 514 ff.; Mazzucchelli/Postizzi, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2011, N. 18 ff. zu Art. 115 StPO; G�rard Piquerez, Trait� de proc�dure p�nale suisse, 2. Aufl. 2006, � 70 N. 507; Jo Pitteloud, Code de proc�dure p�nale suisse, commentaire � l'usage des praticiens, 2012, N. 249 f. zu Art. 115 StPO).
3.3.1.�Wie die Vorinstanz zutreffend ausf�hrt, gilt bei Straftaten gegen den Verm�genswert der Inhaber des gesch�digten Verm�gens als gesch�digte Person. Bei Verm�gensdelikten zum Nachteil einer Aktiengesellschaft sind weder die Aktion�re noch die Gesellschaftsgl�ubiger unmittelbar verletzt (vgl. Urteil 6B_680/2013 vom 6. November 2013 E. 3; Mazzucchelli/Postizzi, a.a.O., N. 56 zu Art. 115 StPO; vgl. zur ungetreuen Gesch�ftsbesorgung Oberholzer, a.a.O., Rz. 518).
�Die Beschwerdef�hrerinnen als Gl�ubigerinnen der B.________ AG sind hinsichtlich der Vorw�rfe der Veruntreuung und der ungetreuen Gesch�ftsbesorgung nicht als Gesch�digte im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO anzusehen.
3.3.2.�Gesch�tztes Rechtsgut der Konkursdelikte gem�ss Art. 163 ff. StGB ist das Verm�gen der Gl�ubiger des Gemeinschuldners (Mazzucchelli/Postizzi, a.a.O., N. 60 zu Art. 115 StPO). Hinsichtlich des Vorwurfs des mehrfachen betr�gerischen Konkurses sowie der Eventualvorw�rfe der mehrfachen Gl�ubigersch�digung durch Verm�gensminderung und der Misswirtschaft gelten die Beschwerdef�hrerinnen, wie die Vorinstanz zutreffend erw�gt, als Gesch�digte im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO.
3.3.3.�Urkundendelikte sch�tzen in erster Linie die Allgemeinheit. Gesch�tztes Rechtsgut ist das besondere Vertrauen, welches im Rechtsverkehr einer Urkunde als Beweismittel entgegengebracht wird (BGE 137 IV 167 E. 2.3.1 mit Hinweisen). Daneben k�nnen auch private Interessen unmittelbar verletzt werden, falls die Urkundenf�lschung auf die Benachteiligung einer bestimmten Person abzielt (BGE 119 Ia 342 E. 2b; Urteil 6B_496/2012 vom 18. April 2013 E. 5.2; je mit Hinweisen; Oberholzer, a.a.O., Rz. 517; Mazzucchelli/Postizzi, a.a.O., N. 73 zu Art. 115 StPO; Camille Perrier, in: Commentaire romand, Code de proc�dure p�nale suisse, 2011, N. 11 zu Art. 115 StPO; Piquerez, a.a.O., � 70 N. 507 S. 330).
�Die Vorinstanz stellt fest, die Staatsanwaltschaft werfe dem Beschwerdegegner 2 vor, im Kaufvertrag zwischen der B.________ AG und der C.________ AG den massgebenden Wert der Warenvorr�te falsch angegeben zu haben. Der im Vertrag festgehaltene Warenwert von Fr. 800'000.-- habe unter dem effektiven Lagerwert von mindestens Fr. 2.2 Mio. gelegen. Gem�ss Anklagesachverhalt habe die Urkundenf�lschung auf die Benachteiligung der B.________ AG abgezielt. Die Vorinstanz erw�gt zutreffend, die Beschwerdef�hrerinnen seien nicht unmittelbar in ihren Rechten verletzt, weil die dem Beschwerdegegner 2 vorgeworfene Urkundenf�lschung nicht ihre, sondern die Rechtsg�ter der B.________ AG beeintr�chtigt.
3.4.1.�Die Beschwerdef�hrerinnen r�gen, als Abtretungsgl�ubigerinnen nach Art. 260 SchKG seien sie im Strafverfahren gegen ehemalige Organe der B.________ AG zur adh�sionsweisen Geltendmachung der abgetretenen Anspr�che zuzulassen. Die Vorinstanzen h�tten die Natur der Abtretung nach Art. 260 SchKG verkannt, was zu einem Widerspruch in der Rechtsordnung f�hre und sich kontraproduktiv auf die Abwicklung von Gesellschaftskonkursen auswirke. Sie machen geltend, die Lehrmeinung von Mazzucchelli und Postizzi, auf welche sich die Vorinstanz st�tze, sei nicht herrschend, und berufen sich im �brigen auf einen Entscheid des Kassationsgerichts des Kantons Z�rich.
3.4.2.�Mazzucchelli und Postizzi f�hren aus, die Rechtsnachfolger der unmittelbar verletzten Person seien bloss mittelbar verletzt. So sei zum Beispiel der Zessionar gem�ss Art. 164 ff. OR einer aus der Straftat abgeleiteten Schadenersatzforderung nicht gesch�digt im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO und d�rfe sich somit nicht als Privatkl�ger konstituieren. Er sei vom Strafverfahren ausgeschlossen und zur Geltendmachung der abgetretenen Forderung auf den Zivilweg verwiesen. Gesch�digte Person bleibe der Zedent, soweit er Tr�ger des angegriffenen Rechtsguts sei. Umso weniger sei der Abtretungsgl�ubiger gem�ss Art. 260 SchKG gesch�digte Person gem�ss Art. 115 Abs. 1 StPO. Ihm werde bloss die Prozessf�hrungsmacht der Konkursmasse abgetreten. Diese bleibe Rechtstr�gerin des materiellen Anspruchs, bis die Gemeinschuldnerin aus dem Handelsregister gel�scht werde. Der Abtretungsgl�ubiger k�nne somit die entsprechende Forderung lediglich in einem ordentlichen Zivilprozess geltend machen (Mazzucchelli/Postizzi, a.a.O., N. 26 zu Art. 115 StPO).
3.4.3.�Das Kassationsgericht des Kantons Z�rich erwog mit Entscheid vom 5. August 2004, der Abtretungsgl�ubiger gem�ss Art. 260 SchKG sei im z�rcherischen Strafprozess zur Adh�sionsklage legitimiert. Neben dem unmittelbar Gesch�digten seien auch seine Erben sowie Versicherungsgesellschaften, welche gem�ss Art. 72 VVG in seine Rechte eingetreten seien, zur Adh�sionsklage legitimiert. Die Legitimation der Erben und Versicherungsgesellschaften rechtfertige sich durch deren besondere Beziehung zum Gesch�digten respektive zu dessen Schadenersatzanspr�chen, welche dem blossen Zessionar der Schadenersatzforderung im Sinne von Art. 164 ff. OR abgehe. Der Abtretungsgl�ubiger gem�ss Art. 260 SchKG handle als Prozessstandschafter f�r die Konkursmasse. Diese bleibe Rechtstr�gerin des materiellen Anspruchs, k�nne aber bis zu einem allf�lligen Widerruf der Abtretung nicht mehr dar�ber verf�gen. Da die Eintreibungsbefugnis allein dem Abtretungsgl�ubiger zukomme, stehe auch er in einer besonderen Beziehung zum urspr�nglichen Anspruch des Gesch�digten. Entsprechend sei er zur Adh�sionsklage legitimiert, soweit sich der abgetretene Anspruch mit strafbaren Handlungen zum Nachteil des Gemeinschuldners begr�nden lasse (ZR 104 [2005] Nr. 6, S. 14 ff., insbesondere S. 17 E. 4a sowie S. 19 f. E. 4c/cc mit Hinweisen).
3.4.4.�Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts handelt es sich bei der Abtretung nach Art. 260 SchKG um ein betreibungs- und prozessrechtliches Institut sui generis, die auch als eine Form der Prozessstandschaft bezeichnet wird. Der Abtretungsgl�ubiger handelt zwar im Prozess in eigenem Namen, auf eigene Rechnung und auf eigenes Risiko, wird durch die Abtretung indes nicht Tr�ger des abgetretenen Anspruchs; abgetreten wird ihm nur das Prozessf�hrungsrecht der Masse (BGE 138 III 628 E. 5.3.2; 132 III 342 E. 2.2; 121 III 488 E. 2b; je mit Hinweisen). Wie die Beschwerdef�hrerinnen zu Recht geltend machen, unterscheidet sich die Abtretung gem�ss Art. 260 SchKG grundlegend von der Zession gem�ss Art. 164 ff. OR.
�Die gesch�digte juristische Person verliert die Rechtsf�higkeit erst mit ihrer L�schung aus dem Handelsregister. Sie beh�lt die Gesch�digtenstellung im Liquidationsstadium bei, und zwar auch dann, wenn dieses durch den Konkurs herbeigef�hrt worden ist (Mazzucchelli/Postizzi, a.a.O., N. 33 zu Art. 115). Vertritt die Konkursverwaltung den Gemeinschuldner im Strafprozess, dann handelt sie in dessen Namen und kann alle Rechte geltend machen, welche ihm als gesch�digte Person im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO zustehen. Demgegen�ber handelt der Abtretungsgl�ubiger gem�ss Art. 260 SchKG nicht f�r den Gemeinschuldner, sondern in eigenem Namen. Somit kann er nur so weit t�tig werden, als er selber unmittelbar in seinen Rechten verletzt ist. Die Abtretung gem�ss Art. 260 SchKG hat nicht zur Folge, dass die Gesch�digtenstellung auf ihn �bergeht.
3.4.5.�Art. 121 StPO regelt die strafprozessualen Folgen, wenn die mit der Straftat zusammenh�ngenden privatrechtlichen Anspr�che auf Personen �bergehen, die nicht gesch�digt im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO sind (vgl. dazu Urteil 6B_549/2013 vom 24. Februar 2014 E. 3.2.1). Stirbt die gesch�digte Person, ohne auf ihre Verfahrensrechte als Privatkl�gerschaft verzichtet zu haben, so gehen ihre Rechte auf die Angeh�rigen in der Reihenfolge der Erbberechtigung �ber (Art. 121 Abs. 1 StPO). Wer von Gesetzes wegen in die Anspr�che der gesch�digten Person eintrat, ist nur zur Zivilklage berechtigt und hat lediglich jene Verfahrensrechte, die sich unmittelbar auf deren Durchsetzung beziehen (Art. 121 Abs. 2 StPO).
�Die Rechtsanspr�che der Konkursmasse gehen weder rechtsgesch�ftlich noch von Gesetzes wegen auf den Abtretungsgl�ubiger gem�ss Art. 260 SchKG �ber. Er erh�lt nur das Prozessf�hrungsrecht der Masse. Bereits aus diesem Grund verbietet sich eine analoge Anwendung von Art. 121 StPO (vgl. Mazzucchelli/Postizzi, a.a.O., N. 6 zu Art. 121 StPO; anderer Ansicht Lorenz Droese, Die Akteneinsicht des Gesch�digten in der Strafuntersuchung vor dem Hintergrund zivilprozessualer Informationsinteressen, 2008, S. 28 f.). Es ist auch nicht ersichtlich, dass der Abtretungsgl�ubiger, weil ihm die Eintreibungsbefugnis alleine zusteht, in einer besonderen Beziehung zum urspr�nglichen Anspruch des Gesch�digten stehen w�rde, wie dies das Kassationsgericht des Kantons Z�rich unter der Geltung des kantonalen Strafprozessrechts erwog (vgl. E. 3.4.3). Der Wortlaut von Art. 115 Abs. 1 StPO verlangt ausdr�cklich, dass die gesch�digte Person in ihren Rechten unmittelbar verletzt worden ist. Der Bundesrat hielt fest, Ankn�pfungspunkt sei die unmittelbare Verletzung der rechtlich gesch�tzten Interessen der betreffenden Person (BBl 2006 1170 Ziff. 2.3.3.1).
3.5.�Die Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht, wenn sie erw�gt, die Beschwerdef�hrerinnen h�tten sich zwar als Privatkl�gerinnen konstituiert, seien aber nur teilweise als Gesch�digte im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO zu betrachten.
�Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Gerichtskosten sind den Beschwerdef�hrerinnen aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 5 BGG).
�Der Beschwerdegegner 2 verlangt f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 250.--. Gem�ss Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG hat lediglich die obsiegende Partei Anspruch auf eine Parteientsch�digung. Der Beschwerdegegner 2 stellt im vorliegenden Verfahren keine Antr�ge. Er obsiegt daher nicht, weshalb ihm keine Parteientsch�digung zuzusprechen ist.
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden den Beschwerdef�hrerinnen zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftung auferlegt.