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Timestamp: 2017-06-22 20:49:53
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Matched Legal Cases: ['Art. 431', 'Art. 431', 'Art. 431', 'Art. 435', 'Art. 435', 'Art. 435']

IBM Deutschland Kreditbank GmbH - PDF
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1 IBM Deutschland Kreditbank GmbH Offenlegungsbericht per nach Art. 431 bis 455 CRR und 26a KWG Sitz der Gesellschaft: Ehningen Geschäftsführung: Uwe Bräuning, Marco Kempf2 Inhalt Seite 1. Einführung / Vorbemerkungen 2 2. Die IBM Deutschland Kreditbank GmbH / Geschäftsmodell 2 3. Das Risikomanagement Ziele des Risikomanagements Definitionen der Risikoarten Strategien und Prozesse / Verfahren Struktur und Organisation der Risikosteuerung Art und Umfang der Risikoberichte/des Managementinformationssystems Übersicht zum Risikomanagementsystem 8 4. Eigenmittelstruktur Allgemeine Angaben Angemessenheit der Eigenmittelausstattung 9 5. Kredit-/Adressenausfallrisiken Allgemeine Angaben Bruttokreditvolumen nach Forderungsarten und -klassen Bruttokreditvolumen nach Regionen Bruttokreditvolumen nach Branchen / Wirtschaftszweigen Bruttokreditvolumen nach Restlaufzeiten Notleidende und in Verzug geratene Forderungen nach Branchen bzw. Wirtschaftszweigen Entwicklung der Einzelwertberichtigungen, der Pauschalwertberichtigungen und der Rückstellungen Marktrisiken (inkl. Zinsänderungsrisiken) Liquiditätsrisiken Operationelle Risiken Beteiligungen im Anlagebuch Unbelastete Vermögenswerte Verschuldung Aufsichtsrechtliche Offenlegung gemäß 26a Abs. 1 Satz 2 KWG 17 13 1. Einführung / Vorbemerkungen Die IBM Deutschland Kreditbank GmbH (IBM Kreditbank bzw. Bank) ist als Kreditinstitut / CRR Institut verpflichtet, regelmäßig qualitative und quantitative Informationen über die Eigenmittel, Risikomanagementziele und -politik, die rechtliche und organisatorische Struktur sowie die Grundsätze der ordnungsgemäßen Geschäftsleitung zu veröffentlichen. Die Offenlegung dient dazu, sämtlichen Marktteilnehmern einen Einblick in die Risikostruktur und in die Risikomanagementprozesse der jeweiligen Bank zu ermöglichen. Durch die höhere Transparenz soll ein bewusster Umgang mit Risiken durch die Bank gefördert werden und die Banken dazu veranlassen, ihre Marktstrategie, ihre Risikosteuerung und ihr internes Risikomanagement zu verbessern. Marktteilnehmer können dadurch Risiken besser erkennen und Entscheidungen danach ausrichten. Insgesamt soll die Marktdisziplin gestärkt werden. Dieser Bericht trägt den aufsichtsrechtlichen Transparenzvorschriften und Anforderungen der zum 1. Januar 2014 in Kraft getretenen erweiterten Offenlegungspflichten gemäß Art. 431 bis 455 CRR Rechnung. Der Offenlegungsbericht wird jährlich aktualisiert und auf der Internetseite der IBM Deutschland Kreditbank GmbH veröffentlicht, auf der der Vergütungsbericht der IBM Kreditbank ebenfalls hinterlegt ist. Die Offenlegung gemäß Artikel 436 CRR (Anwendungsbereich) bezieht sich ausschließlich auf die IBM Deutschland Kreditbank GmbH. Die IBM Kreditbank ist eine 100%-Tochter der IBM Deutschland GmbH, die als Industrieunternehmen nicht dem Bankenaufsichtsrecht unterliegt. Die Artikel 452 bis 455 CRR sind für die IBM Kreditbank nicht einschlägig. 2. Die IBM Deutschland Kreditbank GmbH / Geschäftsmodell Die IBM Deutschland Kreditbank GmbH gehört zum Konzernverbund der International Business Machines Corporation, Armonk, N.Y., und ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der IBM Deutschland GmbH. Geschäftsgegenstand der IBM Kreditbank sind Bankgeschäfte. Schwerpunkt der Bank ist dabei das Betreiben des Kreditgeschäfts, der Betrieb von Factoringgeschäften sowie die Durchführung aller mit diesem Unternehmensgegenstand mittelbar oder unmittelbar zusammenhängenden Geschäfte. Das klassische Einlagengeschäft wird derzeit nicht betrieben. Die Bank hat sich aufgrund der getätigten Geschäfte als Nichthandelsbuchinstitut gemäß Artikel 4 Abs. 1 Nr. 86 i.v.m. Artikel 94 Abs.1 CRR eingestuft. Im Rahmen des Kreditgeschäfts vergibt die IBM Deutschland Kreditbank GmbH Raten- und Betriebsmittelkredite und führt Zwischenfinanzierungen und Factoringgeschäfte durch. Auch das Diskont- und das Avalgeschäft gehören zum Produktportfolio. Kreditnehmer sind vor allem Kunden der Muttergesellschaft bzw. des IBM Konzerns und anderer strategischer Partner. Dabei steht die Absatzfinanzierungsfunktion der Muttergesellschaft in Form der Finanzierung der IBM Produkte und die Finanzierung von IT Produkten anderer strategischer Partner im Vordergrund. Die Geschäftstätigkeit der Bank bezieht sich im Wesentlichen auf Kunden mit Sitz in Europa. Durch Geschäftsaktivitäten in Ländern außerhalb von Europa entstehen keine in der Risikostrategie neu zu bewertenden Risiken, da auf bestehende Produkte zurückgegriffen wird und die Marktusancen in diesen Ländern vergleichbar zur Bundesrepublik Deutschland sind. Des Weiteren werden die Finanzierungen schwerpunktmäßig in Euro abgewickelt. Die Bank ist zukünftigen Geschäftsfelderweiterungen positiv aufgeschlossen. 24 3. Das Risikomanagement der IBM Deutschland Kreditbank GmbH Die Geschäftsleitung hat gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) eine Risikocontrollingfunktion etabliert, die für die unabhängige Überwachung und Kommunikation der Risiken zuständig ist. Auf der Grundlage des Gesamtrisikoprofils der Bank wird sichergestellt, dass die wesentlichen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial, unter Berücksichtigung von Risikokonzentrationen, laufend abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit gegeben ist. Alle wesentlichen Risiken sind Bestandteil des Risikotragfähigkeitskonzeptes und -modells (RTM) der Bank. Die Konzentrationsrisiken und die Stressszenarien sind darin berücksichtigt und bewertet. Es wurde auch ein Limitsystem integriert und die Überprüfung zielt darauf ab, stets die Risikotragfähigkeit (auch im Stressszenario) sicherzustellen. Sofern "Frühwarn- Indikatoren" greifen, sind entsprechend korrigierende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die Risikostrategie als auch das RTM sind integraler Bestandteil des Risikomanagements der IBM Kreditbank. Die Geschäftsleitung der Bank gibt die Risikostrategie nach Abstimmung und Analyse entsprechend frei und ist in den Risikomanagmentprozess fest eingebunden. Die Rolle des Aufsichtsorgans wird durch den CFO der IBM Deutschland GmbH wahrgenommen. Das Aufsichtsorgan wird mindestens einmal jährlich über die Risikostrategie des laufenden Jahres unterrichtet und erhält quartalsmäßig entsprechende Risikomanagement-Berichte. 3.1 Ziele des Risikomanagements Das Kreditrisikopotential der Bank erstreckt sich im Wesentlichen auf das sogenannte Adressenausfallrisiko. Insgesamt stuft die IBM Kreditbank gemäß den MaRisk die Risikoarten Kreditrisiko (Adressenausfallrisiko), Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko als wesentlich ein. Ausfallrisiken aus Derivategeschäften sind aufgrund der derzeitigen Geschäftsstruktur und -politik nicht vorhanden, Länder- und Währungsrisiken nur sehr eingeschränkt. Die Ziele der etablierten Risikosteuerungsaktivitäten der Bank sind dahin ausgerichtet, etwaige Risiken frühzeitig zu erkennen, um notwendige Gegenmaßnahmen bei Bedarf umgehend einleiten zu können. Dabei gilt es entsprechenden finanziellen Schaden im Vorfeld abzuwenden bzw. zu minimieren. Des Weiteren sollen durch die Risikosteuerung auch die Entscheidungsträger der Bank (inkl. Geschäftsleitung) frühzeitig über etwaige Risiken informiert werden. In Einklang mit den MaRisk 12/2012 wurde ein Risikomanagementsystem entwickelt und ein entsprechendes Risikotragfähigkeitsmodell etabliert. Die Risikosteuerung der Bank orientiert sich auf die wesentlichen Geschäftsaktiväten der Bank und trägt dem Ziel Rechnung qualitativen Schaden (bspw. Reputationsverlust) und finanzielle Verluste möglichst zu vermeiden. Primäres Ziel ist es den Fortbestand der Bank zu sichern. Der Risikomanagementprozess der IBM Deutschland Kreditbank GmbH umfasst die Phasen Identifizierung, Bewertung, Steuerung, Kontrolle und Kommunikation. 35 3.2 Definitionen der Risikoarten Die IBM Deutschland Kreditbank GmbH definiert in ihren Prozessen folgende Risikoarten: a. Kreditrisiko Unter Kreditrisiko versteht die IBM Kreditbank das Risiko von Verlusten infolge des Ausfalls eines Geschäftspartners (Adressenausfallrisiko), der seinen vertraglich zugesicherten Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommt (Zahlungsunfähigkeit bzw. -unwilligkeit). Das Risiko umfasst Ausfall- und Länderrisiken sowie Bonitätsverschlechterungen von Kreditnehmern. Das Adressenausfallrisiko wird in der IBM Deutschland Kreditbank GmbH als wesentlich eingestuft. Die Steuerung der Adressrisiken erfolgt durch entsprechende Bonitätsprüfungen und Rating-Einstufungen. b. Marktpreisrisiko Das Marktpreisrisiko, welches grundsätzlich als wesentlich eingestuft wird, ist das Risiko von Verlusten, die der IBM Kreditbank aufgrund von Veränderungen der Marktvariablen entstehen können, wie beispielsweise Zinssätze, Währungs- und Aktienkurse. Aus den Währungsrisiken entstehen in der IBM Deutschland Kreditbank GmbH im Allgemeinen keine signifikanten Risiken, da Kreditausleihungen in Fremdwährung betragskongruent refinanziert werden und das Geschäft in Fremdwährung (derzeit ausschliesslich in USD) marginal zu betrachten ist. Aus den Zinsänderungsrisiken ergeben sich für die IBM Kreditbank aufgrund der kurzfristigen Finanzierungskonstrukte, Zinsanpassungsoptionen in Einklang mit der Euribor-Entwicklung, als auch aufgrund des hohen Eigenkapitals grundsätzlich keine relevanten Risiken. Hinsichtlich Aktienkurse kann der IBM Kreditbank kein Risiko entstehen, da die Bank in diesem Geschäftsbereich nicht aktiv ist. c. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, den gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Das Refinanzierungsrisiko als Teilbereich des Liquiditätsrisikos entsteht, wenn bei Bedarf die erforderliche Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann. Aus dem Liquiditätsrisiko entsteht der IBM Kreditbank gemäß den MaRisk grundsätzlich ein wesentliches Risiko. Das Risiko für die IBM Kreditbank ist minimiert, da ein hoher Turnover im Kerngeschäft der IBM Kreditbank besteht (sehr kurzfristige Laufzeiten) und ausreichende IBM konzerninterne Refinanzierungsmöglichkeiten bestehen. d. Operationelles Risiko / Reputationsrisiko Operationelles Risiko ist das Risiko, welches aus den verschiedenen menschlichen und technischen Fehlern sowie den allgemeinen Umweltrisiken (bswp. Katastrophenfälle) resultiert. Das operationelle Risiko kann als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder aufgrund von externen Ereignissen eintreten, betrachtet werden. Das operationelle Risiko wird seitens der IBM Kreditbank gemäß den MaRisk als ein wesentliches Risiko angesehen. Die IBM Deutschland Kreditbank GmbH hat Verfahren und Grundsätze eingerichtet, die der Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen, die zu einer Gefährdung des Vermögens der Bank führen können, etabliert. 46 Im Rahmen des unternehmerischen Risikos bezieht die IBM Kreditbank auch das sogenannte Reputationsrisiko in ihr Gesamtrisikoprofil ein. Definiert wird dieses Risiko als die Gefahr, dass durch die öffentliche Berichterstattung über eine Transaktion, einen Geschäftspartner oder einen Geschäftsvorgang, an der ein Kunde beteiligt ist, das öffentliche Vertrauen in die Kreditbank- Organisation negativ beeinflusst wird. Das Reputationsrisiko wird in der IBM Kreditbank aufgrund vielfältiger ablauforganisatorischer Aktivitäten, wie beispielweise regelmäßige Unterweisungen und Schulungen, als nicht wesentlich eingestuft. Im Risikotragfähigkeitsmodell wird ein Pauschalbetrag zur Sicherung des operationellen Geschäfts als auch Beträge für IT- und Reputationsrisiken bereit gehalten. Ein entsprechendes Stressszenario ist ebenfalls implementiert. 3.3 Strategien und Prozesse / Verfahren Die IBM Deutschland Kreditbank GmbH berücksichtigt in der jährlichen Risikostrategie folgende Themenkomplexe, um der Geschäftsführung wie auch den Mitarbeitern das mögliche Risiko, aber auch die Geschäftsstruktur, klar strukturiert darzustellen: allgemeine Angaben zur IBM Deutschland Kreditbank GmbH relevante Produkte und Märkte Strukturanalyse (Vorjahresbetrachtung z.b. zum Portfolio nach Branchen, Ratings, Produkten und Größenklassen, Risikoentwicklung etc.) Schlussfolgerungen aus der Strukturanalyse Betrachtung der Risikotragfähigkeit auch unter Stressszenario-Gesichtspunkten im Rahmen des Risikotragfähigkeitsmodells Definition risikorelevante/nicht risikorelevante Kreditentscheidungen Planung und Aktivitäten für das neue Geschäftsjahr (Auszahlungsvolumen, GuV- und Bilanz-Planungen, Zielrisikostruktur, Management/Aktivitäten hinsichtlich der Risikokonzentrationen) Sicherstellung der Quantität und Qualität (Qualifikation) der Mitarbeiter und der technischen Ausstattung. Aus der Geschäftsstrategie 2015 leitet sich die Risikostrategie 2015 ab und trägt den MaRisk Rechnung. Diese verabschiedeten Strategien werden mindestens einmal im Jahr dem Aufsichtsorgan dargestellt und mit diesem erörtert. Auf Grundlage der Risikostrategie werden Risiken verantwortungsbewusst mit dem Ziel eingegangen, Markt und Ertragschancen wahrzunehmen. Das Risikomanagement erfolgt mithilfe eines Rahmenwerks von Grundsätzen, Organisationsanweisungen sowie Mess- und Überwachungsprozessen, die auf die Geschäftstätigkeiten ausgerichtet sind. 57 Die Prozesse zum Risikomanagement definieren insbesondere wesentliche Risiken und wie diese in der IBM Deutschland Kreditbank GmbH strukturiert, überwacht und gehandhabt werden. Insbesondere: Adressenausfallrisiko: a. Überziehungslisten b. Portfolio-Reviews c. Sicherheiten-Überwachung d. Weitere Steuerungs- u. Überwachungsaktivitäten Währungsrisiko: a. Betragskongruente Refinanzierung b. Berücksichtigung im Risikotragfähigkeitsmodell Zinsänderungsrisiko: a. Zinsschockszenario (Barwertrisiko des zinstragenden Anlagebuchs) b. Berücksichtigung im Risikotragfähigkeitsmodell Liquiditätsrisiko: a. Derzeitige Geschäftsstruktur sieht im Wesentlichen kurzfristige Finanzierung vor b. Refinanzierungsmöglichkeit im IBM Konzernverbund c. Tägliche Cashplanung d. Hohe Eigenkapitalausstattung Operationelle Risiken / Reputationsrisiken: a. Externe und konzerninterne Audits, Reviews und Kennziffern b. Einbindung in den Sarbanes-Oxley-Prozess des IBM Konzerns c. IT-Notfallkonzept/Site Recovery Konzept d. Generelle Anwendung des Vier-Augen-Prinzips e. Alle Kreditbank-Prozesse sind online dokumentiert und für alle Bankmitarbeiter verfügbar f. Unterweisung der Mitarbeiter hinsichtlich Geschäftsgrundsätze, Fraud Awareness, Datenschutz etc Struktur und Organisation der Risikosteuerung Bestandteile der Risikosteuerung sind folgende Prozesse: Limitsteuerung Überziehungsliste Sicherheiten Automatic Credit Control Liste Credit Tool GCS, Datenbank COD (Creditbank Opportunity Database) Review, Annual Account Review Bestandsliste nach Produkten Mahnverfahren Watchlist Special Handling Prozess Einzelwertberichtigungen Write Off. In der IBM Deutschland Kreditbank GmbH ist für diese Prozesse der Bereich Credit / Riskmanagement / Special Handling verantwortlich. 68 Der Risikomanagementprozess der IBM Kreditbank wird darüber hinaus durch die Compliance- Funktion und die Interne Revision unterstützt. Aufgaben der Compliance-Funktion sind insbesondere die Entwicklung und Steuerung der Methoden und Prozesse zur Identifizierung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben, deren Nichteinhaltung zu einer Vermögensgefährdung führen kann, sowie die Hinwirkung auf die Implementierung von Verfahren und Kontrollen zur Einhaltung der Regelungen. Die Interne Revision prüft im Auftrag der Geschäftsleitung unter Berücksichtigung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften die Betriebs- und Geschäftsabläufe. Auf einem risikobasierten jährlichen Prüfungsplan prüft und beurteilt die Interne Revision die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements im Allgemeinen und des internen Kontrollsystems im Besonderen sowie die Ordnungsmäßigkeit, Effektivität und Effizienz aller Aktivitäten und Prozesse. Die Ablauforganisation berücksichtigt die klare aufbauorganisatorische Trennung der Bereiche Markt und Marktfolge. 3.5 Art und Umfang der Risikoberichte/des Managementinformationssystems Dem Aufsichtsorgan der IBM Deutschland Kreditbank GmbH wird quartalsweise ein Risikobericht zur Verfügung gestellt. Dieser Bericht beinhaltet unter anderem folgende Themenfelder: a. Geschäftsergebnis/-entwicklung b. Risikoentwicklung/Risikotragfähigkeit c. Bilanz/Gewinn- und Verlustrechnung d. Einzelwertberichtigungen/Forderungsabschreibung e. Sonstiges (z.b. Status besonderer Bankprojekte, Neue Produkte, etc.) f. Quartalsberichte der Innenrevision und Compliance-Funktion. Im Rahmen des Monatsreportings werden die Mitarbeiter und die Geschäftsführung/ Management der IBM Deutschland Kreditbank GmbH über die Geschäftssituation der Bank informiert. Inhalte des Monatsreportings sind: a. Bilanzübersicht (inkl. Entwicklung) b. Gewinn- und Verlustrechnung (inkl. Entwicklung) c. Übersicht Aufwandspositionen d. Volumenübersicht (inkl. Entwicklung)/Umsätze e. Zinserträge/Zinsaufwendungen (inkl. Entwicklung) f. Cash Management g. Risikomanagement h. Sonstiges (bspw. besondere Ereignisse). 79 3.6 Übersicht zum Risikomanagementsystem Die Grundzüge zur Absicherung oder Minderung von Risiken sowie die Prozesse zur Überwachung der laufenden Wirksamkeit der zur Risikoabsicherung und -minderung getroffenen Maßnahmen sind in folgendem Schaubild zusammenfassend dargestellt: 4. Eigenmittelstruktur 4.1 Allgemeine Angaben Das bilanzielle Eigenkapital der Bank beträgt ,37. Die Eigenmittel gemäß Artikel 72 CRR in Höhe von derzeit 276,3 Mio setzen sich zusammen aus dem eingezahlten Kapital in Höhe von ,00 und der offenen Rücklage in Höhe von ,37. Das harte Kernkapital gemäß Artikel 50 CRR beträgt folglich 276,3 Mio und andere Eigenkapitalbestandteile (wie Ergänzungskapital oder aufgrund von Anpassungen durch Übergangsregelungen) hat die IBM Kreditbank nicht. Die gesetzlichen Anforderungen an die harte Kernkapitalquote wurden jederzeit erfüllt und lag zum Stichtag 31. März 2015 bei 41%. 810 4.2 Angemessenheit der Eigenmittelausstattung Die IBM Deutschland Kreditbank GmbH wendet zur Ermittlung der Eigenkapitalunterlegung für Adressrisiken nach CRR und an. den Kreditrisikostandardansatz (KSA) für das Kreditrisiko den Basisindikatoransatz (BIA) für die operationellen Risiken Im Folgenden wird i.v.m. Artikel 438 CRR die Eigenkapitalanforderung im KSA aus dem Adressenausfallrisiko des Anlagebuchs, gegliedert nach den KSA-Forderungsklassen per Ende März 2015, und im Basisindikatoransatz aus den operationellen Risiken dargestellt (in Mio ): *) Anmerkung: Im Allgemeinen wendet die IBM Deutschland Kreditbank GmbH keine Kreditrisikominderungstechniken an. Ausnahme bilden Bareinlagen des IBM Konzerns im Zusammenhang mit der Einhaltung von Vorgaben in Bezug auf die Großkreditobergrenze. In oben genannter Kennziffer sind diese berücksichtigt in der Forderungsklasse Unternehmen (zum Stichtag 31. März 2015 in Höhe von 96,0 Mio ). Um sicherzustellen, dass die Eigenmittelanforderungen gemäß Artikel 92 Abs. 1 CRR jederzeit erfüllt sind, wurden die folgenden internen Maßnahmen implementiert: tägliche Überprüfung der Einhaltung der Eigenkapitalkennziffer monatliche Kontrolle der Meldung (Stichtag: Monatsultimo). 911 5. Kredit-/Adressenausfallrisiken 5.1 Allgemeine Angaben Gemäß Artikel 442 CRR sind zu ausgewählten Geschäftsbereichen spezielle Anforderungen an die Offenlegung zu erfüllen. In der IBM Deutschland Kreditbank GmbH werden diese Anforderungen wie folgt umgesetzt: a. Begriffsdefinition: "in Verzug" und "notleidend" In Verzug geratene Forderungen sind in der IBM Kreditbank "risikobehaftete" Forderungen. Dies ist wie folgt in den jeweiligen Prozessen der Bank definiert: Risikobehaftet ist ein Engagement, wenn der Kunde mit zwei aufeinanderfolgenden Zahlungen oder betragsmäßig in Höhe zweier Raten oder sonst in Verzug gerät, vertragliche Haupt - oder Nebenpflichten nicht erfüllt, Sicherheiten verfallen oder sich dessen allgemeine wirtschaftliche Verhältnisse wesentlich verschlechtern. Soweit bei Engagements der IBM Kreditbank Leistungsstörungen auftreten, ist das Engagement hinsichtlich Einstufung als "Intensivbetreuung" oder "Problemkredit (Abwicklungsengagement)" zu überprüfen. Es erfolgt einzelfallbezogen eine Zuordnung durch die Funktion Credit und eine quartalsweise Überprüfung durch die Relationship Manager der Bank. Notleidend ist wie folgt definiert: Notleidend ist ein Engagement, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass der Kunde in Vermögensverfall geraten ist oder sich seine Vermögensverhältnisse sonst erheblich verschlechtert haben (Indikatoren hierfür sind Rücklastschriften, telefonische Unerreichbarkeit des Kunden, Schweigen auf Mahnschreiben, erhebliche Zahlungsrückstände etc.) bzw. Insolvenzantrag gestellt wurde oder ein solcher unmittelbar bevorsteht. b. Beschreibung der angewendeten Verfahren bei der Bildung der Risikovorsorge: Wird absehbar, dass ein Kunde die Risikosituation z.b. durch Restrukturierung nicht bereinigen kann, ist ggfs. über die Bildung einer Einzelwertberichtigung (EWB) zu entscheiden. Bei der Einschätzung des Ausfallrisikos, sind die gesetzlichen Vorschriften zu beachten. Es erfolgt eine einzelfallbezogene Bewertung und Entscheidung über die Höhe der zu bildenden EWB. Faktoren sind u.a. die Ausfallwahrscheinlichkeit, Sicherheitenlage, Verwertbarkeit der Sicherheiten, Rechtslage (z.b. Insolvenz). Die Enscheidung zur Bildung von EWB wird vom Manager Credit getroffen und mit einem bankinternen Formular dokumentiert. Bei einem erheblichen Risikovorsorgebedarf ist die Geschäftsleitung unverzüglich zu informieren. Erheblicher Risikovorsorgebedarf ist insbesondere bei risikobehafteten oder notleidenden Engagements > 1 Mio einschließlich der Intensivbetreuungsfälle gegeben. Der Stand der jeweiligen EWB wird vom Bereich Finance & Operations der Bank geführt und monatlich fortgeschrieben und im jeweiligen Monatsabschluß dokumentiert. Bankspezifische Fachanweisungen regeln im Detail die durchzuführenden Maßnahmen und Arbeitsschritte. 1012 5.2 Bruttokreditvolumen nach Forderungsarten und -klassen (Stand 31. März 2015) Im Folgenden ist der Gesamtbetrag der Forderungen (bilanzielle Adressenausfallrisiken ohne Berücksichtigung der Einzelwertberichtigungen) dargestellt, ohne Berücksichtigung von Kreditrisikominderungstechniken, jeweils aufgeschlüsselt nach den verschiedenen Forderungsarten (in Mio ): Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der Risikopositionen aufgeschlüsselt nach den wesentlichen Forderungsklassen sowie den Durchschnittsbetrag der Risikopositionen während des Berichtszeitraums (in Mio, ohne Berücksichtigung von Kreditrisikominderungstechniken und Einzelwertberichtigungen): Die schwerpunktmäßige Ausrichtung des Geschäftes spiegelt sich in der Position Unternehmen, die über 86% des Gesamtforderungsbestandes einnimmt, wider. 1113 5.3 Bruttokreditvolumen nach Regionen (Stand 31. März 2015) Im Folgenden ist die Verteilung der Forderungen auf wichtige Gebiete / Regionen dargestellt, jeweils aufgegliedert nach wesentlichen Forderungsarten (in Mio, ohne Berücksichtigung von Kreditrisikominderungstechniken und Einzelwertberichtigungen): Auf Deutschland entfallen über 85% des Gesamtforderungsbestandes. Dies zeigt die schwerpunktmäßige Ausrichtung auf deutsche Kunden. 1214 5.4 Bruttokreditvolumen nach Branchen / Wirtschaftszweigen (Stand 31. März 2015) Im Folgenden ist die Verteilung der Forderungen auf Branchen / Wirtschaftszweige dargestellt, jeweils aufgegliedert nach Forderungsarten (in Mio, ohne Berücksichtigung von Kreditrisikominderungstechniken und Einzelwertberichtigungen): 1315 5.5 Bruttokreditvolumen nach Restlaufzeiten (Stand 31. März 2015) Im Folgenden ist die Gliederung der verschiedenen Forderungsarten nach den vertraglichen Restlaufzeiten dargestellt (in Mio, ohne Berücksichtigung von Kreditrisikominderungstechniken und Einzelwertberichtigungen): Die Position täglich fällig bis 1 Monat (39,4%) und die Position über 1 Monat bis 3 Monate (32,3%) decken über 71% des Gesamtforderungsbestandes ab und zeigen die schwerpunktmäßige Ausrichtung auf kurzfristige Finanzierungen. 5.6 Notleidende und in Verzug geratene Forderungen nach Branchen bzw. Wirtschaftszweigen Im Folgenden sind die notleidenden und die in Verzug geratenen Forderungen nach wesentlichen Branchen bzw. Wirtschaftszweigen aufgegliedert sowie gesondert nach bedeutenden Regionen, jeweils mit ihren 1. zuzuordnenden Beständen an Einzel- und Pauschalwertberichtigungen und Rückstellungen sowie 2. im Falle der Aufgliederung nach wesentlichen Branchen / Wirtschaftszweigen auch den zuzuordnenden Aufwendungen für Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, für Rückstellungen und für Direktabschreibungen 3. sowie den zuzuordnenden Eingängen auf abgeschriebene Forderungen im Berichtszeitraum. 1416 Alle notleidenden und in Verzug geratenen Einzelforderungen beziehen sich auf die Bundesrepublik Deutschland: Der Bestand der Einzelwertberichtigungen hat sich vom bis zum um 0,04 Mio erhöht (Details siehe obige Tabelle). Insgesamt ist zusätzlich ein Betrag in Höhe von 1,1 Mio (Vorjahr: 1,0 Mio ) als Pauschalwertberichtigung eingestellt. 5.7 Entwicklung der Einzelwertberichtigungen, der Pauschalwertberichtigungen und der Rückstellungen Die Veränderungen der Einzelwertberichtigungen, der Pauschalwertberichtigungen und der Rückstellungen im Kreditgeschäft unter Angabe des Anfangsbestands, der Fortschreibungen in der Berichtsperiode, der Auflösungen, des Verbrauchs, der wechselkursbedingten und sonstigen Veränderungen sowie des Endbestands der Berichtsperiode sind unter Punkt 5.6 dargestellt. 6. Marktrisiken (inkl. Zinsänderungsrisiken) Aus den Währungsrisiken entstehen in der IBM Deutschland Kreditbank GmbH aufgrund der internen Prozessvorgaben und des geringen Anteils des USD-Geschäfts keine signifikanten Risiken. Die Zinsänderungsrisiken werden in Einklang zu den MaRisk als generell wesentlich eingestuft. Vierteljährlich wird durch den Bereich Finance & Operations eine Analyse hinsichtlich des Barwertrisikos des zinstragenden Anlagebuchs vorgenommen ( Zinsschockszenario ). Das Ergebnis wird quartalsmäßig der Geschäftsleitung zur Verfügung gestellt. Die Bank war zu keinem Zeitpunkt als Ausreisserinstitut einzustufen (Ergebnis der Barwertveränderung zum bei Zinssenkung 22 T / Zinskoeffizient -0,010 %). Weiterhin werden im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse Betrachtungen hinsichtlich der Auswirkungen von fallenden und steigenden Zinssätzen berücksichtigt. Zu vermerken ist, dass die IBM Deutschland Kreditbank GmbH kein klassisches Einlagengeschäft tätigt. 1517 7. Liquiditätsrisiken Die IBM Deutschland Kreditbank GmbH refinanziert sich derzeit ausschließlich über den IBM Konzern und hat entsprechende Limite um das Geschäft adäquat zu unterstützen. 8. Operationelle Risiken Die IBM Deutschland Kreditbank GmbH wendet bzgl. der Berechnung der Eigenkapital- Unterlegung der operationellen Risiken den Basisindikatoransatz an. Ansonsten wird auf die Punkte 3.2. d.) und 3.3 verwiesen. 9. Beteiligungen im Anlagebuch Derzeit hält die IBM Deutschland Kreditbank GmbH im Anlagebuch keine wesentlichen Beteiligungen. 10. Unbelastete Vermögenswerte Die Bank hat gemäß Artikel 443 CRR keine Vermögenswerte, die als belastet anzusehen sind, da Vermögenswerte der Bank weder verpfändet noch Gegenstand einer Vereinbarung zur Besicherung oder Bonitätsverbesserung eines Bilanzgeschäftes oder Außerbilanzgeschäftes sind. 11. Verschuldung Die Verschuldungsquote zum Stichtag betrug: 2,76% (Wert zum : 4,08%). Die Bank berechnet die Verschuldungsquote als Quotient aus bilanziellen und außerbilanziellen Risikopositionen durch Kernkapital (derzeit: 276,3 Mio ). Zusammenfassend besagt die Leverage Ratio, dass die Summe aus bilanziellen und außerbilanziellen Positionen das Kernkapital einer Bank nicht um den Faktor 33,3 übersteigen darf, was seitens der IBM Kreditbank bisher eingehalten wurde. 1618 12. Aufsichtsrechtliche Offenlegung gemäß 26a Abs. 1 Satz 2 KWG Die IBM Deutschland Kreditbank GmbH hatte in 2014 keine Niederlassungen. Zu den Angaben des 26a Abs. 1 Satz Nrn. 2, 4 und 5 KWG in Bezug auf das Geschäftsjahr 2014 verweisen wir u.a. auf die Gewinn- und Verlustrechnung, die im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Die Zins- und Provisionsertäge in 2014 betrugen 34,8 Mio. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der IBM Deutschland GmbH ist der Gewinn 2014 an den Gesellschafter abzuführen. Folglich wurde unter den sonstigen Verbindlichkeiten 23,7 Mio an Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter ausgewiesen. Da die IBM Kreditbank Teil der ertragsteuerlichen Organschaft ist, fallen auf Ebenen der Kreditbank keine Ertragsteuern an. Die Besteuerung erfolgt auf Ebene der IBM Central Holding GmbH, dem Organträger. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger der IBM Kreditbank in Vollzeitäquivalenten zum Stichtag 31. Dezember 2014 betrug 18,6. Öffentliche Beihilfen hat die Gesellschaft im Jahre 2014 nicht erhalten. IBM Deutschland Kreditbank GmbH Geschäftsführung: Uwe Bräuning, Marco Kempf Sitz der Gesellschaft: Ehningen Registergericht: Amtsgericht Stuttgart, HRB Ähnliche Dokumente
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