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Timestamp: 2017-08-20 12:32:48
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Matched Legal Cases: ['§ 107', '§ 7', '§ 7', '§ 107', '§ 107', '§ 107', '§ 107', '§ 354']

Spam Dr. Barbara Haindl - Rechtsabteilung (Wie) Kann rechtlich dagegen vorgegangen werden? - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Maud Gerstman Geändert vor über 2 Jahren
Präsentation zum Thema: "4.2.20051 Spam Dr. Barbara Haindl - Rechtsabteilung (Wie) Kann rechtlich dagegen vorgegangen werden?"— Präsentation transkript:
1 4.2.20051 Spam Dr. Barbara Haindl - Rechtsabteilung (Wie) Kann rechtlich dagegen vorgegangen werden?
2 4.2.20052 SPAM: Ursprünglich hoffte man, Spam einzudämmen durch -Netiquette und -Sozialen Druck Inzwischen wurden aber doch Gesetze eingeführt (z.B.) -§ 107 Telekommunikationsgesetz 2003 -§ 7 E-Commerce-Gesetz Mit Opt-In oder Opt-Out - Möglichkeiten
3 4.2.20053 Opt-In: Der Empfänger hat dem Empfang von Werbe-e-mails vorher explizit zuzustimmen Opt-Out: Der Empfänger bekommt so lange Werbe-e-mails, solange er diese nicht explizit ablehnt -Entweder durch direkte „Unsubscribe“ - Möglichkeiten -Oder durch so genannte „Robinson-Listen“ Dritter
4 4.2.20054 EU-Richtlinien E-Commerce-Richtlinie 2000/31/EG -Werbung mittels elektronischer Post muss eindeutig gekennzeichnet sein -Überlässt einzelnen Staaten Wahl der Opt-Out oder Opt-In Möglichkeit -Mindestanforderung: Opt-Out - Möglichkeit durch sog. nationale Robinson-Listen -d.h. e-mail-Werbung grundsätzlich zulässig
5 4.2.20055 EU-Richtlinien Datenschutzrichtlinie 2002/58/EG -Zusendung nur nach vorheriger Einwilligung durch den Empfänger -Ausg. vorherige Geschäftsbeziehung mit Bekanntgabe der e-mail-Adresse -Deutlicher Hinweis auf „Zweck“ der Direktwerbung -Jederzeitige Widerrufs-Möglichkeit -d.h. -> Opt-In – Lösung (aber großer Spielraum für jeden nationalen Gesetzgeber)
6 4.2.20056 Österreich: § 7 ECG (1.1.2002) Kommerzielle Kommunikation muss als solche erkennbar sein Gilt für jedermann, nicht nur gegenüber Konsumenten RTR GmbH muss sog. Robinson-Liste führen, die Opt- Out – Möglichkeit bietet Trotzdem: keine Pauschal-Zulässigkeit von Werbe-e- mails, sondern Beachtung anderer Gesetze notwendig (z.B. TKG; Wertpapieraufsichtsgesetz)
7 4.2.20057 § 107 TKG (20.8.2003) Abs. 2 untersagt grundsätzlich -das Senden von Werbe-e-mails an Verbraucher im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes -jede Aussendung an mehr als 50 Verbraucher Ausnahme von Abs. 2: -kurz vorher Kontakt durch Verkauf/Dienstleistungen -Werbung zur Vermarktung ähnlicher Produkte -Opt-Out – Möglichkeit (kostenfrei)
8 4.2.20058 Ein „Nicht-Verbraucher“ kann kontaktiert werden, so lange kein explizites Opt-Out (insb. im Rahmen einer Robinson-Liste) vorliegt Beurteilung, ob Adressat vorname.nachname@firma.at Verbraucher oder Unternehmer ist, hängt vom Inhalt der e-mail ab Verschleierung der Identität des Absenders unzulässig Abs. 6 gilt nur für Anrufe, d.h. § 107 TKG nicht anwendbar für Spam aus dem Ausland § 107 TKG - Fortsetzung
9 4.2.20059 Rechtliche Möglichkeiten: Anzeige bei Fernmeldebehörde gemäß § 107 TKG -> Geldstrafe bis Euro 37.000,-- Für Unternehmen: sollte Wettbewerb bestehen -> Unterlassung gemäß UWG Nicht-Beachtung der Robinson-Liste gemäß ECG -> Meldung an Fernmeldebehörde oder RTR Zivilrechtliche Schadenersatz/Unterlassungsklage -> z.B. § 354 ABGB; individueller Schaden schwer bezifferbar
10 4.2.200510 Rechtliche Möglichkeiten - Probleme: Viele Spammer agieren aus dem Ausland Nationale Gesetze daher oft nicht anwendbar Spammer versuchen erfolgreich, ihre Identität zu verschleiern (d.h. Ausforschen des Absenders unmöglich oder mit falschem Ergebnis) Opt-Out – diese Möglichkeit verschlimmert Situation meistens noch, da e-mail-Adresse damit verifiziert
11 4.2.200511 Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Fragen oder Interesse an weiteren Informationen? Dr. Barbara Haindl recht@nic.at+43 (662) 4669 846
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