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Timestamp: 2017-03-29 11:22:47
Document Index: 203949378

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'Art. 66', 'Art. 99', 'Art. 68', 'Art. 6', 'Art. 68', 'Art. 67', 'Art. 68']

2C_74/2016 (08.12.2016)
2C_74/2016 Urteil vom 8. Dezember 2016
A. A.________, geboren 1972, ist deutscher Staatsangehöriger. Während seines Aufenthalts in Deutschland musste er wie folgt strafrechtlich verurteilt werden:
B. Eine gegen diese Verfügung durch A.________ erhobene Verwaltungsbeschwerde wies der Regierungsrat mit Beschluss vom 12. Mai 2015 ab, soweit er darauf eintrat, und setzte A.________ eine Frist bis 31. Juli 2015 an, um die Schweiz zu verlassen. Mit Entscheid vom 26. November 2015 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz die von A.________ dagegen geführte Beschwerde im Sinne der Erwägungen ab, und setzte die Ausreisefrist neu auf den 29. Februar 2016 an.
C. Mit Beschwerde vom 25. Januar 2016 an das Bundesgericht beantragt A.________, der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 26. November 2015 sei kostenfällig aufzuheben, und seine Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern; eventualiter sei die Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
2. Der Beschwerdeführer rügt hauptsächlich, die Verweigerung der Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung verletze deswegen Art. 5 Anhang I FZA, weil von ihm gegenwärtig keine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ausgehe. Er sei im Jahr 2008 in die Schweiz eingereist, um hier neu anzufangen. In den letzten Jahren sei er zur Einsicht gekommen, dass das Fahren in fahruntauglichem Zustand oder ohne Fahrerlaubnis ernsthafte und gefährliche Delikte seien. Er habe seine Lektion gelernt und sei sich bewusst, dass er die Strassenverkehrsgesetze ohne Wenn und Aber befolgen müsse, was er jetzt auch tue. Abseits der Strasse sei er ein harter Arbeiter und ein zuverlässiger, hilfsbereiter und bei seinen Mitmenschen beliebter Zeitgenosse, der mit beachtlichem Erfolg grosse Anstrengungen unternommen habe, um in einem neuen Land ein neues Kapitel aufzuschlagen und ein neues Leben anzufangen.
4. Die Beschwerde ist gutzuheissen, das angefochtene Urteil aufzuheben, und das Amt für Migration des Kantons Schwyz anzuweisen, die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zu verlängern. Bei diesem Verfahrensausgang sind keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 3 BGG). Angesichts dessen, dass der mandatierte Rechtsvertreter für das vorliegende bundesgerichtliche Verfahren wegen des Novenverbots (Art. 99 BGG) und des unbestrittenen Sachverhalts keine Abklärungen tatsächlicher Art zu treffen hatte, erscheint - in Abweichung der eingereichten Kostennote - eine Entschädigung von Fr. 2'500.-- für die zehn Seiten umfassende Rechtsschrift als angemessen (Art. 68 Abs. 1 und Abs. 3 BGG; Art. 6 des Reglements über die Parteientschädigung und die Entschädigung für die amtliche Vertretung im Verfahren vor dem Bundesgericht vom 31. März 2006 [SR 173.110.210.3]). Der Kanton Schwyz hat dem Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.-- auszurichten (Art. 68 Abs. 1 BGG). Die Sache ist zur Neuverlegung der vorinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen an die Vorinstanz zurückzuweisen (Art. 67, Art. 68 Abs. 5 BGG).
1. Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wird gutgeheissen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 26. November 2015 wird aufgehoben. Das Amt für Migration des Kantons Schwyz wird angewiesen, die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers zu verlängern.
3. Die Sache wird zur Neuverlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens an die Vorinstanz zurückgewiesen.
4. Der Kanton Schwyz hat dem Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.-- auszurichten.
5. Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und dem Staatssekretariat für Migration schriftlich mitgeteilt.