Source: http://www.lenzing.com/investoren/hauptversammlung/ausserordentliche-hauptversammlung-2010/antraege.html
Timestamp: 2016-10-23 16:10:37
Document Index: 78271356

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 159']

Lenzing.com» Investoren» Hauptversammlung» Außerordentliche Hauptversammlung 2010» Anträge
AnträgeErstellungsdatum: 19.11.2010Letztes Änderungsdatum: 19.11.2010Beschlussvorschläge des Vorstandes und des Aufsichtsrates zu den Tagesordnungspunkten der a.o. Hauptversammlung der LENZING AG am 10.12.2010
Die Lenzing Aktie ist bei einem Kurs von derzeit rd. EUR 400 eine der „teuersten“ Aktien an der Wiener Börse. Um die Aktie auch für Kleinaktionäre attraktiver zu machen und die Handelbarkeit der Aktie zu erhöhen, soll ein Aktiensplit im Verhältnis 1:7 durchgeführt werden.
Seit vielen Jahren wurde von Kleinaktionären der Wunsch an das Unternehmen heran getragen, einen Aktiensplit durchzuführen. Da auch bei der Anleihemission im September 2010 eine hohe Nachfrage von Privatinvestoren registriert wurde, soll nun ein Aktiensplit Privatanlegern einen besseren Zugang zu Lenzing-Aktien ermöglichen. Da sich durch den Aktiensplit die Aktienanzahl versiebenfacht wird eine Erhöhung des Handelsvolumens erwartet. Die Aktie wird durch den Aktiensplit leichter handelbar, da sich der neue Kurs theoretisch durch den Faktor 1:7 bildet.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen in diesem Sinne vor, die Hauptversammlung möge folgendes beschließen:
„Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von derzeit EUR 26.717.250 wird neu eingeteilt. An die Stelle einer Stückaktie mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 7,27 treten 7 Stückaktien mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden rechnerischen Anteil am Grundkapital von rund EUR 1,0385.Demzufolge wird jede der 3.675.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 7,27 mit Wirkung ab Eintragung in das Firmenbuch in sieben neue Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je rund EUR 1,0385 aufgeteilt. Zu diesem Zweck wird das Grundkapital der Gesellschaft neu eingeteilt in 25.725.000 Stückaktien.
Zur Anpassung an die Neueinteilung des Grundkapitals wird § 4 Absatz (2) der Satzung wie folgt neu gefasst:„Es ist eingeteilt in 25.725.000 Stückaktien, wobei jede Stückaktie am Kapital im gleichen Umfang beteiligt ist.“2. Beschlussfassung über ein „Genehmigtes Kapital“ sowie eine entsprechende Ergänzung der Satzung in § 4.
Die Lenzing AG sieht für ihr Kerngeschäftsfeld cellulosische Fasern in den nächsten Jahren aufgrund der zugrundeliegenden Megatrends (steigende Weltbevölkerung, steigender Wohlstand in den aufstrebenden Volkswirtschaften, ökologische Vorteile der Lenzing-Fasern gegenüber den Konkurrenzfasern Baumwolle und Polyester) anhaltend hohes Marktwachstum. Lenzing beabsichtigt, sich ergebende Marktchancen zu nutzen und die führende Marktposition durch Investitionen bzw. Akquisitionen auszubauen. Zur Finanzierung des zukünftigen Wachstumskurses soll dem Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates als eine zusätzliche Option auch die Eigenkapitalaufbringung ermöglicht werden.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen in diesem Sinne vor, die Hauptversammlung möge folgende Änderung der Satzung im § 4 beschließen:"(3) Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – gegen Bar- und/oder Sacheinlage um bis zu EUR 13.358.625,-- durch Ausgabe von bis zu 12.862.500 Stück neue auf Inhaber oder Namen lautende Stückaktien zu erhöhen und die Art der Aktien, den Ausgabekurs und die Ausgabebedingungen festzulegen.Das gesetzliche Bezugsrecht kann den Aktionären in der Weise eingeräumt werden, dass die Kapitalerhöhung von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen wird, sie den Aktionären entsprechend ihrem Bezugsrecht anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.Der Vorstand wird darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht bei einer Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital gegen Sacheinlagen zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbes von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen auszuschließen.Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen."3. Beschlussfassung über(a) die Ermächtigung des Vorstands, mit Zustimmung des Aufsichtsrates Wandelschuldverschreibungen auszugeben und über die Ermächtigung des Vorstands, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Bezugsrechte der Aktionäre gänzlich oder teilweise auszuschließen, auch um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen,(b) ein bedingtes Kapital, sowie(c) die entsprechende Ergänzung der Satzung in § 4.
Die Emission von Wandelschuldverschreibungen stellt eine Alternative zu einer „einfachen“ Barkapitalerhöhung dar und bietet dem Unternehmen zusätzliche Flexibilität bei der Finanzierung. Eine Wandelschuldverschreibung stellt zudem eine Alternative zu einer herkömmlichen Anleihe dar.Der Beschluss ermächtigt den Vorstand, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, Wandelschuldverschreibungen zu begeben und das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre unter den in der Einladung zur Hauptversammlung erwähnten Bedingungen auszuschließen. Der Vorteil für das Unternehmen besteht in der Möglichkeit einer beschleunigten und marktnahen Platzierung von Wandelanleihen und damit in einer Reduktion des Kurs- und Platzierungsrisikos.Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen in diesem Sinne vor, die Hauptversammlung möge folgendes beschließen:„Ermächtigung des Vorstands, mit Zustimmung des Aufsichtsrates, auch in mehreren Tranchen Wandelschuldverschreibungen, die das Bezugs- oder Umtauschrecht bzw. eine Bezugs- oder Umtauschpflicht auf insgesamt bis zu 12.862.500 Aktien der Gesellschaft gewähren bzw. vorsehen, auszugeben. Die Bedienung kann über das zu beschließende bedingte Kapital und / oder über eigene Aktien erfolgen. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzusetzen. Diese Ermächtigung gilt bis zum 9. Dezember 2015.Das gesetzliche Bezugsrecht kann den Aktionären in der Weise eingeräumt werden, dass die Wandelschuldverschreibungen von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären entsprechend ihrem Bezugsrecht anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.Der Vorstand wird darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht auf Wandelschuldverschreibungen auszuschließen, sofern der Vorstand nach pflichtgemäßer Prüfung zu der Auffassung gelangt, dass der Ausgabebetrag der Wandelschuldverschreibungen zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages ihren nach anerkannten, insbesondere finanzmathematischen Methoden ermittelten hypothetischen Marktwert nicht unterschreitet und der Wandlungspreis bzw. der Bezugspreis (Ausgabebetrag) der Bezugsaktien, jeweils nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Stammaktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren ermittelt wird und nicht unter dem Börsekurs der Aktien der Gesellschaft während der letzten 20 Handelstage vor dem Tag der Ankündigung der Begebung der Wandelschuldverschreibungen liegt.“In Verbindung mit der Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen ist eine Beschlussfassung über eine bedingte Kapitalerhöhung zur Ausgabe neuer Aktien an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen notwendig. Diese Erhöhung des Grundkapitals darf nur soweit durchgeführt werden, als Gläubiger der Wandelschuldverschreibung von ihrem Bezugs- oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen und der Vorstand beschließt, diese mit neuen Aktien zu bedienen. Eine Bedienung der Gläubiger der Wandelschuldverschreibung kann auch über eigene Aktien erfolgen. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen in diesem Sinne vor, die Hauptversammlung möge folgendes beschließen: § 4 der Satzung (Grundkapital und Aktien) wird zur Einführung eines bedingten Kapitals wie folgt geändert:"(4) Das Grundkapital der Gesellschaft ist gemäß § 159 Abs 2 Z 1 AktG um bis zu EUR 13.358.625,-- durch Ausgabe von bis zu 12.862.500 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen, zu der der Vorstand in der Hauptversammlung vom 10. Dezember 2010 ermächtigt wurde, bedingt erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur soweit durchgeführt werden, als Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen von ihrem Bezugs- oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen bzw. jene, die zum Bezug oder Umtausch verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zum Bezug oder Umtausch erfüllen, und der Vorstand beschließt, diese Wandelschuldverschreibungen mit neuen Aktien zu bedienen. Der Ausgabebetrag und das Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Stammaktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln (Grundlagen der Berechnung des Ausgabebetrages); der Ausgabebetrag darf nicht unter dem anteiligen Betrag des Grundkapitals liegen. Die neu auszugebenden Aktien der bedingten Kapitalerhöhung haben die volle Dividendenberechtigung für das gesamte Geschäftsjahr, in dem sie begeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausgabe der Bezugsaktien anzupassen. Entsprechendes gilt im Fall der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen nach Ablauf des Ermächtigungszeitraumes sowie im Fall der Nichtausnutzung des bedingten Kapitals nach Ablauf der Fristen nach den Wandelschuldverschreibungsbedingungen.(5) Die Summe der Anzahl der nach den Bedingungen der Wandelschuldverschreibungen aktuell oder potentiell auszugebenden Bezugsaktien und die Anzahl der aus dem genehmigten Kapital bereits ausgegebenen oder auszugebenden Aktien darf 12.862.500 Stück nicht überschreiten (betragsmäßige Determinierung der Ermächtigungen nach Absatz (3) und (4)), wobei das Bezugs- oder Umtauschrecht der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen jedenfalls gewahrt sein muss."