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Timestamp: 2019-10-18 18:06:11
Document Index: 294093

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 145', '§ 138', '§ 9', '§ 145', '§ 138', '§ 9', '§ 24', '§ 145', '§ 138', '§ 9', '§ 138', '§ 9', '§ 596', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 781', 'BGH', '§ 138', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138', '§ 4', '§ 3', 'BGH', '§ 3', 'BGH', '§ 145', '§ 301', 'BGH', '§ 648', 'BGH', '§ 309']

BGH, 03.04.2003 - IX ZR 113/02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,833
BGH, 03.04.2003 - IX ZR 113/02 (https://dejure.org/2003,833)
BGH, Entscheidung vom 03.04.2003 - IX ZR 113/02 (https://dejure.org/2003,833)
BGH, Entscheidung vom 03. April 2003 - IX ZR 113/02 (https://dejure.org/2003,833)
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ZPO §§ 145, 596; BGB § 138 Abs. 1; AGBG §§ 9, 24a Nr. 2
Ermessensausübung bei der Prozesstrennung im Urkundenverfahren; Teilweiser Übergang in ordentliches Verfahren; Sittenwidrigkeit anerkannter anwaltlicher Gebührenforderungen aus Honorarvereinbarung; Vorformuliertes deklaratorisches Schuldanerkenntnis; Unangemessene ...
Zur Frage der Sittenwidrigkeit von anerkannten anwaltlichen Gebührenforderungen aus einer Honorarvereinbarung; zur Frage der Wirksamkeit eines vorformulierten Schuldanerkenntnisses
§ 145 ZPO, § 138 BGB, § 9 AGBG, § 24a AGBG
Prozesstrennung im Urkundenverfahren; Formularmäßige Anerkennung von anwaltlichen Gebührenansprüchen
Anwaltsrecht - Sittenwidrigkeit von anerkannten anwaltlichen Gebührenforderungen
§§ 145, 596 ZPO; § 138 Abs. 1 BGB; §§ 9, 24a Nr. 2 AGBG
Urkundenprozess - Prozesstrennung - Rechtsanwaltsgebührenforderung
BGB § 138 Abs. 1; AGBG §§ 9, 24a Nr. 2; ZPO § 596
Keine unangemessene Benachteiligung durch vorformuliertes deklaratorisches Anerkenntnis mit Einwendungsverzicht des Mandanten einer Rechtsanwaltskanzlei
NJW 2003, 2386
MDR 2003, 888
NJ 2003, 537
WM 2003, 1626
AnwBl 2004, 61
Mithin kann eine anwaltliche Honorarvereinbarung das Sittengesetz nicht verletzen, wenn sie zu einem aufwandsangemessenen Honorar führt (BGH, Urt. v. 3. April 2003 - IX ZR 113/02, NJW 2003, 2386, 2387; Beschl. v. 24. Juli 2003 - IX ZR 131/00, NJW 2003, 3486).
Die Vergütung nach Maßgabe eines Stundenhonorars ist nicht als unangemessen zu beanstanden, wenn diese Honorarform unter Würdigung der Besonderheiten des Einzelfalls sachgerecht erscheint und die geltend gemachte Bearbeitungszeit sowie der ausgehandelte Stundensatz angemessen sind (…BVerfG, aaO S. 653; BGH, Urt. v. 3. April 2003 - IX ZR 113/02, NJW 2003, 2386, 2387).
Eine derartige Vergütung ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht als unangemessen zu beanstanden, wenn diese Honorarform unter Würdigung der Besonderheiten des Einzelfalls sachgerecht erscheint (BVerfG, NJW-RR 2010, 259, 260; BGH, Urt. v. 3. April 2003 - IX ZR 113/02, NJW 2003, 2386, 2387;… v. 4. Februar 2010 - IX ZR 18/09, NJW 2010, 1364 Rn. 73 z.V.b. in BGHZ 184, 209).
Eine aufwandsangemessene Vergütung verletzt die guten Sitten nicht (BGH, Urteil vom 3. April 2003 - IX ZR 113/02, NJW 2003, 2386, 2387 unter II.3.b.aa.).
Damit hat sich - anders als beim abstrakten Schuldanerkenntnis iSv. § 781 BGB - keine Beweislast der Parteien verlagert, vielmehr sind mögliche Beweisfragen durch das materielle Recht beseitigt worden (vgl. etwa BAG 15. März 2005 - 9 AZR 502/03 - zu II 2 c bb (3) der Gründe, BAGE 114, 97; BGH 3. April 2003 - IX ZR 113/02 - zu II 3 b dd der Gründe) .
Nach der Rechtsprechung des IX. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs kann ein Honorar, das den gesetzlichen Vergütungsanspruch um mehr als das fünffache übersteigt, sittenwidrig gemäß § 138 Abs. 1 BGB sein, wenn das Verfahren nicht durch besonderen Aufwand gekennzeichnet ist (BGHZ 144, 343, 346; BGH AnwBl. 2004, 61).
BAG, 15.03.2005 - 9 AZR 502/03
Schuldversprechen - Inhaltskontrolle
Bestätigende Schuldanerkenntnisse verschieben nicht die Beweislast, sondern gestalten die materielle Rechtslage (BGH 3. April 2003 - IX ZR 113/02 - NJW 2003, 2386).
Die Stundensatzvereinbarung in dem schriftlichen Vertrag der Parteien vom 1. März 1996 war sittenwidrig (§ 138 Abs. 1 BGB), weil sie zu einer Honorarforderung des Beklagten führte, welche die gesetzlichen Gebühren um mehr als das Siebzehnfache überstieg (vgl. dazu bei Vereinbarung von Pauschalhonoraren in Fällen mit kleineren und mittleren Streitwerten BGHZ 144, 343, 346;… BGH, Urt. v. 4. Juli 2002 - IX ZR 153/01, NJW 2002, 2774, 2775; zu Stundensatzvereinbarungen BGH, Urt. v. 3. April 2003 - IX ZR 113/02, Umdruck S. 9).
Zwar kann eine anwaltliche Honorarvereinbarung grundsätzlich das Sittengesetz nicht verletzen, wenn sie zu einem aufwandsangemessenen Honorar führt (BGH, Urt. v. 3. April 2003 aaO).
Diesen Anforderungen genügt ein ohne jeden Hinweis auf den Schuldgrund gegebenes abstraktes Schuldanerkenntnis, wie es hier vorliegt, nicht (BGH, Urteile vom 16. September 1971 - VII ZR 312/69, BGHZ 57, 53, 57 und vom 3. April 2004 - IX ZR 113/02, WM 2003, 1626, 1629).
Diese Anforderungen gelten dagegen nicht, wenn mit dem Schuldversprechen bereits bestehende Honorarabreden, die die Form wahren, bestätigt werden (BGH, Urteil vom 3. April 2004 - IX ZR 113/02, WM 2003, 1626, 1629).
Die Vorschrift des § 138 BGB ist im Falle einer unangemessen hohen Anwaltsvergütung grundsätzlich neben dem Herabsetzungsverfahren des § 4 Abs. 4 RVG a.F. anwendbar (vgl. Senat, Urteil vom 23.7.2009, 24 U 200/08, bei juris; vgl. ferner zum insoweit gleichlautenden § 3 Abs. 3 BRAGO: BGH NJW 2005, 2142; NJW 2003, 3486; NJW 2003, 2386; NJW 2002, 2774; NJW 2000, 2669; Senat, OLGR Düsseldorf 1996, 211;… Gerold/Schmidt/Mayer, RVG, 18. Aufl., § 3 a Rn. 42).
BGH, 03.07.2008 - V ZR 20/07
Anforderungen an die Form der Übertragung einer im Grundbuch eingetragenen …
Die Prozesstrennung nach § 145 ZPO unterliegt jedoch nicht den gleichen Einschränkungen wie die Zulässigkeit eines Teilurteils nach § 301 ZPO (BGH, Urt. v. 3. April 2003, IX ZR 113/02, NJW 2003, 2386, 2387).
OLG Düsseldorf, 23.07.2009 - 24 U 200/08
OLG Karlsruhe, 02.03.2006 - 2 UF 209/05
Unterhaltsverfahren nach der Insolvenzeröffnung: Wiederaufnahme und anschließende …
OLG Düsseldorf, 25.02.2011 - 23 U 150/10
Zivilprozess - Klage auf Vergütung + § 648a BGB-Sicherheit: Teilurteil zulässig?
OLG München, 03.05.2012 - 24 U 646/10
Rechtsanwaltsvergütungsvereinbarung: Hinweis auf beschränkte Gebührenerstattung …
OLG Düsseldorf, 11.04.2014 - 22 U 156/13
OLG Celle, 12.11.2012 - 6 U 33/12
Pflichtteilsergänzung: Begründetheit der Klage auf Ergänzung des Pflichtteils …
BGH, 13.04.2006 - IX ZR 275/02
Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde betreffend die Abstandnahme vom …
OLG Düsseldorf, 16.12.2003 - 24 U 73/03
Zum Schadenersatzanspruch des Mandanten gegen Rechtsanwalt wegen fehlerhafter …
OLG Koblenz, 30.12.2008 - 2 U 664/06
Angemessenheit einer Vereinbarung über die Höhe des Anwaltshonorars hinsichtlich …
OLG Brandenburg, 30.04.2009 - 12 U 165/08
Praxisübernahmevertrag: Anspruch des Verkäufers auf Zahlung der Kaufpreisraten; …
OLG Dresden, 10.04.2007 - 14 U 2049/06
Verfassungsmäßigkeit der Festsetzung des Vergütungsanspruchs eines Anwalts auf …
OLG Hamm, 22.12.2008 - 13 U 158/07
OLG München, 08.10.2004 - 1 W 1961/04
Verstoß gegen § 309 Nr. 3 BGB bei formularmäßigem Einwendungsverzicht in einer …
OLG Hamm, 27.10.2006 - 19 U 76/06
Zulässigkeit eines Teilurteils bei einfacher Streitgenossenschaft; Pflicht zur …
OLG München, 06.11.2008 - 1 U 4428/07
Amtshaftung: Ansprüche wegen der Löschung zw. Nichtwiedereintragung einer GmbH im …
LG Berlin, 08.05.2008 - 27 O 42/08
Vereinbarung der Strafverteidigervergütung: Herabsetzung des verabredeten …