Source: https://www.cjd-schule-ergotherapie.de/die-ausbildung/ausbildungsinhalte/pruefungsordnung/
Timestamp: 2020-07-06 19:19:46
Document Index: 147296870

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 2', '§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 2', '§ 1', '§1', '§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 1', '§ 17']

Prüfungsordnung :: Fachschule für Ergotherapie Statistiken Marketing
Ausbildungsinhalte Prüfungsordnung
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten(Ergotherapeuten-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung - ErgThAPrV)
Eine vollständige Version (inkl. aller Anlagen) beider Verordnungen ist in der Geschäftsstelle des DVE erhältlich.
Auszug aus der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten vom 2. August 1999
(Ergotherapeuten-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung - ErgThAPrV)
(inkl. Anlage 1)
Diese Verordnung trat am 1. Juli 2000 in Kraft.
Auf Grund des § 5 des Ergotherapeutengesetzes vom 25. Mai 1976 (BGBl. I S. 1246), zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 16. Juni 1998 (BGBl. I S. 1311), verordnet das Bundesministerium für Gesundheit:
(1) Die dreijährige Ausbildung für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten umfasst mindestens den in der Anlage 1 aufgeführten theoretischen und praktischen Unterricht von 2 700 Stunden und die aufgeführte praktische Ausbildung von 1 700 Stunden. Sie steht unter der Gesamtverantwortung einer Schule für Ergotherapeuten (Schule). Im Unterricht muss den Schülern ausreichende Möglichkeit gegeben werden, die erforderlichen praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln und einzuüben.
(2) Die Schulen haben die praktische Ausbildung im Rahmen einer Vereinbarung mit Krankenhäusern oder anderen geeigneten Einrichtungen sicherzustellen. Der in Anlage 1 B Nr. 3 genannte Bereich der praktischen Ausbildung soll unter der Anleitung von Ergotherapeutinnen oder Ergotherapeuten durchgeführt werden; in den übrigen in Anlage 1 B genannten Bereichen hat sie unter der Anleitung von Ergotherapeutinnen oder Ergotherapeuten stattzufinden.
(1) Die staatliche Prüfung nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 des Ergotherapeutengesetzes umfasst einen schriftlichen, einen mündlichen und einen praktischen Teil.
(1) Bei jeder Schule wird ein Prüfungsausschuß gebildet. Er besteht aus mindestens vier Mitgliedern, und zwar:
1. einem Medizinalbeamten der zuständigen Behörde oder einer von der zuständigen Behörde mit der Wahrnehmung dieser Aufgabe betrauten Person,
3. Fachprüfern, die an der Schule unterrichten und von denen mindestens
a) ein Prüfer Arzt und
b) ein Prüfer Ergotherapeut, Beschäftigungs- und Arbeitstherapeut, Diplom-Medizinpädagoge oder Medizinpädagoge mit einer abgeschlossenen Ausbildung als Ergotherapeut oder Beschäftigungs- und Arbeitstherapeut sein muß.
Als Fachprüfer sollen die Lehrkräfte bestellt werden, die den Prüfling in diesem Fachgebiet überwiegend ausgebildet haben.
(2) Die zuständige Behörde bestellt die Mitglieder nach Absatz 1 Satz 2 Nr. 1 und 3 sowie ihre Vertreter. Für jedes Mitglied ist mindestens ein Vertreter zu bestimmen. Vor der Bestellung der Mitglieder nach Absatz 1 Satz 2 Nr. 3 und ihrer Vertreter ist die Schulleitung anzuhören.
(3) Das Mitglied nach Absatz 1 Satz 2 Nr. 1 sitzt dem Prüfungsausschuß vor. Die Behörde kann bestimmen, dass das Mitglied nach Absatz 1 Satz 2 Nr. 2 den Vorsitz führt.
(4) Die zuständige Behörde kann Sachverständige und Beobachter zur Teilnahme an allen Prü fungsvorgängen entsenden.
(1) Der Vorsitzende entscheidet auf Antrag des Prüflings über die Zulassung zur Prüfung und setzt die Prüfungstermine im Benehmen mit der Schulleitung fest. Der Prüfungsbeginn soll nicht früher als zwei Monate vor dem Ende der Ausbildung liegen.
1. eine Geburtsurkunde oder ein Auszug aus dem Familienbuch der Eltern und alle Urkunden, die eine spätere Namensänderung bescheinigen, sowie bei Verheirateten eine Heiratsurkunde oder ein Auszug aus dem für die Ehe geführten Familienbuch,
2. die Bescheinigung nach § 1 Abs. 3 über die Teilnahme an den Ausbildungsveranstaltungen.
1. Allgemeine Krankheitslehre; Spezielle Krankheitslehre einschließlich diagnostischer, therapeutischer, präventiver und rehabilitativer Maßnahmen sowie psychosozialer Aspekte; Grundlagen der Arbeitsmedizin;
2. Psychologie und Pädagogik; Behindertenpädagogik; Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde;
3. Motorisch-funktionelle Behandlungsverfahren; Neurophysiologische Behandlungsverfahren; Neuropsychologische Behandlungsverfahren; Psychosoziale Behandlungsverfahren; Arbeitstherapeutische Verfahren.
Der Prüfling hat in den drei Fächergruppen in jeweils einer Aufsichtsarbeit schriftlich gestellte Fragen zu beantworten. Die Aufsichtsarbeiten dauern jeweils 180 Minuten. Die schriftliche Prüfung ist an drei Tagen durchzuführen. Die Aufsichtsführenden werden von der Schulleitung bestellt.
(2) Die Aufgaben für die Aufsichtsarbeiten werden von dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf Vorschlag der Schule ausgewählt. Jede Aufsichtsarbeit ist von mindestens zwei Fachprüfern zu benoten. Aus den Noten der Fachprüfer bildet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses im Benehmen mit den Fachprüfern die Note für die einzelne Aufsichtsarbeit sowie aus den Noten der drei Aufsichtsarbeiten die Prüfungsnote für den schriftlichen Teil der Prüfung. Der schriftliche Teil der Prüfung ist bestanden, wenn jede der drei Aufsichtsarbeiten mindestens mit "ausreichend" benotet wird.
1. Biologie, beschreibende und funktionelle Anatomie, Physiologie,
2. Medizinsoziologie und Gerontologie,
3. Grundlagen der Ergotherapie.
Die Prüflinge werden einzeln oder in Gruppen bis zu fünf geprüft. Ein Prüfling soll in jedem Fach nicht länger als 15 Minuten geprüft werden.
(2) Jedes Fach wird von mindestens einem Fachprüfer abgenommen und benotet. Der Vorsitzende ist berechtigt, sich in allen Fächern an der Prüfung zu beteiligen; er kann auch selbst prüfen. Aus den Noten der Fachprüfer bildet der Vorsitzende im Benehmen mit den Fachprüfern die Prüfungsnote für den mündlichen Teil der Prüfung. Der mündliche Teil der Prüfung ist bestanden, wenn jedes Fach mindestens mit "ausreichend" benotet wird.
(3) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann die Anwesenheit von Zuhörern beim mündlichen Teil der Prüfung gestatten, wenn ein berechtigtes Interesse besteht.
(1) Im praktischen Teil der Prüfung hat der Prüfling
1. gemäß eines von ihm vorher zu erstellenden Arbeitsplanes unter Aufsicht ein Werkstück, eine Schiene, ein Hilfsmittel oder einen anderen therapeutischen Gegenstand anzufertigen und die therapeutische Einsatzmöglichkeit zu analysieren und zu begründen sowie
2. mit einem Patienten oder mit einer Patientengruppe eine ergotherapeutische Behandlung durchzuführen, die auf der Grundlage eines schriftlichen Prüfungsberichtes über die ergotherapeutische Befunderhebung, die Behandlungsplanung und deren Durchführung beruht.
(2) Die Prüfung nach Absatz 1 Nr. 1 soll an zwei Tagen durchgeführt werden und zwölf Stunden nicht überschreiten. Für die Prüfung nach Absatz 1 Nr. 2 sind dem Prüfling die Patienten spätestens vier Tage vor der Prüfung zuzuweisen. Die Auswahl der Patienten erfolgt durch einen Fachprüfer nach § 3 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 im Einvernehmen mit dem Patienten und dem für den Patienten verantwortlichen Fachpersonal. Nach der ergotherapeutischen Behandlung sollen in einem Prüfungsgespräch Fragen zum Ablauf der Behandlung sowie dem Prüfungsbericht gestellt werden. Die Behandlung und das Gespräch sollen an einem Tag abgeschlossen sein und nicht länger als zwei Stunden dauern.
(3) Der praktische Teil der Prüfung nach Absatz 1 Nr. 1 und 2 wird jeweils von mindestens zwei Fachprüfern, darunter mindestens einem Fachprüfer nach § 3 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 Buchstabe b, abgenommen und benotet. Aus den Noten der Fachprüfer bildet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses im Benehmen mit den Fachprüfern jeweils die Note für die Prüfungen nach Absatz 1 Nr. 1 und 2 sowie aus diesen Noten die Prüfungsnote für den praktischen Teil der Prüfung. Der praktische Teil der Prüfung ist bestanden, wenn die Prüfungen nach Absatz 1 Nr. 1 und 2 jeweils mindestens mit "ausreichend" benotet werden.
- "sehr gut" (1), wenn die Leistung den Anforderungen in besonderem Maße entspricht,
- "gut" (2), wenn die Leistung den Anforderungen voll entspricht,
- "befriedigend" (3), wenn die Leistung im allgemeinen den Anforderungen entspricht,
- "ausreichend" (4), wenn die Leistung zwar Mängel aufweist,
aber im ganzen den Anforderungen noch entspricht,
- "mangelhaft" (5), wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht,
jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind
und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können,
- "ungenügend" (6), wenn die Leistung den Anforderungen nicht entspricht und
selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit
nicht behoben werden können.
(3) Der Prüfling kann jede Aufsichtsarbeit der schriftlichen Prüfung, jedes Fach der mündlichen Prüfung sowie in der praktischen Prüfung die Prüfung nach § 7 Abs. 1 Nr. 1 und die Prüfung nach § 7 Abs. 1 Nr. 2 einmal wiederholen, wenn er die Note "mangelhaft" oder "ungenügend" erhalten hat.
(4) Hat der Prüfling die gesamte praktische Prüfung oder in der praktischen Prüfung die Prüfung nach § 7 Abs. 1 Nr. 1 oder 2 zu wiederholen, so darf er zur Wiederholungsprüfung nur zugelassen werden, wenn er an einer weiteren Ausbildung teilgenommen hat, deren Dauer und Inhalt vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses im Benehmen mit den Fachprüfern bestimmt werden. Dem Antrag des Prüflings auf Zulassung zur Wiederholungsprüfung ist ein Nachweis über die Teilnahme an der weiteren Ausbildung beizufügen. Die Wiederholungsprüfung soll spätestens zwölf Monate nach der letzten Prüfung abgeschlossen sein.
(1) Tritt ein Prüfling nach seiner Zulassung von der Prüfung oder einem Teil der Prüfung zurück, so hat er die Gründe für seinen Rücktritt unverzüglich dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses schriftlich mitzuteilen. Genehmigt der Vorsitzende den Rücktritt, so gilt die Prüfung oder der betreffende Teil der Prüfung als nicht unternommen. Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn wichtige Gründe vorliegen. Im Falle einer Krankheit kann die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung verlangt werden.
(2) Wird die Genehmigung für den Rücktritt nicht erteilt oder unterlässt es der Prüfling, die Gründe für seinen Rücktritt unverzüglich mitzuteilen, so gilt die Prüfung oder der betreffende Teil der Prüfung als nicht bestanden. § 10 Abs. 3 gilt entsprechend.
(1) Versäumt ein Prüfling einen Prüfungstermin oder gibt er eine Aufsichtsarbeit nicht oder nicht rechtzeitig ab oder unterbricht er die Prüfung, so gilt die Prüfung oder der betreffende Teil der Prüfung als nicht bestanden, wenn nicht ein wichtiger Grund vorliegt; § 10 Abs. 3 gilt entsprechend. Liegt ein wichtiger Grund vor, so gilt die Prüfung oder der betreffende Teil der Prüfung als nicht unternommen.
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann bei Prüflingen, die die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfung in erheblichem Maße gestört oder sich eines Täuschungsversuchs schuldig gemacht haben, den betreffenden Teil der Prüfung für "nicht bestanden" erklären; § 10 Abs. 3 gilt entsprechend. Eine solche Entscheidung ist im Falle der Störung der Prüfung nur bis zum Abschluss der gesamten Prüfung, im Falle eines Täuschungsversuchs nur innerhalb von drei Jahren nach Abschluss der Prüfung zulässig.
Auf Antrag ist dem Prüfungsteilnehmer nach Abschluss der Prüfung Einsicht in seine Prüfungsunterlagen zu gewähren. Schriftliche Aufsichtsarbeiten sind drei, Anträge auf Zulassung zur Prüfung und Prüfungsniederschriften zehn Jahre aufzubewahren.
Liegen die Voraussetzungen nach § 2 des Ergotherapeutengesetzes für die Erteilung der Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung nach § 1 des Gesetzes vor, so stellt die zuständige Behörde die Erlaubnisurkunde nach dem Muster der Anlage 4 aus.
Sonderregelungen für Inhaber von Diplomen oder Prüfungszeugnissen aus einem anderen Mitgliedstaat der EU oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum
(1) Antragsteller, die eine Erlaubnis nach §1 des Ergotherapeutengesetzes beantragen, können zum Nachweis, dass die Voraussetzungen nach § 2 Abs. 1 Nr. 2 dieses Gesetzes vorliegen, eine von der zuständigen Behörde des Heimat- oder Herkunftstaates ausgestellte entsprechende Bescheinigung oder einen von einer solchen Behörde ausgestellten Strafregisterauszug oder, wenn ein solcher nicht beigebracht werden kann, einen gleichwertigen Nachweis vorlegen. Die in Satz 1 genannten Bescheinigungen und Mitteilungen sind vertraulich zu behandeln. Sie dürfen der Beurteilung nur zugrunde gelegt werden, wenn bei der Vorlage die Ausstellung nicht mehr als drei Monate zurückliegt.
(2) Antragsteller, die eine Erlaubnis nach § 1 des Ergotherapeutengesetzes beantragen, können zum Nachweis, dass die Voraussetzungen nach § 2 Abs. 1 Nr. 3 dieses Gesetzes vorliegen, eine entsprechende Bescheinigung der zuständigen Behörde ihres Heimat- oder Herkunftstaates vorlegen. Absatz 1 Satz 2 und 3 gilt entsprechend.
(3) Antragsteller, die eine Erlaubnis nach § 1 des Ergotherapeutengesetzes beantragen, können ihre im Heimat oder Herkunftstaat bestehende rechtmäßige Ausbildungsbezeichnung und, soweit dies nach dem Recht des Heimat- oder Herkunftstaates zulässig ist, die Abkürzung in der Sprache dieses Staates führen. Daneben sind Name und Ort der Lehranstalt, die die Ausbildungsbezeichnung verliehen hat, aufzuführen.
(4) Über den Antrag eines Staatsangehörigen eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum auf Erteilung der Erlaubnis nach § 1 des Ergotherapeutengesetzes ist kurzfristig, spätestens vier Monate nach Vorlage der Nachweise über das Vorliegen der Voraussetzungen dieses Gesetzes zu entscheiden. Werden von der zuständigen Stelle des Heimat- oder Herkunftstaates die in Absatz 1 Satz 1 genannten Bescheinigungen nicht ausgestellt, kann der Antragsteller sie durch Vorlage einer Bescheinigung über die Abgabe einer eidesstattlichen Erklärung gegenüber der zuständigen Behörde ersetzen.
Eine vor Inkrafttreten dieser Verordnung begonnene Ausbildung zur "Beschäftigungs- und Arbeitstherapeutin", zum "Beschäftigungs- und Arbeitstherapeuten", zur "Ergotherapeutin" oder zum "Ergotherapeuten" wird nach den bisher geltenden Vorschriften abgeschlossen.
Diese Verordnung tritt am 1. Juli 2000 in Kraft. Gleichzeitig tritt, soweit sich nicht aus § 17 etwas anderes ergibt, die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Beschäftigungs- und Arbeitstherapeuten vom 23. März 1977 (BGBl. I S. 509), zuletzt geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 6. Dezember 1994 (BGBl. I S. 3770), außer Kraft.
Bonn, den 2. August 1999
Die Bundesministerin für Gesundheit Andrea Fischer
Berufs-, Gesetzes- und Staatskunde 40 Stunden
1.4 Ergotherapeutengesetz; gesetzliche Regelungen für die sonstigen Berufe des Gesundheitswesens und ihre Abgrenzung zueinander
1.8 Einführung in das Krankenhaus- und Seuchenrecht sowie das Arznei- und Betäubungsmittelrecht
1.9 Strafrechtliche, bürgerlich-rechtliche und öffentlich-rechtliche Vorschriften, die bei der Berufsausübung von Bedeutung sind; Rechtsstellung des Patienten oder seiner Sorgeberechtigten, Datenschutz
1.10 Die Grundlagen der staatlichen Ordnung in der Bundesrepublik Deutschland
2 Fachsprache, Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten 80 Stunden
2.1 Einführung in die fachbezogene Terminologie
2.7 Benutzung und Auswertung von deutscher und fremdsprachiger Fachliteratur
2.8 Erarbeiten einer schriftlichen Abhandlung auf der Grundlage einer Problemuntersuchung
3 Grundlagen der Gesundheitslehre und Hygiene 30 Stunden
3.1 Gesundheit und ihre Einflussfaktoren
3.2 Gesundheit und Lebensalter
3.3 Maßnahmen der Gesundheitsförderung
3.4 Allgemeine Hygiene, Individualhygiene und Umweltschutz
3.5 Krankheitserreger und übertragbare Krankheiten
3.6 Desinfektion und Sterilisation
4 Biologie, beschreibende und funktionelle Anatomie, Physiologie 180 Stunden
4.1 Zelle, Zellstoffwechsel und Zellvermehrung
4.2 Vererbungslehre, Humangenetik und Gentechnologie
4.3 Strukturelemente, Richtungsbezeichnungen und Körperorientierungen
4.4 Stütz- und Bewegungsapparat
4.5 Herz- und Blutgefäßsystem
4.6 Atmungssystem
4.7 Verdauungssystem
4.8 Urogenitalsystem
4.9 Nervensystem und Sinnesorgane
4.10 Haut und Hautanhangsorgane
4.11 Endokrinologisches System
5 Allgemeine Krankheitslehre 30 Stunden
5.1 Gesundheit, Krankheit, Krankheitsursachen, Krankheitszeichen, Krankheitsverlauf
5.2 Pathologie der Zelle, Wachstum und seine Störungen, Entwicklungsstörungen
5.3 Örtliche und allgemeine Kreislaufstörungen, Blutungen
5.4 Entzündungen, Ödeme, Erkrankungen des Immunsystems
6 Spezielle Krankheitslehre einschließlich diagnostischer, therapeutischer, präventiverund rehabilitativer Maßnahmen sowie psychosozialer Aspekte 280 Stunden
6.2 Rheumatologie
6.3 Innere Medizin und Geriatrie
6.4 Chirurgie/Traumatologie
6.5 Onkologie
6.6 Neurologie einschließlich der neuropsychologischen Störungen
6.7 Psychosomatik
6.8 Psychiatrie/Gerontopsychiatrie
6.9 Kinder- und Jugendpsychiatrie einschließlich der Grundlagen der Normalentwicklung
6.10 Pädiatrie und Neuropädiatrie einschließlich der intrauterinen und der statomotorischen Entwicklungen
7 Arzneimittellehre 20 Stunden
7.1 Herkunft, Bedeutung und Wirkung von Arzneimitteln
7.2 Arzneiformen und ihre Verabreichung
7.3 Umgang mit Arzneimitteln
7.4 Arzneimittelgruppen und Zuordnung ausgewählter Arzneimittel
7.5 Grundkenntnisse der Pharmakologie und Toxikologie
8 Grundlagen der Arbeitsmedizin 30 Stunden
8.1 Arbeitsphysiologie
8.3 Arbeitsplatzbedingungen
8.4 Arbeitsplatzanalyse
8.5 Gewerbehygiene
8.6 Berufsbelastungen und Berufserkrankungen
9 Erste Hilfe 20 Stunden
9.4 Maßnahmen bei Schockzuständen und Wiederbelebung
9.5 Versorgung von Knochenbrüchen
9.7 Verhalten bei Arbeitsunfällen und sonstigen Notfällen
10 Psychologie und Pädagogik 210 Stunden
10.1 Grundbegriffe und Grundfragen der Pädagogik
10.1.1 Notwendigkeit und Möglichkeit von Erziehung und Lernen
10.1.2 Lehren und Lernen im pädagogischen Bezug
10.1.3 Funktion von Erziehungszielen
10.1.4 Erziehungsmaßnahmen und Erziehungsstile
10.1.5 Pädagogische Aspekte der therapeutischen Arbeit
10.2 Grundbegriffe und Grundfragen der Psychologie
10.3 Allgemeine und Entwicklungspsychologie
10.3.1 Hauptperioden der kognitiven, emotionalen und sozialen Entwicklung
10.3.2 Denken und Sprache
10.3.3 Lernen einschließlich soziales Lernen
10.3.4 Motivationen und Emotionen
10.3.5 Pädagogische Konsequenzen und ergotherapeutische Ansätze einschließlich praktischer Übungen
10.4 Sozialpsychologie und Persönlichkeitspsychologie
10.4.1 Persönlichkeitsmodelle
10.4.2 Personenwahrnehmung
10.4.3 Interaktion in Gruppen
10.4.4 Einstellungen
10.4.5 Pädagogische Konsequenzen und ergotherapeutische Ansätze einschließlich praktischer Übungen
10.5 Grundbegriffe der Psychotherapie
10.5.1 Pädagogische Konsequenzen und Bedeutung für die Ergotherapie
10.6 Arbeits- und Betriebspsychologie; Organisationspsychologie; berufliche Sozialisation aus soziologischer und psychologischer Sicht
10.6.1 Bedeutung und Funktion der Arbeit in der Gesellschaft
10.6.2 Arbeit und Persönlichkeitsentwicklung
10.6.3 Personale Schwierigkeiten im Arbeits- und Anpassungsprozeß
10.6.4 Grundlagen der Organisationspsychologie
10.6.5 Arbeit und Behinderung
11 Behindertenpädagogik 40 Stunden
11.1 Geschichte der Behindertenpädagogik
11.2 Systematik der Behinderungen
11.3 Familie und Behinderung
11.4 Sonderpädagogische Diagnostik
11.5 Ergotherapeutische Aufgaben
12 Medizinsoziologie und Gerontologie 70 Stunden
12.1 Medizinsoziologie
12.1.1 Naturwissenschaftliches und sozialwissenschaftliches Krankheitsverständnis
12.1.2 Institutionssoziologie und Rollensoziologie
12.1.3 Gesellschaftliche Bewertung von chronischer Krankheit und Behinderung
12.1.4 Verarbeitung und Bewältigung von Krankheit und Behinderung
12.2 Gerontologie
12.2.1 Alterstheorien
12.2.2 Ansprüche, Möglichkeiten und Grenzen im Alter, Glaubens- und Sinnfragen
12.2.3 Veränderung der Rollen, Selbst- und Fremdbilder im Alter
12.2.4 Veränderung der geistigen Fähigkeiten Ergotherapeutische Mittel
13 Handwerkliche und gestalterische Techniken mit verschiedenen Materialien 500 Stunden
13.1 Material- und Werkzeugkunde
13.2 Arbeitstechniken
13.2.1 Konstruktiv strukturierende Elemente
13.2.2 Gestalterisch kreative Elemente
13.3 Arbeitsprozesse
13.3.1 Einfache und komplexe Aufgabenstellungen
13.3.2 Einzelarbeit und Gruppenarbeit
13.3.3 Arbeiten nach Anleitung und freies Planen
13.3.4 Selbständige Erarbeitung einer Technik
13.3.5 Manuelle und maschinelle Arbeit
13.4 Arbeitsorganisation einschließlich Planung, Vorbereitung, Arbeitsplatzgestaltung, Ergonomie
13.5 Therapeutische Anwendung der Techniken und Patientenanleitung, Kriterien für die Therapierelevanz einer handwerklichen Technik
14 Spiele, Hilfsmittel, Schienen und technische Medien 200 Stunden
14.1 Spiele und ihr therapeutischer Einsatz
14.1.1 Selbsterarbeitete und adaptierte Spiele
14.2 Rollstühle, Hilfsmittel und Schienen
14.2.1 Grundkenntnisse über Hilfsmittel und Rollstühle
14.2.2 Selbsterfahrung mit Hilfsmitteln und Rollstühlen
14.2.3 Herstellung und Adaption von Hilfsmitteln
14.2.4 Schienenkunde
14.2.5 Schienenherstellung, Veränderung standardisierter Schienen
14.3 Technische Medien und ihr Einsatz
14.3.1 Audiovisuelle Medien und ihre therapeutische Bedeutung
14.3.2 Grundlagen der Computertechnik
14.3.3 EDV und ergotherapeutische Dokumentation
14.3.4 Ergotherapeutisch relevante Software und ihre Anwendung
14.3.5 Adaption von elektronischen Hilfen für die Arbeit am Computer und ihre therapeutische Anwendung Ergotherapeutische Verfahren
15 Grundlagen der Ergotherapie 140 Stunden
15.1 Bedeutung medizinischer und sozialwissenschaftlicher Grundlagen für die Ergotherapie
15.2 Konzeptionelle Modelle der Ergotherapie
15.3 Selbstwahrnehmung
15.4 Lernen über Handeln, handlungstheoretische Ansätze
15.5 Vermittlung und Anleitung
15.6 Grundlagen therapeutischer Arbeit mit Gruppen
15.7 Einführung in die klientenzentrierte Gesprächsführung
15.8 Therapeutisches Handeln
15.9 Therapeutische Rolle und Persönlichkeit
15.10 Unterstützung, Beratung und Einbeziehung von Angehörigen in die Therapie
15.11 Grundlagen der Qualitätssicherung; Struktur, Prozess- und Ergebnisqualität
15.12 Schlüsselqualifikationen für die Teamarbeit
16 Motorischfunktionelle Behandlungsverfahren 100 Stunden
16.1 Theoretische Grundlagen
16.1.1 Funktionelle Bewegungslehre
16.1.2 Körperliche Beeinträchtigung und deren psychische Ursachen und Folgen
16.2 Befunderhebung, Diagnostik und Dokumentation
16.2.1 Standardisierte Testverfahren, beobachtende Verfahren
16.2.2 Sicht- und Tastbefund, Muskelfunktionsprüfung, Sensibilitätsprüfung, Gelenkmessung
16.2.3 Bewegungsanalyse
16.3 Methoden und Durchführungsmodalitäten
16.3.1 Gelenkmobilisation
16.3.2 Muskelkräftigung
16.3.3 Koordinationstraining
16.3.4 Belastungstraining
16.3.5 Sensibilitätstraining
17 Neurophysiologische Behandlungsverfahren 100 Stunden
17.1 Theoretische Grundlagen der sensomotorischen Entwicklung und sensorische Integration
17.2 Verständnis der Wahrnehmungsprozesse
17.3 Neurophysiologische Behandlungskonzepte im Überblick
17.4 Befunderhebung, Diagnostik und Dokumentation
17.4.1 Bewegungs- und Entwicklungsanalyse, Reflexstatus
17.4.2 Standardisierte Testverfahren und klinische Beobachtung
17.5 Methoden und Durchführungsmodalitäten
17.5.1 Grundlagen verschiedener Behandlungskonzepte, wie nach Bobath, Affolter, Ayres, Perfetti
17.5.2 Praktische Anwendung bei Kindern und Erwachsenen
18 Neuropsychologische Behandlungsverfahren 100 Stunden
18.1 Theoretische Grundlagen
18.1.1 Neuropsychologische Funktionen und Störbilder
18.1.2 Funktionelle Bedeutung der höheren kortikalen Funktionen des Menschen
18.1.3 Unterschiede bei erworbenen und angeborenen Schädigungen
18.2 Befunderhebung, Diagnostik und Dokumentation
18.2.1 Standardisierte Testverfahren, beobachtende Verfahren, computergesteuerte Messverfahren
18.2.2 Ergotherapeutische Funktionsanalysen und Testverfahren
18.3 Methoden und Durchführungsmodalitäten
18.3.1 Hirnleistungstraining
18.3.2 Training der Kulturtechniken
18.3.3 Realitätsorientierungstraining
18.3.4 Geistiges Aktivierungstraining
19 Psychosoziale Behandlungsverfahren 100 Stunden
19.1 Theoretische Grundlagen
19.1.1 Individualgenetisch deutende Verfahren
19.1.2 Kommunikativ spiegelnde Verfahren
19.1.3 Lerntheoretisch trainierende Verfahren
19.1.4 Theorie zur Gruppendynamik
19.1.5 Multidimensionale Krankheits- und Therapiekonzepte von Psychosen
19.2 Befunderhebung, Diagnostik und Dokumentation
19.2.1 Erhebung und Auswertung von Informationen; soziale Anamnese
19.2.2 Verhaltensbeobachtung auf der Handlungs- und Beziehungsebene sowie im individuellen Ausdruck
19.2.3 Analyse und Gewichtung der Prozesse, ihrer Resultate und Produkte
19.3 Methoden und Durchführungsmodalitäten
19.3.1 Symptombezogen-regulierende Methoden
19.3.2 Subjektbezogen-ausdruckszentrierte Methoden
19.3.3 Soziozentriert-interaktionelle Methoden
19.3.4 Kompetenzzentrierte, lebenspraktische und alltagsorientierte Methoden
19.3.5 Wahrnehmungsbezogene und handlungsorientierte Methoden
19.3.6 Einbeziehung von angrenzenden psychotherapeutisch orientierten Methoden
20 Arbeitstherapeutische Verfahren 100 Stunden
20.1 Theoretische Grundlagen
20.1.1 Historische Ansätze und Entwicklungen der Arbeitstherapie
20.1.2 Relevante Ansätze, insbesondere aus der Arbeitsphysiologie, Arbeitspsychologie, Arbeitssoziologie, Verhaltenstherapie und Handlungstheorie
20.1.3 Ergonomie; Arbeitsplatzgestaltung
20.1.4 Analyse realer Arbeitsbedingungen für den Einsatz von Behinderten
20.2 Aufbau und Struktur einer Arbeitstherapie im ambulanten, teilstationären und stationären Bereich
20.3 Arbeitstherapie als Element der medizinischen, psychosozialen und beruflichen Rehabilitation
20.4 Befunderhebung, Diagnostik und Dokumentation
20.4.1 Anforderungs- und Leistungsprofile
20.4.2 Test- und Analyseverfahren
20.4.3 Berufs- und Arbeitsanamnese
20.4.4 Individuelle Arbeitsplatzanalyse
20.4.5 Beobachten des Arbeitsverhaltens
20.4.6 Beurteilen des Arbeitsverhaltens und Aussagen zur künftigen Leistungsfähigkeit
20.5 Methoden und Durchführungsmodalitäten
20.5.1 Förderung von instrumentellen und sozioemotionalen Fertigkeiten
20.5.2 Stufenweise Förderung in Trainingsgruppen bis zur Wiederaufnahme der Arbeit
20.5.3 Differenzierte Arbeitstherapieangebote in den verschiedenen medizinischen Bereichen, praktische Umsetzung und Gestaltung
21 Adaptierende Verfahren in der Ergotherapie 40 Stunden
21.1 Theoretische Grundlagen
21.1.1 Bedeutung von Selbständigkeit und Lebensqualität
21.1.2 Analyse und Anforderungen im Alltag
21.1.3 Kriterien zu Funktionstraining und Kompensationstechniken
21.1.4 Hilfsmittel- und Rollstuhlversorgung unter Berücksichtigung der gesetzlichen Grundlagen, der Kostenregelung und des Verordnungsweges
21.2 Befunderhebung, Diagnostik und Dokumentation
21.2.1 Standardisierte Testverfahren, beobachtende Verfahren
21.2.2 Ergotherapeutische Funktionsanalyse
21.3 Methoden, Durchführungsmodalitäten
21.3.1 Funktionstraining und Entwicklung von Kompensationsmöglichkeiten zur Verbesserung von Aktivitäten des täglichen Lebens
21.3.2 Beratung, Vergabe und Anleitung beim Einsatz spezifischer Hilfsmittel und Rollstühle unter Berücksichtigung der Kostenregelung
21.3.3 Funktionstraining bei Prothesen und Schienen
21.3.4 Gelenkschutzunterweisung
21.3.5 Beratung und Adaptation zur Wohnraumanpassung und Arbeitsplatzanpassung
22 Prävention und Rehabilitation 40 Stunden
22.1 Theoretische Grundlagen der Prävention und praktische Anwendung
22.2 Einsatz ergotherapeutischer Verfahren in der Prävention; praktische Anwendung
22.3 Theoretische Grundlagen der Rehabilitation
22.4 Einführung in die Rehabilitationspsychologie
22.5 Ziele der Rehabilitation unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Behinderungen
22.6 Einrichtungen und Dienste der Rehabilitation
22.7 Rehabilitationsplanung im interdisziplinären Team
Zur Verteilung auf die Fächer 1-22 250 Stunden
Stundenzahl insgesamt 2 700 Stunden
B Praktische Ausbildung für Ergotherapeuten
1. psychosozialen (psychiatrischen/psychosomatischen) Bereich 400 Stunden
2. motorisch-funktionellen, neurophysiologischen oder
neuropsychologischen Bereich 400 Stunden
3. arbeitstherapeutischen Bereich 400 Stunden
Zur Verteilung auf die Bereiche 1. bis 3. 500 Stunden
Stunden insgesamt 1700 Stunden
Dabei soll sich jeweils ein praktischer Einsatz auf die ergotherapeutische Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen, mit Erwachsenen und mit älteren Menschen erstrecken.