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Timestamp: 2016-10-27 15:06:49
Document Index: 30011549

Matched Legal Cases: ['Art. 78', 'Art. 80', 'Art. 81', 'Art. 81', 'BGE', 'Art. 81', 'Art. 10', 'Art. 3', 'Art. 7', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 81', 'Art. 319', 'Art. 3', 'Art. 319', 'in dubio', 'Art. 319', 'in dubio', 'BGE', 'in dubio', 'BGE', 'BGE', 'Art. 319', 'Art. 319', 'Art. 14', 'Art. 448', 'Art. 286', 'BGE', 'BGE', 'in dubio', 'in dubio', 'BGE', 'Art. 286', 'BGE', 'Art. 286', 'Art. 17', 'Art. 286', 'BGE', 'Art. 14', 'Art. 5', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'Art. 215', 'Art. 217', 'in dubio', 'Art. 319', 'Art. 14', 'Art. 352', 'Art. 107', 'Art. 67', 'Art. 68', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 68']

1B_534/2012 (07.06.2013)
1B_534/2012 � � Urteil vom 7. Juni 2013
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Z�rich, III. Strafkammer, vom 2. August 2012.
X.________ erstattete am 31. Juli 2008 gegen Angeh�rige der Stadtpolizei Z�rich Strafanzeige. Bei den Polizisten handelt es sich um A.________ und B.________. Er wirft ihnen Freiheitsberaubung, N�tigung, Amtsmissbrauch und einfache K�rperverletzung vor; dies gest�tzt auf folgenden Sachverhalt:
Er habe den Polizeieinsatz vom 4. Juli 2008 zur Beendigung der Besetzung des Hardturmstadions durch Aktivisten fotografiert. Dabei h�tten ihn A.________ und B.________ ohne Anlass und mit unn�tiger H�rte angehalten. Als er angegeben habe, einen Presseausweis auf sich zu tragen, h�tten sie ihn verh�hnt. Auf sein wiederholtes Ersuchen, die Pressestelle anzurufen, seien sie nicht eingegangen. Stattdessen h�tten sie ihn zu Fall gebracht und zu seinem Wagen geschleift. Sie h�tten ihm die Weste �ber den Kopf gezogen. Dies sei f�r ihn besonders schmerzhaft gewesen, da er an einem Bandscheibenvorfall leide, wor�ber er sie benachrichtigt habe. Ohne Gegenwehr habe ihn der eine Polizist am Unterarm mit einer "Brennnessel" traktiert, w�hrend ihm der andere den Kopf nach hinten gerissen habe. B.________ habe sich auf seine H�fte gesetzt, ihm mit dem rechten Arm in den Hals gedr�ckt und so die Luft abgeschn�rt. Sie h�tten ihn mit seiner Goldkette gew�rgt. In Handschellen gelegt, habe er in einer schmerzhaften Position verharren m�ssen. Um ca. 18.45 Uhr h�tten sie ihn auf die Wache mitgenommen, in eine Abstandszelle verbracht und - ohne ihn befragt zu haben - um ca. 20.15 Uhr wieder freigelassen. W�hrend der Haft h�tten sie ihn gefesselt gehalten.
Am 26. Mai 2009 er�ffnete die Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Z�rich gegen A.________ und B.________ ein Strafverfahren. In der Folge f�hrte die Staatsanwaltschaft I des Kantons Z�rich gegen diese eine Strafuntersuchung. Am 2. Februar 2012 stellte sie das Strafverfahren ein.
Die von X.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Z�rich am 2. August 2012 ab.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen und beantragt, den Beschluss des Obergerichts aufzuheben; die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, die Strafuntersuchung fortzuf�hren und Anklage zu erheben.
1.1.�Der angefochtene Entscheid betrifft eine Strafsache im Sinne von Art. 78 Abs. 1 BGG. Er ist kantonal letztinstanzlich (Art. 80 Abs. 1 und 2 BGG).
1.2.�Zur Beschwerde in Strafsachen ist nach Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG berechtigt, wer ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids hat.
1.2.1.�Gem�ss Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG hat die Privatkl�gerschaft ein rechtlich gesch�tztes Interesse, wenn sich der angefochtene Entscheid auf die Beurteilung ihrer Zivilanspr�che auswirken kann.
Keine Zivilanspr�che im Sinne dieser Bestimmung sind solche, die sich - wie hier - aus dem �ffentlichen Recht ergeben (BGE 131 I 455 E. 1.2.4 S. 461; Urteil 1B_355/2012 vom 12. Oktober 2012 E. 1.2.1; je mit Hinweisen). Die Einstellung des Strafverfahrens kann sich in solchen F�llen nicht auf die Beurteilung von Zivilanspr�chen auswirken, womit eine Beschwerdelegitimation nach Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG nicht gegeben ist.
1.2.2.�Die Rechtsprechung anerkennt gest�tzt auf Art. 10 Abs. 3 BV, Art. 3 und 13 EMRK, Art. 7 UNO-Pakt II (SR 0.103.2) sowie Art. 13 des UN-�bereinkommens gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe vom 10. Dezember 1984 (SR 0.105) einen Anspruch des Betroffenen auf wirksamen Rechtsschutz (BGE 138 IV 86 E. 3.1.1 S. 88 mit Hinweisen). Anspruch auf eine wirksame und vertiefte amtliche Untersuchung hat, wer in vertretbarer Weise behauptet, von einem Polizeibeamten nach den genannten Bestimmungen unzul�ssig behandelt worden zu sein (Urteil 1B_355/2012 vom 12. Oktober 2012 E. 1.2.2; 1B_10/2012 vom 29. M�rz 2012 E. 1.2.3 f. mit Hinweisen).
Mit der Schilderung der Vorkommnisse vom 4. Juli 2008 (vgl. A. oben) r�gt der Beschwerdef�hrer eine nach Art. 10 Abs. 3 BV und Art. 3 EMRK unzul�ssige Behandlung. Anl�sslich der polizeilichen Festnahme zog er sich verschiedene Verletzungen zu. Aktenkundig sind Prellungen bzw. Sch�rfungen an den Knien, den Handgelenken und den Armen, Bluterg�sse am Hals sowie die Verst�rkung vorbestehender R�ckenschmerzen; zudem eine anhaltende posttraumatische Belastungsst�rung (vgl. Akten der Staatsanwaltschaft: act. 3/2/36 [Nachweis der Wundversorgung]; act. 3/2/37-44 und act. 9/4 [Fotomaterial]; act. 11/3 und 5 [Arztberichte von Dr. med. E. Modena und Dr. med. P. Meerwein je vom 23. Juni 2011]).
Bei der Frage, ob das Bundesgericht auf eine Beschwerde gegen die Einstellung der Strafuntersuchung eintritt, hat es nicht zu kl�ren, ob die Handlungen der Beamten letztlich gerechtfertigt waren oder nicht (BGE 138 IV 86 E. 3.1.3 S. 89). Es ist einzig zu pr�fen, ob der Beschwerdef�hrer in vertretbarer Weise behauptet, Opfer staatlicher Gewalt im Sinne der genannten Bestimmungen geworden zu sein. Dass sich die Sache so zugetragen hat, wie sie der Beschwerdef�hrer darstellt, kann gest�tzt auf die Akten nicht von vornherein ausgeschlossen werden. Seine Vorbringen gen�gen mithin den Anforderungen vertretbarer Behauptungen. Damit besteht ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG.
1.3.�Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen gegeben sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
Es ist unbestritten, dass die Beschwerdegegner den Beschwerdef�hrer festgenommen und ihm damit die Freiheit entzogen haben. Ausgewiesen ist zudem, dass er durch die polizeiliche Anhaltung verschiedene Verletzungen erlitt (vgl. E. 1.2.2 oben).
Streitig ist, ob sich die Beschwerdegegner bei ihren Handlungen auf einen Rechtfertigungsgrund st�tzen konnten, der gen�gend klar erscheint, um die Einstellung des Strafverfahrens gest�tzt auf Art. 319 Abs. 1 lit. c StPO zu begr�nden.
Die Vorinstanz h�lt dazu fest, die Beschwerdegegner h�tten gehandelt, wie es das Gesetz erlaube. Sie seien in einem Polizeieinsatz gestanden und h�tten dem Beschwerdef�hrer die Hinderung einer Amtshandlung vorwerfen d�rfen. Die Festnahme sei gest�tzt auf � 54 Abs. 1 der Strafprozessordnung des Kantons Z�rich vom 4. Mai 1919 (in Kraft bis zum 31. Dezember 2010; in der Folge: aStPO/ZH) erlaubt gewesen. Ein Rechtfertigungsgrund habe somit bestanden. Der Beschwerdef�hrer habe sich gegen die Anhaltung gesperrt. Die von den Beschwerdegegnern eingesetzten Mittel seien verh�ltnism�ssig gewesen. Die durch die Festnahme erlittenen Verletzungen habe er selbst zu verantworten. Eine Verurteilung wegen Freiheitsberaubung, N�tigung, einfacher K�rperverletzung oder Amtsmissbrauchs erscheine daher h�chst unwahrscheinlich.
Der Beschwerdef�hrer bringt dagegen vor, die Vorinstanz missachte seinen Anspruch auf menschenw�rdige Behandlung und Rechtsschutz nach Art. 3 EMRK. Sie verletze Art. 319 Abs. 1 lit. c StPO, da sie annehme, es l�gen Rechtfertigungsgr�nde vor. Sie missachte den Grundsatz "in dubio pro duriore", welcher verlange, im Zweifel Anklage zu erheben. Die Vorinstanz setze sich �ber die bundesgerichtliche Rechtsprechung hinweg, wonach bei zahlreichen sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen von der Einstellung des Strafverfahrens abzusehen sei.
2.1.�Gem�ss Art. 319 Abs. 1 lit. c StPO verf�gt die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens, wenn Rechtfertigungsgr�nde einen Straftatbestand unanwendbar machen.
Nach der Rechtsprechung gilt bei der Frage, ob ein Verfahren einzustellen oder Anklage zu erheben ist, der Grundsatz "in dubio pro duriore". Dieser ergibt sich aus dem Legalit�tsprinzip. Er verlangt, dass das Verfahren im Zweifel seinen Fortgang nimmt. Anklage muss erhoben werden, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher ist als ein Freispruch. Gleich verh�lt es sich in der Regel, wenn sich die Wahrscheinlichkeiten die Waage halten (BGE 138 IV 186 E. 4.1 S. 190).
Der Grundsatz "in dubio pro duriore" ist unter W�rdigung der im Einzelfall gegebenen Umst�nde zu handhaben. Die kantonalen Instanzen verf�gen dabei �ber einen gewissen Spielraum, den das Bundesgericht mit Zur�ckhaltung �berpr�ft (BGE 138 IV 86 E. 4.1.1 f. und 4.2 S. 90 f.).
Bei zweifelhafter Beweis- bzw. Rechtslage hat nicht die Staatsanwaltschaft �ber die Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das zur materiellen Beurteilung zust�ndige Gericht (BGE 137 IV 219 E. 7.3 S. 227 mit Hinweisen; Urteil 1B_184/2012 vom 27. August 2012 E. 3.3). Auch das Vorliegen von Rechtfertigungsgr�nden, das die Strafbarkeit ausschliesst, muss in diesem Sinne klar erstellt sein (�Rolf Gr�del/Matthias Heiniger, in: Basler Kommentar, StPO, 2011, N. 11 zu Art. 319; vgl. Urteil 1B_158/2012 vom 15. Oktober 2012 E. 2.6).
2.1.1.�Als Rechtfertigungsgrund gem�ss Art. 319 Abs. 1 lit. c StPO kommt hier Art. 14 StGB in Betracht. Danach verh�lt sich rechtm�ssig, wer handelt, wie es das Gesetz gebietet oder erlaubt.
Die Vorinstanz st�tzt die Berechtigung zur Festnahme des Beschwerdef�hrers und der damit verbundenen Gewaltanwendung in erster Linie auf � 54 Abs. 1 aStPO/ZH.
Die beanstandeten Handlungen wurden am 4. Juli 2008 durchgef�hrt, d.h. vor Inkrafttreten der Schweizerischen Strafprozessordnung. Sie sind somit nach dem fr�herem kantonalen Strafprozessrecht zu beurteilen (Art. 448 Abs. 2 StPO).
Gem�ss � 54 Abs. 1 aStPO/ZH sind die Polizeiorgane dazu verpflichtet, eine Person festzunehmen, welche ein Verbrechen oder Vergehen in ihrer Gegenwart ver�bt hat (Ziff. 1) odernach eigener Wahrnehmung bzw. Mitteilung glaubw�rdiger Personen eines Verbrechens oder Vergehens dringend verd�chtigt wird, sofern ein besonderer Haftgrund gegeben ist (Ziff. 2).
2.1.2.�Als Festnahmegrund erw�gt die Vorinstanz die Hinderung einer Amtshandlung durch den Beschwerdef�hrer.
Gem�ss Art. 286 StGB wird bestraft, wer einen Beamten an einer Handlung hindert, die innerhalb seiner Amtsbefugnisse liegt.
Nach der Rechtsprechung ist nicht erforderlich, dass der Betroffene die Handlung einer Amtsperson g�nzlich verhindert. Es gen�gt, deren Ausf�hrung zu erschweren, zu verz�gern oder zu behindern. Vorausgesetzt ist aber ein St�rverhalten von gewisser Intensit�t (BGE 133 IV 97 E. 4.2 S. 100; 105 IV 48 E. 3 S. 49 f.). Nicht strafbar ist zudem, wer zum befohlenen Verhalten nicht verpflichtet werden kann (BGE 103 IV 247 E. 6c S. 248).
2.2.�Zu pr�fen ist, ob der Beschwerdef�hrer die Beschwerdegegner bei ihrem Polizeieinsatz derart behinderte, dass eine Festnahme offensichtlich gerechtfertigt war.
2.2.1.�In tats�chlicher Hinsicht fragt sich dabei in erster Linie, wie nahe der Beschwerdef�hrer dem Einsatzbereich gekommen war. Zur Sachverhaltsfeststellung hat sich die Vorinstanz zun�chst auf bei den Akten liegendes Bildmaterial gest�tzt (vgl. act. 9/1). Daraus ist aber nicht ersichtlich, dass sich der Beschwerdef�hrer direkt vor dem Eingang der Stadions befunden und den Polizeibeamten den Weg versperrt h�tte. Geht die Vorinstanz dennoch von einer derartigen St�rung aus, stellt sie im �brigen auf die Aussagen der Beschwerdegegner ab (a.a.O. E. 7.6). Die Zeugenaussagen von C.________ und D.________ l�sst sie dagegen ausser Betracht. Diese gaben zu Protokoll, der Beschwerdef�hrer habe sich weder direkt vor dem Eingang aufgehalten, noch habe er die Polizisten sonst wie behindert (vgl. act. 7/3 S. 8 bzw. act. 7/11 S. 6 und 7). Das Beweismaterial l�sst mithin keinen klaren Schluss dar�ber zu, ob der Beschwerdef�hrer den Polizeieinsatz tats�chlich behinderte oder nicht. Wenn die Vorinstanz im Zweifel von dem f�r die Beschuldigten g�nstigeren Sachverhalt ausgeht, verletzt sie den Grundsatz "in dubio pro duriore". Der f�r die richterliche Beweisw�rdigung massgebliche Grundsatz "in dubio pro reo" ist auf die Einstellung von Strafverfahren nicht anwendbar (BGE 137 IV 219 E. 7.3 S. 227).
Diese Beweislage l�sst die Hinderung einer Amtshandlung nicht eindeutig bejahen. Die blosse Feststellung, die Beschwerdegegner h�tten sich durch den Beschwerdef�hrer gest�rt gef�hlt (vgl. angefochtener Entscheid E. 7.6), reicht nicht, um ein Verhalten als tatbestandsm�ssig im Sinne von Art. 286 StGB zu qualifizieren. Offen ist zudem die Rechtsfrage, ob der Beschwerdef�hrer dazu verpflichtet war, den Befehl der Beschwerdegegner zu befolgen, das Fotografieren zu unterlassen und sich vom Ort des Geschehens zu entfernen. In diesem Zusammenhang beruft er sich auf die Dienstanweisung 8903 des Kommandos der Stadtpolizei Z�rich betreffend "Bildaufnahmen von Polizeiangeh�rigen" (act. 10/5). Das Gericht ber�cksichtigt Verwaltungsverordnungen, soweit sie eine einzelfallgerechte Auslegung der einschl�gigen Bestimmungen zulassen (BGE 132 V 200 E. 5.1.2 S. 203 f. mit Hinweisen). Bei der betreffenden Dienstanweisung handelt es sich um eine Verwaltungsverordnung, die sich an die Beamten der Stadtpolizei Z�rich richtet (Urteil 1P.240/2002 vom 18. Oktober 2002 E. 2). Danach haben die Polizisten bei Eins�tzen gegen Ausschreitungen das �ffentliche Informationsinteresse zu beachten (vgl. a.a.O. I.1). Die Hinderung einer Amtshandlung soll Bildnehmenden erst dann zum Vorwurf gemacht werden, wenn sie "durch ihre Aufnahmet�tigkeit und hautnahe Pr�senz polizeiliche Handlungen in schwerwiegender Weise" behindern (a.a.O. I.3). Ein enges Verst�ndnis von Art. 286 StGB, wie es die Anweisung vorsieht, zielt darauf ab, das pflichtgem�sse Ermessen einzugrenzen, um die Medienfreiheit (Art. 17 BV) zu gew�hrleisten. Wenn die Vorinstanz diese Leitlinie mit dem schlichten Hinweis auf das polizeiliche Ermessen unber�cksichtigt l�sst, verkennt sie zum einen deren Zweck. Zum anderen sprengt sie den Rahmen einer Einstellungsverf�gung, der nur Raum l�sst f�r die Anwendung klaren Rechts. Ob die Verordnung als Massstab zur strafrechtlichen Beurteilung des beanstandeten Verhaltens taugt, bedarf eingehender rechtlicher W�rdigung. Diese ist dem Strafgericht vorbehalten.
Aufgrund der zweifelhaften Beweis- und Rechtslage ist demnach unklar, ob der Beschwerdef�hrer den Polizeieinsatz behinderte.
2.2.2.�Dass er eine Tat nach Art. 286 StGB ver�bt h�tte, ist damit nicht offensichtlich. Die Vorinstanz schliesst folglich zu Unrecht auf einen Festnahmegrund gem�ss � 54 Abs. 1 Ziff. 1 aStPO/ZH. Fraglich ist auch, ob die Beschwerdegegner unter den gegebenen Umst�nden zumindest von einem "dringenden Tatverdacht"im Sinne von � 54 Abs. 1 Ziff. 2 aStPO/ZH ausgehen konnten (vgl. E. 2.1.1 oben). Ein solcher muss objektiv begr�ndet sein (vgl.�Andreas Donatsch, in: Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Z�rich, 2007, N. 8 und 22 zu � 54; N. 15 ff. zu � 58 mit Hinweisen). Der von der Vorinstanz in Betracht gezogene Umstand, es sei nachvollziehbar, dass die Beschwerdegegner aufgrund ihrer Stresssituation "subjektiv" von der Behinderung ihrer Arbeit ausgegangen seien (a.a.O. E. 7.6), gen�gt diesen Anforderungen nicht. Bei blossem Tatverdacht muss zur Festnahme zudem ein besonderer Haftgrund bestehen (vgl. � 54 Abs. 1 Ziff. 2 i.V.m. � 58 Abs. 1 oder 2 aStPO/ZH; BGE 107 Ia 138 E. 4c und 4f S. 142 ff.). Einen solchen hat die Vorinstanz nicht gepr�ft. Dass Flucht-, Kollusions- oder Wiederholungsgefahr bestanden h�tte, geht aus den Akten nicht ohne Weiteres hervor.
Es ist demnach zweifelhaft, ob die Festnahme den Anforderungen von � 54 Abs. 1 aStPO/ZH gen�gte und daher nach Art. 14 StGB gerechtfertigt war.
2.3.�Der Beschwerdegegner 1 begr�ndet die Anhaltung im Weiteren damit, sie h�tten den Beschwerdef�hrer kontrollieren wollen (act. 6/1 S. 5). Die Vorinstanz erkennt auch darin einen Festnahmegrund.
Die Berechtigung zur Personenkontrolle st�tzt sich im vorliegenden Fall auf Art. 5 der Allgemeinen Polizeiverordnung der Stadt Z�rich vom 30. M�rz 1977 (APV; in Kraft bis zum 31. Dezember 2011). Danach ist jedermann verpflichtet, den Polizeiorganen auf Verlangen die Personalien anzugeben, Ausweise vorzulegen oder auf andere Weise seine Identit�t feststellen zu lassen.
Die Befugnis zur Verbringung auf den Polizeiposten zwecks Personenkontrolle setzt nach dem Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV) voraus, dass der Betroffene den Polizeibeamten die Personalien vor Ort nicht bekannt gibt (BGE 109 Ia 146 E. 5a S. 152 f.; Urteil 1P.295/1993 vom 24. August 1993 E. 2; vgl. auch BGE 136 I 87 E. 5.3-5.4 S. 102 ff.; so neu �berf�hrt in Art. 215 Abs. 1 lit. a und Art. 217 Abs. 3 lit. a StPO).
Es ist zweifelhaft, ob diese Voraussetzung erf�llt ist. So gab der Zeuge C.________ zu Protokoll, der Beschwerdef�hrer habe die Beschwerdegegner erfolglos darauf hingewiesen, �ber einen Presseausweis zu verf�gen und sich ausweisen zu k�nnen (act. 7/3 S. 4 und 8). Stellte man darauf ab, w�re eine Identit�tskontrolle an Ort und Stelle m�glich gewesen. Eine Verbringung auf den Polizeiposten h�tte sich insoweit er�brigt. Weder die Vorinstanz noch die Staatsanwaltschaft haben sich mit der betreffenden Zeugenaussage auseinandergesetzt. Die Art und Weise der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung widerspricht auch in diesem Punkt dem Grundsatz "in dubio pro duriore".
2.4.�Ohne dem Strafgericht vorzugreifen, bestehen insgesamt Zweifel dar�ber, ob die Festnahme und die damit verbundene Gewaltanwendung rechtm�ssig gewesen ist. Von einem klarerweise gerechtfertigten Verhalten der Beschwerdegegner im Sinne von Art. 319 Abs. 1 lit. c StPO i.V.m. Art. 14 StGB kann daher keine Rede sein. Wenn die Vorinstanz beim jetzigen Erkenntnisstand davon ausgeht, ein Freispruch sei wahrscheinlicher als eine Verurteilung, verletzt das Bundesrecht.
Die Beschwerde ist danach gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben. Sofern kein Strafbefehl nach Art. 352 ff. StPO in Frage kommt, hat die Staatsanwaltschaft - nach allf�lliger Erg�nzung der Untersuchung - Anklage zu erheben. Da das Strafverfahren in Bezug auf alle zur Anzeige gebrachten Straftatbest�nde und f�r beide Beschuldigten fortzuf�hren ist, brauchen die weiteren R�gen nicht behandelt zu werden.
3.1.�Die Beschwerde ist gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben. Die Sache wird im Sinne der Erw�gungen an die Staatsanwaltschaft sowie zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des kantonalen Verfahrens an das Obergericht zur�ckgewiesen (Art. 107 Abs. 2 BGG; Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG).
3.2.�Die Beschwerdegegner unterliegen. Sie haben den angefochtenen Entscheid jedoch nicht zu vertreten. Es werden ihnen deshalb keine Kosten auferlegt (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG).
Vom unterliegenden Kanton sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 66 Abs. 4 BGG). Hingegen hat er den anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entsch�digen (Art. 68 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Beschluss des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 2. August 2012 aufgehoben. Die Sache wird an das Obergericht zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des kantonalen Verfahrens sowie an die Staatsanwaltschaft im Sinne der Erw�gungen zur�ckgewiesen.
Der Kanton Z�rich hat den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.-- zu entsch�digen.