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Timestamp: 2020-06-01 16:41:17
Document Index: 184368399

Matched Legal Cases: ['BGer', 'BGE', 'BGer', 'BGer', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 27', 'Art. 10', 'Art. 12', 'Art. 397', 'Art. 397', 'Art. 12', 'Art. 25', 'Art. 312', 'Art. 322', 'Art. 25', 'Art. 50', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'de lege lata', 'Art. 50', 'Art. 157', 'Art. 51', 'Art.321', 'Art.321', 'Art.321', 'Art.321', 'Art. 321', 'Art. 321', 'Art. 321', 'Art. 321', 'Art. 32', 'Art. 29', 'Art. 12', 'Art. 12']

Der Beizug fehlerhafter Software und Berechnungshilfen im Rahmen der anwaltlichen Mandatsführung (Teil I)
Autoren: Gabriela Tschümperlin und Patrick Sutter
Anwaltsrevue 04/2020, S. 151 – 156
Stichworte: Anwaltliche Sorgfaltspflichten bei der Verwendung von Software und anderen Berechnungshilfen, Haftung des Anwalts und des Softwareanbieters, Haftungsbeschränkungen, prozessuale Schadenminderungspflichten des Anwalts
Der anwaltlichen Sorgfaltspflicht folgend, muss der Anwalt die Ergebnisse aus der Anwendung von Software und anderen Berechnungshilfen überprüfen, da diese Automatisierungen keine Gewissheit bieten, dass die Ergebnisse korrekt ausfallen. Dies bedeutet im Minimum das Erfordernis einer Plausibilisierung dieser Ergebnisse. Anwälte, die diesen Pflichten nicht nachkommen (oder aufgrund eines Übernahmeverschuldens nicht nachzukommen vermögen), laufen Gefahr, für den dem Klienten durch die mangelhafte Software entstehenden Schaden als Folge unrichtiger Schadens- oder Unterhaltsberechnung haftbar gemacht zu werden. Ein Rückgriff auf den Softwareanbieter dürfte hierbei schwierig sein, allein schon aufgrund der vertraglichen Haftungsbeschränkungen.
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LEFin – LSFin: l’avocat dans le viseur
Autoren: Shelby du Pasquier und Isy Isaac Sakkal
Anwaltsrevue 04/2020, S. 158 – 163
Mots-clés: activités typiques, activités atypiques, réglementaire, LSFin, LEFin
La loi sur les établissements financiers (LEFin) et la loi sur les services financiers (LSFin) entraînent un changement de paradigme pour certains acteurs du secteur financier. Les auteurs s’interrogent sur l’impact de ces législations sur la profession d’avocat et, en particulier, sur l’avocat d’affaires exerçant une activité atypique en marge de son activité couverte par le secret professionnel. Le présent éclairage porte également sur l’articulation de ces lois avec la législation anti-blanchiment d’argent.
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Plateforme juridique en ligne: «t’as pas deux balles?»
Autor: Christian Delaloye
Anwaltsrevue 04/2020, S. 175 – 176
Mots-clés: plateforme juridique en ligne, tarif et publicité, devoir de soin et diligence des avocats, art. 12 let. a LLCA
Dans un récent arrêt, le Tribunal cantonal fribourgeois a estimé que la Commission du barreau avait sanctionné à juste titre un avocat inscrit au registre pour avoir utilisé une plateforme créée par lui-même et proposant des consultations juridiques téléphoniques pour un montant de deux francs par appel. Selon l’Autorité, le système instauré, qui visait avant tout l’obtention de nouveaux mandats, constituait un leurre pour le client et mettait en péril la confiance dont doivent bénéficier les avocats pour accomplir leur mission en tant qu’auxiliaires de la justice.
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Straffreie Geldwäscherei durch Anwälte – Demontage eines Mythos
Anwaltsrevue 03/2020, S. 103 – 110
Stichworte: GwG, Revision, Geldwäscherei, Teilnahme, Beratung
Das GwG soll angepasst werden, so dass neu auch Personen, die juristische Beratung erbringen, dem GwG unterstellt sind. Dazu sollen auch Anwältinnen und Anwälte gehören, selbst wenn sie rein anwaltlich tätig sind. Anlass für die Revision soll ein Defizit in der Geldwäschereibekämpfung bei Anwältinnen und Anwälten sein. Der Artikel zeigt auf, dass kein solches Defizit besteht aber dafür mit den vorgeschlagenen Anpassungen eine erhebliche rechtsstaatliche Beeinträchtigung in Kauf genommen wird.
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La compliance dans les études d’avocat: Quelques sujets topiques choisis
Autoren: Benoît Chappuis und Stéphanie Chuffart-Finsterwald
Anwaltsrevue 03/2020, S. 121 – 130
Mots clés: profession d’avocat, devoir de diligence, prohibition des conflits d’intérêts, secret professionnel, protection des données, droit du travail
Bien que la notion de compliance se soit imposée depuis des décennies dans la gestion et la gouvernance d’entreprise comme une nécessité incontournable, les études d’avocats font encore souvent figure de mauvais élèves en la matière. Or, les règles légales ou réglementaires imposent de nombreuses obligations qui s’adressent aux études d’avocats, quelle que soit leur taille, et impactent la pratique de cette profession. La mise en place de certains mécanismes concrets peut toutefois grandement limiter les risques auquel l’avocat fait face, notamment en ce qui concerne l’acceptation de mandats, la sécurité technique, ainsi que la gestion du personnel et la protection de ce dernier.
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Tätigkeit von Rechts- und Patentanwälten aus der Schweiz in Deutschland
Anwaltsrevue 03/2020, S. 134 – 135
Stichworte: Immaterialgüterrecht, Vertretungsbefugnis in Deutschland, Haftpflichtversicherung, Europäische Union
In einem Aufsatz in Anwaltsrevue 2/2015, S. 79, wurde moniert, dass Rechts- und Patentanwälte aus der Schweiz in immaterialgüterrechtlichen Verfahren in Deutschland nicht vertretungsbefugt sind. Es wurde dargelegt, dass der deutsche Gesetzgeber aufgrund des Freizügigkeitsabkommens zwischen der EU und der Schweiz verpflichtet ist, die betreffenden Bestimmungen zu ändern. Das hat er nun getan. Zugleich wurden die rechtlichen Rahmenbedingungen für in Deutschland tätige schweizerische Rechts- und Patentanwälte generell neu geregelt. Die aus schweizerischer Sicht wichtigsten Punkte werden im Folgenden skizziert.
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Revision GwG – Beratende Anwälte im Visier des Regulators
Autor: Markus Meuwly
Anwaltsrevue 01/2020, S. 7 – 13
Stichworte: GwG, Revision, Anwaltstätigkeit, Sorgfaltspflichten, Berufsgeheimnis
Trotz der Kritik in der Vernehmlassung will der Bundesrat im Rahmen der aktuellen Revision des GwG eine neue Kategorie «Berater/Beraterinnen» schaffen. Entgegen der bisherigen Konzeption zur Geldwäschereibekämpfung werden unter diesen Begriff Dienstleistungen subsumiert, die nicht direkt auf Vermögenswerte gerichtet sind bzw. denen keine Verfügungshandlungen über solche zugrunde liegen. Damit öffnet der Bundesrat die Büchse der Pandora mit erheblichen Auswirkungen auf die Sorgfaltspflichten, das Berufsgeheimnis und die Kosten für beratende Anwälte.
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Das Verbot von Interessenkollisionen und seine Durchsetzung im Prozess
Autoren: Walter Fellmann und Yvonne Burger
Anwaltsrevue 01/2020, S. 14 – 19
Stichworte: Vertretungsverbot, Gerichtspolizei, Interessenkollision, Doppelvertretung, Parteiwechsel, Berufsgeheimnis
Die Aufsichtsbehörde kann Anwältinnen und Anwälten keine Verhaltensanweisungen dazu erteilen, wie sie ein Mandat zu führen haben; sie ist nicht befugt, in laufende Mandate einzugreifen. Sie kann das Verhalten des Anwalts nur indirekt lenken, indem sie im Nachhinein eine Disziplinarmassnahme anordnet. Es fragt sich daher, ob die Verfahrensleitung im Rahmen ihrer gerichtspolizeilichen Kompetenzen im Fall einer akuten Interessenkollision in einem laufenden Verfahren zum Schutz der Parteien ein Vertretungsverbot verfügen kann. Dies wird vom Bundesgericht im Strafverfahren und vom Bundesverwaltungsgericht im Verwaltungsverfahren bejaht, gilt aber allgemein für alle Prozesse.
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Conflit d’intérêts ou diligence de l’avocat: du pareil au même!
Autor: Jean-Louis Collart
Anwaltsrevue 01/2020, S. 25 – 29
Mots-clés: droit de la profession d’avocat, conflit d’intérêts, diligence de l’avocat, avocat auxiliaire de l’exécuteur testamentaire
Dans un arrêt 2C_933/2018 du 25 mars 2019, le Tribunal fédéral analyse en détail les situations dans lesquelles un avocat qui agit comme auxiliaire d’un exécuteur testamentaire, respectivement comme représentant de celui-ci en procédure contre un héritier, pourrait se trouver dans une situation de conflit d’intérêts prohibée par l’art. 12 let. c LLCA, respectivement viole son devoir de soin et diligence dans l’exercice de la profession au sens de l’art. 12 let. a LLCA.
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Auswirkungen von Prozessfinanzierungen auf die Tätigkeit des Anwaltes
Autor: Sebastian Wyler
Anwaltsrevue 01/2020, S. 30 – 36
Stichworte: Prozessfinanzierung, Zivilprozessrecht, Prozesskosten, Anwaltsrecht
Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Frage, inwiefern die Finanzierung eines Prozesses durch einen externen Prozessfinanzierer die Tätigkeit des mandatierten Anwaltes beeinträchtigt. Zu Beginn gibt der Beitrag einen Überblick über das Institut der Prozessfinanzierung und vergleicht dieses mit anderen Finanzierungsformen. In einem zweiten Schritt werden die Stellung des Prozessfinanzierers und dessen Einfluss während des Prozesses beschrieben. Sodann äussert sich der Beitrag zu den möglichen Auswirkungen auf die Tätigkeit des mandatierten Anwaltes.
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Übersetztes Anwaltshonorar als Berufspflichtverletzung und das vermeintliche Recht der Kantone, das Anwaltshonorar zu regulieren – BGer 2C_205/2019 vom 26. November 2019
Anwaltsrevue 01/2020, S. 37 – 44
Stichworte: Honorarvereinbarung, pactum de palmario, Bemessungskriterien für das Honorar, übersetztes Honorar als Berufspflichtverletzung, kantonale Honorarordnungen
Das Bundesgericht bestätigt seine Rechtsprechung (BGE 143 III 600, 614), wonach der Abschluss eines pactum de palmario während laufenden Mandats nicht zulässig ist. Weiter qualifiziert es ein krass übersetztes Honorar als Berufspflichtverletzung. Ob ein übersetztes Honorar vorliegt, bestimmt sich nach Meinung des Gerichts nicht nur nach dessen Höhe, sondern nach den konkreten Umständen. Ein im Sinn des BGFA übersetztes Honorar liegt vor, wenn das Honorar das Dreifache des angemessenen Betrags ausmacht. Für den Abschluss einer Honorarvereinbarung und die Stellung einer übersetzten Rechnung in einer Anwalts-AG hat disziplinarisch der verantwortliche Partner (und Aktionär) einzustehen. Nach Meinung des Bundesgerichts sind die Kantone befugt, allgemeine Vorschriften über die Bemessung des Anwaltshonorars zu erlassen. Nach der hier vertretenen Meinung ist dies nicht der Fall.
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Über Standhaftigkeiten bei der Geldwäschereibekämpfung
Anwaltsrevue 11/12/2019, S. 459
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Gestion des accès internes aux dossiers des clients et protection des données
Autor: Pierre Bydzovsky
Anwaltsrevue 11/12/2019, S. 473 – 478
Mots-clés: protection des données, Privacy by Design, contrôle des accès aux dossiers des clients, durée de conservation des dossiers
Dans le cadre de son activité, l’avocat traite de nombreuses données personnelles dont celles de ses clients. Qui, au sein d’une étude d’avocats, doit avoir accès à ces données parfois sensibles, toujours confidentielles? Et pour combien de temps? La présente contribution cherche à répondre à ces questions sur la base du droit suisse actuel, avec des références au droit réglementaire européen et au projet de révision de la loi fédérale sur la protection des données (P-LPD).
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Les réserves d’usage à l’épreuve du client
Autor: Théo Meylan
Anwaltsrevue 11/12/2019, S. 499 – 502
Mots-clés: droit de la profession d’avocat, pourparlers confidentiels, réserves d’usage
Les règles professionnelles quant aux pourparlers confidentiels ne s’imposent pas au client lui-même. En effet, il faut encore que le client accepte de se soumettre à un accord de confidentialité vis-à-vis de la partie adverse, sans quoi il demeure libre de produire lui-même une communication faite sous les réserves d’usage. La toute première communication sous les réserves d’usage, qui peut être comprise comme une offre de confidentialité à la partie adverse, mérite donc une prudence particulière.
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ATF 145 IV 218: changement d’étude et conflits d’intérêts
Anwaltsrevue 11/12/2019, S. 511 – 517
Mots-clés: secret professionnel, conflit d’intérêts, liberté économique, avocat-collaborateur
Le Tribunal fédéral a retenu l’existence d’un conflit d’intérêts concret d’une étude d’avocats qui avait engagé une nouvelle collaboratrice ayant connu, dans son ancien emploi, une affaire dont cette étude était en charge. Il a considéré qu’il existait un risque de violation du secret professionnel qui ne pouvait être contrôlé et que des mesures d’organisation interne de l’étude n’étaient pas de nature à rendre admissible. Cette décision reconnaît expressément qu’elle est sévère aussi bien pour le client de la nouvelle étude que pour la situation des avocats-collaborateurs dont l’engagement pourrait se trouver compliqué. En se contentant de cette seule remarque, le Tribunal fédéral n’a pas fait application de ses propres principes sur la garantie constitutionnelle de la liberté économique qu’il reconnaît usuellement à l’avocat et crée ainsi des difficultés sérieuses sur le marché de l’emploi des avocats- collaborateurs.
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Anwälte im GwG-Schleppnetz – Berufsgeheimnis als Beifang
Autoren: Peter Lutz und Martin Kern
Anwaltsrevue 10/2019, S. 435 – 441
Stichworte: Geldwäschereibekämpfung, Anwaltstätigkeit, Berufsgeheimnis, GwG, Revision, GAFI/FATF
Die GwG-Revision will Berater und damit auch Anwälte dem GwG unterstellen selbst wenn sie rein beratend tätig sind und keine Finanztransaktionen für Klienten ausführen. Der umfassende und unklar abgegrenzte Anwendungsbereich führt zu einer ausufernden Unterstellung wirtschaftsrechtlich tätiger Anwälte, ohne klare Abgrenzung zu nicht unterstellungspflichtigen Tätigkeiten. Die vorgesehene Prüfpflicht durch ein Revisionsunternehmen führt zu einer Aufhebung des Berufsgeheimnisses. Alles in allem werden wesentliche Grundlagen anwaltlichen Tätigseins infrage gestellt.
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GwG-Revision: Das Berufsgeheimnis steht nicht zur Disposition
Anwaltsrevue 9/2019, S. 364 – 365
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Domiciliation des avocats, arrêt 2C_1083/2017 du 4 juin 2017
Autoren: Tano Barth und Grégoire Geissbühler
Anwaltsrevue 9/2019, S. 382 – 385
Mots-clés: avocat, domiciliation, étude, indépendance, locaux, auxiliaire, sous-délégation
Dans un récent arrêt, le Tribunal fédéral a accepté sur le principe que des avocats se domicilient auprès de sociétés leur fournissant les prestations nécessaires à l’exercice de leur métier. Les lignes directrices sont les suivantes: la possibilité de recevoir des clients et de travailler à l’adresse indiquée, l’absence de risque de confusion entre l’avocat et la société, des conditions générales de la société qui ne sont pas excessivement en défaveur de l’avocat et la prise de diverses mesures pour que le secret de l’avocat soit préservé.
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Strafrechtliche Aspekte der Sterbehilfe – Fallen für Anwälte und Notare
Autoren: Fabian Teichmann / Alica Köb / Celine Hürlimann
Anwaltsrevue 9/2019, S. 401 – 405
Stichworte: Sterbehilfe, Suizidbeihilfe, Tötung
Der vorliegende Beitrag behandelt strafrechtliche Aspekte der Sterbehilfe und damit verbundene (mögliche) Fallen für Anwälte und Notare. Zunächst wird dem Leser ein Überblick über verschiedene Definitionen sowie die Lehre und Rechtsprechung geliefert. Anschliessend werden Empfehlungen für Anwälte und Notare ausgesprochen.
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Défense d’office, défense de seconde classe?
Autor: Ludovic Tirelli
Anwaltsrevue 8/2019, S. 323 – 328
Mots-clés: défense d’office, défense de choix, rémunération du défenseur d’office, indépendance de l’avocat, conflit d’intérêts
La défense d’office est-elle une défense de seconde classe? C’est ce que l’on entend de plus en plus souvent de la part des défenseurs, où qu’ils pratiquent en Suisse. Au-delà du fait que l’institution de la défense d’office s’impose au prévenu et porte atteinte à sa liberté de choix, elle consacre une intrusion de l’autorité de poursuite pénale dans la relation entre le prévenu et son défenseur et dans l’activité de ce dernier, qui risque de porter atteinte à son indépendance et de le réduire à un auxiliaire de la justice dans le sens servile du terme.
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Unabhängigkeit und Berufsgeheimnis bei Subdelegation durch Hilfsperson – BGer 2C_1083/2017 vom 4. Juni 2019
Anwaltsrevue 8/2019, S. 341 – 347
Stichworte: institutionelle Unabhängigkeit, Berufsgeheimnis beim Zuzug von Hilfspersonen und bei Subdelegation durch Hilfspersonen, Geschäftsadresse mit c/o, Domizil, Anwaltsfirmen
Das Bundesgericht erkannte im Gesuch einer Anwältin, ihre Geschäftsadresse bei einer AG einzutragen, die unabhängigen Anwälten ein Geschäftsdomizil und Dienstleistungen zum Betrieb ihrer Kanzlei anbietet, die Verletzung von Berufspflichten: Das Ungleichgewicht in den AGB der AG zu Ungunsten der Anwältin und der falsche Schein, einer Anwaltsgesellschaft anzugehören, verstossen gegen den Grundsatz der institutionellen Unabhängigkeit. Die Beanspruchung von Hilfspersonen der Domizilgeberin ohne schriftliche Verpflichtung, das Berufsgeheimnis zu wahren, und die Delegation von Dienstleistungen an eine Drittfirma durch diese verletzen die Pflicht, für die Wahrung des Berufsgeheimnisses durch Hilfspersonen zu sorgen. An der Pflicht, an der Geschäftsadresse über ein physisches Büro zu verfügen, hielt das Bundesgericht – vorderhand – fest.
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L’absence de confiance privilégiée en droit du mandat
Autor: Maxence Carron
Anwaltsrevue 8/2019, S. 349 – 353
Mots-clés: mandat, confiance privilégiée, résiliation, protection de la personnalité, obligations fiduciaires
Dans la conception dominante, le contrat de mandat (art. 394 ss CO) est un contrat impliquant une confiance privilégiée entre les parties, notamment entre les avocats et leurs clients. La présente contribution entend démontrer, après une brève présentation de doctrine et de jurisprudence, que la confiance privilégiée est absente de la définition du mandat en droit suisse et qu’en réalité on l’a invoquée pour protéger la personnalité des parties, principe qui doit guider l’application des règles de ce contrat nommé.
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Les «No-Goes» de la défense pénale
Autor: Daniel Kinzer
Anwaltsrevue 6/7/2019, S. 287 – 292
Mots-clés: défense pénale, entrave à l’action pénale, règles professionnelles
«Le défenseur n’est obligé, dans les limites de la loi et des règles de sa profession, que par les intérêts du prévenu» (art. 128 CPP). La mission de défense ne justifie donc pas tout. L’activité du défenseur doit s’inscrire à l’intérieur de certaines limites, au-delà desquelles se trouvent les «no-goes» de la défense pénale. Il reste à tracer la frontière entre ce qui est permis et ce qui ne l’est pas.
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Changement d’étude et conflit d’intérêts
Autor: Jeremy Bacharach
Anwaltsrevue 5/2019, S. 213 – 219
Mots-clés: conflit d’intérêts, collaborateurs, avocats stagiaires, recrutement
Dans une jurisprudence récente, le Tribunal fédéral considère que lorsqu’un avocat a eu connaissance d’un dossier dans une première étude et qu’il quitte cette dernière pour rejoindre l’étude qui défend la partie adverse, celle-ci doit impérativement se défaire du mandat. Tel est le cas même si le collaborateur ne travaille pas sur le dossier et ne fait pas partie de l’équipe qui s’en charge. Cette jurisprudence affecte de manière importante le processus de recrutement des avocats et rallonge la liste des situations de conflit d’intérêts.
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Vertrauensvorschuss vs. Kostenvorschuss – Trusted Advisor
Anwaltsrevue 4/2019, S. 149 – 161
Stichworte: Vertrauensbeziehung, Trusted Advisor, Anwaltsgeheimnis, Unabhängigkeit, Interessenkonflikt
Anwälte werben um Vertrauen und versprechen Vertrauenswürdigkeit. Fragt man, was die Interaktion mit Anwälten genau kennzeichnet, wird erklärt, dass das Verhältnis zwischen Kunde und Anwalt eine von Vertrauen geprägte Beziehung sei. Anwälte bezeichnen sich auch als Vertrauenspersonen bzw. sogenannte Trusted Advisors. Richtig verstanden hilft Vertrauen, Kunden zu gewinnen und zu halten. Aber was bedeutet Vertrauen genau und was macht die Vertrauensbeziehung aus?
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L’avocat a-t-il aussi le droit d’être dans les nuages?
Autoren: Yaniv Benhamou / Frédéric Erard / Daniel Kraus
Anwaltsrevue 2/2019, S. 119 – 126
Mots-clés: gestion des données d’une étude, informatique, secret professionnel, diligence, externalisation des données
La présente contribution se base sur les présentations faites par les auteurs lors de la journée des avocats du 15 juin 2018. Elle s’inscrit dans le prolongement de différents articles rédigés par des confrères sur la question du Cloud et examine en particulier l’influence du devoir de diligence dans ce contexte. Elle aborde en outre la question de la protection des données et des devoirs de confidentialité en vue de tracer des pistes entre l’ancien monde analogique et le nouveau monde numérique, ce dernier offrant à la fois des opportunités et des défis aux avocats et leur clientèle.
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Anwaltskanzleien in der Cloud – eine Auslegeordnung
Anwaltsrevue 2/2019, S. 51 – 52
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L’avocat face au conseil réglementaire: quelle frontière avec la compliance?
Autor: Vaïk Müller
Anwaltsrevue 2/2019, S. 55 – 85
Mots-clés: compliance, réglementaire, indépendance, secret professionnel, automatisation
Le conseil réglementaire est une activité qui a connu un développement important ces dernières années, notamment dans le secteur financier. Si cette activité semble parfois se confondre avec l’activité de compliance, elle n’en conserve pas moins ses propres spécificités. Par ailleurs, cette activité, à l’instar des règles qui la sous-tendent, fait face à de constantes mutations dont il est permis de se demander dans quelle mesure elles pourraient avoir un impact sur l’avocat et son conseil.
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Vermittlungs- und Dienstleistungsplattformen für Anwältinnen und Anwälte
Anwaltsrevue 2/2019, S. 77 – 85
Stichworte: Vergütungsverbot für die Vermittlung von Anwälten, Unabhängigkeit des Anwalts, Anwaltsgeheimnis
Der vorliegende Beitrag nimmt Online-Vermittlungs- und Dienstleistungsplattformen (nachfolgend «OVDP») für Anwälte in den Blick und lenkt den Fokus auf die berufs- und auftragsrechtlichen Vorgaben an Anwälte. In einem ersten Schritt wird das Dreiecksverhältnis zwischen Anwalt, Mandant und OVDP rechtlich eingeordnet, um anschliessend die Vereinbarkeit der AGB der OVDP mit den zwingenden Bestimmungen des Anwaltsrechts, insbesondere dem Vergütungsverbot für die Vermittlung von Anwälten, der Unabhängigkeit des Anwalts und dem Anwaltsgeheimnis zu prüfen.
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Nutzung von Cloud-Diensten durch Anwältinnen und Anwälte
Autoren: Christian Schwarzenegger / Florent Thouvenin / Burkhard Stiller / Damian George
Anwaltsrevue 1/2019, S. 25 – 32
Stichworte: Cloud-Computing, Berufsgeheimnis, Datenschutzrecht
Die Nutzung von Cloud-Diensten durch Anwältinnen und Anwälte wirft straf- und datenschutzrecht- liche Fragen auf, die in der Lehre teilweise kontrovers beurteilt werden. Der Beitrag zeigt auf, dass solche Dienste von Anwältinnen und Anwälten grundsätzlich ohne Weiteres genutzt werden dürfen. Der Beitrag ist die Kurzfassung eines Gutachtens, das die Autoren im Herbst 2018 für den Schweize- rischen Anwaltsverband erstellt haben. Das Gutachten wird im Volltext in der Reihe des Center for Information Technology, Society, and Law (ITSL) der Universität Zürich publiziert.
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Extension du champ d’application de la LBA au détriment du secret professionnel de l’avocat – Limites possibles posées par le Tribunal federal
Autor: Sandro Vecchio
Anwaltsrevue 1/2019, S. 43 – 45
Mots clés: avocat, LBA, secret professionnel, conseil en matière de sociétés opérationnelles étran- gères et de domicile
Dans son avant-projet de modification de la LBA du 1er juin 2018, le Conseil fédéral entend assujettir à cette loi l’activité de l’avocat fournissant une simple prestation de conseil dans le cadre de la mise sur pied de structures juridiques. Cet avant-projet fait suite au rapport d’évaluation du GAFI du mois de décembre 2016 et son adoption constituerait une grave atteinte au secret professionnel de l’avocat. Toutefois, le 21 septembre 2018, le Tribunal fédéral a rendu un arrêt allant à l’encontre de la modifica- tion législative souhaitée par le Conseil fédéral.
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Schweizerischer Anwaltsverband (SAV) – Bundesanwaltschaft (BA) – Absichtserklärung zum gegenseitigen Verhalten im Rahmen des Strafprozesses
Nachstehend finden Sie die am 18. Oktober 2018 unterzeichnete Absichtserklärung des SAV und der Bundesanwaltschaft im Original
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Les droits des tiers dans la procédure de levée du secret: l’ATF 142 II 256
Anwaltsrevue 11/12/2018, S. 504 – 512
Mots-clés: déontologie, indépendance, secret professionnel, consentement du client, honoraires de l’avocat, mandat d’exécuteur testamentaire
À titre liminaire, le présent article rappelle les règles professionnelles applicables aux activités atypiques de l’avocat mettant en exergue notamment l’aspect du respect du secret professionnel et des obligations d’indépendance. Ces mêmes règles sont ensuite discutées dans le cadre de la relation entre l’avocat et les héritiers de ses clients. Finalement, la question débattue dans la doctrine des obligations de renseigner de l’avocat qui agit comme exécuteur testamentaire de son client décédé est abordée.
14arv1118-(1).pdf (347 KB)
Der SAV lehnt den Entwurf des Bundesrates zur Revision des Geldwäschereigesetzes (GwG) entschieden ab
Autor: Urs Haegi
Anwaltsrevue 10/2018, S. 411
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Stellungnahme der SRO SAV/SNV im Vernehmlassungsverfahren EFD vom 1. Juni 2018 betreffend Änderung des Bundesgesetzes über die Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung
Autoren: SAV, SRO SAV/SNV
Anwaltsrevue 10/2018, S. 417 – 426
Liebe Leserschaft, nachstehend finden Sie die vorne im Fokus dieser Ausgabe angekündigten Stellungnahmen des Schweizerischen Anwaltsverbandes (SAV) und der Selbstregulierungsorganisation des Schweizerischen Anwaltsverbandes und des Schweizerischen Notarenverbandes (SRO SAV/SNV) zum Vorentwurf des Bundesrates betreffend Revision des Geldwäschereigesetzes (GwG) im O-Ton.
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Règles professionnelles applicables aux activités atypiques
Autor: Olivier Thévoz
Anwaltsrevue 10/2018, S. 450 – 454
09arv1018-(1).pdf (378 KB)
Nach dem Bankengeheimnis wird das Anwaltsgeheimnis infrage gestellt – ein falscher Vergleich mit seltsamen Blüten
Anwaltsrevue 9/2018, S. 363 – 364
01arv0918-(1).pdf (164 KB)
Vorentwurf des GwG: Einfluss auf die beratende Tätigkeit des Anwalts und das Berufsgeheimnis
Anwaltsrevue 9/2018, S. 367 – 372
Der Bundesrat hat am 1. 6. 2018 Anpassungen des GwG vorgeschlagen, die schwerwiegende Konse­quenzen für den Anwaltsberuf hätten. So sollen Anwälte und Anwältinnen auch in ihrer klassischen Beratungstätigkeit dem GwG unterstellt werden. Neben erheblichem Mehraufwand bei der Mandatsführung wären vor allem eine Beeinträchtigung der Klientenbeziehung und der anwaltlichen Funk­tion in der Rechtspflege die Folge. Zudem weicht der Vorschlag von der bewährten Konzeption des GwG ab und geht weit über das hinaus, was von den einschlägigen Empfehlungen verlangt wird.
03arv0918-(1).pdf (390 KB)
Le secret professionnel de l’avocat en grave danger face à l’avant-projet de révision de la LBA
Autoren: Didier Montmollin und Miguel Oural
Anwaltsrevue 9/2018, S. 373 – 376
Mots-clés: secret professionnel de l’avocat, activité typique de l’avocat, loi sur le blanchiment d’argent, intermédiaire financier, AP-LBA, GAFI
Un récent avant-projet de l’administration fédérale vise à étendre le champ d’application matériel de la loi sur le blanchiment d’argent (LBA) à des activités typiques de l’avocat car elles sont liées à des conseils juridiques. Ces activités sont soumises au secret professionnel de l’avocat, qui se trouvera gravement en danger si cet avant-projet était mis en œuvre tel quel. Cet avant-projet se justifierait selon ses auteurs par les exigences du GAFI mais il n’emporte aucun renforcement utile à la lutte contre le blanchiment et fera perdre à la LBA sa systématique et son efficacité.
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Die Nutzung von Cloud-Lösungen ist eine Realität geworden
Anwaltsrevue 8/2018, S. 315
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L’unification de la déontologie devant les juridictions pénales internationales
Autor: Philippe Currat
Anwaltsrevue 8/2018, S. 329 – 341
Mots-clés: Code de Nuremberg 2017, défense, déontologie, droit international pénal, Cour pénale internationale, Tribunal spécial pour le Liban, Rencontres internationales de la défense.
L’article présente le Code de déontologie des avocats plaidant devant les juridictions pénales internationales, dit Code de Nuremberg 2017, proposé par la profession lors des Rencontres internationales de la défense, organisées chaque année à l’invitation du Bureau de la défense du Tribunal spécial pour le Liban et adopté à l’occasion des 5es Rencontres internationales de la Défense, tenues à Nuremberg en novembre 2017. L’auteur compte parmi les signataires du Code de Nuremberg 2017 à son adoption et est membre du comité de suivi mis en place pour en assurer la mise à jour permanente.
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Interdisziplinäre Anwaltskörperschaft - wohin führt der Weg?
Anwaltsrevue 5/2018, S. 201 - 204
Stichworte: Anwaltskörperschaft, Multidisciplinary Practice, Unabhängigkeit, Anwaltsgeheimnis
Das Bundesgericht erklärt die Gesellschafterstellung von Nicht-Anwälten und deren Mitgliedschaft im Verwaltungsrat von Anwaltskörperschaften für unzulässig. Die Wirtschaftsfreiheit des Anwaltsstandes wird verletzt.
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Die Erosion des Anwaltsgeheimnisses - Die Entsiegelungspraxis des Bundesgerichts als Spiegel des Wandels des Anwaltsberufs?
Anwaltsrevue 6/7/2018, S. 293 – 296
Stichworte: Anwaltsgeheimnis, Entsiegelungspraxis des Bundesgerichts, interne Untersuchungen durch externe Anwaltskanzleien
Das Bundesgericht hat im Zusammenhang mit der Entsiegelung von Dokumenten, welche Informationen enthalten, die möglicherweise durch das Anwaltsgeheimnis geschützt sind, diverse Kriterien in seiner Rechtsprechung etabliert, die nach Sinn und Zweck des Berufsgeheimnisses zu problematisieren sind und eher durch die Strafverfolgungsinteressen motiviert zu sein scheinen. Und sie würden bei genereller Anwendung das Anwaltsgeheimnis in einer Weise erodieren lassen, wie dies nach der hier vertretenen Auffassung nicht im Interesse des Rechtsstaates sein kann.
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Les enquêtes internes et le secret professionnel de l’avocat: la fin d’une époque
Autoren: David Raedler und Benoît Chappuis
Anwaltsrevue 6/7/2018, S. 297 – 302
Mots-clés: avocat, enquêtes internes, secret professionnel, séquestre, blanchiment d’argent, obligation de production, collaboration, mise sous scellés
Les enquêtes internes se caractérisent à la fois par une importance pratique croissante et un régime juridique à plusieurs égards peu clair, qui entraîne fréquemment des difficultés d’appréciation. Cela concerne en particulier la portée du secret d’avocat et le caractère «typique» des activités déployées, notamment au regard de deux arrêts récents. La présente contribution propose une lecture de la question, tant générale qu’en matière de compliance et de gouvernance. La portée éminemment juridique des activités de l’enquêteur y est notamment soulignée.
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Commentaire de l’arrêt du tribunal fédéral 1B_486/2017 du 10 avril 2018: secret professionnel de l’avocat et levée des scellés
Anwaltsrevue 6/7/2018, S. 303 – 307
Mots-clés: levée des scellés, secret professionnel, activité typique, droit des successions
1. L’activité typique de l’avocat englobe les conseils juridiques donnés en matière fiscale, de gestion du patrimoine et de l’organisation d’une succession. L’établissement de l'inventaire d'une succession par un avocat est donc couvert par le secret professionnel.
2. Dans le cadre de la procédure de levée des scellés, le tribunal des mesures de contraintes ne doit pas effectuer de pesée des intérêts entre l’intérêt au maintien du secret et l’intérêt à la manifestation de la vérité, mais uniquement examiner si les documents mis sous scellés sont susceptibles d’être couverts par le secret professionnel ou non.
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Anwaltsrevue 5/2018, S. 205 - 211
Stichworte: Datenschutzrecht, Datenschutz-Grundverordnung, DSGVO, Europäische Union, Schweiz
Mit der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vereinheitlicht und verschärft die Europäische Union (EU) per 25. 5. 2018 ihr Datenschutzrecht. In vielen Fällen unterliegen auch Schweizer Anwaltskanzleien der DSGVO und müssen die damit verbundenen Pflichten zumindest teilweise einhalten. Der vorliegende Beitrag beschreibt, unter welchen Bedingungen die DSGVO in der Schweiz gilt, worin die wichtigsten Pflichten bestehen und wie die DSGVO – auch durch Anwaltskanzleien – umgesetzt werden kann.
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Le devoir de sincérité de l'avocat
Anwaltsrevue 4/2018, S. 175 - 181
Mots-clés: déontologie, avocature, loyauté des débats, responsabilité de l’avocat
L’avocat doit être sincère dans l’exercice de son ministère. Ses rapports avec son client, le magistrat et le public sont tous marqués par cette exigence, qui transparaît déjà dans le serment qu’il prête au début de sa carrière. Serviteur du droit et con dent de son client, l’avocat doit éviter, en tout temps, tout ce qui pourrait affaiblir le respect qu’il doit lui-même inspirer. Les règles professionnelles, déontologiques et légales permettent d’ébaucher les contours de cette obligation. Afin de garantir sa sincérité, l’avocat doit pouvoir compter sur une entière indépendance, sa meilleure arme face aux dangers d’un métier de plus en plus exposé. La vocation de l’avocat consiste à préserver et défendre la marge, parfois ténue mais souvent irréductible, séparant la vérité judiciaire de l’indéfinissable vérité absolue. Dans ce contexte, l’obligation de sincérité de l’avocat, figure à ce jour peu développée en droit suisse, se prête bien à la définition de l’avocat soucieux du respect de son serment.
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Anwaltsgeheimnis und Honorar-Inkasso: ein Zwischenstand
Anwaltsrevue 4/2018, S. 185 - 187
Stichworte: Anwaltshonorar, Anwaltsgeheimnis, Entbindung, Kostenvorschuss
Das Bundesgericht hat zwischen Mai 2016 und Januar 2017 diverse Urteile zu den Kriterien der Entbindung vom Anwaltsgeheimnis im Zusammenhang mit dem Honorarinkasso durch Anwältinnen und Anwälte gefällt. Insbesondere die neu vorgebrachte Bedeutung des Kriteriums, ob die Einholung eines Kostenvorschusses möglich gewesen wäre, aber unterlassen worden ist, hat in der Lehre Kritik hervorgerufen. Dieses Kriterium ist vom Bundesgericht in drei verschiedenen (strengeren wie unbestimmteren) Varianten formuliert worden. Dieser Aufsatz macht eine Bestandesaufnahme.
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Anwaltskörperschaften/Vorbemerkungen zu den Bundesgerichtsentscheiden 2C_1054 und 1059/2016
Anwaltsrevue 3/2018, S. 136
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SA d'avocats: que des avocats au barreau
Autor: François Bohnet
Anwaltsrevue 3/2018, S. 137 - 140
Mots-clés: SA d’avocats, multidisciplinarité-MDP, avocat au barreau, indépendance de l’avocat, secret professionnel de l’avocat, société simple d’avocats, société de personne, notaire, activité commerciale de l’avocat
Longtemps attendu, l’arrêt dans les causes 2C_1054 et 1059/2016, du 15 décembre 2017, destiné à la publication, a fait l’e et d’une «petite bombe»: se distançant de l’approche libérale zurichoise, il confirme le refus d’inscription au registre cantonal genevois d’un avocat employé d’une SA autorisant une participation minoritaire de personnes non inscrites au barreau, retenant que la règle cardinale de l’indépendance exclut tout tiers actionnaire ou membre du conseil d’administration. Le Tribunal fédéral place au premier plan le principe fondamental de l’indépendance de l’avocat et le secret professionnel dont il bénéficie tout particulièrement. La solution est certes stricte, mais elle assure le respect des spécificités de la profession d’avocat et renforce la position de garant de l’État de droit de l’avocat au barreau.
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Cloud as a Service für Anwaltskanzleien
Anwaltsrevue 2/2018, S. 5
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"Schulterschluss" entre les acteurs de la justice dans le procès civil
Autor: Jean-Marc Reymond
Anwaltsrevue 1/2018, S. 14 - 17
Mots-clés: procédure civile, Schulterschluss, indépendance de l’avocat, acteurs de la justice, déontologie
Le «Schulterschluss» entre les acteurs de la justice, le troisième pouvoir de notre démocratie, exprime la nécessité pour les avocats et les juges de travailler ensemble pour faire respecter l’indépendance de la justice, garantir sa crédibilité et (re)gagner la confiance du public, autrement dit atteindre des buts qui sont indispensables au bon fonctionnement de notre société, dans l’intérêt du justiciable et des Barreaux. Le «Schulterschluss» c’est le dénominateur commun qui réunit les acteurs de la justice autour de la bonne administration de celle-ci et qui ne remet pas en cause l’indépendance des avocats, condition cardinale de l’exercice de notre profession, ni celle des juges. Comment s’exprime ce «Schulterschluss» en procédure civile? Tel est le sujet de cette présentation.
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Changement de paradigme en matière de protection des données
Autoren: Antoine Amiguet und Philipp Fischer
Anwaltsrevue 1/2018, S. 28 - 34
La règlementation en matière de protection des données a récemment été modifiée dans l’Union européenne, par l’adoption du Règlement général sur la protection des données (RGPD) qui sera pleinement applicable à compter du 25. 5. 2018 et qui dispose d’un effet extraterritorial. Un processus de révision de la loi fédérale suisse sur la protection des données est actuellement en cours. Dans le cadre de ses activités professionnelles, chaque avocat traite des données personnelles. Ces révisions règlementaires doivent donc être suivies avec attention.
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Le sort des réserves d'usage après la conclusion d'un accord transactionnel
Anwaltsrevue 1/2018, S. 37 - 43
Mots-clés: réserves d’usage, con dentialité des discussions transactionnelles, preuves illicites, ac- cord transactionnel
Le CSD institue la confidentialité de la correspondance entre avocats et des discussions transactionnelles. Contrairement à certains codes de déontologie cantonaux antérieurs, le CSD n’institue aucune exception expresse à ce principe, notamment lorsqu’un différend surgit entre les parties quant à l’interprétation d’une transaction conclue au terme des négociations confidentielles. L’interprétation des normes du CSD démontre cependant que, pour s’inscrire dans l’ensemble du système juridique, le principe de la confidentialité ne peut pas être considéré comme absolu lorsque les négocia- tions ont abouti à un accord.
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Siegesprämie für Anwälte – BGer 4A_240/2016 und seine Bedeutung
Autoren: Walter Fellmann und Manuela Häfliger
Anwaltsrevue 11/12/2017, S. 499 – 504
Stichworte: Erfolgshonorar, pactum de palmario, Übervorteilung
Die Vereinbarung einer Erfolgsprämie verstösst nicht gegen Art. 12 lit. e BGFA. Der Rechtsanwalt muss aber unabhängig vom Ausgang des Verfahrens ein Honorar erzielen, welches nicht nur seine Selbstkosten deckt, sondern ihm auch einen angemessenen Gewinn ermöglicht. Weiter darf die vom Erfolg abhängige Honorarkomponente im Verhältnis zum in jedem Fall geschuldeten Honorar nicht so hoch sein, dass die Unabhängigkeit des Anwalts beeinträchtigt wird und die Gefahr einer Übervorteilung besteht. Und schliesslich darf die Erfolgsprämie nur zu Beginn des Mandatsverhältnisses (oder nach Beendigung eines Prozesses) verabredet werden.
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TF 4A_240/2016 ou les limites du pactum de palmario
Anwaltsrevue 11/12/2017, S. 505 – 508
Mots-clés: pactum de palmario, accord sur les honoraires, honoraires de résultat
Si l’arrêt 4A_240/2016 du 13. 6. 2017, destiné à la publication, confirme la non-contrariété du pactum de palmario à l’art. 12 let. e LLCA, il pose d’importantes cautèles quant à son admissibilité. Tout d’abord – c’est un rappel –, la rémunération de base doit être convenable en ce sens qu’elle doit couvrir les charges et assurer un gain raisonnable à l’avocat. Ensuite, la rémunération dépendant du résultat ne doit pas être plus élevée que la rémunération de base, afin de ne pas devenir essentielle pour l’avocat et risquer de remettre en cause son indépendance. Enfin, l’accord doit être passé en début de mandat ou après la résolution du litige, afin d’éviter qu’il ne soit imposé au client. Selon l’auteur, le deuxième critère fixé – une limite maximale de la prime au montant de l’honoraire de base –, qui vise à éviter une rémunération excessive de l’avocat, manque sa cible. Il convient en effet d’examiner le caractère adéquat des honoraires, prime comprise, en prenant en compte l’ensemble des critères utiles à la fixation des honoraires de l’avocat: temps consacré au mandat, importance et difficulté de la cause, qualification de l’avocat, situation économique du client et résultat obtenu.
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Entwurf einer europäischen Konvention über den Rechtsanwaltsberuf – wichtiger Beitrag des CCBE
Anwaltsrevue 10/2017, S. 404 – 405
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Verschärfte Freizügigkeit, Beschluss aus Hindelbank, strenge Massstäbe – ein Laborbericht
Autor: Felix Hunziker-Blum
Anwaltsrevue 10/2017, S. 443 – 445
Stichworte: Freizügigkeit, Anwaltsregister, Administrationsaufwand, Gebühren
Der Anwaltsberuf ist abwechslungsreich, aber auch reich an seltsamen Erfahrungen. Der Umzug einer Anwaltskanzlei in einen anderen Kanton könnte an sich mit einer Registerübertragung einfach und mit einem Aufwand erledigt werden, der kleiner wäre als der, welcher die aufwendige Ausfertigung von zwei Entscheiden und Gebührenrechnungen mit sich bringen kann. Der besprochene Fall erinnert an Murphy’s Gesetz – und war auch 80 Tage nach dem Registrierungsbeschluss nicht abgeschlossen: noch lagerte seine Patenturkunde noch immer bei der Aufsichtsbehörde.
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Secret professionnel de l’avocat et solutions cloud
Autoren: Benoît Chappuis und Adrien Alberini
Anwaltsrevue 8/2017, S. 337 – 343
Mots-clés: informatique, secret professionnel, diligence, organisation d’étude, protection des données
Le développement de services informatiques en cloud a été spectaculaire ces dernières années et permet aujourd'hui le stockage d’informations et une accessibilité à distance pour des activités professionnelles. Les avocats sont évidemment concernés par cette évolution qui n’a pas manqué de susciter des craintes concernant la confidentialité des informations stockées. Contrairement à un certain nombre d’idées reçues, le recours à un cloud, s’il présente certes des risques spécifiques, apporte également un regain de sécurité par rapport aux moyens traditionnels, pour autant que l’on prenne un certain nombre de précautions techniques et juridiques. Enfin, la question du secret professionnel de l’avocat, qui a été décrite comme problématique par certains, ne constitue pas un obstacle lorsque l’on utilise l’hébergeur du cloud comme un auxiliaire de l’avocat dans l’accomplissement de tâches que ce dernier doit contractuellement accomplir envers son client.
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Stéphane Grodecki L’activité de juge suppléant par un avocat: le Tribunal federal annoncerait-il le chant du cygne?
Anwaltsrevue 8/2017, S. 349 – 350
Mots-clés: avocat, juge-suppléant, admissibilité de plaider dans la jurisdiction dans laquelle l’avocat siège
Un avocat peut-il plaider devant une juridiction dans laquelle il siège par ailleurs comme magistrat? À ce jour, le Tribunal fédéral répond, globalement, par l’affirmative. Il semble toutefois regretter cet état de fait et invite le législateur à intervenir.
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Legal marketplaces: opportunité et/ou menace pour les avocats et les Ordres d’avocats
Autoren: Adrien Alberini/Frédéric Bernard/Lionel Bugmann
Anwaltsrevue 6/7/2017, S. 253 – 256
Mots-clés: legal marketplaces, ubérisation de la profession, plateformes numériques
À l’ère du numérique, l’«uberisation» de la profession d’avocat devient une préoccupation majeure. Cette contribution décrit brièvement le fonctionnement des plateformes de marché en ligne dans le secteur juridique (legal marketplaces). Elle identi e quelques avantages et risques pour les avocats, notamment s’agissant de la publicité, des rétro-commissions et de l’indépendance de l’avocat. Cette contribution aborde aussi la question des conséquences de cette évolution pour les Ordres d’avocats eux-mêmes et de la position que ces Ordres devraient adopter au vu de ce nouveau phénomène.
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Profession d’avocat et loi sur le marché intérieur
Autoren: Benoît Merkt und Benoît Chappuis
Anwaltsrevue 6/7/2017, S. 292 – 297
Mots clés: avocat, indépendance institutionnelle, société multidisciplinaire d’avocats, liberté d’établissement, marché intérieur, secret professionnel
Les conditions d’agrément des avocats employés par des études multidisciplinaires d’avocats organisées sous la forme de société anonyme ne sont pas régies explicitement par le droit fédéral. Des pratiques cantonales divergentes se sont développées. Dans le canton de Zurich, cette forme de l’activité d’avocat a été admise à certaines conditions. Selon deux arrêts de la Cour de Justice de Genève rendus en octobre 2016, cette organisation n’est pas admissible. Une étude multidisciplinaire d’avocat dont le siège est à Zurich ne dispose au demeurant pas du droit de s’établir dans le canton de Genève en application de la loi fédérale sur le marché intérieur («LMI»). La Cour de droit administratif et public du Tribunal cantonal du canton de Vaud a, quant à elle, considéré, dans un arrêt de septembre 2016, la LMI inapplicable, mais a admis une étude multidisciplinaire d’avocats organisée sous la forme d’une société anonyme selon ses propres critères. Gardienne de l’application de la LMI, la Commission de la concurrence («Comco») a récemment annoncé, dans son rapport annuel 2016, avoir fait recours auprès du Tribunal fédéral contre les jugements de ces deux instances cantonales.
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Universal gültiger Massstab für die Regulierung der Anwaltschaft?
Anwaltsrevue 5/2017, S. 195 – 197
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La responsabilité de l’avocat d’office; ATF 143 III 10
Autor: David Hofmann
Anwaltsrevue 5/2017, S. 217 – 221
Mots-clés: avocat d’office, responsabilité, assistance judiciaire, mandat
Dans un arrêt du 19 décembre 2016 destiné à publication, la Ire Cour de droit civil du Tribunal fédéral a examiné la question de la responsabilité d’un avocat qui avait été «nommé d’office» dans une procé- dure civile. Il a admis le recours de la cliente de l’avocat et renvoyé la cause à l’instance cantonale. Le Tribunal fédéral fut d’un avis différent de celui de la Chambre patrimoniale cantonale du canton de Vaud et de la Cour d’appel civile du Tribunal cantonal vaudois1 qui considéraient en substance que l’avocat ne disposait pas de la légitimation passive pour répondre aux prétentions de sa cliente, béné- ficiaire de l’assistance judiciaire, et que seul l’État de Vaud pouvait être, le cas échéant, responsable.
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Autoren: Peter Honegger und Peter Forstmoser
Anwaltsrevue 4/2017, S. 151 – 153
Stichworte: Zeugnisverweigerungsrecht für Unternehmensjuristen
In der Anwaltsrevue 1/2017 hat der Präsident des SAV, Kollege Giacomini, unter der Überschrift «Im Fokus des Vorstands SAV» Bemerkungen zum Berufsgeheimnis für Unternehmensjuristen bzw. zum In-house Counsel Privilege gemacht. Er äussert sich dabei unter anderem zu Rechtsfragen im internationalen Kontext, welche nachfolgend vertieft werden.
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Compliance und das Berufsgeheimnis der Unternehmensjuristen
Autor: Herbert Wohlmann
Anwaltsrevue 4/2017, S. 154 – 155
Stichworte: Unternehmensjurist (UJ), Berufsgeheimnis, Kein relevanter Unterschied bei der staatstragenden oder unabhängigen Tätigkeit zwischen Anwälten und Unternehmensjuristen, Fehlendes UJ-Geheimnis ist Einfallstor für ausländische Kläger
Der Autor plädiert für ein dem Anwaltsgeheimnis analoges Berufsgeheimnis des UJ insbesondere für die Compliance-Arbeit. Die staatstragende und unabhängige Funktion des externen Anwalts als Unterscheidungsmerkmal für die Zusprechung des Berufsgeheimnisses sind Fiktionen, die vor der Realität nicht standhalten. Die Verweigerung des UJ-Geheimnisses stellt eine wettbewerbsbeschränkende Massnahme dar, die nicht gerechtfertigt ist.
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Les conflits d’intérêts de l’avocat administrateur (2C_45/2016)
Anwaltsrevue 4/2017, S. 179 – 183
Mots clés: conflits d’intérêts, administrateur, secret professionnel, indépendance
Le Tribunal fédéral a récemment rendu un arrêt concernant le confit d’intérêts dans lequel se serait trouvé un avocat administrateur d’une société anonyme. Cette décision est en elle-même de portée mineure. Elle soulève cependant des questions importantes, tant en raison de leur récurrence en pratique que de leur portée théorique. Il vaut donc la peine de l’analyser pour mettre en évidence les principaux écueils auxquels un avocat administrateur doit faire face, en regard de son indépendance, de son obligation de secret, des risques de conflits d’intérêts et, enfin, de ses obligations d’administrateur.
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Anwaltsrevue 3/2017, S. 99 – 101
Im Nachgang an die «Panama-Papers-Enthüllungen» im letzten Frühjahr ergingen diverse parlamentarische Vorstösse, die sich auch mit der Rolle der Rechtsanwälte beschäftigten. Zur Diskussion gestellt wurde etwa das Berufsgeheimnis der unabhängigen Rechtsanwältin. Das anwaltliche Berufsgeheimnis soll nur für «Prozess-» nicht jedoch für «Geschäfts»-Anwälte gelten. Diese Forderung ist Alltagspolitik-getrieben und erfolgt, ohne dass man die Thematik «Berufsgeheimnis der unabhängigen Rechtsanwältin» in einem umfassenderen Rahmen beleuchtet. Weshalb dem Berufsgeheimnis der unabhängigen Rechtsanwältin eine herausragende Bedeutung zukommt, wird in diesem alltagspolitischen Kontext nicht erläutert.
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Le secret de l’avocat dans le CPP et le CPC: entre divergence et harmonie
Autoren: Benoît Chappuis und Alexandre Steiner
Anwaltsrevue 2/2017, S. 87 – 94
Mots-clés: avocat, secret de l’avocat, avocat étranger, séquestre, témoignage
Le secret professionnel de l’avocat, institué aux art. 13 LLCA et 321 CP, est protégé dans des dispositions spécifiques du CPP et du CPC qui permettent à l’avocat de refuser de témoigner ainsi que de s’opposer à la saisie de documents couverts par le secret. Il apparaît cependant que la terminologie utilisée dans ces dispositions est variable et crée une incertitude sur la question de savoir qui est l’«avocat» qui peut s’en prévaloir. De manière générale, on sait qu’il faut distinguer entre l’avocat titulaire d’un brevet suisse, l’avocat UE/AELE et l’avocat étranger hors UE. La protection du secret de ces différents types d’avocat varie d’une disposition procédurale à une autre, sans que l’on s’explique les raisons qui pourraient fonder de telles variations.
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Unabhängige Rechtsanwältin vs. Unternehmensjurist
Anwaltsrevue 1/2017, S. 3 – 4
Unabhängige Rechtsanwältin vs. Unternehmensjurist, in-house-counsel vs. Unternehmensjurist, anwaltschaftliches Berufsgeheimnis vs. attorney-client-privilege, oder wenn Äpfel mit Birnen verglichen werden.
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Enquête interne et secret professionnel
Anwaltsrevue 1/2017, S. 40 – 45
Mots clés: avocat, enquête interne, secret professionnel, activité typique, blanchiment d’argent
Le Tribunal fédéral a récemment rendu un arrêt1 dans lequel il a eu à se prononcer pour la première fois sur la question controversée du secret professionnel de l’avocat pour l’activité déployée par ce dernier dans une enquête interne menée dans une banque. La décision est d’importance puisque non seulement elle aborde le concept d’enquête interne, mais aussi parce qu’elle constitue un cas d’application du thème délicat des activités mixtes de l’avocat, mêlant les typiques et les atypiques.
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Fresh Up: GwG für Rechtsanwälte und Notare
Anwaltsrevue 11/12/2016, S. 487 – 493
Stichworte: Finanzintermediation, Bagatellbestimmung, akzessorische und berufsspezifische Tätigkeit, Sitzgesellschaften
Seit vielen Jahren sind schweizerische Anwälte und Notare nebst ihrer beruflichen Haupttätigkeit zugleich auch als Finanzintermediäre aktiv. Sie benötigen hierzu einen Anschluss an eine Selbstregulierungsorganisation (SRO). Seit dem Jahr 2000 steht die Selbstregulierungsorganisation des Schweiz. Anwaltsverbandes und des Schweiz. Notarenverbandes Anwälten und Notaren offen. Nicht immer einfach ist es, zu klären, ob eine finanzintermediäre Tätigkeit ausgeübt wird.
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L’instigation à un acte illicite par un avocat
Autoren: Benoît Chappuis und Ursula Cassani
Anwaltsrevue 9/2016, S. 385 – 391
Mots clés: avocat; secret de fonction; instigation; responsabilité civile; prescription
Le Tribunal fédéral a récemment rendu un arrêt tenant un avocat, ayant sollicité d’une autorité étatique une information couverte par le secret de fonction, comme l’instigateur d’un acte pénalement punissable. Il en a conclu que l’avocat était civilement coresponsable du dommage causé par la violation commise par l’autorité.
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Ausreisser? Ausreisser!
Anwaltsrevue 9/2016, S. 393 – 396
Stichworte: Berufsgeheimnis, Kostenvorschuss, Entbindungsverfahren für das Honorarinkasso, Berufspflicht
Im Entscheid 2C_586/2015 vom 9. Mai 2016 (Publikation vorgesehen) hat das Bundesgericht sich zur Frage geäussert, wann eine Anwältin, resp. ein Anwalt vom Berufsgeheimnis entbunden werden kann, um sein Honorar gerichtlich geltend zu machen. Erstaunlicherweise kommt das Bundesgericht zum Schluss, dass diese Entbindung nur dann gewährt werden darf, wenn die Anwältin resp. der Anwalt darlegt, dass ihm die Kostendeckung über die Erhebung eines Kostenvorschusses nicht möglich war. In allen andern Fällen, d. h. wenn dieser Nachweis nicht erbracht wird, soll nach der neuen Praxis des Bundesgerichts die Entbindung nicht gewährt werden, was faktisch zum Verlust des Honoraranspruchs führt. Dieser Entscheid ist schwer nachzuvollziehen und bedarf einer Überprüfung. Der Autor der nachstehenden Überlegungen betrachtet den Entscheid als Ausreisser; eine Überprüfung und Korrektur drängt sich bei nächster Gelegenheit auf.
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Autorin: Maria Winkler
Anwaltsrevue 6/7/2016, S. 275 – 279
Stichworte: Berufsgeheimnis, Datensicherheit, Vernichtung von physischen Datenträgern, Löschung von elektronischen Daten, Outsourcing
Anwaltskanzleien müssen aufgrund des Berufsgeheimnisses sowie aufgrund von datenschutzrechtlichen Vorgaben bei der Bearbeitung der Daten und Akten ihrer Mandanten mit besonderer Sorgfalt vorgehen und durch geeignete Massnahmen sicherstellen, dass deren Vertraulichkeit gewährleistet wird. Dies gilt auch bei deren Vernichtung und unabhängig davon, ob sie in physischer oder in elektronischer Form vorhanden sind. Der vorliegende Artikel soll eine Übersicht vermitteln, welche Risiken bei der Aktenvernichtung zu beachten sind und welche Lösungsansätze in der Praxis verfügbar sind.
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Neues Formular R – Deckungsgleich mit Ausnahmeregelung in FATCA-Abkommen
Anwaltsrevue 5/2016, S. 198 – 199
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FATCA und Klientengelderkonten – zurück zur Normalität
Anwaltsrevue 4/2016, S. 147
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Les sociétés d’avocats et l’indépendance structurelle Tribunal fédéral, arrêt 2C_560/2015
Anwaltsrevue 4/2016, S. 183 – 186
Mots-clés: indépendance, société d’avocats, activités typiques, liberté économique
Le Tribunal fédéral vient de rendre une décision en matière de société d’avocats qui apporte un jour partiellement nouveau sur la question. C’est l’absence de délimitation claire entre les activités d’un avocat, inscrit comme indépendant, et celles d’une société active dans le domaine de services successoraux lui appartenant qui a été jugée comme source de perte d’indépendance structurelle. Cette décision souligne une nouvelle fois que ce sont les données concrètes du cas d’espèce et non la ou les formes juridiques retenues par l’avocat qui sont déterminantes pour apprécier son indépendance.
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Kollision zwischen Anwalts- und Mandanteninteresse?
Autor: Marcus Wiegand
Anwaltsrevue 3/2016, S. 115 - 117
Stichworte: Honorarbeschwerde, Unentgeltliche Rechtspflege, Entschädigung, Widerstreitende Interessen, Interessenkollision
Handelt der unentgeltliche Rechtsbeistand, der sich nach Mandatsabschluss gegen eine Kürzung seiner Honorarnote durch das Gericht wehrt, wider die Interessen der von ihm vormals vertretenen Mandantschaft?
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Neue FATCA-Ausnahmebestimmung
Jusletter 7. März 2016
Die zuständigen Behörden der Schweiz und der USA haben am 19. Februar 2016 in Bern und am 29. Februar 2016 in Washington eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der eine Ausnahmebestimmung für Konten von Anwälten oder Notaren in das FATCA-Abkommen aufgenommen wurde.
Relativierung des Berufsgeheimnisses durch die Hintertüre?
Anwaltsrevue 2/2016, S. 51
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Le secret de l’avocat – Quelques questions actuelles
Anwaltsrevue 2/2016, S. 55 – 60
Mots-clés: secret professionnel, blanchiment, FATCA, protection de l’adulte
Le secret professionnel se trouve au centre de l’actualité. Alors qu’il vient d’être renforcé par les codes de procédure fédéraux, son étendue est remise en cause par l’accord FATCA et par les nouvelles tendances de la lutte contre le blanchiment en ce qui concerne l’activité de conseil juridique. Enfin, le nouveau droit de la protection de l’adulte impose quant à lui des obligations au mandataire qui entrent en conflit avec l’obligation de confidentialité à laquelle l’avocat est soumis.
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Devoir de diligence de l’avocat et critique des autorités: Arrêt 2C_55/2015
Anwaltsrevue 2/2016, S. 76 – 78
Mots-clés: devoir de diligence; critique des autorités; liberté d’expression
En une année, le Tribunal fédéral a rendu trois arrêts consacrés à des avocats sanctionnés pour avoir critiqué des autorités judiciaires ou administratives. Tout en rappelant que le devoir de diligence auquel l’avocat est soumis impose certaines limites, il a cependant fermement souligné que l’avocat a non seulement le droit, mais également le devoir de critiquer les autorités lorsque cela est nécessaire. Cette jurisprudence, protectrice de la liberté d’expression, révèle l’importance que le Tribunal fédéral reconnaît à l’avocat dans le fonctionnement des institutions et la défense du justiciable.
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Die Entbindung vom Berufsgeheimnis darf nicht zur Preisgabe eines Geheimnisses verpflichten
Anwaltsrevue 1/2016, S. 7 – 9
Stichworte: Berufsgeheimnis, Entbindung durch die Aufsichtsbehörde, Preisgabe des Geheimnisses als «Dürfen», Ermessen des Anwalts
Nach geltendem Recht (Art. 13 BGFA) muss ein Anwalt selbst nach Entbindung von seinen Geheimhaltungspflichten nicht aussagen, wenn er sein Schweigen als im Interesse seines Klienten liegend betrachtet. Der Bundesrat will mit neuen Bestimmungen im ZGB für den Kindesschutz diese (verfassungsrechtliche) Grundregel ausser Kraft setzen und eine Mitwirkungspflicht einführen.
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Die Haftung des Anwaltes – ausgewählte Aspekte
Anwaltsrevue 011/12/2015, S. 459 – 464
Stichworte: Anwaltsvertrag, Pflichten des Anwaltes, Haftung des Anwaltes
Der Anwalt als Dienstleister ist heute in einem vielfältigen Umfeld tätig. Dabei ist er auch Haftungsrisiken ausgesetzt. Die Anspruchshaltung der Klienten ist gestiegen. Vermehrt sehen sich deshalb Anwälte auch mit Haftpflichtansprüchen konfrontiert. Ausgangspunkt der Haftung des Anwaltes bildet der Anwaltsvertrag. Im Folgenden wird untersucht, welches die wesentlichen Pflichten des Anwaltes sind und welche Haftungskonsequenzen deren Verletzung hat. Dabei wird insbesondere auf die typischen Haftungsrisiken eingegangen.
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Aktuelle Entwicklungen im Bereich Straf-, Steuer- und Aufsichtsrecht – bedeutende Auswirkungen auf den Anwaltsberuf
Autoren: Philipp Fischer / Didier de Montmollin / Alain Macaluso / Frédéric Neukomm / Jean-Frédéric Maraia / Anne Reiser / Jérôme Meyer
Anwaltsrevue 10/2015, S. 426 – 433
Stichworte: Anwaltsberuf, Geldwäscherei, Steuerstrafrecht
Die bereits erfolgten oder noch in Umsetzung begriffenen Reformen im Bereich der Geldwäscherei und des Steuer(straf)rechts sollten erhebliche Folgen haben für die Führung von Anwaltsmandaten, die direkte oder indirekte steuerrechtliche Eigenschaften aufweisen. Ausserdem sollte im Rahmen grenzüberschreitender Mandatsführung die Auswirkung des ausländischen Rechts unbedingt in Betracht gezogen werden. Während die in den Grenzstaaten der Schweiz geltenden Normen während der letzten Jahre keine grundsätzlichen Änderungen erfahren haben, hat ihre Umsetzung drastisch zugenommen.
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Anwalt schummelt bei Kürzung seiner Rechtsschrift
Jusletter 17. August 2015
Das Bundesgericht hat einen Entscheid des Verwaltungsgerichts St. Gallen bestätigt, das auf eine Beschwerde eines Anwalts nicht eingetreten ist. Dieser hatte seine 55-seitige Eingabe gemäss Aufforderung des Gerichts auf 25 Seiten reduziert, allerdings auf zweifelhafte Art und Weise. (Urteil 2C_204/2015)
Jusletter 10. August 2015
Ein Kanzleibesitzer aus dem Kanton Aargau hat einer Klientin eine Rechnung von 31'000 Franken gestellt, obwohl sein Angestellter als unentgeltlicher Rechtsvertreter für die Leistungen bereits vom Gericht entschädigt worden war. Das Bundesgericht hat die deswegen verhängte Busse von 1'200 Franken gegen die Kanzlei als rechtens erklärt. (Urteil 2C_952/2014)
Pratique de la profession d’avocat / Rechtsprechung zum Anwaltsrecht
Autoren: Jean-Louis Collart und Ernst Staehelin
Anwaltsrevue 06/07/2015, S. 283 – 292
Stichworte: Sorgfaltspflicht des Anwalts, Interessenkollision, Anwaltshonorar, Berufsgeheimnis, Anwaltsregister, Aufsichtsbehörde, Werbung, amtliche Verteidigung, Anwaltskörperschaft
Das Anwaltsrecht ist zwar grundsätzlich durch das BGFA geregelt, wird aber durch kantonales Recht ergänzt, welches oft von Kanton zu Kanton verschieden ist. Die Harmonisierung des Anwaltsrechtes, die durch den Erlass des BGFA angestossen wurde und die durch das in Bearbeitung befindliche neue Anwaltsgesetz fortgesetzt wird, geschieht derzeit noch über die Rechtsprechung. Der nachstehende Artikel soll diese während der letzten beiden Jahre erfolgte Rechtsprechung aufzeigen, wobei sich die beiden Autoren auf eine Auswahl beschränken.
Pratique de la profession d’avocat / Rechtsprechung zum Anwaltsrecht (2 MB)
L’avocat face à la révision GAFI 2012
Autor: Nicolas Béguin
Anwaltsrevue 06/07/2015, S. 256 – 263
A partir du 1. 1. 2016, le dispositif anti-blanchiment suisse sera complété par l’introduction de nouvelles obligations pour les intermédiaires financiers. Cette révision législative impliquera pour les avocats, en particulier ceux exerçant une activité atypique, que ceux-ci augmentent leur vigilance dans toutes leurs relations d’affaires présentant un risque fiscal, sous peine de voir leur responsabilité pénale, voire civile, engagée.
L’avocat face à la révision GAFI 2012 (2 MB)
Risikomanagement in der Anwaltskanzlei
Autor: Martin Diller
Anwaltsrevue 06/07/2015, S. 264 – 268
Stichworte: Risiko, Management, Haftung, Insolvenz, Risk-Partner
Der Begriff «Risikomanagement» ist spätestens seit dem Beinahezusammenbruch des Bankenund Versicherungssystems 2008/2009 in aller Munde. Umso erstaunlicher ist, dass Anwälte Risikomanagement in eigener Sache bislang allenfalls in Ansätzen betreiben. In den einschlägigen Handbüchern zum Kanzleimanagement findet sich zu diesem Thema praktisch nichts. Der nachfolgende Beitrag will einen ersten Überblick über die Möglichkeiten und Vorteile eines systematischen anwaltlichen Risikomanagements geben, wobei praktische Aspekte im Vordergrund stehen. Der Autor ist deutscher Rechtsanwalt, der nachfolgende Beitrag beschränkt sich jedoch auf Aspekte, die in der Schweiz gleichermassen gelten.
Risikomanagement in der Anwaltskanzlei (2 MB)
Aus dem Fachausschuss Anwaltsrecht
Anwaltsrevue 05/2015, S. 237 – 238
Aus den Fachausschüssen / Informations des Commissions spécialisées Anwaltsrecht (VINCENZO AMBERG)
Früher zeigte eine weisse Fahne auf einem Gefängnisgebäude an, dass (glücklicherweise) keine Missetäter einsitzen, mit anderen Worten, dass in der Ortschaft alles seinen geordneten Gang nimmt. Bezogen auf unser Berufs- und Standesrecht nahm anscheinend auch alles seinen geordneten Gang; weder grundsätzliche noch wesentliche anwaltsrechtliche Fragen wurden im abgelaufenen Jahr dem Fachausschuss zur Beratung und/ oder Meinungsäusserung unterbreitet, weshalb – wohl erstmals seit Bestehen des Fachausschusses – im letzten Jahr keine Veranlassung bestand, eine Sitzung anzuberaumen.
Diese Tatsache gibt dem Berichterstatter die Möglichkeit, einen Blick über die Grenzen zu werfen und über den Stand der Diskussionen betreffend die Revision des europäischen Standesrechts zu informieren.
Der CCBE (Conseil des barreaux européens, Rat der europäischen Anwaltschaften) wurde 1960 gegründet und vertritt heute die Interessen von über einer Million Anwältinnen und Anwälte im (erweiterten) europäischen Raum. Im Jahre 1988 setzte der CCBE seine Standesregeln, welche seither drei Mal in einigen Punkten revidiert wurden, in Kraft. Beizufügen gilt es in diesem Zusammenhang, dass jeder nationale Anwaltsverband, welcher dem CCBE beitreten will, sich verpflichten muss, die europäischen Standesregeln anzuwenden. Diese Verpflichtung ging auch der SAV (mit Zustimmung aller kantonaler Anwaltsverbände) ein, als er 1991 dem CCBE beitrat.
Des Weiteren nahm der CCBE 2006 eine sogenannte Charta an, welche zehn wichtige und unabdingbare Grundsätze zur Ausübung des Anwaltsberufs im europäischen Raum, wie beispielsweise die Unabhängigkeit und das Berufsgeheimnis, beinhaltet.
Der Fachausschuss Berufs- und Standesrecht des CCBE musste nun seit Längerem feststellen, dass wohl die überwiegende Mehrheit der nationalen Verbände, aber – aus verschiedenen hier nicht weiter auszubreitenden rechtlichen Gründen – eben nicht alle, die europäischen Standesregeln auf nationaler Ebene anwenden. Aus diesem Grunde und um diese unbefriedigende Situation zu ändern, wurde der Fachausschuss damit beauftragt, Lösungsvorschläge auszuarbeiten. Nach langen Diskussionen erwägt das erwähnte Gremium nun folgende Vorgehensweise:
1. Die Charta, beinhaltend die zehn Grundsätze zur Ausübung des Anwaltsberufs, soll unverändert beibehalten werden.
2. Die bestehenden Standesregeln sollen revidiert werden und nur noch Bestimmungen standesrechtlicher Natur enthalten, welche die grenzüberschreitende Anwaltstätigkeit betreffen; sie sind obligatorisch von allen Mitgliedern anzuwenden.
3. Schliesslich sollen zuhanden der nationalen Anwaltschaften zeitgemässe und umfassende Standesregeln mit Modellcharakter ausgearbeitet werden verbunden mit der Empfehlung, sie auf nationaler Ebene zur Anwendung zu bringen.
An der letzten Delegiertenversammlung des CCBE im Herbst letzten Jahres wurde dieses Vorgehen nun gutgeheissen.
Die nicht ganz leichte Aufgabe des Fachausschusses wird es in den nächsten Monaten sein, die zum Teil auch in grundsätzlichen Aspekten divergierenden (nationalen) Standpunkte auf einen allseits akzeptierbaren Nenner zu bringen und entsprechende Satzungen auszuarbeiten. Bei all den bisher diesbezüglich geführten Diskussionen und Auseinandersetzungen wurde offenkundig, dass Probleme und Problemlösungen auf europäischer Ebene in nicht wenigen Bereichen den hiesigen Problemen und Problemlösungen ähnlich sind.
Conflit d’intérêts et secret: le point sur la jurisprudence
Anwaltsrevue 04/2015, S. 171 – 173
Mots-clés: secret professionnel, capacité de postuler de l’avocat, conflits d’intérêts
La jurisprudence récente du Tribunal fédéral relative à la LLCA est relativement abondante, en particulier en ce qui concerne la recevabilité des recours interjetés contre une interdiction de postuler, en cas de conflit d’intérêts. Il vaut donc la peine de faire le point à cet égard, à l’occasion d’un récent arrêt du Tribunal fédéral. D’autre part, ce dernier a maintenu une conception ferme du domaine couvert par le secret professionnel, ce qui doit être salué. Il est donc intéressant de rappeler la teneur actuelle de la jurisprudence.
Conflit d’intérêts et secret: le point sur la jurisprudence (164 KB)
Anwälte und Social Media
Autoren: Lukas Bühlmann und Adrian Süess
Anwaltsrevue 03/2015, S. 111 – 115
Stichworte: Social Media, Anwaltsrecht, Anwaltswerbung, Datenschutz, Medienrecht
Der Einsatz von Social Media und der Austausch über solche Medien ist sehr aktuell und hat auch die Schweizer Anwaltschaft erreicht. Im Folgenden soll aufgezeigt werden, was es für Anwälte oder Kanzleien zu berücksichtigen gilt, wenn Social Media im Rahmen der Kanzleikommunikation eingesetzt werden sollen. Dabei wird klar, dass aus anwalts- resp. standesrechtlicher Sicht keine grundsätzlichen Bedenken gegen den Einsatz dieser Kommunikationsmittel bestehen, vielmehr gilt es, den spezifischen Anforderungen der Berufsausübung auch in diesem zeitgemässen Kontext Rechnung zu tragen.
Anwälte und Social Media (367 KB)
Das Bundesgericht hat eine Verwarnung der Anwaltsaufsichtsbehörde des Kantons Bern gegen einen Anwalt bestätigt, der während Eishockeyspielen Werbung für seine Kanzlei auf einer Anzeigetafel einblenden liess. (Urteil 2C_259/2014)
Ein Zürcher Anwalt hat bei der Vertretung eines Profifussballers drei Hüte getragen: den des Anwalts, des Kreditgebers des Fussballers und des Verwaltungsrats der Firma, mit welcher der Kicker eine Prozessfinanzierungsvereinbarung geschlossen hatte. Das Bundesgericht hat nun eine Busse wegen Verletzung der Berufsregeln bestätigt. (Urteil 2C_814/2014)
Neues Rechnungslegunsrecht für Anwälte
Anwaltsrevue 10/2014, S. 430 - 431
430_Neues Rechnungslegungsrecht für Anwälte (84 KB)
Autor: Margrith Graf
Anwaltsrevue 09/2014, S. 374 - 376
Berufshaftpflichtversicherung (232 KB)
"Durchklick": Elektronische Aktenführung - Beweisführung mit eingescannten Domumenten
Autor: Lukas Fässler
Anwaltsrevue 09/2014, S. 380 - 385
"Durchklick": Elektronische Aktenführung - Beweisführung mit eingescannten Domumenten (129 KB)
"Durchklick": Arbeiten in der Cloud mit einem virtuellen Arbeitsplatz
Autor: Remo Rigoni
Anwaltsrevue 08/2014, S. 338 - 339
"Durchklick": Arbeiten in der Cloud mit einem virtuellen Arbeitsplatz (213 KB)
Le financement de contentieux par des tiers (Third Party Funding)
Anwaltsrevue 05/2014, S. 207 – 211
Autor: Franco Villa
Le financement de contentieux par des tiers (Third Party Funding) (183 KB)
Jusletter 26. Mai 2014
Autor: Philipp Haberbeck
Nimmt ein Rechtsanwalt in seiner Funktion als Escrow Agent fremde Vermögenswerte entgegen, kann dies unter dem Gesichtspunkt der Geldwäschereiprävention relevant sein. Vor diesem Hintergrund wird in diesem Beitrag einerseits die Frage beleuchtet, unter welchen Umständen sich für den als Escrow Agent tätigen Anwalt aus den Bestimmungen der Geldwäschereiprävention Pflichten ergeben können. Andererseits werden die für den Anwalt relevantesten dieser Pflichten diskutiert, insbesondere die allfällige Pflicht zur Erstattung einer Verdachtsmeldung an die MROS.
Autoren: Felix Uhlmann / Judith Kaspar / Silvan Andermatt
Der Beitrag analysiert den Fall von Aussenwerbung einer Anwaltskanzlei (Leuchtreklame) an einem Gebäude in Bahnhofsnähe in materiell- und formell-rechtlicher Hinsicht. Relevante materiell-rechtliche Themen sind insbesondere eine vom kantonalen Baurecht vorgesehene positive Ästhetikklausel (gute Gesamtwirkung), die Verletzung der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) und ihres Teilgehalts der Werbefreiheit (Art. 10 EMRK) sowie die besonderen Einschränkungen, denen Anwälte in ihrer Werbetätigkeit unterliegen (Art. 12 BGFA).
Kohärentes Verhalten und Anwaltsmonopol
Anwaltsrevue 03/2014, S. 99
Kohärentes Verhalten und Anwaltsmonopol (37 KB)
"Clic informatique": La rémunération de l'avocat en Bitcoins - perspectives légales et déontologiques (II)
Anwaltsrevue 03/2014, S. 128 - 132
Autor: Sébastien Fanti
"Clic informatique": La rémunération de l'avocat en Bitcoins - perspectives légales et déontologiques (II) (139 KB)
L'arrêt du Tribunal fédéral du 6 décembre 2013 et le droit de l'UE
Anwaltsrevue 03/2014, S. 135 - 138
Autoren: Georges-Albert Dal / Anaïs Guillerme
L'arrêt du Tribunal fédéral du 6 décembre 2013 et le droit de l'UE (118 KB)
Vorlage betreffend Umsetzung der 2012 revidierten GAFi-Empfehlungen: Erste Analyse der Auswirkung auf den Anwalt als Finanzintermediär
Anwaltsrevue 02/2014, S. 59 - 64
Vorlage betreffend Umsetzung der 2012 revidierten GAFi-Empfehlungen: Erste Analyse der Auswirkung auf den Anwalt als Finanzintermediär (424 KB)
Lutte contre le blanchiment d'argent: les exigences supplémentaires prévues sont-elles vraiment indispensables?
Anwaltsrevue 02/2014, S. 65 - 71
Autor: Didier de Montmollin
Lutte contre le blanchiment d'argent: les exigences supplémentaires prévues sont-elles vraiment indispensables? (318 KB)
"Clic informatique": La rénumération de l'avocat en Bitcoins - perspectives légales et déontologiques (I)
Anwaltsrevue 02/2014, S. 85 - 87
"Clic informatique": La rénumération de l'avocat en Bitcoins - perspectives légales et déontologiques (I) (139 KB)
Haftung für Honorarforderungen zwischen europäischen Rechtsanwälten
Anwaltsrevue 02/2014, S. 91 - 93
Haftung für Honorarforderungen zwischen europäischen Rechtsanwälten (144 KB)
Nouveau droit comptable: possibles incidences pour les avocats
Anwaltsrevue 01/2014, S. 32 - 34
Autor: Rémy Bucheler
Nouveau droit comptable: possibles incidences pour les avocats (116 KB)
Alternative Honorarmodelle als Trend und Chance
Anwaltsrevue 11-12/2013, S. 477 - 485
Alternative Honorarmodelle als Trend und Chance (405 KB)
Professionnels du droit et nouvelles technologies: modus survivendi (IIième partie)
Anwaltsrevue 10/2013, S. 414 - 418
Professionnels du droit et nouvelles technologies: modus survivendi (IIième partie) (241 KB)
Professionnels du droit et nouvelles technologies: modus survivendi (Ière partie)
Anwaltsrevue 9/2013, S. 388 - 392
Professionnels du droit et nouvelles technologies: modus survivendi (Ière partie) (192 KB)
Meldepflicht des Beauftragten nach Art. 397a OR
Anwaltsrevue 8/2013, S. 354 - 357
Meldepflicht des Beauftragten nach Art. 397a OR (163 KB)
Le Tribunal fédéral, l'avocat et l'ASLOCA
Anwaltsrevue 6-7/2013, S. 305 - 307
Le Tribunal fédéral, l'avocat et l'ASLOCA (1 MB)
"Durchklick": Arbeiten in der "Cloud"
Anwaltsrevue 6-7/2013, S. 295 - 296
"Durchklick": Arbeiten in der "Cloud" (74 KB)
"Durchklick": Mandatsinformationen digital verwalten und archivieren
Anwaltsrevue 5/2013, S. 233 - 238
"Durchklick": Mandatsinformationen digital verwalten und archivieren (706 KB)
Contratto di mandato e informatica - quali soni i punti da regolare?
Anwaltsrevue 4/2013, S. 166 - 170
Contratto di mandato e informatica - quali soni i punti da regolare? (109 KB)
Attorney-Client Engagement Agreements and IT - What Needs to Be Addressed?
Anwaltsrevue 4/2013, S. 171 - 175
Attorney-Client Engagement Agreements and IT - What Needs to Be Addressed? (112 KB)
Jusletter 24. Juni 2013
Gemäss Art. 12 lit. d BGFA können Anwältinnen und Anwälte Werbung machen, solange diese objektiv bleibt und solange sie dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit entspricht. Ein neuerer Entscheid des Bundesgerichts äussert sich zu den Grundfragen im Zusammenhang mit der Anwaltswerbung und der Zulässigkeit ihrer Einschränkung durch die Berufsregeln. Die Ausführungen fassen die Erwägungen des Bundesgerichts zusammen und ergänzen diese mit einem Kurzkommentar des Verfassers.
Anwaltsrevue 2/2013, S. 74 – 77
Cloud Computing: opportunités et risques pour les avocats (1 MB)
Bundesgericht bejaht Zulässigkeit der Anwalts-AG
Anwaltsrevue 11-12/2012, S. 500 – 506
Bundesgericht bejaht Zulässigkeit der Anwalts-AG (142 KB)
«Point de presse» sur le secret de l’avocat
Autor: Christian M. Reiser
Anwaltsrevue 11-12/2012, S. 495 – 499
«Point de presse» sur le secret de l’avocat (124 KB)
Das Bundesgericht sagt «Ja» zur Anwalts-AG
Anwaltsrevue 10/2012, S. 447
Das Bundesgericht sagt «Ja» zur Anwalts-AG (38 KB)
Risiken der Anwälte und Notare im Kampf gegen Geldwäscherei - eine Übersicht
Autor: Christian Lippuner
Anwaltsrevue 8/2012, S. 337 – 339
Risiken der Anwälte und Notare im Kampf gegen Geldwäscherei - eine Übersicht (519 KB)
L'avocat virtuel, les médias sociaux et la communication en ligne des barreaux et des avocats
Anwaltsrevue 8/2012, S. 371 – 373
L'avocat virtuel, les médias sociaux et la communication en ligne des barreaux et des avocats (522 KB)
Durchsuchung und Beschlagnahme von Unterlagen und elektronischen Daten in Kanzleiräumen
Anwaltsrevue 8/2012, S. 375 – 376
Durchsuchung und Beschlagnahme von Unterlagen und elektronischen Daten in Kanzleiräumen (498 KB)
Autor: Simonetta Sommaruga
Anwaltsrevue 8/2012, S. 379 – 380
Der Staat muss die Unabhängigkeit der Anwältinnen und Anwälte schützen (2 MB)
Conflits d’intérêts: autorité compétente pour en juger et voies de recours
Autoren: Benoît Chappuis und Nicolas Pellaton
Anwaltsrevue 6-7/2012, S. 316 – 322
Conflits d’intérêts: autorité compétente pour en juger et voies de recours (195 KB)
Artikel 25 SSR (Kopien von Eingaben) per 22. Juni 2012 aufgehoben
Autor: René Rall, Generalsekretär SAV
Die Standesregel, wonach Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte der Rechtsvertretung der Gegenpartei unaufgefordert Kopien ihrer Eingaben zustellen, gilt nicht mehr. Mit deutlichem Mehr haben die Delegierten am 111. Anwaltstag vom 22.06.2012 die Streichung von Art. 25 der Standesregeln beschlossen. Damit ist die Delegiertenversammlung dem Streichungsantrag des Schwyzer Kantonalverbandes gefolgt. Diese Änderung tritt mit Datum der Beschlussfassung durch die Delegiertenversammlung, d. h. per 22. Juni 2012, in Kraft.
Die nun aufgehobene Bestimmung ist zunehmend unter Druck geraten, weil die neue Zivilprozessordnung gleiche Fristen für Rechtsmittelerhebung und Rechtsmittelbeantwortung vorsieht (siehe Art. 312 Abs. 2 und Art. 322 Abs. 2 ZPO). Durch den vorzeitigen Erhalt der Kollegenkopie würde der Rechtsmittelbeklagte bevorteilt und deutlich mehr Vorbereitungszeit als der Rechtsmittelkläger für die Vorbereitung seiner Eingabe erhalten. Mitentscheidend war auch die aktuelle bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach die Zustellung einer Eingabe an einen Kollegen dazu führt, dass diese Prozesspartei sozusagen eine Obliegenheit trifft, sich zu äussern und zwar unaufgefordert. Wenn sie das nicht tut, dann kann das zu Nachteilen für diese Partei im Verfahren führen. Zudem hat in einem jüngeren Entscheid das Berner Obergericht festgehalten, dass eine unaufgeforderte Zustellung einer Eingabe beim Gegenanwalt in besonderen Fällen die gleiche Wirkung haben kann, wie die Zustellung durch das Gericht.
Viele Kolleginnen und Kollegen werden auch nach der Streichung von Art. 25 SSR im ordentlichen Schriftenwechsel mit der Zustellung von Kollegenkopien fortfahren. Das ist aus Sicht des Vorstandes SAV gut so, entspricht es doch vor allem dort einem Bedürfnis beider Parteien, wo die Akten nur via den Gang ans Gericht beschafft werden können, was zu unnötigem Aufwand und Zeitverlust führt.
Der Schutz des Anwaltsgeheimnisses im Verfahrensrecht des Bundes
Autor: Franz Hoffet
Anwaltsrevue 5/2012, S. 224 – 228
Der Schutz des Anwaltsgeheimnisses im Verfahrensrecht des Bundes (144 KB)
Confiscation du produit de l'infraction et honoraires d'avocat
Autor: Angelo Sole
Anwaltsrevue 4/2012, S. 181 – 192
Confiscation du produit de l'infraction et honoraires d'avocat (275 KB)
Ausstandspraxis beim Rollentausch Anwalt/Richter
Jusletter 7. Mai 2012
Das Bundesgericht bestätigt seine bisherige Rechtsprechung zu den Ausstandsgründen auch unter der Herrschaft der Eidgenössischen ZPO: Auf ein Ausstandsgesuch wird nur dann eingetreten, wenn es sofort eingereicht wird, nachdem die betreffende Partei vom Ausstandsgrund Kenntnis erhalten hat; gutgeheissen wird es nur dann, wenn anhand konkreter Umstände aufgezeigt wird, dass bei objektiver Betrachtung der Situation zumindest der Anschein der Befangenheit/Voreingenommenheit der abgelehnten Person erweckt wird.
Le projet de loi sur la profession d'avocat
Anwaltsrevue 3/2012, S. 128 – 132
Le projet de loi sur la profession d'avocat (840 KB)
L'avocat a-t-il le droit de mentir à la justice pénale?
Autor: Anaïs Loeffel
Jusletter 20. Februar 2012
Darf der Rechtsanwalt lügen oder hat er gar die Verpflichtung dazu, um seinen Mandanten zu schützen? Bei der Ausübung eines Mandats muss der Anwalt auf bestimmte Verhaltensweisen seines Mandanten reagieren, beispielsweise, wenn es widersprüchliche Anweisungen oder Zuweisungen von Honoraren aus fragwürdigen Quellen gibt. Beachtet werden müssen Berufs-, Verbands- und Vertragsregelungen, die den Anwalt in die richtigen Bahnen lenken und ihm eine unabhängige Berufsausübung ermöglichen.
RK-S: Anpassung von verfahrensrechtlichen Bestimmungen
Einstimmig rät die Kommission für Rechtsfragen des Ständerates (RK-S) ihrem Rat, die Vorlage zur Anpassung von verfahrensrechtlichen Bestimmungen zum anwaltlichen Berufsgeheimnis anzunehmen. Mit der Vorlage sollen die Regelungen zum Beizug anwaltlicher Dokumente als Beweismittel in den verschiedenen Verfahrensgesetzen des Bundes harmonisiert werden. Zudem stimmte sie einer Vorlage zur Straffung des Verfahrensablaufs zu.
La recevabilité des recours au Tribunal fédéral portant sur la capacité de postuler de l'avocat (Commentaire de l’arrêt 1B_434/2010, 1B_566/2011 du 14 novembre 2011)
Autor: Nicolas Pellaton
Anwaltsrevue 1/2012, S. 50 – 52
La recevabilité des recours au Tribunal fédéral portant sur la capacité de postuler de l'avocat (Commentaire de l’arrêt 1B_434/2010, 1B_566/2011 du 14 novembre 2011) (136 KB)
Anwaltsgeheimnis: Der SAV ist am Ball
Anwaltsrevue 11-12/2011, S. 508
Anwaltsgeheimnis: Der SAV ist am Ball (92 KB)
Anwaltliche Unabhängigkeit - Wozu ? Wie Weit ? Wovon ?
Autor: Kaspar Schiller
Anwaltsrevue 10/2011, S. 421 – 428
Anwaltliche Unabhängigkeit - Wozu ? Wie Weit ? Wovon ? (141 KB)
Unabhängigkeit nach BGFA
Anwaltsrevue 10/2011, S. 428 – 429
Unabhängigkeit nach BGFA (69 KB)
Anwaltsgeheimnis wird in allen Verfahrensgesetzen ausgedehnt
Jusletter 31. Oktober 2011
Die bei der Revision der Zivil- und Strafprozessordnung vorgenommene Ausdehnung des Anwaltsgeheimnisses soll auch in anderen Verfahrensgesetzen zum Tragen kommen. Der Bundesrat hat am 26. Oktober 2011 dazu zuhanden des Parlaments eine Botschaft verabschiedet.
Anwalts-Gesellschaft: Regulierung oder Wirtschaftsfreiheit?
Autor: Aus der Redaktion
Anwaltsrevue 4/2011, S. 163 – 164
Anwalts-Gesellschaft: Regulierung oder Wirtschaftsfreiheit? (62 KB)
Der Schutz des Anwaltsgeheimnisses im Kartellverfahren seit dem 1. Januar 2011
Autor: Amelia Perucchi
Jusletter 18. April 2011
Seit Inkrafttreten der schweizerischen StPO und ZPO am 1. Januar 2011 gilt im Straf- und Zivilprozess ein umfassender Schutz des Anwaltsgeheimnisses in örtlicher und zeitlicher Hinsicht. Während im Kartellverfahren der Schutzbereich bisher sehr restriktiv gehandhabt wurde, ist nun auf dem Weg der Interpretation – unter Mitberücksichtigung der neuen straf- und zivilprozessualen Bestimmungen – zu entscheiden, welche Grundsätze seit dem 1. Januar 2011 gestützt auf den für das Kartellverfahren massgebenden Art. 50 Abs. 2 VStR gelten.
«Pour que le droit d’exercer notre profession soit toujours respecté partout»
Autor: Pascal Maurer interviewt von Peter von Ins
Anwaltsrevue 2/2011, S. 73 – 75
«Pour que le droit d’exercer notre profession soit toujours respecté partout» (902 KB)
Aussagerecht des Anwalts
Anwaltsrevue 11-12/2010, S. 483 – 485
Aussagerecht des Anwalts (149 KB)
Ausländische Beteiligung an einer Schweizer Anwalts-AG
Autor: Redaktion Anwaltsrevue
Anwaltsrevue 10/2010, S. 421 – 424
Ausländische Beteiligung an einer Schweizer Anwalts-AG (65 KB)
Avocat de la première heure et droits de la défense
Autor: Jacques Michod
Anwaltsrevue 8/2010, S. 323 – 327
Avocat de la première heure et droits de la défense (119 KB)
Le devoir d’information de l’avocat
Autor: Alain B. Lévy
Anwaltsrevue 6-7/2010, S. 265 - 276
Le devoir d’information de l’avocat (179 KB)
Darf man im Prozess lügen?
Autor: Georg Naegeli
Anwaltsrevue 6-7/2010, S. 292 – 296
Darf man im Prozess lügen? (89 KB)
Nekrolog für das Unternehmensjuristengesetz: Abräumen des Spielfelds oder zurück auf Feld 1?
Jusletter 23. August 2010
Der Bundesrat hat trotz breiter Unterstützung aus Wirtschaftskreisen entschieden, das Projekt «Unternehmensjuristengesetz» nicht weiterzuführen. Der Vorschlag zu diesem Gesetz war aus dem Bedürfnis der «in-house counsels» entstanden, die unternehmensinterne Compliance auch dadurch zu verbessern, dass vermehrt Audits mit Durchsicht von Dokumenten, Beratungen und Interviews durchgeführt werden können, wobei die Betroffenen einen gewissen Schutz ähnlich wie beim Gespräch mit einem Anwalt erhalten sollten. Der Aufsatz greift diesen Vorschlag der ersten Stunde wieder auf.
Jusletter 7. Juni 2010
Der Nutzen eines Unternehmensjuristengesetzes (UJG) bleibt eher unbestimmt, während dessen Nachteile, insbesondere die Erschwerung und Verlängerung von verwaltungs-, zivil- und strafrechtlichen Verfahren, für eine Mehrheit der Vernehmlassungsteilnehmer offensichtlich sind. Der Bundesrat hat am 4. Juni 2010 von den Vernehmlassungsergebnissen Kenntnis genommen und entschieden, auf die Ausarbeitung eines UJG zu verzichten.
Interessenkollision: theoretische und reale Aspekte
Anwaltsrevue 4/2010, S. 188 - 190
Interessenkollision: theoretische und reale Aspekte (72 KB)
Anwalt als Dolmetscher: Schaffung klarer Rechtsverhältnisse
Autor: Sabina Nägeli
Anwaltsrevue 3/2010, S. 142
Anwalt als Dolmetscher: Schaffung klarer Rechtsverhältnisse (75 KB)
Die Praxis der Verteidigung der ersten Stunde
Autor: Niklaus Ruckstuhl
Anwaltsrevue 2/2010, S. 70 – 74
Die Praxis der Verteidigung der ersten Stunde (123 KB)
Erfolgshonorare nach BGFA: Nur die Vereinbarung der reinen Beteil...
Anwaltsrevue 1/2010, S. 40 – 49
Erfolgshonorare nach BGFA: Nur die Vereinbarung der reinen Beteiligung am Prozessgewinn ist verboten (174 KB)
Le secret professionnel de l’avocat et le blanchiment: notes de d...
Autor: Isabel von Fliedner
Anwaltsrevue 1/2010, S. 49 – 52
Le secret professionnel de l’avocat et le blanchiment: notes de droit comparé (110 KB)
Le secret professionnel de l’avocat et ses limites (2ème partie)
Autor: Jean-Tristan Michel
Anwaltsrevue 11-12/2009, S. 546 – 552
Le secret professionnel de l’avocat et ses limites (2ème partie) (161 KB)
Le secret professionnel de l’avocat et ses limites (1ère partie)
Anwaltsrevue 10/2009, S. 498 – 502
Le secret professionnel de l’avocat et ses limites (1ère partie) (130 KB)
Kollegiales Verhalten als anwaltliche Berufspflicht?
Anwaltsrevue 10/2009, S. 494 – 498
Kollegiales Verhalten als anwaltliche Berufspflicht? (124 KB)
Perquisition en droit des cartels: le point de vue de l’avocat
Autoren: Blaise Carron und Roland Mathys
Anwaltsrevue 10/2009, S. 483 – 486
Perquisition en droit des cartels: le point de vue de l’avocat (119 KB)
Rechtsschutzversicherung und Anwaltsmonopol – eine Entgegnung
Autor: Gerhard Stoessel
Anwaltsrevue 10/2009, S. 472 – 474
Rechtsschutzversicherung und Anwaltsmonopol – eine Entgegnung (93 KB)
Anwaltsrevue 9/2009, S. 439 – 442
Der Rechtsanwalt im Wandel der Zeit (136 KB)
Braucht es ein Unternehmensjuristengesetz?
Jusletter 21. September 2009
Seit langem wird die Frage kontrovers diskutiert, ob sich eine bei einem Unternehmen angestellte Rechtsanwältin bei behördlich angeordneter Aktenedition auf ein Mitwirkungsverweigerungsrecht berufen kann. Bei dieser Diskussion werden möglicherweise verschiedene Aspekte vermischt, die getrennt voneinander dargestellt werden müssten: Insbesondere wird oft verkannt, dass nicht die strafrechtlichen Schutzbestimmungen die Grundlagen für ein Berufsgeheimnis darstellen, sondern dass diese vielmehr in den jeweiligen zivilrechtlichen Verhältnissen zu suchen sind.
La suppléance de l’avocat empêché
Anwaltsrevue 8/2009, S. 386 – 389
La suppléance de l’avocat empêché (160 KB)
Anwaltsmonopol als Sperrzone für Rechtsschutzversicherungen? - Eine Entgegnung
Anwaltsrevue 8/2009, S. 365 – 366
Anwaltsmonopol als Sperrzone für Rechtsschutzversicherungen? - Eine Entgegnung (97 KB)
Die Sorgfaltspflicht des Anwalts und die Rechtsprechung des Bundesgerichts
Autoren: Franz Werro und Bettina Bacher
recht 4/2009 vom 07.08.2009
Die Sorgfaltspflicht des Anwalts und die Rechtsprechung des Bundesgerichts (166 KB)
Erfolgshonorar ohne Zustimmung des Klienten? Kritische Gedanken aus Anlass von BGE 135 III 259 betreffend Anwaltshonorar
Autor: Daniel Schwander
ZBJV 8/2009 vom 03.08.2009
Erfolgshonorar ohne Zustimmung des Klienten? Kritische Gedanken aus Anlass von BGE 135 III 259 betreffend Anwaltshonorar (168 KB)
VSB 2008 und Rechtsanwälte/Notare
Autor: Dominik Eichenberger
Jusletter 29. Juni 2009
Die Auswirkungen der Vereinbarung über die Standesregeln zur Sorgfaltspflicht der Banken 2008 (VSB 2008) auf Rechtsanwälte und Notare
Die Vereinbarung über die Standesregeln zur Sorgfaltspflicht der Banken 2008 (VSB 2008) richtet sich grundsätzlich nur an die Banken. Da die VSB 2008 den Banken verschiedene Sorgfaltspflichten auferlegt, welche sie im Rahmen ihrer Vertragsbeziehungen mit Rechtsanwälten und Notaren einzuhalten haben, hat die VSB 2008 aber indirekt auch Auswirkungen auf Rechtsanwälte und Notare. Diese Auswirkungen sind nicht zu unterschätzen. Die VSB 2008 kann insbesondere dazu führen, dass sich Rechtsanwälte und Notare dem Vorwurf ausgesetzt sehen, sich durch das vorsätzlich falsche Ausfüllen der von der VSB 2008 vorgeschriebenen Formulare (insbesondere des Formulars A und des Formulars R) der Urkundenfälschung strafbar zu machen.
Les conflits d’intérêts en matière de défense au pénal – TF 1B_7/2009 du 16 mars 2009
Anwaltsrevue 5/2009, S. 265 – 267
Les conflits d’intérêts en matière de défense au pénal – TF 1B_7/2009 du 16 mars 2009 (83 KB)
Anwaltsmonopol als Sperrzone für Rechtsschutzversicherungen?
Autoren: Manfred Küng und Niklaus Schoch
Anwaltsrevue 4/2009, S. 180 – 186
Anwaltsmonopol als Sperrzone für Rechtsschutzversicherungen? (123 KB)
Vernehmlassung zum Unternehmensjuristengesetz eröffnet
Jusletter 27. April 2009
Mit Berufsregeln für Unternehmensjuristinnen und -juristen will der Bundesrat die freie und sachliche unternehmensinterne Rechtsberatung stärken und damit einen Beitrag zu rechtskonformem unternehmerischem Handeln leisten. Er hat am Mittwoch den Vorentwurf zu einem Unternehmensjuristengesetz in die Vernehmlassung geschickt.
Anwaltshonorar und Geldwäscherei
Autoren: Benoît Chappuis et Daniel Tunik
Anwaltsrevue 3/2009, S. 115 - 118
Anwaltshonorar und Geldwäscherei (79 KB)
Strafverteidigung – Grenzen der Wahrung von Parteiinteressen
Autor: Esther Omlin
Anwaltsrevue 2/2009, S. 74 - 78
Strafverteidigung – Grenzen der Wahrung von Parteiinteressen (108 KB)
Le Tribunal fédéral lève le veto du barreau genevois
Jusletter 16. Februar 2009
Das Bundesgericht gestattet einem Genfer Rechtsanwalt, die Verteidigung des ehemaligen Direktors der Genfer Kantonalbank zu übernehmen. Es hebt damit das Verbot der Genfer Anwaltskammer auf, die einen Interessenskonflikt angenommen hatte (BGE 2C_504/2008 und 2C_505/2008).
La Commission du barreau du canton de Genève avait souligné que le défenseur de l’ex-directeur de la Banque cantonale de Genève s’est associé en 2005 à l’étude E. Or, un des avocats de l’étude a assuré les intérêts de la Banque cantonale de Genève dans plusieurs procédures. Pour le Tribunal administratif genevois, qui avait confirmé un veto de la Commission du barreau genevois, le risque d’un conflit d’intérêt ne pouvait être écarté. «Il était permis de penser que les associés de l’étude E. communiquaient et que le risque de transgresser l’obligation de confidentialité, même involontairement, était présent».
En dernière instance, le Tribunal fédéral juge inconsistance l’argumentation du Tribunal administratif, à qui il renvoie le dossier. «Le fait que le nom de la Banque apparaisse dans différents dossiers où elle est représentée par un avocat de l’étude ne suffit pas pour retenir l’existence d’un conflit d’intérêts autre que purement théorique», souligne Mon Repos.
Erfolgshonorar in Deutschland
Autor: Herbert P. Schons
Anwaltsrevue 10/2008, S. 443 - 449
Erfolgshonorar in Deutschland (215 KB)
Deutschland: Erfolgshonorar wider Willen
Autor: Michael Kleine-Cosack
Anwaltsrevue 10/2008, S. 450 - 451
Deutschland: Erfolgshonorar wider Willen (114 KB)
Anwaltsrevue 10/2008, S. 452 - 456
Wer schützt wen vor wem? (177 KB)
Das «pactum de quota litis» in Österreich
Autor: Michael Kutis
Anwaltsrevue 10/2008, S. 457 - 460
Das «pactum de quota litis» in Österreich (122 KB)
Das Erfolgshonorar in der französischen Rechtsprechung
Autor: Jutta Laurich
Anwaltsrevue 10/2008, S. 461 - 464
Das Erfolgshonorar in der französischen Rechtsprechung (135 KB)
Conflits d’intérêts: seuls les risques concrets comptent
Anwaltsrevue 8/2008, S. 364 – 366
Conflits d’intérêts: seuls les risques concrets comptent (116 KB)
Prävention und Prozessrecht – die Compliance an einer Wegscheide
Autor: Philippe Spitz
Jusletter 30. Juni 2008
Der Compliance kommt im zunehmend regulierten Wirtschaftsleben zunehmend grössere Bedeutung zu. Es fragt sich, ob und inwieweit beratungsspezifische Geheimhaltungsverpflichtungen – namentlich das Berufsgeheimnis der Rechtsanwälte – auch vom Prozessrecht respektiert werden. Letzeres trägt trotz seiner an sich (bloss) dienenden Rolle den präventiven Anliegen des materiellen Rechts de lege lata nur ungenügend Rechnung. Zwar sind nun im Rahmen der zukünftigen StPO/ZPO Verbesserungen vorgesehen, jedoch wären weitergehende Klarstellungen namentlich bei Art. 50 VStrR, Art. 157/163 E-ZPO und Art. 51 Abs. 1 BZP sinnvoll. Die Frage der Behandlung der Beratungsleistungen von Unternehmensanwälten harrt zudem weiterhin einer Lösung.
SAV und Mediation
Autor: Ursula Gross Leemann
Anwaltsrevue 03/2008, S. 102 - 104
SAV und Mediation (138 KB)
Geheimnisschutz für Unternehmensjuristen
Autor: Vorstand SAV
Anwaltsrevue 02/2008, S. 55
Geheimnisschutz für Unternehmensjuristen (79 KB)
Ein Berufsgeheimnis für Unternehmensanwältinnen und Unternehmensanwälte
Autor: Martin Henrich
Anwaltsrevue 02/2008, S. 55 - 57
Ein Berufsgeheimnis für Unternehmensanwältinnen und Unternehmensanwälte (138 KB)
Revidiertes Datenschutzgesetz: Eine Meldepflicht für Anwältinnen und Anwälte ist kaum anzunehmen
Anwaltsrevue 02/2008, S. 86 - 87
Revidiertes Datenschutzgesetz: Eine Meldepflicht für Anwältinnen und Anwälte ist kaum anzunehmen (164 KB)
Gleichstellung rechtsberatend oder forensisch tätiger Angestellter mit freiberuflichen Anwältinnen
Eine Motion der Kommission für Rechtsfragen des Nationalrates (RK-N) verlangt, dass Personen, die als Angestellte einer Unternehmung für diese rechtsberatend oder forensisch tätig sind, hinsichtlich der Pflichten und Rechte den freiberuflichen Anwältinnen und Anwälten gleichgestellt sind. Die RK-S beantragt einstimmig die Annahme der nachfolgend wiedergegebenen Motion und schlägt vor, diese Materie in einem speziellen Gesetz zu regeln.
Ist Anwalt nicht gleich Anwalt, ist Anwältin nicht gleich Anwältin?
Autor: Franz M. Wittmann
Anwaltsrevue 11-12/2007, S. 510 – 513
Ist Anwalt nicht gleich Anwalt, ist Anwältin nicht gleich Anwältin? (143 KB)
Das Anwaltshonorar/Informationspflicht und Sicherstellung
Anwaltsrevue 10/2007, S. 454 – 455
Das Anwaltshonorar/Informationspflicht und Sicherstellung (122 KB)
A propos d’un arrêt de la CJCE du 26 juin 2007 - Occasion manquée, défaite ou victoire?
Anwaltsrevue 09/2007, S. 392 – 395
A propos d’un arrêt de la CJCE du 26 juin 2007 - Occasion manquée, défaite ou victoire? (155 KB)
Änderungen im anwaltlichen Berufsrecht in Deutschland – eine Übersicht
Autor: Herrmann Thebrath
Anwaltsrevue 09/2007, S. 397 – 402
Änderungen im anwaltlichen Berufsrecht in Deutschland – eine Übersicht (162 KB)
Autoren: Colin Tyre und Olivier Freymond
Anwaltsrevue 08/2007, S. 338 – 340
Le Conseil des Barreaux Européens (CCBE) (139 KB)
Zu lockere Anwalts-Zungen
Jusletter 2. Juli 2007
Das absolute Verbot des reinen Erfolgshonorars ist in Deutschland verfassungswidrig
Anwaltsrevue 5/2007, S. 230 – 231
Am 7. März 2007 hat das deutsche Bundesverfassungsgericht seinen Beschluss vom 12. Dezember 2006 bekannt gemacht, wonach das absolute Verbot anwaltlicher Erfolgshonorare das deutsche Grundgesetz verletzt. Das Bundesverfassungsgericht hat dem deutschen Gesetzgeber Frist bis Ende Juni 2008 gesetzt, um Ausnahmeregelungen gesetzlich vorzusehen, oder aber das Verbot des Erfolgshonorars insgesamt aufzuheben.
Das absolute Verbot des reinen Erfolgshonorars ist in Deutschland verfassungswidrig (96 KB)
Unabhängigkeit und Haftung des Anwalts in der Anwaltskörperschaft
Anwaltsrevue 5/2007, S. 232 – 234
In seinem Bericht über die Verfügung der Anwaltskommission des Kantons Obwalden vom 29. Mai 2006 und den Beschluss der Aufsichtskommission über die Anwältinnen und Anwälte des Kantons Zürich vom 5. Oktober 2006 hat Walter Fellmann auf einen Gedanken von Peter Gauch hingewiesen. Danach könnte die Übertragung der Mandatsführung an einen weisungsunabhängigen Anwalt diesen zum Substituten der Anwaltskörperschaft machen. Träfe dies zu, wäre er dem Auftraggeber der Anwaltsgesellschaft für die Folgen von Sorgfaltspflichtverletzungen persönlich haftbar. Dieser Hinweis hat einige Leser verunsichert. Unter Verweis auf den Beitrag von Walter Fellmann gab der Vorstand des Basellandschaftlichen Anwaltsverbands seinen Mitgliedern in einem Rundschreiben vom 6. März 2007 sogar ausdrücklich zu bedenken, bei der Gründung einer Körperschaft könnten sie sich «qua Analogie» in die Direkthaftung manövrieren, der das Gesetz den Substituten unterwerfe. Walter Fellmann wurde daher gebeten, zu dieser Frage nochmals näher Stellung zu nehmen. Diesem Wunsch wird hiermit nachgekommen. Im Folgenden wird zuerst die Frage behandelt, was die Unabhängigkeit des Anwalts in der Anwaltskörperschaft ausmacht. Dann ist zu untersuchen, ob die Gewährleistung dieser Unabhängigkeit den mandatsführenden Anwalt wirklich zum Substituten der beauftragten Gesellschaft machen kann.
Unabhängigkeit und Haftung des Anwalts in der Anwaltskörperschaft (67 KB)
La délation, pire que la grippe aviaire!
Anwaltsrevue 4/2007, S. 143 – 147
La délation, pire que la grippe aviaire! (178 KB)
Überblick über den Deckungsbereich der Berufshaftpflichtversicherung für Rechtsanwälte
Anwaltsrevue 4/2007, S. 151 – 155
Überblick über den Deckungsbereich der Berufshaftpflichtversicherung für Rechtsanwälte (176 KB)
Autor: Noogie C. Kaufmann
Jusletter 23. April 2007
Mit dem jüngst beschlossenen «Gesetz zur Stärkung der Selbstverwaltung der Rechtsanwälte» reformiert der deutsche Gesetzgeber die Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) in wichtigen Punkten und verspricht sich insbesondere ein hohes Mass an Bürokratieabbau.
Le secret professionnel de l’avocat dans les projets de Code de procédure pénale et civile suisses: un droit fondamental du justiciable en péril
Anwaltsrevue 2/2007, S. 63 - 66
Le but de cette contribution est de présenter le sort réservé à un principe fondamental de notre ordre juridique, le secret professionnel de l’avocat, dans la loi sur la libre circulation des avocats (LLCA) récemment entrée en vigueur et dans les lois fédérales en voie d’élaboration, soit les projets de Code de procédure pénale suisse (P-CPP) et de Code de procédure civile suisse (P-SPS), et d’exposer les motifs pour lesquels l’avocat doit rester maître du secret en toutes circonstances.
Le secret professionnel de l’avocat dans les projets de Code de procédure pénale et civile suisses: un droit fondamental du justiciable en péril (119 KB)
Schlagzeilen CCBE (Rat der Europäischen Anwaltschaften)
Anwaltsrevue 2/2007, S. 90 – 91
Schlagzeilen CCBE (Rat der Europäischen Anwaltschaften) (164 KB)
Schweiz neu Vollmitglied des Rates der Europäischen Anwaltschaften (CCBE)
Anwaltsrevue 1/2007, S. 41
Der Rat der Europäischen Anwaltschaften (CCBE) hat die Harmonisierung des Berufs- und Standesrechts in den europäischen Gemeinschaften zum Ziel. 1991 sind alle Kantonalverbände der Vereinbarung zwischen dem CCBE und dem SAV betreffend Anerkennung der Standesregeln der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte der europäischen Gemeinschaft beigetreten und hatten sich damit verpflichtet, die CCBE-Regeln, welche den grenzüberschreitenden Rechtsverkehr regeln, in das Standesrecht zu überführen.
Im Auftrag der Delegiertenversammlung vom 22. Juni 2001 hat die SAV-Delegation nach Annahme der bilateralen Verträge Schweiz – EU ihre Bemühungen für eine Vollmitgliedschaft beim CCBE stark akzentuiert. Am 24./25. November 2006 hat nun die Vollversammlung des CCBE die Schweiz als Vollmitglied (bisher nur Beobachterstatus) aufgenommen und den SAV einstimmig zum Repräsentanten der Schweizer Anwaltschaft gewählt. Der Vorstand SAV hat Kollege Olivier Freymond, Lausanne, zum Delegationschef ernannt. René Rall, Generalsekretär SAV, wird neu Informationsbeauftragter.
Schweiz neu Vollmitglied des Rates der Europäischen Anwaltschaften (CCBE) (143 KB)
Der Kassationsrichter als Anwalt
Jusletter 8. Januar 2007
Die vom Gesetzgeber bewusst so getroffene Regelung, wonach Mitglieder des Kassationsgerichts vor unteren Instanzen als Anwälte auftreten dürfen (3 Abs. 2 Gerichtsverfassungsgesetz), verletzt den Anspruch auf einen unvoreingenommenen Richter nicht.
Art.321 StGB als Grundlage eines uneingeschränkten Anwaltsgeheimnisses – mit Ausführungen zu einem Berufsgeheimnis von Unternehmensjuristen, eine Replik auf Niggli
Anwaltsrevue 9/2006, S. 331 - 337
Art.321 StGB als Grundlage eines uneingeschränkten Anwaltsgeheimnisses – mit Ausführungen zu einem Berufsgeheimnis von Unternehmensjuristen, eine Replik auf Niggli (215 KB)
Anwendung von Art.321 StGB auf Unternehmensjuristen – Einige Gedanken zu einer laufenden Diskussion
Anwaltsrevue 9/2006, S. 338 - 341
Anwendung von Art.321 StGB auf Unternehmensjuristen – Einige Gedanken zu einer laufenden Diskussion (123 KB)
Unterstehen dem Berufsgeheimnis nach Art. 321 StGB auch Unternehmensjuristen?
Autor: Marcel Alexander Niggli
Anwaltsrevue 8/2006, S. 277 - 280
Unterstehen dem Berufsgeheimnis nach Art. 321 StGB auch Unternehmensjuristen? (138 KB)
Fédération des Barreaux d’Europe (FBE): Der Erfolg und das Honorar des Anwalts – Entwicklungen zu erfolgsorientierter Vergütung des Rechtsanwalts (Tagungsbericht)
Anwaltsrevue 8/2006, S. 299 – 301
Fédération des Barreaux d’Europe (FBE): Der Erfolg und das Honorar des Anwalts – Entwicklungen zu erfolgsorientierter Vergütung des Rechtsanwalts (Tagungsbericht) (365 KB)
Unsauberer Vorschuss für Anwalt
Jusletter 29. Mai 2006
Gilt das Berufsgeheimnis nach Art. 321 StGB auch für Unternehmensjuristen?
Anwaltsrevue 4/2006, S. 166 - 169
Gilt das Berufsgeheimnis nach Art. 321 StGB auch für Unternehmensjuristen? (142 KB)
Anwalt als erbunwürdiger Alleinerbe
Jusletter 20. März 2006
Wähnt sich eine Klientin mit ihrem Anwalt in Freundschaft verbunden, obwohl dieser lediglich seinen Job gegen Honorar macht und sich bereichern will, muss er die Situation klären, wenn die betagte Dame ihn zum Alleinerben machen will. Das entschied das Bundesgericht im Zusammenhang mit dem Streit um das grosse Kirchbach-Vermögen.
Interessenkonflikte des Rechtsanwaltes
Autor: Andreas Baumann
Festschrift "100 Jahre Aargauischer Anwaltsverband",
Interessenkonflikte des Rechtsanwaltes (582 KB)
Die Äusserungen des Anwalts zur Rechtspflege in den Medien
Autor: Hans Ulrich Ziswiler
Die Äusserungen des Anwalts zur Rechtspflege in den Medien (541 KB)
Die Verbalinjurie im Plädoyer - Straflose Ehrverletzung durch Anwalt
Jusletter 8. August 2005
Wirft in einem Prozess um die Zuteilung der Kinder der Anwalt der Ehefrau dem Ehemann vor, die von ihm eingesetzten Mittel seien «nicht schön und nicht legal», dann ist dies zwar ehrverletzend. Laut einem neuen Urteil des Bundesgerichts kann eine solche Äusserung jedoch durch die Berufspflicht des Anwalts gerechtfertigt sein und daher straflos bleiben (Art. 32 Strafgesetzbuch).
ntzug des Anwaltspatents - Wirtschaftsfreiheit nicht verletzt
Jusletter 9. Mai 2005
Das Zürcher Obergericht durfte einem Rechtsvertreter, der wegen Erschleichens einer Falschbeurkundung rechtskräftig zu einer bedingten Gefängnisstrafe von acht Monaten verurteilt worden ist, das Anwaltspatent entziehen.
Entzug des Anwaltspatents - Wirtschaftsfreiheit nicht verletzt
Die unentgeltliche Rechtspflege wird nicht für einen Prozess, sondern einer Prozesspartei gewährt – Praxis des Bundesgerichts zu Art. 29 Abs. 3 BV
Verbotene Prozessfinanzierung
Jusletter 13. Dezember 2004
Das im neuen Zürcher Anwaltsgesetz vorgesehene Verbot der Prozessfinanzierung ist nach Ansicht des Bundesgerichts ein unverhältnismässiger Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit. Die Lausanner Richter haben am Freitag die Beschwerde einer deutschen Firma gutgeheissen und die fragliche Bestimmung aufgehoben.
Die sorgfältige und gewissenhafte Berufsausübung nach BGFA
Anwaltsrevue 10/2004, S. 373 - 374
Die sorgfältige und gewissenhafte Berufsausübung nach BGFA (524 KB)
Jusletter 26. Juli 2004
Ein Rechtsanwalt verstösst nicht gegen die Berufsregeln im neuen eidgenössischen Anwaltsgesetz (BGFA), wenn er die Gegenpartei ohne Vorankündigung betreibt.
Das Erfolgshonorar und BGFA
Schweizerische Juristen-Zeitung 15 (2004), S. 353 ff.
Die Doppelvertretung nach Art. 12 lit. c BGFA
Anwaltsrevue 6-7/2004, S. 234 - 235
Die Doppelvertretung nach Art. 12 lit. c BGFA (520 KB)
Kann ein Vollzeitangestellter noch als Anwalt tätig sein?
Anwaltsrevue 5/2004, S. 187 - 188
Kann ein Vollzeitangestellter noch als Anwalt tätig sein? (523 KB)
Unabhängigkeit und Intressenkollision: Entscheide aus Genf und Zürich
Schweizerische Juristen-Zeitung 3 (2004), S. 67 ff.
Neue Richtlinien des Schweizerischen Anwaltsverbandes für die Berufs- und Standesregeln
Schweizerische Juristen-Zeitung 6 (2003), S. 152 ff.
Berufs- und Standesregeln in Bewegung
Schweizerische Juristen-Zeitung 16/17 (2002), S. 418 - 419
La libre circulation des avocats - Portée de certaines dispositions de la LLCA (art. 7, 8 et 12)
Anwaltsrevue 3/2002, S. 7 - 9
La libre circulation des avocats - Portée de certaines dispositions de la LLCA (art. 7, 8 et 12) (48 KB)