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Timestamp: 2018-11-19 06:03:28
Document Index: 94652342

Matched Legal Cases: ['§ 242', '§ 242', '§ 264', '§ 284', '§ 264', '§ 289']

Substanzerhaltung Beispiel Essay. Substanzerhaltung - Wirtschaftslexikon
1 Zukazahn 14.02.2018
Substanzerhaltung Beispiel Essay
2. Ziele und Datenbasis der Bilanzanalyse
2.1 Begriff und Ziele der Bilanzanalyse
2.2 Die traditionelle Bilanzanalyse
2.3 Unterscheidung interne und externe Bilanzanalyse
2.4 Datenbasis der Bilanzanalyse
3. Die traditionelle externe Bilanzanalyse
3.1 Ablauf der Bilanzanalyse
3.1.1 Festlegung des Analyseziels
3.1.2 Wirtschaftliche und rechtlichen Rahmenbedingungen
3.1.3 Erfassung der Daten
3.1.4 Bildung kreativer Kennzahlen
3.1.5 Kennzahlenauswahl
3.1.6 Kennzahleninterpretation
3.1.7 Bildung eines Gesamturteils
3.2 Teilbereiche im Rahmen der Kennzahlenbildung
3.2.1 Finanzwirtschaftliche Analyse
3.2.1.1 Inhalt der finanzwirtschaftlichen Analyse
3.2.1.2 Die Vermögensstrukturanalyse
3.2.1.3 Die Kapitalstrukturanalyse
3.2.1.4 Langfristige Deckungsgrade
3.2.1.5 Kurzfristige Deckungsgrade
3.2.1.6 Cashflow-Analyse und Kapitalflussrechnung
3.2.2 Erfolgswirtschaftliche Analyse
3.2.2.1 Inhalt der erfolgswirtschaftlichen Analyse
3.2.2.2 Erfolgskorrekturrechnung
3.2.2.3 Cashflow als Erfolgsindikator
3.2.2.4 Erfolgsquellenanalyse
3.2.2.5 Aufwands- und Ertragsstrukturanalyse
3.2.2.6 Rentabilitätsanalyse
3.2.2.7 Break-Even-Analyse
4. Einflussfaktoren auf die Aussagekraft
4.1 Mangelhaftigkeit der Informationsquellen als Einflussfaktor
4.2 Bilanzpolitik als Einflussfaktor
4.3 Kennzahlenbildung als Einflussfaktor
4.4 Wirtschaftliche Lage als Einflussfaktor
Abbildung 1: Arten von Kennzahlen
Abbildung 2: Die sieben Schritte der Bilanzanalyse
Abbildung 3: Übersicht Liquiditätsanalyse
Abbildung 4:Übersicht erfolgswirtschaftliche Analyse
Tabelle 1: Rahmenbedingungen der Bilanzanalyse
In den Jahren 2004 und 2005 wurden in Deutschland 39.213 bzw. 36.843 Insolvenzen angemeldet.1Laut dem Zentrum für Insolvenz und Sanierung der Universität Mannheim sind Firmenpleiten unter anderem auf Managementfehler, fehlendes Controlling, Kreditvergabe nach Basel II und ein unzureichendes Debitorenmanagement zurückzuführen, um nur einige Gründe zu nennen.2Betroffen sind vor allem kleine und mittlere Unternehmen, aber auch große Unternehmen, wie jüngst das Beispiel von BenQ zeigt, sind vor der Insolvenz nicht gewappnet.
Viele Unternehmen, aber auch Privatpersonen, die in Geschäftsverbindungen mit einem insolventen Unternehmen stehen, werden oft sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. So gab es in 2005 22,8 Mrd. € offene Forderungen.3Diese Forderungsausfälle stürzen häufig auch Unternehmen, die nicht direkt von der Insolvenz betroffen sind, in die Krise. Um diese Gefahr zu minimieren, ist es ratsam sich über seine Geschäftspartner vor und während den Geschäftsbeziehungen einen genauen Überblick über deren Vermögens- und Ertragslage zu verschaffen, um sich zu schützen und die Folgen seines Handeln abschätzen zu können.
In diesem Rahmen ermöglicht es die externe Bilanzanalyse Aufschlüsse über die Vermögens- und Ertragslage eines Unternehmens zu bekommen. Allerdings ist die Beurteilung über die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens anhand publizierter Informationen mit Problemen behaftet. Es stellt sich die Frage, wo diese Probleme liegen und was sie für die Aussagekraft der Bilanzanalyse bedeuten.
Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser einen Überblick über die traditionelle externe Bilanzanalyse zu geben. Sie soll die Probleme, die bei der Beurteilung von Unternehmen bestehen aufzeigen und auf diese aufmerksam machen.
Die Adressaten dieser Arbeit sind Kleinaktionäre, Lieferanten, Kunden, die Öffentlichkeit und alle die, die sich für das komplexe Thema der Bilanzanalyse interessieren und sich einen Überblick verschaffen wollen. Aber auch der geübte Bilanzanalyst kann durch eine Auffrischung seiner Kenntnisse über die Probleme bei der Beurteilung von Unternehmen von dieser Arbeit profitieren. Diese Arbeit ist kein Leitfaden für eine Bilanzanalyse, sondern ist eine Einführung, die den groben Ablauf einer Bilanzanalyse und die damit verbundenen Probleme aufzeigt.
Der erste Teil dieser Arbeit leitet in das Thema ein und definiert den Begriff der externen Bilanzanalyse. Im folgenden Teil werden die grundsätzlichen Schritte einer externen Bilanzanalyse erläuternd beschrieben. Im Anschluss daran werden sowohl die finanzwirtschaftliche als auch die erfolgswirtschaftliche Perspektive ausführlicher behandelt. Abschließend wird der Frage nachgegangen, ob und in wie weit die externe Bilanzanalyse mit Problemen behaftet ist und welchen Einfluss diese auf die Aussagekraft der Bilanzanalyse haben können.
Unter dem Begriff der Bilanzanalyse versteht man die Aufbereitung und Auswertung von Jahresabschluss und Lagebericht eines Unternehmens unter Anwendung bestimmter Methoden zum Zwecke der Informationsgewinnung.4
Bei der Aufbereitung der Daten aus dem Jahresabschluss und Lagebericht werden die Daten erfasst, umstrukturiert und mit Hilfe von Kennzahlen in Relation gesetzt, welche im Anschluss daran ausgewertet werden (vgl. Kapitel 3.1.3).
Dabei verfolgt der Bilanzanalytiker das Ziel, Auskunft über die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens zu erhalten. Präziser formuliert hat die Bilanzanalyse das Erkenntnisziel sowohl die finanzwirtschaftliche Lage als auch die erfolgswirtschaftliche Lage eines Unternehmens zu beurteilen. Die finanzwirtschaftliche Analyse untersucht sowohl die Vermögens- als auch die Finanzlage eines Unternehmens. Dagegen untersucht die erfolgswirtschaftliche Analyse die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) mit dem Ziel, Auskunft über die Ertragslage und Ertragskraft eines Unternehmens zu gewinnen.5
Die Analyseziele finanzielle Stabilität und Ertragskraft weisen allerdings Interdependenzen auf und können nur schwer isoliert betrachtet werden. So wird ein Unternehmen, das von der Insolvenz bedroht ist, hohe Finanzierungskosten haben und muss deshalb eventuell auf erfolgreiche oder erfolgsversprechende Geschäftsfelder verzichten.6
Neben diesen beiden wesentlichen Analysezielen können Wachstum, Substanzerhaltung, Kontinuität der Gewinne und Ausschüttung, Über- oder Unterbewertung der Anteile an dem Unternehmen im Vergleich zur Konkurrenz, soziales Verhalten und Sicherheit der Arbeitsplätze weitere Analyseziele sein.7
Die traditionelle oder auch klassische Bilanzanalyse wird in der Literatur häufig auch mit dem Begriff der Kennzahlenrechnung gleichgestellt. Kennzahlen sind Zahlen, die „quantitative messbare Sachverhalte in aussagekräftiger, komprimierter Form wiedergeben.“8 Mit Hilfe der Kennzahlen sollen die zahlreichen, unübersichtlichen Informationen aus dem Jahresabschluss transparent dargestellt werden.9
In Folgenden werden kurz die verschiedenen Arten von Kennzahlen betrachtet. Wöhe unterscheidet grundsätzlich Einzelkennzahlen und Kennzahlensysteme (vgl. Abb. 1).
Quelle: Wöhe (2005), S. 239
Einzelkennzahlen gliedern sich wiederum in Grund- und Verhältniszahlen auf. Unter einer Grundzahl versteht man absolute Mengen- und Wertgrößen wie Einzelzahlen (z. B. Kassenbestand), Summen (z. B. Bilanzsumme), Differenzen (z. B. Jahresüberschuss) und Mittelwerte (z. B. durchschnittlicher Lagerbestand). Dagegen setzen Verhältniszahlen, Sachverhalte, unter der Voraussetzung, dass ein sachlicher Zusammenhang besteht, in Relation zueinander. Gliederungszahlen geben den jeweiligen Anteil an einer Gesamtmenge wieder. Bei Beziehungszahlen werde zwei unterschiedliche Größen in Relation zueinander gesetzt. Zwischen den ins Verhältnis gesetzten Werten sollte eine Ursache-Wirkungs-Beziehung bestehen.10Indexzahlen dienen zur Darstellung von zeitlichen Veränderungen einer bestimmten Kennzahl oder eines Wertes. So wird z. B. der Umsatz eines Jahres als Basis bezeichnet und gleich 100% gesetzt. Ausgehend von diesem Basiswert werden die Umsätze der folgenden Jahre gemessen. Wichtig dabei ist, dass der Wert der als Basis gewählt wird, nicht ungewöhnlich hoch oder niedrig ist, weil dadurch die Folgewerte als außergewöhnlich erscheinen.11
Einzelne Kennzahlen sind in ihrer Aussagekraft begrenzt. Deshalb haben sich in der Praxis und in der Theorie Kennzahlensystem durchgesetzt. Kennzahlensysteme sind eine Reihe von Kennzahlen, die so zusammengestellt werden dass sie sich gegenseitig ergänzen und erklären, um ein Gesamtbild wiederzugeben.12
Baetge spricht im Rahmen der Bilanzanalyse von dem Begriff der kreativen Kennzahlenbildung. Bei einer kreativen Kennzahl handelt es sich um eine modifizierte Grundvariante einer Kennzahl. Diese Kennzahlen sollen dazu dienen, den Einfluss des Unternehmens, den es durch bilanzpolitischen Maßnahmen ausübt, zu eliminieren bzw. zu minimieren (näheres siehe Kapite 3.1.4)13
Der Unterschied bei der externen Bilanzanalyse gegenüber der internen ist, dass der Bilanzanalytiker keinen Zugriff auf unternehmensinterne Informationen hat, d. h. er hat nur Zugang zu Informationen, die durch das Unternehmen publiziert werden (vgl. Kapitel 2.4). Die interne Bilanzanalyse, häufig auch als Betriebsanalyse bezeichnet wird, weist i. d. R eine höhere Aussagekraft auf, weil der Bilanzanalytiker mit Hilfe interner Quellen weiß, wie die Zahlen zustande gekommen sind und welche Ansatzwahlrechte bzw. Handlungsspielräume bei der Bilanzierung gewählt wurden.14
Die Datenbasis als Grundlage für eine15 Bilanzanalyse ergibt sich weitestgehend aus gesetzlichen Vorschriften. Nach § 242 (1) HGB muss jeder Kaufmann zu Beginn und Schluss eines jeden Geschäftsjahres einen das Verhältnis seines Vermögens und seiner Schulden darstellenden Abschluss (Eröffnungsbilanz, Bilanz) aufstellen. Darüber hinaus muss er nach § 242 (2) HGB für den Schluss jeden Geschäftsjahrs eine Gegenüberstellung der Aufwendungen und Erträge (GuV) aufstellen. Bilanz und GuV bilden den Jahresabschluss.
Gemäß § 264 HGB müssen Kapitalgesellschaften den Jahresabschluss um den Anhang erweitern. Im Anhang sind gemäß § 284 (1) HGB zum einen die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz und GuV aufzunehmen und zum andern die Angaben zu machen, die in Ausübung eines Wahlrechts nicht in die Bilanz oder die GuV aufgenommen wurden. Zusätzlich zum Jahresabschluss müssen mittelgroße und große Kapitalgesellschaften gemäß § 264
(1) Satz 3 HGB einen Lagebericht aufstellen. Der Lagebericht enthält zusätzliche Informationen und Einschätzungen über den allgemeinen Geschäftsverlauf, über Risiken der zukünftigen Entwicklung, aber auch Angaben über Forschung und Entwicklung und Zweigniederlassungen des Unternehmens (§ 289 HGB).
Neben den aus gesetzlichen Bestimmungen veröffentlichen Abschlüssen können Ansprachen auf Jahreshauptversammlungen, der Börsenkurs, Brancheninformationen, Veröffentlichungen der Wirtschaftspresse, Veröffentlichungen der Industrie- und Handelskammer bei der Beurteilung von Unternehmen einbezogen werden.
1Statistisches Bundesamt (2006), in: http://www.destatis.de/basis/d/insol/insoltab1.php
2Hintze (2006), ohne Seite
3 Hintze (2006), ohne Seite
4vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2004), S. 1; vgl. Peemöller (2003), S. 1; vgl. Küting/Weber (2006), S. 1
5vgl. Baetge/Kirsch/Thiele (2004), S. 2
6vgl. Groll, (2004), S. 4
7vgl. Groll, (2004), S. 4
8Wöhe (2005), S. 239
9vgl. Groll (2004), S. 5
10vgl. Wöhe (2005), S. 239-240
11vgl. Littkemann/Krehl (2000), S. 20-21
12vgl Reichmann (2001), in: Küting/Weber (2006), S. 54
13vgl. Baetge (2004), S. 37-38
14vgl. Herbst (2006)
15Diese Arbeit bezieht sich ausschließlich auf eine Bilanzanalyse für Unternehmen, die nach dem HGB bilanzieren.
- В глазах его читалась печаль. - То, что сейчас скажу, я не собирался говорить никому. Она почувствовала, как по спине у нее пробежал холодок. Лицо коммандера выражало торжественную серьезность.
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