Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZIP%202001,%20692
Timestamp: 2013-05-25 16:01:36
Document Index: 264475990

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 229', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: ZIP 2001, 692
Rechtsprechung OLG Stuttgart, 08.01.2001 - 6 U 57/2000 Volltextver�ffentlichungen (4)
Verbraucherkredit - verbundenes Gesch�ft - Beitritt zu Anlage-Fonds und Finanzierungsdarlehen - T�uschungshandlungen des Fonds- Initiators
Keine Einwendung wegen T�uschungshandlungen des Initiators bei Immobilienfondsbeitritt gegen�ber der finanzierenden Bank
VerbrKrG � 9Keine Einwendung wegen T�uschungshandlungen des Initiators bei Immobilienfondsbeitritt gegen�ber der finanzierenden Bank
Kein Einwendungsdurchgriff gegen die Immobilienfondsgesellschaft und die finanzierende Bank bei T�uschung des Anlegers durch den Initiator
OLG Stuttgart, 08.01.2001 - 6 U 57/2000
Wird zitiert von ... (18) OLG Stuttgart, 29.07.2002 - 6 U 87/02 Finanzierung eines Anlagegesch�fts: Aufkl�rungspflichten der Bank; …F�r ein etwaiges pflichtwidriges Verhalten des Anlagevermittlers haftet die Beklagte nach � 278 BGB nur, wenn Informations- und Aufkl�rungspflichten verletzt wurden, die im Zusammenhang mit dem Darlehn stehen; eine Haftung der Bank f�r Aufkl�rungspflichten hinsichtlich des konkreten Anlageobjekts besteht nach dem Grundsatz der rollenbedingten Verantwortlichkeit grunds�tzlich nicht (vgl. OLGR Stuttgart 2001, 332, 335 f. mit Nachw., z.B. BGHZ 114, 263, 270; BGH NJW 1992, 555, 556; OLG K�ln WM 2000, 2139, 2144; OLG K�ln WM 2002, 118, 121; OLG Bamberg WM 2002, 537, 543).Eine Aufkl�rungspflicht der finanzierenden Bank kann nur in eng begrenzten Ausnahmef�llen (dazu zusammenfassend die Entscheidung des Senats OLGR Stuttgart 2001, 332, 333 f. mit Nachw.) bejaht werden, n�mlich wenn die Bank ihre Rolle als Kreditgeberin �berschreitet und quasi als Partner des Anlagegesch�fts in Erscheinung tritt, wenn die Bank einen besonderen Gef�hrdungstatbestand f�r den Anleger �ber die allgemeinen wirtschaftlichen Risiken des Anlagegesch�fts hinaus geschaffen oder beg�nstigt hat, wenn eine Interessenkollision der Bank bei der Kreditvergabe an den Erwerber vorliegt oder bei einem spezifischem Wissensvorsprung der Bank in Bezug auf die speziellen Risiken des konkreten Vorhabens.Dies w�re dann der Fall, wenn sich die Bank mit Wissen und Wollen in der Werbung als Referenz benennen l�sst; es gen�gt nicht, wenn die Bank dem Vertrieb ihre Darlehnsformulare zur Verf�gung stellt oder lediglich als "Finanzierer des Projekts" auftritt (BGH WM 1992, 901, 905; OLGR Stuttgart 2001, 332, 334).Allein das Interesse der Bank an der Gew�hrung von Darlehn an die Erwerber der Fondsanteile und das Interesse an der Schlie�ung des Fonds gen�gt hierf�r nach der Rechtsprechung des Senats nicht (OLGR Stuttgart 2001, 332, 334).Wie der Senat ausf�hrlich in seinem Urteil vom 08.01.2001 (OLGR Stuttgart 2001, 332, 333 f.) begr�ndet hat, hat die Bank nicht die Verpflichtung, die wirtschaftliche Zweckm��igkeit der Kreditaufnahme und die Werthaltigkeit des finanzierten Objekts zu pr�fen.Aus einer derartigen Verkn�pfung von Darlehn und Anlage kann jedoch keine Aufkl�rungspflicht der Bank (mit den Zurechnungsfolgen aus � 278 BGB) abgeleitet werden, da die Bank �ber dieses anlagespezifische Risiko grunds�tzlich nicht aufzukl�ren hat (OLGR Stuttgart 2001, 332, 335).Zur Rechtslage wird ebenfalls auf die Entscheidung des Senats vom 08.01.2001 in der Sache 6 U 57/2000 (OLGR Stuttgart 2001, 332, 336 f. mit Nachw. zum Streitstand) verwiesen.Auch im vorliegenden Fall bedarf es zun�chst keiner abschlie�enden Entscheidung �ber diese Streitfrage (vgl. OLGR Stuttgart 2001, 332, 336 f.), denn Voraussetzung w�re wegen der Akzessoriet�t des Einwendungsdurchgriffs, dass ein Schadensersatzanspruch der Kl�ger gegen die BGB-Gesellschaft nach gesellschaftsrechtlichen Grunds�tzen besteht, was aus verschiedenen Gr�nden nicht der Fall ist.Die Gesellschaft b�rgerlichen Rechts kann nach den Grunds�tzen der culpa in contrahendo nicht auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden, insbesondere haftet die Gesellschaft (und damit die �brigen Gesellschafter der Publikumsgesellschaft) nicht f�r Pflichtverletzungen oder T�uschungshandlungen eines vertretungsberechtigten Mitgesellschafters (BGHZ 63, 338, 345; BGH NJW 1976, 894; OLG M�nchen ZIP 2000, 2295; OLGR Stuttgart 2001, 332, 337 mit weit. Nachw.).In den F�llen OLG M�nchen ZIP 2000, 2295 (vgl. dazu OLGR Stuttgart 2001, 332, 336 re. Spalte) und OLG Karlsruhe EWiR 2001, 709 hat der f�r Gesellschaftsrecht zust�ndige II. Zivilsenat des BGH jeweils durch Beschl�sse vom 10.12.2001 die Annahme der Revision abgelehnt.Schlie�lich ist der Einwendungsdurchgriff deshalb ausgeschlossen, weil die Kl�ger nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums gegen�ber der Gesellschaft gek�ndigt haben (BGH WM 2000, 1685; BGH WM 2000, 1687; OLGR Stuttgart 2001, 332, 337 f.).Die mit dem Schriftsatz vom 15.07.2002 (Eingang 22.07.2002) vorgelegte Widerrufserkl�rung gegen�ber der gesch�ftsf�hrenden Gesellschafterin der GbR erfolgte erst nach Schluss der m�ndlichen Verhandlung mit Schreiben vom 11.07.2002 und kann bereits deshalb nicht mehr ber�cksichtigt werden; angesichts des Umstands, dass die Kl�ger bereits im Juni 1999 ihre Zinszahlungen wegen der negativen wirtschaftlichen Entwicklung der Fondsgesellschaft eingestellt haben und die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hinl�nglich bekannt war, w�re eine K�ndigung auch nicht mehr in einem angemessenen Zeitraum ausgesprochen worden (OLG M�nchen ZIP 2000, 2295, 2301; OLGR Stuttgart 2001, 332, 338).Im �brigen w�rde ein Einwendungsdurchgriff im Rahmen von � 9 VerbrKrG auf der Rechtsfolgenseite nicht zu einem R�ckzahlungsanspruch der Kl�ger gegen die Bank f�hren, da ein (�ber ein Einwendungsrecht hinausgehender) sogenannter "R�ckforderungsdurchgriff" aus � 9 Abs. 3 VerbrKrG angesichts der bewussten Entscheidung des Gesetzgebers nicht abgeleitet werden kann (dazu OLGR Stuttgart 2001, 332, 338;… Staudinger/Kessal-Wulf � 9 VerbrKrG Rn. 99 mit Nachw.; verneint etwa von OLG Frankfurt WM 2002, 1275; bejaht z.B. von OLG Dresden WM 2001, 136 �ber � 813 Abs. 1 Satz 1 BGB, wenn das finanzierte Gesch�ft nach � 138 BGB nichtig ist).Bei einer arglistigen T�uschung k�nnte der get�uschte Gesellschafter den Beitritt nicht mit Wirkung ex tunc anfechten, sondern nur mit Wirkung ex nunc aus der Gesellschaft ausscheiden (vgl. BGHZ 55, 5, 8; BGHZ 63, 338, 345 f.; BGH WM 2000, 1685; OLGR Stuttgart 2001, 332, 337).Im Rahmen des Einwendungsdurchgriffs nach � 9 Abs. 3 VerbrKrG finden wie bereits dargestellt (s. oben 2.) nach der Rechtsprechung des XI. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs auf der Rechtsfolgenseite ebenfalls die Grunds�tze der fehlerhaften Gesellschaft Anwendung (BGH WM 2000, 1685, 1686; BGH WM 2000, 1687, 1688; vgl. auch OLGR Stuttgart 2001, 332, 336 f.).
OLG Stuttgart, 29.07.2002 - 6 U 40/02 Finanzierung einer Beteiligung an einer Immobilienfonds-GbR durch Bankdarlehen: …Die Beklagte muss sich anders als bei einer Schadensersatzhaftung wegen culpa in contrahendo (dort gilt im Rahmen von � 278 BGB f�r ein etwaiges pflichtwidriges Verhalten des Anlagevermittlers der Grundsatz der rollenbedingten Verantwortlichkeit, vgl. OLGR Stuttgart 2001, 332, 335 f. mit Nachw.) die �u�eren Bedingungen des Vertragsabschlusses im Rahmen einer Haust�rsituation nach � 1 HWiG zurechnen lassen (OLGR Stuttgart 1999, 231, 233; OLG Stuttgart ZIP 1999, 2005, 2007).Bei einer arglistigen T�uschung k�nnte der get�uschte Gesellschafter den Beitritt nicht mit Wirkung ex tunc anfechten, sondern nur mit Wirkung ex nunc aus der Gesellschaft ausscheiden (vgl. BGHZ 55, 5, 8; BGHZ 63, 338, 345 f.; BGH WM 2000, 1685; OLGR Stuttgart 2001, 332, 337).Im Rahmen des Einwendungsdurchgriffs nach � 9 Abs. 3 VerbrKrG finden, unabh�ngig von der in der instanzgerichtlichen Rechtsprechung streitigen Frage, ob im Falle der Finanzierung einer steuerbeg�nstigten Kapitalanlage im Form eines Gesellschaftsbeitritts ein verbundenes Gesch�ft vorliegt (bejahend OLG Karlsruhe NJW-RR 1999, 124; OLG Karlsruhe OLGR 2001, 368, 369; OLG Frankfurt WM 2002, 1275, 1278; OLG M�nchen ZIP 2000, 2295; ablehnend OLG Hamm WM 1999, 1056; OLG K�ln WM 1994, 197; OLG Braunschweig WM 1998, 1223; OLG Karlsruhe EWiR 2001, 709; OLG Bamberg WM 2002, 537, 543; offengelassen in OLGR Stuttgart 2001, 332, 336; vgl. auch Westermann ZIP 2002, 189, 199 f. mit umfassenden Nachweisen), nach der Rechtsprechung des XI. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs auf der Rechtsfolgenseite ebenfalls die Grunds�tze der fehlerhaften Gesellschaft Anwendung (BGH WM 2000, 1685, 1686; BGH WM 2000, 1687, 1688; vgl. auch OLGR Stuttgart 2001, 332, 336 f.).Die Gesellschaft b�rgerlichen Rechts kann jedoch nach den Grunds�tzen der culpa in contrahendo nicht auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden, insbesondere haftet die Gesellschaft (und damit die �brigen Gesellschafter der Publikumsgesellschaft) nicht f�r Pflichtverletzungen oder T�uschungshandlungen eines vertretungsberechtigten Mitgesellschafters (BGHZ 63, 338, 345; BGH NJW 1976, 894; OLG M�nchen ZIP 2000, 2295; OLGR Stuttgart 2001, 332, 337 mit weit. Nachw.), da ansonsten die Gefahr best�nde, dass das Verm�gen der Anlagegesellschaft auf diejenigen der get�uschten Anleger, die die Gesellschaft als erste in Anspruch nehmen, zu Lasten der �brigen Gesellschafter in ungerechtfertigter Weise verteilt w�rde (OLG M�nchen ZIP 2000, 2295, 2302; Annahme der Revision durch Beschluss des II. Zivilsenats des BGH vom 10.12.2001 abgelehnt).Schlie�lich ist der Einwendungsdurchgriff deshalb ausgeschlossen, weil der Kl�ger, der nach den Grunds�tzen der fehlerhaften Gesellschaft zun�chst Gesellschafter geworden ist, nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums gegen�ber der Gesellschaft gek�ndigt hat (BGH WM 2000, 1685; BGH WM 2000, 1687; OLGR Stuttgart 2001, 332, 337 f.; OLG M�nchen ZIP 2000, 2295, 2301; Westermann ZIP 2002, 240, 243).Im �brigen w�rde ein Einwendungsdurchgriff im Rahmen von � 9 VerbrKrG auf der Rechtsfolgenseite nicht zu einem R�ckzahlungsanspruch der Kl�ger gegen die Bank f�hren, da ein (�ber ein Einwendungsrecht hinausgehender) sogenannter "R�ckforderungsdurchgriff" aus � 9 Abs. 3 VerbrKrG angesichts der bewussten Entscheidung des Gesetzgebers nicht abgeleitet werden kann (dazu OLGR Stuttgart 2001, 332, 338;… Staudinger/Kessal-Wulf � 9 VerbrKrG Rn. 99 mit Nachw.; verneint etwa von OLG Frankfurt WM 2002, 1275; bejaht z.B. von OLG Dresden WM 2001, 136 �ber � 813 Abs. 1 Satz 1 BGB, wenn das finanzierte Gesch�ft nach � 138 BGB nichtig ist).Insoweit best�nde im �brigen auch ein Wertungswiderspruch zu einer unter bestimmten Voraussetzungen gegebenen Haftung der Bank wegen Verschuldens bei Vertragsverhandlungen (vgl. dazu zusammenfassend die Entscheidung des Senats OLGR Stuttgart 2001, 332, 333 f. mit Nachw.); wenn selbst im Falle einer ein Verschulden voraussetzenden Haftung aus culpa in contrahendo der Anleger seinen Gesellschaftsanteil an die Bank �bertragen m�sste (z.B. Urteil des Senats vom 08.10.2001, 6 U 68/00), kann bei einem verschuldensunabh�ngigen Versto� gegen Belehrungspflichten nichts anderes gelten.
OLG Stuttgart, 09.03.2004 - 6 U 166/03 Immobilienanlagen - R�ckabwicklung eines Darlehensvertrags nach HWiGEine Aufkl�rungspflicht der finanzierenden Bank kann nur in eng begrenzten Ausnahmef�llen (dazu zusammenfassend BGH NJW 2003, 422; BGH NJW 2003, 424, 425; BGH NJW 2003, 2529, 2530; BGH ZIP 2003, 1741, 1744; BGH NJW 2003, 2821, 2822 sowie die Entscheidungen des Senats OLGR 2001, 332, 333 f. und OLGR 2003, 69, 70 ff. mit Nachw.; vgl. auch BVerfG WM 2003, 2370, 2371) bejaht werden, n�mlich wenn 1.) die Bank ihre Rolle als Kreditgeberin �berschreitet und quasi als Partner des Anlagegesch�fts in Erscheinung tritt oder 2.) die Bank einen besonderen Gef�hrdungstatbestand f�r den Anleger �ber die allgemeinen wirtschaftlichen Risiken des Anlagegesch�fts hinaus geschaffen oder beg�nstigt hat oder 3.) eine Interessenkollision der Bank bei der Kreditvergabe an den Erwerber vorliegt oder 4.) bei einem spezifischen Wissensvorsprung der Bank in Bezug auf die speziellen Risiken des konkreten Vorhabens.F�r ein etwaiges pflichtwidriges Verhalten des Anlagevermittlers haftet die Kl�gerin nach � 278 BGB nur, wenn Informations- und Aufkl�rungspflichten verletzt wurden, die im Zusammenhang mit dem Darlehen stehen; eine Haftung der Bank f�r Aufkl�rungspflichten hinsichtlich des konkreten Anlageobjekts besteht nach dem Grundsatz der rollenbedingten Verantwortlichkeit grunds�tzlich nicht (vgl. OLGR Stuttgart 2001, 332, 335 f. und OLG Stuttgart BKR 2002, 828, 829 mit Nachw.).Dem Zahlungsanspruch der Kl�gerin steht kein Einwendungsdurchgriff nach � 9 Abs. 3 VerbrKrG (in der vor 01.10.2000 ma�geblichen Fassung, vgl. � 19 VerbrKrG und Art. 229 � 5 EGBGB) entgegen, der Beklagte kann seine Zahlungen auch nicht im Wege des R�ckforderungsdurchgriffs analog � 9 Abs. 2 Satz 4 VerbrKrG (vgl. BGH NJW 2003, 2821, 2823; anders zum R�ckforderungsdurchgriff noch OLG Stuttgart OLGR 2001, 332, 338; OLG Stuttgart BKR 2002, 828, 832;… Staudinger/Kessal-Wulf � 9 VerbrKrG Rn. 99 mit Nachw.) erstattet verlangen.Die Gesellschaft b�rgerlichen Rechts kann nach den Grunds�tzen der culpa in contrahendo nicht auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden, insbesondere haftet die Gesellschaft (und damit die �brigen Gesellschafter der Publikumsgesellschaft) nicht f�r Pflichtverletzungen oder T�uschungshandlungen eines vertretungsberechtigten Mitgesellschafters (BGH NJW 2003, 2821, 2822, 2824; BGHZ 63, 338, 345; BGH NJW 1976, 894; OLG M�nchen ZIP 2000, 2295; OLGR Karlsruhe 2002, 295, 297; OLGR Stuttgart 2001, 332, 337 mit weit. Nachw.).Die weitergehende Frage einer Verfristung bzw. Verwirkung des Anfechtungs- oder K�ndigungsrechts gegen�ber der Gesellschaft (BGH NJW 2003, 2821, 2823: Ausbleiben der Mietaussch�ttungen ab Sommer 2000, die Anfechtung des Beitritts erfolgte im April 2001; vgl. hierzu auch BGH NJW 1966, 2160: 1 1/4 Jahre zu lang, im konkreten Fall keine Verwirkung mangels Vertrauenstatbestand; BGH NJW 1999, 2820: Best�tigung von BGH NJW 1966, 2160, aber im konkreten Fall erheblicher Vortrag vom Berufungsgericht �bergangen, 1/2 Jahr Zuwarten wohl unsch�dlich; OLG M�nchen ZIP 2000, 2295, 2301; OLG Stuttgart OLGR 2001, 332, 338 mit Hinweis auf � 124 BGB; vgl. nunmehr OLG Karlsruhe Urteil vom 11.0.2004, 6 U 179/03, nach Zur�ckverweisung durch BGH NJW 2003, 2821) stellt sich deshalb nicht.
OLG Stuttgart, 27.05.2002 - 6 U 52/02 Widerrufsbelehrung - Wirksam, wenn nach VerbrKrG anstatt HWiG belehrt wurdeDies gilt insbesondere bei Steuersparmodellen, bei denen das Finanzierungsinstitut davon ausgehen darf, dass die Interessenten entweder selbst �ber die notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen verf�gen oder sich der Hilfe von Fachleuten bedienen (BGH WM 1992, 901 m.w.N.; NJW 1999, 2032; WM 2000, 1685 = NJW 2000, 3558 und WM 2000, 1687; ZIP 2000, 1051; OLG Stuttgart ZIP 1999, 529; OLGR 2001, 12; WM 2000, 292 und 2146; ZIP 2001, 692; OLG M�nchen ZIP 2000, 2295, OLG Karlsruhe EWiR 2001, 709 und BKR 2002, 128).Allerdings kann im Einzelfall eine Aufkl�rungspflicht der finanzierenden Bank dann bestehen, wenn die dem Kunden angebotene und von diesem gew�hlte Darlehensform besondere Risiken in sich birgt oder mit einem besonderen Kostenaufwand verbunden ist, den ein Darlehensnehmer �blicherweise nicht von sich aus erkennen kann, so dass nach Treu und Glauben und der Verkehrsauffassung insoweit eine Aufkl�rung zu erwarten ist (OLG M�nchen ZIP 2000, 2295, 2300 im Anschluss an BGHZ 111, 117; OLG Stuttgart WM 2000, 292, 294; ZIP 2001, 692, 696; vgl. auch OLG Karlsruhe NJW-RR 1999, 124).Dies komme insbesondere bei der Kombination eines langfristigen Kreditvertrages mit dem Abschluss einer Kapitallebensversicherung in Betracht, durch die das Darlehen bei F�lligkeit getilgt werden soll, wenn der Darlehenszweck ebensogut durch einen markt�blichen Ratenkredit mit Restschuldversicherung erreicht werden kann (BGHZ 111, 117 = NJW 1990, 1844 = ZIP 1990, 854; im Anschluss hieran f�r die Finanzierung der Beteiligung an einem Immobilienfonds OLG M�nchen ZIP 2000, 2295, 2299; ebenso OLG Karlsruhe/Freiburg ZIP 2001, 1914; OLG Frankfurt WM 2002, 549 = OLGR 2001, 296; zustimmend auch OLG Stuttgart, 6. Senat, ZIP 2001, 692, 695; zustimmend nur f�r den Fall, dass die Bank einem gesch�fts- und rechtsunkundigen Kreditbewerber f�r einen vorgegebenen Verwendungszweck von sich aus einen mit einer Kapitallebensversicherung verbundenen Festkredit anbietet, OLG Stuttgart, 9. Senat, WM 2000, 292, 298).Ein Schadensersatzanspruch aus c.i.c. oder ggf. aus � 823 Abs. 2 BGB i.V.m. � 263 StGB gegen die Gesellschaft ergibt sich damit nicht (BGHZ 63, 338 im Anschluss an BGHZ 26, 330 und 47, 293; OLG Stuttgart ZIP 2001, 692, 697; OLG M�nchen ZIP 2000, 2295, 2302).Dem get�uschten Gesellschafter kann allerdings ein au�erordentliches K�ndigungsrecht zustehen, bei dessen Aus�bung er f�r die Zukunft aus der GbR ausscheidet, diese aber im �brigen fortbesteht (BGHZ 63, 338; BGH ZIP 1992, 247; WM 2000, 1685 und 1687; OLG Stuttgart ZIP 2001, 692 und 2001, 1364; OLG M�nchen ZIP 2000, 2295).
OLG Stuttgart, 30.09.2002 - 6 U 57/02 Aufkl�rungspflicht der Bank bei Finanzierung einer Beteiligung an einem …Dies gilt insbesondere bei Steuersparmodellen, bei denen das Finanzierungsinstitut davon ausgehen darf, dass die Interessenten entweder selbst �ber die notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen verf�gen oder sich der Hilfe von Fachleuten bedienen (BGH WM 1992, 901 m.w.N.; NJW 1999, 2032; WM 2000, 1685 = NJW 2000, 3558 und WM 2000, 1687; ZIP 2000, 1051; OLG Stuttgart ZIP 1999, 529; OLGR 2001, 12; WM 2000, 292 und 2146; ZIP 2001, 692; OLG M�nchen ZIP 2000, 2295; OLG Karlsruhe OLGR 2002, 295, 296; EWiR 2001, 709 und BKR 2002, 128; OLG Hamburg WM 2002, 1289; OLG Frankfurt WM 2002, 1275; OLG Oldenburg BKR 2002, 731).Im Einzelfall kann allerdings eine Aufkl�rungspflicht der finanzierenden Bank dann bestehen, wenn die dem Kunden angebotene und von diesem gew�hlte Darlehensform besondere Risiken in sich birgt oder mit einem besonderen Kostenaufwand verbunden ist, den ein Darlehensnehmer �blicherweise nicht von sich aus erkennen kann, so dass nach Treu und Glauben und der Verkehrsauffassung insoweit eine Aufkl�rung zu erwarten ist (OLG M�nchen ZIP 2000, 2295, 2300 im Anschluss an BGHZ 111, 117; OLG Stuttgart WM 2000, 292, 294; ZIP 2001, 692, 696; vgl. auch OLG Karlsruhe NJW-RR 1999, 124).Dies komme insbesondere bei der Kombination eines langfristigen Kreditvertrags mit dem Abschluss einer Kapitallebensversicherung in Betracht, durch die das Darlehen bei F�lligkeit getilgt werden solle, wenn der Darlehenszweck ebenso gut durch einen markt�blichen Ratenkredit mit Restschuldversicherung erreicht werden k�nne (BGH WM 1989, 665; BGHZ 111, 117 = NJW 1990, 1844 = Z1P 1990, 854; im Anschluss hieran f�r die Finanzierung der Beteiligung an einem Immobilienfonds OLG M�nchen ZIP 2000, 2295, 2299; ebenso OLG Karlsruhe/Freiburg ZIP 2001, 1914; OLG Frankfurt WM 2002, 549 = OLGR 2001, 296; zustimmend auch OLG Stuttgart, 6. Senat, ZIP 2001, 692, 695; zustimmend nur f�r den Fall, dass die Bank einem gesch�fts- und rechtsunkundigen Kreditbewerber f�r einen vorgegebenen Verwendungszweck von sich aus einen mit einer Kapitallebensversicherung verbundenen Festkredit anbietet, OLG Stuttgart 9. Senat, WM 2000, 292, 298).Ein Schadensersatzanspruch aus c.i.c. oder gegebenenfalls aus � 823 Abs. 2 BGB i.V.m. � 263 StGB gegen die Gesellschaft ergibt sich damit nicht (BGHZ 63, 338 im Anschluss an BGHZ 26, 330 und 47, 293; OLG Stuttgart ZIP 2001, 692, 697; OLG M�nchen ZIP 2000, 2295, 2305 und Urt. 12.06.2002, 27 U 939/01).
OLG Karlsruhe, 28.08.2002 - 6 U 14/02 Finanzierter Beitritt zu einer Fonds-Gesellschaft: Widerruflichkeit des …Insoweit evtl. gegebene Aufkl�rungsvers�umnisse (mit guten Gr�nden aber insoweit verneinend OLG Stuttgart, Urteil vom 27.05.2002 - 6 U 52/02) f�hren jedoch zu keinem umfassenden Schadensersatz - oder Freistellungsanspruch, der dem Darlehensr�ckzahlungsanspruch insgesamt entgegengesetzt werden k�nnte, sondern lediglich zu einem auf den so genannten Differenzschaden beschr�nkten Anspruch (dazu OLG Stuttgart, OLGR 2001, 332, 335 m.w.N.).Das gilt selbst in dem Fall, dass der t�uschende Mitgesellschafter Vertretungsmacht besa� (BGHZ 26, 330, 334; BGHZ 63, 338, 345; BGH NJW 1973, 1604; OLG M�nchen, ZIP 2000, 2295; OLG Stuttgart, ZIP 2001, 692).Sie ist insbesondere durch die vorangegangene Securenta III - Entscheidung des XI. Zivilsenats vom 27.09.1996 zum Haust�rwiderrufsgesetz (BGHZ 133, 254) nicht pr�judiziert, wie neuerdings OLG Karlsruhe (WM 1999, 128, 129; WM 2001, 245, 250) und OLG Stuttgart (ZIP 2001, 692, 696) annehmen.Keinesfalls kann die Unterstellung des Beitritts zu einem als GbR verfassten Immobilienfonds unter den Anwendungsbereich des Verbraucherkreditgesetzes allein mit dem Gesetzeswortlaut gerechtfertigt werden (so aber OLG Stuttgart, ZIP 2001, 692, 696).
OLG Dresden, 28.05.2001 - 8 U 498/01 ImmobilienanlagenDies gilt selbst dann, wenn der t�uschende Mitgesellschafter vertretungsberechtigt war (vgl. BGHZ 26, 330; BGHZ 63, 338, 347 f; BGH, NJW 1973, 1604; BGH, NJW 1976, 894; OLG Hamm, NJW 1978, 225; OLG Celle, ZIP 1999, 1128, 1131; OLG M�nchen, ZIP 2000, 2295, 2302; OLG Stuttgart, ZIP 2001, 692, 697).Aus diesen Gr�nden kann der Gesellschaft der Einwand der arglistigen T�uschung nicht entgegen gehalten werden und haftet ausschlie�lich der Vertreter, der sie ver�bt hat (vgl. zum Ganzen OLG Stuttgart, ZIP 2001, 692, 697 m.w.N.).Dementsprechend verwirkt der Gesellschafter nach einer gewissen Zeit sein Recht zur au�erordentlichen K�ndigung (vgl. BGH, NJW 1966, 2160; BGH, WM 1965, 976; OLG M�nchen, ZIP 2000, 2295, 2301; OLG Stuttgart, ZIP 2001, 692, 698).
OLG Karlsruhe, 24.04.2002 - 6 U 192/01 Aufkl�rungspflicht der Bank bei Finanzierung des Beitritts zu einem …Solche Pflichtverst��e bei der Anlageberatung geh�ren nicht zum Pflichtenkreis der Kl�gerin im Rahmen der Anbahnung und des Abschlusses eines Darlehensvertrages (zutreffend LGU 9 unter Hinweis auf OLG Stuttgart, OLGR 2001, 332, 336; vgl. schon BGH WM 2000, 1685, 1686 m.w.N.).Das gilt selbst in dem Fall, dass der t�uschende Mitgesellschafter Vertretungsmacht besa� (BGHZ 26, 330, 334; BGHZ 63, 338, 345; BGH NJW 1973, 1604; OLG M�nchen, ZIP 2000, 2295; OLG Stuttgart, ZIP 2001, 692).Sie ist insbesondere durch die vorangegangene Securenta III - Entscheidung des Senats vom 27.09.1996 zum Haust�rwiderrufsgesetz (BGHZ 133, 254) nicht pr�judiziert, wie neuerdings OLG Karlsruhe (WM 1999, 128, 129; WM 2001, 245, 250) und OLG Stuttgart (ZIP 2001, 692, 696) annehmen.Keinesfalls kann die Unterstellung des Beitritts zu einem als GbR verfassten Immobilienfonds unter den Anwendungsbereich des Verbraucherkreditgesetzes allein mit dem Gesetzeswortlaut gerechtfertigt werden (so aber OLG Stuttgart, ZIP 2001, 692, 696).
OLG Stuttgart, 24.11.2003 - 6 U 35/03 Immobilienanlagen - Darlehen f�r Beitritt zu einem ImmobilienfondsDies gilt namentlich bei steuersparenden Bauherren-, Bautr�ger- und Erwerbermodellen, bei denen das Finanzierungsinstitut davon ausgehen darf, dass die Interessenten entweder selbst �ber die notwendigen Kenntnisse und Erfahrungen verf�gen oder sich der Hilfe von Fachleuten bedienen (BGH WM 92, 901; NJW 99, 2032; NJW 2000, 3558; WM 2000, 1587; ZIP 2000, 1051; BGH Urt. 18.03.2003, ZIP 03, 894 = WM 03, 916; Urt. 20.05.2003, ZIP 03, 1240 = NJW 03, 2529; Urt. 03.06.2003, WM 03, 1710; Urt. 15.07.2003, XI ZR 162/00, ZIP 03, 1741 = BKR 03, 747; Urt. 21.07.2003, II ZR 387/02, WM 03, 1762 = ZIP 03, 1592; OLG Stuttgart ZIP 2001, 692; OLGR 2001, 12; OLGR 02, 317 u. OLGR 03, 69; OLG M�nchen ZIP 2000, 2295; OLG Karlsruhe OLGR 02, 295; EWiR 01, 709 u. BKR 02, 128; OLG Hamburg WM 02, 1289; OLG Frankfurt WM 02, 1275; OLG Oldenburg BKR 02, 731; OLG Koblenz ZIP 02, 1979).Tats�chlich besteht ein Schadensersatzanspruch gegen die Gesellschaft jedoch nicht, weil der Vorwurf der arglistigen T�uschung durch den Initiator nach st�ndiger Rechtsprechung den �brigen, nur kapitalistisch beteiligten Gesellschaftern und damit der Gesellschaft nicht zugerechnet werden kann (BGH 21.07.2003, WM 03, 1762 = ZIP 03, 1592; BGHZ 63, 338 m.w.N.; BGHZ 148, 201; OLG Stuttgart ZIP 01, 692, seitdem st�ndige Rechtsprechung, zuletzt ver�ffentlicht in OLGR 03, 69 und OLGR 03, 212 f�r eine stille Gesellschaft; OLG M�nchen ZIP 00, 2295 und ZIP 03, 338; OLG Dresden MDR 02, 1324; OLG Koblenz ZIP 02, 1979).
OLG Brandenburg, 31.01.2007 - 3 W 49/05 Immobilienanlagen - Aufkl�rungspflicht wegen �berschreitung der Kreditgeberrollewie er vorliegen kann, wenn eine Bank ihr eigenes wirtschaftliches Wagnis angesichts einer m�glichen Insolvenz des Verk�ufers, Bautr�ger oder Initiators, dessen Kreditgeberin sie gleichfalls ist, auf ihre Kunden als Erwerber oder Anleger, denen sie ebenfalls Kredite gew�hrt, verlagert und diese mit einem Risiko belastet, das �ber die mit der Beteiligung an einem solchen Projekt normalerweise verbundenen Gefahren deutlich hinausgeht (vgl. BGH NJW 1992, 2146, 3147; OLG Stuttgart, ZIP 2001, 692, 694), liegt fern, wenn Verk�ufer, Bautr�ger oder Initiator noch jahrelang und umfangreich am Marktgeschehen teilnehmen.Ein zur Aufkl�rung verpflichtender schwerwiegender Interessenkonflikt kann vielmehr nur dann vorliegen, wenn zu dieser "Doppelfinanzierung" besondere Umst�nde hinzutreten, etwa wenn eine Bank ihr eigenes wirtschaftliches Wagnis angesichts einer m�glichen Insolvenz des Verk�ufers, Bautr�ger oder Initiators, dessen Kreditgeberin sie gleichfalls ist, auf ihre Kunden als Erwerber oder Anleger, denen sie ebenfalls Kredite gew�hrt, verlagert und diese mit einem Risiko belastet, das �ber die mit der Beteiligung an einem solchen Projekt normalerweise verbundenen Gefahren deutlich hinausgeht (vgl. BGH NJW 1992, 2146, 3147; OLG Stuttgart, ZIP 2001, 692, 694).
OLG Frankfurt, 05.04.2006 - 7 U 54/05 Schadensersatz bei Beitritt zu einer Immobilienfondsgesellschaft b�rgerlichen …
KG, 11.12.2001 - 4 U 8633/00 zur Prospekthaftung einer Bank und zur Haftung der Kapitalanleger bei mittelbarer …