Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%20237/93
Timestamp: 2019-07-23 12:55:46
Document Index: 356440024

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 302', '§ 280', 'BGH', 'BGH', '§ 557', '§ 55', '§ 54', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 17', '§ 54', '§ 518', 'BGH', '§ 518', 'BGH', 'BGH', '§ 518', '§ 50', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', '§ 43', 'BGH', '§ 518', 'BGH', '§ 319', 'BGH', 'BGH', '§ 319', 'BGH', 'BGH']

BGH, 19.09.1994 - II ZR 237/93 - dejure.org
https://dejure.org/1994,773
BGH, 19.09.1994 - II ZR 237/93 (https://dejure.org/1994,773)
BGH, Entscheidung vom 19.09.1994 - II ZR 237/93 (https://dejure.org/1994,773)
BGH, Entscheidung vom 19. September 1994 - II ZR 237/93 (https://dejure.org/1994,773)
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Konzern - GmbH - Freiberufliche Tätigkeit
Qualifizierter faktischer Konzern aufgrund freiberuflicher Tätigkeit ("Freiberufler-Konzern")
Zur Haftung im qualifizierten faktischen Konzern
AktG (1965) §§ 302, 303
Freiberuflicher Architekt kann Konzernherr sein! (IBR 1995, 80)
NJW-RR 1995, 226 (Ls.)
ZIP 1994, 1690
MDR 1995, 164
DNotZ 1995, 946
WM 1994, 2016
BB 1994, 2303
DB 1994, 2385
Denn § 280 ZPO soll ausschließlich Streitigkeiten über die Zulässigkeit der Klage und nicht über die Zulässigkeit einer Berufung erfassen (BGHZ 102, 232, 236; siehe ferner BGH, Urteil vom 19. September 1994 - II ZR 237/93 - NJW 1994, 3288, 3289;… MünchKomm/Wenzel, ZPO, 2. Aufl. Aktualisierungsband 2002, § 557 Rn. 13).
Diese können sich aus vertraglichen oder organisatorischen Bindungen, aber auch aus rechtlichen und tatsächlichen Umständen sonstiger Art ergeben (BAG 30. Oktober 1986 - 6 ABR 19/85 - BAGE 53, 287 = AP BetrVG 1972 § 55 Nr. 1 = EzA BetrVG 1972 § 54 Nr. 3, zu B II 2 a der Gründe; BGH 19. September 1994 - II ZR 237/93 - NJW 1994, 3288, zu I 2 b der Gründe; 4. März 1974 - II ZR 89/72 - BGHZ 62, 193 = NJW 1974, 855, zu II 2 der Gründe;… hM im Schrifttum, zB Hüffer Aktiengesetz 6. Aufl. § 17 Rn. 13 ff.;… Koppensteiner aaO § 17 Rn. 73;… GK-BetrVG/Kreutz 7. Aufl. § 54 Rn. 39, jeweils mwN).
Das ist insoweit nicht zu beanstanden, als auch eine freiberufliche Tätigkeit die Unternehmenseigenschaft begründen und ein beherrschender Einfluß auch von mehreren gleichgeordneten Unternehmen ausgehen kann (Sen.Urt. v. 19. September 1994 - II ZR 237/93, ZIP 1994, 1690, 1692).
Der jetzige Fall liegt in diesem Punkt anders als der durch das Urteil vom 19. September 1994 (aaO.) entschiedene, in dem die dortigen Beklagten die Architektenverträge mit den jeweiligen Bauherren selbst abgeschlossen hatten.
b) Aus diesem Grunde hat der Bundesgerichtshof in mehreren Entscheidungen die Zulässigkeit von Berufungen nicht an unvollständigen oder fehlerhaften Bezeichnungen des erstinstanzlichen Gerichts oder der Parteien des Berufungsverfahrens scheitern lassen, wenn diese Mängel in Anbetracht der jeweiligen Umstände letztlich keine vernünftigen Zweifel an dem wirklich Gewollten aufkommen ließen (vgl. Urteil vom 27. Juni 1956 - IV ZR 3/56 - LM § 518 ZPO Nr. 4 und Beschlüsse vom 22. September 1977 - VII ZB 5/77 - VersR 1977, 1100 mit Anmerkung Späth sowie vom 16. März 1989 - VII ZB 24/88 - NJW 1989, 2395 f.; siehe auch Urteil vom 19. September 1994 - II ZR 237/93 - BGHR ZPO § 518 Abs. 2 - Parteibezeichnung 11 zur Berichtigung einer Parteibezeichnung in der Berufungsinstanz).
Eine solche ist unschädlich (vgl. BGH, Urteile vom 24. November 1980 - VII ZR 208/79 - NJW 1981, 1453 und vom 19. September 1994 - II ZR 237/93 - BGHR ZPO § 518 Abs. 2 Parteibezeichnung 11; Beschluß vom 28. März 1995 - X ARZ 255/95 - NJW-RR 1995, 764;… Wieczorek/Schütze/Hausmann, ZPO 3. Aufl., Vor § 50 Rn. 19, 24 a.E.).
OLG Köln, 26.08.1996 - 11 U 99/94
Übernahme des operativen Geschäfts; Einstellung der Geschäftstätigkeit; Löschung …
Nach der zutreffenden Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH WM 1994, 2016 (2018); BGHZ 62, 193 ) genügt schon die Möglichkeit zur Vernachlässigung der Interessen einer Gesellschaft für die Annahme deren Abhängigkeit im Sinne des § 17 AktG.
Wie der Bundesgerichtshof nämlich zutreffend entschieden hat (BGH WM 1994, 2016 (2019)), berührt der Anspruch nach § 43 Abs. 2 GmbH-Gesetz die konzernrechtliche Haftung des beherrschenden Unternehmers grundsätzlich nicht.
Aus diesem Grunde hat der Bundesgerichtshof in mehreren Entscheidungen die Zulässigkeit von Berufungen nicht an unvollständigen oder fehlerhaften Bezeichnungen des erstinstanzlichen Gerichts oder der Parteien des Berufungsverfahrens scheitern lassen, wenn diese Mängel in Anbetracht der jeweiligen Umstände letztlich keine vernünftigen Zweifel an dem wirklich Gewollten aufkommen ließen (Urt. v. 19.09.1994 - II ZR 237/93 - BGH R ZPO § 518 Abs. 2 - Parteibezeichnung).
In diesem Fall kann die Bezeichnung der Prozeßpartei während des Rechtsstreits ohne weiteres (BGH NJW 1994, 3288, 3289 mwN.) und nach seinem Abschluß über § 319 ZPO selbst dann berichtigt werden, wenn die unzutreffende Benennung des Beklagten nicht auf einem Irrtum des Gerichts, sondern auf einer in das Urteil übernommenen versehentlichen Falschangabe in der Klageschrift beruhte (vergl. BGH NJW 1994, 2983, 2934; Senat, OLGR Düsseldorf 1995, 203 mwN.); die Grenze jeder Auslegung und Berichtigung ist erst dann erreicht, wenn die Identität der Partei nicht mehr gewahrt bliebe, also - gleichsam im Wege eines nachträglichen "Parteiwechsels" - anstelle der bisherigen eine neue Partei in das Prozeßrechtsverhältnis eingeführt wurde (…Senat aaO).
In diesem Fall kann die Bezeichnung der Prozeßpartei wahrend des Rechtsstreits ohne weiteres (BGH NJW 1994, 3288, 3289 mwN.) und nach seinem Abschluß über § 319 ZPO selbst dann berichtigt werden, wenn die unzutreffende Benennung des Beklagten nicht auf einem Irrtum des Gerichts, sondern auf einer in das Urteil übernommenen versehentlichen Falschangabe in der Klageschrift beruhte (vergl. BGH NJW 1994, 2983, 2934; Senat, OLGR Düsseldorf 1995, 203 mwN.); die Grenze jeder Auslegung und Berichtigung ist erst dann erreicht, wenn die Identität der Partei nicht mehr gewahrt bliebe, also - gleichsam im Wege eines nachträglichen "Parteiwechsels" - anstelle der bisherigen eine neue Partei in das Prozeßrechtsverhältnis eingeführt wurde (…Senat aaO.).
LAG München, 27.02.2009 - 9 TaBV 86/08
Diese können sich aus vertraglichen oder organisatorischen Bindungen, aber auch aus rechtlichen und tatsächlichen Umständen sonstiger Art ergeben (BAG NJW 2005, 649; BGH NJW 1994, 3288; NJW 1974, 855).
VG Münster, 16.05.2012 - 6 K 2769/10
Berücksichtigung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse in den …
VG Würzburg, 12.03.2015 - W 3 K 14.444
BAföG-Rückforderung; Depoteinlagen; angebliche Unkenntnis des Klägers; …
VG Würzburg, 15.06.2016 - W 3 K 15.139
Rückforderung von Ausbildungsförderung wegen nicht angegebener Mittel aus einem …