Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20BvR%2047/84
Timestamp: 2019-11-19 12:33:38
Document Index: 154343551

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', '§ 140', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art 7']

BVerfG, 25.02.1987 - 1 BvR 47/84 - dejure.org
BVerfG, 25.02.1987 - 1 BvR 47/84
https://dejure.org/1987,941
BVerfG, 25.02.1987 - 1 BvR 47/84 (https://dejure.org/1987,941)
BVerfG, Entscheidung vom 25.02.1987 - 1 BvR 47/84 (https://dejure.org/1987,941)
BVerfG, Entscheidung vom 25. Februar 1987 - 1 BvR 47/84 (https://dejure.org/1987,941)
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Religionsunterricht - Teilnahme am Religionsunterricht eines anderen Bekenntnisses
GG Art. 7 Abs. 3 S. 2
Verfassungsrechtliche Grenzen des Elternrechts bei der Entscheidung über die Teilnahme von Schülern eines anderen Bekenntnisses am Religionsunterricht
Religionsunterricht - Teilnehmen - Andere Religion
VG Koblenz, 05.07.1978 - 7 K 90/78
OVG Rheinland-Pfalz, 18.06.1980 - 2 A 80/78
BVerwG, 22.10.1981 - 7 B 175.80
BVerfGE 74, 244
NJW 1987, 1873
NJW 1987, 873
NVwZ 1987, 676 (Ls.)
DVBl 1987, 619
DÖV 1987, 687
BVerwG, 23.02.2005 - 6 C 2.04
Rechtsanspruch der Religionsgemeinschaften auf Einführung von …
Dafür, wie dies zu geschehen hat, sind grundsätzlich die Vorstellungen der Religionsgemeinschaften über Inhalt und Ziel der Lehrveranstaltung maßgeblich (vgl. BVerfG, Beschluss vom 25. Februar 1987 - 1 BvR 47/84 - BVerfGE 74, 244, 252).
Sein Pflichtfachcharakter entfällt nicht dadurch, dass Art. 7 Abs. 2 GG ein Recht zur Anmeldung einräumt; die Befreiungsmöglichkeit macht ihn nicht zum Wahlfach (vgl. BVerfG, Beschluss vom 25. Februar 1987 - 1 BvR 47/84 - BVerfGE 74, 244, 251).
OVG Nordrhein-Westfalen, 02.12.2003 - 19 A 997/02
Der Senat lässt offen, ob diese verfassungsrechtliche Rechtsgrundlage ihrer abstrakten Rechtsnatur nach Religionsgemeinschaften ein subjektiv-öffentliches Recht auf Einführung von Religionsunterricht vermittelt, so Link, in: Listl/Pirson (Hrsg.), Handbuch des Staatskirchenrechts der Bundesrepublik Deutschland (HdbStKR), 2. Aufl., 2. Bd, S. 441; Jeand´Heur/Korioth, Staatskirchenrecht, Rdn. 311; Hemmrich, in: von Münch/Kunig (Hrsg.), GG, 5. Aufl., Art. 7 Rdn. 23; Gröschner, in: Dreier (Hrsg.), GG, Art. 7 Rdn. 83; Robbers, in: von Mangoldt/Klein/Starck, GG, 4. Aufl., Art. 7 Rdn. 122 f.; de Wall, Das Grundrecht auf Religionsunterricht: Zur Zulässigkeit der Verfassungsbeschwerden gegen das Brandenburgische Schulgesetz, NVwZ 1997, 465 f.; Langenfeld, Integration und kulturelle Identität zugewanderter Minderheiten: Eine Herausforderung für das deutsche Schulwesen - Einführung in einige grundrechtliche Fragestellungen, AöR 123 (1998), 375 (386 f.); Mückl, Staatskirchenrechtliche Regelungen zum Religionsunterricht, AöR 122, 514 (520 f.); Heimann, Alternative Organisationsformen islamischen Religionsunterrichts, DÖV 2003, 238 (239); Heckel, Religionsunterricht für Muslime?, JZ 1999, 741 (749 f.); Rohe, Rechtliche Perspektiven eines islamischen Religionsunterrichts in Deutschland, ZRP 2000, 207 (208); Jochum, Islam in der staatlichen Schule, in: Religion und Weltanschauung im säkularen Staat, 2001, 100 (108 f.); Cavdar, Islamischer Religionsunterricht an deutschen Schulen, RdJB 1993, 265 (266); ferner dazu, dass Art. 7 Abs. 3 Satz 2 GG den Religionsgemeinschaften das Selbstbestimmungsrecht über Ziel und Inhalt des Religionsunterrichts gewährleistet, BVerfG, Beschluss vom 25.2.1987 - 1 BvR 47/84 -, BVerfGE 74, 244 (254), und dazu, dass Religionsgemeinschaften nur ein entsprechendes subjektives Recht eingeräumt ist, Schmitt-Kammler, in: Sachs (Hrsg.), GG, 3. Aufl., Art. 7 Rdn. 44; Hollerbach, in: Isensee/Kirchhof (Hrsg.), Handbuch des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland, § 140 Rdn. 34; Bock, Verfassungsrechtliche Probleme der Einführung islamischen Religionsunterrichts, RdJB 2001, 330 (334 f.), oder ob sie lediglich objektiv eine verfassungsrechtliche Ermächtigung oder Verpflichtung zur Einführung begründet oder nur als institutionelle Garantie zu verstehen ist.
BVerfG, Beschluss vom 25.2.1987, a.a.O., S. 251 f.
BVerfG, Beschluss vom 25.2.1987, a.a.O., S. 252 f., 254.
Ein "ausschließlich der Verkündigung und Glaubensunterweisung" dienender Unterricht entspräche jedenfalls nicht dem Erfordernis, daß es sich um "Unterricht" im Rahmen eines ordentlichen Lehrfachs zu handeln hat (vgl. BVerfGE 74, 244, 253).
Das verbleibende staatliche Aufsichtsrecht gewährleistet, daß mit dem erteilten, inhaltlich transparenten Religionsunterricht legitime Erziehungs- und Bildungsziele verfolgt werden, welche mit den eigenen staatlichen, für alle Schüler für maßgebend und richtig erachteten Erziehungs- und Bildungszielen nicht in Widerspruch stehen (vgl. BVerfGE 74, 244, 253).
Er zielt nicht auf eine überkonfessionelle vergleichende Betrachtung religiöser Lehren, ist nicht bloße Morallehre, Sittenunterricht, historisierende und relativierende Religionskunde, Religions- oder Bibelgeschichte (BVerfG, Beschluss vom 25. Februar 1987 - 1 BvR 47/84 - BVerfGE 74, 244 ; vgl. auch BVerwG, Urteile vom 6. Juli 1973 - BVerwG 7 C 36.71 - BVerwGE 42, 346 = Buchholz 421 Kultur- und Schulwesen Nr. 34 S. 14, vom 23. Februar 2000 - BVerwG 6 C 5.99 - BVerwGE 110, 326 = Buchholz 11 Art. 7 Abs. 3 GG Nr. 6 S. 5 und vom 23. Februar 2005 - BVerwG 6 C 2.04 - BVerwGE 123, 49 = Buchholz 11 Art. 7 Abs. 3 GG Nr. 7 S. 16 f.).
Zwar weist Art. 7 Abs. 3 GG den Religionsunterricht der staatlichen Unternehmerschaft zu, d.h. er entlässt ihn nicht aus der staatlichen Schulhoheit, sondern regelt ihn als Bestandteil der Unterrichtsarbeit im Rahmen der staatlichen Schulorganisation, so dass er zu den gemeinsamen Angelegenheiten von Staat und Kirche gezählt werden kann (vgl. BVerfG, Beschluss vom 25. Februar 1987 a.a.O. S. 251;… BVerwG, Urteile vom 6. Juli 1973 a.a.O. S. 347 f. bzw. S. 12 …und vom 23. Februar 2000 a.a.O. S. 333 bzw. S. 5).
Welche Handlungen im Einzelnen erfasst sind, bestimmt sich wesentlich nach der Eigendefinition der Religionsgemeinschaft; denn Teil der grundrechtlich gewährleisteten Glaubensfreiheit ist auch und gerade, dass eine staatliche Bestimmung genuin religiöser Fragen unterbleibt (vgl. BVerfGE 102, 370 [394]; s. ferner BVerfGE 12, 1 [4]; - 18, 385 [386 f.]; - 24, 236 [247 f.]; - 41, 65 [84]; - 42, 312 [332]; - 53, 366 [392 f., 401]; - 72, 278 [294]; - 74, 244 [255]; - 102, 370 [394]).
Die Erklärung des Religionsunterrichts zum ordentlichen Lehrfach in Art. 7 Abs. 3 Satz 1 GG stellt klar, dass seine Erteilung staatliche Aufgabe und Angelegenheit ist (vgl. BVerfGE 74, 244 [251]).
Die Ausrichtung an den Glaubenssätzen der jeweiligen Konfession ist von der Verfassung vorgegeben (vgl. BVerfGE 74, 244 [253]).
VG Düsseldorf, 02.11.2001 - 1 K 10519/98
Klage eines islamischen Dachverbandes auf Einführung islamischen …
VGH Hessen, 14.09.2005 - 7 UE 2223/04
Islamischer Religionsunterricht; Kooperationspartner gem GG Art 7 Abs 3
VG Düsseldorf, 18.07.2000 - 1 L 1224/00
Ausgestaltung des Rechts eines Schülers auf Erteilung von islamischem …
BVerwG, 23.08.1993 - 6 P 14.92
Beschäftigung einer kirchlichen Dienstkraft - Religionslehrer - …
VG Düsseldorf, 03.08.1979 - 1 L 602/79
LG Duisburg, 16.06.2004 - 7 T 139/04
Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens bei gleichzeitiger Verhängung der …
VGH Bayern, 21.12.1989 - 7 CE 89.3102
OVG Berlin-Brandenburg, 22.11.2018 - 3 B 16.18
Schülerbeförderung; Fahrtkostenerstattung; Satzung; nächsterreichbare Schule; …
VG Würzburg, 06.08.2008 - W 1 E 08.1769
VGH Bayern, 06.07.1995 - 7 CE 95.1686
VerfG Brandenburg, 21.03.1996 - VfGBbg 17/95
VG Braunschweig, 22.05.1991 - 6 A 61071/91
VG Braunschweig, 06.08.1999 - 6 B 147/99
Ausnahmegenehmigung zum Besuch einer anderen Schule; Orientierungsstufe; …