Source: https://issuu.com/oliverhecker/docs/20140523_brosch_praktikum_a5_1405
Timestamp: 2016-12-08 00:43:51
Document Index: 360249541

Matched Legal Cases: ['§26', '§17', '§ 611', '§\u2009138', '§\u2009630', '§\u200926', '§\u200917', '§ 4']

Ratgeber Praktikum by Oliver Hecker - issuu
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Rechte und Pflichten im Praktikum, Abgrenzung zwischen
Praktikum und Arbeitsverhältnis, große Praktika-Checkliste
und unser „Leitfaden für ein faires Praktikum“
ossem Absc
udent(inn)e
für Werkst
Edeltraud Glänzer, stellvertretende Vorsitzende
Oliver Hecker, Abteilung Politische Schwerpunktgruppen
Telefon: 0511 7631-224
Telefax: 0511 7631-590
E-Mail: abt.politische-schwerpunktgruppen@igbce.de
Internet: www.igbce.de
BWH GmbH –
Die Publishing Company
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Stand der Broschüre: Mai 2014
2	Wieso sind Praktika sinnvoll? – Deine Ziele und Perspektiven	8
3	Was genau ist eigentlich ein Praktikum?	3.1	Die Rechtslage
3.2	Was ist kein Praktikum? – Abgrenzung zum/zur Arbeitnehmer(in)
3.3	Folgen des Vorliegens eines regulären Arbeitsverhältnisses
4	Deine Rechte und Pflichten	4.1	Pflichtpraktika vor und nach dem Studium
4.2	Pflichtpraktika während des Studiums
4.3	Freiwilliges Praktikum vor und nach dem Studium
4.4	Freiwilliges Praktikum während des Studiums
5	Sonderstatus Werkstudent(in)	24
6	BAföG und das Praktikum	27
7	Auslandspraktikum	28
8	Welche Elemente gehören zu einem Praktikum? – Deine Checkliste	8.1	Auswahl des Betriebes und festlegen der Ziele
8.2	Betreuung
8.3	Praktikumsplan und Absprachen
8.4	Praktikumsvertrag
8.5	Arbeitszeit und Dauer
8.6	Urlaub
8.7	Vergütung
8.8	Kündigung
8.9	Praktikumszeugnis
8.10	Nachbereitung und Praktikumsbericht
9	Wo bekomme ich Unterstützung? – Deine Ansprechpartner(innen)	37
10	(DGB-)Leitfaden für ein faires Praktikum	40
11	Bewertungsportal für Praktikumsstellen	42
12	Deine IG BCE im Studium? – 14 gute Gründe dafür!	43
Hier geht’s zur starken Gemeinschaft! – Das Beitrittsformular	3
seit vielen Jahren steigt der Anteil derjenigen, die über ein Hochschulstudium in das Erwerbsleben eintreten. Schon heute wird mehr als
ein Drittel eines jeden Geburtsjahrganges in Deutschland an Fachhochschulen und Universitäten ausgebildet. Durch diese Entwicklung
steigt zunehmend auch die Bedeutung von Praktika. Sie bilden einen
ersten wichtigen Anknüpfungspunkt beim Übergang von der Hochschule in die Arbeitswelt und bieten Akademikerinnen und Akademikern erste Chancen berufspraktische Kenntnisse, Fertigkeiten und
Diese Broschüre informiert über die unterschiedlichen Arten betrieblicher Praktika und gibt darüber hinaus Auskunft über Rechte und
Pflichten. Mithilfe einer Checkliste erläutern wir die verschiedenen
Elemente eines Praktikums und zeigen, worauf unbedingt zu achten
ist. Im Anschluss folgen weitere Tipps und Informationen sowie der
„Leitfaden für ein faires Praktikum“.
Bisherige Umfragen belegen, dass die überwiegende Zahl der Praktikantinnen und Praktikanten wenig Kontakte bzw. Kenntnisse über
die Vorteile der Arbeit von Betriebsräten und Gewerkschaften hat.
Mit dieser Veröffentlichung verdeutlichen wir, dass eine Gewerkschaftsmitgliedschaft sich gerade im Studium lohnt. Wir verfügen
über hervorragende Netzwerke in den Betrieben, regeln die Arbeitsbedingungen für Praktika und den Berufseinstieg und beraten bei der
Vertragsgestaltung. Darüber hinaus bieten wir eine Reihe weiterer
attraktiver Leistungen, die am Ende der Broschüre zu finden sind.
Ich wünsche allen Studierenden viele interessante Praktika mit wertvollen und hilfreichen Erfahrungen und alles Gute für den weiteren
Berufsweg – am besten mit einer starken IG BCE an der Seite.
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der Industriegewerkschaft Bergbau,
Informationen zur Industriepolitik
Bereits im Studium entstehen wichtige Kontakte zwischen Studierenden und
den Betrieben. Dies geschieht in verschiedenen Formen. Neben der Tätigkeit als
Werkstudent(in) oder im Rahmen einer Abschlussarbeit bildet das Praktikum hier
sicherlich die wichtigste Schnittstelle zwischen Studium und Arbeitswelt. Sie ermöglicht es, wichtige Erfahrungen zu sammeln und die für die spätere Bewerbung
nötigen Netzwerke aufzubauen.
Eine weitere Funktion liegt wahrscheinlich auch darin, die Studierenden darauf
vorzubereiten, dass viele Regeln der Hochschule im Betrieb nicht gelten und dafür eine Reihe ungeschriebener Gesetze in den Betrieben ihre Geltung entfalten,
die man für einen späteren Berufsstart besser kennen sollte. Hierauf bereitet das
Studium oft nur ungenügend vor, vielleicht auch weil viele Lehrende nur wenige
Kontakte in die Betriebe unterhalten. Auf der anderen Seite haben die beruflichen
Anforderungen oftmals auch wenig Bezug zu den Inhalten des Studiums, was es
den Studierenden zusätzlich schwer macht. Daher ist ein Praktikum letztlich immer auch eine „soziale Erfahrung“ und gerade das wird von den „Recruitern“ also
denjenigen, die bei einer späteren Bewerbung die Personalauswahl treffen auch
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Betrachtet man das Praktikum nun aus dieser Perspektive, wundert es nicht, dass
viele Umfragen bei Praktikantinnen und Praktikanten zeigen, dass die Praktikumsbegleitung an den Hochschulen häufig als nicht zufriedenstellend bewertet wird.
Dies trifft auf die Vorbereitung zur Auswahl des Praktikumsplatzes ebenso zu wie
auf die Betreuung während des Praktikums und die Nachbereitung. Die Praktikumsbegleitung der Hochschulen konzentriert sich zumeist auf die administrativen, technischen und fachlichen Fragen.
In vielen Studienordnungen sind Praktika vorgeschrieben oder müssen sogar im
Vorfeld als Vorpraktikum abgeleistet werden. Viele Studierende entscheiden sich
allerdings auch für ein freiwilliges Praktikum. Es soll dazu dienen, in ein Berufsfeld hineinzuschnuppern, die beruflichen Chancen zu verbessern oder berufliche
Kontakte zu knüpfen. Schön, wenn das alles klappt. Allerdings kann sich hinter der
Bezeichnung „Praktikum“ auch manch unangenehme Überraschung verbergen.
Diese Broschüre gibt dir Hinweise, worauf es beim Praktikum ankommt und wo­
rauf rechtlich zu achten ist. Sie soll dich dabei unterstützen, das Praktikum optimal
zu planen und zu durchlaufen.
Wenn du schon Fragen zum Praktikum hast, wende dich an den Betriebsrat oder
die Jugend- und Auszubildendenvertretung des Unternehmens oder direkt an deine IG BCE vor Ort. Außerdem kann dir das gewerkschaftliche Campus Office (CO)
oder Hochschulinformationsbüro (HiB) an deiner Hochschule weiterhelfen.
Hier findest du die Kontaktdaten der IG BCE vor Ort:
➜ www.igbce.de
Adressen und Beratungszeiten der Hochschulinformationsbüros
und Campus Offices unter:
➜ www.dgb-jugend.de/studium/beratung_vor_ort
2 Wieso sind Praktika sinnvoll? – Deine Ziele und Perspektiven
2	Wieso sind Praktika sinnvoll? –
Deine Ziele und Perspektiven
Zunächst sollte man sich darüber im Klaren sein, welche Motivation man hat, ein
Praktikum zu absolvieren. Erst wenn man die eigenen Ziele kennt, kann man diese
mit einem geeigneten Praktikum verbinden. Deine Ziele sind also ausschlaggebend für die Dauer und für die Entscheidung, in welcher Branche das Praktikum
am besten stattfinden soll. Demnach suchst du dir dann ein geeignetes Unternehmen, das genau den bestimmten Tätigkeitsbereich anbietet, in dem das gewünschte Praktikum absolviert werden soll.
Wenn ein Praktikum in der Studienordnung vorgeschrieben ist, stellt sich natürlich nicht die Frage nach dem Ob. Allerdings solltest du gerade hier darauf achten,
dass das Lernen im Vordergrund steht. Ein Praktikum im Grundstudium dient vor
allem als erster Einblick in die betrieblichen Abläufe. Im Hauptstudium sollte ein
Praktikum darauf abzielen, das im Studium Erlernte anzuwenden und die eigenen
Studienschwerpunkte zu überprüfen.
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Ein freiwilliges Praktikum während des Studiums dient in erster Linie der beruf­
lichen Orientierung und Vertiefung von Kenntnissen. Solch ein Praktikum ist sinnvoll, wenn du dir noch nicht
sicher bist, welchen Beruf du
ergreifen willst, oder dir bestimmte Kompetenzen während eines Praktikums aneignen möchtest.
Es gibt demnach viele und vor
allem unterschiedliche Ansichten, warum es sinnvoll sein
kann, ein Praktikum zu absolvieren. Die unten aufgeführten Gründe zeigen dir, wieso
es gerade als Student(in) wichtig und vor allem nützlich sein
kann, sich für ein Praktikum zu
Austesten von Berufsperspektiven
Viele haben bereits während ihres Studiums erste Vorstellungen über ihre mög­
lichen beruflichen Perspektiven. Diese können sich auf verschiedene Arbeitstätigkeiten (wie z. B. Forschung und Entwicklung, Marketing und Management usw.),
auf unterschiedliche Branchen (Dienstleistungen, Chemieindustrie oder Behörden
u. v. a.) oder auf Betriebsgrößen (Klein-, Mittel- oder Großunternehmen) beziehen.
Mit der Wahl eines Praktikumsbetriebes kann eine berufliche Perspektive intensiv
oder auch mehrere Perspektiven in kürzeren Praktika ausgetestet werden. Hierbei
sollten deine eigenen beruflichen Perspektiven überprüft und weiterentwickelt
Vervollständigung der Ausbildung
Praktika als Pflichtbestandteil der Hochschulausbildung sollen diese primär eben
auch vervollständigen oder sekundär sogar erweitern. Entweder dadurch, dass du
einen möglichen späteren Arbeitsbereich erkundest, um die dort notwendigen
Kompetenzen kennenzulernen und daraus Schlussfolgerungen für deinen eigenen
weiteren Hochschulausbildungsweg zu ziehen. Oder aber dadurch, dass du mit der
praktischen Erfahrung in einem Unternehmensbereich dein an der Hochschule bereits erworbenes theoretisches Wissen erweitern kannst und darüber die Aneignung weiterer theoretisch-wissenschaftlicher Kenntnisse vorbereitest.
Erstellen von Studien- oder Abschlussarbeiten
Eine weitere Motivation kann darin bestehen, während des Hauptstudiums ein
Praktikum anzutreten, um deine Studien- bzw. Abschlussarbeit oder zumeist große Teile davon zu erstellen. So kannst du sicherstellen, dass deine Arbeit ein richtiges praxis- bzw. unternehmensrelevantes Thema behandelt. Hierbei kann es sein,
dass sich damit auch die Perspektive auf eine Anstellung im betreffenden Unternehmen für dich eröffnet.
Kennenlernen potenzieller Arbeitgeber(innen) und Jobeinstieg
Befragungsergebnisse zeigen, dass relativ viele Studierende später meist beabsichtigen, in einer recht kleinen Gruppe von bestimmten Unternehmen eine Anstellung zu finden. Diese setzt sich überwiegend aus den großen und meist bekanntesten Unternehmen in Deutschland zusammen. Daher ist es sinnvoll, wenn
man sich für eine berufliche Perspektive entschieden hat, diese mit konkreten
Unternehmen zu verbinden und das Praktikum so zum näheren Kennenlernen
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des Unternehmens selbst zu nutzen.
Hierbei kannst du testen, ob es sich
wirklich um einen adäquaten Arbeitgeber handelt, ferner einen Einblick in
das Unternehmen erhalten und deine
ersten Kontakte knüpfen.
Doch zu viel des Guten ist auch nicht
von Vorteil! Die schwierige Situation
auf dem Arbeitsmarkt verleitet immer mehr Absolventinnen und Absolventen, freiwillige Praktika nach
dem Studium aufzunehmen, in der
Hoffnung, dadurch möglicherweise den Berufseinstieg zu schaffen. Das widerspricht allerdings dem Zweck eines
Praktikums, das ja dem Lernen dienen soll und keine unbezahlte Probezeit ist. Wer
einen Hochschulabschluss hat, ist fertig ausgebildet. Dass du nicht auf jeden Arbeitsbereich gleich gut vorbereitet bist, ist normal – niemand ist das. Aber du bist
in der Lage, dich einzuarbeiten (dafür gibt’s ja auch die gesetzliche Probezeit bei
regulären Arbeitsverhältnissen). Nach dem Studienabschluss solltest du darum
am besten kein Praktikum mehr aufnehmen. Trainee-Programme oder bezahlte
Arbeitsverhältnisse sind der bessere Weg.
Solltest du trotzdem nicht drum herumkommen, lohnt es sich, das Praktikum als
Mitglied der IG BCE gleichzeitig rechtlich von uns prüfen zu lassen. So kannst du,
wenn es kein Praktikum im Sinne des Gesetzes ist, das normale Entgelt und wichtige andere Arbeitsbedingungen für die Tätigkeit einfordern und notfalls einklagen.
Den Anspruch auf das Tarifentgelt haben jedoch nur Gewerkschaftsmitglieder.
Der Beitritt lohnt sich also nicht nur, um für eine zukünftige Klage Rechtsschutz
zu genießen, sondern ist erforderlich, um Anspruch auf Leistungen aus dem Tarifvertrag zu erlangen. Wer bereits Gewerkschaftsmitglied ist, besitzt automatisch
Rechtsschutz, d. h., die Gewerkschaft klagt und trägt auch dann die Kosten des
Arbeitsrechtsstreits, natürlich auch wenn die Klage erfolglos bleibt. Das machen
wir für unsere Mitglieder selbstverständlich im Rahmen des in der Mitgliedschaft
enthaltenen Rechtsschutzes für das Arbeits- und Sozialrecht ohne weitere Kosten.
Du kannst deine Ansprüche auch noch rückwirkend geltend machen, falls der Arbeitgeber dich anschließend nicht übernimmt. Hier sind allerdings eventuell vereinbarte Ausschlussfristen zu beachten, die erfordern, dass man seinen Anspruch
innerhalb einer bestimmten Zeit geltend machen muss. Diese sind unterhalb von
drei Monaten im Allgemeinen nicht gültig, sodass in der Regel zumindest drei
Monatsentgelte herausgeholt werden können. Jedoch gilt es auch hier, der IG BCE
möglichst früh, am besten schon am ersten Tag des (Schein-)Praktikums beizutreten, da nur für die Zeit der Mitgliedschaft Ansprüche aus dem Tarifvertrag geltend
Oftmals ist das natürlich leichter gesagt als getan. Der generelle Tipp lautet: Wählst
du deinen Berufseinstieg über ein Praktikum, dann beschränke dich nach dem Studium auf maximal zwei Praktika. Mehr Praktika können den Eindruck erwecken,
dass du dir nichts zutraust – das ist kein Pluspunkt bei Bewerbungen. Zudem vernichten Absolvent(inn)enpraktika oft (d)einen regulären Arbeitsplatz, wenn nämlich Praktikant(inn)en wie ordentliche Mitarbeiter(innen) eingesetzt werden. Manche Arbeitgeber(innen) locken systematisch Absolventinnen und Absolventen mit
der Aussicht auf eine Festanstellung im Anschluss, stellen dann aber – entgegen
ihrer Aussage – nach Ende des Praktikums gleich die nächste Praktikantin bzw. den
nächsten Praktikanten ein. Ein Hinweis darauf kann z. B. sein, dass ein kleines Unternehmen unverhältnismäßig viele Praktikumsstellen ausschreibt. Wenn du Berufserfahrung sammeln und Kontakte knüpfen möchtest, ist ein Aushilfsjob dafür
ebenso geeignet wie ein Praktikum. Solche Jobs sind zwar nicht immer reich gesät,
aber wer vor allem auf das Einkommen angewiesen ist, zieht einen weniger interessanten, aber fair entlohnten Job jedem schlecht bezahlten Praktikum vor. In
jedem Fall (Praktikum oder Job) lohnt sich offensiv-höfliches Verhandeln: Wenn du
auf einer angemessen bzw. besseren Bezahlung bestehst und auf deine Qualifikationen hinweist, demonstrierst du Selbstbewusstsein und stellst den Wert deiner
Arbeit heraus.
Ganz wichtig: Was anfangs sinnvoll und vielversprechend schien, kann sich in der
Bewertung nach den ersten Wochen als Desaster herausstellen. Besonders dann,
wenn die Praktikumsgeberin/der Praktikumsgeber sich nicht an Vereinbarungen
hält, du keinen Lerneffekt erkennst oder dich ausgenutzt fühlst, ist es Zeit, sich zu
fragen: Ist dieses Praktikum sinnvoll? Sprich mit der Chefin/dem Chef über deine
Erwartungen und Ansprüche und scheue dich nicht, notfalls die Konsequenzen zu
ziehen – ein abgebrochenes Praktikum ist besser als Wochen und Monate ergebnisloser Quälerei.
3 Was genau ist eigentlich ein Praktikum?
3	Was genau ist eigentlich ein
3.1	Die Rechtslage
Für das Praktikum an sich gibt es keine verbindliche gesetzliche Definition. Weder
im Arbeitsrecht noch in der Sozialversicherung ist das Praktikum eine eigenständige Beschäftigungsform. Definiert wurde das Praktikum daher erst durch die Rechtsprechung. Ein Praktikum ist immer Teil einer Ausbildung und muss auch selbst
Ausbildungscharakter haben. Nur wenn das Lernen im Vordergrund steht und der
Ausbildungscharakter erkennbar ist, liegt ein Praktikum vor. Darum gilt: Das Praktikum soll fachliche Kenntnisse vermitteln und der beruflichen Orientierung dienen.
Es hilft, betriebliche Abläufe kennenzulernen und eine Vorstellung von der Arbeit
in einer Branche zu bekommen. Dafür sollen Praktikantinnen und Praktikanten
nicht in die tägliche Verrichtung der Arbeit eingeplant sein, sondern zusätzlich im
Betrieb „mitlaufen“.
Nach der Rechtsprechung qualifiziert sich ein Arbeitsverhältnis nicht nach der Bezeichnung, sondern nach dem Inhalt 1. Das Bundesarbeitsgericht stellte folgende
Kriterien für das Praktikum auf 2:
•	Praktikant(inn)en sind in der Regel vorübergehend praktisch im Betrieb tätig.
•	Der Ausbildungszweck steht im Vordergrund.
•	Das Praktikum dient der Aneignung von notwendigen praktischen Kenntnissen und Erfahrungen zur Vorbereitung auf einen meist akademischen Beruf.
•	Es findet keine systematische Berufsausbildung statt, vielmehr wird eine auf
dem Praktikum beruhende Tätigkeit häufig Teil einer Gesamtausbildung sein
und beispielsweise für die Zulassung zu Studium oder Beruf benötigt.
Gehört das Praktikum (vorausgesetzt, es ist tatsächlich ein Praktikum) nicht zum
Studium, gelten die Regeln des §26 Berufsbildungsgesetz (BBiG). Der Paragraf erfasst Praktikant(inn)en, die bestimmte betriebliche Tätigkeiten im Rahmen einer
„Gesamtausbildung im Sinne einer persönlichen Entwicklungsmaßnahme“ (also
keiner Berufsausbildung) ausüben. Diese Praktikant(inn)en können die im BBiG
festgeschriebenen Rechte auf Vergütung, Urlaub oder Zeugnis für sich in Anspruch
nehmen. Ausgeschlossen vom BBiG sind Schüler(innen) im Schüler(innen)prakti1	2	12
Urteil des Arbeitsgerichts Berlin vom 8. Januar 2003 (AZ 36 Ca 19390/02)
Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 13. März 2003 (6 AZR 564/01)
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kum und Studierende, die im Rahmen ihres Studiums eine in der Studienordnung vorgeschriebene Praxisstation (Pflichtpraktikum) in einem
Betrieb absolvieren, da diese den Schul- und
Hochschulgesetzen der Länder unterliegen 3.
Sie haben demnach keinen arbeitsrechtlichen
Anspruch auf Vergütung, Urlaub oder Entgeltfortzahlung. Die gesetzlichen Regelungen zur
Wochenarbeitszeit oder zum Arbeitsschutz
hingegen gelten gleichwohl auch für sie.
3.2	Was ist kein Praktikum? –
Abgrenzung zum/zur Arbeitnehmer(in)
Nur weil auf einem Vertrag Praktikum steht, muss es sich nicht um ein Praktikum
handeln. Wenn während des Praktikums der Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten nicht im Vordergrund steht, handelt es sich wahrscheinlich nicht um ein
Praktikum. Ein guter Hinweis hierfür ist die Eingliederung in die Arbeitsorganisation und die Übertragung von Aufgaben, die du eigenverantwortlich durchführen
sollst. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein(e) Praktikant(in) eine ansonsten erforderliche Arbeitskraft ersetzt, ohne vorrangig Ausbildungsinteressen zu
verfolgen. In diesem Fall handelt es sich eindeutig um ein Scheinpraktikum und
damit um ein Arbeitsverhältnis.
Arbeitnehmer(innen) sind aufgrund eines privatrechtlichen Vertrages weisungsgebunden und in persönlicher Abhängigkeit zur Erbringung von Diensten verpflichtet. Ein Arbeitnehmer verpflichtet sich also gegenüber dem Arbeitgeber, seine
Arbeitskraft nach dessen Weisungen einzusetzen. Im Unterschied zu Praktikan­
t(inn)en werden Arbeitnehmer(innen) nicht im Interesse ihrer Ausbildung, sondern
im betrieblichen Interesse tätig. Zwar erbringen auch Praktikant(inn)en in gewissem Umfang Arbeitsleistungen, doch muss wesentlicher Inhalt und Schwerpunkt
des Vertragsverhältnisses die Ausbildung für eine spätere qualifizierte Tätigkeit sein.
Ein Praktikumsverhältnis und damit kein Arbeitsverhältnis liegt demnach nur
dann vor, wenn der Lernzweck gegenüber der Pflicht zur Erbringung von Arbeitsleistung überwiegt. Wenn während der Beschäftigung der Erwerb von Fachkenntnissen und -fertigkeiten nicht im Vordergrund steht, handelt es sich damit sehr
wahrscheinlich nicht um ein Praktikum.
3	Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 19. Juni 1974 und vom 8. Mai 1990
3.3	Folgen des Vorliegens eines regulären
Nun könnte man fragen, warum die Frage, ob es sich um ein Arbeitsverhältnis oder
ein Praktikum handelt, so wichtig ist. Wenn man sich jedoch vor Augen führt, dass
es bei dieser Frage schlussendlich darum geht, ob die Leistung, die man erbringt,
auch zu vergüten ist, erübrigt sie sich schnell.
Das heißt beispielsweise, dass durch die Mitgliedschaft in der Gewerkschaft ein
Anspruch auf die für diesen Arbeitsplatz zu zahlende Vergütung entsteht. Dies gilt
gemäß Tarifvertragsgesetz ab dem Moment des Beitritts, in dem die sogenannte
originäre Tarifbindung entsteht. Voraussetzung ist natürlich, dass es einen Tarifvertrag für das Unternehmen gibt. Aber auch ohne Tarifvertrag kann eine Chance auf eine reguläre Vergütung bestehen. Dies wäre der Fall, wenn „Lohnwucher“
vorliegen würde. Die Folge wäre der Anspruch auf den sogenannten ortsüblichen
Lohn – also den Lohn, der für die erbrachte Arbeit üblicherweise gezahlt wird. Lohnwucher liegt dann vor, wenn die Vergütung in einem deutlichen Missverhältnis zur
Arbeitsleistung steht.
Neben der Frage der Vergütung geht es dann auch um Fragen der sonstigen Arbeitsbedingungen, welche für Arbeitnehmer(innen) in Tarifverträgen und Gesetzen klar geregelt sind. Hierunter fallen beispielsweise die Arbeitszeit, der Urlaub,
die Kündigungsfristen, eventuelle Altersvorsorgeleistungen und viele andere Regelungen.
Alle Tarifverträge unserer Branchen im Wortlaut findest du im
Mitgliederbereich auf ➜ www.igbce.de in der Kategorie Tarife.
Darüber, ob dein Praktikum nicht tatsächlich ein tarifgebundenes Arbeitsverhältnis ist oder es den Tatbestand des Lohnwuchers erfüllt und eine Klage Erfolg verspricht, solltest du dich fachkundig von deiner IG BCE beraten lassen. Wir sprechen
mit dir über deine Rechte und die Aussicht auf Erfolg der Klage. Du entscheidest
dann, ob es bei einem vertraulichen Beratungsgespräch bleibt oder du klagen
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Bevor du Entgelt oder andere Tarifrechte einklagst, solltest du jedoch unbedingt
überlegen, ob für dich die reelle Möglichkeit besteht, nach dem Praktikum eine reguläre Arbeitsstelle mit angemessener Bezahlung in dem Unternehmen zu besetzen und ob du gerne dort arbeiten würdest. Selbstverständlich dürfen dir aus der
zulässigen Rechtsausübung gemäß Paragraf 612 a BGB keine Nachteile entstehen.
Doch wir wissen leider auch aus der Praxis, dass dieser Zusammenhang manchmal
schwer zu beweisen ist. Solltest du aber nicht übernommen werden (wollen), so
empfiehlt es sich dringend, auch Schritte einzuleiten. In jedem Falle ist es jedoch
von Vorteil, seine Rechte genau zu kennen und in der kommenden Gehaltsverhandlung darauf hinzuweisen, dass man während des Praktikums ja auch auf die
einem zustehende Vergütung verzichtet hat.
Insgesamt ist zu sagen, dass nach unserer Erfahrung in vielen Fällen die Praktikumsvergütung manchmal auch im Nachhinein deutlich aufgebessert werden
konnte, wenn die/der Praktikantin/Praktikant ihre/seine Rechte kannte und sie
auch (nach entsprechender Beratung durch die IG BCE) geltend gemacht hat; oft
schon nach einem kurzen Gespräch zwischen Praktikant(in) und Arbeitgeber oder
direkt durch IG BCE und Betriebsrat.
4 Deine Rechte und Pflichten
4	Deine Rechte und Pflichten
Für Studierende gibt es einen Sonderstatus in der Sozialversicherung. Weil Studierende nicht automatisch ein Einkommen haben, können sie auch nicht einkommensabhängige Beiträge (also Pflichtbeiträge, deren Höhe abhängig vom
Einkommen variiert) zur Sozialversicherung leisten. Wer aber keine Beiträge zahlt,
hat auch keinen Anspruch auf Leistungen. Es besteht jedoch eine Pflicht zur Krankenversicherung in Deutschland.
Deshalb gilt auch für Studierende, die an einer anerkannten Hochschule des Inlandes immatrikuliert sind, dass sie während ihres Studiums krankenversichert sein
müssen. Infrage kommen dafür die studentische Krankenversicherung, die Famili­
enversicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse, die „freiwillige Versicherung“
oder der Abschluss eines privaten Krankenversicherungsvertrages.
In anderen Sozialversicherungszweigen besteht keine Versicherungspflicht, allerdings gewährt der Staat einen kostenlosen Unfallversicherungsschutz.
Der Studierendenstatus in der Sozialversicherung endet mit der Exmatrikula­­tion. Wer nach Absolvieren der letzten Abschlussprüfung weiterhin (also bis zum
Semesterende) immatrikuliert bleibt, kann in dieser Zeit weiter studentisch krankenversichert sein. Ausnahme: Wer arbeiten geht und sozialversicherungspflichtig
beschäftigt ist (also kein Minijob, keine kurzfristige Beschäftigung), muss nach der
letzten Prüfung aus seinem Einkommen ganz regulär Beiträge in alle Sozialversicherungszweige entrichten. Also auch in die Krankenkasse. Eine studentische
Krankenversicherung kommt dann nicht infrage.
Wer sich vom Studium beurlauben lässt und während dieser Zeit nicht arbeiten
geht, behält den Studierendenstatus in der Sozialversicherung. Eine Ausnahme
bilden die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (also kein Minijob, keine
kurzfristige Beschäftigung). Diese gelten auch während des Urlaubssemesters als
reguläre Arbeitnehmer(innen).
Im Masterstudium besteht der Studierendenstatus weiter, im Promotionsstudium
besteht er hingegen nicht. Für Studierende, die neben dem Studium arbeiten, gibt
es folgende Sonderregelungen:
4.1	Pflichtpraktika vor und nach dem Studium
Vorpraktika sind Praktika, die vor dem Studium absolviert werden, um überhaupt
studieren zu dürfen. Diese Praktika müssen ausdrücklich von der Studienordnung
gefordert werden. Nachpraktika sind Praktika, die für die Erlangung des akademischen Grades/Hochschulabschlusses zwingend vorausgesetzt werden und erst
nach erfolgreichem Besuch aller Lehrveranstaltungen etc. erbracht werden sollen.
I. Sozialversicherungspflicht
Pflichtpraktika vor und nach dem Studium haben einen besonderen Status. Wenn
ein Praktikumsentgelt gezahlt wird, müssen daraus Beiträge in alle Sozialversicherungszweige (Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) entrichtet
werden. Die Ausnahmeregelungen für kurzfristige Beschäftigungen und Minijobs
und die Sozialversicherungsfreiheit für Studierende gelten nicht. Allerdings muss
die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge allein zahlen,
wenn du höchstens 325 Euro brutto erhältst. Bei höherem Einkommen (über 365
Euro pro Monat) kann die kostenlose Mitversicherung in der Familienversicherung
der gesetzlichen Krankenkassen wegfallen.
Wird kein Praktikumsentgelt gezahlt, muss die Arbeitgeberin/der Arbeitgeber einen Mindestbeitrag zur Renten- und Arbeitslosenversicherung allein entrichten. In
der Krankenversicherung kann die kostenlose Familienversicherung weiter in Anspruch genommen werden. Wer nicht familienversichert ist, muss sich zu den Konditionen der studentischen Krankenversicherung auf eigene Kosten als Praktikantin/als Praktikant kranken- und pflegeversichern. In Sonderfällen kann bei einem
Pflichtpraktikum nach dem Studium trotz Entgeltzahlung Versicherungsfreiheit
bestehen, z. B. wenn Juristinnen und Juristen im Referendariat den Beamtenstatus
erhalten. Die Unfallversicherung für Arbeitsunfälle und Wegeunfälle muss wie bei
normalen Arbeitsverhältnissen über die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber gewährleistet werden. Das bedeutet für dich: Arbeitsunfälle sind dem Praktikumsgeber zu
melden. Bei der Auswahl des Arztes ist darauf zu achten, dass er eine Zulassung für
die Behandlung von Arbeitsunfällen hat.
Diese Praktika gelten als ganz normale Beschäftigungsverhältnisse. Die Praktikantin/Der Praktikant hat also Anspruch auf Urlaub und alle anderen allgemeinen
Rechte von Arbeitnehmer(inne)n. Wenn ein Praktikumsentgelt gezahlt wird, besteht Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Krankheit und während des Urlaubs. Die
Arbeitnehmerhaftung, also deine Haftung für Sach- und Personenschäden, die du
im Betrieb verursachst, ist im Praktikum stark eingeschränkt – wenn kein Vorsatz
vorliegt, kannst du oft nur schwer in Haftung genommen werden.
III. Weitere Einkommensgrenzen
Im Vor- und Nachpraktikum besteht in der Regel auch ein Anspruch auf Kindergeld.
Wird ein Praktikumsentgelt gezahlt, gilt dieses u. a. bei der Einkommensteuer, bei
der (Halb-)Waisenrente, beim Wohngeld und ggf. beim ALG II als Einkommen. Beachte also die dort geltenden Einkommensgrenzen. Wenn dir für das Vorpraktikum
Leistungen nach dem BAföG bewilligt wurden, wird das Praktikumsentgelt auch
hier 1:1 auf die BAföG-Zahlungen angerechnet, der Freibetrag für Einkünfte aus Erwerbsarbeit etc. gilt hier nicht. Lediglich der Pauschbetrag für Arbeitnehmer(innen)
„Sozialpauschale“ und gezahlte Steuern werden bei der Berechnung des anzurechnenden Einkommens berücksichtigt.
Die folgenden Regelungen gelten nur für die verpflichtend vorgeschriebenen
Praktika, solange sie in der Bundesrepublik Deutschland abgeleistet werden (die
Hochschule, an der du studierst, kann aber auch im Ausland liegen). Dazu gehören
auch praktische Ausbildungseinheiten, die laut Studienordnung Teil des Studiums
sind, z. B. das Praktische Jahr bei Medizinstudierenden. Sind in der Studienordnung
acht Wochen vorgeschrieben, dein Praktikum dauert aber zehn Wochen, gelten die
Regeln nur für die ersten acht Wochen. Für die übrigen zwei Wochen gelten die
Regeln für freiwillige Praktika während des Studiums.
Pflichtpraktika werden nicht als normale Arbeitsverhältnisse, sondern als Teil der
Ausbildung (des Studiums) behandelt. Wenn ein Praktikumsentgelt – gleich welcher Höhe – gezahlt wird, müssen daraus keine Beiträge zur Sozialversicherung
entrichtet werden. Allerdings kann die kostenlose Mitversicherung in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkassen wegfallen (Einkommensgrenze 365
Euro/Monat). Während des Praktikums bist du i. d. R. beim Praktikumsgeber unfallversichert für den Fall eines Arbeits- oder Wegeunfalls. Nur wenn das Praktikum
auch organisatorisch Teil deines Studiums ist, deine Hochschule also direkte organisatorische Verantwortung für dich trägt, kommt auch eine Unfallversicherung
über die Landesunfallkasse infrage.
Informiere dich, wer die Verantwortung für dich trägt und wem gegenüber du im
Falle eines Unfalles meldepflichtig bist.
Bildquelle: © Rido/Shutterstock.com
Da diese Praktika als Teil der akademischen Ausbildung gelten, hat
die Praktikantin/der Praktikant weder Anspruch auf Urlaub noch auf
die anderen üblichen Rechte von
Arbeitnehmer(inne)n. Dennoch können auch bei einem solchen Praktikum ein Praktikumsentgelt und ein
Urlaubsanspruch ausgemacht werden. Dies ist bei Praktika von mehr als
drei Monaten empfehlenswert. Achte
aber bitte darauf, dass du trotzdem
die nach der Studienordnung notwendige Zahl an Praktikumstagen ableistest.
In besonderen Fällen kann auch die Frage, ob Bereitschaftsdienste als geleistete
Praktikumsstunden bescheinigt werden, strittig sein. Hintergrund: Im Arbeitsrecht
zählen Bereitschaftsdienste nicht zwingend zur engeren Definition von Arbeitszeit.
Hier liegt es an der Hochschule (also an der Praktikumsordnung), was anerkannt
wird und was nicht. Der Praktikumsgeber sollte jedenfalls auch diese Zeit bescheinigen, z. B. so: „720 Stunden Nachtdienst, davon 250 Stunden Bereitschaftsdienst
und 470 Stunden Arbeitszeit“.
Wenn ein Praktikumsentgelt gezahlt wird, sollte die Weiterzahlung bei Krankheit
oder Urlaub auch explizit vereinbart werden. Allerdings müssen viele Schutzregeln für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch auf dich angewandt werden
(Grenzen der Arbeitszeit, Anspruch auf Pausen und Ruhetage und anderes mehr).
Die Arbeitnehmerhaftung, also deine Haftung für Sach- und Personenschäden, die
du im Betrieb verursachst, ist im Praktikum stark eingeschränkt – wenn kein Vorsatz vorliegt, kannst du oft nur schwer in Haftung genommen werden.
Wenn ein Praktikumsentgelt gezahlt wird, gilt dieses u. a. bei der Einkommensteuer und bei der (Halb-)Waisenrente und evtl. beim Wohngeld als Einkommen. Beachte also die dort geltenden Einkommensgrenzen. Wenn du BAföG beziehst, wird
das Praktikumsentgelt 1:1 auf die BAföG-Zahlungen angerechnet; der Freibetrag
für Einkünfte aus Erwerbsarbeit etc. gilt hier nicht. Lediglich der Pauschbetrag für
Arbeitnehmer(innen) „Sozialpauschale“ und gezahlte Steuern werden bei der Berechnung des anzurechnenden Einkommens berücksichtigt.
Diese Praktika werden wie normale Arbeitsverhältnisse behandelt. Wenn ein Praktikumsentgelt gezahlt wird, müssen daraus Beiträge in alle Sozialversicherungszweige (Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) entrichtet werden.
Es gelten die Ausnahmeregelungen für kurzfristige Beschäftigungen und Minijobs sowie die Midijobregeln (dazu weitere Infos unter ➜ www.dgb-jugend.de/
studium/jobben/jobarten). Außerdem kann die kostenlose Mitversicherung in der
Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkassen wegfallen (Einkommensgrenze mit Minijob: 450 Euro/Monat). Die Unfallversicherung für Arbeitsunfälle
und Wegeunfälle muss wie bei normalen Arbeitsverhältnissen über den Arbeitgeber gewährleistet werden.
Diese Praktika werden wie ganz normale Beschäftigungsverhältnisse behandelt.
Die Praktikantin/Der Praktikant hat also Anspruch auf Urlaub und alle anderen allgemeinen Rechte von Arbeitnehmer(inne)n. Wenn ein Praktikumsentgelt gezahlt
wird, besteht Anspruch auf Lohnfortzahlung bei Krankheit und während des Urlaubs. Die Arbeitnehmerhaftung, also deine Haftung für Sach- und Personenschäden, die du im Betrieb verursachst, ist im Praktikum stark eingeschränkt – wenn
kein Vorsatz vorliegt, kannst du oft nur schwer in Haftung genommen werden.
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Im freiwilligen Praktikum jenseits des Studiums kann ein Kindergeldanspruch bestehen, sofern Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen vermittelt werden, die als
Grundlagen für die Ausübung des angestrebten Berufs geeignet sind (und es sich
nicht lediglich um ein gering bezahltes Arbeitsverhältnis handelt). Davon geht die
Familienkasse dann aus, wenn dem
Praktikum ein detaillierter Ausbildungsplan zugrunde liegt, der
darauf zielt, unter fachkundiger
Anleitung diese Kenntnisse und
Fähigkeiten zu vermitteln. Wird
ein Praktikumsentgelt gezahlt, gilt
dieses u. a. bei der Einkommensteuer, bei der (Halb-)Waisenrente,
beim Wohngeld, beim BAföG und
beim ALG II als Einkommen. Beachte also die dort geltenden Einkommensgrenzen.
Diese Praktika werden wie normale Arbeitsverhältnisse bei Studierenden behandelt. Wenn ein Praktikumsentgelt gezahlt wird, müssen daraus Rentenversicherungsbeiträge entrichtet werden. (Es gelten die Ausnahmeregelungen für
kurzfristige Beschäftigungen und Minijobs sowie die Midijobregeln. Wird kein
Praktikumsentgelt gezahlt, muss der Arbeitgeber trotzdem eine Pauschale von ca.
25 Euro/Monat für die Rentenversicherung entrichten. Dazu weitere Infos unter:
➜ www.dgbjugend.de/studium/jobben/jobarten). Außerdem kann die kostenlose Mitversicherung in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkassen
wegfallen (Einkommensgrenze mit Minijob: 450 Euro/Monat). Wenn das Praktikum länger als zwei Monate mit mehr als 20 Stunden je Woche während der
Vorlesungszeit ausgeübt wird, fallen außerdem aus dem Praktikumsentgelt einkommensabhängige Beiträge zu allen Sozialversicherungszweigen (und nicht nur
– wie üblich – zur Rentenversicherung) an, sobald das Praktikumsentgelt brutto
450 Euro pro Monat übersteigt. Die Unfallversicherung für Arbeitsunfälle und Wegeunfälle muss wie bei normalen Arbeitsverhältnissen über den Arbeitgeber gewährleistet werden.
Diese Praktika, soweit „der Erwerb beruflicher Kenntnisse im Vordergrund steht“,
gelten als Ausbildungsverhältnisse im Sinne des Berufsbildungsgesetzes. Steht
aber das Erbringen einer Arbeitsleistung im Vordergrund, bist du also regulär in
Arbeitsabläufe eingebunden, dann gilt das Praktikum als normales studentisches
Beschäftigungsverhältnis. In beiden Fällen hat die Praktikantin/der Praktikant Anspruch auf Urlaub und alle anderen allgemeinen Rechte von Arbeitnehmer(inne)n
(auch auf ein qualifiziertes Zeugnis); das Berufsbildungsgesetz lässt lediglich beim
Kündigungsschutz Ausnahmen zu. In beiden Fällen besteht auch Anspruch auf
ein Entgelt 4 und dementsprechend auch auf Lohnfortzahlung bei Krankheit und
während des Urlaubs. Schließt an das Praktikum eine Beschäftigung beim selben
Arbeitgeber an, kann die Praktikumszeit auf die Probezeit angerechnet werden. Die
vorliegt, kannst du nur begrenzt in Haftung genommen werden.
Wird ein Praktikumsentgelt gezahlt, gilt dieses u. a. beim BAföG, bei der Einkommensteuer, bei der (Halb-)Waisenrente und beim Wohngeld als Einkommen. Beachte also die dort geltenden Einkommensgrenzen. Der Anspruch auf Kindergeldbezug kann während des Praktikums entfallen, wenn das Praktikum während
eines Urlaubssemesters absolviert und nicht der Wissenserwerb (in der Regel wird
hierfür ein Ausbildungsplan verlangt) im Vordergrund steht.
Damit du alle wichtigen Informationen über freiwillige und verpflichtende Praktika griffbereit hast, haben wir dir hier abschließend eine Übersichtstabelle zusammengestellt:
§17 Berufsbildungsgesetz (BBiG) und § 611 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Pflicht, wenn nicht
familienversichert,
AN trägt Beiträge allein
AG zahlt Fixbetrag
bis 325 Euro
Pflicht. AG trägt regulären
Beitragssatz vollständig
Pflicht. Regulärer
Beitragssatz.
AG und AN zahlen jew. 50 %.
Keine Gleitzone!
AG zahlt pauschal 13 % KV;
PV versicherungsfrei
AG zahlt pauschal 15 %
über 450 Euro
Bis 800 Euro Berechnung
nach Gleitzone
Entgelt in den
während des Studiums; Entgelt egal
über 325 Euro
5 Sonderstatus Werkstudent(in)
5	Sonderstatus Werkstudent(in)
Werkstudent(inn)enregelung oder auch 20h-Grenze heißt die Regelung, nach der
Studierende einen besonderen Status in der Sozialversicherung einnehmen. Sie
besagt, dass wer hauptsächlich studiert und nicht mehr als 20 Stunden/Woche
arbeitet, nur in die Rentenversicherung einzahlen muss.
Die Kranken- und Pflegeversicherung wird bei Studierenden sowieso abgedeckt
(siehe oben). Die Arbeitslosenversicherung fällt weg.
In bis zu 26 Wochen innerhalb der letzten zwölf Monate darf die regelmäßige
Arbeitszeit 20 Stunden überschreiten, soweit
•	es um Nacht- und Wochenendarbeit handelt (Nachtarbeit laut Arbeitszeit­
gesetz: 23:00-06:00 Uhr) oder
•	die Beschäftigung auf die vorlesungsfreie Zeit beschränkt ist oder
•	die Beschäftigung während der Vorlesungszeit auf zwei Monate beschränkt ist.
Als „Werkstudent(inn)en“ werden Studierende bezeichnet, die neben dem Studium in einer abhängigen Beschäftigung arbeiten. Dabei ist es egal, ob es sich um
einen Minijob, Midijob, eine kurzfristige Beschäftigung, eine reguläre studentische
Beschäftigung oder um ein freiwilliges Praktikum handelt. Es können auch mehrere Beschäftigungsarten miteinander kombiniert werden.
Grundlage für alle diese Regelungen sind Vereinbarungen zwischen den Sozialversicherungsträgern, in denen die Paragrafen des Sozialrechts vor allem aufgrund
der Rechtsprechung konkretisiert und ausgelegt werden. Bei Problemen mit dem
Studierendenstatus in der Sozialversicherung ist deine Krankenkasse die erste Ansprechpartnerin, da sie diese Einstufung vornimmt.
Kein Werkvertrag: Jobs für Werkstudierende sind keine Jobs mit Werkvertrag.
Werkstudierende sind abhängig Beschäftigte, also Arbeitnehmer(innen). Sie haben einen Arbeitsvertrag geschlossen (am besten schriftlich). Wer einen Werkvertrag abschließt, ist hingegen selbstständig tätig.
Immatrikulationsbescheinigung: Werkstudierende müssen regelmäßig eine
aktuelle Immatrikulationsbescheinigung (einer anerkannten Hochschule des
In- oder Auslandes) bei ihrem/ihrer Arbeitgeber(in) abgeben, der/die leitet sie an
die Krankenkasse weiter. Nur wer immatrikuliert ist, sich nicht im Urlaubssemester befindet und auch die Abschlussprüfung noch nicht hinter sich hat, gilt als
Werkstudent(in). Nicht nötig ist hingegen, dass die Arbeitstätigkeit in irgendeiner
Beziehung zum Studienfach steht.
Arbeitsrecht: Arbeitsrechtlich sind Werkstudenten i. d. R. Teilzeitbeschäftigte. Die
üblichen Regeln des Arbeitsrechtes gelten deshalb auch für Werkstudent(inn)enjobs.
Als Werkstudent(in) gilt, wer …
•	mit allen Nebenjobs eine regelmäßige Wochenarbeitszeit von insgesamt
20 Stunden nicht überschreitet.*siehe Ausnahmen
•	für die Dauer des Studiums den Umfang der vor dem Studium ausgeübten
Beschäftigung soweit reduziert, dass sie höchstens 20 Stunden je Woche ausmacht.
•	sich im Masterstudium befindet.
•	das Studium an einer anderen Hochschule fortsetzt und beim Wechsel zwischen FH und Uni wegen asynchroner Semesterzeiten (Lücke zwischen Semesterende an der alten und Semesterbeginn an der neuen Hochschule) für einige
Wochen nicht immatrikuliert ist.
•	wegen Überschreitung der Alters- oder Semestergrenze von der studentischen
Krankenversicherung ausgeschlossen ist. Sie/Er zahlt ggf. Beiträge zur freiwilligen Krankenversicherung, deren Höhe sich auch nach der des Einkommens
richtet. Der/Die Arbeitgeber(in) zahlt hier weiterhin nichts dazu.
Als Werkstudent(in) gilt nicht, wer …
•	mehr als 25 Fachsemester studiert und nicht belegt, dass das Studium weiterhin im Vordergrund steht.
•	bereits die Abschlussprüfung/letzte Prüfungsleistung des Studienfaches abgelegt hat, aber trotzdem noch immatrikuliert ist. Wenn du in einem solchen Fall
sozialversicherungspflichtig beschäftigt bist (also kein Minijob, keine kurzfristige Beschäftigung), musst du aus deinem Einkommen ganz regulär Beiträge in
alle Sozialversicherungszweige entrichten. Also auch in die Krankenkasse. Eine
studentische Krankenversicherung kommt dann nicht infrage.
•	für die Dauer des Studiums vom Arbeitgeber beurlaubt ist, aber weiterhin als
angestellt gilt und auch weiter volles Gehalt bekommt.
•	lediglich an einer Fernuniversität eingeschrieben ist und daneben arbeiten
geht – selbst wenn die 20h-Grenze nicht überschritten wird. Einzige Ausnahme
ist hier die FernUni Hagen.
•	im Teilzeitstudium studiert. Dasselbe gilt i. d. R. auch für betriebliche Weiterbildungen in berufsintegrierten und berufsbegleitenden Studiengängen und für
Fernstudiengänge an einer beliebigen ordentlichen Hochschule.
•	einen dualen Studiengang absolviert. Da das Studium hier Bestandteil eines
Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses ist, besteht Versicherungspflicht als
Arbeitnehmer(in). Bis 2011 wurden dual Studierende in praxisintegrierten dua­
len Studiengängen als Werkstudierende angesehen – seit 2012 werden alle
dua­len Studiengänge gleich behandelt.
•	sich im Promotionsstudium befindet.
•	sich im Urlaubssemester befindet. Wenn du in einem solchen Fall sozialversicherungspflichtig beschäftigt bist (also kein Minijob, keine kurzfristige Beschäftigung), musst du aus deinem Einkommen ganz regulär Beiträge in alle
Sozialversicherungszweige entrichten. Also auch in die Krankenkasse. Nach
dem Urlaubssemester kannst du aber wieder in den Studierendenstatus und
ggf. in die studentische Krankenversicherung wechseln.
•	lediglich selbstständig (also gegen Honorar oder auf Rechnung) arbeitet.
Grund: Selbstständige sind mit ihrem Einkommen nicht gleichermaßen sozialversicherungspflichtig. Anspruch auf die studentische Krankenversicherung
kann aber auch für sie bestehen, solange sie immatrikuliert sind und höchstens 18 – 20 Stunden pro Woche in der selbstständigen Tätigkeit arbeiten. Wer
abhängige Beschäftigung und Selbstständigkeit nebeneinander ausübt, muss
ebenfalls die Arbeitszeit aus beiden Bereichen zusammenrechnen und darf damit 20 Stunden/Woche nicht überschreiten.
6	BAföG und das Praktikum
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Über die Voraussetzungen und das Verfahren des Leistungsbezuges nach dem
Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) informiert in der Regel das Studentenwerk am Studienort. Das Studentenwerk ist grundsätzlich für die Beratung und
für den Vollzug des BAföG zuständig. Wer BAföG bezieht, muss damit rechnen, dass
das Einkommen aus einem Praktikum auf das BAföG angerechnet wird. Dies ist
nicht der Fall, wenn das Bruttoeinkommen im Zeitraum von zwölf Monaten 5.400
Euro (ledig, ohne Kinder) nicht überschreitet. Für den Bezug von BAföG ist daneben
von Bedeutung, dass auch die Ableistung von Praktika grundsätzlich förderungs­
fähig ist, sofern diese in den Studienordnungen zwingend vorgeschrieben sind. Der
Bezug von BAföG kommt dagegen nicht in Betracht, wenn es sich um freiwillige
Praktika handelt, die nicht in der Studienordnung vorgesehen sind und die lediglich der persönlichen beruflichen Orientierung dienen. Leider wird bei den zwingend vorgeschriebenen Praktika auch nur deren Mindestdauer gefördert. Besteht
die Möglichkeit, über die Mindestdauer hinausgehend ein längeres Praktikum in
einem Betrieb zu machen, sollte deshalb mit dem Studentenwerk Rücksprache
gehalten werden, um eine spätere unliebsame Überraschung zu vermeiden. Dem
Bezug von Kindergeld steht während der Ableistung eines Praktikums regelmäßig
7 Auslandspraktikum
7	Auslandspraktikum
Für ein Praktikum im Ausland können zusätzlich andere Gründe, wie beispielsweise das Vertiefen von Sprachkenntnissen sowie der Kontakt zu einer anderen Kultur,
sprechen. In jedem Fall deutet eine Auslandserfahrung im Lebenslauf auf Offenheit, soziale Kompetenz und Organisationsgeschick hin – Pluspunkte für spätere
Bewerbungen. Dementsprechend bieten Praktika, die im Ausland absolviert werden, neben der eigentlichen Berufserfahrung die Möglichkeit, sich interkulturelle
Kompetenzen anzueignen, ein fremdes Land lebensnah kennenzulernen und zusätzlich einen Sprachkurs zu absolvieren. Da ein Praktikum im Ausland zusätzliche
Organisation erfordert, wie beispielsweise die Bereitstellung einer Gastfamilie, einer Unterkunft, Betreuung im Praktikumsbetrieb oder Klärung bezüglich versicherungstechnischer Fragen, gibt es inzwischen zahlreiche Organisationen und Praktikumsprogramme, die betreute Praktika im Ausland anbieten. Im Regelfall fallen
für die Betreuung durch Organisationen Kosten an.
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Im Ausland gibt es sowohl bezahlte als auch unbezahlte Praktika, bei einigen Praktika werden vom Praktikumsanbieter lediglich Kost und Logis gezahlt, weitere Kosten trägt der Praktikant (z. B. Anreisekosten). In wenigen Fällen wird vom Praktikumsbetrieb außerdem eine Praktikumsgebühr erhoben.
8	Welche Elemente gehören zu einem
Praktikum? – Deine Checkliste
Weil man als Praktikant(in) nur einen begrenzten Zeitraum im Betrieb ist, unterscheidet man sich in einigen Aspekten von den meisten anderen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern: Das Aufgabenspektrum ist oft nicht klar. Demnach unterscheiden sich Praktikant(inn)en von ihren Kollegen; was für andere ganz normale und
definierte Arbeitsabläufe sind, sind für Praktikanten völlig neue Erfahrungen. Als
Praktikant will man etwas lernen und bekommt auch weniger Geld. Es gibt allerdings auch Gemeinsamkeiten mit den übrigen Kolleginnen und Kollegen, schließlich stehst du als „Auszubildende(r)“ nicht außerhalb der Gesetze.
Damit ein Praktikum erfolgreich ist und du möglichst viel lernst, solltest du zu Beginn eines Praktikums auf einige Dinge achten. Damit auch nichts vergessen wird,
findest du hier einige Punkte, auf die bei deiner Planung und in dem Ablauf selbst
geachtet werden sollte:
8.1	Auswahl des Betriebes und festlegen der Ziele
Zu wissen, was man mit dem Praktikum erreichen und welche Ziele man damit in
der jeweiligen Studienphase erfüllen will, ist nur der erste Schritt. Jetzt solltest du
vor allem noch den dazu passenden Praktikumsplatz finden. Bei der Suche nach
einem Praktikumsunternehmen sollte beachtet werden, dass diese recht unterschiedliche zeitliche Vorlaufphasen haben. Es lohnt sich deshalb, mit seiner Planung frühzeitig anzufangen, um möglichst keine Bewerbungsfristen zu verpassen.
Grundsätzlich gilt: Je früher und sorgfältig geplanter ein Praktikum, desto größer
die Chance, einen Platz im jeweiligen Wunschpraktikum zu bekommen!
Bevor du dich um einen Praktikumsplatz bewirbst, solltest du dir vorab folgende
Fragen stellen, um dir ein konkretes Bild des Wunschpraktikums zu bilden:
•	Soll das Praktikum genutzt werden, um bereits vorhandene Perspektiven auszutesten und zu konkretisieren, oder soll es eher dazu dienen, berufliche Perspektiven überhaupt erst einmal zu entwickeln?
•	Orientieren sich deine Vorstellungen über einen zukünftigen Tätigkeitsbereich
eher an den Arbeitsinhalten, an Unternehmensformen oder an anderen Aspekten?
8 Welche Elemente gehören zu einem Praktikum? – Deine Checkliste
•	Aus welchen Informationen bzw. Erfahrungen leitest du diese Vorstellungen ab?
•	Welche dieser Vorstellungen musst du noch durch eigene Erfahrungen „überprüfen“?
•	Gibt es fachliche Themen aus dem Studium, die du in der Praxis vertiefen
•	Welche zeitlichen und/oder finanziellen Ressourcen stehen für die Organisa­
tion und Durchführung des Praktikums zur Verfügung?
•	Kann im Rahmen des Praktikums die Studien- oder Abschlussarbeit erstellt
Bei der Bewerbung sollte besonders auf die Anforderungen der jeweiligen Unternehmen geachtet werden. Generell gibt es aber drei wichtige Punkte, auf die du in
deiner Bewerbung achten solltest:
•	Bewerbungsschreiben: Praktikumswunsch individuell begründen und Erwartungen formulieren
•	Tabellarischer Lebenslauf: Personalien, persönliche Verhältnisse, schulische
und berufliche Bildung, berufliche Praxis, besondere Kenntnisse (z. B. Sprachen,
Projektmanagement) und in den meisten Unternehmen noch aktuelles Passfoto
•	Vorliegende Zeugnisse und Zertifikate
Im Betrieb solltest du von Anfang an eine feste Ansprechpartnerin bzw. einen festen Ansprechpartner haben, an die/den du deine Fragen richten kannst und die/
der dich anleitet. Mit ihr/ihm solltest du zu Beginn des Praktikums absprechen,
was im Laufe der Zeit kennengelernt werden soll. Ebenfalls solltet ihr euch regelmäßig über deine Erfahrungen, Fragen, Anregungen sowie ihre/seine Sichtweisen
oder aber auch über nützliche Hinweise und Bewertungen austauschen.
Erst wenn du dir aller Anforderungen bewusst bist, die du an ein Unternehmen
bezüglich des Praktikumsplatzes stellst, beginnt die Suche. Hierfür eignet sich besonders das Internet, da es viele Portale bietet, auf denen Firmen ihre offenen Stellen meist direkt ausschreiben. Fast alle Unternehmen, die eine Homepage haben,
besitzen auch eine eigene Rubrik speziell für Jobs und Praktika, die du ebenfalls
nutzen kannst. Ansonsten bleibt immer noch der klassische Weg über Aushänge
an dem Schwarzen Brett deiner Universität oder aber das Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit.
Zu Beginn des Praktikums steht immer die Absprache zwischen dir und der Praktikumsgeberin bzw. dem Praktikumsgeber. Du solltest klar formulieren, was du
erwartest und erfragen, ob und wie die Praktikumsgeberin bzw. der Praktikumsgeber deinen Erwartungen entsprechen wird. Wenn dann beiderseits Einigkeit
besteht, ist es auch immer ratsam, alle Absprachen zu verschriftlichen. Durch das
Aufschreiben des Praktikumsplans werden deine Ausbildungsziele zum Start konkret festgelegt; dieser sollte optimalerweise Angaben zu zeitlicher Gliederung,
den wesentlichen Praktikumsinhalten sowie Angaben zu Abteilungen und Betreuungskräften enthalten. Dies ist nicht nur für dich von Vorteil, sondern auch für die
Praktikumsgeberin bzw. den Praktikumsgeber – schließlich kann sie/er später, bei
Bedarf, genauso auf den Vertrag verweisen und bei unrechtmäßiger Beschwerde
auf die Vereinbarung zurückkommen.
Bei einem Pflichtpraktikum ist besonders darauf zu achten, dass der Praktikumsplan auch tatsächlich diejenigen notwendigen Arbeitsinhalte aufweist, die auch
zu der Anerkennung des Praktikums führen!
Praktikant(inn)en sollten einen schriftlichen Praktikumsvertrag mit dem Betrieb
abschließen, was in der Mehrzahl der Fälle auch passiert. Grundsätzlich ist zwar
ein mündlicher Vertrag ebenfalls gültig, aber ein schriftlich fixierter Vertrag sichert
den Status der Praktikant(inn)en. Ebenso schafft ein schriftlicher Vertrag zwischen
Arbeitgeber und Praktikant gegenseitige Rechtssicherheit und verhindert von
vornherein potenzielle Streitpunkte. Wichtig ist im Vertrag die Formulierung „Praktikum zu Ausbildungszwecken“, um eventuell späteren möglichen Konflikten vorzubeugen; wie z. B. mit Zeitverträgen. Aber vor allem solltest du auf spezielle Regelungen in deiner Studien- und Prüfungsordnung achten!
Generell sollte ein Praktikumsvertrag mindestens folgende Angaben enthalten:
•	Name und Anschrift der Vertragsparteien
•	Beginn und Dauer des Praktikumsverhältnisses
•	Ort des Praktikums
•	Beschreibung des Praktikums
•	Höhe und Zusammensetzung der Vergütung
•	Dauer des Urlaubs
•	Einen allgemeinen Hinweis auf Tarifverträge, Betriebs- und Dienstvereinbarungen, die auf das Praktikumsverhältnis anzuwenden sind
Gerne prüfen wir deinen Praktikums­
vertrag als Mitglied auch kostenlos.
Hier findest du ein Muster für einen
➜ http://bit.ly/1ql7P2U
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Ratsam wäre es auch, im Praktikumsvertrag zu beschreiben, wie du dich im Falle
von Krankheit zu verhalten hast. Unterschiede bestehen im Zeitpunkt der Meldung von Krankheit oder im Zeitpunkt der Einreichung eines ärztlichen Attests.
So werden Konflikte aufgrund der Unklarheit von Verfahren vermieden. Ebenso
kann festgehalten werden, ob dir nach
dem Praktikum ein einfaches oder quali­
fiziertes Praktikumszeugnis ausgestellt
Bildquelle: © InesBazdar/Shutterstock.com
Wichtig für den Erfolg ist auch die Dauer des Praktikums. Je länger du in einem
Betrieb mitläufst, desto höher ist die Gefahr, dass du fest in den Betriebsablauf
integriert wirst und du nichts mehr dazulernst. Am Ende arbeitest du ganz regulär
mit, ohne allerdings eine angemessene Bezahlung zu erhalten – und hast dafür
vielleicht noch ein Semester sausen lassen oder auf einen einträglichen Nebenjob
(der sich im Lebenslauf genauso gut macht wie ein Praktikum) verzichtet. Darum
gilt besonders bei freiwilligen und Vollzeitpraktika: Spätestens nach drei Monaten
sollte Schluss sein. Dann reicht auch die vorlesungsfreie Zeit für ein Praktikum.
Während des Praktikums selbst sind die im Betrieb üblichen Arbeitszeitregelungen
einzuhalten und gelten auch für dich als Praktikant(in).
Genau wie normale Arbeitnehmer(innen) und Auszubildende haben auch
Praktikant(inn)en einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaub, darauf solltest du
ebenfalls bei Vertragsunterzeichnung achten. Die Höhe des Urlaubsanspruchs
wird aus der Dauer der Beschäftigungsdauer berechnet und entspricht dem Anteil
eines Anspruches bezogen auf ein Jahr.
Auch für Praktikant(inn)en spielt die Vergütung eine besondere Rolle, da es ihnen
während des Praktikums meist nicht möglich ist, anderen bezahlten Beschäftigungen oder Nebenjobs nachzugehen, die ihre Existenz finanziell sichern. Zwar handelt es sich bei einem Praktikum in erster Linie um ein Lernverhältnis, trotzdem
ist eine angemessene Vergütung angebracht. Denn in den meisten Fällen arbeitet
die Praktikantin bzw. der Praktikant im regulären Arbeitsalltag mit und nimmt den
Kolleginnen bzw. Kollegen einen Teil der Arbeit ab – das sollte dementsprechend
auch bezahlt werden. Leider gibt es aber bisher keine allgemeinverbindlichen Regelungen für die Vergütung von Praktika. Nur in wenigen Betrieben und einigen
Tarifverträgen ist diese klar geregelt. Dennoch solltest du dir des Wertes deiner
Arbeit bewusst sein und nicht als Bittstellerin bzw. als Bittsteller auftreten – ein
paar Euro kann fast jeder Arbeitgeber zahlen und die Summe sollte natürlich auch
im Praktikumsvertrag festgehalten werden.
Hier hast du vorab eine erste, grobe Orientierung: Während des Studiums sollte für
ein Praktikum je nach Art des Praktikums eine angemessene Aufwandsentschädigung gewährt werden.
ABER eines ist klar: Wenn sich herausstellt, dass du im Praktikum nicht überwiegend lernst, sondern wie die anderen regulär angestellten Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in den Betriebsablauf eingebunden bist, dann bist du eine normale Arbeitnehmerin bzw. ein normaler Arbeitnehmer. Du bist dann kein Praktikant/keine
Praktikantin mehr – dafür fehlt deiner Tätigkeit der Ausbildungscharakter! Für die
Frage, ob du Praktikant(in) oder normale Arbeitnehmerin/normaler Arbeitnehmer
bist, kommt es nicht darauf an, wie das Beschäftigungsverhältnis genannt wird.
Maßgeblich ist allein die tatsächliche Art und Weise der Beschäftigung und dementsprechend musst du auch bezahlt werden!
Wenn das Praktikum nicht wie gewünscht verläuft, stellt sich die Frage nach einer
vorzeitigen Beendigung des Praktikums, doch: Wie kannst du es beenden? Darfst
du kündigen? Kannst du gekündigt werden? Die rechtliche Situation sieht folgendermaßen aus: Grundsätzlich endet das Praktikum erst, wenn die vereinbarte
Praktikumszeit abgelaufen ist. Wenn es vorher beendet werden soll, gibt es drei
Bildquelle: © delux - Fotolia.com
Du schließt mit der Praktikumsgeberin/
dem Praktikumsgeber einen Vertrag, mit
dem ihr das Praktikumsverhältnis übereinstimmend beendet. Das geht auch mündlich – aber auch hier ist schriftlich besser,
ein oder zwei Sätze genügen.
Während freiwillige Praktika bei einer Kündigung wie normale Arbeitsverhältnisse
behandelt werden, bist du bei Pflichtpraktika an die Studienordnung gebunden. Die
Möglichkeit einer ordentlichen Kündigung
wirst du deshalb meist nicht vereinbaren
können. Wer ein Pflichtpraktikum beenden will, sollte dies mit dem Praktikumsamt
oder Studiensekretariat der Hochschule absprechen, damit die bis dahin absolvierte Zeit gegebenenfalls auf die Pflichten der Studienordnung angerechnet werden
3. Fristlose Kündigung:
Es liegt ein wichtiger Grund vor, der es dir oder der Praktikumsgeberin bzw. dem
Praktikumsgeber unzumutbar macht, das Praktikumsverhältnis fortzuführen. Ein
solcher Grund könnte mangelnde Vertragserfüllung durch dich oder die Praktikumsgeberin/den Praktikumsgeber sein.
Kündigt ein(e) Arbeitnehmer(in) ohne Grund fristlos, kann der Arbeitgeber Schadenersatz verlangen, weil die Arbeit ja liegen geblieben und dadurch ein Schaden
entstanden ist, solange er jemanden Neues gesucht hat. Im Gegensatz zu einem/
einer Arbeitnehmer(in) schuldet ein(e) Praktikant(in) dem Unternehmen aber keine Arbeitsleistung. Wenn er/sie fristlos kündigt, entsteht daher meist auch kein
vergleichbarer Schaden – es sei denn, der Praktikumsgeber hat nachweislich einen
nennenswerten Aufwand für die inhaltliche Ausgestaltung des Praktikumsverhältnisses betrieben. Gerade wenn ein Praktikum sehr schlecht betreut wird und
der Lerncharakter fehlt, ist eine fristlose Kündigung deshalb ohne Risiko für dich.
Sicherheitshalber solltest du dich aber in jedem Fall noch mal vom gewerkschaft­
lichen Rechtsschutz – der kostenlos in deiner Gewerkschaftsmitgliedschaft enthalten ist – beraten lassen.
Am Ende des Praktikums sollte man ein schriftliches Zeugnis bekommen, in dem
mindestens die Dauer und der Inhalt des Praktikums beschrieben sind. Deshalb
hat jede Praktikantin/jeder Praktikant Anspruch auf ein Zeugnis, das mindestens
die Art der Tätigkeit, deren Beginn und die Dauer enthält. Du kannst auch ein qualifiziertes Zeugnis verlangen, in dem zusätzlich deine Leistung und Führung während des Praktikums bewertet werden. Das Zeugnis sollte zeitnah zum Praktikum
ausgestellt und am besten von der/dem Vorgesetzten unterschrieben werden. Es
sollte die Lern- und Tätigkeitsschwerpunkte während des Praktikums aufführen
und eine mindestens wohlwollende Bewertung der Praktikantin/des Praktikanten
Bei Pflichtpraktika sollte im Praktikumszeugnis bestätigt werden, dass die Anforderungen aus der Studienordnung erfüllt wurden. Hierbei ist es besonders wichtig, auf die Anforderungen der jeweiligen Studienordnung zu achten! Diese unterscheiden sich von Hochschule zu Hochschule und von Fachbereich zu Fachbereich.
Es ist in jedem Fall hilfreich, wenn du die erledigten Tätigkeiten während des Praktikums dokumentierst, um im Zweifelsfall einen Nachweis über deine Leistungen
zu haben. Wenn du mit einem Zeugnis unzufrieden oder nicht einverstanden bist,
lass dich am besten vom Betriebsrat/Personalrat oder der zuständigen Gewerkschaft beraten.
Die wichtigsten Informationen hierzu gibt es unter:
➜ www.arbeitszeugnis-info.de
Wenn das Praktikum vorbei ist, stellt sich natürlich die Frage, ob die Ansprüche daran erfüllt wurden: Wurde das Unternehmen den Erwartungen gerecht? Wurden
die eigenen Vorstellungen von einem späteren Berufs- bzw. Tätigkeitsfeld bestätigt
oder eher nicht? Um alle gewonnenen Eindrücke festzuhalten und die Erfahrungen auswerten zu können, empfiehlt es sich, einen schriftlichen Praktikumsbericht
zu erstellen. Dieser hilft dir zu prüfen, ob deine Erwartungen, die du im Vorfeld
an dein Praktikum hattest, sich in der Praxis auch bewährt haben. Außerdem ist
in den meisten Fällen eines Pflichtpraktikums das Anfertigen eines Berichtes in
der Studienordnung vorgeschrieben und zur Anerkennung des Praktikums obligatorisch. Bei der Anfertigung gilt es, die entsprechenden Vorgaben der jeweiligen
Hochschule zu beachten!
9	Wo bekomme ich Unterstützung? –
Deine Ansprechpartner(innen)
Als Praktikant(in) stehst du im Betrieb nicht alleine da. Bei Anregungen, Problemen
oder Fragen sind deine Ansprechpartner­(innen):
Der Betriebsrat vertritt die Interessen aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
des Betriebs. Damit ist er ausdrücklich für dich zuständig, wenn du ein freiwilliges
Praktikum absolvierst. Allerdings kann er auch Studierenden im Pflichtpraktikum
weiterhelfen. Der Betriebsrat ist erster Ansprechpartner bei arbeitsrechtlichen
Fragestellungen. Er weiß, ob es betriebliche Vergütungsregelungen für Praktikantinnen und Praktikanten gibt und er hilft, wenn du das Gefühl hast, dass die
Tätigkeiten während deines Praktikums weit von dem abweichen, was eigentlich
Die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) besteht in vielen Betrieben neben dem Betriebsrat. Sie vertritt die besonderen Anliegen der jugendlichen Beschäftigten bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres und der zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres. Ob die JAV oder der
Betriebsrat sich mit Praktikumsfragen besser auskennt, hängt auch von der internen Arbeitsteilung ab.
Auch wenn alles geregelt ist, läuft nicht immer alles optimal. Bei Problemen kann
der Betriebsrat oder die JAV behilflich sein. Betriebsrat und JAV sind die ersten Anlaufstellen im Betrieb, wenn es Probleme gibt. Mit ihrer Unterstützung lassen sich
z. B. Meinungsverschiedenheiten schnell klären.
9 Wo bekomme ich Unterstützung? – Deine Ansprechpartner(innen)
Deine IG BCE
Darüber hinaus hilft dir selbstverständlich deine IG BCE. Entweder direkt im nächsten Bezirksbüro oder online bzw. telefonisch.
Wir haben zusätzlich in Kooperation mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund sogenannte Campus Offices und Hochschulinformationsbüros an vielen Hochschulstandorten, die dir ebenfalls
schnell und persönlich vor Ort helfen können. Für größere, aber auch kleinere juristische Fragen steht dir auch als studentisches Mitglied der kostenlose Arbeits- und
Sozialrechtsschutz deiner IG BCE zur Verfügung.
Falls du noch Fragen hast oder bestimmte Dinge genauer wissen willst, kann dir
das gewerkschaftliche Campus Office oder dein Hochschulinformationsbüro an
deiner Universität bzw. Hochschule weiterhelfen (Adressen und Beratungszeiten
auf ➜ www.dgb-jugend.de/studium/beratung_vor_ort). Weitere nützliche Informationen findest du unter folgenden Links:
➜	www.studium.igbce.de
Aktuelle Informationen, Materialien, Ansprechpartner(innen)
und Veranstaltungen der IG BCE speziell für Studierende
➜	www.jugend.dgb.de/studium/beratung
Beratungsforum der DGB-Jugend für Fragen und
Probleme in Nebenjob und Praktikum
➜	www.jugend.dgb.de/studium
Informationen der DGB-Jugend für studentische Jobber(innen)
und Praktikant(inn)en
➜	www.gutachternetzwerk.de
Aktuelle Informationen rund um das gewerkschaftliche Gutachternetzwerk zur Gestaltung und Akkreditierung von neuen
➜	www.igbce.de
Zentrales Angebot der IG BCE
➜	www.kooperationsstellen.de
Übersicht über die Kooperationsstellen Hochschulen und
➜	www.boeckler.de
Übersicht über Tätigkeitsfelder und Forschungs­
projekte der Hans-Böckler-Stiftung
➜	www.praktikum.info und
Alles Wichtige rund ums Thema Praktikum	➜	www.planet-beruf.de/
FAQ-Praktikum.7376.0.html?&type=166
Allgemeine FAQ zum Praktikum von der Bundesagentur für
Bildquelle: © EDHAR/Shutterstock.com
10	(DGB-)Leitfaden für ein faires
Sie heißen Praktikantinnen und Praktikanten, arbeiten aber voll im Unternehmen
mit. Sie tun für den Berufseinstieg alles und landen dennoch nur in prekären Arbeitsverhältnissen. Immer mehr Absolventinnen und Absolventen stecken in
„Praktikumskarrieren“ fest und schuften als Hochqualifizierte zum Nulltarif. Um
diesen Missbrauch einzuschränken, hat die IG BCE gemeinsam mit allen anderen
Mitgliedsgewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) einen Leitfaden für ein faires Praktikum erstellt. Er soll Unternehmen, Studierenden, Absolventinnen und Absolventen als Orientierung dienen.
Praktikumsstellen sollen grundsätzlich öffentlich ausgeschrieben werden. Dazu
gehört eine konkrete schriftliche Beschreibung des Praktikumsplatzes mit Angaben zu Einsatzstelle(n), Infrastruktur und Dauer.
2. Zweck des Praktikums
Das Praktikum dient in erster Linie dem Erwerb beruflicher Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen. Das Lernen steht im Vordergrund und darf nicht von der
jeweiligen Arbeitsleistung der/des Praktikantin/Praktikanten überlagert werden.
Wenn die Arbeitsleistung gegenüber dem Erwerb beruflicher Erkenntnisse überwiegt, hat die/der Praktikant(in) Anspruch auf volles Entgelt (§ 138 II BGB).
3. Abgrenzung von Praktika und regulären Arbeitsverhältnissen
Das Praktikum ersetzt keinen regulären Arbeitsplatz. Ein Praktikum grenzt sich von
einem regulären Arbeitsverhältnis dadurch ab, dass die Praktikantin/der Praktikant
nicht in die tägliche Verrichtung der Arbeit fest eingeplant ist, sondern zusätzlich
im Betrieb mitläuft und dessen Beschäftigung nicht in erster Linie dem Erwerb
4. Vertragliche Regelungen im Rahmen eines Praktikums
Das Praktikum wird mit einem Vertragsverhältnis als „Praktikum zu Ausbildungszwecken“ geregelt. Darin sind festgeschrieben:
•	Beginn und Dauer des Praktikums
•	Höhe der Vergütung
•	Dauer der Arbeitszeit
•	Kündigungsvoraussetzungen
•	Ausbildungsplan
Die/Der Praktikantin/Praktikant wird während des Praktikums von einer Anleiterin/einem Anleiter betreut. Diese/Dieser kümmert sich um die Interessen und
Arbeitsinhalte der Praktikantin/des Praktikanten. Die/Der Praktikantin/Praktikant
erhält für die Dauer des Praktikums einen geeigneten Arbeitsplatz.
6. Zeugnis
Nach Abschluss des Praktikums erhält die Praktikantin/der Praktikant ein Zeugnis
(§ 630 „Pflicht zur Zeugniserteilung“ BGB). Hier ist darauf zu achten, dass die darin
enthaltenen Formulierungen keine negativen Auswirkungen auf zukünftige Arbeitsverhältnisse haben.
7. Vergütung von Praktika
Für freiwillige Praktika vor dem Studium oder der beruflichen Ausbildung muss
eine angemessene Vergütung zum Bestreiten des Lebensunterhalts gewährt werden (§ 26 i.V.m § 17 Absatz 1 Satz 1 Berufsbildungsgesetz). Studierenden und Auszubildenden in vollzeitschulischen Ausbildungen ist entsprechend ihrer eingebrachten Qualifikation für das Praktikum eine angemessene Vergütung zu gewähren.
Wenn keine tarifvertraglichen Regelungen greifen, soll mindestens der BAföGHöchstsatz bezahlt werden.
11 Bewertungsportal für Praktikumsstellen
8. Dauer von Praktika
Freiwillige Praktika sollten je nach Ausbildungsziel und -vielfalt höchstens drei
Monate dauern. Die zeitliche Begrenzung auf drei Monate ermöglicht es Studierenden, während der Semesterferien praktische Erfahrungen zu sammeln – ohne
ein Semester aussetzen zu müssen. Bei einer längeren Praktikumsdauer besteht
die Gefahr, dass statt des Erwerbs neuer Fähigkeiten routinierte Arbeit in den Vordergrund des Praktikums rückt und reguläre Arbeitsstellen vernichtet werden. Für
Pflichtpraktika im Rahmen von Studiengängen gilt die in den Studienordnungen
entsprechend festgesetzte Dauer von Praktika.
9. Beschäftigung von Absolvent(inn)en
Der DGB lehnt Praktika von Absolventinnen und Absolventen einer beruflichen
Ausbildung oder eines Hochschulstudiums grundsätzlich ab. Für Absolventinnen
und Absolventen sollen die Unternehmen reguläre Arbeitsverhältnisse bzw. Trainee- und Berufseinstiegsprogramme anbieten, die – wenn keine tarifvertraglichen
Regelungen greifen – mindestens mit 8,50 Euro pro Stunde vergütet werden.
11	Bewertungsportal
Wenn das Praktikum vorbei ist, stellt sich die Frage, ob die Ansprüche daran erfüllt
wurden. Ein Erfahrungsaustausch kann hier helfen – sowohl im Hinblick auf die
eigene Bewertung des Praktikums als auch für andere angehende Praktikantinnen
und Praktikanten.
Hierbei bietet dir die gewerkschaftsübergreifende Plattform zur Praktikabewertung eine Hilfestellung. Hier kannst du das Unternehmen und die Qualität deines
Praktikums bewerten und selbstverständlich auch schon im Vorfeld eines Praktikums Informationen über die Praktikumsqualität bekommen.
➜	www.jugend.dgb.de/dgb_jugend/service/
job-und-praktikaboersen/praktika-check
12	Deine IG BCE im Studium? –
14 gute Gründe dafür!
Solidarität und gemeinsames Handeln sind die Voraussetzung, um vernünftige
Konditionen für alle zu regeln. Die meisten Betriebsräte und JAVen werden von den
Gewerkschaften direkt in ihrer Arbeit unterstützt. Davon profitieren Arbeitnehmer
in den Betrieben täglich: durch feste Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen und
ausgehandelte Standards. Wer nun ein Praktikum absolviert, ist ebenfalls Arbeitnehmer in einem Ausbildungsverhältnis. Selbst wenn es nur befristet und über
einen relativ kurzen Zeitraum geht, ist die Gewerkschaft für die Vertretung der Interessen von Praktikanten da.
Damit auch du erkennst, wie wichtig es ist, sich frühzeitig einen starken Partner an
die Seite zu holen, findest du nachfolgend 14 gute Gründe, warum es sich gerade
im Studium lohnt, die IG BCE (als Partner) an der Seite zu haben:
Weil ich Tipps und Unterstützung beim Berufseinstieg bekomme.
Die IG BCE kennt sich in den Betrieben ihrer Branchen aus. Durch ihre Kontakte zu
Betriebsräten, Praktikern aus dem eigenen Beruf und Personalverantwortlichen
kann sie praktische Einblicke in das eigene Berufsfeld vermitteln. Die Infos aus der
Berufspraxis helfen bei der Orientierung auf den künftigen Job, bei der Ausgestaltung des Praktikums und dabei, sich im Arbeitsleben nicht über den Tisch ziehen
zu lassen. Hierzu bieten wir Informationen zu Einstiegsgehältern, Tarifen und Arbeitsbedingungen.
Weil ich mit der IG BCE etwas lernen kann.
Als Mitglied kannst du an den Seminaren der IG BCE kostenlos teilnehmen. Gerade im verkürzten Studium durch die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge
kommen wichtige Zusatzqualifikationen häufig zu kurz. Wir bieten spezielle Seminare, um inhaltlich über den Tellerrand hinauszuschauen, sich ganz praktisch
auf die künftige Berufstätigkeit vorzubereiten und das Studium besser bewältigen
zu können. Dazu gehören auch Trainings zu Lernstrategien und Exkursionen in die
Weil wir uns gegenseitig bereichern können.
Die Stärke der IG BCE besteht in ihrem Netzwerk: Alle steuern etwas bei und alle
können dabei etwas von anderen lernen. Auch deine Erfahrungen und Kompeten-
12 Deine IG BCE im Studium? – 14 gute Gründe dafür!
zen sind hier gefragt und können anderen weiterhelfen. Bringe sie in unser Netzwerk ein und unterstütze Mitstudierende, Kolleg(inn)en und Freundinnen/Freunde.
Weil ich an jeder Hochschule lerne, wie ich ein Unternehmen gründe, aber
Bildquelle: © racorn/Shutterstock.com
nirgends gesagt bekomme, welche Rechte ich als Arbeitnehmer(in) habe.
Für die meisten Studierenden gehört Arbeiten schon zum Studium. Schon allein
um dies zu finanzieren. Die IG BCE hat in der ganzen Bundesrepublik Bezirksbüros mit kompetenten Ansprechpartner(inne)n vor Ort. Diese bieten unseren Mitgliedern Rechtsberatung und Rechtsschutz in allen Fragen des Arbeits- und Sozialrechts. Nur wer seine Rechte kennt, kann sie auch selbstbewusst im Praktikum
oder Nebenjob vertreten. Zudem können Arbeitsverträge und Arbeitszeugnisse
professionell überprüft werden.
Darüber hinaus ist die IG BCE Teil
des bundesweiten Beratungsnetzwerkes „students at work“, das in
vielen Hochschulen bundesweit auf
dem Campus vertreten ist (➜ www.
students-at-work.de). Mit Hochschulgruppen, Hochschulinformationsbüros und Campus Offices bieten die
Gewerkschaften kompetente Informationen vor Ort.
Weil ich neben dem Studium arbeite und mithilfe der IG BCE zusätzliche
Urlaubstage und Sonderzahlungen bekommen kann.
Immer mehr Studierende sind darauf angewiesen, sich ihren Lebensunterhalt
selbst zu erwirtschaften. Wir arbeiten gemeinsam mit den Studierenden an fairen
Arbeitsbedingungen und guten Studienbedingungen, welche die Vereinbarkeit
von Studium und Job ermöglichen.
Weil ich unabhängige Informationen brauche.
Unabhängige Informationen haben ihren Preis! Damit die IG BCE in der Lage ist,
fundiert auf dem Weg von der Hochschule ins Arbeitsleben zu begleiten und zu
beraten, braucht sie Geld. Dafür sind die Mitgliedsbeiträge da. Wobei wir unseren
Beitrag nach Leistungsfähigkeit erheben. Studenten zahlen 1,02 Euro. Das heißt,
alle anderen Mitglieder der IG BCE zahlen ca. ein Prozent ihres Einkommens und
finanzieren damit einen großen Teil der Studierendenarbeit der IG BCE mit.
Weil Arbeitszeugnis und Arbeitsvertrag
meine berufliche Entwicklung prägen
und Beratung sich dabei auszahlt.
Der erste Arbeitsvertrag stellt meist die
erste große Herausforderung dar. Ist dieser
erst einmal unterschrieben, lässt sich meist
an den Bedingungen nicht mehr viel verändern. Deshalb bieten wir durch Veranstaltungen und Beratung die Möglichkeit, sich
vor der Unterzeichnung zu informieren.
Weil die Gewerkschaften mit einer eigenen Stiftung innovativen Ideen mehr
Freiraum verschaffen und ein Studium mit Stipendien ermöglichen.
Die Hans-Böckler-Stiftung bietet neben den Stipendien für Studierende die Optionen mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Kontakt zu kommen und andere Wege zu denken. Kritische Seminare und Projekte schaffen Raum
für die Erweiterung der eigenen Perspektiven. Die Böckler-Stiftung schafft Fakten
für eine faire Arbeitswelt (➜ www.boeckler.de).
Weil sich Gewerkschaften für die Verbesserung meiner Studienbedingungen
Wer studiert, will, dass die Hochschulen eine gute Lehre haben und gut ausgestattet sind. Das Studium soll studierbar, die Anforderungen „schaffbar“ sein. Wir
setzen uns gemeinsam mit Studierenden und Lehrenden für Qualität im Studium
und gute Lehr-/Lernbedingungen ein. Wir wollen, dass das Studium projektorientiert und interdisziplinär ist. Deshalb mischen wir uns in die Akkreditierung von
Studiengängen ein (➜ www.gutachternetzwerk.de). Studiengebühren lehnen wir
grundsätzlich ab, weil sie die Hürden, ein Studium zu beginnen, vergrößern und
den Zwang, neben dem Studium zu arbeiten, erhöhen.
Weil das Leben Planbarkeit braucht und Tarifverträge Sicherheit bei
Einkommen und Arbeitsbedingungen schaffen.
Wer studiert hat, muss korrekt bezahlt werden. Wir setzen uns gegen die als selbstverständlich geltende Befristung in der Wirtschaft und an den Hochschulen ein.
Mit unseren Tarifverträgen setzen wir Standards, an denen du dich orientieren
kannst. Innovative Ideen brauchen Sicherheit im Job. Wer diese Sicherheit nicht
hat, kann nicht querdenken und wirklich Neues und Nachhaltiges schaffen.
Weil gute Arbeit uns Freiräume und Beteiligungsmöglichkeiten schafft und
der Weg nach dem Studium nicht in die Leere führen darf.
Wir setzen uns für Gute Arbeit ein. Das heißt für uns:
•	Möglichkeiten zu schaffen, Gelerntes im Beruf einzubringen.
•	Neue Ideen zu entwickeln und umsetzen zu können.
•	Respektvoller Umgang im Betrieb untereinander.
•	Sinnvolle Tätigkeit in den Bereichen Nachhaltigkeit, Umwelt und Qualität.
•	Immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt zu werden und diese auch
Weil eine Gesellschaft ohne Solidarität auseinanderfällt.
Die IG BCE, als gesellschaftliche und politische Kraft, setzt sich gegen Leiharbeit,
Ausgrenzung und Rassismus in der Gesellschaft und im Betrieb ein, weil uns eine
Gesellschaft wichtig ist, in der wir fair miteinander umgehen.
Weil ich Urlaub mit der Fejo machen kann.
Fejo steht für die Freizeitheim- und Jugenderholungs GmbH und bietet dir die Möglichkeit, einen tollen Urlaub in deinen Semesterferien zu erleben. Die Fejo bietet verschiedene Jugendfreizeiten an, an denen Gewerkschaftsmitglieder zu besonders
günstigen Konditionen teilnehmen können. Mehr Infos gibt’s unter: ➜ www.fejo.de
… weil es immer ein bisschen mehr sein darf …
Sei auch i!
Du dabe
Bildquelle: © Rawpixel/Shutterstock.com
Erkunde die exklusive Vorteilswelt der Bonusagentur! Als IG-BCE-Mitglied sicherst
du dir jetzt mit der IG BCE Bonusagentur noch mehr Vorteile: Jede Menge zusätz­
licher Ideen, attraktive Angebote und Dienstleistungen. All dies ist neben den Kernleistungen der Bonus für deine Mitgliedschaft in der IG BCE (➜ www.igbce-bonus­
agentur.de/bonusagentur).
Hier geht’s zur starken Gemeinschaft! –
*Bezirks-Nr.:
*Mitgl.-Nr.:
Einverständniserklärung nach § 4 a BDSG
*Dieses wird von den Bezirken ausgefüllt.
Ich bin damit einverstanden, dass meine allgemeinen personenbezogenen Daten
einschließlich evtl. Änderungen und Ergänzungen zur Erledigung aller im Zusam­
menhang mit der Mitgliedschaft stehenden Aufgaben zur Mitgliederverwaltung,
Mitgliederbetreuung, der Mitgliederinformation sowie des Beitragseinzugs im erfor­
derlichen Umfang erhoben, verarbeitet und genutzt werden. Die Datenverarbeitung
und Nutzung betrifft die zweckentsprechende Datenspeicherung, ­nutzung und
Berufsgruppe (Zutreffendes
dieankreuzen)
IG BCE sowie die Datenweitergabe an Dritte, sofern und
01 diese
08 Angestellte
mit der Mitgliederbetreuung und/oder
von der IG
02 Handwerker/-innen
und Facharbeiter/-innen
09 auf
Akademiker/-innen
BCE ermächtigt
oder beauftragt
worden sind und
03 Chemotechniker/-innen
werden. und Laboranten bzw. Laborantinnen 10 Leitende Angestellte
m/ w
Büroangestellte/Kaufleute
Diese05Einwilligungserklärung
kann jederzeit ganz oder
teilweise widerrufen werden.
❏ Leiharbeitnehmer/-innen
❏ Befristet Beschäftigte
Bergbau, Chemie, Energie,
07 AT-Angestellte: __________________________________
12 Sonstige: ____________________________
DE13B(Monat/Jahr):
(Monat/Jahr):
CE00000131364
Werber/-in:
= Mitgliedsnummer)
Ich bin damit einverstanden, dass(Mandatsrefenz
meine allgemeinen personenbezogenen
Daten einschließlich evtl. Änderungen und
Mitgliederbetreuung, der Mitgliederinformation sowie des Beitragseinzugs im erforderlichen Umfang
1. waltung,
Ergänzungen zur Erledigung aller im Zusammenhang mit der Mitgliedschaft stehenden Aufgaben zur Mitgliederver-
genutzt werden. Die Datenverarbeitung
undChemie,
Nutzung betrifft
die zweckentsprechende
Icherhoben,
die von mir zu ent­
Datenspeicherung, -nutzung und Datenauswertung durch die IG BCE sowie die Datenweitergabe an Dritte, sofern und
Zahlungen bei Fälligkeit durch Lastschrift von meinem Konto einzuziehen.
soweit diese mit der Mitgliederbetreuung und/oder Mitgliederwerbung von der IG BCE ermächtigt oder beauftragt
sind und auf das Bundesdatenschutzgesetz verpflichtet werden.
2. worden
Diese Einwilligungserklärung kann jederzeit ganz oder teilweise widerrufen werden.
Eintrittsdatum IG BCE:
Ich ermächtige die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Zahlungen von
weise ich mein Kredit­
Bergbau, Chemie,
Energie, Königsworther
Platz 6, Zugleich
an, die von der Industriegewerkschaft
Bergbau, Chemie, Energie auf mein
DE13BCE00000131364
*Mandatsreferenz: (Mandatsrefenz = Mitgliedsnummer)
die Erstattung des belasteten Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem
Eintrittsgrund:
Übertritt/Vorgewerkschaft:
Ich ermächtige die Industriegewerkschaftmonatlich
Bergbau, Chemie, Energie, die von
mir zu entrichtenden Zahlungen bei FälligZahlungsweise:
keit durch Lastschrift von meinem Konto einzuziehen.
die Möglichkeit der Beitragseinbehaltung durch Betriebsabzug über den Ar­
Ich ermächtige die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Zahlungen von meinem Konto mittels Lastschrift
beitgeber
dieweise
ich mich einverstanden,
einzuziehen.bzw.
ich mein Kreditinstitut
an, die von
der Industriegewerkschaft
Konto gezogenen
satzungsgemäße
von einzulösen.
meinem Gehalt einbehalten wird.
Praktikum/Werkstudent/Nebenjob
Studienrichtung (Zutreffendes im Kreis ankreuzen)
Agrar­ und Forstwissenschaften
Gesellschafts­ und
Lehr­ und Erziehungswissenschaften
Sprach­ und Kulturwissenschaften
Technik­ und Ingenieur­
Das vollständig ausgefüllte Formular bitte bei Ihrem
zuständigen Bezirk bzw. Betriebsrat abgeben oder
per Fax an: 0511 7631-708
Rechte und Pflichten im Praktikum, Abgrenzung zwischen Praktikum und Arbeitsverhältnis, große Praktika-Checkliste und unser „Leitfaden für ein faires Praktikum“