Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%2036/05
Timestamp: 2019-07-17 01:42:11
Document Index: 314283060

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 256', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.04.2006 - VI ZR 36/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,629
BGH, 25.04.2006 - VI ZR 36/05 (https://dejure.org/2006,629)
BGH, Entscheidung vom 25.04.2006 - VI ZR 36/05 (https://dejure.org/2006,629)
BGH, Entscheidung vom 25. April 2006 - VI ZR 36/05 (https://dejure.org/2006,629)
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Rechtsfehlerhafte Anwendung des Ursachenzusammenhangsbegriffs im Haftungsrecht bei Ablehnung eines adäquat kausalen Schadeneintritts durch die Inanspruchnahme der Vollkaskoversicherung durch den Geschädigten
Schadensrecht - Haftung des Schädigers bei anteiliger Schadensverursachung
Mithaftung - Rückstufungsschaden bei Quotenvorrecht
Prämiennachteile in der Vollkaskoversicherung gehören zum Schaden
Ersatz bei nur teilweiser Haftung des Gegners
Auch bei nur anteiliger Schadensverursachung haftet der Schädiger für den Rückstufungsschaden, der dadurch eintritt, dass der Geschädigte die Kaskoversicherung in Anspruch nimmt
Verkehrsrecht - Rückstufungsschaden - Ersatzanspruch auch bei Mitverschulden
Unfall: In der Vollkaskoversicherung zurückgestuft - Muss der Schädiger die höheren Prämien (mit)übernehmen?
Rückstufung: Verursacher zahlt mit
Kfz-Haftpflichtversicherung: Rückstufungsschaden in der Kaskoversicherung ist von Haftpflichtversicherung des Schädigers zu ersetzen
Unfallschadensregulierung - Rückstufungsschaden auch im Mithaftungsfall
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Versäumnisurteil des BGH vom 25.04.2006, Az.: VI ZR 36/05 (Ersatzfähigkeit des Rückstufungsschadens in der Kaskoversicherung auch nur bei anteiliger Haftung)" von RiOLG Heinz Diehl, original erschienen in: ZfS 2006, 680 - 682.
AG Berlin-Mitte, 07.10.2004 - 106 C 3486/03
LG Berlin, 17.01.2005 - 58 S 384/04
NJW 2006, 2397
MDR 2006, 1344
NJ 2006, 560
VersR 2006, 1139
Die umstrittene Frage, ob der Schädiger auch bei nur anteiliger Schadensverursachung für den Rückstufungsschaden haftet, hat der erkennende Senat nach Erlass des Berufungsurteils mit Urteil vom 25. April 2006 (VI ZR 36/05, aaO) entschieden.
Das folgt aus dem Grundsatz, dass eine Mitursächlichkeit einer Alleinursächlichkeit in vollem Umfang gleichsteht (vgl. Senatsurteile vom 25. April 2006 - VI ZR 36/05 - aaO; vom 19. April 2005 - VI ZR 175/04 - VersR 2005, 945, 946; vom 20. November 2001 - VI ZR 77/00 - VersR 2002, 200, 201; vom 27. Juni 2000 - VI ZR 201/99 - VersR 2000, 1282, 1283 und vom 26. Januar 1999 - VI ZR 374/97 - VersR 1999, 862).
Hinsichtlich dieses Teils liegt aber eine Mitverursachung durch den Unfallgegner auch hinsichtlich des Rückstufungsschadens in der Vollkaskoversicherung vor (vgl. Senatsurteil vom 25. April 2006 - VI ZR 36/05 - aaO).
Die Frage, ob der Schädiger auch bei nur anteiliger Schadensverursachung für den Rückstufungsschaden haftet, hat der erkennende Senat mit Urteilen vom 25. April 2006 (VI ZR 36/05, aaO) und vom 26. September 2006 (…VI ZR 247/05, aaO) bereits bejaht.
Das folgt aus dem Grundsatz, dass eine Mitursächlichkeit einer Alleinursächlichkeit in vollem Umfang gleichsteht (…vgl. Senatsurteile vom 26. September 2006 - VI ZR 247/05, aaO; vom 25. April 2006 - VI ZR 36/05, aaO Rn. 10; vom 19. April 2005 - VI ZR 175/04, VersR 2005, 945, 946; vom 20. November 2001 - VI ZR 77/00, VersR 2002, 200, 201; vom 27. Juni 2000 - VI ZR 201/99, VersR 2000, 1282, 1283 und vom 26. Januar 1999 - VI ZR 374/97, VersR 1999, 862).
Es ist klar, dass sich der Feststellungsantrag nur auf künftige Rückstufungsschäden bezieht, die der Klägerin selbst entstehen (vgl. zum Tenor ohne den von der Klägerin gemachten Zusatz BGH 25.04.2006 - VI ZR 36/05, juris).
Die Feststellung, zum Ausgleich eines noch in der Entwicklung befindlichen Rückstufungsschadens verpflichtet zu sein, ist ein feststellungsfähiges Rechtsverhältnis, an dessen Feststellung ein rechtliches Interesse besteht (vgl. BGH 25.04.2006 a.a.O. Rn. 7).
Soweit der Antrag den Zeitraum eines Rabattverlustes bis zur letzten mündlichen Verhandlung betrifft, könnte der Kläger den Schadensfall beziffern, jedoch ist die Feststellungsklage insgesamt zulässig, weil sich der Schaden noch in Fortentwicklung befindet (BGH, NJW 2006, 2397).
Der aus der Inanspruchnahme der Kaskoversicherung folgende Rabattverlust des Geschädigten beruht auf dem Unfallereignis und ist deshalb als adäquate Folge der Beschädigung des Fahrzeugs vom Schädiger bzw. dessen Haftpflichtversicherung zu ersetzen (BGH, NJW 2006, 2397; NJW 2007, 66).
Der Nachteil der effektiven Prämienerhöhung trat, unabhängig von der Schuldfrage, allein dadurch ein, dass überhaupt Versicherungsleistungen in Anspruch genommen wurden (BGH, NJW 2006, 2397).
Hinsichtlich des Höherstufungsschadens (inkongruenter Schaden) kann die Klägerin zu 1) die ausgewiesene Quote verlangen, auch wenn die Höherstufung schon auf Grund der Zahlung der Kaskoversicherung auf den von ihr selbst zu tragenden Haftungsanteil eintreten würde (BGH MDR 1992, 853; MDR 06, 1344; Kirchhoff, MDR 1998, 251 m.w.N.).
Da im Haftungsrecht die Mitursächlichkeit einer Alleinursächlichkeit in vollem Umfang gleichsteht, haftet der Schädiger für die Rückstufung auch bei einer nur anteiligen Schadensverursachung (BGH, Urteil vom 25.04.2006 - VI ZR 36/05, VersR 2006, 1139).
Das Feststellungsinteresse i.S.d. § 256 Abs. 1 ZPO für einen künftigen Schaden ist dann zu bejahen, weil noch nicht mit der erforderlichen Sicherheit feststeht, ob und inwieweit sich die Rückstufung im Vermögen des Geschädigten tatsächlich nachteilig auswirken wird (BGH, Urteil vom 25.04.2006 - VI ZR 36/05, VersR 2006, 1139).
AG Ansbach, 28.12.2007 - 1 C 1266/07
Quotenvorrecht und Anwaltskosten
Der Rückstufungsschaden für die Kaskoversicherung ist entsprechend der Haftungsquote zu ersetzen (BGH MDR 2006, 1344-1345).
Die Feststellungsklage ist insgesamt dennoch zulässig, da sich der Schaden noch in der Fortentwicklung befindet (vgl. BGH Urt. v. 25.04.2006, VI ZR 36/05).
b) Der Kläger hat daneben Anspruch auf Feststellung der Ersatzfähigkeit seines Rückstufungsschadens (vgl. nur BGH, Versäumnisurteil vom 25.04.2006 - VI ZR 36/05, VersR 2006, 1139 ), dessen Höhe ausgehend von der durch die Versicherung des Klägers erstellten Übersicht (Bl. 9 d.A.) ohne weiteres nachvollzogen werden kann.
LG Darmstadt, 23.04.2008 - 21 S 19/08
Haftungsverteilung und Schadenersatzanspruch nach Verkehrsunfall: …
AG Berlin-Spandau, 29.04.2011 - 15 C 26/11
Vermieter trifft keine Sicherungspflicht zum Schutz vor Dachlawinen!