Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%202014,%20242
Timestamp: 2019-12-14 16:13:17
Document Index: 364337819

Matched Legal Cases: ['§ 199', '§ 42', '§ 45', '§ 45', 'BGH', '§ 45', '§ 42', '§ 45']

Rechtsprechung: MDR 2014, 242 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Karlsruhe, 26.11.2013
OLG Düsseldorf, 18.12.2013 - I-3 Wx 72/13
https://dejure.org/2013,41074
OLG Düsseldorf, 18.12.2013 - I-3 Wx 72/13 (https://dejure.org/2013,41074)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 18.12.2013 - I-3 Wx 72/13 (https://dejure.org/2013,41074)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 18. Dezember 2013 - I-3 Wx 72/13 (https://dejure.org/2013,41074)
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Wirksamkeit der Beurkundung trotz nicht unterschriebener handschriftlicher Änderungen in der Urschrift (Erbvertrag)
Rechtsfolgen der fehlenden Unterzeichnung von Änderungen in einer notariellen Urkunde
AG Grevenbroich, 31.01.2013 - 6 VI 467/12
MDR 2014, 242
DNotZ 2014, 270
FGPrax 2014, 86
https://dejure.org/2013,37685
OLG Karlsruhe, 26.11.2013 - 17 U 221/12 (https://dejure.org/2013,37685)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 26.11.2013 - 17 U 221/12 (https://dejure.org/2013,37685)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 26. November 2013 - 17 U 221/12 (https://dejure.org/2013,37685)
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Ablehnung von Richtern wegen Besorgnis der Befangenheit: Entscheidung durch die abgelehnten Richter bei rechtsmissbräuchlicher Prozessverschleppung
BGB § 199 Abs. 1 Nr. 2; ZPO § 42; ZPO § 45
Keine pauschale Ablehnung des gesamten Senats!
Das Ablehnungsverfahren wird nach seinem Sinn und Zweck missbraucht, wenn es dazu dienen soll, gezielten Druck auf das erkennende Gericht dahin auszuüben, dass es in dem vom Antragsteller gewünschten Sinn entscheidet (OLG Stuttgart NJW-RR 2013, 960; OLG Köln, MDR 2014, 242 Rn.13 jeweils im Anschluss an BFH/NV 1995, 687).
Allgemein anerkannt ist allerdings auch, dass diese Regelung in bestimmten, eng definierten Fallkonstellationen Ausnahmen zulässt: Abweichend von dem eingangs dargestellten Grundsatz und vom Wortlaut des § 45 Abs. 1 ZPO kann der Spruchkörper ausnahmsweise unter Mitwirkung des abgelehnten Richters über rechtsmissbräuchliche Ablehnungen entscheiden, wozu etwa die Fälle zählen, in denen die Ablehnung offenbar grundlos ist und nur der Verschleppung dient oder als taktisches Mittel für verfahrensfremde Zwecke eingesetzt wird (vgl. BVerfG, Beschluss vom 20.07.2007 - 1 BvR 2228/06 = NJW 2007, 3771 - RdNr. 19 gem. Juris; BVerfG, Beschluss vom 20.07.2007 - 1 BvR 3084/06 = NJW-RR 2008, 72 ff - RdNr. 17 f; BGH, Beschluss vom 12.10.2011 - V ZR 8/10 = NJW-RR 2012, 61 f - RdNr. 8 gemäß Juris; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 26.11.2013 - 17 U 221/12 - RdNr. 12;… Stackmann in Münchener Kommentar, ZPO, 5. Auflage, § 45 RdNr. 2;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 32. Auflage, § 42 RdNr. 6 und § 45 RdNr. 4 - jeweils mit weiteren Nachweisen).
Das Ablehnungsverfahren wird nach seinem Sinn und Zweck missbraucht, wenn es dazu dienen soll, Druck auf den zur Entscheidung berufenen Richter dahin auszuüben, dass er in dem vom Ablehnenden gewünschten Sinn entscheidet (vgl. OLG Karlsruhe, Beschluss vom 26.11.2013 - 17 U 221/12, MDR 2014, 242, Rn. 13, zitiert nach juris).
Das Ablehnungsverfahren darf aber nicht dazu dienen, richterliche Entscheidungen auf ihre Richtigkeit zu überprüfen (OLG Karlsruhe, Beschluss vom 26.11.2013 - 17 U 221/12 -, juris).