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Timestamp: 2017-02-21 16:32:35
Document Index: 246503098

Matched Legal Cases: ['§ 57', '§ 58', '§ 79', '§ 80', '§ 5', '§ 20', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 62', '§ 13', 'Art. 56', '§ 35', 'Art. 86', 'Art. 86', 'Art. 87', 'Art. 65', '§ 5', '§ 39', 'Art. 66', 'Art. 69', '§ 6', '§ 40', '§ 68', '§ 28', '§ 28', '§ 27', '§ 25', '§ 28', 'Art. 17', 'Art. 25', '§ 28', 'Art. 25', 'Art. 25', '§ 28', 'Art. 25', '§ 27', '§ 46', '§ 53', '§ 27', '§ 31', 'Art. 1', '§ 58', 'Art. 52', '§ 27', '§ 28', '§ 65', 'Art. 52', 'Art. 56', '§ 35', '§ 67', '§ 53', 'Art. 53', '§ 68', '§ 58', 'Art. 53', 'Art. 53', 'Art. 53', '§ 31', 'Art. 25', '§ 64', '§ 49', '§ 46', '§ 49', '§ 46', '§ 58', '§ 52', '§ 67', '§ 67', '§ 49', '§ 60', '§ 66', '§ 28', '§ 28', '§ 68', '§ 64', '§ 64', '§ 65', '§ 64', '§ 65', '§ 67', '§ 75', '§ 49', '§ 33', '§ 33', '§ 75', '§ 75', '§ 75', '§ 75', '§ 46']

§ 57 § 58 Zwischen- und Jahreszeugnisse
§ 79 § 80 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
Anlage 5 Anlage 6 Teil 1 Allgemeines
(1) 1Nach Maßgabe dieser Schulordnung und besonderer Dienstanweisungen werden besondere Beauftragte (Ministerialbeauftragte) mit der Wahrnehmung bestimmter Aufgaben im Namen des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (im Folgenden: Staatsministerium) betraut. 2Die Ministerialbeauftragten beraten und unterstützen die Schulen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben; sie stärken deren Eigenverantwortung und können in Konfliktfällen angerufen werden. 3Die Ministerialbeauftragten entscheiden über Aufsichtsbeschwerden, soweit ihnen die Schule nicht abgeholfen hat.
1Innerhalb der Schulgemeinschaft ist zu erörtern, welche im Rahmen von Schulversuchen freigegebenen Maßnahmen die Schule durchführt. 2Entscheidet sich die Lehrerkonferenz für die Durchführung solcher Maßnahmen, gelten insoweit die gesondert bekannt gemachten Bestimmungen des Staatsministeriums. 3Die Lehrerkonferenz ist in diesen Fällen berechtigt, erforderlichenfalls von einzelnen Bestimmungen dieser Schulordnung abzuweichen. 4Abweichungen bei der Erhebung von Leistungsnachweisen und bei der Leistungsbewertung sind in Fächern der Eingangsklassen, die in das Abschlusszeugnis aufgenommen werden, sowie in Abschlussklassen ausgeschlossen.
(1) 1Die Schulleiterin oder der Schulleiter trägt die pädagogische, organisatorische und rechtliche Gesamtverantwortung und übt das Hausrecht in der Schulanlage aus. 2Die Schulleiterin oder der Schulleiter erlässt unter Mitwirkung des Schulforums, der Personalvertretung und des Aufwandsträgers eine Hausordnung.
(2) 1Die Schulleiterin oder der Schulleiter entscheidet auch über Sammelbestellungen, die Verbreitung von Druckschriften und Plakaten sowie im Einvernehmen mit dem Aufwandsträger über die Zulässigkeit von Bild-, Film-, Fernseh- und Tonaufnahmen in der Schule. 2Die Entscheidung über Durchführung und Verbindlichkeit von Schulveranstaltungen trifft unbeschadet § 5 Nr. 3 und § 20 Abs. 5 die Schulleiterin oder der Schulleiter; die Entscheidung über die Durchführung und Verbindlichkeit von schulübergreifenden sonstigen Schulveranstaltungen treffen die unmittelbar zuständigen Schulaufsichtsbehörden im Einvernehmen.
(2) 1Die Schulleiterin oder der Schulleiter kann beschließen, dass bei der Beratung einzelner Tagesordnungspunkte Dritte hinzugezogen werden, soweit dies angezeigt ist. 2Insbesondere bei der Beratung folgender Themen soll der oder dem Vorsitzenden des Elternbeirats oder der Stellvertreterin oder dem Stellvertreter Gelegenheit zur Äußerung gegeben werden:
(3) 1Über jede Sitzung ist eine Niederschrift zu erstellen. 2Die Mitglieder der Lehrerkonferenz sowie die nach Abs. 2 Hinzugezogenen haben das Recht, die Niederschrift einzusehen. 3Die Niederschrift ist acht Jahre aufzubewahren.
(1) 1Die Schulleiterin oder der Schulleiter beruft die Lehrerkonferenz bei Bedarf, mindestens jedoch zweimal im Schuljahr, ein. 2Die Lehrerkonferenz muss innerhalb von 14 Tagen einberufen werden, wenn mindestens ein Viertel der Mitglieder oder die Schulaufsichtsbehörde unter Angabe der zu beratenden Gegenstände dies verlangt.
(2) 1Dem Lehr- und Lernmittelausschuss (vgl. Art. 58 Abs. 1 Satz 3 BayEUG) gehören für jedes an der Schule erteilte Fach die Fachbetreuerin oder der Fachbetreuer oder eine von der Lehrerkonferenz gewählte Lehrkraft an; die Schulleiterin oder der Schulleiter hat den Vorsitz. 2Wählbar ist jede Lehrkraft, die die Lehrbefähigung für das betreffende Fach besitzt. 3Dem Disziplinarausschuss (vgl. Art. 58 Abs. 1 Satz 3 BayEUG) gehören die Schulleiterin oder der Schulleiter als Vorsitzende oder Vorsitzender, die ständige Vertreterin oder der ständige Vertreter und sieben weitere Mitglieder an; diese sowie eine ausreichende Zahl von Ersatzmitgliedern werden von der Lehrerkonferenz gewählt. 4Jede mit mindestens der Hälfte der Unterrichtspflichtzeit beschäftigte Lehrkraft ist wählbar und verpflichtet, die Wahl anzunehmen.
(4) 1Veranstaltungen im Rahmen der Schülermitverantwortung unterliegen der Aufsicht der Schule. 2Wenn die Schulleiterin oder der Schulleiter Schülerinnen und Schüler mit der Sicherstellung des geordneten Ablaufs einer Veranstaltung betraut, haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Anordnungen derselben zu befolgen.
(1) 1Über das Verfahren der Wahl von Klassensprecherinnen und Klassensprechern entscheidet der Schülerausschuss im Einvernehmen mit der Schulleiterin oder dem Schulleiter. 2Scheidet eine Klassensprecherin oder ein Klassensprecher aus dem Amt aus, so findet für den Rest des Schuljahres eine Neuwahl statt; Entsprechendes gilt, wenn eine Stellvertreterin oder ein Stellvertreter aus dem Amt ausscheidet.
(2) 1Das Zusammentreten der Klassensprecherversammlung ist rechtzeitig unter Beifügung der Tagesordnung von der Schülersprecherin oder vom Schülersprecher bei der Schulleiterin oder dem Schulleiter zu beantragen. 2Die Klassensprecherversammlungen sind in der Fachoberschule so zu legen, dass Klassensprecherinnen und Klassensprecher, die sich in fachpraktischer Ausbildung befinden, an den Versammlungen teilnehmen können, ohne dass die fachpraktische Ausbildung mehr als notwendig unterbrochen werden muss.
(1) 1Die Schülersprecherinnen und Schülersprecher werden jeweils für ein Schuljahr gewählt. 2Über das Wahlverfahren entscheidet der Schülerausschuss im Einvernehmen mit der Schulleiterin oder dem Schulleiter. 3Das Schulforum kann beschließen, das Wahlrecht gemäß Art. 62 Abs. 5 Satz 1 Halbsatz 2 BayEUG auf alle Schülerinnen und Schüler auszudehnen.
(2) 1Die Wahl findet innerhalb von zwei Wochen nach der Wahl der Klassensprecherinnen und Klassensprecher statt. 2Die Schülersprecherinnen und Schülersprecher führen die Geschäfte bis zur Wahl der neuen Schülersprecherinnen und Schülersprecher weiter. 3Scheidet eine Schülersprecherin oder ein Schülersprecher aus dem Amt aus, so findet für den Rest des Schuljahres eine Neuwahl statt.
(2) 1Für den Erfahrungsaustausch und die Erörterung von Wünschen und Anregungen findet in der Regel einmal im Jahr eine Zusammenkunft der Schülersprecherinnen und Schülersprecher mit der oder dem Ministerialbeauftragten statt. 2Die Gesamtleitung bei den Aussprachetagungen hat die oder der Ministerialbeauftragte.
(3) 1Die Bezirksschülersprecherinnen und Bezirksschülersprecher und deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter werden jeweils für ein Schuljahr gewählt. 2Über das Wahlverfahren entscheiden die Schülersprecherinnen und Schülersprecher des Dienstbereichs der oder des jeweiligen Ministerialbeauftragten mit deren oder dessen Einvernehmen. 3 § 13 Abs. 2 Sätze 2 und 3 gelten entsprechend.
(3) 1Über die aus Zuwendungen Dritter sowie die aus Veranstaltungen zur Verfügung stehenden Einnahmen und deren Verwendung ist ein geeigneter Nachweis zu führen. 2Die Verwaltung der Gelder einschließlich der Kontenführung und die Führung des Nachweises obliegen dem Schülerausschuss gemeinsam mit einer von der Schulleiterin oder dem Schulleiter bestellten Lehrkraft; eine Überprüfung erfolgt in regelmäßigen Abständen durch ein Mitglied der Schulleitung und ein Mitglied der Klassensprecherversammlung.
Verfehlungen während der fachpraktischen Ausbildung 1Wird Schülerinnen und Schülern der Fachoberschule wegen Verletzung ihrer Pflichten aus Art. 56 Abs. 4 BayEUG oder § 35 Abs. 1 die Fortsetzung der fachpraktischen Ausbildung verweigert, so besteht für diese Schülerinnen und Schüler kein Anspruch, an einer anderen Stelle ausgebildet zu werden. 2Kann die fachpraktische Ausbildung nicht fortgesetzt werden, kann die Schulleiterin oder der Schulleiter das Schulverhältnis beenden. 3Unabhängig davon können Ordnungsmaßnahmen und Sicherungsmaßnahmen gemäß den Art. 86 und 87 BayEUG getroffen werden
(2) 1Das vorläufige Ergebnis der Untersuchung wird den Erziehungsberechtigten durch Einschreiben mitgeteilt. 2Die Erziehungsberechtigten sind gleichzeitig unter angemessener Fristsetzung auf die Möglichkeit zur Stellungnahme und auf ihre Rechte nach Art. 86 Abs. 9 Satz 3, Abs. 10 Satz 1 und Art. 87 Abs. 1 Satz 3 BayEUG hinzuweisen. 3Das Ergebnis der Untersuchung wird unter Berücksichtigung der Stellungnahme der Erziehungsberechtigten schriftlich niedergelegt. 4Im Fall der beantragten Mitwirkung des Elternbeirats an der Fachoberschule erhält das Vorsitzende Mitglied des Elternbeirats einen Abdruck des Untersuchungsberichts zur Stellungnahme innerhalb einer angemessenen Frist.
(2) 1Die mit mindestens der Hälfte der Unterrichtspflichtzeit beschäftigten Lehrkräfte halten wöchentlich eine Elternsprechstunde außerhalb ihrer Unterrichtszeit ab, die übrigen Lehrkräfte jeweils nach Vereinbarung. 2Die Schule kann davon abweichend flexible Sprechstundenregelungen erlassen.
(3) 1In jedem Schuljahr ist unabhängig von der Möglichkeit einer flexiblen Sprechstundenregelung mindestens ein Elternsprechtag abzuhalten, an dem alle Lehrkräfte den Erziehungsberechtigten zur Verfügung stehen. 2In jedem Schuljahr hat die Schulleiterin oder der Schulleiter in den ersten drei Monaten nach Unterrichtsbeginn Klassenelternversammlungen einzuberufen; eine weitere Versammlung ist einzuberufen, wenn dies ein Drittel der Erziehungsberechtigten beantragt. 3Elternsprechtage und Elternversammlungen sind außerhalb der regelmäßigen Unterrichtszeit so anzusetzen, dass berufstätigen Erziehungsberechtigten der Besuch in der Regel möglich ist.
(1) 1Die Amtszeit der Mitglieder des Elternbeirats beträgt zwei Jahre. 2Sie beginnt mit der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Elternbeirats. 3Zur gleichen Zeit endet die Amtszeit des bisherigen Elternbeirats.
(3) 1Die Mitgliedschaft endet mit dem Ablauf der Amtszeit, dem Ausscheiden des Kindes aus der Schule, der Niederlegung des Ehrenamtes, der Auflösung des Elternbeirats oder dem Verlust der Wählbarkeit. 2An die Stelle ausgeschiedener Mitglieder rücken für die restliche Dauer der Amtszeit die Ersatzleute in der Reihenfolge ihrer Stimmenzahlen nach. 3Elternbeiratsmitglieder, die kurz vor Schuljahresende auf Grund der Aushändigung von Abschlusszeugnissen an ihre Kinder aus dem Elternbeirat ausscheiden, können bis zur ersten konstituierenden Sitzung des Elternbeirats im darauf folgenden Schuljahr die Aufgaben eines Elternbeiratsmitglieds mit beratender Funktion ohne Stimmrecht wahrnehmen. 4 Endet die Mitgliedschaft der oder des Vorsitzenden des Elternbeirats, kann die nächste Sitzung noch von ihr oder ihm geleitet werden.
(4) 1Der Elternbeirat kann die Anwesenheit der Schulleiterin oder des Schulleiters sowie des Aufwandsträgers verlangen. 2Er kann zur Beratung einzelner Angelegenheiten weitere Personen einladen.
(5) 1Die Zustimmung des Elternbeirats ist außer in den Fällen des Art. 65 Abs. 1 Satz 3 Nrn. 6, 7 und 13 BayEUG erforderlich für die Zusammenstellung der Schülerfahrten für das jeweilige Schuljahr sowie für die Durchführung von Fahrten im Rahmen des internationalen Schüleraustausches. 2Zudem bedürfen Grundsätze zur Durchführung von Veranstaltungen der ganzen Schule, zur Festlegung von Unterrichtszeiten oder zur Durchführung von Veranstaltungen in der unterrichtsfreien Zeit des Einvernehmens des Elternbeirats; § 5 Nr. 3 und § 39 Abs. 2 bleiben unberührt.
(2) 1Wahlberechtigt sind die Eltern volljähriger Schülerinnen und Schüler sowie alle Erziehungsberechtigten, die wenigstens ein Kind haben, das die betreffende Schule besucht, ferner die in Art. 66 Abs. 3 Satz 3 BayEUG genannten Leiterinnen und Leiter eines Schülerheims oder einer ähnlichen Einrichtung. 2Wählbar sind die Wahlberechtigten mit Ausnahme der an der betreffenden Schule tätigen Lehrkräfte.
(3) 1Über Ort und Zeit der Wahl entscheidet der Elternbeirat im Einvernehmen mit der Schulleiterin oder dem Schulleiter; besteht an der Schule noch kein Elternbeirat, entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter. 2Das Wahlverfahren regelt der Elternbeirat im Einvernehmen mit der Schulleiterin oder dem Schulleiter in einer Wahlordnung, die den allgemeinen demokratischen Grundsätzen entsprechen muss.
(4) 1Die Erziehungsberechtigten können eine andere volljährige Person, die die Schülerin oder den Schüler tatsächlich erzieht, ermächtigen, an der Wahl des Elternbeirats teilzunehmen. 2Wer in dieser Weise ermächtigt ist, steht für die Dauer der Ermächtigung bei der Anwendung der Bestimmungen über den Elternbeirat einem Erziehungsberechtigten gleich. 3Die Ermächtigung ist schriftlich für die Dauer einer Amtszeit zu erteilen und der Schule spätestens bei der Wahl des Elternbeirats vorzulegen; sie erlischt, wenn sie widerrufen wird oder wenn die Schülerin oder der Schüler die Schule verlässt.
(2) 1Das Schulforum ist über Art. 69 Abs. 7 BayEUG hinaus auf Verlangen von mindestens vier Mitgliedern einzuberufen. 2Es ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder ordnungsgemäß geladen sind und mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. 3Die Beschlüsse werden in offener Abstimmung mit einfacher Mehrheit gefasst. 4 § 6 Abs. 3 Sätze 1 und 3 gelten entsprechend.
1Fallen für die Durchführung von Schul- und Studienfahrten, Fachexkursionen sowie von ähnlichen Veranstaltungen der Schule Kosten an, so können die von den Erziehungsberechtigten zu entrichtenden Kostenbeiträge auf ein Konto der Schule eingezahlt werden; in besonderen Fällen kann eine Zahlung an die Schule auch in bar erfolgen. 2Haushaltsmittel dürfen über dieses Sonderkonto nicht abgewickelt werden. 3Die Verwaltung des Kontos oder der Barbeträge obliegt der Schule. 4Im Schuljahr findet mindestens eine Kassenprüfung durch einen Kassenprüfungsausschuss statt, dessen drei Mitglieder aus der Mitte der Lehrerkonferenz gewählt werden.
(3) 1Wird durch erhebliche Zuwendungen Dritter die Schule bei der Erfüllung ihrer Aufgaben unterstützt oder die Herstellung oder Anschaffung für Erziehung und Unterricht förderlicher Gegenstände ermöglicht, so kann auf Antrag der oder des Dritten hierauf in geeigneter Weise hingewiesen werden. 2Die Entscheidung trifft die Schulleiterin oder der Schulleiter; vor der Entscheidung hat sie oder er das Schulforum anzuhören.
2Die Schule kann im Einzelfall weitere Nachweise, insbesondere zum schulischen und beruflichen Werdegang, fordern. 3Die Schule kann, wenn der Verbleib eines gemäß Satz 1 Nr. 1 vorzulegenden Originalzeugnisses ausreichend dargelegt ist, im Einzelfall auch eine beglaubigte Abschrift als ausreichend ansehen. 4Können die Unterlagen nicht schon bei der Anmeldung vorgelegt werden, so sind sie unverzüglich, spätestens bis Mittwoch der ersten vollen Sommerferienwoche, nachzureichen. 5In besonders begründeten Fällen kann die Schule Fristverlängerung gewähren.
(1) 1Die Aufnahme erfolgt zu Beginn des Schuljahres; sie setzt die Teilnahme am Unterricht am ersten Unterrichtstag oder den spätestens am dritten Unterrichtstag zu erbringenden Nachweis voraus, dass zwingende Gründe eine Teilnahme am Unterricht vorübergehend verhindern. 2Ist eine Probezeit zu absolvieren, hängt die endgültige Aufnahme vom Bestehen der Probezeit ab. 3 Eine nachträgliche Aufnahme ist auch bei Vorliegen eines wichtigen Grundes nur während der ersten sechs Wochen nach Unterrichtsbeginn möglich. 4 Sie setzt außerdem voraus, dass dadurch die fachpraktische Ausbildung der Fachoberschule nicht wesentlich verkürzt wird und der Schule ein geeigneter Ausbildungsplatz zur Verfügung steht. 5 Über die Aufnahme entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter.
(1) 1Die Aufnahme in die Jahrgangsstufe 11 setzt den Nachweis eines mittleren Schulabschlusses sowie die Eignung für den Bildungsgang der Fachoberschule (Abs. 3) voraus. 2Die Aufnahme in die Jahrgangsstufe 12 ist nur bei Vorliegen einer Vorrückungserlaubnis in die Jahrgangsstufe 12 der Fachoberschule möglich.
(2) 1In die Ausbildungsrichtung Gestaltung der Fachoberschule kann nur aufgenommen werden, wer in einer Aufnahmeprüfung, die bei Unterrichtsbeginn höchstens 18 Monate zurückliegen darf, seine bildnerisch-praktischen Fähigkeiten nachweist. 2Zu den von der Schule gestellten Themen sind zwei Arbeiten (eine Arbeit nach der sichtbaren Wirklichkeit und eine aus der Vorstellung) anzufertigen. 3Die Arbeitszeit für jede Aufgabe beträgt 120 Minuten. 4Die Arbeiten werden von zwei von der Schulleiterin oder dem Schulleiter bestimmten Lehrkräften beurteilt; können sich die beiden Lehrkräfte nicht einigen, entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter oder eine von ihr oder ihm bestimmte dritte Lehrkraft.
2Wer im Zeugnis über den mittleren Schulabschluss in einem der in Satz 1 Nr. 2 genannten Fächer keine Note nachweist, ersetzt diese durch das Ergebnis einer Feststellungsprüfung in dem betreffenden Fach. 3An die Stelle des Fachs Englisch tritt unter den Voraussetzungen des § 40 Abs. 5 die Ersatzfremdsprache. 4Der landeseinheitliche Termin der Feststellungsprüfung wird vom Staatsministerium bekannt gegeben; die Prüfungen werden von der aufnehmenden Schule abgenommen. 5Wer am festgesetzten Termin der Prüfung aus von ihm nicht zu vertretenden zwingenden Gründen nicht teilnehmen konnte, dem kann von der Schule ein Nachtermin gewährt werden. 6Erkrankungen sind unverzüglich durch ein ärztliches Zeugnis nachzuweisen; die Schule kann ein schulärztliches Zeugnis verlangen.
(6) 1Die Aufnahme in die Jahrgangsstufe 13 setzt den Nachweis der Fachhochschulreife durch ein Zeugnis einer öffentlichen oder staatlich anerkannten Fachoberschule der entsprechenden Ausbildungsrichtung mit einer Durchschnittsnote gemäß § 68 Abs. 3 von mindestens 3,0 voraus; liegen die Voraussetzungen gemäß § 28 Abs. 6 vor, kann die oder der Ministerialbeauftragte in begründeten Ausnahmefällen die Aufnahme gestatten. 2 § 28 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 Buchst. a und b finden entsprechende Anwendung.
(1) 1Die Aufnahme in die Jahrgangsstufe 12 setzt den Nachweis eines mittleren Schulabschlusses, die notwendige und entsprechende berufliche Vorbildung sowie die Eignung für den Bildungsgang der Berufsoberschule nach den Abs. 2 bis 4 voraus. 2Die Schul- und Ausbildungszeit nach Satz 1 muss ohne Wiederholungen oder Verlängerungen insgesamt mindestens elf Jahre betragen; Zeiten entsprechender Berufstätigkeiten nach Abschluss der Berufsausbildung werden angerechnet.
(3) 1Die berufliche Vorbildung muss der jeweiligen Ausbildungsrichtung entsprechen. 2In eine der beruflichen Vorbildung nicht entsprechende Ausbildungsrichtung kann nur aufgenommen werden, wer zusätzlich eine für die angestrebte Ausbildungsrichtung einschlägige Berufstätigkeit, ein mindestens sechsmonatiges einschlägiges betreutes Berufspraktikum in Vollzeit oder das erfolgreiche Durchlaufen einer einschlägigen fachpraktischen Ausbildung der Fachoberschule nachweist; die Berufstätigkeit muss bei Vollzeitbeschäftigung ein Jahr, bei Teilzeitbeschäftigung einen entsprechend längeren Zeitraum umfassen. 3In Zweifelsfällen hinsichtlich der Berufsausbildung, der Berufserfahrung und der Berufstätigkeit oder ihrer Zuordnung zu einer Ausbildungsrichtung entscheidet die oder der Ministerialbeauftragte.
2Wer im Zeugnis über den mittleren Schulabschluss in einem der in Satz 1 Nr. 2 genannten Fächer keine Note nachweist, ersetzt diese durch die Note im entsprechenden Fach im Jahreszeugnis der Vorklasse oder des Vorkurses oder, sofern im Kalenderjahr der Aufnahme weder eine Vorklasse noch ein Vorkurs besucht wurde, durch das Ergebnis einer Feststellungsprüfung in dem betreffenden Fach. 3Wer im Zeugnis über den mittleren Schulabschluss in den in Satz 1 genannten Fächern eine schlechtere Note als 3 erzielt hat, ersetzt diese durch das Ergebnis einer Feststellungsprüfung, sofern die Eignung nicht bereits nach Satz 1 oder Satz 2 nachgewiesen ist. 4 § 27 Abs. 3 Sätze 3 bis 6 gelten entsprechend.
(1) 1Der halbjährige Vorkurs bereitet in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik besonders qualifizierte Schülerinnen und Schüler der Mittleren-Reife-Klasse (M-Zug) der Hauptschule und der Wahlpflichtfächergruppe H (H-Zweig) der Wirtschaftsschule auf den Übertritt an die Fachoberschule vor. 2Der Vorkurs beginnt frühestens nach den Weihnachtsferien. 3Aufgenommen werden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 des M-Zugs der Hauptschule und des H-Zweigs der Wirtschaftsschule sowie der Jahrgangsstufe 11 der zweistufigen Wirtschaftsschule, wenn sie nach einem Gutachten der besuchten Schule voraussichtlich die Eignung für den Besuch der Fachoberschule erbringen werden.
(2) 1Wer die Probezeit in der Jahrgangsstufe 11 an einer Fachoberschule nicht bestanden hat, kann unmittelbar im Anschluss an die Probezeit auf Empfehlung der Klassenkonferenz in den Vorkurs aufgenommen werden. 2Gleiches gilt bei Vorliegen eines wichtigen Grundes.
(3) 1Wer die Probezeit in der Jahrgangsstufe 12 an einer Berufsoberschule nicht bestanden hat, kann unmittelbar im Anschluss an die Probezeit auf Empfehlung der Klassenkonferenz in den Vorkurs aufgenommen werden. 2Gleiches gilt bei Vorliegen eines wichtigen Grundes.
(4) 1Im Übrigen gelten die Bestimmungen über Anmeldung und Aufnahme gemäß §§ 25, 26 und 28 mit Ausnahme des § 28 Abs. 4 entsprechend; die Schulleiterin oder der Schulleiter entscheidet nach Pflichtgemäßem Ermessen über die Aufnahme in den Vorkurs, wenn dieser oder die Vorklasse bereits einmal besucht wurde. 2Auf die berufsspezifische Zuordnung zu einer Ausbildungsrichtung kann im Einzelfall verzichtet werden.
(1) 1Die Aufnahme in die Vorklasse der Berufsoberschule gemäß Art. 17 Abs. 2 Satz 3 BayEUG setzt den Nachweis eines mittleren Schulabschlusses gemäß Art. 25 Abs. 1 Satz 2 Nrn. 2 bis 4 BayEUG und die notwendige und entsprechende berufliche Vorbildung nach § 28 Abs. 2 und 3 voraus. 2In die Vorklasse kann auch aufgenommen werden, wer einen mittleren Schulabschluss nach Art. 25 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 oder ohne das Fach Mathematik nach Art. 25 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 BayEUG erworben hat und die notwendige und entsprechende berufliche Vorbildung nach § 28 Abs. 2 und 3 besitzt. 3Ein mittlerer Schulabschluss nach Art. 25 Abs. 1 Satz 1, Satz 2 Nr. 5 oder Abs. 2 BayEUG darf im Übrigen nicht vorliegen; die Schulleiterin oder der Schulleiter kann in besonderen Fällen Ausnahmen zulassen.
(2) 1Wer eine erfolgreiche Berufsausbildung, jedoch keinen mittleren Schulabschluss besitzt, wird in die Vorklasse der Berufsoberschule aufgenommen, wenn er in einer Aufnahmeprüfung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik einen Notendurchschnitt von mindestens 3,7 erzielt, wobei keine Note schlechter als 4 sein darf. 2Die Leistungsbewertung erfolgt durch Noten. 3Die Prüfungsaufgaben stellt die oder der Ministerialbeauftragte. 4Der Termin der Prüfung wird vom Staatsministerium bekannt gegeben. 5 § 27 Abs. 3 Sätze 5 und 6 gelten entsprechend.
(1) 1Neu aufgenommene Schülerinnen und Schüler sämtlicher Jahrgangsstufen sowie Schülerinnen und Schüler, denen das Vorrücken auf Probe gestattet wurde, unterliegen einer Probezeit; keine Probezeit besteht im Vorkurs, im Abschnitt 3/2 des DBFH-Bildungsgangs sowie in der Jahrgangsstufe 13 der Fachoberschule, wenn diese in unmittelbarem Anschluss an die Jahrgangsstufe 12 der Fachoberschule oder Berufsoberschule und die Seminarphase gemäß § 46 Abs. 1 Satz 2 besucht wird. 2Als Neuaufnahme gilt auch ein Wiedereintritt nach Unterbrechung des Schulverhältnisses sowie ein Wechsel der Ausbildungsrichtung. 3Die Wiederholung einer Jahrgangsstufe ohne Unterbrechung des Schulverhältnisses stellt keine Neuaufnahme dar. 4Wenn auf Grund ungenügender Mitarbeit oder mangelnder Leistungsbereitschaft das Ziel der Jahrgangsstufe nicht erreicht oder die Abschlussprüfung nicht bestanden wurde, entscheidet die Lehrerkonferenz, ob die Schülerin oder der Schüler im Wiederholungsjahr einer erneuten Probezeit unterliegt. 5In der Probezeit wird festgestellt, ob die Schülerin oder der Schüler den Anforderungen der Fachoberschule bzw. der Berufsoberschule gewachsen ist.
(2) 1Wer in allen Pflichtfächern im Jahreszeugnis der Vorklasse oder des Vorkurses der Berufsoberschule mindestens die Note 3 (mindestens 7 Punkte) erzielt hat, unterliegt bei unmittelbar fortgesetztem Schulbesuch nicht der Probezeit. 2Satz 1 gilt entsprechend, wenn die Leistungen bei der erstmaligen Teilnahme am Vorkurs im Rahmen der „Virtuellen Berufsoberschule Bayern“ erzielt worden sind und der Eintritt in die Berufsoberschule im nächsten Schuljahr erfolgt.
(3) 1Die Probezeit dauert in der Jahrgangsstufe 11 der Fachoberschule und in der Jahrgangsstufe 12/1 der Teilzeitform der Berufsoberschule bis zum Ende des ersten Schulhalbjahres. 2In allen übrigen Fällen dauert die Probezeit bis zum 15. Dezember.
(5) 1Die Probezeit ist nicht bestanden, wenn bei einer Gesamtwürdigung der Leistungen nicht damit gerechnet werden kann, dass das Ziel der Jahrgangsstufe erreicht wird. 2Dies ist in der Regel der Fall, wenn die Leistungen am Ende der Probezeit in einem Pflichtfach mit der Note 6 (0 Punkte) oder in zwei Pflichtfächern mit der Note 5 (1 bis 3 Punkte) oder schlechter zu bewerten sind und keine Umstände vorliegen, die bessere Leistungen wahrscheinlich machen. 3Die Bestimmungen über den Notenausgleich (§ 53) gelten für Fachoberschulen und Berufsoberschulen entsprechend. 4Die Probezeit an der Fachoberschule in der Jahrgangsstufe 11 ist in der Regel ferner nicht bestanden, wenn die fachpraktische Ausbildung „bisher ohne Erfolg durchlaufen“ wurde. 5Sofern auf Grund der schulischen Leistungen nach der letzten Schulphase vor der Probezeitentscheidung absehbar ist, dass die Schülerin oder der Schüler die Probezeit nicht bestehen wird, kann die Probezeit bereits vor Beginn der letzten Praktikumsphase für nicht bestanden erklärt werden.
(7) 1Das Nichtbestehen der Probezeit ist unverzüglich den Erziehungsberechtigten schriftlich mitzuteilen; dabei sind die Gründe darzulegen. 2Es wird eine Bescheinigung über die Dauer des Schulbesuchs und die erzielten Leistungen, gegebenenfalls einschließlich der fachpraktischen Ausbildung ausgestellt. 3Ist die Probezeit an der Fachoberschule in der Jahrgangsstufe 11 über den in Abs. 3 genannten Termin verlängert worden, ist in das Zwischenzeugnis ein Vermerk über die Verlängerung aufzunehmen.
(5) 1Auf Antrag der Erziehungsberechtigten oder volljährigen Schülerinnen und Schüler entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter bis spätestens 15. Dezember eines Schuljahres über die Möglichkeit des einmaligen Rücktritts in die Jahrgangsstufe 11 der Fachoberschule bzw. in die Jahrgangsstufe 12 der Berufsoberschule; Schülerinnen und Schüler, die innerhalb der ersten sechs schulischen Unterrichtswochen zurücktreten, gelten im Folgejahr bei nicht unterbrochenem Schulbesuch in der höheren Jahrgangsstufe nicht als Wiederholungsschülerinnen bzw. Wiederholungsschüler. 2Satz 1 gilt für einen Rücktritt aus der Jahrgangsstufe 12 der Berufsoberschule in die Vorklasse entsprechend; dies gilt nicht, sofern die Schülerin oder der Schüler die Vorklasse bereits einmal besucht hat. 3Bei einem Rücktritt nach Satz 1 oder Satz 2 erfolgt die Leistungsbewertung auf der Grundlage der ab dem Zeitpunkt des Rücktritts anfallenden Leistungsnachweise.
(6) 1In der Jahrgangsstufe 11 der Fachoberschule ist ein Wechsel der Ausbildungsrichtung nur während der ersten sechs Wochen nach Unterrichtsbeginn möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, der Schule ein geeigneter Ausbildungsplatz zur Verfügung steht und die fachpraktische Ausbildung nicht wesentlich verkürzt wird. 2 § 27 Abs. 2 gilt entsprechend.
(1) 1Nach Maßgabe näherer Bestimmungen des Staatsministeriums entscheidet die Schule nach pädagogischem Ermessen und nach den personellen, sächlichen und organisatorischen Gegebenheiten über die Bildung von Klassen, die Teilung von Klassen in Gruppen, die Einrichtung von Ergänzungs- und Förderunterricht und von Unterricht in Wahlfächern. 2Bestehen an einem Ort mehrere Schulen, für die ein Wahlunterricht gleicher Art in Betracht kommt, so soll er gemeinsam erteilt werden. 3Die Schulleiterinnen und Schulleiter entscheiden gemeinsam über die Verteilung des Wahlunterrichts auf die einzelnen Schulen und stellen das Einvernehmen mit dem Aufwandsträger her.
(2) 1Fachoberschulen und Berufsoberschulen wirken insbesondere zur Gewährleistung eines erfolgreichen Übertritts in die Jahrgangsstufe 13 und bei der Seminararbeit zusammen. 2Die Schulleiterinnen und Schulleiter entscheiden gemeinsam nach der Fachabiturprüfung über die Verteilung des Unterrichtsangebots und stellen das Einvernehmen mit dem Aufwandsträger her.
(1) 1Während der Teilnahme an der fachpraktischen Ausbildung der Fachoberschule haben die Schülerinnen und Schüler auch den Anordnungen der Ausbilderinnen und Ausbilder Folge zu leisten; in außerschulischen Einrichtungen unterliegen sie auch einer dort bestehenden Werkstatt- oder Hausordnung, soweit Sinn und Zweck der fachpraktischen Ausbildung nicht entgegenstehen. 2Schülerinnen und Schüler dürfen für die fachpraktische Ausbildung kein Entgelt fordern oder entgegennehmen. 3Sie sind zum Stillschweigen über alle Angelegenheiten verpflichtet, die ihnen im Rahmen der fachpraktischen Ausbildung in außerschulischen Einrichtungen zur Kenntnis gelangen, soweit sie der Geheimhaltung unterliegen.
(2) 1Ist eine Schülerin oder ein Schüler aus zwingenden Gründen verhindert, am Unterricht oder an einer sonstigen verbindlichen Schulveranstaltung teilzunehmen, so ist die Schule unverzüglich unter Angabe des Grundes zu verständigen. 2Im Fall fernmündlicher Verständigung ist die schriftliche Mitteilung innerhalb von drei Tagen nachzureichen. 3Außerschulische Einrichtungen der fachpraktischen Ausbildung der Fachoberschule sind darüber hinaus in der von der Schule festgelegten Weise zu unterrichten.
(3) 1Bei Erkrankungen von mehr als drei Unterrichtstagen kann die Schule die Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses verlangen. 2Am Tag eines angekündigten Leistungsnachweises, bei einer Häufung krankheitsbedingter Schulversäumnisse oder bei Zweifeln an der Erkrankung kann die Schule die Vorlage eines ärztlichen oder schulärztlichen Zeugnisses verlangen. 3Wird das Zeugnis nicht vorgelegt, so gilt das Fernbleiben als unentschuldigt. 4Ein ärztliches oder schulärztliches Zeugnis kann in der Regel nur dann als genügender Nachweis für die geltend gemachte Erkrankung anerkannt werden, wenn es auf Feststellungen beruht, die die Ärztin oder der Arzt während der Zeit der Erkrankung getroffen hat.
(5) 1Schülerinnen und Schüler können auf schriftlichen Antrag in begründeten Ausnahmefällen vom Unterricht in einzelnen Fächern befreit oder vom Schulbesuch beurlaubt werden. 2Den Schülerinnen und Schülern ist ausreichende Gelegenheit zur Erfüllung ihrer religiösen Pflichten und zur Wahrnehmung religiöser Veranstaltungen auch außerhalb der Schule zu geben.
(1) 1Die Aufsichtspflicht der Schule erstreckt sich auf die Zeit, in der die Schülerinnen und Schüler am Unterricht oder an sonstigen Schulveranstaltungen teilnehmen, einschließlich einer angemessenen Zeit vor Beginn und nach Beendigung des Unterrichts oder der Schulveranstaltungen. 2Schülerinnen und Schülern kann gestattet werden, während der unterrichtsfreien Zeit die Schulanlage zu verlassen. 3Während sonstiger Zeiten, in denen sich Schülerinnen und Schüler in der Schulanlage aufhalten, hat die Schule für eine angemessene Beaufsichtigung zu sorgen.
(2) 1Das Mitbringen und Mitführen von gefährlichen Gegenständen ist den Schülerinnen und Schülern untersagt. 2Die Schule hat solche Gegenstände wegzunehmen und sicherzustellen. 3In gleicher Weise kann die Schule bei sonstigen Gegenständen verfahren, die den Unterricht oder die Ordnung der Schule stören können oder stören. 4Über die Rückgabe derartiger Gegenstände entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter; in den Fällen des Satzes 2 darf die Rückgabe, soweit dieser nicht anderweitige Bestimmungen entgegenstehen, nur an die Erziehungsberechtigten der Schülerin oder des Schülers erfolgen.
(1) 1Die Höchstausbildungsdauer an der Fachoberschule beträgt vier Jahre. 2Bei Besuch der Jahrgangsstufe 13 erhöht sich die Höchstausbildungsdauer um ein Jahr. 3Hierauf werden alle an öffentlichen oder staatlich anerkannten Fachoberschulen verbrachten Schuljahre, auch wenn sie durch Austritt nach Ablauf der ersten sechs schulischen Unterrichtswochen, nicht bestandene Probezeit oder Krankheit verkürzt waren, angerechnet; ausgenommen bleibt der Besuch des Vorkurses.
(2) 1Die Höchstausbildungsdauer an der Berufsoberschule beträgt in der Vollzeitform vier Jahre, in der Teilzeitform sechs Jahre. 2Bei vorangehendem Besuch der Vorklasse (§ 31) erhöht sich die Höchstausbildungsdauer um ein Jahr. 3Auf die Höchstausbildungsdauer werden alle an öffentlichen oder staatlich anerkannten Berufsoberschulen verbrachten Schuljahre, auch wenn sie durch Austritt nach Ablauf der ersten sechs Unterrichtswochen, nicht bestandene Probezeit oder Krankheit verkürzt waren, angerechnet; ausgenommen bleibt der Besuch des Vorkurses.
(2) 1Der Unterricht wird an den Wochentagen Montag bis Freitag erteilt; in den Vorkursen und in der Teilzeitform kann er auch am Samstag erteilt werden. 2Die Schulleiterin oder der Schulleiter setzt die Unterrichtszeiten im Einvernehmen mit dem Schulforum und im Benehmen mit dem Aufgabenträger im Sinn des Art. 1 des Schulwegkostenfreiheitsgesetzes fest.
(4) 1In der Regel erfolgt die fachpraktische Ausbildung der Fachoberschule in Blockform in geeigneten außerschulischen Einrichtungen und erstreckt sich über den ganzen Tag. 2Sie soll acht Zeitstunden täglich nicht überschreiten.
(1) 1Die Abmeldung vom Religionsunterricht bedarf der Schriftform. 2Sie gilt jeweils für das laufende Schuljahr und muss spätestens innerhalb der ersten Woche nach Unterrichtsbeginn erfolgen; eine spätere Abmeldung ist nur aus wichtigem Grund zulässig.
(2) 1Auf schriftlichen Antrag der Erziehungsberechtigten werden Schülerinnen und Schüler, die keiner Religionsgemeinschaft angehören, zur Teilnahme am Religionsunterricht eines Bekenntnisses als Pflichtfach zugelassen, wenn die Religionsgemeinschaft, für deren Bekenntnis der betreffende Religionsunterricht eingerichtet ist, zustimmt und zwingende schulorganisatorische Gründe nicht entgegenstehen. 2Dies gilt entsprechend für Schülerinnen und Schüler, für deren Religionsgemeinschaft Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach für die betreffende Schulart an öffentlichen Schulen in Bayern nicht eingerichtet ist; in diesem Fall ist dem Antrag die Zustimmung dieser Religionsgemeinschaft beizufügen. 3Die Zulassung spricht die Schulleiterin oder der Schulleiter aus. 4Für den Zeitpunkt des Antrags gilt Abs. 1 Satz 2 entsprechend. 5Die Zulassung gilt für die Dauer des Besuchs der betreffenden Schulart, soweit nicht die Zustimmung einer beteiligten Religionsgemeinschaft widerrufen wird. 6Mit der Teilnahme am Religionsunterricht entfällt die Pflicht zum Besuch des Ethikunterrichts. 7Für die Abmeldung vom Religionsunterricht gilt Abs. 1 entsprechend; die erneute Teilnahme an einem Religionsunterricht nach Satz 1 darf frühestens nach Ablauf eines vollen Schuljahres nach der Abmeldung von dem vorher besuchten Religionsunterricht zugelassen werden.
(3) 1Bei Austritt aus dem Religionsunterricht während des Schuljahres ist binnen angemessener Frist, die in der Regel nicht länger als drei Monate betragen soll, eine Prüfung über den bis zum Zeitpunkt des Austritts im Unterrichtsfach Ethik behandelten Stoff des Schuljahres abzulegen. 2Erfolgt der Austritt während der letzten drei Monate des Schuljahres, in dem die betreffenden Schülerinnen und Schüler die Fachabiturprüfung oder Abiturprüfung ablegen, so ist die Prüfung spätestens im Zusammenhang mit der Abschlussprüfung abzulegen; ihr Ergebnis gilt als Jahresfortgangsergebnis im Fach Ethik.
Abschnitt 3 Zeugnisse (§§ 58–59)
(1) 1Leistungsnachweise im Sinn des Art. 52 Abs. 1 BayEUG sind Schulaufgaben, die Seminararbeit in einem Pflichtfach in der Jahrgangsstufe 13 und sonstige Leistungsnachweise. 2Sonstige Leistungsnachweise sind Stegreifaufgaben, Kurzarbeiten, mündliche und praktische Leistungen sowie andere individuelle Leistungen; in der Jahrgangsstufe 12 zählt zu den sonstigen Leistungsnachweisen zusätzlich ein Fachreferat in einem Pflichtfach mit Ausnahme der Fächer Sport, Musik, Kunsterziehung und Darstellung. 3Die Leistungsnachweise sind möglichst gleichmäßig über das Schuljahr zu verteilen.
(2) 1In jedem Pflicht- und Wahlpflichtfach sind schriftliche, gegebenenfalls auch praktische Leistungen in angemessener Zahl zu erheben, darunter mindestens eine Kurzarbeit im Schulhalbjahr oder mindestens drei Stegreifaufgaben im Schuljahr. 2Die Fächer und die Mindestzahl der Schulaufgaben bestimmen sich nach Anlage 4. 3Eine Kurzarbeit oder eine Schulaufgabe kann durch eine andere gleichwertige individuelle Leistung ersetzt werden, die der Art nach für alle Schülerinnen und Schüler einer Klasse gleich sein muss; ein Referat ist kein Ersatz für eine Schulaufgabe oder Kurzarbeit. 4Die Entscheidung über die Art der Leistungsnachweise trifft die Klassenkonferenz; die Entscheidung über die Zahl der Schulaufgaben trifft die Lehrerkonferenz, wobei die Mindestzahl an Schulaufgaben nicht unterschritten werden darf. 5Die Entscheidungen der Klassen- und Lehrerkonferenz werden den Schülerinnen und Schülern rechtzeitig mitgeteilt. 6Eine Mischung von Kurzarbeiten und Stegreifaufgaben im selben Fach derselben Klasse ist unzulässig. 7Mündliche Leistungsnachweise sind ebenfalls in angemessener Zahl zu erheben, darunter mindestens eine Rechenschaftsablage, ein Unterrichtsbeitrag oder ein Referat pro Schuljahr in Fächern mit einer Jahreswochenstunde bzw. pro Schulhalbjahr in Fächern mit zwei oder mehr Jahreswochenstunden. 8In den Fächern Sport, Musik, Kunsterziehung, Technisches Zeichnen und Darstellung können schriftliche und mündliche Leistungen ganz oder teilweise durch praktische Leistungen ersetzt werden.
1Schulaufgaben werden spätestens eine Woche vorher angekündigt. 2An einem Tag darf nicht mehr als eine Schulaufgabe, in einer Woche sollen nicht mehr als zwei Schulaufgaben abgehalten werden.
(1) 1In der Jahrgangsstufe 13 ist eine Seminararbeit anzufertigen. 2Hierzu besuchen die Schülerinnen und Schüler, die nicht mit der Fachhochschulreife den Schulbesuch beenden möchten, am Ende der Jahrgangsstufe 12 ein mindestens 60 Stunden umfassendes und von der Schule zu betreuendes Seminar. 3Der Unterricht dient der Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten und der Erarbeitung bzw. Auswahl der Themen der Seminararbeit. 4Wählbar ist ein fachbezogenes oder fächerübergreifendes Thema in einem Pflichtfach.
(2) 1Die Themen der Seminararbeit werden in der Vollzeitform zum Ende der Jahrgangsstufe 12, in der Teilzeitform zum Ende der Jahrgangsstufe 12/2 vergeben. 2Die Seminararbeit muss in der Vollzeitform spätestens am ersten Unterrichtstag im Oktober, in der Teilzeitform spätestens am ersten Unterrichtstag nach den Weihnachtsferien in der Jahrgangsstufe 13/1 abgeliefert werden.
(3) Schülerinnen und Schüler, die gemäß § 27 Abs. 6 in die Fachoberschule oder gemäß § 28 Abs. 6 in die Berufsoberschule aufgenommen werden, wählen das Thema der Seminararbeit im Einvernehmen mit den betroffenen Lehrkräften zu Beginn der Jahrgangsstufe 13. 2Die Seminararbeit muss in diesen Fällen in der Vollzeitform spätestens eine Woche nach Ende der Weihnachtsferien, in der Teilzeitform spätestens eine Woche nach Ende der Osterferien in der Jahrgangsstufe 13/1 abgeliefert werden. 3Schülerinnen und Schüler nach Satz 1 können auf Antrag an der Seminarphase teilnehmen; im Fall der Teilnahme gelten die Fristen des Abs. 2.
(5) 1Grundlage der Bewertung der Seminararbeit sind die Leistungen im Rahmen der Seminarphase und die schriftliche Arbeit. 2Zusätzlich kann, ausgenommen bei Nichtabgabe der Seminararbeit, eine mündliche Prüfung nach Korrektur der schriftlichen Arbeit abgehalten werden, deren Ergebnis in die Gesamtbewertung eingeht; sie muss außer im Fall eines erwiesenen Plagiats abgehalten werden, wenn die Seminararbeit mit der Note 5 oder 6 (weniger als 4 Punkte) bewertet wurde. 3 § 65 Abs. 2 findet für die Seminararbeit keine Anwendung.
(6) 1Das Thema bzw. eine Kurzform des Themas der Seminararbeit, die erreichte Punktzahl und die erzielte Note sind im Zeugnis der fachgebundenen Hochschulreife bzw. im Jahreszeugnis auszuweisen. 2Das Ergebnis der Seminararbeit wird bei der Ermittlung der Durchschnittsnote wie ein Pflichtfach gewertet.
(7) 1Wiederholt die Schülerin oder der Schüler die Jahrgangsstufe 13, bleibt das Ergebnis der Seminararbeit auf Antrag erhalten. 2Bei Anfertigung einer neuen Seminararbeit kann sich die Schülerin oder der Schüler für eines der beiden Ergebnisse entscheiden.
(1) 1Stegreifaufgaben werden nicht angekündigt. 2Sie beschränken sich auf den Inhalt der vorangegangenen zwei Unterrichtsstunden einschließlich der Grundkenntnisse des Fachs; die Bearbeitungszeit soll nicht mehr als 20 Minuten betragen. 3Wurden die vorangegangenen Unterrichtsstunden versäumt, so entscheidet die Lehrkraft, ob der Schülerin oder dem Schüler die Bearbeitung zugemutet werden kann.
(2) 1Schriftliche Leistungsnachweise sollen den Schülerinnen und Schülern auf Antrag mit nach Hause gegeben werden. 2Sie sind innerhalb einer Woche unverändert an die Schule zurückzugeben.
(1) 1Die Leistungsbewertung wird durch Noten und durch ein Punktesystem vorgenommen. 2Die Punkte sind den Notenstufen gemäß Art. 52 Abs. 2 BayEUG nach folgendem Schlüssel zugeordnet:
(3) 1Bei der Bewertung einer schriftlichen Arbeit kann die äußere Form mit berücksichtigt werden. 2Bei schriftlichen Arbeiten sind Verstöße gegen die Sprachrichtigkeit sowie Ausdrucksmängel zu kennzeichnen und können angemessen bewertet werden.
(5) 1Die Gesamtleistungen in der fachpraktischen Ausbildung der Fachoberschule einschließlich der fachpraktischen Anleitung werden zum Schulhalbjahr mit dem Gesamturteil „bisher mit sehr gutem Erfolg/gutem Erfolg/Erfolg“ oder „bisher ohne Erfolg durchlaufen“ und am Ende des Schuljahres mit dem Gesamturteil „mit sehr gutem Erfolg/gutem Erfolg/Erfolg“ oder „ohne Erfolg durchlaufen“ bewertet. 2Werden mehr als sechs Tage der fachpraktischen Ausbildung ohne ausreichende Entschuldigung versäumt oder wird die fachpraktische Ausbildung vorzeitig abgebrochen, so ist sie in der Regel als „ohne Erfolg durchlaufen“ zu bewerten. 3Dasselbe gilt, wenn wegen Verletzung der Pflichten aus Art. 56 Abs. 4 BayEUG oder § 35 Abs. 1 die Fortsetzung der Ausbildung durch die Leiterin oder den Leiter der Ausbildungsstätte verweigert worden ist und aus diesem Grund mehr als sechs Tage der fachpraktischen Ausbildung versäumt wurden. 4Über Ausnahmen entscheidet die Lehrerkonferenz. 5Wurden mehr als 15 Tage der fachpraktischen Ausbildung versäumt, so darf ein positives Gesamturteil nur mit Zustimmung der Schulleiterin oder des Schulleiters erteilt werden.
(7) 1Schülerinnen und Schülern, die sich unerlaubter Hilfe bedienen oder den Versuch dazu machen (Unterschleif), wird die Arbeit abgenommen; diese wird mit der Note 6 (0 Punkte) bewertet. 2Als Versuch gilt auch die Bereithaltung nicht zugelassener Hilfsmittel. 3Wird ein Tatbestand nach Satz 1 erst nach Rückgabe des Leistungsnachweises bekannt, so ist der entsprechende Leistungsnachweis nachträglich mit der Note 6 (0 Punkte) zu bewerten und die Zeugnisnote entsprechend zu berichtigen.
(2) 1Wird der Nachtermin mit ausreichender Entschuldigung versäumt, so wird entweder ein weiterer Nachtermin oder gegen Ende des Schulhalbjahres bzw. Schuljahres eine schriftliche bzw. eine praktische Ersatzprüfung angesetzt. 2Eine mündliche oder schriftliche Ersatzprüfung kann auch angesetzt werden, wenn in einem Fach keine hinreichenden unangekündigten Leistungsnachweise vorliegen. 3Eine mündliche Ersatzprüfung muss angesetzt werden, wenn die mündlichen Leistungen der Schülerinnen und Schüler wegen ihrer Versäumnisse nicht hinreichend beurteilt werden können.
(3) 1Eine Ersatzprüfung kann in einem Fach nur einmal im Schulhalbjahr stattfinden. 2Sie kann sich über den gesamten bis dahin behandelten Unterrichtsstoff des Schuljahres erstrecken. 3Der Termin der Ersatzprüfung ist den Schülerinnen und Schülern sowie den Erziehungsberechtigten spätestens eine Woche vorher mitzuteilen.
(4) 1Wer an der Ersatzprüfung wegen Erkrankung nicht teilnimmt, muss die Erkrankung durch ärztliches Zeugnis nachweisen. 2Die Schule kann die Vorlage eines schulärztliches Zeugnisses verlangen.
(1) 1Für jedes Unterrichtsfach wird am Ende des Schuljahres bzw. des Ausbildungsabschnitts 3/2 des DBFH-Bildungsgangs ein Jahresfortgangsergebnis ermittelt, das als Note und Punktzahl ausgewiesen wird. 2Dabei werden die einzelnen Leistungen entsprechend ihrem Umfang und Schwierigkeitsgrad gewichtet. 3In den auch im Ausbildungsabschnitt 3/2 zu unterrichtenden Fächern wird das Jahresfortgangsergebnis auf Grund der Leistungen in den Ausbildungsabschnitten 3/1 und 3/2 festgesetzt; in den Fächern Religionslehre und Sozialkunde gilt das Ergebnis des Ausbildungsabschnitts 3/1 als Jahresfortgangsergebnis.
2In Fächern ohne Schulaufgaben wird der Durchschnitt aus den gegebenenfalls gewichteten Punktzahlen für die Leistungsnachweise ermittelt. 3Zwischenergebnisse und das Jahresfortgangsergebnis werden unter Aufrundung auf zwei Nachkommastellen berechnet. 4Das Jahresfortgangsergebnis wird danach außer im Fall des § 67 Abs. 1 Satz 3 auf einen ganzzahligen Wert gerundet, wobei Nachkommastellen unter 0,50 abgerundet, Nachkommastellen ab 0,50 aufgerundet werden; Werte unter 1,00 sind stets mit 0 Punkten zu bewerten.
2In Fächern, in denen Schulaufgaben vorgeschrieben sind, wird die Prüfung in schriftlicher Form abgenommen; die Aufgaben haben etwa den Umfang einer Schulaufgabe. 3In anderen Fächern bleibt die Art der Durchführung der Prüfung der Schule überlassen. 4Der Prüfung liegt der gesamte Stoff der Jahrgangsstufe 11 zugrunde. 5Wurden in der Nachprüfung Ergebnisse erzielt, mit denen Schülerinnen und Schüler unter Anwendung der Vorrückungsbestimmungen hätten vorrücken dürfen, so stellt die Schulleiterin oder der Schulleiter das Bestehen der Nachprüfung und damit auch das Vorrücken fest. 6Schülerinnen und Schüler, die sich der Nachprüfung erfolgreich unterzogen haben, erhalten ein neues Jahreszeugnis, in dem die in der Nachprüfung erzielten Ergebnisse an die Stelle der jeweiligen Jahresfortgangsergebnisse treten und das einen Vermerk darüber enthält, welche Zeugnisnoten auf der Nachprüfung beruhen.
(1) 1Die Grundlage für die Entscheidung über das Vorrücken in die Jahrgangsstufe 12 der Fachoberschule bilden die Leistungen in den Pflichtfächern der Jahrgangsstufe 11. 2Vom Vorrücken ist ausgeschlossen, wer
3In den Fällen des Satzes 2 Nrn. 2 und 3 kann unter den Voraussetzungen des § 53 ein Notenausgleich zugebilligt oder unter den Voraussetzungen des Art. 53 Abs. 6 Satz 2 BayEUG das Vorrücken auf Probe gestattet werden. 4In die Jahrgangsstufe 13 der Fachoberschule kann vorrücken, wer im Zeugnis der Fachhochschulreife eine Durchschnittsnote gemäß § 68 Abs. 3 von mindestens 3,0 erzielt hat.
(2) 1In die Jahrgangsstufe 13 der Berufsoberschule rückt vor, wer die Fachhochschulreifeprüfung in der Jahrgangsstufe 12 erfolgreich abgelegt oder in den Pflichtfächern im Jahreszeugnis der Jahrgangsstufe 12 höchstens einmal die Note 5 (1 bis 3 Punkte), ansonsten mindestens die Note 4 (mindestens 4 Punkte) erreicht hat. 2Notenausgleich kann nicht gewährt werden. 3Vom Vorrücken ist ausgeschlossen, wer im Jahreszeugnis anstelle einer Bewertung eine Bemerkung gemäß § 58 Abs. 2 erhalten hat, sofern nicht unter den Voraussetzungen des Art. 53 Abs. 6 Satz 2 BayEUG, das Vorrücken auf Probe gestattet wird.
erzielt haben. 2Sind die zwei mit Note 5 (1 bis 3 Punkte) bewerteten Pflichtfächer oder ist das eine mit Note 6 (0 Punkte) bewertete Pflichtfach Gegenstand der schriftlichen oder praktischen Prüfung, so können zum Ausgleich nach Satz 1 Nrn. 1 und 2 nur Pflichtfächer der schriftlichen oder praktischen Prüfung herangezogen werden. 3Ist von den beiden mit Note 5 (1 bis 3 Punkte) bewerteten Pflichtfächern eines ein Pflichtfach der schriftlichen oder praktischen Prüfung, so muss unter den zum Ausgleich nach Satz 1 Nrn. 1 und 2 herangezogenen Pflichtfächern mindestens ein Fach der schriftlichen oder praktischen Prüfung sein. 4Die Fächer Musik, Kunsterziehung und Sport können nicht zum Ausgleich herangezogen werden.
1Wird das Vorrücken auf Probe nach Art. 53 Abs. 6 Satz 2 BayEUG gestattet, so wird in das Jahreszeugnis folgende Bemerkung aufgenommen: „Die Erlaubnis zum Vorrücken in die Jahrgangsstufe … hat er/sie auf Probe erhalten.“ 2Zurückverwiesene Schülerinnen und Schüler, denen das Vorrücken auf Probe nach Art. 53 Abs. 6 Satz 2 BayEUG gestattet wurde, gelten im Folgejahr nicht als Wiederholungsschülerinnen und Wiederholungsschüler.
(4) 1Die Vorklasse darf nur wiederholt werden, wenn kein mittlerer Schulabschluss vorliegt (§ 31 Abs. 2). 2Der Vorkurs darf nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes wiederholt werden.
(1) 1Über die erzielten Leistungen werden am letzten Unterrichtstag der zweiten vollen Unterrichtswoche im Februar (Ende des ersten Schulhalbjahres) Zwischenzeugnisse und am letzten Unterrichtstag des Schuljahres Jahreszeugnisse nach den vom Staatsministerium herausgegebenen Mustern ausgestellt. 2In der Teilzeitform der Berufsoberschule werden Zwischenzeugnisse am letzten Unterrichtstag der Jahrgangsstufe 12/1 und 13/1 ausgestellt. 3Im Vorkurs werden Zwischenzeugnisse nicht erteilt. 4Über den Besuch des Vorkurses der Fachoberschule und die erzielten Leistungen wird eine Bescheinigung ausgestellt.
(4) 1Schülerinnen und Schüler, die am Religionsunterricht nicht teilnehmen, erhalten auch dann keine Bewertung in diesem Fach, wenn sie erst während des Beurteilungszeitraums ausgeschieden sind. 2Gleiches gilt für den Ethikunterricht.
(5) 1Das Jahreszeugnis der Vorklasse der Berufsoberschule vermittelt den mittleren Schulabschluss nach Art. 25 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 BayEUG, wenn in jedem Pflichtfach mindestens die Note 4 (mindestens 4 Punkte) erzielt wurde. 2Gleiches gilt, wenn in höchstens einem Pflichtfach die Note 5 (1 bis 3 Punkte) und mindestens die Note 2 (mindestens 10 Punkte) in einem anderen Pflichtfach oder die Note 3 (mindestens 7 Punkte) in zwei anderen Pflichtfächern erzielt wurde.
(6) 1Im Zeugnis oder auf einem Beiblatt nach dem vom Staatsministerium herausgegebenen Muster sind auf Wunsch der Schülerin oder des Schülers die Tätigkeiten in der Schülermitverantwortung oder sonstige freiwillige Tätigkeiten für die Schulgemeinschaft zu vermerken. 2Sonstige Bemerkungen über Anlagen, Mitarbeit und Verhalten werden in das Zeugnis nicht aufgenommen.
(9) 1Das Zeugnis wird von der Klassenkonferenz festgesetzt. 2In den Fällen des Nichtvorrückens, der Gewährung von Notenausgleich oder des Vorrückens auf Probe entscheidet die Lehrerkonferenz auf Empfehlung der Klassenkonferenz. 3Gleiches gilt, wenn die oder der Vorsitzende der Klassenkonferenz oder ein Drittel ihrer Mitglieder dies beantragt oder die Schulleiterin oder der Schulleiter dies aus besonderen Gründen für erforderlich hält.
(11) 1Bei minderjährigen Schülerinnen und Schülern bestätigt die oder der Erziehungsberechtigte durch Unterschrift, dass sie oder er vom Zwischenzeugnis Kenntnis genommen hat. 2Das unterschriebene Zeugnis ist der Klassenleiterin oder dem Klassenleiter vorzulegen. 3Es wird spätestens am Schluss des Schuljahres an die Schülerinnen und Schüler zurückgegeben.
(2) 1Die oder der Vorsitzende kann für die mündliche Prüfung Prüfungskommissionen mit mindestens zwei Prüferinnen oder Prüfern bilden, von denen sie oder er eine oder einen zur bzw. zum Kommissionsvorsitzenden bestimmt. 2Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann in die Prüfungsvorgänge eingreifen und selbst Fragen stellen. 3Soweit diese Schulordnung nicht ausdrücklich eine andere Regelung trifft, sind Prüfungsangelegenheiten von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu erledigen.
(3) 1Der Prüfungsausschuss entscheidet mit einfacher Mehrheit und in Anwesenheit von mindestens zwei Dritteln der Mitglieder. 2Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der oder des Vorsitzenden. 3Stimmenthaltung ist nicht zulässig. 4Ist die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses der Auffassung, dass ein Beschluss gegen Rechts- oder Verwaltungsvorschriften verstößt, so muss sie oder er den Beschluss beanstanden, den Vollzug aussetzen und die Entscheidung der oder des Ministerialbeauftragten herbeiführen.
(5) 1Das Staatsministerium kann für jede öffentliche oder staatlich anerkannte Schule eine Ministerialkommissärin oder einen Ministerialkommissär als Vorsitzende oder Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestellen. 2Die Ministerialkommissärin oder der Ministerialkommissär hat zusätzlich die Befugnis,
(6) 1Von einer Prüfungstätigkeit ist ausgeschlossen, wer das Sorgerecht über die Schülerin oder den Schüler hat oder zu ihr oder ihm in nahen persönlichen oder wirtschaftlichen Beziehungen steht. 2Kommt ein derartiger Ausschluss in Betracht und kann die Schule auf den Einsatz der Lehrkraft in den Klassen des Prüfungsjahrgangs nicht verzichten, so ist dies rechtzeitig vor Unterrichtsaufnahme zu Beginn des betreffenden Schuljahres der oder dem Ministerialbeauftragten zu melden. 3Die oder der Ministerialbeauftragte kann eine Sonderregelung treffen.
1Über Verlauf und Ergebnis der Prüfung ist eine Niederschrift zu fertigen. 2Für den Prüfungsausschuss und die Prüfungskommissionen bestimmen die Vorsitzenden je ein Mitglied als Schriftführerin oder Schriftführer. 3Die Niederschrift wird von der oder dem Vorsitzenden und der Schriftführerin oder dem Schriftführer unterzeichnet. 4Der Niederschrift wird ein Verzeichnis beigegeben, das die von den einzelnen Schülerinnen und Schülern in den einzelnen Fächern in der schriftlichen, mündlichen und praktischen Prüfung und im Jahresfortgang erzielten Punkte und Noten einschließlich der Prüfungsergebnisse und Gesamtergebnisse enthält und angibt, ob die Abschlussprüfung bestanden wurde.
(1) 1Der Abschlussprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife (Fachabiturprüfung) haben sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 der Fachoberschule und des Ausbildungsabschnitts 3/2 des DBFH-Bildungsgangs zu unterziehen. 2Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 der Berufsoberschule können daran teilnehmen, sofern sie spätestens bis zum 1. März ihre Teilnahme an der Prüfung schriftlich erklären.
2Im Fall von Satz 1 Nrn. 2 und 3 gilt die Prüfung als abgelegt und nicht bestanden. 3Schülerinnen und Schüler können auf Empfehlung der Klassenkonferenz aus der Schule entlassen werden, wenn feststeht, dass sie an der Abschlussprüfung nicht teilnehmen können und auch die Jahrgangsstufe nicht mehr wiederholen können.
(4) 1Das Staatsministerium stellt einheitliche Aufgaben. 2Soweit die Schule aus den vom Staatsministerium einheitlich gestellten Aufgaben eine Auswahl treffen muss, wählt die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses im Benehmen mit den jeweiligen Fachlehrkräften der Prüfungsklassen am Prüfungstag, bei Vervielfältigung durch die Schule am vom Staatsministerium angegebenen Datum aus. 3Bei Parallelklassen können für jede Klasse verschiedene Aufgaben gewählt werden.
(1) 1Im Fach Englisch findet eine verpflichtende mündliche Prüfung nach Maßgabe näherer Bestimmungen des Staatsministeriums statt. 2Abs. 2 bis 4 finden keine Anwendung.
(2) 1Jede Schülerin und jeder Schüler kann sich auf Antrag in höchstens einem Fach der schriftlichen Prüfung (§ 64 Abs. 2) einer mündlichen Prüfung unterziehen sowie in höchstens einem sonstigen Pflichtfach des laufenden Schuljahres mit Ausnahme der zweiten Fremdsprache, in dem die Jahresfortgangsleistung mit der Note 5 oder 6 (weniger als 4 Punkte) bewertet worden ist. 2Der schriftliche Antrag auf Teilnahme an der Prüfung muss der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bis zu einem von ihr oder ihm festgelegten Termin zugehen. 3Die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung sind den Schülerinnen und Schülern mindestens einen Tag vor diesem Termin bekannt zu geben.
(3) 1Schülerinnen und Schüler haben sich der mündlichen Prüfung zu unterziehen, wenn nach den besonderen Umständen des Falles der Leistungsstand in einem Pflichtfach nach dem Urteil des Prüfungsausschusses durch das Jahresfortgangsergebnis und das Ergebnis der schriftlichen Prüfung nicht geklärt erscheint. 2Über die Verpflichtung zur mündlichen Prüfung sind die Schülerinnen und Schüler spätestens zwei Tage vor Beginn der Prüfung zu informieren.
(5) 1Die mündliche Prüfung ist – ausgenommen im Fach Englisch – eine Einzelprüfung. 2Im Fach Englisch findet die mündliche Prüfung als Gruppenprüfung mit grundsätzlich vier bis sechs Prüflingen statt. 3Die mündliche Prüfung erstreckt sich auf den gesamten Unterrichtsstoff des Fachs. 4Die Prüfungszeit soll im Allgemeinen für jedes Fach in der Einzelprüfung 20 Minuten betragen, in der Gruppenprüfung 5 Minuten je Prüfling.
(1) 1Die schriftlichen und praktischen Prüfungsarbeiten werden je von zwei Lehrkräften bewertet, die die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestimmt. 2Kommt eine Einigung nicht zustande, wird die Bewertung der Prüfungsleistung von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses oder von einer durch diese oder diesen bestimmte Lehrkraft vorgenommen. 3Die Bewertungen sind zu unterzeichnen; in den Fächern Deutsch, Pädagogik/Psychologie und Darstellung sowie bei Abweichungen sind sie kurz zu begründen.
(1) 1Nach Abschluss der mündlichen Prüfungen setzt der Prüfungsausschuss spätestens zu dem vom Staatsministerium festgelegten Zeugnistermin die Prüfungsergebnisse und die Gesamtergebnisse fest. 2Die Punktzahl des Prüfungsergebnisses wird aus der zweifachen Punktzahl der schriftlichen Prüfung und der einfachen Punktzahl der mündlichen Prüfung ermittelt. 3Die Punktzahl des Gesamtergebnisses in Fächern, die Gegenstand der Abschlussprüfung waren, wird aus dem Jahresfortgangsergebnis und dem Prüfungsergebnis ermittelt, die beide gleichwertig sind und unter Aufrundung mit zwei Nachkommastellen festgesetzt werden. 4Das Gesamtergebnis wird zunächst ebenfalls unter Aufrundung mit zwei Nachkommastellen berechnet; dieser Wert wird anschließend auf einen ganzzahligen Wert gerundet, wobei Nachkommastellen unter 0,50 abgerundet, Nachkommastellen ab 0,50 aufgerundet werden und Werte unter 1,00 stets mit 0 Punkten zu bewerten sind. 5Die Noten werden nach § 49 Abs. 1 Satz 2 festgesetzt. 6In Fächern, die nicht Gegenstand der Abschlussprüfung waren, gilt das Jahresfortgangsergebnis als Gesamtergebnis. 7Für die Seminararbeit gilt die erzielte Leistung nach § 46 Abs. 5 als Gesamtergebnis.
(2) 1Auf Grund der Gesamtergebnisse entscheidet der Prüfungsausschuss über das Bestehen der Abschlussprüfung. 2Sie ist, sofern kein Notenausgleich gewährt wird, nicht bestanden, wenn bei den Gesamtergebnissen einmal die Note 6 (0 Punkte) oder zweimal die Note 5 (1 bis 3 Punkte) erzielt wurde; das Fach Sport bleibt außer Betracht. 3Die Abschlussprüfung zum Erwerb der fachgebundenen Hochschulreife ist außerdem nicht bestanden, wenn als Prüfungsergebnis in einem Fach die Note 6 (0 Punkte) oder in mehr als zwei Fächern die Note 5 (1 bis 3 Punkte) erzielt wurde; für die Ermittlung des Prüfungsergebnisses gilt Abs. 1 Satz 4 entsprechend.
(1) 1Das Zeugnis der Fachhochschulreife enthält die Gesamtergebnisse der Fächer der Jahrgangsstufe 12 bzw. des Ausbildungsabschnitts 3 des DBFH-Bildungsgangs und die Durchschnittsnote sowie in der Fachoberschule zusätzlich die Jahresfortgangsergebnisse der Pflichtfächer, die in der Jahrgangsstufe 11 abgeschlossen wurden, sowie die Gesamtleistung der fachpraktischen Ausbildung (§ 49 Abs. 5). 2Es muss dem vom Staatsministerium herausgegebenen Muster entsprechen und berechtigt zum Studium an einer Fachhochschule. 3Über die erzielten Leistungen in einer gemäß Anlage 1 oder 2 gewählten zweiten Fremdsprache wird eine Bescheinigung ausgestellt.
(2) 1Das Zeugnis der fachgebundenen Hochschulreife enthält die Gesamtergebnisse der Fächer der Jahrgangs stufe 13, die Angaben zur Seminararbeit (§ 46 Abs. 6) sowie die Durchschnittsnote. 2Es muss dem vom Staatsministerium herausgegebenen Muster entsprechen und berechtigt zum Hochschulstudium in Bayern nach Maßgabe der Qualifikationsverordnung.
(3) 1Die Durchschnittsnote wird gemäß Anlage 5 auf der Grundlage der Punktzahlen der Pflichtfächer gebildet; die Fächer, Musik, Kunsterziehung und Sport bleiben dabei außer Betracht. 2Sie wird auf eine Stelle nach dem Komma errechnet; es wird nicht gerundet. 3Die Vorschriften des § 58 Abs. 3, 4 und 6 über Jahreszeugnisse gelten entsprechend.
(2) 1Für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 bzw. 13 der Fachoberschule oder der Jahrgangsstufe 13 der Berufsoberschule, die ausgetreten sind, ohne die Abschlussprüfung abzulegen, gilt die Abschlussprüfung als abgelegt und nicht bestanden. 2Für Schülerinnen und Schüler, die sich der Abschlussprüfung ohne Erfolg unterzogen haben, gilt § 52 Abs. 4 entsprechend.
(3) 1Wird eine Prüfung versäumt, so wird die Note 6 (0 Punkte) erteilt, es sei denn, das Versäumnis ist nicht zu vertreten. 2Dies gilt auch in den Fällen der freiwilligen mündlichen Prüfung, es sei denn, der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses oder der zuständigen Prüfungskommission geht vor dem angesetzten Prüfungstermin eine schriftliche Rücktrittserklärung zu.
1Schülerinnen und Schüler, die an der Abschlussprüfung in allen oder einzelnen Fächern infolge eines von ihnen nicht zu vertretenden Grundes nicht teilnehmen konnten, können die Abschlussprüfung oder die nicht abgelegten Teile der Prüfung mit Genehmigung der bzw. des Ministerialbeauftragten nachholen. 2Die schriftlichen und praktischen Aufgaben stellt das Staatsministerium oder die oder der Ministerialbeauftragte. 3Die oder der Ministerialbeauftragte legt den Nachtermin und die Schule fest, an der die Prüfung nachgeholt wird; sie oder er entscheidet auch, ob die nachzuholende verpflichtende mündliche Prüfung im Fach Englisch als Gruppen- oder Einzelprüfung durchgeführt wird. 4Der Nachtermin muss spätestens sechs Monate nach dem Zeugnistermin gemäß § 67 Abs. 1 Satz 1 abgeschlossen werden.
(1) 1Schülerinnen und Schülern, die sich unerlaubter Hilfe bedienen oder den Versuch dazu machen (Unterschleif), wird die Arbeit abgenommen; diese wird mit Note 6 (0 Punkte) bewertet. 2Als Versuch gilt auch das Bereithalten nicht zugelassener Hilfsmittel nach Beginn der Prüfung. 3Ebenso kann verfahren werden, wenn die Handlungen zu fremdem Vorteil unternommen werden.
(3) 1Wird ein Tatbestand nach Abs. 1 Satz 1 erst nach Abschluss der Prüfung bekannt, so ist die betreffende Prüfungsleistung nachträglich mit Note 6 (0 Punkte) zu bewerten und das Gesamtprüfungsergebnis entsprechend zu berichtigen. 2In schweren Fällen ist die Prüfung als nicht bestanden zu erklären. 3Ein unrichtiges Abschlusszeugnis ist einzuziehen.
(1) 1Durch Nachweis der notwendigen Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache können Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 oder Bewerberinnen und Bewerber mit dem Zeugnis der fachgebundenen Hochschulreife der Fachoberschule oder Berufsoberschule die allgemeine Hochschulreife erwerben. 2Der Nachweis kann erbracht werden
(6) 1Die Ergänzungsprüfung umfasst einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. 2Für die Bildung des Prüfungsergebnisses gelten § 67 Abs. 1 Sätze 2 und 4 entsprechend. 3Die Ergänzungsprüfung ist bestanden, wenn mindestens die Prüfungsnote 4 (mindestens 4 Punkte) erreicht wird.
(7) 1Bewerberinnen und Bewerber, die die Ergänzungsprüfung nicht bestanden haben, können sie einmal wiederholen. 2Bewerberinnen und Bewerber, die am Unterricht in einer zweiten Fremdsprache in der Fachoberschule bzw. Berufsoberschule in der Jahrgangsstufe 13 nicht mindestens die Note 4 (mindestens 4 Punkte) erreicht haben, können einmal an der Ergänzungsprüfung teilnehmen. 3Auf Antrag kann Bewerberinnen und Bewerbern, die die Ergänzungsprüfung bestanden haben, gestattet werden, die Ergänzungsprüfung zur Verbesserung des Prüfungsergebnisses einmal zum nächsten Prüfungstermin zu wiederholen.
(8) 1Bewerberinnen und Bewerber, die die notwendigen Kenntnisse nachweisen, erhalten ein Zeugnis, welches in Verbindung mit dem Abschlusszeugnis der fachgebundenen Hochschulreife einer Fachoberschule bzw. einer Berufsoberschule als Nachweis der allgemeinen Hochschulreife gilt. 2Wenn eine Bewertung nur als Note vorliegt, gilt für das Zeugnis jeweils der mittlere Punktwert gemäß § 49 Abs. 1 Satz 2 als erzielt. 3Wer die notwendigen Kenntnisse nachweist, aber die gleichzeitig abgelegte Abschlussprüfung zum Erwerb der fachgebundenen Hochschulreife nicht besteht, erhält ein Zeugnis nur, wenn er die Abschlussprüfung zum Erwerb der fachgebundenen Hochschulreife erfolgreich zu einem späteren Termin abgelegt hat. 4Das Zeugnis muss dem vom Staatsministerium herausgegebenen Muster entsprechen.
(10) 1 §§ 60, 61, 64, 65 Abs. 5 und 7, §§ 66 und 70 bis 72 gelten entsprechend. 2Eine Ministerialkommissärin oder ein Ministerialkommissär kann auch ausschließlich für die Ergänzungsprüfung bestellt werden.
(2) 1Die Zulassung ist spätestens bis zum 1. März unter Angabe der Ausbildungsrichtung bei der Schule zu beantragen, an der die Prüfung abgelegt werden soll. 2Dem Antrag sind beizufügen
(3) 1Für die Zulassung an der Fachoberschule ist zusätzlich der Nachweis einer mit mindestens „mit Erfolg“ durchlaufenen einschlägigen fachpraktischen Ausbildung der Fachoberschule oder einer beruflichen Vorbildung nach § 28 Abs. 2 erforderlich; dies gilt für die Fachabiturprüfung nicht für Bewerberinnen und Bewerber, die mindestens die Jahrgangsstufe 12 eines öffentlichen oder staatlich anerkannten neunjährigen Gymnasiums oder mindestens die Jahrgangsstufe 11 eines öffentlichen oder staatlich anerkannten achtjährigen Gymnasiums besuchen oder durchlaufen haben. 2Für die Zulassung an einer Berufsoberschule ist zusätzlich der Nachweis der notwendigen und entsprechenden beruflichen Vorbildung gemäß § 28 Abs. 1 Satz 1 erforderlich. 3Für die Zulassung zur Abiturprüfung an der Fachoberschule ist zusätzlich der Nachweis der Fachhochschulreife durch ein Zeugnis einer öffentlichen oder staatlich anerkannten Fachoberschule der entsprechenden Ausbildungsrichtung mit einer Durchschnittsnote gemäß § 68 Abs. 3 von mindestens 3,0 erforderlich.
(6) 1Über die Zulassung entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter. 2Die oder der Ministerialbeauftragte kann Bewerberinnen und Bewerber einer anderen öffentlichen Fachoberschule bzw. Berufsoberschule zuweisen, wenn die Zahl anderer Bewerberinnen und Bewerber die Schule unzumutbar belasten würde. 3Die Entscheidung über den Antrag ist den Bewerberinnen und Bewerbern schriftlich mitzuteilen.
(2) 1Verpflichtende Prüfungsgegenstände sind die vier Prüfungsfächer gemäß § 64 Abs. 2 und 3 und das Fach Sozialkunde für die Abschlussprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife bzw. Geschichte/Sozialkunde für die Abschlussprüfung zum Erwerb der fachgebundenen Hochschulreife. 2Darüber hinaus hat die Bewerberin oder der Bewerber drei weitere Pflichtfächer der jeweiligen Ausbildungsrichtung zu wählen; hierbei ist sie oder er bei der Abschlussprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife an die Fächer der Stundentafel der Jahrgangsstufen 11 und 12 der Fachoberschule und bei der Abschlussprüfung zum Erwerb der fachgebundenen Hochschulreife an die Fächer der Stundentafel der Jahrgangsstufe 13 der Fachoberschule und der Berufsoberschule gebunden. 3Bei der Wahl müssen folgende Fächer berücksichtigt werden:
(3) 1Die vier Fächer gemäß § 64 Abs. 2 und 3 werden schriftlich bzw. praktisch, das Fach Englisch zusätzlich auch mündlich, die übrigen Fächer gemäß Abs. 2 mündlich geprüft; für Schülerinnen und Schüler staatlich genehmigter Fachoberschulen oder Berufsoberschulen erfolgt die mündliche Prüfung im Fach Englisch als Gruppenprüfung in entsprechender Anwendung von § 65, für sonstige andere Bewerberinnen und Bewerber als Einzelprüfung. 2Auf Antrag der Bewerberin bzw. des Bewerbers oder auf Anordnung des Prüfungsausschusses finden auch in weiteren Fächern der schriftlichen Prüfung gemäß § 64 Abs. 2 zusätzliche mündliche Prüfungen statt. 3Die mündliche Prüfung soll für ein Fach, in dem keine schriftliche Prüfung stattgefunden hat, 30 Minuten, sonst 20 Minuten betragen; § 65 Abs. 6 bleibt unberührt. 4Bei den mündlichen Prüfungen soll auch auf ein Lerngebiet bzw. Lehrplanmodul eingegangen werden, mit dem sich die Bewerberin oder der Bewerber besonders gründlich beschäftigt hat. 5Mindestens die Hälfte der Prüfungszeit muss den anderen Lerngebieten und Lehrplanmodulen des Lehrplans vorbehalten bleiben.
(5) 1In sonstigen Pflicht- und Wahlpflichtfächern der jeweiligen Ausbildungsrichtung können sich Bewerberinnen und Bewerber freiwillig einer mündlichen Prüfung unterziehen. 2Abs. 3 Satz 3 gilt entsprechend.
(6) 1Die Bewerberinnen und Bewerber haben beim Antritt zur Prüfung und auf Verlangen auch während der Prüfung ihren amtlichen Lichtbildausweis vorzuzeigen. 2Kommen Bewerberinnen und Bewerber dem nicht nach und steht ihre Identität nicht anderweitig eindeutig fest, so kann die jeweilige Prüfung abgebrochen und die Note 6 (0 Punkte) erteilt werden.
(1) 1Die Punktzahl des Gesamtergebnisses ergibt sich nach Maßgabe des § 67 ausschließlich aus den in der Prüfung erbrachten Leistungen. 2Im Fall des § 75 Abs. 4 wird das Gesamtergebnis aus den gleichgewichteten mündlichen und schriftlichen Prüfungsleistungen gebildet. 3Die Note des Gesamtergebnisses wird nach § 49 Abs. 1 Satz 2 festgesetzt.
(3) 1Bewerberinnen und Bewerber, welche die Abschlussprüfung nicht bestanden haben, erhalten auf Wunsch eine Bescheinigung hierüber. 2Auf Antrag entscheidet der Prüfungsausschuss darüber, ob die nichtbestandene Fachabiturprüfung für andere Bewerberinnen und Bewerber an einer Fachoberschule als bestandene Aufnahmeprüfung nach § 33 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 bzw. die nichtbestandene Abiturprüfung für andere Bewerberinnen und Bewerber an einer Berufsoberschule als bestandene Aufnahmeprüfung nach § 33 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 gewertet werden kann.
(5) 1Tritt eine Bewerberin, die zum Zeitpunkt der Anmeldung zur Prüfung nicht Schülerin einer staatlich genehmigten Fachoberschule oder Berufsoberschule war, oder ein Bewerber, der zum Zeitpunkt der Anmeldung zur Prüfung nicht Schüler einer staatlich genehmigten Fachoberschule oder Berufsoberschule war, vor dem Ende der Prüfung im dritten Fach zurück, so gilt die Prüfung als nicht abgelegt. 2Bei einem Rücktritt nach diesem Zeitpunkt gilt die Prüfung als abgelegt und nicht bestanden, es sei denn, der Rücktritt erfolgt aus Gründen, die die Bewerberin oder der Bewerber nicht zu vertreten hat.
(4) 1In den Prüfungsausschuss soll eine Lehrkraft der Ersatzschule, soweit sie die für Fachoberschulen und Berufsoberschulen erforderliche volle Lehramtsbefähigung hat, berufen werden. 2Für jedes Prüfungsfach sollen Lehrkräfte der Ersatzschule, die eine für Fachoberschulen und Berufsoberschulen erforderliche volle Lehramtsbefähigung besitzen oder für die die erforderliche Unterrichtsgenehmigung nach dem Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen endgültig erteilt worden ist, bei der Korrektur der Prüfungsarbeiten und – als Mitglied der zuständigen Prüfungskommission – bei den mündlichen Prüfungen nach Anweisung der oder des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses mitwirken, soweit Schülerinnen und Schüler der Ersatzschule betroffen sind. 3Für die mündliche Prüfung benennt die staatlich genehmigte Ersatzschule ein Lerngebiet bzw. Lehrplanmodul als Schwerpunkt; § 75 Abs. 3 Satz 5 bleibt unberührt. 4Die Entscheidung über die Auswahl trifft die prüfende Schule.
(5) 1Mit Zustimmung der oder des Ministerialbeauftragten kann auf Antrag der prüfenden Schule in höchstens zwei der gemäß § 75 Abs. 3 nur mündlich zu prüfenden Fächer die mündliche Prüfung durch eine schriftliche Prüfung entsprechend § 75 Abs. 4 ersetzt werden. 2Auf Antrag der Bewerberin oder des Bewerbers findet dann zusätzlich eine mündliche Prüfung statt; sie dauert 30 Minuten und hat bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses gleiches Gewicht wie die schriftliche Prüfung. 3Anträge nach Satz 2 und § 75 Abs. 4 können insgesamt in höchstens zwei Fächern gestellt werden.
(3) 1Abweichend von Abs. 1 tritt § 46 Abs. 7 mit Wirkung vom 1. Juni 2008 in Kraft. 2Abweichend von Abs. 1 tritt Anlage 1 für die Jahrgangsstufe 12 am 1. August 2009 und für die Jahrgangsstufe 13 hinsichtlich der Fächer Wirtschaftsinformatik oder Französisch am 1. August 2010 in Kraft. 3Bis zu den in Satz 2 genannten Zeitpunkten sind die entsprechenden Regelungen der Fachober- und Berufsoberschulordnung nach Abs. 2 weiterhin anzuwenden.