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Timestamp: 2018-10-19 05:18:07
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Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 60', '§ 40', '§ 2', '§ 9', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 3', '§ 37', '§ 13', '§ 14', '§ 92', '§ 92', '§ 93', '§ 93', '§ 9']

Steuerlexikon - treuwitax Steuerberatungsgesellschaft mbH
Überweist ein Mieter z.B. die Dezembermiete 2013 am 5.1.2014, ist die Miete im Jahr 2013 zu berücksichtigen.
Mit der Unternehmenssteuerreform 2008 wurde die Möglichkeit einer degressiven AfA für bewegliche betrieblich genutzte und abnutzbare Wirtschaftsgüter generell abgeschafft. Im Rahmen des „Gesetzes zur Umsetzung steuerrechtlicher Regelungen des Maßnahmenpakets Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung" wurde die degressive Abschreibung vorübergehend für die Veranlagungszeiträume 2009 und 2010 wieder zugelassen. Seit dem 1.1.2011 sind betrieblich genutzte abnutzbare Wirtschaftsgüter, die keine geringwertigen Wirtschaftsgüter sind, nur noch linear abschreibbar.
Als geringwertige Wirtschaftsgüter gelten im Rahmen der Gewinneinkünfte (Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbstständiger Tätigkeit) bewegliche, abnutzbare und selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten nicht mehr als 410 € (netto) betragen haben (§ 6 Abs. 2 EStG).
Hier finden Sie eine umfassende Übersicht über das Reisekostenrecht
tätig wird. Diese Fallgruppe dient lediglich der Klarstellung, dass auch bei Arbeitnehmern, die keine rerste Tätigkeitsstätte haben, eine lohnsteuerlich begünstigte Auswärtstätigkeit vorliegt. Dieser Gruppe kommt daher keine eigenständige lohnsteuerliche Bedeutung zu.
Als erste Tätigkeitsstätte gilt jede ortsfeste betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers. Als ortsfeste betriebliche Einrichtung kommen im Regelfall die Räume des Betriebes in Betracht. Erste Tätigkeitsstätte kann aber auch eine Filiale, eine Niederlassung oder ein "verbundenes Unternehem" sein, sofern es sich hier um ortsfeste EInrichtungen handelt. Selbst der Ort des Kunden des Arbeitgebers kann für den Arbeitnehemer die erste Tätigkeitsstätte sein, wenn der Arbeitnehmer diese Kunden dauerhaft zugeordnet ist.
Die Finanzverwaltung berücksichtigt die neue Rechtsprechung des BFH (Urt. v. 5.3.2009 VI R 58/06) in den Lohnsteuerrichtlinien 2013 wie folgt: Eine aus beruflichem Anlass begründete doppelte Haushaltsführung liegt auch dann vor, wenn ein Arbeitnehmer seinen Haupthausstand aus privaten Gründen vom Beschäftigungsort wegverlegt und er darauf in einer Wohnung am Beschäftigungsort einen Zweithaushalt begründet, um von dort seiner Beschäftigung weiter nachgehen zu können (R 9.11 Abs. 2 Satz 5 LStR 2011). Zur Vermeidung von Missbrauchsfällen lehnt die Finanzverwaltung allerdings die Anerkennung einer doppelten Haushaltsführung ab, wenn „bereits zum Zeitpunkt der Wegverlegung des Lebensmittelpunktes vom Beschäftigungsort ein Rückumzug an den Beschäftigungsort geplant ist oder feststeht“ (R 9.11 Abs. 2 Satz 6 LStR 2013).
Neben den anlässlich des Wohnungswechsels zu Beginn und am Ende der doppelten Haushaltsführung tatsächlichen Aufwendungen für die Fahrt sowie den tatsächlich durchgeführten Familienheimfahrten (von den Finanzämtern anerkannt werden Familienheimfahrteneinmal pro Woche in Höhe der Entfernungspauschale mit 0,30 €/km) können als Werbungskosten geltend gemacht werden:
Umzugskosten für die Wegverlegung des Lebensmittelpunkts vom Beschäftigungsort in eine andere, ausschließlich aus beruflichen Gründen genutzte Wohnung am Beschäftigungsort (R 9.11 Abs. 9 Satz 5 LStR 20112013).
Tatsächliche Kosten der Zweitwohnung bis zu einem Betrag von maximal 1000 € monatlich..Der ´Höchstbetrag umfasst sämtliche Aufwendungen wie Miete, Nebenkosten, bei Eigenimmobilien auch Schuldzinsen, Abschreibung, Reparaturkosten sowie die Zweitwohnungssteuer, Mietgebühren für Kfz-Stellplätze, Aufwendungen für Sondernutzung (Garten usw.).
Voraussetzung für den Werbungskostenabzug der Mehraufwendungen für eine beruflich bedingte doppelte Haushaltsführung als Werbungskosten ist das Innehaben einer Wohnung „aus eigenem Recht als Eigentümer oder Mieter bzw. aus gemeinsamen oder abgeleitetem Recht als Ehegatte, Lebenspartner oder Lebensgefährte sowie Mitbewohner“ sowie eine angemessene finanzielle Beteiligung an den Kosten der Lebensführung
Die Verwendung eines dem Unternehmen zugeordneten Gegenstandes für Zwecke außerhalb des Unternehemens.
Die unentgeltliche Erbringung einer anderen sonstigen Leistung für Zwecke, die außerhalb des Unternehmens liegen oder für den privaten Bedarf des Personals.
Von dem zu versteuernden Einkommen bleibt stets ein Grundfreibetrag steuerfrei; Der Grundfreibetrag beträgt ab dem Veranlagungszeitraum 2014 8.354 € (doppelte Beträge bei der Zusammenveranlagung).
Für über dem Grundfreibetrag liegende zu versteuernde Einkommen bestimmen sich die Steuersätze aus folgenden drei Zonen: der unteren Zone, der Progressionszone sowie der Proportionalzone. In der unteren Zone beträgt der Eingangssteuersatz für 2014 14 %. Der Steuersatz steigt in dieser Zone bis maximal 23,97 Prozent. Die untere Zone erfasst zu versteuernde Einkommen von 8.355 bis 13.469 € (bzw. 16.710 bis 26.938 bei Zusammenveranlagung).
Der Progressionszone folgt die Proportionalzone mit dem Spitzensteuersatz von 42 % für zu versteuernde Einkommen von 52.882 € bis 250.730 € (105.764 bis 501.460 € bei Zusammenveranlagung). Für zu versteuernde Einkommen ab 250.731 € (501.462 €) erhöht sich der Spitzensteuersatz auf 45 % (Reichensteuer).
Seit Januar 2005 muss die Einnahmen-Überschuss-Rechnung mittels eines amtlich vorgeschriebenen Vordrucks erstellt werden, soweit die Betriebseinnahmen einschließl. USt mehr als 17.500 € betragen. Für Körperschaften, die nicht zur Buchführung verpflichtet sind, gilt eine Betragsgrenze von 35.000 EUR (einschließlich Umsatzsteuer). Seit 2012 können Einnahmen-Überschuss-Rechnungen nur noch elektronisch eingereicht werden (§ 60 Abs. 4 EStDV).
alle Freiberufler und andere Selbstständige, die keine gewerblcihen Einkünfte erzielen (unabhängig von der Höhe des Umsatzes und des Gewinns)
Gewerbliche Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 500.000 € und einem Gewinn von bis zu 50.000 €
Land- und Forstwirte, bei denen im Kalenderjahr der Umsatz 500.000 €, einem Gewinn von bis zu 50.000 € und einem Wirtschaftswert der selbstbewirtschafteten Flächen von bis zu 25.000 €
Die Entfernungspauschale beträgt 0,30 € für jeden Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, unabhängig davon, ob die Strecke zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Motorrad, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem PKW zurückgelegt wird. Arbeitgeberleistungen in Form unentgeltlicher oder verbilligter Job-Tickets sind auf die Entfernungspauschale anzurechnen.
Fahrtkostenzuschüsse kann der Arbeitgeber mit 15 % pauschal versteuern (§ 40 (2) S. 2 EStG. Dies gilt jedoch nur bis maximal zu dem Betrag, den der Arbeitnehmer im Rahmen der Entfernungspauschale als Werbungskosten geltend machen könnte.
Das Erbschaftsteuer- und Bewertungsrecht wurde zuletzt 2008 reformiert. Anlass hierfür war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 7.11.2006. Das "neue" Erbschafts- & Bewertungsrecht gilt seit 2009. Erste Änderungen folgten dann zum 1.1.2010 durch das Gesetz zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums (Wachstumsbeschleunigungsgesetz BGBl 2009 I S. 3950). Unter anderem wurde die Unternehmensnachfolge erleichtert. Weitere Änderungen waren im Jahressteuergesetz 2010 enthalten; u.a. die Gleichstellung des Lebenspartners einer eingetragenen Lebenspartnerschaft mit Ehegatten. Für Erwerbsfälle, für die die Steuer nach dem 31.12.2011 entsteht, besteht die Möglichkeit, einen Vermögensanfall, zu dem Inlandsvermögen gehört, als insgesamt unbeschränkt steuerpflichtig behandeln zu lassen, wenn Erblasser/Schenker und Erwerber im Zeitpunkt der Ausführung bzw. Entstehung der der Steuer ihren Wohnsitz nicht in Deutschland, sondern in einem EU-oder EWR Staat hatten. Dies hat den Vorteil, dass die u.g. Freibeträge gelten. Im Gegenzug muss jedoch der Gesamterwerb im Inland versteuert werden (Änderung § 2 Abs. 1 Nr. 1 und 3, Abs. 3 ErbStG durch das Beitreibungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz). Die letzte Änderung geht der EU-Kommission nicht weit genug. Sie hat daher beschlossen, Deutschland wegen der Erbschaftsteuer beim Europäischen Gerichtshof zu verklagen.
Auch der Bundesfinanzhof (BFH) nahm das gegenwärtige Erbschaftsteuergesetz ins Visier und bemängelte generell die steuerlichen Begünstigungen für Betriebsvermögen. Mit Az. II R 9/11 hat der BFH das Bundesverfassungsgericht angerufen. Dies muss nun über die Verfassungsmäßigkeit der „neuen“ in 2008 reformierten Erbschaftsteuer entscheiden. Die Finanzverwaltung hat reagiert und in diversen gleich lautenden Erlassen (v. 14.11.2012 -S0338) ihre Finanzämter angewiesen, sämtliche Erbschaft- bzw. Schenkungsteuerfestsetzungen nur noch vorläufig vorzunehmen. Der Vorläufigkeitsvermerk gilt für alle noch offenen Festsetzungen für nach dem 31.12.2008 entstandene Erbschaft-/Schenkungsteuern.
In Bezug auf das anhängige Normenkontrollverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht ist die Vollziehung eines Erbschaftsteuerbescheides bei berechtigtem Interesse eines Steuerpflichtigen auszusetzen oder aufzuheben. Ein berechtigtes Interesse liegt nach Auffassung des Bundesfinanzhofes vor, wenn der Steuerpflichtige zur Entrichtung der festgesetzten Erbschaftsteuer eigenes Vermögen verwenden muss oder die erworbenen Vermögensgegenstände veräußern oder belasten muss (BFH, Beschluss v. 21.11.2013 II B 46/13).
Kinder, Kinder verstorbener Kinder 400.000 €
weitere Abkömmlinge 100.000 €
Erwerber Steuerklasse II (Eltern und Großeltern in Schenkungsfällen, Geschwister, Neffen, Nichten, Stiefeltern, Schwiegerkinder, Schwiegereltern, geschiedene und Lebenspartner einer aufgehobenen Lebenspartnerschaft
Erwerber Steuerklasse III (alle übrigen Erwerber) 20.000 €
Beschränkt Steuerpflichtige aus EU-Ländern für Erwerb von Inlandsvermögen und Option für unbeschränkte Steuerpflicht Freibeträge wie oben
75 000 € 7 15 30
300 000 € 11 20 30
600 000 € 15 25 30
6 000 000 € 19 30 30
13 000 000 € 23 35 50
26 000 000 € 27 40 50
Das seit 2009 anwendbare Bewertungsrecht listet insgesamt 6 verschiedene Wertermittlungsmethoden für das Unternehmensvermögen auf. Als Bemessungsgrundlage für den steuerpflichtigen Erwerb gilt der gemeine Wert (Verkehrswert) .
Bei der Übertragung von Betriebsvermögen durch Erbschaft oder Schenkung bleiben nach derzeit noch geltendem Erbschaft- & Schenkungsteuerrecht 85 % steuerfrei (Verschonungsabschlag). Hinzu kommt ein Abzugsbetrag auf den nicht begünstigten Teil des Betriebsvermögens (15 %) in Höhe von 150.000 €, welcher je nach Höhe des Betriebsvermögens abgeschmolzen wird und ab einem nicht begünstigten Teil von 450.000 € ganz entfällt. Voraussetzung für die Gewährung des 85%igen Verschonungsabschlages ist, dass der ererbte Betrieb mit dem vorhandenen Betriebsvermögen und der vorhandenen Zahl der Beschäftigten fünf Jahre fortgeführt wird. Letzteres wird gemessen an der Lohnsumme. So darf die Lohnsumme nach fünf Jahren nicht weniger als 400 % der Ausgangslohnsumme zum Erwerbszeitpunkt betragen. Abgestellt wird hierbei auf einen Gesamtbetrachtungszeitraum von fünf Jahren, so dass schlechte Wirtschaftsjahre mit guten ausgeglichen werden können. Die Lohnsummenregelung gilt nicht, wenn die Ausgangslohnsumme 0 € beträgt – also der Betrieb praktisch keine Mitarbeiter beschäftigt - oder wenn der Betrieb nicht mehr als 20 Beschäftigte hat. Daneben darf der Anteil des Verwaltungsvermögens am betrieblichen Gesamtvermögen höchstens 50 % betragen.
Anmerkung: Die Besteuerung von Betriebsvermögen bei Erbschaften und Schenkungen (insbesondere der Verschonungsabschlag) unterliegt derzeit einer verfassungsrechtlichen Prüfung durch das Bundesverfassungsgericht (Vorlagebeschluss Bundesfinanzhof Az. II R 9/11). Alle Erbschaft- bzw. Schenkungsteuerfestsetzungen erfolgen nur noch vorläufig (gleich lautende Erlasse v. 14.11.2012 -S0338).
der Ansatz der Entfernungspauschale von 0,30 EUR je Entfernungskilometer (mit einer grundsätzlichen Begrenzung auf 4500 € pro Jahr)
Nur die eine erste Tätigkeitsstätte führt künftig zu einem beschränkten Werbungskostenabzug. Ein Fahrtkostenersatz des Arbeitgebers zur ersten Tätigkeitsstätte stellt lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn dar. Bei Nutzung eines Firmenwagens müssen bei Anwendung der 1 % Methode als Monatspauschale 0,03 % des Bruttolistenpreises oder bei tageweiser Berechnung für jeden Tag 0,002 % des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil versteuert werden. Es können keine Verpflegungspauschalen verrechnet werden und Unterkunftskosten können nur im Rahmen der steuerlichen Regelungen für die doppelte Haushaltsführung geltend gemacht werden.
Hierbei handelt es sich um Fahrten, die durch die berufliche Auswärtstätigkeit veranlasst sind und die nicht zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte stattfinden z.B.:
Fahrten zwischen mehreren auswärtigen Tätigkeitsstätten oder innerhalb eines weiträumigenTätigkeitsgebiet“ im Rahmen desselben Arbeitsverhältnisses. Nur Fahrten innerhalb des weiträumigen Tätigkeitsgebietes stellen Reisekosten dar. Für Fahrten von der Wohnung zum nächstgelegenen Zugang zum Tätigkeitgebiet gelten die Entfernungspauschale bzw. die Regelungen bei Nutzung eines Firmenwagens entsprechend (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4a Satz 3 EStG).
Statt den tatsächlichen Kfz-Kosten können auch Pauschbeträge als Kilometerpauschale angesetzt werden:
Ausgewählte Hebesätze (Stand 01.01.2014)
Bremen 440 %
Dortmund 468 %
Duisburg 490 %
Ebenso sieht ein am 10.12.2012 veröffentlichtes Schreiben des Bundesfinanzministeriums (Az.IV A 3 – S 0338/07/10010) vor, bei Gewerbesteuerfestsetzungen hinsichtlich der Nichtabziehbarkeit als Betriebsausgaben (§ 4 Abs. 5b EStG) einen Vorläufigkeitsvermerk aufzunehmen. Das Verfahren 1 BvL 8/12 ist derzeit beim Bundesverfassungsgericht anhängig.
ausgewälte Nutzungsdauern in Jahren (Stand 1.1.2014):*
*Quelle AfA Tabellen, Arbeitshilfen nwb Verlag, November 2013
Geschenke an Personen, die nicht Arbeitnehmer des Steuerpflichtigen sind (z. B. Geschäftsfreunde), wenn der Wert der Geschenke pro Empfänger im Kalenderjahr 35 € übersteigt;(§ 4 Abs 5 Satz 1 Nr. 1 EStG)
Aufwendungen für die Bewirtung von Personen aus geschäftlichem Anlass, soweit sie 70 % der Aufwendungen übersteigen, die nach der allgemeinen Verkehrsauffassung als angemessen anzusehen sind;
Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sowie die Kosten der Ausstattung, es sei denn, das häusliche Arbeitszimmer stellt den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit dar (Abzug der Aufwendungen in unbegrenzter Höhe) bzw. für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit steht kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung. In diesen Fällen ist ein Betriebsausgaben-/Werbungskostenabzug von Aufwendungen in Höhe bis zu 1.250 € pro Jahr möglich (§ 4 Abs. 5 Nr. 6b Sätze 2 und 3 EStG).
Wenn ein Steuerpflichtiger einen nahen Angehörigen pflegt und dafür Pflegegeld bekommt, ist dieses steuerfrei gem. § 3 Nr.36 EStG, wenn die Pflegeleistung für die Grundpflege nach § 37 SGB XI (Sozialgesetzbuch) erbracht wird. Ab dem 1.1.2012 ist die Pflegestufe I mit 235 € die Pflegestufe II mit 440 € und die Pflegestufe III mit 700 € steuerfrei.
Zu den Reisekosten zählen lt. Finanzverwaltung (vgl. R 9.4 Lohnsteuer-Richtlinien (LStR 2013) alle Aufwendungen für eine:
bei Übergang der Steuerschuldnerschaft auf den Leistungsempfänger (§ 13b UStG): Die Rechnung muss zwingend die Angabe: „Steuerschuldnerschaft des Leistungs-empfängers“ enthalten (§ 14a Abs. 5 UStG i.d.F. Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz 2013, gilt seit dem 30.6.2013)
Neben der gesetzlichen und der betrieblichen Altersvorsorge wurde mit der Riester-Rente eine dritte Form der Altersvorsorge, die kapitalgedeckte Zusatz-Altersvorsorge eingeführt und im Jahr 2008 durch das Eigenheimrentengesetz erweitert. Der private Altersvorsorgesparer zahlt während des aktiven Arbeitslebens Beiträge in eine private Rentenversicherung, einen zertifizierten Banksparplan oder einen Fonds einund erhält als Förderung steuerfreie staatliche Zulagen. Im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung prüft das Finanzamt, ob der Sonderausgabenabzug für den Steuerpflichtigen günstiger ist als die Zulage (Günstigerprüfung).
2008 154 € 308 € 185 €/ 300 €*
Beispiel: Ein Ehepaar mit drei in 2009 geborene Kinder kann bei Erfüllung der erforderlichen Sparleistung (Mindesteigenbeitrags ) 2x die Grundzulage von 154 € und 3x die Kinderzulage von 300 € erhalten.
Die Riester-Förderung erfuhr in 2008 durch das Eigenheimrentengesetz (vom 29. 7. 2008) eine Erweiterung. Das in Riester-Verträgen gebildete Kapital kann seither zur Finanzierung einer eigengenutzten Wohnung genutzt werden (so genannte Wohn-Riester). Mit dem Jahressteuergesetz 2010 wurd der Anwendungsbereich der Wohn-Rister Förderung bezüglich Dauerwohnrechten nicht mehr auf die Anschaffung eines solchen beschränkt. Gem. § 92a Abs. 1 Satz 4 EStG kann das Kapital auch für die Entschuldung eines bestehenden Dauerwohnrechts zu Beginn der Auszahlungsphase genutzt werden. In Scheidungsfällen geht bei Übergang einer Wohnung auf den anderen Ehegatten das Wohnförderkonto entsprechend mit über (§ 92a Abs. 2a EStG). Des Weiteren liegt rückwirkend seit dem 1.9.2009 keine schädliche Verwendung mehr vor, wenn eine Riester-Rente auf eine Versorgungsausgleichskasse oder die gesetzliche Rentenversicherung übertragen wird (§ 93 Abs. 1a EStG).
Mit Wirkung ab dem Veranlagungszeitraum 2010 kann ein Steuerpflichtiger die schädliche Verwendung eines Wohn-Riester-Vertrages (zu anderen als wohnungswirtschaftlichen Zwecken) dadurch heilen, dass er binnen eines Jahres nach Ablauf des Veranlagungszeitraumes, in dem das Darlehen ausgezahlt worden ist, das Kapital in einen anderen zertifizierten Altersvorsorgevertrag überträgt (§ 93 Abs. 4 EStG.
Als Übernachtungskosten können die tatsächlichen Aufwendungen geltend gemacht werden, die dem Arbeitnehmer für die Inanspruchnahme einer Unterkunft zur Übernachtung entstehen. Die Übernachtungskosten sind grundsätzlich im Einzelnen nachzuweisen.
Der Arbeitgeber kann ohne Einzelnachweis für Übernachtungen im Inland einen Pauschbetrag von 20 € steuerfrei erstatten. Dies gilt nicht für Übernachtungen im Fahrzeug.
des für den Unterkunftsort maßgebenden Pauschbetrags für Verpflegungsmehraufwendungen bei einer Auswärtstätigkeit mit einer Abwesenheitsdauer von mindestens 24 Stunden (= 24 €; § 9 (4a) EStG; R. 9.7. Abs. 1 der LStR 2013).
Der verbleibende Teil des Sammelpostens ist vom Lohnbüro als steuerfreie Reisenebenkosten zu behandeln (R 9.7 Abs. 1 S. 5 LStR 2013).
2. für Mittag- und Abendessen um jeweils 40 % des für den Unterkunftsort maßgebenden Pauschbetrags für Verpflegungsmehraufwendungen bei einer Auswärtstätigkeit mit einer Abwesenheitsdauer von mindestens 24 Stunden.
Auslandsreise nach Frankreich (außer Paris): Hotelrechnung mit Tagungspauschale (Übernachtungskosten, Frühstück, Mittagessen, Abendessen). Gesamtpreis 100 €. Pauschale Verpflegungsmehraufwende für Frankreich: 44 € (ab 1.1.2014, mind. 24 Std. Abwesenheit). Die absetzbaren Übernachtungskosten betragen somit 100 € ./. 8,80 € ./. 17,60 € ./. 17,60 € ./. = 56,00 €.
Inlandsreise ab 01.01.2014
am An- und Abreisetag (ohne Mindestabwesenheit): je 12 EUR
Der Abzug der Verpflegungsmehraufwendungen ist auf die ersten drei Monate einer längeren beruflichen Auswärtstätigkeit beschränkt
Eine Tätigkeit, die nach 16 Uhr begonnen und vor 8 Uhr des nachfolgenden Kalendertages beendet wird, ohne dass eine Übernachtung stattfindet, ist mit der gesamten Abwesenheitsdauer dem Kalendertag der überwiegenden Abwesenheit zuzurechnen. Für Berufskraftfahrer, die typischerweise ihre Tätigkeit in der Nacht ausüben, gilt eine Sonderregelung.
Stellt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer Mahlzeiten während einer auswärtigen Tätigkeit zur Verfügung, ist ab 2014 (Reform des Reisekostenrechts) zu unterscheiden zwischen:
Üblichen Mahlzeiten: Unter übliche Mahlzeiten fallen Verköstigungen des Arbeitgebers, deren Preis 60 € nicht übersteigt. Übliche Mahlzeiten sind künftig mit dem Sachbezugswert anzusetzen und pauschal zu versteuern, sowie
Belohnungsessen: Unter Belohnungsessen fallen alle Mahlzeiten, deren Preis 60 € übersteigt. Diese sind nach den allgemeinen Regeln zu bewerten und zu besteuern. Nicht unter Belohnungsessen fallen Arbeitsessen oder die Bewirtung von Geschäftsfreunden.
Für 2014 betragen die Sachbezugswerte (BMF Schreiben v. 20.12.2012 - IV C 5 - S 2334/12/10004):
a) für ein Mittag- oder Abendessen, 3,00 EUR
b) für ein Frühstück: 1,63 EUR
Neuregelung zum 1.1.2014: Mit dem Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts wurde der steuerliche Abzug der Auslandstagegelder neu geregelt. für Dienstreisen ins Ausland werden die Auslandstagegelder nach dem Bundesreisekostengesetz zugrunde gelegt, Bei einer Abwesenheit von mindestens 24 Stunden ist der dortige Pauschbetrag mit 120 % und in den übrigen Fällen mit 80 % anzusetzen. Die entsprechenden Beträge sind bekannt gemacht im BMF Schreiben vom 11.11.2013 IV C 5 - S 2353/08/10006 :004.