Source: http://politik-in-koeln.de/koeln/konzern.php
Timestamp: 2018-02-25 03:59:50
Document Index: 170556158

Matched Legal Cases: ['§ 117', '§ 108', '§ 118', '§ 119', '§ 119', '§ 84', '§ 111', '§ 111', '§ 116', '§ 76', '§ 93', '§ 108', '§ 113']

Politik in Köln. Konzern.
Köln als Wirtschaftsmacht. Der Konzern Köln.
Der Konzern Köln - Wirtschaftsbetriebe - Beteiligungsbericht
Gemäß § 117 Gemeindeordnung NRW hat die Stadt Köln jährlich
"...einen Beteiligungsbericht zu erstellen, in dem ihre wirtschaftliche und nichtwirtschaftliche Betätigung, ... zu erläutern ist."
Der 1.658 Seiten starke Beteiligungsbericht 2013 wurde am 23. Juni 2015 vom Rat behandelt.
Alleine das Inhaltsverzeichnis listet ca. 100 Betriebe auf, die direkt oder über Beteiligungen mit der Stadt Köln verbunden sind. Im Text selbst folgen dann noch weitere Beteiligungen dieser Unternehmen. Einen ersten Überblick verschaffen die Grafiken ab Seite 9.
Diese Beteiligungen sind für die Stadtpolitik relevant!
So ist die GAG Immobilien GmbH zuständig für die Versorgung der kölner Bevölkerung mit günstigem Wohnraum. Die GAG gehört zu 88,21 % der Stadt Köln.
Die RheinEnergie AG ist der Strom-, Gas-, Wasser und Wärmeversorger der Stadt Köln. Die Beteiligungen sind hier komplexer. Der Stadt Köln gehören 100 % der Stadtwerke Köln, denen wiederum gehören 90 % der GEW Köln AG (10 % Stadt Köln). Die RheinEnergie AG gehört nun wiederum zu 80 % der GEW und zu 20 % der RWE.
Gemäß § 108 Abs. 1 Nr. 6 GO NRW hat sich die Gemeinde in allen städtischen Unternehmen einen angemessenen Einfluss zu sichern, insbesondere in einem Überwachungsorgan.
Dieser Einfluss findet bei den AG's über die Hauptversammlungen und die Aufsichtsräte statt, in die der Stadtrat bzw. die Hauptversammlung seine/ihre Vertreter entsendet. Die Größe der jeweiligen Aufsichtsräte ist in den jeweiligen Unternehmenssatzungen festgelegt.
Struktur der Aktiengesellschaft:
Die Aktionäre (Eigentümer) üben ihre Rechte in der Hauptversammlung aus (§ 118 AktG).
Sie ist zuständig u.a. für die Satzung, in der das Unternehmensziel festzuhalten ist (§ 119 AktG).
Sie bestellt die Mitglieder des Aufsichtsrats (§ 119 AktG).
Der Aufsichtsrat wählt die Vorstandsmitglieder auf höchstens 5 Jahre (§ 84 AktG).
Er überwacht die Geschäftsführung (§ 111 AktG).
Bestimmte Arten von Geschäften dürfen nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden (§ 111 AktG).
Für Aufsichtsräte gelten dieselben Sorgfalts- und Verschwiegenheitspflichten wie beim Vorstand (§ 116 AktG).
Der Vorstand hat unter eigener Verantwortung die Gesellschaft zu leiten (§ 76 AktG).
Er hat die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters anzuwenden und über vertrauliche Angaben und Geheimnisse der Gesellschaft Stillschweigen zu bewahren (§ 93 AktG).
Für die GmbH einer Kommune gelten ähnliche Bestimmungen, da für sie i.d.R. ein Aufsichtsrat nach § 108 Abs. 1 Nr. 6 GO NRW vorhanden ist (GmbHG: Gesellschaftsvertrag, Gesellschafterversammlung, Aufsichtsrat, Geschäftsführer). Bei kleinen GmbH's wird aber auch gern auf den Aufsichtsrat verzichtet. Dann kümmert sich die Gesellschafterversammlung um alles.
Egal, welche Rechtsform gewählt wird: die Vertreter der Gemeinde in den Aufsichtsräten, Gesellschafterversammlungen, etc. sind an die Beschlüsse des Stadtrates und seiner Ausschüsse gebunden (§ 113 Abs. 1 GO NRW).
Gerade die Sorgfalts- und Verschwiegenheitspflichten der Aufsichtsräte und der Geschäftsführung werden fälschlicherweise immer wieder gerne herangezogen, um Informations- oder Änderungswünsche der politischen Vertreter oder der Bürger abzuwehren.
Die Initiative Tschö RheinEnergie fordert in einer Petition die Abschaltung des Braunkohleblocks im Heizkraftwerk Köln-Merkenich. Dazu erklärt der energiepolitische Sprecher der Grünen Stadtratsfraktion und Mitglied im Aufsichtsrat der RheinEnergie AG:
"Der RheinEnergie-Vorstand ist aber nach Aktienrecht verpflichtet, jeweils die wirtschaftlichste Lösung zu wählen. Diese darf der Vorstand nur rein betriebswirtschaftlich betrachten – ohne Berücksichtigung externer Folgekosten."
Der Vorstand müsste deshalb qua Aktiengesetz den jeweils billigsten = umweltschädlichsten Atom- bzw. Braunkohlestrom hinzukaufen.
16.12.2015: „Tschö RheinEnergie“-Kampagne gegen das Braunkohlekraftwerk Merkenich: Gut gemeint, aber kontraproduktiv.
Unabhängig davon, ob man die Forderung von "Tschö RheinEnergie" teilt: Der Vorstand der RheinEnergie AG hat bei der Umsetzung des Satzungsziels "...die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters anzuwenden...". Steht in der Satzung, das Satzungsziel ist ohne Verwendung von Atomstrom oder Braunkohleenergie zu realisieren, dann würde der Vorstand gegen seine Pflichten verstoßen, wenn er sich nicht an die Satzung halten würde. Gleiches gilt für einen Beschluß der Hauptversammlung. Insofern taugt auch hier das Aktienrecht nicht zur Begründung, eine demokratisch legitimierte Entscheidung sei nicht möglich.
Auflistung der Wirtschaftsbetriebe
Nicht im Beteiligungsbericht aufgeführt:
Träger ist der "Zweckverband Sparkasse KölnBonn", an der zu 70 % die Stadt Köln und zu 30 % die Stadt Bonn beteiligt sind (Jahresbericht2014, S. 92).
Ratssitzung vom 12.11.2015: TOP 17.13: Weisung an die in die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Sparkasse KölnBonn durch den Rat der Stadt Köln entsandten Vertreter für Abstimmungen in der Verbandsversammlung.
Ratssitzung vom 02.09.2014: TOP 2.1.2: Sparkasse KölnBonn: Weisung an die in die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Sparkasse KölnBonn durch den Rat der Stadt Köln entsandten Vertreter für Abstimmungen in der Zweckverbandsversammlung.
Ratssitzung vom 02.09.2014: TOP 2.1.1: Zweckverband Sparkasse KölnBonn hier: Bestellung der Verbandsmitglieder.
Die Kölner Wirtschaftsbetriebe laut Beteiligungsbericht 2013:
Siehe auch den Konzernspiegel.
Auf der Stadtratssitzung vom 02.09.2014 fand die Neubestimmung vieler Aufsichtsräte statt: TOP 2: Wahlen - personelle Besetzung weiterer Gremien.
Übersicht Konzern: Stadtwerke Köln
Quellen: Eigene Graphik gemäß Beteiligungsbericht 2013.
Übersicht Konzern: Stadtwerke Köln - GEW
Stadtwerke Köln GmbH (SWK)(100 % Stadt Köln) (Geschäftsberichte/ Homepage)
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH & Co. KG (100 % SWK) (Geschäftsberichte/ Homepage)
AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln Verwaltung GmbH (100 % SWK)
AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH (50,1 % SWK; 49,9 % Remondis GmbH Rheinland/ Homepage)
GVG Gewerbeabfallsortierung und Verwertung Gesellschaft Köln mbH (100 % AVG)
KVK Kompostierung und Verwertung Gesellschaft Köln mbH (100 % AVG)
Wohnungsgesellschaft der Stadtwerke Köln mbH (WSK)(100 % SWK/ Homepage)
Kölner Außenwerbung GmbH (KAW)(49 % SWK; 51 % Ströer Media Deutschland GmbH & Co. KG)
Radio Köln GmbH & Co. KG (25 % SWK; 75 % RRB Rheinische Rundfunkbeteiligungsges. mbH & Co. KG)
GEW Köln AG (10 % Stadt Köln; 90 % SWK) (Geschäftsberichte/ Homepage)
RheinEnergie AG (80 % GEW; 20 % RWE) (Geschäftsberichte)
BFSZ Köln Boden-Forschungs- und Sanierungs-Zentrum GmbH
Colonia Cluj-Napoca Energie S.R.L
Energieversorgung Dormagen GmbH
Energotec Energietechnik GmbH
GT-HKW Niehl GmbH
RheinEnergie Grünstromdirekt GmbH
RheinEnergie HKW Niehl 3 GmbH
RheinEnergie HKW Rostock GmbH
TradeSoft RM GmbH
Stadtwerke Düsseldorf AG (20 % GEW)
NetCologne GmbH (100 % GEW)
NetRegio GmbH
Brunata/METRONA
Brunata Wärmemesser-Gesellschaft – Schultheiss GmbH & Co (100 % GEW)
Verwaltungsgesellschaft Schultheiss mbH (100 % GEW)
METRONA Wärmemesser Gesellschaft – Schultheiss GmbH & Co (100 % GEW)
Unternehmensverwaltungsgesellschaft METRONA mbH (100 % GEW)
RW Gesellschaft für Anteilsbesitz II mbH (34,43 % GEW; 65,57 % RW Finanzinvestorengesellschaft I+II mbH, Düsseldorf)
Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) (10 % Stadt Köln; 90 % SWK) (Geschäftsberichte)
RC-Data GmbH i.L.
Westigo GmbH Eisenbahnverkehrsunternehmen
KSV - Kölner Schulbusverkehr GmbH
DKS Dienstleistungegesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH
Schilling Omnibusverkehr GmbH
K-B-S Busreisen GmbH
K.R.B.-Busreisen GmbH
Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) (39,2 % Stadt Köln; 54,5 % SWK, 6,3 % Rhein-Erftkreis) (Geschäftsberichte)
Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH
RheinCargo GmbH & Co KG
RheinCargo Verwaltungs-GmbH
Rheinland Cargo Schweiz GmbH Basel
Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB) (100 % Stadt Köln)
Stadtbahngesellschaft Rhein-Sieg mbH i.L. (50 % Stadt Köln; 50 % Bonn und andere Umlandgemeinden)
Flughafen Köln/Bonn GmbH (FKB) (31,12 % Stadt Köln; 30,94 % BRD; 30,94 % NRW, 7 % andere) (Geschäftsberichte)
e.E. Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt Köln (100 % Stadt Köln)
Wohnungsbau und Betreuung städtischer Bauten
GAG Immobilien AG (88,21 % Stadt Köln; 11,79 % andere) (Geschäftsberichte sowie Jahresabschluss nebst Lagebericht)
GBA Projektentwicklung GmbH
GAG Servicegesellschaft mbH
Mietmanagementgesellschaft der GAG GmbH & Co. KG
Grund und Boden GmbH (Grubo) (38 % Stadt Köln; 62 % GAG)
modernes Köln Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH
GWG Wohnungsgesellschaft Rhein-Erft mbH (GWG) (5,46 % Stadt Köln)
e.E. Gebäudewirtschaft der Stadt Köln (100 % Stadt Köln)
Mediengründerzentrum NRW MGZ GmbH (25,1 % Stadt Köln)
KölnKongress GmbH (51 % Stadt Köln (e.E. Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln); 49 % Koelnmesse GmbH)
Koelnmesse GmbH (79,075 % Stadt Köln; 20 % Land NRW)
Koelnmesse Ausstellungen GmbH (100 % Koelnmesse GmbH)
KölnTourismus GmbH (100 % Stadt Köln)
Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung mbH (KGAB) (100 % Stadt Köln)
GIZ Gründer- und Innovationszentrum GmbH im TechnologiePark Köln (27,6 % Stadt Köln; 67,4 % RE Cologne Industriebau GmbH...; 5 % Kölner Bank eG)
RTZ Rechtsrheinisches Technologie – und Gründerzentrum Köln GmbH (99,9 % Stadt Köln, 0,1 % Verein zur Förderung der rechtsrheinischen gewerblichen Wirtschaft Köln)
BioCampus Cologne Grundbesitz GmbH & Co. KG (100 % Stadt Köln)
BioCampus Cologne Management GmbH (100 % Stadt Köln)
moderne stadt Gesellschaft zur Förderung des Städtebaus und der Gemeindeentwicklung mbH (51 % SWK, 49 % Stadt Köln)
Butzweilerhof Verwaltung GmbH (100 % moderne stadt Ges.z.Förderung...)
Butzweilerhof Grundbesitz GmbH & Co. KG (100 % Stadt Köln)
msk-colonia Projektentwicklungsgesellschaft mbH
e.E. Veranstaltungszentrum Köln der Stadt Köln (100 % Stadt Köln)
Sozial-Betriebe-Köln gGmbH (SBK) (100 % Stadt Köln)
Kliniken der Stadt Köln gGmbH (100 % Stadt Köln)
RehaNova Köln Neurologische Rehabilitationsklinik GmbH (52 % Kliniken der Stadt Köln, 48 % RehaNova Ges. f. innov. Rehabilitation mbH)
CVUA Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rheinland AöR (5,8 % Stadt Köln, NRW, andere Kommunen)
Jugendzentrum Köln gemeinnützige Betriebsgesellschaft mbH (JugZ) (51 % Stadt Köln, 49 % Verein Jugendhilfe Köln e.V.)
Kultur, Sport, Erholung
KölnBäder GmbH (Geschäftsberichte) (26 % Stadt Köln, 74 % SWK)
KölnMusik Betriebs- und Service GmbH (KölnMusik: "Kölner Philharmonie") (89,93 % Stadt Köln; 10,07 % WDR)
AchtBrücken GmbH (51 % Stadt Köln, 49 % KölnMusik GmbH)
Akademie der Künste der Welt/Köln gGmbH (100 % Stadt Köln)
AG Zoologischer Garten Köln (88,11 % Stadt Köln, Kleinaktionäre)
Zoo Gastronomie GmbH (100 % AG Zoologischer Garten Köln)
Kölner Sportstätten GmbH (100 % Stadt Köln)
e.E. Bühnen der Stadt Köln (100 % Stadt Köln)
e.E. Gürzenich-Orchester (100 % Stadt Köln)
e.E. Wallraf-Richartz Museum & Fondation Corboud (100 % Stadt Köln)
Die RWE ist mit 20 % an der RheinEnergie AG beteiligt. Aber auch die Stadt Köln ist an der RWE AG beteiligt.
Im Regionalbeirat Mitte der RWE ist die Stadt Köln durch den Vorstandsvorsitzenden der RheinEnergie, Herr Dr. Steinkamp, als Mitglied und Herrn OB a.D. Roters als Gast vertreten. Herr Roters dürfte demnächst durch Frau Reker ersetzt werden. Der Beirat berät die Unternehmensleitung der RWE in Fragen der Unternehmens- und Energiepolitik mit kommunalem Bezug. Die Mitglieder werden vom Vorstand der RWE berufen.
Im 20-köpfigen Aufsichtsrat der RWE AG ist die Stadt Köln selbst aktuell (Jan.2016) nicht vertreten.
In der RWE Tochter RWE Power wird mit Stand Juni 2014 noch Herr OB a.D. Roters als Mitglied im Aufsichtsrat angegeben. Auch dieser Posten könnte demnächst durch Frau Reker besetzt werden.
Wem gehört die RWE?
Die Aktionärsstruktur entnehmen wir dem Geschäftsbericht 2014 der RWE (S. 12):
86 % institutionelle Aktionäre
(15 % RWEB GmbH*, 5 % BlackRock Inc., 66 % andere)
(30 % Deutschland, 19 % Kontinentaleuropa o.Dtl., 19 % UK/Irland, 16 % USA/Kanada, 2 % sonstige)
13 % Privataktionäre
1 % Belegschaftsaktionäre
* In der RWEB GmbH sind ein Großteil der kommunalen Anteile gebündelt.
Verband der kommunalen RWE-Aktionäre GmbH (VKA), Essen
Der VKA nimmt die kommunal- und aktienrechtlich zulässige Interessenvertretung von derzeit 86 Gesellschaftern bei der RWE AG wahr. Der Verband selbst hat 1992 alle Anteile an RWE ausgegliedert (RW Holding AG).
Die Stadt Köln (genauer die GEW Köln AG) hält einen Anteil von 1,69 % an der VKA (Stammkapital der VKA: 127,8 TEuro) (Beteiligungsbericht 2013, S. 162)
RW Gesellschaft für Anteilsbesitz II GmbH, Düsseldorf
Der kommunale RWE-Aktienbesitz:
1992 wurde die RW Holding AG durch Kommunen, Sparkassen und Landesbanken gegründet. Danach beteiligten sich auch diverse Finanzunternehmen. Sie bündelte die Beteiligungen an der RWE AG.
1975 gründeten die Stadt Dortmund, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Hochsauerlandkreis die Kommunale Energie-Beteiligungsgesellschaft mbH (KEB GmbH). Sie bündelte die Beteiligungen an der VEW AG.
2002 schlossen sich RWE und VEW zusammen. Aus der KEB GmbH wurde die KEB Holding AG. Die KEB AG und die RW Holding AG gründeten die RW Energie-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG. Mittlerweile beteiligen sich an der RWEB noch weitere kommunale Kommanditisten.
Bis 2013 hielt die Stadt Köln (GEW Köln AG) 5,03 % direkt an der RW Holding AG. Diese wurden 2013 in die neu gegründete RW Gesellschaft für Anteilsbesitz II GmbH eingebracht.
Zahlen für Ende 2012/2013: (Versuch einer Näherung)
Die RWE AG hat 575,7 Mio. Stamm- und 39,0 Mio. Vorzugsaktien ausgegeben: 614,7 Mio. Aktien.
Die RWEB GmbH besitzt 91.784.922 RWE-Aktien: (ca. 15 %)
Die RW Holding AG ist mit 31,82% an der RWEB GmbH beteiligt: ca. 29.205.962 RWE-Aktien (ca. 4,75 %)
Die Stadt Köln (GEW Köln AG) hielt 5,03 % an der RW Holding AG: ca. 1.469.060 RWE-Aktien (ca. 0,24 %)
Beteiligungsbericht 2012, S. 166, 177 und Beteiligungsbericht 2013, S. 173, 661; www.finanzen.net/Aktien/RWE-Aktie.
Die Sparkasse KölnBonn gehört zu 70 % der Stadt Köln und zu 30 % der Stadt Bonn. Über deren Anteile an RWE ist mir nichts bekannt.
Laut Ratsinformationssystem Mülheim a.d. Ruhr hatte die GEW Köln AG 2011 genau 1.461.817 RWE-Aktien.
Laut Zeitungsartikel KStA vom 18.08.2005 hatte die GEW Köln AG 2005 insgesamt 4,5 Mio. RWE-Aktien verkauft.
Laut Zeitungsartikel KStA vom 18.08.2005 hatte die Stadt Köln selbst damals 118.120 RWE-Aktien.
Geschäftsführer, Aufsichtsräte und Bezüge/Bezahlung
Anhand der Sparkasse sowie der Stadtwerke Köln GmbH sollen exemplarisch die Bezüge dargestellt werden. Bei den Stadtwerken werden für die Mitglieder auch die Bezüge der Tochterunternehmen mit angegeben. In den Geschäftsführungen und Aufsichtsräten der Tochterunternehmen gibt es jedoch noch weitere Personen. All die städtischen Unternehmen hier aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen.
Bezüge 2014
Artur Grzesiek Vorsitzender 01.01.2014 - 31.12.2014 744.600
Dr. Joachim Schmalzl Mitglied 01.01.2014 - 31.12.2014 526.600
Ulrich Voigt Mitglied 01.01.2014 - 31.12.2014 546.600
Dr. Christoph Siemons Mitglied 01.01.2014 - 31.12.2014 525.500
Rainer Virnich Stellv. Mitglied 01.01.2014 - 31.12.2014 220.500
* Jahresbericht 2014 (1,2 MB), S. 80).
Verwaltungsrat 2014
Martin Börschel Vorsitzender, MdR SPD 01.01.14 - 31.12.14 44.500
Guido Déus 1. Stellv. Vorsitzender 01.01.14 - 31.12.14 28.400
Winrich Granitzka MdR CDU; 2. Stellv. Vorsitzender 01.01.14 - 01.12.14 32.100
Birgit Gordes MdR CDU; 2. Stellv. Vorsitzende 02.12.14 - 31.12.14 4.400
Götz Bacher MdR SPD; Stellvertr. 01.01.14 - 01.12.14 1.500
Dr. Carl W. Barthel BV4 CDU 02.12.14 - 31.12.14 1.200
Dr. Karlheinz Bentele SPD 01.01.14 - 31.12.14 8.200
Klaus Bersch 01.01.14 - 01.12.14 7.000
Jürgen Biskup 01.01.14 - 31.12.14 12.100
Rolf Brief 01.01.14 - 31.12.14 10.200
Jürgen Didschun 01.01.14 - 31.12.14 7.700
Jörg Frank MdR Grüne; Stellvertr. 01.01.14 - 31.12.14 500
Ursula Gärtner MdR CDU; Stellvertr. 01.01.14 - 31.12.14 1.000
Werner Hümmrich 01.01.14 - 31.12.14 7.200
Axel Kaske SPD; Stellvertr. 02.12.14 - 31.12.14 7.700
Johannes Klemmer Stellvertr. 01.01.14 - 01.12.14 500
Irmgard Kroll 01.01.14 - 31.12.14 7.700
Irene Kuron 02.12.14 - 31.12.14 1.500
Inge Mohr 01.01.14 - 01.12.14 6.400
Barbara Moritz MdR Grüne 01.01.14 - 01.12.14 9.800
Prof. Dr. Karl Mosler 01.01.14 - 01.12.14 7.100
Jürgen Nimptsch OB Bonn 01.01.14 - 31.12.14 16.900
Mark Stephen Pohl FDP 02.12.14 - 31.12.14 700
Brigitta Poppe Stellvertr. 01.01.14 - 31.12.14 500
Bärbel Richter 01.01.14 - 31.12.14 19.400
Jürgen Roters OB Köln 01.01.14 - 31.12.14 21.000
Tom Schmidt 01.01.14 - 31.12.14 8.200
Gisela Stahlhofen MdR Linke 02.12.14 - 31.12.14 1.200
Ralph Sterck MdR FDP 01.01.14 - 01.12.14 7.000
Martin Wambach Grüne 01.01.14 - 01.12.14 6.100
Gero Wiesenhöfer 02.12.14 - 31.12.14 1.200
Andreas Wolter MdR Grüne 02.12.14 - 31.12.14 3.500
Michael Zimmermann SPD 02.12.14 - 31.12.14 2.300
* Jahresbericht 2014 (1,2 MB), S. 79.
Geschäftsführung 2014
Dr. Dieter Steinkamp Sprecher 01.01.2014 - 31.12.2014 795.400
davon SWK 01.01.2014 - 31.12.2014 43.100
davon RE 01.01.2014 - 31.12.2014 728.200
davon GEW 01.01.2014 - 31.12.2014 24.100
Jürgen Fenske 01.01.2014 - 31.12.2014 426.000
davon SWK 01.01.2014 - 31.12.2014 38.600
davon KVB 01.01.2014 - 31.12.2014 387.400
Horst Leonhardt 01.01.2014 - 31.12.2014 407.800
davon HGK 01.01.2014 - 31.12.2014 369.200
* Geschäftsbericht 2014 (2,5 MB), S. 9 u. 86.
aus Tochteruntern.
Martin Börschel MdR SPD; Vorsitzender 01.01.14 - 31.12.14 43.300 36.200
Robert Stockhausen ANV; Stellv. Vorsitzender 01.01.14	31.12.14 14.200 9.200
Werner Bierfeld ANV 01.01.14 - 31.12.14 9.800 7.500
Jörg Detjen MdR Linke 01.01.14 - 31.12.14 2.000 0
Hermann-Josef Doerfner ANV 01.01.14 - 30.09.14 1.800 0
Susana dos Santos-Herrmann MdR SPD 01.01.14 - 31.12.14 5.100 2.800
Dr. Ralph Elster MdR CDU 02.09.14 - 31.12.14 4.300 3.000
Jörg Frank MdR Grüne 01.01.14 - 31.12.14 19.800 17.500
Norbert Graefrath ANV 01.01.14 - 30.06.14 800 0
Kirsten Jahn MdR Grüne 02.09.14 - 31.12.14 3.900 2.700
Christoph Kahl 01.01.14 - 02.09.14 500 0
Karl Jürgen Klipper 01.01.14 - 02.09.14 39.100 37.500
Harald Kraus ANV 01.10.14 - 31.12.14 3.600 3.100
Hans Löder ANV 01.01.14 - 31.12.14 4.200 1.900
Barbara Lübbecke, Dr. SPD 01.01.14 - 31.12.14 2.300 0
Barbara Moritz Grüne 01.01.14 - 02.09.14 7.000 6.000
Wolfgang Nolden ANV 01.01.14 - 31.12.14 37.200 33.900
Christa Nottebaum ANV 01.01.14 - 31.12.14 2.000 0
Petra Peheye ANV 01.01.14 - 31.12.14 2.300 0
Bernd Petelkau MdR CDU 02.09.14 - 31.12.14 5.300 3.500
Jürgen Roters OB 01.01.14 - 31.12.14 9.300 8.000
Karl Schroeteler ANV 01.07.14 - 31.12.14 1.300 0
Torben Seebold ANV 01.01.14 - 31.12.14 3.300 1.800
Ralph Sterck MdR FDP 01.01.14 - 31.12.14 10.300 8.000
Markus Sterzl ANV 01.01.14 - 31.12.14 13.400 11.100
* Geschäftsbericht 2014 (2,5 MB), S. 8 u. 85.
ANV: Arbeitnehmervertreter, MdR: Mitglied im Stadtrat.
Köln als Auftraggeber
Das Haushaltsvolumen der Stadt Köln beläuft sich Jährlich auf ca. 4 Mrd. Euro. Davon sind laut Planentwurf 2015 für Investitionstätigkeiten 412 Mio. Euro (2014: 297 Mio., 2013: 163 Mio.) vorgesehen. Bei Ausgaben für Sach- und Dienstleistungen sind 502. Mio. Euro (2014: 418 Mio., 2013: 364 Mio.) vorgesehen (Quelle). Hinzu kommen natürlich noch alle Ausgaben der Beteiligungen.
Die Vergabepraxis einer Kommune hat insofern auch politische Relevanz. So kann sie trotz aller rechtlichen Vorgaben (EU, Bund, Land) zum Schutze vor Korruption und zur Gleichbehandlung ein Stück weit eingesetzt werden, um z.B. ortsansässige kleine und mittelständische Unternehmen besonders zu fördern. Eine Stadt hat nach Ausschreibungen den günstigsten Anbieter zu wählen. Der günstigste Anbieter ist hierbei nicht der billigste. Räumliche Nähe kann hierbei positiv zu Buche schlagen (Gewährleistungsrechte, Nachbesserungen, Wartungsarbeiten).
Köln als Arbeitgeber
Die Stadt Köln beschäftigt knapp 17.000 Mitarbeiter/innen. Die Personalauszahlungen liegen bei knapp 800 Mio. Euro (Quelle).