Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201975,%20122
Timestamp: 2020-03-29 10:03:48
Document Index: 238424646

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 15', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', '§ 91', '§ 15', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 145', '§ 145', '§ 145', '§ 6', 'BGH', '§ 170', '§ 6', 'BGH', 'BGH']

BGH, 30.10.1974 - VIII ZR 81/73 - dejure.org
https://dejure.org/1974,518
BGH, 30.10.1974 - VIII ZR 81/73 (https://dejure.org/1974,518)
BGH, Entscheidung vom 30.10.1974 - VIII ZR 81/73 (https://dejure.org/1974,518)
BGH, Entscheidung vom 30. Januar 1974 - VIII ZR 81/73 (https://dejure.org/1974,518)
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NJW 1975, 122
MDR 1975, 137
WM 1974, 1218
DB 1974, 2469
In den Fällen der Entscheidungen vom 25. Juni 1975 (VIII ZR 71/74, WM 1975, 947, 948) und 30. Oktober 1974 (VIII ZR 81/73, NJW 1975, 122) verhielt es sich ähnlich; der Unterschied zu der zuerst genannten Entscheidung bestand lediglich darin, daß keine einfachen Forderungen, sondern Wechsel samt den zugrunde liegenden Forderungen an den Sicherungsnehmer abgetreten wurden.
Der Bundesgerichtshof hat den Erwerb eines Absonderungsrechts aus einer Sicherungsgrundschuld als sonstigen Rechtserwerb am Maßstab des § 15 KO gemessen, wenn der Sicherungsnehmer die durch sie gesicherten Forderungen erst nach der Insolvenz erworben hatte (vgl. BGH, Urteil vom 30. Oktober 1974 - VIII ZR 81/73, WM 1974, 1218; vom 25. September 1972 - VIII ZR 216/71, BGHZ 59, 230, 234 f).
Deshalb fällt in der Insolvenz des Grundstückseigentümers der Verlust der Einrede der Nichtvalutierung in den durch § 91 Abs. 1 InsO geschützten Bereich (BGH, Urt. v. 30. Oktober 1974 - VIII ZR 81/73, NJW 1975, 122;… v. 20. Dezember 2001 - IX ZR 419/98, aaO S. 408;… Jaeger/Windel, aaO § 91 Rn. 41 in Verbindung mit 31;… Jaeger/Henckel, KO 9. Aufl. § 15 Rn. 33).
Die Ausübung gesetzlicher oder vertraglicher Rechte kann aber gegen Treu und Glauben verstoßen, wenn ein berechtigtes Interesse an dem beabsichtigten Ergebnis nicht besteht (vgl. BGHZ 58, 146 [BGH 31.01.1972 - II ZR 86/69]; 107, 296, 310 f; BGH, Urt. v. 30. Oktober 1974 - VIII ZR 81/73, NJW 1975, 122, 123; v. 31. Januar 1983 - II ZR 24/82, NJW 1983, 1735, 1736).
Schließlich sind die Grundschulden auch nicht erst nach Konkurseröffnung mit einer Forderung unterlegt worden (vgl. BGH, Urt. v. 30. Oktober 1974 - VIII ZR 81/73, NJW 1975, 122;… Jaeger/Henckel, aaO Rn. 33).
Die genannten Vorschriften sollen im Interesse einer gleichmäßigen Befriedigung aller Konkursgläubiger eine Minderung der Konkursmasse nach Verfahrenseröffnung unterbinden (BGH, Urt. v. 30. Oktober 1974 - VIII ZR 81/73, NJW 1975, 122).
Nichts anderes nämlich tat sie, wenn sie sich nach Konkurseröffnung über das Vermögen der Hauptschuldnerin von anderen Kunden als Sicherheit für an diese Kunden ausgereichte Kredite deren Forderungen gegen die Hauptschuldnerin abtreten ließ und sie sodann gegen den Beklagten als Bürgen geltend machte (vgl. dazu auch für die Frage der Anfechtbarkeit solcher Handlungen im Konkurs BGHZ 59, 230, 234; Senatsurteile vom 30. Oktober 1974 - VIII ZR 81/73 = WM 1974, 1218; vom 25. Juni 1975 - VIII ZR 71/74 = WM 1975, 947, 948).
Die mit der entsprechenden Eintragung in die Tabelle gemäß § 145 Abs. 2 KO verbundene Rechtskraftwirkung entzöge zwar die Berechtigung der Forderung der Klägerin gegen die GmbH dem Streit der Parteien, erstreckte sich aber nicht auf die Wirksamkeit der Bestellung von Sicherheiten für die Forderung (vgl. Senatsurteil vom 30. Oktober 1974 - VIII ZR 81/73,WM 1974, 1218 unter 1 c mit weiteren Nachweisen;… Kilger, KO 15. Aufl. § 145 Rdnr. 3;… Kuhn/Uhlenbruck, KO 10. Aufl. § 145 Rdnrn. 3, 6).
Sind dessen Verfügungen, die dem Konkurszweck zuwiderlaufen und die Gläubigergemeinschaft benachteiligen, trotz der ihm gemäß § 6 Abs. 2 KO eingeräumten umfassenden Verfügungsbefugnis unwirksam (…BGH, Urt. v. 8. Dezember 1954 - VI ZR 189/53, WM 1955, 312; v. 11. Oktober 1967 - Ib ZR 144/65, WM 1968, 242, 247; v. 30. Oktober 1974 - VIII ZR 81/73, NJW 1975, 122), so kann für entsprechende Handlungen des mit geringeren Rechten ausgestatteten Sequesters schwerlich anderes gelten.
Da die Zahlung des Beklagten an die Sozialplangläubiger gegen § 170 KO verstieß und durch das Verfügungsrecht des Konkursverwalters aus § 6 Abs. 2 KO nicht gedeckt war, geht die Rückzahlungspflicht der Sozialplangläubiger auf den vollen Betrag; wegen der ihnen zustehenden Sozialplanansprüche können sie konkursmäßige Befriedigung erst verlangen, nachdem ihre Ansprüche zur Konkurstabelle festgestellt sind und der Beklagte die darauf entfallende Quote ermittelt hat (vgl. BGH, Urt. v. 30. Oktober 1974 - VIII ZR 81/73, WM 1974, 1218, 1219).
OLG Frankfurt, 11.06.2014 - 23 W 27/14
Berechtigung einer Vorfälligkeitsentschädigung
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