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Timestamp: 2016-10-21 20:12:40
Document Index: 363477370

Matched Legal Cases: ['Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 99', 'Art. 8', 'Art. 26', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

1C_297/2010 (01.12.2010)
1C_297/2010
X.________ AG, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Christof Truniger,
Stadt Z�rich, handelnd durch den Gemeinderat, vertreten durch den Stadtrat, und dieser vertreten
durch das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement, Werdm�hleplatz 3, Postfach, 8021 Z�rich.
Beschwerde gegen den Entscheid vom 15. April 2010 des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich,
Das im Z�rcher Stadtkreis 2 gelegene ehemalige Industriegebiet Manegg befindet sich seit l�ngerer Zeit in Entwicklung. Um das Gebiet neuen Nutzungen zug�nglich zu machen, sind verschiedene Planungsverfahren eingeleitet worden (Quartierplan- und privates Gestaltungsplanverfahren).
Zur Groberschliessung des k�nftigen Entwicklungsgebiets sollen an der Allmendstrasse die Verkehrsknotenpunkte ausgebaut werden; zudem sollen beidseitig der Allmendstrasse neue Radstreifen erstellt, die Gehwege erg�nzt und Baumreihen gepflanzt werden.
Mit Beschluss vom 23. September 2009 setzte der Stadtrat Z�rich das Strassenbauprojekt Allmendstrasse (Abschnitt Butzen- bis Bruchstrasse) fest und wies eine dagegen gerichtete Einsprache der X.________ AG ab. Am 14. April 2010 wies der Regierungsrat des Kantons Z�rich einen Rekurs der X.________ AG gegen dieses Strassenbauprojekt ab.
Der Stadtrat Z�rich liess auch die Baulinien im Bereich der Allmendstrasse �berpr�fen, die in den 1930er Jahren festgesetzt worden waren. In seiner Weisung an den Gemeinderat vom 17. September 2008 hielt der Stadtrat fest, dass bei der Geometrierung der neuen Baulinien einerseits auf einen hinreichenden Abstand der geplanten Baumreihen zu den neuen Baufluchten geachtet werden m�sse; andererseits sollten aber die eher schmalen Grundst�cke entlang der Allmendstrasse nicht �berm�ssig belastet werden, weshalb der Baulinienabstand eng bemessen werde. Aus st�dtebaulicher Sicht sei zudem eine m�glichst gerade Linienf�hrung anzustreben. Der Baulinienabstand sei deshalb durchgehend auf 26,5 m (statt bisher 24 m) festzulegen.
Mit Beschluss vom 17. Dezember 2008 genehmigte der Gemeinderat der Stadt Z�rich die vom Stadtrat beantragte Baulinienrevision. Der Beschluss wurde am 9. Januar 2009 im Amtsblatt des Kantons Z�rich publiziert und am 5. Februar 2010 von der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Z�rich genehmigt.
Die X.________ AG ist Eigent�merin des an der Allmendstrasse ... gelegenen Grundst�cks Kat.-Nr. WO6467. Gem�ss der vom Gemeinderat genehmigten Baulinienrevision soll dieses Grundst�ck neu um rund 6 m - statt wie bisher um rund 4 m - von den Baulinien angeschnitten werden. Damit wird das Gesch�ftsgeb�ude der X.________ AG um 2 m angeschnitten.
Am 2. Februar 2009 rekurrierte die X.________ AG gegen den Beschluss vom 17. Dezember 2008. Nach Durchf�hrung eines Augenscheins hiess die Baurekurskommission I des Kantons Z�rich den Rekurs am 7. August 2009 im Sinne ihrer Erw�gungen gut und hob die Baulinie im Bereich des Grundst�cks der Rekurrentin auf; die Sache wurde zur erneuten Festsetzung der Baulinie an die Stadt Z�rich zur�ckgewiesen.
Dagegen gelangte die Stadt Z�rich an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich.
Am 15. April 2010 hiess die 3. Kammer der 3. Abteilung des Verwaltungsgerichts die von der Stadt Z�rich erhobene Beschwerde wegen Verletzung der Gemeindeautonomie gut. Das Verwaltungsgericht hob den Entscheid der Baurekurskommission auf und stellte den gemeinder�tlichen Beschluss vom 17. Dezember 2008 wieder her.
Mit Eingabe vom 14. Juni 2010 hat die X.________ AG Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht erhoben. Sie beantragt, der verwaltungsgerichtliche Entscheid sei aufzuheben und der Entscheid der Baurekurskommission vom 7. August 2009 sei zu best�tigen.
Die Stadt Z�rich, vertreten durch das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement, beantragt die Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.
Im weiteren Schriftenwechsel halten die Beteiligten an ihren Antr�gen fest.
Mit Verf�gung vom 13. Juli 2010 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung gew�hrt.
Das Bundesgericht ist an den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt gebunden, soweit dieser nicht offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 BGG beruht (Art. 105 und Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel k�nnen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG).
Die Beschwerdef�hrerin beschwerte sich im kantonalen Verfahren vor allem �ber die asymmetrische Belastung der �stlichen und der westlichen Seite der Allmendstrasse. W�hrend die Baulinie im Bereich der Parzelle der Beschwerdef�hrerin (�stlich der Allmendstrasse) um 2 m nach Osten verschoben worden sei, sei die Baulinie auf der gegen�berliegenden (westlichen) Seite der Allmendstrasse nur um 0,5 m erweitert worden; dies obwohl die ostseitigen Grundst�cke erheblich schm�ler seien als die westseitigen und ihre bauliche Nutzung durch die angrenzende S-Bahn-Linie eingeschr�nkt sei. Dieses Vorgehen widerspreche dem Gebot der Rechtsgleichheit und der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts, wonach bei der Festsetzung von Baulinien grunds�tzlich beide Strassenseiten gleichm�ssig zu belasten seien (Urteil des Verwaltungsgerichts VB.2006.00059 vom 20. September 2006). Nach Auffassung der Beschwerdef�hrerin h�tten die Baulinien beidseits der Allmendstrasse um je 1,25 m in �stlicher und westlicher Richtung erweitert werden m�ssen. Zur Wiederherstellung der Rechtsgleichheit m�ssten die neuen Baulinien somit um 0,75 m in westliche Richtung verschoben werden.
Das Verwaltungsgericht verneinte eine rechtsungleiche Mehrbelastung der �stlichen Strassenanst�sser. Zwar werde das Grundst�ck der Beschwerdef�hrerin st�rker belastet als jenes auf der gegen�berliegenden Strassenseite. Betrachte man jedoch das gesamte vom Revisionsplan erfasste Gebiet, so falle Folgendes auf: Die revidierten Baulinien verliefen auf einer L�nge von rund 700 m in einem konstanten Abstand von 26,5 m parallel und weitgehend exakt geradlinig in Nord-S�d-Richtung und schnitten auf beiden Seiten der Allmendstrasse Grundst�cke an. W�hrend die Baulinien ganz im S�den der Allmendstrasse (n�rdlich der Maneggbr�cke) zulasten der Grundst�cke auf der �stlichen Strassenseite um 2,5 m verbreitert worden seien (ohne Ausdehnung in Richtung Westen), erfolge die Baulinienverbreiterung im n�rdlichen Teil des betroffenen Abschnitts (in der N�he des Verkehrsdreiecks Z�rich S�d) vollst�ndig zulasten der Grundst�cke auf der westlichen Strassenseite (ohne Ausdehnung in Richtung Osten). Ungef�hr auf mittlerer H�he des von der Revision betroffenen Abschnitts betrage die Baulinienverbreiterung auf beiden Strassenseiten je 1,25 m. Insgesamt f�hre die geplante Baulinienrevision zu einer leichten Mehrbelastung der Grundst�cke auf der Westseite und der Geb�ude auf der Ostseite. W�rde man hingegen dem Vorschlag der Beschwerdef�hrerin folgen und die Baulinien beidseits der Allmendstrasse parallel in Richtung Westen verschieben, so w�rde dies zu einer leichten Mehrbelastung der Grundst�cke und Geb�ude auf der westlichen Strassenseite f�hren und h�tte u.a. zur Folge, dass auf der Westseite neu das Geb�ude Nr. 92/92a/92b angeschnitten w�rde. Entgegen der Auffassung der Baurekurskommission k�nne somit nicht gesagt werden, dass die vom Gemeinderat genehmigte Baulinienf�hrung zu einer unzul�ssigen Belastung der ostseitigen Strassenanst�sser f�hre. Angesichts des grossen Beurteilungsspielraums der kommunalen Planungstr�ger habe es im Ermessen des Gemeinderats gelegen, die vom Stadtrat beantragte Variante vorzuziehen.
Dem stehe auch nicht entgegen, dass die Grundst�cke westlich der Allmendstrasse durchschnittlich grossfl�chiger und breiter seien als die an eine S-Bahnlinie angrenzenden Parzellen auf der �stlichen Strassenseite. Wolle man eine exakte Gleichbelastung der Grundst�cke auf der Ost- und Westseite verlangen, so m�ssten noch zahlreiche weitere wertbeeinflussende Faktoren - etwa der Zustand der betroffenen Liegenschaften oder die Lage und �berbaubarkeit jedes einzelnen Grundst�cks - ber�cksichtigt werden, was nicht praktikabel sei.
Unter Ber�cksichtigung der gestalterischen Funktion der Baulinien sei es auch nicht zu beanstanden, dass die Genehmigungsbeh�rden dem �ffentlichen Interesse am parallel-geradlinigen, nicht auskragenden und ununterbrochenen Verlauf der Baulinien grosses Gewicht beigemessen und deshalb im Bereich des Grundst�cks der Beschwerdef�hrerin keine Ausbuchtungen, Knicke und Unterbr�che der Baulinie vorgesehen haben.
Vor Bundesgericht r�gt die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung des Gebots der Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV) und der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) und erhebt verschiedene Sachverhaltsr�gen.
3.1 Zun�chst wendet sie sich gegen die vom Verwaltungsgericht vorgenommene Gesamtschau des Plangebiets. Sie macht geltend, ihre Legitimation sei im Baulinienverfahren auf die Baulinienf�hrung im Bereich ihres Grundst�cks beschr�nkt und erstrecke sich nicht auf die geplante Linienf�hrung ganz im Norden oder ganz im S�den des Plangebiets. Dann aber d�rften ihr auch Gr�nde, die ausserhalb ihres Grundst�cks liegen, nicht entgegengehalten werden. Sie verweist hierf�r auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (BGE 120 Ib 54 E. 1c S. 62 mit Hinweisen), wonach der betroffene Private nicht allgemeine Kritik an der geplanten Linienf�hrung �ben d�rfe, sondern konkret aufzeigen m�sse, inwiefern das Ausf�hrungsprojekt im Bereich seines Grundst�cks das Recht verletze.
3.2 Zwar setzt die Legitimation zur Beschwerdef�hrung eine spezifische Beziehungsn�he zur Streitsache voraus, die bei Bauprojekten insbesondere in r�umlicher Hinsicht gegeben sein muss (vgl. BGE 133 II 409 E. 1.3 S. 413 mit Hinweisen). Diese Beziehungsn�he ist vorliegend unstreitig gegeben, geht es doch um den Baulinienverlauf auf dem Grundst�ck der Beschwerdef�hrerin. Dagegen muss f�r die materielle Beurteilung der streitigen Planung unter Umst�nden die Linienf�hrung in einem gr�sseren Abschnitt oder sogar im gesamten Plangebiet miteinbezogen werden. In diesem Fall darf auch der betroffene Private Kritik an der allgemeinen Linienf�hrung �ben. Voraussetzung ist lediglich, dass seine Kritik geeignet ist, ihm einen materiellen Nutzen zu verschaffen, d.h. zu einer Aufhebung oder �nderung der Linienf�hrung im Bereich seines Grundst�cks zu f�hren.
Im vorliegenden Fall strebt die Stadt als Planungsbeh�rde eine parallele und m�glichst geradlinige Baulinienf�hrung an. Dieser Grundsatz wurde vom Verwaltungsgericht gesch�tzt und wird auch von der Beschwerdef�hrerin nicht beanstandet. Dies hat zur Folge, dass die Linienf�hrung nicht ausschliesslich grundst�cksbezogen, sondern in einem gr�sseren Zusammenhang beurteilt werden muss, weil jede Verschiebung des Baulinienverlaufs Konsequenzen f�r das gesamte Planungsgebiet h�tte.
Die Beschwerdef�hrerin beruft sich ferner auf den rechtskr�ftigen Rekursentscheid des Regierungsrats vom 14. April 2010. In diesem habe der Regierungsrat verbindlich festgestellt, dass die Strassenachse in der Mitte des Strassenk�rpers verlaufe und gem�ss dem Strassenprojektplan auf der H�he der Parzelle der X.________ AG um 1,4 m von Osten nach Westen verschoben werde (Ziff. 7b, S. 6). Folge man der Auffassung der Stadt Z�rich, wonach die Baulinien symmetrisch zur neuen Strassenachse anzuordnen seien, so m�ssten die Baulinien sogar um 1,4 m von Osten nach Westen verschoben werden.
4.1 Zun�chst ist festzuhalten, dass der Rekursentscheid des Regierungsrats ausschliesslich das Strassenprojekt betraf. Schon aus diesem Grund k�nnen ihm keine verbindlichen Aussagen zur vorliegend streitigen Frage des Baulinienverlaufs entnommen werden. N�her zu pr�fen ist dagegen, ob die Verschiebung der Strassenachse in westliche Richtung im Bereich des Grundst�cks der Beschwerdef�hrerin eine entsprechende Verschiebung der Baulinie zur Folge haben muss.
4.2 Die Stadt Z�rich macht geltend, sie habe im ganzen Abschnitt der Allmendstrasse eine Vorgartentiefe von 3-4 m angestrebt, von dem nur im Bereich weniger Grundst�cke aus verkehrstechnischen Gr�nden (Abbiegespuren, etc.) abgewichen worden sei. Hierf�r seien die Baulinien symmetrisch zur Fahrbahnachse verlegt worden. Die Strassenachse sei jedoch nicht grundst�cksbezogen, sondern �ber den gesamten Abschnitt der Allmendstrasse (von der Maneggbr�cke bis zum Verkehrsdreieck Z�rich S�d) zu definieren.
4.3 Verkehrsbaulinien dienen nicht nur der Sicherung bestehender und geplanter Strassen, sondern haben auch eine st�dtebaulich-�sthetische Funktion, namentlich zur Schaffung und Erhaltung un�berbaubarer Streifen (sog. Vorg�rten) und damit zur Gestaltung einheitlicher H�userfluchten in st�dtischen Quartieren (Fritzsche/B�sch, Z�rcher Planungs- und Baurecht, 2006, Ziff. 12.6.3.1 S. 12-21). In Gestaltungsfragen steht der Stadt als Planungsbeh�rde ein erhebliches Planungsermessen zu, das von den Rechtsmittelbeh�rden respektiert werden muss.
Aus st�dtebaulicher Sicht erscheint es sinnvoll und jedenfalls nicht willk�rlich, Baulinien symmetrisch zur Strassenachse zu f�hren und beidseits der Strasse einen un�berbaubaren Streifen von (i.d.R.) 3-4 m vorzusehen, um gen�gend Raum f�r die geplante Baumallee und f�r k�nftige Entwicklungen zu lassen. Nicht zu beanstanden ist auch die Auffassung der Stadt, dass die Baulinienplanung mit der laufenden Strassenplanung materiell koordiniert werden muss, und deshalb nicht auf die aktuelle, sondern auf die k�nftige Strassenachse, nach dem Ausbau der Allmendstrasse, abzustellen ist.
Sollen die Baulinien geradlinig und parallel verlaufen, kann die Strassenachse nicht grundst�cksbezogen (als Mitte des Strassenk�rpers im Bereich der jeweiligen Parzelle) definiert werden, sondern muss als gerade Linie �ber den gesamten von der Baulinienrevision betroffenen Abschnitt verstanden werden. Insofern spielt es keine Rolle, dass der Strassenk�rper im Bereich der Parzelle der Beschwerdef�hrerin in westliche Richtung ausgeweitet werden soll. Entscheidend ist vielmehr der Verlauf der Strassenachse im gesamten Planungsbereich. Die Beschwerdef�hrerin macht nicht geltend, dass die Baulinien asymmetrisch zu der so verstandenen, parzellen�bergreifenden Strassenachse seien; dies ist auch nicht ersichtlich.
4.4 Die Stadt macht als weiteren Grund f�r die vorgesehene Baulinienf�hrung geltend, dass s�dlich der Parzelle der Beschwerdef�hrerin (auf H�he des Grundst�cks WO6473) der neue Verkehrsknoten Allmendstrasse/Spindelstrasse vorgesehen sei, der zu einer Ausweitung der Allmendstrasse in �stlicher Richtung f�hre. W�rde die neue Baulinie, wie von der Beschwerdef�hrerin verlangt, 1,25 m �stlich der bestehenden Baulinie verlaufen, so k�me sie genau auf die Strassengrenze zu liegen, was v�llig unzweckm�ssig sei.
Auch diese Begr�ndung ist nicht zu beanstanden. Grenzt die Baulinie direkt an die Strasse an, kann weder eine k�nftige Erweiterung der Verkehrsanlage gesichert noch eine geordnete �berbauung, unter Wahrung eines minimalen Vorgartens, gew�hrleistet werden. Muss deshalb die Baulinie im Bereich des neuen Verkehrsknotens um mehr als 1,25 m ostw�rts verschoben werden, wirkt sich dies (aufgrund der Geradlinigkeit der Baulinien) auch auf die Linienf�hrung im Bereich des angrenzenden Grundst�cks der Beschwerdef�hrerin aus.
Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Gesamtbetrachtung des Verwaltungsgerichts, wonach �ber den ganzen Abschnitt betrachtet keine rechtsungleiche Mehrbelastung der �stlichen Strassenanst�sser vorliege, st�tze sich auf einen unvollst�ndigen und zum Teil fehlerhaften Sachverhalt.
Unzutreffend sei die Feststellung des Verwaltungsgerichts hinsichtlich der Bauten Allmendstrasse Nrn. 92/92a/92b: W�rde die bestehende Baulinie um 1,25 m in westliche Richtung erweitert, w�rden diese Bauten nicht st�rker angeschnitten, sondern sogar um rund 0,25 m entlastet.
Die vom Verwaltungsgericht festgestellt leichte Mehrbelastung der Grundst�cke auf der Westseite der Allmendstrasse sei einzig auf das Grundst�ck WO6277 zur�ckzuf�hren. Dessen Mehrbelastung d�rfe jedoch nicht voll angerechnet werden, da in diesem Bereich die alte Baulinie l�ngst nicht mehr den tats�chlichen Verh�ltnissen entspreche und mitten in der heutigen Allmendstrasse verlaufe.
Die Mehrbelastung der Geb�ude auf der Ostseite der Allmendstrasse sei mit ca. 405 m� nicht "leicht", sondern viermal gr�sser als diejenige im Westen der Allmendstrasse. Im �brigen werde das Geb�ude Assek.-Nr. 2226 (auf der Westseite) gem�ss Quartierplan ohnehin abgebrochen, um Raum f�r eine Quartierstrasse zu schaffen.
Schliesslich habe das Verwaltungsgericht die massgebenden Interessen der Beschwerdef�hrerin unvollst�ndig ermittelt bzw. nicht gen�gend ber�cksichtigt. Dazu geh�rten die L�nge des Geb�udes, die Anzahl Stockwerke, die Ausn�tzungs- und Baumassenreserven nach geltendem Recht und gem�ss Gestaltungsplan, die engen Platzverh�ltnisse auf dem Grundst�ck und die Einschr�nkung der Nutzung durch die angrenzende S-Bahnlinie. Zu ber�cksichtigen sei sodann, dass das Gesch�ftsgeb�ude der Beschwerdef�hrerin im Jahr 2000 erstellt und so konzipiert worden sei, dass es aufgestockt werden k�nne. Aufgrund der Statik des Geb�udes (die St�tzen der Tragkonstruktion verlaufen entlang der �usseren Fassadenh�lle) sei ein R�ckzug des Geb�udes hinter die neue Baulinie mit unverh�ltnism�ssigen Kosten verbunden.
5.1 Das Verwaltungsgericht hat die besonderen Umst�nde auf Seiten der Beschwerdef�hrerin (schmale Parzelle, Einschr�nkung der �berbaubarkeit durch S-Bahnlinie, Statik der Gesch�ftsbaute) in seinen Erw�gungen (E. 3.1 und 3.4) erw�hnt und damit durchaus zur Kenntnis genommen. Es hat auch (in E. 4.2 und 4.4) die Konsequenzen der neuen Baulinie im Bereich des Grundst�cks der Beschwerdef�hrerin gew�rdigt.
Unzutreffend ist allerdings die Erw�gung betreffend die Bauten Allmendstrasse 92/92a/92b: Tats�chlich verl�uft die neue Baulinie in diesem Bereich bereits weiter westlich als von der Beschwerdef�hrerin verlangt, weshalb ihr Vorschlag (1,25 m ab der alten Baulinie) keine Verschlechterung f�r diese Bauten zur Folge h�tte. Neu angeschnitten w�rden vielmehr die Bauten �stlich der Allmendstrasse, insbesondere die Nrn. 91-93 (Assek.-Nrn. 242 und 386), deren Grundst�cke noch schm�ler sind als dasjenige der Beschwerdef�hrerin.
Der Sachverhaltsmangel erscheint jedoch f�r den Ausgang des Verfahrens nicht erheblich, wie im Folgenden darzulegen sein wird.
5.2 Der von der Beschwerdef�hrerin angerufene Rechtsgleichheitsgrundsatz nach Art. 8 Abs. 1 BV verlangt, dass Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich oder Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird. Der Anspruch auf rechtsgleiche Behandlung wird insbesondere verletzt, wenn hinsichtlich einer entscheidwesentlichen Tatsache rechtliche Unterscheidungen getroffen werden, f�r die ein vern�nftiger Grund in den zu regelnden Verh�ltnissen nicht ersichtlich ist, oder wenn Unterscheidungen unterlassen werden, die aufgrund der Verh�ltnisse h�tten getroffen werden m�ssen (vgl. BGE 134 I 23 E. 9.1 S. 42 mit Hinweisen).
Das Gebot der Rechtsgleichheit ist daher nicht bereits dann verletzt, wenn einzelne Grundst�cke oder beide Strassenseiten nicht exakt gleichm�ssig belastet werden, sondern erst dann, wenn f�r diese unterschiedliche Belastung kein vern�nftiger Grund besteht. Dabei muss es sich - entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin - nicht zwingend um technische oder schwerwiegende finanzielle Gr�nde handeln, sondern es fallen auch st�dtebaulich-gestalterische Gr�nde in Betracht. Nach dem oben (E. 4) Gesagten kann sich die Stadt f�r die von ihr gew�hlte Linienf�hrung auf sachliche Gr�nde st�tzen. Damit liegt keine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots vor.
Schliesslich r�gt die Beschwerdef�hrerin einen unzul�ssigen Eingriff in ihr Eigentum.
6.1 Das Verwaltungsgericht r�umte ein, dass die Baulinienrevision beachtliche bauliche Einschr�nkungen bewirke (vgl. � 99 des Z�rcher Planungs- und Baugesetzes vom 7. September 1975 [PBG]); diesen st�nden jedoch gewichtige �ffentliche Interessen an der Erweiterung des Baulinienabstands im Bereich der Allmendstrasse entgegen. Der Eigentumseingriff werde ferner dadurch relativiert, dass die Beschwerdef�hrerin ihre Liegenschaft im Rahmen von � 101 PBG auch k�nftig unterhalten und modernisieren k�nne. Die von ihr vorgeschlagene, 0,75 m weiter westlich verlaufende Linienf�hrung h�tte keine wesentlich mildere Eigentumseinschr�nkung zur Folge: Ihr Grundst�ck w�rde diesfalls um 3,25 m (statt 4 m) und ihre Baute um 1,25 m (statt 2 m) angeschnitten.
6.2 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, das Verwaltungsgericht habe die konkreten Verh�ltnisse im Bereich ihres Grundst�cks unzureichend ermittelt. Zudem m�sse die Minderbelastung (bei einer Westverschiebung der Baulinie um 0,75 m) auf die L�nge von 50 m und auf 3 Stockwerke hochgerechnet werden, was eine Fl�che von 112,5 m� ergebe. Werde die gem�ss Gestaltungsplan zul�ssige Aufstockung auf f�nf Stockwerke ber�cksichtigt, betrage die Minderbelastung sogar 187,5 m�. Schliesslich sei die Chance, eine Ausnahmebewilligung f�r eine Aufstockung zu erhalten, umso besser, je weniger das Geb�ude von der Baulinie angeschnitten werde. Insofern h�tte eine 0,75 m weiter westlich verlaufende Linienf�hrung eine wesentlich mildere Eigentumsbeschr�nkung zur Folge.
6.3 Wie bereits oben (E. 5.1) dargelegt wurde, kann dem Verwaltungsgericht (von einer, im vorliegenden Zusammenhang nicht relevanten Ausnahme abgesehen) keine offensichtlich unrichtige oder unvollst�ndige Sachverhaltsfeststellung vorgeworfen werden. Es ist eine Wertungsfrage, ob eine 0,75 m weiter westlich verlaufende Linienf�hrung als "wesentlich" mildere Eigentumsbeschr�nkung beurteilt wird. F�r das Verwaltungsgericht stand die �berlegung im Vordergrund, dass die Baulinienbeschr�nkung keinen Verlust an aktueller Nutzungsfl�che bewirkt, weil die Baute dem bisherigen Verwendungszweck entsprechend unterhalten und modernisiert werden darf (� 101 Abs. 1 PBG), und eine Aufstockung auch durch eine 0,75 m weiter westlich verlaufende Baulinie behindert w�rde. Diese �berlegung trifft zu; insbesondere legt die Beschwerdef�hrerin nicht dar, inwiefern sich die von ihr hervorgehobenen Probleme der Statik nicht stellen w�rden, wenn die Baute nur um 1,25 m (statt um 2 m) angeschnitten w�rde.
Im �brigen ergibt sich aus dem oben (E. 4 und 5) Gesagten, dass es sachliche Gr�nde gibt, die gegen die von der Beschwerdef�hrerin vorgeschlagene Baulinienf�hrung sprechen; die Stadt war daher nicht verpflichtet, die f�r die Beschwerdef�hrerin g�nstigere, weil weniger eigentumsbeschr�nkende, Linienf�hrung zu w�hlen. Der angefochtene Entscheid ist somit auch unter dem Blickwinkel der Eigentumsgarantie und des Verh�ltnism�ssigkeitsgebots nicht zu beanstanden.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Stadt Z�rich obsiegt in ihrem amtlichen Wirkungskreis und hat daher keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, der Stadt Z�rich und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 3. Abteilung, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.