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Timestamp: 2019-07-22 17:11:18
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Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 20', '§ 50', '§ 19', '§ 19', '§ 57', '§ 50', '§ 50', '§ 50', '§ 19', '§ 57', '§ 19', '§ 57', '§ 50', '§ 19', '§ 50']

OLG Frankfurt, 24.06.1999 - 6 WF 96/99 - dejure.org
https://dejure.org/1999,710
OLG Frankfurt, 24.06.1999 - 6 WF 96/99 (https://dejure.org/1999,710)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 24.06.1999 - 6 WF 96/99 (https://dejure.org/1999,710)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 24. Juni 1999 - 6 WF 96/99 (https://dejure.org/1999,710)
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FGG § 19, § 20, § 50 Abs. 2 Nr. 1
Zusammenfassung von "Verfahrenspflegschaft im Spiegel einer widersprüchlichen Rechtsprechung" von Siegfried Willutzki, original erschienen in: Kind-Prax 2004, 83 - 89.
AG Bensheim, 13.03.2001 - 7 F 57/99
FamRZ 1999, 1293
FamRZ 2000, 844 (Ls.)
Dagegen soll nach anderer Ansicht die Zwischenentscheidung über die Bestellung eines Verfahrenspflegers mit der unbefristeten Beschwerde nach § 19 FGG anfechtbar sein (…Bumiller/ Winkler, Freiwillige Gerichtsbarkeit, 7. Aufl., § 19 Rdnr. 6; OLG Karlsruhe, FamRZ 2000, 1296; OLG Dresden, FamRZ 2000, 1296; Kammergericht, FamRZ 2000, 1298; OLG Düsseldorf, FamRZ 2000, 1298; OLG Hamburg, FamRZ 2001, 34: Beschwerderecht nach § 57 Abs. 1 Nr. 9 FGG; OLG München, FamRZ 1999, 667; OLG Köln, FamRZ 2000, 487; OLG Frankfurt, FamRZ 1999, 1293; OLG Hamm, FamRZ 1999, 41), weil die Entscheidung über die Bestellung eines Verfahrenspflegers in schwerwiegendem Maße in die Rechte der sorgeberechtigten Eltern eingreife bzw. diese beschränke (OLG Dresden, FamRZ 2000, 1296; Kammergericht, FamRZ 2000, 1298; OLG Frankfurt, FamRZ 1999, 1293; OLG Hamm, FamRZ 1999, 41) und die Verfahrenspflegerbestellung wegen der mit ihr verbundenen Kosten, die im Zweifel die Eltern zu tragen hätten, anfechtbar sein müsse (Kammergericht, FamRZ 2000, 1298; OLG Hamburg, FamRZ 2001, 34).
Die Bestellung eines Verfahrenspflegers nach § 50 FGG bewirkt, dass eine Interessenwahrnehmung für das Kind im Sinne einer Parteivertretung stattfindet (Anmerkung Weychardt zu OLG Frankfurt, FamRZ 1999, 1293, in: FamRZ 2000, 844; BVerfG, FamRZ 1999, 85, 87).
Der Verfahrenspfleger tritt also an die Stelle des gesetzlichen Vertreters des Kindes, sodass das Recht und die Pflicht der elterlichen Sorge eingeschränkt wird (OLG Frankfurt, FamRZ 1999, 1293, 1294).
Aus der Staatskasse kann er nur die Vergütung für solche Tätigkeiten beanspruchen, die erforderlich sind, um den Kindeswillen zu festzustellen und im Verfahren zu vertreten (KG FamRZ 2000, 1300; OLG Frankfurt FamRZ 1999, 1293, 1294; OLG Frankfurt FamRZ 2002, 335; OLG Koblenz OLGR 2004, 65; OLG Stuttgart OLGR 2004, 52).
Umfangreiche Ermittlungen und Nachforschungen, die Mitwirkung an Hilfeplänen, Umgangskontakten und eine eigene beratende Tätigkeit überschreiten jedoch eindeutig die dem Verfahrenspfleger vom Gesetz zugewiesenen Aufgaben (OLG Brandenburg FPR 2002, 106; FPR 2002, 280; OLG Braunschweig FamRZ 2001, 776; OLG Celle Nds.RPfl. 2002, 144; OLG Frankfurt FamRZ 1999, 1293; FamRZ 2002, 335; OLG Stuttgart OLGR 2004, 48).
- dafür: OLG Hamburg FamRZ 2001, 34; KG, 13. ZS, FamRZ 2000, 1298 = NJW 2000, 2596; KG, 19. ZS, FamRZ 2001, 1537; OLG Düsseldorf, 6. FamS, NJW 2000, 1274 = FamRZ 2000, 1298; OLG Dresden, FamRZ 2000, 1296; OLG Karlsruhe, FamRZ 2000, 1296; OLG Frankfurt, FamRZ 1999, 1293; OLG München, FamRZ 1999, 667; OLG Hamm, FamRZ 1999, 41; Maurer, in: FamRefK, 1998, § 50 FGG, Rdnr. 36; Bumiller/Winkler, Freiwillige Gerichtsbarkeit, 7. Aufl., 1999, § 50 FGG, Rndr.
Solange jedoch das subjektiv artikulierte oder notfalls, bei fehlender Einsicht oder Uneinsichtigkeit, objektiv zu bestimmende Anliegen des Kindes mit dem kontradiktorischen Antragsbegehren wenigstens eines Elternteiles konform geht, kann ein Interessengegensatz zwischen dem Kind und seinen gesetzlichen Vertretern nicht festgestellt und muss demnach die Erforderlichkeit einer Verfahrenspflegerbestellung verneint werden (ebenso: OLG Düsseldorf, FamRZ 2000, 1298 = NJW 2000, 1274; OLG Frankfurt, FamRZ 1999, 1293, 1294).
Schließlich dürfte der Rechtsstreit nach Eingang des Sachverständigengutachtens im Januar dieses Jahres erstinstanzlich entscheidungsreif gewesen sein, sodass erst recht mehr kein Anlass, geschweige denn eine verfahrensrechtliche Handhabe bestand, auf der Grundlage des Gutachtens gewissermaßen eine zusätzliche Spannungen bzw. eine neue Konfrontationsebene mit sich bringende Verfahrenspflegerbestellung, die generell und namentlich in Verfahren der vorliegenden Art eher die Ausnahme denn die Regel sein sollte (prinzipiell bzw. tendenziell ebenso OLG Frankfurt, FamRZ 1999, 1293, 1294, und OLG Düsseldorf, FamRZ 2000, 1298 = NJW 2000, 1274), vorzunehmen.
Dagegen ist nach anderer, vorzugswürdiger, auch vom Senat geteilter Ansicht die Zwischenentscheidung über die Bestellung eines Verfahrenspflegers mit der unbefristeten Beschwerde nach § 19 FGG anfechtbar (Senat, OLG-R 2003, 134- 136: Beschwerdeberechtigung der Kindeseltern auch aus § 57 Abs. 1 Nr. 9 FGG;… Bumiller/ Wink/er, Freiwillige Gerichtsbarkeit, 7. Aufl., § 19 Rdnr. 6; OLG Karlsruhe, FamRZ 2000, 1296; OLG Dresden, FamRZ 2000, 1296; Kammergericht, FamRZ 2000, 1298; OLG Düsseldorf, FamRZ 2000, 1298; OLG Hamburg, FamRZ 2001, 34: Beschwerderecht nach § 57 Abs. 1 Nr. 9 FGG; OLG München, FamRZ 1999, 667; OLG Köln, FamRZ 2000, 487; OLG Frankfurt, FamRZ 1999, 1293; OLG Hamm, FamRZ 1999, 41), weil die Entscheidung über die Bestellung eines Verfahrenspflegers in schwerwiegendem Maße in die Rechte der sorgeberechtigten Eltern eingreift bzw. diese beschränkt (OLG Dresden, FamRZ 2000, 1296; Kammergericht, FamRZ 2000, 1298; OLG Frankfurt, FamRZ 1999, 1293; OLG Hamm, FamRZ 1999, 41; Senat, OLG-R 2003, 134-136) und die Verfahrenspflegerbestellung auch wegen der mit ihr verbundenen nicht unerheblichen Kosten, die im Zweifel die Eltern zu tragen haben, anfechtbar sein muss (Kammergericht, FamRZ 2000, 1298; OLG Hamburg, FamRZ 2001, 34; vgl. ausführlicher hierzu Senat, OLG-R 2003, 134- 136).
Denn die Bestellung eines Verfahrenspflegers nach § 50 FGG bewirkt, dass eine Interessenwahrnehmung für das Kind im Sinne einer Parteivertretung stattfindet (Anmerkung Weychardt zu OLG Frankfurt, FamRZ 1999, 1293, in: FamRZ 2000, 844; BVerfG, FamRZ 1999, 85, 87).
Der Verfahrenspfleger tritt also an die Stelle des gesetzlichen Vertreters des Kindes, sodass das Recht und die Pflicht der elterlichen Sorge eingeschränkt wird (OLG Frankfurt, FamRZ 1999, 1293, 1294; Senat, FamRZ 2003, 393 - 395).
OLG Köln, 31.08.2001 - 26 WF 123/01
Kosten des Verfahrenspflegers im Familienrecht
Diese Besonderheiten lassen eine Pflegerbestellung für das Umgangsrechtsverfahren betreffend das damals erst 4 1/2 Jahre alte, bei der Mutter lebende nichteheliche Kind durchaus erforderlich erscheinen, auch wenn im allgemeinen in Umgangsrechtsverfahren die Bestellung eines Verfahrenspflegers eher die Ausnahme sein sollte ( vgl. OLG Frankfurt FamRZ 1999, 1293).
Als reiner Interessenvertreter kommt ihm nicht die Aufgabe zu, darüber hinausgehende Ermittlungen anzustellen oder Vermittlungsversuche zwischen den Beteiligten mit dem Ziel des Abschlusses einer einverständlichen Regelung anzustellen oder die Durchführung des Umgangsrechts zu begleiten ( OLG Frankfurt FamRZ 1999, 1293;… Motzer a.a.O., 1043 mit weit. Nachw. aus der Rspr.).
Der Senat teilt insoweit die Auffassung des OLG Frankfurt (Beschluss v. 24.06.1999 - 6 WF 96/99 - FamRZ 1999, Heft 15 S. IX).
Der überwiegende Teil der Rechtsprechung nimmt - soweit ersichtlich - eine Beschwerdemöglichkeit gemäß §§ 19, 20 FGG an (OLG Frankfurt, FamRZ 1999, 1293 [12941; OLG München, FamRZ 1999, 667 ; OLG Hamm, FamRZ 1999, 41 ;… FamRefK-Maurer, § 50 FGG Rdn. 35, 36).
Die bislang zu diesem Problem ergangene Judikatur ist ebenso wie die Literatur überwiegend der Auffassung, dass die Verfahrenspflegerbestellung restriktiv zu handhaben sei (vgl. OLG Frankfurt, FamRZ 1999, 1293 ; OLG München, FamRZ 199, 667;… Gressmann, aaO., Rdn. 541; Dormann/Spangenberg, Anm. zu OLG Frankfurt, FamRZ 1999, 1294 f.; Büttner, FamRZ 1998, 585, 590).
Gegenstand der Bestellung des Verfahrenspflegers ist es dagegen grundsätzlich nicht, darüber hinaus Tatsachen zu ermitteln, Nachforschungen für die bestmögliche Entscheidung anzustellen, Hilfepläne zu erstellen, erzieherische oder therapeutische Maßnahmen zu ergreifen oder zwischen den übrigen Verfahrensbeteiligten zu vermitteln; dies bleibt Aufgabe des Gerichts und des Jugendamts (vgl. zB OLG Frankfurt FamRZ 1999, 1293; 2002, 335; KG FamRZ 2000, 1300; KGRep 2001, 383; 2001, 385; OLG Schleswig OLGRep 2000, 177; OLG Brandenburg FamRZ 2001, 692; 2001, 1541; 2002, 626; OLG Braunschweig FamRZ 2001, 776; OLG Dresden FamRZ 2002, 968; OLGRep 2002, 368; OLG Naumburg 14 WF 75/01 - jurisRspr = OLGRep 2001, 559 (LS); OLG Rostock FamRZ 2002, 969 = JurBüro 2002, 157).
LAG Baden-Württemberg, 28.12.2007 - 9 Ta 16/07
OLG Rostock, 26.11.2001 - 10 UF 314/01
Zu der Stellung und den Aufgaben eines Verfahrenspflegers
OLG Zweibrücken, 14.01.2004 - 2 WF 204/03
Zur Anfechtbarkeit der Bestellung eines Verfahrenspflegers durch die Beteiligten
OLG Stuttgart, 10.09.2002 - 8 WF 26/02
Verfahrenspflegervergütung: Umfang der vergütungsfähigen Tätigkeiten des …
OLG Brandenburg, 29.04.2002 - 10 WF 175/01
Umfang des Auslagenersatzes und der Vergütung bei Tätigkeiten die nicht im …
OLG Düsseldorf, 15.03.2002 - 5 WF 287/01
OLG Saarbrücken, 24.02.2003 - 9 WF 128/02
OLG Frankfurt, 26.07.2001 - 6 WF 121/01
OLG Karlsruhe, 22.12.2000 - 2 WF 91/00
Verfahrenspfleger - Umfang der Tätigkeit
OLG Bremen, 27.03.2000 - 4 W 4/00
Beschwerderecht des nicht sorgeberechtigten, nichtehelichen Vaters gegen die …
OLG Koblenz, 09.09.2002 - 11 WF 590/02
Sorgerecht - Verfahrenspfleger: Aufgabenbereich, Umfang der vergütungsfähigen …
OLG Frankfurt, 26.07.2001 - 6 WF 122/01
OLG Frankfurt, 21.12.1999 - 1 WF 221/99