Source: http://doczz.nl/doc/840948/zeitarbeit-%E2%80%93-sicher--gesund-und-erfolgreich
Timestamp: 2017-11-24 16:19:38
Document Index: 242275653

Matched Legal Cases: ['Art. 1', '§ 1', '§ 11', '§ 11', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 7', '§ 7', '§ 4', '§ 13', '§ 22', '§ 33', '§ 81', '§ 5', '§ 3', '§ 5', '§ 3', '§ 4', '§ 29', '§ 3', '§ 3', '§ 2', '§ 3', '§ 19', '§ 2', '§ 4', '§ 7', '§ 3', '§ 4', '§ 2', '§ 29', '§ 12', '§ 9', '§ 11', '§ 4', '§ 12', '§ 9', '§ 11', '§ 4', '§ 12', '§ 4', '§ 12', '§ 16', '§ 47', '§ 18', '§ 16', '§ 3', '§ 16', '§ 16', '§ 2', '§ 10', '§ 4', '§ 24', '§ 10', '§ 3', '§ 22', '§ 193', '§ 6', '§ 3', '§ 4', '§ 11', '§ 13', '§ 13', '§ 3', '§ 5', '§ 24', '§ 26', '§ 3', '§ 2', '§ 11', '§ 4', '§ 2', '§ 29', '§ 31', '§ 9', '§ 11', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 618', '§ 2']

BGI 5020
sicher, gesund und erfolgreich
Leitfaden für die Gestaltung der Arbeitsorganisation
in Zeitarbeitsunternehmen – mit CD-ROM
w w w. v b g . d e
Schriftenreihe Prävention
Präventive Gestaltung des Arbeitssystems Zeitarbeit
Die Inhalte dieses Leitfadens orientieren sich an der präventiven Gestaltung des Arbeitssystems Zeitarbeit.
Die einzelnen Elemente des Handlungssystems Zeitarbeit sind in der Broschüre farblich gekennzeichnet. Das
hilft Ihnen, sich einfach und schnell zu orientieren. Die im Text dieser Information aufgeführten Zahlen
in Klammern, zum Beispiel (1), (2) usw., verweisen auf Rechtsquellen, die auf Seite 51 genannt sind.
Arbeitssystem beim Kunden
des Zeitarbeitsunternehmens
Wertschöpfungskette Zeitarbeit
Arbeitssystem im Zeitarbeitsunternehmen
Farb-Orientierungssystem in diesem Leitfaden
Elemente des Handlungssystems
Zielgruppen der Arbeitshilfen
■ Für Unternehmer/
■ Für Mitarbeiter
Zeitarbeit – Leistungsfähiges Arbeitssystem
Leitfaden Zeitarbeit – sicher, gesund und erfolgreich
Ziele im eigenen Unternehmen
Kontinuierlicher Verbesserungsprozess und Mitarbeiterbeteiligung
sowie Notfallvorsorge
Arbeitshilfen Zeitarbeit (AZ)
Arbeitshilfe „Arbeiten im Zeitarbeitsunternehmen verbessern –
Beurteilung der Arbeitsbedingungen im Zeitarbeitsunternehmen“
Auftragsannahme (Formular)
Arbeitsplatzbesichtigungs-Protokoll
mit Arbeitsschutzvereinbarung (Muster)
Arbeitsschutzvereinbarung zwischen Verleiher und Entleiher
Arbeitsanweisung für Personalentscheidungsträger
Arbeitsanweisung für Mitarbeiter
Inhaltsverzeichnis weiterer Arbeitshilfen Zeitarbeit
auf der beigefügten CD-ROM
Die in dieser Berufsgenossenschaftlichen Information (BGI) enthaltenen technischen Lösungen schließen
andere, mindestens ebenso sichere Lösungen nicht aus, die auch in technischen Regeln anderer
Mitgliedsstaaten der Europäischen Union oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens über den
Europäischen Wirtschaftsraum ihren Niederschlag gefunden haben können.
Zeitarbeitsunternehmen können nur erfolgreich
sein, wenn sie ihre Ressourcen möglichst effektiv und effizient nutzen. Die Praxis zeigt, dass
erfolgreiche Leistungen das Ergebnis vorausschauend und vorsorgend gestalteter Arbeit
sind. Qualität, Sicherheit und Gesundheit sind
in diesen Unternehmen Kriterien für den Erfolg.
In dieser Berufsgenossenschaftlichen Information (BGI) finden Sie als Unternehmer und Personalentscheidungsträger* von Zeitarbeitsunternehmen Informationen und Arbeitshilfen
für die Gestaltung eines leistungsfähigen
Arbeitssystems. Der Leitfaden
■ zeigt Wege auf, wie Sie die Arbeit präventiv
(vorausschauend, sicher und gesund) gestalten und Ihre Ressourcen optimal nutzen
■ hilft Ihnen, Ihre Mitarbeiter** und internen Mitarbeiter zu qualitätsbewusstem, sicherem
und gesundheitsgerechtem Arbeiten zu motivieren,
■ fasst die wesentlichen rechtlichen Arbeitsschutz-Anforderungen für die Arbeiten in
Ihrem Unternehmen und beim Kunden kurz
und verständlich zusammen und ermöglicht
somit Rechtssicherheit für Ihr Unternehmen,
enthält Arbeitshilfen (wie eine Beurteilung
der Arbeitsbedingungen, Unterweisungstipps
oder Checklisten), mit denen Sie Arbeitsprozesse vorsorgend gestalten können.
Auf der beigefügten CD-ROM finden Sie die Inhalte dieses Leitfadens sowie eine Vielzahl
weiterer Arbeitshilfen und Fachinformationen.
An diesem Leitfaden haben der Bundesverband Zeitarbeit – BZA – der Interessenverband
Deutscher Zeitarbeitsunternehmen – iGZ – und
der Fachverband der Sicherheitsingenieure –
VDSI – sowie weitere Fachleute mitgearbeitet.
Für Verbesserungsvorschläge und Anregungen
für weitere Auflagen der Information und der
CD-ROM „Zeitarbeit – sicher, gesund und erfolgreich“ sind wir Ihnen dankbar.
* wie Niederlassungsleiter, Disponenten, Abteilungsleiter, Personalberater und andere verantwortliche Personen, die Personalentscheidungen treffen.
** Unter Mitarbeiter werden in dieser Information Leiharbeitnehmer verstanden. Verwaltungs- und Akquisitionskräfte werden als interne Mitarbeiter bezeichnet.
Zeitarbeit – Leistungsfähiges
Sicher, gesund und erfolgreich ist ein Zeitarbeitsunternehmen nur, wenn alle Prozesse des
Unternehmens geplant, organisiert, aber auch
kontrolliert werden. Präventive Arbeitsgestaltung ist Voraussetzung für ein funktionierendes
Arbeitssystem und damit für Qualität sowie
Die Qualität präventiv gestalteter Arbeit fördert
nicht nur das Image des Unternehmens, sondern führt auch zu einer besseren Mitarbeiterbindung (Motivation, Zufriedenheit) und zu
geringeren Fehlzeiten. Der vorliegende Leitfaden zeigt Beispiele auf, wie eine solche präventive Arbeitsgestaltung mit einem hohen Nutzen
für die Arbeitsqualität in Zeitarbeitsunternehmen
konkret aussehen kann (Abbildung 1).
Präventive Arbeitsgestaltung der Zeitarbeitsunternehmen
Arbeitssystem über alle Prozesse der Wertschöpfungskette (Abbildung 2). Das heißt zum
■ Die Arbeit so organisieren, dass alle Mitarbeiter die Arbeitsaufgaben optimal erfüllen
– zum Beispiel: Klare schriftliche Absprachen
mit dem Kunden über die Art und den
Umfang der Arbeiten; Gefährdungen und
Risiken beurteilen und Maßnahmen festlegen, Verantwortlichkeiten klar bestimmen,
eindeutige Arbeits- und Dienstanweisungen geben, unmissverständliche Kommunikationswege
Nutzen einer präventiven Arbeitsgestaltung
Störungsund
Sicherheit, Gesundheit, Produktivität, Qualität
Unternehmensentwicklung Zeitarbeit
Mitarbeiter dazu befähigen, ein solches Betriebsklima zu entwickeln, dass qualitativ
hochwertig, gesund und motiviert gearbeitet
– zum Beispiel: Mitarbeiter über die Arbeitsaufgaben beim Kunden informieren und
regelmäßig unterweisen, Kenntnisse und
Fähigkeiten der Mitarbeiter nutzen – humane
■ Sicherstellen, dass Arbeitsmittel und Hilfsmittel zur Verfügung stehen, mit denen die Arbeiten reibungslos und sicher umgesetzt werden
– zum Beispiel: regelmäßig geprüfte und
gewartete Arbeitsmittel
– materielle
Sicherstellen, dass die Arbeitsbereiche und
die -umgebung so gestaltet sind, dass Mitarbeiter sicher und gesund arbeiten können.
– zum Beispiel: Informationen über die Einsatzbereiche und mögliche Gefährdungen
durch Lärm, Dämpfe, Stäube und andere
Einwirkungen beim Kunden einholen und
Maßnahmen mit den Kunden vereinbaren – Raumressourcen nutzen.
Diese Aspekte der präventiven Arbeitsgestaltung treffen sowohl auf den Überlassungsprozess als auch auf die Betriebsorganisation zu.
Rechtssichere Organisation für
Um rechtssicher arbeiten zu können, sind Aspekte des Arbeitsschutzes zwischen Ihnen
und Ihrem Kunden abzustimmen. Entscheidend für das Ausmaß der notwendigen
gegenseitigen Abstimmung sind die folgenden beiden Grundsätze:
Verantwortlich für die Arbeitsschutzmaßnahmen im Überlassungsprozess ist stets der
Unternehmer (Verleiher) beziehungsweise die verantwortlichen Personen (zum Beispiel
die Personalentscheidungsträger). Sie tragen in erster Linie Verantwortung dafür, die
erforderlichen Informationen zum geplanten Einsatz vom Kunden zu ermitteln, geeignete Mitarbeiter auszuwählen und diese auf den Einsatz vorzubereiten.
Der Kunde (Entleiher) ist in gleichem Maße für die Arbeitsschutzmaßnahmen für
die Mitarbeiter von Zeitarbeitsunternehmen bei der Arbeitnehmerüberlassung verantwortlich. Seine Verantwortung erstreckt sich auf den Einsatz der Mitarbeiter
entsprechend dem Arbeitnehmerüberlassungsvertrag und auf die Integration der
Mitarbeiter in die Arbeitsschutzorganisation seines Unternehmens, wie zum Beispiel die arbeitsplatzspezifische Unterweisung und die Bereitstellung geeigneter
Arbeitsmittel. (1)
In dem folgenden Leitfaden finden Sie Informationen und Arbeitshilfen zum Aufbau und
Erhalt eines leistungsfähigen Arbeitssystems für Zeitarbeitsunternehmen.
Neben den Informationen im Kapitel 2 finden Sie Arbeitshilfen „Zeitarbeit“, die es Ihnen
ermöglichen, die Anforderungen einfacher, direkter und schneller in die Praxis umzusetzen. Einige dieser Arbeitshilfen finden Sie direkt in dieser Information
als DIN-A4-Vorlagen zum Ausfüllen und Kopieren.
Eine ganze Reihe weiterer Hilfen finden Sie auf der beigefügten CD-ROM
als Word-Dokumente zum Ausfüllen, Bearbeiten und Abspeichern beziehungsweise Ausdrucken mit Ihrem Computer.
Ein erfolgreiches Zeitarbeitsunternehmen basiert auf einer präventiven Gestaltung der Arbeitsprozesse sowie auf einem qualitativ hochwertigen Überlassungsprozess. Das eine ist
ohne das andere nicht zu haben. Der folgende
Leitfaden Zeitarbeit umfasst beide Aspekte:
■ Betriebsorganisation – Im Kapitel 2.1 werden
Anforderungen an eine sichere und gesundheitsgerechte Betriebsorganisation beschrieben.
■ Überlassungsprozess – Im Kapitel 2.2 werden
die Anforderungen an den Überlassungsprozess dargestellt.
Menschen – Soziales System – Organisation
Leitfaden Zeitarbeit
Leitfadens Zeitarbeit
S. 11 bis 19
S. 20 bis 27
Wesentliche Voraussetzungen für erfolgreiche
Zeitarbeit sind die Leistungsbereitschaft aller
Mitarbeiter und internen Mitarbeiter, die gute
Organisation und das optimale Zusammenspiel
aller Beteiligten. Erst eine gute Organisation, ein
leistungsgerechter Einsatz der Mitarbeiter und
ein aktivierendes Betriebsklima ermöglichen
eine produktive Nutzung aller Ressourcen.
Wesentliche Voraussetzung dafür ist eine präventive Gestaltung der Arbeitsprozesse, die
unter anderem folgende Aspekte umfasst:
Organisation der Zeitarbeit
2.1.1 Ziele im eigenen Unternehmen
Sicheres und gesundheitsgerechtes Arbeiten wird als ein
wesentliches Unternehmensziel festgelegt; dies wird auch
schriftlich z. B. in Leitlinien, Vereinbarungen oder Arbeitsanweisungen dokumentiert. (2)
■ Den Personalentscheidungsträgern und den Mitarbeitern (auch
den internen) wird regelmäßig deutlich gemacht, dass sicheres,
gesundheitsgerechtes Arbeiten ein wesentliches Ziel im Unternehmen und somit eine Grundlage für den Erfolg ist (zum Beispiel Mitarbeiterbesprechungen, Informationsmedien, Plakate,
vorbildliches Verhalten aller Führungskräfte, Arbeitsschutzausschuss). (3)
„Unternehmensziele“
auf beigefügter
Betriebsorganisation der Zeitarbeit
2.1.2 Befähigung der Mitarbeiter
■ Für jede Einstellung, Überlassung (Auftragsannahme und Disposition) und Betreuung von Mitarbeitern werden Personen eingesetzt, die angemessen befähigt sind. (4) Dazu gehören:
– Sozial- und Führungskompetenz,
– betriebswirtschaftliche und kaufmännische Kompetenz
– fachliche Kompetenz über die zu betreuenden Berufs- und
– Kenntnisse im Arbeitsschutz.
und Bewerbungsbogen auf
Fachliche Kompetenz der Personalentscheidungsträger bedeutet:
Kenntnisse über die zu betreuenden Berufs- und Arbeitsbereiche
verfügen bzw. erwerben. Diese werden durch eine entsprechende
Berufsausbildung und/oder eine gründliche Einarbeitung durch
fachkundige Personen (z. B. qualifizierte Personalentscheidungsträger, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsarzt) sichergestellt.
Gemeinsame Arbeitsplatzbesichtigungen und Weiterbildung in
arbeitsbereichsbezogenen Seminaren erweitern diese Kenntnisse.
Kenntnisse im Arbeitsschutz können in Seminaren der VBG erworben werden (zum Beispiel: Seminar „Disposition Zeitarbeit – sicher,
gesund, erfolgreich“).
Die Personalentscheidungsträger werden weitergebildet (zum
Beispiel durch arbeitsbereichsbezogene Seminare der VBG – wie
Gesundheitsdienst, kaufmännische Überlassung, Metallverarbeitung).
Die Mitarbeiter besitzen die erforderlichen Befähigungen für
ihre Arbeitsaufgaben (z. B. Qualifikationen, Erfahrungen und
Eignung). Die entsprechenden Nachweise werden dokumentiert
(zum Beispiel: Zeugnisse, Facharbeiterbriefe, Führerscheine,
ärztliche Bescheinigungen der arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen). (4)
■ Den Mitarbeitern wird bei Bedarf Weiterbildung ermöglicht
(Beispiele: Schweißer, Gabelstaplerfahrer, Sicherheitsbeauftragter, Ersthelfer); die Aus- und Weiterbildungsangebote der VBG
(siehe auch Kapitel 2.2.3 und 2.2.4)
der VBG nutzen
■ Mit den Personalentscheidungsträgern und den Mitarbeitern
(auch den internen) wird schriftlich vereinbart, welche Verantwortung und Aufgaben sie haben (zum Beispiel in Arbeitsverträgen,
Stellenbeschreibungen). Dies beinhaltet auch Pflichten und Verantwortung im Arbeitsschutz. (5)
■ Den Personalentscheidungsträgern steht für die erfolgreiche
Erledigung ihrer Aufgaben die entsprechende Zeit zur Verfügung
(Zeitmanagement).
■ Besondere Schutzbedürftigkeit von Jugendlichen (zum Beispiel
Pausenregelungen), von werdenden und stillenden Müttern (zum
Beispiel beim Heben und Tragen) und von behinderten Menschen wird beachtet. (6)
Mit den Mitarbeitern wird schriftlich vereinbart (zum Beispiel in
Einsatzbeschreibungen) und besprochen, welche Aufgaben sie
im Kundeneinsatz haben. Dazu gehört insbesondere die Sensibilisierung und Verpflichtung zu sicherem und gesundem Arbeiten,
zur Einhaltung der mit dem Kunden vereinbarten Schutzmaßnahmen, zum Tragen der Persönlichen Schutzausrüstung, zur
Berücksichtigung der Unterweisungsinhalte. (5)
■ Bei der Disposition werden die Befähigungen sowie die persönlichen Belange der Mitarbeiter berücksichtigt. (4)
2.1.3 Aufgaben und
Unternehmerpflichten auf
für Personalentscheidungsträger –
für Mitarbeiter –
2.1.4 Beurteilung der Arbeitsbedingungen
Arbeitsplätze beim Kunden
■ Um einen sicheren und gesundheitsgerechten Einsatz der Mitarbeiter zu gewährleisten, ist sichergestellt, dass für alle Einsätze
die Ergebnisse der Beurteilung der Arbeitsbedingungen und die
daraus resultierenden Maßnahmen vorliegen (siehe Kapitel 2.2).
Arbeitsplätze im Zeitarbeitsunternehmen
Die Arbeitsbedingungen im Zeitarbeitsunternehmen werden
beurteilt (zum Beispiel Organisation der Abläufe und Prozesse,
eigene Büroarbeitsplätze, Arbeitsmittel usw.), Maßnahmen festgelegt und deren Umsetzung verfolgt. (7)
im Zeitarbeitsunternehmen
2.1.5 Angebot und Vertrag
Beim Akquisitionsgespräch und im Angebot werden Aspekte des
Arbeitsschutzes einbezogen.
■ Bei allen Aufträgen wird mit den Kunden Umfang und Art der
Tätigkeiten und Leistungen klar abgesprochen, abgegrenzt und
vertraglich festgelegt (siehe Kapitel 2.2).
■ Es ist sichergestellt, dass in den Arbeitnehmerüberlassungsverträgen auch die erforderlichen Aspekte des Arbeitsschutzes
■ Bei Rahmenverträgen sind allgemeine Aspekte des Arbeitsschutzes im Rahmenvertrag selbst beschrieben und arbeitsplatzspezifische Aspekte mit der jeweiligen Arbeitsschutzvereinbarung geregelt. (8)
Auftragsannahmeformular –
Arbeitsschutzvereinbarung –
zwischen Verleiher
und Entleiher –
2.1.6 Beschaffung
Es ist festgelegt, wer bei der Beschaffung und beim Einkauf von
Arbeitsmitteln, Produkten und Dienstleistungen für die Ermittlung
der Anforderungen für Sicherheit und Gesundheit zuständig ist
(zum Beispiel Einkäufer, Niederlassungsleiter, Personalentscheidungsträger). (9) Dabei werden sie durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit und den Betriebsarzt beraten. Die Erfahrungen
der Mitarbeiter werden bei der Beschaffung von Arbeitsmitteln,
Produkten und Persönlicher Schutzausrüstung berücksichtigt.
■ Schon bei der Planung von allen Arbeitsprozessen und bei der
Planung von Arbeitsstätten im eigenen Unternehmen werden
Arbeitsschutzanforderungen und Ergebnisse der Beurteilungen
der Arbeitsbedingungen berücksichtigt (Fachkraft für Arbeitssicherheit oder Betriebsarzt stehen dabei beratend zur Seite).
■ Es werden nur technisch einwandfreie Arbeitsmittel, Produkte
und Persönliche Schutzausrüstungen angeschafft. (9, 10)
Technische Arbeitsmittel und Verbrauchsprodukte, die unter eine
Verordnung zum Geräte- und Produktsicherheitsgesetz fallen, müssen mit dem CE-Zeichen gekennzeichnet sein. Dazu gehören zum
Beispiel elektrische Betriebsmittel, Persönliche Schutzausrüstungen
Diese Produkte können auch zusätzlich mit dem GS-Zeichen versehen sein. Der Verwender kann dann davon ausgehen, dass die
Erzeugnisse von einer unabhängigen Stelle geprüft worden sind
und die Fertigung regelmäßig überwacht wird. (13)
Bei der Einrichtung einer Geschäftsstelle werden die Praxishilfen
der VBG zur Einrichtung von Büroarbeitsplätzen berücksichtigt.
2.1.7 Einsatzplanung
Bei der Einsatzplanung wird sichergestellt, dass die Befähigung
(Qualifikation, Erfahrung, Eignung) der Mitarbeiter den Anforderungen der Arbeitsaufgabe beim Kunden entspricht (siehe Kapitel 2.2). (4, 14) Je nach Auftrag und Einsatz stehen die für die
Arbeitsaufgabe erforderlichen und geeigneten Arbeitsmittel und
Persönliche Schutzausrüstungen in einwandfreiem Zustand zur
Verfügung. (15)
■ Neue Informationen von Mitarbeitern über die jeweiligen Arbeitsplätze und die Einsatzbedingungen beim Kunden, die bisher bei
der Planung nicht erfasst worden sind, werden berücksichtigt.
2.1.8 Information und Kommunikation
■ Die Informations- und Kommunikationswege zwischen Kunden,
Unternehmer, Personalentscheidungsträgern und Mitarbeitern
werden festgelegt (zwischen Personalentscheidungsträgern
und Mitarbeitern zum Beispiel in Arbeits- und Verfahrensanweisungen). (2)
Arbeitsanweisungen für
– ab Seite 45
Bei jeder neuen Arbeitsaufgabe und jedem neuen Arbeitseinsatz
erfolgt eine arbeitsplatzbezogene Unterweisung und Einweisung
durch den Kunden. Es ist festgelegt, wie dies überprüft wird
(siehe Kapitel 2.2). (17)
Die internen Mitarbeiter des Zeitarbeitsunternehmens werden
über sicheres und gesundheitsgerechtes Arbeiten im Büro
unterwiesen. (18)
■ Die für den Überlassungsprozess erforderlichen, jeweils aktuellen Fassungen der rechtlichen Bestimmungen (Gesetze,
Verordnungen zum Arbeitsschutz, berufsgenossenschaftliche
Vorschriften und Regeln) stehen zur Verfügung (zum Beispiel
beiliegende CD-ROM zur Verfügung stellen, über VBG-InternetPortal zur Zeitarbeit informieren – www.vbg.de, Daten ins Intranet einstellen). (19)
Die Arbeitsmittel für den Einsatz beim Kunden und im Zeitarbeitsunternehmen werden innerhalb der erforderlichen Fristen von
befähigten Personen geprüft – Fristen und Prüfer werden festgelegt. (20)
■ Die Mitarbeiter melden Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit (zum Beispiel defekte Arbeitsmittel, mangelhafte Schutzeinrichtungen und Persönliche Schutzausrüstungen) unverzüglich
dem Vorgesetzten im Kundenunternehmen. Erfolgt keine Reaktion beim Kunden, wird der Personalentscheidungsträger informiert. (21)
2.1.9 Prüfung von Arbeitsmitteln und
– ab Seite 30
Muster für Arbeitsanweisungen für
Personalentscheidungsträger und
2.1.10 Kontinuierlicher Verbesserungsprozess und Mitarbeiterbeteiligung
Die internen Abläufe im Überlassungsprozess werden regelmäßig beurteilt, und es werden entsprechende Verbesserungsmaßnahmen festgelegt. (2)
■ Die Erfahrungen aus Arbeitsplatzbesichtigungen beim Kunden
sowie die Kunden- und Mitarbeiterrückmeldungen fließen in die
Verbesserung der Prozesse mit ein. (2)
■ Verbesserungsvorschläge von allen Beschäftigten sind
erwünscht und werden besprochen. Sie erhalten eine Rückmeldung, was mit den Verbesserungsvorschlägen passiert. (2)
für Personalentscheidungsträger
2.1.11 Sicherheitstechnische und
Die sicherheitstechnische und betriebsärztliche Betreuung ist
sichergestellt. (22)
■ Der Personalentscheidungsträger veranlasst die erforderlichen
speziellen arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen vor
Arbeitsaufnahme. Die ärztlichen Bescheinigungen liegen vor. (14)
Die notwendigen Erste-Hilfe-Maßnahmen beim Kunden
(zum Beispiel Meldeeinrichtung, Erste-Hilfe-Material, Ersthelfer)
werden vertraglich geregelt (Arbeitsschutzvereinbarung). (23)
Die notwendigen Erste-Hilfe-Maßnahmen (zum Beispiel Meldeeinrichtung, Erste-Hilfe-Material, Ersthelfer) werden geregelt und
kontrolliert. (23)
■ Die notwendigen Brandschutzmaßnahmen werden sichergestellt,
wie zum Beispiel die ausreichende Anzahl Feuerlöscher, gekennzeichnete Brandschutzeinrichtungen und der Aushang zum
Brandschutz, und kontrolliert. (24)
Maßnahmen bei Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten
■ Bei einem Arbeitsunfall oder einer arbeitsbedingten Erkrankung
wird überprüft, ob eine Untersuchung beim Kunden durchzuführen ist.
Bei Fragen wird die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder der
Betriebsarzt hinzugezogen. (22)
■ Die Unfallanzeige wird ausgefüllt und an die VBG (Bezirksverwaltung gemäß Wohnsitz des Mitarbeiters) und an die zuständige
Arbeitsschutzverwaltung (Gewerbeaufsicht/Amt für Arbeitsschutz gemäß Unfallort) gesandt. (25)
in der BGV A2 auf
der beigefügten
Hilfen zur Ersten Hilfe
auf der beigefügten
Muster Arbeitsschutzvereinbarung
– Seite 43, 44
Unfallanzeige und
Berufskrankheitenanzeige auf
beigefügter CD-ROM
Um die gewonnenen Informationen für künftige Überlassungen zu
nutzen, aber auch um den Nachweis einer arbeitsschutzgerechten
Gestaltung der Arbeitsorganisation zu erbringen, wird unter anderem Folgendes dokumentiert:
Dokumente im Zeitarbeitsunternehmen
■ Beauftragungen als verantwortliche Personen (Pflichtenübertragungen) (29)
■ Ergebnisse der Beurteilung der Arbeitsbedingungen im Zeitarbeitsunternehmen (26)
■ Durchgeführte Unterweisungen der internen Mitarbeiter und
Personalentscheidungsträger (27)
■ Durchgeführte Prüfungen von Arbeitsmitteln (30)
■ Durchgeführte arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen
und Vorsorgekartei von Mitarbeitern im Verwaltungsbereich und
Personalentscheidungsträgern (28)
■ Sicherheitstechnische und betriebsärztliche Betreuung (31)
■ Verbandbuch (32)
■ Nachweis der Ersthelfer-Aus- und -Fortbildung (33)
■ Unfallanzeigen und Berufskrankheitenanzeigen (25)
2.1.12 Dokumentation
Instrumente von
Seite 30 bis 49
nutzen sowie
(2 CD-ROMs),
1. Fragebogen für
Gesundheit bei
2. Unterweisungsprogramm für die
Dokumente im Rahmen des Überlassungsprozesses
Ergebnisse der Beurteilungen der Arbeitsbedingungen (z. B.
Auftragsannahme, Arbeitsplatzbesichtigung vor Auftragsbeginn) (26)
■ Arbeitnehmerüberlassungsvertrag mit integrierter Arbeitsschutzvereinbarung oder Rahmenvertrag mit seperater Arbeitsschutzvereinbarung
■ Ergebnisse von Arbeitsplatzbesichtigungen nach Auftragsbeginn
■ Durchgeführte Unterweisungen der Mitarbeiter (27)
■ Aushändigung von Persönlicher Schutzausrüstung
und Vorsorgekartei (28)
Die zweite wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Zeitarbeit ist neben einer guten
Betriebsorganisation ein Überlassungsprozess,
in dem präventiv Sicherheit und Gesundheit
berücksichtigt werden. Nur so können alle
Ressourcen effektiv und effizient eingesetzt
werden. Ein so geplanter Überlassungsprozess
umfasst folgende Schritte (Abbildung 4):
Akquisition – 2.2.1
Bewerbungsgespräch – 2.2.3
Einstellung – 2.2.4
Auftragsannahme – 2.2.2
Unterweisung – 2.2.5
Disposition – 2.2.6
Mitarbeiter/Auftrag
Einsatzvorbereitung – 2.2.7
Mitarbeiterinformationen, Unterweisung
vor Einsatz, vertragliche Regelungen
Einsatzdurchführung – 2.2.8
Einsatzbeginn, Arbeitsplatzbesichtigung, Umsetzung
Einsatznachbereitung – 2.2.9
Mitarbeiterbefragung, Kundenbefragung, Maßnahmen
2.2.2 Auftragsannahme
Bei der Akquisition von Aufträgen wird
deutlich gemacht, dass das Unternehmen
auf sicheres und gesundheitsgerechtes
Arbeiten Wert legt – wie zum Beispiel durch
ein Arbeitssystem, das zuverlässige Dienstleistungen sicherstellt, durch die eigene Betreuung der Mitarbeiter und die sicherheitsbewusste Arbeitsweise.
Der Kunde ist nach den staatlichen und
berufsgenossenschaftlichen Regelwerken
verpflichtet, sichere und gesunde Arbeitsplätze auch für die Mitarbeiter der Zeitarbeitsunternehmen bereitzustellen. Schon in
der Auftragsannahme werden die Aspekte
des Arbeitsschutzes für den geplanten Einsatz umfassend mit einbezogen. (34)
Um einen sicheren Einsatz der Mitarbeiter
zu gewährleisten, wird sichergestellt, dass
für alle Einsätze die Ergebnisse der Beurteilung der Arbeitsbedingungen und die daraus festgelegten Maßnahmen vorliegen. (26)
– Dazu sieht sich der Personalentscheidungsträger unbekannte Arbeitsplätze
beim Kunden an und bespricht mit dem
Kunden die genaueren Einsatzbedingungen.
– Der Personalentscheidungsträger klärt im
Gespräch mit dem Kunden die Anforderungen für einen sicheren und gesundheitsgerechten Einsatz (zum Beispiel körperliche Anforderungen, Umgebungseinwirkungen, Persönliche Schutzausrüstungen, arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen). Dabei lässt er sich vom Kunden die notwendigen Informationen aus
2.2.1 Akquisition
– Seite 40
ArbeitsplatzbesichtigungsProtokoll
Auftragsannahmeformular
MitarbeiterSelbstcheck
für die Tätigkeit der Mitarbeiter mündlich
oder schriftlich geben.
– Die Informationen aus der Besichtigung
und dem Gespräch mit dem Kunden
dokumentiert der Personalentscheidungsträger (zum Beispiel im Auftragsannahmeformular).
– Nur wenn die Besichtigung eines unbekannten Arbeitsplatzes vor der Auftragsannahme nicht möglich ist (z. B. Einsätze
als Kundendienstmonteure, auf Fernbaustellen oder in zugangsgesicherten Bereichen wie in der Kerntechnik), werden die
erforderlichen Informationen durch den
Kunden dokumentiert (zum Beispiel mit
dem Arbeitsplatzbesichtigungs-Protokoll). In
diesen Fällen wird zusätzlich eine Überprüfung der Angaben durch qualifizierte
Mitarbeiter im Rahmen eines Selbstcheck
(siehe 2.2.8) vorgenommen und dokumentiert. Sie werden dazu zusätzlich qualifiziert und unterwiesen.
– Wird der Arbeitsplatz wiederholt besetzt,
wird eine Besichtigung des Arbeitsplatzes
vor Auftragsannahme dann vorgenommen, wenn sich die Arbeitsbedingungen
Liegen aufgrund der Besichtigung des
Arbeitsplatzes Erkenntnisse vor, dass ein
sicherer und gesundheitsgerechter Einsatz
des Mitarbeiters nicht gewährleistet werden
kann, oder fehlen wesentliche Informationen
für einen sicheren Einsatz, wird der Auftrag
nicht angenommen. (34)
2.2.3 Bewerbungsgespräch
Bei der Einstellung eines Mitarbeiters werden seine Befähigungen (Qualifikation,
Erfahrungen, Kenntnisse, Eignung) für die
vorgesehenen Tätigkeiten überprüft (zum
Beispiel Facharbeiter- oder Gesellenbriefe,
Arbeitszeugnisse, Führerscheine sowie
Nachweise für die Fähigkeit zum Schweißen,
für das Führen von Flurförderzeugen oder
Die fachlichen Kenntnisse des einzustellenden Mitarbeiters können auch durch
geeignete Fachkundetests festgestellt werden (zum Beispiel Schweißprobe, Schreibprobe).
2.2.5 Unterweisung
2.2.4 Einstellung
ArbeitsvertragMuster
Es werden nur Mitarbeiter eingestellt, die
die für die Tätigkeiten erforderlichen Befähigungen (Qualifikationen, Erfahrungen,
Kenntnisse, Eignung) besitzen. Die entsprechenden Nachweise der eingestellten Mitarbeiter werden dokumentiert. (4)
Die Mitarbeiter werden vor dem Einsatz allgemein und tätigkeitsspezifisch im Zeitarbeitsunternehmen unterwiesen. (17) Die
größte Wirkung hat eine Unterweisung, in
der das Gespräch mit anderen Medien wie
zum Beispiel dem Unterweisungsprogramm
für die Zeitarbeit oder dem „Fragebogen für
Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“
gemeinsam eingesetzt wird.
Die Unterweisungen werden mindestens
einmal jährlich sowie aus gegebenen Anlässen zum Beispiel bei Änderungen ihrer Tätigkeiten, nach aufgetretenen Sicherheitsmängeln und Gesundheitsgefahren oder nach
erfolgten Unfällen wiederholt. (17)
Der Unterweisende und der Unterwiesene
bestätigen schriftlich die Unterweisung. (27)
2. Unterweisungsprogramm für
2.2.7 Einsatzvorbereitung
2.2.6 Disposition
Bei der Einsatzplanung werden die Qualifikationen, Fähigkeiten und Kenntnisse sowie
die persönlichen, psychischen und körperlichen Voraussetzungen der Mitarbeiter, den
Kundenanforderungen sowie den Anforderungen der Arbeitsaufgabe entsprechend,
berücksichtigt. (4)
Die für den Einsatz erforderlichen speziellen
arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen sind durchgeführt worden. (14, 35)
Die erforderlichen Arbeitsmittel und die notwendige Persönliche Schutzausrüstung für
den Einsatz beim Kunden werden zur Verfügung gestellt. (15)
■ Es findet eine Einsatzbesprechung mit den Mitarbeitern statt, in der über die Arbeitsbedingungen informiert wird (zum Beispiel
Beschreibung der Arbeitsaufgabe und des
betrieblichen Umfeldes, Kontaktperson
beim Kunden, erforderliche Schutzmaßnahmen, Wegbeschreibung zur Arbeitsstätte).
■ Diese Informationen werden dem Mitarbeiter schriftlich in der „Einsatzinformation für
den Mitarbeiter“ mitgegeben. Ebenso ist
sichergestellt, dass die Mitarbeiter entsprechend des geplanten Einsatzes unterwiesen sind.
■ Die Mitarbeiter werden angewiesen, den
Personalentscheidungsträger zu informieren, wenn andere Arbeiten beim Kunden
durchzuführen sind als vereinbart.
■ Die Arbeitsmittel und die erforderliche Persönliche Schutzausrüstung für den Einsatz
beim Kunden werden den Mitarbeitern
übergeben und sie werden auf den sicheren
Einsatz sowie die Tragepflicht hingewiesen.
(36) Für den Einsatz der Persönlichen
Schutzausrüstung, die gegen tödliche
„Einsatzinformation für
den Mitarbeiter“
„Erhaltene Persönliche Schutzausrüstung“ auf
oder Arbeitsschutzvereinbarung
■ Im Arbeitnehmerüberlassungsvertrag werden in der Arbeitsschutzvereinbarung die
auftragsbezogenen Aspekte von Sicherheit
und Gesundheit geregelt (siehe Kapitel
2.1.5). (39)
■ Dabei wird mindestens Folgendes vereinbart:
– Tätigkeit, die besonderen Merkmale sowie die dafür erforderliche Qualifikation
– Einsatzort/Arbeitsbereich
– erforderliche arbeitsmedizinische Vorsorge
– erforderliche Persönliche Schutzausrüstung
– Unterweisung am Tätigkeitsort
– Arbeitsplatzbesichtigung
– Maßnahmen bei Umsetzung
2.2.8 Einsatzdurchführung
Gefahren oder bleibende Gesundheitsschäden schützen soll, werden besondere
Unterweisungen mit Übungen durchgeführt
(zum Beispiel Atemschutz). (37)
Die Mitarbeiter werden verpflichtet, sicherheitswidrige Anweisungen nicht durchzuführen (zum Beispiel Arbeiten an hoch gelegenen Arbeitsplätzen ohne Absturzsicherung) und den Personalentscheidungsträger
sofort zu informieren. (38)
Die Mitarbeiter werden verpflichtet, den
Vorgesetzten beim Kunden und/oder den
Personalentscheidungsträger über fehlerhafte Persönliche Schutzausrüstung und
mangelhafte Arbeitsmittel sowie über Probleme und Störungen beim Arbeitsablauf
des Kunden zu informieren. (20)
■ Die Mitarbeiter, die an für sie unbekannte
Arbeitsplätze gehen, werden grundsätzlich
vom Personalentscheidungsträger oder von
anderen Personen, die den Arbeitsplatz
kennen, bis zum Vorgesetzten beim Kunden
■ Der Einsatz beginnt mit der Einweisung in
die Arbeitsaufgabe und -abläufe und der
Unterweisung im sicheren und gesundheitsgerechten Arbeiten beim Kunden.
■ Um Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit
sicherzustellen, erkundigt sich der Personalentscheidungsträger nach Einsatzbeginn
bei den Mitarbeitern und Kunden über deren Erfahrungen (zum Beispiel Einarbeitung,
Kenntnisse über Arbeitsverfahren, Einsatz
von Arbeitsmitteln, Unterweisungen, Persönliche Schutzausrüstung, Überforderungen).
(nach Einsatzbeginn)
■ Die Einsatzbedingungen der Mitarbeiter
werden vom Personalentscheidungsträger
oder von anderen Personen (zum Beispiel
Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsarzt) durch Besichtigungen am Tätigkeitsort
überprüft. Dabei wird unter anderem festgestellt,
– ob die Mitarbeiter vom Kunden entsprechend den Anforderungen und Befähigungen (Arbeitnehmerüberlassungsvertrag/Arbeitsschutzvereinbarung) eingesetzt werden,
– ob der Kunde die Mitarbeiter über sicheres und gesundheitsgerechtes Arbeiten
an ihrem Tätigkeitsort (Arbeitsplatz oder
Aufgabenbereich) unterwiesen hat,
– ob der Kunde zum Schutz der Mitarbeiter
die Arbeitsschutzanforderungen einhält,
– ob den Mitarbeitern die erforderliche Persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung
steht und diese von den Mitarbeitern
– ob gegebenenfalls weitere arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen erforderlich sind.
■ Die Besichtigungen werden regelmäßig
wiederholt. Die Intervalle richten sich auch
nach den Gefährdungen.
■ Wird bei diesen Besichtigungen am Tätigkeitsort der Mitarbeiter festgestellt, dass die
Vereinbarungen und Verpflichtungen zum
Arbeitsschutz nicht oder nur teilweise eingehalten sind, wird gemeinsam mit dem
Kunden festgelegt, wie diese erfüllt werden.
Wenn kein sicherer und gesundheitsgerechter Einsatz der Mitarbeiter gewährleistet ist, wird der Einsatz beendet. (40)
In Fällen, in denen Arbeitsplatzbesichtigungen nicht möglich sind (z. B. Einsätze
als Kundendienstmonteure, auf Fernbaustellen oder in zugangsgesicherten Bereichen wie in der Kerntechnik), übernimmt
der Kunde die Arbeitsplatzbesichtigung,
dokumentiert sie und übermittelt sie dem
Zeitarbeitsunternehmen (zum Beispiel mit
dem Arbeitsplatzbesichtigungs-Protokoll).
In diesen Fällen wird zusätzlich eine Überprüfung der Angaben durch qualifizierte
vorgenommen und dokumentiert. Sie werden
dazu zusätzlich qualifiziert und unterwiesen.
Ergebnisse der Arbeitsplatzbesichtigungen
werden bei der Planung von Folgeeinsätzen
■ Erfolgt durch den Kunden eine Umsetzung
(zum Beispiel anderer Arbeitsbereich,
andere Tätigkeit, andere Arbeitsschutzanforderungen), werden die vertraglichen Vereinbarungen (zum Beispiel Arbeitnehmerüberlassungsvertrag, Arbeitsschutzvereinbarung) angepasst und es werden die entsprechenden Maßnahmen des Überlassungsprozesses geprüft und bei Bedarf
wiederholt (siehe ab Punkt 2.2.2).
2.2.9 Einsatznachbereitung
„Aus Fehlern
lernen“ auf
Kundenbefragung – Mitarbeiterbefragung
■ Der Kunde wird über die Leistung und
Zuverlässigkeit der Mitarbeiter befragt
(auch in Bezug auf ihr sicheres und gesundheitsgerechtes Verhalten).
■ Beschwerden des Kunden werden als eine
Hilfe angesehen, die eigene Arbeit zu verbessern. Ein Verfahren wird festgelegt, wie
mit Kundenbeschwerden umzugehen ist.
■ Nach Einsatzende werden die Mitarbeiter
über den erfolgten Einsatz befragt.
■ Die Ergebnisse der Kunden- und Mitarbeiterbefragung werden bei der Vorbereitung
der zukünftigen Einsätze berücksichtigt.
Im Folgenden finden Sie die „Arbeitshilfen
Zeitarbeit“, die es Ihnen erleichtern, die Abläufe im Unternehmen wirkungsvoll präventiv
zu gestalten. Die Arbeitshilfen sind als Muster
gedacht und sollten von Ihnen möglichst weiter auf die spezifischen Bedingungen in Ihrem
Unternehmen zugeschnitten werden. Sie
können die Dokumente auch kopieren und für
Ihren Bedarf bearbeiten.
In jedem Fall sollten Sie notwendige konkrete
Angaben ergänzen, wie beispielsweise Notrufnummern oder Namen von Verantwortlichen. Mit den „Arbeitshilfen Zeitarbeit“ können Sie auch Ihrer Dokumentationspflicht
nachkommen, die Sie nach dem Arbeitsschutzgesetz haben (zum Beispiel Beurteilungen der Arbeitsbedingungen oder Unterweisungen).
Arbeitshilfen Zeitarbeit
Arbeitshilfe „Beurteilung der Arbeitsbedingungen im Zeitarbeitsunternehmen“
Arbeitnehmerüberlassungsvertrag mit Arbeitsschutzvereinbarung (Muster)
Inhaltsverzeichnis weiterer Arbeitshilfen auf der beigefügten CD-ROM
Beurteilung der Arbeitsbedingungen im Zeitarbeitsunternehmen
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Einsatz/Auftrag:
Die Arbeitshilfe „Beurteilung der Arbeitsbedingungen im Zeitarbeitsunternehmen“ versetzt Sie in die Lage, mögliche Gefährdungen und
Beeinträchtigungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Verbesserungsmaßnahmen sowie Wirkungskontrollen einzuleiten. Nach
dem Arbeitsschutzgesetz und diversen anderen Verordnungen sind Sie zu einer Beurteilung der Arbeitsbedingungen verpflichtet. Das
vorliegende Muster entspricht der im Arbeitsschutzgesetz und anderen Vorschriften geforderten Beurteilung der Arbeitsbedingungen.
Die Beurteilung der Arbeitsbedingungen ist zu dokumentieren.
■ Die Beurteilung der Arbeitsbedingungen der Arbeitsplätze der Mitarbeiter erfolgt im Rahmen des im Kapitel 2.2 beschrie-
benen Überlassungsprozesses.
Für Büroarbeiten hat die VBG spezielle Beurteilungen der Arbeitsbedingungen erarbeitet.
Eine qualitativ hochwertige und sichere Dienstleistung lässt sich nur umsetzen,
wenn die Arbeit im Zeitarbeitsunternehmen sicher, gesundheitsgerecht und fachgerecht organisiert ist. Dies sind die Voraussetzungen für Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit. Außerdem muss die Arbeitsorganisation rechtssicher sein.
Zu beurteilende Aspekte der Betriebsorganisation
Personalentscheidungsträger und Mitarbeiter
■ Beschaffung und Prüfung von Arbeitsmitteln und Persönlicher Schutzausrüstung
■ Umgang mit Arbeitsmitteln und Persönlicher Schutzausrüstung
■ Arbeitsschutzorganisation
Die Personalentscheidungsträger sind qualifiziert und befähigt
(Sozial- und Führungskompetenz, fachliche Kompetenz, Kenntnisse
rechtlicher Grundlagen und der Anwendung der Arbeitsschutzvorschriften in der Zeitarbeit). (Online-Buchungsmöglichkeiten für
Seminare über www.vbg.de)
Es ist sichergestellt, dass bei der Einstellung eines Mitarbeiters
seine Befähigung für die vorgesehene Tätigkeit geprüft wird
(fachliche Ausbildung, Qualifikationsnachweise, Erfahrungen
sowie Eignung). Bewerbungsbogen auf beigefügter CD-ROM.
Die Verantwortlichkeiten inklusive der Aufgaben zum Arbeitsschutz
(Pflichtenübertragung) sind festgelegt. Formular Pflichtenübertragung auf beigefügter CD-ROM.
Die Entscheidungs- und Weisungsbefugnisse der Personalentscheidungsträger sind eindeutig festgelegt und allen Beteiligten
bekannt. Arbeitsanweisung für Personalentscheidungsträger auf
den Seiten 45 ff.
In den Arbeitsanweisungen für Personalentscheidungsträger und
Mitarbeiter ist die Verpflichtung zum sicheren und gesunden Arbeiten enthalten. Arbeitsanweisung für Personalentscheidungsträger
und Mitarbeiter auf den Seiten 45 ff.
Es ist angewiesen, dass alle Beschäftigten während der Arbeitszeit
nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen stehen.
Arbeitsanweisung für Personalentscheidungsträger und Mitarbeiter
auf den Seiten 45 ff.
Aktivität bei
Bewährte Maßnahmen und Anforderungen
Eventuelle Beschäftigungsbeschränkungen für Arbeiten beim Kunden und für Arbeiten im eigenen Zeitarbeitsunternehmen werden
beachtet (zum Beispiel für werdende und stillende Mütter, Jugendliche usw.).
Mitarbeiter, die besonderen Gefährdungen durch Einwirkungen
oder Tätigkeiten ausgesetzt sind, werden arbeitsmedizinisch durch
einen dazu ermächtigten Arzt untersucht. Liste Auswahlmöglichkeiten arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen auf beigefügter
Beratungsbedarf / weitere Maßnahmen:
Wirkungskontrolle durch:
Es ist festgelegt, in welchen Intervallen die Unterweisungen wiederholt werden.
Es ist festgelegt, wie diese Unterweisung und Einweisung überprüft
Die Informations- und Kommunikationswege zwischen Kunden,
Unternehmer, Personalentscheidungsträgern und Mitarbeitern sind
festgelegt und bekannt gemacht. Arbeitsanweisung für Personalentscheidungsträger und Mitarbeiter auf den Seiten 45 ff.
Es ist sichergestellt, dass bei jeder neuen Arbeitsaufgabe und bei
jedem neuen Arbeitseinsatz eine einsatzbezogene Unterweisung
durch den Personalentscheidungsträger erfolgt.
Die durchgeführten Unterweisungen werden dokumentiert.
Es ist festgelegt, wie die Mitarbeiter ihre Erfahrungen über
Schwachstellen, Störungen im Arbeitsablauf, unnötige Gefährdungen und Belastungen mit den Personalentscheidungsträgern
Das berufsgenossenschaftliche und staatliche Regelwerk sowie
aushangpflichtige Gesetze (Arbeitszeit-, Mutterschutz-, Jugendarbeitsschutzgesetz) sind ausgelegt oder es ist angegeben, wo sie
zu finden sind (zum Beispiel im Intranet, auf CD-ROM). Die beigefügte CD-ROM mit den Vorschriftentexten nutzen.
Die Gebrauchs- und Pflegeanleitungen von Persönlichen Schutzausrüstungen sowie die Bedienungsanleitungen von Arbeitsmitteln
sind an geeigneten Plätzen zur Einsicht verfügbar gehalten (gegebenenfalls kopieren).
Die Personalentscheidungsträger werden weitergebildet.
(zum Beispiel Seminare der VBG nutzen).
Die Mitarbeiter werden bei Bedarf weitergebildet.
Beschaffung und Prüfung von Arbeitsmitteln und Persönlicher Schutzausrüstung
Die Erfahrungen der Mitarbeiter werden bei der Beschaffung von
Arbeitsmitteln und Persönlichen Schutzausrüstungen berücksichtigt. w
Es werden nur sicherheitstechnisch einwandfreie Arbeitsmittel und Persönliche Schutzausrüstungen angeschafft (zum Beispiel gekennzeichnet mit CE-Zeichen, GS-Kennzeichen).
Bei der Beschaffung von Arbeitsmitteln und Persönlichen Schutzausrüstungen für Tätigkeiten beim Kunden werden die Anforderungen und die Erfahrungen beim Kunden berücksichtigt (zum Beispiel
Arbeitnehmerüberlassungsverträge und Beurteilungen der Arbeitsbedingungen des Kunden, Kundenbefragungen).
Die Fristen für die Prüfung der Arbeitsmittel im Zeitarbeitsunternehmen, der unternehmenseigenen Arbeitsmittel für Arbeiten beim
Kunden sowie der Persönlichen Schutzausrüstungen sind festgelegt.
Die befähigten Personen für diese Prüfungen sind benannt.
Die Prüfergebnisse werden dokumentiert.
Umgang mit Arbeitsmitteln und Persönlicher Schutzausrüstung
Es ist festgelegt, dass der Personalentscheidungsträger keine mangelhaften und nicht funktionsfähigen Persönlichen Schutzausrüstungen
und Arbeitsmittel einsetzt und diese der Benutzung entzogen werden.
Arbeitsanweisung für Personalentscheidungsträger Seite 45 ff.
Es ist sichergestellt, dass die Mitarbeiter nicht mit schadhaften oder
nicht funktionsfähigen Arbeitsmitteln und Persönlichen Schutzausrüstungen arbeiten und dass sie diese der Benutzung entziehen.
Arbeitsanweisung für Mitarbeiter auf Seite 48 f.
Die erforderliche sicherheitstechnische und betriebsärztliche Betreuung
des Zeitarbeitsunternehmens wird durchgeführt. (Bei Fragen von
Verwaltungs-Berufsgenossenschaft beraten lassen)
Die notwendigen Erste-Hilfe-Maßnahmen im Zeitarbeitsunternehmen
sind durchgeführt (zum Beispiel Meldeeinrichtung, Erste-Hilfe-Material,
Ersthelfer). Hilfen auf beigefügter CD-ROM nutzen.
Die notwendigen Brandschutzmaßnahmen sind durchgeführt (die
ausreichende Anzahl Feuerlöscher, Aushang zum Brandschutz).
Hilfen auf beigefügter CD-ROM nutzen.
Es ist festgelegt, wer die Funktionstüchtigkeit und Mängelfreiheit der
Erste-Hilfe- und Brandschutzmaßnahmen überprüft.
Die Fristen für die Prüfung der Funktionstüchtigkeit und Mängelfreiheit
der Erste-Hilfe- und Brandschutzmaßnahmen sind festgelegt.
Es ist ein Arbeitsschutzausschuss gebildet, der regelmäßig
In Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigten an räumlich zusammenhängenden Betriebsstätten sind Sicherheitsbeauftragte bestellt, die
von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft ausgebildet wurden.
Die notwendigen Dokumentationen zum Arbeitsschutz werden erstellt
(zum Beispiel Beurteilung der Arbeitsbedingungen, Unterweisung,
Prüfbescheinigungen, Verbandbuch usw.). Vorlagen in dieser
Broschüre und der beigefügten CD-ROM nutzen.
In Betrieben mit durchschnittlich mehr als 20 Beschäftigten:
Akquisition und Auftragsannahme
Nur wenn schon bei der Akquisition und Auftragsannahme die möglichen Gefährdungen beim Kundenarbeitsplatz angesprochen werden und entsprechende
Maßnahmen eingeplant sowie vertraglich vereinbart werden, kann die Arbeit des
Mitarbeiters effektiv, zufriedenstellend und sicher erfolgen.
In den Akquisitionsgesprächen werden Aspekte des Arbeitsschutzes
einbezogen (den Kunden über die Checkliste für den Entleiher der
VBG informieren).
Bei der Auftragsannahme werden die Aspekte des sicheren und
gesundheitsgerechten Arbeitens beim Einsatz umfassend mit einbezogen. Auftragsannahme-Formular Seite 40 f.
Der Personalentscheidungsträger sieht sich unbekannte Arbeitsplätze
beim Kunden an und bespricht mit dem Kunden die genauen Einsatzbedingungen.
Der Personalentscheidungsträger informiert sich über die Beurteilung der
Arbeitsbedingungen des Kunden für die Tätigkeit des Mitarbeiters.
Es ist geregelt, wie Informationen über einen unbekannten Arbeitsplatz
vor der Auftragsannahme eingeholt werden, dessen Besichtigung nicht
möglich ist (zum Beispiel bei Kundendienstmonteuren, auf Fernbaustellen).
Die Informationen aus den Gesprächen mit den Kunden werden vom
Personalentscheidungsträger dokumentiert. AuftragsannahmeFormular Seite 40 f.
Bei allen Aufträgen wird mit dem Kunden Umfang und Art der Tätigkeiten
und Leistungen klar abgesprochen, abgegrenzt und vertraglich festgelegt.
Im Arbeitnehmerüberlassungsvertrag sind alle Rechte und zu übernehmenden Pflichten sowohl des Zeitarbeitsunternehmens als auch des
Kunden sowie alle Tätigkeiten und Arbeitsaufgaben mit den dafür erforderlichen Qualifikationen unmissverständlich geregelt. Muster „Arbeitnehmerüberlassungsvertrag mit Arbeitsschutzvereinbarung“ Seite 43.
In den Arbeitnehmerüberlassungsverträgen sind jeweils Arbeitsschutzvereinbarungen enthalten, die die auftragsbezogenen Aspekte von Sicherheit
und Gesundheit regeln (zum Beispiel arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen, Persönliche Schutzausrüstungen, Unterweisungen, Arbeitsplatzbesichtigungen). Muster Arbeitnehmerüberlassungsvertrag mit
Arbeitsschutzvereinbarung Seite 43.
Für Rahmenverträge
Im Rahmenvertrag sind allgemeine Aspekte des Arbeitsschutzes beschrieben (arbeitsplatzspezifische Aspekte werden in der jeweiligen Arbeitsschutzvereinbarung geregelt). Muster Arbeitsschutzvereinbarung Seite 44.
Disposition und Einsatzvorbereitung
Die Einsätze sind so zu planen und vorzubereiten, dass der Arbeitseinsatz ohne Störungen im Arbeitsablauf stattfindet und die Mitarbeiter leistungsgerecht eingesetzt werden.
Die erforderlichen Arbeitsmittel oder Persönlichen Schutzausrüstungen für die Mitarbeiter werden zur Verfügung gestellt. Die Einsätze sind so zu planen und vorzubereiten,
dass die Kunden möglichst zufrieden sind.
Die Mitarbeiter sind angewiesen, den Personalentscheidungsträger
zu informieren, wenn andere Arbeiten beim Kunden durchzuführen
sind als vereinbart. Arbeitsanweisung für Mitarbeiter Seite 48 f.
Die Mitarbeiter sind angewiesen, sicherheitswidrige Anweisungen
beim Kunden nicht durchzuführen und den Personalentscheidungsträger sofort zu informieren.
Bei der Einsatzplanung ist sichergestellt, dass die Befähigung
(Qualifikation, Erfahrung, Eignung) der Mitarbeiter den Anforderungen der Arbeitsaufgabe beim Kunden entspricht (inklusive eventuell erforderlicher arbeitsmedizinischer Vorsorgeuntersuchungen).
Es ist sichergestellt, dass die Personalentscheidungsträger anhand
der Auftragsdaten feststellen, welche Arbeitsmittel und Persönlichen Schutzausrüstungen für den Mitarbeiter zur Verfügung zu
Es ist festgelegt, dass die Personalentscheidungsträger die zur
Verfügung zu stellenden Persönlichen Schutzausrüstungen und
die Arbeitsmittel vor Weitergabe an die Mitarbeiter auf Mängel und
Funktionsfähigkeit überprüfen beziehungsweise die Überprüfung
veranlassen. Arbeitsanweisung für Personalentscheidungsträger
Seite 45 ff.
Die Mitarbeiter werden vor jeder neuen Arbeitsaufgabe und bei
jedem neuen Arbeitseinsatz über die Arbeitsbedingungen beim
Kunden informiert und es ist sichergestellt, dass die Mitarbeiter entsprechend des geplanten Arbeitseinsatzes unterwiesen sind (zum
Beispiel Beschreibung der Arbeitsaufgabe und des betrieblichen
Umfeldes, Kontaktpersonen beim Kunden, erforderliche Schutzmaßnahmen, Wegbeschreibung zur Arbeitsstätte). Unterweisungshilfen der VBG nutzen.
Die Mitarbeiter sind angewiesen, den Vorgesetzten beim Kunden
und/oder den Personalentscheidungsträger über fehlerhafte
Persönliche Schutzausrüstungen und mangelhafte Arbeitsmittel
sowie über Probleme und Störungen im Arbeitsablauf zu
Die Mitarbeiter sollen sicher, gesundheitsgerecht und produktiv arbeiten. Sie
werden am Tätigkeitsort eingewiesen, und die Personalentscheidungsträger
machen sich vor Ort ein Bild vom Einsatz des Mitarbeiters.
Es ist geregelt, wie Arbeitsplatzbesichtigungen zum Beispiel bei
Kundendienstmonteuren, auf Fernbaustellen vorgenommen werden.
Die Intervalle und die Personen für die Begehungen sind festgelegt
– entsprechend den Gefährdungen am Tätigkeitsort.
Es ist festgelegt, dass Mitarbeiter, die an für sie unbekannte
Arbeitsplätze gehen, grundsätzlich vom Personalentscheidungsträger oder von anderen Personen, die den Arbeitsplatz kennen,
Es ist festgelegt, dass der Einsatz mit einer Einweisung in die
Arbeitsaufgaben und -abläufe und der Unterweisung im sicheren
und gesundheitsgerechten Arbeiten beim Kunden beginnt, wobei
auch auf die Gefährdungen am Arbeitsplatz hingewiesen wird.
Es ist festgelegt, dass die Personalentscheidungsträger sich
nach Einsatzbeginn bei den Mitarbeitern nach deren Erfahrungen
Es ist festgelegt, dass die Personalentscheidungsträger oder
andere Personen (zum Beispiel Fachkraft für Arbeitssicherheit,
Betriebsarzt) die Einsatzbedingungen der Mitarbeiter durch eine
Besichtigung am Tätigkeitsort überprüfen. Arbeitsplatzbesichtigungs-Protokoll auf Seite 42.
Es werden von Kunden und Mitarbeitern Informationen über den Einsatz und
die Arbeitsbedingungen eingeholt. Diese Informationen sind bei den künftigen
Einsätzen zu berücksichtigen.
Mitarbeiter werden nach Einsatzende vom Personalentscheidungsträger über ihre Erfahrungen befragt. Formular „Aus Fehlern lernen“
auf beigefügter CD-ROM.
Es ist festgelegt, wie die Ergebnisse der Kunden- und Mitarbeiterbefragungen bei der Vorbereitung der künftigen Einsätze berücksichtigt werden.
Die Kunden werden über die Leistung und die Zuverlässigkeit der
Mitarbeiter befragt (auch über sicheres und gesundheitsgerechtes
Verhalten). Formular „Aus Fehlern lernen“ auf beigefügter CD-ROM.
Es ist festgelegt, wie Beschwerden der Kunden behandelt werden.
Erstauftrag (mit Erstbesichtigung vor Einsatzbeginn)
Auftragsannahme durch
Durchwahl-Tel.
Überlassen als:
Einsatzort/Arbeitsbereich
Tätigkeiten (umfassend darstellen)
Erforderliche Qualifikation/Befähigung des/der Mitarbeiter/s (zum Beispiel Kenntnisse, Erfahrungen, körperliche Eignung):
Wahrnehmung/Handhabbarkeit
Welche Gefährdungen liegen vor:
Gefährdungen beschreiben
Arbeitsmedizinische Vorsorge erforderlich
= durch Kunde
= durch uns )
w W Sicherheitsschuhe
w W Schutzhandschuhe
w W Sonstige
( w = durch Kunde
Unterweisender des Kunden
Entgelt (Gruppe)
Folgebesichtigung
Tätigkeit des/der Mitarbeiter/s
• Stimmen diese Anforderungen mit der tatsächlichen Situation überein?
• Wenn nein, Maßnahme:
• Sind die Untersuchungen durchgeführt?
• Sind weitere Untersuchungen erforderlich?
• Haben sich die Gefährdungen verändert?
• Sind diese Schutzmaßnahmen wirksam?
nicht erforderlich w
erforderlich w G:
• Wird die erforderliche PSA getragen?
• Hat die Unterweisung stattgefunden?
Datum Erstbesichtigung, Unterschrift
Datum Folgebesichtigung, Unterschrift
Zeitarbeitsunternehmen (Firma)
Mitarbeiter (Name, Vorname)
überlassen als
Ende der Überlassung
Entleiher (Kunde)
Kontonummer bei der Krankenkasse, sofern nicht mit der Betriebsnummer identisch
Der Mitarbeiter führt die unten angegebene(n) Tätigkeit(en) aus. Wenn das Ende nicht bekannt ist, ist die Dauer der Überlassung unbefristet. Es wird eine
Werktagen vereinbart.
Erforderliche Qualifikation/Befähigung
Es wird ein Verrechnungssatz von
pro Stunde zuzüglich MwSt. bei
Wochenstunden vereinbart.
Erforderliche arbeitsmedizinische Vorsorge
Arbeitsmedizinische Vorsorge erforderlich w W
W = durch Firma )
Erforderliche Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
w W Arbeitskleidung
w W Wetterschutz
( w = durch Kunde W
= durch Firma )
Unterweisung am Tätigkeitsort vor Aufnahme der Tätigkeit
Der Kunde unterweist den Mitarbeiter bezogen auf den Arbeitsplatz und den Aufgabenbereich in Sicherheit und Gesundheitsschutz. Dies umfasst auch die Unterweisung und Übung bei der Benutzung von Persönlicher Schutzausrüstung, die gegen tödliche Gefahren oder bleibende Gesundheitsschäden schützen soll.
Einrichtungen und Maßnahmen zur Ersten Hilfe werden vom Kunden sichergestellt.
Der Kunde verpflichtet sich, einen Arbeitsunfall unverzüglich der Firma mitzuteilen.
Die Besichtigungen des Arbeitsplatzes des Mitarbeiters der Firma und die Umsetzung dieser Arbeitsschutzvereinbarung sowie gegebenenfalls Unfalluntersuchungen werden durch Vertreter der Firma durchgeführt.
Maßnahmen bei Umsetzung:
Eine Umsetzung des Mitarbeiters der Firma an einen anderen als oben vereinbarten Arbeitsplatz/Arbeitsbereich kann nur mit Zustimmung der Firma erfolgen.
. Unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen
Datum, Unterschrift und Stempel des Entleihers
Wir sind im Besitz einer Erlaubnis gem. Art. 1 § 1 AÜG, erteilt durch
(siehe Rückseite) sind wesentlicher Bestandteil dieses Vertrages.
Sonstige Vereinbarungen: Bitte senden Sie uns die Kopie dieses Vertrages unterschrieben zurück.
Gemäß § 11 (6) AÜG unterliegt die Tätigkeit unseres Mitarbeiters den für Ihren Betrieb geltenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften
des Arbeitsschutzrechtes; die hieraus sich ergebenden Pflichten für den Arbeitgeber obliegen dem Entleiher unbeschadet der
Pflichten des Verleihers.
Zwischen dem Verleiher
(nachfolgend Firma genannt) und
dem Entleiher
wird folgende Arbeitsschutzvereinbarung geschlossen:
Überlassung als
w W Helm
w W Schutzbrille
w W Gehörschutz
w W Atemschutz
Der Kunde unterweist den Mitarbeiter bezogen auf den Arbeitsplatz und den Aufgabenbereich in Sicherheit und Gesundheitsschutz. Dies umfasst auch die Unterweisung und Übung bei der Benutzung von Persönlicher Schutzausrüstung, die
gegen tödliche Gefahren oder bleibende Gesundheitsschäden schützen soll. Die Unterweisung ist zu dokumentieren.
Die Besichtigung des Arbeitsplatzes des Mitarbeiters der Firma und die Umsetzung dieser Arbeitsschutzvereinbarung
sowie gegebenenfalls Unfalluntersuchungen werden durch Vertreter der Firma durchgeführt.
Maßnahmen bei Umsetzung
Eine Umsetzung des Mitarbeiters der Firma an einen anderen als oben vereinbarten Arbeitsplatz/Arbeitsbereich kann nur
mit Zustimmung der Firma erfolgen.
Name des Zeitarbeitsunternehmens
Name des Personalentscheidungsträgers
In unserem Unternehmen sind folgende Anweisungen für das Arbeiten einzuhalten:
■ Unser Unternehmensziel ist es, qualitativ hochwertig sowie sicher und gesundheitsgerecht zu
arbeiten, um eine hohe Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit zu erreichen.
■ Die geltenden staatlichen und berufsgenossenschaftlichen Arbeitsschutzvorschriften sind einzuhalten.
Die Texte der Vorschriften befinden sich:
■ Sie haben den Anweisungen des Niederlassungsleiters/Unternehmers
■ Sie haben Weisungsbefugnis gegenüber folgenden internen Mitarbeitern:
■ Während der Arbeitszeit dürfen Sie nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln stehen.
■ Der sichere Einsatz unserer Mitarbeiter ist durch Sie zu gewährleisten. Stellen Sie daher sicher,
dass für alle Einsätze die Ergebnisse der Beurteilung der Arbeitsaufgaben und Arbeitsbedingungen
vorliegen und die daraus festgelegten Maßnahmen umgesetzt werden.
– Sehen Sie sich dazu den unbekannten Arbeitsplatz beim Kunden an und besprechen Sie mit
dem Kunden die genaueren Einsatzbedingungen.
– Klären Sie im Gespräch mit dem Kunden die Anforderungen für einen sicheren und gesundheitsgerechten Einsatz (zum Beispiel körperliche Anforderungen, Umgebungseinwirkungen,
Persönliche Schutzausrüstungen, arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen). Lassen Sie
sich vom Kunden die notwendigen Informationen aus der Beurteilung der Arbeitsbedingungen
für die Tätigkeit der Mitarbeiter mündlich oder schriftlich geben.
– Dokumentieren Sie die Informationen aus der Besichtigung und dem Gespräch mit dem Kunden.
– Nur wenn die Besichtigung eines unbekannten Arbeitsplatzes vor der Auftragsannahme nicht
möglich ist (z. B. Einsätze als Kundendienstmonteure, auf Fernbaustellen oder in zugangsgesicherten Bereichen wie in z. B. der Kerntechnik), erfassen Sie die erforderlichen Informationen
ausschließlich im Gespräch oder über seine Dokumentationen des Kunden. In diesen Fällen sind
Sie jedoch verpflichtet, diese Angaben durch qualifizierte Mitarbeiter im Rahmen eines Selbstchecks überprüfen zu lassen.
– Wird der Arbeitsplatz wiederholt besetzt, ist eine Besichtigung des Arbeitsplatzes vor Auftragsannahme nur nötig, wenn sich die Arbeitsbedingungen verändert haben. Dies ist von Ihnen im
Rahmen des Auftragsgespräches zu erfragen.
■ Bei der Personaleinsatzplanung, entsprechend den Kundenanforderungen und den Anforderungen
aus der Arbeitsaufgabe, sind von Ihnen die Qualifikationen, Fähigkeiten und Kenntnisse sowie die
persönlichen, psychischen und körperlichen Voraussetzungen der Mitarbeiter zu berücksichtigen.
Überprüfen Sie, ob für den Einsatz spezielle arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen erforderlich sind, und falls ja, sorgen Sie dafür, dass diese durchgeführt worden sind.
Stellen Sie vor Weitergabe der Arbeitsmittel und Persönlichen Schutzausrüstungen sicher, dass
die Prüffristen noch nicht abgelaufen sind und die Arbeitsmittel und Persönlichen Schutzausrüstungen keine sichtbaren Schäden aufweisen und funktionstüchtig sind.
Unterweisen Sie jeden Mitarbeiter bei Einstellung allgemein und tätigkeitsspezifisch. Die Unterweisungen sind mindestens einmal jährlich sowie aus gegebenen Anlässen, zum Beispiel bei Änderungen ihrer Tätigkeiten, nach aufgetretenen Sicherheitsmängeln und Gesundheitsgefahren oder
nach erfolgten Unfällen, zu wiederholen. Benutzen Sie zu diesen Unterweisungen den „Fragebogen
für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ der VBG und die Unterweisungshilfen der VBG.
Unterweisen Sie vor jedem Einsatz jeden Mitarbeiter insbesondere zu den möglichen einsatzbezogenen Gefahren aus der Tätigkeit beim Kunden.
Lassen Sie sich von dem Mitarbeiter die Unterweisung bestätigen und dokumentieren Sie die
Unterweisung (nutzen Sie dafür die Unterweisungsdokumentation der VBG).
Verpflichten Sie die Mitarbeiter, sicherheitswidrige Anweisungen nicht durchzuführen (zum Beispiel
Arbeiten an hoch gelegenen Arbeitsplätzen ohne Absturzsicherung) und Sie sofort darüber zu
informieren (VBG-Muster zur Arbeitsanweisung Mitarbeiter nutzen).
Verpflichten Sie die Mitarbeiter, den Vorgesetzten beim Kunden und/oder Sie über fehlerhafte Persönliche Schutzausrüstung und mangelhafte Arbeitsmittel sowie über Probleme und Störungen beim
Arbeitsablauf des Kunden zu informieren (VBG-Muster zur Arbeitsanweisung Mitarbeiter nutzen).
Teilen Sie den Mitarbeitern mit, wer ihnen gegenüber beim Kunden weisungsbefugt ist.
Weisen Sie die Mitarbeiter an, Sie umgehend zu informieren, wenn andere Arbeiten beim Kunden
durchzuführen sind, als mit dem Kunden vereinbart wurden. Gehen Sie diesen Informationen von
Mitarbeitern über derartige Arbeiten umgehend nach und ergreifen Sie gegebenenfalls Maßnahmen.
Stimmen Sie sich in diesen Fällen gegebenenfalls mit Ihrem Vorgesetzten ab und informieren Sie
Ihre Mitarbeiter über die Entscheidung.
■ Bei Einsatzbeginn begleiten Sie oder durch Sie beauftragte Personen die Mitarbeiter, die an für
sie unbekannte Arbeitsplätze gehen, bis zum Vorgesetzen beim Kunden.
beginn (zum Beispiel nach Schichtende) bei den Mitarbeitern über deren erste Erfahrungen und
Eindrücke (zum Beispiel Einarbeitung, Unterweisungen, Kenntnisse über Arbeitsverfahren, Einsatz
von Arbeitsmitteln, Persönliche Schutzausrüstung, Überforderungen).
■ Sie überprüfen die Einsatzbedingungen der Mitarbeiter durch Besichtigungen am Tätigkeitsort
oder durch Sie beauftragte andere Personen (zum Beispiel Fachkraft für Arbeitssicherheit,
Betriebsarzt). Dabei wird unter anderem festgestellt,
– ob die Mitarbeiter vom Kunden entsprechend den Anforderungen (Arbeitnehmerüberlassungsvertrag) eingesetzt werden,
– ob der Kunde die Mitarbeiter ausreichend und angemessen über sicheres und gesundheitsgerechtes Arbeiten an seinem Tätigkeitsort (Arbeitsplatz oder Aufgabenbereich) unterwiesen hat,
– ob der Kunde zum Schutz der Mitarbeiter die grundlegenden Arbeitsschutzanforderungen einhält,
– ob den Mitarbeitern die erforderliche Persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung steht und
diese von den Mitarbeitern benutzt wird,
– ob weitere oder andere Vorsorgeuntersuchungen erforderlich sind.
■ Um Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sicherzustellen, erkundigen Sie sich nach Einsatz-
■ Die Ergebnisse der Arbeitsplatzbesichtigungen sind von Ihnen zu dokumentieren.
■ Die Arbeitsplatzbesichtigungen sind regelmäßig zu wiederholen. Die Intervalle der Arbeitsplatzbesichtigung richten sich auch nach den Gefährdungen der Tätigkeit des Mitarbeiters.
■ Wird bei diesen Arbeitsplatzbesichtigungen am Tätigkeitsort der Mitarbeiter festgestellt, dass der
Kunde die im Arbeitnehmerüberlassungsvertrag aufgeführten Vereinbarungen und Verpflichtungen
zum Arbeitsschutz nicht oder nur teilweise einhält, so legen Sie gemeinsam mit dem Kunden fest,
wie diese möglichst umgehend zu erfüllen sind. Ist ein sicherer und gesundheitsgerechter Einsatz
der Mitarbeiter nicht gewährleistet, ist der Einsatz zu beenden. Der Vorgesetzte ist zu informieren
beziehungsweise die Maßnahmen sind mit ihm abzustimmen.
Wenn die Besichtigung eines unbekannten Arbeitsplatzes vor der Auftragsannahme nicht möglich
ist (z. B. Einsätze als Kundendienstmonteure, auf Fernbaustellen oder in zugangsgesicherten
Bereichen wie in der Kerntechnik), lassen Sie die erforderlichen Informationen durch den Kunden
dokumentieren (zum Beispiel mit dem Arbeitsplatzbesichtigungs-Protokoll). In diesen Fällen sind
Sie jedoch verpflichtet, zusätzlich eine Überprüfung der Angaben durch qualifizierte Mitarbeiter im
Rahmen eines Selbstchecks (siehe 2.2.8) vorzunehmen und zu dokumentieren.
Nehmen Sie die Verbesserungsvorschläge über den Arbeitseinsatz und die Arbeitsaufgabe und
-tätigkeit von Mitarbeitern auf. Teilen Sie den betreffenden Mitarbeitern mit, was mit ihren Vorschlägen geschehen ist und wie sie umgesetzt worden sind.
Gehen Sie Informationen von Mitarbeitern über fehlerhafte Produkte und Dienstleistungen (zum
Beispiel Persönliche Schutzausrüstungen, mangelhafte Erste-Hilfe-Organisation) sowie über Probleme und Störungen beim Arbeitsablauf beim Kunden nach. Weisen Sie Mitarbeiter an, was zu
tun ist. Stimmen Sie Ihr Vorgehen mit dem Vorgesetzten ab (Fachkraft für Arbeitssicherheit oder
Betriebsarzt zur Beratung einbeziehen).
Dokumentieren Sie die Beschwerden von Kunden und leiten Sie entsprechende Verbesserungsmaßnahmen ein, die Sie gegebenenfalls mit Ihrem Vorgesetzten abgestimmt haben. Berücksichtigen Sie insbesondere auch neue Informationen von Mitarbeitern über die jeweiligen Arbeitsplätze
und Einsatzbedingungen beim Kunden, die bisher bei der Planung nicht erfasst worden sind.
Leiten Sie Informationen über Unfälle von Mitarbeitern am Kundenarbeitsplatz sofort an Ihren
Vorgesetzten weiter und gegebenenfalls auch an die Fachkraft für Arbeitssicherheit. Informieren
Sie sich über Ergebnisse der Unfalluntersuchung beim Kunden oder führen Sie gemeinsam mit
dem Kunden erforderlichenfalls selbst eine Unfalluntersuchung durch (gegebenenfalls Beurteilung
der Arbeitsbedingungen wiederholen). Legen Sie gemeinsam mit dem Kunden Maßnahmen zur
Verhinderung vergleichbarer Unfälle fest. Bei Fragen wird die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder
der Betriebsarzt hinzugezogen
Verbesserungsvorschläge sind erwünscht und werden besprochen. Ihnen wird mitgeteilt, was mit
den Verbesserungsvorschlägen passiert.
■ Befragen Sie den Kunden über die Leistung und Zuverlässigkeit der Mitarbeiter –
Unterschrift Disponent
■ Nach Einsatzende befragen Sie den Mitarbeiter über den erfolgten Einsatz.
■ Die Ergebnisse der Kunden- und Mitarbeiterbefragung werden von Ihnen bei der Vorbereitung
arbeiten, um eine hohe Kundenzufriedenheit zu erreichen.
■ Sie haben den Anweisungen des Personalentscheidungsträgers Folge zu leisten.
■ Vor jedem neuen Arbeitseinsatz bei einem Kunden informiert Ihr Personalentscheidungsträger
Sie über die vereinbarte Arbeitsaufgabe, die Grenzen der Tätigkeit, die Ansprechpartner und die
betrieblichen Rahmenbedingungen beim Kunden.
Ihnen wird mitgeteilt, wer Ihnen gegenüber beim Kunden weisungsbefugt ist.
Vor jedem neuen Arbeitseinsatz bei einem Kunden informiert Ihr Personalentscheidungsträger
Sie über die möglichen Gefährdungen bei dem Arbeitseinsatz und die erforderlichen Schutzmaßnahmen (Verhaltensweisen, Sicherheitstechnik, notwendige Persönliche Schutzausrüstung).
Sie sind verpflichtet, die Schutzmaßnahmen für den Einsatz von Arbeitsmitteln einzuhalten und
die zur Verfügung gestellte Persönliche Schutzausrüstung zu tragen.
Sie dürfen mangelhafte und schadhafte Arbeitsmittel und Persönliche Schutzausrüstung nicht
einsetzen beziehungsweise tragen. Informieren Sie darüber sofort Ihren Vorgesetzten beim
■ Sie sind verpflichtet, die Betriebsanweisungen des Kunden zu lesen und einzuhalten und die
Einweisung des Kunden umzusetzen.
■ Sie sind verpflichtet, dem Vorgesetzten beim Kunden Mängel, Störungen und Probleme beim
in regelmäßigen Abständen kontrolliert, um die Arbeitsbedingungen zu überprüfen und um
die Zufriedenheit des Kunden mit Ihren Leistungen festzustellen.
Kunden mitzuteilen.
Sie haben das Recht, Ihrem Personalentscheidungsträger Verbesserungsvorschläge über den
Arbeitseinsatz und die Arbeitsaufgabe und -tätigkeit mitzuteilen. Er ist verpflichtet, Ihnen zu
sagen, was mit Ihren Vorschlägen geschehen ist.
Sie haben ein Recht darauf, vom Kunden eine Unterweisung zu sicherem und gesundheitsgerechtem Arbeiten an Ihrem Arbeitsplatz zu erhalten. Fragen Sie danach.
Sie informieren Ihren Personalentscheidungsträger über Beschwerden des Kunden. Sie haben
das Recht, über Beschwerden des Kunden informiert zu werden.
Sie informieren Ihren Personalentscheidungsträger, wenn Sie beim Kunden für Arbeiten
eingesetzt werden, die nicht zu Ihren vereinbarten Arbeitsaufgaben gehören. Sie erhalten
vom Personalentscheidungsträger eine Anweisung, wie Sie sich zu verhalten haben.
Sie informieren Ihren Personalentscheidungsträger umgehend über Unfälle am Kundenarbeitsplatz.
Ihr Arbeitsplatz beim Kunden wird von Herrn/Frau:
Arbeitshilfen auf der beigefügten CD-ROM – Übersicht
Hier folgt eine Übersicht über die wichtigsten Arbeitshilfen, die Sie auf der beigefügten CD-ROM finden. Sie
können die Arbeitshilfen interaktiv direkt am Bildschirm ausfüllen und abspeichern. Oder Sie nutzen die Vorlagen im Word-Format; in diesem Format können Sie die Arbeitshilfen weiterbearbeiten und in Ihren Workflow
integrieren. Außerdem finden Sie auf der CD-ROM die wichtigen staatlichen und berufsgenossenschaftlichen
Vorschriften für Zeitarbeitsunternehmen im Volltext.
Arbeitshilfen – Betriebsorganisation der Zeitarbeit
Allgemeine Arbeitsanweisung für Personalentscheidungsträger
Allgemeine Arbeitsanweisung für Mitarbeiter
Planungshilfe Arbeitsmittel-Prüfung
Brandschutz-Aushang
Arbeitshilfen – Überlassungsprozess
Arbeitsplatzbesichtigungs-Protokoll (Beurteilung der Arbeitsbedingungen)
Mitarbeiter-Selbstcheck für den Einsatz auf Fernbaustellen
Einsatzinformation für die Mitarbeiter (Mitarbeiterinformation)
Checkliste Mitarbeiterdaten
Erhaltene Persönliche Schutzausrüstungen
Auswahl möglicher arbeitsmedizinischer Vorsorgeuntersuchungen
Formular Grundunterweisung
Verwaltungs-Berufsgenossenschaft – www.vbg.de
Liste der Durchgangsärzte – www.lvbg.de
Liste zu ermächtigten Ärzten für die Durchführung der arbeitsmedizinischen Vorsorge – www.lvbg.de
Berufsgenossenschaftliche Vorschriften und Regeln – www.arbeitssicherheit.de
Hier finden Sie die jeweiligen rechtlichen Grundlagen für die im Leitfaden Zeitarbeit dargestellten Maßnahmen:
(1) § 11 (6) Arbeitnehmerüberlassungsgesetz – AÜG
■ (2) § 3 Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG
■ (3) §§ 3, 12 Arbeitsschutzgesetz –
ArbSchG; § 4 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“
■ (4) § 7 Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG;
§ 7 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1)
■ (5) §§ 4, 13, 15-17 Arbeitsschutzgesetz –
ArbSchG; §§ 13, 15-18 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der
Prävention“ (BGV A1)
■ (6) §§ 22 ff. Jugendarbeitsschutzgesetz –
JArbSchG; § 33 ff. Mutterschutzgesetz
– MuschG; § 81 Neuntes Buch
■ (7) §§ 5, 6 Arbeitsschutzgesetz –
ArbSchG; § 3 Betriebssicherheitsverordnung – BetrSichV; § 5 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der
■ (8) §§ 3, 11, 12 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz – AÜG
■ (9) § 4 Betriebssicherheitsverordnung –
■ (10) § 29 Unfallverhütungsvorschrift
„Grundsätze der Prävention“ (BGV A1)
■ (11) §§ 3, 4 Arbeitsschutzgesetz –
ArbSchG; § 3 Arbeitsstättenverordnung – ArbstättV; § 2 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1)
■ (12) §§ 3, 6 Arbeitssicherheitsgesetz –
ASiG; § 19 Unfallverhütungsvorschrift
„Grundsätze der Prävention“ (BGV A1);
§ 2 Unfallverhütungsvorschrift
„Betriebsärzte und Fachkräfte für
Arbeitssicherheit“ (BGV A2)
(13) §§ 4-7 Geräte- und Produktsicherheitsgesetz – GPSG; § 7 Betriebssicherheitsverordnung – BetrSichV
(14) § 3 Unfallverhütungsvorschrift „Arbeitsmedizinische Vorsorge“ (BGV A4)
(15) § 4 Betriebssicherheitsverordnung –
BetrSichV; § 2 PSA-Benutzungsverordnung – PSA-BV; § 29 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der
Prävention“ (BGV A 1)
(16) §§ 12, 16 Arbeitsschutzgesetz –
ArbSchG; § 9 Betriebssicherheitsverordnung – BetrSichV; § 11 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz – AÜG;
§ 4 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1)
(17) § 12 Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG;
§ 9 Betriebssicherheitsverordnung –
BetrSichV; § 11 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz AÜG; § 4 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1)
(18) § 12 Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG;
BetrSichV; § 4 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“
(19) § 12 Unfallverhütungsvorschrift
(18) § 16 Arbeitszeitgesetz – ArbZG;
§ 47Jugendarbeitsschutzgesetz –
JArbSchG; § 18 Mutterschutzgesetz –
(20) § 16 Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG;
§§ 3,10 Betriebssicherheitsverordnung
– BetrSichV
(21) § 16 Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG;
§ 16 Unfallverhütungsvorschrift
(22) §§ 2, 3, 5, 6 Arbeitssicherheitsgesetz –
(23) § 10 Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG;
§§ 4, 6 Arbeitsstättenverordnung –
ArbStättV; §§ 24-28 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“
(24) § 10 Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG;
§ 3, 4 Arbeitsstättenverordnung –
ArbstättV; § 22 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“
(25) § 193 Siebtes Buch Sozialgesetzbuch
– SGB VII
(26) § 6 Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG;
§ 3 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1)
(27) § 4 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1)
(28) § 11 Unfallverhütungsvorschrift
(BGV A4)
(29) § 13 Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG;
§ 13 Unfallverhütungsvorschrift
(30) §§ 3,10, 11 Betriebssicherheitsverordnung – BetrSichV
(31) § 5 Unfallverhütungsvorschrift
(32) § 24 Unfallverhütungsvorschrift
(33) § 26 Unfallverhütungsvorschrift
(34) § 3 Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG;
§ 2 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der Prävention“ (BGV A1); § 11
(6) Arbeitnehmerüberlassungsgesetz –
(35) Anlage 1 der Unfallverhütungsvorschrift „Arbeitsmedizinische Vorsorge“
(36) § 4 Betriebssicherheitsverordnung –
BetrSichV; § 2 PSA-Benutzungsverordnung – PSA-BV; §§ 29, 30 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der
(37) § 31 Unfallverhütungsvorschrift
(38) § 9 Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG;
§§ 11, 15 Unfallverhütungsvorschrift
(39) §§ 3, 11, 12 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz – AÜG
(40) § 3 Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG;
§§ 3, 11, 12 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz – AÜG; § 618 Bürgerliches Gesetzbuch – BGB; § 2 Unfallverhütungsvorschrift „Grundsätze der
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