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Timestamp: 2017-09-20 00:23:11
Document Index: 184999041

Matched Legal Cases: ['§ 495', '§ 313', '§ 7', '§ 823', '§ 286', '§ 708']

AG Frankfurt am Main -Außenstelle Höchst- verurteilt kurz und knapp die HUK-COBURG Haftpflichtunterstützungskasse zur Zahlung restlicher Sachverständigenkosten mit Urteil vom 25.6.2015 – 381 C 256/15 (37) -. | Captain HUK
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AG Frankfurt am Main -Außenstelle Höchst- verurteilt kurz und knapp die HUK-COBURG Haftpflichtunterstützungskasse zur Zahlung restlicher Sachverständigenkosten mit Urteil vom 25.6.2015 – 381 C 256/15 (37) -.
Mittwoch, 16.03.2016 um 16:26 von Willi Wacker | · Gelesen: 20374 · heute: 11 | 2 Kommentare
nach dem „Schrotturteil“ aus Coburg, das wir Euch heute morgen zur Abschreckung bekannt gegeben hatten, stellen wir Euch nun ein Urteil aus Frankfurt am Main – Höchst zu den restlichen Sachverständigenkosten gegen die HUK-COBURG Haftpflichtunterstützungskasse vor. Im Gegensatz zu dem Amtsgericht Coburg hat hier das Amtsgericht Frankfurt am Main – Außenstelle Höchst – eine prima Entscheidung gefällt. In Anbetracht der herrschenden – und zutreffenden – Rechtsprechung der Berufungskammer des LG Frankfurt am Main konnte der erkennende Amtsrichter sich kurz fassen. In der Kürze liegt die Würze. Recht hat er! Lest selbst die prima Entscheidung des AG Frankfurt am Main – Außenstelle Höchst – und gebt dann bitte Eure Kommentare ab.
Amtsgericht Frankfurt am Main Verkündet It. Protokoll am:
Außenstelle Höchst 25.06.2015
Aktenzeichen: 381 C 256/15 (37)
HUK Coburg Haftpflichtunterstützungskasse kraftfahrender Beamter Deutschland aG Coburg, vertr.d.d.Vorstand, Lyoner Str. 10, 60524 Frankfurt
hat das Amtsgericht Frankfurt am Main – Außenstelle Höchst – durch den Richter am Amtsgericht P.
aufgrund der im schriftlichen Verfahren nach § 495 a ZPO bis zum 03.06.2015 eingereichten Schriftsätze für Recht erkannt:
1. Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger 179,62 € nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit dem 09.12.2014 zu zahlen.
Von der Abfassung des Tatbestandes wird gemäß den
§§ 313a, 511 Abs. 2 ZPO abgesehen.
Der Kläger kann von der Beklagten nach den §§ 7, 17 StVG, 115 VVG beziehungsweise §§ 823, 249 ff. BGB Restzahlung der Gutachterkosten verlangen, die ihm durch den streitgegenständlichen Verkehrsunfall entstanden sind.
Die Berufungskammer Landgericht Frankfurt am Main hat unter anderem in dem Urteil vom 02.06.2014 mit dem Aktenzeichen 2-01 S 213/13 klargestellt, dass ein Geschädigter nur dann nicht in Gänze die verauslagten Sachverständigenkosten verlangen kann, wenn er bei der Beauftragung erkennen konnte, dass der von ihm ausgewählte Sachverständige Honorarsätze für seine Tätigkeit verlangt, die die in der Branche üblichen Preise deutlich übersteigen. Dann gebietet das schadensrechtliche Wirtschaftlichkeitsgebot einen zur Verfügung stehenden günstigeren Sachverständigen zu beauftragen (vergleiche Seite 6 des dortigen Urteils). Von Beklagtenseite wird nicht vorgetragen, dass dem Kläger eine derartige Nachlässigkeit vorzuwerfen ist. Eine Marktprüfung beziehungsweise Marktforschung hat er nicht vorzunehmen. Im Interesse der Einheitlichkeit der Rechtsprechung im hiesigen Landgerichtsbezirk ist es sinnvoll, sich dieser Entscheidung der Berufungskammer anzuschließen.
Daher kann der Kläger die rechtlichen Sachverstähdigenkosten verlangen.
Die Zinsansprüche haben ihre Grundlage in den §§ 286 und 288 Abs. 1 BGB. Die Nebenentscheidungen folgen aus den §§ 708 Nr. 11, 711, 713 ZPO.
AG Frankfurt am Main, Außenst. Höchst verurteilt HUK-COBURG zur Zahlung der abgetretenen Sachverständigenkosten in voller Höhe mit bemerkenswerter Begründung (AG Frankfurt am Main – Außenstelle Höchst – Urteil vom 8.4.2014 – 385 C 1842/13 (70) vom 08.04.2014
…und noch ein Urteil des AG Leipzig gegen HUK-Coburg (Urt. v. 21.4.2011 – 111 C 1070/11 -).
AG Saarlouis verwirft Gesprächsergebnis und verurteilt HUK-Coburg zur Zahlung restlicher Sachverständigenkosten mit Urteil vom 2.5.2011 – 25 C 2092/10(12) -.
AG Ettlingen verurteilt HUK Coburg Versicherung zur Erstattung der restlichen Sachverständigenkosten (Az.: 3 C 138/11 vom 12.08.2011)
AG Baden Baden verurteilt HUK 24 AG und deren VN zur Erstattung des restlichen Sachverständigenhonorars (Az.: 1 C 70/11 vom 26.08.2011)
2 Responses to AG Frankfurt am Main -Außenstelle Höchst- verurteilt kurz und knapp die HUK-COBURG Haftpflichtunterstützungskasse zur Zahlung restlicher Sachverständigenkosten mit Urteil vom 25.6.2015 – 381 C 256/15 (37) -.
Holido says:
16. März 2016 at 17:49
In der Kürze liegt die Würze trotz zigtausendfacher Coburgfürze.
Holido
SV aus dem Münsterland says:
16. März 2016 at 19:47