Source: https://www.anwalt24.de/lexikon/fachliche_eignung_berufsausbildung
Timestamp: 2018-01-24 08:00:50
Document Index: 246395380

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 28', '§ 30', '§ 30', '§ 2', '§ 22']

Fachliche Eignung Berufsausbildung | anwalt24.de
Fachliche Eignung Berufsausbildung
§§ 21 HwO
ReNoPatAusbEigV
StBAusBFachEigV
Das die Berufsausbildung regelnde Berufsbildungsgesetz unterscheidet zwischen dem Ausbilder und dem Ausbildenden:
Ausbilder ist die natürliche oder juristische Person, die den Ausbildungsvertrag mit dem Auszubildenden abschließt.
Ausbildender ist, wer die Ausbildung inhaltlich durchführt. In kleineren Betrieben besteht zumeist eine Personalunion zwischen dem Ausbilder und dem Ausbildenden.
Gemäß § 28 BBiG erfordert die Durchführung der Ausbildung eine persönliche und fachliche Eignung.
Die konkreten Anforderungen an die Prüfung an einer Ausbildungsstätte, vor einer Prüfungsbehörde oder eine Abschlussprüfung an einer staatlichen Schule usw. können gemäß § 30 Abs. 3 BBiG in einer Rechtsverordnung geregelt werden.
Gemäß § 30 Abs. 5 BBiG können die Anforderungen an die berufs- und arbeitspädagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in einer Rechtsverordnung geregelt werden. Auf dieser Grundlage ist die Ausbildereignungsverordnung erlassen worden, die am 01.08.2009 in einer reformierten Fassung in Kraft getreten ist und für alle Ausbildungsberufe nach dem Berufsbildungsgesetz gilt - mit Ausnahme der freien Berufe.
Dabei wurde der Erwerb der berufs- und arbeitspädagogischen Handlungsfähigkeit als Leitziel formuliert. Die einzelnen Aufgaben der Ausbilder sind in vier neuen Handlungsfeldern niedergelegt (§ 2 AusbEigV). Der Begriff "Qualifikation" wurde durch den Begriff "Kompetenz" ersetzt.
3. Fachliche Eignung bei einer der Handwerksordnung unterliegenden Ausbildung
Bei der Berufsausbildung im Handwerk wird bei der fachlichen Eignung zudem zwischen zulassungsfreien und zulassungspflichtigen Handwerken unterschieden. Die im Einzelnen vorliegenden Voraussetzungen sind in § 22b HwO aufgeführt.
4. Fachliche Eignung in Rechtsanwalt- und Patentanwaltschaft, Notariat und bei Rechtsbeiständen
Die "Verordnung über die fachliche Eignung für die Berufsausbildung der Fachangestellten in Rechtsanwalt- und Patentanwaltschaft, Notariat und bei Rechtsbeiständen" ist am 01. April 2005 in Kraft getreten. Danach erfordert die fachliche Eignung folgende Berufstätigkeiten/Berufsausbildungen des Ausbilders:
Rechtsanwaltsfachangestellte: Zulassung als Rechtsanwalt oder Rechtsbeistand
Notariatsangestellte: Bestellung zum Notar
Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte: Zulassung als Rechtsanwalt und Bestellung zum Notar
Patentanwaltsfachangestellte: Zulassung als Patentanwalt
5. Fachliche Eignung im Bereich der Steuerberatung
Die "Verordnung über die fachliche Eignung für die Berufsausbildung der Fachangestellten im Bereich der Steuerberatung" ist am 01. April 2005 in Kraft getreten. Danach erfordert die fachliche Eignung eine der folgende Berufstätigkeiten des Ausbilders:
Auszubildende - InteressenvertretungBerufsausbildungsverhältnisBundesinstitut für BerufsbildungJugend- und Auszubildendenvertretung