Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%2056/82
Timestamp: 2019-11-21 08:35:01
Document Index: 200828232

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: II ZR 56/82 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 29.12.1983
https://dejure.org/1983,849
BGH, 05.12.1983 - II ZR 56/82 (https://dejure.org/1983,849)
BGH, Entscheidung vom 05.12.1983 - II ZR 56/82 (https://dejure.org/1983,849)
BGH, Entscheidung vom 05. Dezember 1983 - II ZR 56/82 (https://dejure.org/1983,849)
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Kollusives Zusammenwirken zwischen GmbH-Geschäftsführer und formal wirksam Beauftragten bei heimlicher Durchführung eines der Genehmigung der Gesellschafterversammlung bedürftigen Geschäfts
Weiterleitung von Geldbeträgen - Steuerberater - Gesellschafterversammlung - Formal erteilter Auftrag - Geschäftsführer ohne Auftrag
Geschäftsführer, Geschäftsführungsmaßnahme, Gesellschafterbeschluss, Informationspflicht, Informationsrechte, kollusives Zusammenwirken, Treuepflicht, Zustimmung
BGH, 29.12.1983 - II ZR 56/82
NJW 1984, 1461
ZIP 1984, 310
Diese Rechtslage gilt auch für den Fall, dass der Geschäftsführer einen ausdrücklichen oder aus der besonderen Bedeutsamkeit des Verpflichtungsgeschäfts zur Übertragung des ganzen Gesellschaftsvermögens einer GmbH abgeleiteten Zustimmungsvorbehalt missachtet und der Vertragspartner der GmbH dies weiß oder es sich ihm aufdrängen muss (vgl. BGH, Urteil vom 5. Dezember 1983 - II ZR 56/82, ZIP 1984, 380 juris Rn. 12 ff.).
Nachforschungen hierüber sollen dem redlichen Geschäftsverkehr erspart bleiben (vgl. BGH, Urteil vom 5. Dezember 1983 - II ZR 56/82, NJW 1984, 1461, 1462; Urteil vom 23. Juni 1997 - II ZR 353/95, NJW 1997, 2678).
In einem solchen Fall des Missbrauchs der Vertretungsmacht kann er aus dem formal durch die Vertretungsmacht des Geschäftsführers gedeckten Geschäft keine vertraglichen Rechte oder Einwendungen herleiten (vgl. BGH, NJW 1984, 1461, 1462; NJW 1997, 2678).
Gleichermaßen heißt es in der Senatsentscheidung vom 5. Dezember 1983, ein Geschäftsführer dürfe seine Vertretungsmacht nicht gegen den mutmaßlichen Willen der Gesellschafter gebrauchen, was auch in jenem Fall zur Annahme eines Missbrauchs der Vertretungsmacht mit Wirkung im Außenverhältnis geführt hat (II ZR 56/82, WM 1984, 305, 306).
Bei seiner erneuten Verhandlung und Entscheidung wird das Berufungsgericht zu bedenken haben, daß der damalige Geschäftsführer der Beklagten für den Kläger erkennbar seine Vertretungsmacht mißbraucht haben könnte (vgl. zum Mißbrauch BGH, Urteile vom 19. April 1994 - XI ZR 18/93, NJW 1994, 2082; vom 5. Dezember 1983 - II ZR 56/82, NJW 1984, 1461).
GmbH: Einberufungsvorschriften für eine Gesellschafterversammlung; Verbot des …
Der Entscheidung der Gesellschafterversammlung zugewiesen sind demnach hier Maßnahmen, die außerhalb des statutarischen Unternehmensgegenstandes oder im Widerspruch zur festgelegten Unternehmenspolitik stehen, ferner Maßnahmen, die wegen ihrer Bedeutung u.a. für die Gesellschaft oder wegen ihres unternehmerischen Risikos Ausnahmecharakter haben; hierzu gehört etwa die Unternehmensveräußerung, die Ausgliederung wesentlicher Unternehmensteile; schließlich ist eine Maßnahme ungewöhnlich, an deren Billigung durch die Gesellschafter der Geschäftsführer zweifeln muss (s. etwa BGH, NJW 1984, 1461, 1462; OLG Frankfurt, GmbHR 1989, 254, 255;… Großkommentar zum GmbHG/Paefgen, 1. Aufl., § 37 Rn. 10;… Kleindiek, in: Lutter/Hommelhoff, GmbHG, 18. Aufl., § 37 Rn. 11 und Schneider, in: Scholz, GmbHG, 10. Aufl., § 37 Rn. 12 ff., jeweils m. w. N.).
(a) Regelmäßig genügt zwar - worauf es im hier vorliegenden Zusammenhang allerdings nicht entscheidend ankäme - für die Einordnung einer Maßnahme als im hier interessierenden Sinne ungewöhnlich nicht, dass Widerspruch nur eines Minderheitsgesellschafters zu erwarten ist (…s. etwa Zöllner/Noack, in: Baumbach/Hueck, GmbHG, 19. Aufl., § 37 Rn. 10;… Großkommentar zum GmbHG/Paefgen, 1. Aufl., § 37 Rn. 10; vgl. auch BGH, NJW 1984, 1461, 1462; OLG Frankfurt, GmbHR 1989, 254, 255).
Sinn der im Außenverhältnis unbeschränkbaren Vertretungsmacht des Geschäftsführers ist es gerade, Außenstehende von der Kontrolle zu entlasten, ob die Vorgehensweise des Geschäftsführers mit den Gesellschaftern abgestimmt ist (vgl. Sen.Urt. v. 5. Dezember 1983 - II ZR 56/82, NJW 1984, 1661, 1662).
Liegen die Voraussetzungen des Mißbrauchs der Vertretungsmacht vor (vgl. dazu BGH, Urteil vom 19. Mai 1980 II ZR 241/79, WM 1980, 953; Urteil vom 5. Dezember 1983 II ZR 56/82, WM 1984, 305, 306;… Canaris aaO. Rz 170 f.) braucht der Vertretene das Rechtsgeschäft grundsätzlich nicht gegen sich gelten zu lassen.
Hätten das Vorstandsmitglied R und der Prokurist H der Beklagten mit der Scheckeinlösungsgarantie ihre Vertretungsmacht bewußt mißbraucht, und hätte der Kläger dies erkannt oder grob fahrlässig die Augen davor verschlossen, müßte die Beklagte aus dem Garantievertrag nicht haften (vgl. BGHZ 50, 112 und BGH, Urteil vom 5. Dezember 1983 aaO.).
BGH, 14.03.1988 - II ZR 211/87
Erteilung der Genehmigung zur Abtretung von Geschäftsanteilen einer GmbH; …
Veräußerung eines Betriebsgrundstücks in der Liquidation einer GmbH: Analoge …
BGH, 30.03.2001 - V ZR 27/00
BayObLG, 09.09.1999 - 2Z BR 83/99
Verteilung der materiellen Darlegungs- und Beweislast nach Abberufung des …
https://dejure.org/1983,15043
BGH, 29.12.1983 - II ZR 56/82 (https://dejure.org/1983,15043)
BGH, Entscheidung vom 29.12.1983 - II ZR 56/82 (https://dejure.org/1983,15043)
BGH, Entscheidung vom 29. Dezember 1983 - II ZR 56/82 (https://dejure.org/1983,15043)
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