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Timestamp: 2018-05-21 21:03:40
Document Index: 45184365

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 1', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', '§ 2', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 16', '§ 3', 'Art. 8', 'Art. 10', 'EGMR', '§ 4', '§ 5', '§ 2', '§ 107', '§ 3', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 6', 'Art. 5', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8']

Kapitel 5: Grundprinzipien in den Anwendungsfeldern des Diskretions-, Bildnis- und Ehrschutzes : Persönlichkeitsschutz von Kindern und Jugendlichen
Kapitel 5: Grundprinzi...
Eine Untersuchung zum zivilrechtlichen Schutz von Minderjährigen in der modernen Medienlandschaft
Der Persönlichkeitsschutz junger Menschen hat im gegenwärtigen Medienumfeld neue Aktualität erlangt. Im Zentrum der Diskussionen steht die natürliche Schutzbedürftigkeit, durch die auch die geltende Grenzziehung zur kollidierenden Presse- und Äußerungsfreiheit berührt wird. Die Autorin entwickelt daran anknüpfend ein Konzept, wie die Spannungsfelder der Persönlichkeitsrechte von Kindern und Jugendlichen in einen möglichst schonenden Ausgleich mit widerstreitenden Interessen gebracht werden können. Die Untersuchung wird durch sozialwissenschaftliche Erkenntnisse und die maßgeblichen Wertungsgrundlagen fundiert und rechtsvergleichend flankiert. Anhand einer Aufarbeitung der problematischen Rechtsfragen zur Einwilligung sowie zur Güter- und Interessenabwägung entfaltet die Verfasserin wesentliche Grundlinien für den Minderjährigenschutz gegenüber der Presse und im Internet.
978-3-653-95980-2
https://doi.org/10.3726/978-3-653-06634-0
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2016. 432 S.
Kapitel 5: Grundprinzipien in den Anwendungsfeldern des Diskretions-, Bildnis- und Ehrschutzes
Der grundrechtlich abgesteckte äußere Rahmen im Minderjährigenpersönlichkeitsschutz ist in Ansehung der rechtlichen Wertungsgrundlagen und außerrechtlichen Befunde entsprechend durch das materielle Zivilrecht auszufüllen.872 Die Ermittlung tragender Grundregeln setzt bei der zivilrechtlichen Dogmatik der Persönlichkeitsrechte in den ausgesuchten Kernbereichen des Diskretions-, Bildnis- und Ehrschutzes an (§ 1). Mit zentralen Fragen für die praktische Rechtsanwendung befasst sich die anschließende Auseinandersetzung mit dem Institut der rechtfertigenden Einwilligung und ihrer modifizerten Ausgestaltung im Minderjährigenpersönlichkeitsschutz (§ 2). Daran knüpft die Analyse von Inhalt und Intensität des zivilrechtlichen Schutzes der Persönlichkeitsrechte gegenüber Kommunikationsfreiheiten an. Die entscheidenden Abwägungsvorgänge werden in den praktisch und wissenschaftlich bedeutsamsten Anwendungsfeldern des Spannungsverhältnisses konkretisiert, dem Schutz gegenüber der Presse und im Internet. Die traditionellen Schutzgüter des persönlichen Lebensbereichs, der Selbstdarstellung und der persönlichen Ehre sind hier in besonderem Maße in der Bewährung (§ 3). Ziel ist es, Grundprinzipien für einen auf die Entwicklung des jungen Menschen abgestimmten Persönlichkeitsschutz zu formulieren.
§ 1 Dogmatische Grundlegung des Minderjährigenpersönlichkeitsschutzes
A. Grunddogmatik im Persönlichkeitsschutz
Eine allgemein gültige und anerkannte Dogmatik hat sich zu den Persönlichkeitsrechten und ihren Ausprägungen bisher nicht herausgebildet. Wie im Verfassungsrecht variieren die Beschreibungen des geschützten Bereichs, Bezeichnung und Umfang sehr stark. Inhalt und Umfang der Persönlichkeitsrechte sind grundsätzlich erst im Wege der Abwägung...
A. Junge Menschen in der modernen Informationsgesellschaft
B. Persönlichkeitsschutz als Antwort auf Gefährdungen menschlicher Identität und Integrität
C. Individualschutz an der Schnittstelle von Persönlichkeits- und Minderjährigenschutz
D. Wahrnehmung der Persönlichkeitsrechte
§ 2 Standortbestimmung
A. Grundsätze des zivilrechtlichen Persönlichkeitsschutzes
I. Schutz gegen wahre Tatsachenbehauptungen
II. Schutz gegen Werturteile
Kapitel 2: Sozialwissenschaftliche Grundlagen
§ 1 Methodische Vorbemerkungen zu sozialwissenschaftlichen Erkenntnismöglichkeiten
§ 2 Konturierung des Untersuchungsausschnitts
A. Das Forschungsfeld der Privatheit im Überblick
B. Kindheit und Jugend in den Sozialwissenschaften
II. Persönlichkeitsentfaltung und -entwicklung
C. Forschungsstand und konkrete Fragestellung der sozialwissenschaftlichen Untersuchung
§ 3 Privatheit aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen
A. Theoretische Forschung
I. Erleben und Verstehen von Privatheit
II. Natürliche Barrieren
B. Empirische Forschung
I. Vorstellung und Verständnis nach Laufer und Wolfe
II. Verständnis und Verhalten im Internet
III. Verständnis im Kontext der physischen Umwelt
§ 4 Privatheit im Kindes- und Jugendalter aus funktionaler Sicht
A. Selbst und Selbstwert
B. Intime Bindungen
C. Autonomie
§ 5 Folgen des Eingreifens in die Privatheit
A. Verhaltensdruck durch Öffentlichkeit
B. Reziproke Effekte
C. Folgen von Bullying
D. Folgerungen aus der Funktionsanalyse
§ 6 Zusammenfassende Würdigung
Kapitel 3: Persönlichkeitsschutz von Minderjährigen in den Vereinigten Staaten von Amerika
§ 1 Grundlegende Rahmenbedingungen des Persönlichkeitsschutzes im Kindes- und Jugendalter
A. Schutz von Persönlichkeitsinteressen im tort law
B. Inhalt und Reichweite des right of privacy in der U.S. Constitution
I. Die Rechtsprechung des U.S. Supreme Court zu verfassungsrechtlichen Garantien von Kindern und Jugendlichen
1. Anerkennung von Kinderrechten in der Constitution: In re Gault
2. Anerkennung des right of privacy im Kindes- und Jugendalter: Planned Parenthood of Central Missouri v. Danforth
II. Selbstbestimmung und Zurückgezogenheit als geschützte Rechtspositionen
III. Right of privacy im Kontext zu Elternrechten und Staatsverantwortlichkeit
IV. Der Konflikt zur freedom of speech
§ 2 Erklärung und Bindungswirkung der Einwilligung in Persönlichkeitsrechtseingriffe
A. Einwilligungsfähigkeit und Einwilligungserklärung
I. Incapacity theory und elterliche Einwilligungserklärung
II. Einschränkungen zugunsten der Selbstbestimmung und des Schutzes
1. Stärkung der Selbstbestimmung durch die mature minor doctrin
2. Unterausnahmen durch gesetzliche Regelungen
3. Schutz durch Einzelstaatenrecht zum right of publicity
B. Bindung an Einwilligungserklärungen
I. Disaffirmance rights
II. Beschränkungen zugunsten der Vertragstreue
§ 3 Schutz des right of privacy durch tort law
A. Fallgruppen des right of privacy
I. Schutz vor Informations- und Bildnisbeschaffung
1. Allgemeine Tatbestandsvoraussetzungen der intrusion upon seclusion
a. Vorsätzliches Eindringen in den privaten Bereich
b. Verletzungsschwelle
2. Minderjährigenpersönlichkeitsschutz durch den intrusion tort
a. Minderjährigenschutz im case law
b. Einzelstaatliches Gesetzesrecht zum Minderjährigenschutz
c. Standpunkte der Rechtslehre
II. Schutz vor Offenlegung von Privatangelegenheiten
1. Allgemeine Tatbestandsvoraussetzungen des disclosure of private facts
a. Veröffentlichung von privaten Tatsachen
c. Kein legitimes öffentliches Interesse
aa. Das newsworthiness privilege der Medien
bb. Die Rechtsfigur der public figure
2. Minderjährigenpersönlichkeitsschutz durch den disclosure tort
aa. Bestimmung des privaten Bereichs im Kindes- und Jugendalter
bb. Öffentliches Interesse an Informationen
cc. Verletzungsschwelle
b. Gesetzesrecht zum Minderjährigenschutz
III. Schutz vor unwahren Darstellungen
1. Allgemeine Tatbestandsvoraussetzungen des false light
2. Minderjährigenpersönlichkeitsschutz durch den false light tort
IV. Schutz vor kommerzieller Verwendung von Persönlichkeitsmerkmalen
1. Geschütztes Interesse
2. Allgemeine Tatbestandsvoraussetzungen der appropriation
3. Minderjährigenpersönlichkeitsschutz durch den appropriation tort
B. Schutz vor kommerzieller Verwendung von Persönlichkeitsmerkmalen durch das right to publicity
C. Das amerikanische Ehrschutzrecht – Law of defamation
I. Allgemeine Tatbestandsvoraussetzungen der defamation
1. Äußerung einer diffamierenden Tatsachenbehauptung
2. Diffamierender Inhalt der Äußerung
II. Minderjährigenpersönlichkeitsschutz durch den Tatbestand der defamation
D. Ansprüche aus unerlaubten Handlungen
I. Ansprüche auf Ersatz von Schäden, Unterlassung und Gegendarstellung
E. Zusammenfassende Würdigung
Kapitel 4: Konstitutionelle, völkerrechtliche und gemeinschaftsrechtliche Wertungsgrundlagen
§ 1 Verfassungsrechtliche Grundlagen und Grenzen
A. Die verfassungsrechtliche Stellung im Kindes- und Jugendalter
I. Grundrechtsfähigkeit und Grundrechtsmündigkeit
II. Verantwortung für Persönlichkeitsentfaltung und -entwicklung
B. Schutzgehalt des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts im Kindes- und Jugendalter
I. Selbstentfaltung und Selbstdarstellung
II. Das Schutzgut der ungestörten Persönlichkeitsentwicklung
1. Grundlagen zum Schutzgehalt
2. Schutzzweck und systematische Einordnung
III. Grundrechtsbezüge zur Kommerzialisierung der Persönlichkeit
C. Bindung und Begrenzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts durch die Elternverantwortung
I. Minderjährigenpersönlichkeitsschutz im Kontext des Art. 6 GG
II. Das Recht auf Selbstbestimmung in eigenen Angelegenheiten
III. Kindliche Selbstbestimmung und Elternverantwortung
1. Struktur des Elternrechts in Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG
2. Verhältnis des kindlichen Selbstbestimmungsrechts zur Elternverantwortung
D. Das Allgemeine Persönlichkeitsrecht im Spannungsverhältnis zu den Kommunikationsfreiheiten des Art. 5 GG
I. Die Freiheitsrechte des Art. 5 GG im Persönlichkeitsschutz
II. Kommunikationsgrundrechte und Minderjährigenschutz
1. Allgemeiner Wertevorzug des Minderjährigenschutzes?
2. Die Schranke des Jugendschutzes in Art. 5 Abs. 2 GG
3. Schutzbedürftigkeit im Abwägungsgebot
E. Wirkung der Grundrechte und Verfassungsprivatrecht
§ 2 Gewährleistungen des Übereinkommens über die Rechte des Kindes
A. Menschenrechte im kinderspezifischen Kontext
I. Elternrecht und Staatsverantwortlichkeit
II. Die besondere Rolle des childrens best interest
2. Das Vorrangprinzip
3. Innerstaatliche Tragweite des Art. 3 KRK
III. Entwicklungsschutz
B. Grundrechtliche Garantien von Persönlichkeitsinteressen
I. Das Recht auf Privatheit (privacy)
II. Das Recht auf Achtung der Ehre und des Rufs
III. Das Recht auf Identität und Namen
IV. Das Recht auf Freiheit von jedweder Gewalt
C. Persönlichkeitsschutz und Elternverantwortung
I. Das Elternrecht in Art. 5 KRK
II. Selbstbestimmung und Elternrecht
D. Spannungsverhältnis mit Kommunikationsfreiheiten
I. Das Recht auf Privatleben und die Medienfreiheiten
II. Gewichtung der Persönlichkeitsinteressen in Art. 16 KRK
§ 3 Gewährleistungen in der Europäischen Menschenrechtskonvention
A. Minderjährige als Rechtsträger
B. Der Schutz des Privatlebens in Art. 8 EMRK (private life)
D. Abwägungsleitlinien im Spannungsfeld zu Kommunikationsfreiheiten
I. Schutzgehalt des Art. 10 EMRK
II. Leitlinien für die Güterabwägung
1. Abwägungsgesichtspunkte
2. Interessenabwägung in der Rechtsprechung des EGMR
§ 4 Persönlichkeitsrechtsgarantien und Minderjährigenschutz im Unionsrecht
A. Minderjährigenschutz im Kontext des Unionsrechts
B. Unionsrechtliche Gewährleistung von Persönlichkeitsrechten und ihre Grenzen
I. Die widerstreitenden Grundrechtspositionen
II. Minderjährigenschutz hinsichtlich persönlicher Daten
§ 5 Zusammenfassende Würdigung
B. Ausstrahlung des Entwicklungsschutzes in das Privatrecht
I. Lösungsmodelle im Minderjährigenpersönlichkeitsschutz
1. Persönlichkeitsentwicklung als kinderspezifische Ausprägung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts
2. Persönlichkeitsentwicklung als eigenständiges Recht
3. Persönlichkeitsentwicklung als Maßstab des Schutzumfangs
§ 2 Die rechtfertigende Einwilligung in Persönlichkeitsrechtseingriffe
A. Die Problematik der Einwilligungsfähigkeit
I. Meinungsstand im Persönlichkeitsschutz
1. Strenge Rechtsgeschäftstheorie
2. Theorie der Alleinentscheidungsbefugnis von Minderjährigen
3. Theorie der kumulativen Doppelzuständigkeit
4. Die grundlegenden Weichen
II. Entscheidungsbefugnisse zur Disposition über Persönlichkeitsrechte
1. Der Dispositionsbereich
a. Einseitige Einwilligung (Einwilligung im engeren Sinne)
b. Einwilligung in schuldrechtlichen Verträgen
c. Die Diskussion um die Möglichkeit der Rechtsübertragung
2. Gesetzesbindung und normativer Ausgangspunkt
3. Einwilligung in den Persönlichkeitsrechtseingriff durch Geschäftsunfähige
a. Alleinentscheidungsbefugnis der Eltern
b. Realisierung selbstbestimmender Einflüsse in Form des natürlichen Kindeswillens
4. Einwilligung in den Persönlichkeitsrechtseingriff durch beschränkt Geschäftsfähige
a. Alleinige Einwilligungserklärung der Eltern
aa. Einwilligung als Ausübung des Selbstbestimmungsrechts
bb. Wesen und Zweck der Elternverantwortung
cc. Schutzzweck der §§ 107 ff. BGB
dd. Kindeswille und Kindeswohl
ee. Einseitige und schuldrechtliche Einwilligung
b. Alleinige Einwilligungserklärung des beschränkt Geschäftsfähigen
aa. Höchstpersönliche Natur der Persönlichkeitsrechte
bb. Minderjährigenschutz
cc. Mischcharakter persönlichkeitsrechtlicher Dispositionen
dd. Elternverantwortung
ee. Alltägliche und unwesentliche Eingriffe
ff. Grad der Mitbestimmung
c. Gemeinsame Einwilligung
III. Bestimmung der Einwilligungsfähigkeit
1. Das Kritierum der natürlichen Einsichtsfähigkeit
2. Präzisierung für den Eingriff in Persönlichkeitsrechte
3. Feststellung der Einsichtsfähigkeit
a. Einzelfallbezogener Maßstab
b. Fester Maßstab mittels Altersgrenzen
c. Vermutungslösung
IV. Grenzen der Dispositionsmacht
1. Einwilligungsschranke zum Schutz der Menschenwürde
2. Kindeswohl als Korrektiv der Dispositionsfreiheit
B. Die Einwilligungserklärung
I. Erklärungsformen
1. Analoges Schriftformerfordernis?
2. Stillschweigende und konkludente Einwilligungserklärung
3. Einwilligungserklärung im Internet
a. Nutzung von sozialen Netzwerkseiten durch Minderjährige
b. Transparenzanforderungen
c. Elektronische Einwilligung
d. Zulässigkeit formularmäßiger Einwilligung
e. Anforderungen an die konkludente Einwilligungserklärung
II. Aufklärungs- und Informationspflichten
1. Adaption des Informed-consent
2. Informationspflichten gegenüber Einwilligungsunfahigen?
3. Adressat, Inhalt und Ausgestaltung der Informationen
III. Umfang der Einwilligungserklärung
C. Bindung an die Einwilligungserklärung
I. Widerruf einer gemeinsam erteilten Einwilligung
II. Widerruf einer von den Eltern erklärten Einwilligung
III. Entscheidungsbefugnis
IV. Erklarung und Folgen eines Widerrufs
§ 3 Persönlichkeitsrechte von Minderjährigen im Spannungsfeld zu Kommunikationsfreiheiten
A. Wertentscheidungen der Rechtsprechung im Überblick
I. Schutz vor Indiskretionen und ungewollter Publizitat
1. Umfassender Schutz im Rahmen der Sphärenzuordnung
2. Relativierung des Schutzbedürfnisses
II. Schutz des Rechts am eigenen Bild
III. Schutz der Ehre
B. Die wesentlichen Abwägungsgesichtspunkte
I. Kommunikationsinhalt und -zweck
II. Sphärentheorie im Lichte des Minderjährigenschutzes
1. Grundsätze der Sphärenzuordnung
2. Indizwirkung im Minderjährigenpersönlichkeitsschutz?
III. Belange von Minderjährigen in der Gewichtung von Persönlichkeitsrechten
1. Das Recht auf ungestörte Persönlichkeitsentwicklung
a. Konturierung der Einbeziehung
aa. Schutzzweck und Schutzmaßstab des Art. 2, Art. 1 GG
bb. Erkenntnisgrundlagen zur Bewertung des Gefährdungspotentials
cc. Gefährdung der Entwicklung durch Äußerungen
(1). Medienberichterstattungen
(2). Sonstige Persönlichkeitsrechtseingriffe
b. Inhalt und Umfang einer widerleglichen tatsächlichen Vermutung
c. Ausstrahlungswirkung des Grundrechtsgehalts
2. Tragweite des natürlichen Entwicklungsstandes der betroffenen Person im Übrigen
a. Relativierung der Schutzbedürftigkeit mangels Kognition?
b. Lineare Bestimmung der Schutzbedürftigkeit?
3. Kindeswohl des betroffenen Rechtsträgers
a. Die völkerrechtliche Verpflichtung in Art. 3 KRK und der Rechtsbegriff des Kindeswohls im deutschen Recht
b. Berücksichtigung von Kindesbelangen im Persönlichkeitsschutz
4. Verstärkung des Schutzgehalts durch Art. 6 GG
a. Einbeziehung des zusätzlichen Grundrechtsgehalts in der Rechtsprechung
b. Konkretisierung der Einbeziehungsfälle im Minderjährigenpersönlichkeitsschutz
c. Verstärkungswirkung
IV. Gewichtung kommerzieller Persönlichkeitsrechtsbestandteile
1. Vermögensrechtlicher Zuweisungsgehalt
V. Einfluss des Vorverhaltens
1. Bewertung des Eigenverhaltens von Minderjährigen
a. Eingeschränkte Geltung der Verzichtstheorie
b. Eingeschränktes Gegenschlagsrecht
2. Zurechnung des Verhaltens der Eltern
VI. Wertungsgesichtspunkte zur Gewichtung der Kommunikationsfreiheiten
1. Die Vermutung der Zulässigkeit freier Rede
a. Legitimation im Persönlichkeitsschutz von Minderjährigen
b. Konsequenzen für die Güter- und Interessenabwägung
2. Schutzwürdigkeit des Unterhaltungsinteresses
a. Schutz des Art. 5 GG
b. Gewichtung von unterhaltenden Beiträgen
3. Gewichtung anonymer Äußerungen
VII. Tragweite des Bekanntheitsgrades
1. Die Person des öffentlichen Lebens
2. Zuordnung von Kindern und Jugendlichen
a. Zuordnungen in der Rechtsprechung
b. Einstufungsgrundsätze
VIII. Sorgfaltspflichten
IX. Zusammenfassende Würdigung
C. Persönlichkeitsschutz von Minderjährigen gegenüber Medien
I. Eingriffe durch Wort- und Bildberichterstattungen
II. Grundsätze zur Zulässigkeit von Wortberichterstattungen über Minderjährige
1. Schutz vor ungewollter Publizität
2. Schutz vor wahren Tatsachenbehauptungen
3. Schutz vor unwahren Tatsachenbehauptungen
4. Schutz vor Werturteilen
III. Grundsätze zur Zulässigkeit von Bildberichterstattungen über Minderjährige
1. Schutz vor ungewollter Publizität und Indiskretionen
2. Schutz vor unbefugter kommerzieller Nutzung der Publizität
3. Rechtswidrige Bildnisherstellung
IV. Rechtsfolgen unzulässiger Berichterstattung
1. Rechtsschutz durch Unterlassungsansprüche
a. Die Kontroverse zum generellen Unterlassungsanspruch
2. Geldentschädigungsanspruch
a. Anspruchsausschluss aufgrund Minderjährigkeit?
b. Unabwendbares Bedürfnis
c. Schwere Persönlichkeitsrechtverletzung
d. Schweres Verschulden des Äußernden
e. Höhe der Geldentschädigung
D. Persönlichkeitsschutz von Minderjährigen gegenüber der Informationsverbreitung im Internet
I. Problemfelder
II. Persönlichkeitsrechtseingriffe in sozialen Netzwerken
III. Schutz vor ungewollter Publizität und Indiskretionen
1. Zulässigkeit der Zurschaustellung von Bildnissen
a. Verbreiten und öffentliches Zurschaustellen
b. Zulässigkeit einwilligungsloser Zurschaustellung
2. Zulässigkeit der Verbreitung von Informationen aus dem Privatleben
a. Abgrenzung zwischen Privatheit und Öffentlichkeit
b. Wiederaufleben der Privatheit
c. Zulässigkeit einwilligungsloser Tatsachenbehauptungen
IV. Schutz vor Anprangerungen in sozialen Netzwerken
V. Schutz persönlicher Daten
1. Eingriffe in das informationelle Selbstbestimmungsrecht des Nutzers
a. Datenverarbeitende Stellen
2. Zulässigkeit der Datenverwendung durch Netzwerkanbieter
a. Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung
b. Zulässigkeitsmaßstab bei personenbezogenen Daten Minderjähriger
3. Zulässigkeit der Datenverwendung durch Dritte am Beispiel externer Suchmaschinenbetreiber
VI. Kernfragen der Rechtsverwirklichung
2. Lösungsansätze zum Schutze Minderjähriger
a. Altersverifikation für soziale Netzwerke?
aa. Pflicht zur Einführung
bb. Umsetzbarkeit
b. Realisierung von Selbstschutz und Selbstbestimmung
aa. Informationspflichten gegenüber minderjährigen Nutzern
bb. Verpflichtung technischer Einstellungen
c. Schutzmechanismen zum Fremdschutz
aa. Prüfpflichten der Anbieter sozialer Netzwerke
bb. Haftung der Anbieter sozialer Netzwerke
cc. Haftung von Suchmaschinenbetreibern
dd. Auskunftsansprüche gegen Diensteanbieter
(1). Grenze des Datenschutzes zugunsten des Diensteanbieters
(2). Stellungnahme
(3). Identitätspflicht
d. Anspruch auf Löschung oder das Recht auf Vergessen
Kapitel 6: Ergebnisse in Thesenform
§ 1 Der Stellenwert des Persönlichkeitsschutzes von Minderjährigen
§ 2 Das Modell des U.S. amerikanischen Persönlichkeitsschutzes
§ 3 Grund- und menschenrechtlicher Rahmen
§ 4 Grunddogmatik des zivilrechtlichen Persönlichkeitsschutzes von Minderjährigen
§ 5 Grundprinzipien der rechtfertigenden Einwilligung
§ 6 Grundprinzipien zur Güter- und Interessenabwägung im Spannungsfeld zu Kommunikationsfreiheiten
§ 7 Zulässigkeit medialer Berichterstattung in Wort und Bild
§ 8 Internetkommunikation und ihre spezifischen Problemfelder