Source: https://www.wendelsteinbahn.de/befoerderungsbestimmungen
Timestamp: 2017-12-12 23:37:34
Document Index: 143638437

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§2', '§3', '§4', '§5', '§6', '§145', '§7', '§ 5', '§ 5', '§8']

Dienstag, 12. Dezember 2017, 08:00 Uhr
Gesamtschneehöhe: 30 cm
Berg - 4 °C
Tal + 3 °C
Fahrbetrieb ab 9:15 Uhr - halbstündlich, letzte Talfahrt 16:00 Uhr
Wegen Revisionsarbeiten bis einschl. 20. Dez. außer Betrieb
derzeit noch kein Skibetrieb
im Winter geschlossen wegen Fledermausschutz und Vereisung
für die Bahnen und Lifte der Wendelsteinbahn GmbH
(1) Die durch Aushang bekannt gemachten Allgemeinen Beförderungsbedingungen gelten für die Beförderung von Personen und Sachen und beim Aufenthalt auf dem Bahngelände. Zum Bahngelände gehören die Seilbahn-Trassen, Schlepplift-Trassen, Gleisanlagen, Stationen, Warteräume, Bahnsteige und deren Zugänge.
(2) Soweit für Wanderwege, Klettersteige, Abfahrtsstrecken usw. eine Haftung der Bahn nach den Grundsätzen der Verkehrssicherungspflicht oder aus anderen Gründen besteht, wird auf § 9 Abs. 2 verwiesen. Über deren Benutzung entscheidet der Benutzer eigenverantwortlich in freier Einschätzung seiner persönlichen Befähigung; auf die allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen sowie auf international anerkannte Verhaltensregeln (z.B. FIS-Verhaltensregeln für Skifahrer und Snowboarder) und die DSV-Tipps wird hingewiesen. Pisten- und Wegekennzeichnungen sind im eigenen Interesse zu beachten. Die Verkehrssicherungspflicht auf Pisten endet mit der letzten Pistenkontrollfahrt (Uhrzeit siehe Aushang). Danach sind die Pisten geschlossen.
§2 Ordnung und Sicherheit
2. Vom Bahnpersonal gegebenen Anweisungen zur Durchführung des Betriebes, zur Aufrechterhaltung von Ruhe, Sicherheit und Ordnung innerhalb der Bahnanlagen und im Bahnverkehr ist unverzüglich Folge zu leisten.
3. Sofern das Bahnpersonal keine abweichende Anordnung trifft, ist es nicht gestattet:
b) die Anlagen, die Betriebseinrichtung und die Fahrbetriebsmittel zu beschädigen oder zu verunreinigen, Hindernisse zu schaffen, die Bahnen oder Fahrbetriebsmittel unbefugt in Bewegung zu setzen, die dem Betrieb oder der Verhütung von Unfällen dienenden Einrichtungen zu betätigen, andere betriebsstörende oder betriebsgefährdende Handlungen vorzunehmen oder die Stützen zu besteigen.
e) auf dem Bahngelände und während der Beförderung zu rauchen.
f) Gegenstände außerhalb der Fahrbetriebsmittel oder der Lifttrasse herauszuhalten, während der Fahrt Gegenstände wegzuwerfen sowie sich von den Stützen der Anlage abzustoßen.
(2) Bestimmungen für die Beförderung mit Schienenbahnen:
1. Der Aufenthalt im Bereich der Gleise ist nicht gestattet.
2. Solange sich eine Schienenbahn bewegt ist es verboten, Trittbretter zu betreten oder sich auf Plattformen aufzuhalten.
(3) Bestimmungen für die Beförderung mit Kabinenbahnen:
d) den Schleppbügel zwischen die Beine zu nehmen, soweit es sich nicht um Schleppteller handelt.
8. Andere Sportgeräte wie Flugdrachen, Gleitschirme, Skibobs o.ä. werden nur nach besonderer Absprache mit dem Betriebspersonal befördert.
§3 Beförderung von Personen
Der Fahrgast hat Anspruch auf Beförderung, wenn
1. er im Besitz einer gültigen Fahrkarte ist,
2. die Beförderungsbedingungen eingehalten werden,
3. die Beförderung mit den regelmäßig verwendeten Beförderungsmitteln möglich ist und
4. die Beförderung nicht durch Umstände verhindert wird, welche die Wendelsteinbahn nicht abwenden und denen sie auch nicht abhelfen konnte.
§4 Beförderung von Sachen
(1) Die Mitnahme von Tieren, Handgepäck und Sportgeräten usw. ist nur insoweit gestattet, als dadurch keine unzumutbaren Belastungen und keine Gefahren für Personen, Sachen oder die Bahn entstehen. Sportgeräte sind - soweit vorhanden - in den dafür bestimmten Haltevorrichtungen unterzubringen. Für die Beanspruchung zusätzlichen Fahrgastraumes wird ein Entgelt je Gepäckstück gemäß Preisaushang erhoben.
(2) Die Mitnahme von Schusswaffen, explosionsfähigen, leicht entzündbaren oder ätzenden Stoffen ist verboten, es sei denn, dass sie von Personen in Ausübung hoheitlicher Aufgaben oder von Jagdberechtigten mitgeführt werden. Für jeglichen Schadensfall aus der Mitführung dieser Gegenstände tragen sie selbst oder ihre Dienstherren die uneingeschränkte Haftung.
§5 Ausschluss von Beförderung
2. die durch eigenes Fehlverhalten - auch beim Anstellen - für Fahrgäste eine unzumutbare Belästigung darstellen, den Betriebsablauf erheblich stören oder den Betrieb in unzumutbarer Weise schädigen.
1. welche die Sicherheit an Bahn- und Liftanlagen gefährden.
§6 Fahrpreise und Fahrausweise
(5) Bei Verlust des Fahrausweises wird im Grundsatz kein Ausgleich gewährt.
(6 ) An den Bahnen der Wendelsteinbahn GmbH besteht keine Pflicht zur unentgeltlichen Beförderung nach §145 Satz 1 SGB IX
§7 Erstattung von Beförderungsentgelt
(1) Wird eine Fahrkarte nicht oder nur auf einem Teil der Strecke zur Fahrt benutzt, so wird das Beförderungsentgelt auf Antrag gegen Vorlage der Fahrkarte in Höhe des Unterschieds zwischen dem bezahlten Beförderungsentgelt und dem für die zurückgelegte Strecke erforderlichen Beförderungsentgelt erstattet. Beweispflichtig für die Nichtnutzung oder Teilnutzung der Fahrkarte ist der Fahrgast.
(2) Die Höhe der Erstattung sowie des Bearbeitungsentgeltes in Höhe von € 5,- richtet sich nach den Tarifbestimmungen.
(3) Anträge nach Absatz 1 und 2 sind unverzüglich, spätestens innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf der Gültigkeit der Fahrkarte bei der Verwaltung der Wendelsteinbahn zu stellen.
(4) Ein Anspruch auf Erstattung besteht nicht
1. bei Ausschluss von der Beförderung, ausgenommen § 5 Abs. 1 Nr. 5,
2. bei gemäß § 5 eingezogenen Fahrkarten,
3. rückwirkend bei Nichtausnutzung von übertragbaren Zeitkarten,
4. für den Benutzer einer Fahrkarte, soweit das Beförderungsentgelt von einer Körperschaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts getragen wird
5. wenn dies in den "Fahrpreisen der Wendelsteinbahn GmbH " in der jeweils gültigen Fassung ausdrücklich vorgesehen ist, es sei denn, dass die Wendelsteinbahn die Nichtnutzung oder Teilnutzung zu vertreten hat.
§8 Erhöhtes Beförderungsentgelt
1. sich keinen gültigen Fahrausweis beschafft hat.
5. widerrechtlich einen Fahrausweis benutzt, oder mit einem gefälschten Fahrausweis angetroffen wird. Eine Anzeige im Straf- oder Bußgeldverfahren bleibt vorbehalten. Die Vorschriften unter den Nummern 1 und 3 werden nicht angewendet, wenn das Beschaffen oder die Entwertung des Fahrausweises aus Gründen unterblieben ist, die der Fahrgast nicht zu vertreten hat.
(2) Das erhöhte Beförderungsentgelt des Abs. 1 beträgt 60 €.
(3) Das erhöhte Beförderungsentgelt ermäßigt sich im Falle von Abs. 1 Nr. 2 auf einen Zuschlag von 5 €, wenn der Fahrgast innerhalb einer Woche ab dem Feststellungstag der Bahn gegenüber nachweist, dass er im Zeitpunkt der Feststellung Inhaber eines gültigen Fahrausweises war.
(2) Im Übrigen haftet die Bahn nur für Verschulden, wenn ihr, den gesetzlichen Vertretern, den leitenden Angestellten oder den Erfüllungsgehilfen (einschl. Hilfskräften) Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt. Dies gilt nicht, wenn Leben, Körper oder Gesundheit des Geschädigten betroffen sind.
Zur Gewährleistung der Sicherheit der Fahrgäste und des Bahnbetriebs, sowie zur Vermeidung missbräuchlicher Nutzung von Fahrausweisen werden die Zugangsbereiche auch zeitweise mit einer Videoanlage überwacht. Dies wird durch Hinweisschilder erkennbar gemacht. Der Fahrgast ist mit der Videoüberwachung und der Aufzeichnung von Bildern einverstanden. Die Aufzeichnung erfolgt ausschließlich zur Wahrung des Hausrechts und der betrieblichen Sicherheitsinteressen. Die Daten werden unverzüglich gelöscht, wenn sie zur Erreichung des Zwecks nicht mehr erforderlich sind. Die einschlägigen Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes werden eingehalten.
Erfüllungsort ist der Sitz der Bahn.
Gerichtsstand für alle Klagen gegen die Bahn ist der Sitz der Bahn.
Brannenburg, den 29.11.2015