Source: https://www.verbraucherschutzverein.org/Fernabsatzvertrag/versandhandel.html
Timestamp: 2017-09-23 11:06:03
Document Index: 182816627

Matched Legal Cases: ['§ 312', '§ 312', '§ 312', 'Art. 246', '§ 1', '§ 312', '§ 312']

Der Versandhandel hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Vertriebskanal entwickelt. Laut Branchenverband bvh lag der Versandhandelsumsatz 2012 bei 39,3 Mrd. €, mit einem Plus von 16 % gegenüber dem Vorjahr (34 Mrd. €). Der Anteil am gesamten Einzelhandel lag damit bei 9,2 %. Über 70 % der Einkäufe wurden im Online-Handel (Internet und Email) getätigt, der den klassischen Katalogversandhandel zusehends verdrängt.
Es existieren vielfältige Formen des Versandhandels, die sich etwa nach den Vertragsparteien (B2B, B2C bzw. C2C), dem eingesetzen Medium (Offline-Katalog, Online-Shop), dem Warensortiment (Universal- oder Spezialversand) oder nach der Vertriebsstruktur differenzieren lassen.
Verträge zwischen Unternehmern und Verbrauchern
Im Folgenden sollen alleine Verträge zwischen Unternehmern und Verbrauchern "über die Lieferung von Waren oder über die Erbringung von Dienstleistungen" beleuchtet werden, die "unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln abgeschlossen werden" und vom Gesetzgeber in den §§ 312b BGB ff. einem besonderem juristischem Reglement unterworfen wurden, sog. Fernabsatzverträge. Werden derartige Verträge darüber hinaus im elektronischen Geschäftsverkehr abgeschlossen, d.h. unter Verwendung sog. Telemedien, treten weitere Pflichten gemäß § 312g BGB hinzu.
Die Vorschriften über den Fernabsatzvertrag, §§ 312b BGB ff. und Art. 246 §§ 1-3 EGBGB, wurden geschaffen, um Verbraucher vor den Gefahren eines übereilten Vertragsschlusses ohne hinreichende Informationen zu Inhalt und Reichweite des Rechtsgeschäfts zu schützen. Diese Normen zum Schutz der Verbraucher sollen auf den folgenden Seiten in der Form eines Ratgebers näher erläutern werden.
Fernabsatzverträge sind Schuldverhältnisse zwischen Unternehmern und Verbrauchern "über die Lieferung von Waren oder über die Erbringung von Dienstleistungen" beleuchtet werden, die "unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln abgeschlossen werden" und vom Gesetzgeber in den §§ 312b BGB ff. einem besonderem juristischem Reglement unterworfen wurden, sog. Fernabsatzvertrag. Werden derartige Verträge darüber hinaus im elektronischen Geschäftsverkehr abgeschlossen, d.h. unter Verwendung sog. Telemedien, treten weitere Pflichten gemäß § 312g BGB hinzu.