Source: https://www.jusmeum.de/urteil/bgh/0a72de186ba4cf2b251896d778c0eff6d699d7d788ecefb8af2815f87bf1c5d2
Timestamp: 2019-04-21 02:54:36
Document Index: 151130054

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 154', '§ 349', '§ 154', '§ 154', 'BGH']

BGH, 3 StR 42/14: BGH: beihilfe, erpressung, delikt, beschränkung, entscheidungsformel, anhörung, gesamtstrafe
Urteil des BGH vom 20.08.2014, 3 StR 42/14
3 StR 42/14
BGH: beihilfe, erpressung, delikt, beschränkung, entscheidungsformel, anhörung, gesamtstrafe
Beihilfe, Erpressung, Delikt, Beschränkung, Entscheidungsformel, Anhörung, Gesamtstrafe
3 S t R 4 2 / 1 4
Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung des Beschwerdeführers und des Generalbundesanwalts - zu 1. a) mit dessen Zustimmung, zu 2.
auf dessen Antrag - am 20. August 2014 gemäß § 154a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1,
Abs. 2, § 349 Abs. 2 und 4 StPO einstimmig beschlossen:
1. Auf die Revision des Angeklagten K. gegen das Urteil des
Landgerichts Krefeld vom 16. Juli 2013 wird, soweit es ihn betrifft,
a) das Verfahren gemäß § 154a Abs. 2 StPO hinsichtlich der
Tat II. b) auf den Vorwurf des erpresserischen Menschenraubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung beschränkt,
aa) im Schuldspruch dahin geändert, dass der Angeklagte
wegen erpresserischen Menschenraubes in Tateinheit
mit gefährlicher Körperverletzung sowie wegen Besitzes
von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge verurteilt ist,
bb) im Ausspruch über die Einzelstrafe für die Tat II. b) sowie über die Gesamtstrafe mit den zugehörigen Feststellungen aufgehoben.
1Das Landgericht hat den Angeklagten wegen erpresserischen Menschenraubes in Tateinheit mit schwerer räuberischer Erpressung und mit gefährlicher Körperverletzung sowie wegen Besitzes von Betäubungsmitteln in
nicht geringer Menge in Tateinheit mit Beihilfe zum Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu der Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Hiergegen richtet sich die auf die Sachrüge
gestützte Revision des Angeklagten. Sein Rechtsmittel hat den aus der Entscheidungsformel ersichtlichen Teilerfolg. Im Übrigen ist es unbegründet im
21. Im Fall II. b) des Urteils wird die Strafverfolgung mit Zustimmung des
Generalbundesanwalts gemäß § 154a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 2 StPO auf
den Vorwurf des erpresserischen Menschenraubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung beschränkt. Die Beschränkung zieht die aus der Beschlussformel ersichtliche Änderung des Schuldspruchs nach sich.
32. Damit entfällt die Verurteilung wegen tateinheitlich begangener schwerer räuberischer Erpressung. Da das Landgericht die Verwirklichung dieses
Tatbestandes ausdrücklich strafschärfend berücksichtigt hat, kann der Senat
nicht ausschließen, dass es ohne das ausgeschiedene Delikt eine geringere
Einzelstrafe und eine geringere Gesamtfreiheitsstrafe verhängt hätte. Die Strafe
für die Tat II. b) und die Gesamtfreiheitsstrafe müssen deshalb erneut zugemessen werden.
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