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Timestamp: 2020-02-17 04:25:22
Document Index: 309960896

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art 6', 'Art 34', 'Art.6', 'Art.34', 'BGH', 'Art. 6', 'Art.6', '§ 5', 'Art. 5', 'Art. 8', '§ 34', 'Art. 3', '§ 34', 'Art. 267', 'Art. 234', '§ 210', '§ 34', '§ 34', '§ 5', 'Art. 267', 'Art. 234', 'Art. 5', 'Art. 8', '§210', '§34', '§5', 'Art.267', '§ 129', '§ 129', '§ 129', '§ 129', '§ 9', '§ 129', '§ 129', '§ 129', '§ 129', '§129', '§ 9', '§9', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 7', '§ 28', '§ 28', '§17', '§21', '§7', '§28', 'BGH', 'Art. 6', 'Art. 10', 'Art. 4', 'Art. 4', 'Art. 31', '§ 1', 'Art.16', 'Art.6', 'Art.4', '§ 83', '§ 1', '§ 83', '§1', '§83']

Rechtsprechung - Suchergebnis - 17.02.2020 05:25h
Internationales Recht - Sonstiges
BGH - LG Ravensburg
Nach Übernahme eines Ermittlungsverfahrens durch die Bundesrepublik Deutschland ist eine in dem abgebenden Vertragsstaat der MRK bereits eingetretene rechtsstaatswidrige Verfahrensverzögerung nicht zu kompensieren.
MRK Art 6 Abs 1 S 1, Art 34
Aktenzeichen: 1StR153/11 Paragraphen: MRKArt.6 MRKArt.34 Datum: 2011-08-23
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Internationales Recht - Haftrecht
1 Ws 19/10
1. Zur Zulässigkeit der Vollstreckung einer in der Republik Polen gegen einen deutschen Staatsbürger verhängten Freiheitsstrafe, wenn der Verurteilte auf die Berufung des Nebenklägers erst im Appellationsverfahren zu unbedingter Freiheitsstrafe verurteilt wurde und der Verurteilte und sein Verteidiger im Appellationsverfahren nicht anwesend waren.
2. Zur Umwandlung der in der Republik Polen verhängten unbedingten Freiheitsstrafe in eine unbedingte Freiheitsstrafe, die in der Bundesrepublik Deutschland vollstreckt wird (Exequaturverfahren).
SDÜREO
ÜberstÜbkREO
Aktenzeichen: 1Ws19/10 Paragraphen: Datum: 2010-04-26
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Internationales Recht - Zuständigkeiten
BGH - LG Darmstadt
2 StR 397/09
1. Eine allgemeine Zurechnung des Verfahrensgangs in Vertragsstaaten der EMRK unabhängig davon, ob die konkret betroffenen Verfahrenshandlungen dem jeweils nationalen Verfahrensrecht entsprechen oder nicht, ist durch die Konvention nicht geboten.
2. Die Regelungen der EMRK schaffen kein einheitliches Verfahrensrecht der Vertragsstaaten im Einzelnen mit einer unbeschränkten Zurechnung unabhängig von den nationalen Verfahrensrechtsordnungen.
EMRK Art. 6 Abs. 3 Buchst. d
Aktenzeichen: 2StR397/09 Paragraphen: EMRKArt.6 Datum: 2010-03-17
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Internationales Recht - Wirtschaftsstraftaten
1. § 5 c AWV ist von der Öffnungsklausel in Art. 5 Abs. 1 der Verordnung (EG) 1334/2000 (Dual-Use-VO) (jetzt Art. 8 Abs. 1 der Verordnung (EG) 428/2009 (Dual-Use-VO nF)) gedeckt und deshalb zulässiges, durch § 34 Abs. 2 Nr. 3 AWG strafbewehrtes nationales Exportkontrollrecht.
2. Ein etwaiger Verstoß gegen den Grundsatz des Vorrangs von Gemeinschaftsrecht dadurch, dass Teil I Abschnitt C der nationalen Ausfuhrliste (Anlage AL zur AWV) den Anhang I zu Art. 3 der Verordnung (EG) 1334/2000 (Dual-Use-VO) bzw. der Verordnung (EG) 428/2009 (Dual-Use-VO nF) wiederholt, steht jedenfalls der Anwendbarkeit der Strafnorm des § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AWG nicht entgegen.
3. Im Verfahren über die sofortige Beschwerde gegen die Nichteröffnung des Hauptverfahrens besteht keine Pflicht zur Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union gemäß Art. 267 AEUV (früher: Art. 234 EGV).
StPO § 210 Abs. 2
AWG § 34 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, § 34 Abs. 2 Nr. 3
AWV § 5 c Abs. 2
AEUV Art. 267 (Art. 234 EGV)
VO (EG) 1334/2000 Art. 5 Abs. 1 bzw. VO (EG) 428/2009 Art. 8 Abs. 1
Aktenzeichen: StB27/09 Paragraphen: StPO§210 AWG§34 AMV§5c AEUVArt.267 Datum: 2010-01-19
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Internationales Recht - Zuständigkeiten Sonstiges
StB 52/09
1. Eine im Ausland außerhalb der Europäischen Union begangene Tathandlung im Sinne von § 129 b Abs. 1 Satz 1, § 129 Abs. 1, § 129 a Abs. 1 bis 5 StGB kann nicht über § 129 b Abs. 1 Satz 2 1. Var. StGB unter dem Gesichtspunkt zur Anwendbarkeit dieser Strafvorschriften führen, dass ein eventuell durch die Handlung bewirkter Erfolg (§ 9 Abs. 1 StGB) im Inland eingetreten ist.
2. Der Begriff des Opfers im Sinne des § 129 b Abs. 1 Satz 2 3. Var. StGB bezieht sich nicht auf die Organisationstaten nach § 129 b Abs. 1 Satz 1, §§ 129, 129 a StGB, sondern auf die von der Vereinigung in Verfolgung ihrer Zwecke oder Tätigkeiten begangenen Straftaten.
StGB § 129 b Abs. 1 Satz 2
Aktenzeichen: StB52/09 Paragraphen: StGB§129b Datum: 2009-12-15
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Internationales Recht - Haftbefehl Strafverfolgung Verjährung
Ausl 33/08
Ist die Auslieferung eines deutschen Staatsangehörigen aufgrund eines Europäischen Haftbefehls an die Republik Polen - zur Strafverfolgung wegen in Polen begangener Straftaten, die nach deutschem Recht verjährt wären und für die wegen der deutschen Staatsangehörigkeit des Verdächtigten auch die deutsche Gerichtsbarkeit begründet ist - auch dann unzulässig, wenn in der Republik Polen Handlungen vorgenommen worden sind, die ihrer Art nach geeignet wären, die Verjährung nach deutschen Rechtsvorschriften zu unterbrechen?
IRG § 9 Nr 2
Aktenzeichen: Ausl33/08 Paragraphen: IRG§9 Datum: 2009-04-06
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Verkehrsdelikte Internationales Recht - Führerschein/Fahrerlaubnis Verkehrsrecht
Thüringer OLG - AG Stadtroda
1 Ss 41/08
Die Berechtigung nach § 28 Abs. 1 FeV unterliegt den Einschränkungen, die sich aus § 28 Abs. 4 Nr. 3 FeV ergeben. Danach gilt die Berechtigung gem. § 28 FeV nicht für den in Deutschland wohnenden französischen Staatsangehörigen, dem die in Frankreich ausgestellte Fahrerlaubnis im Inland durch ein Gericht rechtskräftig entzogen worden ist.
FeV § 7
FeV § 28 Abs 1
FeV § 28 Abs 4
Aktenzeichen: 1Ss41/08 Paragraphen: StVG§17 StGB§21 FeV§7 FeV§28 Datum: 2008-05-15
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Internationales Recht - Verjährung
BGH 15.4.2008 4 ARs 22/07 Die nach deutschem Recht eingetretene Verfolgungsverjährung einer Tat, für die auch die deutsche Gerichtsbarkeit begründet ist, steht der Auslieferung eines deutschen Staatsangehörigen auf Grund eines Europäischen Haftbefehls an die Republik Polen entgegen, selbst wenn nach polnischem Recht die Strafverfolgung noch nicht verjährt ist.
EuAlÜbk Art. 6 Abs. (1) a, Art. 10
EuAlÜbkErgV POL Art. 4
RbEuHb Art. 4 Nr. 4, Art. 31
IRG §§ 1, 9 Nr. 2, 78 ff.
Aktenzeichen: 4ARs22/07 Paragraphen: GGArt.16 EuAlÜbkArt.6 EuAlÜbkErgVPOLArt.4 Datum: 2008-04-15
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3 Ausl. 134/07
1. Ein "Fluchtfall" im Sinne von § 83 Nr. 3 IRG setzt voraus, dass der Verfolgte sich bewusst dem Verfahren entzieht, um eine Strafverfolgung zu vereiteln. Ein bloßer Wechsel des Aufenthaltsorts innerhalb der EU genügt hier nicht.
2. Liegt ein "Fluchtfall" nicht vor, so ist die Auslieferung des Verfolgten an einen Mitgliedstaat der EU zur Vollstreckung eines auf Verhandlung in Abwesenheit ergangenen Strafurteils ohne wirkungsvolle Einräumung des Rechts auf ein neues Gerichtsverfahren auch dann unzulässig, wenn unter Zugrundelegung der Regelungen des IRG über die vertraglose Rechtshilfe, des EuAlÜbk und des 2. ZP rechtsstaatliche Mindeststandards gewahrt gewesen wären (hier: fehlende Kommunikation des Verfolgten mit einem von ihm im ersuchenden Staat gewählten Verteidiger).
IRG § 1 Abs 4
IRG § 83 Nr 3
Aktenzeichen: 3Ausl134/07 Paragraphen: IRG§1 IRG§83 Datum: 2008-01-09
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=3066