Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE%202,%20336
Timestamp: 2019-11-17 17:34:57
Document Index: 46870573

Matched Legal Cases: ['Art. 3', '§ 172', '§ 114', 'Art. 34', 'Art. 3', 'Art. 20', 'BGH']

BVerfG, 17.06.1953 - 1 BvR 668/52 - dejure.org
BVerfG, 17.06.1953 - 1 BvR 668/52
https://dejure.org/1953,33
BVerfG, 17.06.1953 - 1 BvR 668/52 (https://dejure.org/1953,33)
BVerfG, Entscheidung vom 17.06.1953 - 1 BvR 668/52 (https://dejure.org/1953,33)
BVerfG, Entscheidung vom 17. Juni 1953 - 1 BvR 668/52 (https://dejure.org/1953,33)
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GG Art. 3 Abs. 1; StPO § 172; ZPO §§ 114 ff.
Prozeßkostenhilfe für das Klageerzwingungsverfahren
OLG Nürnberg, 03.09.1952 - Ws 300/52
BVerfGE 2, 336
NJW 1953, 1097
Denn das Bundesverfassungsgericht ist kein Superrevisionsgericht (vgl. BVerfGE 2, 336 ; 21, 209 ; 53, 30 ; stRspr).
Dabei beschränkt der Verfassungsgerichtshof seine Kontrolle auf die Prüfung, ob das Fachgericht bei der Rechtsfindung die gesetzgeberische Grundentscheidung respektiert und von den anerkannten Methoden der Gesetzesauslegung in vertretbarer Weise Gebrauch gemacht hat (vgl. BVerfG…, Beschluss vom 15. Januar 2009 - 2 BvR 2044/07 -, BVerfGE 122, 248 [257 f.] = juris Rn. 37;… Beschluss vom 3. April 1990, - 1 BvR 1186/89 -, BVerfGE 82, 6 [13] = juris Rn. 23; Beschluss vom 17. Juni 1953 - 1 BvR 668/52 -, BVerfGE 2, 336, [339] = juris Rn. 11).
Grundsätzlich unterliegt die rechtskräftige Entscheidung eines ordentlichen Gerichts nicht der inhaltlichen Nachprüfung durch das Verfassungsgericht (vgl. BVerfG, Beschluss vom 17. Juni 1953, Az. 1 BvR 668/52, BVerfGE 2, 336 [339] = juris Rn. 11).
Art. 34 Satz 1 GG stellt kein Grundrecht des Beamten dar (BVerfGE 2, 336, 338 f).
Keinesfalls trifft der Begriff sonach das von der Beschwerdeführerin berufene Vergleichspaar bemittelt/unbemittelt im Sinne des Prozeßrechts (wie das in Bemerkungen zu der Entscheidung BVerfGE 2, 336 - Beiordnung eines Armenanwalts im Klageerzwingungsverfahren - in der Literatur gelegentlich behauptet worden ist).
(2) In Verfahren, für die Gerichtskosten- und Gebührenpflicht und Anwaltszwang besteht, muß allerdings - bei hinreichender Aussicht auf Erfolg (vgl. BVerfGE 2, 336 [341]) - Bewilligung des Armenrechts und Beiordnung eines Armenanwalts vorgesehen sein.
Wie der Senat bereits in seiner Entscheidung vom 1. Oktober 1986 unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfGE 2, 336, 340; 9, 124, 130 f.; 10, 264, 270) ausgeführt hat (…aaO S. 299 f.), gebietet es der allgemeine Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG), die prozessuale Stellung von Bemittelten und Unbemittelten weitgehend anzugleichen; der unbemittelten Partei darf die Rechtsverfolgung im Vergleich zur Bemittelten nicht unverhältnismäßig erschwert werden.
a) Das Bundesverfassungsgericht hat sich mehrfach mit der Institution des Armenrechts für natürliche Personen beschäftigt und es unter den verschiedensten verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten gewürdigt (BVerfGE 2, 336 [340]; 7, 53 [56]; 9, 124 [131 ff.]; 9, 256 [258]; 10, 264 [268]; 22, 83 [86]; 22, 349 [355 ff.]).
Der unbemittelten Partei darf daher die Rechtsverfolgung und -verteidigung im Vergleich zur bemittelten nicht unverhältnismäßig erschwert werden (BVerfGE 2, 336, 340; 9, 124, 130/131).
Das Bundesverfassungsgericht hat wiederholt ausgesprochen, daß es nicht dazu berufen ist, die rechtskräftige Entscheidung eines Fachgerichts einer allgemeinen inhaltlichen Nachprüfung zu unterziehen (BVerfGE 1, 418 [420]; 2, 336 [339]; 3, 213 [219]; 5, 13 [15]; stRspr).
BVerfG, 18.06.1957 - 1 BvR 41/57
Anspruch auf rechtliches Gehör in Verfahren mit Untersuchungsgrundsatz
BVerwG, 26.09.1972 - I WB 42.72
BGH, 20.01.1961 - VI ZR 90/60
BVerwG, 16.01.1957 - VI C 11.56