Source: http://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/I/infektionsschutz/Infektionsschutz-Uebertragbare_Krankheiten.html?nn=1266484
Timestamp: 2017-12-14 23:52:43
Document Index: 319506651

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 12', '§ 12', '§ 6']

schleswig-holstein.de - Inhalte - Meldepflichtige übertragbare Erkrankungen nach Infektionsschutzgesetz
Zweck des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) ist es, übertragbare Erkrankungen beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern. Zuverlässige Kenntnisse über das Vorkommen übertragbarer Erkrankungen sind eine Voraussetzung für ihre Verhütung und Bekämpfung.
Daher ist die namentliche Meldepflicht gegenüber dem Gesundheitsamt des jeweiligen Landkreises bzw. der kreisfreien Stadt ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) unterscheidet namentliche und nichtnamentliche Meldungen. Die namentlichen Meldungen (Arztmeldungen nach § 6 und Labormeldungen nach § 7 Abs. 1 IfSG) werden an das zuständige Gesundheitsamt gesendet, das dann Ermittlungen über Ursache und Ansteckungsquelle anstellt und die jeweils erforderlichen Maßnahmen zur Abwehr von Gesundheitsgefahren für Dritte ergreift.
Die für eine Meldung benötigen Meldeformulare stellen die jeweiligen Gesundheitsämter zur Verfügung. Für eine Meldung kann auch der Mustermeldebogen des Robert Koch-Institutes (Arztmeldebogen, Labormeldebogen) verwendet werden, bei dem die Adresse des Gesundheitsamtes noch einzutragen ist:
Die Adressen der Gesundheitsämter der Kreise und kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein finden Sie hier:
Liste des öffentlichen Gesundheitsdienstes und Gesundheitsämter
Auch Fälle, die Angehörige der Bundeswehr betreffen, sind gemäß den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes über die Landesstellen an das Robert Koch-Institut zu übermitteln, siehe Epidemiologisches Bulletin Nr. 10/2008
Die in § 7 Abs. 3 IfSG genannten Erregernachweise sind dagegen nichtnamentlich direkt an das RKI zu melden. Das RKI stellt dafür spezielle Labormeldebögen zur Verfügung:
Labormeldebogen § 7, Abs. 3
Aufgrund der Einführung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) 2005 und mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zu den IGV vom 20. Juli 2007 ändern sich die Meldevorschriften gemäß § 12 IfSG. Ein entsprechender Meldebogen und ein Zusatzbogen zur Übermittlung sonstiger relevanter Informationen und der getroffenen Maßnahmen wird vom Robert Koch-Institut (RKI) bereitgestellt:
Meldebogen § 12
Die bei den Gesundheitsämtern eingegangenen Meldungen werden bei der Landesmeldestelle, dem Kompetenzzentrum für Meldewesen übertragbarer Krankheiten in Schleswig-Holstein, gesammelt und ausgewertet und von dort an das RKI weitergeleitet.
Die wöchentliche Auswertung und Aufbereitung der Meldedaten vom Kompetenzzentrum können Sie zur Information über das regionale Infektionsgeschehen hier einsehen:
Kompetenzzentrum für das Meldewesen SH in der Rubrik "FLUSH"
Zu den Meldedaten gehören
ein wöchentliches Frühwarnsystem (FISH),
ein wöchentlicher und monatlicher Infektionsbericht (MESH) sowie
ein geografisches und zeitliches Informationssystem sämtlicher meldepflichtiger Infektionserkrankungen in Schleswig-Holstein (FLUSH)
akute respiratorische Erkrankungen in Kindergemeinschaftseinrichtungen (SHARE)
Über aktuelle Änderungen des Meldewesens wird in folgendem Artikel im informiert:
Erläuterungen zum Meldewesen
Meldebögen des Robert Koch-Instituts
Gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 3 IfSG ist auch der Verdacht einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung meldepflichtig. Das hierfür benötigte Formblatt ist vom Paul-Ehrlich-Institut erhältlich.
Informationen zum Thema EHEC-Infektionen
Bundesinstitut zur Risikobewertung
Informationen des Bundesinstituts zur Risikobewertung zum Vorgehen der Behörden, Infektionen bei Wildtieren und anderes mehr:
Kompetenzzentrum für das Meldewesen übertragbarer Erkrankungen
Bestätigte EHEC-Infektionen werden in Schleswig-Holstein regelmäßig durch die Gesundheitsämter an das Kompetenzzentrum für das Meldewesen übertragbarer Erkrankungen gemeldet und unter www.uni-kiel.de/infmed/ifsg/ veröffentlicht.
Weiterführende Links für Bürger
Stellungnahmen und weitere Informationen des Bundesinstituts zur Risikobewertung
Weiterführende Links für Ärzte
Robert Koch-Institut: Meldebogen HUS
Öffentliche Gesundheitsdienste und Gesundheitsämter
Epidemiologisches Bulletin Nr. 10/2008: Umgang mit Meldungen aus dem Bereich der Bundeswehr
Formblatt des Paul-Ehrlich-Instituts zur Meldung einer Impfreaktion