Source: https://www.rechtslupe.de/sozialrecht/schul-und-hochschulausbildung-in-der-rentenberechnung-333140
Timestamp: 2020-01-18 12:35:57
Document Index: 158495942

Matched Legal Cases: ['§ 263', '§ 64', '§ 66', '§ 254', '§ 263', '§ 54', '§ 58', '§ 58', '§ 71', '§ 72', '§ 73', '§ 71', '§ 74', '§ 74', '§ 74', '§ 74', '§ 263', '§ 263', '§ 263', '§ 74', '§ 263', '§ 43', '§ 50', '§ 51', '§ 54', '§ 36', '§ 37', '§ 72', '§ 54', '§ 74', '§ 263', 'Art 14', 'Art 3', 'Art 100', 'Art 14', 'Art 14', '§ 74', '§ 74', '§ 263', 'Art 14', 'Art 14', '§ 74', '§ 263', '§ 74', '§ 263', '§ 74', '§ 263', '§ 63', '§ 74', 'Art 14', '§ 74', '§ 263', '§ 263', 'Art 3', 'Art 3', '§ 74', 'Art 15', '§ 300', '§ 263', 'Art 15', 'Art 3', '§ 74', 'Art 1', 'Art 20', '§ 74', '§ 263', 'Art 20', 'Art 28', '§ 263', '§ 72', '§ 58', '§ 10', '§ 58', '§ 10', '§ 307', '§ 58', '§ 74', '§ 58', '§ 237', '§ 77', '§ 1259', '§ 58', '§ 237', '§ 77', '§ 237', '§ 255', '§ 22', '§ 58', '§ 77', '§ 58', '§ 71', '§ 72', '§ 58', '§ 72', '§ 58', '§ 58', '§ 1259', '§ 58', '§ 20']

Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung in der Ren­ten­be­rech­nung | Rechtslupe
Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung in der Ren­ten­be­rech­nung
Die durch das RV-Nach­hal­tig­keits­ge­setz von 2004 ein­ge­führ­ten Rege­lun­gen sind ver­fas­sungs­ge­mäß. Sie sind ins­be­son­de­re auch mit dem Gleich­heits­satz ver­ein­bar. Der Gesetz­ge­ber durf­te bei der Bewer­tung der ent­spre­chen­den bei­trags­frei­en Zei­ten berück­sich­ti­gen, dass Absol­ven­ten einer Schul- bzw Hoch­schul­aus­bil­dung typi­scher­wei­se über ein höhe­res Ein­kom­men ver­fü­gen als die Ver­gleichs­grup­pe der­je­ni­gen, die eine Fach­schu­le besucht oder an einer berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­me teil­ge­nom­men haben. Für die neue Rechts­la­ge war auch eine aus­rei­chen­de Über­gangs­re­ge­lung vor­ge­se­hen. Der Aus­schluss einer Bewer­tung von Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung bewirkt zudem für Bezie­her von Ren­ten wegen Erwerbs­min­de­rung kei­ne Benach­tei­li­gung wegen ihrer Behin­de­rung, auch wenn die Aus­wir­kun­gen die­ser Rege­lung typi­scher­wei­se bei ihnen gewich­ti­ger sind als bei Alters­rent­nern.
Im hier vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt ent­schie­de­nen Fall ist die ange­foch­te­ne Fest­set­zung der Ren­ten­hö­he recht­mä­ßig. Sie ent­spricht den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen und ver­stößt nicht gegen höher­ran­gi­ges Recht.
Streit besteht hier allein über den Gesamt­be­trag an Ent­gelt­punk­ten, der sich aus den 36 Mona­ten Anrech­nungs­zei­ten des Klä­gers wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung inner­halb der drei­jäh­ri­gen Höchst­be­wer­tungs­dau­er ergibt. Vom Klä­ger nicht ange­grif­fen ist die Nicht­be­wer­tung der über die­sen Zeit­raum hin­aus­ge­hen­den Zeit sei­ner Hoch­schul­aus­bil­dung. Für die von ihm ange­streb­te Höher­be­wer­tung sei­ner Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung gibt es kei­ne gesetz­li­che Grund­la­ge. Viel­mehr hat die Beklag­te zutref­fend § 263 Abs 3 Satz 4 SGB VI in der ab 1.1.2005 gel­ten­den Fas­sung des RVNG vom 21.7.2004 1 ange­wandt und die Zei­ten der Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung bei einem Ren­ten­be­ginn am 1.3.2007 zu Recht (nur) mit 0,0256 Ent­gelt­punk­te (Ost) je Kalen­der­mo­nat ren­ten­er­hö­hend bewer­tet.
Gemäß § 64 SGB VI ist der Monats­be­trag der Ren­te das Pro­dukt aus den unter Berück­sich­ti­gung des Zugangs­fak­tors ermit­tel­ten per­sön­li­chen Ent­gelt­punk­ten, dem Ren­ten­art­fak­tor und dem aktu­el­len Ren­ten­wert. Die genann­ten Fak­to­ren sind mit ihrem Wert bei Ren­ten­be­ginn mit­ein­an­der zu ver­viel­fäl­ti­gen.
Die per­sön­li­chen Ent­gelt­punk­te für die Ermitt­lung des Monats­be­trags der Ren­te errech­nen sich aus der Sum­me aller Ent­gelt­punk­te u.a. auch für bei­trags­freie Zei­ten (§ 66 Abs 1 Nr 2 SGB VI).
Aus im Bei­tritts­ge­biet zurück­ge­leg­ten Zei­ten wer­den gemäß § 254b Abs 1 SGB VI für die Ermitt­lung des Monats­be­trags der Ren­te per­sön­li­che Ent­gelt­punk­te (Ost) und ein aktu­el­ler Ren­ten­wert (Ost) gebil­det. Für bei­trags­freie Zei­ten wer­den die nach der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung ermit­tel­ten Ent­gelt­punk­te in dem Ver­hält­nis als Ent­gelt­punk­te (Ost) berück­sich­tigt, in dem die für die Ermitt­lung des Gesamt­leis­tungs­werts zugrun­de geleg­ten Ent­gelt­punk­te (Ost) zu allen zugrun­de geleg­ten Ent­gelt­punk­te ste­hen (§ 263a Satz 1 SGB VI).
Zu den bei­trags­frei­en Zei­ten (§ 54 Abs 4 SGB VI) zäh­len auch Anrech­nungs­zei­ten wegen schu­li­scher Aus­bil­dung (§ 58 Abs 1 Satz 1 Nr 4 SGB VI). Gemäß § 58 Abs 1 Satz 1 SGB VI in der hier maß­geb­li­chen, ab 1.1.2005 gel­ten­den Fas­sung sind Anrech­nungs­zei­ten u.a. Zei­ten, in denen Ver­si­cher­te nach dem voll­ende­ten 17. Lebens­jahr eine Schu­le, Fach­schu­le oder Hoch­schu­le besucht oder an einer berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­me teil­ge­nom­men haben (Zei­ten einer schu­li­schen Aus­bil­dung), ins­ge­samt jedoch höchs­tens bis zu acht Jah­ren. Dem­entspre­chend hat die Beklag­te im Ver­si­che­rungs­ver­lauf des ange­foch­te­nen Ren­ten­be­scheids die Zei­ten der Schul­aus­bil­dung des Klä­gers vom 1.11.1964 bis 31.8.1967 (inklu­si­ve Über­brü­ckungs­zeit) sowie die Zei­ten der Hoch­schul­aus­bil­dung vom 1.9.1967 bis 16.7.1971 berück­sich­tigt.
Bei­trags­freie Zei­ten sind mit dem aus der Gesamt­leis­tung an Bei­trä­gen im bele­gungs­fä­hi­gen Gesamt­zeit­raum erziel­ten Durch­schnitts­wert (= Entgeltpunkte/​Monat) zu bewer­ten (§ 71 Abs 1 Satz 1 SGB VI), der ent­we­der im Rah­men der Grund­be­wer­tung nach § 72 Abs 1 SGB VI auf der Grund­la­ge sämt­li­cher Ent­gelt­punk­te für Bei­trags­zei­ten (Zei­ten mit voll­wer­ti­gen Bei­trä­gen und bei­trags­ge­min­der­te Zei­ten) und Berück­sich­ti­gungs­zei­ten oder – falls für den Ver­si­cher­ten güns­ti­ger – im Rah­men der Ver­gleichs­be­wer­tung nach § 73 SGB VI auf der Grund­la­ge nur der voll­wer­ti­gen Bei­trä­ge und daher ins­be­son­de­re ohne bei­trags­ge­min­der­te Zei­ten zu ermit­teln ist (§ 71 Abs 1 Satz 2 SGB VI). Vor­lie­gend ergab sich ein Durch­schnitts­wert aus der Grund­be­wer­tung von 0,0746 Ent­gelt­punk­te und der­sel­be Wert aus der Ver­gleichs­be­wer­tung. Anhalts­punk­te für eine Unrich­tig­keit die­ser Wer­te sind nicht erkenn­bar; sol­che wur­den auch vom Klä­ger nicht vor­ge­bracht. Zutref­fend hat die Beklag­te daher der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung den zuletzt genann­ten iden­ti­schen Durch­schnitts­wert aus der Grund- bzw Ver­gleichs­be­wer­tung zugrun­de gelegt.
Im Rah­men der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung fin­det aller­dings gemäß § 74 SGB VI in der hier maß­geb­li­chen, ab 1.1.2005 gel­ten­den Fas­sung des RVNG eine Begren­zung statt (sog begrenz­te Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung). Gemäß § 74 Satz 1 und 2 SGB VI wird der sich aus der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung erge­ben­de Wert für jeden Kalen­der­mo­nat mit Zei­ten einer beruf­li­chen Aus­bil­dung, Fach­schul­aus­bil­dung oder der Teil­nah­me an einer berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­me auf 75 vH begrenzt; der so begrenz­te Gesamt­leis­tungs­wert darf für einen Kalen­der­mo­nat 0,0625 Ent­gelt­punk­te nicht über­stei­gen. Aus­bil­dungs­zei­ten der genann­ten Art wer­den gemäß § 74 Satz 3 SGB VI ins­ge­samt für höchs­tens drei Jah­re "bewer­tet" (dh sie wir­ken sich für höchs­tens drei Jah­re unmit­tel­bar ren­ten­er­hö­hend aus), vor­ran­gig die Zei­ten der Fach­schul­aus­bil­dung und der Teil­nah­me an einer berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­me. Gemäß § 74 Satz 4 SGB VI wer­den u.a. Zei­ten einer Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung nicht bewer­tet.
Für Ren­ten­neu­zu­gän­ge der Jah­re 2005 bis 2008, zu denen der Klä­ger gehört, hat der Gesetz­ge­ber des RVNG hin­sicht­lich der Bewer­tung von Zei­ten einer Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung in § 263 Abs 3 SGB VI aus Grün­den des Ver­trau­ens­schut­zes eine Über­gangs­re­ge­lung getrof­fen 2.
Gemäß § 263 Abs 3 Satz 1 und 2 SGB VI wird der sich aus der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung erge­ben­de Wert für jeden Kalen­der­mo­nat mit Anrech­nungs­zei­ten wegen einer Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung auf 75 vH begrenzt; der so begrenz­te Gesamt­leis­tungs­wert darf für einen Kalen­der­mo­nat 0,0625 Ent­gelt­punk­te nicht über­stei­gen. Für Ren­ten, die im Zeit­raum von Febru­ar 2005 bis Dezem­ber 2008 begin­nen, wird gemäß § 263 Abs 3 Satz 3 und 4 SGB VI der sich aus der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung erge­ben­de Wert für jeden Kalen­der­mo­nat mit Zei­ten einer Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung abwei­chend von § 74 Satz 4 SGB VI ins­ge­samt für höchs­tens drei Jah­re (unter Anrech­nung von Zei­ten einer Fach­schul­aus­bil­dung oder der Teil­nah­me an einer berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­me) gleich­wohl ren­ten­er­hö­hend berück­sich­tigt, jedoch in Abhän­gig­keit vom Ren­ten­be­ginn nicht mit 75 vH bzw (höchs­tens) 0,0625 Ent­gelt­punk­te je Kalen­der­mo­nat, son­dern mit einem sich stu­fen­wei­se in monat­li­chen Schrit­ten von 1,56 vH bzw 0,0013 Ent­gelt­punk­te min­dern­den und sich aus der Tabel­le des § 263 Abs 3 Satz 4 SGB VI erge­ben­den nied­ri­ge­ren Pro­zent­wert bzw Ent­gelt­punk­te-Wert.
Beginnt die Ren­te aller­dings im Janu­ar 2009 oder spä­ter, wer­den Zei­ten der Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung nicht mehr bewer­tet, dh sie erhal­ten kei­ne Ent­gelt­punk­te und haben inso­weit kei­ne ren­ten­er­hö­hen­de Wir­kung mehr.
Das bedeu­tet jedoch nicht, dass den Zei­ten einer Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung nach dem voll­ende­ten 17. Lebens­jahr für die gesetz­li­che Ren­te kei­ner­lei Bedeu­tung mehr zukä­me. Denn zum einen bleibt deren ren­ten­be­grün­den­de Wir­kung erhal­ten: Dies zeigt sich nicht nur bei den Ren­ten wegen Erwerbs­min­de­rung (wo Anrech­nungs­zei­ten den Zeit­raum von fünf Jah­ren vor Ein­tritt der Erwerbs­min­de­rung, von denen drei Jah­re mit Pflicht­bei­trä­gen für eine ver­si­cher­te Beschäf­ti­gung oder Tätig­keit belegt sein müs­sen, ver­län­gern, § 43 Abs 1 Satz 1 Nr 2, Abs 2 Satz 1 Nr 2 iVm Abs 4 Nr 1 und Nr 4 SGB VI), son­dern (nach § 50 Abs 4 iVm § 51 Abs 3, § 54 Abs 1 Nr 2 und Abs 4 SGB VI) auch bei der Anrech­nung auf die 35-jäh­ri­ge War­te­zeit für die (vor­zei­ti­ge Inan­spruch­nah­me der) Alters­ren­ten für lang­jäh­rig Ver­si­cher­te (§ 36 SGB VI) bzw für schwer­be­hin­der­te Men­schen (§ 37 SGB VI). Zum ande­ren wir­ken sich Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung auch künf­tig dadurch ren­ten­er­hö­hend aus, dass sie im Rah­men der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung als "nicht bele­gungs­fä­hi­ge Kalen­der­mo­na­te" berück­sich­tigt wer­den und inso­weit eine Ver­si­che­rungs­lü­cken schlie­ßen­de Funk­ti­on haben (§ 72 Abs 3 Nr 1 iVm § 54 Abs 4 SGB VI) 3.
Die Beklag­te hat in Anwen­dung der erläu­ter­ten Vor­schrif­ten die Zei­ten des Klä­gers wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung im Rah­men der Höchst­dau­er von drei Jah­ren zutref­fend mit 0,0256 Ent­gelt­punk­te für jeden Kalen­der­mo­nat bewer­tet. Nach Mul­ti­pli­ka­ti­on mit 36 Mona­ten Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung im drei­jäh­ri­gen Höchst­be­wer­tungs­zeit­raum zwi­schen 1.11.1964 und 31.10.1967 erge­ben sich 0,9216 Ent­gelt­punk­te (Ost). Die­sen Ent­gelt­punk­te-Wert für die Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung hat die Beklag­te bei der Ren­ten­be­rech­nung (Ermitt­lung des Monats­be­trags der Ren­te) des Klä­gers berück­sich­tigt.
Der Auf­fas­sung des Klä­gers, die Begren­zung des Gesamt­leis­tungs­werts für Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung durch § 74 Satz 4 iVm § 263 Abs 3 SGB VI (jeweils idF des RVNG) sei ver­fas­sungs­wid­rig, kann nicht gefolgt wer­den. Viel­mehr ist das Bun­des­so­zi­al­ge­richt der Auf­fas­sung, dass die­se Vor­schrif­ten mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar sind. Sie ver­sto­ßen weder gegen Art 14 Abs 1 noch gegen Art 3 Abs 1 GG und auch nicht gegen das Sozi­al­staats­prin­zip. Er hat daher kei­ne Ver­an­las­sung, gemäß Art 100 Abs 1 GG eine Ent­schei­dung des BVerfG über die Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit der vom Klä­ger ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen her­bei­zu­füh­ren.
Eine Ver­let­zung des Art 14 Abs 1 GG liegt nicht vor. Die vom Klä­ger in der Zeit bis zum Inkraft­tre­ten der ange­grif­fe­nen Nor­men erwor­be­ne Ren­ten­an­wart­schaft wird vom Schutz­be­reich die­ser Ver­fas­sungs­norm erfasst 4. Es han­delt sich um eine ver­mö­gens­wer­te Rechts­po­si­ti­on, die nach Art eines Aus­schließ­lich­keits­rechts dem Rechts­trä­ger als pri­vat­nüt­zig zuge­ord­net ist; sie genießt den Schutz der Eigen­tums­ga­ran­tie, weil sie auf nicht uner­heb­li­chen Eigen­leis­tun­gen des Ver­si­cher­ten beruht und zudem der Siche­rung sei­ner Exis­tenz dient 5. Für Ren­ten­an­wart­schaf­ten, die in der DDR begrün­det wur­den, gilt dies mit der Ein­schrän­kung, dass Art 14 Abs 1 GG sie nur in der Form schützt, die sie auf­grund der Rege­lun­gen des Eini­gungs­ver­trags erhal­ten haben 6. Dabei ist auf die ren­ten­ver­si­che­rungs­recht­li­che Posi­ti­on ins­ge­samt abzu­stel­len und nicht auf ein­zel­ne Berech­nungs­ele­men­te 7 wie hier die Bewer­tung von Zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung als Anrech­nungs­zei­ten.
Die Rechts­än­de­rung hat die Ren­ten­an­wart­schaft des Klä­gers beein­träch­tigt. Wäh­rend nach den bis zum 31.12.2004 gel­ten­den Bestim­mun­gen der sich aus der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung erge­ben­de Wert für Zei­ten wegen schu­li­scher Aus­bil­dung nach Voll­endung des 17. Lebens­jah­res für jeden Kalen­der­mo­nat auf 75 vH begrenzt war und für die Dau­er von drei Jah­ren noch mit (höchs­tens) 0,0625 Ent­gelt­punk­te je Kalen­der­mo­nat ren­ten­er­hö­hend berück­sich­tigt wer­den konn­te (§ 74 Satz 1, 2 und 4 SGB VI in der bis zum 31.12.2004 gel­ten­den Fas­sung), wer­den nach der Neu­re­ge­lung durch das RVNG Zei­ten einer Schul- oder Hoch­schul­aus­bil­dung (für Ren­ten­zu­gän­ge ab 2009) über­haupt nicht mehr bewer­tet (§ 74 Satz 4 SGB VI idF des RVNG). Eines der Zie­le des Gesetz­ge­bers war es, all­ge­mei­ne Schul­zei­ten sowie Fach­hoch­schul- und Hoch­schul­zei­ten (im Rah­men der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung) nur noch bis zu acht Jah­ren als (Ver­si­che­rungs­lü­cken fül­len­de) "unbe­wer­te­te" (dh nicht ren­ten­er­hö­hen­de) Anrech­nungs­zei­ten zu berück­sich­ti­gen 8. Über­gangs­wei­se galt für die Ren­ten­neu­zu­gän­ge 2005 bis 2008 eine Abschmel­zung des begrenz­ten Gesamt­leis­tungs­werts um jeweils 1,56 vH bzw 0,0013 Ent­gelt­punk­te je Kalen­der­mo­nat, begin­nend mit 75 vH bzw 0,0625 Ent­gelt­punk­te bei einem Ren­ten­zu­gang im Janu­ar 2005 und endend mit 1,56 vH bzw 0,0013 Ent­gelt­punk­te bei einem Ren­ten­zu­gang im Dezem­ber 2008 (§ 263 Abs 3 Satz 4 SGB VI idF des RVNG). Hier­von wird auch der Klä­ger erfasst, da sei­ne Ren­te am 1.3.2007 begann und daher sei­ne Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung im Rah­men der drei­jäh­ri­gen Höchst­be­wer­tungs­dau­er je Kalen­der­mo­nat (nur) mit 0,0286 Ent­gelt­punk­te (Ost) zu berück­sich­ti­gen sind.
Soweit dadurch in die bis dahin vor­han­de­ne Rechts­po­si­ti­on des Klä­gers ein­ge­grif­fen wur­de, han­delt es sich um eine ver­fas­sungs­recht­lich zuläs­si­ge gesetz­ge­be­ri­sche Bestim­mung von Inhalt und Schran­ken des Eigen­tums iS von Art 14 Abs 1 Satz 2 GG. Der Gesetz­ge­ber hat­te hier nicht nur des­we­gen eine beson­ders gro­ße Gestal­tungs­frei­heit, weil bei Ren­ten­an­wart­schaf­ten die Mög­lich­keit von Ände­run­gen in gewis­sen Gren­zen bereits von vorn­her­ein ange­legt ist 9, son­dern auch, weil es hier um die Begren­zung von Posi­tio­nen ging, die Aus­druck beson­de­rer Ver­güns­ti­gun­gen waren. Denn Anrech­nungs­zei­ten beru­hen – da ohne eige­ne Bei­trags­leis­tung erwor­ben – über­wie­gend auf staat­li­cher Gewäh­rung und sind somit Aus­druck beson­de­rer staat­li­cher Für­sor­ge 10. Sie sind zwar Bestand­teil der Ren­ten­an­wart­schaft und unter­lie­gen damit dem Bestands­schutz des Art 14 Abs 1 GG; es han­delt sich jedoch um einen abge­lei­te­ten Eigen­tums­schutz von gerin­ge­rer Inten­si­tät. Eben­so wie es im Gestal­tungs­spiel­raum des Gesetz­ge­bers lag, die­se Zei­ten als ein Ele­ment des sozia­len Aus­gleichs für die mit der Aus­bil­dung für den Ein­zel­nen ver­bun­de­ne Min­de­rung sei­ner sozia­len Sicher­heit vor­zu­se­hen 11, ist es ihm auch über­las­sen, ob und inwie­weit er die­sen Aus­gleich wei­ter­ge­wäh­ren will.
Aller­dings sind Ein­grif­fe in Ren­ten­an­wart­schaf­ten nur zuläs­sig, wenn sie einem Gemein­wohl­zweck die­nen und ver­hält­nis­mä­ßig sind 12. Sie müs­sen zur Errei­chung des ange­streb­ten Ziels geeig­net und erfor­der­lich sein. Ins­be­son­de­re dür­fen sie den Betrof­fe­nen nicht über­mä­ßig belas­ten und für ihn des­we­gen unzu­mut­bar sein 13. Die­sen Anfor­de­run­gen genü­gen die hier vom Klä­ger ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen des § 74 Satz 4 iVm § 263 Abs 3 Satz 4 SGB VI (jeweils idF des RVNG).
Mit den durch das RVNG vor­ge­se­he­nen Maß­nah­men soll­ten vor dem Hin­ter­grund der sich "immer deut­li­cher abzeich­nen­den Aus­wir­kun­gen" des sich ver­än­dern­den demo­gra­fi­schen Auf­baus der Bevöl­ke­rung und "einer schwie­ri­gen finan­zi­el­len Situa­ti­on" der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung "die Bei­trä­ge lang­fris­tig bezahl­bar und die Ren­ten so sicher gemacht wer­den, wie das in einer sich stän­dig ver­än­dern­den Gesell­schaft mög­lich ist" 14. Richt­schnur war dabei der "Grund­satz der Genera­tio­nen­ge­rech­tig­keit". Die Jün­ge­ren soll­ten nicht durch zu hohe Bei­trä­ge über­for­dert ("erdrückt") wer­den, da nur mit "ver­kraft­ba­ren Bei­trä­gen zur gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung" der Spiel­raum geschaf­fen wer­de, der erfor­der­lich sei, um eigen­ver­ant­wort­lich ergän­zen­de Alters­vor­sor­ge betrei­ben zu kön­nen. Gleich­zei­tig soll­te das Ver­trau­en der Älte­ren in das Funk­tio­nie­ren der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung erhal­ten blei­ben.
Zu den im Rah­men eines Gesamt­pa­kets vor­ge­se­he­nen Maß­nah­men, die zur Sta­bi­li­sie­rung des Bei­trags­sat­zes und lang­fris­ti­gen Siche­rung der Finanz­grund­la­gen der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung bei­tra­gen soll­ten 15, gehör­te als "mit­tel- und lang­fris­tig wir­ken­de" Maß­nah­me 16 die Abschaf­fung der Bewer­tung von Zei­ten der Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung (mit Aus­nah­me der Zei­ten des Fach­schul­be­suchs und der Teil­nah­me an berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­men) als ren­ten­stei­gern­de Anrech­nungs­zei­ten nach einer vier­jäh­ri­gen Über­gangs­frist für Ren­ten­neu­zu­gän­ge ab 2009 17.
Zur Errei­chung die­ser weit­rei­chen­den Zie­le war die gesetz­li­che Neu­re­ge­lung in § 74 Satz 4 iVm § 263 Abs 3 Satz 4 SGB VI geeig­net. Der erziel­te Spar­ef­fekt ist nicht ledig­lich mar­gi­nal 18. Die Ein­spa­run­gen aus dem Weg­fall der bewer­te­ten (ren­ten­stei­gern­den) Anrech­nungs­zei­ten wegen Fach­hoch­schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung wer­den auf lang­fris­tig rund 200 Mio Euro/​Jahr geschätzt. Hin­zu kommt die Ein­spa­rung aus dem Weg­fall der bewer­te­ten Anrech­nungs­zei­ten wegen (all­ge­mei­ner) Schul­aus­bil­dung. Ins­ge­samt wird vom Weg­fall der bewer­te­ten Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung lang­fris­tig ein Ein­spar­vo­lu­men von 0,1 Bei­trags­satz­punk­ten erwar­tet 19.
Unter die­sen Umstän­den kann auch die Erfor­der­lich­keit die­ser Maß­nah­me nicht ver­neint wer­den. Sie wür­de nur dann feh­len, wenn evi­dent wäre, dass die ange­streb­te Ein­spa­rung und Kon­so­li­die­rung mit weni­ger ein­schnei­den­den Mit­teln hät­te erreicht wer­den kön­nen 20. Der Gesetz­ge­ber war unter dem Gesichts­punkt des Erfor­der­lich­keits­grund­sat­zes nicht ver­pflich­tet, auf ande­re Maß­nah­men aus­zu­wei­chen. So z.B. etwa auf die vom Ver­band Deut­scher Ren­ten­ver­si­che­rungs­trä­ger vor­ge­schla­ge­ne Min­de­rung der Höchst­be­wer­tung für alle schu­li­schen Aus­bil­dungs­zei­ten von bis­her 75 vH des Durch­schnitts­ver­diensts auf 60 vH des Durch­schnitts­ver­diensts 21; der Gesetz­ge­ber kann ins­be­son­de­re nicht dar­auf ver­wie­sen wer­den, die mit § 74 Satz 4 iVm § 263 Abs 3 Satz 4 SGB VI ver­folg­ten Ein­spa­run­gen in ande­ren Berei­chen des Sys­tems der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung zu erzie­len 22.
Die zur Prü­fung der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit im enge­ren Sin­ne erfor­der­li­che Abwä­gung ergibt, dass das öffent­li­che Inter­es­se an dem Inkraft­tre­ten der ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen des RVNG das Inter­es­se der Betrof­fe­nen an dem Fort­be­stehen der güns­ti­ge­ren Bewer­tung ihrer Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung nach altem Recht über­wiegt.
Soweit der Ren­ten­an­wart­schaft des Klä­gers eine höhe­re, über die ver­si­cher­ten Arbeits­ent­gel­te hin­aus­ge­hen­de ren­ten­recht­li­che Bewer­tung der Zei­ten der Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung zugrun­de liegt, beruht sie nicht auf sei­ner eige­nen Bei­trags­leis­tung. Ist es aber zur Siche­rung der Finanz­grund­la­gen und zum Erhalt der Funk­ti­ons- und Leis­tungs­fä­hig­keit der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung gebo­ten, ren­ten­recht­li­che Posi­tio­nen zu ver­än­dern, so kann der sozia­le Bezug, der dem Gesetz­ge­ber grö­ße­re Gestal­tungs­frei­heit bei Ein­grif­fen gibt, die­sen berech­ti­gen, in Abwä­gung zwi­schen Leis­tun­gen an Ver­si­cher­te und Belas­tun­gen der Soli­dar­ge­mein­schaft vor allem jene Posi­tio­nen zu kür­zen, die Aus­druck einer beson­de­ren Ver­güns­ti­gung sind 23. Denn eine durch ein­kom­mens­be­zo­ge­ne Bei­trags­zah­lun­gen begrün­de­te ren­ten­recht­li­che Posi­ti­on genießt einen höhe­ren Schutz gegen staat­li­che Ein­grif­fe als eine Anwart­schaft, soweit sie nicht auf Bei­trags­leis­tun­gen beruht 24.
Dies ist hier in Bezug auf die Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung der Fall. Die Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung begrün­det als sol­che allein noch kei­nen per­so­na­len Bezug zur Ren­ten­ver­si­che­rung. Sie stellt für sich genom­men unter ver­fas­sungs­recht­li­chen Gesichts­punk­ten kei­ne Eigen­leis­tung des Ver­si­cher­ten dar, die der Ren­ten­ver­si­che­rung zugu­te kommt, son­dern dient sei­ner eige­nen Qua­li­fi­zie­rung und liegt in sei­nem Ver­ant­wor­tungs­be­reich 25.
Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt teilt nicht die Auf­fas­sung, schu­li­sche Aus­bil­dungs­zei­ten unter­lä­gen als not­wen­di­ge Vor­leis­tun­gen für Ren­ten aus der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung einem höhe­ren ver­fas­sungs­recht­li­chen Schutz 26. Dies ist auch nicht die Sicht­wei­se des BVerfG. Denn die Höhe der Ren­te rich­tet sich vor allem nach der Höhe der wäh­rend des Ver­si­che­rungs­le­bens durch Bei­trä­ge ver­si­cher­ten Arbeits­ent­gel­te oder Arbeits­ein­kom­men (§ 63 Abs 1 SGB VI). Inso­fern ist es durch­aus kon­se­quent, die Aus­bil­dung vor­wie­gend dem Bereich der Eigen­ver­ant­wor­tung des Ein­zel­nen zuzu­ord­nen, deren beson­de­re Hono­rie­rung dem Sys­tem der Ren­ten­ver­si­che­rung jeden­falls nicht imma­nent ist, weil es grund­sätz­lich an den Ein­tritt in das Arbeits­le­ben anknüpft 27.
Dem­ge­gen­über fal­len die mit dem RVNG ver­folg­ten Zie­le erheb­lich ins Gewicht, da sie auf eine Ver­bes­se­rung der Finanz­la­ge und der Funk­ti­ons- und Leis­tungs­fä­hig­keit des Sys­tems der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung, auf die Her­stel­lung von Genera­tio­nen­ge­rech­tig­keit sowie auf eine Begren­zung der Lohn­zu­satz­kos­ten mit dem Ziel der För­de­rung eines hohen Beschäf­ti­gungs­stan­des gerich­tet sind. In die­sem Zusam­men­hang haben alle Maß­nah­men beson­de­re Bedeu­tung, die einer Stär­kung der Lohn- und Bei­trags­be­zo­gen­heit der Ren­te die­nen. Dazu gehört auch die Rege­lung des § 74 Satz 4 SGB VI.
Auch unter dem Gesichts­punkt des Ver­trau­ens­schut­zes, der eben­falls im Rah­men des Art 14 Abs 1 GG zu berück­sich­ti­gen ist 28, sind die ange­grif­fe­nen Bestim­mun­gen nicht zu bean­stan­den.
Für den Ver­si­cher­ten­kreis, dem der Klä­ger ange­hört, also den zum Zeit­punkt des Inkraft­tre­tens des Geset­zes "ren­ten­na­hen Jahr­gän­gen", wur­den die Aus­wir­kun­gen des § 74 Satz 4 SGB VI durch die Über­gangs­vor­schrift des § 263 Abs 3 Satz 4 SGB VI mit ihrem vier­jäh­ri­gen "Abschmel­zungs­pro­gramm" abge­mil­dert. Dadurch kam es auch bei ihm noch zu einer ren­ten­er­hö­hen­den Bewer­tung von Zei­ten mit Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung.
Die Ren­ten­min­de­rung, die dar­aus resul­tiert, dass die Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung im Fal­le des Klä­gers nicht mehr – wie nach altem Recht – mit (höchs­tens) 0,0560 Ent­gelt­punk­te, son­dern nur noch mit 0,0256 Ent­gelt­punk­te je Kalen­der­mo­nat in die Ren­ten­be­rech­nung ein­ge­hen, hält sich im ver­tret­ba­ren Rah­men; inso­weit errech­net sich beim Klä­ger im Ver­gleich zum alten Recht (unter Zugrun­de­le­gung des beim Ren­ten­be­ginn im März 2007 maß­geb­li­chen aktu­el­len Ren­ten­werts ) eine Ren­ten­min­de­rung von 25,14 Euro/​Monat.
Ange­sichts der Über­gangs­re­ge­lung in § 263 Abs 3 SGB VI mag offen­blei­ben, ob sich bei der wech­sel­haf­ten Geschich­te der Aus­fall- und Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung 29 über­haupt ein schutz­wür­di­ges Ver­trau­en auf deren ren­ten­stei­gern­de Wir­kung ent­wi­ckeln konn­te. Allein auf­grund eines bestimm­ten Lebens­al­ters ist ein gestei­ger­ter Bestands­schutz einer vor­han­de­nen Rechts­po­si­ti­on ver­fas­sungs­recht­lich jeden­falls nicht gebo­ten 30.
Mit den vom Klä­ger ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen hat der Gesetz­ge­ber nicht den Gleich­be­hand­lungs­grund­satz des Art 3 Abs 1 GG ver­letzt. Auch an die­se Ver­fas­sungs­norm ist der Gesetz­ge­ber bei der Bestim­mung von Inhalt und Schran­ken des Eigen­tums gebun­den 31. Bei der Über­prü­fung eines Geset­zes auf sei­ne Ver­ein­bar­keit mit dem Gleich­heits­grund­satz ist jedoch nicht zu prü­fen, ob der Gesetz­ge­ber die zweck­mä­ßigs­te oder gerech­tes­te Lösung gefun­den hat, son­dern nur, ob er die ver­fas­sungs­recht­li­chen Gren­zen sei­ner – hier bestehen­den wei­ten – Gestal­tungs­frei­heit über­schrit­ten hat 32.
Art 3 Abs 1 GG gebie­tet, alle Men­schen vor dem Gesetz gleich zu behan­deln. Ver­bo­ten ist auch ein gleich­heits­wid­ri­ger Begüns­ti­gungs­aus­schluss, bei dem eine Begüns­ti­gung einem Per­so­nen­kreis gewährt, einem ande­ren Per­so­nen­kreis aber vor­ent­hal­ten wird 33. Damit ist dem Gesetz­ge­ber aller­dings nicht jede Dif­fe­ren­zie­rung ver­wehrt. Er ver­letzt das Grund­recht viel­mehr nur, wenn er eine Grup­pe von Normadres­sa­ten im Ver­gleich zu ande­ren Normadres­sa­ten anders behan­delt, obwohl zwi­schen bei­den Grup­pen kei­ne Unter­schie­de von sol­cher Art und sol­chem Gewicht bestehen, dass sie die unglei­che Behand­lung recht­fer­ti­gen könn­ten 34.
Der Klä­ger gehört – wie oben aus­ge­führt – zu der Grup­pe von Ver­si­cher­ten, deren Anrech­nungs­zei­ten wegen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung durch das RVNG in ihrer Bewer­tung im Rah­men der Gesamt­leis­tungs­be­wer­tung gemin­dert wor­den sind. Damit wird er zum einen gegen­über Ver­si­cher­ten mit Ren­ten­be­ginn bis ein­schließ­lich Janu­ar 2005 und zum ande­ren gegen­über Ver­si­cher­ten mit Zei­ten einer Fach­schul­aus­bil­dung oder der Teil­nah­me an einer berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­me ungleich behan­delt. Denn die­se Ver­si­cher­ten wer­den von der Neu­be­wer­tung der Zei­ten wegen schu­li­scher Aus­bil­dung durch das RVNG nicht erfasst, obwohl auch sie wäh­rend die­ser Zei­ten kei­ne Bei­trä­ge zur Ren­ten­ver­si­che­rung gezahlt oder getra­gen haben.
Die unter­schied­li­che Behand­lung der dar­ge­stell­ten Grup­pen bei der Bewer­tung ihrer schu­li­schen Aus­bil­dungs­zei­ten wird durch hin­rei­chen­de sach­li­che Grün­de gerecht­fer­tigt:
Die Rege­lung des Weg­falls der ren­ten­stei­gern­den Bewer­tung von Zei­ten der Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung (§ 74 Satz 4 SGB VI) durch das RVNG ist am 1.1.2005 in Kraft getre­ten (Art 15 Abs 11 aaO). Das neue Recht fin­det auf Ver­si­cher­te mit Ren­ten­be­ginn ab die­sem Zeit­punkt und damit auch auf den Klä­ger Anwen­dung (vgl § 300 Abs 1, Abs 2 SGB VI); sei­ne Wir­kung wird aller­dings durch die eben­falls zum 1.1.2005 in Kraft getre­te­ne Über­gangs­re­ge­lung in § 263 Abs 3 SGB VI (vgl Art 15 Abs 11 RVNG) abge­schwächt, die auch dem Klä­ger zugu­te gekom­men ist; ledig­lich Ver­si­cher­te mit Ren­ten­be­ginn bis ein­schließ­lich Janu­ar 2005 sind von dem Weg­fall bzw der Kür­zung der Bewer­tung von Zei­ten der Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung nicht betrof­fen.
Eine sol­che Stich­tags­re­ge­lung ist ver­fas­sungs­recht­lich grund­sätz­lich zuläs­sig. Dem Gesetz­ge­ber ist es durch Art 3 Abs 1 GG nicht ver­wehrt, zur Rege­lung bestimm­ter Lebens­sach­ver­hal­te Stich­ta­ge ein­zu­füh­ren, obwohl jeder Stich­tag unver­meid­lich gewis­se Här­ten mit sich bringt. Vor­aus­set­zung ist aller­dings, dass sich die Ein­füh­rung des Stich­tags über­haupt und die Wahl des Zeit­punkts am gege­be­nen Sach­ver­halt ori­en­tie­ren und damit sach­lich ver­tret­bar sind 35. Dies war hier der Fall. Es ist nicht zu bean­stan­den, wenn der Gesetz­ge­ber unter dem Gesichts­punkt des Ver­trau­ens­schut­zes danach dif­fe­ren­ziert, ob ein Ver­si­cher­ter bei Inkraft­tre­ten der Neu­re­ge­lung bereits ein Voll­recht auf Ren­te erwor­ben hat, und damit in abge­schlos­se­ne Ren­ten­bio­gra­fi­en nicht mehr ein­greift 36.
Auch bei Ver­si­cher­ten, die Zei­ten an Fach­schu­len 37 und für berufs­vor­be­rei­ten­de Bil­dungs­maß­nah­men 38 auf­wei­sen, bleibt es inso­weit bei der bis­he­ri­gen ren­ten­recht­li­chen Bewer­tung; die­se Zei­ten wer­den wei­ter­hin nach Voll­endung des 17. Lebens­jah­res für die Dau­er von höchs­tens drei Jah­ren als Anrech­nungs­zei­ten wegen schu­li­scher Aus­bil­dung mit bis zu 0,0625 Ent­gelt­punk­te je Kalen­der­mo­nat (0,75 Entgeltpunkte/​Jahr x 3 = maxi­mal 2,25 Ent­gelt­punk­te) ren­ten­stei­gernd berück­sich­tigt (§ 74 Satz 1 bis 3 SGB VI idF des RVNG).
Die unglei­che Behand­lung gegen­über Ver­si­cher­ten, die – wie der Klä­ger – "nur" Zei­ten der all­ge­mei­nen Schul- und Hoch­schul­aus­bil­dung auf­wei­sen, wird in den Mate­ria­li­en zum Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren des RVNG damit begrün­det, dass die ren­ten­recht­li­che Bes­ser­stel­lung der­je­ni­gen Ver­si­cher­ten mit Zei­ten schu­li­scher Aus­bil­dung besei­tigt wer­den soll, die – bei typi­sie­ren­der Betrach­tung – durch ihre aka­de­mi­sche Aus­bil­dung und die damit im Regel­fall ein­her­ge­hen­den bes­se­ren Ver­dienst­mög­lich­kei­ten über­durch­schnitt­li­che Ren­ten­an­wart­schaf­ten auf­bau­en kön­nen 39.
Die­se Begrün­dung für die unter­schied­li­che Behand­lung der Anrech­nungs­zei­ten wegen schu­li­scher Aus­bil­dung bei den genann­ten Ver­si­cher­ten­grup­pen ist nicht sach­fremd. Der Gesetz­ge­ber durf­te ins­be­son­de­re von der typi­sie­ren­den Annah­me aus­ge­hen, dass Absol­ven­ten von Hoch­schu­len (Uni­ver­si­tä­ten, Fach­hoch­schu­len ua) im spä­te­ren Erwerbs­le­ben im Ver­gleich zu Absol­ven­ten von Fach­schu­len und berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­men durch ihre höhe­re beruf­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on im Regel­fall bes­se­re Ver­dienst­mög­lich­kei­ten haben und des­we­gen höhe­re Ren­ten­an­wart­schaf­ten und Ren­ten auf­bau­en kön­nen.
Ent­ge­gen der Rechts­mei­nung des Klä­gers geht das Bun­des­so­zi­al­ge­richt davon aus, dass das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in sei­ner Ent­schei­dung vom 9.2.2010 40 spe­zi­fi­sche Anfor­de­run­gen an die Begrün­dungs­pflicht des Gesetz­ge­bers nur für die Bestim­mung (Bemes­sung) des men­schen­wür­di­gen Exis­tenz­mi­ni­mums gemäß Art 1 Abs 1 iVm Art 20 Abs 1 GG auf­ge­stellt hat 41. Den­noch kann es für die Beur­tei­lung der Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit einer Rege­lung auch all­ge­mein von Rele­vanz sein, ob sich für die ihr zugrun­de lie­gen­den tat­säch­li­chen Ein­schät­zun­gen des Gesetz­ge­bers hin­rei­chend trag­fä­hi­ge Grund­la­gen fin­den las­sen 42. Ist dies nicht der Fall oder erwei­sen sich die Erwä­gun­gen des Gesetz­ge­bers als so offen­sicht­lich feh­ler­haft, dass sie ver­nünf­ti­ger­wei­se kei­ne Grund­la­ge für gesetz­ge­be­ri­sche Maß­nah­men abge­ben kön­nen, kön­nen die Gerich­te die­se trotz eines inso­weit grund­sätz­lich bestehen­den wei­ten gesetz­ge­be­ri­schen Ein­schät­zungs- und Pro­gno­se­spiel­raums bean­stan­den 43.
Soweit das Gericht die ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen im Hin­blick auf die Ver­gleichs­grup­pen – Hoch­schul­ab­sol­ven­ten einer­seits und Absol­ven­ten von Fach­schu­len und berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­men ande­rer­seits – zu über­prü­fen hat, sind die Erwä­gun­gen des Gesetz­ge­bers des RVNG, die der unter­schied­li­chen Bewer­tung der Aus­bil­dungs­zei­ten die­ser bei­den Ver­si­cher­ten­grup­pen zugrun­de lie­gen, nicht unver­tret­bar. Dass Ver­si­cher­te mit einer Hoch­schul­aus­bil­dung im Regel­fall bes­se­re Ver­dienst­mög­lich­kei­ten und höhe­re Alters­ren­ten haben als Ver­si­cher­te der Ver­gleichs­grup­pe, wird durch meh­re­re Stu­di­en belegt.
Vor die­sem Hin­ter­grund liegt ein aus­rei­chen­der Dif­fe­ren­zie­rungs­grund zwi­schen den hier zu ver­glei­chen­den Grup­pen von Normadres­sa­ten vor. Gemes­sen an sei­nem Kon­zept ist nicht erkenn­bar, dass der Gesetz­ge­ber an der Rea­li­tät vor­bei­ge­gan­gen ist. Viel­mehr konn­te er bei der Aus­ge­stal­tung der ren­ten­recht­li­chen Ver­güns­ti­gung der Bewer­tung von bei­trags­frei­en Anrech­nungs­zei­ten wegen schu­li­scher Aus­bil­dung in typi­sie­ren­der Betrach­tung dar­an anknüp­fen, dass Absol­ven­ten von Hoch­schu­len bereits durch ihre qua­li­fi­zier­te Aus­bil­dung und die damit im Regel­fall auch ein­her­ge­hen­den bes­se­ren Ver­dienst­mög­lich­kei­ten höhe­re Ren­ten­an­wart­schaf­ten und Ren­ten auf­bau­en kön­nen als Absol­ven­ten von Fach­schu­len und berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­men.
Dass der Gesetz­ge­ber beim Abbau die­ser auf dem Gedan­ken der staat­li­chen Für­sor­ge beru­hen­den Ver­güns­ti­gung 44 bei den­je­ni­gen Ver­si­cher­ten ansetzt, die die dadurch beding­te Min­de­rung ihrer Ren­ten­an­wart­schaf­ten und Ren­ten finan­zi­ell vor­aus­sicht­lich bes­ser ver­kraf­ten kön­nen, ist nicht zu bean­stan­den. Soweit er bei sei­ner Ent­schei­dung, bei wel­chen bei­trags­frei­en Zei­ten wegen schu­li­scher Aus­bil­dung er zukünf­tig auf deren (begrenzt) ren­ten­er­hö­hen­de Wir­kung ver­zich­tet, nicht auf die im Erwerbs­le­ben von den Ver­si­cher­ten tat­säch­lich erziel­ten Arbeits­ver­diens­te abge­stellt hat, son­dern typi­sie­rend dar­auf, dass eine höhe­re beruf­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on zu einem höhe­ren Arbeits­ent­gelt oder Arbeits­ein­kom­men und damit auch zu einer höhe­ren Ren­te füh­ren 45, liegt dies jeden­falls nicht außer­halb sei­nes hier bestehen­den wei­ten Gestal­tungs­spiel­raums. Über­dies lie­gen Art und Umfang der Aus­bil­dung grund­sätz­lich im Bereich der Eigen­ver­ant­wor­tung des Ein­zel­nen, der selbst ent­schei­det, ob er durch eine qua­li­fi­zier­te Aus­bil­dung sei­ne Erwerbs­chan­cen auf dem Arbeits­markt unter Ver­zicht auf mit Bei­trä­gen beleg­te Zei­ten in der Ren­ten­ver­si­che­rung erhö­hen will oder nicht 46. Dies schließt aber auch das Risi­ko ein, spä­ter – aus wel­chen Grün­den auch immer – trotz einer sol­chen Aus­bil­dung nicht die erhoff­ten höhe­ren Arbeits­ver­diens­te zu erzie­len.
Von daher mag der Klä­ger zu Recht dar­auf hin­wei­sen, dass Hoch­schul­ab­sol­ven­ten nicht in jedem Fall über­durch­schnitt­lich ver­die­nen bzw dass bei einem im Ver­gleich zu Absol­ven­ten einer Fach­schu­le oder einer berufs­vor­be­rei­ten­den Bil­dungs­maß­nah­me höhe­ren Arbeits­ver­dienst im Ein­zel­fall die­ser Ver­dienst nicht aus­reicht, den Ver­lust an Bei­trags­jah­ren aus­zu­glei­chen. Aber auch die­ser Ein­wand ist nicht geeig­net, die typi­sie­ren­de Betrach­tungs- und Vor­ge­hens­wei­se des Gesetz­ge­bers zu bean­stan­den. Anders­lau­ten­de Unter­su­chungs­er­geb­nis­se als die vor­lie­gen­den, wonach Ver­si­cher­te mit Hoch­schul­aus­bil­dung im Durch­schnitt über höhe­re Arbeits­ver­diens­te ver­fü­gen als Ver­si­cher­te ohne eine sol­che Aus­bil­dung, sind weder vor­ge­tra­gen noch sonst ersicht­lich.
Bezo­gen auf den Ver­si­che­rungs­ver­lauf des Klä­gers ist die Annah­me des Gesetz­ge­bers, dass Hoch­schul­ab­sol­ven­ten im spä­te­ren Erwerbs­le­ben durch ihre höhe­re beruf­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on bes­se­re Arbeits­ver­diens­te auf­wei­sen und des­we­gen über­durch­schnitt­li­che Ren­ten­an­wart­schaf­ten erwer­ben, nicht wider­legt. Mit 38,2294 per­sön­li­chen Ent­gelt­punk­te (Ost) hat der Klä­ger eine deut­lich über­durch­schnitt­li­che Ren­ten­an­wart­schaft erwor­ben. Denn gera­de durch die von ihm wegen sei­ner Hoch­schul­aus­bil­dung aus­ge­üb­ten qua­li­fi­zier­ten Beschäf­ti­gun­gen bis Okto­ber 1990 – und den damit auch ver­bun­de­nen berück­sich­ti­gungs­fä­hi­gen Arbeits­ver­diens­ten nach dem Anspruchs- und Anwart­schafts­über­füh­rungs­ge­setz – wur­den der Ren­ten­be­rech­nung des Klä­gers im Ver­gleich zu Ver­si­cher­ten, die kei­ne sol­cher­ma­ßen qua­li­fi­zier­te Aus­bil­dung absol­viert haben, bis zu die­sem Zeit­punkt rela­tiv hohe Arbeits­ver­diens­te zugrun­de gelegt.
Schließ­lich ver­sto­ßen die ange­grif­fe­nen Rege­lun­gen des § 74 Satz 4 iVm § 263 Abs 3 Satz 4 SGB VI auch nicht gegen das Sozi­al­staats­prin­zip (Art 20 Abs 1 iVm Art 28 Abs 1 GG). Zwar begrün­det das Sozi­al­staats­prin­zip die Pflicht des Staa­tes, für eine gerech­te sozia­le Ord­nung Sor­ge zu tra­gen; die Erfül­lung die­ser Ver­pflich­tung obliegt jedoch der eigen­ver­ant­wort­li­chen Gestal­tung des Gesetz­ge­bers. Selbst wenn durch eine Rege­lung im Ein­zel­fall Unbil­lig­kei­ten auf­tre­ten, ist das Sozi­al­staats­ge­bot nicht ver­letzt; denn es dient nicht der Kor­rek­tur jeg­li­cher (aus Sicht des Normadres­sa­ten) hart oder unbil­lig erschei­nen­der Ein­zel­re­ge­lun­gen 47.
Bun­des­so­zi­al­ge­richt, Urteil vom 19. April 2011 – B 13 R 55/​10 R u.a.
BGBl I 1791[↩]
vgl Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen SPD und BÜNDNIS 90/​DIE GRÜNEN, BT-Drucks 15/​2149 S 29 zu Nr 51, § 263 zu Buchst c[↩]
hier­zu auch BSG vom 02.03.2010 – SozR 4 – 2600 § 72 Nr 3 RdNr 14 ff; fer­ner zur Rechts­ent­wick­lung BSG, Beschluss vom 27.08.2009 – B 13 R 6/​09 S, BeckRS 2010, 66400 RdNr 12 ff; vgl inso­weit auch BSG vom 26.01.2005 – SozR 4 – 2600 § 58 Nr 6 RdNr 15[↩]
vgl BVerfGE 53, 257, 289 f; 55, 114, 131; 58, 81, 109; 69, 272, 298; 70, 101, 110; 100, 1, 32 = SozR 3 – 8570 § 10 Nr 3 S 47; BVerfGE 117, 272, 292 = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 50; stRspr[↩]
vgl zB BVerfGE 69, 272, 300[↩]
vgl BVerfGE 100, 1, 33 ff = SozR 3 – 8570 § 10 Nr 3 S 48 ff; BVerfGE 112, 368, 396 = SozR 4 – 2600 § 307a Nr 3 RdNr 43[↩]
vgl BVerfGE 58, 81, 109; 117, 272, 293 = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 51[↩]
vgl Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen SPD und BÜNDNIS 90/​DIE GRÜNEN, BT-Drucks 15/​2149, S 24 zu Nr 13, § 74[↩]
vgl BVerfGE 53, 257, 293; 58, 81, 110; 70, 101, 111; 117, 272, 293 = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 53; BVerfGE 122, 151, 182 = SozR 4 – 2600 § 237 Nr 16 RdNr 79; BVerfG SozR 4 – 2600 § 77 Nr 9 RdNr 34[↩]
so BVerfGE 58, 81, 112[↩]
vgl BVerfGE 58, 81, 113; BVerfG SozR 2200 § 1259 Nr 46[↩]
vgl BVerfGE 53, 257, 293; 70, 101, 111; 117, 272, 294 = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 54; BVerfGE 122, 151, 182 = SozR 4 – 2600 § 237 Nr 16 RdNr 79; BVerfG SozR 4 – 2600 § 77 Nr 9 RdNr 35; stRspr[↩]
vgl BVerfGE 58, 81, 121; 76, 220, 238; 122, 151, 182 = SozR 4 – 2600 § 237 Nr 16 RdNr 79; stRspr[↩]
Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen SPD und BÜNDNIS 90/​DIE GRÜNEN, BT-Drucks 15/​2149, S 2, 17[↩]
aaO S 33; s auch Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung vom 19.12.2003 auf die Klei­ne Anfra­ge der Abge­ord­ne­ten Annet­te Wid­mann-Mauz, Andre­as Storm, Dr. Maria Böh­mer, wei­te­rer Abge­ord­ne­ter und der Frak­ti­on der CDU/​CSU über die Aus­wir­kun­gen des Weg­falls der bewer­te­ten Anrech­nungs­zei­ten bei schu­li­scher Aus­bil­dung in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung, BT-Drucks 15/​2305, S 7, 13[↩]
vgl Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen SPD und BÜNDNIS 90/​DIE GRÜNEN, BT-Drucks 15/​2149, S 18 f[↩]
zur Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit des eben­falls mit dem RVNG in die Ren­ten­for­mel ein­ge­füg­ten sog Nach­hal­tig­keits­fak­tors: BSG, Urteil vom 13.11.2008 – SozR 4 – 2600 § 255e Nr 1 RdNr 27 ff[↩]
vgl dazu all­ge­mein BVerfGE 70, 101, 112[↩]
vgl Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung vom 19.12.2003 aaO, BT-Drucks 15/​2305, S 4, 8[↩]
vgl BVerfGE 76, 220, 241[↩]
hier­zu den auf die­sem Vor­schlag beru­hen­den Ände­rungs­an­trag der Abge­ord­ne­ten Dr. Kolb ua und der Frak­ti­on der FDP vom 10.3.2004, BT-Drucks 15/​2688[↩]
vgl BVerfGE 75, 78, 101 f; 76, 220, 241; 116, 96, 127 = SozR 4 – 5050 § 22 Nr 5 RdNr 91; BVerfGE 117, 272, 298 f = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 65; BVerfG SozR 4 – 2600 § 77 Nr 9 RdNr 44[↩]
vgl BVerfGE 58, 81, 111[↩]
vgl BVerfGE 58, 81, 112 f[↩]
BVerfGE 58, 81, 113; s auch BVerfGE 117, 272, 299 = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 67 zur Berufs­aus­bil­dung[↩]
vgl aber BSG vom 18.10.2005 – SozR 4 – 2600 § 71 Nr 1 RdNr 40 ff; fer­ner W. Meyer/​Blüggel, NZS 2005, 1, 8 f; Blüg­gel, Sozia­le Sicher­heit 2004, 61, 66 ff[↩]
BVerfGE 58, 81, 113; BSG, Beschluss vom 27.08.2009 – B 13 R 6/​09 S – BeckRS 2010, 66400 RdNr 15; BSG vom 02.03.2010 – SozR 4 – 2600 § 72 Nr 3 RdNr 33 f[↩]
vgl BVerfGE 70, 101, 114; 76, 220, 244 f[↩]
vgl hier­zu zB BSG, Beschluss vom 27.08.2009 – B 13 R 6/​09 S – BeckRS 2010, 66400 RdNr 12 ff; Blüg­gel, Sozia­le Sicher­heit 2004, 61 ff[↩]
vgl BVerfGE 117, 272, 294 f = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 56; BSG vom 02.03.2010 – SozR 4 – 2600 § 72 Nr 3 RdNr 31[↩]
vgl BVerfGE 74, 203, 214[↩]
vgl BVerfGE 52, 277, 280 f; 68, 287, 301; 81, 108, 117 f; 84, 348, 359[↩]
BVerfGE 126, 29, 43 mwN[↩]
vgl BVerfGE 87, 1, 36; 112, 50, 67; 117, 272, 300 f; 122, 151, 188; 126, 29, 47; stRspr[↩]
vgl BVerfGE 101, 239, 270; 117, 272, 301 = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 73; stRspr[↩]
vgl BVerfGE 58, 81, 126; 75, 78, 106; 117, 272, 301 f = SozR 4 – 2600 § 58 Nr 7 RdNr 73[↩]
zur Begriffs­be­stim­mung: BSG vom 09.06.1988 – 4/​11a RA 68/​87; BSG vom 21.02.1989 – SozR 2200 § 1259 Nr 109 S 290[↩]
zur Begriffs­be­stim­mung s § 58 Abs 1 Satz 2 SGB VI[↩]
Gesetz­ent­wurf der Frak­tio­nen SPD und BÜNDNIS 90/​DIE GRÜNEN, BT-Drucks 15/​2149, S 19 zu Nr 4[↩]
BVerfGE 125, 175, 225 f = SozR 4 – 4200 § 20 Nr 12 RdNr 141 ff[↩]
vgl zur Begrün­dungs­pflicht des Gesetz­ge­bers aus ver­fas­sungs­recht­li­cher Sicht kri­tisch Hebeler, DÖV 2010, 754 ff; s hier­zu auch Meß­ling in Fest­schrift für Rena­te Jae­ger, 2011, S 787 ff[↩]
vgl hier­zu BVerfGE 50, 50, 51; 50, 290, 333; 86, 90, 109; 88, 203, 262 f; 121, 317, 350 ff[↩]
vgl BVerfGE 77, 84, 106; 91, 1, 29[↩]
vgl BVerfGE 58, 81, 112[↩]
vgl BVerfGE 58, 81, 113[↩]
vgl hier­zu BVerfGE 66, 234, 247 f; 69, 272, 314 f[↩]
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