Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20130829_OGH0002_0080OB00106_12I0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2018-06-22 13:33:29
Document Index: 250031504

Matched Legal Cases: ['OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§1090', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1313', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1313', '§ 1313', 'OGH', '§ 1313', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§1096', '§ 65', 'OGH', '§ 65', '§ 25', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§1295', '§ 1313', '§ 18', 'OGH', 'OGH', '§ 1313', 'OGH', 'OGH', '§ 70']

RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 8Ob106/12i - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
1Ob193/57 (1Ob194/57); 7Ob341/62; 8Ob99/67; 8Ob85/67; 7Ob19/73; 2Ob133/78; 1Ob679/81; 7Ob635/85; 1Ob23/86; 1Ob566/88; 8Ob528/89; 5Ob521/91; 8Ob315/99b; 6Ob194/01z; 4Ob197/05g; 4Ob251/06z; 7Ob239/06g; 6Ob110/07f; 4Ob210/07x; 10Ob119/07h; 4Ob129/12t; 8Ob66/12g; 8Ob106/12i; 8Ob53/14y; 6Ob180/14k; 2Ob223/14d; 6Ob223/17p
Rechtssatz für 6Ob193/63 6Ob72/65 5Ob7...
RS0023361
6Ob193/63; 6Ob72/65; 5Ob78/65; 1Ob171/68; 8Ob193/68; 7Ob555/87; 7Ob720/87; 1Ob579/88; 8Ob106/12i
Jeder Gastwirt ist auf Grund des Gastaufnahmevertrages verpflichtet, für die gefahrlose Benützung der allen Gästen zugänglichen Räume zu sorgen. Das Vorhaus gehört zu den allgemein zugänglichen Räumen. Eine Sicherung eines Stiegenabganges durch eine Gittertür oder Lattentür ist weder in der steirischen Bauordnung vorgeschrieben noch auch sonst üblich.
6 Ob 193/63
Entscheidungstext OGH 18.09.1963 6 Ob 193/63
6 Ob 72/65
Entscheidungstext OGH 17.03.1965 6 Ob 72/65
5 Ob 78/65
Entscheidungstext OGH 29.04.1965 5 Ob 78/65
Vgl; Beisatz: Sturz des Gastes im Hofe des Gasthauses wegen Aufgrabung - Schadensteilung. (T1)
nur: Jeder Gastwirt ist auf Grund des Gastaufnahmevertrages verpflichtet, für die gefahrlose Benützung der allen Gästen zugänglichen Räume zu sorgen. (T2)
Beisatz: Sicherungspflicht nur in den Grenzen des Zumutbaren. (T3)
7 Ob 720/87
Entscheidungstext OGH 25.02.1988 7 Ob 720/87
nur T2; Beis wie T3; Beisatz: Damit, dass ein Gast auf das Fensterbrett steigt, sich dort hinhockt oder hinkniet, muss der Gastwirt auch in Ansehung von schlaftrunkenen oder alkoholisierten Personen nicht rechnen. (T4)
nur T2; Beis wie T3; Veröff: ZfRV 1991,42 (H Ofner)
Vgl; Beisatz: Zu den vom Hotelier geschuldeten Leistungen gehört in der Regel auch eine zum ordentlichen Gebrauch geeignete Dusche mit Warmwasser, deren gefahrlose Benützung sicherzustellen ist. (T5)
Beisatz: Es muss jedem Gastwirt bewusst sein, dass von einer (noch dazu schon älteren) Wasserversorgungsanlage bei mangelhafter Wartung und Betreuung Gefahren für die Gäste ausgehen können (zB Verbrühungen, Verunreinigung des Wassers mit Keimen etc). (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0023361
JJR_19630918_OGH0002_0060OB00193_6300000_001
Rechtssatz für 6Ob72/65 1Ob60/66 8Ob11...
RS0023311
6Ob72/65; 1Ob60/66; 8Ob114/68; 4Ob553/68; 7Ob11/70; 2Ob344/70; 6Ob4/75; 8Ob167/75; 5Ob184/75; 4Ob588/76; 7Ob570/79; 7Ob572/79; 6Ob600/80; 7Ob555/87; 1Ob579/88; 2Ob81/00a; 9Ob162/00i; 8Ob253/00i; 1Ob152/05t; 2Ob87/07v; 2Ob66/08g; 7Ob14/09y; 5Ob27/11y; 8Ob106/12i
Die allgemeine Verkehrssicherungspflicht, die jeden Hauseigentümer, insbesondere jeden Gastwirt, trifft, darf ebensowenig überspannt werden wie die Sorgfaltspflicht aus dem Gastaufnahmevertrag. Im vorliegenden Fall konnte vom Beklagten trotz der gegebenen Wetterverhältnisse nicht erwartet werden, dass er den Eingang in den Vorraum seines Unternehmens, in das ständig Gäste von draußen kamen, unausgesetzt reinigen lässt.
Veröff: JBl 1965,474
1 Ob 60/66
Entscheidungstext OGH 31.03.1966 1 Ob 60/66
Beisatz: Schneeglätte. Verschuldensteilung 3 : 1 zum Nachteil des Gastwirtes. (T1)
8 Ob 114/68
Entscheidungstext OGH 30.04.1968 8 Ob 114/68
4 Ob 553/68
Entscheidungstext OGH 08.10.1968 4 Ob 553/68
Ähnlich; Beisatz: Verkehrsübliche Sorgfalt des Gastwirtes genügt in der Regel (hier: Unfall beim Krampusfest). (T2)
7 Ob 11/70
Entscheidungstext OGH 02.02.1970 7 Ob 11/70
nur: Die allgemeine Verkehrssicherungspflicht, die jeden Hauseigentümer, insbesondere jeden Gastwirt, trifft. (T3)
Beisatz: Sturz über Teppich (hier kein Gastaufnahmevertrag). (T4)
Veröff: EvBl 1970/191 S 322
nur T3; Veröff: SZ 43/204
Auch; Beisatz: Hier: Einhundert Meter langer Zufahrtsweg. (T5)
nur T3; nur: Darf ebensowenig überspannt werden wie die Sorgfaltspflicht aus dem Gastaufnahmevertrag. (T6)
Beisatz: Hier: Infolge Stromausfalles unbeleuchteter Gastgarten. (T7)
Veröff: RZ 1975/77 S 180
nur T3; nur T6; Veröff: SZ 48/100 = EvBl 1976/63 S 126
nur T3; Beisatz: Hauseigentümer - Stiegenhausbeleuchtung. (T8)
nur T3; nur T6
6 Ob 600/80
Entscheidungstext OGH 11.02.1981 6 Ob 600/80
Ähnlich; nur T3; Beisatz: Sturz des Gastes durch die Glastüre, auf deren Gefährlichkeit im Zuge der baubehördlichen Kommissionierung hingewiesen wurde. Erhöhte Sorgfaltspflicht. (T9)
Ähnlich; nur: Die allgemeine Verkehrssicherungspflicht, die jeden Hauseigentümer, insbesondere jeden Gastwirt, trifft, darf ebensowenig überspannt werden wie die Sorgfaltspflicht aus dem Gastaufnahmevertrag. (T10)
Beisatz: Sturz eines Hotelgastes durch eine Glastüre. Auf die baubehördliche Genehmigung oder das Fehlen einer behördlichen Auflage kann sich der beklagte Hotelier zu seiner Entlastung nicht berufen. (T11)
nur T10; Beis wie T11 nur: Auf die baubehördliche Genehmigung oder das Fehlen einer behördlichen Auflage kann sich der beklagte Hotelier zu seiner Entlastung nicht berufen. (T12)
Veröff: ZfRV 1991,42 (hiezu H Ofner)
2 Ob 81/00a
Entscheidungstext OGH 30.03.2000 2 Ob 81/00a
Auch; nur T10; Beisatz: Hier: Ausrutschen eines Gastes vor dem Fenster eines Gasthauses auf 1096 m Höhe, welches außerhalb des Zugangsbereiches liegt. (T13)
Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Verwendung brennender Tischkerzen bei Maskenball. (T14)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Sturz eines Passanten aufgrund einer eisbedeckten Pfütze zwischen (Kunden-) Parkplatz und Anlage eines Sportgeschäftes bzw einer Fremdenpension. (T15)
nur T10; Beis wie T2
7 Ob 14/09y
Entscheidungstext OGH 18.03.2009 7 Ob 14/09y
Entscheidungstext OGH 25.05.2011 5 Ob 27/11y
Auch; Beisatz: Es sind aber jedenfalls jene Instandhaltungs- und Verbesserungsarbeiten durchzuführen, die nach den dem jeweiligen Stand der Technik entsprechenden Mindeststandards zumutbar sind. (T16)
Beisatz: Hier: Regelmäßige Überprüfung der Wasserversorgungsanlage. (T17)
ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0023311
JJR_19650317_OGH0002_0060OB00072_6500000_001
8Ob198/76 (8Ob199/76, 8Ob200/76); 3Ob606/78; 6Ob532/80; 8Ob530/81; 2Ob9/86 (2Ob10/86); 3Ob614/89; 6Ob12/05s; 6Ob110/07f; 8Ob106/12i; 8Ob53/14y
Rechtssatz für 6Ob657/78 1Ob600/93 10O...
RS0020591
6Ob657/78; 1Ob600/93; 10Ob529/94; 6Ob77/08d; 8Ob106/12i; 1Ob131/13s
ABGB §1090 IIe
Der Gastaufnahmevertrag enthält zwar auch Elemente des Mietvertrages, weist aber als ein aus Mietvertragselementen, Dienstvertragselementen, Werkvertragselementen und Kaufvertragselementen gemischter Vertrag ein eigenes Gepräge auf, sodass er einem reinen Mietvertrag nicht gleichgehalten werden kann.
6 Ob 657/78
Entscheidungstext OGH 01.09.1978 6 Ob 657/78
Veröff: SZ 51/116 = MietSlg 30249
Auch; Veröff: SZ 66/179
Auch; Veröff: SZ 69/8
6 Ob 77/08d
Entscheidungstext OGH 05.06.2008 6 Ob 77/08d
Vgl; Beisatz: Für die Abgrenzung des Gastaufnahmevertrags vom reinen Bestandvertrag ist entscheidend, ob dem Gast neben der Wohnmöglichkeit auch Verpflegung gewährt und für seine Bedienung gesorgt wird. Wird lediglich die Wohnmöglichkeit in einer Ferienwohnung zur Verfügung gestellt, so ist von einem Mietvertrag auszugehen. (T1)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Aufenthalt in einem Beherbergungsbetrieb während eines Schulschikurses. (T2)
Beisatz: Bei derartigen gemischten Verträgen ist für die Beurteilung jeder einzelnen Leistungspflicht die jeweils sachgerechteste Norm aus dem jeweiligen Vertragstyp heranzuziehen. (T3)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0020591
JJR_19780901_OGH0002_0060OB00657_7800000_001
Rechtssatz für 1Ob779/79 1Ob600/93 10O...
RS0020600
1Ob779/79; 1Ob600/93; 10Ob529/94; 4Ob299/97t; 3Ob44/99p; 6Ob104/01i; 6Ob77/08d; 8Ob106/12i; 1Ob131/13s
Der Beherbergungsvertrag (Hotelaufnahmevertrag, Gastaufnahmevertrag) ist im Gesetz nicht ausdrücklich geregelt. Es handelt sich um einen Vertrag, der Elemente des Mietvertrages, aber auch solche des Dienstvertrages, Werkvertrages und Kaufvertrages enthält und damit eine Beurteilung als Vertrag sui generis rechtfertigt.
1 Ob 779/79
Entscheidungstext OGH 14.12.1979 1 Ob 779/79
Veröff: SZ 52/189 = EvBl 1980/118 S 392
4 Ob 299/97t
Entscheidungstext OGH 28.10.1997 4 Ob 299/97t
nur: Der Beherbergungsvertrag (Hotelaufnahmevertrag, Gastaufnahmevertrag) ist im Gesetz nicht ausdrücklich geregelt. Es handelt sich um einen Vertrag, der Elemente des Mietvertrages, aber auch solche des Dienstvertrages, Werkvertrages und Kaufvertrages enthält. (T1)
Vgl; Beisatz: Für die Abgrenzung des Gastaufnahmevertrags vom reinen Bestandvertrag ist entscheidend, ob dem Gast neben der Wohnmöglichkeit auch Verpflegung gewährt und für seine Bedienung gesorgt wird. Wird lediglich die Wohnmöglichkeit in einer Ferienwohnung zur Verfügung gestellt, so ist von einem Mietvertrag auszugehen. (T2)
Auch; Beisatz: Hier: Aufenthalt in einem Beherbergungsbetrieb während eines Schulschikurses. (T3)
Beisatz: Bei derartigen gemischten Verträgen ist für die Beurteilung jeder einzelnen Leistungspflicht die jeweils sachgerechteste Norm aus dem jeweiligen Vertragstyp heranzuziehen. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0020600
JJR_19791214_OGH0002_0010OB00779_7900000_004
6Ob696/81; 1Ob23/86; 1Ob43/86; 1Ob566/88; 1Ob711/89; 1Ob564/94; 1Ob637/94; 7Ob519/94; 7Ob400/97t; 3Ob296/98w; 1Ob62/00z; 4Ob197/05g; 10Ob68/06g; 5Ob92/07a; 10Ob96/08b; 4Ob35/10s; 4Ob129/12t; 8Ob66/12g; 2Ob191/12w; 8Ob106/12i; 8Ob53/14y; 1Ob43/15b; 8Ob8/15g; 9Ob28/15f; 2Ob223/14d; 6Ob223/17p; 2Ob205/17m; 5Ob4/18a
Auch; nur T2; eisatz: Wesentlich ist die Einbeziehung des Gehilfen in das Interessenverfolgungsprogramm des Geschäftsherrn bei der von diesem veranlassten Erfüllung eigener Vertragspflichten. Voraussetzung für die Zurechnung als Erfüllungsgehilfe im Sinn des § 1313a ABGB ist somit, dass der Geschäftsherr als Vertragspartner ihn treffende vertragliche Pflichten auslagert und sich für die Erfüllung eigener Vertragspflichten des Gehilfen bedient. Der Gehilfe muss also im Pflichtenkreis des Geschäftsherrn tätig werden (T6)
Rechtssatz für 1Ob600/87 2Ob523/91 1Ob...
RS0020884
1Ob600/87; 2Ob523/91; 1Ob600/93; 10Ob529/94; 2Ob513/96; 2Ob335/97x; 6Ob103/99m; 3Ob44/99p; 2Ob202/00w; 2Ob216/01f; 7Ob24/02h; 6Ob42/02y; 2Ob216/03h; 7Ob281/04f; 6Ob70/06x; 2Ob47/07m; 2Ob60/08z; 1Ob39/08d; 2Ob206/08w; 4Ob223/10p; 2Ob70/12a; 8Ob106/12i
Den Bestandgeber treffen bei Erbringung der Hauptleistung gegenüber dem Bestandnehmer (und dessen Angehörige als geschützte Dritte) Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten, vor allem soweit es um Gefahrenquellen geht, die mit der Beschaffenheit des Bestandgegenstandes im Zusammenhang stehen und nicht ohnehin für jedermann leicht erkennbar sind. Der Bestandgeber hat demnach dafür Sorge zu tragen, dass der Bestandnehmer durch Gefahrenquellen, die mit dem Bestandgegenstand, seiner Beschaffenheit beziehungsweise der Art des Gebrauchs zusammenhängen, nicht geschädigt werde; er hat diesen vor solchen Gefahrenquellen - soweit ihm zumutbar - zu schützen, zumindest aber zu warnen. Für die infolge Vernachlässigung einer dieser Pflichten zur Gebrauchsüberlassung verursachten Schäden an Person oder Eigentum des Bestandnehmers hat der Bestandgeber diesem einzustehen.
2 Ob 523/91
Entscheidungstext OGH 18.09.1991 2 Ob 523/91
Auch; Beisatz: Die gleichen Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten treffen den Gastwirt gegenüber dem Gast, soweit es um dessen Unterbringung geht. (T1)
Veröff: SZ 66/179 = ZfRV 1994,161 (Schwind)
Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 69/8
Beisatz: Diese Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten bestehen sohin auch Personen gegenüber, die der Sphäre eines Vertragspartners angehören und denen dieser selbst offensichtlich rechtlich zur Fürsorge verpflichtet ist. (T2)
Beisatz: Hier: Sohn der Mieter. (T3)
nur: Den Bestandgeber treffen bei Erbringung der Hauptleistung gegenüber dem Bestandnehmer (und dessen Angehörige als geschützte Dritte) Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten, vor allem soweit es um Gefahrenquellen geht, die mit der Beschaffenheit des Bestandgegenstandes im Zusammenhang stehen und nicht ohnehin für jedermann leicht erkennbar sind. Der Bestandgeber hat demnach dafür Sorge zu tragen, dass der Bestandnehmer durch Gefahrenquellen, die mit dem Bestandgegenstand, seiner Beschaffenheit beziehungsweise der Art des Gebrauchs zusammenhängen, nicht geschädigt werde. (T4)
Beisatz: Diese Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten bestehen nicht nur zwischen den Vertragspartnern selbst, sondern auch gegenüber jenen Personen, die durch die Vertragserfüllung in erhöhtem Maße gefährdet werden und der Interessenssphäre eines Partners angehören, sohin gegenüber Personen, denen der Vertragspartner selbst offensichtlich rechtlich zur Fürsorge verpflichtet ist. (T5)
Beisatz: Der Kreis der begünstigten Personen umfasst die zur Hausgemeinschaft des Mieters gehörenden Personen, insbesondere seine Familienangehörigen und Hausangestellte, nicht aber Personen, mit denen er rein gesellschaftlich oder im allgemeinen Verkehr mit der Umwelt in Kontakt kommt. Nicht in den Schutzbereich des Mietvertrages sind daher Personen einzubeziehen, die sich in den Mieträumen nur kurzfristig aufhalten, wie Gäste, Lieferanten und Handwerker. (T6)
6 Ob 103/99m
Entscheidungstext OGH 25.11.1999 6 Ob 103/99m
2 Ob 202/00w
Entscheidungstext OGH 02.08.2000 2 Ob 202/00w
2 Ob 216/01f
Entscheidungstext OGH 20.09.2001 2 Ob 216/01f
6 Ob 42/02y
Entscheidungstext OGH 16.05.2002 6 Ob 42/02y
2 Ob 216/03h
Entscheidungstext OGH 16.10.2003 2 Ob 216/03h
Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Bei der Miete von Geschäftsräumlichkeiten sind alle Arbeitnehmer des Mieters geschützt, die dort ihre Dienste verrichten; sie sind den Hausgenossen eines Wohnungsmieters gleichzuhalten. (T7)
Beisatz: Keine Einbeziehung in den Schutzbereich des Mietvertrages des behandelnden Arztes mit dem von der Begleitperson des Patienten noch weiter entfernten Vermieter. (T8)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Die allfällige Schutzwirkung eines Vertrages zugunsten Dritter erstreckt sich nicht auf bloße Besucher. (T9)
Vgl; Beisatz: Der Vermieter hat im Rahmen seiner Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten gegenüber dem Mieter dafür zu sorgen, dass dieser durch die Unterlassung von Erhaltungsmaßnahmen und Betreuungsmaßnahmen an allgemeinen Teilen der Liegenschaft nicht zu Schaden kommt (so schon 5 Ob 3/05k). (T10)
nur T4; Beis wie T10; Beis wie T7; Beis wie T6 nur: Der Kreis der begünstigten Personen umfasst die zur Hausgemeinschaft des Mieters gehörenden Personen, insbesondere seine Familienangehörigen. (T11)
2 Ob 206/08w
Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 206/08w
Beis wie T2; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T9
Vgl aber; Beisatz: Die Rechtsprechung, wonach die Schutzwirkung des Mietvertrags nur Personen erfasst, die mit dem Mieter in Wohngemeinschaft leben, nicht aber Besucher, steht im Spannungsverhältnis mit den Grundsätzen des RS0034594. (T12)
Auch; nur T4; Veröff: SZ 2012/134
Vgl auch; Beisatz: Bei der Beurteilung der aus dem Beherbergungsvertrag resultierenden Schutz- und Sorgfaltspflichten wird auf den Bestandvertrag und die dem Bestandgeber gegenüber dem Bestandnehmer obliegenden Pflichten abgestellt. (T13)
ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0020884
JJR_19870610_OGH0002_0010OB00600_8700000_001
Rechtssatz für 8Ob579/90 7Ob607/91 4Ob...
RS0028495
8Ob579/90; 7Ob607/91; 4Ob251/06z; 7Ob239/06g; 4Ob129/12t; 8Ob106/12i; 9ObA4/14z; 6Ob223/17p
Die ratio der Haftung des Unternehmers nach § 1313a ABGB ist, dass der Werkunternehmer durch die Einschaltung von Hilfspersonen (Erfüllungsgehilfen im Sinne des § 1313a ABGB) den Besteller in seiner Rechtsposition nicht schlechterstellen darf. Entscheidend für die Wissenszurechnung zu Lasten des Unternehmers ist jedoch, mit welchem konkreten Aufgabenbereich der Erfüllungsgehilfe betraut war, denn gerade in diesem Bereich verwirklicht sich dann das Betriebsrisiko des Werkunternehmers.
8 Ob 579/90
Entscheidungstext OGH 15.02.1990 8 Ob 579/90
Veröff: SZ 63/20 = JBl 1990,656 (Dellinger)
Auch; Beisatz: § 1313a ABGB soll eine Schlechterstellung des Gläubigers verhindern, wenn sich der Schuldner zur Erfüllung seiner eigenen Verpflichtungen eines anderen bedient. (T1)
Vgl auch; Beisatz: Bedient sich die beklagte Gemeinde zur Erfüllung ihrer Aufgaben einer Landesbediensteten, so kann deren öffentlich-rechtliches Dienstverhältnis mit seinen weisungsrechtlichen Besonderheiten dem Vertragspartner der Gemeinde gegenüber keine andere Beurteilung der Rechtsstellung der die Pflichten der Gemeinde Erfüllenden bewirken. (T2)
Beisatz: Hier: Die Gemeinde haftet als Kindergartenerhalterin für ein Fehlverhalten einer Kindergartenleiterin. (T3)
Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2012/139
9 ObA 4/14z
Entscheidungstext OGH 29.01.2014 9 ObA 4/14z
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0028495
JJR_19900215_OGH0002_0080OB00579_9000000_002
Rechtssatz für 1Ob600/93 10Ob529/94 10...
RS0020749
1Ob600/93; 10Ob529/94; 10ObS2141/96t; 8Ob2290/96i; 2Ob81/00a; 3Ob18/00v; 9Ob114/01g; 2Ob216/01f; 5Ob108/05a; 6Ob225/05i; 1Ob39/08d; 10Ob66/09t; 4Ob113/10m; 5Ob27/11y; 7Ob95/11p; 8Ob106/12i; 2Ob205/17m
ABGB §1096 A
a) Auch bei der Abgrenzung der beherbergungsvertraglichen Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten sind die einschlägigen öffentlich - rechtlichen Vorschriften und die von den Verwaltungsbehörden erteilten Bewilligungen bedeutsam. Allerdings wird dadurch lediglich der Mindeststandard der dem Verantwortlichen obliegenden Sicherheitsvorkehrungen umrissen. b) Auch wenn sich der Schutzzweck von Arbeitnehmerschutzvorschriften nur auf die Arbeitnehmer des für die Einhaltung dieser Bestimmungen verantwortlichen Unternehmers erstreckt, sind doch solche Vorschriften umsomehr dann Ausdruck der Mindestanforderungen an die Sicherheit von Unterkünften, wenn der dafür Verantwortliche diese Räume zur gewerblichen Beherbergung von Gästen nutzt. c) Der Gastwirt hat dem Gast eine zum ordentlichen Gebrauch geeignete Unterkunft zu überlassen; diese Vertragspflichten schließen als geradezu selbstverständliche Nebenpflicht die zumutbare Ausschaltung aller Gefahrenquellen in sich, die von der Unterkunft ausgehen können. Er hat diese daher laufend zu überprüfen und ganz allgemein den für die körperliche Sicherheit der Gäste bestimmenden, nach dem jeweiligen Stand der Technik geltenden Standard durch ihm zumutbare Instandhaltungsarbeiten und Verbesserungsarbeiten einzuhalten.
nur: a) Auch bei der Abgrenzung der beherbergungsvertraglichen Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten sind die einschlägigen öffentlich - rechtlichen Vorschriften und die von den Verwaltungsbehörden erteilten Bewilligungen bedeutsam. Allerdings wird dadurch lediglich der Mindeststandard der dem Verantwortlichen obliegenden Sicherheitsvorkehrungen umrissen. (T1)
Beisatz: Auch wenn sich der Schutzzweck des § 65 Abs 3 AAV, wonach für die Aufbewahrung unter anderem von gesundheitsgefährdenden Arbeitsstoffen Trinkgefäße oder damit verwechslungsfähige Behälter, die ihrer Art nach für die Aufbewahrung von Lebensmitteln und Genußmitteln bestimmt sind, nicht verwendet werden dürfen, nicht unmittelbar auf ein Kleinkind, das sich in Begleitung seiner Eltern in einem Gastbetrieb aufhält, erstreckt, so sind doch solche Vorschriften um so mehr dann Ausdruck der Mindestanforderungen an die Aufbewahrung von gesundheitsgefährdenden Arbeitsstoffen, wenn der Aufbewahrungsort in Räumlichkeiten liegt, die Gästen offen zugänglich sind. Bei der Lagerung ätzender, giftiger oder sonst besonders gefährlicher Materialien in einem Gastgewerbebetrieb ist besondere Vorsicht angebracht. (T2)
Veröff: SZ 69/8
10 ObS 2141/96t
Entscheidungstext OGH 22.10.1996 10 ObS 2141/96t
Vgl; nur: Auch wenn sich der Schutzzweck von Arbeitnehmerschutzvorschriften nur auf die Arbeitnehmer des für die Einhaltung dieser Bestimmungen verantwortlichen Unternehmers erstreckt, sind doch solche Vorschriften umsomehr dann Ausdruck der Mindestanforderungen an die Sicherheit von Unterkünften, wenn der dafür Verantwortliche diese Räume zur gewerblichen Beherbergung von Gästen nutzt. (T3)
Beis wie T2 nur: Auch wenn sich der Schutzzweck des § 65 Abs 3 AAV, wonach für die Aufbewahrung unter anderem von gesundheitsgefährdenden Arbeitsstoffen Trinkgefäße oder damit verwechslungsfähige Behälter, die ihrer Art nach für die Aufbewahrung von Lebensmitteln und Genußmitteln bestimmt sind, nicht verwendet werden dürfen, nicht unmittelbar auf ein Kleinkind, das sich in Begleitung seiner Eltern in einem Gastbetrieb aufhält, erstreckt, so sind doch solche Vorschriften um so mehr dann Ausdruck der Mindestanforderungen an die Aufbewahrung von gesundheitsgefährdenden Arbeitsstoffen, wenn der Aufbewahrungsort in Räumlichkeiten liegt, die Gästen offen zugänglich sind. (T4)
Beisatz: Hier: Eine zur Aufbewahrung eines Spülmittels verwendete Weinflasche war in einer Getränkelade eines Buffets unter anderen Getränkeflaschen aufbewahrt. (T5)
Auch; nur T1; Beisatz: Der für die Gäste von Beherbergungswirten bestimmte Sicherheitsstandard hängt aber nicht davon ab, zu welchem Zeitpunkt behördliche Bewilligungen erteilt wurden. (T6)
nur: a) Auch bei der Abgrenzung der beherbergungsvertraglichen Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten sind die einschlägigen öffentlich - rechtlichen Vorschriften und die von den Verwaltungsbehörden erteilten Bewilligungen bedeutsam. Allerdings wird dadurch lediglich der Mindeststandard der dem Verantwortlichen obliegenden Sicherheitsvorkehrungen umrissen. b) Auch wenn sich der Schutzzweck von Arbeitnehmerschutzvorschriften nur auf die Arbeitnehmer des für die Einhaltung dieser Bestimmungen verantwortlichen Unternehmers erstreckt, sind doch solche Vorschriften umsomehr dann Ausdruck der Mindestanforderungen an die Sicherheit von Unterkünften, wenn der dafür Verantwortliche diese Räume zur gewerblichen Beherbergung von Gästen nutzt. (T7) Beisatz: Hier: Die Stufen, über die der Verunglückte im Hotel stürzte, entsprachen zum Unfallszeitpunkt nicht den Voraussetzungen der §§ 25 Abs 3 u. 26 AAV. (T8)
3 Ob 18/00v
Entscheidungstext OGH 20.09.2000 3 Ob 18/00v
nur: Auch bei der Abgrenzung der beherbergungsvertraglichen Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten sind die einschlägigen öffentlich - rechtlichen Vorschriften und die von den Verwaltungsbehörden erteilten Bewilligungen bedeutsam. (T9)
Beisatz: Dies gilt auch für den Gastwirtevertrag, der keine Beherbergung in sich schließt. (T10)
9 Ob 114/01g
Entscheidungstext OGH 09.05.2001 9 Ob 114/01g
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Schutzvorschriften zugunsten von Arbeitnehmern umreissen den Mindeststandard der dem Verantwortlichen obliegenden Sicherheitsvorkehrungen auch zugunsten anderer Personen, insbesondere von Gästen eines Gastbetriebes, wenn diese - vorhersehbar - in Bereiche kommen, die sonst nur von Arbeitnehmern betreten werden. Dies muss jedenfalls auch dann gelten, wenn mit Wissen des Gastwirtes ein vornehmlich zu Lieferzwecken dienender Nebeneingang regelmäßig von Gästen benützt wird. (T11)
Auch; nur: a) Auch bei der Abgrenzung der beherbergungsvertraglichen Schutzpflichten und Sorgfaltspflichten sind die einschlägigen öffentlich - rechtlichen Vorschriften und die von den Verwaltungsbehörden erteilten Bewilligungen bedeutsam. Allerdings wird dadurch lediglich der Mindeststandard der dem Verantwortlichen obliegenden Sicherheitsvorkehrungen umrissen. c) Der Gastwirt hat dem Gast eine zum ordentlichen Gebrauch geeignete Unterkunft zu überlassen; diese Vertragspflichten schließen als geradezu selbstverständliche Nebenpflicht die zumutbare Ausschaltung aller Gefahrenquellen in sich, die von der Unterkunft ausgehen können. Er hat diese daher laufend zu überprüfen und ganz allgemein den für die körperliche Sicherheit der Gäste bestimmenden, nach dem jeweiligen Stand der Technik geltenden Standard durch ihm zumutbare Instandhaltungsarbeiten und Verbesserungsarbeiten einzuhalten. (T12)
5 Ob 108/05a
Entscheidungstext OGH 07.06.2005 5 Ob 108/05a
Vgl; nur T1; Beisatz: Hier: Reiseveranstaltungsvertrag. (T13)
Auch; nur T1; Beisatz: Den Hauseigentümer kann eine einmal erteilte Benützungsbewilligung nicht für allemal entschuldigen, sondern hat er die bauliche Sicherheit laufend zu überprüfen und die Baulichkeiten dem Ergebnis der Kontrolle entsprechend einwandfrei instandzusetzen und ganz allgemein den für die körperliche Sicherheit der Gäste - bzw Bewohner - maßgeblichen, nach einschlägigen Gesetzen und anderen Vorschriften, aber auch nach dem jeweiligen Stand der Technik geltenden Mindeststandard durch ihm zumutbare Verbesserungsarbeiten einzuhalten. Dieser Mindeststandard ist herzustellen, soferne die Vorschriften die Sicherheitsanforderungen verschärfen. (T14)
Beisatz: Hier: Verkehrssicherungspflicht des Vermieters einer Wohnung in „behindertengerechtem" Haus. (T15)
10 Ob 66/09t
Entscheidungstext OGH 17.08.2010 10 Ob 66/09t
Auch; nur T12; Beis wie T15
Auch; nur T12; Beisatz: Hier: Unterschreiten des verordneten Grenzwerts für freies Chlor im Whirlpool. (T16)
Auch; nur T1; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T14
Auch; Beisatz: Zu den vom Hotelier geschuldeten Leistungen gehört in der Regel auch eine zum ordentlichen Gebrauch geeignete Dusche mit Warmwasser, deren gefahrlose Benützung sicherzustellen ist. (T17)
Beisatz: Es muss jedem Gastwirt bewusst sein, dass von einer (noch dazu schon älteren) Wasserversorgungsanlage bei mangelhafter Wartung und Betreuung Gefahren für die Gäste ausgehen können (zB Verbrühungen, Verunreinigung des Wassers mit Keimen etc). (T18)
Vgl; nur: Der Gastwirt hat dem Gast eine zum ordentlichen Gebrauch geeignete Unterkunft zu überlassen; diese Vertragspflichten schließen als geradezu selbstverständliche Nebenpflicht die zumutbare Ausschaltung aller Gefahrenquellen in sich, die von der Unterkunft ausgehen können. Er hat diese daher laufend zu überprüfen und ganz allgemein den für die körperliche Sicherheit der Gäste bestimmenden, nach dem jeweiligen Stand der Technik geltenden Standard durch ihm zumutbare Instandhaltungsarbeiten und Verbesserungsarbeiten einzuhalten. (T19)
Beisatz: Hier: Mietvertrag. (T20)
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0020749
JJR_19931221_OGH0002_0010OB00600_9300000_001
1Ob564/94; 9Ob510/95; 7Ob519/94; 7Ob400/97t; 1Ob148/99t; 1Ob265/03g; 1Ob127/07v; 10Ob96/08b; 4Ob130/09k; 9Ob53/12b; 2Ob234/12v; 2Ob4/13x; 2Ob191/12w; 8Ob106/12i; 9Ob69/13g; 1Ob150/13k; 8Ob49/14k; 8Ob53/14y; 8Ob8/15g; 9Ob28/15f; 6Ob90/16b; 6Ob94/16s; 6Ob223/17p; 5Ob4/18a
Rechtssatz für 1Ob564/94 7Ob400/97t 1O...
Auch; Beisatz: Wer bei der Verfolgung seiner Interessen gegenüber dem Gläubiger den Vorteil der Arbeitsteilung in Anspruch nimmt, muss auch das Risiko tragen, dass der Gehilfe schuldhaft in rechtlich geschützte Interessen des Gläubigers eingreift. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0028606
JJR_19940530_OGH0002_0010OB00564_9400000_009
1Ob265/03g; 4Ob251/06z; 7Ob250/10f; 2Ob4/13x; 8Ob106/12i; 2Ob130/14b; 8Ob53/14y; 6Ob180/14k; 6Ob90/16b; 2Ob129/15g; 6Ob94/16s; 5Ob4/18a
Rechtssatz für 4Ob251/06z 10Ob119/07h...
RS0121746
4Ob251/06z; 10Ob119/07h; 17Ob22/11a; 8Ob106/12i; 6Ob180/14k
ABGB §1295 IId4b1
Auch; Beisatz: Die Haftung eines Schuldners nach § 1313a ABGB wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass der Schuldner gar nicht in der Lage ist, nähere Anweisungen zu geben; entscheidend ist nur, dass sich der Schuldner zur Erfüllung seiner vertraglichen Pflichten eines Dritten bedient. (T1)
Beisatz: Hier: Erfüllungsgehilfeneigenschaft eines Ordinationsvertreters einer Zahnärztin. (T2)
Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Hier: Haftung nach § 18 UWG. (T3)
Auch; Beisatz: Auf die Weisungsbefugnis des Geschäftsherrn kommt es nicht an, ebenso wenig auf dessen Fachkenntnis. (T4)
Auch; Beis wie T4 nur: Auf die Weisungsbefugnis des Geschäftsherrn kommt es nicht an. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0121746
JJR_20070116_OGH0002_0040OB00251_06Z0000_001
Rechtssatz für 4Ob251/06z 8Ob106/12i 8...
RS0121747
4Ob251/06z; 8Ob106/12i; 8Ob53/14y; 6Ob180/14k
Weisungsbefugnisse des Geschäftsherren gegenüber seinem Gehilfen sind zwar in der Praxis häufig. Sie sind jedoch keine Voraussetzung, sondern nur eine Folge des Gehilfenverhältnisses: Denn es liegt rein faktisch im Interesse des Geschäftsherrn, sich wegen der nach § 1313a ABGB drohenden Haftung gewisse Einflussmöglichkeiten auf das Verhalten seines Erfüllungsgehilfen zu sichern. Verzichtet er darauf, so ist das grundsätzlich sein eigenes Risiko, nicht das seines Vertragspartners.
Auch; Beisatz: Auf die Weisungsbefugnis des Geschäftsherrn kommt es nicht an, ebenso wenig auf dessen Fachkenntnis. (T1)
Auch; nur: Auf die Weisungsbefugnis des Geschäftsherrn kommt es nicht an. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:2007:RS0121747
JJR_20070116_OGH0002_0040OB00251_06Z0000_002
1Ob1/09t; 9Ob48/09p; 1Ob8/10y; 9Ob34/10f; 3Ob90/11y; 4Ob104/11i; 3Ob182/11b; 1Ob258/11i; 9Ob65/12t; 7Ob24/13z; 9Ob41/12p; 8Ob106/12i; 7Ob74/13b; 1Ob185/13g; 9ObA115/13x; 4Ob188/13w; 4Ob133/13g; 7Ob175/13f; 1Ob27/14y; 7Ob28/14i; 9ObA68/14m; 1Ob119/14b; 9ObA51/15p; 2Ob108/15v; 8ObA78/15a; 1Ob17/16f; 2Ob124/16y; 9ObA57/16x; 9ObA44/17m; 2Ob165/16b; 1Ob116/17s; 9Ob84/17v
Beis wie T4; Beisatz: Hier: Größenschluss aus § 70 Abs 3 letzter Satz AußStrG 2005. (T6); Veröff: SZ 2015/20