Source: http://wp.luenendonk.de/artikel/landerubergreifende-services-von-wirtschaftsprufern-und-steuerberatern
Timestamp: 2018-05-22 23:04:43
Document Index: 201832723

Matched Legal Cases: ['§ 55', '§ 317', '§ 319', '§ 43', '§ 55', '§321']

Kein modernes Unternehmen kommt heute ohne die Unterstützung von Beratern aus. Dies liegt zum einen daran, dass das wirtschaftliche Umfeld zunehmend komplexer wird und zum anderen, dass es immer schwieriger wird, die notwendige Spezialexpertise im eigenen Unternehmen effizient aufzubauen oder zu erhalten.
In finanznahen Bereichen kommen hier häufig Wirtschaftsprüfer und im Thema der öffentlichen Abgaben auch Steuerberater zum Einsatz. Bei den von Wirtschaftsprüfern angebotenen Leistungen kann man grundsätzlich zwischen Abschlussprüfer-Services, d.h. Leistungen rund um die Bestätigung eines Konzern- und Jahresabschlusses, und anderen Beratungsleistungen unterscheiden.
Im folgenden Beitrag wird zunächst auf die »Services der Wirtschaftsprüfer« eingegangen. Dabei wird zwischen Services als Abschlussprüfer und reinen Beraterleistungen unterschieden. Anschließend werden die besonderen Aspekte bei den »Services von Steuerberatern« erläutert. Im gesamten Artikel stehen die Auswahlkriterien und Qualitätsanforderungen der jeweiligen Dienstleister im Vordergrund. Ebenso wird auf ggf. bestehende Besonderheiten bei Inanspruchnahme von länderübergreifenden Services eingegangen.
Services der Wirtschaftsprüfer
Bei der Prüfung von Jahres- und Konzernabschlüssen sind auch Compliance-Aspekte zu beachten; © Ridofranz / thinkstock
Die wesentlichen Aufgaben des Wirtschaftsprüfers lassen sich grundsätzlich in zwei große Bereiche unterteilen: in die der Prüfungstätigkeit, hier insbesondere die Prüfung von Jahres- und Konzernabschlüssen, und in die der betriebswirtschaftlichen Beratung.
Die beiden Tätigkeitsbereiche werden nachfolgend getrennt betrachtet, da die Anforderungen an den Service wesentlich differieren.
Die Anforderungen bei der Auswahl eines Abschlussprüfers sind hoch. Dabei sind neben dem Ziel eine effiziente und effektive Prüfung sicherzustellen auch Compliance-Aspekte zu beachten. Dies gilt umso mehr für Unternehmen von öffentlichem Interesse, wozu u.a. alle börsennotierten Unternehmen gehören. Verschiedene EU-Regelungen sehen vor, dass die Auswahl des Abschlussprüfers sehr stark reglementiert wird, um ein diskriminierungsfreies und transparentes Verfahren sicherzustellen, und diese darüber hinaus einer behördlichen Überwachung unterliegt.[1] Entsprechend der Gesetze zur Umsetzung dieser Richtlinien in deutsches Recht wird beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine Abschlussprüferaufsichtsstelle gebildet, die diese Funktion übernehmen wird.[2]
Der Wirtschaftsprüfer muss seinen Beruf unabhängig ausüben. Er muss unbefangen prüfen können und darf auch von fremden Einflüssen nicht gestört werden. Es handelt sich um eine Anforderung, die der Wirtschaftsprüfer schon aufgrund der handels- und berufsrechtlichen Regelungen erfüllen muss[3], diese ist aber auch aus der Perspektive des auftraggebenden Unternehmens von großer Bedeutung. Ihre Verletzung schadet nicht nur dem Abschlussprüfer, sondern auch der firmeneigenen Reputation.
Die Prüferunabhängigkeit zu wahren – sowohl bei Auftragserteilung als auch während der Mandatszeit – stellt besonders in internationalen Konzernen eine Herausforderung dar. Denn die Regularien zur Unabhängigkeit sind in den jeweiligen nationalen Jurisdiktionen durchaus unterschiedlich, müssen aber am Ende auf die Anforderungen im Land der Konzernobergesellschaft abgestimmt sein (soweit der Konzernabschluss einer Prüfung unterliegt). Dies sicherzustellen bedeutet einen hohen organisatorischen Aufwand für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die in der internationalen Praxis ein entsprechendes Informationssystem zu etablieren hat. Eine Beschreibung des Systems wird von ihr regelmäßig in einem Transparenzbericht nach § 55c Wirtschaftsprüferordnung veröffentlicht. Im Rahmen des Auswahlprozesses sollte dies entsprechend Berücksichtigung finden. Weiterhin sieht der Deutsche Corporate-Governance-Kodex auch vor, dass das Unternehmen vom Wirtschaftsprüfer eine sogenannte Unabhängigkeitserklärung einholt.[4]
Darüber hinaus gilt es für den Wirtschaftsprüfer und das Unternehmen gemeinsam Arbeitsabläufe zu etablieren, die einen sogenannten »Pre-Approval-Prozess« sicherstellen, d.h. einen Genehmigungsprozess für Beauftragungen neben der Abschlussprüfertätigkeit. Auch gegebenenfalls bestehende beziehungsweise definierte Grenzen für Nichtprüfungsleistungen (zum Beispiel 70 Prozent des Abschlussprüfungsgebührenvolumens) müssen laufend überwacht werden, um die Einhaltung der definierten Vorgaben zu gewährleisten.
Für die praktische Arbeit und damit für die »Belastung der Organisation« durch die Prüfung ist die Qualität im Prüfungsteam von herausragender Bedeutung. Neben der fachlichen Expertise sollten hier besonders die folgenden Aspekte im Fokus stehen: Umfang der Berufserfahrung, Vertrautheit mit der Branche und dem Geschäftsmodell des Unternehmens beziehungsweise der zu prüfenden Gruppe. In der Praxis heißt das meist, dass die wesentlichen lokalen Prüfungsteammitglieder in einer internationalen Ausschreibung schon im Auswahlprozess explizit genannt werden und sich jeweils vorstellen.
Zum Erhalt der nachhaltigen Qualität hat der Wirtschaftsprüfer ein entsprechendes Qualitätssicherungssystem einzurichten[5]. Darin können beispielsweise auch entsprechende Aus- und Fortbildungsmaßnahmen mit berücksichtigt werden. Bei international tätigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wird die Qualität der Prozesse in der Regel durch internationale Vorgaben innerhalb der Gruppe beziehungsweise des Verbundes sichergestellt.
Ein weiterer wesentlicher Faktor, der von den Wirtschaftsprüfungsgesellschaften unbedingt zu realisieren ist, ist die Nachhaltigkeit im Prüfungsteam. Es muss dafür Sorge getragen werden, dass erworbene Erkenntnisse über die individuellen Begebenheiten im Geschäftsmodell sowie der Systeme und Prozesse im Verlauf der Prüfungen, auch bei unvermeidbaren Veränderungen im Team, erhalten bleiben. Dieser Aspekt ist in der Praxis häufig schwer umzusetzen, kann aber durch eine langfristige und vorausschauende Teamplanung und durch eine gute Dokumentation zumindest teilweise abgemildert werden.
Zur Sicherung nachhaltiger Qualität müssen WP-Gesellschaften ein Qualitätssicherungssystem einrichten; © PauloResende / istock
Mit der Qualität im Prüfungsteam verbunden ist die Organisation der Prüfung, die wiederum einen wesentlichen Einfluss auf die Effizienz der Prüfung hat. Der gewählte Prüfungsansatz entscheidet darüber, wie viel Zeit und Aufwand benötigt wird, um zum Ergebnis zu gelangen. Grundsätzlich verfolgt der Abschlussprüfer einen risikoorientierten Prüfungsansatz (§ 317 Abs. 1 Satz 3 HGB). Das heißt, es ist notwendig, die bestehenden Risiken einzuschätzen, sich mit dem vorhandenen internen rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystem (IKS) zu beschäftigen und daraus ableitend die konkreten Prüfungshandlungen zu definieren. Inwieweit sich die Prüfung auf die Funktionsfähigkeit von Systemen, Prozessen und das IKS stützt, ist vom Ansatz und der Einschätzung des Abschlussprüfers abhängig. Der gewählte Prüfungsansatz determiniert somit Art und Umfang sowie das Timing der Prüfungshandlungen. Prüfungen von Systemen und Prozessen des IKS können in der Regel schon im laufenden Geschäftsjahr erfolgen und entlasten somit das Arbeitspensum nach Geschäftsjahresende, was insbesondere bei engen Terminplänen von sehr hoher Bedeutung ist.
Eine zentrale Steuerung von Systemen und Prozessen in einem internationalen Konzern ermöglicht eine sinnvolle zentrale Festlegung einer Prüfungsstrategie durch den Konzernabschlussprüfer. So gibt es häufig eine Konzernrevision oder ein konzernweit gesetztes System, welches die Rahmenbedingungen für das interne Kontrollsystem nebst Kontrollen betreffend dessen effektiver Ausgestaltung als auch der operativen Wirksamkeit definiert. Darüber hinaus bieten bestehende Shared Services gute Voraussetzungen für eine übergreifende Festlegung der Prüfungsstrategie.
Neben den Qualitätsanforderungen an die Prüfungen sind die Kosten ein wesentlicher Faktor bei der Auswahl eines geeigneten Abschlussprüfers. Bei der Auswahl sollte Transparenz über die Quantität und den Preis des eingesetzten Personals gegeben werden. Der Preiskampf in einen teilweise als »Commodity« verstandenen Service hat in manchen Bereichen zu einer Erosion der Preise geführt[6]. Es besteht das Risiko, dass der Preisdruck zu einer Verschlechterung der Qualität in der Abschlussprüfung führt. Das eingeplante Stundenbudget sollte daher ausreichend sein, um eine hochwertige Prüfung zu garantieren.
Mit dem Abschlussprüfer werden auch kritische Sachverhalte besprochen. Daher genießt er eine besondere Vertrauensstellung; © monkeybusinessimages / thinkstock
Dem Abschlussprüfer kommt eine besondere Vertrauensstellung zu. Insbesondere kritische rechnungslegungsrelevante Sachverhalte müssen mit ihm offen besprochen werden können. Gesetzesverstöße beziehungsweise Unregelmäßigkeiten, die ihm im Rahmen seiner Prüfung bekannt werden, hat er den gesetzlichen Vertretern und, soweit schwerwiegend, dem Aufsichtsorgan mitzuteilen (sogenannte Redepflicht).[7] Eine Meldepflicht an öffentliche Behörden besteht grundsätzlich nicht. Dieses Prinzip wird aber gegebenenfalls durch Artikel 7 der EU-Verordnung ausgehöhlt, da der Abschlussprüfer unter gewissen Umständen verpflichtet wird, eine Behörde über die Unregelmäßigkeiten beziehungsweise die Gesetzesverstöße zu informieren.[8] Dies kann wiederum dazu führen, dass die notwendige Offenheit des Unternehmens gegenüber dem Abschlussprüfer und damit die Vertrauensbeziehung leidet.
Eine tiefer gehende Analyse, inwieweit der Abschlussprüfer als Berater in dem geprüften Unternehmen tätig werden darf und sollte, führt an dieser Stelle zu weit. Unbestritten ist, dass jegliche Tätigkeit die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers nicht gefährden darf. Der Abschlussprüfer hat durch seine umfassende Kenntnis des Unternehmens und sein Wissen über aktuelle Entwicklungen in der Rechnungslegung die Möglichkeit, als Hinweisgeber für das Unternehmen zu fungieren. So kann er sehr gut einschätzen, inwieweit Neuerungen Relevanz haben und mit welchem Umfang Anpassungen in den Prozessen und der Rechnungslegung notwendig sind.
Wirtschaftsprüfer als reine Berater
Häufig bieten Wirtschaftsprüfer umfassende betriebswirtschaftliche Beratungsleistungen an, wobei das Tätigkeitsspektrum genauso breit gefächert ist wie die möglichen Anforderungen in der Wirtschaft. Das Portfolio kann von der Strategie- über IT-Beratung bis zu sehr spezifischen Feldern in einzelnen Branchen gehen.
Die Kombination aus hoher fachlicher Expertise und in der Regel guter Industrie- und Branchenerfahrung machen Wirtschaftsprüfer für viele Unternehmen zu wertvollen Beratern, dies vor allem in finanznahen Bereichen. Insbesondere wenn ein Prüfer das Unternehmen nicht mehr in der Abschlussprüfung betreut, sei es aufgrund einer Pflichtrotation oder aufgrund einer verlorenen Ausschreibung, kann das tiefe Wissen über Prozesse und interne Abläufe im Unternehmen im Rahmen von Beratungsprojekten genutzt werden. In der Praxis erweist sich dies jedoch oft als schwierig, weil zum einen häufig die organisatorische Trennung von Prüfung und Beratung in der WP Gesellschaft dem entgegensteht und andererseits der Prüfer nicht immer das richtige Berater-Mindset mitbringt.
Bei der Auswahl ist es wichtig genau festzulegen, was man vom Berater erwartet, welchen Kriterien (zum Beispiel Qualität, Preis et cetera) für die Auswahl entscheidend sind und wie diese Punkte bei der Auswahlentscheidung jeweils gewichtet werden.
Bei der Auswahl eines Wirtschaftsprüfers als reinen Berater, hier verstanden als Berater in wirtschaftlichen Angelegenheiten ohne gleichzeitig Abschlussprüfer zu sein, stehen im Gegensatz zur Auswahl eines Abschlussprüfers in der Regel weniger die formalen Qualitätsanforderungen (wie zum Beispiel die berufliche Unabhängigkeit) im Vordergrund.
Das Manager-Magazin nennt hier beispielsweise folgende Top-10-Anforderungen[9]:
‍Umsetzungskompetenz
‍Branchenkompetenz
‍ Kommunikationsfähigkeiten
‍Projektmanagementkompetenz
‍Prozesskompetenz
‍Funktionale Kompetenz
‍Teamfähigkeit
‍Kritikfähigkeit
Gerade im internationalen oder länderübergreifenden Kontext sind unter anderem ergänzende Kriterien wie interkulturelle Kompetenzen/Erfahrungen, Fremdsprachenkenntnisse und lokale Kompetenzen des Beraters vor Ort zu berücksichtigen − natürlich in Abhängigkeit von der gewünschten Zentralität/Dezentralität des Projektes.
Neben den qualitativen Anforderungen an den Berater sind in der Regel auch die Kosten für die Beratungsleistung von entscheidender Bedeutung, wobei neben den Stunden- und Tagessätzen auch die Nebenkosten wichtig sein können, wie zum Beispiel Reisekosten, Reisezeiten, Verwaltungspauschalen. Des Weiteren sollte klar sein, inwieweit Überstunden bei Tagessätzen inbegriffen sind und wie Form, Frequenz und Inhalt der Rechnungsstellung aussehen sollen. Letzteres ist insbesondere bei umfassenderen, komplexen und multinationalen Projekten relevant, weil der Inhalt der Rechnung eine Überprüfbarkeit durch den Auftraggeber gewährleisten muss und dies in der Praxis nicht immer einfach sichergestellt werden kann.
Services der Steuerberater
Bei der steuerlichen Optimierung der Finanzierungsstruktur eines internationalen Konzerns kann ein fachlich versierter Berater helfen; © alexsl / istock
Die Tätigkeit eines weltweit agierenden Steuerberaters beziehungsweise einer Steuerberatungsgesellschaft ist insbesondere für die Umsetzung einer internationalen Steuerstrategie beziehungsweise der Steuerung der Steuerquote in einem internationalen Konzern nahezu unerlässlich. Für die Auswahl des richtigen Steuerberaters können viele der oben genannten Qualitätskriterien für Wirtschaftsprüfer analog angewandt werden. Die Unabhängigkeit ist dann natürlich kein relevantes Kriterium, es sei denn der mit der Steuerberatung beauftragte Wirtschaftsprüfer ist gleichzeitig auch Abschlussprüfer.
Für eine konzernumfassende Steuerstrategie in einem internationalen Konzernbedarf es in der Regel eines Beraters, der sich mit den entsprechenden Aspekten sehr gut auskennt. Besonders Punkte wie die steuerliche Optimierung der Unternehmens- und Finanzierungsstruktur, die Preisgestaltung innerhalb einer international aufgestellten Unternehmensgruppe (Transferpreise) sowie Firmenkäufe im länderübergreifenden Umfeld bedürfen hierbei einer besonderen Betrachtung, welche weit über lokale Aspekte der nationalen Steuern hinausgeht.
In der Regel haben Unternehmen auch Beratungsbedarf auf nationaler Ebene, zum Bespiel bei den Steuererklärungen und/oder besonderen nationalen Steuerregelungen. Die hier benötigte Expertise kann unabhängig von den Anforderungen in punkto einer internationalen Steuerstrategie berücksichtigt werden. Der Einsatz von Beratern scheint auch unter dem Aspekt der stetigen und schnellen Änderungen im Steuerrecht sinnvoll, da das interne Vorhalten der Kompetenz über alle Steuerarten hinweg schwierig zu bewahren ist. Dies gilt insbesondere für kleinere und mittelgroße Unternehmen. Eine Einheitlichkeit der beauftragten Steuerberatergesellschaften kann aufgrund von Kostenaspekten und vereinfachter Kommunikation zwischen den diversen nationalen Steuerberatern trotzdem sinnvoll sein. In diesem Fall werden die Regularien meist über einen international ausgehandelten Vertrag definiert.
Moderne Unternehmen kommen nicht ohne die Unterstützung von Beratern aus. Hierbei kommt den Serviceangeboten von Wirtschafsprüfern und Steuerberatern eine besondere Bedeutung zu, weil diese häufig über hohe Expertise in den relevanten Fachthemen beziehungsweise auch in den jeweiligen Branchen verfügen.
Die Anforderungen an die Wirtschaftsprüfer in der Abschlussprüfung beziehungsweise an die Unternehmen im Auswahlprozess des Prüfers sind international relativ umfassend geregelt, insbesondere für sogenannte Unternehmen von öffentlichem Interesse. Aufgrund der Regulationsdichte gibt es umfassende Literatur, welche die Unternehmen unterstützen kann, einen Kriterienkatalog für die Auswahl aufzustellen und zu einer sachgerechten Entscheidung zu kommen.
Bei reinen Beratungsleistungen der Wirtschaftsprüfer und den Serviceangeboten der Steuerberater bestehen meist Qualitätsanforderungen, die weniger oder gar nicht festgelegt sind. Die Unternehmen sind daher gut beraten, entsprechende Ansprüche und Erwartungen direkt im Auswahlprozess klar zu definieren und hier auch die Besonderheiten bei Inanspruchnahmen von länderübergreifenden Services zu beachten. Hierbei kann ein Blick in den stark regulierten Bereich der Abschlussprüfung hilfreich sein, um diese Kriterien zu erarbeiten. Auf jeden Fall sind die unternehmensspezifischen Besonderheiten und Anforderungen im Auswahlprozess zu berücksichtigen. Nicht zuletzt müssen die entstehenden Kosten und der Aufwand für die Auswahl eines Prüfers oder Beraters im Verhältnis zur Bedeutung und der Größe des Projektes stehen.
[1] Vgl. Richtlinie 2014/56/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 zur Änderung der Richtlinie 2006/43/EG über Abschlussprüfungen von Jahresabschlüssen und konsolidierten Abschlüssen sowie Verordnung (EU) Nr. 537/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse und zur Aufhebung des Beschlusses 2005/909/EG der Kommission
[2] Gesetz zur Umsetzung der prüfungsbezogenen Regelungen der Richtlinie 2014/56/EU sowie zur Ausführung der entsprechenden Vorgaben der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 in Hinblick auf die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichen Unternehmen (Abschlussprüfungsreformgesetz – AReG) vom 10. Mai 2016, BGBL. I 2016 vom 17. Mai 2016, S.1142
[3] Vgl. §§ 319, 319a, und 319b Handelsgesetzbuch sowie § 43 Absatz 1 Satz 1 Wirtschaftsprüferordnung
[4] Vgl. Ziffer 7.2.1 Absatz 1 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015
[5] Vgl. § 55b Wirtschaftsprüferordnung
[6] Siehe auch Lückmann, Reinhard: Wirtschaftsprüfer: Buhlen um Mandanten in VDI Nachrichten, Ausgabe 11, 2014 (http://www.vdi-nachrichten.com/Technik-Finanzen/Wirtschaftspruefung-Buhlen-um-Mandanten)
[7] Vgl. §321 HGB; Institut der Wirtschaftsprüfer Prüfungsstandard: Zur Aufdeckung von Unregelmäßigkeiten im Rahmen der Abschlussprüfung (IDW PS 210)
[8] Vgl. Verordnung (EU) Nr. 537/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 014 über spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse und zur Aufhebung des Beschlusses 2005/909/EG der Kommission
[9] http://www.manager-magazin.de/unternehmen/beratertest/a-427596.html; Kriterien: Was bei der Beraterauswahl zählt, abgerufen 17. Mai 2016
ist seit dem 1. Januar 2015 als zweiter Geschäftsführer mit Verantwortung für die Finanzen für Randstad Managed Services (RMS), Randstad Outsourcing (ROS) und Randstad Financial Services (RFS) tätig. Bereits seit April 2014 leitet er als Director den Fachbereich Finance & Administration und verantwortet diesen auch weiterhin. Er ist Diplom-Kaufmann, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Seit 1995 war er, bis zu seinem Eintritt bei Randstad, bei der internationalen Prüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) als Partner in der Unternehmensberatung aktiv.
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