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Timestamp: 2018-11-21 09:00:40
Document Index: 274171326

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 267', '§ 267', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH', 'BGH', '§ 267', '§ 267', '§ 267', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 249', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH', 'BGH', '§ 267', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 30.11.1953 - 1 StR 318/53 - dejure.org
BGH, 30.11.1953 - 1 StR 318/53
BGHSt 5, 291
NJW 1954, 608
Das in der Vorlage der gefälschten Auszüge gegenüber den Notaren zu sehende Gebrauchmachen von einer unechten Urkunde im Sinne des § 267 Abs. 1 3. Alt. StGB ist nicht als neue Straftat zu werten, da es dem schon bei der Herstellung der Auszüge von dem Angeklagten und seinen Mittätern verfolgten Tatplan entsprach (BGH, Urteil vom 30. November 1953 - 1 StR 318/53, BGHSt 5, 291, 293;… Zieschang in LKStGB, 12. Aufl., § 267 Rn. 287).
Das Unterzeichnen der Zahlungskarte würde, da der Angeklagte bereits beim Fälschen den Plan hatte, die Zahlungskarte zu verwenden, mit dem zeitlich ersten betrügerischen Gebrauchmachen im Fall 1 eine einheitliche Tat bilden (BGHSt 5, 291, 293).
Dann aber ist das erneute Gebrauchen jeweils eine weitere, rechtlich selbständige Handlung (BGHSt 5, 291, 293; BGH, Beschluss vom 28.12.1989 - 1 StR 629/89, juris;… LK-Zieschang, StGB, 12. Aufl., § 267 Rn. 287 f. m.w.N.;… Schönke/Schröder/Cramer/Heine, StGB, 28. Aufl., § 267 Rn. 79b m.w.N.).
Verändert der Täter - wie hier - beweiserhebliche Daten und macht er von dieser Veränderung danach plangemäß Gebrauch, so ist insoweit nur von einer Tat auszugehen (vgl. BGH, Beschluss vom 28. Januar 2014 - 4 StR 528/13, NJW 2014, 871 Tz. 5; Urteil vom 30. November 1953 - 1 StR 318/53, BGHSt 5, 291, 293; jeweils zu § 267 StGB).
Diese für die täterschaftlich begangenen Alternativen des Herstellens und Gebrauchens einer unechten Urkunde anerkannte tatbestandliche Handlungseinheit, in denen der Gebrauch der Urkunde dem schon bei der Fälschung bestehenden konkreten Gesamtvorsatz des Täters entspricht (vgl. BGHSt 5, 291, 293;… BGH GA 1955, 245, 246;… Erb in MünchKommStGB § 267 Rdn. 217;… Gribbohm aaO Rdn. 288;… Cramer/Heine in Schönke/Schröder, StGB 27. Aufl. § 267 Rdn. 79, 79 b;… aA Hoyer in SK-StGB § 267 Rdn. 114), gilt auch für die Teilnahme an den verschiedenen Tatvarianten der Urkundenfälschung (…vgl. Erb aaO Rdn. 219;… Cramer/Heine aaO Rdn. 80;… Gribbohm aaO Rdn. 291 aE), und zwar selbst dann, wenn sich Anstiftung und Beihilfe jeweils auf Taten unterschiedlicher Haupttäter beziehen.
Die durch einen besonderen technischen Vorgang hergestellte Fotokopie vermittelt dagegen nur ein einigermaßen getreues Abbild des Originals; sie enthält also ähnlich wie eine Abschrift lediglich die (bildliche) Wiedergabe der in einem anderen Schriftstück verkörperten Erklärung (vgl. BGHSt 5, 291, 293 [BGH 30.11.1953 - 1 StR 318/53]; 20, 17, 18 [BGH 04.09.1964 - 4 StR 324/64]; ferner Kienapfel, Urkunden im Strafrecht, 1967 S. 359 f.).
BGH, 23.03.2001 - 2 StR 90/01
Konkurrenzverhältnis zwischen Urkundenfälschung und Verschaffen von falschen …
Dem Sachverhalt ist zu entnehmen (zumindest ist davon zugunsten des Angeklagten auszugehen), daß das Gebrauchmachen von der verfälschten Urkunde nicht auf einem neuen andersartigen Entschluß des Angeklagten beruht, was zur Annahme von Realkonkurrenz führen würde (vgl. hierzu u.a. BGHSt 5, 291 ff.).
Banküberfall - § 249 StGB, Vollendung der Wegnahme
So liegt Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrug auch vor, wenn der Täter die Urkundenfälschung durch Herstellung des Falschstückes vollendet und sie danach entsprechend seinem Plan durch betrügerisches Gebrauchmachen von dem Falschstück beendet (BGH JZ 1952, 89; vgl. dazu BGHSt 5, 291).
Berücksichtigung zusätzlicher Schäden bei der Strafzumessung - Nachträgliche …
Auch das Vorlegen der unbeglaubigten Ablichtung (Fotokopie) einer gefälschten Urkunde kann Gebrauchmachen im Sinne des § 267 StGB sein (Aufrechterhaltung von BGHSt 5, 291).
Dies ist rechtlich einwandfrei und zwar auch, soweit der Angeklagte statt der Urschrift der Falschurkunde beglaubigte oder unbeglaubigte Ablichtungen vorgelegt hat (BGHSt 5, 291 ff;… Schönke/Schröder, 11. Aufl. § 267 StGB, Randz. 42 und 74).
Die Gründe dieses Urteils stehen der von Senat in BGHSt 5, 291 ff (im Anschluß an RGSt 69, 228) vertretenen Auffassung nicht entgegen, weil es sich in BGHSt 5, 291 und auch vorliegend um die Anwendbarkeit des § 267 StGB und den Begriff des Gebrauchmachens im Sinne dieser Vorschrift handelt.
Der 1. Strafsenat sieht sich durch BGHSt 20, 17 [BGH 04.09.1964 - 4 StR 324/64] auch nicht veranlaßt, seine Entscheidung BGHSt 5, 291 aufzugeben.
BGH, 23.01.1962 - 1 StR 455/61
BGH, 04.09.1964 - 4 StR 324/64
Strafbarkeit wegen Ausweispapiermissbrauchs durch Gebrauch einer unbeglaubigten …
BGH, 13.09.1956 - 1 StR 62/56
BGH, 07.03.1989 - 5 StR 575/88
Rechtliche Wirkungen der Aufhebung von Einzelstrafen zur Ermöglichung der …
BGH, 13.12.1955 - 5 StR 221/54
BGH, 22.11.1956 - 4 StR 360/56
BGH, 18.11.1988 - 3 StR 481/88
Verurteilung wegen Alleintäterschaft bei in Betracht kommender Teilnahme - …
BGH, 23.04.1963 - 5 StR 601/62
BGH, 15.03.1956 - 3 StR 474/55
BGH, 24.07.1979 - 5 StR 395/79
Vorliegen einer Urkundenfälschung bei Verfläschung und Gebrauchmachen eines …
BGH, 03.11.1970 - 1 StR 453/70
Verhältnis von Urkundenfälschung und Untreue bei fortwährender Fingierung von …
BGH, 05.05.1965 - 2 StR 93/65
Diebstahl mittels Einbruchs - Eindringen in einen verschlossenen Raum - …
BGH, 23.10.1964 - 4 StR 374/64
BGH, 13.11.1956 - 1 StR 342/56
BGH, 15.06.1964 - 2 StR 155/64
BGH, 02.09.1958 - 5 StR 349/58
BGH, 01.07.1955 - 2 StR 155/55
BGH, 23.06.1955 - 3 StR 159/55
BGH, 22.07.1954 - 1 StR 337/54