Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/2/2148.htm
Timestamp: 2018-11-18 09:00:11
Document Index: 385670014

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 22', '§ 2', '§ 4', '§ 17', '§ 1']

2.148 Hacksberg und Steckental
Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Naturschutzgebiet "Hacksberg und Steckental" (Weil der Stadt, Grafenau, Ostelsheim, Landkreise Böblingen und Calw) vom 20. Dezember 1991 (GBl. v. 29.02.1992, S. 100).
Aufgrund von §§ 21, 58 und 64 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), zuletzt geändert durch das Biotopschutzgesetz vom 19. November 1991 (GBl. S. 701), und der §§ 22 und 33 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979, S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinden Weil der Stadt, Grafenau (Landkreis Böblingen) und Ostelsheim (Landkreis Calw) werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung "Hacksberg und Steckental".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 160 ha (60 ha Regierungsbezirk Karlsruhe, 100 ha Regierungsbezirk Stuttgart). Es umfaßt folgende Grundstücke:
a) auf dem Gebiet der Gemeinde Weil der Stadt,
· Gemarkung Weil der Stadt die Grundstücke Flst. Nm. 6494/2 und /3;
· Gemarkung Schafhausen Flst. Nrn. 2669, 2725/2, 2726/1 und /4 und /6, 2753, 2753/1, 2754-2757/1 und /2, 2981 (Bgl.), 2981/1 und /3 und 4 und /5; E.B. 1, 2; FW 18, 21; H. Str. 214, 215;
b) auf dem Gebiet der Gemeinde Grafenau,
· Gemarkung Dätzingen FIst. Nrn. 210, 212 (tw.), 255, 256/1 (tw.), 270 (tw.), 271, 271/1, 297 (tw.), 315, 317, 318, 327-333, 335, 337, 340, 342-348/1 und /2, 349-351, FW 4/2, 33;
c) auf dem Gebiet der Gemeinde Ostelsheim
· Flst. Nrn. 475, 476, 47711-4, 478/1-/3, 591, 593, 594, 604, 605, 606/1 und /2, 610, 611 (tw), 613 (tw.), 614, 615, 672/2, 769/1 und 2, 791/1 und /2, 792, 793-795, 801, 802, 804, 807, 808, 809, 818, 816-823, 832/1 und /2, 829/1 und /2, 837-839, 847, 842-844, 858, 859, 860/1 und /2, 864-869, 875, 876, 877 (tw.), 903, 904, 925, 929/1 (tw.). 1003, 1004, 1005,1006, 1009, 1012 (tw), 1018, 1029/1-/3, 1030, 1031/1 und /2, 1032. 1034/1-/3, 1033, 1035. 1036, 1037, 1038, 1039/1-/3, 1040-1044. 1045/1 und /2, 1046, 1047, 1048. 1051, 1052-1054, 1061, 1062, 1066, 1067/1 und /2, 1070, 1071, 1076, 1077, 1078, 1098, 1099, 1110, 1101, 1102, 1109/2, 1110/1 (tw.), 1113/1-/3, 1114, 1115/1 und /2. 1116-1130, 1142, 1466/1; E.B. 1/1, 1/2; FW 2, 27, 28, 33, 46/1, 47, 49, 50 (tw.), 52, 54 (tw.), 78, 110, 111, 112, 113, 124, 125, 126 (tw.), 209; Vic.W. 1 (tw.), 4 (tw.), 9/1 (tw.), 9/2 (tw.).
(2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:2500 mit durchgezogener roter, grau angeschummerter Linie eingetragen.
Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Karlsruhe und bei den Landratsämtern Calw in Calw, Vogteistraße 44 und Böblingen in Böblingen, Parkstraße 16, auf die Dauer von zwei Wochen, beginnend am Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung, Entwicklung und Pflege der unterschiedlichen Trockenbiotope mit den zahlreichen typischen und gefährdeten Pflanzen und Tierarten, die Erhaltung der heterogen strukturierten Gebiete als Lebensraum für charakteristische und seltene Tierarten, insbesondere für Kleinsäuger, Vögel, Insekten, Spinnen und Weberknechte und die Sicherung der typischen Heckengäulandschaft.
11. außerhalb von eingerichteten und gekennzeichneten Feuerstellen Feuer anzumachen oder zu unterhalten, die Verbrennung von Gehölzschnitt ist zulässig;
16. Dauergrünland umzubrechen (die Umwandlung von Acker in Grünland ist zulässig);
18. Gehölze, Hecken und Sträucher zu beseitigen oder zu zerstören, abgängige Bäume können durch entsprechende Neupflanzungen ersetzt werden;
1. für die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd, mit der Maßgabe, daß Fütterungs- und Kirrplätze nur auf Ackerflächen und im Wald und Wildäcker nur auf Ackerflächen angelegt werden. Jagdkanzeln und Hochsitze nur in herkömmlicher Holzbauweise und nicht innerhalb von Feucht- und Trockenbiotopen errichtet werden und die Fallenjagd sowie die Jagd auf Waldschnepfen unzulässig sind;
2. für die ordnungsmäßige landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang, ausgenommen § 4, Abs. 2, Nr. 3, 4, 5, 9, 11, 16 bis 18 und 21 (auf Ackerflächen ist die Aufbringung von Humus und Oberboden bis maximal 10 cm zulässig);
3. für die ordnungsmäßige forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß nur standortgemäße, heimische Gehölze gepflanzt werden, die Altholzbestände möglichst langfristig zu erhalten sind, möglichst natürlich verjüngt wird, Kahlhiebe über 1 ha vermieden werden, Altholzinseln gefördert und einzelne, sonnenexponierte Tothölzer erhalten werden; auf § 17 Naturschutzgesetz wird hingewiesen;
7. für die Wiederaufnahme des Verkehrs auf der Eisenbahnstrecke Calw-Weil der Stadt einschließlich der dafür notwendigen Anlagen (diese in Abstimmung mit der höheren Naturschutzbehörde).
§ 1 Abs. 1 Nr. 12 (Abhang des Hacksbergs, Markung Dätzingen, Gemeinde Grafenau) der Verordnung des Landratsamtes Böblingen über Landschaftsschutzgebiete vom 10. Oktober 1974 (Böblinger Bote vom 26.Oktober 1974) tritt außer Kraft.