Source: https://www.contreu.de/sammlung-sidebar/imbrennpunkt/index.html
Timestamp: 2019-09-20 01:20:49
Document Index: 190633114

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 238', '§ 145', '§ 309', '§ 839', 'Art. 34', '§ 350']

Grundsätzlich gelten für alle Rechnungen die folgenden Anforderungen,
- die in § 14 UStG normiert sind und
- für die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung darüber hinaus die gesetzlichen Bestimmungen des HGB (§§ 238 ff. HGB) und der AO (§§ 145–147 AO).
Darüber hinaus sind für die elektronische Buchführung die Grundsätze zur ordnungsgemäßen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD, BMF-Schreiben v. 14.11.2014, A 4 S 0346/13/10003) zu beachten.
Speziell für die elektronische Rechnungsstellung gibt es zudem ein ebenfalls umfangreiches BMF-Schreiben vom 29.1.2004 (IV B 7 – S 7280-19/04), das verschiedene Aspekte betrifft und ebenfalls zu beachten ist. Festzuhalten ist, dass elektronische Rechnungen grundsätzlich wie alle Rechnungen zu behandeln sind. Allerdings gibt es einige Besonderheiten, die sich vor allem aus dem Fehlen eines physischen Belegs ergeben.
Das Schreiben des LfSt Bayern stellt insbesondere klar, dass der Originalzustand eines elektronischen Dokuments jederzeit lesbar gemacht werden können muss, damit dieses die Anforderungen einer elektronischen Rechnung erfüllt.
- zur Kontierung,
- zu Ordnungskriterien für die Ablage und
- zum Buchungsdatum.
Bei Rückfragen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne auch persönlich zur Verfügung. Bitte nehmen Sie hierzu Kontakt mit uns auf.
Nachträglicher Schuldzinsenabzug bei Immobilienverkäufen
•Verkauf ab 1.1.2014: Schuldzinsen sind auch nach dem Verkauf einer vermieteten Immobilie als nachträgliche Werbungskosten abzugsfähig, wenn der Erlös der verkauften Immobilie nicht zur Schuldentilgung ausreicht.
•Verkauf bis 31.12.2013: Schuldzinsen sind auch nach dem Verkauf einer vermieteten Immobilie als nachträgliche Werbungskosten abzugsfähig; ob der Verkaufserlös zur Schuldentilgung ausreicht, spielt keine Rolle.
Quelle: www.haufe.de und dort Andrea Kutschera, Assessorin und Fachjournalistin (DFJS)
Schutz vor Kontenpfändungen, auch durch das Finanzamt
Unser täglicher Zahlungsverkehr wird auch bei Privathaushalten fast ausschließlich über Girokonten und Kreditkarten abgewickelt. Ein plötzlicher Ausfall des oder der von uns verwandten Girokonten wird als sehr unbequem bis katastrophal empfunden.
Dieser plötzliche Ausfall unseres Bankkontos kann aber recht plötzlich durch eine Kontenpfändung geschehen. Da das Finanzamt auch ohne gerichtliche Mitwirkung bereits nach einer Mahnung eine Kontenpfändung durchführen kann, ist hier eine Sicherheitsmaßnahme sehr empfehlenswert. "Die Einrichtung eines sog. P-Kontos".
Durch das Gesetz zur Reform des Kontopfändungsschutzes vom 07.07.2009 (BGBl 2009 I S. 1707) hat die Bundesregierung nun auch für alle Bürger einen Pfändungsschutz geschaffen, wie er bei Lohnpfändungen für Arbeitnehmer bereits viele Jahre lang bestand.
Durch Umstellung des eigenen Bankkontos auf ein sog. Pfändungsschutzkonto (P-Konto) kann ein monatlicher Betrag zur Sicherung der persönlichen Grundbedürfnisse von € 990,-- (für Ledige ohne Unterhaltsverpflichtung) von der Pfändung verschont bleiben. Die Neuregelung betrifft auch Kontopfändungen durch das Finanzamt. Vgl. §§ 309, 314, 316 AO.
Die Umstellung des Kontos erfolgt in der Regel kostenfrei und lohnt sich aus unserer Sicht zumindest für alle Selbständigen.
Schadenersatz vom Finanzamt bei falschem Steuerbescheid ?
Ein auf einer Amtspflichtverletzung im Sinne des § 839 BGB in Verbindung mit Art. 34 Grundgesetzt beruhender Steuerbescheid ist rechtswidrig und verletzt den Steuerpflichtigen in seinen Rechten (§ 350 Abgabenordnung). Dieser Fall ist grundsätzlich bei jedem fehlerhaften Steuerbescheid gegeben. Hierdurch kann ein Schadenersatzanspruch gegenüber der Finanzbehörde entstehen.
Die Finanzverwaltung sieht dies im Allgemeinen anders und hält einen Schadenersatzanspruch des Steuerbürgers nur in Fällen besonders grober Fehler für berechtigt. Dieser Schadenersatzanspruch besteht nach erfolgreich abgeschlossenem Einspruchsverfahren meist in den dadurch entstandenen Steuerberatungskosten.
Diese sind zunächst gegenüber dem zuständigen Finanzamt geltend zu machen. Sofern das Finanzamt einen Schadenersatzanspruch ablehnt (was meist der Fall sein wird !), kann der Anspruch auf zivilrechtlichen Wege weiter verfolgt werden. Dies sollte dann allerdings durch einen von Ihnen beauftragten Rechtsanwalt geschehen, der auch auf dem Gebiet des Steuerrechtes erfahren sein sollte. Gern arbeiten wir mit dem von Ihnen ausgewählten Anwalt zusammen.