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Timestamp: 2018-05-23 01:20:10
Document Index: 262410172

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 48', '§ 15', '§ 36', '§ 16', '§ 2', '§ 15']

TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, Titel
Ausgabe: März 1996
(BArbBl. 3/1996 S. 79, zuletzt geändert November 2003 (BArbBl. 11/2003 S. 77)
Die TRGS werden vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung im Bundesarbeitsblatt (BArbBl.) bekanntgegeben.
Hinsichtlich des Anwendungsbereichs der Umgangsvorschriften der GefStoffV sowie allgemein geltender Begriffsbestimmungen wird auf die §§ 2 und 3 der GefStoffV hingewiesen.
Vorschriften der Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Stoffen (GefStoffV) einschließlich der Nummer 6 des Anhang V der GefStoffV sind eingearbeitet und durch Kursivschrift gekennzeichnet.
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, Inhalt
5. Schädlingsbekämpfungsmittel-Auswahl und Verzeichnis
7. Sicherheitstechnische Ausstattung und Maßnahmen
9. Persönliche Schutzausrüstung
10. Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen
11. Aufbewahrung und Lagerung
12. Betriebsanweisung und Unterweisung
13. Beschäftigungsbeschränkungen
15. Schädlingsbekämpfung in Gemeinschaftseinrichtungen
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, 1 Anwendungsbereich
Diese TRGS gilt für Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, sowie Zubereitungen, bei denen die genannten Stoffe oder Zubereitungen freigesetzt werden, wenn diese
a) gewerbsmäßig oder selbständig im Rahmen sonstiger wirtschaftlicher Unternehmungen bei einem Dritten oder
b) nicht nur gelegentlich und in geringem Umfang im eigenen Betrieb, in dem Lebensmittel hergestellt, behandelt oder in Verkehr gebracht werden oder in der eigenen in § 48 a des Bundes-Seuchengesetzes (BSeuchG) genannten Einrichtung
- für Begasungen durch § 15 d Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
- für den Pflanzenschutz im Pflanzenschutzgesetz
- in der Pflanzenschutzsachkundeverordnung.
- für die vorbeugende Schädlingsbekämpfung
- für Begasungen, dafür gelten die TRGS 512 und 513
- für die Raumdesinfektion mit Formaldehyd, dafür gilt die TRGS 522
- für Desinfektionen.
- Mutterschutzrichtlinienverordnung - MuSchRiV vom 15.4.1997 (BGB1. S. 782)
- Zweites Gesetz zur Änderung des Jugendarbeitsschutzgesetzes vom 24.2.1997 (BGBl. S. 311)
- §§ 36 und 45 der Unfallverhütungsvorschrift (UVV) "Allgemeine Vorschriften" (VBG 1/GUV 0.l)
- UVV "Arbeitsmedizinische Vorsorge" (VBG 100/GUV 0.6)
- UVV "Erste Hilfe" (VBG 109/GUV 0.3)
- TRGS 514 "Lagern sehr giftiger und giftiger Stoffe in Verpackungen und ortsbeweglichen Behältern"
- ZH1/701 "Regeln für den Einsatz von Atemschutzgeräten"
- ZH1/606 " Verzeichnis zertifizierter Atemschutzgeräte"
- TRGS 555 "Betriebsanweisungen"
- TRGS 222 - Verzeichnis der Gefahrstoffe - Gefahrstoffverzeichnis -
- UVV "Flüssigkeitsstrahler" (VBG 87/GUV 3.9)
- TRB 280 - Betreiben von Druckgasbehältern
- TRGS 507 "Oberflächenbehandlung in Räumen und Behältern"
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, 2 Begriffsbestimmungen
- Gesundheits- und Vorratsschutz sowie besonderer Materialschutz,
- Holz- und Bautenschutz,
- Begasungen in den vorgenannten Bereichen.
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, 3 Anzeigepflicht
Wer Schädlingsbekämpfungen nach Nummer 1 durchführen oder nach mehr als einjähriger Unterbrechung wieder aufnehmen will, hat dieses mindestens sechs Wochen vor Aufnahme der ersten Tätigkeit der zuständigen Behörde anzuzeigen.
Die Anzeige muß insbesondere folgende Angaben enthalten:
den Nachweis, daß die personelle, räumliche und sicherheitstechnische Ausstattung des Unternehmers für diese Arbeiten ausreichend geeignet ist,
c) Wirkungsmechanismen und
d) Anwendungsverfahren der zur Schädlingsbekämpfung vorgesehenen Schädlingsbekämpfungsmittel
e) Verfahren zur Minimierung von Schädlingsbekämpfungsmittelrückständen,
Ergebnisse der Prüfungen nach § 16 Abs. 2 GefStoffV.
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, 5 Schädlingsbekämpfungsmittel
5 Schädlingsbekämpfungsmittel - Auswahl und Verzeichnis
Der Arbeitgeber muß prüfen, ob für den Zielbereich und die Zieltierart Schädlingsbekämpfungsmittel mit einem geringeren gesundheitlichen Risiko als die von ihm in Aussicht genommenen erhältlich sind. Ist ihm die Verwendung dieser Schädlingsbekämpfungsmittel zumutbar und ist die Subsituation zum Schutz von Leben und Gesundheit der Arbeitnehmer erforderlich, so darf er nur diese verwenden. Kann der Schutz von Leben und Gesundheit der Arbeitnehmer vor Gefährdung durch das Auftreten von Gefahrstoffen am Arbeitsplatz nicht durch andere Maßnahmen gewährleistet werden, muß der Arbeitgeber prüfen, ob durch Änderung des Herstellungs- und Verwendungsverfahrens oder durch den Einsatz von emissionsarmen Verwendungsformen von Gefahrstoffen, deren Auftreten am Arbeitsplatz verhindert oder vermindert werden kann. Ist dies technisch möglich und dem Arbeitgeber zumutbar, muß der Arbeitgeber die erforderliche Verfahrensänderung vornehmen oder die emissionsarmen Verwendungsformen anwenden. Das Ergebnis der Prüfung nach den Sätzen 1 und 3 ist schriftlich festzuhalten und der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen.
Bei der Prüfung nach Nummer 5.1 sind folgende gefahrenmindernde Grundsätze zu beachten
- Einsatz geeigneter diagnostischer Verfahren vor und nach der Mittelausbringung zur Ermittlung der Befallstellen und des Befallgrades,
- Einsatz mechanisch-physikalischer Verfahren (Fallen, Köder, Gitter, Klebeflächen usw.),
- gezielte Versteck-, Rast- und/oder Laufflächenbehandlung,
- Anwendung von Stufenverfahren,
- wenn möglich, Kurzzeitmittel einsetzen (nicht bei Verwendung von Insektenwuchsregulatoren und Ködern),
- Mittelwahl ausrichten auf mögliche inaktivierende Eigenschaften der Aufbringeflächen (PH-Wert, Feuchte, Temperatur, Ladung, Verschmutzung einschließlich Staubanfall usw.),
- Anwendung schädlingsgruppen- und stadienorientierter Ausbringungskonzentrationen und -mengen.
Der Arbeitgeber ist verpflichtet, ein Verzeichnis der Schädlingsbekämpfungsmittel zu führen, mit denen er umgeht. Das Verzeichnis muß mindestens folgende Angaben enthalten:
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, 6 Organisatorische Maßnahmen
Schädlingsbekämpfung ist so durchzuführen, daß Mensch und Umwelt nicht gefährdet werden.
der nächstgelegene Wasseranschluß bekannt sein.
Der Sachkundige hat insbesondere dafür zu sorgen, daß
sichergestellt ist, daß das Schädlingsbekämpfungsmittel nach der Gebrauchsanweisung des Herstellers eingesetzt wird,
Diese können z.B. in ausreichend langem Lüften, Entfernen von Köderresten, Ergreifen von Abschirmmaßnahmen oder der Reinigung mit empfohlenen Mitteln oder Verfahren bestehen.
Bei einer Schädlingsbekämpfung muß die Freigabe durch den Sachkundigen schriftlich erfolgen.
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, 8 Hygienische Schutzmaßnahmen
Arbeitnehmer, die mit Schädlingsbekämpfungsmitteln umgehen, dürfen in Arbeitsräumen oder an ihren Arbeitsplätzen im Freien keine Nahrungs- und Genußmittel zu sich nehmen. Für diese Arbeitnehmer sind Bereiche einzurichten, in denen sie Nahrungs- und Genußmittel ohne Beeinträchtigung ihrer Gesundheit durch Gefahrstoffe zu sich nehmen können.
Eine Duschmöglichkeit ist zur Verfügung zu stellen, wenn der Hersteller des Schädlingsbekämpfungsmittels in der Gebrauchsanweisung vorgegeben hat, daß nach dem Umgang zu duschen ist.
Arbeits- und Schutzkleidung, die durch den Umgang mit Schädlingsbekämpfungsmitteln verunreinigt worden ist, muß in dichtschließenden Transportbehältern transportiert werden. Erforderlichenfalls ist die Kleidung im Anschluß an den Transport im Freien zu lüften.
Während des Umgangs mit Schädlingsbekämpfungsmitteln dürfen die Beteiligten nicht unter dem Einfluß von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln stehen.
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, 9 Persönliche Schutzausrüstung
Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, daß die Arbeitnehmer nur solange beschäftigt werden, wie es das Arbeitsverfahren unbedingt erfordert und es mit dem Gesundheitsschutz vereinbar ist.
Ob und welche persönliche Schutzausrüstung bereitgestellt werden muß, ist in Abhängigkeit vom auszubringenden Schädlingsbekämpfungsmittel, vom Ausbringungsverfahren, vom Reinigungsmittel und von der zu bekämpfenden Schädlingsart zu beurteilen. Dabei sind sowohl die Wirkstoffe und die Synergisten als auch die möglichen Hilfsstoffe zu berücksichtigen. Hilfsstoffe können u. a. Netz- und Lösungsmittel, Emulgatoren, Anti-Korrosiva und Stabilisatoren sein.
Je nach Ausbringungsart der Schädlingsbekämpfungsmittel sind mindenstens folgende Schutzausrüstungen anzuwenden:
Ausbringungsart Atemschutz/ Augenschutz Schutzkleidung geeignete Unterkleidung Schutzhandschuhe geeignete
(Material,
Beschichten* F/HM + - + -
Sprühen FP/VM + + + +
Vernebeln FP/VM + Übergänge ankleben + + +
KB = Korbbrille
HM = Halbmaske VM = Vollmaske
FP = Kombinationsfilter + erforderlich
- nicht erforderlich *Tauchen
Besteht die Gefahr anderer Verletzungen oder Gesundheitsgefährdung, sind zusätzlich entsprechende persönliche Schutzausrüstungen zu tragen, z.B. Schutzhelm, Schutzbrille, Schutzschuhe, Gummischürze.
1 Regeln für den Einsatz von Atemschutzgeräten (Bestell-Nummer ZH 1/701) und Verzeichnis zertifizierter Atemschutzgeräte (Bestell-Nummer ZH 1/606)
Zu beziehen beim Carl Heymanns Verlag KG, Luxemburger Straße 449, 50939 Köln
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, 10 Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen
wenn er von einem ermächtigten Arzt innerhalb der nach der UVV VBG 100/ GUV 0.6 für das Tragen von Atemschutzgeräten für die erste und die folgenden Vorsorgeuntersuchungen festgelegten Fristen untersucht worden ist.
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, 11 Aufbewahrung und Lagerung
Schädlingsbekämpfungsmittel sind so aufzubewahren oder zu lagern, daß sie die menschliche Gesundheit und die Umwelt nicht gefährden. Es sind dabei geeignete und zumutbare Vorkehrungen zu treffen, um den Mißbrauch oder einen Fehlgebrauch nach Möglichkeit zu verhindern.
Mit "T+" oder "T" gekennzeichnete Schädlingsbekämpfungsmittel sind unter Verschluß oder so aufzubewahren oder zu lagern, daß nur sachkundige Personen Zugang haben.
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, 12 Betriebsanweisungen und Unterweisungen
12 Betriebsanweisungen und Unterweisungen
Der Arbeitgeber ist verpflichtet, werdende oder stillende Mütter sowie die übrigen bei ihm beschäftigten Arbeitnehmerinnen, und wenn ein Betriebs- oder Personalrat vorhanden ist, diesen über die Ergebnisse der Beurteilung der Arbeitsbedingungen und über die zu ergreifenden Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu unterrichten, sobald das möglich ist (§ 2 Satz 1 MuSchRiV).
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, 13 Beschäftigungsbeschränkungen
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, 14 Erste Hilfe
Die Einrichtungen zur Ersten Hilfe sind jährlich auf Vollständigkeit und Gebrauchsfähigkeit zu überprüfen, z.B. durch Ersthelfer. Über die Überprüfung ist Buch zu führen.
Die nach der UVV Erste Hilfe (VBG 109/GUV 0.3) erforderlichen Ersthelfer sind von einem Arbeitsmediziner in der Ersten Hilfe, insbesondere im Zusammenhang mit den eingesetzten Schädlingsbekämpfungsmitteln, zusätzlich aus- und fortzubilden. Eine Wiederholung und Fortbildung muß mindestens in zweijährigem Abstand durchgeführt werden. Über die durchgeführten Maßnahmen ist Buch zu führen.
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, 15 Schädlingsbekämpfung in Gemeinschaftseinrichtungen
- öffentliche und private, dem allgemeinbildenden und berufsbildenden Unterricht dienende Schulen
- Schülerheime, Schullandheime, Säuglingsheime, Kinderheime, Kindergärten, Kindertagesstätten, Lehrlingsheime, Jugendwohnheime, Ferienlager und ähnliche Einrichtungen
- Krankenhäuser, Entbindungsheime, Kurheime, Altenheime, Altenwohnheime und Pflegeheime, sonstige Einrichtungen zur heimmäßigen Unterbringung und Massenunterkünfte
- sonstige Gemeinschaftseinrichtungen, wie z.B. Kantinen, Schwimmbäder und Museen.
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, 16 Dokumentation
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, Anhang 1
Anhang I zur TRGS 523
Die Anerkennung der Sachkunde nach den Nummern 4.3.2 und 4.4 dieser TRGS kann nach derzeitigem Stand der Technik für die folgenden genannten Teilbereiche der Schädlingsbekämpfung vorgenommen werden:
– Gesundheits- und Vorratsschutz sowie besonderer Materialschutz
a) Theoretische Grundkenntnisse nach Nummer 3 dieses Anhangs
b) Theoretische Spezialkenntnisse nach Nummer 4 dieses Anhangs in mindestens einem Anwendungsbereich
c) Berufspraxis nach Nummer 5 dieses Anhangs
a) Zeugnissen einer nach Nummer 4.3.2 Satz 1 dieser TRGS als gleichwertig anerkannten Prüfung oder Ausbildung
b) Zeugnissen über eine nach Nummer 4.3.2 Satz 2 dieser TRGS für einen bestimmten Anwendungsbereich als gleichwertig anerkannte Prüfung oder Ausbildungsabschluß.
3. Theoretische Grundkenntnisse
– Naturwissenschaftliche Grundlagen (Fachrechnen, Physik, Chemie, Biologie, Toxikologie),
– Arbeitsschutz einschließlich Unfallverhütung
– Gesundheits-, Tier- und Umweltschutz einschließlich Gefahrstoffrecht,
Im Lehrgang sind für die in Nummer 3.1 genannten Lernbereiche nachstehende Lerneinheiten à 45 Minuten als ausreichend anzusehen:
Arbeitsschutz - Organisation und Grundlagen -
(beispielhaft bezogen auf Arbeitsschutz und Eigenschaften der als Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzten Gefahrstoffe)
4. Spezialkenntnisse
Theoretische Spezialkenntnisse sind, bezogen auf den jeweiligen Teilbereich gemäß Nummer 1.2-1.7, wie folgt erforderlich:
- Kenntnisse über Art, Beschaffenheit bzw. Konstruktion des zu schützenden Gutes
- Schädlinge des Teilbereiches einschl. Diagnose des Schädlingsbefalls ggf. Differenzierung nach Stadien
- Spezielle Schädlingsbekämpfungsmittel dieses Anwendungsbereiches, ihre Wirkstoffe, Formulierungen, Wirkungsweise, Effekte sowie eventuelle Prüf- oder Gütezeichen der Präparate
- Eignung und Kapazität von Tötungsmaßnahmen
- Kriterien einer ordnungsgemäßen tierschutzgerechten Tötung
- Toxizität und Verhalten des Wirkstoffs im Nicht-Zielorganismus
- Chemisches Verhalten der Schädlingsbekämpfungsmittel in der Umwelt (Abbau-, Verteilungs- und Akkumulationsverhalten)
- Transport, Lagerung, Rückstandsbestimmung, Reinigung und Entsorgung der Präparate
- Verhalten bei Vergiftungsfällen
- Prophylaktische Maßnahmen, Sicherheitsmaßnahmen zum Anwender-, Betroffenen- und Umweltschutz
- Gerätetechnik einschl. Bedienung und Wartung, Herstellen gebrauchsfertiger Zubereitungen, Ausbringungsverfahren
- Arbeitsrichtlinien zur Befallsermittlung, Vorbereitung, Durchführung, Erfolgskontrolle, Nachbehandlung
Für Nummer 1.3 wird außerdem auf DIN 68 800 verwiesen
- Gesundheits- und Vorratsschutz sowie besonderer Materialschutz
a) für einen uneingeschränkten Sachkundenachweis:
• eine mit Erfolg abgelegte Abschlußprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und danach eine mindestens zweijährige berufliche Tätigkeit oder
• eine mindestens vierjährige berufliche Tätigkeit.
b) für einen Sachkundenachweis, der auf einen Teilbereich beschränkt ist: mindestens 30 % der unter Buchstabe a) genannten Zeiten,
bei Beschränkung des Sachkundenachweises auf bestimmte Schädlinge mit Beschränkung auf bestimmte Bekämpfungsmittel und einen Teilbereich genügt eine mindestens dreimonatige Berufspraxis.
Die Berufspraxis muß in einschlägigen Einrichtungen mit adäquaten praktischen Tätigkeiten abgeleistet sein, die den angestrebten Teilbereichen sachdienlich sind. Bei der Berufspraxis wird von einer Vollzeitbeschäftigung ausgegangen. Bei Teilzeit verlängert sich die Zeit entsprechend.
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, Anhang 2
Anhang II zur TRGS 523
örtliche Aufsichtsbehörde Absender
cc. Kreisverwaltungsbehörde
cc. Amt für Arbeitsschutz ___________________________
Gem. Anhang V Nr. 6.4.2 der Gefahrstoffverordnung teilen wir Ihnen mit, daß wir beauftragt wurden, in der nachfolgend aufgeführten Gemeinschaftseinrichtung eine Schädlingsbekämpfungsmaßnahme durchzuführen.
1. Anschrift der Gemeinschaftseinrichtung:
2. Auftraggeber (wenn von Pkt. 1 abweichend):
3. betroffene Gebäude/-teile, Räume bzw. Flächen:
4. vorgesehener Zeitpunkt bzw. Zeitraum:
5. Zielorganismen:
6. vorgesehenes Mittel:
Handelsname Wirkstoff (e) Anwendungs-
konzentration Einstufung nach der GefStoffV
7. Ausbringungsverfahren:
8. besondere Schutzmaßnahmen (z.B. Entfernen von Lebensmitteln, ggf. Anbringen von Hinweisschildern usw.):
9. vorgesehenes Reinigungsverfahren (einschl. Mittel):
Die personellen und sicherheitstechnischen Voraussetzungen nach TRGS 523 sind gegeben.
TRGS 523: Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen, Anhang 3
Anhang III zur TRGS 523
Bek. des BMA vom 1. März 1998  III b 4-35125-5 –
(BArbBl. Nr. 4/1998)
Im Folgenden gibt das BMA die Listen der von den Ländern anerkannten Trägern von Sachkundelehrgängen nach
B. Nach TRGS 522 "Raumdesinfektion mit Formaldehyd" Ausgabe Juni 1992 (BArbBl. 6/1992 S. 35), geändert BArbBl. 10/1994 S. 135 und TRGS 523 "Schädlingsbekämpfung mit sehr giftigen, giftigen und gesundheitsschädlichen Stoffen und Zubereitungen" Ausgabe März 1996 (BArbBl. 3/1996, S. 79 bis 84)
B. Nach TRGS 522 bzw. TRGS 523
Bundesland Lehrgangsart Lehrgangs-
träger Anerkennungs- behörde Datum und Aktenzeichen
Freie und Hansestadt Hamburg TRGS 522 "Raumdesinfek-
tion mit Formaldehyd" Hygienisches Institut Abt. Krankenhaus- hygiene Markmannstr. 129 a 20539 Hamburg Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales Datum: 22.03.94 Aktenzeichen: 546-60.3
Hessen Lehrgang zur Erlangung der Sachkunde nach § 15 d GefStoffV i. V. m. Anhang V Nr. 5  Sulfurylfluorid – Desinsekta Gesellschaft für Schädlingsbe- kämpfung mbH Schönberger Weg 3 60488 Frankfurt/M. Regierungs- präsidium Darmstadt Datum: 04.12.96 Aktenzeichen: II 16 b-18 n 06/05-D-2
Webcode: M428-1