Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=18.09.1990&Aktenzeichen=XI%20ZB%208/90
Timestamp: 2020-02-18 09:01:43
Document Index: 119552777

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 212', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 212', 'BGH', 'BGH', '§ 212', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 212', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 212', 'BGH', '§ 416', 'BGH', 'BGH', '§ 212', 'BGH', 'BGH', '§ 212', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 212', 'BGH', 'BGH', '§ 212', 'BGH']

BGH, 18.09.1990 - XI ZB 8/90 - dejure.org
https://dejure.org/1990,864
BGH, 18.09.1990 - XI ZB 8/90 (https://dejure.org/1990,864)
BGH, Entscheidung vom 18.09.1990 - XI ZB 8/90 (https://dejure.org/1990,864)
BGH, Entscheidung vom 18. September 1990 - XI ZB 8/90 (https://dejure.org/1990,864)
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Urteilszustellung - Entgegennahme durch Kanzleipersonal - Zustellungsbewirkung
ZPO § 212a
NJW 1991, 42
MDR 1991, 50
NJ 1991, 79
VersR 1991, 124
BB 1990, 2074
BSG, 23.04.2009 - B 9 VG 22/08 B
Sozialgerichtliches Verfahren - Berufungsfrist - Zustellung - Urteil - …
Diese Rechtsprechung hat der BGH in der Folgezeit fortgeführt (vgl etwa BGH NJW 1991, 42; BGH NJW-RR 1992, 251; BGH NJW 1994, 2295).
Zur Wirksamkeit einer nach § 212a ZPO bewirkten Zustellung gehört u.a. der Wille des Anwalts, das in seinen Gewahrsam gelangte Schriftstück auch tatsächlich als zugestellt zu behandeln (BGH, Beschluß vom 18. September 1990 - XI ZB 8/90 - BGHR ZPO § 212a Empfangswille 1).
Dies ist unstreitig (z.B. BGH NJW 1990, 1239; BGH NJW 1991, 42 und BGH NJW 1992, 512, jeweils m.w.N.;… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 53. Aufl., § 212 a Rz 7; vgl. jüngst Beschluß des Senats vom 2. Dezember 1994 - 4 AZB 17/94 -, zur Veröffentlichung in der Fachpresse vorgesehen).
BFH, 31.10.1996 - VIII B 11/96
Grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache bei vorhandener Klärung der Frage …
Im Urteil in BFH/NV 1988, 451, 452 hat der BFH diese Rechtsprechung unter erneuter Bezugnahme auf die nachgewiesene Rechtsprechung des BGH und BVerwG bekräftigt (vgl. z. B. Beschluß des BVerwG vom 15. Juli 1985 3 B 18/85; StRK, Verwaltungszustellungsgesetz, § 5, Rechtsspruch 31; BVerwGE 97, 316, 317 [BVerwG 25.01.1995 - 6 P 19/93], m. w. N.; BGH-Beschlüsse vom 13. Juni 1996 VII ZB 12/96 (KG), NJW 1996, 2514, 2515; vom 18. September 1990 XI ZB 8/90, NJW 1991, 42; BGH-Urteil vom 7. Juni 1990 III ZR 216/89, NJW 1990, 2125 [BGH 07.06.1990 - III ZR 216/89], mit umfangreichen Nachweisen).
Damit lag nicht nur die - erforderliche - anwaltliche Gewahrsamsbegründung, sondern auch die Willensentschließung eines Prozeßbevollmächtigten der Beklagten vor, das Schriftstück als zugestellt zu behandeln (vgl. zum Empfangswillen BGH, Beschluß vom 18. September 1990 - XI ZB 8/90 = NJW 1991, 42 unter II 2 b = BGHR ZPO § 212a - Empfangswille 1).
BGH, 28.09.1994 - XII ZR 250/93
Zeitpunkt der Zustellung eines Schriftstücks an einen Rechtsanwalt; Beweis der …
Das Berufungsgericht hat auch nicht verkannt, daß das von einem Anwalt ausgestellte Empfangsbekenntnis eine Privaturkunde im Sinne des § 416 ZPO darstellt und daher grundsätzlich Beweis dafür erbringt, daß die darin enthaltene Erklärung vom Aussteller abgegeben worden ist, jedoch nicht den Beweis ausschließt, daß diese Erklärung inhaltlich unzutreffend ist (ständige Rechtsprechung, vgl. Senatsbeschlüsse vom 28. Oktober 1981 - IVb ZB 687/81 - VersR 1982, 160 und vom 4. Dezember 1985 - IVb ZB 68/85 - VersR 1986, 371, 372; BGH, Beschluß vom 18. September 1990 - XI ZB 8/90 - BGHR ZPO § 212a Empfangswille 1 = VersR 1991, 124, 125).
Maßgeblich bleibt die Willensentschließung des Rechtsanwalts, das Schriftstück auch tatsächlich als zugestellt zu behandeln (vgl. BGH, Beschluß vom 18. September 1990 - XI ZB 8/90 - aaO. und Senatsbeschluß vom 25. September 1991 - XII ZB 98/91 - BGHR ZPO § 212a Empfangswille 2).
Er muß dies durch Unterzeichnung des Empfängerbekenntnisses beurkunden (BGHZ 30, 335, 336 [BGH 25.09.1959 - IV ZR 84/59], BGH Beschluß vom 18. September 1990 - XI ZB 8/90 = NJW 1991, 42; ständige Rechtsprechung).
BGH, 25.09.1991 - XII ZB 98/91
Wirksame Zustellung durch Unterzeichnung des Empfangsbekenntnisses bei vorheriger …
Für eine Zustellung gemäß § 212a ZPO genügt zwar nicht die Entgegennahme des Schriftstücks durch das Kanzleipersonal; vielmehr muß der Rechtsanwalt selbst als Zustelladressat Kenntnis von dessen Zugang erlangen und sodann entscheiden, ob er es als zugestellt annehmen will (vgl. BGH, Beschluß vom 18. September 1990 - XI ZB 8/90 - BGHR ZPO § 212a Empfangswille 1; NJW 1991, 42 m.w.N.).
OLG Köln, 16.11.2012 - 19 U 93/12
Wenn die Software-Optimierung gegen den Willen des Kunden kostenpflichtig ist
BGH, 17.04.1991 - XII ZB 40/91
Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen eines Kindes - Wiedereinsetzung in den …
OLG Schleswig, 10.12.2004 - 13 UF 198/04
Anforderungen an die Büroorganisation eines Rechtsanwalts bei Zustellung eines …
OLG Dresden, 09.02.2012 - 8 U 1128/11
Empfangsbereitschaft; Widerspruchsfreiheit; Verfahrenstrennung
LAG Rheinland-Pfalz, 08.11.2018 - 4 Sa 465/17
Tarifvertragsauslegung
LAG Nürnberg, 05.05.1992 - 6 TaBV 10/91
Klage eines Betriebsrats gegen den Arbeitgeber auf Unterlassung der einseitigen …
OLG Köln, 24.04.2001 - 9 U 126/00
Verfahrensrechtlichen Bedeutung eines Empfangsbekenntnis als Privaturkunde im …
OLG Frankfurt, 28.06.1994 - 8 U 65/94
Zivilprozessrechtliche Voraussetzungen des Anspruchs auf Gewährung von …