Source: https://www.steuba.de/einkommensteuer/altersentlastungsbetrag-steuer-estg-einkommensteuer/
Timestamp: 2020-01-28 14:03:32
Document Index: 245528757

Matched Legal Cases: ['§ 24', '§ 19', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 52', '§ 22']

Altersentlastungsbetrag: Voraussetzungen und Berechnung + Beispiel
15 Feb Altersentlastungsbetrag: Was sind die Voraussetzungen?
VerÃ¶ffentlicht um: 16:58Uhr in Einkommensteuer	von	Michael Jonas
Was versteht man unter dem Altersentlastungsbetrag bei der Einkommensteuer? Wie berechnet sich dieser?
Was versteht man unter dem Altersentlastungsbetrag?
Wie berechnet sich der Altersentlastungsbetrag? inkl. Beispiel fÃ¼r eine Berechnung
Wie berechnet sich der Altersentlastungsbetrag?
Werden steuerfreie Einnahmen auch in die Berechnung des Altersentlastungsbetrags einbezogen?
Wo finde ich den Prozentsatz fÃ¼r die Berechnung des Altersentlastungsbetrags?
Beispiel fÃ¼r die Berechnung des Altersentlastungsbetrags
Wie hoch ist der Altersentlastungsbetrag Jahr 2018?
Renten sind durch die Besteuerung mit dem Besteuerungsanteil und Pensionen durch den Versorgungsfreibetrag begÃ¼nstigt â€“ und auch fÃ¼r die Ã¼brigen AlterseinkÃ¼nfte gibt es eine steuerliche VergÃ¼nstigung: Der Altersentlastungsbetrag gemÃ¤ÃŸ Â§Â 24a EStG begÃ¼nstigt alle AlterseinkÃ¼nfte mit Ausnahme von Renten und Pensionen.
WÃ¤hrend sich Versorgungsfreibetrag und Besteuerungsanteil bereits bei der Ermittlung der jeweiligen EinkÃ¼nfte positiv auswirken, wird der Altersentlastungsbetrag von der Summe der EinkÃ¼nfte abgezogen â€“ erst nach Abzug des Altersentlastungsbetrags ergibt sich dann der Gesamtbetrag der EinkÃ¼nfte .
Der Altersentlastungsbetrag fÃ¼hrt also bei Ã¤lteren Steuerzahlern zu einer Verminderung der Steuerlast. Hat der Steuerpflichtige bereits vor Beginn des Kalenderjahres sein 64.Â Lebensjahr vollendet, so steht ihm der Altersentlastungsbetrag zu.
Â§ 24a EStG regelt diesen gesetzlich wie folgt:
Der Altersentlastungsbetrag ist bis zu einem HÃ¶chstbetrag im Kalenderjahr ein nach einem Prozentsatz ermittelter Betrag des Arbeitslohns und der positiven Summe der EinkÃ¼nfte, die nicht solche aus nichtselbstÃ¤ndiger Arbeit sind.Â 2Bei der Bemessung des Betrags bleiben auÃŸer Betracht:
1. VersorgungsbezÃ¼ge im Sinne des Â§ 19 Absatz 2;
2. EinkÃ¼nfte aus Leibrenten im Sinne des Â§ 22 Nummer 1 Satz 3 Buchstabe a;
3. EinkÃ¼nfte im Sinne des Â§ 22 Nummer 4 Satz 4 Buchstabe b;
4. EinkÃ¼nfte im Sinne des Â§ 22 Nummer 5 Satz 1, soweit Â§ 22 Nummer 5 Satz 11 anzuwenden ist;
5. EinkÃ¼nfte im Sinne des Â§ 22 Nummer 5 Satz 2 Buchstabe a.
Was muss konkret rausgerechnet werden?
Zu den begÃ¼nstigten EinkÃ¼nften, die deshalb bei der Bemessung des Altersentlastungsbetrages auÃŸer Betracht bleiben sollen, zÃ¤hlen (R 24a Abs. 1 und 2 EStR; H 24a Berechnung des Altersentlastungsbetrages EStH):
VersorgungsbezÃ¼ge.
EinkÃ¼nfte aus Leibrenten i.S.d. Â§ 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a EStG
EinkÃ¼nfte i.S.d. Â§ 22 Nr. 4 Satz 4 Buchst. b EStG (AbgeordnetenbezÃ¼ge);
EinkÃ¼nfte i.S.d. Â§ 22 Nr. 5 Satz 1 EStG, soweit Â§ 52 Abs. 34c EStG anzuwenden ist. (Im weitesten Sinne Versorgungsleistungen)
EinkÃ¼nfte i.S.d. Â§ 22 Nr. 5 Satz 2 Buchst. a EStG. (grundsÃ¤tzlich Leistungen aus einem Pensionsfonds, einer Pensionskasse oder einer Direktversicherung, soweit sie aufÂ nicht gefÃ¶rdertem KapitalÂ beruhen)
Bemessungsgrundlage fÃ¼r den Altersentlastungsbetrag ist der Arbeitslohn und die positive Summe der EinkÃ¼nfte, die nicht solche aus nicht selbststÃ¤ndiger Arbeit sind. Um eine doppelte SteuerbegÃ¼nstigung der AlterseinkÃ¼nfte zu vermeiden, bleiben z.B. Leistungen eines Pensionsfonds, auf die der Versorgungsfreibetrag anzuwenden ist, sowie EinkÃ¼nfte aus der betrieblichen Altersversorgung und aus bestimmten Leibrenten, fÃ¼r die nur der Ertragsanteil besteuert wird, unberÃ¼cksichtigt. Voll besteuerte Renten zÃ¤hlen hingegen zur Bemessungsgrundlage.
In der Einkommensteuerveranlagung wird der Altersentlastungsbetrag von der Summe der EinkÃ¼nfte abgezogen und zwar nach der Ermittlung der auÃŸerordentlichen EinkÃ¼nfte, so dass er auf deren Berechnung keinen Einfluss nimmt (vgl. BFH Urteil vom 15.12.2005, IV R 68/04).
Die relevanten EinkÃ¼nfte werden nur dann bei der Ermittlung des Altersentlastungsbetrags berÃ¼cksichtigt, wenn ihre Summe positiv ist. Ist das nicht der Fall, berechnet sich der Entlastungsbetrag nur aus einem eventuell bezogenen Arbeitslohn.Der Altersentlastungsbetrag knÃ¼pft somit an die Ã¼brigen EinkÃ¼nfte an mit der Folge, dass alle steuerlichen BegÃ¼nstigungen (z.B. FreibetrÃ¤ge) berÃ¼cksichtigt werden, die bei der Ermittlung der EinkÃ¼nfte ermittelt wurden. Davon ausgenommen ist allerdings, was auÃŸerhalb der einzelnen Einkunftsarten abgezogen wird (z.B. Verlustabzug). Ob dies auch fÃ¼r ausgleichbare Verluste aus privaten VerÃ¤uÃŸerungsgeschÃ¤ften gilt, hat der BFH offen gelassen (vgl. BFH Urteil vom 22.11. 2012, III R 66/11).
Bei Zusammenveranlagung von Ehegatten/Lebenspartnern ist der Entlastungsbetrag gemÃ¤ÃŸ den jeweiligen Voraussetzungen bei jedem Ehegatten/Lebenspartner gemÃ¤ÃŸ der von ihm bezogenen EinkÃ¼nfte gesondert zu gewÃ¤hren. SchÃ¶pft einer der Partner den Entlastungsbetrag nicht aus, darf der nicht in Anspruch genommene Teil nicht auf den anderen Partner Ã¼bertragen werden.
Nach einem Urteil des BFH (26.6.2014, VI R 41/13, BStBl II 2015, 39) ist der Altersentlastungsbetrag nicht auf steuerfreie EinkÃ¼nfte anwendbar.
in % der EinkÃ¼nfte
HÃ¶chstbetrag in Euro
2005 40,0 1Â 900
2006 38,4 1Â 824
2007 36,8 1Â 748
2008 35,2 1Â 672
2009 33,6 1Â 596
2010 32,0 1Â 520
2011 30,4 1Â 444
2012 28,8 1Â 368
2013 27,2 1Â 292
2014 25,6 1Â 216
2015 24,0 1Â 140
2016 22,4 1Â 064
2017 20,8 Â 988
2018 19,2 Â 912
2019 17,6 Â 836
2020 16,0 Â 760
2021 15,2 Â 722
2022 14,4 Â 684
2023 13,6 Â 646
2024 12,8 Â 608
2025 12,0 Â 570
2026 11,2 Â 532
2027 10,4 Â 494
2028 Â 9,6 Â 456
2029 Â 8,8 Â 418
2030 Â 8,0 Â 380
2031 Â 7,2 Â 342
2032 Â 6,4 Â 304
2033 Â 5,6 Â 266
2034 Â 4,8 Â 228
2035 Â 4,0 Â 190
2036 Â 3,2 Â 152
2037 Â 2,4 Â 114
2038 Â 1,6 Â Â 76
2039 Â 0,8 Â Â 38
2040 Â 0,0 Â Â Â 0
Egon hat im Laufe des Jahres 2017 das 64. Lebensjahr vollendet. Im Kalenderjahr 2018 betragen seine Lohn aus nichtselbststÃ¤ndiger Arbeit 24.000 EUR, davon entfallen 16.000 EUR auf VersorgungsbezÃ¼ge (Betriebsrente oder Pension). AuÃŸerdem hat er EinkÃ¼nfte aus einer freiberuflichen AutorentÃ¤tigkeit in HÃ¶he von 2.000 EUR und einen Verlust aus Vermietung und Verpachtung von 2.500 EUR.
Der Altersentlastungsbetrag betrÃ¤gt 19,2 Prozent des Arbeitslohns aus demÂ aktiven DienstverhÃ¤ltnisÂ (24.000 EUR – 16.000 EUR) 8.000 EUR = 1.536 EUR, hÃ¶chstens jedochÂ 912 EUR. Die freiberuflichen EinkÃ¼nfte und die EinkÃ¼nfte aus Vermietung und Verpachtung werden fÃ¼r die Berechnung des Altersentlastungsbetrags nicht berÃ¼cksichtigt, weil ihreÂ Summe negativÂ ist.
Der Altersentlastungsbetrag betrÃ¤gt im VZ 2018 19,2Â % des Arbeitslohns und der positiven Summe der anderen EinkÃ¼nfte, die nicht solche aus nichtselbststÃ¤ndiger Arbeit sind; falls der Steuerpflichtige das 64. Lebensjahr in 2017 vollendete, hÃ¶chstens 912Â EUR.
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