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Timestamp: 2016-10-24 22:05:45
Document Index: 316344387

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 135', 'Art. 159']

I 605/00 (19.06.2001)
I 605/00 Gb
E.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Advokat Dr. Claude Schn�riger, Aeschenvorstadt 77, 4010 Basel,
A.- E.________, geboren 1972, meldete sich am 7. September 1995 wegen Sehnenscheidenentz�ndungen an beiden Handgelenken bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die Firma S.________ AG l�ste den seit 11. Januar 1993 bestehenden Arbeitsvertrag per 30. November 1995 aus gesundheitlichen Gr�nden auf. Mit Verf�gung vom 5. Januar 1998 lehnte die IV-Stelle Z�rich das Leistungsbegehren ab, weil die Versicherte aus psychiatrischer, neurologischer und orthop�discher Sicht voll arbeitsf�hig sei.
In teilweiser Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde hob das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 4. Juni 1998 die angefochtene Verf�gung auf und wies die Sache zur weiteren Abkl�rung an die IV-Stelle zur�ck; insbesondere zur Durchf�hrung einer bisher ausstehenden rheumatologischen Begutachtung unter besonderer Ber�cksichtigung der diagnostizierten Fibromyalgie sowie zur Abkl�rung, ob durch Kr�ftigungs- und Aktivierungstherapie mit entsprechender Eigeninitiative eine Steigerung der Arbeitsf�higkeit m�glich sei.
B.- Nach durchgef�hrter rheumatologischer Begutachtung hielt die IV-Stelle gest�tzt auf die Expertise von Prof.
Dr. med. M.________, Spital Y.________, vom 11. Februar 1999 daran fest, dass in der angestammten T�tigkeit keine Arbeitsunf�higkeit bestehe und der Versicherten ohne Durchf�hrung beruflicher Massnahmen im bisherigen T�tigkeitsumfeld die Aus�bung einer handgelenksschonenden Arbeit zumutbar sei, sodass die Voraussetzungen f�r einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung nicht erf�llt seien (Verf�gung vom 29. Juli 1999).
C.- Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 14. September 2000 ab.
D.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt E.________, unter Aufhebung des kantonalen Entscheids und der Verwaltungsverf�gung, die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente; eventuell sei ein polydisziplin�res oder "erweitertes psychiatrisches Gutachten" anzuordnen.
W�hrend die IV-Stelle auf eine Stellungnahme verzichtete, l�sst sich das Bundesamt f�r Sozialversicherung nicht vernehmen.
1.- Streitig und zu pr�fen ist einzig, ob die Beschwerdef�hrerin an einer Krankheit leidet, welche sie in ihrer Arbeits- und Erwerbsf�higkeit so sehr beeintr�chtigt, dass daraus ein rentenbegr�ndender Invalidit�tsgrad (Art. 28 IVG) resultiert.
a) Laut Gutachten des Professor M.________ vom 11. Februar 1999, auf welches die Vorinstanz entscheidwesentlich abstellte, fanden die Fach�rzte anl�sslich der Untersuchung der Versicherten vom 22. Januar 1999 "s�mtliche Fibromyalgie-spezifische Triggerpunkte (18/18 gem�ss ACR) positiv". Sie best�tigten damit das Vollbild einer Fibromyalgie nach den Kriterien des American College of Rheumatology (ACR). Auf Seite 9 und 10 des Gutachtens wurden diese vollumf�nglich positiv getesteten Fibromyalgie-spezifischen Triggerpunkte unter den "Befunden von Wichtigkeiten" aufgef�hrt.
Gleichzeitig vertraten die Fach�rzte die Auffassung, die von der Versicherten geklagten Beschwerden und deren Intensit�t st�nden im Widerspruch zu den bisher gefundenen, zumeist unauff�lligen Untersuchungsergebnissen. Die Handgelenksschmerzen k�nnten aus rheumatologischer Sicht nicht erkl�rt werden, da sich daf�r kein ad�quates organisches Korrelat finde, weshalb sie f�r die Arbeit als Sekret�rin eine volle Arbeitsf�higkeit best�tigten, unter der Bedingung, dass keine monotone, die Handgelenke stark belastende Arbeit durchgef�hrt werde.
b) Unter Ber�cksichtigung der Tatsache, dass Fibromyalgie sehr oft zu Invalidit�t f�hrt (Haiko Sprott, Warum wir die Fibromyalgie-Forschung betreiben, in: rheuma NACHRICHTEN SPEZIAL, 1998 Nr. 17 S. 12 ff.), leuchtet die wiedergegebene Stellungnahme zur Arbeitsf�higkeit im rheumatologischen Gutachten vom 11. Februar 1999 nicht ein. Dieser Erl�uterungsbedarf, um nicht zu sagen Widerspruch, wird im Bericht der Frau Dr. med. H.________, FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 10. August 2000 mit Recht aufgegriffen, zumal die H�ufung von Unsicherheiten, die unklaren �tiopathologischen Vorg�nge Patienten und �rzte verunsichern, was zur Verleugnung oder Simplifizierung des Krankheitsbildes f�hren kann (Sprott, a.a.O.). Da sich das Gutachten somit im Ergebnis - entgegen der im angefochtenen Entscheid vertretenen Auffassung - nicht als schl�ssig erweist und demzufolge nicht ausschlaggebend darauf abgestellt werden kann (vgl. BGE 122 V 161 Erw. 1c mit Hinweisen), ist die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit sie, nachdem die auf administrativer Ebene durchgef�hrten Abkl�rungen den Sachverhalt nicht schl�ssig zu erhellen vermochten, ihrerseits ein rheumatologisches Gutachten unter Einbezug der psychiatrischen Aspekte einhole.
c) Zu Letzterem besteht deswegen Anlass, weil Dr. med.
K.________, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie, die Beschwerdef�hrerin am 9., 17. und 22. Oktober 1996 im Auftrag der IV-Stelle untersucht und dabei vollkommen unauff�llige Verh�ltnisse gefunden hatte, sodass er weder eine bestimmte Diagnose noch Arbeitsunf�higkeit feststellen konnte (Gutachten vom 21. November 1996). Demgegen�ber diagnostizierte die behandelnde Psychiaterin Dr. med.
H.________ eine mindestens seit 1995 anhaltende somatoforme Schmerzst�rung sowie eine traumatisch bedingte dissoziative St�rung nach einem Missbrauchserlebnis im zw�lften Lebensjahr, verbunden mit einer Arbeitsf�higkeit von h�chstens 50 %, weshalb sie eine erneute psychosomatische oder psychiatrische Abkl�rung f�r dringend angezeigt hielt (Bericht vom 10. August 2000). Das bisher unerw�hnt gebliebene traumatisierende Kindheitserlebnis und dessen Einfluss auf die psychische Entwicklung haben sich vor Erlass der Verwaltungsverf�gung (vgl. BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) ereignet und sind deshalb mitzuber�cksichtigen. Die Vorinstanz durfte demnach in psychischer Hinsicht nicht abschliessend auf das Gutachten des Dr. med. K.________ abstellen.
2.- F�r das letztinstanzliche Verfahren werden auf Grund von Art. 134 OG keine Gerichtskosten erhoben. Die Beschwerdef�hrerin dringt mit dem Eventualbegehren vollst�ndig durch, was einem Obsiegen gleich kommt, weshalb ihr praxisgem�ss zu Lasten der das Prozessrisiko tragenden IV-Stelle eine Parteientsch�digung zusteht (Art. 135 in Verbindung mit Art. 159 Abs. 2 OG).
des Kantons Z�rich vom 14. September 2000 aufgehoben
und es wird die Sache an die Vorinstanz zur�ckgewiesen,
im Sinne der Erw�gungen, �ber die Beschwerde gegen die
Ablehnungsverf�gung vom 29. Juli 1999 erneut befinde.