Source: https://reformiert-gildehaus.de/index.php/einrichtungen/friedhof/aktuelles
Timestamp: 2019-01-19 23:39:58
Document Index: 49886877

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 9', '§ 10', '§ 17', '§ 4', '§ 4', '§ 9', '§ 10']

Änderungen in der friedhofsordnung und Friedhofsgebührenordnung
Der Kirchenrat und die Gemeindevertretung der Ev.-ref. Kirchengemeinde Gildehaus haben am 12.11.2018 unter Beachtung kirchlicher und staatlicher Bestimmungen für den kirchlichen Friedhof der Ev.-ref. Kirchengemeinde Gildehaus folgende Änderung beschlossen:
§ 9a - Pflegeleichte Gräber -
Pflegeleichte Gräber sind einzelne Reihenurnengrabstellen und Reihensarggrabstellen, die sich auf besonderen Gräberfeldern auf dem Friedhof befinden. Im Einzelnen werden unter den Voraussetzungen von § 9 der Friedhofsordnung vom Kirchenrat folgende Reihengrabstätten angeboten:
Es können Nutzungsrechte für Einzelrasengräber erworben werden, die sich auf einem besonderen Gräberfeld unter einer geschlossenen Rasendecke befinden. Den Angehörigen ist es erlaubt, eine Grabplatte in der Größe von 30 cm x 40 cm ebenerdig einzubauen.
Es können Nutzungsrechte auf dem Urnenfeld erworben werden. Es besteht aus mehreren Reihengräbern mit einer einheitlichen äußeren Gestaltung bzw. Bepflanzung. Es ist den Angehörigen erlaubt, eine Grabplatte aus Granit (Impala) in der Größe von 25 cm x 30 cm mit einer Rückenstütze einzubauen. Diese Grabstätten sind nur außen (z. B. durch eine Hecke, Steineinfassung) als größere Grabstelle eingefasst, untereinander gibt es in diesem Gräberfeld jedoch keine Trennung durch z. B. Hecken oder Steinplatten. Die Unterhaltung dieser Grabstellen obliegt der Friedhofsverwaltung.
Es können Nutzungsrechte in einer Gemeinschaftsgrabanlage erworben werden. Eine Gemeinschaftsgrabanlage besteht aus mehreren Reihengräbern mit einer einheitlichen äußeren Gestaltung bzw. Bepflanzung. Es ist den Angehörigen erlaubt, eine Grabplatte in der Größe von 30 cm x 40 cm ebenerdig einzubauen. Diese Grabstätten sind nur außen (z. B. durch eine Hecke, Steineinfassung) als größere Grabstelle eingefasst, untereinander gibt es in diesem Gräberfeld jedoch keine Trennung durch z. B. Hecken oder Steinplatten. Die Unterhaltung dieser Grabstellen obliegt der Friedhofsverwaltung.
Auf einem besonderen Gräberfeld unter einem Baum befinden sich Reihenurnengrabstellen, die von den Angehörigen nicht bepflanzt oder mit Grabschmuck versehen werden dürfen. Auf der Grabstätte dürfen keine Grabmale aufgestellt werden. Auf den von der Friedhofsverwaltung aufgestellten Stelen werden Platten aufgebracht, die den Vornamen, Nachnamen, Geburtsnamen, Geburts- und Sterbetag ausweisen.
Diese Gräber werden der Reihe nach belegt und erst im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit des zu Bestattenden vergeben. Das Nutzungsrecht kann nicht verlängert werden. Für den Ehepartner kann zusätzlich eine benachbarte Grabstelle erworben werden. Nach der zweiten Belegung kann auch die erste Grabstelle des Partners noch einmal bis zum Ablauf der zweiten Ruhezeit verlängert werden. Nach Ablauf der beiden Ruhezeiten fällt das Grab an die Friedhofsverwaltung zurück.
Die Gebühren für die Herrichtung der Grabfelder, die Anschaffung der Platten für die Stelen werden in der Friedhofsgebührenordnung geregelt. Die Grabstellen dürfen von den Angehörigen nicht bepflanzt oder mit Grabschmuck versehen werden. Das Niederlegen von Gebinden und Blumen darf nur an den jeweils dafür vorgesehenen Stellen erfolgen.
§ 10 - Rechtsverhältnisse an Wahlgrabstätten -
(1) Wahlgrabstätten sind Erdgrabstätten (Einzel- und Mehrfachgrabstellen), an denen ein Nutzungsrecht für die Dauer von 30 Jahren (Nutzungszeit) verliehen und deren Lage im Benehmen mit dem oder der Nutzungsberechtigten vereinbart wird. Es besteht die Möglichkeit,nach 20 Jahren Ruhezeit des zuletzt belegten Grabes die gesamte Wahlgrabstätte in eine pflegeleichte Grabstätte umzuwandeln und eine einmalige Pflegegebühr für die Restlaufzeit zu bezahlen. Dabei sind die vorhandene Bepflanzung, die Grabmalanlage und sonstige bauliche Anlagen durch den Nutzungsberechtigten zu entfernen.
§ 17 - Allgemeine Gestaltungsgrundsätze für Grabstätten -
(1) Jede Grabstätte ist so zu gestalten und so an die Umgebung anzupassen, dass die Würde des Friedhofes in seinen einzelnen Teilen und in seiner Gesamtanlage gewahrt und das christliche Empfinden nicht verletzt wird. Jede Grabstätte ist mit einer Einfassung aus Heckenpflanzen oder aus Stein (jeweils wie bei den Nachbargräbern üblich) zu versehen. Werkstatt-bezeichnungen dürfen nur unten an der Seite oder Rückseite eines Grabmals in unauffälliger Weise angebracht werden.
§ 4 - Gebührentarif -
I. Grabgebühren
(1) Reihensarggrab (30 Jahre Ruhezeit) 210,00 €
Reihenurnengrab (30 Jahre Ruhezeit) 1.000,00 €
(2) Wahlgrab (30 Jahre Nutzungszeit) 210,00 €
(1) Vom 1.1.2019 an wird eine Friedhofsunterhaltungsgebühr zur Finanzierung der Personal- und Verwaltungskosten (die Verwaltungsgebühren nach § 4 IV d) - g) sind hierin nicht einbegriffen), der Kosten für Berufsgenossenschaft, Pacht, Standsicherheitsprüfung, Unterhaltungskosten der Wege und Außenanlagen, Kosten für Strom, Gas, Wasser und Abfallbeseitigung erhoben. Sie beträgt jährlich für alle Grabstätten
7,00 € pro Grabstelle.
IV. Sonstige Gebühren/Leistungen
a) Gebühr für die Benutzung der Leichenkammer pro Beisetzung 100,00 €
b) Gebühr für die Benutzung der Friedhofskapelle pro Beisetzung 200,00 €
c) Mahngebühr 3,00 €
d) Verwaltungsgebühr für Rückgabe von Nutzungsrechten an unbelegten und abgelaufenen Grabstellen 20,00 €
e) Verwaltungsgebühr für Umschreibung von Nutzungsrechten außerhalb eines Sterbefalls 20,00 €
f) Verwaltungsgebühr für Anschreiben wegen Pflegevernachlässigung und Mängel an Grabsteinen 20,00 €
g) Umwandlung Wahlgrab in ein pflegeleichtes Grab, Pflegeaufwand pro Grabstelle / pro Jahr 40,00 €
Die Änderungen sind ab dem 09.12.2018 in Kraft getreten.
Mit der Neuordnung der Friedhofsordnung sind unter § 9a die pflegeleichten Gräber beschrieben, die es bislang auch schon auf unserem Friedhof gibt. Neu hinzugekommen sind die Grabstätten unter Bäumen. Laut § 10 ist es jetzt möglich, gegen Zahlung einer Pflegegebühr, eine Wahlgrabstätte für die letzten zehn Jahre in eine pflegeleichte Grabstätte umzuwandeln. Hierbei verbleibt das Nutzungsrecht bis zum Ende der Ruhezeit beim Grabstellennutzer.
Bei der Friedhofsgebührenordnung sind wegen gestiegener Kosten in der Friedhofsunterhaltung die Grabgebühren der aufgeführten Grabarten und die jährliche Friedhofsunterhaltungsgebühr angepasst worden. Das Gleiche gilt auch für die Nutzungsgebühren von Sargkammer und Kapelle. Darüber hinaus fallen unter IV d) bis g) Verwaltungsgebühren für verschiedene Tätigkeiten als Aufwandsentschädigung an.
Bärbel Günnemann-Wewel
Vorsitzende des Friedhofsausschusses
Sponsoren ermöglichen Bepflanzung der Baumbestattungsfelder
Der Kirchenrat hat mit der Umwidmung zweier Flächen in 2016 auf dem Friedhof die Voraussetzung geschaffen Baumbestattungsfelder anzulegen, um Urnenbestattungen unter Bäumen zu ermöglichen. Das Baumbestattungsfeld I befindet sich auf dem östlichen Teil des Friedhofs, Ecke Bentheimer Straße/Landesstraße. Das Baumbestattungsfeld II liegt an der westlichen Seite ein Stück unterhalb der Kapelle. Anschließend wurden die Flächen für die zukünftige Nutzung mit großem Aufwand hergerichtet.
Was jetzt noch fehlte, waren die Bäume. Der Friedhofsausschuss hatte beschlossen, schon größere Bäume zu pflanzen, die folglich teurer sein würden. Daher kam die Idee auf, über eine Sponsorenaktion Geld für die Anschaffung zu sammeln.
Die Firmen Atelier und Galerie Gilde-Art, Fliesen Casper, Fliesenfachgeschäft Höötmann/Luksherm, Gärtnerei - Blumenhaus Schulte Nordholt, Heizung - Sanitär Uwe Voort, Rathaus-Apotheke und, Voiceman Management sowie die Geldinstitute Grafschafter Volksbank und Kreissparkasse Nordhorn haben zusammen die Summe von 2.900,00 € gespendet. Als Sachspende kamen noch drei Bäume hinzu. Dafür bedankt sich die Ev.-ref. Kirchengemeinde Gildehaus an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei den Firmen und Geldinstituten. Ohne deren Engagement hätten die vier Spitzahorne, vier Stieleichen und sieben Rotbuchen einschließlich Befestigungsmaterial nicht angeschafft werden können.
Im Januar dieses Jahres konnten die Bäume durch die Mitglieder des Friedhofs- und Bauausschusses gepflanzt, Baumpfähle gesetzt und Baumbänder befestigt werden. Dank des fleißigen Gießens einiger Friedhofsausschussmitglieder und der Friedhofsgärtner während der Trockenheit im Sommer, sind dann alle Bäume angegangen.
Im August hatte der Friedhofsausschuss die Sponsoren zu einem Treffen auf dem Friedhof eingeladen. Nach einer kurzen Zusammenfassung über die Geschichte des Gildehauser Friedhofs wurden die beiden Baumbestattungsfelder vorgestellt und besichtigt (siehe Foto unten). Anschließend gab es noch einen Imbiss im Gemeindehaus.
Nach der Überarbeitung der Friedhofsordnung, der Zustimmung der Vereinigten Gemeindeorgane (VGO) und der kirchenaufsichtlichen Genehmigung durch die Landeskirche sind Urnenbestattungen unter Bäumen möglich.
(Gen 9,13)