Source: https://www.pensionskasse-rundfunk.de/index.php?id=94
Timestamp: 2018-02-24 02:16:20
Document Index: 75989368

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 10', '§ 3', '§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 40', '§ 3', '§ 3']

Pensionskasse Rundfunk - ... zur Pensionskasse Rundfunk
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... zur Pensionskasse Rundfunk
Was ist die Pensionskasse Rundfunk?
Die Pensionskasse Rundfunk VVaG ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist eine Versorgungseinrichtung der freien Mitarbeiter der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und hat den Zweck Versorgungsleistungen im Wege der Versicherung gemäß Satzung und der Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) zu gewähren.
Eine Mitgliedschaft in der Pensionskasse Rundfunk dient vor allem der eigenen Altersversorgung, beinhaltet aber auch Versicherungsschutz für Hinterbliebene.
Wer gilt als freier Mitarbeiter?
Freie Mitarbeiter sind Personen, die gegen Honorar bei Anstaltsmitgliedern der Pensionskasse Rundfunk arbeiten und nicht Arbeitnehmer im Sinne der für die Rundfunkanstalten geltenden Manteltarifverträge oder Beamte sind.
Arbeitnehmer, die wegen befristeter Verträge oder wegen eines Teilzeitarbeitsverhältnisses von der betrieblichen Altersversorgung einer Rundfunkanstalt ausgenommen sind, können von der Kasse ebenso wie freie Mitarbeiter behandelt werden, wenn sie keinen tarifrechtlichen Anspruch auf Leistung eines Abgeltungsbetrages bei Ihrem Ausscheiden aus diesem Arbeitsverhältnis haben oder wenn sie auf eine solche Abfindung in Höhe des Anstaltsbeitrags verzichten.
... als freie/r Mitarbeiter/in
Welche Bedingungen muss ich erfüllen, um Mitglied werden zu können?
Sie können Mitglied der Pensionskasse Rundfunk werden, wenn Sie ...
- regelmäßig oder gelegentlich als freie/r Mitarbeiter/in oder in befristeter Festanstellung oder in einer Teilzeitbeschäftigung für Anstaltsmitglieder der Pensionskasse Rundfunk tätig sind und
- mindestens 18 Jahre alt sind.
Anstaltsmitglieder sind alle öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sowie mehr als 350 Produktionsunternehmen, die Sie im Abschnitt "Die Pensionskasse" > "Produzenten" finden.
Übrigens ist es in diesem Zusammenhang unerheblich, welchen Beruf Sie konkret ausüben.
Es kommt allein auf die Art der Tätigkeit bzw. Beschäftigung an. Die Tätigkeit muss nicht ununterbrochen vorgelegen haben.
Variante 1: Sie nutzen die Möglichkeit des Online-Antrags.
Zunächst geben Sie lediglich die Antragsdaten ein und senden sie an uns ab. Daraufhin legen wir eine vorläufige Mitgliedschaft an und schicken Ihnen per Post alle Vertragsunterlagen sowie den ausgefüllten Antrag in Papierform und einen frankierten Rückumschlag. Bitte unterschreiben Sie den Antrag und schicken ihn uns zurück.
Variante 2: Sie verwenden den Aufnahmeantrag im pdf-Format.
Bitte schicken Sie uns den ausgefüllten und unterschriebenen Antrag per Post zu. Sie können ihn gerne vorab mailen oder faxen. Nachdem wir die Mitgliedschaft eingerichtet haben, erhalten Sie von uns Ihren den Mitgliedsausweis und die übrigen Vertragsunterlagen.
Wen kann ich als begünstigte Person(en) im Todesfall angeben?
In jedem Fall können und sollten Sie uns Ihren Ehegatten oder Ihren (amtlich!) eingetragenen Lebenspartner angeben. Bitte senden Sie uns eine Kopie Ihrer Heirats- bzw. Partnerschaftsurkunde (gerne per Fax oder als eingescannten Anhang einer E-Mail). Daneben schreiben Sie uns bitte die Namen und Geburtsdaten Ihrer Kinder.
Begünstigte Personen sind nach Erfüllung der 3jährigen Wartezeit:
- minderjährige Kinder (leibliche, Adoptiv- und Pflegekinder)
- Ehegatten und (amtlich!) eingetragene Lebenspartner (nicht zu verwechseln mit Lebensgefährten)
Unter Umständen, d. h. je nach Tarif und anderen Bestimmungen, können begünstigt sein:
- "Kindergeld-berechtigte" Kinder bis max. 27 Jahre [zeitlich befristete Rente]
- Lebensgefährten mit gemeinsamem Haushalt und Erstwohnsitz seit mindestens 5 Jahren
- Kinder mit körperlichen oder geistigen Gebrechen
Sollte für Ihre Mitgliedschaft der Lebenspartnertarif gelten und sollten Sie sowohl einen Lebensgefährten als auch Kinder haben, so besteht ein Wahlrecht im Hinblick auf die Begünstigung im Todesfall. Einzelheiten sind in Ziffer 2.30 ff. der AVB für den Lebenspartnertarif festgelegt. Zusammengefasst und vereinfacht formuliert sind folgende beiden Varianten möglich:
Variante 1: Ihr Kind (bzw. Ihre Kinder) ist die einzige begünstigte Person. Die Höhe der Versicherungsleistung berechnet sich aus dem gesamten Versorgungskapital.
Variante 2: Ihr Lebensgefährte ist die erstrangig begünstigte Person. Die Höhe der Hinterbliebenenrente berechnet sich aus dem gesamten Versorgungskapital. Zusätzlich sind Ihre Kinder begünstigt in Form von Waisenrenten.
Andere Personen, wie beispielsweise Eltern, Geschwister und Freunde, sind nicht begünstigt. Dies hat zum einen gesetzliche Gründe, da es sich um eine betriebliche Altersversorgung handelt. Außerdem besteht der Hauptzweck einer Versicherung bei der Pensionskasse Rundfunk in der eigenen Altersversorgung und in der Absicherung der engsten Familienmitglieder. Die Einschränkungen des Bezugsrechts sind somit vergleichbar mit den Leistungen der gesetzlichen Sozialversicherung.
Einzelheiten sind in Ziffer 2.30 ff. der Allgemeinen Versicherungsbedingungen festgelegt.
Welchen Beitragssatz kann bzw. sollte ich wählen?
In der Regel liegt der Beitragssatz Ihrer Auftrag- bzw. Arbeitgeber bei 4 % des beitragspflichtigen Honorars. Ihr Eigenanteil liegt wahlweise bei ebenfalls 4 % oder bei 7 %.
Wenn Sie weder rentenversicherungspflichtig beschäftigt noch versicherungspflichtig gemäß Künstlersozialversicherungsgesetz sind, liegen sowohl Anstalts- als auch Eigenanteil bei 7 %.
Ab wann kann ich der Pensionskasse beitreten?
Der Beitritt zur Pensionskasse erfolgt stets zum Monatsersten.
Ein rückwirkender Beginn ist nur möglich, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
- Das Datum des rückwirkenden Beginns liegt im laufenden Kalenderjahr.
- Der Beginn kann maximal drei Monate rückdatiert werden.
Bitte beachten Sie, dass Sie keinen Anspruch auf rückwirkende Beitragszahlung der Anstaltsmitglider haben. Oft würde eine solche Praxis einen unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand für den Arbeitgeber mit sich bringen. Ob für Sie rückwirkend Beiträge abgeführt werden, ist schließlich Verhandlungssache zwischen Ihnen und dem jeweiligen Anstaltsmitglied.
Ich habe Fragen zu den Beiträgen
Wann habe ich Anspruch auf Anstaltsbeiträge?
a) Tätigkeit für eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt
Sie haben Anspruch auf Anstaltsbeiträge, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
- Sie sind ordentliches Mitglied der Pensionskasse (Ziffer 2.20 ff. der Satzung).
- Sie erzielen beitragspflichtige Honorare (Ziffer 1.11 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen).
Hinweis: Falls Sie Ihre Tätigkeiten in Rechnung stellen, muss diese auch die Beiträge zur Pensionskasse beinhalten. Ein Beispiel für eine solche Rechnung finden Sie in den FAQ dieser Seite unter dem Suchbegriff „Rechnungsteller“.
b) Tätigkeit für ein Produktionsunternehmen
Neben den oben genannten Voraussetzungen muss außerdem gelten:
- Die Produktionsfirma ist Anstaltsmitglied der Pensionskasse (siehe www.pkr.de/produzenten).
- Es handelt sich um eine Produktion, die für (mindestens) ein anderes Anstaltsmitglied hergestellt wird.
Wie ist die jährliche Beitragsbescheinigung zu verstehen?
Zusammen mit der jährlichen Rentenberechnung (Standmitteilung) senden wir Ihnen regelmäßig Anfang April auch eine Bescheinigung der im Vorjahr eingezahlten Beiträge. Einer Aufforderung hierzu bedarf es nicht.
Die Beitragsbescheinigung ermöglicht Ihnen die Kontrolle, ob die abgeführten Beiträge mit Ihren Erwartungen und z. B. Gehaltsabrechnungen übereinstimmen.
Unter Umständen können Sie außerdem die gezahlten Beiträge im Rahmen Ihrer Steuererklärung als Sonstige Vorsorgeaufwendungen angeben. Einzelheiten hierzu finden Sie weiter unten im Abschnitt "Kann ich meine Beiträge von der Steuer absetzen?".
Wie ist die jährliche Rentenberechnung (Standmitteilung) zu verstehen?
Ein Mal pro Jahr, üblicherweise Anfang April, senden wir Ihnen eine Information über Ihren Rentenanspruch, den Sie mit den bisher gezahlten Beiträgen erworben haben. Je nach Tarif und Einzahlungsverlauf sind darin zusätzlich der Umfang des Versicherungsschutzes im Todesfall und eine Hochrechnung bei Fortsetzung der Beitragszahlung enthalten.
Wie kann ich die Beitragszahlung vermindern oder beenden?
Eventuell kommt die Herabsetzung Ihres Beitragssatzes von 7% auf 4% in Betracht. Diese Ermäßigung ist jedoch nur möglich, falls Sie rentenversicherungspflichtig beschäftigt oder Mitglied der Künstlersozialkasse sind. Falls Sie Ihren Eigenbeitrag auf 4% reduzieren möchten, senden Sie uns bitte einen unterschriebenen Brief und fügen Sie einen Nachweis bei (Kopie Ihrer Gehaltsabrechnung oder Nachweis Ihrer KSK-Mitgliedschaft).
Eine Einstellung der Beitragszahlung ist als ordentliches Mitglied nur dann möglich, wenn Sie zuvor die Voraussetzungen einer außerordentlichen Mitgliedschaft erfüllen, das heißt wenn Sie nicht mehr als freier Mitarbeiter oder in befristeter Festanstellung für Anstaltsmitglieder tätig sind. Die Umwandlung können Sie mit Hilfe des Formulars M.1 beantragen, welches Sie in der Rubrik "Servicecenter" herunterladen können.
Bestehen Sie als ordentliches Mitglied auf Beitragsbefreiung Ihrer Mitgliedschaft, obwohl Ihre ordentliche Mitgliedschaft nicht gemäß Ziffer 2.23 a) oder e) der Satzung endet, bleibt Ihnen als letzter Weg die Kündigung Ihrer Mitgliedschaft gemäß Ziffer 2.23 c) der Satzung. Mit der Kündigung Ihrer Mitgliedschaft wird Ihre Pensionskassen-Versicherung beitragsfrei gestellt. Im Gegensatz zur Umwandlung in eine außerordentliche Mitgliedschaft kann die Kündigung der Mitgliedschaft nicht zu einem späteren Zeitpunkt zurück genommen werden.
Ich würde gerne mehr einzahlen. Was ist zu unternehmen?
Hier sind mehrere Möglichkeiten zu nennen: Als ordentliches Mitglied können Sie, falls Sie einen Eigenbeitragssatz von 4% Ihrer Honorare bei Anstaltsmitgliedern gewählt haben, diesen mittels eines schriftlichen Antrages auf 7% erhöhen (Antragsformular M.7).
Gerne können Sie neben den Beiträgen, die von Ihren Arbeitgebern an die Pensionskasse überweisen werden, freiwillige Zuzahlungen zur Aufbesserung Ihrer Altersrente zahlen. Dies ist ohne Beantragung möglich - es genügt, wenn Sie auf dem Überweisungsträger als Verwendungszweck Ihre Mitgliedsnummer angeben und die Bemerkung "Freiwilliger Beitrag" hinzufügen.
Bedingungsgemäß sind die freiwilligen Beitragszahlungen durch zwei Vorschriften der Höhe nach begrenzt (vgl. Ziffer 1.13 AVB):
Für jedes Kalenderjahr gilt, dass die freiwilligen Beitragszahlungen höchstens 50% der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung betragen dürfen. Im Jahr 2017 entspricht das einem Betrag von 38.100 EUR. Außerdem müssen die Anstaltsbeiträge zu jedem Zeitpunkt mindestens 5% der während der gesamten Laufzeit zu zahlenden Beiträge ausmachen.
Muss ich meine Beiträge selbst an die Pensionskasse überweisen. Wenn ja, wohin?
Als ordentliches Mitglied, müssen Sie selbst keine Beiträge überweisen. Ob Sie nun auf Lohnsteuerkarte oder auf Rechnung arbeiten, die Abführung des Eigenanteils Ihrer Beiträge sowie der Arbeitgeberzuschüsse an die Pensionskasse Rundfunk übernimmt Ihr Auftraggeber.
Nur wenn Sie freiwillige Beiträge zur Altersversorgung beisteuern möchten, überweisen Sie Ihre Beiträge bitte auf das folgende Konto:
Kto.: 8 000 11
BLZ: 500 500 00 (Landesbank Hessen-Thüringen)
Swift/BIC: HELADEFFXXX
Verwendungszweck: Ihre Mitgliedsnummer + Hinweis "freiwillige Zuzahlung"
Ich bin Rechnungsteller. Wie kann ich Pensionskassen-Beiträge in Rechnung stellen?
Im folgenden Beispiel für eine Honorarrechnung wurde angenommen, dass der Mitarbeiter kein Mitglied der Künstlersozialkasse ist. Daher liegen Anstaltsanteil und Eigenanteil bei jeweils 7%.
Nettohonorar 1.000 €
+ Anstaltsanteil + 70 €
Umsatzsteuer (hier: 19%) + 203,30 €
Bruttohonorar 1.273,30 €
- Anstaltsanteil - 70 €
- Eigenanteil - 70 €
Auszahlungsbetrag 1.133,30 €
Unter welchen Voraussetzungen und in welcher Höhe sind die Beiträge steuerfrei?
Gemäß des in § 3 Nr. 63 EStG formulierten Freibetrages sind Anstaltsanteile im Rahmen von Mitgliedschaften, die in der Pensionskasse vor dem 01.01.2004 begründet wurden, in der Höhe von 4% der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung je Beschäftigungsverhältnis auf die erste Lohnsteuerkarte einkommenssteuerfrei. Im Jahr 2017 sind Arbeitgeberbeiträge von bis zu 3.048 Euro steuerfrei. Für Mitgliedschaften, die ab dem 01.01.2005 begonnen haben, erhöht sich dieser Betrag um weitere 1.800 Euro.
Entscheidet sich das Mitglied zugunsten einer Einmalkapitalauszahlung, so sind von diesem Zeitpunkt an die Voraussetzungen des § 3 Nr. 63 EStG nicht mehr erfüllt und die Beitragszahlungen somit zu versteuern.
Die steuerfreie Abführung Ihrer Beiträge an die Pensionskasse Rundfunk obliegt Ihrem Arbeitgeber, an den Sie sich bei Unklarheiten wenden sollten. Sofern die Beiträge steuerfrei eingezahlt werden, gilt die nachgelagerte Besteuerung. Einzelheiten zur Besteuerung der Leistungen erfahren Sie im entsprechenden Abschnitt der FAQ.
Kann ich meine Beiträge von der Steuer absetzen?
Ob die Beiträge in der Steuererklärung steuermindernd angegeben werden können, hängt im Wesentlichen vom Beginn der Mitgliedschaft ab (= Versicherungsbeginn). Die entsprechende Rubrik ist Zeile 51 in der Anlage Vorsorgeaufwand für das Kalenderjahr 2016 und sie lautet:
„Weitere sonstige Vorsorgeaufwendungen
Rentenversicherung mit Kapitalwahlrecht und Kapitallebensversicherungen mit mindestens 12 Jahren Laufzeit und Laufzeitbeginn sowie erster Beitragszahlung vor dem 01.01.2005“
(Grundlage ist § 10 Abs. 1 Nr. 2b EStG alte Fassung)
Alle Tarife der Pensionskasse Rundfunk beinhalten ein Kapitalwahlrecht. Entscheidend sind somit die Mindestlaufzeit (berechnet bis zum Alter 65) und der Beginn. Die Mitgliedschaften im Rentenversicherungstarif haben immer vor dem Jahr 2005 begonnen, bei Mitgliedschaften im Lebenspartnertarif kommt es auf den Einzelfall an.
Zwischen Eigen- und Anstaltsbeiträgen wird nicht unterschieden. Nur die Anstaltsbeiträge, die über
§ 3 Nr. 63 EStG sowieso schon steuerfrei eingezahlt wurden, können nicht zusätzlich noch Sonstige Vorsorgeaufwendungen sein.
Leider besteht keine andere Möglichkeit für die Absetzbarkeit von Beiträgen. Das heißt:
- Die Pensionskasse Rundfunk ist kein Berufsständisches Versorgungswerk nach steuerrechtlichen Definition.
- Es handelt sich nicht um Basisrenten, da ein Kapitalwahlrecht besteht und die Mitglieder die Beiträge nicht selbst überweisen (es genügt nicht, dass die Mitglieder die Beiträge – zumindest teilweise – wirtschaftlich tragen).
Zu beachten ist noch, dass es für „Sonstige Vorsorgeaufwendungen“ Höchstgrenzen gibt, die vom Finanzamt berücksichtigt werden. Es kann deswegen sein, dass selbst Beiträge, die zulässigerweise als Sonstige Vorsorgeaufwendungen angegeben werden, keine Auswirkung auf die Gesamt-Steuerlast haben.
Bitte beachten Sie, dass wir keine Steuerberatung anbieten können und dürfen.
Unter welchen Bedingungen kann die Altersversorgung vorzeitig aufgelöst werden?
Ist Ihre Versorgungszusage noch keine 5 Jahre alt oder haben Sie das 25. Lebensjahr noch nicht überschritten, können Sie eine sogenannte Beitragsrückgewähr, d. h. die vorzeitige Rückzahlung der von Ihnen selbst getragenen Beiträge, beantragen. Andernfalls ist Ihre sich aus den Arbeitgeberbeiträgen finanzierte Anwartschaft gemäß § 1b des Betriebsrentengesetzes unverfallbar und eine Beitragsrückgewähr ist gemäß Ziffer 1.20 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) des jeweiligen Versicherungstarifes nicht mehr möglich.
Die Beitragsrückgewähr kann nur beantragt werden, wenn auch die Mitgliedschaft endet. Möchte ein Mitglied seine Beiträge zurückerhalten, erfolgt deshalb zumeist im Vorlauf eine Kündigung der Mitgliedschaft gemäß Ziffer 2.23 c) der Satzung, welche frühestens zum übernächsten Monatsersten wirksam wird.
Sie sollten sich in jedem Fall gut überlegen, ob Sie eine Rückgewähr der Beiträge beantragen.
Sie ist meist mit erheblichen Nachteilen verbunden:
Nach Ziffer 1.20 AVB ist der Rück­gewährs­­an­spruch beschränkt auf die Summe der von Ihnen gezahlten Mitglieds­beiträge. Im Falle der Beitragsrückgewähr verbleiben also die für Sie gezahlten Anstaltsbeiträge und die auf Ihre Versorgungsanwartschaft ggf. bisher entfallenen Überschüsse in der Kasse.
Mit anderen Worten: Sie würden mit der Beantragung der Beitragsrück­gewähr auf die Anstalts- beiträge sowie auf die Überschüsse verzichten. Außerdem würden Sie ggf. den Versicherungsschutz im Todesfall aufgeben. Ein künftiger Anspruch auf Renten-, Kapitalleistung oder Hinterbliebenenversorgung könnte dann nicht mehr geltend gemacht werden.
Meine Arbeitssituation hat sich geändert
Meine Lebenssituation hat sich geändert
Ich bin umgezogen. Muss ich die Pensionskasse informieren?
Eine automatisierte Weitergabe Ihrer Adressdaten an uns seitens Ihres Arbeitgebers ist leider nicht möglich. Teilen Sie uns Ihre Adresse umgehend mit, gerne per E-Mail (mail@pkr.de). Sie ersparen sich und uns dadurch unnötigen Porto- und Rechercheaufwand.
Bietet die Pensionskasse auch eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung an?
Nein. Eine Mitgliedschaft in der Pensionskasse beinhaltet eine Alters- und ggf. Hinterbliebenen- versorgung. Versicherungsschutz gegen Krankheit oder Invalidität besteht nicht.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte so gestaltet sein, dass die Höhe der versicherten Rente und die Versicherungsdauer auch tatsächlich eine Sicherung der Existenz ermöglichen. Würde die Pensionskasse dies anbieten, so müsste dafür ein erheblicher Anteil der Beiträge verwendet werden - zu Lasten der Altersversorgung.
Wir sind außerdem der Auffassung, dass für die Altersversorgung und Berufsunfähigkeits- versicherung voneinander unabhängig jeweils der beste Anbieter gewählt werden sollte. Beides zu verknüpfen wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit mit Abstrichen auf der einen oder anderen Seite verbunden.
Ich gehe in Mutterschutz bzw. Elternzeit. Was bedeutet das für meine Mitgliedschaft?
Falls Sie in jedem Kalenderjahr während Ihrer Elternzeit jeweils beitragspflichtige Honorare von mindestens 3.500 EUR erzielen, müssen Sie nichts unternehmen und Ihre ordentliche Mitgliedschaft wird unverändert fortgesetzt.
Wird aufgrund der Elternzeit das jährliche Mindesthonorar nicht erzielt, dann bitten wir Sie um Überweisung des fehlenden Beitrags (maximal 490 EUR).
Falls Sie absehen können, dass Sie das jährliche Mindesthonorar unterschreiten und falls Sie den Beitrag nichts selbst zahlen können oder möchten, dann können Sie den Vorstand der Pensionskasse mit Angabe der Gründe schriftlich darum bitten, Ihre ordentliche Mitgliedschaft und damit Ihre Beitragspflicht für ein Jahr ruhen zu lassen. Verlängert sich der Zeitraum, in dem die Freistellung notwendig ist, um ein weiteres Jahr, so ist ein erneuter Antrag beim Vorstand der Kasse zu stellen.
Ich habe geheiratet bzw. eine Lebenspartnerschaft amtlich eintragen lassen. Ist mein Partner mitversichert?
Bei Ableben des Mitglieds, das immer auch die versicherte Person ist, erhalten Ehepartner und eingetragene Lebenspartner eine lebenslange monatliche Rentenleistung gemäß der Ziffern 2.30 ff. der Allgemeinen Versicherungsbedingungen.
Bitte informieren Sie uns daher schriftlich, wenn Sie geheiratet haben oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen sind. Senden Sie uns dazu bitte eine Kopie Ihrer Heirats- bzw. Lebenspartnerschaftsurkunde – per Brief oder Fax oder als eingescannten Anhang einer E-Mail an mail@pkr.de.
Von einer eingetragenen Lebenspartnerschaft sind Lebensgefährten in häuslicher Gemeinschaft zu unterscheiden (siehe entsprechenden Abschnitt in den FAQ).
Ich möchte meinen Lebensgefährten bzw. meine Lebensgefährtin begünstigen.
Sind Sie vor dem 01.01.2004 in die Pensionskasse Rundfunk eingetreten, so können Sie Ihren Lebensgefährten bzw. Ihre Lebensgefährtin nicht als begünstigte Person für eine Hinterbliebenen- leistung benennen. Diese Möglichkeit besteht nur für Ehegatten und bei gesetzlich anerkannten Lebenspartnerschaften.
Bei einem Eintrittsdatum nach dem 31.12.2003 ist die Benennung eines Lebensgefährten bzw. einer Lebensgefährtin als zu begünstigende Person im Hinterbliebenenfall gemäß Ziffer 2.32 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen für den Lebenspartnertarif möglich. Sie kann mittels eines Formulars schriftlich vom Mitglied veranlasst und muss vom Lebensgefährten bzw. von der Lebensgefährtin mitunterzeichnet werden.
Dabei muss bereits bei Benennung ein gemeinsamer Haushalt und Erstwohnsitz geführt werden. Zusätzliche Voraussetzung für den Versicherungsschutz ist, dass im Todesfall die gemeinsame Haushaltsführung und der Erstwohnsitz bereits seit mindestens 5 Jahren bestanden haben müssen. Die zweite Bedingung (5-Jahres-Dauer) muss aber erst zum Zeitpunkt des Todes erfüllt sein.
Ein zu Gunsten eines Lebensgefährten bzw. einer Lebensgefährtin eingeräumtes Bezugsrecht können Sie jederzeit durch unterschriebene Erklärung zurückziehen.
Können auch Eltern, Geschwister oder Freunde bezugsberechtigt sein?
Die Mitgliedschaft in der Pensionskasse Rundfunk dient hauptsächlich der eigenen Altersversorgung. Der Versicherungsschutz im Todesfall erstreckt sich deswegen nur auf einen kleinen Personenkreis, vergleichbar mit der Hinterbliebenenversorgung in der gesetzlichen Rentenversicherung.
Als Begünstigte im Todesfall sind daher nur Ehepartner, eingetragene Lebenspartner und kindergeldberechtigte Kinder zulässig. Im Lebenspartnertarif können außerdem auch Lebensgefährten in gemeinsamem Haushalt benannt werden.
Was bedeutet eine Ehescheidung für meine Altersversorgung?
In der Regel führt eine Ehescheidung oder die Beendigung einer eingetragenen Lebens- partnerschaft zu einem Versorgungsausgleich. Dabei werden die erworbenen Anwartschaften unter Berücksichtigung von Beginn und Ende der Ehezeit geteilt und der Ausgleichsberechtigte erwirbt eine eigenständige Anwartschaft.
Der Ablauf sieht vor, dass die Pensionskasse vom Gericht über die Scheidung und maßgeblichen Eckdaten informiert wird. Daraufhin berechnet die Pensionskasse den Ausgleichswert und macht dem Gericht einen entsprechenden Vorschlag. Schließlich entscheidet das Gericht darüber, ob und in welcher Höhe die Anwartschaft aufzuteilen ist. Einwendungen müssten die Beteiligten somit dem Gericht vorbringen.
Sobald die Ehescheidung wirksam ist, erlischt auch das Bezugsrecht im Todesfall.
Ist meine Altersversorgung pfändbar? Was gilt bei Beantragung von Hartz-IV-Leistungen?
Bei diesen Fragen ist zu unterscheiden, ob Ihre Anwartschaft unverfallbar im Sinne des Betriebsrentengesetzes ist. Dies wiederum hängt ab von der Dauer Ihrer Mitgliedschaft:
Liegt Ihr Eintritt in die Pensionskasse mindestens 5 Jahre zurück, so kann die Altersversorgung nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres aufgelöst werden. Das bedeutet, Ihre Altersversorgung ist nicht pfändbar und gilt auch nicht als verwertbares Vermögen, das bei Beantragung von Hartz-IV-Leistungen aufzubrauchen wäre.
Wenn Ihre Mitgliedschaft noch keine 5 Jahre besteht, dann kann Ihre Altersversorgung gepfändet werden und sie ist nicht Hartz-IV-sicher. Ein Ausweg kann in diesem Fall die schriftliche und unwiderrufliche Vereinbarung eines Verwertungsausschlusses sein. Bitte sprechen Sie uns an, falls wir Ihnen die Verwertungsausschlussklausel zur Unterschrift schicken sollen.
... als Rundfunkanstalt oder Produzent
Wir möchten uns über eine Anstaltsmitgliedschaft informieren
Mit einer Anstaltsmitgliedschaft tragen Sie zur Altersvorsorge Ihrer freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei und übernehmen damit ein Stück soziale Verantwortung, die Sie i. d. R. noch nicht einmal etwas kostet: Grundsätzlich werden die Beiträge, die Sie für die Altersversorgung Ihrer freien Mitarbeiter an die Pensionskasse zahlen, von den Rundfunkanstalten erstattet.
Das Aufnahmeverfahren ist denkbar einfach: Ein Anruf genügt und wir senden Ihnen gerne einen Antrag auf Einrichtung einer Anstaltsmitgliedschaft.
Sie sollten überdies bereit sein, sich zu verpflichten, Arbeitgeberanteile zur Altersversorgung Ihrer freien Mitarbeiter in Höhe von 4 % bzw. 7 % auf alle Honorare zu zahlen, die im Rahmen von Produktionen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk durchgeführt werden. Mit den Rundfunkanstalten vereinbaren Sie eine Erstattung der gezahlten Anstaltsbeiträge.
Wie können wir die Anstaltsmitgliedschaft beantragen?
Um Anstaltsmitglied zu werden, ist ein schriftlicher Antrag erforderlich, den wir Ihnen auf Anfrage gerne postalisch oder elektronisch zusenden. In Ergänzung zum Antrag befindet sich außerdem eine „Vereinbarung über das Verfahren des Einzugs von Beiträgen zur Pensionskasse“ in zweifacher Ausführung. Bitte senden Sie uns beide Exemplare samt dem Antrag auf Anstaltsmitgliedschaft ausgefüllt und unterschrieben zurück.
Sobald der Aufnahmeausschuss Ihren Antrag geprüft hat, senden wir Ihnen ein vom Vorstand der Pensionskasse unterzeichnetes Exemplar der Vereinbarung zurück. Außerdem erhalten Sie als neues Mitglied Zugangsdaten um uns im geschützten Bereich dieser Homepage ("Intern") die Beitragszahlungen für Ihre Mitarbeiter zu melden.
Wir sind bereits Anstaltsmitglied
Sie behalten die Eigenanteile der Beiträge Ihrer freien Mitarbeiter ein und überweisen diese zusammen mit den Arbeitgeberanteilen auf das folgende Konto:
Kto.-Nr.: 8 000 11
Swift/BIC: HELADEFFXXX,
Daneben benötigt die Pensionskasse eine Meldung dieser Beiträge. Falls Sie das Programm Sesam (www.sesamsoft.de) verwenden, erstellt dieses jeweils eine Beitragsmeldung als PDF-Datei und eine TXT-Datei zur Datenübermittlung. Bitte senden Sie dann beide Dateien an beitrag@pk-rundfunk.de.
Für den Fall, dass Sie Beiträge für Rechnungssteller melden möchten oder nicht über die Sesam-Software verfügen, verwenden Sie bitte die von uns bereitgestellte Vorlage für die Beitragsmeldung.
Mit welchem Beitragssatz ist der jeweilige Mitarbeiter abzurechnen?
Der für Ihren freien Mitarbeiter abzuführende Beitrag setzt sich aus einem Anstaltsanteil und einem Eigenanteil des Arbeitnehmers zusammen. Der Anstaltsanteil beträgt grundsätzlich 7 % des beitragspflichtigen Honorars. Für den Fall, dass Sie für Ihren Arbeitnehmer Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen oder Ihr freier Mitarbeiter nachweislich in der Künstlersozialkasse versichert ist, ermäßigt sich der Anstaltsanteil auf 4 %. In diesem Fall ermäßigt sich, insofern er dies zuvor bei der Pensionskasse Rundfunk beantragt hat, der Eigenanteil des bei Ihnen beschäftigten freien Mitarbeiters ebenfalls auf 4 %.
Wenn Ihr Arbeitnehmer die selbst gewählte Höhe des Prozentsatzes seines Eigenanteils nicht mehr weiß, so wenden Sie sich gerne telefonisch an uns.
· bei Mitgliedern nach Ziffer 1.42 der Satzung (Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen) das Gehalt gemäß Vergütungsgruppe und Stufe nach dem jeweiligen Vergütungstarifvertrag des Anstaltsmitglieds.
· Beitragsanteile der Anstaltsmitglieder zur Pensionskasse Rundfunk
Gemäß des in § 3 Nr. 63 EStG formulierten Freibetrages sind Arbeitgeberzuschüsse im Rahmen von Mitgliedschaften, die in der Pensionskasse vor dem 01.01.2005 begründet wurden in der Höhe von 4% der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung je Beschäftigungsverhältnis auf die erste Lohnsteuerkarte einkommensteuerfrei. Für die genannten Verträge, also die Verträge des Rentenversicherungstarifes, ergibt sich im Jahr 2017 somit die Möglichkeit steuerfreier Arbeitgeberzuschüsse in der Höhe von 3.048 EUR.
Für die ab dem 01.01.2005 geschlossenen Verträge (Lebenspartnertarif) kann die steuerliche Förderung der Arbeitgeberzuschüsse zur Pensionskasse um einen weiteren Freibetrag von 1.800 EUR pro Jahr gemäß § 3 Nr. 63 EStG erhöht werden, insofern für den Arbeitnehmer in dem Kalenderjahr keine Beiträge nach § 40 b Abs. 1 und 2 EStG a. F. pauschal besteuert werden.
Beiträge, die unter die oben genannten Freibeträge gemäß § 3 Nr. 63 EStG fallen, werden der Pensionskasse Rundfunk als steuerfreie Arbeitgeberanteile gemeldet.
Entscheidet sich das Mitglied für eine Einmalkapitalauszahlung, so sind von diesem Zeitpunkt an die Voraussetzungen des § 3 Nr. 63 EStG nicht mehr erfüllt und die Beitragsleistungen zu besteuern.
Eigenanteile des Arbeitnehmers zu seiner Altersversorgung können der Pensionskasse Rundfunk grundsätzlich nicht als steuerfreie Beiträge gemeldet werden.
... zu Renten- und Kapitalleistungen
Welcher Versicherungstarif gilt für meine Mitgliedschaft?
Ihr Versicherungstarif richtet sich nach dem Datum Ihres Eintritts in die Pensionskasse.
Für alle neuen Mitgliedschaften gilt der so genannte Lebenspartnertarif.
Folgende Tabelle zeigt die Tarife anhand der Mitgliedsnummern:
unter 20.000 Rententarif bis 31.12.2003
ab 20.000 Lebenspartnertarif seit 01.01.2004
Was muss ich für den Beginn der Rentenzahlung tun?
Den Beginn Ihrer Rente müssen Sie bei uns beantragen.
Ungefähr 7 bis 5 Wochen bevor Sie die Regelaltersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung erreichen, schicken wir Ihnen unaufgefordert alle Unterlagen zu, die für die Beantragung der Rente erforderlich sind. Dabei handelt es sich um eine vorläufige Rentenberechnung und Formulare zur Angabe Ihrer Bankverbindung, Krankenkassenzugehörigkeit und ggf. Ihres Ehepartners.
Bitte stellen Sie sicher, dass uns stets Ihre aktuelle Anschrift bekannt ist.
Falls Sie Ihre Rente vorzeitig oder später beantragen möchten, rufen Sie uns einfach an oder bitten Sie per E-Mail um Zusendung der entsprechenden Antragsformulare.
Bitte beachten Sie, dass die Rente immer am Ende des Monats überwiesen wird.
Falls Sie verheiratet sind, sollten Sie uns am besten frühzeitig darüber informieren: Bitte senden Sie uns per Post, Fax oder als eingescannten E-Mail-Anhang eine Kopie Ihrer Heiratsurkunde, aus der der Name und das Geburtsdatum Ihres Ehepartners sowie das Datum der Eheschließung hervorgehen.
Was ist beim Verschieben des Rentenbeginns und beim Kapitalwahlrecht zu beachten?
Unabhängig vom Versicherungstarif und anderen Merkmalen ist vorgesehen, dass Sie nach Erreichen der Regelaltersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung eine lebenslange und monatlich nachschüssige Rente erhalten. Alle Mitglieder haben jedoch die Möglichkeit den Rentenbeginn bzw. Auszahlungszeitpunkt zu verschieben. Außerdem kann in den meisten Fällen an Stelle der Rente eine einmalige Kapitalabfindung gewählt werden.
a) Vorziehen des Rentenbeginns
Auf Wunsch können Sie den Rentenbeginn vorziehen, ohne dass hierfür Anmeldefristen gelten. Es muss lediglich die Wartezeit für einen Anspruch auf Altersrente erfüllt sein, also eine mindestens 5jährige Mitgliedschaft bestehen. Die Höhe der Abzüge ist in Ziffer 2.24 AVB festgehalten.
Da es sich um eine Betriebsrente handelt, gilt jedoch ein gesetzliches Mindestalter für den Renten- beginn: Für alle Mitgliedschaften, die bis Ende 2011 begonnen haben, liegt das frühestmögliche Rentenalter bei 60 Jahren; für alle Mitgliedschaften mit Beginn ab 2012 bei 62 Jahren.
Bitte beachten Sie, dass nach Rentenbeginn, spätestens jedoch mit Erreichen der Regelaltersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung, keine Beiträge mehr gezahlt werden können.
b) Aufschieben des Rentenbeginns
Den Beginn der Rentenzahlung können Sie auf Wunsch aufschieben und dabei von Rentenzuschlägen profitieren, die in Ziffer 2.25 (Rentenversicherungstarif) bzw. 2.26 (Lebenspartnertarif) der AVB festgelegt sind.
Die Rentenzahlung beginnt spätestens im Alter von 70 Jahren.
c) Kapitalwahlrecht
An Stelle der lebenslangen Rente können Sie sich die Altersleistung als einmalige Kapitalsumme auszahlen lassen. Hierbei ist je nach Beginn der Mitgliedschaft die eine oder andere Frist zu beachten, insbesondere gilt: Im Rentenversicherungstarif müssen Sie das Kapitalwahlrecht mindestens 3 Jahre vor dem Rentenbeginn ausüben. Einzelheiten sind in Ziffer 2.27 AVB geregelt.
Bitte beachten Sie, dass die Ausübung des Kapitalwahlrechts erhebliche steuerliche Auswirkungen haben kann. Mehr dazu finden Sie im entsprechenden FAQ-Eintrag zur Besteuerung der Leistung.
Ich bin Angehöriger eines verstorbenen Mitglieds. Was muss ich tun?
Grundsätzlich umfasst eine Mitgliedschaft und Versicherung bei der Pensionskasse Rundfunk auch Versicherungsschutz im Todesfall. Als Empfänger von Versicherungsleistungen kommen allerdings nur bestimmte Personen in Betracht. In jedem Fall bitten wir Sie um Zusendung einer Kopie der Sterbeurkunde.
- minderjährige Kinder (leibliche, Adoptiv- und Pflegekinder) [zeitlich befristete Rente]
- "Kindergeld-berechtigte" Kinder [zeitlich befristete Rente]
Für die Besteuerung der Rente ist entscheidend, ob die Beiträge, aus denen die Rentenanwartschaft erworben wurde, bereits versteuert worden sind oder nicht. Dadurch ist sichergestellt, dass es zu keiner Doppelbesteuerung kommt.
Die Rente aus unversteuerten Beiträgen unterliegt in voller Höhe der Einkommensteuer
(mit Ihrem individuellen Steuersatz).
Für die Rente aus versteuerten Beiträgen gilt die sogenannte Ertragsanteilbesteuerung. Das bedeutet, dass ein Teil der Rente zu versteuern ist. Die Höhe des zu versteuernden Teils ist gesetzlich festgelegt. Dazu ein Beispiel:
Wenn die Rentenzahlung im Alter von 67 Jahren beginnt, dann beträgt der Ertragsanteil 17%. Von jeweils 100 EUR Rente müssen Sie somit 17 EUR mit Ihrem individuellen Steuersatz versteuern.
Sie brauchen übrigens nicht selbst darüber Buch zu führen, welche Beiträge steuerfrei eingezahlt worden sind und welche versteuert wurden. Diese Unterscheidung beachten wir auf Grundlage der Angaben Ihrer Arbeitgeber.
Wie wird meine Kapitalabfindung besteuert?
Wie bei der Rente ist auch bei der Kapitalabfindung zunächst danach zu unterscheiden, ob die Beiträge bei der Einzahlung bereits versteuert worden sind oder nicht. Und genau wie bei der Rente ist auch bei der Kapitalabfindung eine Doppelbesteuerung ausgeschlossen.
Die Kapitalabfindung aus unversteuerten Beiträgen unterliegt in voller Höhe der Einkommensteuer (mit Ihrem individuellen Steuersatz).
Bei der Kapitalabfindung aus versteuerten Beiträgen muss evtl. eine weitere Unterscheidung getroffen werden. Bis zur Höhe der gezahlten Beiträge ist die Auszahlung in jedem Fall steuerfrei. Die in der Auszahlung enthaltenen Zinsen und sonstigen Überschüsse sind grundsätzlich steuerpflichtig. Oft gilt aber eine der beiden vorteilhaften Ausnahmen:
- Bei Mitgliedschaften und Versicherungen, die eine Laufzeit von mindestens 12 Jahren haben, gilt das Halbeinkünfteverfahren. Wie der Begriff schon ausdrückt, muss dann nur die Hälfte der Zinsen versteuert werden (mit dem individuellen Steuersatz).
- Bei Mitgliedschaften und Versicherungen, die vor dem 01.01.2005 begonnen haben und eine Laufzeit von mindestens 12 Jahren haben, sind die Zinsen sogar vollständig steuerfrei.
Wenn die Mindestlaufzeit von 12 Jahren nicht erreicht wurde, unterliegen die Zinsen der Besteuerung mit Ihrem individuellen Steuersatz.
Wird meine Altersversorgung um Beiträge an die Krankenkasse gemindert?
Von den Rentenzahlungen und Kapitalabfindungen der Pensionskasse Rundfunk müssen, wie bei jeder betrieblichen Altersversorgung, Krankenkassenbeiträge für gesetzlich Krankenversicherte gezahlt werden. Privat Krankenversicherte sind nicht betroffen. Rechtliche Grundlage ist das Gesetz zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung.
Vor der Auszahlung Ihrer Altersversorgung (Rente oder Kapitalabfindung) befragen wir Sie nach Ihrer Zugehörigkeit in einer gesetzlichen Krankenversicherung. Die Höhe der Krankenkassen- beiträge richtet sich nach dem jeweils aktuellen Beitragssatz Ihrer Krankenkasse. Bemessungsgrundlage ist die Monatsrente, wobei ggf. eine Kappung durch die Beitragsbemessungs- grenze erfolgt. Bei Kapitalabfindungen wird der Auszahlungsbetrag gleichmäßig auf 120 Monate, also auf 10 Jahre, verteilt. Somit besteht die Beitragspflicht auf die Kapitalauszahlung 10 Jahre lang.
Bitte teilen Sie uns mit, wenn sich Ihre Krankenkasse nach Beginn der Rentenzahlung oder innerhalb von 10 Jahren nach Auszahlung der Kapitalabfindung ändert.
Warum ist keine Rente bei Berufsunfähigkeit mitversichert?
Die Pensionskasse Rundfunk bietet eine Altersversorgung an, die ggf. auch Leistungen im Todesfall vorsieht. Der Einschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung würde nicht dem satzungsgemäßen Zweck der Pensionskasse entsprechen. Im Folgenden stellen wir Ihnen gerne ein paar Tipps zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung zur Verfügung:
Was spricht für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung?
Als berufsunfähig gilt, wer aus gesundheitlichen Gründen seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Damit fällt das Erwerbseinkommen weg und neben den gesundheitlichen Problemen droht eine Verschlechterung des gewohnten Lebensstandards bis zum Verlust der finanziellen Existenz.
Wegen der schwerwiegenden Folgen von Berufsunfähigkeit sind sich auch alle Experten vom Versicherungsbranchenverband GDV bis zu den Verbraucherzentralen einig, dass es sich bei der Berufsunfähigkeitsversicherung um eine der wichtigsten Versicherungen handelt.
Zudem hat sich der Versicherungsschutz im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung in den vergangenen Jahren erheblich verschlechtert. Alle nach dem 01. Januar 1961 Geborenen erhalten im Falle einer Berufsunfähigkeit aus der Rentenkasse gar keine Leistungen – allenfalls eine Rente wegen Erwerbsminderung.
Worauf sollte ich bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung achten?
Der Weg zu einem guten Versicherungsschutz ist nicht einfach. Es gibt viele Anbieter, die wiederum oft mehrere Tarife mit unterschiedlichen Leistungen anbieten.
· Der günstigste Anbieter muss nicht der schlechteste sein und der teuerste nicht der beste. Vergleichen Sie die Tarife gut, insbesondere im Hinblick auf Ihre Berufsgruppen-Einstufung. Im Zweifelsfall lassen Sie sich von einem Experten beraten.
· Entscheiden Sie sich lieber für eine selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung statt für eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung. Letztere ist vergleichsweise unflexibel, weil sie immer mit der Hauptversicherung verknüpft ist. Sollten Sie die Hauptversicherung kündigen oder reduzieren, dann wirkt sich das zwangsläufig auch auf den Umfang Ihres Versicherungsschutzes gegen Berufsunfähigkeit aus.
· Die Berufsunfähigkeitsversicherung soll dazu beitragen, dass Sie Ihren Lebensstandard einigermaßen aufrecht erhalten können, falls Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können. Fragen Sie sich bei der Festlegung der Rentenhöhe:
- Wie hoch wäre mein Verdienstausfall?
- Welche zusätzlichen Kosten könnten anfallen (z.B. Beendigung der arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung), welche würden wegfallen (z.B. Fahrtkosten)?
· Achten Sie auch die Laufzeit des Vertrages. Dass Versicherungsschutz bis zum Beginn der (gesetzlichen) Altersrente besteht, wäre einerseits wünschenswert, andererseits recht teuer.
· Von einer fondsgebundenen Variante der BUV raten wir ab. Es geht ja gerade darum sich gegen Risiken abzusichern. Setzen Sie sich nicht noch dem Risiko schwankender Fonds- bzw. Aktienkurse aus.
· Schieben Sie die Entscheidung für eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht auf die lange Bank. Der Monatsbeitrag ist umso höher, je älter Sie bei Vertragsabschluss sind. Außerdem können eine schwere Krankheit oder ein Unfall in jedem Alter eintreten. Und mit einer Vorerkrankung werden Sie eventuell kein Angebot eines Versicherers mehr erhalten oder müssen Beitragszuschläge oder Leistungsausschlüsse in Kauf nehmen.
Es kommt vor, dass aufgrund von bereits bestehenden Vorerkrankungen keine Berufsunfähigkeitsabsicherung mehr angeboten werden kann. Hier gibt es jedoch Alternativen. Sie können sich über die Möglichkeit einer Erwerbsunfähigkeitsabsicherung, Schwere-Krankheiten-Vorsorge („Dread Disease“) oder einer Grundfähigkeitsabsicherung informieren. Oft bekommt man hier noch eine Absicherung, obwohl keine BUV mehr möglich ist. Die Alternativen bieten meist einen nicht so umfangreichen Versicherungsschutz, sind aber dafür günstiger.
Weshalb ist die Verknüpfung von Berufsunfähigkeitsversicherung und betrieblicher Altersversorgung (bAV) problematisch?
Eine Berufsunfähigkeitsabsicherung über die betriebliche Altersvorsorge kann Vorteile haben. Es kann ggf. zu einer vereinfachten Gesundheitserklärung kommen, wenn fast die ganze Belegschaft einen Vertrag abschließt. Sie sollten aber bedenken, dass es mit erheblichen Nachteilen verbunden sein kann:
· Wenn Ihr Arbeitgeber den Anbieter auswählt, erhalten Sie wahrscheinlich nicht die für Sie beste Absicherung.
· Ein Gruppenvertrag mit einheitlichen Beiträgen ist von Vorteil für ältere Arbeitnehmer mit körperlicher Arbeit. Ein junger Akademiker zahlt dort ggf. mehr als nötig.
· Versicherungsnehmer ist der Arbeitgeber, der dann Ansprüche des Arbeitnehmers durchsetzen muss.
· Bei einem Arbeitgeberwechsel kann der neue Arbeitgeber die bAV, die der frühere Arbeitgeber zugesagt hat, übernehmen und fortführen. Wenn die bAV aber eine Berufsunfähigkeitsversicherung beinhaltet, wird er sich kaum dazu bereit erklären, insbesondere, wenn damit noch ein Wechsel des Versicherers verbunden wäre. Lehnt der neue Arbeitgeber oder Versicherer die Übernahme ab, müsste der Arbeitnehmer einen neuen Vertrag mit neuer Gesundheitsprüfung und höherem Eintrittsalter abschließen und i.d.R. höhere Versicherungsbeiträge zahlen.
· Es ist möglicherweise unangenehm oder nachteilig, falls bestimmte Gesundheitsdaten an den Arbeitgeber gelangen.
Es ist sinnvoll eine Absicherung für den Fall einer Berufsunfähigkeit separat bei dem für Sie am besten geeigneten Anbieter zu erwerben und sie nicht im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge abzuschließen. Die Pensionskasse Rundfunk legt ihren Fokus auf die Altersversorgung und Hinterbliebenenabsicherung und bietet daher keine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit an.
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