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Timestamp: 2020-07-15 09:37:46
Document Index: 38783184

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 322', 'BGH', '§ 256', '§ 256', 'BGH', '§ 322', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 256', 'BGH', '§ 254', 'BGH', '§ 254', 'BGH', '§ 254', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: VersR 1988, 1139 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Düsseldorf, 30.06.1988
https://dejure.org/1988,716
BGH, 14.06.1988 - VI ZR 279/87 (https://dejure.org/1988,716)
BGH, Entscheidung vom 14.06.1988 - VI ZR 279/87 (https://dejure.org/1988,716)
BGH, Entscheidung vom 14. Juni 1988 - VI ZR 279/87 (https://dejure.org/1988,716)
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Anspruch auf Zahlung einer Rente wegen Erwerbsunfähigkeit auf Grund eines amputierten Arms - Berücksichtigung eines Mitverschuldens bei selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit durch Begehung eines Diebstahl am ehemaligen Arbeitsplatz - Berücksichtigung der ...
NJW 1989, 105
MDR 1988, 1048
VersR 1988, 1139
Voraussetzung dafür, dass die Schadensersatzpflicht auch hinsichtlich anderer Handlungen als der konkret festgestellten Verletzungshandlung festgestellt wird, ist jedoch, dass dabei über alle Einwendungen, die den Bestand des Klageanspruchs oder seine Durchsetzbarkeit berühren, abschließend entschieden werden kann (vgl. BGH, Urt. v. 14.6.1988 - VI ZR 279/87, NJW 1989, 105, 106;… Urt. v. 30.5.1995 - X ZR 54/93, GRUR 1995, 578, 581 - Steuereinrichtung II;… Urt. v. 28.6.2005 - VI ZR 108/04, VersR 2005, 1159, 1160).
Im späteren Leistungsprozess stünde sonst dem Einwand eines bereits zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung vorliegenden Mitverschuldens gemäß § 322 Abs. 1 ZPO die Rechtskraftwirkung des Feststellungsurteils entgegen (vgl. zum Ganzen BGH…, Urteil vom 10.07.2003, IX ZR 5/00, Rn. 8 bei juris; Urteil vom 14.06.1988, VI ZR 279/87, Rn. 10 f. bei juris;… Urteil vom 25.11.1977, I ZR 30/76, Rn. 15 ff. bei juris;… Becker-Eberhard in MüKo ZPO, 5. Auflage 2016, § 256 Rn. 78 m.w.N.;… Greger in Zöller, ZPO, 33. Auflage 2020, § 256 Rn. 4b m.w.N.).
Denn das Mitverschulden des Geschädigten betrifft den Grund der Schadensersatzpflicht und nicht nur deren Höhe (vgl. BGH, NJW 1989, 105, Tz. 10).
Ansonsten stünde in einem evtl. späteren Leistungsklageverfahren dem Einwand eines bereits zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung im Feststellungsklageverfahren vorliegenden Mitverschuldens des Geschädigten die Rechtskraftwirkung (§ 322 ZPO) des Feststellungsurteils entgegen (vgl. BGH, NJW 1988, 3268, Tz. 25; BGH, NJW 1989, 105, Tz. 10; BGH, NJW 2013, 1948, Tz. 11;… Zöller/Greger, 29. Auflage 2012, § 256 Rn. 4a m.w.N.).
Dies muss jedenfalls dann gelten, wenn diese Tatsachen bekannt waren und hätten vorgetragen werden können (vgl. BGH, NJW 1989, 105, Tz. 10).
Im Feststellungsurteil muß der Mitverschuldenseinwand vollständig beschieden werden, nicht nur, wie das Berufungsgericht offenbar gemeint hat, unter dem Gesichtspunkt des § 254 Abs. 1 BGB (Mitverschulden bei der Entstehung des Schadens), sondern auch im Hinblick auf einen Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht nach Absatz 2 dieser Vorschrift (BGH, Urteil vom 14. Juni 1988 VI ZR 279/87 - NJW 1989, 1005).
Denn die Rechtskraft eines Feststellungsurteils steht der Berücksichtigung des Einwandes des Verstoßes gegen eine Schadensminderungspflicht nach § 254 Abs. 2 BGB nur dann entgegen, wenn die dafür maßgebenden Tatsachen schon zur Zeit der letzten Tatsachenverhandlung vorgelegen haben (vgl. u.a. BGH, Urt. v. 14.06.1988, VI ZR 279/87, NJW 1989, 105).
Insoweit stünde die Rechtskraft des Feststellungsurteils der Berücksichtigung des Einwandes nach § 254 Abs. 2 Satz 1 BGB entgegen (Senatsurteil vom 14. Juni 1988 - VI ZR 279/87 - VersR 1988, 1139).
Zwar führt die Rechtskraft eines - Feststellungsurteils, in dem die Schadensersatzpflicht des in Anspruch genommenen Schädigers festgestellt worden ist, dazu, daß Einwendungen, die sich auf Tatsachen stützen, welche schon zum Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung vorgelegen haben, nicht mehr berücksichtigt werden dürfen, soweit sie das Bestehen des festgestellten Anspruchs betreffen (vgl. Senatsurteile vom 15. Juni 1982 - VI ZR 179/80 - VersR 1982, 877 und vom 14. Juni 1988 - VI ZR 279/87 - VersR 1988, 1139).
Der BGH hatte in seiner Entscheidung vom 14.06.1988 (NJW 1989, 105 = VersR 1988, 1139), die im Grundsatz in der Entscheidung des BGH v. 26.09.2006 (NZV 2007, 29) bestätigt wurde, die Fallkonstellation zu beurteilen, daß nach rechtskräftig festgestellter Einstandspflicht für eine mißlungene Operation die Beklagte im Leistungsprozeß unter anderem geltend gemacht hat, die Erwerbslosigkeit des Klägers beruhe nicht auf den Folgen der Operation, sondern darauf, daß er durch eigenes Verschulden (Diebstahl) seine Arbeitsstelle verloren habe.
OLG Düsseldorf, 30.06.1988 - 18 U 105/88
https://dejure.org/1988,17729
OLG Düsseldorf, 30.06.1988 - 18 U 105/88 (https://dejure.org/1988,17729)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 30.06.1988 - 18 U 105/88 (https://dejure.org/1988,17729)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 30. Juni 1988 - 18 U 105/88 (https://dejure.org/1988,17729)
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Straßenbaulast; Verkehrssicherungspflicht; Fernverkehr; Motorradfahrer; Fräsrillen