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Timestamp: 2018-07-21 02:10:52
Document Index: 38101704

Matched Legal Cases: ['§99', '§14', '§2', '§23', '§ 101', '§ 23', '§ 101', '§ 23', '§ 23']

BR-Forum: Wiederholtes Mitteilungsversäumnis der Geschäftsleitung (z.B. bei Einstellung) - Wie verhalten wir uns jetzt? | W.A.F.
Wiederholtes Mitteilungsversäumnis der Geschäftsleitung (z.B. bei Einstellung) - Wie verhalten wir uns jetzt?
Hallo zusammen, wir brauchen dringend Euren Rat!
Die Geschäftsleitung hat einen Praktikanten für einen Monat eingestellt und uns nichts davon gesagt.
Dann bekam dieser einen Jahresvertrag und auch hier kam keinerlei Information. Wir wurden von den Kollegen der entsprechenden Abteilung darüber unterrichtet.
Den Geschäftsführer darauf angesprochen tat er es als Lapalie ab und darüber müßte er uns nun wirklich nicht informieren. Den Vertragsabschluß räumte er als Versäumnis ein und gelobte Besserung.
Nun wurde eine Abteilung personell neu organisiert und wir wußten wieder nichts davon. Ein Abteilungsleiter wurde (mit seinem Einverständnis aus gesundheitlichen Gründen) abgesetzt und es gibt auch einen neuen Schichtführer (keine Neueinstellung).
Mußten wir darüber nicht informiert werden?
Erstellt am 09.08.2007	um 17:33 Uhr von majojon
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Erstellt am 09.08.2007	um 17:47 Uhr von omit
Hallo schreibt ein Brief wie folgt an die GF.
mit großem Bedauern musste der Betriebsrat feststellen das Sie ohne vorherige Zustimmung des Betriebsrates ............. eingestellt haben.
Sie wissen ja, gem. §99 Betr.VG i.v. mit §14 (3) Satz 1 AÜG haben Sie den Betriebsrat zu beteiligen und fordern Sie auf dieses einzuhalten.
Aus Sicht des Betriebsrates ist dadurch die Vertrauensvolle Zusammenarbeit (§2 Betr.VG ) zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung sehr getrübt. Sollten Sie auch in Zukunft die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates missachten und gegen gesetzliche Bestimmungen verstoßen sieht sich der Betriebsrat gezwungen gem. §23 (3) gegen Sie eine Ordnungswidrigkeitsverfahren einzuleiten. Was nicht in unserem Interesse liegt.
Erstellt am 09.08.2007	um 17:48 Uhr von Kölner
Geht es hier um das AÜG?
Eher ist § 101 BetrVG einschlägig...
Erstellt am 09.08.2007	um 17:52 Uhr von omit
Hallo Kölner, bin mir echt sicher das das so stimmt.
Erstellt am 09.08.2007	um 22:13 Uhr von Der alte Heini
Der BR kann in der genannten Angelegenheit nach § 23 Abs.3 BetrVG oder § 101 BetrVG gegen den AG vorgehen.
Es kommt darauf an was der Betriebsrat erreichen will.
Erstellt am 09.08.2007	um 22:16 Uhr von Kölner
Überlege doch bitte mal, warum das hier nicht zutreffen kann...
Erstellt am 10.08.2007	um 16:08 Uhr von elmer j.fudd
Bei uns läuft das seit Monaten so, viele personelle Maßnahmen ohne Beteiligung des BR. Wollten nach § 23 vorgehen, aber unser Anwalt meinte, es ginge vor Gericht nicht durch. Rückgängig machen ging bei uns nicht, da viele Maßnahmen bereits wieder vorbei waren. Wollten nur den Verstoß nach § 23 feststellen lassen, damit mal klar wird, was der AG darf und was nicht. Anwalt hat davon abgeraten. Ganz wichtig: immer alles gut dokumentieren und nachweisen, daß man den AG schriftlich auf Mißstände hingewiesen hat.
Erstellt am 10.08.2007	um 16:17 Uhr von waschbär
j.fudd
Dein Anwalt hat ja , recht , aber irgendwann muss auch cdem AG klar gemacht werden , was sein Verhalten nach sich zieht .
Wer Schreibt der Bleibt, bei dieser art, allerdings nur 4 Jahre (BR Amtszeit , da die Belegschaft bald die hilflosigkeit vom BR merkt ) ausser der BR betreibt eine gute Öffentlichkeitsarbeit .... das ist sogar Seminar Thema im August
Praktikant abgelehnt v. Betr. Rats. Vorsitzenden - Vorgehen in Ordnung?