Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=10.03.1992&Aktenzeichen=VIII%20R%2066/89
Timestamp: 2020-02-21 08:38:24
Document Index: 255294230

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 16', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 24']

BFH, 10.03.1992 - VIII R 66/89 - dejure.org
https://dejure.org/1992,1689
BFH, 10.03.1992 - VIII R 66/89 (https://dejure.org/1992,1689)
BFH, Entscheidung vom 10.03.1992 - VIII R 66/89 (https://dejure.org/1992,1689)
BFH, Entscheidung vom 10. März 1992 - VIII R 66/89 (https://dejure.org/1992,1689)
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EStG 1983 §§ 20 Abs. 1 Nr. 8, Abs. 2 Nr. 1, 24 Nr. 1 a und b; BerlinFG §§ 16, 17
Vorfälligkeitsentschädigungen - Darlehnsnehmer - Vorzeitige Kündigung des Darlehns - Einnahmen aus Kapitalvermögen - Wegfall der Steuerermäßigung - Ausgleich
§§ 20, 24 EStG
Einkommensteuer; Vorfälligkeitsentschädigungen als Kapitaleinkünfte
BFHE 168, 517
BB 1992, 2489
BStBl II 1992, 1032
b) Maßgeblich ist mithin allein, ob die Vorteilszuwendung nach dem Veranlassungsprinzip, d.h. bei wertender Beurteilung des die Vorteilszuwendung auslösenden Moments, als dem Gesellschaftsverhältnis i.S. von § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG (sog. Erwerbssphäre) zugehörig anzusehen ist (Senatsurteil vom 10. März 1992 VIII R 66/89, BFHE 168, 517, BStBl II 1992, 1032).
Zu den Einkünften aus Kapitalvermögen zählen vielmehr alle Vermögensmehrungen, die bei wirtschaftlicher Betrachtung Entgelt für die Kapitalnutzung sind (Senatsurteile in BFHE 151, 512, BStBl II 1988, 252, Ziff. 4 der Gründe, und vom 10. März 1992 VIII R 66/89, BFHE 168, 517, BStBl II 1992, 1032, Ziff. 1 der Gründe).
b) Maßgeblich ist mithin allein, ob die Vorteilszuwendung nach dem Veranlassungsprinzip, d. h. bei wertender Beurteilung des die Vorteilszuwendung auslösenden Moments, als dem Gesellschaftsverhältnis im Sinne von § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG (sog. Erwerbssphäre) zugehörig anzusehen ist (BFH-Urteil vom 10. März 1992 VIII R 66/89, BStBl II 1992, 1032).
Streitgegenstand war bei der Anfechtungsklage wegen Umsatzsteuer 1983 im gerichtlichen Verfahren 10 K 5042/88 zwar die Rechtsbehauptung des Klägers, der angefochtene Verwaltungsakt sei rechtswidrig und verletze ihn in seinen Rechten (vgl. BFH-Urteil vom 7. Februar 1990 I R 145/87, BStBl II 1992, 1032).
Damit deckt sich die Rechtsprechung des IV.Senats mit der Rechtsprechung der übrigen Senate, die zwar begrifflich Entschädigungen bejahen, aus den Begriffen entgangen bzw. entgehenden in § 24 Nr. 1a EStG aber ebenfalls ableiten, daß der Betroffene unter einem entsprechenden Druck gehandelt haben muß (…vgl. BFH-Urteile in BFH/NV 1992, 455; vom 10. März 1992 VIII R 66/89, BFHE 168, 517, BStBl II 1992, 1032; in BFHE 164, 243, BStBl II 1991, 703).
Entscheidend sei daher, ob vorliegend die Geldzahlungen, die die K AG an die Familie B. geleistet habe, der Erwerbs- oder der Vermögenssphäre zuzurechnen seien (Urteil des BFH vom 10. März 1992 VIII R 66/89, BStBl II 1992, 1032).
Die Zahlung an den Darlehensgeber wurde deshalb im Streitfall nicht mehr als Vergütung für die Kapitalnutzung, sondern -- wie auch in dem vom erkennenden Senat in seinem Urteil vom 10. März 1992 VIII R 66/89 (BFHE 168, 517, BStBl II 1992, 1032) entschiedenen Fall -- deshalb gezahlt, weil nach Kündigung des Vertragsverhältnisses Zinseinnahmen beim Darlehensgeber entfallen sind.
Einkünfte aus Kapitalvermögen erzielt, wer Kapitalvermögen gegen Entgelt zur Nutzung überläßt (ständige Rechtsprechung des BFH, vgl. Urteil vom 10. März 1992 VIII R 66/89 , BStBl II 1992, 1032).