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Timestamp: 2016-10-24 05:10:51
Document Index: 125210600

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 4', 'Art 8', 'Art. 17', 'Art. 6', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 17']

I 794/02 (19.11.2003)
I 794/02
Pr�sident Borella, Bundesrichter Meyer und Kernen; Gerichtsschreiber Jancar
A.________, 1972, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Barbara Laur, Schiffl�nde 22, 8001 Z�rich,
Die 1972 geborene A.________ leidet seit der Kindheit an einer hochgradigen Schwerh�rigkeit rechts. 1992 schloss sie eine Lehre als Damencoiffeuse ab. In der Folge wurde sie dreimal am rechten Ohr operiert (Tympanoplastik wegen Otitis media chronica simplex rechts am 26. April 1994, Mittelohrexploration mit Kanalplastik und Interposition rechts am 3. November 1997, Revision mittels Ossikuloplastik rechts am 31. Mai 1999). Seit dem Lehrabschluss arbeitete sie als Coiffeuse, zuletzt beim Coiffeur-Salon B.________. Dieses Arbeitsverh�ltnis k�ndigte sie aus gesundheitlichen Gr�nden auf Ende November 1999. Am 2. November 1999 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an und verlangte eine Umschulung zur Maskenbildnerin. Zur Abkl�rung der Verh�ltnisse zog die IV-Stelle Z�rich diverse Arztberichte sowie ein Gutachten des Dr. med. C.________, Facharzt Arbeitsmedizin, FMH Allgemeine Medizin, vom 31. August 2001 bei. Weiter holte sie Stellungnahmen des Bundesamtes f�r Sozialversicherung (BSV) vom 27. M�rz und 4. Oktober 2001 ein. Mit Verf�gung vom 15. November 2001 verneinte sie den Anspruch auf Umschulung zur Maskenbildnerin mangels Invalidit�t. Die Versicherte habe den Coiffeuseberuf zehn Jahre lang voll aus�ben k�nnen, ohne dass es - abgesehen von vor�bergehenden operationsbedingten Absenzen - zu nennenswerten krankheitsbedingten Ausf�llen gekommen sei. Es sei auch nicht von einer drohenden Arbeitsunf�higkeit auszugehen, da die einseitige Schwerh�rigkeit schon l�ngere Zeit bestehe und station�r sei.
Hiegegen erhob die Versicherte beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich Beschwerde und legte neu einen Bericht des Hausarztes Dr. med. D.________, prakt. Arzt, vom 14. Dezember 2001 auf. Mit Entscheid vom 27. September 2002 wies das kantonale Gericht die Beschwerde ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die Versicherte, in Aufhebung des kantonalen Entscheides und der Verf�gung vom 15. November 2001 seien ihr die Leistungen aus der Invalidenversicherung zuzusprechen; insbesondere seien ihr berufliche Massnahmen (Umschulung zur Maskenbildnerin an der Berufsfachschule f�r Maskenbildner Z.________ vom 1. Januar bis 31. Dezember 2004 inklusive �bernahme der Kosten und Ausrichtung eines Taggeldes) zuzusprechen; eventuell sei die Sache zu weiterer Abkl�rung und anschliessendem Neuentscheid an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen. Sie legt u.a. Berichte des Dr. med. D.________ vom 11. November 2002 und des Dr. med. E.________, Oberarzt, Klinik f�r Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie, Spital Y.________, vom 14. November 2002 auf.
Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das BSV auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche Bestimmungen im Invalidenversicherungsbereich ge�ndert worden. Weil in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben, und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grunds�tzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verf�gung (hier: 15. November 2001) eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 129 V 4 Erw. 1.2 mit Hinweisen), sind im vorliegenden Fall die bis 31. Dezember 2002 geltenden Bestimmungen anwendbar.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Invalidit�tsbegriff (Art. 4 Abs. 1 IVG), den Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen (Art 8 Abs. 1 IVG), namentlich auf Umschulung (Art. 17 IVG, Art. 6 Abs. 1 IVV), sowie den Invalidit�tsbegriff im Sinne von Art. 17 IVG und die Erheblichkeit der Invalidit�t in Form einer bleibenden oder l�ngere Zeit dauernden Erwerbseinbusse von etwa 20 % (BGE 124 V 110 f. Erw. 2b mit Hinweisen; AHI 2000 S. 62 Erw. 1) zutreffend dargelegt. Beizupflichten ist des Weiteren den vorinstanzlichen Erw�gungen zur Aufgabe des Arztes im Rahmen der Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
Zu erg�nzen ist, dass die Umschulung grunds�tzlich nur dann zu Lasten der Invalidenversicherung geht, wenn sie zu einer wesentlichen Verbesserung der Erwerbsf�higkeit beitr�gt oder die noch vorhandene Teilerwerbsf�higkeit vor weiterer Beeintr�chtigung sch�tzt (ZAK 1992 S. 366 Erw. 2b). Die Massnahme unterliegt den allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen gem�ss Art. 8 IVG (Geeignetheit, Erforderlichkeit, Eingliederungswirksamkeit; BGE 129 V 68 Erw. 1.1.1 mit Hinweisen). Es muss gew�hrleistet sein, dass der angestrebte Eingliederungserfolg voraussichtlich von einer gewissen Dauer ist; zudem muss der zu erwartende Erfolg in einem vern�nftigen Verh�ltnis zu den Kosten der konkreten Eingliederungsmassnahme stehen; schliesslich muss die konkrete Massnahme dem Betroffenen auch zumutbar sein (BGE 122 V 214 f. Erw. 2c in Verbindung mit 79 f. Erw. 3b/bb und cc, 108 V 213 Erw. 1d; Urteil E. vom 25. August 2003 Erw. 4.4, I 534/02, unver�ffentlichte Urteile B. vom 4. August 1997 Erw. 2, I 124/97, und I. vom 11. M�rz 1994 Erw. 1, I 105/93).
Weiter ist der Vorbehalt einer ann�hernden Gleichwertigkeit der Erwerbsm�glichkeit in der alten und neuen T�tigkeit zu beachten. Der Begriff der ann�hernden Gleichwertigkeit bezieht sich zwar nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die miteinander zu vergleichenden Erwerbsm�glichkeiten im urspr�nglichen und im neuen Beruf oder in einer dem Versicherten zumutbaren T�tigkeit (BGE 124 V 110 Erw. 2a). Dabei geht es jedoch nicht an, den Anspruch auf Umschulungsmassnahmen - gleichsam im Sinne einer Momentaufnahme - ausschliesslich vom Ergebnis eines auf den aktuellen Zeitpunkt begrenzten Einkommensvergleichs, ohne R�cksicht auf den qualitativen Ausbildungsstand einerseits und die damit zusammenh�ngende k�nftige Entwicklung der erwerblichen M�glichkeiten anderseits, abh�ngen zu lassen. Vielmehr ist im Rahmen der vorzunehmenden Prognose (BGE 124 V 111 Erw. 3b mit Hinweis) unter Ber�cksichtigung der gesamten Umst�nde nicht nur der Gesichtspunkt der Verdienstm�glichkeit, sondern der f�r die k�nftige Einkommensentwicklung ebenfalls bedeutsame qualitative Stellenwert der beiden zu vergleichenden Berufe mit zu ber�cksichtigen. Die ann�hernde Gleichwertigkeit d�rfte auf weite Sicht nur dann zu verwirklichen sein, wenn auch die beiden Ausbildungen einen einigermassen vergleichbaren Wert aufweisen (BGE 124 V 111 Erw. 3b mit Hinweisen; Urteil U. vom 5. M�rz 2003 Erw. 2.1, I 761/02).
Streitig und zu pr�fen ist der Anspruch auf Umschulung zur Maskenbildnerin.
3.1 Der Hausarzt Dr. med. D.________ f�hrte im Bericht vom 8. November 1999 aus, die Versicherte sei ab 1. Dezember 1999 bis ca. Februar 2000 zu 100 % arbeitsunf�hig. Am 23. November 1999 diagnostizierte er einen Schallleitungsblock rechts sowie einen Status Varikosis beider Beine. Eine Rhinopathia vasomotorica (verst�rkt durch Haarspray, Bleichchemikalien etc.) habe bereits 1993 eine chronisch rezidivierende Tubenmittelohrkatarrhe und eine zentrale Perforation bei chronischer Otitis media rechts verursacht. Heute leide die Versicherte an sofortigem Nasengangverschluss bei chemikalischen Reizen (Haarspray, Bleich- und F�rbchemikalien usw.) mit nachfolgender Bel�ftungsst�rung des Mittelohrs. Lauter Arbeitsplatz bewirke massive Verst�ndigungsprobleme. Dazu tr�ten wegen des Stehens bereits mittags malleol�re und Unterschenkel-�deme auf. Als Coiffeuse sei die Versicherte seit 1. November 1999 auf unbestimmte Zeit zu 100 % arbeitsunf�hig. Mit Bericht vom 14. Dezember 2001 f�hrte Dr. med. D.________ aus, die Versicherte habe elf Jahre als Coiffeuse gearbeitet und in dieser Zeit - trotz enormer Symptomatik - immer wieder mit viel Hoffnung von Operation zu Operation ausgeharrt, bis es dann doch nicht mehr gegangen sei und sie pl�tzlich relativ schnell habe k�ndigen m�ssen. Am 11. November 2002 best�tigte Dr. med. D.________ die weitere G�ltigkeit seiner fr�heren Berichte. Unzumutbar seien Arbeiten mit Hintergrundl�rm, langem Stehen und Chemikalieneinfluss (z.B. via Luft oder Ber�hrung).
3.2 Dr. med. E.________, damals Assistenzarzt, Klinik f�r Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie, Spital Y.________, legte im Bericht vom 6. M�rz 2000 dar, die Schwerh�rigkeit rechts habe trotz dreier Operationen nicht beseitigt werden k�nnen. In Ruhe k�nne sich die Versicherte normal unterhalten. In lauter Umgebung sei ihr Verst�ndnis deutlicher eingeschr�nkt, so dass sie nur mit M�he kommunizieren k�nne. Diese Beschwerden f�hrten zu Kommunikationsproblemen im Beruf und zu erh�hter M�digkeit. Die Versicherte sei zwar noch ganztags arbeitsf�hig, jedoch nur unter sehr erschwerten Bedingungen. Er empfehle daher die Umschulung auf einen Beruf, in dem sie nicht auf direkte Kommunikation angewiesen sei, oder in welchem kein Hintergrundl�rm herrsche und sie sich nicht mit mehreren Personen gleichzeitig unterhalten m�sse.
Im Bericht vom 14. November 2002 f�hrte Dr. med. E.________, nunmehr Oberarzt, aus, seit der letzten Untersuchung habe die Schallleitungsschwerh�rigkeit der Versicherten eher zugenommen. Differentialdiagnostisch sei am ehesten an eine Tympanosklerose zu denken. Eine Revisionsoperation sei daher bei unklaren Erfolgsaussichten und erheblichem Innenohrrisiko nicht zu empfehlen. Alternativ k�nne die Versicherte versuchen, ein H�rger�t auf der rechten Seite zu tragen. In Bezug auf die berufliche Entwicklung solle sie nicht in einer Stelle eingesetzt werden, in der sie auf direkte Kommunikation angewiesen sei, weshalb eine Umschulung empfehlenswert sei.
3.3 Der vom Gutachter Dr. med. C.________ konsultierte Dr. med. F.________, ORL & Phoniatrie FMH, gab im Bericht vom 28. August 2001 an, die Berufssituation in einem Coiffeursalon mit l�rmigem Hintergrund (Haartrockner, mehrere Personen) sowie die Notwendigkeit, von mehreren Personen angesprochen zu werden (z.B. R�cksprache mit der Kundin wegen zu heissem F�hn), sei glaubhaft und einf�hlbar. Eine H�rger�teversorgung sei bei intaktem Gegenohr wenig sinnvoll, da trotzdem immer mit dem besseren Ohr geh�rt werde. Zus�tzlich seien Erschwernisse in der Ger�tebedienung (meistens feuchte H�nde, wechselnde akustische Umgebung) wenig g�nstig f�r eine Versorgung. Bei der gew�nschten Umschulung zur Maskenbildnerin falle dieses Element weg, da in ruhiger Umgebung gearbeitet werde und Gespr�che praktisch nur frontal stattf�nden.
Dr. med. C.________ f�hrte in der Expertise vom 31. August 2001 aus, die Ohrbeschwerden der Versicherten seien bei der Aus�bung des Coiffeuseberufes wesentlich. Man k�nne daher folgern, dass Arbeiten in mittelfrequentem L�rm sowie in Situationen, die Richtungsh�ren voraussetzten, als medizinisch nicht mehr geeignet zu betrachten seien (medizinisch-theoretische Restarbeitsf�higkeit 30 %). Die Versorgung mit einem H�rger�t k�nne dabei keine Verbesserung erzielen. Aus arbeitsmedizinischer Sicht w�rden die Ohrenbeschwerden in der gew�nschten Arbeit als Maskenbildnerin zu keiner �berdurchschnittlichen Beanspruchung f�hren. Die weiteren geltend gemachten Beschwerden (behinderte Nasenatmung, phasenweiser Schwindel, leichte ven�se Insuffizienz am rechten Bein) beeintr�chtigten weder die bisherige noch die anvisierte T�tigkeit.
3.4 Die IV-Stellen�rztin Dr. med. G.________ vertrat am 6. April 2001 die Auffassung, aufgrund der medizinischen Aktenlage sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Versicherte seit 1. November 1999 arbeitsunf�hig sein solle. Die Schwerh�rigkeit rechts sei nicht ausgepr�gt, wenn auch in gewissen Situationen st�rend, und stelle keine Kontraindikation f�r die weitere Aus�bung des erlernten Berufes dar. Der Coiffeuseberuf sei nicht l�rmbelastet. Es f�nden allenfalls bilaterale Kundengespr�che statt, f�r die keine Einschr�nkungen best�nden. Im Weiteren bestehe keine Allergie. Der Hausarzt habe eine Rhinopathia vasomotorica, nicht eine Rhinopathia allergica attestiert. Im �brigen w�rden im Coiffeur-Gewerbe immer weniger so genannte scharfe, reizende Chemikalien verwendet. Abgesehen davon w�re eine Umschulung zur Maskenbildnerin aus arbeitsmedizinischer Sicht absolut nicht sinnvoll, weil diese die Coiffeuset�tigkeit mit umfasse.
4.1 Die IV-Stelle und das BSV haben argumentiert, aus ohren�rztlicher Sicht sei der Coiffeuseberuf wegen des Hintergrundl�rms nicht besonders geeignet. Eine eigentliche Invalidit�t bestehe aber nicht und drohe auch nicht unmittelbar. Denn die Versicherte habe diesen Beruf, abgesehen von vor�bergehenden operativen Absenzen, w�hrend zehn Jahren ohne nennenswerte Arbeitsausf�lle ausge�bt. Der Gesundheitsschaden k�nne nicht einerseits seit 1993 bestehen und station�r sein sowie andererseits erst ab 1. November 1999 eine Arbeitsunf�higkeit bewirken. Dar�ber hinaus erscheine es zweifelhaft, ob eine Umschulung zur Maskenbildnerin, einer dem Coiffeuseberuf sehr verwandten Arbeit, im Hinblick auf den Umgang mit Chemikalien und den Umgebungsl�rm l�ngerfristig eine geeignete und zweckm�ssige Massnahme w�re.
4.2 Das kantonale Gericht hat erwogen, die konsultierten �rzte seien sich darin einig, dass die Beschwerdef�hrerin als Coiffeuse insofern beeintr�chtigt sei, als sie bei l�rmigem Hintergrund in der sprachlichen Kommunikation mit den anwesenden Personen behindert sei, weil sie die einzelnen Stimmen nicht mehr differenzieren k�nne. Sodann verm�chten gewisse D�mpfe ihre Nasenschleimhaut zu reizen. Hingegen bestehe keine �bereinstimmende Beurteilung dar�ber, in welchem Ausmass die Arbeitsf�higkeit als Coiffeuse dadurch beeintr�chtigt sei. Diese Frage brauche jedoch nicht abschliessend beantwortet zu werden. Denn als gesunde Coiffeuse h�tte die Versicherte im Jahre 2001 Fr. 46'517.- verdient. Trotz des Gesundheitsschadens st�nde ihr auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt eine Vielzahl zumutbarer Erwerbst�tigkeiten offen, die sie ganztags aus�ben k�nne. Das von weiblichen Arbeitnehmerinnen an Arbeitspl�tzen mit einfachen und repetitiven T�tigkeiten (Anforderungsniveau 4) erzielbare Einkommen habe gem�ss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes f�r Statistik im Jahre 2001 Fr. 45'665.- betragen. Unter Ber�cksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10 % ergebe sich ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 41'098.-. Verglichen mit dem Valideneinkommen von Fr. 46'517.- resultiere eine Erwerbseinbusse von 11,6 %, womit die Erheblichkeitsgrenze von 20 % f�r den Umschulungsanspruch nicht erreicht werde. Von weiteren medizinischen Abkl�rungen und der beantragten Zeugeneinvernahme betreffend die �berbelastung im Coiffeuseberuf k�nne daher abgesehen werden.
Bei den von der Vorinstanz herangezogenen, f�r die Versicherte ohne Umschulung zumutbaren T�tigkeiten handelt es sich um unqualifizierte Hilfsarbeiten, die im Vergleich zur T�tigkeit als ausgebildete Coiffeuse qualitativ nicht als ann�hernd gleichwertig bezeichnet werden k�nnen. Soweit die Vorinstanz eine ann�hernde Gleichwertigkeit einzig unter dem Aspekt der Verdienstm�glichkeiten bejaht, k�nnte ihr angesichts der erfahrungsgem�ss eher tiefen L�hne im Coiffeurgewerbe noch gefolgt werden. Das gilt aber nicht f�r die Qualit�t der Eingliederung, sind doch Hilfsarbeiterinnen den konjunkturellen Risiken auf dem Arbeitsmarkt und strukturellen betrieblichen Anpassungen in der Regel st�rker ausgesetzt als qualifizierte Mitarbeiter mit Berufsausbildung (BGE 124 V 112 Erw. 3b), zumal es sich beim Coiffeurgesch�ft um einen konjukturell resistenten Wirtschaftszweig handelt. Die erwerblichen Aussichten einer gesunden Coiffeuse sind daher auf l�ngere Sicht insgesamt wesentlich besser. Dies gilt im vorliegenden Fall um so mehr, als es sich bei der Beschwerdef�hrerin um eine junge, im massgebenden Zeitpunkt des Verf�gungserlasses (BGE 121 V 366 Erw. 1b) 29-j�hrige Versicherte mit einer langen verbleibenden Aktivit�tsdauer handelt (Art. 8 Abs. 1 Satz 2 IVG; vgl. auch Urteil U. vom 5. M�rz 2003 Erw. 3.3, I 761/02). Unter diesem Gesichtswinkel hat das kantonale Gericht den Umschulungsanspruch zu Unrecht abgewiesen.
Zum Aufgabenbereich der Maskenbildnerin geh�rt es im Wesentlichen, am Theater, an der Oper, im Musical oder im Film die Haartracht und das Gesicht der Darsteller herzurichten sowie Gesichtsmasken, Maskenteile, Per�cken und Haarteile herzustellen, zu pflegen und aufzubewahren. Diese Arbeit ist mithin mit dem Coiffeuseberuf verwandt, wie auch in der Dokumentation der Fachvereinigung f�r Berufsberatung Schweiz (FAB) angef�hrt wird. Gerade in den vorliegend aus gesundheitlicher Sicht in Frage stehenden Bereichen der Kommunikation am Arbeitsplatz, des Bewegungsablaufs und des Umgangs mit chemischen Stoffen werden in den beiden Berufen praktisch die gleichen oder jedenfalls sehr �hnliche Anforderungen gestellt. Unter diesen Umst�nden ist mit Frau Dr. med. G.________ die Geeignetheit und Eingliederungswirksamkeit der Umschulung vom Coiffeuseberuf zur Maskenbildnerin in prognostischer Sicht zu verneinen. Soweit gegenteilige �rztliche Auffassungen vorliegen, kann darauf nicht abgestellt werden. Dr. med. C.________ setzte sich mit dem Anforderungsprofil im Maskenbildnerberuf in keiner Weise auseinander. Unzutreffend ist das Argument des Dr. med. F.________, in diesem Beruf werde in ruhiger Umgebung gearbeitet und f�nden Gespr�che praktisch nur frontal statt (Erw. 3.3 hievor). Denn gem�ss der FAB-Dokumentation verlangt dieser Beruf Teamarbeit und Anpassungsf�higkeit, wobei vor Theaterauff�hrungen und Filmaufnahmen unter Zeitdruck gearbeitet wird. Verwaltung und Vorinstanz haben daher die Umschulung zur Maskenbildnerin im Ergebnis zu Recht abgelehnt, weil davon nach dem Gesagten keine wesentliche Verbesserung der Erwerbsf�higkeit erwartet werden kann, wie es Art. 17 Abs 1 IVG voraussetzt. Ob die Beschwerdef�hrerin Anspruch auf eine andere Umschulung hat, ist nicht in diesem Verfahren zu pr�fen.