Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ-RR%202002,%20147
Timestamp: 2019-12-07 22:46:37
Document Index: 159118609

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 37', '§ 55', '§ 56', 'BGH', 'BGH', '§ 261', 'BGH']

OLG Hamm, 26.11.2001 - 2 Ss OWi 985/01 - dejure.org
https://dejure.org/2001,5662
OLG Hamm, 26.11.2001 - 2 Ss OWi 985/01 (https://dejure.org/2001,5662)
OLG Hamm, Entscheidung vom 26.11.2001 - 2 Ss OWi 985/01 (https://dejure.org/2001,5662)
OLG Hamm, Entscheidung vom 26. November 2001 - 2 Ss OWi 985/01 (https://dejure.org/2001,5662)
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Lückenhafte Feststellungen, Bezugnahme auf Schriftstücke, Bezugnahme auf Abbildungen nur wegen der Einzelheiten; Modelbausätze als verbotene Gegenstände im Sinn des WaffG
Lückenhafte Feststellungen; Bezugnahme auf Schriftstücke; Bezugnahme auf Abbildungen; Einzelheiten; Modelbausätze; Verbotene Gegenstände
WaffG § 22 b § 37 § 55 § 56
NStZ-RR 2002, 147
Das tatrichterliche Urteil muss daher eine in sich geschlossene Darstellung des festgestellten Tatgeschehens enthalten (BGH NJW 2001, 2812 [2816]; OLG Hamm NStZ-RR 2002, 147 [148]).
Im Falle des Ersetzens der Urteilsfeststellungen durch Bezugnahmen fehlt verfahrensrechtlich die Urteilsbegründung und damit sachlich-rechtlich die Möglichkeit der Nachprüfung der Entscheidung (vgl. OLG Hamm, Senatsbeschluss vom 26. November 2001 - 2 Ss OWi 985/01; OLG Brandenburg NStZ 2005, 413, 414).
Der Tatrichter ist gehalten, sich mit den von ihm festgestellten Tatsachen unter allen für die Entscheidung wesentlichen Gesichtpunkten auseinanderzusetzen, wenn sie geeignet sind, das Beweisergebnis zu beeinflussen, sowie die Tatsachen und deren Würdigung in den Urteilsgründen darzulegen (…Urteile vom 12. Februar 2003 a.a.O. …und vom 11. Oktober 2007 a.a.O. im Anschluss an die ständige Rechtsprechung des BGH zu § 261 StPO, vgl. u.a. Beschlüsse vom 5. August 1997 - 5 StR 178/97 - NStZ-RR 1998, 15 m.w.N. und vom 17. Januar 2002 - 3 StR 417/01 - NStZ-RR 2002, 147 m.w.N.).
Soweit gebotene eigene Feststellungen und Würdigungen durch Bezugnahmen ersetzt werden, fehlt es verfahrensrechtlich an einer Urteilsbegründung und materiell-rechtlich an der Möglichkeit der Nachprüfung durch das Revisions- bzw. Rechtsbeschwerdegericht (vgl. BGH NStZ-RR 2000, 304; OLG Hamm NStZ-RR 2002, 147; SenE v. 19.12.2003 - Ss 529/03 -).