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Timestamp: 2018-05-27 15:20:07
Document Index: 339527975

Matched Legal Cases: ['§140', '§140', '§140', '§ 140', '§140', '§140']

Welcher Bruttolohn bei §140 SGB III - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Welcher Bruttolohn bei §140 SGB III
Die Firma hat Verträge mit der Agentur für Arbeit (AfA) und garantiert eine Übernahme der Arbeitslosen. Der Arbeitslose bekommt mündlich einen Nettolohn und einen Bruttolohn genannt. Der Bruttolohn wird allerdings nur erreicht, wenn alle Zulagen in Anspruch genommen werden (bei Schichtdienst, Nachtarbeit, Wochenendarbeit).
Wie muss jetzt der Arbeitsvertrag aussehen?
Muss da ein Basis-Bruttolohn drinstehen. Oder darf die Firma einen aus Zulagen zusammengesetzten Bruttolohn in den Arbeitsvertrag schreiben.
Wie ist das bei § 140 SGB III ?
Auf welchen Bruttolohn bezieht sich das Gesetz. Auf den Basisbruttolohn oder auf einen durch Zulagen zusammengesetzten Bruttolohn?
16.08.2012, 17:31 #2
AW: Welcher Bruttolohn bei §140 SGB III
wie kann einem eine Firma vor Abschluss eines Arbeisvertrages einen Nettolohn nennen? Gibst Du denen vorher schon die Steuerkarte, dass sie Steuerklasse, Kirchensteuerabzug und Freibeträge kennen?
16.08.2012, 18:01 #3
Das ist Sache der Lohnbuchhaltung des Arbeitgebers.
Jetzt warte erst einmal ab, bis du den Vertrag in Händen hältst. Sollte dir dann an selbigem etwas nicht "koscher" vorkommen, gehst du damit entweder direkt zum Betriebsrat, sofern das Unternehmen einen hat oder zu einem Rechtsanwalt (Arbeits- und Sozialrecht) und läßt das Dokument auf "Herz und Nieren" prüfen.
16.08.2012, 19:37 #4
Es (war mal) ist üblich, einen Bruttolohn "blank",
also ohne Zulagen und so anzugeben.
Ob die Höhe dem Üblichen entspricht, kannst du
dem Link in meiner Signatur entnehmen. Verkauf
dich nicht darunter, es sind ohnehin Durchschnittswerte.
dem Link in meiner Signatur entnehmen.
16.08.2012, 20:12 #6
.......... gehst du damit entweder direkt zum Betriebsrat, sofern das Unternehmen einen hat oder zu einem Rechtsanwalt (Arbeits- und Sozialrecht) und läßt das Dokument auf "Herz und Nieren" prüfen.
Ist das denn üblich oder möglich, den Arbeitsvertrag mit nach Hause zu nehmen bevor man ihn unterschrieben hat?
16.08.2012, 20:26 #7
Kaydo äußerte:
Vermutlich laufen da Wartungsarbeiten.
Einfach später probieren.
Informiere dich auch zum Thema "Privatautonomie".
Vertragsrecht und Privatautonomie
16.08.2012, 20:37 #9
Natürlich sollte es möglich sein, einen vorgeschlagenen Arbeitsvertrag zur näheren Prüfung mit nach Hause zu nehmen. Die Firma hat doch nichts zu verheimlichen, oder? Du hast auch das Recht, fachliche Beratung in Anspruch zu nehmen, beispielsweise durch deine Gewerkschaft oder einen Anwalt, vor allem bei eher unüblichen beziehungsweise komplizierten Klauseln.
Einen verbindlichen Nettolohn wird dir der Arbeitgeber gar nicht nennen können (allenfalls eine Schätzung), weil dieser von deinen individuellen Verhältnissen wie der Steuerklasse und deinen persönlichen Werbungskosten, beispielsweise den Fahrtkosten zum Arbeitsplatz, abhängt.
Im Arbeitsvertrag wird eine wöchentliche Arbeitszeit und ein dafür vereinbarter Bruttolohn stehen, ebenso die Vergütung für jede Überstunde, die du leistest, weiterhin eventuelle Zuschläge für Nachtarbeit und ähnliches.
Aus meiner Sicht kommt es bei der Zumutbarkeitsprüfung nur auf den regulären, regelmäßig anfallenden Lohn an, den du bei Ableistung der vereinbarten Wochenarbeitszeit bekommen würdest. Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit können meiner Ansicht nach nur herangezogen werden, wenn du zur Leistung solcher Sonderarbeit ohnedies vertraglich verpflichtet bist und sie regelmäßig anfallen würde. Gehaltsbestandteile wie Leistungsprämien oder Zulagen für Sonderschichten, die nur eventuell anfallen können oder freiwillig sind, kann man nicht einrechnen, da sie in ihrer Höhe letztlich unkalkulierbar sind.
16.08.2012, 20:37 #10
Danke, hab den Link korrigiert.
16.08.2012, 23:05 #12
Auf den Bruttolohn, der zur Berechnung des ALG1 geführt hat. Man meint aber damit das Brutto ohne Abzüge, also das gesamte erwirtschaftete Einkommen.
17.08.2012, 06:48 #13
Wenn man den Link anklickt, kommt eine Aufforderung, einen Newsletter zu abonnieren. Dann kommt ein Hinweis auf Rechtsberatung, 0900er Telefonnummer, die die Minute 1,99€ kostet. - Nicht sehr prickelnd. - Schließt man diese beiden Hinweisfenster mit einem Mausklick, ist das Browserfenster leer und bleibt leer.
Der andere Link hilft da schon mehr.
17.08.2012, 09:58 #14
Ja. Aber so wie ich die Frage verstanden habe, geht es hier gar nicht um das Vergleichseinkommen (Bemessungsentgelt) selbst, sondern um das Einkommen, was vom neuen Arbeitgeber geboten wurde und in diesen Vergleich eingeht.
Letzteres ist das in der regulären Arbeitszeit erzielbare Entgelt, also einschließlich Zuschläge für Schicht-, Wochenend- und Nachtarbeit, sofern solche Einsätze laut Arbeitsvertrag regelmäßig anfallen würden. Aber ohne zusätzliche Vergütungen wie Leistungsprämien oder Überstunden, welche nur in bestimmten Fällen und nicht regelmäßig gezahlt werden, mithin nicht vorhersagbar sind.
17.08.2012, 12:45 #15
Mich beschleicht da so ein ungutes Gefühl: Es gibt Arbeitgeber, z. B. in der Sicherheitsbranche, da muss man sehr aufpassen mit dem Bruttolohn. Da muss man nämlich, um davon legben zu können oder gar eine Famile versoren zu können, regelmäßig mindestens so 200 Stunden und mehr im Monat machen. In Monaten mit Urlaub, wo man nicht af diese Stunden kommt, hat man dann ein echtes Problem, oder man muss entsprechend vorarbeiten, also noch mehr Stunden machen.
UNd die Arbeitgeber setzen das auch voraus,und da es eh alle machen, wird der Personalbedarf auch entsprechend kalkuliert.
17.08.2012, 14:35 #16
Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit können meiner Ansicht nach nur herangezogen werden, wenn du zur Leistung solcher Sonderarbeit ohnedies vertraglich verpflichtet bist und sie regelmäßig anfallen würde.
Genau dies ist aber der Fall.
Danke für deinen ausführlichen Beitrag. Ich bin Mitte 50 Jahre alt und will keine Nachtarbeit mehr (3-Schicht-System). Die Arbeit ist ausschließlich körperlich (Pakete heben, Paletten packen, verzurren, Pakete sind teilweise über 20 Kg schwer und es wird auf Zeit gearbeitet).
Mal abgesehen vom Geld will ich diese Arbeit nicht mehr machen. Ich weiß bloß nicht, ob ich gesperrt werden kann, wenn ich den Vertrag nicht unterschreibe.
17.08.2012, 17:38 #17
Wenn das so ist, solltest du gleich zwei Dinge prüfen (lassen):
1. die finanzielle Zumutbarkeit, also korrekter Vergleich des gebotenen Lohnes mit dem Vergleichslohn, und
2. die gesundheitliche Zumutbarkeit. Sprich mal, sofern nicht schon geschehen, mit deinem Hausarzt, ob du so eine körperlich schwere Arbeit überhaupt noch verrichten kannst (wahrscheinlich nicht). Wenn dir das gesundheitlich nicht zumutbar ist, kannst du so einen Vorschlag auch deswegen ablehnen, völlig unabhängig von der Bezahlung.
Dann solltest du dies schriftlich und in allgemeiner Form, also ohne ins einzelne gehende Diagnosen, gleich dem Arbeitsvermittler mitteilen, damit dir künftig keine gesundheitlich unzumutbaren Vorschläge mehr gemacht werden. Wahrscheinlich wird dieser den ärztlichen Dienst der Arbeitsagentur für eine Abklärung einschalten.
Der Lohnspiegel ist aber merkwürdig.
Danach hat ein Verkäufer ca 1900 Euro brutto,ein Einzelhandelskaufmann nur1800Euro. Dabei lernt ein Verkäufer nur2 Jahre,der Einzelhandelskaufmann 3 Jahre.
17.08.2012, 19:05 #19
Der Lohnspiegel gibt Durchschnittswerte in der Entlohnung an.
Von daher kann sowas schon vorkommen.
brutto, bruttolohn, lohn, netto, zulagen, §140
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