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Timestamp: 2018-02-25 11:36:40
Document Index: 270149575

Matched Legal Cases: ['Art 1', 'Art 20', '§ 21', '§ 21', '§ 31', '§ 114', '§ 144', '§ 11']

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1. 1 BSG, Urteil vom 20.01.2016 – B 14 AS 35/15 R
Sozialhilfeträger wird verurteilt für bulgarische Antragsteller Leistungen nach dem SGB XII zu erbringen (vgl Urteile des 4. Senats des BSG vom 3.12.2015 nach Terminbericht Nr 54/15 Nr 2 – 4 und des erkennenden 14. Senats des BSG vom 16.12.2015 nach Terminbericht Nr 61/15 Nr 1 – 3).
2. Dieser Anspruch auf Ermessensleistungen folgt aus dem Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums aus Art 1 Abs 1 GG iV mit dem Sozialstaatsprinzip des Art 20 Abs 1 GG (vgl BVerfG vom 9.2.2010 – 1 BvL 1/09 ua – BVerfGE 125, 175-260) und dem tatsächlichen Aufenthalt der AsT. in Deutschland, der von der Ausländerbehörde der beigeladenen Stadt aufgrund des Schicksals der Klägerin zu 1 faktisch geduldet wurde.
3. Mit der Verfestigung dieses Aufenthalts einher geht eine Ermessensreduzierung der Beigeladenen auf Null, so dass den Klägern nach Ablauf von sechs Monaten nach der Einreise der Klägerin zu 1 Leistungen nach dem SGB XII in gesetzlicher Höhe zu erbringen sind (BSG vom 3.12.2015 – B 4 AS 44/15 R – Terminbericht Nr 54/15) .
1. 2 BSG, Urteil vom 20.01.2016 – B 14 AS 8/15 R
1. Die Voraussetzungen des von ihm geltend gemachten Mehrbedarfs für Ernährung nach § 21 Abs 5 SGB II sind nicht erfüllt, weil sie ua einen aus physiologischen Gründen objektiven Bedarf an einer besonderen Ernährung bedingen (vgl zuletzt BSG vom 20.2.2014 – B 14 AS 65/12 R – SozR 4-4200 § 21 Nr 17). Schon diese Voraussetzung ist bei dem Kläger nach den mit Verfahrensrügen nicht angegriffenen Feststellungen des LSG nicht gegeben, weil sich bei diesem eine Nahrungsmittelunverträglichkeit nicht hat feststellen lassen und nur ein bestimmtes Ernährungsverhalten besteht, in dem der Kläger teilweise hochpreisige Nahrungsmittel kauft und zum Teil ungenutzt wegwirft.
2. 1 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 19.01.2016 – L 16 AS 326/15 B – rechtskräftig
2. 2 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 22.12.2015 – L 7 AS 782/15 B
Aussetzung des Klageverfahrens abgelehnt – SG Gotha – Sanktionen
1. Wegen einer Richtervorlage zu einer streiterheblichen Rechtsnorm zum Bundesverfassungsgericht – hier §§ 31 ff SGB II zu Sanktionen – kann eine Aussetzung entsprechend § 114 Abs. 2 Satz 1 SGG in Betracht kommen.
Rechtstipp: S. a. dazu: Thüringer Landessozialgericht, Beschluss vom 19.10.2015 – L 4 AS 878/15 NZB – rechtskräftig – Allein der Umstand, dass eine Kammer des Sozialgerichts Gotha hierzu eine abweichende Meinung vertritt (vgl. Vorlagebeschluss des Sozialgerichts Gotha vom 26. Mai 2015 – S 15 AS 5157/14) verleiht einem Rechtsstreit keine grundsätzliche Bedeutung i.S.d. § 144 Abs. 2 Nr. 1 SGG.
2. 3 Thüringer Landessozialgericht, Urteile v. 29.10.2015 – L 9 AS 1432/12 – rechtskräftig
Sozialgerichtliches Verfahren – fehlendes Rechtsschutzbedürfnis – Bagatellstreitwert – Grundsicherung für Arbeitsuchende
Hinweis: ebenso LSG Thüringen, Urteil v. 29.10.2015 – L 9 AS 1431/12
2. 4 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 22.12.2015 – L 7 AS 1619/15 B ER – rechtskräftig
3. Das Zusammenleben der Partner weist alle Merkmale einer gemeinsamen Haushaltsführung auf, wie, dass sich der Antragsteller, der – anders als Frau D – Kenntnisse von Aquaristik hat, sich um die Aquarien, die sich im Untergeschoss befinden, kümmert, man den PKW der Frau D gemeinsam nutzt sowie gemeinsam einkauft und kocht.
3. 1 SG Altenburg, Urteil vom 25.11.2015 – S 24 AS 145/15 – Die Sprungrevision wurde aufgrund widersprüchlicher Rechtsprechung und der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtsfrage zugelassen.
Rechtstipp 1: ebenso SG Dortmund, Urteil vom 13.07.2015 – S 31 AS 3733/13 – Bei der endgültigen Festsetzung ist stets (ohne Ausübung von Ermessen) ein Durchschnittseinkommen zu berücksichtigen, entweder das vorläufig angenommene oder das tatsächliche (so auch Söhngen in Juris Praxiskommentar, § 11 SGB II Rdnr. 66, LSG NRW im Urteil L 12 AS 691/11 als obiter dictum, LSG Sachsen-Anhalt im Urteil L 5 AS 487/10; anderer Auffassung mit beachtlichen Argumenten SG Nordhausen im Urteil S 22 AS 7699/11, SG Leipzig im Urteil S 18 AS 2159/11, SG Berlin im Urteil S 197 AS 355/12).
Rechtstipp 2: ebenso SG Halle, Urteil v. 03.12.2014 – S 24 AS 846/13
3. 2 SG Augsburg, Urteil vom 24.11.2015 – S 8 AS 984/15
3. 3 SG Stuttgart, Beschluss vom 07.01.2016 – S 19 AS 4837/15 ER
Verursacherprinzip – außergerichtliche Kosten gem. 193 SGG im einstweiligem Rechtsschutz
3. 4 SG Karlsruhe, Beschluss vom 22.12.2015 – S 13 AS 4199/15 ER
3. 5 Sozialgericht Dessau-Roßlau, Urteil vom 16.11.2015 – S 7 AS 1732/12 – Berufung zugelassen
3. 6 Sozialgericht Dessau-Roßlau, Urteil vom 19.08.2015 – S 14 AS 2582/12
Rechtstipp: ebenso zur Frage der Schlüssigkeit der "Mietwerterhebung zur Ermittlung der KdU-Kosten im Landkreis Wittenberg" SG Dessau-Roßlau, Urt. v. 19.08.2015 – S 14 AS 822/13
3. 7 Sozialgericht Dessau-Roßlau, Urteil vom 16.11.2015 – S 7 AS 2233/12
Aufwendungen für Unterkunft und Heizung – selbst genutztes Eigentum – Einkommensbereinigung – Kfz-Haftpflichtversicherung – Absetzung des Jahresbeitrags im Fälligkeitsmonat – keine gleichmäßige Verteilung aufs Jahr
3. 8 SG Speyer, Beschluss v. 05.01.2016 – S 21 AS 1905/15 ER
Eingliederungsverwaltungsakt hinsichtlich des Inhalts rechtswidrig – Kostenerstattung von Bewerbungskosten – Hausordnung bzw Betriebsordnung des Maßnahmeträgers – aufschiebende Wirkung des Widerspruchs
Quelle: Rechtsanwalt Kay Füßlein, Berlin – http://tinyurl.com/jk7cexd
3.11 Sozialgericht Köln, Beschluss vom 7. Dezember 2015 – S 37 AS 3523/15 ER
5.1 Sozialgericht München, Urteil vom 07.07.2015 – S 5 AL 169/13, anhängig beim Bay LSG unter dem Az. L 9 AL 281/15
5.2 Sozialgericht Karlsruhe, Urteil vom 15.12.2015 – S 17 AL 2967/14
6. 1 SG Berlin, Beschluss vom 29.12.2015 – S 47 AY 854/15 ER und S 212 AY 867/15 ER