Source: https://www.vermieter-forum.com/threads/indexmiete-und-deren-ausschluesse.4684/
Timestamp: 2017-07-28 06:55:23
Document Index: 328737641

Matched Legal Cases: ['§ 558', '§ 558', '§ 558', '§ 559', '§ 557', '§ 557']

Indexmiete und deren Ausschlüsse
Diskutiere Indexmiete und deren Ausschlüsse im Mieterhöhung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; 1. Im Mietvertrag steht, daß eine Mieterhöhung nach § 558 BGB nF / ortsübliche Vergleichsmiete für die Gültigkeitsdauer der Indexmiete... Antworten
1. Im Mietvertrag steht, daß eine Mieterhöhung nach § 558 BGB nF / ortsübliche Vergleichsmiete für die Gültigkeitsdauer der Indexmiete ausgeschlossen ist.
D.h. für eine Mietanpassung ist wirklich nur der Verbraucherindex relevant; andere Faktoren wie Mietspiegel kann ich also getrost ignorieren ?
2. Noch einmal zum vorherigen Thema, weil offenbar keiner mein Edit gelesen hat und ich auch nicht auf eigene Antworten neu antworten kann:
Ich muß Mieterhöhungen ja 4 Wochen im voraus ankündigen. Wenn zusätzlich allerdings die Werte vom Statistischen Bundesamt mit zwei Monate Verzögerung kommen, verliere ich dann doch mehrere Monate . Ich weis ja erst sehr viel später, wenn der Index um 5 Prozentpunkte gestiegen ist?!
Ich kann doch keine Miete rückwirkend erhöhen. Oder setze ich dann zur Erhöhung der Folgemiete einfach den "Ticker" früher an (z.B. Mieterhöhung zum 1.6.08 ; Berechnungsgrundlage und Ausgangspunkt für die nächste Mieterhöhung aber der Verbraucherindex vom 1.3.08. ?
Vielleicht wäre es sinnvoll, den Wort im MV bezüglich der Indexmiete genau anzugeben.
Wenn im MV eine Mieterhöhung nach Mietspiegel ausgeschlossen ist, dann war es das und ist wirksam.
Wenn eine Indexmiete angesetzt ist, dann kann es sein, dass sie sich auch automatisch erhöht, aber das liegt an der Formulierung.
Wenn im MV eine Mieterhöhung nach Mietspiegel ausgeschlossen ist, dann war es das und ist wirksam.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Der Vertragsinhalt ist in diesem Zusammenhang nicht wirklich wichtig. Eine Mieterhöhung nach § 558 BGB ist bei einer vereinbarten Indexmiete ohnehin ausgeschlossen. Damit ist während der Laufzeit der Indexmietvereinbarung ausschließlich die Indexänderung relevant. Mietspiegelwerte spielen keine Rolle. Neben der Veränderung der Indexmiete ist noch eine Mieterhöhung nach § 559 BGB (Modernisierung) möglich bei Maßnahmen, die der Vermieter nicht zu vertreten hat und natürlich eine Änderung von Betriebskosten.
Wenn eine Indexmiete angesetzt ist, dann kann es sein, dass sie sich auch automatisch erhöht, aber das liegt an der Formulierung.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Das kann nicht sein... Dem steht § 557b Abs. 4 BGB entgegen. Die Erhöhung muss grundsätzlich durch Erklärung in Textform geltend gemacht werden (§ 557b Abs. 3 BGB).
und noch einmal zum zweiten Teil meiner Frage bitte
Dieses...?
Ich kann doch keine Miete rückwirkend erhöhen. Oder setze ich dann zur Erhöhung der Folgemiete einfach den "Ticker" früher an (z.B. Mieterhöhung zum 1.6.08 ; Berechnungsgrundlage und Ausgangspunkt für die nächste Mieterhöhung aber der Verbraucherindex vom 1.3.08. ?Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Das trifft im Grundsatz zu... Man könnte allerdings auch die Mieterhöhung noch vor Monatsende Februar erklären auf der Basis des aktuellsten verfügbaren Indexwertes. Die Mieterhöhung wird dann wirksam mit Beginn des übernächsten Monats, also ab April. Voraussetzung ist, dass die Miete mindestens ein Jahr unverändert bleibt. Soll also im April eine neue Miethöhe gelten, dürfte die letzte Erhöhung nicht später als April 2007 wirksam geworden sein.
Berechnungsgrundlage für die nächste Erhöhung wäre der jetzt verwendete Indexwert - vermutlich vom Januar 2008 - als Ausgangsgröße.
Habe heute folgenden Artikel im Focus gefunden, der das Thema Indexmiete abrundet und damit vielleicht auch als zukünftige Informationsquelle für "Suchende" auf diesem Brett dient:
Das bedeutet: Steigende Lebenshaltungkosten führen zu steigenden Mieten. Während bei klassischen Mietverträgen der Mieter jeder Erhöhung zustimmen muss, entfällt dies bei Verträgen mit Wertsicherungsklausel. „Beide Parteien haben die Preisentwicklung mit ihrer Unterschrift bereits akzeptiert“, erläutert Kai Warnecke, Rechtsexperte vom Eigentümerverband Haus und Grund. Der Vermieter habe jedoch die Pflicht, dem Mieter vorab schriftlich mitzuteilen, wenn die Indexmiete steige. „Die Miete muss mindestens ein Jahr unverändert geblieben sein, ehe der Vermieter diese der Inflation anpassen kann“, erklärt ein Sprecher des Deutschen Mieterbunds. Zudem werde die Mieterhöhung nach der schriftlichen Ankündigung erst zum übernächsten Monat fällig. Ropertz rät Mietern, die einen Vertrag mit Wertsicherungsklausel haben, nachzusehen, welcher Vergleichsindex dabei aufgeführt sei. Zulässig ist nach Angaben des Mieterbunds bei Wohnungsmietverträgen nur der vom Statistischen Bundesamt ermittelte Preisindex für die Lebenshaltung aller Privathaushalte.
die indexmiete ist eine schöne sache, vorausgesetzt, man findet einen mieter, der sie unterschreibt.
und weiter vorausgesetzt, dieser mieter bleibt auch wohnen, denn da die lebenshaltungskosten in letzter zeit extrem steigen, werden mieter sicher nicht bei der indexmiete wohnen bleiben. zwar zeigt die indexmiete auch dem mieter mal deutlich, dass auch für vermieter die kosten genauso steigen wie für ihn und dies sich letztlich niederschlagen müsste in der miete, aber da angebot und nachfrage - mit ausnahme der ballungsgebiete auf dem mietmarkt ungleich verteilt sind (akzeptable mieter mit einkommen -natürlich nicht die problematischen- haben in vielen städten eine riesenauswahl guter wohnungen und können daher den preis sehr gut mitbestimmen)
Thema: Indexmiete und deren Ausschlüsse
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