Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=7%20AZR%20198/04
Timestamp: 2019-09-20 02:21:22
Document Index: 215796182

Matched Legal Cases: ['§ 125', '§ 1', '§ 14', '§ 1', '§ 16', '§ 242', '§ 126', '§ 14', '§ 16', '§ 620', '§ 620', '§ 620', '§ 620', 'Art. 170', '§ 5', '§ 1', 'BGH', '§ 241', '§ 30', '§ 14', '§ 623']

BAG, 01.12.2004 - 7 AZR 198/04 - dejure.org
https://dejure.org/2004,160
BAG, 01.12.2004 - 7 AZR 198/04 (https://dejure.org/2004,160)
BAG, Entscheidung vom 01.12.2004 - 7 AZR 198/04 (https://dejure.org/2004,160)
BAG, Entscheidung vom 01. Dezember 2004 - 7 AZR 198/04 (https://dejure.org/2004,160)
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Befristung, Schriftform, Bestätigung
Nachträglich schriftlich festgehaltene Befristung nicht rückwirkend wirksam
Wirksamkeit einer zunächst mündlich vereinbarten Befristung und dessen späterer schriftlicher Fixierung in einem Arbeitsvertrag nach Vertragsbeginn - Rechtsfolgen der Bestätigung eines nichtigen Rechtsgeschäfts - Schuldrechtliche Rückwirkung im Verhältnis der ...
Unbefristetes Arbeitsverhältnis bei schriftlicher Niederlegung der Befristung erst nach Vertragsbeginn
Befristungsrecht - Befristung; Schriftform; Bestätigung; nachträgliche schriftliche Niederlegung einer mündlich vereinbarten Befristung
Befristung vor Arbeitsantritt vereinbaren!
Arbeitsrecht - Befristung vor Arbeitsantritt vereinbaren!
Unwirksamkeit der Befristung eines Arbeitsvertrags wegen fehlender Schriftform vor Arbeitsantritt
Arbeitsrecht - Schriftform der Befristung - Unterzeichnung des Arbeitsvertrags nach Arbeitsantritt
Befristeter Arbeitsvertrag mündlich vereinbart - Mündliche Verabredung ist selbst dann unwirksam, wenn sie später schriftlich festgehalten wird
Unterzeichnung des befristeten Arbeitsvertrages nach Arbeitsantritt
Schriftformerfordernisse im Arbeitsrecht
§§ 125, 141, 623 BGB a. F.; § 1 BeschFG a. F.
Schriftform der Befristung eines Arbeitsvertrags (RiArbG Thomas Lakies; Neue Justiz 8/2005, S. 382-384)
123recht.net (Entscheidungsbesprechung, 16.12.2004)
Zusammenfassung von "Schriftform nach § 14 IV TzBfG - die neue Befristungsfalle für Arbeitgeber" von RA Dr. Volker Bahnsen, original erschienen in: NZA 2005, 676 - 678.
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BAG vom 01.12.2004, 7 AZR 198/04 (Schriftform der Befristung eines Arbeitsvertrags)" von RiArbG Thomas Lakies, original erschienen in: NJ 2005, 382 - 384.
AG Magdeburg, 24.06.2003 - 9 Ca 4526/02
ArbG Magdeburg, 24.06.2003 - 9 Ca 4526/02
LAG Sachsen-Anhalt, 11.02.2004 - 4 Sa 469/03
BAGE 113, 75
NJW 2005, 2333
ZIP 2005, 1614
MDR 2005, 877
NZA 2005, 575
NJ 2005, 382
BB 2005, 1116
DB 2005, 1171
DB 2005, 1172
Die Vertragsparteien sollen nicht vor der unbedachten Eingehung langfristiger Bindungen gewarnt werden, vielmehr soll der Arbeitnehmer bei Vertragsbeginn durch Lesen der Vertragsvereinbarungen erkennen können, dass er keinen Dauerarbeitsplatz erhält, um ggf. den Vertragsschluss zu Gunsten anderer Angebote ablehnen zu können (BAG 1. Dezember 2004 - 7 AZR 198/04 - zu B I 4 a aa der Gründe, BAGE 113, 75) .
Das setzt neben den auf die Herbeiführung dieser Rechtsfolge gerichteten Willenserklärungen der Parteien voraus, dass ein die Befristung rechtfertigender sachlicher Grund (BAG 16. April 2008 - 7 AZR 1048/06 - Rn. 12; 1. Dezember 2004 - 7 AZR 198/04 - zu B I 4 b der Gründe, aaO) oder die Voraussetzungen einer Befristung nach § 1 Abs. 2 WissZeitVG vorliegen.
Dadurch kann allenfalls das bei Vertragsbeginn nach § 16 Satz 1 TzBfG entstandene unbefristete Arbeitsverhältnis nachträglich befristet werden, was bei Vorliegen eines die Befristung rechtfertigenden sachlichen Grundes zulässig ist (BAG 1. Dezember 2004 - 7 AZR 198/04 - aaO, zu B I 4 b der Gründe).
Dadurch wollen sie im Allgemeinen nur das zuvor Vereinbarte schriftlich festhalten und keine eigenständige rechtsgestaltende Regelung treffen (BAG 1. Dezember 2004 - 7 AZR 198/04 - aaO).
Bei einer zunächst formnichtigen, später schriftlich festgehaltenen Befristung hat die Vorschrift daher keinen Anwendungsbereich (BAG 1. Dezember 2004 - 7 AZR 198/04 - zur Veröffentlichung vorgesehen ).
Auch ein derartiger Streit sollte durch das Schriftformerfordernis gerade verhindert werden (BAG 1. Dezember 2004 - 7 AZR 198/04 - zVv., zu B I 4 a aa der Gründe).
Vertragsschluss und Klage sind nicht widersprüchlich im Sinne eines Verstoßes gegen Treu und Glauben nach § 242 BGB (BAG 1. Dezember 2004 - 7 AZR 198/04 - zVv., zu B III 2 der Gründe).
Voraussetzung dafür wäre aber, dass die Parteien auf die Herbeiführung dieser Rechtsfolge gerichtete Willenserklärungen abgegeben und nicht nur die zuvor mündlich vereinbarte Befristung schriftlich festgehalten haben (BAG 1. Dezember 2004 - 7 AZR 198/04 - zVv., zu B I 4 b der Gründe).
(3) Dieses Verständnis steht auch im Einklang damit, dass die nachträgliche Befristung eines bereits bestehenden unbefristeten Arbeitsverhältnisses eines sachlichen Grundes bedarf (vgl. etwa BAG 11. Februar 2015 - 7 AZR 17/13 - Rn. 21, BAGE 150, 366; 16. April 2008 - 7 AZR 1048/06 - Rn. 12; 1. Dezember 2004 - 7 AZR 198/04 - zu B I 4 b und II der Gründe, BAGE 113, 75; 12. Januar 2000 - 7 AZR 48/99 - zu 3 a der Gründe, BAGE 93, 162) .
Entspricht die Vertragsurkunde den Voraussetzungen des § 126 BGB, ist die Befristung dann nicht wegen eines Verstoßes gegen das Schriftformerfordernis des § 14 Abs. 4 TzBfG unwirksam (BAG 16. April 2008 - 7 AZR 1048/06 - Rn. 12; 1. Dezember 2004 - 7 AZR 198/04 - zu B I 4 a und b der Gründe, BAGE 113, 75) .
Dadurch kann allenfalls das bei Vertragsbeginn nach § 16 Satz 1 TzBfG entstandene unbefristete Arbeitsverhältnis nachträglich befristet werden, was bei Vorliegen eines die Befristung rechtfertigenden sachlichen Grundes zulässig ist (BAG 1. Dezember 2004 - 7 AZR 198/04 - aaO, zu B I 4 b der Gründe; vgl. auch BAG 24. Januar 1996 - 7 AZR 496/95 - BAGE 82, 101 = AP BGB § 620 Befristeter Arbeitsvertrag Nr. 179 = EzA BGB § 620 Nr. 139, zu I 1 der Gründe; 26. August 1998 - 7 AZR 349/97 - BAGE 89, 345 = AP BGB § 620 Befristeter Arbeitsvertrag Nr. 203 = EzA BGB § 620 Nr. 154, zu II der Gründe).
Dadurch wollen sie im allgemeinen nur das zuvor Vereinbarte schriftlich festhalten und keine eigenständige rechtsgestaltende Regelung treffen (BAG 1. Dezember 2004 - 7 AZR 198/04 - aaO, zu B I 4 b der Gründe).
Danach untersteht ein Schuldverhältnis nach seinen Voraussetzungen, seinem Inhalt und seinen Wirkungen dem Recht, das zur Zeit seiner Entstehung galt (Art. 170, 229 § 5, 232 § 1 EGBGB analog; vgl. auch Senat, BGHZ 44, 192, 194 m.w.Nachw.;… h.M.: vgl. nur Palandt/Heinrichs, BGB 68. Aufl. Einl. vor § 241 Rdn. 14 m. umfangr. Rechtsprechungsnachw.;… Wedemann aaO S. 1134 - zu § 30 Abs. 1 Satz 3 GmbHG n.F.; im Ergebnis auch: BAG, Urt. v. 1. Dezember 2004 - 7 AZR 198/04, NJW 2005, 2333, 2334).
Der Beklagten war nach Treu und Glauben die Erfüllung der Urlaubsansprüche am 23. Juni 2003 noch zuzumuten, so dass das für die Annahme einer Verwirkung neben dem "Zeitmoment" erforderliche "Umstandsmoment" (allg. Meinung, vgl. BAG 1. Dezember 2004 - 7 AZR 198/04 - AP TzBfG § 14 Nr. 15 = EzA BGB 2002 § 623 Nr. 3, auch zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung vorgesehen) nicht vorliegt.
LAG Düsseldorf, 23.09.2015 - 4 Sa 1287/14
Zulässigkeit der nachträglichen Befristung eines wegen formunwirksamer Befristung …
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LAG München, 22.06.2006 - 2 Sa 316/06
LAG Berlin, 07.01.2005 - 8 Sa 1500/04
Schriftform der Befristungsabrede
LAG Rheinland-Pfalz, 23.03.2007 - 6 Sa 1002/06
Befristung - Probezeit - Erprobung - Schriftform
LAG Köln, 23.06.2005 - 5 Sa 506/05
Befristung, mündlich, unwirksam
ArbG Bonn, 25.02.2015 - 2 Ca 2470/14
Fortbestehen eines Arbeitsverhältnisses als unbefristet aufgrund einer …
SG Gelsenkirchen, 27.05.2005 - S 11 AL 142/04