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Timestamp: 2016-10-26 21:11:07
Document Index: 214088636

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'Art. 39', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 49', 'BGE', 'Art. 32', 'BGE', 'BGer', 'BGer', 'Art. 66', 'Art. 68']

9C_67/2014 (05.02.2015)
9C_67/2014 {T�0/2} � � Urteil vom 5. Februar 2015
2.�������B.________,
beide vertreten durch Advokat Stefan Hofer,
Intras Kranken-Versicherung AG,
Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 24. Oktober 2013.
F.________, geboren 1926, wurde aufgrund ihrer fortgeschrittenen Tumorerkrankung am 14. Juli 2011 vom Spital H.________ in das Spital I.________, verlegt, wo sie die ersten vier Tage auf der Akutabteilung verbrachte. Am 18. Juli 2011 trat sie in die Palliativabteilung derselben Klinik �ber, in welcher sie bis zu ihrem Tod von einem Palliative Care-Team betreut wurde. Die Intras Krankenversicherungs-AG, Luzern (nachfolgend: Intras AG), bei welcher F.________ sowohl obligatorisch krankenpflegeversichert war als auch Zusatzversicherungen gem�ss dem Versicherungsvertragsgesetz vom 2. April 1908 (VVG; SR 832.10) abgeschlossen hatte, anerkannte eine Akutspitalbed�rftigkeit bis 31. Juli 2011 und verl�ngerte "im Sinne einer �bergangsfrist" die Kostengutsprache f�r den Spitalaufenthalt in H�he der tarifvertraglich vereinbarten Akuttaxe (Fr. 836.- pro Tag; Schreiben der Intras AG vom 22. August 2011) bis 30. August 2011 (Schreiben vom 22. August 2011). Ab 31. August 2011 reduzierte die Intras AG die Verg�tung auf die H�he der Pflegetaxe (Fr. 108.- pro Tag zuz�glich der Pauschale f�r Mittel und Gegenst�nde [MiGeL] von Fr. 1.90). Einzig f�r den Zeitraum vom 19. bis 25. Oktober 2011 anerkannte die Krankenkasse infolge einer akuten gastrointestinalen Blutung von F.________ die Akutspitalbed�rftigkeit (Verf�gung vom 9. M�rz 2012). Einen Vergleichsvorschlag der Intras AG, f�r den strittigen Teil des Spitalaufenthaltes eine Zahlung entsprechend der zwischen ihr und dem Spital I.________ vertraglich vereinbarten Palliativ-Taxe (Fr. 240.- pro Tag) zu leisten, lehnten in der Folge die Erben A.________ und B.________ ab. Sie erhoben Einsprache gegen die Verf�gung vom 9. M�rz 2012, welche die Intras AG mit Einspracheentscheid vom 2. April 2013 abwies.
Die hiegegen erhobene Beschwerde von A.________ und B.________ wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft mit Entscheid vom 24. Oktober 2013 ab.
A.________ und B.________ lassen - nebst einer Beschwerde in Zivilsachen betreffend die vom Kantonsgericht ebenfalls verneinte Leistungspflicht der Intras AG aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung (Verfahren 4A_67/2014) - Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, und die Intras AG sei zu verpflichten,"die Kosten der Behandlung der am 26. Dezember 2011 verstorbenen F.________ in der Abteilung 'spezialisierte Palliative Care' im Spital I.________ vom 31. August bis zu ihrem Ableben zu �bernehmen."
Die Intras AG schliesst auf Abweisung der Beschwerde.
Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann u.a. die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). Die Feststellung des Sachverhalts - worunter die konkrete Beweisw�rdigung f�llt (Urteil 9C_270/2008 vom 12. August 2008 E. 2.2) - kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat. Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG).
2.1.�Die obligatorische Krankenpflegeversicherung ist f�r eine station�re Spitalbehandlung leistungspflichtig, wenn und solange eine Akutspitalbed�rftigkeit besteht (BGE 126 V 323 E. 2b S. 326). Diese ist zu bejahen, wenn die notwendigen diagnostischen und therapeutischen Massnahmen nur in einem Spital (d.h. unter Inanspruchnahme eines Spitalbetts) zweckm�ssig durchgef�hrt werden k�nnen, weil sie zwingend der dortigen apparativen und personellen Voraussetzungen bed�rfen, oder sofern die M�glichkeiten ambulanter Behandlung ersch�pft sind und nur noch im Rahmen eines Spitalaufenthaltes Aussicht auf einen Behandlungserfolg besteht (BGE a.a.O.; Landolt, Behandlungspflege - medizinische Pflege - Grundpflege: ein Abgrenzungsversuch, Pflegerecht 2014 S. 27 ff., 29, FN 17).
2.2.1.�Akutspitalbed�rftig sind in der Regel pl�tzlich auftretende, meist kurzfristig und heftig verlaufende Gesundheitsst�rungen, welche eine kurzfristige, intensive �rztliche oder pflegerische Betreuung erfordern. Die Begriffe "akute Krankheit" und "Akutspitalbed�rftigkeit" einerseits sowie "chronische Leiden" und "Langzeitpflegebed�rftigkeit" anderseits lassen sich nicht streng und in allgemein g�ltiger Weise voneinander abgrenzen (BBl 1992 I 167; Separatausgabe S. 75). Auch das Gesetz nennt folglich keine zeitlichen Grenzen, ab welchen bei l�nger dauernder Krankheit die Akutphase abgeschlossen ist. Nach der Rechtsprechung dauert die Akutphase in jedem Fall so lange, wie von einer laufenden Behandlung noch eine wesentliche Verbesserung der Gesundheit zu erwarten ist (z.B. Urteil 9C_447/2010 vom 18. August 2010 E. 2.1 mit Hinweisen). Dieses auf kurative Behandlungen gem�nzte Erfordernis kann allerdings im Bereich der Spitalbehandlung und Betreuung von kranken Menschen ohne oder mit unklarer Heilungsaussicht (Palliative Care) nicht herangezogen werden.
2.2.2.�Pflegebed�rftigkeit ist in der Regel gegeben bei chronischen, also langandauernden Gesundheitsst�rungen mit meist langsamer Entwicklung. Es handelt sich um Dauerleiden, bei denen nicht die medizinische Behandlung, sondern die Pflege im Vordergrund steht. Eine allenfalls notwendige �rztliche Behandlung ist ambulant durchf�hrbar, w�hrend die Pflege nicht mehr Teil der �rztlichen Behandlung ist, sondern dazu dient, die Folgen der Hilflosigkeit auszugleichen. Das KVG verwendet den Begriff der chronisch kranken Person nicht, sondern es stellt die Behandlung von Langzeit- oder Pflegeheimpatientinnen und -patienten den akutspitalbed�rftigen Personen gegen�ber (vgl. Art. 39 Abs. 3 KVG). Bei der Abgrenzung von Akutspitalbed�rftigkeit und - daran anschliessender - blosser Pflegebed�rftigkeit ist dem behandelnden Arzt ein gewisser Ermessensspielraum zuzugestehen (BGE 124 V 362 E. 2c S. 366 f.).
2.3.�Unter Umst�nden ist die obligatorische Krankenversicherung f�r einen Spitalaufenthalt auch dann leistungspflichtig, wenn der Krankheitszustand der versicherten Person einen solchen nicht unbedingt erforderlich macht, die medizinische Behandlung jedoch wegen besonderer pers�nlicher Lebensumst�nde nicht anders als im Spital durchgef�hrt werden kann (BGE 120 V 200 E. 6a S. 206 mit Hinweisen). Eine Akutspitalbed�rftigkeit h�ngt somit nicht allein von der Erforderlichkeit �rztlicher Interventionen ab. Die Kassen sind f�r einen sachlich gerechtfertigten Heilanstaltsaufenthalt ebenfalls leistungspflichtig, wenn der Krankheitszustand einer versicherten Person nicht unbedingt eine �rztliche Behandlung, sondern lediglich einen Aufenthalt im Spitalmilieu erfordert. Mit anderen Worten ist die Intensit�t der �rztlichen Behandlung nicht alleiniges Entscheidungskriterium (BGE 115 V 32 E. 3b/aa S. 48).
3.1.�Das Versorgungskonzept der Palliative Care zielt darauf ab, Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen oder chronisch-fortschreitenden Krankheiten eine ihrer Situation angepasste optimale Lebensqualit�t bis zum Tod zu gew�hrleisten und die nahe stehenden Bezugspersonen zu unterst�tzen (vgl. die vom Bundesamt f�r Gesundheit [BAG] und von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren [GDK] herausgegebene Brosch�re "Finanzierung der Palliative-Care-Leistungen der Grundversorgung und der spezialisierten Palliative Care [ambulante Pflege und Langzeitpflege], 2013, S. 4). Die entsprechenden Leistungen k�nnen in der Grundversorgung (ambulanter Bereich und Langzeitpflege) sowie als spezialisierte Palliative Care (ebenfalls im ambulanten Bereich und in der Langzeitpflege) erbracht werden. Im Rahmen der "Versorgungsstrukturen f�r spezialisierte Palliative Care in der Schweiz", herausgegeben im Jahr 2012 von der Schweizerischen Fachgesellschaft f�r palliative Medizin, dem BAG und der GDK, wurde die Patientengruppe mit einem Bedarf an spezialisierter Palliative Care definiert als Personen, "die auf Unterst�tzung durch ein spezialisiertes Palliative-Care-Team angewiesen sind. Dies, weil sie eine instabile Krankheitssituation aufweisen, eine komplexe Behandlung bzw. die Stabilisierung von bestehenden Symptomen ben�tigen oder bei deren nahestehenden Bezugspersonen die �berschreitung der Belastungsgrenze erkennbar wird. Dazu geh�ren auch Patientinnen und Patienten, die weiterhin durch die Grundversorgung betreut werden sollen bzw. wollen, wo aber die Leistungserbringer der Grundversorgung an ihre Grenzen stossen und auf zus�tzliche Unterst�tzung durch spezialisierte Fachpersonen angewiesen sind" (Ziff. 2.1).
3.2.�Auch bei Palliativpatienten setzt die Verg�tung eines Spitalaufenthalts durch die Grundversicherung voraus, dass "der Patient oder die Patientin nach medizinischer Indikation der Behandlung und Pflege (...) im Spital bedarf" (Art. 49 Abs. 4 KVG), mithin vom Behandlungszweck her ein Aufenthalt im Akutspital notwendig ist (vgl. BGE 124 V 362 E. 1b S. 365). Dieser Grundsatz entspricht dem Wirtschaftlichkeitsgebot (Art. 32 Abs. 1 KVG), wonach die spitalbed�rftige versicherte Person diejenige Heilanstalt oder Spitalabteilung zu w�hlen hat, in die sie vom medizinischen Standpunkt aus geh�rt. Die Kasse hat aus der Grundversicherung nicht f�r Mehrkosten aufzukommen, die sich daraus ergeben, dass die Versicherte sich in eine f�r intensive Pflege und Behandlung spezialisierte und damit teure Klinik begibt, obwohl sie einer solchen Behandlung nicht bedarf und ebenso gut in einer einfacher eingerichteten und daher weniger kostspieligen Heilanstalt sachgerecht behandelt werden k�nnte (BGE 124 V 362 E. 1a S. 364). Eine Verg�tung zum Spitaltarif kann auch nicht erlangt werden durch Verbleiben in einer Heilanstalt ohne Spitalbehandlungsbed�rftigkeit. Gleichermassen wie bei kurativer Behandlung muss auch bei Palliative Care der Krankheitszustand der versicherten Person einen Spitalaufenthalt nicht unbedingt erforderlich machen, sondern es gen�gt, wenn die medizinische Behandlung wegen besonderer pers�nlicher Lebensumst�nde nicht anders als im Spital durchgef�hrt werden kann (vgl. Urteil 9C_369/2009 vom 18. September 2009 E. 2.2; vorangehende E. 2.3). Hingegen hat der Krankenversicherer nicht daf�r aufzukommen, wenn eine versicherte Person mit einem Bedarf an palliativer Pflege trotz nicht mehr bestehender Spitalbed�rftigkeit aus sozialen �berlegungen oder mangels Platzangebot in einem Pflegeheim weiterhin in einer Heilanstalt untergebracht bleibt (vgl. BGer., a.a.O. mit Hinweisen).
Unbestritten war die Versicherte aufgrund ihrer Tumorerkrankung (mit infauster Prognose) im hier strittigen Zeitraum vom 31. August bis 26. Dezember 2011 schwer pflegebed�rftig. Dies allein bedeutet indes nicht ohne Weiteres, dass auch eine Spitalbed�rftigkeit gegeben w�re (vgl. das bereits zitierte Urteil 9C_369/2009 vom 18. September 2009 E. 4.2).
4.1.�Im Fragebogen vom 15. August 2011 gab Dr. med. E.________, Spitalfach�rztin Onkologie am Claraspital, an, die Dauer des Spitalaufenthaltes der Versicherten sei nicht absehbar. Die Patientin sei pr�terminal, aber derzeit stabil. Eine Hospitalisation sei notwendig wegen des nicht heilbaren metastasierenden Grundleidens, das eine aufw�ndige Palliation erfordere. Behandlungsziel sei die Symptomlinderung. Es seien palliative Behandlungen vorgesehen, namentlich die Verbesserung der Analgesie und der �belkeit. Am 25. August 2011 erl�uterte Dr. med. E.________, die Versicherte leide unter einem weit fortgeschrittenen, nicht mehr heilbaren Rektum- bzw. Z�kumkarzinom, das zu einem raschen Kr�fteverfall f�hre. Die Schmerzsituation sei instabil, und es m�sse in n�chster Zeit eine ad�quate Analgesie gefunden werden. �berdies f�hre die Lage des Tumors zu einer massiven Stuhlinkontinenz. Die bettl�gerige Versicherte bed�rfe einer umfassenden, aufw�ndigen Pflege mit mehrmaligem t�glichem Reinigen und Wickeln. Sowohl der pflegerische wie auch der medizinische Aufwand erforderten eine Hospitalisation auf der interdisziplin�ren Palliativstation. Am 20. Oktober 2011 f�hrte Dr. med. E.________ aus, eine bis dahin nicht spontan sistierte gastrointestinale Blutung, die gem�ss dem Wunsch der Versicherten rein supportiv behandelt werde, habe nun zu einer eindeutig indizierten Spitalbed�rftigkeit gef�hrt. Der weitere Verlauf sei schwierig absehbar, die Spitalbed�rftigkeit ab 31. August 2011 sei aber bei progredientem Tumorleiden klar gegeben. Es bestehe ein unmittelbar akutes Geschehen, dessen Ausgang noch ungewiss sei, das nach allem Ermessen aber "nun rasch in eine terminale Phase m�nden" k�nne. In ihrem Schreiben an die Beschwerdegegnerin vom 23. November 2011 wies Dr. med. E.________ darauf hin, dass ab 19. Oktober 2011 durch die gastrointestinale Blutung eine v�llig neue Situation eingetreten und eine akute Spitalbed�rftigkeit entstanden sei. In der Folge der zun�chst rezidivierenden Blutungen sei die Versicherte "nun unmittelbar pr�terminal".
Am 10. Januar 2012 bekr�ftigte Dr. med. E.________, die Versicherte habe sich ab 19. Oktober 2011 in einem prolongierten Sterbeprozess befunden. Zu Handen des Rechtsvertreters der Erben f�hrten die �rzte am Spital I.________ (Dres. med. L.________ und E.________) am 12. April 2012 aus, die Verstorbene habe an einem rasch progredienten Kr�ftezerfall sowie an Appetitlosigkeit verbunden mit �belkeit und einer instabilen Schmerzsituation gelitten. Bei nicht mehr heilbarer Grunderkrankung habe diese Situation sogenannte "Spezialisierte Palliative Care" erfordert, wie sie das Spital I.________ f�r unheilbar Kranke anbiete. Im Vordergrund gestanden sei die Symptomkontrolle, wobei medizinisch herausfordernd die Opiatunvertr�glichkeit gewesen sei, welche eine alternative, subkutan zu verabreichende Behandlung erfordert habe. Die �belkeit habe eine st�ndige Neueinsch�tzung der Beschwerden und Einstellung der Therapie n�tig gemacht. Mit dem Auftreten der akuten gastrointestinalen Blutung am 19. Oktober 2011 habe die Instabilit�t der Gesamtsituation eine neue Akzentuierung erhalten, der weitere Verlauf sei ungewiss und ein Ableben der Versicherten jederzeit m�glich gewesen. Die tumorbedingte Stuhlinkontinenz (mit durchschnittlich achtmaligem Windelnwechseln pro Tag) sowie der leicht blutende exulzerierende Tumor h�tten einen hohen, die Ressourcen eines Pflegeheims eindeutig �bersteigenden pflegerischen Aufwand verursacht, ebenso sei die psychosoziale Betreuung der Versicherten und ihrer Angeh�rigen engmaschig erforderlich gewesen. Es seien Spezialbetten n�tig geworden. Der gesundheitliche Zustand ab dem 25. Oktober 2011 m�sse als unmittelbar pr�terminal angesehen werden, weshalb an eine �berweisung in ein Pflegeheim nicht zu denken gewesen sei. Dass es sich retrospektiv um einen prolongierten Sterbeprozess gehandelt habe, sei damals nicht absch�tzbar gewesen. Eine �berweisung inmitten des Sterbeprozesses m�sse als unethisch gelten.
4.2.�Dr. med. F.________, Chefarzt Onkologie am Spital I.________, f�hrte in einem Schreiben an den Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin vom 20. Februar 2012 aus, seines Erachtens sei es derzeit anerkannt, dass terminalkranke Patienten in einem Pflegeheim h�ufig suboptimal betreut seien, weil die Ausbildung des Pflegepersonals f�r diese Aufgabe in den meisten F�llen ungen�gend sei. Die Palliativstation im Spital I.________ werde von einem Arzt geleitet, der f�r diese Aufgabe spezialisiert sei. Die t�gliche Betreuung �bern�hmen zwei Spezialfach�rztinnen mit entsprechender Weiterbildung. Das Pflegepersonal sei ebenfalls f�r diese Aufgabe vorbereitet. Es sei unverantwortlich zu argumentieren, die Versicherte h�tte genauso gut in einem Pflegeheim untergebracht werden k�nnen. Es habe sich klar um eine terminale Situation bei einem fortgeschrittenen Tumorleiden gehandelt. Somit sei die Unterbringung auf einer Palliativabteilung indiziert gewesen.
4.3.�Der Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. G.________, Facharzt f�r Allgemeinmedizin, hielt am 5. September 2011 fest, das Finden einer ad�quaten Analgesie sei nicht an den Aufenthalt in einem Akutspital gebunden, sondern k�nne ebenso effektiv im Rahmen einer Pflegeinstitution erfolgen. Die aufw�ndige Pflege infolge der massiven Stuhlinkontinenz sei nachvollziehbar, falle aber ebenfalls nicht in den Aufgabenbereich eines Akutspitals. Es seien vornehmlich pflegerische Aufgaben zu bew�ltigen, eine Spitalbed�rftigkeit im Sinne einer st�ndigen Pr�senz von �rzten sei nicht ersichtlich. In seinen Schreiben vom 28. Dezember 2011 und 26. Januar 2012 bekr�ftigte Dr. med. G.________ die fehlende Spitalbed�rftigkeit, da der erh�hte pflegerische Aufwand nicht die "Logistik einer Akutabteilung" bedingt habe und mit Ausnahme der Behandlung der analen Blutung zwischen 19. und 25. Oktober 2011 aus der Pflegedokumentation keinerlei Interventionen ersichtlich seien, welche die "Logistik eines Spitals" notwendig erscheinen liessen. Im Wissen um die infauste Prognose habe die - zurechnungsf�hig gewesene - Verstorbene keinerlei akute Interventionen gew�nscht. S�mtliche Massnahmen h�tten auch in einem entsprechend qualifizierten Pflegeheim durchgef�hrt werden k�nnen.
5.1.�Der Pflegedokumentation ist zu entnehmen, dass die Versicherte am 14. Juli 2011 zur "Symptomkontrolle (Schmerz, Stuhlinkontinenz) " in das Spital I.________ verlegt wurde. Bis zum 31. Juli 2011 anerkannte die Beschwerdegegnerin die Spitalbed�rftigkeit und bezahlte anschliessend im Sinn einer �bergangsfrist die Akuttaxe weiter bis 30. August 2011. Weshalb zwischen 31. August und 18. Oktober 2011 eine Akutspitalbed�rftigkeit gegeben war und die bis 18. Oktober 2011 erforderlich gewesenen Massnahmen zwingend unter Spitalbedingungen durchgef�hrt werden mussten, konnten die behandelnden �rzte nicht schl�ssig begr�nden (E. 4.1 und 4.2 hievor).
5.2.�Zwar darf der Entscheid einer versicherten Person, in aussichtslosen Situationen auf kurative Anstrengungen zu Gunsten eines palliativen Ansatzes zu verzichten, nicht unbesehen zu einer Verneinung der Akutspitalbed�rftigkeit f�hren (vgl. auch die Empfehlungen der Schweizerischen Akademie der medizinischen Wissenschaften [SAMW] zur Palliative Care, 2013, S. 18). Indes muss in jedem Fall eine Akutspitalbed�rftigkeit ausgewiesen sein, was etwa zutrifft, wenn die konkreten Behandlungsformen die Kapazit�ten eines Pflegeheims �berfordern (vgl. Urteil 9C_447/2010 vom 18. August 2010 E. 5.2). Dies ist hier f�r die Zeit zwischen 31. August und 19. Oktober 2011 nicht ausgewiesen. Selbst wenn (auch) nach dem 30. August 2011 eine passende Schmerzmedikation nicht (l�ngerfristig) h�tte etabliert werden k�nnen, verm�chte dies ebenso wenig eine Akutspitalbed�rftigkeit zu begr�nden wie der unbestritten hohe Pflegebedarf infolge der tumorbedingten Stuhlinkontinenz und der fortschreitende Kr�ftezerfall. Die intensive Betreuungsbed�rftigkeit, der grosse pflegerische Aufwand (namentlich das h�ufige Reinigen und Wickeln; Schreiben der Dr. med. E.________ vom 25. August 2011) und die kontinuierliche Verschlechterung des Allgemeinzustandes reichen f�r eine Akutspitalbed�rftigkeit grunds�tzlich nicht (BGer a.a.O. E. 5.2 mit Hinweis). Bereits mit Urteil K 157/04 vom 14. April 2005 (E. 2.2) hat das Bundesgericht entschieden, das Fortschreiten einer chronischen Krankheit und die damit einhergehende Verlagerung von therapeutischen zu pflegerischen Massnahmen beim Erreichen eines Krankheitsstadiums, in welchem grunds�tzlich nur noch Pflege, nicht aber eine Therapie m�glich ist, bewirkten nicht zwingend eine Spitalbed�rftigkeit. Daran ist festzuhalten.
5.3.�Dr. med. E.________ bejahte zwar von Beginn weg die Spitalbed�rftigkeit (vorangehende E. 4.1). Es ergeben sich aus den Akten aber zahlreiche Hinweise, dass sie diesbez�glich erhebliche Zweifel hegte. Nicht nur besprach sie im Anschluss an das Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 22. August 2011 mit der Versicherten, es seien allenfalls hohe, nicht durch die Versicherung gedeckte Mehrkosten zu gew�rtigen (wobei die Versicherte diese Kosten ausdr�cklich in Kauf nahm und die Tochter gegen�ber der �rztin erkl�rte, finanziell erg�ben sich keine Probleme; solange es der Mutter gut ginge, sei das "geschm�lerte Erbe" kein Thema [Eintr�ge in der Pflegedokumentation vom 24. und 25. August 2011]). Dr. med. E.________ liess sich auch bereits am 24. August 2011 vom Spital eine Zusicherung geben, wonach "auf Goodwillebene" formal eine versicherungsm�ssige Herabstufung der privat versicherten Patientin m�glich w�re, falls die Beschwerdegegnerin die Akuttaxe nicht weiter �bern�hme (hiezu auch Eintrag in der Pflegedokumentation vom 22. September 2011). Vor allem aber hielt sie in ihren Schreiben vom 20. Oktober und 23. November 2011 fest, die Spitalbed�rftigkeit sei "in der aktuellen Situation eines blutenden Tumors nunmehr eindeutig indiziert". Ab dem 19. Oktober 2011 sei durch die gastrointestinale Blutung eine v�llig neue Situation eingetreten und eine akute Spitalbed�rftigkeit entstanden. Dies bedeutet umgekehrt, dass vor dem Auftreten der Blutung die Spitalbed�rftigkeit aus �rztlicher Sicht eben gerade nicht eindeutig war.
5.4.�In W�rdigung der gesamten Umst�nde, namentlich der Pflegedokumentation, aber auch der Einsch�tzungen der behandelnden �rztin, hat das kantonale Gericht eine Spitalbed�rftigkeit zwischen 31. August und 18. Oktober 2011 zu Recht verneint. Insoweit ist die Beschwerde unbegr�ndet.
Anders pr�sentiert sich die Situation f�r die Folgezeit. Im Anschluss an die erw�hnte Blutung begr�ndeten die �rzte nachvollziehbar, dass die Situation nunmehr als "unmittelbar pr�terminal" habe eingesch�tzt werden m�ssen (vorangehende E. 4.1). Sie f�hrten mit der Versicherten auch entsprechende Gespr�che (Eintr�ge in der Pflegedokumentation vom 19. und 20. Oktober 2011; Schreiben der Dr. med. E.________ vom 20. Oktober 2011). Dass sich der Sterbeprozess w�hrend zweier Monate hinziehen w�rde, war damals gem�ss den nachvollziehbaren �rztlichen Ausf�hrungen nicht absehbar. Zwar vermag ein - �rztlich best�tigter - Beginn der Sterbephase nicht ohne Weiteres eine Akutspitalbed�rftigkeit zu begr�nden. Auch f�r die letzte Lebensphase ist stets unter W�rdigung aller Umst�nde zu beurteilen, ob die Pflege unter Spitalbedingungen angemessen ist. Im konkreten Fall sistierte die Blutung des Tumors zwar am 21. Oktober 2011 spontan, doch traten in der Folge h�ufig neue Blutungen auf (dokumentiert bspw. am 7., 11., 28. und 29. November 2011 und am 2., 5., 6., 9., 18. sowie ab 23. Dezember 2011). Zur bereits bis dahin schwierigen Schmerzmedikation, welche wegen einer Opiatunvertr�glichkeit der Versicherten stets subkutan verabreicht werden musste, und der ebenfalls anspruchsvollen, h�ufig anzupassenden antiemetischen Therapie sowie dem hohen Pflegeaufwand der tumorbedingt inkontinenten Patientin trat somit eine intensive und komplexe Pflege des immer wieder blutenden Tumors hinzu. Ausserdem f�hrten die �rzte glaubhaft aus, sowohl bei der Versicherten selbst wie auch bei ihren Angeh�rigen seien die psychosozialen Belastungen (bei teilweise schwierigen Familienverh�ltnissen) erheblich gewesen (Schreiben der Dres. med. L.________ und E.__________ vom 12. April 2012). Aufgrund des dokumentiert prek�ren, im Anschluss an die Blutung vom 19. Oktober 2011 hochgradig instabilen Allgemeinzustandes und des nach �rztlichem Ermessen unmittelbar bevorstehenden Todes bedurfte die Versicherte einer klar aufw�ndigeren Palliativbehandlung als in der vorangegangenen Zeit. Dass die erforderlich gewesenen Massnahmen unter den spezifischen Betreuungs- und �berwachungsbedingungen der Palliativabteilung am Spital I.________ erfolgten, erscheint unter den besonderen Umst�nden begr�ndet. Es rechtfertigt sich daher, der Auffassung der behandelnden �rzte zu folgen, wonach vom 19. Oktober bis 26. Dezember 2011 eine Akutspitalbed�rftigkeit bestand. Insoweit ist die Beschwerde gutzuheissen und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die entsprechenden Kosten zu �bernehmen.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Beschwerdef�hrer und die Beschwerdegegnerin je zur H�lfte kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdef�hrern zudem f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine reduzierte Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG), welche pauschal auf Fr. 1'500.- festgesetzt wird.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 24. Oktober 2013 wird aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdef�hrer f�r die Zeit vom 19. Oktober bis 26. Dezember 2011 Anspruch auf Verg�tung der Behandlungskosten in der Palliativabteilung des Spitals I.________ haben.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden den Parteien je zur H�lfte auferlegt.
Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'500.- zu entsch�digen.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Kosten des vorangegangenen Verfahrens an das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, zur�ckgewiesen.
Luzern, 5. Februar 2015