Source: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20006821
Timestamp: 2020-08-10 05:41:16
Document Index: 349895640

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 27', '§ 9', '§ 24', '§ 1', '§ 4']

RIS - Bekleidungsgestaltung-Ausbildungsordnung - Bundesrecht konsolidiert, Fassung vom 10.08.2020
Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Bekleidungsgestaltung-Ausbildungsordnung, Fassung vom 10.08.2020
Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft, Familie und Jugend über die Berufsausbildung im Lehrberuf Bekleidungsgestaltung (Bekleidungsgestaltung-Ausbildungsordnung)
StF: BGBl. II Nr. 191/2010
Lehrberuf Bekleidungsgestaltung
(1) Der Lehrberuf Bekleidungsgestaltung ist als Modullehrberuf eingerichtet.
Damenbekleidung (H1)
Herrenbekleidung (H2)
Wäschewarenerzeugung (H3)
Modist/in und Hutmacher/in (H4)
Kürschner/in und Säckler/in (H5)
Bekleidungsdesign (S1)
Theaterbekleidung (S2)
Bekleidungstechnik (S3)
(5) In den ersten zwei Lehrjahren ist das Grundmodul zu vermitteln. Die Ausbildung im Grundmodul und im gewählten Hauptmodul dauert drei Jahre. Wird ein weiteres Hauptmodul oder ein Spezialmodul absolviert, dauert die Lehrzeit dreieinhalb Jahre. Eine Kombination von weiteren Modulen ist danach nicht mehr möglich. Die Ausbildung im Modullehrberuf Bekleidungsgestaltung dauert höchstens dreieinhalb Jahre.
(6) Die in dieser Verordnung gewählten Begriffe schließen jeweils die männliche und weibliche Form ein. Im Lehrvertrag, Lehrzeugnis, Lehrbrief und im Lehrabschlussprüfungszeugnis ist der Lehrberuf in der dem Geschlecht des Lehrlings entsprechenden Form (Bekleidungsgestalter, Bekleidungsgestalterin) zu bezeichnen.
(7) Alle auszubildenden bzw. absolvierten Hauptmodule und Spezialmodule sind im Lehrvertrag, Lehrzeugnis und im Lehrbrief durch einen entsprechenden Hinweis neben der Bezeichnung des Lehrberufs zu vermerken.
(1) Im Grundmodul und Hauptmodul Damenbekleidung ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:
Maßnehmen am/an Kunden/Kundinnen, Erstellen von Skizzen und Schnittmustern,
Formgeben der Kleidungsstücke wie zB durch Bügeln und Dämpfen,
Beraten von Kunden/Kundinnen über Modelle, Schnitte, Farben und Stoffe.
(2) Im Grundmodul und Hauptmodul Herrenbekleidung ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:
(3) Im Grundmodul und Hauptmodul Wäschewarenerzeugung ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:
Herstellen von Wäschewaren wie zB von Damen-, Herren- und Kinderwäsche, Herrenhemden, Damenblusen, Kinderbekleidung, Babywäsche, Sport-, Freizeit- und Berufskleidung, Tisch- und Bettwäsche, Hausbekleidung, Unterwäsche usw.,
(4) Im Grundmodul und Hauptmodul Modist/in und Hutmacher/in ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:
Zuschneiden von unterschiedlichen Materialien und Nähen der Schnitteile,
Ausgestalten von Kopfbedeckungen wie zB durch in Form bügeln,
Herstellen von Kopfbedeckungen wie zB von Hüten, Kappen, Mützen,
Beraten von Kunden/Kundinnen über Modelle, Schnitte, Farben und Materialien.
(5) Im Grundmodul und Hauptmodul Kürschner/in und Säckler/in ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:
Formgeben der Kleidungsstücke wie zB durch Zwecken und Bügeln,
Beraten von Kunden über Pelzarten, Trageeigenschaften, Haltbarkeit und Pflege.
(6) Im Spezialmodul Bekleidungsdesign ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:
Durchführen von Berechnungen im Zusammenhang mit der Gestaltung von Modellen oder Kollektionen wie zB Materialeinsatz, Arbeitsaufwand,
(7) Im Spezialmodul Theaterbekleidung ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:
(8) Im Spezialmodul Bekleidungstechnik ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:
Mitarbeit beim betrieblichen Produktionsmanagement.
Erfassen, Auswerten und Beurteilen von Betriebsdaten sowie Einleiten von Korrektur-maßnahmen im Anlassfall,
Grundmodul Bekleidungsgestaltung
Kenntnis des Leistungsangebots des Lehrbetriebs und seiner Partner
Kenntnis der Abläufe im Lehrbetrieb und der Organisation des Lehrbetriebs
Grundkenntnisse über den rechtlichen Rahmen der betrieblichen Leistungserstellung und andere betriebsrelevante Rechtsvorschriften
Funktionsgerechtes Anwenden, Warten und Pflegen der Betriebs- und Hilfsmittel
Verhalten im Sinne von berufs- und betriebsrelevanten Sicherheits-, Umweltschutz- und Hygienestandards
Kenntnis der sich aus dem Lehrvertrag ergebenden Verpflichtungen des Lehrlings und des Lehrbetriebs (§§ 9 und 10 des BAG)
Kenntnis von Inhalt und Ziel der Ausbildung
In der Art der Vermittlung der entsprechenden Kenntnisse und Fertigkeiten ist auf die Förderung folgender fachübergreifender Kompetenzen des Lehrlings Bedacht zu nehmen:
Methodenkompetenz, zB Lösungsstrategien entwickeln; Informationen selbstständig beschaffen, auswählen und strukturieren; Entscheidungen treffen etc.
Soziale Kompetenz, zB in Teams arbeiten; Kritik fair üben; sachlich argumentieren; Rücksicht nehmen etc.
Personale Kompetenz, zB Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein; Bereitschaft zur Weiterbildung; Bedürfnisse und Interessen artikulieren etc.
Arbeitshaltungen, zB Sorgfalt; Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein; Pünktlichkeit; Einsatzbereitschaft; Service- und Kundenorientierung etc.
Grundkenntnisse der Kulturgeschichte der Mode und der aktuellen Modetrends
Kenntnis der betriebsspezifischen Maschinen (zB Nähmaschinen, Bügelmaschinen) und Zusatzgeräte sowie Auswählen und Einsetzen von Maschinen und Zusatzgeräten
Durchführen einfacher Instandhaltungsarbeiten, Erkennen und Beheben von Störungen an Maschinen und Zusatzgeräten
Kenntnis der Werkstoffe (zB Faserstoffe, Pelzfelle, Lederarten, textile Flächengebilde) und Hilfsstoffe (zB Garne, Zwirne), ihrer Eigenschaften, Verwendungsmöglichkeiten, Be- und Verarbeitungsmöglichkeiten sowie des Zubehörs
Kenntnis der Handelsbezeichnungen, Textilkennzeichnung und der Pflegesymbole
Materialgerechtes Lagern sowie auftragsbezogenes Auswählen von Werk- und Hilfsstoffen
Kenntnis der Größenmaße
Kenntnis der Farbenlehre
Abnehmen von Körpermaßen auch unter Beachtung von individuellen Besonderheiten
Erstellen von Modeskizzen und -zeichnungen
Lesen und Erstellen (auch rechnergestützt) von Schnittzeichnungen
Verändern des Schnittes entsprechend der Körpermaße des Kunden und Erstellen von Schnittschablonen
Mitarbeit beim Fassonieren von Teilen sowie beim Zuschnitt von Schnittteilen unter Beachtung der Werkstoffe (zB Fadenlauf- und Strichrichtung, Muster, Haarprofil, Haarfarbe)
Kenntnis der Nähte und der Sticharten
Ausführen von Verarbeitungstechniken wie zB Heften, Steppen, Pikieren, Staffieren, Überwindeln, Säumen, Einfassen, Knopflochstiche von Hand und mit Maschinen, Adjustieren
Anfertigen von Teilarbeiten wie zB Ärmel, Kanten, Taschen sowie Zusammensetzen von Teilen
Anfertigen von Kleinteilen für zB Hosen, Röcke, Westen, Kopfbedeckungen
Anwenden von Gestaltungstechniken wie zB Zierarbeiten
Verarbeiten von Zubehör wie zB Knöpfe, Schnallen und Verschlüsse
Kenntnis der Wirkung von Temperatur, Dampf, Zeit und Druck auf Werk- und Hilfsstoffe
Form- und Ausbügeln von Nähten, Abnähern und Einlagen
Überbügeln (Dampfen) und Ausbügeln von Werk- und Hilfsstoffen
Durchführen von Zwischen- und Endkontrollen sowie Beheben von Fehlern
Hauptmodul Damenbekleidung
Kundengerechtes Verhalten und kundengerechte Kommunikation (zB Entgegennehmen von Kundenwünschen, Führen von Verkaufs- und Beratungsgesprächen auch am Telefon, Behandeln von Reklamationen)
Kenntnis der Kulturgeschichte der Mode und der aktuellen Modetrends
Gestalten und Ausarbeiten von Entwürfen nach modischen, historischen und funktionalen Gesichtspunkten
Präsentieren von Entwürfen und Bekleidungsstücken sowie Herstellen von Probemodellen
Fassonieren von Teilen sowie Zuschnitt von Schnittteilen unter Beachtung der Werkstoffe (zB Fadenlauf- und Strichrichtung, Muster)
Herstellen von Damenbekleidung auch in Kombination mit anderen Materialien einschließlich Accessoires unter Anwendung unterschiedlicher Verarbeitungstechniken sowie unter Berücksichtigung der weiblichen Körperformen, Material, Mode und Kundenanforderungen
Herstellen von Kleidern mit unterschiedlichen Ausschnitt-, Ärmel- und Rockformen, Taillenverarbeitung sowie Ausschmückungen
Herstellen von Gesellschaftskleidung wie zB Cocktail-, Abend-, Brautkleider oder Trachten
Herstellen von Kostümen mit Kragen-, Revers-, Futter- und Einlagenverarbeitung sowie Verschlusstechniken
Herstellen von Jacken und Mänteln mit unterschiedlichen Ärmelanlagen, Kragen- und Reversverarbeitung sowie Verschlusstechniken
Bekleidungsstücke anprobieren und anpassen
Ändern, Reparieren, Instandhalten und Modernisieren von Damenbekleidung
Hauptmodul Herrenbekleidung
Präsentieren von Entwürfen und Bekleidungsstücken
Herstellen von Herrenbekleidung auch in Kombination mit anderen Materialien einschließlich Accessoires unter Anwendung unterschiedlicher Verarbeitungstechniken sowie unter Berücksichtigung der männlichen Körperformen, Material, Mode und Kundenanforderungen
Herstellen von Sakkos mit Ober- und Unterkragen, Revers- und Futterverarbeitung sowie Verschlusstechniken und formgebenden Einlagen
Herstellen von Anzügen in stilistischer und verarbeitungstechnischer Abstimmung
Herstellen von Gesellschaftskleidung wie zB Smoking, Cut, Frack oder Tracht
Ändern, Reparieren, Instandhalten und Modernisieren von Herrenbekleidung
Hauptmodul Wäschewarenerzeugung
Gestalten und Ausarbeiten von Entwürfen nach modischen und funktionalen Gesichtspunkten
Präsentieren von Entwürfen und Wäschewaren
Kenntnis der Spezialmaschinen (zB Nähmaschinen, -automaten und -anlagen, Bügelmaschinen, Zuschneidemaschinen, Stanzmaschinen bzw. -automaten, Knopflochautomaten) und Zusatzgeräte sowie Auswählen und Einsetzen von Spezialmaschinen und Zusatzgeräten
Fassonieren von Teilen sowie Zuschnitt von Schnittteilen unter Beachtung der Werkstoffe (zB Fadenlauf- und Strichrichtung, Muster) mittels Zuschneidemaschinen oder Stanzmaschinen bzw. -automaten
Zuschneiden von Stoffen mittels Zuschneidemaschinen oder Stanzmaschinen bzw. -automaten
Anfertigen von Krägen insbesondere Blusen- und Herrenhemdkrägen
Zusammennähen von Stoffteilen mittels Nähmaschinen, -automaten und -anlagen sowie Aufnähen von Krägen und Einnähen von Ärmeln
Einarbeiten von Mustern und Stickereien sowie Nähen von Hand bei schwierigen Materialien
Herstellen von Wäschewaren (zB Damen-, Herren- und Kinderwäsche, Herrenhemden, Damenblusen, Kinderbekleidung, Babywäsche, Sport-, Freizeit- und Berufskleidung, Tisch- und Bettwäsche, Hausbekleidung, Unterwäsche usw.) unter Anwendung unterschiedlicher Verarbeitungstechniken sowie unter Berücksichtigung der Körperformen, Material, Mode und Kundenanforderungen
Verarbeiten von Einlage- und Aufputzmaterial
Anbringen von Knopflöchern und Knöpfen mittels Knopflochautomaten
Ändern, Reparieren, Instandhalten und Modernisieren von Wäschewaren
Fertigstellen von Wäschewaren
Hauptmodul Modist/in und Hutmacher/in
Präsentieren von Entwürfen sowie Herstellen von Probemodellen
Herstellen von Filz- und Strohhüten (zB durch Dampfbehandlung, Formen über Holz- und Kunststoffköpfen, Trocknen, Anbringen der Krempen, in Form bügeln, Hüte mit Knicken oder Vertiefungen versehen) nach Bildvorlagen oder Modellvorlagen
Herstellen von Hilfs- und Unterformen aus unterschiedlichen Materialien wie zB Vliesstoffen, Mull, Steiftüll und Draht
Herstellen von Hüten, Kappen, Mützen aus unterschiedlichen Materialien wie zB Textilien, Pelz, Leder nach Bildvorlagen oder Modellvorlagen
Ausgestalten von Kopfbedeckungen durch in Form bügeln, Anwenden von Gestaltungstechniken wie zB Kleben, Drapieren usw.
Veredeln der Oberfläche von Kopfbedeckungen wie zB Appretieren, Aufrauen, Glanzbürsten
Probemodelle anprobieren und anpassen
Reinigen, Auffrischen und Färben von Kopfbedeckungen
Ändern, Reparieren, Instandhalten und Modernisieren von Kopfbedeckungen
Fertigstellen der Modelle
Hauptmodul Kürschner/in und Säckler/in
Kenntnis der branchenbezogenen Bestimmungen wie zB Washingtoner Artenschutzabkommen
Kenntnis der Pelzschädlinge und der Bekämpfungsmaßnahmen
Beurteilen von Fellen und Leder sowie Sortieren der Felle
Vorbereiten von Fellen und Leder wie Säubern, Kämmen, Glätten, Strecken und Ausbessern von Beschädigungen
Berechnen des Fellbedarfes sowie Zuschneiden der sortierten Felle
Auslassen von Fellen
Fassonieren von Teilen sowie Zuschnitt von Schnittteilen unter Beachtung der Werkstoffe (zB Muster, Haarprofil, Haarfarbe)
Herstellen von Pelzbekleidung aller Art, auch in Kombination mit anderen Materialien einschließlich Accessoires unter Anwendung unterschiedlicher Verarbeitungstechniken sowie unter Berücksichtigung der Körperformen, Material, Mode und Kundenanforderungen
Nachbehandeln von Pelzbekleidung wie zB durch Bügeln, Klopfen, Kämmen und mit Feuchtigkeit behandeln
Ändern, Reparieren, Instandhalten und Modernisieren von Pelzbekleidung aller Art
Reinigen, Pflegen und materialgerechtes Aufbewahren von Pelzbekleidung
Spezialmodul Bekleidungsdesign
Kenntnis der neuestens Trends in Mode, Kultur und Gesellschaft
Kenntnis der Design- und Kostümkunde
Kenntnis der Möglichkeiten des Computereinsatzes bei der kreativen Gestaltung von Produkten, in der Schnittkonstruktion und Modellerstellung
Erstellen von Erstschnitten, Abwandeln und Vereinfachen von Schnitten von Hand und rechnergestützt
Entwickeln von Konzepten für Kollektionen abgestimmt auf die jeweilige Zielgruppe oder nach Vorgaben
Planen, Entwerfen und Gestalten von Modellen und Kollektionen unter Beachtung der Zusammenhänge von Form, Farbe, Typ, Material und Struktur nach eigenen Ideen und Anregungen von außen
Erstellen von Moodboards zum Festhalten von Ideen und Farben
Auswählen und Zusammenstellen von Stoffen und Zubehör wie zB Knöpfe, Bänder, Spitzen
Erstellen von Mustermodellen und Abwandeln in einzelne Konfektionsgrößen
Durchführen von Berechnungen im Zusammenhang mit der Gestaltung von Modellen oder Kollektionen wie zB Materialeinsatz, Arbeitsaufwand usw.
Anwenden von Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen zur Erstellung von Unterlagen wie zB Materiallisten und Dokumentationen
Kenntnis der betriebsspezifischen Kostenrechnung und Kalkulation sowie Mitarbeit bei Kalkulationsarbeiten
Koordinieren der Arbeitsabläufe der Musternäherei
Durchführen von Anproben und gegebenenfalls Korrigieren des Modells
Präsentieren von Kollektionen auch unter Anwendung von Präsentationshilfen
Spezialmodul Theaterbekleidung
Erstellen von Kostümskizzen mit Details wie Verschlüsse, Verzierungen, Accessoires
Anfertigen von Schnittzeichnungen auf Grund vorgegebener Entwurfskizzen
Materialauswahl in Zusammenarbeit mit dem Kostümbildner
Herstellen von Kostümen bzw. Kopfbedeckungen und Accessoires
Umarbeiten bereits vorhandener Kostüme bzw. Kopfbedeckungen und Accessoires
Mitarbeit bei Anproben mit den Darstellern
Instandhalten, Ausbessern und Reinigen von Kostümen bzw. Kopfbedeckungen und Accessoires
Betreuen der Darsteller vor, während und nach der Aufführung im Zusammenhang mit den Kostümen bzw. Kopfbedeckungen und Accessoires
Kenntnis des Aufbaus des Kostümfundus
Entnehmen bzw. Rückführen der Kostüme bzw. Kopfbedeckungen und Accessoires an den Kostümfundus
Kenntnis der Arbeitsschritte und Arbeitsverfahren zur maschinellen Herstellung von Bekleidung
Kenntnis des Aufbaus und der Funktion von Produktionsmaschinen und –anlagen zur Herstellung von Bekleidung
Kenntnis des Produktionsmanagements in der Bekleidungsfertigung (wie zB Produktionsplanung, Mengenplanung, Termin- und Kapazitätsplanung, Fertigungssteuerung, Betriebsdatenerfassung, Personalplanung) sowie Mitarbeit beim betrieblichen Produktionsmanagement
Kenntnis der Prozessdokumentationen und Erstellen von Prozessaufzeichnungen über die betriebliche Bekleidungsfertigung
Kenntnis und Anwendung von Methoden zur Prozessbewertung und -verbesserung sowie zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung in der Bekleidungsfertigung
Kenntnis der Logistik (zB An- und Auslieferungslogistik)
Kenntnis der betrieblichen Material-, Energie-, Produkt- und Informationsflüsse
Kenntnis der Bedarfsermittlung sowie Mitarbeit bei der Beschaffung von Waren (zB Faserstoffe, Pelzfelle, Lederarten, textile Flächengebilde, Garne, Zwirne) und Dienstleistungen
Kenntnis der Auftragsabwicklung und Durchführen der daraus abgeleiteten Produktionsaufträge
Erfassen, Auswerten und Beurteilen von Betriebsdaten sowie Einleiten von Korrekturmaßnahmen im Anlassfall
Kenntnis der Qualitätsmanagementsysteme sowie Umsetzung des betrieblichen Qualitätsmanagementsystems
Kenntnis des Ablaufs von Audits wie zB Planung von Audits, Durchführung von Audits, Berichterstellung
Fachgerechte Moderation von Besprechungen und Präsentation von Arbeitsergebnissen unter Anwendung von Präsentationshilfen (wie Flipchart, Folien, Präsentationsprogramme)
(2) Die theoretische Prüfung umfasst die Gegenstände Fachkunde, Wirtschaftsrechnen und Fachzeichnen.
(3) Die theoretische Prüfung entfällt, wenn der Kandidat die letzte Klasse der fachlichen Berufsschule positiv absolviert oder den erfolgreichen Abschluss einer die Lehrzeit ersetzenden berufsbildenden mittleren oder höheren Schule nachgewiesen hat.
Prozent- und Proportionsberechnung,
(1) Die Prüfung hat das Zeichnen eines einfachen Schnittes nach Angabe zu umfassen.
(2) Die Aufgabe ist so zu stellen, dass sie in 60 Minuten durchgeführt werden kann. Die Prüfung ist nach 80 Minuten zu beenden.
Nach erfolgreich abgelegter Lehrabschlussprüfung in zumindest einem Hauptmodul des Lehrberufs Bekleidungsgestaltung oder erfolgreich abgelegter Lehrabschlussprüfung in den Lehrberufen Damenkleidermacher, Herrenkleidermacher, Wäschewarenerzeuger, Modist, Kappenmacher/in, Hutmacher, Kürschner/Kürschnerin oder Säckler/in (Lederbekleidungserzeuger) kann eine Zusatzprüfung gemäß § 27 Abs. 1 des BAG in einem Hauptmodul und/oder Spezialmodul des Lehrberufs Bekleidungsgestaltung abgelegt werden. Die Zusatzprüfung in einem Hauptmodul hat sich in diesem Fall auf die Gegenstände Prüfarbeit und Fachgespräch, in einem Spezialmodul auf die Gegenstände Prüfarbeit eingeschränkt auf die erweiterte Aufgabenstellung und Fachgespräch zu erstrecken. Für diese Zusatzprüfungen gelten §§ 9, 10 und 11 sinngemäß.
Personen, die die Lehrabschlussprüfung in den folgenden Lehrberufen abgelegt haben, sind auf Grund des § 24 Abs. 5 des BAG unmittelbar zur Führung der nachfolgenden Bezeichnung berechtigt:
Damenkleidermacher: Bekleidungsgestaltung - Hauptmodul Damenbekleidung
Herrenkleidermacher: Bekleidungsgestaltung - Hauptmodul Herrenbekleidung
Wäschewarenerzeuger: Bekleidungsgestaltung - Hauptmodul Wäschewarenerzeugung
Modist, Kappenmacher oder Hutmacher: Bekleidungsgestaltung - Hauptmodul Modist/in und Hutmacher/in
Kürschner oder Säckler (Lederbekleidungserzeuger): Bekleidungsgestaltung - Hauptmodul Kürschner/in und Säckler/in
(1) Die §§ 1 bis 3 betreffend Ausbildungsvorschriften treten mit 1. Juli 2010 in Kraft.
(2) Die §§ 4 bis 13 betreffend Lehrabschlussprüfung und Teilprüfung über den Fachbereich der Berufsreifeprüfung anlässlich der Lehrabschlussprüfung für den Lehrberuf Bekleidungsgestaltung treten mit 1. Januar 2012 in Kraft.
(3) Die Ausbildungsvorschriften für die Lehrberufe Damenkleidermacher, BGBl. Nr. 74/1972, in der Fassung der Verordnungen BGBl. Nr. 510/1976, BGBl. Nr. 291/1979 und BGBl. II Nr. 177/2005, Herrenkleidermacher, BGBl. Nr. 74/1972, in der Fassung der Verordnungen BGBl. Nr. 510/1976, BGBl. Nr. 291/1979 und BGBl. II Nr. 177/2005, Wäschewarenerzeuger, BGBl. Nr. 430/1972, in der Fassung der Verordnungen BGBl. Nr. 334/1985 und BGBl. II Nr. 177/2005, Modist, BGBl. Nr. 533/1976, in der Fassung der Verordnungen BGBl. Nr. 37/1981 und BGBl. II Nr. 177/2005, Kappenmacher, BGBl. Nr. 533/1976, in der Fassung der Verordnungen BGBl. Nr. 253/1983 und BGBl. II Nr. 177/2005, Hutmacher, BGBl. Nr. 533/1976, in der Fassung der Verordnungen BGBl. Nr. 37/1981 und BGBl. II Nr. 177/2005, Kürschner, BGBl. Nr. 171/1974, in der Fassung der Verordnungen BGBl. Nr. 291/1979, BGBl. II Nr. 273/2005 und BGBl. II Nr. 177/2005, und Säckler (Lederbekleidungserzeuger), BGBl. Nr. 696/1974, in der Fassung der Verordnungen BGBl. Nr. 95/1976, BGBl. Nr. 291/1979 und BGBl. II Nr. 177/2005, treten mit Ablauf des 31. Juli 2013 außer Kraft. In diese Lehrberufe kann unbeschadet Abs. 5 ab 1. Juli 2010 nicht mehr eingetreten werden.
(4) Die Prüfungsordnungen für die Lehrberufe Damenkleidermacher, BGBl. Nr. 681/1974, zuletzt geändert durch die Verordnung, BGBl. Nr. 569/1986, Herrenkleidermacher, BGBl. Nr. 682/1974, zuletzt geändert durch die Verordnung, BGBl. Nr. 569/1986, Wäschewarenerzeuger, BGBl. Nr. 570/1986, Modist, BGBl. Nr. 83/1977, Kappenmacher, BGBl. Nr. 28/1978, Hutmacher, BGBl. Nr. 78/1977, Kürschner, BGBl. Nr. 277/1975, zuletzt geändert durch die Verordnung, BGBl. Nr. 569/1986 und Säckler (Lederbekleidungserzeuger), BGBl. Nr. 463/1976, zuletzt geändert durch die Verordnung, BGBl. Nr. 569/1986, treten unbeschadet Abs. 5 mit Ablauf des 31. Juli 2014 außer Kraft.
(5) Für Lehrlinge, deren erstes Lehrjahr vor dem 30. Juni 2011, deren zweites Lehrjahr vor dem 30. Juni 2012 oder deren drittes Lehrjahr vor dem 30. Juni 2013 endet, gelten weiterhin die Ausbildungsvorschriften für die Lehrberufe Damenkleidermacher, Herrenkleidermacher, Wäschewarenerzeuger, Modist, Kappenmacher, Hutmacher, Kürschner oder Säckler (Lederbekleidungserzeuger) gemäß Abs. 3 (wenn die Lehrverhältnisse zwar nach dem 30. April 2010 begonnen haben, Lehrjahre aber auf Grund der Anrechnung von Lehr- oder Ausbildungszeiten bzw. Lehrzeitverkürzung vor Ablauf von 12 Monaten enden). Diese Lehrlinge können bis ein Jahr nach Ablauf der vereinbarten Lehrzeit auf Grund der Prüfungsordnungen gemäß Abs. 4 zur Lehrabschlussprüfung antreten.