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Timestamp: 2018-11-14 12:01:07
Document Index: 60004413

Matched Legal Cases: ['§ 110', '§ 196', '§ 221', '§ 237', '§ 226', '§ 225', '§ 225', '§ 225', '§ 225', '§ 198', '§ 237', '§ 225', '§ 231', '§ 10', '§ 7', '§ 12', '§ 9', '§ 237', '§ 238', '§ 239', '§ 239', '§ 239', '§ 241', '§ 239']

[PDF] Geschäftsbericht 2014 - Free Download PDF
October 18, 2017 | Author: Jobst Acker | Category: N/A
1 Geschäftsbericht 20142 Inhaltsverzeichnis Organe der Gesellschaft 4 3 Vorwort der Aufsichtsratsvorsitzenden 8 Org...
Inhaltsverzeichnis Organe der Gesellschaft
Vorwort der Aufsichtsratsvorsitzenden
Organigramm10 Verkehrsergebnisse12 Destinationen16 Handling & General Aviation
Betrieb & Sicherheit
Technik22 Umwelt23 Security24 Informationstechnologie25 Marketing & Kommunikation
Non Aviation
Beteiligungen29 Bilanz zum 31.12.2014
Gewinn- & Verlustrechnung
Lagebericht34 Impressum Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft m.b.H. Fürstenweg 180, A-6020 Innsbruck Tel. +43/512/22525-0 Fax +43/512/22525-102 [email protected] www.innsbruck-airport.com Für den Inhalt verantwortlich: Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft m.b.H. Fotos: Flughafen Innsbruck, Gerhard Berger, Andreas Fischer, Daniel Rinner, Christian Schöpf, Gottlieb Schwaiger Satz & Layout: © 2015 schlossmarketing
Anhang40 Aufsichtsrat & Generalversammlung
Geschäftsbericht 2014 | Innsbruck Airport
Organe der Gesellschaft 4
Vorsitzende: Mag. Dr. Paula STECHER
Arbeitnehmervertreter: gemäß § 110 Arbeitsverfassungsgesetz
1. Vorsitzende-Stellvertreter: Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Harald SCHNEIDER
Betriebsratsvorsitzende:  Dipl.-Ing. Alexander STRASSHOFER, Angestellte (bis 31.08.2014) Florian FLUNGER, BSc, Angestellte (ab 30.10.2014) Johannes KAPFERER, Arbeiter
2. Vorsitzende-Stellvertreter: Michael CARLI
Für die Gesellschafter: Innsbrucker Kommunalbetriebe AG: Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Harald SCHNEIDER Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Helmuth MÜLLER Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Franz HAIRER Mag. Bernhard WEBER
Betriebsräte:  Herbert BUCHER (bis 31.08.2014) Gottlieb SCHWAIGER (ab 30.10.2014) Dipl.-Ing. (FH) Norbert PROSSER
Land Tirol: Mag. Dr. Paula STECHER Dipl.-Ing. (FH) Alois LEITER Stadt Innsbruck: GR Helmut BUCHACHER Michael CARLI
ld Dipl.-Ing. Hara svorsitzender nd ta rs Vo r, . Franz Haire ktor Dipl.-Ing Vorstandsdire c, ut Wurm BS lm r, He ge . un Michael Carli, ok Fl trick Dierich, Alois Leiter, Pr osser, Florian Pa H) Pr H) (F t . (F er . ng rb ag .-I M No pl . erer, Prok Stecher, Di .: Dipl.-Ing. (FH) Johannes Kapf Mag. Dr. Paula Erste Reihe v.l ut Buchacher, svorsitzende at lm sr He ht ic at fs er r Au le nd ei lmuth Mül Schneider, hwaiger, Gem or Dipl.-Ing. He v.l.: Gottlieb Sc rstandsdirekt Vo , Zweite Reihe ta et rn Pe ng. Marco Direktor Dipl.-I
Organe der Gesellschaft 6
Generalversammlung und Geschäftsführung Innsbrucker Kommunalbetriebe AG: vertreten durch Vorstandsvorsitzenden Dipl.-Ing. Harald SCHNEIDER Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Helmuth MÜLLER Land Tirol: vertreten durch Landesrätin KR Patrizia ZOLLER-FRISCHAUF Stadt Innsbruck: vertreten durch Bürgermeisterin Mag.a Christine OPPITZ-PLÖRER Geschäftsführung: Direktor Mag. Reinhold FALCH (bis 31.03.2014) Direktor Dipl.-Ing. Marco PERNETTA (ab 01.04.2014)
Details der Gesellschaft Firmenname: Die Gesellschaft führt den Firmennamen "Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft m.b.H." Sitz der Gesellschaft: Innsbruck, Fürstenweg 180 Stammkapital der Gesellschaft: EUR 10.000.000,00 Gegenstand der Gesellschaft: Gegenstand der Gesellschaft ist der Bau und der Betrieb von Verkehrsflughäfen in Tirol mit allen damit in Zusammenhang stehenden Nebeneinrichtungen und deren Finanzierung sowie die Beförderung von Personen und Sachen im Bedarfsluftverkehr. Gesellschaftsbeteiligungen:
Stadt Innsbruck 24,5 %
Innsbrucker Kommunalbetriebe AG 51 %
Land Tirol 24,5 %
Vorwort der Aufsichtsratsvorsitzenden Sehr geehrte Damen und Herren! Für den Flughafen Innsbruck war 2014 ein sehr erfolgreiches Jahr. Das Passagieraufkommen war sogar das drittstärkste in der Geschichte des Flughafens. Mit über 991.000 Passagieren konnte trotz zahlreicher Turbulenzen in der Luftfahrt das Vorjahr noch um rund 1 % übertroffen werden. Die zunehmende Verschärfung der Russland-/Ukrainekrise beeinflusste zum Jahresende, vor allem im Dezember, die Zahl der Ankünfte aus diesem für den Flughafen wichtigen Herkunftsmarkt. Hinzu kamen diverse Streikaktionen bei Lufthansa sowie bei den privaten Sicherheitsfirmen in Deutschland, die immer wieder – teilweise sogar mehrere Tage – gerade auf der für Innsbruck wichtigen Strecke nach Frankfurt zu deutlichen Rückgängen führten. Umso erfreulicher ist es, dass im Jahr 2014 sowohl beim Passagieraufkommen als auch bei den Flugbewegungen im Linien- und Charterverkehr ein leichtes Plus erzielt werden konnte.
erfolgreichen Jahren als Geschäftsführer der Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft m.b.H. (TFG) in den verdienten Ruhestand. Für seine hervorragende Arbeit gilt ihm mein aufrichtiger Dank. Mit 1. April 2014 hat der langjährige Prokurist, Herr Dipl.-Ing. Marco Pernetta, die Geschäftsführung am Flughafen Innsbruck übernommen. Dipl.-Ing. Marco Pernetta ist seit dem Jahr 1999 am Flughafen Innsbruck beschäftigt und kennt den Betrieb sozusagen „in- und auswendig“. Wie die eingangs genannten Zahlen beweisen, hat Herr Dipl.-Ing. Pernetta nahtlos an die Erfolge seines Vorgängers angeknüpft und es konnten in den ersten neun Monaten auch schon entscheidende neue Akzente gesetzt werden. Ich wünsche dem neuen Geschäftsführer und dem gesamten Flughafen-Team weiterhin viel Erfolg und bin überzeugt davon, dass auch 2015 wieder ein sehr erfolgreiches Jahr für den Flughafen Innsbruck werden wird.
Auch aus finanzieller Sicht ist das Jahr 2014 sehr positiv verlaufen. Dank der erfreulichen Entwicklung sowohl im Aviation- als auch im Non Avia­tionBereich ist das diesjährige Ergebnis im Hinblick auf die schwierige Gesamtsituation der europäischen Luftfahrt ausgezeichnet. Das Jahr 2014 war aber auch ein Jahr der Veränd­ erungen: Mag. Reinhold Falch ging nach knapp 20
Mag. Dr. Paula Stecher Aufsichtsratsvorsitzende Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft m.b.H.
Organigramm der Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft
Personal Aloisia Mazzalai, PL Sekretariat Sigrid Plank, GFS
GF Dipl.-Ing. Marco Pernetta Prok. Helmut Wurm
Presse & Medien Prok. Mag. (FH) Patrick Dierich
Verkehrskoordination Armin Stotter, HL
Prok. Mag. (FH) Patrick Dierich
Geschäftsleitung Stabsstellen
Safety Management Martin Fleidl, SM
Geschäftsbereiche Abteilungen/Zuständigkeiten
Handling & Werkstatt GF Dipl.-Ing. Marco Pernetta
Ramp Handling & Safety Management Martin Fleidl, RL
Flugplatzbetriebs- und Einsatzleitung & IT Dipl.-Ing. Michael Herrmann, VL
Marketing & Shops Prok. Mag. (FH) Patrick Dierich
Security & Umwelt & Parking Ing. Christine Lindenberger, SL
Technik & Bau Dipl.-Ing. Alexander Strasshofer, TL
Controlling & Immobilien Prok. Helmut Wurm, CL
Finanz- und Rechungswesen Mag. Günter Kraberger, KL
Traffic Handling Armin Stotter, HL
Betriebs- u. Einsatzleitung Dipl.-Ing. Michael Herrmann, VL
Airline- und Airportmarketing
Haustechnik Florian Flunger, BSc, TH
Controlling / Kostenrechung
Passenger Handling Maria Schwarz, VP
Betriebsfeuerwehr Kdt. Thomas Reiner, FL
Duty Free & Travel Value Shop Sylvia Perkovic, DL
Neubau Dipl.-Ing. Alexander Strasshofer, TL
Berichtswesen / Planung
E-Technik Ing. Christian Hofer, TE
Werkstatt & Winterdienst Thomas Puelacher, TW
IT Markus Grubauer, EL
Verkehrsdaten im Detail
Auch 2014 konnte der Flughafen Innsbruck seiner Erfolgsserie ein weiteres erfreuliches Jahr hinzufügen – es ist wieder gelungen, trotz der für Regionalflughäfen unvermindert schwierigen Rahmenbedingungen Wachstum zu erzielen.
Entwicklung Passagiere, Bewegungen und Luftfracht 2014 im Vergleich zu 2013
Auf einen Rekordwinter mit bestem 1. Quartal der Geschichte folgten ein zufriedenstellender Sommer und ein erfreulicher Start in die Wintersaison. Es konnten 991.356 Passagiere am Flughafen Innsbruck begrüßt werden, was das drittbeste Jahresergebnis der Geschichte darstellt. Dies entsprach einer Zunahme von 1,0 % im Vergleich zu 2013. Somit konnte auch die Position Innsbrucks als zweitstärkster österreichischer Bundesländerflug-
hafen klar abgesichert werden, dies zum bereits sechsten Mal in Serie. Im Segment des Linien- und Charterflugverkehrs wurden 2014 11.687 Bewegungen verzeichnet – der seit Jahren rückläufige Trend bei den Flugbewegungen konnte damit gestoppt und erstmals wieder ein moderates Wachstum von 1,3 % im Vergleich zu 2013 generiert werden. Die Allgemeine Luftfahrt zeigte 2014 ein überproportionales Wachstum: 27.246 Bewegungen in diesem Segment bedeuten eine Zunahme von 14,3 %. Mit insgesamt 43.966 Flugbewegungen am Flughafen Innsbruck konnte somit ein beachtliches Wachstum von 8,7 % gegenüber 2013 erreicht werden.
% -Abw.
699.678
731.198
Linien- & Charterverkehr
-53.872
Bodenersatzverkehr
1.918.157
1.665.577
-252.580
2.156.404
1.849.952
-306.452
Bewegungen Linien- & Charterverkehr Bedarfsverkehr
Fracht/kg Lufttransport
TOP 10 Fluggesellschaften nach Gesamtpassagieren 2014 300.000
Entwicklung Flugbewegungen Linien- und Charterverkehr 2000-2014
20.000 150.000
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TOP 10 Streckenzielländer nach Gesamtpassagieren 2014
Entwicklung Passagieraufkommen Linien- und Charterverkehr 2000-2014
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TOP 10 Verbindungen nach Gesamtpassagieren 2014
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am rd tte Ro
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Destinationen 16
Direktflüge ab Innsbruck
Kiew Frankfurt
Wien Nantes
Innsbruck Rijeka
Brindisi Neapel Mallorca
Bari Korfu
Lamezia Terme Kefalonia
Kos Rhodos Heraklion
Handling & General Aviation Die exzellente Verkehrsbilanz der TFG-eigenen Handling-Abteilung zeigt ein deutliches Plus sowohl bei abgefertigten Fluggesellschaften, Rotationen als auch Passagieren. Mit diesen guten Verkehrszahlen ist es auch gelungen, den, durch die TFG selbst abgefertigten, Verkehrsanteil mit 56,2 % etwas zu erhöhen. Das restliche Aufkommen mit 43,8 % wird von Austrian Airlines als zweiten Traffic-Handling-Anbieter in Innsbruck übernommen. Die Top-Kunden des TFG-Handlings sind nach wie vor Transavia, gefolgt von easyJet und NIKI. Das sich in den letzten Jahren sehr erfreulich entwickelnde Segment der General/Executive-Aviation konnte im Jahr 2014 ebenfalls zulegen und erreichte mit 1.320 Landungen externer, nicht in Innsbruck stationierter Jets das bis dato viertbeste Jahresergebnis, wobei das Resultat einer Steigerung von 3,4 % gegenüber 2013 entspricht. Mehr als 3.500 abgefertigte Luftfahrzeuge stellten die TFG als Abfertigungsdienstleister wieder vor eine Vielzahl von Herausforderungen. Die TFG-Qualitätsstandards wurden in zahlreichen Audits durch unsere Airline-Kunden überprüft. Ein bewährtes, eingespieltes Handling-Team war und ist Garant für unsere Service-Qualität. Im Sinne permanenter Qualitätssicherung wird auf Schulung und Vermittlung Kunden-orientierter Handling-Abläufe größter Wert gelegt. Ressourcenplanung und -nutzung mittels strikter Verkehrskoordination in Nachfrage-intensiven Perioden ist nach wie vor der Schlüssel für geordnete Abläufe.
TFG-Handling
(nur Linie/Charter)
556.628
(+5,2 %)
Abgewickelte Rotationen
(+6,5 %)
Abgefertigte Fluggesellschaften
(+6,7 %)
Betrieb & Sicherheit 20
Flugplatzbetriebsleitung Im April des Jahres 2014 erfolgte eine personelle Veränderung in der Flugplatzbetriebsleitung. Herr Dipl.-Ing. Michael Herrmann (zuvor Safety Manager) wurde zum Flugplatzbetriebsleiter ernannt, nachdem der bisherige Flugplatzbetriebsleiter Herr Dipl.-Ing. Marco Pernetta die Aufgaben des Geschäftsführers übernommen hat. Der Flugplatzbetriebsleiter sorgt zusammen mit seinen sieben Stellvertretern für einen sicheren und reibungslosen Betrieb während der gesamten Öffnungszeit des Flughafens. Im Jahr 2014 wurden der Flugverkehr und der Flugplatzbetrieb ohne größere Probleme abgewickelt. Erforderliche Einsätze waren primär durch technische Gebrechen an Flugzeugen begründet, Personen kamen erfreulicherweise nicht zu Schaden. Die Einhaltung der nationalen und internationalen Vorschriften überprüft die Oberste Zivilluftfahrtbehörde regelmäßig durch Audits am Flughafen. Mit dem umfassenden Audit im Jahr 2014 erreichte die Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft die Verlängerung des Flughafenzertifikats bis Ende 2017.
Safety Management System Der Flughafen Innsbruck wendet ein Safety Management System (SMS) an, welches systematisch und quantitativ die operationellen Risiken aller Vorfälle am Flughafen aufarbeitet. Das zentrale Element ist das Meldewesen mit einer Datensammlung. 2014 konnte dieses mit einem monatlichen Safety-Report ausgebaut und mittels Einführung einer „Just Culture“ (gerechte Kultur) gestärkt werden. Offenheit und Vertrauen sind die Basis unserer Safety-Kultur. Als enorm wichtiger Baustein in der Sicherheitskette werden alle am Flughafen in sicherheitskritischen Abläufen handelnden Menschen eingebunden. Sie ermöglichen mit ihrer selbstbewussten Sicherheitsorientierung den sicheren Ablauf im
Tagesgeschäft. Vernünftige und praktikable Prozesse sind notwendig, um in Bezug auf Risiken und Kosten zu einer Entscheidungsfindung zu gelangen, dazu wird seit 2014 die Risiko-Management-Methode von ARMS (Aviation Risk Management Solutions) angewandt. Die Auswertung aller SMS-Module erfolgt in regelmäßig stattfindenden Safety Committees.
Ramp Handling Das Ramp Handling umfasst die Bodenabfertigung von Luftfahrzeugen. 2014 waren in diesem Bereich 58 MitarbeiterInnen als Stammpersonal beschäftigt. Aufgrund der saisonalen Verkehrsspitzen wurden wieder zusätzlich viele Ramp-Saisonmitarbeiter für die Gepäcksmanipulation befristet eingestellt. Ein umfangreiches Schulungsprogramm stellte sicher, dass die Anforderungen der Fluggesellschaften bestens erfüllt werden. Die erfolgten Qualitätsaudits der Airlines attestierten der Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft einen hervorragenden Standard mit sehr sicherheitsbewussten MitarbeiterInnen. Die im Dezember 2014 fertiggestellte Gepäcksmanipulationshalle konnte ihre Bewährungsprobe in Spitzenzeiten mit täglich mehr als 20.000 abgefertigten Gepäcksstücken bestens bestehen. Neben verbesserten Arbeitsbedingungen für die MitarbeiterInnen sind eine effizientere Gepäcksortierung sowie weniger fehlgeleitetes Gepäck die Folge.
Winterdienst Der Winter 2013/14 war für den Winterdienst des Flughafens Innsbruck ein Winter mit sehr wenigen Räumeinsätzen. Extrem war allerdings der frühe Start in die Wintersaison aufgrund der starken Schneefälle im Innsbrucker Raum am 11. Oktober 2013. Danach mussten die Räumtrupps nur noch
an acht Tagen zu Räumeinsätzen ausrücken, wobei eine aufsummierte Schneehöhe von insgesamt 0,46 m von den Bewegungs- und Abstellflächen entfernt werden musste. Die 57-köpfige Winterdiensttruppe legte dabei im Flughafengelände eine Strecke von knapp 2.400 km zurück. Um nach der mechanischen Räumung ein Vereisen der Flächen zu verhindern, wurden insgesamt 42 Streueinsätze im Gelände durchgeführt. Neben der Räumung von Bewegungsflächen kommt für die sichere Abwicklung des Flugverkehrs auch der Flugzeugenteisung im Winter eine besondere Bedeutung zu. In Innsbruck wird die Flugzeugenteisung von einem speziell geschulten Teil der WinterdienstmitarbeiterInnen mit Spezialfahrzeugen durchgeführt. Bei den regelmäßigen Audits der Fluggesellschaften werden immer wieder das hohe Ausbildungsniveau der Mitarbeiter sowie der gute Zustand des modernen Fuhrparks bestätigt.
Betriebsfeuerwehr Die Betriebsfeuerwehr am Flughafen Innsbruck setzte sich im Jahr 2014 aus bis zu 63 aktiven Mitgliedern aus den Bereichen Vorfelddienst
und Werkstatt zusammen. Regelmäßige Kurse und Schulungen im In- und Ausland ergänzen die internen Ausbildungen und Übungen, um den Ausbildungsstand permanent aktuell zu halten. So nahmen im Jahresverlauf 23 Mitglieder der Betriebsfeuerwehr am Hot Fire Drill im Trainingszentrum am Flughafen Wien teil. Auch die Teilnahme an einem ÖAMTC-Fahrsicherheitstraining mit einem Teil der Fahrzeuge der Betriebsfeuerwehr stand wieder auf dem Programm. Insgesamt wurde die Betriebsfeuerwehr 38 Mal alarmiert. Am Flughafen selbst kam es erfreulicherweise zu keinen größeren Vorkommnissen. Meist musste nur eine Landebereitschaft gestellt oder Luftfahrzeuge von der Piste geschleppt werden. Lediglich die Notlandung eines Eurofighters nach einem unüberhörbaren Überschallknall sorgte für Aufsehen. Am Flughafen landete der Eurofighter nach dem Abstellen eines der beiden Triebwerke ohne weitere Zwischenfälle.
Das Jahr 2014 stand wieder im Zeichen vieler baulicher Veränderungen am Flughafen Innsbruck. Sofort nach Ende der verkehrsreichen Winterzeit wurde Ende April mit der Herstellung einer provisorischen Gepäckförderanlage für aufgegebene Gepäckstücke begonnen, um trotz Umbau die 100%ige Kontrolle zu gewährleisten. Nach Fertigstellung des Provisoriums erfolgte der eigentliche Startschuss zur Erweiterung der bestehenden Anlage. Im Zuge der Baumaßnahmen wurden weitere Kellerräumlichkeiten zur Unterbringung von Förderstrecken und ein Vorbau der Gepäcksmanipulation hergestellt. Diese befindet sich direkt hinter den Check In-Countern im nicht öffentlichen Bereich und dient dazu, das von Passagieren aufgegebene und als sicher eingestufte Gepäck nach Durchlaufen eines mehrstufigen Screeningprozesses zu sortieren und auf Gepäckwagen zu verladen, bevor dieses zu den Flugzeugen am Vorfeld gebracht wird. Neben der baulichen Vergrößerung wurde auch die Förderanlage derart umgebaut, dass zwei unabhängige Förderlinien zur Abarbeitung der Sicherheitsprozesse zur Verfügung stehen, eine klare Verbesserung für den Flughafen und die Passagiere, sollte es auf einer Linie zu einem technischen Defekt kommen. Immer aufwendigere Verfahren im Bereich der Passagier-Sicherheitskontrolle führten in der Vergangenheit vermehrt zu Wartezeiten. Um den Erfordernissen auch zukünftig gut gerecht werden zu können, wurde zur Abdeckung von Verkehrsspitzen an unseren starken Winterwochenenden eine zweite Sicherheitskontrolle im 1. Stock hergestellt. Dahinterliegend wurde das neue Gate 11 samt zugehörigem Warteraum sowie eine Verbindung über zwei Treppen in den Abflugwarteraum im Erdgeschoss errichtet. Bauliche Änderungen im Abflugwarteraum waren notwendig, um die Lage der Grenzkontrollkabinen zu ändern sowie ein neues Café im Schengen-Be-
Umwelt reich zu errichten. Die Arbeiten an der Gepäckförderanlage, der Sicherheitskontrolle und dem Abflugwarteraum konnten im Dezember fertig gestellt und die Gebäudeteile in Betrieb genommen werden.
Der Flughafen Innsbruck kann auch im Jahr 2014 über ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr berichten, wobei immer auch ein Schwerpunkt auf den sozialen Aspekt und den ökologischen Bereich gelegt wurde.
Ein weiteres Großprojekt konnte Mitte September mit den Arbeiten zur Erweiterung des Parkhauses begonnen werden. Im Herbst 2014 wurden die Fundamente, die Bodenplatte sowie die Säulen des Erdgeschosses hergestellt. Mit Dezember wurde die Baustelle eingestellt, um die Fläche während der Wintermonate als Mietwagenparkplatz sowie Freiparkplatz P2 zu nutzen. Das Parkhaus wird in weiterer Folge bis Herbst 2015 fertig gestellt werden und zukünftig über ein eigenes Mietwagenzentrum verfügen.
Der Flughafen Innsbruck betrachtet sich als lebendiger Bestandteil seines wirtschaftlichen, aber auch gesellschaftlichen und ökologischen Umfeldes. Er bekennt sich ausdrücklich zu einem schonenden und bewussten Umgang mit der Umwelt und den eingesetzten Ressourcen. Wie bei anderen Verkehrsträgern sind auch im Flugverkehr die Lärmbelastungen und der Schadstoffausstoß nicht zu vermeiden und müssen durch entsprechende Maßnahmensetzungen möglichst reduziert werden. Zu berücksichtigen ist aber nicht nur der Flugverkehr an sich, sondern auch der Betrieb von Fahrzeugen am Flughafenareal sowie die Energieversorgung der Anlagen und Gebäude. Es wird daher in allen Bereichen permanent daran gearbeitet, dass die Umweltbelastungen, unter Berücksichtigung aller Sicherheitsauflagen, in akzeptablen Grenzen gehalten werden.
Im Spätsommer und Herbst 2014 wurde auch die bestehende Anflugblitzkette vom Fischerhäuslweg bis hin zur Schwelle der Piste 26 erneuert und mit moderner LED-Technik ausgestattet. Somit wird der Flughafen Innsbruck wiederholt seiner führenden Rolle in diesem Bereich gerecht.
Die bestehenden Umweltmanagementsysteme nach EMAS (Environmental Management Audit Scheme) und ISO 14001 dokumentieren und fördern unser nachhaltiges Umweltdenken und Umwelthandeln. Wir führen freiwillig und systematisch regelmäßig Evaluierungen, Monitorings und Analysen durch, um daraus Ziele für eine kontinuierliche Umweltverbesserung zu entwickeln. Eine Bestätigung für seine dokumentierten Umwelthandlungen erhielt der Flughafen Innsbruck auch mit der Nominierung für den „Europäischen EMAS-Award“ in der Sparte „Organisations from the public sector – small organisations“. Die europäischen EMAS-Awards sind die renommierteste Auszeichnung im Bereich Umweltmanagement und werden an EMAS-registrierte Organisationen vergeben. Es wird die Umsetzung von Öko-Innovationen beurteilt, da diese als ein wichtiger Motor für grünes Wachstum gesehen werden und dadurch die Umweltleistungen eines Unternehmens weiter verbessert werden können. Für den Flughafen Innsbruck galt als Beurteilungskriterium für Öko-Innovationen besonders der Austausch sämtlicher Beleuchtungen auf LEDs. Durch diese Maßnahmen werden CO2 Einsparungen erzielt und auch die Lichtverschmutzungen drastisch reduziert. Die bereits implementierten Umweltmanagements EMAS III und ISO 14001 erfordern alle drei Jahre eine Validierung der Umwelterklärung. Für die anstehende Validierung 2015 erfolgt eine Umarbeitung des Umweltberichts zu einem Nachhaltigkeitsbericht. Als Weiterentwicklung ist auch die Erstellung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 vorgesehen. Diese geplanten Veränderungen sind ein weiterer Beweis, dass der Flughafen Innsbruck auch zukünftig ein besonderes Augenmerk auf Umweltschutz und Umweltverträglichkeit richtet.
Der Flughafen Innsbruck hat im Bereich der Zivilluftfahrtsicherheit (Security) die festgelegten gemeinsamen Grundstandards des Europäischen Parlaments und Rates sowie die innerstaatlichen gesetzlichen Vorgaben verpflichtend einzuhalten. Per Gesetz ist festgelegt, dass die österreichischen Flughäfen für die Durchführung und die Finanzierung der Sicherheitskontrollen, sowie für erweiterte Sicherheitsaufgaben verantwortlich sind. Die Einhaltung der geforderten Maßnahmen wird von den zuständigen Behörden laufend mittels Audits und Inspektionen überprüft. Die 2014 sofort umzusetzenden neuen Maßnahmen erforderten nicht nur die Anschaffung zusätzlicher Geräte für unterschiedliche Sicherheitskon­ trollabläufe, sondern bewirkten auch einen größeren Personaleinsatz und einen erhöhten Raumbedarf. Alle Flughäfen waren besonders durch die neuen Regelungen der Kontrolle von Flüssigkeiten, Aerosolen und Gelen an den Passagiersicherheitskontrollpunkten gefordert. Aufgrund der Verschärfungen und Erweiterungen der Kontrollmaßnahmen reduzierte sich an den Sicherheitskontrollstraßen auch im Jahr 2014 der Durchfluss an Passagieren pro Stunde. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen wurden zwei zusätzliche Kontrollstraßen im 1. Stock geschaffen, die zu einer wesentlichen Entschärfung bei den Wartezeiten beitragen.
Informationstechnologie Ebenfalls erweitert wurde auch der Hauptsicherheitskontrollbereich im Erdgeschoss, wodurch für die Kontrollabläufe bei Passagieren und deren Handgepäck mehr Bewegungsraum geschaffen wurde. Auch die Gepäckförderanlage wurde großzügig erweitert, um bei technischen Problemen eine redundante Kontrolle zu ermöglichen. Diese im Jahr 2014 erfolgten Maßnahmen zur Erfüllung der geforderten Sicherheitsaufgaben und die zukünftig zu erwartenden neuen Vorgaben stellen für den Flughafen Innsbruck eine große wirtschaftliche, personelle und raumtechnische Herausforderung dar. Kurzfristige und zum Teil überzogene Entscheidungen der Gesetzgeber erschweren die Zukunftsplanung zusätzlich erheblich. Um zu garantieren, dass auch zukünftig alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden, sind interne, ständig durchgeführte Qualitätskontrollen eine Pflichtvorgabe. Es wird mittels Ergebnisprotokollen an die zuständigen Behörden berichtet und das eingesetzte Personal laufend geschult. Im Rahmen der Gesamtverantwortung für die Einhaltung aller Vorschriften ist der Flughafen Innsbruck aber auch stark daran interessiert, die Betriebsabläufe möglichst nutzerfreundlich und effizient zu gestalten.
Für einen reibungslosen Betrieb benötigt der Flughafen Innsbruck täglich an mindestens 18 Stunden ein sicheres und unterbrechungsfreies Hard- und Softwaresystem. Im April des Jahres übernahm Herr Dipl.-Ing. Michael Herrmann die Aufgaben der IT-Bereichsleitung mit dem Auftrag, die strategische und zukunftsweisende Ausrichtung der Airport-IT fortzuführen. Das Hauptprojekt im Jahr 2014 bestand in der Erneuerung des Check In- und Gate-Abfertigungssystems. Da dieses System als Common User Terminal Equipment (CUTE) allen abfertigenden Fluggesellschaften als Plattform für ihr eigenes IT-System zur Verfügung stehen muss, war dies keine leichte Entscheidung. Mit Amadeus wurde ein Partner gefunden, der sich bereits in der Vergangenheit mit den Produkten CODECO und ALTEA in Innsbruck sehr gut bewährt hatte. Durch die Implementierung der cloud-basierten Lösung „ACUS“ (Airport Common Use Service) konnten viel Rechenleistung und umfangreicher Konfigurationsaufwand für die Leitungen der einzelnen Buchungssysteme der Fluggesellschaften in das Rechenzentrum von Amadeus nach Erding verlegt werden. Dort werden alle Daten aufbereitet und verfügbar gehalten. Die neuen gemieteten Thin-Clients und Drucker an den Check In-Schaltern, an den Gates und im Backoffice arbeiten nun ausschließlich remote mit der Amadeus-Cloud. Einmalig hohe Investitionskosten in Computerhardware konnten damit auf monatliche Fälligkeiten verteilt werden. Zur Verbesserung der Verfügbarkeit wurden die Datenleitungen zum Flughafen in der Bandbreite erhöht und redundant ausgelegt. Neben dem oben beschriebenen CUTE-System wurde im Jahr 2014 auch begonnen, das Gepäckund Bordkarten-Kontroll-System zu erneuern. Dabei ergaben sich erhebliche Synergien durch die Amadeus-Cloud. Die entsprechenden Scanner sind nun ebenfalls direkt mit dem Rechenzentrum in Erding verbunden. Personenbezogene Daten müssen
damit nicht mehr vollständig in Innsbruck vorgehalten und entsprechend gesichert werden, sondern es werden bei jedem Scanvorgang eines Koffers oder einer Bordkarte nur noch die unbedingt notwendigen Daten verschlüsselt abgefragt. Der Flughafen erhofft sich nach Abschluss der vollständigen Umstellung auf die Amadeus-Cloud im Jahr 2015 erheblich weniger Arbeitsaufwand bei neu in Innsbruck operierenden Fluggesellschaften und eine höhere Ausfallsicherheit des Systems, da im Rechenzentrum von Amadeus Konfigurationsund Wartungsmaßnahmen mit weit mehr bzw. speziell geschultem Personal durchgeführt werden können.
Die Luftfahrtbranche hat nach wie vor mit zum Teil schwierigen Rahmenbedingungen zu kämpfen und so hat sich im vergangenen Jahr auch die Situation für die Flughäfen, insbesondere für die Regionalflughäfen, nicht sonderlich entspannt.
Aufgrund der Tatsache, dass die Wettbewerbssituation im Aviation-Bereich von Jahr zu Jahr zunimmt, kommt dem Bereich Non Aviation eine stetig zunehmende Bedeutung zu – sowohl auf Großflughäfen als auch auf Regionalflughäfen.
Auch wenn der Flughafen Innsbruck auf sehr gute Verkehrszahlen und ein betriebswirtschaftliches Rekordergebnis zurückblicken kann, bedurfte es 2014 erneut enormer Anstrengungen, um sich im Konkurrenzkampf der europäischen Flughäfen durchzusetzen. So wurden wieder alle zur Verfügung stehenden Marketinginstrumente zum Einsatz gebracht, um sowohl im Aviation- als auch im Non Aviation-Bereich sehr gute Ergebnisse zu erzielen.
Aviation-Marketing Die vor Jahren eingeschlagene Strategie im Airline-Marketing wurde auch 2014 konsequent weiterverfolgt. Es konnten alle Strecken – Sommer wie Winter – gehalten und zum Teil sogar ausgebaut werden. Auch die mit der Tirol Werbung und dem
TVB Innsbruck lancierten „Airline-Kooperationen“ konnten im vergangenen Jahr erfolgreich weitergeführt werden.
Non Aviation-Marketing Der teilweise ruinöse Wettbewerb im Aviation-Bereich bedingt, dass dem Non Aviation-Bereich von Jahr zu Jahr eine größere Bedeutung zukommt. Neben den sehr guten Erlösen aus den Bereichen Parkraumbewirtschaftung, Gastronomie sowie Vermietung und Verpachtung kommt gerade den beiden Shops am Flughafen – dem Duty Free & Travel Value Shop sowie dem Airport Shop/Trafik – eine besondere Bedeutung zu. Insgesamt konnten alle Bereiche im vergangenen Jahr wieder einen großen Beitrag zum erneut sehr positiven Non AviationErgebnis leisten.
Events, Werbung & Sonstiges Auch im vergangenen Jahr war der Flughafen Innsbruck Heimat zahlreicher Veranstaltungen und Events. Das Highlight war zweifelsohne wieder der „Tag der offenen Tür“ am 26. Oktober, wobei wir bei diesem schon fast traditionellen Familienfest erneut rund 30.000 Besucher am Flughafen begrüßen konnten. Neben zahlreichen Events mit und von heimischen Reiseveranstaltern und Reisebüros gab es 2014 auch diverse Produktpräsentationen von Automobilherstellern wie z.B. BMW oder Mercedes. Unser umfassendes Flugangebot wurde wieder in zahlreichen ausgewählten Medien beworben – sowohl in Tirol als auch in Vorarlberg, Südtirol und in Teilen Südbayerns.
(Kojen, Veranstaltungsräumlichkeiten) konnte eine fast 99%ige Auslastung erzielt werden. Die Räumlichkeiten der Luftfracht (ehemalige Innsbrucker Luftfracht-Umschlaggesellschaft m.b.H.) wurden 2014 vollständig im TFG Raumbuch aufgenommen und verwaltet.
Trotz des leichten Passagierzuwachses im Jahr 2014 lag der Gesamtumsatz der beiden Shops – Duty Free & Travel Value Shop (DFS) und Airport Shop (APS) – leicht unter jenem des Vorjahres. Mit insgesamt rund EUR 3,81 Mio. konnte 2014 aber ein sehr beachtlicher Umsatz erzielt werden, der lediglich 1,2 % hinter jenem des Vorjahreszeitraumes liegt.
Änderungen in der Mieterstruktur und Auslastung werden erst im Geschäftsjahr 2015 unter anderem aufgrund des geplanten Neubaus der Mietwagenzentrale und Änderungen bei den Verträgen mit Tyrolean Airways schlagend. Vorverträge zum Mietwagenzentrum im neuen Parkhaus wurden auf Basis der 2014 neugestalteten Muster-Vertragsvorlagen bereits abgeschlossen.
Im DFS konnte 2014 ein Umsatz von knapp EUR 2,8 Mio. erzielt werden. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Umsatzrückgang von 2,2 %. Im APS wurde 2014 hingegen ein Rekordumsatz von knapp EUR 1,03 Mio. erzielt, was im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus von rund 1,5 % bedeutet. Damit wurde nicht nur zum vierten Mal die Marke von einer Million Euro erreicht, sondern auch der bisher höchste Umsatz erzielt.
Die Nachfrage nach Miet-, Verkaufs- und Geschäftsflächen entspricht der gesamtwirtschaftlichen Lage. Die Liste der vorgemerkten Betriebe, die an einer Ansiedlung interessiert sind, findet im Rahmen der geplanten baulichen Erweiterungen Berücksichtigung.
Parkplatzmanagement In diesem Bereich konnte im vergangenen Jahr wieder eine Umsatzsteigerung erzielt werden. Mit einem Gesamtumsatz von EUR 1.341.572,53 konnte der Vorjahresumsatz um EUR 22.744,59 übertroffen werden. Das entspricht einem erfreulichen Umsatzplus von 1,7 %.
Immobilienmanagement Die Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft konnte im Jahr 2014 über 30 Betrieben der Branchen Luftfahrt, Reiseveranstalter und Gastronomie einen sicheren Standort bieten. Aufgrund der guten Auslastung auch kurzfristig vermieteter Flächen
Werbeflächen Neben dem Immobilienmanagement stellt auch die Vermietung von Werbeflächen einen wichtigen Teil im Bereich Non Aviation dar. Mit den rund 150 vermietbaren Flächen konnte im Jahr 2014 ein Umsatz von über EUR 230.000,00 erzielt werden (zzgl. der Betriebskosten). Das entspricht einem Plus gegenüber dem Vorjahr von rund EUR 36.000,00 (+18,7 %). Diese Entwicklung ist – gerade in Hinblick auf die gesamtwirtschaftliche Situation – ein ausgezeichnetes Ergebnis. Rund 1,5 Millionen Menschen frequentieren jedes Jahr den Flughafen Innsbruck, der somit ein ausgezeichneter Werbeträger mit einer hohen Frequenz ist.
Schedule Coordination Austria GmbH
Unsere MitarbeiterInnen tragen durch gutes Fachwissen sowie ihre engagierte Arbeitseinstellung und hohe Eigenverantwortung wesentlich zum Geschäftserfolg des Unternehmens bei. Ein erfolgreicher und problemloser Flughafenbetrieb war auch 2014 wieder gewährleistet.
Im Namen der Belegschaft und seitens des Betriebsrates gratulieren wir unserer neuen Geschäftsführung zu der außerordentlich guten Performance im ersten Jahr. Weiterhin ist man stolz darauf, an einem prosperierenden, gesunden und nachhaltigen Unternehmen mitzuwirken.
Die Zuweisung von Airport-Slots (Zeitnischen) auf österreichischen Verkehrsflughäfen obliegt gemäß österreichischer Slotkoordinierungsverordnung der Schedule Coordination Austria (SCA).
sichtigung der teilweisen Auflösung der freien Gewinnrücklage von EUR 83.000,00 und des Gewinnvortrages 2013 von EUR 1.263,35 beträgt der Bilanzgewinn EUR 26.930,12 (+2,5 % gegenüber 2013).
Diese für die Koordinierung des Flugverkehrs in Österreich wesentliche Funktion wird in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen und insbesondere unter Anwendung der von der International Air Transport Association definierten Richtlinie wahrgenommen.
Das Geschäftsjahr 2014 war erneut durch eine negative Marktentwicklung bei den Flugbewegungen gekennzeichnet; dies trifft auch auf die General Aviation zu. Flugbewegungen sind die entscheidende Messgröße für die Erlöse der SCA. Der Grund für diese Entwicklung war der wirtschaftliche Druck auf die Fluggesellschaften und der generelle Trend zu größeren Fluggeräten. Aufgrund sparsamer wirtschaftlicher Gestion des Unternehmens konnte auch 2014 die reduzierte Schedule Coordination Fee (SCF) von EUR 3,20 pro Round Trip beibehalten werden. Für das Wirtschaftsjahr 2015 muss aufgrund der Kosten, aber auch der zu erwartenden Mengenentwicklung eine Erhöhung der SCF von EUR 3,20 auf EUR 3,90 vorgenommen werden. Durch diese Anpassung kann wieder mit einem positiven Ergebnis gerechnet werden.
Die Beschäftigtenzahl 2014 lag bei 162 Mitarbeiter­ Innen, wobei alle Saison- und Teilzeitbeschäftigten auf Vollzeitäquivalente umgerechnet wurden. Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich gegenüber 2013 um sechs Personen.
Im Jahr 2014 wurden vom Betriebsrat organisierte Schitage in St. Anton und Herbstausflüge nach München/Tegernsee veranstaltet. Diese wurden zahlreich besucht und erfreuen sich anhaltender Beliebtheit bei den MitarbeiterInnen.
Im Jahr 2014 wurden zwei zusätzliche Lehrstellen geschaffen und ein als begünstigt Behinderter eingestufter Dienstnehmer in der Verwaltung eingestellt.
Der Betriebsrat bedankt sich bei der Geschäftsführung für die fruchtbare Zusammenarbeit und ist guter Dinge, dass der gemeinsam eingeschlagene Weg weiter beschritten werden kann.
Die Evaluierung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz wurde in Zusammenarbeit mit einer externen Fachkraft weitergeführt und verschiedene Maßnahmen bereits umgesetzt. Der Personalaufwand im Jahr 2014 betrug EUR 10.862.147,85. Das bedeutet einen Anstieg der Personalkosten gegenüber dem Vorjahr um 1,96 %.
Einige Fakten und Kennzahlen zum Geschäftsjahr 2014: die Umsatzerlöse lagen bei EUR 805.021,22, der Betriebserfolg bei EUR -58.029,74. Es ergibt sich ein EGT von EUR -56.521,23 bzw. ein Jahresfehlbetrag von EUR -57.333,23. Unter Berück-
Entwicklung Beschäftigtenanzahl 2005-2014 180
Das Stammkapital der SCA beträgt EUR 75.000,00. Die Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft hält einen Anteil von 3 % an der Gesellschaft, entsprechend einem Stammkapital von EUR 2.250,00.
Bilanz zum 31.12.2014 AKTIVA
mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in tausend Euro (TEUR)
31.12.14 (EUR)
31.12.13 (TEUR)
42.017.826,43
2.503.299,02
26.647,89
54.521.125,45
1.167.265,83
1. Rückstellungen für Abfertigungen
4.028.104,30
3.672.236,25
7.700.340,55
2.844.246,92
1.688.356,36
1.162.507,93
5.695.111,21
178.098,71
69.261.941,75
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
PASSIVA I. Grundkapital (Stammkapital)
99.245,00
II. Gewinnrücklagen 1. Andere Rücklagen (freie Rücklagen)
II. Sachanlagen 1. Grundst., grundstücksgl. Rechte u. Bauten, einschließl. der Bauten auf fremdem Grund
44.573.027,71
321.380,00
6.319.233,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
1.904.421,53
53.118.062,24
(davon Gewinnvortrag) Summe Eigenkapital
III. Finanzanlagen 1. Beteiligungen
53.233.257,24
1. Bewertungsreserve aufgrund v. Sonderabschreibungen
B. UMLAUFVERMÖGEN I. Vorräte 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
318.000,43
2. Fertige Erzeugnisse und Waren
652.577,87
970.578,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Summe Umlaufvermögen C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN SUMME AKTIVA
1.342.355,79
1.130.198,53
2.473.994,96
12.517.559,72
15.962.132,98
66.551,53
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN SUMME PASSIVA
für das Geschäftsjahr 2014 mit Gegenüberstellung der Vorjahreszahlen in tausend Euro (TEUR)
Gewinn- & Verlustrechnung 32
34.943.288,68
2. Sonstige betriebliche Erträge a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen
Übertrag 8. Erträge aus Beteiligungen
6.137.296,09
17.475,13
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
64.925,78
236.891,00
10. Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zu Finanzanlagen
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen c) Übrige
161.463,45
415.829,58
65.488,28
6.202.784,37
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
-1.591.182,56
16. JAHRESÜBERSCHUSS
4.611.601,81
65.049,32
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen a) Sonstige Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13. Finanzergebnis (Zwischensumme aus Z 8 bis 12)
3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungleistungen a) Materialaufwand b) Aufwendungen für bezogene Leistungen
-2.579.058,89
-515.243,99
-3.094.302,88
4. Personalaufwand a) Löhne
-1.940.629,21
17. Auflösung unversteuerter Rücklagen
b) Gehälter
-5.868.157,06
18. Zuweisung zu Gewinnrücklagen
-632.148,13
-9.621,43
-2.168.399,10
-243.192,92
-10.862.147,85
-4.228.809,35
-133.125,73
-10.903.436,36
-11.036.562,09
c) Aufwendungen für Abfertigungen d) Aufwendungen für Altersversorgung e) A ufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge f) Sonstige Sozialaufwendungen
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen a) Planmäßig 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 15 fallen b) Übrige
7. Betriebserfolg (Zwischensumme aus Z 1 bis 6) (Übertrag)
19. Gewinnvortrag aus Vorjahren 20. BILANZGEWINN
Lagebericht 34
der Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft m.b.H. zum Jahresabschluss per 31.12.2014 1. Bericht über den Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2014 konnte mit einem Jahresüberschuss von EUR 4,6 Mio. wiederum ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt werden. Der gegenüber dem Vorjahr etwas verringerte Wert resultiert aus umsatzerhöhenden Einmaleffekten des Vorjahres sowie einmaligen Aufwendungen des laufenden Jahres, insbesondere Buchwertabgängen im Zusammenhang mit Baumaßnahmen und Zinssatzänderungen im Rückstellungsbereich. Um diese Effekte neutralisiert, bewegt man sich ergebnismäßig auf gleicher Höhe gegenüber dem Vorjahr, was sich auch im Passagieraufkommen von 991.356 (+1 % Wachstum zu 2013) widerspiegelt. Im Bereich der Aviation-Erlöse hat ein Wachstum von 1,6 % den Rückgang von 1,2 % bei den Non Aviation-Erlösen kompensiert.
Dipl.-Ing. Marco Pernetta
Das Unternehmen bestätigt somit nachhaltig seine Fähigkeit, mit seinem Geschäftsmodell im schwierigen Markt bestehen zu können. Das ist insofern bemerkenswert, als gerade Regionalflughäfen in den letzten Jahren zunehmend unter starken wirtschaftlichen Druck kommen, einerseits aufgrund der Kapazitätsausweitung von Nicht-EU-Fluggesellschaften an den größeren Flughäfen, andererseits durch die Aktivitäten der Low-Cost Carrier, die inzwischen den eigentlichen Regionalflugverkehr mit kleineren Fluggeräten fast völlig vom Markt verdrängt haben. Das Jahr 2014 war insbesondere auch geprägt von einem Investitionsvolumen von nahezu EUR 10 Mio., womit eine beträchtliche Verbesserung der Servicequalität des Flughafens erreicht werden konnte. Das betrifft vor allem die fertig gestellte Erweiterung der Gepäcksmanipulationshalle inklusive Sicherheitsbereich und die Erweiterung des Parkhauses, für die das Fundament gelegt wurde diese Baumaßnahme wird im Jahr 2015 planmäßig beendet werden können.
Die wesentlichen Erfolgsmaßstäbe lassen sich durch das in der Folge dargestellt Kennzahlensystem ausdrücken. Dieses dient als Orientierung für die Unternehmenssteuerung. Die Bilanzstruktur wurde - abweichend vom Jahresabschluss - insofern abgeändert, als zur Ausschüttung bestimmtes Kapital vom Eigenkapital zum Fremdkapital verlagert wurde.
Ertragslage 2014 (TEUR)
2013 (TEUR)
2014 (TEUR)
Veränd. absolut
Flüssige Mittel 1.1.
Netto Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Netto Geldfluss aus der Investitionstätigkeit
Netto Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit
Flüssige Mittel 31.12.
Cash-Flow aus dem Ergebnis
Finanzkennzahlen Nettoverschuldung (Net debt) in TEUR Anlagenintensität in % Anlagendeckungsgrad 2 in % Eigenkapitalquote (Equity Ratio) in % Nettoverschuldungsgrad (Gearing) in %
Cash-Flow Kennzahlen
Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag 36
Im Geschäftsjahr 2014 wurde unpräjudiziell aus Gründen der kaufmännischen Vorsicht eine Vorsorge für strittige Planungsleistungen aus vergangenen Jahren getroffen. Der dabei verfolgte Ansatz beruht auf einer Schätzung der Gesellschaft und dem Bemühen um eine einvernehmliche Regelung, die aufgrund der Gespräche im Jahr 2015 aller Voraussicht nach jedoch nicht zustande kommen wird. Konkretisierte Forderungen, die über den vorgesorgten Betrag hinausgehen, wurden bislang gegenüber der Gesellschaft nicht erhoben. Mit Stichtag 01. April 2015 wird die bisherige „Tyrolean Airways Tiroler Luftfahrt GmbH“ (Tyrolean) mit der Austrian Airlines AG fusioniert. Damit endet eine
exakt 35jährige Luftfahrtgeschichte in Tirol. Bereits mit 01. März 2015 wurde die bisherige Technikabteilung der Tyrolean in die „Tyrolean Airways Luftfahrzeuge Technik GmbH“ (TAT) als 100%ige Tochter der Austrian Airlines AG eingebracht. Alle relevanten Verträge und Vereinbarungen, die zwischen der Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft und der Tyrolean in Bezug auf die Technik bestanden haben, wurden mit übernommen – dies wurde vertraglich festgehalten. Bodenstation und Check In-Bereiche der Tyrolean gehen mit 01. April 2015 an die Austrian Airlines AG über und es werden ab diesem Zeitpunkt über diese alle relevanten Verträge und Vereinbarungen abgewickelt. Das Flugpersonal mit Dienstort Innsbruck geht in der Austrian Airlines AG auf. Für den Flughafen Innsbruck bedeutet dies keine Veränderung in der Grundstruktur der Geschäftsbeziehungen.
2. B ericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Der Flughafen Innsbruck ist durch eine starke Saisonalität der Nachfrage geprägt. Ungefähr die Hälfte des Verkehrsvolumens – und damit auch der finanziellen Umsätze – wird im Zeitraum zwischen Weihnachten und Ostern generiert. Dieser sehr stark vom Incoming-Verkehr geprägte Winterverkehr bildet die Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Deshalb wird hier auch größtes Augenmerk auf die zukünftigen Trends und Entwicklungen im Markt und auch bei unseren Kunden gelegt. So konnte z.B. sehr rasch der Wegfall von Verbindungen nach Russland im laufenden Winter bestmöglich kompensiert werden. Wachstumspotentiale bestehen vor allem noch an den Wochentagen Montag bis Freitag. Auf zusätzliche Flüge an diesen Tagen, an denen noch ausreichend Kapazitäten am Flughafen zur Verfügung stehen, konzentrieren sich die Marketingaktivitäten im Winter. Besonders erfreulich ist es deshalb, dass
im laufenden Winter 2014/15 erstmals ein Incoming-Flug aus Tel Aviv jeden Freitag nach Innsbruck fliegt. Dieser Flug mit israelischen Skigästen ist hervorragend gebucht und zeigt auch deutlich, dass inzwischen auch außerhalb der Wochenenden touristische Kapazitäten verfügbar sind, um neue Gästegruppen nach Tirol zu locken. In den Sommermonaten wird vor allem auf eine Ausweitung des Angebots bezüglich der klassischen Destinationen im Mittelmeerbereich geachtet. Mit den neuen Zielen Menorca, Chalkidiki, Brindisi, Zadar, Granada und Madeira wird dieses Angebot bereits im kommenden Sommer erheblich aufgewertet. Neben dem touristischen Verkehr im Incoming und Outgoing ist der Linienverkehr zu den Luftverkehrsdrehkreuzen in Wien und Frankfurt von großer Bedeutung. Mit täglich insgesamt bis zu neun Flügen kann man über diese beiden Flughäfen fast alle zwei Stunden die wichtigsten Destinationen
weltweit von Innsbruck aus erreichen. Darüber hinaus werden aber auch verstärkt Linienflüge zu wichtigen Destinationen direkt angeboten. Ein weiterer Ausbau dieser Flüge wird angestrebt und erscheint aufgrund der hohen Nachfrage möglich. Außerhalb der Wintermonate konkurriert Innsbruck im Incoming aber mit einer Vielzahl von ebenfalls attraktiven Destinationen im Mittelmeerraum. Trotzdem zeichnen sich bereits zusätzliche Flüge z.B. nach London und Palma, sowie ein starkes Programm in Richtung Niederlande mit Amsterdam und Eindhoven ab. Auf Seiten der Infrastruktur stehen die ständige Qualitätsverbesserung sowie die Schaffung von zusätzlichen Einnahmequellen im Non Aviation-Bereich im Fokus der Planungen. Besondere Akzente wird deshalb das neue, Ende 2015 in Betrieb gehende, Parkhaus setzen, in dem ein eigenes hochmodernes Mietwagenzentrum untergebracht werden kann. Dadurch werden zusätzliche Mieteinnahmen generiert, aber auch das Service-Angebot für unsere ankommenden Passagiere deutlich verbessert. Auch bezüglich des Verhältnisses zu den Anrainern sind wir uns der besonderen Lage des Flughafens inmitten eines dichten Ballungsraumes im Inntal sehr bewusst. Neben den strikten Betriebszeitenregeln – die strengsten in Österreich – und diversen operativen Maßnahmen wurde deshalb auch beschlossen, ab Anfang 2015 freiwillig Geldmittel für einen Fördertopf für die Nach- und Umrüstung auf Lärmschutzfenster für besonders betroffene Anrainer in den Anflug- und Abflugzonen bereit zu stellen.
Wesentliche Risiken & Ungewissheiten Die Risiken des Unternehmens sind in vier Hauptkapitel unterteilbar, die in der Folge angeführt werden. Markt- und Wettbewerbsrisiko Makroökonomischen Risiken wird gelassen entgegengesehen, wie die Erfahrung der letzten schweren Wirtschaftskrise gezeigt hat. Der Tourismus in Tirol ist nachhaltig verankert und das Preis-/Leistungsverhältnis der Region ist nachhaltig tragbar. Ausfälle
und Reduktionen im Flugverkehr sind derzeit nicht zu erwarten; Hauptcarrier fliegen Strecken, die bei einem Ausfall schnell von Mitbewerbern nachbesetzt werden könnten. Änderungen in Businessmodellen von Kunden wird durch laufende Marktbeobachtung und entsprechende Angebotsgestaltung Rechnung getragen. Hinsichtlich Konkurrenzrisiken durch Nachbarflughäfen ergibt sich aus der zentralen Lage des Airports mitten im Alpenraum ein sehr überschaubares Risiko, das allerdings genauestens im Auge behalten wird. Rechtliche Risiken und regulatorisches Umfeld Marktrelevante Regulierungen wie EU-Entgeltverordnungen oder Verordnungen zu Bodenabfertigungstätigkeiten haben große Auswirkungen auf die betrieblichen Gegebenheiten. Aus diesem Grund werden länderübergreifend die Interessen der Flughäfen über geeignete Organisationen wahrgenommen, die sowohl den nationalen Politikern als auch den Vertretern der EU-Kommission Auswirkungen der Gesetzgebung noch im Entstehungsprozess nahe bringen können und somit die gesunde Entwicklung der Branche ermöglichen. Regulierungen im kapitalintensiven Bereich Security sind ebenfalls ein andauerndes Thema, für dessen Bewältigung eine eigene Abteilung im Unternehmen zuständig ist. Da hierbei internationale Standards zu befolgen sind, ist eine Steuerung nur marginal möglich. Betriebsvorschriften und arbeitsrechtliche Vorschriften werden durch entsprechend ausgebildete MitarbeiterInnen permanent mit den gesetzlichen Vorgaben abgeglichen. Für die Bereiche der luftfahrtseitigen Sicherheit ist ein eigens dafür vorgesehener Safety Manager im Einsatz. Der Umweltgesetzgebung wird durch ein installiertes Umweltmanagementsystem Rechnung getragen – dazu verfügt der Betrieb über ein EMAS-Zertifikat. Darüber hinaus wurde als Ergänzung eine Zertifizierung nach ISO 14001 durchgeführt.
Die rechtlichen Risiken und Compliance-Risiken unterliegen seitens der Geschäftsführung einer permanenten Beobachtung.
wird durch Vorstudien bzw. Marktanalysen begegnet und verwirklichte Projekte werden einer laufenden Kontrolle unterzogen.
Risiken aus dem operativen Betrieb Im operativen Betrieb wird permanent gemeinsam mit der Flugsicherung und den Fluggesellschaften an einer Verbesserung der Anfliegbarkeit gearbeitet. Damit wird die Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen immer geringer. Am Boden wird zusätzlich modernstes Gerät im Winterdienst eingesetzt, um etwaige Beeinträchtigungen ausschließen zu können. Besonderen Wert wird dabei auch auf die Schulung der eingesetzten MitarbeiterInnen gelegt.
Ein bestehendes internes Kontrollsystem unterscheidet Kernprozesse und Nebenprozesse, wobei insbesondere Erstere einer permanenten Prüfung unterzogen werden.
Für nicht abwendbare Elementarereignisse bestehen Notfallszenarien und ist nach Möglichkeit ein wirtschaftlich vertretbarer Versicherungsschutz vorgesehen. Ein umfassender Versicherungsschutz für Unfälle und Beschädigungen ist darüber hinaus vorhanden.
Zusätzlich hat sich die Gesellschaft einem schriftlich formulierten Verhaltenskodex unterworfen, dessen Grundsätze als Mindeststandards für alle MitarbeiterInnen gelten. Damit wird den Anforderungen an ein besonders im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehendes Unternehmen hinsichtlich der Verhaltensweise der handelnden Personen Rechnung getragen.
Die Behebung von Baumängeln und die Erhaltung des Gebäude- und Anlagenzustandes wird von einer eigenen Technikabteilung wahrgenommen, die auch für den weiteren Ausbau der Anlagen federführend ist. Dadurch werden Kapazitätsengpässe aber auch der Ausfall von wichtigen Infrastrukturen vermieden. Zusätzlich kann auch die Erfüllung behördlicher Vorgaben gewährleistet werden. Finanz- und Investitionsrisiken sowie Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Dem kaufmännischen Bereich obliegen die Steuerung des Liquiditätsrisikos und die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken. Die Erhöhung der Rentabilität des Unternehmens ist dabei ein gewichtiges Nebenkriterium. Kreditrisiken werden durch ein entsprechend geführtes Mahnwesen minimiert. Finanzierungen erfolgen fristenkongruent und nach Möglichkeit werden kapitalintensive Investitionen aus dem Cash-Flow getragen. Investitionsrisiken
Das gegenwärtig in mehreren Unternehmensbereichen angesiedelte Risikomanagement wird in Richtung eines unternehmensweiten Risikomanagementsystems weiterentwickelt.
Innsbruck, 27.03.2015
Dipl.-Ing. Marco Pernetta Geschäftsführer
der Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft m.b.H. zum Jahresabschluss per 31.12.2014 Die Gesellschaft hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 nach den Vorschriften des UGB in der geltenden Fassung erstellt. Dabei wurden die Grundsätze der Vollständigkeit und der Vorsicht sowie das Prinzip der Wesentlichkeit eingehalten und hinsichtlich der Bewertung von der Unternehmensfortführung ausgegangen.
1. B ilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Die Bilanzierung, die Bewertung und der Ausweis der einzelnen Positionen des Jahresabschlusses wurden nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 196 bis 211 UGB i.d.F. des Rechnungslegungsgesetzes unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 221 bis 235 sowie der §§ 237a, 238, 239 und 266 UGB vorgenommen.
1.1. Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige bzw. außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen wird ein Abschreibungssatz von 25 % bis 33,33 % zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen ver-
mindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden, den aktuellen wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechend, nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und gemäß den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Zur Ermittlung der Abschreibungssätze wird generell die lineare Abschreibungsmethode gewählt. Die Gebäude werden jährlich mit 3 %, die Grundstückseinrichtungen mit 3 % bis 10 % abgeschrieben. Die Abschreibungssätze für das übrige Sachanlagevermögen betragen zwischen 5 % und 25 %. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung aufwandswirksam verrechnet. Der Ausweis einer unversteuerten Rücklage erscheint im Hinblick auf den betragsmäßig unwesentlichen Umfang der Abschreibung nicht erforderlich. Die Finanzanlagen des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. In den Zugängen des Anlagevermögens befinden sich insbesondere die Erweiterung der Gepäcksmanipulationshalle mit Erweiterung des Abflugwarteraumes im Obergeschoss, die Fundamente der Parkhauserweiterung in der 2. Baustufe, sowie Investitionen in den Fuhrpark wie ein Kehrblasgerät und je zwei Treppen und Förderbandwagen, und Investitionen in die Sicherheitstechnik. In den Abgängen des Anlagevermögens befinden sich vor allem Abrisskosten aus der Erweiterung der Gepäcksmanipulationshalle und Abgang von Parkflächen aus der Erweiterung des Parkhauses sowie
Abgänge von Planerkosten aus der Einstellung des Bauprojektes Direktionsumbau. Sonstige außerplanmäßige Abschreibungen und Zuschreibungen wurden nicht vorgenommen. Zuschreibungen bei Wegfall der Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung waren nicht vorzunehmen.
1.2. Umlaufvermögen Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bestandsbewertung für Waren erfolgt nach dem gewogenen Durchschnittspreisverfahren. Im Jahr 2014 wurde für die Waren in Höhe von EUR 388,94 eine ergebniserhöhende Anpassung der Pauschalwertberichtigung im Ausmaß von 3 % für Schwund gebildet. Die Forderungen werden dem Vorsichtsprinzip entsprechend mit dem Niederstwert angesetzt. Falls Risiken hinsichtlich der Einbringlichkeit bestehen, werden Einzelwertberichtigungen gebildet, Pauschalwertberichtigungen werden nicht vorgenommen.
1.3. Rückstellungen Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden nach finanzmathematischen Berechnungen zum Bilanzstichtag angesetzt – der verwendete Realzinssatz beträgt 2,0 % (im Vorjahr 2,5 %), womit den aktuellen Verhältnissen Rechnung getragen wurde. Der steuerliche Ansatz liegt bei 45 % und bei über 50jährigen Arbeitnehmern bei 60 %. Die sonstigen Rückstellungen wurden dem Vorsichtsprinzip entsprechend dotiert. Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden durch eine finanzmathematische Methode (Rentenendwert) ermittelt. Der verwendete Realzinssatz
beträgt 2,0 % (im Vorjahr 2,5 %). Steuerlich erfolgte bei dieser Rückstellung ein Abschlag von 10 %. Der Effekt aus der Anpassung des Zinssatzes beträgt in Summe EUR 179.965,39. In den Zugängen zu den Rückstellungen sind aus dem Titel Rückstellung für Abfertigung EUR 209.775,92 und aus dem Titel Rückstellung für verspätete Rechnungen EUR 1.506.839,00 enthalten.
1.4. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht ermittelt.
2. Erläuterungen zur Bilanz 2.1. Anlagevermögen
Hinsichtlich der Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens und der Aufgliederung der Jahresabschreibung wird auf den Anlagenspiegel verwiesen (§ 226 Abs 1 UGB). Im Geschäftsjahr wurden keine Zuschreibungen vorgenommen. Der Grundwert der unbebauten Grundstücke beträgt EUR 4.104.657,76 - der Grundwert der bebauten Grundstücke beträgt EUR 278.627,95 (§ 225 Abs 7 UGB).
2.2. Umlaufvermögen 2.2.1. Vorräte Der Bestand der Hilfs- und Betriebsstoffe vermindert sich gegenüber dem Vorjahr um rd. EUR 22 Tausend. Der Bestand der Waren verringert sich um rd. EUR 13 Tausend und beträgt rd. EUR 653 Tausend.
2.2.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die folgende Tabelle enthält zusätzliche Angaben zu den in der Bilanz dargestellten Forderungen (§§ 225 Abs 3 UGB):
Werte lt. davon Bilanz Restlaufzeit > 1 Jahr
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
davon aktivierte Anwechselmäßig tizipationen verbrieft § 225 (3) § 225 (4)
3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände
2.473.944,96
2. Forderungen gegen verbundenen Unternehmen
2.2.3. Abgrenzung von latenten Steuern Der gem. § 198 Abs 10 UGB aktivierbare Betrag aus der Abgrenzung von latenten Steuern betrifft die Abschreibungen, Buchwertabgänge und Rückstellungen für Abfertigungen, Jubiläumsgelder, nicht konsumierte Urlaube und Zeitausgleich und beträgt EUR 1.464.331,79 (§ 237 Zi 6 lit c UGB).
2.3. Passiva
2.3.5. Verbindlichkeiten Die Informationen betreffend die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden folgendermaßen ergänzt (§§ 225 Abs 6 und 237 Z 1 a und 1 b UGB): Verbindlichkeitenspiegel
davon Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
davon davon Restlaufzeit Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
2.844.246,92 2.844.246,92
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (davon aus Lieferungen und Leistungen EUR 91.707,10)
1.688.356,36 1.688.356,36
5.695.111,21 5.695.111,21
3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 231 Abs 2 UGB).
3.1. Umsatzerlöse Die im Geschäftsjahr erzielten Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
2.3.1. Eigenkapital Das Eigenkapital beträgt nach Hinzurechnung des Bilanzgewinnes EUR 54.521.125,45 und liegt um rd. EUR 3,2 Millionen über dem Vorjahreswert.
6.812.437,95
6.627.086,59
4.749.685,56
4.534.305,13
77.458,22
75.621,76
5. Sonderleistungen und sonstige Leistungen
464.143,56
737.591,81
6. Entgelte für nicht behördliche Abfertigung
7.655.364,73
7.484.469,10
7. Infrastrukturentgelt
1.824.726,24
1.761.406,84
8. Sicherheitsentgelt
5.866.297,80
5.805.410,19
27.450.521,88
27.025.891,42
266.452,45
267.185,06
3.752.847,43
3.797.976,36
611.197,38
687.988,69
4. Miet- und Pachterträge
2.862.269,54
2.828.733,36
Summe Non Aviation Umsatzerlöse
7.492.766,80
7.581.883,47
34.607.774,89
a. Aviation 1. Fluggastentgelt
2.3.2. Gewinnrücklagen Im Abschlussjahr konnte der Gewinnrücklage ein Betrag von 2.200.000,00 EUR zugewiesen werden.
2. Hangarentgelt 3. Landeentgelt
2.3.3. Unversteuerte Rücklagen Bewertungsreserve
4. Parkentgelt
gem. § 10a (3) EStG
335.667,24
gem. § 7a EStG
896.646,91
65.048,32
831.598,59
1.232.315,15
gem. § 12 EStG aus B&G
Auflösung Stand 31.12.2014
b. Non Aviation 1. Erträge aus der Speditions- und Lagertätigkeit
2.3.4. Rückstellungen Rückstellungen
Summe Aviation Umsatzerlöse
2. Flughafennebenerträge aus Shops, Umsatzbeteiligungen Stand 1.1.2014
Auflösung/ Verwendung
1. Rückstellung für Abfertigungen
3.818.328,38
209.775,92
2.308.511,60 2.138.406,38
774.681,73
6.126.839,98 2.348.182,30
3. Erträge aus sonstigen Leistungen an Fremde und Weiterverrechnung
Gesamt Umsatzerlöse
Die Erträge aus der Speditions- und Lagertätigkeit sind Erlöse aus dem Frachtbetrieb.
Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer betreffen die Prüfung des Jahresabschlusses und betragen EUR 18.300,00. 3.2. Finanzergebnis Das Finanzergebnis ergibt sich aus Erträgen durch kurzfristige Veranlagungen auf dem Geldmarkt. 3.3. Steuern Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von EUR 1.591.182,56 (Vorjahr: EUR 1.632.490,51) entfallen zur Gänze auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Seit dem Jahr 2009 ist die Gesellschaft Gruppenmitglied in der steuerlichen Unternehmensgruppe der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB AG). Die Gesellschaft hat demnach mit der IKB AG eine Vereinbarung über einen Steuerausgleich im Sinne des § 9 KStG abgeschlossen, wonach sie im Falle eines ertragsteuerlichen Gewinnes eine Steuerumlage an die IKB AG zu entrichten hat und im Falle eines ertragsteuerlichen Verlustes eine Zahlung von der IKB AG erhält. Durch Neubildung unversteuerter Rücklagen und daraus resultierender Steuerentlastung sowie die Auflösung unversteuerter Rücklagen mit sich daraus ergebender Steuerbelastung ergab sich in Summe eine Ertragsteuerbelastung von EUR 16.262,33 (§ 237 Zi 6 lit a UGB).
4.1. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (§ 238 UGB) Die Gesellschaft gehört der Unternehmensgruppe der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG an und wird im Wege der Vollkonsolidierung in deren Konzernabschluss aufgenommen. Der Konzernabschluss der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG ist beim Landesgericht Innsbruck hinterlegt.
Nur wenn die Gesellschaft von ihrem Kündigungsrecht aus einem dieser Gründe Gebrauch macht, hat sie dieses Superädifikat entgeltlich zu übernehmen. Diese Übernahme erfolgt bei Vorliegen von vertraglichen Auflösungsgründen, die in der Sphäre der Gesellschaft liegen, zum Verkehrswert und bei Vorliegen von vertraglichen Auflösungsgründen,
Die Geschäftsführung und der Aufsichtsrat setzten sich wie folgt zusammen (§ 239 Abs 2 UGB): Zu- und Vorname
Falch Reinhold, Mag.
Pernetta Marco, Dipl.-Ing.
Buchacher Helmut
2. Stellvertreter der Vorsitzenden
Hairer Franz, Dipl.-Ing.
Leiter Alois, Dipl.-Ing. (FH)
Müller Helmuth, Dipl.-Ing.
Schneider Harald, Dipl.-Ing.
1. Stellvertreter der Vorsitzenden
Stecher Paula, Mag. Dr.
Weber Bernhard, Mag.
Zum Bilanzstichtag Beschäftigte
Durchschnittliche Beschäftigte
Die Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen betragen EUR 51.123,73 (im Vorjahr EUR 47.811,50). Vorschüsse und Kredite sowie Haftungsverhältnisse im Sinne des § 239 Abs 1 Zi 2 UGB liegen nicht vor. Eine Berichterstattung gem. § 239 Abs 1 Zi 3 und 4 UGB wird nicht vorgenommen, diesbezüglich wird die Ausnahmeregelung nach § 241 Abs 4 in Anspruch genommen.
4.3. Sonstige Verpflichtungen Gemäß dem Vertrag vom 3.10.1989 zwischen der Gesellschaft und der damaligen Tyrolean Airways Tiroler Luftfahrt Aktiengesellschaft, später Tyrolean Airways Luftfahrt GmbH, über die Untervermietung einer Fläche im Ausmaß von 6.638 m² auf die Dauer von 50 Jahren zum Zwecke der Errichtung des Hangar IV samt Werftbetrieb und Nebenanlagen als Superädifikat durch die Tyrolean ist die Gesellschaft berechtigt, bei Vorliegen verschiedener im Vertrag festgelegter Gründe diesen Vertrag vorzeitig aufzukündigen.
Wenn die Gesellschaft den Vertrag nicht kündigt, besteht keine Ablöseverpflichtung.
4.4. Geschäftsführung und Aufsichtsrat
Folgende Tabelle stellt den Personalstand des Geschäftsjahres sowie des Vorjahres dar (§ 239 Abs 1 Zi 1 UGB): Personal
die in der Sphäre der Tyrolean liegen, zu dem Wert, der sich ausgehend von 50 % der nachgewiesenen Herstellungskosten vermindert um anteilige Abschreibungen auf der Grundlage einer 50jährigen Nutzungsdauer, ergibt.
Aufsichtsrat & Generalversammlung Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat der Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft m.b.H. besteht aus zwölf Personen, davon vier Arbeitnehmervertretern.
Generalversammlung Am 24. Juni 2014 fand die 80. Generalversammlung statt.
Der Aufsichtsrat wird den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 in seiner Sitzung am 01. Juli 2015 behandeln. Der Aufsichtsrat spricht der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für die im Geschäftsjahr 2014 geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.
Bericht des Aufsichtsrats an die Generalversammlung Der Aufsichtsrat nahm während des Geschäftsjahres 2014 die ihm nach Gesetz obliegenden Aufgaben wahr und überwachte fortlaufend die Geschäftsführung des Unternehmens. Er ließ sich von der Geschäftsführung regelmäßig, zeitnah und umfassend über die beabsichtigte Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der Geschäftsführung und Unternehmensplanung, über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle schriftlich und mündlich unterrichten. Darüber hinaus stand die Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Geschäftsführer in regelmäßigem Kontakt und wurde über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage sowie wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichtet. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, unmittelbar eingebunden. Soweit nach Gesetz oder Geschäftsordnung erforderlich, gab der Aufsichtsrat zu den entsprechenden Vorschlägen der Geschäftsführung nach gründlicher eigener Prüfung und Beratung sein Votum ab. Im Berichtszeitraum trat der Aufsichtsrat zu vier ordentlichen Sitzungen zusammen. Die Sitzungen fanden am 24. März 2014, 24. Juni 2014, 16. September 2014 und 02. Dezember 2014 statt. Die in den Aufsichtsratsprotokollen festgelegten Beschlüsse wurden gefasst.
Mag. Dr. Paula Stecher Vorsitzende des Aufsichtsrats
Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft m.b.H. Fürstenweg 180, A-6020 Innsbruck www.innsbruck-airport.com
Report "Geschäftsbericht 2014"
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