Source: https://studylibde.com/doc/14764011/zonenreglement-siedlung-und-landschaft
Timestamp: 2019-11-16 02:34:57
Document Index: 225889937

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 18', '§ 22', '§ 13', '§ 21', '§ 22', 'Art. 16', '§ 87', '§ 25', '§ 107', '§ 7', '§ 87', '§ 87', '§ 92', '§ 331']

Zif. 1
Erster Teil: Raumplanung
Zif. 2
Zif. 3
Zif. 4
Zif. 5
Zif. 6
Zif. 7
Zif. 8
Zif. 9
Zif. 10
Zif. 11
Zif. 12
Zif. 13
Zif. 14
Zif. 15
Zif. 16
Zif. 17
Zif. 18
Zif. 19
Zif. 20
Zif. 21
Zif. 22
Generelle Nutzungsvorschriften
Zentrumszone Z
Zone für öffentliche Werke und Anlagen OeWA
Landwirtschaftszone LW
Uferschutzzone UZ
Spezialzone Familiengärten Sp F
Spezialzone Reitsportanlage Sp R
Spezialzone Hundesportanlage Sp H
Spezialzone Gärtnerei Sp G
Spezialzone Hippotherapie Sp HT
Kantonal geschützte Kulturdenkmäler
Ortsbildschonzone
Naturschutzzone Herzogenmatt und Holzmatt
Zone zur Erhaltung der Aussicht
Zone Wärmeverbund
Zone mit Quartierplanpflicht
Quartierplanpflicht, Quartierplanungen, Ausnahmeüberbauungen nach
einheitlichem Plan
Zweiter Teil: Allgemeine Bauvorschriften
Zif. 23
Zif. 24
Zif. 25
Zif. 26
Zif. 27
Zif. 28
Zif. 29
Zif. 30
Zif. 31
Zif. 32
Zif. 33
Massgebende Parzellenfläche
Geschossflächenziffer
Haupt- und Nebenbauten
Geschossdefinitionen
Spezialbestimmungen Attikageschoss
Gebäudeprofil/Dachformen
Zif. 34
Zif. 35
Zif. 36
Zif. 37
Zif. 38
Zif. 39
Zif. 40
Zif. 41
Dachgestaltung für Flachdächer
Bauparzellen in verschiedenen Zonen
Spiel- und Freizeitflächen in W- und WG-Zonen
Terrainveränderungen und Anpassungen
Pflichtparkplätze, Ersatzabgabe
Dritter Teil: Ausnahmen von den allgemeinen Bauvorschriften und Bauen ausserhalb
Zif. 42
Zif. 43
Vierter Teil: Baupolizei- und Baubewilligungswesen
Zif. 44
Zif. 45
Fünfter Teil: Übergangs- und Schlussbestimmungen
Zif. 46
Zif. 47
Aufhebung bisheriger Bestimmungen und Erlasse
Erläuternde Skizzen
Ergänzende Erläuterungen zum bauökologischen Standard (Zif. 22)
Naturschutzzonen (Zif. 17)
Schutzziele, Schutz- und Pflegemassnahmen und Zuständigkeit
Die Einwohnergemeinde Binningen erlässt gestützt auf § 19 der Gemeindeordnung von Binningen vom 23. August 1999 und § 18 Abs. 1 des Raumplanungs- und Baugesetzes des Kantons Basel-Landschaft vom 8. Januar 1998
(nachfolgend RBG genannt) mit der Verordnung zum Raumplanungs- und Baugesetz (RBV) folgendes Zonenreglement:
1 Die Zonenvorschriften bestehen aus dem Zonenplan und dem Zonenreglement. Sie
bezwecken eine harmonische Überbauung und eine nachhaltige Nutzung des Bodens
im ganzen Gemeindegebiet. Die Zonenvorschriften sind für alle Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer verbindlich.
2 Bei Planungen sind die Aussagen der Strategie der räumlichen Entwicklung vom August 2006 zu beachten.
1 Die Gemeinde wird mit folgenden Grundnutzungszonen in Baugebiet und Nichtbaugebiet eingeteilt:
a) Wohnzone 2a
b) Wohnzone 2b
c) Wohnzone 3
d) Wohn- und Geschäftszone 3
e) Wohn- und Geschäftszone 4
f) Zentrumszone
g) Gewerbezone
h) Zone für öffentliche Werke und Anlagen
Nichtbauzonen / Spezialzonen
a) Landwirtschaftszone
b) Grünzone
c) Uferschutzzone
d) Spezialzone Familiengärten
e) Spezialzone Reitsportanlage
f) Spezialzone Hundesportanlage
g) Spezialzone Gärtnerei
h) Spezialzone Hippotherapie
2 Die Nutzungszonen können mit folgenden Zonen und/oder Objekten überlagert werden:
Überlagernde Zonen/Objekte
a) Ortsbildschutzzone
b) Ortsbildschonzone
c) Naturschutzzone
d) Freihaltezone
max. Fassadenhöhe in m
max. Gebäudehöhe in m
max. Gebäudelänge in m
zulässige Nutzung gemäss RBG
Gemeinde (Hinweis auf
Lärmempfindlichkeitsstufe
II/III*
max. Vollgeschosszahl
max. Wohnungszahl /
Zonenkategorie
e) Zone zur Erhaltung der Aussicht
f) Zone Wärmeverbund
g) Zone mit Quartierplanpflicht
§ 22, Abs. 2
§ 13 RBV
* Aufstufung der Lärmempfindlichkeitsstufe siehe Zonenplan
Tabellenfelder ohne Eintrag = Unter Berücksichtigung der übrigen Zonenbestimmungen ist das Mass
und die Art der Nutzung nicht bestimmt.
Die Wohnzone W2a dient in erster Linie der Wohnnutzung. Nicht störende Betriebe
gemäss § 21 Abs. 1 RBG dürfen die Wohnqualität im Quartier durch ihre Tätigkeit
1 Die Zentrumszone dient den Nutzungen gemäss § 22 Abs. 2 RBG.
2 Die Zentrumszone umfasst Gebiete, die zur Entwicklung des Ortszentrums entlang
der Hauptstrasse und der Kernmattstrasse bestimmt sind.
3 In der Zentrumszone ist eine Mischnutzung mit Arbeiten und Wohnen sicher zu stellen.
4 Im Erdgeschoss sind keine neuen zur Hauptstrasse hin orientierten Wohnnutzungen
1 Die Zone für öffentliche Werke und Anlagen wird in folgende Areale unterteilt:
Im Tschuppbaumacker
Wilhelm Denz-Strasse
Schmidlihof
Curt Goetz-Strasse
Kirchliche Bauten und Anlagen
Spielplatz / Aussichtspunkt
Schulanlagen und Sport
Schulanlagen und Spielplatz
Wohnen im Alter / Alters- und Pflegeheim
Kultur und öffentliche Veranstaltungen, Schulanlagen
Feuerwehr, Kurse und öffentliche Veranstaltungen
Tagesheim und Jugendhaus
Kultur und öffentliche Veranstaltungen
Die Bauten und Anlagen haben dem Betrieb eines Luft- und
Sonnenbades sowie weiterer gesundheitsfördernder Einrichtungen zu dienen.
Spitalbauten: Innerhalb dieser Zone sind nur Bauten und Anlagen gestattet, welche dem Spitalbetrieb dienen. Ausserdem
kann ein Unterwerk der Elektra Birseck Münchenstein (EBM)
Amerikanerstrasse
2 Die Umgebungsgestaltung in der Zone für öffentliche Werke und Anlagen hat naturnah zu erfolgen. Für Bepflanzungen sind einheimische und standortgerechte Pflanzen
zu verwenden. Neben Bäumen und bestockten Flächen sind Wiesen- und Ruderalflächen zu erhalten, neu zu schaffen oder aufzuwerten.
1 Die Nutzung der Landwirtschaftsflächen richtet sich nach Art. 16 des Bundesgesetzes
über die Raumplanung (RPG). Unter höchstmöglicher Schonung des Landschaftsbildes sind zusammenhängende Landschaftsräume zu bewahren und die Erholungsfunktion der Landschaft zu sichern.
2 Bauten und Anlagen müssen sich hinsichtlich Standort, kubischer Erscheinung, Stellung der Baukörper, baulicher Gestaltung, Material- und Farbwahl sowie der Umgebungsgestaltung harmonisch in das Landschaftsbild einfügen.
3 Eine fachgerechte Beurteilungen von Baugesuchen im Landwirtschaftsgebiet gemäss
§ 87 Abs. 4 RBV ist nur mit Visualisierungen und detaillierten Angaben zur Umgebungsgestaltung möglich.
1 Die bestehende naturnahe Vegetation und Bestockung sind geschützt. Das Entfernen
der Uferbestockung ist bewilligungspflichtig. Ausgenommen davon bleiben Massnahmen für Pflege und Unterhalt.
2 Neubauten, Parkplätze, Ablagerungen, Terrainveränderungen, Gartengestaltungen
und standortfremde Bepflanzungen sind nicht zulässig. Ausgenommen von dieser Regelung sind neue Fusswege.
3 Bei baulichen Eingriffen ist zu prüfen, ob Verbauungen zu entfernen und durch Ufer-
befestigungen mit ingenieurbiologischen Massnahmen, unter Einhaltung der Hochwassersicherheit, zu ersetzen sind. Die Flächen sind hinsichtlich der ökologischen
Vernetzung weiter zu entwickeln.
1 Die Spezialzone für Familiengärten dient dem Erstellen und Bewirtschaften von
Pflanzgärten.
2 Für den Wasserbezug und die Abwasserbeseitigung gelten die Reglemente der Gemeinde.
3 Innerhalb des Pflanzlandareals sind folgende Gemeinschaftsanlagen zulässig: Kinderspielplätze, Geräteschuppen, Materiallager, Toiletten und Parkplätze. Die Gemeinde
legt die Anschlusspunkte für die Gemeinschaftsanlagen fest.
4 Für die einzelnen Pflanzlandparzellen besteht für die Gemeinde keine Erschliessungspflicht.
5 Die Motorfahrzeuge von Pflanzlandpachtenden und Besuchenden sind innerhalb des
Areals abzustellen.
6 Pro Pflanzlandparzelle ist der Bau eines Gartenhäuschens gestattet. Die Grundfläche
des Gartenhäuschens darf 10 m2 nicht übersteigen. Zulässig sind nur Sattel- oder
Pultdächer. Der Dachvorsprung muss der Gebäudegrösse angepasst sein. Er darf jedoch nicht grösser als 60 cm sein.
7 Unterkellerungen aus festem Material (Beton) bis zur maximalen Grundfläche des
Häuschens sind zulässig. Äussere Kellerabgänge sind gestattet.
8 Der Anbau eines gedeckten Sitzplatzes ist erlaubt. Dieser darf nicht mehr als 10 m2
Grundfläche aufweisen und höchstens auf zwei Seiten eingewandet werden.
9 Für die Bedachung sind nicht glänzende Materialien zu verwenden. Die äussere Gestaltung des Häuschens und des Sitzplatzes darf nicht grell in Erscheinung treten.
Zif. 10 Spezialzone Reitsportanlage Sp R
1 Die Spezialzone dient dem Reitsport. Das Erstellen von Bauten und Anlagen ist unter
Einhaltung der nachfolgenden Bestimmungen für den Betrieb des Reitsports zulässig.
2 In Ergänzung zu den allgemeinen Gestaltungsgrundsätzen gemäss Zif. 23 ist beim
Neu- oder Umbau von Bauten und Anlagen dem Lärmschutz, einer unauffälligen
Aussenbeleuchtung, einer guten Architektur sowie einer unauffälligen Materialwahl
3 Parkplätze sind so zu gestalten, dass sie nicht störend in Erscheinung treten. Nicht
überdeckte Abstellplätze sind wasserdurchlässig auszugestalten.
4 Die Anzahl Pferdeeinstellplätze pro Betriebseinheit ist auf 60 beschränkt.
Zif. 11 Spezialzone Hundesportanlage Sp H
1 Die Spezialzone dient dem Hundesport. Das Erstellen von Bauten und Anlagen ist unter Einhaltung der nachfolgenden Bestimmungen für den Hundesport zulässig. Nicht
zugelassen sind die Hundeaufzucht, die Hundehaltung oder der Handel mit Hunden.
Zif. 12 Spezialzone Gärtnerei Sp G
Die Spezialzone dient Gärtnereibetrieben. Das Erstellen von Bauten und Anlagen ist
für Gärtnereibetriebe zulässig.
Zif. 13 Spezialzone Hippotherapie Sp HT
Die Spezialzone dient der Hippotherapie. Das Erstellen von Bauten und Anlagen für
die Hippotherapie ist zulässig. Die Nutzung als Reitsportanlage ist ausgeschlossen.
Zif. 14 Kantonal geschützte Kulturdenkmäler
Die im Zonenplan mit einem Punkt bezeichneten Bauten unterstehen kantonalem
Schutz. Bauliche Änderungen im Innern und am Äussern sind hierbei nur mit Zustimmung der kantonalen Denkmalpflege zulässig.
Zif. 15 Ortsbildschutzzone
1 Die Ortsbildschutzzone umfasst architektonisch und städtebaulich wertvolle Gebiete,
die in ihrem Charakter erhalten oder saniert werden sollen. Für das Bauen in dieser
Zone gelten, unter Vorbehalt der Bestimmungen der festgelegten Grundnutzung, die
nachfolgenden Bauvorschriften:
2 Bauten und Anlagen müssen sich in die erhaltenswerte bauliche Umgebung einfügen
und erhöhte Anforderungen an die Gestaltung erfüllen.
3 Neubauten, Umbauten und Sanierungsmassnahmen haben sich bezüglich Situation,
Massstäblichkeit, Dach- und Fassadengestaltung, Material- und Farbgebung so einzufügen, dass der entsprechende Quartierscharakter erhalten bleibt.
4 Den Bauwilligen wird empfohlen, die Gemeinde frühzeitig in die Vorhaben mit einzubeziehen. Der Gemeinderat ernennt das zuständige Organ (Fachkommission) und legt
dessen Pflichtenheft fest.
Zif. 16 Ortsbildschonzone
1 Die Ortsbildschonzone umfasst städtebaulich wertvolle Gebiete, die in ihrem Charakter erhalten oder saniert werden sollen. Für das Bauen in dieser Zone gelten, unter Vorbehalt der Bestimmungen der festgelegten Grundnutzung, die nachfolgenden
2 Bauten und Anlagen müssen sich in die bauliche Umgebung einfügen und erhöhte
Anforderungen an die Gestaltung erfüllen.
3 Neubauten, Umbauten und Sanierungsmassnahmen haben sich bezüglich Situation
und Massstäblichkeit, so einzufügen, dass der entsprechende Quartierscharakter erhalten bleibt.
Zif. 17 Naturschutzzone Herzogenmatt und Holzmatt
1 Die Naturschutzzone Herzogenmatt (Nr. 1) dient gemäss Stiftungszweck als Naturschutzgebiet. Die Naturschutzzone bezweckt die Bewahrung und die Pflege naturkundlich interessanter Landschaftsteile, den Schutz bedrohter Tierarten und die Sicherung ihrer Lebensräume. Insbesondere werden die Erhaltung und die ökologische
Aufwertung des natürlichen Laufes des Weiherbächleins und des Gebietes der Herzogenmatten angestrebt.
2 Die Naturschutzzone Holzmatt (Nr. 2) dient dem Wasserlauf des Dorenbaches. Lebensräume der Bach-Auen mit ihren natürlichen Lebensgemeinschaften sind geschützt.
3 In den Naturschutzzonen dürfen keine Veränderungen vorgenommen werden, welche dem Schutzzweck zuwiderlaufen. Insbesondere ist es untersagt, die Schutzobjekte in ihrem Bestand zu gefährden, in ihrem Wert oder in ihrer Wirkung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen.
4 Mit der Aufnahme der Schutzobjekte in das kantonale oder eidgenössische Inventar
der geschützten Landschaften, Natur- und Kulturdenkmäler treten die im Rahmen
der Unterschutzstellung erlassenen kantonalen bzw. eidgenössischen Schutzbestimmungen in Kraft.
5 Der Gemeinderat setzt die zur Entstehung der naturnahen Lebensräume und zur Erreichung der Schutzziele notwendigen Massnahmen um (Schutzziele usw. siehe Anhang).
Zif. 18 Freihaltezone
1 Die Freihaltezone dient der Freihaltung der Landschaftsgebiete von oberirdischen
2 Innerhalb dieser Zone dürfen keine Bauten und Anlagen erstellt werden. Davon ausgenommen sind erdverlegte Leitungen, Strassen und Wege.
Zif. 19 Zone zur Erhaltung der Aussicht
1 Die Zone zur Erhaltung der Aussicht dient der Sicherung von Aussichtslagen.
2 Bauvorhaben dürfen die Aussichtsqualität der bezeichneten Zonen nicht beeinträchtigen.
Zif. 20 Zone Wärmeverbund
1 Der Zone Wärmeverbund sind Gebiete zugeteilt, die sich aufgrund ihrer Lage für einen Anschluss an eine zentrale Wärmeversorgung eignen.
2 Innerhalb dieser Zone sind Neubauten und Bauten, in welchen die Wärmeerzeugungsanlage ersetzt wird, an das Wärmeverbundnetz der Wärmeversorgung Binningen AG (WBA) anzuschliessen.
3 Der Gemeinderat kann die Anschlusspflicht auf Antrag der WBA aufheben, wenn:
a) nachgewiesen werden kann, dass eine Erschliessung mit Fernwärme für die WBA
wirtschaftlich nicht tragbar ist
b) technische Anforderungen für eine Erschliessung mit Fernwärme seitens der WBA
4 Über Ausnahmeanträge von Eigentümerinnen und Eigentümer zur Anschlusspflicht
entscheidet der Gemeinderat nach Anhörung der WBA.
Zif. 21 Zone mit Quartierplanpflicht
1 Die Zonen mit Quartierplanpflicht sind im Zonenplan bezeichnet. In diesen Zonen
darf nur aufgrund eines Quartierplans im ordentlichen oder vereinfachten Verfahren
2 Die Nutzung und der Zweck der Zone mit Quartierplanpflicht richten sich nach § 25
Abs. 1 RBG.
3 Renovationen, Umnutzungen, Neuerstellungen von vorbestandenen Bauten sowie
kleinere Anbauten sind von der Quartierplanpflicht ausgenommen, sofern deren Art
und Mass kein Präjudiz für die noch ausstehende Quartierplanung bewirkt.
Zif. 22 Quartierplanpflicht, Quartierplanungen, Ausnahmeüberbauungen nach
Gebäudelänge (m)
Fassadenhöhe (m)
Ausnahmeüberbauung nach einheitlichem Plan mit einer
Mindestparzellenfläche von 3’000 m²
1 Der Gemeinderat kann im Rahmen einer Ausnahmeüberbauung nach einheitlichem
Plan Abweichungen wie folgt gestatten:
*Relativmass
Quartierplanung im vereinfachten Verfahren
2 Der Gemeinderat kann Quartierplanung im vereinfachten Verfahren mit folgenden
maximalen Abweichungen von der vorgesehenen Nutzung gemäss Zonenplan erlassen:
3 Abweichungen von der im Zonenplan bestimmten Nutzung für eine Ausnahmeüberbauung nach einheitlichem Plan, einen Quartierplan im vereinfachten Verfahren oder
für den Quartierplan im ordentlichen Verfahren können gewährt werden, wenn:
a) die geplante Überbauung gegenüber der Normalbauweise wesentliche Vorteile
b) die geplante Überbauung bau- und siedlungsökologischen Anforderungen entspricht
und besondere Massnahmen zum Energiesparen getroffen werden (siehe Anhang).
c) es sich um eine siedlungsgerechte, architektonisch und städtebaulich qualitätsvolle
Überbauung handelt, die sich gut in die bauliche und landschaftliche Umgebung
d) grössere zusammenhängende Grünflächen und viele Bäume vorgesehen sind.
e) abseits des Verkehrs gelegene Spielflächen und andere Freizeitanlagen erstellt
f) die Flächen für den Fussgänger- und Fahrverkehr und die vorgeschriebenen Abstellflächen für Fahrzeuge, einschliesslich Garagen, zweckmässig angelegt werden.
4 Die Anforderungen gemäss Abs. 3 müssen nicht kumulativ erfüllt werden. Der
Gemeinderat entscheidet pro Projekt über deren Gewichtung.
5 Der Gemeinderat kann die Gewährung von Abweichungen für Quartierpläne im ordentlichen und im vereinfachten Verfahren von der Durchführung eines Konkurrenzverfahrens abhängig machen. Die Gemeinde ist am Auswahlverfahren zu beteiligen.
Die Gemeinde kann sich an den Kosten beteiligen.
6 Renovationen, Umnutzungen, Neuerstellungen von vorbestandenen Bauten sowie
kleinere Anbauten sind von der Quartierplanpflicht ausgenommen sofern die Art und
das Mass kein Präjudiz auf die noch ausstehende Quartierplanung bewirkt.
Zif. 23 Allgemeine Gestaltungsgrundsätze
1 Alle Bauten sind derart in ihre bauliche und landschaftliche Umgebung einzugliedern,
dass eine gute Gesamtwirkung erreicht wird. Dies gilt besonders für die Baumassenverteilung, Staffelung der Bauten, Bauhöhe, Bauform, Dachgestaltung, Material- und
Farbwahl sowie für die Umgebungsgestaltung.
2 Die Umgebungsgestaltung hat den ökologischen Ausgleich bestmöglich zu berücksichtigen und ist naturnah vorzunehmen.
Zif. 24 Massgebende Parzellenfläche
1 Für die Berechnung der baulichen Nutzung ist die im Zeitpunkt der Erteilung der Baubewilligung vorhandene Parzellenfläche massgebend.
2 Liegen Parzellenteile nicht in der Bauzone, so dürfen diese Teile nicht in die Berechnung der baulichen Nutzung miteinbezogen werden. Ausgenommen von dieser Regelung sind Parzellenteile innerhalb der Uferschutzzone und für die Realisierung kommunaler Strassen und öffentlicher Anlagen gemäss Absatz 3.
3 Der Gemeinderat gestattet den Einbezug von abgetretenem Land für kommunale
Strassen und öffentliche Anlagen bei der Nutzungsberechnung, sofern dieser Landanteil kostenlos abgetreten wird.
Zif. 25 Geschossflächenziffer
1 Die Geschossflächenziffer ist das Verhältnis der Summe aller Geschossflächen zur
massgebenden Parzellenfläche (siehe auch Anhang).
2 Zu den Geschossflächen werden gerechnet: Hauptnutzflächen, Nebennutzflächen,
Verkehrsflächen, Funktionsflächen und Konstruktionsflächen in Voll-, Dach-, Unterund Attika- und in den teilweise anrechenbaren Untergeschossen der Haupt-, Nebenund Kleinbauten.
a) Flächen deren lichte Höhe unter 1,5 m liegt.
b) Geschossflächen von Geschossen, welche ganz unter der Fassadenlinie liegen.
c) in der Wohnzone W2a: pro Wohneinheit ganz oder teilweise anrechenbare
Geschossflächen einer Garage von max. 22 m².
d) in der Wohnzone W2a ist mindestens 25 m², jedoch höchstens 5 % der
massgebenden Parzellenfläche für unbewohnte Neben- und Kleinbauten frei
4 Ragt ein Geschoss über die Fassadenlinie hinaus, werden die Geschossflächen entsprechend dem über der Fassadenlinie herausragenden Geschossanteil angerechnet.
Der Geschossanteil ist das Verhältnis zwischen der über der Fassadenlinie liegenden
Aussenfläche zur gesamten Aussenfläche des entsprechenden Geschosses (siehe
auch Zif. 31).
Bonus für Energieeffizienz
5 Die Geschossflächenziffer kann für Bauten, welche mindestens den zertifizierten
Minergie P-Standard oder vergleichbare Standards erreichen, um 10 % (Relativmass)
erhöht werden. Die Einhaltung der Energiestandards ist mit den Baugesuchsunterlagen nachzuweisen.
Zif. 26 Nebenräume
In Mehrfamilienhäusern mit mehr als vier Wohnungen sind Abstellräume für Velos,
Kinderwagen und dergleichen vorzusehen, welche ohne Treppe zugänglich sind.
Zif. 27 Grünflächenziffer
1 Die Grünflächenziffer ist das Verhältnis der anrechenbaren Grünfläche zur massgebenden Parzellenfläche.
2 Als anrechenbare Grünfläche gelten natürliche und/oder bepflanzte Bodenflächen
eines Grundstücks, die nicht versiegelt sind und die nicht als Lagerfläche dienen.
3 Als Grünflächen können Freizeitanlagen, mit Humus überdeckte Tiefgaragendächer
und dergleichen angerechnet werden, wenn diese Flächen den Zweck der Begrünung
erfüllen und entsprechend wirken. Unversiegelte Wege, Rasengittersteine, Steingärten, Schwimmteiche, Spielflächen und begrünte Flachdächer werden mit 50 % der
Fläche angerechnet.
4 Die Nutzungsberechnung der anrechenbaren Grünfläche ist in den Baugesuchsunterlagen nachvollziehbar auszuweisen.
Zif. 28 Haupt- und Nebenbauten
1 Hauptbauten sind ortsfeste Bauten, die zum Schutz von Menschen, Tieren oder Sachen eine feste Überdachung und in der Regel weitere Abschlüsse aufweisen.
2 Nebenbauten sind Gebäude, die in ihrer Dimension die nachfolgenden Masse nicht
überschreiten und die nur Nebennutzflächen enthalten. z.B. Carports, Velo- und Containerunterstände, Garten- und Gerätehäuschen, überdachte Sitzplätze, Schwimmhallen, Abstellräume und Kehrichträume.
3 Für Nebenbauten gilt eine maximale Gebäudehöhe von 3,5 m. Die Messweise richtet
sich nach Zif. 33. In steilen Hanglagen kann der Gemeinderat Ausnahmen beantragen.
Zif. 29 Geschossdefinitionen
1 Vollgeschosse sind alle Geschosse von Gebäuden ausser Unter-, Dach- und Attikageschosse. Bei zusammengebauten Gebäuden und bei Gebäuden, die in der Höhe oder
in der Situation gestaffelt sind, wird die Vollgeschosszahl für jeden Gebäudeteil bzw.
für jedes Gebäude separat ermittelt.
2 Untergeschosse sind Geschosse, deren Aussenfläche über der Fassadenlinie höchstens 1/3 ihrer Gesamtaussenfläche betragen. Weitere Untergeschosse dürfen nicht
sichtbar sein, ausgenommen sind die Zu- und Wegfahrten von Einstellhallen sowie
Hauseingänge bis zu einer maximalen Breite von insgesamt 7 m.
3 Dachgeschosse und Attikageschosse sind Geschosse, deren anrechenbare Geschossfläche maximal 60 % der anrechenbaren Geschossfläche des darunter liegenden
Geschosses beträgt. Über der zulässigen Anzahl Vollgeschosse sind nur ein Dachgeschoss oder nur ein Attikageschoss zulässig.
4 Attikageschosse können nur anstelle eines Dachgeschosses realisiert werden. Das Attikageschoss schliesst in jedem Fall mit einem Flachdach ab. Weitere Geschosse und
Nutzungen über dem Attikageschoss sind nicht zulässig.
Zif. 30 Spezialbestimmungen Attikageschoss
Dachvorsprünge am Attikageschoss dürfen die Fassaden des Attikageschosses mit einer Fläche von maximal 10 % des darunter liegenden Vollgeschosses überragen.
Zif. 31 Fassadenlinie
Die Fassadenlinie ist die Schnittlinie von Fassadenflucht und gewachsenem resp. tiefer gelegtem Terrain. Die Fassadenflucht ist die Mantelfläche, gebildet aus den lotrechten Geraden durch die äussersten Punkte des Baukörpers über dem gewachsenen resp. tiefer gelegten Terrain: Unbedeutende vorspringende und rückspringende
Gebäudeteile werden nicht berücksichtigt (siehe Anhang).
Zif. 32 Gebäudelänge
1 Die Gebäudelänge ist die längere Seite des flächenkleinsten Rechtecks, welches die
projizierte Fassadenlinie umfasst (siehe Anhang).
2 Neben- und Kleinbauten werden nicht zur Gebäudelänge gerechnet.
3 Die Gebäudelänge wird für jedes Gebäude separat bestimmt. Zusammengebaute Gebäude gelten als ein Gebäude sofern sie nicht mehr als 8 m gegeneinander versetzt
4 Entlang von Strassen mit erhöhten Lärmemissionen ist innerhalb der ersten Bautiefe
die geschlossene Bauweise anzustreben. Wird dabei die maximal zulässige Gebäudelänge überschritten, kann der Gemeinderat die nötige Ausnahme bei der Baubewilligungsbehörde beantragen.
Zif. 33 Gebäudeprofil/Dachformen
1 Die Fassadenhöhe wird gemessen ab dem Schnittpunkt der Fassade mit dem tiefsten
Punkt des gewachsenen resp. tiefer gelegten Terrains bis zum Schnittpunkt der Fassade mit der Oberkante der rohen Dachkonstruktion (Rohmass), bei Gebäuden mit
Attikageschoss bis zum Schnittpunkt der Fassade mit der Oberkante der rohen Dachkonstruktion (Rohmass) des oberen Vollgeschosses (siehe auch Anhang). Notwendige
Abgrabungen für Garagenzufahrten und Eingänge an Gebäuden zählen dabei nicht
als tiefer gelegtes Terrain.
2 Die Gebäudehöhe wird gemessen ab dem Schnittpunkt der Fassade mit dem tiefsten
Punkt des gewachsenen resp. tiefer gelegten Terrains bis zum höchsten Punkt der rohen Dachkonstruktion (Rohmass), bei Gebäuden mit Attikageschoss bis zum höchsten
Punkt der rohen Dachkonstruktion (Rohmass) des Attikageschosses (siehe auch Anhang). Notwendige Abgrabungen für Garagenzufahrten und Eingänge an Gebäuden
zählen dabei nicht als tiefer gelegtes Terrain.
3 Das Gebäudeprofil wird im Dachgeschoss durch den «wandelnden First» beschränkt.
Der First muss mindestens 1.0 m hinter der Fassade liegen. Der «wandelnde First»
definiert das Gebäudeprofil in direkten Linien von den Oberkanten zweier sich gegenüberliegenden Fassaden bis zum Punkt der maximal möglichen Gebäudehöhe. Dabei
kann der Punkt auf Niveau Gebäudehöhe frei gewählt werden (wandelnd), solange
der vorgeschriebene Abstand zur Fassadenflucht eingehalten wird (siehe Anhang).
4 Mit Ausnahme der festgelegten Dachformen in der Spezialzone Familiengärten sind
innerhalb des Gebäudeprofils alle Dachformen zugelassen.
5 Attikageschosse können mit einer Seite der Fassade auf die Fassadenflucht gestellt
werden. Die übrigen drei Fassaden des Attikageschosses müssen mindestens einen
Abstand von 1,80 m zu den angrenzenden, darunterliegenden Fassaden einhalten.
Gemessen wird in jedem Fall ab der Aussenkante der Fassade (siehe Anhang).
6 Soweit technisch nötig dürfen zum Gebäude gehörende technische Aufbauten wie
Treppenhäuser, Liftaufbauten und Haustechnikanlagen das Gebäudeprofil durchbrechen.
Versetzte Geschosse
7 Bei versetzten Geschossen und bei zusammengebauten Gebäuden sind die Masse
des Gebäudeprofils für jedes Niveau resp. für jedes Gebäude einzuhalten.
8 Bei Flachdachbauten darf die massive Brüstung die zulässige Fassadenhöhe um
höchstens 1,0 m überschreiten.
Zif. 34 Terrassenbauten
1 Terrassenbauten sind möglichst gut der Hangneigung anzupassen.
2 Mit Ausnahme der Untergeschosse sind übereinander liegende Geschosse (inkl.
Dach- oder Attikageschosse) mindestens 3 m zurückzuversetzen.
3 Die Geschosse dürfen von der Seite betrachtet an jeder Stelle nicht mit mehr als
zwei Geschossen über das gewachsene oder tiefer gelegte Terrain herausragen. Die
Beschränkung der maximalen Vollgeschosszahl und die Gebäudelänge gemäss Zif. 3
gelten für Terrassenbauten nicht (siehe Anhang).
Zif. 35 Dachgestaltung
1 Dachaufbauten dürfen das festgelegte Gebäudeprofil durchbrechen. Antennenanlagen gelten als Dachaufbauten.
2 Sonnenenergieanlagen zählen nicht zu den Dachaufbauten und sind in Form und Ausdehnung in die Dachlandschaft zu integrieren.
3 Dachaufbauten und Dacheinschnitte müssen ästhetisch befriedigen und mit den darunter liegenden Fassaden harmonieren.
4 Der Abstand von Dachaufbauten/Dacheinschnitten zu den Fassadenenden muss mindestens einen Viertel der Fassadenlänge betragen. Bei unterteilten Dachaufbauten/
Dacheinschnitten können die seitlichen Abstände je um die Hälfte der Zwischenabstände reduziert werden. Die seitlichen Abstände dürfen in diesem Falle 3,5 m nicht
unterschreiten. Der minimale Abstand von Gräten und Kehlen beträgt 1,5 m.
5 Dachaufbauten/Dacheinschnitte sind nur bei Dachneigungen von mehr als 35° und
nur auf zwei einander gegenüberliegenden Dachflächen zulässig.
6 Die Fronthöhe der Dachaufbauten darf maximal 1,60 m betragen. Der Übergang der
Dachhaut des Dachaufbaues in das Dach des Gebäudes muss in der Dachflucht gemessen mindestens 1,0 m tiefer als der First des Hauptdaches liegen. Die Front der
Dachaufbauten muss um mindestens 0,5 m hinter die Fassadenflucht zurückgesetzt
werden. Dachaufbauten müssen von der Traufe rückversetzt sein und die Dachhaut
muss zwischen Dachaufbau und Traufe durchgeführt werden.
7 Dachflächenfenster müssen ästhetisch befriedigen. Sie sind nur auf zwei gegenüberliegenden Dachflächen zulässig. Dachflächenfenster müssen von der Traufe rückversetzt sein und die Dachhaut muss zwischen Dachflächenfenster und Traufe durchgeführt werden.
Zif. 36 Dachgestaltung für Flachdächer
Dächer mit einer Neigung von maximal 5° werden als Flachdach bezeichnet. Flachdächer auf Hauptbauten sind vollständig zu begrünen, soweit sie nicht als Terrassen
genutzt werden. Davon ausgenommen sind Vordächer sowie die Flächen für Anlagen
Zif. 37 Antennenanlagen
1 Als Antennenanlagen gelten Basisstationen für Mobilfunk und drahtlose Teilnehmeranschlüsse.
2 Nicht zugelassen sind Antennenanlagen in folgenden Zonen:
in der Zone zur Erhaltung der Aussicht
in der Ortsbildschonzone
in der Uferschutzzone
in der Naturschutzzone
Der Gemeinderat kann Ausnahmen beantragen, wenn für die Bevölkerung durch das
Erstellen einer Antennenanlage in den genannten Schutzzonen eine bessere Lösung
3 Antennenanlagen sind in das Landschafts-, Ort- und Strassenbild einzupassen.
Koordinationspflicht der Anbieter
4 Die Antennenanlagen sind unter den verschiedenen Anbietern zu koordinieren. Mit
dem Baugesuch ist der Bewilligungsbehörde ein Zusammenarbeitskonzept zu unterbreiten, welches die Koordination nachweist und Aussagen zur Auswirkungen auf die
Immissionen macht.
5 Antennenanlagen, welche für den Netzzusammenhang nicht mehr benötigt werden,
sind innert nützlicher Frist durch den Betreiber zu entfernen.
Zif. 38 Bauparzellen in verschiedenen Zonen
Verläuft eine Zonengrenze durch eine Bauparzelle, so ist die Nutzung für beide Parzellenteile gesondert zu ermitteln. Der Gemeinderat kann für Überbauungen, die dem
Charakter beider Zonen angemessen Rechnung tragen, die Zusammenfassung der
Nutzung in einem Baukörper gestatten.
Zif. 39 Spiel- und Freizeitflächen in W- und WG-Zonen
1 Bei Mehrfamilienhäusern mit mehr als vier Drei- und Mehrzimmerwohnungen sind
zweckmässige Spiel- und Freizeitflächen zu schaffen und zu unterhalten.
2 Die vorgeschriebene Grundfläche beträgt 15 % der Geschossfläche gemäss Zif. 25, im
Minimum aber 100 m².
3 Gedeckte offene Hallen ohne Verkehrsfunktionen können flächenmässig angerechnet
4 Die Spiel- und Freizeitflächen können für mehrere Liegenschaften und / oder Grundstücke gemeinsam geplant und ausgebaut werden. Die Benützungsmöglichkeit der
Flächen ist durch Dienstbarkeiten sicherzustellen.
5 Lassen die örtlichen Verhältnisse die Bereitstellung genügender Spiel- und Freizeitflächen nicht zu, so können sich die Bauherrschaften im vorgeschriebenen Umfang
ausnahmsweise an einer gemeinschaftlichen Anlage beteiligen. Diese Anlage muss
zentral gelegen, in Sicht- und Rufweite der Wohnungen liegen und gefahrlos erreichbar sein.
6 Beim Anlegen und Nutzen der Spiel- und Freizeitflächen ist auf die Erdgeschosswohnungen angemessen Rücksicht zu nehmen.
Zif. 40 Terrainveränderungen und Anpassungen
1 Terrainveränderungen sind mit Zurückhaltung auszuführen und dürfen das Orts- und
Strassenbild nicht beeinträchtigen (siehe Anhang).
2 Terraingestaltungen dürfen gemessen ab dem gewachsenen Terrain in Hanglagen ab
15 % Neigung das Vertikalmass von 1,5 m und in Lagen mit weniger als 15 % Neigung
ein solches von 1,0 m nicht überschreiten. Notwendige Abgrabungen für Garagenzufahrten und Eingänge an Gebäuden sind davon ausgenommen.
3 Stützmauern und mauerartige Böschungen dürfen mit Ausnahme von Garagenzufahrten und Eingängen innerhalb der Geländenorm nicht höher als 2,0 m sein. Als
mauerartige Böschung gilt eine Geländegestaltung mit einer Neigung von mehr als
4 Horizontal gestaffelte Stützmauern und mauerartige Böschungen müssen mindestens um das Mass ihrer Höhe zurückversetzt werden.
5 Bei Terrassenhäusern dürfen Stützmauern bei der seitlichen Terraingestaltung eine
Höhe von höchstens 3 m aufweisen.
6 Bei Vorliegen besonderer Umstände, in steilen Hanglagen, bei bestehenden Aufschüttungen, in Geländewannen und aus kanalisationstechnischen Gründen kann der
Gemeinderat bei der zuständigen Stelle Ausnahmen von den vorgenannten Bestimmungen beantragen, wenn die Umgebungsgestaltung architektonisch gut umgesetzt
und gut in die Landschaft eingepasst ist.
Zif. 41 Pflichtparkplätze, Ersatzabgabe
1 Ist die Schaffung des erforderlichen Parkraums auf privatem Areal nicht möglich, ist
eine Ersatzabgabe an die Gemeinde zu leisten.
2 Die Gemeinde erstellt gemäss § 107 Abs. 2 RBG ein Ersatzabgabereglement.
Dritter Teil: Ausnahmen von den allgemeinen Bauvorschriften und
Zif. 42 Ausnahmen
In Abwägung öffentlicher und privater Interessen sowie in Würdigung der besonderen Umstände des Einzelfalles kann der Gemeinderat in Ergänzung zu § 7 RBV Ausnahmen von den Zonenvorschriften der Baubewilligungsbehörde wie folgt beantragen:
a) bei der Nutzungsart für den Eigenbedarf der ansässigen Betriebe
b) bei den Nutzungsmassen wie Gebäudelänge, Fassadenlänge und Gebäudehöhe
c) wenn durch Rücksicht auf den Aussichtsschutz die bauliche Nutzung gegenüber der
zulässigen Nutzung eingeschränkt wird
d) bei der Höhe von Stützmauern, bei der Höhe von Auffüllungen und bei der
e) für Massnahmen, welche dem Umweltschutz dienen
f) bei der Einpassung von Bauten und deren Umgebung ins bestehende Terrain
g) bei der Situierung von Attikageschossen gemäss Zif. 33 Abs. 5
h) bei der Sichtbarkeit der Vollgeschosse von Terrassenbauten gemäss Zif. 34 Abs. 3
Zif. 43 Bestandesgarantie
Bestehende, mit Inkrafttreten dieses Reglements anrechenbar gewordene Geschossflächen dürfen genutzt oder benutzbar gemacht werden, auch wenn infolge dieser
Änderung die massgebliche Geschossflächenziffer überschritten ist.
Dritter Teil: Ausnahmen v. allg. Bauvorschriften und Bauen ausserhalb d. Bauzone 23
Zif. 44 Baugesuchsverfahren
1 Für die Beurteilung der Baugesuche gemäss § 87 Abs. 4 lit. a RBV sind folgende Unterlagen notwendig:
a) Koten in Metern über Meer (m ü. M.). Als Grundlage hierfür gilt das
Fixpunktnivellement der Gemeinde Binningen.
b) Umgebungsplan im Massstab 1 : 200, in dem die Terraingestaltung des gesamten
Grundstückes verbindlich festgelegt ist.
2 In der Nutzungsberechnung (gemäss § 87 Abs. 2 lit. c RBV) ist der Anteil des Untergeschosses an der Gesamtgeschossfläche separat auszuweisen.
3 Zur Beurteilung der Baugesuche, der Reklamegesuche sowie der Gesuche für Unterhalts- und Renovationsarbeiten und bei entsprechenden Vorabklärungen kann der
Gemeinderat Fachleute beiziehen.
4 Der Gemeinderat kann für Vorabklärungen ein einfaches kubisches Modell im Massstab 1 : 200 verlangen.
Zif. 45 Gebühren
1 Die Gemeinde Binningen erstellt für Bauten nach § 92 RBV eine Gebührenverordnung.
2 Die Gemeinde kann für Teilzonen- und Sondernutzungsplanungen unter Beachtung
der Interessen der Planungsparteien Gebühren erheben. Die Höhe der Gebühr legt
der Gemeinderat in einer Gebührenordnung fest.
Zif. 46 Inkrafttreten
Dieses Reglement wird vom Gemeinderat nach Vorliegen der Genehmigung des Regierungsrates des Kantons Basel-Landschaft in Kraft gesetzt.
Zif. 47 Aufhebung bisheriger Bestimmungen und Erlasse
Mit Inkrafttreten der Zonenvorschriften werden folgende Bestimmungen aufgehoben:
Zonenplan Siedlung 11/ZP/1/0 RRB vom 26.3.1974
Die kantonalen Zonenreglements-Normalien Siedlung
Teilzonenplan Landschaft 2 ohne das Teilgebiet St. Margarethenhof und das
Teilgebiet Auf dem Bruderholz (Radio Basel)
Teilzonenpläne 4, 7, 8, 10, 11
Teilzonenplan 5 teilweise
Quartierplan 1a Quartierplanpflichtgebiet (teilweise)
Quartierplan 10
Sämtliche mit diesem Reglement und dem Zonenplan in Widerspruch stehenden
5. November 2007 bis 31. Dezember 2007
Beschluss des Einwohnerrates:
Frist für das fakultative Referendum:
Publikation der Planauflage im Amtsblatt Nr.:
Binningen, …………………..
Der Verwalter / die Verwalterin:
Vom Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft genehmigt mit
Pulikation des Regierungsratsbeschlusses im Amtsblatt Nr. vom
= GFZ
(es gilt der Reglementstext)
Geschossflächenziffer (Zif. 25): Grundriss und Schnitt
Vgl. Skizze Seite 28.
Flächendefinitionen (Zif. 25 Abs. 2)
Gemäss Zif. 25 Abs. 2 werden in diesem Reglement für die Geschossfläche in Anlehnung
an die Schweizer Norm SN 504 421 folgende Definitionen festgelegt:
Die Nutzfläche NF ist der Teil der Geschossfläche, welcher der Zweckbestimmung und
Nutzung des Gebäudes im weiteren Sinne dient. Die Nutzfläche gliedert sich in:
a) Hauptnutzfläche
b) Nebennutzfläche
Die Hauptnutzfläche HNF ist der Teil der Nutzfläche NF, welcher der Zweckbestimmung
und Nutzung des Gebäudes im engeren Sinn dient.
Die Nebennutzfläche NNF ist der Teil der Nutzfläche NF, welcher die Hauptnutzfläche
HNF zur Nutzfläche ergänzt. Sie ist je nach Zweckbestimmung und Nutzung des Gebäudes
zu definieren. Zu den Nebennutzflächen gehören z.B. im Wohnungsbau:
a) Carports
b) Velo- und Containerunterstände
c) Garten- und Gerätehäuschen
d) Schwimmhallen
e) Waschküchen
f) Estrich- und Kellerräume, Abstellräume
g) Schutzräume
h) Kehrichträume.
Die Verkehrsfläche VF ist jener Teil der Geschossfläche GF, welcher ausschliesslich deren
Erschliessung dient. Zur Verkehrsfläche gehören z. B. im Wohnungsbau die Flächen von
ausserhalb der Wohnung liegenden Korridoren, Eingangshallen, Treppen, Rampen und
Die Funktionsfläche FF ist jener Teil der Geschossfläche GF, der für haustechnische Anlagen zur Verfügung steht. Zur Funktionsfläche FF gehören Flächen wie
a) Räume für Haustechnikanlagen
b) Motorenräume von Aufzugs- und Förderanlagen
c) Ver- und Entsorgungsschächte, Installationsgeschosse sowie Ver- und
Entsorgungskanäle und Tankräume.
Die Konstruktionsfläche KF ist die Grundrissfläche der innerhalb der Geschossfläche GF
liegenden umschliessenden und innenliegenden Konstruktionsbauteile wie Aussen- und
Innenwände, Stützen und Brüstungen.
Einzuschliessen sind die lichten Querschnitte von Schächten und Kaminen sowie Tür- und
Fensternischen, sofern sie nicht der Geschossfläche GF zugeordnet sind.
Bauteile wie versetzbare Trennwände und Schrankwände sind keine umschliessenden
oder innenliegenden Konstruktionsbauteile im Sinne dieses Reglementes.
Die Konstruktionsfläche KF gliedert sich in:
a) Konstruktionsfläche tragend und
b) Konstruktionsfläche nichttragend.
Die Geschossfläche GF ist die allseitig umschlossene und überdeckte Grundrissfläche der
zugänglichen Geschosse einschliesslich der Konstruktionsflächen.
anrechenbar unter Berücksichtigung
von Zif. 25, Abs. 3 – 5
Messweise lichte Höhe (Zif. 25)
Details Unterkant
Unterkant Dachkonstruktion
Fertiger Boden Dachgeschoss
Gebäudelänge (Zif. 32)
Als Gebäudelänge gilt die längere Seite des flächenkleinsten Rechtecks, welches die projizierte
Fassadenlinie umfasst.
Flächenkleinstes
Fassadenlinie (Zif. 31)
rückspringender
Beispiele von unbedeutend rückspringenden Gebäudeteilen:
Innenliegende Balkone, Arkaden, zurückversetze Eingänge
Beispiele von unbedeutend vorspringenden Gebäudeteilen:
Erker, Vordächer, Aussentreppen, Balkone
Definition bedeutend/unbedeutend siehe nächste Seite.
Fassadenlinie bei gewachsenem Boden
resp. tiefer gelegtem Terrain
resp. tiefer
gelegtes Terrain
Skizzen aus:
Musterbotschaft IVHB
Interpretation zu unbedeutend rückspringender Gebäudeteil / unbedeutend vorspringender Gebäudeteil
Rückspringende Gebäudeteile sind gegenüber der Hauptfassade zurückversetzt. Rückspringende Gebäudeteile sind beispielsweise innenliegende Balkone, Arkaden, zurückversetzte Eingänge. Rückspringende Gebäudeteile gelten als unbedeutend, wenn sie maximal bis 1 m (a) gegenüber der Fassadenflucht zurückversetzt sind und 10 % (Anteil b
von FA) der Breite bezüglich des zugehörigen Fassadenabschnitts, nicht überschreiten.
Unbedeutend vorspringende Gebäudeteile werden analog beurteilt.
zulässiges Mass für die Tiefe von unbedeuten rückspringenden Gebäudeteilen
zulässiges Mass für die Breite von unbedeuten rückspringenden Gebäudeteilen
zugehöriger Fassadenabschnitt
Schema Gebäudeprofil (wandelnder First) und Messweise (Zif. 33)
Detail b)
rohe Dachkonstruktion
Detail a)
gewachsenes resp. tiefer gelegtes Terrain
Attikageschossregelung (Zif. 33)
a = min. 1,8 m
Terrassenbauten (Zif. 34)
drei Stufen sichtbar
zwei Stufen sichtbar
Terrainveränderungen und Anpassungen (Zif. 40)
mauerartige
tiefer gelegtes
maximale Höhe h: in Hanglagen ab 15% Neigung 1,5 m
in den Ebenen bis 15% Neigung 1,0 m
x ≤ y: Horizontal gestaffelte Stützmauern und mauerartige Böschungen müssen
mindestens um das Mass ihrer Höhe zurückversetzt werden.
Bauökologische Anforderungen sind insbesondere: Energieeffizienz, Verwendung erneuerbarer Energien, Kompaktbauweise, einfache Gebäudestruktur, zugängliche und
trennbare Haustechnik, Verwendung schadstoffarmer, ressourceneffizienter Materialien.
Massnahmen zur Energieeffizienz
Vorgaben zum Energieverbrauch
energieeffiziente Heizung / Lüftung
2. Massnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Deckung
des verbleibenden Energiebedarfes (Restbedarf in Ergänzung zu
– Energieholz
Minergie- /
Minergie-PStandard
3. Kompaktbauweise
Kompakte Bauweise bewirkt die Schonung der Ressource Boden,
senkt die Bau-, Betriebs- und Unterhaltskosten sowie den Materialund Energiebedarf
4. Einfache Gebäudestruktur
Die einfache Bauweise (Baukuben ohne Nischen, Abwickelungen
usw.) senkt die Bau- und Sanierungskosten, erhöht die Flexibilität
für vielfältige Nutzungen und senkt den Material- und Energiebedarf
5. Zugänglichkeit und Trennbarkeit der Haustechnik
Zugängliche und pro Wohneinheit getrennte Haustechnik senkt die
Unterhalts- und Sanierungskosten sowie den Material- und Energieaufwand
Minergie-ECOStandard
6. Schadstoffarme, ressourcenschonende Materialien
Der Einsatz von schadstoffarmen, ressourcenschonenden Materialien bewirkt ein gesundes Innenraumklima und eine Wertsteigerung
des Gebäudes, verringert die Sanierungskosten und die Umweltbelastung
Naturschutzzone Herzogenmatt (Nr. 1)
Bedeutung: kantonal, national (Objekt Inventar der Amphibienlaichplätze von nationaler
Bedeutung, AINB)
Kurzbeschreibung: Weiherreservat bestehend seit 1978.
Lebensraumtypen: Stehende Gewässer, Fliessgewässer (Weiherbächli, Dorenbach), Magerrasen, Ruderalflächen, Wald, Gebüsch und Schlagfluren.
Vorkommen von 11 Amphibienarten. Darunter die stark bedrohten Arten Kammmolch,
Laubfrosch und Geburtshelferkröte.
Zahlreiche Säugetier-, Vogel- und Insektenarten in diesen verschiedenen Lebensräumen.
Schutzziele: Erhalten der Vielfalt der verschiedenen Lebensraumtypen.
Erhalten der Populationen bedrohter Tier- und Pflanzenarten.
Schutz- und Pflegemassnahmen: Verhindern der Verlandung der stehenden Gewässer
durch regelmässiges Zurückschneiden der Ufervegetation und Ausräumung der Schlammablagerungen. Periodische Auslichtung von dichtem Gebüsch und Jungwaldbeständen.
Regelmässige Mahd der Magerrasen (2-mal jährlich). Regelmässiges Zurückschneiden
der Vegetation auf den Ruderalflächen alle 2 bis 3 Jahre.
Zuständigkeit: Stiftung Herzogenmatt mit Unterstützung der Einwohnergemeinde Binningen
Naturschutzzone Holzmatt (Nr. 2)
Bedeutung: Lokal (als Potenzial)
Kurzbeschreibung: Auf der Fläche befinden sich aktuell Familiengärten.
Nach der Aufgabe der Familiengärten ist eine Überführung der Fläche in eine Naturschutzzone geplant. Dabei sind die folgenden Lebensraumtypen vorzusehen: frei fliessender Bachlauf, vegetationsfreie Kiesbänke, Ufervegetation, temporäre stehende Gewässer, Gebüschgruppen, Quellbäche.
Schutzziele: Das Naturschutzgebiet bezweckt ein Nebeneinander aus freifliessendem
Bachlauf, vegetationsfreien Kiesbänken, Ufervegetation, temporären stehendern Gewässern, Gebüschgruppen, Quellbächen. Der Dorenbach wird in diesem Bereich ökologisch
aufgewertet und kann teilweise die natürlichen Funktionen der Fliessgewässer wieder
erfüllen: z. B. Dynamik des Entstehens und Verschwindens von Lebensräumen, Verzögerung des Abflusses, Anbindung von seitlichen Quellbächen.
Schutz- und Pflegemassnahmen: Umwandlung in einen naturnahen Überschwemmungsbereich für den Dorenbach. Regelmässige Mahd der Hochstauden in der Ufervegetation,
periodisches Zurückschneiden der Sträucher und Mahd der Säume.
Zuständigkeit: Einwohnergemeinde Binningen
Robust und zugleich flexibel: Die Evolutionsgeschichte des Gehirns
Die Politik muss sich internationalisieren und dabei demokratisch
und gem. § 331 Abs. 2 ASVG - Österreichische Ärztekammer
ZIF 8(2-3), 2003. Rezension von U. Engel: Kurze
ZIF 6(3), 2002. U. Zeuner: Kulturelle Aspekte von Werbetexten im
Zonenreglement - Gemeinde Binningen
Zonenreglement_Genehmigungsexemplar
ZIF 9(1), 2004. Rezension von H.-J. Markowitsch: Dem Gedächtnis
ZIF 4(3), 2000. H. Mitschian: Vom Behaviorismus zum
1 Allgemeine Geschäftsbedingungen der Marketing GmbH (FN
Rückblick Review
A: Pölfing-Brunn - Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg
Beitrag im Volltext - Schutzverband gegen den unlauteren Wettbewerb
bauten auf zeit, mobile räume - arb-nw
Protokollen und Vereinbarungen