Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%20213/83
Timestamp: 2019-11-16 21:40:39
Document Index: 231799088

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9', '§ 11', 'BGH', '§ 3', 'BGH', '§ 242', '§ 314', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 8', 'BGH', '§ 4', '§ 305', 'BGH', 'BGH', '§ 305', 'BGH', 'BGH']

BGH, 19.09.1985 - III ZR 213/83 - dejure.org
https://dejure.org/1985,99
BGH, 19.09.1985 - III ZR 213/83 (https://dejure.org/1985,99)
BGH, Entscheidung vom 19.09.1985 - III ZR 213/83 (https://dejure.org/1985,99)
BGH, Entscheidung vom 19. September 1985 - III ZR 213/83 (https://dejure.org/1985,99)
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Allgemeine Geschäftsbedingungen - Kreditvertrag - Stundung - Sofortige Fälligkeit des Ratenkredits - Zahlungsverzug - Zwei volle Raten - Schufa-Klausel
Unzulässigkeit der AGB-mäßigen Vereinbarung einer uneingeschränkten Kreditdatenübermittlung (Schufa-Klausel)
Zur Zulässigkeit der Übermittlung von Kundendaten an die "Schufa"
AGBG § 9, § 11 Nr. 6
Entgegen einer in der Literatur vertretenen Ansicht (…Canaris, in: Großkomm. HGB 4. Aufl. Bankvertragsrecht I Rdn. 72; Petersen, Das Bankgeheimnis zwischen Individualschutz und Institutionenschutz, S. 92) kann auch der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 19. September 1985 (III ZR 213/83, BGHZ 95, 362, 367) nichts anderes entnommen werden.
Formularmäßig erteilte Einwilligungen zur Erhebung oder Verarbeitung von Daten, zu der insbesondere auch die Übermittlung der erhobenen Daten an Dritte gehört (§ 3 Abs. 4 Satz 1 und 2 Nr. 3 BDSG), dürfen nicht pauschal gefaßt, sondern müssen hinreichend konkret formuliert sein (vgl. Senatsurteil BGHZ 95, 362, 368).
Darlehensverträge können zwar wie alle Dauerschuldverhältnisse gemäß § 242 BGB (vgl. auch den im vorliegenden Fall noch nicht anwendbaren § 314 Abs. 1 BGB n.F.) aus wichtigem Grund gekündigt werden (BGHZ 95, 362, 372).
Dabei sind auch datenschutzrechtliche Bestimmungen, die inhaltliche Anforderungen stellen, zu berücksichtigen (vgl. BGHZ 95, 362, 364 f.; BGH NJW 2003, 1237, 1240).
Formelle Mängel, die ohne inhaltliche Änderung durch eine andere äußere Gestaltung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen behoben werden können, rechtfertigen nicht ein inhaltsbezogenes Klauselverbot nach § 8 Nr. 3 UKlaG (vgl. BGHZ 95, 362, 366;… Schaffland/Wiltfang, BDSG, § 4a, Rdn. 31).
Eine allgemeine Geschäftsbedingung im Sinne von § 305 Abs. 1 BGB liegt vor, wenn ein allgemeiner Hinweis nach seinem objektiven Wortlaut bei den Empfängern den Eindruck hervorruft, es solle damit der Inhalt eines vertraglichen Rechtsverhältnisses geregelt werden (vgl. BGHZ 133, 184, 188; vgl. auch BGHZ 95, 362, 363 f).
Wie bereits erörtert, liegt eine allgemeine Geschäftsbedingung im Sinne von § 305 Abs. 1 BGB vor, wenn ein allgemeiner Hinweis nach seinem objektiven Wortlaut bei den Empfängern den Eindruck hervorruft, es solle damit der Inhalt eines vertraglichen Rechtsverhältnisses geregelt werden (vgl. BGHZ 133, 184, 188; vgl. auch BGHZ 95, 362, 363 f.).
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