Source: https://blog.esche.de/autoren/carolin-linusson-brandt/
Timestamp: 2020-04-04 07:35:33
Document Index: 174213284

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

carolin.linusson-brandt@esche.de
Carolin Linusson-Brandt unterstützt als Rechtsanwältin das arbeitsrechtliche Team bei Esche Schümann Commichau. Frau Linusson-Brandt absolvierte ihr Studium an der Universität Hamburg und durchlief ihr Referendariat am Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg mit Stationen u. a. in Brüssel.
Der EuGH hat im Mai 2019 mit seiner Entscheidung, dass Arbeitgeber nicht nur die individuell geleisteten Überstunden, sondern vielmehr lückenlos die gesamte tägliche Arbeitszeit eines jeden Arbeitnehmers zu dokumentieren haben, für Aufsehen gesorgt. Die Entscheidung des EuGH und ihre möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaftswelt wurden in der (Fach-)Presse viel diskutiert. Auch wir haben uns bereits mit verschiedenen Fragestellungen in diesem Zusammenhang beschäftigt.
BAG und EuGH sagen „Ja“ zur Kürzung von Urlaub während der Elternzeit
Der gesetzliche Urlaubsanspruch nach dem BUrlG besteht auch für Beschäftigte in Elternzeit. Arbeitgebern ist es allerdings möglich, diesen Urlaubsanspruch zu kürzen. Das BAG hat nunmehr klargestellt, dass diese Kürzungsmöglichkeit mit dem Unionsrecht vereinbar ist.
Neues vom EuGH: Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser!
Bislang waren Arbeitgeber in Deutschland lediglich verpflichtet, die anfallenden Überstunden und die Sonn- und Feiertagsarbeit zu dokumentieren. Diese Differenzierung zwischen unterschiedlichen Arbeitszeiten dürfte nunmehr passé sein. Denn der EuGH hat jüngst entschieden, dass Arbeitgeber dazu verpflichtet sind, über die Aufzeichnung der Überstunden- und Sonn- und Feiertagsarbeit hinaus ein System vorzuhalten, mit dem die tägliche individuelle Arbeitszeit eines jeden Arbeitnehmers lückenlos dokumentiert wird (EuGH v. 14.05.2019 – C-55/18).