Source: https://www.lexetius.com/BauGB/27a
Timestamp: 2018-04-26 05:45:18
Document Index: 119999406

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 24', '§ 24', '§ 28', '§ 102', '§ 28', '§ 27', '§ 27', '§ 28']

§ 27a BauGB. Ausübung des Vorkaufsrechts zugunsten Dritter
[Titelei] [Inhalt] [Quellen] [<] § 27a BauGB [>]
Dritter Abschnitt. Gesetzliche Vorkaufsrechte der Gemeinde[…]
Paragraf 27a. Ausübung des Vorkaufsrechts zugunsten Dritter
1§ 27a. Ausübung des Vorkaufsrechts zugunsten Dritter.
(1) [1] Die Gemeinde kann
21. ihr Vorkaufsrecht zugunsten eines Dritten ausüben, wenn der Dritte zu der mit der Ausübung des Vorkaufsrechts bezweckten Verwendung des Grundstücks innerhalb angemessener Frist in der Lage ist und sich hierzu verpflichtet, oder
32. das ihr nach § 24 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 zustehende Vorkaufsrecht zugunsten eines öffentlichen Bedarfs- oder Erschließungsträgers sowie das ihr nach § 24 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 zustehende Vorkaufsrecht zugunsten eines Sanierungs- oder Entwicklungsträgers ausüben, wenn der Träger einverstanden ist.
[2] In den Fällen der Nummer 1 hat die Gemeinde bei der Ausübung des Vorkaufsrechts zugunsten eines Dritten die Frist, in der das Grundstück für den vorgesehenen Zweck zu verwenden ist, zu bezeichnen.
(2) [1] Mit der Ausübung des Vorkaufsrechts kommt der Kaufvertrag zwischen dem Begünstigten und dem Verkäufer zustande. [2] Die Gemeinde haftet für die Verpflichtung aus dem Kaufvertrag neben dem Begünstigten als Gesamtschuldnerin.
(3) [1] Für den von dem Begünstigten zu zahlenden Betrag und das Verfahren gilt § 28 Abs. 2 bis 4 entsprechend. 4[2] Kommt der Begünstigte seiner Verpflichtung nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 nicht nach, soll die Gemeinde in entsprechender Anwendung des § 102 die Übertragung des Grundstücks zu ihren Gunsten oder zugunsten eines Übernahmewilligen verlangen, der zur Verwirklichung des Verwendungszwecks innerhalb angemessener Frist in der Lage ist und sich hierzu verpflichtet. [3] Für die Entschädigung und das Verfahren gelten die Vorschriften des Fünften Teils über die Rückenteignung entsprechend. [4] Die Haftung der Gemeinde nach § 28 Abs. 3 Satz 7 bleibt unberührt.
[1. Januar 2002–20. September 2013]
[1. Januar 1998–1. Januar 2002]
1. 1. Januar 1998: Artt. 1 Nr. 24, 11 Abs. 1 des Gesetzes vom 18. August 1997.
2. 20. September 2013: Artt. 1 Nr. 14 Buchst. a, 3 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2013.
3. 1. Januar 1998: Artt. 4 Nr. 3, 5 Abs. 1 des Gesetzes vom 15. Dezember 1997.
4. 20. September 2013: Artt. 1 Nr. 14 Buchst. b, 3 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2013.
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