Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202003,%203620
Timestamp: 2019-07-21 05:43:30
Document Index: 212653690

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 661', '§ 661', 'Art. 103', '§ 661', 'Art. 2', '§ 661', '§ 661', '§ 661', 'Art. 103', '§ 661', '§ 661', '§ 661', '§ 661', '§ 661', '§ 661', '§ 661', '§ 661', '§ 661', 'Art. 2', 'Art. 103', 'Art. 103', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 661', '§ 661', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 27', 'BGH']

BGH, 16.10.2003 - III ZR 106/03 - dejure.org
https://dejure.org/2003,312
BGH, 16.10.2003 - III ZR 106/03 (https://dejure.org/2003,312)
BGH, Entscheidung vom 16.10.2003 - III ZR 106/03 (https://dejure.org/2003,312)
BGH, Entscheidung vom 16. Januar 2003 - III ZR 106/03 (https://dejure.org/2003,312)
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"Es sind 9000 DM! Ja, 9000 DM in bar!"
§ 661a BGB ist nicht verfassungswidrig, § 661a BGB stellt keine strafähnliche Sanktion iSv Art. 103 Abs. 3 GG dar (Hinweis: Verfassungsbeschwerde hiergegen erfolglos: BVerfG, Beschluß vom 5.1.04, Az. 1 BvR 2518/03)
BGB § 661a GG Art. 2 Abs. 1, 12 Abs. 1, 20 Abs. 3, 103 Abs. 2 und 3
Gewinnzusagen nach § 661a BGB sind verfassungsgemäß und verbindlich
Erfüllungsanspruch aus Gewinnmitteilungen (§ 661a BGB): Rechtliche Qualifikation als einseitiges Rechtsgeschäft oder geschäftsähnliche Handlung; Verfassungskonformität von § 661a BGB; Begriff der "Strafe" i.S.v. Art. 103 Abs. 2 GG; Abgrenzung zum Strafschadensersatz ("punitive damages")
§ 661a BGB (Gewinnzusage) ist kein allgemeines Strafgesetz
Internationale Zuständigkeit für Verbraucherschutz; Verfassungsmäßigkeit des § 661 a BGB; Sinn und Zweck des § 661 a BGB; Qualifikation des § 661 a BGB als Strafschadensersatz; Oualifikation des § 661 a BGB als zivilrechtlicher Anspruch
Gewinnspiele - § 661a BGB ist nicht verfassungswidrig
Grenzüberschreitender Versandhandel - Gewinnzusagen bei Bestellung von Waren
§ 661a BGB ist nicht verfassungswidrig
Gewinnzusagen-Regelung rechtmäßig
Verbindlichkeit von Gewinnzusagen nach § 661a BGB
BGB § 661a; GG Art. 2, 12, 20 Abs. 3, Art. 103 Abs. 2, 3
Zudem geht es im Streitfall nicht um eine straf- oder bußgeldrechtliche Sanktion, sondern um einen zivilrechtlichen Anspruch, für den der Bestimmtheitsgrundsatz des Art. 103 Abs. 2 GG ohnehin nicht gilt (vgl. BGH, Urt. v. 16.10.2003 - III ZR 106/03, WRP 2004, 107, 109, m.w.N.).
So liegt es hier: In der ausschließlichen Berufung beider Parteien auf deutsche Rechtsvorschriften liegt eine nachträglich im Rechtsstreit erfolgte stillschweigende Vereinbarung der Geltung deutschen Rechts [st. Rspr., vgl. BGH Urt. v. 15.10.1998 - I ZR 69/96 - Rn. 11; Urt. v. 16.10.2003 - III ZR 106/03 - Rn. 25; Urt. 4.5.2004 - XI ZR 40/03 - Rn. 25].
Dies rechtfertigt die Annahme, dass sich die Parteien jedenfalls stillschweigend auf die Geltung deutschen Rechts verständigt haben (vgl. BGH, Urteil vom 16. Oktober 2003 - III ZR 106/03, NJW 2003, 3620; Urteil vom 4. Mai 2004 - XI ZR 40/03, NJW 2004, 2523, 2524).
Auf das Senatsurteil vom 16. Oktober 2003 (III ZR 106/03 - NJW 2003, 3620 f) und den hierzu ergangenen Nichtannahmebeschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 5. Januar 2004 (1 BvR 2518/03) wird Bezug genommen.
Es erschien deshalb erforderlich, diese Vorschriften durch zivilrechtliche - dem Vertrags- oder dem Deliktsrecht zuzuordnende - Ansprüche zu unterlegen; der Unternehmer sollte beim Wort genommen werden, um den Mißbrauch abzustellen (vgl. Senatsurteile BGHZ 153, 82, 90 f und vom 16. Oktober 2003 - III ZR 106/03 - NJW 2003, 3620 f jeweils m.w.N.).
a) das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 16. Oktober 2003 - III ZR 106/03 -,.
Die Verfassungsbeschwerde betrifft § 661 a BGB in der Auslegung durch die Zivilgerichte, insbesondere durch das angegriffene Urteil des Bundesgerichtshofs vom 16. Oktober 2003 (NJW 2003, S. 3620).
Die Vorschrift des § 661 a BGB ist mit dem Grundgesetz vereinbar und nicht verfassungswidrig (BGH NJW 2003, 3620).
Es kann deshalb dahinstehen, ob die Gewinnzusage als einseitiges Rechtsgeschäft des Versenders, als geschäftsähnliche Handlung oder als Begründung eines gesetzlichen Schuldverhältnisses angesehen werden muss (zur zivilrechtlichen Einordnung vgl. BGH NJW 2003, 3620, 3621 mit ausf. weit. Literaturnachweisen).
Weil die Vorschriften des Gesetzes über den unlauteren Wettbewerb diese allgemein als unzulässig ­ weil wettbewerbswidrig ­ angesehenen Gewinnzusagen nicht hatten zurückdrängen können, hat es der Gesetzgeber als erforderlich angesehen, "den Unternehmer beim Wort zu nehmen", um diesen Wettbewerbsmissbrauch abzustellen (vgl. BT-Drucks. 14/2920 S. 15; Drucks. 14/3195, Bl. 33, 34;… Drucks. 14/2658, S. 48/49; vgl. auch BGH NJW 2003, 3620, 3621).
Dies rechtfertigt die Annahme, dass die Parteien sich jedenfalls im Rechtsstreit stillschweigend auf die Geltung deutschen Rechts verständigt haben (BGH…, Urteil vom 09.12.1998, IV ZR 306/97, zitiert nach juris, Rn. 11; BGH, Urteil vom 16.10.2003, III ZR 106/03, zitiert nach juris, Rn. 24;… vgl. auch Palandt - Thorn, BGB, 68. Auflage 2009, (IPR) EGBGB Art. 27 Rn. 7).
Ziel der Einführung war es, der verbreiteten und wettbewerbsrechtlich unzulässigen Praxis entgegenzuwirken, dass Unternehmen Verbrauchern Mitteilungen über angebliche Gewinne übersenden, um sie zur Bestellung von Waren zu veranlassen, die Gewinne auf Nachfrage aber nicht aushändigen (BGH, Urteil vom 28.11.2002, Az: III ZR 102/02 unter II.2.c = NJW 2003, 426; Urteil vom 16.10.2003, Az: III ZR 106/03 unter II.2.c.aa = NJW 2003, 3620).
OLG Celle, 05.02.2004 - 4 U 195/03
Gewinnzusage: Geltung einschränkender Vergabebedingungen
OLG Köln, 08.06.2004 - 9 U 129/03
Bestehen eines Zahlungsanspruchs aus einer Rechtsschutzversicherung; Rechtliche …