Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%2069/01
Timestamp: 2019-07-18 16:39:28
Document Index: 131334533

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 15', '§ 256', '§ 51', '§ 15', '§ 46', '§ 256', '§ 246', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 51', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.11.2002 - II ZR 69/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,671
BGH, 25.11.2002 - II ZR 69/01 (https://dejure.org/2002,671)
BGH, Entscheidung vom 25.11.2002 - II ZR 69/01 (https://dejure.org/2002,671)
BGH, Entscheidung vom 25. November 2002 - II ZR 69/01 (https://dejure.org/2002,671)
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GmbHG §§ 15 Abs. 5, 46, 51 Abs. 3; ZPO § 256
Kompetenz der Gesellschafterversammlung einer GmbH - Satzungsauslegende Beschlüsse - Satzungskonformität einer Geschäftsanteilsveräußerung - Erstreckung der Rechtskraft eines Feststellungsurteils über die Auslegung der Satzung einer GmbH - Rüge eines Einberufungsmangels oder Ankündigungsmangels nach der Abstimmung über einen Gesellschafterbeschluss - Heilungswirkung des § 51 Abs. 3 GmbHG
Zuständigkeit der Gesellschafterversammlung einer GmbH für Beschlüsse über die Satzungskonformität bestimmter Maßnahmen
Zur Frage der gerichtlichen Überprüfbarkeit satzungsauslegender Beschlüsse der Gesellschafterversammlung einer GmbH; zur Reichweite der Rechtskraft eines über die Auslegung der Satzung zwischen Gesellschaftern ergangenen Urteils
GmbHG § 15 Abs. 5 §§ 46 51 Abs. 3; ZPO § 256
Einberufungsmängel, Gesellschafter, Satzungsdurchbrechung, Vollversammlung, Zustimmung
Zulässigkeit der Feststellungsklage gegen satzungsauslegenden Beschluss
Zusammenfassung von "Individualisierung sowie Über- und Unterschreitung des Unternehmensgegenstandes" von RA Dr. Sebastian Blasche, original erschienen in: DB 2011, 517 - 522.
NJW-RR 2003, 826
ZIP 2003, 116
MDR 2003, 277 (Ls.)
DNotZ 2003, 221
WM 2003, 195
BB 2003, 171
DB 2003, 88
NZG 2003, 127
Sie sind - wie sonstige Gesellschafterbeschlüsse - auf Anfechtungs- oder Nichtigkeitsklage eines Gesellschafters entsprechend §§ 246, 249 AktG gerichtlich überprüfbar (BGH, Urteil vom 25. November 2002 - II ZR 69/01, ZIP 2003, 116, 118).
Hiergegen spricht schon der Umstand, dass die Beschlüsse zu TOP 4 und 5 förmlich gefasst worden sind und das Abstimmungsergebnis vom Versammlungsleiter förmlich festgestellt worden ist (vgl. BGH, Urteil vom 25. November 2002 - II ZR 69/01, ZIP 2003, 116, 118).
Der Regelungscharakter innerhalb der Gesellschaft genügt jedenfalls, um ein Interesse des Gesellschafters an der Feststellung der Unwirksamkeit solcher Beschlüsse zu rechtfertigen (BGH, Urteil vom 25. November 2002 - II ZR 69/01, ZIP 2003, 116, 118).
Dafür spricht schon der Umstand, dass die Beschlüsse förmlich gefasst worden sind und das Abstimmungsergebnis vom Versammlungsleiter förmlich festgestellt und protokolliert worden ist (vgl. BGH, Urteil vom 25. November 2002 - II ZR 69/01, ZIP 2003, 116, 118;… Urteil vom 7. Februar 2012 - II ZR 230/09, ZIP 2012, 917 Rn. 25).
Dieser Regelungscharakter innerhalb der Gesellschaft genügt jedenfalls, um ein Interesse des Klägers an der Feststellung der Unwirksamkeit der Beschlüsse zu rechtfertigen (vgl. BGH, Urteil vom 25. November 2002 - II ZR 69/01, ZIP 2003, 116, 118;… Urteil vom 7. Februar 2012 - II ZR 230/09, ZIP 2012, 917 Rn. 25).
Die Ankündigung muss so deutlich sein, dass sich die Gesellschafter auf die Erörterung und Beschlussfassung vorbereiten können und sie vor einer "Überrumpelung" geschützt werden (BGH, Urteil vom 25. November 2002 - II ZR 69/01 -, Rn. 23, juris).
Dies ist aber im Rahmen der Begründetheitsprüfung zu klären, da die Zulässigkeit der Klage nicht von ihrer Begründetheit abhängen kann (vgl. BGH, BB 2003, 171 [juris Rn. 16]).
Gegen eine bloße Meinungsäußerung spricht schon, dass die Gesellschafter einen förmlichen Gesellschafterbeschluss gefasst haben, der vom Versammlungsleiter festgestellt wurde (vgl. BGH, BB 2003, 171 [juris Rn. 18]).
Ein solches Vorgehen spricht gegen eine bloße Meinungsäußerung (vgl. BGH, BB 2003, 171 [juris Rn. 18]).
Um dem Schutzzweck des § 51 Abs. 2, 4 GmbHG - nämlich den Schutz aller Gesellschafter vor Überraschung und Überrumpelung (vgl. BGH, Urteil vom 25.11.2002, Az. II ZR 69/01, III 1 b) - zu genügen, ist ausreichend, wenn klar ist, was gemeint ist, sodass unter Umständen auch eine allgemeine Formulierung oder Bezugnahme auf frühere Versammlungen hinreichend ist.
BGH, 20.03.2018 - II ZR 336/16
Zurückweisung einer Nichtzulassungsbeschwerde; Kündigung eines …