Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BVerfG_07_06_2016_1_BvR_1152_16_Subsidiaritaet_der_Verfassun-d7588271.html
Timestamp: 2017-01-18 19:01:54
Document Index: 16898512

Matched Legal Cases: ['§ 40', 'Art. 103', '§ 90', '§ 93', '§ 93', '§ 40', 'Art. 103', '§ 90', '§ 23', '§ 92', '§ 90', '§ 93']

BVerfG, 07.06.2016 - 1 BvR 1152/16 - Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde | Urteile auf anwalt24.de
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BVerfG, 07.06.2016 - 1 BvR 1152/16 - Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde
BundesverfassungsgerichtBeschl. v. 07.06.2016, Az.: 1 BvR 1152/16Gericht: BVerfGEntscheidungsform: BeschlussDatum: 07.06.2016Referenz: JurionRS 2016, 17995Aktenzeichen: 1 BvR 1152/16 Verfahrensgang:vorgehend:OLG München - 20.04.2016 - AZ: 30 UF 1478/15AG Nördlingen - 17.09.2015 - AZ: 002 F 609/13Rechtsgrundlagen:§ 40 Abs. 3 GOBVerfGArt. 103 Abs. 1 GG§ 90 Abs. 2 S. 1 BVerfGGIn dem Verfahrenüberdie Verfassungsbeschwerdeder Frau S...,- Bevollmächtigter: Rechtsanwalt Prof. Dr. Hans-Walter Forkel, LL.M.,Königsbrücker Straße 58, 01099 Dresden -gegen a) den Beschluss des Oberlandesgerichts München vom 20. April 2016 - 30 UF 1478/15 -,b) den Beschluss des Amtsgerichts Nördlingen vom 17. September 2015 - 002 F 609/13 -und Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnunghat die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durchden Vizepräsidenten Kirchhof,den Richter Eichbergerund die Richterin Britzgemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung derBekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473)am 7. Juni 2016 einstimmig beschlossen:Tenor:Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.Mit der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde wird der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegenstandslos (§ 40 Abs. 3 GOBVerfG).Gründe1Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen. Die Verfassungsbeschwerde ist unzulässig. Die Beschwerdeführerin rügt ausdrücklich eine Verletzung rechtlichen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 GG), ohne aber gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts eine Anhörungsrüge erhoben zu haben, was insoweit zur Erschöpfung des Rechtswegs erforderlich gewesen wäre (§ 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG). Da auch die weiteren von der Beschwerdeführerin gerügten Grundrechtsverstöße denselben Streitgegenstand betreffen, wie die der Sache nach geltend gemachte Gehörsverletzung, ist die Verfassungsbeschwerde insgesamt schon wegen der Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde unzulässig (vgl. BVerfGE 134, 106 <113>).2Zudem genügt die Verfassungsbeschwerde nicht den Anforderungen der § 23 Abs. 1 Satz Halbsatz 2 1, § 92 BVerfGG. Ihre Begründung lässt eine Verletzung von Rechten im Sinne des § 90 Abs. 1 BVerfGG inhaltlich nicht nachvollziehbar erkennen, zumal wesentliche, für die Beurteilung des Sachverhalts notwendige Unterlagen nicht vorgelegt worden sind (zu den Substantiierungsanforderungen vgl. nur BVerfGE 78, 320 [BVerfG 15.06.1988 - 1 BvR 1301/86] <329>; 99, 84 <87>; 115, 166 <179 f.>; 130, 1 <21>; stRspr).3Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz BVerfGG abgesehen.4Diese Entscheidung ist unanfechtbar.KirchhofEichbergerBritzHinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.