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Timestamp: 2018-07-17 06:16:59
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Matched Legal Cases: ['Art. 19', 'Art. 5', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 19', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 19', 'Art. 2', 'Art. 8', 'Art. 2', 'Art. 4', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 52', 'Art. 111', 'Art. 1', 'Art. 19', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 7', 'Art. 11', 'Art. 1', 'Art. 52', 'Art. 111', 'Art. 2', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 1', 'Art. 7', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 1', 'Art. 7', 'Art. 7', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 19']

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1 Gesamtes Gesetz Amtliche Abkürzung: LPartG Ausfertigungsdatum: Gültig ab: Dokumenttyp: Gesetz Quelle: Fundstelle: BGBl I 2001, 266 FNA: FNA Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft Lebenspartnerschaftsgesetz Zum aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft Stand: Zuletzt geändert durch Art. 19 G v I 2010 (+++ Textnachweis ab: ) Das G wurde als Artikel 1 G v I 266 (LPartEDiskrG) vom Bundestag beschlossen. Es ist gem. Art. 5 dieses G am in Kraft getreten. Das G idf d. G v I 3513 ist gem. BVerfGE v I 3197 (1 BvF 1/01, 1 BvF 2/01) mit dem GG vereinbar. Abschnitt 1 Begründung der Lebenspartnerschaft 1 Form und Voraussetzungen (1) 1 Zwei Personen gleichen Geschlechts, die gegenüber dem Standesbeamten persönlich und bei gleichzeitiger Anwesenheit erklären, miteinander eine Partnerschaft auf Lebenszeit führen zu wollen (Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner), begründen eine Lebenspartnerschaft. 2 Die Erklärungen können nicht unter einer Bedingung oder Zeitbestimmung abgegeben werden. (2) 1 Der Standesbeamte soll die Lebenspartner einzeln befragen, ob sie eine Lebenspartnerschaft begründen wollen. 2 Wenn die Lebenspartner diese Frage bejahen, soll der Standesbeamte erklären, dass die Lebenspartnerschaft nunmehr begründet ist. 3 Die Begründung der Lebenspartnerschaft kann in Gegenwart von bis zu zwei Zeugen erfolgen. (3) Eine Lebenspartnerschaft kann nicht wirksam begründet werden 1. mit einer Person, die minderjährig oder mit einer dritten Person verheiratet ist oder bereits mit einer anderen Person eine Lebenspartnerschaft führt; 2. zwischen Personen, die in gerader Linie miteinander verwandt sind; 3. zwischen vollbürtigen und halbbürtigen Geschwistern; - Seite 1 von 9 -
2 4. wenn die Lebenspartner bei der Begründung der Lebenspartnerschaft darüber einig sind, keine Verpflichtungen gemäß 2 begründen zu wollen. (4) 1 Aus dem Versprechen, eine Lebenspartnerschaft zu begründen, kann kein Antrag auf Begründung der Lebenspartnerschaft gestellt werden Abs. 2 und die 1298 bis 1302 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gelten entsprechend. 1 Abs. 1: IdF d. Art. 2 Abs. 18 Nr. 1 Buchst. a G v I 122 mwv Abs. 2: Eingef. durch Art. 2 Abs. 18 Nr. 1 Buchst. b G v I 122 mwv Abs. 3: Früher Abs. 2 gem. Art. 2 Abs 18 Nr. 1 Buchst. c G v I 122 mwv Abs. 3 Nr. 1: IdF d. Art. 19 Nr. 1 Buchst. a G v I 2010 mwv Abs. 4 (früher Abs. 3): Eingef. durch Art. 1 Nr. 1 Buchst. b G v I 3396 mwv ; jetzt Abs. 4 gem. Art. 2 Abs. 18 Nr. 1 Buchst. c G v I 122 mwv Abs. 4 Satz 1: IdF d. Art. 19 Nr. 1 Buchst. b G v I 2010 mwv Abschnitt 2 Wirkungen der Lebenspartnerschaft 2 Partnerschaftliche Lebensgemeinschaft 1 Die Lebenspartner sind einander zu Fürsorge und Unterstützung sowie zur gemeinsamen Lebensgestaltung verpflichtet. 2 Sie tragen füreinander Verantwortung. 3 Lebenspartnerschaftsname (1) 1 Die Lebenspartner können einen gemeinsamen Namen (Lebenspartnerschaftsnamen) bestimmen. 2 Zu ihrem Lebenspartnerschaftsnamen können die Lebenspartner durch Erklärung gegenüber dem Standesamt den Geburtsnamen oder den zur Zeit der Erklärung über die Bestimmung des Lebenspartnerschaftsnamens geführten Namen eines der Lebenspartner bestimmen. 3 Die Erklärung über die Bestimmung des Lebenspartnerschaftsnamens soll bei der Begründung der Lebenspartnerschaft erfolgen. 4 Wird die Erklärung später abgegeben, muss sie öffentlich beglaubigt werden. (2) 1 Ein Lebenspartner, dessen Name nicht Lebenspartnerschaftsname wird, kann durch Erklärung gegenüber dem Standesamt dem Lebenspartnerschaftsnamen seinen Geburtsnamen oder den zur Zeit der Erklärung über die Bestimmung des Lebenspartnerschaftsnamens geführten Namen voranstellen oder anfügen. 2 Dies gilt nicht, wenn der Lebenspartnerschaftsname aus mehreren Namen besteht. 3 Besteht der Name eines Lebenspartners aus mehreren Namen, so kann nur einer dieser Namen hinzugefügt werden. 4 Die Erklärung kann gegenüber dem Standesamt widerrufen werden; in diesem Fall ist eine erneute Erklärung nach Satz 1 nicht zulässig. 5 Die Erklärung, wenn sie nicht bei der Begründung der Lebenspartnerschaft gegenüber einem deutschen Standesamt abgegeben wird, und der Widerruf müssen öffentlich beglaubigt werden. (3) 1 Ein Lebenspartner behält den Lebenspartnerschaftsnamen auch nach der Beendigung der Lebenspartnerschaft. 2 Er kann durch Erklärung gegenüber dem Standesamt seinen Geburtsnamen oder den Namen wieder annehmen, den er bis zur Bestimmung des Lebenspartnerschaftsnamens geführt hat, oder dem Lebenspartnerschaftsnamen seinen Geburtsnamen oder den bis zur Bestimmung des Lebenspartnerschaftsnamens geführten Namen voranstellen oder anfügen. 3 Absatz 2 gilt entsprechend. (4) Geburtsname ist der Name, der in die Geburtsurkunde eines Lebenspartners zum Zeitpunkt der Erklärung gegenüber dem Standesamt einzutragen ist. (5) (weggefallen) 3 Abs. 1 u. 2: IdF d. Art. 2 Abs. 18 Nr. 2 G v I 122 mwv Seite 2 von 9 -
3 3 Abs. 2 Satz 5: IdF d. Art. 8 G v I 1122 mwv Abs. 3 u. 4: IdF d. Art. 2 Abs. 18 Nr. 2 G v I 122 mwv Abs. 5: Aufgeh. durch Art. 4 Abs. 2 G v I 203 mwv Umfang der Sorgfaltspflicht Die Lebenspartner haben bei der Erfüllung der sich aus dem lebenspartnerschaftlichen Verhältnis ergebenden Verpflichtungen einander nur für diejenige Sorgfalt einzustehen, welche sie in eigenen Angelegenheiten anzuwenden pflegen. 5 Verpflichtung zum Lebenspartnerschaftsunterhalt 1 Die Lebenspartner sind einander verpflichtet, durch ihre Arbeit und mit ihrem Vermögen die partnerschaftliche Lebensgemeinschaft angemessen zu unterhalten Satz 2, die 1360a, 1360b und 1609 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gelten entsprechend. 5 bis 7: IdF d. Art. 1 Nr. 2 G v I 3396 mwv Satz 2: IdF d. Art. 2 Nr. 1 G v I 3189 mwv Güterstand 1 Die Lebenspartner leben im Güterstand der Zugewinngemeinschaft, wenn sie nicht durch Lebenspartnerschaftsvertrag ( 7) etwas anderes vereinbaren Abs. 2 und die 1364 bis 1390 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gelten entsprechend. 5 bis 7: IdF d. Art. 1 Nr. 2 G v I 3396 mwv Lebenspartnerschaftsvertrag 1 Die Lebenspartner können ihre güterrechtlichen Verhältnisse durch Vertrag (Lebenspartnerschaftsvertrag) regeln. 2 Die 1409 bis 1563 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gelten entsprechend. 5 bis 7: IdF d. Art. 1 Nr. 2 G v I 3396 mwv Sonstige vermögensrechtliche Wirkungen (1) 1 Zugunsten der Gläubiger eines der Lebenspartner wird vermutet, dass die im Besitz eines Lebenspartners oder beider Lebenspartner befindlichen beweglichen Sachen dem Schuldner gehören. 2 Im Übrigen gilt 1362 Abs. 1 Satz 2 und 3 und Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs entsprechend. (2) 1357 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt entsprechend. 8 Abs. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 3 G v I 3396 mwv Regelungen in Bezug auf Kinder eines Lebenspartners (1) 1 Führt der allein sorgeberechtigte Elternteil eine Lebenspartnerschaft, hat sein Lebenspartner im Einvernehmen mit dem sorgeberechtigten Elternteil die Befugnis zur Mitentscheidung in Angelegenheiten des täglichen Lebens des Kindes Abs. 2 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt entsprechend. (2) Bei Gefahr im Verzug ist der Lebenspartner dazu berechtigt, alle Rechtshandlungen vorzunehmen, die zum Wohl des Kindes notwendig sind; der sorgeberechtigte Elternteil ist unverzüglich zu unterrichten. - Seite 3 von 9 -
4 (3) Das Familiengericht kann die Befugnisse nach Absatz 1 einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist. (4) Die Befugnisse nach Absatz 1 bestehen nicht, wenn die Lebenspartner nicht nur vorübergehend getrennt leben. (5) 1 Der Elternteil, dem die elterliche Sorge für ein unverheiratetes Kind allein oder gemeinsam mit dem anderen Elternteil zusteht, und sein Lebenspartner können dem Kind, das sie in ihren gemeinsamen Haushalt aufgenommen haben, durch Erklärung gegenüber dem Standesamt ihren Lebenspartnerschaftsnamen erteilen Satz 2 bis 6 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt entsprechend. (6) 1 Nimmt ein Lebenspartner ein Kind allein an, ist hierfür die Einwilligung des anderen Lebenspartners erforderlich Abs. 1 Satz 2 und 3 sowie Abs. 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt entsprechend. (7) 1 Ein Lebenspartner kann ein Kind seines Lebenspartners allein annehmen. 2 Für diesen Fall gelten die 1742, 1743 Satz 1, 1751 Abs. 2 und 4 Satz 2, 1754 Abs. 1 und 3, 1755 Abs. 2, 1756 Abs. 2, 1757 Abs. 2 Satz 1 und 1772 Abs. 1 Satz 1 Buchstabe c des Bürgerlichen Gesetzbuchs entsprechend. 9 Überschrift: IdF d. Art. 1 Nr. 4 Buchst. a G v I 3396 mwv Abs. 5: Eingef. durch Art. 1 Nr. 4 Buchst. b G v I 3396 mwv Abs. 5 Satz 1: IdF d. Art. 2 Abs. 18 Nr. 3 G v I 122 mwv Abs. 6: Eingef. durch Art. 1 Nr. 4 Buchst. b G v I 3396 mwv Abs. 7: Eingef. durch Art. 1 Nr. 4 Buchst. b G v I 3396 mwv Abs. 7 Satz 2: IdF d. Art. 2 G v I 786 mwv Erbrecht (1) 1 Der überlebende Lebenspartner des Erblassers ist neben Verwandten der ersten Ordnung zu einem Viertel, neben Verwandten der zweiten Ordnung oder neben Großeltern zur Hälfte der Erbschaft gesetzlicher Erbe. 2 Treffen mit Großeltern Abkömmlinge von Großeltern zusammen, so erhält der Lebenspartner auch von der anderen Hälfte den Anteil, der nach 1926 des Bürgerlichen Gesetzbuchs den Abkömmlingen zufallen würde. 3 Zusätzlich stehen ihm die zum lebenspartnerschaftlichen Haushalt gehörenden Gegenstände, soweit sie nicht Zubehör eines Grundstücks sind, und die Geschenke zur Begründung der Lebenspartnerschaft als Voraus zu. 4 Ist der überlebende Lebenspartner neben Verwandten der ersten Ordnung gesetzlicher Erbe, so steht ihm der Voraus nur zu, soweit er ihn zur Führung eines angemessenen Haushalts benötigt. 5 Auf den Voraus sind die für Vermächtnisse geltenden Vorschriften anzuwenden. 6 Gehört der überlebende Lebenspartner zu den erbberechtigten Verwandten, so erbt er zugleich als Verwandter. 7 Der Erbteil, der ihm aufgrund der Verwandtschaft zufällt, gilt als besonderer Erbteil. (2) 1 Sind weder Verwandte der ersten noch der zweiten Ordnung noch Großeltern vorhanden, erhält der überlebende Lebenspartner die ganze Erbschaft. 2 Bestand beim Erbfall Gütertrennung und sind als gesetzliche Erben neben dem überlebenden Lebenspartner ein oder zwei Kinder des Erblassers berufen, so erben der überlebende Lebenspartner und jedes Kind zu gleichen Teilen; 1924 Abs. 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt auch in diesem Fall. (3) 1 Das Erbrecht des überlebenden Lebenspartners ist ausgeschlossen, wenn zur Zeit des Todes des Erblassers 1. die Voraussetzungen für die Aufhebung der Lebenspartnerschaft nach 15 Abs. 2 Nr. 1 oder 2 gegeben waren und der Erblasser die Aufhebung beantragt oder ihr zugestimmt hatte oder 2. der Erblasser einen Antrag nach 15 Abs. 2 Nr. 3 gestellt hatte und dieser Antrag begründet war. 2 In diesen Fällen gilt 16 entsprechend. - Seite 4 von 9 -
5 (4) 1 Lebenspartner können ein gemeinschaftliches Testament errichten. 2 Die 2266 bis 2272 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gelten entsprechend. (5) Auf eine letztwillige Verfügung, durch die der Erblasser seinen Lebenspartner bedacht hat, ist 2077 des Bürgerlichen Gesetzbuchs entsprechend anzuwenden. (6) 1 Hat der Erblasser den überlebenden Lebenspartner durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen, kann dieser von den Erben die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils als Pflichtteil verlangen. 2 Die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs über den Pflichtteil gelten mit der Maßgabe entsprechend, dass der Lebenspartner wie ein Ehegatte zu behandeln ist. (7) Die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs über das Inventar für eine zum Gesamtgut gehörende Erbschaft und über den Erbverzicht gelten entsprechend. 10 Abs. 1 Satz 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 5 Buchst. a DBuchst. aa G v I 3396 mwv Abs. 1 Satz 3 bis 5: Früher Satz 2 bis 4 gem. Art. 1 Nr. 5 Buchst. a DBuchst. aa G v I 3396 mwv Abs. 1 Satz 6 u. 7: Eingef. durch Art. 1 Nr. 5 Buchst. a DBuchst. bb G v I 3396 mwv Abs. 2 Satz 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 5 Buchst. b G v I 3396 mwv Abs. 4 Satz 2: IdF d. Art. 52 Nr. 1 nach Maßgabe d. Art. 111 G v I 2586 mwv Abs. 5: IdF d. Art. 1 Nr. 5 Buchst. c G v I 3396 mwv Abs. 7: IdF d. Art. 19 Nr. 2 G v I 2010 mwv Sonstige Wirkungen der Lebenspartnerschaft (1) Ein Lebenspartner gilt als Familienangehöriger des anderen Lebenspartners, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist. (2) 1 Die Verwandten eines Lebenspartners gelten als mit dem anderen Lebenspartner verschwägert. 2 Die Linie und der Grad der Schwägerschaft bestimmen sich nach der Linie und dem Grad der sie vermittelnden Verwandtschaft. 3 Die Schwägerschaft dauert fort, auch wenn die Lebenspartnerschaft, die sie begründet hat, aufgelöst wurde. Abschnitt 3 Getrenntleben der Lebenspartner 12 Unterhalt bei Getrenntleben 1 Leben die Lebenspartner getrennt, so kann ein Lebenspartner von dem anderen den nach den Lebensverhältnissen und den Erwerbs- und Vermögensverhältnissen der Lebenspartner angemessenen Unterhalt verlangen. 2 Die 1361 und 1609 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gelten entsprechend. 12: IdF d. Art. 1 Nr. 6 G v I 3396 mwv Satz 2: IdF d. Art. 2 Nr. 2 G v I 3189 mwv Verteilung der Haushaltsgegenstände bei Getrenntleben (1) 1 Leben die Lebenspartner getrennt, so kann jeder von ihnen die ihm gehörenden Haushaltsgegenstände von dem anderen Lebenspartner herausverlangen. 2 Er ist jedoch verpflichtet, sie dem anderen Lebenspartner zum Gebrauch zu überlassen, soweit dieser sie zur Führung eines abgesonderten Haushalts benötigt und die Überlassung nach den Umständen des Falles der Billigkeit entspricht. - Seite 5 von 9 -
6 (2) 1 Haushaltsgegenstände, die den Lebenspartnern gemeinsam gehören, werden zwischen ihnen nach den Grundsätzen der Billigkeit verteilt. 2 Das Gericht kann eine angemessene Vergütung für die Benutzung der Haushaltsgegenstände festsetzen. (3) Die Eigentumsverhältnisse bleiben unberührt, sofern die Lebenspartner nichts anderes vereinbaren. 13 Überschrift: IdF d. Art. 7 Nr. 1 G v I 1696 mwv Wohnungszuweisung bei Getrenntleben (1) 1 Leben die Lebenspartner voneinander getrennt oder will einer von ihnen getrennt leben, so kann ein Lebenspartner verlangen, dass ihm der andere die gemeinsame Wohnung oder einen Teil zur alleinigen Benutzung überlässt, soweit dies auch unter Berücksichtigung der Belange des anderen Lebenspartners notwendig ist, um eine unbillige Härte zu vermeiden. 2 Eine unbillige Härte kann auch dann gegeben sein, wenn das Wohl von im Haushalt lebenden Kindern beeinträchtigt ist. 3 Steht einem Lebenspartner allein oder gemeinsam mit einem Dritten das Eigentum, das Erbbaurecht oder der Nießbrauch an dem Grundstück zu, auf dem sich die gemeinsame Wohnung befindet, so ist dies besonders zu berücksichtigen; Entsprechendes gilt für das Wohnungseigentum, das Dauerwohnrecht und das dingliche Wohnrecht. (2) 1 Hat der Lebenspartner, gegen den sich der Antrag richtet, den anderen Lebenspartner widerrechtlich und vorsätzlich am Körper, der Gesundheit oder der Freiheit verletzt oder mit einer solchen Verletzung oder der Verletzung des Lebens widerrechtlich gedroht, ist in der Regel die gesamte Wohnung zur alleinigen Benutzung zu überlassen. 2 Der Anspruch auf Wohnungsüberlassung ist nur dann ausgeschlossen, wenn keine weiteren Verletzungen und widerrechtlichen Drohungen zu besorgen sind, es sei denn, dass dem verletzten Lebenspartner das weitere Zusammenleben mit dem anderen wegen der Schwere der Tat nicht zuzumuten ist. (3) 1 Wurde einem Lebenspartner die gemeinsame Wohnung ganz oder zum Teil überlassen, so hat der andere alles zu unterlassen, was geeignet ist, die Ausübung dieses Nutzungsrechts zu erschweren oder zu vereiteln. 2 Er kann von dem nutzungsberechtigten Lebenspartner eine Vergütung für die Nutzung verlangen, soweit dies der Billigkeit entspricht. (4) Ist ein Lebenspartner aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen, um getrennt zu leben und hat er binnen sechs Monaten nach seinem Auszug eine ernstliche Rückkehrabsicht dem anderen Lebenspartner gegenüber nicht bekundet, so wird unwiderleglich vermutet, dass er dem in der gemeinsamen Wohnung verbliebenen Lebenspartner das alleinige Nutzungsrecht überlassen hat. 14: IdF d. Art. 11 G v I 3513 mwv Abschnitt 4 Aufhebung der Lebenspartnerschaft 15 Aufhebung der Lebenspartnerschaft (1) Die Lebenspartnerschaft wird auf Antrag eines oder beider Lebenspartner durch richterliche Entscheidung aufgehoben. (2) 1 Das Gericht hebt die Lebenspartnerschaft auf, wenn 1. die Lebenspartner seit einem Jahr getrennt leben und a) beide Lebenspartner die Aufhebung beantragen oder der Antragsgegner der Aufhebung zustimmt oder - Seite 6 von 9 -
7 b) nicht erwartet werden kann, dass eine partnerschaftliche Lebensgemeinschaft wieder hergestellt werden kann, 2. ein Lebenspartner die Aufhebung beantragt und die Lebenspartner seit drei Jahren getrennt leben, 3. die Fortsetzung der Lebenspartnerschaft für den Antragsteller aus Gründen, die in der Person des anderen Lebenspartners liegen, eine unzumutbare Härte wäre. 2 Das Gericht hebt die Lebenspartnerschaft ferner auf, wenn bei einem Lebenspartner ein Willensmangel im Sinne des 1314 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 des Bürgerlichen Gesetzbuchs vorlag; 1316 Abs. 1 Nr. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt entsprechend. (3) Die Lebenspartnerschaft soll nach Absatz 2 Satz 1 nicht aufgehoben werden, obwohl die Lebenspartner seit mehr als drei Jahren getrennt leben, wenn und solange die Aufhebung der Lebenspartnerschaft für den Antragsgegner, der sie ablehnt, aufgrund außergewöhnlicher Umstände eine so schwere Härte darstellen würde, dass die Aufrechterhaltung der Lebenspartnerschaft auch unter Berücksichtigung der Belange des Antragstellers ausnahmsweise geboten erscheint. (4) Die Aufhebung nach Absatz 2 Satz 2 ist bei einer Bestätigung der Lebenspartnerschaft ausgeschlossen; 1315 Abs. 1 Nr. 3 und 4 und 1317 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gelten entsprechend. (5) 1 Die Lebenspartner leben getrennt, wenn zwischen ihnen keine häusliche Gemeinschaft besteht und ein Lebenspartner sie erkennbar nicht herstellen will, weil er die lebenspartnerschaftliche Gemeinschaft ablehnt Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt entsprechend. 15 u. 16: IdF d. Art. 1 Nr. 7 G v I 3396 mwv Abs. 1: IdF d. Art. 52 Nr. 2 nach Maßgabe d. Art. 111 G v I 2586 mwv Nachpartnerschaftlicher Unterhalt 1 Nach der Aufhebung der Lebenspartnerschaft obliegt es jedem Lebenspartner, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen. 2 Ist er dazu außerstande, hat er gegen den anderen Lebenspartner einen Anspruch auf Unterhalt nur entsprechend den 1570 bis 1586b und 1609 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. 16: IdF d. Art. 2 Nr. 3 G v I 3189 mwv Behandlung der gemeinsamen Wohnung und der Haushaltsgegenstände anlässlich der Aufhebung der Lebenspartnerschaft Für die Behandlung der gemeinsamen Wohnung und der Haushaltsgegenstände anlässlich der Aufhebung der Lebenspartnerschaft gelten die 1568a und 1568b des Bürgerlichen Gesetzbuchs entsprechend. 17: IdF d. Art. 7 Nr. 2 G v I 1696 mwv (weggefallen) 18 u. 19: Aufgeh. durch Art. 7 Nr. 3 G v I 1696 mwv (weggefallen) - Seite 7 von 9 -
8 18 u. 19: Aufgeh. durch Art. 7 Nr. 3 G v I 1696 mwv Versorgungsausgleich (1) Wird eine Lebenspartnerschaft aufgehoben, findet in entsprechender Anwendung des Versorgungsausgleichsgesetzes ein Ausgleich von im In- oder Ausland bestehenden Anrechten ( 2 Abs. 1 des Versorgungsausgleichsgesetzes) statt, soweit sie in der Lebenspartnerschaftszeit begründet oder aufrechterhalten worden sind. (2) Als Lebenspartnerschaftszeit gilt die Zeit vom Beginn des Monats, in dem die Lebenspartnerschaft begründet worden ist, bis zum Ende des Monats, der dem Eintritt der Rechtshängigkeit des Antrages auf Aufhebung der Lebenspartnerschaft vorausgeht. (3) Schließen die Lebenspartner in einem Lebenspartnerschaftsvertrag ( 7) Vereinbarungen über den Versorgungsausgleich, so sind die 6 bis 8 des Versorgungsausgleichsgesetzes entsprechend anzuwenden. (4) Die Absätze 1 bis 3 sind nicht anzuwenden, wenn die Lebenspartnerschaft vor dem 1. Januar 2005 begründet worden ist und die Lebenspartner eine Erklärung nach 21 Abs. 4 nicht abgegeben haben. 20 u. Abschn. 5 ( 21): Eingef. durch Art. 1 Nr. 8 ivm Art. 7 Abs. 2 (bzgl. 21) G v I 3396 mwv , 21 mwv bis zum Abs. 1: IdF d. Art. 12 Nr. 1 G v I 700 mwv Abs. 3: IdF d. Art. 12 Nr. 2 G v I 700 mwv Abs. 4: Früherer Abs. 4 aufgeh., früherer Abs. 5 jetzt Abs. 4 gem. u. idf d. Art. 12 Nr. 3 u. 4 G v I 700 mwv Abschnitt 5 Übergangsvorschriften 20 u. Abschn. 5 ( 21): Eingef. durch Art. 1 Nr. 8 ivm Art. 7 Abs. 2 (bzgl. 21) G v I 3396 mwv , 21 mwv bis zum (weggefallen) 21 21: Aufgeh. durch Art. 7 Abs. 2 G v I 3396 mwv Abgabe von Vorgängen 1 Die bis zum Inkrafttreten dieses Gesetzes nach Landesrecht für die Begründung der Lebenspartnerschaft zuständigen Stellen haben die bei ihnen entstandenen Vorgänge einer jeden Lebenspartnerschaft an das Standesamt abzugeben, das nach 17 des Personenstandsgesetzes für die Entgegennahme der Erklärungen der Lebenspartner zuständig gewesen wäre. 2 Sind danach mehrere Standesämter zuständig, so sind die Unterlagen an das Standesamt, in dessen Bezirk beide Lebenspartner ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, abzugeben; haben die Lebenspartner keinen gemeinsamen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt, so ist das Standesamt zuständig, in dessen Bezirk einer der Lebenspartner seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. 3 Verbleiben auch danach noch mehrere Zuständigkeiten, so ist die abgebende Behörde bei der Wahl unter den zuständigen Standesämtern frei. 4 Der Standesbeamte des danach zuständigen Standesamts hat die in 17 in Verbindung mit den 15, 16 des Personenstandsgesetzes bezeichneten Angaben unter Hinweis auf die Behörde, - Seite 8 von 9 -
9 vor der die Lebenspartnerschaft begründet worden ist, in ein gesondertes Lebenspartnerschaftsregister einzutragen. 22: Eingef. durch Art. 2 Abs. 18 Nr. 4 G v I 122 mwv Abschnitt 6 Länderöffnungsklausel Abschn. 6 ( 23): Eingef. durch Art. 2 Abs. 18 Nr. 5 G v I 122 mwv Abweichende landesrechtliche Zuständigkeiten 1 Die Länder können abweichend von den 1, 3 und 9 bestimmen, dass die jeweiligen Erklärungen nicht gegenüber dem Standesbeamten, sondern gegenüber einer anderen Urkundsperson oder einer anderen Behörde abzugeben sind; bereits bestehende landesrechtliche Regelungen bleiben unberührt. 2 Das Personenstandsgesetz ist insoweit anzuwenden, als es die Anmeldung und die Begründung der Lebenspartnerschaft regelt ( 17 in Verbindung mit den 12 bis 15 des Personenstandsgesetzes). 3 Die zuständigen Behörden sind verpflichtet, dem zuständigen Standesamt die für die Eintragung in das Lebenspartnerschaftsregister erforderlichen Angaben mitzuteilen. 4 Sie sind überdies berechtigt, personenbezogene Daten von Amts wegen an öffentliche Stellen des Bundes, der Länder und der Kommunen zu übermitteln, wenn die Kenntnis dieser Daten zur Ergänzung und Berichtigung sowie zur Fortführung von Unterlagen dieser Stellen im Rahmen ihrer Aufgaben erforderlich ist. Abschn. 6 ( 23): Eingef. durch Art. 2 Abs. 18 Nr. 5 G v I 122 mwv : IdF d. Art. 19 Nr. 3 G v I 2010 mwv Redaktionelle Hinweise Diese Norm enthält nichtamtliche Satznummern. juris GmbH - Seite 9 von 9 -
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