Source: https://www.dtad.de/details/Dienstleistungen_von_Architektur_und_Ingenieurbueros_sowie_planungsbezogene_Leistungen_81671_Muenchen-10848918_3
Timestamp: 2018-02-20 14:02:30
Document Index: 237746266

Matched Legal Cases: ['§ 41', '§ 49', '§ 53', '§ 41', '§ 49', '§ 53']

Vergebener Auftrag - Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen in München (ID:10848918)
> DTAD-ID: 10848918
10848918
Beaufsichtigung der Bauarbeiten , Dienstleistungen im Bereich Maschinenbau und Elektrotechnik , Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen , Dienstleistungen von Ingenieurbüros , Festlegung und Aufstellung der für den Bau benötigten Mengen , Genehmigungsvorlagen, Konstruktionszeichnungen und Spezifikationen , Planung von Werksanlagen
Zur Sicherstellung der Klärschlammentsorgung sollen Um- und Ausbauten durchgeführt werden, die in erster Linie zur Realisierung einer Klärschlammnotausschleusung auf dem Klärwerk Gut Großlappen...
Landeshauptstadt München, Münchner Stadtentwässerung, per Adresse: Baureferat
Statistik Sweco GmbH Standort Köln
Planung von Ingenieurbauwerken §§ 41 f. HOAI, Lph. 2 – 9, mit den Fachplanungen für Tragwerksplanung §§ 49 f. HOAI, Lph. 2 – 6, und Technischen Ausstattung §§ 53 f. HOAI, Lph. 2 – 9, für die Erweiterungen am Hauptschlammpumpwerk des Klärwerk Gut Großlappen.
Zur Sicherstellung der Klärschlammentsorgung sollen Um- und Ausbauten durchgeführt werden, die in erster Linie zur Realisierung einer Klärschlammnotausschleusung auf dem Klärwerk Gut Großlappen für den Fall eines teilweisen oder totalen Versagens der derzeitigen Schlammentsorgungsoptionen benötigt werden.
Die Notfallentsorgung des Klärschlamms soll durch eine gezielte Ausschleusung des ausgefaulten Nass-Schlamms aus den Vorlagebehältern erfolgen. Dazu soll der Schlamm zunächst vom Haupschlammpumpwerk (HSPW) einer stationären sowie optional einer zusätzlichen mobilen angemieteten Zentrifuge zur Entwässerung zugeführt werden. Anschließend soll der entwässerte Schlamm bedingt gestapelt bzw. extern entsorgt werden.
Für die Realisierung der Notausschleusung müssen Pumpen sowie Verbindungsleitungen vom HSPW zu den Zentrifugen gelegt sowie die erforderliche Betriebs-, Gebäude- und Elektrotechnik zur Schlammaufbereitung und Beschickung der Zentrifugen bereitgestellt werden. Des Weiteren soll ein Gebäude für die Unterbringung der stationären Zentrifugen errichtet, eine Pufferungsmöglichkeit für den entwässerten Schlamm zur externen Entsorgung vorbereitet werden.
Neben der Realisierung der Notausschleusung soll auch die Gesamtsituation am HSPW verbessert werden. Dazu sind weitere bau- und betriebstechnische Maßnahmen notwendig, die nicht direkt mit der Klärschlammnotausschleusung in Verbindung stehen, jedoch in die laufenden Planung integriert werden können. Die Maßnahmen umfassen die Erneuerung der bereits stark beschädigten, ca. 30 Jahre alten Dachabdichtung des HSPW, durch die bereits Wasser ins Gebäude eindringt, sowie die Ertüchtigung der Gebäuderückwand des HSPW, die im Zug der Bauarbeiten für die Errichtung der Notauschleusung erstmals freigelegt wird. Die Rückwand ist bisher weder gedämmt, noch ist deren Fassade an die Gebäudegestaltung des Klärwerks angepasst. Aufgrund der erstmaligen Freilegung der Rückwand ergibt sich die Notwendigkeit, diese mit einer modernen Dämmung auszustatten sowie deren Fassade an die übrigen Gebäude anzupassen.
Sowohl für die Realisierung der Notausschleusung, die Ertüchtigung der Gebäuderückwand als auch für die Erweiterungen am HSPW sind Elektro- und Prozessleittechnik mitzuplanen. Diese umfassen im Wesentlichen die Erneuerung und Erweiterung der Stromversorgung mit Mittelspannungs- und/oder Niederspannungsschaltanlagen des HSPW und der Notausschleusung (Niederspannungsschaltanlagen versorgen die gesamten fest installierten Verbraucher und die zusätzliche Zentrifuge mit allen Zusatzaggregaten), die Automatisierung der zusätzlichen und/oder mobilen Zentrifugen mit Prozessleittechnik (PLT), die Einbindung in das vorhandene PLT-Netzwerk des Klärwerks, die Neugestaltung der Messtechnik und die Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des HSPW-Betriebes über Provisorien. Zur Erhöhung der Betriebssicherheit und zur Überwachung der Klärschlammnotausschleusung werden betriebsrelevante Daten auf das bestehende prozessleittechnische System aufgeschaltet und in der Zentralen Leitwarte des Klärwerks visualisiert. Während der Bauphase müssen die bestehenden mess-, steuerungs- und regelungstechnischen Einrichtungen für die bestehenden Entsorgungspunkte aufrechterhalten werden und für den dritten Schlammentsorgungspunkt (Notausschleusung) erstellt werden. Bestehende Leitungen sind, soweit nicht für die Umplanungen erforderlich, zu erhalten, ggf. erforderliche Schutzmaßnahmen sind einzuplanen.
Darüber hinaus soll eine befestigte Betankungsfläche für die Anlieferung der zur Eindickung des Schlamms nötigen Flockungshilfsmittel (FHM) errichtet werden. Die Betankungsanlage ist derzeit als Provisorium ausgeführt. Des Weiteren wird für das Klärschlammnotfallkonzept eine befestigte Stellfläche für die mobile Zentrifuge benötigt. Da eine Doppelnutzung in der Regel nicht gleichzeitig erfolgt und die technischen Anforderungen vergleichbar sind, kann die Betankungsfläche daher auch als Aufstellungsort für die mobile Zentrifuge genutzt werden.
Der Betrieb des Klärwerks Gut Großlappen ist während der gesamten Ausführung der vorgenannten Leistungen aufrechtzuerhalten. Eine kurzfristige zeitweise Unterbrechung für die Umsetzung der Maßnahmen ist mit der Betriebsabteilung des Klärwerks abzustimmen.
CPV-Codes: 71240000, 71246000, 71245000, 71247000, 71323200, 71300000, 71334000
Freisinger Landstraße 187, München.
205514-2015
VOF-Verfahren Planung von Ingenieurbauwerken §§ 41 f. HOAI, Lph. 2 - 9, mit den Fachplanungen für Tragwerksplanung §§ 49 f. HOAI, Lph. 2 - 6, und Technischen Ausstattung §§ 53 f. HOAI, Lph. 2 - 9, für die Erweiterungen am Hauptschlammpumpwerk des Klärwerk Gut Großlappen
634 956,11 EUR
Tag der Zuschlagsentscheidung: 14.04.2015