Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=26.01.1984&Aktenzeichen=III%20ZR%20178/82
Timestamp: 2020-04-02 15:43:42
Document Index: 29737380

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 14', '§ 5', 'Art. 14', 'Art. 14', 'BGH', '§ 93', '§ 93', 'Art. 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 14', 'BGH']

BGH, 26.01.1984 - III ZR 178/82 - dejure.org
https://dejure.org/1984,941
BGH, 26.01.1984 - III ZR 178/82 (https://dejure.org/1984,941)
BGH, Entscheidung vom 26.01.1984 - III ZR 178/82 (https://dejure.org/1984,941)
BGH, Entscheidung vom 26. Januar 1984 - III ZR 178/82 (https://dejure.org/1984,941)
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Absehen von der wirtschaftlich vernünftigen Ausbeute eines Kiesvorkommens auf Grund von Interessen des Landschaftsschutzes - Erhaltung eines wertvollen Auwaldrestes - Auskiesungsverbot als Sozialbindung des Eigentums - Entschädigung für ein Auskiesungsverbot - Versagung ...
GG Art. 14; ReichsnaturschutzG §§ 5, 19
LG Regensburg, 18.06.1980 - 1 O 1083/79
OLG Nürnberg, 26.05.1982 - 4 U 1832/80
NVwZ 1984, 819
Für die Frage nach dem Bestehen einer enteignungsfähigen Rechtsposition ist darauf abzustellen, ob die jeweils zu schützenden öffentlichen Belange - wie regelmäßig - die Sozialbindung des Grundeigentums zum Ausdruck bringen, also einen Eingriff in den durch Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG geschützten Bereich nur unter Enteignungsvoraussetzungen des Art. 14 Abs. 3 GG gestatten, oder ob sie die aus dem Grundeigentum fließenden Befugnisse so begrenzen, dass die Nutzbarkeit des Eigentums von vornherein beschränkt ist (Senatsurteile jeweils vom 26. Januar 1984 - III ZR 179/82, BGHZ 90, 4, 11 und III ZR 178/82, NVwZ 1984, 819, 820).
In dem Verfahren über die Verfassungsbeschwerde der Frau A ... - Bevollmächtigte: Rechtsanwälte Günther Seufert, und Kollegen, Residenzstraße 12, München - gegen a) das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 26. Januar 1984 - III ZR 178/82 -, b) das Urteil des Oberlandesgerichts Nürnberg vom 26. Mai 1982 - 4 U 1832/80 -, c) das Urteil des Landgerichts Regensburg vom 18. Juni 1980 - 1 O 1083/79 - hat die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch den Vizepräsidenten Seidl, die Richterin Haas und den Richter Hömig gemäß § 93 b in Verbindung mit § 93 a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 10. Oktober 1997 einstimmig beschlossen:.
Diese Bindung besteht auch, wenn eine der späteren Prozeßparteien - hier die Gemeinde - im Verwaltungsrechtsstreit nur beigeladen war (Senatsurteil vom 26. Januar 1984 - III ZR 178/82 = LM Art. 14 [Ba] Nr. 66).
Die in dem Urteil vom 22. Mai 1980 (III ZR 175/78 = BGHZ 77, 351) dargelegten Grundsätze hat der Senat fortentwickelt in den Urteilen vom 3. März 1983 (III ZR 93/81 = BGHZ 87, 66 [BGH 03.03.1983 - III ZR 93/81]) und vom 26. Januar 1984 (III ZR 178/82 - NuR 1984, 196 und III ZR 179/82 = BGHZ 90, 4).
Entschädigungsrechtlich sind hier allein die objektiven Verhältnisse im Zeitpunkt der Versagung der Genehmigung maßgebend (vgl. Senatsurteil vom 26. Januar 1984 - III ZR 178/82 aaO).
Ob die Klage auch schon deshalb abzuweisen wäre, weil der Kläger das Auskiesungsverbot wegen überragender Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes als Sozialbindung seines Eigentums entschädigungslos hinnehmen muß (vgl. Senatsurteil vom 26. Januar 1984 - III ZR 178/82 = LM GrundG Art. 14 [Ba] Nr. 66 = BGHWarn 1984 Nr. 28 = NuR 1984, 196), kann dahinstehen.