Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/beweiskraft
Timestamp: 2019-09-18 11:49:50
Document Index: 73980845

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 6', '§ 416', '§ 416', '§ 440', '§ 313']

Beweiskraft 1 | Rechtslupe
Schlagwort: Beweiskraft
Die nicht mehr auf­find­ba­ren Zeu­gen – und die Ver­wer­tung ihrer frü­he­ren Aus­sa­gen
Das Gericht ist an der Ver­wer­tung frü­he­rer Aus­sa­gen heu­te nicht mehr auf­find­ba­rer Zeu­gen nicht dadurch gehin­dert, dass der Ange­klag­te oder sein Ver­tei­di­ger ihr Kon­fron­ta­ti­ons­recht aus Art. 6 Abs. 3 Buchst. d EMRK nicht aus­üben konn­ten. Abs. 3 Buchst. d EMRK garan­tiert – als eine beson­de­re Aus­for­mung des Grund­sat­zes des fai­ren Ver­fah­rens nach Art. 6 Abs. 1 Satz
Pri­vat­ur­kun­den – und die Min­de­rung ihrer Beweis­kraft bei äuße­ren Män­geln
Gemäß § 416 ZPO begrün­den Pri­vat­ur­kun­den, sofern sie von den Aus­stel­lern unter­schrie­ben oder mit­tels nota­ri­ell beglau­big­ten Hand­zei­chens unter­zeich­net sind, vol­len Beweis dafür, dass die in ihnen ent­hal­te­nen Erklä­run­gen von den Aus­stel­lern abge­ge­ben sind. Die durch die Echt­heit der Unter­schrif­ten begrün­de­te Beweis­kraft einer Pri­vat­ur­kun­de kann aller­dings durch äuße­re Män­gel der Urkun­de
Die Beweis­kraft einer Pri­vat­ur­kun­de – und der Streit um ihre Echt­heit
Den "vol­len Beweis" gemäß § 416 ZPO für die Abga­be der in der Urkun­de ent­hal­te­nen Erklä­rung begrün­det nur die ech­te Urkun­de. Steht jedoch wie hier die Echt­heit der Urkun­de im Streit, greift ledig­lich die Ver­mu­tung des § 440 Abs. 2 ZPO ein. Die­se Ver­mu­tung führt dazu, dass die Klä­ge­rin in die­sem
Beweis­kraft tat­be­stand­li­cher Fest­stel­lun­gen – und die Bezug­nah­me auf schrift­sätz­li­chen Vor­trag
Die Beweis­kraft der tat­be­stand­li­chen Fest­stel­lun­gen ent­fällt nicht des­halb, weil das Beru­fungs­ge­richt im ange­foch­te­nen Urteil zur Ergän­zung des Sach- und Streit­stands gemäß § 313 Abs. 2 Satz 2 ZPO auf die gewech­sel­ten Schrift­sät­ze Bezug genom­men hat. Zwar ist in der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs aner­kannt, dass dem Tat­be­stand kei­ne Beweis­kraft zukommt, wenn und soweit
Beweis­kraft tat­be­stand­li­cher Fest­stel­lun­gen – und das Sit­zungs­pro­to­koll
Die Beweis­kraft der tat­be­stand­li­chen Fest­stel­lun­gen kann durch das Sit­zungs­pro­to­koll ent­kräf­tet wer­den. Unter Sit­zungs­pro­to­koll in die­sem Sin­ne ist nur das Pro­to­koll über die Ver­hand­lung zu ver­ste­hen, auf Grund derer das Urteil ergan­gen ist1; durch den wider­spre­chen­den Inhalt eines frü­he­ren Sit­zungs­pro­to­kolls wird die Beweis­kraft des Tat­be­stands nicht ent­kräf­tet2. Etwas ande­res kann nur
Tat­be­stand­li­che Fest­stel­lun­gen – und ihre Beweis­kraft
In der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist aner­kannt, dass dem Tat­be­stand kei­ne Beweis­kraft zukommt, wenn und soweit er Wider­sprü­che, Lücken oder Unklar­hei­ten auf­weist1. Sol­che Män­gel müs­sen sich aller­dings aus dem Urteil selbst erge­ben2. Die­sem Erfor­der­nis ist genügt, wenn ein Wider­spruch zwi­schen den tat­be­stand­li­chen Fest­stel­lun­gen und einem kon­kret in Bezug genom­me­nen schrift­sätz­li­chen