Source: https://www.rechtslupe.de/steuerrecht/einkommensteuer/einkommensteuer-privat/investmentsteuerliche-regelungen-im-jahressteuergesetz-2010-326232
Timestamp: 2020-04-02 13:54:20
Document Index: 98827868

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 15', '§ 15', '§ 2', '§ 7', '§ 5', '§ 7', '§ 5', '§ 5', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 5', '§ 9', '§ 5', '§ 3', '§ 7', '§ 7', '§ 7']

Invest­ment­steu­er­li­che Rege­lun­gen im Jah­res­steu­er­ge­setz 2010 | Rechtslupe
Invest­ment­steu­er­li­che Rege­lun­gen im Jah­res­steu­er­ge­setz 2010
Durch das Jah­res­steu­er­ge­setz 2010 wur­den eini­ge neue invest­ment­steu­er­li­che Rege­lun­gen ein­ge­führt. Zur Fra­ge von Über­gangs­er­leich­te­run­gen bei der Anwen­dung die­ser neu­en invest­ment­steu­er­li­chen Rege­lun­gen hat nun das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um Stel­lung genom­men:
Kon­kur­renz von § 7 Absatz 3 Satz 1 Num­mer 2 und § 15 Absatz 2 InvStG
§ 15 Absatz 2 InvStG ist auch im Hin­blick auf den Kapi­tal­ertrag­steu­er­ab­zug nur für beschränkt steu­er­pflich­ti­ge Anle­ger im Sin­ne des § 2 Absatz 1 KStG an inlän­di­schen Spe­zi­al-Invest­ment­ver­mö­gen anzu­wen­den. In allen ande­ren Fäl­len ist bei inlän­di­schen Grund­stücks­er­trä­gen § 7 Absatz 3 Satz 1 Num­mer 2 InvStG anzu­wen­den.
Über­gangs­er­leich­te­rung für die Anwen­dung von § 5 Absatz 1 und 3 InvStG sowie § 7 Absatz 3 Satz 1 Num­mer 2 InvStG
Es wird nicht bean­stan­det, wenn § 5 Absatz 1 InvStG in der Fas­sung des Jah­res­steu­er­ge­set­zes 2010 erst für Aus­schüt­tun­gen ange­wen­det wird, die nach dem 30. Juni 2011 vor­ge­nom­men wer­den. Dies gilt auch für die Auf­schlüs­se­lung des § 5 Absatz 1 Satz 1 Num­mer 1 Buch­sta­be d Dop­pel­buch­sta­be bb InvStG in die zwei Teil­be­trä­ge nach § 7 Absatz 3 Satz 1 Num­mer 1 und 2 InvStG, die auf­grund der Neu­re­ge­lung des § 7 Absatz 3 Satz 1 Num­mer 2 InvStG zu beach­ten ist.
Es wird eben­falls nicht bean­stan­det, wenn wegen des erfor­der­li­chen Vor­laufs bei WM Daten der Kapi­tal­ertrag­steu­er­ab­zug nach § 7 Absatz 3 Satz 1 Num­mer 2 InvStG durch die inlän­di­sche Invest­ment­ge­sell­schaft erst für Aus­schüt­tun­gen vor­ge­nom­men wird, die nach dem 30. Juni 2011 für Geschäfts­jah­re des Invest­ment­ver­mö­gens erfol­gen, die nach dem 31. Dezem­ber 2010 begon­nen haben. Für Aus­schüt­tun­gen vor dem 1. Juli 2011 hat in die­sen Fäl­len dann aber der Kapi­tal­ertrag­steu­er­ab­zug unter Berück­sich­ti­gung des bis­he­ri­gen Aus­wei­ses durch WM Daten wei­ter­hin nach § 7 Absatz 1 Satz 1 Num­mer 1 Buch­sta­be a InvStG zu erfol­gen.
Es wird fer­ner nicht bean­stan­det, dass die Anga­be nach § 5 Absatz 3 Satz 1 InvStG, ob bei der Ermitt­lung des Zwi­schen­ge­winns nach § 9 Satz 2 InvStG ver­fah­ren wor­den ist, erst für Ver­öf­fent­li­chun­gen vor­ge­nom­men wird, die nach dem 30. Juni 2011 erfol­gen. Bei Feh­len die­ser Anga­be ist der pau­scha­le Ansatz von 6 Pro­zent des Ent­gelts nach § 5 Absatz 3 Satz 2 Halb-satz 1 InvStG auch nach dem 30. Juni 2011 nicht vor­zu­neh­men. Die Vor­schrift ist inso­weit ein­schrän­kend aus­zu­le­gen.
Erwei­te­rung der Ver­lust­ver­rech­nungs­ka­te­go­ri­en nach § 3 Absatz 4 InvStG um Erträ­ge nach § 7 Absatz 3 Satz 1 Num­mer 2 InvStG
Es wird sei­tens der Finanz­ver­wal­tung fer­ner nicht bean­stan­det, wenn die Ver­lust­ver­rech­nung noch bis zum 30. Juni 2011 ohne die Kate­go­rie „Erträ­ge nach § 7 Absatz 3 Satz 1 Num­mer 2 InvStG“ durch­ge­führt wird. Zum 1. Juli 2011 ist der bis­he­ri­ge Bestand der Erträ­ge im Sin­ne des § 7 Absatz 3 Satz 1 Num­mer 2 InvStG aus der Kate­go­rie 1 in die neue Kate­go­rie über­zu­lei­ten. Dabei wird nicht bean­stan­det, wenn der Anfangs­be­stand mit Null ange­setzt wird.
Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen, Schrei­ben vom 10. Febru­ar 2011 – IV C 1 – S 1980 – 1/​10/​10002 :004 (DOK 2011/​0016289)
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