Source: https://www.vdf.eu/rechtliche-meilensteine/
Timestamp: 2018-01-20 20:31:13
Document Index: 92587074

Matched Legal Cases: ['§ 209', '§ 335', 'BGH', 'BGH', '§ 21', '§ 31']

Rechtliche Meilensteine – von der Fecht
Diese Fragen wurden durch uns gerichtlich geklärt
Die Voraussetzungen, unter denen arbeitsrechtliche Sonderzahlungen jedweder Art als Neumasseverbindlichkeiten iSv. § 209 Abs. 1 Nr. 2,Abs. 2 Nr. 3 InsO zu berichtigen sind, durch Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 23.03.2017 – 6 AZR 264/16 -, ZIP 2017 = ZInsO 2017, 1281.
Das insolvenzrechtliche Vollstreckungsverbot nach Anzeige der Masseunzulänglichkeit hindert den prüfenden Rentenversicherungsträger nicht daran, rückständige Gesamtsozialversicherungsbeiträge gegenüber dem Insolvenzverwalter durch Leistungs- bzw. Zahlungsbescheid festzusetzen, und zwar trotz der Regelung in § 335 Abs. 3 Satz 2 SGB III in voller Höhe (BSG, Urt. vom 28.05.2015 – B 12 R 16/13 R -, ZIP 2016, 128 = NZI 2016, 2583).
Die Frage der Haftung des Insolvenzverwalters für Entgeltansprüche der von der Arbeitsleistung freigestellten Mitarbeiter nach Anzeige der Masseunzulänglichkeit (OLG Düsseldorf, Urt. vom 27.01.2012 – I-22 U 49/11 -, ZIP 2012, 2115);
Die Frage der Berücksichtigung von Unterhaltspflichten gegenüber Kindern im Rahmen der Sozialauswahl allein aufgrund deren Eintragung auf der Lohnsteuerkarte (BAG, Urt. vom 28.06.2012 – 6 AZR 682/10 -, BAGE 142, 225 = ZIP 2012, 1927 = NZA 2012, 1090);
Die Voraussetzungen, unter denen dem Schuldner bei Anordnung der „schwachen“ vorläufigen Insolvenzverwaltung Prozesskostenhilfe zu gewähren ist, durch Beschluss des Bundesarbeitsgerichts vom 03.08.2011 – 3 AZB 8/11 -, ZInsO 2012, 1043 = NZA 2011, 1243;
Die Frage der Haftung des Gesellschafter-Geschäftsführers einer insolventen Gesellschaft für Personalentwicklung und Qualifizierung wegen materieller Unterkapitalisierung durch Urteil des Bundesgerichtshofs vom 28.04.2008 – II ZR 264/06 -, BGHZ 176, 204 = ZIP 2008,1232 = ZInsO 2008, 758 – „GAMMA“
Die Frage der originären Zuständigkeit des Konzernbetriebsrats bei der Vereinheitlichung einer arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung innerhalb des Konzerns (BAG, Urt. vom 24.01.2006 – 3 AZR 483/04 -, NZA-RR 2007, 595).
Nutzt der Insolvenzverwalter die Mietsache nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens weiter, ohne Vertragserfüllung zu verlangen, stellt der Anspruch des Vermieters auf Nutzungsentschädigung gleichwohl eine Masseforderung dar (BGH, Urt. vom 01.03.2007 – IX ZR 81/05 -, ZIP 2007.778 = NZI 2007, 1594).
Erlässt das Insolvenzgericht gem. § 21 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 2 InsO einen Zustimmungsvorbehalt, können Arbeitsverhältnisse des Schuldners nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters gekündigt werden BAG, Urt. vom 10.10.2002 – 2 AZR 532/01 -, ZIP 2003, 1161 = ZInsO 2003, 817).
die Zulässigkeit von Beschäftigungsgesellschaften im Rahmen eines Beschäftigungs- und Qualifizierungsmodells durch die Urteile des Bundesarbeitsgerichts vom 10.12.1998 und 21.01.1999 (ZIP 1999, 320 ff; ZIP 1999, 1572 ff.)
die Frage des Fortfalls des Erstattungsanspruchs gem. § 31 Abs. 1 GmbHG bei Wiederherstellung des Stammkapitals in den Procedo-Urteilen des Bundesgerichtshof vom 29.05.2000 (II ZR 75/98, bislang nicht veröffentlicht; II ZR 118/98, NZI 2000, 417 ff. = ZinsO 2000, 453 ff. = ZIP 2000, 1251 ff.; II ZR 347 97, ZIP 2000, 1256 ff.)
die Frage der Zulässigkeit der Kaug-Vorfinanzierung durch das Urteil des Bundessozialgerichts vom 23.03.1995 (ZIP 1995, 935 ff.)
die Frage der Anwendbarkeit der Kapitalersatzregeln auf Aktiengesellschaften durch das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 26.03.1984 (ZIP 1984, 572 ff.)
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