Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=X%20R%20192/96
Timestamp: 2019-08-23 16:42:21
Document Index: 9528124

Matched Legal Cases: ['§ 42', '§ 17', '§ 42', '§ 17', '§ 17', '§ 42', '§ 42', '§ 42', '§ 42', '§ 42']

BFH, 07.03.2001 - X R 192/96 - dejure.org
BFH, 07.03.2001 - X R 192/96
https://dejure.org/2001,3850
BFH, 07.03.2001 - X R 192/96 (https://dejure.org/2001,3850)
BFH, Entscheidung vom 07.03.2001 - X R 192/96 (https://dejure.org/2001,3850)
BFH, Entscheidung vom 07. März 2001 - X R 192/96 (https://dejure.org/2001,3850)
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AO 1977 § 42; BerlinFG § 17 Abs. 2 und 3
Steuervergünstigung - Veranlagungszeitraum - Darlehen - Baugesellschaft - Verwendungszweck - Umgehung
AO § 42; BerlinFöG § 17 Abs. 2, 3
Berlin-Darlehen; Vergabe unter verbundenen Unternehmen; Gestaltungsmissbrauch
Die nach einem Gesamtplan gesteuerte Aufnahme und Vergabe von Berlin-Darlehen ist nicht als missbräuchliches ,,Hin- und Rückzahlen'' anzusehen. Die Organisation der Darlehensaufnahme und -vergabe innerhalb einer Unternehmensgruppe durch den Initiator ist als ,,Service'' zu werten, der dem Begünstigungszweck des § 17 BerlinFG nicht entgegensteht
FG Berlin, 14.03.1995 - V 26/92
BFHE 196, 414
BB 2002, 1030
BB 2002, 450
DB 2002, 619
BStBl II 2002, 126
Als missbräuchlich i.S. des § 42 AO a.F. könnte die Gestaltung nach den vom BFH entwickelten Kriterien dabei nur dann angesehen werden, wenn sie erstens im Hinblick auf das erstrebte Ziel unangemessen wäre, zweitens der Steuerminderung dienen sollte und drittens nicht durch beachtliche außersteuerliche Gründe gerechtfertigt würde (z.B. BFH-Urteile vom 7. März 2001 X R 192/96, BFHE 196, 414, BStBl II 2002, 126; vom 11. März 2003 IX R 55/01, BFHE 202, 15, BStBl II 2003, 627; Senatsurteil vom 29. Januar 2008 I R 26/06, BFHE 220, 392, BStBl II 2008, 978; vgl. auch die jetzige Legaldefinition in § 42 Abs. 2 AO i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2008 vom 20. Dezember 2007, BGBl I 2007, 3150, BStBl I 2008, 218).
Allerdings ist eine steuerliche Gestaltung nicht bereits deswegen unangemessen, weil der Steuerpflichtige mit ihr die Absicht verfolgt, Steuern zu sparen (BFH Urteil vom 07.03.2001 X R 192/96, BFHE 196, 414, BStBl II 2002, 126).
FG Schleswig-Holstein, 24.04.2015 - 3 K 19/11
Kein Gestaltungsmissbrauch bei Anteilserwerb durch Mantelkauf und gleichzeitigem …
Ein Missbrauch von rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten in diesem Sinn liegt nach ständiger Rechtsprechung vor, wenn eine rechtliche Gestaltung gewählt wird, die zur Erreichung des angestrebten wirtschaftlichen Ziels unangemessen ist, der Steuerminderung dienen soll und durch wirtschaftliche oder sonst beachtliche außersteuerliche Gründe nicht zu rechtfertigen ist (vgl. z. B. BFH-Urteile vom 7. März 2001 X R 192/96, BFHE 196, 414, BStBl II 2002, 126; vom 11. März 2003 IX R 55/01, BFHE 202, 15, BStBl II 2003, 627; vom 29. Januar 2008 I R 26/06, BFHE 220, 392, BStBl II 2008, 978; vgl. auch die jetzige Legaldefinition in § 42 Abs. 2 AO i. d. F. des Jahressteuergesetzes 2008 vom 20. Dezember 2007, BGBl I 2007, 3150, BStBl I 2008, 218).
BFH, 31.03.2004 - I R 38/03
Die hierauf abzielende vertragliche Gestaltung könnte nach den vom BFH entwickelten Kriterien nur dann als mißbräuchlich i.S.d. § 42 AO 1977 bewertet werden, wenn sie erstens im Hinblick auf das erstrebte Ziel unangemessen wäre, zweitens der Steuerminderung dienen sollte und drittens nicht durch beachtliche außersteuerliche Gründe gerechtfertigt würde (BFH v. 7.3.2001 -- X R 192/96, BFHE 196, 414 = BStBl. II 2002, 126; v. 11.3.2003 -- IX R 55/01, BFHE 202, 15 = BStBl. II 2003, 627;… Brockmeyer in Klein, AO, 8. Aufl., § 42 Rz. 11, m.w.N.).