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Timestamp: 2017-02-27 09:38:37
Document Index: 249594881

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 58', '§ 1', '§ 13', '§ 30', '§ 13', '§ 58']

GFB Portal — Expertenwissen — Mechanische Gefährdungen — Unkontrolliert bewegte Teile
Gefährdungen durch unkontrolliert bewegte Teile Einführung
Gefährdungen durch unkontrolliert bewegte Teile lassen sich in drei unterschiedliche Kategorien einteilen, in Gefährdungen durch
kippende, pendelnde Teile,
rollende/gleitende Teile und
herabfallende oder sich lösende, berstende und wegfliegende Teile.
Gefährdungen durch kippende, pendelnde Teile
Instabile Schwerpunktlage
Kippfähig sind Gegenstände, das heißt Arbeitsgegenstände, Arbeitsmittel oder deren Teile, mit instabiler oder ungünstiger Schwerpunktlage, wie
schlanke, hohe oder kopflastige Teile,
bewegte, teilgefüllte Flüssigkeitsbehälter,
bewegte Teile bei Transport, Montage,
flache Teile bei hohen Krafteinwirkungen.
Schwerpunktverlagerung mit Kippbewegung
Eine Schwerpunktverlagerung und damit gleichzeitige Kippbewegung kann durch Anstoßen, Drücken, Hängenbleiben oder durch eigene Schwerkraft erfolgen, wie durch
äußere Krafteinwirkung (Horizontalkräfte), zum Beispiel maschinelle, menschliche Kräfte, Windkraft,
Einwirkung von Brems- oder Beschleunigungskräften, zum Beispiel bei Bremsung, Not-Halt, Anfahren, Kurvenfahrt,
Schwerkraftwirkung bei Änderung des Neigungswinkels von Bewegungs- oder Standflächen, zum Beispiel bei einseitigem Einsinken von Lagergut in weichen Untergrund, beim Fahren über Bodenunebenheiten,
Schwerkraftwirkung bei talseitigem Führen kopflastiger Teile,
Massenverlagerung, zum Beispiel durch Lageveränderung von Bauteilen, einseitiges Beladen mit Material, bei Kurvenfahrt teilgefüllter Flüssigkeitsbehälter, bei Verschieben von Bauteilen über Kippkante.
Vorhandene Kippsicherungen, Verankerungen oder sonstige Befestigungen können dabei überwunden werden.
Gefährdungen durch rollende/gleitende Teile
Krafteinwirkung auf rollende/gleitende Teile
Durch Einwirkung von Kräften können roll- oder gleitfähige Gegenstände, Stapelgut, Schüttgut und Ähnliches ins Rollen oder Gleiten geraten und Personen verletzen.
Einwirkende Kräfte können sein:
äußere Krafteinwirkung (insbesondere Stöße, Erschütterungen) durch maschinelle, menschliche Kräfte, Windkraft
Brems- oder Beschleunigungskräfte, zum Beispiel bei Bremsung, Not-Halt, Anfahren, Kurvenfahrt
Schwerkraft (horizontal wirkende Komponente), zum Beispiel bei Stapeln oder Änderung des Neigungswinkels der Standfläche.
FehlendeSchutzeinrichtungen
Gefährdungen entstehen insbesondere, wenn Schutzeinrichtungen, zum Beispiel Wegrollsicherungen oder sonstige Bewegungshindernisse, die ein Rollen oder Gleiten verhindern beziehungsweise die Teile auffangen sollen, fehlen, beseitigt oder überwunden wurden.
Gefährdungen durch herabfallende oder sich lösende, berstende und wegfliegende Teile
Mangelnde Sicherung
Gefährdungen können ausgehen von höher liegenden Gegenständen wie Werkzeugen, Werkstücken, Bauteilen, die durch
Lösen von Verriegelungen, Halterungen, Befestigungen,
Lösen von anhaftenden Gegenständen (klebend, magnetisch uund ähnliches),
Erschütterungen, Anstoßen, Hängenbleiben und Mitreißen,
Materialbruch,
Löcher, fehlende Begrenzungen
herabfallen und anwesende Personen treffen können.
Bersten unter Druck und durch Fliehkraft
Ein Getroffenwerden von unkontrolliert sich lösenden, berstenden und wegfliegenden Teilen beziehungsweise versprühtem oder verspritztem Material ist möglich durch
Zerbersten, Versprühen, Verspritzen, Herumschlagen von unter Druck oder Spannung stehenden Materialien oder Medien infolge Materialfehler/Funktionsfehler, fehlender Druckentlastung (zum Beispiel geborstene Leitungen, Verbindungen von hydraulischen oder pneumatischen Ausrüstungen, die zu Verletzungen durch herausgeschleuderte Bauteile, heraussprühende heiße Medien, schlagende flexible Schläuche unter anderem führen können),
Zerbersten von bewegten Teilen, Lösen von Befestigungen, Halterungen (zum Beispiel von rotierendem Werkzeug infolge Fliehkraftwirkung),
Auftreffen auf Bewegungshindernis und Abprallen vom Hindernis.
Durch das Fehlen von Auffangeinrichtungen beziehungsweise von persönlicher Schutzausrüstung (Helm, Gesichtsschutz, Schutzbrille) steigt die Verletzungsgefahr, siehe Abschnitt Arbeitsschutzmaßnahmen.
Σ Standmomente Ms > Σ Kippmomente Mk Das heißt, die Summe der Standmomente Ms muss, bezogen auf die Kippkante K, größer sein als die Summe der durch äußere Kräfte hervorgerufenen Kippmomente Mk (Abbildung 1.4-2).
Abb. 1.4-2. Standsicherheit eines Körpers.
Die äußeren Kräfte sind darauf gerichtet, den Körper um die Kippkante K zu kippen
Die Summe der Standmomente Ms beträgt: FG * a
Summe der Kippmomente Mk: F1 * h + FH2 * h + FV2 * b
Kippsicherheit ist vorhanden, wenn FG *a > F1 * h + FH2 * h + FV2 * b.
Die Standsicherheit, zum Beispiel von Stapeln und Regalen, kann nach DGUV Regel 108-007 rechnerisch nachgewiesen werden. Wegen möglicher Querkräfte (horizontaler Kräfte) im Stapel (durch ungleichmäßigen Stapelverband, geringe Unebenheiten der Standfläche - <2% Neigung, Stöße und Erschütterungen) ist ein
Standsicherheitsfaktor = Standmoment / Kippmoment >= 2,0
Tabelle 1.4-1. Standsicherheitsfaktoren für Stapel
Zur Auswahl oder Dimensionierung von Auffangeinrichtungen oder Schutzdächern sind herabfallende Teile hinsichtlich ihrer Masse und Fallhöhe,
zulässige Drehzahlen von rotierenden Teilen, wie Spannfutter oder Schleifscheiben, bei deren Überschreitung durch Unwucht, Schlag oder ähnlichem ein Sichlösen oder Bersten möglich ist
Für Anlagen, die in besonderem Maße schädliche Umwelteinwirkungen hervorrufen können, gilt das Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Diese Anlagen bedürfen einer Genehmigung (§ 4 BImSchG). Betreiber genehmigungsbedürftiger Anlagen haben einen oder mehrere Störfallbeauftragte zu bestellen (§ 58a BImSchG). Ergänzende Regelungen zur Beurteilung der Systemsicherheit einschließlich Arbeitsschutz von besonders gefährlichen Anlagen sind in der Störfall-Verordnung (12. BImSchV) zum Bundes-Immissionsschutzgesetz enthalten. Für die nach der Verordnung (§§ 1, 7 12. BImSchV) als gefährlich eingestuften Anlagen ist eine Sicherheitsanalyse anzufertigen.
Bei der Festlegung von Maßnahmen zum Schutz vor unkontrolliert bewegten Teilen sind insbesondere TRBS 2111 und TRBS 2111-1 zu berücksichtigen.
Maßnahmen zum Schutz vor kippenden, pendelnden Teilen
Stabilen Gleichgewichtszustand gewährleisten
Schutzmaßnahmen dienen in erster Linie zur Erhaltung beziehungsweise Erlangung des stabilen Gleichgewichtszustands, zum Beispiel durch:
Vermeiden von Beschleunigungskräften - keine plötzliche Richtungsänderung, kein plötzliches Bremsen, Anfahren, Schrägzug bei pendelnder Last
Vermeid von einseitiger Schwerkrafteinwirkung, zum Beispiel durch einseitiges Einsinken in Untergrund, Löcher, Vertiefungen, bergseitiges Führen von Kopflast
sicheres Einrichten, Erhalten und Abtragen von Stapeln, insbesondere durch Einhaltung des Lastverteilungsplans und der zulässigen Stapelhöhe
gleichmäßige Masseverteilung, zum Beispiel bei Lageveränderung von Bauteilen, Beladen mit Material
Einhaltung eines Sicherheitsabstands zu bewegten Teilen von mindestens 0,5 m (siehe Abbildung 1.3-1)
Wo die genannten Maßnahmen nicht möglich oder unzweckmäßig sind, wird Standsicherheit mit zusätzlichen Mittel (Kippsicherungen) erreicht, zum Beispiel durch
seitliche Befestigungen, Stützen, Rungen, Abspannungen, Blockierungen,
senkrechte Befestigungen, Verankerungen in der Standfläche,
an der Grundfläche befestigte Plattformen zur Vergrößerung der Standfläche.
Maßnahmen zum Schutz vor rollenden, gleitenden Teilen
Bei Teilen, die durch zu geringes Eigengewicht, zu geringen Haftreibungswiderstand oder mögliche äußere Krafteinwirkungen keine ausreichende Stand- beziehungsweise Lagesicherheit besitzen, wird ein Rollen oder Gleiten mit zusätzlichen Mitteln (Wegrollsicherungen) oder Sicherheitsabständen verhindert, zum Beispiel durch
Keile, Gegensteigungen,
Rungen, Pflöcke, Stützen, Rahmen, Bordwände,
Spannseile, -gurte,
sicheres Stapeln durch Aufsetzen im Stapelverband, möglichst pyramidenförmigen Aufbau, Verwendung von rutschhemmenden Zwischenlagen, Keilen,
Sicherheitsabstand zu Transportmitteln von mindestens 0,5 m (siehe Abbildung 1.3-1).
Sonstige Schutzeinrichtungen
Ist das Rollen beziehungsweise Gleiten nicht auszuschließen, können rollende oder gleitende Teile durch Schutzeinrichtungen kontrolliert geführt beziehungsweise aufgefangen werden, zum Beispiel durch
Leitplanken, Führungsrinnen,
Fangnetze, -körbe, -zäune,
Verkleidungen, Verdeckungen, Umzäunungen.
Zusätzlich sind persönliche Schutzausrüstungen (Fußschutz mit Zehenkappen) zu tragen (PSA-BV).
Maßnahmen zum Schutz vor herabfallenden Teilen
Zum Schutz vor herabfallenden Teilen können die folgenden Maßnahmen ergriffen werden:
Entfernen der nicht gesicherten Teile oder sichere Aufbewahrung von Werkzeugen, Werkstücken, Kleinmaterial in geeigneten Behältern sowie andere Maßnahmen zum Schutz vor Herabfallen von höher liegenden Standorten (Gerüste, Laufstege und andere)zum Beispiel durch Umwehrungen, Fußleisten >= 5 cm (ASR A2.1)
Befestigungen (Halte- und Spanneinrichtungen) für Werkstücke, Werkzeuge und anderes, die auch bei Energieausfall oder gefahrbringendem Lösen wirksam sind
optische oder akustische Warneinrichtungen
Sicherung gegen Herabfallen von Ladeeinheiten und Lagergut durch entsprechende Regalgestaltung und -dimensionierung nach DGUV Regel 108-007
sichere Errichtung und Kennzeichnung von tragenden Teilen der Lagereinrichtungen mit Angabe der zulässigen Belastung
Abdeckung von Öffnungen in höher liegenden Flächen
Errichtung von Auffangeinrichtungen, zum Beispiel Fangnetze, Schutzdächer über Verkehrswegen (DIN 4420-1), Gerüstbeläge (§ 13 DGUV Vorschrift 38)
kein unnötiger Aufenthalt unter angehobenen Lasten (§ 30 DGUV Vorschrift 52) oder Kennzeichnung und Absperrung des Gefahrbereichs oder Sicherung durch Warnposten (§ 13 DGUV Vorschrift 38), (siehe auch Abschnitt "Gefährdung durch bewegte Transportmittel, bewegte Arbeitsteile - Arbeitsschutzmaßnahmen")
Tragen von Kopfschutz (Schutzhelmen) und Fußschutz mit Zehenkappen (DIN EN 397; DGUV Regel 112-191; PSA-BV)
Maßnahmen zum Schutz vor sich lösenden, berstenden und wegfliegenden Teilen
Maßnahmen zum Schutz vor sich lösenden, berstenden und wegfliegenden Teilen sind:
Geschwindigkeitsbegrenzungen für bewegte Maschinenteile, Werkzeuge, Werkstücke (siehe Abschnitt "Gefährdung durch ungeschützte bewegte Maschinenteile"), zum Beispiel Drehzahlbegrenzung
Vermeidung von Unwuchten und anderen ungewollten dynamischen Belastungen (Stoß, Druck), zum Beispiel durch entsprechende Auswahl und Umgang mit rotierenden Werkzeugen (DGUV Information 209-002)
Kontrolle von Befestigungen, Halterungen und ähnlichem
Vermeidung unsicherer anhaftender Verbindungen
Druckbegrenzung in hydraulischen und pneumatischen Ausrüstungen bei Gefährdungen durch Herumschlagen von Schlauchleitungen sowie Versprühen oder Verspritzen von Fluiden (DIN EN ISO 4413, DIN EN ISO 4414, DIN EN ISO 12100)
Verwendung von Auffangeinrichtungen, zum Beispiel Abdeckungen, Schutzwände, Fangkörbe
Kennzeichnung und Absperrung der Gefahrstellen
Tragen von persönlicher Schutzausrüstung: Augen- und Gesichtsschutz (Schutzbrille) und Kopfschutz (Schutzhelm) bei Verletzungsgefahr durch Versprühen fester und flüssiger Stoffe, Zerspringen von rotierenden Werkzeugen oder Werkstücken (DGUV Regel 100-500)
Zum Schutz vor Gefährdungen durch berstende Druckbehälter oder Rohrleitungen infolge Überdrucks, die von den unter Abschnitt Grenzwerte und Beurteilungskriterien genannten überwachungsbedürftigen Anlagen ausgehen können, sind durch Sachverständige beziehúngsweise. zugelassene Überwachungsstellen zu prüfen. Nach Ablauf von Übergangsfristen werden ab 01.01.2008 die Prüfungen nicht mehr von Sachverständigen, sondern nur noch von zugelassenen Überwachungsstellen durchgeführt. Zum Vollzug der Störfallverordnung sind nach § 58a BImSchG Störfallbeauftragte als sachkundige Berater für die Planung von Betriebsanlagen und Beschaffung von Einrichtungen zu bestellen.
(6. ProdSV)
(8. ProdSV)
Betriebssicherheitsverordnung (BetrSich)
Verordnung über Gashochdruckleitungen (GasHDrLtgV) PSA-Benutzungsverordnung (PSA-BV)
Zwölfte Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Störfall-Verordnung) (12. BImSchV)
ASR A2.1: Schutz vor Absturz und herabfallenden Gegenständen, Betreten von Gefahrenbereichen TRBS 2111: Technische Regel für Betriebssicherheit: Mechanische Gefährdungen: Allgemeine Anforderungen
TRBS 2111-1: Technische Regel für Betriebssicherheit: Mechanische Gefährdungen - Maßnahmen zum Schutz vor Gefährdungen beim Verwenden von mobilen Arbeitsmitteln
TRBS 2141: Technische Regel für Betriebssicherheit: Gefährdungen durch Dampf und Druck - Allgemeine Anforderungen
DGUV Vorschrift 52: Krane
DIN EN 166: Persönlicher Augenschutz - Anforderungen
DIN EN 397: Industrieschutzhelme (enthält Änderung A1: 2000)
DIN EN ISO 14120: Sicherheit von Maschinen - Trennende Schutzeinrichtungen - Allgemeine Anforderungen an Gestaltung und Bau von feststehenden und beweglichen trennenden Schutzeinrichtungen
DIN EN ISO 4413: Fluidtechnik – Allgemeine Regeln und sicherheitstechnische Anforderungen an Hydraulikanlagen und deren Bauteile
DIN EN ISO 4414: Fluidtechnik - Allgemeine Regeln und sicherheitstechnische Anforderungen an Pneumatikanlagen und deren Bauteile
DIN 4420-1: Arbeits- und Schutzgerüste - Teil 1: Schutzgerüste - Leistungsanforderungen, Entwurf, Konstruktion und Bemessung
VDI 2263 Bl. 3: Staubbrände und Staubexplosionen, Gefahren, Beurteilung, Schutzmaßnahmen; Explosionsdruckstoßfeste Behälter und Apparate; Berechnung, Bau und Prüfung
DGUV Information 209-001: Sicherheit beim Arbeiten mit Handwerkzeugen
DGUV Information 209-002: Schleifer
DGUV Information 209-011: Gasschweißer
DGUV Information 208-021: Erstellung von Betriebsanweisungen für Geräte und Anlagen zur Regalbedienung
DGUV Regel 112-192: Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz
DGUV Regel 112-193: Benutzung von Kopfschutz
DGUV Regel 113-015: Hydraulik-Schlauchleitungen - Regeln für den sicheren Einsatz
DGUV Regel 100-500: Betreiben von Arbeitsmitteln
[1] Sicher lagern und stapeln
Gesund und sicher 1992, 4, 106 – 113
[2] Maschinenschutz transparent
Sicherheitsingenieur 1994, 3, 32
Sind Maßnahmen zum Schutz vor Gefährdungen durch kippende Teile ausreichend, zum Beispiel durch Anfahrschutz, Wegefreiheit, ebene Fahrwege, Kippsicherungen?
Sind Maßnahmen zum Schutz vor Gefährdungen durch rollende oder gleitende Teile ausreichend, zum Beispiel durch Anfahrschutz, Wegrollsicherungen, wie Keile, Stützen?
Sind Maßnahmen zum Schutz vor Gefährdungen durch herabfallende Teile, wie Werkzeuge, Werkstücke, Bauteile, ausreichend, zum Beispiel durch Ablagen, Behälter, Fußleisten, Befestigungen, Fangnetze, Schutzhelm?
Sind Maßnahmen zum Schutz vor Gefährdungen durch berstende und wegfliegende Teile sowie versprühte oder verspritzte Medien ausreichend, zum Beispiel durch Sicherheitsventile, Schutzhauben, Schutzwände, Schutzbrille?
Gefährdung durch kippende Teile infolge ... (zum Beispiel Anfahren an Stapel oder hohe, kopflastige Teile bei Wegengen, Durchfahren unebener Wege)
Gefährdung durch pendelnde Teile infolge ... (zum Beispiel bei Schrägzug von Kranlasten)
Gefährdung durch rollende oder gleitende Teile infolge ... (zum Beispiel durch Erschütterungen, Anfahren, Neigung der Lagefläche)
Gefährdung durch herabfallende Teile infolge ... (aus der Ruhelage, zum Beispiel von Werkzeugen, Werkstücken, Bauteilen durch fehlende Ablagen / Behälter / Befestigungen, Öffnungen in Ablagen)
Gefährdung durch sich lösende, berstende und wegfliegende Teile infolge ... (aus der Bewegung, zum Beispiel von Schleifkörperteilen, Spänen, Spritzern, unter Druck austretenden Flüssigkeiten und Gasen)
Maßnahmen gegen kippende Teile
Anfahren, Anstoßen, Brems- und Beschleunigungskräfte sowie zu schnelle Kurvenfahrten vermeiden ... (zum Beispiel ausreichende Wegbreiten, Geschwindigkeitsbegrenzungen, ausreichende Sicht)
Verlagerung des Schwerpunkts beachten ... (zum Beispiel Betriebsanweisungen, Unterweisungen zum Be- und Entladen, Befahren von Neigungen, Beseitigen von Unebenheiten und Vertiefungen im Transportweg)
Schwerpunkt möglichst tief anordnen ... (zum Beispiel bei Festlegung von Anschlagpunkten beachten)
Stapelverband, zulässige Stapelhöhe einhalten ... (zum Beispiel Festlegungen in Regelungen, Betriebsanweisungen)
Kippsicherungen anbringen ... (zum Beispiel Stützen, Verankerungen)
Vermeidung von Gefährdungen durch pendelnde Teile
Maßnahmen gegen pendelnde Teile
Schrägzug bei angeschlagener Last vermeiden ... (zum Beispiel entsprechende Zugänglichkeit und Bewegungsraum abgesetzter Lasten gewährleisten)
Halteseil oder Haltestange bereitstellen bei möglicher pendelnder Last
über Einhaltung von Sicherheitsabständen unterweisen
Maßnahmen gegen rollende oder gleitende Teile
Anfahren, Anstoßen, Erschütterungen sowie Beschleunigungskräfte beim Anfahren und Bremsen vermeiden ...(zum Beispiel ausreichende Wegbreiten, ausreichende Sicht, Geschwindigkeitsbegrenzungen)
Wegrollsicherungen verwenden ... (zum Beispiel Keile, Stützen, Spannseile)
Sicherheitsabstand einhalten ... (zum Beispiel Kennzeichnung der Begrenzung von Verkehrswegen)
Auffangeinrichtungen, Leitplanken, trennende Schutzeinrichtungen anbringen
Maßnahmen gegen herabfallende Teile
Werkzeuge und Arbeitsmaterial sicher ablegen können ... (zum Beispiel Bereitstellung von Behältern und Ablagen, Fußleisten anbringen, Öffnungen abdecken)
Befestigungen, Halterungen von Teilen, die herabfallen können, kontrollieren
Auffangeinrichtungen anbringen ... (zum Beispiel Fangnetze, Schutzdächer)
über Benutzung von PSA unterweisen ... und solche bereitstellen ... (zum Beispiel Kopfschutz, Fußschutz mit Zehenkappen)
über Einhaltung von Sicherheitsabständen beziehungsweise Aufenthaltsverbot unterweisen ... und darauf hinweisen ... (zum Beispiel Hinweisschilder, Flächen kennzeichnen)
Maßnahmen gegen sich lösende, berstende und wegfliegende Teile
auf Einhaltung von Geschwindigkeits- beziehungsweise Drehzahlbegrenzungen achten ... (zum Beispiel Bereitstellung geeigneter Schleifscheiben)
Befestigungen, Halterungen und ähnliches kontrollieren
Leckagen an unter Druck stehenden Behältern und Rohrleitungen feststellen
Druckbegrenzungseinrichtungen kontrollieren
Auffangeinrichtungen anbringen ... (zum Beispiel Schutzhauben, Spritz- und Späneschutz)
über Benutzung von PSA unterweisen und darauf hinweisen
Quelle "Ratgeber zur Gefährdungsbeurteilung" Broschüre der BAuA Autoren Dr.-Ing. H. Fischer Dipl.-Ing. M. Kittelmann Dipl.-Ing. T. Mössner Ansprechpartner Dipl.-Ing. T. Mössner BAuA, Gruppe 2.4, Dresden Kontakt