Source: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Justiz/JJR_19990119_OGH0002_0010OB00295_98H0000_001/JJR_19990119_OGH0002_0010OB00295_98H0000_001.html
Timestamp: 2020-03-29 07:03:14
Document Index: 145992289

Matched Legal Cases: ['§480', '§863', '§ 863', 'OGH', 'OGH', '§ 863', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 479', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

RS0111562
1Ob295/98h; 5Ob270/03x; 10Ob83/07i; 7Ob267/08b; 3Ob132/09x; 10Ob24/11v; 10Ob45/11g; 8Ob77/12z; 10Ob27/12m; 4Ob106/12k; 2Ob132/12v; 5Ob55/13v; 5Ob253/12k; 2Ob158/13v; 1Ob87/15y; 6Ob188/15p; 7Ob41/15b; 10Ob13/16h; 9Ob51/17s; 9Ob76/17t; 5Ob48/19y
ABGB §480; ABGB §863 EI
Ein Dienstbarkeitsvertrag kann auch durch schlüssiges Verhalten im Sinne des § 863 ABGB zustandekommen. Ein schlüssiger Dienstbarkeitsvertrags kommt nicht schon durch die bloße Duldung eines bestimmten Gebrauchs des dienenden Guts, sondern erst dann zustande, wenn zusätzliche Sachverhaltselemente den Schluss erlauben, der aus einem bestimmten Verhalten abzuleitende rechtsgeschäftliche Wille der (jeweils) Belasteten habe sich auf die Einräumung einer Dienstbarkeit als dingliches Recht bezogen.
TE OGH 1999-01-19 1 Ob 295/98h
TE OGH 2003-12-09 5 Ob 270/03x
Auch; nur: Ein Dienstbarkeitsvertrag kann auch durch schlüssiges Verhalten im Sinne des § 863 ABGB zustandekommen. (T1)
TE OGH 2007-10-09 10 Ob 83/07i
TE OGH 2009-07-08 7 Ob 267/08b
TE OGH 2009-09-30 3 Ob 132/09x
TE OGH 2011-05-03 10 Ob 24/11v
TE OGH 2011-06-28 10 Ob 45/11g
TE OGH 2012-07-26 8 Ob 77/12z
Auch; Beisatz: Das Gleiche gilt schon aufgrund eines Größenschlusses für die Erweiterung des Umfangs einer ausdrücklich bestellten Servitut. (T2)
TE OGH 2012-10-02 10 Ob 27/12m
TE OGH 2012-09-18 4 Ob 106/12k
TE OGH 2012-09-20 2 Ob 132/12v
TE OGH 2013-07-16 5 Ob 55/13v
Vgl; Beisatz: Das gilt auch für eine unregelmäßige Dienstbarkeit nach § 479 ABGB. (T3)
TE OGH 2013-07-16 5 Ob 253/12k
TE OGH 2013-10-23 2 Ob 158/13v
Auch; Beisatz: Hier nur Duldung einer obligatorischen Nutzung eines Schwimmbads. (T4)
TE OGH 2015-05-21 1 Ob 87/15y
Auch; Beisatz: An die Annahme der schlüssigen Einräumung einer Dienstbarkeit sind, weil dies einem Teilrechtsverzicht gleichkommt, strenge Anforderungen zu stellen. Die sonst an die Ersitzung anknüpfenden Erfordernisse des rechtmäßigen, redlichen und echten Besitzes, einschließlich dem Ablauf der Ersitzungszeit, sollen nicht dadurch einfach umgangen werden können, dass man aus der Nichtausübung eines Rechts oder der stillschweigenden Duldung der Nutzung des Grundstücks durch eine andere Person während eines kürzeren Zeitraums als jenes für die Ersitzung bereits einen konkludenten Rechtsverlust durch rechtsgeschäftliche konkludente Einräumung von Dienstbarkeitsrechten bejaht, (so schon 10 Ob 10/13p). (T5)
TE OGH 2015-09-02 7 Ob 41/15b
TE OGH 2017-03-21 10 Ob 13/16h
Vgl auch; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Es entzieht sich – wegen der Einzelfallbezogenheit – der grundsätzlichen Erörterung des Obersten Gerichtshofs, welche konkreten Aufwendungen des Begünstigten vorliegen müssen, damit die Zustimmung des Grundeigentümers nicht nur als nachbarschaftliche Gefälligkeitshandlung zu beurteilen ist, und welche Aufwendungen den Schluss auf einen rechtsgeschäftlichen Willen des Liegenschaftseigentümers zur Einräumung eines (dinglichen oder) obligatorischen Gebrauchsrechts zulassen. (T6)
TE OGH 2017-12-18 9 Ob 51/17s
TE OGH 2018-01-30 9 Ob 76/17t
TE OGH 2019-06-13 5 Ob 48/19y
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0111562