Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/130
Timestamp: 2019-09-15 06:17:23
Document Index: 262626203

Matched Legal Cases: ['§ 130', 'BGH', '§ 130', 'BGH', 'BGH', '§ 130', '§64', 'BGH', 'BGH', '§ 130', '§ 174', 'BGH', 'BGH', '§ 130', '§ 519', '§ 233', '§ 130', 'BGH', 'BGH', '§ 130', '§ 519', '§ 130', 'BGH', 'BGH', '§ 130', '§ 130', '§ 129', 'BGH', '§ 130', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§253', 'BGH', '§ 130', 'BGH', 'BGH', '§ 130', 'BGH', 'BGH', '§ 130', '§130', '§130', '§130', '§130', 'BGH', '§ 130', 'BGH', 'BGH', '§ 130', 'BGH', 'BGH', '§ 130', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 130', 'BGH', '§ 130', 'BGH', '§ 130', '§ 130', 'BGH', 'BGH', '§ 130', 'BGH', '§ 130', 'BGH', 'BGH', '§ 130', 'BGH']

§ 130 ZPO: Inhalt der Schriftsätze
1.die Bezeichnung der Parteien und ihrer gesetzlichen Vertreter nach Namen, Stand oder Gewerbe, Wohnort und Parteistellung; die Bezeichnung des Gerichts und des Streitgegenstandes; die Zahl der Anlagen;
1a.die für eine Übermittlung elektronischer Dokumente erforderlichen Angaben, sofern eine solche möglich ist;
2.die Anträge, welche die Partei in der Gerichtssitzung zu stellen beabsichtigt;
3.die Angabe der zur Begründung der Anträge dienenden tatsächlichen Verhältnisse;
4.die Erklärung über die tatsächlichen Behauptungen des Gegners;
5.die Bezeichnung der Beweismittel, deren sich die Partei zum Nachweis oder zur Widerlegung tatsächlicher Behauptungen bedienen will, sowie die Erklärung über die von dem Gegner bezeichneten Beweismittel;
6.die Unterschrift der Person, die den Schriftsatz verantwortet, bei Übermittlung durch einen Telefaxdienst (Telekopie) die Wiedergabe der Unterschrift in der Kopie.
BGH, BESCHLUSS vom 4.7.2015, Az. III ZB 60/14 Insoweit ist der vorliegende Fall rechtlich nicht anders zu beurteilen als die Fälle, in denen ein mittels eines normalen Telefaxgeräts übermittelter bestimmender Schriftsatz lediglich eine eingescannte Unterschrift aufweist, die nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs den Formerfordernissen des § 130 Nr. 6 ZPO nicht genügt (BGH, Beschluss vom 10. Oktober 2006 - XI ZB 40/05, NJW 2006, 3784 Rn. 11).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2015, Az. XII ZB 424/14 Mangels technischer Notwendigkeit genügt daher eine eingescannte Unterschrift nicht den Formerfordernissen des § 130 Nr. 6 ZPO (bzw. §64 Abs. 2 Satz 4 FamFG), wenn der Schriftsatz mit Hilfe des normalen Faxgeräts und nicht unmittelbar aus dem Computer versandt wird (BGH Beschluss vom 10. Oktober 2006 - XI ZB 40/05 - NJW 2006, 3784 Rn. 9).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2014, Az. XI ZB 13/13 Dies folgt einerseits aus der Vorschrift des § 130 Nr. 6 ZPO, der für Telekopien die Wiedergabe der Unterschrift in der Kopie vorschreibt und andererseits aus § 174 Abs. 2 bis 4 ZPO, der zwischen der Zustellung eines Schriftstücks durch Telekopie und der eines elektronischen Dokuments unterscheidet (BGH, Beschluss vom 4. Dezember 2008 - IX ZB 41/08, WM 2009, 331 Rn. 8).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2013, Az. VII ZB 43/12 ZPO § 130 Nr. 6, § 519 Abs.4, § 233 B a)	Der Schriftzug eines Rechtsanwalts am Ende einer Berufungsschrift erfüllt die Anforderungen an die nach § 130 Nr. 6 ZPO zu leistende Unterschrift nur, wenn er erkennen lässt, dass der Unterzeichner seinen vollen Namen und nicht nur eine Abkürzung hat niederschreiben wollen (st. Rspr.; beispielsweise BGH, Beschluss vom 28. September 1998 - II ZB 19/98, NJW 1999, 60).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2012, Az. VII ZB 36/10 ZPO § 130 Nr. 6, § 519 Abs.4 a)	Ein aus unleserlichen Zeichen bestehender Schriftzug am Ende einer Berufungsschrift stellt jedenfalls dann eine Unterschrift im Sinne des § 130 Nr. 6 ZPO dar, wenn seine individuellen, charakteristischen Merkmale die Wiedergabe eines Namens erkennen lassen und aufgrund einer Gesamtwürdigung aller dem Berufungsgericht bei Ablauf der Berufungsfrist zur Verfügung stehenden Umstände die Identifizierung des Ausstellers ermöglichen (Bestätigung von BGH, Beschluss vom 17. November 2009 - XI ZB 6/09, NJW-RR 2010, 358).
LAG Hamm, Urteil vom 4.10.2011, Az. 8 Sa 781/11 Voraussetzung ist gleichwohl ein hinreichend gekennzeichneter individueller Schriftzug, welcher über eine gekrümmte oder geschlängelte Linie hinausgeht und charakteristische Merkmal aufweist, welche die Nachahmung erschweren und trotz Flüchtigkeit und Abschleifens die Absicht einer Unterschrift mit vollem Namen erkennen lässt (BGH NJW 2005,3775; Zöller/Greger, § 130 ZPO Rn 11 m.w.N.).
LAG Hamm, Urteil vom 4.10.2011, Az. 8 Sa 781/11 23Zwar ist die Schriftform gewahrt, wenn neben einem nicht unterschriebenen Originalschriftsatz zugleich eine vom Verfasser der Urschrift ordnungsgemäß unterzeichnete Abschrift eingeht, wobei die Unterzeichnung des Beglaubigungsvermerks der Unterzeichnung der Schriftsatzes gleichsteht (BAG NZA 1993, 655; Stein/Jonas/Leipold, 22. Aufl., § 130 ZPO Rn 22; MünchKomm/Peters, § 129 ZPO Rn 13).
BGH, URTEIL vom 5.2.2011, Az. V ZR 190/10 § 130 Nr. 1 ZPO grundsätzlich die Wohnorte der Parteien anzugeben, worunter nach allgemeiner Auffassung eine ladungsfähige Anschrift zu verstehen ist (BGH, Urteil vom 9. Dezember 1987 - IVb ZR 4/87 - BGHZ 102, 332, 335 f.; Urteil, vom 31. Oktober 2000 -VI ZR 198/99, BGHZ 145, 358, 363; Zöller/Greger, aaO, §253 Rn. 8).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2010, Az. VII ZB 112/08 Eine qualifizierte elektronische Signatur tritt an die Stelle der eigenhändigen Unterschrift im Sinne von § 130 Nr. 6 ZPO (BGH, Beschluss vom 15. Juli 2008 -XZB 8/08, NJW 2008, 2649 Tz. 10).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2010, Az. VII ZB 112/08 13	bb) Im Rahmen des § 130 Nr. 6 ZPO stellt trotz der Verwendung des Wortes 'soll' die Unterschrift grundsätzlich eine unerlässliche Wirksamkeitsvoraussetzung für bestimmende Schriftsätze dar (BGH, Beschluss vom 15. Juli 2008 - X ZB 8/08, NJW 2008, 2649 Tz. 11; Beschluss vom 2. April 2008 -XII ZB 120/06, NJW-RR 2008, 1020 Tz. 7; Beschluss vom 14. Februar 2006 - VI ZB 44/05, NJW 2006, 1521 Tz. 6 und Urteil vom 10. Mai 2005 -XIZR 128/04, NJW 2005, 2086 Tz. 15; st. Rspr.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2010, Az. VII ZB 112/08 Andere sehen in der Norm in Anlehnung an das Verständnis von § 130 Nr. 6 ZPO eine Muss-Vorschrift (Stein/Jonas/Leipold, ZPO, 22. Aufl., §130 a Rdn. 8; Thomas/Putzo/Reichold, ZPO, 29. Aufl., §130 a Rdn. 2; MünchKommZPO-Wagner, 3. Aufl., §130 a Rdn. 4; PG/Prütting, ZPO, §130 a Rdn. 5; Krüger-Bütter, MDR 2003, 181, 182 Fn.12; Dästner, NJW 2001, 3469, 3470; LAG Köln, Beschluss vom 19. November 2003, 4 Ta 318/03, bei Juris, Tz. 29).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2010, Az. VII ZB 112/08 Ob die oben genannte Entscheidung des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes durch die Neufassung von § 130 Nr. 6 ZPO überholt ist (vgl. dazu BGH, Urteil vom 10. Mai 2005 -XI ZR 128/04, NJW 2005, 2086 Tz. 17), muss der Senat bei dieser Sachlage nicht entscheiden.
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2008, Az. IX ZB 41/08 Das Unterschriftserfordernis des § 130 Nr. 6 ZPO war gewahrt, weil das ausgedruckte Dokument mit der in Kopie wiedergegebenen Unterschrift des Prozessbevollmächtigten abschloss (vgl. BGH, Beschl. v. 15. Juli 2008, aaO Rn. 8, 13).
BGH, BESCHLUSS vom 2.6.2008, Az. X ZB 8/08 § 130 Nr. 6 ZPO trägt der elektronischen Übermittlungsform nur insofern Rechnung, als er an Stelle der - bei bestimmenden Schriftsätzen nach ständiger Rechtsprechung (s. nur GmS-OGB BGHZ 75, 340, 349; BGHZ 97, 283, 284 f.) grundsätzlich zwingenden - Unterschrift auf der Urkunde die Wiedergabe dieser Unterschrift in der bei Gericht erstellten Kopie genügen lässt.
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2005, Az. V ZB 45/04 Anlaß zu einer Änderung dieser Rechtsprechung geben entgegen der Ansicht der Rechtsbeschwerde weder der Beschluß des Gemeinsamen Senats der Obersten Gerichtshöfe des Bundes vom 5. April 2000 (GmS-OGB 1/98, BGHZ 144, 160), welcher nur den Ausnahmefall der Übermittlung von Schriftsätzen per Computerfax betrifft, noch die Neufassung des § 130 Nr. 6 ZPO durch das Gesetz zur Anpassung der Formvorschriften des Privatrechts und anderer Vorschriften an den modernen Rechtsgeschäftsverkehr vom 13. Juli 2001 (BGBl. I S. 1542, 1543).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2005, Az. V ZB 45/04 Zum einen wird die Notwendigkeit einer - in Kopie wiederzugebenden - Unterschrift durch den neuen Wortlaut des § 130 Nr. 6 ZPO ausdrücklich bestätigt (vgl. BFH, BFH/NV 2002, 1597, 1599), zu dem anderen ergibt sich aus den Gesetzesmaterialien, daß der Gesetzgeber gerade nicht beabsichtigte, das Unterschriftserfordernis für Schriftsätze und die hierzu ergangene Rechtsprechung in Frage zu stellen (BT-Drucks. 14/4987, S. 23 f.; vgl. auch BGH, Urt. v. 10. Mai 2005, XI ZR 128/04, Umdruck S. 9).
LAG Köln, Beschluss vom 3.10.2003, Az. 4 Ta 318/03 25	Obwohl § 130 Nr. 6 ZPO n.F. ebenso wie § 130 Nr. 6 ZPO a. F. als Sollvorschrift gefasst ist, wurde die Unterschrift der Partei bzw. ihres Prozessbevollmächtigten in ständiger Rechtsprechung als zwingendes Wirksamkeitserfordernis angesehen (vgl. nur RGZ 151, 82; BGH JR 55, 266; BGH NJW 2001, 1581; zahlreiche weitere Nachweise bei Zöller/Greger, 23. Aufl., § 130 ZPO Rn 7 ff.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.1984, Az. VI ZB 11/84 Es ist somit als anwaltliche Unterschrift im Sinne des § 130 Nr. 6 ZPO anzusehen (zu vergleichbaren Schriftbildern siehe BGH, Urteil vom 4. Juni 1975 -I ZR 114/72 - VersR 1975, 925 und Beschluß vom 23. Februar 1983 - aaO).
BGH, Urteil vom 4.1.1982, Az. III ZR 39/81 Die Berufungsbegründung vom 15. Juli 1980 weist keine Unterschrift im Sinne des § 130 Nr. 6 ZPO auf.a)	Das vom Berufungsgericht zutreffend als ’’nahezu senkrecht verlaufende Linie mit feinem Aufstrich und kurzem wellenförmigem Auslauf” beschriebene Schriftzeichen stellt sich seinem Erscheinungsbild nach nicht als Unterzeichnung mit dem vollen Namen» sondern als Handzeichen» d.h. als erkennbar abgekürzte Form des Namens dar (vgl. BGH Beschluß vom 13. Juli 1967 - I a ZB I/67 * NJ¥ 1967» 2310).