Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFHE%20149,%20557
Timestamp: 2019-09-16 09:18:07
Document Index: 102042848

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 13', '§ 13', '§ 14', '§ 4', '§ 1922', '§ 1922', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 39', '§ 4', '§ 1922', '§ 1922', '§ 15', '§ 16', '§ 14']

BFH, 26.03.1987 - IV R 20/84 - dejure.org
https://dejure.org/1987,447
BFH, 26.03.1987 - IV R 20/84 (https://dejure.org/1987,447)
BFH, Entscheidung vom 26.03.1987 - IV R 20/84 (https://dejure.org/1987,447)
BFH, Entscheidung vom 26. März 1987 - IV R 20/84 (https://dejure.org/1987,447)
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HöfeO §§ 4, 12 bis 14; EStG 1975 §§ 13, 14a Abs. 4
Hoferbfolge - Hofordnung - Erbengemeinschaft - Mitunternehmerschaft - Weichende Miterben - Veräußerungsgewinn - Minderung - Abfindungszahlungen - Beteiligung am Erlös
EStG (1975) § 13, § 14a Abs. 4; HöfeO §§ 4, 12-14
BFHE 149, 557
BB 1987, 1375
BStBl II 1987, 561
Der nach der Höfeordnung vererbte Hof (dazu vgl. BFH-Urteil vom 26. März 1987 IV R 20/84, BFHE 149, 557, BStBl II 1987, 561, m.w.N.) und das hoffreie Vermögen bilden zwei Nachlassteile, die unmittelbar zum einen auf den Hoferben und zum anderen auf die Erbengemeinschaft übergehen (…vgl. Palandt/Edenhofer, Bürgerliches Gesetzbuch, 63. Aufl., § 1922 Rdnr. 7, 9).
Der nach der Höfeordnung vererbte Hof (vgl. BFH-Urteil vom 26. März 1987 IV R 20/84, BFHE 149, 557, BStBl II 1987, 561, m.w.N.) und das hoffreie Vermögen bilden zwei Nachlassteile, die unmittelbar zum einen auf den Hoferben und zum anderen auf die Erbengemeinschaft übergehen (…vgl. Palandt/Edenhofer, Bürgerliches Gesetzbuch, 61. Aufl., § 1922 Rnrn. 7, 9).
Veräußerungskosten sind Aufwendungen, die in unmittelbarer sachlicher Beziehung zum Veräußerungsvorgang stehen (Senatsurteile vom 27. Oktober 1977 IV R 60/74, BFHE 123, 553, 556, BStBl II 1978, 100, 101, und vom 26. März 1987 IV R 20/84, BFHE 149, 557, BStBl II 1987, 561, 563).
BFH, 06.10.1993 - I R 97/92
Veräußerungskosten mindern ohne Rücksicht auf ihre zeitliche Entstehung den …
Veräußerungskosten i. S. des § 16 Abs. 2 EStG sind Aufwendungen, die in unmittelbarer sachlicher Beziehung zum Veräußerungsvorgang stehen (Anschluß an BFH-Urteil vom 26. März 1987 IV R 20/84, BFHE 149, 557, BStBl II 1987, 561, 563).
Veräußerungskosten sind Aufwendungen, die in unmittelbarer sachlicher Beziehung zum Veräußerungsvorgang stehen (BFH-Urteile vom 27. Oktober 1977 IV R 60/74, BFHE 123, 553, 556, BStBl II 1978, 100, 101; vom 26. März 1987 IV R 20/84, BFHE 149, 557, BStBl II 1987, 561, 563;… Schmidt, Einkommensteuergesetz, Kommentar, 12. Aufl., § 16 Anm. 52 a).
Entsprechend der Definition in § 16 Abs. 2 EStG erfordert diese Abgrenzung, daß der Veräußerungspreis um die mit dem Veräußerungsvorgang in sachlichem Zusammenhang stehenden Veräußerungskosten ermäßigt wird (BFH in BFHE 149, 557, BStBl II 1987, 561, 563).
Da die Veräußerungskosten nur durch den sachlichen Zusammenhang mit dem Veräußerungsvorgang, nicht aber durch eine zeitliche Zuordnung bestimmt sind (vgl. BFH in BFHE 149, 557, BStBl II 1987, 561, 563), sind sämtliche Veräußerungskosten ohne Rücksicht auf ihre zeitliche Entstehung vom Veräußerungspreis abzusetzen.
Wirtschaftlicher Eigentümer ist nach § 39 Abs. 2 Nr. 1 AO 1977 in Verbindung mit der dazu ergangenen höchstrichterlichen Rechtsprechung derjenige, der die tatsächliche Herrschaftsgewalt über ein Wirtschaftsgut in der Weise ausübt, daß er die zivilrechtlichen Eigentümer im Regelfall für die gewöhnliche Nutzungsdauer von der Einwirkung auf das Eigentum wirtschaftlich ausschließen kann (BFH-Urteile vom 18. November 1970 I 133/64, BFHE 100, 516, 521, BStBl II 1971, 133, 135; vom 26. März 1987 IV R 20/84, BFHE 149, 557, BStBl II 1987, 561, 563).
In diesem Zusammenhang ist unerheblich, dass der nach der Höfeordnung vererbte Hof und das hoffreie Vermögen zwei Nachlassgegenstände bilden (s. dazu z.B. BFH-Urteil vom 26. März 1987 IV R 20/84, BFHE 149, 557, BStBl II 1987, 561), die unmittelbar zum einen im Wege der Sonderrechtsnachfolge auf den Hoferben (vgl. § 4 Satz 1 HöfeO) und zum anderen im Wege der Universalsukzession (vgl. § 1922 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches) auf die Erbengemeinschaft übergehen (…Palandt/ Edenhofer, Bürgerliches Gesetzbuch, 67. Aufl., § 1922 Rz 9;… Wöhrmann/Stöcker, Das Landwirtschaftserbrecht, 8. Aufl., § 15 HöfeO Rz 16).
Demgegenüber hat der BFH bisher die Veräußerungskosten i.S. des § 16 Abs. 2 Satz 1 EStG als Aufwendungen definiert, die in unmittelbarer sachlicher Beziehung zum Veräußerungsgeschäft stehen, wie z.B. Notar- und Grundbuchgebühren, Maklerprovisionen, Reise-, Beratungs- und Gutachterkosten sowie die durch den Veräußerungsvorgang selbst entstehenden Steuern (vgl. z.B. Urteile vom 27. Oktober 1977 IV R 60/74, BFHE 123, 553, BStBl II 1978, 100; vom 6. Mai 1982 IV R 56/79, BFHE 136, 209, BStBl II 1982, 691; vom 26. März 1987 IV R 20/84, BFHE 149, 557, BStBl II 1987, 561).
Die von ihr eingesetzten Wirtschaftsgüter, insbesondere die Hofgebäude, waren Eigentum von SB; ihm standen daher die Absetzungen für Abnutzung zu (vgl. Senatsurteile vom 26. März 1987 IV R 20/84, BFHE 149, 557, BStBl II 1987, 561; vom 28. September 1995 IV R 7/94, BFHE 180, 255, BStBl II 1996, 440, …und vom 25. Januar 1996 IV R 19/94, BFH/NV 1996, 600).
Zu den Veräußerungskosten gehören nur solche Aufwendungen, die in unmittelbarem sachlichem Bezug zu dem Veräußerungsgeschäft stehen (…BFH-Urteile vom l. Dezember 1992 VIII R 43/90, BFH/NV 1993, 520; vom 26. März 1987 IV R 20/84, BFHE 149, 557, BStBl II 1987, 561; vom 2. Oktober 1984 VIII R 36/83, BFHE 143, 228, BStBl II 1985, 320, 322; ferner BFHE 173, 47, BStBl II 1994, 287, 288).
Während hierunter zunächst die Aufwendungen zählten, die in unmittelbarer sachlicher Beziehung zu dem Veräußerungsgeschäft standen, wie z.B. Notar- und Grundbuchgebühren, Maklerprovisionen, Reise-, Beratungs- und Gutachterkosten sowie die durch den Veräußerungsvorgang selbst entstehenden Steuern (vgl. etwa BFH vom 27. Oktober 1977 IV R 60/74, BStBl II 1978, 100; vom 6. Mai 1982 IV R 56/79, BStBl II 1982, 691; vom 26. März 1987 IV R 20/84, BStBl II 1987, 561), kommt es nach der geänderten Rechtsprechung des BFH, der der Senat folgt, nun auf die Unmittelbarkeit nicht mehr an, da dies kein aussagekräftiges Merkmal für die Zuordnung von Aufwendungen ist.
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