Source: http://www.agrarbericht-2018.bayern.de/landwirtschaft-laendliche-entwicklung/berufsausbildung.html
Timestamp: 2019-05-21 14:54:03
Document Index: 21624416

Matched Legal Cases: ['§ 45', '§ 45', '§ 45', '§ 45', '§ 45', '§ 45', '§ 45', '§ 43', '§ 43', '§ 45', '§ 45']

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Im Jahr 2017 begannen 2 159 Personen eine betriebliche Ausbildung in einem Agrarberuf; das sind 119 Berufsanfänger weniger als im Jahr 2016. Von den Berufsanfängern nahmen 36 % eine Ausbildung im Beruf Landwirt/in und 36 % im Beruf Gärtner/in auf. Unter den Berufsanfängern befinden sich 228 (Jahr 2016: 252), die bereits einen anderen Beruf erlernt und 595 (Jahr 2016: 633), die ein schulisches Berufsgrundschuljahr mit Erfolg besucht hatten.
Über alle Agrarberufe hinweg ist trotz leicht abnehmender Tendenz die Zahl der Berufsanfänger noch als stabil zu bezeichnen. Im Gartenbau haben sich die Zahlen im Berichtszeitraum 2016/2017 weiter stabilisiert.
Hauswirtschafter/in (LW)
2010 2.165 794 49 793 59 470
2015 2.171 814 41 735 62 519
2016 2.278 853 35 759 78 553
2017 2.159 775 30 772 91 491
Insgesamt befanden sich 5 028 Auszubildende (Jahr 2016: 5 067) am Jahresende 2017 in einem Agrarberuf in betrieblicher Ausbildung.
Berufsabschlüsse in den landwirtschaftlichen Berufen 2017
Auszubildende insgesamt 5.028 1.399 48 2.017 213 1.351
Berufsanfänger 2.159 775 30 772 91 491
Teilnehmer Abschlussprüfung 2.911 1.294 315 696 86 520
Erfolgreiche Prüfungsteilnehmer 2.657 1.228 314 561 83 471
Die Zahl der Personen, die 2017 eine berufliche Abschlussprüfung nach § 45 Abs. 2 Berufsbildungsgesetz (BBiG), das heißt nach mehrjähriger haupt- oder nebenberuflicher Tätigkeit, ablegten, ist mit 737 Absolventen wieder auf ein normales Maß zurückgegangen.
2010 794 444 295 19 9 27
2015 706 458 187 1 12 48
2016 939 613 268 16 5 37
2017 737 446 236 4 7 44
Ausbildungsberufe im Agrarbereich
Vor Beginn der betrieblichen Ausbildung besuchen die künftigen Auszubildenden in den Berufen Landwirt/in, Tierwirt/in und Fachkraft Agrarservice in der Regel ein vollzeitschulisches Berufsgrundschuljahr (BGJ). Bei erfolgreichem Besuch wird dies als erstes Ausbildungsjahr auf die 3-jährige Ausbildung angerechnet.
Die Zahl derjenigen, die 2017 eine betriebliche Ausbildung (Lehre) zum Landwirt/in begannen und deren Ausbildungsverhältnis zum Jahresende noch bestand, beträgt insgesamt 775 Auszubildende. Davon haben 753 eine verkürzte Ausbildung begonnen. Verkürzungsgründe können der erfolgreiche Besuch des BGJ, schulische Vorbildung, z. B. Hochschulreife oder der Nachweis eines anderen Berufsabschlusses sein.
Berufsanfänger Landwirt/in (betriebliche Ausbildung – nach Herkunft des Auszubildenden)
NBay.
2012 773 262 104 78 62 76 36 116 39
2013 805 237 129 88 71 75 44 134 27
2014 772 217 129 80 68 59 58 124 37
2015 814 227 123 98 63 76 55 145 27
2016 853 262 126 112 64 78 43 141 27
2017 775 241 129 73 58 51 46 147 30
Die Zahl der erfolgreichen Teilnehmer an der Abschlussprüfung zum Landwirt/in ist gegenüber 2016 mit 1 289 gegenüber 1 228 im Jahr 2017 leicht gesunken. Ursache ist die vergleichsweise hohe Zahl im Jahr 2016 bedingt durch die Bewerber ohne vorausgegangene Berufsausbildung mit Zulassung nach § 45 Abs. 2 BBiG.
Teilnehmer mit bestandener Abschlussprüfung Landwirt nach Regierungsbezirken nach Herkunft des Auszubildenden
2012 1.119 319 177 127 95 96 70 174 61
2013 1.089 334 153 141 107 92 72 163 27
2014 1.170 377 228 110 77 88 78 196 16
2015 1.168 343 183 146 88 91 76 224 17
2016 1.289 380 214 166 125 97 93 193 21
2017 1.228 372 202 145 97 72 96 221 23
Viele junge Menschen ergreifen erst den landwirtschaftlichen Beruf, wenn sie den elterlichen Betrieb übernehmen wollen. Nach einer außerlandwirtschaftlichen Berufsausbildung und -tätigkeit erwerben sie im Bildungsprogramm Landwirt (BiLa), das für die Bewirtschaftung des Betriebes notwendige fachliche Wissen und Können. Die Abschlussprüfung legen sie aufgrund ihrer mehrjährigen Berufspraxis nach § 45 Abs. 2 BBiG und nicht nach einer Lehre ab.
Erfolgreiche Teilnehmer an der Abschlussprüfung nach § 45 Abs. 2 BBiG nach Herkunft des Prüfungsteilnehmers
2012 382 86 73 40 28 41 35 66 13
2013 369 98 37 61 48 25 30 58 12
2014 505 143 119 49 29 33 42 84 6
2015 458 128 68 61 30 28 36 99 8
2016 613 177 94 91 64 50 43 88 6
2017 446 137 76 55 35 9 46 85 4
Der Anteil von Abschlussprüflingen ohne vorausgegangene Berufsausbildung (Zulassung nach § 45 Abs. 2 BBiG) an den gesamten Prüfungsteilnehmern hat 2016 mit 48 % einen Höchstwert erreicht, im Jahr 2017 liegt der Anteil mit 36 % wieder unter dem langjährigen Schnitt von ca. 39 %.
Bei den Nebenerwerbsbetrieben steht das außerbetriebliche Einkommen im Vordergrund. Im modularen BiLa erhalten diese Betriebsleiter/innen das notwendige fachliche Wissen und Können. Das Bildungsspektrum reicht von der Vermittlung der Standards im Tier- und Umweltschutz, über zeitgemäße Produktionsverfahren bis hin zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung im Beruf Landwirt/in. Im Berichtszeitraum hat sich die Zahl der Männer und Frauen, die an den einzelnen Bildungsmaßnahmen der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ÄELF) teilgenommen haben, bei fast 19 000 stabilisiert. Dies zeigt die anhaltend hohe Bildungsbereitschaft auch der Nebenerwerbslandwirte.
Im Gartenbau ist bei der Zahl der Berufsanfänger seit 2013 ein stetiger Anstieg zu verzeichnen. In den einzelnen Fachrichtungen entwickelte sich die Zahl der Berufsanfänger in den letzten Jahren unterschiedlich. Ursache für den Gesamtzuwachs ist in erster Linie die Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau.
Zierpflanzenbau 390 310 210 172 153 165
Staudengärtnerei 20 27 12 18 21 14
Gemüsebau 73 32 37 42 41 46
Baumschule 65 61 48 26 45 26
Obstbau 8 – 2 4 4 4
Garten – u. Landschaftsbau 282 382 478 466 487 504
Friedhofsgärtnerei 8 6 6 7 8 13
Gärtner insgesamt 846 823 793 735 759 772
Auszubildende im Gartenbau nach Fachrichtung und Gartenbauzentren (Ende 2017)
Gärtner insgesamt 803 406 329 479 2.017
Staudengärtnerei 15 3 10 17 45
Obstbau 5 2 4 1 12
Friedhofsgärtnerei 16 4 2 1 23
Garten- u. Landschaftsbau 520 247 222 322 1.311
Baumschule 49 16 10 10 85
Gemüsebau 41 20 11 31 103
Zierpflanzenbau 157 114 70 97 438
Werker Gartenbau insgesamt 140 73 94 148 455
Teilnehmer an der Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Gärtner/in
1990 1.039 922 88,7
2000 911 720 79,0
2010 959 742 77,4
2015 777 618 79,5
2016 726 596 82,1
2017 696 561 80,6
In Bildungswerken bzw. privaten oder kommunalen Ausbildungsstätten wurden 2017 insgesamt 455 (Jahr 2016: 467) junge Menschen zu Gartenbauwerkern in den Fachrichtungen Zierpflanzenbau (146), Gemüsebau (40), Garten- und Landschaftsbau (258), Baumschule (11) ausgebildet.
Ende 2017 wurden 55 Winzerlehrlinge, vorwiegend in den fränkischen Weinbauregionen Unterfrankens ausgebildet. Der Anteil der Auszubildenden mit Fachhochschul- und Hochschulreife liegt gleichbleibend bei knapp 45 %. Die Anzahl der Berufsneuanfänger liegt aktuell bei 28 und damit etwa im Schnitt der letzten fünf Jahre.
Derzeit befinden sich im Beruf Tierwirt/in 29 junge Menschen in Ausbildung. Davon haben 12 die Geflügelhaltung, 11 die Schafhaltung und 5 die Imkerei als Fachrichtung gewählt. Im Jahr 2017 haben insgesamt 21 Bewerber die Berufsabschlussprüfung mit Erfolg abgelegt. Davon wurden 3 in Geflügelhaltung und 16 in der Schäferei geprüft. Der Anteil der Prüflinge, die nach § 45 Abs. 2 BBiG zur Prüfung zugelassen wurden, liegt derzeit bei 29 %.
Auszubildende im Beruf Tierwirt/in
Tierwirt insgesamt 27 18 23 20 24 27 25 31 29
Rinderhaltung 4 1 2 – – – – – –
Schweinehaltung 1 1 – – – – – 1 1
Schäferei 10 6 8 6 12 13 15 19 11
Geflügelhaltung 11 9 9 12 10 11 5 7 12
Imkerei 1 1 4 2 2 3 5 4 5
Im Jahr 2017 betrug die Zahl der Berufsanfänger insgesamt 81 (Jahr 2016: 74). Der Anteil der Auszubildenden mit Fachhochschul- und Hochschulreife an der Gesamtzahl von 173 liegt mit 54 bei über 31 %.
Auszubildende Beruf Pferdewirt/in nach Schwerpunkten
Fachrichtung klassisches Reiten 47 45 45 45 45
Haltung und Service 77 70 76 84 82
Pferderennen Schwerpunkt Rennreiten 3 3 1 0 0
Pferderennen Schwerpunkt Trabrennen 6 4 4 6 4
Pferdezucht 11 14 20 17 15
Spezialreitweisen Schwerpunkt Westernreiten 8 6 6 8 7
Spezialreitweisen Schwerpunkt Gangreiten 8 9 7 6 11
Pferdewirte insgesamt 160 151 159 166 164
Der Ausbildungsberuf Fischwirt/in wurde 2017 neu geordnet. 21 Berufsanfänger haben in der neuen Fachrichtung Aquakultur und Binnenfischerei mit der Ausbildung begonnen. 18 bestehende Ausbildungsverhältnisse wurden in diese neue Fachrichtung übergeführt. Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse insgesamt beträgt gleichbleibend 56; davon entfallen auf den auslaufenden Schwerpunkt Fischhaltung und Fischzucht 16 und ein Ausbildungsverhältnis auf den ebenfalls auslaufenden Schwerpunkt Seen- und Flussfischerei.
Die Zahl der Berufsanfänger im Jahr 2017 betrug 91 (Jahr 2016: 78). Insgesamt wurden Ende 2017 213 Auszubildende im Beruf beschäftigt. Knapp 60 % werden im Staatswald, 10 % im Kommunal- und Körperschaftswald und rd. 25 % im Privatwald und in privaten Forstunternehmen ausgebildet. Die restlichen Auszubildenden verteilen sich auf die Bundesforsten, die Nationalparkverwaltungen und sonstige Einrichtungen. Positiv zu bewerten ist die deutliche Ausweitung des Ausbildungsplatzangebotes der Bayerischen Staatsforsten. Dennoch findet aktuell nur etwa jeder Dritte Interessent einen Ausbildungsplatz als Forstwirt. Die Zahl der Abschlussprüfungsteilnehmer betrug 86.
Derzeit werden 11 Revierjägerauszubildende, überwiegend in Oberbayern, Schwaben und in den nordostbayerischen Forstregionen beschäftigt. In Bayern beginnen ausschließlich Bewerber mit der Ausbildung, die eine Verkürzung der Ausbildungszeit, z. B. wegen einer abgeschlossenen Erstausbildung beanspruchen können. Deshalb wird die Ausbildung in 2-jährigem Turnus durchgeführt und der Berufsschulunterricht und die überbetrieblichen Lehrgänge darauf abgestimmt. Im letzten Prüfungsjahr 2016 haben 15 Bewerber an der Abschlussprüfung teilgenommen.
Derzeit besteht kein betriebliches Ausbildungsverhältnis im Beruf Brenner/Brennerin. Im Jahr 2017 haben 23 Teilnehmer aus dem Bereich Edelobstbrennerei die Abschlussprüfung aufgrund ihrer mehrjährigen Berufspraxis nach § 45 Abs. 2 BBiG abgelegt. Aus dem Bereich der landwirtschaftlichen Brennerei treten derzeit keine Prüfungsbewerber an.
Milchtechnologe/-Milchtechnologin
103 Bewerber haben 2017 (2016: 132) eine Ausbildung begonnen; insgesamt werden 334 Lehrlinge in den milchwirtschaftlichen Betrieben Bayerns ausgebildet. Damit sind im Berichtszeitraum die Ausbildungszahlen anhaltend auf hohem Niveau. Ursache ist der steigende Fachkräftebedarf in der Branche. An der Abschlussprüfung nahmen aktuell 118 Auszubildende teil.
Im Jahr 2017 haben 63 (2016: 62) Auszubildende mit einer Ausbildung begonnen. 55 Teilnehmer legten die Abschlussprüfung ab.
28 Auszubildende haben im Jahr 2017 (2016: 40) die Ausbildung begonnen. Insgesamt befinden sich zum Jahresende 2017 63 (2016: 66) Auszubildende in landwirtschaftlichen Lohnunternehmen Bayerns in einer Berufsausbildung. Im Jahr 2017 haben 29 Teilnehmer an der Abschlussprüfung teilgenommen.
Im Herbst 2017 haben insgesamt 126 Jugendliche eine betriebliche Ausbildung zum/zur Hauswirtschafter/in begonnen.
2013 156 120 36
2014 139 108 31
2015 136 95 41
2016 129 94 35
2017 126 96 30
Auszubildende der dualen Ausbildung, §§ 43 Abs. 1 und 45 Abs. 1 BBiG
Berufsfachschüler/innen, § 43 Abs. 2 BBiG (BFS)
Die Zahl der Prüfungsteilnehmer nach § 45 Abs. 2 BBiG ist mit zuletzt 545 (2016: 555) konstant. Hauswirtschaftliche Verbände bieten hierzu spezielle Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Abschlussprüfung an. Die Rückgänge der Gesamtteilnehmerzahlen an den Abschlussprüfungen sind hauptsächlich auf den Rückgang der Berufsfachschüler/innen zurückzuführen.
Studierende können im Anschluss an den einsemestrigen Studiengang Hauswirtschaft an den Landwirtschaftsschulen bei ausreichender Praxiszeit die Abschlussprüfung nach § 45 Abs. 2 BBiG „Hauswirtschafter/in“ ablegen.
2010 1.986 180 1.132 299 43 37 295
2015 1.331 102 597 400 19 25 188
2016 1.247 70 518 281 35 69 274
2017 1.191 75 494 305 26 51 240
Der Beruf des/der Fachpraktiker/in Hauswirtschaft wird in hauswirtschaftlichen Mittel- und Großbetrieben, wie Senioren-, Kinder- oder Jugendheimen, Tageshäusern und außerbetrieblichen Einrichtungen, z. B. Berufsbildungswerken, von jungen Menschen mit Behinderung erlernt. Die Schwerpunktqualifizierung kann auch in der Gastronomie, in Kantinen, Wäschereien o. Ä. stattfinden. Die Ausbildung ist auf den Großhaushalt mit den Schwerpunkten Verpflegung und Service, Hausreinigung und Entsorgung sowie Textilreinigung und Service ausgerichtet.
2010 667 227
2015 485 159
2016 478 166
2017 469 132