Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F08-11-2013-8C_283-2013
Timestamp: 2016-10-22 16:17:45
Document Index: 98437465

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 21', 'Art. 23', 'Art. 21', 'Art. 24', 'Art. 32', 'Art. 197', 'Art. 90', 'Art. 8', 'Art. 19', 'Art. 1', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 20', 'Art. 20', 'BGE', 'BGE', 'Art. 21', 'Art. 19', 'BGE', 'Art. 221', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 37', 'Art. 49', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 23', 'Art. 21', 'Art. 24', 'Art. 34']

8C_283/2013 (08.11.2013)
8C_283/2013 � � Urteil vom 8. November 2013
�ffentliches Personalrecht (Personensicherheitspr�fung),
H.________ arbeitet als Spezialist BF in der Schweizer Armee und hat Zugang zu milit�rischen Anlagen der Schutzzonen 2 und 3. Am 2. Juli 2006 stimmte er einer Personensicherheitspr�fung zu und erm�chtigte die Fachstelle f�r Personensicherheitspr�fungen im Bereich Informations- und Objektsicherheit (Fachstelle IOS; nachfolgend: Fachstelle oder Beschwerdegegnerin) des Eidg. Departementes f�r Verteidigung, Bev�lkerungsschutz und Sport (VBS) zur Erhebung der erforderlichen Daten. Nachdem die Fachstelle Kenntnis von strafrechtlich relevanten Vorf�llen mit rechtskr�ftiger Verurteilung wegen Pornografie und grober Verkehrsregelverletzung erhalten und daraufhin H.________ pers�nlich befragt hatte, gew�hrte sie ihm das rechtliche Geh�r. Am 21. Juni 2012 erliess die Fachstelle eine negative Risikoverf�gung, wonach H.________ als Sicherheitsrisiko erachtet und unter anderem empfohlen wurde, von seiner Weiterverwendung in der Funktion als Spezialist BF innerhalb der Logistikbasis der Armee sei abzusehen; zudem d�rfe ihm kein Zugang mehr zu milit�rischen Anlagen mit Schutzzonen 2 und 3 gew�hrt werden.
Das Bundesverwaltungsgericht wies die von H.________ gegen die negative Risikoverf�gung erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 6. M�rz 2013 ab.
H.________ f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit den Antr�gen, der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts sei aufzuheben und die Sache zur Durchf�hrung der notwendigen Beweismassnahmen im Sinne der Beschwerdebegr�ndung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und festzustellen, dass der Beschwerdef�hrer kein Sicherheitsrisiko darstelle. Der ersuchenden Stelle sei zu empfehlen, dem Beschwerdef�hrer Zugang zu vertraulich und geheim klassifizierten Informationen, Materialien und milit�rischen Anlagen mit Schutzzonen 2 oder 3 zu gew�hren.
W�hrend die Fachstelle auf Abweisung der Beschwerde schliesst, h�lt der Beschwerdef�hrer mit seiner Eingabe vom 16. Oktober 2013 an seinen Antr�gen fest.
Auf die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 lit. a BGG) gegen den verfahrensabschliessenden Beschwerdeentscheid des Bundesverwaltungsgerichts (Art. 86 Abs. 1 lit. a und Art. 90 BGG) ist bei entsprechend erf�llten Voraussetzungen einzutreten (vgl. Urteile 8C_683/2012 E. 1 vom 4. M�rz 2013 und 8C_788/2011 vom 2. Mai 2012 E. 1.1). Damit k�nnen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 132 II 257 E. 2.5 S. 262; 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
Das Bundesverwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid die massgebenden Bestimmungen �ber das Ziel der Personensicherheitspr�fung (Art. 19 Abs. 1 lit. a bis e des Bundesgesetzes vom 21. M�rz 1997 �ber Massnahmen zur Wahrung der inneren Sicherheit [BWIS; SR 120]), die Risikoverf�gungen (Art. 21 der Verordnung vom 19. Dezember 2001 �ber die Personensicherheitspr�fungen in der hier anwendbaren, bis 31. M�rz 2011 g�ltig gewesenen Fassung [aPSPV; SR 120.4]) sowie �ber die Tatsache, dass die entscheidende Instanz im Sinne von Art. 23 aPSPV nicht an die Sicherheitsrisikobeurteilung der Beschwerdegegnerin gebunden ist (Art. 21 Abs. 4 BWIS in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 aPSPV), zutreffend dargelegt. Gleiches gilt in Bezug auf die �bergangsbestimmung von Art. 32 Abs. 3 der am 1. April 2011 in Kraft getretenen totalrevidierten PSPV vom 4. M�rz 2011, wonach f�r Personensicherheitspr�fungen, die vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung eingeleitet worden sind, das bisherige Recht gilt. Darauf wird verwiesen.
Unbestritten ist, dass der Beschwerdef�hrer gem�ss rechtskr�ftigem Strafmandat des Untersuchungsrichteramtes vom xxx wegen im Zeitraum zwischen 1998 bis 2003 mehrfach begangener Pornografie im Sinne von Art. 197 Ziff. 3 StGB (Herunterladen und Besitz von kinderpornografischen Bildern aus dem Internet sowie Lagern und Tauschen von verbotenen Videokassetten) zu einer bedingten Gef�ngnisstrafe von 14 Tagen bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie zu einer Busse von Fr. 1'000.- verurteilt wurde. Zudem ist er von der Strafabteilung des Gerichtskreises mit rechtskr�ftigem Urteil vom xxx wegen am yyy begangener einfacher und grober Verletzung der Verkehrsregeln (Nichtwahren eines ausreichenden Abstandes beim Hintereinanderfahren und Rechts�berholen) im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 und 2 SVG (in der vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2012 g�ltig gewesenen Fassung) mit einer Geldstrafe von zehn Tagess�tzen von je Fr. 70.- bedingt auf eine Probezeit von zwei Jahren sowie mit einer Busse von Fr. 1'500.- bestraft worden. Sodann steht fest, dass der Beschwerdef�hrer nach der Trennung von seiner Ehegattin und den beiden Kindern (geboren 1990 und 1993) sowie nach der anschliessenden Ehescheidung im Jahre 2000 seit 2002 wieder eine neue Partnerschaft eingegangen ist.
4.1.�Die Vorinstanz gelangte zur Auffassung, der Beschwerdef�hrer habe nach der strafrechtlichen Verurteilung wegen des jahrelangen Konsums illegaler Pornografie - auch unter Mitber�cksichtigung des Berichtes des behandelnden Psychiaters Dr. med. E.________ vom 21. August 2012 - das von der Fachstelle aufgrund der ausf�hrlichen Befragungen sowie unter W�rdigung der gesamten Umst�nde erkannte R�ckfallrisiko nicht in Zweifel zu ziehen vermocht. Die abnehmenden, aber noch immer vorhandenen devianten sexuellen Fantasien brauche er zwar aktuell dank seiner neuen Partnerin nicht mehr durch den Konsum illegaler Pornografie zu befriedigen. Vielmehr k�nne er - laut Risikoverf�gung vom 21. Juni 2012 - seine voyeuristischen Neigungen bei Besuchen von Swingerclubs mit seiner neuen Freundin ausleben. Die Betonung der Bedeutung dieser Partnerschaft f�r die Abstinenz von illegaler Pornografie lasse jedoch bei einer allf�lligen Trennung von dieser neuen Partnerin auf ein R�ckfallrisiko schliessen. Angesichts der vorinstanzlich festgestellten Wiederholungsgefahr k�nne aufgrund der Ergebnisse der ausf�hrlichen m�ndlichen Befragungen und der schriftlichen Eingaben des Beschwerdef�hrers mit Blick auf den Bericht des Dr. med. E.________ in antizipierter Beweisw�rdigung auf die Einholung eines fach�rztlichen Gutachtens verzichtet werden. Die vorhandenen, zu Gunsten des Beschwerdef�hrers sprechenden Faktoren (wie zum Beispiel der Zeitablauf seit Beendigung der letzten Straftat, die freiwillige Durchf�hrung einer Psychotherapie und die positive Beurteilung seiner Arbeitsleistungen) liessen jedoch die festgestellten negativen Charakterz�ge nicht im erforderlichen Ausmass in den Hintergrund treten. Aufgrund der mangelhaften Integrit�t bzw. Vertrauensw�rdigkeit bestehe ein relevantes Risiko, dass der Beschwerdef�hrer bei Aus�bung seiner sicherheitsempfindlichen Funktion - insbesondere unter Belastung - das ihm entgegengebrachte Vertrauen missbrauchen k�nnte. Auch sei bei einem Mitarbeiter mit Geheimhaltungspflichten in Bezug auf seine Funktionsaus�bung in einer Logistikbasis der Armee im Zusammenhang mit Delikten gegen die sexuelle Integrit�t von Minderj�hrigen praxisgem�ss von einem erheblichen negativen Medien- oder �ffentlichkeitswert als sogenanntem Spektakelwert auszugehen. Schliesslich bejahte die Vorinstanz auch die Einhaltung des Grundsatzes der Verh�ltnism�ssigkeit.
4.2.�Demgegen�ber r�gt der Beschwerdef�hrer eine Verletzung von Bundesrecht, indem die Fachstelle die Beweislast (Art. 8 ZGB) faktisch umgekehrt habe. Letztere sei verpflichtet gewesen, eine allf�llige "R�ckfallgefahr anhand der in der forensischen Psychiatrie vorhandenen Kriterien nachzuweisen." Erst nach Durchf�hrung dieser Sachverhaltsabkl�rung h�tte die Vorinstanz bei Beweislosigkeit die Schlussfolgerungen nach den Regeln der Beweislastverteilung ziehen k�nnen. Ob im heutigen Zeitpunkt noch eine R�ckfallgefahr vorhanden sei, welche das Risiko eines Vertrauensmissbrauchs in sich berge, sei nicht erstellt. Das Bundesverwaltungsgericht habe den rechtserheblichen Sachverhalt offensichtlich unvollst�ndig abgekl�rt. Der vom Beschwerdef�hrer aufgelegte Bericht seines behandelnden Psychiaters Dr. med. E.________ belege die Notwendigkeit einer unabh�ngigen, fach�rztlich psychiatrischen Begutachtung zur Beurteilung eines allenfalls vorhandenen R�ckfallrisikos. Dr. med. E.________ habe berechtigte Zweifel an der von der Beschwerdegegnerin festgestellten Wiederholungsgefahr ge�ussert. Die Vorinstanz habe nicht willk�rfrei in antizipierter Beweisw�rdigung auf weitere Beweismassnahmen verzichten k�nnen. Die Frage der R�ckfallgefahr sei nicht rechtsgen�glich abgekl�rt worden. Das Bundesverwaltungsgericht habe die zahlreichen positiven "Umst�nde willk�rlich gewichtet und [sein] Ermessen damit rechtsfehlerhaft ausge�bt", indem es trotzdem auf M�ngel hinsichtlich der Integrit�t und Vertrauensw�rdigkeit des Beschwerdef�hrers erkannt habe. Gleiches gelte in Bezug auf die Annahme eines drohenden Reputationsverlusts und Spektakelwertes. Schliesslich beanstandet der Beschwerdef�hrer auch eine rechtsfehlerhafte Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung, weil seine privaten Interessen durch die bei einer Best�tigung der negativen Risikoverf�gung drohende K�ndigung der Arbeitsstelle in existenzieller Weise beeintr�chtigt w�rden, da er seit seiner Lehre 1986 im Monopolbereich (Armee und Sicherheit) des Bundesdienstes erwerbst�tig gewesen sei und er ohne diese Erwerbst�tigkeit zum F�rsorgefall werde.
5.1.�Das Verfahren der Personensicherheitspr�fung gem�ss Art. 19 ff. BWIS ist ein Verwaltungsverfahren im Sinne von Art. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 �ber das Verwaltungsverfahren (VwVG; SR 172.021). Die Verwaltungsbeh�rde stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest und bedient sich dabei folgender Beweismittel: Urkunden, Ausk�nfte der Parteien, Ausk�nfte oder Zeugnis von Drittpersonen, Augenschein, Gutachten von Sachverst�ndigen (Art. 12 VwVG; BGE 130 II 473 E. 2.1 S. 475).
5.2.�Obwohl das Verwaltungsverfahren an sich vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht wird, gilt das verwaltungsrechtliche Untersuchungsprinzip nicht uneingeschr�nkt, sondern findet seine Grenze an der Mitwirkungspflicht der Parteien (Art. 13 VwVG; BGE 138 V 86 E. 5.2.3 S. 97; 138 V 218 E. 6 S. 221 f.; 125 V 193 E. 2 S. 195; 122 V 157 E. 1a S. 158; Urteil 2C_605/2012 vom 20. Februar 2013 E. 2.3 mit weiteren Hinweisen).
Der allgemeine Grundsatz von Art. 8 ZGB, der auch im �ffentlichen Recht gilt (BGE 138 II 465 E. 6.8.2 S. 486; 138 V 218 E. 6 S. 222; Urteil 2C_678/2012 vom 17. Mai 2013 E. 3.6), wonach im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausf�llt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte, greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unm�glich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweisw�rdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit f�r sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221 f. mit Hinweisen).
5.3.�Gem�ss Art. 20 Abs. 1 BWIS werden bei der Sicherheitspr�fung sicherheitsrelevante Daten �ber die Lebensf�hrung der betroffenen Person erhoben, insbesondere �ber ihre engen pers�nlichen Beziehungen und famili�ren Verh�ltnisse, ihre finanzielle Lage, ihre Beziehungen zum Ausland und Aktivit�ten, welche die innere oder die �ussere Sicherheit in rechtswidriger Weise gef�hrden k�nnen. �ber die Aus�bung verfassungsm�ssiger Rechte werden keine Daten erhoben. Nach Absatz 2 lit. e von Art. 20 BWIS k�nnen Daten insbesondere erhoben werden durch pers�nliche Befragung der betroffenen Person. Die strengen, f�r das Strafverfahren geltenden Grunds�tze der Aktenf�hrungspflicht k�nnen zwar nicht ohne weiteres auf das Verwaltungsverfahren �bertragen werden, doch ergibt sich f�r die pers�nliche Befragung einer Partei im Verwaltungsverfahren eine Protokollierungspflicht im Sinne einer Niederschrift der m�ndlichen �usserungen nach ihrem wesentlichen Inhalt (BGE 130 II 473 E. 4.4 S. 479).
5.3.1.�Diesbez�glich hat das Bundesgericht in BGE 130 II 473 E. 4.5 S. 479 f. erkannt:
Sicherheitspr�fungen verlangen von den Pr�fungsorganen besondere Sachkenntnisse und Einf�hlungsverm�gen. Ihre Durchf�hrung ist deshalb einer spezialisierten Fachstelle �bertragen (vgl. Art. 21 Abs. 1 BWIS). Die pers�nliche Befragung stellt einen erheblichen Eingriff in die Geheimsph�re des Betroffenen dar, da die Lebenssituation und -f�hrung - die f�r die Beurteilung des Sicherheitsrisikos zentral ist - eingehend und m�glichst l�ckenlos ausgeleuchtet werden muss. Dabei sind insbesondere enge pers�nliche Beziehungen, die famili�re Situation, Alkohol- oder Bet�ubungsmittelmissbrauch, pers�nliche Schulden, Nebenbesch�ftigungen usw. festzustellen, was im Wesentlichen nur auf dem Weg der m�ndlichen Befragung zuverl�ssig geschehen kann (vgl. BBl 1994 II 1187).
Dass eine solche umfassende und die Intimsph�re ber�hrende Befragung des Betroffenen, wenn sie zu einem aussagekr�ftigen und zuverl�ssigen Ergebnis f�hren soll, nicht in Form eines f�rmlichen (Partei-) Verh�rs vorzunehmen ist, liegt auf der Hand. Es ist vielmehr angezeigt, die Befragung in Form eines Gespr�ches durchzuf�hren, was erlaubt, eine dem Verhalten des Befragten angepasste Atmosph�re zu schaffen. Eine solche Abkl�rung l�sst ein wesentlich differenzierteres Bild �ber die Person des Befragten und dessen Verh�ltnisse erwarten als ein f�rmliches Verh�r mit Wortprotokoll (vgl. auch T HOMAS MERKLI/ARTHUR AESCHLIMANN/RUTH HERZOG, Kommentar zum Gesetz vom 23. Mai 1989 �ber die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Bern, Bern 1997, N 17 zu Art. 19 VRPG/BE). Ein detailliertes Bild �ber die regelm�ssig vielschichtigen pers�nlichen Umst�nde ist geradezu Voraussetzung f�r die verl�ssliche Beurteilung des Sicherheitsrisikos, welche insbesondere eine Wertung im Sinne einer Prognose �ber das k�nftige pers�nliche Verhalten des Betroffenen umfasst. Eine f�rmliche Befragung, wie sie im gerichtlichen Verfahren zu erfolgen hat, erscheint daf�r wenig geeignet: Der Befragte wird weniger offen und spontan antworten, wenn das Gespr�ch nach einem vorgegebenen Frage-Antwort-Schema gef�hrt und nach jeder Frage bzw. Antwort unterbrochen wird, um die "Aussagen" sogleich schriftlich festzuhalten. Dadurch wird nicht nur das Gespr�ch in seinem Fluss gest�rt, sondern es verliert auch die n�tige Vertraulichkeit und Dynamik. Zu beachten ist schliesslich, dass die einl�ssliche pers�nliche Befragung - soll sie zu einem zuverl�ssigen Ergebnis f�hren - bereits in Form eines Gespr�chs in der Regel mehrere Stunden dauert. Ihre w�rtliche Protokollierung h�tte zugleich eine erhebliche Verl�ngerung und damit eine Mehrbelastung nicht nur der Fachstelle, sondern insbesondere auch des Betroffenen zur Folge, der die Befragung umso einschneidender empfinden muss, je l�nger sie dauert.
F�r die pers�nliche Befragung bei der Sicherheitspr�fung muss �hnliches gelten: Dem Anspruch des Betroffenen auf rechtliches Geh�r ist Gen�ge getan, wenn der wesentliche Inhalt des Gespr�chs schriftlich festgehalten wird, der Befragte im Rahmen des Akteneinsichtsrechts Gelegenheit erh�lt, neben den Schriftst�cken auch die u.a. als Beweismittel verwendbaren Tonb�nder im ganzen Umfang und im Original zu h�ren, und er sich dazu uneingeschr�nkt �ussern kann (vgl. Urteil 1P.704/1994 vom 27. Juni 1995 E. 2). Das rechtliche Geh�r bzw. der Grundsatz der Aktenkundigkeit ist bei solchem Vorgehen nur dann verletzt, wenn lediglich die schriftliche Zusammenfassung des Gespr�ches und nicht auch die Original-Tonaufzeichnung desselben zu den Akten gelegt wird (vgl. Urteil des Kassationsgerichts des Kantons Z�rich vom 18. November 1995, in ZR 96 [1997] Nr. 26). Ob die pers�nliche Befragung auf einer sogenannten Minidisc oder einem anderen gebr�uchlichen Tontr�ger aufgezeichnet worden ist, spielt keine Rolle, wenn, wie hier, bei der Verwaltung ein f�r dessen Wiedergabe und Abh�rung geeignetes Ger�t zur Verf�gung gestellt wird.
5.3.2.�Die Tontr�ger (CD's) zu den beiden, je mehr als dreist�ndigen pers�nlichen Befragungen des Beschwerdef�hrers liegen bei den Akten. Die Befragungen erfolgten durch zwei verschiedene Risk Profilerinnen der Fachstelle, welche beide �ber einen Abschluss eines Psychologiestudiums verf�gen. Sowohl im Rahmen der Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs als auch in der negativen Risikoverf�gung sind die wesentlichen Inhalte der Befragungen, aus welchen die Beschwerdegegnerin auf den Fortbestand einer Wiederholungsgefahr und anhaltende M�ngel hinsichtlich der Integrit�t und Vertrauensw�rdigkeit des Beschwerdef�hrers schloss, aufgef�hrt. Die Vorinstanz verwies im angefochtenen Entscheid darauf und hielt fest, der behandelnde Psychiater Dr. med. E.________ habe best�tigt, es seien nach wie vor - wenngleich auch in abnehmendem Ausmass - deviante sexuelle Fantasien vorhanden. Weshalb die von den sachverst�ndigen Risk Profilerinnen gezogenen Schlussfolgerungen hinsichtlich der Beurteilung der Wiederholungsgefahr unhaltbar sein sollen und der Beschwerdef�hrer zur Beurteilung des R�ckfallrisikos einer fach�rztlich psychologischen Begutachtung unterzogen werden m�sse, legt der behandelnde Psychiater nicht dar. Denn im Rahmen einer Personensicherheitspr�fung ist grunds�tzlich auch ein sehr kleines R�ckfallrisiko mitzuber�cksichtigen (Urteil 8C_683/2012 vom 4. M�rz 2013 E. 5). Zwar verweist Dr. med. E.________ auf eine Reihe von Kriterien und Checklisten, welche bei der Beurteilung der R�ckfallgefahr zu pr�fen seien. Er behauptet jedoch nicht, alle diese Faktoren selber getestet zu haben, und er vermag sich auch nicht auf Testergebnisse zu berufen, welche eine R�ckfallgefahr ausschliessen lassen. Entgegen dem Beschwerdef�hrer sind bei der Risikopr�fung nicht nur "harte Fakten" mitzuber�cksichtigen, sondern auch aussagekr�ftige Erkenntnisse aus Befragungen, welche mitunter die Intimsph�re ber�hren k�nnen (Urteil 8C_788/2011 vom 2. Mai 2012 E. 5.2.2 mit Hinweis auf BGE 130 II 473 E. 4.5 S. 479). F�r den Entscheid der Fachbeh�rde �ber die Personensicherheitspr�fung ist auch nicht ausschlaggebend, ob die Person am Vorliegen eines allf�lligen Sicherheitsrisikos ein Verschulden trifft oder nicht (Urteil 8C_683/2012 vom 4. M�rz 2013 E. 6.3 mit Hinweisen). Obwohl die Risikobeurteilung im Rahmen der Personensicherheitspr�fung demnach insoweit auch nicht vergleichbar ist mit der Beurteilung der Wiederholungsgefahr gem�ss Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO (SR 312.0), bleibt - entgegen der vom Beschwerdef�hrer sinngem�ss vertretenen Auffassung - doch festzuhalten, dass sogar eine ausreichend begr�ndete negative Kriminalprognose im Haftbeschwerdeverfahren nicht in jedem Fall ein psychiatrisches Gutachten voraussetzt (Urteil 1B_379/2011 vom 2. August 2011 E. 2.10 mit Hinweisen). Dies muss umso mehr auch f�r das Verfahren der Personensicherheitspr�fung gelten, zumal hier regelm�ssig sachkundige, fachpsychologisch ausgebildete Risk Profiler (innen) die ausf�hrlichen pers�nlichen Befragungen durchf�hren.
5.4.�Nach dem Gesagten hat das Bundesverwaltungsgericht bei gegebener Aktenlage - ohne in das der Fachstelle zustehende Ermessen einzugreifen (Urteil 2A.65/2004 vom 26. Juni 2004 E. 2.3.3 mit Hinweisen) - auf die von der sachkundigen Beschwerdegegnerin erkannte relevante Wiederholungsgefahr abgestellt und angesichts des feststehenden Beweisergebnisses ohne Bundesrecht zu verletzten in zul�ssiger antizipierter Beweisw�rdigung (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162) auf weitere Beweiserhebungen verzichtet. Der angefochtene Entscheid erweist sich diesbez�glich weder als offensichtlich unrichtig noch sonstwie als bundesrechtswidrig. Dass das Beweisergebnis, auf welchem der vorinstanzliche Entscheid basiert, offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 138 V 74 E. 7 S. 82 mit Hinweisen), ist nicht ersichtlich.
Ist von einer bestehenden Wiederholungsgefahr auszugehen, bleibt zu pr�fen, ob das Bundesverwaltungsgericht - wie vom Beschwerdef�hrer ger�gt - in rechtsfehlerhafter Ermessensbet�tigung auf den Bestand von M�ngeln hinsichtlich der Integrit�t und Vertrauensw�rdigkeit des Beschwerdef�hrers sowie auf einen drohenden Reputationsverlust und Spektakelwert geschlossen und bei der Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung Bundesrecht verletzt hat.
6.1.1.�Eine Angemessenheitskontrolle ist dem Bundesgericht verwehrt; es hat nur zu pr�fen, ob die Vorinstanz ihr Ermessen rechtsfehlerhaft (Art. 95 lit. a BGG) ausge�bt, mithin �berschritten, unterschritten oder missbraucht hat (BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399; Urteil 8C_644/2008 vom 19. August 2009 E. 6.1, nicht publ. in: BGE 135 V 353, aber in: SVR 2010 IV Nr. 6 S. 13; vgl. auch BGE 134 V 322 E. 5.3 S. 328), was Willk�r einschliesst (Urteil 8C_797/2010 vom 11. Januar 2011 E. 3 mit Hinweisen). Die �berpr�fungsbefugnis des Bundesgerichts ist insoweit beschr�nkt. Es hat nicht sein eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen der zust�ndigen Beh�rde zu setzen.
Gem�ss BGE 134 I 153 E. 4.2 S. 157 hat das Bundesgericht im Rahmen einer Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten die Verh�ltnism�ssigkeit des angefochtenen Akts grunds�tzlich mit freier Kognition zu pr�fen. Aus dem genannten Entscheid geht jedoch auch hervor, dass ein gesetzlich einger�umter Gestaltungsspielraum nicht auf dem Wege der Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung unterlaufen werden darf (vgl. dazu auch BGE 114 Ib 1 E. 1b S. 2; Urteil 8C_788/2011 vom 2. Mai 2012 E. 5.1.1 mit Hinweis).
6.1.2.�Die Vorinstanz ist als Bundesverwaltungsgericht nicht Fachbeh�rde, sondern richterliche Instanz. Als solche kann sie zwar die Verf�gungen der Fachstelle f�r Personensicherheitspr�fungen ebenfalls auf Unangemessenheit hin �berpr�fen (Art. 37 VGG in Verbindung mit Art. 49 lit. c VwVG). Bei der Unangemessenheit geht es um die Frage, ob der zu �berpr�fende Entscheid, den die Verwaltungsbeh�rde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckm�ssigerweise anders h�tte ausfallen sollen. Dies heisst aber nicht, dass sie ohne hinreichenden Grund ihr eigenes Gutd�nken an die Stelle des Ermessens und des technischen Wissens der fachkundigen Verwaltungsbeh�rde setzen darf (vgl. BGE 129 II 331 E. 3.2 S. 342; 123 V 150 E. 2). Sie hat auch nicht den Massstab f�r sicherheitsrelevante Bedenken selber zu definieren. Dies obliegt in erster Linie dem Bundesrat, dem Departement und den nachgeordneten Verwaltungsbeh�rden. Aufgabe der Justiz ist nur, zu �berpr�fen, ob die Exekutivbeh�rden bei der Konkretisierung des Sicherheitsrisikos bezogen auf eine bestimmte Funktion im Rahmen der delegierten Befugnisse geblieben sind und ob die Beurteilung im Einzelfall gemessen an diesem Massstab korrekt ist (vgl. Urteil 8C_788/2011 vom 2. Mai 2012 E. 5.1.2 mit Hinweis).
6.2.1.�Die strafrechtlich relevanten Verfehlungen des Beschwerdef�hrers sind als objektiv gravierend zu qualifizieren (vgl. Urteil 8C_683/2012 vom 4. M�rz 2013 E. 5 mit Hinweis). Verwaltung und Vorinstanz haben die von ihm vor Bundesgericht erneut aufgelisteten Umst�nde, welche gegen die Annahme von M�ngeln hinsichtlich der Integrit�t und Vertrauensw�rdigkeit sprechen sollen, gew�rdigt und sind angesichts des - wenngleich auch reduzierten, so doch fortbestehenden - R�ckfallrisikos und aufgrund der vom behandelnden Psychiater best�tigten, in vermindertem Ausmass noch immer vorhandenen sexuellen Devianz zur Auffassung gelangt, es bestehe ein relevantes Sicherheitsrisiko. Obwohl mit Blick auf Art. 19 Abs. 1 aPSPV von einer hier nur noch knapp vertretbaren L�nge der Verfahrensdauer bei der Fachstelle und einer nach Angaben des Beschwerdef�hrers fast "zehnj�hrigen [...] deliktsfreien Zeit" auszugehen sowie in Betracht zu ziehen ist, dass er seine arbeitsvertraglichen Pflichten in diesem Zeitraum anstandslos erf�llte, verm�gen diese Umst�nde die von der Beschwerdegegnerin anl�sslich der eingehenden Befragungen von 2009 und 2012 festgestellte Wiederholungsgefahr und die damit verbundenen M�ngel hinsichtlich der Integrit�t und Vertrauensw�rdigkeit nicht in Frage zu stellen. Inwiefern das Bundesverwaltungsgericht die ihm zustehende �berpr�fungsbefugnis bei der gesamthaften W�rdigung der Risikofaktoren rechtsfehlerhaft ausge�bt oder die Beweise bundesrechtswidrig gew�rdigt haben soll, ist nicht ersichtlich. Ein qualifizierter Ermessensfehler (E. 6.1.1 hievor) liegt jedenfalls nicht vor.
6.2.2.�Gleiches gilt in Bezug auf die Annahme des drohenden Reputationsverlusts und Spektakelwertes. Die Aus�bung der dienstlichen Funktion des Beschwerdef�hrers setzte aufgrund des Zuganges zu vertraulich klassifizierten Informationen im Bereich Immobilien der Armee - mit entsprechenden Geheimhaltungsinteressen des Staates - ein hohes Mass an Vertrauensw�rdigkeit, Sensibilit�t und Gefahrenbewusstsein voraus. Gest�tzt darauf schloss die Vorinstanz - f�r den Fall des Bekanntwerdens der von einem Geheimnistr�ger der Schweizer Armee w�hrend Jahren begangenen strafbaren Handlungen gegen die sexuelle Integrit�t von Minderj�hrigen - aufgrund des notorisch grossen medialen Interesses an "Sex and Crime" bundesrechtskonform auf das Bestehen eines erheblichen Spektakelwerts und die drohende Gefahr eines Reputationsverlusts zu Lasten der Verwaltung (vgl. Urteil 8C_683/2012 vom 4. M�rz 2013 E. 6.2 mit Hinweis).
6.2.3.�Hinsichtlich der Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung verweist der Beschwerdef�hrer selber zu Recht darauf, dass hier praxisgem�ss grunds�tzlich keine sozialen Aspekte mitber�cksichtigt werden k�nnen. Unbegr�ndet ist somit der Einwand, die strittige negative Risikoverf�gung lasse den Beschwerdef�hrer zum F�rsorgefall werden, sofern er deswegen seine angestammte Arbeitsstelle verliere. Die entscheidende Instanz im Sinne von Art. 23 aPSPV ist nicht an die Sicherheitsrisikobeurteilung der Beschwerdegegnerin gebunden (Art. 21 Abs. 4 BWIS in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 aPSPV) und �ber eine allf�llige Anordnung personalrechtlicher Sanktionen, welche nicht Gegenstand des hier zu beurteilenden Streites bildet, w�re ohnehin in einem selbstst�ndigen Verfahren (hier nach Art. 34 ff. BPG) zu entscheiden (Urteil 8C_788/2011 vom 2. Mai 2012 E. 5.3). Soweit sich der Beschwerdef�hrer �berhaupt in sachbez�glicher Weise hinsichtlich der Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzt, legt er nicht dar, inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt oder gar willk�rlich gehandelt habe, indem es die mit der strittigen negativen Risikopr�fung angeordneten Massnahmen als verh�ltnism�ssig qualifiziert hat. Die Beschwerde ist demnach als unbegr�ndet abzuweisen.