Source: http://lagebericht2016.vbkws.de/
Timestamp: 2020-02-22 13:38:39
Document Index: 364444010

Matched Legal Cases: ['§ 340', '§ 279', '§ 254', 'Art. 67', '§ 340', '§ 340', '§ 7', '§ 254', '§ 254', '§ 285', '§ 7', '§ 274', '§ 253', '§ 253', '§ 246', '§ 253', '§ 253', '§ 32', '§ 1', '§ 108', '§ 168', '§ 36', '§ 271', '§ 286', '§ 271', '§ 296', '§ 274', '§ 340', '§ 10', '§ 268', '§ 253', '§ 253', '§ 268', '§ 254', '§ 36', '§ 285', '§ 286', '§ 7', 'Art. 435', 'Art. 72', 'Art. 484', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 289', '§ 9', '§ 9', '§ 9']

Lagebericht und Jahresabschluss 2016
Aktivseite 1. Jahresbilanz zum 31.12.2016 EUR EUR EUR EUR Geschäftsjahr 1. Barreserve a) Kassenbestand b) Guthaben bei Zentralnotenbanken darunter: bei der Deutschen Bundesbank c) Guthaben bei Postgiroämtern 99.825.345,48 2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 b) Wechsel 3. Forderungen an Kreditinstitute täglich fällig a) b) andere Forderungen 4. Forderungen an Kunden darunter: durch Grundpfandrechte gesichert Kommunalkredite 1.258.401.881,59 47.249.505,03 5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 25.238.073,90 99.825.345,48 0,00 125.063.419,38 0,00 0,00 159.261.720,02 139.884.403,79 0,00 299.146.123,81 2.300.070.433,95 a) Geldmarktpapiere aa) von öffentlichen Emittenten darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank ab) von anderen Emittenten darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank b) Anleihen und Schuldverschreibungen 0,00 0,00 ba) von öffentlichen Emittenten darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank bb) von anderen Emittenten darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 179.302.772,88 391.252.399,55 0,00 0,00 0,00 179.302.772,88 423.715.645,83 603.018.418,71 c) eigene Schuldverschreibungen Nennbetrag 0,00 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 6a. Handelsbestand 7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften a) Beteiligungen darunter: an Kreditinstituten an Finanzdienst- leistungsinstituten 2.016.454,37 0,00 0,00 603.018.418,71 313.623.769,20 0,00 82.821.869,91 b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 2.759.280,00 85.581.149,91 darunter: bei Kreditgenossen- schaften bei Finanzdienst- leistungsinstituten 8. Anteile an verbundenen Unternehmen darunter: an Kreditinstituten an Finanzdienst- leistungsinstituten 2.520.750,00 0,00 0,00 0,00 9. Treuhandvermögen darunter: Treuhandkredite 103.487,07 10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 11. Immaterielle Anlagewerte a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten c) Geschäfts- oder Firmenwert d) geleistete Anzahlungen 12. Sachanlagen 13. Sonstige Vermögensgegenstände 14. Rechnungsabgrenzungsposten 15. Aktive latente Steuern 16. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Summe der Aktiva 2 428.108,02 103.487,07 0,00 76.272,00 28.582.699,61 10.305.517,63 54.953,69 0,00 477.532,53 3.766.531.885,51 0,00 76.272,00 0,00 0,00 ( ( ( ( ( ( ( ( ( ( ( ( ( ( ( ( Vorjahr TEUR 29.586 91.831 91.831) 0 0 0) 0 88.183 183.313 2.097.524 1.193.246) 53.981) 0 0) 0 0) 189.322 189.322) 523.458 488.467) 0 0) 260.220 0 82.609 1.804) 0) 2.759 2.521) 0) 428 0) 0) 141 141) 0 0 105 0 0 32.793 11.713 262 0 430 3.594.678
EUR EUR EUR EUR Geschäftsjahr 3.929,82 386.752.542,95 386.756.472,77 529.504.901,51 106.681.171,85 636.186.073,36 2.351.972.218,82 90.631.993,84 2.442.604.212,66 3.078.790.286,02 172.619 500.425,45 0,00 500.425,45 a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen b) Steuerrückstellungen c) andere Rückstellungen 13.377.033,94 6.453.704,32 16.726.288,26 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten täglich fällig a) b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden a) Spareinlagen aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten b) andere Verbindlichkeiten ba) täglich fällig bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 3. Verbriefte Verbindlichkeiten a) begebene Schuldverschreibungen b) andere verbriefte Verbindlichkeiten darunter: Geldmarktpapiere eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 3a. Handelsbestand 4. Treuhandverbindlichkeiten darunter: Treuhandkredite 5. Sonstige Verbindlichkeiten 6. Rechnungsabgrenzungsposten 6a. Passive latente Steuern 7. Rückstellungen 0,00 0,00 103.487,07 8. [gestrichen] 9. Nachrangige Verbindlichkeiten 10. Genussrechtskapital darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 11. Fonds für allgemeine Bankrisiken darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00 11a. Sonderposten aus der Währungsumrechnung 12. Eigenkapital a) Gezeichnetes Kapital b) Kapitalrücklage c) Ergebnisrücklagen ca) gesetzliche Rücklage cb) andere Ergebnisrücklagen d) Bilanzgewinn Summe der Passiva 1. Eventualverbindlichkeiten a) Eventualverbindlichkeiten aus weiter- gegebenen abgerechneten Wechseln b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 2. Andere Verpflichtungen a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen c) Unwiderrufliche Kreditzusagen darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 ( ( ( ( ( 0,00 103.487,07 3.985.884,49 1.184.808,53 0,00 36.557.026,52 0,00 0,00 91.500.000,00 0,00 Passivseite Vorjahr TEUR 3 376.408 519.429 105.799 2.137.688 0 0 0) 0) 0 141 141) 2.468 1.387 0 14.827 2.560 14.962 0 0 0) 84.000 0) 0 25.533 0 50.430 81.450 4.976 3.594.678 0 101.228 0 0 0 252.453 ( 0) 25.209.537,66 0,00 137.050.000,00 4.893.957,00 167.153.494,66 3.766.531.885,51 52.150.000,00 84.900.000,00 0,00 89.219.905,79 0,00 89.219.905,79 0,00 0,00 256.838.015,16 256.838.015,16 3
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 EUR EUR EUR EUR Geschäftsjahr Vorjahr TEUR 1. Zinserträge aus a) Kredit- und Geldmarktgeschäften b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 2. Zinsaufwendungen 3. Laufende Erträge aus 60.246.224,94 3.270.942,34 63.517.167,28 11.120.601,49 52.396.565,79 a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- 4.502.182,50 1.912.056,82 270.000,00 26.365.487,82 2.457.667,45 6.684.239,32 0,00 23.907.820,37 0,00 2.614.137,98 63.836 4.853 15.570 5.848 1.766 180 0 25.986 2.414 0 3.386 29.110 6.482 1.474) 16.975 3.096 4.923 0 869 0 135 0 28.291 0 0 0) 7.964 0) 100 14.000 6.227 29 6.256 0 0 6.256 630 650 4.976 29.216.231,17 6.010.878,64 35.227.109,81 16.596.436,29 51.823.546,10 ( 5.402.522,15 3.278.040,32 0,00 840.264,95 840.264,95 0,00 0,00 0,00 0,00 11.983.034,01 102.405,56 0,00 0,00 720.000,00 750.000,00 0,00 0,00 25.938.919,84 0,00 ( ( 12.085.439,57 7.500.000,00 6.353.480,27 10.476,73 6.363.957,00 0,00 6.363.957,00 1.470.000,00 4.893.957,00 oder Teilgewinnabführungsverträgen 5. Provisionserträge 6. Provisionsaufwendungen 7. Nettoertrag des Handelsbestands 8. Sonstige betriebliche Erträge 9. [gestrichen] 10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen a) Personalaufwand aa) Löhne und Gehälter ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung darunter: für Altersversorgung 1.082.119,03 b) andere Verwaltungsaufwendungen 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 18. [gestrichen] 19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 20. Außerordentliche Erträge 21. Außerordentliche Aufwendungen 22. Außerordentliches Ergebnis 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag darunter: latente Steuern 0,00 24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 25. Jahresüberschuss 26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen a) aus der gesetzlichen Rücklage b) aus anderen Ergebnisrücklagen 28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen a) b) in die gesetzliche Rücklage in andere Ergebnisrücklagen 29. Bilanzgewinn 4
3. Anhang A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderun- gen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. Die im Jahresabschluss 2010 angewandte Übergangsvorschrift des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) für die Beibehal- tung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) wird entsprechend der Rechtslage vor In- krafttreten des BilMoG nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB fortgeführt. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die auf EUR lautenden Barreserven und die Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag. Die Forderungen an Kunden wurden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Unterschiedsbeträge zwischen dem höheren Nenn- wert und dem Auszahlungsbetrag wurden in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich laufzeit- und kapitalanteilig aufgelöst. Im Falle von Festzinsvereinbarungen erfolgt die Verteilung auf die Dauer der Festzinsbindung. Unverzinsliche bzw. minderverzinsliche Forderungen wurden mit einem angemessenen Zinsfuß abgezinst. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftli- chen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Die den Forderungen an Kunden anhaftenden Bonitätsrisiken haben wir durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und unversteuer- ten Pauschalwertberichtigungen in ausreichendem Umfang abgedeckt. Die Ermittlung der unversteuerten Pauschalwertberichtigungen erfolgte auf der Grundlage der Verlustmethode gemäß dem Schreiben des BMF vom 10. Januar 1994. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB, die bei den Forderungen an Kunden abgesetzt sind, und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Wertpapiere im Sinne von § 7 der RechKredV, die in der Bilanz unter den Posten "Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere" und "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" ausgewiesen sind, wurden wie folgt bewertet: Die Bank hält zum Bilanzstichtag Wertpapiere des Anlagevermögens und der Liquiditätsreserve. Die Zuordnung der Wertpapiere zu der jeweiligen Gruppe ist durch entsprechende Beschlüsse der zuständigen Organe dokumentiert. Bei Wertpapieren im Girosammeldepot wurden die Anschaffungskosten bei gleicher Wertpapiergattung nach der Durchschnittsmetho- de ermittelt. Sämtliche Wertpapiere - auch die dem Anlagevermögen zugeordneten - wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den „Wertpapiermitteilungen“ (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse heran- gezogen. 5
Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bzw. einheitliche Verbindlichkeit nach den allgemeinen handelsrechtlichen Grundsät- zen bilanziert und bewertet. Die institutsintern festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand wurden nicht geändert. Derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand dienen ausschließlich als Sicherungsinstru- mente in Bewertungseinheiten oder als Steuerungsinstrumente im Rahmen der Aktiv/Passiv-Steuerung. Soweit eine verlässliche Be- wertung aufgrund fehlender Marktpreise nicht möglich war, erfolgt die Bewertung mittels interner Bewertungsmodelle und -methoden mit aktuellen Marktparametern. Sicherungsnehmerpositionen in getrennt bilanzierten eingebetteten Credit Default Swaps, die der Absicherung von Ausfallrisiken die- nen, ohne zugleich einer Bewertungseinheit i. S. v. § 254 HGB zugeordnet zu sein, werden als erhaltene Kreditsicherheiten bei der Er- mittlung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen oder Rückstellungen für die abgesicherten Geschäfte berücksichtigt und nicht ei- genständig bilanziert. Sicherungsgeberpositionen in getrennt bilanzierten eingebetteten Credit Default Swaps, mit denen ausschließlich Ausfallrisiken über- tragen werden und bei denen beabsichtigt ist, sie bis zur Fälligkeit bzw. bis zum Eintritt des Kreditereignisses zu halten, werden als ge- stellte Kreditsicherheiten nach den für das Bürgschafts- und Garantiekreditgeschäft entwickelten Grundsätzen behandelt. Bei ernsthaft drohender Inanspruchnahme werden Verbindlichkeitsrückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung not- wendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Dienen derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand der Absicherung von Vermögensge- genständen, Schulden, schwebenden Geschäften oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen, werden Bewertungs- einheiten gebildet, sofern hierfür die erforderlichen Voraussetzungen vorliegen. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente er- folgt nach den Vorschriften von § 254 HGB. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten wird die Einfrie- rungsmethode angewandt. Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen aus Zinsrisiken sowie zum Ausgleich gegenläufiger Zinszahlungsströme werden Micro- Bewertungseinheiten gebildet. 6
Die nachfolgende Tabelle weist für jede Art von Grundgeschäften das Volumen der in Bewertungseinheiten einbezogenen Grundge- schäfte aus: Angaben zu Bewertungseinheiten gemäß § 285 Nr. 23a HGB Grundgeschäfte 1. Vermögensgegenstände 2. Schulden 3. schwebende Geschäfte 4. mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen Summe Buchwerte/Volumina (in EUR) 41.832.449 0 0 0 41.832.449 Bei den gebildeten Bewertungseinheiten handelt es sich um perfekte Micro-Hedges. Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente stim- men jeweils in allen relevanten Ausstattungsmerkmalen überein ("Critical Term Match"). Daher haben sich die gegenläufigen Wertän- derungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko am Bilanzstichtag vollständig ausgeglichen. Der Gesamtbetrag der sich ausgleichen- den Wertänderungen aus allen Bewertungseinheiten beläuft sich auf TEUR 1.997. Aufgrund der übereinstimmenden relevanten Ausstattungsmerkmale erwarten wir auch künftig für die festgelegte Dauer der Siche- rungsbeziehung einen vollständigen Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen in Bezug auf das abgesicherte Risiko. Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Differenzbetrag die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlust- überhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31.12.2016 war keine Rückstellung zu bilden. Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden grund- sätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert. Die Bewertung der Sachanlagen und der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu den Anschaffungs- kosten und - soweit abnutzbar - vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen bei den Gebäuden grundsätzlich linear über eine Nutzungsdauer von höchstens 50 Jahren. Soweit steuerlich anerkannt, werden höhere Staffelsätze gemäß § 7 Abs. 5 EStG angewandt. Bei Mietereinbauten wird als Nutzungs- dauer die Vertragszeit angesetzt, soweit diese kürzer als die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer ist. Der Immobilienbestand der Bank wurde im laufenden Geschäftsjahr nach den Vorgaben des IDW RS IFA 2 bewertet; sich ergebende Wertanpassungen wurden entsprechend vollzogen. 7
Die Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung einschließlich Betriebsvorrichtungen werden überwiegend linear und soweit steuerlich zulässig degressiv abgeschrieben. Dabei wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, von der degressiven auf die lineare Abschreibungsmethode überzugehen, wenn diese zu höheren Abschreibungen führt. Sachanlagen wurden im Anschaffungsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich EUR 150 wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über EUR 150 bis EUR 1.000 wurde steuerrechtlich ein Sammelposten gebildet. Handelsrechtlich wurde dieser Sammelposten aufgrund der untergeordneten Bedeutung übernommen. Der Sammelposten wird über die Dauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem niedrigeren Ausgabebetrag wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt. Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips. Über die Höhe der passiven Steuerlatenzen hinausgehende aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.). Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzin- sung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbil- dung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt. Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der „Richttafeln 2005 G“ (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 4,01 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfa- chungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,50 % und eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % zugrunde gelegt. Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 4,01 % abgezinst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Markt- zinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 1.295. 8
Bei Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, haben wir die Verpflichtungen mit den ihnen zuzurechnenden Vermögensgegenständen verrechnet. Deckungsver- mögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 1.431.486 (Anschaffungskosten in Höhe von EUR 1.430.404) wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von EUR 953.953 saldiert. Bei der Verrechnung weiterer Vermö- genswerte in Höhe von TEUR 805 (Aktiva 6), die an die Begünstigten zur Erfüllung von Pensionsverpflichtungen verpfändet sind, ergab sich keine Überdeckung. Ein nach der Saldierung verbleibender Überhang wurde in Höhe von EUR 477.533 aktiviert. Aufwendungen und Erträge aus der Abzin- sung der Verpflichtungen wurden mit laufenden Erträgen sowie Erfolgswirkungen aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens in Höhe von EUR 57.078 verrechnet. Die Altersteilzeitrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Zinssatz von 3,24 % p.a. bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Als Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln Heu- beck 2005G zugrunde gelegt. Es wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,50 % zugrunde gelegt. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in angemes- sener Höhe gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Eventualverbindlichkeiten wurden mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Risikovorsorge angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände (ausgenommen Sortenbestand) und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devi- senkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Für die Umrechnung noch nicht abgewickelter Termingeschäfte wurde der Ter- minkurs des Bilanzstichtages zugrunde gelegt. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung werden bei dem GuV-Posten berücksichtigt, bei dem die sonstigen Bewertungsergeb- nisse des umgerechneten Bilanzpostens oder Geschäfts ausgewiesen werden. Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Von der Möglichkeit der Verrechnung des Aufwandspostens 13 mit dem Ertragsposten 14 lt. § 32 RechKredV haben wir Gebrauch ge- macht. 9
C. Entwicklung des Anlagevermögens 2016 Anschaffungs- / Zugang (a) Herstellungskosten zu Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abgänge (b) Beginn des Geschäftsjahres EUR Im Geschäftsjahr EUR EUR Anschaffungs- / Herstellungskosten am Ende des Geschäftsjahres EUR 0,00 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 397.201,75 46.708,85 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 631,00 (b) 443.279,60 0,00 0,00 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 0,00 Immaterielle Anlagenwerte a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte b) Software, sonstige entgeltlich erwor- bene Konzessionen und ähnliche Rechte c) Geschäfts- oder Firmenwert d) geleistete Anzahlungen Sachanlagen a) Grundstücke und Gebäude 58.755.277,98 581.644,96 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 445.022,65 (b) 58.891.900,29 b) Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 11.913.464,44 806.423,85 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 433.028,45 (b) 12.286.859,84 Summe a 71.065.944,17 1.434.777,66 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 878.682,10 (b) 71.622.039,73 10
Abschreibungen zu Beginn des Geschäftsjahres (gesamt) EUR Abschreibungen Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b) EUR Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen (a) Zuschreibungen (b) Umbuchungen (a) Abschreibungen am Ende Buchwerte Bilanzstichtag Abgänge (b) des Geschäftsjahres EUR EUR (gesamt) EUR EUR Immaterielle Anlagenwerte a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte b) Software, sonstige entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte c) Geschäfts- oder Firmenwert d) geleistete Anzahlungen Sachanlagen a) Grundstücke und Gebäude b) Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe a 38.167.533,89 0,00 0,00 (a) 0,00 (b) 292.029,75 75.608,85 (a) 0,00 (b) 0,00 0,00 29.029.182,10 8.846.322,04 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 4.306.996,67 (a) 0,00 (b) 1.019.916,63 (a) 0,00 (b) 5.402.522,15 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 631,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 189.495,47 (b) 0,00 (a) 416.861,45 (b) 0,00 (a) 606.987,92 (b) 0,00 0,00 367.007,60 76.272,00 0,00 0,00 0,00 0,00 33.146.683,30 25.745.216,99 9.449.377,22 2.837.482,62 42.963.068,12 28.658.971,61 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 0,00 (a) 0,00 (b) 11
Anschaffungs- kosten EUR 234.627.759,30 Veränderungen (saldiert) EUR Buchwerte am Bilanzstichtag EUR 54.475.800,47 289.103.559,77 85.368.829,91 212.320,00 85.581.149,91 428.108,02 0,00 428.108,02 Wertpapiere des Anlagevermögens Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften Anteile an verbundenen Unter- nehmen Summe b 320.424.697,23 54.688.120,47 375.112.817,70 Summe a und b 391.490.641,40 403.771.789,31 D. Erläuterungen zur Bilanz In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 281.966.174 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten. In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 328.086.134 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 103.127.489 fällig. In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsun- ternehmen sind: verbundene Unternehmen Beteiligungsunternehmen Geschäftsjahr EUR Vorjahr EUR Geschäftsjahr EUR Vorjahr EUR Forderungen an 0 0 290.315.924 214.334.097 2.268 300.000 6.966.920 3.835.507 Forderungen an Kreditinstitute (A 3) Forderungen an Kunden (A 4) Schuldverschreibungen und an- dere festverzinsliche Wertpapie- re (A 5) 0 0 87.424.862 129.259.006 12
In folgenden Posten sind enthalten: Schuldverschreibungen und an- dere festverzinsliche Wertpapie- börsenfähig davon: börsennotiert nicht börsennotiert EUR EUR EUR nicht mit dem Nie- derstwert bewertete börsenfähige Wert- papiere EUR re (A 5) 603.018.419 552.769.103 50.249.316 Aktien und andere nicht festver- zinsliche Wertpapiere (A 6) 9.795.106 0 9.795.106 0 0 Wir halten folgende Anteile an Sondervermögen im Sinn des § 1 Abs. 10 KAGB oder Anlageaktien an Investmentaktiengesell- schaften mit veränderlichem Kapital im Sinn der §§ 108 bis 123 KAGB oder vergleichbaren EU- bzw. sonstigen ausländischen Investmentvermögen im Posten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere mit Anteilsquoten von mehr als 10 %: Anlageziel langfristige Kapitalanlage auf Basis einer Asset- Allocation Wert der Anteile i. S. §§ 168, 278 KAGB, § 36 InvG a. F. bzw. vergleichbarer aus- ländischer Vorschrif- ten (Zeitwert) EUR Differenz zum Buchwert (Reserve) Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr EUR EUR UIN-Fonds Nr. 118 307.627.027 30.668.595 3.979.543 Volksbank Kraichgau Credit Select 24.338.619 0 252.685 Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen nur für den Fall außergewöhnlicher Umstände, die eine Ausset- zung unter Berücksichtigung der Interessen der Anleger erforderlich erscheinen lassen. Wir halten an folgenden Unternehmen Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, die nicht von untergeordneter Bedeutung gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB sind und an verbundenen Unternehmen nach § 271 Abs. 2 HGB: Name und Sitz Anteil am Gesellschafts- kapital % Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegen- Jahr TEUR den Jahresabschlusses TEUR Jahr a) Kraichgau Immobilien GmbH, Sinsheim 90,00 2015 395 2015 b) Kraichgau Reisen GmbH, Sinsheim 100,00 2015 86 2015 c) VKI Vermögensverwaltungs GmbH, Angelbachtal 49,00 2015 40 2015 206 89 2 d) DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG 1.8.2015 - 1.8.2015 - Baden-Württemberg, Karlsruhe 0,79 31.7.2016 3.097.893 31.7.2016 75.289 e) Zweite DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG 1.8.2015 - 1.8.2015 - Baden-Württemberg, Karlsruhe 1,91 31.7.2016 2.416.104 31.7.2016 48.221 13
Mit der Kraichgau Immobilien GmbH, Sinsheim und der Kraichgau Reisen GmbH, Sinsheim besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Er- tragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte. Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 21.116.033 und Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von EUR 2.837.483 enthalten. In dem Posten sonstige Vermögensgegenstände sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten: Provisionsansprüche Gruppen-Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr (Kapitalanlage) Abgezinster Anspruch auf Auszahlung des vorhandenen Körperschaftsteuerguthabens Steuererstattungsansprüche 31.12.2016 EUR 3.006.919 2.053.188 1.969.673 1.770.275 Soweit bei Kreditgewährungen der Nennbetrag der gewährten Kredite unter dem Auszahlungsbetrag lag, wurde der Unter- schiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag belief sich am Bilanzstichtag auf EUR 34.105 (Vorjahr EUR 199.870). In den folgenden Posten sind Vermögensgegenstände für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten: Posten/Unterposten Geschäftsjahr EUR Vorjahr EUR Forderungen an Kunden (A 4) 5.871.921 6.646.020 davon Kredite mit Haftungsfreistellung durch Bundes- garantie 4.871.921 5.646.020 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 6.039.870 6.065.431 Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 1.554.275 1.558.202 In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 61.459.719 enthalten. 14
Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten: bis 3 Monate EUR mehr als 3 Monate bis ein Jahr EUR mehr als ein Jahr bis 5 Jahre EUR mehr als 5 Jahre EUR Andere Forderungen an Kredit- institute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 5.000.000 2.000.000 125.000.000 0 Forderungen an Kunden (A 4) 58.252.841 120.855.625 568.088.720 1.224.577.369 Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf: bis 3 Monate EUR mehr als 3 Monate bis ein Jahr EUR mehr als ein Jahr bis 5 Jahre EUR mehr als 5 Jahre EUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 3.779.858 20.673.380 258.673.254 102.682.483 Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) 10.108.793 95.601.424 970.955 0 Andere Verbindlichkeiten gegen- über Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 65.085.085 11.670.701 13.584.849 241.171 Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 175.592.389 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftli- chen Zentralbank enthalten. Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. 15
Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten: Abzuführende Kapitalertragsteuer Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Abzuführende Lohn- und Kirchensteuer 31.12.2016 EUR 1.795.378 633.202 458.185 Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 553.584 (Vorjahr EUR 423.694) enthalten. Latente Steuern sind nicht aktiviert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Hierbei wurden passive latente Steuern aus den Beteiligungen (Aktiva 7) sowie eines Sonderpostens mit Rücklageanteil im Wesentlichen mit den latenten Steu- ern aus gebildeten Vorsorgereserven nach § 340 f HGB (Aktiva 4) sowie aus dem Bereich der Rückstellungen (Passiva 7) ver- rechnet. In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind: Verbindlichkeiten gegenüber Geschäftsjahr verbundenen Unternehmen Vorjahr EUR EUR Beteiligungsunternehmen Geschäftsjahr EUR Vorjahr EUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) Verbindlichkeiten gegenüber 0 0 175.592.389 164.898.508 Kunden (P 2) 406.666 229.535 851.431 1.540.626 verbriefte Verbindlichkeiten (P 3) 0 0 500.425 0 In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 104.410.863 enthalten. Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt: Geschäftsguthaben a) der verbleibenden Mitglieder b) der ausscheidenden Mitglieder c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 16 EUR 24.684.203 524.086 1.248
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt: Stand 01.01.2016 Einstellungen Gesetzliche Rücklage andere Ergebnisrücklagen EUR EUR 50.430.000 81.450.000 - aus Bilanzgewinn des Vorjahres 1.000.000 2.700.000 - aus Jahresüberschuss des Geschäfts- jahres Stand 31.12.2016 720.000 52.150.000 750.000 84.900.000 Den anrechenbaren Eigenmitteln werden nicht realisierte Reserven i.S.v. § 10 Abs. 2b Satz 1 Nr. 7 KWG a.F. in Höhe von TEUR 4.417 zugerechnet. Die nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrten Beträge setzen sich wie folgt zusammen: Fair Value-Überhang beim Planvermögen Gesamtbetrag Bilanzansatz/ Bewertungs- überhang abzüglich hierauf entfallender passiver latenter Steuern Ausschüttungs- sperre EUR EUR EUR 1.872 1.872 529 529 1.343 Der aus der Neuregelung zur Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 1.295.338. Die ausschüttungsgesperrten Beträge aus der Neubewertung von Altersversorgungsverpflichtungen (§ 253 Abs. 6 HGB) und nach § 268 Abs. 8 HGB werden gemeinsam betrachtet. Danach ergibt sich, dass allen ausschüttungsgesperrten Beträgen frei verfügbare Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 140.314.608 gegenüberstehen. Die im Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse gel- tenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährlei- stungsverträge bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Wir gehen davon aus, dass die überwiegende Anzahl der Even- tualverbindlichkeiten ohne Inanspruchnahme auslaufen werden. Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Zinsswaps, Devisentermingeschäfte und Aktienoptionsgeschäfte des Nichthandelsbestandes. Die Zinsswaps wurden ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisi- kos im Bankbuch (Aktiv/Passiv-Steuerung) oder im Rahmen von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB abgeschlossen. 17
Devisentermingeschäfte und Aktienoptionsgeschäfte werden ausschließlich im Kundeninteresse getätigt. Entsprechende Gegen- geschäfte mit der Zentralbank bestehen. In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte (Nichthandelsbestand), die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge angegeben. Volumen im Derivategeschäft (Angaben in TEUR) Zinsbezogene Geschäfte OTC Produkte Nominalbetrag Restlaufzeit beizu- legender Zeitwert Adressen- risiko <= 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe - Zins-Swap (gleiche Währung) 15.000 37.000 70.000 122.000 -5.271 1.629 Währungsbezogene Geschäfte OTC Produkte - Devisentermingeschäfte 551 Aktien-/Indexbezogene Geschäfte börsengehandelte Produkte - Aktien-/Index-Optionen 14.961 0 0 0 551 0 14.961 0 0 13 652 Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarte- ten Zahlungsströme auf den Barwert. Bei den Devisentermingeschäften sind die beizulegenden Zeitwerte in Höhe der mit den am Bilanzstichtag gültigen Terminkur- sen umgerechneten Fremdwährungsbeträgen angegeben. Es handelt sich ausschließlich um geschlossene Positionen; insoweit gleichen sich die beizulegenden Zeitwerte weitestgehend aus. Für die Bewertung von Optionen des Nichthandelsbestands werden Optionspreismodelle (Black-Scholes) eingesetzt. Es handelt sich ausschließlich um geschlossene Positionen; insoweit gleichen sich die beizulegenden Zeitwerte weitestgehend aus. Die in strukturierten Produkten enthaltenen Kreditderivaten resultieren aus einer Kreditrisiko-Verbriefungsaktion (VR Circle Platt- form der DZ BANK) in Form von Credit Default Swaps im Rahmen der emittierten Inhaberschuldverschreibung sowie eines wei- teren Credit Default Swaps verbunden mit einer erworbenen Credit Linked Note. Die Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert erfolgte mittels anerkannter Optionspreismodelle. Für eventuelle Inanspruchnahmen aus dem Credit Default Swap wurde eine Rückstellung in unwesentlicher Höhe gebildet. 18
Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert: Passivposten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) Posten außerhalb der Bilanz Verbindlichkeiten aus Derivaten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertra- genen Vermögenswerte in EUR 375.825.033 155.000 15.000.000 E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Zinsaufwand sind Ausgleichszahlungen i. H. v. TEUR 1.079 aus der vorzeitigen Auflösung von Zinsswaps enthalten. Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zinsprodukten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per saldo um EUR 140.972 (Vorjahr EUR 245.181) vermindert. Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen in Höhe von EUR 522.085 (Reduktion des Zinsertrags) bzw. in den Zinsaufwendungen aus Passivgeschäften in Höhe von EUR 253.492 (Reduktion des Zinsaufwands) enthalten. Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen, insbesondere für die Vermögensverwaltung und die Wertpapier- beratung, nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit EUR 1.144.007 (Vorjahr EUR 1.950.266) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie mit EUR 548.721 (Vorjahr EUR 546.595) Miet- und Pachterträge. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 0 (Vorjahr EUR 3.873) Aufwendungen aus der Währungsumrech- nung, mit EUR 595.015 (Vorjahr EUR 1.868.554) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen, mit EUR 712.764 (Vor- jahr EUR 1.802.142) Aufstockungsbeträge für Altersteilzeitvereinbarungen und mit EUR 1.577.222 (Vorjahr EUR 1.091.943) die Bildung von Rückstellungen für Rechtsrisiken aus Wertpapierdienstleistungs- und Kreditgeschäften mit Kunden. In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 8.440.726 enthalten. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Rückstellungen für evtl. Steuerrückforderungen aus Wertpapierleihgeschäften in Höhe von EUR 4.600.000 sowie die Bildung von Rückstellungen für Rechtsrisiken aus Wertpapierdienstleistungs- und Kreditgeschäf- ten mit Kunden in Höhe von EUR 1.577.222. Der GuV-Posten 11 beinhaltet außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 2.408.914 auf eine bankeigene Immobilie in- folge einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. 19
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren aus dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit unter Berück- sichtigung von Abweichungen zum steuerlichen Ergebnis. Unter Bezugnahme auf das BMF-Schreiben vom 11.11.2016 und der noch offenen Auslegung der Finanzverwaltung wurden Rückstellungen für evtl. Steuerrückforderungen aus Wertpapierleihege- schäften in Höhe von EUR 4.600.000 gebildet. F. Sonstige Angaben Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge des Auf- sichtsrats betrugen EUR 173.205. Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen erhielten EUR 1.003.362,73. Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31.12.2016 Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 9.650.398. Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 724.406 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 9.762.812. Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen bestehen in Form einer möglichen Leistungsverpflichtung in Höhe von EUR 5.686.588 gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffei- senbanken e.V. aus der Zugehörigkeit zum Garantieverbund durch Abgabe einer Garantieerklärung. Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Insti- tutssicherung GmbH eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstat- tung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu ent- schädigen sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Die Zahl der 2016 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug: Prokuristen Sonstige kaufmännische Mitarbeiter Gewerbliche Mitarbeiter Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte 13 331 6 350 0 189 10 199 Außerdem wurden durchschnittlich 26 Auszubildende beschäftigt. 20
Mitgliederbewegung Anfang Zugang Abgang Ende Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen EUR 53.244 1.323 1.364 53.203 481.068 48.106.800 4.796 10.479 479.600 1.047.900 475.385 47.538.500 2016 2016 2016 2016 Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um Die Haftsummen haben sich im Geschäftsjahr vermindert um Höhe des Geschäftsanteils Höhe der Haftsumme je Anteil EUR EUR EUR EUR 293.777 568.300 52 100 21
Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten, wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen. Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Lauterbergstraße 1 76137 Karlsruhe Mitglieder des Vorstands Andreas Böhler (Vorstandssprecher) Geschäftsleiter Thomas Geier (stv. Vorstandssprecher) Geschäftsleiter Klaus Bieler Wilhelm Rupp Matthias Zander (ab 01.01.2017) Geschäftsleiter Geschäftsleiter Geschäftsleiter Mitglieder des Aufsichtsrats Dr. Thorsten Seeker (Vorsitzender) selbstständiger Rechtsanwalt, Sozietät Seeker Bauer Lutz Otto Steinmann (stv. Vorsitzender) Beigeordneter der Stadt Walldorf Helmut Abel Joschi Ament Frank Bitz Enzo Cicciarella Michael Dittes Sabine Dübbers Veit Eisenhauer Pia Elbl Thomas Essenpreis Paul Fuchs Hannelore Häffner Fensterbauer, Geschäftsführer Fensterbau Abel GmbH Bankkaufmann, Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG Bankkaufmann, Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG Bankkaufmann, Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG Bankfachwirt, Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG Geschäftsführende Gesellschafterin, Maler Dübbers GmbH Dipl.-Verwaltungswirt, Stadt Schwetzingen Industriefachwirtin, Prokuristin Büromöbel Mex GmbH & Co. KG Geschäftsführer, Essenpreis Haustechnik GmbH selbstständiger Architekt Dipl.-Kauffrau, Geschäftsführerin Häffner-Bräu GmbH Werner Hockenberger Geschäftsführer, WHD Wachdienst Heidelberg Tanja Holzwarth Joachim Koch Uli Kremsler Bernhard Mairhofer Dominic Nelles Werner Öppling Andreas Reiß Peter Schäfer Horst-Bodo Schauer Björn Schön Bankkauffrau, Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG Bankbetriebswirt, Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG Bürgermeister, Gemeinde Siegelsbach selbstständiger Schreinermeister, Bernhard u. Michael Mairhofer GbR Bankkaufmann, Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG selbstständiger Steuerberater und Wirtschaftsprüfer selbstständiger Fliesenlegermeister Bankkaufmann, Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG selbstständiger Steuerberater, Schauer & Häffner GbR Dipl.-Bankbetriebswirt, Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG 22
Conny Sitzler Uwe Volz Knut Wagner Heidi Wedel Jürgen Wild Armin Wolf selbstständige Floristin Bankbetriebswirt, Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG selbstständiger Rechtsanwalt Kauffrau, Mitinhaberin Wedel Blumenhaus Geschäftsführer, Kartoffel- und Zwiebelmarkt GmbH freier Architekt, Jöllenbeck & Wolf G. Vorschlag für die Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 6.353.480,27 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 10.476,73 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 1.470.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 4.893.957,00) - wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 5,00 % Jubiläumsbonus 1,50 % Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen a) Gesetzliche Rücklage b) Andere Ergebnisrücklagen Vortrag auf neue Rechnung EUR 1.253.345,30 376.003,59 950.000,00 2.300.000,00 14.608,11 4.893.957,00 Wiesloch, 9. März 2017 Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG Der Vorstand Böhler Geier Bieler Rupp Zander 23
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 der Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG Die Bezeichnungen Mitarbeiter und Kunden werden im Folgenden geschlechtsneutral verwendet. I. Geschäftsverlauf 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften Die deutsche Wirtschaft blieb im Jahr 2016 auf Wachstumskurs. Nach ersten amtlichen Angaben legte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um kräftige 1,9% zu. Das Außenhan- delsgeschäft der deutschen Wirtschaft entwickelte sich dabei eher verhalten. Bei den privaten Konsumausgaben hielt das solide Wachstum an. Sie wurden im Zuge eines weiteren Beschäftigungsaufbaus, der niedrigen Arbeitslosigkeit und der vielfach deutlichen Reallohnzuwächse um 2,0% ausgeweitet. Wie bereits in den Vorjahren wurde die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2016 be- deutend durch die günstige Arbeitsmarktlage unterstützt. Die Erwerbstätigenzahl nahm gegenüber 2015 um 418.000 auf rund 43,5 Mio. Menschen zu. Die Verbraucherpreise sind 2016 um 0,5% gestiegen und somit geringfügig stärker als im Vorjahr (+0,3%). Ihr Verlauf wurde abermals stark durch die Energiepreise beeinflusst. Zum Jahresende lag die Inflationsrate mit 1,7% so hoch wie seit Sommer 2013 nicht mehr. Die Bauaktivitäten haben in 2016 deutlich an Fahrt aufgenommen. Die Bruttowertschöpfung stieg um 2,8%. Stimulierend wirkten hier Faktoren wie die nach wie vor sehr günstigen Finanzierungsbedingun- gen, die gute Arbeitsmarktlage, die aufgestockten kommunalen Infrastrukturmittel und der erhöhte Be- darf zur Unterbringung von Flüchtlingen. Das Handwerk zeigte sich in 2016 weiterhin in einer guten Ver- fassung. So stieg der betriebliche Gesamtumsatz in den ersten drei Quartalen des Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9%. Der Einzelhandel konnte auch in 2016 vom guten Konsumklima profi- tieren. Den aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge legte der Gesamtumsatz der Ein- zelhandelsfirmen preisbereinigt um merkliche 1,6% zu. Der Dienstleistungssektor erwies sich im Jahr 2016 erneut als Hauptmotor des Arbeitsmarktaufschwungs. Für die Finanzmärkte war 2016 kein leichtes Jahr. Während zu Jahresbeginn die Furcht vor einem nach- haltigen Abflauen der Weltwirtschaft die Zuversicht an den Märkten dämpfte, fachte ab dem zweiten Quartal die Debatte um einen möglichen Brexit die Sorgen um die Zukunft der Europäischen Union an. Mit dem überraschenden Wahlsieg Donald Trumps kam es aber zu einem Paradigmenwechsel. Nach ei- nem kurzen Innehalten hielt ein spürbar optimistischerer Geist Einzug an den Märkten. Die EZB hat im vergangenen Jahr ihre extrem expansive Geldpolitik vor dem Hintergrund eines niedri- gen Inflationsdrucks im Euroraum weiter ausgebaut. Im März 2016 beschloss der Rat unter anderem ei- ne erneute Senkung des Hauptrefinanzierungssatzes, zu dem sich die Banken des Währungsraums im Austausch gegen Sicherheiten bei der EZB Geld leihen können, um 5 Basispunkte auf ein neues histori- sches Tief von 0,0%. Der Zinssatz für die Einlagenfazilität senkte die EZB ebenfalls um 10 Basispunkte auf ein neues Allzeittief von -0,40%. Neben der Senkung der Leitzinsen für den Euroraum beschloss der geldpolitische Rat der EZB auch eine Ausweitung des EZB-Wertpapieraufkaufprogrammes, indem er das monatliche Aufkaufvolumen von Wertpapieren um 20 auf 80 Mrd. Euro anhob. Die unübersichtliche Lage in Europa, den Schwellenländern aber auch den USA ließen die Anleger in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres vorsichtig agieren. Sichere Anlageformen wie Bun- desanleihen waren daher besonders gefragt. Darüber hinaus sorgte der Wertpapieraufkauf durch die EZB für eine erhöhte Nachfrage nach Staatspapieren aus dem Euroraum. Die Renditen von Bundesan- leihen mit zehnjähriger Restlaufzeit fielen von Jahresbeginn bis zum Ende des dritten Quartals um rund 78 Basispunkte auf -0,15%. Für die Aktienmärkte begann das Jahr mit einem deutlichen Kursrutsch. In erster Linie belasteten wirt- schaftliche Probleme in China und einigen Schwellenländern die Stimmung an den Aktienmärkten. Im weiteren Jahresverlauf konnte sich der Dax aber wieder erholen. Steigende Konjunkturerwartungen in - 1 -
den USA sowie die Verlängerung des EZB-Anleiheaufkaufprogramms beflügelten den DAX zum Jahres- ausklang. Besondere Beachtung fand an den Börsen die Ankündigung des designierten US-Präsidenten Donald Trumps, einerseits die Regulierung der Finanzindustrie zu lockern und andererseits ein Konjunk- turprogramm für die US-Wirtschaft auflegen zu wollen. Das Jahr beendete der DAX mit einem Stand von 11.481 Punkten. Das waren 6,9% mehr als zum Vorjahresultimo. Angesichts der guten konjunkturellen Lage in Deutschland konnten die Volksbanken Raiffeisenbanken sowie die sonstigen Kreditgenossenschaften im Geschäftsjahr 2016 weiter kräftig zulegen. Die positive Geschäftsentwicklung — in den letzten Jahren mit einem deutlich marktüberdurchschnittlichen Wachs- tum — zeigt einmal mehr, dass es den Kreditgenossenschaften gelungen ist, das Vertrauen der Kunden in ihr Geschäftsmodell weiter zu stärken und diese mit ihren Leistungen zu überzeugen. Die besonders starke Kundenorientierung und eine konservative Geschäftspolitik ließen die Kundenvolumina per Ende 2016 deutlich wachsen. So stiegen die bilanziellen Kundeneinlagen der Kreditgenossenschaften um 29 Mrd. Euro auf 637 Mrd. Euro (+4,8%). Auch die Kundenforderungen legten um 23 Mrd. auf 528 Mrd. Eu- ro (+4,5%) zu. Die addierte Bilanzsumme stieg um 33 Mrd. auf 851 Mrd. Euro (+4,1%). Dabei wurde das Wachstum der Kundenforderungen wie schon in den Vorjahren vor allem von Auslei- hungen an private Haushalte getragen. Neben den Buchkrediten an private Haushalte weiteten die Ban- ken überdies ihre Kreditvergabe an Unternehmen aus. Entscheidend hierfür dürften neben der noch ein- mal gesunkenen Verzinsung langfristiger Buchkredite vor allem die in der Grundtendenz positiven Konjunktur- und Geschäftserwartungen gewesen sein. Liquide und sichere Einlagen waren besonders gefragt: Das Einlagengeschäft der Genossenschaftsban- ken zeigt ebenfalls ein stabiles Wachstum. Im Umfeld der Niedrigzinsphase fällt die Entwicklung jedoch ausgesprochen heterogen aus. Während liquide, kurzlaufende Einlagen nachgefragt werden, sind länger laufende, weniger liquide Einlagen rückläufig. Angesichts der Nullzinspolitik der Europäischen Zentral- bank nahmen die Sichtguthaben der Kunden weiter deutlich zu. Weniger liquide Bankprodukte wie Ter- mineinlagen, Spareinlagen und Sparbriefe waren kaum gefragt. Dieser Trend dürfte sich im kommenden Jahr fortsetzen. Der Konsolidierungsprozess unter den Volksbanken und Raiffeisenbanken setzte sich gegenüber den Vorjahren in einem leicht gesteigerten Umfang fort. Die Zahl der selbständigen Genossenschaftsbanken lag per Ende 2016 erstmals mit 972 Banken unter der Marke von 1.000 Instituten. Die Kunden der Kreditgenossenschaften schätzen die räumliche Nähe zu ihren Ansprechpartnern und Beratern, die den Kunden vor Ort für ihre Bankgeschäfte oder elektronischen Bankdienstleistungen zur Verfügung standen. Anderseits zeigen die Kunden verstärkt ein geändertes Nutzungsverhalten, indem sie die digitalen Angebote der Banken teilweise als gleichberechtigt mit stationären Vertriebsformen wahrnehmen. Angesichts der weiterhin steigenden Bedeutung der digitalen Technologien mit ihren inno- vativen Ansätzen in der Kunde-Bank-Beziehung wird der Online-Vertriebsweg weiter deutlich gestärkt und ausgebaut. Das stabile und solide Geschäftsmodell der Kreditgenossenschaften wird auch von neuen Kunden und Mitgliedern stark nachgefragt. Die Mitgliederzahlen der Volksbanken und Raiffeisenbanken boomen wei- ter, was darauf hindeutet, dass der Zuspruch zu Kreditgenossenschaften ungebrochen ist. 2. Entwicklung der Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG Auch im Jahr 2016 zeigte sich die Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG als verlässlicher Partner ihrer Privat- und Firmenkunden. Trotz eines starken Wettbewerbes konnten wir unsere positive Entwick- lung fortsetzen. Sowohl das Kredit- als auch das Einlagengeschäft waren in 2016 von der Niedrig- zinsphase geprägt. Wir sind mit unserer Geschäftsentwicklung zufrieden. Sie lag bei sämtlichen Kunden- segmenten im Rahmen bzw. über unseren Planungen. - 2 -
Bilanzsumme Außerbilanzielle Geschäfte *) Berichtsjahr TEUR 3.766.532 483.570 2015 TEUR 3.594.678 477.574 Veränderung % TEUR 171.854 5.996 4,8 1,3 *) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr. Die Zuwächse sind auf das deutliche Wachstum der Kundenforderungen und der Kundeneinlagen zurückzuführen. Dies ist teilweise durch das Wachs- tum unserer institutionellen Kunden und Großkunden verursacht. Die außerbilanziellen Geschäfte stiegen gegenüber dem Vorjahr leicht an. Dabei erhöhten sich die ande- ren Verpflichtungen und die Derivategeschäfte bei gleichzeitig rückläufiger Entwicklung der Eventualver- bindlichkeiten. Aktivgeschäft Kundenforderungen Wertpapieranlagen Forderungen an Kreditinstitute Berichtsjahr TEUR 2.300.070 916.642 2015 TEUR 2.097.524 973.001 Veränderung TEUR % 202.546 -56.359 299.146 271.495 27.651 9,7 -5,8 10,2 Das Kundenkreditgeschäft schloss mit einem Wachstum, das deutlich über dem Verbandsdurchschnitt liegt, und konnte sowohl im Firmen- als auch im Privatkundengeschäft weiter ausgebaut werden. Treiber hierfür waren die nach wie vor rege Nachfrage nach langfristigen Wohnungsbaukrediten und kurzlaufen- de Liquiditätslinien. Das Wachstum lässt sich zurückführen auf die niedrigen Kreditzinsen, den modera- ten Verschuldungsgrad sowie die guten Einkommenszuwächse der Haushalte und das hohe Maß an Ar- beitsplatzsicherheit. Alle Marktbereiche inklusive der institutionellen Kunden und Großkunden liegen da- bei über unseren Planungen. Die Bankenforderungen stiegen aufgrund von Umschichtungen aus fälligen Wertpapieranlagen an, da Alternativen am Kapitalmarkt, bedingt durch die Notenbankpolitik, nicht vor- handen waren. Passivgeschäft Berichtsjahr TEUR 2015 TEUR Veränderung TEUR % Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Spareinlagen andere Einlagen verbriefte Verbindlichkeiten 386.756 636.186 2.442.604 500 376.411 625.228 2.310.307 0 10.345 10.958 132.297 500 2,7 1,8 5,7 Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich durch die Ausweitung des Fördermit- telkreditgeschäftes im Aktivgeschäft. Die Entwicklung der Spareinlagen zeigt sich different. Während die Einlagen mit steigender Verzinsung einen Rückgang zu verzeichnen haben, konnten sowohl die Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungs- frist als auch unsere Vorsorgepläne weitere Zuwächse verzeichnen. Die anderen Einlagen sind gekennzeichnet durch weitere Umschichtungen von längerfristigen Termin- in täglich fällige Sichteinlagen. Der Trend der letzten Jahre zur kurzfristigen Verfügbarkeit von Einlagen hat sich nicht zuletzt durch das niedrige Zinsniveau fortgesetzt. Dies betrifft alle unsere Marktbereiche. Im Rahmen einer Adressrisikosicherung durch VR Circle wurde eine neue Inhaberschuldverschreibung begeben (verbriefte Verbindlichkeit). - 3 -
Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr TEUR 2015 TEUR Veränderung TEUR % Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften Vermittlungserträge Erträge aus Zahlungsverkehr 4.735 9.108 7.960 4.092 9.585 7.777 643 -477 183 15,7 -5,0 2,4 Im Bilanzjahr wurden neue Depotpreismodelle eingeführt, die zu einer Ausweitung der Depotgebühren führte (+157 TEUR). Darüber hinaus konnten wir unsere Erträge im Bereich Fondsberatung mit Union Investment-Fonds deutlich steigern (+466 TEUR). Dagegen mussten wir im Vermittlungsgeschäft Rückgänge im Bauspar- (-140 TEUR), im Versicherungs- (-184 TEUR) und im Kreditvermittlungsgeschäft (-120 TEUR) verzeichnen. Die Erträge im Zahlungsverkehr konnten durch Gebührenanpassungen leicht gesteigert werden. Investitionen In unserer Hauptstelle Wiesloch und in unserem Filialnetz haben wir folgende Investitionen vorgenom- men: Hauptstelle Wiesloch: die wesentlichen technischen Einheiten unserer Klimaanlage wurden überar- beitet und damit die Anlage energetisch optimiert. Filiale Walldorf: der Servicebereich wurde umgestaltet und besser auf unsere Kunden ausgerichtet. Gleichzeitig wurden die Beratungszimmer mehr auf die Anforderungen moderner Kundenberatung angepasst und ein großes flexibles Besprechungszimmer geschaffen. Filiale Dielheim: die Außenfassade wurde renoviert. Filiale Bad Rappenau: alle alten Heizungspumpen wurden durch neue Hocheffizienzpumpen ersetzt. Im Zusammenhang mit der Optimierung unseres Filialnetzes wurde die bisherige SB-Filiale in Angelbachtal-Eichtersheim renoviert und im Zuge dessen, in eine durch Mitarbeiter bediente Filiale umgewandelt. Das Thema Nachhaltigkeit haben wir mit folgenden Maßnahmen bzw. Investitionen unterlegt: Rund 95% unseres Strombedarfs decken wir mit Grünstrom und alle Bankstandorte mit Gasheizung haben wir auf Biogas umgestellt. Im Jahr 2016 wurden neun Geschäftsfahrzeuge, welche mind. die CO2-Effizienzklasse B erfüllen, neu erworben. Im Bereich der IT haben wir erneut in neue SB-Geräte für unsere Kunden investiert und in erheblichem Umfang neue IT-Technik für unsere Mitarbeiter angeschafft. Die Folgekosten der vorgenommenen Inve- stitionen sind gut tragbar und haben keine größere, nachhaltige Auswirkung auf die Ertragslage der Bank. Bei der Vergabe von Aufträgen haben wir, wann immer möglich, unsere Kunden berücksichtigt. - 4 -
Personal- und Sozialbereich Im Jahresdurchschnitt 2016 waren 575 Mitarbeiter (Vorjahr: 588) inkl. Auszubildende beschäftigt. Diese teilen sich in 350 (370) Vollzeit- und 199 (190) Teilzeitkräfte sowie 26 (28) Auszubildende und DHBW- Studenten auf. Das Durchschnittsalter aller Mitarbeiter betrug 43,8 Jahre, die durchschnittliche Betriebs- zugehörigkeit lag bei 20,3 Jahren und die Fluktuation bei 1,7%. Die durch Altersteilzeit, Mutterschutz bzw. Elternzeit oder Kündigungen freiwerdenden Stellen wurden größtenteils nicht wiederbesetzt. Die Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG legte auch im Jahr 2016 großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung. Wir konnten dieses Jahr zwölf Nachwuchskräfte nach erfolgreicher Ausbildung sowie ab- solviertem Dualen Studium in ein festes Anstellungsverhältnis übernehmen. Gleichzeitig haben sieben junge Menschen zum 01.09. eine Ausbildung zum Bankkaufmann/-frau und Finanzassistenten/-in bei uns begonnen sowie ein DHBW-Student sein Duales Studium in der Fachrichtung Finanzdienstleistun- gen aufgenommen. In diesem Jahr haben unsere Mitarbeiter an insgesamt 1470 (1494) Seminartagen an einer Weiterbildung teilgenommen, die intern, extern oder über Webinare abschließend durchgeführt wurden. Alle Weiterbildungsmaßnahmen dienen der Förderung und Entwicklung unserer Mitarbeiter im Interesse unserer Kunden sowie zur Erfüllung gesetzlicher Anforderungen. Die Vergütung der Beschäftigten erfolgte im Rahmen des gültigen Tarifvertrages. Darüber hinaus zahlen wir eine leistungs- und erfolgsorientierte Vergütung an alle Mitarbeiter. Im Rahmen der betrieblichen Al- tersvorsorge bieten wir unseren Beschäftigten die Möglichkeit, mit Arbeitgeber-Zuschuss Mitglied in der Geno-Pensionskasse VVaG, Karlsruhe zu werden. Außerdem wurden weitere freiwillige soziale Leistun- gen gewährt. Das Jahr 2016 war weiterhin durch unsere Strategie „Volksbank 2018“ geprägt. Hintergrund sind die not- wendigen Personalanpassungen in Zeiten zurückgehender Erträge. Die anhaltende Niedrigzinsphase fordert weiterhin eine stringente und verantwortungsbewusste Personalplanung. Vor diesem Hintergrund beschäftigen wir uns weiterhin sehr intensiv mit der Planung des künftigen Personalbedarfs. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Auf Grund der allgemeinen Entwicklungen in der Bankenbranche sowie insbesondere auf Grund der rückläufigen Filialfrequenzen hat die Volksbank Kraichgau zum 01.01.2016 folgende Filialen geschlos- sen: Rotenberg, Tairnbach, Frauenweiler, Adersbach, Ehrstädt, Babstadt, Sulzfeld, Treschklingen, SB- Filiale Sinsheim-Rohrbach. Den Schließungen ging eine tiefgehende Analyse unter Einbeziehung aller Marktdaten, sowie einer Wirt- schaftlichkeitsberechnung voraus. Die Ergebnisse waren die Grundlage für die interne und externe Kom- munikation, die rechtzeitig und abgestimmt erfolgte. Den Kunden der Filialen bieten wir durch zugeord- nete Berater, Ansprechpartner auf Nachbarfilialen sowie einen "Heimservice" für Bargeldversorgung wei- terhin persönlichen Service. Allen Kunden steht selbstverständlich auch der digitale Zugangsweg im Rahmen des Onlinebanking zur Verfügung. II. Darstellung der Lage und Risikobericht der Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG 1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder und Kunden ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung - unterlegt durch eine konkrete Eckwertplanung - entwickelt. Unsere detaillierte Jahresplanung wird begleitet durch einen regelmäßigen, monatlichen Plan-Ist-Vergleich, für den klare und umfassende Budgetverantwortungen geschaffen sind, um zeitnah auf Veränderungen reagieren zu können. Unser Steuerungssystem und unsere Beratungs- konzeption stellen eine dauerhafte Unterstützung unserer Kunden in allen Finanzierungs- und Vermö- gensanlagefragen sicher. Wir haben klare Verantwortlichkeiten für Beratung und Vertrieb in den Markt- segmenten Firmen-, Privat- und Filialkunden geschaffen. Mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unserer Bank. Wie - 5 -
alle unternehmerischen Tätigkeiten ist auch das Bankgeschäft nicht frei von Risiken. Neben allgemeinen Risikofaktoren (z.B. Konjunkturschwankungen, Technologiewandel, Wettbewerbssituationen) bestehen spezifische Risiken im Bankgeschäft, die sich insbesondere in Form von Kredit-, Marktpreis- und Be- triebsrisiken zeigen. Der Begrenzung der Kredit-, Marktpreis-, Beteiligungs- und operationellen Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Wir verstehen dies als eine zen- trale Aufgabe. Auf eine ausgewogene Erfolgs- und Bilanzstruktur wird geachtet. Die Steuerung, Überwa- chung und Kontrolle der Risiken ist in die Unternehmensplanung und -steuerung der Bank integriert, wel- che gesamtbankbezogen ausgerichtet ist. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer unabhängigen internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinforma- tionen aus der ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt. Das Management zur Früherkennung von Risiken wird vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft immer wichtiger. Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Kredit-, Marktpreis-, Liquiditäts-, Beteiligungs- und operationellen Risiken. Das Risikocontrolling berichtet direkt dem Vorstand. Für die Steuerung der vorgenannten Risiken besteht ein Limitsystem, das sich aus der Risikotragfähigkeit der Bank ableitet. Das Kreditrisikomanagement umfasst die Risikosteuerung und -kontrolle, insbesondere die Umsetzung der Grundsätze und Leitlinien der Kreditpolitik. Zur Steuerung der Bonitätsstruktur werden verschiedene Ratingverfahren eingesetzt. Adressenausfallrisiken werden anhand von Ausfallwahrscheinlichkeiten er- mittelt und in das Risikocontrolling einbezogen. In Steuerungskreisen wird ständig an der Verbesserung der Risikostruktur des Kreditportfolios gearbeitet. Die Betreuung problembehafteter Engagements, die Sicherheitenverwertung und Engagementabwicklung von gekündigten bzw. insolventen Krediten erfolgt in einem entsprechend spezialisierten Referat. Bewertete Risiken werden wie im Vorjahr aus dem laufenden Ertrag abgeschirmt. Das Marktpreisrisikomanagement beinhaltet zum einen die Überwachung, Kontrolle und Steuerung marktinduzierter Veränderungen (Zins, Währung, Volatilitäten, etc.) und zum anderen die Überwachung der Beteiligungs- sowie der operationellen Risiken. Angesichts unserer Geschäftsstruktur beziehen sich unsere Marktpreisrisiken zum Großteil auf Veränderungen am Geld- und Kapitalmarkt. Als Kreditinstitut sind wir aufgrund bestehender Inkongruenzen zwischen aktivischen und passivischen Festzinspositionen dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Wir messen das Zinsänderungsrisiko anhand der dy- namisierten Elastizitätenbilanz. Die Veränderungen des strategischen Zinsbuchbarwertes bei Zinsände- rungen sind in Relation zu den Eigenmitteln überschaubar. Die Messung der Marktpreisrisiken im Wert- papierbereich erfolgt auf Basis der Simulation von verschiedenen Zinsentwicklungsszenarien. Ergänzend hierzu werden ebenfalls Sensitivitätsanalysen und Simulationen anhand des "Value at Risk Ansatzes" durchgeführt. Als Teil unserer Risikosteuerung sind die Reportingzyklen unserer Risikoberichte mit spe- ziellen Risikoanalysen auf die jeweils aktuelle Risikosituation angepasst. Die Steuerung der Marktpreisrisiken erfolgt auf der Grundlage der periodischen Betrachtungsweise mit Sicht zum Jahresende und dem Folgejahr, ergänzt mit Erkenntnissen aus der barwertigen Sicht. Im Rah- men einer dynamischen Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene setzt die Bank dabei Zinssiche- rungsinstrumente (Zinsswaps) zum Hedging ein. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Absicherung des Kundengeschäftes in den Laufzeiten 5 - 15 Jahre. Kundengeschäfte, welche derivative Bestandteile enthalten, werden in der Steuerung entsprechend be- rücksichtigt. Bei der Konditionengestaltung wird barwertig kalkuliert und je nach Bonitätseinstufung Risi- kozuschläge berücksichtigt. Ausgehend von unseren Zinsprognosen und unter Annahme von unter- schiedlichen Zinsszenarien werden die Auswirkungen auf das Zinsergebnis untersucht. Die Beteiligungsrisiken resultieren zum Großteil aus der strategischen Beteiligung an der DZ BANK AG. In unserem Risikolimitsystem berücksichtigen wir Risiken aus Beteiligungen. Dem Liquiditätsrisiko messen wir einen hohen Stellenwert bei. Die Überwachung erfolgt anhand der Li- quidity Coverage Ratio, der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennziffer sowie über weiterführende Auswer- tungen und Analysen. Die Auswertungen beziehen sich hauptsächlich auf das Abrufrisiko der Einlagen. Ein wesentlicher Anteil der kurzfristig abrufbaren Einlagen resultiert aus Beständen institutioneller Kun- den und Großkunden. Die künftig zu erwartenden Zahlungsströme werden regelmäßig in einer - 6 -
Liquiditätsablaufbilanz gegenübergestellt und überwacht. Operationellen Risiken (Betriebs- und Rechtsrisiken) begegnet die Bank mit einem ausgebauten inner- betrieblichen Überwachungssystem. Dieses umfasst insbesondere strukturierte Arbeitsanweisungen und Notfallpläne. Versicherbare Risiken sind durch Verträge in banküblichem Umfang abgesichert. Zur Über- wachung der ablauforganisatorischen Regelungen, Kompetenzen und Kreditorganisation besteht eine unabhängige interne Revision. 2. Vermögenslage Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar: Eigenkapital laut Bilanz 1) Eigenmittel (Art. 72 CRR) Harte Kernkapitalquote Kernkapitalquote Gesamtkapitalquote Berichtsjahr TEUR 258.653 304.159 2015 TEUR 246.388 295.461 Veränderung TEUR % 12.265 8.698 5,0 2,9 13,1 % 13,1 % 16,3 % 13,0 % 13,0 % 17,0 % 1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 10 (Genussrechtskapital), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben ei- ner stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die vor- gegebenen Anforderungen der CRR wurden von uns im Geschäftsjahr 2016 gut eingehalten. Die Vermögenslage unseres Hauses ist geordnet. Die Entwicklung des erwirtschafteten versteuerten Ei- genkapitals hat mit der Ausweitung des Geschäftsvolumens Schritt gehalten. Der Zuwachs des Eigenka- pitals ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Ergebnisrücklagen sowie auf die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken zurückzuführen. Auch für weiteres Wachstum des Geschäftsvolumens sind wir durch die vorhandenen Eigenmittel gerüstet. Dabei richten wir unser Hauptaugenmerk auf die Stär- kung des Kernkapitals und zwar insbesondere auf Rücklagendotierungen aus Unternehmensgewinnen. Von der Zurechnung nicht realisierter Reserven zu den Eigenmitteln wird im Rahmen der Übergangsre- gelung nach Art. 484 CRR Gebrauch gemacht. Kundenforderungen Die Struktur und Abgrenzung unseres Geschäftsgebiets ermöglichten uns eine insgesamt ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Kundenforderungen. Der Großteil der vergebenen Kun- denkredite (89,4%) erfolgte in unserem Geschäftsgebiet und bestätigt unser Regionalprinzip. Die durch die Vertreterversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditregelungen des KWG und der CRR wurden während des Berichtszeitraums ein- gehalten. Unsere Kundenforderungen betragen insgesamt 61,1% der Bilanzsumme. Die Ermittlung der strukturellen Risiken erfolgt durch die Einstufung der Kreditnehmer in Bonitäts- bzw. Ausfallklassen. Dabei werden die jeweiligen aktuell empfohlenen Ratingverfahren für das gewerbliche sowie das private Kreditgeschäft eingesetzt. In diesen Ratingverfahren wird u.a. die Ertrags- und Finanz- lage unserer Kunden beurteilt. Zum Bilanzstichtag sind annähernd 100% des ratingrelevanten Kreditvo- lumens geratet. Ratingrelevant sind für die Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG Kredite ab einer Höhe von 25 TEUR Zusage oder Inanspruchnahme. Durch das Verhaltensscoring werden darüber hin- aus bei Privatkunden auch Kredite bewertet, die unter der Grenze von 25 TEUR liegen. Ziel ist es, mit diesen Verfahren das gesamte Kreditrisiko quantifizieren zu können sowie einzelne Kreditrisiken - 7 -
frühzeitig zu erkennen, damit rechtzeitig geeignete Maßnahmen eingeleitet werden können. Die Forderungen an unsere Kunden haben wir zum Bilanzstichtag nach kaufmännischen Grundsätzen vorsichtig bewertet. Für erkennbare und latente Risiken wurden Wertberichtigungen und Vorsorgereser- ven in angemessener Höhe gebildet und von dem entsprechenden Aktivposten abgesetzt. Unsere Si- cherheitenbewertung unterliegt einem vorsichtigen Wertansatz. Im Rahmen des Kreditrisikomanagements wird das Kundenkreditvolumen konsequent überwacht und gesteuert. Die Zusammensetzung der Kundenforderungen nach Kundengruppen, Größenklassen, Bran- chenschwerpunkten und nach Bonitätseinstufung wird hinsichtlich der Bildung von Klumpenrisiken analy- siert, um strukturelle Risiken zu vermeiden. Die Verteilung des Kundenkreditvolumens nach gewerblichen und privaten Kreditnehmern zeigt einen leichten Überhang im privaten Kreditgeschäft. Die Vergabe von Blankokreditanteilen ist bonitätsabhängig begrenzt. Bei Überschreitung dieser Limite werden - neben den üblichen Überwachungsmechanismen im Kreditgeschäft - zusätzliche Steuerungs- und Überwachungsmaßnahmen eingeleitet. Beim Kundenkreditvolumen wird zur Vermeidung von Klumpenrisiken eine breite Streuung angestrebt. Dies gilt auch für mögliche Branchenkonzentrationen, die durch unser Limitsystem begrenzt werden. Aufgrund der regionalen Wirtschaftsstruktur und unserer geschäftspolitischen Ausrichtung entfallen we- sentliche Teile (ca. 22,6%) unseres Kreditvolumens auf das Grundstücks- und Wohnungswesen, das Baugewerbe und die Branche Groß- und Einzelhandel / Reparaturen. Aufgrund der breiten Streuung über das gesamte Geschäftsgebiet und die hohe Granularität innerhalb der drei größten Branchen sehen wir unter aktuellen Gesichtspunkten keine erhöhten Risiken. Weiterhin sind Risikobranchen definiert. Diese werden hinsichtlich des Gesamtportfolios besonders limi- tiert und die Neukreditvergabe sowohl im Neukunden- wie auch im Bestandskundengeschäft durch er- höhte Eingangsvoraussetzungen begrenzt. Die von wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen stark betroffenen Branchen bzw. Kreditnehmer wurden und werden hinsichtlich erhöhter Blankoanteile oder Ausfallrisiken besonders in den Fokus genommen. Ihr Anteil am Gesamtportfolio beträgt zum Jah- resende ca. 6,1%. Unsere Kreditgrößenklassenstruktur zeigt eine angemessene Verteilung auf. Die 20 größten Kreditneh- mer haben einen Anteil an den Kundenforderungen in Höhe von ca. 20%, welches sich auf verschiedene Branchen bzw. Wirtschaftszweige verteilt. Um die möglichen Kreditausfallrisiken zu beschränken, haben wir einen konservativen Sicherheitenansatz. Die Sicherheitenstruktur ist geprägt von Grundpfandrechten mit einem Anteil von 75,6%. Darüber hinaus haben wir bonitätsabhängige Kreditvergabelimite, welche sich an dem Blankoanteil orientieren. Mögliche Überschreitungen dieser internen Kreditvergabelimite werden regelmäßig im Kreditrisikobericht dargestellt. Zur weiteren Risikoabschirmung nutzen wir die ge- nossenschaftliche Plattform von VR Circle. Wertpapieranlagen Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen: Wertpapieranlagen Anlagevermögen Liquiditätsreserve Berichtsjahr TEUR 2015 TEUR Veränderung TEUR % 289.104 627.539 234.628 738.373 54.476 -110.834 23,2 -15,0 Das Jahr 2016 war geprägt von rückläufigen Risikoaufschlägen und fallenden Renditen im Rentenmarkt- segment. Die weiterhin expansive Notenbankpolitik und das Anleiherückkaufprogramm der EZB trugen zu einem weiteren Rückgang des allgemeinen Zinsniveaus bei. Insbesondere bedingt durch das marktzinsinduzierte Abschreiben von über pari erworbenen Wertpapie- ren weisen wir ein negatives Bewertungsergebnis für Wertpapiere aus. Weiterhin achten wir bei mögli- chen Wertpapierkäufen auf ein ausgeglichenes Risiko/Rendite-Profil. - 8 -
Unser Wertpapiervolumen in der Liquiditätsreserve reduzierte sich im abgelaufenen Jahr. Neuinvestitio- nen wurden vor dem Hintergrund der sehr niedrigen oder auch negativen Rendite sehr selektiv getätigt. Investitionen erfolgten zum Teil in alternativen Anlageformen, wie unserem Spezialfonds, welcher sich im Anlagevermögen befindet. Darüber hinaus erhöhten wir unsere Tagesgelder bei unserer Zentralbank. Der Bestand an verzinslichen Wertpapieren setzt sich zum Ende des Jahres hauptsächlich aus besicher- ten Emissionen von Kreditinstituten, Bundesländeranleihen, Pfandbriefen und in geringen Umfängen in unbesicherten Emissionen von Kreditinstituten zusammen. Nahezu alle unsere verzinslichen Wertpapie- re befinden sich im Investment Grade. Zur Optimierung eines ausgewogenen Asset-Liability- Managements auf Gesamtbankebene haben wir einen konservativen passiv gesteuerten Spezialfonds. Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen Von unseren Kunden werden im Kreditgeschäft weiterhin bevorzugt langfristige Zinsbindungen mit einer Festschreibungsdauer von 5 und 10 Jahren und zum Teil 15 Jahren nachgefragt. Die Risiken aus offe- nen Festzinspositionen werden regelmäßig analysiert und sind nach unserer Zinserwartung tragbar. In monatlichen Sitzungen unseres Anlageausschusses werden die Entwicklungen besprochen und bei Be- darf Sicherungsmaßnahmen beschlossen. Aufgrund unserer guten Eigenmittelausstattung ergab sich die Möglichkeit, diese Zinsänderungsrisiken bewusst einzugehen. Derivatgeschäfte Zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken haben wir Ende 2016 Zins-Swap-Geschäfte über 122 Mio. EUR im Bestand. In 2016 war ein Zins-Swap fällig (5 Mio. EUR) und ein Zins-Swap über 10 Mio. EUR mit kürzerer Restlaufzeit wurde aufgelöst. Hintergrund hierfür waren die Sondertilgungen in 2016, was zu einem Rückgang der abzusichernden Positionen führte. Im Gegenzug haben wir für neue längerfristige Kundenkredite 20 Mio. EUR zur Absicherung in Zins-Swaps abgeschlossen. Durch den Abschluss der Zins-Swaps reduzieren wir unser Zinsänderungsrisiko. Zinsänderungsrisiko Die Zinsentwicklung in 2016 war geprägt von einem weiteren Rückgang der Zinsen über alle Laufzeiten und einem volatilen Zinsumfeld. Die EZB beeinflusste durch ihre geldpolitischen Maßnahmen das allge- meine Zinsniveau. Ziel dieser Maßnahmen ist, die schwache Kreditvergabe im europäischen Wirt- schaftsraum anzukurbeln. Bedingt durch diese Schritte der EZB fielen im Laufe des Jahres über nahezu alle verzinslichen Anlageklassen die Renditen. Die Risikoaufschläge gingen weiter zurück, was auf das Ankaufprogramm der EZB in großen Teilen zurückzuführen ist. Unsere Kunden sind aufgrund des rück- läufigen Zinsniveaus weiterhin verhalten bei der Geldanlage in längere Laufzeiten. Dadurch ergaben sich im Passivbereich innerhalb der Laufzeitenklassen weitere Verschiebungen in kurze Anlageprodukte. Als größte Herausforderung stellt sich für uns die zukünftige Zinsentwicklung dar, insbesondere mit wel- cher Dynamik eine Veränderung der Zinsstruktur eintritt. Proberechnungen zeigen auf, dass schnell stei- gende Zinsen kurzfristig die Ergebnisse stärker negativ beeinflussen. Dem gegenüber wirken sich lang- sam steigende Zinsen positiv auf die zukünftigen Zinsergebnisse aus. Beteiligungsrisiko Im Rahmen von strategischen Beteiligungen halten wir Anteile und Aktien an verschiedenen Genossen- schaften und Aktiengesellschaften, welche dem genossenschaftlichen Verbund (ca. 95%) zugehörig sind. Im Sinne des genossenschaftlichen Gedankens halten wir den größten Anteil unserer Beteiligun- gen an unserer Zentralbank. Darüber hinaus haben wir kleinere Anteile an regionalen und überregiona- len genossenschaftlichen Institutionen. Die Überwachung der Risiken aus Beteiligungen erfolgt regelmä- ßig sowie im Rahmen der jährlichen Jahresabschlusserstellung. - 9 -
Währungsrisiko Die Bank unterhält in sehr geringen Umfängen Fremdwährungspositionen aufgrund der Disposition von Fremdwährungskonten unserer Kunden und Valutabuchungen durch Scheckeinreichungen. Das Fremd- währungsrisiko wird regelmäßig überwacht und reportet. Operationelle Risiken / Sonstige Risiken Unsere Bank hat sich auch auf operationelle Risiken (z.B. Betriebsrisiken im EDV-Bereich, Rechtsrisi- ken, Betrugs- und Diebstahlrisiken, allgemeine Geschäftsrisiken) einzustellen. Durch unser innerbetrieb- liches Überwachungssystem werden die operativen Risiken ermittelt und entsprechende Maßnahmen zu deren Begrenzung getroffen. Versicherbare Gefahrenpotenziale haben wir durch Versicherungsverträge in banküblichem Umfang abgedeckt. Innerhalb der Kreditgenossenschaft besteht ein Controllingprozess, in welchem alle entstandenen opera- tionellen Risiken gemeldet, erfasst und analysiert werden. Erkenntnisse daraus werden für präventive Maßnahmen genutzt. Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR Unsere Genossenschaft ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksban- ken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE bzw. BVR-ISG) angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Mit Inkrafttreten des Einlagensicherungsgesetzes (EinSiG) am 3. Juli 2015 ist die neue BVR Institutssi- cherung (BVR-ISG-Sicherungssystem), eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR- ISG), als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem neben die weiterhin bestehende Sicherungs- einrichtung des BVR (BVR-SE) getreten. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz im sogenannten dualen System parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig. Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG ist die Bank mit Wirkung vom 3. Juli 2015 dem BVR-ISG- Sicherungssystem beigetreten. 3. Finanz- und Liquiditätslage Die Zahlungsbereitschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Die im § 2 Abs. 1 der Liquiditätsverordnung (LiqV) definierte Liquiditätskennzahl bewegte sich zu jeder Zeit im zulässigen Rah- men. Zum Bilanzstichtag erreicht die Kennzahl 3,25. Dabei gilt die Liquidität als ausreichend, wenn der Wert „eins“ nicht unterschritten wird. Seit dem 1. Oktober 2015 ist zusätzlich die „Delegierte Verordnung (EU) 2015 / 61 der Kommission vom 10. Oktober 2014 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 575 / 2013 des Europäischen Parlaments und des Rates in Bezug auf die Liquiditätsanforderungen an Kreditinstitute" einzuhalten. Die Verordnung defi- niert eine kurzfristige Liquiditätsdeckungsquote (LCR). Die zum Jahresende geforderte Deckung von 70% wurde eingehalten. Die Kennzahl der Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG belief sich zum 31.12.2016 auf 96,8%. Ab dem Jahr 2017 erhöht sich die geforderte Deckungsquote auf 80%. In den nächsten Jahren ist mit einer wesentlichen Beeinträchtigung der Zahlungsbereitschaft aus heuti- ger Sicht nicht zu rechnen. - 10 -
4. Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: Erfolgskomponenten Zinsüberschuss 1) Provisionsüberschuss 2) Verwaltungsaufwendungen a) Personalaufwendungen b) andere Verwaltungs- aufwendungen Betriebsergebnis vor Bewertung 3) Bewertungsergebnis 4) Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit Steueraufwand Einstellungen in den Fonds für allgemeine Bankrisiken Jahresüberschuss Berichtsjahr TEUR 2015 TEUR Veränderung TEUR % 59.081 23.908 51.824 35.227 60.913 23.572 52.566 35.592 -1.832 336 -742 -365 16.596 16.975 -379 25.099 840 25.939 12.085 7.500 6.353 27.287 1.004 28.291 8.064 14.000 6.227 -2.188 -164 -2.352 4.021 -6.500 126 -3,0 1,4 -1,4 -1,0 -2,2 -8,0 -16,3 -8,3 49,9 -46,4 2,0 1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,17% (Vor- jahr 0,17%). Das unverändert niedrige Zinsniveau bestimmte das Zinsergebnis und führte zu einem sichtbaren Rück- gang. Neben den Belastungen durch negative Zinsen für kurzfristige Einlagen bei unserer Zentralbank war insbesondere das auslaufende Festzinsgeschäft bei den Kundenforderungen für diese Entwicklung verantwortlich. Prolongationen wurden zu wesentlich geringeren Konditionen und Neugeschäfte auf sehr niedrigem Zinsniveau abgeschlossen. Diese negativen Effekte konnten durch den Rückgang der Einla- genzinsen nur zu einem Teil aufgefangen werden. Zudem wurde durch das vorzeitige Schließen eines Zinsswaps das Zinsergebnis um weitere 1.079 TEUR belastet. Der Provisionsüberschuss konnte im Jahr 2016 durch ein gutes Wertpapierdienstleistungsgeschäft so- wie durch die Einführung neuer Depotpreismodelle gesteigert werden. Über unseren Planungen lagen auch die Erträge im Außenhandelsgeschäft und im Zahlungsverkehr. Dagegen stehen Rückgänge im Bereich der Vermittlungserträge und den Avalprovisionen. Die Verwaltungsaufwendungen konnten mittels unseres aktiven Kostenmanagements weiter gesenkt werden. Durch den Personalrückgang reduzierten sich auch die Personalkosten. Der Rückgang bei den Verwaltungskosten ist im Wesentlichen auf die Filialschließungen und deutlich geringere Instandhal- tungskosten zurückzuführen. Gegenüber der Planung wurden höhere Werbeaufwendungen durch gerin- gere Aufwendungen bei den Beratungs- und Gutachterkosten kompensiert. Das sonstige betriebliche Ergebnis (in der obigen Tabelle nicht dargestellt) ist durch außerordentliche Aufwendungen gekennzeichnet. Hervorzuheben sind hier die Aufwendungen aus der Bildung von Rück- stellungen für mögliche Rechtsrisiken aus Wertpapier- und Kreditgeschäften mit Kunden (1.577 TEUR) sowie eine außerplanmäßige Abschreibung über 2.409 TEUR auf eine bankeigene Immobilie infolge ei- ner voraussichtlich dauernden Wertminderung. Aus der Umstellung des Abzinsungszeitraums für Pensi- onsrückstellungen ergab sich dagegen ein positiver Effekt. - 11 -
Das Bewertungsergebnis ist positiv ausgeprägt. Während das Bewertungsergebnis Kredit durch das günstige wirtschaftliche Klima ein positives Ergebnis ausweist, ist das Ergebnis aus der Bewertung der bankeigenen Wertpapiere negativ, was insbesondere auf die vorgenommenen marktzinsinduzierten Ab- schreibungen von über pari erworbenen Wertpapieren zurückzuführen ist. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit ist daher leicht rückläufig. Unter Bezugnahme auf das BMF-Schreiben vom 11.11.2016 und der gleichwohl weiterhin noch offenen Auslegung der Finanzverwaltung wurden Rückstellungen für eventuelle Steuerrückforderungen aus Wertpapierleihegeschäften in Höhe von 4.600 TEUR gebildet, was den vergleichsweise hohen Steuer- aufwand verursacht hat. Das Ergebnis ermöglicht uns eine weitere Stärkung des Fonds für allgemeine Bankrisiken und der Rück- lagen. Der ausgewiesene Jahresüberschuss wird nach Zahlung einer attraktiven Dividende (inklusive ei- nes Jubiläumsbonus) an unsere Mitglieder - vorbehaltlich der Zustimmung durch die Vertreterversamm- lung - nahezu vollumfänglich für weitere Rücklagendotierungen verwendet. 5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage Auch das Geschäftsjahr 2016 ist gekennzeichnet durch eine gute Vermögens-, Finanz- und ordentliche Ertragslage. Bei den bilanziellen Kundenkrediten konnten wir auf Grund der unverändert hohen Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen und gewerblichen Finanzierungen einen deutlichen - über dem Verbandsdurch- schnitt liegenden - Zuwachs verzeichnen. Die bilanziellen Kundeneinlagen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr, wobei die täglich fälligen Einlagen bei allen Kundengruppen (Privat-, Gewerbe-, Großkunden und institutionellen Kunden) aufgrund der jederzeitigen Verfügbarkeit erneut bevorzugt wurden. Durch das historisch niedrige Zinsniveau und den unverändert hohen Wettbewerb kam es im Geschäfts- jahr zu einer weiteren Einengung der Margen. Der Zinsüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr ne- gativ entwickelt, bewegt sich aber innerhalb unserer Planungen. Der Provisionsüberschuss konnte gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht gesteigert werden. Die Personalaufwendungen sowie die anderen Verwaltungsaufwendungen bewegten sich unter dem Vorjahr und unter unseren Planwerten. Ausschlaggebend für die geringeren Kosten waren im Personal- bereich natürliche Fluktuationen sowie bei den Verwaltungsaufwendungen niedrigere Instandhaltungsko- sten. Mit der Entwicklung der laufenden Verwaltungsaufwendungen sind wir zufrieden. Dennoch sehen wir hier noch weiteres Einsparpotenzial. Das Betriebsergebnis vor Bewertung verringerte sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere durch den Rückgang des Zinsüberschusses und einer außerordentlichen Abschreibung auf eine bankeigene Immo- bilie. Eine nochmalige Senkung konnten wir bei den Bewertungsaufwendungen im Kreditgeschäft erreichen. Per saldo entstanden keine Belastungen, die Bewertung fiel damit in 2016 deutlich positiv aus. Sie lag erheblich besser als unser Planwert. Bei dem Bewertungsergebnis Wertpapiere ergab sich im Gegen- satz zum Vorjahr ein negatives Ergebnis, insbesondere durch die vorgenommenen marktzinsinduzierten Über-Pari-Abschreibungen. Die Ertragslage des Jahres 2016 ist durch außerordentliche Faktoren bela- stet. Für alle erkennbaren Risiken wurde in ausreichendem Umfang Vorsorge getroffen. Für latente Risiken stehen weitreichende Vorsorgereserven zur Verfügung. Die aufsichtsrechtlichen Regelungen zur Risiko- begrenzung wurden sowohl quantitativ als auch qualitativ eingehalten. Die Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG ist aufgrund einer geordneten Vermögenslage und ei- ner ausgewogenen Bilanzstruktur in der Lage, zu erwartende Verringerungen in den Konditionsmargen und damit im Zinsergebnis aufzufangen. Die ordentliche Ertragslage sichert, neben der Zahlung einer - 12 -
attraktiven Dividende, eine angemessene Stärkung des Eigenkapitals. III. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) sowie Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Erneut kann die genossenschaftliche Finanzgruppe auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Überdurch- schnittliche Wachstumsraten zeigen einmal mehr, dass es den Kreditgenossenschaften gelungen ist, das Vertrauen der Kunden weiter zu stärken und diese mit ihren Leistungen zu überzeugen. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Großwetterlage scheint es angebracht, einen Blick auf die über- geordneten Rahmenbedingungen zu werfen. Gesellschafts-, wirtschafts-, ordnungs-, wettbewerbs- und damit geschäftspolitische Rahmenbedingungen sind dynamische Entwicklungsprozesse, die letztlich Auswirkungen auf das Bankgeschäft haben und die Planungssicherheit reduzieren können. In vielen Bereichen stehen die Zeichen auf Wandel. Neben den engen regulatorischen Rahmenbedin- gungen ist es insbesondere die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die das Geschäft aller Banken im Kern angreift. Gerade Institute – wie Genossenschaftsbanken – mit einem starken Einla- genüberhang, für den mittlerweile bei der EZB ein Negativzins bezahlt werden muss, werden zu struktu- rellen Veränderungen gezwungen. Das genossenschaftliche Geschäftsmodell ist an den schwierigen Rahmenbedingungen auszurichten und es sind Lösungen dafür zu finden, wie mit den absehbaren Er- tragseinbußen umzugehen ist. Neben Möglichkeiten zur Ertragssteigerung bzw. –stabilisierung über den Markt gilt es, entsprechende Kostensenkungspotenziale zu heben sowie die Produktivität und Effizienz unserer Genossenschaftsbank zu erhöhen. Das schließt auch das Thema „Personal“ mit ein. So sind Qualifikationen und Kapazitäten in der Bank in der Form vorzuhalten, wie sie zur Abdeckung der sich durch die rasch fortschreitende Digita- lisierung der Gesellschaft verändernden Kundenbedarfe und zur Sicherstellung des wirtschaftlichen Er- folgs benötigt werden. Wir sehen für die beiden kommenden Jahre eine verhaltene Entwicklung, die nicht frei von Risiken ist. Die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands dürfte im Jahr 2017 weiter positiv bleiben. Zentraler Motor des Wirtschaftswachstums in Deutschland werden weiterhin die privaten Konsumausgaben sein. Von den Investitionen und vom Außenhandel werden hingegen insgesamt nur wenige Impulse erwartet. Die Weltkonjunktur nimmt an Fahrt auf. Im Euroraum wird sich das Brexit-Votum aufgrund der großen Unsicherheit über die künftigen Beziehungen zwischen beiden Wirtschaftsräumen dämpfend auf den Au- ßenhandel und die Investitionen auswirken. Im Euroraum wird sich dennoch die konjunkturelle Erholung fortsetzen. Ungeachtet der erwarteten Belebung der Weltkonjunktur dürfte der grenzüberschreitende Handel das Wirtschaftswachstum Deutschlands 2017 insgesamt dämpfen. Die Ausrüstungsinvestitionen werden 2017 erneut steigen, die Investitionsdynamik jedoch im Vergleich zu früheren Konjunkturzyklen weiterhin verhalten bleiben. Die Bauinvestitionen werden angesichts der nach wie vor ausgesprochen günstigen Finanzierungsbedin- gungen, der zunehmenden öffentlichen Infrastrukturausgaben und der hohen Nachfrage nach Wohn- raum erneut zulegen. Die niedrigen Zinsen vermindern weiterhin die Sparanreize und lenken die Einkom- men tendenziell in Konsumausgaben um. Gleichzeitig machen sie aber höhere Sparanstrengungen er- forderlich, damit die Zukunftsvorsorge trotz des wegfallenden Zinseszinseffekts erreicht werden kann. Für 2017 wird daher eine unveränderte Sparquote von 9,7% erwartet. Der allgemeine Preisauftrieb wird sich in 2017 voraussichtlich spürbar verstärken. Die solide Grundverfassung des Arbeitsmarkts wird 2017 voraussichtlich erhalten bleiben. Vor dem Hintergrund der genannten Rahmenbedingungen ist unser übergeordnetes und langfristiges Ziel die Sicherstellung der Zukunftsfähigkeit unserer Genossenschaftsbank. Als Volksbank, die ihren Mitgliedern gehört, legen wir besonderen Wert auf eine qualitativ hochwertige Beratung und zwar in allen Bedarfsfeldern unserer Mitglieder und Kunden. Unseren Marktanteil wollen wir dadurch weiter ausbauen. Das Wachstum im Kundenkreditgeschäft wird sich stabilisierend auf den Zinsüberschuss als wichtigste - 13 -
Ertragskomponente auswirken. Künftig geht es noch stärker um die systematische Erschließung des Privat- und Firmenkreditgeschäftes und die Nutzung von Produkt- und Dienstleistungsangeboten der ge- nossenschaftlichen Finanzgruppe. Zunehmende Bedeutung wird die Stärkung des Beratungs- und Dienstleistungsgeschäftes für die Abfederung des zu erwartenden Ergebnisrückgangs aufgrund der lang andauernden und extremen Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) gewinnen. Die Kundenerwartungen werden wir durch attraktive digitale Angebote erfüllen. Wir möchten alle potenzi- ellen Onlinekunden aktiv mit Online- und App-Zugang versehen. Gleichzeitig schaffen wir die Grundlage für die digitale Kommunikation mit den Kunden und werden Innovationen konsequent umsetzen und ver- markten. Auf den weiterhin starken Rückgang der Kundenfrequenzen haben wir mit der Anpassung der Öffnungs- zeiten in acht mittelgroßen Filialen reagiert. Zukünftig bleiben wir mit 37 Geschäftsstellen gut für unsere Kunden erreichbar. Die Filiale bleibt für uns der wichtigste Kommunikationsweg zu unseren Kunden. Auch im Jubiläumsjahr und darüber hinaus setzen wir auf Nachhaltigkeit in den Handlungsfeldern Ar- beitsplatz, Umwelt, Markt und Gemeinwesen. Mit unserem Fonds „Nachhaltigkeit“ dokumentieren wir dies in eindrucksvoller Form. Aber auch in den anderen Feldern arbeiten wir nach dem Grundsatz, dass wir heute so wirtschaften, dass auch zukünftige Generationen Zeit haben sich zu entwickeln. Dabei ach- ten wir auf die Sicherstellung des langfristigen Unternehmenserfolges. Kundenorientierung und Vertrauenswürdigkeit stehen an erster Stelle unserer nachhaltig ausgerichteten Geschäftspolitik. Das angestrebte Wachstum im Kreditgeschäft und bei den Kundengeldern (Einlagen und Wertpapiere) dient der Stabilisierung der Erträge aus dem Zinsgeschäft. Treiber des Marktwachstums bei den Privatkundenkrediten sind die soliden Einkommenszuwächse der privaten Haushalte. Das geplante Wachstum in diesem Segment führen wir im Wesentlichen auf das Im- mobilienkreditgeschäft zurück. Das Wachstum der Firmenkundenkredite wird im Fahrwasser der robu- sten deutschen Konjunktur und des attraktiven Geschäftsgebietes im Rhein-Neckar-Raum / Metropolre- gion weiter zunehmen. Den Fokus legen wir weiterhin auf qualitativ gutes Geschäft in guten Ratingklas- sen. Unter Beibehaltung unserer risikoorientierten Kreditpolitik planen wir ein Wachstum für das Jahr 2017 von 4,6% und für 2018 von 3,0%. Zur Stabilisierung der rückläufigen Erträge aus dem Zinsgeschäft streben wir ein ausgewogenes Wachs- tum bei den Kundeneinlagen und im Wertpapier- und Verbundgeschäft an. Allerdings planen wir dabei das klassische Einlagenvolumen mit -3,2% (2017) und -0,5% (2018) zu Gunsten des attraktiveren Wert- papierdienstleistungsgeschäftes sowie der erforderlichen Zukunftsvorsorge unserer Kunden. Insgesamt planen wir für die Gesamtposition Kundeneinlagen und Wertpapiere jeweils 3,0% für 2017 und 2018. Im Berichtsjahr liegt das Zinsergebnis unter dem Vorjahresniveau. Trotz der geplanten Volumenzuwäch- se im Kundengeschäft erwarten wir für 2017 einen leichten Rückgang beim Zinsergebnis. Aufgrund un- serer Wachstumsprämissen und eines auslaufenden Offenmarktgeschäftes rechnen wir 2018 mit einem im Vergleich zu 2016 gleichbleibenden Ergebnis. Sowohl die unterstellte Zinsstruktur, aber auch der Druck auf die Marge sind ursächlich für diese Entwicklung. Für das Jahr 2017 rechnen wir mit einem moderaten Anstieg der Zinssätze über alle Laufzeitenbänder, wobei wir im langfristigen Laufzeitenbereich einen etwas höheren Anstieg erwarten. Wir nutzen die aktu- elle Steilheit der Zinsstrukturkurve, um Fristentransformationsbeiträge im Zinsgeschäft zu generieren. Unser Zinsrisikosteuerungssystem erlaubt uns eine qualifizierte Beurteilung des Zinsänderungsrisikos. Wir unterstellen bei der Szenariobetrachtung über die künftige Zinsentwicklung neben unserer eigenen Markteinschätzung auch die Zinsszenarien des DGRV. Diese berücksichtigen Veränderungen der Zinsstrukturkurve sowohl ad hoc als auch auf Sicht von einem Jahr und für die Folgejahre. In den Risi- koszenarien ergibt sich in der Simulation für 2017 zwischen dem schlechtesten und günstigsten Zinsent- wicklungsszenario eine Zinsergebnisspreizung von ca. 2,2 Mio. EUR. In den Folgejahren erhöht sich die Zinsergebnisspreizung auf ca. 3,6 Mio. EUR. Wir sind uns der möglichen Auswirkungen bewusst und be- obachten die Entwicklung des Zinsergebnisses sehr genau. Ergänzend hierzu führen wir Stressszenariobetrachtungen durch, um eine Sensibilisierung für den Kri- senfall zu erhalten. Das Provisionsergebnis, insbesondere das Wertpapierdienstleistungsgeschäft, möchten wir nachhaltig - 14 -
und verstärkt ausbauen. Die genossenschaftlichen Verbundpartner unterstützen uns durch leistungsstar- ke Angebote. Im Verbundgeschäft planen wir für die nächsten beiden Jahre einen Wachstumspfad von 5,0% bis 7,0% und damit ambitionierte Zielgrößen. Im Wertpapierdienstleistungsgeschäft setzen wir vor dem Hintergrund des aktuellen Zinsumfeldes mit einem geplanten Wachstum von ca. 10,0% für die bei- den nächsten Jahre Impulse für zusätzliche Ertragschancen der Kunden und deren Aufbau einer ent- sprechenden Altersvorsorge. Vor dem Hintergrund der beschriebenen Entwicklungen ist die Optimierung von Betriebsabläufen und ei- ne konsequente Kostenreduktion gefragt. Wir gehen von unveränderten absoluten Personalkosten in den kommenden beiden Jahren aus. Die natürliche Fluktuation und entsprechende Altersteilzeitprogram- me unterstützen dieses Vorhaben. Etwas höhere Aufwendungen planen wir im Bereich der anderen Ver- waltungsaufwendungen, insbesondere durch Investitionskosten sowie im Jahr 2017 entstehende Kosten zum 150-jährigen Jubiläum der Bank. Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen planen wir für 2017 ein leicht rückläufiges Ergebnis vor Bewertung, welches sich in 2018 auf das Niveau des Jahres 2016 wieder verbessert. Besondere Risiken der künftigen Entwicklung, insbesondere im Kreditbereich sowie aus unvorhersehba- ren Zins- und Kursveränderungen, sehen wir auf Basis der von uns erstellten Prognosen und Berech- nungen derzeit nicht. Chancen für die weitere Entwicklung sehen wir in einer Ausweitung des Kreditgeschäftes bei niedrigen Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie in Steigerungen unseres Provisionsergebnisses speziell im Wertpa- pierdienstleistungsgeschäft. Aufgrund der beschriebenen Rahmenbedingungen und des damit verbundenen Risikos für die Wirt- schaft und die Finanzmärkte rechnen wir in den nächsten beiden Jahren mit Aufwendungen beim Bewer- tungsergebnis, das leicht über dem Planniveau des Vorjahres liegt. Insbesondere im Kreditgeschäft er- höhen wir den Planwert um 5% für 2017 bzw. 10% für 2018. Chancen für eine bessere Ertragslage se- hen wir dann, wenn die Wirtschaftsentwicklung noch deutlich freundlicher ausfällt, als im erwarteten Konjunkturszenario unterstellt. Weiterhin niedrige Zinsen am kurzen Ende bei gleichzeitig steilerer Zinsstruktur könnten sich ebenfalls positiv auf die Ertragslage auswirken. Risiken für die Ertragslage bestehen dann, wenn es innerhalb des Euroraums nicht gelingt, die Staatshaushalte nachhaltig zu stabilisieren bzw. die Sparbemühungen dazu führen, dass sich diese negativ auf die konjunkturelle Entwicklung auswirken. Deutlich steigende Zinsen und eine Verflachung der Zinsstrukturkurve würden sich negativ auswirken. Durch eine weiterhin enge Betreuung der institutionellen Kunden und Großkunden wollen wir unsere Kundenbestände sichern und Risiken für die Ertragslage entgegenwirken. Wir sehen gute Chancen, die- ses Geschäftsfeld erfolgreich zu intensivieren und auszubauen. Zentrale Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit unserer Bank ist ein ausreichendes Eigenkapital. Auch für die beiden kommenden Jahre planen wir eine Stärkung des Eigenkapitals durch eine kontinuierliche, dem Geschäftswachstum angemessene, Rücklagenbildung. Durch die erwartete Eigenkapitalzuführung wird die erforderliche Eigenkapitalausstattung zur Erfüllung der verschärften gesetzlichen und aufsichts- rechtlichen Anforderungen gewährleistet. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie unsere gute Risikotragfähigkeit ermöglicht es uns auch künftig, Ertragschancen für die Bank, ihre Mitglieder und Kunden zu nutzen sowie die regionale Kredit- vergabe zu gewährleisten. Bestandsgefährdende Risiken und Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hätten, sind nicht erkennbar. IV. Zweigniederlassungen Die Genossenschaft unterhält keine Zweigniederlassungen nach § 289 Abs. 2 Nr. 4 HGB. - 15 -
V. Erklärung zur Unternehmensführung Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft Die Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim fördert im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten den Einsatz von qualifizierten Frauen in Führungspositionen. Der Vorstand legte im Jahr 2015 gemäß § 9 Abs. 3 GenG für die Besetzung der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstandes mit Frauen Zielgrößen – im Bezugszeitraum bis einschließlich 30.06.2017 – von jeweils rund 7% fest. Eine Veränderung der Zielgrößen erfolgte für 2016 nicht. Die erste Führungsebene unterhalb des Vorstandes besteht nach wie vor aus 14 Bereichsleitungen, die jeweils größtenteils mit Prokura ausgestattet sind und die erweiterte Geschäftsleitung darstellen – der Frauenanteil liegt im Berichtsjahr unverändert bei rund 7%. Die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstandes besteht aus 40 Führungskräften. Diese verantworten die Fachabteilungen der Bank sowie Organisationseinheiten im Privat- und Firmenkunden- geschäft und sind i.d.R. mit Handlungsvollmacht ausgestattet. Die Frauenquote dieser Führungsebene beträgt zum Jahresende rund 12%. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 9 Abs. 4 GenG für die Besetzung des Vorstands mit Frauen eine Zielgröße von 0% festgelegt. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 9 Abs. 4 GenG für die Besetzung des Aufsichtsrats mit Frauen eine Ziel- größe von 20 % festgelegt. Die festgelegten Zielgrößen entsprechen den erwarteten Möglichkeiten zur Besetzung des Aufsichtsrats mit Frauen. Die festgelegten Zielgrößen sind maßgeblich für den Zeitraum bis einschließlich 30.06.2017 (Bezugszeit- raum) und entsprechen dem status quo. Wiesloch, 27. März 2017 Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim eG Der Vorstand: Böhler Geier Bieler Rupp Zander - 16 -