Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20R%2027/12
Timestamp: 2020-02-26 02:11:34
Document Index: 373390945

Matched Legal Cases: ['Art. 63', '§ 2', '§ 20', '§ 6', '§ 5', '§ 5', 'Art. 64', '§ 126', '§ 20', '§ 2', '§ 20', '§ 22', '§ 5', '§ 2', '§ 6', '§ 11', 'Art. 63', '§ 5', '§ 20', '§ 2', 'Art. 2', '§ 18', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 1', 'Art. 100', 'Art. 3', 'Art. 14', '§ 143', 'Art 63', 'Art 64', '§ 2', '§ 5', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 20', '§ 6', '§ 5', '§ 5', '§ 162', '§ 5', '§ 6', '§ 6']

BFH, 17.11.2015 - VIII R 27/12 - dejure.org
https://dejure.org/2015,44478
BFH, 17.11.2015 - VIII R 27/12 (https://dejure.org/2015,44478)
BFH, Entscheidung vom 17.11.2015 - VIII R 27/12 (https://dejure.org/2015,44478)
BFH, Entscheidung vom 17. November 2015 - VIII R 27/12 (https://dejure.org/2015,44478)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2015,44478) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
AEUV Art. 63, 64; InvStG §§ 2, 5 und 6; EStG § 20 Abs. 1 Nr. 1
EAEUV, InvStG, EStG
§ 6 des Investmentsteuergesetzes, § 5 InvStG, § ... 6 InvStG, § 5 Abs. 1 InvStG, Art. 64 Abs. 1 AEUV, § 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung, § 20 Abs. 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG), § 2 Abs. 1 Satz 1 1. Halbsatz InvStG, § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG, § 22 Nr. 5 EStG, § 5 Abs. 1 Satz 1 InvStG, §§ 2, 4 InvStG, § 6 Satz 3 InvStG, § 11 Abs. 1 EStG, Art. 63 AEUV, § 5 Abs. 1 Sätze 1 und 2 InvStG, § 20 Abs. 1 EStG, §§ 2 Abs. 1 Satz 1 1. Halbsatz, 6 InvStG, Art. 2 des Investmentmodernisierungsgesetzes, § 18 Abs. 1 InvStG, § 5 Abs. 1 Satz 2 InvStG, § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 InvStG, § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 InvStG, § 5 Abs. 1 Nr. 3 InvStG, Richtlinie 77/799/EWG, § 6 Satz 1 2. Halbsatz InvStG, § 1 Abs. 3 Satz 2 InvStG, Art. 100 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG), Art. 3 Abs. 1 GG, Art. 14 Abs. 1 GG, § 143 Abs. 2 FGO
Art 63 AEUV, Art 64 Abs 1 AEUV, § 2 Abs 1 InvStG, § 5 Abs 1 InvStG, § 6 InvStG
Zur Vereinbarkeit der Pauschalbesteuerung gem. § 6 InvStG mit dem Unionsrecht
Keine pauschale Kapitalertragsermittlung bei Anteilseignern ausländischer Fonds bei Nachweis der Besteuerung im Ausland
Pauschalbesteuerung nach § 6 InvStG bei Investmentfonds mit Sitz in Drittstaaten
Kurznachricht zu "BFH hebt Entscheidung des FG zur Pauschalbesteuerung von "intransparenten Fonds" auf - Anmerkung zum Urteil des BFH vom 17.11.2015" von RA/StB/WP Dr. Christoph Regierer und RA/StB Bernd Schult und RA Dr. Moritz Mühling, original erschienen in: IStR 2016 ...
Kurznachricht zu "Nachweis von Besteuerungsgrundlagen zur Vermeidung der Pauschalbesteuerung auch bei Investmentfonds aus Drittstaaten - Anmerkung zum Urteil des BFH vom 17.11.2015" von StB/FBIStR Patrick Faller, M.I.Tax und RA Christian Mundel, original erschienen in: ...
BFHE 252, 112
BB 2016, 550
Sie sind jedoch im Hinblick auf die Beschränkung der Kapitalverkehrsfreiheit bei der --pauschalen, ohne Nachweismöglichkeiten erfolgenden-- Besteuerung von Ausschüttungen eines in einem Drittstaat ansässigen Rechtssubjekts eindeutig und entsprechend anwendbar (vgl. Senatsurteil vom 17. November 2015 VIII R 27/12, BFHE 252, 112, BStBl II 2016, 539).
Eine solche Beschränkung bestand bezüglich der Einlagenrückgewähr durch eine in einem Drittstaat ansässige Kapitalgesellschaft nach dem Senatsurteil in BFHE 252, 112, BStBl II 2016, 539 am 31. Dezember 1993 jedoch nicht, so dass offen bleiben kann, ob der Anwendungsbereich der Stillhalteklausel im vorliegenden Fall überhaupt eröffnet ist.
Der nach dem DBA-USA abkommensrechtlich bestehende Auskunftsanspruch gegenüber der US-amerikanischen Finanzverwaltung bietet der deutschen Finanzverwaltung eine ausreichende Verifikationsmöglichkeit, um Angaben der Steuerpflichtigen zu den Voraussetzungen des Vorliegens einer nicht steuerbaren Einlagenrückgewähr i.S. des § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG überprüfen zu können (s. hierzu Senatsurteil in BFHE 252, 112, BStBl II 2016, 539).
Dies kann aber nicht so verstanden werden, als habe sich der Gesetzgeber bei Privatanlegern die erkennbar auch bei intransparenten Fonds gewollte Steuerbarkeit der nach § 6 InvStG ermittelten Kapitalerträge durch ein Redaktionsversehen "selbst aus der Hand geschlagen", wenn der Fonds die Verpflichtungen aus § 5 InvStG nicht erfüllt (Senatsurteil vom 17. November 2015 - VIII R 27/12, BFHE 252, 112, BStBl II 2016, 539, Rz 21).
Soweit der Senat in seiner Entscheidung in BFHE 252, 112, BStBl II 2016, 539 eine Schätzung der Besteuerungsgrundlagen des § 5 InvStG nach § 162 AO dem Grunde nach für möglich gehalten hat, ergibt sich hieraus für den Streitfall nichts anderes.
Zum anderen hat der Senat die Möglichkeit einer Schätzung der Besteuerungsgrundlagen allenfalls in einem sehr engen Rahmen und lediglich zur Beseitigung von Unklarheiten geringen Umfangs bejaht (Senatsurteil in BFHE 252, 112, BStBl II 2016, 539, Rz 51).
Auf diese Entscheidung und auf das zeitlich nachfolgende Urteil des BFH vom 17.11.2015 VIII R 27/12, Bundessteuerblatt (BStBl) II 2016, 539, in einer gleichgelagerten Sache, wird verwiesen und Bezug genommen.
Der Einleitungssatz in § 5 Abs. 1 Satz 1 InvStG kann danach nicht so verstanden werden, als habe sich der Gesetzgeber die erkennbar auch bei "intransparenten" Fonds gewollte Steuerbarkeit (für die Pauschalbesteuerung in § 6 InvStG) "selbst aus der Hand geschlagen" (ebenso BFH-Urteil vom 17.11.2015 VIII R 27/12, BStBl II 2016, 539).
b) Hierzu hat der BFH in seinem Urteil vom 17.11.2015 VIII R 27/12 a. a. O. weiter ausgeführt, dass § 6 InvStG über das hinausgehe, was erforderlich sei, um die Wirksamkeit der steuerlichen Kontrolle zu gewährleisten.
Diese Regelung gilt für sämtliche Anleger von Investmentfonds und damit auch für Privatanleger (Senatsurteil vom 17. November 2015 VIII R 27/12, BFHE 252, 112, BStBl II 2016, 539).
Diese Regelung gilt für sämtliche Anleger von Investmentfonds und damit auch für Privatanleger (Senatsurteile vom 17. November 2015 - VIII R 27/12, BFHE 252, 112, BStBl II 2016, 539; in BFHE 258, 421, BStBl II 2017, 1144).