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Timestamp: 2019-10-24 01:30:34
Document Index: 306296998

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 10', '§ 13', '§ 2', '§ 1', '§ 41', '§ 21', '§ 1', '§ 41', '§ 58', '§ 1', '§ 41', '§ 70', '§ 19', '§ 10', '§ 10', '§ 41', '§ 124', '§ 124', '§ 15', '§ 17', '§ 67', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 4', '§ 35', '§ 35', '§ 36', '§ 117', '§ 76', '§ 117', '§ 76', '§ 39', '§ 44', '§ 12', '§ 12', '§ 80', '§ 80', '§ 88', '§ 36', '§ 6', '§ 5', '§ 5', '§ 34', '§ 34', '§ 35', '§ 3', '§ 5', '§ 5', '§ 15', '§ 17', 'Art 1', '§ 3', '§ 19', '§ 6', '§ 4', '§ 19', '§ 14', '§ 22', '§ 34', '§19', '§6', '§4', '§19', '§14', '§22', '§34', '§ 5', '§ 17', '§ 48', '§5', '§17', '§48', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§18', '§ 2', '§ 1', '§ 2', '§ 4', '§ 5', '§1', '§5', '§ 3', '§ 6', '§ 12', '§3', '§ 75', '§ 15', '§ 15', '§15', '§13', '§ 2', '§ 2', '§ 1', '§ 22', '§ 24', '§ 25', '§2', '§22', '§24', '§25', 'Art. 3', '§ 1', '§ 2', 'Art. 9', '§ 15', '§ 14', '§ 15', '§ 44', '§ 44', '§ 45', 'Art 10', 'Art 11', 'Art 4', 'Art 4', 'Art 9', '§2', '§14', '§15', '§44']

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Umweltrecht - Immissionsschutz Genehmigungsrecht Bodenschutz
12 MS 34/19
Kommunalklage gegen immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Behandlung und Lagerung von Abfällen, die bei der Erdgasförderung angefallen sind, auf dem Betriebsgelände des Förderbetriebs
1. Zu den Anforderungen an eine Abfallentsorgungsanlage i. S. d. § 1 Nr. 4a UVP-V Bergbau und an ein Vorhaben i. S. d. § 2 Abs. 2 UVPG a. F..
2. Zur Abgrenzung der Regelungskompetenzen der Immissionsschutz- und der Bergbehörde bei der Genehmigung für die Behandlung und Lagerung von Abfällen auf dem Betriebsgelände eines Erdgasförderbetriebs.
3. Zum Koordinierungsgebot nach § 10 Abs. 5 Satz 2 BImSchG insoweit.
4. Zum fehlenden materiellen Vollzugsinteresse bei einer aufschiebend bedingt erteilten Genehmigung.
5. Zur notwendigen Beteiligung des Trägers des Brandschutzes bei der Genehmigung der o.a. Anlage als Störfallbetrieb.
BImSchG § 13
UVPG, UVPBergbV § 2
Aktenzeichen: 12MS34/19 Paragraphen: Datum: 2019-08-09
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Bau- und Bodenrecht Umweltrecht - Immissionsschutz Windernergieanlagen Baugenehmigungsrecht
1 B 439/18
Auslegung, Zustellung
1. Die Bekanntgabe des Genehmigungsbescheids vom 12. Dezember 2016 erfolgte auf Antrag der Beigeladenen im Weg der öffentlichen Bekanntmachung im Amtsblatt des Antragsgegners am 3. Februar 2017 (§ 1 SächsVwVfZG i. V. m. § 41 Abs. 3 Satz 1 VwVfG). Der Bescheid galt danach mit dem Ende der Auslegungsfrist von zwei Wochen am 17. Februar 2017 als zugestellt.
2. Hingewiesen wurde dabei nicht nur auf den Auslegungszeitraum vom 4. Februar 2017 bis zum 17. Februar 2017, die bewirkte Zustellung mit dem Ende der Auslegungsfrist, sondern auch auf den Ort der Einsichtnahme (§ 21a Abs. 1 Satz 3 9. BIMSchV, § 1 SächsVwVfZG i. V. m. § 41 Abs. 4 Satz 3 VwVfG). Ferner war dem Genehmigungsbescheid eine zutreffende Rechtsbehelfsbelehrung (§ 58 Abs. 1 VwGO) beigefügt, auf die auch im Rahmen der öffentlichen Bekanntmachung hingewiesen wurde. Die Voraussetzungen für den Eintritt der Fiktion der Bekanntgabe gem. § 1 SächsVwVfZG i. V. m. § 41 Abs. 4 Satz 1 und Satz 3 VwVfG wurden damit erfüllt.
VwGO § 70 Abs 1
BImSchG § 19, § 10 Abs 7, § 10 Abs 8
VwVfG § 41 Abs 3 S 1
Aktenzeichen: 1B439/18 Paragraphen: Datum: 2019-08-08
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Bau- und Bodenrecht Umweltrecht - Landwirtschaft Immissionsschutz
11 N 35.15
Nachträgliche Anordnung; Geruchsimmissionen; Ferkelzuchtanlage; Schweinemast durch die LPG; besondere Situation in der vormaligen DDR; unwesentliche Änderung; altangezeigte Anlage; übergeleitete Anlage; Straßendorf; Wohnbebauung; Schicksalsgemeinschaft; relative Häufigkeit von Geruchsstunden; Immissionswert; Bildung eines Zwischenwertes; Außenbereich; Innenbereich; Dorfgebiet; Wohn-/ Mischgebiet; arithmetisches Mittel; Einzelfallbetrachtung
VwGO § 124 Abs 2, § 124a Abs 4
BImSchG § 15 Abs 1, § 17 Abs 1 S 2, § 67 Abs 2
Aktenzeichen: 11N35.15 Paragraphen: Datum: 2019-04-05
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10 S 1817/18
1. Auf Antrag des Genehmigungsantragstellers kann auch ein im vereinfachten Verfahren erteilter immissionsschutzrechtlicher Genehmigungsbescheid öffentlich bekannt gemacht werden.
2. Eine solche öffentliche Bekanntmachung löst nach allgemeinem Verwaltungsverfahrensrecht eine Bekanntgabefiktion aus und setzt damit den regulären Lauf der Widerspruchsfrist in Gang.
Aktenzeichen: 10S1817/18 Paragraphen: Datum: 2019-03-07
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10 S 2025/18
1. Die auf Antrag des Genehmigungsantragstellers erfolgte öffentliche Bekanntmachung eines im vereinfachten Verfahren erteilten immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsbescheids löst nach allgemeinem Verwaltungsverfahrensrecht eine Bekanntgabefiktion aus und setzt damit den regulären Lauf der Widerspruchsfrist in Gang.
2. Für den notwendigen Hinweis auf mit dem Genehmigungsbescheid verbundene Auflagen und sonstige Nebenbestimmungen in der öffentlichen Bekanntmachung bedarf es keiner - auch stichwortartigen - Angaben zu deren Inhalt oder Gegenstand.
3. Erfolgen amtliche Veröffentlichungen nach der Organisationsentscheidung der Genehmigungsbehörde ausschließlich im Internet, ist der Anstoßfunktion der öffentlichen Bekanntmachung jedenfalls dann Genüge getan, wenn daneben in örtlich verbreiteten Tageszeitungen auf die Internetveröffentlichung lediglich hingewiesen wird.
Aktenzeichen: 10S2025/18 Paragraphen: Datum: 2019-03-07
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11 S 10.18
Immissionsschutzrechtliche Genehmigung für zwei Windkraftanlagen; Errichtung am Rand eines bestehenden Industriegebiets; Umweltrechtsbehelf; vorläufiger Rechtsschutz; Antragsbefugnis; Interessenabwägung; summarische Vorausbeurteilung der Erfolgsaussichten des Rechtsbehelfs in der Hauptsache; Prüfungsdichte; artenschutzrechtliche Zugriffsverbote; Tötungsverbot; signifikant erhöhtes Tötungsrisiko; Schwarzstorch; Tierökologische Abstandskriterien; TAK; Unterschreitung des Schutzbereichs; naturschutzfachliche Einschätzungsprärogative; Wechselhorst; Lage der Nahrungshabitate; Kranich; Rotmilan; UVP-Pflicht; allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls; nachträgliche Kumulation mit bestehender Windfarm; Belange der Raumordnung; Errichtung der Windkraftanlagen außerhalb der regionalplanerisch festgesetzten Windeignungsgebiete; Bebauungsplan zur Erweiterung des bestehenden Industriegebietes; Errichtung der Windkraftanlagen im Bereich des Bebauungsplans; Wirksamkeit des Bebauungsplans
UmwRG § 1 Abs 1 S 1 Nr 1, § 1 Abs 1 S 1 Nr 2, § 1 Abs 1 S 1 Nr 5, § 2, § 4 Abs 1 S 1 Nr 1
Aktenzeichen: 11S10.18 Paragraphen: Datum: 2018-08-22
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11 S 4.18
Genehmigung von Windkraftanlagen; Ersetzung gemeindlichen Einvernehmens; Belange des Naturschutzes; Schlaggefahr für Schreiadler; Schreiadlerhorst im 3.000-Schutzbereich streitig; Beweisaufnahme im Widerspruchsverfahren; Löschwasserversorgung; Teilstattgabe
BauGB § 35 Abs 2, § 35 Abs 3 S 1 Nr 5, § 36 Abs 1 S 2 Halbs 1
Aktenzeichen: 11S4.18 Paragraphen: Datum: 2018-07-25
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Umweltrecht - Immissionsschutz Verjährung
1 Bf 63/14.Z
1. § 117 BinSchG verdrängt nicht als lex specialis die landesrechtlichen Verjährungsvorschriften für die Geltendmachung originär dem öffentlichen Recht zuzuordnender Ansprüche auf Kostenerstattung einer Ersatzvornahme nach den Vorschriften des Hamburgischen Verwaltungsvollstreckungsgesetzes (HmbVwVG) bzw. einer unmittelbaren Ausführung nach den Vorschriften des Gesetzes zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung aufgrund des Handelns als Ordnungsverwaltung.
2. Mit der ausdrücklichen Verjährungsregelung in § 76 Abs. 4 Verwaltungsvollstreckungsgesetz a.F. als dem spezielleren Gesetz werden die Verjährungsregelungen des Hamburgischen Gebührengesetzes verdrängt, soweit nicht ausdrücklich auf sie Bezug genommen worden ist. Die fehlende Bezugnahme auf die im Gebührengesetz enthaltene Regelung zur Festsetzungsverjährung verbietet es, insoweit von einer Regelungslücke auszugehen, da durch die eingeschränkte Bezugnahme von einer bewussten Entscheidung des Gesetzgebers auszugehen ist, die Regelung zur Festsetzungsverjährung nicht mit zur Anwendung bringen zu wollen.
3. Einen Grundsatz, dass es neben Vorschriften zur Zahlungsverjährung auch Regelungen zur Festsetzungsverjährung geben müsse, gibt es nicht (vgl. BVerwG, Urt. v. 8.5.2014, 1 C 3.13, NVwZ-RR 2014, 781, juris Rn. 12 ff., 15).
4. Es ist nicht zu beanstanden, wenn Ordnungsbehörden für Fälle rasch erforderlich werdender Gefahrenbeseitigung ihre Vertragspartner für bestimmte Zeiträume vorher durch Ausschreibungsverfahren auswählen. Die hierbei vereinbarten Preise dürfen auch Vorhaltekosten hinsichtlich Material und Personal beinhalten.
BinSchG § 117
VwVG HA § 76 Abs 4
VwVG HA 2013 § 39 Abs 4
GebG HA
SOG HA
Aktenzeichen: 1Bf63/14 Paragraphen: Datum: 2015-02-16
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1 EO 356/14
Nachträgliche Verschärfung von Nebenbestimmungen einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung (hier: Festlegung von Abschaltzeiten zum Zweck des Fledermausschutzes)
1. Zur Abgrenzung zwischen einer Inhaltsbestimmung und einer selbständig anfechtbaren Nebenbestimmung in einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung.
2. Die zum Zweck des Fledermausschutzes erfolgte Festlegung von Abschaltzeiten einer Windenergieanlage ist nicht schon deshalb unabhängig von der gewählten Bezeichnung als Inhaltsbestimmung einzuordnen, weil sie dazu dienen soll, einen Verstoß gegen das artenschutzrechtliche Tötungsverbot des § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG zu vermeiden.
3. Lassen sich die an das jeweilige Vorhaben zu stellenden Anforderungen nicht zweifelsfrei entweder als Inhaltsbestimmungen oder als Nebenbestimmungen einordnen, ist der Genehmigungsbehörde insoweit ein gewisser Gestaltungsspielraum einzuräumen. In Zweifelsfällen ist es dementsprechend in erster Linie Aufgabe der Genehmigungsbehörde, den Rechtscharakter der von ihr gewählten Regelung hinreichend deutlich zu bezeichnen.
4. Die Anordnung einer Auflage nach § 12 Abs. 1 Satz 1 BImSchG ist grundsätzlich nur zusammen mit der Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung und damit nur im Zeitpunkt der Genehmigungserteilung zulässig.
5. Ob die Verschärfung einer bereits auf der Grundlage von § 12 Abs. 1 Satz 1 BImSchG angeordneten Nebenbestimmung ausnahmsweise dann zulässig sein kann, wenn der Genehmigungsadressat sie angefochten hat, bleibt offen. Die Verschärfung einer angefochtenen Nebenbestimmung nach den Grundsätzen der sog. reformatio in peius im Widerspruchsverfahren ist jedenfalls nach Abschluss des Widerspruchsverfahrens nicht mehr zulässig.
6. Eine der immissionsschutzrechtlichen Genehmigung nachträglich ohne gesetzliche Grundlage beigefügte Auflage verletzt den Genehmigungsadressaten in seinen Rechten und ist deshalb auf seine Anfechtungsklage hin aufzuheben. Hierbei kommt es nicht darauf an, ob die zuständige Behörde dem Genehmigungsbescheid ursprünglich eine entsprechende Nebenbestimmung hätte beifügen können oder müssen.
VwGO § 80 Abs 3, § 80 Abs 5, § 88
VwVfG TH § 36 Abs 2
BImSchG § 6 Abs 1 Nr
Aktenzeichen: 1EO356/14 Paragraphen: Datum: 2015-02-10
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7 B 27/14
Immissionsschutz; Ersetzung des gemeindlichen Einvernehmens zu Errichtung und Betrieb einer Schweinemastanlage
Zur Frage, ob Luftverunreinigungen durch Bioaerosole in der Umgebung einer Schweinemastanlage eine Gefahr im Sinne des § 5 Abs. 1 Nr. 1 BImSchG darstellen.
BauNVO § 5
BauGB § 34 Abs 1, § 34 Abs 2, § 35 Abs 3 S 1
BImSchG § 3 Abs
Aktenzeichen: 7B27/14 Paragraphen: Datum: 2014-11-20
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22 ZB 13.579
Anlage zur Zwischenlagerung und Aufbereitung von Bauschutt sowie Straßenaufbruch; Anordnung einer Sicherheitsleistung für die Zeit nach der Betriebseinstellung; Unzulässigkeit einer Ablagerung von Abfall ohne abfallrechtliche Planfeststellung oder Plangenehmigung; Freistellungswirkung einer Änderungsanzeige nur in Bezug auf immissionsschutzrechtliche Genehmigungserfordernisse; Kein zweifelsfrei unbelastetes Bauschutt- und Straßenaufbruchmaterial; Höhe der festzusetzenden Sicherheitsleistung; Abfälle mit positivem Marktwert; Abstellen auf die maximal genehmigte Abfallmenge Anlage zur Zwischenlagerung und Aufbereitung von Bauschutt sowie Straßenaufbruch - Anordnung einer Sicherheitsleistung für die Zeit nach der Betriebseinstellung
1. Nimmt eine landesrechtliche, die Zuständigkeit zum Vollzug von Bundesrecht regelnde Norm auf diejenigen bundesrechtlichen Bestimmungen in ihrer jeweiligen Gestalt Bezug, hinsichtlich derer sie die Vollzugskompetenz festlegt, so stellt das keine dynamische Verweisung auf Bundesrecht dar, die den hierfür geltenden verfassungsrechtlichen Anforderungen genügen muss.
2. Bei der Festsetzung einer Sicherheitsleistung zur Erfüllung der Pflichten nach § 5 Abs. 3 BImSchG kann die Möglichkeit der dauerhaften Ablagerung von Abfällen auf dem Betriebsgrundstück nicht berücksichtigt werden, wenn die erforderliche abfallrechtliche Planfeststellung oder Plangenehmigung fehlt und sie nicht zweifelsfrei zu erwarten ist.
BImSchG § 5 Abs 3, § 15 Abs 2 S 2, § 17 Abs 4a S 1
ImSchG BY Art 1 Abs 1c
KrW-/AbfG § 3 Abs 1 S 1
Aktenzeichen: 22ZB13.579 Paragraphen: Datum: 2014-09-30
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Umweltrecht - Windenergieanlagen Immissionsschutz
5 B 603/14
Immissionsschutzrechtliche Genehmigung eines Windparks zwischen zwei Landschaftsschutzgebieten und in der Nähe eines Vogelschutzgebietes
BImSchG § 19, § 6, § 4
BNatSchG § 19, § 14, § 22 Abs 2, § 34
Aktenzeichen: 5B603/14 Paragraphen: BImSchG§19 BImSchG§6 BImSchG§4 BNatSchG§19 BNatSchG§14 BNatSchG§22 BNatSchG§34 Datum: 2014-05-26
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7 B 3.14
Kompostierungsanlage; geschlossene Anlage; offene Anlage; Inputstoffe; Einhausung; Hauptrotte; Klärschlamm; Geruchsimmission; Geruchsemission; Geruchsimmissions-Richtlinie (GIRL); Atypik; Vorsorge; Verhältnismäßigkeit.
BImSchG § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2; § 17 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2; § 48 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4
TA Luft 2002 Nr. 5.4.8.5; Nr. 6.2.1; Nr. 6.2.3.3
Aktenzeichen: 7B3.14 Paragraphen: BImSchG§5 BImSchG§17 BImSchG§48 Datum: 2014-05-22
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10 S 216/13
Im Rahmen der habitatschutzrechtlichen Abweichungsprüfung können der objektive Bedarf am Abbau eines Rohstoffes in einem FFH-Gebiet sowie die Unwirtschaftlichkeit des Rohstoffabbaus einzelfallbezogen in die Gewichtung der mit dem Vorhaben verbundenen öffentlichen Interessen einfließen. Einer unternehmerischen Entscheidung, auf absehbare Zeit von einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung zu Erweiterung eines Steinbruchs keinen Gebrauch zu machen, kann insoweit eine indizielle Wirkung zukommen.
Aktenzeichen: 10S216/13 Paragraphen: Datum: 2014-03-24
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12 LA 45/13
Fristverlängerung nach § 18 BImSchG - Antrag auf Zulassung der Berufung
Zum Vorliegen eines wichtigen Grundes für eine Verlängerung der Frist, nach deren Ablauf eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung für eine Legehennen Haltungsanlage erlischt, wenn sie nicht mehr betrieben wird, und zum Tatbestandsmerkmal der Zweckgefährdung im Sinn des § 18 Abs. 3 BImSchG.
BImSchG § 18 Abs 1 Nr 1, § 18 Abs 1 Nr 2, § 18 Abs 3
Aktenzeichen: 12LA45/13 Paragraphen: BImSchG§18 Datum: 2014-03-06
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2 L 4/13
Anfechtung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb einer Anlage zur Verwertung von Altreifen
1. Zur Eigenschaft einer Anlage zur Verwertung von Altreifen als Mitverbrennungsanlage im Sinne von § 2 Nr. 7 der 17. BImSchV.
2. Da der Begriff "besonders überwachungsbedürftige Abfälle" weder in der 17. BImSchV (Fassung vom 14.08.2003) noch im BImSchG definiert wird, ist auf die abfallrechtliche Begriffsbestimmung zurückzugreifen. Der im BImSchG verwendete Abfallbegriff entspricht dem des Abfallrechts.
BImSchV 17 § 1 Abs 1, § 2 Nr 7, § 4 Abs 6
BImSchG § 5 Abs 1 Nr 2
Aktenzeichen: 2L4/13 Paragraphen: BImSchV§1 BImSchG§5 Datum: 2014-02-13
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7 C 22.11
Windkraftanlage; Beurteilungspegel; Schallemissionen; Kontrollwert; Lärmvorsorge; Gefahrenschwelle; Emissionsverhalten; Immissionsrichtwert; Emissionsgrenzwert; anlagenbezogener; Emissionswert; Immissionswert; Umwelteinwirkung; Immissionsort; Nebenbestimmung; Fehlfunktion; technische; Anlagentechnik; Überwachungsmaßnahmen; Auslegungsregel; Falschbezeichnung.
BImSchG §§ 3, 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, § 6 Abs. 1 Nr. 1, § 12 Abs. 1 Satz 1
Aktenzeichen: 7C22.11 Paragraphen: BImSchG§3 Datum: 2013-02-21
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2 B 1336/12
1. Genehmigungsrechtlicher Immissionsschutz kann grundsätzlich auch durch die Festlegung von Immissionsrichtwerten als Zielwert gewährt werden.
2. Drohen die bei der Nutzung der genehmigten Anlage entstehenden Immissionen bei regelmäßigem Betrieb die für die Nachbarschaft maßgebliche Zumutbarkeitsgrenze zu überschreiten, genügt es zur Sicherung der Nachbarrechte nicht, in der Baugenehmigung den maßgeblichen Immissionsrichtwert als Zielwert festzulegen und weitere Nebenbestimmungen vorzubehalten. Vielmehr muss die genehmigte Nutzung in diesen Fällen schon in der Baugenehmigung durch konkrete immissionsmindernde Regelungen eingeschränkt werden.
3. Unter "Gebieten" im Sinne der Nr. 6.7 Abs 1 Satz 1 TA Lärm sind nicht nur "Baugebiete" zu verstehen, sondern je nach Lage des Einzelfalls auch einzelne Grundstücke. Von einer Gemengelage ist insgesamt bezogen auf denjenigen gesamten räumlichen Bereich zu sprechen, in dem die Nutzung des einen Gebiets noch prägend auf das andere Gebiet einwirkt.
4. Der Anwendungsbereich der Nr 6.7 TA Lärm kann auch eröffnet sein, wenn Wohngebiete an den Außenbereich grenzen.
5. Bei der Bewertung der zeitlichen Priorität im Rahmen der Zwischenwertbildung kann ausschlaggebend sein, welchen rechtlichen Status die Nutzungen wann erlangt haben und ob in der Vergangenheit die Rechtsmittel gegen das Entstehen unverträglicher Nutzungen ausgeschöpft wurden. Die Bewandtnis der zeitlichen Priorität kann solchermaßen durch den schieren Zeitablauf beim Nebeneinander der widerstreitenden Nutzungen sowie durch andere Umstände relativiert werden.
BauO NRW 2006 § 75 Abs 1 S 1
Aktenzeichen: 2B1336/12 Paragraphen: Datum: 2013-02-12
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22 CS 12.2328
Antrag auf eine immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung;
1. Zurückstellung der Entscheidung hierüber gemäß § 15 Abs. 1 Satz 1 BauGB nach eingetretener positiver Spruchreife hinsichtlich der immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsvoraussetzungen;
2. Sechseinhalbjähriger Zeitraum zwischen dem Beschluss über die Aufstellung eines Bebauungsplans und der Zurückstellungsentscheidung;
3. Kein Vertrauensschutz davor, dass Versagungsgründe der Behörde erst im Spätstadium eines Verwaltungsverfahrens bewusst werden.
BauGB § 15 Abs 1 S 1
Aktenzeichen: 22CS12.2328 Paragraphen: BauGB§15 BImSchG§13 Datum: 2012-12-07
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=17547
Umweltrecht - Immissionsschutz Lärmschutz
12 LA 316/11
Immissionsschutzrechtliche Verfügung gegen Sportlärm
Die Vorgabe in § 2 Abs. 7 der 18. BImSchV i. V. m. Nr. 1.3.1 Abs. 4 des Anhangs zu dieser Verordnung, wonach für die Beurteilung von Geräuschen die Geräuschimmissionen bei bestehenden Sportanlagen in der Regel nach Nr. 3 durch Messung zu bestimmen sind, schließt nicht aus, dass bei Bedarf die Immissionsbeurteilung durch eine an die Messergebnisse anknüpfende Prognose nach Nr. 2 des Anhangs ergänzt wird.
BImSchV § 2 Abs 7 18, § 1 18
BImSchG § 22, § 24, § 25 Abs 2
Aktenzeichen: 12LA316/11 Paragraphen: BImSchV§2 BImSchG§22 BImSchG§24 BImSchG§25 Datum: 2012-11-01
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7 C 17.11
Beladene Aktivkohle; Reaktivierung; Abfall; Drehrohrofen; thermische Nachverbrennung; Verbrennungsanlage; Mitverbrennungsanlage; Verbrennung; Oxidation; thermische Verfahren; Pyrolyse; Vergasung; Stoffe; Beseitigung; Verwertung; Hauptzweck
RL 2000/76/EG Art. 3 Nr. 4 und 5
17. BImSchV § 1 Abs. 1, § 2 Nr. 6 und 7
Aktenzeichen: 7C17.11 Paragraphen: Datum: 2012-10-25
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Umweltrecht - Verbände Immissionsschutz Genehmigungsrecht
12 A 5497/10
Immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung für einen Steinbruch
1. Umweltverbände sind in Bezug auf die mögliche Verletzung von Rechtsvorschriften, die dem Umweltschutz dienen, gemäß Art. 9 Abs. 2 AarhusÜbk auch dann klagebefugt, wenn die Vorschriften nicht der Umsetzung von europäischem Recht dienen (Anschluss an OVG Münster, Urt. v. 12.06.2012 - 8 D 35/08.AK, juris).
2. Auch Flächen, die aufgrund einer bestandskräftigen Genehmigung erst zukünftig als Lebensraum für eine Vogelart dienen sollen, können in ein Vogelschutzgebiet einzubeziehen sein.
3. Der bloße Verzicht auf die bereits genehmigte Beeinträchtigung eines Biotops stellt keine Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahme im Sinne von § 15 Abs. 2 BNatSchG dar.
BNatSchG § 14 Abs 1, § 15 Abs 2, § 44 Abs 1 Nr 3, § 44 Abs 5, § 45 Abs 7 S 1
EWGRL 337/85 Art 10a, Art 11
EGRL 147/2009 Art 4 Abs 1, Art 4 Abs 4 EGRL
AarhusÜbk Art 9 Abs 2
Aktenzeichen: 12A5497/10 Paragraphen: UmwRG§2 BNatSchG§14 BNatSchG§15 BNatSchG§44 Datum: 2012-09-20
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