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Timestamp: 2016-10-27 09:02:55
Document Index: 228958921

Matched Legal Cases: ['Art. 118', 'Art. 9', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 29', 'Art. 5', 'Art. 9', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 86', 'Art. 82', 'Art. 83', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 106', 'Art. 42', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 42', 'Art. 97', 'Art. 22', 'Art. 22', 'Art. 22', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 22', 'BGE', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 26', 'Art. 27', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

1C_3/2010 (01.07.2010)
1C_3/2010
X.________ AG, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Felix Barmettler,
Bezirksrat K�ssnacht, Seeplatz 2/3, Postfach 176,
6403 K�ssnacht am Rigi,
Planungs- und Baurecht - nachtr�gliche Baubewilligung - Wiederherstellungsmassnahmen,
Die X.________ AG ist Eigent�merin der an der Luzernerstrasse xxx in Merlischachen in der Kernzone gelegenen Liegenschaft KTN 1587. Sie f�hrt dort ein Hotel mit Restaurationsbetrieb (inkl. Gartenrestaurant). Im Juli 2007 ersetzte sie die bisherigen rotweiss gestreiften Sonnenstoren und Sonnenschirme durch eine neue Metallkonstruktion mit Sonnenstoren in einem anderen Design (gr�n, mit Efeuranken). Mit Pr�sidialverf�gung vom 27. Juli 2007, welche vom Bezirksrat K�ssnacht am 22. August 2007 genehmigt wurde, wies der Bezirksammann des Bezirks K�ssnacht die X.________ AG an, s�mtliche Bauarbeiten auf der Parzelle KTN 1587 unverz�glich einzustellen und ein nachtr�gliches Baugesuch einzureichen oder die erstellte Anlage abzubrechen. Am 30. August 2007 reichte die X.________ AG ein nachtr�gliches Baugesuch f�r die Gartenrestaurant-�berdachung ein. Dazu erkl�rte die Denkmalpflege des Kantons Schwyz am 5. November 2007, sie teile die Auffassung der Ortsbildkommission, wonach die neue Storenanlage eine wesentliche Beeintr�chtigung des wertvollen Geb�udes darstelle. Das kantonale Tiefbauamt stimmte dem Vorhaben am 18. Dezember 2007 unter gewissen Auflagen zu.
Mit Beschluss vom 11. Juni 2008 verf�gte der Bezirksrat K�ssnacht:
"1. Der X.________ AG [...] wird die Baubewilligung f�r die bereits erstellte �berdachung beim Gartenrestaurant auf dem Grundst�ck KTN 1587, Luzernerstrasse 202/204, Merlischachen, gest�tzt auf die Erw�gungen, nachtr�glich verweigert.
2. Die X.________ AG wird angehalten, die nicht bewilligten Bauteile innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Beschlusses r�ckzubauen und den rechtm�ssigen Zustand wieder herzustellen. Der Abschluss der R�ckbauarbeiten ist dem Ressort Planung, Umwelt und Verkehr zur Abnahme zu melden.
3. Erf�llt die Pflichtige die Anordnung gem�ss Ziffer 2 dieses Beschlusses nicht oder nicht vollumf�nglich, so hat sie f�r jeden Tag nach Ablauf der dort angesetzten Frist bis zur Erf�llung des verf�gten R�ckbaus in Anwendung von � 78 Abs. 5 der Verordnung �ber die Verwaltungsrechtspflege (VRPV; SRSZ 234.110) eine Ordnungsbusse von Fr. 200.-- zu bezahlen.
4. Kommt die Pflichtige der Aufforderung gem�ss den Ziff. 2 und 3 dieses Beschlusses nicht oder nicht vollst�ndig nach, beh�lt sich die Bewilligungsinstanz gest�tzt auf � 78 der Verordnung �ber die Verwaltungsrechtspflege vom 6. Juni 1974 (VRP; SRSZ 234.110) das Recht vor, auf Kosten der Bauherrschaft die �berdachung beim Gartenrestaurant zu entfernen (Ersatzvornahme).
5. Die vorgenommenen Bauarbeiten sind gem�ss � 75 Abs. 1 PBG/SZ und Art. 118 BauR bewilligungspflichtig. [...]."
Eine gegen diesen Beschluss von der X.________ AG erhobene Verwaltungsbeschwerde wies der Regierungsrat des Kantons Schwyz am 27. Januar 2009 ab. Gegen diesen Entscheid gelangte die X.________ AG an das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz. Dieses wies die Beschwerde mit Urteil vom 27. Oktober 2009 im Sinne der Erw�gungen ab, soweit es darauf eintrat. Das Verwaltungsgericht bejaht die Baubewilligungspflicht der Storenanlage (inkl. St�tzen und Tr�gerelementen) und kommt zum Schluss, die Anlage k�nne nicht bewilligt werden. Zudem bezeichnet es den vom Bezirksrat verlangten R�ckbau als rechtm�ssig.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 4. Januar 2010 beantragt die X.________ AG im Wesentlichen, der Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 27. Oktober 2009 sei aufzuheben, und es sei festzustellen, dass die umstrittenen Sonnenstoren des Gartenrestaurants nicht bewilligungspflichtig seien. Eventuell seien die Sonnenstoren zu bewilligen und die R�ckbauanordnung aufzuheben. Sie r�gt in mehrfacher Hinsicht die Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV), der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) und der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) sowie des Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV), des Verh�ltnism�ssigkeitsprinzips (Art. 5 Abs. 2 BV) und des Vertrauensgrundsatzes (Art. 9 BV). Ausserdem beanstandet sie formelle Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 BV) und Missachtung der Rechtsweggarantie (Art. 29a BV).
Der Regierungsrat beantragt die Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht stellt den Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden k�nne. In einer weiteren Stellungnahme h�lt die Beschwerdef�hrerin an ihren Antr�gen fest. Das Verwaltungsgericht �ussert sich in einer weiteren Eingabe zu den Vorbringen der Beschwerdef�hrerin.
Mit Verf�gung vom 28. Januar 2010 legte der Pr�sident der I. �ffentlich-rechtlichen Abteilung der Beschwerde aufschiebende Wirkung bei.
1.1 Das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts ist ein Entscheid einer letzten kantonalen Instanz (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG). Ihm liegt ein Beschwerdeverfahren �ber eine baurechtliche Bewilligung und damit eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit zugrunde. Das Bundesgerichtsgesetz enth�lt auf dem Gebiet des Raumplanungs- und Baurechts keinen Ausschlussgrund von der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 lit. a und Art. 83 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.2 S. 251; 409 E. 1.1 S. 411). Die Beschwerdef�hrerin ist als Baugesuchstellerin ohne Weiteres legitimiert, die vom Verwaltungsgericht best�tigte Baubewilligungspflicht sowie die R�ckbauanordnung mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anzufechten (Art. 89 Abs. 1 BGG). Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde vorbeh�ltlich gen�gend begr�ndeter R�gen (Art. 106 Abs. 2 i.V.m. Art. 42 Abs. 2 BGG) einzutreten.
1.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt bzw. vom Bundesgericht von Amtes wegen berichtigt oder erg�nzt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 bzw. Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine entsprechende R�ge, die rechtsgen�glich substanziiert vorzubringen ist (Art. 42 Abs. 2 bzw. 106 Abs. 2 BGG), setzt zudem voraus, dass die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
Die Beschwerdef�hrerin stellt zun�chst die von den Vorinstanzen bejahte Baubewilligungspflicht f�r die neue Sonnenstorenanlage in Frage.
2.1 Nach Art. 22 Abs. 1 RPG d�rfen Bauten und Anlagen nur mit beh�rdlicher Bewilligung errichtet werden. Der bundesrechtliche Begriff der bewilligungspflichtigen Bauten und Anlagen kann von den Kantonen weiter, nicht aber enger gefasst werden (Urteil des Bundesgerichts 1C_226/2008 vom 21. Januar 2008 E. 2.2; Bernhard Waldmann/ Peter H�nni, Raumplanungsgesetz, 2006, Art. 22 Rz. 9 ff.; Alexander Ruch, Kommentar RPG, N. 4 zu Art. 22). Der Begriff "Bauten und Anlagen" ist im Gesetz nicht n�her definiert. Nach der Rechtsprechung handelt es sich um k�nstlich geschaffene und auf Dauer angelegte Einrichtungen, die in fester Beziehung zum Erdboden stehen und geeignet sind, die Vorstellung �ber die Nutzungsordnung zu beeinflussen, sei es, dass sie den Raum �usserlich erheblich ver�ndern, die Erschliessung belasten oder die Umwelt beeintr�chtigen (grundlegend BGE 113 Ib 314 E. 2b S. 315 f.; vgl. auch BGE 123 II 256 E. 3 S. 259; 120 Ib 379 E. 3c S. 383 f.; 118 Ib 49 E. 2a S. 52). Die Baubewilligungspflicht soll der Beh�rde erm�glichen, das Bauprojekt in Bezug auf seine r�umlichen Folgen vor seiner Ausf�hrung auf die �bereinstimmung mit der raumplanerischen Nutzungsordnung und der �brigen einschl�gigen Gesetzgebung zu �berpr�fen (BGE 119 Ib 222 E. 3a S. 226). Massstab daf�r, ob eine bauliche Massnahme erheblich genug ist, um sie dem Baubewilligungsverfahren zu unterwerfen, ist die Frage, ob mit der Realisierung des Vorhabens im Allgemeinen, nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge, so wichtige r�umliche Folgen verbunden sind, dass ein Interesse der �ffentlichkeit oder der Nachbarn an einer vorg�ngigen Kontrolle besteht (Urteil des Bundesgerichts 1C_226/2008 vom 21. Januar 2009 E. 2.3; BGE 123 II 256 E. 3 S. 259; Waldmann/H�nni, a.a.O., N. 10 zu Art. 22). Dazu k�nnen auch Fahrnisbauten geh�ren, welche �ber nicht unerhebliche Zeitr�ume ortsfest verwendet werden (BGE 123 II 256 E. 3 S. 259 mit Hinweisen). Gewisse Vorhaben k�nnen sodann wegen ihres Betriebs und weniger wegen ihrer konstruktiven Anlage baubewilligungspflichtig sein (Peter H�nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 5. Aufl. 2008, S. 302).
2.2 Gem�ss � 75 Abs. 2 des Planungs- und Baugesetzes des Kantons Schwyz vom 14. Mai 1987 (SRSZ 400.100, PBG/SZ) werden Bauten und Anlagen namentlich dann ge�ndert, wenn sie �usserlich umgestaltet, erweitert, erheblich umgebaut oder einer neuen, baupolizeilich bedeutsamen Zweckbestimmung zugef�hrt werden. Die Beschwerdef�hrerin hat die bisherigen Sonnenstoren und Sonnenschirme nicht durch eine in der Gr�sse und Nutzung gleiche Ausf�hrung ersetzt, sondern neu den ganzen Terrassenbereich mit einer �ber massive Tr�ger und Querbalken verf�genden Mastenkonstruktion �berdachen lassen. An die Stelle vieler einzelner Sonnenschirme und kleinerer Sonnenstoren ist neu eine stabilere, dauerhafte und den ganzen Aussenbereich �berdeckende Sonnenstorenanlage getreten. Sie verhilft der Beschwerdef�hrerin zu einer gewissen Nutzungserweiterung in r�umlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht, etwa im Fall eines Sommerregens. Das Verwaltungsgericht hat sich mit der Frage der Bewilligungspflicht unter Ber�cksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung eingehend auseinandergesetzt. Auf die entsprechenden Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid kann verwiesen werden.
Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Baubewilligung sei zu Unrecht wegen mangelhafter Eingliederung verweigert worden. Sie r�gt in diesem Zusammenhang eine Verletzung der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) und der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV).
3.1 Eine Grundrechtsbeschr�nkung ist nur zul�ssig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im �ffentlichen Interesse liegt und verh�ltnism�ssig ist (Art. 36 BV; BGE 125 II 129 E. 8 S. 141 mit Hinweis). Die Beschwerdef�hrerin bestreitet insbesondere die Verh�ltnism�ssigkeit der umstrittenen Anordnungen. Das Vorliegen eines �ffentlichen Interesses und die Verh�ltnism�ssigkeit pr�ft das Bundesgericht bei der Beschr�nkung von Grundrechten frei (BGE 132 II 408 E. 4.3 S. 415 f.; 121 I 117 E. 3c S. 121; 119 Ia 362 E. 3a S. 366; s. auch BGE 134 I 153 E. 4.2 S. 157 f.). Es auferlegt sich aber Zur�ckhaltung, soweit die Beurteilung von einer W�rdigung der �rtlichen Verh�ltnisse abh�ngt, welche die kantonalen Beh�rden besser �berblicken (BGE 132 II 408 E. 4.3 S. 415 f.; 126 I 219 E. 2c S. 222; 119 Ia 362 E. 3a S. 366; 117 Ia 434 E. 3c S. 437).
3.2 Das Grundst�ck KTN 1587 liegt in der Kernzone gem�ss Art. 13 lit. a des kommunalen Baureglements, in welcher erh�hte Anforderungen an den Schutz des Ortsbilds gestellt werden. Der Gasthof - ein ehemaliges Bauernhaus - ist als Objekt Nr. 27.017 im kantonalen Inventar der gesch�tzten Bauten und Objekte (KIGBO) eingetragen. Ver�nderungen daran sind zwar nicht ausgeschlossen, bed�rfen nach der kantonalen Praxis aber einer �berzeugenden Begr�ndung und m�ssen erh�hten Anforderungen gen�gen. Die entsprechenden Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichts sind entgegen der Behauptungen der Beschwerdef�hrerin nicht zu beanstanden.
3.3 Die Vorinstanz st�tzt sich bei der Beurteilung der Storenanlage auf die �bereinstimmende W�rdigung durch die kantonale Denkmalpflege sowie die Ortsbildkommission und die Baukommission der Gemeinde. Diese Beh�rden gelangten zum Schluss, die �berdachungskonstruktion f�r das Gartenrestaurant stelle eine massive Beeintr�chtigung der Hauptfassade des KIGBO-Objekts dar und k�nne deswegen nicht bewilligt werden. Der Regierungsrat und das Verwaltungsgericht haben best�tigt, dass die riesige Sonnenstorenanlage und der Farbton des neuen Stoffbezugs mit dem Erscheinungsbild und den Materialien des gesch�tzten Geb�udes nicht harmonieren.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt zu Unrecht, dass die Baubewilligungsbeh�rden und der Regierungsrat keinen Augenschein durchgef�hrt h�tten. Im Verfahren des Bezirksrats wurde am 8. August 2007 nach unbestrittener Feststellung in lit. A des angefochtenen Entscheids ein Augenschein vor Ort durchgef�hrt. Dem Regierungsrat lag eine gute Dokumentation mit aussagekr�ftigen Fotografien vor, weshalb er auf einen Augenschein verzichten durfte. Schliesslich hat das Verwaltungsgericht am 23. September 2009 mit den Parteien einen Augenschein mit �ffentlicher Verhandlung durchgef�hrt. Damit wurde dem Mitwirkungsanspruch der Beschwerdef�hrerin im kantonalen Verfahren entsprochen.
3.4 Die Verweigerung der Baubewilligung f�r die neue Storenanlage ist aufgrund der in den Akten liegenden Fotos und der Ausf�hrungen der zust�ndigen Beh�rden nicht zu beanstanden. Dies trifft insbesondere auf die Beurteilung zu, die wuchtige Metallkonstruktion beeintr�chtige die Hauptfassade der unter Denkmalschutz stehenden Liegenschaft. Die Metallkonstruktion tritt wegen ihrer festen, dauerhaften Verankerung im Boden w�hrend des ganzen Jahres in Erscheinung. Die Auffassung der Vorinstanzen, dadurch werde das Gesamtbild des Inventarobjekts erheblich beeintr�chtigt, wird durch die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin nicht entkr�ftet. Von einer Verletzung der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) und der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) kann keine Rede sein, da der Beschwerdef�hrerin der Ersatz der alten Storen und Sonnenschirme nicht grunds�tzlich untersagt wird. Vielmehr erweist sich die gew�hlte Metallkonstruktion vor dem Hintergrund der Schutzw�rdigkeit des Geb�udes als zu massiv. Dass die Beschwerdef�hrerin die beanstandeten Ver�nderungen eigenm�chtig ohne vorg�ngiges Gesuch vorgenommen hat, hat sie selbst zu verantworten und kann nicht zu einer anderen Beurteilung f�hren. Auch ist nicht ersichtlich, aus welchen Gr�nden nachtr�glich eine Ausnahmebewilligung f�r die neue Anlage h�tte erteilt werden m�ssen. Das Vorliegen einer Ausnahmesituation wird nicht substanziiert dargelegt.
Es ergibt sich somit, dass die Vorinstanz die materielle und formelle Baurechtswidrigkeit der Storenanlage bejahen durfte. Zu pr�fen bleibt, ob die R�ckbauanordnung mit den angerufenen verfassungsm�ssigen Rechten vereinbar ist.
4.1 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die angeordneten Wiederherstellungsmassnahmen verstiessen gegen die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) und die Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV). Bei der Beurteilung materiell rechtswidriger Bauten sind unter anderem die allgemeinen verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Prinzipien des Bundesrechts zu ber�cksichtigen. Zu ihnen geh�ren namentlich die Grunds�tze der Verh�ltnism�ssigkeit und des Schutzes des guten Glaubens. So kann der Abbruch einer widerrechtlichen Baute oder Anlage unterbleiben, wenn die Abweichung vom Erlaubten nur unbedeutend ist oder der Abbruch nicht im �ffentlichen Interesse liegt, ebenso, wenn der Bauherr in gutem Glauben angenommen hat, er sei zur Bauausf�hrung erm�chtigt, und der Beibehaltung des ungesetzlichen Zustands nicht schwerwiegende �ffentliche Interessen entgegenstehen (BGE 132 II 21 E. 6 S. 35; 111 Ib 213 E. 6 S. 221 mit Hinweisen).
4.2 Soweit die Beschwerdef�hrerin eine "unverh�ltnism�ssig harte Belastung" f�r sich geltend macht, ist zu beachten, dass sie sich beim Bau der Storenanlage nicht in gutem Glauben befinden konnte und dass die Abweichung gegen�ber den Bauvorschriften nicht unbedeutend ist (� 87 Abs. 2 PBG/SZ). Die Beschwerdef�hrerin kennt aus einem fr�heren Verfahren in Bezug auf ein unerlaubterweise errichtetes Zeltdach auf einer Dachterrasse die Grunds�tze der Bewilligungspflicht in der Kernzone sowie die Folgen eines eigenm�chtigen Vorgehens. Sie kann somit aus dem Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV) nichts zu ihren Gunsten ableiten.
4.3 Indessen muss auch bei einem Abbruchbefehl gegen�ber einem Bauherrn, der sich nicht auf den Gutglaubensschutz berufen kann, der Verh�ltnism�ssigkeitsgrundsatz beachtet werden. Er muss aber in Kauf nehmen, dass die Beh�rden aus grunds�tzlichen Erw�gungen, n�mlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baurechtlichen Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzm�ssigen Zustands erh�htes Gewicht beilegen und die dem Bauherrn allenfalls erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Masse ber�cksichtigen (BGE 132 II 21 E. 6.4 S. 39 f.; 123 II 248 E. 4a S. 255; 111 Ib 213 E. 6b S. 224).
Das Verwaltungsgericht f�hrt im angefochtenen Entscheid (E. 5.2) zutreffend aus, dass eine nur teilweise Entfernung der widerrechtlichen, zu massigen Anlage nicht in Frage kommt. Damit wird allerdings nicht ausgeschlossen, dass das Gartenrestaurant mit einem angemessenen Sonnenschutz versehen wird. Die Vorinstanz skizziert eine L�sung, die von der (gesch�tzten) Hausfassade abgetrennt w�re und filigran wirken w�rde. Weiter weist die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass die �berdachungskonstruktion in den Jahren 2007 bis 2010 in Betrieb war und somit zu einem erheblichen Teil amortisiert sein d�rfte. Der angefochtene Entscheid h�lt somit auch vor dem Verh�ltnism�ssigkeitsgrundsatz stand.
4.4 Da es vorliegend nicht um eine bloss geringf�gige Abweichung vom Erlaubten geht und der Beschwerdef�hrerin kein Gutglaubensschutz zukommt, ist somit nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz dem �ffentlichen Interesse an der Durchsetzung der baurechtlichen Ordnung gegen�ber den geltend gemachten privaten Interessen ein �berwiegendes Gewicht einger�umt hat. Der angefochtene Entscheid erweist sich daher auch insofern als verfassungskonform, als der R�ckbaubefehl grunds�tzlich best�tigt wird.
Mit Ziff. 2 seines Beschlusses vom 11. Juni 2008 verpflichtete der Bezirksrat K�ssnacht die Beschwerdef�hrerin, die nicht bewilligte Storenanlage innert 30 Tagen ab Rechtskraft des Beschlusses r�ckzubauen und den rechtm�ssigen Zustand wieder herzustellen. Dieser Anordnung musste w�hrend der H�ngigkeit des Rechtsmittelverfahrens keine Folge geleistet werden, soweit den Beschwerden aufschiebende Wirkung zukam. Mit dem vorliegenden letztinstanzlichen Urteil des Bundesgerichts wird die R�ckbauanordnung nun vollstreckbar. Die Beschwerdef�hrerin verlangt, mit dem Vollzug des R�ckbaus sei solange zuzuwarten, bis eine umfassende Erneuerung der Sonnenstoren unbedingt notwendig werde. Dieser Forderung kann bereits wegen der �ffentlichen Interessen, die mit der R�ckbauanordnung verfolgt werden, nicht entsprochen werden. Indessen regt der Regierungsrat in seiner Stellungnahme zur vorliegenden Beschwerde an, f�r das weitere Vorgehen sei der Beschwerdef�hrerin eine angemessene Zeitperiode anzusetzen, um in Zusammenarbeit mit den zust�ndigen Fachstellen einen anderen Sonnenschutz zu planen und die heute bestehende Konstruktion zu ersetzen. Diesen Ausf�hrungen kann insoweit beigepflichtet werden, als der Sommer 2010 dazu genutzt werden kann, den Ersatz der widerrechtlichen Anlage zu planen und das Bewilligungsverfahren durchzuf�hren. Die Frist von 30 Tagen gem�ss Ziff. 2 des Beschlusses des Bezirksrats vom 11. Juni 2008 erscheint f�r den ordnungsgem�ssen Vollzug des R�ckbaus und die Herstellung des rechtm�ssigen Zustands unter den gegebenen Umst�nden nicht zweckm�ssig. Die Beschwerdef�hrerin ist aus betriebswirtschaftlichen Gr�nden darauf angewiesen, das Gartenrestaurant w�hrend der Sommermonate ohne erhebliche Beeintr�chtigungen wegen R�ckbaumassnahmen f�hren zu k�nnen. Es erscheint deshalb gerechtfertigt, die Frist f�r den R�ckbau gem�ss Ziff. 2 des Beschlusses des Bezirksrats vom 11. Juni 2008 auf den 31. Oktober 2010 festzusetzen. Die weiteren Bestimmungen des bezirksr�tlichen Beschlusses werden nicht ge�ndert.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen ist. Ziff. 2 des Beschlusses des Bezirksrats vom 11. Juni 2008 ist in dem Sinne zu �ndern, dass die nicht bewilligte Anlage bis zum 31. Oktober 2010 r�ckzubauen und der rechtm�ssige Zustand wieder herzustellen ist. Im �brigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Da die Beschwerdef�hrerin nur in einem Nebenpunkt obsiegt, sind ihr die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens gleichwohl aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen zuzusprechen (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Ziff. 2 des Beschlusses des Bezirksrats vom 11. Juni 2008 lautet neu:
"2. Die X.________ AG wird verpflichtet, die nicht bewilligten Bauteile sp�testens bis zum 31. Oktober 2010 r�ckzubauen und den rechtm�ssigen Zustand wieder herzustellen. Der Abschluss der R�ckbauarbeiten ist dem Ressort Planung, Umwelt und Verkehr zur Abnahme zu melden."
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, dem Bezirksrat K�ssnacht sowie dem Regierungsrat und dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz, Kammer III, schriftlich mitgeteilt.