Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=23.01.2007&Aktenzeichen=9%20AZR%20492/06
Timestamp: 2019-08-24 05:43:26
Document Index: 203339555

Matched Legal Cases: ['Art 33', 'Art. 33', '§ 15', '§ 15', '§ 233', 'Art. 33', 'Art. 33', '§ 233', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', '§ 233', 'Art. 33', '§ 233', 'Art. 33', 'Art. 33', '§ 297', '§ 160', 'Art. 33', '§ 54', 'Art 33']

BAG, 23.01.2007 - 9 AZR 492/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,1268
BAG, 23.01.2007 - 9 AZR 492/06 (https://dejure.org/2007,1268)
BAG, Entscheidung vom 23.01.2007 - 9 AZR 492/06 (https://dejure.org/2007,1268)
BAG, Entscheidung vom 23. Januar 2007 - 9 AZR 492/06 (https://dejure.org/2007,1268)
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Fehlende Antragstellung; Säumnis; Konkurrentenklage; Abgrenzung Zugangsrechts nach Art 33 Abs. 2 GG zur Organisationsfreiheit des öffentlichen Arbeitgebers
Fehlende Antragstellung, Säumnis, Konkurrentenklage
Gewährleistung des gleichen Zugangs zu öffentlichen Ämtern bei der Besetzung einer Referentenstelle; Verpflichtung des öffentlichen Arbeitsgebers zur Ausschreibung und Besetzung nach Kriterien der Bestenwahl; Einschränkung des Rechts auf rechtsfehlerfreie Durchführung des Bewerberauswahlverfahrens durch eine Dienstvereinbarung; Säumnis des Beklagten bei Erklärung des Prozessbevollmächtigten zur Niederlegung des Mandats; Entscheidung durch kontradiktorisches Urteil bei Antrag auf Erlass eines Versäumnisurteils
Versäumnisurteil; Konkurrentenklage - Fehlende Antragstellung; Säumnis
Antragstellung in der Konkurrentenklage
ArbG Potsdam, 13.10.2005 - 1 Ca 1702/05
LAG Brandenburg, 04.04.2006 - 2 Sa 635/05
BAGE 121, 67
NJW 2007, 3742 (Ls.)
MDR 2007, 1025
NZA 2007, 1450
NZA 2007, 1550
Art. 33 Abs. 2 GG begründet ein grundrechtsgleiches Recht auf rechtsfehlerfreie Einbeziehung in die Bewerberauswahl und eine Durchführung des Auswahlverfahrens anhand der in der Regelung genannten Auswahlkriterien (BAG 7. April 2011 - 8 AZR 679/09 - AP AGG § 15 Nr. 6 = EzA AGG § 15 Nr. 13; 23. Januar 2007 - 9 AZR 492/06 - BAGE 121, 67 = AP ZPO 1977 § 233 Nr. 83 = EzA GG Art. 33 Nr. 30) .
Zum anderen trägt Art. 33 Abs. 2 GG dem berechtigten Interesse des Bewerbers an seinem beruflichen Fortkommen Rechnung (Senat 23. Januar 2007 - 9 AZR 492/06 -Rn. 39, AP ZPO 1977 § 233 Nr. 83 = EzA GG Art. 33 Nr. 30).
Die Bestimmung begründet ein grundrechtsgleiches Recht auf rechtsfehlerfreie Einbeziehung in die Bewerberauswahl und auf deren Durchführung anhand der in Art. 33 Abs. 2 GG genannten Auswahlkriterien (sog. Bewerbungsverfahrensanspruch; vgl. BVerfG 24. September 2002 - 2 BvR 857/02 - DVBl 2002, 1633, zu B I 1 a der Gründe; Senat 23. Januar 2007 - 9 AZR 492/06 - aaO mwN;… BVerwG 25. November 2004 - 2 C 17.03 - aaO).
Die Bestimmung begründet ein grundrechtsgleiches Recht auf rechtsfehlerfreie Einbeziehung in die Bewerberauswahl und auf deren Durchführung anhand der in Art. 33 Abs. 2 GG genannten Auswahlkriterien (Senat 23. Januar 2007 - 9 AZR 492/06 - Rn. 39 mwN, BAGE 121, 67; vgl. BVerwG 25. November 2004 - 2 C 17.03 - BVerwGE 122, 237).
Wie er diese Organisationsfreiheit nutzt, steht in seinem pflichtgemäßen Ermessen (vgl. BAG 23. Januar 2007 - 9 AZR 492/06 - Rn. 40 mwN, BAGE 121, 67) .
Dann muss eine Gleichbehandlung zwischen Beförderungs- und anderen Bewerbern erfolgen (vgl. BAG 23. Januar 2007 - 9 AZR 492/06 - Rn. 48 mwN, aaO) .
Eine Auswahl nach den Maßstäben des Art. 33 Abs. 2 GG gilt zwingend auch für den Zugang zu Beförderungsämtern und -stellen (vgl. BAG 19. Mai 2015 - 9 AZR 837/13 - Rn. 16; 23. Januar 2007 - 9 AZR 492/06 - Rn. 40, BAGE 121, 67) .
Dann muss eine Gleichbehandlung zwischen Beförderungs- und anderen Bewerbern erfolgen (BAG 12. April 2016 - 9 AZR 673/14 - Rn. 25, BAGE 155, 29; 23. Januar 2007 - 9 AZR 492/06 - Rn. 48, aaO) .
Vergibt der Arbeitgeber die Stelle im Wege der Umsetzung oder Versetzung an bereits bei ihm beschäftigte und mit gleichwertigen Tätigkeiten befasste Arbeitnehmer, ist das Auswahlverfahren nicht den Grundsätzen des Art. 33 Abs. 2 GG unterworfen (vgl. BAG 23. Januar 2007 - 9 AZR 492/06 - Rn. 40, 48, aaO; BVerwG 3. Dezember 2014 - 2 A 3.13 - Rn. 38, BVerwGE 151, 14; 13. Dezember 2012 - 2 C 11.11 - Rn. 20 f., BVerwGE 145, 237) .
Wie der öffentliche Arbeitgeber seine Organisationsfreiheit nutzt, steht in seinem pflichtgemäßen Ermessen (…BAG 12. April 2016 - 9 AZR 673/14 - Rn. 25, aaO; 23. Januar 2007 - 9 AZR 492/06 - Rn. 40, aaO) .
Art. 33 Abs. 2 GG begründet ein grundrechtsgleiches Recht auf rechtsfehlerfreie Einbeziehung in die Bewerberauswahl und auf deren Durchführung anhand der in der Regelung genannten Auswahlkriterien (sog. Bewerbungsverfahrensanspruch) (BAG 23. Januar 2007 - 9 AZR 492/06 - BAGE 121, 67 = AP ZPO 1977 § 233 Nr. 83 = EzA GG Art. 33 Nr. 30) .
Die Frage bedurfte im Streitfall keiner Entscheidung (vgl. zur Organisationsfreiheit des - öffentlichen - Arbeitgebers, offene Stellen nicht unbeschränkt auszuschreiben, sondern im Wege der Versetzung oder Umsetzung zu besetzen: BAG 23. Januar 2007 - 9 AZR 492/06 - Rn. 40 mwN, AP ZPO 1977 § 233 Nr. 83 = EzA GG Art. 33 Nr. 30;… vgl. auch BVerfG 28. November 2007 - 2 BvR 1431/07 - Rn. 10, NJW 2008, 909).
Er hat im Rahmen der ihm zustehenden Organisationsfreiheit insbesondere das Recht, zwischen Umsetzungen, Versetzungen oder Beförderungen zu wählen (BAG, 23.01.2007 - 9 AZR 492/06 - RZ. 40 m. w. N.).
Nur soweit es um den beruflichen Aufstieg von Bewerbern mit der Rangordnung nach niedrigeren Besoldungsgruppen geht (sog. Beförderung), ist zwingend eine Auswahl nach den Maßstäben des Art. 33 Abs. 2 GG geboten (BAG, 23.01.2007 - 9 AZR 492/06 - RZ. 40, juris).
Gerade wegen der gebotenen, beweiskräftigen Feststellung des Prozessziels schreibt § 297 ZPO für die konkrete Sachantragstellung eine bestimmte Form und nach § 160 Abs. 3 Nr. 2 ZPO deren Aufnahme in das Sitzungsprotokoll vor (vgl. BAG 23. Januar 2007 - 9 AZR 492/06 - BAGE 121, 67).
Zum anderen trägt er dem berechtigten Interesse des Bewerbers an seinem beruflichen Fortkommen Rechnung (vgl. BAG, Urteil vom 23. Januar 2007 - 9 AZR 492/06 -, juris).
Mit Ausnahme statusrechtlicher Veränderungen im Hinblick auf das vom Beamten innegehaltene Amt ist Art. 33 Abs. 2 GG bei entsprechenden dienstlichen Maßnahmen grundsätzlich nicht anwendbar (vgl. hierzu BVerwGE 122, 237 ; BVerwGE 95, 73 ; so nunmehr auch BAG, Urteil vom 23. Januar 2007 - 9 AZR 492/06 -, juris).
LAG Düsseldorf, 09.05.2018 - 7 Sa 278/17
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Zulässigkeit der rückwirkenden Bewilligung der Prozesskostenhilfe
LAG Berlin-Brandenburg, 10.09.2008 - 12 Ta 1606/08
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LAG Berlin-Brandenburg, 04.07.2013 - 13 Ta 1100/13
Zurückweisung des Antrags auf Erlass eines Versäumnisurteils und antragswidrige …
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Kein Bewerbungsverfahrensanspruch nach Art 33 Abs 2 GG bei Versetzungen - …
LAG Hamm, 27.01.2010 - 5 Sa 1305/09
Abbruch eines Stellenbesetzungsverfahrens; unbegründete Klage auf Fortsetzung des …