Source: https://de.scribd.com/document/6486501/Satzung-2005
Timestamp: 2020-07-06 21:44:24
Document Index: 224874121

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§26', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 15']

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RheinLahn-Erleben / KW 22 / 04.06.2010 / Die Zeitung als E-Paper
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Satzung in der Neufassung vom 08. April 2005
§ 1 - Zweck der Bruderschaft
Die St. Sebastianus-Junggesellen-Bruderschaft ist eine katholische Vereinigung zu dem Zwecke:
a) unter besonderer Verehrung des heiligen Sebastianus nach christlicher Vollkommenheit zu streben, insbesondere das Gebot des karitativen Dienstes am Nächsten und den Brudersinn zu fördern,
b) der männlichen Ortsjugend kooperativen Zusammenhalt zu geben,
c) die alten Sitten und Gebräuche in unverfälschter Form zu pflegen und damit den Heimatgedanken zu fördern.
Die Bruderschaft hat ihren Sitz in Königswinter-Niederdollendorf. Sie ist ins Vereinsregister des Amtsgerichts Königswinter eingetragen. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Durchführung der in den Ausführungsbestimmungen zur Satzung näher bezeichneten feststehenden Aufgaben.
d) Die Bruderschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigen wirtschaftliche Zwecke.
e) Mittel der Bruderschaft dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln der Bruderschaft.
Aktives Mitglied der Bruderschaft - im folgenden auch Bruder genannt - kann jeder in Niederdollendorf wohnende katholische Jungmann werden, der ledig ist und einen christlichen Lebenswandel führt. Die Aufnahme erfolgt nach einer einjährigen Probezeit, frühestens mit Beginn des 17. Lebensjahres. Diejenigen, die eine Probezeit zu durchlaufen haben, haben bei Abstimmungen kein Stimmrecht. Die Aufnahme erfolgt auf Vorschlag des Vorstandes. Über die Aufnahme entscheidet die Versammlung mit 2/3-Mehrheit. Werden nach Aufnahme Gründe bekannt, die normalerweise einer Aufnahme entgegengestanden hätten, so hat der Vorstand die Annullierung der Mitgliedschaft vorzunehmen und dies der nächsten Versammlung bekannt zugeben. Ledige Ortsansässige evangelischen Glaubensbekenntnisses können sich am weltlichen Bruderschaftsleben als Gastmitglieder beteiligen, sofern sie die Zielsetzung der Bruderschaft anerkennen. Ihre Aufnahme erfolgt wie bei den katholischen Mitgliedern. Bei der Wahl zum Vorstand haben sie kein passives Wahlrecht. Beim Königsvogelschießen sind sie nicht zugelassen. Äußert ein Mitglied bei Wohnungswechsel in einen anderen Ort den ausdrücklichen Wunsch, Angehöriger der Bruderschaft zu bleiben, so entscheidet hierüber, wie auch über die Übertragung von Ämtern an solche Mitglieder, der Vo rstand.
§ 3 - Inaktive Mitgliedschaft Wird durch Heirat die Mitgliedschaft beendet, kann der Betreffende als inaktives Mitglied weitergeführt werden. Ferner können Personen, die sich der Bruderschaft verbunden fühlen, ebenfalls als inaktive Mitglieder der Bruderschaft geführt werden, soweit dies der Bruderschaft zuträglich erscheint. Inaktive Mitglieder besitzen keinerlei Rechte gegenüber der Bruderschaft.
§ 4 - Ehrenmitg1ieder
Aktive und inaktive Mitglieder der Bruderschaft, die sich durch den Einsatz ihrer Persönlichkeit um die Förderung des Bruderschaftslebens und um den Erhalt der Bruderschaftstradition in besonderer Weise verdient gemacht haben, können durch Beschluss der Generalversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Selbigen ist hierüber eine Urkunde auszuhändigen. Sie sind zu allen öffentlichen Veranstaltungen einzuladen bei freiem Eintritt. Von der Zahlung von Beiträgen sind sie befreit. Zeigt ein Ehrenmitglied sich nach seiner Ernennung der ihm zugedachten Ehrung nicht würdig, so kann bei Vorliegen schwerwiegender Gründe die Ernennung durch Beschluss der Generalversammlung rückgängig gemacht werden.
§ 5 - Pflichten
Die Brüder erfüllen treu ihre christlich-religiösen Pflichten. Sie haben
a) an der Generalkommunion anläßlich des Sebastianustages teilzunehmen,
b) die von der Bruderschaft bestellten Gottesdienste zu besuchen,
c) notleidende und kranke Brüder nach besten Kräften zu unterstützen,
d) die von der Bruderschaft angesetzten Versammlungen zu besuchen und sich insbesondere beim öffentlichen Auftreten der Bruderschaft aktiv zu beteiligen,
e) der Beerdigung verstorbener Mitglieder beizuwohnen.
Die Punkte c) bis e) gelten auch für Gastmitglieder. Mitgliedern über 30 Jahren ist die Teilnahme an Versammlungen usw. außer der Generalversammlung freigestellt. Im Falle der Verhinderung ist jedes Mitglied verpflichtet, den Vorstand frühzeitig in Kenntnis zu setzen. Bei ständigem unentschuldigten Fernbleiben hat der Vorstand über den Ausschluss zu beraten.
Von jedem aktiven und inaktiven Mitglied ist ein Jahresbeitrag zu erheben, dessen Höhe jährlich von der Generalversammlung festgesetzt wird. Unabhängig vom Aufnahme- bzw. Austrittsdatum hat jedes Mitglied den vollen Jahresbeitrag zu entrichten.
Die Mitgliedschaft wird beendet durch den freiwilligen Austritt, durch Heirat (außer bei inaktiven Mitgliedern oder Ausschluss)
Gründe für einen Ausschluss liegen vor:
a) Beim Verstoß gegen die im Paragraphen 5 den Mitgliedern auferlegten Pflichten trotz wiederholter Ermahnung durch die Brudermeister,
b) wenn ein Mitglied abfällige Redensarten über die Bruderschaft und deren Grundsätze hält oder durch sein Verhalten in der Öffentlichkeit das Ansehen der Bruderschaft
c) bei Nichtzahlung der Beiträge trotz mehrfacher Ermahnung durch die Brudermeister.
d) Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand. Dieser ist jedoch verpflichtet, der nächsten Versammlung von diesem Beschluss Kenntnis zu geben.
Eine Wiederaufnahme kann nur von einer Versammlung mit 2/3-Mehrheit beschlossen werden, wenn seitens des Betreffenden ein schriftliches oder persönlich vorgetragenes Wiederaufnahmegesuch vorliegt. Der zur Zeit des Austritts oder Ausschlusses amtierende Vorstand ist bei vorgesehener Wiederaufnahme zu hören.
a) dem jeweiligen Pfarrer als Präses,
b) dem 1. Brudermeister,
c) dem 2. Brudermeister,
d) dem amtierenden König,
f) dem 1. Fähnrich.
Vorstand im Sinne des §26 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) sind:
Die zu wählenden Vorstandsmitglieder müssen mindestens 21 Jahre alt sein. Die Wahl der beiden Brudermeister erfolgt alle zwei Jahre, die des Hauptmanns und des 1. Fähnrichs jährlich in der Generalversammlung. Scheidet ein Vorstandsmitglied während seiner Amtszeit aus, so erfolgt eine Ersatzwahl in der nächsten Versammlung. Die Amtsdauer dieser Ersatzvorstandsmitglieder endet beim nächsten Wahltermin. Eine Wiederwahl ist zulässig.
In besonderen Fällen kann die Altersgrenze herunter gesetzt werden (höchstens aber um drei Jahre). Hierbei ist der Reife und der Persönlichkeit der Kandidaten besondere Beachtung zu schenken.
Bei den Wahlen ist jeweils die absolute Mehrheit erforderlich. Sollte bei einer Wahl kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichen, so ist ein zweiter Wahlgang durchzuführen. Ist dann immer noch keine absolute Mehrheit auf einen Kandidaten entfallen, so entscheidet bei einem 3. Wahlgang die Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
Der Vorstand ist für die Einhaltung der Satzung und der Ausführungsbestimmungen verantwortlich.
Die Aufgaben der Vorstandsmitglieder:
a) Der Präses betreut die Bruderschaft in allen religiösen und kirchlichen Angelegenheiten.
b) Die Brudermeister haben dafür zu sorgen, dass Zweck und Ziel der Bruderschaft der Satzung entsprechend erreicht werden. Ihnen obliegen insbesondere die mit der Durchführung dieser Aufgaben verbundenen Geschäfte. Hierzu gehören die Führung des Bruderbuches, die Kassenverwaltung, die Verwaltung des Eigentums der Bruderschaft, die Vertretung der Bruderschaft in allen Angelegenheiten, die rechtzeitige Einberufung und Leitung von Versammlungen.
Der König ist der Repräsentant und nimmt bei allen Veranstaltungen den ersten
Platz ein. Er ist in besonderem Maße für die Pflege des Königssilbers verantwortlich und hat dafür zu sorgen, dass dieses nach Gebrauch wieder umgehend an den Hinterlegungsort gebracht wird.
d) Dem Hauptmann obliegen die straffe Ordnung beim Auftreten der Bruderschaft in der Öffentlichkeit und die hierfür erforderliche Vorbereitung.
e) Der 1. Fähnrich ist für die Pflege der Bruderschaftsfahnen sowie das Aufhängen
der Fahnen an hohen Feiertagen in der Kirche verantwortlich. Diese sind Sebastianustag, Ostern, Pfingsten, Fronleichnam, Kirmes (St. Michael), Weihnachten. Gemeinsam mit dem 2. Fähnrich obliegt ihm weiter der alte Brauch des Fahnenschwenkens. Sie haben dies überlieferungsgemäß exakt durchzuführen. Bei Anlässen, die eine Fahnendeputation erfordern, ist die persönliche Teilnahme des ersten Fähnrichs Pflicht. Im Verhinderungsfall hat er für Vertretung zu sorgen. 5) Vorstandsmitglieder, die die ihnen auferlegten Pflichten in grober Weise verletzen, sind vom Vorstand oder von der Versammlung zur Rechenschaft zu ziehen. 6) Dem Vorstand steht ein Gremium in beratender Funktion (GibF) zur Seite, welches aus fünf ehemaligen, ordentlich ausgeschiedenen Mitgliedern besteht. Die Aufgaben des GibF liegen darin, den amtierenden Vorstand durch Rat und Tat zu unterstützen. Die Besetzung des GibF ist alleine Vorstandsangelegenheit und von diesem jährlich zur Versammlung vor Jaasse-Kirmes durchzuführen.
§ 9 - Bruderboten
Der Vorstand bestimmt jüngere Mitglieder zu Bruderboten. Diesen fällt die Aufgabe zu, alle Botengänge für die Bruderschaft gewissenhaft zu erledigen. In Prozessionen und bei der Beerdigung eines Mitgliedes, eines ehemaligen Königs, einer ehemaligen Königin oder eines Ehrenmitgliedes hat einer der Bruderboten die Bruderschaftskerze zu tragen. Von der Zahlung des Beitrages sind sie für die Dauer ihrer Amtszeit befreit.
§ 10 - Versammlungen
Außerordentliche Generalversammlungen müssen einberufen werden, wenn die Hälfte der Mitglieder dies fordert oder wenn der Vorstand dies beschließt. 2) Die Versammlung fasst ihre Beschlüsse mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit diese Satzung nichts anderes vorschreibt. Wa hlen sind geheim durchzuführen. Zu
Die ordentliche Generalversammlung wird um den 20. Januar abgehalten.
diesem Zweck sind Stimmzettel bereitzuhalten. Die Versammlungen werden vom 1. Brudermeister oder einem anderen
Vorstandsmitglied geleitet. Jedes Mitglied, das mehrfach auf die Versammlung störend einwirkt, bekommt Wort und Stimmrecht für diese Versammlung entzogen. Im Wiederholungsfalle trotz Ermahnung durch den Versammlungsleiter erfolgt Ausschluss aus der Versammlung. 4) Bei jeder Versammlung ist eine Anwesenheitsliste zu führen. Über jede Versammlung ist ein Bericht anzufertigen, der in dem später zu erstellenden Jahresbericht Verwertung findet. Der Jahresbericht wird erst nach Begutachtung durch den Vorstand und durch die Generalversammlung in das Bruderbuch eingetragen und vom vorjährigen Vorstand unterzeichnet. 5) Jede Einladung zu einer Versammlung muss die vorgesehene Tagesordnung enthalten
und ist den Mitgliedern mindestens 3 Tage vorher zuzustellen. Jede ordnungsgemäß einberufene Versammlung ist beschlussfähig. 6) Vorstandssitzungen werden vom 1. Brudermeister nach Bedarf einberufen oder wenn 2 Vorstandsmitglieder dies fordern.
§ 11 - Verwaltung
die Unterschriften beider Brudermeister oder eines Brudermeisters und eines anderen Vorstandsmitgliedes erforderlich. 2) Der Vorstand ist für die Verwaltung der Finanzen verantwortlich. Der kassenführende
Zu Abmachungen und Verträgen, welche die Bruderschaft verpflichten sollen, sind stets
Brudermeister kann selbständig nur bis zu einer Ausgabe von 500 EURO verfügen. Über Ausgaben bis zu 5000 EURO entscheidet der Vorstand, bei Ausgaben über 5000 EURO ist die Zustimmung der Versammlung erforderlich. Alle Geldbestände, die nicht der Abwicklung des Tagesgeschäfts dienen, sind zinsbringend anzulegen. Der Vorstand hat der Generalversammlung Rechenschaft über die Kassenverhältnisse zu geben. Zur Überprüfung der Finanzlage werden von der Generalversammlung zwei Kassenprüfer auf zwei Jahre gewählt, die keine Vorstandsmitglieder sein dürfen. Die Wahl findet jährlich statt, wobei abwechselnd einer der beiden Kassenprüfer neu gewählt wird.
§ 12 - Eigentum
Für die Verwaltung des Eigentums der Bruderschaft ist der Vorstand verantwortlich. Er hat dafür zu sorgen, dass das Eigentum der Bruderschaft ordnungsgemäß und diebessicher untergebracht ist. Jährlich vor der Generalversammlung ist eine Inventaraufnahme vorzunehmen. Das Inventarverzeichnis ist den Abrechnungsunterlagen beizufügen.
§ 13 - Satzungsänderung
Satzung und Ausführungsbestimmungen können nur in einer außerordentlichen Generalversammlung mit 2/3-Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder geändert werden.
Die Bruderschaft kann durch Beschluss einer außerordentlichen Generalversammlung aufgelöst werden. Voraussetzung für diesen Beschluss ist, dass alle aktiven Mitglieder der Bruderschaft dem Antrag einer Auflösung zustimmen. Der Auflösungsbeschluss ist nur wirksam, wenn die Zustimmung der katholischen Kirche vorliegt. Im Falle einer Auflösung gehen Besitz und Vermögen der Bruderschaft in den Besitz der katholischen Kirchengemeinde St. Michael Niederdollendorf über. Königssilber und Bruderbücher sind grundsätzlich unveräußerlich.
§ 15 - Inkrafttreten und Ausführungsbestimmungen
Die vorstehende Satzung tritt mit dem Tage in Kraft, an dem die außerordentliche Generalversammlung über ihre Anwendbarkeit Beschluss gefasst hat. Allen Mitgliedern ist eine Abschrift der Satzung zu überreichen.
2) Zur Durchführung dieser Satzung sind Ausführungsbestimmungen erlassen, die vor
allem das Auftreten der Bruderschaft in der Öffentlichkeit regeln sollen. Diese Ausführungsbestimmungen sind, soweit sie sich mit den Kirmesveranstaltungen befassen, jeweils in einer Versammlung vor dem Fest zu verlesen. Satzung und Ausführungsbestimmungen haben bei jeder Versammlung vorzuliegen.
Niederdollendorf, den 08. April 2005
Pfr. Georg Kalckert
(120. König)
Michael Vieritz
(2. Brudermeister)
(1. Fähnrich)
HHiHHiininnwnwweweeieiisiss:s::: Die Ausführungsbestimmungen zur Satzung haben wir hier nicht aufgenommen.
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