Source: https://studylibde.com/doc/12674143/teil-a---gemeinde-gars-am-inn
Timestamp: 2020-07-11 17:20:07
Document Index: 69223207

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 4', '§ 34', 'Art. 4', 'Art. 6', 'Art.\n8']

MARKTGEMEINDE GARS AM INN
LKR. MÜHLDORF A. INN
ORTSTEIL HUTTENSTÄTT
ZUM ENTWURF VOM 9.MAI 2012
GEÄNDERT AM 11.JULI 2012
Das Änderungsgebiet umfasst den Bereich der bestehenden Bebauung des Weilers
Huttenstätt sowie eine kleine Fläche für eine zukünftige, den Ortsteil abrundende Neubebauung.
2. ÄNDERUNGSANLASS UND PLANUNGSABLAUF
Der konkrete Anlass für die geplante Änderung bestand zunächst in der Anfrage eines
ortsansässigen Grundstückseigentümers, über die Möglichkeiten einer Neubebauung auf
seinem Grundstück am östlichen Rand von Huttenstätt. Diese Anfrage wurde vom Marktgemeinderat im Juni 2011 positiv beurteilt, da allgemein ein Bedarf an Flächen zur
Wohnnutzung besonders für ortsansässige Bauinteressenten gesehen wurde.
Am 14. März 2012 wurde vom Marktgemeinderat der Beschluss zur 1. Änderung des Flächennutzungsplanes gefasst und am 26.März bekannt gemacht. Die frühzeitige Bürgerbeteiligung und die frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange folgte vom
03.04 bis 03.05.2012. Die öffentliche Auslegung nach § 3 Abs. 2 BauGB und die förmliche Beteiligung der Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 2 BauGB wurden vom
24.05. bis 25.06.2012 durchgeführt. Die im Rahmen des Beteiligungsverfahrens eingegangenen Stellungnahmen werden entsprechend der Abwägung durch die Gemeinde in
der vorliegenden Planfassung und der Begründung berücksichtigt.
(s.u. unter Punkt 9).
Die Flächennutzungsplanänderung in der Fassung vom 11.07.2012 wurde von der
Marktgemeinde mit Beschluss des Gemeinderats vom 11.07.2012 festgestellt.
Begründung zur 1.Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Huttenstätt - Teil A
3. DERZEITIGE SITUATION IM PLANUNGSGEBIET
Der Ortsteil Huttenstätt liegt ca. 1,5km westlich des Hauptortes Gars am Inn, von diesem
deutlich getrennt durch den Schluchtwald des Urtelgrabens. Der Weiler liegt eingebettet
in Grünland in leicht hügeligem Gelände.
Die vorhandene Bebauung besteht aus drei Bauernhäusern, hiervon zwei mit aktiver
Landwirtschaft, sowie deren Nebengebäuden, und einem Gasthaus mit Fremdenzimmern
und Schützenhaus. Dazu kommen 4 Einfamilienhäuser der Baujahre ca. 1960 bis 1990,
ebenfalls mit Nebengebäuden. Alle Wohngebäude sind zweigeschossig mit Satteldach.
Der Weiler bildet eine klar erkennbare, eigenständige Siedlungseinheit. Die Ortsränder
sind auf allen Seiten klar ausgebildet, jedoch haben die Ortsränder unterschiedliche Charaktere: Nach Westen und Nordwesten zeigt sich ein traditionelles, regionstypisches
Ortsbild mit landwirtschaftlichem Gepräge, durch Obstbaumwiesen gut in die Landschaft
eingebunden. Nach Osten und Südosten dominieren neuere Einfamilienhäuser, die eine
harte bauliche Kante bilden.
In der Mitte des Ortes findet sich als Besonderheit eine frei zugängliche Obstbaumwiese,
um die sich die Häuser gruppieren. Durch diesen „Dorfanger“ in Verbindung mit dem angrenzenden Wirtshaus mit Biergarten, und durch das geschlossene Ortsbild hat der Ortsteil trotz der relativen geringen Größe den Charakter eines Dorfes.
4. PLANUNGSRECHTLICHE VORGABEN
4.1 Überörtliche Planungen
Der beabsichtigten Ausweisung eines Dorfgebietes stehen überörtliche Planungen oder
Fachplanungen überörtlicher Planungsträger nicht entgegen.
Das Landesentwicklungsprogramm Bayern benennt die Marktgemeinde Gars a. Inn als
„Allgemeinen ländlichen Raum“ im Nordwesten der Planungsregion Südostoberbayern.
Relevante Ziele für diesen Raum sind unter anderen:
- Bewahrung und Weiterentwicklung als eigenständiger gleichwertiger Lebens- und
- Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen
- Bewahrung und Sicherung der für die Erholung und den Tourismus gegebenen
naturräumlichen Voraussetzungen
- Bewahrende Erneuerung und Weiterentwicklung der Siedlungseinheiten.
Das Gebiet des Ortsteils Huttenstätt ist derzeit im Flächennutzungsplan als Baubestand
innerhalb einer Fläche für die Landwirtschaft dargestellt.
Bestehende landschaftsbestimmende Einzelbäume und offene Baumgruppen sind in den
südöstlichen und nordwestlichen Randbereichen sowie im Zentrum der Bebauung dargestellt. Der Plan enthält außerdem im Bereich Huttenstätt Hauptversorgungsleitungen für
Gas und eine elektrische Freileitung.
5. ZIEL UND ZWECK DER PLANUNG, STÄDTEBAULICHES KONZEPT
Aufgrund des Strukturwandels in der Landwirtschaft hat die Wohnnutzung im Ortsteil
Huttenstätt zugenommen. Durch diesen Nutzungswandel, verbunden mit erhöhten Wohnraumansprüchen nachgeborener Kinder, wächst der Bedarf an Baugrundstücken. Um der
Abwanderung entgegen zu wirken und ortsansässigen Bauinteressenten die Möglichkeit
zur Bildung von Wohneigentum anzubieten, sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Der Weiler soll einschließlich einer geringfügigen Erweiterungsmöglichkeit als Siedlungsfläche mit der Nutzungsart Dorfgebiet (MD) ausgewiesen
Die baurechtlichen Zulässigkeiten sollen im weiteren Verlauf durch die Aufstellung einer Innenbereichssatzung gemäß § 34 Abs. 4 BauGB geregelt werden.
Es kann mit ca. 5 neuen Baugrundstücken (Einfamilienhäuser) gerechnet werden.
Die Flächen für eine Neubebauung werden am östlichen Ortsrand vorgesehen, der bereits jetzt durch Einfamilienhausbebauung geprägt ist. Der dörfliche Charakter des westlichen Ortsbereichs wird somit nicht verändert. Im Zusammenhang mit einer Neubebauung
bietet sich zu dem die Möglichkeit, durch Eingrünung mit Obstbäumen eine Auflockerung
und bessere Landschaftseinbindung des östlichen Ortsrandes zu erreichen. Die hierfür
vorgesehenen Festlegungen werden im Umweltbericht näher beschrieben.
Die Erweiterungsflächen stellen aufgrund Ihrer geringen Ausdehnung eine Abrundung
und keine wesentliche Erweiterung des Bestandes dar. Eine weitere, wesentliche Ortserweiterung soll auch in Zukunft nicht ermöglicht werden. Ausreichende Freiflächen zu
anderen Siedlungseinheiten und zum FFH-Gebiet Schluchtwald Urtelgraben sollen erhalten bleiben.
Der obstbaumbestandene Anger in der Dorfmitte soll durch planliche Ausweisung als
ortsbildprägende Grünfläche langfristig gesichert werden.
6. UNTERSUCHTE ALTERNATIVEN
Der Charakter des Bestandes entspricht in der Siedlungsstruktur und der Nutzungsart
dem eines Dorfgebietes. Eine andersartige Entwicklung wird nicht angestrebt. Es wurden
deshalb keine Alternativen zur Ausweisung eines Dorfgebietes untersucht.
7. VERSORGUNG UND ERSCHLIESSUNG
Die Versorgung des Bestandes sowie einer Neubebauung ist durch die bestehende
Infrastruktur gesichert.
7.1 Elektrizität
Am nordwestlichen Dorfrand liegt eine Transformatorenstation, welche den Endpunkt
einer 20kV-Freileitung der E.ON Bayern AG bildet. Die Freileitung mit beiderseits
8m breiter Schutzzone, sowie die Trafostation werden im Flächennutzungsplan dargestellt. Im Schutzzonenbereich bestehen Bau- und Nutzungsbeschränkungen. Pläne für
Bau- und Bepflanzungsvorhaben in diesem Bereich sind dem Betreiber rechtzeitig zur
Das bestehende Niederspannungs-Freileitungsnetz in Huttenstätt wird derzeit auf Erdkabel umgestellt.
Durch den Ortsbereich verläuft die Gashochdruckleitung Finsing-Bierwang der bayernets
GmbH. Am östlichen Ortsrand liegt eine dazugehörige Schiebergruppe. Knapp östlich
des Ortes verläuft zudem in nord-südlicher Richtung eine Gashochdruckleitung der Energie Südbayern GmbH (ESB). Im Kreuzungsbereich der beiden Leitungen befindet sich
eine Mess- und Regelstation. Die Leitungen und die dazugehörigen Anlagen werden im
Flächennutzungsplan dargestellt. Der 3m beiderseits der Rohrachse breite Schutzstreifen
der Leitung Finsing-Bierwang ist durch Dienstbarkeiten bzw. Gestattungsverträge gesichert. In diesem Schutzstreifen sind alle Maßnahmen zu unterlassen, die den Bestand
der Leitung gefährden oder den Betrieb, Wartung und Unterhalt beeinträchtigen könnten,
so ist beispielsweise die Errichtung von Bauten nicht zulässig. Die Zugänglichkeit der
Leitung für Wartungs- und Reparaturarbeiten muss uneingeschränkt erhalten bleiben.
Der Ortsbereich ist an das Gasnetz der ESB angeschlossen.
Der Ortsteil wird durch den Zweckverband der Wasserversorgung der Schlicht-Gruppe
versorgt. Die Wasserversorgung von Neubauten über den Zweckverband ist sicherzustellen.
7.4 Abwasserbeseitigung
Der Bestand ist bis auf das Anwesen Huttenstätt 1 an die zentrale gemeindliche Abwasserentsorgung der Gemeinde Gars angeschlossen. Ein Anschluss zukünftiger Neubauten
7.5 Verkehrserschließung
Die Erschließung für den Straßenverkehr ist durch die vorhandenen Straßen gesichert.
Eine wesentliche Zunahme des Straßenverkehrs ist durch die Änderung nicht zu erwarten. Die Erschließung der potentiellen Baugrundstücke am östlichen Ortsrand erfolgt über
den bestehenden Fahrweg, der bislang schon zur Erschließung der östlich des Weilers
gelegenen Gas-Messstation dient. Bislang ist dieser Weg nur bis zum Rand der vorhandenen Siedlung asphaltiert. Es wäre im Falle einer Neubebauung zu erwägen, das befestigte Teilstück entsprechend zu verlängern.
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An Infrastruktur des öffentlichen Personen-Nahverkehrs existiert eine Bushaltestelle an
der Kreisstraße Gars – Lengmoos ca. 300m östlich von Huttenstätt (Linie 9410 GarsHaag-München der Regionalverkehr Oberbayern GmbH, Linie 31 Aschau-Gars-Haag,
Brodschelm Verkehrsbetrieb und Linie 7519 Freimehring-Gars-Waldkraiburg-MühldorfAltötting, Verkehrsgemeinschaft Mühldorf).
Weiterhin besteht am südlichen Ortsrand eine Schulbus-Haltestelle.
Im Gebiet der Änderung befinden sich zwei Baudenkmäler:
D-1-83-118-110 Huttenstätt 4. Wohnteil eines ehem. Wohnstallhauses, Flachsatteldachbau mit unregelmäßiger Granitplattenverkleidung und Putzrahmung der Fenster, wohl
Jh., Dachwerk um 1996 erneuert und Giebelfeld neu aufgemauert.
(Nachqualifiziert)
D-1-83-118-70 Huttenstätt 5. Einfirsthof und Gasthaus, zweigeschossiger Flachsatteldachbau, Wohnteil in unverputztem Granit- und Feldsteinmauerwerk mit Ziegelbögen und
verputztem Giebeldreieck, um 1865.
(Nachqualifiziert).
Die Baudenkmäler im Änderungsgebiet werden als nachrichtliche Übernahme im
Flächennutzungsplan gekennzeichnet.
Für jede Art von Veränderungen an diesen Denkmälern oder in ihrem Nähebereich gelten
die Bestimmungen des Art. 4-6 DSchG. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege ist
bei allen Planungs- Anzeige, Zustimmungs- sowie Erlaubnisverfahren nach Art. 6 DSchG
und bei allen baurechtlichen Genehmigungsverfahren, von denen Baudenkmäler/Ensembles unmittelbar oder in Ihrem Nähebereich betroffen sind, zu beteiligen.
Es sind keine Bodendenkmäler im Geltungsbereich der Änderung bekannt oder verzeichnet. (siehe Anhang: Auszug aus dem Bodendenkmal-Kataster).
Eventuell zu tage tretende Bodendenkmäler unterliegen der Meldepflicht an das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege oder die Untere Denkmalschutzbehörde gemäß Art.
8 Abs. 1-2 DSchG.
9. ÄNDERUNGEN UND ANPASSUNGEN DER PLANUNG
Im Rahmen der Beteiligung gingen keine Einwendungen ein, die nicht durch Abwägung
zu überwinden wären. Es gingen keine grundlegenden Bedenken gegen die Planung ein.
Aufgrund der eingegangen Äußerungen, Anregungen und Hinweise wurden als wesentliche Änderungen oder Ergänzungen in die Planung bzw. die Begründung übernommen:
Naturschutz und Landschaftspflege: es wurden entsprechend der Stellungnahme des
Landratsamtes detaillierte Festlegungen zur Ortsrandeingrünung, innerörtlichen Grünstrukturen und landschaftsbestimmenden Einzelbäumen getroffen.
Aufgrund der Stellungnahme der Regierung von Oberbayern wurde in die Begründung
aufgenommen, dass eine weitere, wesentliche Ortserweiterung auch in Zukunft nicht ermöglicht werden soll. Ausreichende Freiflächen zu anderen Siedlungseinheiten sollen
Aufgrund der Äußerung des Kreisheimatpflegers und des Landesamtes für Denkmalpflege werden die Baudenkmäler als nachrichtliche Übernahme im Plan dargestellt und in
der Begründung textlich beschrieben.
Desweiteren wurden Hinweise des Gesundheitsamtes, des Landesamtes für Denkmalpflege und der E.ON Bayern AG in die Begründung übernommen.
Die Lage der Gashochdruckleitungen wurde entsprechend der Stellungnahme der
bayernets GmbH richtiggestellt.
Aufgrund der Stellungnahme des Landratsamtes Mühldorf entfiel die Darstellung ausgleichspflichtiger Bauflächen sowie die Festlegung von Ausgleichsflächen
Begründung zur 1.Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Huttenstätt - Teil B: Umweltbericht
Zur 1.Änderung des Flächennutzungsplanes der Marktgemeinde Gars am Inn
im Bereich Huttenstätt, Gemarkung Lengmoos.
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Anlass für die Änderung des Flächennutzungsplans ist der erhöhte Bedarf an Flächen zur
Wohnnutzung. Die Marktgemeinde Gars am Inn strebt daher eine Neuregelung für den
Ortsteil Huttenstätt an. Der Weiler Huttenstätt soll künftig Siedlungsfläche mit der Nutzungsart Dorfgebiet sein. Umweltbelange sind vor allem in Teilflächen der Flurstücke
720, 722, 783, 785 und 785/2 betroffen. Hier sollen intensiv genutzte Grünlandflächen in
Bauland für Wohnungsbau umgewandelt werden.
Diese Neuausweisung wirkt sich zum einen auf das gesamte Gebiet des Weilers, als
auch die hinzukommenden Siedlungsflächen aus. Der bestehende Teil des Weilers soll in
seiner Gestalt nicht geändert werden. Daher beziehen sich die weiteren Betrachtungen
der Einflüsse auf die Schutzgüter nur auf die hinzukommenden Siedlungsgebiete, bezeichnet als Plangebiet. Erst unter Kapitel 9 „Ergänzende Empfehlungen für das momentane Siedlungsgebiet“ werden auch Vorschläge für den Umgang mit den bestehenden
Landschaftselementen gemacht.
Das Baugesetzbuch macht für alle Bauleitpläne eine Umweltprüfung, u.a. für die Änderung eines Flächennutzungsplans, erforderlich. So auch für diesen Änderungsantrag, da
es sich weder um ein vereinfachtes noch ein verkürztes Verfahren handelt, und grundsätzlich von Umweltauswirkungen durch die Änderung eines FNP ausgegangen wird. Der
Umweltbericht bietet die Grundlage für die Beteiligung der Öffentlichkeit und eine sachgerechte Abwägung der Umweltbelange durch die Gemeinde.
1.1 Kurzdarstellung des Inhalts und der wichtigsten Ziele des Flächennutzungsplans
Im Beschlussvorschlag über die Änderung des Flächennutzungsplans wird die Änderung
„Aufgrund des Strukturwandels in der Landwirtschaft hat die Wohnnutzung im Ortsteil
zur Bildung von Wohneigentum anzubieten, sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Der Weiler soll als Siedlungsfläche mit der Nutzungsart Dorfgebiet (MD) ausgewiesen werden.“
Planerisch stellen sich die Änderungen auf der Erweiterungsfläche wie folgt dar:
Die betroffenen Flurstücke Nr. 720, 722, 783, 785 und 785/2 liegen auf dem Gebiet der
Gemeinde Gars am Inn, in der Gemarkung Lengmoos, Ortsteil Huttenstätt. Im aktuellen
Flächennutzungsplan ist das Gebiet als „Fläche für die Landwirtschaft“ gekennzeichnet.
Die derzeitige Nutzung als intensiv genutztes Grünland wird nur in den folgend beschriebenen Teilbereichen geändert.
Bereich nördlich des Feldwegs:
Die Nutzungsänderung betrifft ca. 2336 qm von Fl. Nr. 783, östlich angrenzend an die
bestehende Wohnbebauung und nördlich an den vorhandenen Feldweg zur Erschließung
der Gasstation. Durch die Änderung des Flächennutzungsplanes ist mit drei Baugrundstücken für je ein Einfamilienhaus durch Herauslösung aus dem Flurstück Nr. 783 zu
Bereich südlich des Feldweges:
Die Nutzungsänderung betrifft ca. 2783 qm von Fl. Nr. 720, 722, 785, östlich angrenzend
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an die bestehende Wohnbebauung und südlich an den vorhandenen Feldweg zur Erschließung der Gasstation. Hier kann mit ca. 2 Baugrundstücken für Einfamilienhäuser
Die Erschließung der neuen Baugrundstücke wird über die bestehende Feldfahrt
Fl.Nr.784 erfolgen. (siehe auch Lageschema, Anlage I zum Änderungsantrag)
1.2 Darstellung der in einschlägigen Fachgesetzen und Fachplänen festgelegten
Ziele des Umweltschutzes und ihrer Berücksichtigung
- „Bewahrung und Weiterentwicklung als eigenständiger gleichwertiger Lebens- und
- Bewahrende Erneuerung und Weiterentwicklung der Siedlungseinheiten.“
Für das vorliegende Plangebiet wurden die Angaben aus dem aktuellen Flächennutzungsplan und dazugehörigen Erläuterungsbericht betrachtet. Im Flächennutzungsplan ist das Gebiet als „Fläche für die Landwirtschaft“ gekennzeichnet. Zudem ist im FNP
der Verlauf einer unterirdischen Gas-Versorgungsleitung (Gashockdruckleitung FinsingBierwang FB10) durch die Fläche eingetragen. Detaillierte Aussagen zum Ortsgebiet
Huttenstätt, insbesondere den Flst. 720, 722, 783, 785 und 785/2, sind dem Erläuterungsbericht zum Landschaftsplan nicht zu entnehmen.
Ausschnitt aus dem Landschaftsplan der Marktgemeinde Gars a. Inn, 2005, ohne Maßstab
Markierter Bereich von der Änderung betroffene Teilstücke Fl. Nr. 720, 722, 783, 785, 785/2
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Nördlich angrenzend an Huttenstätt befindet sich ein FFH-Gebiet, der Schluchtwald des
Urtelgrabens. Dieser ist ca. 60-80m entfernt von den zu ändernden Teilflächen. Der zwischen Grünland und Wald verlaufende Rainbachweg (landwirtschaftlich genutzt) dient als
Das Plangebiet gehört zur naturräumlich- und landschaftsökologischen Einheit des InnChiemsee-Hügellands, Untereinheit Soll-Landschaft Haag-Gars. (FNP, Teil B, S. 9)
2. Bestandsaufnahme und Bewertung der Umweltauswirkungen einschließlich der
Beschreibung: Der anstehende Boden ist durch die Nutzung als Intensivgrünland
anthropogen geprägt. Charakteristisch sind die sandig-schluffigen Lehmböden und Parabraunerden der Soll-Landschaft Haag-Gars. Diese zeichnen sich durch gute Sickerfähigkeit aus.
Die Wiese wird gedüngt. Für die Fläche besteht kein Altlastenverdacht. Die gesamte Fläche ist unversiegelt.
Nach Informationen des Landesamts für Vermessung und Geoinformation und des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege befindet sich auf der Fläche kein Bodendenkmal.
Im Auszug aus dem BayernViewer ist auch zu sehen, dass in die südlichen Randbereiche in jüngerer Zeit durch eine Baumaßnahme eingegriffen wurde. (siehe Anlage)
Auswirkungen: Durch die Änderung des Flächennutzungsplans und die daran anschließende Realisierung der Wohnungsbaumaßnahme wird Boden einesteils verdichtet, anderenteils versiegelt.
Durch die Wohnnutzung werden keine nennenswerten betriebsbedingten Belastungen
Eine Begrenzung der versiegelten Flächen kann die Auswirkungen reduzieren.
Ergebnis: Es sind aufgrund der Bodenversiegelung durch Gebäude- und Nebengebäudeflächen sowie Erschließungsflächen Umweltauswirkungen geringer Erheblichkeit für das
Schutzgut Boden zu erwarten.
Über den Grundwasserstand liegen keine Daten vor.
Auf dem Plangebiet befindet sich kein Oberflächengewässer.
Die zu ändernden Flurstücke gehören zum weiträumigen Einzugsgebiet des unterhalb
liegenden Urtelgrabens, wobei der durchlässige Boden durch Versickerung auf der Fläche den größeren Anteil an Regenwasser direkt aufnimmt.
Auswirkungen: Anlagebedingt wird die natürliche Versickerungsfunktion des Bodens im
Teilbereich des Wohnungsbaus auf Gebäudeflächen ganz unterbunden, auf teilversiegelten (Erschließungs-) Flächen verringert. Regenwasser, das bei entsprechenden Regenereignissen vom Boden nicht mehr aufgenommen werden kann, fließt dem natürlichen
Hanggefälle folgend in den Urtelgraben. Betriebsbedingt sind keine bemerkenswerten
Schadstoffeinträge zu erwarten.
Ergebnis: Für das Schutzgut Wasser ergeben sich geringe Auswirkungen.
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2.3 Klima und Luft
Beschreibung: Die Flurstücke 720, 722, 783, 785 und 785/2 sind derzeit unversiegelte
Fläche. Daher ist die Verdunstungsfunktion / Luftkühlungsfunktion der Wiese uneingeschränkt.
Die Nutzungsänderung betrifft ca. 4820 qm. Die damit verbundene künftig versiegelte
Fläche, abhängig von der Grundstückszahl (GRZ), wird diese Funktionen in einem entsprechend geringeren Anteil erfüllen.
Auswirkungen: Im Bereich der Nutzungsänderung wird ein Teil der Grünlandfläche in eine bebaute, versiegelte Fläche umgewandelt. Die künftige Verdunstungsrate hängt vom
Grad der Versiegelung ab. Die unveränderten Flurstücksflächen können weiterhin die
Verdunstungsfunktion / Luftkühlungsfunktion der Wiese uneingeschränkt erfüllen.
Ergebnis: Es sind keine erheblichen Auswirkungen hinsichtlich des Schutzguts Klima und
Luft zu erwarten.
2.4 Arten und Lebensräume
Beschreibung: Das Plangebiet stellt sich derzeit als Fläche mit intensiv genutztem Grünland, also artenarm, dar. Es wird als mehrschürige Futterwiese genutzt.
Im Planungsgebiet liegen keine hochwertigen oder gesetzlich geschützten Biotope.
Des Weiteren gibt es auch keine anderen Landschaftselemente, wie z.B. freiwachsende
Hecken oder Gehölzgruppen, Feuchtzonen, die als artenreicher Lebensraum gelten
Blick über Flurstück 783 in Richtung Gasstation
Blick über Flurstück 722 in Richtung Westen
Auswirkungen: Ein Teil der artenarmen Wiesenfläche wird in Baufläche umgewandelt.
Ergebnis: Es sind keine erheblichen Auswirkungen hinsichtlich des Schutzguts Arten und
Lebensräume zu erwarten. Auf das im Norden befindliche angrenzende FFH-Gebiet
Urtelgraben sind keine direkten oder indirekten Auswirkungen durch die Änderungen auf
den an der Feldfahrt gelegenen Teilflächen zu erwarten.
2.5 Mensch (Lärm, Erholung)
Beschreibung: Von den Wiesenflächen selbst gehen derzeit keine Lärmemissionen aus.
Fahrverkehr auf der angrenzenden Feldfahrt, ein Schotterweg, durch den Betreiber der
Gasleitungen „bayernets GmbH“ bewirkt eine entsprechend sporadische Lärmbelastung.
Als Erholungsangebot nahe dem Planungsgebiet zählt der am Nordrand außerhalb des
Flurstücks 783 entlangführende Rainbachweg. Attraktiv ist der für Spaziergänge genutzte
Weg durch seinen Abwechslungsreichtum. Er führt vom Ort Gars durch den Schluchtwald
bergauf, am Waldrand entlang, mit freiem Blick über die Wiesen nach Huttenstätt. Zielpunkt könnte dort das Biowirtshaus Eisgruber sein. Zudem führt er weiter in Richtung
Hörwart oder durch die Schlucht nach Amselgraben.
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Biowirtshaus Eisgruber
Auswirkungen: Zu erwartende nachteilige Auswirkungen für die derzeitigen Anwohner
sind die mit der neuen Wohnnutzung entstehende Fahrlärmbelastung.
Für Spaziergänger wird die neue Wohnbebauung abhängig von Größe, Bauweise und
Eingliederung in die Landschaft den Erholungswert geringfügig beeinflussen.
Ergebnis: Im Hinblick auf das Schutzgut Mensch sind bzgl. Lärmbelastung Auswirkungen
mit geringer Erheblichkeit zu erwarten.
2.6 Landschaftsbild
Blick über Glasberg nach Schnaitsee
Urtelgraben
Waldrand an der Schlucht zum
Ortsrand nach Südost
Ortsrand nach Norden
Die Flächen der Flurstücke 720, 722, 783, 785 und 785/2 stellen sich derzeit als gleichmäßiges, leicht bewegtes Gelände dar. Sie fallen als komplett offene Fläche krass gegenüber dem derzeitigen Siedlungsrand mit einer harten, gebauten Kante auf. Gefasst
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wird die Wiesenfläche im Norden durch den strauchbewachsenen Übergangsstreifen
zum Schluchtwald. In die anderen drei Richtungen liegt Huttenstätt frei sichtbar.
Wichtig ist außerdem der Blickbezug nach Südosten über den Hof Glasberg hinweg in
Richtung Schnaitsee und Alpen.
Auswirkungen: Mit der Realisierung der Flächennutzungsplanänderung wird das bestehende Landschaftsbild geändert, der Grünlandbereich wird verkleinert. Der Wohnungsbau schränkt den ausschließlichen Wiesencharakter ein. Das Landschaftserleben wird
durch die Erweiterung der Siedlungsfläche aus dem Ortsrand heraus geringfügig beeinträchtigt. Im Gegensatz zum derzeitigen harten Ortsrand am Flurstück 783/1, das hier als
Negativbeispiel dient, soll dem neuen Siedlungsrand eine lockere landschaftstypische
Gestaltung der Grundstücksränder auferlegt werden.
Der Fernblick ist weiterhin frei.
Ergebnis: Das Schutzgut Landschaft wird durch Umweltauswirkungen mittlerer Erheblichkeit beeinträchtigt.
Beschreibung: Auf dem Planungsgebiet sind keine Kultur- und Sachgüter sowie Denkmäler vorhanden.
Auswirkungen: Ergebnis: 3. Prognose über die Entwicklung des Umweltzustands bei Nichtdurchführung der
Bei Nichtdurchführung der Planung wird zunächst der heutige Zustand als intensiv genutztes Grünland erhalten. Die Bedingungen für die Schutzgüter werden weitgehend unverändert bleiben. Der aktuelle Flächennutzungsplan ließe eine Nutzung als Grünfläche
bzw. Parkanlage zu. Bei Nichtdurchführung bleibt auch die Erholungsnutzung gleich.
Da der Bedarf an neuem Wohnraum bestehen bleibt, würden die geplanten Flächen zur
allgemeinen Wohnnutzung an anderer Stelle entstehen, möglicherweise in Bereichen mit
schützenswerterem Bestand und mit größeren Umweltauswirkungen. Daneben bliebe der
Ortsrand, wie er sich derzeit nach Südosten hin zeigt, in krassem Gegensatz zum landschaftlichen Umfeld bestehen.
4. Maßnahmen zur Vermeidung und Verringerung von Beeinträchtigungen durch
Der Bau neuer Wohnhäuser macht eine Verdichtung und Versiegelung des Bodens im
Baubereich erforderlich und kann nicht vermieden werden. Zur Geringhaltung der Beeinträchtigung sind die GRZ und der Versiegelungsgrad möglichst gering zu halten.
Zur Minderung der Beeinträchtigung des Wasserhaushaltes wird empfohlen, die Erschließungsflächen versickerungsfähig auszubilden. Zudem sollte für die neue Bebauung
die Nutzung von Grauwasser und Einrichtungen für Versickerung von Regenwasser auf
der Fläche angeregt werden.
4.3 Klima und Luft
Die Höhe der Auswirkungen auf die natürliche Verdunstungsfähigkeit der Fläche wird
durch Neupflanzung von Obst-, mittelgroßen Bäumen und Großbäumen verringert.
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4..4 Arten und Lebensräume
Die Artenvielfalt auf der Fläche wird voraussichtlich durch die individuelle Grundstückgestaltung und Gartennutzung durch neue Arten erweitert - außerdem durch die neu zu
entwickelnden extensivierten Wiesenbereiche sowie Feldgehölzhecken (siehe auch Kapitel 8). Es ist darauf zu achten, dass ausschließlich einheimische Gehölze verwendet werden.
4.5 Mensch (Lärm, Erholung)
Die zu erwartende zusätzliche Lärmbelastung ist sehr gering. Zur Milderung ist keine
Maßnahme vorgesehen.
4.6 Landschaftsbild
Die Wohnbebauung an sich würde sich gegenüber der bestehenden Wiese sehr auffallend abzeichnen. Daher ist das Augenmerk auf die Eingliederung in die Landschaft zu
Vorbilder für die Eingliederung von Bebauung in die Landschaft finden sich in der Umgebung. Die Obstbaumwiesen, freiwachsenden Hecken, Baum- oder Gehölzgruppen sind
ortstypische Elemente. Dagegen sollen bauliche Anlagen und Kleinbauten nicht an der
Grundstücksgrenze errichtet werden.
Beispiel Stanzlöd westlich von Lengmoos
Beispiel Mayrhof, nördlich von Lengmoos
Maßnahmen zur Eingliederung in die Landschaft sind im Plan über die Änderung des
Flächennutzungsplans dargestellt.
4.7 Kultur- und Sachgüter
Es sind keine Kultur- und Sachgüter vorhanden. Daher werden auch keine Maßnahmen
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Im Vorfeld der Entwurfsverfassung wurde keine Alternative für die Lage und Größe der
Grundstücke für allgemeinen Wohnungsbau untersucht.
Die im Änderungsantrag dargestellte Variante schließt an die bestehende Bebauung und
den vorhandenen Erschließungsweg an.
6. Beschreibung der verwendeten Methodik und Hinweise auf Schwierigkeiten und
Kenntnislücken
Die Darstellung und dreistufige Bewertung der Umweltauswirkungen erfolgte verbal argumentativ. Als Grundlagen wurden der aktuelle Landschaftsplan mit Erläuterungsbericht
und der Flächennutzungsplan der Markgemeinde Gars am Inn verwendet.
Für die Bearbeitung des Umweltberichts wurden keine ergänzenden Gutachten vergeben. Für die Flurstücke 720, 722, 783, 785 und 785/2 bestehen daher keine genaue
Kenntnis über Boden und Grundwasserstand.
7. Maßnahmen zur Überwachung
Es sind keine speziellen Maßnahmen zur Überwachung der Auswirkungen der Planung
auf die Umwelt vorgesehen.
Die Empfehlungen für Festlegungen für die neue Bebauung über Grundstückszahl, Versiegelungsgrad, landschaftliche Eingliederung und Verwendung heimischer Arten sollten
im Genehmigungsverfahren große Gewichtung finden.
Die im folgenden Kapitel beschriebenen empfohlenen Maßnahmen zur Ortsrandeingrünung sollen an die Besitzer der betroffenen Grundstücke weitergegeben werden.
8. Allgemein verständliche Zusammenfassung
Ziel ist es, im Plangebiet die Änderung von „landwirtschaftlich zu nutzender Fläche“ zu
„allgemeiner Wohnnutzung“ zu ermöglichen.
Zur Verringerung nachteiliger Umwelteinwirkungen sind folgende Maßnahmen anzusetzen:
- Die GRZ der Wohnbebauung hält den Flächenverbrauch möglichst gering, maximal jedoch entsprechend der GRZ im Bestand der Umgebung.
- Der Eingriff wird auf den an den Siedlungsrand und Erschließungsweg angrenzenden Bereich beschränkt.
- Die neue Wohnbebauung nimmt räumlich Bezug zu bestehenden Gebäuden.
- Die Ausführung der Erschließungsflächen mit versickerungsfähigen Belägen minimiert den Versiegelungsgrad.
- Die Vorgabe, anfallendes Regenwasser möglichst als Brauchwasser zu verwenden begünstigt die Verdunstung und die kleinklimatischen Verhältnisse.
- Die ortstypische Eingliederung der neuen Bebauung mit einer Ortsrandeingrünung
verbessert die Stimmigkeit mit dem vorherrschenden Landschaftsbild des oberen
Hügellands zwischen Gars und Lengmoos.
Nach der Beschreibung der zu erwartenden nachteiligen Umweltauswirkungen sind 5 von
7 Schutzgütern durch geringe Auswirkungen betroffen, eines ist mit mittlerer Erheblichkeit
bewertet und eines nicht betroffen. Die nachstehende Tabelle fasst die Ergebnisse noch
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Mensch (Erholung, Lärm)
Es sind keine Ausgleichsmaßnahmen festzulegen, da für das Gebiet eine Klarstellungsund Entwicklungssatzung mit Grünordnungsplan aufgestellt wird.
Durch eine Ortsrandeingrünung sollen jedoch die Auswirkungen auf das Landschaftsbild
verringert, bzw. sogar eine Verbesserung gegenüber dem Ist-Zustand erreicht werden.
Empfehlungen von Maßnahmen zur Ortsrandeingrünung, die auf den benachbarten Flächen stattfinden würden, sind im Plan zur Änderung des FNP dargestellt und werden hier
kurz beschrieben. Neben einer allgemeinen Maßnahme, gibt es zwei weitere, aufgeteilt
auf das Gebiet nördlich der Feldfahrt und südlich der Feldfahrt, die dem Aufbau eines
grünen Ortsrandes dienen.
Durch die Erweiterung der Siedlungsfläche verlagert sich die Dorfausfahrt nach Osten.
Dort soll ortsbildprägend und signalgebend eine Dreiergruppe aus Großbäumen gepflanzt werden. Bei der Platzierung ist auf bestehende Spartenverläufe zu achten.
Entlang der nördlichen Grundstücksgrenze soll die Ortsrandeingrünung als freiwachsende Hecke mit Lücken extensiver Wiesenbereiche ausgebildet werden. Die Heckenbreite
soll mind. 5 Meter betragen, Lücken ebenfalls ca. 5 Meter. Die Wiesenstücke können aus
der bestehenden Wiese extensiviert werden, durch nur zweimalige Mahd pro Jahr und
Verzicht auf Düngung. Die Heckenpflanzung wird ergänzt durch lockere Pflanzung mittelgroßer Bäume, ebenfalls heimischer Art. Der Heckenstreifen setzt sich an der östlichen
Seite fort, so weit das künftige Gebäude sich dort erstreckt.
Am Südrand der Änderungsbereiche bietet sich aufgrund der sonnigen Lage eine in der
Gegend typische Obstbaumpflanzung an. Die relativ geringe Höhe von Obstbäumen beeinträchtigt auch die Nutzung der künftig entstehenden Wohngrundstücke nicht. Der Bereich soll als mindestens 8 Meter breiter extensiver Wiesenstreifen ausgebildet werden.
Die Hochstamm – Obstbäume sollen locker in diesem Streifen aneinandergereiht werden.
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Ergänzende Empfehlungen für das momentane Siedlungsgebiet des Weilers
Im Flächennutzungsplan eingetragene bestehende landschaftsbestimmende Einzelbäume und offene Baumgruppen sowie ortsbildprägende Grünflächen dürfen durch die Änderung des FNP nicht angetastet werden.
Insbesondere zu erhalten ist der zentrale Anger, Teil von Fl. Nr. 717. Er bildet als Grünfläche die offene, grüne Dorfmitte. Das am Westrand anliegende Biowirtshaus Eisgruber
unterstützt die zentrale Bedeutung noch. Hier befindet sich wiederum Obstbaumbestand,
der aufgrund seines Alters ortsprägend und schützenswert ist.
Ebenso zu bewahren ist der Obstgarten am Nordwesteck des Weilers Huttenstätt, Fl. Nr.
Verjüngungsmaßnahmen in den Obstgärten widersprechen dabei in keinster Weise diesem Ziel und sind wünschenswert.
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Begründung zur 1.Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Huttenstätt
Bayerische Staatsregierung: Landesentwicklungsprogramm Bayern, 2006
Regionaler Planungsverband Südostoberbayern: Regionalplan Südostoberbayern 2002
Bayerisches Staatsministerium des Innern: „Der Umweltbericht in der Praxis“ Leitfaden
zur Umweltprüfung in der Bauleitplanung, München, Januar 2007 (2.Aufl.)
Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen (Hrsg.): „Bauen
im Einklang mit Natur und Landschaft“, 2 .Auflage, 2003
Flächennutzungsplan mit eingearbeitetem Landschaftsplan aus dem Jahr 2005
Landschaftsplan der Marktgemeinde Gars am Inn der Fassung aus dem Jahr 2005
www.geodaten.bayern.de, Bodendenkmäler-Kataster des Landesamtes für Vermessung
und Geoinformation und des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege: Auszug aus der Denkmalliste , Gemeindegebiet Gars a. Inn, Stand 28.04.2012
Alle Fotos: Kerstin Schwarz, März 2012
Auszug Bereich Huttenstätt aus dem Bodendenkmäler-Kataster des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation und des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege
Der Planentwurf wurde durch das Architekturbüro Leukert & Riedl, Siemensstr. 16 b,
84478 Waldkraiburg, erstellt.
Die Umweltprüfung wurde durchgeführt und der Umweltbericht wurde erstellt von
Kerstin Schwarz, Dipl.-Ing. (Univ.) Landschaftsarchitektin ByAK, Ziegelgasse 8a,
Waldkraiburg, 09. Mai 2012
Geändert 11. Juli 2012
Architekten Leukert & Riedl GbR
Auszug aus dem BayernViewer
DOP (40cm)
Digitale Vervielfältigung, Speicherung und Erstellung analoger Auszüge aus dem BayernViewer sind für den ausschließlichen eigenen Bedarf
gestattet. Eine unentgeltliche Verbreitung ist außerhalb des eigenen Geschäftsbereiches bis zu einer Auflage von 100 Exemplaren zulässig. Eine
darüber hinaus gehende Verwendung dieser Auszüge bedarf einer Genehmigung des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation.
http://www.geodaten.bayern.de/geoservTmp/von1334248920774/test.html
Zu umweltrelevanten Aspekten liegen folgende wesentliche
Sammeleinspruch - Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz
255 - T4 B -Umweltbericht FNP_GE Diendorfer - VG
BEGRÜNDUNG - Gemeinde Rudelzhausen
Gemeinde Gars am Kamp - Schule trifft Regionen
Gemeinde Vorbach Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab Begründung
Umweltbericht - Gemeinde Weßling
Umweltbericht (Rechtsgrundlagen, Methodik)
C 3 NAD l H Comfort Inn Manhattan West 548 West 48th Street New
Weinbau April 2012.indd - Der WEINbau
Öffentliche Bekanntmachung - Gemeinde Löwenberger Land
sondern auch nach Strahlen- und Zytostatika
landschaftsplan und umweltbericht zur fortschreibung des