Source: https://www.jusline.at/gesetz/lag/paragraf/artikel1zu39e
Timestamp: 2018-03-20 23:12:41
Document Index: 384894447

Matched Legal Cases: ['Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', '§ 158', '§ 67', '§ 26', '§ 26', '§ 97', '§ 26', '§ 105', '§ 19', '§37', '§ 6', '§ 37', '§ 39', '§ 31', '§ 75', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 37', 'Art. 1', '§ 38', 'Art. 1', '§ 38', 'Art. 1', '§ 38', 'Art. 1', '§ 38', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39', 'Art. 1', '§ 39']

Art. 1 § 39e LAG (Landarbeitsgesetz 1984), Bildungskarenz und Bildungsteilzeit - JUSLINE Österreich
Art. 1 § 39e LAG Bildungskarenz und Bildungsteilzeit
(1) Dienstnehmer und Dienstgeber können eine Bildungskarenz gegen Entfall des Arbeitsentgeltes für die Dauer von mindestens zwei Monaten bis zu einem Jahr vereinbaren, sofern das Dienstverhältnis ununterbrochen sechs Monate gedauert hat. Eine neuerliche Bildungskarenz kann frühestens nach dem Ablauf von vier Jahren ab dem Antritt der letzten Bildungskarenz (Rahmenfrist) vereinbart werden. Die Bildungskarenz kann auch in Teilen vereinbart werden, wobei die Dauer eines Teils mindestens zwei Monate zu betragen hat und die Gesamtdauer der einzelnen Teile innerhalb der Rahmenfrist, die mit Antritt des ersten Teils der Bildungskarenz zu laufen beginnt, ein Jahr nicht überschreiten darf. Bei der Vereinbarung über die Bildungskarenz ist auf die Interessen des Dienstnehmers und auf die Erfordernisse des Betriebes Rücksicht zu nehmen. In Betrieben, in denen ein für den Dienstnehmer zuständiger Betriebsrat errichtet ist, ist dieser auf Verlangen des Dienstnehmers den Verhandlungen beizuziehen.
(1a) Dienstnehmer und Dienstgeber können eine Bildungskarenz für die Dauer von mindestens zwei Monaten bis zu einem Jahr auch in einem befristeten Dienstverhältnis in einem Saisonbetrieb (§ 158 Abs. 6) vereinbaren, sofern das befristete Dienstverhältnis ununterbrochen drei Monate gedauert hat und jeweils vor dem Antritt einer Bildungskarenz oder einer neuerlichen Bildungskarenz eine Beschäftigung zum selben Dienstgeber im Ausmaß von mindestens sechs Monaten vorliegt. Zeiten von befristeten Dienstverhältnissen zum selben Dienstgeber, die innerhalb eines Zeitraumes von vier Jahren vor Antritt der jeweiligen Bildungskarenz und gegebenenfalls nach Rückkehr aus der mit diesem Dienstgeber zuletzt vereinbarten Bildungskarenz liegen, sind hinsichtlich des Erfordernisses der Mindestbeschäftigungsdauer zusammenzurechnen. Abs. 1 vorletzter und letzter Satz sind anzuwenden.
(2) Für den Anspruch auf sonstige, insbesondere einmalige Bezüge (§ 67 Abs. 1 EStG 1988) und für Rechtsansprüche des Dienstnehmers, die sich nach der Dauer der Dienstzeit richten, gilt § 26i Abs. 1 mit Ausnahme des vorletzten Satzes, für den Urlaubsanspruch gilt § 26i Abs. 2 mit der Maßgabe, dass anstelle des Begriffes „Karenz“ der Begriff „Bildungskarenz“ tritt.
(3) Für die Dauer eines in eine Bildungskarenz fallenden Beschäftigungsverbotes nach den §§ 97 oder 99, einer Karenz nach den §§ 26a bis 26e und 26s oder den §§ 105 bis 105d und 105h Abs. 8, eines Präsenzdienstes gemäß § 19 oder eines Ausbildungsdienstes gemäß §§37ff des Wehrgesetzes 2001 (WG), BGBl. I Nr. 146, eines Zivildienstes gemäß § 6a des Zivildienstgesetzes, BGBl. Nr. 679/1986, oder eines Ausbildungsdienstes gemäß § 37 WG, ist die Vereinbarung über die Bildungskarenz unwirksam.
(3a) Für die Dauer der Rahmenfrist nach Abs. 1 sind Vereinbarungen über eine Bildungsteilzeit nach Abs. 5 und über eine Freistellung gegen Entfall des Arbeitsentgeltes nach § 39f unwirksam; davon abweichend ist ein einmaliger Wechsel von Bildungskarenz zu Bildungsteilzeit nach Maßgabe der folgenden Sätze zulässig. Wurde in der Vereinbarung die höchstzulässige Dauer der Bildungskarenz von einem Jahr nicht ausgeschöpft, kann an Stelle von Bildungskarenz für die weitere Dauer der Rahmenfrist Bildungsteilzeit höchstens im zweifachen Ausmaß des nichtausgeschöpften Teils vereinbart werden. Die Mindestdauer der Bildungsteilzeit muss vier Monate betragen.
(4) Wird das Dienstverhältnis während einer Bildungskarenz beendet, ist bei der Berechnung der Abfertigung gemäß § 31 das für das letzte Jahr vor Antritt der Bildungskarenz gebührende Jahresentgelt, bei Berechnung der Ersatzleistung gemäß § 75 das für das letzte Monat vor Antritt der Bildungskarenz gebührende Entgelt zugrunde zu legen.
(5) Dienstnehmer und Dienstgeber können schriftlich eine Herabsetzung der wöchentlichen Normalarbeitszeit des Dienstnehmers um mindestens ein Viertel und höchstens die Hälfte (Bildungsteilzeit) für die Dauer von mindestens vier Monaten bis zu zwei Jahren vereinbaren, sofern das Dienstverhältnis ununterbrochen sechs Monate gedauert hat. Die in der Bildungsteilzeit vereinbarte wöchentliche Normalarbeitszeit darf zehn Stunden nicht unterschreiten. Eine neuerliche Bildungsteilzeit kann frühestens nach dem Ablauf von vier Jahren ab dem Antritt der letzten Bildungsteilzeit (Rahmenfrist) vereinbart werden. Die Bildungsteilzeit kann auch in Teilen vereinbart werden, wobei die Dauer eines Teils mindestens vier Monate zu betragen hat und die Gesamtdauer der einzelnen Teile innerhalb der Rahmenfrist, die mit Antritt des ersten Teils der Bildungsteilzeit zu laufen beginnt, zwei Jahre nicht überschreiten darf.
(9) Im Übrigen sind Abs. 1a, Abs. 3 und Abs. 4 auf die Bildungsteilzeit sinngemäß anzuwenden.
0 Kommentare zu Art. 1 § 39e LAG
Sie können den Inhalt von Art. 1 § 39e LAG selbst erläutern, also einen kurzen eigenen Fachkommentar verfassen. Klicken Sie einfach einen der nachfolgenden roten Links an!
2 Entscheidungen zu Art. 1 § 39e LAG
Entscheidungen zu § artikel1zu39e LAG
0 Diskussionen zu Art. 1 § 39e LAG
Sie können zu Art. 1 § 39e LAG eine Frage stellen oder beantworten. Klicken Sie einfach den nachfolgenden roten Link an!
Art. 1 § 37 LAGArt. 1 § 38 LAGArt. 1 § 38a LAG Verhalten bei GefahrArt. 1 § 38b LAG Schutzmaßnahmen für Sicherheitsvertrauenspersonen, Sicherheitsfachkräfte, ArbeitsmedizinerArt. 1 § 38c LAG KontrollmaßnahmenArt. 1 § 39 LAG DienstzeugnisArt. 1 § 39a LAG Übergang von Unternehmen, Betrieben oder Betriebsteilen auf einen anderen InhaberArt. 1 § 39b LAG Betriebsübergang und KollektivvertragsangehörigkeitArt. 1 § 39c LAG Betriebsübergang und betriebliche PensionszusageArt. 1 § 39d LAG Haftung bei BetriebsübergangArt. 1 § 39e LAG Bildungskarenz und BildungsteilzeitArt. 1 § 39f LAG Freistellung gegen Entfall des ArbeitsentgeltesArt. 1 § 39g LAG SolidaritätsprämienmodellArt. 1 § 39h LAG Herabsetzung der NormalarbeitszeitArt. 1 § 39i LAG KündigungArt. 1 § 39j LAG Beginn und Höhe der BeitragszahlungArt. 1 § 39k LAG Beitragsleistung in besonderen FällenArt. 1 § 39l LAG Verfügungs- und ExekutionsbeschränkungenArt. 1 § 39m LAG Auswahl der BV-KasseArt. 1 § 39n LAG Beitrittsvertrag und KontrahierungszwangArt. 1 § 39o LAG Beendigung des Beitrittsvertrages und Wechsel der BV-Kasse
https://www.jusline.at/gesetz/lag/paragraf/artikel1zu39e
Art. 1 § 39d LAG