Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20R%2033/97
Timestamp: 2019-07-16 05:20:26
Document Index: 206583225

Matched Legal Cases: ['§ 155', '§ 554', '§ 120', '§ 115', '§ 38', '§ 13', '§ 4', '§ 38']

BFH, 20.09.1999 - III R 33/97 - dejure.org
https://dejure.org/1999,678
BFH, 20.09.1999 - III R 33/97 (https://dejure.org/1999,678)
BFH, Entscheidung vom 20.09.1999 - III R 33/97 (https://dejure.org/1999,678)
BFH, Entscheidung vom 20. September 1999 - III R 33/97 (https://dejure.org/1999,678)
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Investitionszulagen - Begünstigter Betrieb - Eintragung in Handwerksrolle - Mischbetriebe - Abgrenzung von Wirtschaftszweigen - Wirtschaftliche Tätigkeit - Schwerpunkt - Wertschöpfungsanteile
- Investitionen von in die Handwerksrolle eingetragenen Mischbetrieben sind für die Gewährung der erhöhten Investitionszulage individuell abzugrenzen - Eine zivilrechtlich rückwirkend vereinbarte Übertragung und anschließende Abtretung von Geschäftsanteilen ist investitionszulagenrechtlich unbeachtlich
Ertragsteuerrechtliche Behandlung der Investitionszulage
FG Sachsen, 23.04.1997 - 1 K 289/96
BFHE 190, 266
BB 1999, 2600
DB 1999, 2547
BStBl II 2000, 208
Die Kläger haben die Hauptrevision nicht dadurch zurückgenommen, dass die Revision auch als Anschlussrevision eingelegt wurde, weil Letzteres ausdrücklich nur hilfsweise und höchst vorsorglich geschehen ist (s. dazu im Einzelnen BFH-Urteil vom 20. September 1999 III R 33/97, BFHE 190, 266, BStBl II 2000, 208, unter II.B.1.c der Gründe).
Sie hat lediglich die Bedeutung eines Antrags in deren Rahmen (BFH-Urteil in BFHE 190, 266, BStBl II 2000, 208, m.w.N.).
b) Die Anschlussrevision muss ungeachtet dessen innerhalb eines Monats nach Zustellung der Revisionsbegründung eingelegt werden (§ 155 FGO i.V.m. § 554 Abs. 2 Satz 2 ZPO; vgl. auch BFH-Urteile in BFHE 190, 266, BStBl II 2000, 208; vom 9. Mai 2000 VIII R 77/97, BFHE 192, 445, BStBl II 2000, 660, unter B. der Gründe;… Gräber/Ruban, a.a.O., § 120 Rz 84).
Der Senat hat es in seinem Urteil vom 20. September 1999 III R 33/97 (BStBl II 2000, 208, m.w.N.) als folgerichtig beurteilt, auch für die individuelle Abgrenzung von Betrieben mit mehreren Tätigkeiten gleichermaßen diese Dokumentationen zugrunde zu legen.
Danach sind in erster Linie die auf die einzelnen Tätigkeiten entfallenden Wertschöpfungsanteile entscheidend (BFH-Urteil in BStBl II 2000, 208, m.w.N.).
Der erkennende Senat hat im Urteil in BStBl II 2000, 208 ebenfalls die hilfsweise Verwendung anderer Abgrenzungsmerkmale, u.a. auch des Umsatzes, zugelassen.
Dies war zulässig, da die Einlegung einer Anschlussrevision von einem "innerprozessualen Vorgang" abhängig gemacht werden darf (BFH-Urteil vom 20. September 1999 III R 33/97, BFHE 190, 266, BStBl II 2000, 208;… Lange in Hübschmann/Hepp/Spitaler, a.a.O., § 115 FGO Rz 230) und die Beurteilung einer Rechtsfrage durch das Gericht jedenfalls dann ein solcher "innerprozessualer Vorgang" ist, wenn auf ihr eine Sachentscheidung beruht (Bundesgerichtshof, Urteil vom 10. November 1983 VII ZR 72/83, Neue Juristische Wochenschrift 1984, 1240).
Entscheidend sind die auf die einzelnen Tätigkeiten entfallenden Wertschöpfungsanteile (BFH-Urteile vom 20. September 1999 III R 33/97, BFHE 190, 266, BStBl II 2000, 208, …und vom 19. Oktober 2000 III R 100/96, BFH/NV 2001, 487).
Dagegen entsteht der Anspruch auf Investitionszulage nicht schon mit Abschluss der Investition, sondern erst mit Ablauf des Kalenderjahres bzw. Wirtschaftsjahres (BFH-Urteil vom 20. September 1999 III R 33/97, BFHE 190, 266, BStBl II 2000, 208).
Der Anspruch auf Investitionszulage ist mit Ablauf des Wirtschaftsjahres, in dem die Investitionen vorgenommen worden sind, hier also zum 31. Dezember 2001, entstanden (§ 38 AO; vgl. BFH-Urteil vom 20. September 1999 III R 33/97, BFHE 190, 266, BStBl II 2000, 208, m.w.N.).
Die erhöhte Investitionszulage von 20 v.H. kommt nur für solche Investitionen von Steuerpflichtigen in Betracht, bei denen die besonderen persönlichen Voraussetzungen, hier die Mehrheitsbeteiligung von am 9. November 1989 im Fördergebiet ansässigen Steuerpflichtigen, jedenfalls im Zeitpunkt des Investitionsabschlusses vorgelegen haben (Festhalten am Urteil des erkennenden Senats vom 20. September 1999 III R 33/97, zur amtlichen Veröffentlichung bestimmt; bisher mitgeteilt u.a. in FR 2000, 58).
a) Die persönlichen Voraussetzungen für die erhöhte Investitionszulage von 20 v.H. müssen, wie der erkennende Senat bereits im Urteil vom 20. September 1999 III R 33/97 (zur amtlichen Veröffentlichung bestimmt; bisher mitgeteilt u.a. in Finanz-Rundschau --FR-- 2000, 58) entschieden hat, im Zeitpunkt der Anschaffung erfüllt sein.
Der Anspruch auf die Investitionszulage entsteht zwar nicht --auch nicht anteilig-- mit der Verwirklichung eines einzelnen Investitionstatbestands, sondern erst mit Ablauf des Wirtschaftsjahrs, in dem die Investitionen vorgenommen worden sind (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 20. September 1999 III R 33/97, unter Abschn. II A. 2. a, aa und bb, m.w.N.).
Nach § 13 Satz 1, § 4 InvZulG 2007, § 38 der Abgabenordnung (AO) entsteht der Anspruch auf Investitionszulage mit Ablauf des Wirtschaftsjahres, in dem die Investitionen vorgenommen worden sind (vgl. BFH-Urteile vom 20. September 1999 III R 33/97, BFHE 190, 266, BStBl II 2000, 208, unter II.A.2.a aa, und vom 24. Mai 2012 III R 95/08, Rz 39 --ergangen zu insoweit inhaltsgleichen Vorgängerregelungen--).
Die Investitionszulage für die nachträglichen Herstellungsarbeiten ist zwar erst mit Ablauf des Kalenderjahres entstanden (Senatsurteile vom 20. September 1999 III R 33/97, BFHE 190, 266, BStBl II 2000, 208, unter II.A.2.a aa; vom 12. Oktober 2000 III R 35/95, BFHE 193, 204, BStBl II 2001, 499, unter II.1.b, und vom 23. März 2005 III R 20/03, BFHE 209, 29, BStBl II 2006, 432).
Der Zulagenanspruch für 1996 ist --vorbehaltlich der im Einzelnen noch zu prüfenden tatbestandlichen Voraussetzungen-- bereits bei der X AG mit Ablauf des Kalenderjahres 1996 entstanden (BFH-Urteile vom 20. September 1999 III R 33/97, BFHE 190, 266, BStBl II 2000, 208, 211; vom 12. Oktober 2000 III R 35/95, BFHE 193, 204, BStBl II 2001, 499, 502).
BFH, 29.03.2001 - III R 1/99
BFH, 07.09.2000 - III R 57/97
BFH, 11.01.2003 - III B 97/02
BFH, 19.10.2000 - III R 56/97
FG Thüringen, 25.09.2013 - 3 K 947/11
Keine Berücksichtigung des bereits zum Bilanzstichtag entstandenen Anspruchs auf …
BFH, 28.10.2010 - III B 175/09
Zulagebegünstigung von Wirtschaftgütern des verarbeitenden Gewerbes
FG Nürnberg, 17.01.2001 - III 137/00
Keine Investitionszulage für privat betriebene Windkraftanlage
Einordnung von Mischbetrieben nach dem Schwerpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit …
FG Brandenburg, 20.03.2002 - 5 K 1891/99
Zugehörigkeit der Betreiber von Windkrafträdern zum verarbeitenden Gewerbe oder …
FG Sachsen-Anhalt, 24.03.2003 - 1 K 261/99
Zentrale Verarbeitung und anschließender Verkauf von Grillhähnchen in einzelnen …
FG Hamburg, 16.10.2000 - IV 376/97
Festsetzung von Milch-Garantiemengenabgabe
FG Sachsen-Anhalt, 16.08.2004 - 1 K 247/00
Investitionszulagenrechtliche Einordnung eines im Rahmen von Abbrucharbeiten auch …