Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202003,%20Seiten%202601
Timestamp: 2019-09-16 11:18:10
Document Index: 312662310

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 536', '§ 536', '§ 536', '§ 539', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 536', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 2003, 2601 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerfG, 07.04.2003
https://dejure.org/2003,62
BGH, 16.07.2003 - VIII ZR 274/02 (https://dejure.org/2003,62)
BGH, Entscheidung vom 16.07.2003 - VIII ZR 274/02 (https://dejure.org/2003,62)
BGH, Entscheidung vom 16. Juli 2003 - VIII ZR 274/02 (https://dejure.org/2003,62)
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Rechtsfolgen einer vorbehaltlosen Mietzahlung bei Kenntnis des Mangels der Mietsache; Voraussetzungen eine Analogie: Planwidrige Regelungslücke
Minderung der Wohnraummiete; Verlust des Minderungsanspruchs bei vorbehaltloser Zahlung trotz Kenntnis vom Mangel; Begriff des längeren Zeitraums; Vertrauensschutz bei neuer Rechtslage; Auwirkungen der Mietrechtsreform auf Minderungsrecht; Verzicht und Verwirkung eines ...
Minderung trotz vorbehaltloser Mietzahlung
Kein Ausschluss des Minderungsrechts wegen vorbehaltloser Weiterzahlung der Miete in Kenntnis des Mietmangels in Bezug auf nach der Mietrechtsreform fällig gewordene Mieten analog § 536b BGB
6-Monatsfrist für Mietminderung gilt seit 01.09.2001 nicht mehr
Zum Verlust des Rechts eines Wohnungsmieters, die Miete wegen eines Mangels der Wohnung zu mindern, nach altem und neuem Mietrecht
Zum Mietminderungsrecht nach Mietrechtsreform 2001: Wirkung und Verwirkung für Neuverträge und Altverträge
BGB §§ 536b 536c
Recht auf Minderung der Miete bei einem vor dem 1. September 2001 abgeschlossenen Mietvertrag
Mietminderung nach Mietrechtsreform
Den Verlust des Rechtes zur Minderung der Wohnungsmiete nach neuem Mietrecht
Mietrecht - Über den Verlust des Rechtes zur Minderung der Wohnungsmiete nach neuem Mietrecht
Wohnungsmiete zu spät gekürzt? - Bundesgerichtshof zur Rechtslage vor und nach der Änderung des Mietrechts
Kein Verlust des Mietminderungsrechts
Minderungsrechte im nach der Reform fortbestehenden Altvertrag
Vorbehaltlose Mietzahlung in Mangelkenntnis
Bundesgerichtshof stärkt Mieterrechte bei Mietminderung
Mietminderung rückwirkend: Der rechtliche Rahmen
Mängelrügen für Mieter erleichtert // Recht auf Mietkürzung kann nicht mehr verloren gehen
Mietrecht; Voraussetzungen eines Mietminderungsrechts nach der Mietrechtsreform
BGB §§ 536b, 536c; BGB a. F. § 539
Kein Ausschluss des Minderungsrechts wegen vorbehaltloser Weiterzahlung der Miete in Kenntnis des Mangels in Bezug auf nach der Mietrechtsreform fällig gewordene Mieten
Schuldrecht BT, Mietrecht, Verlust des Mietminderungsrechts
Kein Ausschluss des Minderungsrechts trotz rügeloser Fortzahlung der Miete! (IBR 2003, 702)
Zusammenfassung von "Mängel des Mietobjektes im Prozess - Prozesstaktik" von RA Beate Heilmann, original erschienen in: Anwalt - Das Magazin 2003, 134 - 138.
Zusammenfassung von "Rechtsfolgen vorbehaltloser Mietzahlung in Mangelkenntnis" von RA Dr. Michael Timme, original erschienen in: NJW 2003, 3099 - 3101.
BGHZ 155, 380
NJW 2003, 2601
NJW 2003, 3099
ZIP 2003, 1502
NZM 2003, 679
ZMR 2003, 561
ZMR 2003, 667
JR 2004, 68
aa) Eine Analogie ist zulässig, wenn das Gesetz eine planwidrige Regelungslücke aufweist und der zu beurteilende Sachverhalt in rechtlicher Hinsicht soweit mit dem Tatbestand, den der Gesetzgeber geregelt hat, vergleichbar ist, dass angenommen werden kann, der Gesetzgeber wäre bei einer Interessenabwägung, bei der er sich von den gleichen Grundsätzen hätte leiten lassen wie bei dem Erlass der herangezogenen Gesetzesvorschrift, zu dem gleichen Abwägungsergebnis gekommen (st. Rspr.; siehe nur BGH, Urteile vom 16. Juli 2003 - VIII ZR 274/02, BGHZ 155, 380, 389 f.;… vom 17. November 2009 - XI ZR 36/09, BGHZ 183, 169 Rn. 23;… vom 21. Januar 2010 - IX ZR 65/09, BGHZ 184, 101 Rn. 32; jeweils mwN;… vom 4. Dezember 2014 - III ZR 61/14, NJW 2015, 1176 Rn. 9;… vom 20. Juni 2016 - AnwZ (Brfg) 56/15, juris Rn. 18;… Beschlüsse vom 25. August 2015 - X ZB 5/14, GRUR 2015, 1253 Rn. 19;… vom 14. Juni 2016 - VIII ZR 43/15, WuM 2016, 514 Rn. 10; jeweils mwN).
Die Lücke muss sich also aus einem unbeabsichtigten Abweichen des Gesetzgebers von seinem - dem konkreten Gesetzgebungsvorhaben zugrundeliegenden - Regelungsplan ergeben (BGH, Urteile vom 16. Juli 2003 - VIII ZR 274/02, aaO S. 390;… vom 17. November 2009 - XI ZR 36/09, aaO;… vom 21. Januar 2010 - IX ZR 65/09, aaO; vom 20. Juni 2016 - AnwZ (Brfg) 56/15, aaO; Beschluss vom 14. Juni 2016 - VIII ZR 43/15, aaO).
Eine Analogie ist nur zulässig, wenn das Gesetz eine planwidrige Regelungslücke enthält und der zu beurteilende Sachverhalt in rechtlicher Hinsicht so weit mit dem Tatbestand vergleichbar ist, den der Gesetzgeber geregelt hat, dass angenommen werden kann, der Gesetzgeber wäre bei einer Interessenabwägung, bei der er sich von den gleichen Grundsätzen hätte leiten lassen wie bei dem Erlass der herangezogenen Gesetzesvorschrift, zu dem gleichen Abwägungsergebnis gekommen (Senatsurteil BGHZ 155, 380, 389 f. m.w.Nachw.).
Etwas anderes würde nur gelten, wenn die unterlassene Kodifizierung einen unzweifelhaften Rückschluss auf den in den Gesetzesmaterialien unmissverständlich zum Ausdruck gekommenen Willen des Gesetzgebers zuließe (vgl. BGH, Urt. v. 16. Juli 2003 - VIII ZR 274/02, NJW 2003, 2601 (zur analogen Anwendung von § 536b BGB n.F.)).
Voraussetzung für die analoge Anwendung einer Rechtsnorm ist, daß das Gesetz eine planwidrige Regelungslücke enthält (BGHZ 155, 380, 389).
Die Lücke muss sich also aus einem unbeabsichtigten Abweichen des Gesetzgebers von seinem - dem konkreten Gesetzgebungsvorhaben zugrundeliegenden - Regelungsplan ergeben (vgl. BGH, Urteil vom 16.07.2003, Az: VIII ZR 274/02, Rn. 22 lt. juris m.w.N.).
(1) Eine Analogie ist nur zulässig, wenn das Gesetz eine planwidrige Regelungslücke enthält und der zu beurteilende Sachverhalt in rechtlicher Hinsicht so weit mit dem Tatbestand, den der Gesetzgeber geregelt hat, vergleichbar ist, dass angenommen werden kann, der Gesetzgeber wäre bei einer Interessenabwägung, bei der er sich von den gleichen Grundsätzen hätte leiten lassen wie bei dem Erlass der herangezogenen Gesetzesvorschrift, zu dem gleichen Abwägungsergebnis gekommen (st. Rspr.; siehe nur BGH, Urteile vom 16. Juli 2003 - VIII ZR 274/02, BGHZ 155, 380, 389 f.;… vom 17. November 2009 - XI ZR 36/09, BGHZ 183, 169 Rn. 23;… vom 21. Januar 2010 - IX ZR 65/09, BGHZ 184, 101 Rn. 32; jeweils mwN;… vom 1. Juli 2014 - VI ZR 345/13, BGHZ 201, 380 Rn. 14; jeweils mwN).
Die Lücke muss sich also aus einem unbeabsichtigten Abweichen des Gesetzgebers von seinem - dem konkreten Gesetzgebungsvorhaben zugrundeliegenden - Regelungsplan ergeben (BGH, Urteile vom 16. Juli 2003 - VIII ZR 274/02, aaO S. 390;… vom 17. November 2009 - XI ZR 36/09, aaO;… vom 21. Januar 2010 - IX ZR 65/09, aaO; Beschlüsse vom 27. November 2003 - V ZB 43/03, WM 2004, 1594 unter III 3 b bb (2);… vom 25. August 2015 - X ZB 5/14, GRUR 2015, 1253 Rn. 19), wie er sich aus dem Gesetz selbst im Wege der historischen und teleologischen Auslegung ergibt (BGH…, Urteil vom 14. Dezember 2006 - IX ZR 92/05, BGHZ 170, 187 Rn. 15 mwN) und aufgrund konkreter Umstände positiv festgestellt werden kann (BGH…, Urteil vom 13. April 2006 - IX ZR 22/05, BGHZ 167, 178, Rn. 18).
(a) Es fehlt bereits an der für eine Analogie erforderlichen Vergleichbarkeit der zu beurteilenden Sachverhalte (vgl. hierzu z.B. BGH, Urteil vom 16. Juli 2003 - VIII ZR 274/02, BGHZ 155, 380, 389 f mwN).
(b) Das Gesetz enthält auch keine planwidrige Regelungslücke (zu dieser Voraussetzung einer analogen Gesetzesanwendung vgl. BGH, Urteile vom 16. Juli 2003 aaO und vom 13. November 2001 - X ZR 134/00, BGHZ 149, 165, 174).
Jedenfalls im Anwendungsbereich verfassungsrechtlicher Gesetzesvorbehalte hat der Auslegungsgrundsatz, dass die analoge Anwendung gesetzlicher Vorschriften eine planwidrige Regelungslücke voraussetzt (vgl. BGHZ 155, 380 , m.w.N.), verfassungsrechtliche Bedeutung.
Dabei wurde eine Frist von sechs Monaten im Regelfall als "längerer Zeitraum" angesehen (vgl. hierzu: BGHZ 155, 380, 385 m.w.N.).
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VG Berlin, 12.03.2008 - 2 A 94.07
D (A), Einbürgerungsgebühren, Staatenlose, Rechtsgrundlage
vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 19. Juni 1973 - 1 BvL 39/69 u.a. -, juris, Rn 36 ff., vom 24. April 1974- 2 BvR 236/74 u.a. -, juris, Rn. 9 f., vom 29. Oktober 1975 - 2 BvR 630/73 -, juris, Rn. 10 f., vom 19. Oktober 1977 - 2 BvR 42/76 -, juris, Rn. 33 und 34, vom 20. April 1982 - 2 BvL 26/81 -, juris, Rn. 144, vom 24. Oktober 1990 - 1 BvR 1028/90 -, juris, Rn. 22, vom 2. März 1993 - 1 BvR 249/92 -, juris, Rn. 21, vom 27. Oktober 1999 - 1 BvR 385/90 -, juris, Rn. 66, 69 und 73, vom 7. April 2003 - 1 BvR 2129/02 -, juris, Rn. 12 ff., 14, vom 8. Oktober 2003 - 2 BvR 1465/01 -, juris, Rn. 11, und vom 31. Mai 2011 - 1 BvR 857/07 -, juris, Rn. 99.