Source: http://www.jurablogs.com/2013/12/30/lg-koeln-berichterstattung-urlaub-prominenten-unzulaessig-sein
Timestamp: 2016-10-28 18:30:27
Document Index: 179328041

Matched Legal Cases: ['§ 1004', '§ 823', '§ 22', '§ 23', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BlogsDr. Damm & Partner RechtsanwälteDezember 2013LG Köln: Berichterstattung über den Urlaub eines Prominenten kann unzulässig seinLG Köln, Urteil vom 08.05.2013, Az. 28 O 349/12 § 1004 Abs. 1 BGB, § 823 Abs. 2 BGB; § 22 KUG, § 23 KUGDas LG Köln hat entschieden, dass die Berichterstattung über einen Prominenten, gegen den ein Strafrechtsprozess läuft, unter dem Titel “Die … auf Prozess-Urlaub in Kanada” unzulässig sein kann. Eine Einwilligung des Prominenten zur Wort- und Bildberichterstattung habe nicht vorgelegen, zudem seien die Bilder am ausländischen Flughafen heimlich aufgenommen worden. Bei einem Urlaub handele es sich außerdem grundsätzlich um eine der geschützten Privatsphäre zuzurechnenden Tätigkeit. Nach Abwägung aller Umstände überwiege das berechtigte Interesse des Klägers das Interesse der Öffentlichkeit am (indirekten) Prozessverlauf. Zum Volltext der Entscheidung:Landgericht KölnUrteil1. Die Beklagte wird verurteilt, es bei Vermeidung eines Ordnungsgeldes bis zu 250.000,- Euro, ersatzweise Ordnungshaft oder Ordnungshaft bis zu sechs Monaten, im Wiederholungsfall bis zu zwei Jahren, zu unterlassen, die in Anlage K1 wiedergegebenen Fotos des Klägers zu verbreiten, wenn dies geschieht wie im Rahmen des in der Zeitung „BILD am Sonntag” vom 10.4.2011 veröffentlichten Artikels „Die Ls auf Prozess-Urlaub in Kanada”.2. Die Beklagte wird verurteilt, den Kläger von den Kosten der vorprozessualen Vertretung in Höhe von 596,30 Euro freizustellen.Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.3. Die Kosten des Rechtsstreits trägt die Beklagte.4. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar, hinsichtlich des Tenors zu 1. jedoch nur gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 5.000,- Euro. Die Beklagte kann die Vollstreckung im Übrigen gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 120% des aufgrund des Urteils vollstreckbaren Betrags abwenden, wenn nicht der Kläger vor der Vollstreckung Sicherheit in Höhe von 120% des jeweils zu vollstreckenden Betrags leistet ...Zum vollständigen Artikel23 LeserDr. Damm & Partner Rechtsanwälte:OLG Köln: Zur Frage, wann mit Fotos von einem Prominenten ohne dessen Einwilligung gewo...53 LeserLampmann, Haberkamm & Rosenbaum:Pack die Badehose ein…70 Leserurheberrecht–blog.info:Zur Zulässigkeit der Presseveröffentlichung eines Lichtbildes, welches eine mit Bikini ...68 Leserexamensrelevant:Bildveröffentlichung trotz sitzungspolizeilicher Verfügung48 LeserLampmann, Haberkamm & Rosenbaum:Einschränkung des Bildnisschutzes durch Appell an die Öffentlichkeit184 LeserLampmann, Haberkamm & Rosenbaum:Die Rache der Wanderhure: Ungefragt im Werbeprospekt9 LeserRechtslupe:Presseberichterstattung über Prominente21 Leserrechtsportlich.net:Prominente beim Besuch einer Vernissage10 verwandte ArtikelKachelmann dreht den Spieß umBGH: Wie weit reicht der Unterlassungsanspruch bei Persönlichkeitsrechtsverletzung durch Bildveröffentlichung? / Kein Anspruch auf
Unterlassung “kerngleicher Verstöße”BGH: Fotos von Prominenten im UrlaubKein Eingriff in Persönlichkeitsrecht von Corinna Schumacher durch Berichte der taz und des ZDFRechtmäßigkeit der Veröffentlichung von Abbildungen eines ProminentenLG Köln: “Wie du mir, so ich Dir” - Paparazzo darf von Promi fotografiert werdenWaffengleichheit: Promis dürfen Paparazzi ablichtenOLG Frankfurt: Teilnahme an öffentlicher Veranstaltung ist keine konkludente Einwilligung in Veröffentlichung herausgeschnittener Einzelbilder einer Person - EventfogorafieLG Köln: Auch heimliche Paparazzo-Aufnahmen dürfen veröffentlicht werden, wenn es sich um Bildnisse der Zeitgeschichte handeltBGH: Veröffentlichung von Fotos in der PresseÜber den ArtikelVeröffentlicht December 30, 2013 8:41am im Blog Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte.ThemenPersönlichkeitsrecht, Urteile & Beschlüsse, Berichterstattung, Urlaub, Einwilligung, Landgericht Köln, Lg Köln, Duldung, Interessenabwägung, Zeitgeschichte, Privatsphäre, ProminenterTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresDie Geschichte vom Marmeladenglas und den zwei Dosen Biervon Thorsten Blaufelder / Kanzlei BlaufelderKind spielt „Star Wars“ mit "Klingonen" – 50.000 Euro Schadensersatz für Bauervon Stephan Weinberger / Justillon - kuriose RechtsnachrichtenPappbecher beim Bezirksamt Spandauvon Carsten R. Hoenig / kanzlei-hoenig.deOLG Celle zum Sonntagsfahrverbot: Leer- und Transportfahrt müssen nicht am selben Tag stattfindenvon Alexander Gratz / Verkehrsrecht BlogTarifvertrag darf Kettenbefristungen für bis zu sechs Jahre vorsehenvon Thorsten Blaufelder / Kanzlei BlaufelderAls nächstes lesen - bislang 123 Leser:Pappbecher beim Bezirksamt Spandau