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Timestamp: 2017-02-22 04:18:12
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Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 22', '§ 3', '§ 5', '§ 3', '§ 1835', '§ 1896', '§ 1773', '§ 1909', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 5', '§ 52', '§ 18', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 18', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 55', '§ 55', '§ 55', '§ 3', '§ 1835', '§ 3', '§ 22', '§ 22', '§ 3', '§ 3', '§ 14', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 40', '§ 14', '§ 12', '§ 10']

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Mit weniger Aufwand zur Steuerrückerstattung. Jetzt Steuererklärung starten Start Service Steuertipps Arbeitnehmer und Angestellte A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Nebenberufliche Tätigkeiten Inhaltsverzeichnis 1. Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 26 EStG 1.1. Allgemeiner Überblick 1.2. EU-rechtliche Auslegung 1.3. Die typischen Tätigkeiten i.S.d. § 3 Nr. 26 EStG 1.4. Der Freibetrag nach § 3 Nr. 26 EStG 1.5. Besonderheiten zu künstlerischen Tätigkeiten 1.6. Einzelfälle in ABC-Form 2. Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 26a EStG 2.1. Allgemeines 2.2. Begünstigte Tätigkeiten 2.3. Auftraggeber 2.4. Höchstbetrag 3. Nebenberufliche Tätigkeit 4. Berücksichtigung der Freigrenze des § 22 Nr. 3 EStG 5. Sozialversicherungsrechtliches geringfügiges Beschäftigungsverhältnis 6. Rückspende 7. Berücksichtigung von Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten 8. Beispiele 9. Literaturhinweise 10. Verwandte Lexikonartikel Zurück zur Übersicht »N« 1. Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 26 EStG
im Dienst oder Auftrag einer inländischen juristischen Person des öffentlichen Rechts oder einer unter § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG fallenden Einrichtung (» Gemeinnützigkeit, » Mildtätiger Zweck) sind gem. § 3 Nr. 26 EStG bis zur Höhe von insgesamt 2 100 € (ab 2013 2 400 €) im Jahr steuerfrei.
Die begünstigten Tätigkeiten der Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher oder Betreuer haben miteinander gemeinsam, dass bei ihrer Ausübung durch persönliche Kontakte Einfluss auf andere Menschen genommen wird, um auf diese Weise deren Fähigkeiten zu entwickeln und zu fördern. Betroffen von der Regelung sind insbesondere Personen, die betreuend im Jugend- und Sportbereich gemeinnütziger Vereine tätig werden. Daher kommt u.a. nun auch der Übungsleiterfreibetrag für die Beaufsichtigung und Betreuung von Jugendlichen durch Jugendleiter, Ferienbetreuer, Schulwegbegleiter etc. in Betracht. Gemeinsamer Nenner dieser Tätigkeiten ist daher die pädagogische Ausrichtung (R 3.26 Abs. 1 LStR). Nicht begünstigt ist die Aufwandsentschädigung nach § 1835a BGB für ehrenamtliche rechtliche Betreuer nach §§ 1896 ff. BGB, ehrenamtlich tätige Vormünder nach §§ 1773 BGB und ehrenamtliche Pfleger nach §§ 1909 ff. BGB, da § 3 Nr. 26 EStG nur angewendet werden kann, wenn durch einen direkten pädagogisch ausgerichteten persönlichen Kontakt zu den betreuten Menschen ein Kernbereich des ehrenamtlichen Engagements erfüllt wird.
Der Freibetrag des § 3 Nr. 26 EStG wird rückwirkend ab 1.1.2007 von bisher 1 848 € auf 2 100 € angehoben (Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements vom 10.10.2007, BGBl I 2007, 2332). Die begünstigten Tätigkeiten sind in R 3.26 Abs. 1 LStR beispielhaft aufgeführt. Der Freibetrag wird nur gewährt, wenn die Tätigkeit im Dienst oder im Auftrag einer der in § 3 Nr. 26 EStG genannten Personen erfolgt (R 3.26 Abs. 3 LStR). Nicht zu den begünstigten Einrichtungen gehören beispielsweise Berufsverbände oder Parteien. Zur steuerfreien Aufwandsentschädigung nach § 3 Nr. 26 EStG s.a. OFD Frankfurt vom 6.9.2006 (S 2245 A – 2 St 213, DStR 2007, 72).
1.5. Besonderheiten zu künstlerischen Tätigkeiten
Eine nebenberufliche künstlerische Tätigkeit kann auch vorliegen, wenn sie die eigentliche künstlerische (Haupt-)Tätigkeit unterstützt und ergänzt, sofern sie Teil des gesamten künstlerischen Geschehens ist (BFH Urteil vom 18.4.2007, XI R 21/06, BFH/NV 2007, 1752). Gem. § 3 Nr. 26 EStG sind steuerfrei u.a. Einnahmen aus nebenberuflichen künstlerischen Tätigkeiten im Dienst oder im Auftrag einer inländischen juristischen Person des öffentlichen Rechts oder einer unter § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG fallenden Einrichtung zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke (§§ 52 bis 54 AO) bis zur Höhe von insgesamt 1 848 € (2 100 €) im Jahr. Nach ständiger Rechtsprechung des BFH übt ein Stpfl. eine künstlerische Tätigkeit i.S.d. § 18 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG aus, wenn er eine eigenschöpferische Leistung vollbringt, in der seine individuelle Anschauungsweise und Gestaltungskraft zum Ausdruck kommt, und die über eine hinreichende Beherrschung der Technik hinaus grundsätzlich eine gewisse künstlerische Gestaltungshöhe erreicht (BFH Urteile vom 23.9.1998, XI R 71/97, BFH/NV 1999, 460 und vom 4.11.2004, IV R 63/02, BStBl II 2005, 362). Das BVerfG sieht das Wesentliche der künstlerischen Betätigung in der freien schöpferischen Gestaltung, in der Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse des Künstlers durch das Medium einer bestimmten Formensprache zu unmittelbarer Anschauung gebracht werden (BVerfG vom 24.2.1971, 1 BvR 435/68, BVerfGE 30, 173, 188 und vom 17.7.1984, 1 BvR 816/82, BVerfGE 67, 213). Diese Grundsätze können auf § 3 Nr. 26 EStG übertragen werden. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass diese Regelung nur eine nebenberufliche künstlerische Tätigkeit erfasst, deren Einnahmen höchstens i.H.v. 1 848 € (2 100 €) steuerfrei sind. Diese der Art und der Höhe nach vorgegebenen Begrenzungen beeinflussen die Auslegung einer künstlerischen Tätigkeit i.S.d. § 3 Nr. 26 EStG. Eine künstlerische Tätigkeit in diesem Sinn kann daher auch vorliegen, wenn sie die eigentliche künstlerische (Haupt-)Tätigkeit unterstützt und ergänzt, sofern sie Teil des gesamten künstlerischen Geschehens ist. Auch der Komparse kann daher – anders z.B. als ein Bühnenarbeiter – eine künstlerische Tätigkeit ausüben. Diese Auslegung entspricht auch dem Zweck des § 3 Nr. 26 EStG. Durch die Einbeziehung nebenberuflicher künstlerischer Tätigkeiten sollte insbesondere die Arbeit der im kulturellen Bereich tätigen gemeinnützigen Vereine gefördert werden; auch in diesem Bereich entspricht das künstlerische Niveau nicht zwingend professioneller Gestaltungshöhe.
1.6. Einzelfälle in ABC-Form
Bahnhofsmission: Der Tätigkeitsbereich von Bahnhofsmissionen umfasst auch gem. § 3 Nr. 26 EStG begünstigte Pflege- und Betreuungsleistungen. Zur Abgrenzung gegenüber den nicht begünstigten Leistungen bestehen keine Bedenken, wenn Aufwandsentschädigungen nebenberuflicher Mitarbeiterinnen in Bahnhofsmissionen i.H.v. 60 % der Einnahmen (maximal i.H.v. 2 100 €) steuerfrei belassen werden. Von dem pauschalen Satz kann im Einzelfall abgewichen und auf die tatsächlichen Verhältnisse abgestellt werden, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Anwendung dieses Regelsatzes zu einer unzutreffenden Besteuerung führen würde (OFD Frankfurt/Main vom 12.8.2014, S 2245 A – 2 – St 213).
Patientenfürsprecher: Der Patientenfürsprecher hat die Interessen der Patienten gegenüber dem Krankenhaus zu vertreten. Diese Tätigkeit stellt keine Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen dar. Die an die Patientenfürsprecher gezahlten Aufwandsentschädigungen sind daher nicht nach § 3 Nr. 26 EStG steuerfrei.
Ehrenamtliche Richter, Parcourschefs, Parcourschefassistenten bei Pferdesportveranstaltungen: Bei dieser Tätigkeit handelt es sich nicht um begünstigte Tätigkeit nach § 3 Nr. 26 EStG.
Rettungssanitäter und Rettungsschwimmer:
Die Vergütungen für die Tätigkeit von Rettungssanitätern, -schwimmern und Notärzten in Rettungs- und Krankentransportwagen sowie im Rahmen von Großveranstaltungen sind – bei Vorliegen aller Voraussetzungen – insgesamt nach § 3 Nr. 26 EStG begünstigt.
Statisten bei Theateraufführungen: Aufwandsentschädigungen für Statisten sind grundsätzlich nicht nach § 3 Nr. 26 EStG begünstigt, da Statisten keine künstlerische Tätigkeit ausüben. Eine künstlerische Tätigkeit liegt bei § 3 Nr. 26 EStG (wie bei § 18 EStG) nur vor, wenn eine gewisse Gestaltungshöhe bei eigenschöpferischer Leistung gegeben ist. Nach dem BFH-Urteil vom 18.4.2007 (BStBl II 2007, 702) beeinflussen bei einer nebenberuflichen künstlerischen Tätigkeit mit den hier vorgegebenen Begrenzungen die Auslegung einer künstlerischen Tätigkeit i.S.d. § 3 Nr. 26 EStG. Eine künstlerische Tätigkeit in diesem Sinn kann daher auch vorliegen, wenn sie die eigentliche künstlerische (Haupt-)Tätigkeit unterstützt und ergänzt, sofern sie Teil des gesamten künstlerischen Geschehens ist (vgl. H 3.26 [Künstlerische Tätigkeit] LStH). Auch der Komparse kann daher – anders z.B. als ein Bühnenarbeiter – eine künstlerische Tätigkeit ausüben. Im Urteilsfall hat sich der Kläger (Statist an der Oper) nach den Feststellungen des FG mit seinen Leistungen im Rahmen des künstlerischen Genres »Darsteller« gehalten und keine rein mechanische Funktion als »menschliche Requisite« wahrgenommen. Der Auftritt des Klägers habe nicht unerhebliche schauspielerische Leistungen enthalten.
Durch das Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerlichen Engagements vom 10.10.2007 (BGBl I 2007, 2332) ist ein Freibetrag für Einnahmen aus allen nebenberuflichen Tätigkeiten im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich i.H.v. 500 € im Jahr eingeführt worden. Das BMF-Schreiben vom 25.11.2008 (BStBl I 2008, 985) nimmt ausführlich zu den steuerfreien Einnahmen aus ehrenamtlicher Tätigkeit Stellung.
Die Steuerbefreiungen des § 3 Nr. 12 oder Nr. 26 EStG gehen der Steuerbefreiung des § 3 Nr. 26a EStG vor. Für eine Tätigkeit, die neben einer nach § 3 Nr. 12 oder 26 EStG begünstigten Tätigkeit bei einer anderen oder derselben Körperschaft ausgeübt wird, kann die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 26a EStG nur dann in Anspruch genommen werden, wenn die Tätigkeit nebenberuflich ausgeübt wird und die Tätigkeiten voneinander trennbar sind, gesondert vergütet werden und die dazu getroffenen Vereinbarungen eindeutig sind und durchgeführt werden. Einsatz- und Bereitschaftsdienstzeiten der Rettungssanitäter und Ersthelfer sind als einheitliche Tätigkeit zu behandeln, die insgesamt nach § 3 Nr. 26 EStG begünstigt sein kann und für die deshalb auch nicht teilweise die Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 26a EStG gewährt wird.
Eine Tätigkeit, die ihrer Art nach keine übungsleitende, ausbildende, erzieherische, betreuende oder künstlerische Tätigkeit und keine Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen ist, ist keine begünstigte Tätigkeit i.S.d. § 3 Nr. 26 EStG, auch wenn sie die übrigen Voraussetzungen des § 3 Nr. 26 EStG erfüllt, z.B. Tätigkeit als Vorstandsmitglied, als Vereinskassierer oder als Gerätewart bei einem Sportverein.
Zur Bezahlung ehrenamtlicher Vereinsvorstände: Wenn der Vorstand einer gemeinnützigen Körperschaft nach der Satzung ehrenamtlich (unentgeltlich) tätig ist, verstößt die Körperschaft mit der Zahlung von Vergütungen an Vorstandsmitglieder gegen das Gebot, sämtliche Mittel für die steuerbegünstigten satzungsmäßigen Zwecke zu verwenden (§ 55 Abs. 1 Nr. 1 AO). Der Ersatz tatsächlich entstandener Aufwendungen (z.B. Telefon- und Fahrtkosten) ist jedoch zulässig. Der Einzelnachweis der Aufwendungen ist nicht erforderlich, wenn pauschale Zahlungen den tatsächlichen Aufwand offensichtlich nicht übersteigen; dies gilt nicht, wenn durch die pauschalen Zahlungen auch Zeitaufwand abgedeckt werden soll. Schreibt die Satzung keine ehrenamtliche oder unentgeltliche Tätigkeit des Vorstands vor, ist die Zahlung von pauschalem Aufwandsersatz und von Vergütungen an Vorstandsmitglieder grundsätzlich unschädlich für die Gemeinnützigkeit. Die Zahlungen dürfen nicht unangemessen hoch sein (§ 55 Abs. 1 Nr. 3 AO). Falls ein gemeinnütziger Verein aufgrund der Einführung des neuen Freibetrags durch das Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements in der Zeit vom 10.10.2007 bis zu dem Datum dieses Schreibens bereits pauschale Zahlungen bis zur Höhe von insgesamt 500 € im Jahr an Vorstandsmitglieder gezahlt hat, obwohl die Satzung eine ehrenamtliche oder unentgeltliche Tätigkeit des Vorstands vorschreibt, sind daraus unter den folgenden Voraussetzungen keine für die Gemeinnützigkeit des Vereins schädlichen Folgerungen zu ziehen: Die Zahlungen dürfen nicht unangemessen hoch gewesen sein (§ 55 Abs. 1 Nr. 3 AO); die Mitgliederversammlung beschließt bis zum 31.3.2009 eine Satzungsänderung, die eine Bezahlung der Vorstandsmitglieder zulässt. S. » Gemeinnützigkeit sowie BMF vom 14.10.2009 (DStR 2009, 2254, LEXinform 5232360) sowie OFD Frankfurt a.M. vom 21.10.2013 (S 2121 A – 32 – St 213).
Nebenberuflich tätige, ehrenamtliche Betreuer können den Freibetrag nach § 3 Nr. 26a EStG von bis zu 500 € (ab VZ 2013 720 €) im Kj. in Anspruch nehmen, weil sie wegen der rechtlichen und tatsächlichen Ausgestaltung des Vormundschafts- und Betreuungswesens im Auftrag einer juristischen Person des öffentlichen Rechts handeln (vgl. BMF vom 25.11.2008, BStBl I 2008, 985, Tz. 3; » Betreuungsleistungen). Die OFD Hannover (koordinierter Ländererlass) nimmt mit Vfg. vom 6.2.2009 (S 2337 – 121 – StO 215, LEXinform 5231977) zur einkommensteuerlichen Behandlung der Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Betreuer nach § 1835a BGB Stellung.
2.3. Auftraggeber
2.4. Höchstbetrag
Der Freibetrag nach § 3 Nr. 26a EStG i.H.v. 500 € (seit VZ 2013 720 €) ist ein Jahresbetrag. Dieser wird auch dann nur einmal gewährt, wenn mehrere begünstigte Tätigkeiten ausgeübt werden. Er ist nicht zeitanteilig aufzuteilen, wenn die begünstigte Tätigkeit lediglich wenige Monate ausgeübt wird. Die Steuerbefreiung ist auch bei Ehegatten personenbezogen vorzunehmen. Auch bei der Zusammenveranlagung von Ehegatten kann der Freibetrag demnach von jedem Ehegatten bis zur Höhe der Einnahmen, höchstens 500 € (seit VZ 2013 720 €), die er für eine eigene begünstigte Tätigkeit erhält, in Anspruch genommen werden. Eine Übertragung des nicht ausgeschöpften Teils des Freibetrags eines Ehegatten auf höhere Einnahmen des anderen Ehegatten aus der begünstigten nebenberuflichen Tätigkeit ist nicht zulässig.
3. Nebenberufliche Tätigkeit
Eine Tätigkeit wird nebenberuflich ausgeführt, wenn sie – bezogen auf das Kj. – nicht mehr als ein Drittel der Arbeitszeit eines vergleichbaren Vollzeiterwerbs in Anspruch nimmt (R 3.26 Abs. 2 LStR). Es können deshalb auch solche Personen nebenberuflich tätig sein, die im steuerrechtlichen Sinne keinen Hauptberuf ausüben, z.B. Hausfrauen, Vermieter, Studenten, Rentner oder Arbeitslose.
4. Berücksichtigung der Freigrenze des § 22 Nr. 3 EStG
Gehören die Einnahmen des Stpfl. aus einer nebenberuflichen Tätigkeit zu den sonstigen Einkünften (§ 22 Nr. 3 EStG), ist der Freibetrag nach § 3 Nr. 26a EStG bei der Prüfung der Frage, ob die bei dieser Einkunftsart zu beachtende gesetzliche Freigrenze i.H.v. 256 € im Jahr überschritten ist, zu berücksichtigen (» Betreuungsleistungen).
5. Sozialversicherungsrechtliches geringfügiges Beschäftigungsverhältnis
Sozialversicherungsrechtlich gelten die steuerfreien Einnahmen nach § 3 Nr. 26 EStG nicht als Arbeitsentgelt (§ 14 Abs. 1 SGB IV). Da auch lohnsteuerrechtlich die Übungsleiterpauschale von monatlich (2 400 € : 12 =) 200 € nicht zum steuerpflichtigen Arbeitslohn gehört, handelt es sich einkommensteuer- und sozialversicherungsrechtlich um ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis, wenn für die nach § 3 Nr. 26 EStG begünstigte Tätigkeit nicht mehr als 650 € monatlich gezahlt wird.
6. Rückspende
Die Rückspende einer steuerfrei ausgezahlten Aufwandsentschädigung oder Vergütung an die steuerbegünstigte Körperschaft ist grundsätzlich zulässig. Für den Spendenabzug sind die Grundsätze des BMF-Schreibens vom 7.6.1999 (BStBl I 1999, 591) zur Anerkennung sog. Aufwandsspenden an gemeinnützige Vereine zu beachten (» Spendenabzug).
7. Berücksichtigung von Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten
Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten, die dem Stpfl. durch eine nebenberufliche Tätigkeit i.S.d. § 3 Nr. 26 und/oder § 3 Nr. 26a EStG entstehen, sind nur zu berücksichtigen, wenn sowohl die Einnahmen als auch die Aufwendungen den Freibetrag von 2 100 € bzw. 500 € und – ggf. zusammen mit den Werbungskosten für andere berufliche Tätigkeiten – den ArbN-Pauschbetrag von 1 000 € übersteigen (§ 3 Nr. 26 und Nr. 26a letzter Satz EStG, R 3.26 Abs. 9 LStR). Der ArbN-Pauschbetrag ist in jedem Fall anzusetzen, soweit er nicht bei anderen Dienstverhältnissen verbraucht ist.
Die verhältnismäßige Aufteilung würde zu folgendem Ergebnis führen:Einnahmen insgesamt2 800 €davon steuerfrei2 400 €somit steuerpflichtig400 €
Dies entspricht einem Verhältnis von 16 %. Danach wären 16 % der Ausgaben von 1 500 € = 240 € abzugsfähig.
Die verhältnismäßige Aufteilung würde zu folgendem Ergebnis führen:Einnahmen insgesamt2 8500 €davon steuerfrei2 400 €somit steuerpflichtig400 €
Dies entspricht einem Verhältnis von 16 %. Danach wären 16 % der Ausgaben von 2 700 € = 432 € abzugsfähig.
Dies entspricht einem Verhältnis von 16 %. Danach wären 16 % der Ausgaben von 4 000 € = 640 € abzugsfähig.
Als Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit sind (5 100 € ./. Freibetrag 2 400 € ./. ArbN-Pauschbetrag 1 000 € =) 1 700 € anzusetzen. Die Werbungskosten sind nicht zu berücksichtigen, weil sie die Summe aus Freibetrag und ArbN-Pauschbetrag (3 400 €) nicht übersteigen.
Dem Übungsleiter in Beispiel 1 entstehen aus einer anderen ArbN-Tätigkeit Werbungskosten i.H.v. 900 € bzw. 1 400 € zu.
Die Werbungskosten betragen im Fall a insgesamt (1 800 € + 900 € =) 2 700 €. Der ArbN-Pauschbetrag ist bei dem anderen Dienstverhältnis (aus Beispiel 2) i.H.v. 900 € verbraucht. Die fehlenden 100 € sind somit noch bei der Übungsleitertätigkeit zu berücksichtigen. Aus dieser Tätigkeit können Werbungskosten nur dann berücksichtigt werden, wenn sie 2 800 € (2 400 € Freibetrag und 100 € restlicher ArbN-Pauschbetrag) übersteigen.Arbeitslohn Haupttätigkeit20 000 €Arbeitslohn Nebentätigkeit5 100 €abzüglich Freibetrag./. 2 400 €steuerpflichtiger Arbeitslohn2 700 €+ 2 700 €insgesamt22 700 €
Werbungskosten:Haupttätigkeit900 €Nebentätigkeit1 800 €§ 3 Nr. 26 Satz 2 EStG./. 2 400 €zu berücksichtigen0 €0 €zu berücksichtigende Werbungskosten900 €abzugsfähig mindestens der ArbN-Pauschbetrag./. 1000 €Einkünfte21 700 €
Die Werbungskosten betragen im Fall b insgesamt (1 800 € + 1 400 € =) 3 200 €. Der ArbN-Pauschbetrag ist bei dem anderen Dienstverhältnis i.H.v. 1 000 € verbraucht. Bei der Übungsleitertätigkeit ist der ArbN-Pauschbetrag nicht mehr zu berücksichtigen. Aus dieser Tätigkeit können Werbungskosten dann berücksichtigt werden, wenn sie den Freibetrag von 2 400 € übersteigen.Arbeitslohn Haupttätigkeit20 000 €Arbeitslohn Nebentätigkeit5 100 €abzüglich Freibetrag./. 2 400 €steuerpflichtiger Arbeitslohn2 700 €+ 2 700 €insgesamt22 700 €
Werbungskosten:Haupttätigkeit1 400 €Nebentätigkeit1 800 €§ 3 Nr. 26 Satz 2 EStG./. 2 400 €zu berücksichtigen0 €0 €zu berücksichtigende Werbungskosten1 400 €abzugsfähig./. 1 400 €Einkünfte21 300 €
Dem Übungsleiter in Beispiel 1 entstehen Werbungskosten aus dieser Tätigkeit i.H.v. 2 552 €. Die Einnahmen und Ausgaben aus einer anderen ArbN-Tätigkeit entsprechen denen in Beispiel 2.
Die Werbungskosten betragen im Fall a insgesamt 3 452 €. Der ArbN-Pauschbetrag ist bei dem anderen Dienstverhältnis i.H.v. 900 € verbraucht. Die fehlenden 100 € sind somit noch bei der Übungsleitertätigkeit zu berücksichtigen. Aus dieser Tätigkeit können Werbungskosten nur dann berücksichtigt werden, wenn sie 2 500 € (2 400 € Freibetrag und 100 € restlicher ArbN-Pauschbetrag) übersteigen.Arbeitslohn Haupttätigkeit20 000 €Arbeitslohn Nebentätigkeit5 100 €abzüglich Freibetrag./. 2 400 €steuerpflichtiger Arbeitslohn2 700 €+ 2 700 €insgesamt22 700 €
Werbungskosten:Haupttätigkeit900 €Nebentätigkeit2 552 €§ 3 Nr. 26 Satz 2 EStG./. 2 400 €zu berücksichtigen152 €152 €zu berücksichtigende Werbungskosten1 052 €abzugsfähig./. 1 052 €Einkünfte21 648 €
Die Werbungskosten betragen im Fall b insgesamt 3 952 €. Der ArbN-Pauschbetrag ist bei dem anderen Dienstverhältnis i.H.v. 1 000 € verbraucht. Bei der Übungsleitertätigkeit ist der ArbN-Pauschbetrag nicht mehr zu berücksichtigen. Aus dieser Tätigkeit können Werbungskosten dann berücksichtigt werden, wenn sie den Freibetrag von 2 400 € übersteigen.Arbeitslohn Haupttätigkeit20 000 €Arbeitslohn Nebentätigkeit5 100 €abzüglich Freibetrag./. 2 400 €steuerpflichtiger Arbeitslohn2 700 €+ 2 700 €insgesamt22 700 €
Werbungskosten:Haupttätigkeit1 400 €Nebentätigkeit2 552 €§ 3 Nr. 26 Satz 2 EStG./. 2 400 €zu berücksichtigen152 €152 €zu berücksichtigende Werbungskosten1 552 €abzugsfähig./. 1 552 €Einkünfte21 148 €
Dem Übungsleiter in Beispiel 1 entstehen Werbungskosten aus dieser Tätigkeit i.H.v. 2 420 €. Die Einnahmen und Ausgaben aus einer anderen ArbN-Tätigkeit entsprechen denen in Beispiel 2.
Die Werbungskosten betragen im Fall a insgesamt 3 320 €. Der ArbN-Pauschbetrag ist bei dem anderen Dienstverhältnis i.H.v. 900 € verbraucht. Die fehlenden 100 € sind somit noch bei der Übungsleitertätigkeit zu berücksichtigen. Aus dieser Tätigkeit können Werbungskosten nur dann berücksichtigt werden, wenn sie 2 500 € (2 400 € Freibetrag und 100 € restlicher ArbN-Pauschbetrag) übersteigen.Arbeitslohn Haupttätigkeit20 000 €Arbeitslohn Nebentätigkeit5 100 €abzüglich Freibetrag./. 2 400 €steuerpflichtiger Arbeitslohn2 700 €+ 2 700 €insgesamt22 700 €
Werbungskosten:Haupttätigkeit900 €Nebentätigkeit2 420 €§ 3 Nr. 26 Satz 2 EStG./. 2 400 €zu berücksichtigen20 €20 €zu berücksichtigende Werbungskosten920 €abzugsfähigabzugsfähig mindestens der ArbN-Pauschbetrag./. 1 000 €Einkünfte21 700 €
Die Werbungskosten betragen im Fall b insgesamt 3 820 €. Der ArbN-Pauschbetrag ist bei dem anderen Dienstverhältnis i.H.v. 1 000 € verbraucht. Bei der Übungsleitertätigkeit ist der ArbN-Pauschbetrag nicht mehr zu berücksichtigen. Aus dieser Tätigkeit können Werbungskosten dann berücksichtigt werden, wenn sie den Freibetrag von 2 400 € übersteigen.Arbeitslohn Haupttätigkeit20 000 €Arbeitslohn Nebentätigkeit5100 €abzüglich Freibetrag./. 2 400 €steuerpflichtiger Arbeitslohn2 700 €+ 2 700 €insgesamt22 700 €
Werbungskosten:Haupttätigkeit1 400 €Nebentätigkeit2 420 €§ 3 Nr. 26 Satz 2 EStG./. 2 400 €zu berücksichtigen20 €20 €zu berücksichtigende Werbungskosten1 420 €abzugsfähig./. 1 420 €Einkünfte21 280 €
Es liegt eine geringfügige Beschäftigung (» Geringfügig Beschäftigte) vor. Für die Beurteilung, ob eine geringfügige Beschäftigung vorliegt, sind nur sozialversicherungsrechtliche Hauptbeschäftigungen zu berücksichtigen. Der Arbeitslohn aus der Beamtentätigkeit bleibt deshalb bei der Prüfung der 450 €-Grenze außer Ansatz. Dies gilt auch für steuerfreien Arbeitslohn. Die Übungsleitertätigkeit ist gem. § 3 Nr. 26 EStG bis zu 2 400 € jährlich (monatlich 200 €) steuerfrei. Von der Nebentätigkeit i.H.v. 12 × 400 € = 4 800 € sind 2 400 € steuerfrei; somit sind 2 400 € steuerpflichtig. Für den steuerpflichtigen monatlichen Arbeitslohn i.H.v. 2 400 € : 12 Monate = 200 € ist die LSt entweder nach der LSt-Karte (Steuerklasse VI) oder nach § 40a Abs. 2 EStG pauschal mit 2 % zu berechnen.
Nach § 14 Abs. 1 Satz 3 SGB IV gehören steuerfreie Aufwandsentschädigungen nicht zum Arbeitsentgelt. Der ArbG (Verein) hat lediglich 15 % Pauschalbeitrag von 2 400 € = 360 € oder 15 % von monatlich 200 € = 33,75 € zur Rentenversicherung zu entrichten.
Ein Student, der keine anderen Einnahmen aus nichtselbstständiger Arbeit erzielt, arbeitet nebenberuflich im Dienst der Stadt als Tierpfleger in derem als gemeinnützig anerkannten Tierheim. Dafür erhält er insgesamt 1 200 € im Jahr.
Hartz u.a., ABC-Führer Lohnsteuer Stichwort Freibetrag für nebenberufliche Tätigkeiten (Loseblatt); Myssen, Ehrenamt und Steuerrecht unter besonderer Berücksichtigung der Neuregelung der sog. Übungsleiterpauschale, INF 2000, 129 und INF 2000, 168; Schneider, Die Besteuerung von Übungsleitern in Sportvereinen – Fälle aus der Praxis –, Steuerwarte 2004, 199; Fischer, Das Gesetz zur weiteren Förderung des bürgerschaftlichen Engagements, NWB Fach 2, 9439; Schauhoff u.a., Das Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, DStR 2007, 1985; Engelsing u.a., Tätigkeitsvergütung für Vereinsvorstände, NWB Fach 3, 15101; Weber, Satzungsanforderungen bei Zahlung an den Vorstand gemeinnütziger Körperschaften, NWB 2009, 2226.
Autor(en): David Jauch Steuer-Rechner 15000 60000 120000 Bruttojahresgehalt (€): 0 5 10 Anzahl Ihrer Kinder: Weiter Verwandte Lexikonartikel Gemeinnützigkeit Geringfügig Beschäftigte Sozialversicherungsrechtliche Behandlung von Nebenbeschäftigungen Verein Weitere Lexikonartikel mit »N« Nachträgliche Anschaffungskosten Nebenberufliche Tätigkeiten Negative Einkünfte mit Auslandsbezug Nennkapital Nicht abnutzbares Anlagevermögen Nicht abzugsfähige Ausgaben gem. § 12 EStG Nichtabziehbare Aufwendungen gem. § 10 KStG Nichteheliche Lebensgemeinschaften Nießbrauch Nutzungsüberlassung einer Wohnung Interessante Steuertipps Haftpflichtversicherung Spende und Ehrenamt Tagespflege von Kindern Strafverfolgung bei Steuerhinterziehung Pkw-Vermietung an den Arbeitgeber Warengutscheine statt Urlaubsgeld? smartsteuer Blog In vier Schritten den Steuerbescheid prüfen Steuerliche Stolperfalle: Riesterrente Arbeiten von zuhause aus – was kann man dabei steuerlich geltend machen? Geld stinkt nicht. Oder: Was sind eigentlich Steuern? Kaffee oder Tee? Was alles versteuert wird Top-Themen bei smartsteuer Lohnsteuerklassen Vorsorgepauschale Entfernungspauschale Photovoltaikanlage Nebenberufliche Tätigkeit Einsatzwechseltätigkeit Eigenheimzulage Gewerbesteuerrechner Weitere Tipps Steuer online Abgabefristen Steuererklärung Steuererklärungspflicht Vorsorgeaufwendungen Altersentlastungsbetrag Doppelte Haushaltsführung Steuertipps Freiberufler Geringwertige Wirtschaftsgüter Technischer Support (Kundenservice) (0800) 7 238 222 7 Tage die Woche, rund um die Uhr –kostenfrei! Oder senden Sie uns einfach jederzeit eine E-Mail an die Adresse hilfe@smartsteuer.de Impressum AGB Presse Datenschutz Bestellung und Zahlung Partnerprogramm Jobs Newsletter Kann man das absetzen? steuern.de ©