Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuG&Datum=29.11.2006&Aktenzeichen=T-135/05
Timestamp: 2019-10-15 05:43:21
Document Index: 161883792

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 20', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

EuG, 29.11.2006 - T-135/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,30920
EuG, 29.11.2006 - T-135/05 (https://dejure.org/2006,30920)
EuG, Entscheidung vom 29.11.2006 - T-135/05 (https://dejure.org/2006,30920)
EuG, Entscheidung vom 29. November 2006 - T-135/05 (https://dejure.org/2006,30920)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2006,30920) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Franco Campoli gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften.
Beamte - Beschwerende Maßnahme - Gleichbehandlung
Franco Campoli gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften
Klage des Franco Campoli gegen die Kommission der Europäischen Gemeinschaften, eingereicht am 29. März 2005
Beamte - Beschwerende Maßnahme - Gleichbehandlung.
Ebenso ist die Einrede der Rechtswidrigkeit nur zulässig, wenn sie der Partei, die die Einrede erhebt, im Ergebnis einen Vorteil verschaffen kann (Urteil des Gerichts erster Instanz vom 29. November 2006, Campoli/Kommission, T-135/05, Slg. ÖD 2006, I-A-2-0000 und II-A-2-0000, Randnr. 132).
Darüber hinaus hat das Gericht erster Instanz in seinem Urteil Campoli/Kommission (Randnr. 133) festgestellt, dass die im Rahmen einer Einrede der Rechtswidrigkeit gegen Art. 20 des Anhangs XIII des Statuts erhobene Rüge des Klägers unzulässig war, da der Kläger nicht nachgewiesen hatte, dass er von einem Urteil, mit dem dieses Gericht die Einführung eines auf die Ruhegehälter anzuwendenden Berichtigungskoeffizienten von mindestens 100 % für die Mitgliedstaaten mit den niedrigsten Lebenshaltungskosten für rechtswidrig erklärt, finanziell profitieren könnte.
Das Gericht erster Instanz hat außerdem festgestellt, dass der Rat bei der Einführung des neuen gemeinschaftlichen Versorgungssystems über ein weites Ermessen verfügt, das der politischen Verantwortung entspricht, die der Vertrag ihm überträgt (Urteil Campoli/Kommission, Randnrn. 143 und 144).
Nach ständiger Rechtsprechung ist jedoch die Kontrolle der Verhältnismäßigkeit einer erlassenen Maßnahme in einem Bereich, in dem der Gemeinschaftsgesetzgeber, wie in der vorliegenden Rechtssache, über ein weites Ermessen verfügt, das der politischen Verantwortung entspricht, die ihm der Vertrag zuweist, auf die Frage beschränkt, ob die fragliche Maßnahme zur Erreichung des Ziels, mit dessen Verfolgung das zuständige Organ betraut ist, offensichtlich ungeeignet ist (vgl. in diesem Sinne Urteil Italien/Rat, Randnrn. 44 und 45; Urteile NMB Frankreich u. a./Kommission, Randnr. 70, und Campoli/Kommission, Randnr. 143).
Dies gilt u. a. für die Anpassungen des gemeinschaftlichen Sozialversicherungssystems, für das dem Gesetzgeber außerdem ein weites Ermessen im Hinblick auf die Notwendigkeit von Reformen eingeräumt wird (vgl. in diesem Sinne Urteil Campoli/Kommission, Randnrn. 71 und 72).
Auch wenn es dem Gesetzgeber freisteht, an den Bestimmungen des Statuts jederzeit die Änderungen vorzunehmen, die er mit dem Allgemeininteresse für vereinbar hält, und Statutsbestimmungen zu erlassen, die für die betroffenen Beamten weniger vorteilhaft sind, soweit er gegebenenfalls eine Übergangsfrist von hinreichender Dauer festsetzt, ist er dabei jedoch an die Voraussetzung gebunden, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen (vgl. Urteil Campoli/Kommission, Randnr. 85), d. h. an die Voraussetzung, dass die neue Regelung nur auf neue Sachverhalte und auf die künftigen Folgen von Sachverhalten, die unter der Geltung der früheren Regelung entstanden sind, angewandt wird (vgl. im Umkehrschluss Urteile des Gerichtshofs vom 16. Mai 1979, Tomadini, 84/78, Slg. 1979, 1801, Randnr. 21, und vom 5. Mai 1981, Dürbeck, 112/80, Slg. 1981, 1095, Randnr. 48, und auf dem Gebiet des öffentlichen Dienstes Urteil des Gerichts erster Instanz vom 26. Oktober 1993, Reinarz/Kommission, T-6/92 und T-52/92, Slg. 1993, II-1047, Randnr. 85).
Im Übrigen verfügt der Gesetzgeber bei der Ausgestaltung eines Systems der sozialen Sicherheit über ein weites Ermessen (Urteil des Gerichts vom 29. November 2006, Campoli/Kommission, T-135/05, Slg. ÖD 2006, I-A-2-297 und II-A-2-1527, Randnrn. 71 und 72, und Urteil des Gerichts für den öffentlichen Dienst vom 19. Juni 2007, Davis u. a./Rat, F-54/06, Slg. 2007, I-A-1-165 und II-A-1-911, Randnr. 65), so auch bei dem streitgegenständlichen zusätzlichen Altersversorgungssystem.
Auf einem Gebiet, auf dem der Gesetzgeber über ein weites Ermessen verfügt, beschränkt sich außerdem die Prüfung der Beachtung des Grundsatzes der Gleichbehandlung und des Diskriminierungsverbots durch das Gericht darauf, ob das betreffende Organ keine willkürliche oder offenkundig unangemessene Unterscheidung getroffen hat (vgl. Urteile Campoli/Kommission, oben in Randnr. 71 angeführt, Randnr. 97, und Davis u. a./Rat, oben in Randnr. 71 angeführt, Randnr. 65 und die dort angeführte Rechtsprechung).
38 Voir arrêt du 29 novembre 2006, Campoli/CommissionCampoli/Commission (T-135/05, EU:T:2006:366, point 72).
Im Übrigen entspricht eine bloße Praxis, so gängig sie auch sein mag, nicht präzisen, nicht an Bedingungen geknüpften und übereinstimmenden Auskünften im Sinne der oben in Randnr. 46 erwähnten Rechtsprechung (vgl. in diesem Sinne Urteil des Gerichts vom 29. November 2006, Campoli/Kommission, T-135/05, Slg. 2006, II-A-2-1527, Randnr. 70).
Force est de constater que, au point 172 de l'arrêt attaqué, le Tribunal de la fonction publique s'est correctement référé, pour rejeter les conclusions tendant à l'annulation du rapport litigieux, à la jurisprudence ayant reconnu que la recevabilité d'une exception d'illégalité dépendait de la double condition, d'une part, que la décision individuelle contestée ait été adoptée en application directe des règles de portée générale visées par cette exception d'illégalité (arrêt de la Cour du 5 octobre 2000, Conseil/Chvatal e.a., C-432/98 P et C-433/98 P, Rec. p. I-8535, point 33) et, d'autre part, que cette dernière soit susceptible, par son résultat, de procurer un bénéfice à la partie qui l'a soulevée (arrêt du Tribunal du 29 novembre 2006, Campoli/Commission, T-135/05, RecFP p. I-A-2-297 et II-A-2-1527, point 132).
122 Toutefois, dans un domaine où l'administration dispose d'un large pouvoir d'appréciation, une simple pratique, aussi courante soit-elle, n'équivaut pas à des renseignements précis, inconditionnels et concordants desquels une attente légitime pourrait réellement découler (voir, s'agissant du régime des pensions des fonctionnaires, arrêt du Tribunal de première instance du 29 novembre 2006, Campoli/Commission, T-135/05, point 70 ; voir également en ce sens, dans le domaine de la concurrence, arrêts du Tribunal de l'Union européenne du 8 septembre 2010, Deltafina/Commission, T-29/05, points 292, 426 et 435, et du 5 octobre 2011, Transcatab/Commission, T-39/06, point 291).
Dans ce contexte, il a fait référence, d'une part, à l'arrêt du 29 novembre 2006, Campoli/Commission (T-135/05, RecFP, EU:T:2006:366, point 70), concernant le régime des pensions des fonctionnaires et, d'autre part, aux arrêts du 8 septembre 2010, Deltafina/Commission (T-29/05, Rec, EU:T:2010:355, points 292, 426 et 435), et du 5 octobre 2011, Transcatab/Commission (T-39/06, Rec, EU:T:2011:562, point 291), relatifs au domaine de la concurrence.
Im Übrigen kann der Gleichheitsgrundsatz nicht die Freiheit des Gesetzgebers beschränken, jederzeit Änderungen an Statutsbestimmungen vorzunehmen, wenn er meint, dass sie dem dienstlichen Interesse entsprechen, und zwar auch dann, wenn sich diese Bestimmungen für die Beamten als weniger günstig erweisen als die alten, da andernfalls jede gesetzliche Entwicklung verhindert würde (vgl. in diesem Sinne Urteile des Gerichts erster Instanz vom 30. September 1998, Ryan/Rechnungshof, T-121/97, Slg. 1998, II-3885, Randnrn. 98 und 104, vom 29. November 2006, Campoli/Kommission, T-135/05, Slg. ÖD 2006, I-A-2-297 und II-A-2-1527, Randnr. 105, sowie Centeno Mediavilla, Randnrn. 86 und 113; Urteil des Gerichts vom 19. Juni 2007, Davis u. a./Rat, F-54/06, noch nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 81).
Der Grundsatz der ordnungsgemäßen Verwaltung besitzt keine höherrangige Verbindlichkeit als eine Verordnung (vgl. in diesem Sinne Urteile des Gerichts erster Instanz vom 22. Juni 1994, Rijnoudt und Hocken/Kommission, T-97/92 und T-111/92, Slg. ÖD 1994, I-A-159 und II-511, Randnr. 104, und Campoli/Kommission, Randnr. 149; Urteil des Gerichts vom 23. Januar 2007, Chassagne/Kommission, F-43/05, noch nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 111).
Ainsi, il n'est pas nécessaire de motiver chaque modification apportée au statut, mais il suffit que le législateur explique l'essentiel des mesures, même succinctement, pourvu que l'explication soit claire et pertinente (arrêts du 29 novembre 2006, Campoli/Commission, T-135/05, EU:T:2006:366, point 159, et du 23 avril 2008, Pickering/Commission, F-103/05, EU:F:2008:45, point 121).
Il s'ensuit qu'un agent ne saurait se prévaloir d'un droit acquis que si le fait générateur de ce droit s'est produit sous l'empire d'un statut déterminé, antérieur à la modification décidée par l'autorité (arrêts du 19 mars 1975, Gillet/Commission, 28/74, EU:C:1975:46, point 5, et du 29 novembre 2006, Campoli/Commission, T-135/05, EU:T:2006:366, point 78).
Zum behaupteten Verstoß gegen den Grundsatz der ordnungsgemäßen Verwaltung bemerkt die Kommission, dass eine Bestimmung des Statuts nach der Rechtsprechung nicht aus diesem Grund angefochten werden könne (Urteil des Gerichts erster Instanz vom 29. November 2006, Campoli/Kommission, T-135/05, Slg. ÖD 2006, I-A-2-297 und II-A-2-1527, Randnr. 149).
Außerdem genügt hinsichtlich des behaupteten Verstoßes gegen den Grundsatz der ordnungsgemäßen Verwaltung der Hinweis, dass eine vom Rat ordnungsgemäß erlassene Bestimmung des Statuts wegen eines behaupteten Verstoßes gegen einen solchen Grundsatz nicht mit Erfolg angefochten werden kann (Urteile des Gerichts erster Instanz vom 15. Februar 2005, Pyres/Kommission, T-256/01, Slg. ÖD 2005, I-A-23 und II-99, Randnr. 66, und Campoli/Kommission, Randnr. 149).
EuGöD, 13.04.2011 - F-38/10
EuG, 20.02.2009 - T-361/07
Kommission / Ider u.a.
EuGöD, 24.04.2008 - F-61/05
EuG, 20.02.2009 - T-360/07
Kommission / Abarca Montiel u.a.
EuGöD, 13.11.2007 - F-77/06
Colovea / Parlament
EuGöD, 25.10.2007 - F-53/05
Fernandez Tunon / Kommission
EuG, 24.04.2008 - T-61/05
Raffaele Dalmasso gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften.