Source: http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=30.08.2012_6B_810/2011
Timestamp: 2013-05-20 17:17:36
Document Index: 184748155

Matched Legal Cases: ['in dubio', 'Art. 111', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 303', 'Art. 111', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 303', 'Art. 111', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 32', 'Art. 6', 'in dubio', 'BGE', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 15', 'Art. 15', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 15', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 16', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 33', 'Art. 16', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 303', 'Art. 303', 'Art. 303', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 68', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 64', 'Art. 64']

Vors�tzliche T�tung, begangen in Notwehrexzess; falsche Anschuldigung; Willk�r, rechtliches Geh�r, Grundsatz in dubio pro reo; Zivilforderungen,
A.a Das Kriminalgericht des Kantons Luzern sprach Y.________ am 26. November 2010 der (eventual-)vors�tzlichen T�tung nach Art. 111 StGB, begangen in Notwehrexzess nach Art. 15 und Art. 16 Abs. 1 StGB, schuldig. Vom Vorwurf der mehrfachen falschen Anschuldigung nach Art. 303 Ziff. 1 StGB sprach es ihn frei. Es verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren. Im Zivilpunkt erkl�rte es ihn dem Grundsatz nach im Umfang von 2/3 schadenersatzpflichtig und verwies A.X.________ sowie B.X.________ und C.X.________ zur Festsetzung der Schadensh�he auf den Zivilweg. Die Genugtuungsforderung von A.X.________ hiess es im Umfang von Fr. 30'000.-- gut, diejenigen von B.X.________ und C.X.________ im Umfang von je Fr. 20'000.--. Gegen dieses Urteil legten Y.________ und die Staatsanwaltschaft Appellation und A.X.________ Anschlussappellation ein.
A.b Das Obergericht des Kantons Luzern sprach Y.________ am 20. Juni 2011 von s�mtlichen Anklagevorw�rfen frei. Auf die Zivilforderungen trat es nicht ein.
Am 25. September 2007 kam es im Untergeschoss des sich im Rohbau befindlichen Einfamilienhauses von Y.________ zuerst zu einer verbalen und anschliessend zu einer t�tlichen Auseinandersetzung zwischen diesem und dem Gipsermeister D.________, wobei Letzterer die Oberhand hatte. Die beiden Angestellten von D.________, E.________ und F.________, versuchten, ihren Chef zur�ckzuhalten und Y.________ zur Flucht zu verhelfen. Dieser konnte sich tats�chlich l�sen und das Haus �ber die offen stehende Fenstert�re verlassen, von wo aus er �ber die Aussentreppe nach oben rannte. Dort angekommen schaute er zur�ck und st�rzte, woraufhin er von D.________ eingeholt wurde. In der Folge ging D.________ im Vorgarten des Einfamilienhauses erneut auf den ihm k�rperlich unterlegenen Y.________ los, indem er ihn am Kopf bzw. an den Ohren packte, nach unten dr�ckte und gleichzeitig mit dem Knie gegen dessen Kopf schlug. Er gab dem mit dem Oberk�rper nach vorne geneigten Y.________ zudem einen Faustschlag in die Seite. An der Auseinandersetzung im Vorgarten beteiligten sich auch E.________ und F.________, wenn auch nicht intensiv und nur schlichtend. E.________ hatte eine Schaufel in der Hand, mit deren Stiel er Y.________ am Bein traf. Y.________ nahm aus seiner unterlegenen Position heraus wahr, dass E.________ und F.________ ebenfalls auf ihn einwirkten und es ein eigentliches Gerangel gab, in welchem geschubst, gestossen und geschlagen wurde. Dass die beiden Angestellten ihren Chef zur�ckhalten wollten, konnte er nicht sehen.
Y.________ konnte sich eines Klappmessers beh�ndigen, das er in seiner Umh�ngetasche trug, und begann damit aus seiner geb�ckten Haltung heraus blind um sich zu schlagen bzw. herumzufuchteln, in der Hoffnung, D.________ werde von ihm ablassen. Dabei f�gte er D.________ eine (feine) Schnittverletzung am R�cken zu, welche dieser nicht versp�rte. Y.________ stach weiter unkontrolliert mit dem Messer nach oben. Durch eine Stichbewegung in Richtung des linken Brustbereichs von D.________ verursachte er dessen Tod. Der t�dliche Stich war von einer gewissen Heftigkeit und durchtrennte eine Rippe, bevor er das Herz traf. Er erfolgte aus der Y.________ aufgezwungenen geb�ckten Position und war nicht konkret zielgerichtet. Mit dem Stich gegen den Oberk�rper von D.________ nahm Y.________ jedoch eine schwere Verletzung bzw. T�tung in Kauf, da er erkennbar den Brust- resp. Herzbereich treffen konnte. Die anderen Beteiligten nahmen nicht wahr, wie sich Y.________ des Messers beh�ndigte und damit herumzuhantieren begann. E.________ und F.________ sahen dieses erst nach dem t�dlichen Stich.
Y.________ erlitt eine Rissquetschwunde und Schwellungen an der Nase, kleine Rissquetschwunden und Schwellungen an den Ohren, eine Kontusionsmarke oberhalb der Nase bis hin zur Stirn reichend, eine Rissquetschwunde im Bereich des linken Mastoids sowie Sch�rfungen am Knie und am Ellenbogen. Aufgrund des Einsatzes des Knies gegen seinen Kopf musste er mit weit gef�hrlicheren bzw. mit m�glicherweise erheblichen Verletzungen rechnen, insbesondere mit schweren Kopfverletzungen. Ihm kam auch der Gedanke, er k�nnte sterben.
Die Staatsanwaltschaft beantragt mit Beschwerde in Strafsachen, das Urteil vom 20. Juni 2011 aufzuheben und Y.________ der vors�tzlichen T�tung nach Art. 111 StGB, begangen in Notwehrexzess nach Art. 15 und Art. 16 Abs. 1 StGB, sowie der falschen Anschuldigung nach Art. 303 Ziff. 1 StGB schuldig zu befinden bzw. die Sache zur F�llung dieses Schuldbefunds und zur Ausf�llung einer Strafe an die Vorinstanz zur�ckzuweisen (Verfahren 6B_810/2011).
A.X.________ sowie B.X.________ und C.X.________ f�hren Beschwerde in Strafsachen mit den Antr�gen, das Urteil des Obergerichts vom 20. Juni 2011 aufzuheben, Y.________ der vors�tzlichen T�tung schuldig zu sprechen und mit 6 � Jahren Freiheitsstrafe zu bestrafen. Zudem sei er zu verpflichten, Genugtuungszahlungen von Fr. 45'000.-- (A.X.________) bzw. je Fr. 30'000.-- (B.X.________ und C.X.________) mit Zins zu 5 % ab dem 19. Dezember 2007 zu leisten. Eventualiter sei er wegen (eventual-)vors�tzlicher T�tung nach Art. 111 StGB, begangen in Notwehrexzess nach Art. 15 und Art. 16 Abs. 1 StGB, zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und zur Leistung von Genugtuungszahlungen von Fr. 30'000.-- bzw. je Fr. 20'000.-- zu verurteilen. Y.________ sei �berdies 100 % schadenersatzpflichtig zu erkl�ren, und sie seien f�r die Festsetzung des massgeblichen Schadens an den Zivilrichter zu verweisen. Sie ersuchen um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung (Verfahren 6B_811/2011).
Das Obergericht und Y.________ stellen Antrag auf Abweisung der Beschwerden. Die Staatsanwaltschaft beantragt (sinngem�ss) die Gutheissung der Beschwerde von A.X.________ sowie B.X.________ und C.X.________.
2.1 Die Beschwerdef�hrer r�gen eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung.
2.1.1 Die Beschwerdef�hrerin 1 macht geltend, die Vorinstanz stelle willk�rlich fest, der Beschwerdegegner habe anl�sslich der Auseinandersetzung im Vorgarten auch E.________ und F.________ als Angreifer wahrgenommen. Nicht erstellt sei, dass E.________ den Beschwerdegegner mit der Schaufel schlug. Die Argumentation der Vorinstanz sei nicht schl�ssig. Sie spreche einerseits davon, E.________ und F.________ h�tten sich an der Schl�gerei - allerdings nicht intensiv - beteiligt, andererseits gestehe sie diesen zu, dass sie haupts�chlich schlichtend in die Auseinandersetzung h�tten eingreifen wollen. Die Zwitterrolle der beiden Arbeiter - halb Aggressoren und halb Friedensstifter - sei nicht verst�ndlich. Die Vorinstanz habe die dramatischen und massiv �bertriebenen Schilderungen des Beschwerdegegners, es sei um Leben und Tod gegangen und er habe Angst vor dem Sterben gehabt, unkritisch �bernommen. Dessen angeblichen Bef�rchtungen, schwer verletzt zu werden, seien nicht glaubhaft. Willk�rlich sei zudem die Feststellung, der Beschwerdegegner habe vor dem t�dlichen Stich zur Warnung mit dem Messer herumgefuchtelt.
2.1.2 Die Beschwerdef�hrer 2-4 beanstanden, der Schaufeleinsatz von E.________ gegen den Beschwerdegegner sei nicht bewiesen. Die Vorinstanz argumentiere widerspr�chlich, da sie festhalte, die beiden Arbeiter h�tten versucht, die Kontrahenten zu trennen, an anderer Stelle aber davon ausgehe, sie h�tten sich an der Auseinandersetzung beteiligt, wenn auch nicht intensiv. Sie nehme willk�rlich an, der Beschwerdegegner habe mit dem Messer vor dem t�dlichen Stich herumgefuchtelt. W�re dies der Fall gewesen, h�tten E.________ und F.________ dies wahrgenommen.
Offensichtlich unhaltbar sei auch die Feststellung, der Beschwerdegegner habe die Stichbewegung aus geb�ckter Haltung heraus unkontrolliert, von unten nach oben vorgenommen. Gem�ss dem Obduktionsbericht sei der t�dliche Stich vom Opfer aus gesehen von vorne, leicht ansteigend in Richtung Wirbels�ule erfolgt. Die Durchtrennung der Rippe habe eine ausgepr�gte Gewaltanwendung mit viel Krafteinsatz oder erheblicher Wucht mit entsprechender Ausholbewegung erfordert. Dies k�nne nicht die Folge eines unkoordinierten Herumfuchtelns sein. V�llig unber�cksichtigt gelassen habe die Vorinstanz zudem, dass der Beschwerdegegner das Messer in der linken Hand gehalten habe. Eine Stichbewegung mit der linken Hand treffe die rechte K�rper- bzw. Brustseite des Gegen�bers, nicht aber das Herz, es sei denn, man ziele mit Absicht auf das Herz. Der Beschwerdegegner habe in T�tungsabsicht und nicht in Verteidigungsabsicht gehandelt.
2.3.1 Die Vorinstanz f�hrt aus, E.________ und F.________ h�tten sich an der t�tlichen Auseinandersetzung im Vorgarten nicht intensiv und "haupts�chlich" schlichtend beteiligt. Ob E.________ die beiden Streitenden durch Einsatz des Schaufelstiels "auf Distanz" zu trennen versuchte oder ob er mit dem Stil bewusst gegen den Unterschenkel des Beschwerdegegners schlug, l�sst sie offen (Urteil S. 11 f.). Daraus k�nnte tats�chlich gefolgert werden, diese h�tten nicht bloss schlichtend in das Geschehen eingegriffen. Insgesamt ergibt sich aus dem angefochtenen Entscheid jedoch, dass die Vorinstanz den �bereinstimmenden Ausf�hrungen der beiden Angestellten Glauben schenkt, welche aussagten, sie h�tten lediglich versucht, die Kontrahenten zu trennen (vgl. insbes. Urteil S. 17). In diesem Sinne �ussert sich die Vorinstanz auch in ihren Vernehmlassungen vor Bundesgericht.
2.3.2 Die Vorinstanz h�lt dem Beschwerdegegner zugute, er sei in der falschen Annahme gewesen, er werde auch von den beiden Angestellten angegriffen. Ihre Feststellung ist nicht willk�rlich. Es ist durchaus denkbar, dass der Beschwerdegegner aus seiner unterlegenen Position heraus das Eingreifen von E.________ und F.________ als gegen ihn gerichtet wahrnahm. Der in Art. 32 Abs. 1 BV und in Art. 6 Ziff. 2 EMRK verankerte Grundsatz "in dubio pro reo" besagt als Beweisw�rdigungsregel, dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines f�r den Angeklagten ung�nstigen Sachverhalts �berzeugt erkl�ren darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdr�ckende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat (BGE 127 I 38 E. 2a mit Hinweis). Das Gericht muss daher auf die f�r den Angeklagten g�nstigste Version abstellen, wenn sich nicht sicher oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen l�sst, dass sich der Sachverhalt anders zugetragen hat. Dem Sachrichter muss auf dem Gebiet der Beweisw�rdigung und namentlich auch bei der Beurteilung der Glaubw�rdigkeit der angeschuldigten Person ein gewisser Ermessensspielraum zugestanden werden. Dies gilt auch vorliegend.
2.3.3 Die Vorinstanz geht f�r die Feststellung, E.________ habe beim Trennungsversuch eine Schaufel in der Hand gehabt, mit welcher der Beschwerdegegner getroffen worden sei, von den Aussagen des Beschwerdegegners aus. Diesen stehen die �bereinstimmenden Angaben von F.________ und E.________ gegen�ber, wonach Letzterer die Schaufel w�hrend der t�tlichen Auseinandersetzung im Vorgarten nie in den H�nden hatte. Die Vorinstanz erw�gt, die Aussagen des Beschwerdegegners seien glaubhaft. Sie w�rden durch die DNA-Analyse gest�tzt, mit welcher Hautreste von E.________ am Schaufelblatt nachgewiesen worden seien (Urteil S. 11).
Die Einw�nde der Beschwerdef�hrer lassen die vorinstanzliche Feststellung nicht offensichtlich unhaltbar erscheinen. Die Beschwerdef�hrer verkennen, dass es nicht darum geht, zu beweisen, ob der Schlag mit der Schaufel sicher erfolgte, sondern ob dieser entgegen den Behauptungen des Beschwerdegegners mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht stattfand. Dass die DNA-Spuren nicht zwingend von einem Schaufeleinsatz w�hrend des Angriffs durch D.________ herr�hren m�ssen und in dieser Hinsicht auch eine andere W�rdigung denkbar gewesen w�re, l�sst die vorinstanzliche Feststellung noch nicht willk�rlich erscheinen. Die Vorinstanz geht nicht davon aus, der Schlag mit der Schaufel sei von einer gewissen Heftigkeit gewesen und der Beschwerdegegner habe Verletzungen davon getragen. An der Sache vorbei geht der Einwand der Beschwerdef�hrer, auch das Fehlen von Verletzungen am linken Unterschenkel bzw. Schienbein des Beschwerdegegners w�rde gegen den Schaufeleinsatz sprechen.
2.3.4 Das Gleiche gilt f�r die von den Beschwerdef�hrern beanstandete Feststellung, der Beschwerdegegner habe vor dem t�dlichen Stich mit dem Messer herumgefuchtelt. Die Vorinstanz stellt diesbez�glich auf die Aussagen des Beschwerdegegners ab, welche sie durch die Schnittstellen an dessen Umh�ngetasche und die feine, schnittartige Verletzung am R�cken von D.________ best�tigt sieht. Ihre Ausf�hrungen lassen keine Willk�r erkennen. Wie dieses Herumfuchteln bzw. "blind um sich Schlagen", welches von den anderen Beteiligten nicht bemerkt wurde, rechtlich zu werten ist, wird nachfolgend zu beurteilen sein.
2.3.5 Die Vorinstanz h�lt fest, der Beschwerdegegner habe mit erheblichen, namentlich mit schweren Kopfverletzungen rechnen m�ssen. Dass er sich auch in Todesgefahr befand, stellt sie nicht fest. Sie anerkennt jedoch, dass diesem damals der Gedanke kam, er k�nnte sterben. Dies ist unter Willk�rgesichtspunkten nicht zu beanstanden, nachdem auch F.________ zu Protokoll gab, er sei erschrocken, als sich die Streitenden im Vorgarten erneut geschlagen h�tten, und er habe gedacht, sie w�rden sich umbringen (Urteil S. 17).
2.3.6 Nicht willk�rlich ist schliesslich der Schluss, der Beschwerdegegner habe mit Verteidigungswillen gehandelt. Sowohl der Beschwerdegegner als auch die beiden Angestellten sagten aus, Ersterer habe eine nach unten gebeugte Stellung gehabt, w�hrend sich der Oberk�rper von D.________ �ber ihm befunden habe. Aus dieser Stellung heraus kann sehr wohl auch ein heftiger Stich nach oben das festgestellte Verletzungsbild verursachen. Nicht weiter f�hrt die Erkenntnis der Beschwerdef�hrer 2-4, wonach der Beschwerdegegner das Messer in der linken Hand gehalten haben muss, da sich die genaue Position des Opfers im Zeitpunkt des Stichs nicht eruieren l�sst. Selbst wenn der Beschwerdegegner die Stichbewegung mit der linken Hand ausgef�hrt h�tte, k�nnte ihm angesichts der Notwehrsituation schwerlich nachgewiesen werden, dass er gezielt und in T�tungsabsicht das Herz des Opfers treffen wollte. Dass der t�dliche Stich ebenfalls eine Folge des blossen Herumfuchtelns war, behauptet die Vorinstanz nicht.
2.4 Die Sachverhaltsr�gen der Beschwerdef�hrer sind unbegr�ndet, soweit darauf mangels einer rechtsgen�genden Begr�ndung einzutreten ist.
Die Beschwerdef�hrer machen eine Verletzung von Art. 15 und Art. 16 Abs. 2 StGB geltend.
3.1 Die Vorinstanz f�hrt aus, der Beschwerdegegner habe in Notwehr nach Art. 15 StGB oder zumindest in einem entschuldbaren Notwehrexzess nach Art. 16 Abs. 2 StGB gehandelt (Urteil E. 3.5.3 und 3.6 S. 21). Sie erw�gt in der Hauptbegr�ndung, der Beschwerdegegner habe die Grenzen der zul�ssigen Notwehr gem�ss Art. 15 StGB nicht �berschritten. Er habe insbesondere mit schweren Kopfverletzungen rechnen m�ssen und sei daher nicht gehalten gewesen, den Angriff mit blosser K�rpergewalt abzuwehren. Solches w�re f�r ihn auch aussichtslos gewesen (Urteil S. 17 f.). Der Beschwerdegegner habe in einer ersten Phase mit dem Messer herumgefuchtelt. Damit habe er zumindest aus seiner Sicht eine Warnungshandlung vorgenommen. In einer weiteren Phase habe er dem Opfer die Schnittverletzung am R�cken zugef�gt. Er habe somit vor dem Einsatz des Messers gegen den Oberk�rper zur Erreichung eines Abwehrerfolgs einen schonenderen Einsatz des Messers versucht. Da auch dies zu keiner Reaktion von D.________ oder den anderen Beteiligten gef�hrt habe, habe er schliesslich in einer letzten Phase mit dem Messer gegen den Oberk�rper des sich in diesem Zeitpunkt �ber ihm befindlichen D.________ gestochen (Urteil S. 18). Das Herumfuchteln und die Verletzung am R�cken w�rden deutliche Warnungshandlungen im Sinne des von der Rechtsprechung geforderten stufenweisen Vorgehens darstellen. In diesem Sinne sei auch die Aussage des Beschwerdegegners zu interpretieren, er habe gehofft, die Beteiligten w�rden beim Anblick des Messers von ihm ablassen. Dass diese die Warnungshandlungen nicht sahen oder nicht sehen konnten resp. D.________ den Schnitt am R�cken nicht sp�rte und darauf nicht reagierte, �ndere nichts an den vom Beschwerdegegner vorgenommenen und als solche gewollten Warnungshandlungen (Urteil S. 19).
3.2 Die Beschwerdef�hrer halten dem entgegen, der Beschwerdegegner sei nicht berechtigt gewesen, den Angriff mit dem Messer abzuwehren. Es k�nne zudem nicht von einem schonenden und stufenweisen Vorgehen im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gesprochen werden. Vom Herumfuchteln und der sehr feinen, oberfl�chlichen Schnittverletzung am R�cken des Opfers sei keine Warnwirkung ausgegangen. Der Beschwerdegegner habe nie behauptet, seine Absicht sei es gewesen, sich durch die Schnittverletzung zuerst mit geringerem Einsatz des Messers zu verteidigen. Angemessen w�re gewesen, wenn er dem Opfer vorerst einen Stich oder Stiche ins Bein zugef�gt h�tte. Dies w�re ihm nicht nur m�glich gewesen, sondern h�tte auch nahegelegen und dem nat�rlichen Bewegungsablauf entsprochen.
3.3.1 Wird jemand ohne Recht angegriffen oder unmittelbar mit einem Angriff bedroht, so ist der Angegriffene und jeder andere berechtigt, den Angriff in einer den Umst�nden angemessenen Weise abzuwehren (Art. 15 StGB).
3.3.2 Nach der Rechtsprechung muss die Abwehr in einer Notwehrsituation nach der Gesamtheit der Umst�nde als verh�ltnism�ssig erscheinen. Eine Rolle spielen vor allem die Schwere des Angriffs, die durch den Angriff und die Abwehr bedrohten Rechtsg�ter, die Art des Abwehrmittels und dessen tats�chliche Verwendung. Die Angemessenheit der Abwehr ist aufgrund jener Situation zu beurteilen, in der sich der rechtswidrig Angegriffene im Zeitpunkt seiner Tat befand. Es d�rfen nicht nachtr�glich allzu subtile �berlegungen dar�ber angestellt werden, ob der Angegriffene sich nicht allenfalls auch mit anderen, weniger einschneidenden Massnahmen h�tte begn�gen k�nnen und sollen (BGE 136 IV 49 E. 3.2 mit Hinweisen).
3.3.3 Besondere Zur�ckhaltung ist bei der Verwendung von gef�hrlichen Werkzeugen zur Abwehr (Messer, Schusswaffen etc.) geboten, da deren Einsatz stets die Gefahr schwerer oder gar t�dlicher Verletzungen mit sich bringt. Angemessen ist die Abwehr, wenn der Angriff nicht mit weniger gef�hrlichen und zumutbaren Mitteln h�tte abgewendet werden k�nnen, der T�ter wom�glich gewarnt worden ist und der Abwehrende vor der Benutzung des gef�hrlichen Werkzeugs das N�tige zur Vermeidung einer �berm�ssigen Sch�digung vorgekehrt hat. Auch ist eine Abw�gung der auf dem Spiel stehenden Rechtsg�ter unerl�sslich. Doch muss deren Ergebnis f�r den Angegriffenen, der erfahrungsgem�ss rasch handeln muss, m�helos erkennbar sein (BGE 136 IV 49 E. 3.3 mit Hinweisen).
3.4.1 Der Beschwerdegegner befand sich aufgrund des unrechtm�ssigen Angriffs in einer Notwehrsituation. Er musste gem�ss der vorinstanzlichen Feststellung angesichts der massiven Einwirkung auf seinen Kopf mit schweren Verletzungen rechnen. Er war daher berechtigt, den Angriff mit dem Messer abzuwehren (vgl. BGE 136 IV 49 E. 4.1 und 4.2).
3.4.2 Der Messereinsatz muss jedoch verh�ltnism�ssig sein. Er darf nur mit besonderer Zur�ckhaltung erfolgen und muss wenn m�glich angedroht werden. Verlangt wird zudem, dass zuerst ein schonenderer bzw. milderer Einsatz des Messers zur Erreichung des Abwehrerfolgs versucht wird, der sich in erster Linie gegen weniger verletzliche K�rperteile wie Beine und Arme zu richten hat (BGE 136 IV 49 E. 4.2; Urteil 6B_1039/2010 vom 16. Mai 2011 E. 2.1.4). Die Beschwerdef�hrer machen zu Recht geltend, dass vom Herumfuchteln des Beschwerdegegners und der ca. 2 cm langen, sehr feinen und oberfl�chlichen, schnittartigen Verletzung am R�cken von D.________ (kant. Akten, Fasz. 4.1 Beleg 45 S. 41) keine Warnwirkung ausging, da dies von den anderen Beteiligten nicht wahrgenommen wurde. Dass der Beschwerdegegner den Messereinsatz auch verbal androhte, stellt die Vorinstanz nicht fest.
Der Einsatz des Messers gegen den Oberk�rper bzw. Brustbereich von D.________ w�re auch unverh�ltnism�ssig gewesen, wenn der Beschwerdegegner davon h�tte ausgehen d�rfen, dieser habe bemerkt, wie er sich des Messers beh�ndigte. Zwar d�rfen im Nachhinein keine subtilen �berlegungen zur angemessenen Abwehr angestellt werden. Vorliegend h�tte von einem Angegriffenen in der Situation des Beschwerdegegners jedoch erwartet werden k�nnen, dass er das Messer aus der geb�ckten Haltung heraus beispielsweise gegen die Beine des neben ihm stehenden D.________ einsetzte, bevor er damit mit einer gewissen Heftigkeit auf dessen Oberk�rper bzw. Brustbereich einstach. Weshalb ein weniger gef�hrlicher Einsatz des Messers gegen die Beine nicht m�glich gewesen sein soll, legt die Vorinstanz nicht dar und ist gest�tzt auf die verbindliche Sachverhaltsfeststellung im angefochtenen Entscheid auch nicht ersichtlich.
Die Vorinstanz geht in ihren rechtlichen Erw�gungen zu Unrecht von einem dreistufigen Vorgehen aus, obschon sie in tats�chlicher Hinsicht lediglich feststellt, der Beschwerdegegner m�sse vor dem t�dlichen, auf den Oberk�rper des Opfers gerichteten heftigen Stich in einer ersten Phase mit dem Messer herumgefuchtelt haben. Von einem dreistufigen Vorgehen kann nicht die Rede sein. Dass der Beschwerdegegner zuerst versucht haben soll, D.________ weniger gef�hrliche Verletzungen zuzuf�gen, wurde von diesem nie geltend gemacht. Die sehr feine, schnittartige Verletzung am R�cken soll vielmehr eine Folge des Herumfuchtelns in einer ersten Phase gewesen sein, wobei weder der Beschwerdegegner noch das Opfer diese bemerkten.
Ein Fall von Putativnotwehr ist gegeben, wenn der T�ter einem Sachverhaltsirrtum unterliegt, indem er irrt�mlich annimmt, es sei ein rechtswidriger Angriff im Sinne von Art. 15 StGB gegenw�rtig oder unmittelbar bevorstehend (BGE 129 IV 6 E. 3.2 mit Hinweisen). Handelt der T�ter in einer irrigen Vorstellung �ber den Sachverhalt, so beurteilt das Gericht die Tat zugunsten des T�ters nach dem Sachverhalt, den sich der T�ter vorgestellt hat (Art. 13 Abs. 1 StGB).
Der Beschwerdegegner befand sich bez�glich des vermeintlichen Angriffs der beiden Angestellten in einem Sachverhaltsirrtum, da diese sich an der Auseinandersetzung in Wirklichkeit nur schlichtend beteiligten. Dies war insofern unerheblich, als die Notwehr auch ausgehend von der irrigen Vorstellung des Beschwerdegegners unverh�ltnism�ssig war.
5.1 Die Vorinstanz f�hrt in der Eventualbegr�ndung aus, selbst wenn die Handlung des Beschwerdegegners im Vorgarten seines Einfamilienhauses als Notwehrexzess qualifiziert w�rde, w�re sie nach Art. 16 Abs. 2 StGB entschuldbar. Insbesondere aufgrund der massiven Einwirkung auf seinen Kopf w�re ihm eine heftige Gem�tsbewegung im Sinne einer entschuldbaren Aufregung �ber den Angriff zuzugestehen. Nicht entschuldbar w�re die Aufregung, wenn der Beschwerdegegner selber schuldhaft durch deliktisches Verhalten die Ursache des Angriffs gesetzt h�tte. Da er aber zumindest den Angriff im Vorgarten des Einfamilienhauses nicht durch eine Provokation veranlasst habe, habe er auch nicht dessen Ursache gesetzt. Die allenfalls im Untergeschoss erfolgte Provokation k�nne f�r die Auseinandersetzung im Vorgarten nach der Flucht �ber die Aussentreppe nicht mehr ausschlaggebend sein, handle es sich dabei doch um eine erneute, von der ersten zu trennende Auseinandersetzung. Im �brigen liessen sich die massiven k�rperlichen Angriffe von D.________ als Reaktion auf eine verbale Provokation des Beschwerdegegners nicht rechtfertigen (Urteil S. 19 f.). Letztlich l�sst die Vorinstanz offen, von wem die verbale Provokation im Untergeschoss des Einfamilienhauses ausging (Urteil E. 3.2.1 S. 8).
5.2 Die Beschwerdef�hrer verneinen demgegen�ber die Anwendbarkeit von Art. 16 Abs. 2 StGB. Die Beschwerdef�hrerin 1 argumentiert, die Vorinstanz gestehe dem Beschwerdegegner zu Unrecht eine entschuldbare heftige Gem�tsbewegung zu. Dieser habe durch seine provozierenden Worte "du Schwanz" selber und schuldhaft die Ursache des Angriffs gesetzt. Eine entschuldbare Aufregung sei gem�ss BGE 109 IV 5 daher zu verneinen. Die Vorinstanz gehe willk�rlich dar�ber hinweg, dass die Auseinandersetzung im Kellergeschoss und jene im Vorgarten zusammenh�ngten. Wenn sie von einer massiven �berreaktion ausgehe, werde sie der bekanntlich impulsiven Natur und dem Ehrbegriff des kosovarischen Opfers nicht gerecht. Der Beschwerdegegner selber sei nicht schwer verletzt worden, und er habe sich selber ebenfalls mit Schl�gen gewehrt. Er k�nne sich nicht auf Art. 16 Abs. 2 StGB berufen.
5.3.1 �berschreitet der Abwehrende die Grenzen der Notwehr nach Art. 15 StGB, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 16 Abs. 1 StGB). �berschreitet er die Grenzen der Notwehr in entschuldbarer Aufregung oder Best�rzung �ber den Angriff, so handelt er nicht schuldhaft (Art. 16 Abs. 2 StGB).
5.3.2 Die zu Art. 33 Abs. 2 aStGB (Fassung vor Inkrafttreten des neuen Allgemeinen Teils des StGB am 1. Januar 2007) ergangene Rechtsprechung ist auch im Rahmen von Art. 16 StGB massgebend. Art. 16 Abs. 2 StGB setzt voraus, dass die Aufregung oder die Best�rzung des T�ters allein oder doch vorwiegend auf den rechtswidrigen Angriff zur�ckzuf�hren ist. �berdies m�ssen Art und Umst�nde des Angriffs derart sein, dass sie die Aufregung oder die Best�rzung entschuldbar erscheinen lassen. Nicht jede geringf�gige Erregung oder Best�rzung kann Straflosigkeit zur Folge haben. Vielmehr muss der Richter von Fall zu Fall ermessen, ob die Aufregung oder die Best�rzung hinreichend erheblich war, um den T�ter nicht mit Strafe zu belegen, und ob Art und Umst�nde des Angriffs diesen Grad der Erregung entschuldbar erscheinen lassen. Dabei muss er einen umso strengeren Massstab anlegen, d.h. einen umso h�heren Grad entschuldbarer Aufregung oder Best�rzung verlangen, je mehr die Reaktion des T�ters den Angreifer verletzt oder gef�hrdet. Insoweit schliesst dieser Strafausschliessungsgrund trotz der absoluten Formulierung ein gewisses Ermessen ein (BGE 102 IV 1 E. 3b).
Nicht jede Aufregung, die mit einem Angriff gezwungenermassen einhergeht, f�hrt zur Straflosigkeit im Sinne von Art. 16 Abs. 2 StGB (BGE 109 IV 5 E. 3; Urteile 6B_1039/2010 vom 16. Mai 2011 E. 2.1.4; 6B_239/2009 vom 13. Juli 2009 E. 4.4). An eine die Straflosigkeit von schweren Notwehr�berschreitungen rechtfertigende Emotion sind besondere Anforderungen zu stellen. Dabei m�ssen Art und Ausmass der unangemessenen Abwehr sowie die gesamten Umst�nde des Einzelfalls ber�cksichtigt werden (BGE 109 IV 5 E. 3). Erforderlich ist, dass es dem T�ter aufgrund der Aufregung oder Best�rzung �ber den Angriff nicht m�glich war, besonnen und verantwortlich zu reagieren (vgl. Urteil 6S.734/1999 vom 10. April 2001 E. 4 zum Einsatz von Schusswaffen).
5.3.3 Wer selber schuldhaft durch deliktisches Verhalten die Ursache des Angriffs gesetzt hat, kann nicht geltend machen, eine unangemessene Abwehr sei auf eine entschuldbare Aufregung oder Best�rzung zur�ckzuf�hren. Der T�ter, der sich aufgrund einer unangemessenen Notwehr seinerseits in einer Notwehrsituation befindet, kann sich nicht auf Art. 16 Abs. 2 StGB berufen (vgl. BGE 109 IV 5 E. 3). F�hrt der Angegriffene die Notwehrsituation absichtlich herbei, um den Angreifer gleichsam unter dem Deckmantel der Notwehr etwa zu t�ten oder zu verletzen (sog. Absichtsprovokation), handelt er nicht in Notwehr. Ist der Angriff nicht dergestalt provoziert, liegt grunds�tzlich eine Notwehrsituation vor. Hat der Angegriffene die Notwehrlage zwar nicht absichtlich provoziert, aber durch sein Verhalten doch mitverschuldet bzw. -verursacht, h�ngt es von der Bewertung dieses Verhaltens ab, welche Folgen sich daraus f�r das Notwehrrecht ergeben. Je nach den Umst�nden kann das Notwehrrecht des Angegriffenen uneingeschr�nkt bestehen bleiben oder aber eingeschr�nkt sein (Urteil 6S.268/2005 vom 9. August 2005 E. 3.1 mit Hinweisen).
5.3.4 In welchem Zustand sich die angegriffene Person befand, ist eine Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, ob dieser Zustand eine entschuldbare Aufregung oder Best�rzung im Sinne von Art. 16 Abs. 2 StGB begr�ndet (Urteil 6S.38/2007 vom 14. M�rz 2007 E. 2).
5.4 Die Vorinstanz geht f�r die Beurteilung der Entschuldbarkeit des Notwehrexzesses von der Vorstellung des Beschwerdegegners aus. Dies ist nicht zu beanstanden.
In der Lehre wird die Auffassung vertreten, bei einem Exzess in einer nur vermeintlichen Notwehrlage (Putativnotwehrexzess) gelange Art. 16 Abs. 2 StGB nicht zur Anwendung. Dies wird damit begr�ndet, dass das Opfer der �berreaktion - in Ermangelung eines wirklichen Angriffs - keine �berreaktion veranlasste. Es sollte daher auch gegen �berreaktionen gesch�tzt werden (KURT SEELMANN, Basler Kommentar, Strafrecht I, 2. Aufl. 2007, N. 5 zu Art. 16 StGB). Wie es sich damit verh�lt, braucht vorliegend nicht beantwortet zu werden. Bez�glich D.________ lag ein tats�chlicher Angriff vor, w�hrend die vermeintliche Beteiligung der beiden Angestellten am Angriff ohnehin nicht intensiv war. Der Sachverhaltsirrtum steht einer Anwendung von Art. 16 Abs. 2 StGB nicht entgegen.
5.5 Wohl kann eine verbale Beleidigung f�r sich gesehen noch nicht zur Folge haben, dass es dem Opfer eines darauf folgenden schweren k�rperlichen Angriffs im Falle eines Notwehrexzesses im Sinne von BGE 109 IV 5 E. 3 g�nzlich verwehrt ist, sich auf Art. 16 Abs. 2 StGB zu berufen. Auch lag keine Absichtsprovokation vor. Dennoch ist bei der Frage nach der Entschuldbarkeit der Aufregung auch dem Verhalten des Beschwerdegegners im Untergeschoss des Einfamilienhauses Rechnung zu tragen. Hierf�r sind Art und Ausmass der unangemessenen Abwehr sowie die gesamten Umst�nde des Einzelfalls zu ber�cksichtigen (oben E. 5.3.2 und 5.3.3). Zwischen dem Streit im Untergeschoss und der t�tlichen Auseinandersetzung, welche wenige Sekunden sp�ter im Vorgarten ihre Fortsetzung fand, bestand offensichtlich ein enger �rtlicher und zeitlicher Zusammenhang. Die Vorinstanz stellt sich zu Unrecht auf den Standpunkt, die Geschehnisse im Untergeschoss und der Angriff im Vorgarten des Einfamilienhauses seien losgel�st voneinander zu betrachten. Der diesbez�gliche Einwand der Beschwerdef�hrerin 1 ist begr�ndet.
5.6 Die Vorinstanz gesteht dem Beschwerdegegner ohne nachvollziehbare Begr�ndung eine entschuldbare Aufregung oder Best�rzung zu. Sie f�hrt lediglich aus, der Beschwerdegegner habe sich in einer heftigen Gem�tsbewegung befunden. Die von der Rechtsprechung bei der Beurteilung der Entschuldbarkeit geforderte Gesamtw�rdigung der wesentlichen Umst�nde unterl�sst sie.
Die Vorinstanz h�tte namentlich der Schwere des Notwehrexzesses Rechnung tragen m�ssen. Die unverh�ltnism�ssige Notwehr hatte den Tod von D.________ zur Folge. Gem�ss der Rechtsprechung m�ssen an die Aufregung und deren Entschuldbarkeit daher hohe Anforderungen gestellt werden. Wie beim Umgang mit Schusswaffen muss auch beim Gebrauch eines gef�hrlichen Messers verlangt werden, dass dem Angegriffenen ein besonnener und verh�ltnism�ssiger Einsatz desselben nicht m�glich war (vgl. oben E. 5.3.2).
Sodann w�re zu pr�fen gewesen, ob dem Notwehrexzess eine verbale Provokation allenfalls gar vor dem Hintergrund des aktenkundig bereits vorbestehenden Konflikts vorausging, was angesichts der Schwere des Notwehrexzesses eher gegen die Entschuldbarkeit sprechen w�rde. Unklar ist zudem, inwiefern sich auch der Beschwerdegegner an der t�tlichen Auseinandersetzung im Untergeschoss beteiligte und auch das Opfer Schl�ge einstecken musste. Bei einer auf eine verbale Provokation folgenden gegenseitigen Schl�gerei kann der schw�cheren Partei bei einem schweren Notwehrexzess grunds�tzlich keine entschuldbare Aufregung oder Best�rzung im Sinne von Art. 16 Abs. 2 StGB zugutegehalten werden, wenn die vorerst verh�ltnism�ssig harmlose gegenseitige t�tliche Auseinandersetzung in einem f�r sie bedrohlichen Angriff endet.
Sind die Voraussetzungen f�r die Annahme einer entschuldbaren Aufregung oder Best�rzung �ber den Angriff - an welche vorliegend hohe Anforderungen zu stellen sind - nicht erf�llt, w�re aufgrund des massiven und ohne Zweifel unrechtm�ssigen Angriffs jedoch von einem verringerten Verschulden auszugehen. Dies ist im Rahmen von Art. 16 Abs. 1 StGB bei der Strafzumessung zu ber�cksichtigen.
Die Beschwerden sind in diesem Punkt begr�ndet.
Die Beschwerdef�hrerin 1 wendet ein, der Freispruch vom Vorwurf der falschen Anschuldigung beruhe auf einer willk�rlichen Sachverhaltsfeststellung und verletze Art. 303 StGB.
6.1 Dem Beschwerdegegner wird von der Anklage vorgeworfen, er habe E.________ und F.________ am 25. September 2007 gegen�ber der Polizei beschuldigt, ihn zugunsten von D.________ gehalten sowie mit H�nden und F�ssen und einer Schaufel zusammengeschlagen zu haben. Am 16. November 2007 habe er f�rmlich Strafklage wegen Raufhandels gegen E.________ und F.________ erhoben. In der Folge habe er deren deeskalierendes Verhalten im Kellerraum der Baustelle selber einr�umen m�ssen und eingestanden, das Zuschlagen in der zweiten Tatphase nicht mit eigenen Augen wahrgenommen zu haben. Indem er vors�tzlich und wider besseres Wissen falsche Tatsachenbehauptungen aufgestellt und diese den Strafverfolgungsorganen mitgeteilt habe, habe er den Tatbestand der falschen Anschuldigung erf�llt (Anklageschrift S. 24 f.).
6.2 Die Vorinstanz spricht den Beschwerdegegner vom Vorwurf der mehrfachen falschen Anschuldigung frei. Sie f�hrt dazu aus, wenn dieser beim telefonischen Kontakt mit der Einsatzleitzentrale der Kantonspolizei Luzern gemeldet habe, er sei von drei M�nnern zusammengeschlagen worden, k�nne dies nicht dahin gehend ausgelegt werden, er sei auch im Untergeschoss des Einfamilienhauses von allen drei Beteiligten geschlagen worden. Er habe in der polizeilichen Befragung pr�zisiert, dass er unten (gemeint im Untergeschoss) nicht, aber oben schon geschlagen worden sei (Urteil E. 4.2 S. 22). Bez�glich der Vorkommnisse im Vorgarten des Einfamilienhauses habe f�r den Beschwerdegegner zumindest subjektiv der Eindruck entstehen k�nnen, E.________ und F.________ h�tten ebenfalls auf ihn eingeschlagen. In dubio pro reo m�sse daher davon ausgegangen werden, seine Aussagen seien nicht wider besseres Wissen erfolgt (Urteil E. 4.2 und 4.3 S. 22 f.).
6.3 Den Tatbestand der falschen Anschuldigung nach Art. 303 Ziff. 1 Abs. 1 StGB erf�llt, wer einen Nichtschuldigen wider besseres Wissen bei der Beh�rde eines Verbrechens oder eines Vergehens beschuldigt, in der Absicht, eine Strafverfolgung gegen ihn herbeizuf�hren.
Der subjektive Tatbestand von Art. 303 Ziff. 1 Abs. 1 StGB erfordert Vorsatz und in Bezug auf die Unwahrheit der Beschuldigung Handeln wider besseres Wissen. Das Bewusstsein, die Behauptung k�nnte m�glicherweise falsch sein, gen�gt mithin nicht. Der T�ter muss vielmehr sicher darum wissen, dass die Anschuldigung unwahr ist. Eventualvorsatz scheidet insofern aus (BGE 136 IV 170 E. 2.1 mit Hinweisen). Aus dem Umstand, dass das gegen eine angezeigte Person er�ffnete Strafverfahren sp�ter eingestellt wird, l�sst sich nicht ableiten, die Strafanzeige selbst sei wider besseres Wissen gegen Nichtschuldige erhoben worden (BGE 136 IV 170 E. 2.2).
6.4 Die vorinstanzlichen Ausf�hrungen sind weder willk�rlich noch verletzen sie Bundesrecht. Die Beschwerdef�hrerin 1 setzt sich damit nur ungen�gend auseinander. Sie legt namentlich nicht dar, weshalb die Vorinstanz willk�rliche Tatsachenfeststellungen trifft, wenn sie ausf�hrt, der Beschwerdegegner habe gegen�ber der Polizei nie behauptet, er sei von E.________ und F.________ bereits anl�sslich der Auseinandersetzung im Untergeschoss angegriffen worden. Dass er bez�glich der Vorkommnisse im Vorgarten sp�ter einr�umte, er habe nicht gesehen, wie er von E.________ und F.________ geschlagen wurde, l�sst nicht zwingend darauf schliessen, er habe wider besseres Wissen gehandelt.
Die R�ge der Beschwerdef�hrerin 1 ist unbegr�ndet, soweit darauf mangels einer ausreichenden Begr�ndung eingetreten werden kann (Art. 106 Abs. 2 BGG).
7.1 Die Beschwerden sind teilweise gutzuheissen und im �brigen abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
7.2 Die Parteientsch�digung der teilweise obsiegenden Beschwerdef�hrer 2-4 ist vom Beschwerdegegner als unterliegender Partei zu tragen (Art. 68 Abs. 2 BGG). Dieser stellt im bundesgerichtlichen Verfahren ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung, weshalb an der Einbringlichkeit der Parteientsch�digung Zweifel bestehen. Das Gesuch der Beschwerdef�hrer 2-4 um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird im Falle der Uneinbringlichkeit der Parteientsch�digung nicht gegenstandslos. Es w�re gutzuheissen, wenn deren Bed�rftigkeit erstellt w�re. Dies ist nicht der Fall. Die Beschwerdef�hrerin 2 lebt mit ihren beiden Kindern aus der Ehe mit D.________ (den Beschwerdef�hrern 3 und 4), ihrem derzeitigen Ehemann und einer Tochter aus dieser Ehe in einem gemeinsamen Haushalt. Die Ehegatten X.________ verf�gen zusammen �ber monatliche Einkommen von Fr. 12'512.70 (inklusive Kinderrenten und Kinderzulagen). Besondere Auslagen, welche bei der Beurteilung der Mittellosigkeit zu ber�cksichtigen w�ren, machen sie nicht geltend. Die Beschwerdef�hrer 2-4 k�nnen daher nicht als bed�rftig gelten.
Soweit die Beschwerdef�hrer 2-4 mit ihrem Hauptantrag und ihren Sachverhaltsr�gen unterliegen, ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung auch wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen.
7.3 Der Beschwerdef�hrerin 1 sind keine Kosten aufzuerlegen und ihr ist keine Entsch�digung zuzusprechen (Art. 66 Abs. 4 und Art. 68 Abs. 3 BGG).
7.4 Das Gesuch des Beschwerdegegners um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird im Umfang seines teilweisen Obsiegens gegenstandslos. Die Entsch�digung an ihn ist vom Kanton Luzern (Verfahren 6B_810/2011) bzw. solidarisch von den Beschwerdef�hrern 2-4 und dem Kanton Luzern (Verfahren 6B_811/2011) zu tragen. Die Beschwerdef�hrerin 1 beantragt zumindest sinngem�ss die Gutheissung der Beschwerde der Beschwerdef�hrer 2-4. Sie hat daher auch im Verfahren 6B_811/2011 als unterliegende Partei zu gelten. Die Parteientsch�digungen sind dem Rechtsvertreter des Beschwerdegegners zuzusprechen.
Im �brigen ist das Gesuch des Beschwerdegegners um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung gutzuheissen, da seine Bed�rftigkeit erstellt ist (Art. 64 Abs. 1 BGG). Die Beigabe eines unentgeltlichen Rechtsbeistands war zudem notwendig (Art. 64 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerden werden teilweise gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern vom 20. Juni 2011 in Bezug auf den Freispruch vom Vorwurf der vors�tzlichen T�tung, begangen in Notwehrexzess, aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen werden die Beschwerden abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Das Gesuch der Beschwerdef�hrer 2-4 um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird abgewiesen, soweit es nicht gegenstandslos geworden ist.
Das Gesuch des Beschwerdegegners um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird gutgeheissen, soweit es nicht gegenstandslos geworden ist.
Den Beschwerdef�hrern 2-4 werden Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- auferlegt, unter solidarischer Haftung.
Der Beschwerdef�hrerin 1 und dem Beschwerdegegner werden keine Gerichtskosten auferlegt.
Der Beschwerdegegner hat dem Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrer 2-4, Rechtsanwalt Beat Hess, f�r das bundesgerichtliche Verfahren 6B_811/2011 eine Entsch�digung von Fr. 2'000.-- zu bezahlen.
Der Kanton Luzern hat dem Rechtsvertreter des Beschwerdegegners, Rechtsanwalt Urs Rudolf, f�r das bundesgerichtliche Verfahren 6B_810/2011 eine Entsch�digung von Fr. 1'000.-- zu bezahlen.
Der Kanton Luzern und die Beschwerdef�hrer 2-4 haben dem Rechtsvertreter des Beschwerdegegners, Rechtsanwalt Urs Rudolf, f�r das bundesgerichtliche Verfahren 6B_811/2011 je eine Entsch�digung von Fr. 500.-- (total Fr. 1'000.--) zu bezahlen, unter solidarischer Haftung.
Rechtsanwalt Urs Rudolf wird als unentgeltlicher Rechtsanwalt des Beschwerdegegners bestellt und ihm wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 2'000.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.