Source: https://gesetze-in-app.de/AktG/92
Timestamp: 2019-05-19 17:05:18
Document Index: 170892510

Matched Legal Cases: ['§ 92', 'BGH', '§ 92', 'BGH', 'BGH', '§ 99', 'BGH', '§ 92', 'BGH', '§ 92', 'BGH', 'BGH', '§ 92', 'BGH', 'BGH', '§ 64', '§ 92', '§ 64', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 92', 'BGH', 'BGH', '§ 92', 'BGH', 'BGH', '§ 92', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 92', '§ 64', '§ 64', 'BGH', '§ 64', '§ 92', 'BGH', '§ 92', 'BGH', 'BGH', '§99', 'BGH', '§ 92', '§ 92', '§ 64', 'BGH']

§ 92 AktG: Vorstandspflichten bei Verlust, Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit
BGH, URTEIL vom 4.8.1971, Az. II ZR 134/71 Dabei kann dahingestellt bleiben, ob es gegen die genannten Vorschriften verstieß, daß der Aufsichtsrat, wie es hier nach dem Vortrag des Klägers geschehen ist, den Abschluß von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern allgemein einem aus zwei Mitgliedern gebildeten Ausschuß übertrug (vgl. § 92 Abs.4 AktG 1937; BGHZ 41, 282, 285).
BGH, URTEIL vom 1.1.2007, Az. II ZR 309/05 Die Dreiwochenfrist ist eine Höchstfrist, die auf keinen Fall überschritten werden darf (Beuthien, GenG 14. Aufl. § 99 Rdn. 4; ebenso Senat, BGHZ 75, 96, 108 zu § 92 AktG).
BGH, URTEIL vom 4.9.1975, Az. II ZR 90/73 Zwar ließ § 92 Abs.4 AktG '1937 es zu, einem Ausschuß auch Entscheidungen wie die Anstellung von Vorstandsmitgliedern zu übertragen (BGHZ 41 , 282, 285).
BGH, URTEIL vom 4.9.1975, Az. II ZR 90/73 Zwar ließ § 92 Abs.4 AktG 1937 es zu, einem Ausschuß auch fiitScheidungen wie die Anstellung von Vorstandsmitgliedern zu übertragen (BGHZ 41 , 282, 285).
BGH, URTEIL vom 1.4.2007, Az. II ZR 48/06 GmbHG § 64 Abs. 2 a)	Ein organschaftlicher Vertreter, der bei Insolvenzreife der Gesellschaft den sozial-oder steuerrechtlichen Normbefehlen folgend Arbeitnehmeranteile der Sozialversicherung oder Lohnsteuer abführt, handelt mit der Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters und ist nicht nach § 92 Abs.3 AktG oder § 64 Abs. 2 GmbHG der Gesellschaft gegenüber erstattungspflichtig (- insoweit - Aufgabe von BGH, Urt. v. 8. Januar 2002 - II ZR 88/99, BGHZ 146, 264; Urt. v. 18. April 2005 - II ZR 61/03, ZIP 2005, 1026).
BGH, URTEIL vom 1.4.2007, Az. II ZR 48/06 11	1. a) Zu Lasten des Vorstandes einer AG, der in der in § 92 AktG beschriebenen Lage der Gesellschaft Zahlungen aus ihrem Gesellschaftsvermögen leistet, wird - ebenso wie zu Lasten des Geschäftsführers einer GmbH in dieser Situation - vermutet, dass er dabei nicht mit der von einem Vertretungsorgan zu fordernden Sorgfalt gehandelt hat (BGHZ 143, 184, 185; 146, 264, 274 jew.m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 1.4.2007, Az. II ZR 48/06 Dies hat der Senat damit begründet, dass der Maßstab für ein pflichtgemäßes Verhalten des Vertretungsorgans sich nicht allein nach dessen allgemeinen Verhaltenspflichten bestimme, bei seiner Amtsführung Recht und Gesetz zu wahren; der Maßstab sei vielmehr an dem besonderen Zweck der §§ 92 Abs.3 AktG, 64 Abs. 2 GmbH auszurichten, die verteilungsfähige Vermögensmasse einer insolvenzreifen Gesellschaft im Interesse der Gesamtheit der Gläubiger zu erhalten und eine zu ihrem Nachteil gehende bevorzugte Befriedigung einzelner Gläubiger zu verhindern (BGHZ 146 aaO 274 f. m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.2007, Az. Auf den Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses kommt es entgegen der Auffassung der Beklagten schon deshalb nicht an, weil der Vorstand einer Aktiengesellschaft grundsätzlich verpflichtet ist, die Vermögenslage der Gesellschaft ständig im Auge zu behalten, schon um gegebenenfalls seiner Insolvenzantragspflicht aus § 92 AktG nachkommen zu können (BGHZ 143, 184, 185; BGH, Urt. v. 14.5.2007 - II ZR 48/06, ZIP 2007, 1265, 1266).
BGH, URTEIL vom 1.2.2009, Az. II ZR 280/07 Das Zahlungsverbot des § 92 Abs. 2 Satz 1 AktG gilt - ebenso wie das gleichartige Zahlungsverbot des § 64 Satz 1 GmbHG (= § 64 Abs. 2 Satz 1 GmbHG a.F.)- bereits ab Eintritt der Insolvenzreife (BGHZ 143, 184, 188; 163, 134, 141; Sen.Urt. v. 18. März 1974 -IIZR2/72, NJW1974, 1088, 1089, jeweils zu § 64 GmbHG; MünchKommAktG/Spindler 3. Aufl. § 92 Rdn. 61 m.w.Nachw.,
BGH, URTEIL vom 1.8.2010, Az. II-ZR 78/09 Dann liegt es nahe, dass der Vorstand zu demindest die Zahlung der Löhne und Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung veranlassen und dadurch gegen § 92 Abs. 2 Satz 1 AktG verstoßen wird (vgl. BGH, Urteil vom 8. Juni 2009 - II ZR 147/08, ZIP 2009, 1468 Rn. 6).
BGH, URTEIL vom 1.1.2007, Az. II ZR 308/05 -11 - (Beuthien, GenG 14. Aufl. §99 Rdn. 4; ebenso Senat, BGHZ 75, 96, 108 zu § 92 AktG).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 5.11.2004, Az. 3 Ca 2046/03 Wie sich aus § 92 Abs. 2 AktG und § 64 Abs. 1 GmbHG ergibt, lässt das Gesetz eine Ungewissheit von längstens drei Wochen über die Wiederherstellung der Zahlungsfähigkeit einer Aktiengesellschaft oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu (BGH vom 24.05.2005, NJW 2005, S. 3062).