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Timestamp: 2016-10-26 21:25:23
Document Index: 199974252

Matched Legal Cases: ['Art. 83', 'Art. 83', 'Art. 83', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 83', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 3', 'BGE', 'EGMR', 'Art. 83', 'Art. 83', 'Art. 83', 'Art. 83', 'e contrario', 'BGE', 'Art. 84', 'BGE', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'e contrario', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 51', 'Art. 63', 'Art. 62', 'BGE', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 51', 'Art. 63', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 96', 'Art. 8', 'BGE', 'EGMR', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'EGMR', 'BGE', 'BGE', 'EuG', 'Art. 12', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 64', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_740/2014 (27.04.2015)
2C_740/2014 � � Urteil vom 27. April 2015
vertreten durch Rechtsanwalt Gabriel P�ntener,
A.a.�A.________ wurde 1984 in Bern geboren. Er ist sri-lankischer Staatsb�rger tamilischer Ethnie und seit dem 6. M�rz 2010 in der Heimat mit einer Landsfrau verheiratet, wobei die Beziehung nie gelebt worden sein soll. Er verf�gte in der Schweiz �ber eine bis zum 9. Juni 2010 g�ltige Aufenthaltsbewilligung. Heute wohnt er mit einer schweizerisch-italienischen Doppelb�rgerin zusammen. Aus der Beziehung ist ein Sohn hervorgegangen (2013).
A.b.�A.________ wurde ab dem Jahr 2003 wiederholt straff�llig. Letztmals verurteilte das Obergericht des Kantons Bern ihn am 12. Oktober 2010 unter anderem wegen Raubs und Versuchs dazu, mehrfachen Diebstahls mit Hausfriedensbruch und mehrfacher Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz zu einer Freiheitsstrafe von 33 Monaten (unbedingt). Bereits am 6. Oktober 2004 war A.________ wegen Raubs, Diebstahls, Sachbesch�digung, Hausfriedensbruchs sowie Widerhandlungen gegen das Waffen- und Bet�ubungsmittelgesetz zu einer auf 4 Jahre bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 8 Monaten verurteilt und hierauf ausl�nderrechtlich verwarnt worden. Vom 14. Dezember 2010 bis anfangs September 2012 befand sich A.________ im Strafvollzug.
�Das Amt f�r Migration und Personenstand des Kantons Bern lehnte es am 21. Februar 2012 ab, die Aufenthaltsbewilligung von A.________ zu verl�ngern, und hielt ihn an, das Land auf den Zeitpunkt seiner Entlassung aus dem Strafvollzug zu verlassen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern wies kantonal letztinstanzlich die hiergegen gerichtete Beschwerde am 24. Juli 2014 ab, hielt das Amt f�r Migration und Personenstand jedoch an, beim Bundesamt f�r Migration (seit 1. Januar 2015: Staatssekretariat f�r Migration) ein Verfahren um vorl�ufige Aufnahme von A.________ einzuleiten; dementsprechend hob es dessen Ausreiseverpflichtung auf (Ziff. 2 des Dispositivs). Das Bundesamt f�r Migration habe - so das Verwaltungsgericht - am 26. August 2013 beschlossen, nach zwei Inhaftierungen von R�ckkehrern Wegweisungsvollz�ge nach Sri Lanka vorl�ufig auszusetzen; inzwischen sei eine neue Asyl- und Wegweisungspraxis f�r Sri Lanka definiert und der generelle Wegweisungsstopp aufgehoben worden. Aufgrund dieser Situation und ohne Kenntnis der neuen Praxis k�nne nicht ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass A.________ als R�ckkehrer keiner rechtserheblichen Gef�hrdung ausgesetzt w�re, weshalb die Frage der Unzul�ssigkeit des Wegweisungsvollzugs durch die zust�ndigen Bundesbeh�rden zu pr�fen sei (vgl. Art. 83 Abs. 1, 6 und 7 AuG [SR 142.20]).
�A.________ beantragt vor Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern insofern aufzuheben, als dieses seine Beschwerde abgewiesen hat (Ziff. 1 des Dispositivs); er akzeptiert hingegen die in Ziffer 2 des angefochtenen Entscheids enthaltene Anweisung an das Amt f�r Migration und Personenstand, beim Staatssekretariat f�r Migration um die vorl�ufige Aufnahme nachzusuchen. A.________ macht geltend, die Weigerung, seine Bewilligung zu verl�ngern, sei wegen seines Konkubinats und seiner famili�ren Beziehungen unverh�ltnism�ssig. Es sei ihm nicht m�glich, in seiner Heimat Fuss zu fassen, da er dort �ber kein Beziehungsnetz verf�ge und nur Tamilisch spreche. Er habe, was die kantonalen Beh�rden verkannt h�tten, keinerlei Bindungen zu seinem Heimatland mehr.
Das Verwaltungsgericht bzw. die Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern und das Staatssekretariat f�r Migration beantragen, die Beschwerde abzuweisen. A.________ h�lt replikweise an seinen Antr�gen und Ausf�hrungen fest.
�Mit Verf�gung vom 2. September 2014 hat der Abteilungspr�sident der Eingabe antragsgem�ss aufschiebende Wirkung beigelegt.
1.1.�Auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ausgeschlossen gegen (1) Entscheide, welche Bewilligungen betreffen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG), (2) gegen Entscheide bez�glich der vorl�ufigen Aufnahme sowie (3) gegen Entscheide �ber die Wegweisung (Art. 83 lit. c Ziff. 3 und 4). Anders verh�lt es sich, wenn - wie hier - in vertretbarer Weise geltend gemacht wird, es bestehe gest�tzt auf den Schutz des Privat- und Familienlebens (Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 BV) ein potenzieller Bewilligungsanspruch. In diesem Fall bildet die Frage, ob die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind, Gegenstand einer materiellen Beurteilung durch das Bundesgericht (BGE 137 I 305 E. 2.5 S. 315; 136 II 177 E. 1.1 S. 179 f., 497 E. 3.3 S. 500 f.).
1.2.1.�Soweit der Beschwerdef�hrer (implizit) den Wegweisungsentscheid mitanfechten wollte, w�re auf die diesbez�glich einzig zul�ssige subsidi�re Verfassungsbeschwerde (vgl. Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG) mangels einer rechtsgen�genden Beschwerdebegr�ndung nicht einzutreten (vgl. BGE 133 I 185 ff.; Urteil 2C_804/2013 vom 3. April 2014 E. 1.3.1). Bez�glich der mit der Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung verbundenen Wegweisung (Art. 64 Abs. 1 lit. c AuG) behauptet er nicht mehr, diese verletze Art. 3 EMRK oder ein anderes besonderes verfassungsm�ssiges Recht (vgl. BGE 137 II 305 ff.; EGMR-Urteil�
Tatar gegen Schweiz�vom 14. April 2015 [Nr. 65692/12] Ziff. 42). Auf die Problematik ist deshalb nicht weiter einzugehen, zumal das Verwaltungsgericht des Kantons Bern das Amt f�r Migration und Personenstand angehalten hat, wegen der spezifischen vollzugsrechtlichen Situation bez�glich Sri Lanka beim Staatssekretariat f�r Migration ein Verfahren um vorl�ufige Aufnahme einzuleiten. Der Beschwerdef�hrer macht nicht geltend, die entsprechenden Aspekte seien von der Vorinstanz zu Unrecht nicht ber�cksichtigt bzw. unzust�ndigkeitshalber dem Staatssekretariat �berlassen worden (vgl. das Urteil 2C_387/2014 vom 3. M�rz 2015 E. 1.2).
1.2.2.�Gem�ss Art. 83 Abs. 7 AuG wird die vorl�ufige Aufnahme trotz Unm�glichkeit (Art. 83 Abs. 2 AuG) bzw. Unzumutbarkeit (Art. 83 Abs. 4 AuG) des Wegweisungsvollzugs verweigert, wenn die weggewiesene Person zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist oder sie die �ffentliche Sicherheit und Ordnung erheblich oder wiederholt verletzt oder gef�hrdet hat. Der Ausschlussgrund gilt nicht, falls der Vollzug der Wegweisung unzul�ssig ist, d.h. wenn v�lkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der ausl�ndischen Person in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 7 AuG [e contrario]). Da mit der Nichtverl�ngerung bzw. dem Widerruf des Anwesenheitsrechts eine Verschlechterung der Rechtsstellung verbunden ist (vgl. zur Rechtsnatur der vorl�ufigen Aufnahme: BGE 138 I 246 E. 2.3 S. 249, 137 II 305 E. 3.1; Art. 84 und 85 AuG), bilden die entsprechenden Aspekte regelm�ssig (auch) Teil der bei der Beendigung des Aufenthaltsrechts erforderlichen Interessenabw�gung (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.3.2 zu Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG). Sie wurden hier durch die Vorinstanz ber�cksichtigt, indessen bez�glich einer allf�lligen v�lkerrechtlichen Unzul�ssigkeit wegen der speziellen Situation bei R�ckkehrern nach Sri Lanka an die zust�ndige Bundesbeh�rde verwiesen, womit der Anspruch auf rechtliches Geh�r gewahrt ist.
2.1.�Das Bundesgericht pr�ft unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht grunds�tzlich nur die geltend gemachten Vorbringen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich erscheinen (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, wie die Vorinstanz ihn festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann diesen - soweit entscheidrelevant - nur berichtigen oder erg�nzen, wenn er offensichtlich unrichtig oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensrechte ermittelt worden ist (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die betroffene Person muss rechtsgen�gend dartun, dass und inwiefern der Sachverhalt bzw. die beanstandete Beweisw�rdigung klar und eindeutig mangelhaft - mit anderen Worten willk�rlich - erscheint (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3).
2.2.�Der Beschwerdef�hrer setzt sich mit der Sachverhaltsfeststellung und der Beweisw�rdigung der Vorinstanz nicht verfassungsbezogen auseinander. Er stellt �ber weite Strecken lediglich seine Einsch�tzungen und Wertungen denjenigen im angefochtenen Entscheid gegen�ber, ohne darzulegen, inwiefern diese als offensichtlich unhaltbar zu gelten h�tten. Der rechtlichen Beurteilung sind deshalb die vorinstanzliche Beweisw�rdigung und Sachverhaltsfeststellung zugrunde zulegen; der Beschwerdef�hrer erhebt diesbez�glich lediglich unzul�ssige appellatorische Kritik. Das angefochtene Urteil ist - insbesondere auch mit Blick darauf, dass es sich beim Beschwerdef�hrer um einen ausl�ndischen Staatsangeh�rigen der zweiten Generation handelt - eingehend begr�ndet worden und konnte in Kenntnis der detaillierten Entscheidmotive angefochten werden. Auch insofern besteht keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r.
Der Beschwerdef�hrer lebt mit einer Schweizer B�rgerin in einem Konkubinat. Landesrechtlich verf�gt er demnach �ber keinen Bewilligungsanspruch (vgl. Art. 42 AuG [e contrario]). Ein solcher kann sich allenfalls aus Art. 8 EMRK ergeben. Ob diese Bestimmung Anwendung findet, obwohl der Beschwerdef�hrer nach wie vor anderweitig verheiratet ist, kann dahingestellt bleiben, da ein Widerrufsgrund besteht und die Eingriffsvoraussetzungen f�r eine Aufenthaltsbeendigung im Sinne von Art. 8 Ziff. 2 EMRK erf�llt sind:
3.1.�Die Aufenthaltsberechtigung im Rahmen einer gelebten Ehe mit einer Schweizerin kann beendet werden, wenn die ausl�ndische Person zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist (Art. 51 Abs. 1 i.V.m. Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 lit. b AuG; BGE 135 II 377 E. 4.2 S. 381; 137 II 297 E. 2) oder wenn sie in schwerwiegender Weise gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat bzw. diese gef�hrdet (Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG). Das ist der Fall, wenn sie durch ihre Handlungen besonders hochwertige Rechtsg�ter verletzt oder in Gefahr bringt bzw. sie sich von strafrechtlichen Massnahmen nicht beeindrucken l�sst und damit zeigt, dass sie auch k�nftig weder gewillt noch f�hig erscheint, sich an die Rechtsordnung zu halten, was jeweils im Rahmen einer Gesamtbetrachtung gepr�ft werden muss (BGE 139 I 16 E. 2, 31 E. 2, 145 E. 2; 137 II 297 E. 3 S. 302 ff.; Urteile 2C_562/2011 vom 21. November 2011 E. 3.2 und 2C_310/2011 vom 17. November 2011 E. 5). Die genannten Widerrufsgr�nde und die Praxis dazu gelten auch f�r Bewilligungen ausl�ndischer Personen, die sich seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgem�ss in der Schweiz aufhalten (vgl. Art. 51 Abs. 1 i.V.m. Art. 63 Abs. 2 AuG; vgl. zu einer �bersicht �ber die Rechtsprechung: Urteil 2C_446/ 2014 vom 5. M�rz 2015 E. 3) und analog im Rahmen der Interessenabw�gung von Art. 8 Ziff. 2 EMRK bei lediglich "ehe�hnlichen" Lebensgemeinschaften ausl�ndischer Personen mit Schweizer Staatsangeh�rigen.
3.2.1.�Die aufenthaltsbeendende Massnahme muss im Einzelfall verh�ltnism�ssig sein (vgl. dazu BGE 139 I 16 E. 2.2.2; 135 II 377 E. 4.3 u. 4.5; j�ngst best�tigt im Urteil 2C_446/2014 vom 5. M�rz 2015 E. 4.1), was sich einerseits aus Art. 96 AuG und andererseits aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK ergibt. Ins Gewicht fallen dabei namentlich die Schwere des Delikts und des Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des Ausl�nders w�hrend diesem, der Grad seiner Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile (BGE 135 II 377 E. 4.3; vgl. auch das Urteil des EGMR i.S.�
Trabelsi gegen Deutschland�vom 13. Oktober 2011 [Nr. 41548/06], Ziff. 53 ff. bez�glich der Ausweisung eines in Deutschland geborenen, wiederholt straff�llig gewordenen Tunesiers). Die Aufenthaltsberechtigung einer ausl�ndischen Person, die seit langer Zeit in der Schweiz anwesend ist, soll aus Gr�nden der Verh�ltnism�ssigkeit nur mit Zur�ckhaltung widerrufen oder nicht verl�ngert werden. Bei�
wiederholter�bzw. schwerer Straff�lligkeit ist dies jedoch selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn sie hier geboren wurde und ihr ganzes bisheriges Leben im Land verbracht hat (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1 S. 33, 16 E. 2.2.1 S. 19; Urteil 2C_562/2011 vom 21. November 2011 E. 3.3 mit Hinweisen [Widerruf der Niederlassungsbewilligung eines hier geborenen 43-j�hrigen T�rken]). Bei schweren Straftaten und bei R�ckfall bzw. wiederholter Delinquenz besteht ausl�nderrechtlich aus Sicherheitsgr�nden regelm�ssig ein wesentliches �ffentliches Interesse daran, die Anwesenheit des Ausl�nders zu beenden (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4 und 2.5; das Urteil 2C_903/2010 vom 6. Juni 2011 E. 3.1, nicht publ. in BGE 137 II 233; BGE 130 II 176 E. 4.4.2 S. 190).
3.2.2.�Neben der Dauer des Aufenthalts und dem Alter bei der Einreise ist bei der Interessenabw�gung zudem der bisherige, nach dem nationalen Recht mehr oder weniger gefestigte Aufenthaltsstatus von Bedeutung (Urteil 2C_573/2014 vom 4. Dezember 2014 E. 3.3 mit Hinweis auf das Urteil des EGMR�
Jeunesse gegen Niederlande�vom 3. Oktober 2014 [Nr. 12738/10] � 108). Die Schranken der Verh�ltnism�ssigkeit sind bei der Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung in der Regel weniger hoch als beim Widerruf der Niederlassung (vgl. das Urteil 2C_91/2014 vom 18. Dezember 2014 E. 5.1). Hinsichtlich der famili�ren Verh�ltnisse sind neben der Dauer der ehelichen bzw. ehe�hnlichen Beziehung alle Gesichtspunkte zu ber�cksichtigen, die R�ckschl�sse auf die Intensit�t der Ehe bzw. des Konkubinats zulassen, namentlich die Geburt und das Alter von Kindern sowie die Kenntnis der Tatsache, dass die Beziehung wegen der Straftaten unter Umst�nden nicht in der Schweiz w�rde gelebt werden k�nnen (BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381 f.; Urteil 2C_685/2014 vom 13. Februar 2015 E. 5.3).
4.1.�Ausgangspunkt und Massstab zur Beurteilung des Verschuldens und der ausl�nderrechtlichen Interessenabw�gung bildet die vom Strafrichter verh�ngte Sanktion (Urteil 2C_295/2009 E. 5.3 nicht publ. in BGE 135 II 377; 129 II 215 E. 3.1 S. 216). Was der Beschwerdef�hrer hiergegen einwendet, �berzeugt nicht: Richtig ist, dass die Verurteilung zu einer "l�ngerfristigen Freiheitsstrafe" (vgl. zum entsprechenden Begriff: Urteil 2C_685/2014 vom 13. Februar 2015 E. 4) den ausl�nderrechtlichen Widerrufsgrund bildet; weshalb es als eine unzul�ssige "doppelte Verwertung" zu gelten habe, wenn die strafrechtlichen �berlegungen zum Verschulden zudem auch bei der ausl�nderrechtlichen Interessenabw�gung mitber�cksichtigt werden, ist nicht ersichtlich (vgl. das Urteil 2C_387/2014 vom 3. M�rz 2015 E. 4.1).
4.2.1.�Tatsache ist, dass der Beschwerdef�hrer seit seinem 17. Altersjahr immer wieder und zusehends schwerer straff�llig geworden ist. S�mtliche ausl�nder- wie strafrechtliche Warnungen und die ihm gebotenen Chancen (Anordnung einer Erziehungshilfe, Ausbildungsm�glichkeiten, Sozialhilfeleistungen usw.) wusste er nicht zu nutzen. Ihm wurde denn auch nie die Niederlassung gew�hrt. Seine schwersten Straftaten - wie weitere weniger gewichtige Verst�sse gegen die Rechtsordnung (wiederholtes Ben�tzen �ffentlicher Verkehrsmittel ohne g�ltigen Fahrausweis, Verurteilungen zu Bussen wegen Besitzes und Konsums von Bet�ubungsmitteln, geringf�giger Diebstahl) - beging er als Vollj�hriger. Ein Teil der Taten, die zur Verurteilung von 33 Monaten Freiheitsentzug Anlass gaben, fiel in die Probezeit der fr�heren Verurteilung zu 8 Monaten. Es ist - mit der Vorinstanz - davon auszugehen, dass ihn unter diesen Umst�nden ausl�nderrechtlich ein erhebliches Verschulden trifft. Der Beschwerdef�hrer hat mit seinen Raub�berf�llen Gewaltdelikte begangen. Er hat immer schwerer delinquiert und sich weder durch die Erziehungshilfe, fr�here Verurteilungen, die entsprechenden Strafuntersuchungen, die ausl�nderrechtliche Verwarnung vom 16. M�rz 2005 noch die Gef�hrdung der Familienbindungen zu seiner Mutter und den Br�dern, auf die er sich heute im Zusammenhang mit seinem Privat- und Familienleben ebenfalls beruft, eines Besseren belehren lassen. Die pers�nlichen Komponenten (schwierige Jugend, Defizite bei der Pers�nlichkeitsentwicklung, Drogenkonsum) wurden jeweils bereits durch den Strafrichter ber�cksichtigt. Im letzten Strafverfahren zeigte er sich, wie bereits zuvor, kaum einsichtig; von den Strafgerichten wurde sein mit "renitent bis arrogant und unkooperativ" bezeichnetes Verhalten jeweils straferh�hend ber�cksichtigt. Im Strafvollzug mussten 17 Disziplinarverf�gungen gegen ihn erlassen werden, was die Vorinstanz ausl�nderrechtlich willk�rfrei dahin werten durfte, dass es ihm offenbar nach wie vor schwer f�llt, sich an Regeln zu halten, zumal er selbst nach dem Urteil des Obergerichts am 2. November 2010 wieder Bet�ubungsmittel konsumierte.
4.2.2.�Zwar hat der Beschwerdef�hrer sich seit seiner bedingten Entlassung nichts mehr zuschulden kommen lassen, doch f�llt dies bei der Interessenabw�gung nur beschr�nkt ins Gewicht: Er befand sich bis zum September 2013 in der Probezeit und zuvor im Strafvollzug; zudem war seit seiner Entlassung immer noch das ausl�nderrechtliche Bewilligungsverfahren h�ngig. Nach Ansicht des Therapeuten setzt eine positive Legalprognose f�r ihn eine nachhaltige zuk�nftige Drogenabstinenz voraus. Der entsprechende Therapieverlauf in Freiheit gestaltete sich aufgrund seiner unregelm�ssigen Teilnahme indessen schwierig; seiner Zusicherung, die Therapie freiwillig nach der Probezeit fortzusetzen, ist er nicht nachgekommen. Die Aufnahme einer neuen Behandlung hat der Beschwerdef�hrer nicht dargetan, weshalb die Vorinstanz annehmen durfte, dass trotz gewisser positiver Ans�tze noch kein Entwicklungs- und Reifeprozess bzw. tragf�higes Zukunftsprojekt auszumachen sei, das eine konkrete R�ckfallgefahr ausl�nderrechtlich weitgehend ausschliessen l�sst. Der Beschwerdef�hrer verf�gt lediglich �ber eine Arbeitsstelle auf Abruf und bezieht Sozialhilfeleistungen; ein R�ckfall erscheint bei einem Scheitern in der (neuen) Vaterrolle ohne Weiteres m�glich. Soweit der Beschwerdef�hrer einwendet, bei seinem Drogenkonsum handle es sich um eine Krankheit, die ihm nicht entgegengehalten werden k�nne, �bersieht er, dass ihm wiederholt Gelegenheit geboten wurde, mit professioneller Hilfe zur vollst�ndigen Abstinenz zu gelangen, was indessen an seinem Verhalten scheiterte.
4.2.3.�Die Vorinstanz hat die privaten Interessen des Beschwerdef�hrers an einem weiteren Verbleib im Land als gewichtig gewertet, diese jedoch im Rahmen der Interessenabw�gung gegen�ber den �ffentlichen an seiner Ausreise zu Recht relativiert: Der Beschwerdef�hrer vermochte sich in der Schweiz sozial wie beruflich nur bescheiden zu integrieren. Seine Kochlehre brach er ab; in der Folge war er jeweils bloss kurzfristig arbeitst�tig; im �brigen bezog er Sozialhilfeleistungen und beging er die ihm vorgeworfenen Gewalttaten. Auch wenn er in der Heimat �ber kein Bezugsnetz mehr verf�gen sollte, spricht er doch Tamilisch; selbst wenn er �ber keine Singhalesischkenntnisse verf�gen sollte, kann er sich in der Heimat somit verst�ndigen. Der Beschwerdef�hrer hat sich im �brigen unbestrittenermassen bereits zweimal in Sri Lanka aufgehalten, wobei einer der Besuche von l�ngerer Dauer war. Am 6. M�rz 2010 heiratete er vor dem Zivilstandsbeamten in Puttur (Nordprovinz) eine Landsfrau; selbst wenn er heute behauptet, dass es sich dabei um eine arrangierte bzw. eine Zwangsehe gehandelt habe, was er nicht weiter belegt, ergibt sich daraus doch, dass nach wie vor eine Bindung zur Heimat und den dortigen kulturellen Verh�ltnissen besteht. Es kann nicht gesagt werden, es w�rde ihn nur noch die Staatsb�rgerschaft mit seiner Heimat verbinden (vgl. ANDREAS Z�ND / THOMAS HUGI YAR, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausl�nderrecht, insbesondere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, in: EuGRZ 1/2013 S. 1 ff., dort N. 4 mit Hinweisen auf die Praxis des UN-Ausschusses f�r Menschenrechte zu Art. 12 des UNO-Pakts II [SR 0.103.2]). Aufgrund seiner Attestausbildung zum K�chenangestellten und der hier erworbenen weiteren Kenntnisse und Erfahrungen d�rfte es ihm m�glich sein, sich in Sri Lanka eine eigene Existenz aufzubauen. Seine Angeh�rigen k�nnen ihn dabei von der Schweiz aus psychisch und finanziell unterst�tzen.
4.2.4.�Seiner schweizerisch-italienischen Freundin und dem Kind kann eine �bersiedlung nach Sri Lanka kaum zugemutet werden, doch ist der Beschwerdef�hrer immer noch mit einer Landsfrau verheiratet. Als er die Beziehung zu seiner heutigen Partnerin einging, war er bereits rechtskr�ftig zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 33 Monaten verurteilt; seine Freundin konnte deshalb - auch gest�tzt auf seine fr�here Straff�lligkeit - nicht davon ausgehen, dass sie ihre Beziehung mit dem Beschwerdef�hrer hier w�rde leben k�nnen. Der Beschwerdef�hrer hat bis zu seiner Haftentlassung nicht mit seiner Partnerin zusammen gelebt; der Sohn wurde nach der Wegweisung und dem Strafvollzug und somit zu einem Zeitpunkt gezeugt, in dem absehbar war, dass die entsprechende famili�re Beziehung k�nftig nicht in der Schweiz w�rde gelebt werden k�nnen. Die Eltern haben die Konsequenz selber in Kauf genommen, dass der Beschwerdef�hrer seine Rolle als Vater dem Kind gegen�ber allenfalls bloss besuchsweise bzw. mittels der neuen Kommunikationsmittel w�rde wahrnehmen k�nnen.
4.2.5.�Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zur Aus�bung eines Besuchsrechts in der Regel nicht erforderlich (vgl. das Urteil 2C_547/2014 vom 5. Januar 2015 E. 3.2). Unter dem Gesichtswinkel des Anspruchs auf Familienleben (Art. 8 Ziff. 1 EMRK sowie Art. 13 Abs. 1 BV) gen�gt, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her ausge�bt werden kann, wobei allenfalls dessen Modalit�ten entsprechend anzupassen sind (BGE 139 I 315 E. 2.2 S. 319). Ein weitergehendes Recht f�llt in Betracht, wenn in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung zum Kind besteht, diese wegen der Distanz zum Heimatland des Ausl�nders praktisch nicht aufrechterhalten werden k�nnte und das bisherige Verhalten des Ausl�nders in der Schweiz zu keinerlei namhaften Klagen Anlass gegeben hat (BGE 139 I 315 E. 2.2 S. 319; 120 Ib 1 E. 3c S. 5; zum Element des tadellosen Verhaltens in der Interessenabw�gung BGE 140 I 145 E. 4.3 S. 151 f.; Urteil 2C_547/2014 vom 5. Januar 2015 E. 3.2). Das Kindesinteresse, wenn m�glich mit beiden Elternteilen in der Schweiz aufzuwachsen, kann in der Interessenabw�gung nur dann �berwiegen, wenn im Wesentlichen ausschliesslich Gr�nde der Zuwanderungssteuerung den privaten Interessen bereits anwesenheitsberechtigter Personen gegen�ber stehen, nicht indessen, wenn es zus�tzlich - wie hier - darum geht, die �ffentliche Sicherheit und Ordnung vor der Gefahr weiterer (gewichtiger) Straftaten zu sch�tzen (vgl. BGE 140 I 145 ff.).
4.2.6.�Die Partnerin des Beschwerdef�hrers und sein Kind k�nnen in der Schweiz verbleiben. Nach einer allf�lligen Scheidung und nachtr�glichen Heirat und Anerkennung des Kindes wird der Beschwerdef�hrer allenfalls um die Neuerteilung einer Bewilligung nachsuchen k�nnen, sollte dannzumal davon auszugehen sein, dass er sich in seiner Heimat bew�hrt hat und von ihm keine Gefahr mehr f�r die hiesige Sicherheit und Ordnung ausgeht (vgl. die Urteile 2C_1170/2012 vom 24. Mai 2013 E. 3 u. 4; 2C_487/2012 vom 2. April 2013 E. 3 - 5).
�Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. F�r diesen Fall ersucht der Beschwerdef�hrer um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung. Dem Gesuch kann wegen Aussichtslosigkeit seiner Eingabe nicht entsprochen werden (Art. 64 BGG) : Aufgrund der detaillierten Interessenabw�gung im angefochtenen Entscheid, der Akten und der vorab appellatorischen Begr�ndung in der Beschwerdeschrift hatte seine Eingabe kaum ernsthafte Aussichten auf Erfolg (Art. 64 BGG). Der unterliegende Beschwerdef�hrer hat die Kosten des Verfahrens zu tragen (Art. 66 BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (vgl. Art. 68 Abs. 3 BGG).