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Timestamp: 2016-10-25 19:11:26
Document Index: 61575998

Matched Legal Cases: ['Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 17', 'Art. 26', 'Art. 66', 'Art. 68', 'BGE']

8C_422/2012 (05.10.2012)
Der 1966 geborene J.________ bezog ab 1. Oktober 1992 eine halbe (Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Solothurn vom 4. Mai 1994) und seit 1. Juni 1995 aufgrund eines Invalidit�tsgrades von 100 % eine ganze Invalidenrente der Invalidenversicherung, nebst Zusatzrente f�r die Ehefrau und Kinderrenten (Verf�gung vom 18. April 1996). Anl�sslich mehrerer von Amtes wegen eingeleiteter Revisionsverfahren gelangte die Verwaltung zum Ergebnis, der Invalidit�tsgrad habe sich nicht ver�ndert.
Im Rahmen einer erneuten revisionsweisen �berpr�fung holte die IV-Stelle das gest�tzt auf allgemeinmedizinische/internistische, neurologische und psychiatrische Untersuchungen verfasste Gutachten des Instituts X.________ vom 11. November 2008 ein. Mit Vorbescheid vom 5. Januar 2009 er�ffnete sie dem Versicherten, sie beabsichtige, die Invalidenrente mangels weiterhin bestehenden leistungsbegr�ndenden Invalidit�tsgrades aufzuheben. In einer Stellungnahme vom 20. M�rz 2009 hielt das Institut X.________ zu den vom Versicherten aufgelegten medizinischen Unterlagen somatischer Fachrichtung fest, daraus erg�ben sich keine neuen relevanten Aspekte; zum Bericht der behandelnden Frau Dr. med. A.________, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 17. August 2009 er�rterte der psychiatrische Sachverst�ndige des Instituts X.________ mit Schreiben vom 7. Dezember 2009, die darin diagnostizierte paranoide Pers�nlichkeitsst�rung sei mangels in der Kindheit oder im jungen Erwachsenenalter aufgetretener typischer Symptomatik nicht plausibel, indessen sei eine seit der von ihm durchgef�hrten Exploration eingetretene Verschlechterung des depressiven Zustands oder der psychotischen Symptomatik nicht ausgeschlossen. Auf Empfehlung des Regionalen �rztlichen Dienstes (RAD) vom 14. Dezember 2009 veranlasste die IV-Stelle eine zus�tzliche Begutachtung beim Institut Y.________ (Expertise vom 29. April 2011), wozu sich der RAD am 27. Juli 2011 �usserte. Mit Verf�gung vom 23. August 2011 hob die IV-Stelle die Invalidenrente auf das Ende des der Zustellung folgenden Monats auf.
J.________ liess Beschwerde f�hren und den Hauptantrag stellen, die Verf�gung vom 23. August 2011 sei aufzuheben. Zudem liess er weitere medizinische Unterlagen einreichen (worunter die Berichte des Dr. med. S.________ vom 22. Oktober 2011 und der Psychiatrischen Dienste, Spit�ler O.________, vom 15. November 2011). Mit Entscheid vom 10. April 2012 wies das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn das eingelegte Rechtsmittel ab.
Mit Beschwerde l�sst J.________ (unter Auflage der Berichte des Instituts f�r Medizinische Radiologie, Spital L.________, vom 2. November 2010, des PD Dr. med. B.________, Orthop�dische Chirurgie FMH, vom 6. Januar 2011, des Dr. med. P.________, Radiologie FMH, vom 2. Mai 2011, des Kompetenzzentrums Wirbels�ulenchirurgie, Spit�ler O.________, vom 12. Juli 2011) beantragen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids
"seien (ihm) weiterhin die gesetzlichen Leistungen im bisherigen Umfang (ganze Invalidenrente) zzgl. Verzugszins zu 5 % r�ckwirkend ab Rentenaufhebung zuzusprechen.
Eventualiter: die Beschwerdesache sei zu weiteren medizinischen Abkl�rungen im Rahmen eines interdisziplin�ren Gutachtens sowie zu erwerbsbezogenen, beruflichen Abkl�rungen und Massnahmen inkl. bef�higenden Integrationsmassnahmen sowie zur Neuverf�gung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, verbunden mit der Anordnung an die IV-Stelle resp. die zust�ndige Ausgleichskasse, dass die Rentenleistungen nachzuzahlen und bis zum Vorliegen einer neuen Verf�gung weiter auszurichten sind.
Subeventualiter: dem Beschwerdef�hrer sei eine Rente nach Massgabe eines Invalidit�tsgrades von mindestens 40 % ab wann rechtens zuzusprechen."
2.1 �ndert sich der Invalidit�tsgrad einer Rentenbez�gerin oder eines Rentenbez�gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin f�r die Zukunft entsprechend erh�ht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche �nderung in den tats�chlichen Verh�ltnissen, die geeignet ist, den Invalidit�tsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen �nderung des Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands sich erheblich ver�ndert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349 mit Hinweisen).
2.2 Zeitliche Vergleichsbasis f�r die Beurteilung einer anspruchserheblichen �nderung des Invalidit�tsgrades bilden die letzte rechtskr�ftige Verf�gung oder der letzte rechtskr�ftige Einspracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Pr�fung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabkl�rung, Beweisw�rdigung und Invalidit�tsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3 S. 75 ff.). Nach den verbindlichen und im �brigen unbestrittenen Feststellungen des kantonalen Gerichts trifft dies auf die Mitteilung der IV-Stelle vom 27. Mai 1998 zu, deren Ergebnis ("keine rentenbeeinflussende �nderung des Invalidit�tsgrades") letztmals auf einl�sslichen medizinischen Abkl�rungen beruhte.
3.1 Prozessthema bildet in erster Linie die Frage, ob die vorinstanzliche Auffassung, die medizinischen Akten wiesen eine erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustands und der Arbeitsf�higkeit aus, vor Bundesrecht standh�lt. Dabei ist zu beachten, dass die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts revisionsrechtlich unbeachtlich ist (in BGE 136 V 216 nicht publizierte E. 3.2, publiziert in: SVR 2011 IV Nr. 1 S. 1, 8C_972/2009). Die auf der W�rdigung der �rztlichen Befunde beruhende vorinstanzliche Feststellung, ob im massgeblichen Vergleichszeitraum eine Ver�nderung der gesundheitlichen Verh�ltnisse bzw. der Arbeitsf�higkeit eingetreten ist, bindet das Bundesgericht grunds�tzlich (E. 1). Insoweit hat die Frage, ob im Einzelfall eine substanzielle Ver�nderung der Faktenlage oder aber eine abweichende Beurteilung vorliegt, tats�chlichen Charakter. Rechtlicher Natur ist hingegen, welchen Anforderungen an den (gutachtlichen) Beweis einer solchen Feststellung gerecht werden muss. Dementsprechend ist letztinstanzlich frei �berpr�fbar, ob die vorinstanzliche Beweisw�rdigung diese beweisrechtlichen Vorgaben beachtet (vgl. Urteil 8C_567/2011 vom 3. Januar 2011 E. 5.1).
3.2.1 Das kantonale Gericht hat erkannt, dass dem Ergebnis der Mitteilung vom 27. Mai 1998 die Berichte des Dr. med. T.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 3. April 1997 und der Frau Dr. med. A.________ vom 5. Mai 1997 sowie das Gutachten des Zentrums M.________ vom 7. Mai 1998 zugrunde lagen. Gem�ss letzterem lagen mit Einfluss auf die Arbeitsf�higkeit im Wesentlichen eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis mit St�rung der Affektivit�t und des Antriebs, eine schwere depressive Fehlentwicklung mit psychotischen Symptomen sowie ein Panvertebralsyndrom bei leichten degenerativen Ver�nderungen und Atlasassimilation vor. Aus rein somatischer Sicht war der Gesundheitszustand gegen�ber dem Vorgutachten des Zentrums M.________ vom 18. April 1994, wonach sowohl neurologisch als auch orthop�disch in der klinischen Untersuchung praktisch keine Einschr�nkungen der Funktion der Wirbels�ule (bei radiologisch nachgewiesenen degenerativen Ver�nderungen mit Hinweisen auf eine Dystabili�t der Lendenwirbelk�rper L4/L5/S1) nachgewiesen werden konnten, unver�ndert. Daher war der Versicherte im Beruf als Automechaniker nach wie vor nicht mehr, hingegen f�r r�ckenschonende T�tigkeiten mindestens zu 50 % arbeitsf�hig. Indessen musste im Vergleich zur Untersuchung im Jahre 1994 ein deutlich verschlechtertes, nunmehr eigentliches psychotisches Zustandsbild angenommen werden, das sich offenbar seit dem Absetzen der entsprechenden Medikamente verst�rkt bemerkbar machte und eine Erwerbst�tigkeit verunm�glichte.
3.2.2.1 Die Vorinstanz hat mit Blick auf die Revisionsverf�gung vom 23. August 2011 erkannt, dass das Institut Y.________ (psychiatrische Expertise vom 29. April 2011) mangels Kenntnis des im Vorbescheidverfahren aufgelegten Berichts der Frau Dr. med. A.________ vom 17. August 2009 und der Stellungnahme des psychiatrischen Sachverst�ndigen des Instituts X.________ vom 7. Dezember 2009 dazu die Frage, ob eine invalidisierende paranoide Pers�nlichkeitsst�rung (ICD-10 F60.0) vorliege, zwar nicht thematisiert habe. Indessen ergebe sich aus den Gutachten des Instituts Y.________ und des Instituts X.________ (vom 11. November 2008), dass diesbez�glich kein aktives St�rungsbild vorgelegen haben k�nne. Diese Feststellung ist entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers nicht willk�rlich.
Eine Pers�nlichkeitsst�rung ist gem�ss den diagnostischen Leitlinien der Internationalen Klassifikation psychischer St�rungen, ICD-10 Kapitel V (F), Dilling/Mombour/Schmidt [Hrsg.], Bern 2010, S. 246, nur zu diagnostizieren, wenn die St�rung in der Kindheit oder Jugend begann und sich dauerhaft im Erwachsenenalter manifestierte. Die den Versicherten seit 1994 behandelnde Frau Dr. med. A.________ erw�hnte erstmals im zitierten Bericht vom 17. August 2009 neben einer anhaltenden somatoformen Schmerzst�rung (ICD-10 F45.4) und einer leichten bis mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.00/F32.10) eine seit etwa drei Jahren bestehende paranoide Pers�nlichkeitsst�rung (ICD-10 F60.0), ohne diese Diagnose n�her zu begr�nden. Ihre neue Schlussfolgerung �berzeugt auch deshalb nicht, weil der Versicherte sie im Zeitraum vom 25. August 2006 bis 13. Oktober 2008 nicht konsultierte. In diesem Zusammenhang ist auf BGE 130 V 352 E. 2.2.2 S. 353 hinzuweisen, wonach im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungspr�fung in jedem Fall verlangt wird, dass ein diagnostiziertes Beschwerdebild durch korrelierende, fach�rztlich schl�ssig feststellbare Befunde hinreichend erkl�rbar ist. Insgesamt l�sst sich die vorinstanzliche Schlussfolgerung, gest�tzt auf die Gutachten des Instituts X.________ vom 11. November 2008 (leichte depressive Episode [ICD-10 F32.0]; anhaltende somatoforme Schmerzst�rung [ICD-10 F45.4]) und des Instituts Y.________ vom 29. April 2011 (Status nach leichter depressiver Episode, zur Zeit remittiert) sei im massgeblichen Vergleichszeitraum (E. 2.2 hievor) eine revisionsrechtlich erhebliche Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes und damit der Arbeitsf�higkeit eingetreten, nicht beanstanden. Damit ist bezogen auf den psychischen Gesundheitszustand von einer Arbeitsf�higkeit von zumindest 80 % auszugehen.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, gem�ss dem vorinstanzlich aufgelegten Bericht der Psychiatrischen Dienste der Spit�ler O.________ vom 15. November 2011 habe er vom 5. September bis 22. Oktober 2011 station�r wegen einer schizoaffektiven St�rung (gegenw�rtig depressiv, ICD-10 F25.1) und chronischen Schmerzst�rung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) behandelt werden m�ssen, weshalb eine vor Erlass der Rentenaufhebungsverf�gung vom 23. August 2011 eingetretene (dauerhafte) Verschlechterung des Gesundheitszustands ausgewiesen sei. Dieser Auffassung ist nicht beizupflichten. Dr. med. S.________ gab zur Begr�ndung der von ihm veranlassten Hospitalisation im Bericht vom 22. Oktober 2011 an, als Folge der Rentenaufhebungsverf�gung (vom 23. August 2011) habe sich "der psychische Zustand des Versicherten massivst verschlechtert". Unter der Rubrik "Einweisungsumst�nde" hielten die Psychiatrischen Dienste im Bericht vom 15. November 2011 fest, "Dekompensation bei psychosozialer Belastung". Nach st�ndiger Rechtsprechung sprechen nicht klar vom psychischen Leiden abgrenzbare psychosoziale Belastungsfaktoren gegen den invalidisierenden Charakter der St�rung (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 E. 4.2). Unter diesen Umst�nden ist eine dauernde Verschlechterung nur ca. f�nf Monate nach dem Gutachten des Instituts Y.________ vom 29. April 2011 nicht plausibel. Von weiteren Abkl�rungen in diesem Kontext ist daher abzusehen (antizipierte Beweisw�rdigung: BGE 124 V 90 E. 4b S. 92, 122 V 157 E. 1d S. 162 mit Hinweis).
3.2.2.2 Zur revisionsrechtlich erheblichen Ver�nderung des somatischen Gesundheitszustand stellte die Vorinstanz auf das Gutachten des Instituts X.________ vom 11. November 2008 ab, wonach das HWS-Sydnrom (ICD-10 M53.1; ohne radikul�re und medull�re Ausfallsymptome) und das LWS-Syndrom (ICD-10 M54.5; mit Status nach Diskushernien-Operation 2005 [recte: 2006] ohne relevante radikul�re Symptomatik) insgesamt f�r k�rperlich leichte bis mittelschwere Arbeitst�tigkeiten nur noch eine Leistungseinschr�nkung (bei ganzt�gigem Pensum) von 20 % bewirkten. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das kantonale Gericht habe sich mit den im vorinstanzlichen Verfahren aufgelegten �rztlichen Dokumenten, vor allem des Dr. med. S.________ vom 22. Oktober 2011, nicht auseinandergesetzt.
Zu den Vorbringen des Beschwerdef�hrers ist zun�chst festzuhalten, dass den Gutachtern des Instituts X.________ die im Vorbescheidverfahren aufgelegten Berichte des B�rgerspitals Solothurn vom 26. und 28. September 2006 sowie vom 12. und 28. Oktober 2006, wonach eine nach kaudal luxierte Diskushernie auf H�he des Lendenwirbelk�rpers L5/S1 rechts operiert wurde, nicht vorlagen und sie dazu auch nicht explizit im Schreiben vom 20. M�rz 2009 Stellung nahmen. Indessen waren ihnen aufgrund der pers�nlichen und der Aktenanamnese (u.a. der Gutachten des Zentrums M.________ vom 18. April 1994 und 7. Juli 1998) die seit Jahren bestehenden lumbalen Beschwerden auf H�he des Lendenwirbelk�rpers L5/S1 bekannt und sie diskutierten im Gutachten vom 11. November 2008 einl�sslich die Frage, ob die angegebenen Minderempfindungen und Verkrampfungen im rechten Bein/Fuss mit einer Nervenwurzelsch�digung S1 zu erkl�ren war; wegen des klinischen Befundes schlossen sie zum damaligen Zeitpunkt eine relevante radikul�re Symptomatik aus und brachten dies auch diagnostisch zum Ausdruck. Inwiefern das Gutachten des Instituts X.________ vom 11. November 2008 damit in Frage zu stellen w�re, ist nicht ersichtlich, zumal der Beschwerdef�hrer u.a. gest�tzt auf den Bericht des Dr. med. S.________ vom 22. Oktober 2011 ein im November 2010 radiologisch festgestelltes Rezidiv und damit eine Verschlechterung der lumbalen Symptomatik geltend machte. Den Ausf�hrungen dieses Arztes ist im �brigen nicht zu entnehmen, dass der Befund (Spinalkanalstenose L5/S1) nicht erneut therapierbar w�re und eine dauerhafte Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit bewirkte, was auch f�r das weiter diagnostizierte chronische cerviko-radikul�re Reizsyndrom beidseits bei gleichzeitig festgestellter Arnold-Chiari-Malformation gilt. Wie es sich damit verh�lt, kann offen bleiben. Denn die Sache ist, wie sich aus nachstehender E. 4 ergibt, aus einem anderen Grunde an die IV-Stelle zur�ckzuweisen, damit sie (gegebenenfalls) in einer kombinierten erwerblichen und medizinischen Abkl�rung durch eine Berufliche Abkl�rungsstelle (BEFAS) die Eingliederungsfrage pr�fe. In diesem Rahmen wird eine allf�llige Verschlechterung des somatischen Gesundheitszustands zu verifizieren sein. Unter diesen Umst�nden kann offen bleiben, ob die letztinstanzlich eingereichten medizinischen Unterlagen unzul�ssige neue Beweismittel im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG darstellen.
Zu pr�fen bleibt, ob der Beschwerdef�hrer Anspruch auf berufliche Wiedereingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung hat.
4.1 Auch anl�sslich einer revisionsweisen Neupr�fung des Rentenanspruchs (Art. 17 Abs. 1 ATSG) ist vom Grundsatz auszugehen, wie die Vorinstanz richtig festgehalten hat, dass aus einer medizinisch attestierten Verbesserung der Arbeitsf�higkeit in der Regel unmittelbar auf eine Verbesserung der Erwerbsf�higkeit geschlossen und damit ein entsprechender Einkommensvergleich (mit dem Ergebnis eines tieferen Invalidit�tsgrades) vorgenommen werden kann. Nach langj�hrigem Rentenbezug k�nnen jedoch ausnahmsweise Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Anrechnung einer medizinisch vorhandenen Leistungsf�higkeit und medizinisch m�glichen Leistungsentfaltung entgegenstehen, wenn aus den Akten einwandfrei hervorgeht, dass die Verwertung eines bestimmten Leistungspotenzials ohne vorg�ngige Durchf�hrung bef�higender Massnahmen allein vermittels Eigenanstrengung der versicherten Person nicht m�glich ist. Die Verwaltung muss sich vor der Herabsetzung oder Aufhebung einer Invalidenrente vergewissern, ob sich ein medizinisch-theoretisch wiedergewonnenes Leistungsverm�gen ohne Weiteres in einem entsprechend tieferen Invalidit�tsgrad niederschl�gt oder ob daf�r - ausnahmsweise - im Einzelfall eine erwerbsbezogene Abkl�rung (der Eignung, Belastungsf�higkeit usw.) und/oder die Durchf�hrung von Eingliederungsmassnahmen im Rechtssinne vorausgesetzt ist. Diese Praxis ist auf Sachverhalte zu beschr�nken, in denen die revisions- oder wiedererw�gungsweise Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente eine versicherte Person betrifft, die das 55. Altersjahr zur�ckgelegt oder die Rente mehr als 15 Jahre bezogen hat (zuletzt Urteil 9C_363/2011 vom 31. Oktober 2011 E. 3.1 mit Hinweisen, publ. in: SVR 2012 IV Nr. 25 S. 104).
4.2.1 Dem kantonalen Gericht ist nicht entgangen, dass beim Beschwerdef�hrer ein Ausnahmefall von der Selbsteingliederungspflicht vorliegt: Mit einem Rentenbezug w�hrend beinahe 19 Jahren (wovon fast 16 Jahre bei einem Invalidit�tsgrad von 100 %) im Alter von 26 bis 45 ging eine berufs- und arbeitsmarktliche Abstinenz einher, die w�hrend eines erheblichen Teils der erwerblichen Aktivit�t dauerte. Hinzu kommt, dass der Versicherte sowohl f�r die zuletzt ausge�bte T�tigkeit als Bohrwerker/Bohrer in der Maschinenindustrie, als auch f�r den erlernten Beruf als Automechaniker wegen der k�rperlich bedingten Belastungsgrenzen nicht mehr einsetzbar ist. Damit steht fest, dass er nicht auf eine - und sei es auch weit zur�ckliegende - gefestigte und unter den heutigen Verh�ltnissen aktualisierbare berufliche Erfahrung zur�ckgreifen kann.
4.2.2 Indessen hat die Vorinstanz weiter erwogen, ein Anspruch auf berufliche Massnahmen setze auch voraus, dass die objektive und subjektive Eingliederungsf�higkeit mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen sein m�sse. Bereits anl�sslich des Revisionsgespr�chs vom 30. Juni 2008 habe der Versicherte ausgef�hrt, er k�nne keine Arbeit aufnehmen. Die Gutachter des Instituts X.________ h�tten angesichts der subjektiven Krankheits�berzeugung und der fehlenden Motivation, wieder ins Arbeitsleben einzusteigen, empfohlen, von Massnahmen beruflicher Art abzusehen. Ferner habe der Versicherte w�hrend der mehr als zweieinhalb Jahren ab Zustellung des Vorbescheids bis Erlass der Rentenaufhebungsverf�gung keine Anstrengungen zur Selbsteingliederung unternommen. Daher habe die IV-Stelle zu Recht berufliche Eingliederungsmassnahmen nicht gepr�ft.
4.3 Allein aufgrund der vorhandenen Indizien �lteren Datums sowie das Umstands, dass der Versicherte im Abkl�rungsverfahren keine Anstrengungen zur Aufnahme einer Arbeitst�tigkeit erkennen liess, l�sst sich dessen Eingliederungswille nicht ohne Weiteres verneinen. Bei der in E. 4.2.1 er�rterten Ausgangslage hat die Vorinstanz mithin Bundesrecht verletzt, wenn sie die Rentenaufhebungsverf�gung vom 23. August 2011 sch�tzte, obwohl die Eingliederungsfrage bei deren Vorbereitung nicht ansatzweise gepr�ft wurde. Die Verwaltung, an welche die Sache zur�ckzuweisen ist, hat mithin die Verwertbarkeit der wiedergewonnenen Arbeitsf�higkeit zu pr�fen und die sich nach den konkreten Umst�nden als unerl�sslich herausstellenden Eingliederungsmassnahmen an Hand zu nehmen, sofern und soweit deren Voraussetzungen erf�llt sind. Anschliessend hat sie �ber die revisionsweise Aufhebung des Rentenanspruchs neu zu verf�gen.
4.4 Ist nach dem Gesagten dem Beschwerdef�hrer die Invalidenrente antragsgem�ss weiter auszurichten, wird die IV-Stelle auch �ber den geltend gemachten Anspruch auf Verzugszins gem�ss Art. 26 Abs. 2 und 4 ATSG zu befinden haben.
Die R�ckweisung der Sache an die Verwaltung zu erneuter Abkl�rung gilt f�r die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientsch�digung als vollst�ndiges Obsiegen im Sinne von Art. 66 Abs. 1 sowie Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG (BGE 132 V 215 E. 6.1 S. 235). Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten daher der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Dem obsiegenden Beschwerdef�hrer steht eine Parteientsch�digung zu.
Die Beschwerde wird im Sinne der Erw�gungen gutgeheissen. Der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Solothurn vom 10. April 2012 und die Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Solothurn vom 23. August 2011 werden aufgehoben. Die Sache wird an die IV-Stelle zur�ckgewiesen, damit sie nach erfolgter Abkl�rung neu verf�ge.