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Timestamp: 2019-03-25 04:22:54
Document Index: 365067739

Matched Legal Cases: ['§ 256', '§ 256', '§ 5', '§ 106', '§ 106', '§ 307', '§ 106', '§ 106']

﻿ ﻿ BAG – 9 AZR 14/10 | bag-urteil.com
Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 12.04.2011, 9 AZR 14/10
9 AZR 14/10 > Rn 1
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9 AZR 14/10 > Rn 13
9 AZR 14/10 > Rn 14
a) Es steht der Annahme eines Feststellungsinteresses nicht entgegen, dass der Zeitraum, auf den sich die begehrte Feststellung erstreckt, teilweise in der Vergangenheit liegt. Der erforderliche Gegenwartsbezug (vgl. BAG 26. Sep-tember 2002 – 6 AZR 523/00 – zu I 2 der Gründe, AP ZPO 1977 § 256 Nr. 73 = EzA ZPO § 256 Nr. 67) wird dadurch hergestellt, dass der Kläger ua. die Erfüllung konkreter Zahlungsansprüche aus einem in der Vergangenheit liegenden Zeitraum und damit einen gegenwärtigen rechtlichen Vorteil anstrebt (BAG 13. August 2009 – 6 AZR 177/08 – Rn. 9, AP TVöD § 5 Nr. 2). Das erforderliche Feststellungsinteresse ergibt sich ferner aus dem Umstand, dass der Kläger geltend macht, zum Zeitpunkt der Klageerhebung sei das beklagte Land zum Ersatz der geltend gemachten Aufwendungen verpflichtet gewesen und er zu diesem Zeitpunkt gezwungen gewesen wäre, – teilweise – Klage auf künftige Leistung zu erheben (vgl. BAG 20. Januar 2009 – 9 AZR 677/07 – Rn. 19, BAGE 129, 131).
9 AZR 14/10 > Rn 15
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9 AZR 14/10 > Rn 17
9 AZR 14/10 > Rn 18
9 AZR 14/10 > Rn 19
9 AZR 14/10 > Rn 20
9 AZR 14/10 > Rn 21
9 AZR 14/10 > Rn 22
9 AZR 14/10 > Rn 23
9 AZR 14/10 > Rn 24
9 AZR 14/10 > Rn 25
9 AZR 14/10 > Rn 26
9 AZR 14/10 > Rn 27
9 AZR 14/10 > Rn 28
9 AZR 14/10 > Rn 29
(3) Nach § 106 Satz 1 GewO kann der Arbeitgeber Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung nach billigem Ermessen näher bestimmen, soweit diese Arbeitsbedingungen nicht durch den Arbeitsvertrag, Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung, eines anwendbaren Tarifvertrags oder gesetzliche Vorschriften festgelegt sind. Die Regelung in § 106 Satz 1 GewO trägt der Gegebenheit Rechnung, dass Arbeitsverträge nur eine rahmenmäßig umschriebene Leis-tungspflicht festlegen können (BAG 13. März 2007 – 9 AZR 433/06 – Rn. 47, AP BGB § 307 Nr. 26). Das Direktionsrecht als „Wesensmerkmal eines jeden Arbeitsverhältnisses“ (BAG 23. September 2004 – 6 AZR 567/03 – Rn. 17, BAGE 112, 80) ermöglicht es dem Arbeitgeber, diese rahmenmäßig umschriebene Leistungspflicht des Arbeitnehmers im Einzelnen nach zeitlicher Verteilung, Art und Ort unter Beachtung billigen Ermessens festzulegen (vgl. BAG 15. September 2009 – 9 AZR 757/08 – Rn. 52, AP GewO § 106 Nr. 7 = EzA GewO § 106 Nr. 4). Stellt der Arbeitgeber es dem Arbeitnehmer frei, an welchem Ort er einen Teil seiner Arbeitsleistung zu erbringen hat, verzichtet er insoweit auf sein Direktionsrecht. Damit korrespondiert aufseiten des Arbeitnehmers ein Gewinn an individueller Freiheit.
9 AZR 14/10 > Rn 30
9 AZR 14/10 > Rn 31
9 AZR 14/10 > Rn 32
9 AZR 14/10 > Rn 33
9 AZR 14/10 > Rn 34
Düwell Krasshöfer Düwell
DB 2011, 2098
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