Source: https://www.diebewertung.de/wieder-eine-schlechte-bilanz-einer-schiffsgesellschaftconti-154-schifffahrts-gmbh-co-bulker-kg-ms-conti-spinell/
Timestamp: 2017-05-28 04:55:21
Document Index: 35356764

Matched Legal Cases: ['§ 326', '§ 264', '§ 15', '§ 15', '§ 252', '§ 253', '§ 172']

Wieder eine schlechte Bilanz einer Schiffsgesellschaft:CONTI 154. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS „CONTI SPINELL“ – Diebewertung
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Wieder eine schlechte Bilanz einer Schiffsgesellschaft:CONTI 154. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS „CONTI SPINELL“
Nicht verwunderlich, dass man gerade bei Schiffsbeteiligungen immer so schlechte Bilanzen vorfindet. Es gibt wohl kaum eine Schiffsbeteiligung mit einem positiven Ausgang für die Anleger. Schiffsfonds dürften die größte Geldvernichtungsmaschine der letzten zehn Jahre gewesen sein. Rechnet man das verlorene Geld der Anleger einmal zusammen, dann dürfte das mehr Geld sein, als bei INFINUS, Prokon und S&K zusammen.CONTI 154. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG MS „CONTI SPINELL“
1. Seeschiff
10.583.100,00
22.110.543,95
1. Roh-, Hilfe- und Betriebsstoffe
151.169,70
172.132,81
1. Forderungen aus Lieferungen und Leitungen
3.214,84
22.049,78
11.261,36
33.997,80
1.010.773,39
387.066,13
1.195.940,89
578459,11
47.747,88
112881,09
112.844,02
(CONTI REEDEREI Management GmbH & Co. Konzeptions-KG und Bremer Bereederungsgesellschaft mbH & Co. KG)
E. Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile der Kommanditisten
1.928.589,84
1.748.941,53
(CONTI REEDEREI Management GmbH & Co. Konzeptions-KG
und Bremer Bereederungsgesellschaft mbH & Co. KG)
13.848219,50
24.572.532,80
1. Eingefordertes Kommanditkapital Kommanditkapital
4.289.285,70
4289.285,70
116.434,30
115.458,39
Durch Entnahmen entstandenes negatives Kapital der Kommanditisten
112.861,09
3.573,21
3. Verlustvortrag (Vorjahr: Gewinnvortrag) Stand 01.01.
6.121.290,75
5.069.993,54
Jahresfehlbetrag (Vorjahr: -überschuss)
10.273.028,75
1.051.297,21
4.151.738,00
Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile der Kommanditisten
1.926.569,84
1.746.941,53
2.225 168,16
7.868.232,28
2.080.544,33
12.154.903,81
651.655,19
855.772,19
53.347,00
10.719.456,81
12.169.471,30
80.447,69
49.547,33
33.820,04
10.800.589,28
12254.579,32
329.313,72
109.702,87
13.848.219,50
(verkürzt nach § 326 HGB)
Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Vorschriften des HGB aufgestellt.
Der Ausweis des Kommanditkapitals, der Entnahmen, der Gewinne und der Verluste erfolgt gemäß der Vorschrift des § 264c HGB.
Die Gesellschaft erfüllt die Merkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft. Die Angaben im Anhang enthalten die Mindestangaben.
Gemäß den gesellschaftsvertraglichen Regelungen (§ 15 Gewinn- und Verlustverteilung) werden die bis einschließlich 31.12.2010 aufgelaufenen Ergebnisse ausschließlich den Kommanditisten CONTI REEDEREI Management GmbH & Co. Konzeptions-KG und Bremer Bereederungsgesellschaft mbH & Co. KG zugewiesen.
Entsprechend der handelsrechtlichen Vorschriften dürfen negative Kapitalkonten einzelner Kommanditisten nicht mit positiven Kapitalkonten anderer Kommanditisten saldiert werden. Daher findet sich für die Kommanditisten CONTI REEDEREI Management GmbH & Co. Konzeptions-KG und Bremer Bereederungsgesellschaft mbH & Co. KG ein Ausweis auf der Aktivseite unter der Position „Nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Verlustanteile der Kommanditisten“. Ein vollständiger Ausgleich der negativen Kapitalkonten erfolgt erst im Verkaufsjahr des Schiffes. Durch Entnahmen entstandenes negatives Kapital der Kommanditisten ergibt sich aus der Entwicklung der Kapitalanteile der Kommanditisten CONTI REEDEREI Management GmbH & Co. Konzeptions-KG und Bremer Bereederungsgesellschaft mbH & Co. KG.
Die CONTI REEDEREI Management GmbH & Co. Konzeptions-KG erhält gem. § 15 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages für ihre Beratungsleistungen einen Vorabgewinn in Höhe von 0,5 % aller liquiditätsmäßig eingegangenen Bruttofrachten bzw. Zeitchartermieten. Für 2015 ist ein Anspruch in Höhe von USD 37.280,08 (EUR 34.242,75) entstanden. Zum 31.12.2015 besteht insgesamt ein Anspruch in Höhe von EUR 34.242,75.
Da die Gesellschaft im Berichtsjahr einen Verlust erzielt hat, wird der genannte Anspruch so lange vorgetragen, bis die Gesellschaft einen ausreichenden Jahresüberschuss erwirtschaftet, um den genannten Anspruch zuweisen zu können.
Aufgrund der anhaltenden schwachen Chartermärkte hat die Geschäftsführung entschieden, einen Verkauf des Seeschiffes in Betracht zu ziehen und deshalb den Jahresabschluss zum 31.12.2015 nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. Abs. 2 HGB unter der Abkehr von der Annahme Unternehmensfortführung (Going Concern) aufzustellen.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige Abschreibung, angesetzt. Die Abschreibungen wurden bei dem Seeschiff MS „CONTI SPINELL“ bei einer Nutzungsdauer von 20 Jahren linear vorgenommen. Der zum Zeitpunkt der Indienststellung durch die Gesellschaft ermittelte Schrottwert wurde mit TEUR 3.715 berücksichtigt. Ferner wurde in 2015 eine außerplanmäßige Abschreibung gem. § 253 Abs. 3 HGB wegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung in Höhe von TEUR 10.427 vorgenommen um den niedrigen beizulegenden Wert auf der Grundlage des aktuellen Marktwertes des Schiffes abzubilden. Abweichend zum IDW RS HFA 17 wurde im Berichtsjahr außerdem weiterhin eine anteilige planmäßige lineare Abschreibung des Seeschiffes vorgenommen.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Die Verbrauchsmaterialien wurden mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nennwerten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegendem niedrigeren Wert, die Verbindlichkeiten zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.
Die auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Kurs im Zeitpunkt der Anschaffung bewertet. Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten (Laufzeit unter einem Jahr) erfolgte die Bewertung am Bilanzstichtag generell zum Devisenkassamittelkurs.
Infolge der Aufstellung des Jahresabschlusses unter der Abkehr vom Grundsatz der Unternehmensfortführung wurden im Berichtsjahr 2015 erstmals gemäß IDW RS HFA 17 außerordentliche Aufwendungen (außerplanmäßige Abschreibung auf das Seeschiff, Verwaltungskosten, Jahresabschlusskosten, Nachlaufkosten Schiffsbetrieb, übrige Nachlaufkosten nach Verkaufsjahr und Abfindungsansprüche) berücksichtigt.
Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und deren Besicherung sind in der Anlage zum Anhang dargestellt.
Gemäß § 172 Abs. 4 HGB führen Entnahmen, die nicht aus Gewinnen getätigt werden zu einem
Wiederaufleben der Haftung der Kommanditisten CONTI REEDEREI Management GmbH & Co. Konzeptions-KG und Bremer Bereederungsgesellschaft mbH & Co. KG, in Höhe von EUR 50.023,51.
Geschäftsführende persönlich haftende Gesellschafterin:
CONTI 154. Schifffahrts-GmbH 7, München Gezeichnetes
Kapital: EUR 25.000,00
Die persönlich haftende Gesellschafterin hat im Berichtsjahr für die Übernahme der Haftung und die Geschäftsführung eine Vergütung in Höhe von EUR 5.000,00 erhalten.
Dipl.-Kfm. Birger Meyer-Glöckner, München (seit 18.11.2015)
Dipl.-Kfm. Michael Huber, München
Dipl.-Kfm. Josef Sedlmeyr, München (bis 18.11.2015)
München, den 17.06.2016
gez. Birger Meyer-Glöckner
gez. Michael Huber
Stand am 31.12.15 Gesamtbetrag
davon durch Schiffshypotheken gesichert
Stand am 31.12.14 Gesamtbetrag
10.800.589,26
12.254.579,32
Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 wurde mit Beschluss vom 13.07.2016 festgestellt.