Source: https://www.rechtslupe.de/strafrecht/die-id-karten-3134921
Timestamp: 2019-10-17 08:03:30
Document Index: 265912908

Matched Legal Cases: ['§ 267', '§ 267', '§ 267', '§ 267', '§ 267', '§ 267', 'BGH', '§ 267', '§ 267']

Die gefälsch­ten ID-Kar­ten ver­schie­de­ner EU-Län­der – und der beson­ders schwe­re Fall der Urkund­un­fäl­schung | Rechtslupe
Die gefälschten ID-Karten verschiedener EU-Länder - und der besonders schwere Fall der Urkundunfälschung
Die gefälsch­ten ID-Kar­ten ver­schie­de­ner EU-Län­der – und der beson­ders schwe­re Fall der Urkund­un­fäl­schung
Bei weni­ger als 25 auf­ge­fun­de­nen gefälsch­ten IDKar­ten ver­schie­de­ner EULän­der han­delt es sich nicht um eine gro­ße Zahl von unech­ten oder ver­fälsch­ten Urkun­den, die die Sicher­heit des Rechts­ver­kehrs erheb­lich gefähr­det (§ 267 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 StGB).
Wird infol­ge der Beja­hung eines der in § 267 Abs. 3 Satz 2 StGB auf­ge­führ­ten Kon­stel­la­tio­nen ein beson­ders schwe­rer Fall der Urkun­den­fäl­schung ange­nom­men, so führt dies zu einer gra­vie­ren­den Ver­schär­fung des zur Ver­fü­gung ste­hen­den Straf­rah­mens gegen­über dem­je­ni­gen des Grund­tat­be­stands. Ins­be­son­de­re droht das Gesetz eine zehn­jäh­ri­ge Höchst­stra­fe an, die der­je­ni­gen des Ver­bre­chens­tat­be­stan­des des § 267 Abs. 4 StGB ent­spricht. Daher und weil sich die Unrechts­ge­hal­te der in § 267 Abs. 3 Satz 2 StGB nor­mier­ten Regel­bei­spie­le ange­sichts der­sel­ben Straf­an­dro­hung ent­spre­chen müs­sen, darf die "gro­ße Zahl" von unech­ten oder ver­fälsch­ten Urkun­den nicht zu nied­rig bestimmt wer­den. Des­halb setzt der Bun­des­ge­richts­hof die nume­ri­sche Min­dest­an­zahl auf 25 Urkun­den fest 1.
Eine erheb­li­che Gefähr­dung der Sicher­heit des Rechts­ver­kehrs ver­nein­te der Bun­des­ge­richts­hof im hier ent­schie­de­nen Fall eben­falls. Denn die nur kurz zuvor ange­fer­tig­ten IDKar­ten sind bei der Durch­su­chung der Woh­nung des Ange­klag­ten sicher­ge­stellt wor­den. Über­dies käme es für die Beur­tei­lung des Vor­lie­gens einer der­ar­ti­gen Gefähr­dung auch auf Art und Qua­li­tät der Fäl­schun­gen an 2. Gera­de im Hin­blick hier­auf kann trotz einer gro­ßen Zahl unech­ter oder ver­fälsch­ter Urkun­den im jewei­li­gen Ein­zel­fall eine erheb­li­che Gefähr­dung des Rechts­ver­kehrs und damit das Regel­bei­spiel zu ver­nei­nen sein 3.
Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 9. Okto­ber 2018 – 5 StR 153/​18
Dort­mun­der Wett­bü­ro­steu­er Die Wett­bü­ro­steu­er der Stadt Dort­mund ist, wie das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt jetzt ent­schie­den hat, in der der­zei­ti­gen Aus­ge­stal­tung unzu­läs­sig. Mit der 2014 neu ein­ge­führ­ten Ver­gnü­gungs­steu­er­sat­zung besteu­ert die…
vgl. auch Fischer, StGB, 65. Aufl., § 267 Rn. 54; Wit­tig in SSW, StGB, 3. Aufl., § 267 Rn. 100; jeweils min­des­tens 20[↩]
vgl. BGH, Beschluss vom 12.02.2013 – 5 StR 627/​12[↩]
vgl. Zieschang in LK, 12. Aufl., § 267 Rn. 306; Erb in Münch­Komm, StGB, 2. Aufl., § 267 Rn. 227 mit anschau­li­chen Bei­spie­len[↩]
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