Source: http://medien-e.bghw.de/bge/m19/m19.htm
Timestamp: 2014-03-11 10:52:44
Document Index: 358753580

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGHW Kompakt 19: Brandschutz bei feuergef�hrlichen Arbeiten
StartseiteAktuellesWir �ber unsVersicherungFinanzierungPr�ventionAusbildungRegelwerkMedienService
Medienangebot der BGHW
RegelwerkBG-VorschriftenBG-Regeln, BG-Grunds�tze, ZH 1-Schriften BG-InformationenForschungsberichteInfo-Bl�tterBrosch�ren und Faltbl�tterArbeitsmittelPlakateDigitale Medien
Hinweise zur DE�V-Meldung
Betriebsnummer(BBNR.-UV) Einzelhandel: 32064004 Gro�handel und Lagerei: 63886548 Mitgliedsnummer: Auf korrekte Schreibweise achten! zum Arbeitsentgeltkatalog
Kein Stress mit dem Stress � psychische Gesundheit am Arbeitsplatz K�ln
in Kalender �bernehmen
BGHW - Vorstand (Fr�hjahrssitzung) 2014
Sie sind hier: Startseite →Medienangebot der BGHW → Regelwerk → BG-Informationen → BGHW Kompakt 19: Brandschutz bei feuergef�hrlichen Arbeiten
BGHW-Kompakt 19
Ausgabe 12.2010 (11/11)
Brandschutz bei feuergef�hrlichen Arbeiten
Wie die Erfahrung zeigt, stellen Schwei�und
Brennschneidarbeiten vor allem bei
Um- oder Erweiterungsbauten eine besonders
gro�e Brandgefahr dar. Nicht
oder mangelhaft durchgef�hrte Schutzma�nahmen
haben oft hohe Sachsch�den
und zuweilen auch den Verlust von
Menschenleben zur Folge. Zwei Schadensf�lle
m�gen dies verdeutlichen:
Bei Schwei�arbeiten an einer Heizungsanlage
fielen unbemerkt
Schwei�perlen durch eine �ffnung
zwischen den Rohren in das als Polsterm�bellager
dienende Kellergescho�.
Die M�bel gerieten in Brand.
Ein Lagerarbeiter, der den Raum nicht
schnell genug verlassen konnte, erstickte
in den Brandgasen. Der Sachschaden
betrug ca. 0,6 Millionen �.
·Beim abschnittsweisen Umbau eines
Textilgesch�ftes fielen Schwei�perlen
durch eine unzureichend abgedichtete
Decken�ffnung in das darunter liegende
Schaufenster und setzten die
Dekoration in Brand. Nach Zerst�rung
der Fensterscheibe erfassten die
Flammen die Segeltuch-Schutzplanen
an der Fassade. Die oberen Geschosse
des Geb�udes brannten v�llig aus.
Erlittene Brandverletzungen k�nnen
�u�erst schmerzhaft und ihre Heilung
sehr langwierig sein. Zu rechnen ist auch
mit Verletzungen durch St�rze bei der
Flucht oder durch herabst�rzende Bauteile
sowie Vergiftungen durch Brandgase.
Von besonderer Bedeutung ist dabei
das giftige Kohlenmonoxid im Rauch
sowie Stoffe der Verbrennungsprodukte
(z.B. Polyurethanschaum, Isolierstoffe,
PVC-Ummantelungen von elektrischen
Leitungen u.�.), die f�r Mensch und
Umwelt gef�hrlich sein k�nnen.
Gefahren Die Gefahr besteht haupts�chlich darin,
dass die Schwei�er nicht gen�gend auf
die in der N�he befindlichen feuergef�hrlichen
Stoffe achten, die durch die
Schwei�funken entflammt werden k�nnen,
und vor Beginn der Arbeiten keine
ausreichenden Schutzma�nahmen treffen.
Zumeist ist den Schwei�ern auch
die Feuergef�hrlichkeit der in Einzelhandelsbetrieben
gelagerten Stoffe unbekannt.
In dieser Unkenntnis, gepaart mit
Leichtsinn, liegt die Ursache der vielen
Br�nde, die sich bei Schwei�- und
Brennschneidarbeiten ereignen.
Je nach Arbeitsverfahren entstehen
unterschiedlich viele und gro�e gl�hende
Partikel. Die Ausbreitung dieser
Brennschneidpartikel ist von vielen Faktoren
abh�ngig. Die Reichweite von den
wegfliegenden gl�henden Partikeln
setzt sich dabei aus der Flug- und Rollweite
·Beim Gasschweißen und Lichtbogenschweißen mit Stabelektrode fallen
relativ wenige und kleine Schwei�funken
an. Die horizontale Flugweite ist
dabei gering. Die Funken fallen von
der Arbeitsstelle fast senkrecht nach
unten. Die Reichweite wird deshalb
wesentlich durch die Rollwirkung der
Einzelpartikel bestimmt. Auf harten
und glatten Untergrund erfolgt die
Ausbreitung kreisf�rmig um die
·Beim Brennschneiden entstehen viele
gro�e Schwei�funken. Die Reichweite
der Funken ist dabei in Schneidrichtung
am gr��ten und kann bei ungehinderter
Ausbreitung bis zu max. 7,5m betragen. Nach dem Auftreffen
auf hartem und glattem Untergrund
rollen die Partikel noch bis zu ca. 2,5
m weiter. Bei diesem Verfahren spritzen
die Partikel auch nach oben,
unten und hinten weg. Damit ist der
feuergef�hrdete Bereich auch in diese
Richtungen auszudehnen. Die hierbei
zu tragende Arbeitskleidung soll den
K�rper ausreichend bedecken und
darf nicht mit entz�ndlichen Stoffen
verunreinigt sein; keine Kleidungsst�cke
aus Gewebe mit hohem Kunstfaseranteil
In der Tabelle 1 sind Anhaltswerte f�r
die Ausbreitung von gl�henden Partikeln,
bezogen auf das Arbeitsverfahren,
angegeben. Aus dieser Zone sind beim
Schwei�en s�mtliche brennbaren Gegenst�nde
und Stoffe zu entfernen;
siehe auch Punkt 4 des Erlaubnisscheines.
Da die wegfliegenden gl�henden
Metallpartikel z.T. noch eine Temperatur
von 500�1000�C aufweisen, haben
sie die F�higkeit, andere Materialien zu
entflammen. Die Z�ndtemperatur der
meisten gebr�uchlichen Stoffe liegt
zwischen 200�400� C. Solche Stoffe
sind: Holzwolle, Hobelsp�ne, Polyurethanschaum, �lgetr�nkte S�gesp�ne
und Putzlappen, Styropor, PVC, Textilien,
Faserstoffe, Isolierstoffe, bei l�ngerer
Einwirkung auch Pappe, Packmaterial,
Holzteile und Spanplatten.
Brand- und explosionsge-f�hrdeter Bereich:
Horizontale Reichweite (bei �blichen Arbeitsh�hen von ca. 2 bis 3 m)
Vertikale Reichweite
Arbeitsverfahren:
L�ten mit Flamme
Schwei�en (Manuelles Gas- u. Lichtbogenschwei�en)
bis zu 7,5 m
bis zu 4 m
Tabelle 1: Anhaltswerte zur Bestimmung brandgefärdeter Bereiche.
Schwei�- und Brennschneidarbeiten
d�rfen nur von zuverl�ssigen, �ber 18
Jahre alten Personen ausgef�hrt werden,
die mit den Einrichtungen und
Verfahren vertraut sind. Ungelernte und
unter 18 Jahre alte Personen d�rfen
mit solchen Arbeiten nur unter Aufsicht
besch�ftigt werden.
Prüfung der Arbeitsgeräte
Vor Benutzung der Arbeitsgeräte ist u.a. zu prüfen, ob
·stehende Gasflaschen gegen Umfallen gesichert sind;
·bei Gasentnahme aus liegenden
Acetylen-Flaschen das Flaschenventil
mindestens 40 cm h�her als der
Flaschenfu� lagert. Bei F�llungen mit hochpor�sen Massen entf�llt diese
Art der Aufstellung. Diese Flaschen
sind entsprechend farblich gekennzeichnet;
·die Manometer funktionsf�hig und
unbesch�digt sind;
·die Gasschl�uche mit Schlauchschellen
sicher befestigt sind;
·schadhafte Gasschl�uche bzw. bewegliche
elektrische Schwei�drahtleitungen
erneuert wurden;
·die Isolierung des Schwei�drahthalter-
Handgriffs unbesch�digt ist;
·f�r den Brenner der Schwei�anlage
eine Ablage- oder Aufh�ngevorrichtung
·Gef�hrdungen durch Flammendurchschlag,
Gasr�cktritt oder Nachstr�men
von Gas verhindert ist, z.B.
durch Flammensperren, Gasr�cktrittsicherung
oder Nachstr�msperre.
Wenn bei der Vergabe von Arbeiten an
Fremdfirmen eine gegenseitige Gef�hrdung
nicht ausgeschlossen werden
kann, muss der Unternehmer einen
Koordinator bestellen.
Bei Schwei�-, Schneid-, L�t-, Auftauund
Trennschneidarbeiten besteht eine
Gef�hrdung durch Brandgefahr. N�here
Informationen zu diesem Thema enth�lt
das Merkblatt M85 �Koordinierung
von Arbeiten verschiedener Firmen�.
Vor Beginn der Feuerarbeiten
Au�erhalb von Werkst�tten ist mit dem
Vorhandensein von Bereichen mit
Brand- und Explosionsgefahr zu rechnen.
Im Rahmen der Gef�hrdungsbeurteilung
muss der Unternehmer pr�fen,
ob es sich um einen derartigen Bereich
handelt. Brandgefahr besteht, wenn
brennbare Stoffe vorhanden sind, die
sich durch schwei�technische Arbeiten
in Brand setzen lassen.
Wenn die Brand- und Explosionsgefahren
vollst�ndig beseitigt werden k�nnen,
besteht keine Brand- und Explosionsgefahr
folglich sind keine weiteren Ma�nahmen
zu veranlassen. (N�here Informationen
enth�lt die BGI 554 �Gasschwei�er�).
Nach M�glichkeit sollten zu schwei�ende
Teile bei der Vormontage au�erhalb
des brandgef�hrdeten Bereiches (Hof,
f�r Schwei�arbeiten zugelassene Arbeitsst�tte)
bearbeitet werden. Bei
Schwei�arbeiten in R�umen, in denen
leichtentz�ndliche Stoffe lagern sowie in
explosionsgef�hrdeten R�umen, ist die
Brand- oder Explosionsgefahr vor Beginn
der Arbeiten zu beseitigen.
An Rohren oder Rohrleitungen, die mit Acetylen
gef�llt sind, d�rfen keine Schwei�arbeiten
durchgef�hrt werden! Bei hohen
Temperaturen zerf�llt Acetylen explosionsartig
in Wasserstoff und Kohlenstoff.
Schweißerlaubnisschein
L��t sich die Brand- oder Explosionsgefahr
aus betriebstechnischen und baulichen
Gr�nden nicht restlos beseitigen,
so d�rfen Schwei�- und Brennschneidarbeiten
nur mit schriftlicher Genehmgung
(Schwei�erlaubnisschein, Muster s.
Bild 1) des Betriebsleiters oder dessen
Beauftragten und nur unter Aufsicht
durchgef�hrt werden. In der Genehmigung
sind die anzuwendenden Sicherheitsma�nahmen
schriftlich festzulegen.
Die Aufsicht darf dabei nur geeigneten
Personen �bertragen werden, denen die
mit den Schwei�- und Schneidarbeiten
verbundenen Brand- und Explosionsgefahren
Die zeitliche Dauer der Arbeiten ist vorher
festzulegen. Der Aufsichtf�hrende
hat den Empfang der Genehmigung mit
den anzuwendenden Sicherheitsma�nahmen
schriftlich zu best�tigen.
Bild 1: Schwei�erlaubnisschein
Sicherheitsrelevante Schwei�arbeiten
F�r sicherheitsrelevante Schwei�arbeiten
sind besondere Schwei�berechtigungen
gem�� DIN EN 287 � 1 und 2
(�Pr�fungen von Schwei�ern�Schmelzschwei�en�)
Bei geschwei�ten Stahlbauten werden
Anforderungen nicht nur an den
Schwei�er sondern auch an die ausf�hrende
Firma gestellt.
Gem�� DIN 18800 � 7 (�Stahlbauten �
Ausf�hrungen und Herstellerqualifikation�)
m�ssen Betriebe, die Schwei�arbeiten in der Werkstatt oder auf der
Baustelle � auch zur Instandsetzung je
nach Anwendungsbereich �ber eine
Herstellerqualifikation (Klasse A bis E)
verf�gen.
Sicherheitsmaßnahmen vor und während der Feuerarbeiten
Ist die Brand- oder Explosionsgefahr
nach gr�ndlicher pr�fung nicht v�llig
auszuschlie�en, so sind die folgenden
Ma�nahmen durchzuf�hren:
Bild 2: Schweißperlen, die durch ungeschützte Deckendurchbrüche fallen, können Brände verursachen
Freimachen der Arbeitsstelle
Bewegliche brennbare Gegenst�nde
und lagernde feuergef�hrliche Stoffe,
auch Staub und Abf�lle, aus der
Umgebung der Arbeitsstelle entfernen.
Ortsfeste brennbare Bauteile wie Balkenwerk,
Holzw�nde, -b�den und -t�ren,
Isolierungen aus Holz, Torfmull u.a. mit
nicht entflammbaren Schutzbel�gen
wie Blechtafeln, asbestfreien Brandschutzplatten,
-matten oder -decken
oder mit feuchtem Sand abdecken
(Titelfoto). Werden zur Abdeckung
Blechtafeln verwendet, so d�rfen diese
wegen der Hitze�bertragung nicht
Abdichten von Decken- und Wanddurchbr�chen,
Fugen und Ritzen,
Kabelsch�chten und Kan�len, Rohrenden,
M�ll- und Papiersch�chten mit
Lehm, Gips, feuchter Erde u.a. (Bild 2).
Zum Abdichten d�rfen keine Zements�cke
oder sonstige brennbare Stoffe
W�hrend der Arbeiten eine Person als
Brandwache bereitstellen mit L�schger�ten
(Bild 3). Die neben bzw. �ber
oder unter der Arbeitsstelle liegenden
R�ume sind w�hrend der Arbeiten laufend
auf Entstehungsbr�nde zu beobachten.
Zu diesem Zweck m�ssen Aufsichtspersonen
und Brandwachen
�ber s�mtliche Schl�ssel zu diesen
R�umen verf�gen.
Schwei�ger�te u.�.
Beim Ablegen von in Betrieb genommenen
Schwei�- und Schneidbrennern
oder beim Abstellen von L�tlampen ist
auf die offene Flamme besonders zu
achten. Die benutzten Schwei�ger�te
sind nach Arbeitsschluss aus den
Arbeitsr�umen zu entfernen.
Bild 3: Schwei�er mit Schutzbrille und
Schutzhandschuhen beim autogenen
Schwei�en. Ein zweiter Mann steht mit
L�schger�ten als Brandwache einsatzbereit.
Brennbare Gegenst�nde, die nicht aus dem
Umkreis der Schwei�stelle entfernt werden
konnten, sind durch Blechtafeln gegen
Flammen, Funken und gl�hende Metallteilchen
gesch�tzt.
Schwei�arbeiten sind unzul�ssig,
wenn Explosionsgefahr besteht
Arbeitsstelle und n�here Umgebung (ggf. bis 10 m) freimachen.
Alles was brennen kann, soll m�glichst wegger�umt werden;
insbesondere leichtentz�ndliche Gegenst�nde wie Papier, Textilien,
Druckbeh�lter und Beh�ltnisse mit brennbaren Fl�ssigkeiten oder
Brenngas.
Brennbare Gegenst�nde, die nicht wegger�umt werden k�nnen, m�ssen abgedeckt werden; z.B. mit feuerfesten Decken oder feuerfesten Platten. Hei�e Metallteilchen k�nnen beim Schwei�en oder Trennschleifen bis zu 10 m weit fliegen! Mauerdurchbr�che, Decken�ffnungen, Fugen, Rohrdurchf�hrungen in W�nden, B�den und Decken feuerfest abdichten. Auch an Energiekan�le und Fahrtreppen-Innenr�ume denken!
Rohrleitungen k�nnen z�ndf�hige W�rme auch in Nachbarr�ume �bertragen! Falls sich irgendwelche brennbaren Gegenst�nde - auch abgedeckte - in der Umgebung der Arbeitsstelle befinden, mu� eine Feuerwache bereitgestellt werden; in Warenh�usern ist dies ein Mitgleid (oder mehrere) der Hausfeuerwehr.
Geeignete L�schger�te an der Arbeitsstelle bereitstellen, ggf. auch L�schschlauch. Nach Beendigung der Arbeiten - und ggf. auch mehrfach danach - mu� die Umgebung der Arbeitstelle nach m�glichen Glutnestern, Brandgeruch usw. abgesucht und kontrolliert werden.
Achtung: Glutnester k�nnen noch nach Stunden ein Schadenfeuer verursachen. Bild 4: �Schutzma�nahmen bei Schwei�- und Schneidarbeiten� aus �Richtlinie f�r den
Brandschutz bei Schwei�-, L�t- und Trennschleifarbeiten� vom Verband der Schadensversicherer Bild 5: Schwei�technische Arbeiten in Bereichen mit Brand- und Explosionsgefahr
(BGI 554)
Persönliche Schutzausrüstung/Arbeitskleidung
Zum Schutz der Besch�ftigten sind je
nach Arbeitsverfahren und Arbeitsbedingungen
geeignete pers�nliche
Schutzausr�stungen zur Verf�gung zu
stellen und von den Besch�ftigten zu
tragen, z.B.:
·Schutzbrille, Schutzschilde, Schutzhauben
mit genormten Schwei�erschutzfiltern
nach DIN EN 175,
·Schutzkleidung nach BGR 189 wie
Ledersch�rzen, Fu�- und Beinschutz
(Schutzschuhe) sowie schwer entflammbare
Kopfbedeckung bei
Arbeiten �ber Schulterh�he.
Nach Abschluss der Feuerarbeiten
Die Arbeitsstelle, au�erdem die neben,
�ber oder unter der Arbeitsstelle liegenden
R�ume sowie die weitere
Gefahrenzone sind auf Brand, Rauch
oder Brandgeruch gr�ndlich zu untersuchen.
Die Untersuchung sollte (je
nach Lage und Gefahr) w�hrend eines
Zeitraums bis zu 24 Stunden und l�nger
mehrfach wiederholt werden. Mit
diesen Arbeiten sind in Waren- und
Kaufh�usern nur sachkundige Personen
(Feuerwehrleute), in anderen
Betrieben nur gut eingewiesene und
zuverl�ssige Personen zu betrauen.
Wenn die aufgef�hrten Schutzma�nahmen
nicht getroffen werden k�nnen,
d�rfen Schwei�- und Brennschneidearbeiten
nicht durchgef�hrt
Bestehen Zweifel �ber die �rtlich zu
treffenden Schutzma�nahmen, empfiehlt
es sich, vor Beginn der Arbeiten
den kostenlosen Rat der Feuerwehr
oder der Berufsgenossenschaft einzuholen.
Auftauarbeiten
Zum Auftauen eingefrorener Wasserrohre
d�rfen keine Schwei�brenner
oder L�tlampen benutzt werden.
Das Auftauen mit elektrischem Strom
ist gef�hrlich und daher nicht zu empfehlen.
Mit dem Rohrleitungsnetz verbundene
Schutzleiter k�nnen durch zu
hohe Stromst�rken zum Gl�hen oder
sogar zum Schmelzen gebracht werden,
hierdurch Br�nde verursachen
und erhebliche Gefahren im elektrischen
Leitungsnetz f�r den Menschen
hervorrufen (z.B. Aufhebung von
Schutzma�nahmen).
Die Verwendung von hei�em Wasser
ist die einfachste und sicherste
Methode, die zum Auftauen eingefrorener
Wasserrohre empfohlen werden
Schwei�en von Dachbahnen
Das Schwei�en von Dachbahnen ist eine feuergef�hrliche Arbeit und zunehmend Ausl�ser von Gro�br�nden. Brandgefahren ergeben sich aus dem Aufstellen und Betreiben von Bitumen-Schmelz�fen (Teerkessel) sowie durch gasbeheizte Brenner, L�tkolben und andere Ger�te. Brennbare Baustoffe in Form von Schalungen, W�rmed�mmungen, bitumin�sen und hochpolymeren Kunststoffen sind immer vorhanden.
Feuerarbeiten auf D�chern m�ssen besonders sorgf�ltig geplant und vorbereitet werden. Die Arbeitsstelle muss mit L�schger�ten ausgestattet werden.
Pr�fliste: Zusatzma�nahmen bei Feuerarbeiten auf D�chern
Ist vor Beginn der Feuerarbeiten der Dachaufbau sorgf�ltig erkundet worden und kann das Entz�nden von Bauteilen ausgeschlossen werden?
Sind alle Handwerker �ber die Gefahren informiert worden und werden nur fachkundige Handwerker eingesetzt?
Sind alle Gasflaschen senkrecht gelagert und gegen Umfallen wirksam gesichert?
Ist organisiert, dass leere Beh�lter sofort vom Dach entfernt werden?
Werden nur Gasschl�uche mit Leckgas- oder Schlauchbruchsicherung verwendet?
Ist zwischen Gasbeh�lter und Verbrauchsger�t ein Druckminderer eingebaut?
Wird nur die unbedingt notwendige Gasmenge (1/2 Tagesbedarf) auf dem Dach gelagert?
Sind Teerkessel auf einer nichtbrennbaren Bodenplatte in einer Auffangwanne aufgestellt?
Werden nur saubere und funktionst�chtige Teerkessel verwendet?
Werden F�llgrenzen und Temperaturlimit der Kessel sicher eingehalten?
Ist sichergestellt, dass Kessel w�hrend Arbeitspausen beobachtet werden?
Sind geeignete L�schmittel bereitgestellt (im Teerkesselbereich kein Wasser, nur Pulver- oder Kohlendioxid-Feuerl�scher verwenden!) und ist zum Schutz der Dachfl�che (z.B. vom Wandhydrant aus) ein Schlauch mit Strahlrohr unter Druck ausgelegt?
Rechtsquellen/Schriften
Bestimmungen der auf L�nderebene erlassenen Verordnungen �ber die Verh�tung von Br�nden
DIN EN 169 "Pers�nlicher Augenschutz. Filter f�r das Schwei�en und verwandte Techniken."
DIN EN 175 "Pers�nlicher Augenschutz. Ger�te f�r Augen- und Gesichtsschutz."
DIN EN 287 - 1 und 2 "Pr�fung von Schwei�ern - Schmelzschwei�en"
DIN 18800 - 7 "Stahlbauten - Ausf�hrungen und Herstellerqualifikation"
BGI 554 "Gasschwei�er"
BGI 656 "Dacharbeiten"
BGI 692 "Sicherheitseinrichtung gegen Gasr�cktritt und Flammendurchschlag in Einzelflaschenanlagen"
BGR 189 "Einsatz von Schutzkleidung"
BGR 191 "Benutzung von Fu�- und Beinschutz"
BGR 193 "Benutzung von Kopfschutz"
BGR 203 "Dacharbeiten"
BGR 500 "Betreiben von Arbeitsmitteln", Kap. 2.26
TGR 280 "Betreiben von Druckgasbeh�ltern"
BGI und BGR kostenpflichtig zu beziehen beim Carl Heymanns Verlag, Luxemburger Str. 449, 50939 K�ln oder im Internet unter http://publikationen.dguv.de
BGR 500 Kap. 2.26 f�r Mitgliedsbetriebe kostenlos zu beziehen bei der BGHW (siehe Impressum)
Erweiterte Suche�
Raub�berfall
So sch�tzen Sie sich!
wichtige �nderungen ab 1. Januar 2011
- Unfallmelder
- Fachbereich
- Betriebsanmeldung
- Gef�hrdungsbeurteilung online
zur Website-�bersicht
BGHW-Portale
BGHW-Extranet
�nderungen im Unternehmen
BGHW-Fernlehrgang
Pr�vention Ausbildung
© Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution
M 5,7, 68161 Mannheim
0621 183 0
0621 183-5191 direktion-mannheim(at)bghw.de
Postfach 12 08, 53002 Bonn
Niebuhrstra�e 5, 53113 Bonn
0228 5406 9
0228 5406 5129 direktion-bonn(at)bghw.de