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Timestamp: 2018-11-14 06:41:23
Document Index: 177794323

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 1', '§ 5', '§ 39', '§ 5', '§ 8', '§ 22', '§ 21', '§ 4', '§ 5', '§ 69', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein OldenNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Oldensworter Vorland" vom 16. Dezember 1993 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Oldensworter...
juris-Abkürzung: OldenNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1994, 55
Gliederungs-Nr: 791-4-149
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Oldensworter Vorland"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Oldensworter Vorland" vom 16. Dezember 1993 01.01.2003
Aufgrund des § 17 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes verordnet der Minister für Natur und Umwelt die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 1;
aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 1 und § 8:
(1) Das Oldensworter Vorland am nordwestlichen Ufer der Eider zwischen dem Damm der Eiderbrücke bei Tönning und der Siedlung Axendorf in der Gemeinde Oldenswort und auf dem Gebiet der Stadt Tönning, Kreis Nordfriesland, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Oldensworter Vorland" unter Nummer 77 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 260 ha groß und umfaßt Vorlandflächen an der Eider in den Gemarkungen Oldenswort und Tönning. Es wird wie folgt begrenzt:
Im Westen wird das Gebiet durch den östlichen Böschungsfuß der Eiderbrücke der Bundesstraße 5 begrenzt;
im Nordwesten verläuft die Naturschutzgebietsgrenze in 10 m Abstand vom eiderseitigen Fuß des Eiderdeiches;
im Osten und Süden ist die Naturschutzgebietsgrenze die Verbindungslinie der Pricken am Fahrwasserrand der Eider.
In der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1:25.000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes schwarz punktiert dargestellt. Der Fahrwasserverlauf der Eider unterliegt in diesem Bereich starken morphologischen Veränderungen, so daß die östliche und südliche Abgrenzung des Naturschutzgebietes zum Hauptfahrwasser der Eider von den jeweiligen, in der Seekarte eingetragenen Schiffahrtszeichen abhängig ist. Die Fahrwasserseitenbezeichnungen sind der aktuellen Seekarte des Bundesamtes für Seeschiffahrt und Hydrographie Hamburg zu entnehmen.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in den Abgrenzungskarten, Blatt 1 bis 4, im Maßstab 1:5.000 und Blatt 5 im Maßstab 1:25.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigungen der Karten sind beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Oberste Naturschutzbehörde, 24149 Kiel, verwahrt. Die Karten sind Bestandteile dieser Verordnung.
Landrat des Kreises Nordfriesland - Untere Naturschutzbehörde - 25813 Husum,
Amtsvorsteher des Amtes Eiderstedt, 25836 Garding,
Bürgermeister der Stadt Tönning, 25832 Tönning,
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus dem Vorland der Eider mit den verschiedenen Watt- und Uferbereichen und im Überflutungsbereich der Eider liegenden Feuchtgrünlandflächen.
die verschiedenen ökologischen Zonen wie den Wattbereich, die Überschwemmungsflächen und feuchten Marschböden mit den charakteristischen Pflanzen- und Tierarten, die in ihrer besonderen Zusammensetzung aus Süß-, Brack- und Salzwasserarten bestehen,
die Sümpfe und Feuchtgrünland-Biotope mit ihren spezialisierten Pflanzen- und Tierarten, insbesondere als bedeutende Brut-, Nahrungs-, Mauserund Rastplätze für zahlreiche, stark gefährdete Wiesen-, Wat- und Wasservogelarten,
die Eigenart und Schönheit dieses Vorlandbereiches und seines nicht durch bauliche Anlagen gestörten Landschaftsbildes,
eines der letzten Binnenvorländer im Grenzbereich zwischen Salz- und Süßwasser aus wissenschaftlichen und naturgeschichtlichen Gründen sowie die Erhaltung der hier noch vorhandenen funktionsfähigen Ringdeichtränken aus landeskundlichen Gründen
die Gewässer mit Ausnahme der Eider mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren oder auf den Gewässern mit Eisfahrzeugen aller Art zu fahren;
die Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22 a des Bundesjagdgesetzes in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes;
die erwerbsmäßige Ausübung der Fischerei in dem zum Naturschutzgebiet gehörenden Teil der Eider mit Ausnahme des Fischfanges mit der Handangel;
der ordnungsgemäße Betrieb und die Unterhaltung der bei Inkrafttreten dieser Verordnung vorhandenen Abwasserleitung und des Einlaufbauwerkes der Kläranlage Tönning;
die nach dem Planfeststellungsbeschluß für die Eiderabdämmung in der Linie Hundeknöll-Vollerwiek vom 5. Juli 1967 erforderlichen Maßnahmen einschließlich der Forschungs- und Vermessungsarbeiten zur Beweissicherung;
die Ausübung des Boßelns zwischen dem Landesschutzdeich und dem parallel zum Deich verlaufenden Weg in der Zeit vom 1. Dezember bis 15. März eines jeden Jahres,
(2) Die Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit dem Landesamt für Natur und Umwelt als obere Naturschutzbehörde Ausnahmen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 und der einschränkenden Regelung des § 5 Abs. 1 Nr. 1 zulassen, wenn dies der Schutzzweck erfordert. Eine Ausnahme ist nicht erforderlich für die Bejagung von Füchsen und Kaninchen im Bereich der Deiche und Dämme, sofern hierfür ein Erfordernis nach § 69 Abs. 2 Nr. 3 des Landeswassergesetzes vorliegt.
(3) Die untere Naturschutzbehörde kann zum Schutz bestimmter Pflanzen- und Tierarten, insbesondere zum Schutz brütender und rastender Vogelarten, das Betreten des parallel zum Deich verlaufenden Weges und das Boßeln im Naturschutzgebiet durch allgemeinverbindliche Anordnung zeitlich weiter einschränken oder untersagen, wenn die zulässigen Handlungen zu nachhaltigen Störungen führen oder führen können und dies zur Sicherung des Schutzzweckes erforderlich ist.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 wildlebenden Tieren nachstellt, sie durch Lärm oder mutwillig anderweitig beunruhigt, sie fängt, verletzt oder tötet oder Tiere aussetzt oder ansiedelt,
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 15 die Gewässer mit Ausnahme der Eider mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt oder auf den Gewässern mit Eisfahrzeugen aller Art fährt;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 18 das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege betritt oder im Naturschutzgebiet reitet oder fährt.