Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2039,%20142
Timestamp: 2020-02-19 04:49:24
Document Index: 285900631

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 51', '§ 51', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 47', 'BGH', '§ 3', 'BGH', 'BGH']

BGH, 28.02.1963 - VII ZR 167/61 - dejure.org
https://dejure.org/1963,213
BGH, 28.02.1963 - VII ZR 167/61 (https://dejure.org/1963,213)
BGH, Entscheidung vom 28.02.1963 - VII ZR 167/61 (https://dejure.org/1963,213)
BGH, Entscheidung vom 28. Februar 1963 - VII ZR 167/61 (https://dejure.org/1963,213)
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BGHZ 39, 142
NJW 1963, 1127
NJW 1963, 1147
MDR 1963, 493
DB 1963, 619
Die Wahrung der Unabhängigkeit des Rechtsanwalts sei gefährdet, wenn bei Führung der Sache wirtschaftliche Erwägungen den Ausschlag geben könnten (vgl. BGHZ 39, 142 ).
Zwar ist es dem Rechtsanwalt trotz des in § 51 der Standesrichtlinien enthaltenen Verbots, geringere als die gesetzlichen Gebühren zu verlangen, in begründeten Ausnahmefällen nicht verwehrt, insbesondere bei Bedürftigkeit des Mandanten nachträglich auf seine gesetzlichen Gebühren ganz oder teilweise zu verzichten (vgl. § 51 Abs. 3 der Standesrichtlinien sowie BGHZ 39, 142, 147 [BGH 28.02.1963 - VII ZR 167/61] und Senatsurteil v. 19. Juni 1980 - III ZR 91/79 = BGHWarn 1980 Nr. 165 = NJW 1980, 2407).
OLG Braunschweig, 28.06.2004 - 1 Ss (S) 1/04
Strafbarkeit eines Rechtsanwalts wegen Gebührenüberhebung
So liegt den zitierten Entscheidungen des BayObLG (NJW 1989, 2901 ff) und des OLG Karlsruhe (NStZ 1991, 239 f) jeweils ein Fall zugrunde, in dem zwischen Anwalt und Mandant ein sog. Erfolgshonorar vereinbart worden war; Letzteres wird nach einhelliger Meinung als Sittenverstoß i.S.d. § 138 BGB angesehen und ist deshalb nichtig (BGHZ 39, 142-151).
Die Standesrichtlinien der Rechtsanwälte (Stand vom 21. Juni 1973), die ein Beispiel dafür geben, was nach Auffassung ihrer maßgeblichen Berufsorganisation statthaft ist (vgl. BGHZ 22, 347, 357; 39, 142, 148; BGH Urteil vom 7. Dezember 1972 - VII ZR 235/71 = NJW 1973, 315, 316), schränken in § 47 Abs. 5 die Deckung eigener Kostenforderungen eines Rechtsanwalts durch Aufrechnung nur in hier nicht einschlägigen Fällen ein.
Diese Unabhängigkeit gefährdet er, wenn er sein Interesse an einer angemessenen Entlohnung seiner Dienste mit den Interessen des Auftraggebers dadurch verquickt, daß er es in Beziehung zum Erfolg des Rechtsstreits setzt (Senatsurteil vom 5. April 1976 - III ZR 79/74 = WM 1976, 1135, 1137; BGHZ 39, 142, 145;… Gerold/Schmidt a.a.O. § 3 Rdn. 13).
OLG Saarbrücken, 03.05.2006 - 1 U 397/05
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