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Timestamp: 2016-10-24 18:35:24
Document Index: 149629084

Matched Legal Cases: ['Art. 37', 'BGE', 'Art. 188', 'Art. 190', 'BGE', 'BGE', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 191', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 159', 'Art. 6']

4P.298/2006 (14.02.2007)
4P.298/2006 /len
vertreten durch Rechtsanw�lte Herrn Jean-Samuel Leuba und Herrn Robert Fox,
Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Schiedsurteil des Tribunal Arbitral du Sport (TAS)
X.________ ist ein professioneller Fussballspieler mit Wohnsitz in Griechenland. Er schloss mit dem griechischen Fussballklub Y.________ einen Arbeitsvertrag mit fester Dauer von zwei Jahren, beginnend am 27. Juli 2001 und endend am 30. Juni 2003. Der Vertrag enth�lt eine einseitige Optionklausel zu Gunsten des Arbeitgebers auf Verl�ngerung des Vertrages um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2005 und um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2006.
Nach der ersten Vertragsverl�ngerung widersetzte sich X.________ der zweiten Verl�ngerung um ein weiteres Jahr. In seinem an den Fussballklub gerichteten Schreiben vom 28. Juni 2005 machte er geltend, dass die Optionsklausel im Arbeitsvertrag ung�ltig sei.
Das vom Fussballspieler angerufene B�ro der FIFA Spielerstatus-Kommission kam mit Entscheid vom 4. Oktober 2005 zum Schluss, dass die einseitige Optionsklausel zu Gunsten des Fussballklubs als ung�ltig zu betrachten sei, und hielt fest, dass das Vertragsverh�ltnis am 30. Juni 2005 geendet habe.
Der Fussballklub appellierte an das Tribunal Arbitral du Sport (abgek�rzt: TAS), das mit Schiedsurteil vom 10. Oktober 2006 die Berufung guthiess, den Entscheid des B�ros der FIFA Spielerstatus-Kommission vom 4. Oktober 2005 aufhob und die Sache an die FIFA zur�ckwies zum Entscheid �ber die Folgen der Verletzung des Arbeitsvertrages durch den Fussballspieler. Das TAS betrachtete die Optionsklausel im Gegegensatz zum B�ro der FIFA Spielerstatus-Kommission als rechtlich verbindlich.
Mit seiner beim Bundesgericht eingelegten staatsrechtlichen Beschwerde beantragt X.________, es sei das Schiedsurteil vom 10. Oktober 2006 aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an das TAS zur�ckzuweisen.
Der Beschwerdegegner stellt in seiner Vernehmlassung Antrag auf Abweisung der staatsrechtlichen Beschwerde. Das TAS hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Der angefochtene Entscheid ist in englischer Sprache ergangen. Der Beschwerdef�hrer bedient sich im bundesgerichtlichen Verfahren der deutschen, der Beschwerdegegner der franz�sischen Sprache. Praxisgem�ss ergeht diesfalls das Urteil des Bundesgerichts in der Sprache der Beschwerde (vgl. Art. 37 Abs. 3 OG).
Die Zul�ssigkeit eines Rechtsmittels ist vom Bundesgericht von Amtes wegen zu pr�fen (BGE 132 III 747 E. 5 S. 748 mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist auch im internationalen Schiedsverfahren zwischen Endentscheiden und Teilentscheiden (Art. 188 IPRG) sowie Vor- oder Zwischenentscheiden (Art. 190 Abs. 3 IPRG) zu unterscheiden (BGE 130 III 76 E. 3.1 S. 78 mit Hinweisen).
Im vorliegenden Fall hat das TAS �ber die zwischen den Parteien streitigen Fragen der G�ltigkeit der Optionsklausel und der Vertragsverletzung, nicht aber �ber die Folgen der Vertragsverletzung entschieden. Es hat den angefochtenen Entscheid des B�ros der FIFA Spielerstatus-Kommission aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die FIFA zur�ckgewiesen. Bei einem derartigen R�ckweisungsentscheid handelt es sich nach der Praxis des Bundesgerichts um einen Zwischenentscheid (BGE 128 I 3 E. 1b S. 7; 122 I 39 E. 1a/aa S. 41 f.).
Im internationalen Schiedsverfahren k�nnen Vor- oder Zwischenentscheide bloss aus den in Art. 190 Abs. 2 lit. a und b IPRG genannten Gr�nden (Ernennung und Zusammensetzung des Schiedsgerichts; Zust�ndigkeit und Unzust�ndigkeit) mit der staatsrechtlichen Beschwerde angefochten werden. Andere R�gen sind unzul�ssig (BGE 130 III 76 E. 3 und 4).
Da die Verfahrensregeln der staatsrechtlichen Beschwerde anwendbar sind (Art. 191 Abs. 1 IPRG), m�ssen die Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG beachtet werden. Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren gilt das R�geprinzip. Das Bundesgericht �berpr�ft den angefochtenen Entscheid nur insoweit, als in der Beschwerdeschrift zul�ssige und ausreichend substanziierte R�gen erhoben werden (BGE 127 III 279 E. 1c S. 282; 126 III 524 E. 1c S. 526; 125 I 71 E. 1c S. 76).
In der Beschwerdeschrift beruft sich der Beschwerdef�hrer ausschliesslich auf den Beschwerdegrund von Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG (Verstoss gegen den Ordre public). Eine solche R�ge kann jedoch - wie bereits festgehalten - im internationalen Schiedsverfahren in einer gegen einen Vor- oder Zwischenentscheid gerichteten staatsrechtlichen Beschwerde nicht erhoben werden. Bringt der Beschwerdef�hrer somit keine zul�ssige R�ge vor, ist auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten (BGE 130 III 76 E. 4.6 S. 86).
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist die Gerichtsgeb�hr dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Er hat den Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen (Art. 159 Abs. 1 und 2 OG).
Demnach erkennt das Bundesgericht im Verfahren nach Art. 6a OG: