Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NZV%2007,%20190
Timestamp: 2018-12-17 15:52:02
Document Index: 333369692

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 254', '§ 844', '§ 9', '§ 254', '§ 844', '§ 9', '§ 17', 'BGH', '§ 17', 'BGH', 'BGH', '§ 286', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 254', '§ 254', '§ 254', '§ 254', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 21.11.2006 - VI ZR 115/05 - dejure.org
BGB § 254, § 844 Abs. 2; StVG §§ 9, 17
Anspruch eines nichtehelichen Kindes auf Ersatz seines Unterhaltsschadens nach verkehrsunfallbedingter Tötung des alleinverdienenden Vaters; Berücksichtigung des Fehlen der erforderlichen Fahrerlaubnis bei der Abwägung eines Mitverschuldensanteils an einem Verkehrsunfall; Ausschluss der Summierung einzelner Verursachungsbeiträge bei der Abwägung im Falle der Auswirkung in demselben unfallursächlichen Umstand; Fahren ohne Fahrerlaubnis als zusätzliches Gefahrenmoment; Unterhaltsbedürftigkeit eines Kindes über die Vollendung des 18. Lebensjahres hinaus
Verkehrsunfall - fehlende Fahrerlaubniserfordernis des Unfallverursachers
BGB § 254 § 844 Abs. 2; StVG § 9 § 17
Abwägung der Verursachungsanteile bei Fehlen der Fahrerlaubnis; Umfang des Unterhaltsschadens bei Tötung des alleinverdienenden Vaters eines nichtehelichen Kindes
Verkehrsrecht - Fehlen der Fahrerlaubnis: Berücksichtigung bei Mitverschulden?
Haftungsabwägung - Unfallfahrer hatte keine gültige Fahrerlaubnis
Verkehrsunfall-Prozess - Unfall beim Fahren ohne Fahrerlaubnis
Das Fehlen der erforderlichen Fahrerlaubnis wirkt sich bei der Haftungsabwägung nur dann aus, wenn das Fahren ohne Fahrerlaubnis ein zusätzliches Gefahrenmoment dargestellt hat, das sich bei dem Unfall ausgewirkt hat
Zum Anspruch eines nichtehelichen Kindes auf Ersatz seines Unterhaltsschadens nach Tötung des alleinverdienenden Vaters
Verkehrsrecht - Wenn der Unfallverursacher keinen Führerschein hat ...
Nachts Betrunkenen überfahren Dem Fahrer war der Führerschein entzogen worden
Fahren ohne Führerschein und Mitverschulden
Kurznachricht zu "Praxishinweis zum Urteil des BGH vom 21.11.2006, Az.: VI ZR 115/05 (Kein Mitverschulden wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis; keine anderweitige Fixkostenanteilverteilung beim Unterhaltsausfallschaden)" von RiLG Dr. Jan Luckey, original erschienen in: VRR 5/2007, 183 - 185.
Kurznachricht zu "Unfall beim Fahren ohne Fahrerlaubnis" von der Redaktion, original erschienen in: PA 2007, 41 - 41.
LG Braunschweig, 12.10.2000 - 4 O 2730/99
OLG Braunschweig, 17.05.2005 - 6 U 44/00
NJW 2007, 506
MDR 2007, 399
NZV 2007, 190
FamRZ 2007, 385
VersR 2007, 263
Bei der Abwägung der Verursachungs- und Verschuldensanteile im Rahmen des § 17 StVG sind unter Berücksichtigung der von beiden Fahrzeugen ausgehenden Betriebsgefahr nur unstreitige bzw. zugestandene und bewiesene Umstände einzustellen (vgl. BGH, Urteil vom 21.11.2006 - VI ZR 115/05, VersR 2007, 263;… Hentschel/König, aaO Rn. 5 mwN.).
BGH, 24.09.2013 - VI ZR 255/12
Verkehrsunfall mit Schädigung eines Fußgängers: Abwägung der …
Die für die Abwägung maßgebenden Umstände müssen feststehen, d.h. unstreitig, zugestanden oder nach § 286 ZPO bewiesen und für die Entstehung des Schadens ursächlich geworden sein (vgl. Senatsurteile vom 15. November 1960 - VI ZR 30/60, VersR 1961, 249, 250; vom 8. Januar 1963 - VI ZR 35/62, VersR 1963, 285, 286; vom 29. November 1977 - VI ZR 51/76, VersR 1978, 183, 185; vom 10. Januar 1995 - VI ZR 247/94, VersR 1995, 357, 358 und vom 21. November 2006 - VI ZR 115/05, VersR 2007, 263 Rn. 15 ff.; BGH…, Urteil vom 20. Februar 2013 - VIII ZR 339/11, NJW 2013, 2018 Rn. 34).
In jedem Fall sind bei der Abwägung nur unstreitig oder zugestandene oder bewiesene Umstände zu berücksichtigen (BGH NJW 2007, 506).
Nach anerkannten Rechtsgrundsätzen sind bei der Abwägung der beiderseitigen Verursacherbeiträge nur solche Umstände einzubeziehen, die erwiesenermaßen ursächlich für den Schaden geworden sind (st. Rspr., BGH, Urteil vom 21.11.2006 - VI ZR 115/05, Rn. 15 bei Juris; Senat…, Urteil vom 1.12.2016 - 4 U 109/15, bei Juris Rn. 30;… Urteil vom 9.10.2014 - 4 U 46/14, NJW-RR 2015, 223 Rn. 31).
Ein Verschulden, das nur gesetzlich vermutet wird, darf daher nicht berücksichtigt werden (vgl. Senatsurteile vom 16. Oktober 1956 - VI ZR 162/55, NJW 1957, 99 f.; vom 8. Januar 1963 - VI ZR 35/62, VersR 1963, 285, 286; vom 23. November 1965 - VI ZR 158/64, VersR 1966, 164, 165; vom 10. Januar 1995 - VI ZR 247/94, VersR 1995, 357; vom 21. November 2006 - VI ZR 115/05, VersR 2007, 263 Rn. 15;… ebenso Erman/Ebert, BGB, 13. Aufl., § 254 Rn. 84;… MünchKommBGB/Oetker, 5. Aufl., § 254 Rn. 110;… Soergel/Mertens, BGB, 12. Aufl., § 254 Rn. 112;… Unberath in Bamberger/Roth, BGB, 2. Aufl., § 254 Rn. 53).
BGH, 27.05.2014 - VI ZR 279/13
Haftung bei Kreuzungsunfall: Fortdauer des Vorfahrtrechts eines Linienbusses auf …
Ein Umstand muss aber erwiesenermaßen ursächlich für den Schaden geworden sein, sonst bleibt er außer Ansatz (vgl. Senatsurteile vom 10. Januar 1995 - VI ZR 247/94, VersR 1995, 357 f.; vom 21. November 2006 - VI ZR 115/05, VersR 2007, 263 Rn. 15 mwN;… König, aaO Rn. 5 f. mwN).
In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist anerkannt, dass eine lediglich abstrakte Gefahrerhöhung (wie etwa im Falle des Führens eines Kfz wegen absoluter Fahruntüchtigkeit infolge Alkoholgenusses) im Rahmen der Abwägung der beiderseitigen Verursachungs- und Verschuldensbeiträge nur von Bedeutung sein kann, wenn sie sich bei dem Unfall ausgewirkt hat (BGH, Urteile vom 10. Januar 1995 - VI ZR 247/94, VersR 1995, 357, und vom 21. November 2006 - VI ZR 115/05, VersR 2007, 263).
In jedem Fall sind in ihrem Rahmen nur unstreitige bzw. zugestandene oder bewiesene Umstände zu berücksichtigen (BGH NJW 2007, 506; Senat, Urteil vom 16.04.2013 - I-1 U 163/12).
Der Umstand, dass ein im Güterverkehr eingesetzter noch nicht 21 Jahre alter Fahrer, der einen Unfall verursacht hat, nicht Inhaber eines Befähigungsnachweises über den erfolgreichen Abschluss einer von einem der Mitgliedstaaten anerkannten Ausbildung für Fahrer im Güterkraftverkehr gemäß den gemeinschaftlichen Rechtsvorschriften über das Mindestniveau der Ausbildung als Fahrer von Transportfahrzeugen im Straßenverkehr gewesen ist, hat für die Frage der Haftung nur dann Bedeutung, wenn sich das Fehlen der bei einer entsprechenden Ausbildung vermittelten Kenntnisse im zur Beurteilung stehenden Unfallgeschehen zumindest als Gefahrenmoment niedergeschlagen hat (im Anschluss an BGH NJW 2007, 506 Tz 15 ff., 17 f.).
Es ist aber nicht ersichtlich, dass sich das Fehlen der bei einer entsprechenden Ausbildung vermittelten Kenntnisse im zur Beurteilung stehenden Unfallgeschehen zumindest als Gefahrenmoment niedergeschlagen hat (vgl. dazu BGH, Urt. v. 21.11.2006 - VI ZR 115/05, NJW 2007, 506 Tz. 15 ff., 17 f. = VersR 2007, 263).
OLG Brandenburg, 29.03.2007 - 12 W 47/06
Ermittlung des Unterhaltsschadens nach Tötung des Unterhaltspflichtigen; …
OLG Saarbrücken, 20.10.2016 - 4 U 104/15
Haftungsverteilung bei Überholen eines Unfallbeteiligten im Überholverbot
OLG Saarbrücken, 03.02.2009 - 4 U 402/08
Anforderungen an den Nachweis eines manipulierten Unfalls; Pflichten des …
OLG Saarbrücken, 31.01.2013 - 4 U 382/11
Erlaubtes Wenden
OLG Saarbrücken, 21.03.2013 - 4 U 108/12
Haftungsverteilung bei Kollision eines Pkw mit einem vorfahrtberechtigten …
OLG Düsseldorf, 19.05.2011 - 1 U 232/07
Haftungsverteilung bei Kollision zweier entgegenkommender Fahrzeuge bei durch …
OLG Saarbrücken, 29.03.2018 - 4 U 56/17
OLG Naumburg, 08.02.2013 - 10 U 39/12
Verkehrsunfall: Anforderung an einen Einsatzfahrzeugfahrer beim Einfahren in den …
OVG Schleswig-Holstein, 24.04.2014 - 2 LA 92/13
Schadensersatzpflicht eines Soldaten, wegen Beschädigung eines Elektroschleppers; …
LG Saarbrücken, 11.09.2008 - 14 O 118/07
LG Bielefeld, 23.03.2017 - 2 O 343/16
LG Düsseldorf, 29.05.2015 - 16 O 447/10
Materielles und immaterielles Schadensersatzbegehren des Geschädigten aus einem …