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Timestamp: 2016-10-22 11:59:51
Document Index: 76645318

Matched Legal Cases: ['Art. 42', 'Art. 100', 'Art. 74', 'Art. 95', 'Art. 42', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 530', 'Art. 543', 'Art. 530', 'Art. 543', 'Art. 530', 'Art. 317', 'BGE', 'Art. 317', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 8']

Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, vom 14. Dezember 2011.
Die X.________ AG (Beschwerdef�hrerin) bezweckt unter anderem den Kauf und den Verkauf sowie die Verwaltung von Immobilien. A.________ (Beschwerdegegner) ist als Immobilienberater, Immobiliensch�tzer und Immobilienh�ndler t�tig. Zuweilen wickelt er zusammen mit seinem Gesch�ftskollegen B.________ Immobiliengesch�fte ab. B.________ war unabh�ngig davon auch schon mehrmals selber f�r die Beschwerdef�hrerin t�tig.
B.________ machte die Beschwerdef�hrerin, von der er wusste, dass sie auf der Suche nach geeigneten Kaufobjekten war und ist, im Herbst 2009 auf zwei Liegenschaften in Y.________ mit zwei Doppelh�usern aufmerksam, deren Eigent�merin, die Z.________ AG (im Folgenden: Verk�uferin), an einem Verkauf interessiert war. Die Beschwerdef�hrerin zeigte Interesse daran, und es kam in der Folge zu einer Besichtigung, an der einerseits C. X.________ f�r die Beschwerdef�hrerin und andererseits der Beschwerdegegner sowie B.________ teilnahmen. Im Anschluss an diese Besichtigung setzten sich die Parteien in einem Restaurant zusammen, wobei neben den Kaufpreisvorstellungen auch die Vermittlungsprovision in der H�he von Fr. 30'000.-- zur Sprache kam.
B.________ schrieb die Beschwerdef�hrerin am 21. Oktober 2009 per E-Mail an und teilte ihr das grunds�tzliche Interesse der Verk�uferin mit, die Liegenschaften an sie zu verkaufen. Ausserdem �bermittelte er ihr eine Vorlage f�r ein Kaufangebot. Auf deren Grundlage liess die Beschwerdef�hrerin der Verk�uferin am 22. Oktober 2009 ein Kaufangebot zu einem Preis von Fr. 1'550'000.-- zukommen. Mit Faxschreiben vom 11. November 2009 teilte die Beschwerdef�hrerin B.________ mit, sie zahle einen Kaufpreis von Fr. 1'550'000.-- und eine Provision von Fr. 30'000.--. Ferner bat sie um Zustellung eines Kaufvertragsentwurfs. Am 18. November 2009 stellte die Beschwerdef�hrerin nochmals ein Kaufangebot zuhanden der Verk�uferin aus. Abweichend vom ersten Angebot war als Datum des Eigentums�bergangs der 1. Januar 2010 vorgesehen. Ebenfalls am 18. November 2009 unterschrieb die Beschwerdef�hrerin eine an den Beschwerdegegner gerichtete Erkl�rung zum Vermittlungshonorar f�r die Liegenschaften mit folgendem Wortlaut:
"Bei erfolgreichem Vertragsabschluss f�r obige Liegenschaften zum Kaufpreis von Fr. 1'550'000.-- erhalten Sie von uns per Datum Vertragsunterzeichnung ein Vermittlungshonorar von Fr. 30'000.--."
Am 27. November 2009 trafen sich Vertreter der Verk�uferin und B.________ auf dem Notariat von Q.________, um den Kaufvertrag zusammen mit der Beschwerdef�hrerin zu besprechen. Zur Besprechung erschien indessen kein Vertreter der Beschwerdef�hrerin, und das von der Beschwerdef�hrerin auf den Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung zugesagte Zahlungsversprechen der Bank R.________ war nicht eingeholt worden.
Nachdem sich die Beschwerdef�hrerin und der Vertreter der Verk�uferin in den B�ros der Beschwerdef�hrerin ausgetauscht hatten, teilte die Beschwerdef�hrerin B.________ am 3. Dezember 2009 schriftlich mit, sie ziehe ihr Angebot f�r die Liegenschaft zur�ck. Sie f�hrte in ihrem Schreiben aus: "Dies war ebenfalls ein Grund f�r das nicht erscheinen unserseits beim vereinbarten Termin am 27.11.2009 [...] beim Notariat. Wobei unser nicht erscheinen bekannt gegeben wurde". Gleichentags k�ndigte die Beschwerdef�hrerin B.________ gegen�ber telefonisch den Vermittlungsvertrag mit dem Beschwerdegegner.
Am 5. Februar 2010 schlossen die Beschwerdef�hrerin und die Verk�uferin einen Kaufvertrag �ber die fraglichen Liegenschaften, zu einem Kaufpreis von Fr. 1'550'000.--.
Der Beschwerdegegner leitete daraufhin Betreibung gegen die Beschwerdef�hrerin im Betrag von Fr. 30'000.-- ein und erlangte gest�tzt auf die Erkl�rung der Beschwerdef�hrerin vom 18. November 2009 zum Vermittlungshonorar am 19. Mai 2010 die provisorische Rechts�ffnung.
Die Beschwerdef�hrerin klagte am 23. Juni 2010 beim Bezirksgericht Winterthur auf Aberkennung der Forderung. Das Bezirksgericht wies die Klage am 19. August 2011 ab und erkl�rte die Rechts�ffnung f�r definitiv. Gegen dieses Urteil erhob die Beschwerdef�hrerin Berufung an das Obergericht des Kantons Z�rich, das die Klage mit Urteil vom 14. Dezember 2011 ebenfalls abwies und das erstinstanzliche Urteil auch im �brigen best�tigte.
Die Beschwerdef�hrerin beantragt mit Beschwerde in Zivilsachen, das Urteil des Obergerichts aufzuheben und die Aberkennungsklage gutzuheissen, eventualiter die Sache zur Neubeurteilung an das Obergericht zur�ckzuweisen. Der Beschwerdegegner schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Die Vorinstanz verzichtete auf Vernehmlassung.
Mit Verf�gung vom 5. M�rz 2012 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung gew�hrt.
1.1 Die vorliegende Beschwerde wurde form- und fristgerecht erhoben (Art. 42 und Art. 100 Abs. 1 BGG). Der Streitwert betr�gt Fr. 30'000.-- und erreicht damit die f�r die Beschwerde in Zivilsachen erforderliche Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Die weiteren Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Vorbeh�ltlich der jeweils im betreffenden Sachzusammenhang zu pr�fenden Frage der hinreichenden Begr�ndung ist auf die Beschwerde einzutreten.
1.2 Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Die Beschwerde ist hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten. In der Beschwerdeschrift ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Unerl�sslich ist im Hinblick auf Art. 42 Abs. 2 BGG, dass die Beschwerde auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt. Der Beschwerdef�hrer soll in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die er im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigen, sondern mit seiner Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ansetzen (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1).
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 135 III 397 E. 1.5). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdef�hrer, der die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern diese Voraussetzungen erf�llt sein sollen (vgl. BGE 136 II 508 E. 1.2; 135 I 19 E. 2.2.2; 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 393 E. 7.1, 462 E. 2.4). Soweit der Beschwerdef�hrer den Sachverhalt erg�nzen will, hat er zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass er entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile 4A_275/2011 vom 20. Oktober 2011 E. 2, nicht publ. in: BGE 137 III 539; 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3).
Die Vorinstanz w�rdigte die zwischen den Parteien ausgetauschten Willenserkl�rungen und stellte fest, die Parteien h�tten sich �ber alle f�r den Abschluss eines auf Vermittlung gerichteten M�klervertrags notwendigen wesentlichen Punkte ausgetauscht und geeinigt. Sie erwog, mangels abweichender Parteivereinbarung habe sich der M�kler auf das blosse Zusammenf�hren der Interessenten beschr�nken k�nnen. Sei der Erfolg in Form eines Vertragsabschlusses deswegen eingetreten, so sei der Lohn verdient. Aufgrund der unbestritten gebliebenen erstinstanzlichen Feststellung, wonach das T�tigwerden des Beschwerdegegners f�r den Vertragsabschluss zwischen den Parteien kausal war, erachtete sie den Honoraranspruch des Beschwerdegegners f�r ausgewiesen.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt zun�chst, die Vorinstanz habe die Aktivlegitimation des Beschwerdegegners mit Bezug auf die streitgegenst�ndliche Honorarforderung zu Unrecht bejaht. Sie f�hrt aus, der Beschwerdegegner und B.________ h�tten eine einfache Gesellschaft gebildet, weshalb den beiden die Forderung aus dem Vermittlungsvertrag zur gesamten Hand zustehe. Folglich sei der Beschwerdegegner "nicht Gl�ubiger der in Betreibung gesetzten Forderung". Sie beanstandet, die Vorinstanz habe die Bestimmung von Art. 530 OR verletzt, indem sie im Gegensatz zur Erstinstanz das Bestehen einer einfachen Gesellschaft verneint habe. �berdies habe die Vorinstanz in diesem Punkt zu Unrecht angenommen, sie (die Beschwerdef�hrerin) bringe ein Novum vor.
3.1 F�r die Vorinstanz, die sich mit der Frage der Sachlegitimation des Beschwerdegegners, d.h. seiner Forderungszust�ndigkeit, ausf�hrlich auseinandersetzte, war entgegen der Beschwerdef�hrerin nicht entscheidend, ob zwischen dem Beschwerdegegner und B.________ eine einfache Gesellschaft bestand. Vielmehr verwies sie zutreffend auf Art. 543 Abs. 2 OR, gem�ss dem die �brigen Gesellschafter durch Handlungen eines einzelnen Gesellschafters nur dann berechtigt und verpflichtet werden, wenn dieser im Namen der Gesellschaft oder s�mtlicher Gesellschafter handelt. Sie beschr�nkte die Untersuchung folglich auf die Frage, ob �berhaupt ein Handeln in fremdem Namen vorliege, wie es die Regeln der Stellvertretung verlangen. Dies - so die Vorinstanz weiter - setze eine entsprechende Tatsachenbehauptung bzw. Sachdarstellung wenigstens einer Prozesspartei voraus. Vorliegend fehle es an entsprechenden Behauptungen, sei doch vor der Erstinstanz nicht vorgebracht worden, dass B.________ und/oder der Beschwerdegegner der Beschwerdef�hrerin zu verstehen gegeben h�tten, gemeinsam f�r die Beschwerdef�hrerin t�tig sein und honoriert werden zu wollen. Soweit die Beschwerdef�hrerin nun solches behaupte, bringe sie ein unzul�ssiges Novum vor.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin wendet hiergegen ein, sie habe bereits im bezirksgerichtlichen Verfahren detailliert aufgezeigt, inwiefern der Beschwerdegegner und B.________ gemeinsam gehandelt h�tten und gemeinschaftlich aufgetreten seien. Sie habe vor der Erstinstanz zwar nie den Begriff der "einfachen Gesellschaft" verwendet, was jedoch auch nicht erforderlich gewesen sei, da es sich dabei doch um eine Frage der rechtlichen Qualifikation handle. Im Berufungsverfahren habe sie, wenn �berhaupt, einzig ihre rechtliche W�rdigung ge�ndert.
3.3 Diese Ausf�hrungen verm�gen - sofern sie den Begr�ndungsanforderungen der Beschwerde in Zivilsachen �berhaupt gen�gen (Erw. 1.2) - nicht zu �berzeugen. Es trifft zwar zu, dass es der Beschwerdef�hrerin in der Berufung frei stand, eine neue rechtliche W�rdigung des Sachverhalts vorzubringen. In wessen Namen der Beschwerdegegner und B.________ handelten, ist allerdings - wie die Vorinstanz zutreffend erkannte - nicht eine Frage der Rechtsanwendung von Amtes wegen, sondern eine Tatfrage.
3.3.1 Um eine Verletzung von Art. 530 respektive Art. 543 OR zu belegen, m�sste die Beschwerdef�hrerin aufzeigen, dass sie im kantonalen Verfahren entsprechende tats�chliche Behauptungen aufstellte. Die w�rtlich wiedergegebenen Stellen aus der erstinstanzlichen Replik, mit denen die Beschwerdef�hrerin zu belegen versucht, dass sie bereits vor der Erstinstanz einen gemeinsamen Vertragsabschluss durch den Beschwerdegegner und B.________ behauptete, helfen ihr indessen nicht weiter. Aus den zitierten Passagen geht n�mlich nicht hervor, dass die Beschwerdef�hrerin behauptet h�tte, der Beschwerdegegner und B.________ h�tten den M�klervertrag im Namen beider abgeschlossen. Die Beschwerdef�hrerin f�hrte darin zwar verschiedentlich aus, B.________ sei im Zusammenhang mit den Vertragsverhandlungen zwischen ihr und der Verk�uferin t�tig geworden, so etwa, er habe C. X.________ (von der Beschwerdef�hrerin) eine E-Mail geschickt und ihn auf eine interessante Liegenschaft [...] aufmerksam gemacht und weiter, B.________ und der Beschwerdegegner h�tten ihr am 16. November 2009 (abermals) ein vorformuliertes (an die Verk�uferin gerichtetes) Kaufangebot �ber Fr. 1.55 Mio. sowie eine vorformulierte schriftliche Best�tigung des Vermittlungshonorars von Fr. 30'000.-- zugestellt. Aus diesen und anderen Behauptungen kann wohl geschlossen werden, dass der Beschwerdegegner und B.________ (gem�ss der beschwerdef�hrerischen Darstellung) bei der Vermittlung in irgendeiner Form zusammenarbeiteten. Es finden sich jedoch keine Behauptungen, dass die beiden den M�klervertrag gemeinsam, d.h. im Namen beider, abschliessen wollten und der Beschwerdef�hrerin zu verstehen gegeben h�tten, dass sie gemeinsam f�r sie t�tig und honoriert sein wollten.
Dass die Vorinstanz bei dieser Behauptungslage nicht zum Ergebnis gelangte, der Beschwerdegegner und B.________ h�tten den M�klervertrag im Namen beider abgeschlossen, stellt keine Verletzung von Art. 530 OR dar.
3.3.2 Auch soweit die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung des Novenrechts im Berufungsverfahren gem�ss Art. 317 der vorliegend anwendbaren Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) geltend machen will, verf�ngt ihre R�ge nicht. Die Beschwerdef�hrerin �bergeht, dass die Vorinstanz festhielt, die Beschwerdef�hrerin habe auch im Berufungsverfahren nicht behauptet, der Beschwerdegegner und B.________ h�tten ihr irgendwie zu verstehen gegeben, sie wollten gemeinsam f�r sie t�tig sein und daher gemeinsam honoriert werden; mit einer solchen Behauptung - so die Vorinstanz weiter - w�rde sich die Beschwerdef�hrerin denn wohl auch in einen unaufl�sbaren Widerspruch zu ihrer klaren und unmissverst�ndlichen Erkl�rung vom 18. November 2009 setzen, mit der sie einzig dem Beschwerdegegner als ihrem Vertragspartner ein Honorar f�r Vermittlungen versprochen habe. Die Berufung auf das Novenrecht st�sst damit ins Leere.
Nachdem die Beschwerdef�hrerin eine solche Behauptung, wie gesehen (E. 3.3.1), vor der Erstinstanz nicht aufgestellt hatte, w�re diese im Berufungsverfahren, wenn sie denn tats�chlich erhoben worden w�re, �berdies in der Tat neu gewesen. Mangels entsprechender tats�chlicher Behauptungen kann die Beschwerdef�hrerin nichts aus dem von ihr zitierten Urteil 4A_491/2010 vom 30. August 2011 E. 2.3, nicht publ. in: BGE 137 III 455, ableiten, wo das Bundesgericht erkannte, dass die Qualifikation eines Vertrags als Gesellschaftsvertrag eine unabh�ngig von allf�lligen Parteivorbringen zu beurteilende Rechtsfrage darstellt. Dass es sich bei ihrer Behauptung um ein zul�ssiges Novum gehandelt h�tte, weil die entsprechende Tatsache vor der Erstinstanz trotz zumutbarer Sorgfalt nicht vorgebracht werden konnte (vgl. Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO), macht die Beschwerdef�hrerin nicht geltend. Die R�ge erweist sich damit auch insofern als unbegr�ndet.
F�r den Fall, dass die Sachlegitimation des Beschwerdegegners bejaht werden sollte, r�gt die Beschwerdef�hrerin, die Vorinstanz habe Art. 8 ZGB verletzt, indem sie die von ihr offerierten tauglichen Beweise zu ihren Behauptungen �ber den vereinbarten Inhalt des Vertrags und seine Befristung, wovon der Honoraranspruch abh�nge, nicht abgenommen habe.
4.1 Art. 8 ZGB regelt nach der Rechtsprechung einerseits f�r den Bereich des Bundeszivilrechts die Beweislastverteilung und gibt anderseits der beweispflichtigen Partei einen bundesrechtlichen Anspruch darauf, f�r rechtserhebliche Vorbringen zum Beweis zugelassen zu werden, sofern ihr Beweisantrag nach Form und Inhalt den Vorschriften des anwendbaren Prozessrechts entspricht (BGE 130 III 591 E. 5.4 S. 601; 129 III 18 E. 2.6; 114 II 289 E. 2a). Art. 8 ZGB bestimmt ebenfalls dar�ber, wie weit ein Sachverhalt zu substanziieren ist, damit er unter die Bestimmungen des materiellen Rechts subsumiert werden kann (BGE 127 III 365 E. 2b; 123 III 183 E. 3e S. 188; 108 II 337 E. 2). Eine Tatsachenbehauptung braucht dabei nicht alle Einzelheiten zu enthalten. Es gen�gt, wenn die Tatsache in einer den Gewohnheiten des Lebens entsprechenden Weise in ihren wesentlichen Z�gen oder Umrissen behauptet worden ist. Immerhin muss die Tatsachenbehauptung jedenfalls so konkret formuliert sein, dass ein substanziiertes Bestreiten m�glich ist oder der Gegenbeweis angetreten werden kann (BGE 136 III 322 E. 3.4.2 S. 328; vgl. auch BGE 117 II 113 E. 2). Bestreitet der Prozessgegner das schl�ssige Vorbringen der behauptungsbelasteten Partei, kann diese gezwungen sein, die rechtserhebliche Tatsache nicht nur in den Grundz�gen, sondern so umfassend und klar darzulegen, dass dar�ber Beweis abgenommen werden kann (vgl. BGE 127 III 365 E. 2b-2c; 108 II 337 E. 3).
4.2 In einem ersten Punkt beanstandet die Beschwerdef�hrerin, die Vorinstanz habe sie zu Unrecht nicht zum Beweis daf�r zugelassen, dass die Parteien den Honoraranspruch an bestimmte zus�tzliche Leistungen des Vermittlers gekn�pft h�tten, die von diesem aber nicht erbracht worden seien. Sie vertritt die Auffassung, die Vorinstanz habe ihre entsprechenden Vorbringen zu Unrecht als nicht gen�gend substanziiert betrachtet. Sie habe n�mlich im kantonalen Verfahren ausgef�hrt, diese Leistungen (wie etwa das Liefern einer Verkaufsdokumentation sowie die Verhandlungsf�hrung) entspr�chen der Branchenusanz und seien aufgrund eines nat�rlichen und normativen Konsenses zum Vertragsinhalt geworden. Die Vorinstanz h�tte dar�ber Beweis abnehmen m�ssen.
Dem kann nicht gefolgt werden: Die Vorinstanz f�hrte aus, die Behauptung betreffend Konsens sei nur gen�gend substanziiert, wenn ausgef�hrt werde, welche Partei der jeweiligen Gegenpartei welche Erkl�rung abgegeben habe, ferner wann das gewesen sei und allenfalls wo. Die Beschwerdef�hrerin bezeichne in der Berufungsbegr�ndung weder eine Erkl�rung des Beschwerdegegners noch eine Erkl�rung ihrerseits zum weiteren Inhalt, den sie als vereinbart darstelle. Vielmehr begn�ge sie sich mit der blossen Behauptung des Ergebnisses, es seien solche weiteren Leistungen "vereinbart" worden, und zwar stillschweigend.
Was die Beschwerdef�hrerin dagegen vorbringt, ist unbehelflich. Sie beschr�nkt sich darauf, ihre bereits vor der Vorinstanz vertretene Position zu wiederholen, eine entsprechende Vereinbarung liege vor und sei von ihr behauptet worden, was sie durch w�rtliches Zitieren aus ihren Ausf�hrungen im kantonalen Verfahren zu belegen versucht. Es ist insoweit zweifelhaft, ob auf die Beschwerde in diesem Punkt �berhaupt eingetreten werden kann (vgl. Erw. 1.2). Jedenfalls erweist sich die R�ge ohne weiteres als unbegr�ndet: In der Tat geht n�mlich aus den von der Beschwerdef�hrerin zitierten eigenen Ausf�hrungen aus dem bezirksgerichtlichen Verfahren weder hervor, dass beide Parteien bei Vertragsabschluss �bereinstimmend der Auffassung waren, der Beschwerdegegner als M�kler m�sse im Zusammenhang mit der Vermittlung bestimmte weitere Leistungen erbringen, noch, welche �usserungen der Parteien im entsprechenden Sinne verstanden wurden und verstanden werden durften und mussten. Vielmehr f�hrte die Beschwerdef�hrerin im kantonalen Verfahren bloss unsubstanziiert aus, die entsprechenden Leistungen des Vermittlers entspr�chen auf dem Liegenschaftenmarkt einer Usanz, welche die Beschwerdef�hrerin und B.________ "zum Inhalt des Maklervertrags gemacht" h�tten, und weiter, die Parteien h�tten "(stillschweigend) vereinbart, welche Leistungen die Vermittler zu erbringen haben, n�mlich (...)".
Wenn die Vorinstanz die Beschwerdef�hrerin nicht zum Beweis dieser unsubstanziierten Ausf�hrungen zuliess, ist dies von Bundesrechts wegen nicht zu beanstanden. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, setzt n�mlich auch eine stillschweigende Willens�usserung im Sinne von Art. 1 Abs. 2 OR ein Erkl�rungsverhalten der Parteien voraus (vgl. allgemein GAUCH/SCHLUEP/SCHMID, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, Bd. I, 9. Aufl. 2008, S. 36 Rz. 189-192), das von der beweisbelasteten Partei substanziiert vorzutragen ist. Es gen�gt dagegen nicht, einfach eine "stillschweigende Einigung" �ber einen Vertragspunkt zu behaupten.
Was die Behauptung des Bestehens einer Branchenusanz im Besonderen betrifft, wird im angefochtenen Urteil ausgef�hrt, dass eine Usanz in einem Vertragsverh�ltnis nicht per se Geltung habe, sondern nur dann, wenn die Parteien sie zum Vertragsinhalt gemacht h�tten, was vorliegend jedenfalls nicht der Fall sei. Auch in diesem Punkt ist der Vorinstanz zuzustimmen, haben Verkehrs�bungen doch - abgesehen von den F�llen, wo das Gesetz auf sie verweist - nur Geltung, soweit die Vertragsschliessenden sie durch �bereinstimmende Willens�usserung zum Vertragsinhalt machen (BGE 94 II 157 E. 4b; 91 II 356 E. 2; je mit weiteren Hinweisen). Dass sie Entsprechendes im kantonalen Verfahren substanziiert behauptet h�tte, tut die Beschwerdef�hrerin in der Beschwerdeschrift nicht dar und ist auch nicht ersichtlich.
4.3 In einem weiteren Punkt wiederholt die Beschwerdef�hrerin unter der �berschrift "Befristung des Vertrages" ihre bereits vor der Vorinstanz vorgebrachte Kritik, sie sei zu Unrecht nicht zum Beweis dazu zugelassen worden, dass der Kaufvertrag gem�ss der Parteivereinbarung bis Ende Dezember 2009 (urspr�nglich bis Ende November 2009) h�tte abgeschlossen werden m�ssen, um einen Honoraranspruch des Beschwerdegegners zu begr�nden. Sie habe bereits im erstinstanzlichen Verfahren ausgef�hrt, dass ihr Vertreter dem Beschwerdegegner mitgeteilt habe, das Vermittlungshonorar sei vom Abschluss der Transaktion bis Ende Dezember 2009 abh�ngig, und sie habe f�r diese Behauptung den Zeugenbeweis offeriert. Die vorinstanzliche Erw�gung, es fehle insoweit an der Behauptung des Austauschs entsprechender Willenserkl�rungen und eines tats�chlichen Konsenses, treffe somit nicht zu.
Auch diese Kritik der Beschwerdef�hrerin verf�ngt nicht: Zun�chst geht die Beschwerdef�hrerin auch in diesem Punkt nicht dar�ber hinaus, die vorinstanzliche W�rdigung als unrichtig zu bezeichnen, statt sich mit ihr inhaltlich auseinanderzusetzen. Soweit darauf �berhaupt eingetreten werden kann, ist allerdings ohnehin der Vorinstanz beizupflichten: Aus den von der Beschwerdef�hrerin zitierten Ausf�hrungen geht n�mlich - wenn �berhaupt - lediglich die Behauptung hervor, die Beteiligten h�tten auf einen Vertragsabschluss bis zum 1. Dezember 2009 respektive bis zum 1. Januar 2010 hingewirkt, damit das Honorar geschuldet sei. Dies reicht nicht, um der Vorinstanz eine Verletzung von Art. 8 ZGB vorzuwerfen: Die Behauptung, der Abschluss des Liegenschaftenkaufvertrags bis zu einem bestimmten Termin sei Voraussetzung des Honoraranspruchs, ersetzt die substanziierte Behauptung des Zustandekommens einer entsprechenden Vereinbarung zwischen den Parteien nicht (vgl. Erw. 4.2). Die Vorinstanz war nicht gehalten, �ber die unsubstanziierte Rechtsfolgebehauptung, eine solche "Befristung" sei Inhalt des Vermittlungsvertrags, Beweis abzunehmen. Ob sich die Beschwerdef�hrerin - wie die Vorinstanz befand - mit ihren Behauptungen betreffend die Massgeblichkeit des Zeitpunktes des Vertragsabschlusses bzw. der Eigentums�bertragung �berdies selber widersprach, braucht bei dieser Sachlage nicht er�rtert zu werden.