Source: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20005694
Timestamp: 2020-05-25 21:47:53
Document Index: 37633671

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 9', '§ 8', '§ 12', '§ 27', '§ 9', '§ 14', '§ 24', '§ 15', '§ 1', '§ 4']

RIS - Installations- und Gebäudetechnik-Ausbildungsordnung - Bundesrecht konsolidiert, Fassung vom 25.05.2020
Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Installations- und Gebäudetechnik-Ausbildungsordnung, Fassung vom 25.05.2020
StF: BGBl. II Nr. 63/2008
Lehrberuf Installations- und Gebäudetechnik
§ 1. (1) Der Lehrberuf Installations- und Gebäudetechnik ist als Modullehrberuf eingerichtet.
(2) Neben dem für alle Lehrlinge verbindlichen Grundmodul Installations- und Gebäudetechnik muss eines der folgenden Hauptmodule ausgebildet werden:
Gas- und Sanitärtechnik (H1)
Heizungstechnik (H2)
Lüftungstechnik (H3)
Badgestaltung (S1)
Ökoenergietechnik (S2)
Steuer- und Regeltechnik (S3)
Haustechnikplanung (S4)
module können kombiniert werden mit
H1 H2 H3 S1 S2 S3 S4
H1 x x x x x x
Dauer 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre
Dauer 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre 4 Jahre
(5) In den ersten zwei Lehrjahren ist das Grundmodul Installations- und Gebäudetechnik zu vermitteln. Die Ausbildung im Grundmodul und im gewählten Hauptmodul dauert drei Jahre. Wird ein weiteres Hauptmodul oder ein Spezialmodul absolviert, dauert die Lehrzeit vier Jahre. Die Ausbildung im Modullehrberuf Installations- und Gebäudetechnik dauert höchstens vier Jahre.
(6) Die in dieser Verordnung gewählten Begriffe schließen jeweils die männliche und weibliche Form ein. Im Lehrvertrag, Lehrzeugnis, Lehrbrief und im Lehrabschlussprüfungszeugnis ist der Lehrberuf in der dem Geschlecht des Lehrlings entsprechenden Form (Installations- und Gebäudetechniker bzw. Installations- und Gebäudetechnikerin) zu bezeichnen.
§ 2. (1) Im Grundmodul Installations- und Gebäudetechnik und im Hauptmodul Gas- und Sanitärtechnik ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:
Herstellen von Rohrleitungen und Rohrverbindungen aus verschiedenen Werkstoffen inklusive Rohrschutz und Rohrisolierung,
Durchführen von Funktionsüberprüfungen, Druck- und Dichtheitsprüfungen sowie Messen von Medien und Drücken,
Zusammenbauen, Montieren und Prüfen von Gasgeräten, Abwasseranlagen, Wasserversorgungseinrichtungen, Warmwasseranlagen und sanitären Anlagen,
Instand halten und Warten von Gasgeräten, Abwasseranlagen, Wasserversorgungseinrichtungen, Warmwasseranlagen und sanitären Anlagen,
Suchen und Beheben von Fehlern an Gasgeräten, Abwasseranlagen, Wasserversorgungseinrichtungen, Warmwasseranlagen und sanitären Anlagen,
Beraten von Kunden in grundlegenden technischen Fragen.
(2) Im Grundmodul Installations- und Gebäudetechnik und im Hauptmodul Heizungstechnik ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:
Zusammenbauen, Montieren und Prüfen von Wärmeerzeugern und -verbrauchern,
Instand halten und Warten von Wärmeerzeugern und -verbrauchern,
Suchen und Beheben von Fehlern in Wärmeerzeugern und -verbrauchern,
Zusammenbauen, Montieren, Prüfen, Instand halten und Warten von Regelorganen, Mess- und Sicherheitseinrichtungen sowie Ausrüstungen,
(3) Im Grundmodul Installations- und Gebäudetechnik und im Hauptmodul Lüftungstechnik ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:
Zusammenbauen, Montieren und Prüfen von Lüftungs- und Klimaanlagen,
Instand halten und Warten von Lüftungs- und Klimaanlagen,
Zusammenbauen, Montieren, Prüfen, Instand halten und Warten von Leitungssystemen mit Verbrauchern, Wärmetauschern und Geräten,
Suchen und Beheben von Fehlern in Lüftungs- und Klimaanlagen,
(4) Im Spezialmodul Badgestaltung ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:
Anfertigen von Entwürfen für die Badgestaltung und Zeichnen mit Hilfe von computergestützten Zeichenprogrammen,
Beraten von Kunden bei der Gestaltung von Bädern unter Berücksichtigung von Farbe, Proportionen, Kontrasten und gesundheitlichen Aspekten,
Planen, Kalkulieren, Ausführen, Dokumentieren und Abrechnen von Badgestaltungsprojekten.
(5) Im Spezialmodul Ökoenergietechnik ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:
Zusammenbauen, Montieren und Prüfen von Alternativenergieanlagen (wie zB Solarkollektoren, Wärmepumpen, Pellets-, Hackschnitzel- und Biomasseanlagen),
Instand halten und Warten von Alternativenergieanlagen (wie zB Solarkollektoren, Wärmepumpen, Pellets-, Hackschnitzel- und Biomasseanlagen),
Ausstellen von Prüf- und Wartungsprotokollen für Alternativenergieanlagen,
Beraten von Kunden über die Einsatzgebiete sowie die Vor- und Nachteile von Alternativenergieanlagen,
Planen, Kalkulieren, Ausführen, Dokumentieren und Abrechnen von Alternativenergieanlagen.
(6) Im Spezialmodul Steuer- und Regeltechnik ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:
Zusammenbauen, Montieren, Prüfen, Instand halten und Warten von elektrischen und elektronischen Betriebsmitteln für die Gas-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik,
Durchführen von Wartungs- und Servicearbeiten an Steuerungs- und Regelungsanlagen der Gas-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik,
Betreuen von haustechnischen Anlagen (Gebäudeleittechnik, Facility-Management),
Beraten von Kunden über den Einsatz von elektrischen und elektronischen Betriebsmittel für die Gas-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik,
Planen, Kalkulieren, Ausführen, Dokumentieren und Abrechnen von Steuerungs- und Regelungsanlagen der Gas-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik.
(7) Im Spezialmodul Haustechnikplanung ausgebildete Lehrlinge sind nach der Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule in der Lage, folgende Tätigkeiten auszuführen:
Erstellen von Plänen und Stücklisten mit Hilfe von computergestützten Zeichenprogrammen,
Erstellen von technischen Einreichunterlagen für die Behörden und von technischen Beschreibungen,
Planen, Kalkulieren, Ausführen, Dokumentieren und Abrechnen von Anlagen der Gas-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik.
1.1 Kenntnis des Leistungsangebots des Lehrbetriebs und seiner
1.2 Kenntnis der Abläufe im Lehrbetrieb und der Organisation
1.3 Grundkenntnisse über den rechtlichen Rahmen der
betrieblichen Leistungserstellung und andere
betriebsrelevante Rechtsvorschriften
1.4 Kenntnis der betrieblichen Risiken sowie deren Verminderung
1.5 Kenntnis und Anwendung der Grundsätze des betrieblichen
1.6 Funktionsgerechtes Anwenden, Warten und Pflegen der
1.7 Verhalten im Sinne von berufs- und betriebsrelevanten
Sicherheits-, Umweltschutz- und Hygienestandards
2.1 Kenntnis der sich aus dem Lehrvertrag ergebenden
Verpflichtungen des Lehrlings und des Lehrbetriebs (§§ 9
und 10 des Berufsausbildungsgesetzes)
2.2 Kenntnis von Inhalt und Ziel der Ausbildung
2.3 Grundkenntnisse über die aushangpflichtigen
3. Fachübergreifende Ausbildung:
3.1 Methodenkompetenz, zB: Lösungsstrategien entwickeln;
Informationen selbstständig beschaffen, auswählen und
strukturieren; Entscheidungen treffen etc.
3.2 Soziale Kompetenz, zB: in Teams arbeiten; Kritik fair üben;
sachlich argumentieren; Rücksicht nehmen etc.
3.3 Personale Kompetenz, zB: Selbstvertrauen und
Selbstbewusstsein; Bereitschaft zur Weiterbildung;
Bedürfnisse und Interessen artikulieren etc.
3.4 Arbeitshaltungen, zB: Sorgfalt; Zuverlässigkeit,
Verantwortungsbewusstsein; Pünktlichkeit;
Einsatzbereitschaft; Service- und Kundenorientierung etc.
4. Fachausbildung
4.1 Kenntnis der einschlägigen technischen Vorschriften
4.2 Lesen und Anfertigen einfacher Leitungs-, Montage- und
4.3 Lesen von Leitungs- und Montageplänen
4.4 Kenntnis der Werk- und Hilfsstoffe, ihrer Eigenschaften,
4.5 Grundfertigkeiten in der Bearbeitung von Metallen und
Kunststoffen (wie zB Messen, Sägen, Schneiden, Bohren und
Senken, Gewindeschneiden, Hämmern, Nieten, einfaches
Treiben, Bördeln)
4.6 Anwenden von Verbindungstechniken für verschiedene
Werkstoffe wie zB Schweißen, Löten, Steck- und
Schraubverbindungen und Klebeverbindungen unter Beachtung
der Gefahren und unter Anwendung der Maßnahmen zur
4.7 Kaltbiegen und -richten sowie Warmbiegen und -richten von
4.8 Herstellen von Rohrverbindungen, Abzweigungen und
Formstücken mit facheinschlägigen Materialien
4.9 Kenntnis der Schutzmaßnahmen gegen innere und äußere
Zerstörung an Leitungen und Geräten
4.10 Kenntnis über den Schallschutz und die Dämmung von Kalt-
und Warmwassersystemen sowie Ablaufsystemen
4.11 Herstellen von Rohrschutz und Rohrisolierungen und deren
4.12 Kenntnis über die Dehnung von Rohrleitungen und über die
erforderlichen Maßnahmen bei der Rohrverlegung
4.13 Durchführen von Dichtheits- und Druckproben
4.14 Durchführen von Funktionsproben sowie Messen von Medien und
4.15 Kenntnis des Aufbaus und der Wirkungsweise von Armaturen
4.16 Kenntnis der Eigenschaften und Verwendung verschiedener
4.17 Kenntnis der Funktionsweise und Installationsmöglichkeiten
von Geräten der Energie- und Gebäudetechnik
4.18 Kenntnis und Anwendung der wichtigsten Mess-, Prüf-,
Sicherheits- und Regelsysteme
4.19 Kenntnis der Vorfertigung von Rohrleitungen
4.20 Grundkenntnisse der Elektrotechnik, Elektronik und
elektrischen Messtechnik
4.21 Kenntnis der Gefahren des elektrischen Stromes
4.22 Abfassen von technischen Berichten
4.23 Grundkenntnisse alternativer Energieformen
4.24 Kenntnis über die Erstversorgung bei betriebsspezifischen
4.25 Grundkenntnisse der branchenspezifischen EDV sowie Kenntnis
und Anwendung der betriebsspezifischen EDV (Hard- und
4.26 Kenntnis und Anwendung englischer Fachausdrücke
(2) Zum Erwerb der Kompetenzen im Sinne des Berufsprofils ist der
Lehrling bis zum Ende des gewählten Hauptmoduls in folgenden
Kenntnissen und Fertigkeiten auszubilden:
Pos. Hauptmodul Gas- und Sanitärtechnik
1. Führen von Gesprächen mit Vorgesetzten, Kollegen, Kunden
und Lieferanten unter Beachtung der fachgerechten
2. Anwenden von Verbindungstechniken wie zB
Gasschmelzschweißen in Zwangslage (nach ÖNORM M 7807),
Elektroschweißen und Kunststoffschweißen
3. Anwenden von Trenntechniken
4. Kenntnis der Hydraulik
5. Kenntnis der Dimensionierung von Wasser- und Gasleitungen
für die Versorgung und Entsorgung
6. Kenntnis der Strömungstechnik und Rohrnetzberechnung
7. Kenntnis der Anlagen zur Wassergewinnung sowie der Methoden
8. Installieren von Geräten zur Wasseraufbereitung
9. Kenntnis der Hauswasserversorgungsanlagen sowie von Anlagen
zur Bereitung und Verteilung von Warmwasser
10. Grundkenntnisse der Solar- und Wärmepumpenanlagen zur
11. Herstellen von Rohrsystemen für Versorgung mit Wasser und
Gas sowie der Entsorgung von Abwasser und Abgas,
einschließlich Montage von entsprechenden Absperr- und
Fördereinrichtungen nach den einschlägigen Fachnormen
12. Kenntnis der Funktionsweise und Installationsmöglichkeiten
der Gas-, Wasser- und Warmwassergeräte
13. Aufstellen, Anschließen und Inbetriebnehmen von
Wasserversorgungsanlagen, Warmwasser- und sanitären
Anlagen, Abwasseranlagen und Gasgeräten
14. Warten und Instandhalten von Wasserversorgungsanlagen,
Warmwasser- und sanitären Anlagen, Abwasseranlagen und
Gasgeräten sowie Feststellen, Beurteilen und Beheben von
15. Kenntnis und Anwendung der fachbezogenen Mess- und
16. Kenntnis der berufsspezifischen Hygienevorschriften
17. Kenntnis der Erstellung und Abfassen von Prüf- und
18. Kenntnis der Kamine und Abgasanlagen sowie über deren
Pos. Hauptmodul Heizungstechnik
5. Kenntnis der Dimensionierung von Leitungen
7. Kenntnis der Methoden der Wasseraufbereitung
8. Kenntnis der Heizsysteme und deren Funktion
9. Kenntnis über alternative Energiegewinnung (Solar,
Wärmepumpe und biogene Anlagen)
10. Herstellen von Rohrsystemen für Versorgung und Entsorgung
11. Zusammenbauen von Rohrsystemen mit Wärmeerzeugern und
12. Kenntnis der fachbezogenen Mess- und
13. Aufstellen, Anschließen und Inbetriebsetzen von Gasgeräten
14. Kenntnis der feuerungstechnischen Vorschriften und der
15. Warten und Instandhalten von Wärmeerzeugern und
-verbrauchern sowie Feststellen, Beurteilen und Beheben von
16. Kenntnis der Steuerungs- und Regelungstechnik
17. Einbau der erforderlichen Regelorgane, Mess- und
Sicherheitseinrichtungen und Ausrüstungen
18. Einregulieren von Anlagen
19. Kenntnis der Erstellung und Abfassen von Prüf- und
20. Kenntnis des Brandschutzes
21. Kenntnis der Kamine und Abgasanlagen sowie über deren
Pos. Hauptmodul Lüftungstechnik
2. Kenntnis der Einrichtung von Werkzeug- und
3. Kenntnis der Hydraulik
4. Kenntnis über Dimensionierung von Lüftungsleitungen
5. Kenntnis der Strömungstechnik und Kanalnetzberechnung
6. Kenntnis der Luftaufbereitung und –verteilung
7. Kenntnis der alternativen Energiegewinnung
8. Kenntnis der Klima- und Kältetechnik sowie über den Einsatz
9. Kenntnis der Eigenschaften von Lüftungs- und Klimaanlagen
10. Herstellen von Leitungssystemen für Lüftungs- und
Klimaanlagen einschließlich Montage von entsprechenden
Absperr- und Fördereinrichtungen
11. Zusammenbauen von Leitungssystemen mit Verbrauchern,
Wärmetauschern und Geräten
12. Aufstellen, Anschließen und Inbetriebnehmen von Lüftungs-
13. Anwenden von Maßnahmen zum Schallschutz
14. Kenntnis der Wärmerückgewinnung
15. Kenntnis der Überprüfung von Lüftungsanlagen
16. Warten und Instandhalten von Lüftungs- und Klimaanlagen
sowie Feststellen, Beurteilen und Beheben von Fehlern
17. Kenntnis der Steuerungs- und Regelungstechnik
18. Einbauen der erforderlichen Regelorgane, Mess- und
19. Einregulieren von Anlagen
20. Kenntnis der berufsspezifischen Hygienevorschriften
21. Kenntnis der Erstellung und Abfassen von Prüf- und
22. Kenntnis des Brandschutzes
(3) Zum Erwerb der Kompetenzen im Sinne des Berufsprofils ist der
Lehrling bis zum Ende des gewählten Spezialmoduls in folgenden
Pos. Spezialmodul Badgestaltung
1. Kundengerechtes Verhalten und kundengerechte Kommunikation
(zB Führen von Verkaufs- und Beratungsgesprächen auch am
Telefon, Behandeln von Reklamationen)
2. Erstellen von einfachen und perspektivischen Skizzen
3. Kenntnis der berufsspezifischen EDV sowie Anwendung der
betriebsspezifischen EDV und von verschiedenen
Informationstechniken (zB Internet, Datenbanken)
4. Anfertigen von computergestützten Entwürfen und Ansichten
mit Hilfe von Zeichen-Programmen
5. Kenntnis der Farbenlehre und Anbieten von Farbberatung
6. Berücksichtigen des Einflusses von Proportionen und
Kontrasten in der Badgestaltung
7. Berücksichtigen gesundheitlicher Aspekte der Badgestaltung
8. Badplanen und -gestalten unter zielgruppengerechter
Berücksichtigung von Anforderungsprofilen (wie zB Wellness,
Feng Shui etc.)
9. Grundkenntnisse des Projektmanagements und der
Projektabwicklung sowie der Baustellenkoordination
10. Durchführen der Projektkalkulation (wie zB Arbeitszeit,
11. Erstellen von Abrechnungsunterlagen (Bautagebuch, Aufmass)
12. Erstellen von Prüf- und Projektdokumentationen
Pos. Spezialmodul Ökoenergietechnik
2. Beraten von Kunden über Alternativenergiesysteme
4. Kenntnis der Vor- und Nachteile der verschiedenen
Energieträger sowie über deren Einsatzbereiche und
5. Durchführen von Wirtschaftlichkeitsberechnungen von
6. Kenntnis der Solarstrahlung, Wärmespeicherung,
Brennstoffzelle und Kraft-/Wärmekopplungen
7. Aufbau, Auslegung und Montage von Solarkollektoren
8. Aufbau, Aufstellung und Montage von Wärmepumpen
9. Aufbau, Aufstellung und Montage von Pellets-,
Hackschnitzel- und Biomasseanlagen
10. Kenntnis der facheinschlägigen Sicherheits- und
Errichtungsvorschriften sowie der Förderungen
11. Regeln und Steuern von Alternativenergieanlagen
12. Einregulieren und Durchführen von Messungen bei
13. Instandhalten und Ausführen von Servicearbeiten an
14. Ausstellen von Inbetriebnahme-, Prüf- und
Serviceprotokollen
15. Grundkenntnisse des Projektmanagements und der
16. Durchführen der Projektkalkulation (wie zB Arbeitszeit,
17. Erstellen von Abrechnungsunterlagen (Bautagebuch, Aufmass)
18. Erstellen von Prüf- und Projektdokumentationen
Pos. Spezialmodul Steuer- und Regeltechnik
2. Kenntnis der elektrotechnischen Sicherheitsvorschriften
(ÖVE)
3. Kenntnis der Regelungs-, Steuerungs- und Antriebstechnik
4. Kenntnis der Bustechnik
5. Kenntnis der Funktion von pneumatischen, hydraulischen und
elektronischen Steuerungen
6. Kenntnis der Funktionsweise elektrischer Anlagen zur
Erzeugung, Umwandlung und Abgabe der elektrischen Energie
7. Lesen einfacher Schaltungsunterlagen
8. Zurichten, Formen und Verlegen von Installationsrohren und
9. Zurichten, Verlegen und Anschließen von blanken und
isolierten Leitungen, Kabeln und kabelähnlichen Leitungen
10. Montieren von elektrischen und elektronischen
11. Ermitteln und Beseitigen von elektrischen, elektronischen
und mechanischen Störungen
12. Anwenden, Installieren, Überprüfen und Fehlerbeheben der
elektrischen Schutzmaßnahmen (Erdung)
13. Anwenden und Prüfen von Entstörungsmaßnahmen
14. Nutzen und Handhaben von EDV-Anlagen für die zentrale
15. Aufsuchen und Beheben von Fehlern in Anlagen der
16. Kenntnis und Mitwirken bei der Organisation von
17. Durchführen von Servicearbeiten (zB Regelanlagen, Lüftungs-
und Klimaanlagen, Wasseraufbereitungsanlagen,
Wärmeerzeugungs- und Heizungsanlagen sowie sanitäre
18. Überprüfen von Anlagen unter Verwendung von Checklisten und
19. Grundkenntnisse des Projektmanagements und der
20. Durchführen der Projektkalkulation (wie zB Arbeitszeit,
21. Erstellen von Abrechnungsunterlagen (Bautagebuch, Aufmass)
22. Erstellen von Prüf- und Projektdokumentationen
Pos. Spezialmodul Haustechnikplanung
2. Kenntnis der berufsspezifischen EDV sowie Anwendung der
3. Kenntnis der Zeichensymbole in der Haustechnik
4. Kenntnis der gesetzlichen Bestimmungen und Normen
5. Erstellen von Montageplänen, Schemata, Aufmassplänen und
6. Anfertigen von computergestützten Entwürfen und Ansichten
unter Zuhilfenahme von Zeichen-Programmen
7. Kenntnis der Rohrnetzberechnung und der Auslegung von Gas-,
Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsanlagen
8. Kenntnis der U-Werte und der Wärmebedarfsberechnungen
9. Erstellen von Dokumentationen und Bedienungsanweisungen
(Anlagenbuch)
10. Erstellen von Einreichunterlagen und technischen
11. Erstellen und Auswerten von Leistungsverzeichnissen
12. Kenntnis der Abwicklung der notwendigen Behördenwege
13. Kenntnis der Maßnahmen zum Schutze der Umwelt
14. Kenntnis der internen Büroorganisation
(2) Die theoretische Prüfung umfasst die Gegenstände Grundlagen der Installations- und Gebäudetechnik, Angewandte Mathematik und Fachzeichnen.
Grundlagen der Installations- und Gebäudetechnik
Gasgeräte und Gasanlagen,
Wassergeräte und Wasseranlagen,
feste und lösbare Verbindungen,
Physikalische Berechnung (Wärmedehnung, Druck, Leistung und Wirkungsgrad).
§ 8. (1) Die Prüfung hat die Anfertigung eines einfachen Rohrleitungsplans mit schematischer Darstellung von Sinnbildern des Rohrleitungsbaus zu umfassen.
(2) Die Aufgabe ist so zu stellen, dass sie in 90 Minuten durchgeführt werden kann. Die Prüfung ist nach 105 Minuten zu beenden.
Eine schriftliche Bearbeitung von Aufgabenstellungen, welche Kenntnisse umfassen, die während der Ausbildung im Spezialmodul vermittelt wurden. Für die Bearbeitung der Aufgabenstellung erhält der Kandidat von der Prüfungskommission Unterlagen zur Verfügung gestellt. Auf Basis dieser Unterlagen hat er seine Aufgabenlösung zu entwickeln, die er schriftlich zu dokumentieren hat.
(2) Beim Fachgespräch hat die Prüfungskommission dem Kandidaten Themenstellungen aus der betrieblichen Praxis gemäß den im Lehrvertrag vereinbarten Modulen erworbenen Kenntnissen und Fertigkeiten vorzugeben. Der Kandidat hat geeignete Lösungsvorschläge zu entwickeln. Zur Unterstützung können dafür Materialproben, Werkzeuge und sonstige Demonstrationsobjekte herangezogen werden. Themenstellungen zu einschlägigen Sicherheitsvorschriften, Schutzmaßnahmen und Maßnahmen zur Unfallverhütung sind mit einzubeziehen.
(3) Das Fachgespräch soll für jeden Kandidaten 15 Minuten, bei der gleichzeitigen Prüfung über ein weiteres Hauptmodul oder ein Spezialmodul 25 Minuten dauern. Eine Verlängerung um höchstens zehn Minuten hat im Einzelfall zu erfolgen, wenn der Prüfungskommission ansonsten eine zweifelsfreie Bewertung der Leistung des Kandidaten nicht möglich ist.
§ 12. Nach erfolgreich abgelegter Lehrabschlussprüfung in zumindest einem Hauptmodul des Lehrberufs Installations- und Gebäudetechnik oder nach erfolgreich abgelegter Lehrabschlussprüfung in den Lehrberufen Sanitär- und Klimatechnik - Gas- und Wasserinstallation, Sanitär- und Klimatechnik - Heizungsinstallation, Sanitär- und Klimatechnik - Lüftungsinstallation, Sanitär- und Klimatechnik – Ökoenergieinstallation, Gas- und Wasserleitungsinstallateur oder Zentralheizungsbauer kann eine Zusatzprüfung gemäß § 27 Abs. 1 des Berufsausbildungsgesetzes in einem Hauptmodul und/oder Spezialmodul des Lehrberufs Installations- und Gebäudetechnik abgelegt werden. Die Zusatzprüfung in einem Hauptmodul hat sich in diesem Fall auf die Gegenstände Prüfarbeit und Fachgespräch, in einem Spezialmodul auf die Gegenstände Prüfarbeit eingeschränkt auf die erweiterte Aufgabenstellung und Fachgespräch zu erstrecken. Für diese Zusatzprüfungen gelten die §§ 9, 10 und 11 sinngemäß.
§ 14. Personen, die die Lehrabschlussprüfung im Lehrberuf Sanitär- und Klimatechnik - Gas- und Wasserinstallation, Sanitär- und Klimatechnik - Heizungsinstallation, Sanitär- und Klimatechnik - Lüftungsinstallation, Sanitär- und Klimatechnik - Ökoenergieinstallation, Gas- und Wasserleitungsinstallateur oder Zentralheizungsbauer abgelegt haben, sind auf Grund des § 24 Abs. 5 des Berufsausbildungsgesetzes unmittelbar zur Führung der Bezeichnung Installations- und Gebäudetechniker bzw. Installations- und Gebäudetechnikerin berechtigt.
§ 15. (1) Die Bestimmungen der §§ 1 bis 3 betreffend die Ausbildungsordnung für den Lehrberuf Installations- und Gebäudetechnik treten mit 1. Juli 2008 in Kraft.
(2) Die Bestimmungen der §§ 4 bis 14 betreffend die Lehrabschlussprüfung und die Teilprüfung über den Fachbereich der Berufsreifeprüfung anlässlich der Lehrabschlussprüfung für den Lehrberuf Installations- und Gebäudetechnik treten mit 1. Jänner 2010 in Kraft.
(3) Die Ausbildungsordnung für die Lehrberufe in der Sanitär- und Klimatechnik, BGBl. II Nr. 269/1997, zuletzt geändert durch die Verordnung, BGBl. II Nr. 274/2005, tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2011 außer Kraft. In diese Lehrberufe kann unbeschadet Abs. 4 ab 1. Juli 2008 nicht mehr eingetreten werden.
(4) Die Ausbildungsordnung für den Lehrberuf Installations- und Gebäudetechnik ist für Lehrverhältnisse ab dem 1. Juli 2008 mit der Maßgabe anzuwenden, dass in solche Lehrverhältnisse nur aufsteigend nach Lehrjahren eingetreten werden kann. Für Lehrlinge, deren erstes Lehrjahr vor dem 30. Juni 2009, deren zweites Lehrjahr vor dem 30. Juni 2010 oder deren drittes Lehrjahr vor dem 30. Juni 2011 endet, sind die Ausbildungsordnungen für die Lehrberufe in der Sanitär- und Klimatechnik gemäß Abs. 3 weiterhin anzuwenden, auch wenn dies auf der Anrechnung von Lehr- oder Ausbildungszeiten beruht. Diese Lehrlinge können bis ein Jahr nach Ablauf der vereinbarten Lehrzeit zur Lehrabschlussprüfung auf Grund der in den Ausbildungsordnungen gemäß Abs. 3 enthaltenen Prüfungsvorschriften antreten.