Source: http://dein-freispruch.de/
Timestamp: 2019-11-13 12:05:41
Document Index: 136367266

Matched Legal Cases: ['§ 410', '§ 412', '§ 140', '§ 112', '§ 126', '§ 275', '§ 81', '§ 397']

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dein-freispruch.de | Strafbefehl | Verkehrsstrafrecht | Alkoholfahrt | Pflichtverteidigung | Kostenloser Strafrecht-CHECK |mejestics2018-11-23T11:49:21+00:00
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Bei dein-freispruch.de können Sie strafrechtliche Fälle überprüfen lassen – bei uns erhalten Sie eine erste qualitative juristische Einschätzung Ihres Falles. Über unsere Fachanwälte für Strafrecht finden Sie die passende juristische Einordnung und konkrete Rechtssicherheit.
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Häufig müssen rechtliche Fristen eingehalten werden. Je schneller wir Ihre Unterlagen zur Prüfung erhalten, desto geringer ist die Gefahr, dass gesetzliche Fristen verstreichen.
dein-freispruch.de | STRAFBEFEHL
Ein Strafbefehl ist vergleichbar mit einem Urteil eines Strafgerichts und hat die gleichen Folgen:
Nach § 410 Abs. 3 StPO steht der Strafbefehl einem rechtskräftigen Urteil gleich, soweit nicht Einspruch eingelegt wurde. Das Gesetz macht also keinen Unterschied, ob Sie in einer „richtigen“ Gerichtsverhandlung oder ob Sie „nur“ mit einem Strafbefehl verurteilt wurden.
Der Unterschied ist, dass ein Urteil nur nach einer mündlichen Hauptverhandlung erlassen werden kann. In der mündlichen Verhandlung hatten Sie die Möglichkeit sich einzulassen, es wurden eventuell Zeugen gehört und andere Beweismittel herangetragen. Dagegen wird der Strafbefehl in einem schriftlichen Verfahren nach Aktenlage und ohne Gerichtsverhandlung entschieden. Sie wurden in der Regel nicht angehört.
Infos zum Strafbefehl
FAQ zum Strafbefehl
Da der Einspruch gegen den Strafbefehl nicht ohne Gefahren ist, sollte ein erfahrener Strafverteidiger die Risiken anhand der Ermittlungsakte einschätzen. Ebenso kann er einschätzen, ob in dem Verfahren eine Einstellung, ein Freispruch oder zumindest eine Reduzierung der Geldstrafe erreicht werden kann. Doch ein Rechtsanwalt kostet Geld und selbst in einfachen Strafbefehlsverfahren kann das Anwaltshonorar schnell eine Höhe erreichen, die nicht im Verhältnis zur Strafe in dem Strafbefehl steht. In diesen Fällen hilft es, den Rechtsanwalt nicht mit der umfassenden Verteidigung zu beauftragen, sondern nur mit dem Einspruch, einer Akteneinsicht und einer ersten Einschätzung.
Eines vorweg: Der Strafbefehl ist eine sehr ernsthafte Angelegenheit, da er letztlich nichts anderes als eine strafgerichtliche Verurteilung darstellt. Deshalb ist es wichtig, sich rasch zu informieren und ggf. Rechtsrat einzuholen. Im Folgenden sollen die wesentlichen Informationen zum Strafbefehl, seine Folgen und die rechtlichen Möglichkeiten hiergegen zum leichten Verständnis zusammengefasst werden:
Juristische Einschätzung von Fachanwälte für Strafrecht
Lassen Sie Ihren Rechtsfall einfach über dein-freispruch.de online abwickeln.
Wir legen für Sie Einspruch gegen den Strafbefehl durch einen Strafverteidiger ein und beantragen Akteneinsicht. Nach Eingang der Akte prüfen wir die Sach- und Rechtslage und geben Ihnen eine professionelle Einschätzung der Chancen und Risiken. Sie können dann entscheiden, ob Sie am Einspruch festhalten wollen und wie Sie Ihr Ziel am ehesten erreichen. Selbstverständlich erhalten Sie auch die gerichtliche Akte in Kopie ausgehändigt. Wenn Sie sich für die Rücknahme entscheiden, nehmen wir den Einspruch für Sie zurück.
Bei weiteren Rückfragen schreiben Sie uns an oder schildern Sie uns Ihren Sachverhalt. Unsere Vertragsanwälte lassen keine Fragen offen!
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Was bedeutet ein unbeschränkter Einspruch?
Sollten Sie weitere Fragen haben, zögern Sie bitte nicht uns anzusprechen. Starten Sie den kostenlosen Erst-CHECK auf dein-freispruch.de
Was passiert, wenn ich nichts gegen den Strafbefehl mache?
Wenn Sie gegen den Strafbefehl keinen Einspruch einlegen, wird dieser rechtskräftig. So wie ein Urteil rechtskräftig wird, wenn Sie dagegen keine Berufung oder Revision einlegen. Die Folgen bzw. die „Strafen“ sind in dem Strafbefehl aufgeführt. Es handelt sich in der Regel um Geldstrafen, ausnahmsweise auch um zur Bewährung ausgesetzte Freiheitsstrafen und um sogenannte „Nebenstrafen“, z.B. ein Fahrverbot oder auch berufsrechtliche Konsequenzen.
Sie sind dann in jedem Fall vorbestraft! Jeder Strafbefehl führt zu einem Eintrag in das Bundeszentralregister (BZR), unter Umständen auch zu einem Eintrag im Führungszeugnis („klassische Vorstrafe“).
Und was geschieht, wenn gegen den Strafbefehl Einspruch eingelegt wird?
Wenn Sie gegen den Strafbefehl Einspruch einlegen, wird der Richter den Termin für die Hauptverhandlung bestimmen. Es geht dann wieder bei „Null“ los. Die Strafe, die in dem Strafbefehl stand, hat keine Wirkung mehr. Bis zu einem Termin kann es mehrere Wochen, häufig auch Monate dauern. Sie müssen an dem festen Termin am Gericht erscheinen, es sei denn, Sie lassen sich vor Gericht von einem Rechtsanwalt vertreten. Erscheinen Sie nicht und sind auch nicht entschuldigt, wird Ihr Einspruch gegen den Strafbefehl nach § 412 StPO verworfen.
Kommt es auf jeden Fall zu einer Hauptverhandlung?
Eventuell kann eine Hauptverhandlung vermieden werden. Das Verfahren kann auch zwischen Einspruch und Hauptverhandlung noch eingestellt werden, gerade wenn ein bisher nicht bekanntes Argument vorgetragen werden kann. Auch kann die Strafe reduziert werden, insbesondere auch dann, wenn die Staatsanwaltschaft bei dem Antrag zu dem Strafbefehl von zu hohen Einkommensverhältnissen ausgegangen war.
Soll ich nun Einspruch einlegen?
Die Frage ist zunächst ganz sicher mit einem eindeutigen „JA“ zu beantworten. Denn Sie müssen in jedem Fall die zweiwöchige Frist (nach Zustellung) zur Einlegung des Einspruchs gegen den Strafbefehl beachten. Nach Ablauf dieser Frist ist der Strafbefehl rechtskräftig. Die Frage, ob der Einspruch aber tatsächlich bis zum Schluss, d.h. bis zu der folgenden Gerichtsverhandlung beibehalten wird, ist entscheidend: Akzeptieren Sie den Strafbefehl, können Sie nichts mehr gegen die genannten Folgen machen. Die Chancen auf einen Freispruch, eine Einstellung des Verfahrens oder auf eine Reduzierung der Strafe, insbesondere wenn Sie erstmals Ihre Sicht des Falles darstellen könnten, verstreichen ungenutzt. Andererseits müssen Sie unbedingt beachten, dass im Strafbefehlsverfahren ein Verschlechterungsverbot nicht gilt, das bedeutet, dass die Strafe in einer Hauptverhandlung auch höher ausfallen kann. Zudem können dann noch Verfahrenskosten und die persönliche Belastung einer öffentlichen Hauptverhandlung auf Sie zukommen. Viele Risiken eines Einspruchs lassen sich gut einschätzen und letztlich vermeiden. Die Erfolgsaussichten des Einspruchs lassen sich insbesondere nach Einsicht in die gerichtliche Akte, die nur einem Anwalt gewährt wird, und Rücksprache zwischen Ihnen und einem erfahrenen Strafverteidiger bezüglich des Sachverhalts und Ihren persönlichen Zielen in der Regel gut kalkulieren. Eine „Faustformel“ wie „besser Einspruch einlegen und durchziehen“ oder aber „auf keinen Fall Einspruch einlegen“ gibt es jedoch nicht.
dein-freispruch.de | VERKEHRSSTRAFRECHT
Ihre Unterstützung im Verkehrsstrafrecht
Straftaten mit Bezug zum Verkehr auf öffentlichen Straßen fallen nicht mehr in den Bereich der Ordnungswidrigkeiten, sondern sind als Vergehen oder Verbrechen strafbar. Hintergrund ist die Gewährleistung der Sicherheit im Straßenverkehr.
Delikte, die in den Bereich des Verkehrsstrafrechts fallen, sind beispielsweise:
Unerlaubtes Entfernen vom UnfallortBereits eine Verkehrsstraftat kann schwerwiegende Folgen wie den Entzug der Fahrerlaubnis, Fahrverbot, Einträge in das Fahreignungsregister bis hin zur Anordnung einer Medizinisch Psychologischen Untersuchung haben.
Die erfahrenen Strafverteidiger von www.dein-freispruch.de überprüfen Ihren Fall kostenlos und geben Ihnen eine juristische Einschätzung Ihrer rechtlichen Möglichkeiten.
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dein-freispruch.de | ALKOHOLFAHRT
Sie wurden betrunken am Steuer erwischt?
Das Thema „Alkohol am Steuer“ ist sehr komplex und es ist immer der konkrete Einzelfall zu bewerten.
Dabei spielen mehrere Kriterien eine Rolle: der bei Ihnen festgestellte Blutalkoholwert (siehe dazu unten: „Nützliche Informationen“) sowie einerseits objektive (z.B. Wurde ein Unfall verursacht? Sind Sie lediglich in eine Polizeikontrolle geraten?) und andererseits subjektive Kriterien (z.B. Wie war Ihre persönliche Konstitution bei dem Vorfall? Gibt es evtl. bereits Voreintragungen im Zusammenhang mit Alkohol am Steuer?).
Welche Sanktionen möglicherweise auf Sie zukommen können (z.B. Punkte in Flensburg, Fahrverbot, Entzug der Fahrerlaubnis, Geldbuße, Geldstrafe, Freiheitsstrafe) sowie den grundsätzlichen Unterschied zwischen einer Ordnungswidrigkeit und einer Straftat kann Ihnen einer unserer erfahrenen Strafverteidiger bereits in der – kostenlosen- Ersteinschätzung erläutern.
Führerscheinentzug / Punkte
Das Team von dein-freispruch.de hat sich auf die Verteidigung von Alkoholfahrten spezialisiert.
Eine Ordnungswidrigkeit liegt vor, wenn Sie mit 0,5 bis 1,09 Promille ein Kraftfahrzeug führen, von der Polizei angehalten worden sind und keine Ausfallerscheinungen zeigen. Dieser Alkoholverstoß wird wie folgt bestraft:
Erster Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze: Regelbuße € 500,- – 1 Monat Fahrverbot – 2 Punkte – (evtl. MPU).
Zweiter Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze: Regelbuße € 1.000,- – 3 Monate Fahrverbot – 4 Punkte (evtl. MPU).
Dritter Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze: Regelbuße € 1.500,- – 3 Monate
Nutzen Sie unseren Rechts-Check. Unsere Vertragsanwälte prüfen Ihre verkehrsrechtliche Anliegen kostenlos, schnell und unverbindlich.
Fahrverbot / MPU
Fahrverbot – 4 Punkte (evtl. MPU):
Wenn Sie mit mehr als 1,1 Promille am Steuer erwischt werden, spricht man von absoluter Fahruntüchtigkeit. Solch eine Alkoholfahrt ist dann eine Straftat.
Die Folgen: Eine Gerichtsverhandlung oder ein Strafbefehl, ggfl. eine Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren und Führerscheinentzug bzw. eine Sperrfrist ab sechs Monaten bis zu fünf Jahren oder sogar auf Dauer.
Der größte Unterschied zwischen einem Fahrverbot und einem Entzug der Fahrerlaubnis ist, dass es nach einem Fahrverbot den Führerschein automatisch zurück gibt. Bei dem Entzug der Fahrerlaubnis (z.B. wegen einer Trunkenheitsfahrt ab 1,1 Promille) gilt eine Mindestsperre von sechs Monaten. Im Anschluss daran wird geprüft, ob Sie wieder fahren dürfen oder erst noch eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) nötig ist.
dein-freispruch.de | PFLICHTVERTEIDIGUNGEN
Warum bekomme ich einen Pflichtverteidiger?
Es wird Ihnen als Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahren bzw. als Angeschuldigter oder Angeklagter in einem Strafverfahren unter bestimmten Voraussetzungen von Amts wegen ein Pflichtverteidiger beigeordnet. Es ist also in bestimmten Fällen gesetzliche Pflicht, dass Sie einen Verteidiger zugewiesen bekommen.
Wenn Sie in diesen Fällen als Beschuldigter nicht bereits einen eigenen Anwalt beauftragt haben, wird Ihnen (meistens von dem zuständigen Gericht) eine Frist gesetzt, innerhalb derer Sie sich einen Verteidiger Ihres Vertrauens suchen können. Geht beim Gericht jedoch keine Erklärung von Ihnen ein, wer dieser Anwalt sein soll, wird nach der Auswahl der Richterin oder des Richters ein Verteidiger für Sie ausgewählt.
Da dies in der Regel nicht in Ihrem Interesse ist, sollten Sie auf jeden Fall rechtzeitig dem Gericht mitteilen, von wem Sie verteidigt werden wollen!
Pflichtverteidiger? Was genau ist ein Pflichtverteidiger? Die StPO spricht vom “notwendigen Verteidiger” Die Pflichtverteidigung ist in der StPO geregelt. In der Strafprozessordnung wird der Pflichtverteidiger als “notwendiger Verteidiger” bezeichnet (§ 140 StPO). In den Fällen “notwendiger Verteidigung” muss dem Beschuldigten ein Rechtsanwalt als Verteidiger zur Seite gestellt werden, der Verteidiger ist also zur Durchführung des Verfahrens zwingend erforderlich, oder, mit anderen Worten: notwendig. Ohne Verteidiger darf der Beschuldigte nicht verurteilt werden. Wird dem Beschuldigten ein notwendiger Verteidiger beigeordnet, so nennt man diesen Verteidiger “Pflichtverteidiger”.
Zum Rechtstipp auf Anwalt.de
So ist zwingend ein Anwalt als sog. Pflichtverteidiger zu bestellen wenn ein Fall der notwendigen Verteidi gung vorliegt! Dies ist der Fall wenn:
einem ein Verbrechen (eine Tat die im Mindestmaß mit 1 Jahr Freiheitsstrafe bedroht ist) vorgeworfen wird
eine schwere Tat vorliegt (im Regelfall ab 1 Jahr zu erwartender Freiheitsstrafe)
man unfähig ist sich selbst zu verteidigen (vor allem bei Ausländern!)
oder aber bereits in Untersuchungshaft sitzt
Liegen die Voraussetzung der notwendigen Verteidigung vor (sieh oben) so ist der Verteidiger spätestens dann zu bestellen, wenn der Angeklagte zur Erklärung über die Anklageschrift aufgefordert wird, wenn ihm also die Anklage zugestellt wird.
Aber auch vorher schon ist eine Beiordnung eines Pflichtverteidigers möglich wenn dies die Staatsanwaltschaft beantragt. Dann kann der Anwalt auch schon vor der Gerichtsverhandlung im Ermittlungsverfahren bestellt werden. Zwingend ist dies jedoch nur wenn der Beschuldigte in Untersuchungshaft sitzt. Ansonsten liegt dies im Ermessen der Staatsanwaltschaft!
Die Verjährungsfrist für die Verfolgung von Verkehrs-Ordnungswidrigkeiten beträgt 3 Monate, 6 Monate oder 2 Jahre. Die Bußgeldbehörde hat ab dem Tag an dem die angebliche Tat begangen wurde, drei Monate Zeit einen Bußgeldbescheid zu erlassen. Wenn der Bußgeldbescheid erlassen und dem Betroffenen zugestellt wurde, läuft eine Sechs-Monatsfrist, wenn der Betroffene Einspruch eingelegt hat; passiert in dieser Zeit nichts, darf die Tat nicht weiter verfolgt werden. Auch wenn „etwas“ in der Zwischenzeit passiert, ist auf jeden Fall nach zwei Jahren Schluss mit der Verfolgung. Es sei denn, vorher ist ein Urteil in der Sache ergangen.
Jedoch ist es nicht ganz so einfach, da der Gesetzgeber den Strafverfolgungsbehörden die Möglichkeit gegeben hat, den Ablauf der Verjährungsfristen zu unterbrechen. Eine Unterbrechung hat zur Folge, dass die Frist von neuem zu laufen beginnt. Also noch einmal drei oder sechs Monate. Da die Frage nach der Verjährung nicht mit einem Satz zu beantworten ist, beantworten wir hier `für den dicken Daumen` das Folgende:
Hat der Verkehrsteilnehmer drei Monate nach der Tat noch keine Nachricht von der Bußgeldbehörde bekommen, sind die Chancen groß, dass Verfolgungsverjährung eingetreten ist. Nach weiteren drei Monaten haben sich diese Chancen noch einmal verdoppelt. Richtig sicher kann man nur nach Ablauf von zwei Jahren sein. Das ist die absolute Verjährungsfrist, die grundsätzlich nicht ruht und auch nicht unterbrochen werden kann.
Ist ein Pflichtverteidiger schlechter als ein „normaler“ Verteidiger?
Nein! Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass Sie sich den Pflichtverteidiger mit unserer Hilfe selbst aussuchen!
Wir vermitteln ausschließlich FACHANWÄLTE FÜR STRAFRECHT.
Die meisten (Wahl-)Verteidiger sind auch als Pflichtverteidiger tätig und verfügen über die gleiche Kompetenz und zeigen den gleichen Einsatz wie ein von Ihnen vorab bezahlter Verteidiger. Im Falle einer Verurteilung müssen Sie als Angeklagter im Übrigen auch den Anwalt bezahlen. Der Unterschied ist allerdings, dass die Kosten zunächst aus der Staatskasse vorgestreckt werden.
Kein Geld: Pflichtverteidiger? Irrtum!
Entgegen einem verbreiteten Vorurteil hat ein Pflichtverteidiger also nichts mit den Einkommensverhältnissen des Beschuldigten zu tun. Nicht jeder, der sich keinen Anwalt leisten kann, bekommt automatisch einen Pflichtverteidiger! Nur dann, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, wird ihm ein Anwalt als Pflichtverteidiger beigeordnet. Liegen diese nicht vor, weil es sich zum Beispiel nur um eine Bagatellstraftat handelt und der Beschuldigte auch nicht wiederholt vorbestraft ist, dann wird kein Pflichtverteidiger beigeordnet – mit anderen Worten: Will sich der Beschuldigte verteidigen lassen, muss er sich einen Wahlverteidiger nehmen (lesen Sie mehr über den Unterschied zwischen Wahlverteidiger und Pflichtverteidiger).
Pflichtverteidiger: Anwalt auf Staatskosten? Irrtum!
Ebenso falsch ist die Annahme, ein Pflichtverteidiger sei ein Anwalt auf Staatskosten. Denn die Kosten der Pflichtverteidigung sind Verfahrenskosten. Diese werden dem Angeklagten im Falle der Verurteilung auferlegt. Das bedeutet, dass der Pflichtverteidiger zwar seinen Gebührenanspruch erst einmal mit der Staatskasse abrechnet, dem Angeklagten werden diese Kosten aber später von der Staatskassen zusammen mit den Gerichtskosten in Rechnung gestellt. Pflichtverteidigung ist also keine kostenlose Verteidigung.
Benötigen Sie einen Pflichtverteidiger? Dies nachfolgende Auflistung sind die Regelfälle. Es kann aber auch auf Antrag oder von Amts wegen ein Pflichtverteidiger beigeordnet werden, wenn wegen der Schwere der Tat oder wegen der Schwierigkeit der Sach- oder Rechtslage die Mitwirkung eines Verteidigers geboten erscheint oder wenn ersichtlich ist, dass Sie sich als Beschuldigte nicht selbst verteidigen können. Daher muss Ihr Einzelfall geprüft werden! Nutzen Sie dein-freispruch.de. Wir wickeln Ihren Rechtsfall kompetent ab. Einfach online melden. Unsere Vertragsanwälte melden Sich zeitnahe bei Ihnen.
Wann bekomme ich denn genau einen Pflichtverteidiger?
Die Strafprozessordnung (StPO) sieht in den folgenden Fällen die Beiordnung eines Pflichtverteidigers vor:
Gegen den Beschuldigten wird bereits Untersuchungshaft nach den §§ 112, 112a oder einstweilige Unterbringung nach § 126a oder § 275a Absatz 6 vollstreckt.
Der Beschuldigte befindet sich bereits mindestens drei Monate auf Grund richterlicher Anordnung oder mit richterlicher Genehmigung in einer Anstalt und wird nicht mindestens zwei Wochen vor Beginn der Hauptverhandlung entlassen.
Zur Vorbereitung eines Gutachtens über den psychischen Zustand des Beschuldigten kommt seine Unterbringung nach § 81 in Frage.
Der bisherige Verteidiger ist durch eine Entscheidung von der Mitwirkung in dem Verfahren ausgeschlossen.
Dem Verletzten ist nach den §§ 397a und 406h Absatz 3 und 4 ein Rechtsanwalt beigeordnet worden.
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