Source: https://www.limmer-reutemann.de/rechtsgebiet/bankrecht
Timestamp: 2020-03-28 23:05:42
Document Index: 370923826

Matched Legal Cases: ['§ 5', 'BGH', '§ 5', 'BGH', '§ 8', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Ihre Rechtsanwälte für Bankrecht & Kapitalmarktrecht in Augsburg
Hilfe im Bankrecht & Kapitalmarktrecht für Kapitalanleger
Kapitalanlagen sind oft weit weniger rentabel, wie dem Anleger versprochen wurde. Nicht selten ist eine Kapitalanlage für den Anleger sogar ein Verlustgeschäft. Viele Anleger nehmen diese Verluste klaglos hin und wissen nicht um die ihnen möglicherweise zustehenden Rechte. Besonders tragisch ist dies in Fällen, in denen das mühsam für die Altersvorsorge gesparte Kapital verloren geht. Bevor Sie sich mit dem Verlust Ihres Kapitals abfinden, sollten Sie sich rechtzeitig vor dem Ablauf der Verjährungsfrist von einem Rechtsanwalt für Bankrecht und Kapitalmarktrecht beraten lassen. Denn im Falle einer Falschberatung, einer Sittenwidrigkeit oder eines Kapitalanlagebetrugs kann dem Anleger durchaus geholfen werden.
Gerne überprüfen wir Ihre Kapitalanlage dahingehend, ob auch Ihnen etwaige Ansprüche auf Schadensersatz zustehen und setzen uns mit Nachdruck dafür ein, dass Sie Ihr Kapital zurückerlangen! Im Bankrecht und Kapitalmarktrecht sind wir Ihre Rechtsanwälte in Augsburg.
Rechtsfolge des Widerspruchs bzw. Rücktritts
Zu den bekanntesten geschlossenen Fonds zählen Schiffsfonds, Flottenfonds, Medienfonds, Gamefonds, Immobilienfonds, Flugzeugfonds, etc.. Bei dieser Art der Kapitalanlage handelt es sich um eine unternehmerische Beteiligung, bei der der Anleger in der Regel Mitgesellschafter der Fondsgesellschaft wird. Bereits dieser Umstand wird den Kapitalanlegern oft unzureichend erklärt und dadurch werden die mit einer unternehmerischen Beteiligung einhergehenden Risiken verschwiegen.
Tatsächlich gerieten in letzter Zeit immer mehr geschlossene Fonds in finanzielle Not. Die Insolvenz eines geschlossenen Fonds kann für den Anleger jedoch sogar den Totalverlust seiner Einlage bedeuten. Unter Umständen besteht sogar eine weiterreichende Haftung des Anlegers mit seinem Privatvermögen.
Völlig schutzlos sind Kapitalanleger aber auch diesen Fällen nicht. Die Mehrheit der Anleger hat einen geschlossenen Fonds aufgrund einer vorangegangenen Anlageberatung gezeichnet. Sofern etwa ein Anlageberater die ihm obliegenden Aufklärungspflichten verletzt hat und der Anleger insofern falsch beraten wurde, besteht die Möglichkeit eines Schadensersatzanspruches gegenüber dem Berater. Ein klassischer Aufklärungsfehler ist dabei das Verschweigen des oben erwähnten Totalverlustrisikos bzw. einer Nachschusspflicht.
Gerne überprüfen wir als Ihre Rechtsanwälte für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Augsburg die Ihnen zuteilgewordene Anlageberatung auf mögliche Fehler und helfen Ihnen bei der Durchsetzung etwaiger Ansprüche.
Regelmäßig sind in der Vergangenheit Kunden eines Versicherungsunternehmens nicht richtig über ein bestehendes Widerspruchsrecht hinsichtlich ihrer Lebensversicherung informiert worden.
Fehlt diese Information jedoch, steht dem Kunden ein zeitlich unbefristetes Widerspruchsrecht zu. Die Folge eines erklärten Widerspruchs ist die Rückabwicklung der Lebensversicherung. Dabei muss der Versicherer oft wesentlich mehr zurückzahlen als im Falle einer Kündigung der Lebensversicherung.
Unter dem sog. Policen-Modell versteht man Lebensversicherungsverträge, die zwischen dem 29.07.1994 und dem 31.12.2007 abgeschlossen wurden.
Vorgesehen war, dass ein Versicherer noch nach dem bereits erfolgten Vertragsabschluss alle Unterlagen zusenden und so ordnungsgemäß über das Widerspruchsrecht belehren konnte. Die Widerspruchsfrist wurde dadurch in Gang gesetzt.
§ 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a.F. sah jedoch vor, dass auch dann, wenn der Versicherer gar nicht oder nicht ordentlich belehrt hatte, das Widerspruchsrecht ein Jahr nach Zahlung der ersten Versicherungsprämie erlosch.
Zwischenzeitlich hat der BGH jedoch entschieden, dass § 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a.F. auf Lebens- und Rentenversicherungen sowie Zusatzversicherungen nicht anzuwenden ist. Dadurch steht betroffenen Versicherungsnehmern, die bei Abschluss einer Lebensversicherung nicht ordnungsgemäß über das Recht zum Widerspruch belehrt wurden, heute noch ein Widerspruchsrecht zu (BGH, Urteil vom 7. Mai 2014, Az. IV ZR 76/11).
Wurden hingegen alle Versicherungsbedingungen und Verbraucherinformationen bereits mit dem Antrag ausgehändigt, so wurde ein Vertrag nach dem sogenannten Antragsmodell abgeschlossen.
Auch von Verträgen, die nach dem sog. Antragsmodell abgeschlossen wurden, kann ein Versicherungsnehmer heute unter Umständen noch zurücktreten. Es gilt hier zu überprüfen, ob der Versicherer den Versicherungsnehmer möglicherweise unzulänglich belehrt hat. Ist dies der Fall, so beginnt die in § 8 Abs. 5 VVG a.F. bestimmte Rücktrittsfrist von 30 Tagen nicht zu laufen (BGH, Urteil vom 17. Dezember 2014, Az. IV ZR 260/11).
Über die konkrete Rückabwicklung eines Versicherungsvertrages, also hinsichtlich der Frage, welche Positionen der Versicherungsnehmer zurückfordern kann und welche Positionen davon in Abzug zu bringen sind, existiert mittlerweile mehr oder weniger gefestigte Rechtsprechung (BGH Urteile vom 29. Juli 2015, Az.: IV ZR 384/14 und IV ZR 448/14).
Gerne unterziehen wir Ihren Versicherungsvertrag einer Überprüfung dahingehend, ob ein Widerspruch bzw. ein Rücktritt möglich ist. Die Möglichkeit eines Widerspruchs besteht im Übrigen auch dann noch, wenn Sie Ihren Lebensversicherungsvertrag bereits gekündigt und einen Rückkaufswert erhalten haben. (BGH Urteil vom 16.Oktober 2013, Az.: IV ZR 52/12).
Zudem beraten wir Sie auch über die genauen Modalitäten einer Rückabwicklung sowie über die Besonderheiten bei der Rückabwicklung einer fondsgebundenen Lebensversicherung (BGH, Urteil vom 11. November 2015, Az.: IV ZR 513/14).
Ebenso sind wir Ihr kompetenter Partner, wenn es um sonstige Kapitalanlagen (z.B. Bausparverträge, Sparverträge, etc.) geht.