Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BtPrax%202001,%20163
Timestamp: 2019-12-12 23:53:40
Document Index: 157283673

Matched Legal Cases: ['§ 18556', '§ 1397', '§ 1908', '§ 1836', '§ 1836', '§ 56', '§ 1836', '§ 1836', '§ 56', '§ 1990', '§ 1836', '§ 56', '§ 92', '§ 1836', '§ 56', '§ 1836', '§ 56', '§ 56', '§ 1836', '§ 56', '§ 1967', '§ 1967', '§ 1836', '§ 1836', '§ 1836', '§ 1836', '§ 92', '§ 102', '§ 1967', '§ 1915', '§ 1836', '§ 1960', '§ 92', '§ 1836', '§ 56', '§ 1836']

Rechtsprechung: BtPrax 2001, 163 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BayObLG, 14.03.2001
https://dejure.org/2001,4362
BayObLG, 14.03.2001 - 3Z BR 43/01 (https://dejure.org/2001,4362)
BayObLG, Entscheidung vom 14.03.2001 - 3Z BR 43/01 (https://dejure.org/2001,4362)
BayObLG, Entscheidung vom 14. März 2001 - 3Z BR 43/01 (https://dejure.org/2001,4362)
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Sofortige weitere Beschwerde; Bevollmächtigter; Erhebliche Zweifel; Redlichkeit; Vollbetreuer
BGB § 18556, § 1397 ,§ 1908b
Betreuungsrecht - Betreuung bei unzuverlässigem Bevollmächtigtem
LG Nürnberg-Fürth - 13 T 5812/00
BtPrax 2001, 163
Ein Beteiligter kann im Rechtsbeschwerdeverfahren nicht Einwendungen gegen die Tatsachenwürdigung des Beschwerdegerichts erheben und damit seine Sachdarstellung an die Stelle des Landgerichts setzen (vgl. BayObLGZ 1997, 213/216; BayObLG FamRZ 2001, 1402).
Dieser darf allerdings das Ergebnis eines Gutachtens nicht kritiklos übernehmen, sondern ist zu einer kritischen Würdigung verpflichtet (vgl. BayObLG FamRZ 2001, 1402/1404).
https://dejure.org/2001,2313
BayObLG, 14.03.2001 - 3Z BR 28/01 (https://dejure.org/2001,2313)
BayObLG, Entscheidung vom 14.03.2001 - 3Z BR 28/01 (https://dejure.org/2001,2313)
BayObLG, Entscheidung vom 14. März 2001 - 3Z BR 28/01 (https://dejure.org/2001,2313)
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Vormundschaftsgericht; Tod des Betreuten; Festsetzung; Ausstehende Vergütung
Betreuungsrecht - Festsetzung auch noch nach dem Tod des Betreuten
AG Erding, 27.10.2000 - XVII 60/97
LG Landshut, 22.12.2000 - 60 T 3159/00
MDR 2001, 819
FamRZ 2001, 866
Rpfleger 2001, 419
BayObLGZ 2001, 65
Das Bayerische Oberste Landesgericht hat dies in seiner Entscheidung vom 14. März 2001 (BayObLGZ 2001, 65) näher begründet; dem schließt sich der Senat an.
Die Bestimmung ist aber bereits für die Prüfung heranzuziehen, ob der Nachlass mittellos ist; denn die Frage, ob die Vergütung durch den Erben aus dem Nachlass zu entrichten ist (§ 1836 Abs. 2 BGB) oder ob die Staatskasse einzutreten hat (§ 1836 a BGB), lässt sich nur einheitlich beantworten (BayObLGZ 2001, 65, 68 f.;… Gregersen/Deinert aaO;… HK-BUR/Bauer § 56 g FGG Rdnr. 60, 61;… Palandt/Diederichsen aaO § 1836 e Rdnr. 4; vgl. aber LG Leipzig FamRZ 2000, 1451 und zum früheren Recht BayObLG FamRZ 1996, 1173; 1998, 697, 698).
Zwar kommen dem Erben auch im Festsetzungsverfahren die Schongrenzen nach §§ 1836 e Abs. 1 Satz 3 Halbs. 2 BGB, 92 c Abs. 3 BSHG zugute (BayObLGZ 2001, 65, 68 f.;… Thüringer OLG aaO;… HK-BUR/Bauer § 56 g PGG Rdnr. 60;… Gregersen/Deinert aaO).
Ob nach dem seit dem 1. Januar 1999 geltenden Vergütungsrecht überhaupt noch Raum für eine Unzulänglichkeitseinrede gemäß § 1990 BGB bleibt (vgl. BayObLG…, Beschluss vom 14. November 2001 - 3Z BR 334/01 - Knittel BtG § 1836 d Rdnr. 5) oder ob dem Erben auch im Festsetzungsverfahren gemäß §§ 56 g Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, 69 e Satz 1 FGG "weitere als die dem § 92 c Bundessozialhilfegesetz nachempfundenen Haftungsbeschränkungen ... nicht zugute" kommen (…so für den Regress der Staatskasse BT-Drucks. aaO sowie HK-BUR/Winhold-Schött § 1836 e BGB Rdnr. 23; vgl. hierzu auch BayObLGZ 2001, 65, 68 f.;… Thüringer OLG aaO; Gregersen/Deinert;… aaO), bedarf im gegebenen Fall aber keiner Entscheidung.
OLG Frankfurt, 10.11.2003 - 20 W 269/03
Festsetzung der Betreuervergütung gegen Erben: Beschränkte Erbenhaftung; …
Nach einhelliger Auffassung kann auch nach dem Tod des Betreuten die Festsetzung von Aufwendungsersatz und Vergütung des Betreuers durch das Vormundschaftsgericht im Festsetzungsverfahren gemäß § 56 g Abs. 1 FGG erfolgen (… vgl. Palandt/Diederichsen, BGB, 62. Aufl., § 1836 Rn. 8;… HK-BUR/Bauer, § 56 g FGG Rn. 61;… Damrau/Zimmermann, Betreuungsrecht, 3. Aufl., § 56 g FGG Rn. 33; BayObLG FamRZ 2001, 866).
Da jedoch wegen gleicher Interessenlage kein Grund für eine unterschiedliche Behandlung ersichtlich ist und eine offenbare Gesetzeslücke besteht, hat sich in der obergerichtlichen Rechtsprechung allgemein die Auffassung durchgesetzt, dass die Haftungsbeschränkung des § 1836 e Abs. 1 Satz 3 BGB auch dann gilt, wenn der Erbe nach dem Tod des Betreuten unmittelbar auf die noch nicht festgesetzte Betreuervergütung und Auslagenersatz in Anspruch genommen werden soll (vgl. OLG Thüringen, FGPrax 2001, 22; BayObLG FamRZ 2001, 866 f; OLG Düsseldorf FGPrax 2002, 219 f;… Deinert/Lütgens, Die Vergütung des Betreuers, 3. Aufl., 8.6.4).
Nach einhelliger Auffassung können auch nach dem Tod des Betroffenen Aufwendungsersatz und Vergütung des Betreuers durch das Vormundschaftsgericht im Verfahren gemäß § 56g Abs. 1 FGG festgesetzt werden (vgl. OLG Frankfurt NJW 2004, 373; BayObLG FamRZ 2001, 866/867 je m.w.N.).
Nach dem Tod des Betreuten wird der Vergütungsanspruch des Betreuers zur Nachlassverbindlichkeit im Sinne des § 1967 BGB (vgl. BayObLG FamRZ 1999, 1609/1610; FamRZ 2001, 866/867; Senatsentscheidung FamRZ 2006, 508/509).
Stirbt der Betreute, wird der Vergütungsanspruch des Betreuers zur Nachlassverbindlichkeit im Sinne des § 1967 BGB (vgl. BayObLG FamRZ 1999, 1609/1610; FamRZ 2001, 866/867).
Ob die Vergütung durch den Erben aus dem Nachlass zu entrichten ist (§ 1836a BGB) oder ob die Staatskasse einzutreten hat (§ 1836 Abs. 2 BGB), lässt sich nur einheitlich beantworten und zwar nach dem Bestand des Nachlasses (vgl. § 1836e Abs. 1 Satz 3 Halbsatz 1 BGB) unter Berücksichtigung der den Erben zustehenden Schongrenzen (vgl. § 1836e Abs. 1 Satz 3 Halbsatz 2 BGB i.V.m. § 92c Abs. 3 BSHG bzw. § 102 Abs. 3 SGB XII; vgl. zum Ganzen BayObLG aaO = BayObLGZ 2001, 65 ff.).
Nach dem Tod des Betreuten wird der Vergütungsanspruch des (Gegen-) Betreuers zur Nachlassverbindlichkeit im Sinne des § 1967 BGB (vgl. BayObLG FamRZ 1999, 1609/1610; FamRZ 2001, 866/867; Senatsentscheidung FamRZ 2006, 508/509).
Aus § 1915 Abs. 1 Satz 1 BGB i. V. m. § 1836 e Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1 BGB, wonach der "Erbe nur mit dem Wert des im Zeitpunkt des Erbfalls vorhandenen Nachlasses" der Staatskasse haftet, folgt, dass der Erbe für die Vergütung des Nachlasspflegers nicht mit seinem sonstigen Vermögen haftet, also ein Titel gegen den Erben persönlich nicht möglich ist (BayObLG, FamRZ 1999, 1609 f. und FamRZ 2001, 866 f. sowie OLG Naumburg, FamRZ 2011, 1252, vgl. auch Palandt/Weidlich, BGB, 75. Aufl. 2016, § 1960 Rdnr. 24 m. w. N.).
OLG Düsseldorf, 02.07.2002 - 25 Wx 31/02
Ihm stehen auch in diesem Fall die in § 92 c Abs. 3 Nr. 1 und 2 BSHG erwähnten Freibeträge zu (OLG Thüringen, FGPrax 2001, 22 ; BayObLG, FamRZ 2001, 866, 867; Deinert FamRZ 2002, 374, 375).
Vielmehr strebt der Betreuer mit ihm erst die gemäß § 1836 Abs. 2 Satz 1 BGB, § 56g Abs. 1 FGG für die Festlegung der Vergütung auch der Höhe nach (BayObLGZ 2001, 65/67;… vgl. auch HK-BUR/ Bauer/Deinert § 1836 Rn. 8) vorgesehene Festsetzung an.
OLG Schleswig, 13.08.2003 - 2 W 94/03
Umfang der Haftung des Erben für Kosten der Betreuung
BayObLG, 11.09.2001 - 3Z BR 251/01
OLG Hamm, 28.02.2002 - 15 W 155/01
LG Saarbrücken, 09.10.2009 - 5 T 611/08
Tod eines Betroffenen als Hindernis für die Festsetzung der Vergütung sowie der …