Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4083.htm
Timestamp: 2018-11-21 19:03:43
Document Index: 87599044

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 58', '§ 22', '§ 2', '§ 64', '§ 4', '§ 5', '§ 33', '§ 4', '§ 5', '§ 2']

4.083 Längenloch
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen als höhere Naturschutz- und obere Jagdbehörde über das Naturschutzgebiet »Längenloch« vom 24. November 1980 (GBl. v. 18.12.1980, S. 616).
Auf Grund von § 21 und § 58 Abs.2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz -NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S. 654) und von § 22 Abs. 2 Landesjagdgesetz in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBI. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Stadt Albstadt, Gemarkung Onstmettingen, Landkreis Zollernalbkreis, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Längenloch«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 5,5125 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Onstmettingen die Flurstücke 1789, 1791, 1829, 1830, 1833, 1834, 1835 sowie die Feldwege 6 und 129, soweit sie durch das Flurstück 1829 führen bzw. an das Flurstück 1829 angrenzen.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 25. März 1980 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen als höhere Naturschutzbehörde in Tübingen verwahrt; eine Ausfertigung befindet sich beim Landratsamt Zollernalbkreis als untere Naturschutzbehörde in Balingen. Die Verordnung mit Karte kann während der üblichen Sprechzeiten eingesehen werden.
Schutzzweck ist die Erhaltung des reizvoll mit großen Buchen und Wacholdern besetzten Südhangs mit seinen zahlreichen seltenen Pflanzen, insbesondere stark gefährdeter Orchideen.
4. Maßnahmen vorzunehmen, die den Wasserhaushalt des Gebietes entgegen dem Schutzzweck verändern;
14. Düngstoffe oder Chemikalien einzubringen.
2. für die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang;
3. für die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung als Sommerschafweide in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang;
(2) Im Schutzgebiet ist auf dem in der Karte braun angelegten Feldweg 6 und 129 das Reiten und Fahren mit bespannten Fahrzeugen zulässig.
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 Abs. 1 Nr. 2, 3 und 4 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 Abs. 1 Nr. 1 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.
(1) Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Landratsamts von Balingen »zum Schutz von Landschaftsteilen auf Markung Onstmettingen« vom 19.Oktober 1936 (Amtsblatt »Der Wille« vom 24.Oktober 1936) insoweit außer Kraft, als durch sie das in § 2 beschriebene Naturschutzgebiet betroffen ist.
TÜBINGEN, den 24. November 1980