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Timestamp: 2019-02-19 18:56:38
Document Index: 242189105

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 4', '§ 10', '§ 10', '§ 10', '§ 2', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 2', '§ 21', '§ 2', '§ 2', '§ 33', '§ 33', '§6', '§ 7', '§7', '§ 6', '§7']

Crashkurs Est Seite 2 | Steuerlehrer.de
6. Werbungskosten
Schuldzinsen, wenn mit Einnahmen im Zusammenhang.
Steuern vom Grundbesitz z.B. bei Mietshäusern die man besitzt
Beiträge zu Berufsständen
Pendlerpauschale 30ct/km
Arbeitsmittel, z.B. Werkzeuge, typische Berufskleidung
AfA, Absetzung für Abnutzung bei GwG § 6 (2) S. 1-3
Geschenke, wenn AK kleiner als 35 €
Bewirtungskosten, 70% des angemessenen Betrags
Verpflegungsmehraufwand, bei Auswärtstätigkeit § 4 (5) S.5
Arbeitszimmer, und Kosten der Ausstattung
AfA bei Gebäuden, meistens 2% des Kaufpreis aber ohne Grundstück.
WK pauschale 1.000 €
Als Werbungskosten (Abk. WK) werden bei den Überschusseinkünften Aufwendungen oder Ausgaben bezeichnet, die der Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen dienen. Diese Kosten sind zur Berechnung der Einkünfte von den Einnahmen abzuziehen.
Als Ausfluss des Leistungsfähigkeitsprinzips ist der Abzug von Werbungskosten keine Steuervergünstigung, sondern Merkmal des objektiven Nettoprinzips, nach dem nur das verfügbare Nettoeinkommen und nicht das Bruttoeinkommen der Besteuerung unterworfen werden darf.
Die tatsächlichen Werbungskosten wirken sich bei der Einkünfteermittlung nur aus, wenn der Werbungskostenpauschbetrag überschritten wird. Bei den Einkünften aus aktiver nichtselbständiger Arbeit beträgt der Arbeitnehmerpauschbetrag derzeit (2012) 1.000 € pro Jahr. Dieser Pauschbetrag wird bereits beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Bei Empfängern von Versorgungsbezügen gilt nur ein Pauschbetrag von 102 €/Jahr.
Unterhaltsleistungen (max. 13.805€)
Kinderbetreuungskosten (2/3 der Ausgaben aber maximal 4000€ pro Kind)
Aufwendungen für Berufsausbildung (bis 6000€ pro Jahr)
Schulgeld (30% aber maximal 5000€ pro Jahr)
Spenden + Mitgliedsbeiträge (max. 20% der Einkünfte)
8. Verlustabzug/Vortrag
Verlustrücktrag in vor VZ § 10d (1):
Bis max 511.500 € bei ZV 1.023.000 €
Abzug vorrangig Sonderausgaben, oder aB
Stpfl. Kann auch teilweisen Verlustrücktrag machen! § 10 (1) S. 5
2. Verlustvortrag in folgenden VZ § 10d (2):
Vortrag in folgenden VZ (zeitlich unbegrenzt)
Verlustvortrag bis 1 Mio (ZV 2 Mio) unbeschränkt, darüber hinaus 60% des 1 Mio übersteigenden Betrag
Vortrag auch vor Sonderausgaben und AB
Ein teilweiser Verzicht auf Vortrag in einzelnen VZ ist nicht möglich! (Alles oder Nichts)
Wenn ein Verlustvortrag vorhanden ist, dann muss man ihn auch nutzen.
3. Verlustabzug bei Ehegatten:
Ausgleich der Verluste mit anderen positiven Einkünften des Stpfl. (R. 10d (6) S.1)
Ausgleich der V. Mit anderen p. Eink des Ehegatten (R 10d (6) S. 2)
Verlust Rücktrag
Verlust Vortrag Auch bei ZV Verlust Vortrag für jeden Stpfl. Separat.
Generell immer erst einen Verlust Rücktrag, danach einen Verlust Vortrag machen, weil man Verluste wenn man möchte auch nur teilweise Rück, nicht aber vortragen kann!
9. Einkünfte aus Kapitalvermögen
Die Einkünfte aus Kapitalvermögen gehören in Deutschland zu den in § 2 Abs. 1 Nr. 5 EStG genannten sieben Einkunftsarten und zählen zu den Überschusseinkünften. Gesetzliche Grundlage der Einkünfte aus Kapitalvermögen ist § 20 EStG.
Einkünfte aus Kapitaleinnahmen sind z.B:
Grundsätzlich ist für Werbungskosten der Sparer-Pauschbetrag i.H.v. max. 801 € (bei Verheirateten max. 1602 €) anzusetzen; insoweit ist der Abzug der tatsächlichen Werbungskosten ausgeschlossen (§ 20 Abs. 9 EStG).
Verluste können i.d.R. nicht mit anderen Einkünften ausgeglichen bzw. bei solchen in anderen Veranlagungsjahren abgezogen werden (§ 20 Abs. 6 EStG). Sie können aber bei positiven Einkünften aus Kapitalvermögen aus folgenden Veranlagungszeiträumen abgezogen werden.
10. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
Wenn jemand eine Wohnung vermietet, erzielt er Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung gehören in Deutschland zu den in § 2 Abs. 1 Nr. 6 EStG genannten sieben Einkunftsarten und zählen zu den Überschusseinkünften. Gesetzliche Grundlage der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung ist § 21 EStG.
Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung werden durch den Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten ermittelt (§ 2 Abs. 2 Nr. 2 EStG). Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind Überschusseinkünfte und keine Gewinneinkünfte. Sie sind nach § 2 Abs. 1 Nr.6 EStG steuerpflichtig.
Zu den Einkünften aus VuV gehören:
Mieteinnahmen für Wohnungen+Häuser
Mieteinnahmen für Sachbegriffe
Einnahmen für die Überlassung von Rechten (Urheberrechte)
Werbungskosten bei VuV:
Abschreibung des Gebäudes (AfA meist 2% der AK)
Ausgaben für Nebenkosten (Wasser, Strom)
Finanzierungskosten (Zinsen für Kredit)
11. außergewöhnliche Belastungen aB
Die außergewöhnliche Belastung (aB) ist in § 33 ff EStG. des deutschen Einkommensteuergesetzes geregelt. Der Gesetzgeber will mit der steuermindernden Berücksichtigung außergewöhnlicher Belastungen unzumutbare Härten bei der Einkommensteuer vermeiden.
z.B. sind Krankheit oder Naturkatastrophen eine aB. Dann wird die zumutbare Belastung gem. § 33 (3) berechnet und alles was darüber liegt, als aB vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen.
Beerdigungskosten (wenn man kein Geld hat)
Pflegekosten (wenn Betrag höher als Pflegeversicherung)
Abgelehnte Abs:
Eingebaute Schalldämmung
Erwerb von Haushaltsgeräten aufgrund einer Erkrankung
Kosten für den Einbau eines Fahrstuhls (wegen Gegenwerttheorie → Leute reicher)
2 Responses to Crashkurs Est Seite 2
Sie verfügen über eine tolle Seite, die auch sehr übersichtlich gehalten ist und immer wieder zum aufrufen einlädt. Ein kleiner Fehler ist mir jedoch aufgefallen:
Die AfA ist nicht §6 (2) sondern im § 7 festgehalten.
Ich habe die Stelle nun insoweit korrigiert, dass nun der Zusatz (bei GwG) dabeisteht.
Die AfA ist natürlich nach §7 EStG, allerdings ist die Stelle zum Zitieren bei AfA von GwG (>410€)
in § 6(2) unerlässlich.
Die genannten Paragraphen, müssen somit alle in Verbindung zu §7 gesehen werden.
Vielen Dank für ihre Anmerkung 🙂