Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:459879-2017:TEXT:DE:HTML
Timestamp: 2019-09-18 14:07:33
Document Index: 251653318

Matched Legal Cases: ['§ 123', '§ 21', '§ 98', '§ 19', '§ 21', '§ 5', '§ 168', '§ 134', '§ 160', '§ 160', '§ 135']

Dienstleistungen - 459879-2017 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 459879-2017
17/11/2017 S221 - - Dienstleistungen - Wettbewerbsbekanntmachung - Offenes Verfahren
Deutschland-Lörrach: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
2017/S 221-459879
Kontaktstelle(n): Geschäftsführung
E-Mail: geschaeftsfuehrung@klinloe.de
Hauptadresse: www.klinloe.de
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: http://odv.andreeconsult.de
Andree Consult GmbH. Zugangsdaten zu den Verfahrensunterlagen siehe Ziffer VI.3 dieser Bekanntmachung
Kontaktstelle(n): Vergabestelle „Campus Zentralklinikum Lörrach“
Telefon: +49 22411273970
E-Mail: vergabestelle@andreeconsult.de
Fax: +49 224112739799
Hauptadresse: www.andreeconsult.de
Andere: Klinikgesellschaft
Planungswettbewerb Campus Zentralklinikum Lörrach.
Die Ausloberin beabsichtigt die Zentralisierung der Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH mit ihren drei Klinikstandorten in Lörrach, Rheinfelden und Schopfheim sowie dem St. Elisabethen-Krankenhaus Lörrach zu einem Zentralklinikum. Das klinische Portfolio ergänzend wird das Zentrum für Psychiatrie Emmendingen einen Neubau für eine psychiatrische Klinik auf dem neuen Campus des zukünftigen Zentralklinikums, das Zentrum für seelische Gesundheit Lörrach, errichten.
Im Zuge des Planungswettbewerbes „Campus Zentralklinikum Lörrach“ sollen Leitideen für die städtebauliche Grundkonzeption des Campusareals am Markt abgefragt werden. Hierbei gilt es zunächst eine Grundstücksklärung herbeizuführen. Aus dem aktuell zur Verfügung stehenden Areal von 9,7 ha – so die seitens der Stadt Lörrach benannte Grundstücksgröße im Rahmen der Angebotsphase für ein geeignetes Campus-Areal – ist als Teilfläche das künftige, zum Erwerb seitens der Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH vorgesehene Baugrundstück mit einer Größe von 7 ha, herauszuarbeiten. Die über diese 7 ha hinausgehenden weiteren Grundstücksflächen, aktuell noch nicht zum Erwerb vorgesehen, sollen als perspektivische Options-/ Entwicklungsfläche für die heute bereits vorgesehenen, aber auch künftig sich noch ergebenden Nutzungen ergänzend vorgehalten werden.
Demzufolge ist zunächst die Grundstücksfläche von 7 ha, basierend auf einer ersten raumordnerischen Planung, herauszuarbeiten.
Das Wettbewerbsergebnis soll zugleich zur Definition der städtebaulichen Randparameter für die Aufstellung eines Bebauungsplans als Grundlage für künftige Planungsleistungen herangezogen werden.
Die wesentlichen Aufgaben, die an den mehrstufigen Planungswettbewerb gestellt werden, sind demzufolge in der Phase 1:
1. Entwicklung einer Leitidee zur Grundstücksklärung und damit Grundlage des bevorstehenden Grunderwerbs zur Abgrenzung der Grundstücksflächen:
a. künftiges Baufeld – 7ha – (Entwicklungsstufe 1) und
b. weitere perspektivische Options-/Entwicklungsfläche (Entwicklungsstufe 2)
2. Entwicklung einer Campus-Konzeption, welche die künftigen (derzeit bereits bekannten) Nutzer mit ihren entsprechenden Baumassen berücksichtigt und im Hinblick auf die räumlichen, gestalterischen und funktionellen Qualitäten ordnet und zuordnet
3. Entwicklung einer städtebaulichen Konzeption, die die künftigen Nutzungseinheiten mit den gegebenen Rahmenbedingungen verzahnt
4. Entwicklung einer Konzeption zur Freianlagengestaltung und Schaffung diesbezüglicher Bereiche, Zonierungen und Qualitäten
In der 2. Phase der Wettbewerbsbearbeitung sind dann zu leisten:
1. Aufzeigen einer baumassenklärenden Strukturplanung nach Funktionsbereichen des Klinikums und des Zentrums für seelische Gesundheit
2. Visualisierung einer vertiefenden Idee für eine krankenhausspezifische Nutzung (hier: Grundriss einer Pflegestation für Normalpflege sowie für eine psychiatrische Pflege und eines Elektiv-/ Diagnostikzentrums)
3. Benennung von Parametern für die anstehende Bebauungsplanerstellung, wie
a. Maß der baulichen Nutzung mit Aussagegehalt zur Intensität der Grundstücksausnutzung, per Angabe von Geschossflächenzahl (GFZ) und Grundflächenzahl (GRZ),
b. Anzahl der Vollgeschosse
c. Gebäudehöhe.
Beruf angeben: Architekt/-in, Ingenieur/-in, Stadtplaner/-in oder Landschaftsarchitekt/-in.
1.Leitidee Campuskonzeption
a)Bewertung des städtebaul. Gesamtkonzeptes für das Campusareal mit den bekannt gegebenen Nutzern: Zentralklinikum Lörrach mit Logistikzentrum, Zentrum für seelisch Gesundheit Lörrach, zentral. Parken, Ärztehaus, etc.
b)Bewertung der verwendeten Grundstücksareale zur Erzielung der zum Grunderwerb vorges. Grundstücksfläche von 7ha, sowie der verbleibenden Optionsflächen für künftige Erweiterungspotentiale
2.Architekt. Konzept
a)Bewertung Leitkonzept für die Baumassen der Bauwerke und die zugeh. Freianlagen im Kontext des Campusareals
b)Bewertung der auszuweisenden Erweiterungspotenziale für das Zentralklinikum, das Zentrum für seelische Gesundheit und das zentrierte Parken
c)Bewertung der gestalterischen und ggf. energetischen Leitidee
3.Funktionales Konzept: Flächenbedarfsprogramm
a)Bewertung der Umsetzung der vorgegebenen Flächenbedarfsprogramme (Baumassen) sowie deren funkt. Zusammenhänge – je nach Bearbeitungstiefe der 1. und 2. Phase
4.Erschließungskonzept: Transport/Logistik und Verkehrs-/Wegeführung
a)Bewertung der Erschließungskonzeption bzw. Verkehrs- und Wegeführung für Patienten, Besucher, Notfallanlieferung, Menschen mit eingeschr. Mobilitätsmöglichkeiten, ÖPNV, Busandienung und „Shuttle-Bus-Verkehr“
b)Bewertung des Waren- und Gütertransports innerhalb des Campusareals sowie die Warenanlieferung von außerhalb
c)Bewertung des Patiententransports innerhalb des Campusareals sowie deren An- u. Abtransport m. Rettungswagen u. Hubschrauber.
1. Preis: 50 000 EUR (netto),
3. Preis: 30 000 EUR (netto),
4. Preis: 20 000 EUR (netto),
5. Preis: 10 000 EUR (netto).
Mit einem weiteren Betrag aus der Wettbewerbssumme in Höhe von 50 000,00 EUR netto werden die Nutzungs- und Verwertungsrechte einer von dem Preisgericht ausgewählten Wettbewerbsarbeit erworben. Näheres dazu in den Wettbewerbsunterlagen.
Sachpreisrichter – Marion Dammann (Landrätin Landkreis Lörrach)
Sachpreisrichter – Armin Müller (Geschäftsführer Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH)
Sachpreisrichter – Michael Eichhorst (Geschäftsführer Zentrum für Psychiatrie Emmendingen)
Sachpreisrichter – Helmut Schillinger (Geschäftsführer St. Elisabethen-Krankenhaus)
Sachpreisrichter – Jörg Lutz (Oberbürgermeister der Stadt Lörrach)
Fachpreisrichter – Prof. Maren Harnack (Architektin, Vorsitzende Gestaltungsbeirat Stadt Lörrach)
Fachpreisrichter – Monika Neuhöfer-Avdić (Leiterin Stadtentwicklung, Stadtplanung Stadt Lörrach)
Fachpreisrichter – Prof. Peter Schmieg (BPS GmbH, Freiburg)
Fachpreisrichter – Albert Wimmer (Albert Wimmer ZT GmbH, Wien)
Fachpreisrichter – Herr Michael Mutterer (Architekt, Kliniken des Landkreises Lörrach GmbH)
Fachpreisrichter – Herr Torsten Decker (Architekt, ZfP Emmendingen )
Zugangsdaten zu den Verfahrensunterlagen:
http://odv.andreeconsult.de/
Benutzername: ZKLoe-IWW@andreeconsult.de
Passwort: C5REM9UwXG
1. Offener, 2phasiger Planungswettbewerb in Anlehnung an RPW 2013, RPW 2013 kommen nicht direkt zur Anwendung. Phase 1 steht allen teilnahmeberechtigten Bewerbern offen. In Phase 2 erfolgt eine Reduzierung auf 10-15 Teilnehmer.
2. Der Kreistag des Lkr. Lörrach entscheidet nach Auswertung d. Wettbewerbs über Realisierung d Projektes. Erteilung d. Auftrags steht daher unter Vorbehalt der Mittelfreigabe durch die entscheidenden Gremien. Näheres siehe Ziffer 16.1 d. Verfahrensleitfadens.
3. Eignungskriterien für VgV-Verhandlungsverfahren:
a) Nachweis Berufshaftpflichtversicherung, d sämtliche abgefragte Leistungen abdeckt. Deckungssummen müssen mind. betragen: Personenschäden 3,0 Mio. EUR, Sach-/Vermögensschäden 10,0 Mio. EUR., je mind. 2fach jährlich maximiert.
b) Mindestreferenzen für VgV-Verfahren:
— 1 Ref. interdiszipl. Planungsleistungen für Bauvorhaben Krankenhausneubau o. vgl. komplex. Bauprojekte mit Bauvolumen von Baukosten KG 300 und 400 von mind. 50 Mio. EUR netto: beauftragte u. erbrachte Leistungen mind. LPH 3-8 im Zeitraum 1.1.2012 bis 31.1.2018, und
— 1 Ref. PL (nicht zwingend als interdis. PL) für Bauvorhaben Krankenhausneubau o. vgl. komplex. Bauprojekte mit Bauvolumen von Baukosten KG 300 und 400 von mind. 100 Mio. EUR netto: beauftragte u. erbrachte Leistungen mind. LPH 3-8 im Zeitraum 1.1.2012 bis 31.1.2018 und
— 1 Ref. interdis. PL des vorgesehen Projektleiters für Bauvorhaben Krankenhausneubau o. vgl. Bauprojekte mit Bauvolumen von Baukosten KG 300 und 400 von mind. 50 Mio. EUR netto: beauftragte u. erbrachte Leistungen mind. LPH 3-8 im Zeitraum 1.1.2012 bis 31.1.2018, und
— 1 Ref. TGA-PL Anlagengruppe 1 bis 8 (ohne Medizintechnik) im Rahmen interdis. PL für Krankenhausneubau o. vgl. Bauprojekte mit Zentral-OP bestehend aus mind. 4 OP-Sälen (o vgl TGA-Anforderungen) u. mit betriebskostenoptimierenden Planungsansätzen – beauftragte u. erbrachte Leistungen mind. LPH 3-8 im Zeitraum 1.1.2012 bis 31.1.2018 und
— 1 Ref. TGA-PL Medizintechnik (Anlagengruppen 3 u 7) für Neubau im Bereich Intensivpflege (IMC und/oder ICU) und Zentral-OP mit mind. 4 OP-Sälen – beauftragte u. erbrachte Leistungen mind. LPH 3-8 im Zeitraum 1.1.2012 bis 31.1.2018.
c) Handelsregisterauszug
d) Eigenerklärung zu §§ 123, 124 GWB
e) Eigenerklärung zu § 21 des AEntG, § 98c des AufenthG, § 19 des MiLoG und § 21 SchwarzarbG
f) Eigenerklärung zur wirtschaftl. Verknüpfung mit anderen Unternehmen
g) Verpflichtungserklärung nach § 5 LTMG Baden-Württemberg
h) Jährl. Gesamtumsätze letzte 3 abgeschl. Geschäftsjahre
i) Jährl. Teilumsätze mit vgl. Leistungen letzte 3 abgeschl. Geschäftsjahre bei Planung von Krankenhäusern/ Kliniken
j) %-Anteil interdis. PL vom o. g. Teilumsatz im Bereich Krankenhausbau
k) Organigramm zu Organisationsstruktur einschl. technischer Leitung und Zuordnung der Leistungsbilder
l) Angabe Größe vorgesehenes Projektteam, einschließlich Benennung Namen, Qualifikationen/ Erfahrungen u. Funktionen bzw. Zuständigkeiten im Projekt
m) Angabe Anzahl Führungskräfte u. ständige Mitarbeiter
n) Angaben Verhältnis freie/feste Mitarbeiter sowie prozentualer Anteil Fachingenieure
o) Beschreibung Qualitätssicherungsmaßnahmen hinsichtlich interdis. PL
p) Angabe Auftragsanteil, der von Nachunternehmern erbracht werden soll, einschließlich Benennung Leistungsbilder sowie NUs
q) Darlegung organisatorisches Konzept zur Koordination evtl. beauftragter NU für interdis. PL
r) Nachweis Qualifikation u. Berufserfahrung d vorges. Projektleitung interdis. Planung u Krankenhausplanung
Grds. darf kein Nachweis älter als 12 Monate sein.
Nähere Angaben zu vorstehenden Anforderungen siehe Ziffer 16 Verfahrensleitfaden.
Erfüllt d Preisträger die Mindestbedingungen nicht, wird er automatisch vom weiteren Verfahren ausgeschlossen. Die Nachforderung fehlerhafter, unvollständiger und fehlende Unterlagen bleibt vorbehalten.
Vergabekammern Baden-Württemberg
Ein Nachprüfungsantrag ist unzulässig, soweit der Antrag erst nach Zuschlagserteilung zugestellt wird (§ 168 Abs. 2 Satz 1 GWB). Die Zuschlagserteilung ist möglich 10 Tage nach Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung per Fax oder per E-Mail bzw. 15 Tage nach Absendung der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung per Post (§ 134 GWB). Die Zulässigkeit eines Nachprüfungsantrags setzt ferner voraus, dass die geltend gemachten Vergabeverstöße innerhalb von 10 Tagen nach Kenntnis bzw. – soweit die Vergabeverstöße aus der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen erkennbar sind – bis zum Ablauf der Teilnahme- bzw. Angebotsfrist gerügt wurden (§ 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 1 bis 3 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist ebenfalls unzulässig, soweit mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 GWB). Des Weiteren wird auf die in § 135 Abs. 2 GWB genannten Fristen verwiesen.