Source: https://www.anwalt24.de/urteile/bgh/2015-09-23/ix-zb-19_14
Timestamp: 2017-09-20 15:44:29
Document Index: 289100001

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 1', '§ 66', '§ 78', '§ 1', '§ 66', 'BGH', '§ 78', '§ 66', 'BGH', '§ 47', '§ 3', '§ 66']

BGH, 23.09.2015 - IX ZB 19/14 - Verbindlichkeit der Kostengrundentscheidung im Erinnerungsverfahren über den Kostenansatz | anwalt24.de
Beschl. v. 23.09.2015, Az.: IX ZB 19/14
Verbindlichkeit der Kostengrundentscheidung im Erinnerungsverfahren über den Kostenansatz
Referenz: JurionRS 2015, 27699
Aktenzeichen: IX ZB 19/14
LG Frankfurt am Main - 18.11.2013 - AZ: 2-18 O 295/13
OLG Frankfurt am Main - 03.03.2014 - AZ: 4 U 29/14
§ 1 Abs. 5 GKG
§ 66 Abs. 5 S. 1 Hs. 1 GKG
§ 78 Abs. 3 ZPO
Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Richterin Möhring als Einzelrichterin
Die Erinnerung des Kostenschuldners gegen den Ansatz der Gerichtskosten vom 30. Mai 2014 (Kostenrechnung vom 12. Juni 2014, Kassenzeichen ) wird zurückgewiesen.
Die Schreiben des Kostenschuldners vom 16. Februar 2015 und vom 10. Mai 2015 sowie seine an den Bundesgerichtshof abgegebene Klage vor dem Verwaltungsgericht Köln (15 K 981/152015) sind als Erinnerung gegen die Kostenrechnung vom 12. Juni 2014 auszulegen. Hierüber entscheidet gemäß § 1 Abs. 5, § 66 Abs. 6 GKG der Einzelrichter (vgl. BGH, Beschluss vom 23. April 2015 - I ZB 73/14, NJW 2015, 2194 Rn. 3 ff).
Die Erinnerung, deren Einlegung nicht die Vertretung durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt erfordert (§ 78 Abs. 3 ZPO, § 66 Abs. 5 Satz 1 Halbsatz 1 GKG), ist zulässig. In der Sache bleibt sie jedoch ohne Erfolg. Die Kostengrundentscheidung ist im Erinnerungsverfahren über den Kostenansatz verbindlich und nicht nachzuprüfen (BGH, Beschluss vom 20. September 2007 - IX ZB 35/07, JurBüro 2008, 43; vom 26. März 2010 - IX ZB 252/09, [...] Rn. 2). Die Höhe des Kostenansatzes von 368 € entspricht den gesetzlichen Bestimmungen: Der Wert des in der Kostenrechnung angesetzten Beschwerdegegenstandes von 6.427,11 € richtet sich gemäß § 47 Abs. 1 Satz 1 GKG nach dem Antrag des Kostenschuldners als Rechtsmittelführer. Nach Nr. 1820 des Kostenverzeichnisses zu § 3 Abs. 2 GKG sind in Verfahren über Rechtsbeschwerden gegen den Beschluss, durch den die Berufung als unzulässig verworfen wurde, zwei Gebühren anzusetzen, mithin zweimal 184 € (siehe Anlage 2 zum GKG).
Das Verfahren ist gerichtsgebührenfrei; Kosten werden nicht erstattet (§ 66 Abs. 6 GKG).