Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/239198,0.html
Timestamp: 2019-09-22 06:48:33
Document Index: 219356246

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 20', '§ 13', '§ 24', '§ 10', '§ 33', '§ 2', '§ 31', '§ 32', '§ 70']

Steuerrecht Klausuraufgabe
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Verfasst am: 02 Jul 2009 - 09:35:55 Titel: Steuerrecht Klausuraufgabe
ich habe demnächst eine Klausur in Steuerlehre und komme bei folgender Übungsaufgabe einfach nicht weiter:
1. Von einem verheirateten Steuerpflichtigen mit Einkünften aus Landwirtschaft, nichtselbständiger Arbeit und Kapitalvermögen ist folgendes bekannt: 1 Kind unter 18 Jahren in Schulausbildung (wohnt daheim), 2 Kinder studieren und wohnen am Studienort, Wirtschaftsjahr vom 1.7. bis 30.6.
Gewinn aus LuF: Wirtschaftsjahr 2006/2007 = 30.000 €, 2007/2008 = 18.000 €
Bruttolohn im Jahr 2007 = 30.000 €, Erträge aus Kapitalvermögen im Jahr 2007 = 10.000 €, Kirchensteuer 480 €, Gemeinnützige Spende 200 €, Austragsleistungen 4.000 €,
1.1 Wie hoch sind 2007 die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft?
1.2 Wie hoch sind 2007 die Einkünfte aus Kapitalvermögen?
10.000 € - 1602 € = 8398 €
1.3 Wie hoch ist der Gesamtbetrag der Einkünfte?
24.000 € + 8398 € + 30.000 €= 62398 €
1.4 Wie hoch sind die Vorsorgeaufwendungen und warum?
Krankenkasse und Pflegeversicherung des AN 2350 €, Rentenversicherungsbeiträge des AN 2438 €, Arbeitslosenversicherung des AN 750 €
Vorsorgepauschale: alte Regelung	5002 € neue Regelung	3836 €
Vorgehöchstbetrag: alte Regelung	4545 € neue Regelung	2936 €
5.002 €, da die Günstigerprüfung ergibt, dass die Vorsorgepauschale nach der alten Regelung den meisten Nutzen für den Steuerpflichtigen bringt.
1.5 Wie hoch sind die übrigen Sonderausgaben?
4680 € (Spende + Kirchensteuer + Austragsleistungen)
1.6. Wie hoch sind die außergewöhnlichen Belastungen?
924 € (Ausbildungsfreibetrag) * 2 (wegen 2 Kindern in Studium) = 1848 €
1.7 Wie hoch ist das zu versteuernde Einkommen?
Bei der Antwort von 1.6 bin ich mir nicht sicher und auf 1.7 komme ich auch nicht.
Verfasst am: 02 Jul 2009 - 13:55:36 Titel:
Nr. 1.1 gehe ich konform.
Nr. 1.2 ist auch in Ordnung gem. § 2 II Nr. 2 i.V.m. § 20 IX EStG.
Nr 1.3 stimme ich nicht zu, da der Freibetrag für Landwirte nicht angesprochen wurde. (§ 13 III). Evtl § 24a EStG erwähnenswert?
Nr. 1.4 Insoweit in Ordnung. Nur habe ich eine Günstigerprüfung in den §§ 10 f EStG auf die Schnelle nicht erfassen können. Nach 3 10c V EStG scheint das aber richtig zu sein. Mein Kenntnisstand dieser Regelungen ist noch von 2004
Nr. 1.5 Soweit in Ordnung, wobei mir der Begriff "Austragsleistungen" neu ist. Was wird ausgetragen bzw. wo taucht der in den Regelungen zu den Sonderausgaben auf?
Nr. 1.6 § 33 a II EStG nach, stimmt das Ergebnis im Wortlaut. Meinem Wissenstand nach gab es (mal) einen höheren Betrag bei auswärtiger Unterbringung des in der Berufsausbildung befindlichen Kindes. Aber hier bin ich mir nicht sicher.
Nr. 1.7 § 2 V EStG, also abzüglich Kinderfreibeträge (für evtl. drei Kinder) etc. nach § 31 / § 32 VI EStG, Evtl. § 70 EStDV abzuziehen.
Die Aufgabe handelt tatsächlich von "Steuerlehre", nicht von "SteuerRECHTSlehre". Solche "§§-Reiterei" wünschte ich mir in keiner Klausur Dennoch, viel Glück.