Source: http://sapintegratedreport.com/2014/de/governance/bericht-des-aufsichtsrats.html
Timestamp: 2018-01-20 22:48:29
Document Index: 128192774

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 19', '§ 111', '§ 19', '§ 161', '§ 289', '§ 289', '§ 315', '§ 289']

SAP Integrierter Bericht 2014 - Bericht des Aufsichtsrats
Jahres- und Konzernrechnungslegung für das Geschäftsjahr 2014
Prof. Dr. h. c. mult. Hasso Plattner, Vorsitzender des Aufsichtsrats der SAP SE
wir freuen uns, dass die SAP im Geschäftsjahr 2014 erneut ein positives Ergebnis erzielt und den Wandel zum „Cloud-Unternehmen powered by SAP HANApowered by SAP HANAZusatz, der anzeigt, dass ein SAP-Angebot auf der Plattform SAP HANA läuft. Derzeit basieren über 100 SAP-Anwendungen auf SAP HANA. Partnerlösungen und -anwendungen, die auf SAP HANA basieren, sind von der SAP dafür zertifiziert, auf der Plattform SAP HAN...“ schneller vorangebracht hat als erwartet. Dies ist umso bemerkenswerter, da das vergangene Jahr geprägt war von politischen Unruhen und schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in einigen Regionen der Welt.
Gleichzeitig durchlebt die Softwarebranche eine Umstellung von klassischer On-Premise-Software auf Cloud-Lösungen. Der Aufsichtsrat unterstützt die Strategie der SAP, das Unternehmen als Vorreiter in der Cloud zu positionieren. SAP ist damit auf dem richtigen Weg, auch künftige Herausforderungen erfolgreich zu meistern und weiterhin gute Ergebnisse wie im Geschäftsjahr 2014 vorzulegen.
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend beraten und seine Geschäftsführung kontinuierlich überprüft und überwacht. Maßstab waren dabei namentlich die Recht-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit sowie die Wirtschaftlichkeit der konzernweiten Geschäftsführung durch den Vorstand. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich zudem über die strategische Ausrichtung des Unternehmens abgestimmt und in regelmäßigen Abständen den jeweiligen Stand der Strategieumsetzung erörtert. In alle Entscheidungen des Vorstands, die für das Unternehmen grundlegende Bedeutung haben, waren wir unmittelbar eingebunden.
Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat jeweils in schriftlicher und mündlicher Form regelmäßig, zeitnah und umfassend. Auf diese Weise konnten wir uns laufend über die Planung, die Umsetzung der Strategie, die Geschäftsentwicklung und -lage der SAP einschließlich der Risikolage, das Risikomanagement, die Compliance (das heißt die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien) sowie Geschäfte von besonderer Bedeutung für das Unternehmen informieren. Der Vorstand ging hierbei insbesondere auch auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen ein und erläuterte die Gründe für diese Abweichungen.
Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstands wurden den vom Aufsichtsrat gestellten Anforderungen in vollem Umfang gerecht. Neben den Berichten ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ergänzende Informationen erteilen. Insbesondere stand der Vorstand in den Aufsichtsratssitzungen zur Erörterung und zur Beantwortung unserer Fragen zur Verfügung. Die vom Vorstand erteilten Informationen haben wir auf ihre Plausibilität hin überprüft sowie kritisch gewürdigt und hinterfragt. Die Satzung der SAP nennt in § 11 Nummer 6 Geschäfte, die der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Details zu diesen Geschäften und zu weiteren Arten von Geschäften, zu deren Durchführung der Vorstand die Zustimmung des Aufsichtsrats benötigt, sind vom Aufsichtsrat in einem Katalog gemäß § 19 SE-Ausführungsgesetz geregelt, der im Zuge der Umwandlung in eine SE erstellt wurde und den bisherigen Katalog zustimmungspflichtiger Geschäfte im Sinne des § 111 Abs. 4 AktG ablöste. Die betreffenden Geschäfte haben wir eingehend geprüft und mit dem Vorstand diskutiert, wobei der Nutzen, mögliche Risiken und sonstige Auswirkungen des jeweiligen Geschäfts im Mittelpunkt standen. Der Aufsichtsrat stimmte allen ihm vom Vorstand zur Zustimmung vorgelegten Geschäften zu.
Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse vom Vorstand fortlaufend ausführlich informiert. So führten insbesondere die beiden Vorstandssprecher beziehungsweise später der alleinige Vorstandssprecher regelmäßig Gespräche mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, um die Strategie, die Planung, die aktuelle Geschäftsentwicklung und -lage einschließlich der Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance sowie wesentliche Einzelthemen und Entscheidungen zu erörtern. Über wichtige Ereignisse, die von wesentlicher Bedeutung für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung der SAP waren, wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats unverzüglich durch die Vorstandssprecher beziehungsweise den Vorstandssprecher informiert.
In zwei ordentlichen und fünf außerordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrats der SAP AG sowie in zwei ordentlichen, einer konstituierenden und zwei außerordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrats der SAP SE haben wir uns im Geschäftsjahr 2014 mit allen für das Unternehmen relevanten Fragen befasst und unsere Entscheidungen getroffen. Hinzu kamen vier im Umlaufverfahren gefasste Beschlüsse. Unsere Sitzungspraxis sieht vor, dass der Aufsichtsrat im Verlauf der Sitzungen zeitweise ohne den Vorstand tagt und dabei solche Tagesordnungspunkte behandelt, die entweder den Vorstand selbst betreffen oder eine interne Diskussion des Aufsichtsrats erfordern. Im Berichtsjahr war dies bei allen Sitzungen der Fall, die solche Tagesordnungspunkte zum Gegenstand hatten. Inhaltlich hat der Aufsichtsrat insbesondere folgende Themen behandelt:
Umwandlung der SAP AG in eine Europäische Gesellschaft
Die Umwandlung der SAP AG in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, SE) nahm bei unseren Sitzungen, wie schon im Vorjahr, breiten Raum ein und war Gegenstand von drei Präsenzsitzungen. Dabei berieten wir mit dem Vorstand laufend ausführlich über den Stand der Verhandlungen mit dem besonderen Verhandlungsgremium und fassten die im Zuge unserer Befassung erforderlichen Beschlüsse. Insbesondere in der ordentlichen Sitzung am 13. Februar und der außerordent­lichen Sitzung am 10. März stand die SE-Umwandlung im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem Vorstand haben wir sodann der Hauptversammlung die Umwandlung vorgeschlagen, der sie mit über 99 % der abgegebenen Stimmen zugestimmt hat. Wir sind davon überzeugt, dass die Rechtsform der SE den europaweiten und internationalen Geschäftsaktivitäten der SAP Rechnung trägt und zudem die Möglichkeit bietet, zusammen mit den Vertretern der europäischen Belegschaft in der Beteiligungsvereinbarung ein maßgeschneidertes Modell für die Beteiligung der Arbeitnehmer festzulegen.
Mit der Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim ist die Umwandlung am 7. Juli 2014 wirksam geworden, und die Amtszeit des Aufsichtsrats der SAP AG endete an diesem Tag.
Akquisitionen im Geschäftsjahr 2014
Der Finanz- und Investitionsausschuss und der Gesamtaufsichtsrat wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr über alle relevanten Akquisitionen unterrichtet und haben die ihrer Zustimmung unterliegenden Transaktionen jeweils gebilligt. Die bedeutendsten Akquisitionen im Jahr 2014 waren FieldglassFieldglassUnternehmen, das von der SAP 2014 übernommen wurde. Die SAP kann dadurch ihr Cloud-Portfolio stärken und eine einzigartige durchgängige Lösung für das komplette Personalmanagement anbieten, das externe und fest angestellte Mitarbeiter umfasst. Die Softwar..., Inc. und Concur TechnologiesConcur TechnologiesAnbieter von integrierten Lösungen für Reisemanagement und Reisekostenverwaltung, der 2014 von der SAP übernommen wurde. Die SAP bietet dadurch ein neues Modell für die Steuerung von Ressourcen, Prozessen und Reisekosten über das weltweit größte Geschäfts..., Inc., wobei Letztere die in der Unternehmensgeschichte der SAP bislang größte Akquisition darstellt. Mit dem Erwerb von FieldglassFieldglassUnternehmen, das von der SAP 2014 übernommen wurde. Die SAP kann dadurch ihr Cloud-Portfolio stärken und eine einzigartige durchgängige Lösung für das komplette Personalmanagement anbieten, das externe und fest angestellte Mitarbeiter umfasst. Die Softwar... befassten wir uns zunächst auf informatorischer Basis in der ordentlichen März-Sitzung und sodann intensiv in unserer außerordentlichen Sitzung am 25. März. Nachdem uns vom Vorstand alle Aspekte der Übernahme erläutert wurden und wir diese ausführlich diskutiert hatten, stimmten wir auf Empfehlung des Finanz- und Investitionsausschusses dem Erwerb und der Finanzierung des Kaufpreises zu. Im Zuge der geplanten Übernahme von Concur legte uns der Vorstand in der außerordentlichen Sitzung am 18. September detailliert die Gründe für den Erwerb, die Chancen und Risiken, den Preis und die übrigen Konditionen der Unternehmensübernahme dar. Wir diskutierten alle wichtigen Aspekte der Transaktion und stimmten anschließend auf Empfehlung des Finanz- und Investitionsausschusses der Übernahme von Concur und den Finanzierungsmodalitäten zu. Im Wege eines Umlaufbeschlusses im Oktober 2014 erteilten wir auch dem vom Vorstand vorgeschlagenen Vorgehen zur Refinanzierung des Kaufpreisdarlehens für die Akquisition von Concur unsere Zustimmung. Beide Akquisitionen nahmen wir zum Anlass, bei der langfristigen Vergütung, dem Long Term Incentive (LTI), für die Jahre 2014 und 2015 sowie beim Short Term Incentive (STI) 2014 im Einklang mit den maßgeblichen Planbedingungen eine technische Anpassung in Bezug auf die Zielgrößen vorzunehmen. Hierdurch werden durch die Akquisitionen von FieldglassFieldglassUnternehmen, das von der SAP 2014 übernommen wurde. Die SAP kann dadurch ihr Cloud-Portfolio stärken und eine einzigartige durchgängige Lösung für das komplette Personalmanagement anbieten, das externe und fest angestellte Mitarbeiter umfasst. Die Softwar... und Concur entstehende Sondereffekte für die Vorstandsvergütung eliminiert.
Im Geschäftsjahr 2014 galt es auch, einige Entscheidungen im Hinblick auf die Besetzung des Vorstands und des Global Managing Board zu treffen. Aus Anlass des Ausscheidens von Vishal Sikka aus dem Vorstand befassten wir uns in den außerordentlichen Sitzungen am 4. und 13. Mai mit den in diesem Zusammenhang anstehenden Beschlüssen. Wir beriefen in der Sitzung am 4. Mai darüber hinaus Robert Enslin und Bernd Leukert in den Vorstand und bestätigten die Ernennung von Ingrid-Helen Arnold und Stefan Ries zu Mitgliedern des Global Managing Board. Auf Empfehlung des Personal- und Präsidialausschusses stimmten wir in der außerordentlichen Sitzung am 21. Mai 2014 den vertraglichen Bedingungen der Anstellungsverträge der neuen Vorstandsmitglieder einschließlich der Vergütungsregelung sowie den Konditionen der Auf­hebungsvereinbarung mit Vishal Sikka zu.
Neben den zuvor genannten Schwerpunktthemen standen bei unseren Sitzungen folgende Inhalte im Zentrum unserer Beratungen:
In der Aufsichtsratssitzung am 13. Februar 2014 gab uns der Vorstand einen Überblick über das abgelaufene Geschäftsjahr 2013 und informierte uns unter anderem über die aktuelle Marktstellung der SAP. Wir diskutierten mit dem Vorstand die Strategie und die geplanten Schritte zur Umsetzung. Insbe­sondere erläuterte uns der Vorstand die Strategie in den einzelnen Produktfeldern und die geplanten Vereinfachungsmaß­nahmen, die als Kernziel für 2014 definiert wurden. Weiterhin beschäftigten wir uns ausführlich mit der Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2014 und verabschiedeten anhand des vom Vorstand näher erläuterten operativen Plans die vorgelegte Jahresplanung sowie die Investitions- und Liquiditätsplanung für das Geschäftsjahr 2014.
Der Aufsichtsrat befasste sich ferner auf der Grundlage der Empfehlungen des Präsidial- und Personalausschusses mit der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2013. Für den Short Term Incentive (STI) 2013 legten wir die Zielerreichung unter Ausübung des uns nach den Planbedingungen zustehenden Ermessens fest und bestimmten so den Auszahlungsbetrag für die Vorstandsmitglieder. Darüber hinaus erörterten wir die Erreichung der jährlichen finanziellen Ziele für den Mid Term Incentive (MTI) 2011 und stellten den Auszahlungsbetrag des MTI 2011 fest. Zudem legten wir die Zielerreichung der Tranche 2013 des RSU Milestone Plan 2015 fest. Dabei haben wir in Anwendung der Planbedingungen die signifikanten Wechselkursschwankungen im Jahr 2013 eliminiert. Sodann befassten wir uns mit der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2014 und legten die finanziellen Zielgrößen (Key Performance Indicators, KPIs) sowie die konkreten Zielvorgaben für die einzelnen KPIs für den STI 2014, einschließlich ihrer Gewichtung unter­einander, fest. Wir sehen die erhebliche Dynamik des Wandels der SAP hin zum Cloud-Unternehmen und tragen diesen mit. Um dem beschleunigten Wandel auch im Rahmen der Vorstandsvergütung Rechnung zu tragen, änderten wir die Zielwerte der Tranchen 2014 und 2015 des RSU Milestone Plan 2015 in angemessener Weise und legten diese zu konstanten Wechselkursen fest, um zukünftige Wechselkurseinflüsse von vornherein zu vermeiden. Darüber hinaus fassten wir einen Beschluss über die individuelle Zuteilung von Rechten an den Vorstand im Rahmen des RSU Milestone Plan 2015 (Tranche 2014). Abschließend prüften wir die Angemessenheit der individuellen Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2014 und stellten fest, dass diese in Höhe und Struktur sowohl nach objektiven Kriterien als auch hinsichtlich der individuellen Aufgaben und Leistungen jedes einzelnen Vorstandsmitglieds angemessen ist.
In seiner Sitzung am 20. März 2014 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Rechnungslegung und Konzernrechnungslegung der SAP AG für das Geschäftsjahr 2013, mit den von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (KPMG) durchgeführten Abschlussprüfungen und mit dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des im Geschäftsjahr 2013 erzielten Bilanzgewinns der SAP AG. Der Prüfungsausschuss berichtete über alle Themen, für die er im Zusammenhang mit der Rechnungslegung und Konzernrechnungslegung 2013 zuständig ist, insbesondere über Art und Umfang seiner Prüfung der Abschlussunterlagen. Der Ausschuss empfahl uns deren Billigung. An der Bilanzsitzung nahm der Abschlussprüfer teil und berichtete, orientiert an den sechs mit dem Prüfungsausschuss vereinbarten Prüfungsschwerpunkten, eingehend über seine Prüfung. Er erläuterte seine Prüfungsergebnisse und deren Erörterung in den beiden vorangegangenen Sitzungen des Prüfungsausschusses. Die Prüfungsergebnisse wurden mit dem Aufsichtsrat diskutiert, die Beantwortung von Fragen durch den Abschlussprüfer eingeschlossen. Der Aufsichtsrat erteilte dem Ergebnis der Abschlussprüfung seine Zustimmung. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhob der Aufsichtsrat keine Einwände und billigte die Rechnungslegung und Konzernrechnungslegung für das Geschäftsjahr 2013. Wir prüften außerdem den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands und schlossen uns auf Empfehlung des Prüfungsausschusses diesem Vorschlag an. Darüber hinaus verabschiedeten wir unsere Beschlussvorschläge zur Tagesordnung für die Hauptversammlung im Mai 2014. Dabei entsprachen wir mit unserem Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2014 der Empfehlung des Prüfungsausschusses.
In der Bilanzsitzung informierte uns der Vorstand auch über die Prognose für das erste Quartal 2014. Der Präsidial- und Personalausschuss, Technologie- und Strategieausschuss, Finanz- und Investitionsausschuss, Nominierungsausschuss und der Ausschuss für Mitarbeiter- und Organisationsangelegenheiten berichteten jeweils zu den einschlägigen Tagesordnungspunkten oder über ihre zuletzt durchgeführten Ausschusssitzungen.
Konstituierende Sitzung im Mai
Im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung der SAP am 21. Mai 2014 trat der erste Aufsichtsrat der SAP SE zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Er wählte zunächst Hasso Plattner zum Vorsitzenden und Christiane Kuntz-Mayr zur stellvertretenden Vorsitzenden des SE-Aufsichtsrats. Im Anschluss wurden Bill McDermott, Robert Enslin, Bernd Leukert, Luka Mucic und Gerhard Oswald als Mitglieder des ersten Vorstands der SAP SE bestellt und die Laufzeit ihrer Bestellung wurde festgelegt. Wir gaben unseren schriftlichen Bericht über die Gründungsprüfung in Bezug auf die SE-Umwandlung ab. Weitere Tagesordnungspunkte waren die Verabschiedung der Geschäftsordnung des SE-Aufsichtsrats und der Liste der zustimmungspflichtigen Geschäfte gemäß § 19 SE-Ausführungsgesetz, die Bildung der Ausschüsse des ersten SE-Aufsichtsrats und die Wahl der Ausschussmitglieder. Parallel zum neuen Aufsichtsrat der SAP SE existierte zunächst noch der bisherige Aufsichtsrat der SAP AG weiter, bis dessen Amtszeit mit dem Wirksamwerden der Umwandlung endete.
Die erste ordentliche Sitzung des SE-Aufsichtsrats fand am 10. Juli 2014 statt. Gegenstand unserer Sitzung war zunächst die Ernennung des Vorstandsmitglieds, das für den Bereich Arbeit und Soziales verantwortlich zeichnet. Wir stimmten dem Beschluss des Vorstands zu, der entschieden hatte, dass Bill McDermott diese Aufgabe übernehmen solle.
Es folgten der Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf im zweiten Quartal 2014, die Beurteilung des gesamten ersten Halbjahres und die verschiedenen Initiativen im Rahmen der „Run SimpleRun SimpleHandlungsprinzip der SAP, das verdeutlicht, wie SAP-Lösungen unseren Kunden helfen, ihr gesamtes Potenzial zu nutzen, indem sie Komplexität abbauen und Innovationen für zukünftiges Wachstum schaffen. Es beschreibt auch, wie die SAP die Abwicklung von Gesc...“-Kampagne der SAP. Der Vorstand unterrichtete uns dabei insbesondere über das Wachstum im Cloud-Bereich im zweiten Quartal und die allgemeine Wettbewerbssituation der SAP. Wir berieten mit dem Vorstand und den Mitgliedern des Global Managing Board über verschiedene strategische Maßnahmen zur Umsetzung der Unternehmensziele. Der Aufsichtsrat ließ sich außerdem über den aktuellen Stand der Entwicklung im Bereich der SAP-HANA-Technologie informieren. Anschließend befassten wir uns mit den Details der jährlich abzuschließenden Versicherungsverträge zur „Directors & Officers“-Haftpflicht und stimmten diesen zu.
In unserer ordentlichen Sitzung am 9. Oktober 2014 berichtete der Vorstand zunächst über die Geschäftsentwicklung und die vorläufigen Ergebnisse im dritten Quartal. Außerdem diskutierten wir mit dem Vorstand die im Hinblick auf die Geschäfts­entwicklung geplanten strategischen Maßnahmen.
Anschließend verabschiedete der Aufsichtsrat in Übereinstimmung mit dem Vorstand die turnusgemäß im Oktober 2014 zu veröffentlichende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) gemäß § 161 AktG. Der Präsidial- und Personalausschuss berichtete hierzu über seine Prüfung der Entsprechenserklärung in der unmittelbar vorangegangenen Ausschusssitzung. Der Aufsichtsrat stellte außerdem fest, dass ihm eine angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört. Einige Mitglieder des Aufsichtsrats stehen gegenwärtig oder standen im Berichtsjahr entweder selbst oder mit Unternehmen, in denen sie eine hochrangige Position bekleiden oder an denen sie wesentlich beteiligt sind, mit SAP in Geschäftsbeziehungen. Die Geschäfte der SAP mit diesen Personen oder Unternehmen erfolgen beziehungsweise erfolgten dabei zu Bedingungen wie unter fremden Dritten. Diese Geschäfte berühren nach unserer Einschätzung, insbesondere aufgrund ihres begrenzten Umfangs und wirtschaftlichen Gewichts, nicht die Unabhängigkeit der betreffenden Mitglieder des Aufsichtsrats und begründen insbesondere keinen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt im Sinne des DCGK. Bereits im Oktober 2013 hatte der Aufsichtsrat die zur Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit gemäß Ziffer 5.6 DCGK entwickelten Fragebögen ausgewertet und Maßnahmen zur weiteren Effizienzsteigerung beschlossen. Nun prüften wir den Status der Maßnahmen und hielten Folgemaßnahmen fest.
Der Präsidial- und Personalausschuss, der Technologie- und Strategieausschuss und der Investitionsausschuss berichteten jeweils zu den einschlägigen Tagesordnungspunkten über ihre zuletzt durchgeführten Ausschusssitzungen.
Die Ausschüsse haben den Aufsichtsrat in seiner Arbeit effektiv unterstützt und ihm über ihre Tätigkeit berichtet. Im Berichtsjahr waren bis zur Umwandlung in eine Europäische Gesellschaft am 7. Juli 2014 folgende Ausschüsse des Aufsichtsrats der SAP AG eingesetzt:
Präsidial- und Personalausschuss: Hasso Plattner (Vorsitzender), Panagiotis Bissiritsas, Wilhelm Haarmann, Lars Lamadé, Bernard Liautaud, Margret Klein-Magar
Prüfungsausschuss: Erhard Schipporeit (Vorsitzender), Stefan Schulz, Inga Wiele, Klaus Wucherer
Finanz- und Investitionsausschuss: Wilhelm Haarmann (Vorsitzender), Panagiotis Bissiritsas, Hartmut Mehdorn, Kurt Reiner
Technologie- und Strategieausschuss: Hasso Plattner (Vorsitzender), Stefan Schulz (stellv. Vorsitzender), Pekka Ala-Pietilä, Anja Feldmann, Margret Klein-Magar, Christiane Kuntz-Mayr, Bernard Liautaud, Kurt Reiner, Inga Wiele, Klaus Wucherer
Ausschuss für Mitarbeiter- und Organisationsangelegenheiten: Hasso Plattner (Vorsitzender), Anja Feldmann, Wilhelm Haarmann, Christiane Kuntz-Mayr, Lars Lamadé, Hartmut Mehdorn, Mario Rosa-Bian, Stefan Schulz
Vermittlungsausschuss: Hasso Plattner (Vorsitzender), Christiane Kuntz-Mayr, Hartmut Mehdorn, Mario Rosa-Bian
Die Ausschüsse wurden im Zuge der SE-Umwandlung und der Konstituierung des SE-Aufsichtsrats neu gebildet und setzen sich im SE-Aufsichtsrat wie folgt zusammen:
Mit Ausnahme des Vermittlungsausschusses, der im Zuge der Umwandlung gänzlich entfallen ist, waren im Geschäftsjahr 2014 alle Ausschüsse tätig.
Weitere Informationen zu den Ausschüssen des Aufsichtsrats, insbesondere zu den Aufgaben der Ausschüsse im Einzelnen, sind in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB enthalten, die auf der Internetseite der SAP zur Verfügung steht: http://www.sap.com/corporate-de/about/investors/governance/index.html
Im Einzelnen befassten sich die Ausschüsse 2014 vor allem mit folgenden Themen (wobei Ausschusssitzungen, die vor dem 7. Juli 2014 stattfanden, solche der Ausschüsse des Aufsichtsrats der SAP AG waren und Ausschusssitzungen, die nach diesem Datum stattfanden, solche der Ausschüsse des neuen SE-Aufsichtsrats):
Der Präsidial- und Personalausschuss trat im vergangenen Geschäftsjahr zu sechs regulären Sitzungen zusammen und fasste außerdem vier Beschlüsse im Wege des Umlaufver­fahrens. Gegenstand der Beratungen waren hauptsächlich die Vorbereitung der Beschlüsse des Aufsichtsrats zur Vorstandsvergütung und zur Vergütung der Mitglieder des Global Managing Board, der zu Beginn des Jahres turnusgemäß zu erstattende Bericht des Compliance-Beauftragten für Insiderrecht und die Umwandlung der SAP AG in eine SE. In der März-Sitzung erstattete uns der Corporate-Governance-Beauftragte seinen Bericht. Im Juli wurde die neue Geschäftsordnung des im Zuge der SE-Umwandlung neu gebildeten Ausschusses verabschiedet. In der September-Sitzung informierte der Vorstand den Ausschuss über die künftigen Aufgaben des Global Managing Board und die Pläne zu dessen künftiger Zusammensetzung. Der Personal- und Präsidialausschuss hat außerdem jeweils die Beschlüsse des Aufsichtsrats zu den oben beschriebenen Anpassungen der Vorstandsvergütung vorbereitet und seine Beschlussempfehlungen abgegeben. Im Oktober 2014 behandelte der Ausschuss in seiner Sitzung die Befolgung der Empfehlungen des DCGK. Außerdem bereitete er die Entscheidungsfindung des Aufsichtsrats zur Abgabe der Entsprechenserklärung und zur Feststellung der Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder vor.
Der Finanz- und Investitionsausschuss traf sich im vergangenen Geschäftsjahr zu insgesamt vier Sitzungen, von denen eine gemeinsam mit dem Technologie- und Strategieausschuss stattfand. Außerdem führte der Ausschuss eine Beschlussfassung im Umlaufverfahren durch. In seiner Sitzung am 10. März 2014 erhielt der Ausschuss einen Überblick über die mögliche Akquisition von FieldglassFieldglassUnternehmen, das von der SAP 2014 übernommen wurde. Die SAP kann dadurch ihr Cloud-Portfolio stärken und eine einzigartige durchgängige Lösung für das komplette Personalmanagement anbieten, das externe und fest angestellte Mitarbeiter umfasst. Die Softwar..., wurde über den Stand der geplanten Etablierung eines externen Ratings der SAP informiert und befasste sich mit den Aufsichtsratsstandards deutscher börsennotierter Unternehmen zur Prüfung und Analyse von Akquisitionen und deren Finanzierungsstrukturen. Die Übernahme von FieldglassFieldglassUnternehmen, das von der SAP 2014 übernommen wurde. Die SAP kann dadurch ihr Cloud-Portfolio stärken und eine einzigartige durchgängige Lösung für das komplette Personalmanagement anbieten, das externe und fest angestellte Mitarbeiter umfasst. Die Softwar... war Gegenstand der Ausschusssitzung am 25. März 2014. Der Ausschuss wurde vom Vorstand umfassend über die geplante Akquisition informiert und empfahl nach eingehender Prüfung dem Aufsichtsrat, der Akquisition zuzustimmen. In seiner Sitzung am 16. September 2014 befasste sich der Ausschuss ausschließlich mit der Akquisition von Concur. Nach dem ausführlichen Bericht des Vorstands über die strategischen Hintergründe dieser Akquisition sowie umfassender Prüfung und Diskussion innerhalb des Gremiums ging die Empfehlung an den Aufsichtsrat, der Übernahme von Concur zuzustimmen. Am 8. Oktober 2014 fand eine gemeinsame Sitzung mit dem Technologie- und Strategieausschuss statt. Schwerpunkte der Erörterungen beider Ausschüsse waren das Wettbewerbsumfeld der SAP, die Analyse der großen Akquisitionen der vergangenen drei Jahre, die Akquisitionsstrategie, die Umsetzung der Cloud-Plattform-Strategie sowie ein Überblick über die Entwicklung im Bereich Analyselösungen. Am 24. Oktober 2014 sprach der Finanz- und Investitionsausschuss per Umlaufbeschluss seine Empfehlung an den Aufsichtsrat zur geplanten Refinanzierung des Kaufpreis­darlehens für die Akquisition von Concur aus.
Der Prüfungsausschuss kam im Berichtsjahr zu vier Präsenzsitzungen und vier telefonisch abgehaltenen Sitzungen zusammen. Dabei lagen die telefonisch abgehaltenen Sitzungen jeweils kurz vor Veröffentlichung der Quartalsfinanzberichterstattung. In diesen Sitzungen beschäftigte sich der Ausschuss primär mit dem Geschäftsverlauf im jeweiligen Quartal, den Rechnungslegungsprozessen der Quartalsabschlusserstellung, den zur Veröffentlichung anstehenden Zwischenberichten und den Erkenntnissen aus der quartalsweisen Durchsicht ausgewählter Softwareverträge durch den Abschlussprüfer. Ein Schwerpunkt der Präsenzsitzungen im Februar und März waren die Rechnungslegung und Konzernrechnungslegung für das Geschäftsjahr 2013, inklusive der Rechnungslegungsprozesse, des zugehörigen internen Kontrollsystems, der wichtigsten Bilanzierungsmethoden und der Abschlussprüfung. In der Februar-Sitzung beschäftigte sich der Ausschuss außerdem mit den Prüfungsschwerpunkten der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung sowie mit dem Bericht der internen Revision zum Vorjahr, der Organisation und den Prozessen der internen Revision und ihrer Prüfungsplanung für 2014. In der März-Sitzung bereitete der Ausschuss zusätzlich die Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers und zur Ergebnisverwendung vor und beschäftigte sich mit dem Compliance-System der SAP. In der Juli-Sitzung vereinbarte der Ausschuss mit dem Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte sowie die Prüfungsgebühren, behandelte die Arbeit der internen Revision im ersten Halbjahr und die Prüfungsplanung für das zweite Halbjahr und beschäftigte sich mit dem internen Kontrollsystem der SAP. In der Oktober-Sitzung behandelte der Ausschuss den Bericht des Chief Compliance Officer sowie weitere Aspekte des Compliance-Systems und überzeugte sich so von der Funktionsfähigkeit dieses Systems. Weitere Themen dieser Sitzung waren die Versicherungsstrategie der SAP sowie weitere Fragen des Risikomanagementsystems.
Der Technologie- und Strategieausschuss tagte im Geschäftsjahr 2014 in drei Sitzungen, von denen eine gemeinsam mit dem Finanz- und Investitionsausschuss stattfand. Gegenstand der Beratungen waren die wichtigsten technologischen Entwicklungen der Softwarebranche in den nächsten Jahren sowie die Unternehmens- und Produktstrategie der SAP. In seiner Sitzung am 13. März 2014 wurde der Ausschuss vom Vorstand über die fünf wichtigsten strategischen Themen und Ziele der SAP für 2014 informiert. Im Mittelpunkt standen dabei die Cloud-Produkte für Human Capital Management, die neue Strategie im Bereich Customer Relationship Management und die Strategie für die Gestaltung von Benutzer­oberflächen im Rahmen von SAP FioriSAP FioriEine Gruppe erweiterbarer HTML5-Anwendungen, die für wichtige Benutzerrollen ist und auf der Basis von Responsive-Design-Prinzipien eine einheitliche Benutzerführung über alle Geräte bietet. Die Anwendungen von SAP Fiori richten sich an alle Mitarbeiter b.... Weiterhin berichtete uns der Vorstand über den Status von SAP HANA Enterprise CloudSAP HANA Enterprise CloudService, der Kunden ermöglicht, auf Lösungen in der Cloud zuzugreifen. Er beinhaltet Managed-Cloud-Anwendungen, eine In-Memory-Infrastruktur, Managed Services und mit einer zusätzlichen Lizenz die SAP HANA Cloud Platform für die Entwicklung von Individual... sowie über die Bereitstellung der SAP Business SuiteSAP Business SuiteSoftwarepaket, das die Voraussetzungen für eine umfassende Geschäftsprozessplattform schafft, mit der Unternehmen ihre täglichen Arbeitsabläufe effizient und erfolgreich abwickeln können. Die Software unterstützt betriebliche Kernprozesse vom Einkauf über... in der Cloud. Das Produktportfolio war Gegenstand der Sitzung am 9. Juli 2014. Der Ausschuss behandelte die Investitionen in die einzelnen Produktbereiche und die weitere Planung. Außerdem erhielt der Ausschuss einen Überblick über das Sicherheitskonzept für SAP-Cloud-Anwendungen. Ein weiterer Schwerpunkt der Beratungen lag auf der künftigen Produktplanung im Bereich Analyselösungen. Wie bereits berichtet, hielt der Ausschuss am 8. Oktober 2014 zusammen mit dem Finanz- und Investitionsausschuss eine gemeinsame Sitzung mit den zuvor genannten Tagesordnungs­punkten ab.
Der ausschließlich aus Vertretern der Anteilseigner bestehende Nominierungsausschuss war im Berichtsjahr zweimal tätig. Im Februar diskutierte er die zukünftige Zusammen­setzung des Aufsichtsrats im Zusammenhang mit der Umwandlung der SAP AG in eine SE. In der Sitzung am 13. März 2014 bereitete der Ausschuss die Wahlvorschläge an die Hauptversammlung für die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat der SAP SE vor und diskutierte über potenzielle Kandidaten für den Aufsichtsrat.
Der Sonderausschuss hatte bislang die Aufgabe, die externe Rechtsberatung des Aufsichtsrats bei der Ermittlung und Aufarbeitung des dem TomorrowNow-Rechtsstreit zugrunde liegenden Sachverhalts zu koordinieren und zu begleiten. Diese Aufgabe wurde im Zuge der Konstituierung der Ausschüsse des SE-Aufsichtsrats überarbeitet und umfasst nun die Behandlung von außergewöhnlichen Vorgängen, mit denen erhebliche Risiken verbunden sind, beispielsweise große Rechtsstreitigkeiten. Der Ausschuss hielt im abgelaufenen Geschäftsjahr nur eine Sitzung im Oktober ab. Darin ließ sich der Ausschuss von den beauftragten Anwälten über den aktuellen Verfahrensstand des TomorrowNow-Rechtsstreits informieren.
Der Ausschuss für Mitarbeiter- und Organisationsange­legenheiten hielt im Geschäftsjahr 2014 drei Sitzungen ab. In der Sitzung im Januar wurden die Ergebnisse der 2013 durchgeführten Mitarbeiterumfrage vertieft, und der Vorstand stellte die aus den Ergebnissen abgeleiteten Folgeaktivitäten und Maßnahmen vor. In der Sitzung im September standen das Thema Lernen und Weiterbildung, das zukünftige Lernkonzept der SAP und der Einsatz innovativer Lernmethoden sowie die Umsetzung von mitarbeiterbezogenen Projekten auf der Agenda. Eine weitere Sitzung fand am 16. Dezember statt. Der Ausschuss befasste sich dort mit der Personal­strategie und den Schwerpunkten im Bereich Personalwesen für die Jahre 2014 bis 2017 und ließ sich über den aktuellen Stand zu den Themen Führung, People Sustainability, Lernen bei SAP und Gewinnung von Nachwuchskräften berichten.
Der Corporate-Governance-Beauftragte der SAP überwachte die Einhaltung der Empfehlungen des DCGK, deren Befolgung die SAP SE erklärt hat, und berichtete dem Präsidial- und Personalausschuss hierüber umfassend. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gemäß Ziffer 4.3.4 und 5.5.2 DCGK hätten offengelegt werden müssen, sind nicht aufgetreten. Der Aufsichtsrat stimmte dem Abschluss eines Beratungsvertrags mit einer Anwaltssozietät zu und genehmigte außerdem eine Kosten­rechnung im Zusammenhang mit zuvor bereits autorisierten Beratungsleistungen dieser Anwaltssozietät, bei der ein Aufsichtsratsmitglied Partner ist. Das betroffene Aufsichtsrats­mitglied nahm jeweils nicht an der Beratung und Abstimmung teil. Außerdem gab es im Jahr 2013 mehrere Geschäfte mit einem Vorstandsmitglied, die jeweils branchenüblichen Standards entsprachen und nicht wesentlich waren. Diese wurden vom Präsidial- und Personalausschuss genehmigt. Andere Verträge mit Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die eines Beschlusses des Aufsichtsrats bedurft hätten, wurden nicht abgeschlossen.
Über die Umsetzung des DCGK im Einzelnen berichten Vorstand und Aufsichtsrat in ihrem gemeinsamen Corporate-Governance-Bericht. Zudem hat der Aufsichtsrat die Erklärung des Vorstands zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB eingehend geprüft und im Zusammenhang mit dem zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht gebilligt.
Die KPMG hat die Rechnungslegung und Konzernrechnungslegung der SAP SE für das Geschäftsjahr 2014 geprüft. Die Hauptversammlung hatte die KPMG am 21. Mai 2014 auf Vorschlag des Aufsichtsrats, der einer Empfehlung des Prüfungsausschusses entsprach, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählt. Die KPMG hatte, bevor der Aufsichtsrat sie der Hauptversammlung als Abschlussprüfer vorschlug, gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden und dem Prüfungsausschuss bestätigt, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen oder Zweifel an ihrer Unabhängigkeit begründen könnten. Dabei hat die KPMG auch erklärt, in welchem Umfang im vorausgegan­genen Geschäftsjahr Leistungen außerhalb der Abschlussprüfung für das Unternehmen erbracht wurden oder für das folgende Jahr vertraglich vereinbart sind. Der Aufsichtsrat hat mit der KPMG vereinbart, dass diese ihn informiert und im Prüfungsbericht vermerkt, wenn bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen festgestellt werden, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärung zum DCGK ergeben. Die KPMG hat den nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der SAP SE, den gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungs­standards IFRS aufgestellten Konzernabschluss und den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der SAP SE geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Damit hat der Abschlussprüfer bestätigt, dass nach seiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse der Jahresabschluss und der Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SAP SE sowie des SAP-Konzerns vermitteln. Weiterhin hat der Abschluss­prüfer bestätigt, dass der zusammengefasste Konzernlage­bericht und Lagebericht im Einklang mit dem Jahres- beziehungsweise Konzernabschluss stehen, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der SAP SE sowie des SAP-Konzerns vermitteln und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellen. Auch die nach US-amerikanischen Vorschriften erforderliche Prüfung des internen Kontrollsystems im Hinblick auf die Konzernrechnungslegung hat die KPMG mit der Erteilung eines uneingeschränkten Bestätigungsvermerks abgeschlossen. Hierbei bestätigt der Abschlussprüfer, dass die SAP nach seiner Beurteilung in allen wesentlichen Aspekten über effektive Kontrollen im Hinblick auf die Konzernrechnungslegung verfügt. Alle Mitglieder des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats erhielten rechtzeitig die genannten Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte der KPMG sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns.
Am 12. Februar 2015 hat der Vorstand der SAP die Rechnungs­legung und Konzernrechnungslegung für das Geschäftsjahr 2014, bestehend aus dem Jahresabschluss, dem Konzernabschluss und dem zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht, aufgestellt und zur unverzüglichen Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
In der Sitzung des Prüfungsausschusses am 18. März 2015 und in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 19. März 2015 erläuterte der Vorstand die Rechnungslegung und Konzernrechnungslegung sowie seinen Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns. Ferner wurden Fragen der Ausschuss- und Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand beantwortet. In der Sitzung des Prüfungsausschusses wurde zudem der Jahresbericht Form 20-F erläutert.
Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben die Abschlussunterlagen nach ihrer Erläuterung durch den Vorstand unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte der KPMG geprüft. Der in der Sitzung des Prüfungsausschusses und in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats anwesende Abschlussprüfer berichtete dort jeweils ausführlich über die Prüfung und die Prüfungsergebnisse und erläuterte den Prüfungsbericht. Dabei informierte der Abschlussprüfer auch darüber, dass seine Prüfung keine wesentlichen Schwächen des internen Kontroll- und des Risikomanagement-Systems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess ergeben hat. Der Abschlussprüfer wurde sowohl vom Prüfungsausschuss als auch vom Aufsichtsrat eingehend zu den Prüfungsergebnissen und zu Art und Umfang der Prüfungstätigkeit befragt. Ferner berichtete der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat über seine eigene Prüfung der Rechnungslegung und Konzernrechnungslegung, seine Diskussionen mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer sowie seine Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Der Ausschuss berichtete ferner, dass er sich im Rahmen seiner Überwachungsfunktion mit der Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- und des internen Revisionssystems des SAP-Konzerns befasst und sich von der Wirksamkeit der Systeme überzeugt hat.
Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat konnten sich davon überzeugen, dass die Prüfung durch die KPMG ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Sie gelangten insbesondere zu der Überzeugung, dass die Prüfungsberichte – wie auch die Prüfung selbst – den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Der Aufsichtsrat hat daraufhin auf Basis des Berichts und der Empfehlung des Prüfungsausschusses dem Ergebnis der Abschlussprüfung seine Zustimmung erteilt und, da auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwände zu erheben waren, den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht (inklusive der Erklärung des Vorstands zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB) der SAP SE gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmt in seiner Einschätzung der Lage von Gesellschaft und Konzern mit der vom Vorstand im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht zum Ausdruck gebrachten Einschätzung überein. Den vom Vorstand zuvor erläuterten Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns hat der Aufsichtsrat insbesondere unter den Gesichtspunkten der Ausschüttungspolitik, der Auswirkungen auf die Liquidität des SAP-Konzerns sowie der Aktionärsinteressen geprüft – was eine Erörterung mit dem Abschlussprüfer einschloss. Danach stimmte er auf Empfehlung des Prüfungsausschusses dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu und schloss sich diesem an. Schließlich verabschiedete der Aufsichtsrat den vorliegenden Bericht an die Hauptversammlung.
Mit Wirkung vom 4. Mai 2014 wurden Bernd Leukert und Robert Enslin zu Mitgliedern des Vorstands der SAP AG bestellt. Das Vorstandsmandat von Vishal Sikka endete zum 4. Mai 2014. Jim Hagemann Snabe schied mit der Beendigung der Hauptversammlung am 21. Mai 2014 aus dem Vorstand der SAP AG aus. Werner Brandt schied mit Wirkung vom 30. Juni 2014 aus dem Vorstand der SAP AG aus. Sein Nachfolger Luka Mucic trat am 1. Juli 2014 sein Amt an. Die amtierenden übrigen Vorstandsmitglieder der SAP AG wurden im Zuge der Umwandlung der SAP AG in eine Europäische Gesellschaft zu Vorstands­mitgliedern der SAP SE bestellt.
Außerdem wählte die Hauptversammlung der SAP AG am 21. Mai 2014 Hasso Plattner, Pekka Ala-Pietilä, Anja Feldmann, Wilhelm Haarmann, Jim Hagemann Snabe, Bernard Liautaud, Hartmut Mehdorn, Erhard Schipporeit und Klaus Wucherer als Vertreter der Anteilseigner in den ersten Aufsichtsrat der SAP SE. Als Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat der SAP SE sind Panagiotis Bissiritsas, Catherine Bordelon, Margret Klein-Magar, Christiane Kuntz-Mayr, Lars Lamadé, Steffen Leskovar, Kurt Reiner, Mario Rosa-Bian und Stefan Schulz gemäß der SAP-Beteiligungsvereinbarung für die Zeit bis zum Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2015 bestellt. Damit wurde der Aufsichtsrat von 16 auf 18 Mitglieder erweitert.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und des Global Managing Board, den Geschäftsführern der Tochter­gesellschaften sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes Engagement und ihre Leistungen im Geschäftsjahr 2014. Außerdem danken wir unseren Kunden und Partnern, die ebenfalls wesentlich zum Erfolg unseres Unternehmens beigetragen haben.