Source: https://www.integrationsaemter.de/Fachlexikon/Berufsausbildung/77c499i1p/index.html
Timestamp: 2018-02-21 22:40:43
Document Index: 207112672

Matched Legal Cases: ['§ 85', '§ 74', '§ 68', '§ 68', '§ 102', '§ 102', '§ 26', '§ 76']

Da Auszubildende arbeitsrechtlich als Arbeitnehmer anzusehen sind, genießen schwerbehinderte Auszubildende den besonderen Kündigungsschutz (§§ 85ff. SGB IX).
Bei der Veranlagung zur Ausgleichsabgabe zählen Ausbildungsplätze, auf denen schwerbehinderte Auszubildende beschäftigt werden, bei der Berechnung der Mindestzahl von Arbeitsplätzen und der Zahl der Pflichtplätze nicht mit. Schwerbehinderte Auszubildende werden zugleich auf 2, bei besonderen Voraussetzungen auf 3 Pflichtplätze angerechnet (§§ 74 und 76 SGBIX).
Während der Zeit der Berufsausbildung werden behinderte Jugendliche und junge Erwachsene schwerbehinderten Menschen auch dann gleichgestellt (Gleichstellung), wenn der Grad der Behinderung weniger als 30 beträgt oder ein Grad der Behinderung nicht festgestellt ist (§ 68 Abs.4 SGBIX).
Prämien und Zuschüsse zu den Kosten der Berufsausbildung für behinderte Jugendliche, die für die Zeit der Berufsausbildung schwerbehinderten Menschen gemäß § 68 Abs.4 SGB IX gleichgestellt sind (§ 102 Abs.3 SGB IX i.V.m. 26b SchwbAV)
Zuschüsse zu den Gebühren – insbesondere Prüfungsgebühren – bei der Berufsausbildung besonders betroffener schwerbehinderter Jugendlicher (§ 102 Abs.3 SGB IX i.V.m. § 26a SchwbAV)
Einem ausbildenden Arbeitgeber oder einem anderen Arbeitgeber, der einen schwerbehinderten Jugendlichen nach Abschluss der Ausbildung in ein Arbeits- oder Beschäftigungsverhältnis übernimmt, wird die Beschäftigung im ersten Jahr auf 2 Pflichtplätze angerechnet (§ 76 Abs.2 SGB IX).
Ein Arbeitgeber, der schwerbehinderte junge Menschen im Rahmen ihrer Ausbildung in einer Einrichtung der beruflichen Rehabilitation (z.B. im Berufsbildungswerk) Teile ihrer Ausbildung in seinem Betrieb absolvieren lässt, kann diese auf 2 – maximal 3 – Pflichtplätze anrechnen.