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Timestamp: 2020-02-26 23:18:19
Document Index: 29145310

Matched Legal Cases: ['§ 613', '§ 75', '§ 13', '§ 8', '§ 79', '§ 76']

Interessenbekundungsverfahren zur Fortsetzung von Schulsozialarbeit
Interessenbekundungsverfahren zur Fortsetzung von Schulsozialarbeit in freier Trägerschaft an der Neuen Friedländer Gesamtschule (verbundene Regionale Schule und Gymnasium) zum 01.01.2020
Der Arbeitslosenverband Mecklenburg-Strelitz e.V. (ALV MST) fungierte in den letzten Jahren als Träger der Schulsozialarbeit an der Neuen Friedländer Gesamtschule. Aus internen Gründen muss der ALV MST die Trägerschaft für die o.g. Stelle zum 01.01.2020 abgeben.
Für 2020 hat der Träger fristgerecht zum 01.07.2019 einen Antrag auf Förderung entsprechend der Richtlinie III zur „Gewährung von Personal- und Sachkostenzuschüssen für Fachkräfte der Schul- und Jugendsozialarbeit im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte“ vom 01.05.2019 beim Jugendamt gestellt. Der entsprechende Beschluss zur Förderung von Schulsozialarbeit im Landkreis MSE für das Jahr 2020 wird in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 21.11.2019 gefasst.
Die Höhe des Personalkostenzuschusses bemisst sich laut Richtlinie III anhand der zu Grunde gelegten, als förderfähig anerkannten Arbeitgeberbrutto-Gesamtkosten wie folgt: Personalkostenzuschuss aus ESF-Zuwendungen und kreislichen Mitteln wird in Höhe von maximal 60 % gewährt. Die restlichen 40% werden durch den Schulträger getragen (hier Landkreis MSE). Die Personal- und Sachkostenzuschüsse gelten für eine wöchentliche Arbeitszeit von 35 h. Die Vorgaben laut Richtlinie III sind Grundlage für die Bewilligung.
Die Zuwendung ist zweckgebunden für die Durchführung der Schulsozialarbeit mit dem Ziel der Förderung individueller und sozialer Entwicklung von Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und Jungen. Die Förderung soll dazu beitragen, soziale Benachteiligungen und individuelle Beeinträchtigungen zu vermeiden und abzubauen, Ausgrenzungen und Risiken des Scheiterns in der Schule entgegenzuwirken, schulisch weniger Erfolgreiche darin zu unterstützen, ihre Stärken zu entfalten, Ressourcen zu erschließen, Lebensperspektiven zu entwickeln. Durch gezielte sozialpädagogische Hilfen soll das Leistungsvermögen derjenigen Schülerinnen und Schüler erhöht werden, deren Schulerfolg durch besondere Probleme gefährdet oder beeinträchtigt ist.
Bei der Leistungserbringung stellt die Personalübernahme des bisher an der Neuen Friedländer Gesamtschule tätigen Schulsozialarbeiters gemäß § 613a BGB eine Voraussetzung dar.
Die Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule im Rahmen der Schulsozialarbeit ist bei Leistungsübernahme in einem Kooperationsvertrag, in dem zwischen sozial- und schulpädagogischen Aufgaben unterschieden wird, mit der jeweiligen Schule zu regeln (vgl. „Empfehlungen zur Ausgestaltung der Zusammenarbeit im Bereich der Schulsozialarbeit zwischen Jugendhilfe und Schule in Mecklenburg-Vorpommern ab 2015“).
Voraussetzungen/Anforderungen an den neuen Träger:
- anerkannter Träger der Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII
- mehrjährige Erfahrungen im Leistungsbereich § 13 SGB VIII Schulsozialarbeit
- aktive Mitwirkung u. a.:
in der Regionalen Arbeitsgruppe Jugendförderung RSO MST (Träger oder Fachkraft)
im Arbeitskreis Schulsozialarbeit im RSO MST (Fachkraft)
in vorhandenen Netzwerken im Sozialraum (Träger und/oder Fachkraft)
- aktuelle Vereinbarung gemäß §§ 8a/72a SGB VIII mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
und Sicherheit im Umgang mit Kindeswohlgefährdungen sowie Kinderschutzmaßnahmen
- Einordnung der Schulsozialarbeit in das gesamte Leistungsangebot nach SGB VIII des Trägers
- Angemessene Beteiligung an den anfallenden Sachkosten für die Schulsozialarbeit gemäß
Punkt 5.2.3 der Richtlinie III „Gewährung von Personal- und Sachkostenzuschüssen für
Fachkräfte der Schul- und Jugendsozialarbeit im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
Den geeigneten freien Trägern der Jugendhilfe wird Gelegenheit gegeben, bis zum 26. November 2019 für diesen Schulstandort ihr Interesse für ein entsprechendes Leistungsangebot zu bekunden. In diesem Falle ist eine qualifizierte Leistungsbeschreibung unter Berücksichtigung der sozialräumlichen Bedingungen und unter Gewährleistung der Grundsätze und Maßstäbe der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung nach § 79a SGB VIII einzureichen.
Näheres zur Neuen Friedländer Gesamtschule finden Sie hier: http://www.nfg24.de
Die Teilnahmeunterlagen sind im verschlossenen Umschlag und darauf aufgebrachten Sichtvermerk: "Teilnahmeunterlagen IBV SSA 2020 – Neue Friedländer Gesamtschule" im Jugendamt einzureichen:
Frau Cornelia Kühl
Nach Prüfung der eingereichten Unterlagen und entsprechender Empfehlung durch das Fachamt trifft die endgültige Entscheidung dann die Schulkonferenz der Neuen Friedländer Gesamtschule (vgl. § 76 Schulgesetz MV).
Fachinhaltliche Fragen zum Thema beantwortet die zuständige Mitarbeiterin Frau Cornelia Kühl: Telefon 0395 57087 5310; cornelia.kuehl@lk-seenplatte.de
Jugendförderung/ ESF/ Sozialarbeit
E-Mail: cornelia.kuehl@lk-seenplatte.de