Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4049.htm
Timestamp: 2018-12-11 23:09:42
Document Index: 82344672

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 10', '§ 2', '§ 5', '§ 4', '§ 13']

4.049 Bohlweiher
Verordnung des Begierungspräsidiums Südwürttemberg ‑ Hohenzollern als höhere Naturschutzbehörde über das Naturschutzgebiet »Bohlweiher« auf Gemarkung Schlier, Landkreis Ravensburg vom 6. August 1971 (GBl. v. 22.10.1971, S. 411).
Auf Grund der §§ 4, 15 Abs. 1 und 2 sowie 16 Abs. 2 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26.Juni 1935 (RGBI. I S. 821) und des § 10 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 8.Juni 1959 (Ges.Bl. S. 53), beide zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung und Bereinigung von Straf‑ und Bußgeldvorschriften des Landes Baden-Württemberg vom 6. April 1970 (Ges.Bl. S. 111), wird mit Zustimmung des Kultusministeriums Baden-Württemberg folgendes verordnet:
Das in § 2 näher bezeichnete Gebiet »Bohlweiher« auf Gemarkung Schlier, Landkreis Ravensburg, wird mit dem Tage des Inkrafttretens dieser Verordnung in das Naturschutzbuch eingetragen und als Naturschutzgebiet unter den Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes gestellt.
(1) Das Schutzgebiet besteht aus den Flurstücken Nr. 573/1, 573/2, 573/3 und dem in diesem Bereich verlaufenden Teil des FW 9 der Gemarkung Schlier. Es hat eine Größe von 22,10 ha.
(2) Seine Grenzen sind in eine Flurkarte i.M. 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte i. M. 1:25000, rot eingetragen. Diese Karte ist beim Regierungspräsidium Südwürttemberg-Hohenzollern in Tübingen niedergelegt. Weitere Ausfertigungen dieser Karte befinden sich beim Kultusministerium Baden‑Württemberg in Stuttgart, bei der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege in Tübingen, beim Landratsamt in Ravensburg und beim Bürgermeisteramt in Schlier. Sie kann beim Regierungspräsidium, beim Landratsamt und beim Bürgermeisteramt eingesehen worden.
(1) Im Schutzgebiet dürfen, unbeschadet der in § 5 genannten Ausnahmen, keine Veränderungen vorgenommen werden.
· g) die Gewässer zu verändern oder zu beseitigen, Schmutz oder Düngestoffe in die Gewässer einzubringen oder Entwässerungsmaßnahmen durchzuführen,
· h) den Charakter des Gebiets in sonstiger Weise zu verändern; hierunter fällt auch das Einbringen von Dung und Chemikalien,
· i) Bild‑ oder Schrifttafeln anzubringen, soweit sie nicht ausschließlich auf den Schutz des Gebiets hinweisen.
3. Feuer anzuzünden.
· a) die landwirtschaftliche Nutzung im bisherigen Umfang auf den von der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege freigegebenen Teilflächen sowie die jagdliche Nutzung,
· b) Pflegemaßnahmen, die zur Erhaltung des Naturschutzgebiets von der Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege angeordnet werden.
2. vorsätzlich oder fahrlässig den Bestimmungen des § 4 zuwiderhandelt, handelt ordnungswidrig im Sinne des § 13 Abs. 2 Nr. 2. des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes und kann mit einer Geldbuße belegt werden.
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung im Gesetzblatt für Baden –Württemberg in Kraft.
TÜBINGEN, den 6. August 1971