Source: https://www.vorfaelligkeitsentschaedigungsrechner.org/fehlerhafte-widerrufsbelehrung/
Timestamp: 2019-05-25 17:05:14
Document Index: 376538420

Matched Legal Cases: ['§ 355', '§ 488', '§ 495', '§ 361', '§ 355', '§ 126', '§ 357']

Die fehlerhafte Widerrufsbelehrung: Dadurch kann bares Geld gespart werden
Kurzinformationen zur Thematik: Wenn Widerrufsbelehrungen fehlerhaft sind
Wann wird vom Kredit und wann vom Darlehen gesprochen?
Allgemeines zum Widerrufsrecht
Widerrufsbelehrungen innerhalb des Verbrauchervertrages
Was ist ein Verbrauchervertrag?
Widerrufsbelehrung im Kreditvertrag
Das Problem für die fehlerhafte Widerrufsbelehrung der Banken: Das Muster
Was muss in einer Widerrufsbelehrung stehen, damit sie nicht als unwirksam gilt?
Kurze Zusammenfassung, wie Sie die Widerrufsbelehrung vom Darlehensvertrag auf Richtigkeit prüfen:
Was passiert bei einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung im Darlehensvertrag? Einige Beispiele
Die Widerrufserklärung richtig gestalten
Mögliches Muster für eine Widerrufserklärung
Widerrufsbelehrung Beispiel-Muster:
Fehlerhafte Widerrufsbelehrung im Zusammenhang mit der Vorfälligkeitsentschädigung
Aus welchen Teilen besteht die Vorfälligkeitsentschädigung?
Die fehlerhafte Widerrufsbelehrung: Ist eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig?
Lukrativ für den Verbraucher: Der Vertrag vom Kredit beinhaltet eine falsche Widerrufsbelehrung
Was passiert wenn bei der Baufinanzierung eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung existiert?
Zur Umschuldung der Baufinanzierung mit einer Widerrufsbelehrung, die fehlerhaft ist
Die fehlerhafte Widerrufsbelehrung bei einem Hypothekendarlehen
Zur Rückabwicklung eines widerrufenen Darlehensvertrages
Bald treten neue Gesetze zur Beschränkung des Widerrufsrecht in Kraft
Diese Punkte sind zudem bei dem neuen Recht noch zu beachten:
Darlehensvertrag: Ist eine falsche Widerrufsbelehrung vorhanden? Prüfen Sie nach!
Heutzutage sind Kredite und Darlehen keine Besonderheit mehr. Unterschiedliche Optionen für Kredite werden von zahlreichen Banken angeboten, damit auch schon junge Leute die Berührungsängste verlieren. Somit können sie sich schon früher als gedacht etwas Größeres leisten. Allerdings geht das häufig nur mit der Hilfe der finanziellen Mittel von Geldinstituten.
Gerade die erfahrenen Personen der Finanzbranche und die Banken wissen genau, wie sie durch den dargebotenen Kredit oder Darlehen ein Plus für sich erzielen können.
Die Verbraucher und Finanzprofis schließen aus diesem Grund einen Vertrag ab, damit im Nachhinein beide Seiten abgesichert sind und im Streitfall vor Gericht ein Nachweis für den geregelten Ablauf der Übereinkunft, von beiden Seiten aus, besteht.
Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ist der Verbraucher allerdings auch vor einem zu sehr verzwickt geschriebenen Vertrag seitens der Geldinstitute geschützt. Dies ist insofern so, da ein Kreditnehmer das Recht besitzt, von einem Vertrag zurückzutreten, wenn dies im Zeitrahmen der festgelegten Frist des eingegangenen Vertrags passiert.
Die Gründe dafür müssen gemäß §§ 355 BGB nicht gezwungenermaßen angegeben werden. Sondern der Verbraucher hat die Möglichkeit über den Grund seiner Entscheidung stillschweigen zu bewahren.
Auch der Bank können fehler passieren. Daher sollten Sie immer Acht geben auf eine Widerrufsbelehrung.
In den letzten Jahren ist es bei Verträgen dieser Art öfter zu Fehlern gekommen. Die teils einfach falsch formulierten Kredit- und Darlehensverträge können beim Verbraucher zu Irritation führen. Da er allerdings als Konsument zumindest im rechtlichen Sinne ein schützenswerter Marktteilnehmer ist, werden Banken aufgrund ihres Fehlers zur Kasse gebeten. Dies ist zumindest noch für eine Weile der Fall.
Inwiefern ein Kredit- oder Darlehensnehmer die falsche Widerrufsbelehrung für sich richtig und im positiven Sinne nutzen kann und worauf bei den besonderen Verträgen zu achten ist, wird im folgenden Ratgeber genau erklärt.
Bei einer fehlerhaft formulierten Widerrufsbelehrung im Darlehen bzw. Darlehensvertrag hat der Konsument jederzeit die Option, den Vertrag zu kündigen. Das ist besonders geeignet dafür, wenn eine Person den Vertrag vorzeitig verlassen möchte, da hierbei die Vorfälligkeitsentschädigung entfällt.
Generell wird bei einer Vorfälligkeitsentschädigung meist von Banken eine zu hohe Zahlung berechnet. Die entsprechenden Forderungen sind nicht adäquat.
Es ist allerdings möglich, sich die fälschlich gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung rückerstatten zu lassen.
Bei einer Rückerstattung sollte der Kreditnehmer darauf achten, nicht zwangsläufig das Angebot der Bank für ein Anlageangebot anzunehmen. Optimal ist es, sich das Geld lediglich auszahlen zu lassen.
Häufige Fehler bei der Widerrufsbelehrung sind, dass die Adresse des geldgebenden Institutes fehlt oder der gesetzliche Rahmen der Forderungen missachtet wurde. Außerdem muss der Widerruf korrekt formuliert sein und vollständig niedergeschrieben worden sein, was oftmalig nicht der Fall ist.
Oft stellt sich die Frage, ob die beiden Begriffe ein und dieselbe Bedeutung haben oder ob es Unterschiede gibt. Ob es sich um ein Kredit oder Darlehen handelt, ist abhängig von der Laufzeit und dem Gesamtbetrag. Langzeitige Verträge mit einer höheren Summe gelten als Darlehen. Die kürzer laufenden Verträge mit einem niedrigeren Betrag gelten als Kredit.
Das Wort Kredit kann somit also auch als Oberbegriff für ein Darlehen gelten, bezieht jedoch auch weitere Kreditformen wie Bürgschaften mit ein. Bei einem Darlehensvertrag handelt es sich gemäß § 488 BGB um ein für eine bestimmte Dauer zur Verfügung gestelltes Geldmittel mit einer bestimmten Dauer. Generell ist es allerdings eher so, dass weniger zwischen den zwei Begriffen so klar und deutlich differenziert wird.
Das Verträge wichtig sind, wird schnell klar, wenn ein Blick zurück in die Geschichte geworfen wird. Große Entscheidungen und Vereinbarungen wurden mit Verträgen besiegelt und somit festgehalten. Gemäß der Definition regelt ein Vertrag das Verhalten durch gegenseitige Verpflichtungen beider Parteien. Gemäß des Vertragsrechtes gibt es den Grundsatz der da lautet: „pacta sunt servanda“. Diese lateinischen Worte bedeuten: „Verträge sind einzuhalten“.
Ein Vertrag sollte also eingehalten werden, dass ist offensichtlich. Allerdings basieren Verträge auch zu gewissen Maßen auf einer Vertrauensbasis.
Bei dem Vertragsrecht und dem Grundsatz gibt es allerdings auch Ausnahmen für bestimmte Sonderfälle. So gilt zum Beispiel das Widerrufsrecht für einen Vertrag als eine Ausnahme. Gleichzeitig dient es zum Schutz für den Verbraucher.
Seit 2002 ist es gesetzlich so geregelt, dass Verbraucherverträge eine Widerrufsbelehrung haben müssen. In dieser müssen die Regelungen für die Rechte des Vertragspartners aufgelistet stehen.
Ein Verbrauchervertrag besteht zwischen einer Privatperson – dem Kunden – und einem gewerblichen Unternehmen. Daher schließen die Regelungen nicht zwei Parteien ein, welche beiderseits als Privatpersonen fungieren.
Da für Immobilienkredite besondere gesetzliche Anordnungen bestehen, gibt es im folgenden Ratgeber einen Schwerpunkt auf diese und die fehlerhafte Widerrufsbelehrung bei einer Baufinanzierung.
Laut § 495 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) fallen Darlehensverträge bezüglich der Widerrufsbelehrung unter den Begriff des Verbrauchervertrags.
Für die Geldinstitute sind seit 2002 Widerrufsbelehrungen pflichtig. Weiterhin ist es so, dass fehlerhafte Widerrufsbelehrungen korrigiert und alte Verträge umgeschrieben werden müssen.
Wichtig ist dabei, dass sich diese Merkmale innerhalb der neuen Verträge finden lassen:
Auf das Widerrufsrecht muss deutlich hingewiesen werden
Die Anwendung des Rechts muss erklärt werden
Der Beginn und die Dauer der Widerrufsfrist muss enthalten sein
Die Rechtsfolgen eines Widerrufs müssen niedergeschrieben sein
Eine Widerrufsbelehrung muss deutlich für den Leser und Vertragspartner gekennzeichnet sein, nicht in verschlüsselter oder unverständlicher Sprache niedergeschrieben werden und dem Kunden schriftlich vorgelegt werden. Möglichkeiten sind dafür (nach der Umsetzung der Verbraucherrecht-Richtlinie seit 13.06.2014) neben der Briefform auch noch die E-Mail, das Fax oder Telefon. Letzteres muss einen schriftlichen Nachweis der mündlichen Widerrufsbelehrung am Telefon mit einschließen.
Eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung: Bestehen Sie auf Ihr Recht. Lassen Sie den Vertrag von einem Experten prüfen.
Das Bundesjustizministerium (BJM) erstellte 2002 für jeden frei verfügbar eine Musterbelehrung. Dieses Muster für eine Widerrufsbelehrung konnte von den Banken in ihre eigenen Verträge mit eingebunden werden.
Das Problem dabei ist nur, dass die Gerichte feststellten, dass die Formulierungen fehlerhaft sind. In einigen Punkten werden nur sehr vage Aussagen getroffen, die den Leser aufgrund ungenauer Aussagen irritieren.
So heißt es beispielsweise im gesetz, dass den verbraucher im falle einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung schützt (§ 361 BGB a.F. bzw. § 355 BGB a.F.):
„Ist der Fristbeginn streitig, so trifft die Beweislast den Unternehmer.“
Durch diesen Satz macht sich der Vertrag des Geldinstitut für den Kreditnehmer von vornherein anfechtbar.
Trotz einiger Bearbeitungen des Musters vom BMJ, blieben Fehler in der Widerrufsbelehrung. Am 11. Juni 2010 wurde die Musterbelehrung auf die Ebene eines Gesetzes erhoben. Das bedeutet, dass nur noch das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe prüfen kann, ob die enthaltenen Vorgaben gesetzlich stimmig sind.
Eine im Anhang fehlende Widerrufsbelehrung oder die Vermeidung wichtiger Klauseln macht einen Vertrag gemäß der gesetzlichen Vorschriften unvollständig.
Die Vorgaben, um als richtige und später nicht als unwirksame Widerrufsbelehrung durchzugehen sind zum Beispiel:
Die Belehrung muss noch vor Vertragsabschluss dem Kredit- oder Darlehensnehmer in verständlicher Formulierung übergeben werden.
Bestenfalls sollte die Widerrufsbelehrung vom Darlehensvertrag schriftlich erfolgen. Unwirksam wird diese, auch wenn sie auf einem dauerhaften Datenträger gespeichert ist, sofern der Kreditnehmer nicht mit der Methode zum Erhalt der Belehrung einverstanden ist.
Nach § 126b BGB zählen zu den dauerhaften Datenträgern zum einen Medien, die dem Empfänger ermöglichen, befindliche und an ihn gerichtete Erklärung zu speichern und während eines bestimmten Zeitraums einzusehen.
Außerdem muss ein Datenträger fähig sein, die aufbewahrte Erklärung unverändert wiederzugeben.
Demnach gilt eine Veröffentlichung der Widerrufsbelehrung, die nur auf der Internetseite eines Unternehmens zu finden ist, als nicht zulässig (gemäß einem Urteil des Bundesgerichtshofs).
Sie sollten als Kreditnehmer von der Bank über ihr Widerrufsrecht noch vor Vertragsschluss aufgeklärt werden.
Der Name und die Adresse von Ihnen als Verbraucher muss in der Widerrufsbelehrung enthalten sein.
Sie sollten über die Fristen bezüglich Beginn und Dauer eines möglichen Widerrufs in Kenntnis gesetzt werden.
Die Widerrufsfrist startet nie, wenn die Widerrufsbelehrung falsch ist oder im Darlehensvertrag gänzlich fehlt. Für den Kunden kann das daraus folgende Revidieren Geld sparen. Wie zum Beispiel die Vorfälligkeitsentschädigung bei einer fälschlichen Widerrufsbelehrung.
Es sollte grundsätzlich eine Beratung mit Experten stattfinden. Fachanwälte oder Verbraucherzentralen können mit einem Blick in die Widerrufsbelehrung schnell herausfinden, ob das Darlehen fehlerhaft ist.
Daher ist es immer von Vorteil, noch vor Ablauf des Vertrages, einen Fachmann zu konsultieren, der als Unterstützung dient, um den Kreditvertrag nach einer falschen Widerrufsbelehrung durchzusehen.
Wenn Sie selbst Initiative ergreifen und Ihren Darlehensvertrag nach einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung prüfen möchten, gibt es folgende Fehler und die dazugehörigen Konsequenzen, auf die Sie in den Formulierungen achten sollten:
Formulierungen wie „Frist prüfen“ sind irritierend für den Kunden.
Wenn der Start der Widerrufsfrist nicht genau festgesetzt wird, zum Beispiel bei dem Satz „Die Frist beginnt frühestens mit dem Erhalt dieser Widerrufsbelehrung (…)“.
Ebenso kann der folgende Satz irritieren, da auch hier der Beginn der Frist nicht eindeutig formuliert ist: „Der Lauf der Frist für den Widerruf beginnt einen Tag, nachdem dem Darlehensnehmer diese Belehrung mitgeteilt und eine Vertragsurkunde, der schriftliche Darlehensantrag oder eine Abschrift der Vertragsurkunde oder des Darlehensantrages zur Verfügung gestellt wurde.“
Genauso wie die Eindeutigkeit bei dem folgenden Satz fehlt: „Der Lauf der Frist beginnt erst, wenn Ihnen diese Belehrung ausgehändigt worden ist, jedoch nicht bevor uns die von Ihnen unterschriebene Ausfertigung des Darlehensvertrages zugegangen ist.“
Bei dem folgenden Zitat sind die Rechte des Kreditnehmers in keinster Weise mit einbezogen, bzw. finden keinerlei Erwähnung. Es ist ausschließlich auf die zu erbringenden Pflichten hingewiesen worden: „Im Falle des Widerrufes müssen Sie die erhaltene Sache zurück- und gezogene Nutzungen herausgeben. Ferner haben Sie Wertersatz zu leisten soweit die Rückgewähr (…) nach der Natur des Erlangten ausgeschlossen ist. (…)“.
In einer Widerrufserklärung geben Sie der Bank die Informationen, dass Sie den Vertrag auflösen möchten. Da dies durch eine falsche Widerrufsbelehrung im Darlehensvertrag durchaus möglich ist, folgt daher oft die Frage, wie der richtige Widerruf zunächst angegangen werden muss.
Rechnen Sie nach: Bei einem Kredit lohnt es sich die falsche Widerrufsbelehrung zu überprüfen, um Geld zu sparen.
Generell ist zu sagen, dass Sie keineswegs Angaben zu Ihren Gründen der Auflösung machen müssen. Wichtig ist aber, dass das die Bank den Eingang ihrer Widerrufserklärung bestätigt und akzeptiert. Nur dann wird der Widerruf rechtswirksam.
Es ist zum empfehlen, dass Sie ihren Widerruf schriftlich, am Besten per Brief absenden. Wenn Sie sich für den Weg per Mail oder Fax entscheiden, darf eine gültige Unterschrift von Ihnen auf dem Schreiben nicht vergessen werden.
Bei der Post können Sie sich das versendete Schreiben quittieren lassen oder auch gleich als Einschreiben mit Rückschein abgeben. Das besitzen Sie im Streitfall die Möglichkeit einen handfesten Beleg zu besitzen, dass Sie Ihren Kreditvertrag widerrufen haben.
Tipp: Wenn Sie Fehler in der Widerrufsbelehrung haben und den Kreditvertrag kündigen möchten, sollten Sie vorher zur Sicherheit einen Experten über Ihre Erklärung schauen lassen. Dieser klärt Sie darüber auf, welche weiteren Punkte noch zu beachten sind und dass Ihre Restschuld innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Erklärung beim Kreditinstitut zu bezahlen ist.
Sollten Sie nicht die Möglichkeiten haben, in dem vorgegebenen Zeitrahmen die Restschuld zu begleichen, sollten Sie von dem Widerruf absehen bzw. aufschieben und eine Anschlussfinanzierung, wegen der geringen Zinsen anstreben. Die dazu wichtigen Informationen kann Ihnen dann auch noch genauestens ein Fachanwalt geben.
Eine Option zur Erklärung für den Widerruf Ihres Darlehensvertrages bietet dieses Muster. An diesem können Sie sich orientieren, wenn Sie ein Schreiben verfassen möchten.
[Postleitzahl und Wohnort]
[Name des Kreditinstituts]
[Straße und Hausnummer des Kreditinstituts]
[Postleitzahl und Ort des Kreditinstituts]
Nach meiner Widerrufserklärung sind Sie und ich entsprechend §§ 357 Absatz 1, 346 Absatz 1 BGB dazu verpflichtet, die empfangenen Leistungen zurückzugeben. Ich zahle Ihnen das Darlehen sowie die vereinbarten Zinsen zurück. Sofern die aktuell marktüblichen Zinsen unter den vereinbarten Zinsen liegen, erhalten Sie diese.
Als Kreditgeber sind Sie dazu verpflichtet mir meine Leistungen inklusive der daraus gezogenen Nutzungen zurückzuzahlen.
Bitte geben Sie mir detaillierte Auskunft über die Nutzungen und nennen mir die Ausgaben.
Ich gewähre Ihnen meine Ihn schuldigen Zahlungen und werde diese ordnungsgemäß zahlen.
Bitte informieren Sie mich über Ihre gezogenen Nutzungen sowie Ihre Berechnungen bis spätestens [hier Datum einfügen].
Erreicht mich Ihr Schreiben bis zu diesem Zeitpunkt nicht oder sind Ihre Berechnungen nicht korrekt, behalte ich mir vor, einen Fachanwalt dazu zu ziehen und rechtliche Schritte einzuleiten.
Um zu verstehen, was den Banken durch eine Widerrufsbelehrung, die im Vertrag des Darlehen falsch formuliert wurde, an Zahlungen entgeht, muss vorher der Standardfall erklärt werden.
Bei der vorzeitigen Ablösung eines Kredits begeht der Kreditnehmer sozusagen einen Vertragsbruch. Aus dem einfachen Grund, da die von der Bank eingeplante Laufzeit verkürzt wurde. Dementsprechend fehlen der Bank die eingerechneten Zinsen, welche diese ebenfalls bei der Zentralbank zurückzahlen muss. Daher kann die Bank einen Schadensersatz, auch Vorfälligkeitsentschädigung genannt, geltend machen.
Diese Strafzahlung setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen, durch die der Bank ein Gewinn entgangen ist und sie zudem eher noch eine Summe verloren hat, da das Geld selbst von der Zentralbank ebenfalls nur geliehen wurde.
Außerdem hängt der für den Kreditnehmer zu zahlende Strafbetrag der Vorfälligkeitsentschädigung von der Laufzeit seines Vertrags ab, genauso wie von der eigentlichen Summe des Kredits. Je nachdem wie viel eher ein Kunde also den geliehenen Betrag vorzeitig abbezahlen möchte, kann auch die Summe der Vorfälligkeitsentschädigung entsprechend hoch ausfallen. Nicht selten geht es dabei um mehrere tausend Euro.
Ein ordnungsgemäß aufgesetzter Vertrag enthält eine Widerrufsbelehrung, welche den Darlehens- oder Kreditnehmer auf die Strafzahlung hinweist.
Für die Bank eine kleine Krise: Der Refinanzierungsschaden.
Wenn eine Kreditinstitut ein Darlehen an einen Kunden auslegt, dann wird das Geld, welches die Bank sich selbst leiht, so finanziert, dass Sie vom Verbraucher höhere Zinsabgaben verlangt, als sie selber entrichten muss. Die Zinsen des Verbraucher sind also fest eingeplant. Sofern diese wegfallen, entsteht ein Schaden, da nun das Geld für die Zentralbank selbstständig zurückgezahlt werden muss.
Zum einen besteht die Strafzahlung aus dem Refinanzierungsschaden. Bei diesem refinanziert sich die Bank, indem Sie die fehlende Summe als neuen Kredit mit dem aktuellen Zins vergibt. Daher ist bei dem Refinanzierungsschaden der eigentliche Verlust also genau der Geldbetrag zwischen dem Zins des neu vergebenen Kredits und dem, den die Bank an die Zentralbank abzugeben hat.
Außerdem setzt sich der Schaden noch aus dem Margenschaden zusammen. Dieser ist der entgangene Gewinn der Bank. Das vorher fest eingeplante Plus, was das Geldinstitut erzielen möchte und daher die Kredite oder Darlehen vergibt, ist durch ein vorzeitiges Ablösen hinfällig.
Wenn nun ein neues Darlehen vergeben wird, ist der Gewinn nicht so hoch, wie die eigentlich im Voraus eingerechnete Zahlung des alten Vertrags. Das ergibt den Margenschaden.
Es gibt eine Besonderheit, wenn ein Darlehensnehmer gern seinen Kredit frühzeitig abbezahlen möchte: Manche Kunden besitzen einen Widerrufsjoker.
Gibt es eine falsche Widerrufsbelehrung in Ihrem Darlehen bzw. Darlehensvertrag, muss bei einem Widerruf keine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt werden!
Tipp: Möchten Sie Ihr Darlehen vorzeitig ablösen und haben den Widerrufsjoker in der Tasche, dann empfiehlt sich keine Kündigung für Ihr Darlehen. Eine falsche Widerrufsbelehrung gibt Ihnen die besser geeignete Möglichkeit des Widerrufs.
Die Banken versuchen nichtsdestotrotz, die Zahlung der Vorfälligkeitsentschädigung zu bekommen und dass, obwohl sich Fehler in der Widerrufsbelehrung vom Kreditvertrag finden lassen.
Es empfiehlt sich daher, Hilfe von einem Rechtsberater zu holen, wenn Ihre Widerrufsbelehrung im Darlehen falsch ist. Mit seiner Unterstützung kann damit vor Gericht Ihr Recht durchgesetzt werden.
Momentan ist die aktuelle Konjunktur für den Kunden recht passend. Die Zinsen haben sich in den letzten Jahren, zu Gunsten des Kreditnehmers, außerordentlich positiv entwickelt.
Grund dafür ist die Währungskrise von 2008, welche die Zinsen zu einem starken Absturz brachte. Die Europäische Zentralbank (EZB) reagierte nämlich auf die Eurokrise insofern, als dass sie den Leitzins senkte.
Der Leitzins wird, wie schon erwähnt, nur von Seiten der Zentralbank festgelegt. Dieser ist ein strikt festgelegter Zinssatz und steuert demnach die Geldpolitik von Kreditinstituten.
Gerade weil so der Preis von Geldaufnahmen- und anlagen der Geschäftsbanken beeinflusst wird.
Der Wert des Leitzinses ist mit der Währung verbunden. Das bedeutet, dass wenn die Zentralbank den Zinssatz verändert, sich der Kurs des Euros entsprechend verschieben kann.
Dahinter verbirgt sich ein Plan der Europäischen Zentralbank zum Wachstum der Wirtschaft. Insbesondere nach der Wirtschaftskrise 2008. Die Idee dahinter ist die, dass je niedriger der Leitzins ist, desto mehr Kredite werden von den Geldinstituten an Darlehensnehmer vergeben. Die Bürger wiederum bringen das Geld in den Umlauf der Wirtschaft zurück, da sie sich wieder größere Anschaffungen, wie Autos und Häuser, durch die geliehene Summe leisten können.
Gleichzeitig soll so die Arbeitslosenquote reduziert werden, da mehr Arbeitsplätze ausgebaut werden müssen, wenn Menschen mehr Geld ausgeben. Als ein Beispiel lässt sich daher die Einstellungen in Shoppingmalls nennen, weil in Läden wegen höheren Andrangs und Nachfrage mehr Verkäufer eingestellt werden müssen. Dies lässt sich allerdings auch auf weitere Bereiche ausweiten.
Momentan liegt der europäische Leitzins bei 0,05 %. Gemäß diesem, kann ein Kreditinstitut viele Darlehen mit einem unwahrscheinlich günstigen Zinssatz anbieten.
Personen mit einem älteren Vertrag möchten verständlicherweise dementsprechend aus ihrem alten Kreditvertrag raus, um eher die neuen Zinsen zahlen zu müssen. Wodurch einiges an Geld gespart werden kann.
Hat dann noch der Kredit eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung, ist es ein unproblematisches Unterfangen, ohne Geldeinbußen zu wechseln.
Auch bei der Baufinanzierung kann eine falsche Widerrufsbelehrung vorkommen.
Sollten Sie ein Immobilienkredit besitzen und in Ihrem Darlehensvertrag ist eine Widerrufsbelehrung, die fehlerhaft ist, vorhanden, kommt Ihnen das zu Gute.
Bei Immobilienfinanzierungen ist es üblich, dass diese wegen der hohen Summe von Häusern, gleichzeitig über eine längere Zeitdauer abgeschlossen werden.
Daher ist bei einem Baukredit eine falsche Widerrufsbelehrung äußerst wertvoll, insbesondere wenn große Zinsschwankungen vorhanden sind und sich somit eine Umschuldung richtig lohnt.
Vorsicht: Bevor Sie einen Baukredit widerrufen, sollten Sie sich vorher um eine Anschlussfinanzierung kümmern. Das bedeutet, dass Umschuldungsdarlehen muss vorbereitet werden. Machen Sie sich also vorher einen genauen Plan, bevor Sie in die Offensive gehen! Das ist besonders wichtig, da nachdem Ihr Widerruf akzeptiert wurde, meistens nur 30 Tage Zeit sind, um das alte Darlehen abzubezahlen. Gerade wenn Ihnen Sie diese Summe derzeitig noch nicht zur Verfügung steht, sollten Sie sich redlich überdenken, einen Widerruf einzureichen bzw. sich Zeit damit lassen.
Da Kreditinstitute sich über Ihren Kreditnehmer informieren und Banken miteinander kommunizieren, bzw. sich solidarisieren, kann es passieren, dass die Suche nach einem Anschlussdarlehen etwas Zeit in Anspruch nimmt. In einigen Fällen verweigern sogar die Banken eine Kreditaufnahme für bessere Konditionen, wenn bekannt ist, dass ein Widerruf bei einer anderen Bank vorliegt.
Tipp: Ein neuer Darlehensvertrag sollte nur dann bei einem anderen Geldinstitut unterschrieben werden, wenn die Bestätigung des Widerrufes gegeben wurde. Sonst könnte es in der ungünstigsten Situation passieren, dass zwei Banken noch von einem Geld verlangen.
Es besteht die Möglichkeit, sich von der neuen Bank eine Zahlungszusicherung geben zu lassen.
Die Umschuldung definiert sich als Austausch eines Kredits durch eine erneute Kreditaufnahme. In manchen Fällen ist dies um Einiges günstiger und es ist möglich, bares Geld zu sparen, wenn die Option zum Wechsel gegeben ist. Eine falsche Widerrufsbelehrung bei einer Baufinanzierung kann also der Grund sein, damit das Geld nun problemlos umgeschuldet werden kann und nicht die Kosten der Vorfälligkeitszahlung auf einen zukommen.
Eine falsche Widerrufsbelehrung kann Ihnen bei der Vorfälligkeitsentschädigung bares Geld sparen!
Gerade bei hohen Summen, die nun einmal Immobilien, zum Beispiel bei einem Hypothekendarlehen mit sich bringen, bietet sich an, den Vertrag genau zu überprüfen. Stellen Sie also vorher anhand Ihres Vertrags fest, ob die Bank die Widerrufsbelehrung falsch ausgestellt hat.
Auch bei einem Hypothekendarlehen steht demnach einer Umschuldung nichts mehr im Wege, sofern Sie dafür bereit sind und den Joker für den Widerruf besitzen.
Sie sollten allerdings beachten, dass Kreditinstitute bei einer Kündigung von einem Darlehen, die Absicht dazu, dem Kunden häufig nicht allzu leicht machen. Der Prozess zwischen Ihnen und der Bank kann zum langen Hin und Her werden, zwischen Bank und Ihnen als Darlehensnehmer. Damit alles sicher und für Sie unkomplizierter abläuft, empfiehlt es sich, einen Rechtsbeistand hinzuzuziehen.
Bei einer Rückabwicklung muss die Bank, die vom Kreditnehmer geleisteten Zahlungen, wie auch Zinsen, Bearbeitungs- und Schätzungskosten zurückzahlen. Die Restschuld wird mit dem aktuellen Marktzins zurückgezahlt.
Als Kunde besteht nicht die Pflicht den vereinbarten Sollzinssatz anzunehmen.
Insbesondere gilt das, wenn der eigentliche, marktübliche Zins für ein ähnlichen Kredit bei der Vertragsschließung niedriger gewesen ist.
Die Banken müssen die gezogenen Nutzungen des Kreditnehmers herausgeben und zudem das bereits erhaltene Geld, welches als Anlage für wirtschaftliches Erfolge eingeplant war.
Kreditinstitute sind verpflichtet schon gezahlte Raten mit 5 % über den Basiszinssatz zu verzinsen, um davon im möglichen Fall der Rückabwicklung, dem Kreditnehmern zurückzuzahlen oder mit den verpflichtenden Beträgen zu verrechnen.
Bei einer falschen Widerrufsbelehrung: Der Vertrag zum Darlehen kann dadurch Punkte enthalten die unwirksam werden.
Wer im Darlehen eine Widerrufsbelehrung hat, welche fehlerhaft formuliert ist, muss schnell handeln.
Denn die zahlreichen Widerrufe führen zu einigen Kosten bei den Banken, sodass demnächst eine neue Richtlinie eingeführt wird und neue Gesetze das Widerrufsrecht beschränken.
Ab dem 31.03.2016 ändert sich die europäische Richtlinie (2014/17/EU) und der Verbraucherschutz wird begrenzt. Diese Vereinbarungen wurde bereits 2014 beschlossen.
Dabei soll nach der neuen Richtlinie die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung geregelt werden, damit hier keine überhöhten Zahlungen seitens der Bank mehr gefordert werden können.
Allerdings wird auch das Widerrufsrecht von Verbrauchern beschränkt, wonach eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung zukünftig nicht mehr zu einer andauernden Widerrufsfrist beitragen kann.
Nachdem die Richtlinie in Gang gesetzt wird, darf die Widerrufsfrist nach Vertragsabschluss maximal ein Jahr und 14 Tage betragen. Dies schließt ebenfalls falsche und nicht vorhandene Widerrufsbelehrungen ein.
Außerdem soll die Rechtsverordnung genauso für Verträge gelten, welche zeitlich vor dem europäischen Rechtsbeschluss geschlossen wurde.
Es gilt dann nach dem neuen Recht der Vertrauensschutz, bei dem es heißt, ein Bürger muss auf sein zustehendes Recht vertrauen können. Das bedeutet, ein Gesetz darf nicht zum Nachteil eines Bürgers rückwirkend wirken.
Wahrscheinlich wird es nach dem Inkrafttreten des Gesetzes eine Karenzzeit geben. Es wird davon ausgegangen, dass diese Zeitspanne sich um die drei Monate beläuft. Innerhalb dieses Zeitraums, soll die Rechtslage noch für die alten Verträge gelten.
Die neue Richtlinie 2014/17/EU ist nach der Ansicht von Experten widersprüchlich zu dem Grundsatz des Vertrauensschutzes. Insbesondere weil diese Verträge, welche zwischen 2002 und 2014 entstanden sind, auf einer bestimmte Rechtsgrundlage basieren. Diese besagt, dass ein ewiges Widerrufsrecht durch eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung besteht. Allerdings wird das neue Gesetz auch auf Personen zutreffen, welche eben diese Verträge besitzen. Kleinlich gesprochen, verletzt die Ordnung demnach den vorangegangenen Grundsatz.
Bezüglich der Karenzzeit sollten Sie beachten, ob Sie einen Vertrag besitzen, welcher zwischen 2002 und 2010 abgeschlossen wurde. Bei diesen alten Verträgen ist es so, dass Sie ein Widerrufsverfahren wegen der fehlerhaften Widerrufsbelehrung nur noch bis spätestens Juli 2016 veranlassen können.
Daher ist unter diesen Umständen nun Eile geboten. Lassen Sie Ihren Kredit- oder Darlehensvertrag möglichst schnell von einem Fachanwalt oder einer Verbraucherzentrale prüfen. Auch die im Text genannten Zitate und Fallmöglichkeiten können Ihnen schon vorher ein paar Hinweise liefern, ob Ihr alter Vertrag eine falsche Widerrufsbelehrung aufweist.
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