Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=7%20ABR%2012/03
Timestamp: 2018-07-19 13:04:47
Document Index: 386396374

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 78', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 44', '§ 44', '§ 44', '§ 44', '§ 44', '§ 40', '§ 40', '§ 44', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 78', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 23', '§ 23', '§ 40', '§ 42', '§ 40', '§ 46', '§ 40']

Rechtsprechung: 7 ABR 12/03 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BAG, 03.09.2003
Anspruch des Betriebsrats auf Zugang zum Internet; Anspruch auf Übernahme laufender Kosten; Anspruch auf Zugang zu Informationstechnik und Kommunikationstechnik in erforderlichem Umfang; Abwägung der Interessen der Belegschaft und der berechtigten Interessen des Arbeitgebers; Interesse des Arbeitgebers an der Begrenzung der Kostentragungspflicht
Betriebsrat: Internet und Intranet müssen drin' sein
BetrVG §§ 2 40 Abs. 2 § 78
heise.de (Pressebericht, 07.09.2003)
Betriebsrat will ans Netz - Arbeitgeber muss Internet-Anschluss einrichten
Arbeitgeber darf Betriebsratsbeiträge im Intranet nicht entfernen
Recht eines Betriebsrates auf Internet und Intranet
Internet-Flatrate für den Betriebsrat
Zusammenfassung von "Der Internetzugang für den Betriebsrat" von Dr. Wolf Hunold, original erschienen in: NZA 2004, 370 - 372.
Zusammenfassung von "Anmerkung zu den Entscheidungen des BAG vom 3.9.2003, 7 ABR 8/03 und 7 ABR 12/03 (Anspruch des Betriebstrats auf Internetzugang)" von Prof. Dr. Peter Wedde, original erschienen in: AiB 2004, 693 - 695.
ArbG Elmshorn, 16.05.2002 - 3 BV 7d/02
ArbG Elmshorn, 04.07.2002 - 2 BV 25d/02
LAG Schleswig-Holstein, 31.10.2002 - 1 TaBV 16/02
BAGE 107, 231
MDR 2004, 515
NZA 2004, 280
DB 2004, 493
K&R 2004, 239
a) Der Betriebsrat kann nach der ständigen Rechtsprechung des Senats (vgl. etwa 16. Mai 2007 - 7 ABR 45/06 - Rn. 21 mwN, BAGE 122, 293; 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - zu B II 2 a der Gründe, BAGE 107, 231) einen Internetzugang allerdings - ebenso wie die anderen in § 40 Abs. 2 BetrVG genannten Mittel - nur verlangen, wenn dies zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der ihm nach dem Gesetz obliegenden Aufgaben erforderlich ist.
Damit ließe sich nicht in Einklang bringen, gerade in dem kostenintensiven Bereich moderner Bürotechnik, anders als bei den übrigen Sachmitteln, auf die Prüfung der Erforderlichkeit zu verzichten (…BAG 16. Mai 2007 - 7 ABR 45/06 - aaO; 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - aaO).
Diese Grundsätze gelten auch für das Verlangen des Betriebsrats auf Überlassung von Informations- und Kommunikationstechnik (vgl. BAG 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - zu B der Gründe, BAGE 107, 231).
Der Betriebsrat kann sich mit Hilfe der im Internet zur Verfügung stehenden Suchmaschinen zu einzelnen betrieblichen Problemstellungen umfassend informieren, ohne auf Zufallsfunde in Zeitschriften oder Zeitungen, veralteten Kommentierungen oder Gerichtsentscheidungen angewiesen zu sein (BAG 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - zu B II 2 b der Gründe, BAGE 107, 231).
Bedeutsam im Rahmen der Berücksichtigung betrieblicher Interessen können schließlich auch das betriebsübliche und das auf Arbeitgeberseite vorhandene Ausstattungsniveau sein (BAG 23. August 2006 - 7 ABR 55/05 - Rn. 16, AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 88; 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - zu B II 2 b der Gründe, BAGE 107, 231).
Dabei hat er die Interessen der Belegschaft an einer sachgerechten Ausübung des Betriebsratsamts einerseits und berechtigte Interessen des Arbeitgebers andererseits, auch soweit sie auf eine Begrenzung seiner Kostentragungspflicht gerichtet sind, gegeneinander abzuwägen (st. Rspr., vgl. etwa BAG 12. Mai 1999 - 7 ABR 36/97 - BAGE 91, 325 = AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 65 = EzA BetrVG 1972 § 40 Nr. 87, zu B III 2 a der Gründe; 27. November 2002 - 7 ABR 33/01 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 76 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 1, zu B II 1 der Gründe; 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - BAGE 107, 231 = AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 79 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 6, zu B I der Gründe).
Die Würdigung des Landesarbeitsgerichts, ob der Betriebsrat die Überlassung von Büropersonal im verlangten Umfang für erforderlich halten durfte, kann im Rechtsbeschwerdeverfahren ebenfalls nur eingeschränkt daraufhin überprüft werden, ob Rechtsbegriffe verkannt, Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungssätze verletzt oder wesentliche Umstände übersehen worden sind (vgl. zum Sachmittelanspruch: BAG 27. November 2002 - 7 ABR 33/01 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 76 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 1, zu B II 1 der Gründe; 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - BAGE 107, 231 = AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 79 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 6, zu B I der Gründe, jeweils mit weiteren Nachweisen).
Damit ließe sich nicht in Einklang bringen, gerade in dem kostenintensiven Bereich moderner Bürotechnik, anders als bei den übrigen Sachmitteln, auf die Prüfung der Erforderlichkeit zu verzichten (vgl. zur Nutzung von Internet und Intranet: BAG 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - BAGE 107, 231 = AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 79 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 6, zu B II 2 a der Gründe; 3. September 2003 - 7 ABR 12/03 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 78 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 5, zu B I 2 b der Gründe; 1. Dezember 2004 - 7 ABR 18/04 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 82 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 8, zu B II 2 a der Gründe; 23. August 2006 - 7 ABR 55/05 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 88, zu II 1 der Gründe).
Dabei hat er die Interessen der Belegschaft an einer sachgerechten Ausübung des Betriebsratsamts einerseits und berechtigte Interessen des Arbeitgebers, auch soweit sie auf eine Begrenzung der Kostentragungspflicht gerichtet sind, gegeneinander abzuwägen (st. Rspr., vgl. etwa BAG 3. September 2003 - 7 ABR 12/03 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 78 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 5, zu B I 1 der Gründe; 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - BAGE 107, 231 = AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 79 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 6, zu B I der Gründe; 1. Dezember 2004 - 7 ABR 18/04 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 82 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 8, zu B I 1 der Gründe).
Diese Grundsätze gelten auch für das Verlangen des Betriebsrats auf Überlassung von Informations- und Kommunikationstechnik (BAG 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - aaO, zu B II 2 a aa der Gründe).
Bedeutsam im Rahmen der Berücksichtigung betrieblicher Interessen können schließlich das betriebsübliche und konkret das auf Arbeitgeberseite vorhandene Ausstattungsniveau sein (BAG 23. August 2006 - 7 ABR 55/05 - Rn. 16, AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 88; 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - zu B II 2 b der Gründe, BAGE 107, 231).
BAG, 23.08.2006 - 7 ABR 55/05
Dabei hat er die Interessen der Belegschaft an einer sachgerechten Ausübung des Betriebsratsamts einerseits und berechtigte Interessen des Arbeitgebers, auch soweit sie auf eine Begrenzung der Kostentragungspflicht gerichtet sind, gegeneinander abzuwägen (st. Rspr., vgl. etwa BAG 3. September 2003 - 7 ABR 12/03 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 78 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 5, zu B I 1 der Gründe; 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - BAGE 107, 231 = AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 79 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 6, zu B I der Gründe; 1. Dezember 2004 - 7 ABR 18/04 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 82 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 8, zu B I 1 der Gründe) .
Da der Betriebsrat seine Geschäfte eigenständig und eigenverantwortlich führt, ist er grundsätzlich in der Entscheidung darüber frei, auf welche Weise er sich die zur Erfüllung seiner Aufgaben notwendigen Informationen verschafft (BAG 25. Januar 1995 - 7 ABR 37/94 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 46 = EzA BetrVG 1972 § 40 Nr. 73, zu B 4 der Gründe; 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - BAGE 107, 231 = AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 79 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 6, zu B II 1 der Gründe) .
Die fortschreitende technische Entwicklung und die Üblichkeit der Nutzung technischer Mittel ist im Rahmen von § 40 Abs. 2 BetrVG nur von Bedeutung, wenn sie sich in den konkreten betrieblichen Verhältnissen niedergeschlagen hat, die der Betriebsrat im Rahmen seiner Prüfung, ob ein Sachmittel für die Erledigung seiner Aufgaben erforderlich ist, zu berücksichtigen hat (BAG 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - BAGE 107, 231 = AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 79 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 6, zu B II 2 a der Gründe) .
LAG Hamm, 15.07.2005 - 10 TaBV 2/05
Kosten und Sachaufwand des Betriebsrats Internetanschluss Erforderlichkeit
Darüber hinaus kann sich der Betriebsrat mit Hilfe der im Internet zur Verfügung stehenden Suchmaschinen zu einzelnen betrieblichen Problemstellungen umfassend informieren, ohne auf Zufallsfunde in Zeitschriften oder Zeitungen, veralteten Kommentierungen oder längere Zeit zurückliegenden Gerichtsentscheidungen angewiesen zu sein (BAG, Beschluss vom 03.09.2003 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 79).
Auch der Neufassung des § 40 Abs. 2 BetrVG hat der Arbeitgeber die begehrten Sachmittel lediglich im erforderlichen Umfang zur Verfügung zu stellen (BAG, Beschluss vom 03.09.2003 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 79 - unter B. II. 2. a) der Gründe; BAG, Beschluss vom 01.12.2004 - 7 ABR 18/04 - z.V.v.; LAG Köln, Beschluss vom 27.09.2001 - NZA-RR 2002, 251; Fitting/Engels/ Schmidt/Trebinger/Linsenmaier, BetrVG, 22. Aufl., § 40 Rz. 127; Hunold, NZA 2004, 370).
Dabei hat er die Interessen der Belegschaft an einer sachgerechten Ausübung des Betriebsratsamts und berechtigte Interessen des Arbeitgebers, auch soweit sie auf eine Begrenzung seiner Kostentragungspflicht gerichtet sind, gegeneinander abzuwägen (BAG, Beschluss vom 12.05.1999 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 65; BAG, Beschluss vom 03.09.2003 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 79; BAG, Beschluss vom 01.12.2004 - 7 ABR 18/04 - z.V.v.).
Die fortschreitende technische Entwicklung ist im Rahmen des § 40 Abs. 2 BetrVG nur dann von Bedeutung, wenn sie sich in den konkreten betrieblichen Verhältnissen niedergeschlagen hat, die vom Betriebsrat im Rahmen seiner Prüfung, ob die Sachmittel für die Erledigung seiner Aufgaben erforderlich ist, zu berücksichtigen sind (BAG, Beschluss vom 03.09.2003 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 79 - unter B. II. 2. a) cc) der Gründe).
Mit Hilfe des Internets lässt sich schnell und umfassend über arbeits- und betriebsverfassungsrechtliche Entwicklungen in Rechtsprechung und Gesetzgebung unterrichten (BAG, Beschluss vom 03.09.2003 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 79).
Damit ließe sich nicht in Einklang bringen, gerade in dem kostenintensiven Bereich moderner Bürotechnik, anders als bei den übrigen Sachmitteln, auf die Prüfung der Erforderlichkeit zu verzichten (BAG 16. Mai 2007 - 7 ABR 45/06 - Rn. 21 mwN, BAGE 122, 293; 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - zu B II 2 a der Gründe, BAGE 107, 231).
Bedeutsam im Rahmen der Berücksichtigung betrieblicher Interessen können schließlich auch das betriebsübliche und konkret das auf Arbeitgeberseite vorhandene Ausstattungsniveau sein (BAG 23. August 2006 - 7 ABR 55/05 - Rn. 16, AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 88; 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - zu B II 2 b der Gründe, BAGE 107, 231).
LAG Berlin-Brandenburg, 09.07.2008 - 17 TaBV 607/08
Diese ist auf die Prüfung beschränkt, ob das verlangte Sachmittel auf Grund der konkreten betrieblichen Situation der Erledigung der gesetzlichen Aufgaben des Betriebsrats dient und der Betriebsrat bei seiner Entscheidung nicht nur die Interessen der Belegschaft, sondern auch die berechtigten Interessen des Arbeitgebers berücksichtigt hat (ständige Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts, vgl. hierzu nur BAG, Beschluss vom 16. Mai 2007 - 7 ABR 45/06 - AP Nr. 90 zu § 40 BetrVG 1972;… Beschluss vom 23. August 2006 - 7 ABR 55/05 - AP Nr. 88 a.a.O.; Beschluss vom 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - AP Nr. 79 a.a.O, jeweils m.w.N.).
Durch sie wird der Betriebsrat in die Lage versetzt, sich zielgerichtet zu informieren; er ist - wie das Bundesarbeitsgericht in seiner Entscheidung vom 3. September 2003 (7 ABR 8/03) festgestellt hat - nicht auf Zufallsfunde in Zeitschriften oder Zeitungen, veralteten Kommentierungen oder längere Zeit zurückliegenden Gerichtsentscheidungen angewiesen.
Dabei hat er die Interessen der Belegschaft an einer sachgerechten Ausübung des Betriebsratsamts einerseits und berechtigte Interessen des Arbeitgebers, auch soweit sie auf eine Begrenzung der Kostentragungspflicht gerichtet sind, gegeneinander abzuwägen (st. Rspr., vgl. etwa BAG 3. September 2003 - 7 ABR 12/03 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 78 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 5, zu B I 1 der Gründe; 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 -BAGE 107, 231 = AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 79 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 6, zu B I der Gründe; 1. Dezember 2004 - 7 ABR 18/04 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 82 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 8, zu B I 1 der Gründe).
LAG Schleswig-Holstein, 27.01.2010 - 3 TaBV 31/09
Betriebsrat, Betriebsratsbüro, Ausstattung, Büroarbeiten, Schriftverkehr, …
LAG Niedersachsen, 09.03.2007 - 3 TaBV 47/06
BAG, 25.08.2006 - 7 ABR 55/05
Verpflichtung des Arbeitgebers zur Bereitstellung eines Internetanschlusses für …
LAG Köln, 19.01.2006 - 6 TaBV 55/05
Betriebsrat; Sachmittel; Internetanschluss
LAG Baden-Württemberg, 18.02.2009 - 12 TaBV 17/08
LAG Nürnberg, 19.03.2008 - 4 TaBV 35/07
LAG Schleswig-Holstein, 22.07.2009 - 6 TaBV 15/09
Betriebsrat, Sachmittel, Erforderlichkeit, Internet, Internetzugang
LAG Rheinland-Pfalz, 30.06.2004 - 10 TaBV 880/03
Faxgerät und Zugang zum Internet für den Betriebsrat
LAG Hamm, 18.06.2010 - 10 TaBV 11/10
LAG Hamm, 16.09.2005 - 13 TaBV 66/05
Betriebsrat; Zugang; Internet; E-Mail; Erforderlichkeit
LAG Hessen, 05.11.2009 - 9 TaBV 241/08
Veröffentlichungen des Betriebsrates im Intranet - keine Vorzensur durch den …
LAG Rheinland-Pfalz, 26.06.2006 - 8 TaBV 4/06
LAG Hamm, 20.05.2011 - 10 TaBV 81/10
Mobiltelefon mit Prepaid-Karte für Betriebsratsvorsitzende; unbegründeter Antrag …
LAG Hessen, 09.07.2009 - 9 TaBV 258/08
LAG Hessen, 09.07.2009 - 9 TaBV 13/09
LAG Sachsen-Anhalt, 23.06.2010 - 4 TaBV 4/10
Anspruch eines Betriebsrats auf einen PC mit Internet-Zugang und ein Mobiltelefon
LAG Düsseldorf, 14.12.2004 - 8 (9) TaBV 53/04
Pflicht zur Gestattung der Veröffentlichung von Beiträgen im Intranet durch den Betriebsrat; Prüfung der Erforderlichkeit der vom Betriebsrat benötigten Sachmittel; Grundsatz der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber; Anspruch des Betriebsrats auf Kommunikationstechnik und Informationstechnik; Auswahlrecht des Arbeitgebers bei der Beschaffung von Sachmitteln; Behinderung der Amtstätigkeit des Betriebsrats durch den Arbeitgeber
Zusammenfassung von "Urteilsanmerkung zur Entscheidung des BAG v. 3.9.2003, 7 ABR 12/03, (Intranetzugang für Betriebsrat)" von RAin Evelyn Klasen, original erschienen in: CR 2004, 451 - 456.
Zusammenfassung von "Die Gewerkschaften im elektronischen Netzwerk des Arbeitgebers" von RA Dr. Sebastian Hopfner, Ass. iur. Michael Schrock, original erschienen in: DB 2004, 1558 - 1561.
MDR 2004, 516
NZA 2004, 278
BB 2004, 668
DB 2004, 491
Dazu zählt die Mitbenutzung eines dienststelleninternen elektronischen Kommunikationssystems (Intranet, E-Mail), wenn dieses System generell zum Nachrichtenaustausch zwischen Dienststellenleitung und Beschäftigten verwandt wird (…vgl. Lorenzen, in: Lorenzen/Etzel/Gerhold/Schlatmann/Rehak/ Faber, Bundespersonalvertretungsgesetz, § 44 Rn. 40f;… Altvater/Hamer/Kröll/ Lemcke/Peiseler, Bundespersonalvertretungsgesetz, 6. Aufl. 2008, § 44 Rn. 56a;… Ilbertz/Widmaier, Bundespersonalvertretungsgesetz, 11. Aufl. 2008, § 44 Rn. 20d;… Fischer/Goeres/Gronimus, in: GKÖD Bd. V, K § 44 Rn. 73f;… Jacobs, in: Richardi/Dörner/Weber, Personalvertretungsrecht, 3. Aufl. 2008, § 44 Rn. 83; zum Betriebsverfassungsrecht: BAG, Beschlüsse vom 3. September 2003 - 7 ABR 12/03 - AP Nr. 78 zu § 40 BetrVG 1972 Bl. 732 f. und vom 1. Dezember 2004 - 7 ABR 18/04 - AP Nr. 82 zu § 40 BetrVG 1972 Bl. 1298).
Diese ergeben sich aus dem Gesetz und müssen im Streitfall durch die Gerichte im Wege der Auslegung und Anwendung der einschlägigen Vorschriften näher bestimmt werden (vgl. BAG, Beschlüsse vom 3. September 2003 a.a.O. Bl. 731 R, 732 …und vom 1. Dezember 2004 a.a.O. Bl. 1297 R).
Ein Beurteilungsspielraum des Personalrates kommt in Betracht hinsichtlich der Frage, ob und in welchem Umfang er Sachmittel zur Erledigung seiner Aufgaben benötigt (…vgl. zu den Kosten von Schulungsveranstaltungen: Beschluss vom 14. Juni 2006 - BVerwG 6 P 13.05 - BVerwGE 126, 122 = Buchholz 250 § 44 BPersVG Nr. 35 Rn. 12 m.w.N.; zur Intranetnutzung durch den Betriebsrat: BAG, Beschlüsse vom 3. September 2003 a.a.O. Bl. 731 R, 732 …und vom 1. Dezember 2004 a.a.O. Bl. 1297 R).
Dieses hat den Anspruch des Betriebsrates gegen den Arbeitgeber darauf bejaht, die eigenmächtige Entfernung seiner Informationen und Beiträge aus dem Intranet zu unterlassen, und den Arbeitgeber bei unzulässigen Veröffentlichungen des Betriebsrates auf den Rechtsweg verwiesen (Beschluss vom 3. September 2003 a.a.O. Bl. 733 R, 734; ebenso LAG Hamm…, Beschluss vom 12. März 2004 - 10 TaBV 161/03 - juris Rn. 60).
Nach der Gesetzesbegründung handelt es sich bei der Neufassung des § 40 Abs. 2 BetrVG lediglich um eine klarstellende Regelung (BTDrucks 14/5741 S. 41), so dass die schon zuvor geltenden Grundsätze für die Bereitstellung von Sachmitteln für die betriebliche Interessenvertretung unberührt geblieben sind (vgl. dazu BAG, Beschluss vom 3. September 2003 a.a.O. Bl. 732 R).
Dabei hat er die Interessen der Belegschaft an einer sachgerechten Ausübung des Betriebsratsamts einerseits und berechtigte Interessen des Arbeitgebers, auch soweit sie auf eine Begrenzung seiner Kostentragungspflicht gerichtet sind, gegeneinander abzuwägen (zuletzt BAG 3. September 2003 - 7 ABR 12/03 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 78 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 5, zu B I 1 der Gründe; 3. September 2003 - 7 ABR 8/03 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 79 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 6, zu B I der Gründe).
Das hat der Senat bereits im September 2003 (3. September 2003 - 7 ABR 12/03 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 78 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 5, zu B I 2 der Gründe) entschieden und wird von den Beteiligten auch nicht in Frage gestellt.
Damit ließe sich nicht in Einklang bringen, wenn gerade in dem kostenintensiven Bereich moderner Bürotechnik anders als bei den übrigen Sachmitteln auf die Prüfung der Erforderlichkeit verzichtet würde (BAG 3. September 2003 - 7 ABR 12/03 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 78 = EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 5, zu B I 2 b cc der Gründe).
Dabei hat er die Interessen der Belegschaft an einer sachgerechten Ausübung des Betriebsratsamts einerseits und berechtigte Interessen des Arbeitgebers, auch soweit sie auf eine Begrenzung der Kostentragungspflicht gerichtet sind, gegeneinander abzuwägen (st. Rspr. des BAG, etwa Beschluss vom 23. Aug. 2006 - 7 ABR 55/05 - NZA 2007, 337; Beschluss vom 1. Dez. 2004 - 7 ABR 18/04 - EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 8; Beschluss vom 3. Sept. 2003 - 7 ABR 12/03 - EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 5; Beschluss vom 3. Sept. 2003 - 7 ABR 8/03 - EzA BetrVG 2001 § 40 Nr. 6).
Dass sie die Marketingabteilung angewiesen hat (vgl. Chronik: Betriebsversammlungen und Intranet, 13. Juli 2007, 24. Okt. 2007, Bl. 161 d. A.), wegen der ständigen Austragung von Diskussionen zwischen Betriebsrat und Arbeitgeberin im Intranet ohne Freigabe durch die Personalabteilung Berichte nicht mehr zu veröffentlichen, stellt eine unzulässige Erschwerung der Betriebsratsarbeit im Sinne des § 78 Satz 2 BetrVG dar (BAG Beschluss vom 3. Sept. 2003 - 7 ABR 12/03 - EzA § 40 BetrVG 2001 Nr. 5).
Die Arbeitgeberin ist außer bei Überschreiten der Grenze zu strafbarem Verhalten nicht berechtigt, die Weiterleitung von Mitteilungen des Betriebsrats an die Mitarbeiter zu verweigern (BAG Beschluss vom 3. Sept. 2003 - 7 ABR 12/03 - EzA § 40 BetrVG 2001 Nr. 5; LAG Hamm Beschluss vom 12. März 2004 - 10 TaBV 161/03 - Juris; OVG Hamburg Beschluss vom 7. März 2008 - 8 Bf 233/07, 8 Bf 233/07.PVL - PersR 2008, 328 = Juris).
Die Befugnis zur Abhilfe durch eigenes Handeln ist auf solche Fälle beschränkt, in denen durch Straftaten oder andere unerlaubte Handlungen für den Arbeitgeber eine Notwehr- oder Nothilfesituation gegeben ist (BAG Beschluss vom 3. Sept. 2003 - 7 ABR 12/03 - EzA § 40 BetrVG 2001 Nr. 5; LAG Hamm Beschluss vom 12. März 2004 - 10 TaBV 161/03 - Juris; OVG Hamburg Beschluss vom 7. März 2008 - 8 Bf 233/07, 8 Bf 233/07.PVL - PersR 2008, 328 = Juris).
Der Begriff der Verhinderung umfasst jede unzulässige Erschwerung, Störung oder gar Verhinderung der Betriebsratsarbeit, ohne dass ein Verschulden erforderlich wäre (BAG, Beschluss vom 12.11.1997 - AP BetrVG 1972 § 23 Nr. 27; BAG, Beschluss vom 03.09.2003 - 7 ABR 12/03 - DB 2004, 491 = NZA 2004, 278).
Insoweit gelten die gleichen Grundsätze wie bei Aushängen am Schwarzen Brett, die einer Kontrolle des Arbeitgebers nicht unterliegen (BAG, Beschluss vom 03.09.2003 - a.a.O.).
Hält ein Arbeitgeber eine bestimmte Veröffentlichung durch den Betriebsrat für unzulässig, ist es ihm unbenommen, dagegen mit den zu Gebote stehenden rechtlichen Mitteln, ggf. im Wege einstweiligen Rechtsschutzes vorzugehen (BAG, Beschluss vom 03.09.2003 - DB 2004, 491 = NZA 2004, 278).
Der Begriff der Behinderung in diesem Sinne umfasst jede unzulässige Erschwerung, Störung oder gar Verhinderung der Betriebsratsarbeit, ohne dass ein Verschulden erforderlich wäre (BAG, 12.11.1997 - 7 ABR 14/97 - AP BetrVG 1972 § 23 Nr. 27; BAG, 03.09.2003 - 7 ABR 12/03 - AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 78).
Der Ausschluss von betriebsangehörigen Arbeitnehmern von der Teilnahme an einer Betriebsversammlung stellt eine derartige Behinderung der Betriebsratstätigkeit dar, der der Betriebsrat grundsätzlich mit einem Unterlassungsantrag begegnen kann (BAG, 03.09.2003 - a.a.O.; LAG Hamm, 12.03.2004 - 10 TaBV 161/03 - LAGRep 2004, 320; LAG Niedersachsen, 06.04.2004 - 1 TaBV 64/03 - NZA-RR 2005, 78;… Däubler/Kittner/Klebe/ Berg, BetrVG, 11. Aufl., § 42 Rn. 31 m.w.N.).
Anspruch des Personalrats auf unzensierte Nutzung eines E-Mail-Verteilers
Das Bundesarbeitsgericht hat zu der ab dem 28. Juli 2001 geltenden Fassung des § 40 Abs. 2 Betriebsverfassungsgesetz, die vom Wortlaut des § 46 Abs. 3 HmbPersVG hinsichtlich der Einbeziehung von elektronischen Kommunikationsmitteln abweicht, im Beschluss vom 3. September 2003 (7 ABR 12/03 AP § 40 Betriebsverfassungsgesetz 1972 Nr. 78) ausgeführt, dass der Betriebsrat sich nicht darauf verweisen lassen müsse, die Mitarbeiter des Betriebs durch Aushänge am schwarzen Brett, mit Hilfe von Rundschreiben oder im Rahmen von Betriebsversammlungen zu informieren.
Ein Verschulden oder eine Behinderungsabsicht des Störers ist dazu nicht erforderlich (BAG, Beschluss vom 03. September 2003 - 7 ABR 12/03, NZA 2004, 278, juris-Rz. 25; Hess. LAG…, Beschluss vom 26. September 2011 - 16 TaBV 105/11, NZA-RR 2012, 85, juris-Rz. 34).
LAG Köln, 01.04.2011 - 10 TaBV 105/10
Teilnahme von befristet oder vorläufig zugewiesenen Beamtinnen und Beamten an …
Ansprüche auf Freistellung von gerichtlichen und außergerichtlichen Kosten aus …
ArbG Karlsruhe, 11.06.2008 - 4 BV 15/07
Kommunikationsmittel für den Betriebsrat - Mobiltelefon
KAG Mainz, 29.01.2009 - M 29/08