Source: http://www.caselaw.de/document?di=ebe83ecb-1679-4671-ab3f-ea2e8b6b01e5
Timestamp: 2018-11-14 08:41:52
Document Index: 392353262

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 397', '§ 397', '§ 397', '§ 119', '§ 117', 'BGH', 'BGH']

﻿ 5 StR 241/18 - caselaw.de
BUNDESGERICHTSHOF StR 241/18 BESCHLUSS vom 18. September 2018 in der Strafsache gegen wegen schweren Raubes u.a.
ECLI:DE:BGH:2018:180918B5STR241.18.0 Der Vorsitzende des 5. Strafsenats des Bundesgerichtshofs hat am 18. September 2018 beschlossen:
Für eine Beistandsbestellung gemäß § 397a Abs. 1 Nr. 3 StPO liegen nach den im Urteil getroffenen Feststellungen und Wertungen – auch unter Berücksichtigung der Antragsschrift des Generalbundesanwalts – die Voraussetzungen nicht vor (vgl. KK/Senge, § 397a StPO Rn. 4 am Ende).
Prozesskostenhilfe ist für jeden Rechtszug gesondert zu beantragen und zu gewähren (§ 397a Abs. 2 Satz 1 StPO, § 119 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Dies erfordert in jeder Instanz erneut die Prüfung und deshalb die Darlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Antragstellers, der sich insoweit grundsätzlich des vorgeschriebenen Vordrucks, § 117 Abs. 4 ZPO, zu bedienen hat. In besonderen Fällen kann zwar die Bezugnahme auf eine in der früheren Instanz abgegebene Erklärung ausreichen (vgl. BGH, Beschluss vom 16. März 1983
– IV b ZB 73/82, NJW 1983, 2145), aber auch eine solche Bezugnahme hat die Nebenklägerin unterlassen. Prozesskostenhilfe kann aber nicht über den Zeitpunkt hinaus rückwirkend bewilligt werden, zu dem erstmals ein vollständiges genehmigungsfähiges Gesuch dem Gericht vorliegt (vgl. BGH, Beschluss vom 13. März 2014 – 4 StR 57/14).
Paragraphen in 5 StR 241/18
5 397 StPO
Original von 5 StR 241/18
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