Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201987,%201481
Timestamp: 2019-10-15 08:13:54
Document Index: 98771257

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 823', '§ 287', 'BGH', 'BGH', '§ 287', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.01.1987 - VI ZR 82/86 - dejure.org
https://dejure.org/1987,673
BGH, 13.01.1987 - VI ZR 82/86 (https://dejure.org/1987,673)
BGH, Entscheidung vom 13.01.1987 - VI ZR 82/86 (https://dejure.org/1987,673)
BGH, Entscheidung vom 13. Januar 1987 - VI ZR 82/86 (https://dejure.org/1987,673)
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Operation zur Linderung von Schmerzen
§ 823 Abs. 1 BGB, Pflicht zur Aufklärung über die Möglichkeit, daß keine Schmerzfreiheit erreicht werden kann und sogar größere Schmerzen möglich sind;
§ 823 Abs. 1 BGB, schon die - nicht durch eine wirksame Einwilligung gedeckte - Operation stellt einen ersatzfähigen ...
Osteotomie - Hüftluxation - Patient - Schmerzen - Aufklärungspflicht - Operation - Körperschaden - Einwilligung
NJW 1987, 1481
NJW-RR 1987, 857 (Ls.)
MDR 1987, 572
VersR 1987, 667
Denn im Streitfall hat schon der Eingriff selbst zu einer Verletzung der körperlichen Integrität des Klägers geführt (vgl. Senat, Urteil vom 13. Januar 1987 - VI ZR 82/86 NJW 1987, 1481 unter II 3 b).
Anders als in dem der Entscheidung des erkennenden Senats vom 13. Januar 1987 (- VI ZR 82/86 - VersR 1987, 667) zugrundeliegenden Sachverhalt sind hier nicht vermehrte Schmerzen der Klägerin als Sekundärschäden im Streit.
a) Zwar gilt im Streitfall für die Überzeugungsbildung des Gerichts über den Kausalzusammenhang zwischen Spinalanästhesie und dem Auftreten subduraler Hygrome - wie das Berufungsgericht zutreffend angedeutet, letztlich aber offen gelassen hat - der Beweismaßstab des § 287 ZPO, weil die Primärschädigung bei fehlerhafter Aufklärung bereits in dem mangels wirksamer Einwilligung per se rechtswidrigen Eingriff als solchem liegt (vgl. Senatsurteile vom 29. September 2009 - VI ZR 251/08, VersR 2010, 115; vom 15. März 2005 - VI ZR 313/03, VersR 2005, 836; und vom 13. Januar 1987 - VI ZR 82/86, VersR 1987, 667;… Geiß/Greiner, aaO Rn. C 147, 149).
aa) Hat eine rechtswidrig ausgeführte Operation zu einer Gesundheitsbeschädigung des Patienten geführt, so ist es Sache des beklagten Arztes zu beweisen, dass der Patient ohne den rechtswidrig ausgeführten Eingriff dieselben Beschwerden haben würde, weil sich das Grundleiden in mindestens ähnlicher Weise ausgewirkt haben würde (Senat, Urteile vom 13. Januar 1987 - VI ZR 82/86, VersR 1987, 667, 668; vom 5. April 2005 - VI ZR 216/03, VersR 2005, 942; vgl. auch Senat, Urteile vom 7. Oktober 1980 - VI ZR 176/79, BGHZ 78, 209, 214; vom 6. Dezember 1988 - VI ZR 132/88, BGHZ 106, 153, 156).
Dies gilt selbst dann, wenn insoweit zu seinen Gunsten hinsichtlich der Kausalität bei der Haftung aus Verletzung der Aufklärungspflicht das Beweismaß des § 287 ZPO gilt, weil der primäre Verletzungserfolg hier bereits in der rechtswidrig durchgeführten Operation besteht (vgl. BGH, VersR 2010, 115, 116, Tz. 13; NJW 1987, 1481; siehe aber auch: BGH, NJW 2005, 1718, 1719).
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