Source: http://www.rlpdirekt.de/rheinland-pfalz/lebenslagen/Fahrerlaubnis:_Mindestalter_-_Ausnahmen
Timestamp: 2017-11-22 20:23:17
Document Index: 158702131

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 48', '§ 6', '§ 74', '§ 10', '§ 74']

rlpDirekt - Fahrerlaubnis: Mindestalter - Ausnahmen
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Die einzelnen Mindestalter für die Erteilung der Fahrerlaubnis sind in § 10 der Fahrerlaubnisverordnung geregelt.
Ausnahmen vom Mindestalter sind lediglich für 2 definierte Fälle geregelt:
1. Im Rahmen der Ausbildung zum Berufskraftfahrer und ähnlichen Ausbildungsberufen, bei
denen das Kraftfahren Bestandteil der Ausbildung ist und
2. im Rahmen des begleiteten Fahrens gem. § 48a FeV, bei dem der Fahranfänger aber gerade nicht alleine fahren darf
Sofern eine Fahrerlaubnisklasse vor Erreichen des Mindestalters erteilt werden soll, müssen Sie einen Ausnahmeantrag (Entscheidung über die Befreiung von den Vorschriften über das Mindestalter) bei der Fahrerlaubnisbehörde stellen.
Die Fahrerlaubnisbehörde (Führerscheinstelle)
Ihrer Kreisverwaltung
einer kreisfreien Stadt
einer Stadt, sofern vorhanden
gegebenenfalls Führungszeugnis
Gebühr: 5,10 - 511,00 EUR
Die Gebühr für die Ausnahmegenehmigung richtet sich nach der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (Gebührennummer 213); die Gebührenfestsetzung richtet sich insbesondere nach dem mit der Entscheidung verbundenen Verwaltungsaufwand.
Neben der Gebühr für die Ausnahmegenehmigung fallen auch Kosten für eine medizinisch-psychologische Untersuchung an.
Der Antrag auf vorzeitige Erteilung der Fahrerlaubnis ist schriftlich einzureichen.
Vorschriften der §§ 6, 10 und 74 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV) und Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt)
§ 74 Fahrerlaubnisverordnung (FeV)
§ 10 Fahrerlaubnisverordnung (FeV)
Das vorgeschriebene Mindestalter darf durch die Erteilung der Ausnahme um höchstens ein Jahr unterschritten werden. Die Ausnahmegenemigung wird dann in der Regel bis zum Erreichen des Mindestalters erteilt.
Ausnahmen vom Mindestalter kommen nur in Betracht, wenn
das vorgeschriebene Mindestalter innerhalb eines Jahres erreicht wird,
die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters nach § 74 Abs. 2 FeV vorliegt und
es sich um atypische Fälle handelt und das Abwarten des Mindestalters aufgrund der persönlichen Umstände des Bewerbers im Einzelfall zu einer besonderen, vom Verordnungsgeber nicht gewollten Härte führen würde, die über das Maß hinausgeht, das allgemein von jedem Jugendlichen, der die Altersgrenze noch nicht erreicht hat, hinzunehmen erwartet wird.