Source: https://recht.sachsen.de/vorschrift/17812
Timestamp: 2020-05-26 13:17:15
Document Index: 57514640

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 4', '§ 9', '§ 18', '§ 7', '§ 66', '§ 42', '§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 28', '§ 21', '§ 37', '§ 31', '§ 28']

1Diese Schulordnung gilt für Berufsschulen in öffentlicher Trägerschaft. 2§ 2 Absatz 1 und 2, §§ 4 bis 6, 8 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 und 2, §§ 9, 12, 15 Absatz 1 und 2, §§ 18 sowie 20 bis 31 gelten auch für Berufsschulen, die als Ersatzschulen staatlich anerkannt sind.
(2) 1Die Berufsschule umfasst die Bildungsgänge der Berufsvorbereitung und der beruflichen Grundbildung und ist Lernort für die schulische Berufsbildung im Rahmen der dualen Berufsausbildung. 2In einem Bildungsgang der dualen Berufsausbildung erfolgt die Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf auf der Grundlage der einschlägigen Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften. 3Der Unterricht ist in einen berufsübergreifenden und einen berufsbezogenen Bereich als Pflichtbereich sowie einen Wahlbereich gegliedert.
(3) 1Es wird in Fächern, Lernfeldern oder Handlungsbereichen unterrichtet. 2Soweit nichts anderes geregelt ist, gelten die Vorschriften für Lernfelder entsprechend für die Fächer und Handlungsbereiche. 3Fächer sind an Fachwissenschaften orientierte thematische Einheiten in der Regel des berufsübergreifenden Unterrichts. 4Lernfelder sind an beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungsabläufen orientierte thematische Einheiten des berufsbezogenen Unterrichts. 5Handlungsbereiche sind Zusammenfassungen von Lernfeldern oder Teilen von Lernfeldern.
(5) 1In Erfüllung des Erziehungs- und Bildungsauftrags wirkt die Berufsschule im Rahmen ihrer personellen, sächlichen und organisatorischen Möglichkeiten bei der Erstellung der Prüfungsaufgaben sowie bei der Durchführung der Abschlussprüfung im Rahmen des Berufsbildungsgesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), das zuletzt durch Artikel 14 des Gesetzes vom 17. Juli 2017 (BGBl. I S. 2581) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, und der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. September 1998 (BGBl. I S. 3074; 2006 I S. 2095), die zuletzt durch Artikel 6 des Gesetzes vom 30. Juni 2017 (BGBl. I S. 2143) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, mit. 2Die Ausbildenden werden von der Berufsschule über bedeutsame Angelegenheiten, welche die Berufsausbildung des Schülers betreffen, unterrichtet.
(2) 1Alle Bildungsgänge der Berufsvorbereitung werden nach Bedarf und nach Maßgabe der vorhandenen personellen und sächlichen Voraussetzungen angeboten. 2Über die Einrichtung entscheidet die Schulaufsichtsbehörde.
(1) 1Das Berufsvorbereitungsjahr ist ein Bildungsangebot für Schüler, die weder über einen Abschluss einer allgemeinbildenden Schule noch über einen Berufsausbildungsvertrag verfügen. 2Im Berufsvorbereitungsjahr sollen Schüler zur Berufsreife geführt und damit zur Aufnahme einer späteren Berufsausbildung befähigt werden.
(3) 1Das Berufsvorbereitungsjahr wird als einjährige oder als zweijährige Vollzeitschule geführt. 2Im zweijährigen Berufsvorbereitungsjahr werden die Ausbildungsinhalte des einjährigen Berufsvorbereitungsjahres in zwei Schuljahren vermittelt. 3In das zweijährige Berufsvorbereitungsjahr werden aufgenommen:
1Berufsschulpflichtige Schüler, deren Herkunftssprache nicht Deutsch ist und die wegen mangelnder Kenntnisse der deutschen Sprache nicht in der Lage sind, dem Unterricht zu folgen, werden in Vorbereitungsklassen unterrichtet. 2Sie erhalten Unterricht im Fach Deutsch als Zweitsprache und werden auf der Grundlage einer beruflichen Orientierung auf die sprachlichen Anforderungen des Fachunterrichts vorbereitet.
(1) 1Die einjährige berufliche Grundbildung (Berufsgrundbildungsjahr) umfasst die Ziele und Inhalte des ersten Ausbildungsjahres von anerkannten Ausbildungsberufen und richtet sich an Schüler, die bereits über einen allgemeinbildenden Schulabschluss verfügen, aber noch keinen Berufsausbildungsvertrag besitzen. 2Es wird in Klassen unterrichtet, die jeweils einem Berufsbereich zugeordnet sind.
(1) 1Die Anmeldung des Schülers soll bis zum 1. August des Kalenderjahres erfolgen. 2Ort und Zeitraum der Anmeldung werden vom Schulleiter des Beruflichen Schulzentrums festgesetzt, dem die Berufsschule angehört, und bekannt gegeben.
(4) 1Bei der Anmeldung werden folgende Daten verarbeitet:
2Für die Verarbeitung der Daten nach Satz 1 Nummer 6 und 7 muss die Einwilligung des Anzumeldenden und bei Minderjährigen die Einwilligung der Eltern gemäß Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe a, Artikel 7 und 9 der Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (ABl. L 119 vom 4.5.2016, S. 1, L 314 vom 22.11.2016, S. 72), in der jeweils geltenden Fassung, und den ergänzenden Vorschriften des Sächsischen Datenschutzdurchführungsgesetzes vom 26. April 2018 (SächsGVBl. S. 198, 199), in der jeweils geltenden Fassung, vorliegen. 3Werden im Fall von Satz 1 Nummer 11 nicht die Eltern angegeben, ist die Einwilligung der betreffenden Person erforderlich, die zu benachrichtigen ist. 4Satz 2 gilt entsprechend. 5In den Fällen von Satz 1 Nummer 4 und 10 bis 12 ist es den betroffenen Personen freigestellt, ihre Angaben durch ihre E-Mail-Adresse zu ergänzen. 6Wird der Verwendung der E-Mail-Adresse durch den Berechtigten widersprochen, ist diese von der Berufsschule unverzüglich zu löschen.
(5) 1Schüler, die über einen Berufsausbildungsvertrag verfügen, werden vom Ausbildungsbetrieb bei der Berufsschule angemeldet, in deren Einzugsbereich sie ihren Hauptwohnsitz haben. 2In den Fällen, in denen das Ausbildungsverhältnis erst nach dem 1. August des Jahres begonnen wird, gilt Satz 1 entsprechend mit der Maßgabe, dass sich der Berufsschulberechtigte selbst anmeldet oder der berufsschulpflichtige Schüler von seinen Eltern angemeldet wird.
(7) 1Bei der Anmeldung soll der Schüler oder sollen bei minderjährigen Schülern die Eltern der Berufsschule zur Fortsetzung einer sonderpädagogischen Förderung bereits vorhandene förderpädagogische Gutachten und Förderpläne des Schülers vorlegen. 2Diese Gutachten und Förderpläne bilden die Grundlage für die weitere individuelle Förderung des Schülers im Hinblick auf das Erreichen des Ausbildungsziels.
(1) 1Über die Aufnahme entscheidet der Schulleiter. 2In die Berufsschule werden aufgenommen:
(2) 1Nicht mehr Berufsschulpflichtige, die an einer Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit gemäß dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch – Arbeitsförderung – (Artikel 1 des Gesetzes vom 24. März 1997, BGBl. I S. 594, 595), das zuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 12. Juli 2018 (BGBl. I S. 1147) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, oder an einer Bildungsmaßnahme eines anderen Maßnahmeträgers teilnehmen und in deren Auftrag ausgebildet werden, können nach Maßgabe der personellen und sächlichen Voraussetzungen auf der Grundlage einer Vereinbarung gemäß Ziffer II der Verwaltungsvorschrift Regionale Kompetenzzentren vom 5. Januar 2016 (MBl. SMK S. 2), enthalten in der Verwaltungsvorschrift vom 11. Dezember 2017 (SächsABl. SDr. S. S 409), in der jeweils geltenden Fassung, in die Berufsschule aufgenommen werden. 2Für die Ausbildung werden die vom Schulleiter des Beruflichen Schulzentrums mit den Maßnahmeträgern jeweils vereinbarten Entgelte erhoben.
(1) 1Ein Schüler kann bei Vorliegen eines wichtigen Grundes an eine andere Berufsschule wechseln. 2Ein wichtiger Grund liegt insbesondere bei einem Wohnortwechsel des Schülers, bei einem Wechsel des Ausbildenden, des Ausbildungsplatzes oder des Ausbildungsverhältnisses und bei Zuweisung in eine Fachklasse einer anderen Berufsschule vor. 3Die abgebende Berufsschule benachrichtigt die aufnehmende Berufsschule. 4Sie übermittelt ihr den Grund des Wechsels und die Daten des Schülers im Umfang des § 7 Absatz 4.
(2) 1Die aufnehmende Berufsschule erhält von der abgebenden Berufsschule sämtliche Unterlagen, einschließlich aller im laufenden Schuljahr erteilten Noten. 2Bei der abgebenden Berufsschule verbleiben die Zeugniskopien. 3Wechselt der Schüler auf eine Berufsschule in freier Trägerschaft, verbleiben die Originalunterlagen bei der abgebenden Berufsschule und die aufnehmende Berufsschule erhält die Zeugniskopien.
(1) 1Im Rahmen des Berufsvorbereitungsjahres und des Berufsgrundbildungsjahres sowie während der Ausbildung in den Vorbereitungsklassen wird jeweils ein Betriebspraktikum durchgeführt. 2Es dient der Vertiefung und Erweiterung der im Unterricht erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten und ist im Unterricht des berufsbezogenen Bereiches vor- und nachzubereiten. 3Die Gesamtdauer des Betriebspraktikums kann zeitlich aufgeteilt und jeweils in verschiedenen Praktikumsbetrieben absolviert werden.
(4) 1Die Berufsschule vereinbart mit dem Praktikumsbetrieb insbesondere die Dauer des Betriebspraktikums, die Anwesenheitspflicht des Schülers im Praktikumsbetrieb und seine Einsatzbereiche sowie die zu erstellenden Einschätzungen und Tätigkeitsnachweise. 2In der Vereinbarung wird auch ein Lehrer als Praktikumsbetreuer und ein Praktikumsbeauftragter aus dem Praktikumsbetrieb benannt. 3Die Teilnahme am Betriebspraktikum und die Tätigkeit des Schülers während des Betriebspraktikums sind vom Praktikumsbetrieb schriftlich zu bestätigen.
(3) 1Ist eine Klassenbildung auf Grund zu geringer Schülerzahlen nicht möglich, werden die betroffenen Schüler in Abhängigkeit von ihrem Bildungsziel in bereits bestehende Fachklassen aufgenommen. 2Schüler ohne Berufsausbildungsverhältnis, die nicht in Klassen der Berufsvorbereitung oder der beruflichen Grundbildung aufgenommen werden (Berufsschulpflichterfüller), können in Fachklassen integriert oder in eigenständigen Klassen unterrichtet werden.
(4) 1Der Unterricht im berufsübergreifenden Bereich, der Unterricht im Wahlbereich und der begleitende Unterricht im Fach Deutsch als Zweitsprache kann sowohl klassen- als auch klassenstufenübergreifend erteilt werden. 2Der Unterricht im berufsbezogenen Bereich kann auch in Gruppen erteilt werden.
(6) 1Schüler, für die aus Anlass einer Berufsausbildung gemäß § 66 des Berufsbildungsgesetzes oder gemäß § 42m der Handwerksordnung eine Klasse eingerichtet wird, werden in Berufen ausgebildet, die den anerkannten Ausbildungsberufen zugeordnet sind. 2Berufsbezogener Unterricht kann klassen- oder klassenstufenübergreifend erteilt werden, wenn dadurch der erfolgreiche Abschluss der Berufsausbildung nicht gefährdet wird.
(1) 1In Abhängigkeit von der Anzahl der Schüler gemäß § 4a Nummer 4 des Sächsischen Schulgesetzes können folgende Fachklassen eingerichtet werden:
2Ein Einzugsbereich für eine regionale Fachklasse, der aus mehreren Kreisfreien Städten besteht, kann nur in Verbindung mit mehr als einem Landkreis gebildet werden.
(3) 1Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf können gemeinsam in Klassen mit Schülern ohne sonderpädagogischen Förderbedarf oder in Klassen, die ausschließlich für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf gebildet werden, unterrichtet werden. 2Erfolgt ein gemeinsamer Unterricht mit Schülern ohne sonderpädagogischen Förderbedarf, ist für die Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf jeweils ein individueller Förderplan zu erstellen, umzusetzen und nach Bedarf fortzuschreiben.
(2) 1Der Berufsschulunterricht im Pflichtbereich findet von Montag bis Freitag statt. 2Unterricht im Wahlbereich kann auch am Sonnabend angeboten werden.
(4) 1In regionalen Fachklassen, deren Einzugsbereich sich mindestens über das Gebiet zweier Landkreise oder eines Landkreises und einer Kreisfreien Stadt erstreckt, wird der Berufsschulunterricht zu einem zeitlichen Block (Blockunterricht) zusammengefasst. 2Der Blockunterricht umfasst insgesamt 13 Unterrichtswochen pro Schuljahr und ist so zu verteilen, dass ein Block mindestens zwei Unterrichtswochen umfasst. 3In länderübergreifenden Fachklassen beträgt die Mindestdauer für den Blockunterricht vier Unterrichtswochen. 4Die Schulaufsichtsbehörde kann in Einzelfällen abweichende Festlegungen treffen. 5Während des Blockunterrichts werden 37 Unterrichtsstunden in der Woche unterrichtet.
1Im Unterricht werden schriftliche, mündliche und praktische Leistungsnachweise erhoben. 2Schriftliche Leistungsnachweise sind Klassenarbeiten, Projektarbeiten und Kurzkontrollen. 3Mündliche Leistungsnachweise sind Kurzbeiträge, Präsentationen und die Unterrichtsbeteiligung. 4Praktische Leistungsnachweise sind Arbeitsproben und die Ausführung einer praktischen Aufgabe. 5Die komplexe Arbeitsaufgabe ist ein Leistungsnachweis eigener Art, der schriftliche, mündliche und praktische Anteile enthalten kann.
(2) 1Die Jahresnote eines Lernfeldes wird aus den Noten sämtlicher in der Klassenstufe erbrachten Leistungsnachweise gebildet. 2Art, Gewichtung und Anzahl der für die Jahresnoten erforderlichen Leistungsnachweise werden durch die Fachkonferenz zu Beginn des Schuljahres festgelegt und den Schülern bekannt gegeben.
(5) 1Die Durchschnittsnoten für den berufsbezogenen und den berufsübergreifenden Bereich werden als arithmetisches Mittel aus den Gesamtnoten des jeweiligen Bereiches ermittelt. 2Sie sind mit einer Stelle nach dem Komma ohne Rundung anzugeben.
(6) 1Der Lehrer hat dem Schüler auf Anfrage den Stand seiner Leistungen bekanntzugeben. 2Der Ausbildende kann sich beim Klassenlehrer oder bei den Fachlehrern über den Leistungsstand seines Auszubildenden informieren. 3Die Lehrer sollen in die Ausbildungsnachweise der Schüler Einsicht nehmen.
(1) 1Die Leistung des Schülers ist vom Lehrer bezogen auf die Anforderungen der im Lehrplan festgelegten Ziele und Inhalte zu beurteilen. 2Die Notenstufen haben folgende Bedeutung:
(1) 1Im Berufsvorbereitungsjahr und im Berufsgrundbildungsjahr ist jeweils am Ende des Schuljahres eine komplexe Arbeitsaufgabe zu bearbeiten. 2Im zweijährigen Berufsvorbereitungsjahr erfolgt die Bearbeitung am Ende der letzten Klassenstufe. 3Gegenstand der komplexen Arbeitsaufgabe ist eine auf den Berufsbereich bezogene Aufgabenstellung mit berufsbezogenen und berufsübergreifenden Anteilen. 4Den Schwerpunkt der Aufgabenstellung bildet der berufsbezogene Bereich mit der Ausführung einer beruflichen Handlung, welcher einen Anteil von zwei Dritteln an der Gesamtaufgabenstellung nicht unterschreiten soll.
(5) 1Die Note für die komplexe Arbeitsaufgabe wird gemeinsam von den Lehrern festgesetzt, welche die Arbeitsaufgabe erstellt haben. 2Sie ist das Ergebnis einer lernfeldübergreifenden pädagogischen Gesamtbewertung der in der komplexen Arbeitsaufgabe erbrachten Schülerleistung.
(1) 1Die besonderen Belange von Schülern mit einer Behinderung, einer chronischen Erkrankung oder einem sonderpädagogischen Förderbedarf sind während der Ausbildung zu berücksichtigen. 2Behinderung im Sinne von Satz 1 ist eine über einen Zeitraum von sechs Monaten hinausgehende diagnostizierte gesundheitliche Beeinträchtigung, die zu einer verminderten Leistungsfähigkeit des Schülers im Vergleich zu seinen gleichaltrigen Mitschülern ohne Behinderung führt.
(1) 1Versäumt ein Schüler einen Leistungsnachweis wird dafür die Note „ungenügend“ erteilt, es sei denn, es liegt ein wichtiger Grund für das Versäumnis vor. 2Der Schüler hat den wichtigen Grund für das Versäumnis unverzüglich dem Klassenlehrer mitzuteilen. 3Als ein wichtiger Grund gilt insbesondere Krankheit. 4Bei wiederholten krankheitsbedingten Fehlzeiten kann der Klassenlehrer zum Nachweis der Erkrankung ein ärztliches Attest anfordern.
(2) 1Halbjahresinformationen werden in den Bildungsgängen gemäß den §§ 3 und 6 erteilt. 2Sie enthalten Mitteilungen über den erreichten Entwicklungs- und Leistungsstand am Ende des jeweils ersten Schulhalbjahres und auf der Grundlage der in diesem Schulhalbjahr erbrachten Leistungsnachweise eine Note für jedes unterrichtete Lernfeld. 3Halbjahresinformationen werden am letzten Unterrichtstag des ersten Schulhalbjahres ausgegeben.
(3) 1Jahreszeugnisse sind staatliche Urkunden für Schüler in der dualen Berufsausbildung. 2In dem Jahreszeugnis wird dem Schüler der erreichte Entwicklungs- und Leistungsstand am Ende einer Klassenstufe bescheinigt. 3Sie enthalten auf der Grundlage der erbrachten Leistungsnachweise Jahresnoten für jedes Lernfeld. 4Wird ein Abschluss- oder Abgangszeugnis erstellt, entfällt das Jahreszeugnis. 5Die Sätze 1 bis 3 gelten für das zweijährige Berufsvorbereitungsjahr entsprechend.
(4) 1Zeugnisse der Berufsschule sind staatliche Urkunden, die den Schulbesuch des Berufsvorbereitungsjahres, des Berufsgrundbildungsjahres und der weiteren in § 3 genannten Klassen nachweisen. 2Satz 1 gilt für Berufsschulpflichterfüller entsprechend. 3Die Zeugnisse der Berufsschule enthalten die Zeugnisnoten und eine Aussage über eine noch fortbestehende oder bereits erfüllte Berufsschulpflicht. 4Bei regelmäßigem Besuch des Berufsvorbereitungsjahres oder des Berufsgrundbildungsjahres einschließlich der Betriebspraktika wird folgender Vermerk in das Zeugnis eingetragen: „Die Berufsschulpflicht des Schülers/der Schülerin wird hiermit gemäß § 28 Absatz 5 Satz 1 des Sächsischen Schulgesetzes für beendet erklärt. 5Die Berufsschulpflicht lebt wieder auf, wenn ein Berufsausbildungsverhältnis begonnen wird und das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet wurde.“
(5) 1Abschlusszeugnisse sind staatliche Urkunden für Schüler in der dualen Berufsausbildung, die den Berufsschulunterricht erfolgreich abgeschlossen haben. 2Sie enthalten Zeugnisnoten, Durchschnittsnoten und eine Aussage zur Erfüllung der Berufsschulpflicht.
(6) 1Abgangszeugnisse sind staatliche Urkunden für Schüler, die den Berufsschulunterricht in der dualen Berufsausbildung ohne Erfolg abgeschlossen haben. 2Sie enthalten Zeugnisnoten und eine Aussage zur Erfüllung der Berufsschulpflicht.
(8) 1Zeugnisse werden in der Regel am letzten Unterrichtstag des Schuljahres ausgegeben. 2Ist der Schüler noch minderjährig ist das Zeugnis von den Eltern zu unterschreiben. 3Schüler in der dualen Berufsausbildung haben ihre Zeugnisse zusätzlich dem Ausbildenden vorzulegen.
(1) 1Hat der Schüler in einem Lernfeld aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen, insbesondere wegen Krankheit, einer Abkürzung der Ausbildungszeit oder einem späteren Ausbildungsbeginn, keine oder eine für die Notenbildung nicht ausreichende Anzahl von Leistungsnachweisen erbracht, erhält er anstelle einer Jahres- oder Zeugnisnote folgende Bemerkung im Zeugnis:
2Satz 1 Nummer 1 gilt entsprechend für Schüler der Vorbereitungsklassen, wenn eine Leistungsbewertung auf Grund fehlender Sprachkenntnisse nicht möglich ist.
(1) 1Das Berufsvorbereitungsjahr oder das Berufsgrundbildungsjahr ist erfolgreich abgeschlossen, wenn
2Im Rahmen des Notenausgleichs gemäß Satz 1 Nummer 2 ist die Note für die komplexe Arbeitsaufgabe dem berufsbezogenen Bereich zugeordnet. 3Mit den Noten der Fächer Evangelische Religion, Katholische Religion, Ethik oder Sport ist kein Notenausgleich möglich.
(1) 1In der dualen Berufsausbildung ist die Berufsschule erfolgreich abgeschlossen, wenn keinmal die Zeugnisnote „ungenügend“ und höchstens einmal die Zeugnisnote „mangelhaft“ erteilt wurde und die Zeugnisnote im Fach Deutsch/Kommunikation nicht schlechter als „ausreichend“ ist. 2Satz 1 gilt nicht für Bildungsgänge mit weniger als vier Handlungsbereichen. 3In diesen Bildungsgängen ist die Berufsschule erfolgreich abgeschlossen, wenn kein Handlungsbereich mit einer schlechteren Note als „ausreichend“ bewertet worden ist.
(2) 1Auf Antrag des Schülers werden der zuständigen Stelle nach einem mit dieser und der obersten Schulaufsichtsbehörde abgestimmten Verfahren die Durchschnittsnoten gemäß § 21 Absatz 5 und der zugeordnete Punktwert für die Ausweisung des Ergebnisses der berufsschulischen Leistungsfeststellungen auf dem Prüfungszeugnis gemäß § 37 Absatz 3 Satz 2 des Berufsbildungsgesetzes oder gemäß § 31 Absatz 3 Satz 2 der Handwerksordnung übermittelt. 2Die Zuordnung der Punktwerte zu den Durchschnittsnoten erfolgt gemäß der Anlage. 3Soweit der Durchschnittsnote zwei oder mehr Punktwerte zugeordnet werden können, entscheidet die Klassenkonferenz über den auszuweisenden Punktwert, wobei für die Durchschnittsnote des berufsübergreifenden Bereichs die Leistungstendenz im Fach Deutsch und für die Durchschnittsnote des berufsbezogenen Bereichs die Leistungstendenz in diesen Lernfeldern den Ausschlag gibt.
(1) 1Der mittlere Schulabschluss wird Schülern, die noch keinen Realschulabschluss haben, mit dem erfolgreichen Berufsschulabschluss zuerkannt, wenn sie
2Die Durchschnittsnote gemäß Satz 1 Nummer 1 wird als arithmetisches Mittel aus allen Zeugnisnoten gebildet. 3Sie ist mit einer Stelle nach dem Komma ohne Rundung anzugeben.
1§ 28 der Schulordnung Berufsschule in der bis zum 31. Juli 2018 geltenden Fassung gilt bis zum 31. Juli 2019 fort. 2Die Zuerkennung des mittleren Schulabschlusses kann von den Schülern genehmigter Ersatzschulen spätestens bis zum 30. April 2019 bei der Schulaufsichtsbehörde beantragt werden. 3Nach dem 30. April 2019 eingegangene Anträge werden nicht mehr berücksichtigt.
Quelle: REVOSax http://recht.sachsen.de/vorschrift/17812 Stand vom 26.05.2020