Source: http://eautobahn.de/html/verkehrssicherheit.html
Timestamp: 2017-05-25 01:19:10
Document Index: 96835533

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 19', '§ 323', '§ 35', '§ 35', '§ 45']

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(ADAC 28.04.2015) Alle dreizehn Sekunden krachte es im vergangenen Jahr auf deutschen Straßen, insgesamt knapp 2,4 Millionen Mal – und das sind nur die statistisch erfassten Unfälle. Dazu kommen zahlreiche Zusammenstöße, bei denen sich die Unfallbeteiligten ohne Polizei geeinigt haben. Wann sich das empfiehlt und was man nach einem Crash beachten muss, hat der ADAC zusammengestellt.•Unfallstelle sichernWarnblinkanlage einschalten, Warnweste anlegen und Warndreieck aufstellen (Abstand: 50 bis 150 Schritte). Unbedingt auf die eigene Sicherheit achten!•Gegebenenfalls Erste Hilfe leisten und Rettungsdienst rufen (Tel. 112).•Polizei rufen?Bei Verletzten, hohem Sachschaden, fehlender Einigung, wenn der Unfallgegner sich unerlaubt von der Unfallstelle entfernt hat oder keine Versicherungsdaten des Unfallgegners vorliegen, sollte die Polizei gerufen werden. Bei Mietfahrzeugen und Firmenfahrzeugen kann das vertraglich verpflichtend sein.•BeweissicherungZeugenanschriften sollten notiert und die Unfallstelle aussagekräftig fotografiert werden. Dabei auf den Verkehr und die eigene Sicherheit achten! Bei Bagatellschäden die Unfallstelle so schnell wie möglich räumen.•UnfallberichtGemeinsam mit dem Unfallgegner den Vordruck des Unfallberichts ausfüllen (Personalien, Versicherungskontakte, Fotos und Skizze vom Unfallort und den Fahrzeugen) und unterzeichnen. Den Unfallbericht gibt es beim ADAC unter www.adac.de/unfallbericht oder in den ADAC-Geschäftsstellen. Darüber hinaus darf aus versicherungsrechtlichen Gründen kein Schuldanerkenntnis abgegeben werden.•Die eigene Versicherung informierenWerden vom Unfallgegner Ansprüche behauptet oder geltend gemacht, muss die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung umgehend verständigt werden. Berechtigte Ansprüche werden von der eigenen Kfz-Haftpflichtversicherung ausgeglichen, unberechtigte abgewehrt.•BagatellschädenBei Schäden bis 750 Euro genügt der Versicherung der Kostenvoranschlag einer Fachwerkstatt mit Fotos vom Unfallfahrzeug. Bei höheren Schäden oder einem Totalschaden sollte ein Gutachter eingeschaltet werden. Der Sachverständige darf selbst gewählt werden, die Kosten muss die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallgegners übernehmen. Bei Kaskoschäden bestimmt die Versicherung den Gutachter.•PersonenschädenGesundheitliche Beschwerden nach einem Unfall sollten möglichst umgehend von einem Arzt dokumentiert werden. Die Höhe des Schmerzensgelds bemisst sich unter anderem nach der Schwere der Verletzungen, der Dauer der gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Rehabilitation.•Ansprüche geltend machenBei einem fremdverschuldeten Unfall werden die eigenen Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüche bei der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung geltend gemacht. Bei einem selbstverschuldeten Unfall kann die eigene Vollkaskoversicherung in Anspruch genommen werden. Um Ärger zu vermeiden und vollen Schadenersatz zu erhalten, rät der ADAC, sich an einen Rechtsanwalt zu wenden. Beim fremdverschuldeten Unfall muss die unfallgegnerische Kfz-Haftpflichtversicherung die Anwaltskosten übernehmen. Wichtig: Bei Streitfällen kann eine Verkehrsrechtsschutzversicherung das Kostenrisiko bei der Durchsetzung eigener Ansprüche abdecken.
(ADAC 02.02.2015) Das Wichtigste ist die Unfallstelle abzusichern und schnellstmöglich einen Notruf unter der 112 abzusetzen. Sind mehrere Helfer vor Ort oder ein Mobiltelefon verfügbar, kann die Absicherung des Unfalls und das Absetzen des Notrufs auch parallel erfolgen. Darauf ist zu achten:•Warnblinkanlage einschalten und eigenes Fahrzeug in sicherer Entfernung zur Unfallstelle abstellen.•Warnweste anziehen, vorsichtig aussteigen, Mitfahrer sollten nur auf der verkehrsabgewandten Seite aussteigen.•Absichern der Unfallstelle mit dem Warndreieck: Möglichst hinter der Leitplanke oder am äußersten Straßenrand mit aufgeklapptem Warndreieck dem nachfolgenden Verkehr entgegengehen.•Autofahrer per Handzeichen auffordern, langsam zu fahren.•Warndreieck auf der Landstraße mindestens 100 Meter – auf Autobahnen mindesten 150 Meter entfernt – gut sichtbar aufstellen (Kurven oder Bergkuppen berücksichtigen).•Autobahn niemals zu Fuß überqueren.•Notruf unter 112 absetzen. Dabei sollten der Rettungsleitstelle wenn möglich folgende Angaben gemacht werden:Wo ist der Unfall geschehen? Hilfreich sind möglichst genaue Angaben zu Ort und Straße und auf Autobahnen die Fahrtrichtung sowie die zuletzt bemerkte Anschlussstelle.Was ist passiert? Es sollten Angaben zum Unfallhergang bzw. zur Anzahl und Art der beteiligten Fahrzeuge (Kleinbus, Lkw, Pkw, Motorrad etc.) gemacht werden. Wie viele Personen sind betroffen?Falls aus Gründen des Eigenschutzes, z.B. Unfall auf der linken Autobahnspur, keine weitere Annäherung möglich ist, genügt die Angabe der beteiligten Fahrzeuge.Welche Verletzungen liegen vor?Auch wenn keine Beurteilung möglich ist, gilt es, schnellstmöglich den Notruf abzusetzen.Warten auf Rückfragen.Erst wenn die Rettungsleitstelle den Anruf beendet hat, sollte aufgelegt werden. Durch das Nennen des Namens und der Rückrufnummer kann die Leitstelle erneut Kontakt zum Anrufer aufnehmen.Dann Erste Hilfe leisten, wenn der Eigenschutz gewährleistet ist. Zuspruch und den Hinweis geben, dass Rettungskräfte bereits informiert worden sind. Den Verletzten gegebenenfalls mit einer Rettungsdecke umhüllen und eventuell weiterführende Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen. Auf unnötige Umlagerung bzw. Bewegung der Verletzten verzichten.Wer seine Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen will, dem bietet der ADAC mit seinen Kooperationspartnern, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und den Maltesern, Kurse für mindestens zehn Personen an. Infos dazu sind auf www.adac.de/infotestrat nachzulesen.
- Gesetzliche Verpflichtung, Hilfe zu leisten- Richtiges Absichern der Unfallstelle und Rufen des Rettungsdienstes- Wichtiger Grundsatz: Sicherheit geht vor(ARCD 13.04.2015) Der Erste-Hilfe-Kurs liegt bei den meisten Verkehrsteilnehmern lange zurück. Dennoch ist jeder gesetzlich verpflichtet, bei Unglücksfällen Hilfe zu leisten. Außerdem können gerade die ersten Minuten nach einem Unfall über Leben und Tod entscheiden. Worauf es ankommt, daran erinnert der ARCD.Fast jeder zweite Autofahrer (45 Prozent) zögert laut einer DEKRA-Umfrage bei Erste-Hilfe-Maßnahmen am Unfallort aus Angst, etwas falsch zu machen. Wie wichtig Erste Hilfe sein kann, zeigt schon, dass das Thema in verschiedenen Gesetzen aufgegriffen wird. Das Straßenverkehrsgesetz (§ 2 Abs. 2 Nr. 6 StVG) legt fest, dass nur derjenige eine Fahrerlaubnis bekommen darf, „der Erste Hilfe leisten kann“. Eine Unterweisung in lebensrettende Sofortmaßnahmen ist deshalb für diejenigen, die einen Pkw-Führerschein erwerben wollen, laut § 19 der Fahrerlaubnisverordnung vorgeschrieben. Was Führerscheinneulinge noch wissen, ist bei vielen Verkehrsteilnehmern jedoch in Vergessenheit geraten, auch wenn jeder zur Hilfeleistung laut § 323c des Strafgesetzbuchs verpflichtet ist. Wer bei Unglücksfällen keine Hilfe leistet, dem droht demnach eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe. Doch worauf muss man achten, wenn man zu einem Unfall kommt? Unfallstelle absichernErreicht man als Ersthelfer eine Unfallstelle, hält man möglichst 20 Meter vorher und schaltet die Warnblinkanlage ein, um nachfolgende Fahrzeuge zu warnen und Auffahrunfälle zu vermeiden. „Die Mitführpflicht von zumindest einer Warnweste pro Fahrzeug gilt in Deutschland schon seit dem 1. Juli 2014. Aber damit man von anderen besser gesehen wird, sollten alle Fahrzeuginsassen noch im Auto ein Exemplar anlegen“, sagt ARCD-Pressesprecher Josef Harrer. Dann sichert man die Unfallstelle mit einem Warndreieck am rechten Fahrbahnrand ab – in einer Entfernung von 50 Metern im Stadtverkehr, mindestens 100 Metern auf der Landstraße und 200 Metern auf der Autobahn. Hat sich der Unfall hinter einer Kurve, einer Kuppe oder einer anderen unübersichtlichen Stelle ereignet, platziert der Ersthelfer das Dreieck entsprechend davor. „Wichtig ist, dass man sich selbst nicht in Gefahr bringt“, sagt Harrer. Hilfe anfordernErst jetzt sollte man sich einen Überblick über die Unfallstelle verschaffen und Menschen, die sich auf der Fahrbahn aufhalten, hinter die Leitplanke bringen, sofern vorhanden. Sind mehrere Ersthelfer vor Ort, können sich andere bereits darum kümmern, während man selbst noch mit der Absicherung der Unfallstelle beschäftigt ist. Verletzte spricht man laut und deutlich an, versucht sie zu beruhigen und sagt ihnen, was man tut. Dann ruft man die Rettungsleitstelle unter der europaweit einheitlichen Nummer 112 und beantwortet die fünf W-Fragen: Wo ist der Unfall? Was ist genau geschehen? Wie viele sind zu versorgen? Welche Verletzungen? Das fünfte W besagt, dass man auf Rückfragen der Rettungsleitstelle warten muss. Erste Hilfe leistenSobald der Notruf abgesetzt ist, beginnt man mit Erste-Hilfe-Maßnahmen, kontrolliert Bewusstsein und Atmung der Verunglückten und deren Verletzungen. Damit die Sofortmaßnahmen nicht in Vergessenheit geraten, sollte man regelmäßig Auffrischungskurse besuchen. Nur so ist man für den Ernstfall gerüstet. Was viele nicht wissen: Die Erste-Hilfe-Maßnahmen, wie Herz-Lungen-Wiederbelebung, muss man so lange fortführen, bis die Rettungskräfte eintreffen und übernehmen.Wichtig ist außerdem, dass man den Verbandkasten regelmäßig auf sein Verfallsdatum überprüft. Bei allen Maßnahmen muss man bedenken, dass es niemandem hilft, wenn man sich selbst in Gefahr bringt. Erste Hilfe kann lebensrettend sein, aber Sicherheit geht vor!
Erste Hilfe: Untätigkeit ist der schlimmste FehlerViele Autofahrer trauen sich aus Unsicherheit keine Hilfeleistung zu / ADAC empfiehlt Auffrischungskurse
(ADAC 13.03.2015) Die Erste Hilfe durch Laien ist das wichtigste, leider aber auch das schwächste Glied in der so genannten Rettungskette. Ob aus Unsicherheit oder aus Angst – immer wieder scheuen Autofahrer die notwendige Hilfeleistung und vertrauen stattdessen auf das schnelle Eintreffen professioneller Helfer. Der ADAC weist darauf hin, dass gerade die ersten Minuten nach einem Unfall entscheidend sind für den weiteren Verlauf und den Erfolg der Rettungsmaßnahmen.Umfragen etwa des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zeigen, dass die allermeisten Menschen zwar bereits einmal an einem Erste-Hilfe-Kurs teilgenommen haben, dieser jedoch Jahre oder Jahrzehnte zurückliegt. Folglich steht es auch um die vorhandenen Kenntnisse in Erster Hilfe nicht mehr zum Besten. Diese Unkenntnis kann laut ADAC ein Grund dafür sein, dass Menschen sich nicht um Unfallopfer kümmern. „Jeder von uns kann von einem Notfall betroffen sein und ist froh, wenn ihm schnell geholfen wird “, sagt ADAC Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker. „Deswegen appelliere ich an alle, denen die wichtigsten Erste-Hilfe-Regeln unbekannt sind, einen Auffrischungslehrgang zu besuchen. Nur so können Ängste und Hemmungen abgebaut und die Bereitschaft zum Helfen gefördert werden.“Statt der Einführung verpflichtender Erste-Hilfe-Kurse, sieht der Club die Politik und Verkehrssicherheitsverbände in der Pflicht, die Bevölkerung durch Aufklärungsarbeit zu informieren und zu sensibilisieren. Erste-Hilfe-Kurse werden vom ADAC in Zusammenarbeit mit dem DRK und den Maltesern sowie von anderen Rettungsdiensten angeboten. Weitere Informationen gibt es unter www.adac.de/erstehilfe.„Erste Hilfe“ ist das Schwerpunktthema, das der ADAC im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion „2015 – ja sicher!“ im März setzt. Ziel der Aktion ist es, die Verkehrssicherheit in Deutschland weiter zu verbessern und das Verantwortungsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer zu stärken.
(ADAC 09.02.2015) Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste haben im Einsatz freie Fahrt und sind von den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung weitgehend befreit – so steht es in der Straßenverkehrsordnung. Alle anderen Verkehrsteilnehmer haben den Weg für die Einsatzfahrzeuge unverzüglich frei zu machen.Allerdings: Blaulicht allein genügt nicht, zusätzlich müssen die Einsatzfahrzeuge auch mit Martinshorn, also mit akustischen Signalen unterwegs sein.Das sogenannte Wegerecht entbindet die Fahrer der Einsatzfahrzeuge aber nicht von ihren Sorgfaltspflichten im Straßenverkehr – darauf weist der ADAC hin. Die Sonderrechte gelten gemäß § 35 StVO nämlich nur „unter gebührender Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“. Wenn etwa die Polizei Sonderrechte in Anspruch nimmt, kommt es entscheidend auf den konkreten Einzelfall an: auf die Verkehrslage, auf die Bedeutung und die Dringlichkeit des Einsatzes.Gewisse Sonderrechte haben auch Dienstleister wie Müllabfuhr oder Straßenwartungsunternehmen: Um ihre notwendigen Dienste verrichten zu können, dürfen auch sie sich auf § 35 StVO berufen. Die Fahrzeuge dieser Einrichtungen müssen durch weiß-rot-weiße Warneinrichtungen gekennzeichnet sein und dürfen „auf allen Straßen und Straßenteilen und auf jeder Straßenseite in jeder Richtung zu allen Zeiten fahren und halten, soweit ihr Einsatz dies erfordert“. Der übrige Verkehr hat auf die Fahrzeuge und die dazugehörigen Personen Rücksicht zu nehmen. So darf man etwa an Müllabfuhrautos nur langsam und mit ausreichend Abstand vorbeifahren. Müllwerker, die sich auf der Straße aufhalten, müssen jedoch durch auffällige Warnkleidung auf sich aufmerksam machen.Entgegen einer weit verbreiteten Ansicht gelten die Sonderrechte für Post oder private Paketzustelldienste nicht. Lediglich Messfahrzeuge der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post dürfen nach Informationen des ADAC fahren und parken, wann und wo sie es für richtig halten. Wer lediglich Pakete zustellt oder Briefkästen leert und sich dabei verkehrswidrig verhält, kann sich nicht auf Paragraf 35 StVO berufen. Ausnahmen gelten aber zum Beispiel für das Befahren von Fußgängerzonen.
ASFINAG startet Info-Kampagne "Mach mal Pause"
Nur jede zehnte Autofahrer macht regelmäßig eine Pause
(ASFINAG 31.03.2015) Gefährliche Kombination aus Müdigkeit und Unachtsamkeit ist Ursache für jeden zweiten tödlichen Unfall 2015. ASFINAG-Umfrage ergab, dass jeder dritte Autofahrer mehr als 400 Kilometer ohne Pause durchfährt.Neue Info-Kampagne der ASFINAG soll Verkehrsteilnehmern die Gefahren von Sekundenschlaf und Unachtsamkeit bewusster machen.SEKUNDENSCHLAF ALS GEFÄHRLICHER „BEIFAHRER“Müde, unkonzentriert, unachtsam und jedenfalls zu lange ohne eine vernünftige Pause – so sind (zu) viele Autofahrer und Lkw-Lenker auf Österreichs Autobahnen unterwegs. Das zeigt nicht nur die jährliche Unfallstatistik, sondern auch eine neue Umfrage der ASFINAG. Demnach macht nur jeder zehnte Autofahrer bei einer langen Fahrt bewusst regelmäßig Pause. Je jünger der Lenker, desto eher besteht die Bereitschaft lange Strecken ganz ohne Unterbrechung durchzufahren. Vor allem die Fahrt in den Urlaub verleitet viele, „durchzufahren“. 61 Prozent gaben an, lieber keine Pause zu machen, um „pünktlich“ am Urlaubsort zu sein. Eine Strecke von 400 Kilometern fährt noch jeder dritte Lenker absolut pausenlos!Dabei sind Übermüdung und/oder Unachtsamkeit die Hauptursachen für tödliche Verkehrsunfälle. Bei den bisher 20 Todesopfern heuer auf Autobahnen und Schnellstraßen spielte bei der Hälfte eine dieser beiden Ursachen die tragische Hauptrolle. Oft ist es auch eine Kombination aus Müdigkeit und Unachtsamkeit. Spätestens nach zwei Stunden Fahrt beziehungsweise nach 200 Kilometern sollte aber nach Meinung von Experten eine Pause eingelegt werden.Die ASFINAG bietet daher nicht nur in Summe 132 attraktive Rastmöglichkeiten, um eine Pause machen zu können, sondern startet auch die Info-Kampagne „Mach mal Pause“ mit Printinseraten, 200 Plakaten, einem Video und einem Online-Schwerpunkt. Neu im Rahmen der Kampagne ist die Kooperation mit zehn Betreibern von Raststationen und Tankstellen. Diese bieten im Aktionszeitraum über den Sommer ein „Gut ankommen“-Menü beziehungsweise eine Jauseum 25 Prozentgünstiger an.Verkehrsminister Alois Stöger:„Wir tun alles, um die Verkehrssicherheit auf unseren Straßen und die Infrastruktur selbst zu verbessern und sicherer zu machen. Dazu gehört aber in einem hohen Maß auch Bewusstseinsbildung, weil Übermüdung, Unkonzentriertheit und Unachtsamkeit die Hauptursachen für tödliche Verkehrsunfälle sind. Diese neue Kampagne ist ein weiterer wesentlicher Schritt zu mehr Sicherheit.“ASFINAG-Vorstand Alois Schedl:„Unsere Umfrage zeigt, dass viele Verkehrsteilnehmer vor allem schnell ans Ziel kommen wollen. Wir wollen zusätzlich, dass alle sicher ankommen. Die neue Kampagne soll mithelfen, die Gefahren von Übermüdung und Unachtsamkeit bewusster zu machen. Wenn man an eine Autofahrt denkt, sollte man automatisch auch eine Pause gleich mitdenken.“ASFINAG-Vorstand Klaus Schierhackl:„Wir als ASFINAG stellen ja sowohl fürs Fahren als auch fürs Rasten die Infrastruktur zur Verfügung“, bestätigt ASFINAG-Vorstand Klaus Schierhackl. „Wir haben 45 moderne Rastplätze in Betrieb, zehn weitere kommen noch hinzu, Wir investieren viel Geld in unsere Rastplätze, aber das voll Überzeugung. Weil Sicherheit definitiv unbezahlbar ist. Und zusätzlich gibt es 87 Raststationen mit einem umfangreichen Angebot.“Geschäftsführer Rosenberger-Gruppe Thomas Wollner:„Raststätten müssen wieder attraktiver und vor allem leistbarer werden. Dabei darf nicht nur die Nahrungsaufnahme im Vordergrund stehen, sondern vielmehr das Rasten. Wir bieten Komplett-Angebote von Kinderaktionen, Spielplätzen, über kostenloses W-Lan, bis hin zu Übernachtungs- und Seminarmöglichkeiten. Die Raststätte als Energielieferant für entspanntes Weiterreisen auf Österreichs Autobahnen.“Leiter Schlafmedizin LKH Graz Süd-West Manfred Walzl:„Ich als Mediziner unterstütze diese Kampagne vollinhaltlich, weil ich weiß, wie gefährlich Übermüdung beim Fahren ist. Das einzige, das dann hilft, ist eine Pause, im besten Fall ein kurzes Schläfchen. Im schlimmsten Fall kann sonst das Wort todmüde tragische Bedeutung bekommen.“DAS SIND DIE TÖDLICHEN FAKTENSekundenschlaf als Hauptunfallursache ist verständlicherweise nur in wenigen Fällen gesichert nachweisbar. Die statistischen Angaben schwanken daher auch international stark. Oft ist es auch schon die mangelnde Konzentrationsfähigkeit in Kombination mit Unachtsamkeit/Ablenkung, die schlussendlich zum Unfall führt. In Österreich gab es laut offizieller Statistik im Jahr 2014 neun Prozent „Übermüdungs-Unfälle“ mit Personenschaden und 42 Prozent, die unter „Unachtsamkeit“ eingereiht wurden. In Summe ist also jeder zweite Unfall mit Verletzten auf diese beiden Ursachen zurückzuführen.Das entspricht auch der Unfallstatistik der ASFINAG für 2015: Bei 18 tödlichen Unfällen bis Ende Mai kamen insgesamt 20 Menschen ums Leben. Zehn Menschen starben, weil Lenker übermüdet und/oder unachtsam waren.SO „PAUSEN-MÜDE“ SIND DIE AUTOFAHRERDas Ifes-Institut hat im Auftrag der ASFINAG im Mai 2015 mehr als 500 Autofahrer über ihre Fahr- und Rastgewohnheiten befragt. Die Ergebnisse sind zum Teil alarmierend:1.Machen Sie bei längeren Autofahrten bewusst regelmäßig Pause?
Die überwiegende Mehrheit der Verkehrsteilnehmer macht also nur dann eine Pause, wenn es sich zwingend ergibt. Nur knapp jeder Zehnte plant bei längeren Fahrten bewusst auch Zeit für eine Rast ein.2.Machen Sie eine Pause, wenn Sie bereits spürbar merken, dass Sie müde sind?
Erst wenn die Müdigkeit also richtig spürbar wird, lenkt der Großteil ein in Richtung Rastplatz oder Raststätte. Aber 15 Prozent der Befragten fahren dennoch weiter und versuchen gegen den Schlaf zu „kämpfen“.3.Aus welchen anderen Gründen als Müdigkeit machen Sie eine Pause?
Mitfahrer sind oft ein Grund, um eine Pause einzulegen. Vor allem kleinere Kinder bringen die Fahrer dazu, anzuhalten. Das ist andererseits für viele aber auch ein Grund, die Urlaubsfahrt in der Nacht anzutreten. 65 Prozent der Befragten bevorzugen Nachtfahrten, um schneller ans Ziel zu gelangen.4.Wenn Sie längere Strecken fahren (mehr als 300 Kilometer): Fahren Sie lieber durch als eine Pause zu machen?
Je jünger, desto länger werden Strecken also pausenlos zurückgelegt. Und auch ob Urlaubs- oder Berufsfahrt macht einen Unterschied. Wer beruflich länger unterwegs ist, erledigt das meist ebenfalls ohne eine Rast (81 Prozent).5.Was tun Sie, wenn Sie wenn Pause machen?
Wenn eine Pause eingelegt wird, dann allerdings sind die meisten Lenker sehr vernünftig. Getrunken und gegessen wird eher Gesundes als schwer Verdauliches, auch Bewegung steht hoch im Kurs. Zu Energydrinks, die Müdigkeit nicht wegzaubern können, greift aber dennoch etwa ein Viertel!Das „Pausenbewusstsein“ der Österreicher ist also nicht besonders stark ausgeprägt, obwohl die Gefährlichkeit eines Sekundenschlafs sehr wohl bekannt ist. Bei Strecken über 400 Kilometer fährt noch immer jeder dritte Verkehrsteilnehmer ohne eine einzige Pause durch, um so schnell wie möglich ans Ziel zu gelangen. Vor allem die Fahrt in den Urlaub verleitet dazu, pausenlos durchzufahren. Besonders gefährlich dabei ist die Fahrt in der Nacht. Zwischen 1 und 3 Uhr früh hat der Organismus laut Medizinern das stärkste „Schlaf-Tief“.STUDIEN BESTÄTIGEN UMFRAGEAuch die Mediziner beschäftigen sich mit dem Problem „übermüdete Lenker“. Die Pupille ist dabei aus medizinischer Sicht interessant. Mittels einer pupillometrischen Untersuchung kann eruiert werden, ob die Person schläfrig ist oder nicht. Bei einer kontrollierten Studie des Schlafmediziners Manfred Walzl wurden mehr als 1000 Pkw-Lenker untersucht. Knapp 30 Prozent der Lenker waren deutlich zu müde oder knapp an der Grenze zur Fahruntüchtigkeit. Eine andere Studie mit Lkw- und Buslenkern wies einen höheren Wert aus - mehr als 50 Prozent der Testpersonen war knapp an oder bereits über der Grenze.Gemessen wird dabei der so genannte PUI (Pupillen-Unruheindex). Die Pupille erweitert und verengt sich im Normalfall pro Sekunde ständig um 0,5 Millimeter. Bei Schläfrigkeit tut sie das seltener, dafür wird die Distanz zwischen Verengung und Erweiterung größer.SO INFORMIERT DIE ASFINAG MIT DER NEUEN KAMPAGNE „MACH MAL PAUSE“Ziel der ASFINAG ist es, den Verkehrsteilnehmern eine Infrastruktur mit höchstmöglichem Sicherheitsstandard zu bieten sowie die Gefahren wie etwa Übermüdung und Unachtsamkeit bewusster zu machen. Die aktuelle Kampagne „Mach mal Pause“ beinhaltet neben Inseraten, 200 Plakaten sowie 200 Hörfunk-Spots und Aktionen auf Rastplätzen auch eine Kooperation mit den Betreibern der Raststätten.Ein besonderes Highlight der Kampagne ist ein kurzes, ganz spezielles Video, das in Premierenkinos über den Sommer sowie online und auf social media-Kanälen gezeigt wird. Alle Informationen findet man auch auf www.asfinag.at/machmalpause.DIE ASFINAG SCHAFFT SICHERE RASTMÖGLICHKETENUm Pkw- und Schwerverkehrs-Lenkern die Möglichkeit zu geben, regelmäßig und rechtzeitig zu rasten, errichtet die ASFINAG entlang der Autobahnen und Schnellstraßen moderne, komfortable und sichere Rastplätze in einem einheitlichen Design. 45 dieser kostenlos zu benützenden Rastplätze sind bereits in Betrieb, zehn weitere werden noch errichtet, wobei die Investition pro Rastplatz zwischen drei und vier Millionen Euro liegt. Rastplätze verfügen unter anderem über Dusche, WCs mit Wickeltischen, Getränke- und Snackautomaten, ausreichend Stellflächen für Pkw und Lkw, Grünflächen mit Sitzgelegenheiten, W-LAN sowie einem Sicherheitspaket wie Beleuchtung, Video-Überwachung, Defibrillator und Notrufsäule mit Direktverbindung zur Überwachungszentrale der ASFINAG.Ein Fahrzeug zu lenken ist eine Hauptbeschäftigung. Deshalb sollten Pausen nicht nur bei Müdigkeit eingelegt werden, sondern auch dann, wenn andere „Tätigkeiten“ unaufschiebbar sind: Egal ob Trinken, Essen, Rauchen, Einstellen des Navis, ein Telefonat oder der letzte Check der Mails, die Suche nach einem anderen Radiosender oder der Wunsch-CD. Das Gleiche gilt für Gespräche mit Mitfahrenden, insbesondere emotional geführte. Das alles lenkt mehr ab als man glaubt. Autofahren erfordert aber ungeteilte Aufmerksamkeit. Alles das sollte vorher, nachher oder eben auf einem Rastplatz oder an einer Raststation erledigt werden.DAS BIETEN DIE RASTSTATIONENVon Restaurants über Tankstellen-Shops bis hin zum Hotel reicht das Angebot der 87 Raststätten entlang der Autobahnen und Schnellstraßen. Die Betreiber der Raststationen unterstützen die Kampagne der ASFINAG vollinhaltlich und beteiligen sich daran mit dem Angebot eines „Gut ankommen-Menüs“ oder einer „Gut ankommen-Jause“. Im Aktionszeitraum bis September wird diese leichte, gesunde Mahlzeit um 25 Prozent vergünstigt sein. Sinn ist es, den Kunden ein leichtes Essen anzubieten, das den Organismus bei der Weiterfahrt nicht belastet.Teilnehmende Betreiber sind: •Landzeit, •Rosenberger •Servus Europa, •Autogrill, •Oldtimer, •Marche, •McDonald’s, •Tankstellen ENI und Shell sowie Rastplatzkiosk Come In (Rastplatz Triestingtal)Auf www.asfinag.at gibt es zusätzlich 1000 Gutscheine für eines der „Gut ankommen-Menüs“ beziehungsweise Jause zu gewinnen.SO ERKENNEN SIE SELBST, OB SIE ÜBERMÜDET SINDMüdigkeit ist aber nicht nur messbar, sondern auch spürbar. Typische Anzeichen, die man selbst erkennen kann, sind: Mit den Händen über das Gesicht oder die Haare streichen, Gähnen, unaufmerksames Fahren (z.B. sich nicht mehr erinnern zu können, wo man gerade vorbeigefahren ist), oftmaliges Blinzeln.ZEHN TIPPS GEGEN MÜDIGKEIT AM STEUER•Treten Sie eine Fahrt nur nach ausreichend Schlaf anEine Norm gibt es nicht, sieben bis neun Stunden sollte man aber ruhen, vor längeren Autofahrten sollten es drei Nächte mit ausreichend Schlaf sein.•Achten Sie auf „richtiges“ Essen vor Fahrtantritt und in PausenLeicht verdauliche Kost unterstützt ihren Organismus. Zu viel, zu fett, zu schwer – das fördert die Müdigkeit. Und nicht hinter dem Steuer essen. Das lenkt ab.•Trinken Sie während der Fahrt regelmäßig WasserSchon zwei Prozent weniger Flüssigkeit im Kreislauf führen zu 20 Prozent weniger Konzentration. Die Wasserflasche sollte also ständiger Reisebegleiter sein.•Rauchen Sie im Auto nichtZigarettenrauch im Auto reduziert die Sauerstoffkonzentration. Müdigkeit ist die Folge.•Halten Sie regelmäßige Pausen ein, machen Sie BewegungAlle zwei Stunden sollte eine Pause „Pflicht“ sein. Auch wenn Sie sich noch nicht müde fühlen. Und bringen Sie den Kreislauf durch Bewegung auf Trab.•Achten Sie im Auto auf Komfort, wie z. B. richtige SitzpositionDer „Arbeitsplatz“ des Lenkers muss stimmen. Richtige Sitzposition, lockere Kleidung, milde Wärme im Winter, mäßige Kühlung im Sommer.•Pflegen Sie den „Power-Nap“, 20 Minuten Schlafpause reichenZwischen 1 und 3 Uhr früh sowie zwischen 13 und 15 Uhr nachmittags hat der Mensch üblicherweise absolute „Tiefpunkte“. Ein kurzer Schlaf verleiht wieder richtig Kraft.•Deuten Sie Ihre Müdigkeits-Zeichen richtigBlinzeln, durchs Gesicht fahren, Dauergähnen – Sie wissen selbst am besten über die Alarmsignale Ihres Körpers Bescheid. Nicht warten, Pause machen!•Verlassen Sie sich nicht auf Kaffee oder EnergydrinksGegen Müdigkeit hilft nur eines: Schlaf! Weder Kaffee noch andere Getränke können Schlaf ersetzen.•Seien Sie kritisch zu sich selbstNein, Sie haben sich nicht immer voll im Griff. Das Schlafbedürfnis kann man nämlich nicht kontrollieren. Der Körper holt sich früher oder später das, was er braucht. Im ungünstigsten Fall während der Fahrt.
Von links: Thomas Wollner(Rosenberger-Gruppe)SchlafmedizinerManfred WalzlVerkehrsministerAlois StögerASFINAG-VorständeKlaus SchierhacklAlois SchedlCopyright ASFINAG
(ARBÖ 10.06.2015) Coole Tipps für sommerliche VerkehrsteilnehmerSommerliche Hitze bereitet Autofahrern mitunter große Probleme. Und laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik stehen kommendes Wochenende die nächsten Hitzetage bevor. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad kann sich der Innenraum eines in der Sonne geparkten Fahrzeugs binnen 45 Minuten auf mehr als 70 Grad aufheizen. Für im Auto zurückgelassene Kinder oder auch Haustiere können solche Temperaturen bereits nach zehn Minuten lebensbedrohend sein!Ein geöffnetes Seitenfenster reicht nicht, um genug Luft zirkulieren zu lassen. Auch das Abstellen im Schatten verhindert Überhitzung nicht, da die Sonne wandert. Die Gefahr wird immer wieder massiv unterschätzt, vor allem auch, wenn ein Kind am Rücksitz friedlich schläft und Eltern nur scheinbar kurze Erledigungen haben. „Abhängig von der Höhe der Außentemperatur und der Aufenthaltsdauer kann es insbesondere für Kinder und alte Menschen nach nur wenigen Minuten zu gravierenden Kreislaufproblemen kommen. Ein Hitzschlag ist ein lebensbedrohlicher Notfall!“, informiert Jürgen Grassl, Bundesschulungsleiter des Samariterbund Österreich.Oft ist es nur aufmerksamen Passanten zu verdanken, dass Kinder aus brütend heißen Fahrzeugen gerettet werden. Rechtlich ist in einem solchen Fall übrigens jedermann verpflichtet, einzugreifen.„Wenn jemand bemerkt, dass ein Kind gefährdet ist (z.B. schreien, erbrechen, kollabieren), ist jeder zur Hilfeleistung verpflichtet“, erklärt ARBÖ-Rechtsexperte Gerald Hufnagel. Eine Autoscheibe einzuschlagen hat kein juristisches Nachspiel, sondern ist als „rechtfertigender bzw. entschuldigender Notstand“ in diesem Fall erlaubt. „Hier wird eine Güterabwägung getroffen, Auto oder Leben. Natürlich geht das Leben vor. Um Leben zu retten, darf ich Dinge zerstören. Das ist so ähnlich wie Handeln in Notwehr. Passanten sind verpflichtet, Abhilfe zu schaffen und einzuschreiten“, sagt Hufnagel. Und zwar, noch bevor die Polizei gerufen wird.Brütende Hitze kann das Fahren beeinträchtigen. Als optimale Temperatur im Autoinnenraum gelten 21 bis 23 Grad. Ab 24 Grad kann es bereits zu vermindertem Reaktionsvermögen, Aufmerksamkeitsdefiziten und mehr Stress kommen, das Unfallrisiko steigt. Zu stark sollte das Fahrzeug jedoch auch nicht abgekühlt werden, da „Polartemperaturen“ ebenfalls den Kreislauf belasten.Anbei einige ARBÖ-Verhaltensregeln, um bei „Hitze“ gut durch den Sommer zu kommen: Unbedingt ausreichend trinken (mindestens zwei Liter alkoholfreie Getränke wie Säfte, Mineralwasser oder Tee), denn bei Hitze verliert der Körper durch das Schwitzen innerhalb von nur einer Stunde bis zu drei Liter Flüssigkeit. Fettige, üppige Mahlzeiten vermeiden. Sie belasten den Körper und machen müde.Mehr Pausen einlegen, Beine vertreten, für Abkühlung sorgen.Leichte, luftige Kleidung tragenWenn möglich, Fahrten in der Mittagshitze vermeiden, besser morgens oder abends fahrenRechtzeitig Klimaanlage checken – eine Wartung sollte alle zwei Jahre durchgeführt werden (z.B. in den ARBÖ-Prüfzentren). Klimaanlage jedoch nicht zu sehr runterkühlen, auch das belastet den Kreislauf. Der Unterschied zwischen Außen- und Innentemperatur sollte nicht mehr als sechs Grad betragen.Batterien überprüfen – Hitze setzt ihnen ebenso zu wie Kälte.Längere Aufenthalte im parkendem Auto vermeiden.
Eine Sonnenschutzblende aus Karton, die unter die innere Windschutzscheibe gelegt wird, bewirkt einen "Hitzeverlust" im Fahrzeuginneren von bis zu 25 Grad Celsius.Silberbeschichtete Matten, die außen auf die Windschutzscheibe gelegt werden, reflektierendie Hitze und die Windschutzscheibe erwärmt sich nicht so stark.Heruntergeklappte Sonnenblenden minimieren die Einstrahlung auf das Armaturenbrett.Kindersitze mit Tuch abdecken. Direkte Sonneneinstrahlung kann den Bezugsstoff aufheizen.Sicherheitshalber mit der Hand die Temperatur überprüfen, bevor das Kinder reingesetzt wird.Vor dem Einsteigen alle Fahrzeugtüren öffnen und kurz durchziehen lassen.Erste-Hilfe-Maßnahmen:In den Schatten bringenBei Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage, sonst soll der Oberkörper erhöht gelagert werdenKleidung öffnen und lockern, Wind zufächelnNotruf 144 wählen, um den Rettungsdienst zu alarmierenKind mit feuchten Umschlägen kühlen (insbesondere den Kopf),Sofern das Kind kooperativ ist und trinken kann, Mineralwasser trinken lassenDen Anweisungen der Rettungsleitstelle Folge leisten.
Aktion 2015: "Park dein Handy, wenn du fährst!"
(ACE 10.06.2015) Das Innenleben eines Autos ist heute eine Multi-Tasking-Zentrale auf vier Rädern. Mit elektronischen Reglern, Displays mit Touchscreen, Joystick und mehr als ein Dutzend Knöpfen am Lenkrad. Hupe inklusive!
Neben schalten, kuppeln, blinken und steuern ist alles machbar: Zieleingabe im Navi, das Fahrwerk programmieren oder die MP3-Musikbox über die USB-Schnittstelle bedienen. Ach ja – und dann gibt es noch das Smartphone: telefonieren, SMS lesen, App öffnen oder schnell mal was googeln.
Trotz der Punktereform und eines gewachsenen Bußgeldes steigt die Zahl der Handy-Nutzer am Steuer. Das Kraftfahrt-Bundesamt registrierte 2014 mit 6.800 pro Monat eine Verdoppelung der Verstöße, doch das ist nur die Spitze des Eisberges. Die Dunkelziffer ist unbekannt.Im Rahmen der bundesweiten Clubaktion 2015 geht der ACE mit dem Appell "Park dein Handy, wenn du fährst!" auf die Straße. An großen Kreuzungen, Ein- und Ausfahrtstraßen und an Einkaufszentren soll die Anzahl der Handy-Sünder erfasst werden, um so einen Anhaltspunkt zu finden, was sich unter der Spitze des Eisberges tatsächlich bewegt.
Zahl der Unfälle mit ungeklärter Ursache steigt.Wie viele Unfälle sich in Deutschland aufgrund von Ablenkung durch Textnachrichten tatsächlich ereignen, kann nicht beziffert werden, denn bei der polizeilichen Unfallerhebung wird dies bisher nicht untersucht. Bekannt geworden sind jedoch mehrere Fälle, bei denen im Fahrzeug von tödlich Verunglückten das Telefon mit einer angefangenen Kurznachricht gefunden wurde. Quelle: DVR report 4/2014
Im Blindflug unterwegs ...Zeitdruck oder Gedankenlosigkeit – wer losfährt und dann erst sein Handy in die Hand nimmt, um schnell eine Nachricht zu tippen, hat für lange Sekunden kein Gespür für das eigene Fahrzeug, keinen Blick für den Gegenverkehr. Daher gilt: Das Handy während der Fahrt von der Pole-Position in die Park-Position geben!
"Das ist wie 1,1 Promille" Dr. Mark Vollrath Technische Universität Braunschweig"Wir haben die Smartphone-Nutzung für eine Studie mit der Wirkung von Alkohol verglichen", so der Psychologie-Professor Dr. Mark Vollrath in einem ACE LENKRAD-Interview. "Da sind wir bei vergleichsweisen Alkoholwirkungen von 1,1 bis 1,2 Promille." Und auch Sven Rademacher, Sprecher des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, weiß zu berichten: „Die Nutzung ist zu einem Problem geworden. Die Leute ignorieren, dass sie im Blindflug unterwegs sind." Die Reaktionszeit verzögert sich um 0,5 Sekunden, zudem verengt sich das Blickfeld drastisch, so Christoph Lauterwasser, Leiter des Allianz-Zentrums für Technik. Quelle: ACE LENKRAD 12/2014Unkontrollierte Fahrerei.Ablenkung und Unachtsamkeit durch die Handynutzung führt zu unkontrollierten Fahrvorgängen, die andere Verkehrsteilnehmer beeinflussen und das Unfallrisiko erhöhen.An folgendem Verhalten erkennt man Handy-Sünder am häufigsten: Plötzliches "Schlangenlinien"-Fahren Nicht-Wahrnehmen von Stauenden Plötzliches Abbremsen und anschließendes "Schleichen" Ampelschläfer (Alle Abbildungen dieses Beitrags ACE)
Orkan trifft Straßenverkehr - Riskante Fahrten
(ACE 31.03.2015) Die ACE-Tipps gegen Böen: - Defensiv und vorausschauend fahren. So ist es eher möglich, umherfliegenden Hindernissen, wie Ästen, Reklametafeln, Müllsäcken oder Plastikplanen rechtzeitig auszuweichen.- Geschwindigkeit drosseln. Das dient der besseren Fahrbahnhaftung.- Lenkrad mit beiden Händen fest halten und bei etwaigen Seitenwinden gefühlvoll Gegenlenken.- Sicherheitsabstand vergrößern - auch den Seitenabstand - Lkw können vom Sturm aus ihrer Spur versetzt werden- Achtung: Gefahr von heftigen Seitenwinden ist besonders groß beim Passieren oder nach dem Passieren von Lärmschutzwänden, Brücken, Waldschneissen, Tunnelausfahrten und Häuserschluchten.- Autodachträger, Radträger oder Skiboxen besser demontieren, sie fangen den Wind ein und bringen das Auto damit leicht ins Schleudern.- Autotüren beim Öffnen und Schließen fest im Handgriff behalten. Andernfalls kann der Wind die Türen Aufreißen oder Zuknallen; dann drohen schwere Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. !
(ASFINAG 26.03.2015) So können Sie Ihre Route planen:Gut informierte Autofahrer sind sichere Autofahrer. Deswegen bietet die ASFINAG eine Bandbreite an Services an, um die Fahrt bereits vor Reiseantritt bequem, schnell und sicher zu machen. Die ASFINAG App sorgt zum Beispiel dafür, dass der Autofahrer über alles, was auf seiner Strecke passiert, zeitnah informiert ist. Wertvoll bei langen Fahrten: die App zeigt dem Autofahrer alle Rastmöglichkeiten entlang der Strecken an – inklusive dem jeweiligen Angebot von Raststationen und Rastplätzen. Wer eine Sondermautstrecke benutzt, ist mit der Videomaut- und Kreditkartenspur immer vorne dabei und hat kurze oder gar keine Wartezeiten an den Mautstellen.Achtung: In den Nachbarländern gibt es unterschiedliche Mautsysteme – von kilometerabhängiger Maut bis hin zur elektronischen Vignette in Ungarn. Alle Infos dazu finden Sie auf http://www.asfinag.at/maut So machen Sie Ihr Fahrzeug fit:Vor dem Start Beleuchtung, Reifendruck und Stand von Öl, Scheibenwasch- sowie Kühlflüssigkeit prüfen und falls notwendig nachfüllen! Und achten Sie auf sicheres Beladeschema: Schweres unten, Leichtes oben. Wichtig: Das Gepäck darf nie über die Oberkante der Rücksitzlehne ragen, sonst wird es beim Bremsmanöver zum Geschoß. Achten Sie auch darauf, die jeweils erforderliche Ausrüstung mitzuführen. In Kroatien etwa ein Reserve-Lampenset (ausgenommen Xenon) oder in Slowenien für jeden Mitfahrer eine Warnweste. So wird die Fahrt selbst zum Beginn des Urlaubs:•Rechtzeitig Pause machen – „ein Drittel aller tödlichen Unfälle ist auf Übermüdung zurückzuführen“, weiß ASFINAG-Verkehrssicherheits-Experte Bernhard Lautner. Die ASFINAG hat dafür 47 moderne, sichere Rastplätze mit sauberen Hygieneeinrichtungen errichtet, dazu kommen 87 Raststationen unterschiedlicher Betreiber mit ihrem jeweiligen Gastronomie-Angebot.•Leichte Mahlzeiten zu sich nehmen und regelmäßig Wasser trinken. Kaffee und Energy Drinks helfen nicht gegen Müdigkeit.•Sind Kinder mit an Bord, vielfältiges Material für mehr Abwechslung mitnehmen: Spielzeug, Urlaubsmalbuch, Buntstifte, Hörspiele.•Schalten Sie das Radio für aktuelle Verkehrsmeldungen ein und achten Sie auf Hinweise auf den Verkehrs- und elektronischen Anzeigetafeln der ASFINAG.•Die Fahrt in den Urlaub soll keinen Stress verursachen - planen Sie ausreichend Zeit für die Fahrt ein, halten Sie Abstand und reduzieren Sie das Tempo, wenn der Verkehr dichter wird.• Richtiges Verhalten in Straßentunneln
(BASt 20.12.2011) Fahrzeugbrand, Unfall oder Stau: In einem aktuellen Film der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) erfahren Sie, wie Sie sich richtig in einem Straßentunnel verhalten und das Leben anderer und Ihr eigenes im Falle eines Falles retten.Welche Sicherheitseinrichtungen gibt es in Straßentunneln, wie verhalte ich mich nach einem Unfall oder bei einem Fahrzeugbrand? Der BASt-Film vermittelt die richtigen Verhaltensregeln. Als Grundlage diente die Broschüre „Sicherheit geht vor - Straßentunnel in Deutschland“, die bei der BASt kostenfrei zu erhalten ist.Die BASt produzierte den Film im Rahmen des Forschungsprojekts SKRIBT „Schutz kritischer Brücken und Tunnel im Zuge von Straßen“. Der Fokus des Projekts lag auf der Sicherheit von Straßenbrücken und -tunneln und den Verhaltensweisen von Menschen im Falle eines Brandes in einem Straßentunnel. Dazu wurden Testpersonen mit einem fingierten Verkehrsunfall in einem realen Straßentunnel konfrontiert. Das Verhalten der Versuchspersonen wurde erfasst und ausgewertet. Ein Forschungskonsortium unter Leitung der BASt bearbeitete das gut dreijährige Projekt. Weitere Informationen zum Projekt unter www.skribt.org.Zum FilmDer Film hat eine Laufzeit von etwa elf Minuten: www.bast.de oder direkt unter www.youtube.com/user/BASt20111
BroschüreDie Broschüre „Sicherheit geht vor - Straßentunnel in Deutschland“ ist kostenfrei bei der BASt erhältlich:Bundesanstalt für StraßenwesenPostfach 10 01 5051401 Bergisch GladbachTelefon: 02204 43-273Fax: 02204 43-694E-Mail: info @ bast.de Weitere Informationen:
BASt Richtiges Verhalten in Straßentunneln als .pdf
BASt BMVBS Tunnelsicherheit als .pdf
Das Foto zeigt verschiedene Situationen im Tunnel - Ein Film der Bundesanstalt für Straßenwesen zeigtrichtiges Verhalten in verschiedenen Gefahrensituationen im Straßentunnel (Bilder: BASt)
Verkehrssicherheitskampagne "Runter vom Gas" wird neu gestartet
(BMVBS 13.12.2011) Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat heute in Berlin zusammen mit dem Präsidenten des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), Walter Eichendorf, die Verkehrssicherheitskampagne "Runter vom Gas" neu gestartet. Sie wird thematisch geöffnet und weiterentwickelt. Die Kampagne richtet ihr Augenmerk ab sofort auf weitere Unfallursachen und -risiken im Straßenverkehr: Neben Rasen und unangepasster Geschwindigkeit sind dies vor allem Ablenkung durch Handy, Zigaretten oder Navigationsgeräte, gefährliches Überholen insbesondere auf Landstraßen, rücksichtsloses Drängeln oder das Fahren unter Alkoholeinfluss. Zudem wirbt die Kampagne für das Anschnallen in Kraftfahrzeugen und das Tragen von Fahrradhelmen.Die Botschaften der von Minister Ramsauer heute vorgestellten Kampagnenmotive: "Fahr nicht so schnell", "Lass dir Zeit", "Finger vom Handy" und "Papi, fahr vorsichtig". Rund 800 Plakate werden mit Unterstützung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) in den nächsten Wochen an den Autobahnen und Rastplätzen für eine sichere Fahrweise werben. Eines der Motive wird auf 150 Lkw zu sehen sein, die quer durch Deutschland unterwegs sein werden. Anzeigen und Hörfunkspots, ein Kinospot sowie umfassendes Informationsmaterial und weitere Maßnahmen an Landstraßen folgen ab 2012.Ramsauer: "Unser "Verkehrssicherheitsprogramm 2011" gibt ein ehrgeiziges Ziel vor: Wir wollen die Zahl der Getöteten bis 2020 um 40 Prozent senken. Auch die Zahl der Schwerstverletzten muss kontinuierlich und deutlich gesenkt werden. Das kann nur gelingen, wenn wir alle Unfallursachen bekämpfen. Die neu gestartete Kampagne ist Teil unserer Maßnahmen. Sie appelliert an die Verkehrsteilnehmer, verantwortungsvoll zu fahren und sich der Gefahren im Straßenverkehr bewusst zu werden. Ziel ist, Fehlverhalten zu vermeiden. Zentrales Anliegen ist die Verbesserung der Landstraßensicherheit, denn auf Landstraßen sind mit rund 60 Prozent die meisten Verkehrstoten zu beklagen. Mit Plakatierung insbesondere an diesen Strecken sowie mit Anzeigen und Hörfunkwerbung wollen wir auf die Risiken hinweisen."Walter Eichendorf, Präsident des DVR: "Auf der Landstraße finden wir ein besonders hohes Sicherheitsrisiko durch die verschiedenen Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger, Rad-, Motorrad-, Pkw-, Bus- Traktor-, und Lkw-Fahrer, hohe Geschwindigkeiten, starke Auswirkungen der Witterungsverhältnisse, unübersichtliche Strecken- und Kurvenverläufe und so genannte ‚Baum- und Diskounfälle’. Daher müssen wir gezielt das ‚Risiko Landstraße’ minimieren."www.runtervomgas.de
Zu sorglos gegenüber MitfahrernUmfrage unter Autofahrern zum Thema Anschnallen
(DVR 22.11.2011) Nur etwa 86 Prozent der Autofahrer achten darauf, dass sich auch alle Mitfahrer anschnallen. Dies ergab eine repräsentative Befragung von 2.000 Personen, die im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) vom Marktforschungsinstitut Ipsos durchgeführt wurde. Die anderen sorgen entweder nur bei Kindern für die richtige Sicherung (8 Prozent) oder sind der Meinung, dass erwachsene Mitfahrer selbst dafür verantwortlich sind, ob sie sich anschnallen (11 Prozent). Mehrfachantworten waren möglich. Eine Abfrage des DVR bei den Bundesländern hat zudem ergeben, dass in zehn Bundesländern, die Unfallzahlen geliefert haben, durchschnittlich knapp 20 Prozent der im Straßenverkehr getöteten Fahrzeuginsassen nicht angeschnallt waren. Der DVR weist darauf hin, dass der Sicherheitsgurt im Auto der Lebensretter Nummer eins ist. Er empfiehlt allen Autofahrern dringend, nicht nur sich selbst immer anzuschnallen, sondern auch dafür zu sorgen, dass sich alle Mitfahrer sichern. Nahezu 95 Prozent der Autofahrer schnallen sich laut Befragung des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) an, aber nur 86 Prozent achten darauf, dass sich auch alle Mitfahrer sichern. (Bild: DVR)
"Verkehrssicherheitsprogramm 2011" (BMVBS 10.11.2011) Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat heute in Berlin das "Verkehrssicherheitsprogramm 2011" vorgestellt. Es bündelt erstmals alle laufenden und künftigen Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit auf deutschen Straßen.Ramsauer: "Jedes Opfer eines Verkehrsunfalls ist ein Opfer zu viel. Verkehrssicherheitsarbeit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Alle Beteiligten müssen ihren Beitrag leisten. Das gilt für Bund, Länder und Gemeinden ebenso wie für Institutionen, Verbände und Initiativen. Sie sind unverzichtbare Partner, die Sicherheit auf unseren Straßen weiter zu verbessern und unseren Spitzenplatz in Europa zu festigen."Ziel des "Verkehrssicherheitsprogramms 2011" ist, die Getötetenzahlen in Deutschland bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu reduzieren. Auch die Zahl der Schwer- und Schwerstverletzten soll deutlich gesenkt werden. Das Programm ist in drei Aktionsfelder eingeteilt: "Mensch", "Infrastruktur" und "Fahrzeugtechnik".Schwerpunkt im "Aktionsfeld Mensch" ist der Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer, insbesondere von Kindern, Radfahrern, Fahranfängern und Älteren. So setzt sich das BMVBS für die richtige Kindersicherung im Auto oder für freiwillige Gesundheitschecks von Senioren ein. Die Helmtragequote von Fahrradfahrern soll deutlich erhöht werden. Zudem soll die Sicherheit von Fahranfängern verbessert werden. Zentrales Anliegen im "Aktionsfeld Infrastruktur" ist die Verbesserung der Landstraßensicherheit. Dort sind mit 60 Prozent die meisten Verkehrstoten zu beklagen. Zusätzliche Überholfahrstreifen oder Schutzeinrichtungen sollen Unfälle verhindern. Auf der Autobahn sollen z.B. Rüttelstreifen das Abkommen von der Fahrbahn verhindern. Gegen Falschfahrer werden in einem Pilotprojekt Warntafeln an Auffahrten aufgestellt. Das Augenmerk im "Aktionsfeld Fahrzeugtechnik" liegt darauf, die technischen Potentiale zu nutzen und voranzubringen und gleichzeitig mögliche Gefahren zu beseitigen. So sollen verstärkt Fahrerassistenz- oder Fahrzeugkommunikationssysteme zu Einsatz kommen.http://www.bmvbs.de/SharedDocs/DE/Publikationen/VerkehrUndMobilitaet/Strasse/Verkehrssicherheitsprogramm.htmlhttp://www.bmvbs.de/DE/VerkehrUndMobilitaet/Verkehrspolitik/Verkehrssicherheit/verkehrssicherheit_node.htmlhttp://www.bmvbs.de/cae/servlet/contentblob/74626/publicationFile/47384/verkehrssicherheitsprogramm-2011.pdf
(DVR 09.11.2011) Verbesserungen der Verkehrssicherheit standen heute in einer öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung des Deutschen Bundestages auf der Tagesordnung. Unter dem Vorsitz von Dr. Anton Hofreiter (Bündnis 90/Die Grünen) diskutierten die Abgeordneten mit Experten über Sicherheitspotenziale, die es noch auszuschöpfen gilt. Anlass für die Anhörung waren Anträge der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und FDP sowie der SPD und von Bündnis 90/Die Grünen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf machte zunächst deutlich, dass in Deutschland pro Jahr mehr als 3.600 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben kommen. „Man stelle sich vor, alle zwei Monate müsste der Deutsche Bundestag komplett neu gewählt werden, weil alle Abgeord­neten im Straßenverkehr tödlich verunglückt wären“, beschrieb Dr. Eichendorf die Dimension der Opferzahl. Die Verkehrstoten und über 62.000 Schwerverletzten pro Jahr bedeuteten nicht nur unbeschreibliches Leid, sondern auch hohe gesellschaftliche Kosten. „Die Bundesanstalt für Straßenwesen schätzt, dass durch Straßenverkehrsunfälle volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von rund 31 Milliarden Euro entstehen“, erläuterte der DVR-Präsident. Der DVR begrüße daher die vorliegenden Anträge der Bundestagsfraktionen: „Wir verstehen dies als Startsignal zu einer umfassenden gesellschaftlichen Debatte über mehr Verkehrssicherheit. Im Sinne der Strategie ‚Vision Zero – keiner kommt um, alle kommen an‘ müssen wir die vorhandenen Sicherheitspotenziale ausschöpfen und Kosten reduzieren.“Konkret sprach er über wichtige Herausforderungen für die Zukunft. So sollten die Vorschläge des Wissenschaftlichen Beirates beim Bundesverkehrsminister offen diskutiert werden. Beim Thema nicht angepasste Geschwindigkeit – 2010 wieder Unfallursache Nummer eins – sollte die Politik die Hinweise des Beirates intensiv beraten.Bei der Unfallursache Alkohol am Steuer wies Dr. Eichendorf auf einen aktuellen Beschluss des DVR-Vorstands für ein absolutes Alkoholverbot hin. Fast jeden Tag werde in Deutschland ein Mensch im Straßenverkehr als Beteiligter eines „Alkoholunfalls“ getötet, über 18.000 pro Jahr verletzt. „Aus unserer Sicht hat der im Grundgesetz verankerte Schutz von Leben und körperlicher Unversehrtheit aller Verkehrsteilnehmer Vorrang vor den Einzelinteressen und Gewohnheiten einer Teilgruppe, die trotz der Teilnahme am Straßenverkehr nicht auf den Konsum von Alkohol verzichten möchte. Deshalb muss gelten: Wer fährt, trinkt nicht und wer trinkt, fährt nicht“, stellte Dr. Eichendorf klar.Für Fahranfänger sollte eine verpflichtende Verlängerung des Lernzeitraumes eingeführt werden. Der DVR-Präsident schlug eine Expertenanhörung zu diesem Thema vor, um eine entsprechende Gesetzgebung vorzubereiten.Besonderes Augenmerk müsse auch auf den Brennpunkt Landstraße gelegt werden. Dort ereignen sich rund 60 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle. Unfallschwerpunkte zu entschärfen, werde daher eine zentrale Aufgabe der Unfallkommissionen bleiben. Zudem sollten systematische Verkehrssicherheitsaudits und Verkehrsschauen verbindlich eingeführt werden. Dr. Eichendorfs Appell an die Abgeordneten: „Das Thema ‚Sichere Landstraße‘ muss in die Wahlkreise getragen werden.“Als „vergessene Opfer“ bezeichnete der DVR-Präsident die Gruppe der Schwerstverletzten. Deren Zahl stagniere seit Jahren bei etwa 7.000. Die Unfallstatistik sollte daher um die Kategorie „lebensgefährlich Verletzte“ ergänzt werden.Darüber hinaus schlägt der DVR vor, die Position eines Verkehrssicherheitsbeauftragten als Koordinator der Bundesregierung einzurichten. Er sollte sich als Ansprechpartner für Verbände, Politik und Wirtschaft verstehen.Um alle noch zur Verfügung stehenden Potenziale nutzen zu können, müsse eine ausreichende Finanzierung gewährleistet sein. „Auch in haushaltspolitisch schwierigen Zeiten dürfen die Aufwendungen des Staates für Maßnahmen der Verkehrssicherheit nicht heruntergefahren werden. Denn wir wissen: Prävention lohnt sich – gerade auch im Straßenverkehr. Jeder Euro für nachhaltige Präventionsarbeit ist gut angelegtes Geld und reduziert die immensen Folgekosten von Straßenverkehrsunfällen. Deshalb muss verstärkt in die Verkehrssicherheit investiert werden“, sagte Dr. Eichendorf mit Blick auf die seit 20 Jahren unverändert gebliebenen und im letzten Jahr sogar leicht gekürzten Ansätze im Bundeshaushalt.
(BASt 02.11.2011) Bei Unfällen in Straßentunneln können Lautsprecheransagen zum richtigen Verhalten des Tunnelnutzers und somit zu seiner Sicherheit beitragen. Allerdings hängt die Wirksamkeit von Lautsprecheransagen entscheidend von der Verständlichkeit der übermittelten Informationen ab. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens wurden deshalb Kriterien definiert, anhand derer eine elektroakustische Beschallungsanlage für Tunnel und bestimmte Ereignisszenarien ausgelegt werden kann.Das Foto zeigt die synchronisierte Längsbeschallung mit drei hintereinanderliegenden Lautsprechern an der Decke Synchronisierte Längsbeschallung mit drei hintereinanderliegenden Lautsprechern an der Decke.ProblemBei Havarien in Straßentunneln können Lautsprecheransagen mit zum richtigen Verhalten der Tunnelnutzer beitragen. Voraussetzung ist eine gute Verständlichkeit der übermittelten Sprachinformationen, die jedoch mit konventionellen Beschallungsanlagen oftmals nicht erreicht wird. Unter Berücksichtigung von tunnelspezifischen Parametern wie Querschnitt, Geometrie, Innenausbau und Länge waren im Forschungsprojekt weitergehende technische Anforderungen an die einzusetzenden Beschallungssysteme zu ermitteln und die Erfüllbarkeit der Anforderungen anhand verfügbarer Systeme zu überprüfen. Unter Beachtung der technischen und wirtschaftlichen Umsetzbarkeit waren Kriterien zu definieren, anhand derer eine Beschallungsanlage für Tunnel und bestimmte Ereignisszenarien ausgelegt werden kann, ohne dass aufwändige schalltechnische Einzeluntersuchungen durchgeführt werden müssen.UntersuchungsmethodeIm Rahmen der Untersuchung wurden die charakteristischen Einflussgrößen für eine optimierte Wahrnehmbarkeit und Verständlichkeit akustischer Signalisierungen und Durchsagen in Straßentunneln, Nachhallzeiten sowie spezifische Schallleitungseigenschaften und Störgeräusche bestimmt. Aufbauend auf theoretischen Grundlagen wurden die Ergebnisse aktueller Untersuchungen in 19 Tunneln kategorisiert und im Hinblick auf die erzielbaren Effekte beschrieben. Anschließend erfolgte eine Zusammenstellung der Erkenntnisse zu den Grundanforderungen an elektroakustische Beschallungsanlagen in Abhängigkeit von der akustischen Klassifizierung typischer Tunnelformen, zu den Ereignissze-narien, zur Anordnung von Lautsprechersystemen und zum Signalprocessing.ErgebnisseNach den Ergebnissen aktueller Forschungen sind die Nachhallzeiten in vielen Straßentunneln sehr lang. Sie liegen im Bereich von sieben bis zehn Sekunden. Außerdem erreichen die in Tunneln eingesetzten Lautsprecheranlagen unter den typischen raumakustischen Bedingungen entweder keine anforderungsgerechte Sprachverständlichkeit, oder sie erlauben keinen anforderungsgerechten Sammelruf. Eine praktische Notwendigkeit zur minutiösen Prognostizierung und Messung der Nachhallzeiten von Straßentunneln lässt sich auf Grundlage dieser Erkenntnisse jedoch nicht belegen. Es gibt besondere Schallleitungseigenschaften von Tunnelröhren, die durch die Struktur der Reflexionen entlang der Wand- und Deckenbereiche entstehen. Daraus folgend ist eine Beschallung mit eng abstrahlenden Lautsprechern streng in Längsrichtung eines Tunnels notwendig. Versuche zeigten, dass mit einer Reihenanordnung von Lautsprechern, die geeignete Abstrahleigenschaften haben und entsprechend angesteuert werden, eine ausreichend gute Sprachverständlichkeit über lange Strecken zu erreichen ist. Herkömmliche Lautsprecher, insbesondere die häufig eingesetzten Trichterlautsprecher, sind für eine Längsbeschallung jedoch ungeeignet. Die Untersuchungsergebnisse mündeten in einem praktisch handhabbaren Konzept für eine technische Lösung zur Übertragung verständlicher Durchsagen in Verkehrstunneln. Empfohlen wird ein Beschallungskonzept, das die typischen Tunnelgeometrien sowie Abstrahlwinkel und Rückwärtsdämpfungen berücksichtigt. Die Lautsprecher sollten so angepasst werden, dass sie eine zeitlich kohärente Wellenfront längs durch den Tunnel bewirken.FolgerungenIm Rahmen der Studie wurde ein neuartiges Beschallungskonzept untersucht, welches zukünftig in typischen Straßentunneln Sicherheitsdurchsagen mit einer erheblich verbesserten Sprachverständlichkeit ermöglicht. Es wurden konzeptionelle Vorschläge für die Installation von Lautsprecheranlagen in Straßentunneln erarbeitet. Sie ermöglichen eine Vereinfachung der Planung und Auslegung bei gleichzeitiger Optimierung von Wahrnehmbarkeit und Verständlichkeit. Mögliche Fehlplanungen oder Nachbesserungen können so reduziert werden. Für elek-troakustische Beschallungsanlagen werden zukünftig ein erheblicher Gewinn an Planungssicherheit erreicht und Kosteneinsparungen in Folge eines reduzierten Planungsaufwandes erwartet.
Längsbeschallung mit drei hintereinanderliegenden Lautsprechern an der Decke(Bild: Christof Sistenich, BASt)
Sicherheit 29.10.2011 Erfolge durch neues Warnsystem an Autobahn-Baustellen
Notöffnungen in transportablen Schutzeinrichtungen
(BASt 26.10.2011) Transportable Schutzeinrichtungen sollen Gegenverkehrsunfälle im Bereich von Baustellen verhindern. Kommt es dennoch zu einem schweren Unfall, können die Schutzeinrichtungen jedoch den schnellen Zugang für Rettungskräfte behindern. In einem Forschungsprojekt der Bundesanstalt für Straßenwesen wurden einheitliche Gestaltungsmöglichkeiten von Notöffnungen erarbeitet, die die Zugänglichkeit zum Unfallort erleichtern und von den Einsatzkräften einfach selbst gehandhabt werden können.ProblemTransportable Schutzeinrichtungen werden in Deutschland im Bereich von Autobahnbaustellen installiert, um entgegengesetzt gerichtete Verkehrsströme zu trennen und die Arbeitsstellen gegenüber dem fließenden Verkehr abzusichern. Dadurch können die Unfallfolgen beim Abkommen von Fahrzeugen von der Fahrbahn erheblich verringert werden. Schutzwände als Mittelabtrennung bringen aber auch Nachteile mit sich. Bei schweren Unfällen im Baustellenbereich behindern sie den schnellen Zugang von Rettungskräften zur Unfallstelle von der Gegenfahrbahn aus. In solchen Situationen kann es erforderlich werden, dass Schutzeinrichtungen geöffnet werden müssen. Die deutschen Regelwerke sehen bislang noch keinen Einsatz von Notöffnungsmöglichkeiten in transportablen Schutzeinrichtungen vor.UntersuchungsmethodeDie empirische Grundlage für die Untersuchung bildete eine Befragung von Personen, die beruflich mit Unfällen auf Autobahnen im Baustellenbereich zu tun haben. Dafür wurden Fragebogen an alle Autobahnmeistereien, Autobahnpolizeien in sechs Bundesländern sowie an Feuerwehren und Rettungsdienste versandt. Darüber hinaus fand eine Befragung von Experten der Gefahrenabwehr und des Verkehrsmanagements statt. Ziel der Erhebungen war es, detaillierte Kenntnisse über die Zuführung der Rettungskräfte bei Unfällen im Baustellenbereich zu erhalten. Diesem Zweck diente auch eine Befragung über die Vorgehensweisen bei der Verwendung von Notöffnungen in anderen europäischen Ländern. Die marktgängigen Schutzeinrichtungen wurden auf Kriterien untersucht, die für Öffnungsmöglichkeiten relevant sind (Handhabbarkeit, Verschlussmechanismen, Gewicht und bereits vorhandene Schnellöffnungen). Darauf aufbauend wurden Vorschläge für Einsatzkriterien sowie für die einheitliche Gestaltung von transportablen Schutzsystemen mit Notöffnungsmöglichkeiten erarbeitet.ErgebnisseNahezu alle Befragten befürworteten den Einsatz von Notöffnungen im Baustellenbereich auf Autobahnen. In persönlichen Gesprächen zu konkreten Unfallszenarien mit Notöffnungen ergab sich, dass gezielte Öffnungspunkte nur dann von Einsatzkräften sinnvoll genutzt werden können, wenn die Zufahrt entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung von der nächsten Anschlussstelle aufgrund örtlicher Gegebenheiten nicht möglich ist oder sonstige besondere Umstände gegeben sind. Ansonsten sind Notöffnungen eher dazu geeignet, bei lang andauernden Vollsperrungen den Verkehr auszuleiten. Für einige transportable Schutzeinrichtungen werden bereits Schnellöffnungen angeboten, die von einer einfachen manuellen Handhabung bis hin zu Systemen reichen, die pneumatisch, hydraulisch oder elektrisch angetrieben werden. 13 Systeme werden im Forschungsbericht beschrieben. Die Umfrage im europäischen Ausland ergab, dass in vielen Ländern transportable Schutzeinrichtungen nur selten eingesetzt werden und sich damit die Forderung nach Notöffnungen bisher nicht gestellt hat.FolgerungenIm Rahmen des Projektes konnten Kriterien für den Einsatz von Notöffnungen in transportablen Schutzeinrichtungen im Bereich von Autobahnbaustellen ermittelt und Vorschläge zu einer einheitlichen Gestaltung und visuellen Kennzeichnung erarbeitet werden. Es wird empfohlen, Notöffnungen möglichst am Beginn und am Ende einer Baustelle zu platzieren. Ihr Einsatz ist anhand der erarbeiteten Einsatzkriterien mit den Rettungskräften abzustimmen. Die erarbeiteten Vorschläge für die einheitliche Gestaltung von Notöffnungen sehen eine Mindestdurchfahrtsbreite von sechs bis fünfzehn Metern je nach Verkehrsführung vor. Zur besseren visuellen Erkennbarkeit sollte etwa 200 Meter vor der Notöffnung ein Hinweisschild angebracht werden. Empfohlen wurde, Notöffnungen, die gemäß den Vorgaben gestaltet sind, demnächst in Pilotprojekten an verschiedenen Stellen einzusetzen und ihre Wirkung in der Praxis zu analysieren. Es zeigte sich jedoch, dass für Schnellöffnungen auf Mittelstreifenüberfahrten derzeit in Deutschland nur wenig Bedarf besteht. Ein genereller Einsatz von Notöffnungen wird daher derzeit nicht empfohlen. Notöffnung (Bild BASt)
Enge Fahrstreifen in Baustellen - Selbst die Kleineren sind oft zu breit
(ADAC 11.10.2011) Die Begrenzung der linken Fahrspur in vielen Baustellen auf zwei Meter fällt für die Mehrheit der Autos zu schmal aus. Rund 67 Prozent der Neuwagenmodelle sind breiter als zwei Meter, wie der ADAC jetzt bei einer Messung von 280 aktuellen Fahrzeugen ermittelt hat. Dass selbst viele Kleinwagen diese Marke überschreiten, ist vielen Pkw-Fahrern nicht bewusst. Beispielsweise auch vermeintlich schmale Pkws wie der Renault Clio oder der Peugeot 308 sind zu breit für die auf zwei Meter begrenzte Fahrspur.Der ADAC rät Autofahrern, sich über die tatsächliche Breite ihres Fahrzeugs zu informieren oder selbst nachzumessen, um ein Bußgeld und Einschränkungen des Kasko-Schutzes zu vermeiden. Auf den, in den Fahrzeugpapieren eingetragenen, Wert kann dabei nicht zurückgegriffen werden, denn er gibt nur die Breite ohne Außenspiegel an. Die tatsächliche Breite eines Fahrzeuges schließt die Spiegel aber mit ein. Daher sind Fahrzeuge oft weniger zierlich als gedacht, beispielsweise ragen Autos wie der Audi A3, Citroen C3, Fiat Bravo, Ford Focus, Mercedes A-Klasse, Opel Astra, Seat Alhambra, Toyota Auris, Volvo S40 und der VW Golf VI über die Zwei-Meter-Begrenzung heraus. Dass sich Nachmessen in jedem Fall lohnt, zeigt sich beispielsweise bei der BMW 3er-Reihe: mit diesen Fahrzeugen kann die auf zwei Meter begrenzte Spur problemlos benutzt werden.Der ADAC fordert, dass dort, wo es möglich ist, die Nutzung für Pkw mit einer Breite bis 2,20 Meter auf der linken Spur in Baustellen zuzulassen. Die derzeitige Regelung mit der Beschränkung des linken Fahrstreifens durch Verkehrszeichen 264 auf zwei Meter Breite ist nicht mehr zeitgemäß. Zumindest aber sollte die erlaubte Fahrzeugbreite auf 2,10 Meter durch geeignete Maßnahmen heraufgesetzt werden, damit rund 80 Prozent der Pkw die linke Spur auch nutzen können. Dies ist wichtig für den Verkehrsfluss und die Stauvermeidung, denn bei dem heute durchschnittlichen Lkw-Aufkommen auf Autobahnen hat nur mehr rund ein Viertel aller Pkw Platz auf der rechten Spur.
Sicherheitswesten bei Nacht (Bild ADAC)
Auftaktveranstaltung in Berlin (Bild ADAC)
Sicherheitswesten lassen Kinder leuchten (Bild ADAC)
"Sicherheitswesten für Schulanfänger" (Bild ADAC)
775 000 kostenlose Sicherheitswesten für SchulanfängerInitiative von ADAC, >Ein Herz für Kinder< und Deutscher Post
(ADAC BMVBS 28.09.2011) Deutschlands größte Schutzaktion für Schulanfänger geht zum zweiten Mal an den Start: 775 000 Sicherheitswesten verteilt der ADAC ab sofort kostenlos an 16 600 Schulen in Deutschland. Das größte Kinderschutz-Projekt Deutschlands wird getragen von der ADAC Stiftung „Gelber Engel", der BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ Bild hilft. e.V. und der Deutschen Post. Ziel ist es, den Schulweg für die Jüngsten noch sicherer zu machen. Die Schirmherrschaft haben Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und Dr. Bernd Althusmann, Präsident der Kultusminister-Konferenz und Kultusminister Niedersachsens, übernommen.Nach wie vor sind die hohen Unfallzahlen junger Verkehrsteilnehmer alarmierend. 2010 wurden in Deutschland rund 29 000 Kinder bis zu 14 Jahren im Straßenverkehr verletzt. Die Zahl der getöteten Kinder stieg um 14 auf 104. „Unser Ziel ist es, die Zahl von verunglückten Kindern im Straßenverkehr drastisch zu senken. Mit der Aktion wollen wir die kleinsten Verkehrsteilnehmer, die erstmals allein auf der Straße unterwegs sind, besser sichtbar und damit sicherer machen“, betont ADAC Präsident Peter Meyer.Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Brief Deutsche Post DHL, erklärt: „Unsere Brief- und Paketboten sind jeden Tag im Straßenverkehr unterwegs und kennen die Gefahren, gerade für die jüngsten Verkehrsteilnehmer. Daher sind wir sehr froh, dass wir diese bewährte Zusammenarbeit mit dem ADAC und „Ein Herz für Kinder“ fortsetzen können.“ Dorothea Misch, Vorstandsvorsitzende der BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“, hebt hervor: „Verkehrssicherheit für Kinder war vor über 30 Jahren das Motiv für Axel Springer, die BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ zu gründen. In dieser Tradition sehen wir unser gemeinsames Engagement mit dem ADAC, auch dieses Jahr wieder so viele Erstklässler wie möglich mit Sicherheitswesten auszustatten, um zu verhindern, dass ein Kind auf dem Schulweg verletzt wird.“Die groß angelegte Aktion wird von zahlreichen Spendern und Sponsoren unterstützt. Der international marktführende Textilserviceanbieter LHD Unternehmensgruppe liefert die Westen. Diese sind nach dem Ökotex-Standard zertifiziert und erfüllen damit den weltweit gültigen Standard für die Schadstoffbelastung von Kleidungsstücken.Der ADAC empfiehlt den Eltern, den Schulweg mit dem Nachwuchs zu üben. Gefordert sind auch die Kommunen, für einen gefahrlosen Schulweg zu sorgen, und die Autofahrer, die immer auf Kinder am Fahrbahnrand – besonders vor Schulen – achten sollten."Verkehrssicherheit muss oberste Priorität haben. Gerade die Jüngsten brauchen unser aller Aufmerksamkeit. Wir müssen sie fit machen für eine verantwortungsvolle Teilnahme am Straßenverkehr."Das sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer heute als Schirmherr des Sicherheitswesten-Aktionstages des ADAC.Auch in diesem Jahr werden zum Herbstanfang alle rund 775 000 Schulanfänger in Deutschland kostenlos mit leuchtend bunten Sicherheitswesten ausgestattet. Ziel dieser Gemeinschaftsaktion der ADAC-Stiftung "Gelber Engel", der BILD-Hilfsorganisation "Ein Herz für Kinder" und der Deutschen Post ist es, den Schulweg für die jüngsten Verkehrsteilnehmer noch sicherer zu machen.Ramsauer: "Achtsamkeit, Rücksichtnahme und Partnerschaft im Straßenverkehr, das betrifft ganz besonders die Erwachsenen. Hier sind wir in der Pflicht und müssen dazu beitragen, die "Großen" für Kinder als Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren."Verkehrssicherheit – gerade mit Blick auf Kinder und Jugendliche – ist im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ein Topthema. Neben einer Vielzahl von Verkehrserziehungsmaßnahmen für diese Zielgruppe, Veranstaltungen und Kampagnen ist die Broschüre "Käpt’n Blaubär – Die fantastische Verkehrsfibel" eine wichtige Konstante in der Verkehrserziehung.Ramsauer: "Seit über 13 Jahren lernen Kindergarten- und Grundschulkinder mit Käpt'n Blaubär das sichere Verhalten im Straßenverkehr. Und das mit viel Spaß! Denn seine "fantastische Verkehrsfibel" vermittelt mit abenteuerlichen Geschichten und bunten Rätseln auf spielerische Weise den richtigen Umgang mit wichtigen Verkehrsregeln."Zahlen: Im letzten Jahr verunglückten 3648 Menschen im Straßenverkehr tödlich. Dies ist die niedrigste Zahl seit Einführung der amtlichen Statistik im Jahre 1953. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Verkehrssicherheitsarbeit ein zentrales und unverzichtbares Anliegen.
ADAC: Die zehn wichtigsten Tipps zur Schulwegsicherheit
2010 Unfallreiches Jahr, aber weniger Verkehrstote denn je
(Destatis 07.07.2011) Das Jahr 2010 war das unfallreichste Jahr seit elf Jahren. Die Polizei erfasste bundesweit rund 2,4 Millionen Unfälle, das waren 4,2% mehr als im Jahr 2009. Trotz der gestiegenen Zahl an Unfällen starben im Straßenverkehr so wenig Menschen wie noch nie seit 60 Jahren. Im Jahr 2010 verloren 3 648 Menschen auf deutschen Straßen ihr Leben, 12% weniger als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum bisher schwärzesten Jahr der Unfallstatistik 1970 mit 21 332 Todesopfern ist das sogar ein Rückgang auf nur noch rund ein Sechstel.Ein Grund für diese Entwicklungen im letzten Jahr waren die besonderen Witterungsbedingungen, vor allem in den Wintermonaten. Dadurch wurde die seit 1991 anhaltende rückläufige Entwicklung der Verkehrstotenzahl noch verstärkt.Diese und weitere zentrale Ergebnisse der Straßenverkehrsunfallstatistik hat der Präsident des Statischen Bundesamtes (Destatis), Roderich Egeler, bei der heutigen Pressekonferenz in Berlin vorgestellt. Er betonte dabei, dass trotz aller Bemühungen um mehr Sicherheit im Straßenverkehr immer noch durchschnittlich alle zwei Stunden ein Mensch im Straßenverkehr getötet und rund alle anderthalb Minuten ein Mensch verletzt wurde.Erstmals nach fünf Jahren kamen im Jahr 2010 wieder mehr Kinder zu Tode. Die Zahl der getöteten Kinder unter 15 Jahren im Straßenverkehr stieg im Vergleich zum Vorjahr um 16% auf 104 Kinder an. Fast jedes zweite getötete Kind verunglückte als Mitfahrer in einem Auto. In fast allen anderen Altersgruppen ging die Zahl der Unfallopfer zurück. Die günstigste Entwicklung hatten die Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren. Das zweite Jahr in Folge ging bei dieser Altersgruppe die Zahl der Getöteten um 24% zurück, auf nunmehr 101.Obwohl es bei den 18- bis 24-Jährigen das zehnte Jahr in Folge eine Abnahme bei der Zahl der Getöteten gab, ist diese Altersgruppe mit den meisten Pkw-Fahranfängern immer noch mit Abstand am stärksten gefährdet. Gemessen an der Einwohnerzahl ist das Risiko in dieser Altersgruppe (102 Getötete je 1 Million Einwohner) mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt aller Altersgruppen (45 Getötete je 1 Million Einwohner). Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der getöteten 18- bis 24-Jährigen um 13% auf 690 gesunken. Auch bei den Senioren ab 65 Jahren hat sich die Zahl der Getöteten mit einer Abnahme um 18% auf 910 Personen positiv entwickelt.Wird die Entwicklung bei der Zahl der tödlich Verunglückten in den letzten zehn Jahren betrachtet, zeigt sich eine besonders günstige Entwicklung für die Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren und den jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 24 Jahren. Mit einem Rückgang von 67% beziehungsweise 62% von 2000 bis 2010 ist das bevölkerungsbezogene Sterberisiko dieser Altersgruppen wesentlich stärker zurückgegangen als das der übrigen Altersgruppen (- 47%). Dies deutet darauf hin, dass die Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit insbesondere bei den Fahranfängern Wirkung zeigen.Die schlimmsten Folgen haben Unfälle verursacht durch eine "nicht angepasste Geschwindigkeit". 40% aller Todesopfer im Straßenverkehr 2010 gingen auf diese Unfallursache zurück.Innerhalb der 27 EU-Länder lag Deutschland mit 45 Getöteten je 1 Million Einwohner auf dem fünften Platz. Die von der EU vorgegebene Zielsetzung, die Zahl der Verkehrstoten von 2001 bis 2010 zu halbieren, hat Deutschland mit einem Rückgang von 48% aber knapp verfehlt. EU-weit ist die Zahl der Getöteten im Straßenverkehr nach vorläufigen Ergebnissen der Europäischen Kommission von 2001 bis 2010 um 44% gesunken. In ihrem neuen verkehrspolitischen Programm hat sich die EU wiederum das Ziel gesetzt, die Zahl der Unfalltoten bis zum Jahr 2020 um 50% zu reduzieren. Demnach müsste die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland bis 2020 auf rund 1 800 sinken.
DVR-YouTube-Kanal >Sag Nein zu Hubert< gestartet >Per Anhalter in den Wahnsinn<
(DVR 06.07.2011) Mit zehn „schrecklich“ komischen, satirischen Videos beziehungsweise Kurzspielfilmen zum Thema „Unfallursachen“ hat der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) jetzt seinen ersten YouTube-Kanal (www.youtube.de/sagneinzuhubert) eröffnet. Insbesondere junge und unerfahrene Fahrerinnen und Fahrer stehen im Mittelpunkt der einzelnen Filme, die spezifische Fahr- und Verhaltensfehler beim Autofahren wie zum Bespiel überhöhte Geschwindigkeit, mangelnden Abstand, Handy-Nutzung oder Alkoholkonsum fokussieren oder sich mit illegalen Autorennen beschäftigen.Den Rahmen für die einzelnen Kurzfilme der Serie „Per Anhalter in den Wahnsinn“ bildet dabei eine fiktionale und groteske Story. Der skrupellose Anhalter Hubert legt es gezielt darauf an, jugendliche Fahrerinnen und Fahrer zu gefährlichen Fahrweisen und falschen Verhaltensweisen beim Autofahren zu animieren. Denn von tödlichen Unfällen profitieren seine Familienmitglieder allesamt: die Mutter, die ein auf Beerdigungskaffee spezialisiertes Lokal betreibt, Bruder Wilfried, der als Bestatter nebenher auch im illegalen Organhandel tätig ist, und Bruder Berthold, der als Schrotthändler die Unfallautos verwertet. Und natürlich Hubert selbst, der von allen Provisionen kassiert. Huberts Masche: Er stellt sich mit vorgetäuschter Autopanne an die Straße, lässt sich „nur bis zur nächsten Tanke“ mitnehmen und versucht, seine jungen Opfer mit absurden Argumenten und Theorien von falschen Fahrstrategien zu überzeugen.Erstellt wurden die Filme von der Agentur3B GmbH aus Bocholt in Kooperation mit der Firma ONAIR Video, Bocholt.Parallel zum YouTube-Kanal gibt es zur Filmstory noch die Website www.sag-nein-zu-hubert.de und einen eigenen Facebook-Kanal mit allerlei Zusatz- und Hintergrundinfos zur skrupellosen Familiengang von Hubert.Der DVR erhofft sich mit dieser Form der Ansprache in den sozialen Online-Plattformen eine Sensibilisierung der jungen Zielgruppe für Verkehrssicherheitsthemen. Sachliche Aufklärungsfilme und Appelle berühren die jungen Erwachsenen gerade im Internet kaum. „Der ‚schräge Hubert‘ hingegen hat eher das Potenzial, die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu finden, er kann Fehlverhalten bissig entlarven und eventuell einen gewissen Kultstatus erzielen“, so Carla Bormann, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim DVR. „Wenn die skurrilen Filme auch nur einige risikobereite Fahranfänger zum Nach- und Umdenken anregen und damit schwere Unfälle vermeiden helfen, dann haben sie ihren Sinn erfüllt.“
(ACE 06.07.2011) Unmittelbar vor dem nächsten Höhepunkt der Ferienreisewelle hat der ACE Auto Club Europa davor gewarnt, die Unfallgefahren auf Autobahnen zu unterschätzen. Nach Auswertung von Zahlen des Statistischen Bundesamtes kommt der Club zu dem Schluss, dass vor allem in den Sommermonaten das Unfallrisiko steigt. Dass Autobahnen an Wochenenden deutlich sicherer seien als an Werktagen ist laut ACE eine verbreitete aber falsche Annahme. So passieren an einem durchschnittlichen Dienstag oder Mittwoch weniger Autobahnunfälle als an einem Samstag oder Sonntag.Zwar gelten Autobahnen in Deutschland im Vergleich zu allen anderen Straßenarten als relativ sicher – kommt es auf einer Schnellstraße aber zu einem Unfall, sind die Folgen häufig weit schwerwiegender als auf anderen Verkehrswegen. “Nur jeder 20. Verkehrsunfall in Deutschland passiert auf einer Autobahn – doch ist auf diesen Strecken mehr als jeder zehnte Verkehrstote zu beklagen”, erklärte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner am Mittwoch in Stuttgart. Er verwies dabei auf eine von seinem Club jetzt vorgelegte Studie über Autobahnunfälle.Danach sank die Zahl der Autobahnunfälle mit Personenschaden in den vergangen zehn Jahren (2000 – 2009) kontinuierlich um mehr als 28 Prozent, während die Zahl aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden im selben Zeitraum lediglich um 18,8 Prozent zurück ging. „Autobahnen können in punkto Verkehrssicherheit eine insgesamt gute Bilanz vorweisen, sie wird aber leider getrübt von Rasern, deren Gemeinsamkeit meist darin besteht, dass sie sich im besten Alter befinden und PS-starke Autos bevorzugen“, sagte Hillgärtner. Demnach weist die Altersklasse der 25- bis 35-jährigen Fahrer die höchste Verursacherquote auf, direkt dahinter folgen die Fahranfänger im Alter von 18 bis 25 Jahren. Die meisten an Autobahnunfällen Beteiligten werden allerdings in der Altersklasse zwischen 35 und 45 Jahren gezählt. Auffallend ist zudem, dass Fahrzeuge mit einer Leistung bis 75 PS in deutlich geringerem Umfang in Autobahnunfällen verwickelt sind. Pkw mit einer Leistung über 90 kW (122 PS) sind dagegen überproportional häufig an Unfällen beteiligt.Als beunruhigend wertet der ACE die Tatsache, dass bei 40 Prozent aller Autobahnunfälle die Verursacher mit nicht angepasster Geschwindigkeit fuhren. “Für eine beachtliche Minderheit ist die Aufhebung einer Geschwindigkeitsbegrenzung offenbar gleichbedeutend mit einem Freibrief zum Rasen”, kommentierte ACE-Sprecher Hillgärtner die hohe Zahl von Tempounfällen. Zugleich erinnerte er daran, dass Fahrer, die schneller als mit der in Deutschland geltenden Richtgeschwindigkeit von 130 Kilometer pro Stunde (km/h) unterwegs sind, im Falle eines Unfalls grundsätzlich selbst dann mit der Anrechnung einer Teilschuld rechnen müssten, wenn sie nicht direkt für den Unfall verantwortlich gemacht werden können.Autobahnunfälle: Länderbilanz uneinheitlichEine vom ACE vorgenommene Auswertung der Autobahnunfälle nach Bundesländern zeigt teils starke regionale Unterschiede. Berechnet auf 1.000 Autobahnkilometer besteht in Berlin mit 3.597 Unfällen das größte Risiko zu verunglücken. Die Gefahr eines Unfalls ist dort zweieinhalb Mal größer als sonst in Deutschland und sogar etwa fünfeinhalb Mal so groß wie im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Auffallend ist, dass bis auf Berlin alle ostdeutschen Bundesländer Zahlen aufweisen, die besser sind als der Bundesdurchschnitt.ACE_Grafik_Autobahnunfaelle.pdf
Neue Technologien um vorhandene Verkehrsinfrastruktur effektiver zu nutzen
(BSI 30.06.2011) Auf Bayerns Straßen wird, ausgehend von 2007, bis 2025 ein Anstieg der Güterverkehrsleistung um rund 56 Prozent und des Pkw-Verkehrs um etwa 18 Prozent erwartet. "Diese Verkehrszunahme können wir - schon aus finanziellen und ökologischen Gründen - nicht allein durch den Neubau von Straßen bewältigen. Wir brauchen neue Ideen und Technologien, um den Verkehr sicher zu steuern. Mit moderner Verkehrstelematik wollen wir die vorhandene Infrastruktur effektiver nutzen und durch Verkehrssteuerung und Verkehrslenkung Überlastungen vorbeugen bzw. entschärfen", sagte Innenminister Joachim Herrmann, der Schirmherr des Telematik-Kongresses 2011 in Nürnberg.Verkehrsbeeinflussungsanlagen tragen wesentlich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei. Sie gehören inzwischen auf hoch belasteten Autobahnstrecken zum Standard. Geschwindigkeitsvorgaben, die Anzeige von Überholverboten, Stauwarnungen und sonstigen Warnhinweisen sowie von Alternativrouten bei Staus und die automatisierte Freischaltung des Standstreifens sind dadurch möglich. Herrmann: "Unsere Erfahrungen zeigen, dass sich durch die situationsangepasste Regelung des Verkehrs das Unfallgeschehen um bis zu ein Drittel reduzieren lässt." Eine solche Anlage gibt es beispielsweise auf der A 73 zwischen den Anschlussstellen Baiersdorf-Nord und Erlangen-Zentrum in Fahrtrichtung Nürnberg."Ein weiteres erhebliches Potential sehen wir im kooperativen Verkehrsmanagement in Ballungsräumen. Dabei werden die Verkehrsleitstrategien zwischen den Städten und den Autobahndirektionen abgestimmt", so Herrmann weiter.Bayern ist außerdem an zahlreichen bundes- und europaweiten Forschungs- und Förderprojekten beteiligt und erprobt auch weitere telematische Erfassungs- und Steuerungsmaßnahmen. So sollen zum Beispiel Lkw-Fahrer frühzeitig über freie Stellplätze auf Autobahnparkplätzen bzw. über belegte Anlagen informiert werden. An der Rastanlage Vaterstetten werden dazu Erdmagnetfeldsensoren getestet. Zwischen den Tank- und Rastanlagen Nürnberg-Feucht und Köschinger Forst wird ein Lkw-Parkleitsystem erprobt. Um Staus an Baustellen auf Autobahnen zu vermeiden, entwickelt die Straßenbauverwaltung ein Arbeitsstellenmanagementsystem. Für eine verlässliche Information der Verkehrsteilnehmer müssen die jeweils aktuellen Verkehrsdaten erfasst werden. Dazu testet die bayerische Straßenbauverwaltung derzeit auf einem Testfeld auf der A 9 im Bereich Fischbach im Projekt i-route verschiedene Detektionsverfahren.Bisher gibt es auf den bayerischen Autobahnen rund 670 Kilometer Verkehrsbeeinflussungsanlagen. In den nächsten Jahren sollen weitere 15 Anlagen mit einem Investitionsvolumen von rund 112 Millionen Euro eingerichtet werden.Unter www.bayerninfo.de bietet der Freistaat Bayern den Verkehrsteilnehmern kostenfrei unter anderem Informationen über Staus und Baustellen, das aktuelle Straßenwetter sowie einen dynamischen Routenplaner für ganz Bayern, der Störungen berücksichtigt und auch auf Umsteigemöglichkeiten vom Pkw auf öffentliche Verkehrsmittel hinweist. Leitfaden für effizientes Arbeitsstellenmanagement im Internet
(BASt 25.05.2011) Arbeitsstellen sind geplante Eingriffe in den Verkehrsraum, die zur Unterhaltung, Erhaltung und Erweiterung der Straßeninfrastruktur erforderlich sind. Eine Bund/Länder-Arbeitsgruppe unter Leitung der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) erarbeitete jetzt einen Leitfaden zum Arbeitsstellenmanagement auf Bundesautobahnen.Das Foto zeigt eine Baustelle.Unter Leitung der Bundesanstalt für Straßenwesen wurde ein Leitfaden zum Arbeitsstellenmanagement auf Bundesautobahnen erarbeitet (Foto: Autobahndirektion Nordbayern)Ziel des Leitfadens ist ein wirksames Arbeitsstellenmanagement auf Autobahnen. Arbeitsstellenbedingte Verkehrsstauungen sollen auf ein Minimum reduziert werden. Der Straßenraum soll dabei für die Verkehrsteilnehmer weitestgehend bereitgestellt werden. Zudem sollen die durchzuführenden Arbeiten wirtschaftlich sein.Der Leitfaden enthält Vorgaben für die Planung und Durchführung von Arbeitsstellen kürzerer und längerer Dauer sowie ergänzende Hinweise zu den einschlägigen Regelwerken und Verfahrensweisen. Er beschreibt die Rahmenbedingungen für die Realisierung von technischen und organisatorischen Maßnahmen, um den Eingriff in den Verkehrsablauf so gering wie möglich zu halten. Die zusätzlichen „Ausführungshinweise zum Leitfaden zum Arbeitsstellenmanagement auf Bundesautobahnen“ enthalten ergänzende Hinweise zur Anwendung des Leitfadens und werden fortlaufend aktualisiert.Der Leitfaden richtet sich an die mit der Planung und Durchführung von Arbeitsstellen Betrauten und die an diesem Prozess Beteiligten, beispielsweise Straßenbauverwaltung und Straßenverkehrsbehörden, ausführende Baufirmen und Konzessionäre, Polizei sowie Fachfirmen zur Absicherung von Arbeitsstellen.Leitfaden und Ausführungshinweise werden durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) für die Bundesautobahnen mit sofortiger Wirkung eingeführt. Die Regelungen sollen entsprechend auch für mehrbahnige Bundesstraßen angewandt werden. BASt - Arbeitsstellenmanagement
Engstelle für Verkehrsteilnehmer und Baufahrzeuge gleichermaßen (Bild BASt)
Deutschland: 19.05.2011 Schutzleitplanken: Lebensretter entlang der Autobahn
(BASt 27.04.2011) Richtiges Verhalten in Straßentunneln kann Leben retten. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der Bundesanstalt für Straßenwesen wurden deshalb das Wissen von Autofahrern zum Verhalten bei Notfällen in Straßentunneln und verschiedene Optimierungsmöglichkeiten von Verhaltensanweisungenexperimentell untersucht. Dazu zählten neben optisch-haptischen auch verschiedene akustische Signale, die zu einem schnelleren Verlassen des Gefahrenbereiches beitragen können.ProblemUnfälle in Tunnelanlagen sind seltener als auf offenen Autobahnstrecken. Kommt es jedoch zu einem Unfall, ist die Unfallschwere im Tunnel meist deutlich höher. Das haben in den vergangenen Jahren Tunnelbrände im Alpenraum deutlich gezeigt. Ein Ziel ist es daher, die Tunnelsicherheit zu erhöhen und die betroffenen Verkehrsteilnehmer in die Lage zu versetzen, sich bei Störungen schnell, sicher und richtig zu verhalten.UntersuchungsmethodeIn einer Internetbefragung wurden zunächst 423 Personen aller Altersgruppen zu ihrem Wissensstand hinsichtlich der Ausstattung von Tunneln, zu ihren Gefühlen bei Tunnelfahrten und ihrem Verhalten bei Bränden befragt. Darüber hinaus wurden Fachleute aller Bundesländer angeschrieben und gebeten, einen kurzen Fragebogen zum sicherheitstechnischen Stand, zur Art und zum Umfang von Notfallplänen für Tunnelbauwerke zu beantworten, in denen es zu kritischen Situationen (zum Beispiel Brand oder schwerer Unfall) gekommen war. Außerdem wurde in zehn Straßentunneln die Geräuschkulisse gemessen, die die Verständlichkeit von Durchsagen beeinträchtigen könnte. Um zu prüfen, wie Personen aus einem Tunnel mit hoher Geräuschkulisse schnellstmöglich evakuiert werden können, testeten 40 Probanden in einer Bunkeranlage verschiedene Leitmöglichkeiten wie Lauflichter, Dioden-Laser, Handlauf und deren Kombinationen. Es fanden Versuche statt mit dem Ziel herauszufinden, welches akustische Signal Fahrzeuginsassen am ehesten zum Verlassen von Fahrzeugen veranlasst und welches Signal optimal zum Notausgang leitet. So wurden Vogelstimmen, Töne von Musikinstrumenten, eine Singstimme, eine Sprechstimme und weißes Rauschen erprobt.ErgebnisseDie repräsentative Befragung der Versuchspersonen zeigte, dass der allgemeine Wissensstand zu Schildern im Tunnel gut ist. Fast alle Befragten kannten die Zeichen für Feuerlöscher, das Notruftelefon und den Notausgang. Einige Verhaltensweisen, die für Tunnel gelten, sind gut bekannt. Das betrifft zum Beispiel das Verbot, zu wenden oder rückwärts zu fahren. Alarmierend ist allerdings, dass 42 Prozent der Befragten die Zeit, die bei einem Brand zur Evakuierung zur Verfügung steht, überschätzen. Zugleich unterschätzen sie die Dramatik der Situation und erleben das Fahrzeug als einen Schutzraum. Die Folge ist, dass sie bei Feuer und Rauch zu lange im Fahrzeug sitzen bleiben. Die besten Ergebnisse zur Evakuierung des Tunnels zeigte in den experimentellen Tests eine Kombination aus einem Lauflicht mit sieben LEDs (Durchmesser fünf Millimeter gelb-grüne Farbe, Wellenlänge des emittierten Lichts: 555 Nanometer), deren Abstand zum Ende hin kürzer wird (anfangs 50 Zentimeter bis zu 20 Zentimeter am Ende), und einem Handlauf. Die Experimente zeigten zudem, dass es sinnvoll ist, bei Tunnelbränden die Sprachausgaben durch spezielle Sounds zu ergänzen oder zu ersetzen, die gut lokalisierbar und in ihrer Wirkung selbsterklärend sind. Als besonders effektiv haben sich dabei ein Bass-Sound „Sägezahn“ (Periode zehn auf 50 Hertz) oder ein dunkler Ton aus der Orgelpfeife (sieben Hertz) erwiesen. Bei diesen Sounds waren die meisten richtigen Interpretationen zu verzeichnen und die Emotionen, die geweckt werden, eignen sich dazu, Menschen aus dem Tunnel zu treiben. Entgegen den bisherigen Aussagen in der Literatur ist das weiße Rauschen (ohne Zusatz) nicht zu empfehlen.FolgerungenObwohl das theoretische Wissen über Sicherheitseinrichtungen im Tunnel als weitgehend gut angesehen werden kann, besteht Nachholbedarf bezüglich der Notwendigkeit, im Brandfall das Fahrzeug schnell zu verlassen. Ziel muss sein, dass Betroffene kleinere Störungen selbst beheben. Wird die Situation kritisch, muss eine schnelle Räumung des Tunnels eingeleitet werden. Dafür ist es notwendig, zwei Signalarten zu entwickeln: Warnungen bei kleineren Störfällen und Notfall-Warnungen, die zum sofortigen Verlassen der Tunnel auf dem dafür besten Weg veranlassen.
(Strassen.NRW 01.04.2011) In Nordrhein-Westfalen müssen in den nächsten zehn Jahren auf den Bundesfernstraßen über 300 Großbrücken saniert, verstärkt und teilweise neu gebaut werden. Auf den Bund kommen dadurch Investitionskosten von 3,5 Milliarden Euro zu. Darauf weist der Parlamentarische Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Horst Becker , hin. Becker äußerte sich im Interview mit den Straßen.NRW-News Heft 2/April 2011, der Beschäftigtenzeitschrift des Landesbetriebs Straßenbau NRW. In den nächsten zehn Jahren müsse der Bund jährlich allein für die Brückensanierung soviel ausgeben, wie er derzeit insgesamt für die Erhaltung seiner Straßen, also für Fahrbahnen, Brückenbauwerke und verkehrstechnische Einrichtungen jedes Jahr in NRW ausgibt.Zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit und um die zentralen europäischen Verkehrsachsen für den Schwerlastverkehr befahrbar zu halten, sei die Sanierung unumgänglich. Der Sanierungsbedarf gehe sogar noch über die vordringlichen 300 Projekte hinaus: "In den Folgejahren werden noch weitere 700 Großbrücken aus den Boomzeiten des Straßenbaus in den 1960er und 1970er Jahren hinzu kommen; das wird eine Herkulesaufgabe", sagte Becker. In diesem Jahr will der Bund für die Erhaltung der Bundesfernstraßen in Nordrhein-Westfalen 369 Millionen Euro ausgeben. Das Land hat für die Landesstraßen die Erhaltungsmittel auf 78,5 Millionen Euro erhöht.Die Straßenbrücken vor allem aus den 1960er Jahren waren nie für die heutigen Verkehrsbelastungen geplant. Auf den Autobahnen fahren in Nordrhein-Westfalen im Schnitt täglich rund 60.000 Fahrzeuge, das sind 20 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. NRW ist auch aufgrund der Altersstruktur seiner Bundesfernstraßen das von dieser Problematik mit Abstand am stärksten betroffene Bundesland. Erste Erfahrungen mit der Nachrechnung von Brücken zeigen, dass viele ältere Brücken sehr kurzfristig verstärkt oder erneuert werden müssen. Besonders kritische ältere Brücken, die nicht kurzfristig verstärkt oder erneuert werden können, müssen gegebenenfalls für den Schwerverkehr eingeschränkt werden. Werden die Kosten der notwendigen Brückenverstärkung unverhältnismäßig hoch, ist es oftmals wirtschaftlicher, die Brücken neu zu bauen.Sorgen müssen sich Autofahrer dennoch nicht. Regelmäßige Brückenprüfungen der Straßen.NRW-Prüftrupps achten darauf, dass alle Brücken verkehrs- und standsicher sind. Straßen.NRW hat eine Projektgruppe Brückenertüchtigung gebildet, die jetzt vorrangig für die Brücken im Zuge von Autobahnen weitere Nachrechnungen der Statik und Prüfungen unternimmt, die Ergebnisse der Untersuchungen umsetzt und die Sanierungsmaßnahmen priorisiert. Dabei sollen die Hauptrouten für den Schwerverkehr in Nordrhein-Westfalen, das sind die Autobahnen A1, A 2, A 3 und A 40, zuerst bearbeitet werden.Weitere Informationen:http://www.strassen.nrw.de/_down/pub_brueckenertuechtigung.pdf
Köln 18.01.2011 Rätsel um die geheimnisvollen Kisten
Ein Drittel der Tagesbaustellen findet nachts statt
(straßen.nrw 18.03.2011) Ein Drittel der so genannten Tagesbaustellen hat im vergangenen Jahr nachts zwischen 20 und 5 Uhr stattgefunden. Damit hat Straßen.NRW den prozentualen Anteil im Vergleich zum Vorjahr gehalten. 2010 lag die Quote bei 32,5 und damit 0,2 Prozentpunkte höher als 2009. Allerdings war im vergangenen Jahr die absolute Zahl der "Baustellen kürzerer Dauer" geringer: Rund 13.500 Tagesbaustellen registrierten die Baustellenmanager beim Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen auf den Autobahnen des Bundeslandes und damit 1.800 weniger als 2009.Als Begründung für den Rückgang verweisen die Experten auf die starken Winter. Im Januar und Februar und auch gegen Ende des vergangenen Jahres fanden kaum kleinere Baustellen statt, weil häufig Schnee lag und der Boden gefroren war. Zudem waren in diesen Zeiträumen die Straßenwärter vor allem mit dem Winterdienst beschäftigt. In die Statistik, die in der vorliegenden Form seit zwei Jahren geführt wird, fließen die Tagesbaustellen ein, die aufgrund ihres Ausmaßes und der Belastung der Strecken für Staus sorgen können."Das ist ja genau der Grund, warum wir im Rahmen unseres aufwändigen Baustellenmanagements diese Arbeiten vielfach in die Nachtstunden verlegen", sagte Straßen.NRW-Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz in Gelsenkirchen. "Wir wollen auf diesem Weg den Verkehr auf unseren hoch belasteten Autobahnen möglichst wenig beeinträchtigen", so Pudenz. Zu den üblichen Tätigkeiten im Rahmen von Tagesbaustellen gehören Reparaturarbeiten an den Fahrbahnen und der Straßenausstattung (z. B. Schilder, Schutzplanken), aber auch das Markieren und Reinigen von Fahrbahnen sowie das Einrichten von Großbaustellen.Verkehrsschwache Zeiten ausnutzenDas nächtliche Arbeiten entspricht dem Konzept von Straßen.NRW, die verkehrsschwächeren Zeiten verstärkt für Arbeiten zu nutzen. Dazu gehören auch Vollsperrungen wie beispielsweise der A1 und der A3 bei Köln am Wochenende oder das geplante Sperren der A40 bei Essen im kommenden Jahr im Rahmen der Sommerferien. Auch auf den Großbaustellen wird häufig nachts und an den Wochenenden gearbeitet, dies lässt sich aber statistisch nicht eindeutig zuordnen und erfassen, weil je nach Bauphase unterschiedliche Arbeitszeitmodelle greifen können wie beispielsweise das Arbeiten "unter Ausnutzen des Tageslichts" (so genannte verlängerte Tagesschicht), das in den Sommermonaten auch bis in die Nacht dauern kann. Zudem hat nächtliches Arbeiten seine Grenzen, wenn beispielsweise die Baustelle stark ausgeleuchtet werden muss oder starker Lieferverkehr nötig ist und dadurch Anwohner in ihrer Nachtruhe gestört oder Verkehrsteilnehmer geblendet werden können.
>Uwaga niebezpieczne miejsce!<Sachsen führt CB-Funk-Alarmsender für LKW ein
(SMWA 25.11.2010) „Achtung Gefahrenstelle!“. Diesen Alarm hören LKW-Fahrer ab jetzt, wenn sie über Sachsens Autobahnen fahren und sich einer Tagesbaustelle des Autobahnamtes nähern. Über CB-Funk warnt sie eine weibliche Stimme in mehreren Sprachen und hilft so, eine mögliche Gefahr besser wahrzunehmen und rechtzeitig zu reagieren.Ausgestrahlt wird die Warnung über CB-Funk-Sender, die an Vorwarn- und Absperrtafeln von Fahrzeugen der Autobahnmeistereien angebracht sind.Die Sender haben eine Reichweite von rund 350 Metern und erreichen die Fahrzeugführer so kurz vor der Gefahrenstelle. Sie werden verkehrsabhängig gesteuert und schalten sich bei einer Geschwindigkeit unter 30 Stundenkilometer ab.Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) stellte heute das neue Sicherungssystem vor. „Wir wollen mehr Verkehrssicherheit für alle erreichen, die auf Sachsens Autobahnen unterwegs sind - und mehr Arbeitsicherheit für die Beschäftigten der Autobahnmeistereien, die einen ohnehin gefährlichen Job im Verkehrsraum ausüben.“Häufige Ursache für zum Teil schwere Unfälle ist die Kolonnenfahrt von LKW, die dazu führen kann, dass Warnhinweise übersehen werden. „Mit dem Einsprechen in den CB-Funk gelingt es zum ersten Mal, sicher die Aufmerksamkeit der Fahrer zu erreichen und damit die Ursache für zum Teil schwerwiegende Unfälle“, erklärt Minister Morlok.Empfangen wird die Warnung von Fahrzeugen, die mit CB-Funk ausgerüstet sind und ihn eingeschaltet haben. Sie erfolgt auf unterschiedlichen Kanälen in verschiedenen Sprachen. LkW-Fahrer aus anderen Ländern stehen während der Fahrt durch Deutschland auf „ihren“ Funkkanälen untereinander in Verbindung. Alle Autobahnmeistereien im Freistaat Sachsen haben den CB-Funk in Deutsch, Englisch, Polnisch und Tschechisch; die Autobahnmeisterei Nickern an der A 17 hat zusätzlich Italienisch, Russisch, Litauisch und Ungarisch. Der Bedarf wurde mit Hilfe einer manuellen Verkehrszählung an den Autobahnen ermittelt.CB-Funk ist unter LKW-Fahrern nach wie vor weit verbreitet: rund 75 Prozent der LKW sind entsprechend ausgestattet. Von den damit ausgerüsteten LKW haben durchschnittlich 70 Prozent der Fahrer den CB-Funk während der Fahrt eingeschaltet.Das Autobahnamt Sachsen hat 46 Funkwarnsender angeschafft. Die Beschaffung und Montage der Sender hat 221.000 Euro gekostet, die aus Mitteln des Bundes bezahlt wurden. Neben Sachsen haben NRW und Bayern dieses System einführt.
Autobahnpolizei: 21.09.2010 Mit Hightech auf der Autobahn
Erfolgreiche Verkehrssicherheitskampagne setzt neue Schwerpunkte
(BMVBS 22.09.2010) Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat heute zusammen mit dem Vizepräsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR), Hans-Joachim Wolff die neuen Plakatmotive der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas!“ vorgestellt.Bei den eindringlichen und gefühlvollen Bildern steht das Schicksal von Schwer(st)verletzten und ihren Angehörigen im Vordergrund. Die vierte Plakatserie der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas!“ setzt die drastische Bildsprache der vorherigen Motive fort. Die bisherigen Bilder schockierten mit nachempfundenen Todesanzeigen, Unfallwracks und Hinterbliebenen.Ziel der Kampagne ist es, Verkehrsteilnehmer für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Hintergrund: Von den insgesamt 4.152 Verkehrstoten haben im vergangenen Jahr 1.632 Menschen ihr Leben bei Unfällen infolge von unangepasster Geschwindigkeit verloren.Ramsauer: „Wer zu schnell fährt, gefährdet sich und andere. Rund 70.000 Menschen erleiden jedes Jahr bei Verkehrsunfällen schwere oder schwerste Verletzungen. Die neuen Plakatmotive zeigen das Schicksal der Verletzten. Damit wollen wir die Menschen aufrütteln und das Bewusstsein für die Folgen überhöhter Geschwindigkeit schärfen. Ich bin zuversichtlich, dass die Plakate dazu beitragen, die Zahl der Verkehrsunfälle in Deutschland weiter zu senken.“Wolff: „Mit „Runter vom Gas!“ haben wir erreicht, dass in allen gesellschaftlichen Gruppen wieder intensiv über Verkehrssicherheit diskutiert wird. Durch die Plakate denken viele Menschen intensiv über ihre Verantwortung im Straßenverkehr nach und ändern ihr Fahrverhalten entsprechend.“Neue Schwerpunkte der KampagneRamsauer nannte auch neue Schwerpunkte der Kampagne „Runter vom Gas!“. So sollen künftig gezielt Gruppen angesprochen werden, die im Straßenverkehr besonders gefährdet sind, zum Beispiel Motorrad- und Fahrradfahrer sowie junge Menschen. Eine enge Kooperation wird es mit der Bundeswehr geben:Ramsauer: „Wie viele aus eigener Erfahrung wissen, verabschiedet das Führungspersonal der Bundeswehr die jungen Rekruten mit einer kurzen Ansprache ins Wochenende. Auf unsere Bitte wird der Spieß diese Tradition nutzen, um die jungen Soldaten mit eindringlichen Worten auf die Notwendigkeit besonnenen Fahrens hinzuweisen. Ähnliche Kooperationen führen wir auch gemeinsam mit verschiedenen Einrichtungen des Zivildienstes durch.“Die Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas!“ wurde im März 2008 gemeinsam von BMVBS und DVR initiiert und macht in Kooperation mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) mit Autobahnplakaten auf die Folgen unangepasster Geschwindigkeit aufmerksam. Sie umfasst auch Anzeigen, Fernseh-, Kino- und Radiospots sowie eine umfangreiche Öffentlichkeits- und Facharbeit.www.runter-vom-gas.de
Neue Verkehrsleitsysteme auf NRW-Autobahnen
(straßen.nrw 22.09.2010) Das Verkehrsmanagement auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen ist um weitere zehn "dWiSta-Standorte" (dynamische Wegweiser mit integrierter Stauinformation) ergänzt worden. Mit der Umsetzung dieser Maßnahme durch die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm kann nun beispielsweise der Fernverkehr zwischen den Regionen Osnabrück/Bremen und dem westlichen Ruhrgebiet über sogenannte Alternativrouten umgeleitet werden. Zwischen den hierfür bedeutenden Entscheidungspunkten am Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück und dem Dreieck Bottrop bieten sich insbesondere die A 30 und die A 31 an, die größtenteils über ausreichende Kapazitäten verfügen. Für den Fernverkehr lohnt sich die Befahrung dieser Alternativroute über das Autobahnkreuz Schüttorf bereits ab einer Staulänge von drei Kilometern auf der Hauptroute (A 1, A 2 und A 43). Vor allem beim noch bevorstehenden Ausbau der A 1 zwischen Osnabrück und Münster werden die Anlagen gebraucht werden.Die konkreten Umleitungsempfehlungen werden den Verkehrsteilnehmern über jeweils zwei dWiSta-Tafeln an den Autobahnkreuzen Lotte/Osnabrück und Bottrop angezeigt. Zusätzlich wurden am Autobahnkreuz Schüttorf weitere zwei dWiSta-Tafeln errichtet, um auch die Verkehrsteilnehmer aus den Niederlanden auf mögliche Stör- und Umleitungsfälle auf der A 30 und der A 31 aufmerksam zu machen. Um aktuelle und zuverlässige Aussagen über die Verkehrslage auf der Alternativroute zu erhalten, wurden in einem ersten Schritt bereits zusätzlich 19 Messstellen auf der A 30 und der A 31 errichtet. Hier werden aktuelle Verkehrsmengen und Geschwindigkeiten erfasst. Da ein kleiner Teil des betroffenen Autobahnnetzes durch niedersächsisches Gebiet führt, wurde das Projekt in Kooperation mit der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr durchgeführt. Weitere vier dWiSta-Tafeln wurden am Autobahnkreuz Wuppertal-Nord gebaut. Hier wurde die veraltete "Wechselwegweisung" durch die neue, flexible Anzeigentechnik ersetzt. Umgeleitet werden kann hier nun je nach Bedarf der Fernverkehr zwischen Wuppertal und Münster jeweils über die A 1 oder über die A 43. Auch für Hinweiseauf sonstige örtliche Ereignisse (Baustellen, Unfälle, Vollsperrungen) stehen die dWiSta-Tafeln vor den Autobahnkreuzen zur Verfügung.Die zehn dWiSta-Standorte im Einzelnen (jeweils zwei Wegweiser):- A 1 - vor dem Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück in Richtung Dortmund- A 2 - vor dem Autobahndreieck Bottrop in Richtung Hannover- A 30 - vor dem Autobahnkreuz Schüttorf in Richtung Osnabrück- A 1 - vor dem Autobahnkreuz Wuppertal-Nord in Richtung Bremen- A 46 - vor dem Autobahnkreuz Wuppertal-Nord in Richtung HagenFür die Errichtung aller zehn dWiSta-Standorte inklusive der 19 Messstellen stellte der Bund rund 3,3 Millionen Euro an Investitionsmitteln zur Verfügung.
AUTOBAHNGESCHICHTE.de: Mit dWiSta raus aus dem Stau
Sicherheitswesten für Schulanfänger Start frei für Deutschlands größte Schutz-Aktion
(ADAC 22.09.2010) Start frei für eines der größten Kinderschutz-Projekte, die es in Deutschland je gegeben hat! Stellvertretend für alle 750 000 Schulanfänger erhielten heute 170 Berliner Schulkinder als Erste in Deutschland kostenlose, bunte Sicherheitswesten. Im Laufe der kommenden Woche werden die Jacken auch an alle anderen Erstklässler der teilnehmenden 16 000 Schulen in ganz Deutschland übergeben. Ziel dieser Gemeinschaftsaktion der ADAC-Stiftung „Gelber Engel", der BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder„ und der Deutschen Post ist es, den Schulweg für die Jüngsten noch sicherer zu machen. Die Schirmherrschaft für das Projekt haben Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und der Präsident der Kultusministerkonferenz Ludwig Spaenle übernommen.Alarmierend sind die immer noch hohen Unfallzahlen junger Verkehrsteilnehmer. So kamen in Deutschland im Jahr 2009 rund 30 000 Kinder im Straßenverkehr zu Schaden, 90 Kinder unter 15 Jahren starben. „Kinder verunglücken im Herbst deutlich häufiger als im Sommer„, so ADAC-Präsident Peter Meyer. „Deswegen müssen sie früher gesehen werden. Mit den Sicherheitswesten werden wir dieses Ziel erreichen.„ Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Brief Deutsche Post DHL, erklärt: „Die Deutsche Post verstärkt ihr langjähriges Engagement für mehr Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr. Denn: Wer viel transportiert, trägt besondere Verantwortung – gerade für die Sicherheit der Jüngsten.„ Sinkende Unfallzahlen sind für Marion Horn, Vorstandsvorsitzende der BILD-Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder„ Anlass für weitere Anstrengungen: „Kinderleben retten, Not lindern und die Sicherheit der Kleinsten im Straßenverkehr zu verbessern – dieser Aufgabe haben wir uns seit Jahren verschrieben. Der Erfolg unserer Arbeit bestärkt uns darin weiterzumachen.„ Finanzielle und materielle Unterstützung für die Großaktion kam von zahlreichen Spendern und Sponsoren. So kümmerte sich etwa das Textilunternehmen CWS-boco um die Entwicklung der neuartigen Westen, um das Design und eine TÜV-überwachte Herstellung. Um die Verkehrssicherheit von Schulanfängern darüber hinaus zu verbessern, sollten Eltern den Schulweg mit ihrem Nachwuchs üben. Gefordert sind aber auch die Kommunen, die Voraussetzungen für einen gefahrlosen Schulweg zu schaffen, und nicht zuletzt die Autofahrer. Sie sollten stets ein waches Auge auf Kinder am Fahrbahnrand werfen und in der Nähe von Schulen besonders vorsichtig fahren.
ADAC TV: Sicherheitswesten für Schulanfänger
Gigaliner auf der Autobahn
(ApS. 17.09.2010) “... dass die Allianz pro Schiene kein Freund der Monstertrucks ist, hat sich inzwischen herumgesprochen. Dennoch hat unser frisch gedrehter Informationsfilm zu den für 2011 geplanten bundesweiten Testfahrten mit Riesen-Lkw jetzt helle Empörung in der Logistik-Sparte ausgelöst. Wörtlich heißt es in der Presseerklärung des DSLV: » Propagandavideo gegen Lang-Lkw - Angesichts der neuesten PR-Aktion der Allianz pro Schiene ist für den Deutschen Speditions- und Logistikverband (DSLV) die Grenze des Ertragbaren erreicht. In einem Youtube-Video stellt der Interessenverband den Lang-Lkw erneut als Straßenungetüm und Monstertruck dar, der den Verkehr in Innenstädten wie auf Landstraßen gefährdet und der per se umweltfreundlichen Schiene das Aufkommen wegnimmt. Anhand von Beispielen aus Schweden soll gezeigt werden, wie überlange Lkw Kreuzungen und Kreisverkehre blockieren. Sogar vor Bildern eines Unfalls mit tödlichem Ausgang schrecken die Filmemacher nicht zurück“, schimpft der DSLV.(Mehr unter http://dslv.org/de/site/1344//sn2/page/presse/index.xml) Wir sind tatsächlich der Meinung, dass der Riesen-Lkw ein obszön langes Gerät ist. Das ist weder Propaganda, noch Polemik, sondern unsere klare Ansage. Wenn Sie über 18 Jahre alt sind, können Sie sich leicht selbst ein Bild über unseren Film machen: http://www.allianz-pro-schiene.de/gigaliner-film” Kommentar eAUTOBAHN: Gezeigt werden Lang-LKW u.a. auf der A 4 zwischen Magdala und Schorba, auf der Saaletalbrücke und im Lobdeburgtunnel sowie auf Parkplätzen.
(DVR 03.09.2010) Mehr als die Hälfte der Autofahrer (57,3 Prozent) ärgert sich besonders über riskante Überholvorgänge auf der Landstraße. Dies ergab eine repräsentative Befragung unter 2.000 Verkehrsteilnehmern, die im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) vom Marktforschungsinstitut Ipsos durchgeführt wurde. Auch dichtes Auffahren (51,8 Prozent), mangelhafter Fahrbahnbelag (41,4 Prozent) und Baustellen (39,4 Prozent) verursachen bei vielen Autofahrern Ärger. Mehr als jeden Dritten (38,5 Prozent) stört das zu schnelle Fahren.Jeder dritte Verkehrsunfall mit Personenschaden in Deutschland ereignet sich auf Landstraßen. Dabei sind diese Unfälle oft besonders schwer. Etwa 60 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle in Deutschland sind Landstraßenunfälle.Der DVR empfiehlt, bei Landstraßenfahrten gelassen zu bleiben und auf Überholmanöver zu verzichten, wenn eine Gefährdung oder Behinderung nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden kann.Bei einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) gaben 57 Prozent der Autofahrer an, sich besonders über riskante Überholmanöver auf Landstraßen zu ärgern, etwa die Hälfte störte dichtes Auffahren. Der DVR empfiehlt, bei Landstraßenfahrten gelassen zu bleiben und auf Überholmanöver zu verzichten, wenn eine Gefährdung oder Behinderung nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden kann.
Warnschildertest in Bayern soll Geisterfahrer stoppen
Sicher im Auto mit geschulten ElternUnfallrisiken für Kinder verringern durch richtiges Anschnallen
(ADAC 30.07.2010) Das größte Unfallrisiko für Kinder im Auto sind die Eltern – laut Statistischem Bundesamt sind mehr als die Hälfte der 2008 im Straßenverkehr verunglückten Kinder im Pkw von Mama und Papa mitgefahren. Der ADAC will hier zusammen mit seinem neuen Kooperationspartner Volkswagen mit dem Programm „Sicher im Auto“ gegensteuern. Kinder, die jünger als zwölf oder kleiner als 1,50 Meter sind, gehören laut Gesetz in einen dem Gewicht und der Körpergröße entsprechenden Kindersitz, der zudem korrekt im Auto fixiert sein muss. Andernfalls kann der Sitz samt Kind bei einem Unfall zum Geschoss werden – mit der Kraft des bis zum 25-Fachen des Eigengewichts. Dennoch gibt es erschreckend viele Eltern, die den Nachwuchs überhaupt nicht oder nur unzureichend im Auto sichern. ADAC-Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker: „Wir müssen die Eltern stärker für die Sicherheit ihrer Kinder sensibilisieren.“Das Programm von ADAC und Volkswagen „Sicher im Auto“, das unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministeriums steht, vermittelt das richtige Angurten der kleinen Mitfahrer und das optimale Fixieren von Kindersitzen. Bundesweit stehen 110 geschulte Moderatoren zur Verfügung, die Tipps beiAuswahl und Sicherung eines Kindersitzes geben. Volkswagen stellt für jede Veranstaltung Fahrzeuge zur Verfügung, an denen die Teilnehmer die korrekte Sicherung der Kinder trainieren können. „Speziell bei den Familienmodellen Sharan und Touran achtet Volkswagen auf eine kinderfreundliche und sichere Ausstattung. Entscheidend ist aber die richtige Sicherung der kleinen Mitfahrer, weshalb wir die Aktion nachdrücklich unterstützen“, betont Werner Eichhorn, Leiter Vertrieb und Marketing Deutschland, Volkswagen Pkw. Die Veranstaltungen finden von September an in Volkswagen-Autohäusern, in Kindergärten sowie Kinderkrankenhäusern und Hebammenpraxen statt und sind kostenlos. 4 152 Todesopfer im Straßenverkehr im Jahr 2009
(Destatis 15.07.2010) Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind im Jahr 2009 in Deutschland 4 152 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben gekommen. Das waren durchschnittlich elf Menschen täglich. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Zahl der Getöteten um 325 Personen oder 7,3% ab. Mit diesem erneuten Tiefstand bei der Zahl der Verkehrstoten hat der Abwärtstrend seit 1991, dem Jahr mit den meisten Verkehrstoten nach der Wiedervereinigung Deutschlands, das 18. Jahr in Folge angehalten. Auch die Zahl der Verletzten hat im Jahr 2009 wieder abgenommen. Es wurden 2,9% weniger Verkehrsteilnehmer schwerverletzt und 2,7% weniger leichtverletzt.Insgesamt hat die Polizei im vergangenen Jahr 2,31 Millionen Unfälle aufgenommen, 0,9% mehr als ein Jahr zuvor. Gestiegen ist nur die Zahl der Unfälle mit ausschließlich Sachschaden um 1,5% auf 2,0 Millionen, während die Unfälle mit Personenschaden auch im Jahr 2009 zurückgegangen sind (- 3,1%).Erfreulich ist, dass auch im Jahr 2009 weniger Kinder unter 15 Jahren durch Straßenverkehrsunfälle ums Leben kamen, insgesamt waren es zwölf Kinder weniger als im Jahr 2008. Trotzdem starben noch 90 Kinder in dieser Altergruppe auf deutschen Straßen. Besonders ausgeprägt war die Entwicklung in der Altersgruppe der 15- bis 17-Jährigen im Jahr 2009. Die Zahl der getöteten Jugendlichen hat sich um 24% auf 133 verringert. Gegenüber dem Vorjahr kamen vor allem wesentlich weniger Jugendliche auf einem Motorrad zu Tode (- 19 Personen oder 45%).Das neunte Jahr in Folge gab es einen Rückgang bei den Getöteten in der Altersgruppe von 18 bis 24 Jahren, in der es besonders viele Fahranfänger gibt. Im Jahr 2009 wurden 796 junge Erwachsene im Straßenverkehr getötet, 10% weniger als im Vorjahr. Dennoch haben die 18- bis 24-Jährigen nach wie vor das höchste Risiko im Straßenverkehr. 19% aller Getöteten und jeder fünfte Verletzte auf deutschen Straßen gehörte zu dieser Altersgruppe, dabei lag ihr Bevölkerungsanteil nur bei 8,3%.Mehr Tote gab es im Jahr 2009 bei den Männern und Frauen im Alter von 65 oder mehr Jahren zu beklagen. Insgesamt starben 1 104 ältere Menschen an den Folgen eines Unfalles im Straßenverkehr, das waren 3,6% mehr als im Jahr zuvor. Auch bezogen auf ihre Bevölkerungszahl ist das Risiko der Senioren im Straßenverkehr zu sterben, um 2,3% gestiegen.Deutlich weniger Menschen als im Vorjahr kamen im Hauptverkehrsmittel, dem Pkw, ums Leben (- 11% oder 258 Personen). Dagegen wurden mehr tödlich Verunglückte auf landwirtschaftlichen Zugmaschinen (+ 64% oder sieben Personen) und Fahrrädern (+ 1,3% oder sechs Personen) gezählt.Die meisten Todesopfer im Straßenverkehr sterben auf Landstraßen, in 2009 waren es 59% aller Getöteten. Umso erfreulicher ist, dass sich die Zahl der Verkehrstoten mit 9,9% am stärksten auf diesen Straßen im Jahr 2009 verringert hat. Auf den Autobahnen wurden 4,0% und auf Innerortsstraßen 2,9% weniger Getötete als im Vorjahr gezählt.Diese und weitere Informationen finden Sie in der Broschüre "Unfallentwicklung im Straßenverkehr 2009", die im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/publikationen kostenlos heruntergeladen werden kann.
HSVV verbessert Sicherheit der Verkehrsteilnehmer
(ASFINAG 30.06.2010) Die Hessische Straßen- und Verkehrsverwaltung (HSVV) kümmert sich um den Schutz der Verkehrsteilnehmer: Zur Erhöhung der Sicherheit auf Autobahnen wurden jetzt auf hessischen Autobahn - sowie Straßen- und Autobahnmeistereien elf Kehrmaschinen sowie 113 Sicherungsanhänger und 56 Leitkegel mit einem CB-Funkwarnsystem für Lkws ausgerüstet. Die Kosten hierfür betragen rund 1,2 Millionen €.Da in der heutigen Zeit fast alle Lkws über CB-Funk verfügen, wird durch die Aussendung von Warnmeldungen über CB-Funk die Aufmerksamkeit der LKW-Fahrer frühzeitig auf Gefahrenstellen gelenkt. Auf diese Weise sollen die Unfälle an Tagesbaustellen minimiert werden. Dadurch erhöht sich die Sicherheit von Betriebspersonal und Verkehrsteilnehmern sowie die Verfügbarkeit der Straße.Aufgrund des hohen Anteils an Lkws aus dem Ausland sollen die Warnmeldungen gleichzeitig in acht Sprachen gesendet werden. Die vorgesehenen Sprachen sind Deutsch, Englisch, Polnisch, Tschechisch, Italienisch, Russisch, Ungarisch und Türkisch. Die Fremdsprachen wurden entsprechend der Zählung ausländischer Verkehrsteilnehmer in 2008 ausgewählt.Mittels eines CB-Funkwarnsenders kann man gleichzeitig Warnmeldungen in vier verschiedenen Sprachen auf den landesspezifischen Kanälen senden.Daher werden die Sicherungsanhänger und die Kehrmaschinen mit jeweils zwei CB-Funkwarnsendern ausgerüstet, um in den acht vorgesehenen Sprachen gleichzeitig senden zu können. Ein Leitkegel hat jeweils nur einen CB-Funkwarnsender. Vergleiche: Warnungen über CB-Funk
Leitkegel mit CB-Funk (Bild HSVV)
Achtung: Baustelle!Mehr Verkehrszeichen, mehr Fahrbahnmarkierungen, mehr Blinkzeichen, mehr Hektik, mehr Stress - weniger Abstand, weniger Platz.
(DVR 23.06.2010) Baustellen lösen bei vielen Autofahrern Unsicherheiten aus, bei manchen sogar Ängste. Nicht ohne Grund, denn bei Unfällen in Baustellen werden jährlich mehrere Tausend Menschen verletzt oder getötet. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) empfiehlt deshalb, vor und in Baustellen besonders vorsichtig zu fahren.Ein neues Verkehrsschild, das an einigen Autobahnen zurzeit versuchsweise steht, rät Autofahrern, versetzt zu fahren und vor allem Lkw nicht zu überholen. Wenn Pkw und Lkw versetzt fahren, fließt der Verkehr in einem Zug durch die Baustelle, solange es keine Störung gibt. Die versetzte Fahrweise erlaubt eine höhere Fahrzeugdichte bei erheblich größerer Sicherheit.Aber auch in Baustellen, bei denen nicht zum versetzten Fahren geraten wird, ist es sinnvoll und sicherer, hinter einem Lkw auf der rechten Spur zu bleiben.Plötzliche Spurwechsel vor Baustellenbeginn erhöhen die Unfallgefahr. Wer rechtzeitig vor der Baustelle seine Geschwindigkeit deutlich reduziert und die Geschwindigkeitsbegrenzung einhält, ist auf der sicheren Seite. Wird in einer Baustelle eine Fahrspur aufgelöst, soll man bis an die Verengung heranfahren und sich in dem so genannten Reißverschlussverfahren abwechselnd einordnen.Die häufigste Unfallursache an Autobahnbaustellen ist die nicht angepasste Geschwindigkeit. Im Eingangsbereich führt zu schnelles Fahren oft zu Auffahrunfällen und im Ausgangsbereich zum Abkommen von der Fahrbahn. Der seitliche Zusammenstoß mit einem in gleicher Richtung fahrenden Fahrzeug steht in der Unfallstatistik an zweiter Stelle.Eine dritte, wichtige Unfallursache ist der ungenügende Sicherheitsabstand. Der DVR empfiehlt als Abstand mindestens zwei Sekunden: Wenn der Vordermann an einem Verkehrszeichen oder Leitpfosten vorbeifährt, beginnt man langsam mit dem Zählen. Wer die beobachtete Stelle erst nach zwei Sekunden oder später passiert, hat genügend Abstand und kann schnell genug reagieren, wenn der Vordermann heftig und unvorhergesehen bremsen muss.
"Vor und in Autobahnbaustellen besonders vorsichtig fahren", rät der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), denn bei Unfällen werden dort jährlich mehre Tausend Menschen verletzt oder getötet. Ein neues Verkehrsschild, das an einigen Autobahnen zurzeit versuchsweise steht, empfiehlt Autofahrern, versetzt zu fahren und vor allem Lkw nicht zu überholen. Dies erlaubt eine höhere Fahrzeugdichte bei erheblich größerer Sicherheit (Bild DVR)
Verkehrsmanagement für Kinder - neues Mal- und Multifunktionsbuch Leo
(HSVV 31.05.2010) Wozu gibt es Seitenstreifen und wofür können sie benutzt werden. Was hilft den Verkehr am Laufen zu halten und was heißt denn eigentlich Mobil in Hessen sein?“, Antworten auf diese und andere Fragen möchte das neue Multifunktionsbuch „Leo und das Verkehrsmanagement geben, das heute von Verkehrsminister Dieter Posch in der Verkehrszentrale Hessen (VZH) in Frankfurt-Rödelheim vorgestellt wurde. „Kinder von heute sind die Verkehrsteilnehmer von morgen, deshalb ist es wichtig das Thema Verkehrsmanagement für Kinder nachvollziehbar darzustellen. Das neue Kinder-Mal- und Multifunktionsbuch wurde zusammen mit Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse der Friedrich List-Schule aus Frankfurt am Main, ihrem Schuldirektor Helmut Mag und dem Hessischen Verkehrsminister Posch in der Praxis getestet. Früher haben wir nur Straßen gebaut. Heute machen wir den Verkehr intelligent, damit die Menschen mobil sein können“ ist das Motto des Multifunktionsbuches. Posch: "Aufgabe der heute vorgestellten Publikation ist es, kindgerecht und spielerisch die Arbeit der Hessischen Straßen- und Verkehrsverwaltung darzustellen. Leo der Verkehrsmanager führt die Kinder in die Arbeitswelt der Straßen- und Verkehrsverwaltung ein. Durch die leicht verständliche Darstellung entwickelt sich so schon bei den Kleinen ein gewisses Verständnis für Baumaßnahmen, Ökologie, Sicherheit und eben das Verkehrsmanagement." Für ein Transitland wie Hessen im Herzen von Deutschland und Europa ist Mobilität sowohl unter wirtschaftlichen, ökologischen als auch sozialen und kulturellen Aspekten eines der großen Zukunftsthemen. Dies gilt es – auf spielerische Art und Weise – auch der nachwachsenden Generation zu verdeutlichen. Hessen hat sich mit dem 2003 gestarteten Projekt „Staufreies Hessen 2015“ das Ziel gesetzt, für eine stetige Verbesserung des Verkehrsflusses auf Hessens Straßen zu sorgen. Die Staufrei-Initiative ist bereits jetzt eine Erfolgsgeschichte. Trotz steigendem Verkehrsaufkommen und einem nicht unbegrenzt möglichen Ausbau der bestehenden Infrastruktur, ist es in einem kurzen Zeitraum gelungen, die Stauzeiten auf hessischen Autobahnen deutlich zu reduzieren und damit Sicherheit und Verfügbarkeit zu steigern. „Um 80 Prozent sind die Stauzeiten in den letzten acht Jahren zurückgegangen“, sagte der Minister. Das sei ein ausgezeichnetes Ergebnis, insbesondere wenn man berücksichtige, dass die Verkehrsmenge im gleichen Zeitraum um rund zwei Prozent zugenommen habe. Verteilt wird das Buch im Rahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, beispielsweise anlässlich von 1. Spatenstichen und Verkehrsfreigaben sowie im Rahmen der Verkehrserziehung. Geprüft und freigegeben wurde das Heft durch die Landesverkehrswacht Hessen. Auch Schulklassen oder Kindergärten können im Rahmen Ihrer Projektwochen zur Verkehrserziehung dieses Mal- und Funktionsbuch einsetzen. Herausgegeben wird die Publikation vom Hessischen Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen (HLSV). Bereits in den Jahren 2007 bis 2009 sind die Publikationen "Leo baut Straßen" (Band 1) sowie "Leo der Straßenbaumeister und die Natur" (Band II) in der Öffentlichkeit vielfach auf positive Resonanz gestoßen. Die Bezugsadresse lautet: Hessisches Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen, Wilhelmstraße 10, 65185 Wiesbaden oder per Mail: info@hsvv.hessen.de.
A 5 Intelligente Verkehrslösungen im TestForschungsprojekt CVIS präsentiert kooperative Systeme im Testfeld Hessen
(HSVV 06.05. 2010) Nach vierjähriger Forschung demonstrierten die deutschen Partner des europäischen Projektes CVIS – Cooperative Vehicle Infrastructure Systems – heute auf der hessischen Transitachse A5 zwischen dem Westkreuz Frankfurt und der Anschlussstelle Zeppelinheim Komponenten für den Verkehr der Zukunft. Das Hessische Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen, die Softwareentwickler PTV AG und MAT.TRAFFIC sowie die Daimler AG entwickelten im Rahmen des EU-geförderten Projekts, in dem sich über 60 internationale Partner unterschiedlichster Branchen aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Schweden engagieren, innovative Komponenten, die einmal dazu beitragen sollen, den Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen und der Infrastruktur zu optimieren. Diese kooperativen Systeme bieten das Potenzial, den Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit zu verbessern sowie Umweltbelastungen durch den Verkehr zu verringern. Auf rund zehn Kilometern der verkehrsreichen A5 und im DRIVE-Center Hessen, einem hochmodernen Forschungs- und Testzentrum des Hessischen Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen, präsentierten die CVIS-Partner im Rahmen der Abschlussveranstaltung Funktionsweisen und Effektivität der neuartigen Systeme, installiert in Testfahrzeugen und an den Verkehrsbeeinflussungsanlagen entlang der Strecke. Die Besucher konnten die Kommunikation zwischen Fahrzeugen untereinander und mit der Infrastruktur während Demonstrationsfahrten in CVIS-Fahrzeugen live mit verfolgen.Mit der europäischen Transitachse A5 bietet das Testfeld Hessen optimale Bedingungen zur Erprobung kooperativer Systeme: starke Verkehrsströme, eine hochmoderne Infrastruktur und eine der leistungsfähigsten Verkehrszentralen Europas, die Verkehrszentrale Hessen. Die dort erfassten Verkehrsdaten der A5 und der Umgebung dienten dem Projekt CVIS als Forschungsgrundlage. Durch die Fusion dieser Daten mit den gesammelten Zusatzinformationen aus den mit der neuartigen Kommunikationstechnologie ausgestatteten Fahrzeugen könnte künftig der Verkehrsdatenpool erweitert werden, um eine verbesserte Steuerungsgrundlage für ein noch effizienteres Verkehrsmanagement zu ermöglichen. Dazu bedarf es jedoch noch weiterer Entwicklung und Erprobung von Hard- und Softwareelementen.Über CVISDas Projekt CVIS läuft von 2006 bis 2010 und wird von der Europäischen Union gefördert. Koordiniert wird das internationale Projekt von ERTICO – ITS Europe (European Network for Intelligent Transportation Systems). Im Rahmen der Teilprojekte COMO (Cooperative Monitoring) und CURB (Cooperative Urban Applications) wurden Technologien für den verbesserten Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen, Infrastruktur und Verkehrszentralenzentralen entwickelt, um die Erkennung der aktuellen Verkehrslage zu optimieren und dem Fahrer zusätzliche Informationen zur Optimierung des Fahrverhaltens bereitzustellen. Die Leistungsfähigkeit dieser Systeme wurde sowohl im städtischen Raum als auch im interurbanen Netz getestet.Weitere Informationen auch unter www.cvisproject.org Foto: ARBÖ/Henisch
ARBÖ: 94 Prozent haben die Warnweste im Auto immer dabeiSehr gute Bilanz nach fünf Jahren Warnwestenpflicht in ÖsterreichVorbild für ganz Europa
(OTS 29.04.2010) (OTS) - 94 Prozent aller Autofahrer in Österreich haben die Warnweste im Auto immer dabei, das ergibt eine aktuelle Umfrage des ARBÖ bei über 1.000 Befragten. Nur eine kleine Minderheit von sechs Prozent sind notorische Warnwestenverweiger. "In nur fünf Jahren hat die Warnweste die volle Akzeptanz einer breiten Mehrheit geschafft", zieht der Generalsekretär des ARBÖ, Peter Stuppacher am Donnerstag in einer Pressekonferenz eine stolze Bilanz nach fünf Jahren Warnwestenpflicht in Österreich.Zum Vergleich: Vor drei Jahren hatten erst 83 Prozent das reflektierende Kleidungsstück dabei, während es 17 Prozent verweigerten. Die Versorgung mit Warnwesten in den Autos geht weit über die gesetzlichen Vorschriften hinaus. Obwohl gesetzlich nur eine einzige Warnweste (für den Lenker) vorgeschrieben ist, haben 78 Prozent gleich zwei oder noch mehr Exemplare im Fahrzeug liegen. Gesichert sein sollen im Falle des Falles alle, die aus dem Fahrzeug aussteigen."Sehr erfreulich ist, dass die schützende Warnweste zu 88 Prozent im Innenraum verstaut ist, meistens griffbereit im Seiten- oder Handschuhfach", hebt der ARBÖ-Generalsekretär hervor. Nur 12 Prozent verbannen das rettende Utensil in den Kofferraum, begeben sich durch Aussteigen und im Kofferraum suchen jedoch nur unnötig in Gefahr.30 Prozent aller Autofahrer haben die Warnwesten schon mindestens einmal benutzt, vor allem nach Pannen oder Unfällen auf der Autobahn. Dass sie damit gut gefahren sind, zeigt ein Blick in die Unfallbilanz der Statistik Austria: "Die einschlägigen Unfälle auf der Autobahn sind seit Einführung der Warnwestenpflicht um eindrucksvolle 39 Prozent zurückgegangen, die Zahl der Verunglückten sogar um 53 Prozent. Anders gesagt, gab es im Schnitt 29 verunglückte Menschen bzw. 14 Unfälle pro Jahr weniger." Verglichen wurde dabei die Entwicklung typischer Autobahn-Unfälle ("Auffahrunfälle auf stehende Objekte" und "Fußgängerunfälle") in den drei Jahren vor und nach Einführung der Warnwestenpflicht in Österreich am 1. Mai 2005, sowie in den Jahren danach.Den Sicherheitsvorteil für Warnwestenträger führt eine blickwissenschaftliche Studie von viewpointsystems/EPIGUS vor Augen, die im Auftrag des österreichischen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (Verkehrssicherheitsfonds) und des ARBÖ Anfang des Jahres durchgeführt wurde. Wichtigstes Ergebnis: Wer in der Nacht auf dem Pannenstreifen steht und eine Warnweste trägt, wird von den anderen Autofahrern mindestens vier Sekunden vor dem Vorbeifahren gesehen. Bei einer Fahrtgeschwindigkeit von 110 km/h ist man also 120 Meter vorher sichtbar. "Ohne Warnweste hat man praktisch keine Chancen, von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden.""In Sachen Warnweste hat sich Österreich in den letzten fünf Jahren zu einem Vorzeigeland für ganz Europa entwickelt, sowohl was den Einsatz, als auch die Auswirkung betrifft", fasst der ARBÖ-Generalsekretär zusammen. In seiner Funktion als Präsident des Verbunds Europäischer Automobilclubs (EAC) hat Stuppacher Anfang März gemeinsam mit dem Europa-Abgeordneten Mag. Jörg Leichtfried eine Initiative gestartet, mit dem ehrgeizigen Ziel, den Einsatz von Warnwesten europaweit zu vereinheitlichen - prominent unterstützt von Österreichs Verkehrsministerin, Doris Bures. Konkret wurde eine schriftliche Anfrage bei EU-Verkehrskommissar Siim Kallas eingebracht, auf die die Kommission bis Mitte Juni reagieren muss. Darin wurde eine Mitnahme- und Tragepflicht von Warnwesten für Pkw-Fahrer und eine einheitliche Verwendung von Warnwesten in ganz Europa gefordert, zumindest auf Autobahnen und Schnellstraßen. Außerdem wurde empfohlen, dass im Bedarfsfall nicht nur der Lenker die Weste tragen soll, sondern auch alle anderen, die das Fahrzeug verlassen. Kontaktiert werden auch die Verkehrsminister aller EU-Staaten, alle Europa-Abgeordneten und Mitglieder des Verkehrsausschusses im Europa-Parlament.Der Zeitpunkt für eine EU-weite Harmonisierung ist überfällig. Denn in Sachen Warnweste gleicht Europa einem Fleckerlteppich. In 14 EU-Staaten ist dieser Bereich noch gar nicht geregelt, darunter in sehr bevölkerungsreichen, wie Deutschland. Eine Warnwestenpflicht gibt es derzeit in 13 von 27 EU-Mitgliedsstaaten: Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Österreich, Portugal, Rumänien, Spanien, Slowakei, Slowenien und Ungarn. Allerdings ist der Einsatz der Warnweste in diesen Ländern unterschiedlich geregelt. "Unterschiedliche Insellösungen bei offenen Grenzen machen keinen Sinn, schon gar nicht wenn rasches Handeln lebensrettend sein kann", betont Stuppacher.
(MBVL 20.04. 2010)Verkehrstelematik-Infrastruktur auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen• 85 Prozent des Autobahnnetzes sind mit Anlagen zur Erfassung von Verkehrsdaten ausgestattet (rund 2.500 Messstellen). Auf Grundlage dieser Daten werden Verkehrsinformationen (zur aktuellen Verkehrslage und zur Prognose) erzeugt, die im Internet unter www.autobahn.nrw.de veröffentlicht werden. Vorteil: Bessere Auslastung der Straßeninfrastruktur, Stauprävention, Reisezeitersparnis, Veränderung des Modal-Split zu Gunsten des öffentlichen Verkehrs.• 11,5 Prozent des Autobahnnetzes (rund 500 km Richtungsfahrbahnen) sind bereits mit Stauwarn- bzw.Streckenbeeinflussungsanlagen ausgerüstet; weitere 10 Prozent sollen bis Ende 2010 hinzukommen, bis 2012 sollen alle störanfälligen Stellen erfasst sein. Vorteile: Verringerung der schweren Unfälle mit Personenschaden um 25 bis 30 Prozent, Stauprävention, Kapazitätsverbesserung um bis zu 10 Prozent.• Insgesamt 67 Anlagen zur Netzbeeinflussung, so genannte dynamische Wechselwegweiser mit integrierten Stauinformationen (dWiSta-Tafeln) sind auf den Autobahnen im Ruhrgebiet, im Großraum Düsseldorf und auf dem Kölner Ring in Betrieb. Damit lässt sich der Verkehr bei besonderen Ereignissen (Staus, Unfälle, Baustellen, Großveranstaltungen) und den damit verbundenen größeren Zeitverlusten möglichst störungsfrei über Alternativrouten führen.• 94 Zuflussregelungsanlagen (ZRA) an BAB-Anschlussstellen sind in Betrieb. Die Zuflussregelung ist die wirksamste und zugleich kostengünstigste Maßnahme, um den Verkehr auf hoch belasteten und besonders störanfälligen Autobahnen zu beeinflussen. Vorteile: Staureduktion bis zu 50 Prozent, Verringerung der schweren Unfälle bis zu einem Viertel, Anstieg des Geschwindigkeitsniveaus um etwa 10 Prozent.• Eine videobildunterstützte temporäre Standstreifenfreigabe befindet sich auf der A 4 zwischen AS Refrath und AS Köln-Merheim in Fahrtrichtung Köln. Zwei weitere Anlagen werden zurzeit umgesetzt (A 57 zwischen AK Köln-Nord und AS Köln-Bickendorf und A45 zwischen AK Hagen und Westhofen in Fahrtrichtung Dortmund). Vorteil: Stauvermeidung.• Fünf Wechselwegweisungsanlagen sind in Betrieb; darunter die zwei grenzüberschreitenden Anlagen Arnhem-Oberhausen und Köln-Eindhoven. Vorteile: Reisezeitersparnis und Stauprävention.Ruhrpilot: Für das Ruhrgebiet bildet der Ruhrpilot die Verkehrslage auf allen wichtigen Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen und den kommunalen Hauptverkehrsstraßen ab. Ergänzt werden diese Informationen durch Daten über Großveranstaltungen, Baustellen, die Parkraumbelegung, den ÖPNV und die Reisedaten der Deutschen Bahn. Ziel ist, den Nutzern künftig „On-Trip-Informationen“ bereitzustellen, bei denen die Daten des Ruhrpilot in die nächste Generation von Navigationsgeräten eingespielt werden. Zusätzlich sollen die Daten über den Rundfunk gesendet werden. Dazu existiert ein Letter of Intent mit dem WDR, den Verkehrsfunk insgesamt zu verbessern und zu untersuchen, wie moderne Navis innerstädtische Staumeldungen verarbeiten können.Die Netzbeeinflussung und die Zuflussregelung auf den Autobahnen im Ruhrgebiet sind zugleich integrale Bestandteile des kooperativen Verkehrsmanagements im Ruhrgebiet (Ruhrpilot).Die Einrichtungen auf dem Kölner Autobahnring dienen auch der grenzüberschreitenden Netzsteuerung des Fernverkehrs auf den Autobahnen zwischen Köln und Koblenz (A 3 / A 61) und dem Erproben einer gemeinsamen Steuerungsstrategie zwischen Köln und Frankfurt.Die Tafeln im Großraum der Landeshauptstadt ermöglichen ein kooperatives Verkehrsmanagement mit der Stadt Düsseldorf. Das Land Nordrhein-Westfalen hat sich aktiv beteiligt an dem vom Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen der Forschungsinitiative „Verkehrsmanagement 2010“ geförderten Projekt dmotion, mit dem übertragbare Ergebnisse für ein strategisches Verkehrssystemmanagement in Ballungsräumen erzielt werden sollen. NRW wird dmotion auch weiterhin unterstützen.
(BASt 24.04. 2010) Das Verkehrsquiz gibt Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Kenntnisse, Kompetenzen und Einstellungen im Bereich Verkehrs- und Mobilitätserziehung am PC zu ermitteln. Lehrkräfte können anhand der Ergebnisse im Unterricht gezielt Wissenslücken schließen.Das Quiz ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts der Bundesanstalt für Straßenwesen, welches in Zusammenarbeit mit den Kultusbehörden der Länder durchgeführt wurde mit dem Ziel die Leistungsstandards in der Verkehrs- und Mobilitätserziehung zu erfassen.Die Zeichnung zeigt Kinder an einer Bushaltestelle.Zum Inhalt der CDVerkehrsquiz für 6. Klasse: Thema „Radfahren“Verkehrsquiz für 9./10. Klasse: Thema „Vorbereitung auf die Teilnahme am motorisierten Straßenverkehr“Das Quiz für Klasse 6 enthält 43 Aufgaben, für Klasse 9/10 sind es 67. Neben der Beantwortung von Wissensfragen sind Beobachtungs- und Reaktionsaufgaben zu lösen. Das Quiz wurde abwechslungsreich gestaltet: Textfragen, Bild mit Fragen, Film mit Fragen, Film mit Beobachtungsaufgaben. Die Durchführung dauert etwa 35 Minuten. Die Bewertung erfolgt nach einem Punktesystem. Zum Abschluss kann man das gesamte Quiz nochmals durchgehen und prüfen, welche Fragen richtig beantwortet wurden und welche nicht. Bei falschen Antworten wird die richtige Lösung gezeigt.LehrerversionDie Lehrerversion bietet vielfältige Möglichkeiten. Ist ein Netzwerk in der Schule vorhanden, kann das Quiz zentral gestartet und beendet werden. Ist keines vorhanden, wir jeder PC einzeln betrieben. Die Ergebnisse der Schüler werden eingegeben, gesammelt und verwaltet. Für jeden Schüler kann eine Urkunde ausgedruckt werden.Die Darstellung und Auswertung der Ergebnisse ist auf Schüler-, Klassen- oder auch Schulebene möglich. Lehrerinnen und Lehrer erhalten auf diese Weise umfassend Auskunft über den derzeitigen Leistungsstand der Schüler und können den weiteren Unterricht darauf aufbauen.Die motorischen Fertigkeiten der Schüler der Klasse 6 können durch einen Fahrradparcours erfasst werden. Der Parcours besteht aus sieben Stationen, die wesentliche Situationen des Straßenverkehrs repräsentieren: 1. Slalom, 2. Langsamfahrt, 3. Auf- und Absteigen, 4. Fahrt in einer schmalen Spur, 5. Linksabbiegen 6. Einhändige Acht fahren, 7. Anhalten zwischen zwei Linien. Der Aufbau kann den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Es sind nur solche Materialien erforderlich, die an Schulen üblicherweise vorhanden sind.Zusätzliche AuswertungsmöglichkeitenSchließlich besteht die Möglichkeit die Ergebnisse von Verkehrsquiz und Fahrradparcours an einen externen Server der BASt zu senden. Hierdurch wird die Auswertung der - selbstverständlich anonymisierten - Daten in Hinblick auf übergreifende Fragestellungen ermöglicht.Zum TestenUm einen Einblick in das Verkehrsquiz zu geben, kann hier das Verkehrsquiz der Klasse 6 heruntergeladen und die eigenen Kenntnisse erprobt werden.Verkehrsquiz zum Download. Achtung: Die Dateigröße beträgt etwa 60 MB.BezugDie CD ist kostenfrei erhältlich bei:Bundesanstalt für Straßenwesen Brüderstraße 53 51067 Bergisch Gladbach E-Mail info@bast.deoder Ihrem zuständigen Unfallversicherungsträger. Die Adressen finden Sie unter www.dguv.de Bestellnummer: DGUV 77.50
(DVR 02.03.2010) Wer bei einem Verkehrsunfall Erste Hilfe leistet, kann juristisch nichts falsch machen, ermuntert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) alle Verkehrsteilnehmer. Wenn wirklich bei der Ersten Hilfe ein Fehler unterlaufen sollte, so ist dies nicht strafbar, weil nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt wurde. Nicht zu helfen hingegen ist strafbar. Unterlassene Hilfeleistung kann mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe geahndet werden.Viele Menschen trauen sich die richtigen Schritte und Maßnahmen zur Erstversorgung eines Verletzten nicht (mehr) zu. Wer unsicher ist, ob er beispielsweise die stabile Seitenlage oder die lebensrettende Herzdruckmassage noch beherrscht, sollte sein Können und Wissen in einem Erste-Hilfe-Kursus auffrischen. Die großen Hilfsorganisationen bieten neben den umfangreichen Lehrgängen nicht nur für Führerscheinbewerber, sondern auch für spezielle Ersthelfer, zum Beispiel Eltern oder Sportler, 90-minütige Wiederauffrischungskurse an.Neben der Absicherung der Unfallstelle und der Erstversorgung der Verletzten ist der Notruf besonders wichtig, damit die professionellen Retter unverzüglich helfen können. Auch wenn heute fast jeder ein Mobiltelefon dabei hat: Wenn eben möglich, sollten für die Unfallmeldung auf der Autobahn eine Notrufsäule oder auf der Landstraße ein Notruftelefon genutzt werden. So wird automatisch und präzise festgestellt, wo sich der Anrufer befindet, und die Rettungskräfte können den Unfallort ohne Suchfahrten ansteuern.Der Notruf sollte folgende Angaben enthalten: Wo ist der Unfall passiert? Wie viele Verletzte gibt es? Welche Verletzungen liegen vor? Wer meldet den Unfall? Dann sollte man in jedem Fall abwarten, ob die Leitstelle Rückfragen hat. Benutzt man das Handy für den Notruf, wählt man die international gültige Notrufnummer 112.Es gibt also keine Ausreden, wenn es um die Rettung von Menschenleben geht: Weder Zeitdruck, noch Unwissenheit, noch die Angst, etwas falsch zu machen, dürfen einen davon abhalten aktiv zu werden. Jeder sollte sich vor Augen führen, dass er selbst oder eine geliebte Person in die Lage geraten kann, nach einem Unfall dringend Hilfe zu brauchen, so der DVR.
Wer unsicher ist, ob er die stabile Seitenlage oder die lebensrettende Herzdruckmassage noch beherrscht, sollte sein Können und Wissen in einem Erste-Hilfe-Kursus auffrischen, empfiehlt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). Geschwindigkeitsbeschränkungen auf hessischen Autobahnen überprüft
(HSVV 24.03.2010) „Umfang und Höhe der Geschwindigkeitsbeschränkungen auf hessischen Autobahnen sollen den tatsächlichen Erfordernissen angepasst sein. Dies ergibt sich aus § 45 Abs. 9 der Straßenverkehrsordnung sowie dem in wesentlichen hierauf gestützten Urteil des Verwaltungsgerichtshofes vom 31.3.1999. Aus diesem Grund werden in einem regelmäßigen Turnus von fünf Jahren die Anordnungen überprüft Die aktuelle Überprüfung ist abgeschlossen und führt nun in 50,3 % der untersuchten Abschnitte zu einer Aufhebung des Geschwindigkeitslimits“ sagte der Hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch.Hessen setzt damit die Untersuchungsergebnisse des Hessischen Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen um und halbiert auf den untersuchten Abschnitten die Geschwindigkeitsanweisungen auf seinen Autobahnen. Wie Posch mitteilte, werden auf 22 Abschnitten von zusammen 79,3 Fahrtrichtungskilometer Länge die Beschränkungen abgebaut, auf weiteren 4, zusammen 8,8 Fahrtrichtungskilometern langen Abschnitten gelockert. Auf zusammen 77,9 Fahrtrichtungskilometern Länge bleiben die Temposchilder stehen.„Das Gesetz verpflichtet uns, Tempolimits dort anzuordnen und aufrechtzuerhalten, wo Unfallgeschehen und sonstige Gefahrenlage dies rechtfertigen“, erläuterte der Minister. „Weniger Schilder haben einen höheren Aufmerksamkeitswert. Zu viele Schilder hingegen führen oft zur Nichtwahrnehmung und laufen Gefahr nicht mehr ernstgenommen würden.“Geprüft wurden die derzeit bestehenden Geschwindigkeitsanweisungen im Bestand. Maßgebliches Kriterium für die Aufhebung von Geschwindigkeitsbeschränkungen ist die Entwicklung des Unfallgeschehens und der Straßenzustand. Geschwindigkeitsbeschränkungen werden nur gezielt an Brennpunkten eingesetzt. Die Straßenbauverwaltung setzt schwerpunktmäßig zur Entschärfung verkehrs- bzw. staubedingter Verkehrssicherheitsdefizite auf intelligente Verkehrsbeeinflussung mit variablen, verkehrs- und witterungsabhängig geschalteten Geschwindigkeitsbeschränkungen.Aufhebungen betreffen beispielsweise die A 7 zwischen dem Kirchheimer Dreieck und der Abfahrt Homberg/Efze (10,9 Kilometer), die A 485 bei Gießen (6,2 Kilometer in Richtung Norden) und die A 661 von Offenbach-Taunusring bis Dreieich (5,0 Kilometer). Eine Anhebung von 100 auf 120 Stundenkilometer empfiehlt das Amt auf der A 3 von Niedernhausen bis zum Wiesbadener Kreuz (1,7 Kilometer in Richtung Süden).Durch Hessen führen rund 972 Kilometer Autobahnen und 3463 Kilometer Bundesstraßen. Einige Autobahnabschnitte wie etwa die A 66 zwischen den Anschluss-Stellen Frankfurt-Miquelallee und Ludwig-Landmann-Straße wurden wegen ihres städtischen Umfelds von der Überprüfung ausgenommen.„Ich bin überzeugt, dass der Verkehrssicherheit am besten gedient ist, wenn man Temposchilder nur dort aufstellt, wo sie erforderlich sind. Ansonsten entwertet man ein wichtiges Instrument der Verkehrssicherheit“, sagte Posch. Gegenwärtig überprüft das HLSV die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf autobahnähnlichen Bundesstraßen. Diese Überprüfung wird voraussichtlich im Sommer dieses Jahres abgeschlossen sein. Die Umsetzung erfolgt dann durch die zuständigen Straßenverkehrsbehörden bei den Landräten.Die entsprechenden Veränderungen in der Beschilderung werden in der 13. Kalenderwoche vorgenommen.
Warnweste für alle Europäer
(ARCD 11.03.2010) „Wir wollen die Warnweste für alle Europäer. Ihre Verwendung soll europaweit einheitlich geregelt sein, zumindest auf Autobahnen und Schnellstraßen.“ Mit diesen Worten startete der Präsident des Verbundes Europäischer Automobilclubs (EAC) Peter Stuppacher am Mittwochabend im Europäischen Parlament in Brüssel eine gemeinsame Initiative mit dem Verkehrsausschussmitglied Mag. Jörg Leichtfried. In 14 EU-Staaten gibt es noch gar keine Regelungen, darunter in sehr bevölkerungsreichen wie Deutschland. Eine Warnwestenpflicht gibt es derzeit in 13 von 27 EU-Mitgliedsstaaten: Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Österreich, Portugal, Rumänien, Spanien, Slowakei, Slowenien und Ungarn. Allerdings ist der Einsatz der Warnweste in diesen Ländern unterschiedlich geregelt. Zum Beispiel müssen in manchen Staaten lediglich die Fahrer eine Warnweste tragen, in anderen hingegen auch alle Mitfahrer. „So einen Flickenteppich brauchen wir nicht“, kommentiert Leichtfried. Auch Stuppacher betont: „Unterschiedliche Insellösungen bei offenen Grenzen machen keinen Sinn, schon gar nicht, wenn rasches Handeln lebensrettend sein kann. Warum sollen 246 Millionen Europäer nicht haben, was für 252 Millionen Europäer selbstverständlich ist? Die Verwendung von Warnwesten schreit nach einer europäischenLösung!“ Eine Forderung, die auch der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) als Gründungsmitglied des EAC aktiv unterstützt. In Österreich, wo bereits seit 2005 eine Warnwestenpflicht besteht, zeigen sich deren Vorteile eindrucksvoll: Die Unfallbilanz auf Autobahnen und Schnellstraßen hat sich dort seit der Einführung der Warnwestenpflicht deutlich verbessert. Die Zahl der Unfälle hat sich um 39 % reduziert, die der Verunglückten ist sogar um 53 % zurückgegangen. Zusätzlich wies das österreichische EPIGUS-Institut für ganzheitliche Unfall- und Sicherheitsforschung nach, dass Warnwesten zu einem Sicherheitszuwachs beitragen. „Wer in der Nacht auf dem Pannenstreifen steht und eine Warnweste trägt, wird von den anderen Autofahrern im schlechtesten Fall vier Sekunden vor dem Vorbeifahren gesehen. Bei einer Fahrtgeschwindigkeit von 110 km/h ist man also 120 Meter vorher sichtbar“, brachte Mag. Christoph Pfleger, Geschäftsführer der viewpointsystem gmbh, das Kernergebnis der Studie auf den Punkt. „Ohne Warnweste ist man quasi unsichtbar und hat vor allem in der Nacht null Chancen, von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden Als Ergebnis des Parlamentarischen Abends in Brüssel bringt Leichtfried als Abgeordneter des Europäischen Parlaments eine schriftliche Anfrage an den EU-Verkehrskommissar Siim Kallas ein, die folgende Forderungen enthält:■ Mitnahme- und Tragepflicht von Warnwesten für Pkw-Fahrer in ganz Europa.■ Eine einheitliche Verwendung von Warnwesten in ganz Europa, zumindest aber auf Autobahnen und Schnellstraßen.■ Die Empfehlung, dass im Bedarfsfall nicht nur Fahrer die Weste tragen sollen, sondern auch alle Insassen.Auf eine derartige schriftliche Anfrage muss die EU-Kommission auf alle Fälle reagieren. Dazu Leichtfried: „Wir hoffen, dadurch mit wenig Aufwand einen wichtigen Schritt zu mehr Verkehrssicherheit für alle Menschen in Europa gesetzt zu haben.“
Pilotprojekt A 1 - Die Bundesanstalt für Straßenwesen stellt 29 Webkameras auf(Grafik: Straßen.nrw)
(BASt 29.03.2010) Arbeitsstellen auf viel befahrenen Autobahnen sind häufig stauanfällig. Liegengebliebene Fahrzeuge oder Unfälle behindern den Verkehrsfluss. Die Folgen: längere Fahrzeiten, Unfallkosten und zusätzliche Emissionen. Ein Projekt der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) soll jetzt mit Hilfe von fest installierten Webkameras Hinweise zur Verbesserung des Verkehrsablaufs und der Verkehrssicherheit in Arbeitsstellen liefern.In einer Arbeitsstelle auf der Autobahn A 1 werden derzeit zwischen Wermelskirchen und Wuppertal-Langerfeld testweise an 15 Standorten insgesamt 29 moderne optische Erfassungssysteme installiert. Bis Ostern wird der Aufbau abgeschlossen sein.Mit den Webkameras wird der Verkehr nahezu im kompletten Bereich der Arbeitsstelle „Rund-um-die-Uhr“ für einen Zeitraum von sechs Monaten erfasst. Die Daten dienen ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken und sind nicht für die Allgemeinheit zugänglich. Die Verkehrsbeobachtung ist datenschutzrechtlich unbedenklich, da die Qualität der erfassten Bilder ein Erkennen von Personen oder Fahrzeugkennzeichen nicht ermöglicht.Ziel ist, Potenziale und Einsatzgrenzen von Webkameras in Arbeitsstellen zu untersuchen, auch im Hinblick auf einen effizienten Rettungsdienst im Notfall und eine verbesserte Verkehrsinformation.Das Projekt wird fachlich durch die BASt betreut, in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie der Straßenbauverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die wissenschaftliche Auswertung erfolgt durch das Institut für Straßenwesen der RWTH Aachen. Ergebnisse des Projekts werden voraussichtlich Ende des Jahres 2010 vorliegen.
Österreich will Anzahl der Todesopfer auf Autobahnen halbieren
(ARCD 18.02.2010) In Zusammenarbeit mit dem Verkehrsministerium will der Autobahnbetreiber ASFINAG (Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft) die Anzahl der Verkehrstoten auf Österreichs 2170 Kilometer großem Netz von Autobahnen und Schnellstraßen bis 2020 halbieren. Das Ziel soll laut „Verkehrssicherheitsprogramm 2020" (www.asfinag.at) durch bauliche Sicherungsmaßnahmen, Verkehrsbeeinflussungsanlagen und verstärkte Tempokontrollen erreicht werden. Raser und Drängler werden für die Finanzierung sorgen. Denn laut Kosten-Nutzen-Analyse der ASFINAG sind vor allem verstärkte Radarüberwachung und die Einführung weiterer Section-Controls (Tempoüberwachung) die bei Weitem wirkungsvollsten Maßnahmen. 80 Prozent der Bußgelder fließen direkt in die Kassen des Straßenbetreibers. Die Kontrollgeräte will die ASFINAG daher auf eigene Kosten anschaffen. Dabei sollen die neuen Radar-geräte ausnahmslos Aufnahmen von vorne ermöglichen, um auch ausländische Fahrzeuglenker zur Verantwortung ziehen zu können. Weitere Schwerpunkte im geplanten Verkehrssicherheitsprogramm sind das Schließen der Lücken im Leitschienensystem, der Einbau so genannter Rumpelstreifen an den Fahrbahnrändern und Bewusstseinsbildung bei den Autofahrern. Eine Auswertung von Unfalldaten hat laut ASFINAG ergeben, dass fast die Hälfte aller Todesfälle bei Unfällen zu verzeichnen sind, bei denen Fahrzeuge von der Fahrbahn abkommen. An einem Drittel aller tödlichen Unfälle sind Lkw beteiligt. Einziger Schönheitsfehler des Programms: Nur fünf Prozent aller Unfälle passieren in Österreich auf dem vorrangigen Straßennetz. Die Auswirkungen des Sicherheitsprogramms auf die Unfallbilanz des Landes wird sich somit in bescheidenen Grenzen halten. 2009 kamen von insgesamt 630 Unfallopfern 76 bei Autobahnunfällen in Österreich ums Leben.
Der Sekundenschlaf ist eines der Hauptrisiken bei langen Autofahrten. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat warnt davor, diese Unfallursache zu unterschätzen.(Bild:DVR)
(DVR 04.02.2010) Der Sekundenschlaf ist eines der Hauptrisiken bei langen Autofahrten. Schätzungsweise jeder vierte Unfall mit Todesfolge auf Autobahnen wird durch kurzes Einnicken verursacht. Dennoch, so informiert der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR), wird diese Unfallursache von den meisten Fahrern unterschätzt.Ein Sekundenschlaf kann schnell über Leben und Tod entscheiden. Ein Autofahrer, der bei Tempo 130 seine Augen für fünf Sekunden geschlossen hält, legt in dieser Zeit 180 Meter im „Blindflug“ zurück. Beim Aufwachen kommt es häufig zu Fehlreaktionen durch ruckartiges Lenken oder heftiges Bremsen mit schweren Folgen.Lange, gerade, monotone Strecken sind besonders gefährlich. Wer müde ist und auf solchen Strecken Auto fährt, hat ein höheres Einschlafrisiko. Nicht nur die Nacht- und frühen Morgenstunden sind unfallträchtig, sondern auch die Mittagszeit und der frühe Nachmittag, besonders nach einem reichhaltigen Essen.Der Sekundenschlaf kündigt sich durch zunehmende Müdigkeit an. Wer sich häufiger die Augen reibt oder bemerkt, dass sich sein Lidschlag erhöht, sollte diese Warnsignale richtig deuten. Auch häufige Lenkkorrekturen können ein Anzeichen starker Müdigkeit sein. Schlaftrunkenes Fahren ähnelt sehr stark dem Fahren im angetrunkenen Zustand. Bei Versuchen wurde festgestellt, dass 24 schlaflose Stunden die gleiche Auswirkung auf die Fahrtüchtigkeit haben wie ein Promille Alkohol im Blut.Neben „Vielfahrern“, die oft und auf langen Strecken unterwegs sind, beispielsweise Lkw- und Busfahrer, sind Autotouristen die zweite große Risikogruppe. Sie fahren lange Strecken in entfernte Urlaubsländer, ohne genügend Pausen zu machen. Ebenfalls gefährdet sind die jungen Fahrer, die nach einer Disco-Nacht in den frühen Morgenstunden unterwegs sind. Die Müdigkeit, von der sie in der Disco bei lauter Musik nichts merkten, kommt am Steuer schnell und unvermittelt. Der dann folgende Sekundenschlaf führt mit vollbesetzten Fahrzeugen häufig zu Unfällen mit schwersten Folgen.Hinter das Lenkrad sollte sich nur derjenige setzen, der ausgeruht ist und sich fit fühlt, empfiehlt der DVR. Bei ersten Anzeichen von Schläfrigkeit muss unbedingt eine Pause – nötigenfalls eine Schlafpause – eingelegt werden. „Patentrezepte“ wie das Öffnen des Seitenfensters sind trügerisch. Gegen Müdigkeit hilft nur ausreichender Schlaf.
Sichere Kommunikation in Tunneln
(pts 04.02.2010) Die ASFINAG wurde für die Implementierung eines verlässlichen Kommunikationsnetzes in Österreichs Tunnels ausgezeichnetDie ASFINAG Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft erhielt den Cisco Innovation Award 2010 in der Kategorie "Innovativstes Unified Communications- und Collaboration-Projekt" für die Implementierung des "IP Interoperability and Collaboration System (IPICS)" in Österreichs Tunnels. Dieses System ermöglicht der ASFINAG, verschiedene analoge und digitale Netze zusammenzuschalten. Dabei kann es sich um Festnetz- und Mobiltelefonie oder die unterschiedlichen Funknetze der Blaulichtorganisationen (Rettung, Feuerwehr und Polizei) handeln. Diese im Notfall wichtigen Einrichtungen nutzen unterschiedliche, untereinander auch inkompatible Kommunikationsnetze. In einem Notfall ist durch das IPICS-System eine schnelle und verlässliche Kommunikation mit allen Blaulichtorganisationen sichergestellt. Im Arlbergtunnel, dem längsten Straßentunnel Europas, konnte das IPICS seine Leistungsfähigkeit bereits unter Beweis stellen und wird dort aktiv genutzt.Link zum Video "ASFINAG setzt auf Cisco: Mehr Sicherheit und Service für Autofahrer": http://www.cisco.com/web/AT/cisco_systems/kundenbeispiele/asfinag.html
"Intelligente Straßen oder: Wie ein Netzwerk die Verkehrssicherheit in Autobahntunneln erhöht": http://www.cisco.com/web/DE/verticals/publicsector/oeffentliche-sicherheit/oeffentliche-sicherheit.html
Neue Zuflussregelungsanlagen an Autobahnen gehen in Betrieb
(straßen.nrw 10.12.2009). Ab Montag (14.12.) hat der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen sechs weitere Zuflussregelungsanlagen an Autobahnen in Betrieb genommen. Die Anlagen wurden am späten Vormittag angeschaltet. Die Anlagen stehen an diesen Autobahnauffahrten:- A 4 Moitzfeld (Fahrtrichtung West)- A 4 Bensberg (Fahrtrichtung West)- A 46 Neuss-Holzheim (Fahrtrichtung Ost)- A 52 Mönchengladbach-Neuwerk (Fahrtrichtung West)- A 57 Neuss-Reuschenberg (Fahrtrichtung Süd)- A 59 Duisburg-Ruhrort (Fahrtrichtung Süd).Eine Zuflussregelung besteht aus einer Ampel auf der Zufahrtsrampe zur Autobahn, die aktiviert wird, wenn das Verkehrsaufkommen auf der Autobahn hoch ist. Die Ampel wird so gesteuert, dass Fahrzeuge nur noch einzeln, nicht mehr pulkweise auf die Autobahn auffahren können. Sobald sich die Verkehrssituation entspannt hat, schaltet sich die Zuflussregelungsanlage wieder ab.Die ersten dieser Anlagen gingen 1999 in einem Pilotprojekt an fünf Auffahrten der A 40 in Betrieb. Schnell zeigten sie Wirkung. Wo der Zufluss reguliert ist, geht die Zahl der Unfälle und Verkehrsstörungen zurück und die mittlere Geschwindigkeit bei hohem Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen steigt.Pulks von Fahrzeugen, die häufig gleichzeitig vom Beschleunigungsstreifen auf die Autobahn drängen, sind eine Hauptursache für Staus. Hierdurch kommt es bei hohem Verkehrsaufkommen vermehrt zu Bremsverzögerungen auf der Hauptfahrbahn, die sich wellenartig fortsetzen, bis sie im Stau enden. Das Prinzip der Zuflussregelung ist es, die Pulks beim Auffahren in Einzelfahrzeuge aufzulösen, um ein sicheres und möglichst stressfreies Einfädeln in den fließenden Verkehr zu ermöglichen. Durch ein Hinweisschild mit Blinklicht wird der Autofahrer an der Auffahrt auf den Betrieb der Zuflussregelungsanlage hingewiesen.Die Anlagen, die jetzt neu in Betrieb gehen, wurden in Abstimmung mit den Bezirksregierungen in Düsseldorf und Köln errichtet. Die Verkehrsentwicklung an den Anlagen wird in den nächsten Wochen durch ein Gutachterbüro beobachtet. Soweit erforderlich wird die Steuerungstechnik optimiert.
(Destatis 10.12.2009) Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die auf vorliegenden Eckdaten von Januar bis Oktober 2009 basieren, wird die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2009 einen neuen Tiefstand erreichen und bei etwa 4 050 liegen. Damit werden knapp 10% weniger Getötete im Straßenverkehr erwartet als im vergangenen Jahr. Der langfristige Rückgang der Verkehrstoten auf deutschen Straßen würde sich somit fortsetzen. Zugleich wäre die Zahl der Verkehrstoten so niedrig wie noch nie seit 1950. Ebenso ist mit einem weiteren Rückgang bei der Zahl der Verletzten für das Jahr 2009 zu rechnen: Rund 392 000 Verkehrsteilnehmer werden voraussichtlich bis Jahresende bei Straßenverkehrsunfällen verletzt, das wären gut 4% weniger als 2008.Die polizeilich erfassten Unfälle insgesamt dürften etwa die Zahl des Vorjahres (2,29 Millionen) erreichen. Während die Gesamtzahl der Unfälle, bei denen Personen verletzt oder getötet wurden, um mehr als 4% auf 306 500 abnehmen dürfte, wird die Zahl der Unfälle mit ausschließlich Sachschaden voraussichtlich leicht um knapp 1% auf 1,99 Millionen zunehmen. Aus den bisher vorliegenden tiefer gegliederten Ergebnissen der Monate Januar bis September zeichnet sich folgende Entwicklung des Unfallgeschehens für das Jahr 2009 ab:Es wird erwartet, dass die Zahl der bei Straßenverkehrsunfällen getöteten Kinder unter 15 Jahren auch in diesem Jahr wieder sinken wird. Im Zeitraum Januar bis September 2009 verloren 66 Kinder ihr Leben im Straßenverkehr, das waren 20 Kinder oder 23% weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Noch stärker, um ein Drittel auf 93, zurückgegangen ist die Anzahl der Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren, die bis Ende September 2009 auf deutschen Straßentödlich verunglückten. Aufgrund des bisherigen Verlaufs ist auch für diese Altersgruppe mit einer deutlichen Abnahme der Getötetenzahl im Vergleich zum Vorjahr zu rechnen. Weit unter dem Durchschnitt der übrigen Altersgruppen dürfte der Rückgang der Getöteten bei den Senioren (65 Jahre und älter) im Jahr 2009 liegen.Die meisten Menschen kommen bei Straßenverkehrsunfällen in einem Auto zu Schaden. Daher ist es besonders erfreulich, dass sich voraussichtlich die Gesamtzahl der getöteten Pkw-Insassen in diesem Jahr stark verringern wird. Von Januar bis September 2009 kamen 16% oder 280 Personen weniger in einem Pkw zu Tode als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Dagegen hat sich die Zahl der getöteten Motorradbenutzer in den ersten drei Quartalen dieses Jahres negativ entwickelt, sie ist gegenüber Januar bis September 2008 um 0,3% leicht angestiegen.Der insgesamt rückläufige Trend bei Alkoholunfällen wird auch im Jahr 2009 voraussichtlich anhalten.