Source: https://motorrad-touren-kanada.com/agb
Timestamp: 2018-12-14 18:16:52
Document Index: 79044453

Matched Legal Cases: ['§ 651', '§ 651', '§ 615', '§ 615', '§ 651', '§ 651']

Allgemeine Geschäftsbedingungen – Motorrad Touren durch Kanada – von Bikern für Biker!
AGB für geführte und selbstgeführte Touren
Die nachstehenden AGB enthalten auch die gesetzlichen Informationen zu Verbraucherrechten nach den Vorschriften über Verträge im Fernabsatz und elektronischen Geschäftsverkehr.
Alle von Harley-Touren-Kanada-UG (haftungsbeschränkt) - nachfolgend „Anbieter“ - erbrachten Leistungen werden ausschließlich auf der Grundlage nachstehender AGB erbracht. Von den AGB abweichende oder ergänzende Bestimmungen des Kunden sind für den Anbieter unverbindlich, auch wenn er nicht widerspricht und/oder in Kenntnis entgegenstehender AGB des Kunden vorbehaltlos leistet.
1. Der Anbieter bietet unter www.motorrad-touren-kanada.com geführte und selbstgeführte Motorradtouren in Kanada an. Geführte Touren erfolgen (im Unterschied zu selbstgeführten Touren) auf einer festgelegten Tour unter Führung eines das Begleitfahrzeug fahrenden Reiseleiters unter Einschluss diverser Zusatzleistungen. Die konkreten Leistungen ergeben sich aus der Tourbeschreibung und zusätzliche Angaben auf der Website (FAQ).
2. Der Anbieter tritt hinsichtlich der Miete der Motorräder ausschließlich als Vermittler auf. Zwischen dem Anbieter und dem Kunden kommt im Falle einer Buchung insoweit ein Geschäftsbesorgungsvertrag zu Stande, dessen Gegenstand die Reservierung des vom Kunden gewünschten Motorrades bei dem Vermieter einschließlich der Einziehung der Motorradmiete und die Vermittlung des Mietvertrages vor Ort ist. Mit Ausnahme der in der Tourbeschreibung explizit angeführten Leistungen treffen den Anbieter mit Blick auf das Mietmotorrad keine Leistungspflichten.
3. Die auf der Website dargestellten Reiseleistungen bzw. Vermittlungsleistungen stellen kein verbindliches Vertragsangebot des Anbieters bzw. des Vermieters (Motorräder) dar. Vielmehr handelt es sich um Aufforderungen an den Kunden, seinerseits ein Angebot zum Abschluss eines Reisevertrages bzw. Geschäftsbesorgungsvertrages (Motorrad) abzugeben. Grundlage des Angebots sind die auf der Webseite angeführten Tourbeschreibungen und etwaige dem Kunden von Anbieter übermittelte Informationen. Angaben in Prospekten, Flyern oder sonstigen Unterlagen von Dritten oder auf Webseiten Dritter sind für den Anbieter unverbindlich, sofern sie nicht durch eine ausdrückliche Vereinbarung mit dem Kunden zum Gegenstand des Reisevertrages bzw. des Geschäftsbesorgungsvertrages gemacht worden sind.
4. Der Reisevertrag bzw. der Geschäftsbesorgungsvertrag (Motorrad) kommt mit dem Anbieter als Reiseveranstalter bzw. Vermittler (Motorrad) zustande. Der Vertragsschluss erfolgt ausschließlich in deutscher Sprache. Vor Ort schließt der Kunde mit dem vom Anbieter vermittelten Vermieter den Mietvertrag für das vom Kunden gewünschte Motorrad ab.
5. Die Buchung durch den Kunden kann per Brief, telefonisch, per Email oder über das auf der Webseite bereitgestellte Buchungsformular erfolgen. Erfolgt die Buchung über die Website, gibt der Kunde mit Anklicken des Buttons „zahlungspflichtig bestellen“ ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Reisevertrages bzw. Geschäftsbesorgungsvertrages ab. Bei einer telefonischen Buchung erfolgt die Angebotsabgabe durch den Kunden mündlich am Telefon; bei einer E-Mail-Buchung durch Absenden der E-Mail. Nach Eingang einer elektronischen Buchung (Webseite, Email) wird der Anbieter dem Kunden den Eingang der Buchung unverzüglich auf elektronischem Wege an die vom Kunden angegebene Email-Adresse bestätigen. Diese Bestätigung stellt noch keine Annahmeerklärung des Anbieters dar und führt daher noch nicht zum Vertragsschluss.
6. Der Kunde ist an seine Buchung 3 Werktage gebunden. Innerhalb dieses Zeitraumes kann der Anbieter durch Zusendung einer Buchungsbestätigung das Angebot des Kunden annehmen. Mit Zugang der Buchungsbestätigung ist der Reisevertrag bzw. Geschäftsbesorgungsvertrag (Motorrad) geschlossen. Die Buchungsbestätigung erfolgt entweder per Email, per Fax oder Brief.
7. Übermittelt der Anbieter dem Kunden nach Eingang einer Buchung ein neues Vertragsangebot, kann der Kunde dieses innerhalb der darin bestimmten Frist annehmen. Ist keine Frist bestimmt, ist der Anbieter an sein neues Angebot 3 Werktage gebunden. Der Reisevertrag bzw. Geschäftsbesorgungsvertrag wird durch Annahme des neuen Vertragsangebots durch den Kunden geschlossen. Die Annahme durch den Kunden kann ausdrücklich per Email, Brief oder konkludent durch Leistung einer Zahlung erfolgen.
8. Vom Anbieter im Rahmen der Vermittlung oder der Erbringung von Reiseleistungen eingeschaltete Dritte sind nicht bevollmächtigt, für den Anbieter Vereinbarungen mit dem Kunden zu treffen, Auskünfte oder Zusicherungen zu erteilen, die den vereinbarten Inhalt des Reisevertrages bzw. Geschäftsbesorgungsvertrages abändern, über die vertraglich zugesagten Leistungen des Anbieters hinausgehen oder im Widerspruch zur Tourbeschreibung des Anbieters stehen.
9. Der Kunde hat für alle Vertragsverpflichtungen von Mitreisenden, für die er die Buchung vornimmt, wie für eigene Vertragspflichten einzustehen.
3. Vertragstext und Speicherung
1. Der Vertragstext (AGB und Buchungsdaten des Kunden) wird vom Anbieter für Zwecke der Abwicklung des Vertragsverhältnisses gespeichert; dieser ist vom Kunden jedoch nicht direkt über die Webseite abrufbar. Der Kunde kann diesen über die Druckfunktion seines Browsers durch Ausdrucken sichern. Ungeachtet dessen, werden dem Kunden in der Reisebestätigung sämtliche Informationen zum Reisevertrag bzw. Geschäftsbesorgungsvertrag einschließlich der AGB des Anbieters zur Verfügung gestellt. Die aktuellen AGB des Anbieters sind jederzeit auf der Website abrufbar.
2. Zur Abwicklung der Buchung bzw. von Zahlungen leitet der Anbieter die vom Kunden eingegebenen persönlichen Daten an den jeweiligen Vertragspartner (z.B. Vermieter, Hotel) bzw. das mit der Zahlung beauftragte Unternehmen (z.B. Kreditinstitut) weiter.
1. Der Umfang der vom Anbieter geschuldeten Reiseleistungen bzw. Vermittlungsleistungen ergibt sich aus der im Zeitpunkt der Buchung gültigen Tourbeschreibung auf der Website und hierauf in Bezug nehmender Angaben des Anbieters. Sonderwünsche des Kunden sind nur verbindlich, wenn diese ausdrücklich vereinbart wurden.
2. Der Anbieter ist berechtigt, Änderungen an wesentlichen Reiseleistungen gegenüber dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages vorzunehmen, wenn diese nach Vertragsschluss notwendig werden, von dem Anbieter nicht entgegen Treu und Glauben herbeigeführt wurden, und soweit die Änderungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der Reise nicht beeinträchtigen, mithin für den Kunden zumutbar sind. Der Anbieter wird den Kunden über eine Änderung einer wesentlichen Reiseleistung unverzüglich nach Kenntnis von dem Änderungsgrund informieren. Etwaige Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, sofern und soweit die geänderten Leistungen mangelhaft sind.
3. Im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung kann der Kunde unentgeltlich vom Reisevertrag zurücktreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise ohne Mehrpreis verlangen, wenn der Anbieter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus seinem Angebot anzubieten. Der Kunde hat diese Rechte unverzüglich nach der Erklärung des Anbieters über die Änderung der Reiseleistung diesem gegenüber geltend zu machen.
1. Der Anbieter behält sich vor, den Reisepreis nach Vertragsschluss im Falle der Erhöhung der Beförderungskosten oder der Abgaben für bestimmte Leistungen. Wie z.B. Hafen- oder Flughafengebühren oder einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse entsprechend den nachfolgenden Bestimmungen zu ändern:
a) Eine Erhöhung des Reisepreises ist nur zulässig, wenn zwischen Vertragsschluss und dem vereinbarten Reisetermin mehr als 4 Monate liegen und die zur Erhöhung führenden Umstände vor Vertragsschluss noch nicht eingetreten und bei Vertragsschluss für den Anbieter nicht vorhersehbar waren.
b) Erhöhen sich die bei Vertragsschluss geltenden Beförderungskosten, insbesondere Treibstoff- und Benzinkosten, so kann der Anbieter den Reisepreis nach Maßgabe der nachfolgenden Berechnung erhöhen:
Bei einer auf den Sitzplatz bezogenen Erhöhung kann der Anbieter vom Kunden den Erhöhungsbetrag verlangen.
Anderenfalls werden die vom Beförderungsunternehmen pro Beförderungsmittel geforderten, zusätzlichen Beförderungskosten durch die Zahl der Sitzplätze des vereinbarten Beförderungsmittels geteilt. Den sich so ergebenden Erhöhungsbetrag für den Einzelplatz kann der Anbieter vom Kunden verlangen.
c) Werden die bei Vertragsschluss geltenden Abgaben, die für den vereinbarten Leistungsumfang wesentlich und in diesem enthalten sind, wie Hafen- oder Flughafengebühren, gegenüber dem Anbieter erhöht, so kann der Anbieter den Reisepreis um den entsprechenden, anteiligen Betrag heraufsetzen.
d) Bei einer Änderung der Wechselkurse nach Vertragsschluss kann der Reisepreis in dem Umfange erhöht werden, in dem sich die Reise dadurch für den Anbieter verteuert hat.
2. Im Falle einer nachträglichen Änderung des Reisepreises hat der Anbieter den Kunden unverzüglich nach Kenntnis von dem Änderungsgrund zu informieren. Preiserhöhungen sind nur bis zum 21. Tag vor Reisebeginn eingehend beim Kunden zulässig. Bei Preiserhöhungen um mehr als 5% ist der Kunde berechtigt, kostenlos vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn der Anbieter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Kunden aus seinem Angebot anzubieten. Der Kunde hat diese Rechte unverzüglich nach der Mitteilung des Anbieters über die Preiserhöhung gegenüber dem Anbieter geltend zu machen.
1. Alle Preise verstehen sich inklusive der in der Tourbeschreibung angeführten Leistungen und pro Person im Doppelzimmer.
2. Nach Erhalt der Reisebestätigung und Übermittlung des Sicherungsscheines an den Kunden werden 20% des Reisepreises als Anzahlung sofort fällig. Die Anzahlung wird auf den Reisepreis angerechnet.
3. Die Restzahlung wird 25 Tage vor Reisebeginn fällig, sofern der Sicherungsschein übergeben ist.
4. Liegen zwischen Vertragsschluss und Reisebeginn weniger als 25 Tage, ist der Reisepreis nach Erhalt der Reisebestätigung und Übergabe des Sicherungsscheins in voller Höhe spätestens 10 Tage vor Reisebeginn zu bezahlen; maßgeblich ist der Zahlungseingang beim Anbieter.
5. Zahlungen können mittels Banküberweisung oder per PayPal erfolgen. Die Reisebestätigung enthält die Bankverbindung des Anbieters. Zahlungen haben unter Angabe der Buchungsnummer bzw. der in der Reisebestätigung angeführten Rechnungsnummer zu erfolgen. Etwaige Rückbelastungsentgelte trägt der Kunde.
6. Leistet der Kunde die Anzahlung und/oder die Restzahlung nicht innerhalb der Zahlungsfälligkeiten, obwohl der Anbieter zur ordnungsgemäßen Erbringung der vertraglichen Leistungen bereit und in der Lage ist und kein gesetzliches oder vertragliches Zurückbehaltungsrecht des Kunden besteht, ist der Anbieter berechtigt, nach Mahnung mit Fristsetzung vom Reisevertrag bzw. Geschäftsbesorgungsvertrag zurückzutreten und den Kunden mit Rücktrittskosten gemäß Ziffer 8 dieser AGB zu belasten.
7. Sofern der Anbieter als Vermittler tätig ist (Motorräder), ist der Anbieter vom Vermieter bevollmächtigt, den auf die vermittelte Leistung (Miete Motorrad) entfallenden Betrag vom Kunden einzuziehen.
7. Reiseplan bzw. Reiseunterlagen
Nach Eingang der vollständigen Zahlung werden dem Kunden sämtliche Reiseunterlagen einschließlich des Reiseplans an die von ihm angegebene Adresse per Post zugesendet.
8. Rücktritt durch den Kunden vor Reisebeginn, Stornokosten
1. Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise gegenüber dem Anbieter zurücktreten. Dem Kunden wird empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu erklären.
2. Tritt der Kunde vor Reisebeginn zurück oder tritt er die Reise nicht an, so verliert der Anbieter den Anspruch auf den Reisepreis. Stattdessen kann der Anbieter, soweit der Rücktritt nicht von ihm zu vertreten ist oder ein Fall höherer Gewalt vorliegt, eine angemessene Entschädigung für die bis zum Rücktritt getroffenen Reisevorkehrungen und seine Aufwendungen in Abhängigkeit von dem jeweiligen Reisepreis verlangen.
3. Der Anbieter hat diesen Entschädigungsanspruch zeitlich gestaffelt, d. h. unter Berücksichtigung der Nähe des Zeitpunktes des Rücktritts zum vertraglich vereinbarten Reisebeginn in einem prozentualen Verhältnis zum Reisepreis pauschaliert und bei der Berechnung der Entschädigung gewöhnlich ersparte Aufwendungen und gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen berücksichtigt. Die Entschädigung wird nach dem Zeitpunkt des Zugangs der Rücktrittserklärung des Kunden wie folgt berechnet:
vom 29 - 22. Tag vor Reisebeginn: 25 % des Reisepreises
vom 21 - 15. Tag vor Reisebeginn: 35 % des Reisepreises
vom 14 - 8. Tag vor Reisebeginn: 50 % des Reisepreises
vom 7 - 3. Tag vor Reisebeginn: 70 % des Reisepreises
ab dem 2. Tag vor Reisebeginn: 80 % des Reisepreise
4. Der Anbieter behält sich das Recht vor, anstelle der vorstehenden Pauschalen eine höhere Entschädigung zu fordern, soweit er nachweist, dass ihm aufgrund des Nichtantritts der Reise wesentlich höhere Aufwendungen als die jeweils anwendbare Pauschale entstanden sind. In diesem Fall ist der Anbieter verpflichtet, die geforderte Entschädigung unter Berücksichtigung der ersparten Aufwendungen und einer etwaigen, anderweitigen Verwendung der Reiseleistungen konkret zu beziffern und zu belegen.
5. Dem Kunden bleibt es unbenommen, gegenüber dem Anbieter den Nachweis zu führen, dass diesem überhaupt kein oder nur ein wesentlich niedrigerer Schaden entstanden ist als die geforderte Entschädigungspauschale.
6. Das gesetzliche Recht des Kunden, gemäß § 651b BGB einen Ersatzteilnehmer zu stellen, bleibt durch die vorstehenden Bedingungen unberührt.
9. Umbuchungswünsche des Kunden
1. Nach Zugang der Reisebestätigung hat der Kunde keinen Anspruch auf Änderungen bzgl. Reisetermin, Reiseziel, Ort des Reiseantritts, Unterkunft oder Beförderungsart (Umbuchung). Sofern der Anbieter auf Wunsch des Kunden einer Umbuchung zustimmt, ist der Anbieter berechtigt, Bearbeitungskosten in Höhe von 50 EUR pro Person zu erheben.
2. Umbuchungswünsche des Kunden, die dem Anbieter erst innerhalb von vier Wochen vor Reisebeginn zugehen, können, sofern ihre Durchführung überhaupt möglich ist, nur im Wege des Rücktritts vom Reisevertrag zu den in Ziff. 8 genannten Bedingungen (Stornokosten) und gleichzeitiger Neuanmeldung durchgeführt werden. Dies gilt nicht für Umbuchungswünsche, die lediglich geringfügige Kosten verursachen.
10. Vom Kunden nicht in Anspruch genommene Leistung
Nimmt der Kunde einzelne Reiseleistungen, die ihm im Verlaufe der Reise ordnungsgemäß angeboten wurden, aus Gründen, die ihm zuzurechnen sind, nicht in Anspruch, hat der Kunde keinen Anspruch auf anteilige Erstattung des Reisepreises. Der Anbieter wird sich jedoch um Erstattung der ersparten Aufwendungen durch Leistungsträger bzw. Vertragspartner bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich um völlig unerhebliche Leistungen handelt oder wenn einer Erstattung gesetzliche oder behördliche Bestimmungen entgegenstehen.
1. Der Anbieter ist berechtigt, vom Reisevertrag bis 2 Monate vor Reisebeginn zurückzutreten, sofern sich bis zu diesem Zeitpunkt für diese Reise nicht mindestens 4 Reiseteilnehmer verbindlich angemeldet haben. Der Anbieter wird den Kunden unverzüglich nach Eintritt der Rücktrittvoraussetzungen über die Nichtdurchführung der Reise in Kenntnis zu setzen und ihm die Rücktrittserklärung zuleiten. Etwaige vom Kunden bereits erbrachte Zahlungen werden umgehend an diesen zurückerstattet.
2. Der Anbieter kann den Reisevertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen, wenn der Kunde auch nach Abmahnung durch den Anbieter die Durchführung der Reise nachhaltig stört oder wenn der Kunde sich in solchem Maß vertragswidrig verhält, dass die sofortige Vertragsbeendigung gerechtfertigt ist.
3. Kündigt der Anbieter den Reisevertrag, so behält er den Anspruch auf den Reisepreis; er muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung erlangt, einschließlich der ihm von Leistungsträgern bzw. Vertragspartner gutgebrachten Beträge.
1. Sowohl der Kunde als auch der Anbieter haben das Recht, den Reisevertrag bzw. Geschäftsbesorgungsvertrag zu kündigen, wenn die Reise infolge bei Vertragsschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt wird.
2. Wird der Vertrag nach Maßgabe vorstehender Regelung gekündigt, so finden die Vorschriften des § 651e Abs. 3 Satz 1 und 2, Abs. 4 Satz 1 BGB Anwendung. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im Übrigen fallen die Mehrkosten dem Kunden zur Last.
1. Werden Reiseleistungen nicht vertragsgemäß erbracht, kann der Kunde Abhilfe verlangen. Der Kunde ist jedoch verpflichtet, einen während der Reise aufgetretenen Reisemangel dem Anbieter unverzüglich anzuzeigen. Unterlässt der Kunde dies schuldhaft, hat er keinen Anspruch auf Minderung des Reisepreises. Vorstehende Anzeigepflicht entfällt, wenn eine Anzeige erkennbar aussichtslos oder aus anderen Gründen für den Kunden unzumutbar ist oder der Mangel dem Anbieter bekannt ist bzw. hätte sein müssen.
2. Der Kunde ist verpflichtet, seine Mängelanzeige unverzüglich der Reiseleitung des Anbieters vor Ort zur Kenntnis zu geben. Über die Erreichbarkeit der Reiseleitung bzw. eines Vertreters des Anbieters vor Ort wird der Kunde spätestens mit den Reiseunterlagen informiert. Die Reiseleitung vor Ort ist beauftragt, für Abhilfe zu sorgen, sofern dies möglich ist; sie ist jedoch nicht berechtigt, Ansprüche des Kunden anzuerkennen. Ist eine Reiseleitung vor Ort vertraglich nicht vereinbart bzw. nicht erreichbar, sind dem Anbieter etwaige Reisemängel unverzüglich an seinem Sitz mitzuteilen.
3. Sofern der Kunde den Reisevertrag wegen eines Reisemangels der in § 615c BGB bezeichneten Art nach § 615e BGB oder aus wichtigem, dem Anbieter erkennbaren Grund wegen Unzumutbarkeit kündigen, hat er dem Anbieter zuvor eine angemessene Frist zur Abhilfe zu setzen. Vorstehendes gilt nicht, wenn Abhilfe unmöglich ist oder von dem Anbieter verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages durch ein besonderes, dem Anbieter erkennbares Interesse des Kunden gerechtfertigt ist.
4. Dem Kunden wird der Abschluss einer Motorradunfälle abdeckenden Reiseunfall-, Reisekranken-, Reiserücktritts- und Reisegepäckversicherung empfohlen. Die Motorräder sind [mit der staatlich vorgeschriebenen Mindestversicherung abgesichert].
5. Motorradtouren, auf denen mitunter mehrere Hundert Kilometer lange Etappen pro Tag absolviert werden, verlangen nicht nur Fahrpraxis einschließlich Offroad-Erfahrung, sondern auch eine hohe körperliche Belastbarkeit. Den Kunden wird daher eine sorgfältige Prüfung und Selbsteinschätzung, gegebenenfalls unter Heranziehung des Hausarztes, empfohlen. Kunden, die in Kanada erstmals eine Harley-Davidson fahren, wird empfohlen, vor Reisebeginn bei einem örtlichen Harley-Händler mindestens eine Probefahrt zu absolvieren, besser noch an einem eintägigen Einsteiger-Fahrertraining teilzunehmen.
1. Der Kunde ist für seine Fahrweise selbst verantwortlich und haftbar, auch wenn er der Reiseleitung folgt. Der Kunde übernimmt die zivil- und strafrechtliche Verantwortung für sämtliche von ihm verursachten Schäden (Personen-, Sach- und Folgeschäden) und sorgt für ausreichenden Versicherungsschutz. Bei geführten Touren ist der Reiseleiter berechtigt, bei erkennbarer Fahruntauglichkeit bzw. -unfähigkeit dem Kunden das Mietmotorrad (ggf. zeitweilig) zu entziehen.
2. Die vertragliche Haftung des Anbieters für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt, soweit
a) ein Schaden des Kunden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wurde, oder
b) der Anbieter für einen dem Kunden entstandenen Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
3. Die deliktische Haftung des Anbieters für Sachschäden, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt. Diese Haftungshöchstsumme gilt jeweils je Kunden und Reise. Möglicherweise darüber hinausgehende Ansprüche im Zusammenhang mit Reisegepäck nach dem Montrealer Übereinkommen bleiben von der Beschränkung unberührt.
4. Der Anbieter haftet nicht für Leistungsstörungen, Personen- und Sachschäden im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Ausflüge, Beförderungsleistungen von und zum ausgeschriebenen Ausgangs- und Zielort), wenn diese Leistungen in der Tourbeschreibung und der Reisebestätigung ausdrücklich und unter Angabe des vermittelten Vertrages als Fremdleistungen so eindeutig gekennzeichnet werden, dass sie für den Kunden erkennbar nicht Bestandteil der Reiseleistungen des Anbieters sind.
5. Gelten für eine von einem Leistungsträger zu erbringende Reiseleistung internationale Übereinkommen oder auf solchen beruhende gesetzliche Vorschriften, nach denen ein Anspruch auf Schadensersatz nur unter bestimmten Voraussetzungen oder Beschränkungen entsteht oder geltend gemacht werden kann oder unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen ist, so kann sich auch der Anbieter gegenüber dem Kunden hierauf berufen.
1. Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reiseleistung muss der Kunde innerhalb eines Monats nach dem vertraglich vorgesehenen Zeitpunkt der Beendigung der Reise geltend machen. Nach Ablauf dieser Frist kann der Kunde Ansprüche nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung dieser Frist verhindert war. Es wird empfohlen, die Ansprüche schriftlich geltend zu machen.
2. Ansprüche des Kunden nach den §§ 651c bis f BGB aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters oder dessen gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen beruhen, verjähren in zwei Jahren. Dies gilt auch für Ansprüche auf den Ersatz sonstiger Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Reiseveranstalters oder eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des Reiseveranstalters beruhen. Alle übrigen Ansprüche nach den §§ 651c bis f BGB verjähren in einem Jahr. Die Verjährung beginnt jeweils mit dem Tag, an dem die Reise dem Vertrag nach enden sollte.
3. Hat der Kunde solche Ansprüche geltend gemacht, ist die Verjährung bis zu dem Tag gehemmt, an dem der Anbieter die Ansprüche schriftlich zurückweist.
1. Der Kunde ist dafür verantwortlich, sich vor Vertragsschluss über die einschlägigen Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften sowie über etwaige Änderungen dieser vor Reisebeginn zu informieren. Ferner ist der Kunde verantwortlich für das Beschaffen und Mitführen der behördlich notwendigen Reisedokumente, eventuell erforderliche Impfungen sowie das Einhalten von Zoll- und Devisenvorschriften. Nachteile, die aus der Nichtbeachtung solcher Vorschriften erwachsen, gehen zu Lasten des Kunden.
2. Über wichtige Änderungen auf der Website, z.B. in der Tourbeschreibung angeführter allgemeiner Vorschriften wird der Anbieter den Kunden vor Reisebeginn informieren.
1. Ist der Kunde Unternehmer, gilt deutsches Recht unter Ausschluss aller internationaler und supranationaler (Vertrags-)Rechtsordnungen. Ist der Kunde Verbraucher, richtet sich das anwendbare Recht nach den gesetzlichen Vorschriften.
2. Ist der Kunde Unternehmer, ist ausschließlicher - auch internationaler - Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder anlässlich dieser AGB und des jeweiligen Vertrages der Sitz des Anbieters. Dieser ist jedoch berechtigt, auch Klage am Erfüllungsort zu erheben. Ist der Kunde Verbraucher, richtet sich der Gerichtsstand nach den gesetzlichen Vorschriften.
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