Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/besondere-persoenliche-beziehungen-des-richters-3104954
Timestamp: 2020-01-22 05:17:06
Document Index: 265982913

Matched Legal Cases: ['§ 62', '§ 533', '§ 42', '§ 51', '§ 42', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Beson­de­re per­sön­li­che Bezie­hun­gen des Rich­ters | Rechtslupe
Beson­de­re per­sön­li­che Bezie­hun­gen des Rich­ters
Die Besorg­nis der Befan­gen­heit führt zur Ableh­nung, wenn aus der Sicht eines Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten bei ver­nünf­ti­ger Wür­di­gung aller Umstän­de Anlass gege­ben ist, an der Unvor­ein­ge­nom­men­heit und objek­ti­ven Ein­stel­lung des Rich­ters zu zwei­feln 1.
Beson­de­re per­sön­li­che Bezie­hun­gen des Rich­ters zu einem Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten kön­nen geeig­net sein, ein sol­ches Miss­trau­en eines Ver­fah­rens­be­tei­lig­ten in die Unpar­tei­lich­keit eines Rich­ters zu recht­fer­ti­gen 2.
Eine Bekannt­schaft oder locke­re Freund­schaft stellt aller­dings regel­mä­ßig noch kei­ne für eine Besorg­nis der Befan­gen­heit aus­rei­chen­de beson­de­re per­sön­li­che Bezie­hung dar 3.
Es begrün­det aber die Besorg­nis der Befan­gen­heit, wenn eine über eine Bekannt­schaft oder locke­re Freund­schaft hin­aus­rei­chen­de per­sön­li­che Bezie­hung besteht. Dabei steht ein gesetz­li­cher Ver­tre­ter hin­sicht­lich sei­nes Inter­es­ses am Ver­fah­rens­aus­gang dem unmit­tel­bar betei­lig­ten Rechts­trä­ger gleich.
Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 2. Dezem­ber 2015 – RiZ ® 1/​15
Befreun­det, aber nicht befan­gen Eine über eine dienst­li­che Bekannt­schaft hin­aus­ge­hen­de locke­re Freund­schaft zu einer Par­tei recht­fer­tigt nicht die Besorg­nis der Befan­gen­heit (hier: nach § 62 Abs. 1 Nr. 4…
Auf­rech­nung erst in der Beru­fungs­in­stanz Nach § 533 ZPO ist eine erst­mals in der Beru­fungs­be­grün­dung erklär­te Auf­rech­nung nur zuläs­sig, wenn der Geg­ner ein­wil­ligt oder das Gericht dies für sach­dien­lich hält…
Vor­be­fas­sung im Par­al­lel­ver­fah­ren Gemäß § 42 Abs. 2 ZPO fin­det die Ableh­nung wegen Besorg­nis der Befan­gen­heit statt, wenn ein Grund vor­liegt, der geeig­net ist, Miss­trau­en gegen die Unpar­tei­lich­keit…
Rich­ter­li­che Hin­weis­pflicht – und die Besorg­nis der… Aus behaup­te­ten rich­ter­li­chen Ver­fah­rens­ver­stö­ßen oder Hin­weis­feh­lern lässt sich eine Befan­gen­heits­be­sorg­nis nur bei zusätz­li­chen Anhalts­punk­ten für eine unsach­li­che Ein­stel­lung ablei­ten. Gemäß § 51 Abs. 1 Satz…
Bsorg­nis der Befan­gen­heit Nach § 42 Abs. 2 ZPO fin­det die Ableh­nung eines Rich­ters wegen der Besorg­nis der Befan­gen­heit statt, wenn ein Grund vor­liegt, der geeig­net ist, Miss­trau­en…
st. Rspr.; vgl. nur BGH, Beschluss vom 15.03.2012 – V ZB 102/​11, NJW 2012, 1890 Rn. 10; Beschluss vom 10.06.2013 – AnwZ (Brfg) 24/​12, NJW-RR 2013, 1211 Rn. 6; Beschluss vom 24.11.2014 – BLw 2/​14, MDR 2015, 608 Rn. 3[↩]
BGH, Beschluss vom 24.04.2013 – RiZ 4/​12 28; Beschluss vom 15.03.2011 – II ZR 237/​09, WM 2011, 812 Rn. 2; Beschluss vom 15.03.2011 – II ZR 244/​09, NJW-RR 2011, 648 Rn. 2[↩]
vgl. BGH, Beschluss vom 29.06.2009 – I ZR 168/​06 6 f.; Beschluss vom 13.06.2005 – X ZR 195/​03 8; BAG, NZA-RR 2010, 516, 517[↩]
Befangenheitgesetzlicher Richter