Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2040,%20115
Timestamp: 2019-07-18 18:41:17
Document Index: 125243911

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2096', 'BGH', '§ 2102', '§ 2113', '§ 51', 'BGH', '§ 747', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2111', '§ 242', 'BGH', '§ 2111', '§ 242', 'BGH', '§ 2111', '§ 2111', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 79', '§ 2113', 'BGH', 'BGH', '§ 2044', 'BGH', 'BGH', '§ 39', '§ 69', '§ 2044', '§ 1192', 'BGH', '§ 10', '§ 2112', 'BGH', 'BGH', '§ 2113', '§ 2113', '§ 2113', '§ 135', '§ 182', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2113', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.09.1963 - V ZR 130/61 - dejure.org
https://dejure.org/1963,76
BGH, 25.09.1963 - V ZR 130/61 (https://dejure.org/1963,76)
BGH, Entscheidung vom 25.09.1963 - V ZR 130/61 (https://dejure.org/1963,76)
BGH, Entscheidung vom 25. September 1963 - V ZR 130/61 (https://dejure.org/1963,76)
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BGHZ 40, 115
NJW 1963, 2320
MDR 1963, 994
DNotZ 1964, 623
DB 1964, 1024
DB 1964, 1518
Dies ist im Hinblick auf das Tatbestandsmerkmal "Erwerb durch Rechtsgeschäft mit Mitteln der Erbschaft" anerkannt (BGHZ 40, 115, 123) [BGH 25.09.1963 - V ZR 130/61].
Hat ein Vorerbe dagegen Mittel der Erbschaft zur Tilgung eingesetzt, fällt auch die Eigentümergrundschuld insoweit in den Nachlaß (BGHZ 40, 115, 123) [BGH 25.09.1963 - V ZR 130/61].
Bei der Belastung eines in Miteigentum stehenden Grundstücks durch alle Miteigentümer mit einer Grundschuld entsteht eine Gesamt(sicherungs)grundschuld an den Miteigentumsanteilen (BGH, 25. September 1963, V ZR 130/61, BGHZ 40, 115, 120).
Es entsteht vielmehr eine Gesamtgrundschuld an allen Miteigentumsanteilen (Senat, BGHZ 40, 115, 120 im Anschluss an RGZ 146, 363, 366, und an Senatsurt. v. 12. April 1961, V ZR 91/59, NJW 1961, 1352; BGHZ 106, 19, 22;… Urt. v. 20. November 2009, V ZR 68/09, ZfIR 2010, 93, 94).
Verfügt - wie hier - ein nicht befreiter Vorerbe über ein zum Nachlass gehörendes Grundstück, so scheidet es dann aus dem Nachlass aus, wenn alle Nacherben, auch bedingt eingesetzte, dem Verfügungsgeschäft zustimmen; einer Zustimmung etwaiger vom Erblasser bestimmter Ersatznacherben, die nur für den Fall des Wegfalls des Nacherben eingesetzt sind (§ 2096 BGB), bedarf es hingegen nicht (Senat, Urteil vom 25. September 1963 - V ZR 130/61, BGHZ 40, 115, 119; BayObLG, DNotZ 1993, 404, 406;… MünchKomm-BGB/Grunsky, 6. Aufl., § 2102 Rn. 12;… Staudinger/Avenarius, BGB [2013], § 2113 Rn. 17;… Lemke/Böttcher, Immobilienrecht, § 51 GBO Rn. 23).
Eine solche Berechtigung folgt auch nicht daraus, dass die Belastung eines mehreren zu ideellen Bruchteilen gehörenden Grundstücks mit einer Grundschuld zur Entstehung einer Gesamtgrundschuld an diesen Bruchteilen führt (Senat, BGHZ 40, 115, 120; 103, 72, 80; 106, 19, 22).
Hierbei handelt es sich um die kraft Gesetzes eintretende dingliche Folge der Verfügung der Miteigentümer über ihr Grundstück (vgl. Staudinger/Langhein, BGB [2008], § 747 Rdn. 72 sowie Senat, BGHZ 40, 115, 120), die von den durch den Sicherungsvertrag begründeten schuldrechtlichen Beziehungen zwischen Sicherungsnehmer und Sicherungsgeber zu unterscheiden ist.
a) Die von beiden Parteien als Miteigentümer bestellte Hypothek ist rechtlich wie eine Gesamthypothek an mehreren Grundstücken zu behandeln (BGHZ 40, 115, 120 = NJW 1963, 2320).
Da es sich sachenrechtlich hier um eine Gesamtgrundschuld an den jeweiligen Miteigentumsanteilen handelt (BGHZ 40, 115, 120) [BGH 25.09.1963 - V ZR 130/61] , kommen sinngemäß die Grundsätze zur Anwendung, die der Senat in BGHZ 83, 56, 58 f. [BGH 29.01.1982 - V ZR 82/81] dargelegt und in seinem Urteil vom 30. Oktober 1987 BGHZ 102, 152 noch einmal zusammengefaßt hat.
Sind Erben hinsichtlich eines Gesamthandanteils zusätzlich Nacherben, so kann bei einer Erbauseinandersetzung zwischen ihnen und dem Vorerben, der auf den Vorerben übertragene Nachlaßgegenstand mit Mitteln der Erbschaft im Sinne des § 2111 Abs. 1 BGB erworben worden sein (…Fortführung der Senatsrechtsprechung, Urt. v. 3. Dezember 1958, V ZR 98/57, LM § 242 [Ca] Nr. 13; BGHZ 40, 115, 122 f).
a) Es ist in Rechtsprechung und Literatur anerkannt, daß mit Mitteln der Erbschaft im Sinne des § 2111 Abs. 1 BGB auch diejenigen Gegenstände erworben sind, die der Vorerbe im Wege der vereinbarten Erbauseinandersetzung aufgrund seiner Miterbenstellung erhält (RGZ 89, 53, 58 ff;… Senat, Urt. v. 3. Dezember 1958, V ZR 98/57, LM § 242 [Ca] Nr. 13; BGHZ 40, 115, 122 f;… Soergel/Harder, BGB, 12. Aufl., § 2111 Rdn. 5;… MünchKomm-BGB/Grunsky, § 2111 Rdn. 9 m.w.N.).
Testamentsvollstrecker und Erben gemeinsam können über einen Nachlaßgegenstand auch dann verfügen, wenn der Erblasser durch Anordnung von Todes wegen eine Verfügung verboten bat (Ergänzung zu BGHZ 40, 115 [BGH 25.09.1963 - V ZR 130/61]).
Es sieht sich daran jedoch durch das Senatsurteil vom 25. September 1963 V ZR 130/61 (BGHZ 40, 115 [BGH 25.09.1963 - V ZR 130/61]) gehindert und bat deshalb gemäß § 79 Abs. 2 GBO die weitere Beschwerde dem Bundesgerichtshof vorgelegt.
Das gilt insbesondere in dem vom Landgericht angeführten Pall der Vorerbschaft, wo der Mangel der Verfügungsbefugnis des Vorerben (§ 2113 BGB) durch Zustimmung des Nacherben geheilt werden kann (BGHZ 40, 115, 119) [BGH 25.09.1963 - V ZR 130/61].
Daß hier die Einigung zwischen Testamentsvollstrecker und Erben als denjenigen Personen, die allein von der Verfügung unmittelbar berührt sind, stärker ist als eine entgegenstehende Erblasseranordnung, hat der Senat für den Fall der Teilungsanordnung (§ 2044 BGB) in BGHZ 40, 115, 118 [BGH 25.09.1963 - V ZR 130/61] ausgesprochen; er hält daran fest (…ebenso Bartholomeyezik, Erbrecht 9. Aufl. § 39 II 2; Kipp/Coing Lehrbuch des Erbrechts 12. Bearb. § 69 I 3;… Palandt/Keidel BGB 30. Aufl. § 2044 Anm. 1).
Allerdings würden dann auch die das ganze Grundstück der Beklagten belastenden Grundschulden über 239.610 DM mit dem ganzen Betrag (§§ 1192, 1114, 1132 Abs. 1 BGB ; vgl. BGHZ 40, 115, 120) dem Anspruch der Klägerin vorgehen (§ 10 Abs. 1 Nr. 4 und 5 ZVG ); ihre Vollstreckung bliebe daher erfolglos.
auch unentgeltlich - mit Zustimmung aller Nacherben, auch der bedingt eingesetzten, über das Grundstück verfügt (§§ 2112, 2113 Abs. 1 und Abs. 2 BGB; BGHZ 40, 115/119; BGH NJW 2014, 1593/1594;… Schöner/Stöber Rn. 3477 und Rn. 3485;… Palandt/Weidlich BGB 76. Aufl. § 2113 Rn. 6;… Staudinger/Avenarius BGB [2013] § 2113 Rn. 17;… MüKo/Grunsky BGB 7. Aufl. § 2113 Rn. 16 f.; Hartmann DNotZ 2017, 28/41 und 45), denn der Mangel der Verfügungsbefugnis des Vorerben (…vgl. Staudinger/Kohler BGB [2017] § 135 Rn. 57) wird durch die Zustimmung (§ 182 BGB) der Nacherben, die auch nachträglich erteilt werden kann (…Schöner/Stöber Rn. 3477), geheilt.
Dabei genügt die Zustimmung der primär (hier: aufschiebend bedingt) eingesetzten Nacherben, während die der Ersatznacherben nicht erforderlich ist (BGHZ 40, 115/119).
Eine Mitwirkung der Ersatznacherben, insbesondere deren Zustimmung zur Verfügung des Erwerbers, ist vor Wegfall des in erster Linie eingesetzten Nacherben ebenso wenig erforderlich wie bei Verfügungen des Vorerben selbst (vgl. BGHZ 40, 115/119; BGH NJW 2014, 1593/1594;… MüKo/Grunsky § 2113 Rn. 17).
OLG München, 10.08.2012 - 34 Wx 187/12
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