Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201986,%20156
Timestamp: 2020-04-02 15:31:15
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Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 9', '§ 9', 'BGH', '§ 488', '§ 488', '§ 488', 'BGH', '§ 354', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.12.1985 - III ZR 184/84 - dejure.org
https://dejure.org/1985,716
BGH, 12.12.1985 - III ZR 184/84 (https://dejure.org/1985,716)
BGH, Entscheidung vom 12.12.1985 - III ZR 184/84 (https://dejure.org/1985,716)
BGH, Entscheidung vom 12. Dezember 1985 - III ZR 184/84 (https://dejure.org/1985,716)
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Anspruch einer Bank auf Bereitstellungszinsen bei Nichtabnahme des Darlehens - Auszahlung eines Darlehens auf Abruf - Nichtigkeit eines Darlehensvertrages wegen Verstoßes gegen die Gewerbeordnung - Entschädigungsbestimmung als überraschende Klausel - Aufklärungpflicht ...
Anspruch auf Bereitstellungszinsen nebst Nichtabnahmeentschädigung bei Nichtabruf eines Darlehens
NJW-RR 1986, 467
ZIP 1986, 359
MDR 1986, 476
WM 1986, 156
BauR 1986, 483
BGH, 01.07.1997 - XI ZR 267/96
Vorzeitige Auflösung eines Festzinskredits; Bemessung der …
Daher scheidet auch eine Anwendung der Grundsätze über den Wegfall der Geschäftsgrundlage aus (vgl. BGH, Urteil vom 12. Dezember 1985 - III ZR 184/84 = WM 1986, 156, 158).
BGH, 01.07.1997 - XI ZR 197/96
Grundsatzurteile zur Vorfälligkeitsentschädigung
Allerdings stand der wirksame Kündigungsausschluß in Ziff. 11.1 der Darlehensurkunde vor Ablauf der jeweiligen Festzinsperiode nicht nur einer ordentlichen Kündigung, sondern für alle im Risikobereich der Beklagten liegenden Gründe sowohl der außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (vgl. BGH, Urteil vom 2. November 1989 - III ZR 143/88 = WM 1990, 8, 9; Senatsurteil vom 12. März 1991 - XI ZR 190/90 = WM 1991, 760, 761) als auch Ansprüchen wegen Wegfalls der Geschäftsgrundlage (vgl. BGH, Urteil vom 12. Dezember 1985 - III ZR 184/84 = WM 1986, 156, 158) entgegen.
a) Das Berufungsgericht stützt seine Auffassung auf die frühere Rechtsprechung des III. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs (Urteile BGHZ 81, 124 und vom 2. Juli 1981 - III ZR 17/80 = NJW 1981, 2181; vgl. ferner Urteile vom 21. Februar 1985 - III ZR 207/83 = WM 1985, 686, 687 zu II 2 b und vom 12. Dezember 1985 - III ZR 184/84 = WM 1986, 156, 157 zu 4 b bb).
OLG Stuttgart, 17.09.2019 - 6 U 110/18
Bereitstellung; Darlehen; Leistung; Wertersatz
Bereitstellungszinsen sind vielmehr die Gegenleistung für die von der Bank übernommene Verpflichtung, dem Kunden die versprochenen Darlehensmittel während der vereinbarten Zeit auf Abruf zur Verfügung zu stellen (BGH, Urteil vom 12.12.1985 - III ZR 184/84 -, Rn. 11, juris).
Wie die Bank die Verpflichtung erfüllt, dem Kunden die versprochenen Darlehensmittel während der vereinbarten Zeit auf Abruf zur Verfügung zu stellen, ist ihre Sache; sie hat dem Kunden für ihre Leistungsfähigkeit im Zeitpunkt des Abrufs in jedem Fall einzustehen (BGH, Urteil vom 12.12.1985 - III ZR 184/84 -, Rn. 11, juris).
Sie können grundsätzlich auch in allgemeinen Geschäftsbedingungen vereinbart werden (BGH, Urteil vom 12.12.1985 - III ZR 184/84 -, Rn. 11, juris).
BGH, 06.03.1986 - III ZR 234/84
Auslegung von AGB-Bestimmungen einer Hypothekenbank - Konkludente …
Gegen die Vereinbarung von Bereitstellungszinsen in Höhe von 0, 25 % pro Monat bestehen auch dann keine durchgreifenden Bedenken, wenn die Darlehensauszahlung von vornherein erst für einen späteren Zeitpunkt zu erwarten war und das Darlehen schließlich überhaupt nicht in Anspruch genommen worden ist (vgl. Senatsurteil vom 12. Dezember 1985 - III ZR 184/84 = WM 1986, 156 zu 3. m.w.Nachw.).
AGB-Klauseln über die Zahlung einer pauschalen Nichtabnahmeentschädigung sind grundsätzlich mit § 9 AGBG vereinbar (Senatsurteile vom 12. Dezember 1985 aaO und vom 21. Februar 1985 - III ZR 207/83 = WM 1985, 686 ; vgl. auch Senatsbeschluß vom 24. Februar 1983 - III ZR 123/82 = NJW 1983, 1543 = WM 1983, 358).
Der Senat hat in seinen Urteilenvom 21. Februar 1985 (III ZR 207/83 = NJW 1985, 1831) undvom 12. Dezember 1985 (III ZR 184/84 = NJW-RR 1986, 467) Vereinbarungen über Nichtabnahmeentschädigungen von 3 bzw. 4,5 % der Darlehenssummen für wirksam gehalten.
Im Urteil vom 12. Dezember 1985 (aaO) hat der Senat ausgeführt, daß eine Nichtabnahmeentschädigung von bis zu 3 % noch im Rahmen des Üblichen liegt und sogar eine solche von 4, 5 % noch wirksam sein kann.
Es ist mit den wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung des Darlehensvertrags durchaus vereinbar (§ 9 AGBG), wenn der Darlehensnehmer das volle Risiko der Darlehensverwendung zu tragen hat (Senatsurteil vom 12. Dezember 1985 - III ZR 184/84 = WM 1986, 156 zu 4 b aa).
Der erkennende Senat hat Entschädigungspauschalen in dieser Höhe, im Einzelfall sogar bis 4, 5 %, gebilligt; allerdings handelte es sich dabei um Fälle, in denen der Bank bei Darlehensauszahlung ein Disagio in entsprechender Höhe zugestanden hätte (…vgl. Urteile vom 21. Februar 1985 aaO zu 3 a; vom 12. Dezember 1985 aaO zu 4 b bb und vom 1. Juni 1989 - III ZR 219/87 = ZIP 1989, 903, 906/907 zu II 8 a; vgl. auch Senatsurteil vom 6. März 1986 - III ZR 234/84 = WM 1986, 577 zu IV 2).
Daher spielt es keine Rolle, ob sie tatsächlich für den Darlehensnehmer bestimmte Geldbeträge festgelegt oder zumindest entsprechende Refinanzierungsvereinbarungen mit Dritten getroffen hat (BGH v. 12.12.1985 - III ZR 184/84 Rn.11).
OLG Düsseldorf, 25.11.2013 - 14 U 116/13
Formularmäßige Vereinbarung von Bereitstellungszinsen in einem Darlehensvertrag
Der Anspruch, bei dem es sich nicht um einen Zinsanspruch im Sinne des § 488 Abs. 1 BGB handelt (…vgl. Robert Freitag/Peter O. Mülbert, Staudinger, BGB-Neubearbeitung 2011, § 488 Rn. 212;… K. P. Berger, in: Münchner Kommentar zum BGB, 6. Auflage 2012, § 488 Rn. 219; vgl. auch BGH, Urteil vom 12.12.1985, III ZR 184/84, juris), ergibt sich aus Nr. 3 des Darlehensvertrags i.V.m. § 354 Abs. 1 HGB (…vgl. K. P. Berger, a.a.O.).
Gegen eine solche Preisabrede, die weder von den gesetzlichen Bestimmungen abweicht, noch schon dem Grunde nach eine unangemessene Benachteiligung des anderen Vertragsteils beinhaltet, bestehen grundsätzlich auch dann keine Bedenken, wenn sie auch für den Fall anfallen soll, dass das Darlehen später nicht in Anspruch genommen wird (vgl. BGH, Urteil vom 12.12.1985, III ZR 184/84, juris).
BGH, 13.03.1990 - XI ZR 235/89
Auch unter Berücksichtigung des AGB-Gesetzes (vgl. BGH, Urteil vom 12. Dezember 1985 - III ZR 184/84, WM 1986, 156, 157) ist es rechtlich nicht zu beanstanden, daß das Berufungsgericht der Klägerin aufgrund des Darlehensvertrages für die Zeit ab 1.4.
OLG Dresden, 21.01.2005 - 8 U 2150/04
Geschäftsgrundlage; Darlehen
LG Düsseldorf, 16.04.2008 - 12 O 335/07
LG Kassel, 10.11.2006 - 8 O 1859/06
BGH, 17.03.1988 - III ZR 122/87
Nichtzulassung der Revision mangels grundsätzlicher Bedeutung - Vermittlung eines …
AG Pirna, 10.02.1994 - 2 C 516/93
Verpflichtung zur Zahlung einer Zusageprovision durch Übergabe eines Merkblatts …
BGH, 17.03.1988 - III ZR 138/87
Nichtzulassung der Revision mangels grundsätzlicher Bedeutung - Zinsspanne für …