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Timestamp: 2019-07-17 21:55:52
Document Index: 126547823

Matched Legal Cases: ['Art. 14', '§ 5', 'BGH', '§ 132', '§ 3', '§ 132', 'Art. 3']

BVerwG, 27.06.1957 - I C 3.56 - dejure.org
https://dejure.org/1957,64
BVerwG, 27.06.1957 - I C 3.56 (https://dejure.org/1957,64)
BVerwG, Entscheidung vom 27.06.1957 - I C 3.56 (https://dejure.org/1957,64)
BVerwG, Entscheidung vom 27. Juni 1957 - I C 3.56 (https://dejure.org/1957,64)
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Rechtmäßigkeit des Ausschlusses jedweder weiteren Bebauung eines Grundstücks aus Gründen des Naturschutzes - Enteignungscharakter einer Unterstellung von Grundflächen unter den Landschaftsschutz - Abgrenzung zwischen entschädigungspflichtiger Enteignung und entschädigungsloser Inhaltsbestimmung
GG Art. 14; NatSchG §§ 5, 19
OVG Hamburg, 18.10.1955 - Bf II 44/55
BVerwGE 5, 143
NJW 1957, 1534
MDR 1957, 569
Denn der Landschaftsschutz ist zwar Ausdruck der Sozialbindung des Eigentums (vgl. die Urteile vom 21. Juni 1956 - BVerwG I C 202.54 - in BVerwGE 3, 335 [337 f.] , vom 12. Juli 1956 - BVerwG I C 91.54 - in BVerwGE 4, 57 [BVerwG 12.07.1956 - I C 91/54] [60 f.] und vom 27. Juni 1957 - BVerwG I C 3.56 - in BVerwGE 5, 143 [144 f.]), aber er ist dies doch nur nach Maßgabe der "Situationsgebundenheit", d.h. unter der Voraussetzung, daß mit seiner Anordnung wirklich nur "Bindungen geltend" gemacht werden, "die sich aus der naturgegebenen Lage des Grundstücks in der Landschaft ergeben" (BVerwGE 4, 57 [BVerwG 12.07.1956 - I C 91/54] [60]).
Das Bundesverwaltungsgericht hat in ständiger Rechtsprechung (Urteil vom 21. Juni 1956 - BVerwG I C 202.54 - BVerwGE 3, 335 [337];Urteil vom 12. Juli 1956 - BVerwG I C 91.54 - BVerwGE 4, 57 [60];Urteil vom 27. Juni 1957 - BVerwG I C 3.56 - BVerwGE 5, 144;Beschluß vom 4. April 1963 - BVerwG I CB 18.62 - DVBl. 1963, 441;Urteil vom 13. Januar 1967 - BVerwG IV C 89.65 - BRS 18, 256;Beschluß vom 15. Juni 1968 - BVerwG IV B 181.67 - BRS 20, 313;Urteil vom 14. November 1975 - BVerwG IV C 2.74 - BVerwGE 49, 365) geklärt, daß Maßnahmen des Natur- und Landschaftsschutzes regelmäßig verfassungsrechtlich unbedenkliche Inhaltsbestimmung des Eigentums sind.
Diese Rechtsprechung des Senats steht auf dem Boden der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zur Abgrenzung von Enteignung und Sozialbindung (vgl. BVerwGE 5, 143 [145]; 7, 297 [299]; 11, 68 [75]).
Mit seiner auf die Zulassung der Revision gerichteten Beschwerde macht der Kläger geltend, daß das Urteil des Berufungsgerichts von den Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts BVerwG I C 247.58vom 28. Mai 1963, BVerwG I C 22.57 vom 29. August 1957 und BVerwG I C 3.56 vom 27. Juni 1957 abweiche.
Eine Abweichung des Berufungsurteils von den Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts BVerwG I C 247.58, I C 22.57 und I C 3.56 liegt nicht vor.
Die weiterhin behauptete Abweichung von der Entscheidung BVerwG I C 3.56 vom 27. Juni 1957 (BVerwGE 5, 143) verkennt die Tragweite der in dieser Entscheidung enthaltenen Ausführungen.
Der I. Senat selbst hat dies in einem ähnlichen Falle bereits in seinemBeschluß vom 24. Oktober 1963 - BVerwG I B 10.63 - wie folgt ausgesprochen "Das Berufungsurteil weicht nicht von der Entscheidung in BVerwGE 5, 143 ab.
Dabei bedarf es keiner Entscheidung darüber, ob das Wesen der Enteignung in einem hoheitlich auferlegten Sonderopfer an Vermögenswerten besteht (vgl. BGHZ 6, 270 [279 f.]) oder in einem Eingriff in Vermögenswerte, den entschädigungslos hinzunehmen dem Betroffenen nicht zugemutet werden kann (vgl. BVerwGE 5, 143 [145]).
Damit stimmt die Auffassung dies Bundesverwaltungsgerichts (z.B. BVerwGE 5, 143 [144/5]) überein.
In diesem Sinne handelt es sich bei Maßnahmen des Naturschutzes bereits mit Rücksicht auf die Voraussetzungen, unter denen sie nach dem Reichsnaturschutzgesetz einzig zulässig sind, regelmäßig um eigentumsrechtlich unbedenkliche, nicht als enteignend zu wertende Maßnahmen (vgl. BVerwG, Urteile vom 21. Juni 1956 - BVerwG I C 202.54 - in BVerwGE 3, 335 [337], vom 12. Juli 1956 - BVerwG I C 91.54 - in BVerwGE 4, 57 [BVerwG 12.07.1956 - I C 91/54] [60], vom 27. Juni 1957 - BVerwG I C 3.56 - in BVerwGE 5, 143 [144], Beschluß vom 4. April 1963 - BVerwG I CB 18.62 - in DVBl. 1963, 441 [443], Urteil vom 13. Januar 1967 - BVerwG IV C 89.65 - [BRS 18, 256] und Beschluß vom 25. Juni 1968 - BVerwG IV B 181.67 - [BRS 20, 313]).
BVerwG, 06.02.1963 - I B 164.60
Er ist ferner der Ansicht, das Urteil des Berufungsgerichts weiche von der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. Juni 1957, BVerwGE 5, 143, ab; entgegen der Auffassung des Oberverwaltungsgerichts stimme der Sachverhalt der beiden Entscheidungen im wesentlichen überein, weil das Grundstück des Beigeladenen einschließlich des an den Kläger verpachteten Teiles dieses Grundstücks dadurch Baulandqualität erlangt habe, daß der Beigeladene Teile seines Grundstücks mit behördlicher Genehmigung zu Bauzwecken veräußert habe und diese Grundstücke später bebaut worden seien.
Entgegen der Ansicht des Klägers weicht das Berufungsurteil nicht vom Urteil des Senats vom 27. Juni 1957, BVerwGE 5, 143, ab (§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO).
Eine Abweichung von der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts ist auch deshalb nicht festzustellen, weil dem Berufungsurteil § 3 BauRegVO zugrunde liegt, der nach ständiger Rechtsprechung des Senats kein absolutes Bauverbot enthielt, während sich die Entscheidung BVerwGE 5, 143 mit der Frage befaßte, ob auf Grund einer örtlichen Landschaftsschutzverordnung die Bebauung eines bisher bebaubaren Grundstücks völlig ausgeschlossen werden dürfe.
BVerwG, 06.02.1962 - I B 163.60
Sie sind ferner der Ansicht, das Urteil des Berufungsgerichts weiche von der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 27. Juni 1957, BVerwGE 5, 143, ab; entgegen der Auffassung des Oberverwaltungsgerichts stimme der Sachverhalt der beiden Entscheidungen im wesentlichen überein, weil das Grundstück des Beigeladenen einschließlich des an den Kläger verpachteten Teiles dieses Grundstücks dadurch Baulandqualität erlangt habe, daß der Beigeladene Teile seines Grundstücks mit behördlicher Genehmigung zu Bauzwecken veräußert habe und diese Grundstücke später bebaut worden seien.
Entgegen der Ansicht des Klägers und des Beigeladenen weicht das Berufungsurteil nicht vom Urteil des Senats vom 27. Juni 1957, BVerwGE 5, 143, ab (§ 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO).
BVerwG, 22.06.1962 - IV C 226.61
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BVerwG, 12.12.1957 - I C 87.57
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BVerwG, 16.06.1958 - I B 26.58
BVerwG, 29.08.1957 - I C 35.57
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