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Timestamp: 2018-05-22 23:02:43
Document Index: 115823067

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 35', '§ 14', '§ 9', '§ 9', '§ 3', '§ 9', '§ 18']

Service - Steuerberater Carsten Brehmer
Steuerberater Brehmer
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Reisenkostensätze
Der Begriff des haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnisses ist gesetzlich nicht definiert. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) definiert als haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse jene Tätigkeiten, „die einen engen Bezug zum Haushalt haben“ (BMF, Schreiben vom 10.1.2014 IV C 4 - S 2296-b/07/0003 :004 BStBl 2014 I S. 75). Zu diesen Tätigkeiten zählt das BMF u. a.
zu den begünstigten Aufwendungen des Steuerpflichtigen gehört der Bruttoarbeitslohn oder das Arbeitsentgelt (bei Anwendung des Haushaltsscheckverfahrens und geringfügiger Beschäftigung i.S. § 8a SGB IV) sowie die vom Steuerpflichtigen getragenen Sozialversicherungsbeiträge, die Lohnsteuer ggf. zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer, die Umlagen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (U 1 und U 2) und die Unfallversicherungsbeiträge, die an den Gemeindeunfallversicherungsverband abzuführen sind (BMF 10.1.2014 IV C 4 - S 2296-b/07/0003 :004 Ziff. IV.3 (Arbeitsentgelt)). Die Höchstbeträge verringern sich für jeden vollen Monat, in dem die Haushaltshilfe nicht beschäftigt ist, um ein Zwölftel.
Unter haushaltsnahen Dienstleistungen im Sinne des § 35a Absatz 2 Satz 1 Alternative 2 EStG werden Leistungen verstanden, die eine hinreichende Nähe zur Haushaltsführung aufweisen oder damit im Zusammenhang stehen (BMF v. 10.1.2014 IV C 4 - S 2296-b/07/0003 :004 Ziff I,5). Dazu zählen u.a. Tätigkeiten, die „gewöhnlich durch Mitglieder des privaten Haushalts oder entsprechend Beschäftigte erledigt werden oder für die eine Dienstleistungsagentur oder ein selbstständiger Dienstleister in Anspruch genommen wird“ (BMF v. 10.1.2014 a.a.O.). Das BMF zählt darunter auch geringfügige Beschäftigungsverhältnisse durch Wohnungseigentümergemeinschaften und Vermieter. Haushaltsnahe Dienstleistungen sind u. a. (vgl. auch Anlage I „Beispielhafte Aufzählung begünstigter und nicht begünstigter haushaltsnaher Dienstleistungen und Handwerkerleistungen“ BMF v. 10.1.2014 a.a.O.):
Die Steuerermäßigung beträgt 20 % der begünstigten Aufwendungen, höchstens aber € 4.000,00 pro Kalenderjahr. Sie ist haushaltsbezogen. Werden z. B. zwei pflegebedürftige Personen in einem Haushalt gepflegt, kann die Steuerermäßigung nur einmal in Anspruch genommen werden (BMF 10.1.2014 a.a.O. Ziff. 10).
Als Handwerkerleistungen gelten alle handwerklichen Tätigkeiten für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen in einem im Inland oder einem EU-/EWR-Mitgliedstaat liegenden Haushalt, unabhängig davon, ob es sich um regelmäßig vorzunehmende Renovierungsarbeiten oder kleine Ausbesserungsarbeiten handelt, die gewöhnlich durch Mitglieder des privaten Haushalts erledigt werden, oder um Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die im Regelfall nur von Fachkräften durchgeführt werden. Maßnahmen im Zusammenhang mit neuer Wohn- bzw. Nutzflächenschaffung in einem vorhandenen Haushalt sind begünstigt; nicht jedoch handwerkliche Tätigkeiten im Rahmen einer Neubaumaßnahme (BMF v. 10.1.2014 a.a.O. Ziff II 1 u. 2).
Zu den handwerklichen Tätigkeiten zählen u. a. (vgl. Anlage 1 BMF v. 10.1.2014 a.a.O.):
Musterrechnung (deutsch)
Bei Anwendung der Differenzbesteuerung: Für Rechnungen aus Umsätzen mit Gebrauchsgegenständen, für die die Differenzbesteuerung in Anspruch genommen wird, gelten folgende Pflichtangaben (vgl. § 14a Abs. 6 Satz 1 UStG i.d.F. Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz 2013):
Das Prinzip der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers wurde durch das Gesetz zur Anpassung des nationalen Steuerrechts an den Beitritt Kroatiens zur EU und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften vom 25. Juli 2014 [ BGBl 2014 I S. 1266]). hinsichtlich der Bauleistungen umfassend geändert. Die Steuerschuldnerschaft gilt seit 1. Januar 2011 außer für Bauleistungen auch für folgende Umsätze:
Übersicht über die ab 1. Januar 2015 geltenden Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen und Übernachtungskosten Inland (§ 9 Abs. 4a Satz 3 EStG, R 9.6 LStR 2015) sowie Ausland gem. BMF-Schreiben vom 19.12.2014 IV C 5 - S 2353/08/10006 :005.
€ 24,00 € 12,00 € 20,00***
€ 27,00 € 18,00 € 186,00
€ 50,00 € 33,00 € 226,00
€ 23,00 € 16,00 € 110,00
€ 39,00 € 26,00 € 190,00
€ 32,00 € 21,00 € 82,00
€ 53,00 € 36,00 € 117,00
€ 40,00 € 27,00 € 120,00
€ 58,00 € 39,00 € 158,00
€ 59,00 € 40,00 € 186,00
€ 56,00 € 37,00 € 133,00
€ 36,00 € 24,00 € 70,00
€ 30,00 € 20,00 € 75,00
€ 58,00 € 39,00 € 179,00
€ 41,00 € 28,00 € 134,00
€ 24,00 € 16,00 € 70,00
€ 33,00 € 22,00 € 105,00
€ 53,00 € 36,00 € 160,00
€ 47,00 € 32,00 € 145,00
€ 53,00 € 36,00 € 120,00
€ 54,00 € 36,00 € 110,00
€ 22,00 € 15,00 € 72,00
€ 40,00 € 27,00 € 130,00
€ 62,00 € 41,00 € 170,00
€ 39,00 € 26,00 € 115,00
€ 42,00 € 28,00 € 140,00
€ 33,00 € 22,00 € 80,00
€ 36,00 € 24,00 € 94,00
€ 60,00 € 40,00 € 150,00
€ 40,00 € 27,00 € 94,00
€ 40,00 € 27,00 € 71,00
€ 48,00 € 32,00 € 160,00
€ 39,00 € 26,00 € 55,00
€ 46,00 € 31,00 € 75,00
€ 30,00 € 20,00 € 58,00
€ 32,00 € 21,00 € 57,00
€ 39,00 € 26,00 € 136,00
- Paris1
€ 58,00 € 39,00 € 135,00
€ 48,00 € 32,00 € 89,00
€ 53,00 € 36,00 € 83,00
€ 51,00 € 34,00 € 86,00
€ 44,00 € 29,00 € 81,00
€ 18,00 € 12,00 € 70,00
€ 46,00 € 31,00 € 174,00
€ 51,00 € 34,00 € 121,00
€ 57,00 € 38,00 € 125,00
€ 42,00 € 28,00 € 132,00
€ 28,00 € 28,00 € 96,00
€ 30,00 € 20,00 € 60,00
€ 41,00 € 28,00 € 81,00
€ 50,00 € 33,00 € 111,00
€ 44,00 € 29,00 € 104,00
€ 30,00 € 20,00 € 135,00
€ 33,00 € 22,00 € 120,00
€ 35,00 € 24,00 € 150,00
€ 35,00 € 24,00 € 130,00
€ 30,00 € 20,00 € 120,00
€ 42,00 € 28,00 € 90,00
€ 59,00 € 40,00 € 175,00
€ 39,00 € 26,00 € 156,00
€ 34,00 € 23,00 € 126,00
€ 54,00 € 36,00 € 135,00
€ 51,00 € 34,00 € 130,00
€ 51,00 € 34,00 € 90,00
€ 36,00 € 24,00 € 85,00
€ 36,00 € 24,00 € 105,00
€ 41,00 € 28,00 € 135,00
€ 36,00 € 24,00 € 125,00
€ 36,00 € 24,00 € 100,00
€ 30,00 € 20,00 € 55,00
€ 39,00 € 26,00 € 109,00
€ 35,00 € 24,00 € 135,00
€ 57,00 € 38,00 € 113,00
€ 60,00 € 40,00 € 155,00
€ 66,00 € 44,00 € 180,00
€ 26,00 € 17,00 € 65,00
€ 50,00 € 33,00 € 85,00
€ 42,00 € 28,00 € 130,00
€ 33,00 € 22,00 € 67,00
€ 44,00 € 29,00 € 120,00
€ 45,00 € 30,00 € 100,00
€ 47,00 € 32,00 € 82,00
€ 47,00 € 32,00 € 102,00
€ 38,00 € 24,00 € 83,00
€ 39,00 € 26,00 € 110,00
€ 38,00 € 25,00 € 93,00
€ 42,00 € 28,00 € 105,00
€ 63,00 € 42,00 € 70,00
€ 48,00 € 32,00 € 140,00
€ 56,00 € 37,00 € 74,00
€ 18,00 € 12,00 € 100,00
€ 41,00 € 28,00 € 52,00
€ 29,00 € 20,00 € 84,00
€ 42,00 € 28,00 € 147,00
€ 46,00 € 3,00 € 45,00
€ 30,00 € 20,00 € 100,00
€ 64,00 € 43,00 € 182,00
€ 36,00 € 24,00 € 104,00
€ 48,00 € 32,00 € 120,00
€ 51,00 € 34,00 € 166,00
€ 34,00 € 23,00 € 101,00
€ 36,00 € 24,00 € 90,00
€ 36,00 € 24,00 € 61,00
€ 30,00 € 20,00 € 107,00
€ 33,00 € 22,00 € 92,00
€ 29,00 € 20,00 € 77,00
€ 28,00 € 19,00 € 88,00
€ 24,00 € 16,00 € 50,00
€ 36,00 € 24,00 € 92,00
€ 26,00 € 17,00 € 100,00
€ 27,00 € 18,00 € 80,00
€ 30,00 € 20,00 € 118,00
€ 24,00 € 16,00 € 104,00
€ 21,00 € 14,00 € 78,00
€ 36,00 € 24,00 € 95,00
€ 29,00 € 20,00 € 57,00
€ 42,00 € 28,00 € 75,00
€ 41,00 € 28,00 € 77,00
€ 48,00 € 32,00 € 95,00
€ 72,00 € 48,00 € 165,00
€ 62,00 € 41,00 € 174,00
€ 48,00 € 32,00 € 139,00
€ 47,00 € 32,00 € 125,00
€ 30,00 € 20,00 € 90,00
€ 39,00 € 26,00 € 82,00
€ 45,00 € 30,00 € 103,00
€ 53,00 € 36,00 € 188,00
€ 24,00 € 16,00 € 130,00
€ 32,00 € 21,00 € 118,00
€ 41,00 € 28,00 € 113,00
€ 32,00 € 21,00 € 110,00
€ 29,00 € 20,00 € 88,00
€ 45,00 € 30,00 € 99,00
€ 54,00 € 36,00 € 129,00
€ 52,00 € 35,00 € 121,00
€ 36,00 € 24,00 € 72,00
€ 53,00 € 36,00 € 114,00
€ 30,00 € 20,00 € 108,00
€ 26,00 € 17,00 € 67,00
€ 40,00 € 27,00 € 141,00
€ 32,00 € 21,00 € 120,00
€ 32,00 € 21,00 € 36,00
€ 54,00 € 36,00 € 164,00
€ 47,00 € 32,00 € 151,00
€ 24,00 € 16,00 € 97,00
€ 35,00 € 24,00 € 92,00
€ 33,00 € 22,00 € 180,00
€ 35,00 € 24,00 € 128,00
€ 48,00 € 32,00 € 207,00
€ 57,00 € 38,00 € 122,00
€ 48,00 € 32,00 € 206,00
€ 48,00 € 32,00 € 130,00
€ 57,00 € 38,00 € 136,00
€ 48 € € 32,00 € 153,00
€ 57,00 € 38,00 € 102,00
€ 48,00 € 32,00 € 215,00
€ 48,00 € 32,00 € 110,00
€ 57,00 € 38,00 € 205,00
€ 48,00 € 32,00 € 102,00
€ 57,00 € 38,00 € 160,00
€ 42,00 € 28,00 € 119,00
€ 38,00 € 25,00 € 86,00
€ 27,00 € 18,00 € 109,00
€ 29,00 € 20,00 € 52,00
€ 39,00 € 26,00 € 90,00
Die Pauschbeträge für Übernachtungskosten sind ausschließlich in den Fällen der Arbeitgebererstattung anwendbar (R 9.7 Absatz 3 LStR und Rz. 123 des BMF-Schreibens vom 24. Oktober 2014 BStBl I S. 1412). Für den Werbungskostenabzug sind nur die tatsächlichen Übernachtungskosten maßgebend (R 9.7 Absatz 2 LStR und Rz. 112 des BMFSchreibens vom 24. Oktober 2014 BStBl I S. 1412); dies gilt entsprechend für den Betriebsausgabenabzug (R 4.12 Absatz 2 und 3 EStR).
Mit dem Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts wurde der Begriff der ersten Tätigkeitsstätte gesetzlich definiert (§ 9 Abs. 4 EStG). Der Gesetzgeber trug dabei der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (v. 9.6.2011 BStBl 2012 II S. 34ff.) Rechnung, wonach ein Arbeitnehmer nicht mehr als eine erste Tätigkeitsstätte (bzw. bis VZ 2013: regelmäßige Arbeitsstätte) haben kann.
Ein Außendienstmitarbeiter ist jeweils nur montags und freitags für je einen halben Arbeitstag im Büro seiner Firma. Der Arbeitgeber legt arbeitsvertraglich zum 1. Januar 2015 den Betriebssitz als erste Tätigkeitsstätte fest. Die Fahrten von der Wohnung des Außendienstmitarbeiters zum Betriebssitz können als Werbungskosten mit der Entfernungspauschale (€ 0,30 je Entfernungskilometer) angesetzt werden. Die übrigen Fahrtkosten des Außendienstmitarbeiters (Kundenbesuche) gelten als Aufwendungen im Zusammenhang mit einer auswärtigen Tätigkeit. Sie können in tatsächlicher Höhe als Werbungskosten geltend gemacht oder steuerfrei erstattet werden. Aus Vereinfachungsgründen können auch pauschale Kilometersätze angesetzt werden.
An der ersten Tätigkeitsstätte orientiert sich der Abzug von Reisekosten (Entfernungs-/Verpflegungspauschalen und Übernachtungskosten im Rahmen der doppelten Haushaltsführung). Liegt keine erste Tätigkeitsstätte vor, gelten sämtliche Aufwendungen als Reisekosten. Sind die Kriterien für eine erste Tätigkeitsstätte erfüllt, ist anstelle der Geltendmachung von Reisekosten nur der Ansatz der Entfernungspauschale von € 0,30 je Entfernungskilometer möglich (mit einer grundsätzlichen Begrenzung auf € 4.500,00 pro Jahr sowie die Berücksichtigung der kürzesten Verbindung.
Bei Nutzung eines Firmenwagens müssen bei Anwendung der 1%-Methode als Monatspauschale 0,03 % des Bruttolistenpreises oder bei tageweiser Berechnung für jeden Tag 0,002 % des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil versteuert werden. Ein Fahrtkostenersatz des Arbeitgebers zur ersten Tätigkeitsstätte stellt lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn dar (Ausschluss des steuerfreien Arbeitgeberersatzes § 3 Nrn. 13 und 16 EStG). Verpflegungspauschalen können nicht verrechnet werden und Unterkunftskosten können nur im Rahmen der steuerlichen Regelungen für die doppelte Haushaltsführung (steuerlich kann nur der Ansatz der Entfernungspauschale erfolgen) geltend gemacht werden.
Ein Home-Office stellt keine betriebliche Einrichtung dar und gilt infolgedessen nicht als erste Tätigkeitsstätte. Fahrzeuge wie z.B. das Fahrzeug eines Berufskraftfahrers oder der Zug eines Lokführers usw. gelten nicht als ortsfeste Einrichtung und damit ebenfalls nicht als erste Tätigkeitsstätte.
Hierbei handelt es sich um Fahrten, die durch die berufliche Auswärtstätigkeit veranlasst sind und die nicht zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte (bis VZ 2013 „regelmäßiger Arbeitsstätte“) stattfinden. Als Reisekosten können folgende Fahrtkosten angesetzt werden (vgl. H 9.5 LStH 2015):
Statt der tatsächlichen Kfz-Kosten können auch Pauschbeträge angesetzt werden:
Kfz 0,30 €/km
Motorrad/Motorroller 0,13 €/km
Moped/Mofa 0,08 €/km
Fahrrad 0,05 €/km
Seit dem 1.1.2015 gibt es bei Auslandstätigkeiten nur noch zwei Verpflegungspauschalen. Die Auslandspauschalen betragen jeweils 120 % bzw. 80 % der nach dem Bundesreisekostengesetz geltenden Auslandstagegelder. Die maßgeblichen Abwesenheitszeiten richten sich nach den inländischen Verpflegungspauschalen. Danach können bei einer Abwesenheit von mehr als acht Stunden 80 % und bei einer Abwesenheitsdauer von mindestens 24 Stunden 120 % der Auslandstagegelder nach dem Bundesreisekostengesetz als Werbungskosten geltend gemacht bzw. vom Arbeitgeber steuerfrei ersetzt werden.
Amtliche Sachbezugswerte 2015
Für 2015 betragen die amtlichen Sachbezugswerte (BMF-Schreiben v. 16.12.2014 – IV C 5 - S 2334/14/10005):
a) für ein Mittag- oder Abendessen, € 3,00
b) für ein Frühstück: € 1,63
Die obigen Sätze gelten nicht für so genannte Belohnungsessen (Mahlzeiten einschließlich der Getränke zum Preis von mehr als € 60,00.
Der steuerliche Abzug der Auslandstagegelder wurde zuletzt mit dem Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts neu geregelt. Für Dienstreisen ins Ausland werden die Auslandstagegelder nach dem Bundesreisekostengesetz zugrunde gelegt, Bei einer Abwesenheit von mindestens 24 Stunden ist der dortige Pauschbetrag mit 120 % und in den übrigen Fällen mit 80 % anzusetzen. Die für 2015 geltenden Pauschbeträge sind bekannt gemacht im BMF-Schreiben vom 19.12.2014 (Az.IV C 5 - S 2353/08/10006:005).
Notwendige Mehraufwendungen für beruflich veranlasste Übernachtungen außerhalb der ersten Tätigkeitsstätte können als Werbungskosten geltend gemacht werden (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5a EStG). Übernachtungskosten sind die tatsächlichen Aufwendungen, die dem Arbeitnehmer für die persönliche Inanspruchnahme einer Unterkunft zur Übernachtung entstehen. Seit 2015 gilt (vgl R 9.7 Abs 1 Satz 2 LStR 2015): Ist die Unterkunft am auswärtigen Tätigkeitsort die einzige Wohnung/Unterkunft des Arbeitnehmers, liegt kein beruflich veranlasster Mehraufwand vor!
Wichtiger Hinweis: In vielen Fällen wird dem Mitarbeiter zu den Frühstückskosten häufig eine Zuzahlung, im Regelfall in Höhe von € 4,80, abverlangt. Die Frühstücksgestellung erfolgt in diesem Fall als entgeltliche sonstige Leistung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer mit der Konsequenz der umsatzsteuerlichen Belastung (BMF-Schreiben vom 5.3.2010 BStBl 2010 I S. 259 sowie Verfügung der Oberfinanzdirektion Rheinland vom 17.2.2011). Soll eine umsatzsteuerpflichtige sonstige Leistung vermieden werden, darf der Arbeitgeber nur den nach der Sozialversicherungsentgeltverordnung geltenden Wert für ein Frühstück von € 1,63 einbehalten (Wert ab Kalenderjahr 2015 BMF-Schreiben vom 16.12.2014 IV C 5 - S 2334/14/10005). Für die Frühstücksgestellung erfolgt in diesem Fall eine Umsatzbesteuerung (vgl. Abschnitt 1.8 Abs. 13 des Umsatzsteueranwendungserlasses). Eine Zurechnung der Frühstücksgestellung als geldwerter Vorteil zum Arbeitslohn entfällt ebenfalls. Trägt der Arbeitgeber alle dem Mitarbeiter während der Auswärtstätigkeit entstandenen Kosten (Übernachtung, Verpflegung), liegt umsatzsteuerlich keine unentgeltliche Wertabgabe an den Arbeitnehmer vor. Der Arbeitgeber kann den Vorsteuerabzug aus der Hotelrechnung vollumfänglich geltend machen und die Spesen als Betriebsausgabe verbuchen.
Aufwendungen die zusätzlich anfallen, weil der Arbeitnehmer eine Unterkunft gemeinsam mit Personen nutzt, die in keinem Dienstverhältnis zum selben Arbeitgeber stehen, können nicht berücksichtigt werden. Abzugsfähig sind nur diejenigen Aufwendungen, die zusätzlich bei alleiniger Nutzung durch den Arbeitnehmer angefallen wären. Bei Mitnutzung eines Mehrbettzimmers (z.B. Doppelzimmer) können die Aufwendungen angesetzt werden, die bei Inanspruchnahme eines Einzelzimmers im selben Haus entstanden wären. (BMF v. 30.9.2013 a.a.O Rz. 110 und Beispiel 50).
Wird durch Zahlungsbelege nur ein Gesamtpreis für Unterkunft und Verpflegung nachgewiesen und lässt sich der Preis für die Verpflegung nicht feststellen (z.B. Tagungspauschale), ist der Gesamtpreis zur Ermittlung der Übernachtungskosten wie folgt zu kürzen:
Auslandsreise nach Frankreich (außer Paris): Die Hotelrechnung mit Tagungspauschale (Übernachtungskosten, Frühstück, Mittagessen, Abendessen) beläuft sich auf einen Gesamtpreis von € 100,00. Der Pauschbetrag für Verpflegungsmehraufwendungen für Frankreich beträgt für 2015 € 44,00. Die maßgeblichen Übernachtungskosten betragen:
Abzüglich € 8,80 (für Frühstück: 20 % von € 44,00)
Abzüglich € 17,60 (für Mittagessen: 40 % von € 44,00)
Abzüglich € 17,60 (für Abendessen: 40 % von € 44,00)
ergibt € 56,00.
12. (15.) 12/2015 12. (15.) IV/2014
10. (13.) 01/2015
10. (13.) 02/2015
10. (13.) 03/2015 10. (13.) I/2015
11*. (15.) 04/2015
10. (15.) 05/2015
10. (13.) 06/2015 10. (13.) II/2015
10. (13.) 07/2015
10. (14.) 08/2015
12. (15.) 09/2015 10. (15.) III/2015
10. (13.) 10/2015
10. (14.) 11/2015
Zusammenfassende Meldungen sind monatlich abzugeben und bis zum 25. Tag nach Ablauf des jeweiligen Meldezeitraumes (Kalendermonats) zu erstatten (§ 18a Abs. 1 UStG). Unternehmer mit meldepflichtigen Umsätzen von nicht mehr als € 50.000,00 können die Meldungen bis zum 25. Tag nach Ablauf des Kalendervierteljahres erstatten. Als meldepflichtige Umsätze zur Berechnung der maßgeblichen Umsatzgrenze gelten solche aus innergemeinschaftlichen Warenlieferungen sowie Lieferungen im Rahmen von innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäften. Zusammenfassende Meldungen sind seit dem 1.1.2013 zwingend mit Authentifizierung zu übermitteln. Es ist keine Dauerfristverlängerung möglich.
Januar 27.* Für Dezember 2014 Januar 27* IV/Quartal 2014
Februar 25. Für Januar 2015
März 25. Für Februar 2015
April 25. Für März 2015 April 25 Für I Quartal 2015
Mai 26.* Für April 2015
Juni 25. Für Mai 2015
Juli 25. Für Juni 2015 Jul 25 Für II Quartal 2015
August 25.* Für Juli 2015
September 25. Für August 2015
Oktober 27.* Für September 2015 Oktober 27* Für III Quartal 2015
November 25. Für Oktober 2015
Dezember 29.* Für November 2015
Januar 26. Für Dezember 2014 Januar 26. IV/Quartal 2014
April 27.* Für März 2015 April 27.* Für I Quartal 2015
Mai 26. Für April 2015
Juli 27.* Für Juni 2015 Juli 27.* Für II Quartal 2015
August 25. Für Juli 2015
Oktober 26. Für September 2015 Oktober 26. Für III Quartal 2015
Dezember 28.* Für November 2015
12.* (15.) 12/2014 12.* (15.*) IV/2014 12.* (15.*)
11.* (15.*) 04/2015
10. (15.*) 05/2015
10. (14.*) 08/2015
12.* (15.) 09/2015 12.* (15.) III/2015
10. (14.*) 11/2015
10. (13.) I/2015
10. (15.*) II/2015
10. (14.*) III/2015
10. (14.*) IV/2015
16.* (19.) I/2015
15. (18.) II/2015
17. (20.) III/2015
16.* (19.) IV/2015
17.* (20.) III/2015
Allgemeiner Hinweis: Abweichende Termine für Kleinbeträge nach Bestimmung der Gemeinde möglich. Die Gemeinde kann verlangen, dass die Beiträge bis einschließlich € 15,00 auf einmal am 15.8. und Beiträge bis schließlich € 30,00 je zur Hälfte am 15.2. und 15.8. zu zahlen sind.
Stand: 27. Januar 2015
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