Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2002/02'1'04.htm
Timestamp: 2018-01-23 09:54:01
Document Index: 181839046

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 77', 'Art. 2', '§ 15', '§ 8', '§ 10', '§ 7', '§ 11', '§ 12', '§ 12', '§ 7', '§ 11', '§ 13', '§ 11', '§ 13', '§ 66']

12. Jahrgang, Nr. 1 vom 5. Februar 2002, S. 25
Studienordnung für den Studiengang Chemie Lehramt an Gymnasien
Aufgrund des § 11 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) in der Fassung vom 1. Juli 1998 (GVBl. LSA S. 300), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 3. April 2001 (GVBl. LSA S.141) hat die Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg die folgende Studienordnung Chemie/Lehramt Gymnasium des Fachbereiches Chemie erlassen:
(1) Die vorliegende Studienordnung regelt auf der Grundlage der Verordnung über die Ersten Staatsprüfungen für Lehrämter in Sachsen-Anhalt vom 19.06.1992 (GVBl. LSA 26/1992, S. 488 ff.) und der Dritten Verordnung zur Änderung dieser Verordnung vom 29.12.1999 (GVBl. LSA 1/2000) Ziele, Inhalte und Verlauf des Studiums für das Lehramt an Gymnasien im Unterrichtsfach Chemie an der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg.
(2) Das Studium im Unterrichtsfach Chemie ist in der Regel mit allen Unterrichtsfächern des Gymnasiums kombinierbar, eine spezielle Empfehlung für die Kombination mit anderen Unterrichtsfächern wird nicht gegeben.
Das Nähere regelt die Verordnung über die Ersten Staatsprüfungen für Lehrämter im Land Sachsen-Anhalt (vergleiche auch § 15 dieser Ordnung).
Die Immatrikulation für das 1. Fachsemester erfolgt zu Beginn des jeweiligen Wintersemesters.
Studienvoraussetzungen und erwünschte Kenntnisse
Studienleistungen und Studienzeiten aus anderen Studiengängen oder von anderen Hochschulen können auf Antrag anerkannt werden. Dies geschieht auf der Grundlage der Verordnung über die Ersten Staatsprüfungen für Lehrämter im Land Sachsen-Anhalt in der Zuständigkeit des Landesprüfungsamtes für Lehrämter. Vorschläge über die Anrechenbarkeit einzelner Studienleistungen unterbreitet der Prüfungsausschuss des Fachbereiches oder eine von ihm beauftragte Hochschullehrerin bzw. ein von ihm beauftragter Hochschullehrer.
(1) Das Studium bereitet im Sinne einer Grundbefähigung auf die spätere Tätigkeit als Lehrerin bzw. Lehrer am Gymnasium vor. Es soll Begriffe, Inhalte, Methoden und Denkweisen der Chemie und Chemiedidaktik vermitteln und für die Durchführung von chemischen Experimenten, inbesondere von chemischen Schulexperimenten, erforderliche Fertigkeiten ausbilden. Die künftige Lehrerin bzw. der künftige Lehrer soll ein solides Fachwissen erwerben, das sie bzw. ihn befähigt, die schulischen Lehrinhalte von einem höheren Standpunkt aus zu betrachten und ihre bzw. seine Kenntnisse in geeigneter Form in den Unterricht einzubringen. Sie bzw. er soll für neuere Entwicklungen offen sein und diese auf den Unterrichtsstoff übertragen können. Die fachliche Ausbildung soll punktuell auch so in die Tiefe gehen, dass die prinzipielle Fähigkeit zur wissenschaftlichen Arbeit vermittelt wird. Im Hinblick auf die zunehmende fächerübergreifende Gestaltung des Schulunterrichts werden spezielle fächerübergreifende Themen sowie fächerübergreifende Lehr- und Lernkonzepte in die Lehrveranstaltungen einbezogen. Im Rahmen der einzelnen Lehrveranstaltungen werden der gesellschaftliche Bezug der Chemie, insbesondere ihre Bedeutung für die Volkswirtschaft und im täglichen Leben, wie auch die Wechselwirkung zwischen Chemie und Umwelt, herausgearbeitet.
(2) Das Grundstudium dient der Einführung der Studierenden in die Fachwissenschaft Chemie und Fachdidaktik Chemie. In ihm soll mit dem Erwerb solider Kenntnisse in den drei Kernfächern Anorganische, Organische und Physikalische Chemie sowie in der Fachdidaktik und mit dem Erlernen von Grundoperationen der Laborarbeit das Fundament für eine vertiefte Ausbildung im Hauptstudium gelegt werden. Im Hauptstudium sollen sowohl weiteres Basiswissen aus den genannten Kernfächern und Kenntnisse aus anderen chemischen Lehrgebieten und der Fachdidaktik Chemie vermittelt als auch die Befähigung zum Erkennen von größeren Zusammenhängen zwischen verschiedenen Teildisziplinen (interdisziplinäres Denken) durch die Studierenden erworben werden.
(1) Das viersemestrige Grundstudium ist bestimmt durch obligatorische Lehrveranstaltungen (Vorlesung, Seminar, Übung, Praktikum) in Allgemeiner und Anorganischer Chemie, Organischer Chemie, Physikalischer Chemie und Fachdidaktik sowie als Ergänzung durch die Wahlpflichtveranstaltungen in Mathematik und Physik, sofern diese nicht als weitere Unterrichtsfächer studiert werden (§ 8 Abs. 2).
Im Grundstudium werden theoretische Grundlagen und wichtige Stoffkenntnisse erarbeitet.
(2) Im Hauptstudium werden die Lehrgebiete Anorganische Chemie und Organische Chemie vertieft behandelt. Im Lehrgebiet Physikalische Chemie (Strukturaufklärung) werden grundlegende Kenntnisse physikalisch-chemischer Gesetze und Zusammenhänge für die gezielte Anwendung in der Strukturanalytik erarbeitet. Im Lehrgebiet Technische Chemie werden Kenntnisse über chemisch-technische Prozesse und deren Bedeutung für die chemische Industrie und die Volkswirtschaft vermittelt.
(3) Die Lehrveranstaltungen Fachdidaktik Chemie, Chemische Schulexperimente und Schulpraktische Übungen führen die Studierenden in die Fachpraxis des Unterrichtsfaches Chemie ein und dienen dem Erwerb von didaktischen Fähigkeiten.
Im Rahmen der beiden 4- bzw. 5-wöchigen Schulpraktika im Hauptstudium (Blockpraktika) sollen die in der theoretischen Ausbildung (Lehrgebiete Didaktik, Schulbezogene Experimentiermethoden) und in den Schulpraktischen Übungen erworbenen Kenntnisse und didaktischen Fähigkeiten angewandt und zunehmend entwickelt werden (siehe Praktikumsordnung für Lehrämter an der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg).
(4) Grundkenntnisse der historischen Entwicklung der Chemie werden durch die Vorlesung Geschichte der Chemie im Hauptstudium vermittelt.
(2) Im Grundstudium müssen folgende Lehrveranstaltungen absolviert werden:
(A) Allgemeine Chemie (Vorlesung, Seminar und Praktikum),
(B) Anorganische Chemie I (Vorlesung, Seminar und Praktikum),
(C) Organische Chemie I (Vorlesung, Seminar und Praktikum),
(D) Physikalische Chemie I (Vorlesung, Seminar und Praktikum),
(H) Fachdidaktik Chemie I (Vorlesung und Seminar),
1. Chemische Schulexperimente I (Seminar und Übungen),
2. Schulpraktische Übungen im Unterrichtsfach Chemie (Seminar und Übungen),
(F) Mathematik (wenn Mathematik oder Physik nicht weitere Studienfächer sind) sowie Physik (wenn Physik nicht weiteres Studienfach ist).
(3) Pflichtveranstaltungen im Hauptstudium sind:
(B) Anorganische Chemie II (Vorlesung und Seminar, Praktikum wahlobligatorisch),
(C) Organische Chemie II (Vorlesung und Seminar, Praktikum wahlobligatorisch),
(D) Physikalische Chemie II/Strukturaufklärung (Vorlesung, Übung),
(E) Technische Chemie (Vorlesung),
(H) Fachdidaktik Chemie II (Vorlesung und Seminar) und Chemische Schulexperimente II (Übungen),
(G) Geschichte der Chemie (Vorlesung).
(4) Jede bzw. jeder Studierende nimmt an einer eintägigen Exkursion in einen Chemiebetrieb oder eine andere chemierelevante Einrichtung teil.
(5) Zusätzlich zu den aufgeführten obligatorischen Lehrveranstaltungen wählt die bzw. der Studierende im Hauptstudium aus dem Angebot des Fachbereiches Chemie zwei weiterführende Lehrveranstaltungen (Wahlpflichtveranstaltungen) im Umfang von 4 SWS aus.
(6) Das Stundenvolumen für das Studienfach Chemie (einschließlich Fachdidaktik Chemie) umfasst 68 SWS. Diese Zahl ergibt sich aus den in Abs. 2, 3 und 5 genannten und in §§ 10 und 12 in ihrem Zeitumfang ausgewiesenen Lehrveranstaltungen.
In der Lehrpraxis des Studienganges Chemie treten folgende Lehrveranstaltungsformen auf:
Vorlesungen (V) dienen der übergreifenden Behandlung größerer Themenkomplexe und damit der Zusammenfassung von Einzelbereichen bzw. der Einordnung von Teilaspekten in eine Gesamtdarstellung. Sie eröffnen den Weg zum vertiefenden und ergänzenden Selbststudium. Zu den spezifischen Aufgaben der Vorlesung gehören vor allem die Vermittlung von Informationen über umfangreiche Sachgebiete und Problemzusammenhänge, insbesondere die Darstellung und Diskussion von einzelnen Studiengebieten bzw. Problembereichen in ihrem jeweiligen Forschungsstand.
Seminare (S) sollen die Vorlesungen ergänzen bzw. vertiefen und sind der Behandlung spezieller fachlicher Problemstellungen gewidmet. In ihnen soll die bzw. der Studierende lernen, komplexe wissenschaftliche Fragestellungen selbständig zu erarbeiten und hierüber sachgerecht zu referieren sowie die Fähigkeit zu kritischer wissenschaftlicher Diskussion erwerben.
Praktika (P) dienen der Ergänzung von Vorlesungen und Seminaren durch experimentelle Veranschaulichung von theoretisch behandelten Sachverhalten und Problemen, der experimentellen Ausbildung zu exaktem fachwissenschaftlichem Arbeiten und der Vermittlung von Kenntnissen über wichtige Labortechniken und -operationen bzw. Stoffe und Reaktionen. Sie sollen die sorgfältige Anlage, Vorbereitung, Ausführung und Beobachtung von eigenen Experimenten schulen und – besonders im Hauptstudium – zu selbständiger wissenschaftlicher Arbeit hinführen. Sie werden kursmäßig oder als offene Praktika abgehalten. Ihre Organisation wird durch eine fachbereichsinterne Praktikumsordnung geregelt.
Die zwei 4- bis 5-wöchigen Schulpraktika (Blockpraktika) im Hauptstudium werden auf der Grundlage der Praktikumsordnung für Lehrämter an der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg absolviert.
Übungen (Ü) dienen der Vertiefung und Ergänzung von Vorlesungen, Seminaren und Praktika. Sie sollen der bzw. dem Studierenden durch Bearbeitung exemplarischer Probleme die Gelegenheit zur Anwendung und Vertiefung des erarbeiteten Stoffes sowie zur Selbstkontrolle des Wissensstandes geben. Im Rahmen von Schulexperimentierübungen führen die Studierenden Lehrer- und Schülerexperimente unter fachdidaktischer Sicht durch. Schulpraktische Übungen ermöglichen den Studierenden erste eigene Unterrichtserfahrungen zu gewinnen und diese kritisch zu analysieren.
Exkursionen dienen der Besichtigung von Anlagen der chemischen Industrie sowie von Forschungseinrichtungen außerhalb der Universität und von verwandten Einrichtungen.
Die Anleitung zur selbständigen wissenschaftlichen Arbeit dient der Einführung in eine forschende Tätigkeit. In der individuellen Diskussion mit der betreuenden Hochschullehrerin bzw. dem betreuenden Hochschullehrer oder wissenschaftlichen Mitarbeiterin bzw. Mitarbeiter soll die bzw. der Studierende lernen, erzielte Ergebnisse kritisch zu interpretieren und die Möglichkeit haben, bei der Planung und Durchführung ihrer bzw. seiner Arbeiten kompetent beraten zu werden.
Gliederung des Grundstudiums/Lehrangebot
Lehrgebiet SWS/Lehrveranstaltungsart Pflichtveranstaltung (Pf)
Wahlpflichtveranstaltung (WPf)
(A) Allgemeine Chemie 3 V
4 P* Pf
(B) Anorganische Chemie I 3 V
(D) Physikalische Chemie I 4 V
3 P* Pf
(C) Organische Chemie I 3 V
(H) Fachdidaktik Chemie I
- Chemische Schulexperimente I
- Schulpraktische Übungen 1 V
1 Ü Pf
(F) Mathematik 4 V WPf
(F) Physik 3 V
1 P* WPf
*) Diese Semesterwochenstunden für Laborpraktika werden in der Zusammenrechnung wie üblich mit dem Faktor 0,5 gewichtet.
Abschluss des Grundstudiums/Zwischenprüfung
(1) Das Grundstudium wird mit einer Zwischenprüfung abgeschlossen. Diese liegt in der Kompetenz des Fachbereiches Chemie und wird auf der Grundlage der geltenden Zwischenprüfungsordnung der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg, in der Zweck, Ziel und allgemeine Durchführungsmodalitäten dieser Prüfung festgelegt sind, durchgeführt.
(2) Zulassungsvoraussetzung zur Zwischenprüfung sind
1. Leistungsnachweise im Grundstudium
ein Leistungsnachweis zur Allgemeinen Chemie (A),
ein Leistungsnachweis zur Anorganischen Chemie I (B),
ein Leistungsnachweis zur Organischen Chemie I (C),
ein Leistungsnachweis zur Physikalischen Chemie (D),
ein Leistungsnachweis zur Mathematik und Physik entsprechend § 7 Abs. 1 (F).
2. Studiennachweise im Grundstudium:
ein Studiennachweis zum Grundpraktikum mit begleitendem Seminar Allgemeine Chemie (A),
ein Studiennachweis zum Grundpraktikum mit begleitendem Seminar Anorganische Chemie I (B),
ein Studiennachweis zum Grundpraktikum mit begleitendem Seminar Organische Chemie I (C),
ein Studiennachweis zum Grundpraktikum mit begleitendem Seminar Physikalische Chemie I (D).
3. ein Teilnahmenachweis zu einem Praktikum mit begleitender Lehrveranstaltung zur Fachdidaktik Chemie I (H) zur Durchführung von Lehrer- und Schülerexperimenten im Schulunterricht.
(3) Die Zwischenprüfung besteht aus drei Fachprüfungen:
Grundlagen der Allgemeinen und Anorganischen Chemie (A,B),
Grundlagen der Organischen Chemie (C),
Grundlagen der Physikalischen Chemie (D).
(4) Die Zwischenprüfung wird in der Regel am Ende des 4. Fachsemesters durchgeführt; Prüfungszeitraum und Anmeldefristen werden vom Prüfungsausschuss des Fachbereiches festgelegt.
(5) Die Fachprüfungen werden von einer bzw. einem durch den Prüfungsausschuss berufenen Prüferin bzw. Prüfer in Gegenwart einer sachkundigen Beisitzerin bzw. eines sachkundigen Beisitzers abgenommen.
(6) Der Prüfling kann für die Abnahme der Prüfung eine Prüferin bzw. einen Prüfer vorschlagen. Dem Vorschlag sollte entsprochen werden; er begründet jedoch keinen verbindlichen Anspruch.
(7) Die Fachprüfungen werden als mündliche Einzelprüfungen durchgeführt. Die Prüfungszeit beträgt für jedes Fach 30 Minuten.
Gliederung des Hauptstudiums/Lehrangebot
(B) Anorganische Chemie II 2 V
2 P* Pf
WPf**
(C) Organische Chemie II 2 V
(D) Physikalische Chemie II
(Strukturaufklärung) 2 V
(E) Technische Chemie 2 V Pf
(G) Geschichte der Chemie 2 V Pf
(H) Fachdidaktik Chemie II
- Chemische Schulexperimente II 1 V
2 Ü Pf
(mindestens 2 SWS fachbezogene bzw. fachdidaktische Veranstaltungen) 4 V/S/Ü WPf**
**) Liste der Wahlmöglichkeiten in der Anlage 2
Abschluss des Hauptstudiums/Erste Staatsprüfung
(1) Das Hauptstudium wird mit der Ersten Staatsprüfung gemäß der Verordnung über die Ersten Staatsprüfungen für Lehrämter im Land Sachsen-Anhalt vom 19.06.1992 (GVBl. LSA S. 488), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 29.12.1999 (GVBl. LSA S. 2), abgeschlossen.
(2) Zulassungsvoraussetzungen für die Erste Staatsprüfung sind:
1. Nachweis der bestandenen Zwischenprüfung (vergleiche § 11 dieser Studienordnung)
2. Leistungsnachweise für das Hauptstudium:
ein Leistungsnachweis zur Anorganischen Chemie II (B), wenn das wahlobligatorische Praktikum für dieses Lehrgebiet absolviert wurde (siehe § 12),
oder ein Leistungsnachweis zur Organischen Chemie II (C), wenn das wahlobligatorische Praktikum für dieses Lehrgebiet absolviert wurde (siehe § 12),
ein Leistungsnachweis Physikalische Chemie II/Strukturaufklärung (D),
ein Leistungsnachweis zur Fachdidaktik Chemie (H) sowie Nachweis der schulpraktischen Übungen.
ein Studiennachweis zur Technischen Chemie (E),
ein Studiennachweis zur Geschichte der Chemie (G),
ein Studiennachweis zu zwei Lehrveranstaltungen (Wahlpflichtveranstaltungen im Gesamtunfang von 4 SWS),
ein Studiennachweis zu einem Praktikum mit begleitender Lehrveranstaltung zur Fachdidaktik Chemie II (H) zur Durchführung von Lehrer- und Schülerexperimenten im Schulunterricht.
4. Nachweise über die erforderlichen Schulpraktika.
Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Kenntnisse und Fähigkeiten aus den absolvierten Lehrgebieten, insbesondere
Einsicht in die Ordnungsprinzipien der Anorganischen und Organischen Chemie auf der Grundlage solider Sachkenntnisse über die Stoffe, ihre Eigenschaften und ihr Reaktionsverhalten;
Kenntnis physikalisch-chemischer Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge und Fähigkeiten zu ihrer Anwendung auf stoffbezogene Fragestellungen;
Kenntnisse über die chemischen Vorgänge in Natur und über wichtige chemische-technische Prozesse sowie deren Bedeutung für die Gesellschaft, Umwelt und den Einzelnen;
Kenntnisse über die Verflechtungen der Chemie mit anderen Naturwissenschaften, Medizin und Technik;
Kenntnis wesentlicher Grundzüge der Geschichte der Chemie und der Entwicklung wichtiger Denkweisen in der Chemie;
Fachdidaktische Kenntnisse zur Vermittlung chemischer Sachverhalte an Gymnasien und Fähigkeit zur Anwendung schulbezogener Experimentiermethoden bei Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen und der Gefahrstoffverordnung.
Das Thema für die wissenschaftliche Hausarbeit wird im Unterrichtsfach Chemie unter fachwissenschaftlichem Aspekt gestellt. Fachdidaktische Fragestellungen können einbezogen werden. Die Bearbeitungszeit beträgt vier Monate.
a) Schriftliche Prüfung (Bearbeitungszeit: 4 Stunden)
Die Arbeit unter Aufsicht ist in zwei Teile untergliedert:
Fachwissenschaftliche Aufgabenstellung:
Der Prüfling entscheidet sich für zwei der drei Lehrgebiete Anorganische Chemie, Organische Chemie oder Physikalische Chemie. Aus jedem der beiden gewählten Lehrgebiete werden mindestens zwei Aufgabenkomplexe zur Wahl gestellt, von denen einer zu bearbeiten ist.
Fachdidaktische Aufgabenstellung:
Der Prüfling hat die Möglichkeit, von mindestens zwei Aufgabenkomplexen einen auszuwählen.
Fachwissenschaft entsprechend den Anforderungen in Abs. 3. Diese mündliche Prüfung versteht sich als Feststellung von Überblickswissen im Fach Chemie.
Fachdidaktik entsprechend den Anforderungen in Abs. 3
Leistungsnachweise, Studiennachweise und Erbringungsformen
(1) Entsprechend der Forderung der Prüfungsordnung § 7 Abs. 4 Pkt. 1. ist eine Protokollierung über den Besuch der Lehrveranstaltungen aller Fachsemester beizubringen; die beiden letzten Semester vor dem Ersten Staatsexamen müssen an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule des Landes Sachsen-Anhalt absolviert werden. Der Teilnahmenachweis an den obligatorischen, wahlobligatorischen und auch fakultativen Lehrveranstaltungen wird als quittierte Eintragung im Einschreibebogen für das jeweilige Semester erbracht (Anlage 1). Die Anforderungen der Leistungsnachweise sollen deutlich über denen der Studiennachweise liegen.
(2) Die Leistungsnachweise für die Lehrgebiete entsprechend § 11 Abs. 2 sowie § 13 Abs. 2 werden durch Klausuren, mündliche oder schriftliche Leistungskontrollen sowie Übungs- und Praktikumsleistungen erbracht.
(3) Die Studiennachweise für die Lehrgebiete entsprechend § 11 Abs. 2 sowie § 13 Abs. 2 werden durch aktive Seminarteilnahme, Versuchsprotokolle, Präparatesynthesen, schriftliche Unterrichtsvorbereitungen und Hausaufgaben oder andere gleichwertige Formen erbracht.
(4) Die Erbringungsform, sowie die lehrgebietsbegleitenden Auflagen werden mit Beginn des Lehrgebietes von der bzw. dem Verantwortlichen verbindlich mitgeteilt.
(5) Für die Verfahren zur Erlangung der Leistungsnachweise sind zwei Wiederholungen möglich. Die erste Wiederholung erfolgt in der ursprünglich praktizierten Form; die zweite Wiederholung ist prinzipiell ein mündliches Verfahren bei der bzw. dem für das Lehrgebiet verantwortlichen Hochschullehrerin bzw. Hochschullehrer.
(6) Für den Fall, dass auch die zweite Wiederholung nicht bestanden wird, ist das gesamte Lehrgebiet zu wiederholen. Das bedeutet eine komplette Wiederholung des Praktikums, der Seminare und sonstiger Auflagen des Lehrgebietes. Die Wiederholung hat zum nächsten regulären Angebot des Lehrgebietes zu erfolgen. Weitere Wiederholungen sind nicht möglich.
(7) Die Leistungsnachweise sollen in der Regel nach Abschluss des Lehrgebietes in dem laut Studienplan vorgegebenen Fachsemester erbracht werden. Sie müssen spätestens im darauffolgenden Semester realisiert werden, andernfalls ist entsprechend Abs. 5 das gesamte Lehrgebiet zu wiederholen.
(1) Eine Beratung in allgemeinen Studienangelegenheiten erfolgt durch die Allgemeine Studienberatung der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg. Sie erstreckt sich auf Fragen der Studieneignung sowie insbesondere auf die Unterrichtung über Studienmöglichkeiten, Studieninhalte und Studienanforderungen. Die Allgemeine Studienberatung sollte insbesondere in folgenden Fällen in Anspruch genommen werden:
vor Studienbeginn, insbesondere bei Zweifeln über die Wahl des Studiums,
bei der Wahl der Fächerkombinationen.
(2) Die studienbegleitende Fachberatung im Studium des Lehramtes Chemie ist Aufgabe der beteiligten Institute des Fachbereiches Chemie. Sie erfolgt durch die Lehrenden und durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Studienabteilung. Die studienbegleitende Fachberatung unterstützt die Studierenden insbesondere in Fragen der Studiengestaltung, der Studientechniken und der Wahl der Schwerpunkte des Studienganges. Die Inanspruchnahme der studienbegleitenden Fachberatung wird vor allem in folgenden Fällen empfohlen:
bei Abbruch des Studiums.
Übergangsregelungen ergeben sich aus § 66a der 1. LPVO und werden durch Aushang veröffentlicht.
Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse des Fachbereichsrates Chemie vom 23.03.2000 und des Senats der Martin-Luther-Universität Halle – Wittenberg vom 13.12.2000.
- Fachbereich CHEMIE -
Einschreibebogen für das Wintersemester _______ / _____
Sommersemester _______ / _____
Studiengang: CHEMIE/Lehramt an Gymnasien Fachsemester:
(V, S, Ü, P) Bezeichnung der Lehrveranstaltung SWS Name und Unterschrift des
Liste der Wahlmöglichkeiten für die Wahlpflichtveranstaltungen
(Die zur Auswahl stehenden Veranstaltungen werden zu Beginn eines Studienjahres aktualisiert.)
Elektrochemie – ein Weg zu neuen Werkstoffen und Technologien (1 SWS)
Sensorik (1 SWS)
Einführung in die Bioanorganische Chemie (2 SWS)
Einführung in die Festkörperchemie (1,5 SWS)
Molecular Modelling (2 SWS)
Ausgewählte Kapitel der Organischen Chemie (1 SWS)
Flüssige Kristalle (2 SWS)
Makromolekulare Naturstoffe (1 SWS)
Spezialveranstaltungen in der Chemiedidaktik
Computer im Chemieunterricht (1 V; 1 Ü)
Schulpraktische Übungen in der Kursstufe (1 Ü; 1 S)
Ergänzungskurs „Chemische Schulexperimente“ (2 Ü)
Planung und Erprobung eines Unterrichtsprojektes (1 Ü; 1 S)
Wahlmöglichkeit besteht zwischen dem Praktikum „Anorganische Chemie II“ und dem Praktikum „Organische Chemie II“.