Source: http://waffenforum.gun-forum.de/thread/74596-training-f%C3%BCr-bed%C3%BCrfnis-selbst-bescheinigen/?postID=650255
Timestamp: 2020-05-27 08:01:45
Document Index: 241675714

Matched Legal Cases: ['§15', '§15', '§ 4', '§14', '§14', '§15', '§15', '§ 15', '§15', '§14', '§14', '§15']

Training für Bedürfnis selbst bescheinigen? - Seite 4 - Waffenrecht - Waffenforum | gun-forum
Training für Bedürfnis selbst bescheinigen?
Ich will niemanden irgendwas absprechen. Wenn ich ein Hobby aufgebe (kam schon öfter vor), verkaufe ich die Materialien. Angelausrüstung, Motorradbekleidung, Kameras.... Bringt noch etwas Geld und macht Platz für Neues.
Wenn ich noch nicht mal mehr alle drei Monate schieße, würde ich mir auch überlegen, ob ich die Waffen noch brauche.
Wohlgemerkt, ich plädiere nicht für eine Gesetzesverschärfung.
... würde ich mir auch überlegen ...
Eben, solange Du selbst das überlegen darfst...
Wenn andere sich überlegen, ob Du's noch brauchst, dann stimmt es nicht mehr!
Derweilen man auch mit Begriffen wie "Standaufsicht" und "Schießleiter" rumwirft und ... anscheinend ... jeder was anderes darunter versteht...
Echt zum kringeln ... der Kindergarten ...
Naja, sicher kann es mal sein, dass man dummerweise mal den falschen Begriff benutzt, die Unterschiede sind jedoch schon erheblich und dirkekt, bzw. indirekt durch das WaffG geregelt. Die Anforderungen an die Aufsicht kommen aus dem WaffG und die Anforderungen an einen Schießleiter aus dem Anerkennungsverfahren des jeweiligen Verbandes nach §15WaffG (daher auch die teilweise unterschiedlichen Anforderungen der Verbände). Da sich die Anerkennungsprozesse nach §15 natürlich auch ändern und anerkannte Verbände einer Überprüfung unterliegen, zumindest immer mit einer WaffG-Novelle, ist auch klar, dass es in Bezug auf die Schieß(sport)leiter auch über die Zeit unterschiedliche Anforderungen/Ausbildungen usw. gab.
Wenn dann im eigenen Verein noch "nachlässig" mit diesen Begriffen hantiert wird, ist auch schnell klar, warum manche sich damit eben nicht so perfekt auskennen.
Neuer Text im neuen WaffG:
Sind seitder ersten Eintragung einer Schusswaffe in die Waffenbesitzkarte oder der
erstmaligen Ausstellung einer Munitionserwerbserlaubnis zehn Jahre vergangen,genügt für das Fortbestehen des Bedürfnisses des Sportschützen die Mitgliedschaft
in einem Schießsportverein nach Absatz 2;
die Mitgliedschaft ist [..] durch eine Bescheinigung des Schießsportvereins nachzuweisen.
Unt damit begeben wir uns wieder in den Bereich der Auslegung und Spekulation ... Feuer frei.
Peppone : Die Antwort hat doch Rolf2 im Post #52 geliefert!
Es geht im neuen WaffG um das Fortbestehen des Bedürfnisses als Sportschütze, welches nach 10J alleinig durch die MItgliedsbescheinigung nachgewiesen wird.
Wenn du hier provakant fragen willst, dann stelle doch mal die Frage zur Diskussion:
"Wenn ich 10J geschossen habe, brauche ich jetzt kein Schießbuch mehr führen?!"
DAS regelt doch das neue WaffG. ganz eindeutig, das braucht man gar nicht "provokant" zu fragen.
Und zur Erklärung meiner weiter oben gestellten Frage ...
Gestellt habe ich sie hier, weil wir (ein RA, ein SB und ich am Jägertstammtisch) vor kürzerer Zeit genau das "durchgekaut" haben und einhellig zu dem Ergebnis kamen ... klipp und klar geregelt ist im Moment für diesen Fall GAR NICHTS.
Man kann den momentanen Gesetzestext so oder so auslegen ... und anwenden.
Der SB sagte auch klipp und klar - er wird "wie gehabt" entscheiden und die durchaus möglichen neuen Regelungen solange NICHT anwenden, bis die Durchführungsverordnungen auf dem Tisch liegen in denen das "zweifelsfrei" geregelt sein wird ... wie er hofft.
(BTW: Unter anderem schüttelt er immer wieder den Kopf über Vereine und Vereinsgranden, die in ihren Allmachtsfantasien in ihrem Einflußbereich eigene Gesetze und Anordnungen erlassen die die gesetzlichen Vorgaben weit übertreffen, die aber von den Mitgliedern stillschweigend toleriert werden, was er überhaupt nicht verstehen kann.)
Der RA freut sich wie immer auf die Umsätze durch die, die sich nicht gängeln lassen wollen.
Ich glaube dann habe ich dich entweder missverstanden, oder gar nicht verstanden....
Es geht um diesen Passus um neuen Gesetz, den du u.a. zitiert hattest:
der ersten Eintragung einer Schusswaffe in die Waffenbesitzkarte oder der
erstmaligen Ausstellung einer Munitionserwerbserlaubnis zehn Jahre vergangen,
genügt für das Fortbestehen des Bedürfnisses des Sportschützen die Mitgliedschaft
in einem Schießsportverein nach Absatz 2; die Mitgliedschaft ist im Rahmen der
Folgeprüfungen nach § 4 Absatz 4 Satz 2 durch eine Bescheinigung des
Schießsportvereins nachzuweisen.
In meinen Augen ist hier eindeutig vom FORTBESTEHEN des Bedürfnisses gesprochen, was auch im nächsten Satz noch einmal unterstrichen wird, da das ja in einen direkten Zusammenhang mit FOLGEPRÜFUNGEN gebracht wird. Daher meine "provokante" Antwort mit dem Schießbuch.
Bei einem Erwerb geht es dann aber doch immer um ein Erweiterung der Erlaubnis. Bei einer weiteren Waffe auf WBK,gelb ist das kein Problem, weil die Erlaubnis unbefristet, für Repetierlangwaffen, usw, usw. erteilt wird. Bei einem Erwerb auf WBK,grün ist dem Sportschützen diese Erlaubnis ja nicht erteilt und er muss eine Befürwortung vorlegen, ganz gleich ob §14.2 oder §14.3. Das ist aber doch ein anderer Punkt und von dem oben geposteten Zitat nicht umfasst.
Oder siehst du das anders, bzw. war das von dir anders gemeint?!
BTW: Unter anderem schüttelt er immer wieder den Kopf über Vereine und Vereinsgranden, die in ihren Allmachtsfantasien in ihrem Einflußbereich eigene Gesetze und Anordnungen erlassen die die gesetzlichen Vorgaben weit übertreffen, die aber von den Mitgliedern stillschweigend toleriert werden, was er überhaupt nicht verstehen kann.
Kann ich mir vorstellen, und manchmal muss auch ich mit dem Kopf schütteln, wenn beispielsweise Luftdruckwettkämpfe gefordert sind, bevor KK befürwortet wird und danach erst GK, wenn man lieb ist. Alternativ auch wenn man nur bestimmte Waffen befürwortet, obgleich die Auswahl alleinig der Käufer zu treffen hat.
Dennoch ist das Thema in seiner Gesamtheit aber auch sehr komplex und für manchen Vereinsfürsten, der das ansich nicht zu seiner originären Aufgabe gemacht schwer zu durchdringen. HInzu kommt, dass genau diese Personen für Ihre Unterschriften persönlich haften. Sollte jemand da also mal etwas über das Ziel hinausschießen, so denke ich, wäre Nachsicht und fachlich belegte "Nachhilfe" sicher der richtige Weg.
ob er besseres findet.
Darum prüfe wer sich ewig trennt,
ob er denn besseres kennt.
Bei einem Erwerb geht es dann aber doch immer um ein Erweiterung der Erlaubnis.
Bei der Erst-AUSSTELLUNG einer WBK wird grundsätzlich das Bedürfnis geprüft - mit dem Rattenschwanz an Auflagen.
Wird dann eine WBK ausgestellt, ist damit generell das Bedürfnis für das Grundkontingent bestätigt.
So KANN man das Gesetz auslegen (wird sogar von einigen SBern gemacht) ... meist wird es aber, gewohnheitsmäßig, anders gehandhabt. Eben so, wie allgemein bekannt ...
Bei einem Erwerb auf WBK,grün ist dem Sportschützen diese Erlaubnis ja nicht erteilt und er muss eine Befürwortung vorlegen,
Befürworten muß ja der Verband nur, daß bei ihm die beantragte Waffe in der Sportordnung aufgeführt ist.
Genaugenommen sogar nur, ob das Kaliber passt.
Okay, jetzt weiß ich worauf du abzielst. DER Punkt ist dann aber ein grundsätzlicher, und hat erst einmal nichts mit der Novelle des WaffG zu tun!
Das würde das ja auch bedeuten, dass der Sportschütze mit WBK,gelb praktisch wie ein Jäger zur Behörde geht und sagt: Trag mal zwei Voreinträge für die ersten beiden KW ein! Für die Eignung wäre er ja aufgrund seiner eigenen Sachkunde auch selbst verantwortlich.
Wenn da nicht §15 WaffG wäre......und die in dem Zuge durch den Verband für die Anerkennung einzureichenden Unterlagen........
In meinen Augen der entscheidende Punkt, den du hier übersiehst.
Wenn da nicht §15 WaffG wäre....
Von "Gelb" reden wir hier nicht, nur von "Grün".
Und? Auf was willst du hinaus ?
Hier mal der § 15 ... und beachte bitte die weggefallenen Sätze !
https://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/__15.html
ich will darauf hinaus, dass Verbände im Zuge ihrer Anerkennung gem. §15WaffG unter anderem auch ihre Befürwortungsregeln festlegen, einreichen und somit genehmigen lassen müssen. In der Folge müssen sich die anerkannten Verbände dann auch an diese "eigenen" Ordnungen halten.
Vor dem Hintergrund muss man die Verfahren für die Sportschützen eben betrachten und dann ist die Sache eben nicht mehr so "einfach" wie du es oben mit dem alleinigen Blick auf §14 WaffG dargestellt hast.
Die Möglichkeiten, §14 WaffG dann "eben auch so (wie von dir beschrieben) auszulegen, sind mit der Einbeziehung der Annerkennungsverfahren der Verbände nach §15 WaffG eben nicht mehr ganz so gegeben.
Und hatte nebenbei bemerkt, dass genau hier auch die Unterschiede im Bereich der Befürwortungen und Ausbildungen, z.B. Befürwortungen, Ausbildungen, Anforderungen an Schießleiter usw., begründet sind.