Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202001,%201143
Timestamp: 2019-10-16 20:49:50
Document Index: 367672304

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 167', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 85', '§ 85', '§ 85', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 80', 'BGH', '§ 1612']

BGH, 22.11.2000 - XII ZB 28/00 - dejure.org
BGH, 22.11.2000 - XII ZB 28/00
https://dejure.org/2000,3006
BGH, 22.11.2000 - XII ZB 28/00 (https://dejure.org/2000,3006)
BGH, Entscheidung vom 22.11.2000 - XII ZB 28/00 (https://dejure.org/2000,3006)
BGH, Entscheidung vom 22. November 2000 - XII ZB 28/00 (https://dejure.org/2000,3006)
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Prozeßkostenhilfe - Wiedereinsetzung - Berufungsfrist - Wiedereinsetzungsfrist - Verschulden - Zustellung - Fristenkalender - Sorgfaltspflicht - Zurechnung
FamRZ 2001, 1143
Das Hindernis der Mittellosigkeit entfiel mit der Bekanntgabe des Beschlusses über die Bewilligung der Prozesskostenhilfe an den Kläger (vgl. BGH 22. November 2000 - XII ZB 28/00 - zu II 1 der Gründe) .
Diese anwaltliche Prüfungspflicht besteht auch dann, wenn die Handakte zur Bearbeitung nicht zugleich mit vorgelegt worden ist (BGH, Beschl. v. 22. November 2000 - XII ZB 28/00, FamRZ 2001, 1143, 1145; v. 19. Dezember 2000 - VIII ZB 35/00, NJW-RR 2001, 782; v. 19. Februar 1991 - VI ZB 2/91, NJW-RR 1991, 827, 828), so dass in diesen Fällen die Vorlage der Handakte zur Fristenkontrolle zu veranlassen ist.
Es entfiel mit der Bekanntgabe des Beschlusses über die Bewilligung von Prozesskostenhilfe an den Beklagten oder seinen Prozessbevollmächtigten (Senatsbeschluss vom 22. November 2000 - XII ZB 28/00 - FamRZ 2001, 1143, 1144).
Der Senat kann unentschieden lassen, ob es schon ein Verschulden des Rechtsanwalts Dr. F. darstellt, dass er sich die nach Mandatsübernahme angelegte Akte nicht zur eigenen Kontrolle der Notierung der Fristen hat vorlegen lassen (vgl. BGH, Beschl. v. 22. November 2000 - XII ZB 28/00, FamRZ 2001, 1143, 1145).
Vertretungsmacht erlangt auch der beigeordnete Anwalt erst dadurch, dass ihm der Betroffene eine Vollmacht i.S. des § 167 BGB erteilt (BGH, Urteil vom 22. Juni 1959 - III ZR 52/58, BGHZ 30, 226, 228 f.; Urteil vom 1. März 1973 - III ZR 188/71, BGHZ 60, 255, 258 f.; Beschluss vom 22. Oktober 1986 - VIII ZB 40/86, NJW 1987, 440, 441; Beschluss vom 22. November 2000 - XII ZB 28/00, FamRZ 2001, 1143, 1144;… BFH, BFH/NV 2011, 1170 Rn. 10;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 30. Aufl., § 85 Rn. 20, 22;… Musielak/Weth, ZPO, 11. Aufl., § 85 Rn. 15;… MünchKommZPO/Toussaint, 4. Aufl., § 85 Rn. 12).
OLG Saarbrücken, 06.10.2005 - 8 UH 323/05
Datenschutz: Übermittlung von Daten an die Schufa; hier: Mahnbescheid
Dieses entfällt erst, wenn sie oder ein von ihr Bevollmächtigter von der Bewilligung Kenntnis erlangt, so dass auch erst dann die Wiedereinsetzungsfrist zu laufen beginnt (BGH FamRZ 2001, 1606; FamRZ 2001, 1143 - 1145; BGHZ 30, 226, 228 f.).
BGH, 12.12.2001 - XII ZB 219/01
Zustellung der PKH-Bewilligung an den als zweitinstanzlichen …
Ob allerdings in der Benennung des beizuordnenden Rechtsanwalts im Prozeßkostenhilfegesuch bereits eine durch schlüssige Erklärung dem Gericht gegenüber erteilte Vollmacht gesehen werden kann, wie das Berufungsgericht unter Hinweis auf Zöller/Vollkommer aaO § 80 Rdn. 5 annimmt, hat der Senat bislang offen gelassen (vgl. Senatsbeschlüsse vom 17. Januar 2001 - XII ZB 124/00 - FamRZ 2001, 1606, vom 22. November 2000 - XII ZB 28/00 - FamRZ 2001, 1143, 1144 und vom 22. Januar 1986 - IVb ZB 122/85 - VersR 1986, 580).
Diese anwaltliche Prüfungspflicht besteht auch dann, wenn die Handakte nicht zugleich zur Bearbeitung vorgelegt wird oder nicht vorgelegt werden kann, weil sie noch nicht angelegt ist, weshalb die Rechtsanwältin in diesen Fällen die unverzügliche nachträgliche Vorlage der Handakte zur Fristenkontrolle zu veranlassen hat (vgl. BGH FamRZ 2014, 1624; FamRZ 2001, 1143).
OLG München, 01.06.2004 - 12 UF 1104/04
Anwendbarkeit von § 1612b Abs. 5 BGB auf privilegierte volljährige Kinder; …
OLG Dresden, 22.08.2001 - 20 UF 143/01