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Timestamp: 2019-09-23 07:34:54
Document Index: 162176179

Matched Legal Cases: ['Art. 1', '§ 1', 'Art. 13', 'Art. 20', 'Art. 117', 'Art. 123']

BayVwSG: Gesetz über die Bayerische Verwaltungsschule (Bayerisches Verwaltungsschulgesetz – BayVwSG) Vom 9. Juni 1998 (GVBl. S. 290) BayRS 2038-1-1-I (Art. 1–14) - Bürgerservice
Gesetz über die Bayerische Verwaltungsschule
(Bayerisches Verwaltungsschulgesetz – BayVwSG)
Vom 9. Juni 1998
(GVBl. S. 290)
BayRS 2038-1-1-I
Vollzitat nach RedR: Bayerisches Verwaltungsschulgesetz (BayVwSG) vom 9. Juni 1998 (GVBl. S. 290, BayRS 2038-1-1-I), das zuletzt durch § 1 Abs. 97 der Verordnung vom 26. März 2019 (GVBl. S. 98) geändert worden ist
Art. 13 Übergangsvorschriften
Rechtsform, Träger
(1) Die Bayerische Verwaltungsschule (Verwaltungsschule) ist eine dienstherrnfähige Körperschaft des öffentlichen Rechts mit dem Recht der Selbstverwaltung.
(2) Träger der Verwaltungsschule sind der Freistaat Bayern, die Gemeinden, die Landkreise und die Bezirke.
(1) 1Die Verwaltungsschule bildet Beamte für den Einstieg in der zweiten Qualifikationsebene und Arbeitnehmer für den Einsatz in der Verwaltung ihrer Träger und von juristischen Personen und sonstigen Organisationen des öffentlichen oder des privaten Rechts, an denen ihre Träger beteiligt sind, aus. 2Sie kann Beamte und sonstige Bedienstete ihrer Träger und der weiteren in Satz 1 genannten Organisationen fortbilden und entsprechend Art. 20 des Leistungslaufbahngesetzes (LlbG) Maßnahmen der modularen Qualifizierung durchführen. 3Sie kann auch Personal im technischen Umweltschutz aus- und fortbilden. 4Das Nähere regelt die Satzung. 5Die Satzung kann vorsehen, daß die Verwaltungsschule auf Antrag von Organisationen, die nicht Träger der Verwaltungsschule sind, deren Personal aus- und fortbildet. 6Die Übertragung weiterer Aufgaben auf die Verwaltungsschule nach anderen Rechtsvorschriften bleibt unberührt.
(2) Die Verwaltungsschule kann ihre Aufgaben auch zusammen mit anderen Einrichtungen erfüllen.
(3) 1Die Verwaltungsschule kann durch Satzung Ausbildungs- und Prüfungsordnungen erlassen. 2Andere Rechtsvorschriften, die zum Erlaß von Ausbildungs- und Prüfungsordnungen ermächtigen, bleiben unberührt.
(1) 1Die Verwaltungsschule regelt ihre Rechtsverhältnisse durch Satzung. 2Die Satzung muß neben den in diesem Gesetz besonders genannten Inhalten Bestimmungen enthalten über den Sitz, die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung der Schule, die Aufgaben ihrer Organe und die Rechte und Pflichten ihrer Träger.
(2) 1Die Satzung und ihre Änderungen werden vom Verwaltungsrat beschlossen. 2Sie sind der Aufsichtsbehörde spätestens vier Wochen, in Eilfällen spätestens eine Woche vor ihrer Veröffentlichung vorzulegen, werden vom vorsitzenden Mitglied des Verwaltungsrats ausgefertigt und im Bayerischen Staatsanzeiger veröffentlicht.
Organe der Verwaltungsschule sind der Verwaltungsrat und der Vorstand.
Vorsitzendes Mitglied des Verwaltungsrats
1Der Verwaltungsrat wählt aus seiner Mitte das vorsitzende Mitglied des Verwaltungsrats und dessen Stellvertreter. 2Näheres über die Wahl, die Rechtsstellung und die Aufgaben des vorsitzenden Mitglieds und des Stellvertreters regelt die Satzung.
(1) 1Der Vorstand (Leiter der Verwaltungsschule) leitet die Geschäftsstelle, erledigt die laufenden Angelegenheiten und führt die ihm vom Verwaltungsrat oder dessen vorsitzenden Mitglied übertragenen Aufgaben aus. 2Er bereitet die Beratungsgegenstände des Verwaltungsrats vor und vollzieht dessen Beschlüsse.
(2) 1Der Vorstand ist dem Verwaltungsrat für die Erfüllung der ihm übertragenen Aufgaben verantwortlich und hat ihn fortlaufend darüber zu unterrichten. 2Der Vorstand ist an Weisungen des Verwaltungsrats gebunden.
(3) 1Der Verwaltungsrat bestellt als Vorstand eine Person, die für ein Amt ab der Besoldungsgruppe A 14 in der Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen, fachlicher Schwerpunkt nichttechnischer Verwaltungsdienst, qualifiziert ist. 2Der Verwaltungsrat bestellt im Einvernehmen mit dem Vorstand einen Bediensteten der Verwaltungsschule zum Stellvertreter des Vorstands.
1Die Lehraufgaben der Verwaltungsschule werden durch hauptamtliche Lehrkräfte oder durch Lehrbeauftragte erfüllt. 2Die Lehrenden müssen die erforderliche fachliche und pädagogische Eignung besitzen. 3Die Vorschriften des Beamtenrechts, insbesondere des Laufbahnrechts, bleiben unberührt. 4Die Höhe der Vergütung für die Lehrbeauftragten muß angemessen sein und wird duch den Verwaltungsrat festgelegt.
(1) Die Verwaltungsschule erhebt zur Deckung ihres Aufwands in erster Linie Lehrgangs- und Prüfungsgebühren und Unterkunfts- und Verpflegungsgebühren nach Maßgabe der Satzung.
(2) 1Der Verwaltungsrat kann jeweils für ein Haushaltsjahr für den nicht durch Gebühren gedeckten Aufwand, der 12,5 v.H. der Ausgaben der Verwaltungsschule nicht übersteigen darf, Umlagen von ihren Trägern erheben. 2Die Umlagenanteile werden auf den Freistaat Bayern und die jeweilige Gesamtheit der kreisangehörigen Gemeinden, der kreisfreien Gemeinden, der Landkreise und der Bezirke nach dem Verhältnis der auf sie entfallenden Teilnehmer und Gebühren verteilt. 3Unter den kommunalen Gebietskörperschaften wird der sie treffende Anteil nach ihren Einwohnerzahlen aufgeteilt. 4Die Einzelheiten über die Grundsätze für die Festlegung von Umlagen regelt die Satzung.
(1) Für die Wirtschaftsführung gelten der Dritte Teil und Art. 117a der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern (GO) und die dazu gemäß Art. 123 GO erlassenen Ausführungsvorschriften entsprechend.
der Verwaltungsrat beschließt in nichtöffentlicher Sitzung;
der Haushaltsplan wird nicht öffentlich aufgelegt; die Haushaltssatzung wird im Bayerischen Staatsanzeiger bekanntgemacht;
Gliederung und Gruppierung des Haushaltsplans und der Vermögensnachweis können von für Gemeinden verbindlich erklärten Regelungen und Mustern abweichen;
die Vorschriften über die örtliche Rechnungsprüfung sind nicht anzuwenden.
(3) Soweit es Organisation und Aufgaben der Verwaltungsschule erfordern, kann die Aufsichtsbehörde weitere Ausnahmen von Absatz 1 zulassen.
(4) 1Überörtliches Prüfungsorgan ist der Bayerische Kommunale Prüfungsverband. 2Die Prüfungsberichte sind dem Verwaltungsrat und der Aufsichtsbehörde vorzulegen.
1Die Verwaltungsschule unterliegt der Rechtsaufsicht des Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration. 2Die Vorschriften über die Rechtsaufsicht über Gemeinden finden entsprechende Anwendung.
Dieses Gesetz tritt am 1. Juli 1998 in Kraft.
München, den 9. Juni 1998
Staatsminister für Unterricht, Kultus,