Source: https://otrs.gkwi.tu-berlin.de/wiki/doku.php?id=pruefungsausschuss:pruefungen
Timestamp: 2020-08-03 22:53:33
Document Index: 181798892

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 42', '§ 33', '§ 42', '§ 36', '§ 36', '§ 92', '§ 113', '§ 120', '§ 32', '§ 42', '§ 32', '§ 110', '§ 32', '§ 32', '§ 42', '§ 42', '§ 42', '§ 33', '§ 32', '§ 33', '§ 43', '§ 33', '§ 46', '§ 32']

Prüfungen [Wissensmanagement]
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pruefungsausschuss:pruefungen
Andere hauptberuflich tätige Lehrkräfte
Honorarprofessorinnen und -professoren, außerplanmäßige Professorinnen und Professoren, Privatdozentinnen und -dozenten
Praxisvertreterinnen und -vertreter
PrüferInnenbestellung
Führung der PrüferInnen-Listen
Um eine Prüfung abnehmen zu können muss die Prüferin oder der Prüfer (i) prüfungsberechtigt sein und (ii) für eine Modulprüfung zur Prüferin oder zum Prüfer bestellt werden.
Unter „studienbegleitenden Prüfungen“ werden auf der Grundlage der KMK-Strukturvorgaben alle Modulprüfungen mit Ausnahme von Zwischen- und Abschlussprüfungen (Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten inkl. ggf. Kolloquium) subsummiert.
Prüfungen dürfen nur von dem dazu berechtigten Personenkreis abgenommen werden. § 32 BerlHG - Durchführung von Hochschulprüfungen definiert diesen Personenkreis:
Abs. 2: Prüfungsleistungen dürfen nur von Personen bewertet werden, die mindestens die durch die Prüfung festzustellende oder eine gleichwertige Qualifikation besitzen.
Abs. 3: Prüfungsberechtigt sind
Hochschullehrer und Hochschullehrerinnen sowie
andere hauptberuflich tätige Lehrkräfte, die zu selbstständiger Lehre berechtigt sind, und
Prüfungen sollen vorrangig von Hochschullehrern und Hochschullehrerinnen abgenommen werden.
Studienbegleitende Prüfungen können auch von den jeweiligen Lehrkräften abgenommen werden.
Abs. 4: Die Prüfungsordnungen können vorsehen, dass in der beruflichen Praxis und Ausbildung erfahrene Personen auch dann zu Prüfern oder Prüferinnen bestellt werden können, wenn sie keine Lehre ausüben. § 42 (1) AllgStuPO übernimmt diese Formulierung in die Rahmenordnung der TUB.
In letztmöglichen Prüfungsversuchen nach § 33 (1) S. 4 BerlHG können mit Ausnahme von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern nur Prüfungsberechtigte prüfen, die in dem der Prüfung zugehörigen Modul die Lehre durchführen (§ 42 (3) S. 2 AllgStuPO).
Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer (Professorinnen und Professoren, Juniorprofessorinnen und -professoren, Emeriti, professorale Ruheständler - § 36 (2) HRG) sind in ihrem Fach (entsprechend ihrer Habilitation (§ 36 (1) BerlHG) bzw. ihrer Berufung) uneingeschränkt prüfungsberechtigt.
Andere hauptberuflich tätige Lehrkräfte (§ 92 BerlHG), also Hochschuldozentinnen und -dozenten und Lehrkräfte für besondere Aufgaben, deren Funktionsbeschreibung die selbstständige Durchführung von Lehrveranstaltungen vorsieht, sowie Gastprofessorinnen und -professoren (§ 113 BerlHG) sind auf ihrem Gebiet prüfungsberechtigt.
Lehrbeauftragte (§ 120 BerlHG) sind nach § 32 (3) S. 1 BerlHG prüfungsberechtigt begrenzt auf das Gebiet des Lehrauftrags (§ 42 (3) S. 2 AllgStuPO), da es Lehrbeauftragten obliegt, selbstständig Lehraufgaben wahrzunehmen.
Nach § 32 (3) S. 3 BerlHG dürfen auch die jeweiligen Lehrkräfte studienbegleitende Prüfungen abnehmen. Damit sind WM, die Lehraufgaben wahrnehmen, prüfungsberechtigt. Die Prüfung muss jedoch in direktem Bezug zur durchgeführten Lehrveranstaltung stehen. Dieser Bezug muss auch bestehen, wenn WMs in einer zweiten Wiederholungsprüfung als Prüferin oder Prüfer eingesetzt werden.
In begründeten Einzelfällen kann wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die selbstständige Wahrnehmung von Aufgaben in Forschung und Lehre gemäß § 110 (3) S. 2 BerlHG übertragen werden. Dies erfordert einen Fakultätsratsbeschluss. Dieser muss die Begründung des besonderen Erfordernisses und die Darstellung des Zusammenhangs zum Qualifizierungsziel des WM enthalten, also bspw. in Fällen von Nachwuchsgruppenleiterinnen und -leitern.
Mitglieder dieser Gruppen sind im Rahmen der von ihnen durchgeführten Lehrveranstaltungen gemäß § 32 (3) S. 2 BerlHG prüfungsberechtigt.
§ 32 (4) BerlHG erlaubt, in beruflicher Praxis und Ausbildung erfahrene Personen zu Prüfern zu bestellen, auch wenn sie keine Lehre ausüben, sofern die Prüfungsordnung dies vorsieht. § 42 (2) AllgStuPO verweist hier auf die fachspezifischen Ordnungen. Im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen ist diese Möglichkeit nicht vorgesehen.
Gemäß § 42 (3) AllgStuPO muss der Prüfungsausschuss die Prüferinnen und Prüfer bestellen, indem er sie einem Modul zuweist. Zur Prüferin oder zum Prüfer kann nur bestellt werden, wer auf dem Gebiet, auf das sich die Prüfung bezieht, eine Lehrtätigkeit ausübt, sofern nicht zwingende Gründe eine Abweichung erfordern.
Beisitzerin oder Beisitzer sind nicht als Prüferin oder Prüfer zu bestellen. Sie müssen über eine abgeschlossene Hochschulausbildung verfügt und auf dem Gebiet der Prüfung sachkundig sein. Sie achten auf den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung und dürfen weder in die Prüfung eingreifen (z. B. durch Fragen) noch haben sie eine Entscheidungsbefugnis (§ 42 (4) S. 2 AllgStuPO).
Nach § 33 BerlHG - Bewertung von Prüfungsleistungen können studienbegleitende Prüfungsleistungen von nur einem Prüfer oder einer Prüferin abgenommen werden. Letztmögliche Prüfungsversuche sind von mindestens zwei Prüferinnen oder Prüfern abzunehmen.
Gruppenarbeiten dürfen nach § 32 (5) BerlHG nur zugelassen werden, wenn die Einzelleistungen der Prüfungskandidaten und Prüfungskandidatinnen eindeutig abgrenzbar und bewertbar sind.
Schriftliche Prüfungen können - als studienbegleitende Prüfungen - von nur einer Prüferin oder einem Prüfer abgenommen werden.
Studentische Beschäftigte können, sofern die geltende Prüfungsordnung dem nicht entgegensteht, an der Klausuraufsicht teilnehmen, solange sichergestellt ist, dass eine Prüferin oder ein Prüfer anwesend ist, der aufkommende Fachfragen beantworten kann und die Entscheidungsbefugnis über den Ausschluss von Prüflingen hat. Studentische Beschäftigte dürfen keine Fachfragen beantworten oder über den Ausschluss von der Prüfung entscheiden.
Studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen keine Klausuren korrigieren. Studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen bei einer Klausurkorrektur ausschließlich organisatorisch mitwirken. Alle Arbeiten, die auf die Bewertung einer Leistung hinauslaufen, sind ausgeschlossen. Aber: Es ist erlaubt, dass auch Studentische Beschäftigte unter Anleitung bei der Korrektur mitwirken (z. B. bei Übungsblättern, schriftlichen Tests usw.). Hierbei müssen konkrete Vorgaben im Hinblick auf die Korrektur durch die jeweiligen Prüfungsberechtigten erfolgen, da die Prüfungsberechtigten die Verantwortung tragen. Die Prüfungsberechtigten müssen bei der Korrektur anwesend sein.
Studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen nicht eigenverantwortlich Klausureinsichten anbieten. Sie können auch hier lediglich organisatorisch unterstützend mitwirken, soweit eine Prüferin oder ein Prüfer anwesend ist. Beispielsweise kann das Herausgeben von Klausuren zwecks Einsichtnahme durch die Studentischen Beschäftigten erfolgen. Jedoch dürfen Abänderungen von Bewertungsentscheidungen nicht von studentischen Beschäftigten, sondern ausschließlich von Prüfungsberechtigten durchgeführt werden.
Nach § 33 BerlHG - Bewertung von Prüfungsleistungen sind mündliche Prüfungen von mehreren Prüfern oder Prüferinnen oder von einem Prüfer oder einer Prüferin in Gegenwart eines sachkundigen Beisitzers oder einer sachkundigen Beisitzerin abzunehmen und zu protokollieren.
Eine mündliche Prüfung wird von mindestens einer Prüferin oder einem Prüfer in Anwesenheit einer Beisitzerin oder eines Beisitzers durchgeführt. Sie kann in Gruppen oder als Einzelprüfung durchgeführt werden (§ 43 (1) AllgStuPO).
Portfolioprüfungen, d. h. auch einzelne Elemente (z. B. mündliche Rücksprachen) können - als studienbegleitende Prüfungen - von nur einer Prüferin oder einem Prüfer abgenommen werden.
Nach § 33 BerlHG - Bewertung von Prüfungsleistungen sind schriftliche Prüfungsleistungen in Bachelor- und Masterarbeiten sowie in Abschluss- und Zwischenprüfungen in der Regel von mindestens zwei Prüfern oder Prüferinnen zu bewerten.
§ 46 AllgStuPO verlangt, dass die Abschlussarbeit von zwei Gutachterinnen oder Gutachtern bewertet werden muss. Diese müssen auch prüfungsberechtigt sein. Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier in der Regel nicht prüfungsberechtigt, da sie nicht zur selbstständigen Wahrnehmung der Lehre berechtigt sind. Ausnahme ist die Übertragung der selbstständigen Wahrnehmung von Aufgaben in Forschung und Lehre durch den Fakultätsrat (s. o.).
Alternativ kann der oder dem wissenschaftlichen Mitarbeiter ein unentgeltlicher Lehrauftrag erteilt werden im Umfang von zwei Zeitstunden (nicht SWS, um die Kapazitätswirksamkeit gering zu halten) für ein Kolloquium, der die Prüfungsberechtigung und Begutachtung von Abschlussarbeiten gem. § 32 (3) BerlHG umfasst. Voraussetzung hierfür ist eine mehrjährige berufliche Praxis. In Betracht kommen also WMs, die bereits seit mindestens einem Jahr an der TUB beschäftigt sind. Besteht im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses eine Lehrverpflichtung („Haushalts-WM“), so ist der erteilte Lehrauftrag als Erfüllung der arbeits- bzw. dienstrechtlichen Verpflichtung anzusehen. Besteht im Rahmen des Beschäftigungsverhältnisses keine Lehrverpflichtung („Projekt-WM“), so ist ebenfalls keine Nebentätigkeit anzuzeigen, da unentgeltliche Lehraufträge genehmigungsfrei sind.
Das Servicezentrum der GKWi führt die Liste der Prüferinnen und Prüfer für die Studiengänge Wirtschaftsingenieurwesen und bestellt die Prüferinnen und Prüfer zu Beginn eines jeden Semesters entsprechend der von den Fakultäten gelieferten Daten über das Modultransfersystem. Für die Module der Fakultät VII sind hierzu die Prüferinnen und Prüfer durch die Fachgebiete an Frau Barbara Engel im Fakultätsservicecenter zu melden. Dabei ist zu unterscheiden nach:
Modulprüfungen: Bitte nennen Sie die MOSES-ID des Moduls, alle Namen der beantragten PrüferInnen Ihres Fachgebietes sowie den Personenkreis (siehe oben) aus dem diese entstammen.
Abschlussarbeiten: Bitte nennen Sie alle Namen derjenigen wissenschaftlichen MitarbeiterInnen (Haushalts-WM sowie Projekt-WM) Ihres Fachgebietes, die seit mindestens einem Jahr an der TUB beschäftigt sind und für die Sie einen Lehrauftrag für die Begutachtung von Abschlussarbeiten beantragen möchten.
Für die Studiengänge der Fakultät VII werden analoge Listen erstellt und durch die Prüfungsausschüsse bestätigt.
pruefungsausschuss/pruefungen.txt · Zuletzt geändert: 2020/03/10 13:15 von