Source: https://media.zwp-online.info/archiv/pub/gim/sp/2009/sp0509/index.html
Timestamp: 2019-03-25 12:37:24
Document Index: 200740906

Matched Legal Cases: ['§36', '§4', '§ 16', '§ 280', 'BGH', '§ 280', 'BGH', '§ 18', '§36', '§ 36', '§ 26', '§ 36', '§ 26', '§ 4', '§ 2', '§ 144', '§ 86', '§ 96', '§ 4']

Setting Standards in Cleaning, Disinfection and Sterilisation Statim 2000S Statim 5000S Statim 7000 Hydrim C51wd Hydrim M2 Aquastat Aseptim plus Statis turbines and Statmatic lubrication unit Optim 33TB handpieces The SciCan range of products • Statim® 2000S cassette autoclave • Statim 5000S cassette autoclave • Statim 7000 • Hydrim® C51wd washer disinfector • Hydrim M2 washer disinfector • Aquastat™ water distillation unit • Aseptim™ unit • Statis™ turbines and handpieces • Statmatic™ lubrication unit • Optim™ 33TB www.scican.com SciCan GmbH, Kurzes Geländ 10, D-86156 Augsburg, Tel: +49-(0)8 21/56 74 56-0, Fax: +49-(0)8 21/56 74 56-99, oder besuchen Sie uns im Internet unter: www.scican.com SciCan®, Statim®, Hydrim® are registered trademarks and Statis™, Aseptim™, Aquastat™, Statmatic™ and Optim™ are trademarks of SciCan Ltd.
Praxishygiene – ein Dauerbrenner Die Verwirklichung der Praxishygiene war in der Vergangenheit wesentlich davon abhängig, ob ein Praxisinhaber sich mit den Ideen und Zielen der In- fektionsprophylaxe identifizierte oder nicht. Dabei haben Gefährdungen durch HBV/HCV oder HIV si- cherlich die eine oder andere Entscheidung beein- flusst. Die seinerzeit durchaus existierenden Re- gelwerke zum Infektionsschutz waren aber nur we- nig bekannt oder wurden nicht so ernst genommen. Selbst als 1994 das Medizinproduktegesetz und in der Folge 2002 die Medizinprodukte-Betreiberver- ordnung erschienen, in denen die Aufbereitung von Instrumenten mit validierten Verfahren gefordert wurden, waren die Reaktionen der Beteiligten eher gebremst. Neben den Zahnärzten ist hier ausdrück- lich auch die Dentalindustrie gemeint. Es gibt nicht wenige Hersteller, denen die DIN EN ISO 17664 an- scheinend nicht bekannt ist, wonach der Hersteller Angaben zu validierten Aufbereitungsverfahren der von ihm angebotenen Medizinprodukte zur Verfügung stellen muss. Die Diskussion um die Praxishygiene mit teilweise heftigen Reaktionen seitens der Zahnärzte wurde im Wesentlichen durch das Robert Koch-Institut (RKI) angestoßen, als es 2006 seine Empfehlung „Infektionsprävention in der Zahnheilkunde – An- forderungen an die Hygiene“ herausbrachte. Im Mittelpunkt standen und stehen auch heute noch die detaillierten Forderungen zur Aufbereitung von Medizinprodukten. Parallel dazu begannen die Aufsichtsbehörden der Länder, Zahnarztpraxen zu inspizieren. Das Augenmerk wurde schwerpunkt- mäßig auf die Aufbereitung von Medizinprodukten gelegt, wobei nicht nur die RKI-Empfehlung von 2006, sondern auch die bereits 2001 publizierte Empfehlung „Anforderungen an die Hygiene bei der Aufbereitung von Medizin-Produkten“ heran- gezogen wurden. Die in der RKI-Empfehlung von 2001 enthaltenen härteren Anforderungen stehen zwar nicht in allen Punkten in Übereinstimmung mit der RKI-Empfehlung von 2006, wurden aber von vielen Aufsichtsbehörden als sog. höheres Rechtsgut betrachtet und somit zur Richtschnur ge- nommen. Außerdem wurde von einigen Länder- vertretern argumentiert, dass die Behörden von sich aus über Vorgaben zur Hygiene entscheiden können, zumal es sich um einen Bereich handele, für den die Länderhoheit gelte. Die derzeitige Situation kann wie folgt beschrieben werden: Je nachdem, wo die Zahnarztpraxis steht, kann oder muss der Zahnarzt mit unterschiedlichen Maßstäben der Aufsichtsbehörden rechnen. In ei- nigen Bundesländern gibt es eine Übereinkunft der Behörden mit den Zahnärztekammern, wobei hier den Zahnärzten ein größeres Wohlwollen ent- gegentritt, wenn sich z.B. die Standesorganisatio- nen zur Selbstkontrolle verpflichtet haben. In anderen Bundesländern sehen sich die Praxisin- haber Maximalforderungen der Behörden ausge- setzt, die – selbst wenn der Wille bestünde – nicht immer erfüllt werden können. Der Deutsche Ar- beitskreis für Hygiene in der Zahnmedizin (DAHZ) hat jahrzehntelang eigene Vorstellungen zur Hy- giene in der Zahnmedizin entwickelt, wobei er sich bemüht hat, soweit wie möglich mit wissenschaft- lich abgesicherten Argumenten zu arbeiten, jedoch auch die jeweiligen Regelwerke zu respektieren. Das aktuelle Anliegen des DAHZ mündet in einen Appell an die Aufsichtsbehörden, ihre Forderungen bundeseinheitlich zu formulieren und ausschließ- lich an den Erfordernissen der Zahnmedizin auszu- richten, wobei man sich durchaus vorstellen kann, bei den Ansprüchen an die Infektionsprävention zwischen der Kieferorthopädie und der Mund-, Kie- fer-, Gesichtschirurgie zu differenzieren. An die Industrie geht der Appell, preiswerte Ange- bote zur Aufbereitung von Medizinprodukten an- zubieten, die die gesamte Palette im Rahmen von Reinigung, Desinfektion und Sterilisation abdeckt. Prof. Dr. Klaus H. Bößmann Sprecher des DAHZ EDITORIAL Prof. Dr. Klaus H. Bößmann Sprecher des DAHZ 5/2009 ZWP s p ezi al 03
PRAXISBEGEHUNG Jede Zahnarztpraxis kann auf Grundlage des Infektionsschutz- gesetzes und der Gesundheitsdienstgesetze von den örtlichen Gesundheitsbehörden sowie zur Kontrolle der Umsetzung des Medizinprodukterechtes von der zuständigen Bezirksregierung besichtigt werden. Im Folgenden werden der Ablauf einer Bege- hung und die Möglichkeiten dargestellt, sich systematisch vorzu- bereiten und beanstandete Mängel kurzfristig zu beheben. Behördliche Überwachung der Praxishygiene Autor: Dr. med. Peter Weidenfeller Die infektionshygienische Überwachung durch die Gesundheitsbehörden nach §36 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) ist eine amtliche Kontrolle bezüglich der Einhaltung rechtlich verbindlicher oder fachlich begrün- deter Hygienevorschriften. Sie bedeutet aber auch eine gezielte Unterstützung bei der Weiterentwicklung der hygienischen Stan- dards im Sinne von medizinischem Qua- litätsmanagement. Neben den Kammern sind auch die KZVen bei der Qualitätssiche- rung im niedergelassenen Bereich engagiert und bieten hierzu verschiedene Seminare, Fortbildungen und Infomaterialien an, die man bei den regionalen Gliederungen erfra- gen und zum Teil über das Internet beziehen kann. Rechtsgrundlagen und Vorbereitung Hygienische Anforderungen an die Praxen leiten sich ab aus den Vorgaben des IfSG, des Medizinproduktegesetzes (MPG), der Medi- zinprodukte-Betreiberverordnung (MPBe- treibV), der Biostoffverordnung, der Gesund- heitsdienstgesetze der Länder, der Vorschrif- ten der Berufsgenossenschaften, der RKI- Richtlinie für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (Anl. H 2 Zahnheil- kunde) und der technischen Normen für Ste- rilisation und Desinfektion. Musterhygiene- pläne und Empfehlungen von Referenzgre- mien oder Hygiene-Instituten werden zur Beurteilung der hygienischen Qualitätssi- cherung hinzugezogen. Bei Neubau einer Praxis und Umbauten bestehender Räume wird das Gesundheitsamt durch das Bau- rechtsamt informiert, das es bei der Bearbei- tung der Anträge durch seine fachliche Bera- tung unterstützt. Maßgeblich sind dabei die Beurteilung der Räumlichkeiten und Wege- führung (Bauplan) sowie der bauseitigen Ausstattung von Wänden, Böden, Lüftung und Sanitäreinrichtungen, ferner das Tätig- keitsspektrum, insbesondere der Eingriffs- katalog beim ambulanten Operieren und die Darstellung von Betriebsabläufen wie Ge- räte- und Instrumentenaufbereitung, Vor- ratshaltung und Entsorgung. Erfolgt eine amtliche Begehung der Praxis durch die Behörde anlassbezogen im Rah- 04 ZWP s p ezi al 5/2009
Die Premium-Klasse. 10 Minuten* Wer ist schneller ? *für die unverpackte Sterilisation von Übertragungsinstrumenten. Inklusive fraktioniertem Vor-Vakuum und Trocknung. ( Und nur 17 Minuten für die Sterilisation von verpackten Instrumenten im „Klasse B“ -Verfahren. ) F r a g e n S i e I h r D e p o t n a c h d e n H i g h - S p e e d - A u t o k l a v e n v o n M E L A G , VA c u k l a v 4 0 - B u n d VA c u k l a v 4 1 - B ! E v i d e n c e B a s e d S t e r i l i z a t i o n w w w . m e l a g . c o m
PRAXISBEGEHUNG men einer Beschwerde oder planmäßig auf der Grundlage des IfSG bzw. landeseigener ÖGD-Gesetze, so kann die regulär angekün- digte und möglicherweise gebührenpflich- tige Besichtigung vom Praxisinhaber durch die Bereitstellung von Dokumenten vorbe- reitet werden. Er legt Unterlagen zu Logistik und Betriebsabläufen der Praxis, Tätig- keitsspektrum und fachlichen Schwerpunk- ten, Personalschlüssel und Qualifikationen vor. Ferner wird die Organisation des Be- triebes dargestellt mit Wäscheversorgung, Praxisreinigung, Entsorgung, verwendeten Desinfektionsmitteln, Sterilisationsverfah- ren und zugehörigen Prüfunterlagen. Zu- dem sind Angaben zum Hygienemanage- ment (Berater, Schulungen, Hygieneplan) und in MKG-/OP-Praxen zur Methode der statistischen Erfassung möglicher postope- rativer Infektionen erforderlich. Einige Äm- ter versenden auch Checklisten mit standar- disierten Fragen zur Betriebsorganisation, die von der Praxis vorab oder während der Begehung ausgefüllt werden. Durchführung der Begehung Regulär vereinbart das Amt einige Tage vor der Besichtigung einen Termin, am besten außerhalb der üblichen Geschäftszeiten. Man trifft sich zunächst zu einer Vorbespre- chung und sichtet die vorgelegten Unterla- gen. Der anschließende Rundgang durch die Praxisräume ist meist folgendermaßen ge- gliedert: – Patientenanmeldung, Büro, Personalum- kleide, Wartezimmer, Garderobe, Toilet- ten für Personal und Patienten, Personal- aufenthaltsraum, Teeküche. – Wäscheversorgung (Aufbereitung, Be- reitstellung, Lagerung, Abwurf). – Arztzimmer und Behandlungsräume: Dentale Behandlungseinheiten, Wasch- becken, Spender. Medikamentenschrän- ke, Stichprobe der Verfallsdaten, Arznei- kühlschrank mit Kontrollthermometer. – Sterilgutlagerung. Dokumentation der Instrumenten-, Geräte- und Flächenauf- bereitung. Aushang des Desinfektions- plans. – Vorratslager. Putz- und Entsorgungsraum. Reinigungskonzept und Entsorgung pra- xisspezifischer Abfälle. – Ggf. gesonderter Eingriffsbereich (in der MKG-/OP-Praxis): Patienten- und Be- reichsumkleide, Wäschelagerung, Wasch- becken mit Hygieneausstattung, Ausguss, Materialeinschleusung. – Vorraum: Funktion, Einleitung, Material- lager, Ausschleusung. – Eingriffsraum: Größe, Wand- und Bo- denbeschaffenheit, Lüftungstechnik, Be- leuchtung, Heizung, Behandlungseinheit, Bedarfslagerung. – Ruheraum für Patienten nach dem Ein- griff: Liegen, Trennwände, medizinischer Funktionsplatz, Waschbecken. Beurteilung des Praxisbetriebes Als Standard der Instrumentenaufbereitung gilt die maschinelle Reinigung und Desinfek- tion. Ferner sollen Dampfsterilisatoren an ei- nem eigenen Aufbereitungsplatz, bevorzugt außerhalb des Behandlungs- oder Eingriffs- raumes untergebracht sein, möglichst mit Prozesssteuerung und ausgedruckter Char- gendokumentation, regelmäßiger Durchfüh- rung von zusätzlichen Helixtests und Leer- charge zu Wochenbeginn (bei Großsterilisa- toren täglich). In der Regel wird ein B-Autoklav erwartet, der auch komplexes Sterilisiergut zuverläs- sig dampfsterilisiert. Die alternative Heiß- luftsterilisation oder der Chemiklav werden zur Aufbereitung von sterilisationspflichti- gen „kritischen“ Instrumenten nach MPBe- treibV nicht mehr toleriert. Die Anwendung im Rahmen der Desinfektion semikritischer Instrumente ist freigestellt. Die Chargenprotokolle der Sterilisation wer- den eingesehen, ferner Unterlagen zur War- tung der Geräte und Erst-Validierung der Routineprogramme. Statt einer jährlichen externen Revalidierung reicht auch die be- triebsinterne halbjährliche Leistungsbeur- teilung auf der Basis von Chargenprotokoll mit Freigabe, zusätzlichem Helixtest und Sporenprüfung. Validierung und periodi- sche Kontrolle z.B. mit kontaminierten Schrauben und Schläuchen wird auch bei der Instrumenten-Desinfektionsspülmaschine erwartet. Die Bescheinigung der Sachkunde zur Freigabe von Sterilgut für die Arztpraxis nach §4 (3) MPBetreibV wird überprüft. Falls bereits das neue Curriculum für medizini- sche Fachangestellte absolviert wurde, sind nur noch periodische Auffrischungskurse er- forderlich. Man muss davon ausgehen, dass als Stichprobe eine optische Kontrolle von aufbereiteten Instrumenten auf übrig geblie- bene Verschmutzungen und Korrosionsschä- den stattfindet. Behältnisse oder Verpackun- gen mit gebrauchsfertigem Sterilgut sollen durch aufgeklebten oder -gedruckten Be- handlungsindikator von noch aufzubereiten- dem Sterilisiergut eindeutig zu unterscheiden sein. Überprüft werden vereinzelt auch Ver- fallsdaten für Medikamente und gelagertes Sterilgut. Am besten gilt das first in-/first out-Prinzip. Arzneikühlschränke müssen mit Tempera- turkontrolle ausgestattet sein. Auch nicht kühlpflichtige Medikamente sollen nicht über 26 °C sowie trocken, staub- und licht- geschützt gelagert werden. Im Arzneikühl- schrank dürfen keine Lebensmittel liegen. Beanstandet werden ferner aufgezogene Spritzen, die nach Dienstschluss schon für den nächsten Tag vorbereitet sind, sowie an- gebrochene Mehrdosisbehältnisse mit ein- gestochener Kanüle und/oder fehlendem Vermerk des Anbruchszeitpunktes. Waschbecken werden außer in Sanitärräu- men in jedem Untersuchungs- und Behand- lungszimmer verlangt. Sie müssen mit Flüs- sigseifen-, Händedesinfektionsmittel- und gefülltem Einmalhandtuchspender ausge- stattet sein. Seifenstücke, Gemeinschafts- handtücher und Warmlufttrockner werden beanstandet. Als Standard für die Praxisrei- nigung gilt das Zwei-Wischmopp-System mit Logistik (Fahreimer, Mopp- und Putzmittel- lager) im eigenen Putzraum. Vorausgesetzt wird die Verwendung mög- lichst VAH-(DGHM-)gelisteter Desinfek- tionsmittel, am besten in Originalgebinden. Zwecks Herstellung der Gebrauchsverdün- nungen zur Flächen- und Instrumentendes- infektion sollten Dosierhilfen vorhanden sein. Unbeschriftete Flaschen mit Desinfek- tionsmitteln fallen negativ auf. Für alle ver- wendeten Gefahrstoffe müssen Sicherheits- datenblätter übersichtlich im Ordner gesam- melt verfügbar sein. Nachgefragt wird die Aufbereitung des Was- sers in der Dentaleinheit mit den entspre- chenden Prüfunterlagen (jährliche Bestim- mung von Gesamtkeimzahl und Untersu- chung auf Legionellen sowie auf den im Wasser verbreiteten Hospitalismuskeim Pseudomonas aeruginosa). Bei der Wäsche- lagerung und allgemeinen Vorratshaltung erwartet man überschaubar sortierte, tro- ckene und saubere, nicht überfüllte Regale 06 ZWP s p ezi al 5/2009
bzw. Schränke. Fensterbänke sind als Lager- stätten besonders für Medizinprodukte un- geeignet. Bodenlagerung von Kartons mit Medizinprodukten ist wegen des Risikos von Verschmutzung und Nässe unerwünscht. Gefahrstoffbehälter wie Desinfektionsmit- telkanister dürfen aus Unfallschutzgründen nicht über Kopfhöhe aufbewahrt werden. Das offene Umfüllen von Händedesinfek- tionsmitteln in kleinere Gebinde ist wegen Kontaminationsgefahr (Bakteriensporen) nicht zulässig. Gefordert wird die separate Entsorgung der Praxisabfälle in eigenen feuchtigkeitsdich- ten Behältnissen, von spitzen und scharfen Gegenstände gesondert in verschließbaren, durchstichfesten Plastikboxen, ohne Umfül- len, Wertstoffsortieren und desinfizierende Behandlung. Außerhalb der Praxis können sie in den allgemeinen Müllcontainer ent- sorgt werden, da sie generell nicht als Infek- tionsmüll eingestuft sind. In der Personalumkleide sollten Arbeits- und Straßenkleidung nicht im gleichen Spind nebeneinander hängen oder zumindest durch mobile Trennbügel separiert sein. Ins- gesamt ist ein sauberer und geordneter Ein- druck des Umkleideraums wichtig. Herum- liegende Wäschehaufen, gemischte Rein- Unrein-Lagerung, kreuz und quer abgestellte Schuhe, Flaschen, Kartons und sonstige Un- ordnung fallen ungünstig auf. Die Behörden- vertreter dürfen Missstände nach eigenem Ermessen fotografisch dokumentieren. Be- sonders unzureichende Instrumentenaufbe- reitung wird aus forensischen Gründen oft im Bild festgehalten. Abschließend wird der Eindruck der Praxis- begehung erörtert und die Erstellung des Besichtigungsprotokolls angekündigt, das ANZEIGE (cid:102)(cid:22)(cid:22)(cid:105)(cid:105)(cid:106) (cid:94)(cid:88)(cid:105)(cid:88)(cid:101)(cid:107)(cid:96)(cid:92)(cid:105)(cid:107)(cid:23)(cid:88)(cid:108)(cid:93)(cid:23)(cid:64)(cid:95)(cid:105)(cid:92)(cid:23)(cid:74)(cid:90)(cid:88)(cid:99)(cid:96)(cid:101)(cid:94)(cid:36)(cid:62)(cid:92)(cid:105)(cid:128)(cid:107)(cid:92)(cid:24) (cid:66)(cid:102)(cid:100)(cid:93)(cid:102)(cid:105)(cid:107)(cid:88)(cid:89)(cid:92)(cid:99)(cid:23)(cid:88)(cid:105)(cid:89)(cid:92)(cid:96)(cid:107)(cid:92)(cid:101)(cid:23)(cid:100)(cid:96)(cid:107)(cid:23)(cid:91)(cid:92)(cid:101)(cid:23) (cid:99)(cid:92)(cid:96)(cid:106)(cid:107)(cid:108)(cid:101)(cid:94)(cid:106)(cid:106)(cid:107)(cid:88)(cid:105)(cid:98)(cid:92)(cid:101)(cid:23)(cid:63)(cid:108)(cid:36)(cid:61)(cid:105)(cid:96)(cid:92)(cid:91)(cid:112)(cid:23) (cid:71)(cid:102)(cid:110)(cid:92)(cid:105)(cid:36)(cid:74)(cid:90)(cid:88)(cid:99)(cid:96)(cid:101)(cid:94)(cid:36)(cid:74)(cid:103)(cid:96)(cid:107)(cid:113)(cid:92)(cid:101)(cid:37) (cid:109)(cid:109)(cid:109)(cid:36)(cid:94)(cid:107)(cid:92)(cid:104)(cid:95)(cid:91)(cid:90)(cid:111)(cid:36)(cid:91)(cid:107) dem Betrieb zeitnah zugesandt werden soll. Hierin ist die Beschreibung der besichtigten Funktionsbereiche zusammengefasst, im Fall von Beanstandungen mit Liste und Zeit- vorgaben zur Behebung der Mängel. Konsequenzen für die Praxis Wenn Prüfunterlagen für Geräte und Desin- fektions- oder Sterilisationsverfahren feh- len, so lässt sich das meist kurzfristig nach- holen. Sollten indes schwerwiegende, nicht gleich zu beseitigende und die Funktionsfä- higkeit der Praxis akut beeinträchtigende Missstände vorliegen, welche unmittelba- ren Schaden für die Patienten befürchten lassen, z.B. grobe technische Defizite in der Geräte- und Instrumentenaufbereitung, so kann das zuständige Ordnungsamt auf Initi- ative des Gesundheitsamtes direkte Ein- schränkungen der Praxistätigkeit bis hin zur kompletten vorläufigen Schließung des Be- triebes verfügen. Zum Teil werden nur par- tielle Verbote ausgesprochen, die z.B. das ambulante Operieren betreffen. Rechts- grundlage ist § 16 (1) IfSG: „Werden Tatsa- chen festgestellt, die zum Auftreten einer übertragbaren Krankheit führen können, oder ist anzunehmen, dass solche Tatsachen vorliegen, so trifft die zuständige Behörde die notwendigen Maßnahmen zur Abwen- dung der dem Einzelnen oder der Allge- meinheit hierdurch drohenden Gefahren.“ Gleichzeitig werden Vorschläge unterbrei- tet, wie sich die hygienische Strukturqua- lität der Praxis so verbessern lässt, dass die Verfügung schnellstmöglich wieder aufge- hoben werden kann. Basis einer solchen Neuorganisation sind z.B. das Einbeziehen externer Dienstleister, Sterilgutaufbereiter und Wäschereien, die nachgewiesene Hilfe von Hygieneberatern, fachlich qualifizierte und dokumentierte Schulungen des Praxis- personals, die Nutzung von Räumlichkeiten und Logistik benachbarter Einrichtungen und die Umsetzung konkreter Vorschläge zur Verbesserung einzelner Maßnahmen im Betriebsablauf bzw. zum Raumkonzept. Die Praxis kann beim zuständigen Verwal- tungsgericht Beschwerde gegen die Verfü- gung einlegen. Wird die Maßnahme indes akzeptiert beziehungsweise gerichtlich be- stätigt, so wird die Behörde vor der Aufhe- bung zunächst die Umsetzung der geforder- ten Standards im Rahmen einer erneuten PRAXISBEGEHUNG Besichtigung überprüfen. Grundsätzlich liegt die Aufgabe der amtlichen Begehung nicht vordergründig in einer externen Über- wachung der Praxis und des Verhaltens ihres Personals oder in der akribischen Suche nach Fehlern und deren Kritik, sondern in einer kurzgefassten Statuserhebung bezüglich hy- gienischer Standards, im Austausch von In- formationen, Beratung, Betreuung und Hil- festellung bei der Umsetzung notwendiger Maßnahmen zur Qualitätssicherung im Be- trieb. Schon aufgrund der engen zeitlichen Begrenzung ist die Behörde auf die Mitarbeit der Praxis angewiesen, um hygienerelevante Funktionsabläufe im Betrieb besser verste- hen und beurteilen zu können. Interne und externe Qualitätskontrollen sind somit kein Gegensatz, sondern sollen sich sinnvoll er- gänzen. Der gesetzlich fixierte Grundsatz der Eigenverantwortlichkeit der Praxen wird hier nochmals nachdrücklich betont.(cid:2) Eine Literaturliste kann unter zwp-redaktion@ oemus-media.de angefordert werden. autor Dr. med. Peter Weidenfeller Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie Leitender Mitarbeiter am Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg 5/2009 ZWP s p ezi al 07
BEHANDLUNGSFEHLER Gegenstand des Artikels ist die Frage, wer für das Vorliegen eines Behandlungsfehlers beweisbelastet ist. Die Beweislast ist Dreh- und Angelpunkt im Prozess. Oft kann ein Prozess scheitern, weil die ein oder andere Seite den Beweis nicht führen kann. Grund- satz dabei ist, dass derjenige, der eine Klage erhebt, auch die an- spruchsbegründenden Tatsachen beweisen muss. Wer muss was im Arzthaftungsprozess beweisen? Autor: Karin Gräfin von Strachwitz-Helmstatt Ein Behandlungsfehler ist ein Verstoß gegen die im Zeitpunkt der Behandlung gel- tenden allgemeinen Regeln der ärztlichen Heilkunde. Dabei wird ein objektiver Sorg- faltsmaßstab angelegt, der von der Medizin selbst bestimmt wird, indem ein medizini- scher Sachverständiger den Sachverhalt me- dizinisch beurteilt. In einem Arzthaftungs- prozess muss der Patient den Nachweis eines Behandlungsfehlers erbringen. Der Grund in unserer Rechtsordnung besteht darin, dass die Vorgänge im menschlichen Organismus sich nicht so sicher beherrschen lassen, dass ein Misserfolg der Behandlung bereits den Schluss auf einen Fehler zulässt. Geht es jedoch um Risiken, für die nicht vor- rangig die Eigenheiten des menschlichen Körpers verantwortlich sind, können sich Be- weiserleichterungen ergeben, die zulasten des Behandlers, d. h. in der Regel der Ärzte gehen. Dabei handelt es sich um Gefahren, die sich am Patienten verwirklichen und zweifelsfrei dem Arzt oder Zahnarzt zuge- rechnet werden können, weil diese be- stimmte Risiken vollständig überwachen und steuern können. Beispiele derartiger Ri- siken sind der § 280 BGB – Schadenersatz wegen Pflichtverletzung (1) Verletzt der Schuldner eine Pflicht aus dem Schuldverhält- nis, so kann der Gläubiger Ersatz des hierdurch entstehenden Schadens verlangen. Dies gilt nicht, wenn der Schuldner die Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat. 08 ZWP s p ezi al 5/2009 ordnungsgemäße Zustand bzw. das Funktio- nieren von medizinischen Geräten und Ma- terial, der zeitliche und organisatorische Be- handlungsablauf und personelle Dispositio- nen. Man spricht insoweit von der Fallgruppe des „voll beherrschbaren Risikos“. Zu den voll beherrschbaren Risiken können auch Infektionen gehören. Die folgende Ent- scheidung des Bundesgerichtshofes vom 13. Dezember 2001 (Az.: B 13 RJ 67/99) setzt sich insoweit mit der Frage auseinander, wann es im Zusammenhang mit Infektionen zu einer Umkehr der Beweislast kommt. Der Sachverhalt Die Patientin begab sich im Juni 1999 wegen einer Nackenstarre in eine orthopädische Gemeinschaftspraxis. Sie erhielt dort vom ersten Vertretungsarzt am 9. Juni 1999 eine Spritze in den Nackenbereich. Zwei Tage da- rauf geschah dies erneut. Am 15. Juni setzte der zweite Vertretungsarzt eine Spritze. Un- mittelbar danach stellten sich bei der Patien- tin im Nackenbereich Schmerzen ein, die von Schüttelfrost und Schweißausbrüchen be- gleitet wurden. Es entwickelte sich ein Sprit- zenabszess, der eine zwei- wöchige stationäre Be- handlung erforderlich machte. Die Patienten, Lei- terin eines Catering-Be- triebes, nahm ihre berufli- che Tätigkeit vorüberge- hend wieder auf, stellte sie im Februar 2001 aber dauerhaft ein. Sie hat geltend gemacht, dass sie aufgrund des Sprit- zenabszesses an anhaltenden Schmerzen, Schlafstörungen und Depressivität leide und deshalb arbeitsunfähig sei. Der Spritzenabszess beruht auf einer Stap- hylokokken-Infektion. Ausgangsträger der Keime war die bei der Gemeinschaftspraxis angestellte Arzthelferin. Sie litt seinerzeit an Heuschnupfen und assistierte bei der Verab- reichung der Spritzen. Gleichartige Infektio- nen traten zeitnah auch bei anderen Patien- ten in der Praxis auf, die ersten Fälle am 2. Au- gust und 10. Juni 1999. Das von den Ärzten der Gemeinschaftspraxis eingeschaltete Ge- sundheitsamt beanstandete die Gesund- heitsprophylaxe. Die Patientin nahm deshalb die Vertretungs- ärzte und die Gesellschafter der Gemein- schaftspraxis wegen Schadenersatz in An- spruch. Die Vorinstanzen haben zu ihren Gunsten entschieden. Die Entscheidung Auch der BGH geht von einer Haftung aller Beklagten aus. Zwar kann eine absolute Keimfreiheit der Ärzte und des nichtärzt- lichen Personals grundsätzlich nicht erreicht werden. Auch die Wege, auf denen sich die an den Beteiligten notwendigerweise anhaf- tenden Keime verbreiten können, sind nicht kontrollierbar. Demnach gehören Keimüber- tragungen, die sich auf solchen, nicht be- herrschbaren Gründen, trotz Einhaltung der
Dürr System-Hygiene – das gute Gefühl, an alles gedacht zu haben DRUCKLUFT ABSAUGUNG BILDGEBUNG ZAHNERHALTUNG HYGIENE Wenn es um Infektionsschutz, Desinfektion und Reinigung geht, darf in Praxis und Labor nichts dem Zufall überlassen werden. Die über 30 Produkte der Dürr System-Hygiene haben ihre umfassende Wirksamkeit und hervorragende Materialverträglichkeit in zahlreichen Tests und im Praxisalltag unter Beweis gestellt. Darüber hinaus stehen bei der Markenhygiene von Dürr Dental ein- fache Hand habung sowie sichere und logische Anwendung an erster Stelle. So werden die Produkte durch das etablierte Vier-Farbsystem Rosa, Gelb, Blau und Grün ihren Einsatzbereichen klar zugeordnet. Mehr unter www.duerr.de
BEHANDLUNGSFEHLER gebotenen hygienischen Vorkehrungen er- eignen, zum entschädigungslos bleibenden Krankheitsrisiko des Patienten. Dies wird als hygienisch nicht beherrschbarer Bereich be- zeichnet. Nach der Überzeugung des Gerichtes hat sich bei der Patientin jedoch ein Infektionsrisiko verwirklicht, dessen Gefahren ärztlicher- seits objektiv voll ausgeschlossen werden können und müssen. Bei Infektionen im me- dizinisch beherrschbaren Bereich wird das Vorliegen eines Behandlungsfehlers unter- stellt, die Behandlungsseite muss den Nach- weis erbringen, dass sie die hygienischen Anforderungen erfüllt hat und alle erforder- lichen hygienischen Vorkehrungsmaßnah- men getroffen hat. Diesen Entlastungsbeweis konnte die Be- handlerseite nicht erbringen. Denn die Infi- zierung der Arzthelferin mit dem Bakterium Staphylokokkus aureus war für die Beklag- ten erkennbar. Für die beklagten Ärzte war die akute Heuschnupfenerkrankung offen- sichtlich. Eine Hauschnupfenerkrankung äu- ßert sich in eine Weise, die für alle Umste- henden deutlich erkennbar ist: Naselaufen, häufiges Niesen, ständiges Naseputzen und tränende Augen. Das Gericht weist insoweit ausdrücklich da- rauf hin, dass diese Verlagerung der Beweis- last auf die Behandlungsseite nicht bei Tätig- keiten im Kernbereich des ärztlichen Han- dels in Betracht kommt, sondern nur bei sog. „voll beherrschbaren Risiken“. Denn kommt es in diesem Bereich zu Schäden, wäre es un- billig, dem Patienten, der die Abläufe und Or- ganisation der Arztpraxis nicht überschauen vermag, in Beweisnot bringen zu lassen. Insoweit wird also ein verschuldeter Be- handlungsfehler der Behandlerseite vermu- tet. Dies ergibt sich aus dem Rechtsgedanken von § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB, der zwar nicht im Kernbereich der ärztlichen Tätigkeit, aber im Bereich des „vollbeherrschbaren Risikos“ Anwendung finden soll. Eine andere Beweiserleichterung für den Pa- tienten bildet der sog. Anscheinsbeweis. Die- ser setzt einen typischen Geschehensablauf voraus, der nach den Erfahrungen des täg- lichen Lebens auf eine bestimmte Ursache oder Folge hinweist. So gilt im Verkehrsrecht beispielsweise der Erfahrungssatz, dass bei einem Auffahrunfall derjenige schuld ist, der aufgefahren ist. Er muss dann diesen An- scheinsbeweis erschüttern, indem er vor- 10 ZWP s p ezi al 5/2009 bringt, dass dieser Erfahrungssatz nicht ein- schlägig ist, weil die tatsächlichen Vorausset- zungen dafür nicht vorliegen oder einen aty- pischen Geschehensablauf vorbringen. Im Arzthaftungsrecht handelt es sich dabei naturgemäß um Erfahrungssätze der medizi- nischen Wissenschaft. Bei bestimmten Be- handlungsfehlern wird danach das Ver- schulden und oder die Kausalität vermutet. Umgekehrt können bestimmte Schäden nur durch einen schuldhaften Behandlungsfeh- ler verursacht sein. Auch aus diesem Blickwinkel hat sich die Rechtsprechung mit Infektionen ausei- nandergesetzt: Ein Patient; der keiner beson- deren HIV-gefährdeten Risikogruppe ange- hört und bei dem es keine Anhaltspunkte für eine bestimmte HIV-Infektion gibt, erhält die Bluttransfusion eines HIV-infizierten Spen- ders. Erkrankt dieser Patient später an Aids spricht der Beweis des ersten Anscheines da- für, dass die spätere Aids-Erkrankung auf diese Bluttransfusion zurückzuführen ist. Der Ursachenzusammenhang wird insoweit im Wege des Anscheinsbeweises festge- stellt. Es wird dabei zum einen vermutet, dass die erhaltene Bluttransfusion bei dem Pa- tienten zu einer HIV-Infektion geführt hat und dass diese Infektion wiederum die Aids- Erkrankung ausgelöst hat (BGH, Urteil vom 14. 6. 2005 – VI ZR 179/04 [OLG Koblenz]). Kommt es nach einer Injektion in das Kniege- lenk zu einer Sepsis, kann nicht ohne Weite- res auf ein Versäumnis des verantwortlichen Arztes geschlossen werden, dass die Injek- tion nicht steril gewesen ist (LG Bremen v. 2012.2001 – VersR 2003, 2001). In diesem Fall wird der Behandlungsfehler nicht im Wege des Anscheinsbeweises vermutet. Gelingt es aber dem Patienten nachzuweisen, dass es sich um eine Infektion aus dem medizinisch beherrschbaren Bereich handelt, dann dreht sich die Beweislast wieder zulasten der Be- handlerseite. Sie müsste sich dann wieder entlasten, indem sie nachweist, dass sie die hygienischen Anforderungen erfüllt und alle erforderlichen hygienischen Vorkehrungs- maßnahmen getroffen hat. Fazit Steht fest, dass es sich um eine Infektion aus dem hygienisch beherrschbaren Bereich handelt, trägt die Behandlungsseite die Be- weislast dafür, dass sie die hygienischen An- forderungen erfüllt und alle erforderlichen hygienischen Vorkehrungsmaßnahmen ge- troffen hat. (cid:2) kontakt Karin Gräfin von Strachwitz-Helmstatt Fachanwältin für Medizinrecht EHLERS, EHLERS & PARTNER RECHTSANWALTSSOCIETÄT Widenmayerstr. 29 80538 München Tel.: 0 89/21 09 69 34 Fax: 0 89/21 09 69 99 E-Mail: k.strachwitz@eep-law.de
(cid:36)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:82) (cid:51)(cid:68)(cid:83)(cid:82)(cid:89)(cid:68) (cid:51)(cid:82)(cid:79)(cid:76)(cid:82) (cid:57)(cid:68)(cid:78)(cid:93)(cid:76)(cid:81)(cid:76)(cid:68) Favosol ®(cid:3)(cid:57)(cid:80)(cid:68)(cid:91)(cid:29)(cid:3) (cid:48)(cid:68)(cid:91)(cid:76)(cid:80)(cid:68)(cid:79)(cid:72)(cid:3)(cid:58)(cid:76)(cid:85)(cid:78)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:74)(cid:72)(cid:74)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:57)(cid:76)(cid:85)(cid:72)(cid:81)(cid:17) Zur viruziden Desinfektion von Spraywasser- und Sprayluftkanälen von Turbinen, Hand- und Winkelstücken. (cid:135)(cid:3)(cid:57)(cid:76)(cid:85)(cid:88)(cid:93)(cid:76)(cid:71)(cid:3)(cid:238)(cid:3)(cid:74)(cid:72)(cid:80)(cid:108)(cid:137)(cid:3)(cid:53)(cid:46)(cid:44)(cid:16)(cid:18)(cid:39)(cid:57)(cid:57)(cid:16)(cid:47)(cid:72)(cid:76)(cid:87)(cid:79)(cid:76)(cid:81)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:21)(cid:19)(cid:19)(cid:27) (cid:135)(cid:3)(cid:49)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:3)(cid:78)(cid:82)(cid:85)(cid:85)(cid:82)(cid:86)(cid:76)(cid:89)(cid:3)(cid:178)(cid:3)(cid:48)(cid:68)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:76)(cid:68)(cid:79)(cid:3)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:82)(cid:81)(cid:72)(cid:81)(cid:71)(cid:15)(cid:3)(cid:74)(cid:72)(cid:85)(cid:88)(cid:70)(cid:75)(cid:86)(cid:81)(cid:72)(cid:88)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:79) (cid:135)(cid:3)(cid:54)(cid:70)(cid:75)(cid:81)(cid:72)(cid:79)(cid:79)(cid:3)(cid:238)(cid:3)(cid:21)(cid:3)(cid:54)(cid:72)(cid:78)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:86)(cid:83)(cid:85)(cid:129)(cid:75)(cid:72)(cid:81)(cid:15)(cid:3)(cid:20)(cid:3)(cid:48)(cid:76)(cid:81)(cid:88)(cid:87)(cid:72)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:90)(cid:76)(cid:85)(cid:78)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:79)(cid:68)(cid:86)(cid:86)(cid:72)(cid:81) (cid:135)(cid:3)(cid:58)(cid:76)(cid:86)(cid:86)(cid:72)(cid:81)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:68)(cid:73)(cid:87)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:74)(cid:72)(cid:83)(cid:85)(cid:129)(cid:73)(cid:87)(cid:3)(cid:238)(cid:3)(cid:39)(cid:42)(cid:43)(cid:48)(cid:3)(cid:16)(cid:18)(cid:57)(cid:36)(cid:43)(cid:16)(cid:47)(cid:76)(cid:86)(cid:87)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:69)(cid:72)(cid:68)(cid:81)(cid:87)(cid:85)(cid:68)(cid:74)(cid:87) (cid:40)(cid:85)(cid:73)(cid:68)(cid:75)(cid:85)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:54)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:80)(cid:72)(cid:75)(cid:85)(cid:29)(cid:3)(cid:90)(cid:90)(cid:90)(cid:17)(cid:73)(cid:68)(cid:89)(cid:82)(cid:86)(cid:82)(cid:79)(cid:17)(cid:70)(cid:82)(cid:80)
HYGIENEMANAGEMENT · HERSTELLERINFO Mit dem neuen „Hygiene-Navi“-Handbuch will der Autor Chris- toph Jäger Sie und Ihr Praxisteam erfolgreich und zielgenau durch den Gesetzes- und Verordnungsdschungel navigieren. Auf etwa 150 Seiten erhält die Zahnarztpraxis wertvolle Anleitungen, Checklisten und Formblätter zur Umsetzung, insbesondere der RKI-Empfehlung sowie der Medizinprodukte-Betreiberverord- nung MPBetreibV. Mit dem Hygiene-Handbuch durch den Gesetzesdschungel Autor: Christoph Jäger Für jedes Formblatt gibt es im neuen „Hygiene-Navi“ bereits ein ausgefülltes Muster, um eine komfortable Anwendung sicherstellen zu können. Das Herzstück des „Hygiene-Navis“ bildet eine ausgefeilte Crossmatrix. In dieser Ma- trix werden die einzelnen Anforderungen der RKI-Empfehlung, der MPBetreibV und weitere Regelwerke in die bereits vorhan- dene Infrastruktur einer Praxis übertragen. Hierdurch wird das Verständnis für die Hy- gieneanforderungen erhöht und die Hand- habung mit dem „Hygiene-Navi“ verein- facht. Das „Hygiene-Navi“ baut auf den Erfolg des „QM-Navi“-Handbuches auf. Mehr als 8.000 Praxen haben deutschlandweit das „QM-Navi“ erworben und befinden sich be- reits in der Einführungsphase ihres eige- nen Qualitätsmanagementsystems. Das QM-Navi stellt die Besonderheiten heraus und minimiert den Aufwand für die ein- zelne Praxis erheblich. Ihre Versicherungspolice Das „Hygiene-Navi“-Handbuch kann auch in abstrakter Form wie ein Ordner mit unter- schiedlichen Versicherungspolicen für die Praxis verstanden werden. Jede dieser Ver- sicherungspolicen (Checklisten, Praxisab- läufe etc.) kann u. a. zur Haftungsentlastung der Praxis und des Praxisinhabers bei- steuern. An einem Beispiel wollen wir das verdeut- lichen. Gesetzliche Vorgaben verpflichten u. a. Praxen, wiederkehrende Belehrungen durchzuführen. Diese Belehrungen dienen dazu, wichtige Aspekte innerhalb einer Or- ganisation – wie z. B. der Umgang mit dem eigenen Hygienemanagement – den Mitar- beitern in festgelegten Abständen näher zu bringen. Diese durchgeführten Belehrun- gen verringern nachweislich die Praxisun- fälle, wie z. B. unsachgemäßen Umgang mit Hygieneartikeln, die oft auch in die Katego- rie der Gefahrstoffe fallen. Sollte es nun doch zu einem Unfall kommen, so hat die Praxis gegenüber der Be- rufsgenossenschaft für Ge- sundheitsdienste und Wohl- fahrtspflege einen idealen Nachweis, der sich für die Praxis haftungsentlastend auswirken kann. Viele der mitgelieferten Checklisten und Anleitungen im „Hygiene- Navi“ haben den Charakter einer Versiche- rungspolice. 12 ZWP s p ezi al 5/2009
Schenken Sie ein strahlendes Lächeln. Das ist immer einen Applaus wert: reinigen, polieren oder fluoridieren – professionelle Zahnreinigung ist die wirksamste Methode um Ihren Patienten ein strahlendes Lächeln zu verpassen und Retentionsstellen für Plaque präventiv zu beseitigen. Mit Proxeo bietet W&H eine kompakte und einfach zu handhabende Lösung, die es Ihnen noch leichter machen wird, Ihre Kunden zufrieden zu stellen. Jetzt bei Ihrem Dentaldepot oder W&H Deutschland, t 08682/8967-0 oder unter wh.com
HYGIENEMANAGEMENT · HERSTELLERINFO RKI-Empfehlung Stand: 2006 Infektionsprävention in der Zahnheilkunde g n u t i e l s i x a r P g n u t i e l n i E e t g a r t f u a e B r e t i e b r a t i M g n u t l a w r e V g n a f p m E r e m m i z e t r a W g n u l d n a h e B g n u d e i h c s b a r e V n e g t n ö R r o b a L i r e t S P P P P P P P P P P P P P P P P 1. Risikobewertung 2. Infektionspräventive Maßnahmen am Patient Anamnese Orale Antisepsis Antibiotika Prophylaxe 3. Infektionspräventive Maßnahmen des Behandlungsteams Händehygiene Schutz vor Kontamination Impfprophylaxe Beschäftigungsbeschränkung 4. Aufbereitung von Medizinprodukten Hinweise zu Hand- und Winkelstücken und Turbinen Crossmatrix Weniger ist mehr Das von mehr als 8.000 Praxen eingesetzte „QM-Navi“ bestätigt, dass eine einfache Handhabung Teil des Gesamterfolgs ist. Wäh- rend der Entwicklung des „Hygiene-Navis“ lautete das Motto des Autors Christoph Jäger: „Weniger ist mehr.“ Es gibt zahlreiche Hygie- nemanagement-Systeme auf dem Markt, die jedoch inhaltlich überfrachtet sind und weit über das gewünschte Ziel hinausgehen. So gibt es Handbücher mit einem Inhalt von mehr als 500 Seiten, die man einer Zahnarztpraxis zumutet und damit fahrlässig in Kauf nimmt, dass sie nur wenig umgesetzt werden können. Das „Hygiene-Navi“ setzt – alternativ zu die- ANZEIGE (cid:102)(cid:22)(cid:22)(cid:105)(cid:105)(cid:106) (cid:94)(cid:88)(cid:105)(cid:88)(cid:101)(cid:107)(cid:96)(cid:92)(cid:105)(cid:107)(cid:23)(cid:88)(cid:108)(cid:93)(cid:23)(cid:64)(cid:95)(cid:105)(cid:92)(cid:23)(cid:74)(cid:90)(cid:88)(cid:99)(cid:96)(cid:101)(cid:94)(cid:36)(cid:62)(cid:92)(cid:105)(cid:128)(cid:107)(cid:92)(cid:24) (cid:66)(cid:102)(cid:100)(cid:93)(cid:102)(cid:105)(cid:107)(cid:88)(cid:89)(cid:92)(cid:99)(cid:23)(cid:88)(cid:105)(cid:89)(cid:92)(cid:96)(cid:107)(cid:92)(cid:101)(cid:23)(cid:100)(cid:96)(cid:107)(cid:23)(cid:91)(cid:92)(cid:101)(cid:23) (cid:99)(cid:92)(cid:96)(cid:106)(cid:107)(cid:108)(cid:101)(cid:94)(cid:106)(cid:106)(cid:107)(cid:88)(cid:105)(cid:98)(cid:92)(cid:101)(cid:23)(cid:63)(cid:108)(cid:36)(cid:61)(cid:105)(cid:96)(cid:92)(cid:91)(cid:112)(cid:23) (cid:71)(cid:102)(cid:110)(cid:92)(cid:105)(cid:36)(cid:74)(cid:90)(cid:88)(cid:99)(cid:96)(cid:101)(cid:94)(cid:36)(cid:74)(cid:103)(cid:96)(cid:107)(cid:113)(cid:92)(cid:101)(cid:37) (cid:109)(cid:109)(cid:109)(cid:36)(cid:94)(cid:107)(cid:92)(cid:104)(cid:95)(cid:91)(cid:90)(cid:111)(cid:36)(cid:91)(cid:107) 14 ZWP s p ezi al 5/2009 P P sen wenig nachhaltigen Systemen – exakt auf die Anforderungen der RKI-Empfehlung 2006 und der weiteren Regelwerke; nicht mehr und nicht weniger. In weniger als ca. 150 Seiten werden alle Anforderungen umfangreich er- läutert und umgesetzt. Das Herzstück des Handbuches Ein Hygiene-Handbuch zu schreiben ist nicht sonderlich schwer. Dieses haben bereits zahllose Autoren aus der Zahnmedizin be- wiesen. Auch der Autor dieses Fachartikels hat für unterschiedliche Bereiche zahlreiche Hygiene-Systeme und Hygiene-Handbücher geschrieben. Das Entscheidende an einem Handbuch ist aber, dass es auch in der Praxis von den Mitarbeitern verstanden und umge- setzt werden kann. Hier liegt u. a. die Schwie- rigkeit in der Erstellung eines solchen Wer- kes. Jedes Buch oder auch Handbuch will mit einem Register die Übersichtlichkeit und den Einstieg in die Inhalte erleichtern. Leider werden hier die guten Möglichkeiten eines Registers nicht genutzt. Sehr oft ist zu beob- achten, dass z. B. die einzelnen Punkte der RKI-Empfehlung und weiterer Regelwerke mit ihren Paragrafen – eins zu eins – in das Register übernommen werden. Wenn nun diese Inhalte bzw. das Register in der Praxis von den Mitarbeitern umgesetzt werden soll, ist das kaum möglich. Die Mitarbeiter der Pra- xis können die Inhalte der Richtlinie und so- mit die Anforderungen nicht mit der Praxis- organisation in Einklang bringen, das Hygie- nemanagement „lebt“ nicht. Eine nachhal- tige Umsetzung in die Praxisorganisation ist somit kaum möglich, denn ein Hygienema- nagementsystem ist als tägliche Aufgaben- stellung zu betrachten. Die Crossmatrix Was den Teil der Richtlinienzuordnung be- trifft, sorgt im „Hygiene-Navi“ hierfür die Crossmatrix für Abhilfe. Alle Praxen, die ein Hygienemanagementsystem einführen, ha- ben etwas gemeinsam. Die Infrastruktur ei- ner Praxis ist in allen Zahnarztpraxen gleich. Durch die Crossmatrix im „Hygiene-Navi“ werden die einzelnen Anforderungen der Richtlinie auf die Infrastruktur der Praxis und somit auf die einzelnen Personengrup- pen und die Räumlichkeiten umgelegt. Die Personengruppen bestehen aus der Praxis- leitung, den Beauftragten und den Mitarbei- tern der Praxis. Die Räumlichkeiten der Pra- xis werden im „Hygiene-Navi“ durch die Verwaltung, den Empfang, das Wartezim- mer, die Behandlung, Verabschiedung, Auf- bereitungsraum (Steri), Röntgen und dem Labor nachgebildet. Selbstverständlich können auch diese Personengruppen und Räumlichkeiten innerhalb der Unterlagen auf dem Computer angepasst werden. Im „Hygiene-Navi“ wird die Gemeinsamkeit einer einheitlichen Infrastruktur in Nutzen umgewandelt. In der Abbildung 1 wird die Crossmatrix vorgestellt. Auf der linken Seite befinden sich die Anforderungen der RKI- Empfehlung. Im oberen Bereich wird die be- schriebene Infrastruktur der Praxis abgebil- det. Im Zentrum der Matrix wird nun durch ein Häkchen festgelegt, welche RKI- Empfehlung in welchem Bereich der Infra- struktur behandelt wird. Alle wichtigen und gesetzlichen Unterla- gen, insbesondere Abläufe und Checklisten, werden nur den Räumen zugeordnet, in de- nen sie benötigt werden. Somit befindet sich z. B. ein Hygieneplan zum Thema „Ab- formungen, zahntechnische Werkstücke“ auch im Praxisraum(-bereich) „Labor“. Diese einfache Aufbaustruktur hat zwei we- sentliche Vorteile für eine Praxis: Zum einen können sich die Mitarbeiter in Kenntnis der
HERSTELLERINFO · HYGIENEMANAGEMENT Räumlichkeiten einer Praxis sehr schnell ei- nen Überblick zum Aufbau des Hygiene- Handbuches verschaffen und die wichtigen Unterlagen schnell wiederfinden, zum an- deren liegt der große Vorteil darin, dass wei- tere Managementsysteme, wie z.B. das ein- richtungsinterne Qualitätsmanagement, ohne großen Aufwand an die Struktur die- ses Handbuches angepasst werden können. Die Personalisierung In einer speziellen Druckerei werden die einzelnen „Hygiene-Navi“-Handbücher in Auftrag gegeben. Alle Kopfzeilen im Hand- buch werden mit den Adressdaten der Pra- xis versehen und ausgedruckt. Somit kann zum einen sichergestellt werden, dass jede Praxis ihr individuelles Handbuch erhält, und zum anderen, dass auch Praxen ohne einen Computer mit dem „Hygiene-Navi“- Handbuch arbeiten können. Alle Unterla- gen dienen in diesem Fall als einfache Ko- piervorlagen. Auf der mitgelieferten CD-ROM befindet sich ein kleines Setup-Programm. Mithilfe dieser kleinen EDV-Unterstützung werden alle Unterlagen, die sich auch im persön- lichen Hygiene-Handbuch befinden, auf dem Computer gespeichert. Während der kurzen Installation werden Sie einmalig nach den Adressdaten gefragt. Nach Ein- gabe dieser Daten werden anschließend alle Kopfzeilen der einzelnen Unterlagen mit den Adressdaten versehen. Selbstver- ständlich können diese Daten auch im Nachhinein noch verändert werden, wenn z. B. ein zusätzlicher Partner eingebracht werden muss. Auf dem Computer kann man nun ganz komfortabel das „Hygiene-Navi“ öffnen und notwendige und gewünschte Veränderungen vornehmen. Die Inhalte des Handbuches Der folgende Abschnitt zeigt Ihnen in Form ei- nes kurzen Rundgangs durch eine virtuelle Praxis, wie einfach strukturiert das „Hygiene- Navi“-Handbuch aufgebaut ist. Dabei brin- gen wir Ihnen die Anforderungen gemäß der RKI-Empfehlung direkt näher. Beginnen wir die Rundreise im Bereich der Praxisleitung. Praxisleitung Zunächst wird im Rahmen der Einführung des Hygienemanagement-Systems mithilfe eines Formblattes eine hygienische Be- standsaufnahme ermittelt. Eine jährliche Wiederholung dieser Aufgabe sollte selbst- verständlich sein. In einer einfachen Check- liste sind alle wichtigen Jahrestermine, ins- besondere die für die ständigen Belehrun- gen, aufgeführt. Mit dieser Checkliste kann nun eine einfache Jahresplanung vorgenom- men werden. Somit können alle wichtigen Hygienetermine nicht mehr in Vergessenheit geraten. Eine einfache Verantwortungsma- trix regelt alle Hygieneaufgaben auf einen Blick. Hiermit soll mehr Bewusstsein für die vielen täglichen und verantwortungsvollen Aufgaben erreicht werden. ANZEIGE Händedesinfektion im Blickpunkt Ohne Farbe. Ohne Parfüm. Pure Leistung. desderman® pure. desderman® pure – optimale Hautverträglichkeit und einzigartige Wirksamkeit. alkoholisches Präparat zur hygienischen und chirurgischen Händedesinfektion farbsto(cid:2)- und parfümfrei, daher auch für Allergiker geeignet bakterizid (inkl. Tb) I begrenzt viruzid gemäß RKI geprüfte Norovirus-Wirksamkeit gemäß neuesten Testmethoden (Murines Norovirus) VAH/DGHM-gelistet; RKI Liste gem. § 18 IfSG desderman® pure (cid:116)(cid:1)(cid:59)(cid:86)(cid:84)(cid:66)(cid:78)(cid:78)(cid:70)(cid:79)(cid:84)(cid:70)(cid:85)(cid:91)(cid:86)(cid:79)(cid:72)(cid:27)(cid:1)100 g Lösung enthalten: Arzneilich wirksame Bestandteile: 78,2 g Ethanol 96 %, 0,1 g Biphenyl-2-ol. Sonstige Bestandteile: Povidon 30, Isopropylmyristat (Ph.Eur.), (Hexadecyl,octadecyl)[(RS)-2-ethyl- (cid:73)(cid:70)(cid:89)(cid:66)(cid:79)(cid:80)(cid:66)(cid:85)(cid:62)(cid:1)(cid:111)(cid:1)(cid:42)(cid:84)(cid:80)(cid:81)(cid:83)(cid:80)(cid:81)(cid:90)(cid:77)(cid:85)(cid:70)(cid:85)(cid:83)(cid:66)(cid:69)(cid:70)(cid:68)(cid:66)(cid:79)(cid:80)(cid:66)(cid:85)(cid:1)(cid:9)(cid:24)(cid:27)(cid:19)(cid:27)(cid:18)(cid:10)(cid:13)(cid:1)(cid:52)(cid:80)(cid:83)(cid:67)(cid:74)(cid:85)(cid:80)(cid:77)(cid:14)(cid:45)(cid:218)(cid:84)(cid:86)(cid:79)(cid:72)(cid:1)(cid:24)(cid:17)(cid:1)(cid:6)(cid:1)(cid:9)(cid:76)(cid:83)(cid:74)(cid:84)(cid:85)(cid:66)(cid:77)(cid:77)(cid:74)(cid:84)(cid:74)(cid:70)(cid:83)(cid:70)(cid:79)(cid:69)(cid:10)(cid:1)(cid:9)(cid:49)(cid:73)(cid:15)(cid:38)(cid:86)(cid:83)(cid:15)(cid:10)(cid:13)(cid:1)(cid:19)(cid:14)(cid:49)(cid:83)(cid:80)(cid:81)(cid:66)(cid:79)(cid:80)(cid:77)(cid:1)(cid:9)(cid:49)(cid:73)(cid:15)(cid:1)(cid:38)(cid:86)(cid:83)(cid:15)(cid:10)(cid:13)(cid:1)(cid:72)(cid:70)(cid:83)(cid:70)(cid:74)(cid:79)(cid:74)(cid:72)(cid:85)(cid:70)(cid:84)(cid:1)(cid:56)(cid:66)(cid:84)(cid:84)(cid:70)(cid:83)(cid:15)(cid:1)(cid:116)(cid:1)Anwendungsgebiete: desderman® pure wird zur hygienischen und chirurgischen Händedesinfektion angewendet. Die arzneilich wirksamen Bestandteile Ethanol und 2-Biphenylol wirken gegen Bakterien (inkl. Mykobakterien), Pilze und viele Viren. Die Wirksamkeit von desderman® pure gegen Viren schließt behüllte Viren* (Klassiﬁzierung (cid:118)(cid:67)(cid:70)(cid:72)(cid:83)(cid:70)(cid:79)(cid:91)(cid:85)(cid:1)(cid:87)(cid:74)(cid:83)(cid:86)(cid:91)(cid:74)(cid:69)(cid:105)(cid:10)(cid:1)(cid:86)(cid:79)(cid:69)(cid:1)(cid:51)(cid:80)(cid:85)(cid:66)(cid:87)(cid:74)(cid:83)(cid:70)(cid:79)(cid:1)(cid:70)(cid:74)(cid:79)(cid:15)(cid:1)(cid:116)(cid:1)(cid:40)(cid:70)(cid:72)(cid:70)(cid:79)(cid:66)(cid:79)(cid:91)(cid:70)(cid:74)(cid:72)(cid:70)(cid:79)(cid:27) desderman® pure darf nicht angewendet werden, wenn Sie überempﬁndlich (allergisch) gegenüber den arzneilich wirksamen Bestandteilen oder einen der sonstigen Bestandteile (cid:87)(cid:80)(cid:79)(cid:1)(cid:69)(cid:70)(cid:84)(cid:69)(cid:70)(cid:83)(cid:78)(cid:66)(cid:79)(cid:165)(cid:1)(cid:81)(cid:86)(cid:83)(cid:70)(cid:1)(cid:84)(cid:74)(cid:79)(cid:69)(cid:15)(cid:1)(cid:69)(cid:70)(cid:84)(cid:69)(cid:70)(cid:83)(cid:78)(cid:66)(cid:79)(cid:165)(cid:1)(cid:81)(cid:86)(cid:83)(cid:70)(cid:1)(cid:79)(cid:74)(cid:68)(cid:73)(cid:85)(cid:1)(cid:66)(cid:86)(cid:71)(cid:1)(cid:52)(cid:68)(cid:73)(cid:77)(cid:70)(cid:74)(cid:78)(cid:73)(cid:202)(cid:86)(cid:85)(cid:70)(cid:79)(cid:1)(cid:66)(cid:79)(cid:88)(cid:70)(cid:79)(cid:69)(cid:70)(cid:79)(cid:15)(cid:1)(cid:116)(cid:1)Nebenwirkungen: Gelegentlich kann es zu für alkoholische Händedesinfektionsmittel typischen Nebenwirkungen wie Hautirritationen (z. B. Rötung, Tro- ckenheit) kommen. Trotz weiterer Anwendung klingen diese Missempﬁndungen bereits nach 8 – 10 Tagen meist wieder ab. Auch können Kontaktallergien auftreten. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie Nebenwirkungen (cid:67)(cid:70)(cid:78)(cid:70)(cid:83)(cid:76)(cid:70)(cid:79)(cid:13)(cid:1)(cid:69)(cid:74)(cid:70)(cid:1)(cid:79)(cid:74)(cid:68)(cid:73)(cid:85)(cid:1)(cid:74)(cid:79)(cid:1)(cid:69)(cid:74)(cid:70)(cid:84)(cid:70)(cid:83)(cid:1)(cid:40)(cid:70)(cid:67)(cid:83)(cid:66)(cid:86)(cid:68)(cid:73)(cid:84)(cid:74)(cid:79)(cid:71)(cid:80)(cid:83)(cid:78)(cid:66)(cid:85)(cid:74)(cid:80)(cid:79)(cid:1)(cid:66)(cid:86)(cid:71)(cid:72)(cid:70)(cid:71)(cid:224)(cid:73)(cid:83)(cid:85)(cid:1)(cid:84)(cid:74)(cid:79)(cid:69)(cid:15)(cid:1)(cid:116)(cid:1)(cid:56)(cid:66)(cid:83)(cid:79)(cid:73)(cid:74)(cid:79)(cid:88)(cid:70)(cid:74)(cid:84)(cid:70)(cid:1)(cid:86)(cid:79)(cid:69)(cid:1)(cid:84)(cid:81)(cid:70)(cid:91)(cid:74)(cid:70)(cid:77)(cid:77)(cid:70)(cid:1)(cid:55)(cid:80)(cid:83)(cid:84)(cid:74)(cid:68)(cid:73)(cid:85)(cid:84)(cid:78)(cid:66)(cid:149)(cid:79)(cid:66)(cid:73)(cid:78)(cid:70)(cid:79)(cid:1)(cid:71)(cid:224)(cid:83)(cid:1)(cid:69)(cid:74)(cid:70)(cid:1)(cid:34)(cid:79)(cid:88)(cid:70)(cid:79)(cid:69)(cid:86)(cid:79)(cid:72)(cid:27) Nur äußerlich anwenden. Flammpunkt nach DIN 51 755: 16 °C. Leicht entzündlich. Nicht in Kontakt mit oﬀenen Flammen bringen. Nach Verschütten des Desinfektionsmittels sind unverzüglich Maßnahmen gegen Brand und Explosion zu treﬀen. Geeignete Maßnahmen sind z. B. das Aufnehmen verschütteter Flüssigkeit und (cid:55)(cid:70)(cid:83)(cid:69)(cid:224)(cid:79)(cid:79)(cid:70)(cid:79)(cid:1)(cid:78)(cid:74)(cid:85)(cid:1)(cid:56)(cid:66)(cid:84)(cid:84)(cid:70)(cid:83)(cid:13)(cid:1)(cid:69)(cid:66)(cid:84)(cid:1)(cid:45)(cid:224)(cid:71)(cid:85)(cid:70)(cid:79)(cid:1)(cid:69)(cid:70)(cid:84)(cid:1)(cid:51)(cid:66)(cid:86)(cid:78)(cid:70)(cid:84)(cid:1)(cid:84)(cid:80)(cid:88)(cid:74)(cid:70)(cid:1)(cid:69)(cid:66)(cid:84)(cid:1)(cid:35)(cid:70)(cid:84)(cid:70)(cid:74)(cid:85)(cid:74)(cid:72)(cid:70)(cid:79)(cid:1)(cid:87)(cid:80)(cid:79)(cid:1)(cid:59)(cid:224)(cid:79)(cid:69)(cid:82)(cid:86)(cid:70)(cid:77)(cid:77)(cid:70)(cid:79)(cid:15)(cid:1)(cid:116)(cid:1)(cid:49)(cid:73)(cid:66)(cid:83)(cid:78)(cid:66)(cid:91)(cid:70)(cid:86)(cid:85)(cid:74)(cid:84)(cid:68)(cid:73)(cid:70)(cid:83)(cid:1)(cid:54)(cid:79)(cid:85)(cid:70)(cid:83)(cid:79)(cid:70)(cid:73)(cid:78)(cid:70)(cid:83)(cid:27) Schülke & Mayr GmbH, 22840 Norderstedt. * Geprüft gegen Testviren BVDV (Surrogatviren für Hepatitis-C-Virus) und Vakziniavirus. Die Ergebnisse lassen nach aktuellem Kenntnisstand den Rückschluss auf die Wirksamkeit gegen andere behüllte Viren zu, z. B. Hepatitis B-Virus, HI-Virus. Schülke & Mayr GmbH Produkt- und Anwendungsberatung | Telefon: 040 / 521 00-666 | Fax: 040 / 521 00-660 | www.schuelke.com | mail@schuelke.com
HYGIENEMANAGEMENT · HERSTELLERINFO Beauftragte der Praxis Es wird empfohlen (keine Pflicht), inner- halb der Praxisorganisation für die Koordi- nation aller hygienerelevanten Aufgaben und deren Ergebnisse eine/en Hygienebe- auftragte/en zu benennen. Innerhalb der Beauftragtenbenennung werden alle wich- tigen Aufgaben und Verantwortlichkeiten beschrieben und von der Praxisleitung sowie dem Beauftragten mit Datum unter- zeichnet. Alle Mitarbeiter der Praxis unter- stützen die Beauftragten bei der Ausfüh- rung ihrer Aufgaben. Mitarbeiter der Praxis Für die Mitarbeiter der Praxis gibt es Hygie- neanleitungen zum besseren Verständnis und die dazugehörigen Formblätter zur Do- kumentation des Erreichten. Zur Dokumen- tation von internen Schulungen und Unter- weisungen in die Handhabung neuer Geräte gibt es übersichtliche Formblätter, die einen ordnungsgemäßen Nachweis sicherstellen. In einer einfachen Tabelle werden alle der zur Freigabe der aufbereiteten Instrumente und Medizinprodukte berechtigten Mitarbei- ter aufgelistet. Verwaltung Innerhalb der Verwaltung gibt es Unterla- gen, um eine Herstelleranfrage durchfüh- ren zu können für die sich im Einsatz befind- lichen Instrumente und Geräte (Medizin- produkt). Fehlt z. B. eine Bedienungsan- leitung für ein Medizinprodukt, so kann mithilfe dieser Unterlagen eine präzise Herstelleranfrage gestartet werden. Das gesetzlich ge- forderte Gerätebe- standsverzeichnis und die notwendi- gen Gerätebücher 16 ZWP s p ezi al 5/2009 sind ebenfalls der Verwaltung zugeordnet und können hier für die gesamte Praxis er- fasst werden. Empfang Im Bereich Empfang gibt es einfache Reini- gungsanleitungen und deren Verantwort- lichkeiten. Dieser und andere Bereiche im Hygiene-Navi lassen sich ideal an die aktuel- len Besonderheiten der Praxis anpassen. Behandlung Im Bereich der Behandlung gibt es Arbeits- anweisungen für die gezielte und sichere Entsorgung bzw. Transport von benutzen Instrumenten. Darüber hinaus wurden dem Praxisbereich „Behandlung“ die Hygiene- pläne für Absauganlagen und wasserfüh- rende Systeme zugeordnet. Im Bereich der Behandlungszimmer befinden sich auch Angaben zur Reinigung und Desinfektion von Gegenständen und Flächen in Form ei- nes aussagekräftigen Hygieneplans. Aufbereitungsraum Die meisten Unterlagen des Hygiene-Navis befinden sich im hygienischen Herzstück ei- ner Praxis, dem Aufbereitungsraum, oder auch einfach Steri genannt. Hier finden Sie Antworten auf die persönlichen Schutzaus- rüstungen für die Mitarbeiter oder der Risi- kobewertung von aufzubereitenden Instru- menten. Auch die Behandlung kontaminier- ter Wäsche und die fachgerechte Entsorgung von Praxisabfällen wird beschrieben. Wich- tige Arbeitsanweisungen regeln das Reini- gen, Desinfizieren und Sterilisieren von Ins- trumenten und Geräten. Auch wichtige Unterlagen zum Aufzeichnen der Chargen- ergebnisse aus dem Thermodesinfektor und dem Autoklaven befinden sich in diesem Be- reich. Röntgen und Labor Im Röntgenraum gibt es einen Rahmen- hygieneplan, der das Reinigen und die notwendige Desinfektion von Flächen und Gegenständen beschreibt. Im Labor finden Sie u. a. hygienische Anga- ben über Abformungen zahntechnischer Werkstücke. Mustervorlagen Auf der Homepage des Autors www.der- qmberater.de können sich interessierte Praxen die ersten Leseproben des neuen Hygiene-Navi-Handbuches kostenlos he- runterladen. Mithilfe der Musterunterlagen sollen interessierte Praxen sich einen besse- ren Überblick verschaffen können. Gerne be- antwortet der Autor auch Fragen rund um das Thema „Hygienemanagement in der Zahn- arztpraxis“.(cid:2) autor Christoph Jäger beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren mit dem Themenkomplex „Qualitäts- und Hygienemanagement“, davon seit 12 Jahren ausschließlich im Gesundheitswesen. Er ist Autor zahlreicher QM-Handbücher und Fachartikel sowie Mitautor eines Fachbuches „Gelebtes Qualitäts- management – Wie Sie Manage- ment und Alltag in einer Zahnarzt- praxis optimieren“. Er ist Entwick- ler zahlreicher softwarebasieren- der Managementsysteme und ist hierfür mit einem der bedeutends- ten Innovationspreise in Deutsch- land im Jahre 2004 geehrt worden. Christoph Jäger hält darüber hinaus zahlreiche Vor- träge und unterstützt Zahnarzt- praxen bei der Einführung ihres Managementsystems. kontakt Qualitäts-Management-Beratung Der-QMBerater Christoph Jäger Am Markt 12–16 31655 Stadthagen Tel.: 0 57 21/93 66 32 Fax: 0 57 21/93 66 33 E-Mail: info@der-qmberater.de www.der-qmberater.de
FORTBILDUNG · HERSTELLERINFO In der aktuellen Seminarreihe „Die Hygienebeauftragte“ er- läutert Iris Wälter-Bergob anschaulich, welche rechtlichen Rahmenbedingungen für ein Hygienemanagement ausschlag- gebend und verbindlich und welche Maßnahmen erforderlich sind. Detailinformationen zu den einzelnen Gesetzen und Ver- ordnungen helfen dabei, einen klaren Überblick zu bekommen und die Übertragung der geforderten Punkte in der eigenen Praxis anzugehen. Sauber ist nicht gleich Hygiene! Autor: Iris Wälter-Bergob Hygiene in der Zahnarztpraxis ist seit ei- nigen Jahren in aller Munde. Und dies noch vielmehr, seit RKI-Richtlinien und DIN- Normen zahlreiche Rahmenbedingungen vorgeben und weiter verschärfen. Der neue Hygieneplan der Bundeszahnärztekammer enthält klare Vorgaben für die Durchfüh- rung und Dokumentation der Hygienemaß- nahmen und ist somit unentbehrlich für die Praxis. Darüber hinaus hat der Gesetzgeber mittlerweile Voraussetzungen geschaffen, die es ermöglichen, dass staatliche Stellen auch ohne Verdachtsgründe Praxisbege- hungen vornehmen können und müssen. Umso mehr obliegt es jeder Praxis, ein gang- bares Hygienesystem zu etablieren, konti- nuierlich weiterzuentwickeln und zu leben. Das Hygieneseminar Zunächst wird im „Seminar zur Hygienebe- auftragten“ eine geeignete Infrastruktur benötigt, die garantiert, dass ein Hygiene- system funktionieren kann, z. B. werden personelle, bauliche und technische Gege- benheiten analysiert und beleuchtet. Termine „Seminar zur Hygienebeauftragten“ 5. September 2009 Leipzig 19. September 2009 Konstanz 10. Oktober 2009 München 9. November 2009 Köln 13. November 2009 Berlin (Leipziger Forum für Innovative Zahnmedizin) (4. Süddeutsche Implantologietage/EUROSYMPOSIUM) (DEC Dentalhygiene-Einsteiger-Congress) (Symposium – Orofaziales Syndrom) (BDO Jahrestagung) Kursgebühr: 47, 50 € zzgl. MwSt. Tagungspauschale 47,50 € zzgl. MwSt. Die Tagungspauschale ist für jeden Teilnehmer zu entrichten (beinhaltet Kaffeepausen, Tagungsgetränke, Mittagessen). Hierzu werden wertvolle Tipps und Anre- gungen während des Seminars vermittelt. Im nächsten Schritt wird eine Materie be- handelt, die jeder Praxis wohlbekannt ist: Das umfangreiche und komplizierte Thema der Aufbereitung von Medizinprodukten. Die neue Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprä- vention des Robert Koch-Instituts fordert die Einteilung der Instrumente in unkri- tisch, semikritisch oder kritisch mit entspre- chenden Untergruppierungen. Aus dieser Kategorisierung abgeleitet ergibt sich letzt- lich das korrekte Procedere der Aufberei- tung. Sterilisieren oder genügt desinfizie- ren? Welche Pflege muss ein Hohlkörper- instrument erfahren? Welche Schritte sind bei Textilien oder anderen porösen Artikeln nötig? Optimale Aufbereitung Im Rahmen der Aufbereitung ist eine ein- wandfreie Dokumentation und Freigabe unerlässlich. Es muss mit validierten Ver- fahren gearbeitet werden, deren Eignung für die tägliche Routinearbeit nachzuwei- sen ist. Weiterhin dürfen nur Personen, die über die notwendige Sachkenntnis verfü- gen, die Aufbereitung durchführen und frei- geben. Durch die jeweilige Unterschrift be- stätigt die freigebende Person, in die Hygie- nerichtlinien gemäß RKI eingewiesen wor- den zu sein. 18 ZWP s p ezi al 5/2009
Anforderungen an die Ausstattungen von Aufbereitungsräumen beinhalten die Defi- nition von sterilen und unsterilen Bereichen, die Bereitstellung von Aufbereitungsgeräten und -materialien. Auch die Kleidung des Per- sonals muss bestimmten Richtlinien genü- gen. Die Diskussion maschinelle versus ma- nuelle Aufbereitung bildet den nächsten Se- minarpunkt. Gemäß RKI-Richtlinien ist die maschinelle der manuellen Aufbereitung vorzuziehen. Vor- und Nachteile und Berück- sichtigung von Schutzmaßnahmen werden genau besprochen. Außerdem ist für jedes Medizinprodukt innerhalb einer Risikobewertung einmal schriftlich festzulegen, ob und wie oft und nach welchem Verfahren die Aufbereitung erfolgt. Vor dem Hintergrund, wie die zahl- reichen Anforderungen an ein Hygienema- nagement in die Praxis umgesetzt werden können, wird das Erstellen von Hygieneplä- nen, Instrumentenlisten sowie eindeutiger, verständlicher Arbeitsanweisungen ein- schließlich der Festlegung von Prozess- und Qualitätskontrollen vermittelt. Vor dem praktischen Seminarteil wird per Multiple- Choice-Test das Erlernte überprüft und ver- tieft.(cid:2) kontakt Oemus Media AG Holbeinstr. 29 04229 Leipzig Tel.: 03 41/4 84 74-3 08 Fax: 03 41/4 84 74-2 90 E-Mail: event@oemus-media.de www.oemus-media.de HERSTELLERINFO · FORTBILDUNG autor Iris-Wälter Bergob ist seit Langem im Bereich Dental tätig. Sie bringt umfassende Erfahrung in allen Zweigen der Praxistätigkeit mit. Speziell die Themen Praxisorga- nisation und Hygiene sind ihre Fachgebiete. Seit 2006 ist sie da- rüber hinaus als Referentin und Autorin tätig. Ihre Schwerpunkte sind: Hygienerichtlinien und Hy- gienefortbildungen, Praxisbege- hungen, Qualitätsmanagement, Praxismanagement, Dokumenta- tion, Richtig verkaufen, Abrech- nung. Seit 2008 bietet Iris Wälter- Bergob erfolgreich die Etablie- rung von Qualitätsmanagement für das Gesundheitswesen und so- ziale Dienstleister an. ANZEIGE I n f e k t i o n s s c h u t z V e r a n t w o r t u n g S i c h e r h e i t Abform- Desinfektion in Praxis und Labor BEYCODENT www.beycodent.de 09a02 DIROMATIC ® Info-Service 02744 / 920017
PRAXISBEGEHUNG · HERSTELLERINFO Aus vielen Regionen tauchen in letzter Zeit wieder Meldungen über Praxisbegehungen auf. Dabei werden alle Überprü- fungen der Praxen über einen Kamm geschoren. Häufig wird übersehen, dass verschiedene Behörden mit dementspre- chend verschiedenen Blickwinkeln die deutschen Zahnärzte besuchen. Überprüfung der Hygiene in Zahnarztpraxen lichkeit), das Personal-WC, das Lager und evtl. das Labor angeschaut. Der Aufberei- tungsraum wird nur teilweise bzw. nicht im vollen Umfang inspiziert, da dieser unter ei- nen anderen rechtlichen Bereich fällt und das Gesundheitsamt hier nicht zuständig ist. In einigen Bundesländern gibt es eine klare Trennung zwischen den Zuständigkei- ten, in anderen kooperieren die Aufsichts- behörden. Besonderes Augenmerk gilt der Ausstat- tung der Waschplätze mit berührungsfreien Autor: Mathias Lange Im Jahr 2001 wurde das alte Bundesseu- chengesetz durch das Infektionsschutzge- setz (IfSG) abgelöst. Durch dieses Umden- ken hin zu einer präventiven Gesetzgebung haben auch die Aufsichtsbehörden neue Aufgaben und Möglichkeiten bekommen. Sinn des Gesetzes ist es, Infektionen am Menschen nach Möglichkeit von vornherein zu unterbinden. Überprüfung durch die Gesundheitsämter Aus diesem Grund haben die Gesundheits- ämter die Aufgabe bekommen, u. a. alle am- bulant operierenden Einrichtungen zu überwachen. Ferner können Arzt- und Zahnarztpraxen sowie sonstige Einrichtun- gen, die invasive Eingriffe am Menschen durchführen (hierunter fallen z. B. Tattoo, Piercing und sonstige paramedizinische Bereiche), infektionshygienisch überwacht werden (IfSG §36). Eine Praxisbegehung nach § 36 Infektions- schutzgesetz von Zahnarztpraxen ist also eine Kann-Bestimmung und obliegt dem zu- ständigen kommunalen Gesundheitsamt. Diese Regelung führt dazu, dass in einigen Teilen unserer Republik sehr häufig Über- prüfungen der Infektionshygiene durchge- führt werden, während in anderen Teilen die Art von Infektionsschutz noch gar nicht genutzt wird. Auch sind die Art und Inten- sität der Überprüfungen stark voneinander abweichend. Ganz allgemein beschäftigten sich die Gesundheitsämter mit der direkten Hygiene am Patienten. Hier werden die Schwerpunkte der Überwachung häufig auf Punkte wie die Händedesinfektion, den Hy- gieneplan und die Wasserhygiene gelegt (siehe Tabelle). Im Regelfall werden solche Begehungen ca. vier bis sechs Wochen vor- her schriftlich angekündigt. Unangekün- digte Überprüfungen finden fast nur bei vorliegenden Anzeigen wegen unhygieni- scher Zustände statt. Als Grundlage wird die RKI-Empfehlung „Infektionsprävention in der Zahnheil- kunde – Anforderungen an die Hygiene“ vom April 2006 (vorveröffentlicht im Januar 2006) herangezogen. Ebenso finden die Empfehlung zur Flächen- (2004) und zur Händehygiene (2000) Beachtung. Ablauf einer Begehung Der Ablauf einer Begehung läuft fast immer gleich ab. Nachdem meist eine Kopie des Hygieneplans sowie ein allgemeiner Fra- gebogen vorher angefordert wurden, findet der Besuch der Praxis statt. Nach einer Vorbesprechung, bei der Fragen der Praxis geklärt werden und der weitere Ablauf vorgestellt wird, er- folgt die Besichtigung der Räume. Hierbei werden neben den Behand- lungszimmern auch der Röntgen- raum, Personalraum (Umkleidemög- 20 ZWP s p ezi al 5/2009
PRAXISBEGEHUNG · HERSTELLERINFO Spendern, einem ohne Hände zu bedienen- den Wasserhahn und nur einfach verwen- deten Handtüchern. Ein Umfüllen des Händedesinfektionsmittels ist laut Stel- lungnahme des VAH (Verbund für ange- wandte Hygiene) nur unter bestimmten Auflagen zulässig. Wenn Baumwoll-Gästehandtücher zum einmaligen Abtrocknen verwendet werden, müssen diese desinfizierend (z. B. Kochwä- sche) aufbereitet werden und kontamina- tionsgeschützt gelagert zum Einsatz kom- men. Ebenfalls ein großes Thema ist die soge- nannte Personalhygiene: die Fingernägel des Teams sind kurz und rund geschnitten, es wird kein Nagellack verwendet. Schmuck darf an Händen und Unterarmen ebenfalls nicht getragen werden. Wie sieht es mit Handschuhen, Mund-Nasen-Schutz und Schutzbrille aus? Sind alle Mitarbeiter ge- gen Hepatitis B geimpft bzw. mindestens darüber informiert? Einsicht wird auch in die Dokumentation der jährlich zu erfolgen- den Hygieneunterweisung genommen. Die Desinfektion der Flächen, der Absaug- anlage und die Ordnung in den Schränken und Schubladen sind ebenso Bestandteil der Begutachtung wie die Überprüfung der Wasserqualität in den Behandlungseinhei- ten (Trinkwasserverordnung). Alle Punkte werden dem anwesenden Pra- xisinhaber und dem Personal erklärt und verdeutlicht, warum eine Einhaltung so wichtig ist. In einem Abschlussgespräch werden die wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst und die Umsetzung be- sprochen. Im Nachgang bekommt die Praxis einen Be- richt, in dem meist in verschiedene Kate- gorien unterteilt wird. Mängel sind festge- stellte Fehler, die aber nicht unmittelbar zu einer Gefahr für Patienten oder Personal führen. Diese müssen innerhalb einer be- stimmten Frist abgestellt und der Behörde die Beseitigung mit- geteilt werden. Kritische Mängel können unter be- stimmten Vorausset- zungen zu einer Ge- fährdung von Patient oder Personal führen und müssen umgehend abgestellt werden. Häufig gibt es weitere Hinweise des Amtes, die nach Ermessen der Praxis umgesetzt werden sollten. Eine erneute Kontrollbegehung, um die Be- seitigung der festgestellten Hygienefehler zu überprüfen, finden bei Routinebegehun- gen (ohne Anzeige) schon aus Personal- gründen selten statt. Überprüfung durch die Bezirksregierung Bereits aus dem Jahr 1994 stammt das Medi- zinproduktegesetz (MPG), das in § 26 alle Überprüfungsschwerpunkte der Behörden Gesundheitsamt (§ 36 IfSG) Bezirksregierung (§ 26 MPG) Hygieneplan Arbeitsanweisungen zur Aufbereitung von MP Handwaschplätze Bestandsverzeichnis und Medizinproduktebücher DGHM/VAH Listung der Desinfektionsmittel Wartungen und Kontrollen der Medizingeräte Personalhygiene Sachkunde der aufbereitenden Mitarbeiter/-innen Wasserhygiene Bauliche Voraussetzungen zur Aufbereitung Verfallsdaten von Medikamenten etc. Technische Voraussetzungen zur Aufbereitung Hygieneunterweisungen Validierung der Aufbereitungsgeräte Reinigungs-/Putzzeug und Reinigungsplan Routinekontrolle und Dokumentation der Aufbereitung Abfallentsorgung Evtl. Röntgen 22 ZWP s p ezi al 5/2009 Einrichtungen (also auch Zahnarztpraxen) unter die Überwachung der zuständigen Behörde stellt, in denen Medizinprodukte, die bestimmungsgemäß keimarm oder ste- ril zur Anwendung kommen, aufbereitet werden. Diese Überwachung ist also eine Muss-Bestimmung und obliegt der Bezirks- regierung. Durchgeführt wird diese je nach Bundesland meist durch das Regierungs- präsidium selbst oder durch die Gewerbe- aufsichtsämter. gung, Desinfektion Das Augenmerk ist naturge- mäß ein ganz anderes als bei den Begehungen der Gesundheitsämter. So konzentriert sich der ebenfalls meist ange- kündigte Besuch häu- fig auf den Aufberei- tungsraum bzw. den Be- reich, in dem die Reini- und Sterilisation der Medizinprodukte durchgeführt wird. Als Grundlage und Maß- stab wird hier die gemeinsame Empfehlung des RKI und des Bundesinstituts für Arz- neimittel und Medizinprodukte (BfArM) „Anforderung an die Hygiene bei der Auf- bereitung von Medizinprodukten“ (2001) genommen. Teilweise fließen Besonder- heiten der zuvor erwähnten Zahnmedizin- richtlinie ein. Seit März 2008 gibt es zusätz- lich einen Leitfaden zur bundeseinheit- lichen Überwachung. Erstellt wurde dieser durch die Arbeitsgruppe Medizinprodukte, in der sich Aufsichtsbeamte aus der ganzen Bundesrepublik zusammensetzen, um ein einheitliches Handeln zu erzielen. Leider ist diese Einheitlichkeit bislang nicht zu erkennen. Kontrolle der Aufbereitung Bei der Überprüfung wird viel Wert auf möglichst einfach und klar geschriebene Arbeitsanweisungen für alle wichtigen Schritte der Aufbereitung gelegt. Die Beach- tung der Herstellerangaben zur Aufberei- tung der Medizinprodukte ist hierbei uner- lässlich. Die baulichen Voraussetzungen müssen eine klare Trennung zwischen unreinen und reinen Arbeitsschritten ermöglichen und eine Rekontamination von bereits aufberei- teten Medizinprodukten ausschließen. Ist
HERSTELLERINFO · PRAXISBEGEHUNG dies baulich nicht möglich, so wird häufig eine organisatorische Trennung erlaubt. Die Aufbereitungsgeräte wie Autoklav und RDG (Thermodesinfektor) müssen dem ak- tuellen Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen (DIN EN 13060 bzw. DIN EN 15883) und nach Herstellerangaben gewar- tet sein. Zusätzlich wird mittlerweile in nahezu allen Bundesländern eine Vor-Ort- Validierung der Geräte gefordert. Bei dieser Validierung wird neben der technisch ein- wandfreien Funktion auch die Aufstellung der Geräte sowie die Beladung bzw. die Eig- nung für die aufzubereitenden Medizinpro- dukte geprüft. Bei der abzuprüfenden Sachkunde der auf- bereitenden Mitarbeiter/-innen geht der Trend der Aufsichtsbehörden weg von einer bestimmten Schulung (z.B. 40-stündiger Sachkundekurs nach DGSV) hin zu einer reellen Beurteilung anhand der festgestell- ten Verfahren bzw. Mängel. So wird, wenn keine gravierenden Mängel in der Aufberei- tung festgestellt werden, auch die mit der Ausbildung erworbene Sachkunde nicht an- gezweifelt. Werden erhebliche Mängel fest- gestellt, die auf eine mangelnde Sachkennt- nis schließen lassen, fordern die Behörden entsprechende Nachweise. Die Routinekontrolle der Aufbereitungsge- räte durch z. B. den sogenannten Helix-Test bei Autoklaven gehört ebenso zur Überwa- chung wie die entsprechende lückenlose Dokumentation. Ein besonderes „Problemkind“ stellt die ordnungsgemäße Aufbereitung der Hand- und Winkelstücke so- wie der Turbinen dar. Eine rechtlich einwandfreie Aufbereitung wird derzeit nur in ei- nem Teil der deut- schen Zahnarzt- praxen durchge- führt, da diese nur unter sehr hohem finanziellen und zeitlichen Aufwand möglich ist. Aufberei- tungsgeräte sind recht kost- spielig und die benötigte Zeit teil- weise immens hoch. Hier ist sicherlich auch weiterhin die Dentalindustrie gefordert, weiter an geeigneten Aufbereitungsverfah- ren für diese Art von Medizinprodukten zu arbeiten. Einiges wurde in den letzten Mo- naten auf den Markt gebracht und auf der IDS im März der Öffentlichkeit vorgestellt. In allen Bereichen der Aufbereitung hat man sich aber auf die „alten Tugenden“ zu- rückbesonnen. So wird mittlerweile wieder sehr viel Wert auf eine einwandfreie Reini- gung der Instrumente gelegt, um überhaupt eine wirkungsvolle Desinfektion und Steri- lisation zu ermöglichen. Studien belegen, dass Mikroorganismen eingepackt in Blut- oder Speichelreste auch die Desinfektion und sogar die Sterilisation überleben. Den berühmten „sterilen Dreck“ gibt es also nicht. Aus diesem Grund werden auch häufig Geräte und Hilfsmittel bei Begehungen gefordert bzw. empfohlen, die nicht schwarz auf weiß in Richtlinien oder Gesetzestexten wiederzufinden sind. Ein Ultraschallreinigungsgerät zum Bespiel leistet hervorragende Dienste bei der Reini- gung von Kleininstrumenten wie Bohrern und Endo-Instrumenten, und ohne eine Lupe zur Vergrößerung ist es wohl kaum möglich, diese feinen verzahnten Oberflä- chen auf Sauberkeit zu kontrollieren. In einigen Bundesländern wird die Aufbe- reitung von Instrumenten der Risikostufe „kritisch B“ nur noch in einem entsprechen- den Gerät zugelassen. Wenn in der Wanne also manuell aufbereitet wird, ist grund- sätzlich eine Dampfdesinfektion (unver- packte Sterilisation im Autoklaven) durch- zuführen. Bei invasiven Medizinprodukten wird bei einer Überprüfung auch die Verpa- ckung kritisch unter die Lupe ge- nommen. Besonders bei der Verpackung von E n d o d o n t i e - I n s - trumenten wie z. B. Feilen ist eine ord- nungsgemäße Ver- packung häufig nicht gegeben. Da auch die Endodon- tie einen invasiven Eingriff darstellt, müs- sen die Instrumente (kri- tisch B nach RKI) steril zum Einsatz kommen. Dies ist bei einer unverpackten Sterilisation mit anschlie- ßender Einlagerung in große Endoboxen natürlich nicht gegeben. Hier hat die Indus- trie reagiert und neue Lagerungs- und Ver- packungssysteme auf den Markt gebracht. Neben den hygienischen Aspekten wird bei einer Begehung nach MPG auch die Durch- führung und ordnungsgemäße Dokumenta- tion im Bestandsverzeichnis und Medizin- produktebuch der sicherheitstechnischen Kontrollen und der Wartungen aller Medi- zingeräte überprüft. Auch hier sind in erster Linie die Angaben des Herstellers zu beach- ten. Ausblick Alle Ausführungen dieses Artikels beruhen auf Erfahrungen und können aber regional stark abweichen. Da die Überwachung der Hygiene in medizinischen Einrichtungen in Deutschland den Bundesländern überlas- sen ist, wird diese entsprechend abwei- chend umgesetzt. Eine gute Gelegenheit, sich über die neuen Hygieneprodukte und weitere IDS-Neuvor- stellungen in einer angenehmen Atmo- sphäre zu informieren, ist der jährliche SummerSale der NWD-Gruppe. Er findet vom Freitag, dem 5. bis Samstag, dem 6. Juni in der Firmenzentrale im westfälischen Münster statt. Neben den über 80 Industrie- ausstellern mit Neuheiten und bekannten Produkten erwartet Sie ein attraktives Rah- menprogramm und interessante Fachvor- träge durch erstklassige Referenten. Die Mitarbeiter der Hygieneabteilung der NWD-Gruppe stehen Ihnen natürlich auch mit Rat und Tat zur Verfügung. Lassen Sie sich einfach überraschen. Zusätzlich erhal- ten Sie bei Kauf auf dem SummerSale einen Nachlass von 20 % auf fast alle Produkte der teilnehmenden Hersteller.(cid:2) kontakt NWD-Gruppe Mathias Lange Schuckertstraße 21 48153 Münster Tel.: 02 51/76 07-0 www.ndw-gruppe.de 5/2009 ZWP s p ezi al 23
PROZESSDATENDOKUMENTATION · HERSTELLERINFO Dr. Gernot Kranz, Kieferorthopäde in München, war der erste Anwender, der sich für die Prozessdatendokumentation per USB-Stick entschieden hat. Damit hat er eine saubere Doku- mentation, gleichzeitig aber den administrativen Aufwand in seiner Praxis reduziert und wesentlich vereinfacht – und erfüllt alle Anforderungen gemäß RKI-Richtlinie und Medizinpro- dukte-Betreiberverordnung (§ 4 Abs. 2 MPBetreibV). Papierlose Archivierung spart Zeit und Kosten Redaktion „Die digitale Speicherung ist für mich die ideale Lösung“, berichtet Dr. Gernot Kranz. „Die Dokumentation war vorher immer mit einem großen Aufwand verbunden, und ich hatte eine Möglichkeit gesucht, diesen Auf- wand zu minimieren.“ Da die Miele-Reini- gungs- und Desinfektionsautomaten für Zahnarztpraxen mit einer seriellen Schnitt- stelle ausgestattet sind, über die die Doku- mentation möglich ist, wählte der Kieferor- thopäde diese Lösung, die für seinen Praxis- betrieb leicht eingerichtet werden konnte. In der Praxis Dr. Kranz werden die Instrumente maschinell mit dem Miele-Thermodesinfek- tor aufbereitet. Das komplette System wird von der deut- schen Firma Comcotec Messtechnik GmbH, Garching, angeboten. Zum Lieferumfang der USB-Lösung gehören eine Datenlogger-Box, der USB-Stick sowie die SegoSoft Dokumen- tationssoftware und weiteres Zubehör. Mit Die Prozessdokumentation wird auf dem speziellen USB-Stick abgelegt und von dort in den Computer ein- gelesen und digital gespeichert. (Foto: Miele) 24 ZWP s p ezi al 5/2009 der Datenlogger-Box ist der Miele-Automat über die serielle Schnittstelle verbunden. Die Box empfängt die Protokolldaten, die aus dem Miele-Gerät ausgegeben werden und überprüft, ob alle Prozessparameter wäh- rend der Reinigung und Desinfektion ord- nungsgemäß eingehalten wurden. Sind alle Parameter ordnungsgemäß abgelaufen, wird dies über eine Leuchtdiode angezeigt. Dieser Kontrollmechanismus trägt einer hö- heren Prozesssicherheit Rechnung. Gleich- zeitig legt die Datenlogger-Box die Protokoll- daten auf dem USB-Stick ab. Die mitgelieferte Software wird auf einem Praxisrechner installiert. Auf diesen Rechner werden auch die Daten des USB-Sticks abge- legt. Nach der Datenablage und Kontrolle des Prozessablaufes kann die Chargenfreigabe und die Archivierung der Protokolldaten er- folgen. Die Datenarchivierung erfolgt mani- pulationssicher in Form von digital signier- ten PDF-Dateien. Im Praxisalltag bei Dr. Kranz bedeutete die USB-Lösung für die Mitarbeiterinnen eine Arbeitsvereinfachung. Nach jedem Spülgang werden die auf dem USB-Stick befindlichen Daten in den Praxisrechner eingelesen, der ordnungsgemäße Prozessablauf kontrolliert und die Charge freigegeben. Die Software si- chert die Daten automatisch so, dass diese nicht mehr verändert werden können. Er- fasst und dokumentiert wird alles, nicht nur ein erfolgreich durchgeführter Aufberei- Bild oben: Praxismitarbeiterin Karin Hargesheimer bereitet die Chargen vor und kontrolliert nach jedem Spülgang den Ablauf. (Foto: Miele) tungsprozess, sondern auch eventuelle Unterbrechungen oder Fehlabläufe. In der kieferorthopädischen Praxis Dr. Kranz wird papierlos gearbeitet. Patientendaten sind digital erfasst, so war die digitale Spei- cherung der Aufbereitungsprozesse ein logi- scher Schritt. Nicht allein das Archivieren ist leichter, auch das Suchen möglicher Daten ist einfacher, wenn alles gespeichert vorliegt und über die Praxissoftware darauf zugegrif- fen werden kann. „Vorteilhaft ist auch, dass auf digitalem Weg mit anderen Arztkollegen Daten wie beispielsweise Röntgenbilder ausgetauscht werden können. Wir sparen Zeit, Kosten und zudem auch zusätzliche Wege für den Patienten“, erläutert Dr. Gernot Kranz. (cid:2) kontakt Miele & Cie. KG Tel.: 0180/2 30 31 31 (0,06 EUR pro Min.) Fax: 0800/33 555 33 www.miele-professional.de
Abwrack Die Prämie Preiswert, praktisch, prima: Alles was die Praxis täglich braucht. 1 2 3 austauschen Geben Sie Ihre alten Hand- und Winkelstücke an uns zurück und sichern Sie sich Ihre Abwrackprämie in Höhe von bis zu € 150,– je Stück. bestellen Sie faxen kostenlos: 0800-638 336 8 oder rufen an: 01805-638 336 zum Ortstarif. Wir lassen Ihr altes Hand- und Winkelstück abholen und verrechnen die Abwrackprämie mit dem Neukauf aus der NSK Ti-Max X-Serie. haben Schon einige Tage nach der Bestellung haben Sie Ihr neues NSK Hand- und Winkelstück. Ti-Max X LICHT-WINKELSTÜCKE – NSK (cid:127) Titankörper mit kratzfestem DURACOAT (cid:127) Zellglasoptik (cid:127) Keramikkugellager/X-Getriebe (cid:127) Clean-Head-System (cid:127) Ultra-Pusch-Selbstspannfutter (cid:127) Vierfach-Wasserstrahl/Einfach-Wasserstrahl So einfach ist das. Ti-Max X LICHT-WINKELSTÜCKE 2 JAHRE GARANTIE AUF Ti-Max X INSTRUMENTE . X 9 5 L – € 9 4 9 , – a b z g l A b w r a c k p r ä m i e € 1 5 0 , – € 7 9 9 , – . T u r b i n e – € 8 8 8 , – a b z g l A b w r a c k p r ä m i e € 1 5 0 , – € 7 3 8 , – Alle Preise zzgl. MwSt., Angebot gültig bis zum 30.06.2009 . X 1 5 L – € 7 9 8 , – a b z g l A b w r a c k p r ä m i e € 1 0 0 , – € 6 9 8 , – . X 2 5 L – € 6 9 9 , – a b z g l A b w r a c k p r ä m i e € 1 0 0 , – € 5 9 9 , – . X 6 5 L – € 7 6 9 , – a b z g l A b w r a c k p r ä m i e € 1 0 0 , – € 6 6 9 , – NETdental GmbH Postfach 73 02 61 30551 Hannover info@netdental.de www.netdental.de
INTERVIEW · HERSTELLERINFO Zahnarzt Thomas Graf hat bei der Pressekonferenz von Dürr Dental auf der Internationalen Dental-Schau 2009 erläutert, wie ein modernes Praxishygienekonzept aussehen kann. Uns hat interessiert, wie sich sein Weg dorthin gestaltet hat. In unserem Interview erläutert Thomas Graf die wichtigsten Aspekte im Interview, wobei der Fokus auf der Instrumenten- hygiene liegt. Praxisgerechtes Hygienekonzept durch persönliche Beratung Autor: Christian Ehrensberger selbst die Instrumente entnehmen kön- nen: Handstücke, Winkelstücke, Fräsen, Hebel, Zahnzangen, zusätzliche Raspara- torien et cetera. Die größeren Hilfsmittel wie Chirurgiemotor, Osteotome, Standard- und Sinuslift-Chirurgieset sind vor dem Einsatz steril in Containern gelagert. Das hört sich bis hierher relativ unspekta- kulär an … So empfinde ich es auch während der Be- handlung, und so soll es auch sein. Aber was sich an Hygienemaßnahmen im Hintergrund abspielt, um die Reinigung und Desinfektion der Instrumente gemäß den aktuellen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts sicherzustellen und dabei täglich mit hoher Effizienz vorzugehen – das ist eine reife Leistung meines Teams. Den Weg bis zur aktuellen Stufe würde ich durchaus als einen längeren bezeichnen. Wie kamen Sie denn überhaupt darauf, sich mit der Praxishygiene im Speziellen zu be- schäftigen? Ich hatte mir schon im Studium immer wie- der Gedanken darüber gemacht und mich mit dem Hygieneverantwortlichen an der Universität Dresden darüber ausgetauscht. Während dieser Zeit wurde allmählich klar, dass ich als zweiter Behandler in die Praxis meines Vaters in Höhenkirchen bei Mün- chen einsteigen würde, einen Betrieb mit zehn Mitarbeitern, gut eingeführt und his- torisch gewachsen. Als ich im Jahre 2000 dann dort anfing, erschien es mir selbstver- ständlich, dass es in puncto Praxishygiene etwas zu verbessern geben müsste. Meine Ambitionen führten zunächst jedoch zu ei- ner Maßnahme, die sich im Nachhinein als Misserfolg herausstellte: Wir schafften ei- nen Thermodesinfektor an, eigentlich eine moderne Sache – aber leider ist er heute schon nicht mehr up to date, d. h. nicht vali- dierbar. Wie haben Sie sich in der Folgezeit über die richtigen Maßnahmen informiert? Ich habe viel in der Presse gelesen – reich- lich Erschreckendes zum Teil. Man hatte ja als Zahnarzt zuweilen das Gefühl, sich in der Umstellung mit Übersicht: Im elektronischen Hygi- eneguide ist vieles hinterlegt, was sich das Team an- dernfalls mühsam erarbeiten müsste – quasi „die halbe Miete“ bei der Optimierung der Praxishygiene. Der Status quo ante: Die Instrumente wurden trocken gelagert und später in einer offenen Wanne gereinigt. Heute lauten die Schritte: im Ultraschallbad desinfi- zieren und reinigen, schließlich im KlasseB-Sterilisa- tor sterilisieren. Herr Graf, als ich vor ein paar Stunden an- rief, befanden Sie sich noch mitten in einer implantologischen Behandlung. Inwiefern ist denn Ihr Praxishygienekonzept dabei spürbar gewesen? Wir gehen generell nach dem klassischen Verfahren vor. Eine Assistentin reißt die Folie der Sterilverpackung auf und reicht sie an, sodass eine zweite Helferin oder ich 26 ZWP s p ezi al 5/2009
Grauzone zum Halbkriminellen zu bewegen und bei jeder Praxisbegehung die Schlie- ßung befürchten zu müssen. Zunächst habe ich eine meiner Assistentinnen auf eine Fortbildung der KZBV geschickt. Auch das hat sich im Nachhinein als suboptimal her- ausgestellt, denn sie kam mit einer Menge Ideen zurück und meinte, wir müssten sozu- sagen alles anders machen als bisher. Aus dieser Erfahrung habe ich die Schlussfolge- rung gezogen: niemals nur ein einziges Teammitglied schulen lassen! Es müssen alle gleichzeitig auf denselben Stand ge- bracht werden. Wie haben Sie das am Ende geschafft? Als die Empfehlungen des Robert Koch-Ins- tituts in der aktualisierten Form schließlich vorlagen, flatterte etwa zeitgleich ein Flyer von Dürr Dental ins Haus: eine Schulung im Praxishygiene-Management. Dafür kam die Beraterin Frau Enzinger zu uns. Allein die Atmosphäre, die sie als Expertin verbrei- tete, gab dem Projekt eine besondere Note. Wir haben dafür die Praxis extra einen Vor- mittag geschlossen – keine Hektik, eine konzentrierte Runde und ein Touch von Event. Wie sind Sie dann im Einzelnen bei der Instrumentenhygiene vorgegangen? Wie in allen anderen Bereichen erfolgte die Umsetzung mit Unterstützung durch einen elektronischen Hygieneguide. Hier sind viele Dinge bereits hinterlegt, die wir uns für die Dokumentation ansonsten mühsam hätten erarbeiten müssen – zum Beispiel Arbeitsanweisungen, Checklisten, Risiko- bewertungen. Die Ausgestaltung für unse- ren Praxisalltag liegt natürlich in unserem Ermessen. Sehr wertvoll war dabei aber die Begleitung durch Frau Enzinger. Sie hatte einen Fahrplan im Kopf und wies uns an den entscheidenden Stellen auf die richtigen Weichenstellungen hin. Nennen Sie dafür doch einmal ein typisches Beispiel! Nehmen wir die Sterilisation: Früher ein- mal haben wir die Instrumente in einer of- fenen Wanne im Behandlungszimmer gela- gert und dann in den Thermodesinfektor ge- legt. Heute verwenden wir zur Reinigung und Desinfektion ein Ultraschallbad, das nicht nur die Desinfektionszeit verkürzt, sondern auch noch die Reinigung unter- stützt. Anschließend erfolgt die Sterilisa- tion in einem Klasse B-Sterilisator. Dann schweißen wir die Instrumente in Folie ein, etikettieren das Verfallsdatum, die Char- gennummer und die verantwortliche Assis- tenz darauf – fertig. Hier und dort haben wir wie nebenbei ver- meintliche Kleinigkeiten verbessert. So ar- beiten wir in der Instrumentenreinigung jetzt stets mit durchstichsicheren Hand- schuhen. Die stießen zwar anfangs im Team auf Vorbehalte, weil sie sich etwas starrer anfühlen. Sie bieten aber ein deutliches Mehr an Sicherheit. Praxishygiene optimiert: das glückliche Team um Thomas Graf (3. v. l.). I E G E Z N A Dokumentation der Instrumentenaufbereitung Schützen Sie sich vor haftungsrechtlichen Risiken! > Sichere Dokumentation durch schnelle, vollautomatische Anwendung > Kompatibel zu allen gängigen Praxismanage- ment- und Patientenverwaltungssystemen > Hersteller-unabhängig, einfache Anbindung an über 200 verschiedene Medizingeräte > Erfüllt die Richtlinien des Robert-Koch- Instituts Sie finden uns auf allen Dental- Fachmessen, fragen Sie dazu gerne Ihren Medizingeräte-Hersteller. Interesse? > info@comcotec.org | > +49 89 3270 889-0 > www.segosoft.info
Elektronische Vorlagen ausgefüllt, Ar- beitsanweisungen festgelegt, Aufgaben abgehakt – so klingt es tatsächlich mach- bar. Worin sehen Sie zusammenfassend den Hauptvorteil einer externen Hilfestel- lung, wie Sie sie bei Frau Enzinger gefun- den haben? Wir haben letztens unsere Finanzbuchhal- tung umgestellt, wir haben bei der Patien- tenkartei von Karteikarten auf karteilos bzw. digital gewechselt und darüber hinaus eine Vielzahl anderer Änderungen vorgenom- men – irgendwann ist der Kopf voll! Wenn man einmal an diesem Punkt angekommen ist, geht es mit theoretischem Wissen über mögliche Maßnahmen zur Praxishygiene nicht voran, weil die Umsetzung fehlt. Nun gibt es dafür inzwischen eine ganze Reihe von Schulungen, Workshops, Sit-ins und was nicht alles. Speziell bei Frau Enzinger hat mir gefallen, dass sie uns auf unserem gesamten Weg begleitet hat. Schulung, erste Veränderungen wie unsere neue Ple- xiglaswand zwischen reinem und unreinem Bereich, Installation der Software, Über- prüfung der Umsetzung aller Maßnahmen in die Praxis. Wir sind jetzt in unserem Team mit einem guten Gefühl auf der sicheren Seite – insbesondere bei umfangreichen chirurgischen Eingriffen wie der anfangs angesprochenen implantologischen Be- handlung von heute Morgen. Vielen Dank für das Gespräch. kontakt Dürr Dental AG Höpfigheimer Straße 17 74321 Bietigheim-Bissingen Tel.: 0 71 42/7 05-0 Fax: 0 71 42/7 05-5 00 E-Mail: info@duerr.de www.duerr.de INTERVIEW · HERSTELLERINFO Persönliche Betreuung: Silke Enzinger, hier bei der Installation und Implementierung der Software, hilft von A bis Z. Bis wirklich alles klappt. Wie würden Sie den Status kennzeichnen, zu dem Sie im Gefolge der Hygiene-Ma- nagement-Schulung gekommen sind? Wir haben schätzungsweise 80 Prozent eines kompletten Qualitätssicherungsma- nagements eingeführt, inklusive aller RKI- konformen Dokumentationen in Schrift- form. Im Alltag kann sie jeder einsehen, da- nach vorgehen und am Ende im sogenann- ten Organizer abhaken, dass er alle Aufgaben erledigt hat. ANZEIGE E I N S E N D E S C H L U S S : 0 1 . 0 7 . 2 0 0 9 i P o d s u n d F l a t s c r e e n z u g e w i n n e n ! i n f o r m a t i o n e n e r h a l t e n s i e u n t e r : z w p - r e d a k t i o n @ o e m u s - m e d i a . d e w w w. d e s i g n p r e i s . o r g
9./10. OKTOBER 2009 IN MÜNCHEN DENTALHYGIENE START UP 2009 12. DEC DENTALHYGIENE-EINSTEIGER-CONGRESS Weitere Informationen zum Programm erhalten Sie unter: Tel.: 03 41/4 84 74-3 08 Fax: 03 41/4 84 74-2 90 E-Mail: event@oemus-media.de www.oemus.com FAXANTWORT 03 41/4 84 74-2 90 ❏ Bitte senden Sie mir das Programm zum DENTALHYGIENE START UP 2009/ 12. DEC DENTALHYGIENE-EINSTEIGER-CONGRESS am 9./10. Oktober 2009 in München zu. Praxisstempel ZWP spezial 5/09
AUFBEREITUNGSSOFTWARE · HERSTELLERINFO Laut der Qualitätsmanagement-Richtlinie vertragszahnärztlicher Versorgung vom gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) müs- sen Zahnarztpraxen bis spätestens 31. Dezember 2010 ein pra- xisinternes Qualitätsmanagement-System eingeführt und um- gesetzt haben. Darunter ist eine kontinuierliche und systemati- sche Durchführung von Maßnahmen zu verstehen, mit denen eine anhaltende Qualitätsförderung und -verbesserung erreicht werden soll. Das bedeutet konkret, dass Organisation, Arbeits- abläufe und Ergebnisse einer Einrichtung regelmäßig überprüft, dokumentiert und gegebenenfalls verändert werden müssen. Sichere Dokumentation der Instrumentenaufbereitung Redaktion Um ein QM-System einzuführen, entsteht zunächst ein erheblicher Arbeitsaufwand, der sich später im turbulenten Praxisalltag durch die Ablaufsicherheit mehr als bezahlt macht. Mit Checklisten wird die Dokumenta- tion Schritt für Schritt abgefragt, was eine enorme Arbeitserleichtung für das Praxis- team mit sich bringt. Genau nach diesem Prinzip sollte die Dokumentation der Instru- mentenaufbereitung, die ohne Zweifel ein Teilbereich des QM-Systems ist, umgesetzt werden. Der Aufwand zur Erstellung von Checklisten im Aufbereitungsbereich bleibt überschaubar, wenn Sie die vom Robert Koch- Institut (RKI) herausgegebenen Richtlinien und Empfehlungen für ein wirksames Hygie- nekonzept als Orientierungshilfe heranzie- hen. So können Sie immer belegen, dass Sie nach medizinischem Standard und aktuel- lem Stand der Technik arbeiten. Eine voll- ständige Dokumentation nach den Empfeh- lungen des RKI sollte folgendes enthalten: – Dokumentation der täglichen Routineprü- fungen – Sichtprüfung des Medizinprodukts (Unver- sehrtheit der Verpackung, trocken, etc.) – Kennzeichnung der verpackten Medizin- produkte – Dokumentation der Freigabeentscheidung durch autorisiertes Personal – Darlegung des Vorgehens bei Abweichung Die Dokumentation muss mit Bezug auf die freigebende Person und eine eindeutige Chargennummer erfolgen. Ebenso selbst- verständlich sollte der Schutz der Dokumen- tation gegen unautorisierte Änderungen und die Verfügbarkeit bis zum Ende vorgeschrie- bener Aufbewahrungsfristen gewährleistet sein. Die Dokumentationssoftware SegoSoft erfüllt diese Anforderungen durch Verwen- dung langzeitarchivierbarer Datenformate und die Sicherung der Dokumentation durch die Verwendung des offiziellen, digitalen Signaturverfahrens zum Schutz der Doku- mentation gegen Manipulation. Schutz durch digitale Signatur – Dokumentation des Ergebnisses des einge- setzten Behandlungs- und Prozessindika- tors (z. B. Ergebnis des Helix-Test) – Messtechnische Überwachung der Verfah- rensparameter (Temperatur-/Druckverlauf) Anders als auf dem Papier kann die hygiene- beauftragte Person nicht mit ihrer Unter- schrift die Freigabe der aufbereiteten Instru- mente quittieren. Für den „elektronischen Echtheitsnachweis“ ist es von entscheiden- der Bedeutung, die quittierte Freigabe be- weisen zu können. Mithilfe der elektroni- schen Signatur wird die Echtheit der Instru- mentenfreigabe bewiesen. Dazu sind sowohl technische Vorkehrungen (Kryptografie) als auch rechtliche Regelungen (z. B. Signatur- gesetz) erforderlich. SegoSoft ist eine Software für die Prozessdo- kumentation, die automatisch die Daten von Ihrem Thermodesinfektor und Sterilisator mit einem Höchstmaß an Datensicherheit sammelt, verwaltet und archiviert. Im Gegensatz zu einer einfachen Datenbank, die nur Prozessdaten speichert, verfügt SegoSoft über eine Möglichkeit, die Echtheit der auf- gezeichneten Prozessdaten nachzuweisen. Die unternehmenswichtige Hygienedoku- mentation wird mit einer fortgeschrittenen elektronischen Signatur im Sinne des deut- schen Signaturgesetzes (§ 2 Nr. 2 SigG) ge- schützt. Durch den Gesetzgeber wurde mit dieser Sig- natur das Ziel verfolgt, eine öffentlich über- prüfbare und sichere Signierungsmethode zu entwickeln, mit der eine Person auf elektronischem Wege Daten unterzeichnen kann. Damit ist nicht gemeint, dass die eigen- händige Unterschrift in digitaler Form vor- liegt. Denn diese wäre jederzeit sehr leicht zu 30 ZWP s p ezi al 5/2009
kopieren, wodurch eine Unterscheidung zwi- schen Original und Kopie nicht möglich ist. Diese Tatsache würde die Beweiskraft der Unterschrift zunichte machen. Im Gegensatz dazu wird bei jedem von SegoSoft erzeugten Hygienedokument mithilfe eines öffentlich überprüfbaren und standardisierten krypto- grafischen Verfahrens ein Schlüssel berechnet und mit dem Dokument, das die Prozessdaten wiedergibt, zu einer Einheit verbunden. Damit ist sowohl die Echtheit des Dokuments als auch die Identität der freigebenden Person nach öffentlichen Standards überprüfbar. Der durch SegoSoft erstellte Schutz der Hygienedoku- mentation ist als Beweismittel für die Echtheit der Dokumentation vor Gericht zulässig (§§ 144, 371f Zivilprozessordnung [ZPO], § 86 Strafprozessordnung [StPO], § 96 Abs. 1 Ver- waltungsgerichtsordnung [VwGO]). Umsetzung im Praxisalltag Der hohe Automatisierungsgrad von SegoSoft erlaubt ein bisher einzigartig effektives, zeit- und kostensparendes Arbeiten. Der Anwender kann sich auf das sachgerechte Beladen des Sterilisators oder Thermodesinfektors kon- zentrieren, denn die Software erkennt selbst- ständig den Beginn und das Ende des Aufbe- reitungsprogrammes. Nach dem Ende der Auf- bereitung wird der Anwender automatisch von SegoSoft an die Freigabe des Prozesses er- innert. Dies geschieht in Form einer Eingabe- maske, in der alle notwendigen Parameter für eine erfolgreiche Freigabe nach den Richtli- nien des RKI innerhalb weniger Sekunden be- stätigt werden. Aus der Eingabemaske heraus kann auch direkt der Etikettendruck für das verpackte Sterilgut erfolgen. Die Eingabemaske, in der die vom Robert Koch- Institut geforderten täglichen und chargenbe- zogenen Routineprüfungen festgehalten wer- den, nennt sich „Freigabedialog“ und kann vom Anwender an seine Bedürfnisse ange- passt werden. Unter anderem können hier In- formationen zur Beladung und das Chargen- kontrollergebnis des Prozessindikators (z. B. Helix-Test) dokumentiert werden. Über den automatisch am Bildschirm erscheinenden Freigabedialog werden die Instrumente nach Beendigung des Gerätelaufes für die weitere Benutzung freigegeben. SegoSoft speichert die Prozessdaten manipulationsgeschützt, versieht sie mit der digitalen Signatur der frei- gebenden Person und wandelt sie automatisch in das für die Langzeitarchivierung geeignete PDF-Format um. Dadurch ist sichergestellt, dass nur autorisiertes Personal den Aufberei- tungsprozess und die Beladung freigeben kann. Mit der Umwandlung der Daten in das PDF-Format wird die Wiedergabe der Hygie- nedokumentation nach der gesetzlichen Auf- bewahrungsfrist von 10 bis 30 Jahren problem- los ermöglicht, unabhängig von der verwende- ten Software. Modularer Aufbau Eine Zahnarztpraxis braucht Wahlfreiheit, bis zu welchem Grad dokumentiert wird, denn es obliegt der Verantwortung des Betreibers, wie viel und wie er dokumentieren möchte. Ein Kie- ferchirurg hat unter Umständen ein anderes Dokumentationsbedürfnis als eine normale Zahnarztpraxis. Aus diesem Grund ist SegoSoft vollständig mo- dular aufgebaut. Der Arzt entscheidet, ob er nur die Chargendokumentation mit den Pro- zessdaten und der Freigabeentscheidung er- fassen möchte, oder ob er optional den Barco- deetikettendruck oder sogar die Anwendungs- dokumentation des Sterilguts am Patienten durchführen möchte. Über SegoSoft können bis zu 200 verschiedene Aufbereitungsgeräte von verschiedenen Herstellern in einem Sys- tem über eine einheitliche Oberfläche bedient werden. Die Software unterstützt alle gängi- gen Hersteller und Systeme und ist kompatibel zu den herkömmlichen Praxismanagement- und Patientenverwaltungssystemen. Das Per- sonal kann sich dank der benutzerfreund- lichen Oberfläche schnell einarbeiten und muss sich bei einem Neuerwerb nicht umge- wöhnen.(cid:2) kontakt Comcotec Messtechnik GmbH Lichtenbergstraße 8 85748 Garching b. München Tel.: 0 89/3 27 08 89-0 Fax: 0 89/3 27 08 89-89 E-Mail: info@segosoft.info www.comcotec.org ANZEIGE Fragen Sie uns oder Ihr Dental Depot! ALPRO MEDICAL GMBH Mooswiesenstr. 9 • D-78112 St. Georgen (cid:11) +49 7725 9392-0 (cid:25) +49 7725 9392-91 (cid:222) www.alpro-medical.com (cid:14) info@alpro-medical.de
PRODUKTE · HERSTELLERINFO 3-fache Sicherheit für die Hygiene Mit der völlig aldehydfreien Druckspülreini- gungs- und Desinfektionsserie WL-clean, WL- cid und WL-dry bietet ALPRO MEDICAL Zahn- arztpraxen ein sicheres und geprüftes Team zur Reinigung und Desinfektion der Spray- wasser/Sprayluftkanäle und kontaminations- gefährdeten Innenflächen von Turbinen sowie Hand- und Winkelstücken mit Freigaben nam- hafter Hersteller. Nach nur 5 Minuten Aufbe- reitungszeit mit WL-clean und WL-cid zzgl. der notwendigen Pflege, können bereits Turbinen, Hand- und Winkelstücke wieder verwendet oder gem. Risikobewertung nach RKI weiter aufbe- reitet werden. Die nicht korrosiven Lösungen reinigen nachweislich (z. B. DIN ISO 15883) die gesamten Spraywasser- und Sprayluft- kanäle sowie weitere kontaminationsge- fährdete Innenflächen von Blut, Speichel und anderen organischen und anorganischen Rückständen. WL-clean ist eine aldehyd- und alkoholfreie universelle Spül- und Reinigungslösung, die zur nicht proteinfixierenden Innenreinigung und Dekontamination aller Übertragungsin- strumente dient. Durch die zusätzliche keim- reduzierenden Eigenschaften ist die Anwen- dung von WL-clean somit die perfekte Vorbe- reitung für die folgende Desinfektion bzw. Ste- rilisation und Pflege. WL-cid ist ebenfalls eine geprüfte nicht korrosive hochwirksame alde- hydfreie alkoholische Lösung zur zusätzlichen Reinigung und Desinfektion kontaminations- gefährdeter Innenflächen von Übertragungs- instrumenten nach der intensiven Vorreini- gung mit WL-clean. Vor der Pflege werden die behandelten Innenflächen mit WL-dry ausge- blasen und getrocknet. Dies unterstützt und verstärkt den zuvor erzielten Reinigungsef- fekt. Für die korrekte Anwendung stehen für fast jeden Hersteller individuelle und frei- gegebene Edelstahl- bzw. Kunststoffadapter zur Verfügung und machen die WL-Serie zur idealen Hygienelösung. ALPRO MEDICAL GMBH Tel.: 0 77 25/93 92-0 www.alpro-medical.de Für saubere Spraykanäle Die aktualisierte RKI-Empfehlung stellt an die Praxishygiene klare Anforderungen: So zum Beispiel die Reinigung und Desin- fektion von Hand- und Winkelstücken nach jedem Patienten. Das auf der IDS von Favodent vorgestellte Favosol Vmax zur Spray- kanaldesinfektion will hier neue Standards setzen – in Wirkung und Anwendung. Das wissenschaftlich geprüfte Spray (DGHM-/ VAH-Listung beantragt) hat ein breites Wirkungsspektrum: Favo- sol Vmax ist bakterizid, fungizid und viruzid (gemäß RKI- und DVV-Leitlinie 2008). Somit ist das Spray wirksam gegen behüllte als auch unbehüllte Viren. Das nicht korrosive und somit materialverträgliche Spray bietet dem Zahnarzt dank seiner kurzen Einwirkzeit von nur einer Mi- nute eine effiziente Zeitersparnis bei der Instrumentenaufberei- tung. Zudem wird durch die Anwendung des Sprays gleichzeitig die Durchgängigkeit der Kanäle getestet. Dabei ist die Anwen- dung denkbar einfach und überaus zeitsparend: Nach jeder Be- handlung wird das benutzte Instrument zehn Sekunden lang mit Wasser durchgespült, anschließend der entsprechende Adapter auf den Sprühkopfauslass geschraubt und das Spray wird durch das zu reinigende Instrument ge- sprüht. Nach der Anwendung wird das Instrument an die Wasserver- sorgung angeschlossen, durchge- spült und es kann gemäß den Her- stellerangaben weiter aufbereitet werden (z.B. Ölen). Favosol Vmax ist seit Mai 2009 über den Großhandel erhältlich. Automatisches Wartungssystem Eine hohe Leistungsfähigkeit und lange Lebensdauer erreichen Hand- und Winkelstücke nur bei korrekter und regelmäßiger Pflege. Das automatische Reinigungs- und Schmiersystem Care3 Plus von NSK hilft dabei, die Handstückwartung in der Praxis zu er- leichtern. Das motorbetriebene Gerät übernimmt automatisch, rotierend und vorschriftsmäßig die Reinigung und Schmierung von hoch- und niedertourigen Hand- und Winkelstücken sowie Turbinen und Luftmotoren. Bis zu drei Instrumente lassen sich in einem einzigen zweiminütigen Zyklus gleichzeitig bearbeiten. Dabei lässt sich der Pflegeprozess mit nur einem einzigen Tasten- druck starten, worauf das Gerät dem Instrument automatisch überschüssiges Pflegemittel entzieht. Neben allen Hand- und Winkelstücken von NSK, die mit der richtigen Kupplung direkt an das Care3 Plus-Gerät angeschlossen werden können, sind ebenso die meisten Handstücke anderer Hersteller mit einem passenden Adapter anschließbar. Das Gerät arbeitet wirtschaftlich und zeit- sparend, ohne dass dabei Einbußen bei der Wirksamkeit hinge- nommen werden müssen. Ein zusätzlicher Vorteil sind die kom- pakte Bauform und die einfache Bedienung des Gerätes. Ist bei- spielsweise ein Nachfüllen von Pflegeöl erforderlich (wobei mit einer vollständigen Füllung des Lösungstankes bis zu 3.500 Hand- stücke gewartet werden können), muss einfach nur der Deckel auf der Oberseite des Gerätes aufge- schraubt und das Care3 Plus- Pflegeöl aufgefüllt werden. Favodent Karl Huber GmbH Tel.: 07 21/6 26 86-0 www.favodent.com NSK Europe GmbH Tel.: 0 61 96/7 76 06-0 www.nsk-europe.de 32 ZWP s p ezi al 5/2009 Die Beiträge in dieser Rubrik basieren auf den Angaben der Hersteller und spiegeln nicht immer die Meinung der Redaktion wider.
HERSTELLERINFO · PRODUKTE Maschinelle Instrumentenaufbereitung Zahnärztliches Instrumentarium kann manuell im Eintauchverfah- ren oder maschinell in Reinigungs- und Desinfektionsautomaten aufbereitet werden. Laut Empfehlung des Robert Koch-Institus ist der maschinellen Aufbereitung – hier insbesondere der thermi- schen – der Vorzug zu geben. In der Medizinprodukte-Betreiberver- ordnung (§ 4, Abs. 2, MPBetreibV) heißt es, die Aufbereitung von Me- dizinprodukten soll mit geeigneten, validierten Verfahren so durch- geführt werden, dass der Erfolg nachvollziehbar gewährleistet ist. Darüber hinaus ist eine maschinelle Aufbereitung zeit- und kosten- sparender, sodass sich sowohl aus medizinischen als auch aus wirt- schaftlichen Gründen dieses Verfahren empfiehlt. Das manuelle Aufbereiten rotierender Instrumente spielt im Rah- men des Infektionsschutzes eine wichtige Rolle und ist de facto sehr zeitintensiv. Um die Zeit zu sparen, hat Komet ein materialschonen- des Mittel entwickelt, mit dem die rotierenden Instrumente auch ma- schinell zuverlässig aufbereitet werden können: DCTherm. Es ent- faltet seine Wirksamkeit durch ein mild-alkalisches Reinigungspul- ver, einen Neutralisator auf Phosphorsäurebasis und einen Klar- spüler. Die drei aufeinander abgestimmten Komponenten wurden speziell für KOMET-Instrumente entwickelt. Das Einsatzgebiet von DCTherm kennt nahezu keine Grenzen. Mit DCTherm können chirur- gische und rotierende Instrumente, Kunststoff-Utensilien, Elasto- mere (z.B. Gummi, Silikon), Laborgläser sowie OP-Schuhe gereinigt werden. DCTherm wurde von der Firma Miele auf die Materialverträglichkeit beim Einsatz in deren Reinigungs- und Desinfektionsge- räten G7781, G7831 und G7881 getestet. Umweltfreundliche Dekontaminierung Anders als andere Desin- fektionsmittel basiert das neue SciCan Produkt OPTIM™ 33TB nicht auf Phenolen, Alkoholen, Al- dehyden, Chlor oder quar- tären Ammoniumverbin- dungen. OPTIM 33TB Rei- nigungs- und Desinfek- tionsmittel für medizinische Produkte besteht aus AHP (Accelerated Hydrogen Peroxide), einer revolutionären, weltweit patentierten Desinfektionstechnologie. Der aktive Inhaltsstoff ist Wasserstoffperoxid mit einer Konzentration von 0,5%. AHP kom- biniert den geringen Wasserstoffperoxid-Anteil mit anderen, häufig verwendeten, sicheren Inhaltsstoffen und bildet eine syn- ergistische Mischung, die außergewöhnliche Wirksamkeit als keimtötendes Mittel und zudem Leistungsfähigkeit als Reiniger zeigt. Diese Aussagen werden alle durch behördliche Registrierungen und umfassende Tests durch Dritte gestützt. OPTIM 33TB ist ein schnelles, sicheres und umweltfreundliches Desinfektionsmittel mit Reinigungswirkung. OPTIM 33TB gibt es als Wischtücher, als 1-Liter-Flasche und als 4-Liter-Nachfüllflasche. OPTIM 33TB hat folgendes Wirkungsspektrum: bakterizid, tuber- kulozid, fungizid, viruzid (behüllte Viren inkl. HIV, HBV, HCV; un- behüllte Viren wie Poliovirus Typ 1, Rhinovirus, Rotavirus). GEBR. BRASSELER GmbH &Co KG Tel.: 0 52 61/7 01-7 00 www.kometdental.de SciCan GmbH Tel.: 08 21/56 74 56-0 www.scican.com Optimale Händehygiene MISCEA hat ein revolutionäres Händehy- giene-System für den medizinischen und zahnmedizinischen Sektor entwickelt. Die- ses System kombiniert die Waschtisch-Ar- matur mit einem Spender für Seife und für alkoholische Desinfektionsmittel in einem Gerät. So wird eine exakt definierte Portion abgerufen, die direkt in die Hand des Benut- zers gelangt. Durch diesen völlig berüh- rungslosen Betrieb wird eine Verschlep- pung von Keimen in hohem Maße verhin- dert. Extrem kostengünstig: Das MISCEA Hand- hygiene-System kann im Vergleich zu einer konventionellen Armatur bis zu 70 % der Wasserkosten sparen. Durch die festgelegte Dosierung von Seife und Desinfektionsmit- tel sinkt auch hier der Verbrauch. Das Nach- füllsystem mit seinen 1-Liter-Vakuumbeu- teln ist ebenfalls be- sonders leistungsfä- hig und spart beim Abfallvolumen. Ein weiterer Vorteil des Kombisystems: Es fällt leichter die Be- handlungszeile sau- ber zu halten, wenn nur ein Gerät auf dem Waschtisch installiert ist. Dank der Zusammenarbeit mit dem Hause SCHÜLKE+ werden die MISCEA Handhy- giene-Systeme mit einer Erstausstattung von SCHÜLKE-Produkten ausgeliefert. Dazu ge- hören die Handwasch-Lotion ESEMTAN® und das alkoholische Desinfektionsmittel DESMANOL®. Für sein innovatives Design wurde das MISCEA Handhygiene-System 2008 mit dem IF Product Design award aus- gezeichnet. Ebenso ist MISCEA Gewinner des reddot design awards 2009 für Medizin-Pro- dukte. NETdental GmbH Tel.: 01805/63 83 36 www.netdental.de Die Beiträge in dieser Rubrik basieren auf den Angaben der Hersteller und spiegeln nicht immer die Meinung der Redaktion wider. 5/2009 ZWP s p ezi al 33
PRODUKTE · HERSTELLERINFO Hygienekonzept aus einer Hand Für eine optimale Reinigung und Pflege Ihrer Instrumente sorgt das SciCan Wiederaufbereitungsprogramm, bestehend aus Pflege- system, Reinigungs- und Desinfektionsgeräten sowie Autoklaven, mit denen SciCan bereits Maßstäbe in Hygiene und Sterilisation gesetzt hat. Eine effektive Sterilisation beginnt bei den Reini- gungs- und Desinfektionsgeräten Hydrim C51wd und M2. In diesen werden zahnärztliche Instrumente aus Edelstahl einfach und auto- matisch gewaschen, gespült, desinfiziert und getrocknet. Unab- hängige Tests zeigen eine Effizienz von 99,9 bis 100 Prozent. Der STATMATIC pflegt Ihre Turbinen, Hand- und Winkelstücke in Sekundenschnelle und bietet außerdem ein integriertes Pflegesys- tem für Bohrerspannzangen. Dabei ist sichergestellt, dass jedes Instrument die richtige Pflegemittelmischung erhält und dadurch für die Sterilisation optimal vorbereitet wird. Der STATIM (s. Abb.) ist die ideale Ergänzung zum Volumenauto- klaven und sterilisiert Ihre kritischen Instrumente (auch Hand- und Winkelstücke) in nur acht Minuten Normkonform. Die Vorteile des STATIM sind seine Geschwin- digkeit, seine Kompaktheit und die wartungsfreundliche Bau- weise. Ganz neu in der Familie der SciCan Autoklaven ist der Bravo™ Vakuumautoklav (17 und 21 Liter Fassungsvermö- gen) mit fraktioniertem Vor- und Nachvakuum. Der Bravo™ ist für die Sterilisation von Hohlkörpern, Festkörpern, verpackter und un- verpackter Ladung geeignet. Händedesinfektion – am besten pur Bei der zahnmedizinischen Arbeit steht kein Instrument so sehr im Fokus wie die menschliche Hand. Dabei sind die Hände bei Behandlungen und Hygienemaß- nahmen in besonderem Maße den Infek- tionsrisiken ausgesetzt, da sie ständig mit den Instrumenten, dem Mund des Patienten und den Geräten in Berührung kommen. Daher ist die Händedesinfek- tion eine der wichtigsten Maßnahmen zum Schutz sowohl des Patienten als auch des Personals. Dabei sollten die zum Einsatz kommenden Desinfektions- mittel neben einer breiten Wirksamkeit ebenfalls eine gute Haut- verträglichkeit bieten. Häufig wird in diesem Zusammenhang Al- kohol als Ursache von Hautunverträglichkeiten angesehen, was jedoch nur in den seltensten Fällen der Grund für die Ausbildung einer Kontaktallergie darstellt. Oft sind jedoch Sensibilisierun- gen auf Zusatzstoffe wie Parfüm oder Farbstoffe zurückzuführen. Daher empfiehlt sich der Einsatz von Produkten, die auf den Zu- satz solcher Stoffe verzichten. Das Einreibepräparat desderman® pure von schülke zum Beispiel kommt ohne Farbstoff und Parfüm aus und ist daher auch für Allergiker geeignet. Eine alkoholbe- dingte Austrocknung der Haut wird durch den Zusatz von Feucht- haltefaktoren vermieden und es wirkt beispielsweise gegen Noro-Viren innerhalb von 15 Sekunden. Die Anwendung von desderman® pure erfüllt somit nicht nur die gesetzlichen Anfor- derungen, sondern auch die hohen Ansprüche der Haut. SciCan GmbH Tel.: 08 21/56 74 56-0 www.scican.com Schülke & Mayr GmbH Tel.: 0 40/5 21 00-6 66 www.schuelke.com Die Beiträge in dieser Rubrik basieren auf den Angaben der Hersteller und spiegeln nicht immer die Meinung der Redaktion wider. IMPRESSUM Verlagsanschrift OEMUS MEDIA AG, Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig, Tel.: 03 41/4 84 74-0, Fax: 03 41/4 84 74-1 90, kontakt@oemus-media.de Ein Supplement von Chefredaktion Dipl.-Päd. Jürgen Isbaner Tel.: 03 41/4 84 74-3 21 isbaner@oemus-media.de (V.i.S.d.P.) Redaktion Claudia Schreiter Tel.: 03 41/4 84 74-1 30 c.schreiter@oemus-media.de Carla Schmidt Tel.: 03 41/4 84 74-1 21 c.schmidt@oemus-meda.de Anzeigenleitung Stefan Thieme Tel.: 03 41/4 84 74-2 24 s. thieme@oemus-media.de Grafik/Satz Susann Ziprian Tel.: 03 41/4 84 74-1 17 s.ziprian@oemus-media.de 34 ZWP s p ezi al 5/2009