Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20134,%20230
Timestamp: 2019-09-22 18:13:59
Document Index: 15160954

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 7', '§ 2197', '§ 2197', '§ 7', 'BGH', '§ 28', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2247', '§ 27', '§ 35', 'BGH', 'BGH', '§ 14', 'BGH', 'BGH', '§ 45', '§ 134', 'BGH']

BGH, 18.12.1996 - IV ZB 9/96 - dejure.org
https://dejure.org/1996,1245
BGH, 18.12.1996 - IV ZB 9/96 (https://dejure.org/1996,1245)
BGH, Entscheidung vom 18.12.1996 - IV ZB 9/96 (https://dejure.org/1996,1245)
BGH, Entscheidung vom 18. Dezember 1996 - IV ZB 9/96 (https://dejure.org/1996,1245)
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BeurkG §§ 7, 27; BGB § 2197
Sozius des Notars als Testamentsvollstrecker
Testamentsvollstrecker - Ernennung - Notarielle Beurkundung
Sozietäts-Zusammenhang zwischen beurkundendem Notar und Testamentsvollstrecker
BGB § 2197; BeurkG §§ 7, 27
BGHZ 134, 230
NJW 1997, 946
DNotZ 1997, 466
FamRZ 1997, 549
VersR 1997, 884
WM 1997, 1105
§ 28 Abs. 2 FGG setzt nicht voraus, daß die Lösung der Vorlagefrage zur Erledigung der weiteren Beschwerde unerläßlich wäre (BGHZ 134, 230, 233).
Dieser rechtliche Vorteil muss sich unmittelbar aus der in der Urkunde niedergelegten Willenserklärung ergeben und nicht erst als deren Folge eintreten oder gar erst eintreten können (Senatsbeschluss vom 18. Dezember 1996 - IV ZB 9/96, BGHZ 134, 230, 237;… Winkler aaO Rn. 6).
Diese Norm kann mit den wohlverstandenen Interessen des Erblassers an der Bestellung des ihm vertrauten Notars zum Vollstrecker seines letzten Willens kollidieren, weil sie in ihrer generalisierenden Form auch Fälle sinnvoller Testamentsvollstreckung erfasst, um im Sinne des Verkehrsschutzes das Hinwirken auf Testamentsvollstreckungen in Fällen, die dafür keinen Anlass bieten, zu verhindern (BGH Beschl. v. 18.12.1996 - IV ZB 9/96 - NJW 1997, 946, - juris - Rn. 21).
Vielmehr wird es allgemein als zulässig angesehen, dass der Erblasser den beurkundenden Notar zum Testamentsvollstrecker ernennt, wenn er hierzu den Weg über die Errichtung einer letztwilligen Verfügung bei einem anderen Notar - der auch Sozius des Urkundsnotars sein kann (BGH Beschl. v. 18.12.1996 - IV ZB 9/96 -, FamRZ 1997, 549) - oder über eine autonom errichtete privatschriftliche letztwillige Verfügung gem. § 2247 BGB einschlägt (Reimann DNotZ 1994, 659, 663; DNotI-Report 1999, 101, 102;… Armbrüster/Preuß/Renner BeurkG, 7. Aufl. 2015, § 27 Rn. 6).
Die große Bedeutung, die dem öffentlichen Testament im Rechtsverkehr - z.B. gemäß § 35 Abs. 1 Satz 2 GBO - zukommt, erfordert, dass sich die Wirksamkeit der Beurkundung verhältnismäßig leicht aus dem Inhalt der Urkunde feststellen lässt (BGH, Beschl. vom 18.12.1996 - IV ZB 9/96 - FamRZ 1997, 549, - juris - Rn. 20).
Zwar soll die Beurkundung, durch die ein Sozius des Notars zum Testamentsvollstrecker ernannt wird, nicht gegen die genannten Vorschriften verstoßen, die Ernennung daher nicht unwirksam sein (BGH, Beschluss vom 18. Dezember 1996 - IV ZB 9/96, DNotZ 1997, 466 f.).
Auswirkung der Mitwirkung eines Notars an einem gemäß § 14 Abs. 2 BNotO …
Hierunter sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Beschluss vom 18. Dezember 1996 - IV ZB 9/96 - BGHZ 134, 230) nur solche Vorteile zu verstehen, die sich unmittelbar aus der in der Urkunde niedergelegten Willenserklärung ergeben und nicht lediglich als deren Folgen eintreten oder gar erst eintreten können.
Der BGH betrachtet § 45 BRAO , auf den sich die Beschwerdegegner ausdrücklich berufen, als ein Verbotsgesetz i.S.v. § 134 BGB (BGHZ 134, 230 = NJW 1997, 946 , nach juris Rz.11).