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Timestamp: 2016-10-26 13:26:35
Document Index: 19233802

Matched Legal Cases: ['Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 36', 'BGE', 'Art. 132', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134']

U 556/06 (17.12.2007)
U 556/06
Der 1948 geborene K.________ war seit 1. April 1988 bei der Verwaltung Q.________ angestellt und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert. Am 22. Oktober 2001 erlitt er einen Arbeitsunfall, indem er in einen ca. 5 m tiefen Schacht st�rzte. Vom 22. bis 30. Oktober 2001 war er im Spital X.________ hospitalisiert, wo am 22. Oktober 2001 eine dorsale Instrumentierung und Stabilisierung mit USS BWK 12 bis LWK 2 und am 25. Oktober 2001 eine Cystofixeinlage mit nachfolgender Blasentamponade und -sp�lung erfolgten. Das Paraplegikerzentrum Y.________, wo der Versicherte vom 30. Oktober 2001 bis 7. M�rz 2002 hospitalisiert war, stellte im Bericht vom 15. April 2002 folgende Diagnosen: Sensomotorisch inkomplette Paraplegie sub L1 mit sakraler Aussparung (ASIA D) mit LWK 1-Berstungsfraktur mit Einengung des Spinalkanals um ca. 75 %, LWK 4- Deckplattenimpressionsfraktur, Fraktur OS sacrum mit pr�sakralem H�matom, Rippenserienfraktur rechts V-IX. 2; arterielle Hypertonie; autonome Dysregulation mit Herz/ Kreislauf-, Blasen-, Darm- und Sexualfunktionsst�rungen; schweres gemischtes Schlafapnoe-Syndrom (Apnoe-Hypopnoeindex 60/h). Am 14. November 2001 wurde im Paraplegikerzentrum Y.________ eine subtotale Vertebrektomie und ventrale interkorporelle Spondylodese mit autogenem Knochenmaterial (Rippe) durchgef�hrt. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Zur Abkl�rung der Verh�ltnisse holte sie diverse Arztberichte, unter anderem des Kreisarztes Dr. med. M.________, FMH Chirurgie, vom 16. Mai 2003 betreffend die �rztliche Abschlussuntersuchung und Beurteilung des Integrit�tsschadens ein. Mit Verf�gung vom 5. Dezember 2003 sprach sie dem Versicherten ab 1. Januar 2004 eine Invalidenrente bei einer Erwerbsunf�higkeit von 75 % und eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 50 % zu. Weiter f�hrte sie aus, ob ein zus�tzlicher unfallbedingter Integrit�tsschaden von pneumologischer Seite her bestehe, werde aktuell noch gepr�ft; sie werde so bald als m�glich auf die Angelegenheit zur�ckkommen. Einspracheweise beantragte der Versicherte die Zusprechung einer Integrit�tsentsch�digung von 90 %. Am 17. Dezember 2004 wurde im Paraplegikerzentrum Y.________ eine Cholezystektomie durchgef�hrt sowie eine erneute Operation wegen Peritonitis. Zur Abkl�rung der Verh�ltnisse zog die SUVA weitere �rztliche Berichte, unter anderem des Dr. med. R.________, Facharzt FMH f�r Dermatologie Venereologie und Arbeitsmedizin, SUVA Abteilung Arbeitsmedizin, vom 18. Juli 2005 betreffend den Integrit�tsschaden im Rahmen der Beeintr�chtigung der Lungenfunktion bei. Dieser legte dar, gesamthaft sei von einem Integrit�tsschaden durch die pulmonalen Probleme von 20 % auszugehen. Mit Entscheid vom 12. August 2005 hiess die SUVA die Einsprache in dem Sinne teilweise gut, als sie die Integrit�tseinbusse auf gesamthaft 70 % festlegte.
Die hiegegen eingereichte Beschwerde mit dem Antrag auf Zusprechung einer Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 100 % wies das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden mit Entscheid vom 15. Mai 2006 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt der Versicherte die Aufhebung des kantonalen Entscheides und Zusprechung einer Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 100 %.
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung und deren Bemessung (Art. 24 Abs. 1 und Art. 25 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 UVG; Art. 36 Abs. 1-3 UVV; vgl. BGE 133 V 224 E. 2.1 f. S. 226 f., 124 V 29 E. 1 S. 31 f., 115 V 147, 113 V 221 E. 4b S. 221; RKUV 2004 UV Nr. 514 S. 415 E. 5.1, U 134/03, 1998 Nr. U 296 S. 235, 1997 Nr. U 278 S. 207 E. 2a, 1989 Nr. U 78 S. 357 E. 2) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Streitig und zu pr�fen ist einzig die H�he der dem Beschwerdef�hrer zustehenden Integrit�tsentsch�digung.
3.1 Dem Bundesgericht steht in Streitigkeiten um die Festsetzung des Integrit�tsschadens die umfassende �berpr�fungsbefugnis gem�ss Art. 132 Abs. 1 OG zu (vgl. E. 1 hievor); diese erstreckt sich somit auch auf die Angemessenheit des Grades der Integrit�tsbeeintr�chtigung. Bei der Unangemessenheit geht es um die Frage, ob der zu �berpr�fende Entscheid, den die Beh�rde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckm�ssigerweise anders h�tte ausfallen sollen. Allerdings darf das Gericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund anstelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abst�tzen k�nnen, welche seine abweichende Ermessensaus�bung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 75 E. 6 S. 81; RKUV 1989 Nr. U 78 S. 357 E. 3a mit Hinweisen).
3.2 Im Lichte dieser Grunds�tze ist die von SUVA und Vorinstanz auf 70 % festgesetzte Integrit�tseinbusse zu �berpr�fen. Dabei sind die verschiedenen Restfolgen des Unfalles vom 22. Oktober 2001 gesondert zu beurteilen. Die den einzelnen Sch�digungen entsprechenden Prozentzahlen werden zusammengez�hlt, auch wenn keine die Schwelle von 5 % erreicht: die Entsch�digung ist geschuldet, sobald die Summe der Prozentzahlen 5 % �bersteigt. Nach der Addition der den einzelnen Sch�digungen entsprechenden Prozentzahlen ist eine Gesamtw�rdigung vorzunehmen und zu beurteilen, ob das Ergebnis im Vergleich mit anderen Integrit�tssch�den in Anhang 3 zur UVV gerecht und verh�ltnism�ssig ist (RKUV 1998 Nr. U 296 S. 235 E. 2a mit Hinweis).
4.1.1 Der Kreisarzt Dr. med. M.________ legte im Bericht betreffend Beurteilung des Integrit�tsschadens vom 16. Mai 2003 dar, nach LWK 1-Berstungsfraktur mit dorsaler und ventraler Stabilisierung seien neurologisch partielle Ausf�lle am linken Bein verblieben mit motorischer Schw�che f�r Fuss- und Zehensenker (S1). Zudem best�nden eine autonome Dysregulation mit Blasen-, Darm- und Sexualfunktionsst�rungen, ausserdem Sensibilit�tsst�rungen am linken Bein, einmal L1 links und dann teilweise L4-/5 und S1. Er sch�tze den Integrit�tsschaden auf 50 % (die Beurteilung der Lungenfunktion erfolge sp�ter). Referenz sei hier Anhang 3, gem�ss welchem der Integrit�tsschaden bei einer kompletten Paraplegie 90 % betrage. Der Versicherte sei Fussg�nger, habe diskrete Befunde einer partiellen Paraparese, was sich in den neuropathischen Beschwerden und in Gleichgewichtsst�rungen des linken Beines manifestiere. Die Kraft sei ordentlich gut mit Gehf�higkeit, so dass er einen Drittel dieses Wertes sch�tze (�bergang normal zu ASIA Impairment Scale D). Hinzu k�men f�r die Darm- und Sexualfunktionsst�rungen je 10 %. Im Quervergleich gem�ss SUVA-Tabelle 7, Integrit�tsschaden bei Wirbels�ulenaffektionen, eine schmerzhafte Wirbels�ulenfunktionseinschr�nkung nach Fraktur mit Status nach Spondylodese mit �bergang der Schmerzfunktionsskala ++ zu +++, mit ebenfalls je 30 % resp. auch f�r das Cauda equina-Syndrom, womit die neuropathischen Beschwerden ber�cksichtigt seien und zus�tzlich die vorerw�hnten Darm- und Sexualfunktionsst�rungen wieder hinzuk�men, so dass sich schlussendlich oben erw�hnte Sch�tzung ergebe. Eine allf�llige sp�tere Verschlimmerung sei nicht ber�cksichtigt.
4.1.2 Dr. med. R.________ (SUVA Abteilung Arbeitsmedizin) f�hrte am 18. Juli 2005 aus, aufgrund der Lungenfunktionspr�fung vom 17. November 2004 bestehe eine Verminderung des FEV1 um 39 %, wobei in der Spiroergometrie nur eine Leistungsf�higkeit knapp unterhalb der Norm habe festgestellt werden k�nnen. In Anlehnung an SUVA-Tabelle 10 sei aufgrund der Einschr�nkung der Lungenfunktion von einem Integrit�tsschaden von aufgerundet 15 % auszugehen. Dazu bestehe ein nach wie vor behandlungsbed�rftiges Schlaf-Apnoe-Syndrom, das nachts mit BiPAP behandelt werden m�sse. Mit dieser Behandlung bestehe keine Tagesm�digkeit, ein offensichtlich qualitativ guter Schlaf, aber eine Beeintr�chtigung durch die Apparatur. Es werde hier eine Integrit�tsentsch�digung von 5 % angenommen, wobei als Vergleichsposition eine dauernde Antikoagulations-Behandlung nach Unfall (5 % Integrit�tsentsch�digung nach �blicher Praxis der Abteilung Versicherungsmedizin) angenommen werden k�nne. Gesamthaft sei von einem Integrit�tsschaden durch die pulmonalen Probleme von 20 % auszugehen.
4.2 SUVA und Vorinstanz legten der Bemessung des Integrit�tsschadens auf total 70 % die Beurteilungen der Dres. med. M.________ und R.________ zu Grunde.
Die Vorinstanz hat im Wesentlichen erwogen, beim Versicherten tr�ten wechselhaft Beschwerden im linken Bein auf, doch liege keine vollst�ndige motorische und/oder sensible Parese vor. Er k�nne f�r 30 Minuten stockfrei gehen und auch Treppensteigen sei unter Zuhilfenahme des Gel�nders m�glich. Das rechte Bein scheine noch voll funktionst�chtig zu sein. Verglichen mit einem kompletten Paraplegiker, f�r den der Rollstuhl infolge vollst�ndiger L�hmung der Rumpf- und Beinmuskulatur unentbehrlich sei, bestehe beim Versicherten noch eine verwertbare Restgehf�higkeit, was die Selbstst�ndigkeit und Mobilit�t im Alltag massgeblich erh�he. Auch bei der Blasen-, Darm- und Sexualfunktion seien ihm - wenn auch nur minimale - motorische und sensible Restfunktionen geblieben. Verglichen mit einer kompletten Paraplegie (90 %) erscheine eine Integrit�tsentsch�digung von 50 % als angemessen und sachgerecht. Die Beeintr�chtigungen der Blasen-, Darm- und Sexualfunktion seien bei der Integrit�tsentsch�digung von 90 % bei kompletter Paraplegie bereits ber�cksichtigt und nicht noch zus�tzlich zu veranschlagen, ansonsten man regelm�ssig auf Entsch�digungen �ber 100 % k�me. Die SUVA habe dies korrekt ber�cksichtigt. Hinsichtlich der St�rung der Lungenfunktion stehe die Einsch�tzung des Dr. med. R.________ im Einklang mit der SUVA-Tabelle 10. Eine sehr schwere Beeintr�chtigung der Lungenfunktion bestehe beim Beschwerdef�hrer nicht. Das Schlafapnoe-Syndrom werde mittels BiPAP behandelt; unter dieser Therapie zeige sich offenbar keine Dyspnoe. Zudem sei aufgrund der Akten nicht eindeutig erstellt, dass das Schlafapnoe-Syndrom eine erhebliche und dauernde Unfallfolge sei.
4.3 Der Versicherte macht geltend, es m�sse von einer schweren Wirbels�ulenverletzung ausgegangen werde, die im Quervergleich mit SUVA-Tabelle 7 mit 50 % zu bewerten sei; die SUVA habe diesbez�glich nur 30 % anerkannt. Er sei durch die Folgen der inkompletten Paraplegie wesentlich eingeschr�nkt; es handle sich nicht um diskrete Befunde einer Parese. Er sei zwar Fussg�nger; die Gehstrecke sei aber sehr eingeschr�nkt und variiere von 10 Minuten bis zu einer halben Stunde. Der Schritt sei verk�rzt und unsicher, es bestehe eine Kraftminderung am linken Bein. Auch tr�ten Gleichgewichtsprobleme wegen der Sensibilit�tsst�rung auf. Unebenes Gel�nde m�sse er meiden. Die wechselhaften Beschwerden und krampfartigen Schmerzen am linken Bein, auftretend vom Ges�ss aus, dann ausstrahlend bis in den Unterschenkel und Fuss, teilweise beim Sitzen, aber auch beim Liegen, gelegentlich auch nachts und von Tag zu Tag unterschiedlich, verursachten Probleme und Schmerzen und zw�ngen ihn zu dauernder Wechselposition zwischen Gehen, Stehen, Sitzen und Liegen. Am Morgen m�ssten jeweils mit gezielten Dehn�bungen die Beweglichkeit aktiviert und die Schmerzen ertr�glich gemacht werden. Dazu komme der Verlust der Sexual- und die Einschr�nkung der Darmfunktion, wof�r die SUVA und Vorinstanz nur je 10 % von m�glichen 30 % (Sexualfunktion) bzw. 40 % (Darmfunktion) ber�cksichtigt h�tten. Der Stuhlgang werde nicht versp�rt; es bestehe die Notwendigkeit t�glicher manueller Ausr�umung und des Tragens einer Einlage, da gelegentliches Schmieren und Abgang auftr�ten (ca. einmal 14t�glich). Miktion sei nur durch Katheterisierung m�glich (ca. sechsmal t�glich); zum Teil erfolge unkontrollierter Urinabgang bei starker F�llung der Blase und in der Nacht, was nicht versp�rt werde. Betreffend Sexualfunktion bestehe eine vollst�ndige erektile Impotenz und totaler Gef�hlsverlust an den Geschlechtsorganen. Das Argument, bei kompletter Paraplegie sei die St�rung der Sexualfunktion bereits in der Einbusse von 90 % eingerechnet, steche nicht. Dabei sei auch zu ber�cksichtigen, dass die komplette Paraplegie nicht zwangsl�ufig zum Verlust der Fortpflanzungsf�higkeit f�hren m�sse. Es g�be F�lle der Paraplegie, die zwar zu einem Gef�hlsverlust in den Geschlechtsorganen, nicht aber zu einem Funktionsverlust f�hrten. Bei ihm sei indessen unfallbedingt ein Gef�hls- und Funktionsverlust eingetreten, was f�r sich allein bereits einer Integrit�tseinbusse von 40 % entspreche (Anhang 3 zur UVV). Gleiches gelte f�r die Darmfunktionsst�rung (SUVA-Tabelle 9 Ziff. 5). Die Einschr�nkung der Blasenfunktion werde von den Vorinstanzen gar nicht ber�cksichtigt; diesbez�glich sei der Integrit�tsschaden auf 30 % zu sch�tzen (SUVA-Tabelle 9 Ziff. 6). Dazu komme die betr�chtliche Beeintr�chtigung der Lungenfunktion (Verminderung des FEV1 um 30 % [recte 39 %]) sowie ein schweres gemischtes obstruktives und zentrales Schlafapnoe-Syndrom, das nachts mit BiPAP behandelt werden m�sse. Er sei darauf angewiesen, mit einem Beatmungsger�t zu schlafen. Gem�ss Anhang 3 zur UVV betrage die Integrit�tseinbusse f�r eine schwere Lungenfunktionsbeeintr�chtigung 80 %. Die von SUVA und Vorinstanz diesbez�glich auf 20 % gesch�tzte Integrit�tseinbusse sei ungen�gend. Er sei w�hrend 24 Stunden beeintr�chtigt. Die Vorinstanzen machten einen Quervergleich zur kompletten Paraplegie, welche mit 90 % entsch�digt werde. Sie w�rden dabei die Schwere seiner Gesundheitssch�den verkennen und krass den Umstand �berbewerten, dass er noch kurze Wegstrecken zu Fuss zur�cklegen k�nne. Sein gesamter Lebensrhythmus werde durch die erlittenen Verletzungen bestimmt. Auch wenn er zum Gl�ck nicht an den Rollstuhl gebunden sei, k�nnten die Integrit�tssch�den nicht lediglich mit 50 % festgelegt werden. Es best�nden insgesamt keine Unterschiede zur kompletten Paraplegie. Er werde immer von Schmerzen geplagt, m�sse immer starke Schmerzmittel einnehmen und habe im Jahre 2006 im Paraplegikerzentrum Y.________ eine neuerliche Einstellung auf andere Schmerzmittel machen m�ssen. Auch wenn er kurze Strecken zu Fuss gehen k�nne, sei er in seinem Lebensrhythmus und in seiner Lebensqualit�t in einem Masse eingeschr�nkt, dem die Bemessung der Integrit�tsentsch�digung durch SUVA und Vorinstanz nicht gerecht werde. Vergleiche man seine Integrit�tseinbusse mit derjenigen von Rollstuhl-Spitzensportlern, die an den Rollstuhl gebunden Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung von 90 % h�tten, erweise sich die ihm zugesprochene Integrit�tsentsch�digung bei inkompletter Paraplegie augenf�llig als falsch. Dazu komme die Beeintr�chtigung der Lungenfunktion. Er habe insgesamt Anspruch auf eine 100%ige Integrit�tsentsch�digung.
5.1.1 Das Paraplegikerzentrum Y.________ f�hrte im Bericht vom 11. September 2002 aus, es bestehe ein neuropathischer sowie zus�tzlich ein belastungsabh�ngiger Schmerz des linken Beines. Der Versicherte sei Fussg�nger; mit zwei Gehst�cken sei eine l�ngere Gehstrecke m�glich, ca. 30 Minuten. Im Bericht vom 24. M�rz 2003 gab das Paraplegikerzentrum Y.________ an, von Seiten des R�ckens sei der Versicherte im Grossen und Ganzen beschwerdefrei. Es persistierten weiterhin Muskelkr�mpfe der linken unteren Extremit�t, die sich in Ruhe verst�rkten. Bei diesem aus orthop�discher Sicht beschwerdefreien Versicherten k�nnten sie die Behandlung abschliessen. Ihm sei empfohlen worden, sich trotz gutem Heilungsverlauf von Seiten der Wirbels�ule zu schonen und auf tiefes Heben sowie Heben von schweren Gegenst�nden zu verzichten, da das erste frei lumbale Segment L2/3 durch die Spondylodese vermehrter Belastung ausgesetzt sei und durch grosse Beanspruchung der Wirbels�ule m�glicherweise schneller degenerative Ver�nderungen zeigen k�nne als im Normalfall.
Dr. med. M.________ legte gest�tzt auf seine Abschlussuntersuchung vom 16. Mai 2003 dar, Probleme verursachten dem Versicherten die wechselhaften Beschwerden am linken Bein, auftretend vom Ges�ss, dann ausstrahlend bis in den Unterschenkel und Fuss, teilweise beim Sitzen, aber auch beim Liegen, gelegentlich auch nachts und von Tag zu Tag unterschiedlich auftretend. Der Versicherte gebe an, Gehen in ebenem Gel�nde sei besser m�glich als in unebenem, da er eigentlich die Motorik am Bein gut versp�re, aber eben schnell eine Unsicherheit auftrete. Die Gehstrecke variiere von gelegentlich 10 Minuten bis zu einer halben Stunde stockfrei. Der Versicherte habe einen vorsichtigen, etwas kurzschrittigen stockfreien Gang, der fl�ssig sei. Treppen auf- und absteigen sei unter Zuhilfenahme des Gel�nders wechselseitig m�glich. Aus orthop�discher Sicht bestehe eine Einschr�nkung f�r Heben und Tragen mittelschwerer Lasten und Hantieren mit schweren/grob manuellen Werkzeugen.
Im Bericht vom 29. M�rz 2005 legte das Paraplegikerzentrum Y.________ unter der Rubrik Schmerzen dar, es liege das bekannte neuropathische Schmerzsyndrom des linken Beines, belastungsabh�ngig, vor. Der Beschwerdef�hrer sei Fussg�nger, er ben�tige keine Hilfsmittel. Er sei im Alltag vollst�ndig selbstst�ndig. Besonders beim Treppensteigen bemerke er eine Kraftschw�che in beiden unteren Extremit�ten. Der aktuelle Muskelstatus zeige im Vergleich zum Vorbefund vom 9. M�rz 2004 eine leichte Kraftverminderung im Bereich der Glutaeus-Muskulatur. Die Kraft der Hauptkennmuskulatur habe sich jedoch nicht verschlechtert. Zur Verbesserung der Muskelkraft in den unteren Extremit�ten werde die erneute Durchf�hrung der ambulanten Physiotherapie empfohlen.
5.1.2 Hinsichtlich der Gehfunktion ist keine relevante �nderung des Zustandes seit dem Bericht des Dr. med. M.________ vom 16. Mai 2003 auszumachen. Seine Bewertung dieser Beeintr�chtigung mit 30 % (E. 4.1.1 hievor) l�sst sich nicht beanstanden. Gerade die - wenn auch eingeschr�nkte - Gehf�higkeit des Beschwerdef�hrers bewirkt eine im Vergleich zur kompletten Paraplegie (vgl. E. 5.5 hienach) massgeblich erh�hte Selbstst�ndigkeit und Mobilit�t im Alltag (Urteil U 188/03 vom 26. Juli 2004, E. 3.2).
5.2 Im Bericht vom 15. April 2002 diagnostizierte das Paraplegikerzentrum Y.________ unter anderem eine autonome Dysregulation mit Blasen-, Darm- und Sexualfunktionsst�rungen. Hinsichtlich der Darmfunktion f�hrte es im Bericht vom 11. September 2002 aus, die Stuhlentleerung erfolge einmal t�glich durch manuelles Ausr�umen mit digitalem Reiz vorweg. Die gef�llte Ampulle werde nicht versp�rt; kein Blut, keine Suppositorien. Gest�tzt hierauf legte Dr. med. M.________ am 16. Mai 2003 die Integrit�tseinbusse f�r die Darmfunktionsst�rungen auf 10 % fest (E. 4.1.1 hievor). Im Bericht vom 29. M�rz 2005 gab das Paraplegikerzentrum Y.________ an, die Stuhlentleerung erfolge mittels digitalem Ausr�umen und Pressen einmal t�glich. Zur Zeit neige der Versicherte noch zu Diarrhoe wegen der bis vor kurzem durchgef�hrten Antibiose.
Auch hinsichtlich der Darmfunktion liegt keine erhebliche Verschlechterung seit der Beurteilung durch Dr. M.________ vor. Seine Sch�tzung der entsprechenden Integrit�tseinbusse auf 10 % ist angemessen, zumal Darmfunktionsst�rungen in der Integrit�tsentsch�digung von 90 % bei kompletter Paraplegie (Anhang 3 zur UVV und SUVA-Tabelle 21) enthalten sind (vgl. E. 5.5 hienach; WOLFGANG MEIER, Integrit�tsentsch�digungen bei R�ckenmarkverletzungen, in: Medizinische Mitteilungen der SUVA Nr. 77/2006 S. 127).
5.3 Im Bericht �ber die Abschlussuntersuchung vom 16. Mai 2003 f�hrte Dr. med. M.________ aus, der Versicherte gebe "von Seiten der Sexualfunktion eine Erektionsverminderung und Gef�hlsst�rung respektive praktisch keines mehr" an. Dr. med. M.________ bezifferte den entsprechenden Integrit�tsschaden auf 10 % (E. 4.1.1 hievor).
Dieser Einsch�tzung ist beizupflichten. Bei einer in-/kompletten Paraplegie ist immer von einer Sexualfunktionsst�rung auszugehen (vgl. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften [AWMF], Leitlinien der Deutschen Gesellschaft f�r Neurologie, Stuttgart 2005, in: www.uni-duesseldorf.de/awmf). Die Vorinstanz hat mithin richtig erkannt, dass auch eine Sexualfunktionsst�rung in der 90%igen Integrit�tsentsch�digung bei kompletter Paraplegie ber�cksichtigt ist. Weiter hat sie zu Recht erwogen, dass dem Versicherten bei der Sexualfunktion - wenn auch nur minimale - motorische und sensible Restfunktionen verblieben sind. Eine diesbez�gliche Verschlechterung seit der Beurteilung durch Dr. med. M.________ vom 16. Mai 2003 ist medizinisch nicht erstellt. Der Einwand des Versicherten, es sei zu ber�cksichtigen, dass die komplette Paraplegie nicht zwangsl�ufig zu einem Verlust der Fortpflanzungsf�higkeit f�hren m�sse (E. 4.3 hievor), dringt nicht durch. Die beim Beschwerdef�hrer eingeschr�nkt vorhandene Sexualfunktion kann nicht mit dem Verlust der Sexualfunktion bei kompletter Paraplegie gleichgesetzt werden, selbst wenn die Fortpflanzungsf�higkeit des Querschnittgel�hmten noch erhalten bleibt (vgl. auch erw�hntes Urteil U 188/03, E. 3.4).
5.4 Im Bericht vom 11. September 2002 gab das Paraplegikerzentrum Y.________ hinsichtlich der Blasenentleerung an: Einmalkatheterismus alle vier Stunden, HWI einmal pro Jahr. Im Bericht vom 16. Mai 2003 ging Dr. med. M.________ zwar davon aus, es best�nden neben Darm- und Sexual- auch Blasenfunktionsst�rungen. F�r die beiden Ersteren sch�tze er den Integrit�tsschaden auf je 10 %. F�r die Blasenfunktionsst�rungen legte er indessen keine prozentuale Sch�digung fest und gab hief�r auch keine Begr�ndung an (vgl. E. 4.1.1 hievor). Im Bericht vom 29. M�rz 2005 legte das Paraplegikerzentrum Y.________ dar, die Blasenentleerung erfolge mittels intermittierendem Selbstkatheterismus f�nf- bis sechsmal t�glich; es tr�ten keine Harnweginfekte auf. Es best�nden die bekannten Drucksch�den der Harnblase und Blasenhalsinsuffizienz. Nach dem Gesagten war der Beschwerdef�hrer bei der Blasenfunktion auch im Jahre 2005 (Zeitpunkt des Einspracheentscheides) weiterhin behindert.
5.5 Aus dem Umstand, dass Dr. med. M.________ hinsichtlich der von ihm festgestellten Blasenfunktionsst�rung keine separate prozentuale Integrit�tseinbusse angab (E. 4.1.1 hievor), kann der Versicherte nichts zu seinen Gunsten ableiten. Denn auch eine solche St�rung ist Teil der Integrit�tseinbusse bei kompletter Paraplegie (WOLFGANG MEIER, a.a.O., S. 127). Eine gesamthafte Bewertung der dargelegten Beeintr�chtigungen (exklusive die Lungenfunktionsst�rung; hiezu vgl. E. 6 hienach) ergibt, dass die von SUVA und Vorinstanz veranschlagte Integrit�tsentsch�digung von total 50 % im Vergleich zur mit 90 % eingestuften kompletten Paraplegie angemessen ist. Die Einwendungen des Versicherten (E. 4.3 hievor) verm�gen zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren.
Die durch Dr. med. R.________ am 18. Juli 2005 vorgenommene Sch�tzung des Integrit�tsschadens betreffend die pulmonalen Probleme auf insgesamt 20 % (E. 4.1.2 hievor), die eine Lungenfunktionspr�fung vom 17. November 2004 und eine Spiroergometrie vom 21. Juni 2005 zur Grundlage hat, ist nicht zu beanstanden (vgl. SUVA-Tabelle 9 Ziff. 9 und SUVA-Tabelle 10), wie die Vorinstanz, auf deren Erw�gungen verwiesen wird, richtig erkannt hat. Diesbez�glich hat es mithin sein Bewenden, woran die Vorbringen des Beschwerdef�hrers ebenfalls nichts zu �ndern verm�gen.
Eine zus�tzliche medizinische Abkl�rung ist nicht durchzuf�hren, da hievon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 131 I 153 E. 3 S. 157, 124 V 90 E. 4b S. 94; SVR 2005 MV Nr. 1 S. 1 E. 2.3, M 1/02).
Das Verfahren ist kostenfrei (Art. 134 OG; vgl. E. 1 hievor).