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Timestamp: 2016-10-23 22:25:34
Document Index: 168377048

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 73', 'Art. 52', 'Art. 56', 'Art. 56', 'Art. 56', 'Art. 73', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 52', 'Art. 132', 'Art. 104', 'Art. 105', 'Art. 52', 'Art. 49', 'Art. 89', 'Art. 48', 'Art. 51', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 52', 'Art. 51', 'Art. 83', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 71', 'Art. 49', 'Art. 49', 'Art. 50', 'Art. 57', 'Art. 57', 'Art. 57', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 57', 'Art. 57', 'Art. 58', 'Art. 57', 'Art. 52', 'BGE', 'BGE', 'Art. 52', 'Art. 759', 'Art. 52', 'Art. 134', 'e contrario', 'Art. 156', 'Art. 135', 'Art. 159', 'BGE', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 52']

B 85/00 (14.05.2002)
Pr�sident Sch�n, Bundesrichter Borella, Meyer, Ferrari und
1. H.________, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. J�rg
2. L.________, vertreten durch die Treuhand K.________, Beschwerdef�hrer,
A.- L.________ war seit 16. Juni 1988 Pr�sident und H.________ seit 9. September 1993 Mitglied des Stiftungsrates der Personalvorsorgestiftung der X.________ AG. Per Ende 1993 betrugen die ungesicherten Anlagen bei den beiden Arbeitgeberfirmen, der Y.________ AG und der Z.________ AG, Fr. 409'260. 80 und damit rund 19 % des Gesamtverm�gens von Fr. 2'139'427. 75. Im Februar 1994 gew�hrte die Personalvorsorgestiftung der Stifterfirma Y.________ AG ein Darlehen in H�he von Fr. 100'000.-. In der Zeit vom 1. Juli 1993 bis zur Konkurser�ffnung �ber die Y.________ AG am 1. April 1996 erh�hte sich ferner die Kontokorrentschuld um Fr. 55'811.-. Am 22. Mai 1996 meldete die Personalf�rsorgestiftung im Konkurs der Stifterfirma eine Forderung von Fr. 474'034. 20 an. �ber diesen Betrag stellte ihr das Konkursamt am 16. Oktober 1997 einen Verlustschein aus.
B.- Am 27. August 1999 reichte die Personalvorsorgestiftung X.________ AG in Liquidation u.a. Klage gegen L.________ und H.________ beim Verwaltungsgericht von Appenzell A.Rh. ein und machte Schadenersatz im Betrag von Fr. 155'811.- nebst Zins seit 1. April 1996 geltend. Mit Entscheid vom 21. Juni 2000 bejahte das Verwaltungsgericht seine Zust�ndigkeit und verpflichtete L.________ zur Bezahlung von Fr. 155'811.- und H.________ zur Bezahlung von Fr. 135'848.-, jeweils unter solidarischer Haftbarkeit bis zu letzterem Betrag sowie nebst Zins zu 5 % seit 1. September 1999.
C.- H.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Antrag, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei die Klage abzuweisen.
Das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) bejaht in der Vernehmlassung die Zust�ndigkeit der Sozialversicherungsgerichtsbarkeit und enth�lt sich zur materiellen Frage der Verantwortlichkeit einer Stellungnahme. Der beigeladene L.________ verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Eventuell sei die Klage vollumf�nglich abzuweisen.
Die Personalvorsorgestiftung X.________ AG in Liquidation l�sst wiederum auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen. Das BSV verzichtet auf eine Vernehmlassung. Der beigeladene H.________ l�sst die Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragen.
2.- Die beiden Beschwerdef�hrer stellen sich unter Berufung auf BGE 112 V 356 auf den Standpunkt, f�r die Beurteilung der Verantwortlichkeitsklage sei nicht die Sozialversicherungs-, sondern die Zivilgerichtsbarkeit zust�ndig.
Die Zust�ndigkeit des kantonalen und des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts nach Art. 73 Abs. 1 zweiter Satz (in Kraft seit 1. Januar 1997) und Abs. 4 BVG ist offensichtlich gegeben. Die Zuweisung der Verantwortlichkeitsprozesse nach Art. 52 BVG durch Bundesgesetz vom 21. Juni 1996 an das Berufsvorsorgegericht per 1. Januar 1997 ist im Rahmen der Dringlichkeit dieser BVG-Revision (BBl 1996 I 571) zu betrachten: Auf dem Hintergrund der krisenbedingt zunehmenden Zahlungsunf�higkeiten von Vorsorgeeinrichtungen, deren angeschlossene Arbeitgeber den Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachzukommen vermochten, wurden die Leistungsgarantien des Sicherheitsfonds (Art. 56 BVG) auf die weitergehende (reglementarische) Vorsorge ausgedehnt (Art. 56 Abs. 1 lit. c BVG in der Fassung vom 21. Juni 1996). Gleichzeitig r�umte der Gesetzgeber dem Sicherheitsfonds gegen�ber Personen, die f�r die Zahlungsunf�higkeit ein Verschulden trifft, ein R�ckgriffsrecht ein (Art. 56a Abs. 1 BVG), betraute mit dessen Beurteilung das Gericht nach Art. 73 Abs. 1 zweiter Satz BVG und f�gte gleichzeitig in diesen erg�nzten Satz die Zust�ndigkeit zur Entscheidung �ber Verantwortlichkeitsanspr�che nach Art. 52 BVG ein. Die vom Bundesrat angestrebte prozessuale Vereinfachung der Durchsetzung von Verantwortlichkeits- und R�ckgriffsanspr�chen (BBl 1996 I 576) ist Bestandteil der als dringlich bezeichneten Gesetzesrevision. Daraus folgt, dass die beiden neu eingef�hrten Zust�ndigkeiten des Berufsvorsorgegerichts mit dem Inkrafttreten der Revision (1. Januar 1997) sofort anwendbar sein sollten. Anhaltspunkte f�r die von den Beschwerdef�hrern vertretene Auffassung, die neue Zust�ndigkeit erfasse nur Klagen aus nach dem 1. Januar 1997 eingetretenen verantwortungs- oder r�ckgriffsrechtlich erheblichen Sachverhalten, sind nicht ersichtlich. Davon abgesehen geht es um eine punktuelle �nderung der Rechtspflegebestimmungen des BVG. Diese �nderung ist mit der Einf�hrung der berufsvorsorgerechtlichen Spruchzust�ndigkeit im Rahmen der Einf�hrung des BVG auf den 1. Januar 1985 nicht zu vergleichen, weshalb die Berufung des Beschwerdef�hrers H.________ (und ihm beipflichtend L.________) auf BGE 112 V 356 nicht durchdringt. Gegenteils l�sst sich, wie dargelegt, der Wille des Gesetzgebers erkennen, dass Verantwortlichkeitsstreitigkeiten nach Art. 52 BVG fortan durch das Berufsvorsorgegericht zu beurteilen seien, ein legislatorisches Regelungsziel, das noch w�hrend Jahren nicht erreicht worden w�re, wenn die zus�tzlich geschaffene Rechtsprechungszust�ndigkeit des Berufsvorsorgerichters sich nicht auf haftungsbegr�ndende Sachverhalte bez�ge, die sich vor dem 1. Januar 1997 verwirklicht hatten.
3.- Da es sich bei der angefochtenen Verf�gung nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen handelt, hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht nur zu pr�fen, ob das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht verletzt hat, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG).
4.- a) Nach Art. 52 BVG sind alle mit der Verwaltung, Gesch�ftsf�hrung oder Kontrolle der Vorsorgeeinrichtung betrauten Personen f�r den Schaden verantwortlich, den sie ihr absichtlich oder fahrl�ssig zuf�gen. Diese Haftungsnorm, deren Anwendungsbereich sich auch auf die weitergehende Vorsorge erstreckt (Art. 49 Abs. 2 BVG; Art. 89bis Abs. 6 ZGB), kommt unabh�ngig von der Rechtsform der Vorsorgeeinrichtung (Art. 48 Abs. 2 BVG) zum Tragen (Thomas Geiser, Haftung f�r Sch�den der Pensionskassen: �berblick �ber die Haftungsregeln bei der 2. S�ule, in: M�langes en l'honneur de Jean-Louis Duc, S. 71). Sie r�umt der gesch�digten Vorsorgeeinrichtung einen direkten Anspruch gegen�ber dem n�her umschriebenen Kreis der haftpflichtigen Personen ein. Darunter fallen insbesondere die Organe der Vorsorgeeinrichtung, im vorliegenden Fall der Stiftungsrat (vgl. Art. 51 BVG). Diese Organeigenschaft kann wie im Rahmen der Verantwortlichkeitsvorschrift von Art. 52 AHVG (BGE 126 V 237 mit Hinweisen) auch eine bloss faktische sein (Geiser, a.a.O., S. 83; Pierre-Yves Greber, La responsabilit� civile des personnes charg�es de l'administration et de la gestion d'une institution de pr�voyance, in:
Konferenz der Gesch�ftsleiter von Personalversicherungen, 1986, S. 22; Christoph Helbling/Carmela Wyler-Schmelzer, Zur Verantwortlichkeit des Stiftungsrates, in: Der Schweizer Treuh�nder 2002 S. 11; Katharina Rohrbach, Die Verteilung der Aufgaben und Verantwortlichkeiten bei betrieblichen Personalvorsorgestiftungen, Diss. Basel 1983, S. 9f.; anderer Auffassung Marco Lanter, Die Verantwortlichkeit von Stiftungsorganen, Diss. Z�rich 1984, S. 176).
Neben der Zugeh�rigkeit zum Kreis der in Art. 52 BVG erw�hnten Personen setzt die verm�gensrechtliche Verantwortlichkeit als weitere kumulative Erfordernisse den Eintritt eines Schadens, Widerrechtlichkeit, Verschulden und einen Kausalzusammenhang voraus.
16. Juni 1988 als Pr�sident des Stiftungsrates der Beschwerdegegnerin amtete, ist ohne weiteres gegeben (vgl.
Art. 51 BVG, Art. 83 und 89bis ZGB). Auch jene des Beschwerdef�hrers H.________, welcher ebenfalls als Arbeitgebervertreter im Stiftungsrat Einsitz genommen hatte, ist mit der Vorinstanz zu bejahen. Zun�chst kommt es, so wenig wie im Bereich des Art. 52 AHVG, f�r die Begr�ndung und Beendigung der formellen Organstellung nicht auf den Handelsregistereintrag an (vgl. statt vieler BGE 126 V 61 und 123 V 172). Ausschlaggebend ist vielmehr, wann die Organstellung effektiv begr�ndet worden ist, was hier mit der Wahl an der Stiftungsratssitzung vom 9. September 1993 der Fall gewesen ist. Soweit in diesem Zusammenhang eine rechtsungleiche Behandlung mit Blick auf die vom kantonalen Gericht nicht f�r haftpflichtig erkl�rten eingeklagten Personen geltend gemacht wird, geht der Einwand fehl, da die drei Personen zwar an dieser Sitzung anwesend waren, ohne aber schon zu Stiftungsr�ten gew�hlt worden zu sein.
Von diesem Gesichtspunkt der zur Passivlegitimation f�hrenden formellen Organstellung abgesehen, ist aufgrund der aus den Akten sich ergebenden Befugnisse und Aufgaben des H.________ im Zusammenhang mit der Verwaltung der Vorsorgeeinrichtung davon auszugehen, dass H.________ l�ngst faktische Organstellung hatte, bevor er auch formell zum Stiftungsrat gew�hlt worden ist.
c) Was die Haftungsvoraussetzung des Schadens betrifft hat das kantonale Gericht f�r das Eidgen�ssische Versicherungsgericht in verbindlicher Weise festgestellt (vgl.
Erw. 3 hievor), dass der Beschwerdegegnerin, ausgewiesen durch den Konkursverlustschein vom 16. Oktober 1997, unbestrittenermassen ein Schaden von Fr. 474'034. 20 erwachsen ist. Davon hat die Beschwerdegegnerin den Betrag von Fr. 155'811.- (nebst Zins) eingeklagt, welcher sich aus der im Februar 1994 erfolgten Gew�hrung eines zus�tzlichen Darlehens von Fr. 100'000.- an die urspr�ngliche Stifterfirma, die Y.________ AG, und aus dem Anwachsenlassen der Kontokorrentausst�nde in der Folgezeit zusammensetzt. Unbegr�ndet ist in diesem Zusammenhang der Einwand des H.________ in seiner Stellungnahme als Mitinteressierter, die Beschwerdegegnerin bringe in ihrer Vernehmlassung selbst vor, die Arbeitgeberfirma habe noch zweimal Fr. 30'000.- zur�ckbezahlt, wodurch sich die Kreditschuld von Fr. 100'000.- jedenfalls auf Fr. 40'000.- vermindert habe. Damit �bersieht er, dass sich die Schuld der Stifterfirma bei ihrer Vorsorgeeinrichtung nicht nur auf die Gegenstand der Klage bildenden Fr. 100'000.- belief, sondern wegen der schon fr�her wiederholt gew�hrten Kredite im Betrag von �ber Fr. 200'000.- auf eine viel h�here Summe. Wenn die Beschwerdegegnerin in der Vernehmlassung ausf�hrt, "der Kredit" sei um zweimal Fr. 30'000.- vermindert worden, so bezieht sich diese Feststellung auf den gesamten der Stifterfirma gew�hrten Kredit. Da diese weder vor noch nach dem am 1. April 1996 er�ffneten Konkurs in der Lage war, die eingeklagten Fr. 100'000.- (Kredit) und Fr. 55'811.- (angewachsene Kontokorrentausst�nde mitsamt Nebenkosten) zur�ckzuzahlen, ist der Vorsorgeeinrichtung im Umfange dieser Betr�ge ein Schaden entstanden.
Widerrechtlichkeit liegt vor, wenn die sich aus Gesetz und Verordnungen, aus der Stiftungsurkunde und den Reglementen, den Beschl�ssen des Stiftungsrates, einem Vertragsverh�ltnis sowie den Weisungen der Aufsichtsbeh�rde ergebenden Pflichten, wozu auch die allgemeine Sorgfaltspflicht geh�rt, verletzt werden (Domenico Gullo, Die Verantwortlichkeit des Stiftungsrats in der Vorsorgeeinrichtung und die Delegation von Aufgaben, SZS 2001 S. 45; Helbling/Wyler-Schmelzer, a.a.O., S. 12; Greber, a.a.O., S. 26 ff.). Im Bereich der Verm�gensanlage besteht die Widerrechtlichkeit in erster Linie in einer Verletzung der gesetzlichen (Art. 71 BVG, Art. 49 ff. BVV 2) und reglementarischen Anlagevorschriften (vgl. Art. 49a BVV 2).
Speziell Art. 50 BVV 2 bringt in Konkretisierung der allgemeinen Sorgfaltspflicht die bei der Verm�gensanlage gebotene erh�hte Sorgfalt zum Ausdruck.
aa) Nach Art. 57 Abs. 1 BVV 2 (in der Fassung gem�ss Ziff. I der Verordnung vom 1. Juni 1993, in Kraft seit
1. Juli 1993) darf das Verm�gen, soweit es zur Deckung der Freiz�gigkeitsleistungen sowie zur Deckung der laufenden Renten gebunden ist, nicht ungesichert beim Arbeitgeber angelegt werden. Gerade im Hinblick auf die gef�hrlichen Auswirkungen, die sich aus den engen pers�nlichen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Vorsorgeeinrichtung und Arbeitgeber im Anlagebereich ergeben k�nnen (vgl. Mitteilungen des BSV �ber die berufliche Vorsorge Nr. 11 vom 28. Dezember 1988, Ziff. 65, und Nr. 25 vom 26. Juli 1993, Ziff. 155) ist mit der auf 1. Juli 1993 in Kraft gesetzten Revision von Art. 57 Abs. 1 BVV 2 die ungesicherte Anlage von Vorsorgegeldern beim Arbeitgeber auf die H�he der ungebundenen Mittel begrenzt worden, d.h. auf das freie Stiftungskapital und die Arbeitgeber-Beitragsreserve (Martin Th. Maria Eisenring, Die Verantwortlichkeit f�r Verm�gensanlagen von Vorsorgeeinrichtungen, Diss.
Z�rich 1999, S. 162). Diesbez�glich weist die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung zu Recht darauf hin, dass bei ausstehenden Forderungen gegen die Stifterfirma von Fr. 291'760.- gem�ss Jahresabschluss 1992 nur gerade Fr. 172'125. 55 freie Stiftungsmittel bilanziert waren. Weil im Februar 1994 der revidierte Art. 57 Abs. 1 BVV 2 schon in Kraft war (seit 1. Juli 1993), da ferner die Stiftungsverantwortlichen noch nicht �ber den Jahresabschluss 1993 verf�gten, fiel, wie in der Vernehmlassung ebenfalls richtig bemerkt wird, eine weitere Kreditvergabe schlechthin ausser Betracht. Denn die Stiftungsr�te durften nicht davon ausgehen, dass sich das Verh�ltnis von ausstehenden Forderungen gegen den Arbeitgeber und das freie Stiftungskapital seit
31. Dezember 1992, dem letzten im Februar 1994 vorliegenden Jahresabschluss, wesentlich verbessert h�tte. Ein Verstoss gegen diese (und, wie nachfolgend zu zeigen sein wird, andere) Anlagevorschriften der BVV2 erf�llt jedenfalls die Widerrechtlichkeit als Haftungsvoraussetzung nach Art. 52 BVG (vgl. auch Eisenring, a.a.O., S. 193 Fn 1011 unter Hinweis auf BGE 110 II 394, Erw. 2).
bb) Zweitens ist Art. 57 Abs. 2 BVV 2 zu beachten, wonach ungesicherte Anlagen beim Arbeitgeber 20 % des Verm�gens nicht �bersteigen d�rfen (Fassung gem�ss Ziff. I der Verordnung vom 28. Oktober 1992, in Kraft seit 1. Januar 1993 [AS 1992 2234]). Es handelt sich hiebei um eine zus�tzlich zur Begrenzung nach Art. 57 Abs. 1 BVV 2 zu beachtende Anlagevorschrift (Eisenring, a.a.O., S. 162).
Das kantonale Gericht hat in �bereinstimmung mit der Aktenlage f�r das Eidgen�ssische Versicherungsgericht verbindlich festgestellt (Erw. 3 hievor), dass die Anlage der Vorsorgemittel bei den beiden Arbeitgeberfirmen per 31. Dezember 1993 als ungedeckte Forderungen 19 % des Gesamtverm�gens erreichten (Fr. 409'260.- von Fr. 2'139'427.-).
Ende 1994 betrug die ungedeckte Forderung 21,6 %, resultierend aus dem Verh�ltnis von Fr. 651'575. 10 (Bericht Treuhand A.________ AG vom 8. Juni 1995) zu Fr. 3'014'221. 20 (gem�ss Schlussbilanz per 31. Dezember 1994), wobei, entgegen den Vorbringen des Beschwerdef�hrers L.________, auch die Anlagen bei der zweiten Arbeitgeberin, der Z.________ AG, mit zu ber�cksichtigen sind. Dass bei diesen Verh�ltnissen mit der Erh�hung des Kredites um Fr. 100'000.- im Februar 1994 die 20 % Grenze nicht �berschritten worden sein sollte, ist von vornherein h�chst unwahrscheinlich.
Zwar sind wohl, wie der Beschwerdef�hrer H.________ an sich richtig bemerkt, in den Monaten Januar und Februar 1994 erfolgte R�ckzahlungen von je Fr. 22'000.- seitens der Y.________ AG auf dem Kontokorrent ausgewiesen. Dabei �bersieht er aber, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht einwendet, dass in den gleichen zwei Monaten die aufgrund der laufenden Vorsorgeverh�ltnisse - bei einem Jahrespr�mienvolumen von Fr. 334'053.- - geschuldeten BVG-Zahlungen von monatlich 2 x Fr. 27'837. 70 zu Buche schlugen. Diese Gegebenheit wird durch H.________ in seiner Stellungnahme als Mitinteressierter in der Beschwerdesache L.________ nicht entkr�ftet. Selbst wenn es sich aber, wie die Beschwerdef�hrer - unbelegt - behaupten, so verhielte, dass die ungesicherten Anlagen bei den Arbeitgeberfirmen die 20 % Grenze Ende Februar 1994 rechnerisch so weit unterschritten, dass eine weitere Kreditvergabe in Betracht gefallen w�re, m�sste die erfolgte Krediterh�hung um weitere Fr. 100'000.- an die eine Stifterfirma als rechtswidrig betrachtet werden. Denn es steht fest, was seitens der Beschwerdef�hrer ausdr�cklich einger�umt wird, dass die Stiftungsr�te damals (Februar 1994) subjektiv nicht wussten, noch wissen konnten, ob dennoch Spielraum f�r die Vergabe eines weiteren Kredites an die Arbeitgeberfirma bestand, da der entsprechende Bericht der Kontrollstelle vom 12. August 1994 damals noch nicht verf�gbar war. Gerade weil aber die Verantwortlichen im Moment der Krediterh�hung sich �ber die tats�chliche Situation keine Rechenschaft geben konnten, durften sie angesichts der Ende 1993 bereits bei 19 % liegenden Anlagequote der Kreditvergabe von Fr. 100'000.- nicht zustimmen.
cc) Nach Art. 58a BVV 2 in der Fassung der Verordnung vom 1. Juni 1993, in Kraft seit 1. Juli 1993 (AS 1993 1881), muss die Vorsorgeeinrichtung ihrer Aufsichtsbeh�rde innert drei Monaten nach dem vereinbarten F�lligkeitstermin melden, wenn reglementarische Beitr�ge noch nicht �berwiesen sind (Abs. 1). Bevor die Vorsorgeeinrichtung beim Arbeitgeber Mittel ungesichert neu anlegt, die nicht zweifelsfrei nach Art. 57 Abs. 1 und 2 BVV 2 auf diese Weise angelegt werden d�rfen, muss sie ihrer Aufsichtsbeh�rde von dieser Neuanlage mit ausreichender Begr�ndung Meldung erstatten (Abs. 2). Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, liegt auch eine Verletzung dieser verordnungsm�ssigen Meldepflicht vor.
dd) Die beiden Stiftungsr�te haben demnach mit der im Februar 1994 gew�hrten Krediterh�hung an die Stifterfirma und dem Anwachsenlassen der Kontokorrentausst�nde mehrfach gegen die Anlagevorschriften der BVV 2 verstossen und damit widerrechtlich gehandelt.
e) In verschuldensm�ssiger Hinsicht gen�gt im Rahmen von Art. 52 BVG leichte Fahrl�ssigkeit (Amtl. Bull. 1980 S 295; J�rg Br�hwiler, Die betriebliche Personalvorsorge in der Schweiz, Bern 1989, S. 403; Geiser, a.a.O., S. 76; Greber, a.a.O., S. 38; Helbling/Wyler-Schmelzer, a.a.O., S. 16). Leichte Fahrl�ssigkeit liegt bei geringf�giger Verletzung der erforderlichen Sorgfalt vor (Rey, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, 2. Aufl. 1998, Rz 863), das heisst, wenn vom Sorgfaltsmassstab, den ein gewissenhafter und sachkundiger Stiftungsrat in einer vergleichbaren Lage bei der Erf�llung der ihm �bertragenen Aufgaben beachten w�rde, abgewichen wird (Gullo, a.a.O., S. 45 f.; Helbling/ Wyler-Schmelzer, a.a.O., S. 16; vgl. auch Helbling, Personalvorsorge und BVG, 7. Aufl. 2000, S. 610). Was als (leichte oder grobe) Fahrl�ssigkeit anzusehen ist, muss im Einzelfall nach richterlichem Ermessen verdeutlicht werden; die Beantwortung der Frage beruht auf einem Werturteil (BGE 103 Ia 502 f. Erw. 7 und 123 III 112 Erw. 3a betreffend Ad�quanz; Oftinger/Stark, Schweizerisches Haftpflichtrecht, Bd. I, 5. Aufl. , � 5 Rz 95 f., � 14 Rz 13-16).
Von einer leichten Fahrl�ssigkeit kann im vorliegenden Fall jedoch ohnehin nicht gesprochen werden. Es liegt vielmehr eine grobe Pflichtwidrigkeit vor, indem die beiden Stiftungsr�te als Arbeitgebervertreter offensichtlich im Banne der Interessenwahrung f�r die Stifterfirma standen und die ihnen im Rahmen der parit�tischen Verwaltung auferlegte Pflicht zu einer selbstst�ndigen, unabh�ngigen Beurteilung der finanziellen Situation nur ungen�gend wahrnahmen und gegen verschiedene elementare Anlagevorschriften im Bereich der beruflichen Vorsorge verstiessen.
f) Zwischen dem eingetretenen Schaden und dem pflichtwidrigen Verhalten der verantwortlichen Organe muss ferner der ad�quate Kausalzusammenhang (zum Begriff BGE 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen) gegeben sein. Diese Voraussetzung ist ebenfalls erf�llt. H�tten die beiden Stiftungsr�te die erw�hnten Anlagevorschriften beachtet und die Fr. 100'000.- nicht gesprochen, so w�re der Gesamtschaden entsprechend tiefer ausgefallen. Das Gleiche gilt sinngem�ss f�r den zweiten eingeklagten Schadensposten, da sie bei rechtzeitigem Einschreiten das weitere Anwachsen der Kontokorrentausst�nde h�tten verhindern k�nnen.
g) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das kantonale Gericht zu Recht s�mtliche Haftungsvoraussetzungen bejaht und die beiden Beschwerdef�hrer verpflichtet hat, der Vorsorgeeinrichtung Schadenersatz zu leisten im jeweils festgesetzten, im letztinstanzlichen Verfahren in betraglicher Hinsicht nicht bestrittenen Umfang. Die beiden f�r grobfahrl�ssige Schadenszuf�gung Verantwortlichen geh�ren dem gleichen Organ innerhalb des in Art. 52 BVG erw�hnten Kreises der Haftpflichtigen an. Wie das kantonale Gericht zutreffend ausgef�hrt hat, haften sie damit solidarisch f�r denselben Schaden (Eisenring, a.a.O., S. 213; Geiser, a.a.O., S. 78; Helbling, a.a.O., S. 610; Helbling/Wyler-Schmelzer, a.a.O., S. 11; Lanter, a.a.O., S. 214; Vetter-Schreiber, Staatliche Haftung bei mangelhafter BVG-Aufsichtst�tigkeit, Diss. Z�rich 1996, S. 231). Ob bei unterschiedlichem Verschulden mehrerer Ersatzpflichtiger des gleichen Organs analog Art. 759 Abs. 1 OR eine differenzierte Solidarit�t in Betracht kommt (vgl. dazu Rohrbach, a.a.O., S. 86 ff.), kann im vorliegenden Fall ebenso offen bleiben wie die Frage, wie es sich bei verschiedenen Organen verh�lt (vgl. dazu die Entstehungsgeschichte des Art. 52 BVG [Amtl. Bull 1980 S 295] und Greber, a.a.O., S. 11 ff.).
5.- a) Da es nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig (Art. 134 OG e contrario). Die Beschwerdef�hrer haben als unterliegende Parteien die Gerichtskosten zu bezahlen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG).
b) Hinsichtlich der Parteientsch�digung (Art. 159 OG), ist vom Grundsatz auszugehen, dass die Vorsorgeeinrichtung als mit der Durchf�hrung �ffentlicher Aufgaben betraute Institution im Obsiegensfall grunds�tzlich keine Parteientsch�digung beanspruchen kann. Davon ist nach der Rechtsprechung abzuweichen, wenn das Verhalten der Gegenpartei leichtsinnig oder mutwillig ist (BGE 126 V 150 Erw. 4b).
Davon kann im vorliegenden Fall nicht gesprochen werden, auch wenn einzelne der von den Beschwerdef�hrern vorgetragenen Argumente tr�lerischen Charakter haben. Hingegen hat die Rechtsprechung zum fehlenden Parteientsch�digungsanspruch - wie in den anderen Sozialversicherungszweigen auch - stets Ausnahmen vorbehalten, wenn die besondere Art des Prozesses die Zusprechung von Parteikosten rechtfertigt.
Eine solche Ausnahme ist f�r den Haftungsprozess nach Art. 52 BVG zu bejahen. Es ist einer Vorsorgeeinrichtung nicht zuzumuten, ihre Anwaltskosten selbst tragen zu m�ssen, welche sie auf sich nehmen musste, um Ersatz von jenen zu bekommen, welche sie gesch�digt haben. Was f�r das Krankenversicherungsrecht im Rahmen des Prozesses betreffend Honorarr�ckforderungen der Kassen aus unwirtschaftlicher Behandlungsweise des Leistungserbringers gilt (BGE 119 V 456 Erw. 6b mit Hinweisen; SVR 1995 KV Nr. 40 S. 125 Erw. 5b), hat seine Richtigkeit auch f�r den Verantwortlichkeitsprozess nach Art. 52 BVG.
Kostenvorsch�ssen verrechnet.
IV.Die Beschwerdef�hrer haben der Beschwerdegegnerin f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von je Fr. 3500.-
von Appenzell A.Rh. und dem Bundesamt f�r