Source: http://www.bauordnung.at/schweiz/zuerich_stadt.php
Timestamp: 2019-09-23 05:55:56
Document Index: 87988255

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 43', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 13', 'Art. 18', 'Art. 11', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 22', 'Art. 23', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 30', 'Art. 31', 'Art. 32', 'Art. 33', 'Art. 34', 'Art. 35', 'Art. 36', 'Art. 37', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 38', 'Art. 39', 'Art. 40', 'Art. 41', 'Art. 42', 'Art. 43', 'Art. 43', 'Art. 44', 'Art. 47', 'Art. 48', 'Art. 49', 'Art. 50', 'Art. 51', 'Art. 52', 'Art. 53', 'Art. 54', 'Art. 55', 'Art. 56', 'Art. 57', 'Art. 58', 'Art. 59', 'Art. 60', 'Art. 61', 'Art. 27', 'Art. 62', 'Art. 63', 'Art. 64', 'Art. 65', 'Art. 66', 'Art. 67', 'Art. 68', 'Art. 69', 'Art. 70', 'Art. 71', 'Art. 72', 'Art. 73', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 76', 'Art. 78', 'Art. 79', 'Art. 80', 'Art. 81', 'Art. 81', '§ 79', 'Art. 81', 'Art. 81', 'Art. 24', 'Art. 82', 'Art. 83', '§ 5']

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Zürich Bau- und Zonenordnung
Zürich Planungs- und Baugesetz (RBP)
geändert am 23.01.2007 / Grösse : 178 KB
Bauordnung der Stadt Zürich
GRB Nr. 1559 vom 23.10.1991; GB vom 17.05.1992, mit Änderungen gemäss GRB Nrn. 1815 und 1816 vom 24.11.1999, GRB Nr. 2462 vom 7.06.2000, GRB Nr. 3849 vom 16.05.2001, GRB Nr. 3972 vom 13.06.2001, GRB Nr. 4541 vom 28.11.2001, GRB Nr. 4778 vom 30.01.2002, GRB Nr. 1471 vom 14.05.2003 sowie StRB Nr. 1799 vom 25.10.2000
A. Zonenordnung
Art. 1 Zonen
Das Gebiet der Stadt Zürich wird in folgende Zonen eingeteilt:
zweigeschossige Wohnzone W2bI
zweigeschossige Wohnzone W2bII
zweigeschossige Wohnzone W2bIII
zweigeschossige Wohnzone W2
dreigeschossige Wohnzone W3
viergeschossige Wohnzone W4
fünfgeschossige Wohnzone W5
fünfgeschossige Zentrumszone Z5
sechsgeschossige Zentrumszone Z6
siebengeschossige Zentrumszone Z7
Industriezone mit Handels- und Dienstleistungsbetrieben IHD
Zonen für öffentliche Bauten Oe
Quartiererhaltungszonen Q
Kernzonen K
Erholungszonen E
Freihaltezonen F
Landwirtschaftszone L
Reservezone R
Art. 2 Zonenplan und Ergänzungspläne
1 Der Zonenplan im Massstab 1:5’000 ist massgebend für die Abgrenzung der Zonen und, soweit die Ergänzungspläne keine abweichende Regelung enthalten, für die Anordnungen innerhalb der Zonen.
2 Es gelten folgende Ergänzungspläne:
a) Kernzonenpläne im Massstab 1:2’500 für die Kernzonen Altstadt, Ber-noulli, Belvoir, City, Enge, Fierzgasse, Heimatstrasse, Hirschengraben, Ka-serne, Mittel-Leimbach, Mythenquai, Neubühl, Parkring, Rämistrasse, See-feld, Selnau und Utoquai;
b) Kernzonenpläne im Massstab 1:1’250 für die Kernzonen Albisrieden, Blüemliquartier, Haumesser, Hohe Promenade, Höngg, Schwamendingen, Unteraffoltern, Vordere Eierbrecht, Witikon und Wollishofen;
c) Quartiererhaltungszonenpläne im Massstab 1:5’000;
d) Waldabstandslinienpläne im Massstab 1:1’000;
e) Gewässerabstandslinienpläne im Massstab 1:1’000;
f) Aussichtsschutzpläne im Massstab 1:1’000;
g) Empfindlichkeitsstufenpläne im Massstab 1:5’000 für die lärmvorbelaste-ten Gebiete;
h) Plan der Hochhausgebiete im Massstab 1:12'500;
i) Pläne im Massstab 1:5'000 für die Sonderbauvorschriften Fussballstadion Zürich, Bahnhof Oerlikon Ost und Seebacher Strasse;
k) Pläne im Massstab 1:5'000 für die Gebiete mit Gestaltungsplanpflicht.
3 Der Zonenplan im Massstab 1:12'500 ist nicht rechtsverbindlich.
Art. 3 Empfindlichkeitsstufen im Sinn von Art. 43 und 44 LSV
1 Spital-, Krankenheim- und Schularealen wird unabhängig von der Zonen-zuweisung die Empfindlichkeitsstufe II zugeordnet, soweit ihnen nicht in Empfindlichkeitsstufenplänen als lärmvorbelasteten Gebieten die Stufe III zugeordnet ist.
2 Den Wohnzonen-, Kernzonen- und Quartiererhaltungszonengebieten mit einem Wohnanteil von 90% sowie der Freihaltezone Typus E wird die Empfindlichkeitsstufe II zugeordnet, soweit ihnen nicht in Empfindlichkeits-stufenplänen als lärmvorbelasteten Gebieten die Stufe III zugeordnet ist.
3 Den Wohnzonen-, Kernzonen- und Quartiererhaltungszonengebieten mit einem Wohnanteil von weniger als 90%, den Zentrumszonen, den Zonen für öffentliche Bauten Oe2–Oe5 und Oe7, Reckenholz und Bezirksgefäng-nis Uetlibergstrasse (Oe6), den Erholungszonen, der Landwirtschaftszone sowie der allgemeinen Freihaltezone und den Freihaltezonen Typus A, C und D wird die Empfindlichkeitsstufe III zugeordnet.
4 Den Industriezonen I und IHD sowie den übrigenZonen für öffentliche Bauten Oe6 wird die Empfindlichkeitsstufe IV zugeordnet.
Art. 4 Gestaltungsplanpflicht
1 Für im entsprechenden Ergänzungsplan bezeichnete Gebiete ist ein Gestaltungsplan aufzustellen.
2 Ist eine zweckmässige Unterteilung möglich, können mehrere Gestal-tungspläne aufgestellt werden. Diese müssen nicht für alle Teilgebiete gleichzeitig festgesetzt werden.
3 Die Gestaltungsplanpflicht wird ausgelöst, wenn die vorgesehenen bau-rechtlich bedeutsamen Massnahmen ein untergeordnetes Mass über
4 Im Gebiet Thurgauerstrasse müssen mit dem Gestaltungsplan ein guter städtebaulicher Übergang zwischen der Zentrumszone Z6 entlang der Thurgauerstrasse und den anschliessenden Wohnzonen W3 und W2 so-wie eine zweckmässige Erschliessung sichergestellt werden.
B. Allgemeine Vorschriften für Bauzonen
Art. 5 Geltung
Die allgemeinen Vorschriften gelten für alle Bauzonen, soweit sie nicht auf einzelne Zonen beschränkt sind oder für einzelne Zonen nicht ausdrücklich etwas Abweichendes bestimmt ist.
Art. 6 Wohnanteil
1 Von der anrechenbaren Fläche der Vollgeschosse und der solche erset-zenden Dach- und Untergeschosse eines Grundstückes ist mindestens der im Zonenplan festgelegte Anteil als Wohnfläche zu realisieren.
2 Ist ein Wohnanteil vorgeschrieben, müssen anrechenbare Flächen im Dachgeschoss dem Wohnen dienen. Vorbehalten bleibt eine Verlegung gemäss Abs. 3.
3 Die Wohnfläche kann innerhalb des Gebäudes und innerhalb eines Um-kreises mit einem Radius von 150m in der Kernzone Altstadt und von 300m in den übrigen Zonen verlegt werden. Eine Weiterverlegung aus die-sem Umkreis hinaus ist nicht zulässig. Diese Beschränkung ist vor Baube-ginn im Grundbuch anzumerken.
4 In Gebieten mit einem vorgeschriebenen Wohnanteil von 90% darf der Wohnanteil zugunsten von Betrieben und Einrichtungen, welche vorwie-gend die in einem näheren Umkreis wohnende Bevölkerung mit Dingen oder Dienstleistungen des alltäglichen Bedarfs versorgen, auf höchstens folgende Werte herabgesetzt werden:
50% in zweigeschossigen Zonen
66% in dreigeschossigen Zonen
75% in viergeschossigen Zonen
80% in fünfgeschossigen Zonen
5 Bei etappenweiser Ausführung von Bauvorhaben sind die Bauten oder Nutzungsänderungen so zu realisieren, dass der vorgeschriebene Wohn-anteil bei jedem Zwischenstand eingehalten ist.
Art. 7 Geschlossene Überbauung
1 Das Zusammenbauen ist erlaubt.
2 Der Grenzbau ist mit der schriftlichen Zustimmung der benachbarten Eigentümerschaft zulässig. Die nachbarliche Zustimmung ist nicht erforder-lich in dem Ausmass, in welchem an ein bestehendes Gebäude angebaut-werden kann, oder wenn die geschlossene Bauweise vorgeschrieben ist.
3 Eine vorgeschriebene maximale Gebäudelänge darf auch beim Zusam-menbauen nicht überschritten werden.
Art. 8 Arealüberbauung
1 Arealüberbauungen sind in allen Wohnzonen, ausgenommen W2b, sowie in allen Zentrumszonen und Zonen für öffentliche Bauten zulässig.
2 Die Arealfläche muss mindestens 6000m² betragen.
3 Innerhalb der Arealüberbauung gelten für die Grenz- und Gebäudeab-stände die kantonalen Abstandsvorschriften. Gegenüber Grundstücken und Gebäuden ausserhalb der Arealüberbauung sind die zonengemässen Abstände einzuhalten.
4 Die zonengemässe Vollgeschosszahl darf in den zweigeschossigen Wohnzonen auf drei und in den übrigen Zonen auf sieben Vollgeschosse erhöht werden. Die maximale Gebäudehöhe beträgt in den zweigeschos-sigen Wohnzonen 11,5m und in den übrigen Zonen 25m.
5 Die Ausnützungsziffer darf in den Wohn- und Zentrumszonen sowie in den Zonen für öffentliche Bauten Oe2-Oe5 um den nach folgender Formel berechneten Wert heraufgesetzt werden:
Ausnützungsziffer geteilt durch die gemäss Regelbauweise zulässige Voll-geschosszahl zuzüglich 10 Prozentpunkte abzüglich in anrechenbaren Dachgeschossen realisierte Ausnützungsziffer.
Ist ein Wohnanteil vorgeschrieben, muss die der realisierten Mehrausnüt-zung entsprechende Fläche vollumfänglich dem Wohnen dienen.
Art. 9 Hochhäuser
1 Hochhäuser sind in den im entsprechenden Ergänzungsplan bezeichne-ten Gebieten zulässig.
2 Die zulässige Gesamthöhe beträgt in den Gebieten I und II 80m und im Gebiet III 40m.
Art. 10 Abgrabungen
1 Abgrabungen für Haus- und Kellerzugänge, Gartenausgänge sowie Ein- und Ausfahrten zu Einzel-, Doppel- und Sammelgaragen sind zulässig
2 Im Übrigen sind Abgrabungen nur gestattet, sofern das Mass der Gebäu-dehöhe ab dem gestalteten Terrain eingehalten bleibt und bei Erreichen der zonengemässen Vollgeschosszahl kein Untergeschoss mehrheitlich über dem gestalteten Boden liegt.
Art. 11 Begrünung; Spiel- und Ruheflächen; Gärten
1 Flachdächer sind, soweit sie nicht als Terrassen genutzt werden, in allen Zonen zu begrünen, wenn dies zweckmässig sowie technisch und wirt-schaftlich zumutbar ist.
2 Bei der Erstellung von Hauptgebäuden sind in Wohnzonen mindestens zwei Drittel, in den Quartiererhaltungszonen mindestens die Hälfte und in Zentrumszonen mindestens ein Drittel der nicht mit Gebäuden überstellten Parzellenfläche zu begrünen. Ein der Art der Überbauung entsprechender Teil ist als Spiel- oder Ruhefläche oder als Freizeit- oder Pflanzgarten her-zurichten.
3 Die Herrichtung solcher Freizeit- oder Pflanzgärten, Spiel- oder Ruheflä-chen kann bei bestehenden Mehrfamilienhäusern verlangt werden, wenn dafür ein Bedürfnis vorhanden und die Verpflichtung technisch und wirt-schaftlich zumutbar ist.
Art. 12 Abstand gegenüber Strassen, Plätzen und Wegen
1 Fehlen Verkehrsbaulinien und erscheint eine Festsetzung nicht nötig, ha-ben oberirdische und unterirdische Gebäude gegenüber Strassen und Plätzen einen Abstand von 6m und gegenüber Wegen einen Abstand von 3,5m einzuhalten.
2 Mauern, Einfriedungen und Pflanzen unterliegen gegenüber Strassen, Plätzen und Wegen keinen Abstandsvorschriften. Sie dürfen aber nicht ge-setzliche Zufahrten behindern, die Verkehrssicherheit gefährden, Strassen-körper oder Leitungen beeinträchtigen.
3 Folgender Lichtraum ist von Blatt- und Astwerk freizuhalten:
a) 4,8m über Versorgungsrouten Typ I;
b) 5,2m über Versorgungsrouten Typ II;
c) 6,0m über Strassen mit elektrischen Fahrleitungen für Tram oder Trol-leybus;
d) 2,5m über Trottoirs sowie Fuss- und Radwegen.
C. Wohnzonen
Art. 13 Grundmasse
1 Es gelten folgende Grundmasse:
W2bI W2bII W2bIII W2 W3 W4 W5
Vollgeschosse max. 2 2 2 2 3 4 5
anrechenbares Untergeschoss max. 1 1 1 1 1 1 1
anrechenbares Dachgeschoss max. 1 1 1 1 1 1 1
Gebäudehöhe max. (m) 8,5 8,5 8,5 8,5 11,5 14,7 18
Grundgrenzabstand min. (m) 5 5 5 5 5 5 5
Gebäudelänge inkl.
besondere Gebäude max. (m) 25 20
Ausnützungsziffer max. (%) 40 40 45 60 90 130 170
Überbauungsziffer max. (%) 22 22 25
2 In den im Zonenplan bezeichneten Gebieten mit erhöhter Ausnützung gelten:
a) die kantonalen Abstandsvorschriften;
b) innerhalb eines 12m breiten Grundstückstreifens, gemessen ab der Baulinie oder der Strassenabstandslinie, eine Ausnützungsziffer nach der Formel: Zahl der zulässigen Vollgeschosse mal 100%. Eine Übertragung der Mehrausnützung auf andere Parzellen oder Parzellenteile ist nicht zu- lässig.
Art. 14 Mehrlängenzuschlag
1 In den folgenden Zonen erhöht sich der Grenzabstand bei Fassadenlän-gen von mehr als 12m um 1/3 der Mehrlänge, jedoch höchstens auf fol-gende Masse:
10m 10m 10m 10m 11m 12m 13m
2 In den im Zonenplan bezeichneten Gebieten mit erhöhter Ausnützung entfällt der Mehrlängenzuschlag.
3 Bei der Berechnung der für den Mehrlängenzuschlag massgeblichen Fas-sadenlänge werden Fassadenlängen von Hauptgebäuden, deren Gebäu-deabstand 7m unterschreitet, zusammengerechnet.
Art. 15 Herabsetzung des Grenzabstandes
Der Grenzabstand gemäss Art. 13 und 14 verringert sich für jedes weg-gelassene Vollgeschoss um 1m bis höchstens auf das kantonale Mindest-mass, sofern auch die der reduzierten Vollgeschosszahl entsprechende Gebäudehöhe gemäss Art. 13 der jeweiligen Zone nicht überschritten wird
Art. 16 Nutzweise
1 In Gebieten mit einem Wohnanteil von 90% sind nebst Wohnnutzungen nur nicht störende Gewerbe- und Dienstleistungsnutzungen zulässig.
2 Ist ein Wohnanteil von weniger als 90% vorgeschrieben, sind auch mäs-sig störende Gewerbe- und Dienstleistungsnutzungen zulässig.
3 Ist ein Wohnanteil von mindestens 50% vorgeschrieben, sind sexgewerb-liche Salons oder vergleichbare Einrichtungen nicht zulässig.
Art. 17 Besondere Gebäude
Für besondere Gebäude, die insgesamt eine Überbauungsziffer von 5% einhalten, sind nur die kantonalen Abstandsvorschriften zu beachten und darf eine gemäss Art. 13 vorgeschriebene Überbauungsziffer überschritten werden.
Cbis. Zentrumszonen
Art. 18 Grundmasse
Vollgeschosse max. 5 6 7
anrechenbares Untergeschoss max. 1 1 1
anrechenbares Dachgeschoss max. 1 1 1
Gebäudehöhe max. (m) 19 22 25
Grundgrenzabstand min. (m) 3,5 3,5 3,5
Ausnützungsziffer max. (%) 200 230 260
2 In den im Zonenplan bezeichneten Gebieten gilt die im Plan eingetragene Freiflächenziffer. Die entsprechende Freifläche kann zur Hälfte innerhalb des jeweiligen Gebietes verlegt werden. In den übrigen Bereichen der Zentrumszonen gilt die Regelung gemäss Art. 11 Abs. 2 und 3.
Art. 18a Nutzweise
1 Es sind Wohnungen, Handels- und Dienstleistungsbetriebe, Verwaltungen sowie höchstens mässig störende Gewerbebetriebe zulässig.
2 Ist ein Wohnanteil von mindestens 50% vorgeschrieben, sind sexgewerb-liche Salons oder vergleichbare Einrichtungen nicht zulässig.
Art. 18b Dachgestaltung
1 Dacheinschnitte und Dachaufbauten sind nur im ersten Dachgeschoss zulässig.
2 Im zweiten Dachgeschoss sind nur Dachflächenfenster sowie Kamine, Anlagen zur Nutzung von Sonnenenergie und kleinere technisch bedingte Aufbauten erlaubt. Die gesamte Fensterfläche darf höchstens einen Zehntel der Bodenfläche des zugehörigen Raumes betragen.
D. Industriezonen
Art. 19 Grundmasse
Vollgeschosse max. 7 6
anrechenbares Dachgeschoss max. 0 1
anrechenbares Untergeschoss max. 1 1
Gebäudehöhe max. (m) 25 23
Grundgrenzabstand min. (m) 3,5 3,5
Ausnützungsziffer max. (%) 250
Ausnützungsziffer für Handels- und
Dienstleistungsnutzungen max. (%) 50
Baumassenziffer max. (m3/m2) 12 12
Freiflächenziffer min. (%) 10 15
2 Die massgebliche Grundfläche muss insgesamt der Fläche genügen, welche für die Baumasse und die anrechenbare Geschossfläche, je ge-sondert berechnet, nötig ist.
3 In der Zone IHD kann die Hälfte der Freifläche innerhalb eines Umkreises mit einem Radius von 300m verlegt werden. Eine Weiterverlegung aus die-sem Umkreis hinaus ist nicht zulässig. Diese Beschränkung ist vor Baube-ginn im Grundbuch anzumerken.
Art. 19a Nutzweise
1 In den Zonen I und IHD sind stark störende Nutzungen zulässig.
2 Handels- und Dienstleistungsnutzungen sind in der Zone I im Rahmen einer Ausnützungsziffer von maximal 50%, in der Zone IHD im Rahmen der Grundmasse unbeschränkt zulässig.
E. Zonen für öffentliche Bauten
Art. 20 Hochschulen Zentrum 1)
Vollgeschosse max. 6
anrechenbares Untergeschoss max. 1
anrechenbares Dachgeschoss max. 1
Grundgrenzabstand min. (m) 3,5
2 Gegenüber Grundstücken, die in einer anderen Zone liegen, sind die Grenzabstände jener Zone einzuhalten.
Art. 21 ETH-Hönggerberg
anrechenbare Untergeschosse max. 2
Baumassenziffer max. (m³/m²) 4,3
2 Gebäude- und Gebäudeteile (ausgenommen Kamine, Treppen- und Liftaufbauten) dürfen die Kote von 544,5m. ü.M. nicht überragen.
Art. 22 UNI-Irchel
Vollgeschosse max. 6 2 4
anrechenbare Untergeschosse max. 2 2 2
Grundgrenzabstand min. (m) 5 5 5
2 Gegenüber Grundstücken, die in einer anderen Zone liegen, sind die Grenzabstände jener Zone einzuhalten, soweit diese den zonengemäs-sen Abstand übersteigen.
3 Im Teilbereich I dürfen auf und unterhalb der Geländekote 500m ü.M. Gebäude und Gebäudeteile (ausgenommen Kamine) die Höhenkote 524m ü.M. nicht überragen. Oberhalb der Geländekote 500m ü.M. erhöht sich die zulässige Höhenkote für jeden zusätzlichen Meter Geländehöhe um 0,45m. Für die Berechnung massgebend ist die Geländekote am tiefsten Punkt der Gebäudeumfassung, der oberhalb 500m ü.M. liegt.
Art. 23 Reckenholz
Es gelten folgende Grundmasse:
Vollgeschosse max. 2 1
anrechenbares Dachgeschoss max. 1 0
Grundgrenzabstand min. (m) 5 5
Überbauungsziffer max. (%) 20 5
Art. 24 Burghölzli 1)
Art. 24a Weitere Zonen für öffentliche Bauten (Oe2-Oe7)
Oe2 Oe3 Oe4 Oe5 Oe6 Oe7
Vollgeschosse max. 2 3 4 5 6 7
anrechenbare Untergeschosse max. 2 2 2 2 1 1
anrechenbares Dachgeschoss max. 1 1 1 1 0 1
Gebäudehöhe max. (m) 8,5 12 15,5 19 22 25
Grundgrenzabstand min. (m) 3,5 3,5 3,5 3,5 3,5 3,5
Ausnützungsziffer max. (%) 65 90 130 170
Baumassenziffer max. (m³/m²) 12
2 Die im Zonenplan mit dem Buchstaben F gekennzeichneten Gebiete die-nen gleichermassen der Erfüllung von Schulbedürfnissen und der Quartier-versorgung mit Freiflächen. Bei der Nutzung dieser Areale sind beide Inter-essen abzuwägen und miteinander in Übereinstimmung zu bringen. In je-dem Fall ist eine Freiflächenziffer von mindestens 60% in den Zonen Oe2 und Oe3, von mindestens 50% in der Zone Oe4 und von mindestens 40% in der Zone Oe5 einzuhalten. Eine Verlegung ist innerhalb des ganzen je-weiligen Gebietes zulässig.
3 Gegenüber Grundstücken, die in einer anderen Zone liegen, sind die Grenzabstände jener Zone einzuhalten, soweit diese den zonengemässen Abstand übersteigen.
Ebis. Quartiererhaltungszonen
Art. 24b Eintragungen in den Quartiererhaltungszonenplänen
1 Ein Buchstabe verweist auf gebietsbezogene Vorschriften.
2 Eine Zahl bezeichnet die maximal zulässige Anzahl Vollgeschosse.
Art. 24c Nutzweise
Art. 24d Dachgestaltung
1 Dachaufbauten, Dacheinschnitte und Dachflächenfenster sind nur ge-stattet, wenn sie sich gut in die Dachlandschaft einfügen.
2 Dacheinschnitte und Dachaufbauten sind nur im ersten Dachgeschoss zulässig.
3 Im zweiten Dachgeschoss sind nur Dachflächenfenster sowie Kamine, Anlagen zur Nutzung von Sonnenenergie und kleinere technisch bedingte Aufbauten erlaubt. Die gesamte Fensterfläche darf höchstens einen Zehntel der Bodenfläche des zugehörigen Raumes betragen.
4 Herrschen Mansardendächer und ähnliche steile Dachformen vor und er-reicht die Mehrzahl der Gebäude mit ihrer Traufe die erlaubte Gebäude-höhe, darf die für das Schrägdach zulässige Dachebene durchstossen werden.
Art. 24e Abweichungen von Grundmassen
Zur Wahrung gebietstypischer Strukturmerkmale wie der Traufhöhe oder der Dachform und im Interesse eines besseren Erscheinungsbildes kön-nen Abweichungen von der Geschosszahl, der Gebäude- und der First-höhe sowie der hofseitigen Baubegrenzung und der Längenbeschränkung von Dachaufbauten bewilligt oder angeordnet werden.
2. Quartiererhaltungszone I
Art. 24f Gebietscharakter
1 Die Gebiete zeichnen sich aus durch eine die Strassen beidseits beglei-tende, mehrheitlich geschlossene Bauweise von hoher Dichte des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts mit prägnanten Strassenräumen und In-nenhöfen oder Ansätzen zu einer Hofbildung. Der rückwärtige Bereich bzw. die Höfe sind unterschiedlich dicht bebaut oder grossflächig frei ge-halten.
2 Die Strassenfassaden mit Repräsentationsfunktion weisen überwiegend 4 bis 5 Vollgeschosse mit ausgeprägtem Sockelgeschoss und Traufbereich auf. Die rückwärtigen Fassaden sind meist einfacher gestaltet..
Art. 24g Randgebäude
1 Randgebäude sind Hauptgebäude entlang Strassen und Plätzen.
2 Entsprechend den Vollgeschossen gemäss Planeintrag gelten folgende Grundmasse:
Vollgeschosse max. 3 4 5 6 7
anrechenbares Untergeschoss max. 1 1 1 1 1
anrechenbare Dachgeschosse max. 2 2 2 2 2
Gebäudehöhe max. (m) 11,5 14,7 18,0 21,5 25,0
Firsthöhe max. (m) 5,0 5,0 5,0 5,0 5,0
3 Die geschlossene Bauweise ist entlang Strassen und Plätzen im seitli-chen Bereich zustimmungsfrei gestattet; beim Ersatz von Hauptgebäuden mit seitlich geschlossener Bauweise ist sie vorgeschrieben.
4 Strassenseitig ist auf die in der betreffenden Gebäudezeile vorherr-schende Bauflucht bzw. eine weiter zurückliegende Baulinie zu bauen. Einzelne Vorsprünge wie Erker, Balkone und dergleichen dürfen diese Flucht bzw. die Baulinie maximal um 1,5m auf höchstens einem Drittel der betreffenden Fassadenlänge überragen.
5 Hofseitig gelten folgende Bestimmungen:
a) Im Gebiet a gelten die kantonalen Abstandsvorschriften und für Haupt-gebäude zudem eine maximale Bautiefe von 20m, gemessen ab stras-senseitig vorherrschender Bauflucht bzw. weiter zurückliegender Bauli-nie. Auf Antrag der Bauherrschaft kann bei einer städtebaulich und ge-stalterisch guten Lösung die Bautiefe überschritten werden, sofern keine grössere Ausnützung entsteht.
b) In den Gebieten b, c und d darf bis auf die in 12m Abstand verlaufende Parallele zur strassenseitig vorherrschenden Bauflucht bzw. zu einer weiter zurückliegenden Baulinie gebaut werden. Gegenüber Hofge-bäuden ist ein Gebäudeabstand von mindestens 7m einzuhalten.
c) Bestehende Randgebäude (Stichtag 1. Januar 1999), welche die hof-seitig vorgeschriebene Baubegrenzung überschreiten, dürfen über die kantonal geregelte Bestandesgarantie hinaus unter Beibehaltung der bisherigen Gebäudegrundfläche umgebaut oder ersetzt werden. Dabei sind die Grundmasse gemäss Abs. 2 und ein minimaler Grenzabstand von 3,5m einzuhalten.
d) Im Gebiet a gelten für Gebäudevorsprünge die kantonalen Vorschrif-ten. In den Gebieten b, c und d darf die hofseitige Baubegrenzung mit Balkonen um maximal 2m auf höchstens einem Drittel der betreffenden Fassadenlänge überstellt werden. In den Gebieten b, c und d dürfen zudem bei bestehenden Gebäuden (Stichtag: 1. Januar 1999) Liftan-bauten im technisch erforderlichen Ausmass und unter Beachtung eines minimalen Grenzabstandes von 3,5m die Baubegrenzung über-stellen.
Art. 24h Hofgebäude
1 Hofgebäude sind Hauptgebäude im Hof- bzw. im rückwärtigen Bereich.
2 Im Gebiet a unterliegen die Hofgebäude keinen speziellen Bestimmun-gen. Es gelten die für Randgebäude gültigen Grundmasse sowie die kan-tonalen Abstandsvorschriften.
3 In den Gebieten b und c gelten folgende Bestimmungen:
a) Vollgeschosse max. 2
anrechenbares Dachgeschoss 0
Gebäudehöhe max. (m) 7,0
Firsthöhe max. (m) 3,0
Grundgrenzabstand gegenüber Grenzen im Hofbereich min. (m) 3,5
Abstand gegenüber Randgebäuden bzw. gegenüber der für
Randgebäude geltenden hofseitigen Baubegrenzung min. (m) 7,0
b) Anrechenbare Räume im Untergeschoss sind nur im Umfang der grösstmöglichen Vollgeschossfläche zulässig.
c) Hofgebäude dürfen mit anderen Hofgebäuden zusammengebaut wer-den, im Gebiet b zudem mit Randgebäuden.
d) Im Gebiet c erhöht sich der Grenzabstand bei Fassadenlängen von mehr als 12m um 1/3 der Mehrlänge. Bei der Berechnung der für den Mehrlängenzuschlag massgeblichen Fassadenlänge werden Fassa-denlängen von Hofgebäuden, deren Gebäudeabstand 7m unterschrei-tet, zusammengerechnet; hingegen fallen besondere Gebäude ausser Ansatz.
e) Die nicht mit Randgebäuden überbaubaren Parzellen und Parzellen-teile dürfen im Gebiet b höchstens zu einem Drittel und im Gebiet c höchstens zu einem Fünftel mit Hofgebäuden überbaut werden.
4 Im Gebiet d darf der Hofbereich nicht weiter überbaut werden. Bestehen-de Hofgebäude (Stichtag 1. Januar 1999) dürfen über die kantonal gere-gelte Bestandesgarantie hinaus unter Beibehaltung der bisherigen Gebäu-degrundfläche umgebaut und ersetzt werden. Dabei sind die im Gebiet b geltenden Grundmasse gemäss Abs. 3 einzuhalten.
5 In Hofgebäuden ist der Wohnanteil gemäss Zonenplan einzuhalten, höchstens jedoch ein solcher von 50%.
Art. 24i Besondere Gebäude
In den Gebieten b, c und d dürfen 2% der im Hofbereich gelegenen Parzel-len und Parzellenteile, wenigstens jedoch 10m2, mit besonderen Gebäu-den überstellt werden.
3. Quartiererhaltungszone II
Art. 24k Gebietscharakter
1 Die Gebiete zeichnen sich aus durch eine mehrheitlich offene Bauweise des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts mit prägnanten Strassenräu-men und parkähnlichen Gärten.
2 Die Fassaden sind repräsentativ gestaltet und weisen überwiegend 3 bis 4 Vollgeschosse mit ausgeprägtem Sockelgeschoss und Traufbereich auf.
Art. 24l Hauptgebäude
1 Entsprechend den Vollgeschossen gemäss Planeintrag gelten folgende Grundmasse:
Vollgeschosse max. 3 4
anrechenbares Dachgeschoss max. 1 1
Gebäudehöhe max. (m) 10,5 13,5
Firsthöhe max. (m) 5 5
Grenzabstand min. (m) 3,5 3,5
2 Die geschlossene Bauweise ist entlang Strassen und Plätzen im seitli-chen Bereich bis auf eine Bautiefe von maximal 16m gestattet; im rück-wärtigen Bereich ist sie nicht zulässig.
3 Für Hauptgebäude gilt eine maximale Bautiefe von 16m, gemessen ab der Baulinie oder der Strassenabstandslinie. Auf Antrag der Bauherrschaft kann bei einer städtebaulich und gestalterisch guten Lösung die Bautiefe überschritten werden, sofern keine grössere Ausnützung entsteht.
4 Bestehende Hauptgebäude (Stichtag 1. Januar 1999), welche die maxi-male Bautiefe überschreiten oder im dahinter liegenden Bereich stehen, dürfen über die kantonal geregelte Bestandesgarantie hinaus unter Beibe-haltung der bisherigen Gebäudegrundfläche umgebaut oder ersetzt wer-den. Dabei sind die Grundmasse gemäss Abs. 1 einzuhalten.
5 Bei bestehenden Gebäuden (Stichtag 1. Januar 1999) darf ein bereits vorhandenes zweites Dachgeschoss ausgebaut werden.
Art. 24m Besondere Gebäude
2% der Parzellenfläche, wenigstens jedoch 10m2, dürfen mit besonderen Gebäuden überstellt werden. Diese unterliegen nur den kantonalen Ab-standsvorschriften und dürfen auch ausserhalb der für Hauptgebäude fest-gelegten Bereiche erstellt werden.
F. Kernzonen
Die Kernzonenvorschriften bezwecken die Wahrung des Gebietscharak-ters durch Pflege der bestehenden Bau- und Grünsubstanz und deren ein-gepasste Ergänzung durch Bauten und Anlagen.
2. Allgemeine Vorschriften für alle Kernzonen
Art. 26 Geltung
Die allgemeinen Vorschriften gelten für alle Kernzonen, soweit in den Zu-satzvorschriften für die einzelnen Gebiete nicht ausdrücklich etwas Abwei-chendes bestimmt ist.
Art. 27 Überbaubare Flächen
1 Hauptgebäude können nur innerhalb der Baubereiche oder Baubegren-zungslinien sowie anstelle von mit Profilerhaltung oder Profilangleichung gekennzeichneten Gebäuden neu erstellt werden. Abweichungen können bewilligt oder angeordnet werden, wenn dies im Interesse des Quartiercha-rakters oder der hygienischen Verhältnisse liegt und keine schutzwürdigen nachbarlichen Interessen verletzt werden.
2 Für unter Schutz gestellte Gebäude ist die Beschränkung der überbauba-ren Fläche nicht massgebend.
3 Das Bauen auf die Strassen-, Platz- oder Weggrenze ist gestattet, soweit nicht eine Profilerhaltung, eine Profilangleichung, ein Baubereich oder eine Baubegrenzungslinie entgegenstehen.
Art. 28 Profilerhaltung
1 Gebäude oder Gebäudeteile haben im Bereich einer Profilerhaltungslinie bei Ersatz oder Umbau den Kubus und das wesentliche äussere Erschei-nungsbild der bestehenden Gebäude zu übernehmen. Die Zahl der beste-henden oberirdischen Geschosse darf oberirdisch nicht überschritten wer-den.
2 Für die Nutzung überhoher Raumstrukturen (Fabrikhallen, landwirtschaft-liche Remisen etc.) mit mehrgeschossigen Raumhöhen darf die Zahl der bestehenden oberirdischen Geschosse überschritten werden, sofern keine schutzwürdigen Interessen entgegenstehen.
3 Im Bereich einer Profilerhaltungslinie darf an ein Gebäude nur insoweit angebaut werden, als dadurch das wesentliche äussere Erscheinungsbild
4 Ist in den Kernzonen City, Enge, Hirschengraben, Mythenquai, Rämi-strasse, Seefeld, Selnau und Utoquai bei Gebäuden oder Gebäudeteilen nur entlang der Strassenfassaden eine Profilerhaltungslinie festgesetzt, gelten folgende Bestimmungen:
a) In den mit H bezeichneten Strassengevierten ist bei Um- und Neubauten die hofseitige Baubegrenzung der bestehenden Hauptgebäude (Stichtag 1. Januar 1999) einzuhalten. Der Hofbereich darf nicht weiter überbaut werden. Bestehende Hofgebäude (Stichtag 1. Januar 1999) dürfen im bis-herigen Kubus umgebaut und ersetzt werden. Zusätzlich dürfen 2% der im Hofbereich gelegenen Parzellen und Parzellenteile, wenigstens jedoch 10m ², mit besonderen Gebäuden überstellt werden.
b) Im Übrigen gelten die kantonalen Abstandsvorschriften. Für Hauptge-bäude ist zudem eine maximale Bautiefe von 20m, gemessen ab Profil-erhaltungslinie, einzuhalten. Auf Antrag der Bauherrschaft kann bei einer städtebaulich und gestalterisch guten Lösung die Bautiefe überschritten werden, sofern keine grössere Ausnützung entsteht.
Art. 29 Profilangleichung
1 Gebäude oder Gebäudeteile haben sich im Bereich einer Profilanglei-chungslinie bei Ersatz oder Umbau an der Struktur und der Traufhöhe der massgebenden Nachbargebäude zu orientieren. Die zulässige Vollge-schosszahl ist im Kernzonenplan eingetragen.
2 Ist in den Kernzonen City, Enge, Hirschengraben, Mythenquai, Rämi-strasse, Seefeld, Selnau und Utoquai bei Gebäuden oder Gebäudeteilen nur entlang der Strassenfassaden eine Profilangleichungslinie festgesetzt, gelten folgende Bestimmungen:
b) Im Übrigen gelten die kantonalen Abstandsvorschriften. Für Hauptge-bäude ist zudem eine maximale Bautiefe von 20m, gemessen ab Profil-angleichungslinie, einzuhalten. Auf Antrag der Bauherrschaft kann bei einer städtebaulich und gestalterisch guten Lösung die Bautiefe über-schritten werden, sofern keine grössere Ausnützung entsteht.
Art. 30 Baubereich
1 Sind im Baubereich keine Bezeichnungen enthalten, so kann ein Gebäu-de mit der bestehenden oberirdischen Baumasse neu erstellt werden. Die
Baumasse berechnet sich nach den kantonalen Vorschriften über die Bau-massenziffer.
2 Im Baubereich oder im Grundstück eingetragene Bezeichnungen bedeu-ten folgende Vorschriften:
a) Entsprechend den nachstehenden Bezeichnungen gelten die Grund-masse:
Vollgeschosse max. 2 3 4 5
anrechenbares Untergeschoss max. 1 1 1 1
anrechenbares Dachgeschoss max. 1 1 1 1
Gebäudehöhe max. (m) 7,5 10,5 13,5 16,5
Grundgrenzabstand min. (m) 5 5 3,5 3,5
Abstand mit Mehrlängenzuschlag max. (m) 10 11
Ausnützungsziffer max. (%) 60 90 130 170
Der Mehrlängenzuschlag beträgt 1/3 der 12m übersteigenden Fassaden-länge. Bei der Berechnung der massgeblichen Fassadenlänge werden Fassadenlängen von Hauptgebäuden, deren Gebäudeabstand 7m unter-schreitet, zusammengerechnet.
Die anrechenbare Geschossfläche der mit Profilerhaltung bezeichneten Gebäude gilt als bereits konsumierte Fläche der zulässigen Ausnützung.
b) Ein Buchstabe verweist auf gebietsbezogene Zusatzvorschriften.
c) Die Zahl über dem Strich bezeichnet die maximal zulässigen Vollge-schosse.
d) Die Zahl unter dem Strich bezeichnet die maximal zulässige Gebäude-grundfläche in m2.
Art. 31 Baubegrenzungslinie
1 Innerhalb der Baubegrenzungslinie sind in der Regel 5 Vollgeschosse zulässig. Wo 6 Vollgeschosse zulässig sind, ist dies im Kernzonenplan ein-getragen.
2 Eine Zahlenangabe entlang der Baubegrenzungslinie bezeichnet die zu-lässige Gebäudehöhe in Metern.
3 Hauptgebäude sind auf die Baubegrenzungslinie zu stellen.
4 In den mit H bezeichneten Strassengevierten ist bei Um- und Neubauten die hofseitige Baubegrenzung der bestehenden Hauptgebäude (Stichtag 1. Januar 1999) einzuhalten. Der Hofbereich darf nicht weiter überbaut werden. Bestehende Hofgebäude (Stichtag 1. Januar 1999) dürfen im bis-herigen Kubus umgebaut und ersetzt werden. Zusätzlich dürfen 2% der im Hofbereich gelegenen Parzellen und Parzellenteile, wenigstens jedoch 10m ², mit besonderen Gebäuden überstellt werden.
5 Im übrigen gelten die kantonalen Abstandsvorschriften. Für Hauptgebäu
de ist zudem eine maximale Bautiefe von 20m, gemessen ab Baubegren-zungslinie, einzuhalten. Auf Antrag der Bauherrschaft kann bei einer städ-tebaulich und gestalterisch guten Lösung die Bautiefe überschritten wer-den, sofern keine grössere Ausnützung entsteht.
Art. 32 Gebäudehöhe
Für die Bestimmung der Gebäudehöhe aufgrund der erlaubten Vollge-schosszahl ist mit einer Bruttogeschosshöhe von 3m und zusätzlich 1,5m für die Erhebung des Erdgeschosses zu rechnen.
Art. 33 Höhenlage der Gebäude
Der Fussboden des Erdgeschosses darf entweder höchstens 1,5m über dem tiefsten oder maximal 0,5m über dem höchsten Punkt des gewachse-nen Bodens längs der Gebäudeaussenseite liegen.
Art. 34 3)
Art. 35 Untergeschoss
1 Wird die erlaubte Zahl der Vollgeschosse erreicht, ist ein anrechenbares Untergeschoss nur gestattet, wenn dazu keine wesentlichen Abgrabungen oder Aufschüttungen erforderlich sind.
2 Ist keine Ausnützungsziffer festgelegt, sind anrechenbare Räume in Un-tergeschossen nur im Umfang des nach Regelbauweise grösstmöglichen Vollgeschosses zulässig.
Art. 36 Dachgeschoss
1 Zusätzlich zu den Vollgeschossen ist ein anrechenbares Dachgeschoss erlaubt.
2 In den Kernzonen darf bei bestehenden Gebäuden (Stichtag 1. Januar 1999) ein bereits vorhandenes zweites Dachgeschoss ausgebaut werden.
Art. 37 Besondere Gebäude
1 Bei Wahrung des Gebietscharakters dürfen besondere Gebäude mit einer Grundfläche von insgesamt höchstens 5% der Grundstücksfläche auch ausserhalb der überbaubaren Flächen gemäss Art. 27 erstellt werden. Sol-che Gebäude sind zusätzlich zur festgelegten Gebäudegrundfläche oder einer zu übernehmenden Baumasse und ohne Anrechnung auf eine fest-gelegte Überbauungsziffer zulässig. Vorbehalten bleiben die abweichen-den Regelungen gemäss Art. 28, 29, 31 und 73.
2 Für besondere Gebäude gelten die kantonalen Abstandsvorschriften.
Art. 38 Unterirdische Gebäude
Unterirdische Gebäude und Gebäudeteile können auch ausserhalb der überbaubaren Fläche erstellt werden, sofern sie den gewachsenen Boden nicht überragen.
Art. 39 Dachgestaltung
1 Dachaufbauten, Dacheinschnitte und Dachflächenfenster sind nur gestat-tet, wenn sie sich gut in die Dachlandschaft einfügen.
4 Wo Mansardendächer, Zinnendächer und ähnliche steile Dachformen vorherrschen und die Mehrzahl der Gebäude mit ihrer Traufe die erlaubte Gebäudehöhe erreicht, ist eine Durchstossung der für das Schrägdach zulässigen Dachebene gestattet.
Art. 40 Wohnanteil
5 In Gebieten mit einem vorgeschriebenen Wohnanteil von 75% können bestehende Betriebe und Einrichtungen gemäss Abs. 4 (Stichtag 1. Januar 1999) ihre Betriebsfläche um insgesamt höchstens 25 Prozentpunkte zu-lasten des Wohnanteils erhöhen.
6 Zweitwohnungen werden nicht auf die Wohnanteilsfläche angerechnet.
7 Bei etappenweiser Ausführung von Bauvorhaben sind die Bauten oder Nutzungsänderungen so zu realisieren, dass der vorgeschriebene Wohn-anteil bei jedem Zwischenstand eingehalten ist.
Art. 41 Nutzweise
1 In Gebieten mit einem Wohnanteil von 90% sind nur nicht störende Ge-werbe- und Dienstleistungsbetriebe zugelassen.
2 Ist ein Wohnanteil von weniger als 90% vorgeschrieben, so sind mässig störende Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe zugelassen.
Art. 42 Erweiterung der Bewilligungspflicht
1 Fassadenänderungen bedürfen auch bezüglich Materialwahl, Bearbei-tungsart und Farbgebung einer baurechtlichen Bewilligung.
2 Der Abbruch von Gebäuden und Teilen davon ist bewilligungspflichtig. Die Bewilligung wird erteilt, wenn der Gebietscharakter und benachbarte Schutzobjekte nicht beeinträchtigt werden oder die Erstellung eines bau-rechtlich bewilligten Projektes gesichert ist.
Art. 43 Allgemeine Gestaltungsvorschrift
1 Bauten, Anlagen und Umschwung sind im ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass der typische Gebietscharakter gewahrt bleibt und eine gute Gesamtwirkung erzielt wird.
2 Energetische Massnahmen und Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien müssen für sich allein dem typischen Gebietscharakter nicht ent-sprechen; sie sind aber so zu gestalten und in die bauliche und landschaft-liche Umgebung einzuordnen, dass der typische Gebietscharakter insge-samt nicht beeinträchtigt und eine gute Gesamtwirkung erreicht wird.
Art. 43a Begrünung; Spiel- und Ruheflächen; Gärten
1 In den Baubereichen K2 und K3 sind bei der Erstellung von Hauptgebäu-den mindestens zwei Drittel der nicht mit Gebäuden überstellten Parzellen-fläche zu begrünen. Ein der Art der Überbauung entsprechender Teil ist als Spiel- oder Ruhefläche oder als Freizeit- oder Pflanzgarten herzurichten.
2 In den Kernzonen Albisrieden, Bernoulli, Belvoir, Blüemliquartier, Fierz-gasse, Haumesser, Heimatstrasse, Hohe Promenade (ohne Bahngebiet und Grundstücke an der Stadelhoferstrasse), Mittel-Leimbach, Neubühl, Parkring, Seefeld, Schwamendingen, Unteraffoltern, Vordere Eierbrecht, Witikon und Wollishofen ist bei der Erstellung von Hauptgebäuden minde-stens die Hälfte der nicht mit Gebäuden überstellten Parzellenfläche zu begrünen. Ein der Art der Überbauung entsprechender Teil ist als Spiel- oder Ruhefläche oder als Freizeit- oder Pflanzgarten herzurichten.
3 In den Baubereichen K4 und K5 sowie in den Kernzonen Enge, Hirschen-graben, Höngg, Mythenquai, Selnau und Utoquai ist bei der Erstellung von Hauptgebäuden mindestens ein Drittel der nicht mit Gebäuden überstellten Parzellenfläche zu begrünen. Ein der Art der Überbauung entsprechender Teil ist als Spiel- oder Ruhefläche oder als Freizeit- oder Pflanzgarten her-zurichten.
4 Vorbehalten bleiben abweichende Gestaltungsanforderungen zur Wah-rung des Gebietscharakters.
5 Die Herrichtung von Freizeit- oder Pflanzgärten, Spiel- oder Ruheflächen kann bei bestehenden Mehrfamilienhäusern verlangt werden, wenn dafür ein Bedürfnis vorhanden und die Verpflichtung technisch und wirtschaftlich zumutbar ist.
3. Gebietscharaktere und Zusatzvorschriften
a) Altstadt
Art. 44 Gebietscharakter Altstadt
Die Altstadt umfasst den Bereich innerhalb der ehemaligen mittelalterli-chen Stadtmauern. Hohes Alter und kleinmassstäbliche Baustruktur kenn-zeichnen die Architektur und prägen das Gassenbild. Die einzelnen Bau-etappen einer kontinuierlichen Entwicklung vom Wohnturm zum Bürger-haus sind in vielen Bauten ablesbar. Brandmauern trennen parzellenweise die Gebäudeeinheiten.
1 Die Gebäudehöhe und die Vollgeschosszahl von Neubauten hat sich an der bestehenden Bebauung sowie an den Strukturmerkmalen des Stras-senzuges zu orientieren.
anrechenbare Geschosse (inkl. Dach- und Untergeschoss) max. 6
1 Ersatzbauten sind Neubauten, die ganz oder teilweise im bisherigen Ge-bäudeumfang neu erstellt werden. Zur Erhaltung der Quartier-, Strassen- und Platzbilder können Ersatzbauten vorgeschrieben werden.
2 Abweichungen von Absatz 1 können bewilligt oder angeordnet werden, wenn dies im Interesse des Quartiercharakters oder der hygienischen Ver-hältnisse liegt und keine schutzwürdigen nachbarlichen Interessen verletzt werden.
Art. 47 2)
Art. 48 Zusatzvorschriften Altstadt: Gestaltung
1 Das bisherige System der Haustrennwände ist zu übernehmen.
2 Kleine Durchbrüche von Haustrennwänden können zur Verbesserung der Wohn- und Arbeitsverhältnisse bewilligt werden.
3 Fassaden sind so zu gliedern, dass sie den alten Hausbreiten entspre-chen.
4 Gegen die Strasse gerichtete Balkone sowie Vordächer, Markisen und ähnliche Vorrichtungen sind nicht gestattet.
Art. 49 2)
Art. 50 Gebietscharakter City
1 Im 19. Jahrhundert, nach der Schleifung der Schanzen, planmässig auf-gebautes Quartier mit fünfgeschossiger Hofrandbebauung und markant ausgebildeter Traufe auf 18m Höhe.
2 Der Bereich Bahnhofstrasse präsentiert sich als vornehmer Boulevard mit repräsentativer Bebauung, vorwiegend aus der Zeit des Historismus.
3 Das Gebiet Löwenstrasse, Sihlporte, Talstrasse stellt die moderne City dar und ist geprägt durch bedeutende Bauten des Neuen Bauens.
Art. 51 2)
c) Enge und Selnau
Art. 52 Gebietscharakter Enge und Selnau
1 Die Gebiete sind geprägt durch sehr viele für die Quartierstruktur typi-schen, intakten Hofrandbebauungen des Späthistorismus und des Jugend-stils mit Innenhöfen.
2 Die typische Fassadengliederung weist 5 Vollgeschosse mit einem aus-geprägten Sockelgeschoss und einer markanten Traufe auf ca. 16m Höhe auf.
3 Repräsentativer Abschluss des Engequartiers gegen die Seefront.
Art. 53 2)
d) Utoquai und Mythenquai
Art. 54 Gebietscharakter Utoquai und Mythenquai
1 Städtebaulich bedeutende Seefrontbebauung an exponierter Lage.
2 Repräsentative Hauptfronten von Hofrandbebauungen sowie grosse herr-schaftliche Einzelbauten. Fünfgeschossige Bauten mit ausgeprägtem Sockelgeschoss und markant ausgebildeter Traufe auf ca. 20m Höhe.
Art. 55 Gebietscharakter Kaserne
Das Gebiet wird geprägt durch die mehrteilige, schlossartige, axial ausge-richtete Anlage der ehemaligen Kaserne mit Stallungen in historistischer Formensprache.
Art. 56 2)
f) Rämistrasse
Art. 57 Gebietscharakter Rämistrasse
Qualitätsvolle Gruppe von Wohn- und Geschäftshäusern aus verschiede-nen Stilepochen. Vorwiegend fünfgeschossige Hofrandbebauung mit mar-kant ausgebildeter Traufe auf ca. 18m Höhe.
g) 3)
Art. 58 3)
h) Hirschengraben
Art. 59 Gebietscharakter Hirschengraben
1 Städtebaulich wichtige Übergangszone zwischen Altstadt und Hochschul-quartier.
2 Mehrfamilienhäuser "Auf der Mauer": Intaktes Beispiel einer 1886 einheit-lich geplanten Überbauung von villenartigen Neurenaissance-Mehrfami-lienhäusern. Starke Durchgrünung mit grossem Baumbestand.
3 Hangbebauung Hirschengraben / Florhofgasse: Seit dem 17. Jahrhundert bevorzugte Lage für herrschaftliche Familiensitze, umgeben von ursprüng-lich ausgedehnten Gartenanlagen. Im 19. Jahrhundert ergänzt mit mass-stäblich eingefügten öffentlichen Bauten.
4 Baugruppe an der Wolfbachstrasse: Kleinteilig verschachtelte Überbau-ung aus der Biedermeierzeit entlang des ehemaligen Wolfbachs mit typi-scher Nutzungsmischung von Wohn- und Gewerbebauten.
i) Bäuerliche Dorfkerne (Albisrieden, Haumesser, Höngg, Mittel-Leim-bach, Schwamendingen, Unteraffoltern, Vordere Eierbrecht und Witi-kon)
Art. 60 Gebietscharakter bäuerliche Dorfkerne
1 Aus den ursprünglichen Bauerndörfern entwickelte Dorfkerne. Sie setzen sich zusammen aus den alten Bauerngehöften (16. - 18. Jahrhundert) mit ihrer klaren Gliederung in Wohn- und Oekonomieteile und einzelnen, in die Lücken gesetzten Wohn- und Gewerbebauten des 19. Jahrhunderts.
2 Die wesentlichen, ortsbildprägenden Elemente sind:
a) herkömmliche Gesamtform aller Baukörper (Giebelbauten)
b) rhythmische Abfolge von Gross- und Kleindächern
c) kleinmassstäbliche Raumbuchten aufgrund der ursprünglichen Nutzung
d) traditionelle Baumaterialien
e) traditionelle Umgebung (Blumenvorgärten, Gemüsegärten, Einfriedun-gen)
Art. 61 Zusatzvorschriften Unteraffoltern
1 Im gesamten Kernzonenbereich dürfen auch Hauptgebäude ausserhalb der überbaubaren Flächen gemäss Art. 27 erstellt werden; dabei sind fol-gende Grundmasse einzuhalten:
Vollgeschosse max. 2
Gebäudeabstand min. (m) 5
Überbauungsziffer (ohne besondere Gebäude) max. (%) 22
Gebäudelänge max. (m) 32
2 Die ausgeschiedenen Baubereiche und die Profilerhaltungslinien gehen der Grundordnung gemäss Abs.1 vor.
Art. 62 Zusatzvorschriften Höngg
1 Zusätzliche Bauvorschriften D:
Gebäudehöhe 4m
Die bisherige Gebäudegrundfläche ist zu übernehmen.
2 Zusätzliche Bauvorschriften E:
a) Die punktierten Flächen bezeichnen die Lage der Gebäude, von der nur mit Zustimmung der Baubehörde abgewichen werden darf.
b) Wird nicht zusammengebaut, beträgt der Gebäudeabstand 5m, gegen-über Gebäuden mit nur einem Vollgeschoss 3,5m .
c) Die Dächer sind als Schrägdächer mit beidseitig gleichmässiger Nei-gung von 40°-50° neuer Teilung und mit der im Kernzonenplan angegebe-nen Firstrichtung auszubilden.
d) Gebäude mit nur einem Vollgeschoss und besondere Gebäude dürfen auch mit Flach- oder Pultdächern ausgestaltet werden.
e) Rechtfertigen es die Verhältnisse, kann die Baubehörde weitere Abwei-chungen von lit. c gestatten und insbesondere Dachzinnen, zinnenähnliche Dachgestaltungen sowie Dachaufbauten zulassen, die breiter sind als ein Drittel der betreffenden Fassadenlänge.
3 Bei den Arkadenlinien gemäss Kernzonenplan müssen neue, auf das Ni-veau der angrenzenden Strasse ausgerichtete Geschosse strassenseitig bis zu dieser Linie als Arkade ausgebildet werden. Das erste Geschoss unter dem Strassenniveau ist strassenseitig bis auf die Arkadenlinie zu-rückzusetzen.
Art. 63 Zusatzvorschriften Mittel-Leimbach
Gebäudeabstand max. (m) 5
Grundgrenzabstand max. (m) 3,5
2 Die ausgeschiedenen Baubereiche und die Profilerhaltungslinien gehen der Grundordnung gemäss Abs. 1 vor.
j) Wollishofen
Art. 64 Gebietscharakter Wollishofen
Entlang der alten Landstrasse nach Kilchberg lockere Gruppierung von
vorwiegend öffentlichen Gebäuden (alte Kirche, Kirchgemeindehaus, Schulhaus etc.) der ehemaligen Gemeinde Wollishofen.
k) Parkring
Art. 65 Gebietscharakter Parkring
1 Zeittypisches historistisches Villenquartier, Ende 19. Jahrhunderts. Enge Verbindung zwischen Architektur und Parklandschaft.
2 Im Innern der Kernzone grosse Einzelvillen mit seltenem Baumbestand und ausgedehnten Grünflächen. Im Randbereich Addition von kleinen Mit-telstandswohnhäusern, die als Baugruppen die Bedeutung der Grossbau-ten erreichen.
Art. 66 Zusatzvorschriften Parkring
1 Zusätzliche Bauvorschriften C:
Überbauungsziffer max. (%) 20
Gebäudelänge max. (m) 25
2 Zusätzliche Bauvorschriften für den Bereich G:
anrechenbares Dachgeschoss max. 0
anrechenbares Untergeschoss max. 0
Gebäude und Gebäudeteile (ausgenommen Kamine, Treppen- und Liftauf-bauten) dürfen die Kote von 436m ü.M. nicht überragen. Es dürfen zudem nicht mehr als zwei Geschosse in Erscheinung treten.
l) Belvoir
Art. 67 Gebietscharakter Belvoir
Einzelvillen im Stil des Historismus, die sich auf die beiden grossen Park-anlagen Belvoir- und Rieterpark ausrichten.
m) Seefeld
Art. 68 Gebietscharakter Seefeld
Das Gebiet wird geprägt durch Bauten aus dem Historismus: lose ge-streute Einzelvillen in parkartigen Gartenanlagen mit seltenem Baumbe-stand sowie vorwiegend in geschlossener Randbebauung erstellte Mehr-familienhäuser.
Art. 69 3)
Art. 70 2)
n) Neubühl, Heimatstrasse, Fierzgasse und Bernoulli
Art. 71 Gebietscharakter Neubühl, Heimatstrasse, Fierzgasse und Bernoulli
Klar geplante Siedlungsstrukturen mit einheitlicher Architektur aus der be-treffenden Stilepoche. In ihrer ursprünglichen Erscheinung weitgehend er-halten. Vielfältige Nutz- und Ziergärten.
o) Blüemliquartier
Art. 72 Gebietscharakter Blüemliquartier Teilbereiche I, II, III
In mehreren Etappen zwischen 1928 und 1937 erbaute Einfamilienhaus-Siedlung, die im Sinne der Gartenstadtidee eine starke Durchgrünung so-wie zeittypische zwei- und dreigeschossige Doppel- und Reihenhäuser mit Satteldach aufweist.
Art. 73 Zusatzvorschriften Blüemliquartier Teilbereiche I, II, III
1 Es sind folgende Geschosse zulässig
Vollgeschosse max. 3 2 2
anrechenbares Untergeschoss max. 0 1 0
2 Neubauten dürfen nur anstelle bestehender Gebäude und unter Beibehal-tung von deren Lage, Höhenlage und strassenseitiger Bauflucht erstellt werden. Die Baumasse des bestehenden Gebäudes darf nicht überschrit-ten werden. Massgebend für die Berechnung der Baumasse sind die kan-tonalen Vorschriften über die Baumassenziffer. Zulässige An- und Auf-bauten gemäss Abs. 6 und 7 fallen ausser Ansatz.
3 Umbauten dürfen den Kubus des bestehenden Gebäudes vorbehältlich zulässiger An- und Aufbauten gemäss Abs. 6 und 7 nicht erweitern.
4 Das bestehende System der Haustrennwände ist beizubehalten.
5 Es sind nur Satteldächer zulässig. Firstrichtung, Traufhöhe und Dachnei-gung der bestehenden Bauten sind bei Um- und Ersatzbauten zu überneh-men.
6 Pro Haus und Dachfläche ist ein Dachflächenfenster mit einer Fenster-fläche von maximal 0,65m² (Flügelmass) zulässig. Bei Gebäuden, die keine freie Giebelfassade aufweisen, sind pro Haus und Dachfläche Lu-karnen bis zu einer Breite von einem Viertel der zugehörigen Fassaden
länge gestattet. Dacheinschnitte sind unzulässig.
7 Rückwärtig sind eingeschossige Anbauten (wie Wintergärten etc.) auf maximal der Hälfte der zugehörigen Fassadenlänge und mit einer Tiefe von höchstens 2m zulässig.
8 Unterirdische Gebäude und Gebäudeteile sind nur im Bereich von Haupt-gebäuden zulässig.
9 Pro Grundstück ist ein besonderes Gebäude mit einer Grundfläche von maximal 6m² und einer Gesamthöhe von maximal 3m zulässig. Es gelten die kantonalen Abstandsvorschriften.
10 Abweichungen von den vorstehenden Zusatzvorschriften gemäss Abs. 2, 3 und 5 können bewilligt oder angeordnet werden, wenn dies der besseren Wahrung des Gebietscharakters oder anderer öffentlicher Interessen oder der Verbesserung wohnhygienischer Verhältnisse dient und keine überwie-genden anderen öffentlichen oder schutzwürdigen nachbarlichen Interes-sen entgegenstehen.
p) Hohe Promenade
Art. 74 Gebietscharakter Hohe Promenade
1 Ausgesprochene Hügel- und Aussichtslage.
2 Markante, durch Schanzen-, Bahn- und Strassenbauten verursachte Ge-ländeeinschnitte mit mächtigen Natursteinstützmauern.
3 Parkartige Gartenanlagen mit seltenem Baumbestand und ausgedehnten Grünflächen.
4 Zusammenhängende, landschaftsprägende Baumgürtel entlang Stras-senzügen und Kreten.
5 Im Hügelbereich lose gestreute architektonisch bedeutende Einzelbauten.
6 Am Zeltweg biedermeierlich geprägtes Vorortquartier mit Gliederung des Strassenraumes durch vortretende Einzelbauten und Vorgärten.
7 Im Stadelhofergebiet dichte Bebauung, Übergang zum innerstädtischen Bereich, mehrheitlich geschlossene Häuserzeile mit Einzelbauten ba-rocken Ursprungs.
Art. 75 Zusatzvorschriften Hohe Promenade
1 Zusätzliche Bauvorschriften A:
Gebäudebreite max. (m) 14
2 Zusätzliche Bauvorschriften B:
Gebäudeabstand im Baubereich min. (m) 15
3 Zusätzliche Bauvorschriften C:
Vollgeschosse max. 3
maximale oberirdische Baumasse (m³) 4400
4 Baumschutzbestimmungen:
a) Das Fällen von Bäumen mit einem Stammumfang von mehr als 80cm und von Eiben, Zypressengewächsen und Stechpalmen mit einem Stamm-umfang von mehr als 40cm ist bewilligungspflichtig. Ebenso benötigen Ein-griffe im Kronenbereich oder am Wurzelwerk solcher Bäume, die sich wie eine Beseitigung auswirken oder eine solche notwendig machen, eine Be-willigung. Von der Bewilligungspflicht sind Massnahmen zur polizeilich ge-botenen Freihaltung des Strassenraumes ausgenommen. Der massgebli-che Stammumfang ist jeweils 1m über dem gewachsenen Boden zu mes-sen. Bei mehrstämmigen Exemplaren wird der Umfang der Einzelstämme aufsummiert.
b) Die Bewilligung ist zu erteilen, wenn an der Erhaltung des Baumes kein überwiegendes öffentliches Interesse besteht, insbesondere wenn
- der prägende Grüncharakter und namentlich der im Kernzonenplan be-zeichnete landschaftsprägende Baumgürtel nicht beeinträchtigt wird,
- der Baum die physiologische Altersgrenze nach Art und Standort er-reicht hat,
- der Baum im Sinne einer Pflegemassnahme zugunsten eines wertvollen Baumbestandes entfernt werden muss,
- der Baum die Sicherheit von Menschen oder Sachen gefährdet und keine andere zumutbare Möglichkeit der Gefahrenabwehr gegeben ist,
- der Baum die ordentliche Grundstücksnutzung übermässig erschwert.
c) Wird die Beseitigung von Bäumen bewilligt, kann eine angemessene Er-satzpflanzung verlangt werden. Die Beseitigung der Ersatzpflanzung be-darf, unabhängig vom Stammumfang, einer Bewilligung.
Art. 76 - Art. 78 4)
Fbis. Erholungszonen
Art. 79 Erholungszonen E1 und E2
1 Die Erholungszonen E1 und E2 sind für offene Sport- und Freizeitanlagen bestimmt. Zulässig sind die deren Betrieb dienenden Bauten und Anlagen, wie Spielfelder, Tribünen, Ballfangeinrichtungen, Beleuchtungsanlagen, Garderobengebäude, Clubräume, Verpflegungsstätten usw.
2 In der Erholungszone E2 sind zusätzlich während maximal 6 Monaten jährlich temporäre Sport- und Freizeithallen zulässig.
3 Gegenüber Grundstücken, die in einer anderen Zone liegen, sind die Grenzabstände jener Zone einzuhalten. Im Übrigen gelten die kantonalen Bauvorschriften.
Art. 80 Erholungszone E3
1 In der Erholungszone E3 sind Garten- und Gerätehäuschen sowie ge-meinschaftliche Gebäude und Anlagen, die für den Betrieb der Familien-gartenareale notwendig sind, zulässig.
2 Gegenüber Grundstücken, die in einer anderen Zone liegen, sind die Grenzabstände jener Zone einzuhalten. Im Übrigen gelten die kantonalen Bauvorschriften.
G. Freihaltezonen
Art. 81 Zweckbestimmung
Für die mit A, C, D, E oder K gekennzeichneten Bereiche der Freihalte-zone gelten folgende Zweckbestimmungen:
Allmend A
Sport- und Badeanlagen C
Friedhöfe E
Kantonale oder Regionale Freihaltezone K
Gbis. Sonderbauvorschriften
Art. 81a Sonderbauvorschriften Fussballstadion Zürich
1 Wird im Gebiet gemäss Ergänzungsplan Fussballstadion Zürich ein neues Fussballstadion errichtet, können die Grundstücke nach der allge-meinen Bau- und Zonenordnung oder nach folgenden Sonderbauvor-schriften im Sinne von §§ 79 ff. PBG überbaut und genutzt werden.
2 Es gelten folgende Grundmasse:
Gebäudehöhe max. (m) 25 22
Ausnützungsziffer max. (%) 260 235
Freiflächenziffer min. (%) 0 20
Wohnanteil min. (%) 0 30
3 Die erforderliche Freifläche kann innerhalb des gesamten Teilgebietes II verlegt werden. Sie ist unter anderem so zu realisieren, dass ein öffentlich zugänglicher zusammenhängender Freiraum mit einer Fläche von min-destens 5000 m² entsteht. Wird diese Fläche auf mindestens 6000 m² er-höht, dürfen im Teilgebiet II die Vollgeschosszahl auf 7 und die Gebäude-höhe auf 25 m heraufgesetzt werden. Bei etappenweiser Überbauung des Teilgebietes II dürfen Baubewilligungen nur erteilt werden, wenn die Her-richtung dieses Freiraumes sichergestellt ist. Ungeachtet der Freiflächen-ziffer sind die Freiräume in allen Teilgebieten so zu gestalten, dass sie hohe Freiraumqualitäten aufweisen.
4 Bei besonders guten städtebaulichen Lösungen kann ein Teil der Aus-nützung zwischen den Teilgebieten I und II verlegt werden. Die Spielfläche im Stadion wird zur Ausnützung gezählt.
5 Im ganzen Geltungsbereich der Sonderbauvorschriften sind Sport-, Kul-tur-, Freizeit- und Wohnnutzungen sowie höchstens mässig störende Ge-werbe-, Handels- und Dienstleistungsnutzungen zulässig. Die vorgeschrie-bene Wohnfläche darf im ganzen Geltungsbereich verlegt werden.
6 Von den Sonderbauvorschriften darf nur Gebrauch gemacht werden, wenn die Überbauung nach einheitlichen Gestaltungsgrundsätzen jeweils durch einen Gestaltungsplan sichergestellt wird. Dieser muss eine pla-nerisch und städtebaulich zweckmässige Bauzonenfläche umfassen.
7 Gestaltungspläne, die den Rahmen der vorstehend festgelegten Bestim-mungen und der ergänzend anwendbaren allgemeinen Bau- und Zonen-ordnung nicht überschreiten, bedürfen lediglich der Zustimmung des Stadt- rates.
8 Mit Beginn der Ausführung eines gestützt auf diese Sonderbauvorschrif-ten bewilligten Bauvorhabens werden diese für den gesamten Geltungsbe-reich verbindlich. Danach dürfen Baubewilligungen nur noch gemäss die-sen Bestimmungen erteilt werden.
9 Soweit diese Sonderbauvorschriften keine besonderen Bestimmungen enthalten, findet ergänzend die allgemeine Bau- und Zonenordnung An-wendung.
Art. 81b Sonderbauvorschriften Bahnhof Oerlikon Ost
1 Im Gebiet gemäss Ergänzungsplan Bahnhof Oerlikon Ost kann für die Er-stellung von Hochhäusern die Ausnützungsziffer auf 420% erhöht werden, wenn die gemäss Freiflächenziffer erforderliche Freifläche mindestens zur Hälfte als öffentlich zugänglicher zusammenhängender Freiraum herge-richtet und für das Gebiet eine gemeinsame Erschliessung für den motori-sierten Individualverkehr realisiert wird.
2 Von den Sonderbauvorschriften darf nur Gebrauch gemacht werden, wenn die Überbauung nach einheitlichen Gestaltungsgrundsätzen jeweils
durch einen Gestaltungsplan sichergestellt wird. Dieser muss eine plane-risch und städtebaulich zweckmässige Bauzonenfläche umfassen.
3 Gestaltungspläne, die den Rahmen der vorstehend festgelegten Bestim-mungen und der ergänzend anwendbaren allgemeinen Bau- und Zonen-ordnung nicht überschreiten, bedürfen lediglich der Zustimmung des Stadt-rates.
4 Soweit diese Sonderbauvorschriften keine besonderen Bestimmungen enthalten, findet die allgemeine Bau- und Zonenordnung Anwendung.
Art. 81c Sonderbauvorschriften Seebacher Strasse
Im Gebiet gemäss Ergänzungsplan Seebacher Strasse kann auf einer Landfläche von höchstens 15 000 m² eine öffentliche Schulanlage nach den Vorschriften der Zone für öffentliche Bauten Oe3F erstellt werden. Art. 24a findet sinngemäss Anwendung.
Mit dem Inkrafttreten dieser Bau- und Zonenordnung werden aufgehoben:
Die Bau- und Zonenordnung der Stadt Zürich (GRB vom 12. Juni 1963 und seitherige Änderungen);
Verordnung über das an die Strasse angrenzende Gebiet, die Stützmauern und die Tankanlagen (Vorgartenverordnung, GRB vom 26. Oktober 1960);
Bauordnung für das Gebiet des Hönggerbergs (GRB vom 19. April 1961);
Verordnung über den Schutz des Stadtbildes und der Baudenkmäler (Denkmalschutzverordnung, GRB vom 14. Februar 1962);
Bauvorschriften für die Altstadt (GRB vom 14. Februar 1962);
Bauvorschriften für die Bahnhofstrasse und angrenzende Gebiete (GRB vom 12. Juni 1963);
Sonderbauordnung Letzigrund (GRB vom 19. Juni 1984);
Vorschriften zum Schutze des Stadt- und Landschaftsbildes (Reklame-verordnung, GRB vom 13. August 1975);
Verordnung über die Errichtung von Aussenantennenanlagen (GRB vom 8. September 1978);
Wohnanteilplan (GRB vom 5. November 1980);
Vorschriften über die Kernzone Höngg (GRB vom 21. Oktober 1981);
Vorschriften für die Kernzone Hohe Promenade (GRB vom 23. Mai 1984; Volksabstimmung vom 23. September 1984);
Hochhausausschlussgebiet (Volksabstimmung vom 23. September 1984);
Sonderbauvorschriften für das Hochschulquartier (GRB vom 1. Juni 1977).
Art. 82a 3)
Art. 83 Inkraftsetzung
1 Der Stadtrat setzt diese Bauordnung und die zugehörigen Pläne nach der Genehmigung durch den Regierungsrat sofort in Kraft.
2 Entsprechendes gilt bei Teilgenehmigungen im Sinne von § 5 Abs. 3 PBG.
1) noch nicht in Kraft
2) aufgehoben durch Rechtsmittelentscheid
3) aufgehoben mit GRB Nr. 1815 vom 24. November 1999
4) aufgehoben mit BDV Nr. 568 vom 9. Mai 1995; neue Regelung in Ab-schnitt Ebis