Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%20249/96
Timestamp: 2019-12-09 07:40:28
Document Index: 217554559

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 705', '§ 731', '§ 313', '§ 311', '§ 62', '§ 705', '§ 705', 'BGH', 'BGH', '§ 313', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 705', '§ 706', 'BGH', '§ 74', '§ 69', 'BGH', 'BGH', '§ 62', '§ 62', '§ 62', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 02.10.1997 - II ZR 249/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,248
BGH, 02.10.1997 - II ZR 249/96 (https://dejure.org/1997,248)
BGH, Entscheidung vom 02.10.1997 - II ZR 249/96 (https://dejure.org/1997,248)
BGH, Entscheidung vom 02. Januar 1997 - II ZR 249/96 (https://dejure.org/1997,248)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1997,248) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 705 BGB, BGB-Gesellschaft kann ihrerseits Gesellschafterin einer BGB-Gesellschaft sein;
§§ 731 ff BGB, Abwicklung unter ausnahmsweiser Abweichung von einer Auseinandersetzungsbilanz;
§ 313 BGB <Fassung bis 31.12.01> (nunmehr § 311b Abs. 1 BGB <Fassung seit 1.1.02>);
§ 62 ZPO, zulässige Revisionseinlegung ...
BGB §§ 705, 730
BGB-Gesellschaft als Gesellschafterin einer anderen BGB-Gesellschaft; Formbedürftigkeit eines BGB-Gesellschaftsvertrages
Fähigkeit einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) Gesellschafterin einer anderen Gesellschaft zu sein - Geltendmachung von Ansprüchen nach Auflösung der Gesellschaft, die auf dem Gesellschaftsverhältnis beruhen - Berichtigung der gemeinsamen Schulden im Stadium der ...
Anspruch einer GbR als Gesellschafterin einer aufgelösten GbR auf Begleichen aller selbstständigen Ansprüche außerhalb der Auseinandersetzungsrechnung
BGB §§ 705, 730 Abs. 1
BGB -Gesellschaft als Gesellschafterin einer anderen Gesellschaft; Auseinandersetzung der BGB -Gesellschaft
BGB-Gesellschaft als BGB-Gesellschafter
Auseinandersetzung, Auseinandersetzungsbilanz, Außenverhältnis, Beurkundung, BGB-Gesellschaft, Durchsetzungssperre, GbR, Gesamthandsvermögen, Liquidation, Notar, Rechtsfähigkeit, Treuepflicht, unselbständiger Rechnungsposten
BGB-Gesellschaft als Gesellschafter
Gesellschaftsrecht; Auseinandersetzung zweier gesellschaftsrechtlich verbundener BGB-Gesellschaften
Mitgliedsfähigkeit einer GbR bei einer anderen GbR; Liquidationsgebundenheit gesellschaftsrechtlicher Vermögensansprüche im Auseinandersetzungsstadium
Bedarf der Beitritt in eine Personengesellschaft mit Grundbesitz der notariellen Beurkundung? (IBR 1998, 126)
NJW 1998, 376
NJW-RR 1998, 897 (Ls.)
ZIP 1997, 2120
MDR 1998, 55
DNotZ 1998, 908
WM 1997, 2220
BB 1997, 2498
DB 1997, 2425
NZG 1998, 23
Das Spektrum reichte von kleinen Ehegattengesellschaften über Gesellschaften, bei denen wiederum andere Gesellschaften des bürgerlichen Rechts Mitglied waren (vgl. BGH, Urteil vom 2. Oktober 1997 - II ZR 249/96, NJW 1998, 376 unter A I 1 a mwN), bis hin zu Publikumsgesellschaften.
BGH, 21.01.1998 - IV ZR 346/96
Form des Ausscheidens eines Miterben aus einer Miterbengemeinschaft
Auf eine solche Rechtsänderung kann, auch wenn ein Grundstück zu dem verbleibenden Nachlaß gehört, § 313 Satz 1 BGB ebensowenig angewandt werden, wie wenn ein Gesellschafter gegen Abfindung aus einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit Grundeigentum ausscheidet (dazu BGHZ 86, 367, 369 ff.; Urteil vom 2. Oktober 1997 - II ZR 249/96 - WM 1997, 2220 = ZIP 1997, 2120 unter A II 3).
b) Einzelansprüche können allerdings abweichend von dem Grundsatz der Durchsetzungssperre dann gesondert verfolgt werden, wenn sich aus dem Sinn und Zweck der gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen ergibt, dass sie im Falle der Auflösung der Gesellschaft oder des Ausscheidens eines Gesellschafters ihre Selbständigkeit behalten sollen (vgl. BGH, Urteil vom 2. Oktober 1997 - IIZR249/96, ZIP 1997, 2120, 2121).
Da die betroffenen örtlichen Sozietäten als Außengesellschaften des bürgerlichen Rechts rechtsfähig sind (vgl. BGH, Versäumnisurteil vom 29. Januar 2001 - II ZR 331/00, BGHZ 146, 341, 342 ff.), können sie ihrerseits Gesellschafter einer anderen Gesellschaft des bürgerlichen Rechts werden (BGH, Urteil vom 2. Oktober 1997 - II ZR 249/96, NJW 1998, 376 unter A I 1 a [schon nach alter Rechtslage];… Henssler/Prütting/Hartung, aaO Rn. 116;… MünchKommBGB/Ulmer, aaO, § 705 Rn. 79), wobei sie gesellschaftsvertraglich vereinbaren können, dass die übergeordnete Sozietät eine von dem Leitbild der §§ 706 ff. BGB abweichende Struktur aufweist und daher den Bestand der örtlichen Sozietäten als eigenständige unternehmerische Einheiten unangetastet lässt.
Damit blieben die während des Eröffnungsverfahrens begründeten Ansprüche der Schuldnerin aus dem Gesellschaftsverhältnis unselbständige Rechnungsposten, die auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens nur im Rahmen der abschließenden Auseinandersetzungsrechnung zu berücksichtigen waren (…vgl. BGH, Urt. v. 10. Mai 1993 - II ZR 111/92, ZIP 1993, 919, 920; v. 2. Oktober 1997 - II ZR 249/96, ZIP 1997, 2120, 2121; v. 12. Juli 1999 - II ZR 4/98, ZIP 1999, 1526, 1527;… v. 9. März 2000 - IX ZR 355/98, aaO S. 758).
Der Senat geht in ständiger Rechtsprechung (vgl. Sen.Urt. v. 2. Oktober 1997 - II ZR 249/96, ZIP 1997, 2120) - was auch die Anschlußrevision nicht verkennt - davon aus, daß beim Ausscheiden eines Gesellschafters aus einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts die Durchsetzung einzelner Forderungen grundsätzlich ausgeschlossen ist, diese vielmehr lediglich unselbständige Posten in der zu erstellenden Auseinandersetzungsbilanz darstellen.
Zwar gilt dieser Grundsatz nicht ausnahmslos (siehe zu möglichen Ausnahmen Sen.Urt. v. 2. Oktober 1997 aaO S. 2121 m.w.Nachw.).
Eine unzulässige Rechtsbeschwerde darf daher, ebenso wenig wie ein Rechtsmittel eines säumigen notwendigen Streitgenossen, nicht verworfen werden, solange nur über eine der eingelegten Rechtsbeschwerden in der Sache zu entscheiden ist (entspr. § 74 Abs. 1, §§ 69, 62 Abs. 1 ZPO; siehe hierzu grundlegend Schumann, ZZP 76, 381, 393 ff. in Anlehnung an die Behandlung eines mehrfach eingelegten Rechtsmittels durch dieselbe Partei in BGH, Urteil vom 3. Mai 1957 - VIII ZB 7/57, BGHZ 24, 179, 180 f.;… dem folgend etwa Zöller/Vollkommer, ZPO, 29. Aufl., § 62 Rn. 32;… MünchKommZPO/Schultes, 3. Aufl., § 62 Rn. 52 mwN;… aA Baumbach/Lauterbach/Hartmann, ZPO, 69. Aufl., § 62 Rn. 26 mit unergiebigem Hinweis auf BGH, Urteil vom 2. Oktober 1997 - II ZR 249/96, NJW 1998, 376; RGZ 157, 33, 36 ff.).
Ebenso ist inzwischen die Fähigkeit einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Gesellschafterin einer anderen Gesellschaft bürgerlichen Rechts zu sein, anerkannt (Senat, Urt. v. 2. Oktober 1997 - II ZR 249/96, ZIP 1997, 2120).
Dies gilt auch dann, wenn das Gesellschaftsvermögen im Wesentlichen aus Grundbesitz besteht (Urteile des BGH vom 31. Januar 1983 II ZR 288/81, BGHZ 86, 367; vom 21. Januar 1998 IV ZR 346/96, BGHZ 138, 8, und vom 2. Oktober 1997 II ZR 249/96, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1998, 376; vgl. auch Binz/Mayer, NJW 2002, 3054).
Für rechtsgeschäftliche Verfügungen über das Eigentum an Gegenständen des Gesellschaftsvermögens (wie Grundstücken) ist insoweit kein Raum (BGH-Urteile in BGHZ 86, 367, 369 f., und in NJW 1998, 376).
OLG Saarbrücken, 22.11.2005 - 4 U 261/04
BGB-Gesellschaft: Anspruch eines Gesellschafters auf Rückzahlung der Einlage im …
LG Köln, 31.01.2006 - 27 O 232/05
OLG Hamm, 11.11.1999 - 27 U 69/99
Kündigung einer Treuhandbeteiligung an einem Immobilienfond
OLG München, 23.01.2012 - 34 Sch 33/11
Vollstreckbarerklärung eines Schiedsspruchs auf Zahlung eines Abschlags auf eine …
BGH, 13.11.1997 - X ZR 66/95
Darlegungs- und Beweislast für Verspätung der Leistung des Unternehmers
KG, 05.07.2012 - 1 W 432/11
Voraussetzungen für Berichtigung einer Eintragung in Abt. I des Grundbuchs
OLG Dresden, 01.03.2007 - 12 U 1969/06
Urkundsprozess gegen den Bürgen
LG Osnabrück, 16.12.2003 - 7 O 1615/03
Bürgschaft - Sicherungszweck einer Partnerausschüttungsbürgschaft
OLG Köln, 17.12.1999 - 11 U 66/99
VG Köln, 05.02.2013 - 22 K 5552/11
Betreuungseinricht; Plfege; betreutes Wohnen; rechtliche Verbundenheit; Betreiber
OLG Oldenburg, 24.06.2004 - 11 U 14/04
Was ist Sicherungszweck einer Partnerausschüttungsbürgschaft?