Source: https://www.kpb-inso.de/kommentar/euinsvo-k0003/
Timestamp: 2020-08-15 01:48:18
Document Index: 26023103

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'EuG', 'EuG', 'Art. 3', 'Art. 3']

EUINSVO Artikel 3 – Internationale Zuständigkeit | KPB InsO
Kemper – 40. Lfg. 05.2010 – EUINSVO Artikel 3 – Internationale Zuständigkeit
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG © RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG 978-3-8145-8700-4 Kübler/Prütting/Bork (Hrsg.), InsO: Kommentar zur Insolvenzordnung 2015 Artikel 3 Internationale Zuständigkeit
(1) 1Für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens sind die Gerichte des Mitgliedstaats zuständig, in dessen Gebiet der Schuldner den Mittelpunkt seiner hauptsächlichen Interessen hat. 2Bei Gesellschaften und juristischen Personen wird bis zum Beweis des Gegenteils vermutet, dass der Mittelpunkt ihrer hauptsächlichen Interessen der Ort des satzungsmäßigen Sitzes ist.
(2) 1Hat der Schuldner den Mittelpunkt seiner hauptsächlichen Interessen im Gebiet eines Mitgliedstaats, so sind die Gerichte eines anderen Mitgliedstaats nur dann zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens befugt, wenn der Schuldner eine Niederlassung im Gebiet dieses anderen Mitgliedstaats hat. 2Die Wirkungen dieses Verfahrens sind auf das im Gebiet dieses letzteren Mitgliedstaats belegene Vermögen des Schuldners beschränkt.
(3) 1Wird ein Insolvenzverfahren nach Absatz 1 eröffnet, so ist jedes zu einem späteren Zeitpunkt nach Absatz 2 eröffnete Insolvenzverfahren ein Sekundärinsolvenzverfahren. 2Bei diesem Verfahren muss es sich um ein Liquidationsverfahren handeln.
a)	falls die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens nach Absatz 1 angesichts der Bedingungen, die in den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats vorgesehen sind, in dem der Schuldner den Mittelpunkt seiner hauptsächlichen Interessen hat, nicht möglich ist;
b)	falls die Eröffnung des Partikularverfahrens von einem Gläubiger beantragt wird, der seinen Wohnsitz, gewöhnlichen Aufenthalt oder Sitz in dem Mitgliedstaat hat, in dem sich die betreffende Niederlassung befindet, oder dessen Forderung auf einer sich aus dem Betrieb dieser Niederlassung ergebenden Verbindlichkeit beruht.
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I.	Normzweck II.	Internationale Zuständigkeit nach Absatz 1 1.	Zuständigkeit für die Eröffnung des Hauptinsolvenzverfahrens a)	Hauptinsolvenzverfahren b)	Mittelpunkt der hauptsächlichen Interessen c)	Ort des satzungsmäßigen Sitzes d)	Maßgeblicher Zeitpunkt für die Feststellung der Zuständigkeit e)	Prüfung von Amts wegen 2.	Anordnung einstweiliger Sicherungsmaßnahmen vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens a)	Internationale Zuständigkeit b)	Wirkung der Anordnung vorläufiger Sicherungsmaßnahmen 3.	Zuständigkeit für Annexverfahren a)	Voraussetzungen für die internationale Zuständigkeit b)	Rechtsfolge der Annahme einer internationalen Zuständigkeit 4.	Lösung von Zuständigkeitskonflikten a)	Positive und negative Zuständigkeitskonflikte b)	Deutsche Umsetzung III.	Internationale Zuständigkeit nach Absatz 2 1.	Zuständigkeit für die Eröffnung eines Partikularverfahrens a)	Zweck des Partikularverfahrens b)	Voraussetzungen der internationalen Zuständigkeit c)	Prüfung von Amts wegen 2.	Zuständigkeit für die Anordnung einstweiliger Sicherungsmaßnahmen vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens und für Annexverfahren 3.	Räumlicher Anwendungsbereich des Partikularverfahrens IV.	Zuständigkeit für die Eröffnung des Sekundärinsolvenzverfahrens und des Partikularverfahrens 1.	Zuständigkeit für die Eröffnung eines Sekundärinsolvenzverfahrens (Abs. 3) a)	Zweck des Sekundärinsolvenzverfahrens b)	Vorliegen eines Liquidationsinsolvenzverfahrens 2.	Zuständigkeit für die Eröffnung eines Partikularverfahrens (Abs. 4) a)	Zweck des Partikularverfahrens b)	Voraussetzungen der internationalen Zuständigkeit aa)	Geltung der Voraussetzungen des Absatzes 2 bb)	Unmöglichkeit der Verfahrenseröffnung am Mittelpunkt der hauptsächlichen Interessen des Schuldners cc)	Tatsächlicher Bezug des Gläubigers zur Niederlassung dd)	Insolvenzgrund c)	Art des Verfahrens