Source: http://www.gesr.de/26809.htm
Timestamp: 2020-07-14 13:47:15
Document Index: 239340801

Matched Legal Cases: ['§ 137', '§ 137', '§ 137', '§ 137', '§ 137', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 23', 'BGH']

Heft 5 / 2012
In der aktuellen Ausgabe der GesR (Heft 5, Erscheinungstermin: 20. Mai 2012) lesen Sie folgende BeitrÃ¤ge und Entscheidungen.
Mindestmengen im Risikorecht â€“ Ziele und Anforderungen
Ladeur, Karl-Heinz, Mindestmengen im Risikorecht â€“ Ziele und Anforderungen, Zur Notwendigkeit des Anschlusses des Sozialrechts an die Dogmatik des Entscheidens unter Ungewissheitsbedingungen, GesR 2012, 257-262
Die MÃ¶glichkeit der Festlegung von â€œMindestmengenâ€� im Krankenversicherungsrecht nach Â§ 137 SGB V hat eine Kontroverse um die rechtliche Einordnung dieses Instituts ausgelÃ¶st. Sind die Voraussetzungen â€œunbestimmte Rechtsbegriffeâ€� ohne Beurteilungsspielraum und unterliegt die Festlegung deshalb der vollen gerichtlichen Kontrolle? Der Beitrag soll an diesem Beispiel zeigen, dass die sozialrechtliche Dogmatik sich stÃ¤rker fÃ¼r die im â€œRisikorechtâ€� entwickelten Konzepte des Entscheidens unter Ungewissheitsbedingungen Ã¶ffnen muss und kann.
Wissenschaftliche Betrachtung der Mindestmengen
Geraedts, Max, Wissenschaftliche Betrachtung der Mindestmengen â€“ Theorie und Empirie, GesR 2012, 263-268
Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg hÃ¤lt die Assoziation zwischen der Menge und dem Ergebnis einiger Leistungen, fÃ¼r die der Gemeinsame Bundesausschuss Mindestmengen festgelegt hat, fÃ¼r nicht patientenrelevant. Damit wird die Mindestmengenvereinbarung grundsÃ¤tzlich hinterfragt. Studien zur Mengen-Ergebnis-Beziehung kÃ¶nnen anhand der Bradford-Hill-Kriterien im Hinblick auf eine kausale Assoziation Ã¼berprÃ¼ft werden. Eine wissenschaftliche Betrachtung der Studienlage verdeutlicht jedoch, dass die methodische QualitÃ¤t vieler Studien weiterhin kaum ausreicht, um evidenzbasiert Leistungsbereiche respektive Mindestmengen festzulegen. StÃ¤rker als durch die Leistungsmenge von Ã„rzten und KrankenhÃ¤usern wird die QualitÃ¤t durch die Anwendung der jeweils besten Behandlungsverfahren beeinflusst. Dieser Faktor sollte eine auf Mengen fokussierte QualitÃ¤tssicherung immer ergÃ¤nzen.
MÃ¶glichkeiten und Grenzen von Mindestmengen als Regulierungsinstrument in der GKV
Hase, Friedhelm, MÃ¶glichkeiten und Grenzen von Mindestmengen als Regulierungsinstrument in der GKV, GesR 2012, 268-273
Mindestmengen nach Â§ 137 Abs. 3 Nr. 2 SGB V: Was geht wann?
Fahlbusch, Katja, Mindestmengen nach Â§ 137 Abs. 3 Nr. 2 SGB V: Was geht wann?, GesR 2012, 274-279
Mindestmengen finden im Recht der gesetzlichen Krankenversicherung an verschiedenen Stellen und mit unterschiedlicher Zielrichtung Anwendung. Gegenstand des hier verÃ¶ffentlichten Vortrags sind Mindestmengen als Instrumente der QualitÃ¤tssicherung nach Â§ 137 Abs. 3 Nr. 2 SGB V; diese Mindestmengen wurden regelmÃ¤ÃŸig bereits bei Beschlussfassung im Gemeinsamen Bundesausschuss kontrovers diskutiert und â€“ nicht zuletzt aufgrund der erstinstanzlich ergangenen Urteile des LSG Berlin Brandenburg â€“ im Schrifttum und weiteren Veranstaltungen thematisch aufgegriffen. Der vorliegende Beitrag zeigt zunÃ¤chst den Regelungsgehalt des Â§ 137 Abs. 3 Nr. 2 SGB V auf und ordnet die hier geregelten Mindestmengen den vorhandenen Instrumente der QualitÃ¤tssicherung zu. Im Weiteren werden die Voraussetzungen fÃ¼r eine normative Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses sowie Anforderungen an die erforderliche AbwÃ¤gung dargestellt.
Mindestmengen â€“ Wildern in fremden (LÃ¤nder-)Kompetenzen?
Stollmann, Frank, Mindestmengen â€“ Wildern in fremden (LÃ¤nder-)Kompetenzen?, GesR 2012, 279-285
Ein Spannungsfeld kann sich in der Krankenhausplanungspraxis zwischen den QualitÃ¤tsvorgaben des G-BA auf der Basis seiner Richtlinienkompetenz nach Â§Â§ 91 ff., 137 ff. SGB V einerseits und den planerischen qualitativen Vorgaben eines Landes andererseits ergeben. Umstritten ist in diesem Zusammenhang vor allem, ob Richtlinien des G-BA zur QualitÃ¤t in Bezug auf den Zugang zur Leistungserbringung unter den Bedingungen eines Krankenhaus(rahmen)plans Vorrang vor den Festlegungen eben dieses Krankenhausplans haben. Dabei geht es zunÃ¤chst um die VerfassungsmÃ¤ÃŸigkeit der SGB V-Regelung, sodann um Eigeninitiative wie auch reaktive HandlungsmÃ¶glichkeiten der LÃ¤nder. Zudem sind mÃ¶gliche EinschrÃ¤nkungen durch die G-BA-Vorgaben fÃ¼r die Landesplanung in den Blick zu nehmen.
LSG Rheinland-Pfalz v. 13.10.2011 - L 5 KR 12/11, Einstandspflicht der Krankenkasse fÃ¼r eine Magenbypassoperation, GesR 2012, 285-286
BGH v. 25.1.2012 - 1 StR 45/11, Privatliquidation nicht persÃ¶nlich erbrachter Leistungen und Kick-Back, GesR 2012, 286-296
BGH v. 28.2.2012 - VI ZR 9/11, Arzthaftungsrecht: VerjÃ¤hrung der RegressansprÃ¼che, GesR 2012, 296-300
OLG Koblenz v. 22.2.2012 - 5 U 707/10, Gestaltung eines Heil- und Kostenplans, GesR 2012, 300-301
OLG Bamberg v. 1.8.2011 - 4 U 38/09, Ã„rztliche Garantenstellung aus faktischer BehandlungsÃ¼bernahme, GesR 2012, 301-305
OLG DÃ¼sseldorf v. 29.12.2011 - I-8 U 24/11, Anlage einer (Morphin-)Schmerzpumpe, GesR 2012, 306-308
OLG Jena v. 23.1.2012 - 4 W 32/12, SelbststÃ¤ndiges Beweisverfahren Ã¼ber Verletzung Ã¤rztlicher Standards?, GesR 2012, 308-309
OLG SaarbrÃ¼cken v. 14.3.2012 - 1 W 287/11-45, PKH-Bewilligung fÃ¼r SelbststÃ¤ndiges Beweisverfahren?, GesR 2012, 309-310
OLG Naumburg v. 15.11.2011 - 1 U 31/11, Beweiswert eines OP-Berichts, GesR 2012, 310-312
OLG Hamm v. 5.4.2011 - 26 U 192/10, Kein Einsichtsrecht des Patienten in Niederschriften nach Â§ 23 IfSG, GesR 2012, 312
OLG Schleswig v. 25.1.2012 - 4 U 103/10, RÃ¼ge von HygieneverstÃ¶ÃŸen, GesR 2012, 312
BSG v. 8.11.2011 - B 1 KR 19/10 R, Anforderungen an Off-Lable-Use, GesR 2012, 313-316
OVG Niedersachsen v. 21.3.2012 - 13 LA 190/11, Arzneimittelverkauf auÃŸerhalb von Apotheken, GesR 2012, 316-317
BGH v. 18.1.2012 - I ZR 170/10, Unlautere GeschÃ¤ftspraktiken von Krankenkassen, GesR 2012, 318
VG Oldenburg v. 23.3.2012 - 7 A 240/11, Kein Apothekenversorgungsvertrag fÃ¼r ambulantes Rehazentrum, GesR 2012, 318
Ziegler, Hans-Berndt, Jaeger/Luckey, Schmerzensgeld, 6. Aufl., KÃ¶ln (Luchterhand) 2011, 1.392 S., 98 â‚¬, GesR 2012, 318-319
Felix, Dagmar, Leber/Pfeiffer, Krankenhausfinanzierung, Zentrale Fragestellungen und ihre LÃ¶sungen, KÃ¶ln (Luchterhand) 2011, 526 S., 74 â‚¬, GesR 2012, 319-320
Rehborn, Martin, Ammann, Medizinethik und medizinethische Expertengremien im Licht des Ã¶ffentlichen Rechts. Ein Beitrag zur LÃ¶sung von Unsicherheiten im gesellschaftlichen Umgang mit lebenswissenschaftlichen Fragestellungen aus rechtswissenschaftlicher Perspektive, Berlin (Duncker & Humblot) 2012, 721 S., 98 â‚¬, GesR 2012, 320
Verlag Dr. Otto-Schmidt vom 04.06.2012 11:39