Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=L%207%20AS%204197/10%20ER-B
Timestamp: 2020-03-30 17:39:56
Document Index: 195041001

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 20', '§ 86', '§ 44', '§ 44', '§ 86', '§ 44']

LSG Baden-Württemberg, 11.10.2010 - L 7 AS 4197/10 ER-B - dejure.org
LSG Baden-Württemberg, 11.10.2010 - L 7 AS 4197/10 ER-B
https://dejure.org/2010,4571
LSG Baden-Württemberg, 11.10.2010 - L 7 AS 4197/10 ER-B (https://dejure.org/2010,4571)
LSG Baden-Württemberg, Entscheidung vom 11.10.2010 - L 7 AS 4197/10 ER-B (https://dejure.org/2010,4571)
LSG Baden-Württemberg, Entscheidung vom 11. Januar 2010 - L 7 AS 4197/10 ER-B (https://dejure.org/2010,4571)
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Einstweiliger Rechtsschutz - Überprüfung bestandskräftiger Bescheide - Anordnungsgrund - Glaubhaftmachung - Arbeitslosengeld II - Höhe des Zuschusses zum Versicherungsbeitrag zur privaten Krankenversicherung - Deckungslücke - halbierter Basistarif - verfassungskonforme ...
SG Karlsruhe, 23.08.2010 - S 5 AS 3398/10
Hiernach wird für Bezieher von Alg II für die Dauer des Leistungsbezugs der Beitrag zur freiwilligen Krankenversicherung ohne höhenmäßige Begrenzung übernommen (so auch LSG Baden-Württemberg Beschluss vom 11.10.2010 - L 7 AS 4197/10 ER-B) .
Da eine ausreichende medizinische Versorgung Teil des von Art. 1 Abs. 1 und Art. 20 Abs. 1 GG geschützten Existenzminimums ist (vgl. BVerfG, Urteil vom 9. Februar 2010 - BVerfGE 125, 175 ff., 223), begründet die hier nicht mehr gewährleistete ausreichende Gesundheitsversorgung einen hinreichend gewichtigen Nachteil (LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 18. Januar 2010 - L 34 AS 2001/09 B ER - ; Senatsbeschluss vom 11. Oktober 2010 - L 7 AS 4197/10 ER-B - ).
Aus den weiteren Ausführungen des BSG wird deutlich, dass der Grundsicherungsträger jedenfalls verpflichtet ist, die Beiträge zur privaten Krankenversicherung bis zur Hälfte des Basistarifes in vollem Umfang zu übernehmen (so auch Senatsbeschluss vom 11. Oktober 2010, a.a.O.).
Darin unterscheide sich seine Situation von jener, die dem Beschluss des LSG Baden-Württemberg vom 11.10.2010 (L 7 AS 4197/10) zu Grunde gelegen habe.
Zwar ist aufgrund eines derartigen Überprüfungsantrags die Anbringung eines Antrags im einstweiligen Rechtsschutz grundsätzlich (wieder) möglich, da der Einwand des Nichtbestehens eines einer einstweiligen Regelung zugänglichen Rechtsverhältnisses zwischen den Beteiligten entfällt; es verbleibt aber dabei, dass das Verfahren auf Erlass einer einstweiligen Anordnung nach § 86 b Abs. 2 Satz 2 SGG regelmäßig nicht darauf gerichtet ist, Geldleistungen für die Vergangenheit, sondern für die Gegenwart und Zukunft zu gewähren (Landessozialgericht (LSG) Niedersachsen-Bremen…, Beschluss vom 7. April 2008 - L 9 AS 111/08 ER - juris Rn. 13 f., m. w. Nachw.; LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 11. Oktober 2010 - L 7 AS 4197/10 ER-B - juris Rn. 18, m. w. Nachw.).
LSG Baden-Württemberg, 14.12.2016 - L 7 AS 4120/16
Sozialgerichtliches Verfahren - einstweilige Anordnung - Statthaftigkeit - Zweck …
Schließlich ist auch nicht ersichtlich, dass die Antragstellerin ein Verfahren auf Überprüfung der bestandskräftigen Bewilligungsentscheidung nach § 44 SGB X eingeleitet hat (vgl. zum einstweiligen Rechtsschutz in diesen Fällen Senatsbeschluss vom 11. Oktober 2010 - L 7 AS 4197/10 ER-B - ;… ferner Krodel/Feldbaum, a.a.O., Rdnrn. 32, 559 ).
9 4. Schließlich hat die Beschwerde des Antragsgegners auch nicht etwa deshalb Erfolg, weil seine (aktuelle) ablehnende Entscheidung (Bescheid vom 20. Dezember 2010) in einem Überprüfungsverfahren nach § 44 Sozialgesetzbuch Zehntes Buch (SGB X) ergangen ist und einstweilige Anordnungen nach § 86 b Abs. 2 SGG in Verfahren nach § 44 SGB X nach einem insoweit an den Anordnungsgrund anzulegenden strengen Maßstab (LSG Bad.-Württ., Beschl. vom 11. Oktober 2010 - L 7 AS 4197/10 ER B -, zit. nach juris, Rz. 18) grundsätzlich nur dann ergehen können, wenn dem Betroffenen ein Zuwarten bis zu einer Entscheidung über seinen Überprüfungsantrag ausnahmsweise deshalb nicht zugemutet werden kann, weil die Vorenthaltung von Leistungen aufgrund eines bestandskräftig gewordenen Ablehnungsbescheides derart in die Gegenwart und Zukunft wirkt, dass dem Betroffenen die Aufrechterhaltung des bisherigen Zustandes unter Abwägung aller Interessen nicht zumutbar ist (LSG Niedersachsen-Bremen…, Beschl. vom 7. April 2008 - L 9 AS 111/08 ER -, zit. nach juris, Rz. 13: Beschl. vom 11. April 2006 - L 7 AS 83/06 ER).
statt vieler nur LSG Ba.-Wü., Beschl. v. 11.10.2010 - L 7 AS 4197/10 ER-B; Beschl. v. 25.05.2010 - L 1 AS 1745/10 ER-B, beide abrufbar unter www.sozialgerichtsbarkeit.de/ sgb/esgb; LSG NRW, Beschl. v. 16.06.2010 - L 12 AS 808/10 B, juris, alle m. w. N.
SG Chemnitz, 29.04.2011 - S 40 AS 1487/11
Dasselbe gilt für die Entscheidungen des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 11.10.2010 - L 7 AS 4197/10 ER-B - und des Landessozialgerichts Schleswig-Holstein vom 13.09.2010 - L 6 AS 110/10 B ER .