Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F06-02-2004-2P-176-2003
Timestamp: 2016-10-28 12:16:40
Document Index: 175818851

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'BGE', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 90', 'Art. 84', 'Art. 156', 'Art. 153', 'Art. 159', 'BGE']

Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Alexandra Feller,
Im Kantonsblatt Nr. 45 vom 10. November 2001 schrieb der Kanton Luzern (vertreten durch das Finanzdepartement) die Lieferung von Hardware und den Basisbetrieb einer SAP-Infrastruktur (Projekt "New Star") f�r das Amt f�r Finanzdienstleistungen des Kantons Luzern im offenen Verfahren zur Bewerbung aus. Die Ausschreibung richtete sich nach dem GATT/WTO-Abkommen vom 15. April 1994 �ber das �ffentliche Beschaffungswesen (SR 0.632.231.42299) sowie nach dem kantonalen Gesetz vom 19. Oktober 1998 �ber das �ffentliche Beschaffungswesen (�BG) und der zugeh�rigen Verordnung vom 7. Dezember 1998. Die Offert�ffnung fand am 3. Dezember 2001 statt. Das Angebot der Z.________ AG mit Sitz in Z�rich sah f�r das Projekt "NewStar" Investitionskosten von Fr. 65'120.-- und j�hrliche Betriebskosten von Fr. 423'075.-- vor. Im Angebot der X.________ mit Sitz in Bern waren Investitionskosten von Fr. 0.-- und Betriebskosten von Fr. 827'553.-- bzw. Fr. 853'932.-- pro Jahr vorgesehen (nachtr�glich stellte sich allerdings heraus, dass die X.________ die Investitionskosten bereits auf drei Jahre abgeschrieben und diesen j�hrlichen Abschreibungsbetrag zu den eigentlichen Betriebskosten gez�hlt hatte). Die Angebote der anderen f�nf interessierten Unternehmungen lagen in der Bandbreite zwischen Fr. 479'000.-- und Fr. 904'080.-- bei den Investitionskosten bzw. Fr. 261'050.-- und Fr. 1'843'330.-- (letzteres Angebot galt f�r drei Jahre) bei den Betriebskosten.
Am 13. M�rz 2002 teilte das Finanzdepartement des Kantons Luzern allen Anbietern mit, der Regierungsrat habe am 12. M�rz 2002 �ber die Beschaffung der SAP Infrastruktur und den SAP-Basis-Betrieb f�r den Kanton Luzern entschieden. Gleichentags er�ffnete das Finanzdepartement allen Anbietern die Zuschlagsverf�gung. Danach erteilte der Kanton Luzern f�r das Projekt "NewStar" der Z.________ AG, Z�rich, den Zuschlag. Begr�ndet wurde der Zuschlag damit, dass das ber�cksichtigte Angebot am besten mit den Zuschlagskriterien �bereinstimme, eine gute Punktierung in der Nutzwertanalyse erreicht habe, das g�nstigste Angebot sei und das beste Kosten-Nutzen-Verh�ltnis erreicht habe. Gem�ss beigef�gter Rechtsmittelbelehrung konnte gegen die Zuschlagsverf�gung innert 10 Tagen seit Zustellung beim Verwaltungsgericht des Kantons Luzern Beschwerde eingereicht werden.
Dies tat die X.________ mit Eingabe vom 25. M�rz 2002 und verlangte die Aufhebung der Zuschlagsverf�gung. Nachdem das Verwaltungsgericht die der Beschwerde zun�chst gew�hrte aufschiebende Wirkung mit Zwischenentscheid vom 24. April 2002 wieder entzogen hatte und daraufhin der Vertrag mit der Z.________ AG abgeschlossen worden war, verlangte die X.________ replikweise die Feststellung, dass der Zuschlag in Verletzung der einschl�gigen Bestimmungen �ber das �ffentliche Beschaffungswesen erfolgt sei.
Mit Eingabe vom 24. Juni 2003 f�hrt die X.________ staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht mit den Antr�gen, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 15. Mai 2003 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an dieses zur�ckzuweisen.
Der Kanton Luzern (vertreten durch das Finanzdepartement) verlangt, auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventuell sie abzuweisen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden k�nne.
1.1 Die Beschwerdef�hrerin war am vorliegenden kantonalen Submissionsverfahren beteiligt und ist als �bergangene Bewerberin befugt, den ergangenen Vergebungsentscheid bzw. das diesen sch�tzende Urteil des Verwaltungsgerichts mit staatsrechtlicher Beschwerde anzufechten. Dieses Rechtsmittel steht auch dann offen, wenn mit dem ausgew�hlten Bewerber - wie vorliegend geschehen (vorne "C.-") - bereits ein Vertrag abgeschlossen und die vergebenen Arbeiten ausgef�hrt worden sind. Zwar wird die G�ltigkeit dieses Vertrages durch die Gutheissung der Beschwerde eines Konkurrenten nicht ber�hrt, doch beh�lt der �bergangene Bewerber insofern ein aktuelles und praktisches Interesse am Verfahren, als das Bundesgericht auf Grund der speziellen Regelung von Art. 9 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 �ber den Binnenmarkt (Binnenmarktgesetz, BGBM; SR 943.02) in diesem Falle wenigstens die Bundesrechtswidrigkeit des angefochtenen Entscheides festzustellen hat, um dem Betroffenen die allf�llige Geltendmachung von Schadenersatz zu erm�glichen (BGE 125 II 86 E. 5b S. 97 f.). Der Antrag der Beschwerdef�hrerin, den angefochtenen Entscheid aufzuheben, ist nach dem Gesagten auch als Begehren um Feststellung der Bundesrechtswidrigkeit des angefochtenen Entscheides entgegenzunehmen (vgl. Urteil 2P.4/2000 vom 26. Juni 2000, in: ZBl 102/2001 S. 217, E. 1c).
1.2 Die staatsrechtliche Beschwerde muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). In konstanter Rechtsprechung zu dieser Bestimmung pr�ft das Bundesgericht im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Bei der Willk�rr�ge insbesondere hat der Beschwerdef�hrer nicht nur die Rechtsnorm zu bezeichnen, die qualifiziert unrichtig angewandt oder nicht angewandt worden sein soll; er muss zudem anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen darlegen, inwiefern der kantonale Entscheid offensichtlich unhaltbar und damit geradezu willk�rlich ist. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 125 I 492 E. 1b S. 495; 110 Ia 1 E. 2a S. 3 f.; 107 Ia 186, je mit Hinweisen).
Das Verwaltungsgericht verwies in seinem Urteil vom 15. Mai 2003 zun�chst auf seine Praxis, wonach es in Submissionssachen als Legitimationsvoraussetzung verlangt, dass der Bewerber Chancen gehabt bzw. im Falle einer Aufhebung des Zuschlages Chancen h�tte, den Zuschlag selber zu erhalten. Es tritt dementsprechend nur auf R�gen ein, die im Falle ihrer Begr�ndetheit den Entscheid zu Gunsten des Beschwerdef�hrers beeinflussen k�nnen. Hinweise auf M�ngel des Vergabeverfahrens, die f�r die Nichtber�cksichtigung des Angebots des Beschwerdef�hrers nicht kausal waren, werden nicht geh�rt. Diese Praxis verfolgt das Verwaltungsgericht auch dann, wenn - wie vorliegend - der Vertrag bereits abgeschlossen worden ist und nur noch die allf�llige Feststellung der Rechtswidrigkeit des Vergabeentscheides Beschwerdegegenstand bilden kann.
Auf dieser Grundlage pr�fte das Verwaltungsgericht die von der Beschwerdef�hrerin erhobenen einzelnen R�gen. Zun�chst stellte es fest, dass die Begr�ndung des Zuschlagsentscheides den gesetzlichen Anforderungen gen�gte und ein allf�lliger Mangel im �brigen im Beschwerdeverfahren geheilt worden w�re (E. 3a, f�r diese Frage wurde die Legitimation damit implizit bejaht). In Bezug auf die weiteren R�gen kam das Gericht jeweils zum Schluss, dass in den beanstandeten Punkten die verlangte andere Vorgehensweise die Zuschlagschanchen der Beschwerdef�hrerin nicht verbessert bzw. ihr keine reelle Zuschlagschance verschafft h�tte. So erwog es, die Auswertungsmatrix sei zwar bei den Kriteriengruppen "Verhandlungsklima/Eindruck" und "Feedback der Referenzen" l�ckenhaft; dennoch �ndere sich nichts an der Tatsache, dass die Beschwerdef�hrerin keine bessere Chance gehabt h�tte (E. 3b). Was die ger�gte Aufteilung der Auswertung in eine Vor- und in eine Hauptselektion betreffe, h�tte die Beschwerdef�hrerin als f�nftklassierte bei den Leistungskriterien und mit dem lediglich sechstbesten Preisangebot auch dann keine Chance auf den Zuschlag gehabt, wenn ihr Angebot zusammen mit allen anderen noch einer vertieften Pr�fung unterzogen worden w�re (E. 3c). Sodann lege die Beschwerdef�hrerin nicht dar, inwiefern sie durch die ger�gte Preisberechnung benachteiligt worden sei bzw. eine Rangverbesserung h�tte erzielen k�nnen (E. 3d). Soweit die Beschwerdef�hrerin die unterschiedliche Abschreibungsdauer beanstande, f�hre sie wiederum nicht aus, inwiefern sich f�r sie in diesem Zusammenhang eine bessere Rangierung ergeben h�tte (E. 3e). Was den ger�gten Ausschluss der nach der Vorselektion dritt- und viertplatzierten Anbieterinnen betreffe, so w�rden keine eigenen, sondern lediglich Drittinteressen geltend gemacht, die kein schutzw�rdiges Interesse an der Beschwerde zu begr�nden verm�chten (E. 3f). Selbst wenn der Einwand zutr�fe, dass Angebote, die bloss auf einer 2-System-L�sung basierten, vom Verfahren h�tten ausgeschlossen werden m�ssen, w�re die Beschwerdef�hrerin nicht unter die drei Erstplatzierten und daher nicht in die Hauptselektion gelangt (E. 3g). Sodann w�re die Z.________ AG auch bei Ber�cksichtigung der gem�ss einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung massgebenden (h�heren) Investitions- und Betriebskosten nicht hinter der X.________ platziert gewesen (E. 3h), und auch bei einer Preisberechnung, die dem behaupteten wirtschaftlichen Vorteil der ber�cksichtigten Anbieterin Rechnung tragen w�rde, h�tte sich an der Rangierung gem�ss Vorselektion nichts ge�ndert (E. 3i).
Das Verwaltungsgericht kam zusammenfassend zum Ergebnis, dass - was die von ihm in E. 3b - 3i seines Urteils behandelten R�gen betrifft - mangels eines schutzw�rdigen Interesses auf die Beschwerde nicht einzutreten sei (E. 3k).
Bejaht hat das Verwaltungsgericht dagegen die Legitimation der Beschwerdef�hrerin zur R�ge, dass sie kein Angebot eingereicht und sich damit entsprechende Aufwendungen erspart h�tte, wenn in den Ausschreibungsunterlagen bekanntgegeben worden w�re, dass die Z.________ AG bereits Leistungen f�r eine �bergangsl�sung erbracht hatte. Diese R�ge erachtete das Gericht indessen als materiell unbegr�ndet (E. 4 des angefochtenen Urteils).
Die in der staatsrechtlichen Beschwerde gegen dieses Urteil erhobenen R�gen verm�gen nicht durchzudringen:
3.1 Die Beschwerdef�hrerin beanstandet, dass der Staat Luzern ihr die Zuschlagsverf�gung mit Rechtsmittelbelehrung zugestellt, hernach aber im Verfahren vor Verwaltungsgericht ihre Beschwerdelegitimation bestritten habe. Darin liege ein Verstoss gegen Treu und Glauben. Der Kanton habe sich an seine eigene Rechtsmittelbelehrung zu halten. Das Verwaltungsgericht habe sich in seinem Urteil mit diesem Einwand mit keinem Wort auseinandergesetzt und die ger�gte Verletzung von Treu und Glauben gesch�tzt, was gegen das Willk�rverbot verstosse.
Zu pr�fen ist vorliegend einzig, ob das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts gegen Verfassungsrecht verst�sst; der in der Vernehmlassung der beschwerdebeklagten Beh�rde eingenommene Rechtsstandpunkt, gegen den sich die oben erw�hnte R�ge zum Teil richtet, bildet nicht Gegenstand der Beurteilung. Im �brigen war die dem Zuschlagsentscheid beigef�gte Rechtsmittelbelehrung, entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin, nicht unrichtig. Dass das in einer Rechtsmittelbelehrung angef�hrte Rechtsmittel nur ergriffen werden kann, wenn und soweit die daf�r erforderliche Legitimation gegeben ist, wird regelm�ssig stillschweigend vorausgesetzt, und es obliegt zun�chst der interessierten Partei, anhand des Gesetzes und der zug�nglichen Rechtsprechung abzukl�ren, ob sie zur Ergreifung des betreffenden Rechtsmittels auch legitimiert ist. Falls die angerufene Beschwerdeinstanz dem Empf�nger eines mit Rechtsmittelbelehrung versehenen Entscheides die Beschwerdelegitimation abspricht, liegt hierin kein Verstoss gegen Treu und Glauben. Das muss umso mehr gelten, wenn die Beschwerdelegitimation, wie nach der Praxis des Verwaltungsgerichts vorliegend der Fall, von der Art bzw. der Tragweite der erhobenen R�gen abh�ngt, welche der verf�genden Beh�rde bei der Abfassung der Rechtsmittelbelehrung noch gar nicht bekannt sein k�nnen. Wenn das Verwaltungsgericht das soeben Gesagte als selbstverst�ndlich betrachtete und auf die oben erw�hnten Einwendungen nicht ausdr�cklich einging, l�sst sich dies verfassungsrechtlich bzw. unter dem Gesichtswinkel des rechtlichen Geh�rs nicht beanstanden. Anders k�nnten die Dinge liegen, wenn die Beschwerdeinstanz einer Partei die nach bisheriger Praxis gegebene Legitimation in �nderung der Rechtsprechung absprechen wollte; eine dahingehende R�ge wird vorliegend jedoch nicht, jedenfalls nicht in rechtsgen�glicher Weise (vgl. E. 1.3), erhoben.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, sie habe mangels Kenntnis der Verfahrensakten nicht wissen k�nnen, wie weit sie - als verlangte Voraussetzung f�r die Legitimation - eine Zuschlagschance gehabt h�tte; sie sei von der kantonalen Beh�rde nicht ad�quat �ber ihr Akteneinsichtsrecht informiert worden. Sie habe insbesondere vom Vorliegen einer Bewertungsmatrix gar nichts gewusst. Auch diesen Einwand habe das Verwaltungsgericht in Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r �bergangen.
Wer im offenen oder im selektiven Verfahren ein Angebot eingereicht hat, kann an der Offert�ffnung teilnehmen (� 14 Satz 2 des kantonalen Gesetzes vom 19. Oktober 1998 �ber die �ffentlichen Beschaffungen, �BG). Nimmt eine Anbieterin an der Offert�ffnung teil, wird ihr das Offert�ffnungsprotokoll, welches die Namen der Anbieterinnen sowie die Nettopreise der Endsummen ihrer Angebote und allf�lliger Varianten enth�lt, auf Wunsch kostenlos ausgeh�ndigt; in den �brigen F�llen k�nnen die Anbieterinnen, die ein Angebot eingereicht haben, auf eigene Kosten ein Offert�ffnungsprotokoll verlangen (� 16 Abs. 2-4 der Verordnung vom 7. Dezember 1998 zum Gesetz �ber die �ffentlichen Beschaffungen). Anbieterinnen sind sodann berechtigt, in alle Akten, die ihr Angebot oder ihre Stellung als Anbieterin im Verfahren betreffen, Einsicht zu nehmen; lediglich Konkurrenzangebote k�nnen nicht eingesehen werden (� 25 Abs. 1 �BG). Die Anbieterinnen k�nnen zudem im Umfang des Akteneinsichtsrechts erhebliche Beweise beibringen oder entsprechende Antr�ge stellen und sich zur Sache und zu Beweisergebnissen �ussern (� 25 Abs. 2 �BG).
Der Einwand der Beschwerdef�hrerin, wonach bei Einreichung einer Beschwerde die Rangfolge der Bewerber nicht bekannt sei, �bersieht, dass es den beteiligten Unternehmungen auf der erw�hnten Grundlage von � 25 �BG durchaus offen steht, w�hrend der Rechtsmittelfrist Einsicht in die Akten (einschliesslich Beurteilungsmatrix) zu nehmen. Es ist zun�chst Sache des einzelnen Bewerbers, zu beurteilen, ob er aufgrund der im beanstandeten Submissionsverfahren erwirkten Rangfolge sowie der Tragweite der von ihm geltend gemachten M�ngel die Legitimation zur Anfechtung des Zuschlagsentscheides beanspruchen kann (vgl. E. 3.1). Dabei liegt es an ihm, selber innert n�tzlicher Frist die ihm zustehende Akteneinsicht zu verlangen, sei es, um die Prozesschancen zu beurteilen oder sei es, um das Rechtsmittel sachgerecht begr�nden zu k�nnen. Darin, dass die Beschwerdef�hrerin vorliegend auf ihr Akteneinsichtsrecht nicht ausdr�cklich hingewiesen worden war und das Verwaltungsgericht auf den erw�hnten, offensichtlich unbegr�ndeten Einwand nicht weiter eingegangen ist, liegt keine Verfassungsverletzung. Es w�re der Beschwerdef�hrerin im �brigen freigestanden, ihre Beschwerde an das Verwaltungsgericht nach Erhalt der Vernehmlassung bzw. nach Kenntnis der Entscheidgrundlagen zur�ckzuziehen, um weitere Prozesskosten zu vermeiden.
3.3 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die vom Verwaltungsgericht bez�glich der Legitimation zur Anfechtung von Vergabeentscheiden angewandte "Luzerner Praxis" verstosse in krasser Weise gegen Art. XX des GATT/WTO-�bereinkommens und stehe auch in offensichtlichem Widerspruch zu Sinn und Zweck der Regelung des Binnenmarktgesetzes. Sie beruft sich dabei u.a. auf Erw�gungen eines bundesgerichtlichen Urteils vom 8. Juni 2001 (2P.42/2001, publiziert in: ZBl 103/2002 S. 146), wonach sich aus den genannten beiden Regelungen "ohne weiteres" ergebe, dass zumindest die �bergangenen oder ausgeschlossenen Submittenten beschwerdelegitimiert sein m�ssten. Diese Feststellung bezog sich indessen auf die im genannten Entscheid behandelte Frage, wieweit allenfalls auch am Submissionsverfahren nicht beteiligte Dritte zur Ergreifung eines Rechtsmittels legitimiert sein k�nnten, und sagt nichts dar�ber aus, welche Anforderungen an das Rechtsschutzinteresse der an einem Submissionsverfahren beteiligten Bewerber gestellt werden d�rfen. Es ist Sache der Kantone, die Beschwerdebefugnis gegen Vergabeentscheide - im Rahmen der durch die Interkantonale Vereinbarung f�r das �ffentliche Beschaffungswesen (IV�B, SR 172.056.4) und das GATT/WTO-Abkommen gesetzten Schranken und Zielsetzungen - im einschl�gigen kantonalen Verfahrensrecht festzulegen (Urteil 2P.42/2001 vom 8. Juni 2001, E. 2d, in: ZBl 103/2002 S. 147, sowie Urteil 2P.261/2002 vom 8. August 2003, E. 4.1, mit Hinweisen). Dar�ber, wieweit die Legitimation von den Zuschlagschancen abh�ngig gemacht werden darf, gehen die Meinungen in Doktrin und Praxis auseinander (vgl. Robert Wolf, Die Beschwerde gegen Vergabeentscheide, in: ZBl 104/2003, S. 11 - 14, Peter Galli/ Andr� Moser/Elisabeth Lang, Praxis des �ffentlichen Beschaffungsrechts, Z�rich/Basel/Genf 2003, N. 637 ff., sowie das genannte Urteil vom 8. August 2003). Einige Autoren sowie die Eidgen�ssische Rekurskommission f�r das �ffentliche Beschaffungswesen sind der Auffassung, dass jeder unterlegene Bewerber, unabh�ngig von seinen tats�chlichen Zuschlagschancen, Anspruch auf �berpr�fung des Zuschlagsentscheides haben m�sse (wobei allerdings nach Auffassung der Eidgen�ssischen Rekurskommission bei Aufhebung des Zuschlagsentscheides alle Bewerber, die nicht rekurriert hatten, von einem neuerlichen Zuschlag ausgeschlossen sind, was die Zuschlagschancen der rekurrierenden Bewerber beeinflusst, [vgl. VPB 64/2000 Nr. 29 E. 1b, Kritik bei Wolf, a.a.O., S. 12]). Andere Autoren und eine Reihe von kantonalen Gerichten (vgl. die Zusammenstellung im Urteil 2P.261/2002 vom 8. August 2003, E. 4.3, sowie Galli/Moser/Lang, a.a.O., N. 639) vertreten demgegen�ber den Standpunkt, dass nur solche Bewerber legitimiert sein sollen, welche eine gewisse Chance auf Erhalt des Zuschlags glaubhaft machen k�nnen. Das Bundesgericht hat in seinem genannten Urteil vom 8. August 2003 (E. 4.4) diese letztere Auffassung als mit dem GATT/WTO-Abkommen und mit dem Konkordat grunds�tzlich vereinbar erkl�rt, allerdings mit dem Vorbehalt, dass gravierende Formfehler, welche - wie etwa die Verletzung von Ausstandspflichten - eine Wiederholung des Verfahrens rechtfertigen k�nnten, unabh�ngig von den Zuschlagschancen anfechtbar bleiben m�ssen (genanntes Urteil, E. 4.6, mit Hinweisen; vgl. dazu auch Urteil 2P.299/2000 vom 24. August 2001, E. 4, sowie Wolf, a.a.O., S. 11 und 13 f.).
Es besteht kein Anlass, von dieser Rechtsprechung abzuweichen. Die beanstandete restriktive Legitimationspraxis darf auch dann zur Anwendung gelangen, wenn, wie vorliegend, einzig noch �ber die Feststellung der Rechtswidrigkeit des Zuschlagsentscheides zwecks erleichterter Geltendmachung von Schadenersatz zu befinden ist. Auch die Zusprechung von Schadenersatz kommt regelm�ssig nur in Frage, wenn ohne den beanstandeten Mangel ein Zuschlag in Aussicht gewesen w�re. Wer an einer Submission teilnimmt, nimmt grunds�tzlich in Kauf, dass seine Aufwendungen f�r die Abfassung der Offerte umsonst sein k�nnen.
Die dem angefochtenen Urteil zugrunde liegende Legitimationspraxis, wonach Einwendungen gegen den Zuschlagsentscheid nur soweit gepr�ft und verfolgt werden, als der betreffende Bewerber ohne den ger�gten Mangel eine reelle Zuschlagschance gehabt h�tte, l�sst sich somit grunds�tzlich nicht beanstanden. Sie mag, was die Zul�ssigkeit formeller R�gen anbelangt, mit heiklen Abgrenzungsproblemen verbunden sein. �hnliche Schwierigkeiten d�rften aber auch einer weiter gefassten Legitimationspraxis anhaften.
3.4 Die Beschwerdef�hrerin wendet weiter ein, es k�nne von ihr nicht verlangt werden, f�r jede R�ge einzeln darzutun, dass bei richtigem Vorgehen eine Chance auf den Zuschlag bestanden h�tte. Eine derartige formelle Anforderung an die Beschwerdebegr�ndung ergibt sich aber auch nicht aus dem angefochtenen Urteil. Das Verwaltungsgericht pr�fte als Legitimationsvoraussetzung von Amtes wegen (vgl. � 24 �BG), ob ohne die in der Beschwerdeschrift ger�gten M�ngel f�r die Beschwerdef�hrerin eine Zuschlagschance bestanden h�tte. Dass das Gericht diese Frage zun�chst in Bezug auf jede einzelne R�ge pr�fte, um alsdann �ber die Legitimation zur Ergreifung des Rechtsmittels zu befinden, l�sst sich nicht beanstanden.
Soweit die Beschwerdef�hrerin geltend machen will, das Ergebnis der Ausschreibung sei von vornherein festgestanden und die durchgef�hrte Submission habe nur noch die Funktion eines "Alibi-Verfahrens" gehabt, handelt es sich um eine unbelegte pauschale Behauptung, auf die mangels einer rechtsgen�glichen Begr�ndung (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; vgl. E. 1.3) nicht weiter einzugehen ist.
3.5 Die Beschwerdef�hrerin beanstandet schliesslich die Ausf�hrungen des angefochtenen Urteils zur R�ge, wonach sie auf ein Angebot verzichtet h�tte, wenn ihr bekannt gewesen w�re, dass die in der Folge ber�cksichtigte Bewerberin vom Auftraggeber bereits f�r die Bereitstellung einer �bergangsl�sung eingesetzt worden war. Das Verwaltungsgericht bejahte die Legitimation zu dieser R�ge, wies die Beschwerde jedoch in diesem Punkt ab (E. 4, S. 12 des angefochtenen Entscheides). Die Beschwerdef�hrerin erachtet die Argumentation des Gerichts als widerspr�chlich, da in diesem Punkt in nicht nachvollziehbarer Weise vom Erfordernis einer reellen Zuschlagschance abgesehen werde; zudem werde auf Fragen eingegangen, die nicht Gegenstand der Beschwerde bildeten. Ihre diesbez�glichen Ausf�hrungen sind aber ebenfalls nur schwer nachvollziehbar und jedenfalls nicht geeignet, das Vorliegen einer Rechtsverletzung im Sinne der Beschwerdegr�nde gem�ss Art. 84 Abs. 1 OG darzutun.
Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als unbegr�ndet. Sie ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird die Beschwerdef�hrerin kostenpflichtig (Art. 156 in Verbindung mit Art. 153 und 153a OG). Der Kanton Luzern hat, wiewohl er sich durch einen Anwalt vertreten liess, keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 159 Abs. 2 OG analog; BGE 125 I 182 E. 7 S. 202).
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, dem Finanzdepartement und dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern schriftlich mitgeteilt.