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Timestamp: 2017-07-25 10:54:58
Document Index: 377856664

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Diskutiere Freund moechte fuer Freundin buergen im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo ich moechte eine freie Wohnung vermieten. Die Bewerberin ist seit 5 Monaten arbeitssuchend und bekommt ca 800 €. Kaution ist 2 MM. Das zahlt... Antworten
Hallo ich moechte eine freie Wohnung vermieten. Die Bewerberin ist seit 5 Monaten arbeitssuchend und bekommt ca 800 €. Kaution ist 2 MM. Das zahlt sie auch alles. Der Freund, der aber erst einmal nicht einzieht ,will fuer seine Freundin buergen. Wie geht man da vor bzw. wie schreibt man das im Mietvertrag.
Der Bürge kann, wenn 2 MMs Kaution mit der Bewerberin vereinbart sind, nur noch für maximal eine zusätzliche Miete bürgen. Wenn du einen weiteren "Vollhafter" willst, muss der Freund als zweiter Mieter in den Mietvertrag. So würde ich das machen.
Hallo ich wollte nur zwei MM Kaution haben. Wenn ich ihn aber als zweiten Mieter eintrage, dann muss ich die Nebenkosten ja auch mit zwei Personen abrechnen. Ist das dann ok, obwohl er da nicht wohnt?
Das ist die einzige Moeglichkeit? Er soll ja nur greifbar sein wenn keine Miete bezahlt wird.
Kann der Mietvertrag im Unterschriften-Teil nicht um die Unterschrift eines Gesamtschuldners ergänzt werden, was so oder in der Art von Kreditverträgen bekannt ist, bei denen der Darlehensnehmer z.B. von den Eltern gestützt wird?
Würde vielleicht so lauten:
Als Gesamtschuldner für Mietzahlungen, Nebenkosten, etc. aus diesem Vertrag zeichnet: -gez. Bürge-
Sorry, nur so eine Idee. Bin keinesfalls rechtssicher, denn es könnte das Risiko bestehen, dass im Streitfall die Bürgschaft/Gesamtschuld vom Gericht für nichtig erklärt wird, falls dem Gläubiger (Vermieter) von Beginn an bekannt sein musste, dass der Schuldner (Mieter) selbst gar nicht allein zahlungsfähig ist und somit die Leistungen ganz oder teilweise vom Bürgen/Mitschuldner erbracht werden müssen.
Der Bürge kann, wenn 2 MMs Kaution mit der Bewerberin vereinbart sind, nur noch für maximal eine zusätzliche Miete bürgen.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Das mag ja Deine Meinung sein, aber das BGH (VIII ZR 379/12) sieht das völlig anders. Ein Bürge hafte UNBEGRENZT, und daher ist eine solche Bürgschagft für den Vermieter wohl kein Problem (solange der Bürge zahlungsfähig ist *lol*)
sie hat ja auch Geld, das reicht ja auch. Nur wenn der Freund es freiwillig machen will , umso besser. Also ist der richtige Weg ihn als zweiten Mieter anzugeben? wenn die Eltern z.B. bei euch bürgen wollen, wie macht ihr das dann genau? Da wird es doch auch nicht als zweiter Mieter eingetragen? Kann man nicht einen Vertrag aufsetzen?
im aktuellen HuG Mietvertrag ist das nicht vorgesehen.
Eine Bürge kann sich nur schwerlich für eine laufende Forderung verbürgen.
Solch eine Bürgschaft hätte vor Gericht wohl kaum Bestand, da der Bürge sich nie sicher sein kann für welche Summe er denn nun haftet.
Wer sich z.B. für eine Kontokorrentlinie bei einer Bank verbürgt wird in der Bürgschaftsurkunde eine Formulierung wie diese finden:
"Der Bürge haftet für die Inanspruchnahme auf Konto 1234567 bis zum einem Betrag von X EURO."
Ein weiteres Problem: Wie will der Vermieter die Zahlungsfähigkeit des Bürgen überprüfen?
bei Eltern geht das doch auch. Wenn 1000 Euro abgesichert sind reicht mir das schon aus. Kann man das mit in dem Vertrag schreiben?
zum Mietvertrag vom 01.0X.200X zwischen Mieter (Name) und Vermieter (Name)
Ich/ Wir (Namen) (Personalausweisnr) erkläre hiermit, dass ich /wir für die Verbindlichkeiten für Frau xxx (Name), geb. am ....., aus dem Mietverhälnis eintreten werde.
Solch eine Bürgschaft hätte vor Gericht wohl kaum Bestand, da der Bürge sich nie sicher sein kann für welche Summe er denn nun haftet.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Sorry, aber das ist Schwachsinn. Erklär den Unsinn mal dem BGH ;-))))
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Das von dir genannte Urteil wurde hier schon lang und breit diskutiert. Dabei ging es um die Abwendung einer Kündigung durch eine Bürgschaft und das steht sogar schon im allerersten Satz des Urteils. Eine freiwillige Bürgschaft wäre auch möglich. Diese Freiwilligkeit würde ich mir allerdings gründlichst absichern lassen. Im worst case können durch Schäden, Mietschulden, Räumungsklage etc. einige 1000 € zusammenkommen und der Freund ist zu diesem Zeitpunkt vielleicht gar kein Freund mehr und wird sich mit Händen und Füßen gegen eine Zahlung wehren.
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Siehe Kathis Antwort.
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Das sehen viele nach diesem Urteil aber ganz anders:
BGH zu Mietsicherheiten: BÃ¼rgschaften unbegrenzbar
BGH: BÃ¼rgschaft fÃ¼r Miete gilt unbegrenzt - Meine Finanzen - FAZ
BGH: BÃ¼rgschaft fÃ¼r Mietzahlungen gilt unbegrenzt
Die Bewerberin ist seit 5 Monaten arbeitssuchend und bekommt ca 800 €.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
wie lange bekommt man denn aktuell alg1? doch nur 6 monate, oder nicht? und danach gibt's hartzIV.
das würde ich mal prüfen - sonst sind probleme ja vorprogrammiert.
zudem hast du natürlich das risiko dass die bewerberin bald wieder umzieht weil die neue stelle in einer anderen stadt ist...
Hi ich mache es dann lieber ohne Bürgschaft. Ich bin jetzt komplett verwirrt. War davon ausgegangen dass das alles einfacher wäre.
Das sehen viele nach diesem Urteil aber ganz anders:Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
bezüglich der Höhe sehen sie es anders
Aber auf die Gültigkeit einer Bürgschaft (außer bei abwenden einer Kündigung) kommen sie nicht zu sprechen Eine Bürgschaft über 3 MM die vor Mietbeginn verlangt wird ist ungültig und somit wertlos genauso verhält es sich wenn ein zusätzlicher Mieter nur zur "Bürgschaft" mit in den Mietvertrag aufgenommen wird Die einzige Möglichkeit eine Bürgschaft vor entstehen des Mietvertrages Rechtswirksam zu vereinbaren währe die Freiwillige Bürgschaft ohne verlangen Wie Mann im Zweifel vor Gericht beweisen kann das diese wirklich Freiwillige und ohne verlangen erfolgte ist, ist mir schleierhaft
Eine Bürgschaft über 3 MM die vor Mietbeginn verlangt wird ist ungültig und somit wertlos genauso verhält es sich wenn ein zusätzlicher Mieter nur zur "Bürgschaft" mit in den Mietvertrag aufgenommen wirdKlicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Das wäre mir neu. Wo ist das nachzulesen?
Wie Mann im Zweifel vor Gericht beweisen kann das diese wirklich Freiwillige und ohne verlangen erfolgte ist, ist mir schleierhaftKlicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Gar nicht. Es gibt sicher Indizien (zeitliche Trennung vom Abschluss des Mietvertrags, keine Mietschulden zum Zeitpunkt der Abgabe der Erklärung, Aussagen der [Un]beteiligten, ...) aber imho keinen einzigen harten Beweis. Das wird also immer von der individuellen Würdigung durch den Richter abhängen und ist damit äußerst unsicher.
Das wäre mir neu. Wo ist das nachzulesen?Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Ok ich hab mir die Frage selber beantwortet. Es scheint zumindest mal ein Urteil zu geben, nach dem die Vermietung an einen weiteren Mieter (idR die Eltern o.ä.) als zusätzliche Sicherheit gilt, die nicht verlangt werden kann. Leider find ich keine Volltexturteile dazu um das genau beurteilen zu können und auch LGs richten unterschiedlich. Danach wären die einzigen sicheren Möglichkeiten an einen unsicheren Mieter zu vermieten die, entweder die "freiwillige" Bürgschaft, die aber meiner Meinung nach heikel ist, sowie die alleinige Vermietung an den "sicheren" Mietkandidaten mit der Erlaubnis die Wohnung komplett an den eigentlichen Bewohner unterzuvermieten. Der Volltext der Urteile würde mich aber schonmal interessieren, denn für mich ist die Rechtsprechung unlogisch, da die Konsequenzen daraus nicht nachvollziehbar sind. Denn entweder ist jemand Mieter oder er ist es nicht. Wenn der zweite Mieter quasi gar nicht vorhanden ist, könnte man ihn eigentlich ignorieren und Abmahnungen, Mieterhöhungen, Kündigungen etc. nur an den Bewohner verschicken?
Es scheint zumindest mal ein Urteil zu geben, nach dem die Vermietung an einen weiteren Mieter (idR die Eltern o.ä.) als zusätzliche Sicherheit gilt, die nicht verlangt werden kann.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Hm, ... solch eine Entscheidung kenne ich auch nicht. Allerdings gehe ich mal davon aus, dass der Teil mit dem "verlangt" für den 2. Mieter genauso schwierig zu belegen wäre, wie "Freiwilligkeit" einer Bürgschaft für den Vermieter. Meines Erachtens kann eine Bürgschaft durchaus in unbegrenzter Höhe vereinbart werden ... die Begrenzung ergibt sich ja aus dem Gesetz - d.h. die Bürgschaft wäre ja nicht komplett unwirksam.
Die Krux an der Sache ist, dass bei einem zu erwartenden ALG II-Leistungsbezug der 2. Mieter früher oder später eine BG mit der Mieterin bildet (besser gesagt: spätestens nach 1 Jahr darf das JC die BG annehmen ... die Mieter hätten dann das Gegenteil zu beweisen). Als Bedarfsgemeinschaft wäre das Einkommen des 2. Mieters aber wieder eher hinderlich, da dieses u.U. auf die Leistungen der Mieterin angerechnet wird.
Bezüglich des zusätzlichen Mieters
LG Leipzig Urteil vom 26.01.2005, 1 S 5846/04, NZM 2006, 175; a.A Derleder, NZM 2006, 601, 603
Thema: Freund moechte fuer Freundin buergen
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