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Timestamp: 2019-06-17 09:44:51
Document Index: 301764083

Matched Legal Cases: ['§ 317', '§ 319', '§ 322', '§ 319', '§ 324', '§ 340', '§ 341', '§ 100', '§ 36', '§ 107', '§ 38', '§ 124']

Bertram/Brinkmann/Kessler/Müller, Haufe HGB Bilanz Komme ... / 3.3 Prüfungsbezogene Regelungen | Finance Office Professional | Finance | Haufe
Bertram/Brinkmann/Kessler/Müller, Haufe HGB Bilanz Komme ... / 3.3 Prüfungsbezogene Regelungen
Da kapitalmarktorientierte Ges. auch grds. Unt von öffentlichem Interesse sind, sind seit 2017 im Rahmen der Durchführung einer (Konzern-)Abschlussprüfung die Regelungen der EU-Abschlussprüferverordnung 2014/537/EU anzuwenden, die in einzelnen Bereichen wesentlich über die handelsrechtlichen Vorschriften hinausgehen (§ 317 Abs. 3a i. V. m. § 319a HGB).
Ebenso sind im Bestätigungsvermerk erweiterte Inhalte aufgrund der EU-Verordnung 2014/537/EU aufzuführen (§ 322 Abs. 1a HGB). Dazu zählen insb. die Darstellung wichtiger Prüfungssachverhalte, die Erklärung zu verbotenen Nicht-Prüfungsleistungen des Abschlussprüfers, die Angabe zur Bestellung und Mandatsdauer sowie die Aussage zum Prüfungsbericht. Schließlich ist der verantwortliche Wirtschaftsprüfer aufzuführen, da dieser einer gesetzlichen Rotationspflicht unterliegt.
Es sind besondere Ausschlussgründe für Abschlussprüfer zu berücksichtigen (§ 319a Abs. 1 HGB).
Es besteht die Verpflichtung zur Einrichtung eines Prüfungsausschusses (§ 324 Abs. 1 HGB).
Kapitalmarktorientierte Kreditinstitute (auch Nicht-KapG) haben die Verpflichtung zur Einrichtung eines Prüfungsausschusses (§ 340k Abs. 5 HGB).
Die Verpflichtung zur Einrichtung eines Prüfungsausschusses gilt auch für VersicherungsUnt (§ 341k Abs. 4 HGB).
Innerhalb des Aufsichtsrats muss mind. ein unabhängiges Mitglied über Sachverstand auf den Gebieten der Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen (§ 100 Abs. 5 AktG und § 36 Abs. 4 GenG).
Für den Fall, dass der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss einrichtet, muss mind. ein unabhängiges Mitglied über Sachverstand auf den Gebieten der Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen (§ 107 Abs. 4 AktG und § 38 Abs. 1a GenG).
Wurde ein Prüfungsausschuss eingerichtet, so muss sich der Vorschlag des Aufsichtsrats zur Wahl des Abschlussprüfers auf die Empfehlung des Ausschusses stützen (§ 124 Abs. 3 Satz 2 AktG).