Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=7%20C%2012.13
Timestamp: 2019-09-19 18:10:38
Document Index: 147481257

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 5', '§ 8', '§ 1', '§ 29', '§ 1', '§ 7', '§ 113', '§ 137', 'Art. 3', 'Art. 19', '§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 5', '§ 8', '§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 6', '§ 3', '§ 3', '§ 6', '§ 3', '§ 8', '§ 108']

BVerwG, 27.11.2014 - 7 C 12.13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,47901
BVerwG, 27.11.2014 - 7 C 12.13 (https://dejure.org/2014,47901)
BVerwG, Entscheidung vom 27.11.2014 - 7 C 12.13 (https://dejure.org/2014,47901)
BVerwG, Entscheidung vom 27. November 2014 - 7 C 12.13 (https://dejure.org/2014,47901)
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IFG § 1 Abs. 1, § 3 Nr. 1 Buchst. a, c, e, § 3 Nr. 6, ... §§ 5 und 6 Satz 2, § 8; VwVfG § 1 Abs. 1 Nr. 1, § 29; BImAG § 1 Abs. 1 Satz 5 und 6, § 7 Abs. 1 Satz 3, Abs. 2; VwGO § 113 Abs. 5 Satz 1, § 137 Abs. 2; GG Art. 3 Abs. 1; Art. 19 Abs. 4
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben; Bieterverfahren; Grundstück; Verkauf; Verkaufsakte; Akteneinsicht; fiskalische Interessen des Bundes; Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse; Vertraulichkeit; Bereichsausnahme; Beurteilungsspielraum; Auskunftsanspruch; Sachverhalts- und ...
IFG § 1 Abs. 1; § 3 Nr. 1 Buchst. a, c, e; § 3 Nr. 6; §§ 5 und 6 Satz 2; § 8
§ 1 Abs 1 IFG, § 3 Nr 1 Buchst a IFG, § 3 Nr 1 Buchst c IFG, § 3 Nr 1 Buchst e IFG, § 3 Nr 6 IFG
IFG § 3 Nr. 6; IFG § 6 S. 2
Kurznachricht zu "Die Vorbereitung von Sekundärrechtsschutz durch Informationszugangsansprüche gegen den Staat" von Dr. Daniel Scholz, original erschienen in: NVwZ 2015, 1111 - 1114.
BVerwGE 150, 383
Das Vorliegen des Ablehnungsgrundes hängt dabei nicht von der Person des konkreten Antragstellers ab; maßgeblich ist, ob das Bekanntwerden der Information objektiv geeignet ist, sich nachteilig auf das Schutzgut auszuwirken (BVerwG, Urteil vom 27. November 2014 - 7 C 12.13 - BVerwGE 150, 383 Rn. 37).
Der Senat geht zwar davon aus, dass die abweichenden Formulierungen in § 3 Nr. 1 IFG einerseits ("nachteilige Auswirkungen haben kann") und in § 3 Nr. 6 IFG andererseits ("geeignet wären ... zu beeinträchtigen") nicht auf unterschiedliche rechtliche Maßstäbe führen und insoweit der allgemeine ordnungsrechtliche Wahrscheinlichkeitsmaßstab gilt (…BVerwG, Urteile vom 15. November 2012 - 7 C 1.12 - Buchholz 404 IFG Nr. 10 Rn. 39 f. und vom 27. November 2014 - 7 C 12.13 - BVerwGE 150, 383 Rn. 24 f.).
Im vorliegenden Fall ist daher ein verfassungsunmittelbarer Auskunftsanspruch des Klägers nicht deshalb ausgeschlossen, weil § 6 Satz 2 IFG bei fehlender Einwilligung des Betroffenen den Zugang zu Betriebs- und Geschäftsgeheimnissen absolut - ohne dass Raum für eine Abwägung bliebe (BVerwG, Urteil vom 27. November 2014 - 7 C 12.13 - juris Rn. 30) - ausschließt.
Der sichere Nachweis nachteiliger Auswirkungen muss nicht erbracht werden; es genügt die - nicht nur theoretische - Möglichkeit einer Beeinträchtigung (vgl. zu § 3 Nr. 6 IFG: BVerwG, Urteil vom 27. November 2014 - 7 C 12.13 - BVerwGE 150, 383 Rn. 25).
Die Freiheit richterlicher Überzeugungsbildung findet ihre Grenzen nicht nur im anzuwendenden Recht und dessen Auslegung, sondern auch in Bestimmungen, die den Vorgang der Überzeugungsbildung leiten wie etwa gesetzliche Beweisregeln, allgemeine Erfahrungsätze und die Denkgesetze (vgl. etwa, BVerwG, Urteile vom 27. November 2014 - 7 C 12.13 - BVerwGE 150, 383 Rn. 41 und 7 C 20.12 - BVerwGE 151, 1 Rn. 43, jeweils m.w.N.).
Die Drittbeteiligung nach § 8 Abs. 1 IFG dient in erster Linie dem Rechtsschutz des Dritten ("Grundrechtsschutz durch Verfahren"; vgl. BVerwG, Urteil vom 27. November 2014 - 7 C 12.13 - BVerwGE 150, 383 Rn. 30).
Hierfür muss die prognostische Einschätzung nachteiliger Auswirkungen im Falle des Bekanntwerdens der Information nachvollziehbar und plausibel dargelegt werden (BVerwG, Urteil vom 27. November 2014 - 7 C 12.13 - BVerwGE 150, 383 Rn. 28).
Vielmehr kommt lediglich ein Bescheidungsurteil in Betracht (BVerwG, Urteile vom 27. November 2014 - 7 C 12.13 - BVerwGE 150, 383 Rn. 47 und - 7 C 18.12 - NVwZ 2015, 823 ).
Mängel der Sachverhalts- und Beweiswürdigung, die als materiell-rechtliche Verstöße gegen den Überzeugungsgrundsatz des § 108 Abs. 1 VwGO einzuordnen wären, wie etwa ein Verstoß gegen gesetzliche Beweisregeln, allgemeine Erfahrungssätze und die Denkgesetze (BVerwG, Urteil vom 27. November 2014 - 7 C 12.13 - BVerwGE 150, 383 Rn. 41 m.w.N.), hat der Beklagte nicht geltend gemacht; sie sind auch nicht ersichtlich.
Diese Möglichkeit darf nicht nur eine theoretische sein; eher fernliegende Befürchtungen scheiden daher aus (vgl. BVerwG, Urteil vom 27. November 2014 - 7 C 12.13 - BVerwGE 150, 383 Rn. 25 m.w.N.).
Informationszugang; Sportförderung; öffentliche Zuwendungen an Sportdachverband; …
OVG Berlin-Brandenburg, 02.08.2018 - 12 B 12.18
Informationsbegehren; Entgeltsätze von Betreuungseinrichtungen für Behinderte; …
VG Berlin, 27.06.2017 - 3 K 219.16
Anerkennung eines Studienfachs als zweites Fach für den berufsbegleitenden …