Source: https://monithur.tg.ch/indikatoren/bevoelkerung/indikatorenblatt-.html/1833
Timestamp: 2019-08-21 15:38:00
Document Index: 359360448

Matched Legal Cases: ['Art. 111', 'Art. 122', 'Art. 140', 'Art. 185', 'Art. 190', 'Art. 123', 'Art. 140', 'Art. 126', 'Art. 180', 'Art. 181']

G4.2 Distanz zum nächsten Lebensmittelgeschäft
Seit 2009*
Im Mittel des Jahres 2016-2018 gab es mehr schwere Gewaltstraftaten pro 100‘000 Einwohner als 2008-2010. Seit 2014 nimmt die Zahl der schweren Gewaltstraftaten zu.
Der Indikator misst die polizeilich registrierten Gewaltstraftaten gemäss Strafgesetzbuch (StGB) und gibt dadurch Auskunft über die Sicherheit der Bevölkerung.
Ein Anstieg der Straftaten senkt das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung.
Die Zahl schwerer Gewaltstraftaten schwankt von Jahr zu Jahr stark.
Wegen der ausgeprägten Schwankungen wird bei der Beurteilung der Entwicklungsrichtung hinsichtlich Nachhaltigkeit der gleitende 3-Jahres-Durchschnitt verwendet. Im Vergleich zum Anfangswert (Durchschnitt 2008-2010) haben die schweren Gewaltstraftaten pro 100‘000 Einwohner bis zum Endwert (Durchschnitt 2015-2017) zugenommen. Dies ist auf den Anstieg der schweren Gewaltstraftaten seit 2014 zurückzuführen. Zuvor war die Zahl der schweren Gewaltstraftaten deutlich zurückgegangen. Zuletzt, im Jahr 2018, stiegen auch die minderschweren Gewaltstraftaten nach dem starken Rückgang im Jahr zuvor wieder an.
Im Vergleich zur Gesamtschweiz gibt es im Kanton Thurgau weniger schwere Gewaltstraftaten pro 100'000 Einwohner.
Anzahl der schweren Gewaltstraftaten pro 100‘000 Einwohner (ständige Wohnbevölkerung am 31.12.). Aufgrund der starken Schwankungen von Jahr zu Jahr wird ein gleitender Durchschnitt über 3 Jahre verwendet.
Um eine Gewichtung der verschiedenen Gewaltstraftaten zu erreichen, wird zwischen schwerer und minderschwerer Gewalt unterschieden. Zu den schweren Gewaltstraftaten zählen gemäss der Polizeilichen Kriminalstatistik folgende Handlungen (nach StGB): Tötungsdelikte (Art. 111-116), schwere Körperverletzung (Art. 122), Raub (Art. 140 Abs. 4), Geiselnahme (Art. 185) und Vergewaltigung (Art. 190). Minderschwere Gewalt liegt u. a. bei einfacher Körperverletzung (Art. 123), Raub, (Art. 140 Abs 1-3), Tätlichkeiten (Art. 126), Drohung (Art. 180) und Nötigung (Art. 181) vor.
Nicht enthalten sind gesetzeswidrige Handlungen, die der Polizei nicht zur Kenntnis gelangen (Dunkelfeld) oder die über andere Wege direkt in ein Justizverfahren münden.
Veränderungen bei den Gewaltstraftaten können durch Änderungen im Anzeige- bzw. polizeilichen Ermittlungsverfahren oder im Anzeigeverhalten der Bevölkerung begründet sein. Das Anzeigeverhalten ist zudem von der gesellschaftlichen Einstellung gegenüber Gewaltstraftaten geprägt.
Unbeachtet bleibt, ob die beschuldigte Person rechtskräftig verurteilt wurde oder nicht.
G7.2b Diebstahldelikte pro 1‘000 Einwohner
Kantonspolizei Kanton Thurgau
Thurgauer Kriminalstatistiken