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Timestamp: 2018-11-15 02:23:05
Document Index: 27090450

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 16', '§ 38', '§ 5', '§ 5', '§ 25', '§ 64', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 64', '§ 4', '§ 4', '§ 31', '§ 4', '§ 67', '§ 6']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein MönkSeeV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Mönkeberger See“ vom 17. Dezember 2007 | gültig ab: 01.02.2008
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Mönkeberger...
juris-Abkürzung: MönkSeeV SH
Ausfertigungsdatum: 17.12.2007
Fundstelle: GVOBl. 2008, 35
Gliederungs-Nr: 791-4-220
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Mönkeberger See“
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Mönkeberger See“ vom 17. Dezember 2007 01.02.2008
§ 3 - Schutzzweck 01.02.2008
§ 4 - Verbote 01.02.2008
§ 5 - Zulässige Handlungen 01.02.2008
§ 6 - Ausnahmen und Befreiungen 01.02.2008
§ 7 - Ordnungswidrigkeiten 01.02.2008
§ 8 - Inkrafttreten 01.02.2008
Anlage 01.02.2008
Aufgrund des § 16 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes und § 38 des Landesjagdgesetzes verordnet das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume:
(1) Der Mönkeberger See mit den angrenzenden Landschaftsteilen in der Gemeinde Mönkeberg, im Kreis Plön und in der Landeshauptstadt Kiel wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung „Mönkeberger See“ unter Nummer 192 in das im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 49,83 ha groß und umfasst den Mönkeberger See mit den ihn umgebenden landwirtschaftlich genutzten und ungenutzten Flächen sowie das Königsmoor am nordöstlichen Rande des Gebietes. Das Gebiet wird im Wesentlichen begrenzt durch die Straßen Heikendorfer Weg/Heikendorfer Landstraße und Langer Rehm im Westen, im Norden durch die südlich an die Dorfstraße und die Straße Am Eksol angrenzende Bebauung, durch die Straße Sören im Osten und die Bahnlinie und den Fuchsberg im Süden. Nicht zum Naturschutzgebiet gehören die entlang der Straßen gelegenen Siedlungsbereiche und Kleingartenanlagen.
(2) In der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25.000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes als schwarze Linie dargestellt.
(3) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte im Maßstab 1 : 5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, 24106 Kiel, verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
bei der Landrätin oder dem Landrat des Kreises Plön, - Untere Naturschutzbehörde -, 24306 Plön,
bei der Amtsvorsteherin oder dem Amtsvorsteher des Amtes Schrevenborn, 24226 Heikendorf,
bei der Oberbürgermeisterin oder dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel, - Untere Naturschutzbehörde -, 24114 Kiel
(1) Das Naturschutzgebiet dient der Sicherung, dem Schutz, der Erhaltung und der Entwicklung des Mönkeberger Sees sowie der angrenzenden Flächen. Es ist eine wichtige Lebensstätte vielfältiger und teilweise seltener Pflanzen- und Tiergemeinschaften. Ausgedehnte Röhrichtzonen, Weidengebüsche, Großseggen-, Kleinseggen- und Hochstaudenrieder, Gras- und Staudenfluren sowie zahlreiche Kleingewässer kennzeichnen das Gebiet.
die charakteristischen Lebensräume mit den zum Teil gefährdeten Pflanzen- und Tierarten,
den in Teilbereichen offenen Landschaftscharakter und
die Eigenart und Schönheit dieses Gebietes und sein naturraumtypisches Landschaftsbild
eine naturnahe Entwicklung des Mönkeberger Sees und seiner Randbereiche,
standorttypische Nährstoff- und Wasserverhältnisse und
die artenreichen Kleinseggenrasen
zu fördern und zu entwickeln.
(3) Soweit es zum Schutz dieses Gebietes und seiner Bestandteile, insbesondere zur Erhaltung oder Entwicklung bestimmter, gefährdeter Pflanzen- und Tierarten und ihrer Lebensräume erforderlich ist, sind entsprechende Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen durchzuführen.
das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege oder der dafür zugelassenen Flächen zu betreten oder im Naturschutzgebiet außerhalb der dafür bestimmten Wege zu reiten oder zu fahren.
die der guten fachlichen Praxis entsprechende landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 5 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der als
Grünland genutzten, in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte schräg schraffiert dargestellten Flächen mit folgenden Einschränkungen:
nicht zulässig ist es, die Flächen mehr als bisher zu entwässern, in Ackerland umzuwandeln oder Pflanzenschutzmittel auf diesen Flächen aufzubringen;
zusätzlich gelten auf den in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte waagerecht schraffiert dargestellten Eigentumsflächen der Landeshauptstadt Kiel folgende Einschränkungen:
nicht zulässig ist es, die Flächen zu walzen oder zu schleppen oder Düngestoffe aufzubringen;
die den Schutzzweck berücksichtigende, naturnahe forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 5 Abs. 2 des Landeswaldgesetzes der als Wald genutzten Flächen unter Beachtung des § 25 des Landesnaturschutzgesetzes;
die Jagd auf Graureiher auszuüben,
Wild zu füttern oder
das Eislaufen auf dem Mönkeberger See von den öffentlich zugänglichen Uferabschnitten aus mit der Maßgabe, dass die unteren Naturschutzbehörden Einschränkungen anordnen können, wenn diese zur Erreichung des Schutzzweckes erforderlich sind;
auf der Grundlage eines von der Wasserbehörde im Einvernehmen mit den unteren Naturschutzbehörden zu genehmigenden Gewässerpflegeplanes, in dem Art, Umfang und Zeitpunkt der Unterhaltungsmaßnahme anzugeben sind oder
die erforderlichen Maßnahmen zur Erhaltung und Sicherung der Straßen und Wege sowie der Brücken mit folgender Einschränkung:
der Betrieb und die Unterhaltung der bestehenden 220 KV-Leitung;
der Betrieb und die Unterhaltung der genehmigten Staueinrichtung;
das Betreten der in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte im Punktraster dargestellten und in der Örtlichkeit gekennzeichneten Fläche im Westen des Gebietes;
Untersuchungen und Maßnahmen zur Pflege oder zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die unteren Naturschutzbehörden durchführen oder durchführen lassen.
(3) Die unteren Naturschutzbehörden treffen bei Gefährdung des Schutzzweckes nach pflichtgemäßem Ermessen die erforderlichen Maßnahmen.
(1) Auf Antrag können die unteren Naturschutzbehörden nach Maßgabe der Bestimmungen des § 64 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes Ausnahmen zulassen für
die erforderlichen Maßnahmen zur Gefährdungsabschätzung und Untersuchung nach dem Bundes-Bodenschutzgesetz sowie die erforderlichen Maßnahmen zur Sanierung der festgestellten schädlichen Bodenveränderungen oder Altlasten auf der Grundlage des Bundes-Bodenschutzgesetzes und des Landesbodenschutz- und Altlastengesetzes, die Entnahme von Boden-, Wasser-, Bodenluft- und Aufwuchsproben und Einrichtung und Betrieb von Messstellen;
(2) Die unteren Naturschutzbehörden können im Einzelfall Ausnahmen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 und den einschränkenden Regelungen des § 5 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. b zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.
(3) Die unteren Naturschutzbehörden können von den Verboten des § 4 Abs. 1 nach Maßgabe der Bestimmungen des § 64 Abs. 2 des Landesnaturschutzgesetzes Befreiungen gewähren. Bei der Gewährung von Befreiungen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 11 bis 13 sind die besonderen artenschutz- und jagdrechtlichen Bestimmungen zu beachten.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 Gewässer im Sinne des § 31 des Wasserhaushaltsgesetzes ausbaut oder Maßnahmen durchführt, die den Wasserstand oder den Wasserabfluss oder die Fließgeschwindigkeit nicht nur unerheblich verändern, oder Stoffe einbringt, einleitet, entnimmt oder andere Maßnahmen vornimmt, die geeignet sind, die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 19 das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege oder der dafür zugelassenen Flächen betritt oder im Naturschutzgebiet außerhalb der dafür bestimmten Wege reitet oder fährt.
(2) Ordnungswidrig nach § 67 Abs. 1 Nr. 1 des Landesnaturschutzgesetzes handelt auch, wer vorsätzlich oder fahrlässig ohne Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde eine Handlung nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 bis 5 vornimmt;
Kiel, 17. Dezember 2007