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Timestamp: 2020-02-21 23:01:28
Document Index: 146061241

Matched Legal Cases: ['§ 536', '§ 536', '§ 536', '§ 536', '§ 536', 'BGH']

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Fieser Gestank: Mietminderung wenn’s müffelt
Kippenqualm, Müllgeruch oder Essensmief: Nicht jeden Gestank muss der Mieter dulden. Bei unzumutbarer Geruchsbelästigung kann er unter Umständen sogar die Miete kürzen. Wann eine Mietminderung wegen Gestank möglich ist.
Sei es der Zigarettenqualm des rauchenden Nachbarn, der in die Wohnung zieht oder der Gestank der Mülltonne unterm Fenster: Irgendwann hat der Mieter die Nase voll. Wenn eine Geruchsbelästigung ein gewisses Maß überschreitet, kann dem Mieter eine Mietminderung zustehen. Ob Gestank ein Mangel an der Wohnung ist, der zur Mietminderung berechtigt, hängt von mehreren Aspekten ab.
Abfallgestank in der Luft: Wenn dieser Geruch zur Dauerbelästigung wird, kann unter Umständen eine Mietminderung wegen Gestank berechtigt sein. Foto: iStock/ Chris Schmidt
Mietminderung wegen Gestank: Dann ist sie berechtigt
Der einmalige Geruch von Schweißfüßen berechtigt noch lange nicht zur Mietminderung. Laut Gesetz darf der Mieter nur dann die Miete mindern, wenn er wegen Gestank seine Wohnung nicht oder nur eingeschränkt nutzen kann (§ 536 BGB). Wenn das zutrifft, liegt ein Mangel an der Wohnung vor.
Mikio-André Frischhut, Rechtsanwalt für Mietrecht in Nürnberg, nennt mehrere Faktoren, die Gestank zum Mietmangel machen: „Intensität, Häufigkeit und Dauer“. Das persönliche Empfinden eines Menschen spiele dabei aber keine Rolle.
Faustregel bei Geruchsbelästigung: Übliches ist oft zumutbar
Die erste Frage bei Gestank ist laut Frischhut: Haushaltsüblich oder nicht? Gerüche, die durch haushaltsübliche Tätigkeiten entstehen, muss der Mieter in aller Regel dulden, haushaltsunüblichen Gestank eher nicht.
Jens Hermann, Fachanwalt für Mietrecht in Nürnberg, nennt ein Beispiel: Tagtäglicher Zigarettenqualm könne eine dauerhafte und massive Beeinträchtigung darstellen. Das sei der Fall, wenn der Mieter nicht mehr richtig lüften kann, weil der Geruch sonst in seine Wohnung dringt.
Doch bei Geruchsbelästigung darf der Mieter nicht gleich die Miete mindern. Erst muss er seinem Vermieter den Gestank unverzüglich als Mangel melden (§ 536c BGB). Dazu schreibt der Mieter ihm eine Mängelanzeige, in der er den Gestank beschreibt und dem Vermieter eine Frist setzt, bis wann dieser Gestank beseitigt sein soll. Erst nach Ablauf der Frist darf der Mieter die Miete mindern.
Dazu, wie viel Mietminderung angemessen ist, gibt es keine gesetzlich festgelegten Zahlen. Wenn der Mieter die Miete mindern will, sollte er sich zur Sicherheit vom Fachanwalt oder beim Mieterbund beraten lassen.
Geruchsbelästigung: Was Mieter dulden müssen und was nicht
Müffelnd, beißend, herb oder doch eher faulig: Geruchsbelästigung hat viele Gesichter. Dann ist Gestank unzumutbar, und diese Möglichkeiten hat der Mieter:
Der Schlotraucher: Zigarettenrauch geht in Maßen
Wenn der Nachbar ständig auf dem Balkon raucht, kann das für den Mieter zur Belastung werden. Ärgerlich ist das besonders dann, wenn er direkt im Stock über dem qualmenden Nachbarn wohnt.
Diese Rechte hat der Mieter: Zwar darf der Mieter seinem Nachbarn das Rauchen nicht verbieten, doch gegenseitige Rücksichtnahme gilt für beide Seiten – so heißt es in einem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofes zu Rauchen in der Mietwohnung. Frischhut erklärt: „Der Mieter darf rauchfreie Zeiten fordern und der Nachbar und er müssen sich auf eine Zeitfenster-Regelung einlassen.“ Wenn der Nachbar sich nicht an diese Regelung hält, kann demnach eine Mietminderung berechtigt sein.
Der Kamikazekoch: Wenn Küchenkunst zum Krampf wird
Der eine Mieter erklärt den Sommer zur Dauergrillzeit, ein anderer lässt sein Essen immer anbrennen und der nächste kocht stets mit so viel Knoblauch, dass das ganze Wohnhaus danach riecht.
Diese Rechte hat der Mieter: Viele Gerichte beurteilen Kochen als „sozialadäquaten Vorgang“, daher entscheiden sie bei Essensgerüchen meist zu Gunsten des Kochs, sogar bei umstrittenen Zutaten wie Knoblauch. Frischhut sagt: „Bei haushaltsüblichen Gerüchen ist die Schwelle ziemlich hoch. Da muss die Fritteuse fast 24 Stunden täglich in Betrieb gehalten werden, damit der Geruch einen Mangel darstellt.“
Anders sieht es aus, wenn der Geruch von einem Gewerbetrieb in der Nähe ausgeht. An eine Fleischerei, Gasstätte oder Bäckerei dürfen nicht die gleichen Anforderungen gestellt werden, wie an private Haushalte. Auch wenn das Bratfett bis in die Wohnung riecht: Wenn die Gaststätte schon bei Unterzeichnung des Mietvertrages da war, muss der Mieter den Gestank in der Regel dulden (§ 536b BGB).
Duft der Vergänglichkeit: Der Geruch von Schweiß, Urin und Müll im Treppenhaus
Im Treppenhaus sammelt sich der Gestank des ungeduschten Nachbarn, es riecht nach Urin oder gar nach Verwesung.
Diese Rechte hat der Mieter: Geruch aufgrund von mangelnder Hygiene könne ein Grund zur Mietminderung sein, so Frischhut. „Dieser Geruch ist nicht haushaltsüblich.“ Jedoch seien die Gerichte mit der Höhe der Mietminderung sehr zurückhaltend. Frischhut nennt ein Beispiel: In einem Streitfall in Berlin beklagte sich die Nachbarin über die extremen Körpergerüche sowie Geruchsbelästigungen im Hausflur durch Hundeurin und sich zersetzendem Hausmüll. Der Gestank war so intensiv, dass das Treppenhaus nur mit Geruchsschutz betreten werden konnte und bis in die Wohnungen hinein drang. Das Erstaunliche: „Das Gericht urteilte mit einer Mietminderung von höchstens zehn Prozent.“
Wenn der Nachbar seinen Müll nie raus bringt, riecht das irgendwann auch der Mieter in der Nebenwohnung. In anderen Fällen müffelt die Mülltonne des nächsten Supermarkts bis in die Wohnung.
Diese Rechte hat der Mieter: Wenn Müll intensiv stinkt und bis in die Wohnung des Mieters zu riechen ist, kann das laut Frischhut ein Grund zur Mietminderung sein. Der Vermieter muss dann dafür sorgen, dass die Geruchsquelle beseitigt wird
An welche Regeln sich Mieter und Vermieter beim Thema Müllentsorgung halten müssen, erfahren Sie hier.
Drecksschleudern: Gestank von Abgasen
Direkt neben der Mietwohnung entsteht ein neuer Großparkplatz. Wegen des Abgasgestanks fällt die Freude bei den Mietern trotz neuer Parkmöglichkeiten oft eher mäßig aus.
Diese Rechte hat der Mieter: Hier gilt es laut dem Experten abzuwägen, für wen der Parkplatz gebaut wird: „Dass sich jemand wegen dem eigenen Parkplatz beschwert und die Miete mindern will ist unwahrscheinlich.“ Grundsätzlich sei eine Mietminderung wegen Abgasen jedoch denkbar.
Wenn der Parkplatz vor dem Mieter da war, konnte der Mieter vom Abgasgestank wissen und muss ihn in der Regel dulden (§ 536b BGB). Anders kann die Lage sein, wenn der Parkplatz neu gebaut wird und der Mieter nichts vom kommenden Gestank wusste: In einem Einzelfall lag dieser in unmittelbarer Nähe zu Wohnzimmer, Schlafzimmer und Terrasse der Mieterin, so die Belästigung durch Lärm und Abgase eine Mietminderung rechtfertigte (AG Spandau 6 C 526/99).
Geruch von Haustieren: Wenn es nicht mehr niedlich riecht
Bei Schmuddelwetter riecht es im Treppenhaus nach dem nassen Hund des Nachbarn. Hält er sich keinen Hund, sondern ein Frettchen, so kann der Geruch sogar noch intensiver sein.
Diese Rechte hat der Mieter: Der Mieter hat hier nur im Extremfall ein Recht zur Mietminderung, so Frischhut: „Solange es nicht Fäkal- oder Uringeruch ist, der Gestank nur vorübergehend ist und die Tierhaltung zulässig, muss der Mieter das dulden.“ Zudem seien Hunde und Katzen übliche Haustiere, ein bisschen Geruch von nassem Hund oder alter Katze muss der Mieter also hinnehmen.
Bei Frettchen läge der Fall anders: „Das ist eine völlig andere Geruchsintensität, gerade bei nicht kastrierten Tieren.“ Im Einzelfall urteilte ein Gericht, ein Frettchen sei kein Haustier, da es normalerweise außerhalb der Wohnung gehalten werde. Daher sei es nicht ungewöhnlich, wenn von ihm unzumutbare Gerüche ausgehen (AG Köln 201 C 457/87). Gerade bei unüblichen Haustieren kann also eine Mietminderung wegen Gestank berechtigt sein.
Das sollten Mieter bei Mietminderung wegen Gestank beachten
Wird der Mieter durch Gestank auf unzumutbare Weise in seiner Wohnung einschränkt, so kann eine Mietminderung gerechtfertigt sein. Das gilt insbesondere dann, wenn der Gestank stark, häufig und langandauernd auftritt.
Die Nase voll? Auch wenn der Gestank dazu berechtigt, sollte der Mieter die Mietminderung nur angemessen mindern. Foto: Laurent Hamels/ fotolia.com
In manchen Fällen steht dem Mieter keine Mietminderung zu, etwa dann, wenn er bereits bei Abschluss des Mietvertrages von der Geruchsquelle wissen konnte: Ein Mieter, der neben einer Gaststätte einzieht, kann wissen, dass von dort Essensgerüche herüberziehen. Darum muss er den Geruch hinnehmen.
Eine Ausnahme ist nur möglich, wenn der Mieter sich das Recht zur Mietminderung bereits beim Unterzeichnen des Mietvertrages vorbehält (siehe § 536b BGB).
Ob eine herabgesetzte Miete berechtigt ist, und wie viel, will wohl überlegt sein, denn eine ungerechtfertigte Mietminderung kann für den Mieter schwerwiegende Folgen haben. Daher sollte der Mieter zuvor besser den Rat eines Fachanwaltes oder des Mieterbundes einholen
Gestank beweisen
Bei immer wieder auftretenden Geruchsbelästigungen reicht eine Beschreibung des Sachmangels als Beweis (BGH VIII ZR 155/11). Laut Hermann beschreibt der Mieter dazu die Art des Gestanks, wann, wie oft und wie intensiv er auftritt und wie lange er dauert. Gerade bei subjektiven Mängeln wie Gestank empfiehlt er, zusätzlich die Aussagen von Zeugen einholen.
Panda am 23.01.2020 11:36
Panda 23.01.2020
Im Rahmen einer Modernisierung wurde in unserer Toilette mit Bad, ohne Fenster das Lüftungsgitter mit zwei Zugbändern zum Öffnen und Schließen am Lüftungsschacht entfernt und von Elektrikern eine Lüftung eingesetzt, die nur bei Feuchtigkeit die Lüftungsschlitze frei gibt. Es soll laut Vermieter eine energetische Maßnahme sein, damit keine Wärme entweicht. Nun ist mir aber aufgefallen, dass die Lüftungsschlitze bei Gestank bzw. abgeschlossenem „Großen Geschäft“ geschlossen bleiben und so für Geruchsbelästigung in der Wohnung sorgen, zumal die Toilettentür unten Lüftungsschlitze hat. Wie kann ich dagegen vorgehen?
Immowelt-Redaktion am 24.01.2020 12:06
zwar ist es grundsätzlich zu begrüßen, wenn der Vermieter Maßnahmen zur Energieeinsparung unternimmt. Wenn sich dadurch allerdings eine Verschlechterung der Mietsache ergibt, muss der Mieter dies nicht unbedingt hinnehmen, bei nicht unerheblichen Einschränkungen/Mängeln ist ggf. sogar eine Mietminerung und ein Beseitigungsanspruch gegeben. Allerdings kommt es freilich auch auf das Ausmaß der EInschränkung an, so dass wir dies aus der Ferne nicht abschließend beurteilen können. Am sinnvollsten dürfte es sein, dem Vermieter das Problem zunächst (schriftlich) zu schildern, vielleicht gibt es ja eine unkomplizierte Möglichkeit, dies zu beseitigen.
detlefsworld am 24.11.2019 14:03
Hallo! Wir wohnen seid 1998 in einem MFH 1996 ist dieses Haus eröffnet worden und seid über 20 Jahren ist bei uns die Lüftung weder gereinigt noch gewartet worden Seid über 20 Jahren haben wie die selben Filter in Küche und Bad. Das Bad müssen wir fast jeden Tag richtig reinigen weil das Bad immer schnell verstaubt ist und in der Küche kann man 2 mal in der Woche riechen was so woanders gekocht wird. Wir haben schon ein paar mal angeschrieben und von den Filtern Fotos geschickt, aber leider ist nichts passiert. Was kann man tun.
Immowelt-Redaktion am 25.11.2019 10:49
Hallo detlefsworld,
soweit es sich um mitvermietetets Inventar handelt, ist der Vermieter zur Erhaltung/Wartung verpflichtet. Sofern es sich also um einen Mangel handelt, kann der Mieter, so der Vermieter sich beharrlich weigert, diesen zu beheben, diesen im Rahmen einer Ersatzvornahme auf Kosten des Vermieters beheben (lassen). Ob es sich in Ihrem konkreten Fall allerdings um einen solchen Mietmangel handelt, können wir aus der Ferne nicht abschließend beurteilen.
MW am 10.10.2019 19:44
seit August `19 wohne ich zur Untermiete in einem 1 Zimmer Apartment (circa 30qm). In den ersten Wochen fiel mir, nach Abwesenheit von 24h bzw. oder nach einem normallangen Arbeitstag, ein leicht feuchter - modrig warmer Geruch in der Wohnung auf. Stoßlüften brachte bis jetzt immer eine kurzfristige Besserung. Auch Besuchern fällt der Geruch beim Betreten der Wohnung ebenfalls sofort auf.
Der Geruch kommt meines Erachtens von den Wänden als auch von den Abflussrohren in der Küche. Öffnet man die Küchentüre unter dem eingebauten Spülbecken kommt einem ein undefinerbarer Geruch entgegen, der auch zu den anderen Schränken durchdringt (hier ist das Lagern von Lebensmitteln nicht möglich da sie nach einiger Zeit diesen Geruch annehmen).
In der Hoffnung, dass die bevorstehende Heizperiode Besserung bringt, habe ich mich leider getäuscht. Im Gegenteil, der Geruch wird für mich immer unerträglicher. Nächte verbringe ich dort mittlerweile sehr ungern.
Nun bin ich mir nicht sicher ob ich erstmal selbst Maßnahmen dagegen einsetzen soll (z.B. Entfeuchter) oder ob ich direkt den Hauptmieter oder sogar den Eigentümer der Wohnung einbeziehe. Außerdem würde mich interessieren, ob man in so einem Falle eine fristlose Kündigung in Betracht ziehen könnte.
Immowelt-Redaktion am 11.10.2019 10:35
wenn der Hauptmieter der Vermieter eines Untermieters ist, ist dieser auch die Person, der der Mangel gemeldet werden muss. Natürlich muss der Hauptmieter dann dem Vermieter Bescheid geben. Sie sollten das auch zügig tun, denn so wie Sie es schildern, könnte es sich um einen Feuchtigkeits-/Leitungsschaden handeln, der durch Zuwarten eher schlimmer wird. Demzufolge müssen solche Schäden zügig dem Vermieter gemeldet werden, damit dieser überhaupt die Möglichkeit hat, etwas dagegen zu tun.
Eine fristlose Kündigung ist bei schwerwiegenden Mängeln in vielen Fällen zwar grundsätzlich möglich, wie es sich bei Ihnen verhält, können wir aber aus der Ferne nicht abschließend beurteilen.
FEM am 05.10.2019 14:55
im Erdgeschoss hat ein Restaurant eröffnet, welches aus der Küche eine Tür in den Hausflur besitzt. Diese wird oft offen gehalten. Die Geruchsbelästigung im Hausflur ist enorm und auch sehr unangenehm. Ist man im Recht, wenn man sich darüber beschwert, oder hat man keine Möglichkeiten, weil die größte Belästigung nicht in der Wohnung, sondern im Hausflur besteht?
Immowelt-Redaktion am 07.10.2019 10:03
wenn Sie die Wohnung in dem Wissen gemietet haben, dass eine Gaststätte im Erdgeschoss ist, haben Sie sich im Prinzip damit einverstanden erklärt, dass durch den Betrieb der Gaststätte gewisse übliche Beeinträchtigungen einhergehen können. Die Frage ist nun, ob die von Ihnen geschilderte Geruchsbelästigung noch innerhalb des Erwartbaren ist und ob die Beeinträchtigung schwerwiegend ist. Das hängt immer von den Umständen des Einzelfalls ab und kann von uns aus der Ferne nicht abschließend geklärt werden.
Vielleicht hilft aber auch schon ein nettes Gespräch mit dem Betreiber der Gaststätte, verbunden mit der Bitte, die Türe möglichst geschlossen zu halten.
michelle_maerz am 02.10.2019 08:37
wir wohnen seit einem Jahr in unserer Wohnung. Schon recht früh (nach ca. 4 monaten) fing das Bad an zu stinken. Ein knoblauchartiger, total unangenehmer Geruch, so dass der Duschgang schon eine Überwindung ist. Die Intensität varriert von Tag zu Tag, ist aber immer da. Wir haben alles gereinigt und der Geruch blieb. Vor etwa 5 Monaten meldeten wir den Geruch und die Vermietung gab das Problem weiter, da sie es gerne geklärt haben wollte. Wir meldeten seitdem das Problem ca. 5 mal aufs Neue und bis jetzt hat keiner was gemacht. Wir denken es kommt durch den Lüftungsschach, wissen es aber nicht. Fenster hat das Bad keine und die Lüftung kann man nicht abschalten. Was kann ich tun?
Immowelt-Redaktion am 02.10.2019 12:32
Hallo michelle_maerz und vielen Dank für Ihren Kommentar.
Sie sollten Ihrem Vermieter den Mangel nochmals schriftlich melden und darin eine angemessene Frist zu Behebung setzen. Passiert dann immer noch nichts, haben Sie die Möglichkeit, ihre Miete zu mindern. Dies sollten Sie aber keinesfalls ohne eine rechtliche Beratung von einem Fachanwalt oder einer Mieterschutzvereinigung wie dem Deutschen Mieterbund tun. Denn ist die Mietminderung nicht gerechtfertigt oder zu hoch angesetzt, geraten Sie in Mietrückstand und das kann schlimmstenfalls die Kündigung nach sich ziehen.
HeinzSenpai am 19.08.2019 08:58
Ich wohne seit knapp einem Jahr in einer Erdgeschosswohnung und hatte vor einem Monat ein Wespennest im Rollokasten. Eine Firma hat Gift gesprüht und die Wespen getötet, aber das Nest im Anschluss nicht entsorgt da sie durch die Bauart nicht an den Rollokasten rankommen. Das Nest, die Toten Wespen, das Gift und die Larven der Wespen verbreiten ein widerlichen Gestank. Wir können weder lüften noch das Rollo hoch machen. Die Hausverwaltung stellt sich leider quer und sagt wir sollen warten und das beobachten aber es wird keine Besserung eintreten. Die Firma die die Wespen getötet hat ist bereit das Nest zu entfernen wenn jemand kommt und den Rollokasten öffnet. Aber wie gesagt die Hausverwaltung kümmert sich nicht darum. Was kann ich tun?
Immowelt-Redaktion am 19.08.2019 11:45
Hallo HeinzSenpai,
grundsätzlich haben Sie das Recht, dass Ihnen die Wohnung in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand überlassen und zu erhalten wird. Wir können aus der Ferne zwar nicht beurteilen, wie schwerwiegend der Mangel ist, grundsätzlich können Sie aber bei nicht nur unerheblichen Mängeln die Miete mindern und die Beseitigung des Mangels verlangen. Am besten, Sie wenden sich vor Ort an einen Mieterverein oder einen Fachanwalt für Mietrecht.
ventoso am 31.07.2019 20:33
mein Nachbar der unter mir wohnt, hat seit geraumer Zeit Möbelstücke gekauft, so nehme ich an, die richtig stinken. Wenn mein Nachbar die Fenster aufmacht, riecht es bis in unsere Wohnung hinein und auf dem Balkon gemütlich sitzen, geht auch nicht mehr. Was kann ich tun?
Immowelt-Redaktion am 01.08.2019 08:54
zunächst wäre es natürlich sinnvoll, mit dem betroffenen Nachbarn zu sprechen und die Ursache für die Gerüche ausfindig zu machen. Eventuell lässt sich so ja Abhilfe schaffen. Hilft das nichts, rechtfertigen unangenehme Gerüche unter Umständen eine Mietminderung. Wir können aus der Ferne jedoch nicht abschließend beurteilen, ob das auch bei Ihnen möglich ist. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall empfehlen wir das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
Daniel 123 am 18.07.2019 15:32
Hallo,ich Wohne seit ca.4 Jahren in einer Kellerwohnung mit meinem Sohn.Neben dem Eingang zu meiner Wohnung ist die Tür zum Heizungsraum und einem dort befindlichen Quadratischem etwa 2 Meter tiefen Loch wo das Rohr von meiner Wohnung raus kommt um dann normalerweise mit einer Pumpe das Wasser und Spülung der Toilette nach oben zu Pumpen.Am Anfang war diese öfters kaputt und nach einer bis zwei Wochen wieder eingebaut.Das heisst der Vermieter hat das in die Grube laufen lassen und dann mit einer handelsüblichen Gartenpumpe abgepumpt also das was mit weg geht.Jetzt mittlerweile ist die Pumpe schon seit Dezember kaputt und trotz anschreiben er keine mehr einbaut mir aber schreibt das er es macht.Der Hausflur stinkt meine Wohnung stinkt aber er macht nix.Er sagt er riecht nichts.Jetzt habe ich eine neue Wohnung gefunden und ziehe gerne für den 01.09 aus.Ich weiß das ich 3 Monate Kündigungsfrist habe,aber ich halte den Gestank nicht aus und weiss auch nicht wie gesundheitsschädlich es ist.Habe ich eine Chance da zum 01.09 rauszukommen.Danke für die Hilfe.
Immowelt-Redaktion am 19.07.2019 08:39
eine fristlose Kündigung kommt nur dann in Frage, wenn die Fortsetzung des Mietverhältnisses absolut unzumutbar ist. Das kann prinzipiell auch bei permanentem, stark unangenehmem Geruch der Fall sein. Es kommt dabei aber auf das Ausmaß an und im Streitfall dürfte sich vor allem die Beweisfrage stellen. Bevor Sie fristlos kündigen, würden wir Ihnen daher auf jeden Fall eine rechtliche Beratung empfehlen, beispielsweise durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen.
Morik am 17.07.2019 14:51
Ich und meine Freundin wohnen seit ca. 2 Jahren in einer DG-Wohnung.
Der Vormieter hatte Katzen, welche auf dem Dachboden auf den Teppich uriniert haben.
Unser Vermieter sagte schon bei Einzug, dass er diesen Mangel schnellstmöglich beseitigt.
Nun haben wir Ihn in den letzten 2 Jahren mehrfach darauf angesprochen, immer wieder dieselbe Antwort: er kümmert sich.
Gerade wenn es draußen warm ist, drückt der Uringestank in die ganze Wohnung, was äußerst unangenehm ist. Zwar ist nun seit Einzug schon eine lange Zeit vergangen, da wir so gutmütig waren und unserem Vermieter vertraut haben, bezüglich der Mängelbeseitigung.
Kann ich in diesem Fall nun trotzdem noch eine Mietminderung um 10% für das laufende Jahr oder (rückwirkend) verlangen? Zeugen sind vorhanden, welche im Zweifel aussagen.
Immowelt-Redaktion am 18.07.2019 08:56
tatsächlich ist auch eine rückwirkende Mietminderung unter Umständen möglich, wenn der Vermieter bereits von Anfang an von dem beschriebenen Mangel wusste. Aus der Ferne können wir aber leider nicht abschließend klären, ob das auch in Ihrem Fall so ist und auch nicht, in welcher Höhe Sie die Miete gegebenenfalls mindern können. Dies ist im Einzelfall auch abhängig von der Intensität und Dauer der Beeinträchtigung. Bitte haben Sie auch Verständnis, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Bevor Sie die Miete mindern, empfehlen wir Ihnen daher das Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt.
martina-rentie am 21.06.2019 23:34
Die Mieter unter meinem Schlafzimmer, hat in Ihrem Schlafzimmer einen Wäschetrockner aufgestellt und tut jetzt öfters ihre Wäsche trocknen und lege dazu Lenortücher mit ein.
Die ganze Nacht kommt der Parfümgeruch dieser Tücher in meinen Schlafraum. Ist das erlaubt?
Immowelt-Redaktion am 24.06.2019 09:57
das können wir aus der Ferne leider nicht abschließend klären, im Einzelfall kommt es auf Dauer und Intensität des Geruchs an. Grundsätzlich hat ein Mieter aber durchaus das Recht, einen Trockner in seiner Wohnung zu betreiben. Sollten Gespräche mit dem fraglichen Nachbarn nicht weiterhelfen, empfehlen wir die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.
Motte am 09.09.2018 18:46
Ich Kämpfe nicht nur mit dem Vermieter wegen dem Schimmelgestank,sondern auch mit dem Mieterverein. Das was der Mieterverein macht kann ich selbst. Die kopieren, hören zu, heften ab und das war's.Dazu brauche ich keinen Mieterverein .Ietminderung habe ich mir ohne Verein erkämpft
Motte am 09.09.2018 18:40
Ich habe seit einem halben Jahr extremen Schimmelgestank in der Wohnung und knackende Geräuche in d. Kehrleisten.Der Vermieter glaubt mir nicht, streitet ab,ignoriert,droht.
MeBe 0104 am 06.09.2018 11:52
Hallo Immowelt.de Team,
Meine Tochter,mein Hund und ich wohnen seit 5 Monaten in einer Wohnanlage mit knapp 90 Wohnungen. Vor zwei Tagen schrieb uns die Wohngesellschaft an und teilte uns in einem Rundschreiben mit, dass die Laubengänge ( also die äußeren Flure und die Treppen zu unser Wohnung bzw. vor unserer Haustür) zu "glatt" wären und dass diese abgeschliffen und neu beschichtet werden müssen. Seit einem Tag sind die Handwerker bei uns und flexen die ganzen Gänge auf und meißeln den Belag von den Treppen ab. Ein enormer Geräuschpegel. Wenn das alles wäre! Die Handwerker tragen eine Lasur auf, die fürchterlich nach Chemikalien bzw. Lösungsmitteln riecht. Wir können im Wohn/Essraum nicht mehr lüften und ich muss mit Hund und Kind aus der Wohnung "flüchten". Was können wir dagegen tun? Können wir die Miete mindern? Der Geruch wird wahrscheinlich noch Monate andauern!
Immowelt-Redaktion am 06.09.2018 14:17
anhaltende Lärmbelästigung und üble Gerüche können in der Tat ein Grund für eine Mietminderung sein. Ob das auch in Ihrem Fall so ist, können wir aber abschließend aus der Ferne nicht beurteilen. Wir würden Ihnen daher raten, sich rechtlich vom örtlichen Mieterverein beraten zu lassen. Dieser kann die Situation möglicherweise auch direkt vor Ort beurteilen.
Jasmine am 26.08.2018 08:15
ich habe fiesen Geruch in meiner Waschmaschiene. Diese wurde nun von mir mehrmals gereinigt, trotzdem geht der Geruch nicht weg.
Nachdem der Kundenservice meines Maschinenherstellers sich alles angeguckt hat, liegt der Fehler nicht an meiner Maschine (ist neu) sondern am Wasserzulauf, da hier eine Wasserspeichertank vermutet wird. Mein Vermieter äußert sich zu dieser Vermutung nicht und vertröstet mich mit einer Lösung Woche um Woche. Ich wasche seit Wochen außerhalb meine Kleidung. Was kann ich hier unternehmen um meinen Vermieter zu einer Lösung zu "zwingen"?
Immowelt-Redaktion am 27.08.2018 11:49
ein solcher Mangel kann unter Umständen ein Grund für eine Mietminderung sein. Wir würden Ihnen allerdings nicht dazu raten, dies ohne verherige Rechtsberatung zu machen. Sollte der Vermieter weiterhin nichts tun, sollten Sie einen Mieterverein oder einen Fachanwalt konsultieren.
Yolanda am 05.08.2018 13:58
vor dem Mietshaus wo ich wohne steht eine 660 l Biotone die seit mehrern Wochen sehr stinkt ( inzwischen auch Madenbefall etc .. ) ,
Die Geruchsbelästigung reicht zig Meter, teilweise auch in das 4 OG, wo ich mein Schlafzimmer habe. Die Hausverwaltung weigert sich diese Tonne reinigen zu lassen , mit der Begründung, dass es "nichts bringt" , da sie bei Wiederbefüllung wieder stinken wird...!
Die regionale Abfallwirtschaft reinigt die Biotonne auch nicht ( ist nicht vorgesehen, es heisst - es sei unwirtschaftlich ! )
Frage: welche Möglichkeiten habe ich a) die Verwaltung zu der Reinigung der Biotonne zu bewegen b) eine Mitminderung zu verlangen ?
c) Soll ich die Angelegenheit "im Alleingang" angehen oder empfehlen Sie eine "Sammelaktion" ?
Immowelt-Redaktion am 06.08.2018 10:30
Hallo Yolanda und vielen Dank für Ihren Kommentar,
bei anhaltender Geruchsbelästigung kommt in der Tat eine Mietminderung in Betracht. Die sollten sie aber gerade nicht im Alleingang, sondern nur nach vorheriger Rechtsberatung durchführen. Wir würden Ihnen daher das Gespräch mit einem Mieterverein vor Ort oder direkt mit einem Fachanwalt empfehlen.
Günter am 23.07.2018 17:00
DennisNeu am 20.07.2018 22:04
Sehr geehrtes immowelt.de Team,
Wir wohnen in einem Haus mit 12 Partien auf 4 Etagen zur Miete.
Es sind alles Eigentumswohnungen, jedoch wird das Haus von einer Hausverwaltung betreut.
Seit mehreren Wochen riecht es in unserem Fahrstuhl unregelmäßig sehr stark nach Urin.
Da wir im 4. OG wohnen und meine Freundin hoch schwanger ist, können wir den Fahrstuhl leider nicht meiden.
Die Hausverwaltung Ist informiert, jedoch gehe ich aus Erfahrung davon aus, dass nichts passieren wird.
Immowelt-Redaktion am 23.07.2018 09:03
eine solche Geruchsbelästigung kann unter Umständen eine Mietminderung rechtfertigen. Ob das in Ihrem Fall so ist, lässt sich aus der Ferne jedoch nicht abschließend beurteilen. Auch weil wir keine Rechtsberatung leisten dürfen, würden wir Ihnen daher zum Gespräch mit einem Mieterverein oder einem Fachanwalt raten.
groofy am 16.02.2018 12:46
Ich habe in der Sache "Geruchsbelästigung" ebenfalls ein Problem: Ich lebe in einer Dachgeschosswohnung, wo ich in den Wintermonaten oft und in den Frühling- und Sommermonaten fast jedes Mal, in 99% der Fälle, beim Wasser betätigen in der Wohnung, also z.B. im Bad beim Waschbecken, bei geöffnetem Fenster, Kanalgase in der Wohnung habe.
Jeder kennt das, wenn z.B. die Toilette getauscht wird und das Abwasserrohr in diesem Moment frei liegt und der Gestank dann in die Wohnung kommt, genau diese Kanalgase sind die, die ich ständig in der Wohnung habe.
Erste Besichtigung und Recherchen haben ergeben, das der Mangel wahrscheinlich entweder von den Entlüftungsrohren kommt, die sich auf jedem Dach befinden und der Geruch somit bei geöffneten Fenstern in meine Wohnung zieht, oder durch die Dachrinnen, wenn das Abwasser von der Wohnung in die Kanalisation geht und dort auf das Regenwasser trifft.
Da die Kanalgase auch und gerade im Sommer sehr aktiv sind, vermute ich die Entlüftungsrohre. Dazu kommt, das im Sommer, bei den hohen Temperaturen, die Kanalgase noch extra beeinflusst.
Meine Frage ist ob der Vermieter hier verpflichtet ist, diesen Mangel zu beheben, oder ob ich das als Mieter, weil es eine Dachgeschosswohnung ist, so hinnehmen muss? Und habe ich hier Mietminderungsmöglichkeiten?
Immowelt-Redaktion am 16.02.2018 15:00
ständige Kanalgerüche sind ein Mangel und diesen hat der Vermieter in der Regel zu beseitigen. Auch handelt es sich potenziell um einen Grund für eine Mietminderung. Abschließend beurteilen können wir das aus der Ferne jedoch nicht. Wir empfehlen Ihnen daher die Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.
Marie am 03.12.2017 14:47
Sehr geehrtes Immowelt-Team -
wir sind grade in eine Altbauwohnung gezogen und haben auch ein "Geruchsproblem", von dem wir uns sehr beeinträchtigt fühlen. Und gleichzeitig haben wir keine wirkliche Idee, woran es erstens liegen könnte und was wir zweitens dagegen unternehmen könnten: Wenn die Mieter unter uns kochen (immer mit sehr viel Knoblauch), riechen wir das bei uns in der Wohnung im Wohnzimmer/Esszimmer. Sonst nirgends. Nicht im Hausflur, nicht im Wohnungsflur, nicht in der Küche (obwohl die Küchen direkt übereinander liegen). Gestern beispielsweise haben wir die Wohnung weihnachtlich geschmückt, überall roch es nach frischem Tannengrün und den Abend haben wir dann in einem wirklich sehr (!!!) nach Knoblauch riechendem Wohn/Esszimmer verbracht. Das ist echt zum heulen. Zumal wir kein Knoblauch mögen :-(( Die Mieter unter uns sind meist nur Freitag-Sonntag zuhause - entsprechend haben wir das "Knoblauchvergnügen" auch nur am Wochenende. Hinsichtlich der Ursache haben wir eine Vermutung: der Kaminschacht des Hauses grenzt bei allen Wohnungen einerseits an die Küche (er liegt hinter einer tapezierten Wand) und andererseits an das Wohnzimmer - hier liegt er auch hinter einer tapezierten Wand. Bei uns im Wohnzimmer kann ich unterhalb der Decke ein Kaminrohr erkennen, das zutapeziert wurde. Ich vermute, dass da der Geruch herkommt. Und vielleicht der Kamin nicht abzieht oder undicht ist oder sonst was. Kann man da was machen? Falls ja, was könnten/sollten wir tun?
Vielen Dank schon jetzt für eure Mühe & herzliche Grüße
Immowelt-Redaktion am 04.12.2017 10:07
Ihre Vermutung, woher der Geruch kommen könnte, klingt zumindest schlüssig. Insofern hilft hier eventuell schon ein Gespräch mit dem Vermieter, der die fragliche Stelle abdichten lassen kann. Wenn der Essensgeruch einer darunterliegende Wohnung in die eigene Wohnung eindringt, spricht das doch stark für einen baulichen Mangel. Das Kochen selbst kann der Vermieter Ihren Nachbarn allerdings nicht verbieten, denn das gehört zur üblichen Benutzung der Wohnung, auch dann, wenn Ihre Nachbarn gerne viel Knoblauch verwenden.
Bitte beachten Sie abschließend noch, dass wir Ihre Situation vor Ort nicht genau kennen und keine Rechtsberatung leisten dürfen. Im Streitfall raten wir Ihnen daher zur Beratung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein.
Snippadeus am 26.10.2017 13:38
folgender Sachverhalt: Seit einem Jahr wohnen wir in einer Dachwohnung, im Erdgeschoss befindet sich ein Asiarestaurant und bisher roch es nur im Hausflur was für uns auch kein Problem darstellte da der Geruch nicht in die Wohnung drang.
Seut neuestem wurde aber aus der Küche des besagten Restaurant ein Geruchsabzug gelegt der jetzt genau 2 Meter neben unserem Wohnzimmerfenster endet und das Lüften unmöglich macht da der ganze Gestank direkt hineinzieht.
Ich habe bei unserer Vermietung schon einmal angefragt ob es denn zulässig sei das der Abzug genau auf Fensterhöhe endet, bekam aber nur ein "Ich notiere mir das" und sonst keine Reaktion.
Habe ich das Recht weiter dagegen vorzugehen oder haben wir einfach Pech gehabt?
Immowelt-Redaktion am 27.10.2017 10:41
Hallo Snippadeus,
Im Allgemeinen gilt: Mängel der Mietsache, und dazu können auch Geruchsbelästigungen gehören, die über die Bagatellgrenze hinausgehen, müssen Mieter nicht hinnehmen. Wir raten Ihnen, das Problem schriftlich dem Vermieter mitzuteilen (Mängelanzeige) und diesen dazu aufzufordern, den Mangel zu beseitigen. Protokollieren Sie außerdem alles sorgfältig (wann, wie stark, wo...) Sollte der Vermieter nicht darauf reagieren, raten wir Ihnen, sich an den Mieterverein oder an einen Fachanwalt für Mietrecht zu wenden.
Reverdin am 13.10.2017 16:39
Hallo liebe Immowelt, ich bin in eine Altbauwohnung gezogen. Seit die Heizperiode angefangen hat, riecht es in einem Zimmer stark nach Farbe. Der Vermieter sagt, ich muss neu tapezieren, wenn es mir zu doll riecht. Ich lüfte tagsüber mehrer Stunden . Vielen Dank für eure Antwort.
Immowelt-Redaktion am 16.10.2017 09:33
wenn es stark riecht, ist es in der Tat Sache des Vermieters, den Geruch zu beseitigen. Gerade wenn es bei Beginn der Heizperiode beginnt zu riechen, liegt der Verdacht nahe, dass die Heizkörper nicht mit dem dafür vorgesehenen Heizkörperlack gestrichen worden ist. Aus der Ferne können wir Ihre Situation allerdings nur schwer beurteilen. Sollte Ihr Vermieter den Geruch nicht beseitigen wollen, empfehlen wir Ihnen daher die Beratung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt.
Koko am 06.09.2017 11:00
Sehr geehrte Damen und Herren, folgende Situation macht eine Entscheidung zur Mietminderung schwierig: In einem Mehrfamilienhaus ist eine Wohnung als Eigentumswohung verkauft worden. Aus dieser Wohnung geht ein übler Gestank hervor (Bewohner ist Messi), das Treppenhaus stinkt, zeitweise krabbeln Maden unter seiner Tür hindurch, Wäsche kann man nicht mehr im Keller trocknen. Die Wohnung unter dieser stinkt in zwei Räumen (hier wurde die Miete gemindert), das Gericht wurde bereits bemüht, die Auflagen wurden vom Mieter nicht erfüllt.
Bei Einzug in das Haus war die besagte Wohnung bereits als Eigentum verkauft worden, es stank aber noch nicht. Man kann also doch davon sprechen, dass die Nutzung der Räume (Treppenhaus und Keller) beeinträchtigt ist. Der Vermieter argumentiert, dass er nicht Eigentümer sei und nichts machen könne. Oder müsste vielleicht das Ordungsamt informiert werden wegen der Sorgfaltspflicht gegenüber den Gemeindemitgliedern, die allein nicht zurecht kommen?
Immowelt-Redaktion am 06.09.2017 12:48
Hallo Koko und vielen Dank für Ihren Kommentar,
eine Mietminderung ist grundsätzlich auch dann möglich, wenn der Vermieter nichts für die eingeschränkte Nutzbarkeit der Mietsache kann. Gegen den störenden Eigentümer müsste am ehesten nicht das Ordnungsamt, sondern die Eigentümergemeinschaft vorgehen, im Zweifel mit einer Klage vor Gericht. Kommt der Eigentümer den gerichtlichen Auflagen nicht nach, bleibt der Eigentümergemeinschaft leider nur, das Gericht erneut zu bemühen.
Bitte betrachten Sie abschließend, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Diese erhalten Sie von einem Fachanwalt oder einem Mieterverein.
Tessa am 28.07.2017 17:25
Wir sind vor 3 Monaten in eine neue Wohnung gezogen. Dort standen bis dato die Mülltonnen in unserem mitgemieteten garten. Da wir einen Hund haben und auch der fliegen und geruchsbelästigung aus dem weg gehen wollen, haben wir die Tonnen, mit Einverständnis aller Mieter in den keller gestellt. Jetzt will die Eigentümerin das die Tonnen wieder rausgestellt werden. Was können wir tun?
Immowelt-Redaktion am 31.07.2017 09:06
Hallo Tessa und vielen Dank für Ihren Kommentar,
es ist grundsätzlich zwar Sache des Mieters, wo er die gemeinschaftlichen Mülltonnen abstellen will. In einem mitvermieteten Garten sollten sie in der Regel aber nicht stehen, sondern auf der Gemeinschaftsfläche. Hier kommt es aber auch darauf an, was Mieter und Vermieter im Mietvertrag vereinbart haben. Um das besser beurteilen zu können, empfehlen wir Ihnen, den Vertrag einem Mieterverein vorzulegen und diesem die Sachlage zu schildern.
bonkee am 28.07.2017 14:00
Mein Nachbar zündet den ganzen Tag über Räucherstäbchen an um uns zu ärgern. Er schließt dabei seine Balkontür. Kann ich dagegen etwas unternehmen?
Immowelt-Redaktion am 28.07.2017 14:57
vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn Sie sich durch den Geruch aus der Nachbarwohnung belästigt fühlen, sollten Sie zunächst versuchen, mit ihm zu reden. Falls das zu keinem Ergebnis führt, könnten Sie in einem nächsten Schritt mit dem Vermieter sprechen. Uns ist allerdings aktuell kein Urteil bekannt, bei dem sich ein Richter mit dem übermäßigen Abbrennen von Räucherstäbchen beschäftigt hätte.
SasJes am 06.06.2017 23:43
ich wohne seit Februar letzten Jahres in einem Appartement - ich habe in meinem Wohn- und Schlafraum eine 3 Fensterfront und in der Kochnische einen Lüftungsschacht. Im Bad habe ich zwei Lüftungsschächte und in der Ankleide auch einen.
Im Bad ist ein sowas von ekelerregender Geruch, dass ich manchmal würgend wieder den Raum verlasse. Dieser ist manchmal so stark, dass er durch geschlossener Tür in den Flur und weiter in den Schlafraum zieht. Nun habe ich einfach mal die Lüftungsschächte im Bad zu geklebt, weil es einfach nicht mehr auszuhalten war, prompt habe ich das Gefühl, dass es nun in der Ankleide stinkt. Das ist aber nicht Sinn der Sache und die kleinen Räume werden einfach nicht durchlüftet, die Luft steht jetzt quasi.
Dieser Geruch ist durchaus auch bei geöffneten Fenstern im Treppenhaus wahrnehmbar.
Er ist schwierig zu beschreiben, meine Gäste empfinden ihn aber auch als extrem belästigend, Duftsprays an Steckdose und zum selber sprühen kommen dagegen nicht wirklich an. Es ist eine Mischung aus altem abegstandenen Essensgestank, Rauch und irgendwie Muff.
Es ist unregelmäßig - nicht immer, aber nicht selten! Mal riech ich zwei Wochen gar nichts, dann wieder alle paar Tagen, in jedem Fall hab ich meistens den ganzen Tag was davon und krieg das Kotzen.
Ich gehe davon aus, dass meine Vermieterin das 0 interessiert, da sich da vermutlich nie jemand drüber beschwert hat, weil meine Wohnung auch vor mir nicht bewohnt war, sondern nur ein paar Stunden pro Tag als Yoga Raum genutzt wurde. Zudem kann sie mich nicht leiden.
Ich wollte vor Allem aus diesem Grund dem Mieterbund beitreten... Was kann ich sonst noch tun?
Immowelt-Redaktion am 07.06.2017 08:59
Hallo SasJes,
eine Beratung beim Mieterverein ist sicher ein guter erster Schritt. Bei starkem Gestank ist unter Umständen eine Mietminderung möglich. Zu diesem Mittel sollten Sie allerdings wirklich erst nach einer Rechtsberatung greifen. Den Mangel sollten Sie dem Vermieter zudem schriftlich anzeigen und genau dokumentieren, wann Sie den Geruch in welchem Maß wahrnehmen.
Angela am 05.06.2017 15:56
Hallo, ich wohne mit meinem Mann und 2 Kindern in einem Mehrfamilienhaus. Seit fast einem Jahr ist ein älteres Paar eingezogen, die einen wirklich unausstehlichen Gestank tragen. Das Treppenhaus stinkt fatt täglich soder stark das weNnh meine Kinder von der schuli kommen sich übergeben müssen. Der Gestank ist so starke das er mehrere Stunden im Treppenhaus bleibt trotz geöffnetemeiner Fenster und Türen! Das öffnen von meiner Haustür wird täglich geringerne, das der unangenehme Geruch sofort ins Haus gelangt! Nun ist auch das betreten unseres Balkons unmöglich geworden. MIT dem Vermieter haben wir einige male darauf angesprochen aber ohne Erfolg. Er sagt ihm seien die Hände gebunden.
Meine Frage: Kann der Vermieter wirklich nichts dagegen tun und was kann ich machen diesbezüglich, ausser 20 sprühdosen zu kaufen damit man aus der Wohnung gelangen kann?! Welches Recht habe ich?
Immowelt-Redaktion am 06.06.2017 13:11
wenn der Gestank Sie und den allgemeinen Hausfrieden stark beeinträchtigt, haben Sie unter Umständen ein Recht darauf, die Miete zu mindern. Dies würden wir Ihnen jedoch erst nach einer Rechtsberatung durch einen Fachanwalt oder einen Mieterverein empfehlen. Der Vermieter hätte seinerseits die Möglichkeit, den Mieter abzumahnen, wenn durch den Geruch der Hausfrieden empfindlich gestört wird.
andreas bechold am 16.02.2017 17:31
hallo wir wohnen in ein 4 familien haus und werden duch ein massi im haus belastigt duch gerüche und und
Frettchenfreund am 03.11.2016 07:31
ich habe leider einen Frettchenzüchter bei mir im Haus, der meine Wohnung, das Treppenhaus und sogar den Bürgersteig in eine sehr abstoßende Duftwoke hüllt.
Früher oder später muss ich (falls er nicht gegangen werden kann) die Wohnung sowieso kündigen..
Wie viel Prozent Mietminderung sind in diesem Fall wohl angemessen?
Es gibt reichlich Zeugen und die Hausverwaltung selbst klagt auch schon gegen den Mieter.
Immowelt-Redaktion am 03.11.2016 12:39
Hallo Frettchenfreund,
eine allgemeingültige Aussage, um welchen Prozentsatz die Miete in Ihrem Fall gemindert werden kann, lässt sich leider nicht treffen. Die Gerichte haben in der Vergangenheit durchaus unterschiedliche Werte als gerechtfertigt erachtet. Wenn Sie die Miete mindern wollen, würden wir daher im Vorfeld zu einer Rechtsberatung durch einen Mieterverein oder einen Fachanwalt raten. Der Idealfall wäre natürlich, wenn Sie die Minderung vorab mit dem Vermieter absprechen und sich auf einen bestimmten Prozentsatz einigen könnten.
Leissring am 16.06.2016 13:41
bei uns sind vor einem halben Jahr neue Mieter eingezogen. Mit der Zeit kam aus der Wohnung immer mehr übelriechender Gestank. Dieser hat sich mittlerweile so sehr verstärkt das wir den Vermieter eingeschaltet haben. Dabei kam raus nach umfangreichen Recherchen das die Mieter bekannte Messies in der Stadt sind.
Der Vermieter unternimmt nichts. Seiner Aussage nach kann er nichts unternehmen und ihm sind die Hände gebunden. Den Balkon kann man schon nicht mehr benutzen und das Treppenhaus ist zeitweilig nur mit Mundschutz zu betreten so stark ist die Geruchsbelästigung.
Meine Frage kann ich die Kündigungsfrist umgehen?
Kann ich durch den erzwungenen Umzug die Kosten dem Vermieter in Rechnung stellen?
Immowelt-Redaktion am 16.06.2016 14:59
Sehr geehrte/r Herr/Frau Leissring,
vielen Dank für Ihren Kommentar. Eine fristlose Kündigung ist möglich, wenn die Wohnung nicht mehr vertragsgemäß benutzt werden kann, der Zustand der Wohnung gesundheitsgefährdend ist oder der Vermieter den Mietvertrag schwer verletzt. Ob einer dieser Gründe in Ihrem Fall gegeben ist, können wir leider aus der Ferne nicht beurteilen. Ein Fall, in dem ein Mieter in einem solchen Fall seinem Vermieter die Umzugskosten erfolgreich in Rechnung stellen konnte, ist uns nicht bekannt.
Bitte beachten Sie auch, dass wir keine Rechtsberatung leisten können. Wir raten Ihnen, einen Fachanwalt oder einen Mieterverein zu konsultieren.
Weitere Informationen zur Kündigung des Mietvertrags finden Sie in diesem Artikel:
ratgeber.immowelt.de/a/wohnung-kuendigen-problemlos-raus-aus-dem-mietvertrag.html
SPIELES am 10.05.2016 15:49
darf mein vermieter zu lassen,das hunde ihre notdurft,bei regen und gewittter,glatteis und sylvester zu lassen,auch neben einen rasen am geländer und haustür wo kinder spielen?SEIT WOCHEN ist deswegen stzrei mit der nachbarschaft,weil die dame es auch macht wenn es nicht regnet.vermieter hat eigenlich zu gesagt das es nur am bürgersteig ,er laubt ist,die dame hat einen aushang gemacht,das sie das jetzt alles dürfte,kann mann die miete mindern?finden das vom vermieter nicht in ordnung.mfg.speles
Immowelt-Redaktion am 11.05.2016 09:46
Sehr geehrte/r Frau/Herr Spieles,
eine pauschale Aussage darüber, wann die Miete um welchen betrag gemindert werden kann, lässt sich nicht treffen. Dies ist stets vom Einzelfall abhängig. Im Zweifel raten wir Ihnen zu einer Beratung beim Mieterverein oder einem Fachanwalt.
nurich am 16.04.2016 14:42
Welche Rechte hat der Vermieter, wenn trotz Rauchverbots im vermieteten Appartement geraucht und zum Treppenhaus hin entlüftet wird?
Peter am 09.10.2016 20:18
ich kann in meiner wohnung rauchen soviel ich will [Kommentar gekürzt, bitte bleiben Sie sachlich. Anm. d. Red.]
Immowelt-Redaktion am 18.04.2016 09:29
Sehr geehrte/r Herr/Frau Nurich,
der Vermieter kann das Rauchen innerhalb der Mietwohnung generell nicht wirksam verbieten. Das Entlüften zum Treppenhaus hin stellt allerdings unter Umständen eine Geruchsbelästigung für die anderen Mieter dar und kann deshalb untersagt werden. Welche Maßnahmen in Frage kommen, wenn der Mieter sich nicht daran hält, hängt allerdings stark vom Einzelfall ab. Bitte bedenken Sie, dass wir keine Rechtsberatung leisten dürfen. Wir empfehlen Ihnen, einen Fachanwalt oder einen Eigentümerverein wie Haus & Grund zu konsultieren.