Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201999,%202110
Timestamp: 2019-04-22 21:09:22
Document Index: 11553045

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 291', '§ 320', 'BGH', '§ 641', 'BGH', 'BGH', '§ 273', '§ 286', '§ 291']

Rechtsprechung: NJW 1999, 2110 - dejure.org
Die abweichende Meinung in der Literatur bezieht sich zu Unrecht auf BGH NJW 1999, 2110.
Dieses Urteil bezieht sich aber nur auf die stille Sicherungszession, für die die für die gewillkürte Prozessstandschaft entwickelten Grundsätze gerade nicht gelten (vgl. BGH NJW 1999, 2110, Rn. 11;… BGH BauR 2010, 1792, Rn. 9 f.).
Die Prozessführungsermächtigung muss in den Tatsacheninstanzen offengelegt werden, weil im Prozess klar sein muss, wessen Recht verfolgt wird (BGH NJW 1999, 2110 Rn. 11, juris).
Anspruch auf restlichen Werklohn für durchgeführte und abgenommene Fliesenarbeiten - Geltendmachung eines Zurückbehaltungsrechts - Ausschluss des Schuldnerverzugs wegen vorliegendes Leistungsverweigerungsrecht aufgrund von Mängeln am Werk
Kein Verzug bei Leistungsverweigerungsrecht wegen Mängeln
Leistungsverweigerung des AG wegen Mängeln: Zahlungsverzug ist ausgeschlossen! (IBR 1999, 299)
WM 1999, 1529
BB 1999, 1524 (Ls.)
DB 1999, 1599 (Ls.)
JR 2000, 245
BauR 1999, 1025
ZfBR 1999, 313
Maßgebend ist allein das objektive Bestehen des Leistungsverweigerungsrechts (vgl. BGH, Urteile vom 18. Dezember 2003 - VII ZR 315/02, BauR 2004, 676 = ZfBR 2004, 357 und vom 6. Mai 1999 - VII ZR 180/98, BauR 1999, 1025 = ZfBR 1999, 313).
Folglich ist die Forderung nicht fällig, so daß der Beklagte weder Verzugszinsen (vgl. BGH, Urteil vom 6. Mai 1999 - VII ZR 180/98, BauR 1999, 1025 = NJW 1999, 2110 = ZfBR 1999, 313) noch Rechtshängigkeitszinsen, vgl. § 291 Satz 1 BGB, schuldet.
Dementsprechend hindert bereits das bloße objektive Bestehen eines Leistungsverweigerungsrechts nach § 320 BGB den Eintritt des Schuldnerverzugs (BGH, Urteil vom 6. Mai 1999 - VII ZR 180/98, BauR 1999, 1025 = ZfBR 1999, 313).
Steht dem vertraglichen Anspruch der Klägerin auf zusätzlichen Werklohn danach ein Zurückbehaltungsrecht der Beklagten aus § 641 Abs. 3 BGB bis zur Beseitigung der vorhandenen Mängel zu, kann die Klägerin auf ihren Vergütungsanspruch Verzugszinsen nicht verlangen (vgl. nur BGH, Urteil vom 06.05.1999 - VII ZR 180/98).
Zinsen auf den (Rest-)Werklohn schuldet die Beklagte der Klägerin nur in Höhe des einredefreien Teils, hingegen nicht in Höhe des ihr zustehenden Zurückbehaltungsrechts, da dieses den Schuldnerverzug der Beklagten und auch einen Anspruch der Klägerin auf Prozesszinsen ausschließt (vgl. BGH, Urteil vom 06.05.1999, VII ZR 180/98, BauR 1999, 1025; vgl. Palandt-Grüneberg, § 273, Rn 20, § 286, Rn 13, § 291, Rn 5 mwN;… Werner/Pastor, a.a.O., Rn 2983 mwN;… Kniffka/Koeble, a.a.O., 5. Teil Rn 169 mwN in Fn 604, Rn 169 mwN in Fn 603).