Source: https://blog.server-daten.de/de/2018-03
Timestamp: 2019-01-17 07:54:33
Document Index: 106982997

Matched Legal Cases: ['§ 129', '§ 129', '§ 129', '§ 129', '§ 129', 'BGH', '§ 301', '§ 286', '§ 301', '§ 38', '§ 53', '§ 301', '§ 35', '§ 301', '§ 301']

28.03.2018 22:50:23, Jürgen Auer, keine Kommentare
Werbung muß als Werbung gekennzeichnet sein. Das ist die Rechtslage sowohl in Deutschland als auch in den USA. Praktisch unterbleibt das aber im Internet häufig.
Die Princeton University hat sich nun in einer Studie mit der Frage beschäftigt, wie häufig das auftritt. Betrachtet wurden Affiliate Posts auf YouTube und Pinterest.
90 percent of affiliate ads on YouTube and Pinterest aren’t disclosed, says study - The paper analyzed over 500,000 YouTube videos and 2.1 million unique pins on Pinterest
https://www.theverge.com/2018/3/27/17167006/princeton-university-research-affiliate-links-sponsored-posts-youtube-pinterest
Das PDF (7 Seiten) mit der Zusammenfassung der Studie: An Empirical Study of Affiliate Marketing Disclosures on YouTube and Pinterest
Die drei Studienautoren: Arunesh Mathur, Arvind Narayanan, Marshini Chetty
Zunächst fällt auf, daß die Quote dieser Werbung relativ gering ist:
0,67 Prozent der über 500.000 analysierten Videos hatten Affiliate Links, das waren absolut 3.472 Videos.
0,85 Prozent der etwa 2,1 Millionen betrachteten Pins auf Pinterest hatten diese, absolut 18.237 Pins.
Nur 10 Prozent davon waren irgendwie als Werbung markiert. Interessant ist, daß das Userengagement bei diesen Beiträgen immer höher lag als der Schnitt.
Die Zahlen in der Studie sind leicht abweichend: 10,49% der YouTube-Beiträge waren als Werbung gekennzeichnet. Nur 7,03% der Pinterest-Pins.
Es gab drei wesentliche Arten der Kennzeichnung:
- #affiliatelink
- Erklärungen der Form: “This video contains affiliate links, which means that if you click on one of the product links, I’ll receive a small commission”
- Oder Hinweise im Support Channel: “AMAZON LINK: (Bookmark this link to support the show for free!!!”)
In den USA ist die Federal Trade Commission (FTC) dafür zuständig. Diese sagt, die bloße Kennzeichnung als Werbung oder als #sponsored zu wenig sei. Publisher sollten einen kurzen Satz dazu schreiben, der das erläutert.
Diese Erklärungen gibt es aber in den allermeisten Fällen nicht:
> In fact, Explanation disclosures — which the FTC recommends — only appear in 1.82% and 2.43% of affiliate content on YouTube and Pinterest respectively.
Grade mal 1,82 % (Videos) bzw. 2,43 % (Pins) der Affiliate Links sind im FTC-Sinne hinreichend gekennzeichnet.
Eigentlich gibt es mindestens auf YouTube Regeln dafür:
Demnach muß das explizit angehakt werden, damit YouTube darüber informiert wird:
> If you do, we require you to notify YouTube by checking the "video contains paid promotion" box in your Advanced Settings using the instructions below.
Etwas ähnliches gibt es auf Instagram:
Die obige Untersuchung spricht davon, daß solche "Disclosure Tools" ein Schritt in die richtige Richtung seien. Da könnten die Plattformen aber noch so manches ausbauen.
Ferner hoffen die Studienautoren, daß es bsp. Browsererweiterungen geben könnte, die Affiliate Links direkt anzeigen könnten.
Man könnte natürlich auch fragen: Warum zeigen das Browser nicht schon gleich an?
Die Studie führt genauer aus, daß der Federal Trade Commission eine bloße Kennzeichnung als Affiliate-Link nicht ausreichen würde, weil dies die meisten Nutzer nicht verstehen würden. Deshalb schlägt sie solche Sätze wie
> I get commissions for purchases made through links in this post
Die Seite mit den genauen Hinweisen:
Die Plattformen: Wenn die Social-Media-Plattformen bsp. Tweets auf 280 Zeichen und Texte zu Pins auf 500 Zeichen beschränken, dann könnten sie solche Beiträge direkt markieren. Schließlich "sieht" die Plattform ja, wie der Link aussieht und wo der hingeht.
Rolle der Unternehmen: Acht Unternehmen
> Amazon, AliExpress, Commission Junction, Rakuten Marketing, Impact Radius, Reward-Style, ShopStyle and ShareASale
wurden näher betrachtet. Von diesen bezogen sich lediglich Amazon und ShopStyle explizit auf die FTC-Empfehlungen. Sprich: Eigentlich müßten diese Unternehmen ihre Werber deutlicher auf diese Verpflichtung hinweisen.
Würde man so eine Untersuchung mit deutschen Beiträgen machen, sähe das womöglich nicht allzuviel anders aus.
Kurzlink: https://blog.server-daten.de/de/-218
Google rollt das mobile-first indexing aus - bei Sites mit mobiler und Desktop-Variante wird primär die mobile Variante berücksichtigt - Nachricht in der Google Search-Console beim Umzug
27.03.2018 22:54:07, Jürgen Auer, keine Kommentare
So, nun ist es soweit: Google hat gestern bekannt gegeben, daß nun das mobile-first indexing gestartet wird. Nach 1,5 Jahren sowie nach diversen Tests.
Genauer gesagt: Websites, die den "best practices" für das mobile Indexieren folgen, sollen schrittweise auf das mobile-first indexing umziehen.
Der wesentliche Punkt dabei: Google erhält inzwischen die meisten Suchanfragen von mobilen Geräten. Die mobile Suche wird häufiger genutzt als die Desktopsuche. Wobei Google Tablets nicht zu den mobilen Geräten zählt. Es geht also weniger um die technische Anbindung, mehr darum, wie groß der zur Verfügung stehende Bildschirm ist.
> To recap, our crawling, indexing, and ranking systems have typically used the desktop version of a page's content, which may cause issues for mobile searchers when that version is vastly different from the mobile version. Mobile-first indexing means that we'll use the mobile version of the page for indexing and ranking, to better help our – primarily mobile – users find what they're looking for.
Die bisherige Logik ist besonders dann kritisch, wenn es von einer Website zwei Varianten gibt: Eine Desktop- und eine mobile Variante. Etwa www.example.com und m.example.com.
Dann zog Google die www.example.com für die Bewertung heran, erstellte daraus bsp. das angezeigte Snippet. Doch dann ruft der Nutzer die Seite mit einem mobilen Gerät auf und wird auf die mobile Seite weitergeleitet. Und diese enthält sehr viel weniger Text. Das, was für den Nutzer womöglich wichtig war, fehlt.
Stattdessen wird - beim mobilen Index - bei so einer Doppelseite die mobile Variante indexiert. So daß der mobile Nutzer die Inhalte, die er auf der mobilen Website findet, bereits in der Google-Vorschau sieht.
Es gibt also nicht zwei verschiedene Indices - hier der mobile, dort der für die Desktop-Version. Sondern der - einzige - Index wurde bislang mit den Desktop-Versionen gefüllt, nun sollen die mobilen Versionen den Index auffüllen. Das wird aber nicht "in einem Rutsch für alle Websites auf einmal" gemacht. Sondern schrittweise.
Was auch bedeutet: Das Spidern wird aufwendiger, weil Google inzwischen bsp. CSS beim mobilen Index berücksichtigt. Da taucht der Smartphone-Googlebot mit seinem langen Useragent
Wer die Google Search-Console nutzt, soll einen Hinweis erhalten:
> We are notifying sites that are migrating to mobile-first indexing via Search Console.
Eine Folge ist, daß der Google-Cache die mobile Version anzeigen wird.
Auf einer weiteren Seite
werden die Konsequenzen erläutert: Wer bis jetzt nur eine Desktop-Variante hat oder wer bereits responsives Webdesign nutzt (also ein Design, das sich der Gerätebreite anpasst, so daß derselbe Inhalt auf allen Geräten verwendbar ist), der muß nichts machen:
> No change. The mobile version is the same as the desktop version.
Ebenso, wer nur AMP-Seiten nutzt.
Anders ist das für jene Websites, die getrennte Urls haben oder "Dynamic Serving" nutzen, also in Abhängigkeit vom Browser unter derselben Url verschiedene Inhalte ausliefern. Bei ersteren werden nun die mobilen Urls bevorzugt gespidert. Beim "Dynamic Serving" wird bevorzugt auf die mobile Variante zugegriffen.
Mit der Konsequenz: Wenn die mobile Variante weniger Content ausliefert, könnte das zu Nachteilen führen.
> Your mobile site should contain the same content as your desktop site. If your mobile site has less content than your desktop site, you should consider updating your mobile site so that its primary content is equivalent with your desktop site. This includes text, images (with alt-attributes), and videos – in the usual crawlable and indexable formats.
Praktisch heißt das: Wer verschiedene Urls oder dynamic Serving nutzt, macht sich das Leben nur selbst schwer. Weil man dann die beiden Varianten aufeinander abstimmen muß, obwohl responsives Webdesign eigentlich dasselbe leisten sollte.
Wichtig: Das soll in "Wellen" umgesetzt werden.
> Sites that are not in this initial wave don’t need to panic. Mobile-first indexing is about how we gather content, not about how content is ranked.
Wer bei der ersten Welle nicht dabei ist, der möge keine Panik bekommen. Es geht nicht um das Ranking, sondern darum, wie Google Content sammelt. Sowie:
> Moreover, if you only have desktop content, you will continue to be represented in our index.
Allerdings: Die Aussage mag technisch stimmen. Aber wenn eine Website mobil nicht verwendbar ist, etwa weil sie nicht
> <meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0" />
nutzt, so daß Nutzer ständig reinzoomen müssen und dann nach rechts scrollen müssen, weil die Website mit statischen Breiten arbeitet: Dann werden die mobilen Nutzer die Flucht ergreifen.
Das stellt auch Google fest:
> Having said that, we continue to encourage webmasters to make their content mobile-friendly. We do evaluate all content in our index -- whether it is desktop or mobile -- to determine how mobile-friendly it is.
Seiten sollten mobile-friendly sein. Das wird inzwischen eben auch geprüft. Ebenso, wie die Geschwindigkeit ein Kriterium ist. Endlos überladene Desktop-Seiten, die Unmengen an eingebundenen Dateien nachladen (womöglich ohne Caching) oder die mit riesigen Bildern bestückt sind: Das ist mobil schlecht.
Wer weitere Fragen zu diesen Themen hat, kann sich im Google-Webmaster-Forum
Zu meinen eigenen Websites habe ich bislang auch noch keine Nachricht in der Google Search-Console erhalten. Obwohl bsp. der hiesige Blog fleißig von Google mit beiden Googlebots besucht wird.
Kurzlink: https://blog.server-daten.de/de/-217
mobile-first indexing, Mobile first, mobile Suche, Desktopsuche, Website, responsives Webdesign, Dynamic Serving, mobile friendly, Google Search-Console
Arborescence - ein Haus wie ein Baum - der Gewinner der internationalen Wettbewerbs "Image Angers" in Angers / Frankreich - von Crespy & Aumonts Architects und WY-TO
25.03.2018 23:56:13, Jürgen Auer, keine Kommentare
Kann ein Haus wie ein Baum aussehen? Und dabei großzügig begrünt werden, so daß von daher die "Wahrnehmung als Baum" naheliegt?
In Angers im Westen von Frankreich gab es einen internationalen Wettbewerb "Image Angers". Der erste Preis ging an eine Blockrandbebauung, die man hier in Berlin mit Sicherheit "klassisch", also als großen, kompakten Riegel ausgeführt hätte.
Ganz anders das Projekt Arborescence des Architekturbüros Crespy & Aumonts Architects und WY-TO von Paris und Singapur.
Arborescence heißt "Baumstruktur". So ähnlich sieht die markante Eckbebauung des Gebäudes auch aus.
https://www.designboom.com/architecture/crespy-aumont-architectes-wyto-tree-structure-city-nature-03-22-2018/
Die Kandidatenseite beim Wettbewerb: ARBORESCENCE
http://imagine.angers.fr/candidat/arborescence/
Die Projektseite bei WY-TO: Arborescence
http://www.wy-to.com/portfolio/arborescence/
Laut letzterem soll das Projekt sehr vielfältig genutzt werden: 90 Seniorenapartments, 15 Wohneinheiten, Büros mit Co-Working-Spaces, ein Gesundheitszentrum für Kinder, ein Restaurant, ein Swimming Pool und Fitnessräume sowie kommunale Grünanlagen.
> a mixed-use project for a new urban development
Eine Mischnutzung für eine neue städtische Entwicklung.
Von dem Block werden drei Seiten bebaut. Innen ergibt sich ein großzügiger Innenhof. Die markante Baumstruktur steht an einer Ecke.
Die flacheren Teile umfassen 4 Stockwerke. Die Baumstruktur hat 11 Stockwerke. Immer mit weit ausladenden Balkonen, die großzügig mit Grün bepflanzt sind.
Wobei man vom Innenhof bald mehr Grün sieht als von außen her.
Ferner sind die Dächer der flacheren Bebauung ebenfalls grün und mit Bäumen bepflanzt. So daß zwar Boden bebaut und damit versiegelt wird. Insgesamt aber bald mehr Grünflächen als bisher erzeugt werden dürften. Weil eben die bepflanzten und übereinandergestapelten Balkone weitere Flächen zur Verfügung stellen.
Richtig interessant sind einige Skizzen, die zeigen, wie die Blockrandbebauung mit einem großen Würfel an der Ecke in die tatsächliche Struktur transferiert wurde.
Hier in Berlin hätte man das natürlich als Blockrandbebauung genau so gebaut.
Auf der WY-TO - Seite gibt es eine animierte Grafik, die das Verhältnis von umlaufendem Balkon zur Nutzfläche drinnen zeigt.
Ferner Luftaufnahmen des Grundstücks.
Wobei einige der anderen Wettbewerbsteilnehmer
http://imagine.angers.fr/laureats/
ebenfalls Projekte eingereicht haben, bei denen viel Grün auf den Häusern zu finden ist.
Jedesmal, wenn ich solche Projekte sehe, frage ich mich, warum es so etwas nicht schon längst hier in Berlin gibt.
Kurzlink: https://blog.server-daten.de/de/-215
Arborescence, Image Angers, Angers, Frankreich, Crespy & Aumonts Architects, WY-TO, Blockrandbebauung, Berlin
17.03.2018 23:47:26, Jürgen Auer, keine Kommentare
How a Copywriter's Amazing Tribute to Sprite Got Him Hired at W K
Chase Zreet unpacks his video ‘Cover Letter.’
Wer einen Job sucht: Der kann versuchen, diverse Unternehmen per Post anzuschreiben. Womöglich mit "hiermit bewerbe ich mich" - und ab in den Papierkorb.
Ganz anders machte das der Texter Chase Zreet. Er wollte bei der New Worker Agentur Wieden and Kennedy anfangen. Mit dem Ziel, dort die Kampagnen für Sprite zu betreuen.
Was machte er? Er drehte ein Video. Als Rapper. Das Ergebnis: Er bekam den Job.
How a Copywriter’s Amazing Tribute to Sprite Got Him Hired at W+K: Chase Zreet unpacks his video 'Cover Letter'
http://www.adweek.com/agencies/how-a-copywriters-amazing-tribute-to-sprite-got-him-hired-at-wk/
Das Video auf Vimeo: Cover Letter
> A video cover letter dedicated to the Sprite creative team at W+K NYC
Beim Video wundert man sich, ob er in den Hintergrund reingeschnitten wurde. Der Text erläutert das:
> Visually, it’s a delight, with Zreet seen floating around town (thanks to a hoverboard) in, alternately, a green jacket with a lemon on a gold chain around his neck and a yellow jacket with a lime around his neck.
Ein im Video nicht sichtbares Hoverboard wurde genutzt. Das Ganze wurde zweimal gedreht - mit einer grünen und einer gelben Zitrone um den Hals und - dazu konträr - das Jackett.
Die Werbeagentur war jedenfalls begeistert:
> W+K was blown away by the video, and ended up hiring Zreet (how could they not?), who starts in April.
Im April startet er dort - von Dallas nach New York.
W+K NY creative director Jimm Lasser erläutert das:
> “There’s too much emphasis put on portfolios, and not enough on the creative enthusiasm of a candidate,”
Da wird sehr das Portfolio betont - und der Enthusiasmus, die kreative Begeisterung eines Kandidaten geht unter.
> “We like it when candidates want to be at W+K for a variety of reasons, even beyond our work. All the better when they use their unique talents to demonstrate this. Chase made a great ad about himself. He persuaded us to invest in him. He won us over.”
Wir lieben es, wenn Kandidaten bei uns sein wollen - aus verschiedensten Gründen. Wenn sie dafür ihr Talent nutzen, um das zu demonstrieren - umso besser. Chase habe eine tolle Werbung für sich gemacht. Und uns überzeugt, in ihn zu investieren.
Lasser war wohl grade davon begeistert, daß Zreet mit dem Hoverboard unterwegs war und dabei gerapt hat.
Von Sprite gab es keine offizielle Aussage. Allerdings schrieb ein Mitarbeiter von Sprite in den Vimeo-Kommentaren, daß sie das Video lieben würden.
http://www.chasezreet.com/
finden sich einige seiner Arbeiten.
Auf die Idee mit dem Video hat ihn ein Hinweis eines Bekannten gebracht, der davor bei W+K gearbeitet hatte. Der meinte, er könne doch für das Sprite-Team bei W+K arbeiten. Da er ein großer Fan des Rappers Vince Staples ist, kam ihm die Idee mit dem Rap. Schließlich war das in ein paar Tagen geschrieben, für die Aufnahmen war eine Woche notwendig.
Eine Plan B habe er nicht gehabt. Es sei immer ein One-Shot-Deal gewesen.
Jeremy Bartel, der das drehte, half offenbar gewaltig: So war die Idee mit dem Hoverboard wohl zunächst nur ein Ausschnitt:
> The hoverboard technique that was used in the video was buried in one of those ideas. He sat with it for a night and came back with the hoverboard scene and said, “This is it. This is the whole video.”
Aber nach einer Nacht kam er mit der Hoverboard-Szene und meinte: Das sei es. Das sei das ganze Video. Auch die Idee mit dem doppelten Filmen (wechselnde Klamotten) und dem Schnitt, so daß das Jackett im Video ständig wechselt, kam von Jeremy.
Die Reaktion von W+K auf das Video:
> “This is definitely the best original rap track about Sprite/biography of an aspiring copywriter from Texas that we’ve ever received. And we’ve received a ton.”
Der beste Rap zu diesem Thema, den die Agentur je bekommen habe. Und sie hätten viele bekommen.
"Nur" ein Video drehen reicht nicht. Es muß dann schon auch ein gutes Video sein.
Eine spannende Idee. Ab April arbeitet er in New York, was er machen wird, weiß er noch nicht. Aber die Agentur wird seine Kreativität schon sinnvoll einsetzen.
Kurzlink: https://blog.server-daten.de/de/-207
16.03.2018 23:35:28, Jürgen Auer, keine Kommentare
Früher gab es Lohnsteuerkarten: Da trug der Arbeitgeber manuell den gezahlten Lohn und die abgeführten Steuern und Sozialabgaben ein. Der Arbeitnehmer mußte diese Lohnsteuerkarte vom Arbeitgeber nach dem Jahresende erhalten, damit er sie bei seinem Finanzamt als Beleg einreichen konnte.
Ab 2010 wurde das in Deutschland auf ein elektronisches Verfahren umgestellt. Der Arbeitgeber übermittelt diese Zahlen direkt ans Finanzamt. Der Arbeitnehmer erhält sie ebenfalls und trägt sie in seine Einkommensteuererklärung ein.
Aber was passiert, wenn es offenkundige Unstimmigkeiten zwischen den elektronisch übermittelten und den vom Steuerpflichtigen in Papierform oder elektronisch abgegebenen Zahlen gibt?
Einen solchen Fall für 2011 hatte der Bundesfinanzhof entschieden. Hier zugunsten des Steuerpflichtigen.
Die Pressemitteilung: Keine Berichtigung bei Übernahme elektronisch übermittelter Lohndaten anstelle des vom Arbeitnehmer erklärten Arbeitslohns
https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=pm&Datum=2018&nr=35793&pos=1&anz=15
Das Urteil: BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.1.2018, VI R 41/16 - ECLI:DE:BFH:2018:U.160118.VIR41.16.0
https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=pm&Datum=2018&anz=15&pos=1&nr=35805&linked=urt
Der Fall ist über den konkreten und relativ speziellen Fall hinaus interessant, da § 129 Abgabenordnung eine ausdrückliche Berichtigungsmöglichkeit vorsieht
Abgabenordnung (AO): § 129 Offenbare Unrichtigkeiten beim Erlass eines Verwaltungsakts
https://www.gesetze-im-internet.de/ao_1977/__129.html
> Die Finanzbehörde kann Schreibfehler, Rechenfehler und ähnliche offenbare Unrichtigkeiten, die beim Erlass eines Verwaltungsakts unterlaufen sind, jederzeit berichtigen. Bei berechtigtem Interesse des Beteiligten ist zu berichtigen. Wird zu einem schriftlich ergangenen Verwaltungsakt die Berichtigung begehrt, ist die Finanzbehörde berechtigt, die Vorlage des Schriftstücks zu verlangen, das berichtigt werden soll.
Das Finanzamt hatte sich darauf berufen. Sowohl das Finanzgericht Köln als auch der Bundesfinanzhof hatten diese Argumentation verworfen.
Der behandelte Fall (aus der PM):
> Die Klägerin war im Streitjahr (2011) zunächst bei der X GmbH und später bei der Y GmbH beschäftigt. Ihren aus diesen beiden Arbeitsverhältnissen bezogenen Arbeitslohn erklärte sie gegenüber dem FA zutreffend. Die Erklärung wurde in Papierform eingereicht.
Laut dem Urteil ging die Arbeit bei der X GmbH vom Jahresanfang bis zum 31.08.2011. Vom 01.09.2011 - Jahresende folgte die Tätigkeit bei der Y GmbH. Die Einkommensteuererklärung für 2011 wurde im Mai 2012 zusammen mit Belegen eingereicht.
Dann erging Mitte Juli 2012 ein Einkommensteuerbescheid:
> Das FA berücksichtigte im Einkommensteuerbescheid lediglich den Arbeitslohn aus dem Arbeitsverhältnis mit der Y GmbH.
Das stand wohl nicht unter dem Vorbehalt der Nachprüfung, also wurde das einen Monat später bestandskräftig.
> Nach Bestandskraft des Einkommensteuerbescheids stellte das FA fest, dass die X GmbH erst im Nachhinein die richtigen Lohndaten für die Klägerin übermittelt hatte und diese deshalb im Bescheid nicht enthalten waren.
Laut Urteil stellte das Finanzamt erst im November 2013 fest, daß seit dem 22. August 2012 (da müßte der Bescheid schon bestandskräftig gewesen sein) Lohndaten von der X GmbH vorlagen, die im Bescheid nicht berücksichtigt worden waren. Die beiden Summen zusammengezählt ergaben das, was die Klägerin als Einnahmen angegeben hatte.
> Das FA erließ einen Änderungsbescheid, gegen den die Klägerin erfolglos Einspruch einlegte. Das FA sah sich als nach § 129 Satz 1 AO änderungsbefugt an. Nach dieser Vorschrift kann die Finanzbehörde Schreibfehler, Rechenfehler und ähnliche offenbare Unrichtigkeiten, die beim Erlass eines Verwaltungsakts unterlaufen sind, jederzeit berichtigen.
Das Finanzgericht sah das anders und gab der Klage statt. Das bestätigte nun der Bundesfinanzhof. Denn:
> Nach seinem Urteil liegt keine offenbare Unrichtigkeit vor. Entscheidend war hierfür, dass die Klägerin ihren Arbeitslohn zutreffend erklärt, das FA diese Angaben aber ignoriert hatte, weil es darauf vertraute, dass die vom Arbeitgeber elektronisch übermittelten Daten zutreffend waren. Kommt es bei dieser Vorgehensweise zu einer fehlerhaften Erfassung des Arbeitslohns, liegt nach dem BFH kein mechanisches Versehen, sondern vielmehr ein Ermittlungsfehler des FA vor. Eine spätere Berichtigung nach § 129 AO ist dann nicht möglich.
Das ist ja kein Zahlendreher oder Schreibfehler gewesen. Sondern das Finanzamt hat die in Papierform übermittelten Daten nicht mit den auf elektronischem Weg übermittelten Daten abgeglichen. Sonst wäre die Differenz von 8 Arbeitsmonaten aufgefallen.
Sprich: Es lag bedeutend mehr als "nur" ein Schreibfehler oder Rechenfehler vor. Aus der Begründung (RN 17): Das Finanzamt
> ... hat deshalb insbesondere bewusst keinen Abgleich der der Einkommensteuererklärung der Kläger elektronisch "beigestellten" Daten mit den von diesen erklärten Daten vorgenommen. Führt diese vom FA gewählte Vorgehensweise bei der Bearbeitung einer Einkommensteuererklärung zu einer unzutreffenden Erfassung des Arbeitslohns, stellt dieser Fehler keine einem Schreib- oder Rechenfehler gleichgestellte ähnliche offenbare Unrichtigkeit und damit kein mechanisches Versehen dar. Durch den bewusst unterlassenen Abgleich der der Steuererklärung elektronisch beigestellten Daten mit den vom Steuerpflichtigen erklärten Daten liegt insbesondere kein bloßes Übersehen erklärter Daten vor, das regelmäßig zu einer Berichtigungsmöglichkeit nach § 129 AO führt
Interessant dabei ist, daß bei Angestellten ohnehin nur der Nettolohn überwiesen wird. Bei einem alleinstehenden Angestellten würde so ein Fehler also kaum etwas ausmachen, Lohnsteuer ist ja bereits pro Monat abgeführt. Anders (dann allerdings auch sehr unwahrscheinlich) wäre es, wenn jemand erst 8 Monate selbständig und anschließend vier Monate angestellt ist. Und das Finanzamt die 8 Monate nicht berücksichtigt, von denen noch keine Einkommensteuer gezahlt wurden.
Da es sich bei den Klägern um ein gemeinsam veranlagtes Ehepaar handelte, sank aber das insgesamt zu versteuernde Einkommen um die acht nicht berücksichtigten Monate der Frau bei der X GmbH. Damit dürfte das Ehepaar per Splittingtabelle Geld zurückerhalten haben, was es ohne diesen Fehler nicht gegeben hätte.
Ferner kann das durch den Fehler gesunkene Gesamteinkommen der Familie an anderen Stellen Auswirkungen haben. Etwa bei der Berechnung der zumutbaren Eigenbeteiligung. Sucht die Familie umgekehrt eine neue Wohnung, könnte sich ein niedrigeres Einkommen sowohl positiv als auch negativ bemerkbar machen.
Laut dem zweiten Leitsatz
> Stimmen der vom Steuerpflichtigen erklärte und der der Einkommensteuererklärung beigestellte Arbeitslohn nicht überein, hat der Sachbearbeiter regelmäßig --ggf. in weiteren Datenbanken-- zu ermitteln, welches der zutreffende Arbeitslohn ist.
muß der Sachbearbeiter in so einem Fall explizit ermitteln, was der zutreffende Arbeitslohn ist.
PS: Es gibt noch ein zweites, ähnliches Urteil. Auch hier hatte der Arbeitnehmer die Einkommensteuererklärung in Papierform und korrekt ausgefüllt.
BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.1.2018, VI R 38/16 - ECLI:DE:BFH:2018:U.160118.VIR38.16.0
https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&Datum=Aktuell&nr=35817&pos=5&anz=37
Da hatte der in NRW wohnende Arbeitnehmer im Jahr 2013 nur zwei Monate bei einem Unternehmen in NRW gearbeitet, anschließend folgten 9 Monate bei einem Unternehmen in Niedersachsen. Da hatte der Sachbearbeiter nur diese zwei Monate berücksichtigt, die Einkommensteuer wurde damit auf 0 Euro festgesetzt. Die 2 Monate wurden in einer Übersicht von NRW angezeigt. Die 9 Monate waren dagegen nur über eine Suche auffindbar, die das gesamte Bundesgebiet umfaßte.
Das FG Düsseldorf hatte die Klage abgelehnt. Der Bundesfinanzhof hat das FG-Urteil - analog zum oberen Fall - dagegen aufgehoben und der Klage stattgegeben.
Kurzlink: https://blog.server-daten.de/de/-206
15.03.2018 23:10:37, Jürgen Auer, keine Kommentare
Etwa eine Milliarde Menschen weltweit haben keinen Zugang zu adäquaten Wohnungen. ICON, ein US-Unternehmen, hat zusammen mit dem Non-Profit-Unternehmen New Story ein Verfahren entwickelt, wie - unter limitierten Bedingungen - Häuser per 3D-Drucker hergestellt werden können.
In Austin, Texas wurde nun ein solches Haus vorgestellt. Gedruckt von einem mobilen 3D-Drucker, Vulcan genannt. Er soll auch dann funktionieren, wenn Energie nur unzuverlässig zur Verfügung steht und wenn Trinkwasser nicht zum Hausbau genutzt wird. So, wie das in ländlichen Gegenden in El Salvador oder Haiti der Fall ist.
Jason Ballard, der Co-Founder von ICON:
> “With 3D-printing, you not only have a continuous thermal envelope, high thermal mass, and near zero-waste, but you also have speed, a much broader design palette, next-level resiliency, and the possibility of a quantum leap in affordability. This isn’t 10 percent better, it’s 10 times better.”
Die Website von ICON:
Das Video, das Ausschnitte des Druckprozesses zeigt:
Der Drucker druckt "dicke Würste" und legt diese übereinander. Zwischen den so hochgezogenen Außen- und Innenwänden gibt es schräge Würste zur Stabilisierung.
hat wohl in den letzten vier Jahren bereits mehr als 800 Häuser in vier Ländern gebaut. Allerdings mit anderen Techniken. Und sucht nun Unterstützer, die die Kosten für ein Haus spenden.
findet sich eine Art Zeitplan. Demnach sollen bis Mitte April 600.000 Dollar gesammelt werden. Damit soll der Drucker noch weiterentwickelt und getestet werden. Dann wird er von Austin nach El Salvador gebracht, offenbar ist das aktuell noch ein Unikat. Dort sollen lokale Mitarbeiter damit arbeiten und schließlich die erste Community drucken. Zusätzlich werden 400.000 Dollar bis Ende Mai gesucht, mit denen die ersten 100 Häuser gedruckt werden sollen.
Spender können Patenschaften für Familien übernehmen, die am Ende in das vom Spender finanzierte Haus einziehen.
Mal sehen, wie sich das im Sommer weiterentwickeln wird. Wo man diese halbflüssige Betonmasse in El Salvador hernehmen soll, ist mir aktuell noch unklar.
Wer 250K spendet, nach dem wird eine Straße in einem dieser neuen Communities benannt. Für einen 500K-Spender wird ein Drucker nach dem Spender benannt.
Our Process: Local partners and community involvement allow us to operate in the smartest and most effective way.
https://newstorycharity.org/locals/
stellt New Story den Prozess vor, wie in den letzten Jahren bereits etwa 1.300 Häuser für Menschen in Haiti, El Salvador, Bolivien und Mexiko gebaut wurden.
Learn from Locals - People First Design - Community Planning: Keine einzelnen Häuser, sondern Communities mit 50 Häusern. Dazu Schulen, Spielmöglichkeiten und Möglichkeiten, zu arbeiten - Local workers and local Materials - Measure Impact - Learn and iterate.
Die Häuser wurden bislang von lokalen Arbeitskräften gebaut. Da würde nun der 3D-Printer eine erhebliche Beschleunigung produzieren. Allerdings kann der Drucker nicht alles: Fenster und Türen müssen eingesetzt werden. Die sanitären Anlagen sind einzurichten. Die Dachkonstruktion dürfte in El Salvador nicht so schick sein wie bei dem Modellhaus in Austin.
Kurzlink: https://blog.server-daten.de/de/-205
14.03.2018 23:05:40, Jürgen Auer, keine Kommentare
Ende Januar hatte das schon Facebook vorgemacht. Und Online-Werbung für Bitcoin, binary Options und andere Ads, die sich auf Kryptowährungen bezogen, per Policy untersagt.
Nun zieht Google nach, wobei das Verbot erst ab Juni 2018 greifen soll.
Auch bei Google sollen ab diesem Zeitpunkt diverse Bewerbungen von Bitcoin und anderen Kryptowährungen, Börsen für diese und binary Options untersagt werden.
Ads: An advertising ecosystem that works for everyone
Der dort verlinkte Eintrag in den Adwords-Richtlinien: Finanzdienstleistungen: Neue Richtlinie zu eingeschränkt zulässigen Finanzprodukten (Juni 2018)
Ab dann soll gelten (Link 2):
> Nach Inkrafttreten der Richtlinienänderungen ist die Auslieferung von Anzeigen für Aggregatoren und Affiliates für folgende Produkte nicht mehr zulässig:
> Differenzkontrakte
> Devisenkassageschäfte
> Financial Spread Betting
> Binäre Optionen und ähnliche Produkte
> Kryptowährungen und zugehörige Inhalte
Die ersten drei können weiterhin beworben werden, falls die Werber sich von Google zertifizieren lassen. Das wird es nur in bestimmten Ländern geben. Dafür ist u.a. eine Lizenz der zuständigen Behörde für Finanzdienstleistungen notwendig. Unter
https://support.google.com/adwordspolicy/answer/7645254
ist das näher ausgeführt: Demnach sind im EU-Raum Bewerbungen zulässig,
> sofern der Anbieter dieser Produkte im Europäischen Wirtschaftsraum von einer zuständigen nationalen Behörde lizenziert ist.
> Andere vor Ort geltende rechtliche Bedingungen, etwa Hebelbeschränkungen und Risikowarnungen, müssen ebenfalls erfüllt werden.
Das dürfte also die meisten "grauen Bewerbungen" stoppen.
Der erste Artikel erwähnt diese Einschränkungen erst im letzten Absatz. Davor wird aufgezählt, was so alles im letzten Jahr an Werbung blockiert wurde:
3,2 Milliarden Ads wurden geblockt, das sind mehr als 100 pro Sekunde. Das meiste wird geblockt, bevor das Leute zu Gesicht bekommen. Ferner:
> We blocked 79 million ads in our network for attempting to send people to malware-laden sites, and removed 400,000 of these unsafe sites last year. And, we removed 66 million “trick-to-click” ads as well as 48 million ads that were attempting to get users to install unwanted software.
79 Millionen Werbeanzeigen wurden geblockt, die Nutzer auf malware-verseuchte Sites schicken wollten. 400.000 dieser Sites wurden entfernt. 66 Millionen "trick-to-click"-Werbung, 48 Millionen Anzeigen, die unerwünschte Software installierte.
320,000 Publisher sind rausgeflogen, etwa 90.000 Websites wurden geblacklistet. Und 700.000 mobile Apps. Ferner wurden pro Monat 2 Millionen Seiten aus dem Partnernetzwerk entfernt, die gegen Policies verstoßen hatten.
Dann wurden Regeln für Sites verschärft, die Google-Werbung einblenden und versuchen, damit Geld zu verdienen. Etwa scheinbare News-Seiten:
> Essentially this means that you can’t serve ads if you’re pretending to be a legitimate news website based in London when you’re actually a content scammer in a different city.
Eine legitime News-Seite, scheinbar in London beheimatet, kann nicht jemandem gehören, der anderswo ein Contentspammer ist. Eine kleine Zahl von Publishern sei für die Mehrzahl dieser Fälle verantwortlich gewesen. 650 dieser Sites wurden geblockt, 90 Publisher ausgeschlossen.
Ähnlich Websites, die Content von anderswo klauen. 12.000 dieser Scraping-Websites seien geblockt worden. Das ging von 10.000 im Jahr 2016 hoch. Noch stärker war die Steigerung bei Websites mit scheinbar sensationellen Inhalten, die ganz andere Dinge verkauften. Etwa Diätpillen. Das ging von 1.400 (2016) auf mehr als 7000 Adwords-Accounts hoch, die geblockt wurden.
Der Artikel von Ende Januar zum Facebook-Stopp:
https://blog.server-daten.de/de/2018-01-31/Interessante-Entwicklung--Facebook-stoppt-Werbung-fuer-Finanzprodukte-und-Services-wie-Kryptowaehrungen--Initial-Coin-Offering--ICO--und-binaere-Optionen-162
Damit wird ab Juni auf den beiden größten Werbeplattformen die Bewerbung dieser Produkte nicht mehr möglich sein.
sind - wie bei Facebook - auch Initial Coin Offering (ICO) vom Werbebann betroffen. Ferner sei der Bitcoin-Wert um 9,1 Prozent abgesackt, nachdem der Google-Beitrag bekannt wurde.
Kurzlink: https://blog.server-daten.de/de/-204
A new View of the Moon - Alex Gorosh und Wylie Overstreet lassen Passanten in Los Angeles den Mond durch ein mobiles Teleskop betrachten - awe - Ehrfurcht
13.03.2018 22:49:52, Jürgen Auer, keine Kommentare
Jeder von uns hat ihn schon oft gesehen: Der Mond, der die Erde als treuer Begleiter umkreist. Und sein Aussehen ändert: Vom Vollmond schrumpft er zur Sichel und zum Neumond - und wird dann wieder schrittweise größer.
Aber: Der Mond ist weit weg, nur eine winzige helle Scheibe am nächtlichen Himmel.
Wylie Overstreet als "Aufsteller" und Alex Gorosh, der die Szenen filmte, haben ein verblüffendes und faszinierendes Experiment durchgeführt. Wylie war mit einem mobilen Teleskop in Los Angeles unterwegs. Baute das auf, justierte es, so daß man den Mond in Nahaufnahme sah. Prompt wurde er von Passanten angesprochen. Und lud sie ein, einen Blick durch das Teleskop zu werfen. Alex filmte das.
http://www.thisiscolossal.com/2018/03/a-new-view-of-the-moon/
Das Video auf Vimeo: A New View of the Moon (ganz neu, 14 Stunden alt):
> We took a telescope around the streets of Los Angeles to give strangers an up-close look at a familiar object; a new view of the moon.
> All of the footage in this short film was captured in-camera without any compositing in post-production.
> Music: Claire de Lune by Claude Debussy
Keinerlei Nachbearbeitung habe es gegeben.
18 Monate seien sie unterwegs gewesen. Sie hatten das Teleskop an möglichst unterschiedlichen Orten in Los Angeles aufgebaut. Und wollten sicherstellen, daß nicht irgendeine spezielle Gegend oder Nachbarschaft bevorzugt worden ist.
> Despite the range of individuals that snuck a peek at the orbiting astronomical body, each had the same reaction— complete awe.
Die Reaktion sei immer dieselbe gewesen: Ehrfurcht.
Eine schöne Formulierung von Wylie Overstreet:
> “It makes you realize that we are all on this small little planet, and we all have the same reaction to the universe we live in. I think there is something special about that, something unifying. It’s a great reminder that we should look up more often.”
Wir leben alle auf diesem kleinen Planeten. Und wir zeigen alle dieselbe Reaktion beim Anblick in das Universum, in dem wir leben. Es sei etwas sehr spezielles, etwas einheitsstiftendes. Eine großartige Erinnerung daran, daß wir öfters mal nach oben sehen sollten.
Der Text verweist darauf, daß man in lokalen Bibliotheken in den USA und in Großbritannien Teleskope ausleihen könne.
https://www.wylieoverstreet.com/
Die oben zitierte Formulierung taucht im Video als gesprochener Text auf.
Auf YouTube gibt es das Video ebenfalls:
> We took a telescope around the streets of Los Angeles to give passersby an up-close look at a familiar object: a new view of the moon.
> What a beautiful video. Really makes me happy to see so many different people excited like kids again.
Kurzlink: https://blog.server-daten.de/de/-203
A new View of the Moon, Mond, Teleskop, Universum, Alex Gorosh, Wylie Overstreet, Los Angeles, awe, Ehrfurcht
Knife from Pasta or Katsuobushi - scharfes Küchenmesser - aus Nudeln hergestellt - japanischer Künstler macht Messer aus Nudeln, Schokolade, Fisch und Holz
12.03.2018 23:48:03, Jürgen Auer, keine Kommentare
Any kitchen innovation that reduces the number of dishes you have to clean is always welcome, and that’s exactly why we love this functional knife made from dried pasta. Not only can it be used to slice up tomatoes for a sauce, it can also be boiled and eaten as the main course.
Wenn Sie überlegen, ein Messer selbst herzustellen: Dann denken Sie womöglich, daß Sie dafür erst einmal wissen sollten, wie man Metall schmiedet. Und wie man das anschließend scharf schleift. Ein Holzgriff ist natürlich auch notwendig.
Aber geht das auch ganz anders? Mit "üblichen Küchenmaterialien"? Ein japanischer Künstler, dessen Name nicht in einer Übersetzung zu finden war, stellt scharfe Messer aus Nudeln und anderen Dingen her.
https://sploid.gizmodo.com/this-super-sharp-knife-made-from-pasta-probably-cuts-be-1823522699
Der YouTube-Kanal: 圧倒的不審者の極み!
Das Video zum Messer aus Nudeln: schärfstes Nudelküchenmesser in der Welt
Pasta ist hart - und elastisch. Dann baut er sich erst einmal einen Rahmen, dessen Zweck später klar wird. Die eigentliche Herstellung:
Nudeln (lang und dünn) werden erst einmal zerbrochen und im Mixer zerkleinert. So daß das Ergebnis durch ein feines Sieb passt. Das wird mit wenig Wasser zu einer festen Masse geknetet, es folgt eine kleine Beimischung wohl von Hartweizengries. Das Ergebnis kommt in einen Vakuumbeutel, wird relativ flach ausgewalzt. Daraus wird die Rohform ausgeschnitten. Da dient ein normales Messer als Vorlage.
Dann kommt das in Wasser und in die Mikrowelle. Das Ergebnis wird in den am Anfang hergestellten Rahmen gelegt und eine Woche getrocknet.
Die so gebaute Rohform wird nun mit einem Hobel bearbeitet, so daß eine Schneide entsteht. Dann kommt eine ganze Reihe von Schleifsteinen zum Einsatz. Die wohl schrittweise immer feiner werden. Damit ist das erste Messer etwa nach 6,5 Minuten Video fertig.
Die Herstellung war aber wohl doch zu aufwendig. Eine zweite Variante nutzt eine Silikon-Hohlform (Basis: Das Küchenmesser) und füllt in diese den Pastateig ein. Dann kommt das in einen Vakuumbeutel und in die Mikrowelle. Wird danach aus der Silikonform genommen und ebenfalls im Rahmen eine Woche getrocknet. Das Schleifen und Schärfen erfolgt nach demselben Muster.
Zumindest Tomaten ließen sich damit wunderbar schneiden. Und die Spitzen sind auch so scharf, daß man damit problemlos in einen Pappkarton Schlitze reinstechen kann. Oder eine Plastikflasche ansticht.
Nach all diesen Demonstrationen ist der Künstler hungrig. Setzt einen Topf mit Salzwasser auf. Stellt das Messer schräg rein. Dann wird Käse geschmolzen. Und das nun weiche Messer genüßlich zerschnitten und verspeist.
Das "Schokoladenmesser" basiert auf einer eigenen Schokolade: Japanische Murmeln, die wohl größtenteils aus Zucker sind, gemischt mit Kakao.
Essen kann geschnitten werden. Küchenmesser mit Schokolade
https://www.youtube.com/watch?v=Jct33SgQofY
Die Basis für das Fischmesser
Mach ein Messer mit Welt Nr.1 hartem Essen
ist Katsuobushi - dried bonito
https://de.wikipedia.org/wiki/Katsuobushi
Getrockneter und geräucherter Bonito, eine Fischart. Das sieht wie ein Stück Holz aus. Mit einem Hobel lassen sich davon dünne Stücke abhobeln und für Suppe verwenden.
Ein Stück Katsuobushi ist so hart, daß man damit Nägel einschlagen kann.
Das Fischmesser wird komplett aus diesem Katsuobushi-Stück hergestellt: Erst per Hobel die Grundform, dann wieder das Schleifen. Das Messer ist so scharf, daß gegen Ende des Videos eine übliche Getränkedose mit einem Hieb in der Mitte durchstochen werden kann. Und alles, was vom ursprünglichen Katsuobushi weggehobelt wurde, kann natürlich weiterhin zum Essen verwendet werden.
Wer es nachmachen möchte: Da stecken diverse zusätzliche handwerkliche Fähigkeiten drin, die man erst einmal mitbringen muß. Und ein gewisser Materialeinsatz.
Kurzlink: https://blog.server-daten.de/de/-202
Knife, Pasta, Nudeln, Katsuobushi, dried bonito, Messer, Messerherstellung, Japan
08.03.2018 23:45:41, Jürgen Auer, keine Kommentare
Wenn ein Insolvenzverfahren eröffnet wird, dann kann die Verwertung der Insolvenzmasse steuerlich dazu führen, daß sich eine Zahlungsverpflichtung zur Einkommensteuer ergibt. Für die Zahlung ist jedoch der Insolvenzverwalter zuständig, der erst einmal die Gläubiger bezahlt. Damit bleibt diese Einkommensteuer als Masseverbindlichkeit liegen.
Wird das Insolvenzverfahren wegen Masseunzulänglichkeit eingestellt, dann kann dem Schuldner Restschuldbefreiung gemäß der Insolvenzordnung gewährt werden. Damit ist der Schuldner erst einmal schuldenfrei und kann neu starten.
Aber was ist, wenn der nun ehemalige Schuldner wieder berufstätig wird und sich innerhalb dieser Tätigkeiten Erstattungsansprüche gegenüber dem Finanzamt ergeben?
Dann darf das Finanzamt diese Erstattungsansprüche mit der "liegengebliebenen Einkommensteuer" verrechnen.
So der Bundesfinanzhof in einem Urteil vom November 2017, zu dem nun eine Pressemitteilung veröffentlicht wurde.
Keine Restschuldbefreiung für Masseverbindlichkeiten - Urteil vom 28.11.2017 VII R 1/16
https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&Datum=Aktuell&nr=35745&linked=pm
Das Urteil: BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.11.2017, VII R 1/16 - ECLI:DE:BFH:2017:U.281117.VIIR1.16.0
https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bfh&Art=en&Datum=Aktuell&nr=35757&linked=urt
> Ist Einkommensteuer im Insolvenzverfahren als Masseverbindlichkeit entstanden, aber vom Insolvenzverwalter aufgrund von Masseunzulänglichkeit nicht beglichen worden, darf das Finanzamt (FA) die Steuerschuld nach Abschluss des Insolvenzverfahrens mit Erstattungsansprüchen des ehemaligen Insolvenzschuldners verrechnen. Eine dem Insolvenzschuldner erteilte Restschuldbefreiung steht dem nicht entgegen
Die Zeiträume zwischen den einzelnen Entscheidungen finden sich im Urteil (RN 1 - 3):
> 1. Über das Vermögen des Klägers und Revisionsbeklagten (Kläger) wurde am 15. März 2007 das Insolvenzverfahren eröffnet. Für das Jahr 2008 entstand aufgrund der Verwertung von Insolvenzmasse durch den Insolvenzverwalter Einkommensteuer, die aus der Masse nicht bezahlt wurde.
> 2. Am 20. März 2012 zeigte der Insolvenzverwalter Masseunzulänglichkeit an. Am 15. Juli 2013 wurde das Insolvenzverfahren eingestellt; dem Kläger wurde Restschuldbefreiung erteilt.
> 3. Mit Bescheid vom 27. März 2015 setzte der Beklagte und Revisionskläger (das Finanzamt --FA--) Einkommensteuer für 2013 fest. Aufgrund von Vorauszahlungen und einbehaltener Lohnsteuer führte die Festsetzung zu einem Erstattungsanspruch des Klägers. Diesen verrechnete das FA mit der noch offenen Forderung aus Einkommensteuer 2008 und erließ am 31. März 2015 einen entsprechenden Abrechnungsbescheid.
Dagegen Einspruch, der wurde zurückgewiesen. Das Finanzgericht hatte der Klage noch stattgegeben. Die dagegen gerichtete Revision führte nun zur Aufhebung des Urteils und zur Abweisung der Klage. Denn:
> Masseverbindlichkeiten werden nach seinem Urteil [dem BFH-Urteil vom November 2017] weder von einer Restschuldbefreiung erfasst - dies hatte der Bundesgerichtshof (BGH) bislang offengelassen - noch steht der Verrechnung eine sich aus dem Insolvenzverfahren ergebende Haftungsbeschränkung entgegen.
Ein Insolvenzverfahren hat zwar den Zweck, daß der Schuldner sich von seinen Verbindlichkeiten befreien kann. Aber:
> Die Restschuldbefreiung nach § 301 InsO sei aber ausdrücklich auf Insolvenzgläubiger beschränkt.
Der Bundesfinanzhof verweist auf den expliziten Gesetzestext:
> Hätte der Gesetzgeber die Restschuldbefreiung auch auf Masseverbindlichkeiten erstrecken wollen, so hätte er dies entsprechend regeln müssen.
Zentrals sind die RN 13 + 14 aus dem Urteil:
> Die Restschuldbefreiung wirkt gemäß § 286 und § 301 Abs. 1 Satz 1 InsO gegen alle Insolvenzgläubiger. Insolvenzgläubiger sind alle persönlichen Gläubiger des Schuldners, die zur Zeit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens einen begründeten Vermögensanspruch gegen den Schuldner haben (§ 38 InsO). Der anspruchsbegründende Tatbestand muss also bereits vor Verfahrenseröffnung abgeschlossen sein
Damit fallen Forderungen, die erst später entstanden sind, nicht unter die Restschuldbefreiung.
> Massegläubiger (§ 53 InsO) sind keine Insolvenzgläubiger und Masseverbindlichkeiten sind keine Insolvenzforderungen. Daher werden Masseverbindlichkeiten nach dem eindeutigen Wortlaut des § 301 Abs. 1 Satz 1 InsO und der Systematik der §§ 35 ff. und 286 ff. InsO von der Restschuldbefreiung nicht erfasst.
§ 301 der Insolvenzordnung lautet ( https://www.gesetze-im-internet.de/inso/__301.html ):
> § 301 Wirkung der Restschuldbefreiung
> (1) Wird die Restschuldbefreiung erteilt, so wirkt sie gegen alle Insolvenzgläubiger. Dies gilt auch für Gläubiger, die ihre Forderungen nicht angemeldet haben.
Da steht eben nicht drin, daß die Restschuldbefreiung auch für Masseverbindlichkeiten gilt. Da der Gesetzgeber das nicht anders geregelt hat, fallen Masseverbindlichkeiten nicht unter die Restschuldbefreiung.
Kurzlink: https://blog.server-daten.de/de/-198
2018 Sony World Photography Awards Shortlist - ein Ausschnitt von zwanzig Photos - beeindruckende Bilder aus der ganzen Welt
07.03.2018 23:42:41, Jürgen Auer, keine Kommentare
Culled from nearly 320,000 entries from more than 200 countries, the 2018 Sony World Photography Awards (previously) have announced their shortlist of winners. We've selected highlights from several categories, ranging from architecture and travel to contemporary issues and portraiture. Winners will
Bei der World Photography Organisation gibt es auf der Website einen Punkt "Sony World Photography Awards". Ein großer Photowettbewerb, der wohl seit Jahren durchgeführt wird.
Der Wettbewerb für 2018 ist bereits geschlossen. Etwa 320.000 Einsendungen aus mehr als 200 Ländern gab es.
Daraus wählte die Redaktion von thisiscolossal 20 Photos aus.
Photography: Highlights from the 2018 Sony World Photography Awards Shortlist [20 Photos]
http://www.thisiscolossal.com/2018/03/2018-sony-world-photography-awards-shortlist/
Die Unterseite bei WorldPhoto: Sony World Photography Awards
Die 10 Kategorien des "Open-Wettbewerbs" werden am 20.03.2018 vorgestellt. Alle anderen (es gibt insgesamt 4 Wettbewerbe) folgen am 19.04.2018.
Das linke Bild aus der Vorschau:
Es zeigt diverse Boote von oben.
Besonders faszinierend finde ich das drittletzte Bild:
Walking, © Suphakaln Wongcompune, Thailand, Commended, Open, Travel (Open competition)
Auf sehr hohen Pfosten ruht ein Steg, hoch über dem Wasser. Vier Frauen laufen oben. Die erste mit Fahrrad, die beiden nächsten transportieren irgendetwas größeres auf ihren Köpfen. Die vierte scheint nichts gesondert dabei zu haben. Dann folgt ein Hund.
In Deutschland wäre so ein Steg undenkbar: Das müßte von der Bauaufsicht abgenommen werden, da fehlen Sicherheitsgeländer.
Ein paar Bilder höher:
Before sunrise, Mount Kilauea volcano © Joseph Anthony, United Kingdom, Commended, Open, Landscape & Nature
Heißes Magma ergießt sich ins Wasser. Blaue und graue Farbtöne, dazwischen das hellgelbe Magma.
Etwas drüber: Ebenfalls eine Luftaufnahme, wohl wie das Photo aus der Vorschau per Drohne aufgenommen.
Patterns of Glacial River, © Manish Mamtani, India, Shortlist, Open, Travel (Open competition)
Ein Fluß mit einer Brücke und einem Auto. Das Wasser mit verblüffenden Farbmustern. Wobei die Suche nach "Glacial River" keine näheren Auskünfte lieferte.
Mammatus, © Mitch Dobrowner, United States of America, Shortlist, Professional, Natural World & Wildlife
Intensive Mammatus-Wolken: Beutelartige, an der Unterseite von Wolken hängende Ausformungen. Als ob gleich ein entsetzlicher Sturm über dem weiten Land ausbricht.
Schließlich das Photo ganz oben:
Magical Sunrise, © Marcelo Portella, Brazil, Commended, Open, Landscape & Nature
Lauter Pflanzen, die von innen heraus zu leuchten scheinen. Dabei sind es "nur" die helleren Farben, die diesen Eindruck hervorrufen.
Diejenigen, die es auf die Shortlists geschafft haben, nehmen an einer Ausstellung im Somerset House, London teil.
Den "richtigen Augenblick", den "richtigen Ausschnitt" erwischen. Nach womöglich stundenlangem Warten oder Herumsuchen.
Kurzlink: https://blog.server-daten.de/de/-197
World Photography Organisation, Sony World Photography Awards, Art
Surreale Photo-Manipulationen von Bildern - nicht als Spielerei, sondern als eigenständige Kunstwerke - die Bilderwelten von Sergey Dryutskiy
05.03.2018 23:45:11, Jürgen Auer, keine Kommentare
"If We Are Gonna Perform Inception Then We Need Imagination": Surreal Photo Manipulations By Sergey Dryutskiy
"Mit Photoshop ein Bild manipulieren" - das kann doch jeder. So möge vielleicht der eine oder andere denken. Da werden Leute wegretuschiert oder schlanker gemacht. Oder Farben werden ausgetauscht.
Ganz anders sind die Bilderwelten von Sergey Dryutskiy aufgebaut. Da sind die Photos das Ausgangsmaterial. Und ein Werkzeug wie Photoshop oder etwas ähnliches ist eben ein Werkzeug: Um aus dem "Rohmaterial Bilder" etwas Neues zu erschaffen, das nun um Dimensionen über das Ausgangsmaterial hinausgeht. Wie ein Maler, der aus Farben etwas Neues erschafft. Hier sind Photos das Ausgangsmaterial.
"Photo Manipulationen" trifft es deshalb nicht so wirklich. Es werden nicht Arme und Beine verschlankt und Hautunebenheiten beseitigt. Sondern es werden ganz neue Bilder produziert. Die es davor nicht gab.
Das Ergebnis sind Bilder, die eigene Bilderwelten erschaffen. Die Logik sträubt sich zunächst - und das Bild zieht einen aber dann in seinen Bann.
Etwa die Leute auf dem Skateboard: Vor denen eine atemberaubende Fahrt zu liegen scheint.
https://designyoutrust.com/2018/02/gonna-perform-inception-need-imagination-surreal-photo-manipulations-sergey-dryutskiy/
Für den Anfang - benötigen wir Imagination.
> Sergey’s manipulations open the door to his imaginative world, where a beautifully intriguing landscapes boast surreal elements.
Die Bilder öffnen die Tür zu seiner imaginativen Welt - schöne Landschaften mit surrealen Elementen.
Das zweite Bild (oben rechts in der Vorschau zu sehen) ist ähnlich wie das erste: Nicht jemand auf dem Skateboard, sondern ein "kleiner Bus als Wohnmobil". Vor dem eine atemberaubende Strecke liegt.
Dann folgen wiederkehrende Motive. Einzelne Personen, deren direkte Umgebung alltäglich ist. Dahinter türmt sich aber eine unendliche Phantasiewelt auf. Hochkant gelegte Städte oder Städte, die in der Luft hängen. Oder zwei Städte, die ineinander wachsen. Die eine von unten nach oben. Die andere von oben nach unten.
Ein Paar auf einer Bank. Im Hintergrund, über den Wolken, eine doppelte Stadt. Das ist oben das Vorschaubild links. In der kleinen Version könnte man denken, daß einfach ein See zwischen dem Paar auf der Bank und der im See gespiegelten Stadt liegt. Das größere Photo zeigt, daß es zwar einen See gibt. Darüber folgen aber Wolken - und erst dann die doppelte Stadt.
Rolltreppen, die ins Ungewisse führen. Dahinter türmen sich Städte auf, die eine wächst von links nach rechts, die andere von rechts nach links.
Ständig ist man versucht, zu sagen: "Bleib stehen". Aber sind die Gebilde hinter den Personen real oder eben nur "Imagination"?
graphicshot - Sergey Dryutskiy Digital Artist | Photographer
https://www.instagram.com/graphicshot/
gibt es die Bilder in der Vorschau in einem kleineren Format, damit etwas kompakter. Damit kann man sich etwas leichter einen Überblick über die dort veröffentlichten aktuell 173 Bilder verschaffen.
Kurzlink: https://blog.server-daten.de/de/-195
Surreale Photo-Manipulationen, Sergey Dryutskiy, Surreal Photo Manipulations, Art