Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%202005,%201051
Timestamp: 2019-10-17 17:03:28
Document Index: 185624383

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 5']

BGH, 13.04.2005 - IV ZR 62/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,1816
BGH, 13.04.2005 - IV ZR 62/04 (https://dejure.org/2005,1816)
BGH, Entscheidung vom 13.04.2005 - IV ZR 62/04 (https://dejure.org/2005,1816)
BGH, Entscheidung vom 13. April 2005 - IV ZR 62/04 (https://dejure.org/2005,1816)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2005,1816) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Beweislast bei vorsätzlicher Herbeiführung eines Versicherungsfalles; Anforderungen an einen Verstoß gegen den Anspruch auf rechtliches Gehör und das Willkürverbot
Die volle Beweislast für die vorsätzliche Herbeiführung des Versicherungsfalls liegt beim Versicherer, dem allerdings Beweiserleichterungen durch Indizien zugute kommen können
NJW 2005, 2855 (Ls.)
NJW-RR 2005, 1051
NZV 2005, 515 (Ls.)
VersR 2005, 1387
Dabei obliegt es tatrichterlicher Wertung, ob der jeweilige Sachverhalt eine vollständige Umkehr der Beweislast oder lediglich Beweiserleichterungen rechtfertigt (vgl. BGH, Urteil vom 13. April 2005 - IV ZR 62/04, NJW-RR 2005, 1051, 1052; Urteil vom 23. September 2003 - XI ZR 380/00, NJW 2004, 222; Urteil vom 28. November 2000 - X ZR 194/97, zitiert nach juris, Tz. 25; Urteil vom 11. März 1993 - III ZR 182/91, zitiert nach juris, Tz. 11).
Hinzukommen muss vielmehr, dass die fehlerhafte Rechtsanwendung unter Berücksichtigung des Schutzzweckes von Artt. 3 Abs. 1 und 103 Abs. 1 GG nicht mehr verständlich ist und sich daher der Schluss aufdrängt, dass sie auf sachfremden Erwägungen beruht (BVerfG NJW 1994, 2279; BGH Beschluss vom 13. April 2005 - IV ZR 62/04 - NJW-RR 2005, 1387).
Ihm kommen hierbei keine Beweiserleichterungen zugute, so dass er den Vollbeweis zu führen hat (BGH NJW-RR 1999, 1184, 1185. VersR 2005, 1387).
Dabei kommen dem Versicherer grundsätzlich keine Beweiserleichterungen zu; vielmehr hat er durch die Darlegung und den Beweis von Indizien die für seine Leistungsfreiheit erforderliche Kausalität des grob fahrlässigen Verhaltens des Versicherungsnehmers für die Herbeiführung des Versicherungsfalles zu beweisen (vgl. BGH, Beschluss vom 13.04.2005 - IV ZR 62/04 -, VersR 2005, 1387).
Zumal auch unter Berücksichtigung von BGH IV ZR 62/04 (unter anderem in VersR 2005, 1387) dürften die Fragen des Beweismaßes allgemein und insbesondere die einer möglichen Beweiserleichterung für den Versicherer bezüglich der Entwendungskausalität nicht als grundsätzlich zu thematisieren sein.
Hierbei ist ihm auch eine Beweisführung durch Indizien eröffnet (BGH VersR 2005, 1387 = r+s 2005, 292 m.w.N.).
Sie sind aber nicht verpflichtet, sich mit jedem Vorbringen in den Entscheidungsgründen ausdrücklich zu befassen (BGH Beschluss vom 13. April 2005 - IV ZR 62/04 - NJW-RR 2005, 1051, 1052 m.w.N.).
Nicht hingegen hat das Gericht jedes Vorbringen in den Gründen der Entscheidung ausdrücklich zu bescheiden (vgl. BVerfG, Urteil vom 8.7.1997, Az.: 1 BvR 1621/94;… juris-Rz. 43 f.; BGH NJW-RR 2005, 1051, 1052).
a) Die Beklagte hat den Vollbeweis dafür zu erbringen, dass der Versicherungsnehmer den Versicherungsfall vorsätzlich herbeigeführt hat (vgl. BGH, Beschluss vom 13.04.2005 - IV ZR 62/04).
BGH, 03.05.2006 - IV ZR 24/04
Den angebotenen Zeugenbeweis brauchte es deshalb nicht zu erheben (vgl. Senatsbeschluss vom 13. April 2005 - IV ZR 62/04 - VersR 2005, 1387 unter 1 b aa m.w.N.).
Es war nicht verpflichtet, sich mit allen Einzelheiten des Vorbringens und der Beweisaufnahme in den Entscheidungsgründen ausdrücklich zu befassen (vgl. Senatsbeschluss vom 13. April 2005 aaO).
Die Gerichte sind nicht verpflichtet, sich mit jedem Vorbringen der Parteien in den Entscheidungsgründen ausdrücklich zu befassen (vgl. dazu BGH, Beschluss vom 13. April 2005 - IV ZR 62/04, NJW-RR 2005, 1051, 1052; BVerfG, NJW 1994, 2279).
BGH, 27.09.2012 - IX ZR 171/10
Rechtsanwaltshaftung: Orientierung des Regressgerichts an der höchstrichterlichen …
BGH, 21.09.2005 - IV ZR 302/04
OLG Hamm, 20.02.2013 - 20 U 86/12
BGH, 12.07.2012 - IX ZR 135/10
OLG München, 06.12.2005 - 25 U 3834/04
Unwirksamkeit der Regelung des § 5 Nr. 1 lit. a der AVB Wassersportfahrzeuge …
OLG Köln, 26.08.2009 - 9 U 208/07
OLG Köln, 23.05.2016 - 9 U 311/15
OLG Düsseldorf, 28.07.2015 - 4 U 96/09
Abweisung der Klage auf Versicherungsleistungen aus einer …
OLG Braunschweig, 02.07.2014 - 3 U 40/13
OLG Köln, 28.06.2012 - 25 WF 107/12
BPatG, 28.05.2014 - 4 Ni 60/11