Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=FG%20Berlin&Datum=16.08.2006&Aktenzeichen=2%20K%205218%2F01
Timestamp: 2018-10-18 12:37:09
Document Index: 232523436

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', 'Art 13', 'Art 13', '§ 4', 'Art. 13', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

FG Berlin, 16.08.2006 - 2 K 5218/01 - dejure.org
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§ 4 Nr 14 UStG 1993, § 4 Nr 16 Buchst e UStG 1993, Art 13 Teil A Abs 1 Buchst c EWGRL 388/77, Art 13 Teil A Abs 1 Buchst g EWGRL 388/77, Abschn 99a Abs 7 UStR 1996
Zur Steuerfreiheit der Umsätze aus dem Betrieb eines ambulanten Krankenpflegedienstes
Umsatzsteuerbefreiung bei Leistungen im Rahmen der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung; Umsatzsteuerpflichtigkeit einer Tätigkeit als Arzt, Zahnarzt, Heilpraktiker, Krankengymnast, Hebamme oder einer ähnlichen heilberuflichen Tätigkeit; Umsatzsteuer bei der Erbringung von Behandlungspflegeleistungen durch eine Krankenschwester oder einen Krankenpfleger mit angestelltem qualifiziertem Krankenpflegepersonal; Bedeutung der Erteilung der kassenärztlichen Erlaubnis
EFG 2007, 624
Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2007, 624 abgedruckt.
Der Senat ist jedoch der Auffassung, dass aufgrund der Gesetzesbegründung zu § 4 Nr. 16 e UStG, wonach mit dieser Regelung Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. g der Sechsten Richtlinie 77/388 in nationales Recht umgesetzt werden sollte (Stellungnahme des Bundesrates zum Entwurf der Bundesregierung, BT-Drucks 12/1368, S. 26, 27 zu § 4 Nr. 16 UStG 1991), nach dem Willen des Gesetzgebers und im Rahmen der europakonformen Auslegung Leistungen der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung in den Anwendungsbereich des § 4 Nr. 16 e UStG fallen (vgl. auch FG Berlin, Urteil vom 16.08.2006 2 K 5218/01, Revision zugelassen, n.V.).
Damit ist insbesondere unter Berücksichtigung der gesetzgeberischen Erwägungen und unter Anwendung des Grundsatzes der richtlinienkonformen Auslegung § 4 Nr. 16 e UStG in der hier einschlägigen und nunmehr die ambulanten Pflegedienste berücksichtigenden Fassung so zu verstehen, dass von dieser Steuerbefreiung bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen auch Leistungen der hauswirtschaftlichen Versorgung von der Umsatzsteuer befreit sind (vgl. FG Niedersachsen v. 01. Februar 2007, 16 K 486/03, EFG 2007, 1118 ; vgl. auch FG Berlin, Urt. v. 16. August 2006, 2 K 5218/01, EFG 2007, 624 ).