Source: https://www.bge.de/de/morsleben/aktuelle-arbeiten/monatsbericht-maerz-2020/
Timestamp: 2020-08-13 14:22:11
Document Index: 144271707

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BGE: Monatsbericht März 2020 Monatsbericht März 2020
Die BGE muss die Funktionalität von Stilllegungsmaßnahmen aufzeigen. Für die vertieften Planungen müssen Untersuchungen durchgeführt werden.
Bergleute sichern vorbereitend einen Streckenabschnitt in einem Querschlag der 2. Ebene (Sohle) mit einer Teilschnittmaschine. Dieser Streckenabschnitt soll zukünftig als Infrastrukturraum für Logistik und Materialien dienen, die für das geplante Demonstrationsbauwerk einer Streckenabdichtung im Anhydritgestein auf der 3. Ebene benötigt werden. Neben der Lagerung des Trockenbaustoffs und der Lösungen zum Anmischen des Baustoffs ist hier auch die Aufstellung der dafür notwendigen Mischanlage geplant.
Allgemein werden infolge aktueller Schutzmaßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus (Covid-19) Arbeiten im Endlager Morsleben reduziert. Das betrifft zunächst vorwiegend Vorhaben, die von externen Firmen ausgeführt werden und ohne Auswirkungen auf die aktuelle Betriebssicherheit bleiben (siehe auch Einblick).
Mitarbeiter eine Spezialfirma prüfen in regelmäßigen Abständen mittels zerstörungsfreien Prüfmethoden den Zustand der in den Schächten installierten Rohrleitungen. Der aktuelle Prüfzyklus umfasst die Rohrleitungen für Spülwasser und Wasser sowie Druckluft in der Schachtröhre Bartensleben (jährlich) und die Wasser- sowie Versatzrohrleitung in der Schachtröhre Marie (vierjährlich).
Bergleute verwerten rund 1.000 Liter Zutrittslösung für den Fahrbahnbau in den Grubenfeldern Bartensleben und Marie. Die Lösung wurde im Bereich des Abbaus 1a der 1. Ebene aufgefangen und gesammelt. Die gesättigte Salzlösung ist gut geeignet für die Herstellung einer festen Fahrbahn.
Mitarbeiter mehrerer Fachfirmen führen Vermessungsarbeiten und vorbereitende Arbeiten für die geplante Errichtung einer Seilfahrtbrücke zwischen dem neuen Kauengebäude und dem Mehrzweckgebäude aus.
Aufgrund der Schutzmaßnahmen gegen eine weitere Verbreitung des Corona-Virus (Covid-19) werden alle Besichtigungen im Endlager Morsleben ausgesetzt. Die Geschäftsführung der BGE hat dies zunächst für einen Zeitraum bis Ende Mai festgelegt.
Vom 16. März an bleibt auch die Infostelle bis auf weiteres geschlossen. Das Team der Infostelle ist aber weiterhin für alle Fragen per Telefon und E-Mail erreichbar. Außerdem stehen die Informationsangebote im Internet – www.bge.de und www.einblicke.de – uneingeschränkt zur Verfügung.
Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat Ende Februar die Einberufung eines BGE-Krisenstabs beschlossen. Dieser setzt sich aus Mitgliedern der Geschäftsführung sowie Vertreter*innen der Bereichs- und Abteilungsleitungen zusammen. Eine BGE-Arbeitsgruppe hat in der ersten Märzwoche einen Pandemie-Notfallplan erarbeitet, der dazu dient, den BGE Geschäftsbetrieb im Hinblick auf mögliche weitere Entwicklungen im Zusammenhang mit Maßnahmen gegen die weitere Verbreitung der Corona-Pandemie angemessen zu gewährleisten bzw. im notwendigen Maß sicher zu stellen. Der Notfallplan wird in regelmäßigen Abständen bzw. anlassbezogen aktualisiert.
Bislang ist es bei Mitarbeiter*innen der BGE bezüglich des „Corona (Covid-19)-Virus“ nur zu einem positiven Infektionstest und einigen wenigen Verdachtsfällen der „RKI-Kategorie 1“ gekommen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aus dem Urlaub oder von Dienstreisen im Ausland zurückgekehrt sind, haben sich entsprechend der frühzeitigen Festlegung in der BGE freiwillig in häusliche Isolation begeben und arbeiten mobil von zu Hause.
Für einen Bergwerksbetrieb stellen sich jedoch besondere Herausforderungen. Dieser braucht kontinuierliche Betreuung, die auch bei einer sich zuspitzenden Krisensituation gewährleistet sein muss. So sind beispielsweise Strahlenschutzüberwachung, der Betrieb der Schachtwasserhaltungen, die Wartung und Instandhaltung der Schachtförderanlagen (Aufzüge in das Bergwerk) abzusichern. Besonders qualifizierte Kolleginnen und Kollegen wie beispielsweise die Grubenwehr oder der Fördermaschinist, der die Schachtförderanlage bedient, müssen dafür jederzeit einsatzbereit sein.
Die Arbeiten, die kontinuierlich erforderlich sind, um diese Sicherheit zu gewährleisten, hat die BGE als systemrelevante Funktionen definiert und Funktionsträgerinnen und -träger sowie Vertreterinnen und Vertreter identifiziert, die jederzeit arbeitsfähig sein müssen. Im Endlager Morsleben treffen sich die Führungskräfte des Betriebs täglich für die Koordination der Arbeiten. Auch diese Gespräche finden unter Einhaltung der noch ungewohnten Sicherheitsabstandsregel von 1,5 bis 2,0 Meter statt. Um diesen Abstand zu gewährleisten, trifft sich der Kreis in den weitläufigen Räumlichkeiten der Kantine, die im Zuge der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des „Corona-Virus“ geschlossen wurde (siehe Bild).