Source: https://www.bibukurse.de/bilanz-nach-handelsrecht/grundlegendes/grundsaetze-ordnungsgemaesser-buchfuehrung/abgrenzung-der-sache-nach.html
Timestamp: 2018-04-20 23:59:54
Document Index: 322441728

Matched Legal Cases: ['§ 252', '§ 252', '§ 252', '§ 252', '§ 252', '§ 252', '§ 252', '§ 252']

Abgrenzung der Sache nach - Bilanzbuchhalter-Prüfung
Bilanz nach Handelsrecht - Abgrenzung der Sache nach
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Abgrenzung der Sache nach
Der Grundsatz der Abgrenzung der Sache meint, dass den Erträgen der Zukunft Aufwendungen zuzuordnen sind, um Periodengerechtigkeit zu erzielen.
Hier klicken zum Ausklappen Die X-AG kauft einen Overheadprojektor mit Anschaffungskosten von 1.000 €, die Nutzungsdauer des OHP beträgt vier Jahre. In den folgenden Geschäftsjahren lassen sich mit Hilfe des Overheadprojektors Erträge erzielen von 300 € im ersten, 500 € im zweiten, 600 € im dritten und 700 € im vierten Jahr. Wie werden nach der Abgrenzung der Sache nach die Anschaffungskosten periodengerecht verteilt?
Es gibt die folgenden beiden Sichtweisen:
Zuordnung sofort
Verteilung über die Laufzeit
Wenn man die 1.000 € komplett dem nullten Jahr zuordnet und die Erträge lediglich den folgenden Geschäftsjahren, so erhält man
Einzah-
Zuordnung der Anschaffungsauszahlung im 0. Jahr
Die nullte Periode trägt also die Verluste komplett alleine. Es wird so getan, als hätten die Verluste der Gegenwart nichts mit den Gewinnen der Zukunft zu tun, dies ist ökonomisch gesehen ungerecht im Rahmen einer periodengerechten Erfolgsermittlung, denn die nullte Periode wird zu stark belastet und alle anderen Perioden zu stark entlastet. Richtig ist vielmehr folgende Sichtweise:
Verteilung Anschaffungskosten auf Laufzeit
Man sieht, dass in dieser Tabelle eine „gerechtere“ Belastung der Perioden erfolgt. Die Erträge der Zukunft, welche durch die Auszahlung der nullten Periode mit verursacht waren, werden zwecks Gewinnberechnung um die periodisierten Auszahlungen (= Abschreibungen) vermindert. Insofern wird die nullte Periode nicht ganz so stark belastet wie ohne Verrechnung von Abschreibungen, die zukünftigen Perioden werden stärker belastet, weil die Anzahlung der 1.000 € ihnen als Aufwendungen von 4 * 250 € zuzurechnen sind.
Weitere allgemeine Regeln für die Bewertung finden sich in § 252 I HGB, den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen:
Übereinstimmung der Wertansätze der Eröffnungsbilanz mit jenen der Schlussbilanz des Vorjahres (§ 252 I Nr. 1 HGB)
Annahmen der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern-Prinzip, § 252 I Nr. 2 HGB)
Einzelbewertung der Vermögensgegenstände und Schulden (§ 252 I Nr. 3 HGB)
Vorsichtsprinzip, d.h. alle bis zum Abschlussstichtag vorhersehbaren Risiken und Verluste müssen berücksichtigt werden, sofern sie bis zum Abschlussstichtag entstanden sind (§ 252 I Nr. 4, 1. Halbsatz HGB). Hierbei ist wichtig zu erwähnen, dass ein Sachverhalt selbst dann zu berücksichtigen ist, wenn er erst nach dem Abschlussstichtag aber vor dem Tag der Bilanzerstellung bekannt wurde, sich aber auf das alte Geschäftsjahr bezieht (Bilanzerhellung).
Realisationsprinzip: Gewinne sind erst dann zu berücksichtigen, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind (§ 252 I Nr. 4, 2. Halbsatz HGB).
Auseinanderfallen von Aufwendungen und Erträgen auf der einen Seite und Ein- und Auszahlungen auf der anderen Seite ist möglich (§ 252 I Nr. 5 HGB). So müssen Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres unabhängig davon, wann die Zeitpunkte der entsprechenden Zahlungen sind, berücksichtigt werden.
Hier klicken zum Ausklappen Von all den genannten Punkten darf nur in begründeten Ausnahmefällen abgewichen werden (§ 252 II HGB).
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Wie werden nach der Abgrenzung der Sache nach die Anschaffungskosten periodengerecht verteilt?
Ak = 750 €
ND = 3 Jahre
-450 -250
Wie werden nach der Abgrenzung der Sache nach die Anschaffungskosten periodengerecht verteilt, wenn die Zuordnung sofort erfolgt?
Anschaffungskosten 2.000 €,
Erträge: in t=1 insg. 200 €, t=2 dann 400 € und in t=3 schließlich 600 €
-667 -667 -667
Was ist der Grundsatz der Abgrenzung der Sache nach?
Erträgen der Vergangenheit sollen Aufwendungen zugeordnet werden, um Periodengerechtigkeit zu erzielen
Erträgen sollen keine Aufwendungen zugeordnet werden, um Periodengerechtigkeit zu erzielen
Erträgen der Zukunft sollen Aufwendungen zugeordnet werden, um Periodengerechtigkeit zu erzielen