Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Dresden&Datum=19.09.1997&Aktenzeichen=6%20W%201000/97
Timestamp: 2019-06-19 06:11:38
Document Index: 48239157

Matched Legal Cases: ['§ 114', '§ 269', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§ 117', '§ 117']

OLG Dresden, 19.09.1997 - 6 W 1000/97 - dejure.org
https://dejure.org/1997,3470
OLG Dresden, 19.09.1997 - 6 W 1000/97 (https://dejure.org/1997,3470)
OLG Dresden, Entscheidung vom 19.09.1997 - 6 W 1000/97 (https://dejure.org/1997,3470)
OLG Dresden, Entscheidung vom 19. September 1997 - 6 W 1000/97 (https://dejure.org/1997,3470)
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Kostentragungspflicht bei einem unbeabsichtigt in Gang gesetzten Verfahren; Bedingter Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung unter der Voraussetzung der Bewilligung von Prozesskostenhilfe; Herbeiführung der Rechtshängigkeit durch die Zustellung eines Antragsentwurfs
ZPO § 114, § 269 Abs. 3
LG Chemnitz, 20.06.1997 - 3 O 2756/97
NJW-RR 1998, 1688
MDR 1998, 181
NJ 1998, 40
Grundsätzlich wird bei gleichzeitiger Einreichung von Prozesskostenhilfegesuch und Klage neben dem Prozesskostenhilfeverfahren auch der Rechtsstreit als solcher anhängig (BGH FamRZ 1996, 1142 f), es sei denn, der Antragsteller stellt eindeutig klar, dass er den Klagantrag nur bedingt für den Fall der Prozesskostenhilfebewilligung stellen will (BGH FamRZ 1996, 1142 f; OLG Köln MDR 2006, 112; OLG Koblenz MDR 2004, 177; OLG Dresden, Beschluss vom 19.09.1997, Az. 6 W 1000/97, zitiert nach Juris, Rn. 14).
OLG Brandenburg, 02.08.2000 - 9 WF 90/00
Zur Erledigungserklärung nach § 91a ZPO und der Kostenerstattung im …
Hiermit hat der Kläger bei Einreichung einer unterschriebenen Klageschrift ausreichend klargestellt, daß die Klage unabhängig von der Bewilligung von Prozeßkostenhilfe eingereicht sein, allerdings nur bei Bewilligung von Prozeßkostenhilfe auch zugestellt werden soll (vgl. auch OLG Karlsruhe FamRZ 1988, 91, 92; OLG Dresden MDR 1998, 181, 182; OLG Koblenz FamRZ 1998, 312).
Die Zahlungsansprüche, für deren Durchsetzung der Antragsteller Bewilligung von Prozeßkostenhilfe begehrt, sind deshalb durch die Einreichung des Schrittsatzes vom 18.1.1999 am 20.1.1999 und dessen formlose Übersendung an die Antragsgegnerin zur Stellungnahme nicht rechtshängig geworden (vgl. OLG Dresden, 19.9.1997, 6 W 1000/97, MDR 1998, S. 181 ;… Zöller-Philippi, ZPO, 21. Aufl., 1999, § 117, Rdnr. 7 . m. w. N.).
Unerheblich ist, dass der den Prozesskostenhilfeantrag enthaltende Schriftsatz sodann dem Klägervertreter förmlich zustellt worden ist, da er hierdurch nicht die -vom Antragsteller nicht gewollte- Qualität der Widerklage selbst erlangte (vgl. OLG Köln NJW 1994, 3360, 3361; OLG Dresden NJW-RR 1998, 1688, 1689; OLG Hamm FamRZ 1980, 1126, 1127; Saenger/Pukall, ZPO, § 117 Rn 8).