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Timestamp: 2016-10-28 18:06:33
Document Index: 1082844

Matched Legal Cases: ['Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 4', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95']

9C_754/2012 (09.11.2012)
Der 1954 geborene, seit 1979 als Bauarbeiter in der Firma X.________ AG t�tig gewesene B.________ meldete sich unter Hinweis auf die operative Entfernung des linken Auges auf Grund eines Tumors und Entfernung eines Muskels im linken Arm zur Auff�llung der Augenh�hle am 27. April 2006 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach Abkl�rungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht und der Durchf�hrung beruflicher Massnahmen sprach ihm die IV-Stelle Luzern mit Verf�gung vom 8. Februar 2008 ab 1. Juni 2006 eine ganze sowie ab 1. Oktober 2007 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zu. Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 9. M�rz 2010 gut und wies die Sache zur weiteren Abkl�rung des Anspruchs ab 1. Oktober 2007 an die IV-Stelle zur�ck, welche ein Gutachten des Institut Y.________, vom 28. Februar 2011 veranlasste und B.________ nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens mit Verf�gung vom 14. Oktober 2011 eine Dreiviertelsrente basierend auf einem Invalidit�tsgrad von 63 % zusprach.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern nach Durchf�hrung einer partei�ffentlichen Verhandlung mit Entscheid vom 6. September 2012 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst B.________ beantragen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei ihm ab 1. Oktober 2007 eine ganze Rente auszurichten.
2.1 Die Vorinstanz hat mit Verweis auf die Verwaltung die gesetzlichen Bestimmungen und von der Rechtsprechung dazu entwickelten Grunds�tze zum Begriff der Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG) und der Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG), zu den Voraussetzungen und zum Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 2 IVG) sowie zum Beweiswert (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232) und zur W�rdigung �rztlicher Berichte und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.2 In pflichtgem�sser W�rdigung der medizinischen Akten hat die Vorinstanz dem Gutachten des Institut Y.________ vom 28. Februar 2011 Beweiswert zuerkannt und gest�tzt darauf in tats�chlicher Hinsicht f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich (E. 1 hievor) festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer in einer leidensangepassten T�tigkeit ohne hohe Anforderungen an das Stereosehen zu 60 % arbeitsf�hig ist, wobei sich die Einschr�nkung aus neurologischer Sicht auf Grund der eingeschr�nkten Hand-/Armfunktion ergibt.
2.3 Der Beschwerdef�hrer bringt nichts vor, was die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen als offensichtlich unrichtig - als Ergebnis willk�rlicher Beweisw�rdigung - oder als rechtsfehlerhaft nach Art. 95 BGG erscheinen liesse (vgl. E. 1 hievor). Seine Ausf�hrungen ersch�pfen sich in weiten Teilen in appellatorischer und damit unzul�ssiger Kritik am vorinstanzlichen Entscheid (Urteil 9C_569/2008 vom 1. Oktober 2008 E. 1.2 mit Hinweisen).
2.3.1 Dies gilt f�r die Vorbringen zur Arbeitsf�higkeitssch�tzung des Kardiologen Dr. med. H.________, der den Beschwerdef�hrer f�r eine k�rperlich leichte T�tigkeit im Prinzip einsetzbar erachtete, ebenso wie f�r den Einwand, es sei unhaltbar, dem Beschwerdef�hrer aus ophtalmologischer Sicht nicht zumindest eine reduzierte Arbeitsleistung und ein reduziertes Pensum zu attestieren. Gerade das hat die Vorinstanz gest�tzt auf das Gutachten getan, indem sie festhielt, die leidensangepasste T�tigkeit d�rfe keine hohen Anforderungen an das Stereosehen stellen und der Ermittlung des Invalidit�tsgrades eine auf 60 % reduzierte Arbeitsf�higkeit zugrunde legte. Auch die Einschr�nkungen von Seiten der linken Hand hat das kantonale Gericht ber�cksichtigt.
2.3.2 Der Beschwerdef�hrer bringt weiter vor, das Institut Y.________ habe explizit die Aufgabe gehabt, die Polymorbidit�t abzukl�ren, werde dem aber nicht gerecht, da ausser der Hand- und Armbeeintr�chtigung �berhaupt keine Einschr�nkung aus anderen Krankheitsbildern attestiert wurde. Dabei �bersieht er, dass eine Gesamtw�rdigung im Rahmen eines polydisziplin�ren Gutachtens nicht zwingend bedeutet, dass s�mtliche einzelnen Gesundheitsbeeintr�chtigungen spezifiziert Eingang in die Sch�tzung der Arbeitsunf�higkeit finden m�ssen. Vielmehr liegt es im fach�rztlichen Beurteilungsspielraum, die vorhandenen gesundheitlichen Einschr�nkungen in Anbetracht der erhobenen Befunde insgesamt zu w�rdigen und zu ihren Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit Stellung zu beziehen. Dies hat das Institut Y.________ in seinem Gutachten umfassend getan und als Ergebnis eines multidisziplin�ren Konsenses den nachvollziehbaren Schluss gezogen, dass in einer angepassten T�tigkeit lediglich aus neurologischer Sicht eine Einschr�nkung in der Arbeitsf�higkeit besteht, wohingegen aus kardiologischer und ophtalmologischer Sicht in einer angepassten T�tigkeit ohne hohe Anforderungen an das Stereosehen keine zus�tzliche Arbeitsunf�higkeit resultiere. Dem durfte die Vorinstanz in Anbetracht der weiteren medizinischen Aktenlage folgen; von einem "blinden" Abstellen auf das Gutachten des Institut Y.________ kann keine Rede sein. Eine willk�rliche Beweisw�rdigung liegt nicht vor.
2.3.3 Soweit der Beschwerdef�hrer in erwerblicher Hinsicht geltend macht, eine Verwertung der Restarbeitsf�higkeit sei ihm sozialpraktisch unzumutbar, dringt er auch damit nicht durch. Wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, liegt hier zwar ein Grenzfall vor, wobei weder die zeitweise geh�uft n�tigen Arztbesuche noch die geltend gemachten Schwindelanf�lle eine Unzumutbarkeit zu begr�nden verm�gen. Dass der Versicherte ohne das Tragen des Glasauges, welches ihm Schmerzen bereite, f�r die Gesellschaft bzw. einen Arbeitgeber von vornherein nicht tragbar sein soll, kann nicht gesagt werden. Weitere Hinweise dazu liegen nicht vor und werden auch nicht geltend gemacht. Jedenfalls erweisen sich die Feststellungen der Vorinstanz zur Zumutbarkeit damit nicht als offensichtlich unrichtig.