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Timestamp: 2017-12-11 11:19:57
Document Index: 215802414

Matched Legal Cases: ['§ 79', '§ 79', '§ 79', '§ 263', '§ 78', '§ 78', '§ 78', '§ 263', '§ 78', '§ 78', '§ 79']

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| 14.09.2006 17:24 |
Ich wurde 6/2000 zu 2,5 Jahren Haft verurteilt diese ich auch angetretten habe. Davon sind aber jetzt noch immer 18 Monate Bewaehrung offen
1. Wann verjaehrt diese Strafe?
Dann wurde ich 7/2005 einmal zu 1Jahr und nochmal Seperat zu 7 Monaten verurteilt. Hiervon sind jetzt nach 5 Monaten Haft + 5 Monate Therapie noch 9 Monate offen
2. Wann verjaehrt diese Sache?
Und dann laeuft noch ein Internetbetrug von ca 8000,- euro. Ich habe mich aber mitlerweile nach Suedamerika abgesetzt um der Strafe zu entgehen. Muss ich mit einem Internationalen Haftbefehl rechnen? Ich bin hier mittlerweile Selbststaendig und laeuft alles recht gut. wann wuerde denn dieser Betrug verjaehren? Das ich hier deswegen festgenommen werde halte ich zwar fuer Unwarscheinlich da die Komunikation zwischen Deutschland und Hier wohl eher weniger funktioniert.
Soweit. Ich hoffe ich habe es einigermassen verstaendlich erklaert.
Haftbefehl Haftbefehl internationaler
Gemäß § 79 III Nr. 3 StGB beträgt die Verjährungsfrist für die Vollstreckungsverjährung bei Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr zehn Jahre. Gemäß § 79a Nr. 2b) StGB ruht die Verjährung jedoch, wenn eine Aussetzung zur Bewährung vorliegt. Das Ruhen der Verjährung hemmt deren Beginn oder Weiterlauf. Der absolute Verjährungszeitpunkt wird nur hinausgeschoben. Die Vollstreckungsverjährung beginnt von daher erst dann zu laufen, wenn auch die Bewährungszeit abgelaufen ist. Nach § 79b StGB kann die Staatsanwaltschaft die Verjährungsfrist um die Hälfte der gesetzlichen Verjährungsfrist, also um fünf Jahre, verlängern, wenn der Verurteilte sich in einem Gebiet aufhält, aus dem seine Auslieferung oder Überstellung nicht erreicht werden kann.
Nach meinem Kenntnisstand besteht kein bilaterales Rechtshilfeabkommen zwischen der Bundesrepublik und Südafrika.
Hinsichtlich des Internetbetruges greifen die Regeln der Verfolgungsverjährung. Da Betrug gemäß § 263 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft wird, beträgt die Verjährungsfrist nach § 78 III Nr. 5 StGB drei Jahre. Aber auch hier kann gemäß § 78 c StGB die Verjährung zum Beispiel durch einen Haftbefehl unterbrochen werden. Die Verjährung beginnt dann von neuem gemäß § 78 c III StGB. Die Verfolgung ist jedoch spätestens verjährt, wenn seit Beendigung der Tat das Doppelte der gesetzlichen Verjährungsfrist, vorliegend also sechs Jahre, verstrichen sind.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst weiterhelfen und
Nachfrage vom Fragesteller	15.09.2006 | 16:27
Also ihre Arbeit ueberzeugt mich nicht!!!
1. Sollten Sie sich die zeit nehmen die Sache richtig Durchzulessen. Ich bin nicht in Suedafrika sondern in SUEDAMERIKA
2. hier das Zitat eines EX-Richters:
Denke dass der zitierte User einem Irrtum unterliegt... Der Betrug nach § 263 StGB ist im Höchstmaß mit Freiheitsstrafe von 5 Jahren bedroht. Damit ist nicht § 78 Abs. 3 Nr. 5 StGB, sondern Nr. 4 einschlägig. Und so verjährt die Tat ohne Unterbrechung in 5, mit unterbrechung (§ 78c Abs. 3 StGB) in spätestens 10 Jahren.
3. Ein weiteres Zitat:
Absolut, was in dem Fall doppelt und dreifach peinlich ist, da der "zitierte user" eine RAin ist, und für diese (falsche) Antwort Geld (über ein Onlineberatungsportal) bekommen hat...
Und wann die Sache entgueltig verjaehrt weiss ich immer noch nicht. Laut dem was ich im Internet gefunden habe verjaehrt meine Strafe von 2000 Spaetestens trotz unterbrechung nach 10 Jahren?
Und was ihre Persoenliche Nachricht an mich angeht: Keine Sorge mein Konto ist Gedeckt Sie bekommen ihr Geld obwohl diese Arbeit das ja wohl nicht wert war
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.09.2006 | 19:48
Leider ist mir wirklich ein Irrtum unterlaufen.
Die Verfolgungsverjährung bei Betrug beträgt fünf Jahre. Hinsichtlich der Strafe von 2000 beginnt ab dem Widerruf der Verjährung die bereits genannte Vollstreckungsverjährungsfrist von 10 Jahren zu laufen § 79 III Nr. 3 StGB.
"Nun habe ich den Fehler dieser Anwaeltin bemerkt und muss trotzdem zahlen. Das ist eine nichterbrachte (fehlerhafte) Leistung! "
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