Source: http://www.immo707.at/index.php/berufszugang/lehrberuf
Timestamp: 2017-11-21 22:43:50
Document Index: 3817746

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 5', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10']

Tel.: +43 (0)316 601 511
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Ausbildungsvorschriften Immobilienkaufmann (Lehrberuf)
Lehrberuf „Immobilienkaufmann/-frau“
Lehrbetriebe: Immobilientreuhänder und vergleichbare Betriebe
Was ist zu tun, wenn Ihr Betrieb erstmals Lehrlinge ausbilden will?
Betriebe, die erstmals Lehrlinge ausbilden wollen, müssen bei der Lehrlingsstelle ein Feststellungsverfahren beantragen. Hiebei werden die betrieblichen Voraussetzungen zur Lehrlingsausbildung überprüft. Die Lehrlingsstelle steht Ihnen sehr gerne mit Rat und Tat zur Seite – Telefon: 0316/601-DW-545 Frau Brigitte Stiger.
* Feststellungsverfahren beantragen
(bei der Lehrlingsstelle - Tel. 0316-601-DW 545 Frau Brigitte Stiger)
* Betriebsbesuch findet statt
* Nach Erhalt des positiven Feststellungsbescheides kann Lehrling aufgenommen werden
* Lehrvertragserrichtung durch Lehrlingsstelle der Wirtschaftskammer Steiermark
Lehrlinge werden in der Berufsschule Tamsweg ausgebildet:
Lasabergweg 710
Telefon: (06474) 7078Fax: (06474) 7078 2
E-Mail: direktion@lbs-tamsweg.salzburg.at
Herr Direktor OSR Dr. Johann Brandstätter
Fachfortragender: Herr Mag. Werner Köchl
Nähere Informationen unter: http://www.wkstmk.at/lehrlingsstelle/
Immobilienkaufmann / -frau - Auszüge aus der Ausbildungsverordnung
Durch die Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule soll der im Lehrberuf Immobilienkaufmann ausgebildete Lehrling befähigt werden, die nachfolgenden Tätigkeiten fachgerecht, selbständig und eigenverantwortlich ausführen zu können:
Organisation der Arbeit mit Hilfe der Informations- und Kommunikationssysteme unter Wahrung des Datenschutzes und der Datensicherheit,
Betreuung von Kunden, insbesondere Bearbeiten von Anfragen und Aufträgen, Führung von Kundenkarteien und Mitwirken bei der Vereinbarung von Geschäftsbedingungen,
Erledigung des Telefon- und Postverkehrs,
Verwalten und Bestandspflege von Immobilien nach innerbetrieblichen Vorgaben,
Vorbereiten von Analysen und Bewertungen von Immobilienobjekten sowie Verwertungskonzepten,
Vorbereiten des Vertragsabschlusses und Mitwirken bei Abwicklung des Kaufs, Verkaufs, der Vermietung und der Verpachtung von Immobilienobjekten,
Vorbereiten und Mitwirken bei Sanierungsmaßnahmen,
Vorbereiten der Erstellung von Finanzierungskonzepten,
Erledigung von Versicherungs-, Bank- und Behördenangelegenheiten sowie Durchführung von Arbeiten im Zahlungsverkehr,
Mitwirken an der betrieblichen Buchführung, Kostenrechnung und Lohnverrechnung.
Prüfungsordnung Immobilienkaufmann / -frau - Auszüge aus der Prüfungsordnung
§ 4. (1) Die Lehrabschlußprüfung im Lehrberuf Immobilienkaufmann gliedert sich in eine praktische und eine theoretische Prüfung.
* (2) Die praktische Prüfung umfaßt die Gegenstände Geschäftsfall Immobilien und Fachgespräch.
* (3) Die theoretische Prüfung umfaßt die Gegenstände Kaufmännisches Rechnen und Buchführung.
* (4) Die theoretische Prüfung entfällt, wenn der Prüfling das Erreichen des Lehrziels der letzten Klasse der fachlichen Berufsschule für den Lehrberuf Immobilienkaufmann oder den erfolgreichen Abschluß einer die Lehrzeit ersetzenden berufsbildenden mittleren oder höheren Schule nachgewiesen hat.
Geschäftsfall Immobilien
§ 5. (1) Die Prüfung hat schriftlich und mündlich zu erfolgen.
(2) Der schriftliche Teil hat sich auf zwei der folgenden Themen zu erstrecken:
* 1. Vermietung eines Bestandsobjektes,
* 2. Erstellung einer Abrechnung,
* 3. Abwickeln eines Versicherungsfalles,
* 4. Vorgehen bei Außenständen,
* 5. Vorgehen im Hinblick auf die Instandhaltung von Immobilien.
(3) Die Prüfungskommission hat unter Bedachtnahme auf den Zweck der Lehrabschlußprüfung und die Anforderungen der Berufspraxis jedem Prüfling eine schriftliche Arbeit zu stellen, die in der Regel in 120 Minuten ausgearbeitet werden kann. Die schriftliche Arbeit kann auch in rechnergestützter Form durchgeführt werden, wobei jedoch alle wesentlichen Arbeitsschritte für die Prüfungskommission nachvollziehbar sein müssen.
(4) Der schriftliche Teil ist nach 150 Minuten zu beenden.
(2) Das Fachgespräch hat sich aus der praktischen Tätigkeit heraus zu entwickeln. Hiebei ist unter Verwendung von Fachausdrücken das praktische Wissen des Prüflings und seine Fähigkeit, sich in einem Verkaufs- und Kundenberatungsgespräch klar und überzeugend auszudrücken, festzustellen.
(3) Die Themenstellung hat dem Zweck der Lehrabschlußprüfung und den Anforderungen der Berufspraxis zu entsprechen. Unter Bedachtnahme auf das Leistungsangebot des Lehrbetriebes hat sich die Prüfung insbesondere auf die Gebiete Büroorganisation sowie Kundenberatung und -betreuung zu beziehen und ist in Form eines möglichst lebendigen Gesprächs (Gesprächsvorgabe durch Schilderung von Situationen bzw. Problemen) zu führen.
(4) Die Prüfung soll für jeden Prüfling zumindest 15 Minuten dauern. Sie ist nach 20 Minuten zu beenden. Eine Verlängerung um höchstens zehn Minuten hat im Einzelfall zu erfolgen, wenn der Prüfungskommission ansonsten eine zweifelsfreie Bewertung der Leistung des Prüflings nicht möglich ist.
§ 7. (1) Die theoretische Prüfung hat schriftlich zu erfolgen. Sie kann unter Einschluß des schriftlichen Teils des Gegenstandes Geschäftsfall Immobilien für eine größere Anzahl von Prüflingen gemeinsam durchgeführt werden, wenn dies ohne Beeinträchtigung des Prüfungsablaufs möglich ist. Die theoretische Prüfung kann auch in rechnergestützter Form erfolgen, wobei jedoch alle wesentlichen Schritte für die Prüfungskommission nachvollziehbar sein müssen.
§ 8. (1) Die Prüfung hat je eine Aufgabe aus den nachstehenden Bereichen zu umfassen, wobei auch der Rechengang auszuführen ist:
* 1. Prozentrechnungen,
* 2. Zahlungsverkehr, einschließlich Devisen– und Valutenrechnungen,
* 3. Einfache Kalkulation.
§ 9. (1) Die Prüfung hat mehrere, zumindest aber fünf Buchungen von Geschäftsfällen zu umfassen.
§ 10. (1) Die Lehrabschlußprüfung kann wiederholt werden.
(2) Wenn bis zu zwei Gegenstände mit "Nicht genügend" bewertet wurden, ist die Wiederholungsprüfung auf die mit "Nicht genügend" bewerteten Gegenstände zu beschränken. Die Prüfungskommission hat in diesem Fall unter Berücksichtigung der festgestellten Mängel an Fertigkeiten und Kenntnissen festzulegen, wann innerhalb des Zeitraums von drei bis sechs Monaten nach der nichtbestandenen Lehrabschlußprüfung frühestens die Wiederholungsprüfung abgelegt werden kann.
(3) Wenn mehr als zwei Gegenstände mit "Nicht genügend" bewertet wurden, ist die gesamte Prüfung zu wiederholen. In diesem Fall kann die Wiederholungsprüfung frühestens sechs Monate nach der nichtbestandenen Lehrabschlußprüfung abgelegt werden.
BGBl. Nr. II 159/1998