Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2058,%20316
Timestamp: 2020-04-10 10:47:54
Document Index: 68185073

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1068', 'BGH', 'BGH', '§ 230', '§ 335', '§ 105', '§ 1068', '§ 1068', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1075', '§ 15', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 120', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.04.1972 - II ZR 143/69 - dejure.org
https://dejure.org/1972,378
BGH, 20.04.1972 - II ZR 143/69 (https://dejure.org/1972,378)
BGH, Entscheidung vom 20.04.1972 - II ZR 143/69 (https://dejure.org/1972,378)
BGH, Entscheidung vom 20. April 1972 - II ZR 143/69 (https://dejure.org/1972,378)
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Übertragung einer Gesellschaftsbeteiligung unter Vorbehalt eines Nießbrauchs - Recht auf Leistung an eine Erbengemeinschaft - Behandlung von Erträgen einer Personengesellschaft
BGHZ 58, 316
NJW 1972, 1755
MDR 1972, 681
DNotZ 1972, 695
DB 1972, 1283
Dabei handelt es sich - im Unterschied zum Nießbrauch an einem Gesellschaftsanteil (vgl. BGHZ 58, 316) - nicht um einem Nießbrauch an einem Recht (§ 1068 Abs. 1 BGB).
Das den Nießbrauch kennzeichnende Fruchtziehungsrecht beschränkt sich auf den gesellschaftsrechtlich entnahmefähigen Ertrag; darüber hinausgehende Ansprüche auf Zahlung von Gewinn stehen dem Nießbraucher nicht zu (insoweit ganz herrschende Meinung, vgl. BGH in BGHZ 58, 316;… Schlegelberger/Karsten Schmidt, a. a. O., Vorbem. - § 230 n. F. - § 335 Rdnr. 13, 14;… Ulmer in Großkommentar zum Handelsgesetzbuch, 4. Aufl., § 105 Rz. 121;… Staudinger/Promberger, Bürgerliches Gesetzbuch, 12. Aufl., Anhang zu §§ 1068, 1069 Rz. 73;… Petzoldt in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, 2. Aufl., § 1068 Rz. 16).
Ein Nießbrauch an dem Anteil einer Personengesellschaft ist rechtlich möglich (BGHZ 58, 316 ff.;… vgl. auch BFH, Urt. v. 1. März 1994 - VIII R 35/92, NJW 1995, 1818, 1819 m.w.N.).
Inhalt seines Nutzungsrechts sind vor allem die Früchte der Mitgliedschaft des Gesellschafters an der Gesellschaft (BGHZ 58, 316 ).
Dazu gehören die entnahmefähigen Gewinne einschließlich der Zinsen, die von der Gesellschaft auf die Guthaben der Gesellschafter- Privatkonten gewährt werden (BGHZ 58, 316 ).
Dagegen hat er keinen Anspruch auf nicht entnahmefähige Gewinne, die als Rücklage auf ein Kapitalkonto gebucht oder zur Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln verwendet werden (BGHZ 58, 316 ).
Jedenfalls gewähren die §§ 1075, 1079 BGB (Surrogationsprinzip) dem Nießbraucher entgegen der Auffassung der Revision kein Recht auf das Surrogat oder einen Anteil daran, sondern lediglich auf die Nutzungen aus dem Surrogat (…vgl. Fischer/Luther/Hommelhoff, GmbHG, Kommentar, 12. Aufl., § 15 Rdnr. 32; vgl. auch Urteil des BGH vom 20. April 1972 II ZR 143/69, Neue Juristische Wochenschrift 1972, 1755, bezüglich Nießbrauch an einem Kommanditanteil).
Der Nießbrauch an einem Gewinnstammrecht gewährt, wenn er handelsrechtlich und zivilrechtlich zulässig sein sollte, nur Anspruch auf Gewinnbezug, und dies auch nur beschränkt auf den entnahmefähigen Teil des Gewinns (BGH-Urteil vom 20. April 1972 II ZR 143/69, BGHZ 58, 316, 320).
BGH, 12.12.1974 - II ZR 166/72
Nießbrauch auf Gewinnbezug aus einem Kommanditanteil - Verzicht der …
Wie der Senat bereits in seinem Urteil vom 20. April 1972 - II ZR 143/69 - (BGHZ 58, 316, insbes. 320 f) ausgeführt hat, gebühren bei einer dem Nießbrauch unterliegenden gesellschaftlichen Beteiligung dem Nießbraucher nicht die Gewinne des Unternehmens schlechthin, sondern nur diejenigen Gewinnanteile, die der Gesellschafter selbst im Rahmen von Gesetz, Gesellschaftsvertrag und festgestelltem Jahresabschluß zu entnehmen berechtigt ist.
Ein Gewinnausweis in der Steuerbilanz hindert die Gesellschafter nicht daran, untereinander eine andere Gewinnfeststellung oder -verwendung zu beschließen, insbesondere Rücklagen zu bilden (v. Schilling, BB 1954, 561, 562; vgl. auch BGHZ 58, 316, 322).
Welche Bedeutung ein unter dieser Bezeichnung eingerichtetes Konto hat und welche Rechte damit verbunden sind, richtet sich jeweils nach dem Gesellschaftsvertrag und den Beschlüssen der Gesellschafter; das "Kapitalkonto II" ist keineswegs immer einem Entnahme- oder einem sogenannten "Privatkonto" gleichzusetzen (vgl. auch hier den Fall BGHZ 58, 316, wo das sogenannte Kapitalkonto II im wesentlichen aus nicht ausgeschütteten Gewinnen gebildet war;… zum unterschiedlichen Sprachgebrauch vgl. ferner Baumbach/Duden, HGB 21. Aufl. § 120 Anm. 2 D).
Diesem sind sie um so mehr zuzumuten, als sich das Gewinnbezugsrecht des Nießbrauchers ohnehin nicht auf die Substanz des Unternehmens oder der einzelnen Beteiligung daran erstreckt (vgl. BGHZ 58, 316, 318 ff).
BGH, 06.10.1980 - II ZR 268/79
Zur Wirksamkeit der Zustimmung eines Gesellschafter-Vorerben zu Änderungen des …
BFH, 17.12.1980 - II R 36/79
Kommanditist - GmbH - Kapitalkonto - Beteiligungskonto
LG Kiel, 30.04.2015 - 16 O 42/14
Pfandrecht an einem GmbH-Geschäftsanteil: Rechtliches Schicksal bei …
BGH, 09.03.1981 - II ZR 173/80
Nichtordnungsgemäße Verwaltung eines zum Nachlass gehörenden Gesellschaftsanteils …
BayObLG, 22.12.1992 - 3Z BR 170/92
Zulässigkeit einer unbefristeten weiteren Beschwerde bei Verwerfung des …
BGH, 27.09.1982 - II ZR 140/81
BayObLG, 22.12.1992 - 3Z BR 170/9Z