Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerwGE%20124,%20209
Timestamp: 2019-12-15 12:47:31
Document Index: 302423591

Matched Legal Cases: ['§ 18', '§ 18', '§ 3', '§ 6', '§ 17', '§ 18', '§ 1', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 120', '§ 18', '§ 18', '§ 76', '§ 18', '§ 18', '§ 28', '§ 18', '§ 17', '§ 3', '§ 3', '§ 18', '§ 1', '§ 120', '§ 3', '§ 6', '§ 18', '§ 17']

BVerwG, 08.09.2005 - 3 C 41.04 - dejure.org
BVerwG, 08.09.2005 - 3 C 41.04
https://dejure.org/2005,1337
BVerwG, 08.09.2005 - 3 C 41.04 (https://dejure.org/2005,1337)
BVerwG, Entscheidung vom 08.09.2005 - 3 C 41.04 (https://dejure.org/2005,1337)
BVerwG, Entscheidung vom 08. September 2005 - 3 C 41.04 (https://dejure.org/2005,1337)
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KHG § 18 Abs. 5, § 18 a BPflV § 3 Abs. 1, § 6 Abs. 1, §§ 17, 18, 19
Pflegesatzfestsetzung; Deckelung; Erlösobergrenze; Schiedsstellenverfahren; Schiedsstelle; Amtsermittlungsgrundsatz; medizinisch leistungsgerechtes Budget.
Pflegesatzfestsetzung; Deckelung; Erlösobergrenze; Schiedsstellenverfahren; Schiedsstelle; Amtsermittlungsgrundsatz; medizinisch leistungsgerechtes Budget
Schiedsstellenentscheidung zur Festsetzung von Krankenhauspflegesätzen - Genehmigung der vereinbarten oder festgesetzten Pflegesätze von der zuständigen Landesbehörde - Entscheidung der Schiedsstelle als der behördlichen Genehmigung vorgeschalteter nicht anfechtbarer ...
Kurznachricht zu "Prinzipien des Verfahrens vor der Schiedsstelle gemäß KHG in Regelungsstreitigkeiten nach dem KHEntgG" von RA/FAVerwR/Notar Prof. Dr. Wolfgang Kuhlau, original erschienen in: NZS 2016, 481 - 487.
VG Neustadt, 25.07.2003 - 7 K 2403/02
OVG Rheinland-Pfalz, 28.09.2004 - 7 A 10150/04
BVerwG, 15.12.2004 - 3 C 41.04
BVerwGE 124, 209
NVwZ-RR 2006, 190
NZS 2006, 363
DVBl 2006, 369
DÖV 2006, 661
Die Schiedsstelle nach § 18a KHG wird hier als Stelle tätig, die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung iS des § 1 Abs. 1 Satz 1 SGB X wahrnimmt und damit als Behörde im funktionalen Sinne (offengelassen von BVerwGE 124, 209, 212; vgl zur Behördeneigenschaft Quaas in Schnapp, Handbuch des sozialrechtlichen Schiedsverfahrens, 2004, S 98) .
Zwar wird die Festsetzung der Krankenhauspflegesätze durch die Schiedsstelle nach § 18a KHG nicht als Verwaltungsakt, sondern als interner Mitwirkungsakt qualifiziert, weil die Regelungswirkung der Festsetzung erst mit der Genehmigung der zuständigen Aufsichtsbehörde nach § 18 Abs. 5 KHG eintritt (vgl BVerwGE 146, 369 RdNr 27; 124, 209, 211) .
Die inhaltliche Kontrolle ist darauf beschränkt, ob der vom Schiedsspruch zugrunde gelegte Sachverhalt zutrifft und ob das Schiedsamt den ihm zustehenden Gestaltungsspielraum eingehalten, dh insbesondere die maßgeblichen rechtlichen Vorgaben beachtet hat, die auch für die Vertragsparteien gelten (vgl zu diesen Maßstäben für die Schiedsstelle nach § 18a KHG BVerwGE 124, 209, 211) .
Der Verpflichtung der Beklagten, im Verfahren nach § 120 Abs. 4 SGB V ggf fehlende Daten und Unterlagen nachzufordern, steht nicht entgegen, dass nach der Rechtsprechung des BVerwG im Rahmen des Schiedsverfahrens nach § 18 Abs. 4 KHG iVm § 18a KHG der Beibringungsgrundsatz gilt (BVerwGE 124, 209, 212 f; bestätigt mit Urteil vom 10.7.2008 - 3 C 7/07 - GesR 2009, 25, 26; vgl hierzu auch Clemens, Grundlegende Fragen des Schiedsverfahrens nach dem KHG, MedR 2012, 769, 770 mit dem Hinweis, dass manche Schiedsstellenverordnungen in begrenztem Umfang Amtsermittlung ausdrücklich vorsehen; aA Quaas in Schnapp, Handbuch des sozialrechtlichen Schiedsverfahrens, 2004, S 104) .
Zwar ist wegen des im Schiedsstellenverfahren geltenden Beibringungsgrundsatzes die Schiedsstelle nicht verpflichtet, ohne substantiierte Beanstandungen der Gegenseite die Kalkulation des Krankenhauses zu überprüfen (vgl. Urteil vom 8. September 2005 - BVerwG 3 C 41.04 - BVerwGE 124, 209 ).
Der Senat schließt sich für die Schiedsstelle nach § 76 SGB XI nicht der vom Bundesverwaltungsgericht zur Schiedsstelle nach § 18a KHG vertretenen Auffassung (BVerwGE 124, 209) an, diese werde wegen ihrer paritätischen Zusammensetzung und den sich schon aus der Bundespflegesatzverordnung ergebenden Vorlage- und Mitwirkungspflichten durch den Beibringungsgrundsatz geprägt und sei daher nicht dem Amtsermittlungsgrundsatz unterworfen.
OVG Nordrhein-Westfalen, 05.11.2019 - 13 A 2460/18
Berücksichtigungsfähigkeit von Leistungen für die Implantation von …
vgl. BVerwG, Urteile vom 4. Mai 2017 - 3 C 17.15 -, juris, Rn. 13, und vom 8. September 2005 - 3 C 41.04 -, juris, Rn. 18; Shirvani, Die Schiedsstelle im Krankenhausfinanzierungsrecht als changierende Einrichtung, NZS 2012, 81 (85).
vgl. BVerwG, Urteile vom 25. Oktober 2018 - 3 C 22.16 -, juris, Rn. 24, und vom 8. September 2005 - 3 C 41.04 -, juris, Rn. 19 ff.; Kuhla, Prinzipien des Verfahrens vor der Schiedsstelle gemäß KHG in Regelungsstreitigkeiten nach dem KHEntgG, NZW 2016, 481 (482), wonach dieser Grundsatz ausschließlich gilt, und es der Schiedsstelle verwehrt ist, den regelungsbedürftigen Sachverhalt von Amts wegen zu ermitteln; kritisch dazu: Shirvani: Die Schiedsstelle im Krankenhausfinanzierungsrecht als changierende Einrichtung, NZS 2012, 81 (86); Clemens, Grundlegende Fragen des Schiedsverfahrens nach dem KHG, MedR 2012, 769 (770).
- 3 C 41.04 -, juris, Rn. 22.
BVerwG, 26.02.2009 - 3 C 7.08
Krankenhausfinanzierung; Pflegesatz; Pflegesatzverhandlung; Vereinbarung über …
Für diese Ersetzung sieht § 18 Abs. 4 KHG den Schiedsspruch vor; der Schiedsstelle stehen die ansonsten den Vertragsparteien zukommenden Gestaltungsmöglichkeiten zu (Urteil vom 19. Juni 1997 - BVerwG 3 C 24.96 - BVerwGE 105, 97 = Buchholz 451.73 § 28 BPflV Nr. 1 ; Urteil vom 8. September 2005 - BVerwG 3 C 41.04 - BVerwGE 124, 209 = Buchholz 451.74 § 18a KHG Nr. 3; Beschluss vom 6. November 2006 - BVerwG 3 B 71.06 - Buchholz 451.74 § 17 KHG Nr. 19 ).
Wenn aber einer dieser Tatbestände sachlich vorliegt, so ist die Obergrenze zu erhöhen; ein irgendwie gearteter Ermessensspielraum der Krankenkassen, der Erhöhung zuzustimmen oder auch nicht, besteht nicht (Urteil vom 8. September 2005 a.a.O. ).
Nach § 3 Abs. 2 Satz 3 BPflV kann das Krankenhaus darauf bestehen, zunächst das medizinisch leistungsgerechte Budget zu vereinbaren (und diesem erst in einem zweiten Schritt die Obergrenze gegenüberzustellen; vgl. Urteil vom 8. September 2005 a.a.O. ); das Krankenhaus ist nicht gezwungen, sich mit dem einfacheren Weg der bloßen Ermittlung der Obergrenze nach § 3 Abs. 2 Satz 4 BPflV zu begnügen.
Die Schiedsstelle nach § 18a KHG wird hier als Stelle tätig, die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung iS des § 1 Abs. 1 Satz 1 SGB X wahrnimmt und damit als Behörde im funktionalen Sinne (…BSGE 119, 43 = SozR 4-2500 § 120 Nr. 4, RdNr 21; offengelassen von BVerwGE 124, 209, 212;… vgl zur Behördeneigenschaft Quaas in Schnapp/Düring, Handbuch des sozialrechtlichen Schiedsverfahrens, 2. Aufl 2016, RdNr 576 f) .
Innerhalb dieser Grenzen hat sie die ansonsten den Vertragsparteien zukommenden Gestaltungsmöglichkeiten (BVerwG, Urteil vom 8. September 2005 - 3 C 41.04 -, BVerwGE 124, 209 = juris, Rn. 18).
Ihr Verfahren ist vielmehr durch den Beibringungsgrundsatz geprägt (Urteil vom 8. September 2005 - 3 C 41.04 -, juris, Rn. 18 ff.).
Der Schiedsstelle ist es damit nicht verwehrt, ihre Entscheidung auf das Vorbringen des Krankenhauses zu stützen, wenn die Kostenträger hiergegen keine substantiierten Einwendungen erheben (Urteil vom 8. September 2005 - 3 C 41.04 -, juris, Rn. 19).
Ihre Entscheidung leidet allenfalls dann an Rechtsfehlern, wenn sie an die Substantiierungspflicht der Kostenträger überzogene Anforderungen stellt (vgl. Urteil vom 8. September 2005 - 3 C 41.04 -, juris, Rn. 25).
Der Schiedsstelle ist damit nicht verwehrt, ihre Entscheidung auf das Vorbringen des Krankenhauses zu stützen, wenn die Kostenträger hiergegen keine substantiierten Einwendungen erheben (BVerwG, Urteil vom 8. September 2005 - 3 C 41.04 -, juris, Rn. 19).
Ihre Entscheidung leidet allenfalls dann an Rechtsfehlern, wenn sie an die Substantiierungspflicht der Kostenträger überzogene Anforderungen stellt (vgl. BVerwG, Urteil vom 8. September 2005 - 3 C 41.04 -, juris, Rn. 25).
§ 3 Abs. 3 Satz 1 des Krankenhausentgeltgesetzes (KHEntgG) i.V.m. § 6 Abs. 1 Satz 1 und 2 BPflV schreibt deshalb vor, dass bei den Pflegesatzverhandlungen in einem ersten Schritt dieses medizinisch leistungsgerechte Budget zu ermitteln ist (Urteil vom 8. September 2005 - BVerwG 3 C 41.04 - BVerwGE 124, 209 = Buchholz 451.74 § 18a KHG Nr. 3 Rn. 28).
Diese Erlösobergrenze stellt im Rahmen der Deckelung der Krankenhausausgaben eine Kappungsgrenze dar (Urteil vom 8. September 2005 - BVerwG 3 C 41.04 - a.a.O. S. 215 bzw. Rn. 28).
Ihr Verfahren ist vielmehr durch den Beibringungsgrundsatz geprägt (Urteil vom 8. September 2005 - BVerwG 3 C 41.04 - a.a.O. S. 210 ff. bzw. Rn. 18 ff.).
Der Schiedsstelle ist damit nicht verwehrt, ihre Entscheidung auf das Vorbringen des Krankenhauses zu stützen, wenn die Kostenträger hiergegen keine substantiierten Einwendungen erheben (Urteil vom 8. September 2005 - BVerwG 3 C 41.04 - a.a.O. S. 212 bzw. Rn. 19).
Ihre Entscheidung leidet allenfalls dann an Rechtsfehlern, wenn sie an die Substantiierungspflicht der Kostenträger überzogene Anforderungen stellt (vgl. Urteil vom 8. September 2005 - BVerwG 3 C 41.04 - a.a.O. S. 214 bzw. Rn. 25).
Sie hat daher dieselben rechtlichen Grenzen zu beachten wie die Vertragsparteien; innerhalb dieser Grenzen hat sie die ansonsten den Vertragsparteien zukommenden Gestaltungsmöglichkeiten (BVerwG, Urteil vom 8. September 2005 - 3 C 41.04 - BVerwGE 124, 209 ;… Beschluss vom 6. November 2006 - 3 B 71.06 - Buchholz 451.74 § 17 KHG Nr. 19 Rn. 4, jeweils m.w.N.).
BVerwG, 26.02.2009 - 3 C 8.08
Anfechtung der Genehmigung eines Beschlusses der Schiedsstelle für die …
BVerwG, 02.09.2019 - 3 B 28.18
Festsetzung eines krankenhausindividuellen Zusatzentgelts für ein Krankenhaus; …
VG Minden, 31.10.2006 - 6 K 617/05
Krankenhausvergütungen für 2004 zu Recht nicht erhöht
VG Minden, 31.10.2006 - 6 K 594/05
OVG Rheinland-Pfalz, 08.03.2007 - 7 A 11532/06
Anfechtung widersprüchlicher Entscheidungen einer Schiedsstelle; Auslegung des …
BVerwG, 06.11.2006 - 3 B 71.06
Pflegesatzfestsetzung; Veränderungsrate; Kostensteigerungen; Deckelung; …
VGH Baden-Württemberg, 19.09.2006 - 9 S 1383/04
Festsetzung von Krankenhauspflegesätzen
VGH Baden-Württemberg, 17.04.2007 - 9 S 1006/06
Gerichtliche Überprüfung des Ausdeckelungstatbestandes; Prüfung der …
BVerwG, 20.05.2008 - 3 B 96.07
Behandlungsfall; Erlösobergrenze; Fallzahl; Festsetzung; Gesamtbetrag; …
Krankenhausfinanzierung - Anfechtung eines Bescheides, mit dem ein Beschluss der …
VG Minden, 20.11.2007 - 6 K 3782/06
Anspruch auf nachträgliche Budgetberichtigung; Streit über die Rechtmäßigkeit der …
VGH Hessen, 07.05.2015 - 5 A 520/13
Das beklagte Land und die Beigeladene wenden sich mit der vom Verwaltungsgericht …
OVG Rheinland-Pfalz, 14.06.2007 - 7 A 10133/07
VG Mainz, 31.03.2009 - 6 K 578/08
VG Freiburg, 24.04.2012 - 3 K 1079/10
Vergütungsanspruch eines Perinatalzentrums in Abhängigkeit vom Eintreffen des …