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Timestamp: 2016-10-20 21:20:26
Document Index: 123004156

Matched Legal Cases: ['Art. 293', 'BGE', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 333', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 23', 'Art. 23', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 250', 'Art. 321', 'BGE', 'Art. 293', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'BGE', 'Art. 333', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 333', 'BGE', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 317', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'BGE', 'Art. 333', 'BGE', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'BGE', 'BGE', 'Art. 333', 'BGE', 'BGE', 'Art. 298', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 219', 'Art. 321', 'BGE', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 51', 'Art. 333', 'BGE', 'BGE', 'Art. 333', 'BGE', 'Art. 333', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 5', 'Art. 333', 'BGE', 'de lege ferenda', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'BGE', 'Art. 333', 'BGE', 'Art. 333', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'Art. 333', 'BGE', 'BGE', 'Art. 333', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 333', 'BGE', 'Art. 333', 'Art. 21', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 20', 'Art. 23', 'Art. 21', 'Art. 13', 'Art. 21', 'Art. 23', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 23', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 23', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 23', 'Art. 23', 'Art. 21', 'Art. 13', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 333', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 23', 'Art. 23', 'BGE', 'Art. 333', 'BGE', 'Art. 333', 'BGE', 'Art. 23', 'Art. 293', 'Art. 250', 'Art. 321', 'Art. 317', 'Art. 219', 'Art. 321', 'Art. 333', 'Art. 333']

137 III 48773. Auszug aus dem Urteil der II. zivilrechtlichen Abteilung i.S. X. gegen Swissair Schweizerische Luftverkehr-Aktiengesellschaft in Nachlassliquidation (Beschwerde in Zivilsachen)
5A_113/2011 vom 15. August 2011
Art. 293 ss LP, art. 333 CO; transfert d'entreprise durant le sursis concordataire. Si un employeur transf�re l'entreprise durant le sursis concordataire, le rapport de travail passe � l'acqu�reur (art. 333 al. 1 CO) et l'ancien employeur r�pond selon l'art. 333 al. 3 CO des cr�ances du travailleur (consid. 2-5). Examen du d�lai dans lequel le rapport de travail pourrait �tre r�sili� de fa�on ordinaire et, ainsi, de la p�riode durant laquelle l'ancien employeur r�pond apr�s le transfert d'entreprise (consid. 6). Examen de l'obligation de l'ancien employeur de verser une indemnit�, malgr� le transfert du rapport de travail et le nouvel engagement par l'acqu�reur de l'entreprise (consid. 7). Faits � partir de page 488
BGE 137 III 487 S. 488
A. A.a Am 5. Oktober 2001 bewilligte der Nachlassrichter der Swissair Schweizerischen Luftverkehr-Aktiengesellschaft (nachfolgend: Swissair) die Nachlassstundung. Am 10. Januar 2002 bzw. 30./31. M�rz 2002 (w�hrend der Nachlassstundung) wurde das kontinentale bzw. interkontinentale Flugstreckennetz der Swissair auf die Crossair Aktiengesellschaft f�r europ�ischen Regionalluftverkehr (nachfolgend: Crossair) �bertragen. Die Crossair wurde am 13. Mai 2002 (Statutendatum) bzw. 4. Juli 2002 (Publikation im SHAB) in Swiss International Air Lines AG (nachfolgend: Swiss) umfirmiert.
A.b X. trat am 1. Januar 1993 als Pilot in das Arbeitsverh�ltnis mit der Swissair ein, f�r welches im Jahr 2002 der Gesamtarbeitsvertrag Swissair-Aeropers vom 1. Juli 1999, Stand 2001 (nachfolgend: GAV) anwendbar war. Mit Schreiben vom 15. M�rz 2002 k�ndigte die Swissair das Arbeitsverh�ltnis mit X. "aufgrund der Einstellung des Flugbetriebes per 31. M�rz" auf den 30. Juni 2002 und stellte ihn per 31. M�rz 2002 frei. Gest�tzt auf eine Vertragsofferte vom 13. M�rz 2002 ging X. per 31. M�rz 2002 ein Vertragsverh�ltnis mit der Swiss ein.
A.c Am 22. Mai 2003 wurde der vom Sachwalter der Swissair in Nachlassstundung unterbreitete Nachlassvertrag mit Verm�gensabtretung best�tigt. Der Liquidator verf�gte am 13. Februar 2007 �ber die Kollokation der von X. angemeldeten Forderungen. Er anerkannte (mit Verf�gung Nr. SR00750) in der ersten Klasse f�r die K�ndigungsfrist von sechs Monaten (April bis September 2002) folgende Forderungen f�r
Pensionskassenbeitr�ge im Betrag von Fr. 5'276.95.
Weiter anerkannte der Liquidator (mit Verf�gung Nr. SR05216) die im Namen der Vorsorgeeinrichtung der Swissair ("VEF") zu Gunsten von X. geltend gemachte Forderung f�r
Sozialversicherungsbeitr�ge im Betrag von Fr. 16'160.35, sowie eine
Eventualforderung von 40,5 % des kollozierten Bruttolohnes
(Fr. 3'818.95).
BGE 137 III 487 S. 489Zur Begr�ndung hielt der Liquidator fest, das Arbeitsverh�ltnis sei Ende M�rz 2002 nach Art. 333 OR auf die Swiss �bergegangen. Die Swissair hafte f�r seit Betriebs�bergang f�llig gewordene Anspr�che bis Ende September 2002 bzw. f�r den Zeitraum, welcher sich unter Ber�cksichtigung der sechsmonatigen K�ndigungsfrist gem�ss GAV ergebe. �ber diesen Zeitraum hinausgehende Forderungen wies der Liquidator ab, ebenso die Forderung f�r eine Abfindung, da das Arbeitsverh�ltnis wegen des Betriebs�berganges nicht aufgel�st worden sei.
A.d X. gelangte am 6. M�rz 2007 an das Bezirksgericht B�lach und erhob Kollokationsklage gegen die Swissair in Nachlassliquidation. Er stellte sich auf den Standpunkt, dass die K�ndigung der Swissair vom 15. M�rz 2002 ung�ltig gewesen und sein Arbeitsverh�ltnis weder gem�ss Art. 333 OR auf die Swiss �bergegangen noch mit sechsmonatiger Frist k�ndbar sei. Aus diesem Grund verlangte er von der Nachlassmasse die (bezifferte) Differenz der Lohn- und Pensionskassenbeitr�ge zwischen den beiden Arbeitgebern bis zum 30. Juni 2006 bzw. Ende der Wirkungen des GAV. Im Eventualbegehren (d.h. f�r den Fall, dass die Lohn- und Pensionskassenbeitr�ge nur bis Ende September 2002 geschuldet sind) verlangte er eine Abfindung in der H�he eines Jahressal�rs gem�ss dem letzten bezogenen Lohn.
B. B.a Mit Urteil vom 4. Januar 2010 wies das Bezirksgericht B�lach (Einzelrichter im beschleunigten Verfahren) die Kollokationsklage von X. im Umfang von Fr. 293'844.95 ab, d.h. soweit darauf eingetreten und die Klage nicht zufolge R�ckzug als gegenstandslos abgeschrieben wurde.
B.b Gegen das Urteil des Bezirksgerichts erhob X. Berufung und verlangte die Gutheissung der Klage im (urspr�nglichen) Umfang von Fr. 370'608.05; weiter hielt er an seinem Eventualbegehren fest. Das Obergericht des Kantons Z�rich, II. Zivilkammer, wies die Berufung am 16. Dezember 2010 ab, soweit darauf eingetreten wurde.
C. Mit Eingabe vom 7. Februar 2011 hat X. Beschwerde in Zivilsachen erhoben. Der Beschwerdef�hrer beantragt die Aufhebung des obergerichtlichen Urteils. In der Sache h�lt er im Wesentlichen an seinen im kantonalen Verfahren gestellten Antr�gen fest. Er verlangt die Kollokation einer Forderung erster Klasse von Fr. 73'229.55 auf Lohnzahlung (f�r die Differenz zwischen seinem fr�heren Sal�r bei der Swissair und demjenigen bei der Swiss f�r den Zeitraum BGE 137 III 487 S. 490von April 2002 bis M�rz 2006) sowie f�r den gleichen Zeitraum die Differenz der Pensionskassenbeitr�ge im Umfang von Fr. 220'615.15). Im Eventualbegehren verlangt er die Kollokation einer Forderung erster Klasse von Fr. 139'562.- brutto f�r eine Abfindung (in der H�he eines Jahressal�rs) sowie entsprechender Pensionskassenbeitr�ge von Fr. 24'515.25). (...)
2. Das Obergericht hat zun�chst erwogen, dass Art. 333 OR (mit Ausnahme der Erwerberhaftung) bei einer Betriebs�bertragung aus dem Nachlassverfahren heraus anwendbar sei. Nach W�rdigung der konkreten Umst�nde sei mit der �bertragung des Lang- und Mittelstreckenflugbetriebes der Swissair auf die Swiss per 31. M�rz 2002 der Betrieb im Sinne des Gesetzes �bergegangen. Am betreffenden Datum sei daher auch das Arbeitsverh�ltnis des Beschwerdef�hrers auf die Swiss �bergegangen. Mit Bezug auf die mit der Kollokationsklage verlangten Forderungen hat das Obergericht das Folgende festgehalten.
2.1 Da ein Betriebs�bergang nach Art. 333 OR vorliege, hafte die Beschwerdegegnerin als bisherige Arbeitgeberin (gem�ss Abs. 3) f�r die Forderungen des Beschwerdef�hrers, die nach dem �bergang bis zum Zeitpunkt f�llig werden, auf den das Arbeitsverh�ltnis ordentlicherweise h�tte beendet werden k�nnen. Zur Ermittlung des nach dem 31. M�rz 2002 m�glichen K�ndigungstermins hat sich das Obergericht auf den GAV gest�tzt. Es ist (wie bereits das Bezirksgericht) betreffend Hauptbegehren zum Ergebnis gelangt, dass der GAV bzw. dessen K�ndigungssystem f�r den Fall der Betriebsschliessung der Swissair eine L�cke aufweise bzw. eine zweckgerichtete Auslegung erfordere. Vern�nftig und am hypothetischen Parteiwillen ausgerichtet sei die analoge Anwendung der K�ndigungsfrist bei �berbestand, d.h. eine K�ndigungsfrist von sechs Monaten (Art. 23 Abs. 2 GAV). N�chstm�glicher K�ndigungstermin nach dem 31. M�rz 2002 sei daher Ende September 2002. Bis zu diesem Zeitpunkt hafte die Beschwerdegegnerin. Die Forderungen f�r die Zeit danach seien zu Recht nicht kolloziert worden.
2.2 Das Obergericht hat den Anspruch auf eine Abfindung, welche bei K�ndigung wegen �berbestand im GAV vorgesehen ist (Art. 23 BGE 137 III 487 S. 491Abs. 3 GAV), mit der Begr�ndung verneint, dass das Arbeitsverh�ltnis (in Anwendung von Art. 333 OR) ex lege auf die Swiss �bergegangen sei. Der Abschluss eines Arbeitsvertrages des Beschwerdef�hrers mit der Swiss habe kein neues Arbeitsverh�ltnis begr�ndet. Die K�ndigung der Beschwerdegegnerin vom 15. M�rz 2002 habe keine Abfindung ausl�sen k�nnen, da es an der Voraussetzung des Austritts fehle.
3. Gegenstand des Kollokationsprozesses (Art. 250 Abs. 1 und Art. 321 SchKG) ist die Feststellung, inwieweit die streitigen Gl�ubigeranspr�che bei der Liquidationsmasse zu ber�cksichtigen sind, wobei zur Pr�fung des strittigen Rechtsverh�ltnisses vorfrageweise materielles Recht anzuwenden ist (BGE 133 III 386 E. 4.3.3 S. 390 f.). Anlass zur vorliegenden Beschwerde gibt die Klage auf Kollokation von Forderungen aus dem Arbeitsverh�ltnis des Beschwerdef�hrers. Unbestritten ist, dass seine Forderungen f�r Lohn- und Pensionskassenbeitr�ge aus der Anstellung als Flugpilot in der ersten Klasse zu kollozieren sind. Streitpunkt ist in erster Linie der zeitliche Rahmen, f�r welchen Forderungen nach GAV vor dem Hintergrund der �bertragung des Flugstreckennetzes geschuldet sein sollen. Der Beschwerdef�hrer wirft dem Obergericht in verschiedener Hinsicht eine Verletzung von Bundesrecht vor.
4. Das kontinentale bzw. interkontinentale Flugstreckennetz der Beschwerdegegnerin wurde am 10. Januar 2002 bzw. 30./31. M�rz 2002, m.a.W. w�hrend der Nachlassstundung (Art. 293 ff. SchKG) auf die Swiss �bertragen. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht Art. 333 OR angewendet, um gest�tzt darauf den �bergang des Arbeitsverh�ltnisses auf die Swiss per 31. M�rz 2002 anzunehmen. Daher sei Art. 333 Abs. 3 OR f�r die Weiterhaftung der Beschwerdegegnerin nicht massgebend und habe er Anspr�che aus der Beendigung des Arbeitsverh�ltnisses.
4.1 Nach Art. 333 OR geht im Fall, dass der Arbeitgeber den Betrieb oder einen Betriebsteil auf einen Dritten �bertr�gt, das Arbeitsverh�ltnis mit allen Rechten und Pflichten mit dem Tage der Betriebsnachfolge auf den Erwerber �ber, sofern der Arbeitnehmer den �bergang nicht ablehnt (Abs. 1). Der bisherige Arbeitgeber und der Erwerber des Betriebes haften solidarisch f�r die Forderungen des Arbeitnehmers, die vor dem �bergang f�llig geworden sind und die nachher bis zum Zeitpunkt f�llig werden, auf den das Arbeitsverh�ltnis ordentlicherweise beendigt werden k�nnte oder bei Ablehnung BGE 137 III 487 S. 492des �berganges durch den Arbeitnehmer beendigt wird (Abs. 3). Wird ein Betrieb - wie hier - aus der Nachlassstundung an einen Dritten �bertragen, stellt sich die Frage, ob bzw. inwieweit Art. 333 OR mit Blick auf den automatischen �bergang des Arbeitsverh�ltnisses auch in Insolvenzverfahren anwendbar ist.
4.2 Das Bundesgericht hat in BGE 129 III 335 (E. 3 S. 340) die Frage der grunds�tzlichen Anwendbarkeit von Art. 333 OR im Konkurs offengelassen. Es hat die Lehrmeinungen dargelegt und festgestellt, dass die Auffassungen zur Frage geteilt sind. Nach dem Urteil kommt f�r die Hypothese, dass Art. 333 OR anwendbar ist, die Haftung des Erwerbers nach Abs. 3 bei �bernahmen aus der Konkursmasse jedoch nicht zum Tragen (BGE 129 III 335 E. 5-8 S. 340 ff., insb. S. 349). In BGE 134 III 102 (E. 2.2 S. 105) wurde die Frage, ob Art. 333 OR auf den Betriebs�bergang im Rahmen eines Nachlassvertrages mit Verm�gensabtretung (Art. 317 ff. SchKG) anwendbar ist, offengelassen.
4.3 Das Ergebnis von BGE 129 III 335 ff. - die Ablehnung der Haftung des Erwerbers bei Betriebs�bernahmen im Konkurs - ist grunds�tzlich auf Zustimmung gestossen (vgl. zuletzt BAISCH, Arbeitnehmerschutz bei M&A Transaktionen und Sanierungen, in: jusletter 20. Juni 2011, S. 23, Rz. 82, mit weiteren Hinweisen). Die seither ge�usserten Auffassungen zur Frage der grunds�tzlichen Anwendbarkeit von Art. 333 OR in Konkurs- und Nachlassverfahren sind weiterhin uneinheitlich (u.a. eine grunds�tzliche bzw. durch das Bundesgerichtsurteil modifizierte Anwendbarkeit bejahend PORTMANN, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, Bd. I, 4. Aufl. 2007, N. 12 zu Art. 333 OR; KRADOLFER, Der Betriebs�bergang - Auswirkungen auf das Individualarbeitsverh�ltnis, 2008, S. 322, 327; STREIFF/VON KAENEL, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar [...], 6. Aufl. 2006, N. 7 zu Art. 333 OR, S. 551; JEANDIN, L'insolvabilit� en relation avec les contrats de bail et de travail, ZSR 2005 I S. 217; ablehnend TERCIER/FAVRE, Contrats sp�ciaux, 4. Aufl. 2009, Rz. 3896, betreffend Konkurs; differenzierend SUBILIA/DUC, Droit du travail, 2010, S. 478 Rz. 28: keine Anwendung im Konkurs und bei Nachlassvertrag mit Verm�gensabtretung, jedoch w�hrend der Nachlassstundung). Aus der kantonalen Praxis ist das Urteil der Vorinstanz vom 10. September 2003 bekannt, welches unter Bezugnahme auf BGE 129 III 335 ff. zum Schluss gelangt ist, dass Art. 333 OR - mit Ausnahme der Haftung des Erwerbers - im Falle der Betriebs�bernahme im Konkurs anwendbar ist (ZR 2004 Nr. 71 S. 276, 278). Im BGE 137 III 487 S. 493 angefochtenen Entscheid hat die Vorinstanz diese Praxis best�tigt und auf das Nachlassverfahren �bertragen.
4.4 Das Bundesgericht hat in BGE 129 III 335 (E. 2.2 S. 338, mit Hinweisen) festgehalten, dass sich die Antwort auf die Frage, ob Art. 333 OR bei �bernahme aus einem Konkurs anwendbar ist, dem Gesetzestext nicht unmittelbar entnehmen l�sst und die Materialien keine klaren Anhaltspunkte liefern. Der Beschwerdef�hrer kritisiert in systematischer Hinsicht, dass "die Bestimmungen des SchKG als �ffentlich-rechtliche (Spezial-)Normen den Bestimmungen des OR vorgehen" und aus diesem Grund Art. 333 OR (auf Konkurs- und Nachlassverfahren) nicht anwendbar sei. Dieser Einwand �berzeugt nicht. Im SchKG finden sich in Bezug auf �bergehende Rechte und Pflichten aus Arbeitsvertr�gen keine Regelungen, sodass nichts gegen die Anwendung von Art. 333 OR spricht. Das Bundesgericht hat in BGE 127 V 183 (E. 4d S. 187) bereits erkl�rt, dass die �bernahme des bisherigen Arbeitsverh�ltnisses nach Art. 333 OR Rechtsfolge und nicht Tatbestandsmerkmal ist. Danach setzt eine Betriebs�bertragung im Sinne dieser Bestimmung keine rechtliche Beziehung zwischen altem und neuem Arbeitgeber voraus; es gen�gt, wenn der Betrieb tats�chlich weitergef�hrt oder wieder aufgenommen wird. Nach dem erw�hnten Urteil ist f�r die Anwendung von Art. 333 OR unerheblich, ob eine zivilrechtliche �bertragung vorliegt. Gest�tzt auf diese �berlegung des Bundesgerichts kann die grunds�tzliche Anwendbarkeit von Art. 333 OR (Rechtsfolge) nicht davon abh�ngen, ob der �bergang bzw. Erwerb des Betriebes (Tatbestand) auf rechtsgesch�ftliche oder auf andere Weise, d.h. - wie hier - in einem zwangsvollstreckungsrechtlichen Rahmen erfolgt ist (u.a. GEISER, in: AJP 2009 S. 137/138). 4.5 Sinn und Zweck von Art. 333 OR besteht darin, die Interessen der betroffenen Arbeitnehmer beim Betriebs�bergang zu wahren (BGE 127 V 183 E. 4b S. 186; BGE 129 III 335 E. 5.1 S. 341). Der bisherige Arbeitgeber wird kraft Gesetzes durch den neuen Arbeitgeber ersetzt. Das Hauptanliegen ist somit die Sicherung der Kontinuit�t des Arbeitsverh�ltnisses beim Betriebs�bergang (vgl. JEANDIN, a.a.O., S. 213/214; WILDHABER, Aktienoptionen und deren Verfallsklauseln bei Betriebs�bergang, SZW 2008 S. 18).
4.5.1 Mit der Haftung des Erwerbers bei Betriebs�bernahmen im Konkurs w�re der mit Art. 333 OR angestrebte Zweck der Verbesserung des Arbeitnehmerschutzes in den meisten F�llen in sein BGE 137 III 487 S. 494Gegenteil verkehrt (BGE 129 III 335 E. 5.5.5 S. 347). Durch Ablehnung dieser Haftung im Konkurs ist das entscheidende Hindernis zur zweckkonformen Anwendung weggefallen (vgl. LORANDI, in: AJP 2003 S. 1100). Der Beschwerdef�hrer beruft sich vergeblich auf VOLLMAR (in: Basler Kommentar, Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. II, 2. Aufl. 2010, N. 18 zu Art. 298 SchKG), wonach zu bef�rchten sei, dass die Anwendung von Art. 333 OR in einem Nachlass- oder Konkursverfahren generell Unternehmenssanierungen verhindern k�nne. Diese Auffassung hat vorab die Problematik des Betriebserwerbers f�r Altlasten im Blick. Die Frage der Erwerberhaftung steht jedoch dem automatischen �bergang des Arbeitsverh�ltnisses gem�ss Art. 333 Abs. 1 OR f�r sich allein nicht entgegen. Dies �bergeht der Beschwerdef�hrer weiter mit seinem Hinweis auf das Gutachten des Bundesamtes f�r Justiz aus dem Jahre 2001 (VPB 2002 Nr. 8), zumal bereits das Obergericht dazu festgehalten hat, jene Argumentation sei �berholt, weil sie vor allem die Haftung des Erwerbers betrifft. Das weitere Argument des Beschwerdef�hrers, der �bergang des Arbeitsverh�ltnisses f�hre zu einer Bevorzugung einer bestimmten Gl�ubigerkategorie, welche erheblich �ber das Konkursprivileg der Arbeitnehmer (vgl. Art. 219 Abs. 4, Art. 321 SchKG) hinausgehe, ist ebenso wenig ausschlaggebend: Nach BGE 129 III 335 (E. 5.6 S. 348) f�hrt lediglich die Erwerberhaftung zu einer nicht gerechtfertigten Privilegierung der Arbeitnehmer. Entgegen der Darstellung des Beschwerdef�hrers wurde im �brigen bereits mit BGE 127 V 183 E. 6 S. 190 ff. entschieden, dass Arbeitnehmer unabh�ngig davon, ob ein Anwendungsfall von Art. 333 OR vorliegt, unter den Voraussetzungen von Art. 51 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AVIG; SR 837.0) Insolvenzentsch�digung beanspruchen k�nnen.
4.5.2 Zu Recht wird in der Literatur darauf hingewiesen, dass sich die konkreten Sanierungssituationen in der Praxis sehr unterschiedlich pr�sentieren. Dass die Anwendung von Art. 333 OR mit dem Zweck der Bestimmung nicht in Einklang zu bringen sei, weil der automatische �bergang der Arbeitsverh�ltnisse generell die Gl�ubiger des bisherigen Arbeitgebers sch�dige oder Betriebssanierungen verhindere, kann jedoch nicht gesagt werden (u.a. PORTMANN, a.a.O.). Sowohl f�r die freiwillige Sanierung als in der Zwangsvollstreckung gilt, dass die Kontinuit�t des Arbeitsverh�ltnisses nicht nur die Interessen des Arbeitnehmers sch�tzt, sondern dem Erwerber die �bernahme eines funktionierenden Betriebes erleichtert oder erm�glicht BGE 137 III 487 S. 495(JEANDIN, a.a.O., S. 213/214). Der automatische �bergang des Arbeitsverh�ltnisses steht im Einklang mit dem Zweck der Bestimmung, zumal der Handlungsspielraum des Erwerbers nicht �berm�ssig eingeschr�nkt wird. Das Arbeitsverh�ltnis kann mit Blick auf die �bernahme gek�ndigt werden, was - Missbrauch vorbehalten - zul�ssig ist (BGE 136 III 552 E. 3.3 S. 559); sodann kann der Erwerber das nicht beendete bzw. �bergegangene Arbeitsverh�ltnis k�ndigen. Mit Blick auf den in Art. 333 OR vorgesehenen �bergang des Arbeitsverh�ltnisses sind keine triftigen Anhaltspunkte ersichtlich, welche dem Zweck der Bestimmung geradezu zuwiderlaufen und diese Wirkung des Betriebs�berganges aufgrund teleologischer Reduktion (vgl. BGE 129 III 335 E. 5.8 S. 349) in der Nachlassstundung ausgeschlossen werden muss.
4.6 Weiter behauptet der Beschwerdef�hrer nicht, dass die grunds�tzliche Anwendbarkeit von Art. 333 OR auf eine Betriebs�bernahme w�hrend der Nachlassstundung einer europarechtskonformen Auslegung widersprechen w�rde. Das Bundesgericht hat in BGE 129 III 335 E. 6 S. 350 festgehalten, dass nachvollzogenes Binnenrecht im Zweifel bzw. im Falle von Angleichungsspielraum europarechtskonform auszulegen sei. Als Auslegungshilfe hat es dabei auf die Rechtsprechung des Europ�ischen Gerichtshofes sowie die Richtlinie 2001/23/EG vom 12. M�rz 2001 (ABl. L 82 vom 22. M�rz 2001 S. 16; nachfolgend: Richtlinie) Bezug genommen. Aus diesem Blickwinkel ergibt sich nichts zu Gunsten des Beschwerdef�hrers.
4.6.1 Nach Art. 5 Abs. 1 der Richtlinie gilt der automatische �bergang der Arbeitsverh�ltnisse (Art. 3 Abs. 1, Art. 4 Abs. 1 der Richtlinie) nicht bei einem Betriebs�bergang in einem beh�rdlich beaufsichtigten Insolvenzverfahren, welches die Liquidation des Verm�gens des Schuldners bzw. Ver�usserers zum Ziel hat. Die EU-Mitgliedstaaten k�nnen indessen vorsehen, dass der �bergang des Arbeitsverh�ltnisses auch w�hrend eines Insolvenzverfahrens gegen den Ver�usserer (unabh�ngig davon, ob dieses Verfahren zur Aufl�sung seines Verm�gens eingeleitet wurde) gilt, sofern dieses Verfahren unter beh�rdlicher Aufsicht steht (vgl. Art. 5 Abs. 1 und 2 der Richtlinie; BLANPAIN, European Labor Law, 2010, S. 710, Rz. 1603). Wohl hat das Bundesgericht festgehalten, dass der Schweizer Gesetzgeber "nichts anderes" im Sinne von Art. 5 Abs. 1 der Richtlinie vorgesehen habe (BGE 129 III 335 E. 6 S. 352 oben). Diese Feststellung erfolgte jedoch bei der Beurteilung, ob eine BGE 137 III 487 S. 496 Erwerberhaftung bestehe. Daraus kann nicht zwingend gefolgert werden, dass mit Art. 333 OR - nach dem dargelegtem Sinn und Zweck der Norm - ein �bergang des Arbeitsverh�ltnisses in Insolvenzverfahren ausgeschlossen und "nichts anderes" vorgesehen worden sei. Eine schweizerische Regelung, welche bei einem Betriebs�bergang aus einem Konkurs- oder Insolvenzverfahren den �bergang des Arbeitsverh�ltnisses vorsieht, l�uft einer europarechtskonformen Auslegung nicht zuwider.
4.6.2 Im �brigen bedeutet die Annahme, dass mit Art. 333 OR f�r das Konkurs- und Nachlassverfahren �berhaupt "nichts anderes" im Sinne von Art. 5 Abs. 1 der Richtlinie vorgesehen worden sei, auf das schweizerische Recht �bertragen, dass Art. 333 OR f�r Betriebs�bernahmen w�hrend der Nachlassstundung anwendbar ist (WYLER, Droit du travail, 2. Aufl. 2008, S. 404 ff.). Grund daf�r ist, dass es sich bei der Nachlassstundung wohl um ein Verfahren handelt, welches nicht die Aufl�sung des Verm�gens des Schuldners zum Ziel hat (vgl. zur Verfahrensnatur BGE 135 III 430 E. 1.2 S. 431). Auch bei dieser Sicht der Dinge ist das Arbeitsverh�ltnis des Beschwerdef�hrers auf die Swiss �bergegangen.
4.7 Am Ergebnis verm�gen die weiteren Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers nichts zu �ndern, da er damit im Wesentlichen de lege ferenda argumentiert. Der Entwurf des Bundesrates von 2010 kehrt von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gem�ss BGE 129 III 335 ff. ab (Botschaft vom 8. September 2010 zur �nderung des SchKG [Sanierungsrecht], BBl 2010 6455, Ziff. 2.14 S. 6496, S. 6519, vgl. E-Art. 333b OR). Nach dem Entwurf verlangt der Vorschlag des "nicht automatischen �bergangs des Arbeitsverh�ltnisses", dass er mit der Solidarhaftung des Erwerbers f�r die �bernommenen Arbeitsvertr�ge, mit der Konsultation der Arbeitnehmervertretung sowie mit der allgemeinen Sozialplanpflicht vor dem Insolvenzverfahren verbunden wird (Botschaft, a.a.O, S. 6497, 6501; vgl. Art. 333a, E-Art. 333k OR). Die Rechtskommission des Nationalrates hat am 24. Juni 2011 das Nichteintreten auf den Gesetzesentwurf beschlossen. Die Bestrebungen zur Reform von Art. 333 OR (vgl. dazu bereits BGE 129 III 335 E. 7 S. 352) weisen nicht in die vom Beschwerdef�hrer vorgebrachte Richtung hin.
4.8 Nach dem Dargelegten ist mit Bundesrecht vereinbar, wenn die Vorinstanz zum Ergebnis gelangt ist, Art. 333 OR sei bei einer �bernahme des Betriebs aus der Nachlassstundung grunds�tzlich BGE 137 III 487 S. 497anwendbar mit der Wirkung, dass das Arbeitsverh�ltnis �bergeht und der bisherige Arbeitgeber nach Art. 333 Abs. 3 OR haftet. Die Frage, ob die weitere Wirkung - die Haftung des Betriebserwerbers - im Nachlassverfahren ebenfalls (wie im Konkurs gem�ss BGE 129 III 335 ff.) entf�llt, ist umstritten (u.a. bejahend JEANDIN, a.a.O.; PORTMANN, a.a.O., STREIFF/VON KAENEL, a.a.O., N. 7 zu Art. 333 OR, S. 551; verneinend LORANDI, in: AJP 2003 S. 1103). Die Er�rterung dieser Frage ist nicht notwendig. Eine allf�llige Erwerberhaftung der Swiss f�r Forderungen nach Art. 333 Abs. 3 OR ist nicht Gegenstand des Verfahrens.
5. Die konkreten Voraussetzungen zur Anwendung von Art. 333 OR vermag der Beschwerdef�hrer nicht in Frage zu stellen. Es ist unbestritten, dass mit der �bertragung des Flugbetriebes der Beschwerdegegnerin auf die Swiss per 31. M�rz 2002 der Tatbestand eines Betriebs�berganges im Sinne des Gesetzes erf�llt ist.
5.1 Rechtsfolge nach Art. 333 Abs. 1 OR ist, dass ein im Zeitpunkt des Betriebs�bergangs bestehendes Arbeitsverh�ltnis unver�ndert auf die Swiss �bergegangen ist (BGE 134 III 102 E. 3.1.1 S. 106; BGE 136 III 552 E. 3.1 S. 555). Der Beschwerdef�hrer weist darauf hin, dass die Beschwerdegegnerin am 15. M�rz 2002 kurz vor dem Betriebs�bergang gek�ndigt habe. Nach seiner Auffassung stellt die K�ndigung vom 15. M�rz 2002 ein "venire contra factum proprium bzw. einen Verstoss gegen Treu und Glauben" dar, so dass "gest�tzt auf den Vertrauensschutz" Art. 333 OR nicht gelte. Dieses Vorbringen ist unbehelflich. Keine der Parteien behauptet, dass die K�ndigungsfrist vor dem Betriebs�bergang wirksam geendet habe und das Arbeitsverh�ltnis vor dem 31. M�rz 2002 erloschen sei. Der Beschwerdef�hrer stellt sich selber auf den Standpunkt, dass die am 15. M�rz 2002 per 30. Juni 2002 ausgesprochene K�ndigung unwirksam war und ihm aus dem noch weiterlaufenden Arbeitsverh�ltnis Anspr�che zustehen sollen. Vorliegend ist das gek�ndigte Arbeitsverh�ltnis am 31. M�rz 2002 von Gesetzes wegen auf die Swiss �bergegangen und diese in das gek�ndigte Arbeitsverh�ltnis eingetreten (vgl. BGE 123 III 466 E. 3b S. 468; BGE 134 III 102 E. 3.1.1 S. 106). Es ist nicht zu beanstanden, wenn das Obergericht angenommen hat, am 31. M�rz 2002 sei das zwischen den Parteien bestehende Arbeitsverh�ltnis auf die Swiss als Erwerberin �bergegangen. Das Obergericht hat im �brigen festgestellt (Art. 105 Abs. 1 BGG), dass der Beschwerdef�hrer den �bergang nicht abgelehnt hat. BGE 137 III 487 S. 498
5.2 Rechtsfolge nach Art. 333 Abs. 3 OR ist weiter, dass die Beschwerdegegnerin f�r die Forderungen des Beschwerdef�hrers haftet, die vor dem �bergang f�llig geworden sind und die nachher bis zu jenem Zeitpunkt f�llig werden, auf den das Arbeitsverh�ltnis ordentlicherweise beendigt werden k�nnte. Der Zeitpunkt, auf den das Arbeitsverh�ltnis "ordentlicherweise beendet werden k�nnte", ist der nach Vertrag (oder gegebenenfalls nach Gesetz) fr�hestm�gliche K�ndigungstermin (BGE 135 III 349 E. 4.1 S. 356). Massgeblicher Zeitpunkt, ab dem die K�ndigungsfrist hypothetisch (d.h. zur Bestimmung der Haftung) zu laufen beginnt, ist der Tag des Betriebs�bergangs (STREIFF/VON KAENEL, a.a.O., N. 13 zu Art. 333 OR, S. 561), im konkreten Fall der 31. M�rz 2002. Davon ist das Obergericht zu Recht ausgegangen. Umstritten ist die f�r den Beschwerdef�hrer massgebende K�ndigungsfrist und damit der Zeitraum, f�r welchen die Beschwerdegegnerin f�r die Forderungen aus dem Arbeitsverh�ltnis haftet. Dies ist im Folgenden zu pr�fen.
6. Nach den Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid hat die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 15. M�rz 2002 das Arbeitsverh�ltnis mit dem Beschwerdef�hrer "aufgrund der Einstellung des Flugbetriebes per 31. M�rz" gek�ndigt und den Flugbetrieb an diesem Datum (durch �bertragung auf die Swiss) vollst�ndig eingestellt. Der Beschwerdef�hrer wirft dem Obergericht im Wesentlichen vor, es sei durch unkorrekte Auslegung des GAV zum Schluss gekommen, dass f�r ein Grounding-Szenario eine L�cke im K�ndigungssystem bestehe. Es habe zu Unrecht eine K�ndigungsfrist von sechs Monaten nach Art. 21 und 23 GAV angenommen. In Art. 8 GAV sei der "wirtschaftliche Notfall", worunter auch die Betriebseinstellung falle, geregelt und hierf�r ein Abbau von lediglich 5 % der Vollzeitstellen gem�ss Art. 13 GAV vereinbart. Der GAV sei nie gek�ndigt worden bzw. erst fr�hestens auf 31. Dezember 2005 k�ndbar gewesen und habe sich mangels K�ndigung des GAV um ein Jahr verl�ngert. Die Lohnanspr�che (Differenz) w�rden daher bis Ende Juni 2006 laufen, zumal die K�ndigung des Arbeitsvertrages vom 15. M�rz 2002 unwirksam sei.
6.1 Unter dem Titel "Allgemeine Bestimmungen" gilt nach Art. 8 GAV ("Wirtschaftlicher Notfall") das Folgende: "Falls ein wirtschaftlicher Notfall zu Sparmassnahmen zwingt, verpflichtet sich Aeropers mit Swissair Verhandlungen aufzunehmen. Ziel solcher Verhandlungen ist eine Reduktion des Gesamtaufwandes um BGE 137 III 487 S. 499maximal f�nf Prozent". Nach Art. 13 GAV sichert die Arbeitgeberin im Jahre 2002 der Aeropers die Anzahl von 1150 Vollzeitpositionen "FCM" (Flight Crew Members bzw. Piloten) zu. Im Abschnitt "Anstellung und Beendigung des Arbeitsverh�ltnisses" sieht Art. 20 Abs. 1 GAV ("Im Allgemeinen/Frist") vor, dass das Arbeitsverh�ltnis beidseitig auf das Ende eines Kalendermonates aufgel�st werden kann, und zwar nach Ablauf der Ausbildungszeit unter Einhaltung einer dreimonatigen K�ndigungsfrist, unter Vorbehalt von Art. 23 Abs. 2 GAV. Weiter regelt der Abschnitt verschiedene ordentliche K�ndigungsgr�nde, darunter die "K�ndigung bei �berbestand" nach Art. 21 und 23 GAV. Diese K�ndigungen gehen nicht unter die in Art. 13 GAV zugesicherte Anzahl Vollzeitpositionen (Art. 21 Abs. 2 Ziff. 8 GAV); sodann gilt eine K�ndigungsfrist von sechs Monaten (Art. 23 Abs. 2 GAV).
6.2 Zu Recht ist unbestritten, dass die K�ndigungsregeln des GAV zu dessen normativen Bestimmungen geh�ren und wie Gesetze auszulegen sind (BGE 133 III 213 E. 4.2 S. 214). Erweisen sich die normativen Bestimmungen eines Gesamtarbeitsvertrages als l�ckenhaft, sind grunds�tzlich die gleichen Prinzipien wie im Gesetzesbereich anzuwenden (Urteil 4C.10/1998 vom 19. M�rz 1998 E. 2a; vgl. BGE 128 I 34 E. 3b S. 42).
6.3 Der Beschwerdef�hrer macht zu Recht nicht geltend, dass er aus Art. 8 und 13 GAV unmittelbar individuelle Anspr�che ableiten k�nne, sondern er verlangt die Ber�cksichtigung dieser Normen bei der Auslegung der K�ndigungsgr�nde, insbesondere mit Blick auf den K�ndigungsgrund wegen �berbestand (Art. 23 GAV). Er behauptet, Art. 8 GAV erfasse auch den Fall eines Groundings, ohne jedoch darzulegen, welchen Sinn eine Regel macht, bei einer Betriebseinstellung den "Abbau von 5 %" vorzusehen. Mit Art. 8 GAV wurden Schwankungen im Flugmarkt bedacht, zumal in Art. 13 GAV Vollzeitpositionen von 1999 bis 2002 zugesichert wurden. Nichts anderes ergibt sich aus dem K�ndigungsgrund "�berbestand" gem�ss Art. 23 GAV. Werden alle Piloten von der K�ndigung infolge Betriebseinstellung betroffen, ist - wie das Obergericht zutreffend festgehalten hat - weder die Feststellung eines �berbestandes am Platz, noch kann die Anzahl der K�ndigungen beschr�nkt werden. Die Auffassung des Beschwerdef�hrers, die Nicht-Regelung der Betriebseinstellung bedeute (im Sinne eines qualifizierten Schweigens), dass der Arbeitgeber das wirtschaftliche Risiko trage, BGE 137 III 487 S. 500l�uft sodann darauf hinaus, dass der GAV f�r diesen Fall die K�ndigung ausschliessen soll. Dies �berzeugt nicht. Wenn schon leichte Bedarfsschwankungen nach dem Willen der GAV-Parteien die K�ndigung von Piloten erlauben, erscheint die Annahme, bei Betriebseinstellung h�tten die Parteien des Arbeitsvertrages die M�glichkeit der K�ndigung vorgesehen, zul�ssig.
6.4 Damit liegt der Schluss nahe, nach GAV eine K�ndigung infolge Betriebsschliessung als K�ndigung bei �berbestand anzusehen. Wenn die Beschwerdegegnerin keine Piloten mehr braucht, weil sie den Betrieb einstellt, hat sie offensichtlich einen �berbestand von 100 %, was nach Sinn und Zweck von Art. 23 Abs. 2 GAV einen zul�ssigen K�ndigungsgrund darstellt. Damit gilt die sechsmonatige K�ndigungsfrist. Mit Blick auf den Standpunkt der Vorinstanz, wonach der GAV f�r den Fall der Einstellung des Flugbetriebes weder nach Wortlaut noch Sinn eine direkt anwendbare Regel enthalte, ergibt sich - wie aus dem Folgenden hervorgeht - nichts anderes.
6.5 Zur Schliessung der L�cke hat das Bezirksgericht die K�ndigung wegen �berbestand (Art. 23 GAV) auf die vollst�ndige Betriebsschliessung angewendet, ohne dass der �berbestand durch die Tarifpartner festzustellen und die K�ndigung auf die Anzahl Vollzeitstellen beschr�nkt sei. Das Obergericht hat diesen Analogieschluss bzw. die Anwendung der sechsmonatigen K�ndigungsfrist gem�ss Art. 23 Abs. 2 GAV im Falle der Betriebsschliessung best�tigt, weil sie am hypothetischen Parteiwillen ausgerichtet sei und eine vern�nftige L�sung beinhalte. Auf diese Erw�gung geht der Beschwerdef�hrer nicht ein. Er legt nicht dar, wie die L�cke (im Falle ihres Bestehens) zu schliessen w�re. Sein Einwand, beim Vorgehen zur L�ckenschliessung seien die Art. 21 Abs. 2 Ziff. 8 sowie Art. 13 GAV, m.a.W. die Zusicherung von Vollzeitpositionen nicht in Betracht gezogen worden, ist unzutreffend. Die kantonalen Instanzen haben dargelegt, dass diese Zusicherung bei einer Betriebsschliessung keinen Sinn macht. Seine weiteren Ausf�hrungen betreffend "�nderungsk�ndigung" sind unbehelflich. Das Obergericht hat die Frage, ob eine derartige K�ndigung vorliegt, offengelassen; die entsprechende Erw�gung im angefochtenen Urteil ist nicht entscheidrelevant. Mit Bezug auf die Erw�gung zur Schliessung der GAV-L�cke durch die kantonalen Instanzen liegen keine begr�ndeten R�gen vor (Art. 42 Abs. 2 BGG). BGE 137 III 487 S. 501
6.6 Nach dem Dargelegten konnte das Arbeitsverh�ltnis des Beschwerdef�hrers wegen Betriebsschliessung unter Einhaltung einer sechsmonatigen K�ndigungsfrist gek�ndigt werden. Der Betriebs�bergang erfolgte am 31. M�rz 2002. Der Zeitpunkt, auf den das Arbeitsverh�ltnis "ordentlicherweise" im Sinne von Art. 333 Abs. 3 OR "h�tte beendet werden k�nnen", ist demnach der 30. September 2002. Bis zu diesem Datum haftet die Beschwerdegegnerin f�r nach dem 31. M�rz 2002 f�llig gewordene Forderungen aus dem Arbeitsverh�ltnis. Dass der w�hrend des Haftungszeitraumes vom Beschwerdef�hrer bei der Swiss erzielte anderweitige Lohn anzurechnen ist, steht ausser Frage (vgl. BGE 118 II 139 E. 1 S. 140). Wenn das Obergericht zum Ergebnis gelangt ist, das Hauptbegehren (Ziff. 2) bzw. die Lohnforderungen (Differenz) f�r die Zeit ab 1. Oktober 2002 seien abzuweisen, stellt dies keine Rechtsverletzung dar.
7. Der Beschwerdef�hrer stellt ein Eventualbegehren (Ziff. 4) f�r den Fall, dass die Regeln der K�ndigung bei �berbestand bzw. die K�ndigungsfrist von sechs Monaten massgebend sind. In diesem Fall m�sse die Beschwerdegegnerin auch die bei K�ndigung wegen �berbestand geschuldete Abfindungsentsch�digung leisten. Der gesetzliche �bergang des Arbeitsverh�ltnisses schliesse die Abfindungszahlung nach GAV nicht aus, da die Beschwerdegegnerin am 15. M�rz 2002 die K�ndigung ausgesprochen habe.
7.1 Gem�ss Art. 23 Abs. 3 GAV erhalten die von einer K�ndigung bei �berbestand betroffenen Piloten "eine einmalige Abfindung in der H�he des zw�lffachen zuletzt bezogenen Monatslohnes", abgesehen von hier nicht relevanten Ausnahmen (Art. 23 Abs. 6 GAV, wie w�hrend der Ausbildungszeit). Die Abfindungszahlung ist - wie der Beschwerdef�hrer zu Recht ausf�hrt - an keine weitere Voraussetzung gebunden, und sie muss auch bei einer sp�teren Wiederanstellung nicht zur�ckbezahlt werden (Art. 23 Abs. 5 GAV). Das Obergericht hat erwogen, Sinn und Zweck der im GAV vereinbarten Abfindungszahlung sei, das Risiko des Betroffenen abzugelten, falls dieser nach der K�ndigung nicht sogleich oder keinen neuen gleichwertigen Vertrag abschliessen k�nne. Es hat den Schluss gezogen, dass nach GAV keine Abfindung geschuldet sei, weil das Arbeitsverh�ltnis von Gesetzes wegen auf die Swiss �bergegangen sei und der Abschluss eines neuen Arbeitsvertrages mit der Erwerberin kein neues Arbeitsverh�ltnis begr�ndet habe. BGE 137 III 487 S. 502
7.2 Der Beschwerdef�hrer behauptet zu Recht nicht, dass der GAV eine Abfindung bei gesetzlichem �bergang des Arbeitsverh�ltnisses vorsehe. Diese ist nur bei einer K�ndigung (bei �berbestand) vorgesehen. Wohl hat die Beschwerdegegnerin gegen�ber dem Beschwerdef�hrer am 15. M�rz 2002 per Ende Juni 2002 die K�ndigung ausgesprochen. Daraus kann er indessen keinen Grund f�r eine Abfindungszahlung ableiten. Im Fall von Art. 333 OR �ndert der Abschluss von neuen Vertr�gen nichts daran, dass das bisherige Arbeitsverh�ltnis fortgesetzt wird (vgl. BGE 112 II 51 E. 3b/aa S. 56; A. STAEHELIN, Z�rcher Kommentar, 1996, N. 9 zu Art. 333 OR; TERCIER/FAVRE, a.a.O., Rz. 3889 und 3890). Vorliegend ist die Swiss am 31. M�rz 2002 in das gek�ndigte Arbeitsverh�ltnis eingetreten (E. 5.1) und hat der Beschwerdef�hrer mit der Erwerberin unbestrittenermassen vor Ablauf der K�ndigungsfrist einen neuen Arbeitsvertrag abgeschlossen. Es besteht kein Zweifel, dass der Beschwerdef�hrer und die Swiss der ausgesprochenen und "�bernommenen" K�ndigung keine Wirkung zuerkennen und das Arbeitsverh�ltnis nicht mit Ablauf der K�ndigungsfrist enden lassen wollten. Der Beschwerdef�hrer hat damit die von der Swiss offerierte R�cknahme der K�ndigung angenommen. Dass der Arbeitnehmer sich mit dem Widerruf einer K�ndigung einverstanden erkl�ren kann, ist anerkannt (vgl. BGE 128 III 70 E. 2 S. 75 f., mit Hinweisen). Wenn das Obergericht angenommen hat, das Arbeitsverh�ltnis des Beschwerdef�hrers sei nie beendet worden, und geschlossen hat, die K�ndigung vom 15. M�rz 2002 habe keine Abfindung im Sinne von Art. 23 Abs. 3 GAV ausl�sen k�nnen, ist dies nicht zu beanstanden.
7.3 An diesem Ergebnis k�nnen die erneuerten Ausf�hrungen und R�gen des Beschwerdef�hrers betreffend "�nderungsk�ndigung" und Austrittsabfindung aus den bereits (in E. 6.5) erw�hnten Gr�nden nichts �ndern. Die von ihm verlangte Abfindung ist nicht geschuldet und kann von der Beschwerdegegnerin im Rahmen ihrer Weiterhaftung nicht beansprucht werden. Das Ergebnis des Obergerichts, wonach das Eventualbegehren betreffend Abfindungszahlung abzuweisen ist, stellt keine Rechtsverletzung dar.
136 III 552 suite... ,
135 III 349,
118 II 139,
112 II 51,
Art. 293 ss LP suite... ,
Art. 250 Abs. 1 und Art. 321 SchKG,
Art. 317 ff. SchKG,
Art. 219 Abs. 4, Art. 321 SchKG,
Art. 333b OR,
Art. 333k OR,