Source: http://morschenich.info/platzordnung.php
Timestamp: 2017-09-21 10:20:41
Document Index: 147915021

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 6', '§ 3', '§ 5', '§ 4', '§ 43', '§ 101', '§ 5', '§ 2', '§ 3']

UL - AERO - Club Morschenich e.V.
Flugplatzbetriebs- und -benutzungsordnung in der Fassung vom 13.07.2010
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§ 1 Inhalt und Grundlagen
1. Diese von der Mitgliederversammlung des UL-Aero-Clubs Morschenich erlassene Flugplatzbetriebs- und -benutzungsordnung regelt die Nutzung und den Flugbetrieb auf dem vom Verein gepachteten Gelände, Gemarkung Morschenich, Flur 4, Parzellen 190/4 und 199/84, 189/2, sowie Flurstücke 81 und 82, Lage: 50° 52,500’ N, 06° 33,250’ E, Höhe über NN 338 ft = 103 m.
2. Die Grundlagen dieser Ordnung sind neben dem Luftverkehrsgesetz und der Luftverkehrsordnung die Bestimmungen der Erlaubnis der Bezirksregierung Düsseldorf sowie die Vereinbarungen der Mitgliederversammlung.
3. Die Ausübung des Flugbetriebes ist zudem abhängig von der Zustimmung der örtlich zuständigen Ordnungsbehörde und dem Einverständnis der Grundstückeigentümer.
1. Das Gelände steht den Mitgliedern des UL - Aero - Club Morschenich e.V. zur Verfügung. Die vom RP Düsseldorf nach § 6 Luft VG erteilte Genehmigung gilt nur für Mitglieder des Vereins, die im Besitz einer SPL - F sind und de-ren Fluggerät (Luftsportgerät) eine Verkehrszulassung besitzt. Der Verein kann einzelne Personen vom Flugbetrieb auf dem Gelände ausschließen, wenn dies im öffentlichen Interesse geboten erscheint. Mitglieder mit so genannter Tagesmitgliedschaft haben Aufbau-, Start- und Landerecht nur an den ausgewiesenen Tagen ihrer Mitgliedschaft.
§ 3 Flugbetrieb
1. Der Betrieb von Luftsportgeräten auf dem o.a. Gelände (Flugbetriebsflächen lt. Anlage 1) ist gebunden an die jeweils gültigen gesetzlichen Bestimmungen und die Verordnungen des Bundesministers für Verkehr.
2. Die Start- und Landerichtung (S/L- Bahn) ist 25 / 07. An- und Abflüge vom / zum Platz sind stets von / nach Nord-ost bzw. Südwest hin auszuführen. Alternativ dazu kann auch – insbesondere bei Wind aus südöstlicher Richtung – die erweiterte Nordwest-Schleife für den Anflug auf die Piste 07 genutzt werden (Platzrunde lt. Anlage 2), Für die Einhaltung der Grenzen des zulässigen Einsatzbereichs der Luftsportgeräte (Betriebsgrenzen bei Stark- oder Seitenwind) ist der Pilot verantwortlich. Starts und Landungen bei Wetterbedingungen außerhalb der jeweiligen Betriebsgrenzen, aufgrund derer die vorgegebenen Start- und Landerichtungen 07/25 nicht eingehalten werden können, sind nicht zulässig.
3. In Zeiten, in denen UL - Flugbetrieb auf dem Fluggelände stattfindet, muss ein Flugleiter anwesend sein. Die Flugleiter werden zu Beginn der Flugsaison vom Vorstand in der Flugleiterliste verbindlich benannt oder bei Bedarf (zusätzlich zu den Listeneinträgen) im Einzelfall berufen. Der eingesetzte Flugleiter (bzw. sein Vertreter) muss vor Aufnahme des Flugbetriebs alle ihm obliegenden Vorkontrollen gem. § 5 dieser Flugplatzbetriebs- und -benutzungsordnung durchgeführt und dies im Flugbuch vermerkt haben. Bei Verhinderung oder Abwesenheit des vom UL-Aero-Club Morschenich eingesetzten Flugleiters oder während der Winterpause muss aus dem Kreis der Anwesenden eine Person als Flugleiter benannt und im Flugbuch vermerkt werden, die die luftrechtlichen Anforderungen an einen Flugleiter uneingeschränkt erfüllt. Der Flugleiter muss Zugriff auf die vorgehaltenen Rettungseinrichtungen haben und mit ihrer Bedienung vertraut sein. Flugbetrieb ohne Flugleiter ist nicht zulässig.
4. Der Lärmgrenzwert der verwendeten Luftsportgeräte darf die jeweils gültigen gesetzlich festgelegen Höchstwerte nicht überschreiten.
5. Aus Gründen des Umweltschutzes sind die in der Nähe des Fluggeländes gelegenen Ortschaften - insbesondere der Ort Morschenich, der Katharinenhof sowie der Ort Kerpen-Buir - weiträumig zu umfliegen. Die festgelegte Platzrunde lt. Anlage 2 ist einzuhalten.
6. Der Flugbetrieb ist nur unter VMC Bedingungen und nur dann durchzuführen und erlaubt (Flugbetriebszeiten), wenn jeweils vorher eine telefonische Koordinierung mit dem Flugplatz Nörvenich stattgefunden hat.
7. Während des Flugbetriebes ist ein Windsack aufzustellen.
8. Die Anzahl der Luftsportgeräte, die in der Platzrunde gleichzeitig betrieben werden dürfen, wird auf zwei be-schränkt. Diese Beschränkung gilt nicht für fußstartfähige ULs (also so genannte „leichte Luftsportgeräte“ [LL]), so-fern diese den Anflugweg anderer Luftsportgeräte nicht kreuzen.
9. Passagierflüge sind gemäß den gesetzlichen Bestimmungen erlaubt.
10. Beim Fliegen muss der vorgeschriebene Kopfschutz getragen werden.
11. Bei der Durchführung des Flugbetriebes muss Bodenpersonal mit betriebsbereitem Fahrzeug und einer Erste Hilfe - Ausstattung zur Verfügung stehen.
§ 4 Pflichten der Luftsportgeräteführer
1. Vor der Aufnahme des Flugbetriebes haben sich die betreffenden Luftsportgeräteführer mit den örtlichen Gegebenheiten des Geländes vertraut zu machen.
2. Den Anweisungen des Flugleiters ist Folge zu leisten.
3. Das Befahren des Fluggeländes mit Kraftfahrzeugen ist nur für das Aufschleppen von Luftsportgeräten erlaubt. Das Abstellen der PKW hat an den dafür ausgewiesenen Abstellplätzen zu erfolgen. Keinesfalls darf die Sicht des Flugleiters auf die Schwellen und die Anflugbereiche durch Fahrzeuge eingeschränkt werden.
4. Das Aufrüsten der Fluggeräte darf nur an den vom Flugleiter zugewiesenen Stellen erfolgen. Beim Betanken der Fluggeräte sind geeignete Vorsichtsmaßnahmen (Wanne ist Pflicht!) zu treffen.
5. Die SPL - F einschließlich gültigem Medical und alle für den Betrieb des verwendeten Fluggerätes erforderlichen Unterlagen und Nachweise sind zusammen mit dem Funksprechzeugnis (soweit erforderlich) stets mitzuführen. Durchflug und Überflug der CTR Nörvenich sind ohne Mithören der Frequenz 122,10 nicht zulässig, da die CTR Nörvenich jederzeit aktiviert werden und auch am Wochenende den Flugbetrieb aufnehmen kann.
6. Der Halter eines Luftsportgerätes hat eine den Vorschriften des § 43 Luft VG in Verbindung mit §§ 101 - 106a Luft VZO genügende Haftpflichtversicherung abzuschließen. Der Nachweis darüber muss beim Betrieb des Luftsportgerätes jederzeit mitgeführt werden.
§ 5 Flugleiter
1. Während des Flugbetriebes wird ein Flugleiter eingesetzt, der den Flugbetrieb im Flugbuch (s. Satz 6) erfasst und für die Einhaltung der Platzordnung Sorge trägt. Für die Einhaltung der Bestimmungen der Luft VO trägt jeder Pilot selbst die volle und alleinige Verantwortung. Bei schwerwiegenden Verstößen kann der UL-Aero-Club Morschenich e.V. entsprechend § 2 die Teilnahme am Flugbetrieb untersagen. Bei Flugbetrieb außerhalb der festgesetzten Betriebszeiten (Samstage, Sonntage und in der Flugleiterliste festgelegte Feiertage von 08:00 Uhr UTC [bzw. SR] bis SS [bzw. 18:00 UTC]; Winterpause Dezember – Februar) und mit jeweils nur einem Luftsportgerät am Platz genügt als "Startleiter" eine zur Hilfeleistung befähigte und bereite Person gem. § 3 Satz 3 dieser Flugplatzbetriebs- und -benutzungsordnung.
2. Der Vorstand muss während der festgesetzten Betriebszeiten eine volljährige Person als Flugleiter bestimmen, die über ausreichende fachliche und gesetzliche Kenntnisse im UL - Flugbetrieb verfügt. Der Flugleiter muss im Besitz einer SPL-F oder eines Funksprechzeugnisses sein.
3. Der Flugleiter überprüft die Beschaffenheit und Kennzeichnung von Start- und Landebahn sowie Rollflächen, kontrolliert Signalfeld und Platzabsperrungen entsprechend der Bestimmungen der Flugleiteranweisung (Anlage 3). Der Flugleiter ist dafür verantwortlich, dass während des An- und Abfluges von Luftsportgeräten die Piste und die Bereiche vor den Schwellen von Hindernissen und Personen freigehalten werden.
4. Der Flugleiter übernimmt den Funksprechverkehr am Platz auf der Frequenz 123.425 MHz.
5. Um ggf. ordnend eingreifen zu können und seiner Verantwortungspflicht in vollem Umfange nachkommen zu können, darf der Flugleiter nicht selbst aktiv am Flugbetrieb teilnehmen.
6. Auf dem UL - Fluggelände ist vom Flugleiter das Flugbuch (Sammlung der Startlisten) zu führen, in dem auch zeitliche Übernahme und Abgabe der Funktion des Flugleiters sowie alle Unregelmäßigkeiten während des Flugbetriebes zu verzeichnen sind. Bei Flugbetriebsstörungen ist entsprechend des beigefügten Alarmplans (Notfallplan Anlage 4) zu verfahren.
1. Schul- und Ausbildungsflüge sind erlaubt, wenn sie von Schülern, die die Grundausbildung mit UL - Flugzeugen absolviert haben, durchgeführt werden.
2. Erlaubt ist weiterhin die Anfängerschulung mit Doppelsitzern, bei denen der Fluglehrer mitfliegt.
3. Übungsanflüge und tiefe Überflüge des Platzes in Langsamflugkonfiguration sind zu Schulungszwecken erlaubt. Ebenso sind Not- und Ziellandeübungen zu Schulungs- und Ausbildungszwecken erlaubt. Platzrunden außerhalb der Schulung sind auf ein Mindestmaß zu beschränken.
Morschenich, 25.02.2011