Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Hamm&Datum=22.01.2004&Aktenzeichen=15%20W%20426%2F03
Timestamp: 2019-11-19 05:24:02
Document Index: 36551671

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art. 10', 'Art. 173', '§ 485', 'BGH', 'Art. 173', 'Art. 10']

OLG Hamm, 22.01.2004 - 15 W 426/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,3303
OLG Hamm, 22.01.2004 - 15 W 426/03 (https://dejure.org/2004,3303)
OLG Hamm, Entscheidung vom 22.01.2004 - 15 W 426/03 (https://dejure.org/2004,3303)
OLG Hamm, Entscheidung vom 22. Januar 2004 - 15 W 426/03 (https://dejure.org/2004,3303)
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IPR: Familienname der geschiedenen Ehefrau - selbständige Vorfragenanknüpfung im internationalen Namensrecht bei Vorliegen eines inländischen Statusurteils: Vorlagebeschluß an den BGH
Vorfragenanknüpfung im Bereich des Namensstatuts; Bestimmung des Familiennamens einer türkischen Staatsangehörigen und ihres Kindes nach Ehescheidung in Deutschland ohne Anerkennung des Scheidungsurteils in der Türkei; Gestaltungswirkung des deutschen Scheidungsurteils
EGBGB Art. 10; türk. ZGB Art. 173
NJW 2004, 1688 (Ls.)
FGPrax 2004, 115
FamRZ 2004, 1103 (Ls.)
Nach einer Entscheidung des OLG Celle (OLGR 2004, 167) soll in Anwendung dieser Grundsätze die im Prozess erklärte Aufrechnung mit dem materiell-rechtlichen Kostenerstattungsanspruch unzulässig sein (…ebenso Stein/Jonas/Leipold, ZPO, 22. Aufl., vor § 485 Rdn. 29; a.A. OLG Dresden, BauR 2003, 761).
Das Oberlandesgericht, dessen Entscheidung in StAZ 2004, 171 ff. (mit Anm. Wiegelmann FamRB 2004, 263) veröffentlicht ist, hält das Rechtsmittel für zulässig und begründet.
Diese kostenrechtliche Folge tritt nicht nur dann ein, wenn der Antragsteller des Beweisverfahrens seine Gewährleistungsansprüche aktiv einklagt, sondern auch dann, wenn er mit ihnen die Aufrechnung erklärt (BGH, NJW-RR 2005, 1688 - entgegen OLG Dresden a. a. O. - OLG Celle, OLGR 2004, 167).
Das OLG Celle (OLGR 2004, 167) gesteht einen materiell-rechtlichen Kostenerstattungsanspruch für die Kosten eines selbständigen Beweisverfahrens nur dann zu, wenn es nicht zu einem Hauptprozess kommt (juris RN 50).
Danach entfaltet das deutsche Scheidungsurteil unabhängig von dessen Anerkennung durch die türkischen Behörden seine Gestaltungswirkung, so dass sich die Namensführung der Kindesmutter nach Art. 173 ZGB- Türkei richtet (vgl. OLG Hamm StAZ 2004, 171 ff [OLG Hamm 22.01.2004 - 15 W 426/03] ; OLG Düsseldorf, FamRZ 1999, 328 f [OLG Düsseldorf 02.11.1998 - 3 Wx 264/98] , AG Duisburg, StAZ 1991, 256 f;… Staudinger- Hepting, BGB (2000), Art. 10 EGBGB Rdnr. 87 ff a.A. BayObLG StAZ 2003, 13 ff).