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Timestamp: 2018-01-17 11:15:08
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Matched Legal Cases: ['§3', '§25', '§ 13', '§ 8', '§5', '§ 4', '§6', '§4', '§5', '§ 5']

Dr. Heiko Goldbecher, Dr. Jens Johannes Bock
Paradigmenwechsel in der GOZ 2012 eröffnet Weiterentwicklung der Gebührenordnung neue Räume. Ein Beitrag von Dr. Heiko Goldbecher und Dr. Jens Johannes Bock.
KIEFERORTHOPÄDIE NACHRICHTEN Die Zeitung von Kieferorthopäden für Kieferorthopäden I www.kn-aktuell.de Nr. 6 | Juni 2012 | 10. Jahrgang | ISSN: 1612–2577 | PVSt: 62133 | Einzelpreis 8,– € Das iPhone für die Zähne Dr. Thomas Drechsler aus Wiesbaden stellt die Generationen G3 und G4 des Invisalign®-Systems vor. ANZEIGE Dual-Top™ Anchor-Systems Aktuell IncognitoTM und Herbst Anhand eines klinischen Fallberichts zeigt Dr. (H.) Esfandiar Modjahedpour die kombinierte Anwendung des Lingualbracketsystems IncognitoTM mit dem Herbst- Scharnier. Wissenschaft & Praxis (cid:2) Seite 11 Aus juristischer Perspektive RA Michael Zach infor- miert in Teil 3 unserer Serie u.a. über gerichtliche und ministerielle Entscheidun- gen hinsichtlich Beihilfe- fähigkeit von Alignerbe- handlungen. Aus der Praxis (cid:2) Seite 13 Unklare Abrechnung In einem zweiten Beitrag zur Anwendung der neuen GOZ klären Dr. Heiko Goldbecher und Dr. Jens J. Bock über die Leistungs - abrechnung gemäß der Po- sitionen 6100 und 2197 auf. Aus der Praxis (cid:2) Seite 14 AAO auf Hawaii Anfang Mai informierten sich Kieferorthopäden aus aller Welt über jüngste Ent- wicklungen ihres Fachs. Während namhafte Refe- renten in mehr als 160 Vor- trägen aktuelle Trends so- wie Behandlungstechniken präsentierten, zeigten et wa 300 Firmen ihre neuesten Produkte. Events (cid:2) Seite 19 Hersteller: Unser Vertriebspartner: BENEFIT . KFO . KFO KFO BENEFI T komplexe kieferorthopädische Behandlungen bei einem breiten Anwendungsbereich mit diesem System möglich geworden sind. So urteilt die jüngste wissen- schaftliche Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Kie- ferorthopädie (DGKFO), dass Aligner „in Kombination mit an- deren, z.T. festsitzenden Appa - raturen … bei nahezu allen kie- ferorthopädischen Anomalien zur Lösung wenigstens von Teil - aufgaben komplementär einge- setzt werden können, sodass kei - ne Kontraindikationen für diese Behandlungssysteme formuliert werden können“ (Stellungnah me der DGKFO zur Behandlung mit Alignern, Prof. Dr. G. Göz, Stand Januar 2010). Daher gehören Aligner in einer zeitgemäßen KFO-Praxis längst zum alltäglichen kieferorthopä- dischen Behandlungsmittel und lassen sich heutzutage ebenso wenig wegdenken wie z.B. die all- gemeine Verwendung eines mo- dernen Smartphones von fast je- dermann. Auch da hätte vor etwa zehn Jahren kaum einer gedacht, dass es mit den damals allmählich in Umlauf gekommenen Handys
2 | NEWS Nr. 6 | Juni 2012 ANZEIGE Alle mit Symbolen gekennzeichneten Beiträge sind in der E-Paper-Version der jeweiligen Publikation auf www.zwp-online.info mit weiterführenden Informationen vernetzt. Tippspiel zur Fußball-EM 2012 Bis zum Endspiel am 1. Juli in Kiew begleitet die OEMUS MEDIA AG wieder alle Fußballbegeisterten mit ihrem beliebten Tippspiel. Endlich ist es wieder soweit. Die 14. Fußball-Europameisterschaft sorgt vier Wochen lang für Aus- Zur Teilnahme am EM-Tipp - spiel braucht es einfach nur ei- ne kostenlose Registrierung und vielleicht ein wenig Fußball- Verrücktheit. Unter der Adresse: http://www.oemus.com/em2012/ tipp/home.php können sich die Teilnehmer unter ei- nem Benutzernamen ihrer Wahl anmelden und das Ergeb- nis der jeweiligen Begegnung tippen. Die genauen Teilnahme- bedingungen sind ebenfalls dort angegeben. Also, ran an den Ball, mitgetippt und tolle Preise vom Platz getra- gen. Der Rechtsweg ist wie im- mer ausgeschlossen. Video Auch in Österreich und der Schweiz! Fachliche Unterstützung Laserspezialist kooperiert mit Hager & Werken. Hans-Joachim Koort absolvier- te erfolgreich sein Studium der Physik und arbeitete bereits an der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie der Rheini- schen-Friedrichs-Wilhelms Uni- versität Bonn und ist seit mehr als 20 Jahren in der Medizintechnik und im Lasergeschäft tätig. Er war Mitbegründer und Director of Board der ISLD International Society for Lasers in Dentistry (heute WFLD World Fede ration for Laser Dentistry). Noch heute ist er Mitglied in dem Verband sowie in der DPG (Deutsche Phy- sikalische Gesellschaft) und in der DGLM (Deutsche Gesellschaft für Lasermedizin). nahmezustand. Nach zehn Sie- gen in zehn Qualifikationsspie- len zählt Deutschland zu den großen Favoriten der EURO vom 8. Juni bis 1. Juli 2012. In Polen und der Ukraine kämpfen 16 Mann- schaften um die begehrte EM- Trophäe. Was wäre ein Fußball-Event ohne OEMUS-Tippspiel – sicher nur halb so lustig und spannend. Auch in diesem Jahr wird es wieder das bei Industrie und Zahnärzte- schaft beliebte Tippspiel geben. Für 31 Partien gilt es hier, seine EM-Tipps abzugeben, um wert- volle Punkte zu sammeln. Am Ende winken den besten EM- Propheten wieder tolle Preise. Adresse Hager & Werken GmbH & Co. KG Ackerstraße 1 47269 Duisburg Tel.: 0203 99269-0 Fax: 0203 299283 info@hagerwerken.de www.hagerwerken.de KIEFERORTHOPÄDIE NACHRICHTEN Projektleitung Stefan Reichardt (verantwortlich) Tel.: 0341 48474-222 reichardt@oemus-media.de Produktionsleitung Gernot Meyer Tel.: 0341 48474-520 meyer@oemus-media.de Anzeigen Marius Mezger (Anzeigendisposition/-verwaltung) Tel.: 0341 48474-127 Fax: 0341 48474-190 m.mezger@oemus-media.de Abonnement Andreas Grasse (Aboverwaltung) Tel.: 0341 48474-200 grasse@oemus-media.de Herstellung Josephine Ritter (Layout, Satz) Tel.: 0341 48474-119 j.ritter@oemus-media.de Druck Dierichs Druck + Media GmbH Frankfurter Straße 168 34121 Kassel M U S S E R P M I Verlag OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-0 Fax: 0341 48474-290 kontakt@oemus-media.de Redaktionsleitung Cornelia Pasold (cp), M.A. Tel.: 0341 48474-122 c.pasold@oemus-media.de Fachredaktion Wissenschaft Prof. Dr. Axel Bumann (ab) (V.i.S.d.P.) Tel.: 030 200744100 ab@kfo-berlin.de Dr. Christine Hauser, Dr. Kerstin Wiemer, Dr. Kamelia Reister, Dr. Vincent Richter, ZÄ Dörte Rutschke, ZÄ Margarita Nitka Die KN Kieferorthopädie Nachrichtenerscheinen im Jahr 2012 monatlich. Bezugspreis: Einzelexemplar: 8,– € ab Verlag zzgl. gesetzl. MwSt. und Versandkosten. Jahresabonnement im Inland 75,– € ab Verlag inkl. gesetzl. MwSt. und Versand kosten. Abo-Hotline: 0341 48474-0. Die Beiträge in der „Kieferorthopädie Nachrichten“ sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck, auch auszugsweise, nur nach schriftlicher Geneh migung des Ver- lages. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit von Ver bands-, Unternehmens-, Markt- und Produktinformationen kann keine Gewähr oder Haftung übernommen werden. Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung (gleich welcher Art) sowie das Recht der Übersetzung in Fremdsprachen – für alle veröffent- lichten Beiträge – vorbehalten. 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4 | WISSENSCHAFT & PRAXIS Nr. 6 | Juni 2012 Zurück in die Zukunft a b a b c Abb. 1a, b: Digitale Simulation einer Patientin mit deutlich sichtbaren Bukkal- korridoren (a). Reales Behandlungsergebnis mit ansprechendem Lächeln (b). Abb. 2a–c: Frontalansicht der Patientin im Behandlungsverlauf mit Aufrichtung der Prämolaren ohne dentale Expansion. a c b d Abb. 3a–d: Okklusalansicht der Patientin prä (a) und post (b) Behandlung sowie die Überlagerung der Modelle (c). Es ist deutlich erkennbar, dass es zu keiner Veränderung der ursprünglichen Bogenform kam. Bogenschablone, welche zum Individualisieren der Bögen verwendet werden sollte. Fortsetzung von Seite 1 Ziele diagnostischen Fähigkeit des Kie- ferorthopäden selbst und weniger vom eingesetzten Material ab. So warnte Zachrisson 2006 beispiels- weise vor zu großer Materialgläu- bigkeit und drückte seine Sorge ge genüber dem Verlassen fester Regeln wie Überexpansion, zu viel Proklination oder dem „Geschwin- digkeitswahn“ bei Einsatz selbst- ligierender Brackets aus.1 Im Folgenden wird das SMILERx- System* beschrieben. Dieses stellt – das muss an dieser Stelle klar gesagt werden – weder eine neue Produktentwicklung im eigent- lichen Sinne noch ein weiteres „Wundermittel“ der herstellenden Dentalindustrie dar. Vielmehr ba- siert genanntes System auf be- währten, über Jahrzehnte be- kannten Strategien, welche nun neu gebündelt wurden, um Kie- ferorthopäden in der Praxis zu mehr Kreativität und intelligen- ten Behandlungslösungen zu er- muntern. Ziel einer jeden kieferorthopädi- schen Behandlung sollte es sein, ein attraktives Lächeln zu errei- chen – und das unter Berück- sichtigung einer möglichst na- türlichen, d.h. stabilen Zahnstel- lung. Zahlreiche Faktoren, wie z. B. die Lachlinie, Zahnlänge und -breite, der Gingivaverlauf oder das Lippenprofil, beeinflus- sen je nach Alter und Geschlecht ein schönes Lächeln. Ein in diesem Zusammenhang äußerst wichtiger und oft kontro- vers diskutierter Einflussfaktor stellt dabei die Zahnbogenbreite dar – insbesondere in Bezug auf die Breite des Lächelns sowie so- genannte schwarze Dreiecke in den Mundwinkeln. Diese beim Lächeln aufgrund des Abstandes vom Zahnbogen zum Mundwin- kel entstehenden kleinen drei - eckigen Schatten (Bukkalkorrido - re) erscheinen umso ausgepräg- ter, je größer erwähnter Abstand ist. Je kleiner hingegen der Ab- a b Abb. 4a, b: Möglichkeiten einer Prämolarenaufrichtung: palatinaler Kronentorque (gelb), dentale Expansion mit zu breitem Bogen und der Gefahr einer Knochenpenetration (rot), Aufrichtung durch positiven Torque, was zu einem gleich breiten Erscheinungsbild führt, doch bei stabiler Wurzelposition und ohne dentale Überexpansion (grün). CT-Aufnahme mit idealer Prämolarenposition (b). stand zwischen Zahnbogen und Mundwinkel ausfällt, desto brei- ter wirkt das Lächeln. Moore führte eine Studie durch, in deren Rahmen er einer Gruppe von Probanden aus Zahnmedizi- nern und Laien mehrere Bilder ein und derselben Patientin vor- legte.2 Die Bilder wirkten soweit identisch, unterschieden sich je- doch durch ein einziges Detail: So waren die Bukkalkorridore auf- grund fototechnischer Bildbear- beitung in unterschiedlichen Aus- prägungen dargestellt – von (fast) nicht vorhanden bis sehr stark ausgeprägt. Nach der Beurteilung der Attraktivität des jeweiligen Lächelns gefragt, äußerten sich die Probanden – egal ob nun mit zahnmedizinischem Hintergrund oder ohne – mit eindeutigem Ergebnis: Je kleiner die Bukkal- korridore ausgeprägt waren, des- to at traktiver wirkte die gezeigte Person auf die Probanden. Wei - te re Fachartikel bestätigten die- ses Ergebnis.3,4 Abbildung 1 zeigt eine Patientin, bei der ausgehend vom Ender- gebnis der Behandlung die Buk- kalkorridore optisch verkleinert wurden. Der Therapieverlauf von frontal und die scheinbare Ver- breiterung des Zahnbogens sind in Abbildung 2 dargestellt. Betrachtet man den Beginn der Behandlung von okklusal und vergleicht diesen mit dem End - ergebnis, ist deutlich erkennbar, dass der Zahnbogen nicht expan- diert wurde (Abb. 3a, b). Die Über- lagerung der Vorher-/Nachher- Gipsmodelle in einem dreidi - mensionalen Scan bestätigt dies (Abb. 3c). Der benötigte Platz wurde mittels Schmelzreduktion geschaffen, das „breitere“ Lä- cheln durch Aufrichtung der Prä- molaren. Der Einsatz einer Bo- genform-Schablone dient hierbei der korrekten Auswahl der Bö- gen. Zudem kann durch ihre An- wendung eine Veränderung der Eckzahnbreite vermieden wer- den (Abb. 3d). Das SMILERx-System umfasst hinsichtlich des Erreichens eines ästhetisch ansprechenden sowie lang stabilen Lächelns demnach zwei bekannte und etablierte Tat- sachen: nämlich einerseits die Beibehaltung der Ursprungsbo- genform des Patienten (Behand- lungsbeginn) und andererseits die Verringerung vorhandener Bukkalkorridore sowie das Er- reichen eines vollen Zahnbogens durch Aufrichtung der Seiten- zähne (insbesondere der Prämo- laren). Aufrichten der Seiten- zähne (Prämolaren) Als einer der ersten empfahl Zachrisson vor langer Zeit eine möglichst gerade (0°, Standard Edgewise), aufgerichtete Stel- lung der oberen Eckzähne und Prämolaren und publizierte dies.5,6 Abbildung 4 zeigt den Unterschied zwischen palatinalem Kronen- torque, dentaler Expansion und Aufrichtung der Sei tenzähne. Da - bei ist nicht nur der sichtbare Teil zu beurteilen, sondern auch die Knochenbedeckung der Wur- zeln. Bei einer idealen Prämolarenpo- sition, wie in der CT-Aufnahme von Abbildung 4b dargestellt, ist die Zahnachsenneigung positiv nach vestibulär. Die Krone weist einen Torque von ungefähr 0° auf und die Wurzel ist allseits von Knochen umgeben. Dieses na- türliche Belassen der Zahnwur- zel wirkt sich positiv auf die Sta- bilität des Behandlungsergebnis- ses aus. Nichtsdestotrotz muss bei Einsatz eines 22⬙er Slots und 19⬙ x 25⬙er Bogens ein Torque- verlust von etwa 7° berücksich- tigt werden. Daher empfiehlt sich die Anwendung slotfüllender Fi- nishingbögen (21⬙ x 25⬙) mit ge- ringer Kraftapplikation oder das zeitweise zusätzliche Einbiegen von Extratorque in TMA-Fini - sh ingbögen. In den Abbildungen 5 und 6 wer- den zwei klinische Beispiele ge- zeigt, bei denen die Seitenzähne aufgerichtet, die Bogenform da- bei aber nicht verändert wurde. Abb. 5a Abb. 6a Abb. 5b Abb. 6b Abb. 5c Abb. 6c Abb. 5a–c, Abb. 6a–c: Deutlich nach palatinal angulierte Prämolaren vor Beginn der Behandlung (a). 0°-Torque-Brackets auf den oberen Prämolaren (b). Aufgerichtete Prämolaren am Ende der Behandlung. Der Zahnbogen wirkt breiter, ohne dass dieser dental expandiert wurde (c).
Nr. 6 | Juni 2012 WISSENSCHAFT & PRAXIS www.kn-aktuell.de | 5 in einem weiteren Fall (Abb. 8) aktive (Front) und passive (Sei- tenzahnbereich) Brackets mit einem Easy Fit Jumper** kom- biniert. Schlussfolgerung Das SMILERx-System verbindet positiven Torque im Seitenzahn- bereich (zum Aufrichten der Sei- tenzähne) mit individuellen Bo- genformen und einer neuen Art der bidimensionalen Technik. Drei technische Hilfsmittel, mit denen ein attraktives Lächeln bei hoher Stabilität des Behand- lungsergebnisses erzielt werden kann. Nichtsdestotrotz sind und bleiben es Hilfsmittel, die das Können des Kieferorthopäden le - diglich unterstützen bzw. ergän- zen. Das A und O einer erfolgrei- chen Therapie stellt nach wie vor das diagnostische und therapeu- tische Vermögen eines jeden Be- handlers dar. *,** Fa. FORESTADENT, www.forestadent.com Bogenform und Einsatz der Bogenschablone Über die Jahre hat es sich be- währt, die Bogenform eines Pa- tienten während der Behand- lungszeit nicht bzw. wenn über- haupt, dann lediglich in limi - tierten Grenzen zu verändern.1–9 Vielmehr sollte das ästhetische Lächeln allein durch eine senk- rechte Stellung der Prämolaren (und zeitweise der Eckzähne) er- zielt werden. Eine dentale Ex- pansion über die biologischen Grenzen hinaus muss hingegen vermieden werden. Mithilfe der Bogenschablone kann ein vorgefertigter Bogen aus diversen Formvorlagen ent- sprechend der natürlichen bzw. jeweils vorliegenden Ausgangs- zahnbogenform ausgewählt wer- den, der die intercanine Distanz belässt. Oder aber man verwen- det die Schablone, um mit deren Hilfe einen Bogen in der erfor- derlichen Form zu individuali- sieren. Als hilfreich hat sich bei stärker dimensionierten NiTi- Bögen auch der Einsatz des Me- mory Makers erwiesen. Verschlussmechanismus – SLB aktiv und passiv Gianelly entwickelte 1985 die bidimensionale Technik, bei der in der Front 18⬙er Slot-Brackets (Torquekontrolle) und im Seiten- zahnbereich Brackets mit 22⬙er Slot (geringe Friktion, Gleitme- chanismen) zum Einsatz kom- men.10 Mithilfe aktiver und pas - siver selbstligierender Brackets kann diese Technik simuliert werden, und das verbunden mit dem Vorteil der einfachen Li- gierbarkeit aufgrund des SL- Clips. Beim SMILERx-System kommen zwei SL-Systeme zur Anwendung – die aktiven BioQuick®- und die passiven BioPassive®-Brackets. Beide lassen sich optimal mitein- ander kombinieren, da sie – ab- gesehen von einem unterschied- lich tiefen Slot – völlig baugleich sind. Während SMILERx im Front- zahnbereich (2–2) den Einsatz aktiver Brackets für eine optima - le Torquekontrolle vorsieht, kom- men im Seitenzahnbereich (3–5) zur Realisierung schneller Re- traktionen, Distalisationen und Lückenschlüsse passive Brackets mit weniger Friktion zur Anwen- dung. Abbildung 7 zeigt eine Patien- tin, bei der das anteriore Seg- ment retrahiert werden musste. Um dies zu erreichen, wurden auf den Frontzähnen aktive und im Seitenzahnbereich passive Bra- ckets platziert. Nach sechs Wo- chen ist der Lückenschluss voll- zogen und der Bogen verbleibt, um noch weiteren Torque auf die Frontzähne auszuüben. Zur dentalen Kompensation ei- ner einseitigen Klasse II wurden Kurzvita Kurzvita Abb. 7a Abb. 7b Abb. 8a Abb. 8b Abb. 8c Abb. 8d Abb. 8e Abb. 8f Abb. 7a, b: Zur Retraktion des anterioren Segments wurden in der Front aktive Brackets zur Torquekontrolle und im Seitenzahnbereich passive Brackets mit weniger Friktion geklebt (a). Sechs Wochen später ist der Lückenschluss erreicht. Der Bogen verbleibt, um noch weiteren Torque auf die Frontzähne auszuüben (b). – Abb. 8a–f: Bei diese Patienten wurden aktive Brackets im Front- und passive Brackets im Seitenzahn bereich mit einem einseitigen Klasse II-Gerät zur dentalen Kompensation kombiniert. ANZEIGE Dr. Björn Ludwig Dr. Bettina Glasl (cid:129) Studium der Zahnheilkunde in Heidel- (cid:129) Studium der Zahnheilkunde in München berg (cid:129) Weiterbildung zum Fachzahnarzt für KFO in freier Praxis und im Anschluss an der Universitätsklinik Frankfurt am Main (cid:129) niedergelassen in Gemeinschafts pra - xis mit Dr. Bettina Glasl in Traben- Trarbach (cid:129) Lehrauftrag an der Universität des Saarlandes, Poliklinik für KFO, Direk- tor: Prof. Dr. Jörg A. Lisson (cid:129) zahlreiche Veröffentlichungen, Kon- gressvorträge, Posterbeiträge (cid:129) mehrere Buchkapitel-Beiträge (cid:129) nationale und internationale Fortbil- dungsveranstaltungen (cid:129) Forschung und Entwicklung im Be- reich Miniimplantate (cid:129) Herausgeber der Fachbücher „Mini - implantate in der Kieferorthopädie“ (Quintessenz-Verlag) und „Selbstligie- rende Brackets: Konzepte und Behand- lung“ (Thieme Verlag) (cid:129) Weiterbildung zur Fachzahnärztin für KFO in freier Praxis und im Anschluss an der Universitätsklinik Frankfurt am Main (cid:129) niedergelassen in Gemeinschafts- praxis mit Dr. Björn Ludwig in Traben- Trarbach (cid:129) Kongress- und Posterbeiträge, zahl- reiche Veröffentlichungen (cid:129) nationale Fortbildungsveranstaltungen (cid:129) Forschung und Entwicklung im Be- reich Miniimplantate (cid:129) mehrere Buchbeiträge/-übersetzungen Adresse Dr. Björn Ludwig Am Bahnhof 54 56841 Traben-Trarbach Tel.: 06541 818381 Fax: 06541 818394 bludwig@kieferorthopädie-mosel.de www.kieferorthopädie-mosel.de „Empower Clear“ Die ästhetische Lösung selbstligierender Brackets von American Orthodontics Jetzt neu bei American Orthondontics „Empower Clear SL“ – die ästhetische selbstligierende Lösung für Ihre Behandlung. 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6 | www.kn-aktuell.de WISSENSCHAFT & PRAXIS Nr. 6 | Juni 2012 Das iPhone für die Zähne Widerstandszentrum Abb. 2 Abb. 3 Rotationszentrum Abb. 4 Abb. 5 Abb. 6 Abb. 7 Abb. 8 Abb. 9 Abb. 10 Abb. 11 Abb. 12 Abb. 13 Abb. 14 Abb. 15 Abb. 2: Compliance-Indikatoren: Nach 14 Tagen Tragezeit sollte der unten sichtbare blaue Punkt sich wie oben entfärbt haben. – Abb. 3: Kraft-, Drehmoment-Darstellung der Torquebewegung eines oberen Schneidezahnes. – Abb. 4: Power Ridges an den zentralen Scheidezähnen zu Beginn der Behandlung. – Abb. 5: Intraorale rechte Lateralansicht bei Behandlungsbeginn. – Abb. 6: Klinische Ausgangssituation der Deckbisskonstellation frontal. – Abb. 7: ClinCheck-Ansicht von rechts zu Behandlungsbeginn. – Abb. 8: Ausgangssituation in der ClinCheck- Darstellung frontal. – Abb. 9: Passgenauer Aligner 39 in situ bei Behandlungsende. – Abb. 10: Intraorale rechte Lateralansicht mit korrigierter Frontzahninklination bei Behandlungsende. – Abb. 11: Klinische Situation nach dem letzten Aligner bei Behandlungsabschluss von frontal. Die Bisshebung ist deutlich zu erkennen. – Abb. 12: Rechte Seitenansicht der ClinCheck-Planung. – Abb. 13: Die Behandlungsplanung des ClinChecks entspricht dem klinischen Ergebnis. Ansicht von frontal. – Abb. 14: DVT-Arch-Section-Darstellung (Mesantis Wiesbaden) des rechten zentralen Schneidezahnes 11 zu Behandlungsbeginn. Die bukkale Knochenlamelle ist äußerst dünn. – Abb. 15: Die korrigierte Frontzahninklination von 11 lässt in der DVT-Darstellung nach 39 Alignern eine deutliche Verbesserung des bukkalen Knochenangebotes erkennen. Fortsetzung von Seite 1 herumtragen zu können, neben- bei damit im Flugzeug einzuche- cken und zu wissen, wie das Wet- ter am Zielort in fünf Tagen sein wird. Insbesondere das iPhone von Apple hat sich ebenso wie Invi- salign neben weiteren Anbietern dabei von Anbeginn als Markt- führer etabliert und steht neben seiner besonderen Funktionali - tät auch für innovativen Lifestyle und Begehrlichkeit. Mit den neu- esten iPhone-Modellen 3G und 4 fand bislang eine kontinuierliche technologische Weiterentwick- lung statt, die uns auch in Zukunft sicher noch ungeahnte Möglich- keiten präsentieren wird. Vielleicht mag es Zufall sein, dass auch bei Align Technology die letzten beiden Evolutionsstufen „G3“ und „G4“ heißen. Mit Ein- führung von G3 und G4 im Mai bzw. November 2011 gelang es den etwa 250 weltweit (Santa Clara, Moskau, Tel Aviv) forschenden Ingenieuren und Technikern ge- nannter Firma, durch erweiterte Funktionen die Vorhersagbarkeit und Umsetzung der spezifischen orthodontischen Therapieziele kontinuierlich zu verbessern. So wurde zuletzt auch das Layout des ClinChecks – also der Be- handlungssimulation und Grund- lage der Alignerherstellung – zu- gunsten einer deutlich übersicht- licheren und komfortableren Be- dienung für den Behandler u.a. durch Drag-and-Drop-Funktio- nen modifiziert (Abb. 1). Waren ursprünglich internetfä- hige Mobiltelefone vor allem für meist im Berufsleben stehende Erwachsene konzipiert, verfügt heutzutage auch fast jeder Teen - ager über ein iPhone, welches ihm ca. 22 Stunden am Tag die un- unterbrochene Kommunikation mit seinen Freunden via Face- book ermöglicht. Auch hier be- steht eine Analogie zu Invisalign, denn die transparenten Aligner waren zunächst ausschließlich für erwachsene Patienten mit voll- ständig abgeschlossenem Zahn- wechsel (einschließlich der zwei- ten Molaren) gedacht, bei denen vor allem die Unauffälligkeit der Zahnkorrektur im Vordergrund stand. Spätestens seit Erweite- rung der Produktpalette von Align Technology durch Invisalign Teen im März 2009 setzt sich auch die Behandlung von Kindern und Jugendlichen – zum Teil bereits in der Wechselgebissphase – mit Alignern zunehmend mehr durch. Ebenso ca. 22 Stunden pro Tag beträgt auch die geforderte Tra- gezeit der Aligner, dies gilt aller- dings für Teenager und Erwach- sene gleichermaßen. Bei den „Halbstarken“ kann die Zuver- lässigkeit der Mitarbeit aber zu- sätzlich mittels der sogenannten Compliance-Indikatoren auf den Invisalign Teen-Schienen (Abb. 2) leicht von Behandler und Erzie- hungsberechtigten/Zahlungs- pflichtigen zu deren Beruhigung überprüft werden. Erstmals mit der Einführung von Invisalign Teen wurde auch die „Power Ridge-Technologie“ vorge - stellt. Spezielle Einkerbungen der Aligner gingival im Kronenbe- reich, zunächst an den oberen Frontzähnen, ermöglichen dabei eine effektivere Übertragung eines erforderlichen lingu alen Torque- Drehmoments näher am Wider- standszentrum des Zahnes (Abb. 3). Ab G3 stand diese Funktion bei allen Invisalign-Produkten (Invi- salign Full, Invisalign Lite, Invi- salign Teen) zur Verfügung und wurde mit der Einführung von G4 im Jahr 2011 um zusätzlich lin- gual angebrachte Power Ridges zur gleichzeitigen Retraktion so- wie zur Torquebewegung auch für die unteren Schneidezähne noch- mals erweitert. Erkennt die Invi- salign eigene Treatment-Software bei geplanten Zahnkorrekturen eine entsprechend gewünschte Torquebewegung um mehr als drei Grad, so werden diese Ein- kerbungen automatisch in die Aligner eingearbeitet. Abb. 16a Abb. 16b Abb. 17 Abb. 18 Abb. 19 Abb. 20 Abb. 21 Abb. 22 Abb. 23 Abb. 24 Abb. 25 Abb. 16a, b: Voraktivierte, individuell optimierte Attachments ermöglichen durch Smart Force eine absolute Extrusionsbewegung der Frontzähne. – Abb. 17: Klinische Ausgangssituation des frontal offenen Bisses. – Abb. 18: Klinisches Bild mit Attachments und Alignern in situ bei Behandlungsbeginn. – Abb. 19: Aligner in situ ohne Diskrepanz gegen Behandlungsende. – Abb. 20: Orthognather Overbite nach 36 Alignern bei Behandlungsabschluss. – Abb. 21: Eine absolute Extrusionsbewegung von 2mm (siehe Gitterraster) zeigt der ClinCheck bei Überlagerung der Ausgangssituation (blau) bis zum Behandlungsende. – Abb. 22: Zahn 23 soll im ClinCheck mesial einrotiert werden. – Abb. 23: Klinischer Ausgangsbefund des distorotierten oberen linken Eckzahnes. – Abb. 24: Oberkiefer-Aligner in situ mit optimiertem Rotationsattachment zu Behandlungsbeginn. – Abb. 25: Derotierter Eckzahn mit korrigierten Frontzähnen nach 30 Alignern.
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8 | www.kn-aktuell.de WISSENSCHAFT & PRAXIS Nr. 6 | Juni 2012 Fortsetzung von Seite 7 rationen weitere „SmartForce®“- Funktionen für eine noch zuver- lässigere Umsetzung einzelner, auch schwierigerer Zahnbewe- gungen. 2009 wurde zunächst das Optimized Extrusion Attachment entwickelt. Galten bis dahin ab- solute Extrusionsbewegungen mit Alignern, wenn überhaupt, nur unter zusätzlicher Anwen- dung von Hilfsmechaniken wie Elastics als durchführbar, so können mit diesen speziell pro- grammierten Attachments nun tatsächlich auch rein extrusive Bewegungen umgesetzt werden (Abb. 16a, b). Das Beispiel zeigt die erfolgrei- che Behandlung eines funktio- nell frontal offenen Bisses einer erwachsenen Patientin, der aus- schließlich durch 36 Aligner im Oberkiefer und 26 Aligner im Unterkiefer in Anwendung von Extrusionsattachments geschlos- sen wurde (Abb. 17–21). Wie bei allen Korrekturen von funktionell bedingten offenen Bissen war ne- ben der kieferorthopädischen Be- handlung auch eine begleitende logopädische Therapie zur Rezi- divprophylaxe erforderlich. Rotationen von Zähnen mit rund- lichem Querschnitt, wie Eckzäh - ne oder Prämolaren, galten bis- lang als besonders schwierig durchzuführende Bewegungen. Die Entwicklung der Optimized Rotation-Attachments, welche zunächst nur für Eckzähne, ab 2011 auch für alle kleinen Backen- zähne erhältlich waren, tragen ebenfalls erheblich zur Erweite- rung des Indikationsbereiches bei. Dabei wird zum einen die Zuver- lässigkeit der Zahnrotation er- höht, zum anderen kann oftmals auf bislang notwendige Zusatzme- chaniken wie Knöpfe und Power- chains verzichtet werden. Im kli- nischen Beispiel ist die Derotation des Zahnes 23 nach lingual mit - tels optimiertem Rotationsattach- ments erkennbar (Abb. 22–25). Bei oberen Eckzähnen empfinden al - lerdings manche erwachsenen Patienten die etwas ausladende- ren Attachments aus ästhetischer Sicht als etwas störend. Weitere Modifikationen der opti- mierten Attachments, die jeweils Abb. 29 Abb. 30 Abb. 31 Abb. 29: Darstellung der neuen G4-Attachmentgeneration im ClinCheck. – Abb. 30: Klinisches Erscheinungs - bild der optimierten Attachments auf den Frontzähnen. – Abb. 31: Attachments mit Aligner und intermaxillären Elastics in intraoraler Darstellung. Vorher Nachher a b c d Abb. 32a–d: Okklusale klinische Darstellung einer Engstandsituation mit transversaler anteriorer Kompression zu Behandlungsbeginn und am Ende der Aligner-Therapie (36 Aligner). Vorher Nachher Vorher Nachher a b c d a b c d Abb. 33a–d: Deutlich erkennbar ist die transversale Aufrichtung (T1 rote Linie, T2 gelbe Linie) zur Zahnbogen- verlängerung. Abb. 34a–d: Das klinische Ergebnis entspricht der ClinCheck-Planung (OK/UK 36 Aligner). Abb. 35 Abb. 36 Abb. 38 Abb. 37 Abb. 39 Abb. 35: Klinischer Ausgangsbefund eines ½ PB Distalbisses rechts lateral. – Abb. 36: Intraorale Ansicht der vergrößerten, sagittalen Frontzahnstufe zu Beginn. – Abb. 37: Ausgangssituation lateral links. – Abb. 38: Okklusalaufnahme des Oberkiefers zu Behandlungsbeginn. – Abb. 39: Okklusalauf- nahme des Unterkiefers zu Behandlungsbeginn. für ihre spezifische biomechani- schen Aufgabenstellung in ihrer Geometrie individuell für jeden einzelnen Zahn im ClinCheck de- signt werden, wurden ebenfalls Ende 2011 in Europa eingeführt. Dazu zählen sogenannte Multi- plane Movement Attachments, die geeignet sind, durch bilate- rale Angriffspunkte in Form ei- ner bukkalen Erhebung und ei- nes lingualen Druckpunktes im Aligner bei seitlichen Schneide- ANZEIGE 14.09.2012 15.09.2012 Ort: Köln zähnen eine simultan extrudie- rende, rotierende und gleichzeitig kippende Zahnbewegung durch- zuführen (Abb. 26). Für eine kontrolliertere trans - latorische Bewegung, z. B. beim Schließen eines Diastema Medi- ale oder der Korrektur einer Mit - tellinienverschiebung, wurden weitere SmartForce®-Attachments zur Anwendung bei den zentra- len Schneidezähnen entwickelt (Abb. 27), während zur kontrol- lierten Wurzelbewegung der Eck- zähne ebenfalls neue, zweiteili - ge Attachments eingesetzt wer- den (Abb. 28). Im klinischen Bild, hier am Beispiel eines jugend- lichen Patienten, bei dem mit- tels intermaxillärer Gummizüge gleichzeitig eine Bisslagekorrek - tur durchgeführt wird, lassen sich die verschiedenen Arten der Op- timized Attachments in der Dar- stellung im ClinCheck (Abb. 29) sowie im Mund jeweils ohne (Abb. 30) und mit Aligner (Abb. 31) erkennen. All diese Weiterentwicklungen haben dazu beigetragen, dass innerhalb der letzten Jahre auch herausforderndere orthodonti- sche Abweichungen mit Invisa- lign therapiert werden können. Bei einer 44-jährigen Patientin lagen beispielsweise ausgepräg - te Rotationen der oberen Front- zähne und ein deutlicher fron - taler Engstand des Unterkiefers mit anteriorer transversaler Kom- pression in beiden Kiefern bei einer Klasse I-Verzahnung vor. Die Derotationen und die trans- versale Aufrichtung erfolgten mit jeweils 36 Alignern im Ober- und Unterkiefer im 14-tägigen Wech- sel. Im Unterkiefer wurde im Be- reich zwischen den Eckzähnen ei ne sukzessive interdentale Schmelzreduktion (ASR) mit ei- nem Abtrag zwischen 0,1 und 0,2 mm pro Zahnseite durchge- führt. Deutlich erkennbar ist die transversale Erweiterung durch bukkale Aufrichtung der Seiten- zähne, wodurch eine ausreichen - de Zahnbogenverlängerung bei Erhalt der neutralen Verzahnung erzielt wurde (Abb. 32 bis 34). Aber nicht nur neutrale Bissla- gen gehören in den Indikations- bereich der Invisalign-Behand- lung. Bei einer vergrößerten sa- gittalen Frontzahnstufe und ei- ner Rückbisslage auch größer einer halben Prämolarenbreite ist durch Distalisation der Oberkie- fermolaren die Einstellung einer neutralen Okklusion erreichbar (Abb. 35 bis 39). Zwingend erfor- Fortsetzung auf Seite 10
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10 | www.kn-aktuell.de WISSENSCHAFT & PRAXIS Nr. 6 | Juni 2012 Abb. 40 Abb. 51 Abb. 41 Abb. 42 Abb. 52 Abb. 53 Abb. 51: Precision cuts von Invisalign sind seit G3 an jeder beliebigen Seitenzahnposition zum Platzieren von Gummizügen erhältlich. – Abb. 52: Beim Einsatz von neuen optimierten Attachments – hier an Zahn 23 – müssen an den entsprechenden Zähnen die Einschnitte für Elastics teilweise von Hand mit dem Shark gesetzt werden. – Abb. 53: Der intraorale Scanner von iTero löst in Zukunft alle konventionellen PVS-Abformungen ab. Abb. 43 Abb. 44 Abb. 40: Intermaxilläre Gummizüge an den Alignern zur Verankerung bei Distalisierung lateral rechts. – Abb. 41: Die sukzessive Distalisation erfolgt unter Lückenbildung im Seitenzahnbereich rechts (Aligner 17). – Abb. 42: Sukzessive Distalisation der Oberkiefer-Prämolaren und -Molaren in klinischer Darstellung bei Aligner 17. – Abb. 43: Die Distalisation erfolgt gemäß der ClinCheck-Planung – rechts lateral. – Abb. 44: Stadium 17 im ClinCheck von gleicher okklusaler Ansicht. Fortsetzung von Seite 8 derlich ist dabei allerdings die Schaffung einer adäquaten Ver- ankerung mittels intermaxillä- rer Gummizüge (Abb. 40). Das Beispiel dieses 17-jährigen Patienten macht bei Schritt 17 von insgesamt 41 Alignern die sukzessive Distalisation der Mo- laren und Prämolaren bei Lücken- bildung im Bereich der ers ten kleinen Backenzähne gut erkenn- bar (Abb. 41, 42). Die klinische Si- tuation entspricht zu diesem Zeit- punkt exakt der vorherigen Pla- nung im ClinCheck (Abb. 43, 44). Die notwendigen Klasse II-Elas- tics lassen wir dabei vorzugsweise direkt auf die Aligner einhängen. Zur Herstellung der Laschen eig- nen sich im besonderen Maße die Zangen aus dem Sortiment der Firma Hammacher. Das „Shark“ (Abb. 45) erzeugt dabei einen V-förmigen Ausschnitt, um ent- sprechend Gummizüge zu plat- zieren. Die „Slot machine“ stanzt einen Schlitz mit kleinem, runden Ausschnitt in den Aligner. Auf die se Weise konnte bei Behand- lungsabschluss eine beidseitige Klasse I-Verzahnung mit ortho - gnather Frontzahnrelation erzielt werden (Abb. 46 bis 50). Eine besondere Errungenschaft der G3-Entwicklung stellt in die- sem Zusammenhang die Einfüh- rung der „Precision cuts“ dar. Die se machte es möglich, Aus- oder Einschnitte zum Platzieren ANZEIGE 983.- Stück zzgl. MwSt./Versand EUR Tel.: 06081-942140 (cid:289) E-Mail: team@realkfo.com www.kfo-shopping.de von Gummizügen an jeder ge- wünschten seitlichen Position des Aligners bereits „ab Werk“ mit Bestätigung des ClinChecks bestellen zu können (Abb. 51). Dies erleichtert wesentlich alle Klasse II- und III-Behandlungen, da die „einschneidenden Maß- nahmen“ nun nicht mehr von Hand an einer Vielzahl von Align ern durchgeführt werden müssen. Allerdings gibt es Aus- nahmen: Befindet sich ein opti- miertes Attachment auf einem Zahn, an dem auch ein Cut gefor- dert wird, verträgt sich aus ma - terialtechnischen Gründen diese Kombination (noch) nicht mitein- ander. Hier ist nach wie vor der Griff zu den bewährten Stanz- zangen von Hammacher erfor- derlich, wenn man nicht auf ein Optimized Attachment verzich- ten möchte (Abb. 52). Ähnlich wie mit Spannung das iPhone 5 voraussichtlich im Herbst dieses Jahres mit neuem Design und erweiterten Funktionen er- wartet wird, darf der Kieferortho- päde auf die bereits in den USA angekündigte G5-Version von Invisalign gespannt sein. Wie das Mobilphone von Apple wird auch die nächste Generation von Align noch interaktiver und einfacher in der Bedienung sein. So zeich- net sich z.B. ab, dass zukünftig zu korrigierende Endpositionen der Zähne nicht mehr prosaisch dem Techniker beschrieben wer- den müssen, sondern per Maus- klick im ClinCheck direkt verän- dert werden können. Mit der eingeleiteten Abkehr von konventionellen Silikonabfor- mungen durch die Einführung des intraoralen Scanners iTero (nicht von Apple, sondern von Cadent!) (Abb. 53) und den Er- werb des Unternehmens verfügt Align Technology zudem über weitere wichtige Patentrechte, die die Zukunft der Kieferortho- pädie mitbestimmen werden. Die hohe Präzision der gescan- ten Abbildungen von Zahn- und Kiefersituation wird es eines Ta - ges vielleicht auch ermöglichen, durch Ausnutzung der Zahnun - terschnitte sowie durch gezielte, unauffällige Modifikationen im Alignermaterial auf geklebte At- tachments sogar weitgehend ver- zichten zu können. Ein neues, prä- ziseres und trotzdem weicheres Material befindet sich hierzu be- reits in der Testphase und steht kurz vor der Markteinführung. Die eckigen, erhabenen Tasten eines herkömmlichen Handys stellten genauso eine Übergangs- technologie dar, wie die nunmehr seit 40 Jahren zur Zahnkorrektur verwendeten, eckig abstehenden Brackets auf Zähnen es sein wer- den. Die Zukunft wird bestimmt durch hauchdünne, transparen te, glatte Oberflächen, bei Telefonen wie auch bei Zahnspangen. Da die Phonetik der Patienten beim Tragen der max. 0,7mm dün- nen Kunststoffschienen praktisch nicht eingeschränkt ist, kann man mit Alignern im Mund übrigens – genauso wie mit dem iPhone – auch hervorragend drahtlos tele- fonieren! Und wer will, kann sich schon bald den ClinCheck auch auf dem iPhone oder iPad anse- hen. Invisalign – die Zähne für das iPhone. *(Fa. Align Technology BV, www.invisalign.de) Abb. 46 Abb. 47 Abb. 48 Abb. 45: „Shark“ (nach Dr. Drechsler) von der Fa. Hammacher zum Stanzen von V-Ausschnitten zur Elastic-Platzierung an Alignern. Abb. 49 Abb. 50 Abb. 46: Korrektur der Klasse II-Verzahnung zu Be- handlungsende rechts. – Abb. 47: Intraorale Ansicht frontal bei Behandlungsabschluss. – Abb. 48: La- teralansicht links nach 41 Alignern unmittelbar nach Attachmententfernung. – Abb. 49: Okklusale Auf- sichtsaufnahme des Oberkiefers bei Behandlungs - ende (41 Aligner). – Abb. 50: Okklusale Aufsicht des Unterkiefers mit Engstandbeseitigung bei Behand- lungsabschluss. Kurzvita Dr. Thomas S. Drechsler (cid:129) 1981–1982 Ausbildung zum Rettungs - sanitäter in Mainz (cid:129) 1982–1986 Ausbildung zum Zahntech - niker in Worms (cid:129) 1985–1991 Studium der Zahnheilkunde in Mainz (cid:129) 1992–1994 Fachzahnärztliche Weiter- bildung zum Kieferorthopäden in Wies- baden und in Bad Soden (cid:129) 1994–1995 Wissenschaftlicher Assis- tent an der Universität in Kiel (cid:129) 1995 Promotion auf dem Gebiet der Rechtsmedizin an der Universität Mainz (cid:129) 1996 Studienaufenthalt in USA an ver- schiedenen Kliniken und Praxen (Boston, Los Angeles) (cid:129) 1997 Niederlassung als Kieferorthopäde in eigener Fachpraxis in Wiesbaden (cid:129) 2003–2012 Zweiter Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Linguale Orthodontie (DGLO) (cid:129) 2007 Vorstandsmitglied (Pressespre- cher) der Deutschen Gesellschaft für Aligner Orthodontie (DGAO) (cid:129) 2010 Präsident der European Society of Lingual Orthodontics (ESLO) (cid:129) 2012 Präsident des 10. Kongresses der European Society of Lingual Orthodon- tics (ESLO) in Frankfurt am Main Adresse Dr. Thomas Drechsler Wilhelmstraße 40 65183 Wiesbaden Tel.: 0611 39666 Fax: 0611 39655 dr.drechsler@kfo-wiesbaden.de www.kfo-wiesbaden.de
Nr. 6 | Juni 2012 WISSENSCHAFT & PRAXIS www.kn-aktuell.de | 11 IncognitoTM in Kombination mit dem Herbst-Scharnier Ein klinischer Fallbericht von Dr. (H.) Esfandiar Modjahedpour aus Krefeld. a b Abb. 1a,b: Extraorale Aufnahmen vor Behandlungsbeginn. Abb. 1c: OPG vor Behandlungsbeginn. a d b e c Abb. 2a–e: Präprothetisches Set-up. a b c Abb. 3a–c: Intraorale Aufnahmen vor Behandlungsbeginn mit gekippten Pfeilerzähnen. nahme des Herbst-Scharniers er- folgte zum Zeitpunkt der Insertion des 0.018⬙ x 0.025⬙ NiTi- Bogens. Die erfolgte Therapie kann in fünf Behandlungsschritte un ter - teilt werden: 1. Nivellierungsphase 2. Torquekontrolle durch slot- füllende Bögen 3. Insertion des 0.018⬙ x 0.025⬙ 4. Eingliederung der Herbst- Apparatur 5. und Finishing. Edelstahlbogens Fortsetzung auf Seite 12 ANZEIGE Das im Folgenden beschriebe ne Patientenbeispiel zeigt die An- wendung der IncognitoTM-Appa- ratur* in Verbindung mit dem Herbst-Scharnier. Die Patientin stellte sich im Alter von 35 Jahren in meiner kie fer - orthopädischen Praxis vor. Nach eingehender Anamnese, Bera- tung und Aufklärung wurden die diagnostischen Unterlagen er- ANZEIGE stellt. Die Zähne 11 und 12 waren durch den Zahnarzt mit Keramik- Verblendkronen versorgt worden (Abb. 3, 6). Des Weiteren zeigte sich eine Besonderheit im Unter- kiefer, wo aufgrund von Aplasien der Zäh ne 31 und 41 eine vollke- ramische Brückenversorgung von 3–3 eingegliedert worden war (Abb. 1c, 5a). Weiterhin lagen bei der Patientin Aplasien der Zäh ne 35 und 45 vor (Abb. 5). Während im dritten Quadranten der Zahn 75 persistierte, war im vierten Quadranten der Zahn 85 bereits verloren gegangen. Die entstandene Lücke Regio 45 war durch die sich im Kippstand be- findenden Nachbarzähne 46 und 44 deutlich verkleinert. Die voll- keramische Brückenversorgung im Unterkiefer befand sich – be- dingt durch den Kippstand der Pfeilerzähne – in einer Retroin- klination. Es bestanden kei ne wei teren prätherapeutischen Auf - fälligkeiten und auch die paro- dontale Situation der Patientin ließ eine kieferorthopädische Be- handlung zu. Der kieferorthopädische Behand- lungsplan sah vor, nach Ex trak - tion des Zahns 75 die Lücken Re- gio 35 und 45 soweit vorzuberei- ten, dass eine spätere Versorgung mittels Implantate durchgeführt werden konnte. Die wesentlichen Behandlungsaufgaben bestan- den demnach in der Platzbeschaf- fung für die später zu inserieren- den Implantate und der präpro- thetischen Aufrichtung der Nach- barzähne (36, 34, 46 und 44). Weiterhin wünschte die Patientin eine harmonische Ausformung des Oberkiefer-Frontzahnbogens, um eine verbesserte Frontzahn - ästhetik zu erreichen (Abb. 3). Die Kronen 11 sowie 12 sollten dabei zunächst erhalten bleiben (Abb. 4). Die durchzuführende Aufrichtung der retroinklinier- ten vollkeramischen Brücke im Unterkie fer fand im präthera- peutischen Set-up (Abb. 2, 4c, 5c) durch den kombinierten Einsatz der IncognitoTM-Apparatur mit dem Herbst-Scharnier Berück- sichtigung. Zur besseren Kontrol - le der Kräfte in der Unterkiefer- front wurden auch die Brücken- zähne mit Brackets ver sehen. Die Bänder 16 und 26 wurden initial geklebt. Die Umstellung von den Un terkieferbrackets 33 und 43 auf entsprechende Bänder zur Auf-
12 | www.kn-aktuell.de WISSENSCHAFT & PRAXIS Nr. 6 | Juni 2012 a b Abb. 4a–c: Intraorale Aufnahme des Oberkiefers (a), eingescanntes Malokklusionsmodell (b) und digitalisiertes Set-up (c). a b Abb. 5a–c: Intraorale Aufnahme des Unterkiefers (a), eingescanntes Malokklusionsmodell (b) und digitalisiertes Set-up (c). c c Abb. 6 Abb. 7 Abb. 6: Intraorale Aufnahme des Oberkiefers mit IncognitoTM-Apparatur sowie Bändern 16 und 26 in situ. – Abb. 7: Intraorale Aufnahme des Unterkiefers mit IncognitoTM-Apparatur in situ. a b c Abb. 8a–c: Zustand zum Ende der Nivellierungsphase. Fortsetzung von Seite 11 Folgende Bogensequenz kam dabei zur Anwendung: (cid:129) 0.014⬙ NiTi (cid:129) 0.016⬙ NiTi (cid:129) 0.016⬙ x 0.022⬙ NiTi (cid:129) 0.018⬙ x 0.025⬙ NiTi (cid:129) 0.018⬙ x 0.025⬙ SS (cid:129) Finishing-Bogen 0.0182⬙ x 0.0182⬙ TMA (im Oberkiefer) Abb. 9: IncognitoTM-Apparatur kombiniert mit Herbst-Scharnier. a b c d e Abb. 10a–e: Zustand nach Entbänderung mit ausgeformtem Ober- und Unterkiefer. bzw. 0.017⬙ x 0.025⬙ TMA (im Unterkiefer). Fazit Die Behandlungsdauer betrug insgesamt 19 Monate. Die Retention erfolgte mit einer Vorschubdoppelplatte. Somit konnten die Lücken 35 sowie 45 sicher bis zur Implantatver- sorgung offen gehalten wer- den. Das prätherapeutische Behand- lungsziel konnte klinisch umge- setzt werden (Abb. 2e, 10e). Die Kombination der IncognitoTM- Apparatur mit dem Herbst-Schar- nier ermöglichte vor allem eine dentoalveoläre Korrektur. Die Patientin konnte mit einer ver- besserten präprothetischen Aus- gangssituation sowie einer ver- besserten Front-Eckzahnfüh- rung entlassen werden (Abb. 10). Durch die Aufrichtung der Brü- cke in der Unterkieferfront fin- det nunmehr eine günstigere axi- ale Belastung der Pfeilerzähne statt (Abb. 10b, d). Nicht zuletzt profitiert die Patientin von einer verbesserten Frontzahnästhetik (Abb. 11). Adresse* 3M Unitek Zweigniederlassung der 3M ESPE AG Ohmstraße 3 86899 Landsberg am Lech Tel.: 08191 947450-24 Fax: 08191 947450-97 info@3MUnitek.de www.3MUnitek.de Adresse Dr. (H) Esfandiar Modjahedpour Master of Science in Lingual Orthodontics Kieferorthopäde Ostwall 165 47798 Krefeld Tel.: 02151 601911 Fax: 02151 804748 esfandiar05@gmail.com a b Abb. 11a, b: Extraorale Aufnahmen nach Entbänderung. Kurzvita des Universitätsklinikums der RWTH Aachen, Direktor: Prof. Dr. Dr. P. Diedrich (cid:129) 2001 Niederlassung in Krefeld (cid:129) 2006 Weiterbildungsermächtigung Kieferorthopädie, Zahnärztekammer Nordrhein (cid:129) 2008 Zertiﬁziertes und aktives Mitglied der European Society in Lingual Ortho- dontics (ESLO) und der Deutschen Ge- sellschaft für Linguale Orthodontie (DGLO) (cid:129) 2006–2008 Teilnahme am postgra - duierten Masterstudiengang mit dem Abschluss Master of Science in Lingual Orthodontics an der MH Hannover, Lei- tung: Professor Dr. R. Schwestka-Polly (cid:129) 2009–2010 Wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Gesellschaft für Lingu - ale Orthodontie (DGLO) (cid:129) 2010 Tagungspräsident der DGLO in Düsseldorf (cid:129) 2011 Wissenschaftliche Leitung des Deutschen Incognito-Anwendertreffens in Düsseldorf (cid:129) 2011 Berufung zum Gutachter der Kas- senzahnärztlichen Vereinigung Nord - rhein, Bereich KFO (cid:129) 2012 Ernennung zum Zweiten Vorsit- zenden der Deutschen Gesellschaft für Linguale Orthodontie Dr. (H) Esfandiar Modjahedpour M.Sc.L.O. (cid:129) geb. 21.09.1969 in Düsseldorf (cid:129) 1989 Abitur in Kaarst bei Düsseldorf (cid:129) 1989–1994 Studium der Zahnmedizin an der Semmelweis Universität Budapest (cid:129) 1994 Promotion (cid:129) 1994–1995 Weiterbildungsassistent in der Abteilung für Kieferorthopädie, Semmelweis Universität Budapest. Direktor: Professor. Dr. J. Denes (cid:129) 1995–1997 Weiterbildungsassistent in der KFO-Praxis Dres. Buck, Krefeld (cid:129) 1997 FZA-Prüfung vor dem Prüfungsaus- schuss der ZÄK Nordrhein, Klinik für KFO
Nr. 6 | Juni 2012 AUS DER PRAXIS | 13 Rechtliche Aspekte der Alignerbehandlung (3) Ob juristische Besonderheiten, gerichtliche Entscheidungen zu speziellen Befundsituationen, Verständigungen mit privaten Krankenversicherungen oder Fragen zu Abrechnung und Begutachtung – eine vierteilige KN-Artikelserie vermittelt sämtliche rechtliche Aspekte rund um die Alignerbehandlung. Ein Beitrag von RA Michael Zach. Teil 3 I. Meinungsfreiheit in der Leistungsprüfung Jeder Leistung eines Kostenträ- gers geht eine Leistungsprüfung voraus. Die Planung des Kiefer - orthopäden wird durch einen Be- ratungsarzt oder einen Sachbear- beiter des Kostenträgers geprüft. Der Beratungsarzt soll dann beurteilen, ob es bei objektiver Betrachtung im Zeitpunkt der Behandlungsplanung vertretbar war, die vorgesehene Behand- lung als geeignet anzusehen, das Therapieziel zu erreichen. Es ist leider des Öfteren zu beobach- ten, dass diese Plausibilitätsprü- fung dann verkehrt wird zu einer Disqualifikation des Behandlers und des von ihm befürworteten Behandlungsansatzes: So hatte der Beratungsarzt der H.-Versicherung mit Sitz in Stutt- gart behauptet, die vorgesehene Align erbehandlung sei nicht ge- eignet, das Therapieziel zu errei- chen und die Versicherung ver- weigerte da raufhin die Leistungs- erstattung. Der Patient erhob Klage auf Erstattung der Behandlungs- kosten und der Kieferorthopäde auf Un terlassung der Behaup- tung, dass seine Behandlung un- geeignet und nicht notwendig sei. Während der Rechtsstreite konn - te die Behandlung erfolgreich ab - geschlossen werden und die Ver- sicherung musste nach entspre- chender Begutachtung durch ei- nen Sachverständigen zahlen. Der Kieferorthopäde vertrat die Auf- fassung, dass er die Eignung sei- ner Planung und somit die Un- richtigkeit der Behauptung des Beratungsarztes bewiesen habe, sodass dieser die Behauptung künftig zu unterlassen und zu widerrufen habe. Dennoch wies das Gericht die Klage ab, da eine ärztliche Diag - nose nicht als Tatsachenbehaup- tung, sondern in der Regel als bloße Wertung zu verstehen sei, die im Rahmen der freien Mei- nungsäußerung zulässig ist. Dies verblüfft, da doch eine Diagnose im Wege differenzialdiagnosti- schen Erkenntnisfortschritts ge- rade darauf angelegt ist, bestätigt oder widerlegt zu werden, also dem Wahrheitsbeweis zugäng- lich zu sein scheint. Der Bereich ärztlicher Diagnostik ist jedoch geprägt von der Begrenztheit me- dizinischer Erkenntnis, von der Wandelbarkeit des angetroffenen Befundes und von der Vorläufig- keit ärztlicher Therapieansätze. Dieses Primat der Meinungsäuße- rung gegenüber der Tatsachen- behauptung bezweckt auch den Schutz der ärztlichen Therapie- freiheit und des Arzt-Patienten- Verhältnisses. Bis zur Grenze der Schmähkritik sind derartige Äu- ßerungen der Beratungsärzte des- halb zulässig und zwar selbst dann, wenn sich Zweifel an der Richtigkeit dieser Einschätzung geradezu aufdrängen. In anderer Konstellation hatte der Beratungsarzt der L-Versicherung mit Sitz in Lüneburg mitgeteilt, dass er die Behandlungsplanung für behandlungsfehlerhaft halte und angeregt, der Patient möge ANZEIGE Regressansprüche gegen den Kie- ferorthopäden in Betracht ziehen. Auch hier wurde die medizini- sche Notwendigkeit durch den gerichtlich bestellten Sachver- ständigen bestätigt und der Pa- tient erhielt die tarifliche Kosten- erstattung. Das Gericht sah aber auch diese – eindeutig zu weit- gehende Äußerung – des Bera- tungsarztes als noch von seiner Meinungsfreiheit gedeckt an. Auch wenn sich die vom Bera- tungsarzt erhobenen gebühren- rechtlichen Beanstandungen bei gerichtlicher Überprüfung nicht bestätigen, kann hierin nicht der gegen den Arzt gerichtete Vor- wurf der falschen Abrechnung er- kannt werden, der ihm die „mo- ralische Integrität“ aberkenne. Solchen kritischen Äußerungen müsse der Behandler in besonne- ner Selbstbehauptung standhal- ten. Sie seien letztlich noch von einer adäquaten Leistungsprü- fung der privaten Krankenversi- cherung gedeckt (OLG München, Urt. v. 15.5.07, 18 U 2251/05). In einem gerichtlichen Ver- fahren kommen Beratungs- ärzte regelmäßig nicht zu Wort. Häufig legen die Ver- sicherer nicht einmal deren Gutachten vor, auf die sie vorprozessual noch ihre Leistungsablehnung ge- stützt hatten. Ein für mehrere pri- vate Krankenversi- cherungen in Süd- deutschland tätiger Kiefer - orthopäde hatte auf eine Gutach- teranfrage des Landgerichtes in Nürnberg-Fürth geantwortet, er kenne das Alignerverfahren we- der in der Theorie noch in der Pra- xis und lehnte die Übernahme des gerichtlichen Gutachterauftrags ab. Für die H.-Versicherung mit Sitz in Stuttgart und die AR.-Ver- sicherung mit Sitz in München verneinte er aber weiterhin die medizinische Notwendigkeit von Alignerbehandlungen. Danach befragt, wie er etwas beurteilen könne, das er gar nicht kenne, antwortete er, „man brauche ja nicht Schaf gewesen zu sein, um Schäfer zu werden“ und in dem- selben Sinne, dass sich ja „der Papst auch zu Fragen der Emp- fängnisverhütung äußere“. Die- ser Beratungsarzt beriet auch das Landesamt für Finanzen in Bay- ern (s. u.). Überwiegend werden heute von den Gerichten Hochschulprofes- soren und Aligneranwender zu Gutachtern bestellt. Regelmäßig besteht ein Anspruch auf eine sol- che sogenannte Binnenbegutach- tung, wenn der zu beurteilende Behandlungsansatz – wie die Alignerbehandlung – Bestand- teil der Schulmedizin ist. Selbst wenn sich der Gutachter auf sei- ner eignen Website plakativ und tendenziös zugunsten der Align er - behandlung ausspricht, begrün- det dies nicht seine Ablehnung wegen der Besorgnis einer Befan- genheit. II. Bindung des Beratungsarztes an das ärztliche Berufsrecht Zumindest den Spezialkammern für privates Krankenver - sicherungsrecht bei den Landgerichten ist be- kannt, dass im Be- reich der Aligner- behandlung be- ratungsarztes mit seiner Berufs- ordnung. Auch als gewerblicher Berater einer Versicherungsgesellschaft unterliegt er als Gutachter den Vorgaben der Berufsordnung. In- dem er seine Kompetenz als Ab- lehnungsgutachter gerade auf seine Zugehörigkeit zu einem verkammerten Beruf stützt, er- klärt er zugleich, dass sein Han- deln mit den Vorgaben des Be- rufsrechts im Einklang stehe. Gerade dies ist aber zu bezwei- feln, wenn sich die deutlich über- wiegende Zahl der Beurteilungen eines Beratungsarztes gegen die medizinische Notwendigkeit ei- ner Behandlung ausspricht und sich sämtliche Ablehnungen, die gerichtlich überprüft werden, als falsch herausstellen. Hier ver- dichten sich dann die Anhalts- punkte, dass die Prüfung nicht objektiv, nicht ergebnisoffen und nicht sachgerecht erfolgt, sondern lediglich der Vorbereitung einer systematischen Leistungsableh- nung dient. Auch Beratungsärz- ten ist es untersagt, ihren Namen in Verbindung mit einer ärztli - chen Berufsbezeichnung in un- lauterer Weise für gewerbliche Zwecke herzugeben (§3 Abs. 2 MBO-Ärzte). Es besteht die Verpflichtung, bei der Ausstellung ärztlicher Gutachten mit ratungsärztliche Gutachten häu- fig nicht ansatzweise belastbar sind. Die Begutachtung durch ei- nen gerichtlichen Sachverstän- digen gelangt in aller Regel zur Feststellung des Gegenteils und es folgt die tarifliche Leistungs- erstattung an den Patienten. Damit ist die Frage aufgeworfen nach der Vereinbarkeit der Fehl- begutachtungspraxis eines Be- der notwendigen Sorgfalt zu verfahren (§25 MBO-Ärzte). Der Zahnarzt hat Gutachten neu- tral, unabhängig und sorgfältig zu erstellen (§ 13 MBO-Zahn- ärzte). Herabsetzende Äußerun- gen über die Person, die Behand- lungsweise oder das berufliche Wissen eines Kollegen sind be- rufsunwürdig (§ 8 MBO-Zahn- ärzte). Wenn in mindestens sechs Be- gutachtungsfällen ein gericht- licher Gutachter eine Behand- lungsplanung als medizinisch notwendig bejaht, die der vor - gerichtlich für die PKV tätige Be- ratungsarzt jeweils verneint hat - te, könnten Berufspflichten ver- letzt worden sein. III. Beihilfe zahlt transparente Invisalign®-Zahnspangen Die Beihilfe ist das Kostenerstat- tungssystem für Beamte, Solda- ten und Richter, für Angestellte des öffentlichen Dienstes und für Angestellte der Rechtsnachfolger Deutsche Post und Telekom. In der Vergangenheit waren Leis- tungsanträge auf Erstattung von Alignerbehandlungen häufig ab- gelehnt worden mit der Begrün- dung, das Verfahren sei nicht ab- gesichert, es sei reine Privatbe- handlung und nicht beihilfefä- hig, es sei kosmetisch und nicht medizinisch motiviert und zu teuer. Hier haben nun gerichtli- che und ministerielle Entschei- dungen für Klarheit gesorgt: In demVerfahren vor demVerwal- tungsgerichtshof (VGH) Baden- Württemberg, Beschl. v. 31.1.2011, 2S 191/11, beanspruchte der bei- hilfeberechtigte Kläger für sei- nen minderjährigen Sohn Leis- tungen der Postbeamtenkranken- kasse für kieferorthopädische Maßnahmen. In dem kieferor- thopädischen Behandlungsplan vom 1.4.2009 wurde ein Gesamt- aufwand errechnet von 3.162,20 € einschließlich Material- und La- borkosten. Darin wurden folgen - de Befunde und Diagnose erho- ben: Anomalie des progenen For- menkreises, Kopfbiss 23, 24, 33, 34, Kreuzbiss 24, 35, Wachstums- muster vertikal, Weisheitszahn- anlage röntgenologisch in allen Quadranten bereits feststellbar. Als Therapie wurde empfohlen: Sicherung der Okklusion mittels Einsatzes der Invisalign®-Tech- nik, Behandlung des Rezidivs, transversale Nachentwicklung im Oberkiefer, Retention des Ist- Zustandes im Unterkiefer, Beseitigung des Kreuzbis- ses, Beseitigung des Kopf- bisses. Die Behandlungsdau - er wurde mit ca. 1 bis 1,5 Jahren prognostiziert. Das Gericht bejahte zunächst die Beihilfefähigkeit von Invisalign®. Die Wirtschaftlichkeit sei gege- ben, wenn durch Sachverständi- gengutachten oder durch die Vor- lage eines fiktiven Behandlungs- planes für Multiband belegt wer - de, dass eine Kostendifferenz zwischen beiden Behandlungs- ansätzen (jeweils einschließlich der Material- und Laborkosten) nicht bestehe. Der Antrag müsse – wie üblich – vor Behandlungs- beginn gestellt werden und solle Fortsetzung auf Seite 14
14 | www.kn-aktuell.de AUS DER PRAXIS Nr. 6 | Juni 2012 Fortsetzung von Seite 13 idealerweise bereits Angaben zu diesem Kostenvergleich und den vorgesehenen Behandlungsge- räten enthalten. Die Beihilfestel- len des Bundes haben diese Vor- gaben zwischenzeitlich umge- setzt und nehmen entsprechen - de Erstattungen vor. In dem Verfahren vor dem Bayeri - schen Verwaltungsgericht Würz- burg (VG), W 1 K 09.1157, hat das Landesamt für Finanzen durch Erklärung vom 27.04.2012 nach Einholung eines gerichtlichen Sachverständigengutachtens die Invisalign®-Behandlung 4.739,84 € als medizinisch notwendig und beihilfefähig anerkannt. Bei der damals 16-jährigen Patientin la- gen Wurzelresorptionen, prokli- nierte obere und untere Front- zahngruppen, erhebliche trauma- tisierende Frontzahnkontakte, Dreh- und Engstände sowie eine geringe dentale Klasse II-Verzah- nung vor. Das Hessische Ministerium des Innern und für Sport, I 24 – P 1820 A-209-01, hat aktuell dahinge- hend Stellung genommen, dass auch Invisalign® als eine von meh- reren Methoden im KFO-Bereich beihilfefähig ist, soweit sie ge- mäß §5 Abs. 1 Satz 1 Hessischer Beihilfenverordnung (HBeihVO) notwendig und angemessen ist. Diese Formulierung nimmt den Gedanken aus der Kommentie- rung der NRW-Beihilfen auf, wo- nach die Beihilfe eine Aligner - behandlung in dem tariflichen Umfang zu erstatten habe, und zwar bis zu der Grenze der Kos- ten einer herkömmlichen Multi- bandbehandlung („soweit“). Die - ses Verständnis des Begriffes der „Angemessenheit“ im Sinne des Beihilferechtes würde dazu führen, dass selbst dann eine Er stattung bis zur Höhe der Kosten der Multibandbehand- lung beansprucht werden könn - te, wenn der Kostenvergleich zu- lasten der Alignerbehandlung ausfiele. Adresse Kanzlei für Medizinrecht Rechtsanwalt Michael Zach Volksgartenstraße 222a 41065 Mönchengladbach Tel.: 02161 68874-10 Fax: 02161 68874-11 info@rechtsanwalt-zach.de www.rechtsanwalt-zach.de Kurzvita RA Michael Zach (cid:129) 25.5.1992 Erste Juristische Staats- prüfung nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Uni- versität zu Köln (cid:129) 24.7.1995 Zweite Juristische Staats- prüfung bei dem OLG Düsseldorf (cid:129) 1.11.1996 Niederlassung und Zulas- sung als Rechtsanwalt (cid:129) 25.6.2002 Zulassung zu allen Ober- landesgerichten und dem Kammer- gericht (cid:129) 19.10.2005 Fachanwalt für Medizin- recht durch die RA-Kammer Düsseldorf RA Michael Zach ist als Fachanwalt für Medizinrecht in Mönchengladbach nie - der gelassen und widmet sich schwer - punktmäßig dem Zahnarztrecht. Zahl - reiche seiner Publikationen in zahn ärztli - chen und juristischen Fachzeitschriften sind abgelegt auf der Homepage www. zahnarztrecht.net. Vortragstätigkeiten für Zahnärztekammern, Berufsverbände und Dentalproduktehersteller. Neue GOZ: Leistungsabrechnung gemäß 6100 und 2197 Paradigmenwechsel in der GOZ 2012 eröffnet Weiterentwicklung der Gebührenordnung neue Räume. Ein Beitrag von Dr. Heiko Goldbecher und Dr. Jens Johannes Bock. Ist eine Parallelabrechnung der Positionen 6100 (Eingliedern ei- nes Brackets) und 2197 (adhä - si ve Befestigung) möglich? Die - se Frage ist mit einem eindeu - tigen „Ja“ zu beantworten. Der Ver ordnungsgeber hat sowohl die verbale Leistungsbeschrei- bung „Eingliedern eines Bra- ckets“ als auch die monetäre Bewertung der Adhäsivtechnik nicht in die Leistungsposition 6100 einfließen lassen (§ 4 Ab- satz 2 Satz 2 und 4 treffen nicht zu!). Es findet also keine Doppel - abrechnung von Teilleistungen statt. Zu den Grundlagen Der Verordnungsgeber hat im Kom mentar zum §6 der GOZ 2012 im Vergleich zur GOZ 1988 einen Paradigmenwechsel vollzogen. Mit der GOZ 1988 strebte er noch eine „umfassende und abschlie- ßende“ Beschreibung des Fachge- bietes der Zahnmedizin an. Ana- loge Leistungen, die nicht in der GOZ 88 enthalten und beschrie- ben waren, konnten nur mit dem Anspruch „wissenschaftlich aner- kannt“ und „neu“ genutzt werden. Der Verordnungsgeber hat er- kannt, dass eine abschließende und umfassende Beschreibung des Fachgebietes der Zahnheil- kunde weder möglich noch sinn- voll ist. Aus diesem Grund wur - de jetzt eine 180°-Wendung im Paragraf 6 vollzogen. Im Gebüh- renverzeichnis nicht genannte zahnärztliche Leistungen sind ab dem 1.1.2012 analog abzu- rechnen. Der Verordnungsgeber fordert also zur Nutzung von Ana- logpositionen auf und beschreibt in Absatz 1 auch die Verfahrens- weise (erst in der GOZ, dann in der GOÄ). Zu einem möglichen Vorwurf der Erstattungsstellen, die Gebühren - position 6100 (also das „Einglie- dern eines Brackets“) enthalte be- reits die adhäsive Befestigungs- technik, bleibt wie der holt festzu- stellen: Eine Doppel abrechnung von Teilleistungen (§4 Absatz 2 Satz 2) findet nicht statt. Hätte der Verordnungsgeber die adhäsive Befestigung als Leis- tungsinhalt der Gebührenposi- tion 6100 gewollt, wäre diese an der Stelle auch beschrieben wor- den. Als Beispiel können hier die Positionen 2050 und 2060 dienen. In beiden Fällen werden in eine einflächige Kavität plastische Fül - lungsmaterialien eingebracht – im Fall der 2050 ohne Adhäsiv- technik (die in der Leistungsbe- schreibung und in der Bewer- tung auch nicht genannt werden) und in der Position 2060 mit Ad- häsivtechnik. Die Gebührenpo- sition 2060 enthält den Verweis auf die Teilleistung „... in Adhä- sivtechnik“ und die ergänzende Beschreibung in Klammern „kon- ditionieren“. Auch in der Bewertung der Leis- tungen ist ein dem Aufwand ent- sprechender Unterschied deutlich. Gebührenposition 2050 Faktor 2,3 = 27,55 €und Gebührenposi- tion 2060 Faktor 2,3 = 68,17 €. Da Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Abb. 4 Abb. 5 Abb. 6 Abb. 7
Nr. 6 | Juni 2012 AUS DER PRAXIS www.kn-aktuell.de | 15 Inhalte der Leistungsposition 2197 – Anwendung der Adhäsivtechnik in der Kieferorthopädie Kurzvita Oberfläche mechanische Makroretention mechanische Microretention zusätzlicher chemischer Haftvermittler chemischer Haftvermittler Adhäsiv Zahnschmelz Al2O3-Pulverstrahlen (i.d.R. nur bei Erwachsenen oder bei Lingualtechnik) Konditionierung durch Orthophosphorsäure oder Self-Etching Primer Dentin Al2O3-Pulverstrahlen Metall Al2O3-Pulverstrahlen Kunststoff Al2O3-Pulverstrahlen 1. Mechanische Reinigung mit Kelch und Paste 2. Konditionierung durch Orthophosphorsäure oder Self-Etching Primer Konditionierung mit „Königswasser“ Primer aus un- oder wenig gefüllten Monomer Komposite oder Kompomer Primer aus un- oder wenig gefüllten Monomer Kompomer oder Glasionemer- zement (chemischen Verbund anstreben) Metallprimer auf Triphosphor- Metacrylat-Basis Primer aus un- oder wenig gefüllten Monomer Kompomer oder modifizierte Glasionemerzement (chemi- schen Verbund anstreben) Komposite Anlösen des Kunststoffes mit Primer aus un- oder wenig gefüllten Monomer Primer aus un- oder wenig gefüllten Monomer Dr. Heiko Goldbecher (cid:129) Jahrgang 1969 (cid:129) 1988–1993 Studium der Zahnmedizin in Greifswald (cid:129) 1994 Promotion (cid:129) seit 1997 Fachzahnarzt für Kieferortho- (cid:129) seit 1998 niedergelassen in eigener KFO-Praxis in Halle (Saale) (cid:129) Zertiﬁziertes Mitglied des German Board of Orthodontics Keramik Al2O3-Pulverstrahlen Konditionierung durch Flusssäure (HF) Silanisierung Komposite oder Kompomer pädie In die Bemessung von Leistungen gemäß 2197 (§5 Abs. 2) haben u.a. neben der Zeit und des zusätzlichen Materialaufwandes auch die Umstände der Erbringung (Mundöffnung, Unruhe, Speichelfluss, Qualität und Beschaffenheit des Klebeuntergrundes …) einzufließen. in beiden Fällen die Materialkos- ten des Füllungsmaterials etwa gleich sind, resultiert der Unter- schied von 40,62 €in der Spezifi - tät der Leistungsausführung. Die - se Teilleistungen beschreiben die Adhäsivtechnik und die Mehr- schichttechnik bei der Polymeri- sation des Komposits, welche die höhere Bewertung mehr als nur rechtfertigen. Therapieschritte beim Kleben ei- nes vestibulären Brackets (ohne Adhäsivtechnik) (Abb. 1 bis 10): 1. Rüsttätigkeit 2. lnspektion 3. zahnärztliches Gespräch 4. vorbereitende Maßnahmen/ 13. Aufbringen von Bracket/Hilfs - Des infektion teil (Abb. 8) 5. Einbringen Hilfsmittel (Watte, 14. Orientierung Bracket/Hilfsteil Lipspreader etc.) 6. Planung inklusive „Anprobe“ des Brackets in drei Raum- ebenen in drei Raumebenen (Abb. 9) 15. Aushärten des Adhäsivs (Licht) (Abb. 10) 16. Kontrolle der statischen und 7. Reinigung der Positionie- dynamischen Okklusion rungsfläche (Abb. 1) 8. Vorbereitung der Positionie- rungsfläche (Abb. 2) 17. Finieren von Okklusionshin- dernissen und Politur von Ma- terialkanten 9. Positionsmarkierung mittels 18. Entfernung der Trockenle- Klebekreuz (Abb. 3) gung 10. relativeTrockenlegung (Abb. 4) 11. Adhäsivapplikation (Abb. 5, 6) 12. Beschicken des Brackets/Hilfs - teils mit Adhäsiv (Abb. 7) 19. Dokumentation 20. Gebühr bemessen (§ 5 GOZ) + Gebühr begründen + Gebühr erläutern (billigen Ermessen) 21. zahnärztliches Gespräch 22. Verabschiedung des Patienten 23. Rüsttätigkeit 24. Leistungserfassung 25. Abrechnung Kurzvita Adresse Dr. Heiko Goldbecher Mühlweg 20 06114 Halle (Saale) Tel.: 0345 2021604 Fax: 0345 2080019 heikogoldbecher@web.de www.stolze-goldbecher.de Abb. 8 Abb. 9 Abb. 10 Abb. 11 Abb. 12 Abb. 13 Abb. 14 Abb. 15 Abb. 11: Kleben auf Metall: durch Rondoflex konditionierte Metalloberfläche. – Abb. 12: Metallprimer. – Abb. 13: Kleben auf Keramik: Durch Rondoflex konditionierte Keramikoberfläche, Keramikfläche ist zusätzlich mit Fluss- säure konditioniert, Zahnschmelz mit Orthophosphorsäure konditioniert. – Abb. 14: Silan zur Konditionierung der Keramik. – Abb. 15: Kunststoffprimer. Dr. Jens Johannes Bock (cid:129) 1996 Approbation als Zahnarzt (cid:129) 2000 Promotion (cid:129) 2002 Fachzahnarzt für Kieferorthopä- die (cid:129) 2005 Diplomat of German Board of Orthodontics (cid:129) 2006 Jahresbestpreis der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie (cid:129) 2006 Oberarzt Universitätspoliklinik für Kieferorthopädie der Martin-Lu- ther-Universität Halle-Wittenberg (cid:129) 2008 Praxis in Fulda (cid:129) Referent verschiedener nationaler und internationaler Kurse und Vorträge (cid:129) Fachbeirat der Zeitschrift Quintessenz Kieferorthopädie (cid:129) Reviews für internationale Fachzeit- schriften (The Angle Orthodontist, Journal of Applied Oral Science, Indian Journal of Dental Research) (cid:129) Mitglied des Wissenschaftlichen Bei- rates der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie (cid:129) Zahlreiche nationale und internatio- nale Publikationen (cid:129) Autor des Lehrbuchs: Grundlagen der Kieferorthopädie, Spitta-Verlag 2005 (cid:129) Mitautor des Lehrbuchs: Selbstligie- rende Brackets, Thieme Verlag 2009 (cid:129) Zertiﬁziertes Mitglied des German Board of Orthodontics
16 | PRAXISMANAGEMENT Nr. 6 | Juni 2012 Hohe Gewinne, aber kein Geld auf dem Konto Eine erfolgreiche KFO-Praxis muss ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen und sinnvoll investieren können. Welche Grundsätze bei der Liquiditätssteuerung zu beachten sind, lesen Sie im folgenden Teil 4 unserer Reihe über die wirtschaftliche Steuerung der kieferorthopädischen Praxis. ANZEIGE Es ist ein weitverbreiteter Irr- tum, dass der Praxisgewinn dem Praxisinhaber als Geld zur Ver- fügung steht. Beim Praxisgewinn (Praxiseinnahmen ./. Praxisaus- gaben) handelt es sich um eine rein steuerliche Größe, nach der sich die Einkünfte aus selbststän- diger Tätigkeit als Kieferortho- päde und damit die Einkommen- steuerbelastung bemessen. Was dagegen dem Kieferorthopäden tatsächlich an Geld zur Verfü- gung steht, ergibt sich aus der Differenz des Geldab- und -zu- flusses. Geht beispielsweise Geld für Tilgungen eines Kredits, für den Kauf eines kleinen OPGs oder für die Zahlung des Bei- trags an das Versorgungswerk vom Konto, so belastet dies sein Girokonto, mindert aber nicht sei nen Gewinn. Eine Kreditaus- zahlung oder eine Einkommen- steuererstattung erhöhen den Stand des Girokontos, aber nicht den Gewinn. Umgekehrt mindert die kontinuierliche Wertminde- rung der Praxiseinrichtung in A N Z E I G E Form der AfA den Gewinn, be- rührt aber in keiner Weise das Girokonto. Liquidität geht vor Rentabilität Seriöse Praxisinhaber räumen der ausreichenden Ausstattung ihres zahnärztlichen Unterneh- mens mit Geld höchste Priori- tät ein und handeln nach dem Grundsatz: Liquidität geht vor Rentabilität. Denn bereits eine vorübergehende Verknappung der Liquidität führt schnell da - zu, dass man sich bei den Ban- ken als mit Argusaugen beob- achteter Bittsteller fühlt. Auch die Zusammenarbeit mit Labo- ren und anderen Lieferanten lei- det, wenn Rechnungen zu spät beglichen werden. Denn jeder fürchtet Forderungsausfälle und kalkuliert seine Risikoprämie zusätzlich ein. Privater Geldbedarf gedeckt? Eine beispielhafte Berechnung des Geldzuflusses und der Geld- verwendung aus einer KFO-Pra- xis (Abb. 1) verdeutlicht, dass we der der Praxisgewinn noch der Stand des Girokontos noch die Betriebswirtschaftliche Aus- wertung, kurz BWA, die Geld- mittel ausweisen, die dem Kie- ferorthopäden monatlich zur freien Verfügung stehen. Um die- ses Zusammenspiel von Einnah- men und Ausgaben vollständig steuerbar zu machen, ist es wich- tig, auch private Ausgaben in der Finanzbuchhaltung zu ver- buchen. So sieht der Inhaber, wo das Geld privat bleibt. Quartal II/2012 Praxisgewinn + Abschreibung = Cash-Flow (Geldzuflüsse vor Tilgung) ./. Investitionen + Aufnahme Praxisdarlehen ./. geplante Tilgung von Praxisdarlehen = entnahmefähige Liquidität + Liquidität aus anderen Einkünften ./. Mietobjekte + andere selbstständige Tätigkeit ./. Einkommensteuer-Vorauszahlung Einkommensteuer-Nachzahlung Versicherungen ./. Lebensversicherung ./. Krankenversicherung ./. Versorgungswerk ./. Lebensunterhalt (Miete, private Darlehen [Zins + Tilgung], Lebensunterhalt, Hobbys, Ausbildung der Kinder, Urlaub etc.) = Liquidität zur freien Verfügung durchschnittlich im Monat in EUR 54.393 2.435 57.374 3.952 0 0 53.422 3.493 933 23.156 3.530 1.597 1.455 3.293 15.371 2.514 838 Fortsetzung auf Seite 18 Abb. 1: Geldzufluss und Geldverwendung. (Quelle: PraxisNavigation®, Prof. Dr. Bischoff & Partner®) www.halbich-lingual.de c h g e n i a l c h - q m s ! . d e c k M o d u l S y . Q M S Q u i g e n i a l e i n f a i n k l t e m s c h – e i n f a w w w . h a l b i Quartal II/2012 Ist tatsächliche Quartal Entnahme Quartal Praxisergebnis im letzten Quartal + Abschreibung 89.170 6.572 = Cash-Flow (Geldzufluss vor Tilgung) aus der Gemeinschaftspraxis 95.742 ./. Investitionen der Gemeinschaftspraxisdarlehen 668 + Aufnahme Gemeinschaftspraxisdarlehen 0 ./. Tilgung von Gemeinschaftspraxisdarlehen 2.326 = Entnahmefähige Liquidität aus der Gemeinschaftspraxis 92.748 62.000 „daraus vertraglicher Anteil (40%) Dr. Muster 1“ „daraus vertraglicher Anteil (35%) Dr. Muster 2“ „daraus vertraglicher Anteil (25%) Dr. Muster 3“ 37.099 26.000 32.462 21.000 23.187 15.000 Abb. 2: Entnahmefähige Liquidität aus der Gemeinschaftspraxis. (Quelle: PraxisNavigation®, Prof. Dr. Bischoff & Partner®)
(cid:51)(cid:85)(cid:82) (cid:44)(cid:80)(cid:83)(cid:79)(cid:68) (cid:46)(cid:41)(cid:50) (cid:51)(cid:68)(cid:85)(cid:82) (cid:40)(cid:81)(cid:71)(cid:82) (cid:16)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:73)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:71)(cid:76)(cid:74)(cid:76)(cid:87)(cid:68)(cid:79) (cid:33)(cid:33) (cid:41)(cid:68)(cid:81)(cid:87)(cid:68)(cid:86)(cid:87)(cid:76)(cid:86)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:50)(cid:51)(cid:42)(cid:3)(cid:52)(cid:88)(cid:68)(cid:79)(cid:76)(cid:87)(cid:160)(cid:87)(cid:15)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:73)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:3)(cid:37)(cid:72)(cid:71)(cid:76)(cid:72)(cid:81)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:15)(cid:3) (cid:83)(cid:72)(cid:85)(cid:73)(cid:72)(cid:78)(cid:87)(cid:72)(cid:3)(cid:49)(cid:72)(cid:87)(cid:93)(cid:90)(cid:72)(cid:85)(cid:78)(cid:76)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:74)(cid:85)(cid:68)(cid:87)(cid:76)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:80)(cid:76)(cid:87)(cid:3)(cid:69)(cid:92)(cid:93)(cid:93)(cid:3)(cid:54)(cid:82)(cid:73)(cid:87)(cid:90)(cid:68)(cid:85)(cid:72)(cid:17) (cid:49)(cid:40)(cid:56)(cid:29) (cid:80)(cid:76)(cid:87)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:93)(cid:76)(cid:74)(cid:68)(cid:85)(cid:87)(cid:76)(cid:74)(cid:72)(cid:85) (cid:38)(cid:40)(cid:51)(cid:43)(cid:3)(cid:50)(cid:81)(cid:72)(cid:3)(cid:54)(cid:75)(cid:82)(cid:87) (cid:50)(cid:83)(cid:87)(cid:76)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:73)(cid:181)(cid:85)(cid:3)(cid:46)(cid:41)(cid:50) (cid:4) (cid:39)(cid:68)(cid:86)(cid:3)(cid:71)(cid:76)(cid:74)(cid:76)(cid:87)(cid:68)(cid:79)(cid:72)(cid:3)(cid:50)(cid:51)(cid:42)(cid:15)(cid:3)(cid:3) (cid:71)(cid:68)(cid:86)(cid:3)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:68)(cid:79)(cid:79)(cid:72)(cid:81)(cid:3) (cid:51)(cid:88)(cid:81)(cid:78)(cid:87)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:181)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:93)(cid:72)(cid:88)(cid:74)(cid:87)(cid:17) (cid:33)(cid:33) (cid:40)(cid:76)(cid:81)(cid:93)(cid:76)(cid:74)(cid:68)(cid:85)(cid:87)(cid:76)(cid:74)(cid:72)(cid:3)(cid:38)(cid:40)(cid:51)(cid:43)(cid:3)(cid:50)(cid:81)(cid:72)(cid:16)(cid:54)(cid:75)(cid:82)(cid:87)(cid:3)(cid:50)(cid:83)(cid:87)(cid:76)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:31)(cid:3)(cid:20)(cid:3)(cid:54)(cid:72)(cid:78)(cid:17)(cid:3)(cid:37)(cid:72)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:16) (cid:87)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:93)(cid:72)(cid:76)(cid:87)(cid:15)(cid:3)(cid:74)(cid:85)(cid:176)(cid:104)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:72)(cid:85)(cid:75)(cid:160)(cid:79)(cid:87)(cid:79)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:38)(cid:40)(cid:51)(cid:43)(cid:3)(cid:38)(cid:48)(cid:50)(cid:54)(cid:3)(cid:54)(cid:72)(cid:81)(cid:86)(cid:82)(cid:85)(cid:3) (cid:80)(cid:76)(cid:87)(cid:3)(cid:68)(cid:78)(cid:87)(cid:76)(cid:89)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:54)(cid:72)(cid:81)(cid:86)(cid:82)(cid:85)(cid:73)(cid:79)(cid:160)(cid:70)(cid:75)(cid:72)(cid:3)(cid:21)(cid:25)(cid:15)(cid:23)(cid:3)(cid:91)(cid:3)(cid:22)(cid:21)(cid:15)(cid:24)(cid:3)(cid:70)(cid:80)(cid:17) (cid:3)(cid:3)(cid:3)(cid:3)(cid:33)(cid:33)(cid:3)(cid:50)(cid:51)(cid:42)(cid:72)(cid:81)(cid:76)(cid:68)(cid:79)(cid:17)(cid:3)(cid:46)(cid:41)(cid:50)(cid:83)(cid:87)(cid:76)(cid:80)(cid:68)(cid:79)(cid:17)(cid:3)(cid:40)(cid:76)(cid:81)(cid:73)(cid:68)(cid:70)(cid:75)(cid:17) (cid:33)(cid:33)(cid:3)(cid:3)(cid:73)(cid:181)(cid:85)(cid:3)(cid:77)(cid:72)(cid:71)(cid:72)(cid:3)(cid:39)(cid:76)(cid:86)(cid:93)(cid:76)(cid:83)(cid:79)(cid:76)(cid:81)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:36)(cid:81)(cid:73)(cid:82)(cid:85)(cid:71)(cid:72)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:71)(cid:68)(cid:86)(cid:3)(cid:85)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:87)(cid:76)(cid:74)(cid:72)(cid:3)(cid:42)(cid:72)(cid:85)(cid:160)(cid:87)(cid:3)(cid:80)(cid:76)(cid:87)(cid:3)(cid:38)(cid:40)(cid:51)(cid:43)(cid:3)(cid:50)(cid:81)(cid:72)(cid:16)(cid:54)(cid:75)(cid:82)(cid:87)(cid:3)(cid:50)(cid:83)(cid:87)(cid:76)(cid:82)(cid:81)(cid:17)(cid:17)(cid:17)(cid:3)(cid:3)(cid:3)(cid:3) (cid:39)(cid:57)(cid:55)(cid:3)(cid:16)(cid:3)(cid:48)(cid:88)(cid:79)(cid:87)(cid:76)(cid:3)(cid:41)(cid:50)(cid:57)(cid:3)(cid:62)(cid:20)(cid:21)(cid:91)(cid:27)(cid:17)(cid:24)(cid:16)(cid:24)(cid:91)(cid:24)(cid:64)(cid:15) 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Quartal max. Konto- korrentlinie negative Konten positive Konten Konten + freie Mittel plus Kasse Kasse saldiert I/09 II/09 III/09 IV/09 I/10 II/10 III/10 IV/10 I/11 II/11 III/11 IV/11 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000 100.000 Abb. 3: Entwicklung der Liquidität. 0 0 0 61.352 0 0 0 40.366 0 0 56.352 26.585 12.564 1.352 67.598 35.555 7.685 2.216 46.856 30.335 56.352 26.585 12.564 -60.000 67.598 35.555 7.685 -38.150 46.856 30.335 0 0 156.352 126.585 112.564 40.000 167.598 135.555 107.685 61.850 146.856 130.335 0 0 -40.000 -60.000 -80.000 -100.000 -120.000 Fortsetzung von Seite 16 Liquiditätsengpässe Oft haben liquiditätsmäßige Eng- pässe ganz banale Gründe. Kre- dite werden so hoch getilgt (häu- figer Finanzierungsfehler!), dass sie nicht mehr von der Praxis er- wirtschaftet werden können und teilweise über den Kontokor rent finanziert werden müssen. Es fließt mehr Geld in Anlagen, Spar- pläne oder Versicherungszah- lungen, als an Überschüssen zur Verfügung steht. Weil keiner die Steuernachzahlungen im Blick hat, werden Investitionen vom Girokonto bezahlt, und am Ende ANZEIGE 18 | www.kn-aktuell.de PRAXISMANAGEMENT Nr. 6 | Juni 2012 Liquiditätsstatus der Praxis jeweils zum Quartalsende 80.000 60.000 40.000 20.000 0 -20.000 I/09 II/09 III/09 IV/09 I/10 II/10 III/10 IV/10 I/11 II/11 III/11 IV/11 Konten + Kasse saldiert zialabgaben genauso wie Zu- flüsse der KZV. Steuerbar sind im beschränkten Umfange Zu- flüsse aus Privatliquidationen, aber auch die Bezahlung von La- boren und Lieferanten. Deshalb ist es sinnvoll, hier mit Übersich- ten zu arbeiten und Zahlungs - termine und -eingänge zeitlich so zu koordinieren, dass die Schwankungen auf dem Konto minimiert werden. Der elektro- nische Zahlungsverkehr unter- stützt diese Steuerung. Fazit Immer genug Geld auf dem Kon - to ist für die kieferorthopädische Praxis kein Luxus, sondern eine unbedingte Notwendigkeit. Wer die vorstehenden Grundsätze be- rücksichtigt und seine Liquidität stets im Blick hat (Abb. 3), sichert die wirtschaftliche Zukunft sei- ner Praxis. Kurzvita Prof. Dr. Johannes Georg Bischoff (cid:129) Steuerberater und vereidigter Buch- prüfer (cid:129) Lehrtätigkeit im Fach Controlling an der Bergischen Universität Wuppertal (cid:129) Mehrheitsgesellschafter von „Prof. Dr. Bischoff & Partner® Steuerberater – Rechtsanwälte – vereid. Buchprüfer“, die mit 90 Mitarbeitern in Köln, Berlin, Bochum, Hamburg, München und Chem- nitz niedergelassene Zahnärzte und Kieferorthopäden im gesamten Bun - desgebiet betreuen (cid:129) Entwicklung von PraxisNavigation®, ein Instrument zur wirtschaftlichen Praxis- steuerung in Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal reicht das Geld nicht für die Steu- ern. Kein Streit um’s liebe Geld Immer mehr Kieferorthopäden organisieren sich in Berufsaus- übungsgemeinschaften. Die be- teiligten Gesellschafter der GbR oder Partnerschaft erhalten kein Gehalt, sondern entnehmen Ge- winne. Diese werden häufig nach komplizierten Verteiler- schlüsseln aufgeteilt. Hier stellt sich in vielen Praxen folgendes Problem: Die aufgelaufenen Ge- winne werden unterjährig nicht verteilt, da diese nicht exakt er- mittelt werden. Darüber hinaus wird oft keine Rücksicht auf die tatsächlich entnahmefähige Li- quidität genommen, weil man sie nicht kennt. Und auch der rechtlich zulässige Griff eines Partners in die Praxiskasse, zum Beispiel bei privaten Steu- ernachzahlungen, wird unter- jährig meist nicht nachgehal- ten. Anwendern eines Praxis- steuerungsinstruments, wie z.B. PraxisNavigation®, steht jedes Quartal eine Übersicht (Abb. 2) zur Verfügung, aus der ersicht- lich ist, wie viel Geld der einzel - ne Partner aus der Praxis ent- nehmen kann und wie viel er tatsächlich entnommen hat. Er- gänzt wird die Abbildung durch eine Tabelle, aus der jeder ein- zelne Partner entnehmen kann, wie viel Geld er für was ver - wendet hat. Dies schafft Trans- parenz, die sich positiv auf das Praxisklima auswirkt und dem Streit ums Geld vorbeugt. Zahlungsflüsse optimieren Die monatlichen Geldzu- und -abflüsse sind zum Teil vorge - geben. Dazu gehören zum Bei- spiel Löhne, Annuitäten und So- Adresse Prof. Dr. Johannes Georg Bischoff Steuerberater, vereid. Buchprüfer Theodor-Heuss-Ring 26 50668 Köln Tel.: 0800 9128400 Fax: 0800 91284040 info@bischoffundpartner.de www.bischoffundpartner.de
Nr. 6 | Juni 2012 EVENTS | 19 Rund 15.000 Teilnehmer bei AAO auf Hawaii Vom 4. bis 8. Mai informierten sich Kieferorthopäden, Assistenten sowie Praxisteams aus aller Welt über jüngste Entwicklungen ihres Fachs. Während namhafte Referenten in mehr als 160 Vorträgen aktuelle Trends sowie Behandlungstechniken präsentierten, zeigten etwa 300 Firmen ihre neuesten Produkte. Ein Bericht von Cornelia Pasold. Austragungsort der diesjährigen 112. AAO Annual Session war das Hawaii Convention Center (HCC) in Honolulu. Rund 15.000 Teilnehmer aus aller Welt informierten sich über jüngste Entwicklungen im Fachbereich Kieferorthopädie, darunter 89 Deutsche. (Fotos: Pasold) ANZEIGE Erneut war das Inselparadies Hawaii Austragungsort des Jah- reskongresses der American As- sociation of Orthodontists (AAO). Zwar schien die Anreise für uns aus Europa Anreisende niemals zu enden, dafür entschädigten dann jedoch sonniger Himmel, milde Temperaturen und eine atemberaubende Natur. Wissenschaftsprogramm Auch in diesem Jahr wurden die wissenschaftlichen Fachvorträ ge in parallel stattfindenden Blöcken SensationTM-Keramikbracket (Fa. Ortho Technology). präsentiert, wobei die The- menpalette von 3-D-Diag - nostik über skelet- tale Verankerung, Gesichtsästhetik, Schlafapnoe oder Biologie der kieferor- thopädischen Z a h n b e w e g u n g reichte. Über 160 Vorträge informierten dabei die aus aller Welt angereisten rund 15.000 Kie - ferorthopäden, kieferorthopädi- sche Assistenten und Praxismit- arbeiter über jüngste Ergebnisse aus Wissenschaft und Praxis. So beispielsweise Dr. Onur Kadio- glu (USA), welcher in seinem äu- ßerst interessanten Vortrag „Life before and after TADs“ ein ak- tuelles Update skelettaler Ver an - kerung gab. Dabei ging er u.a. auf Fragen ein wie „Welche Aspekte sind von besonderem Interesse, um die Grenzen dieser Behand- lungsmethode zu überwinden?“ (vertikale Kontrolle); „Haben wir genügend wissenschaftliche Er- kenntnisse, um unsere Behand- lungsentscheidungen zu unter- mauern?“ (noch nicht); „Benö - tigen wir Minischrauben denn unbedingt?“ (auf jeden Fall, da bessere Ergebnisse). Dr. Harry L. Legan (USA) wid- mete sich dem Thema „Diagno- sing and treating children with (or at risk for) OSA in your of- fice“. Etwa 1 bis 4% aller Kinder weisen laut Legan eine obstruk- tive Schlafapnoe (OSA) auf. Kli- nische Symptome können hier- bei z. B. nächtliche Schlaf - störungen, Schnarchen, Ta- gesmüdigkeit, morgendliche Kopfschmerzen oder Hyper- aktivität bzw. Unaufmerksam- keit sein. Wird das Krankheits- bild nicht rechtzeitig erkannt, kann dies erhebliche Proble me nach sich ziehen, die das Herz- Kreislauf-, zentrale Nerven- und Stoffwechsel-System unmittelbar beeinflussen. Daher sei es umso wichtiger, eine OSA frühzeitig zu diagnostizieren und entsprechend zu behandeln (z.B. Kieferexpan- sion, Kiefer- vorverlage- rung, Adeno- tonsillektomie, Zungenreduk- tion etc.). „The Enigma, evidence, efficacy, efficiency and clini- cal outcomes of class II growth modification in mo- dern day orthodontics“ standen bei Dr. William A. Wiltshire (Ka- nada) im Mittelpunkt. Anhand diverser Fallbeispiele und klini- scher Studien verdeutlichte die- ser auf beeindruckende Weise, inwieweit Patienten von wachs- tumsbeeinflussenden Behand- lungslösungen profitieren kön- nen bzw. wann eher nicht. Fortsetzung auf Seite 20 lingual molar distalizer Ausgangssituation Ende der Distalisation TopJet ist absolut Compliance unabhängig und unsichtbar. 씰 Das Einsetzen erfolgt in einer Sitzung – 씰 Maximaler Tragekomfort. Besonders ohne zusätzliche Laborarbeiten. hygienisch durch gekapselte Bauweise. 씰 Einbauzeit von JS Schraube und TopJet innerhalb von 15 min – sofort belastbar. 씰 Einfaches Nachaktivieren des TopJet durch Stopp-Gummis. Was wird für die Molaren-Distalisation benötigt? Die 3 Produkte zur Molaren-Distalisation: TopJet Distalizer (250cN und 360cN): für eine effektive Molarendistalisation. Dual-Top™ JS Schraube (Jet Schraube): zur sicheren Verankerung des TopJet. TPA und Bänder: Palatinalbogen vorge- bogen lieferbar. 2 3 1 Mehr Informationen und ein Demovideo mit Falldarstellungen finden Sie unter: www.topjet-distalisation.de Promedia Medizintechnik A. Ahnfeldt GmbH Marienhütte 15 · 57080 Siegen Telefon: 0271 - 31 460-0 Fax: eMail: info@promedia-med.de www.promedia-med.de 0271 - 31 460-80 FDA approved
20 | www.kn-aktuell.de EVENTS Nr. 6 | Juni 2012 Fortsetzung von Seite 19 Inwieweit der Einsatz von CBCT- Aufnahmen die Diagnostik und Behandlungsplanung bei Rou- tine- und komplexeren KFO-Fäl- len verbessern kann, verdeutlich - te Dr. J. Martin Palomo (USA). Da - bei ging er insbesondere auf Aus- wahlkriterien ein (wann macht ein CBCT Sinn und vor allem ei- nen Unterschied zu herkömmli - chen Methoden) und stellte ak- tuelle Behandlungsprotokolle und Handlungsempfehlungen vor. Young Guk Park (Südkorea) zeig te in seinem Vortrag „Corti- cision – patient-friendly ortho- dontics to accelerate tooth move- ment“, welche Vorteile mit dieser minimalinvasiven Operations- technik für den Verlauf kieferor- thopädischer Behandlungen ver- bunden sein können. Er stellte zudem detailliert den klinischen Ablauf des Eingriffs, mögliche Carrière® Clear Distalizer (Fa. ODS). Fehlerquellen sowie Lösungen zu deren Vermeidung vor. Gleich eine ganze Reihe von CBCT-Studien bzw. deren Er- gebnisse stellte Chun-Hsi Chung (USA) vor. Dabei standen ins - besondere der Einfluss von Gau- mennahterweiterungen auf den Oberkiefer (in allen drei Dimen- sionen) sowie das nasale Atem- volumen bei Kindern im Mittel- punkt. Zudem wurde auf den Zu- sammenhang zwischen dem Al- ter der Kinder (8- bis 10-Jährige Bite RaiserTM (Fa. Ortho Technology). Dr. Thomas Mulligan hielt zum Thema „Common Sense Mechanics: Fifty Years – Facts vs. Myths“ die traditionelle John Valentine Mershon Lecture. Die American Association of Orthodontists (AAO) nutzte die diesjährige Tagung, um ihre neue Kampagne „MyLife. My Smile. My Orthodontist“ vorzustellen. Schutz vor Überdrehung des Clips um mehr als 180° ergänzt. RMO® (Vertrieb für DE über den- talline) hat seine FLI®-Serie um ein passives selbstligierendes Bracket ergänzt. Das vollständig aus Edelstahl gefertigte FLI® SL verfügt über einen Drehclip, wel- cher sich mithilfe eines speziel- len Instruments öffnen und schlie- ßen lässt, und ist als Roth-Pre - scription mit 0.018⬙er oder 0.022⬙er Slot mit und ohne Haken erhältlich. Zudem werden ab sofort FLI® Mini Tubes angeboten, die insbesondere für den Einsatz bei teil- weise durchgebroche- nen zweiten Molaren gedacht sind und daher eine nach mesial vergrö- ßerte Klebebasis aufweisen. Des Weiteren wurde innerhalb ge - nannter Produktserie ein selbst - ätzendes Bondingsystem namens MonoLok2TM SE vorgestellt. FORESTADENT gab die bevor- stehende Markteinführung des derzeit kleinsten Twinbrackets der Welt, des Micro Sprint®-Bra- ckets, bekannt. Die Kleinstver- sion des bekannten Mini Sprint®- bzw. 10- bis 13-Jährige) und den maxillären transversalen Effek- ten einer GNE eingegangen. Zweifellos könnten an dieser Stel le noch viele weitere inte - ressante Vorträge des diesjähri- gen Meetings Erwähnung fin- den. Die Auswahl ist groß, würde jedoch den Rahmen dieses Be- richts sprengen. Industriemesse Brackets/Bögen Ein aktives SL-Keramikbracket stellte Ortho Technology mit SensationTM vor. Das transluzen - te Bracket weist u.a. einen rho - dinierten Edelstahlclip auf, wel- cher mithilfe eines speziellen Instruments geöffnet wird. Zu- dem biete es eine spezielle Basis für ein primerloses Bonding so- wie einfaches Debonding. Das passive selbstligierende T1®- Bracket von Ortho Classic (Ver- trieb für DE über World of Ortho- dontics) ist ab sofort mit einem komplett neuen Clipmechanis - mus erhältlich (Metall- sowie Clear-Version). Mithilfe eines spe- ziellen Instruments – dem Quick- TurnTM Tool – lässt sich dieser durch eine Drehbewegung jetzt leichter öffnen und schließen. Zudem wurde das Design um eine Längsmarkierung zur besseren Platzierung sowie einen Stopp zum Brackets ist im Low-Profile- Design gestaltet und bietet eine anatomisch geformte, patentier te Hakenbasis. Darüber hinaus ist das mit allen gängigen Bogen - dimensionen einsetzbare Micro Sprint®-Bracket mit einem pla- nen Slot für eine optimale Rota- tionskontrolle ausgestattet. Mit SimpliClear® stellte BioMers ein Standard-Bracketsystem aus ästhetischen Brackets und Bö- gen vor, wobei letztere sicherlich den interessanteren Part darstel- len. SimpliClear®-Bögen sind aus einem transparenten, nanotech- nologisch optimierten Kunststoff- draht gefertigt, welcher vergleich- bare mechanische Eigenschaften aufweisen soll wie am Markt er- hältliche Standardbögen. Zudem seien die neben Standarddrähten auch als individualisiert erhält- lichen Bögen laut Hersteller gut bioverträglich, allergiefrei sowie verfärbungsresistent (z.B. Kaf- fee, Tomatensouce, Senf etc. wurden getestet). Ormco präsentierte ein neues selbstligie- rendes Bracket (Prodigy SL), das sowohl aktiv bei eine leich te Rotationsbewe- gung in Richtung okklusal aus und der Deckel springt auf und verbleibt aufgrund der ebenfalls verbesserten Flügelbremse in geöff neter Stellung. Das Schlie- ßen erfolgt mittels Instru- ments oder sanften Fin- gerdrucks. Das zur letztjährigen DGKFO vorgestellte IncognitoTM Lite Prodigy SL (Fa. Ormco). (anteriorer Bereich) als auch passiv (posterior Bereich) ein - gesetzt werden kann. Im Gegen- satz zu anderen Systemen weist Prodigy SL einen starren, aus Copper-NiTi gefertigten Clip mit Memory-Effekt auf. Zudem ver- fügt das Bracket über eine neue lasergeätzte, anatomisch kon - turierte Basis. Das Öffnen und Schließen erfolgt mithilfe eines speziellen Instruments. American Orthodontics zeigte das ästhetische Low-Profile-Bra- cket Empower® Clear SL. Dieses biete u.a. eine anatomisch ange- passte Quad-MatteTM-Basis und verfüge über einen sehr stabilen Metallclip. Achtfach verseilte superelastische Vierkantbögen gibt es ab sofort bei TP Orthodontics. Die vorge- formten „Braided Reflex® NiTi Wires“ würden über ein äußerst niedriges Kraftniveau verfügen, was sie zum ide alen Initial - bogen einer Behandlung mache. Als Metall- oder be- schichtete ästhetische Vari- ante verfügbar, sind sie in den Dimensionen 0.017⬙ x 0.25⬙ so- wie 0.021⬙ x 0.025⬙ zu beziehen. Dentaurum stellte die zweite Version seines discovery® sl Brackets vor. Das Bracket ist im System McLaughlin-Bennett- Trevisi 22 erhältlich und weist ei- nen völlig neu gestalteten Öff- nungsmechanismus auf. So erfol - ge das Öffnen und Schließen in der neuen Version intuitiv in Kraft- richtung. Zum Öffnen reiche hier- System (Fa. 3M Unitek) wurde jetzt auch dem amerika nischen Markt präsentiert. Dieses ist zur Korrektur leichter bis modera- ter Engstände im Frontzahn - bereich (3–3) sowie für die Be- handlung von Rezidiven bei er- wachsenen Patienten gedacht. Bei entsprechendem Veranke- rungsbedarf ist ein viertes Bra- cket (4er) erhältlich. Des Wei - teren zeigte 3M die ebenfalls in 2011 erstmals präsentierten ClarityTM ADVANCED Keramik- brackets. Diese aus einer fein- körnigen Keramik bestehenden und mittels Spritzgussverfahren hergestellten Brackets bieten laut Herstellerangaben eine aus- gezeichnete Ästhetik sowie trotz geringer Größe und niedrigem Profil eine zuverlässige Stabili tät. Zudem verfügen sie über groß- zügig dimensionierte Unterschnit - te unter den Bracketflügeln zum Einhängen von Ligaturen und FLI® SL (Fa. RMO®, Vertrieb für DE über dentalline).
Nr. 6 | Juni 2012 EVENTS www.kn-aktuell.de | 21 Rund 300 internationale Firmen waren mit einem Messestand präsent und zeigten dem interessierten Publikum ihre Produktneuheiten. gewährleisten ein zuverlässi- ges Debonding. Ein ästhetisches Standardbra- cket namens DISCREET® (au - ßerhalb Deutschlands auch als SL-Variante erhältlich) zeigte die Firma Adenta. Das aus einem Hybridmaterial gefertig te Bracket verbinde laut Anbieter die ästhetischen Eigenschaften sowie weite re Materialvorteile eines Kera- mikbrackets mit den Gleit- eigenschaften eines Me tall - brackets. Zudem passe sich das Bracket auf- grund seiner Transluzenz optisch an die natürliche Zahnfarbe an und wirke somit unsichtbar. DISCREET® sei re- sistent gegenüber Abrasionen sowie Verfärbungen und biete überragende Klebeeigenschaf- ten und ein leichtes Debonding ohne Schmelzausrisse aufgrund mechanischer Retention in der discovery® sl 2.0 (Fa. Dentaurum). Basis. Zudem hat Adenta sein bekanntes linguales Bracketsys- tem EVOLUTION® optimiert und bietet nun auch ein Praxiskit zur VALO Ortho (Fa. Opal Orthodontics). sowie einer Öse zum Einhängen von Auxiliaries auf. Der intraos- säre Teil ist mit einem asymme- trischen selbstschneidenden und selbstbohrenden Gewinde aus- gestattet. Storm ist in drei farb- codierten Größen (blau: Ø 1,5mm, Gesamtlänge 12,38 mm/hellblau: Ø 2mm, Gesamtlänge 14,38mm/ alu: Ø 2 mm, Gesamtlänge 15,88mm) erhältlich. Ein soge- eBiteplus (Fa. Great Lakes Orthodontics). nanntes Surgical Kit enthält ei- nen Schraubendreher für die ma- nuelle Insertion, zwei Winkel- stück-Aufsätze (20 bzw. 25mm Länge) und zwei Pilotbohrer (Ø 1,1mm bei 7mm Länge; Ø 1,4mm bei 8mm Länge). Weitere Neuheiten Ein Mikroimpulse generierendes Vibrationssystem zur Stimulie- rung des Zahn umgebenden Kno- chens stellte OrthoAccel® Tech- nologies Inc. (Vertrieb für DE über dentalline) mit AcceleDentTM vor. Parallel zu einer kieferorthopä- dischen Behandlung eingesetzt (Bukkal- bzw Lingualbracket- therapie sowie Aligner), können Zahnbewegungen laut Herstel- lerangaben somit um 30 bis 50% beschleunigt werden. Der bekannte Carrière® Distali- zer wird jetzt als komplett ästhe- tische Lösung zur Distalisierung von Molaren angeboten (Exklu- sivvertrieb für DE über die Firma ODS). Der spätestens zur DGKFO auf dem deutschen Markt erhält- liche Carrière® Clear Distalizer ist aus einem Copolymer gefer- tigt (lediglich das Gelenk ist aus Edelstahl) und weist im Steg eine kleine eingearbeitete Ver- steifung zur Erhö- hung der Stabilität auf. Der Carrière® Clear Distalizer ist klinisch analog der bisherigen Edel- stahlvariante ein- setzbar und wird in allen sechs Standardgrößen angeboten wer- den. Ein schnelleres Öffnen des Bis- ses bei Fällen mitTief- oder Kreuz- biss soll der Bite RaiserTM nach Enis Güray (Fa. Ortho Technology) ermöglichen. Dieser wird indivi- duell gebogen und mithilfe von proximalen Flügeln im Bukkal- tube und mittels eines t-förmigen Hakens an der lingualen Klam- mer eines Molarenbandes fixiert. Die Bite Raiser sind in zwei ver- schiedenen Dicken (0,8mm für Kinder; 1,0mm für Er- wachsene) und Armlän- gen (4 bzw. 6 mm) er- hältlich. Die Firma Great Lakes Orthodontics zeigte mit eBiteplus eine multi- funktionelle intraorale Appara- tur, welche sich insbesondere für das Kleben von Brackets oder fi- xen Retainern eignet und meh- rere Funktionen in einem Gerät AcceleDent™ (Fa. OrthoAccel® Tech- nologies Inc., Vertrieb für DE über dentalline). Herstellung der indirek- ten Übertragungstech- nik für Labore in KFO- Praxen an. RMO® (Vertrieb für DE über den- talline) hat sein in- dividuelles Lingual- bracketsystem LingualjetTM mo difiziert. So ist das für die Straight-Wire-Technik gedachte System jetzt wesentlich kleiner und weist deutlich rundere Kan- ten für einen höheren Patienten- komfort auf. Aligner Mit ClearguideTM präsentierte Ormco ein „Express“-Alignersys- tem, dessen Fertigung auf der InsigniaTM-Software beruht. Kom- plett online handhabbar, bietet das System jederzeit die Mög- lichkeit von Zwischenbehand- lungs-Checks, um ggf. eingrei- fen und Änderungen vornehmen zu können. ClearguideTM ermög- licht Bewegungen von bis zu 2,5mm pro Zahn, die Zahl der äu - ßerst klar erscheinenden Schie- nen (keine Herstellungsrillen) be- trägt maximal 20. Minischrauben Lancer (Vertrieb für DE über World Class Orthodontics®) stell - te erstmals seine Minischraube „Storm“ vor. Die aus Titan Grad 5 gefertigte Schraube weist einen Kopf mit .022⬙ x .028⬙er Kreuzslot Micro Sprint®-Bracket (r.) im Vergleich zum Mini Sprint®- und Sprint®-Bracket (Fa. FORESTADENT). opal®-Instrumentenserie (Fa. Opal Orthodontics). vereint: Licht, Absauger, Zungen- halter sowie Bite Block-Tools. Eine „abgespecktere“ Variante, nämlich nur ein intraorales Licht- system, ist mit eBite erhältlich. DENTSPLY GAC präsentierte den Weichgewebslaser Picasso bzw. Picasso Lite für die Kieferortho- pädie. Während das Einsteiger- Modell (Picasso Lite) eine Leis- tung von 2,5 Watt bietet und aus- schließlich für Weichgewebsbe- handlungen gedacht ist, können mit der leistungsstärkeren Ge - rätevariante (Picasso, 7 Watt) da - rüber hinaus auch kosmetische Zahnaufhellungen vorgenommen werden. Bei Opal Orthodontics ist die VALO Ortho jetzt auch kabellos erhältlich. Die Polymerisations- lampe bietet drei verschiedene Modi mit Lichtintensitäten von 1.200 bis 3.200 mW/cm². Der speziell für die Kieferorthopädie entwickelte „Xtra Power Qua- drant-Modus“ ermöglicht hier- bei mit nur einem Knopfdruck eine 5 x 3-sekündige Polymeri - sation im Takt an fünf Zähnen (mit je einem Zwischenstopp von 2 Sekunden, um zum nächs - ten Zahn zu wechseln). Durch den starken, gebündelten Licht- strahl der VALO Ortho ist dabei eine Polymerisation direkt auf der Labialfläche des Brackets vollkommen ausreichend. Des Weiteren hat die gleiche Firma eine von der Solinger Firma Hamma- cher produzierte Instrumenten- serie (diverse Zangen, Cutter etc.) ins Programm aufgenommen. Als dritte Neuheit ist ein sehr gut fließendes licht härten des Adhäsiv (opal® BONDTM FLOW) in den F a r b t ö n e n transluzent Storm (Fa. Lancer; Vertrieb für DE über World Class Orthodontics®). natur oder blau erhältlich. Es eig- net sich zum Kleben von Lingual- retainern oder für Molarenauf- bauten zum Öffnen von Bissen. Ein neues Tool innerhalb seines Ortho SystemTM bietet 3Shape mit dem Appliance DesignerTM (Tool- box) an. Mithilfe dieses CAD-Pro- gramms können laut Hersteller- angaben sämtliche Arten kiefer - orthopädischer Behandlungsap- paraturen (u.a. Splints, palatinale Expander, Bionatoren, Twin Blocks, Herbst-Apparaturen etc.) indivi- duell geplant (inklusive virtuellem Artikulator) und gefertigt werden. Alle CAD-Designs sind im offenen STL-Format verfügbar. Ausblick Der nächste AAO-Jahreskongress findet vom 3. bis 7. Mai 2013 in Phi ladelphia statt.
22 | www.kn-aktuell.de EVENTS Nr. 6 | Juni 2012 1. Münchner Klasse II-Tage Dentaurum präsentiert SUS² und Herbst. Dr. Aladin Sabbagh, Erfinder und Namensgeber der SUS², den Um- gang mit der Sabbagh Universal Spring erlernen. Am Freitagabend ist bei einem Get-together bayerische Gemüt- lichkeit angesagt. Im traditions- reichen Paulaner am Nockher- berg, bekannt durch seine Bier- braukunst und dem jährlichen Salvator-Ausschank, können sich die Teilnehmer bei bayerischen Spezialitäten und netten Gesprä- chen unter Kollegen auf die Ver- anstaltung einstimmen. Weitere Informationen zu den 1. Münchner Klasse II-Tagen un- ter angegebenem Kontakt. Adresse DENTAURUM GmbH & Co. KG Centrum Dentale Communication Turnstr. 31 75228 Ispringen Tel.: 07231 803-470 Fax: 07231 803-409 kurse@dentaurum.de www.dentaurum.de Nach einem erfolgreichen ersten SUS²-Anwendertreffen 2010 in Berlin mit großer Nachfrage, setzt Dentaurum auch in diesem Jahr die Reihe interessanter Anwen- dertreffen fort. Vom 12. bis 13. Ok tober 2012 finden in der baye- rischen Landeshauptstadt die Münchner Klasse II-Tage statt. Erstklassige Referenten aus Kli- nik und Praxis bieten am Sams- tag aktuelle Themen rund um die Klasse II-Behandlung mit den Produkten SUS² und Herbst. Im Fokus der Veranstaltung stehen einerseits der wissenschaftliche ANZEIGE Aspekt mit ausführlicher Theorie, aber genauso hilfreicheTipps und Tricks versierter Kieferorthopä- den aus der Praxis. Anhand prak- tischer und alltäglicher Behand- lungssituationen wird der Ein- satz von SUS² und Herbst in der Klasse II-Therapie demons triert. Neben Vorträgen und Falldemons - trationen besteht für die Teilneh- mer die Möglichkeit zur Diskus- sion und Klärung offener Fra- gen direkt mit den Referenten. Au ßer dem kann man bereits am Freitagnachmittag optional bei einem Hands-on-Workshop mit Twin Block-Seminar mit Dr. William Clark Der wohl bekannteste Kieferorthopäde Schottlands kommt am 16./17. November nach Deutschland. so z.B. Bisshebung, transversale Dehnung bei gleichzeitiger sagit- taler Ausformung. Die Konstruk- tion bietet ebenfalls Zungenfrei- heit. Der Tragekomfort wird da- durch erheblich erhöht. Als Neu- erung bieten RealKFO und Dr. Clark auch den Fixed Twin Block 2.0 an. Dieser kann auch bei fest- sitzenden Apparaturen angewen- det werden. Im Mittelpunkt der Weiterbildung im November steht der traditio- nelle Twin Block, seine zeitgemä - ße Weiterentwicklung sowie mo- derne festsitzende Begleitthera- pien. Weitere Kursinformationen und Termine für Twin Block- Technikerkurse sind unter www. realkfo.com abrufbar. Adresse RealKFO GmbH Roger Harman In der Mark 53 61273 Wehrheim Tel.: 06081 942131 Fax: 06081 942132 team@realkfo.com www.realkfo.com Nach dem überaus erfolgreichen Seminar mit Dr. William Clark im März 2012 konnte RealKFO, Fach- laboratorium für Kieferorthopä- die, ihn für einen weiteren Kurs am 16./17.11.2012 in Falkenstein/Tau- nus begeistern. Die Motivation fin- det der Erfinder vor allem in den gut besuchtenVeranstaltungen. Der Twin Block stellt eine funk- tionskieferorthopädische Behand- lungstechnik dar, die seit dreißig Jahren weltweit Vertrauen und Erfolg findet. Indikation bieten Distal- wie auch Mesialbisslagen. Dr. Clark empfiehlt den Einsatz im frühen bleibenden Gebiss als auch im Wechselgebiss. Dem Anwender bietet der Twin Block geschätzte Möglichkeiten, ARCUSdigma Anwendertreffen 2012 Innovative, praxisgerechte instrumentelle Funktionsdiagnostik. Die Anwendung des ARCUS- digma in der täglichen Praxis und das Thema „Zukunftstech- nologie virtueller Artikulatoren“ stehen am 29./30. Juni 2012 in Biberach/Riß im Mit telpunkt des jährlichen ARCUSdigma Anwen- dertreffens. DieTeilnehmer erwarten im Rah- men der Veranstaltung in te res - san te Vorträ ge, Seminare und ver- schiedene Workshops rund um das Thema Funktionsdia g nos tik. Mit Dr. Wolfgang Hannak (Uni Berlin), Dr. Ulrich Wegmann (Uni Bonn), Dr. Christian Mentler (Dortmund), ZTM Herbert Thiel (Amtzell) und ZA Andreas Blesch (Karlsruhe) beschäftigen sich namhafte Referenten aus Wissen- schaft und Praxis unter anderem mit virtueller Artikulation, funk- tionsoptimiertem Workflow, ef- fektiver Artikulatormessung und Bewegungsanalyse, paraokklu- salen Befestigungen und Patien- tenmarketing. Sowohl Anwender als auch In te - ressenten erhalten einen umfas- sen Einblick in die instrumentel le Funktionsdiagnostik. Die Seminargebühr inklusive Ver- pflegung an beiden Veranstal- tungstagen beträgt 245,– €zzgl. MwSt. Für diese Veranstaltung werden gemäß der Fortbildungs- verordnung der BZÄK/LZÄK/ DGZMK/APW acht Fortbildungs- punkte anerkannt. Weitere Informationen zum Kurs und zur Anmeldung sind bei praxisDienste unter Telefon 06221 649971-0 oder unter www. kavo.com/fortbildung erhält- lich. Adresse KaVo Dental GmbH Bismarckring 39 88400 Biberach/Riß Tel.: 07351 56-0 Fax: 07351 56-1488 info@kavo.com www.kavo.com/fortbildung
Nr. 6 | Juni 2012 EVENTS www.kn-aktuell.de | 23 4. Kieler Kinderkonferenz zeigt KFO von Kopf bis Fuß Schnittstelle HWS erfordert Interdisziplinarität. Ein Bericht von Dr. Doreen Jaeschke (Bremen). Die Halswirbelsäule – oder kurz HWS – war das interdisziplinäre The ma der 4. Kieler Kinderkonfe- renz am 16. und 17. März. Ihr wis- senschaftlicher Leiter, Dr. An- dreas Köneke (Kieferorthopäde, Kiel, Bremen, Wyk/Föhr, Lehr- beauftragter Uni Rostock), er- läuterte die besondere Rolle der HWS sowohl als Schnittstelle, „weil sie oft eine unsichtbare fach- liche Kompetenzgrenze darstellt“, als auch als Bindeglied zwischen Partnern eines Netzwerkes. Be- reits zum 4. Mal leitete er damit eine sehr offene Konferenz mit in teressanten Vorträgen und Dis- kussionen über Fachgrenzen hin- weg ein. Im Hotel Kieler Kauf- mann boten zum Thema „HWS als Schnittstelle zwischen Zahn und Medizin, Kiefer und Ortho- pädie“ insgesamt 19 Referenten aus unterschiedli chen Fachberei- chen einen aktu ellen Überblick zu Aspekten und Entwicklun- gen aus ihren Fachgebieten im wahrs ten Sinne von Kopf bis zum ebenfalls thematisierten Fuß. Keine KFO ohne Funktions - diagnostik! „Um Kinder systemgerecht zu be- handeln, bedarf es spezifischer Überlegungen“, so Ehrenreferent Prof. Dr. Stefan Kopp (Kieferor- thopäde, Universität Frankfurt am Main). Er referierte gemeinsam mit seinem langjährigen Kolle- gen Dr. Gernot Plato (Orthopäde, Rendsburg) betont praxisbezo- gen zur fachübergreifenden Diag - nostik und Therapie von Funk- tionsstörungen der HWS. Zum Beispiel seien bei den 6- bis 9-Jäh- rigen myogene Störungen hoch signifikant, bei den 9- bis 13-Jäh- rigen höchst signifikant und noch erweitert um arthrogene Störun- gen – mit dem gleichen Risiko wie bei Erwachsenen. Für Kopp ergibt sich daraus, dass keine kiefer - orthopädische Behandlung oh ne genaue Abklärung auf mögliche Funktionsstörungen im Rahmen einer manuellen Funktions- und Strukturanalyse begonnen wer- den sollte. „Jeder Patient, der be- reits den zweiten Molaren in der Mundhöhle hat, füllt bei uns ei- nen altersgerechten Stresserfas- sungsbogen aus“, erläutert Kopp und setzt bei ca. 75 Prozent seiner Patienten parallel Osteopathie ein, um übermäßige „Spannung aus dem System zu nehmen“. Für die Zukunft forderte Kopp schnelle und kostengünstige Screening- Verfahren, um hinsichtlich Neuro - plastizität und irreversibler Aus- prägung des Schmerzgedächtnis - ses (lt. Kopp bereits nach drei bis vier Wochen) eine schnelle Er- kennung und Behandlung zu rea- lisieren. HWS, Biomechanik und senso- motorische Schlüsselregionen Die Physiologie der HWS und ihre Biomechanik erklärte Anne- Kathleen Hölzel (Physiotherapeu- tin nach CRAFTA, Hamburg) und befindet sich das Nackenrezepto - renfeld um die Kopfgelenke und 40 Prozent davon in direkter Nach- barschaft zum Kiefergelenk“, er- klärte Dr. Jörg Hohendahl, Arzt für Kinder- und Jugendmedizin (Klinikum der Ruhr-Universität Bochum). Die Kopfgelenke ohne Bandscheibe seien zwar bewegli - cher, aber auch vulnerabler. Die Plagiocephalie sei heute ein häu- figes Störungsbild aufgrund funk- tionell einseitiger Rückenlage der Säuglinge. Augen und Ohren be- finden sich infolgedessen an un- „Wer die Probleme seiner erwachsenen Patienten verstehen will, der fragt nach deren Kindheit“, so der wissenschaftliche Leiter Dr. Andreas Köneke in Kiel. erinnerte z.B. daran, dass ein Aufrichten des Kopfes aus einer Fehlposition bereits eine Modi - fikation des Knackens zur Folge haben kann. Zudem sei die sub- occipitale Muskulatur und die ge- samte „Nackenregion“ eine sen- somotorische Schlüsselregion mit hohem propriozeptiven In- put aufgrund der hohen Zahl an Muskelspindeln mit Bedeutung für das Wachstum. Die gerade bei Kindern mit Funktionsstö- rungen nötige strukturierte inter- disziplinäre Diagnostik für Zahn- ärzte sei laut Dr. Christian Kö- neke (Bremen) immer noch in ers ter Linie manuell-intellektuell und nicht radiologisch, schienen- basiert oder kinematografisch. Um Störungen der Funktion, der Struktur und der Morphe jedoch genau auseinanderhalten zu kön- nen, bedürfe es einer Systematik, die (erläutert anhand der von ihm und Gert Groot Landeweer ent- wickelten Software easyC.M.D.) auch fachübergreifend möglich sein muss. Vom Ellenbogen-Stütz zur Fehlbisslage Faszinierend untermau- erte dies die Hamburger Entwicklungsthera - peutin und PäPKi-Grün - derin Dr. Wibke Bein- Wierzbinski, deren Pa- tienten Verhaltens-, Essstörungen und fein- sowie grafomotori- sche Unreife verbun- den mit Fehlbisslagen zeigen. Die Wurzeln da- für gehen teils bis in die wichtigen 3. bis 4. Lebensmonate, in de- nen der Aufrichtungsprozess nicht korrekt abläuft. Kommt ein Kind z. B. nicht korrekt in den Ellen - bogen-Becken-Stütz, können sich Rumpf und Muskulatur nicht ent- wickeln und werden darauf auf- bauend Fehlbisslagen aufgrund myofunktioneller Störungen auf- fällig. „Die Entwicklung des Kör- pers beginnt embryonal im Be- reich der kra niozervikalen Über- gangsregion. Neuroanatomisch Dr. Jörg Hohendahl, Arzt für Kinder- und Jugendmedizin (Bochum), for- derte bei Plagiocephalie und Asymmetrien frühe funktionelle manuelle statt operativer Korrekturen. symmetrischen Positionen, was unkorrigiert zur einer irreversi- blen asymmetrischen Entwicklung führt. Hier seien funktionelle Kor- rekturen mit manueller Einstel- lung der Kopfgelenke undTraining von Eltern und Kind sowie ggf. eine Helmtherapie nötig. Unnötig hingegen seien vielfach durch - geführte Schädeloperationen, die funktionelle Probleme letztlich jedoch nicht lösen können. Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Abb. 4 Abb. 1: HWS als Gesprächsgrundlage – hier zwischen Dr. Klaus Dörhage und Dr. Walter Kemlein (beide orthopädische Referenten), wobei letzterer als einer von acht Referenten des interdisziplinären Netzwerks „Verein für Kindesentwicklung Kiel e.V.“ die Zusammenarbeit eindrücklich dokumentierte. – Abb. 2: Was ist schief? Di- agnostikdemonstration am wissenschaftlichen Leiter Dr. Köneke (Mitte) durch die Ehrenrefenten Dr. Plato und Professor Kopp (r.). – Abb. 3: „Wenn Kinder nur noch ,on- line’ gehen, fehlen wichtige Anreize“, so Orthopäde Dr. Gregor Pfaff über die Bedeutung der Füße. – Abb. 4: Priv.-Doz. Dr. Benedict Wilmes (Uni Düsseldorf) präsen- tierte kieferorthopädische Minischrauben und das BENEFIT-System als elegante Alternative zur HWS-gestützten Verankerungsmechanik. Gute Haltung ist Fußsache Die Konsequenzen aus vielfach unbeachteten Fehlhaltungen be- schrieb Dr. Gregor Pfaff, Fach- arzt für Orthopädie und Präsi- dent der Gesellschaft für Hal- tungs- und Bewegungsforschung e.V. (GHBF): Wenn Kinder nur noch „online“ gehen, fehlen funk- tionelle Anreize, die für eine ge- sunde aufrechte Haltung von Be- deutung sind. Balance sei ohne Füße nicht vorstellbar. Fußtrai- ning und aktivierende Einlagen hätten dabei Vorrang vor passi- ven, irreversiblen oder opera ti - ven Maßnahmen, wenn es um die Herstellung der Balance beim Kind gehe und das Zusammen- spiel von Kopf- (70%) und Fuß- steuerung (30%). KFO und HWS Den Deckbisseinfluss auf die HWS und andere funktionelle Auffälligkeiten bei Fehlbisslagen hatten Dr. Andreas Köneke et al. an 189 Patienten untersucht. Sig- nifikant erhöht waren bei dieser Gruppe funktionelle Auffälligkei- ten im Bewegungsapparat, dop- pelt so viele wie bei Klasse II/1, dreimal so viel wie bei Klasse I- Patienten und zehnmal so viel wie bei Klasse III-Patienten. Sie arbei- teten einen wesentlichen therapeu- tischen Unterschied der zwangs- und tiefbissabhängigen Funk- tionsstörungen zu anderen ok- klusal und auch zu nicht okklusal determinierten Funktionsstörun- gen heraus: Bei solchen Patienten müsse bei Zeichen einer okklusal determinierten Funktionsstörung oft zunächst die Morphe – hier der Deckbiss – korrigiert werden, da- mit die Funktion korrigierbar sei, nicht umgekehrt wie bei Vorlie- gen anderer skelettofazialer Ano - malien. Wichtig auch: Keine der Klassen I–III war frei von funktio- nellen Auffälligkeiten, was die Be- deutung der Funktions- und Struk- turanalyse vor Therapiebeginn un terstreicht. Priv.-Doz. Dr. Benedict Wilmes (OA der Klinik für Kieferorthopä- die, Universität Düsseldorf) stell - te dem interdisziplinären Publi- kum mit seinen kieferorthopädi- schen Minischrauben und dem BENEFIT-System eine elegante Alternative zu HWS-gestützten Verankerungsmechaniken mit in - teressanten Anwendungen, prak- tischen Hinweisen und animie- renden Bildern vor. Abschließend resümierte Köneke und motivier - te zu fachübergreifender Zusam - menarbeit und Diskussion im Sinne der betroffenen Patienten bereits in frühen Jahren: „Wer die Probleme seiner erwachsenen Pa- tienten verstehen will, der fragt nach deren Kindheit.“ Die 5. Kieler Kinderkonferenz mit dem Schwerpunkt „Funktions- störungsassoziierte Erkrankun- gen und deren Differenzialdiag- nose“ findet am 14./15. März 2014 statt. Weitere Informationen unter www.cmd-therapie.de
24 | PRODUKTE Nr. 6 | Juni 2012 Sicher Verpacken Das validierbare KompaktsiegelgerätValiPak® von hawo. feature, das den täglichen Ein- satz erleichtert und zu validen Verpackungsergebnissen führt. Auch in Hinblick auf die rou tine - mäßi ge Überprüfung der Sie - gelquali tät in der Praxis un ter - stützt das ValiPak® den Anwen- der durch sei ne integrierte Seal Check-Funktion. Einmal per Tas- tendruck aktiviert, können in Kombination mit den hawo Seal Check-Indikatorstreifen (EN 868-3) mögliche Fehler schnell und zuverlässig aufgedeckt wer- den. Eine automatische Stand-by- Funktion – das Gerät schaltet nach 30 Minuten Nichtbenut- zung au to matisch ab und ist bei Bedarf in kürzester Zeit wieder einsatzbereit – die extrem kurze Aufheiz- und Wiederaufheizzeit, 70 % weniger Stromverbrauch und der weitgehende Verzicht auf Verschleißteile im Siegel- system (z. B. PTFE-Bänder), re- duzieren den Wartungs- und Materialaufwand auf ein Mini- mum und tragen zum schonen- den Umgang mit wertvollen Res - sourcen bei. Adresse hawo GmbH Römerring 4 74821 Mosbach Tel.: 06261 9770-0 Fax: 06261 9770-69 info@hawo.com www.hawo.com Seit der Premiere auf der IDS 2011 hat sich das Kompaktsie- gelgerät ValiPak® als voll vali- dierbares Balkensiegelgerät für das Einschweißen von Sterilgü- tern (Instrumente) im Praxisbe- reich erfolgreich bewährt. Bei der Entwicklung des Gerätes wur de besonderer Wert auf Sicherheit, Einfachheit und Nachhaltigkeit gelegt. Durch die Prämierung des red dot design award 2011 wurden auch hierbei wieder alle Design - ansprüche erfüllt und bestätigt. Als voll validierbares Balken - siegelgerät mit integriertem Ab- ANZEIGE schneidesystem und Rollenhal- ter sowie automatischer Über- wachung der kritischen Prozess - parameter (Temperatur, Siegel- druck und Siegelzeit und der Warnfunktion bei abweichenden Parametern) erfüllt das ValiPak® die Vorgaben der neuen DGSV- Verpackungsleitlinie (Leitlinie ist kostenlos auf www.hawo.com erhältlich). Neben der gewohnt einfachen Bedienung ist die Schnittstellen- anbindung für viele gängige Pra- xissoftware-Lösungen ein wei - te res Sicherheits- und Komfort- Die neue Aufbiss-Schiene zur einfachen Diagnose und effektiven Therapie des Kiefergelenks (CMD) WELTNEUHEIT! selbstjustierend individualisierbar Sie überzeugt durch viele Vorteile: (cid:81)(cid:3) schnelle Schmerzlinderung/Muskelentspannung (cid:81)(cid:3) ohne Abdruck, Registrierung oder Einschleifen (cid:81)(cid:3) passgenau durch individuelle Unterfütterung (cid:81)(cid:3) ersetzt die Relaxierungs- und Distraktionsschiene (cid:81)(cid:3) Differentialdiagnostik der multifaktoriellen Genese des CMD (cid:81)(cid:3) präprothetische/präkieferorthopädische Bissbestimmung (cid:81)(cid:3) kann während einer KFO-Behandlung eingesetzt werden Weitere Informationen und Video unter: www.aqua-splint.com PS: Nicht für Dauerknirscher geeignet! TeleDenta GmbH Telefon: +49 (0)371 4330209 Telefon: +49 (0)371 43318360 Hainstraße 108 Telefax: +49 (0)371 4020359 09130 Chemnitz info@teledenta.com E-Mail: Germany Web: www.teledenta.com Große Resonanz für CS-2000 Klasse II/III-Feder Behandlungslösung für Non-Compliance-Patienten zählte zu den innovativsten Produkten beim AAO auf Hawaii. Tolle Frühsommer-Angebote anlässlich der KFO-Kongresse! Nicht nur für Distalbisslagen, sondern auch für Klasse III-Fälle geeignet – die CS-2000-Feder. Aktionsangebote AAO/EOS 2012 QR-Code einfach mit dem Smartphone scannen (z.B. mithilfe des Readers Quick Scan) mit außergewöhnlicher Trans- parenz (sehr stabil), oder einem monokristallinen Bracket – hier wird man jedem Anspruch ge- recht. Für sportliche Patienten hat der Anbieter einen Mundschutz spe- ziell für Multibracket-Patienten im Angebot, der bereits fertig konfektioniert ist. Der komfor- table „Sportmundschutz“ wurde in den USA entwickelt. Herge- stellt aus medizinisch unbedenk- lichem Silikon ist er für jeden Pa- tienten erschwinglich und bietet somit eine Hilfe für den Alltags- sport. Auf der DGKFO-Tagung in Stuttgart ist World of Ortho- dontics mit einem Messestand vertreten. Der Katalog wie auch ein aktuel- ler Angebotsflyer können unter angegebenem Kontakt angefor- dert werden. Adresse World of Orthodontics GmbH Im Schröder 43 75228 Ispringen Tel.: 07231 8008906 Fax: 07231 8008907 info@WorldofOrthodontics.de www.WorldofOrthodontics.de World of Orthodontics bietet anlässlich der inter - nationalen Kongresse 2012 viele attraktive Aktions- angebote. Dynaflex hatte mit der Präsenta- tion der CS-2000 Klasse II/III-Fe- der wieder großes Interesse am AAO-Messestand auf Ha waii ge- funden. Kieferorthopäden sind von der einfachen Anwendung wie auch der Behandlungsmög- lichkeit für Klasse III-Fälle be- eindruckt. Die Wirkungsweise entspricht derer intermaxillärer Gummizüge. Damit hat die CS- 2000-Feder viele Vorteile im Ver- gleich zu bisher bekannten Geräten. World of Orthodontics ist ex klusiver Vertriebspartner für CS-2000 in Deutschland und bietet jetzt einen Ak- tionsrabatt von 10% für ein Sortiment nach Wahl. Anlässlich der internatio- nalen Kongresse gibt es weitere attraktive Aktionsangebote: Das „Exklusiv“-Zangensortiment, produziert vom führenden Her- steller in Europa, bietet höchste Qualität zum begrenzt gültigen „Schnäppchen-Preis“. Dem Trend nach nickelfreien Pro- dukten kommt der spezia li sier - te Fachhändler für kiefer or tho - pädische Produkte ebenso nach. Eine breite Auswahl an Brackets, Klebetubes, Häkchen, Bögen und Stopps in nickelfreier Ausfüh- rung werden angeboten. Auch mit kosmetischen Brackets bie- tet der Anbieter Lösungen. Mit dem „Hype“-Bracket, hergestellt aus einem Hybrid-Kunststoff und
Nr. 6 | Juni 2012 PRODUKTE www.kn-aktuell.de | 25 Produktpalette ergänzt RMO® präsentiert beim AAO gleich drei Neuheiten I E G E Z N A seiner FLI®-Serie. a c Im Rahmen der jüngst zu Ende ge- gangenen AAO-Jahrestagung in Honolulu/Hawaii wartete Rocky Mountain Orthodontics (RMO®) gleich mit mehreren Innovatio- nen auf. So ergänzt das amerika- nische Dentalunternehmen, des- sen Produkte in Deutschland ex- klusiv über dentalline vertrieben werden, seine bekannte FLI®-Se- rie gleich um drei Neuheiten. Neben dem bisher erhältlichen Standard-Metallbracket (FLI® Twin Bracket) sowie -Keramik- bracket (FLI® Signature Clear) wird es ab sofort auch eine selbst- ligierende Bracketvariante geben – das FLI® SL. Das passive FLI® SL- Metallbracket verfügt über einen markanten Verschlussmechanis - mus – für geringste Friktions- werte und verbesserte Gleiteigen- schaften. Dieser ermöglichteinen äußerst schnellen Bogenwechsel und somit kürzeste Stuhlzeiten. Hierfür wird mithilfe eines Spe - zialinstruments der Bracketclip einfach durch leichtes Drehen geöffnet und ebenso wieder ge- schlossen. Sowohl der Bracketkörper, Clip als auch die Gitternetzbasis des FLI® SL sind aus Edelstahl gefer- tigt. Aufgrund des Twin-Designs und dessen Behandlungsflexibili - tät wird eine optimale Steuerung der wirkenden, sanften Kräfte er- möglicht. Des Weiteren gewähr- leisten das glatte Profil, stark verrundete Bracketkanten sowie abgeschrägte Tie-Wings ein Ma- ximum an Patientenkomfort. FLI® SL-Brackets werden als Roth-Prescription (0.018⬙er oder b Das neue FLI® SL-Bracket in geöffne- tem (a) bzw. geschlossenen (b) Zustand. Der einzigartige Clipmechanismus er- möglicht ein absolut einfaches Öffnen und Schließen (c). 0.022⬙er Slot) ohne und mit pilz- artig geformtem Haken (Eck- zahn- bzw. Prämolarenbrackets) angeboten. Eine weitere Ergänzung der FLI®- Serie stellen die FLI® Mini Tubes dar. Insbesondere für teilweise durchgebrochene zweite Molaren gedacht, bieten diese eine per- fekte Lösung für ein frühzeitiges Bonding. So wurde deren Basis mit einer nach mesial erweiter- ten Klebekontur versehen, die ein problemloses Bonden selbst auf kleinsten Zahnkronenflächen er- möglicht. Für ein schnelles wie einfaches Wechseln des Bogens sind die mit 0.018⬙er und 0.022⬙er Slot erhältlichen FLI® Mini Tubes darüber hinaus mit einer trichter- förmigen Führung versehen. Als dritte Neuheit innerhalb der FLI®-Serie wird ab sofort das MonoLok2TM SE angeboten. Die- ses selbstätzende Bondingsys- tem (Dual Cure bzw. Light Cure) kombiniert Ätzen und Primen zu einem einzigen einfachen Schritt, für ein effektives und zeitsparen- des Kleben. Alle drei Messeneuheiten sind in Kürze bei der Firma dentalline erhältlich. Adresse dentalline GmbH & Co. KG Karlsruher Straße 91 75179 Pforzheim Tel.: 07231 9781-0 Fax: 07231 9781-15 info@dentalline.de www.dentalline.de I Kursreihe 2012 /13I neu! I Dr. med. Andreas Britz/Hamburg I I Basisseminar mit Live- und Videodemonstration I JETZT AUCH MIT VIDEODEMONSTRATION ZU PAPILLEN-AUGMENTATION UND GUMMY-SMILE- BEHANDLUNG I Prof. Dr. Marcel Wainwright/Kaiserswerth I inkl. DVD I Kursinhalte I I Allgemeine Grundlagen I Übersicht Indikationen I Übersicht Produkte I Videodemonstration: • Papillen-Augmentation (Prof. Dr. Marcel Wainwright) • Gummy-Smile-Behandlung (Prof. Dr. Marcel Wainwright) I Live-Demonstration: • Hyaluronsäure und Botulinumtoxin-A • Lippen, Falten (je nach Probandensituation) I Hinweis I Die Ausübung von Faltenbehandlungen setzt die medizinische Qualifikation entsprechend dem Heilkundegesetz voraus. Aufgrund unterschiedlicher rechtlicher Auffassungen kann es zu verschiedenen Statements z.B. im Hin- blick auf die Behandlung mit Fillern im Lippenbereich durch Zahnärzte kom- men. Klären Sie bitte eigenverantwortlich das Therapiespektrum mit den zuständigen Stellen ab bzw. informieren Sie sich über weiterführende Aus- bildungen, z.B. zum Heilpraktiker. Jeder Kursteilnehmer erhält die DVD „Unterspritzungstechniken“, auf der alle Behandlungsschritte am Modell bzw. Patienten noch einmal Step- by-Step gezeigt und ausführlich kommentiert werden, zzgl. einer Artikel- sammlung (eBook). I Organisatorisches I Kursgebühr pro Kurs inkl. DVD Tagungspauschale pro Kurs umfasst Kaffeepause/Imbiss und Tagungsgetränke 225,– € zzgl. MwSt. 45,– € zzgl. MwSt. OEMUS MEDIA AG, Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-308, Fax: 0341 48474-390 event@oemus-media.de, www.oemus.com Nähere Informationen zu den Allgemeinen Geschäftsbedin- gungen erhalten Sie unter www.oemus.com Stand: 25.04.2012 FAXANTWORT I 0341 48474-390 DVD Vorschau „Unterspritzungs- techniken“ QR-Code einfach mit dem Smartphone scannen (z. B. mithilfe des Readers Quick Scan) I Termine 2012/13 I 07.09.2012 Ost Leipzig 13.00 – 18.00 Uhr 21.09.2012 Süd Konstanz 13.00 – 18.00 Uhr 02.11.2012 West 17.11.2012 Ost 01.12.2012 Nord Essen 13.00 – 18.00 Uhr Berlin 09.00 – 15.00 Uhr Hamburg 09.00 – 15.00 Uhr 01.02.2013 West Unna 13.00 – 18.00 Uhr 07.06.2013 Nord Rostock-Warnemünde 13.00 – 18.00 Uhr 15.06.2013 Ost Berlin 09.00 – 15.00 Uhr Für das Basisseminar „Unterspritzungstechniken“ melde ich folgende Personen verbindlich an: NORD OST SÜD WEST
26 | www.kn-aktuell.de PRODUKTE Nr. 6 | Juni 2012 SINIUS erhält begehrte Designtrophäe 2012 Die neue Behandlungseinheit SINIUS von Sirona ist seit Ende 2011 auf dem Markt. Jetzt wurde sie mit dem begehrten red dot design award 2012 ausgezeichnet. Die internationale 30-köpfige Jury hat den SINIUS mit einem „red dot award: product design 2012“ ausgezeichnet. SINIUS wurde von der Firma Puls Produktde- sign entworfen. Geschäftsführer Andreas Ries erklärt das Gestal- tungskonzept der Behandlungs- einheit: „Das Design von SINIUS ist eine gute Mischung aus Emo- tionalität und formaler Logik. Es folgt konsequent den funktiona- len und ergonomischen Anfor - derungen, ist aber in seiner for- malen Ausprägung sinnlich und gefühlsbetont.“ Die Behandlungseinheit SINIUS von Sirona besticht durch ihr De- sign und schenkt dem Zahnarzt Zeit. Die Einheit ist voll und ganz darauf ausgerichtet, effiziente Be- handlungsabläufe zu unterstüt- zen und bietet dabei ein Maxi- mum an Qualität und Komfort. Besondere Funktionen und Ei- genschaften von SINIUS sind in dieser Klasse einzigartig und un - terstützen den Behandler bei ei- ner effizienten Arbeitsweise. So beispielsweise die intuitive Be- dienung über die Touchscreen- Oberfläche EasyTouch, die Hub- mechanik, mit der die Einheit modern und leicht wirkt, oder die integrierten Funktionen Endo - don tie mit hinterlegter Feilenbib - liothek und ApexLocator. SINIUS war eines von 4.515 Pro- dukten, die Hersteller aus 58 Na- tionen für den Wettbewerb 2012 eingereicht hatten. Die Preise wer- den am 2. Juli 2012 im Rahmen einer Gala vor mehr als 1.000 in - ternationalen Gästen im Essener Aalto-Theater offiziell verliehen. Alle preisgekrönten Produkte wer- den anschließend in einer Ausstel - lung im Essener red dot design museum auf dem Weltkultur erbe Zeche Zollverein gezeigt. Die Innovationen und das Design der Sirona-Produkte sind in den vergangenen Jahren mehrfach ausgezeichnet worden: (cid:129) Die Behandlungseinheit TENEO erhält für die Gestaltung ihrer Bedienoberfläche EasyTouch einen iF communication design award 2010. Im selben Jahr erhält auch der Diodenlaser SIROLaser Advance eine honourable men- tion des red dot design awards. (cid:129) 2009 bekommt Sirona für zwei seiner innovativen Produkte den renommierten 2009 GOOD DESIGN Award. Die US-ame- rikanische Auszeichnung wür- digt die exzellente Gestaltung und das überzeugende Pro - duktkonzept der digitalen Auf- nahmeeinheit CEREC AC und des Diodenlasers SIROLaser Advance. (cid:129) 2009 erhält TENEO als erstes Dentalprodukt in der Geschich - te des renommierten Design - preises den iF Gold Award. (cid:129) 2008 gewinnt die Kopfstütze MultiMotion den iF product design award. (cid:129) 2007 zählt das 3D-Röntgensys- tem GALILEOS zu den Preis- trägern des iF design awards. Freude über Messeerfolg Teledenta und Dr. Aladin Sabbagh stellten die Aqua Splint-Schiene dem US-amerikanischen Markt vor. Das Teledenta-Team hat erst- mals an der größten Kieferor- thopädie-Messe in den USA teil- genommen – der 112th AAO An- nual Session in Hawaii. Ziel der Teilnahme am diesjährigen AAO-Kongress war die Einfüh- rung der von Dr. Aladin Sabbagh entwickelten Wasserschiene zept sowie dessen Therapie- und Einsatzmöglichkeiten vor- stellen und somit das Interes- se der Kollegen wecken. Die Messebesucher hatten zudem die Mög- lichkeit, Fragen direkt mit Dr. Sabbagh zu dividuell an den Kiefer des Pa- tienten angepasst und eingesetzt werden kann. Sie hat zwei mit- Die Aqua Splint-Schiene in klinischer Anwendung. einander verbundene Wasser- kissen (Aqua-Balance), wodurch sich der Kiefer selbst balancie- ren kann und durch ein weich bleibendes Silikonmaterial indi - viduell unterfüttert wird. Aqua Splint ermöglicht so eine Sofort- hilfe sowie schnelle Schmerzlin- derung ohne Einschleifen und Adjustieren der Schiene. Nähe - re Informationen unter www. aqua-splint.com Adresse Teledenta GmbH Hainstr. 108 09130 Chemnitz Tel.: 0371 4330209 Fax: 0371 4020359 info@teledenta.com www.teledenta.com Das Aqua Splint-Team (v.l.n.r.): Dr. Issam El Naib (Geschäftsführer Teledenta GmbH), Prof. Dr. Aladin Sabbagh (Produktentwickler), Virginie Kussak (Vertriebsmitarbeiterin) und Hans Laich (Produzent). „Aqua Splint“ in den US-ameri- kanischen Dentalmarkt, welche zur Behandlung von CMD/Kie- fergelenkbeschwerden einge- setzt wird. Dr. Aladin Sabbagh unterstützte das Team von Teledenta und prä- sentierte den amerikanischen Kol- legen seine Weltneuheit. Dank langjähriger Praxiserfahrung konnte er das Aqua Splint-Kon- klären sowie angeregte Dis - kussionen mit ihm zu führen. Kurzum: Die Einführung war für Teledenta ein voller Erfolg, denn die Standbesucher zeigten sich von „Aqua Splint“ regelrecht begeistert. Aqua Splint ist die einzige selbst- justierende CMD-Schie ne, wel- che sofort ohne Abdruck, Regis- trierung oder Laborarbeiten in- SINIUS: Die neue Effizienzklasse in preisgekröntem Design. (cid:129) 2007 zeichnet der Verband der französischen Dentalbranche das Ultraschallgerät PerioScan als Innovation des Jahres aus. (cid:129) Der red dot design award geht 2007 an die Schleifmaschinen CEREC MC XL und inLab MC XL, 2006 an die Instrumenten- familie SIROPure und 2005 an den Dental-Scanner inEos. Adresse Sirona Dental Systems GmbH Fabrikstraße 31 64625 Bensheim Tel.: 06251 16-0 Fax: 06251 16-2591 contact@sirona.de www.sirona.de Zahnpflege für unterwegs Funktionelles Zahnpflegebonbon mit 100 % Xylitol*. Was tun, wenn nach dem Essen keine Zahnbürste zur Hand ist? Zahlreiche Kaugummis und Bon- bons, welche schnelle Frische für den Mundraum versprechen, sind auf dem Markt erhältlich. Aller- dings sind diese mit Vorsicht zu genießen! Oftmals ist Zucker der größte Bestandteil dieser Produk - te. Dieser fördert die Bil- dung von Karies, statt sie zu bekämpfen. Abhil - fe schaffen hier Zahnpfle- geprodukte, die zu 100 % mit Xylitol gesüßt sind, ein natürlicher und gesun- der Zuckeraustauschstoff. Hager & Werken hat sich mit der Marke miradent intensiv mit die- sem Thema befasst und bietet ein breites Spektrum an zahn- freundlichen Xylitol-Produkten ohne Inhaltsstoffe, wie Aspartam oder Sorbitol, an. Für unterwegs eignen sich hier hervorragend die neuen miradent Xylitol Func- tional Drops. Das zahnfreundli- che Lutschbonbon ist die ideale Ergänzung zum Zähneputzen für unterwegs. Dank des hohen Xylitolgehalts kann es die Pro- duktion von plaque- und säure- bildenden Bakterien reduzieren und wirkt somit karieshemmend. Gleichzeitig fördert es eine Remi- neralisierung des Zahnschmelzes. Die neuen Xylitol Functional Drops haben eine positive Wir- kung bei Patienten, die unter Mundtrockenheit (Xerostomie) leiden. Dieses Problem ist heut- zutage in aller Munde. Oftmals sind ältere Menschen betroffen, die Schluckbeschwerden und Pro- bleme beim fließenden Sprechen zeigen. Durch das Lutschen der Xylitol Functional Drops kann die Speichelproduktion erhöht und die Pflegebonbons somit ak- tiv bei Mundtrockenheit an- gewendet werden. Das neue Xylitol-Zahnpflegebonbon. Xylitol Functional Drops sind für Diabetiker geeignet. Sie sind frei von Aspartam, Sorbitol, Laktose und Gluten und besitzen auch kei - ne versteckten Zuckerarten wie Dextrose, Maltrose oder Sacha- rose. Das Zahnpflegebonbon ist in den kühlen, erfrischenden Ge- schmacksrichtungen Minze, Kir - sche und Melone erhältlich. * Gesüßt mit 100 % natürlichem Xylitol. Adresse Hager & Werken GmbH & Co. KG Ackerstraße 1 47269 Duisburg Tel.: 0203 99269-0 Fax: 0203 299283 info@hagerwerken.de www.hagerwerken.de
Nr. 6 | Juni 2012 PRODUKTE www.kn-aktuell.de | 27 Kleines Design, große Leistung FORESTADENT gewährte beim AAO-Kongress Preview auf kommendes Micro Sprint® Bracket. weist die nickelfreie Kleinstver- sion eine anatomisch geformte, patentierte Hakenbasis für eine rein mechanische Retention auf. Die rhomboide Form der Micro Sprint® Brackets, deren perma- nente vertikale Markierung so- wie eine ablösbare farbige Kenn- zeichnung ermöglichen ein pro- blemloses Positionieren. Sind die Brackets nach erfolgter Behand- lung wieder zu entfernen, gewähr- leisten mesio-distale Schrägen an der Spezialbasis das sichere Ansetzen der Zange und einfache Debonden. Kommt hierbei die Spezial-Debonding-Zange von FORESTADENT zum Einsatz, kann dies aufgrund kleiner Ker- ben an den Zangenbacken sogar mit einligiertem Draht geschehen. Die mit allen gängigen Bogendi- mensionen einsetzbaren Micro Sprint® Brackets sind mit einem planen Slot ausgestattet, der ei ne optimale Rotationskontrolle ge- währt. Abgerundete Sloteinläu - fe sorgen darüber hinaus für ei - ne signifikante Reduzierung der Friktion. FORESTADENT Micro Sprint® Brackets werden im MIM-Ver- Beim AAO-Jahreskongress auf Hawaii konnten sich Besucher des FORESTADENT Messestandes einen ersten Eindruck vom derzeit kleinsten Twinbracket der Welt verschaffen. Besucher des Jahreskongresses der AAO in Honolulu/Hawaii konn- ten sich am FORESTADENT Mes- sestand nicht nur über aktuelle Produkte informieren, sondern auch einen ersten Eindruck vom derzeit kleinsten Twinbracket der Welt – dem Micro Sprint® Bracket – erhalten. Die deutlich kleinere Version des bewährten Mini Sprint® Brackets ist im Low-Profile-Design gestal- tet und bietet somit einen noch besseren Tragekomfort. Zudem Effiziente Pflege TePe präsentiert ein neues Gel mit Chlorhexidin und Fluoriden. I Kursreihe 2012 I neu! Das neue Micro Sprint® Bracket im Größenvergleich zum bisherigen Mini Sprint® und Sprint® Bracket (v.r.n.l.). fahren aus Edelstahl gefertigt und bieten trotz ihres minimali- sierten Designs zahlreiche Fea- tures eines „großen“ Brackets. So können die Brackets, welche zur diesjährigen DGKFO-Jahresta- gung in Stuttgart offiziell vorge- stellt werden, beispielsweise auch mit Elastikketten (z. B. den extra flachen Lingualketten) eingesetzt werden. Adresse FORESTADENT Bernhard Förster GmbH Westliche Karl-Friedrich-Straße 151 75172 Pforzheim Tel.: 07231 459-0 Fax: 07231 459-102 info@forestadent.com www.forestadent.com ANZEIGE I Dr. Jens Voss/Leipzig I F O R T E4 T K N U Das schwedische Unternehmen TePe Mundhygieneprodukte AB (TePe Mundhygieneprodukte Ver- triebs-GmbH) präsentiert das Gingival Gel – ein an ti bakterielles Gel speziell für die einfache An- wendung mit TePe In terdental - bürsten. Chlorhexidin weist ei- nen Antiplaque- und An ti gin gi vi tis effekt auf. Gleichzeitig hel- fen Fluoride, Ka ries zu vermeiden und schützen sensible Zahnhäl se. Das Gin - gival Gel kombiniert mit seiner raffinier- ten Formel die Vor- teile von Chlor hexi - din mit Fluoriden für einen zweifachen Schutz von Zahn- fleisch und Zäh nen. „Für eine bestmögli- che Anti plaque-, Anti- gingivitis- und An tikarieswir kung vereint dieses Produkt Chlorhe- xidin und Fluoride. Ich empfehle Patienten mit Gingi vitis und Pa- rodontitis das TePe Gingival Gel als Teil ihrer häuslichen Pflege in Ergänzung zur zahnärztlichen Behandlung“, sagt Annica Car- nemar, staatlich geprüfte Dental- hygienikerin mit langjähriger Er- fahrung in der allgemeinen Den- tal- und Parodontaltherapie. Die Zahnzwischenräume sind be- sonders anfällig für die Entstehung von Zahnfleischerkrankungen und Karies. Das Gingival Gel in Kombi - nation mit einer Inter den tal bürs - te an der betroffenen Stelle anzu- wenden, ist effizient und einfach. Der frische Minzgeschmack und die leichte Zusam menset zung er- möglichen eine angeneh me und einfache Anwendung mit der Interden tal - bürs te. Das Gel wird für den täglichen Ge- brauch zu Hause so- wohl während der Krankheitsphase als auch zurVorbeugung empfohlen. TePe bietet ein brei- tes Sortiment an In terdentalbürsten mit einer großen Auswahl an Größen, Grif fen und Bors ten. Alle TePe Produkte wurden in enger Zu- sammenarbeit mit zahnmedizi nischen Spezialisten entwickelt und sind den indi viduellen Bedürfnissen der Verbraucher angepasst. Adresse TePe Mundhygieneprodukte Vertriebs-GmbH Flughafenstraße 52 22335 Hamburg Tel.: 040 570123-0 Fax: 040 570123-190 kontakt@tepe.com www.tepe.com B ILDUN G S P Programm „Minimalinvasive Zahnästhetik“ QR-Code einfach mit dem Smartphone scannen (z. B. mithilfe des Readers Quick Scan)
28 | www.kn-aktuell.de PRODUKTE Nr. 6 | Juni 2012 Effizient und präzise Schonend und schnell Gracey-Küretten von Hu-Friedy. Anesto – das neue, intraossäre Injektionssystem von W&H. Optimales Scaling erfordert per- fekte Instrumente. Die extrem scharfen Gracey-Küretten von Hu-Friedy ermöglichen präzise subgingivale Eingriffe auch in schwer zugänglichen Bereichen. Gracey-Küretten von Hu-Friedy. Selbst Ablagerungen in tiefen, engen Parodontaltaschen lassen sich mit den Instrumenten ef- fektiv entfernen. Feine Schnei - dekanten reduzieren die Gewe- bedehnung und minimieren das Risiko von Traumata. Namensgeber der Küretten ist Dr. Clayton Gracey. Er entwickel- te die Instrumente in den 1940er- Jahren gemeinsam mit Hugo Friedmann, dem Gründer von Hu-Friedy. Seitdem wurden die Küretten kontinuierlich weiter- entwickelt, damit für alle Anfor- derungen das passende Tool zur Verfügung steht. Schäfte und Ar- beitsenden wurden bereichsspe- zifisch gestaltet und jedes Instru- ment einer bestimmten Gruppe von Zähnen und dort bestimmten Flächen zugeordnet. Diese Adap- tion ermöglicht eine optimale Be- handlung und macht die Küretten zu den populärsten Instrumenten der Parodontologie. Gracey-Küretten von Hu-Friedy eignen sich ideal zur Zahnstein- entfernung und Wurzelglättung – auch hartnäckige Ablagerungen werden effektiv entfernt. Die Ar- beitsenden der Instrumente sind extrem widerstandsfähig und ha- ben hervorragende Abnutzungs- eigenschaften. Für präzises und kontrolliertes Arbeiten sorgt die strukturierte Oberfläche der Grif - fe. Mit Gracey-Küretten von Hu- Friedy können Zahnärzte kom- fortabler arbeiten und die Behand- lung für ihre Patienten schonen- der gestalten. Adresse Hu-Friedy Mfg. BV Customer Care Department P.O. Box 29025 3001 GA Rotterdam Niederlande Tel.: 00800 48374339 Fax: 00800 48374340 info@hufriedy.eu www.hufriedy.eu Testwochen gestartet Patienten mit Zahnfleischproblemen können meridol-Produkte testen und online bewerten. Testaktion auf: Bis August sollen die „meridol Testwochen“ Ver- wendern die Möglichkeit bieten, die Produkte der Marke zu tes- ten. Dabei sollen sich möglichst viele Patienten mit Zahnfleisch- problemen beteiligen. Anschlie- ßend haben die Tester die Mög- lichkeit, auf www.meridol.de ih re Erfahrungen mitzuteilen und die Produkte zu bewerten. Mit etwas Glück gewinnen Sie eine Traum- reise oder einen von 100 Well- nesspreisen. Alle Zahnarztpraxen in Deutsch- land sind aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen und ihre Patienten zum Mitmachen zu animieren. „Empfehlen Sie ihnen das Produktsystem, das mit Zahnpasta, Zahnbürste und Mundspülung ein optimaler Pro- blemlöser für diese Indikation ist“, appelliert Dr. Jan Massner von GABA. Adresse GABA GmbH Berner Weg 7 79539 Lörrach Tel.: 07621 907-0 info@gaba.com www.gaba-dent.de Für viele Patienten mit Gingivitis und Parodontitis sind Produkte der Marke meridol die Empfeh- lung schlechthin. Da ihre Wir- kung nicht nur in zahlreichen klinischen Studien bewiesen, sondern für die Verwender auch eindeutig spürbar ist, ist bei- spielsweise die meridol-Zahn- pasta bei Zahnfleischproblemen die Nummer eins in der Zahn - arzt empfehlung. Eine deutliche Spra che spricht das Ergebnis ei- nes Patiententests in der Schweiz im Jahr 2011. 93 Prozent der ins- gesamt 77 Teilnehmer bestätig- ten dabei, nach spätestens 21 Tagen frei von Zahnfleischpro- blemen gewesen zu sein. Hersteller GABA ruft nun auch in Deutschland zu einer großen Video W&H Anesto. QR-Code einfach mit dem Smartphone scannen (z.B. mithilfe des Readers Quick Scan) Produktes gelegt. Das System ist einfach zu bedienen und leicht zu pflegen und zu reinigen. Die ebenfalls von W&H entwickelten Injektionsnadeln sind perfekt auf die Anforderungen in traossärer Verfahren abgestimmt. Anesto, das neue Anästhesiesys- tem von W&H, wurde speziell für die intraossäre Injektion entwi- ckelt. Das Anästhetikum wird dabei direkt in den Knochen in - jiziert. Dadurch wird eine ziel - gerichtete und profunde Lokal- anästhesie einzelner Zähne er- reicht – ohne den Patienten mit lang anhaltender Lippen- und Mundtaubheit zu belasten. Im Unterschied zu herkömm - li chen Anästhesieverfahren er- laubt eine Lokalanästhesie di- rekt in die Spongiosa eine rasche und schonende Anästhesie ein- zelner Zähne. Durch die zielge- richtete Injektion wird auch eine deutlich geringere Men ge an An- ästhetikum benötigt. Lang anhal- tende Taubheit ganzer Areale und die damit verbunde- nen Unannehmlichkeiten für den Patienten gehören damit der Vergangenheit an. Zusätzlich kommt es durch diese direkte Anästhesie zu einer schnelleren Schmerzausschaltung. Das An- ästhetikum beginnt innerhalb einer Minute zu wirken. Die Vorteile von in traossärer Anästhesie auf einen Blick: (cid:129) profund, schonend, schnell (cid:129) verbessertes Zeitmanagement durch schnelle Wirksamkeit (max. eine Minute) (cid:129) sofortige Schmerzausschaltung (cid:129) weniger Anästhetikum Bei der Entwicklung von Anesto wurde besonderer Wert auf die Sicherheit und Ergonomie des Das Anesto-System besteht aus einem Handstück, Ampullenhal- ter, Nadelwechsler, einer sterili- sierbaren Schutzkappe und ei- nem Set von Einweg-Injektions- nadeln. Weitere Informationen unter angegebenem Kontakt. Adresse W&H Deutschland Raiffeisenstr. 4 83410 Laufen/Obb. Tel.: 08682 8967-0 Fax: 08682 8967-11 ofﬁce.de@wh.com www.wh.com Das Kleine mit dem perfekten Schliff Dentaurum stellt neues Premium-Metallbracket discovery® smart vor. Klein in der Größe und brillant in seinen Eigenschaften. So zeigt sich das neue Premium-Metallbracket von Dentaurum: discovery® smart. Das Bracket ist im System MBT 22 ab sofort erhältlich und ist die kon- sequente Weiterentwicklung des seit Langem im Markt bewährten Brackets discovery®. Es ergänzt die Bracketlinie mit kleineren Di- mensionen und einem innovativen gewölbten Slot. Der Tragekomfort für den Patienten wird durch die signifikante Größenreduktion von etwa 20 % gegen über discovery® deutlich erhöht, ohne dabei die Kontrolle über Torque und Angu - lation negativ zu beeinträchtigen. Ein weiteres Highlight ist der neue mesial-distal gekrümmte Slot - verlauf, der sich am Idealbogen der Zahnreihe orientiert. Dadurch werden die Gleitmechanismen des Bogens positiv beeinflusst. Das bewährte Design der dis - covery®-Bracketfamilie liegt auch dem neuen Familienmitglied zu- grunde: großzügige, abgerunde- te Flügelunterschnitte bieten viel Platz für alle Ligaturenarten, auch für Mehrfachligaturen oder Kombi- nationen mit Gummiketten. Da al le Brackets innerhalb der discovery®- Familie den gleichen geringen In- Out-Wert von 0,7mm aufweisen, sind sie jederzeit problemlos ohne Ausgleichsbiegungen miteinander kombinierbar. Dies gibt noch mehr Flexibilität in der individuellen Gestaltung der Behandlung. discovery® smart ist ein echtes Ein- Stück-Bracket, im modernen Me- tal Injection Molding Verfahren (MIM) gespritzt. Damit ist das Bra- cket besonders biokompatibel, da auf Lote komplett verzichtet wer- den kann. Auch die Häkchen auf dem 3er, auf Wunsch auch auf dem 4er und 5er Bracket, werden mit dem Bracket zusammen in einem Stück realisiert und direkt mit - gespritzt. Durch die innovative Pilzform geben sie zusätzlichen Gummis den nötigen Halt. Den gewohnt perfekt abgestimm- ten Halt auf dem Zahn bietet die von Dentaurum patentierte la - serstrukturierte Basis. Zusätzlich sorgt die ebenfalls patentierte FDI- Kennzeichnung, die auf der Basis eingebracht wird, dafür, dass jedes Bracket zahnspezifisch zugeord- net werden kann. Da die Basis per 3-D-CAD an die Anatomie des Zah- nes angepasst wird, ist discovery® smart besonders einfach zu plat- zieren. Das Bracket schmiegt sich optimal an den Zahn an, ohne zu verrutschen. Adresse DENTAURUM GmbH & Co. KG Turnstr. 31 75228 Ispringen Tel.: 07231 803-0 Fax: 07231 803-295 info@dentaurum.de www.dentaurum.de
Nr. 6 | Juni 2012 SERVICE | 29 Zunehmend „männliche Note“ Ausbildungsplatz Zahnarztpraxis für junge Männer immer spannender. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich in den letzten Jahren – darauf weist der Zahn ärztinnenverband Dentista Club in einer aktuellen Presse- meldung hin – in den Zahnarzt- praxen viel verändert: Die Aufga- ben für die Mitarbeiter im Praxis- team kommen heutzutage immer mehr klassischen männlichen Interessen entgegen. Der Ausbil- dungsberuf „Zahnmedizinischer Fachangestellter/ZFA“ ist daher für junge Männer erheblich inter- essanter geworden als je vermu- tet. Mittlerweile steigt der Anteil an männlichen „ZFAs“ bereits kontinuierlich – im Vergleich zum Zeitraum vor zehn Jahren hat sich der Männeranteil unter den fertig ausgebildeten ZFAs insge- samt (wenn auch auf derzeit noch niedrigem Niveau) fast vervier - facht. Das macht Sinn – für die Auszu- bildenden, aber auch für die Pra- xen: Erstere erleben strukturierte Abläufe und hochinnovative me- dizinische Hightech in Behand- lung und Verwaltung. Zudem bie- ten sich vielfältige Chancen, sich weiterzuentwickeln und in der Praxis Karriere zu machen. Ins- besondere größere Praxisstruk- turen ermöglichen sehr verschie- dene Leitungspositionen, darun- ter die Funktion als Praxisma - nager. Ein späteres Studium ist nicht ausgeschlossen. Immer öfter: Männliche Zahnmedizinische Fachangestellte unterstützen die Zahnarztpraxis beim Management und in der Prophylaxe. (Bild: proDente) Ausgesprochen vielfältige Chan- cen für Zahnmedizinische Fach - angestellte bietet auch die Ent- wicklung zu immer mehr Zahn- arztpraxen, die von Zahnärztinnen gegründet und geführt werden: Die jungen Männer im Praxis- team bringen atmosphärisch eine „männliche Note“ in das weitge- hend weiblich geführte System, dienen zudem Jungs in der kinder- zahnärztlichen Behandlung als motivierende Vorbilder und kön- nen männliche Patienten anders ansprechen als ihre weiblichen Teammitglieder. Für junge Männer auf der Suche nach einem ebenso reizvollen wie anspruchsvollen Ausbildungsbe- ruf sind die steigende Anzahl an Zahnärztinnen-Praxen und die neuen technischen Herausforde- rungen generell eine spannende Entwicklung, die sie bei der Wahl des Ausbildungsplatzes unbe- dingt mit berücksichtigen soll- ten. In den Publikumsmedien wies der Dentista Club darauf hin, dass zum Ausbildungsberuf ZFA jede Landeszahnärztekammer kom- petent Auskunft erteilen kann. Adresse Buena Vista Dentista Club e.V. Verband der Zahnärztinnen Christstraße 29 a 14059 Berlin Tel.: 030 30824682 Fax: 030 824683 info@dentista-club.de www.dentista-club.de Hochwertige Geräte für Medical University of Lodz Neue KaVo-Ausstattung für bedeutendste medizinische Hochschule in Polen. Die KaVo Dental GmbH, welt- weiter Dentalmarktführer, konn - te sich bei einer internationalen Ausschreibung der Medical Uni- versity of Lodz (MUL) erfolgreich gegen die Mitbewerber durch- setzen. In Folge dessen wird KaVo nun die neue vorklinische und klinische Fakultät der MUL mit hochwertigen Geräten ausstatten. In den nächsten Wochen wird KaVo in der MUL insgesamt 21 Dentale Simulationseinheiten (DSE) für die konservierende Zahnheilkunde, 24 DSE plus für die Prothetik – integriert in Mas- terspace-Arbeitsplätze – und 13 KaVo Primus 1058 S-Geräte ins - tallieren. Die modernen Behand- lungs- und Simulationseinheiten ermöglichen aufgrund der An- bindung an das KaVo EDUnet- System eine wechselseitige Kom- munikation zwischen Dozenten und Studenten. Bei der Planung der erwei terten Räumlichkeiten, die voraussicht- lich im Spätsommer 2012 er - öffnet werden, hat sich die „Me- dical University of Lodz“ übri- gens komplett auf die kompe- tente KaVo-Planungsabteilung verlassen. Gegründet wurde die „Medical University of Lodz“, die heute als bedeutends te medizinische Hochschule in Polen gilt, bereits 1950 durch die Abspaltung der Medizinischen, Zahnmedizini- schen und Pharmazeutischen Fakultäten der „University of Lodz“. 2002 erfolgte dann eine Verschmelzung mit der „Mili- tary Medical Academy of Lodz“. Die Hochschule beschäftigt heu - te etwa 1.300 Mitarbeiter im Be- reich Forschung und Lehre. Der- zeit studieren in den verschiede- nen Fakultäten über 8.000 pol- nische Studenten Medizin oder bilden sich in medizinnahen Be- rufen weiter. Die zahnmedizini- sche Fakultät in Lodz bietet da - rüber hinaus auch anerkannte Postgraduierten-Programme für praktische Zahnärzte an. Hoch- qualifizierte akademische Mit- arbeiter und die moderne Aus- stattung auch mit Lehrmitteln, garantieren eine Hochschulaus- bildung auf höchstem Niveau. Das Institut für Zahnheilkunde an der „Medical University of Lodz“, Initiator und Mitorgani- sator der jährlich stattfindenden CEDE – Central European Den- tal Exhibition, kooperiert er- folgreich mit zahlreichen Hoch- schulen und Forschungszentren sowohl im In- als auch Aus- land. Adresse KaVo Dental GmbH Bismarckring 39 88400 Biberach/Riß Tel.: 07351 56-0 Fax: 07351 56-1488 info@kavo.com www.kavo.de Einfach und nutzer- freundlich Sirona gestaltet Unternehmenswebsite neu und erweitert Kundendialog auf Social Media. Die Unternehmenswebsite von Sirona, Technologieführer in der Dentalindustrie, präsentiert sich in neuer Gestaltung mit erwei ter - ten Inhalten. Die intuitive Bedie- nerführung wurde in den Vorder- grund gestellt. Besucher der Web- site gelangen mit wenigen Klicks an die für sie relevanten Inhalte, z.B. mit einem Einstieg über die Startseite direkt zu den Produkt - inhalten. Alle Informationen über das Unternehmen und zu den Pro- dukten, Services und Angeboten sind schnell navigierbar. Neben dem Webauftritt hat Si- rona die Präsenz in den sozialen Medien erweitert. Sirona wird als Unternehmen auf den Social Me- dia-Plattformen Facebook, Twitter, Youtube und Google+ verstärkt aktiv sein. Dr. Jürgen Serafin, Vice President Corporate Marketing bei Sirona, erklärt: „Die sozialen Netzwerke machen das möglich, wovon wir in Marketing und Vertrieb bis vor einigen Jahren noch geträumt ha- ben: den direkten Dialog mit An- wendern, interessierten Zahnärz- ten, Zahntechnikern, Handelspart- nern und Patienten. Eine Website, Die Corporate Website www.sirona.com im neuen Look. die dem Nutzer einen echten Mehrwert bietet, war für uns die Voraussetzung für eine kontinu- ierliche und relevante Kommuni- kation in den sozialen Netzwer- ken. Über die eigene Website in- tensivieren wir diesen Dialog.“ Adresse Sirona Dental Systems GmbH Fabrikstraße 31 64625 Bensheim Tel.: 06251 16-0 Fax: 06251 16-2591 contact@sirona.de www.sirona.de Interdental Brush App Dynamik und Erfolg mit innovativem PZR-Konzept. Mit einer App zur Prophylaxe - behandlung der modernsten Art! Die Interdental Brush App von TePe Deutschland und der Praxis- Profilierung.de stärkt den Praxis - charakter, sorgt für zuverlässige Patientenversorgung und erleich- tert den Arbeitsalltag von Zahn- arztpraxen weltweit. In Zusammenarbeit mit TePe Deutschland hat die PraxisPro - filierung.de eine App für den Interdentalbürstenhersteller aus Schweden entwickelt. In prakti- scher Handhabung wird dem Pa- tienten nach einer Prophylaxe - behandlung auf dem iPad eine individuelle Bürstenempfehlung mit den von TePe bereitgestellten Bürs ten in verschiedenen Bürs - tenstärken zusammengestellt. Dank der innovativen Umsetzung erhält der Patient die Bürstenemp- fehlung in moderner Kommuni- kationsform per Mail, sodass die - se jederzeit abrufbar ist. Zusätz- lich geht die Mail an das praxisei- gene Postfach zur Aktualisierung der Patientenakten. Neben per- sönlich eingefügten Kontaktda- ten können Name und Logo der Zahnarztpraxis individuell ein- gesetzt und im Hausstil gestaltet werden. Die Kombination aus pro- fessioneller Zahnreinigung, indi- vidueller Patientenbetreuung und speziell gewählten Behandlungs- elementen spiegelt den Zeitgeist moderner Zahnarztpraxen wider. Nachhaltig arbeiten und gleich- zeitig patientenfokussiert behan- deln, verlangt einen starken Pra- xischarakter und ein motiviertes Team. Mit der modernen Anwen- dung der Interdental Brush App hebt eine kohärente, resultatge- richtete Praxis ihre Prophylaxe- behandlung auf ein höheres Level. In Kombination mit den TePe Mundhygieneprodukten und einen durch die PraxisProfilierung.de praxisintern entwickelten Prophy- laxekonzept unterstützt und er- leichtert die App den Praxisall- tag. Zusätzlich gibt das innovative Prophylaxekonzept Mitarbeiter- innen die Möglichkeit, selbststän- dig zu arbeiten und den Zahnarzt zu entlasten und bietet somit ei- nen Mehrwert für Zahnarzt,Team und Patienten! Die Interdental Brush App ist in deutscher und englischer Spra- che im iTunes Store erhältlich und somit nicht mehr ausschließ- lich dem deutschen Markt vor - behalten, sondern international anwendbar. Adresse TePe Mundhygieneprodukte Vertriebs-GmbH Flughafenstraße 52 22335 Hamburg Tel.: 040 570123-0 Fax: 040 570123-190 kontakt@tepe.com www.tepe.com
30 | www.kn-aktuell.de SERVICE Nr. 6 | Juni 2012 Lob und Anerkennung für Straumann Beim Wettbewerb „Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister“ glänzte das Unternehmen in dreifacher Hinsicht. Drei für zwei Mit Sirona-Paket ganz einfach auf LEDs umrüsten. Im Rahmen der feierli chen Preisverleihung im Kölner RheinEnergieStadion konnte die Straumann GmbH gleich drei Preise mit nach Freiburg neh- men. In diesem Jahr ka - tapultierte sich das Den- talunternehmen unter die Top 5 der Teilnehmer, er- zielte den vierten Platz im Gesamtklassement und erntete darüber hi - naus je einen Sonder- preis im Bereich Medizin- Dienstleister und Kon fi gu - ration. Der Wettbewerb, der von der Universität Sankt Gallen, der Rating - agentur Service-Rating sowie dem Handelsblatt durch geführt wird, fand in diesem Jahr zum siebten Mal statt. Ausgezeichnet werden die Unternehmen, die in einer umfassenden Kunden- und Managementbefragung auf Ba- sis des sogenannten 7-K-Modells aus der CustomerValue Forschung ihre Kunden überzeugen. In diesem Modell beleuchten For- scher sieben verschiedene Dimen- sionen der Kundenorientierung. Das sind: Kundenorientierung des Managements, Konfigura- tion (das Dienstleistungsangebot ist auf die Bedürfnisse der Kun- den bestens zugeschnitten), Kom- eine erste Rangliste. Da- nach besuchten sie die besten Unternehmen und legten die endgültige Rei- henfolge fest. Nach Mei- nung derVeranstalter zei- gen die Ergebnis se, dass Deutschland nicht mehr die Servicewüste sei, für die man sie manchmal noch halten würde. „Die Platzierung beweist, dass wir in den letzten Jahren unsere Servicequalität und Kundenori entie rung stetig optimiert haben“, erklärt Wolfgang Becker, Geschäftsführer der Straumann GmbH. Und: „Kundenorientierung wird durch die Begeisterung von Mitarbei- tern erreicht. Nur wer Feuer und Flam me ist, kann auch andere ent zünden“, ergänzt Prof. Dr. Heike Bruch. Adresse Straumann GmbH Jechtinger Straße 9 79111 Freiburg im Breisgau Tel.: 0761 45010 Fax: 0761 4501149 info.de@straumann.com www.straumann.de www.bestedienstleister.de V.l.n.r.: Dr. Oliver Gaedeke (Geschäftsführer Service Rating), Jeanette Kopp (Leiterin Technischer Support Straumann Deutschland), Karin Schwitteck (Leiterin Adminis- tration und Logistik, Straumann Deutschland), Manuela Gallus (Leiterin Marketing Communication, Straumann Deutschland) und Thorsten Peter (Geschäftsführer Service Rating) bei der Preisverleihung im RheinEnergieStadion in Köln. munikation, Kommerzialisierung, Kompetenz der Mitarbeiter so- wie Kooperation und Kontrolle. Unter der Schirmherrschaft von Heike Bruch, Professorin an der Universität St. Gallen, informier- ten in den letzten Monaten die 102 teilnehmenden Unternehmen die Jury über die Qualität und Stärken ihrer Kundenorientie- rung. Um ein möglichst objektives Fremdbild zu erhalten, befragten im Anschluss die Marktforscher nach dem Zufallsprinzip rund 100 Kunden des jeweiligen Unter neh - mens zu ihrer Einschätzung und erstellten aufgrund dieser Daten Neue DVDs zu Spezialthemen ZWP Library um aktuelle Titel erweitert. Augmentationsverfahren und chi rurgische Konzepte, aber auch die rot-weiße Ästhetik. Für die neue DVD-Reihe konn- ten mit Prof. Dr. K.-U. Benner (Germering), Prof. Dr. H. Behr- bohm (Berlin), Prof. Dr. M. Wain- wright (Kaiserswerth), Priv.-Doz. Dr. Dr. St. G. Köhler (Berlin), Dr. J. Voss (Leipzig) und Dr. J. Wahl- mann (Edewecht) ausnahmslos ausgewiesene Experten gewon- nen werden. Die einzigartigen DVDs sind auf zwei Wegen er- hältlich: Teilnehmer der jeweili- gen Theorie- und Demonstra- tionskurse bekommen die Lehr- DVD im Rahmen des Seminars. Jede DVD kann aber auch ein- zeln auf zwp-online.info bestellt werden. Die DVD „Veneers von A–Z“ und die erweiterte Neuauf- lage von „Unterspritzungstech- niken“ sind ab sofort erhältlich, vier weitere DVDs erscheinen in den kommenden Wochen. Ausschnitt aus DVD „Unterspritzungstechniken“ Ausschnitt aus DVD „Veneers von A–Z“ QR-Code einfach mit dem Smartphone scannen (z.B. mithilfe des Readers Quick Scan) Unter dem Titel „ZWP Library“ firmieren künftig die Online-Pro- dukte der OEMUS MEDIA AG wie eBooks und DVDs. In diesem Zusammenhang sind ab sofort zwei neue DVDs zu den Themen „Veneers“ und „Unterspritzungs- techniken“ erhältlich. Neben den bereits vorhandenen eBooks zu den Themenkomplexen Implantologie, Laserzahn medi - zin, Endodontie, Ästhetik, Psy - chologie, Praxismanagement und Mar keting wird die ZWP Library jetzt um thematisch ähnlich gela- gerteVideos erweitert. Den Anfang macht eine sechsteilige DVD-Rei - he zu den Themenschwerpunkten Implantologie und Zahn ästhetik. Im Fokus stehen insbesondere Adresse OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-0 Fax: 0341 48474-290 grasse@oemus-media.de www.oemus-shop.de Wer ab sofort das Ange- bot „Buy 2, get 3“ von Sirona wahrnimmt, erhält im Paket drei neue Sirona LEDs zum Preis von zwei - en. Zahnärzte können im Handumdrehen die Halogenlampen in ihren Instrumenten durch die tech- nisch überlegenen und wirt- schaftlicheren LED-Lampen aus- tauschen. Sirona-LEDs für Instrumente bie- ten im Vergleich zu Halogenlam- pen viele Vorteile: Das Licht ist wesentlich heller, jedoch so kon- zipiert, dass es die Augen nicht strapaziert. Die realitätsgetreue Farbwiedergabe und die homoge - ne Ausleuchtung des Mundraums ermöglichen eine sehr gute Er- kennung von Zahnsubstanz, Fül- lungsmaterial und Weichgewebe bei der Behandlung. Auch im Vergleich zu anderen im Markt erhältlichen LED-Lampen schneiden Sirona-LEDs gut ab. So verfälscht beispielsweise ihr natürliches Licht die Farbe des Zahnfleischs nicht, wie es bei an- deren LEDs der Fall sein kann. Zahnärzte, die sich jetzt für den Kauf von Sirona-LEDs entschei- den, profitieren nun zusätzlich von einem Angebot, das bares Geld spart. Jeder Anwender, der das Paket bestellt, erhält eine drit - te LED gratis dazu. „Mit dem An- gebot ‚Buy 2, get 3‘ ermögli chen wir unseren Kunden den Ein stieg in die LED-Technologie“, sagt Hans-Jürgen Klose, Produktma- Sirona LED-Paket „Buy 2, get 3“: Das Vorteilspaket ermöglicht Kunden jetzt den vorteilhaften Umstieg auf die LED-Technologie. nager bei Sirona. „Aufgrund der ver- gleichsweise hohen Lebensdauer rechnet sich die Anschaffung von LEDs auch wirtschaftlich.“ Der Grund: LEDs verfügen über eine sehr hohe Lebenserwartung, die die von Halogenlampen um ein Vielfaches übertrifft. Die LED-Lampen lassen sich unkompliziert und schnell in die Sirona-Instrumente einbauen. Es müssen also keine neuen Ins - trumente gekauft werden, da die LEDs vollständig kompatibel mit den Schnittstellen der Halogen- lampen sind. Das bedeutet für Anwender: Einfach einbauen und sofort von allen Vorteilen moder- ner LED-Technologie profitieren. Sirona-LEDs können übrigens auch problemlos sterilisiert wer- den. Das LED-Vorteilspaket kann über den dentalen Fachhandel un - ter der Bestell-Nummer 63 88 586 bezogen werden. Adresse Sirona Dental Systems GmbH Fabrikstraße 31 64625 Bensheim Tel.: 06251 16-0 Fax: 06251 16-2591 contact@sirona.de www.sirona.de Zahnaufhellung live erleben Jetzt für Philips ZOOM anmelden. sende Aufklärung über Inhalts- stoffe, Wirkungsweise und die korrekte Anwendung. Mit diesem Wissen ausgestattet ist das Pra- xisteam in der Lage, Patienten kompetent zu beraten und Emp- fehlungen auszusprechen. Zahnaufhellung mit Philips ZOOM ist der sichere und wir- kungsvolle Weg zu einer neuen ge- winnbringenden Praxisleistung. Weitere Informationen zu Ph i lips ZOOM erhalten Sie bei Ihren Philips Oral Healthcare Ansprech- partnern unter 040 2899-1509 oder im Internet unter: www. philipsoralhealthcare.com * Die Gratis-Schulung kann von jeder Praxis nur einmal in An- spruch genommen werden. Adresse Philips GmbH Lübeckertordamm 5 20099 Hamburg Tel.: 040 2899-1509 Fax: 040 2899-71509 zoom.deutschland@philips.com www.philipsoralhealthcare.com Philips ZOOM ist die Zahnaufhel- lungssparte des Unternehmens Philips. Bundesweit können sich Praxen für eine kostenlose Zahn- aufhellungsschulung telefonisch anmelden.* Beim Termin vor Ort wird der gesamte Ablauf einer Behandlung mit Philips ZOOM, dem weltweit marktführenden System für lichtaktivierte In-Of- fice-Zahnaufhellung, vorgestellt und die einzigartige Wirkweise der Philips Produkte aufgezeigt. Die Kombination aus ZOOM Auf- hellungsgel und ZOOM White - Speed LED-Lampe erzielt signi- fikante Ergebnisse. Schon durch eine 45-minütige Behandlung in der Praxis können die Zähne mit Philips ZOOM um bis zu acht Hel- ligkeitsstufen aufgehellt werden. Praxisteams haben die Chance, diesen Effekt selbst kennenzu- lernen. Ein Schwerpunkt der Veranstal- tung ist die intensive und umfas-
Nr. 6 | Juni 2012 SERVICE www.kn-aktuell.de | 31 20 Jahre ic med GmbH Mittelständiges Systemhaus aus Halle (Saale) überzeugt auf internationalem Niveau. Dr. Joachim von Cieminski begrüßt Gäste und Referenten zu den Innovationstagen. Marcus Deare, Leiter Medizintechnik bei der ic med GmbH, berät zum dreidimensionalen Röntgen. Galadiner im historischen Jugendstil-Saal der Bergschenke. Die ic med GmbH, der Spezia- list für Praxis-EDV und digitale Medizintechnik, feierte kürzlich im Rahmen der ic med Innova- tionstage ihr 20-jähriges Beste- hen. Am 19. März 1992 von Dr. Joachim von Cieminski gegrün- det, betreut die ic med mit ihren über 60 Mitarbeitern heute rund 4.000 Arzt- und Zahnarztpraxen, Krankenhäuser, Ambulanzen, Medizinische Versorgungszen- tren, Kliniken und Pflegeeinrich- tungen. Ein innovatives Produktsorti- ment, überzeugende Produkt- qualität, exzellentes technisches Know-how, ein hauseigenes Hot- line-Zentrum und ein umfassen- des Angebot im Service-, Betreu- ungs- und Schulungsbereich ha- ben die Erfolgsgeschichte der ic med geprägt. Von der harmonischen Integra- tion der Praxis-EDV über digi- tale Medizintechnik bis hin zu überregionalen Filiallösungen bietet sie komplette und maßge- schneiderte Lösungen und den passenden Service vor Ort. Und dies seit nunmehr 20 Jahren. „,Wir lassen Sie nicht im Regen stehen‘ – dieser ic med-Slogan schmückt nicht nur die belieb- ten ic med-Regenschirme, er be- stimmt auch das Handeln unseres Hauses. Unsere größte Stärke ist ganz zweifellos das exzellente Wissen und das gro ße Engage- ment unserer Mitarbeiter. Und das ist es, was unsere Kunden am meisten schätzen: unsere Mitar- beiter“, so ic med-Geschäftsfüh- rer Dr. von Cieminski. Die wesentliche Geschäftsphi - losophie der ic med lautet: Pra- xis-EDV und digitale Medizin- technik gehören ganz klar in die Hände von IT-Experten. So bün- delt die ic med die dafür erforder- liche Kompetenz und delegiert sie nicht an verschiedene Her- steller. Dieses Erfolgsrezept wis- sen vor allem die Kunden der ic med zu schätzen, aber auch nam- hafte Partner wie die Compu- Group Me dical AG, DEXIS®, Carestream oder Morita sehen einen großen Wettbewerbsvor- teil in diesem Konzept. So hat sich die ic med inzwischen auch international einen guten Ruf erworben. Heute findet man ic med-Kunden von den Nieder- landen bis nach Russland. Dies alles wurde nun zum An- lass genommen, Ärzte und Zahn- ärzte, Geschäftspartner und die ic med-Belegschaft zu einer be- sonderen Jubiläumsfeier nach Halle (Saale) in die Bergschen ke Kröllwitz einzuladen. Rund 200 Gäste füllten den historischen Jugendstil-Saal und genossen mit anspruchsvoller Gastrono- mie und modernster Veranstal- tungstechnik eine einmalige At - mosphäre. An zwei Eventtagen referierten ne ben den Praxisberatern des Hal - lenser Systemhauses auch An- wender und renommierte Part- ner wie die CompuGroup Medical Dentalsysteme, die Content Ma - nagement AG, die SICAT GmbH & Co. KG oder up to dent. Die Fach- vorträge und eine be glei ten de Ausstellung boten ei ne Mi schung aus Information und Inspira- tion. Themenspezifische Stän de – u.a. über patientenorien tier- tes Praxismarketing am Beispiel von eServices, Online-Ter min - verga be, Online-Befundbereit- stellung und Praxis-Homepage sowie zur digitalen Volumento- mografie und dem intraoralen DEXIS®-Sensor – luden zum Ver- weilen ein und gaben Gelegen- heit zu vielen Gesprächen und fruchtbarem Informationsaus- tausch. Dr. Ralf Wuttge beleuchtete am Beispiel des digitalen Volu- mentomografen aus dem Hau - se Carestream die neuen Mög - lichkeiten in der radiologischen Kopfdiagnostik. Aus Anwender- sicht betonte er insbesondere die bemerkenswerte Qualität der dreidimensionalen Röntgenbil- der und ihre exzellente Auflö- sung. Sie schaffen Sicherheit in der Diagnostik und Therapie- planung. Die frei wählbaren Volumengrößen von 5 x 5 cm bis 17 x 13,5 cm bieten dabei viel - seitige Einsatzmöglichkeiten bei deutlich reduzierter Strahlenex- Adresse ic med GmbH Walther-Rathenau-Str. 4 06116 Halle (Saale) Tel.: 0345 298419-0 Fax: 0345 298419-60 info@ic-med.de www.ic-med.de position im Vergleich zur Com- putertomografie. Neben aktuellen Entwicklungen und Branchentrends konnten die Teilnehmer eine Sonderausstel- lung historischer Exponate be- sichtigen. Neben einem der ers ten Personalcomputer gab es auch Raritäten aus dem Bereich der Me- dizintechnik zu bestaunen. Auch die Wissenstombola sorgte für bes - te Unterhaltung zwischendurch. Abgerundet wurde die Fachta- gung durch eine abwechslungs- reiche Abendveranstaltung. Nach einer Schiffsrundfahrt auf der Saale mit anschließendem Gala- diner hatten die Gäste Gelegen- heit, den ereignisreichen Tag zu- sammen ausklingen zu lassen. Synchron zur Feuerwerksmusik von Händel wurde als Höhepunkt des Abends am Ufer der Saale ein Feuerwerk gezündet, das von der Bergschenke aus auf besonders eindrucksvolle Weise mitverfolgt werden konnte. ANZEIGE
21st Century Orthodontic Congress The Art of Orthodontics LISBON October 5–6, 2012 Lisboa sheraton hotel and spa Featuring high-level clinical sessions led by distinguished international speakers: Dr. Paulo Retto (Portugal) Professor Alberto Teramoto (Mexico) Dr. Sandy van Teeseling (The Netherlands) Dr. Johanna Maertens (The Netherlands) Dr. Richard Cousley (UK) Dr. Luis Nunez (Uruguay) Dr. Christian Demange (France) Professor Dr. Ingrid Rudzki (Germany) Professor Tore Hansson (Sweden) Dr. Carlos Nurko (USA) Dr. Laurence Jordan (France) Dr. Guido Sampermans (Belgium) Dr. Marc-Henri Nivet (France) Dr. Patrick Fellus (France) *Session topics include: Past, Present and Future Applications of Superelastic NiTi Wires, Gerodontics, Interactive Self-Ligation, Interdisciplinary Management of Complex Cases * sample sessions Don’t miss: October 4th Introduction to eclips(cid:2) LINGUAL one-day workshop (space is limited) REGISTRAtion: www.gac21st.com