Source: http://www.oliver-margraf.de/ueberuns/gebuehren.html
Timestamp: 2018-01-21 12:35:38
Document Index: 23810932

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 34', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 34', '§ 34', '§ 4', '§ 6', '§ 34', '§ 16', '§ 15', '§ 5', '§ 34', '§ 34', '§ 7']

Wohnanlagen, Büro und Gewerbe
Honorar des Sachverständigen nach § 34 HOAI
Das Honorar für die Ermittlung des Wertes von Grundstücken, Gebäuden und anderen Bauwerken oder Rechten richtet sich nach § 34 HOAI. In dieser Vorschrift sind die Mindest- und Höchstsätze der Honorare in zwei Stufenqualitäten in einer Honorartafel festgesetzt. Die Tafel gliedert die Honorare in eine Normal- und in eine Schwierigkeitsstufe.
Grundlage für die Berechnung des Honorars ist der ermittelte Wert zu einem Stichtag. Bei Werten unter 25.565 Euro kann das Honorar als Pauschal- oder als Zeithonorar berechnet, bei Werten über 25.564.594 Euro frei vereinbart werden. Honorare für die Werte, die in der Honorartafel nicht ausgewiesen sind, sind durch lineare Interpolation zu ermitteln.
Wird bei Auftragserteilung nicht die Schriftform gewählt, so gelten nach § 4 HOAI jeweils die Mindestsätze der Normalstufe als vereinbart. Die HOAI setzt nach § 4 eine schriftliche Vereinbarung in folgenden Fällen voraus:
für eine Honorarvereinbarung zwischen Mindest- und Höchstsätzen, § 4 Abs. 4,
für eine Unterschreitung der Mindestsätze, § 4 Abs. 2 HOAI,
für eine Überschreitung der Höchstsätze, § 4 Abs. 3 HOAI.
Je nach Anzahl und Gewicht von Schwierigkeiten - Beispiele sind in § 34 Abs. 5 HOAI genannt - können diese der Schwierigkeitsstufe der Honorartafel zugeordnet werden.
Die HOAI gliedert in § 34 Abs. 5 Schwierigkeiten bei Wertermittlungen in drei Kategorien:
Abs. 5 Nr. 1 HOAI, z.B.: Rechte wie Erbbau, Nießbrauch, Bodenordnungsverfahren, steuerliche Bewertung, unterschiedliche Nutzungsarten,
Abs. 5 Nr. 2 HOAI, z.B.: Beschaffung und Ergänzung von Unterlagen, Ergänzung vorhandener Grundriss- und Schnittzeichnungen, Bauaufnahmen, Feststellung von Roheinnahmen und Bewirtschaftungskosten,
Abs. 5 Nr. 3 HOAI bei Wertermittlungen für mehrere Stichtage und bei Wertermittlungen, die eine Auseinandersetzung mit Grundsatzfragen der Wertermittlung und eine entsprechende schriftliche Begründung erfordern.
Weitere Abrechnungsformen:
Pauschal- und Zeithonorar. An das Pauschalhonorar stellt § 4 Abs. 1 HOAI Anforderungen wie die Schriftform bei Auftragserteilung sowie die Einhaltung des Rahmens der Mindest- und Höchstsätze der HOAI. Das Zeithonorar nach § 6 HOAI ist nur zulässig, wenn die HOAI dies ermöglicht oder wenn die HOAI für die Abrechnung nicht einschlägig ist, wie:
bei Honoraren für Werte unter 25.565 €, § 34 Abs. 3 i.V.m. § 16 Abs. 2,
bei besonderen Leistungen, die zu Grundleistungen hinzutreten §§ 15, 16, 17 i.V.m. § 5 Abs. 4,
nach herrschender Meinung bei besonderen Leistungen, die nicht im sachlichen Zusammenhang mit Grundleistungen der HOAI stehen, und bei ungewöhnlichen Aufwendungen, die nicht durch die Schwierigkeitsstufe nach § 34 abzudecken sind.
Die Honorare mindern sich gemäß § 34 Abs. 6 und 7 HOAI um 30% bei überschlägigen Wertermittlungen nach Vorlagen von Banken und Versicherungen; um 20% bei Verkehrswertermittlungen nur unter Heranziehung des Sach- oder Ertragswertes, bei der Umrechnung von bereits festgestellten Wertermittlungen auf einen anderen Zeitpunkt und bei Ergänzungen einer Wertermittlung z.B. um Feststellungen.
Nebenkosten können nach § 7 HOAI pauschal, wenn schriftlich vereinbart, oder nach Einzelnachweis abgerechnet werden.
Link: www.HOAI.de