Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=22.01.1987&Aktenzeichen=III%20ZR%201/86
Timestamp: 2013-05-18 17:17:39
Document Index: 262732959

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 22.01.1987 - III ZR 1/86
Rechtsprechung BGH, 22.01.1987 - III ZR 1/86 Bierlieferungen an Bordell� 134 BGB (hier i.V.m. � 184a StGB aF (= �� 184a, 184b StGB nF), � 120 Abs. 1 OWiG), � 138 BGB, nicht jede objektive F�rderung einer strafbaren Handlung ist gesetzeswidrig, hier: erlaubtes Hilfsgesch�ft
Wirksamkeit von Liefervertr�gen an ein Bordell
NJW-RR 1987, 999
MDR 1987, 1005
WM 1987, 1106
Wird zitiert von ... (7) BSG, 10.08.2000 - B 12 KR 21/98 R Honorarkr�fte f�r Telefonsex stehen in abh�ngiger Besch�ftigungSchlie�lich wird die Sittenwidrigkeit der Vorf�hrung pornographischer Filme (BVerwGE 71, 34, 38 zur Versagung einer Gastst�ttenerlaubnis) oder des Vertriebs pornographischer Schriften ebenso verneint wie die Sittenwidrigkeit von Vertr�gen �ber Zulieferungs- und Hilfsleistungen f�r Betriebe mit sittenwidrigen Veranstaltungen (BGHZ 63, 365, 367 zur Wirksamkeit von Pachtvertr�gen �ber Bordelle unter Aufgabe fr�herer Rspr; BGH NJW-RR 1987, 999 zur Wirksamkeit eines Bierlieferungsvertrages mit einem Bordell).
BGH, 09.06.1998 - XI ZR 192/97 F�rderung von Telefonsex durch den Vertrieb von TelefonkartenEntgegen der Ansicht der Revision kann der umstrittene Vertrag auch nicht mit einem (rechtlich wirksamen) Bierlieferungsvertrag an ein Bordell (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 22. Januar 1987 - III ZR 1/86 = WM 1987, 1106, 1107) gleichgesetzt werden, weil es sich bei jenem nur um ein blo�es Hilfsgesch�ft handelt, welches selbst wertneutral ist, w�hrend die Vereinbarung vom 15. Oktober 1992 unmittelbar von dem beschriebenen Unwerturteil erfa�t wird (vgl. f�r einen Anzeigenvertrag BGHZ 118, 182, 187 ff.).
OLG Saarbr�cken, 19.12.2000 - 7 U 160/00 Sittenwidrigkeit der Bereitstellung von 0190-Nummern f�r TelefonsexanbieterAnerkannt ist, dass sich die Sittenwidrigkeit eines Rechts- oder Lebensverh�ltnisses nicht unbeschr�nkt auf alle damit in engerem oder weiterem Zusammenhang stehenden Rechtsbeziehungen erstreckt (vgl. BGH NJW-RR 1988, 1379; NJW-RR 1987, 999).In den zuletzt genannten F�llen aber ist anerkannt, dass sie der Regelung des � 138 Abs. 1 BGB nicht unterfallen (vgl. dazu BGHZ 63, 365; NJW-RR 1987, 999; NJW-RR 1990, 750), es sei denn, es liegen - wof�r hier nichts spricht - besondere verwerfliche Umst�nde vor.
OLG Stuttgart, 21.04.1999 - 9 U 252/98 Sittenwirdrigkeit eines Telefonsexvertrags, 0190-NummerDer Bundesgerichtshof hat untergeordnete Hilfsgesch�fte zum Beispiel angenommen bei einem Bierlieferungsvertrag f�r ein Bordell (BGH NJW-RR 1987, 999), beim Mietvertrag mit einer Prostituierten, soweit das Gew�hren von Wohnung nach � 180 Abs. 3 StGB nicht strafbar war (BGH NJW 1970, 1179) und bei einer BGB-Gesellschaft �ber den Betrieb eines Bordells (BGH NJW-RR 1988, 1379).
BGH, 15.03.1990 - III ZR 248/88 Sittenwidrigkeit eines Darlehensgesch�fts zur Finanzierung eines BordellbetriebesEs handelte sich auch nicht etwa um ein blo�es untergeordnetes Hilfsgesch�ft, das nur einen entfernten Zusammenhang mit dem verbotenen Unrecht aufwies (wie es der Senat etwa bei der Lieferung von Getr�nken f�r einen Bordellbetrieb entschieden hat, vgl. Senatsurteil vom 22. Januar 1987 - III ZR 1/86 = BGHR BGB � 138 Abs. 1 Bordell 1); vielmehr hing hier die gesamte Existenz des Betriebes von der Bereitstellung der finanziellen Mittel durch die Beklagte ab und profitierte die Beklagte unmittelbar von den durch die verbotene T�tigkeit zu erzielenden Einnahmen, indem daraus die R�ckzahlung der Darlehnsraten aufgebracht werden sollte und au�erdem vorrangig die bei der Beklagten bestehenden Altschulden des W. abgel�st wurden.
OLG Stuttgart, 09.05.2001 - 9 U 18/01 Telefonsexvertr�ge unter 0190-Servicenummern - Sittenwidrigkeit - Telefonvertrag …(BGH WM 1987, 1106 = MDR 1987, 1005).
AG Homburg, 21.11.2000 - 16 C 180/00 Telefonsex; Sittenwidrigkeit; TelekommunikationsvertragVielmehr mu� die F�rderung ihrer Art nach in einem solch engen Zusammenhang mit der sittenwidrigen T�tigkeit stehen, da� sie von deren Sittenwidrigkeit umfa�t wird (BGH NJW-RR 1988, 1379; NJW-RR 1987, 999).