Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4%20StR%20165/58
Timestamp: 2017-11-20 19:17:50
Document Index: 111835620

Matched Legal Cases: ['§ 142', '§ 142', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

8 Bis zur Neufassung des § 142 StGB aufgrund des 13. Strafrechtsänderungsgesetzes vom 13. Juni 1975 (BGBl. I 1975 S. 1349) war zudem anerkannt, dass in Fällen wie hier, in denen der Täter erkannte, dass bei dem Unfall ein Mensch schwer oder gar tödlich verletzt worden war, regelmäßig ein besonders schwerer Fall im Sinne des § 142 Abs. 3 StGB a.F. vorlag (vgl. BGHSt 12, 253, 256; 18, 9, 12;… BGH VRS 17, 185; 22, 271, 273;… 22, 276, 278;… 27, 105;… 28, 359, 361;… 33, 108).
Damit sind für die Bedeutsamkeit des Schadens die Reparaturkosten maßgeblich, die sich im Unfallzeitpunkt unter Berücksichtigung der Verkehrsanschauung und gewöhnlicher Umstände objektiv als Folge der Beschädigung abzeichneten (vgl. OLG Hamm…, Urteil vom 9.9.1981, a.a.O.; BGH, Urteil vom 17.9.1958 - 4 StR 165/58 -, BGHSt 12, 253, 258; BayObLG…, Urteil vom 30.12.1959 - 1 St 656/59 -, VRS 18, 196, 197; OLG Düsseldorf…, Urteil vom 27.10.1965 - 2 Ss 458/65 -, VRS 30, 446).
Dann handelt es sich mindestens für diesen anderen um ein ungewolltes, ihn plötzlich von außen her treffendes Ereignis (BGHSt 12, 253 ff, 256;… BGH VRS 11, 425;… 21, 113, 117;… 28, 359;… 36, 23, 24).
Das ist in der Regel dann der Fall, wenn bei einem Verkehrsunfall ein Mensch getötet oder schwer verletzt worden ist, wobei es ausreicht, daß der Täter mit der naheliegenden Möglichkeit dieser Folgen gerechnet hat (BGHSt 12, 253, 256 [BGH 17.11.1958 - 4 StR 165/58];… BGH VRS 22, 276, 278;… 23, 286, 288).
Das Gesetz will der den Beteiligten drohenden Gefahr eines Beweisverlustes entgegenwirken und verpflichtet sie, die Feststellung ihres (äußeren) Beitrags zum Unfallhergang zu dulden und dadurch zur Verwirklichung der den Beteiligten etwa erwachsenen Rechtsansprüche beizutragen (BGHSt 9, 267, 268 f.; 12, 253, 258; 14, 89, 94; 16, 139, 142).
Ist bei dem der Verkehrsunfallflucht vorangegangenen Verkehrsunfall ein Mensch schwer oder gar lebensgefährlich verletzt worden und hat der am Unfall beteiligte Fahrer dies erkannt oder doch mit einer solchen Möglichkeit gerechnet, sich aber trotzdem zur Flucht entschlossen, so liegt einer der Fälle vor, die häufig, ja regelmäßig, als besonders schwer zu bewerten sind (…vgl. zuletzt BGHSt 12, 254, 256) [BGH 17.11.1958 - 4 StR 165/58].
Es konnte darüber hinaus bei der Beurteilung der Strafwürdigkeit der Unfallflucht auch solche Umstände in Betracht ziehen, die sich nicht unmittelbar aus dem Verhalten bei dieser Flucht ergeben, aber einen Schluß auf das allgemeine Verantwortungsbewußtsein des Angeklagten im Verkehr und dessen Persönlichkeit ermöglichen und deshalb auch für das Strafbedürfnis hinsichtlich der Unfallflucht bedeutsam sind (vgl. BGHSt 12, 253, 256) [BGH 17.11.1958 - 4 StR 165/58].