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Timestamp: 2016-10-22 07:09:11
Document Index: 61343033

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 93', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 26', 'Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 8', 'Art. 10', 'Art. 8', 'Art. 20', 'Art. 25', 'Art. 47', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 16', 'Art. 13', 'Art. 17', 'Art. 14', 'Art. 20', 'Art. 15', 'Art. 20', 'Art. 18', 'Art. 8', 'Art. 18', 'Art. 17', 'Art. 22', 'Art. 25', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 16', 'Art. 14', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 8', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 18', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 18', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 20', 'Art. 20', 'Art. 74', 'Art. 20', 'Art. 18', 'Art. 7', 'Art. 14', 'Art. 62', 'Art. 33', 'Art. 13', 'Art. 8', 'Art. 17', 'Art. 14', 'Art. 10', 'Art. 18', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 13', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 25', 'Art. 9', 'Art. 36', 'BGE', 'Art. 40', 'Art. 11', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 66']

1C_506/2014 (14.10.2015)
1C_506/2014 � � Urteil vom 14. Oktober 2015
Stadt Z�rich, Tiefbau- und Entsorgungsdepartement, Amtshaus V, Werdm�hleplatz 3, Postfach, 8021 Z�rich,
Bundesamt f�r Strassen, 3003 Bern.
Aufhebung der Plangenehmigungsverf�gung vom 26. M�rz 2013 (Ausf�hrungsprojekt zu Nationalstrassen, N01/36 Anschluss Schlieren - Europabr�cke / Umgestaltung und L�rmschutz Gr�nau),
Mit Schreiben vom 24. September 2010 ersuchte das Bundesamt f�r Strassen (ASTRA) beim Eidgen�ssischen Departement f�r Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) um Erteilung der Plangenehmigung f�r das Ausf�hrungsprojekt "N01/36 Anschluss Schlieren - Europabr�cke / Umgestaltung und L�rmschutz Gr�nau" (nachfolgend Ausf�hrungsprojekt). Dieses umfasst den rund 1.5 km langen Abschnitt der Nationalstrasse N1 von der Unterf�hrung B�ndlistrasse beim Anschluss Z�rich Schlieren bis zur Europabr�cke.
Gegen das Ausf�hrungsprojekt erhob unter anderem die Stadt Z�rich Einsprache. Sie kritisierte insbesondere die l�rmrechtliche Beurteilung des Ausf�hrungsprojekts als reine L�rmsanierung und die Abgrenzung des Projektperimeters.
Am 26. M�rz 2013 erteilte das UVEK dem ASTRA die nachgesuchte Plangenehmigung unter Auflagen. Die Einsprachen der Stadt Z�rich hiess es teilweise gut (hinsichtlich der Beanspruchung verschiedener st�dtischer Grundst�cke); im �brigen wurden sie abgewiesen.
Die dagegen erhobene Beschwerde der Stadt Z�rich hiess das Bundesverwaltungsgericht am 17. September 2014 gut, soweit es darauf eintrat. Es hob die angefochtene Plangenehmigung teilweise auf und wies die Angelegenheit an das UVEK zur�ck, um im Rahmen der Detailprojektierung den Sachverhalt zu erg�nzen und �ber weitergehende Emissionsbegrenzungen im Bereich der wesentlich ge�nderten Nationalstrasse sowie �ber allenfalls zu gew�hrende Erleichterungen zu entscheiden; zudem sei der Gutsbetrieb Juchhof in die l�rmrechtliche Beurteilung mit einzubeziehen.
Gegen den bundesverwaltungsgerichtlichen Entscheid hat das UVEK am 20. Oktober 2014 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht erhoben. Es beantragt, Disp.-Ziff. 1 und 2 des angefochtenen Entscheids seien aufzuheben, soweit darin die Plangenehmigungsverf�gung vom 26. M�rz 2013 aufgehoben und die Sache zu neuem Entscheid zur�ckgewiesen werden. Aufzuheben sei auch der vorinstanzliche Kostenentscheid (Disp.-Ziff. 4 und 5); die Verfahrenskosten seien neu zu verlegen oder die Sache hierf�r an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Stadt Z�rich beantragt Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Strassen (ASTRA) schliesst auf Gutheissung der Beschwerde. Das Bundesverwaltungsgericht hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Angefochten ist ein Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts, der grunds�tzlich mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten angefochten werden kann (Art. 82 lit. a und Art. 86 Abs. 1 lit. a BGG).
1.1.�Fraglich ist, ob es sich dabei um einen End- oder einen Zwischenentscheid handelt. F�r einen Zwischenentscheid spricht der Umstand, dass die Sache zur Pr�fung von weitergehenden Emissionsbegrenzungen zur�ckgewiesen wurde. F�r einen Endentscheid liesse sich anf�hren, dass die erg�nzende Beurteilung im Rahmen des Detailprojektierungsverfahrens erfolgen soll, d.h. auf einer dem Ausf�hrungsprojekt nachgelagerten Verfahrensstufe. Die Frage kann offenbleiben: W�re vom Vorliegen eines Zwischenentscheids auszugehen, k�nnte dieser gem�ss Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG selbstst�ndig angefochten werden, da bei Gutheissung der Beschwerde auf weitere, u.U. aufw�ndige Abkl�rungen zu weitergehenden Emissionsbegrenzungen verzichtet werden k�nnte. Im �brigen stellen R�ckweisungsentscheide mit verbindlichen Vorgaben zur neuen Beurteilung f�r die betroffene Beh�rde praxisgem�ss einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil i.S.v. Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG dar (BGE 140 V 282 E. 4.2 S. 285 f.).
1.2.�Das UVEK ist nach Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG zur Beschwerde legitimiert, da der angefochtene Entscheid seine Aufgaben als Genehmigungsbeh�rde f�r Nationalstrassen-Ausf�hrungsprojekte ber�hrt (Art. 26 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 8. M�rz 1960 �ber die Nationalstrassen [NSG; SR 725.11]).
Der Nationalstrassenabschnitt soll umfassend instandgesetzt und zugleich l�rmrechtlich saniert werden. Zudem ist ein neues Verkehrs- und Anschlusskonzept vorgesehen, mit dem Ziel, den Verkehr auf der Nationalstrasse zu kanalisieren und die angrenzenden Quartiere vom Verkehr zu entlasten. Hierzu soll der bestehende langgestreckte Autobahnanschluss in zwei Anschl�sse (Z�rich Schlieren und Z�rich Altstetten) aufgeteilt werden. Der Strassenraum soll in gestalterischer Hinsicht aufgewertet werden, indem im besiedelten Bereich ein 3.5 m breiter gr�ner Mittelstreifen mit B�umen angelegt wird. Der gesamte Nationalstrassenabschnitt soll k�nftig �ber eine Strassenabwasserbehandlungsanlage entw�ssert werden, die im n�rdlichen Ohr des Autobahnanschlusses Schlieren vorgesehen ist.
Streitig ist die l�rmrechtliche Beurteilung dieses Projekts: W�hrend ASTRA und UVEK von einer reinen L�rmsanierung ausgehen (Art. 16 f. und 20 USG), weil die L�rmimmissionen nicht wahrnehmbar zunehmen, qualifizierte das Bundesverwaltungsgericht das Ausf�hrungsprojekt aufgrund der starken Ver�nderung der bestehenden Bausubstanz und der erheblichen Kosten als wesentliche �nderung, weshalb eine versch�rfte Sanierungspflicht gem�ss Art. 18 USG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 2 der L�rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) bestehe. Dies hat insbesondere zur Folge, dass der Bund (als Eigent�mer der Nationalstrasse) den Einbau von L�rmschutzfenstern an allen Bauten in der Umgebung anordnen und finanzieren muss, in denen die Immissionsgrenzwerte f�r Strassenl�rm nicht eingehalten werden k�nnen (Art. 10 und 11 LSV). Das Ausf�hrungsprojekt sieht diese Massnahme dagegen erst ab �berschreiten der Alarmwerte vor.
2.1.�Das UVEK beruft sich in seiner Beschwerde auf die Legaldefinition in Art. 8 Abs. 3 LSV: Danach gelten als "wesentliche �nderung ortsfester Anlagen" nur Umbauten, Erweiterungen oder �nderungen des Betriebs, wenn zu erwarten sei, dass die Anlage selbst oder die Mehrbeanspruchung bestehender Verkehrsanlagen wahrnehmbar st�rkere L�rmimmissionen erzeugten. Damit sehe die Verordnung ein klares Abgrenzungskriterium vor. Folge man der Auffassung der Vorinstanz, w�re jede umfassende Sanierung einer bestehenden Strasse als wesentliche �nderung zu qualifizieren; dadurch w�rde die im Gesetz vorgegebene Differenzierung zwischen neuen und bestehenden Anlagen mit Bezug auf die Schallschutzfenster (Art. 20 und Art. 25 Abs. 3 USG) hinf�llig: Nur der bei der wesentlichen �nderung zus�tzlich erzeugte L�rm rechtfertige es, den Inhaber der Anlage zur Finanzierung von Schallschutzfenstern zu verpflichten, wenn die Immissionsgrenzwerte, nicht aber die Alarmwerte �berschritten seien.
2.2.�Dem widerspricht die Stadt Z�rich: Der 1.5 km lange Autobahnabschnitt zwischen der Europabr�cke und dem Anschluss Z�rich-Schlieren stamme aus dem Anfang der 70er Jahre und sei seit seiner Inbetriebnahme vor �ber 40 Jahren weitgehend unver�ndert geblieben. Mit dem Projekt werde die Autobahn komplett erneuert und baulich in einen Zustand versetzt, der einem Neubau vergleichbar sei. S�mtliche Anlageteile k�nnten nach der Inbetriebnahme im Oktober 2018 bis mindestens ins Jahr 2063, z.T. sogar bis ins Jahr 2103 betrieben werden. Einzig der Deckbelag m�sse nach der �blichen Verschleissdauer von etwa 15 Jahren und die Binderschicht sowie die Z�une nach 30 Jahren ersetzt werden. An beiden Enden des Projektperimeters w�rden die Anschl�sse neu erstellt bzw. geordnet. Dies bedinge tiefgreifende Ver�nderungen an den umliegenden Strassen. Die Projektkosten von weit �ber 100 Millionen Franken seien mit denjenigen eines Neubaus vergleichbar. Dies gelte selbst dann, wenn man mit dem ASTRA die "Stammachse" als eigenst�ndige Anlage betrachte. Nach Auffassung der Stadt Z�rich ist allerdings das Ausf�hrungsprojekt als Einheit zu betrachten, da eine Nationalstrasse ohne Ein- und Ausfahrten sinnlos w�re.
Der Vergleich mit einer Fassadenrenovation sei verfehlt: Die Fundationsschicht diene der Aufnahme und Verteilung der auf den Strassenk�rper wirkenden Lasten sowie dem Frostschutz der Strasse und bestehe aus chemisch nicht gebundenem Material (hier: mechanisch verdichteter Kiessand.) Erst die darauf aufbauenden, chemisch gebundenen Belagsschichten bildeten die Strasse im eigentlichen Sinne und entspr�chen von ihrer Funktion dem eigentlichen Geb�ude (Rohbau). Im �brigen m�ssten auch Teile der Fundationsschicht (Strassenkoffer) instandgestellt bzw. verst�rkt werden.
Das USG unterscheidet bestehende, ge�nderte und neue ortsfeste Anlagen. Stichtag ist das Inkrafttreten des USG am 1. Januar 1985 (Art. 47 LSV).
3.1.�Neue ortsfeste Anlagen d�rfen nur errichtet werden, wenn die durch diese Anlagen allein erzeugten L�rmimmissionen die Planungswerte in der Umgebung nicht �berschreiten (Art. 25 Abs. 1 USG). Erleichterungen k�nnen nach Massgabe von Art. 25 Abs. 2 USG bis zu den Immissionsgrenzwerten gew�hrt werden. F�r Strassen und andere �ffentliche oder konzessionierte Anlagen sind weitergehende Erleichterungen m�glich. Diesfalls m�ssen die vom L�rm betroffenen Geb�ude durch Schallschutzfenster oder �hnliche bauliche Massnahmen gesch�tzt werden, auf Kosten des Inhabers der l�rmigen Anlage (Art. 25 Abs. 3 USG).
3.2.�Bestehende Anlagen, die den gesetzlichen Vorgaben nicht entsprechen, m�ssen saniert werden (Art. 16 USG), und zwar so weit, als dies technisch und betrieblich m�glich sowie wirtschaftlich tragbar ist und die Immissionsgrenzwerte nicht �berschritten werden (Art. 13 Abs. 2 LSV). W�rde die Sanierung unverh�ltnism�ssige Betriebseinschr�nkungen oder Kosten verursachen oder stehen ihr �berwiegende Interessen entgegen, k�nnen Erleichterungen gew�hrt werden, jedoch darf der Alarmwert f�r L�rmimmissionen nicht �berschritten werden (Art. 17 USG; Art. 14 LSV). Auch hier gilt jedoch eine Ausnahme f�r bestehende Strassen und andere �ffentliche oder konzessionierte ortsfeste Anlagen: Lassen sich die L�rmimmissionen auf bestehende Geb�ude in der Umgebung durch Massnahmen bei der Quelle nicht unter den Alarmwert herabsetzen, m�ssen passive Schallschutzmassnahmen angeordnet werden (Art. 20 Abs. 1 USG; Art. 15 LSV); diese sind in der Regel vom Eigent�mer der l�rmigen ortsfesten Anlage zu bezahlen (vgl. Art. 20 Abs. 2 USG).
3.3.�Schliesslich sieht das L�rmschutzrecht besondere Bestimmungen f�r (wesentlich) ge�nderte Altanlagen vor (Art. 18 USG; Art. 8 LSV).
Art. 18 USG bestimmt, dass sanierungsbed�rftige Anlagen nur umgebaut oder erweitert werden d�rfen, wenn sie gleichzeitig saniert werden (Abs. 1); bereits erteilte Erleichterungen (gem�ss Artikel 17 USG) k�nnen eingeschr�nkt oder aufgehoben werden (Abs. 2). In der Botschaft zu dieser Bestimmung wird ausgef�hrt, dass Anlagen, die (wesentlich) umgebaut oder erweitert werden, grunds�tzlich den gleichen Anforderungen gen�gen m�ssen wie neue Anlagen. Erleichterungen, wie sie f�r die Sanierung alter Anlagen gew�hrt werden k�nnen, sollten hier, von H�rtef�llen abgesehen, wegfallen (Botschaft des Bundesrats vom 31. Oktober 1979 zu einem Bundesgesetz �ber den Umweltschutz zum USG, BBl 1979 III S. 798 zu Art. 17 E-USG; vgl. auch S. 800 zu Art. 22 E-USG [entspricht Art. 25 USG] und BGE 115 Ib 456 E. 5b S. 466 f.).
3.3.1.�Unwesentliche �nderungen oder Erweiterungen l�sen keine Sanierungspflicht f�r die bestehenden Anlageteile aus. Gem�ss Art. 8 Abs. 1 LSV m�ssen nur die L�rmemissionen der neuen oder ge�nderten Anlageteile so weit begrenzt werden, als dies technisch und betrieblich m�glich sowie wirtschaftlich tragbar ist. F�r die Sanierung der bestehenden Anlageteile bleibt es daher bei den Vorgaben von Art. 16 f. USG i.V.m. Art. 14 f. LSV.
3.3.2.�Die L�rmimmissionen wesentlich ge�nderter oder erweiterter Anlagen m�ssen die Immissionsgrenzwerte einhalten und nicht - wie bei Neuanlagen gem�ss Art. 25 Abs. 1 USG - die Planungswerte. Werden jedoch Erleichterungen erteilt, m�ssen - wie bei Neubauten gem�ss Art. 25 Abs. 3 USG - ab �berschreitung der Immissionsgrenzwerte Schallschutzmassnahmen an bestehenden Bauten angeordnet und vom Eigent�mer der l�rmigen Anlage finanziert werden (Art. 8 Abs. 2 i.V.m. Art. 10 und 11 LSV).
3.3.3.�Diese Regelung wurde von Rechtsprechung und Literatur insofern erg�nzt, als in bestimmten F�llen eine vollst�ndige Gleichstellung mit Neubauten geboten ist, d.h. die Planungswerte gelten. Dies ist der Fall, wenn eine bestehende ortsfeste Anlage in konstruktiver oder funktionaler Beziehung so weit ver�ndert wird, dass der weiterbestehende Teil der Anlage von geringerer Bedeutung erscheint als der erneuerte Teil (BGE 116 Ib 435 E. 5d/bb S. 443 ff.; 123 II 325 E. 4c/aa S. 329; 125 II 643 E. 17a S. 670; sog. �bergewichtige Erweiterung). Gleiches gilt bei einer vollst�ndigen Zweck�nderung (Art. 2 Abs. 2 LSV).
N�her zu betrachten sind die Kriterien f�r die Unterscheidung von wesentlichen und unwesentlichen �nderungen.
4.1.�Art. 8 Abs. 3 LSV sieht vor, dass Umbauten, Erweiterungen und vom Inhaber der Anlage verursachte �nderungen des Betriebs als wesentliche �nderungen ortsfester Anlagen gelten, wenn zu erwarten ist, dass die Anlage selbst oder die Mehrbeanspruchung bestehender Verkehrsanlagen wahrnehmbar st�rkere L�rmimmissionen erzeugen (Satz 1). Der Wiederaufbau von Anlagen gilt in jedem Fall als wesentliche �nderung (Satz 2).
4.2.�Das Bundesgericht f�hrte im Urteil 1C_372/2009 vom 18. August 2010 E. 3.2 (in: URP 2010 S. 723; 2011 I S. 466) aus, dass die vorhersehbare Erh�hung der L�rmimmissionen nicht das einzige Kriterium f�r eine wesentliche �nderung i.S.v. Art. 8 Abs. 2 und 3 LSV sei. Es verwies auf die weiteren Kriterien der Literatur (weitreichender Eingriff in die Bausubstanz oder erhebliche Kosten), ohne dazu Stellung zu nehmen. Es verneinte im konkreten Fall eine erhebliche �nderung des Flugfelds, weil die streitigen Bauten keine �nderung des Flugbetriebs bewirken k�nnten, solange das Betriebsreglement nicht ge�ndert worden sei. Die Pr�fung sei daher im Rahmen des Verfahrens zur Genehmigung des neuen Betriebsreglements vorzunehmen (E. 3.3). In verschiedenen Urteilen wurde eine wesentliche �nderung - unabh�ngig von einer Erh�hung der L�rmimmissionen - bejaht, wenn die �nderung nicht nur der Sanierung, sondern auch der Kapazit�tserweiterung diente (BGE 133 II 181 E. 7.2 S. 201; 119 Ib 463 E. 5d S. 470 f. und E. 7a S. 476; 117 Ib 101 E. 4 S. 104 betreffend Schiessanlagen; BGE 124 II 293 E. 16b S. 328 betreffend Flughafen).
4.3.�In der Literatur wird �berwiegend die Auffassung vertreten, dass Art. 8 Abs. 3 LSV nicht abschliessend sei, d.h. die Zunahme der L�rmimmissionen nicht das einzig massgebende Kriterium sei (a.A. ROBERT HOFMANN, L�rm und L�rmbek�mpfung in der Schweiz, Z�rich 2000, 7-7). Dies zeige bereits die Erw�hnung des Wiederaufbaus in Abs. 3, der - unabh�ngig von einer Zunahme der L�rmimmissionen - eine wesentliche �nderung darstelle. Die gleichzeitige Sanierung einer Anlage rechtfertige sich zwecks Kostenersparnis und zur Verhinderung von Fehlinvestitionen auch dann, wenn das Ausmass der �nderung erheblich sei, weil sie die Bausubstanz stark ver�ndere oder erhebliche Kosten verursache (SCHRADE/WIESTNER, Kommentar USG, Art. 18 N. 17 und 22; HEINZ AEMISEGGER, Aktuelle Fragen des L�rmschutzrechts in der Rechtsprechung des Bundesgerichts, URP 1994 S. 454; ALEXANDER Z�RCHER, Die vorsorgliche Emissionsbegrenzung nach dem Umweltschutzgesetz, Diss. Basel 1995, S. 155; THOMAS WIDMER DREIFUSS, Planung und Realisierung von Sportanlagen, Diss. Z�rich 2002, S. 307 f.; ANNE-CHRISTINE FAVRE, La protection contre le bruit dans la loi sur la protection de l'environnement, Diss. Lausanne 2002, S. 314; REGULA HUNGER, Die Sanierungspflicht im Umweltschutz- und im Gew�sserschutzgesetz, Diss. Z�rich 2010, S. 63 f.; ADRIAN GOSSWEILER, Entsch�digungen f�r L�rm von �ffentlichen Verkehrsanlagen, Elemente f�r eine Neuordnung durch den Gesetzgeber, 2014, Rz. 187).
4.4.�Diese Auslegung entspricht den Gesetzesmaterialien: Der Bundesrat begr�ndete die Verpflichtung zur gleichzeitigen Sanierung von Anlagen, die vor Ablauf der Sanierungsfrist umgebaut oder erweitert werden, damit, dass die Kosten f�r eine Sanierung bedeutend niedriger seien, wenn diese in einem Zug mit einem Umbau oder einer Erweiterung durchgef�hrt werden k�nne (Botschaft, BBl 1979 III 798 zu Art. 17 E-USG [heute: Art. 18 USG]). Wie das Bundesverwaltungsgericht �berzeugend dargelegt hat, l�sst sich dieses Anliegen nur sinnvoll umsetzen, wenn auch gr�ssere bauliche Ver�nderungen der bestehenden Anlage als wesentlich gelten. Andernfalls k�nnte eine sanierungspflichtige Anlage vor Ablauf der Sanierungsfrist umfassend erneuert werden, ohne dass gleichzeitig die eigentlich notwendige L�rmsanierung durchgef�hrt werden m�sste. Dies w�re nicht sachgerecht und widerspr�che dem Anliegen des historischen Gesetzgebers.
4.5.�Im �brigen versagt der in Art. 8 Abs. 3 Satz 1 LSV gew�hlte Ansatz, wenn eine Anlage - wie im vorliegenden Fall - gleichzeitig ge�ndert und saniert wird:
Die Abgrenzung von wesentlichen und unwesentlichen �nderungen dient in erster Linie der Kl�rung, obeine Sanierungspflicht f�r die bestehenden Anlagenteile besteht, wenn eine Altanlage vor Ablauf der Sanierungsfrist umgebaut oder erweitert wird; diese Frage steht auch im Mittelpunkt der oben zitierten Stellen aus der Botschaft, Literatur und Rechtsprechung. Art. 8 Abs. 3 LSV stellt deshalb darauf, ob die �nderung oder Erweiterung ohne Sanierung zu einer wahrnehmbaren Zunahme der L�rmimmissionen f�hren w�rde. Ist dies der Fall, so l�st der Umbau eine Sanierungspflicht aus.
Das Ausf�hrungsprojekt verfolgt mehrere Ziele gleichzeitig: die nachhaltige Instandstellung der Bausubstanz (Bel�ge, Abschl�sse, Kunstbauten); die komplette Erneuerung der Betriebs- und Sicherheitsausr�stungen, eine neue Strassenentw�sserung der Nationalstrasse, die L�rmsanierung des Gr�nauquartiers, die Optimierung der Verkehrsf�hrung durch neue Anschl�sse sowie die gestalterische Aufwertung des Stadtraums (Zusammenfassender Bericht S. 19 ff. "Projektziele"). Angestrebt wird zudem eine Verbesserung der Erschliessung der Arbeitspl�tze zwischen den SBB-Gleisen und der Autobahn (Brosch�re des ASTRA "A1/36 Anschluss Schlieren-Europabr�cke [Gr�nau], Umgestaltung und L�rmschutz Gr�nau"). Eine Unterscheidung zwischen eigentlichen Sanierungs- und anderen Massnahmen ist kaum m�glich. So dient die Erneuerung des Strassenbelags (Deck-, Binde- sowie Tragschichten) der Instandsetzung der Anlage; die l�rmmindernde Deckschicht ist aber zugleich eine L�rm-Sanierungsmassnahme. Die geplante Herabsetzung der H�chstgeschwindigkeit auf 60 km/h tr�gt wesentlich zur Reduktion der L�rmimmissionen der Nationalstrasse bei; sie ist aber auch eine Folge der Umgestaltung des Autobahnabschnitts im Siedlungsgebiet zu einer "Stadtstrasse mit B�umen": Um Platz f�r einen 3.5 m breiten gr�nen Mittelstreifen zu schaffen, m�ssen die Fahrspuren verschm�lert und auf die �blicherweise gebotenen Sicherheitseinrichtungen (Leitschranken, Standstreifen etc.) verzichtet werden, was eine Geschwindigkeitsreduktion bedingt.
4.6.�Entscheidend k�nnen daher nicht einzig die L�rmauswirkungen des Ausf�hrungsprojekts sein, sondern es muss aufgrund einer gesamthaften Betrachtung entschieden werden, ob die �nderung gewichtig genug ist, um als "wesentlich" qualifiziert und den Rechtsfolgen von Art. 18 USG i.V.m. Art. 8 Abs. 2 LSV unterstellt zu werden.
Zu ber�cksichtigen sind insbesondere der Umfang der baulichen Massnahmen und die Kosten: Kommen diese einem Neubau bzw. einem Wiederaufbau nahe (i.S.v. Art. 8 Abs. 3 Satz 2 LSV), so ist die �nderung in der Regel als wesentlich einzustufen, auch wenn die Anlage gleichzeitig saniert wird und damit die L�rmemissionen reduziert werden. Hierf�r kann auf das oben (E. 4.3 bis 4.5) Gesagte verwiesen werden. Eine wesentliche �nderung ist in der Regel auch dann anzunehmen, wenn das Projekt die Lebensdauer der Gesamtanlage erheblich verl�ngert:
Die Regelung in Art. 20 USG, wonach passive Schallschutzmassnahmen erst ab Erreichen des Alarmwerts anzuordnen und vom Inhaber der l�rmigen Anlagen zu finanzieren sind, mutet den Anwohnern von bestehenden Verkehrsanlagen eine hohe L�rmbelastung zu. Die Bestimmung war schon in der parlamentarischen Debatte umstritten (vgl. AB N 1982 389 ff. und 393 f., AB S 1983 267) und wird in der Literatur als gesundheitspolitisch und verfassungsrechtlich bedenklich kritisiert (Z�CH/WOLF, in: Komm. USG Art. 20 N. 29 und 51; ADRIAN STR�TT, Nationalstrassenrecht und Umweltschutzrecht. Die umweltfreundliche Autobahn? Zwei Bundesaufgaben im Widerstreit, Diss. Z�rich 1994, S. 104 f.; HERIBERT RAUSCH/ARNOLD MARTI/ALAIN GRIFFEL, Umweltrecht, Z�rich 2004, N. 344; GOSSWEILER, a.a.O., Rz. 213; ALAIN GRIFFEL, Umweltrecht in a nutshell, Z�rich/St. Gallen 2015, S. 108 ff.). Immerhin beschr�nkt sich ihr Anwendungsbereich nach dem oben Gesagten auf bestehende, nicht wesentlich ge�nderte Altanlagen, d.h. auf Anlagen, deren Bausubstanz im Wesentlichen noch aus der Zeit vor Inkrafttreten des USG stammt und deren Lebensdauer daher beschr�nkt ist. Es w�rde dem verfassungsrechtlichen Auftrag, Menschen vor sch�dlichen und l�stigen Einwirkungen zu sch�tzen (Art. 74 BV) widersprechen, wenn bestehende Anlagen vollst�ndig erneuert und ihre Lebensdauer damit um Jahrzehnte verl�ngert werden k�nnten, ohne dass die Anwohner wenigstens durch Schallschutzfenster vor �berm�ssigen Immissionen gesch�tzt w�rden. Eine derartige Auslegung w�rde den Anwendungsbereich von Art. 20 �bergeb�hrlich ausdehnen, zu Lasten von Art. 18 USG, und damit den Intentionen des Gesetzgebers widersprechen (vgl. oben E. 3.3).
Vorliegend beschr�nkt sich das Ausf�hrungsprojekt nicht auf reine Unterhaltsarbeiten, sondern es wird praktisch die gesamte oberirdische Bausubstanz ersetzt. Sowohl von den baulichen Massnahmen als auch von den Kosten her kommt das Projekt einem Neu- bzw. Wiederaufbau nahe. Dadurch verl�ngert sich die Lebensdauer der Anlage bis 2063 und dar�ber hinaus. Dies gilt bereits bei Betrachtung der Stammlinie, wie die Stadt Z�rich �berzeugend dargelegt hat (oben E. 2.2).
Erst recht ist von einer wesentlichen �nderung unter Einbezug der neuen Anschlussbauten auszugehen. Die vom ASTRA vorgenommene Aufteilung des nur 1.5 km langen Perimeters in mehrere Einzelanlagen, die z.T. als neu bzw. �bergewichtig ge�ndert beurteilt werden (neue bzw. optimierte Ein- und Ausfahrten; gewisse Strassenabschnitte im Gr�nau-Quartier) und im �brigen als nicht wesentlich ge�nderte Altanlagen gelten, reisst r�umlich und funktional zusammenh�ngende Anlageteile auseinander, ohne dass dies aus Sicht eines optimalen Umweltschutzes geboten erscheint (vgl. dazu ALAIN GRIFFEL/HERIBERT RAUSCH, USG-Kommentar, Erg�nzungsband zur 2. Auflage, 2011, Art. 7 N. 24).
Das Bundesverwaltungsgericht hat das Ausf�hrungsprojekt somit zu Recht als wesentliche �nderung qualifiziert. Dies hat zur Folge, dass UVEK bzw. ASTRA die Eigent�mer von Geb�uden, an denen die Immissionsgrenzwerte voraussichtlich nicht eingehalten werden k�nnen, zum Einbau von Schallfenstern verpflichten und die hierdurch anfallenden Kosten �bernehmen muss. Insofern er�brigt es sich, zu der von der Stadt Z�rich aufgeworfenen Frage Stellung zu nehmen, ob - bei Annahme einer unwesentlichen �nderung - passive Schallschutzmassnahmen ab Erreichen oder erst ab �berschreiten der Alarmwerte zu verf�gen w�ren.
Streitig ist dagegen, ob das UVEK - wie vom Bundesverwaltungsgericht angeordnet - weitere Emissionsbegrenzungen pr�fen und allenfalls in das Detailprojekt aufnehmen muss.
6.1.�Das Bundesverwaltungsgericht nahm an, dass sich die unrichtige Qualifikation des Ausf�hrungsprojekts als reine L�rmsanierung auf die nach Art. 14 LSV gebotene umfassende Interessenabw�gung ausgewirkt haben k�nnte, d.h. bestimmte Erleichterungen nicht erteilt worden w�ren, wenn das Ausf�hrungsprojekt als wesentliche �nderung erkannt worden w�re. Daher m�sse das UVEK in einem ersten Schritt nochmals pr�fen, ob weitergehende Emissionsbegrenzungen an der Quelle oder auf dem Ausbreitungsweg in Betracht k�men. Erst wenn feststehe, dass die Immissionsgrenzwerte nicht mit verh�ltnism�ssigen Massnahmen eingehalten werden k�nnten, sei in einem zweiten Schritt neu �ber Erleichterungen und - als dessen Folge - �ber passive Schallschutzmassnahmen zu entscheiden. Mit Blick auf die bereits getroffenen und im technischen Bericht zum L�rmschutz zusammengestellten Abkl�rungen rechtfertige es sich jedoch, die erforderliche Neubeurteilung in eine nachgeordnete Detailprojektierung zu verweisen.
6.2.�Das UVEK bestreitet, dass die Qualifikation als wesentliche �nderung eine "versch�rfte Sanierungspflicht" zur Folge habe. Ziel der Sanierung sei immer die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte. Im Ausf�hrungsprojekt seien alle verh�ltnism�ssigen Massnahmen zur L�rmreduktion abgekl�rt und in das Projekt aufgenommen worden (Geschwindigkeitsbegrenzung, Einbau eines l�rmarmen Belags, Bau von L�rmschutzw�nden). Weitere Massnahmen k�men nicht in Betracht und seien auch von der Stadt Z�rich nicht verlangt worden. Diese habe mit ihrer Beschwerde einzig die Pflicht des Bundes zur Finanzierung allf�lliger Schallschutzfenster kl�ren wollen. Hierzu bed�rfe es keiner R�ckweisung der Sache an das UVEK: Der Einbau von Schallschutzfenstern bei den bestehenden Bauten, in denen die Immissionsgrenzwerte �berschritten w�rden, k�nne vom ASTRA im Detailprojektierungsverfahren angeordnet werden.
Die Stadt Z�rich schliesst sich den Ausf�hrungen des UVEK an.
6.3.�Das Bundesverwaltungsgericht ist - anders als das Bundesgericht - nicht an die Begehren der Parteien gebunden (vgl. Art. 62 des Verwaltungsverfahrensgesetzes [VwVG; SR 172.021]); eine Einigung der Parteien ist nur beachtlich, soweit das materielle Recht ihnen einen Gestaltungsspielraum bel�sst (Art. 33b Abs. 4 VwVG). Insofern durfte das Bundesverwaltungsgericht die R�ckweisung zur Pr�fung weitergehender Emissionsbegrenzungen anordnen, wenn diese Rechtsfolge materiellrechtlich geboten w�re, unabh�ngig vom Antrag der Stadt Z�rich.
Aufzuheben w�re die R�ckweisung daher nur, wenn ausgeschlossen werden k�nnte, dass sich die unrichtige Qualifikation des Ausf�hrungsprojekts als reine L�rmsanierung auf die im Projekt festgesetzten Emissionsbegrenzungen ausgewirkt haben k�nnte. Dies ist im Folgenden zu pr�fen.
6.4.�Ziel der Sanierung ist mindestens die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte, und zwar sowohl bei "reinen" L�rmsanierungen (Art. 13 Abs. 2 lit. b LSV) als auch bei wesentlichen �nderungen (Art. 8 Abs. 2 LSV). Bei ersteren d�rfen Erleichterungen zur �berschreitung des Immissionsgrenzwerts jedoch auch f�r private Anlagen erteilt werden (Art. 17 USG und Art. 14 LSV), bei wesentlich ge�nderten Anlagen dagegen nur f�r �ffentliche und konzessionierte Anlagen (Art. 10 Abs. 1 LSV). Art. 18 Abs. 2 USG sieht ausdr�cklich vor, dass zuvor erteilte Erleichterungen eingeschr�nkt oder aufgehoben werden k�nnen. Der Gesetzgeber ging davon aus, dass Erleichterungen, wie sie f�r die Sanierung alter Anlagen gew�hrt werden k�nnen (von H�rtef�llen abgesehen) wegfallen, sobald die Anlagen umgebaut oder erweitert werden (BBl 1979 III 798 zu Art. 17 E-USG [Art. 18 USG]). Insofern wird die Sanierungspflicht im Fall einer wesentlichen �nderung versch�rft.
6.5.�Letztlich ist es aber - unabh�ngig von der Qualifikation der �nderung - eine Frage der Interessenabw�gung und der Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung, ob Massnahmen zur Reduktion des L�rms an der Quelle oder auf dem Ausbreitungsweg wirtschaftlich tragbar und verh�ltnism�ssig sind, oder Erleichterungen erteilt werden m�ssen.
Das BAFU hat zusammen mit dem ASTRA eine Vollzugshilfe herausgegeben (G. SCHGUANIN/T. ZIEGLER, Leitfaden Strassenl�rm, Vollzugshilfe f�r die Sanierung, Stand Dezember 2006 [im Folgenden: Leitfaden Strassenl�rm]; erg�nzt durch: MARKUS BICHSEL/WALTER MUFF, Wirtschaftliche Tragbarkeit und Verh�ltnism�ssigkeit von L�rmschutzmassnahmen, Optimierung der Interessenabw�gung, Bern 2006). Danach wird die wirtschaftliche Tragbarkeit und Verh�ltnism�ssigkeit (WTV) von L�rmschutzmassnahmen anhand einer Methode beurteilt, mit welcher die Kosten dem Nutzen von L�rmschutzmassnahmen gegen�bergestellt werden. Die Kosten entsprechen dabei den f�r Projektierung, Realisierung, Betrieb und Unterhalt der Massnahmen aufzuwendenden finanziellen Mitteln. Der Nutzen von L�rmschutzmassnahmen wird definiert als volkswirtschaftliche L�rmkosten (l�rmbedingter Wertverlust in Prozent des Mietpreises pro m2 BGF und Jahr), welche durch die Massnahmen bei den betroffenen Anwohnern vermieden werden k�nnen. Die Differenz zwischen den L�rmkosten ohne und mit Massnahmen entspricht dem volkswirtschaftlichen Nutzen der Massnahmen. Auf der Basis der Kosten-Nutzen-Relation (Effizienz) und dem Grad der Zielerreichung (Effektivit�t) wird der WT-Index (WTI) berechnet (WTI = Effektivit�t * Effizienz / 25), wobei ein solcher von mindestens 1.0 als gen�gend und ab 4.0 als sehr gut beurteilt wird; ein WTI von unter 1.0 gilt als ungen�gend, von unter 0.5 als schlecht.
Zwar wurde die Methode f�r die Sanierung von �ffentlichen Strassen gem�ss Art. 13 LSV konzipiert (Leitfaden Strassenl�rm S. 13 Abb. 1); sie wird aber sinngem�ss auch zur Beurteilung der Verh�ltnism�ssigkeit von Massnahmen bei anderen Projekten, einschliesslich Neuanlagen, herangezogen (Leitfaden Strassenl�rm S. 13 unten). Im Urteil 1C_480/2010 vom 23. Februar 2011 E. 4.5 (in: URP 2011 S. 118; RDAF 2012 I S. 485) wurde dies im Fall einer wesentlichen �nderung einer Nationalstrasse i.S.v. Art. 8 Abs. 3 LSV nicht beanstandet, sofern auch nicht monetarisierbare qualitative Kriterien (wie etwa Auswirkungen auf das Ortsbild, Landschaftseingriffe, �kologie, Wohnqualit�t der Einwohner, Verkehrssicherheit etc.) gen�gend ber�cksichtigt werden.
6.6.�Im Projekt wurden verschiedene Massnahmen zur weiteren Emissionsbegrenzung gepr�ft.
6.6.1.�Vorgesehen sind zwei L�rmschutzw�nde zum Schutz der Arbeitersiedlung Juchstrasse (Bernerstrasse S�d) und dem Wohngebiet n�rdlich der Nationalstrasse (Bernerstrasse Nord). W�hrend an der Arbeitersiedlung Juchstrasse die Immissionsgrenzwerte eingehalten werden k�nnen, werden die Immissions- und teilweise sogar die Alarmwerte in den h�heren Etagen der ersten Wohnhausreihe an der Bernerstrasse Nord und den dahinter liegenden Hochh�usern im Beurteilungszustand (Z4 [2030]) �berschritten. Das BAFU, wie auch die Stadt Z�rich und verschiedene Einsprecher, hatten deshalb die Erh�hung der L�rmschutzwand Bernerstrasse Nord beantragt. Im Differenzbereinigungsverfahren pr�fte das ASTRA verschiedene Wandh�hen. Nach Abw�gung der st�dtebaulichen, l�rmschutztechnischen und zeitlichen Aspekte wurde jedoch die projektierte Wandh�he von 4.5 m von allen Beteiligten als beste L�sung erachtet und die Antr�ge auf Erh�hung zur�ckgenommen (vgl. Plangenehmigung S. 23 [zu 20]). Insofern er�brigt sich eine R�ckweisung zu neuer Pr�fung.
6.6.2.�Als wirtschaftlich untragbar wurde die Erstellung einer L�rmschutzwand im �stlichen Teil der Bernerstrasse S�d erachtet, zum Schutz von drei B�rogeb�uden und einem Schulgeb�ude, und zwar sowohl in der Variante 15 m H�he (WTI von 0.5, d.h. "schlecht") als auch von 4.5 m H�he (WTI von 0.9, d.h. "ungen�gend"). Aufgrund der geringen Effizienz einer niedrigen Mauer und der geringen Anzahl der betroffenen Bauten ist davon auszugehen, dass diese Massnahme auf jeden Fall als unverh�ltnism�ssig erachtet worden w�re, auch bei Qualifikation des Projekts als wesentliche �nderung i.S.v. Art. 8 Abs. 2 LSV.
6.7.�Da bereits eine f�r Nationalstrassen sehr einschneidende Geschwindigkeitsreduktion auf 60 km/h vorgesehen wurde, k�men allenfalls noch Verbesserungen beim Strassenbelag in Betracht. Vorgesehen ist der Einbau eines Belags AC MR 8 "Typ ASTRA".
Das BAFU hatte verlangt, das Potenzial l�rmarmer Bel�ge voll auszunutzen und im weiteren Verfahren die neusten Forschungsergebnisse des ASTRA bez�glich l�rmarmen Bel�gen zu ber�cksichtigen. Dies wurde vom UVEK abgelehnt: Diese Ergebnisse seien in zuk�nftigen Projekten zu beachten; dagegen sei die Belagwahl im vorliegenden Konzept nach g�ltigen Kriterien vorgenommen und von den Einsprechern nicht bestritten worden (Plangenehmigung S. 23 f. [zu 38]).
Vorliegend werden trotz der umfangreichen L�rmschutzmassnahmen an gewissen bestehenden Bauten weiterhin nicht nur die Immissionsgrenz-, sondern sogar die Alarmwerte �berschritten. Erleichterungen f�r eine �berschreitung der Alarmwerte sind zwar nicht ausgeschlossen; eine derart hohe Belastung der vom L�rm Betroffenen kann aber nur ausnahmsweise durch das �ffentliche Interesse gerechtfertigt werden (WOLF, USG-Kommentar, Art. 25 N. 86), wenn keine weiteren emissionsmindernden Massnahmen in Betracht fallen. Unter diesen Umst�nden erscheint die R�ckweisung zur erneuten Pr�fung jedenfalls in diesem Punkt gerechtfertigt: Sollte es aufgrund neuer Erkenntnisse zu l�rmarmen Bel�gen ohne wesentlich h�here Kosten m�glich sein, die Immissionen weiter zu reduzieren, w�rde sich eine diesbez�gliche Projekt�nderung im Detailprojektierungsverfahren aufdr�ngen.
Schliesslich ist noch streitig, ob der Gutsbetrieb Juchhof in den Projektperimeter h�tte einbezogen werden m�ssen. Dieser liegt an der Bernerstrasse, westlich des Knotens B�ndlistrasse/Bernerstrasse S�d/ Hermetschloobr�cke. Zwar ist unstreitig, dass auch hier die Immissionsgrenzwerte �berschritten sind; nach Auffassung von ASTRA und UVEK geh�rt dieser Bereich jedoch zum angrenzenden Abschnitt der N1 Limmattalerkreuz-Anschluss Schlieren, der erst im Rahmen eines sp�teren Sanierungsprojekts zu pr�fen sei.
7.1.�Das Bundesverwaltungsgericht hiess die dagegen erhobene Beschwerde gut, weil das Ausf�hrungsprojekt zu einer Erh�hung des Verkehrs um rund 25 % an der Bernerstrasse f�hre, womit sich die L�rmeinwirkungen um 1 dB (A) erh�hen w�rde, was gerade noch wahrnehmbar sei. Der Betrieb einer wesentlich ge�nderten Verkehrsanlage d�rfe nach Art. 9 LSV nicht dazu f�hren, dass im Bereich der Zufahrtsstrassen die Immissionsgrenzwerte �berschritten (lit. a) oder durch die Mehrbeanspruchung einer sanierungsbed�rftigen Verkehrsanlage wahrnehmbar st�rkere L�rmimmissionen erzeugt werden (lit. b). In jedem Fall sei das umweltrechtliche Vorsorgegebot zu beachten. Das Ausf�hrungsprojekt m�sse daher auch Massnahmen zur Begrenzung der Immissionen im Bereich des Gutsbetriebs Juchhof vorsehen. Darauf k�nnte nur verzichtet werden, wenn das Projekt f�r die Anschlussstrecke schon so weit fortgeschritten w�re, dass in naher Zukunft mit einer Reduktion der L�rmimmissionen beim Gutsbetrieb Juchhof zu rechnen w�re (Art. 36 Abs. 2 LSV; BGE 129 II 238 E. 3.3 S. 244 ff.). Dies werde jedoch nicht geltend gemacht.
7.2.�UVEK und ASTRA wenden ein, dass der Juchhof nicht nur dem L�rm der Bernerstrasse, sondern weiterer Strassen innerhalb und ausserhalb des Projektperimeters ausgesetzt sei; diese Emissionen m�ssten in ihrer Gesamtheit betrachtet werden (Art. 40 Abs. 2 LSV). Addiere man die verschiedenen Teilbeurteilungspegel, erh�he sich der Gesamtbeurteilungspegel nur um maximal 0.5 dB (A), was nicht wahrnehmbar sei.
Die Stadt Z�rich anerkennt, dass die Gesamtbelastung beim Juchhof nur um 0.5 dB (A) erh�ht werde. Der Gutsbetrieb liege aber nur rund 45 m von der Bernerstrasse entfernt, w�hrend die Sichtdistanz zur Autobahn 215 - 625 m betrage. Dies f�hre dazu, dass die Autobahn ein permanentes, gleichm�ssiges Grundrauschen erzeuge, w�hrend der L�rm der Bernerstrasse den einzelnen Fahrzeugen zugeordnet werden k�nne. Jede Vorbeifahrt auf der Bernerstrasse verursache damit eine Pegelspitze, die deutlich wahrnehmbar aus dem Grundrauschen der Autobahn herausrage. Diese unterschiedliche Ger�uschcharakteristik f�hre dazu, dass die Bernerstrasse beim Juchhof die besser wahrnehmbare L�rmquelle darstelle und der Mehrverkehr von 26 % zu einer wahrnehmbaren Erh�hung der L�rmbelastung f�hren werde.
Aufgrund der Gesamtpegelerh�hung von nur 0.5 dB (A) ist fraglich, ob die Zunahme der L�rmimmissionen wahrnehmbar ist; die Ausf�hrungen der Stadt Z�rich zu den unterschiedlichen L�rmcharakteristiken erscheinen zwar plausibel, jedoch handelt es sich insoweit um neue Vorbringen. Verbindliche Feststellungen der Vorinstanz zu dieser Frage fehlen. Letztlich kann die Frage aber offenbleiben:
7.3.�Art. 11 Abs. 2 USG verlangt die Pr�fung vorsorglicher emissionsbegrenzender Massnahmen unabh�ngig von der bestehenden Umweltbelastung. Dies gilt selbstverst�ndlich auch f�r projektbedingte Verkehrsimmissionen auf Zufahrtsstrassen, auch wenn der Vorsorgegrundsatz in Art. 9 LSV nicht nochmals wiederholt wird (Urteil 1C_10/ 2011 vom 28. September 2011, in: URP 2012 S. 19, RDAF 2013 I S. 497, E. 4.1 mit Hinweisen). Selbst wenn ein Projekt zu einer Erh�hung der Immissionen im nicht wahrnehmbaren Bereich f�hrt, muss daher gepr�ft werden, ob vorsorgliche emissionsbegrenzende Massnahmen technisch und betrieblich m�glich und wirtschaftlich zumutbar sowie verh�ltnism�ssig sind (BGE 124 II 517 E. 4b S. 521 f. mit Hinweisen; Urteil 1C_506/2008 vom 12. Mai 2009 E. 3.3, in: URP 2009 S. 541).
Insofern rechtfertigt sich in jedem Fall die Pr�fung von emissionsmindernden Massnahmen im Bereich des Juchhofs. Allerdings darf ber�cksichtigt werden, dass dieser Abschnitt in absehbarer Zeit Bestandteil des Sanierungsprojekts f�r den Nationalstrassenabschnitt Limmattalerkreuz bis Anschluss Schlieren bilden soll. Dementsprechend wies die Vorinstanz die Sache auch nicht zur �nderung des Ausf�hrungsprojekts, sondern nur zur Pr�fung von (vor�bergehenden) Emissionsbegrenzungen und allf�lligen Erleichterungen im Bereich des Juchhofs im Detailprojektierungsverfahren zur�ck. Dies ist nicht zu beanstanden.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Es besteht daher auch keine Veranlassung, den vorinstanzlichen Kostenentscheid aufzuheben oder abzu�ndern.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 3 BGG). Die durch ihr Tiefbau- und Entsorgungsamt vertretene Beschwerdegegnerin hat praxisgem�ss keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesamt f�r Strassen, dem Bundesamt f�r Umwelt und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, schriftlich mitgeteilt.