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Timestamp: 2019-06-26 15:12:35
Document Index: 23233286

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 87', '§ 87', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 133', 'BGH', '§ 11', '§ 133', '§ 545', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 87', '§ 87', 'BGH', '§ 133', 'BGH', '§ 133', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 05.04.2006 - VIII ZR 384/04 - dejure.org
BGH, 05.04.2006 - VIII ZR 384/04
https://dejure.org/2006,2032
BGH, 05.04.2006 - VIII ZR 384/04 (https://dejure.org/2006,2032)
BGH, Entscheidung vom 05.04.2006 - VIII ZR 384/04 (https://dejure.org/2006,2032)
BGH, Entscheidung vom 05. April 2006 - VIII ZR 384/04 (https://dejure.org/2006,2032)
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HGB § 87 Abs. 1 Satz 1
Provisionsanspruch aus dem Handelsvertretervertrag; Konkludente Ausdehnung des Handelsvertretervertrages; Entgeltlichkeit kaufmännischer Leistungen ; Erstreckung handelsrechtlicher Vorschriften auf Kleingewerbetreibende; Gefahr einer Kollision mit der Tätigkeit und Provisionsansprüchen anderer Repräsentanten
Provisionsanspruch des Handelsvertreters für Tätigkeiten außerhalb des Vertragsgebietes
Zur Auslegung einer Provisionsvereinbarung in einem Handelsvertretervertrag, durch den dem Handelsvertreter ein bestimmter Bezirk oder ein bestimmter Kundenkreis zugewiesen ist, für den Fall, dass er mit Zustimmung des Unternehmers außerhalb dieses Bezirks bzw. Kundenkreises tätig wird
HGB § 87 Abs. 1 S. 1
Auslegung einer Handelsvertreter-Provisionsvereinbarung
Provisionsvereinbarung im Handelsvertretervertrag
Provisionsanspruch des Handelsvertreters bei Geschäft außerhalb seines Bezirks
LG Mühlhausen, 23.12.2003 - HKO 35/03
OLG Jena, 08.12.2004 - 2 U 81/04
NJW-RR 2006, 976
MDR 2006, 1417
VersR 2006, 1359
WM 2006, 1358
BB 2006, 1300
DB 2006, 1213
Der Beklagte durfte zu dem insoweit maßgeblichen Zeitpunkt des Zugangs der den Vertragsschluss vollendenden Annahmeerklärung des Klägers (vgl. BGH, Urteile vom 5. April 2006 - VIII ZR 384/04, WM 2006, 1358 Rn. 12;… vom 12. Oktober 2012 - V ZR 187/11, NJW-RR 2013, 789 Rn. 32; jeweils mwN) mangels gegenteiliger Anhaltspunkte nach seinem Empfängerhorizont davon ausgehen, dass der Kläger durch die vorbehaltlose Betätigung des Sofortkauf-Buttons die Annahme seines vorstehend beschriebenen Angebots uneingeschränkt erklärt hat.
Ausreichend ist, dass die Tätigkeit des Handelsvertreters für den Abschluss des von ihm vermittelten Geschäfts mitursächlich geworden ist (vgl. BGH, Urteile vom 5. April 2006 - VIII ZR 384/04, NJW-RR 2006, 976, Rn. 19; vom 20. Februar 1986 - I ZR 105/84, NJW-RR 1986, 709, 710; vom 11. März 1982 - I ZR 27/80, NJW 1982, 1757, 1758).
BGH, 17.01.2007 - VIII ZR 135/04
Darlegungs- und Beweislast für die Erfüllung eines Darlehensrückzahlungsanspruchs
Die tatrichterliche Auslegung einer Individualerklärung (§§ 133, 157 BGB) ist revisionsrechtlich nur beschränkt überprüfbar daraufhin, ob gesetzliche Auslegungsregeln, anerkannte Auslegungsgrundsätze, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt worden sind (st. Rspr., Senatsurteil vom 5. April 2006 - VIII ZR 384/04, WM 2006, 1358 = NJW-RR 2006, 976, unter II 1 a).
Diese Auslegung des Darlehensvertrags widerspricht dessen Wortlaut, ohne dass das Berufungsgericht einen Grund dafür anführt, und ist mit dem anerkannten Auslegungsgrundsatz nicht vereinbar, nach dem jede Auslegung vom Wortlaut auszugehen und die Interessenlage der Beteiligten im Zeitpunkt des Vertragsschlusses zu berücksichtigen hat (Senatsurteil vom 5. April 2006, aaO).
BGH, 10.11.2010 - VIII ZR 327/09
Vertragliches Wettbewerbsverbot im Handelsvertretervertrag: Fristlose Kündigung …
b) Es ist vom Berufungsgericht nicht festgestellt worden, kann aber auch dahingestellt bleiben, ob die Vertragsbestimmung in § 11 Nr. 3 Satz 2 des Agenturvertrages auf Individualerklärungen beruht, deren Auslegung (§§ 133, 157 BGB) in erster Linie dem Tatrichter obliegt und vom Revisionsgericht nur daraufhin überprüft werden kann, ob gesetzliche Auslegungsregeln, anerkannte Auslegungsgrundsätze, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt worden sind (st. Rspr.; vgl. Senatsurteil vom 5. April 2006 - VIII ZR 384/04, WM 2006, 1358 Rn. 12 mwN), oder ob es sich um eine Formularklausel handelt, deren Auslegung durch den Tatrichter angesichts der Änderung des § 545 Abs. 1 ZPO mit Wirkung vom 1. September 2009 der uneingeschränkten revisionsrechtlichen Nachprüfung unterliegt (…vgl. Senatsurteil vom 9. Juni 2010 - VIII ZR 294/09, WuM 2010, 476 Rn. 11).
Es prüft insbesondere, ob die Auslegung gesetzliche und allgemein anerkannte Auslegungsregeln, die Denkgesetze oder Erfahrungssätze verletzt oder auf Verfahrensverstößen beruht (vgl etwa BAG DB 2010, 452; BGHZ 186, 295 mwN; BGH BB 2006, 1300; BGH WM 2002, 1002) und auch ob der Wortlaut berücksichtigt und der gesamte Auslegungsstoff herangezogen und nicht gegen den Grundsatz der interessengerechten Auslegung verstoßen wurde (vgl BGH WM 2002, 332; BGH BB 2002, 13; BGH NJW 2003, 2235) .
LAG Düsseldorf, 17.08.2010 - 17 Sa 1717/08
Handelsvertreterprovision bei Vermittlung von Immobilien aufgrund …
Grundsätzlich reicht jede Mitursächlichkeit der Tätigkeit des Handelsvertreters aus, wenn sie das Zustandekommen gerade dieses Geschäfts im Ergebnis gefördert und dadurch mit bewirkt hat (BGH Urteil v. 05.04.2006 - VIII ZR 384/04 - NJW-RR 2006, 976-978; LAG Hamm Urteil v. 23.06.1993 - 15 Sa 1269/92 - ; BAG Urteil v. 22.01.1971 - 3 AZR 42/70 - AP Nr. 2 zu § 87 HGB, DB 1971, 779;… MünchKom HGB/v. Hoyningen-Huene, 2. Aufl., § 87 Rdnr. 31 m.w.N.).
OLG Düsseldorf, 22.07.2010 - 24 U 233/09
Vorvertragliche Bindungen im Vorfeld des Abschlusses eines Leasingvertrages
Dabei ist zwar zunächst vom Wortlaut der Erklärungen auszugehen (BGH NJW-RR 2000, 1002 sub II.2a und NJW-RR 2006, 976 jew. m.w.N.;… MünchKomm-BGB/Busche, 5. Aufl. [2006], § 133 Rn 56).
aa) Es entspricht anerkannten Auslegungsgrundsätzen, dass zwar vom Wortlaut der Vergleichserklärungen auszugehen ist (BGH NJW-RR 2000, 1002 sub II.2a und NJW-RR 2006, 976 jew. m.w.N.;… MünchKomm-BGB/Busche, 5. Aufl. [2006], § 133 Rn 56), dass bei dem buchstäblichen Sinne des Ausdrucks aber insbesondere dann nicht stehen zu bleiben ist, wenn ausreichende objektive Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Vergleichstext lückenhaft oder missverständlich ist; dann ist sogar eine Auslegung gegen den Erklärungswortlaut möglich und notwendig (vgl. BGH NJW-RR 1991, 51, 52 sub I.2; BGHZ 80, 246, 249 f.; 86, 41, 45 ; NJW-RR 1999, 593 sub I.2b,aa; MDR 2009, 356 = OLGR Düsseldorf 2009, 167).
Es prüft insbesondere, ob die Auslegung gesetzliche und allgemein anerkannte Auslegungsregeln, die Denkgesetze oder Erfahrungssätze verletzt oder auf Verfahrensverstößen beruht (vgl etwa BAG DB 2010, 452; BGHZ 186, 295 mwN; BGH BB 2006, 1300; BGH WM 2002, 1002) und auch, ob der Wortlaut berücksichtigt und der gesamte Auslegungsstoff herangezogen und nicht gegen den Grundsatz der interessengerechten Auslegung verstoßen wurde (vgl BGH WM 2002, 332; BGH BB 2002, 13; BGH NJW 2003, 2235).