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Timestamp: 2019-11-14 21:25:27
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Matched Legal Cases: ['§45', '§35', '§35', '§2', '§2', '§ 1', '§1', '§ 2', '§ 127']

Führen von CO2, Luftdruck, Gaspistole - IWÖ Forum
Aktuelle Zeit: 14. November 2019, 23:25
Führen von CO2, Luftdruck, Gaspistole
praha170
Betreff des Beitrags: Führen von CO2, Luftdruck, Gaspistole
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010, 11:59
Registriert: 20. März 2007, 17:43
Wohnort: NÖ - Waidhofen/Thaya
Braucht man für die Dinger einen WP zum Führen?
Oder sind das mninderwirksame Waffen und man braucht garnichts?
Betreff des Beitrags: Re: Führen von CO2, Luftdruck, Gaspistole
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010, 15:53
Es sind minderwirksame Waffen (§45 WaffG 1996), die Bestimmungen über das Führen (§35 WaffG 1996) gelten jedoch. Überraschenderweise scheint die Antwort also "Ja, man braucht einen WP" zu lauten.
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010, 16:30
für die Gaspistole nicht!
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010, 17:04
In Deutschland schon .. (so nebenbei erwähnt)
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010, 17:14
Also, im §35, lit.1 steht wörtlich:" Das Führen meldepflichtiger ODER SONSTIGER SCHUSSWAFFEN ist Menschen mit Wohnsitz im Bundesgebiet nur auf Grund eines hiefür von der Behörde nach dem Muster der Anlage 1 ausgestellten Waffenpasses gestattet" ABER, im §2, lit1 steht:"Schußwaffen sind Waffen, mit denen feste Körper (Geschosse) durch einen Lauf in eine bestimmte Richtung verschossen werden können"
Also, insofern hat GSchönbauer recht, denn bei einer Schreckschußwaffe werden KEINE festen Körper in eine bestimmte Richtung verschossen, oder liege ich da falsch...........
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010, 19:43
Eine Gaspistole ist eine Waffe, aber keine Schußwaffe.
Gegenüber dem Gesetz.
Wenn ich mal böse bin, dann behaupte ich, daß eine Gaspistole auch keine Waffe ist, sondern höchstens ein Starkmacher-Placebo, welches hilft, die Produkte unserer Unterhaltungsindustrie leichter zu verdauen.
und...: ja, ich weiß, daß ich damit in eine Wepennest stochere.
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010, 19:54
Eben, der §2 spricht von SCHUSSWAFFEN aber nicht von WAFFEN, ein Messer mit feststehender Klinge ist eben auch eine Waffe, aber eben KEINE Schußwaffe, da hat Gerhard absolut recht, aber was sagen eigentlich unsere Rechtskundigen???
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010, 20:06
Schönbauer und Sousek haben recht. Feste Körper müssen verschossen werden können. Gas ist keiner.
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010, 21:09
Danke für die Klarstellung Hr. Gen.Sek.
sousek. M.Nr. 718
BeitragVerfasst: 13. Oktober 2010, 22:58
Gibt für Gaswaffen ja Vorsätze um Raketen und Knallkörper zu verschießen, wäre wieder ein fester Körper. Ob das dann wieder verboten wäre zu führen?!
BeitragVerfasst: 14. Oktober 2010, 08:07
Heißt: "Durch einen Lauf!"
Der Rakentenaufsatz scheint mir kein Lauf zu sein. Außerdem kenne ich niemanden, der so etwas mit einem aufgeschraubten Ráktetenaufsatz führt. Ich würde es aber nicht tun.
Eine solche Diskussion ist im Forum recht interessant, mit einer bösartigen Waffenbehörde möchte ich aber den Diskurs nicht führen.
BeitragVerfasst: 14. Oktober 2010, 10:20
Wusste doch, dass ich da was übersehen hatte. Deshalb war ich auch so überrascht. Gaspistole = keine Schußwaffe, führen daher "frei ab 18"; CO2 & Luftdruck hingegen nur mit WP (Schußwaffe, weil auch ein Diabolo ist ein Geschoss).
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010, 09:32
Registriert: 29. November 2006, 00:36
Wie siehts da mit den Softairpistolen aus? Sehe ich das richtig, daß die in ÖSterreich gar nicht vom Waffengesetz erfasst sind sondern als Spielzeug eingestuft sind und somit ein 'Führen' erlaubt ist?
PS: Nein ich lauf jetzt nicht mit ner Softair Pistole rum.....bevor hier noch derartige Fragen kommen...
Wer seine Waffen zu Pflugscharen schmiedet, wird für jene pflügen die das nicht getan haben.
Mitglied 4154
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010, 09:56
§ 1. Waffen sind Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind,
1. die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit von Menschen durch unmittelbare Einwirkung zu beseitigen oder herabzusetzen oder
2. bei der Jagd oder beim Schießsport zur Abgabe von Schüssen verwendet zu werden.
Nachdem eine Softgun bereits per §1) keine Voraussetzung zur Waffe erfüllt, kann sie erst recht auch auch keine Schußwaffe sein.
Das Waffengesetz ist also darauf nicht anzuwenden.
BeitragVerfasst: 15. Oktober 2010, 10:11
Registriert: 13. Oktober 2010, 11:05
Ich war frueher Vereinsobmann vom SCSO (der damals groesste Airsoft-Verein im Raum Wien/Niederoesterreich)
Fuer Airsoft (Softair sagt bei uns fast keiner, so nennen das nur unsere deutschen Kollegen) sind mehrere Gesetze. Es sind aber auf keinen Fall Waffen im Sinne des Waffengesetzes da z.b. die BBs 6mm durchmesser haben.
Es gibt aber z.b. Abschnitte im Lebensmittelgesetz (!) und an anderen Stellen die sich damit befassen:
§ 2. (1) Schusswaffenähnliche Produkte dürfen nur von Gewerbetreibenden mit einer
Bewilligung zur Ausübung des Waffengewerbes (§ 127 Z 1 Gewerbeordnung 1994, BGBl. Nr. 194/1994) an Letztverbraucher abgegeben werden.
(2) Die Abgabe von schusswaffenähnlichen Produkten gemäß Abs. 1 an Personen unter 18
Jahren ist verboten.
Hier eine Antwort von Innenminister Einem auf eine parlamentarische Anfrage 1997:
"Air-Soft-Guns" sind Nachbildungen von Faustfeuerwaffen, mit denen Kunststoffkugeln verschossen werden können. Die beim Verschießen entstehende Geschoßauftreffenergie ist doch so hoch, daß Verletzungen im Augenbereich möglich und auch bereits aufgetreten sind. Diese Gegenstände unterfallen allerdings nicht dem Waffenbegriff des geltenden - und auch künftigen - Waffenrechtes, da sie ihrem Wesen nach nicht dazu bestimmt sind, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit eines Menschen durch unmittelbare Einwirkung herabzusetzen oder zu beseitigen, und auch bei der Jagd oder beim Schießsport nicht Verwendung finden, Das Waffengesetz 1986 bietet zwar die Möglichkeit, durch Verordnung des Bundesministers für Inneres im Einvernehmen mit dem Bundesminister für wirtschaftliche Angelegenheiten die Einfuhr und entgeltliche Überlassung von Nachbildungen einer Waffe zu verbieten, die mit Rücksicht auf die Art der Nachbildung und die Ähnlichkeit mit dem Vorbild einen Mißbrauch befürchten lassen, doch scheint dies wenig zweckmäßig. Zum einen bezieht sich diese Verordnungsermächtigung auf Gegenstände, die dem Grunde nach außerhalb des Regelungsbereiches des Waffenwesens liegen und auch sonst keinen Bezug zur Sicherheitsverwaltung aufweisen. Zum anderen müßte eine solche Verordnung den Gegenstand so genau beschreiben, daß dieser in der Bauart nur geringfügig geändert, nicht mehr dem Verbot unterfallen würde. Eine Verordnungsermächtigung dieser Art ist daher auch im Waffenbesitz 1996 nicht mehr enthalten. Insgesamt besteht das Problem nicht in der Ähnlichkeit mit echten Waffen - auch solchen, die von der Sicherheitsexekutive verwendet werden -, sondern in der von diesem Spielzeug ausgehenden Gefahr für Kinder, die noch nicht in der Lage sind, das bei der Verwendung auftretende Risiko richtig einzuschätzen. Soweit absehbar, bietet sich in erster Linie eine Lösungsmöglichkeit im Produktsicherheitsgesetz 1994 an, das für den zuständigen Bundesminister die Möglichkeit vorsieht, für bestimmte gefährliche Produkte Verbote oder Beschränkungen (z,B, hinsichtlich eines bestimmten Personenkreises oder der Vertriebsart) zu verordnen. Diesbezüglich verweise ich auf die Beantwortung der Anfrage Nr, 1561/J durch die Frau Bundesministerin für Gesundheit und Konsumentenschutz.
Davon unabhaengig: Wer mit einer Airsoft-Glock auf der Strasse herumlaeuft ist ein Idiot. Erstens gibt es von aussen keine Moeglichkeit, die nachbau-Glock als Airsoft zu identifizieren (das ist ja der Modellbauerische/Sammler-Reiz daran, das Ding soll ja 100% realistisch ausschauen). Die Reaktionen der Polizei kann man sich also ausmalen. Zweitens ist das ein gefundenes Fressen fuer die Presse und diverse Pazifisten die dann sofort mit dem Finger auf diese extrem gefaehrlichen Plastikkuegelchenschleudergeraete zeigen...
Mitglied Nr. 6820