Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VerfG%20Brandenburg&Datum=17.09.1998&Aktenzeichen=VfGBbg%2026/98
Timestamp: 2019-09-23 08:08:06
Document Index: 359160873

Matched Legal Cases: ['Art 20', 'Art 103', 'Art 52', 'Art 52', '§ 263', '§ 823', '§ 263', 'Art. 52', 'Art. 52', 'Art. 103', 'Art. 20', 'Art. 103', 'Art. 103']

VerfG Brandenburg, 17.09.1998 - VfGBbg 26/98 - dejure.org
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VerfG Brandenburg, 17.09.1998 - VfGBbg 26/98 (https://dejure.org/1998,9653)
VerfG Brandenburg, Entscheidung vom 17.09.1998 - VfGBbg 26/98 (https://dejure.org/1998,9653)
VerfG Brandenburg, Entscheidung vom 17. September 1998 - VfGBbg 26/98 (https://dejure.org/1998,9653)
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Art 20 Abs 3 GG, Art 103 Abs 1 GG, Art 52 Abs 3 Verf BB, Art 52 Abs 4 S 1 Verf BB, § 263 Abs 1 StGB
Keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör und des Grundsatzes des fairen Verfahrens durch zivilgerichtliche Verurteilung zur Zahlung von Schadensersatz nach BGB § 823 Abs 2 iVm StGB § 263 - konkludenter Widerruf einer Kontovollmacht nach Beendigung einer ...
LV Art. 52 Abs. 3; LV Art. 52 Abs. 4; GG Art. 103 Abs. 1; GG Art. 20 Abs. 3
Zivilprozeßrecht; Bundesrecht; Zuständigkeit des Landesverfassungsgerichts; rechtliches Gehör; Überraschungsentscheidung; faires Verfahren
VerfG Brandenburg, 19.11.1998 - VfGBbg 26/98
Insbesondere verwehrt es der Grundsatz des rechtlichen Gehörs nicht, den Vortrag eines Verfahrensbeteiligten aus Gründen des formellen oder materiellen Rechts, zum Beispiel wegen sachlicher Unerheblichkeit, ganz oder teilweise außer Betracht zu lassen (BVerfG in st. Rspr., vgl. etwa BVerfGE 27, 248, 251 f.; 54, 117, 123; 60, 305, 310; 88, 366, 375 f.; Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 16. Oktober 1997 - VfGBbg 25/97 -, S. 8 f. des Umdrucks; Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 17. September 1998 - VfGBbg 26/98 -, S. 7 f. des Umdrucks; vgl. weiter Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 18. Juni 1996 - VfGBbg 20/95 -, LVerfGE 4, 201, 205; BVerfGE 42, 363, 367 f.).
Erst wenn das Gericht ohne vorherigen Hinweis auf einen rechtlichen Gesichtspunkt abstellt, mit dem auch ein gewissenhafter und kundiger Prozessbeteiligter nicht rechnen konnte, kann dies eine Verletzung rechtlichen Gehörs begründen (vgl. Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluss vom 17.9.1998 - VfGBbg 26/98 - , S. 11 des Umdrucks,m.w.N.).
So verwehrt es der Grundsatz des rechtlichen Gehörs nicht, den Vortrag eines Verfahrensbeteiligten aus Gründen des formellen oder materiellen Rechts als unerheblich ganz oder teilweise außer Betracht zu lassen (BVerfG in st. Rspr., vgl. etwa BVerfGE 27, 248, 251 f.; 54, 117, 123; 60, 305, 310; 88, 366, 375 f.; Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 16. Oktober 1997 - VfGBbg 25/97 -, S. 8 f. des Umdrucks; Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 17. September 1998 - VfGBbg 26/98 -, S. 7 f. des Umdrucks; vgl. weiter Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 18. Juni 1996 - VfGBbg 20/95 -, LVerfGE 4, 201, 205; BVerfGE 42, 363, 367 f.).
Es bedeutet jedoch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs, wenn das Gericht der Rechtsansicht des Beschwerdeführers nicht gefolgt ist (vgl. BVerfGE 64, 1, 12; 87, 1, 33 zu Art. 103 Abs. 1 GG) und aus Gründen des formellen oder materiellen Rechts seinen Sachvortrag ganz oder teilweise unberücksichtigt läßt (Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, Beschluß vom 16. Oktober 1997 - VfGBbg 25/97 -, S. 8 f. des Umdrucks; vgl. weiter Beschluß vom 17. September 1998 - VfGBbg 26/98 -, S. 7 f. des Umdrucks; vgl. BVerfG in st. Rspr. zu Art. 103 Abs. 1 GG, vgl. etwa BVerfGE 27, 248, 251 f. ; 54, 117, 123; 60, 305, 310; 96, 205, 216).