Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20C%2079.74
Timestamp: 2019-06-24 12:50:59
Document Index: 359515507

Matched Legal Cases: ['§ 43', '§ 27', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 17']

BVerwG, 18.12.1975 - V C 79.74 - dejure.org
https://dejure.org/1975,304
BVerwG, 18.12.1975 - V C 79.74 (https://dejure.org/1975,304)
BVerwG, Entscheidung vom 18.12.1975 - V C 79.74 (https://dejure.org/1975,304)
BVerwG, Entscheidung vom 18. Dezember 1975 - V C 79.74 (https://dejure.org/1975,304)
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Tragungspflicht der Behörde für die Kosten von Schönheitsreparaturen - Unmöglichkeit der Pfändung von Leistungen von Kriegsopferfürsorge oder Leistungen der Sozialhilfe - Abhängigkeit von einem Antrag des Beschädigten zur Gewährung der Leistung von Kriegsopferfürsorge - Subsidiarität der Sozialhilfe im Verhältnis zur Kriegsopferfürsorge
Klage des Vermieters gegen den Träger der Sozialleistung auf Feststellung der Leistungsberechtigung eines Kriegsbeschädigten, potentiellen Sozialhilfeempfänger
Vermieterklage - Kriegsbeschädigter - Träger der Kriegsopferfürsorge - Schönheitsreparaturen - Leistungsberechtigung des Mieters - Sozialhilfeempfänger
VG Berlin, 26.04.1972 - VI A 229.71
OVG Berlin, 22.08.1974 - VI B 41.72
BVerwGE 50, 60
In Betracht kommen sowohl Rechtsbeziehungen zwischen der Klägerin und der Beklagten als auch solche zwischen der Beklagten und einem Dritten, da § 43 Abs. 1 VwGO keine unmittelbare Beteiligung des Klägers am streitigen Rechtsverhältnis voraussetzt (Urteile vom 18. Dezember 1975 - BVerwG 5 C 79.74 - BVerwGE 50, 60 = Buchholz 436.7 § 27a BVG Nr. 6 und vom 27. Juni 1997 - BVerwG 8 C 23.96 - Buchholz 310 § 43 VwGO Nr. 128).
BVerwG, Urteile vom 17. Januar 1972 - I C 33.68, BVerwGE 39, 247 = NJW 1972, 784 = juris-Rn. 6, vom 18. Dezember 1975 - V C 79.74, BVerwGE 50, 60 = juris-Rn. 10 und vom 27. Juni 1997 - 8 C 23.96, Buchholz 310 § 43 VwGO Nr. 128 = NJW 1997, 3257 = juris-Rn. 17; a.A. und noch enger dagegen Pietzcker , in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, Stand Erg.lf.
2008, § 43 Rn. 22, 29; Happ , in: Eyermann, VwGO, 14. Aufl. 2014, § 43 Rn. 38a; a.A. noch Sodan , in: Sodan/Ziekow, VwGO, 4. Aufl. 2014, § 43 Rn. 40, 72; Glaser , in: Gärditz, VwGO, 2013, § 43 Rn. 58, 85; vgl. zur früheren Auffassung zu § 43 VwGO: BVerwG, Urteil vom 18. Dezember 1975 - V C 79.74, BVerwGE 50, 60 = juris-Rn. 10.
Das Rechtsverhältnis i.S.v. § 43 Abs. 1 VwGO muss nicht notwendig zwischen den Prozessbeteiligten bestehen, es genügt auch ein zwischen anderen Betroffenen bestehendes Rechtsverhältnis, wenn der Kläger ein berechtigtes Interesse an der auf ein solches Rechtsverhältnis bezogenen Feststellung hat (BVerwG, Urt. v. 18.12.1975, BVerwGE 50, 60).
Das Bundesverwal-tungsgericht hat auch zum Schutz eines Mieters seinem Vermieter das Recht versagt, für diesen zur Deckung seiner Mietschuld Sozialhilfe zu beantragen; auf diese Weise würde er in dem Verfahren Näheres über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Mieters erfahren (BVerwGE 50, 60, 63 f).
Gegebenenfalls können die Verwaltungsgerichte, für deren Anrufung hier je nach Fallgestaltung vor allem eine Feststellungsklage nach § 43 VwGO in Betracht kommen dürfte (vgl. dazu etwa BVerwGE 38, 346 [347]; 39, 247 [248 f.]; 50, 60 [62];… Pietzcker, in: Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO, Bd. I [Stand: September 1998], § 43 VwGO Rn. 21-25), die Verfassungswidrigkeit einer solchen Rechtsnorm in den Gründen ihrer Entscheidung selbst feststellen (vgl. BVerwGE 80, 355 [358 f.]; stRspr.).
LSG Berlin-Brandenburg, 28.05.2009 - L 15 SO 113/08
Statthaftigkeit einer unechten Leistungsklage zur Übernahme von …
Denn ein unterstellter Anspruch der Beigeladenen gegen den Beklagten auf Leistungen der Grundsicherung in Höhe der notwendigen Aufwendungen für Schönheitsreparaturen sei - selbst wenn ein solcher Anspruch als bestehend unterstellt würde - nicht pfändbar wegen der höchstpersönlichen Natur der Sozialhilfeansprüche (§ 17 Abs. 1 Satz 2 SGB XII; Hinweis auf Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 18. Dezember 1975, Aktenzeichen V C 79/94 in BVerwGE 50, 60 bis 64).
Selbst einem objektiv Bedürftigen kann gegen seinen Willen Sozialhilfe nicht aufgezwungen werden, weil er sonst zum bloßen Objekt behördlichen Handelns würde und dies den Grundsätzen des Artikels 2 Abs. 1 Grundgesetz zuwider liefe (Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 18. Dezember 1975 - Aktenzeichen V C 79/74 - in BVerwGE 50, 60).
vgl. BVerwG, Urteil vom 18. Dezember 1975 - V C 79.74 -, FEVS 24, 272 (275/276).
Zum Anderen ist es im Rahmen von Feststellungsklagen grundsätzlich möglich, die Feststellung von Rechtsbeziehungen zwischen einem Beteiligten und einem Dritten (den Ausländerbehörden) zu begehren (BVerwG, Urteil vom 18. Dezember 1975 - V C 79/74 -, Rn. 10, juris, dort geprüft im Rahmen der Zulässigkeit).
VG Hannover, 25.02.2003 - 3 A 3989/02
Abschluss von Vereinbarungen nach dem 7. Abschnitt des BSHG