Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20R%2060/06
Timestamp: 2020-04-07 11:34:57
Document Index: 326626438

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 17', '§ 1', '§ 4', '§ 4', 'Art. 17', '§ 2', '§ 15', 'EuG']

BFH, 02.07.2008 - XI R 60/06 - dejure.org
https://dejure.org/2008,2314
BFH, 02.07.2008 - XI R 60/06 (https://dejure.org/2008,2314)
BFH, Entscheidung vom 02.07.2008 - XI R 60/06 (https://dejure.org/2008,2314)
BFH, Entscheidung vom 02. Juli 2008 - XI R 60/06 (https://dejure.org/2008,2314)
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UStG 1999 § 15 Abs. 1a Nr. 1, § 17 Abs. 2 Nr. 5; UStG 1993 § 1 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. c; EStG § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4, § 4 Abs. 5 Satz 2; Richtlinie 77/388/EWG Art. 17 Abs. 6
Segeljachtvercharterung: Besteuerung des Aufwendungseigenverbrauchs bis zum 31. März 1999, Vorsteuerabzugsverbot für Repräsentationsaufwendungen ab dem 1. April 1999, Vorsteuerberichtigung wegen der vor dem 1. April 1999 angefallenen Kosten für den Erwerb einer ...
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Segeljachtvercharterung: Besteuerung des Aufwendseigenverbrauchs bis zum 31.3.1999; Vorsteuerabzugsverbot für Repräsentationsaufwendungen ab dem 1.April 1999, Vorsteuerberichtigung wegen der vor dem 1.4.1999 angefallenen Kosten für den Erwerb einer Segeljacht
Segelyacht - steuerlich gesehen
Vermietung von Segeljachten als eine unternehmerische Tätigkeit i.S. von § 2 Abs. 1 S. 3 Umsatzsteuergesetz (UStG 1993/1999); Möglichkeit des Abzugs von auf laufende Aufwendungen für Segeljachten entfallene Vorsteuerbeträge bei Vermietung derselbigen ohne ...
Vorsteuer bei Vercharterung einer Segelyacht nur bei Gewinnabsicht abziehbar
Vorsteuer auf laufende Aufwendungen für Segeljachten?
Das Vorsteuerabzugsverbot des § 15 Abs. 1a UStG
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 02.07.2008, Az.: XI R 60/06 (Aufwendungseigenverbrauch, Vorsteuerabzug und Vorsteuerberichtigung bei einer Segeljachtvercharterung ohne Überschusserzielungsabsicht)" von CH, original erschienen in: DStR 2008, 2159 - ...
BFHE 222, 112
DB 2008, 2629
BStBl II 2009, 167
Gleiches gilt für die nachhaltige Vermietung (Verpachtung) eines körperlichen Gegenstands (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 12. Dezember 1996 V R 23/93, BFHE 182, 388, BStBl II 1997, 368, unter II.1., Rz 31; vom 2. Juli 2008 XI R 60/06, BFHE 222, 112, BStBl II 2009, 167, unter II.1., Rz 16; jeweils m.w.N.).
BFH, 26.09.2019 - V R 27/19
Dabei kommt es nach der Rechtsprechung allein darauf an, ob Aufwendungen vorliegen, die ihrer Art nach unter die Abzugsverbote fallen, da die ertragsteuerrechtliche Bedeutung unerheblich ist (BFH-Urteil vom 02.07.2008 - XI R 60/06, BFHE 222, 112, BStBl II 2009, 167, Rz 21; vgl. auch Abschn. 15.6 Abs. 3 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses).
Die Vermietung eines körperlichen Gegenstands ist eine wirtschaftliche Tätigkeit, wenn sie zur nachhaltigen Erzielung von Einnahmen vorgenommen wird (EuGH-Urteil vom 26.09.1996 Rs. C-230/94 -Enkler-, Slg. 1996, I-4517; BFH-Urteil vom 02.07.2008 XI R 60/06, BFHE 222, 112, BStBl II 2009, 167).
Ebenso unerheblich ist die Qualifizierung der Aufwendungen als Betriebsausgaben oder als Werbungskosten (BFH-Urteil vom 02.07.2008 XI R 60/06, BFHE 222, 112, BStBl II 2009, 167).
Die Absicht zum langfristigen Betrieb lässt sich als innere Tatsache nicht anhand der Erklärungen des Steuerpflichtigen feststellen, sondern anhand der äußeren Umstände (vgl. zur Gewinnerzielungsabsicht, BFH Großer Senat, Beschluss vom 25. Juni 1984, BStBl. II 1984, 751; BFH ständige Rechtsprechung, Urteile vom 30. Oktober 2014, IV R 34/11, BStBl. II 2015, 380; vom 2. Juli 2008, XI R 60/06, BStBl. II 2009, 167; vom 31. Juli 2002, X R 48/99, BStBl. II 2003, 282).
bb) Ob der Steuerpflichtige eine Überschusserzielungsabsicht hatte, lässt sich als innere Tatsache nicht anhand seiner Erklärungen, sondern nur aufgrund äußerer Umstände feststellen (BFH, Urteile vom 30. Oktober 2014, IV R 34/11, BStBl II 2015, 380; vom 2. Juli 2008, XI R 60/06, BStBl II 2009, 167; vom 31. Juli 2002, X R 48/99, BStBl II 2003, 282).