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Timestamp: 2016-10-24 21:55:37
Document Index: 25102638

Matched Legal Cases: ['Art. 18', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 36', 'Art. 25', 'Art. 36', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 22', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 1', 'Art. 35', 'Art. 61', 'Art. 108', 'Art. 61', 'Art. 2', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'Art. 132', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 118']

U 300/03 (30.11.2004)
Der bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch versicherte E.________ (geb. 1951) kam am 14. Juni 1970 mit seinem hilfsmotorbetriebenen Velo zu Fall, wobei er sich eine Kontusion des linken Knies, multiple Hautsch�rfungen sowie eine karpometakarpale Kontusion an der rechten Hand zuzog (Bericht des Dr. med. K.________ vom 22. Juni 1970). Nach durchgef�hrter Meniskektomie erlangte er am 10. Juni 1971 volle Arbeitsf�higkeit (kreis�rztliche Untersuchung desselben Datums). Eine erste R�ckfallmeldung erfolgte am 14. September 1981, wobei die empfohlene Kreuzbandoperation nicht durchgef�hrt wurde, worauf die SUVA den Fall erneut abschloss.
Am 1. April 1986 klemmte sich E.________ bei der Arbeit die rechte Hand in einer Walze ein, was zu einem massiven Quetschtrauma mit Defektrupturen der Beugesehnen dreier Finger, sowie einer Fraktur des f�nften Fingers f�hrte (Arztzeugnis des Dr. med. S.________, Oberarzt am Spital X.________, vom 11. April 1986). Von einer verf�gungsweise festgesetzten Rentenabstufung wurde in der Folge aufgrund ausgebliebener Anpassung und Angew�hnung abgesehen und es bei der am 26. Januar 1988 festgesetzten Rente der Unfallversicherung (bei einem Erwerbsunf�higkeitsgrad von 25 % und einer Integrit�tsentsch�digung basierend auf einer Integrit�tseinbusse von 10 %) belassen (Verf�gung vom 15. September 1989).
Weitere R�ckf�lle meldete E.________ (bez�glich der Handverletzung) am 11. Juni 1999 und (bez�glich der Knieverletzung) am 29. August 2000. Nach zus�tzlichen medizinischen Abkl�rungen, unter anderem im Rahmen eines Aufenthaltes in der Rehabilitationsklinik Y.________, sprach die SUVA E.________ f�r die verbleibenden Beeintr�chtigungen beider Geschehnisse eine Invalidenrente auf der Basis einer 40%igen Erwerbsunf�higkeit sowie eine Integrit�tsentsch�digung (f�r das Knieleiden) bei einer Integrit�tseinbusse von 5,5 % zu (Verf�gung vom 24. August 2001). Die hierauf erfolgte Einsprache hiess die SUVA insofern teilweise gut, als sie die Integrit�tseinbusse auf 10,66 % erh�hte (Einspracheentscheid vom 25. Juni 2002).
Die dagegen erhobene Beschwerde, mit welcher eine R�ckweisung zur Neubeurteilung und eventuell die Zusprechung einer Invalidenrente und eine Integrit�tsentsch�digung nach erfolgten weiteren Abkl�rungen beantragt wurde, wies das Versicherungsgericht des Kantons Solothurn ab (Entscheid vom 20. Oktober 2003).
E.________ l�sst mit dem Antrag auf Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides und in Erneuerung der vorinstanzlich gestellten Rechtsbegehren Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren.
Die SUVA beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung, Abteilung Kranken- und Unfallversicherung (seit 1. Januar 2004 im Bundesamt f�r Gesundheit) verzichtet auf eine Vernehmlassung.
1.1 Im kantonalen Entscheid werden die gesetzlichen Voraussetzungen �ber die Gew�hrung von Versicherungsleistungen bei Unf�llen, namentlich den Anspruch auf Invalidenrente (Art. 18 UVG), zutreffend dargelegt. Richtig wiedergegeben ist auch die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 UVG vorausgesetzten ad�quaten Kausalzusammenhang (BGE 123 V 103 Erw. 3d, 139 Erw. 3c, je mit Hinweisen) zwischen Unfallereignis und eingetretenem Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod), insbesondere die f�r die Ad�quanzbeurteilung massgebenden Kriterien im Falle einer nach dem Unfall eingetretenen psychischen Fehlentwicklung mit Einschr�nkung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa). Dabei ist f�r die Leistungspflicht zun�chst erforderlich, dass ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfallgeschehen und dem erlittenen Schaden vorliegt (BGE 129 V 181 Erw. 3.1, 406 Erw. 4.3.1, 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Bei banalen Unf�llen wie z.B. bei geringf�gigem Anschlagen des Kopfes oder �bertreten des Fusses und bei leichten Unf�llen wie z.B. einem gew�hnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsst�rungen in der Regel ohne weiteres verneint werden. Ohne aufw�ndige Abkl�rungen im psychischen Bereich darf aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse, davon ausgegangen werden, dass ein banaler bzw. leichter Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen. Hier mangelt es dem Unfallereignis offensichtlich an der erforderlichen Schwere, welche allgemein geeignet w�re, zu einer psychischen Fehlentwicklung beispielsweise in Form einer reaktiven Depression zu f�hren (BGE 115 V 139 Erw. 6a).
Korrekt wiedergegeben sind ferner die Bestimmungen und Grunds�tze �ber die Ermittlung des Invalidit�tsgrades nach der Methode des Einkommensvergleichs (Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG; BGE 116 V 248 f. Erw. 1b, 114 V 313 Erw. 3a, je mit Hinweisen) sowie zum Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 UVG; Art. 36 Abs. 1 UVV), deren Abstufung nach der Schwere des Integrit�tsschadens (Art. 25 Abs. 1 UVG und Anhang 3 zur UVV, gest�tzt auf Art. 36 Abs. 2 UVV) und die Bedeutung der von der medizinischen Abteilung der SUVA erarbeiteten weiteren Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (so genannter Feinraster; vgl. dazu BGE 124 32 Erw. 1c). Darauf wird verwiesen.
Zu pr�zisieren ist, dass R�ckf�lle und Sp�tfolgen (Art. 11 UVV) besondere revisionsrechtliche Tatbest�nde darstellen (Art. 22 UVG; BGE 127 V 457 Erw. 4b). Bei einem R�ckfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, sodass es zu �rztlicher Behandlung, m�glicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunf�higkeit kommt; von Sp�tfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe l�ngerer Zeit organische oder psychische Ver�nderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild f�hren. R�ckf�lle und Sp�tfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend k�nnen sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur ausl�sen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitssch�digung ein nat�rlicher und ad�quater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 296 f. Erw. 2c mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 Erw. 2).
1.2 Zu pr�fen sind die Verh�ltnisse, wie sie sich bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheides (hier: vom 25. Juni 2002) entwickelt haben (BGE 121 V 366 Erw. 1b). Daher ist das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 intertemporal in materiellrechtlicher Hinsicht f�r die Beurteilung der Sache nicht massgeblich (BGE 129 V 4 Erw. 1.2, 127 V 467 Erw. 1).
In formellrechtlicher Hinsicht r�gt der Beschwerdef�hrer eine Verletzung der vorinstanzlichen Begr�ndungspflicht, da das Gericht bez�glich der Frage, ob die psychischen Leiden unfallurs�chlich sind, pauschal auf die Darlegungen der Beschwerdegegnerin verwiesen und sich weder mit den Vorbringen des Versicherten auseinandergesetzt noch dargelegt habe, von welchen �berlegungen es sich habe leiten lassen.
2.1 Der in Art. 29 Abs. 2 BV verankerte Grundsatz des rechtlichen Geh�rs verlangt, dass die Beh�rde die Vorbringen des vom Entscheid Betroffenen tats�chlich h�rt, sorgf�ltig und ernsthaft pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt die grunds�tzliche Pflicht der Beh�rden, ihren Entscheid zu begr�nden (BGE 126 I 102 Erw. 2b). F�r die kantonalen Gerichte auf dem Gebiet des Bundessozialversicherungsrechts ergibt sich diese Pflicht auch aus Art. 1 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 35 Abs. 1 und Art. 61 Abs. 2 VwVG. F�r das Beschwerdeverfahren in der Unfallversicherung folgte sie zudem aus dem bis 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen Art. 108 lit. h UVG. Diesen Bestimmungen kam nach der Rechtsprechung die gleiche Tragweite zu wie der aus dem verfassungsm�ssigen Anspruch auf rechtliches Geh�r abgeleiteten Begr�ndungspflicht (SZS 2001 S. 563 Erw. 3b). Daran hat sich mit der Einf�hrung des seit 1. Januar 2003 die Begr�ndungspflicht statuierenden Art. 61 lit. h in Verbindung mit Art. 2 ATSG und Art. 1 UVG grunds�tzlich nichts ge�ndert.
2.2 Die Begr�ndungspflicht soll verhindern, dass sich die Beh�rde von unsachlichen Motiven leiten l�sst, und der betroffenen Person erm�glichen, die Verf�gung oder den Gerichtsentscheid gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur m�glich, wenn sowohl die betroffene Person als auch die Rechtsmittelinstanz sich �ber die Tragweite des Entscheides ein Bild machen k�nnen. In diesem Sinn m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verf�gung bzw. ihr Urteil st�tzt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdr�cklich mit jeder tatbest�ndlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschr�nken (BGE 126 I 102 Erw. 2b, 124 V 181 Erw. 1a; SVR 2001 IV Nr. 17 S. 50 Erw. 2a). Die Beh�rde darf sich aber nicht damit begn�gen, die von der betroffenen Person vorgebrachten Einw�nde tats�chlich zur Kenntnis zu nehmen und zu pr�fen; sie hat ihre �berlegungen der betroffenen Person gegen�ber auch namhaft zu machen und sich dabei ausdr�cklich mit den (entscheidwesentlichen) Einw�nden auseinanderzusetzen oder aber zumindest die Gr�nde anzugeben, weshalb sie bestimmte Gesichtspunkte nicht ber�cksichtigen kann (BGE 124 V 182 Erw. 2b).
2.3 Dem Beschwerdef�hrer kann zwar insoweit gefolgt werden, als die vorinstanzlich vorgenommene Kausalit�tsbeurteilung bei beiden Unf�llen hinsichtlich der psychischen Beschwerden knapp ausgefallen ist, zumal das Gericht die Frage der nat�rlichen Kausalit�t (mit der Verwaltung) nicht beantwortete und es bez�glich des zweiten Ereignisses unterliess, sich im Einzelnen mit den rechtsprechungsgem�ss heranzuziehenden Kriterien zur Beurteilung der ad�quaten Kausalit�t auseinanderzusetzen, indem es lediglich auf die einl�ssliche Begr�ndung der SUVA verwies und festhielt, insbesondere sei das Ad�quanzkriterium der k�rperlichen Dauerschmerzen nicht erf�llt. Dennoch ist ersichtlich, von welchen �berlegungen sich die Vorinstanz leiten liess und welchen Einw�nden sie nicht gefolgt ist. Selbst wenn eine Verletzung der Begr�ndungspflicht best�nde, w�re der Verfahrensmangel im letztinstanzlichen Leistungsprozess heilbar, zumal sich der Beschwerdef�hrer in diesem Verfahren hat �ussern k�nnen und das Eidgen�ssische Versicherungsgericht sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei �berpr�ft (Art. 132 OG; BGE 127 V 437 Erw. 3d/aa, 126 I 72, 126 V 132 Erw. 2b, je mit Hinweisen).
Materiellrechtlich streitig und zu pr�fen ist die unfallbedingte Invalidit�t sowie die H�he der f�r die behaupteten psychischen Unfallfolgen beanspruchte Integrit�tsentsch�digung. Das h�ngt davon ab, ob die Beeintr�chtigungen psychischer Genese eine Sp�tfolge eines oder beider Unf�lle darstellen. Auch hief�r ist die nat�rliche und ad�quate Kausalit�t vorausgesetzt, wobei erste offen bleiben kann, wenn letzte zu verneinen ist.
3.1 Tritt im Anschluss an zwei oder mehrere Unf�lle eine psychische Fehlentwicklung ein, ist die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs grunds�tzlich f�r jeden Unfall gesondert gem�ss der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 138 ff. Erw. 6) zu beurteilen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Unf�lle, wie jene der Jahre 1970 und 1986, zwei verschiedene K�rperteile (linkes Knie und rechte Hand) betreffen und zu unterschiedlichen Verletzungen f�hren (RKUV 1996 Nr. U 248 S. 177 Erw. 4b mit Hinweis).
3.2 Der Hausarzt des Versicherten �ussert erstmals anl�sslich der am 3. August 1999 bez�glich der Hand- wie auch der Knieleiden erfolgten R�ckfallmeldung den Verdacht auf eine reaktive Depression. Der Neurologe Dr. med. F.________ beurteilt die Beschwerden an der rechten Hand am 30. Juni 1999 - mithin 13 Jahre nach dem zweiten Unfallereignis - als chronisches kausalgiformes Schmerzsyndrom, differentialdiagnostisch: complex regional pain syndrome Type II, Cervikalsyndrom mit vowiegend tendomyogen bedingter Cerviobrachialgie rechts, mit Verdacht auf ein reaktiv depressives Syndrom. Im psychosomatischen Konsilium der Rehaklinik Y.________ (vom 16. Oktober 2000) schliesslich wird keine eindeutige psychiatrische Diagnose gestellt, indem Dr. med. R.________ "am ehesten" von einer Anpassungsst�rung mit l�ngerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21), spricht. Ausgehend vom Austrittsbericht der Rehaklinik Y.________ (vom 21. November 2000), welcher vermerkt, dass die psychosozialen Zusammenh�nge als unfallfremd angesehen werden, ist das psychische Beschwerdebild kaum als nat�rlich-kausale Unfallfolge anzusehen. Selbst wenn indes die Unfallereignisse f�r die bestehenden gesundheitlichen Beschwerden psychogener Art nat�rlich kausal w�ren, scheitert ein weitergehender Leistungsanspruch gegen�ber dem obligatorischen Unfallversicherer am fehlenden ad�quaten Kausalzusammenhang, wie sich aus dem Folgenden ergibt.
3.3 Im Rahmen der f�r die Belange der Ad�quanzbeurteilung vorzunehmenden Einteilung (BGE 115 V 138 Erw. 6) ist das Geschehen vom 14. Juni 1970 aufgrund des Unfallhergangs und der erlittenen Verletzungen nach der Praxis bei Sturzereignissen den mittleren, allerdings im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen, zuzuordnen. Danach ist ein gew�hnlicher Sturz oder ein Ausrutschen im Allgemeinen dem Bereich der leichten Unf�lle zuzuordnen mit der Folge, dass der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den psychischen St�rungen in der Regel ohne weiteres verneint werden kann (BGE 115 V 139 Erw. 6a; Erw. 1.1 hievor). Als mittelschwer bis schwer im mittleren Bereich wurden Unf�lle qualifiziert, bei denen der Versicherte aus einer H�he von mehreren Metern von Leitern, Ger�sten oder einem Dach auf den Boden st�rzte und erhebliche Verletzungen und Frakturen erlitt (vgl. die �bersicht �ber die Rechtsprechung zu Sturzunf�llen in RKUV 1998 Nr. U 307 S. 449 Erw. 3a; ferner RKUV 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.). Als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen wurde etwa ein Unfall qualifiziert, bei dem ein Versicherter das Gleichgewicht verlor, von einem 1,2 m hohen Ger�st fiel und sich eine Calcaneusfraktur zuzog (nicht ver�ffentlichtes Urteil T. vom 20. November 1991, zitiert in RKUV 1998 Nr. U 307 S. 449). Gleich beurteilt wurden der Sturz eines Bauarbeiters in einen Lichtschacht mit Kontusion der rechten H�fte und Distorsion des rechten Knies sowie der Sturz auf einer schneeglatten Unterlage mit L�sion der Supraspinatussehne an der linken Schulter (Urteil D. vom 5. August 2003, U 232/02), ferner der Sturz �ber eine Treppe mit leicht dislozierter Nasenbeinfraktur und schwerer Commotio cerebri (nicht ver�ffentlichtes Urteil K. vom 19. September 1994, U 141/92) sowie der Sturz �ber eine T�rschwelle auf den R�cken mit Dorsalkontusion und dringendem Verdacht auf eine Wirbelstauchung (BGE 123 V 137 ff. betr. die Milit�rversicherung; zum Sachverhalt in diesem Fall vgl. Praxis 87/1998 Nr. 30 S. 190) und j�ngst auch der Sturz an einem steinigen Flussufer hangabw�rts auf den R�cken ohne schwere Verletzungen (Urteil P. vom 15. November 2004, U 173/03). Die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs w�re praxisgem�ss daher zu bejahen, wenn ein einzelnes der in die Beurteilung einzubeziehenden Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt w�re oder die zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter und auffallender Weise gegeben w�ren (BGE 115 V 141 Erw. 6c/bb).
Der Unfall vom 14. Juni 1970 hat sich weder unter besonders dramatischen Begleitumst�nden ereignet noch war er von besonderer Eindr�cklichkeit. Er hat auch keine schweren Verletzungen oder Verletzungen besonderer Art und insbesondere keine Verletzungen erlitten, die erfahrungsgem�ss geeignet sind, psychische Fehlentwicklungen herbeizuf�hren. Zwar musste der Beschwerdef�hrer aufgrund des linksseitig erlittenen Meniskus-Einrisses und der Kreuzbandl�sion hospitalisiert werden; der postoperative Verlauf war jedoch normal (Bericht des Dr. med. K.________ vom 25. August 1970). Seit dem 30. November 1970 arbeitete der Beschwerdef�hrer wieder halbtags, Anfang Februar 1971 zu 75 % (Zwischenberichte des Dr. med. K.________ vom 13. Januar und 3. M�rz 1971). Die �rztliche Behandlung konnte am 10. Juni 1971 bei voller Arbeitsf�higkeit zum Abschluss gebracht werden (kreis�rztliche Untersuchung des Dr. med. A.________ vom 10. Juni 1971). Die Unfallsch�digungen zogen bis zur R�ckfallmeldung im Jahre 1981 keine weiteren Folgen nach sich. Da somit weder eines der f�r die Ad�quanzbeurteilung massgebenden Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist, noch die zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben sind, ist die Unfallad�quanz der psychischen Beeintr�chtigungen zu verneinen.
3.4 Was den Unfall vom 1. April 1986 betrifft, ging die Verwaltung vom �usseren Ablauf her und unter Hinweis auf die durch das Eidgen�ssische Versicherungsgericht erfolgte Zuordnung �hnlich gelagerter F�lle (vgl. etwa Urteil K. vom 25. Januar 2002, U 38/00 mit Hinweis) zu Recht von einem Unfall im mittleren Bereich, jedoch im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen liegend, aus. F�r die Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhangs m�ssen demnach vorliegend mehrere der in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa genannten Kriterien oder ein Einzelkriterium in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt sein. Beides ist zu verneinen: Dem Unfallhergang, wonach der Beschwerdef�hrer mit einer Hand in die Walze geraten war, kann zwar eine gewisse Eindr�cklichkeit nicht abgesprochen werden. Eine besondere Eindr�cklichkeit oder Dramatik wie auch die besondere Art der erlittenen Verletzung, kann - im Gegensatz zum im mittleren Bereich zu den schwereren F�llen zugeordneten Unfallgeschehen, bei welchem der Arbeitnehmer eines Holzverarbeitungsbetriebs beim Fr�sen drei Finger verlor (RKUV 1999 Nr. U 346 S. 42) - nicht bejaht werden. Eine gewisse Schwere kann der erlittenen Handverletzung nicht abgesprochen werden, zumal die Stellung des Ringfingers den Versicherten im t�glichen Leben und bei der Arbeit erheblich behinderte, sodass eine Amputation des Ringfingers im distalen Grundglied auf seinen Wunsch hin rund ein Jahr nach dem Unfallereignis erfolgte. Von einer Verst�mmelung im Ausmass des soeben erw�hnten Falles kann aber nicht die Rede sein; vielmehr blieb die grunds�tzliche Funktionsf�higkeit der Hand erhalten, sodass es dem Beschwerdef�hrer weiterhin m�glich war (wenn auch verlangsamt und einen Schutzhandschuh tragend), die angestammte T�tigkeit an der Papierschneidemaschine bis zur R�ckfallmeldung im Jahre 1999, auszu�ben. Die erlittenen Verletzungen sind ad�quanzrechtlich vergleichbar mit denjenigen im Urteil M. vom 22. April 2002, U 82/00, in welchem ein Handwerker beim Reinigen einer Doppelwalze mit der linken Hand in die Walzenr�der geriet, sodass er ein Degloving des linken Daumens und Quetschwunden im Bereich der Endglieder und -gelenke der Finger II, IV und V sowie eine Zerrung und Distraktionsverletzung der gesamten linken oberen Extremit�t erlitt. Bei diesem im mittleren Bereich angesiedelten Unfall wurde die besondere Art und Schwere der Verletzung ebenfalls verneint. Unter Ber�cksichtigung aller Umst�nde ist dies auch hier der Fall. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdef�hrers sind sodann keine weiteren einschl�gigen Kriterien gegeben, insbesondere liegt bei diesem Verletzungsbild weder eine ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung vor, noch eine langandauernde Arbeitsunf�higkeit. Der Versicherte konnte rund ein Jahr nach dem Unfallereignis die Arbeit wieder zu 50 % aufnehmen, drei Monate sp�ter sodann (mit 25%iger Minderleistung) zu 100 %. Mit Blick auf das Kriterium der k�rperlichen Dauerschmerzen ist festzustellen, dass der Versicherte wohl nie g�nzlich beschwerdefrei war, zumal Dr. med. L.________, Spezialarzt FMH, Neurologie, am 8. November 1989 Zeichen einer partiellen traumatischen distalen L�sion des rechten Nervus medianus, angedeutet auch des Nervus ulnaris, erkannte. Diese Schmerzen hinderten den Beschwerdef�hrer jedoch nicht daran, weiterhin seiner bisherigen T�tigkeit nachzugehen (SUVA-Bericht vom 9. August 1989). Zwar k�nnen k�rperliche Dauerschmerzen somit bejaht werden; in besonders ausgepr�gter Form liegen sie jedoch nicht vor. Auch dieses Unfallereignis ist demnach, im Ergebnis mit SUVA und Vorinstanz �bereinstimmend, als nicht ad�quat kausal f�r die Entstehung des psychischen Gesundheitsschadens anzusehen.
Damit bleibt es beim Rentenanspruch infolge der physisch bedingten Erwerbsunf�higkeit. Der Beschwerdef�hrer wendet ein, in Ermangelung einer Verweisungst�tigkeit k�nne ihm kein Invalideneinkommen von j�hrlich Fr. 42'000.- angerechnet werden.
4.1 F�r die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung prim�r von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. �bt sie nach Eintritt der Invalidit�t eine Erwerbst�tigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverh�ltnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsf�higkeit in zumutbarer Weise voll aussch�pft und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grunds�tzlich der tats�chlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tats�chlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbst�tigkeit aufgenommen hat, so k�nnen nach der Rechtsprechung entweder Tabellenl�hne gem�ss den vom Bundesamt f�r Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die so genannten DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 126 V 76 Erw. 3b mit Hinweisen).
4.2 Da sich die Beschwerdegegenerin zur Ermittlung des Invalideneinkommens nicht nur auf die Dokumentation von Arbeitspl�tzen (DAP) st�tzte, sondern danebst die vom Bundesamt f�r Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heranzog, braucht auf die beschwerdef�hrerischen Einwendungen zur Untauglichkeit der DAP-Bl�tter (zur Rechtskonformit�t der DAP-Invalidit�tsbemessung: BGE 129 V 472 ff.) nicht n�her eingegangen zu werden. Wie von Verwaltung und kantonalem Gericht dargelegt, ist der Beschwerdef�hrer unter Ber�cksichtigung seiner unfallkausalen Behinderung f�r leichte, haupts�chlich sitzende industrielle Produktions- und Montaget�tigkeiten auf Tischh�he, leichte Archiv- und Magazinarbeiten, administrative T�tigkeiten und �hnliches einsetzbar. Die Limitierung liegt beim Heben und Tragen von mittelschweren und schweren Lasten, auch sollten rechtsseitig hautreizende Substanzen am Fingerstumpf sowie an der Handinnenfl�che vermieden werden, wie auch Vibrationen und Schl�ge. Damit ist vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) im gesamten privaten Sektor f�r m�nnliche Arbeitnehmer mit einfachen und repetitiven T�tigkeiten (Anforderungsniveau 4) gem�ss Tabelle TA1 der LSE 2000, also von Fr. 4437.- auszugehen. Umgerechnet auf die betriebs�bliche durchschnittliche Arbeitszeit im Jahr 2001 von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft, 1/2003, S. 94 Tabelle B 9.2) sowie unter Ber�cksichtigung der Nominallohnerh�hung im Jahre 2001 f�r M�nner (vgl. BGE 129 V 408 ff.) von 2,4 % (Die Volkswirtschaft, a.a.O., S. 95 Tabelle B10.3) entspricht dies einem Jahreseinkommen von Fr. 56'839.-. Selbst unter Ber�cksichtigung des h�chstm�glichen behinderungsbedingten Abzuges vom Invalideneinkommen in H�he von 25 % (BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc) resultiert damit im Vergleich zum unbestrittenen Valideneinkommen im Jahre 2001 von Fr. 70'240.- kein h�herer als der von der SUVA ermittelte Invalidit�tsgrad von 40 %. Schliesslich gibt es auch keinen Anhaltspunkt f�r die Annahme, dass sich die tats�chlichen Verh�ltnisse zwischen Rentenbeginn und Einspracheentscheid in erheblicher Weise ver�ndert h�tten.
Was schliesslich die vom Beschwerdef�hrer beanstandete Bemessung der Integrit�tsentsch�digung betrifft, kann auf die diesbez�glichen Erw�gungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Angesichts des Umstandes, dass die von der Vorinstanz und Verwaltung vorgenommene Ausklammerung der psychischen Problematik rechtens ist und sich somit die Integrit�tsentsch�digung ausschliesslich aufgrund der erlittenen k�rperlichen Beeintr�chtigung bemisst, ist die vorinstanzlich best�tigte Festsetzung der Integrit�tsentsch�digung - auch was die intertemporalrechtliche Problematik mit Ber�cksichtigung des auf die Zeit vor In-Kraft-Treten des UVG am 1. Januar 1984 entfallenden Anteils des Integrit�tsschadens (vgl. Art. 118 Abs. 2 lit. c UVG; RKUV 1993 Nr. U 157 S. 24 Erw. 3) betrifft - nicht zu beanstanden.