Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=08.05.2001&Aktenzeichen=XI%20ZR%20192/00
Timestamp: 2019-08-21 12:39:27
Document Index: 16140982

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 31', '§ 34', '§ 31', '§ 34', '§ 31', '§ 34', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', '§ 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 08.05.2001 - XI ZR 192/00 - dejure.org
https://dejure.org/2001,29
BGH, 08.05.2001 - XI ZR 192/00 (https://dejure.org/2001,29)
BGH, Entscheidung vom 08.05.2001 - XI ZR 192/00 (https://dejure.org/2001,29)
BGH, Entscheidung vom 08. Mai 2001 - XI ZR 192/00 (https://dejure.org/2001,29)
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WpHG §§ 31, 33; Börsenordnung der Deutschen Terminbörse § 34; Richtlinie des Bundesaufsichtsamtes für den Wertpapierhandel Nr. 4
Positive Vertragsverletzung - Wertpapierdienstleistungsunternehmen - Wertpapierhandel - Margin-Bestimmungen - Deutsche Terminbörse - Börsenordnung - Rahmenvereinbarung für Termingeschäfte - Stillhalteroptionsgeschäfte
Kein Schadensersatzanspruch wegen Verlusten aus Stillhalteroptionsgeschäften allein wegen Verletzung öffentlich-rechtlicher Pflichten zur Forderung von Sicherheitsleistungen ("Margin")
Zur Frage von Schadensersatzansprüchen gegen ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen wegen Ausführung von Stillhalteroptionsgeschäften trotz unzureichender Sicherheiten des Auftraggebers
Kapitalanlagerecht - Zur Aufklärung bei Stillhalteoptionen
WpHG §§ 31, 33; BörsO § 34; Wohlverhaltensrichtlinie des BAWe Nr. 4
WpHG §§ 31, 33; BörsO-DTB § 34
Kein Schadensersatzanspruch nach Verlusten aus Stillhalteroptionsgeschäften allein wegen Verletzung öffentlich-rechtlicher Pflichten zur Forderung von Sicherheitsleistungen ("Margin")
Stillhaltergeschäfte an der DTB; Margin-Pflichten; Zurückweisung von Kundenaufträgen bei fehlender Sicherheitsleistung
BGHZ 147, 343
NJW 2002, 62
NJW-RR 2002, 551 (Ls.)
ZIP 2001, 1492
ZIP 2001, 1580
MDR 2001, 1307
VersR 2001, 1518
WM 2001, 1758
DB 2001, 2038
(c) Zutreffend hat das Berufungsgericht ferner angenommen, dass Kreditinstitute den Wert der ihnen gestellten Sicherheiten grundsätzlich nur im eigenen Interesse sowie im Interesse der Sicherheit des Bankensystems, nicht dagegen im Kundeninteresse prüfen (BGHZ 147, 343, 349; BGH, Senatsurteile vom 7. April 1992 - XI ZR 200/91, WM 1992, 977, vom 21. Oktober 1997 - XI ZR 25/97, WM 1997, 2301, 2302 und vom 11. November 2003 - XI ZR 21/03, WM 2004, 24, 27).
Nach ständiger Rechtsprechung des Senats prüfen Kreditinstitute den Wert der ihnen gestellten Sicherheiten im eigenen Interesse sowie im Interesse der Sicherheit des Bankensystems, nicht im Interesse des Kunden (Senatsurteile vom 8. Mai 2001 - XI ZR 192/00, BGHZ 147, 343, 349…, vom 16. Mai 2006 - XI ZR 6/04, BGHZ 168, 1 Rn. 45 …und vom 6. November 2007 - XI ZR 322/03, WM 2008, 115 Rn. 43;… Senatsbeschluss vom 15. Juni 2010 - XI ZR 318/09, WM 2010, 1448 Rn. 9).
Bei der Richtlinie handelt es sich um eine norminterpretierende Verwaltungsvorschrift, die keine neuen Pflichten begründen kann und die die Zivilgerichte nicht bindet (BGHZ 147, 343, 350;… Döhmel, in: Vortmann, Prospekthaftung und Anlageberatung § 4 Rdn. 104;… Lang, Informationspflichten bei Wertpapierdienstleistungen § 14 Rdn. 3).
Bei gestaffelter Einschaltung mehrerer Wertpapierdienstleistungsunternehmen ist grundsätzlich nur das kundennähere Unternehmen zur Befragung des Anlegers hinsichtlich seiner Erfahrungen, Kenntnisse, Anlageziele und finanziellen Verhältnisse verpflichtet (vgl. Senatsurteil vom 8. Mai 2001 - XI ZR 192/00, BGHZ 147, 343, 353).
(b) Die Rechtsprechung des erkennenden Senats zu Aufklärungspflichten bei gestaffelter Einschaltung mehrerer Wertpapierdienstleistungsunternehmen (BGHZ 147, 343, 353) steht, wie das Berufungsgericht zu Recht angenommen hat, der Annahme eines Teilnehmervorsatzes nicht entgegen, weil es vorliegend um die Haftung der Beklagten wegen einer bedingt vorsätzlichen Beteiligung an einem sittenwidrigen Geschäftsmodell eines Terminoptionsvermittlers und nicht wegen der Verletzung von Aufklärungspflichten geht (vgl. BGHZ 184, 365, Tz. 26 f.).
OLG München, 07.01.2002 - 17 U 4466/01
Aktienkauf - vermögensüberschreitende Order des Kunden - Pflichtverletzung