Source: https://www.smartsteuer.de/blog/2016/07/15/aenderung-von-steuerbescheiden-geht-geht-nicht/
Timestamp: 2019-05-27 04:03:21
Document Index: 373427182

Matched Legal Cases: ['§173', '§ 129', '§ 173', '§ 165', '§164', '§ 165', '§ 165']

Änderung vom Steuerbescheid - was geht, was geht nicht? » smartsteuer Blog
15.07.2016 · smart steuern ·
Wann ist ein Steuerbescheid endgültig?
Ob sich ein Steuerbescheid ändern lässt, hängt zuerst einmal davon ab, ob der Steuerbescheid „endgültig“ ist (im Steuerdeutsch: „bestandskräftig“) oder nicht.
Wenn er es noch nicht ist, lässt er sich jederzeit ändern, ist er hingegen schon bestandskräftig, nur noch unter bestimmten Voraussetzungen.
Steuerbescheide sind bestandskräftig, wenn Sie nicht innerhalb eines Monats nach Erhalt des Steuerbescheids Einspruch eingelegt haben, der Steuerbescheid nicht vorläufig ist und er nicht unter dem Vorbehalt der Nachprüfung steht. Was bedeutet das genau?
Einspruchsfrist von einem Monat: Nur in diesem Zeitraum können Sie selbst was an Ihrem Steuerbescheid ändern.
Vorläufigkeit des Steuerbescheids: Das gibt es sehr häufig, der Steuerbescheid bleibt in ausgewählten Punkten offen. Welche das sind, steht in den Erläuterungen zum Steuerbescheid. In der Regel betrifft das Punkte, die noch in Musterverfahren vor Gerichten geklärt werden müssen. Wichtig: Der Steuerbescheid ist nur in diesen Punkten vorläufig, der Rest ist bestandskräftig, wenn die Einspruchsfrist abgelaufen ist.
Vorbehalt der Nachprüfung: Das betrifft nahezu ausschließlich Selbstständige. Diese müssen immer damit rechnen, dass Finanzbeamte auch Jahre später kommen, um in die „Bücher“ zu gucken und den Steuerbescheid abzuändern. Arbeitnehmer betrifft das wie geschrieben eher nicht.
So scheiterte das Amt mit Nachforderungen
Wir wissen jetzt also, dass es bei bestandskräftigen Steuerbescheiden nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist, diese nachträglich zu ändern. Anhand der folgenden zwei Beispiele erhält man schon eine Ahnung, wann es nicht möglich ist.
Rentnerin soll 140.000 Euro Steuern nachzahlen: Die Geschichte in Kürze. Das Finanzamt hatte entschieden, eine ihrer Renten (90.000 Euro) nur mit dem sogenannten Ertragsanteil von 17 Prozent zu besteuern. Die Frau zog ein paar Jahre später um, das neue Finanzamt änderte erstmals nichts. Fünf Jahre nach dem ersten Bescheid stellte die Beamten dann fest, dass die Rente doch voll hätte besteuert werden müssen. Grund: Die Rente kam vom Sohn, dem die alte Dame ihr Vermögen übertragen hatte. Das Finanzamt forderte für vier Jahre rückwirkend insgesamt 140.000 Euro Steuern nach. Die Rentnerin klagte vor dem Finanzgericht Rheinland-Pfalz, mit Erfolg (Az. 5 K 1154/13)!
Kurzbegründung: Das neue Finanzamt hätte den Fall gleich beim ersten Mal gründlich prüfen können und müssen.
Fehler bei der Datenübertragung: Ein Arbeitnehmer hatte in seiner Steuererklärung den Bruttolohn richtig angegeben. Sein Chef hatte bei der Übertragung dieser Daten jedoch einen Fehler (zugunsten seines Angestellten) gemacht. Das Finanzamt übernahm die falschen Daten des Arbeitgebers und schickte den Steuerbescheid raus. Monate später fiel dann doch noch jemandem im Amt der Fehler auf. Die Folge: abgeänderter Steuerbescheid, mehr Steuern für den Arbeitnehmer! Das Finanzgericht in Niedersachsen entschied: Das war falsch (Az.: 3 V 226/14).
Grund: Das Finanzamt hätte schon bei der Bearbeitung des Falls die Abweichung zwischen den richtigen Angaben des Arbeitnehmers und den falschen des Arbeitgebers untersuchen müssen.
Wann darf das Finanzamt nachträglich einen bestandskräftigen Steuerbescheid ändern?
Wir haben an den beiden Beispielen gut sehen können, dass das Finanzamt nicht beliebig Steuerbescheide nachträglich ändern kann. In beiden Fällen hätten die Beamten nur gründlich bei der Bearbeitung des Steuerfalls sein müssen, denn die beiden Steuerzahler hatten nichts verheimlicht, alle Tatsachen lagen sozusagen auf dem Tisch.
Die Abgabenordnung (AO) sieht in §173 dann auch nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen Abänderungsmöglichkeiten vor:
wenn dem Finanzamt nachträglich Tatsachen oder Beweismittel bekanntwerden, die zu einer höheren Steuer führen,
wenn Sie dem Finanzamt ebenfalls nachträglich eine neue Tatsache präsentieren können und Sie kein grobes Verschulden daran trifft, dass die Beweismittel erst jetzt auftauchen.
Einfach zusammengefasst: Das Finanzamt kann gemachte Fehler nicht ausbügeln. Nur wenn es während der Bearbeitung des Steuerfalls von etwas nicht wissen konnte, darf es später einen Steuerbescheid abändern.
Knuffi sagt:
21. Juli 2016 um 12:21 pm Uhr
Wie ist es denn andersherum, also wenn man sich zu seinen Ungunsten, ( z.B. Angabe von zu hohen Mieteinnahmen) verrechnet hat und erst im Nachhinein von dieser falschen Berechnung Kenntnis erlangt (verstorbener Ehegatte hatte den Fehler gemacht)?
21. Juli 2016 um 1:33 pm Uhr
Gut geschrieben, ein Nachtrag noch zu „Einfach zusammengefasst: Das Finanzamt kann gemachte Fehler nicht ausbügeln.“ Hier gibt es noch die offenbare Unrichtigkeit nach § 129 AO: Rechenfehler und Schreibfehler können geändert werden, und zwar die des Steuerpflichtigen und die des Finanzamtes.
22. Juli 2016 um 8:41 am Uhr
wenn Sie dem Finanzamt nachträglich eine neue Tatsache präsentieren können und Sie kein grobes Verschulden daran trifft, dass die Beweismittel erst jetzt auftauchen, kann der Bescheid evtl. geändert werden.
17. April 2017 um 5:46 pm Uhr
wie verhält es sich mit Steuerbescheiden, bei dem Fall eine doppelten Haushaltsführung. Bei meiner Situation liegt es im Ermessen des Finanzamt.
Ich hatte die letzten sechs Jahre eine günstige Mietwohnung (35 qm) welche ohne Disskussion vom FA anerkannt wurde.
Jetzt habe ich seit einem Jahr eine kleine Eigentumswohnung ca. 56 qm.
Wie sieht es bei der „worst case“ Betrachtung aus, wenn nun das FA die Begründung der doppelten Haushaltsführung hinterfrägt und meiner Begründung nicht folgt.
Könnten dann die vergangenen Steuerbescheide durch das FA revidiert werden ?
18. April 2017 um 9:37 am Uhr
Wenn das Amt feststellt, dass die Voraussetzungen für die dopellte Haushaltsführung nicht vorliegen, können alle noch nicht bestandskräftigen Bescheide geändert werden.
Rainer Kroschewski sagt:
1. Mai 2017 um 4:11 pm Uhr
Die Privatentnahme PKW-Nutzung wurde wie erklärt USt-pflichtig veranlagt; so
auch zuvor in der ESt-Veranlagung(EÜ-Ermittlung)einschl. der gewinnerhöhenden
MWSt. Monate später gab es einen neuen USt-Bescheid für dasselbe Veranla-gungsjahr, in dem die Privatentnahme steuerfrei behandelt wurde, um den Vor-
steuerabzug zu vereiteln. Alle Bescheide sind nicht bestandskräftig. Zwischen
Erklärung und Bescheid gab es keine Änderung der Rechts-, Sach- und Informa-tionslage auf Seiten des FA.
Ist die Verschlechterung zulässig?
2. Mai 2017 um 3:16 pm Uhr
Der Sachverhalt ist zu kompliziert, um ihn hier beantworten zu können.
Grundsätzlich muss ein Grund für die umsatzsteuerliche Behandlung der Privatentnahmen vorliegen.
Wende dich doch nochmal an das Finanzamt oder einen Steuerexperten.
29. Mai 2017 um 4:42 pm Uhr
mein Arbeitgeber hat die Erstattung von meinen Fahrtkosten nicht beim Finanzamt und in der Steuerbescheinigung angegeben. Ich habe aber Fahrtkosten in der Steuererklärung abgerechnet. Es war für die Jahre 2011 und 2012. Die Steuererklärung habe ich erst 2015 gemacht und den Bescheid auch 2015 bekommen.
Heute bekomme ich einen neuen Steuerbescheid, ich hätte die Fahrtkosten nicht abrechnen dürfen und muß jetzt ne ordentliche Summe nachzahlen. Ich denke das Finanzamt hat während einer Betriebsprüfung meines alten Arbeitgebers herausgefunden das Fahrgeld erstattet wurde. Darf das Finanzamt den Steuerbescheid ändern?
30. Mai 2017 um 9:12 am Uhr
grundsätzlich darf das Finanzamt den Bescheid noch ändern.
Um den Fall genau prüfen zu lassen, kannst du dich an einen Steuerberater wenden.
24. Juli 2017 um 5:12 pm Uhr
Das FA hat jetzt einen Est-Bescheid( festgesetzt) vom 30.04.2003 !! die Est 2001 betreffend geändert. Zahllast NULL.
Es wurde 2015 bemerkt, dass die Steuerbehörden einen Verlustvortrag aus 2000, der richtig erklärt wurde, nicht berücksichtigt hat.
Daraufhin wurde 2015 der Vorlust bis auf 2011 vorgetragen, weil dieser Bescheid noch vorläufig war. Der Verlust aus 2000 bewirkte in 2011 eine Steuerminderung!
2016 ist ein anderer Finanzbeamter nun auf die Idee gekommen, den Verlust von 2000 nun doch in 2001 zu verrechnen. Geht das ?
25. Juli 2017 um 2:51 pm Uhr
den Sachverhalt muss man ganz genau betrachten. Es kommt darauf an in wie weit die Steuerbescheide noch vorläufig waren und ob Sie jetzt einen Nachteil haben. Am besten Sie lassen den Sachverhalt von einem Steuerberater prüfen.
28. Juli 2017 um 2:14 pm Uhr
das Finanzamt hat 2013 in unserer Steuererklärung die Krankekassenkosten unseres erwachsenen Sohnes berücksichtigt, obwohl wir die nie angegeben haben.
jetzt wollen sie das Geld zurück, weil natürlich unser Sohn selbst eine Steuererklärung abgegeben hat.
und verlangt auch noch Zinsen für das Geld.
ist das rechtens? war ja nicht unser Fehler!
28. Juli 2017 um 2:48 pm Uhr
Darüber sollten Sie sich mit dem Finanzamt unterhalten.
25. Oktober 2017 um 11:20 am Uhr
Habe gestern meinen Bescheid für 2016 erhalten und gleichzeitig einen geänderten Bescheid für 2014.
zu meinen ungunsten wegen datenabgleich mit zulagenstelle wurde in 2014 ein kinderfreibetrag in ansatz gebracht und die zulagenstelle hat das kind auch berücksichtigt. deshalb soll ich nun knapp 200 euro aus 2014 bezahlen und die hat das finanzamt gleich abgezogen. zusätzlich wurde der betrag verzinst und diese wuchezinsen auch gleich mit abgezogen.
mir ist nicht bewußt dass ich da was falsch gemacht hatte, auf meinen anruf sagte mir die dame vom finanzamt dass ungerechtfertigt das kind bei der steuer und bei riester zulagen stelle berücksichtigt wurde.
darf nach 2 jahren das noch nachträglich geändert werden und warum soll ich dann dafür auch noch zinsen zahlen?
26. Oktober 2017 um 8:50 am Uhr
die kann leider nicht pauschal, sondern nur individuell beantwortet werden. Dafür müsste immer der gesamte Sachverhalt seriös sortiert werden.
Alke Morgenstern sagt:
28. November 2017 um 2:21 pm Uhr
Wir haben für die 2016 und 2015 geänderte Bescheide bekommen. Wir sollen zurückzahlen was wir für die Altersvorsorge gezahlt bekommen haben. Wir haben keine Zulage bekommen und die Daten über das Beiblatt AV abgegeben. Das Finanzamt hat uns was gezahlt und will das Geld jetzt zurück. Müssen wir zahlen oder hat das Finanzamt einen Fehler gemacht. Daten waren ok.
28. November 2017 um 4:50 pm Uhr
dem Finanzamt wurden vermutlich von der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) entsprechende Daten übermittelt. Am besten wenden Sie sich direkt an die ZfA: https://www.zfa.deutsche-rentenversicherung-bund.de/de/Navigation/public/1_ZfA/12_Kontakt_node.html
Wir können nur spekulieren, welchen Inhalt die Daten hatten.
11. Dezember 2017 um 2:50 pm Uhr
Im September habe ich einen Bescheid erhalten, in dem die Kosten für die Zweitwohnung nicht anerkannt wurden.
Telefonisch hat mir die Bearbeiterin etwas erzählt, dass „es unfair wäre, wenn es anerkannt werden würde“. Das ist mir keine plausible Begründung gewesen. Also habe ich in der Frist einen Einspruch eingelegt.
Nun habe ich von einer anderen Bearbeiterin eine „echte“ Begründung erhalten – mit der ich auch leben kann.
Nun zu meiner Frage: Da die Zweitwohnung nicht anerkannt wurde, würde ich meinen Antrag gern ändern lassen mit täglich hohen Fahrkosten. So würde ich noch einiges mehr an Steuern zurück bekommen. Ist das möglich? Und wenn ja: wie?
12. Dezember 2017 um 7:54 am Uhr
Änderungen können nach Erlassen des Bescheides innerhalb eines Einspruchs beantragt werden.
Die Abgabe einer geänderten Steuererklärung wird als Einspruch verstanden.
Wenn es bereits einen Einspruch gegen den Bescheid und dieser noch offen ist, kann kein neuer Einspruch eingelegt werden.
12. Dezember 2017 um 9:32 am Uhr
Vielen Dank für eine schnelle Beantwortung – leider jedoch ein wenig missverstanden.
Meine Idee ist: den ersten Einspruch (zu einen Sachverhalt – Zweitwohnung) zurückzuziehen und eine neue „Änderung“ (zu einem anderen Sachverhalt – Fahrkosten) herbeizuführen. Ist das möglich? Und wenn ja: wie? (Auch weil der originale Bescheid bereits im September war.)
12. Dezember 2017 um 11:52 am Uhr
Einen Einspruch kann man zurück nehmen, dann ist das ganze damit erledigt.
Bitte klären Sie mit Ihrem Finanzamt wie Sie weiter vorgehen können.
16. Dezember 2017 um 5:23 pm Uhr
Bin Rentnerin und mache brav jedes Jahr meine Einkommenssteuererklärung. Habe auch immer ordentlich meine Steuerbescheide bekommen und auch Nachzahlungen beglichen wenn es sich aus der Erklärung ergab. Heute kommt ein berichtigter Steuerbescheid aus dem Jahr 2012 mit einer Nachforderung von 332€. Habe mit anderen Jahre verglichen, bei mir als Rentnerin ändert sich ja nicht viel, ist die Nachforderung ok. Hier waren aber keine Angaben von mir falsch. Die Steuer wurde falsch verrechnet. Und dann fordert man von mir noch 55€ Zinsen. Das alles kann ich nicht verstehen.
18. Dezember 2017 um 9:08 am Uhr
Bitte wenden Sie sich direkt an Ihr Finanzamt um die Differenzen zu klären.
11. Januar 2018 um 1:29 pm Uhr
Ich bin gerade dabei gewesen meine Steuererklärung für 2017 vorzubereiten und nun habe ich festgestellt, dass ich für die Steuererklärung des Jahres 2014 meine Kapitalerträge nicht angegeben habe, was mir wiederum eine wesentlich höhere Erstattung gebracht hätte. Die Steuerbescheinigung der Bank war leider aufgrund mehrerer Umzüge verschwunden und ist nun erst aufgetaucht. Die Erklärung für 2014 hatte ich 2017 abgegeben.
Besteht eine reelle Chance dies noch nachträglich zu ändern?
11. Januar 2018 um 4:46 pm Uhr
wenn der Bescheid bereits bestandskräftig ist, kannst Du diesen in der Regel nicht mehr ändern.
30. Januar 2018 um 8:00 am Uhr
Hallo, ich hätte eine Frage zu folgendem Fall:
In unserem Lohnsteuerbescheid von 2016 haben wir vergessen die Anlage K für unsere Tochter mit einzureichen und somit wurde uns der Kinderfreibetrag (wäre für uns deutlich günstiger als das Kindergeld) nicht berücksichtigt. Dummerweise ist mir das erst nach der Einspruchsfrist aufgefallen.
Daraufhin habe ich die Anlage K nachgereicht und um Anpassung des Bescheids gebeten, was vom Finanzamt abgelehnt wurde (wurde auch als Einspruch gewertet, obwohl formlos eingereicht).
Kurz darauf wurde von einem anderen Finanzamt eine Beteiligung meiner Frau an unser Finanzamt übermittelt, so dass ein neuer Bescheid für 2016 ausgestellt wurde, welcher dann auch die von mir nachgereichte Anlage K berücksichtigte. Soweit für uns eigentlich alles gut.
Da es aber noch einen Fehler mit der Beteiligung gab musste noch ein dritter Bescheid ausgestellt werden, aus welchem nun die Anlage K wieder gestrichen wurde. Der Sachbearbeiter meinte dazu, dass das Einfügen der Anlage K im zweiten Bescheid nicht zulässig gewesen wäre und er diese daher wieder entfernt hat.
Haben wir nun in irgendeiner Form die Möglichkeit einen neuen Einspruch einzulegen bzw. darf der Sachbearbeiter den Bescheid einfach nach Belieben ändern ohne dass uns das gleiche Recht zusteht?
Ich hoffe ich konnte den Fall halbwegs verständlich darstellen.
30. Januar 2018 um 1:32 pm Uhr
Sie können in der Einspruchsfrist einen Einspruch einlegen. Der Sachbearbeiter muss sich an die Rechtslage halten.
Zvonko sagt:
24. April 2018 um 8:36 am Uhr
ich bin zur Zeit arbeitssuchend und klage aktuell auf Wiedereinstellung, da ich letztes Jahr eine Kündigung meines Arbeitgebers erhalten hatte und somit nur 6 Monate beschäftigt war. Die Aussichten sind sehr gut, dass ich mindestens für weitere 3 Monate meine Lohn und eine hohe Abfindung erhalten werde.
Jetzt wollte ich meine Steuererklärung machen und frage ich ob es Sinn macht, die Steuererklärung gleich zu machen oder auf das Urteil in ein paar Monaten zu warten. Durch ein positives Urteil wären die Einkünfte und die Steuerlast deutlich höher, aber auch die Rückzahlungen würden sich erhöhen, da momentan die Werbungskosten und sonstigen Aufwendungen (z.B. Anwaltskosten) die bereits gezahlte Steuer deutlich übersteigen und sich so positiv auswirken würden.
Sollte ich mit der Steuererklärung abwarten oder kann ich diese aufgrund neuer Berechnungen nachträglich ändern lassen?
24. April 2018 um 10:05 am Uhr
eine Lohn(nach)zahlung im Jahr 2018 verändert die Steuer im Jahr 2017 nicht mehr.
Da zählt der Auszahlungszeitpunkt.
Friedrich Becker sagt:
1. Mai 2018 um 11:57 am Uhr
Am 13.04.2015 wurde mein ESt-Bescheid von 2011 bei den Einkünften aus Gewerbebetrieb (Victory TV Filmproduktion ) mit einem Verlust von 2.780,00 berücksichtigt.
Am 27.04-2018 erhalte ich einen geänderten ESt-Bescheid 2011 in dem der o.a. Verlust widerrufen wird. Ist das zulässig?
2. Mai 2018 um 7:28 am Uhr
in bestimmten Konstellationen ist dies zulässig. Dies lässt sich für uns jedoch nicht für einen Einzelfall beurteilen.
23. Mai 2018 um 10:40 pm Uhr
ich gehe seit vielen Jahren einer freiberuflichen Nebentätigkeit nach, und habe aber aufgrund eines Umzuges seit zwei Jahren recht hohe Fahrtkosten. Die Kosten können momentan nicht durch den Gewinn gedeckt werden und diese Verluste konnte ich in der Steuererklärung für 2016 geltend machen. Auch letztes Jahr sind mir Verluste entstanden, die ich gerne in der Steuererklärung 2017 angeben würde. Nun habe ich aber gelesen, dass mir das Finanzamt bei andauerndem Verlustgeschäft Liebhaberei vorwerfen kann und die Ausgaben nicht anerkennt. Das Problem daran für mich: Angeblich könnten mir die Verluste des vorangegangenen Jahres ebenfalls nachträglich wieder aberkannt werden und ich müsste plötzlich alles wieder zurückzahlen? Scheinbar ist ein Steuerbescheid bei Selbstständigen nie vollends bestandskräftig?
Ich bin jetzt sehr besorgt überhaupt meine Ausgaben anzugeben…
13. Juni 2018 um 8:11 pm Uhr
Ich habe erste mal die Anlage V ausgefüllt. Habe Bescheid gerade bekommen. Leider habe ein Fehler gemacht, die Grundbucheintragung kosten habe ich als Geldbeschaffungskosten und auch bei Anschaffungsnebenkosten eingetippt.
Finanzamt hat die summe als Geldbeschaffungskosten abgelehnt. Könnte ich noch eine Änderung beantragen? Dass man diese Summe 606 Euro als Gelbeschaffungskosten anerkannt wird und von Anschaffungskosten ausgenommen wird?
14. Juni 2018 um 8:54 am Uhr
die Anschaffungs- und Herstellungskosten setzen sich unter anderem aus Kaufpreis nach dem Kaufvertrag bzw. Baukosten sowie den Anschaffungsnebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Grundbuchkosten, Beurkundungskosten für einen
Notar, Maklerprovision zusammen.
Die Anschaffungs- und Herstellungskosten sind Grundlage für die Abschreibungen.
http://www.kann-man-das-absetzen.de/hauskauf/
18. Juni 2018 um 10:05 am Uhr
Ich sitze gerade an der Steuererklärung für 2017. Bei Eintragung des Insolvenzgeldes (lt. Leistungsnachweis 2017 der Bundesagentur für Arbeit für den Leistungszeitraum 01.10.2016-31.12.2016) ist mir aufgefallen, dass ich in der Erklärung für 2016 bereits den den „vollen“ festgesetzen Anspruch (also auch inkl. der „Summe aller Abzüge“) anstelle des jetzt bescheinigten Auszahlungsbetrages eingetragen habe. Demnach habe ich viel zu viel als Insolvenzgeld angegeben und dann auch noch in der falschen Steuererklärung.
Der Bescheid 2016 ist schon bestandskräftig. Kann ich aufgrund dieser neuen „Tatsache“ nach § 173 AO noch eine Änderung des ESt-Bescheid 2016 beantragen?
18. Juni 2018 um 11:45 am Uhr
die Eintragung in der Steuererklärung 2016 war korrekt, da der Leistungszeitraum in 2016 lag. Es muss auch immer der Bruttobetrag also ohne Abzüge in der Steuererklärung angegeben werden und nicht der Auszahlungsbetrag.
3. Juli 2018 um 1:04 pm Uhr
Ich habe eine Frage zur Festsetzungsfrist. Wenn ein Beamter sich in 2017 Rentenversicherungsbeiträge aus früheren Jahren zurückzahlen lässt, und diese in 2017 nicht mit anderen Sonderausgaben verrechnet werden können, können diese RV-Beiträge im Jahr der Entstehung zurückgerechnet werden. Bedeutet das, dass das Finanzamt tatsächlich zurück bis nach 1947 Steuerbescheide wieder aufheben kann um das Ganze verrechnen zu können?
Anmerkung: ursprüngliche Erklärung war Antragsveranlagung ohne Vorb.d. Nachpr. etc. Dann beträgt die Festsetzungsfrist doch 4 Jahre, beginnend mit Ablauf des Steuerjahres (EStE wurde auch jeweils im Folgejahr eingereicht).
3. Juli 2018 um 2:47 pm Uhr
Generell beträgt die Festsetzungsverjährung 4 Jahre ab Entstehung der Steuer bzw mit Ablauf des KJ der Einreichung der Steuererklärung.
Diese Frist verlängert sich bei Steuerverkürzung auf 5 und bei Steuerhinterziehung auf 10 Jahre.
Marlies Adelmann sagt:
3. Juli 2018 um 4:18 pm Uhr
wo finde ich den Reiter um die auszahlung der Riesterrente einzutaragen ?
3. Juli 2018 um 4:24 pm Uhr
Sie finden den Bereich bei Ihren Renteneinkünften unter „Leistungen aus Altersvorsorgeverträgen und der betrieblichen Altersversorgung (Anlage R Zeile 31-51)“.
Ramona Stöcker sagt:
5. Juli 2018 um 1:42 pm Uhr
ich habe eine Frage, ich habe über die letzten Jahr hinweg immer eine Steuererklärung gemacht, da ich als Student oder im Praktikum immer ein paar Steuern gezahlt hatte, die aber noch in den Steuerfreibetrag fielen. Leider war mir nicht bewusst, dass ich in den Jahren bereits die Kosten für mein Studium ansetzen hätte können. Ich dachte das kann ich erst, wenn ich mit dem Studium fertig bin und muss dann im ersten Arbeitsjahr alles auf einmal angeben. Nun habe ich von einer entfernten Bekannten erfahren, das ich das schon während dem Studium hätte ansetzen müssen und sie nicht weiß, ob ich das nachträglich tun kann. Ich habe hier gelesen, dass es die Möglichkeit gibt, wenn es kein grobes Verschulden war (zählt meine Unwissenheit hierzu?) dass ich meine Kosten nachträglich geltend machen kann (Auslandssemester, Auslandspraktikum, Praktikum im Inland etc. ). Wie muss ich vorgehen, um das rückwirkend möglich zu machen?
5. Juli 2018 um 2:05 pm Uhr
generell kannst du 4 Jahre zurück abgeben, also im Moment 2014-2017.
Mit Ausnahmeregelung geht es 7 Jahre zurück. smartsteuer hat die Jahre 2014-2017 im Angebot.
6. Juli 2018 um 9:21 am Uhr
Und das geht, auch wenn ich für die Jahre davor schon eine Steuererklärung abgegeben habe, aber nicht wusste, dass ich die Kosten hier schon berücksichtigen hätte können/sollen!?
6. Juli 2018 um 11:34 am Uhr
Ein bereits ergangener Bescheid (also nach einer abgegebenen Steuererklärung) kann nur innerhalb der Einspruchfrist noch geändert werden. Diese beträgt einen Monat
nach Bekanntgabe des Bescheides.
11. Juli 2018 um 5:03 pm Uhr
der Sachverhalt ist wie folgt:
2 Parteien haben über einen Makler mit eigener Formierung ein Grundstück von einer Privatperson gekauft. Dieser Makler ist freier Mitarbeiter bei einer Fertighausbaufirma, bei der beide Parteien bauen.
Nun wurde die Grunderwerbssteuer bei einer Partei nur auf das Grundstück berechnet und bei der anderen Partei auf Grundstück und Neubau.
Kann es passieren, dass der Steuerbescheid von der ersten Partei (Steuerbescheid ist rechtskräftig) ins Negative abgeändert wird, wenn man diesen im Einspruch erwähnt?
12. Juli 2018 um 7:42 am Uhr
bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine individuelle Beratung leisten können. Wir empfehlen Ihnen unseren passenden Lexikonartikel über die Aufhebung und Änderung von (auch bestandskräftigen) Steuerbescheiden: https://www.smartsteuer.de/online/lexikon/a/aufhebung-und-aenderung-von-steuerbescheiden-lexikon-des-steuerrechts/
19. Juli 2018 um 4:00 pm Uhr
bei den letzten Steuererklärungen wurde eine doppelte Haushaltsführung anerkannt. Nach dem ich umgezogen bin und bei einem anderen Finanzamt für 2016 die Steuererklärung mache, wird die doppelte Haushaltsführung neuüberprüft.
Sollte man hier zu dem Ergebnis kommen, dass eine solche nicht gegeben ist, muss ich dann eine erneute Prüfung der anderen Bescheide und im schlimmsten Fall eine Änderung der alten Bescheide zu meinen Ungunsten befürchten?
Oder ist eine solche Änderung durch das vorherige Finanzamt nicht mehr möglich oder nicht üblich?
19. Juli 2018 um 4:13 pm Uhr
eine pauschale Antwort ist hier nicht möglich. In den meisten Fällen ist jedoch nichts zu befürchten.
Ukley, Karl-Heinz sagt:
31. Juli 2018 um 4:40 pm Uhr
Meine Tochter + Schwiegersohn haben bei Ausstellung ihrer ESt 2012-2014 durch den Steuerberater leider viele Aufwendungen (Fahrtkosten zu den Ärzten, Rezeptkosten, Schulbücher etc.) nicht in Anzug gebracht, weil sie es gar nicht wussten, dass man solche Aufwendungen als Ausßerordentliche Belastungen absetzen kann. Nun hat ja auf der Basis des BFH-Urteils vom 19.01.2017 eine geänderte Berechnung der zumutbaren Beastung gegeben.
Meine Frage ist: Kann ich noch für die Jahre 2012-2014 zusätzliche Aufwendungen (einige Rechnungen haben sie eingereicht) beim Finanzamt
geltend machen? Das Finanzamt lehnt es bishier ab. Ich haben schon zweimal
Einspruch eingelegt und sie wollen jetzt unbedingt, dass ich meinen Einspruch
zurück ziehe.
Können sie mir eine konkrete Antwort geben?
1. August 2018 um 6:57 am Uhr
Das Urteil befasst sich mit der Berechnungsart der zumutbaren Belastung. Diese werden nun stufenweise berechnet, was zu höheren außergewöhnlchen Belastungenund höheren Steuererstattungen führen kann.
Der Ansatz von Schulbüchern als außergewöhnliche Belastungen ist ausgeschlossen, da diese Aufwendungen nicht außergewöhnlich sind.
5. September 2018 um 4:10 pm Uhr
ich habe im letzten Jahr für das Jahr 2016 meine Steuererklärung gemacht. In diesem Jahr konnte ich ordentlich Werbungskosten geltend machen und hatte kein Einkommen. Im Steuerbescheid wurde mir eine Summe von -6000 Euro ausgewiesen, was von mir als Verlustvortrag interpretiert wurde.
Nun, da ich einen Job habe und Steuern zahle, habe ich mich nach der Auszahlung des Verlustvortrags erkundigt. Es wurde mir in diesem Zusammenhang mitgeteilt, dass im Jahr 2016 ein Erststudium eingetragen wurde und kein Zweitstudium, wodurch mir mitgeteilt wurde, dass es keinen Verlustvortrag gibt.
Gibt es die Möglichkeit, diesen Sachverhalt im Nachhinein zu ändern?
6. September 2018 um 7:54 am Uhr
Ein Verlustvortrag wird nach derzeitigem Rechtsstand bei einem Zweitstudium gewährt. Dieser kann dann in den folgenden Jahren genutzt werden.
Er wird in einem Verlustfeststellungsbescheid festgestellt. Dort steht dann etwas wie „Verlust per 31.12.20xx“.
Der Verlustvortrag wird nicht direkt ausgezahlt, sondern verringert die Einkünfte, von denen die Steuer berechnet wird.
JiPSi71 sagt:
19. September 2018 um 6:23 pm Uhr
ich habe nicht unerhebliche Einkünfte aus V+V.
Nach Berechnung meiner SB hätte ich für 2016 über 20.000 nachzahlen müssen,
so wurde auch die Erklärung 2016 durch die SB an das FA übermittelt.
Später kam dann der Bescheid, in dem sämtliche Einkünfte aus V+V nicht beachtet wurden. Ich habe eine Rückzahlung nahezu sämtlicher quartärlicher Vorauszahlungen bekommen!
Nicht nur das. Ich habe mit gleichem Schreiben gleich noch den Bescheid für 2017 bekommen, ebenfalls mit entsprechender Rückzahlung. Obwohl für 2017 überhaupt keine Steuererklärung abgegeben wurde!
Wie rechtssicher sind diese für mich extrem günstigen Bescheide?
Auf den Bescheiden steht „nach § 165 Abs. 1 Satz 2 AO teilweise vorläufig“.
19. September 2018 um 7:53 pm Uhr
ich habe letztes Jahr meine Steuererklärung 2016 gemacht. Nach meiner Berufsausbildung, bin ich seit 2014 Student. In diesem Jahr bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass ich die Kosten für mein Studium als Werbungskosten ansetzen kann. Leider habe ich all die Jahre (2014 bis 2016) meine Steuererklärung ohne Ansatz meiner Kosten für das Studium angegeben. Kann ich mit dem Verweis betreffend der Vorläufigkeit der Absetzung der Studienkosten als Werbungskosten, die Erklärungen für 2014 bis 2016 noch berichtigen?
20. September 2018 um 8:47 am Uhr
das lässt sich aus der Distanz leider nicht ohne weiteres beantworten.
20. September 2018 um 8:48 am Uhr
wir können nicht beurteilen, was genau falsch gelaufen ist. Auf jeden Fall ein sehr ungewöhnlicher Fall!
10. November 2018 um 4:32 pm Uhr
ich fahre seit vielen Jahren einen Firmenwagen, der ordnungsgemäß von meinem AG über die 1 % bzw. 0,03 %-Regelung als geldwerten Vorteil versteuert wird. Neben der Versteuerung muss ich jedoch einen hohen Betrag zuzahlen. Ich zahle die gesamten Leasingraten + einen Pauschalbetrag für Benzin, Inspektionen etc. Dieser Zuzahlungsbetrag wird mir direkt von meinem Bruttolohn monatlich abgezogen. Also der geldwerter Vorteil wird durch die Zuzahlung deutlich reduziert. Daher setze ich seit vielen Jahren den Pauschalbetrag für Benzin, Inspektionen etc. als Werbungskosten an. Das hat das FA nie beanstandet, aber auch keine Details nachgefragt. Im Kollegenkreis haben wir darüber bereits häufig diskutiert, ob die Ansetzung der Pauschale als Werbungskosten richtig ist.
Nunmehr wurde vom FA ein Nachweis der Versteuerung des geldwerten Vorteils angefordert, wobei das FA über meine Zuzahlung gestolpert ist und die Firmenwagenregelung anfordert. Ich vermute, dass es dem FA um meinen Ansatz der Pauschale geht.
Ist der Ansatz der Pauschale als Werbungskosten korrekt und wenn nein, kann das FA dies ggfls. für rückwirkende Jahre streichen bzw. nachversteuern?
12. November 2018 um 9:40 am Uhr
Die Zuzahlungen mindern Ihren geldwerten Vorteil in Rahmen einer Bruttolohnkorrektur.
Das wirkt ähnlich wie ein Werbungskostenabzug in der Steuerberechnung.
In smartsteuer kann das alles unter Firmenwagen erfasst werden.
Dann passt nachher auch die Berechnung in der Steuererklärung.
21. November 2018 um 8:52 am Uhr
ich hatte diese Woche eine Betriebsprüfung und der Prüfer stellte fest
das ich einen Investitionsabzugsbeitrag für 2013 in 2016 aufgelöst werden
muß. Leider stellte er auch fest das ein solcher Betrag auch von 2010 in 2013
aufgelöst werden musste was ich auch getan habe aber das Finanzamt vergessen hat dieses zu Berichtigen das ganze auch für einen Betrag von 2007 in 2010
aufgelöst werden musste ,das habe ich auch damals angegeben und wurde wieder vom Finanzamt vergessen. Jetzt wollen die die komplette Nachzahlung ist das richtig oder was kann ich machen , da diesen nicht meine Schuld ist ?
21. November 2018 um 9:24 am Uhr
Bitte wenden Sie sich direkt an den die Betriebprüfung betreunden Steuerberater.
25. November 2018 um 5:38 pm Uhr
Vor kurzem bekam meine Mutter einen an Sie adressierten Brief vom Finanzamt, welche ein schreiben an MICH enthielt in dem das Finanzamt MEINEN Steuerbescheid von 2015 mit der Begrümdung aufhebt, dass meine damals steuerlich anerkannte Weiterbildung (ich war ohne Arbeit, fand aber direkt im Anschluss an die Weitebildung einen Job in meinem bisherigen Tätigkeitsfeld) nicht mehr anerkannt werden kann, da ich in dem Bereich seit der Erklärung 2015 nicht gearbeitet habe. Nun fordern Sie 2000.- zurück.
– darf das Finanzamt ein solchen schreiben an meine Mutter schicken, ohne dass ich diesejemals als befugte Person angegeben habe? (Ich selbst lebe seit diesem Jahr im europäischen Asuland)
– darf das Finanzamt einen Steuerbescheid aus diesem Grund zurückziehen? Ich bilde mich weiter fort und wer weiß, vielleicht arbeite ich bereits nächstes Jahr in einem neuen Beruf…
26. November 2018 um 10:57 am Uhr
Generell schickt das Finanzamt an die hinterlegten Empfangsbevollmächtigten. Bitte fragen Sie einmal beim Finanzamt nach.
26. November 2018 um 5:22 pm Uhr
Steuerbescheid für 2017 letzte Woche erhalten. FA hat vergessen die Mieteinkünfte anzusetzen (obwohl im Antrag aufgeführt), die Ausgaben für das vermietete Objekt wurden jedoch angerechnet. Daraus ergibt sich eine deutlich zu hohe Rückzahlung vom FA. Auf der anderen Seite wurden Ausgaben für ein Fahrzeug nicht angerechnet (obwohl in den Vorjahren anerkannt und zweifellos berechtigt). Sofern ich Einspruch einlege wg. der nicht angesetzten KFZ-Ausgaben, können seitens des FA die Mieteinkünfte im Rahmen dessen korrigiert werden? Wie lange könnte das FA (auch ohne Einspruch) dies korrigieren? Danke für Ihre Unterstützung!
27. November 2018 um 7:31 am Uhr
bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine individuellen Sachverhalte durchspielen können. Grundsätzlich kann in einem Einspruchsverfahren ein Bescheid auch zu Ungunsten des Steuerpflichtigen geändert werden. Hier besteht dann meist die Möglichkeit einen Einspruch zurücknehmen kann. Es gibt aber auch weitere Änderungsmöglichkeiten, die in Betracht kommen können.
Konrad Weigt sagt:
10. Dezember 2018 um 7:33 am Uhr
ein bis 2009 stets ausgestellter Bescheid des Arbeitgebers bzgl. des Mehrverpflegungsaufwandes/ständig wechselnder Einsatzstellen wurde ab 2010 nicht mehr ausgestellt und somit auch nicht mehr meinem Steuerberater ausgehändigt. Es wurden aber bis heute die Aufwendungen angesetzt und anstandslos erstattet. Ich hatte meine Bescheide nie grossartig geprüft und fiel aus allen Wolken, als eine Bescheinigung des Arbeitgebers für 2017 verlangt wurde. Kann das FA alle Bescheide bis 2010 ändern?
10. Dezember 2018 um 9:45 am Uhr
So einfach können die alten Bescheide nicht geändert werden. Falls ein Vorbehalt (§164 AO) in den Erläuterungen steht oder auch § 165 AO bezogen auf den Sachverhalt , kann eine Änderung vorgenommen werden.
Paul Enger sagt:
12. Dezember 2018 um 9:02 pm Uhr
Ich beziehe aus alten Verträgen mit einem Finanzdienstleister eine Folgeprovision. (Dynamik, aufgelöste Provisionsrückstellungen)
Diese habe ich bisher immer als sonstige Einnahmen im angefallenem Jahr angegeben.
Für das Jahr 2017 verlangt das Finanzamt zwingend eine EÜR, obwohl ich EU-Rentner bin und seit Jahren keine Verträge vermittele.
13. Dezember 2018 um 8:16 am Uhr
Wenn das Finanzamt eine EÜR fordert, bewertet es die Einkünfte wohl nicht als „Sonstige Einnahmen bzw. Einkünfte“, sondern als Einkünfte aus selbständiger Arbeit oder Gewerbebetrieb. Am besten wenden Sie sich an Ihr Finanzamt zum weiteren Vorgehen.
Aysen Mrosk sagt:
13. Dezember 2018 um 10:28 am Uhr
Ich habe im Jahr 2017 meine anteilige Risterrente ausbezahlt bekommen.
Die Versicherung hat mir nicht mitgeteilt, dass ich den Betrag muss. Nun das FA hat diesen Betrag mit meinem Jahreseinkommen zusammen addiert und den Steuersatz ca. von 15% auf 20% erhöht. Ich musste große Summe nachzahlen. Wenn ich gewusst hätte diese Anzahlung von der Versicherung ruhen lassen und im Rentenalter auszahlen lassen.
Muss man die Risterrente versteuern?
Ich bedanke mich im Voraus auf Ihre Antwort.
13. Dezember 2018 um 1:25 pm Uhr
Die Verwendung Geld aus dem Riester-Vertrag für andere Zwecke als die Altersvorsorge wir als „schädliche Verwendung“ bezeichnet. Sowohl die staatliche Zulagen als auch die eingesparten Steuern müssen dann zurückgezahlt werden. Zudem werden die über die Jahre angesammelten Zinsen versteuert.
19. Dezember 2018 um 9:45 pm Uhr
Ich habe meine Einkommenssteuererklärung für die Jahre 2016 und 2017 bereits abgegeben. Dort habe ich Ausgaben für meinen Auslandsaufenthalt nicht angegeben, da diese ja bei Erstausbildung nicht anerkannt werden. Nun habe ich von dem laufenden Verfahren erfahren, das sich damit beschäftigt, ob diese Kosten nicht auch schon bei der Erstausbildung angerechnet werden. Die Änderungsfrist ist allerdings schon abgelaufen. Ist es dennoch möglich der Erklärung nun noch diese Ausgaben hinzuzufügen, da nun ein Verfahren deshalb läuft?
Brigitte Waizenegger sagt:
23. Dezember 2018 um 6:38 am Uhr
Hallo zusammen, ich habe letzte Woche einen Steuerbescheid über eine Nachzahlung für das Jahr 2012 bekommen über 738 Euro zuzügl.196 Euro Zinsen.Abs dem Steuerberater gegeben, der kann das nicht mehr prüfen. Muss ich das einfach bezahlen wenn das Finanzamt nach sechs Jaren drauf kommt dass ich zu wenig bezahlt habe?
31. Dezember 2018 um 2:09 pm Uhr
ich habe meine Steuererklärung für 2017 mit Smartsteuer erledigt. Gegen den darauf folgenden vom Finanzamt ausgestellten Steuerbescheid, habe ich Einspruch eingelegt, da angegebene Werbungskosten nicht berücksichtigt worden sind.
In diesem Zusammenhang habe ich bemerkt, dass ich auch noch andere Werbungskosten, die in der bisherigen Steuererklärung nicht angegeben waren, geltend machen kann. Kann ich hier noch eine zusätzliche Änderung der ursprünglichen Erklärung vornehmen? Müsste doch gehen, da der Bescheid durch den Einspruch noch nicht allgemein rechtskräftig ist, oder?
23. Januar 2019 um 3:17 pm Uhr
ich habe für mein Masterstudium 2016 und 2017 jeweils eine Steuererklärung gemacht. Leider habe ich 2016 meine Ausbildungskosten versehentlich als Sonderausgaben angegeben und nicht als Werbungskosten. Kann ich diesen Bescheid noch korrigieren, wenn der Bescheid nach § 165 Abs. 1 Satz 2 A0 teilweise vorläufig ist und ich 2017 einen Bescheid mit verbleibenden Verlustvortrag erhalten habe?
Arman Gaboyan sagt:
16. März 2019 um 1:02 pm Uhr
ich arbeite ab 01.03.2015 bis dato in Deutschlned. Im 2016 sollte meine Steuererkläerung machen fur das Jahr 2015.Alles war für mich sehr schwierig, weil ich neu war in Deutschland. Habe ich gemeldet bei der Lohnsteuerhilfeverein, damit sie machen meine Lohnsteuererklärung.Die haben fur 2015 gemacht, nachher auch für 2016 und 2017.
Ich habe bescheid bekommen im 2019 für Lohnsteuererklärung 2018. Nach meiner Meinung war Nachzahlung zu viel. Dann habe ich meine Unterlagen ausführlich nachgeschaut und gesehen,dass in meinen Lohnsteurbescheinigungen fehlen die Arbeitnehmeranteile zur gesetzlichen Rentenversicherun und an berufsständische Versorgungseinrichtungen : 23a und 23b.Nahcher habe ich in meinen Unterlagen Bescheinigungen über meine Beiträge zur Baden Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte gefunden.
Diese Bescheinigungen (erhalten Sie anbei) habe ich bei Lohnsteuerhilfeverein nicht abgegeben, weil die in anderer Ordner waren und ich wusste nicht, dass die man für Steuerärklärung braucht. Die Verein ist für sowas zuständig und sollte selber klären, warum bei mir 23a und 23b leer sind.
26. April 2019 um 11:38 pm Uhr
Was passiert, wenn man versehentlich den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende erhalten hat, dies einem aber erst nach einem Jahr auffällt?
6. Mai 2019 um 12:05 pm Uhr
Ich habe nach meiner Trennung in 2016 die Steuererklärung über einen Steuerberater machen lassen. Letztes Jahr, also in 2018, dann für 2017 selbst. Dabei habe ich übersehen, dass ich den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende hätte bekommen können. Das ist mir erst gestern aufgefallen. Hab ich einen Rechtsanspruch, das nachträglich noch geltend machen zu können? Es ist über ein halbes Jahr vergangen, seit ich den Steuerbescheid erhalten habe.
Björn Waide sagt Herzlichen Dank für diese persönliche Schilderung und das Lob. Das hören wir sehr gerne!
Christian sagt Hallo an das Smartsteuer-Team, ich kann Ihre Stellungnahme zum Test der Stiftung Warentest sehr gut nachvollziehen! Wir (Familie mit zwei Kindern) nu...
Carola Heine sagt Tatsächlich hat es ein derbes Gschmäckle, wenn Expert*innen eine Lösung für Anwendende testen. Nicht nur wegen der anspruchsfernen Sichtweise, sondern...