Source: http://sl.juris.de/cgi-bin/landesrecht.py?d=http://sl.juris.de/sl/gesamt/NatGMerchtV_SL.htm
Timestamp: 2018-12-09 23:58:57
Document Index: 371276465

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 8', '§ 19', '§ 2', '§ 6', '§ 38', '§ 4']

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Oberes Merchtal“
geändert durch Verordnung vom 1. Februar 2005 (Amtsbl. S. 330)
Fundstelle: Amtsblatt 1990, S. 1257
geändert durch § 9 Satz 3 der Verordnung vom 06. November 2002 (Amtsbl. S. 2284), ihrerseits geändert durch Verordnung vom 10. Dezember 2002 (Amtsbl. S. 2598)
geändert durch § 8 Satz 3 der Verordnung vom 01. Februar 2005 (Amtsbl. S. 330)
Auf Grund des § 19 des Gesetzes über den Schutz der Natur und die Pflege der Landschaft (Saarländisches Naturschutzgesetz - SNG) vom 31. Januar 1979 (Amtsbl. Seite 147), geändert durch Gesetz vom 08. April 1987 (Amtsbl. Seite 569)[1], verordnet das Ministerium für Umwelt - Oberste Naturschutzbehörde:
Das in § 2 näher bezeichnete Gebiet wird zum Naturschutzgebiet bestimmt. Es trägt die Bezeichnung „Naturschutzgebiet Oberes Merchtal“.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von ca. 20 ha. Es umfasst nach dem Stand vom November 1990 in der Gemeinde Merchweiler,
Gemarkung Merchweiler,
die Flurstücke Nr. 56/2, 55/3, 53/3, 52/4, 52/2, 834/50, 40/8, 1143/519, 1/2, 1142/512, 1038/512, 509/1, 508 bis 505, 504/1, 962/445, 961/445, 502, 501, 50011, 498, 497, 464, 465/1, 467, 468, 469, 470/1, 472, 486, 495 bis 484, 851/483, 482/1, 531/1, 535, 536, 1399/537, 1400/538, 539/1, 1401/538, 1403/540, 588 bis 583, 581/1, 580/1, 580/3, 579/1, 576/1, 575 bis 571, 569/2, 569/1, 568 bis 564, 1410/563, 1409/562, 1408/562, 1407/561, 1406/560
sowie Teile der Flurstücke 55/4, 40/9, 480/2,
die Flurstücke Nr. 668/92, 510/91, 90/1, 313/72, 89 bis 84, 365/83, 364/83, 82, 81, 73/1, 487/73, 73/2, 459/74
sowie Teile der Flurstücke Nr. 640/93, 641/93, 642/93, 643/94, 644/96, 645/97, 646/98, 647/99, 648/100, 638/92, 637/80,
in der Gemeinde Illingen,
Gemarkung Illingen,
die Flurstücke Nr. 102 bis 105, 106/4, 106/5, 107/4, 107/5, 109/4,
die Flurstücke Nr. 227/105, 228/105, 251/106, 252/107, 253/107, 254/108, 255/108, 179/109, 180/109, 216/110, 217/111, 112 bis 114, 115/1 bis 115/4, 116/1 bis 116/4, 117/1 bis 117/4, 118/1 bis 118/4, 119, 120, 202/136, 135 bis 121/5
sowie Teile des Flurstücks 140/1.
(2) Das Naturschutzgebiet ist in dem anliegenden [2] Kartenausschnitt gekennzeichnet sowie in der Katasterkarte Maßstab 1:1.000 mit roter Randsignatur dargestellt. Die Katasterkarte wird im Ministerium für Umwelt - Oberste Naturschutzbehörde -, Hardenbergstraße 1, 66119 Saarbrücken, archivmäßig verwahrt. Eine weitere Ausfertigung befindet sich bei der unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Neunkirchen, Kaiser-Wilhelm-Straße 36, 66564 Ottweiler. Die Karte kann bei den genannten Behörden während der Dienststunden von jedermann eingesehen werden.
Schutzzweck ist die Erhaltung, Förderung und Entwicklung eines reich strukturierten Biotopkomplexes, der einen Bereich der Merchaue und den angrenzenden Trockenhang umfasst.
Die dort nachgewiesenen Lebensgemeinschaften der Festuca-Sandweiden, Brombeer-Weißdorn-Gebüsche, Besenginsterfluren, Filipendula-Hochstaudenfluren und Pfeifengraswiesen bieten einer Vielzahl von Pflanzen und Tierarten, darunter seltenen und gefährdeten, einen geeigneten Lebensraum.
die landwirtschaftliche Wiesennutzung auf bisher bewirtschafteten Flächen mit den Maßgaben,
keine Flächen umzubrechen,
keine Nachsaat vorzunehmen,
keine Eingriffe in den Wasserhaushalt vorzunehmen,
die Mahd frühestens ab dem 30. Juni jeden Jahres durchzuführen,
die landwirtschaftliche Weidenutzung in Form der Wanderschäferei mit den über Absatz 1 hinausgehenden Maßgaben,
während der Weidezeit keine Zufütterung vorzunehmen,
keinen Nachtpferch im Naturschutzgebiet einzurichten,
mit dem ersten Weidedurchgang frühestens ab dem 1. Juli jeden Jahres zu beginnen;
die mit Betriebsplanzulassung des Bergamtes Saarbrücken-Ost vom 22. Dezember 1988 für die Errichtung und den Betrieb eines Absinkweihers in der „Hahnwiese“, Aktenzeichen 2402/87/14-49, zugelassenen Maßnahmen und Handlungen sowie erlaubten Einleitungen, soweit diese nicht ohne unzumutbare Erschwernisse auch außerhalb des Naturschutzgebiets vorgenommen werden können;
(2) Die oberste Naturschutzbehörde kann Schutz- und Pflegemaßnahmen anordnen, wenn die Wahrung des Schutzzwecks dies erfordert. Die mit dem Schutzzweck in Einklang stehende extensive Grünlandnutzung gemäß § 6 Abs. 1 und 2 soll durch geeignete Maßnahmen aufrechterhalten werden.
Bei In-Kraft-Treten dieser Verordnung vorhandene Beeinträchtigungen des Schutzzweckes sind auf Anordnung der obersten Naturschutzbehörde zu beseitigen, sofern die Beseitigung zumutbar ist.
Ordnungswidrig im Sinne des § 38 Abs. 1 Nr. 9 des Saarländischen Naturschutzgesetzes handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der in § 4 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.