Source: http://www.juraforum.de/gesetze/stgb/177-sexuelle-noetigung-vergewaltigung
Timestamp: 2013-05-19 19:22:32
Document Index: 92968313

Matched Legal Cases: ['§ 177', '§ 177', '§ 177', '§ 177', '§ 174', '§ 175', '§ 176', '§ 176', '§ 176', '§ 177', '§ 178', '§ 179', '§ 180', '§ 180', '§ 180', '§ 177', '§ 177', 'BGH', '§ 177', 'BGH', 'BGH', '§ 177', '§ 184', '§ 177', '§ 177', 'BGH', '§ 240', '§ 61', 'BGH', 'BGH', '§ 177', '§ 177', 'BGH', '§ 177', '§ 177', '§ 177', 'BGH', '§ 177', 'BGH', '§ 302', '§ 37', '§ 397', '§ 395', '§ 397', '§ 397', '§ 177', '§ 177', '§ 100', '§ 100', '§ 397', '§ 177', '§ 177']

§ 177 StGB - Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung - Gesetze - JuraForum.de
JuraForum.de > Gesetze > StGB > § 177 StGB - Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung Stand: 19.04.2013§ 177 StGB - Sexuelle Nötigung; VergewaltigungStrafgesetzbuch
Besonderer Teil () Dreizehnter Abschnitt (Straftaten gegen die
sexuelle Selbstbestimmung)(1) Wer eine andere Person 1.mit Gewalt, 2.durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder 3.unter Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer der Einwirkung des Täters schutzlos ausgeliefert ist, nötigt, sexuelle Handlungen des Täters oder eines Dritten an sich zu dulden oder an dem Täter oder einem Dritten vorzunehmen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.
(2) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn 1.der Täter mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht oder ähnliche sexuelle Handlungen an dem Opfer vornimmt oder an sich von ihm vornehmen läßt, die dieses besonders erniedrigen, insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind (Vergewaltigung), oder 2.die Tat von mehreren gemeinschaftlich begangen wird. (3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter 1.eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt, 2.sonst ein Werkzeug oder Mittel bei sich führt, um den Widerstand einer anderen Person durch Gewalt oder Drohung mit Gewalt zu verhindern oder zu überwinden, oder 3.das Opfer durch die Tat in die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung bringt. (4) Auf Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren ist zu erkennen, wenn der Täter 1.bei der Tat eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug verwendet oder 2.das Opfera)bei der Tat körperlich schwer mißhandelt oder b)durch die Tat in die Gefahr des Todes bringt. (5) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen der Absätze 3 und 4 auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen.
Weitere Vorschriften um § 177 StGB§ 174c - Sexueller Mißbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses§ 175 - (weggefallen)§ 176 - Sexueller Mißbrauch von Kindern§ 176a - Schwerer sexueller Mißbrauch von Kindern§ 176b - Sexueller Mißbrauch von Kindern mit Todesfolge§ 177 - Sexuelle Nötigung; Vergewaltigung§ 178 - Sexuelle Nötigung und Vergewaltigung mit Todesfolge§ 179 - Sexueller Mißbrauch widerstandsunfähiger Personen§ 180 - Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger§ 180a - Ausbeutung von Prostituierten(XXXX) §§ 180b und 181 - (weggefallen)Entscheidungen zu § 177 StGBOLG-HAMM, 22.05.2007, 1 Ss 168/07Der Tatbestand des § 177 Abs. 1 Nr. 3 StGB ist nicht schon mit der Vornahme einer sexuellen Handlung ohne oder gegen den Willen des Tatopfers gegeben, wenn der Täter hierbei eine schutzlose Lage ausnutzt.BGH, 04.04.2007, 2 StR 34/07Ein "Teilrücktritt" von der Qualifikation des § 177 Abs. 4 Nr. 1 StGB kommt nicht in Betracht, wenn das Qualifikationsmerkmal bereits verwirklicht ist.BGH, 04.04.2007, 4 StR 345/061. Kann ein Zeuge in der Hauptverhandlung nicht abschließend vernommen werden, können Aufklärungsgesichtspunkte die Verlesung von Niederschriften über frühere Vernehmungen rechtfertigen.
2. Allein die auslandsspezifische Hilflosigkeit eines Tatopfers und dessen Angst vor ausländer- und strafrechtlichen Konsequenzen seines...BGH, 25.01.2006, 2 StR 345/05Der objektive Tatbestand des § 177 Abs. 1 Nr. 3 StGB setzt voraus, dass das Tatopfer unter dem Eindruck seines schutzlosen Ausgeliefertseins aus Furcht vor möglichen Einwirkungen des Täters auf einen ihm grundsätzlich möglichen Widerstand verzichtet. Der subjektive Tatbestand setzt zumindest bedingten Vorsatz dahin gehend voraus,...OLG-HAMM, 25.05.2005, 2 Ss 88/05Zum Begriff der sexuellen Handlung i.S. von § 184 f StGB und zur sexuellen Nötigung.OLG-CELLE, 11.05.2005, 21 Ss 7/05Für den Tatbestand einer sexuellen Nötigung nach § 177 Abs. 1 Nr. 3 StGB ist unerheblich, ob das Opfer die objektiv schutzlose Lage zum Tatzeitpunkt erkennt und ob es sich vor Zwangshandlungen oder dem Zufügen von über die sexuellen Handlungen hinausgehenden sonstigen Übeln fürchtet.
Auch durch überraschende, gegen seinen...SAARLAENDISCHES-OLG, 28.01.2005, 4 W 300/04Das Feststellungsinteresse bezüglich des Nichtbestehens eines Schmerzensgeldanspruchs aufgrund früherer Vergewaltigungen entfällt nicht deshalb, weil die Berufung gegen einen Antrag nach dem Gewaltschutzgesetz bzgl. zukünftigen Übergriffe zurückweisendes Urteils zurückgenommen wird.
Die Zulässigkeit einer Feststellungsklage...OLG-HAMM, 28.09.2004, 3 Ss 348/04Zur Annahme eines minder schweren Falles.OLG-HAMM, 17.06.2004, 3 Ss 220/04Zur Ausnutzung einer hilflosen Lage i.S. von § 177 StGB.OLG-HAMM, 03.05.2004, 2 Ss 111/041. Zum fehlgeschlagenen Versuch bei der sexuellen Nötigung.
3. Zur Annahme eines minder...BGH, 27.03.2003, 3 StR 446/02Zur schutzlosen Lage aufgrund von Umständen, die in der Person des Opfers begründet sind.OLG-KARLSRUHE, 06.06.2002, 1 Ss 13/021. Das nur kurzfristige Versperren des Durchgangs eines Weges stellt keine Gewaltanwendung i.S.d. § 240 StGB dar (Anschluss an OLG Düsseldorf VRS 97, 127).
2. Bei einer auf offener Strasse vorgenommener sexuellen Belästigung kann es sich um ein Vergehen der Beleidigung handeln, wenn es sich nicht nur um eine unerhebliche...OLG-FRANKFURT, 27.02.2002, 2 Ss 21/02Stellt der Rechtsmittelführer die Feststellungen nicht in Frage, auf die die Entscheidung nach §§ 61 StGB gestützt ist und macht lediglich geltend, diese trügen die Ablehnung des Fahrerlaubnisentzuges nicht, kann die Berufung auf diese Frage beschränkt werden.BGH, 25.10.2001, 4 StR 262/01Die Ausnutzung derselben schutzlosen Lage allein reicht nicht aus, mehrere sexuelle Handlungen zu einer Tat im Rechtssinne zu verbinden.BGH, 20.03.2001, 4 StR 79/01StGB § 177 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1
Erzwingt der Täter nur solche dem Beischlaf ähnliche, mit einem Eindringen in den Körper verbundene sexuelle Handlungen (Vergewaltigung), zu deren Durchführung sich das Tatopfer zuvor gegen Entgelt freiwillig bereit erklärt hatte, ist das Regelbeispiel des besonders schweren Falles der sexuellen...OLG-HAMM, 29.01.2001, 2 Ss 981/2000Leitsatz
Zum besonders schweren Fall der sexuellen Nötigung nach § 177 Abs. 2 Nr. 1 StGBBGH, 12.12.2000, 4 StR 464/00StGB § 177 Abs. 4
1. § 177 Abs. 4 Nr. 2 Buchst. b StGB ist kein erfolgsqualifiziertes Delikt, sondern setzt auch hinsichtlich des Eintritts der Gefahr Vorsatz voraus.
2. Der Täter verwendet ein gefährliches Werkzeug gemäß § 177 Abs. 4 Nr. 1 StGB auch dann, wenn er es ausschließlich zur Vornahme der sexuellen Handlung...BGH, 13.09.2000, 3 StR 347/00StGB § 177 Abs. 4 Nr. 2 Buchst. a
Eine schwere körperliche Mißhandlung liegt nicht bereits dann vor, wenn die sexuelle Nötigung mit einer besonderen Herabwürdigung des Opfers verbunden ist.
BGH, Urt. vom 13. September 2000 - 3 StR 347/00 - LG DüsseldorfOLG-KOBLENZ, 08.02.2000, 1 Ss 5/00Leitsatz:
1. Nach Ablauf der Berufungsbegründungsfrist bedarf der Verteidiger zur wirksamen Beschränkung der Berufung der ausdrücklichen Ermächtigung durch den Angeklagten gemäß § 302 Abs. 2 StPO.
2. Das Empfangsbekenntnis nach §§ 37 Abs. 1 StPO, 212 a ZPO kann nachträglich erstellt werden. Es wirkt dann auf den Zeitpunkt...OLG-DUESSELDORF, 21.10.1999, 2 Ws 331/99§ 397a Abs. 1 Satz 1 StPO
§ 395 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe a StPO
Ist dem Nebenkläger nach § 397 a Abs. 1 Satz 1 StPO ein Rechtsanwalt als Beistand bestellt worden, so gilt diese Beiordnung - anders als nach § 397 a Abs. 2 StPO - bis zum rechtskräftigen Abschluß des Verfahrens fort.
OLG Düsseldorf Beschluß 21.10.1999...mehr Entscheidungen anzeigenErwähnungen von § 177 StGB in anderen VorschriftenFolgende Vorschriften verweisen auf § 177 StGB:
§ 100a § 100c Fünftes Buch (Beteiligung des Verletzten am Verfahren)
§ 397a Strafgesetzbuch (StGB)
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