Source: http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=fr&zoom=&type=show_document&highlight_docid=atf%3A%2F%2F103-V-130%3Afr
Timestamp: 2016-10-28 12:14:13
Document Index: 390134570

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 8', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4']

103 V 13031. Auszug aus dem Urteil vom 22. September 1977 i.S. Dinjar gegen Ausgleichskasse des Kantons Luzern und Verwaltungsgericht des Kantons Luzern
Art. 4 al. 2 LAI. D�termination du moment de la survenance de l'invalidit� (pr�cision apport�e � la jurisprudence). Consid�rants � partir de page 130
Da die Beschwerdef�hrerin bei Erlass der Kassenverf�gung lediglich die jugoslawische Staatsangeh�rigkeit besass, ist f�r ihre versicherungsm�ssigen Voraussetzungen zur Erlangung von Eingliederungsmassnahmen der schweizerischen Invalidenversicherung das schweizerisch-jugoslawische Sozialversicherungsabkommen vom 8. Juni 1962 massgebend. Anwendbar ist insbesondere dessen Art. 8 lit. a Abs. 2. Nach dieser Bestimmung steht minderj�hrigen Kindern jugoslawischer Staatsangeh�rigkeit ein Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen nur zu, solange sie in der Schweiz Wohnsitz haben und wenn sie sich unmittelbar vor dem Eintritt der Invalidit�t ununterbrochen w�hrend mindestens eines vollen Jahres in der Schweiz aufgehalten haben oder wenn sie in der Schweiz Wohnsitz haben und hier entweder invalid geboren sind oder sich seit Geburt ununterbrochen aufgehalten haben.
Gem�ss Art. 4 Abs. 2 IVG gilt die Invalidit�t als eingetreten, sobald die gesundheitliche Beeintr�chtigung der Leistungsf�higkeit jene Art und Schwere erreicht hat, die nach Gesetz und Rechtsprechung notwendig sind, um den Anspruch auf die jeweilige spezifische Leistung zu begr�nden.
BGE 103 V 130 S. 131Dieser Zeitpunkt ist objektiv auf Grund des Gesundheitszustandes festzustellen; zuf�llige externe Faktoren sind unerheblich (BGE 100 V 169 i.S. Candela und 99 V 208 i.S. d'Aloia). Der Zeitpunkt des Invalidit�tseintritts richtet sich insbesondere nicht danach, wann eine Anmeldung eingereicht oder von wann an eine Leistung gefordert wird. Er braucht auch nicht mit jenem Zeitpunkt identisch zu sein, in welchem der Versicherte erstmals erf�hrt, dass sein Gesundheitsschaden einen Leistungsanspruch zu begr�nden vermag. Die in den Urteilen Candela und d'Aloia enthaltene Formulierung, f�r den Eintritt der Invalidit�t sei der Zeitpunkt entscheidend, in welchem der Versicherte oder sein Vertreter Kenntnis davon bekomme, dass der Gesundheitsschaden einen Leistungsanspruch ausl�sen k�nne, widerspricht der Forderung, dass der Zeitpunkt des Invalidit�tseintritts nach objektiven Kriterien bestimmt werden muss. Deshalb kann an jener Formulierung nicht festgehalten werden.
Bei Hilfsmitteln gilt die Invalidit�t dann als eingetreten, wann der Gesundheitsschaden objektiv erstmals ein solches Ger�t notwendig macht (BGE 100 V 169). Dieser Zeitpunkt braucht, entgegen der Annahme von Verwaltung und Vorinstanz, nicht mit dem Zeitpunkt erstmaliger Behandlungsbed�rftigkeit �bereinzustimmen.
Art. 4 al. 2 LAI