Source: https://www.strafverteidigerberlin.eu/unsere-f%C3%A4lle/
Timestamp: 2019-03-21 10:34:39
Document Index: 207067772

Matched Legal Cases: ['§ 253', '§ 170', '§ 170', '§ 249', '§ 1', '§ 249', '§ 242', '§ 154', '§ 223']

Fachanwalt für Strafrecht in Berlin - Verkehr, Drogen, Bußgeld - Unsere Fälle
Erhalten Sie hier anhand ausgewählter Fälle einen Einblick in die tägliche Arbeit von Rechtsanwalt Benjamin C. Wenzel.
Rechtsanwalt Wenzel hat in jahrelanger Praxis die Erfahrungen und Expertise gesammelt, die Ihnen im Verfahren den entscheidenden Vorteil bringen können.
Räuberische Erpressung, §§ 253,255 StGB
Ergebnis: Einstellung mangels hinreichenden Tatverdachtes gemäß § 170 II StPO
Der Mandant soll mit mehreren anderen Beteiligten dem Geschädigten aufgelauert haben, da dieser der Frau des Mandanten sexuelle Angebote unterbreitet hat. Zusammen sollen sie diesen geschlagen und ausgeraubt haben. Es gab Handyüberwachungen und Funkmastauswertungen, die darauf schließen ließen, dass unser Mandant Täter gewesen ist. Durch konsequente schriftliche Einlassung im Ermittlungsverfahren wurde das Hauptverfahren schließlich nicht eröffnet und das Verfahren gegen unseren Mandanten nach § 170 II StPO eingestellt, worüber der Mandant sich sehr freute, da mit 2 Jahren Freiheitsstrafe gerechnet werden konnte.
Der Mandant verkaufte sein Auto an die Geschädigte, wobei der Tacho zurückgedreht war. Nach Beratung mit dem Mandanten haben wir uns vor Gericht so eingelassen, dass das Auto vorher von seinem Bruder gekauft wurde, und er selbst den Tacho nicht zurückgedreht hat. Der Bruder machte absprachegemäß von seinem Zeugnisverweigerungsrecht gebrauch. Obwohl das Gericht deutlich machte, dass es der Einlassung keinen Glauben schenkte, mussten sie aus Mangel an Beweisen freisprechen. Der Bruder selbst ist aus der Sache auch fein raus. Mein Mandant macht in dem Verfahren gegen ihn auch von seinem Zeugnisverweigerungsrecht gebrauch. Freispruch für beide.
Gefährlicher Raub und gem. vers. Diebstahl im bes. schweren Fall,§§ 249, 25 II, 242,243 I Nr. 1StGB, §§ 1, 3 JGG
Ergebnis: Verwarnung und Freizeitarbeit
Dem Mandanten wurde vorgeworfen im Zeitraum Oktober bis Dezember, zusammen mit einem weiteren Mittäter, unter Schlägen dem Zeugen D. eine Bauchtasche abgenommen zu haben und des Weiteren versucht zu haben, mittels Steinen die Scheiben eines Tabakwarenladens einzuschlagen, um dort Zigaretten zu entwenden. Mandant war bereits jugendrechtlich in Erscheinung getreten.
Verteidigungsziel: Geständige Einlassung aufgrund erdrückender Beweislage, da mehrere Zeugen.
Nebenklage wegen versuchter räuberischer Erpressung
§§ 249 I, 253 I,III,255,22,23I,52 StGB
Ergebnis: 1 Jahr und 2 Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung und Arbeitsstunden
Der Mandant wurde vom Angeklagten mit Schutzgeld und Übernahme seines Ladengeschäftes erpresst, so dass der Mandant daraufhin seinen Laden schließen musste und ein Sicherheitsdienst zur eigenen Sicherheit beauftragen musste.
Verhandlungsziel: Verurteilung zur Freiheitsstrafe, Nachweis der Schutzgelderpressung durch Einreichung von BWA`s, Vertrag Sicherheitsdienst und Zeugenbefragung, keine Verurteilung nur wegen Betruges, aufgrund der Rechtsanwaltskosten wurde von Seiten des Mandanten auf ein Adhäsionsverfahren verzichtet.
Ergebnis: Der Angeklagte wurde wunschgemäß zu einem Jahr und zwei Monate zur Bewährung aufgrund räuberischer Erpressung und zusätzlichen Arbeitsstunden verurteilt. Besonders amüsant: Der angeklagte kam nach der Verhandlung zur Rechtsanwalt Wenzel und bat um seine Visitenkarte, um im nächsten Verfahren Herrn Wenzel zu beauftragen.
Einbruchsdiebstahl, §§ 242, 244 I Nr. 2 und 3 StGB
Ergebnis: Einstellung des Verfahrens nach § 154 StPO
Der Mandant soll in ein Vereinshaus eingebrochen sein und diverse Gegenstände gestohlen haben. Es wurde vereinbart, durch Anträge die Nichteröffnung des Hauptsacheverfahrens zu erwirken, was gelang. Das Verfahren wurde eingestellt.
Gefährliche Körperverletzung, §§ 223, 224 I Nr.2 StGB
Ergebnis: Strafbefehl, 6 Monate auf Bewährung
Dem bereits 19 Mal vorbestraften Mandanten wurde vorgeworfen, als Beteiligter eines Verkehrsunfalls, dem Zeugen, als dieser den Mandanten festhielt, mit einem Totschläger gegen die rechte Kopfseite geschlagen zu haben, wovon der Zeuge Prellungen und Schwellungen davontrug.
Das Gericht ging nicht mehr von einer Bewährungsstrafe aus.
Der Mandant bestreitet im Haftprüfungstermin die Tat und wurde aus der Untersuchungshaft entlassen. Er gab dort an, dass er sich bereits vor der Tat mehrmals in stationärer Behandlung aufgrund akuter Psychose und Politoxikomanie.
Daraufhin wurde von uns ein Antrag auf Einholung eines Sachverständigengutachten zur Frage der Schuldfähigkeit beantragt. Diesem wurde gefolgt mit dem Ergebnis, dass eine Steuerungs- und Hemmungslosigkeit aus forensisch-psychiatrischer Sicht nicht ausgeschlossen werden kann.
Zur anberaumten Verhandlung erschien der Mandant nicht. Wir regten an ins Strafbefehlsverfahren überzugehen, worauf hin ein Strafbefehl zu
6 Monaten auf Bewährung erging. Es wurde eine verminderte Schuldfähigkeit festgestellt.