Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=16.04.2002&Aktenzeichen=B%209%20V%207/01%20R
Timestamp: 2019-07-23 19:18:04
Document Index: 364490675

Matched Legal Cases: ['§ 80', '§ 541', '§ 1150', '§ 80', '§ 541', '§ 1150', '§ 80', '§ 541', '§ 1150', '§ 80', '§ 541', '§ 1150', '§ 5', '§ 89', '§ 1150', '§ 1150', '§ 80', '§ 541', '§ 89', '§ 89']

BSG, 16.04.2002 - B 9 V 7/01 R - dejure.org
https://dejure.org/2002,1931
BSG, 16.04.2002 - B 9 V 7/01 R (https://dejure.org/2002,1931)
BSG, Entscheidung vom 16.04.2002 - B 9 V 7/01 R (https://dejure.org/2002,1931)
BSG, Entscheidung vom 16. April 2002 - B 9 V 7/01 R (https://dejure.org/2002,1931)
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Wehrdienstbeschädigung - Wehrdienstunfall eines Wehrpflichtigen der NVA im Jahre 1980 - Übersiedelung in das Bundesgebiet vor dem 19. 5. 1990 - bestandskräftige Verwaltungsakte der DDR - Bindungswirkung - Härteausgleich - Überleitungsrecht - Eingliederungsrecht - Vertrauensschutz - Stichtag
Wehrdienstbeschädigung - NVA - Arbeitsunfall - Unfallteilrente - gesetzliche Unfallversicherung - Härteausgleich - Bindungswirkung - Eingliederung - Fremdrentenrecht - MdE
Revision - Versorgung - Motorradunfall - Wehrpflichtiger - Nationale Volksarmee (NVA) - Dienstbeschädigung - Arbeitsunfall
Anwendung des Versorgungsrechts auf Wehrpflichtige der NVA
SG Düsseldorf, 27.11.2000 - S 31 (38) V 324/96
Als Wehrdienstleistender wäre der Kläger nach dem Recht des Dritten Buches der RVO jedoch nicht in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert gewesen, weil ihm bei einer Wehrdienstbeschädigung nach Maßgabe der §§ 80 ff des Soldatenversorgungsgesetzes Versorgung in entsprechender Anwendung der Vorschriften des Bundesversorgungsgesetzes gewährt worden wäre und für ihn daher nach § 541 Abs. 1 Nr. 2 RVO Versicherungsfreiheit bestanden hätte (vgl BSG Urteil vom 25. Oktober 1989 - 2 RU 40/86 - SGb 1990, 465;… BSG SozR 3-2200 § 1150 Nr. 3; BSG Urteil vom 16. April 2002 - B 9 V 7/01 R - mwN, zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen).
Als Wehrdienstleistender wäre der Kläger nämlich nach dem Recht des Dritten Buches der RVO nicht in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert gewesen, weil ihm bei einer Wehrdienstbeschädigung nach Maßgabe der §§ 80 ff. des Soldatenversorgungsgesetzes (SVG) Versorgung in entsprechender Anwendung der Vorschriften des Bundesversorgungsgesetzes (BVG) gewährt worden wäre und für ihn daher nach § 541 Abs. 1 Nr. 2 RVO Versicherungsfreiheit bestanden hätte (vgl. BSG, Urteile vom 25. Oktober 1989, 2 RU 40/86, in: SGb 1990, 465;… vom 24. Februar 2000, B 2 U 8/99 R, in: SozR 3-2200 § 1150 Nr. 3; vom 16. April 2002, B 9 V 7/01 R und vom 10. Oktober 2002, B 2 U 10/02 R, in: HVGB-INFO 2002, 3454ff.; Urteil des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg vom 04. Juni 2010, L 3 U 269/09, zitiert nach Juris).
Als Wehrdienstleistender wäre der Kläger nach dem Recht des Dritten Buches der RVO jedoch nicht in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert gewesen, weil ihm bei einer Wehrdienstbeschädigung nach Maßgabe der §§ 80 ff. des Soldatenversorgungsgesetzes Versorgung in entsprechender Anwendung der Vorschriften des Bundesversorgungsgesetzes gewährt worden wäre und für ihn daher nach § 541 Abs. 1 Nr. 2 RVO Versicherungsfreiheit bestanden hätte (vgl. BSG, Urteile vom 25. Oktober 1989, Az.: 2 RU 40/86 , SGb 1990, 465, vom 24. Februar 2000, Az.: B 2 U 8/99 R, SozR 3-2200 § 1150 Nr. 3, vom 16. April 2002, Az.: B 9 V 7/01 R und vom 10. Oktober 2002, Az.: B 2 U 10/02 R, HVGB-INFO 2002, 3454ff.).
LSG Berlin-Brandenburg, 04.06.2010 - L 3 U 269/09
Unfall bei organisierter gesellschaftlicher, kultureller oder sportlicher …
Als Wehrdienstleistender wäre der Kläger nämlich nach dem Recht des Dritten Buches der RVO nicht in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert gewesen, weil ihm bei einer Wehrdienstbeschädigung nach Maßgabe der §§ 80 ff. des Soldatenversorgungsgesetzes (SVG) Versorgung in entsprechender Anwendung der Vorschriften des Bundesversorgungsgesetzes (BVG) gewährt worden wäre und für ihn daher nach § 541 Abs. 1 Nr. 2 RVO Versicherungsfreiheit bestanden hätte (vgl. BSG, Urteile vom 25. Oktober 1989 - 2 RU 40/86 -, in SGb 1990, 465, vom 24. Februar 2000 - B 2 U 8/99 R -, in SozR 3-2200 § 1150 Nr. 3, vom 16. April 2002 - B 9 V 7/01 R - und vom 10. Oktober 2002 - B 2 U 10/02 R -, in HVGB-INFO 2002, 3454ff.).
Diese Vorschrift ist dahingehend auszulegen, dass es nicht auf den Entscheidungserfolg (also auf den einen Anspruch auf Entschädigung nach § 5 Abs. 1 FRG gewährenden Verwaltungsakt), sondern auf das rechtzeitige In-Gang-Setzen des auf Eingliederung gerichteten Verfahrens durch einen Antrag vor dem Stichtag des 01. Januar 1992 ankommt (BSG, Urteil vom 16. April 2002 - B 9 V 7/01 R, abgedruckt in SozR 3-3100 § 89 Nr. 9; BSG…, Urteil vom 24. Februar 2000 - B 2 U 8/99 R, abgedruckt in SozR 3-2200 § 1150 Nr. 3; BSG…, Urteil vom 11. September 2001 - B 2 U 41/00 R, abgedruckt in SozR 3-2200 § 1150 Nr. 5; BSG, Urteil vom 18. Juni 1996 - 9 RV 6/94).
LSG Bayern, 19.03.2002 - L 15 VG 5/01
Anspruch auf Entschädigung für Opfer von Gewalttaten; Entscheidungserheblichkeit …
LSG Niedersachsen-Bremen, 25.08.2003 - L 6 U 428/01
Feststellung eines zuständigen Versicherungsträger für einen Arbeitsunfall in der …
Als Wehrdienst-leistender wäre der Versicherte nach dem Recht des Dritten Buches der RVO jedoch nicht in der gesetzlichen UV versichert gewesen, weil ihm bei einer Wehr-dienstbeschädigung nach Maßgabe der §§ 80 ff des SVG Versorgung in entspre-chender Anwendung der Vorschriften des BVG gewährt worden wäre und für ihn daher nach § 541 Abs. 1 Ziff. 2 RVO Versicherungsfreiheit bestanden hätte (vgl. BSG SozR 3-3100 § 89 Nr. 9 m.w.N.).
LSG Bayern, 22.10.2002 - L 15 V 34/00
Das BSG hat bereits mit Urteil vom 04.02.1998 (…SozR 3-3100 § 89 Nr. 4) und erneut am 16.04.2002 (B 9 V 7/01 R = Breithaupt 2002, 903)entschieden, dass in Fällen, in denen bei früheren NVA-Angehörigen in der DDR eine Wehrdienstbeschädigung als Arbeitsunfall anerkannt war, in der Bundesrepublik Deutschland das Versorgungsrecht des SVG und BVG anzuwenden sei, ohne dass eine fortwirkende Bestandskraft von Verwaltungsakten auf der Grundlage des Einigungsvertrags zu berücksichtigen sei.