Source: https://www.zbb-online.com/heft-4-2007/zbb-2007-307-2-zum-rueckforderungsdurchgriff-des-anlegers-gegenueber-der-finanzierenden-bank-in-bezug-auf-schadensersatzansprueche/
Timestamp: 2019-07-16 06:10:58
Document Index: 395047080

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 9', '§ 9', 'BGH', 'BGH', '§ 9', '§ 9', 'BGH', 'BGH', '§ 9']

Zum Rückforderungsdurchgriff des Anlegers gegenüber der finanzierenden Bank in Bezug auf Schadensersatzansprüche gegen die Fondsinitiatoren (BGH, Urt. v. 05.06.2007 – XI ZR 348/05) – ZBB 2007, 307 | ZBB online
ZBB 2007, 307
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0936-2800 Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft ZBB 2007 Rechtsprechung III. Bundesgerichtshof VerbrKrG § 9 Abs. 2 Satz 4 a. F.Zum Rückforderungsdurchgriff des Anlegers gegenüber der finanzierenden Bank in Bezug auf Schadensersatzansprüche gegen die Fondsinitiatoren VerbrKrG a. F.§ 9 BGH, Urt. v. 05.06.2007 – XI ZR 348/05 (OLG Stuttgart), ZIP 2007, 1401 = WM 2007, 1367BGHUrt.5.6.2007XI ZR 348/05ZIP 2007, 1401WM 2007, 1367OLG Stuttgart
1. Die besonderen Regelungen über das verbundene Geschäft in § 9 VerbrKrG scheiden als Anknüpfungspunkt für einen sogenannten Rückforderungsdurchgriff – wenn ein solcher überhaupt rechtlich begründbar wäre (zweifelnd Senatsurt. v. 13. 2. 2007 – XI ZR 145/06, Umdruck S. 14, Rz. 24 und Senatsurt. v. 24. 4. 2007 – XI ZR 340/05, ZIP 2007, 1255, 1256, Rz. 24) – gegenüber der eine Kapitalanlage finanzierenden Bank in Bezug auf Schadensersatzansprüche eines Anlegers und Kreditnehmers gegen Fondsinitiatoren und/oder Gründungsgesellschafter von vornherein aus, weil es an einem Finanzierungszusammenhang, wie ihn § 9 VerbrKrG voraussetzt, in Bezug auf diese, außerhalb des finanzierten Geschäfts stehenden Personen, fehlt (Fortführung Senatsurt. BGHZ 167, 239, 250 = ZIP 2006, 1084, 1088 = ZfIR 2006, 509, dazu EWiR 2006, 477 (Häublein), Rz. 28; Senatsurt. v. 21. 11. 2006 – XI ZR 347/05, ZIP 2007, 264 = ZfIR 2007, 132 = WM 2007, 200, 202, dazu EWiR 2007, 321 (Kulke), Rz. 22 und Senatsurt. v. 24. 4. 2007 – XI ZR 340/05, ZIP 2007, 1255, 1257, Rz. 27). (Leitsatz des Gerichts)
2. Das schließt jedoch nicht aus, dass nach der neueren Rechtsprechung des Senats (BGHZ 167, 239, 251 = ZIP 2006, 1084, 1088 = ZfIR 2006, 509, Rz. 30) ein über die Fondsbeteiligung arglistig getäuschter Anleger und Kreditnehmer bei einem verbundenen Vertrag (§ 9 Abs. 1 VerbrKrG) einen Schadensersatzanspruch aus Verschulden bei Vertragsschluss gegen die kreditgebende Bank geltend machen kann, die sich bei einem verbundenen Geschäft das täuschende Verhalten des Vermittlers zurechnen lassen muss. (Leitsatz der Redaktion)