Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201994,%202895
Timestamp: 2020-07-10 05:16:33
Document Index: 316782667

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 254', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 254', 'BGH', '§ 269', '§ 91', '§ 91', '§ 256', 'BGH', 'BGH', '§ 276', 'BGH', 'BGH', '§ 243', 'BGH', 'BGH', '§ 280', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 275', '§ 276', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 254', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§ 91', '§ 91', '§ 91', '§ 269', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 812', '§ 6', '§ 74', '§ 286', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 1994, 2895 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 04.05.1994
https://dejure.org/1994,981
BGH, 05.05.1994 - III ZR 98/93 (https://dejure.org/1994,981)
BGH, Entscheidung vom 05.05.1994 - III ZR 98/93 (https://dejure.org/1994,981)
BGH, Entscheidung vom 05. Mai 1994 - III ZR 98/93 (https://dejure.org/1994,981)
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Stufenklage - Auskunft - Fehlender Leistungsanspruch - Erledigung der Hauptsache - Kostenerstattungsanspruch
Zum Kostenausspruch bei einseitiger Erledigungserklärung im Rahmen einer Stufenklage
ZPO §§ 254, 91, 93
Stufenklage, einseitige Erledigungserklärung bei Nichtbestehen des Leistungsanspruchs
NJW 1994, 2895
MDR 1994, 717
GRUR 1994, 666
FamRZ 1995, 348
VersR 1994, 1205
Ist Erledigung bereits vor Anhängigkeit eingetreten und der klagenden Partei ohne ihr Verschulden unbekannt geblieben, besteht im laufenden Verfahren die Möglichkeit, den ursprünglichen Leistungsantrag auf einen Feststellungsantrag umzustellen (vgl. BGH, 28.01.1981 - VIII ZR 1/80, BGHZ 79, 275 = NJW 1981, 990; BGH, Urt. v. 05.05.1994 - III ZR 98/93, NJW 1994, 2895).
Dass der klagenden Partei außer den unnütz aufgewandten Prozesskosten kein weiterer Schaden entstanden ist, die Feststellung der Schadensersatzverpflichtung der beklagten Partei sich im Ergebnis mit der Kostenentscheidung also deckt, ändert nichts daran, dass der Feststellungsausspruch eine sachliche Entscheidung, der Kostenausspruch gemäß § 91 Abs. 1 ZPO dagegen eine prozessuale Entscheidung ist (…vgl. BGH, 28.01.1981 - VIII ZR 1/80, BGHZ 79, 275 = NJW 1981, 990, juris Rn. 30; BGH, Urt. v. 05.05.1994 - III ZR 98/93, NJW 1994, 2895, juris Rn. 19).
Für die Begründetheit einer derartigen Feststellungsklage bedarf es nur der Prüfung, ob der Gläubiger erst durch die verspätete Auskunftserteilung Klarheit über das Nichtbestehen eines Leistungsanspruchs hatte und der Schuldner schuldhaft seiner Auskunftsverpflichtung nicht oder nicht rechtzeitig nachgekommen ist (vgl. BGH NJW 1994, 2895 f.;… 1981, 990 f. sowie Zöller-Greger, ZPO, 26. Aufl., § 254 Rdnr. 15 m.w.N.).
Diese Kosten müssten richtigerweise nicht einmal beziffert werden, sondern könnten - wie bei Stufenklagen (BGH v. 05.05.1994 - III ZR 98/93, NJW 1994, 2895;… Anders/Gehle , Antrag und Entscheidung im Zivilprozess, 3. Aufl. 2000, Rn. 397 ff., 481 ff.), in sonstigen Erledigungssituationen und in den Fällen des § 269 Abs. 3 S. 3 ZPO (…statt aller etwa MüKo-ZPO/ Schulz , 6. Aufl. 2016, § 91a Rn. 20;… Zöller/Althammer, ZPO, 32. Aufl. 2018, § 91a Rn. 32 jeweils m.w.N.; die Entscheidung des KG v. 26.02.2018 - 8 W 2/18, MDR 2018, 559 i.V.m. dem Berichtigungsbeschluss vom 01.03.2018 - 8 W 2/18, BeckRS 2018, 3160 trägt keine andere Sichtweise) - sogar durch einfachen Feststellungsantrag (§ 256 ZPO) geltend gemacht werden.
Bei einer Stufenklage stehen Rechnungslegungs- und Zahlungsanspruch, obwohl es sich prozessual um selbstständige Streitgegenstände handelt (BGH Urteil vom 5.5.1994 - III ZR 98/93 - NJW 1994, 2895; BGHZ 76, 9, 12) , als Entscheidungsverbund in einem untrennbaren Zusammenhang (…BSGE 98, 142 = SozR 4-2500 § 276 Nr. 1, RdNr 12; vgl auch Assmann, Das Verfahren der Stufenklage, 1990, S 24: Stufenklage als "sukzessive Klagehäufung") .
Es hat den seiner Meinung nach unbegründeten Antrag aber als Antrag auf Feststellung der Pflicht zum Ersatz der Prozesskosten ausgelegt (vgl. BGH, Urteil vom 5. Mai 1994 - III ZR 98/93, NJW 1994, 2895, 2896) und diesen Antrag für begründet erachtet.
Erhebt ein dem Grunde nach Unterhaltsberechtigter gegen einen dem Grunde nach Unterhaltspflichtigen einen (unbezifferten) Stufenantrag und ergibt sich aus der daraufhin erteilten Auskunft, dass ein Unterhaltsanspruch nicht besteht, erledigt sich der unbezifferte Leistungsantrag dadurch nicht, weil er von Anfang an unbegründet war (BGH, FamRZ 1995, 348).
Der Antragsteller muss sich entscheiden, ob er seinen materiell-rechtlichen Kostenerstattungsanspruch im Rahmen eines gesonderten gerichtlichen Verfahrens (dessen Vorbereitung die Feststellung des materiell-rechtlichen Kostenerstattungsanspruchs dienen würde) oder im Rahmen der nach einer Antragsrücknahme gemäß § 243 FamFG nach billigem Ermessen zu treffenden prozessualen Kostenentscheidung geltend macht (Abgrenzung zu BGH, FamRZ 1995, 348).
Der Zahlungsantrag ist daher nicht erst durch die Auskunftserteilung unbegründet geworden (vgl. BGH, FamRZ 1995, 348).
Ihm entsteht - unabhängig vom Ergebnis der Auskunftserteilung bzw. Belegvorlage - gemäß §§ 280 Abs. 1 und 2, 286 BGB ein vom auskunftspflichtigen Beteiligten zu ersetzender Verzugsschaden in Höhe der für die Erhebung des Stufenantrags aufgewendeten Kosten (BGH, FamRZ 1995, 348).
Bei einer Stufenklage stehen Rechnungslegungs- und Zahlungsanspruch, obwohl es sich prozessual um selbstständige Streitgegenstände handelt (BGH Urteil vom 5.5.1994 - III ZR 98/93 - NJW 1994, 2895; BGHZ 76, 9, 12) , als Entscheidungsverbund in einem untrennbaren Zusammenhang (…BSGE 112, 141 = SozR 4-2500 § 275 Nr. 8, RdNr 13 mwN;… BSGE 98, 142 = SozR 4-2500 § 276 Nr. 1, RdNr 12) .
Diese Rechtsprechung betrifft (gerade) Ausnahmefälle, in denen der Kläger mangels Eingreifens von Kostenregelungen der ZPO keine Möglichkeit hätte, einer Kostenlast zu entgehen, und es unzumutbar und prozessunökonomisch wäre, ihn auf eine gesonderte Kostenklage zu verweisen (s. BGHZ 79, 275 = NJW 1981, 990 - juris Tz 20 ff und WM 1981, 386 - juris Tz 14: von Anfang an unbegründete Klage, die mangels Auskunft des Drittschuldners erhoben wird; NJW 1994, 2895: nach Auskunft sich als unbegründet erweisender Zahlungsanspruch einer Stufenklage; BGHZ 83, 12 = NJW 1982, 1598 - juris Tz 11: "Erledigung" zwischen Anhängigkeit und Rechtshängigkeit).
BGH, 22.03.2011 - II ZR 206/09
BGB-Gesellschaft: Rechnungslegungspflicht des die Liquidation betreibenden …
Innerhalb der Stufenklage (§ 254 ZPO) sind die stufenweise erhobenen Ansprüche auf Rechnungslegung und Zahlung aber prozessual selbständige Teile eines einheitlichen Verfahrens (BGH, Urteil vom 5. Mai 1994 - III ZR 98/93, NJW 1994, 2895).
(4) Es kommt hinzu, dass die Rechtsprechung (zB BGH 7. November 1968 - VII ZR 72/66 - NJW 1969, 237; 5. Mai 1994 - III ZR 98/93 - NJW 1994, 2895; OLG Stuttgart 5. Juni 2002 - 14 U 6/2002 - Justiz 2003, 151; OLG Düsseldorf 16. Juni 1997 - 9 U 289/96 - NJW-RR 1997, 1566, 1567) und die Literatur (…zB Hüßtege in Thomas/Putzo § 91a Rn. 39;… MünchKommZPO-Lindacher 2. Aufl. § 91a Rn. 86;… Musielak/Wolst § 91a Rn. 45) davon ausgehen, dass eine gespaltene Kostenentscheidung nach der Klageänderung auf Erledigungsfeststellung im Hinblick auf die §§ 91, 92 ZPO nicht möglich ist.
LG Düsseldorf, 10.05.2013 - 4b O 159/12
Winterweizen (Sortenschutz)
OLG Nürnberg, 18.03.1996 - 7 WF 466/96
Bewilligung von Prozeßkostenhilfe für eine Stufenklage
OLG Karlsruhe, 21.08.1998 - 2 WF 154/97
OLG Nürnberg, 14.12.2000 - 10 WF 3933/00
Erledigung der Stufenklage nach Auskunfterteilung - Kostenlast des Beklagten - …
OLG Celle, 23.12.2008 - 2 W 277/08
Kostenfestsetzungsverfahren: Kostenentscheidung bei einer erfolgreichen …
OLG Düsseldorf, 27.08.2012 - 7 W 70/12
OLG Brandenburg, 07.02.2003 - 9 WF 8/03
Kostenentscheidung nach übereinstimmender Erledigungserklärung bei einer …
LG Mönchengladbach, 27.06.2018 - 3 O 309/14
LG Kiel, 15.07.2014 - 7 S 21/14
OLG München, 21.12.2005 - 16 WF 1872/05
Anrechnung der Geschäftsgebühr für außergerichtliche Tätigkeit auf die …
OLG Köln, 17.12.2003 - 17 U 181/02
OLG München, 03.12.1998 - 12 WF 1327/98
OLG Hamburg, 13.06.1997 - 4 U 207/96
Erweiterung der Berufungsanträge nach Ablauf der Begründungsfrist; Quantitative …
OLG Frankfurt, 01.12.2003 - 25 W 66/03
OLG Köln, 31.05.1997 - 4 WF 64/97
OLG Bamberg, 11.05.1995 - 7 WF 47/95
Anforderungen an die Kostenentscheidung
OLG Frankfurt, 12.03.2012 - 23 U 74/07
Zum taktischen Einsatz "der Wahrheit" im Zivilprozess
OLG Brandenburg, 07.02.2003 - 9 WF 18/03
OLG Naumburg, 28.09.1999 - 8 WF 204/99
Zur Frage der Kosten im Fall einer nach Auskunftserteilung nicht weiter …
LG Heilbronn, 31.01.1995 - 1b T 322/94
Vorliegen einer Klagerücknahme i.S.d.§ 269 Zivilprozessordnung (ZPO) bei …
OLG Koblenz, 16.05.2018 - 13 UF 138/18
LG Düsseldorf, 19.12.2013 - 4b O 48/12
Entschädigungsverpflichtung eines Kleinlandwirts (Sortenschutz)
LG Stuttgart, 23.07.2012 - 37 O 33/10
LG Düsseldorf, 28.02.2012 - 4b O 149/11
LG Düsseldorf, 03.09.2013 - 4a O 184/12
Auskunftsverpflichtung bei Nachbau (Sortenschutz)
OLG Frankfurt, 08.09.2000 - 5 WF 120/00
BGH, 04.05.1994 - IV ZR 298/93
https://dejure.org/1994,3359
BGH, 04.05.1994 - IV ZR 298/93 (https://dejure.org/1994,3359)
BGH, Entscheidung vom 04.05.1994 - IV ZR 298/93 (https://dejure.org/1994,3359)
BGH, Entscheidung vom 04. Mai 1994 - IV ZR 298/93 (https://dejure.org/1994,3359)
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Bindungswirkung zu Lasten des Versicherers bei Leistung auf nicht bestehenden Anspruch - Kaskoentschädigung für ein Leasingfahrzeug - Möglichkeit eines vorgetäuschten Diebstahls - Beweiserleichterungen für einen bereicherungsrechtlichen Rückforderungsanspruch - Ehegatte ...
BGB § 812; VVG § 6 Abs. 3, §§ 74 ff.; ZPO § 286
Bindung des Versicherers an die Erfüllung des angemeldeten Anspruchs; Rückforderung der Versicherungsleistung für die behauptete Entwendung des versicherten Kfz
NJW 1994, 2895 (Ls.)
NJW-RR 1994, 988
NZV 1995, 20 (Ls.)
Allein die Ehegatteneigenschaft und die gelegentliche Überlassung - wie hier - vermag eine Repräsentanteneigenschaft nicht zu begründen (BGH r+s 1994, 284 ff.; NJW 1993, 1862 ff. [BGH 21.04.1993 - IV ZR 34/92]; OLG Karlsruhe VersR 1991, 1048 f.).
OLG Köln, 03.03.1998 - 9 U 233/96
Bereicherungsrechtlicher Anspruch auf Rückzahlung empfangener …
Es reicht nicht aus, daß er lediglich Tatsachen nachweist, die eine Vortäuschung mit erheblicher Wahrscheinlichkeit nahelegen (vgl. BGH r+s 1994, 284 ff. sowie Senat, zuletzt Urteile vom 04. und 18.02. sowie 08.07.1997 in den Rechtsstreiten 9 U 227/95, 9 U 103/96 = r+s 1997, 140 und 9 U 227/95).
Allein die Stellung als Ehegatte des Versicherungsnehmers begründet keine Repräsentantenstellung (BGH, r+s 1994, 284, 285).
LG Düsseldorf, 05.09.2001 - 11 O 250/98
Klagt der Versicherer auf Rückzahlung einer zu Unrecht geleisteten Entschädigung, so obliegt ihm die volle Beweislast für die Vortäuschung der Entwendung (BGH NJW-RR 94, 988) und nicht, wie lange vertreten, das es an einer solchen mit hinreichender Wahrscheinlichkeit, insbesondere aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes fehlt (OLG Hamm OLG Köln VersR 90, 484 m.w.N.).