Source: https://www.rechtslupe.de/strafrecht/221-promille-und-schuldfaehig-3113353
Timestamp: 2020-01-27 17:54:35
Document Index: 173602727

Matched Legal Cases: ['§ 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

2,21 Pro­mil­le – und schuld­fä­hig | Rechtslupe
Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs gibt es kei­nen gesi­cher­ten medi­zi­ni­schen Erfah­rungs­satz dar­über, dass ohne Rück­sicht auf psy­cho­dia­gnos­ti­sche Beur­tei­lungs­kri­te­ri­en allein wegen einer bestimm­ten Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on zur Tat­zeit in aller Regel vom Vor­lie­gen einer alko­hol­be­dingt erheb­lich ver­min­der­ten Steue­rungs­fä­hig­keit aus­ge­gan­gen wer­den muss 1.
Für die Beur­tei­lung der Schuld­fä­hig­keit maß­geb­lich ist eine Gesamt­schau aller wesent­li­chen objek­ti­ven und sub­jek­ti­ven Umstän­de, die sich auf das Erschei­nungs­bild des Täters vor, wäh­rend und nach der Tat bezie­hen 2. Dabei kann die – regel­mä­ßig des­halb zu bestim­men­de 3 – Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on ein je nach den Umstän­den des Ein­zel­falls sogar gewich­ti­ges, aber kei­nes­falls allein maß­geb­li­ches Beweis­an­zei­chen (Indiz) sein 4.
3 Pro­mil­le – und das her­ab­ge­setz­te Hem­mungs­ver­mö­gen Eine Blut­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on von mehr als drei Pro­mil­le legt die Annah­me einer erheb­li­chen Her­ab­set­zung des Hem­mungs­ver­mö­gens zur Tat­zeit nahe. Auch wenn davon aus­zu­ge­hen ist, dass es…
3,5 l Bier – und noch voll schuld­fä­hig? Der Tatrich­ter muss Anga­ben eines Ange­klag­ten zum Alko­hol­ge­nuss, für deren Rich­tig­keit oder Unrich­tig­keit es kei­ne Bewei­se gibt, nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs nicht ohne wei­te­res…
Ärger mit dem Urlaubs­flug Som­mer­zeit ist Urlaubs­zeit und Rei­se­zeit. Ein beacht­li­cher Anteil der Rei­sen sind Flug­rei­sen. Beson­ders ärger­lich ist es, wenn der Urlaub bereits mit Flug­ver­spä­tun­gen oder Annul­lie­run­gen beginnt.…
Unter­neh­me­ri­sche Tätig­keit bei Erwerbs- und… Unter­neh­mer ist gemäß § 2 Abs. 1 UStG, wer eine gewerb­li­che oder beruf­li­che Tätig­keit selbst­stän­dig aus­übt. Gewerb­lich oder beruf­lich ist jede nach­hal­ti­ge Tätig­keit zur Erzie­lung…
näher BGH, Beschluss vom 29.05.2012 – 1 StR 59/​12, BGHSt 57, 247, 250 Rn.19; BGH, Urteil vom 14.10.2015 – 2 StR 115/​15, NStZ-RR 2016, 103 f. mwN; sie­he auch BGH, Beschluss vom 02.07.2015 – 2 StR 146/​15, NJW 2015, 3525 f.[↩]
BGH, Urteil vom 29.04.1997 – 1 StR 511/​95, BGHSt 43, 66 ff.; BGH, Beschluss vom 29.05.2012 – 1 StR 59/​12, BGHSt 57, 247, 252 Rn. 22, sie­he auch BGH, Beschluss vom 05.04.2000 – 3 StR 114/​00, NStZ-RR 2000, 265; BGH, Urteil vom 22.01.1997 – 3 StR 516/​96, NStZ-RR 1997, 162 aber auch BGH, Beschluss vom 02.07.2015 – 2 StR 146/​15, NJW 2015, 3525 f.[↩]
vgl. BGH, Beschlüs­se vom 28.03.2012 – 5 StR 49/​12; und vom 08.10.1997 – 2 StR 478/​97, NStZ-RR 1998, 68[↩]
vgl. BGH, Urtei­le vom 22.10.2004 – 1 StR 248/​04, NStZ 2005, 329; vom 06.06.2002 – 1 StR 14/​02, NStZ 2002, 532; und vom 03.12 2002 – 1 StR 378/​02, NStZ-RR 2003, 71; BGH, Beschluss vom 29.05.2012 – 1 StR 59/​12, BGHSt 57, 247, 252 Rn. 22; vgl. auch BGH, Urtei­le vom 11.09.2003 – 4 StR 139/​03, NStZ 2004, 690; und vom 22.04.1998 – 3 StR 15/​98, NJW 1998, 3427[↩]