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Timestamp: 2016-10-28 16:24:13
Document Index: 56660617

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

Die 1958 geborene M.________ war seit 27. M�rz 1999 in der Lingerie/K�che eines Gasthofes angestellt und damit bei den Winterthur Versicherungen, heute AXA Versicherungen AG (nachfolgen AXA), obligatorisch unfallversichert. Am 20. Dezember 2005 war sie als Beifahrerin in Slowenien in einen Autounfall involviert. Das Spital X.________ diagnostizierte im Bericht vom 27. Dezember 2005 eine Distorsion der Halswirbels�ule (HWS) und einen Anprall der rechten Schulter sowie des rechten Hemithorax. Die AXA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) und nahm medizinische Abkl�rungen vor. Zudem holte sie ein unfallanalytisches Gutachten vom 22. Februar 2007 ein. Mit Verf�gung vom 11. Januar 2008 stellte sie die Taggeldleistungen per 31. Dezember 2007 ein und legte dar, alle ab 1. Januar 2008 erfolgenden Heilbehandlungen gingen nicht mehr zu ihren Lasten; es bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung. Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Entscheid vom 5. November 2008 ab.
Mit Beschwerde beantragt die Versicherte, in Aufhebung des kantonalen Entscheides habe ihr die AXA weiterhin die gesetzlichen Leistungen auszurichten; eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zur weiteren Abkl�rung des Sachverhalts zur�ckzuweisen.
Die AXA schliesst auf Beschwerdeabweisung. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung nach Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Immerhin pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
Streitig und zu pr�fen ist, ob die Versicherte aufgrund des Unfalls vom 20. Dezember 2005 ab 1. Januar 2008 weiterhin Anspruch auf Versicherungsleistungen der AXA hat.
Die Vorinstanz hat die Grundlagen �ber den f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111 f.), die erforderliche Ad�quanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen, bei psychischen Unfallfolgen (BGE 134 V 109 E. 6.1 S. 116, 115 V 133) sowie Folgen eines Unfalls mit HWS-Schleudertrauma oder einer �quivalenten Verletzung ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle (BGE 134 V 109 ff.) im Besonderen richtig dargelegt. Gleiches gilt betreffend den Wegfall unfallbedingter Ursachen eines Gesundheitsschadens bei Erreichen des Status quo sine vel ante und die damit verbundene Beweislast (SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9 E. 2.2 [8C_354/2007]), den Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125) und den Beweiswert von Arztberichten (BGE 134 V 231 f. E. 5.1 mit Hinweis). Darauf wird verwiesen. Zu erg�nzen ist, dass die Ad�quanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen praktisch keine Rolle spielt, da sich hier die ad�quate und nat�rliche Kausalit�t weitgehend decken (BGE 134 V 109 E. 2 S. 112).
Die von der AXA vorgenommene Einstellung der vor�bergehenden Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) und gleichzeitige Pr�fung des Anspruchs auf Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4 S. 113 ff.) wird von der Versicherten nicht substanziiert bem�ngelt und ist aufgrund der Akten auch nicht zu beanstanden.
4.1 Die Dres. med. E.________ und K.________, Zentrum A.________ f�r Geh�r- und Gleichgewichtsst�rungen, diagnostizierten im Bericht vom 22. Oktober 2007 - gest�tzt auf Untersuchungen der Versicherten vom 24. August und 14. September 2007 - ein peripher vestibul�res Defizit links mit/bei HWS-Distorsionstrauma vom 20. Dezember 2005 sowie ein chronisch zervikales Schmerzsyndrom. Weiter f�hrten sie aus, als Unfallfolge lasse sich eine periphere Vestibulopathie links dokumentieren.
Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die im Zentrum A.________ f�r Geh�r- und Gleichgewichtsst�rungen festgestellten Geh�r- und Gleichgewichtsst�rungen seien organisch objektivierbare Beschwerden, die nat�rlich kausal auf den Unfall vom 20. Dezember 2005 zur�ckzuf�hren seien.
4.2 Dr. med. H.________, Facharzt f�r Neurologie, beratender Arzt der AXA, erachtete die Unfallkausalit�t des vestibul�ren Defizits, das organisch nachweisbar sei, lediglich als m�glich; f�r die Sch�digung seien auch andere Faktoren denkbar, z.B. eine kleine arterielle Embolie vom Herzen oder ein Abgang einer Plaque im Bereich der Aorta oder der Arteria vertebralis (Stellungnahme vom 14. November 2007).
Frau PD Dr. med. V.________, Ober�rztin, Leiterin Otoneurologie, Spital Y.________, legte im Bericht vom 4. September 2008 aufgrund einer Untersuchung der Versicherten vom 21. August 2008 unter anderem dar, in den Berichten des Spitals X.________ vom 26. (recte 27.; die Untersuchung fand am 26. statt) und 30. Dezember 2005 seinen keine Schwindelbeschwerden erw�hnt. Die erste otoneurologische Untersuchung sei mit einer Zeitfrist von 15 Monaten nach dem Unfall durchgef�hrt worden. Man d�rfe die Verbindung der Vestibulopathie mit dem Unfall nicht best�tigen; die Unfallkausalit�t liege bei -25 %.
Das Zentrum A.________ f�r Geh�r- und Gleichgewichtsst�rungen f�hrte im Bericht vom 20. Oktober 2008 unter anderem aus, es sei nicht statthaft, die Unfallkausalit�t zu bezweifeln, wenn die erste otoneurologische Untersuchung erst 15 Monate nach dem Unfall durchgef�hrt worden sei. Die Br�ckensymptome nach dem Unfall seien glaubhaft beschrieben worden, und die Tatsache, dass in einzelnen Berichten die Schwindelbeschwerden nicht erw�hnt worden seien, bedeute nicht, der Schwindel sei nicht vorhanden gewesen. Aufgrund ihrer Erfahrung treffe es f�r zahlreiche Patienten zu, dass sie ihre Gleichgewichtsst�rung und ihre Schwindelgef�hle verbal schlecht ausdr�cken k�nnten und die Objektivierung der Gleichgewichtsst�rung ein wesentlich wichtiges Kriterium darstelle.
4.3 Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass Schwindelbeschwerden der Versicherten �rztlich erstmals im Mai 2006 r�ckwirkend per Februar 2006 erw�hnt wurden; es wurde ausgef�hrt, der Arbeitswiederaufnahmeversuch am 10. Februar 2006 sei wegen Schmerzen, Bewegungseinschr�nkungen und Schwindel bereits nach einer Stunde gescheitert (vgl. Bericht der Psychiaterin Frau Dr. med. W.________ vom 13. Mai 2006). Zuzustimmen ist auch ihrer Auffassung, es sei sehr unwahrscheinlich, dass die Versicherte es bei ihren ersten Arztbesuchen unterlassen h�tte, Schwindelbeschwerden anzugeben, wenn sie vorhanden gewesen w�ren; denn Symptome einer akuten peripheren Vestibulopathie sind ein einsetzender heftiger Schwindel (i. e. S. Drehschwindel, der in einen durch Bewegung verst�rkten, Tage bis Wochen anhaltenden Dauerschwindel �bergehen kann), starke �belkeit, Erbrechen und Nystagmus (Pschyrembel, Klinisches W�rterbuch, 262. Aufl., Berlin 2011, S. 1133 und 2197).
Damit kann einzig als erstellt gelten, dass Schwindelbeschwerden erst rund eineinhalb Monate nach dem Unfall vom 20. Dezember 2005 aufgetreten sind. In diesem Lichte hat die Vorinstanz gest�tzt auf die Aktenlage insgesamt zu Recht erkannt, dass die Geh�r- und Gleichgewichtsst�rungen der Versicherten nicht als �berwiegend wahrscheinlich nat�rlich unfallkausal angesehen werden k�nnen. Sie hat zu Recht erwogen, dass aus der im Bericht des Zentrums A.________ f�r Geh�r- und Gleichgewichtsst�rungen vom 22. Oktober 2007 enthaltenen Aussage, vor dem Unfall h�tten keine Anhaltspunkte f�r ein peripher vestibul�res Defizit bestanden, nicht auf dessen Unfallkausalit�t geschlossen werden kann; denn dies liefe auf einen unzul�ssigen "post hoc, ergo propter hoc"-Schluss hinaus (BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f.). Da diesbez�glich von weiteren medizinischen Abkl�rungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind, ist darauf zu verzichten (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148).
Anderweitige objektivierbare organische Unfallfolgesch�den werden nicht substanziiert geltend gemacht und sind auch nicht nachgewiesen (zur Objektivierbarkeit von entsprechenden Verletzungen vgl. SVR 2009 UV Nr. 30 S. 105 E. 2.1 [8C_413/2008]), weshalb es diesbez�glich sein Bewenden hat.
Streitig und zu pr�fen ist weiter, ob die Beschwerdef�hrerin als Folge des Unfalls vom 20. Dezember 2005 �berwiegend wahrscheinlich ein Schleudertrauma bzw. eine Distorsion der HWS erlitten hat.
6.1 Die Vorinstanz hat erwogen, das zu einer solchen Verletzung geh�rende typische bunte Beschwerdebild habe unmittelbar nach dem Unfall nicht vorgelegen und die psychischen Beschwerden h�tten bereits sehr fr�h im Vordergrund gestanden.
Die Versicherte macht geltend, aufgrund der medizinischen Akten sei �berwiegend wahrscheinlich, dass sie bei diesem Unfall ein HWS-Schleudertrauma bzw. eine �quivalente Verletzung erlitten habe. Ebenfalls stehe fest, dass ihre psychischen Beschwerden sp�testens im Zeitpunkt des Einspracheentscheides (wieder) eine untergeordnete Rolle gespielt h�tten.
6.2 Das Vorliegen eines Schleudertraumas bzw. einer Distorsion der HWS muss durch zuverl�ssige �rztliche Angaben gesichert sein, damit die auf solche Verletzungen zugeschnittene Rechtsprechung zur Anwendung kommen kann. Zwar wird nicht vorausgesetzt, dass s�mtliche der zum sogenannten typischen Beschwerdebild dieser Verletzung geh�renden Symptome (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen, �belkeit, rasche Erm�dbarkeit, Visusst�rungen, Reizbarkeit, Schlafst�rungen, Affektlabilit�t, Depression, Wesensver�nderungen usw., vgl. BGE 117 V 359 E. 4b S. 360; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) innert der massgeblichen Latenzzeit von 24 bis h�chstens 72 Stunden nach dem Ereignis auftreten m�ssen. Erforderlich ist aber, dass sich innert dieser Latenzzeit zumindest HWS- oder Nackenbeschwerden manifestieren (SVR 2007 UV Nr. 23 S. 75 E. 5 [U 215/05]). Daran ist auch nach der j�ngsten Pr�zisierung dieser Praxis (BGE 134 V 109) festzuhalten (vgl. Urteil 8C_792/2009 vom 1. Februar 2010 E. 6.1 mit Hinweis).
6.3 Aus den Akten geht hervor, dass die Versicherte bereits vor dem Unfall vom 20. Dezember 2005 an HWS-Beschwerden gelitten hatte. Am 13. Oktober 2005 wurde ein MRI der HWS und LWS angefertigt, nachdem sie seit �ber zehn Jahren an ausstrahlenden Schmerzen in beide Arme geklagt hatte und ein chronisches HWS- und LWS-Syndrom beschrieben wurde. Im HWS-Bereich resultierte damals eine Streckhaltung, eine leichte Diskush�henminderung HWK 5/6 und eine beginnende Spondylose nach ventral in diesem Niveau. Zudem bestand auf Niveau HWK 5/6 und 6/7 ein geringf�giges breitbasiges Diskusbulging nach dorsal, dass den Subarachnoidalraum fokal einengte. Im Rahmen der Beurteilung wurden eine leichtgradige Chondrose HWK 5/6 und ein minimales dorsales Diskusbulging HWK 5/6 und 6/7 angegeben (Bericht der Radiologie vom 14. Oktober 2005). Im Bericht vom 19. Oktober 2005 legte das Spital Y.________ gest�tzt auf dieses MRI zusammenfassend unter anderem dar, im HWS-Bereich l�gen degenerative Ver�nderungen im Bereich C5/6 und C6/7 vor. Im Prinzip m�sse die Versicherte mit intermittierenden physiotherapeutischen Massnahmen versuchen, das Gleichgewicht zu halten und regelm�ssig ihre Schmerzsituation mittels Analgetika kontrollieren.
6.4.1 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, nach dem Unfall habe sie nach �berwindung des ersten Schocks sofort �ber starke Schmerzen im Nacken und R�cken geklagt. Weil die Beschwerden auch am n�chsten Tag angedauert h�tten, habe sie am Reiseziel einen Arzt aufgesucht, der ihr Medikamente gegen die Schmerzen verschrieben habe.
Zum Beweis dieser Vorbringen beruft sie sich - wie schon vorinstanzlich - auf eine zu den Akten gelegte schriftliche Darstellung, die von ihrer Tochter stamme. Dieses Schriftst�ck ist indessen weder mit dem Namen der Tochter versehen noch unterschrieben, weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. Zudem ist nicht einzusehen, weshalb die Versicherte nicht einen Arztbericht �ber den angeblich unmittelbar nach dem Unfall noch im Ausland erfolgten Arztbesuch aufgelegt hat.
6.4.2 Aufgrund der Akten kann mithin nur als bewiesen gelten, dass der erste Arztbesuch der Versicherten am 26. Dezember 2005 im Spital X.________, somit sechs Tage nach dem Unfall vom 20. Dezember 2005, erfolgte. Demnach ist nicht echtzeitlich �rztlich erstellt, dass sie innert der massgeblichen Latenzzeit von 24 bis h�chstens 72 Stunden nach diesem Unfall an zus�tzlichen HWS- oder Nackenbeschwerden gelitten hat, die auf diesen - und nicht auf ihre vorbestehenden HWS-Beschwerden (E. 6.3 hievor) - zur�ckzuf�hren waren.
Weiter ist festzuhalten, dass im Bericht des Spitals X.________ vom 27. Dezember 2005 als Beschwerden einzig ein Druckschmerz �ber der gesamten HWS mit Muskelhartspann, �ber der rechten Schulter sowie der rechten basalen Hemithorax, eine Druckdolenz paravertebral der BWS und Schluckbeschwerden festgestellt wurden; weiter wurde festgehalten, es seien keine frischen oss�ren L�sionen erkennbar. Im Bericht dieses Spitals vom 30. Dezember 2005 betreffend die gleichentags erfolgte Untersuchung wurde angegeben, die Versicherte sei in gutem Allgemein- und Ern�hrungszustand; als Beschwerden wurden einzig deutliche paravertebrale Druckschmerzen entlang der HWS und Brustwirbels�ule festgestellt; es bestehe kein Anhaltspunkt f�r oss�re oder ligament�re L�sionen. Das typische Beschwerdebild eines Schleudertraumas bzw. einer Distorsion der HWS (vgl. E. 6.2 hievor) wurde in diesen Berichten mithin nicht beschrieben.
Zu beachten ist auch, dass Dr. med. G.________, Physikalische Medizin und Rehabilitation speziell Rheumaerkrankungen FMH/psychosomatische Medizin APPM/manuelle Medizin SAMM, im Gutachten zuhanden der Invalidenversicherung vom 7. April 2008 ausf�hrte, es k�nne nicht sicher gesagt werden, ob �berhaupt ein HWS-Syndrom vorliege, das auf den Unfall zur�ckzuf�hren sei, weil bereits im Oktober 2005 ein chronisches Cervikalsyndrom mit Muskelhartspann sowie leichter Beweglichkeitseinschr�nkung beschrieben und in der Untersuchung vom 30. Dezember 2005, also 10 Tage nach dem Unfall, eine freie HWS-Beweglichkeit beschrieben worden sei.
6.4.3 Unter diesen Umst�nden steht insgesamt nicht �berwiegend wahrscheinlich fest, dass die Versicherte beim Unfall vom 20. Dezember 2005 ein Schleudertrauma bzw. eine Distorsion der HWS erlitten hat. Hieran �ndert nichts, dass in den Berichten des Spitals X.________ vom 27. und 30. Dezember 2005 sowie in sp�teren Arztberichten eine HWS-Distorsion diagnostiziert wurde; denn dies gen�gt f�r sich allein nicht zur Bejahung einer solchen Verletzung (vgl. E. 6.2 hievor). Auch diesbez�glich sind von weiteren medizinischen Abkl�rungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (vgl. E. 4.3 hievor in fine).
Im Bericht vom 29. Mai 2007 diagnostizierte der Psychiater Dr. med. R.________ bei der Versicherten unter anderem eine leichte depressive Episode mit/bei inad�quater Schmerzverarbeitungsst�rung; es liege eine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit um 30-35 % vor. Am 12. Oktober 2007 - mithin rund zweieinhalb Monate vor der Leistungseinstellung durch die AXA - gab er an, ihr psychischer Zustand habe sich trotz allen therapeutischen Bem�hungen kaum ver�ndert. Der Psychiater Dr. med. O.________ f�hrte im Gutachten vom 22. M�rz 2008 aus, es lasse sich aktuell keine psychische Krankheit mit Auswirkung auf die Arbeitsf�higkeit diagnostizieren. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsf�higkeit seien akzentuierte (�berangepasste) Pers�nlichkeitsz�ge (ICD-10: Z73.1) und eine leichtgradige depressive Episode (ICD-10: F32.00). Seit dem obigen Bericht des Dr. med. R.________ vom 29. Mai 2007 habe sich der Gesundheitszustand der Versicherten deutlich verbessert.
Eine R�ckweisung der Sache zwecks Vornahme einer zus�tzlichen psychiatrischen Abkl�rung er�brigt sich; selbst wenn aufgrund zus�tzlicher Abkl�rungen ein psychischer Gesundheitsschaden, der mit dem Unfall vom 20. Dezember 2005 nat�rlich kausal ist, festgestellt w�rde, fehlt es - wie die nachstehenden Erw�gungen zeigen - nach Massgabe der in BGE 115 V 133 ff. entwickelten Kriterien an der Ad�quanz des Kausalzusammenhangs (vgl. auch SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68 E. 3c; Urteil 8C_673/2009 vom 22. M�rz 2010 E. 6.3).
Der Unfall vom 20. Dezember 2005 spielte sich aufgrund der Akten und nach vorinstanzlicher Feststellung unbestrittenermassen wie folgt ab: Die Beschwerdef�hrerin fuhr in dem von ihrer Tochter gelenkten Auto mit ca. 120 km/h auf der Autobahn, als sie einem Lastwagen ausweichen mussten. Die Tochter verlor die Herrschaft �ber ihr Fahrzeug und schleuderte von der �berholspur in Richtung Pannenstreifen, worauf das Auto zun�chst mit der linken Front und im Anschluss an eine Drehung um die Hochachse mit dem linken Heck mit der rechten Leitplanke kollidierte. Danach wurde es wieder auf die Fahrbahn zur�ckgetrieben, kollidierte w�hrend der Auslaufphase mit der rechten hinteren T�re eines auf der �berholspur vorbeifahrenden Autos und kam dann mit der Front in Richtung Mittelplanke zeigend in die Endstellung, wobei die Leitplanke noch leicht touchiert wurde. Gem�ss dem unfallanalytischen Gutachten vom 22. Februar 2007 wurde das Auto bei der ersten Kollision mit der rechten Leitplanke bei ca. 75 km/h um 13-19 km/h und bei der zweiten Kollision mit der rechten Leitplanke bei etwa 60 km/h um 15-21 km/h abgebremst; es hat sich nicht �berschlagen und auch nicht um die eigene Achse gedreht.
Die Vorinstanz hat dieses Ereignis ausgehend vom augenf�lligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kr�ften (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, [U 2/07]) und in Ber�cksichtigung der Fahrzeugsch�den zu Recht als mittelschwer im mittleren Bereich qualifiziert (vgl. die im Urteil 8C_595/2009 vom 17. November 2009 E. 7.1 f. zitierten Beispiele). Von einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu einem schweren Ereignis ist entgegen der Auffassung des Versicherten nicht auszugehen. Aus dem Urteil 8C_633/2007 vom 7. Mai 2008 E. 6.2.2, worin ein Autounfall als mittelschwer im Grenzbereich zu den schweren Unf�llen qualifiziert wurde, kann die Versicherte nichts zu ihren Gunsten ableiten.
Nach dem Gesagten kann die Ad�quanz nur bejaht werden, wenn drei der sieben Ad�quanzkriterien erf�llt sind oder eines besonders ausgepr�gt vorliegt (Urteil 8C_897/2009 vom 29. Januar 2010 [Pl�doyer 2010/2 S. 53]).
Ob besonders dramatische Begleitumst�nde oder eine besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls vorliegen, beurteilt sich objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgef�hls der versicherten Person (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207 E. 3b/cc). Zu beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindr�cklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht f�r eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann. Der nachfolgende Heilungsprozess ist diesbez�glich nicht relevant (Urteil 8C_595/2009 E. 8.1 mit Hinweisen).
Dem Unfall der Versicherten vom 20. Dezember 2005 sind eine gewisse Eindr�cklichkeit und dramatische Begleitumst�nde wohl nicht abzusprechen, zumal sich ihr Ehemann und ihre zwei T�chter im Auto befanden. Es liegen aber nicht Umst�nde vor, welche die Bejahung einer besonderen Dramatik oder besonderen Eindr�cklichkeit der Begleitumst�nde rechtfertigen. Denn Verletzungen bei den Familienangeh�rigen der Versicherten lagen nur insofern vor, als nach ihren Angaben ihre T�chter an HWS-Beschwerden gelitten haben sollen. Selbst wenn die Vorbringen der Versicherten - der Unfall habe sich nachts in einem fremden Land ereignet, sie sei unter Schock gestanden, habe mehrmals das Bewusstsein verloren und bef�rchtet, ihr Ehemann sei aus dem Auto geschleudert worden - zutreffen sollten, w�re das Kriterium allenfalls in einfacher Form, jedenfalls aber nicht in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt.
Die vorinstanzliche Beurteilung der weiteren Ad�quanzkriterien im Lichte der Praxis f�r psychische Unfallfolgen - mithin einzig unter Ber�cksichtigung der physischen Komponenten des Gesundheitsschadens (BGE 134 V 109 E. 6.1 S. 116) - und die hierauf basierende Verneinung der ad�quaten Unfallkausalit�t der gesundheitlichen Beschwerden der Versicherten wird nicht substanziiert bestritten und ist nicht zu beanstanden, sodass es damit sein Bewenden hat. Dem Einwand der Beschwerdef�hrerin, es sei die Schleudertrauma-Praxis - bei der nicht zwischen physischen und psychischen Aspekten des Gesundheitsschadens differenziert wird - anzuwenden und die Ad�quanz gest�tzt hierauf zu bejahen, kann wie gesagt nicht gefolgt werden (siehe E. 6.4 hievor).