Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=30.06.2011&Aktenzeichen=V%20R%2037%2F10
Timestamp: 2019-04-23 15:05:56
Document Index: 176352921

Matched Legal Cases: ['EuG', '§ 13', 'Art 2', 'Art 4', 'Art 5', 'Art 5', 'Art 6', 'EuG', '§ 48', '§ 13', 'EuG', '§ 3', '§ 48', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 199', '§ 13']

BFH, 30.06.2011 - V R 37/10 - dejure.org
EuGH-Vorlage zu den Voraussetzungen des Übergangs der Steuerschuld nach § 13b UStG; Vereinbarkeit mit der Ermächtigung des Rates vom 30. März 2004 2004/290/EG; Begriff der Bauleistungen; Rechtsfolgen einer unzulässigen Untergruppenbildung; Grundsatz des Vorrangs des Unionsrechts; Nichtanwendung
Art 2 Abs 1 EWGRL 388/77, Art 4 Abs 3 EWGRL 388/77, Art 5 Abs 1 EWGRL 388/77, Art 5 Abs 5 EWGRL 388/77, Art 6 Abs 1 EWGRL 388/77
Übergang der Umsatzsteuerschuld - Vorlage an den EuGH
RL 77/388/EWG; EStG § 48 Abs. 1 S. 3; UStG § 13b
EuGH-Vorlage zur Umkehr der Steuerschuldnerschaft bei Bauleistungen
Luxemburg muss über Fragen zum Reverse-Charge-Verfahren entscheiden
Vorlage zum Reverse-Charge-Verfahren bei Bauleistungen
Umsatzsteuergesetz (UStG), §§ 3 und 13b Einkommensteuergesetz (EStG), § 48
BFHE 233, 477
BB 2012, 1066
BStBl II 2011, 842
BauR 2011, 1863
Der Senat hat mit Beschluss vom 30. Juni 2011 V R 37/10 (BFHE 233, 477, BStBl II 2011, 842) dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt:.
Das von der Klägerin angeführte Vorlageverfahren (BFH-Beschluss vom 30.06.2001 V R 37/10, BFH/NV 2011, 1633), welches der EuGH mit Urteil vom 13.12.2012 C-395/11 entschieden habe, sei für den hier zu entscheidenden Fall nicht entscheidungserheblich.
Derzeit sei ein Verfahren vor dem Bundesfinanzhof (BFH) anhängig (V R 37/10), in dem geklärt werden soll, ob es ausreicht, dass der Leistungsempfänger nur gelegentlich Bauleistungen erbringt, um ihm die Pflicht aufzuerlegen, anstelle des leistenden Unternehmers die Umsatzsteuer an das Finanzamt (FA) abzuführen.
Am 30. Juni 2011 legte der BFH (V R 37/10, BStBl II 2011, 842) dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) zur Vorabentscheidung u.a. die Fragen vor, ob die europarechtlichen Vorgaben (vgl. Art. 199 Abs. 1 Buchst. a MwStSystRL) eine Umkehrung der Steuerschuldnerschaft nur für Dienstleistungen im Baugewerbe erlauben oder auch für (Bau)Lieferungen sowie ob im Falle der mangelnden Vereinbarkeit mit Unionsrecht die nationale Regelung insgesamt (§ 13b UStG) unanwendbar ist (C-395/11).