Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4099.htm
Timestamp: 2018-11-18 09:01:15
Document Index: 350632981

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 58', '§ 22', '§ 2', '§ 33', '§ 4', '§ 5']

4.099 Storchenwiesen
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen als höhere Naturschutz- und obere Jagdbehörde über das Naturschutzgebiet »Storchenwiesen« vom 1. September 1982 (GBl. v. 30.09.1982, S. 435).
Auf Grund von § 21 und § 58 Abs.2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz -NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654) und von § 22 Abs. 2 Landesjagdgesetz in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBI. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Altheim, Landkreis Biberach, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Storchenwiesen«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 7,0890 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Altheim in den Gewannen Wasenried und Untere Weiden die Flurstücke 848, 850 und 902 sowie den zwischen den Flurstücken 902 und 848 gelegenen Teil des Flurstücks 450 (Biberbach) und des Feldwegs 2172.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 10. März 1982 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen als höhere Naturschutzbehörde in Tübingen verwahrt; eine Ausfertigung befindet sich beim Landratsamt Biberach als untere Naturschutzbehörde in Biberach/Riß. Die Verordnung mit Karte kann während der Dienststunden eingesehen werden.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung des Feuchtgebietes als Nahrungs‑ und Brutbiotop seltener Vogelarten, als Durchzugsgebiet von vom Aussterben bedrohten Watvögeln und als Amphibienlebensraum mit einer artenreichen Pflanzenwelt.
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß während der Vogelbrutzeit vom 1. März bis 31. Juli nur die Jagd auf Rehwild, Raubzeug und Raubwild zulässig ist;
2. für die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird;
3. für ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung der Streuwiesen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang;
4. für die sonstige bisher rechtmäßigerweise ausgeübte Nutzung der rechtmäßigerweise bestehenden Einrichtungen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang sowie deren Unterhaltung und Instandsetzung;
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig nach entgegen § 4 und § 5 Nr. 1 dieser Verordnung die Jagd ausübt.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Landratsamts als untere Naturschutzbehörde zum Schutze von Landschaftsbestandteilen und Landschaftsteilen im Kreis Saulgau vom 25. September 1940 (Saulgauer Zeitung und Riedlinger Tagblatt vom 30. September 1940) soweit sie sich auf den Geltungsbereich dieser Verordnung bezieht außer Kraft.
TÜBINGEN, den 1. September 1982