Source: http://wolfsmark.org/index.php?id=18
Timestamp: 2020-07-09 01:19:47
Document Index: 267794248

Matched Legal Cases: ['§2', '§4', '§4', '§5', '§4', '§6', '§7', '§10', '§11', '§12', '§13', '§14', '§15', '§16', '§17', '§18', '§19', '§20', '§21', '§22', '§23', '§24', '§25', '§26', '§27', '§28', '§29', '§30', '§31', '§32']

Chamberlords e.V. - Baronie Wolfsmark - Strafgesetzbuch
Lex Wolfsmarcorum
Zweck dieses Strafgesetzbuches ist es, die schon lang vorher von unseren Vorvätern praktizierten Rechte niederzuschreiben auf das sie in alle Ewigkeit Verwendung finden werden.
§2 - Anwendungsbereich, Gültigkeit, Gerichtsbarkeit
Dieses Gesetzbuch ist für die gesamte Baronie Wolfsmark verbindlich.
Es gilt für alle Bürger von Wolfsmark und für alle Angehörige anderer Länder, die sich in der Baronie Wolfsmark aufhalten.
Für Diplomaten gilt eine Sonderregelung (§4).
Es tritt sofort nach Veröffentlichung in Kraft und ist bis auf Widerruf gültig.
Recht sprechen dürfen nur von der Regierung dazu berufene Personen. Richter sind von Strafe unbelastet, sie unterstehen einzig der Gerichtsbarkeit in ihrer obersten Instanz.
Das Recht wird im Ding gesprochen, wer zum Ding geladen ist möge erscheinen, oder nach dreimaliger Abwesenheit für Vogelfrei erklärt werden.
Bei Gericht müssen Regeln der Ordnung eingehlaten werden, wer gegen diese verstößt soll selbst gerichtet werden.
In der Regel ist jeder straffähig.
Für Kinder unter 13 Jahren sind die Eltern verantwortlich und können zur Rechenschaft gezogen werden. Bei Waisen gilt das gleiche für die Personen,die an Eltern statt verantwortlich sind.
Leibeigene sind besonderen Strafen zu unterziehen.
Jemand, der durch Magie beeinflusst wurde und nicht Herr seiner Sinne war, kann nicht für sein Tun verantwortlich gemacht werden.
§4 - Diplomaten
Diplomaten unterstehen der Gerichtsbarkeit ihrer Länder.
Über einen Landesverweis bei einer Straftat entscheidet das Gericht.
Bei schweren Vergehen kann mit Erlaubnis der auslaendischen Regierung der Diplomat seines Status enthoben werden. Schwere Vergehen sind die Straftaten, die mit der Todesstrafe belegt werden.
§5 - Gnadengesuch
Die Strafausübung erfolgt am Ende der Verhandlung, zur Wahrheitsfindung kann Folter eingesetzt werden.
Das Gericht befindet über die Weiterleitung des Gnadengesuchs an die Regierung des Landes.
Entscheidet das Gericht, dass das Gnadengesuch nicht weitergeleitet wird, wird die Strafe umgehend ausgeübt.
Das Gnadengesuch kann nur bei schweren Vergehen eingereicht werden (§4(3)Satz 2).
Kann ein freier Mann mindestens sieben ebenso Freie zu einem Schwur seiner Unschuld hervorbringen, so sei er freizusprechen.
Ist der Verurteilte ein Mann von Adel, so sei ihm der Zweikampf zur Wahrheitsfindung freigestellt.
§6 - Einspruch
Der Verurteilte und der Kläger haben nicht das Recht Einspruch gegen das Urteil zu erheben.
Einsprüche jeglicher Art werden an der Verhandlung selber eingebracht.
Bei Freispruch muss der Angeklagte im Ort bleiben und sich einmal am Tag bei der Stadtwache melden.
Zweiter Teil - Vergehen
§7 - Mord
Das Erschlagen einer anderen Person wird mit dem Tode bestraft.
Ausgenommen sind Einsätze des wolfsmarker Militär, Duelle, Notwehr und von Gericht angeordnete Hinrichtungen.
Der Versuch jemanden zu töten wird wie die vollendete Tat geahndet.
Das Privileg eines Duells obliegt nur dem Adel.
Wenn eine Person von einer anderen Person angegriffen wird und diese sich nur durch Gewalt wehren kann, ist dies Notwehr. Kommt der Angreifer zu Schaden, so wird der Angegriffene nicht bestraft.
Wer für eine andere Macht arbeitet, mit dem Ziel Geheimnisse der Baronie Wolfsmark weiter zu geben, ist ein Spion. Beide Hände sollen ihm abgeschalgen und die Zunge herausgeschnitten werden.
Wer durch Zerstörung von Eigentum der Baronie die öffentliche Ordnung stört, begeht Sabotage und wird mit dem Tode bestraft. Dies gilt insbesondere für die Fehde.
Wer gegen die Baronie hetzt und damit die öffentliche Ordnung stört, ist des Todes.
Wer aktiv an der Aufhebung der bestehenden Ordnung durch Gewalt arbeitet, ist des Todes.
§10 - Vergewaltigung
Wer ein Weib gegen ihren Willen zum Beischlaf zwingt, begeht eine Vergewaltigung und soll Ertränkt werden.
§11 - Anwendung von Schwarzer Magie
(aufgehoben) Wer Schwarze Magie anwendet, ist des Todes.
Ausübung schwarzer Magie ohne Billigung der Regierung, ist eine Störung der öffentlichen Ordnung. Der Magus soll gebelndet, die Ohren abgeschnitten und beide Hände verlieren.
§12 - Magische Beeinflußung
Wer jemanden magisch beeinflusst, damit dieser eine Straftat begeht, soll gebelndet, die Ohren abgeschnitten und beide Hände verlieren.
§13 - Beischlaf wider der Natur
Wer Sodomie mit Tieren oder Menschen treibt, soll an den Pranger gestellt werden.
§14 - Diebstahl
Wenn eine Person fremdes Eigentum ohne Wissen und Erlaubnis des Eigentümers an sich nimmt, um es in seinen eigenen Besitz zu bringen, so ist das Diebstahl.
Das Entwendete wird zurückgegeben. Falls das nicht möglich ist, muss der Verurteilte den entstandenen Schaden ersetzen.
Dem Verurteilten wird die rechte bzw.linke Hand abgeschlagen.
§15 - Zechprellerei
Wer seine Zeche nicht bezahlt, begeht Zechprellerei.
Der Verurteilte muss die Zeche bezahlen und wird bis Sonnenuntergang an den Pranger gestellt.
§16 - Fälschung/Betrug
Wer eine Kopie macht und sie als Original ausgibt, begeht eine Fälschung.
Wer jemanden mit Absicht unter Vorspielung falscher Tatsachen etwas verkauft, begeht einen Betrug.
Der Verurteilte muss den Schaden ersetzen und wird die rechte bzw. linke Hand abgeschlagen.
§17 - Verleumdung
Wer Lügen trotz besseren Wissens verbreitet, begeht eine Verleumdung.
Der Geschädigte erhält Schadensersatz, der Verurteilte wird bis Sonnnenuntergang an den Pranger gestellt.
§18 - Beleidigung
Wer jemanden in seiner Ehre kränkt, begeht eine Beleidigung.
Der Geschädigte erhält Schadensersatz und eine öffentliche Entschuldigung.
§19 - Erpressung
Wer jemanden zwingt Geld oder Eigentum auszuhändigen oder eine Tat zu begehen, weil der Täter etwas über das Opfer weiß, was dieses schädigen könnte, wenn es öffentlich gemacht würde, begeht Erpressung.
Der Verurteilte erhält 10 Stockhiebe auf die Fusssohlen.
§20 - Nötigung
Jemand, der einen anderen zwingt,etwas gegen seinen Willen zu tun, begeht eine Nötigung.
Der Verurteilte erhält 5 Stockhiebe auf die Fusssohlen.
§21 - Freiheitsberaubung
Wer eine andere Person einsperrt, begeht Freiheitsberaubung.
Der Verurteilte erhält 5 Stockhiebe auf die Fusssohlen und wird bis Sonnenuntergang an den Pranger gestellt.
§22 - Unterschlagung
Wer im Dienste seines Herrn heimlich Geld an sich nimmt, begeht eine Unterschlagung.
Der Verurteilte muss Schadensersatz leisten, verliert die rechte bzw.linke Hand und wird bis Sonnenuntergang an den Pranger gestellt.
§23 - Körperverletzung
Wer jemanden an Körper oder Geist schädigt, begeht eine Körperverletzung. Ausnahme: Gerichtlich angeordnete Strafen.
Der Verurteilte erhält 15 Stockhiebe auf die Fusssohlen und wird bis Sonnenuntergang an den Pranger gestellt.
§24 - Meineid/Falschaussage
Das Wolfsmarker Gericht ist ein Schwurgericht. Geschworen wird auf Reliquien und andere heilige Gegenstände der Baronie.
Wer einen falschen Eid abgibt, begeht einen Meineid.
Wer vor Gericht eine falsche Aussage macht, begeht eine Falschaussage.
Dem Verurteilten wird die Zunge herausgeschnitten und er wird bis Sonnenaufgang an den Pranger gestellt.
§25 - Bestechung
Wer eine Person, die im öffentlichen Leben steht, Geld gibt oder andere Vergünstigungen mit dem Ziel einen Vorteil zu erhalten, begeht eine Bestechung.
Wer eine Person Geld gibt oder andere Vergünstigungen mit dem Ziel einen Meineid oder eine Falschaussage zu erhalten, begeht eine Bestechung.
Der Täter und der Bestochene müssen eine Geldstrafe entrichten.
§26 - Strafvereitelung
Wer Erkenntnis über eine Straftat hat und diese nicht zur Anzeige bringt, begeht eine Strafvereitelung.
Dritter Teil - Strafen
§27 - Hinrichtungen
Hinrichtungen sind öffentlich als Abschreckung durchzuführen, Ausnahme durch Gerichtsbeschluss.
Das Gericht ist bei der Hinrichtung anwesend.
Alle werden vom Beil gerichtet, Unfreie & Sklaven durch den Strang oder durch andere Mittel.
Die Art, den Ort und den Zeitpunkt der Hinrichtung legt das Gericht fest.
§28 - Pranger
Dem Verurteilten darf am Pranger keine Gewalt angetan werden.
Beschimpfungen und Ausspucken sind erlaubt.
Anspucken ist eine Gewaltanwendung.
§29 - Geldstrafe/Entschädigung
Entschädigung bezieht sich auf den vom Gericht festgesetzten Wert des Schadens. Ist der Verurteilte nicht in der Lage mit Geld zu bezahlen, so fällt er in die Leibeigenschaft.
Der Straftäter, der eine Entschädigung abzuarbeiten hat, geht in die Leibeigenschaft des Geschädigten über, bis der Schaden beglichen ist.
Ausgleich durch Geld wird durch das Gericht festgelegt. Die Geldstrafe kann in Abarbeiten umgeändert werden.
§30 - Stockhiebe
Stockhiebe sind öffentlich als Abschreckung durchzuführen, Ausnahme durch Gerichtsbeschluss.
Das Gericht ist bei der Bestrafung anwesend.
Der Ort und der Zeitpunkt legt das Gericht fest.
§31 - Hand/Zungenstrafe
Die Bestrafung wird öffentlich als Abschreckung durchgeführt.
§32 - Verschärfung
Bei wiederholten Verurteilungen eines Angeklagten werden die Strafen verschärft.
Von Felix Achberger