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Timestamp: 2019-09-21 16:14:16
Document Index: 279037816

Matched Legal Cases: ['§ 300', '§ 301', '§ 302', '§ 293', '§ 300', '§ 303']

Restschuldbefreiung erteilt - was nun? - frag-einen-anwalt.de
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Restschuldbefreiung erteilt - was nun?
| 02.07.2013 14:56 |
Zusammenfassung: Die erteilte Restschuldbefreiung bewirkt, dass die Altgläubiger die Forderungen nicht mehr im Wege der Zwangsvollstreckung geltend machen können. Geschieht dies trotzdem, muss sich der Schuldner hiergegen werden und auf die erteilte Restschuldbefreiung hinweisen.
Ich habe Post vom Amtsgericht bekommen:
"... ist der Schuldnerin durch Beschluss vom 01.07.2013 Restschuldbefreiung erteilt worden (§ 300 InsO). Die Restschuldbefreiung wirkt gegen alle Insolvenzgläubiger, auch solche, die ihre Forderungen nicht angemeldet haben (§§ 301, 38 InsO). Von der Restschuldbefreiung nicht erfasst werden die ausgenommenen Forderungen gem. § 302 InsO.
Die Vergütung und die zu erstattenden Auslagen des Treuhänders sind festgesetzt worden (§§ 293, 64 InsO)..."
Meine Fragen hierzu lauten: Ab wann ist das Urteil rechtskräftig? Was passiert als Nächstes? Bis wann kann mir noch jemand einen Strich durch die Rechnung machen?
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Diese Antwort ist vom 02.07.2013 und möglicherweise veraltet. Stellen Sie jetzt Ihre aktuelle Frage und bekommen Sie eine rechtsverbindliche Antwort von einem Rechtsanwalt.
Gegen den Beschluss kann gemäß § 300 Abs. 3 InsO innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Beschwerde eingelegt werden. Wenn diese Frist vestreicht, ist er rechtskräftig.
Der Beschluss kann allerdings gemäß § 303 InsO innerhalb von einem Jahr nach Rechtkraft der Erteilung der Restschuldbefreiung widerrufen werden, wenn sich nachträglich herausstellt, dass Sie Ihre Obliegenheiten vorsätzlich verletzt und dadurch die Befriedigung der Insolvenzgläubiger erheblich beeinträchtigt haben.
Geschieht dies nicht, passiert in Bezug auf Ihre Insolvenz nichts mehr. Innerhalb von weiteren drei Jahren wird der diesbezügliche Schufa-Eintrag gelöscht. Sollte ein Altgläubiger noch gegen Sie vorgehen, müssten Sie im Wege der Vollstreckungsgegenklage die Restschuldbefreiung gerichtlich geltend machen.
Ausgenommen hiervon sind Gläubiger mit Forderungen aus einer vorsätzlich unerlaubten Handlung (z.B. Betrug, Insolvenzverschleppung, Körperverletzung), diese könnten noch gegen Sie vollstrecken, da die Forderungen bestehen bleiben.
Nachfrage vom Fragesteller	02.07.2013 | 15:39
Vielen Dank schon einmal für die Antwort. Bekomme ich in 2 Wochen noch einmal Post, dass der Beschluss jetzt rechtskräftig ist, oder höre ich jetzt (wenn keine Beschwerde kommt) nichts mehr vom Gericht?
Und muss ich zur Schufa hin, oder passiert das automatisch?
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.07.2013 | 15:43
Sie bekommen keine weitere Information über die Rechtskraft des Beschlusses vom Gericht.
Die Schufa löscht die Einträge normalerweise automatisch. Es macht aber Sinn, wenn Sie dann im Juli 2016 eine Auskunft anfordern und sich von der Löschung überzeugen.
Bewertung des Fragestellers 02.07.2013 | 15:48
"Auf den Punkt gebracht geantwortet und keine Frage offen gelassen. Vielen Dank!"
FRAGESTELLER 02.07.2013 5/5,0