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Timestamp: 2016-10-23 01:27:02
Document Index: 311465967

Matched Legal Cases: ['§ 130', '§ 53', '§ 43', '§ 73', '§ 78', '§ 129', '§ 129', '§ 130', '§ 130', '§ 130', '§ 53', 'Art 4', '§ 2', '§ 137', '§ 111']

BSG - 28.07.2008, B 1 KR 4/08 R - JuraForum.de
JuraForum.de > Urteile > Bundessozialgericht > Urteil vom 28.07.2008, Aktenzeichen: B 1 KR 4/08 R BSG – Aktenzeichen: B 1 KR 4/08 RUrteil vom 28.07.2008
Leitsatz:1. § 130a Abs 1 SGB V erstreckt den so genannten Herstellerrabatt europarechtskonform nur auf solche Fertigarzneimittel, die deutschem Preisrecht unterliegen, nicht aber auf Importarzneimittel, die von Versandhandelsapotheken aus dem Ausland eingeführt werden.
2. Ausländische Versandhandelsapotheken können europarechtskonform mit deutschen Krankenkassen Einzelverträge nach § 53 SGB X über die Abgabe von Arzneimitteln an Versicherte als Sachleistung abschließen.Rechtsgebiete:AMG, SGB V, SGB X, EWGRL 105/89Vorschriften:§ 43 Abs 1 AMG J: 1976, § 73 Abs 1 AMG J: 1976, § 78 J: 1976 AMG, § 129 Abs 2 SGB V, § 129 Abs 5a SGB V, § 130a Abs 1 SGB V, § 130a Abs 3a SGB V, § 130a Abs 3b SGB V, § 53 SGB X, § EWGRL 105/89 Art 4Stichworte:Krankenversicherung - Arzneimittel - kein Herstellerrabatt auf durch Versandhandelsapotheke mit Sitz im Ausland eingeführte Importarzneimittel - Berechtigung zum Abschluss von Einzelverträgen - EuroparechtskonformitätVerfahrensgang:SG Freiburg, S 11 KR 4103/03 vom 21.06.2005
LSG Stuttgart, L 5 KR 3869/05 vom 16.01.2008
VolltextUm den Volltext vom BSG – Urteil vom 28.07.2008, Aktenzeichen: B 1 KR 4/08 R anzusehen, müssen Sie die Einzelentscheidung kaufen.Volltext der Entscheidung kaufen
Weitere Entscheidungen vom BSGBSG – Urteil, B 1 KR 5/08 R vom 28.07.20081. Eine GmbH in Liquidation kann den Abschluss eines Versorgungsvertrags als Krankenhaus nicht beanspruchen, wenn die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen mangels Masse abgelehnt worden ist.
2. Ein Krankenhaus bietet nicht die Gewähr für eine leistungsfähige und wirtschaftliche Krankenhausbehandlung, wenn es - ohne zugelassen zu sein - in großem Umfang gesetzlich krankenversicherte Patienten behandelt.
3. Ein Krankenhaus bietet nicht die Gewähr für eine leistungsfähige Krankenhausbehandlung, wenn es nach seiner Konzeption den Anforderungen des Qualitätsgebots (§ 2 Abs 1 S 3 SGB V) unter Berücksichtigung grundrechtskonformer Auslegung nicht genügt (Aufgabe von BSG vom 19.2.2003 - B 1 KR 1/02 R = BSGE 90, 289 = SozR 4-2500 § 137c Nr 1; Fortentwicklung von BSG vom 19.11.1997 - 3 RK 1/97 = BSGE 81, 189 = SozR 3-2500 § 111 Nr. 1).BSG – Urteil, B 1 KR 27/07 R vom 28.07.2008Versicherte können die Übernahme der Fahrkosten für eine dauerhaft regelmäßig notwendige ambulante Behandlung beanspruchen, auch wenn die Therapie nur einmal pro Woche stattfindet.BSG – Urteil, B 9/9a VS 5/06 R vom 17.07.2008Eine Leukämie ist bei einem als Arzt bei der Bundeswehr tätigen Soldaten auf Zeit ua dann als Folge einer Wehrdienstbeschädigung anzuerkennen, wenn sich diese innerhalb von zwei Jahren nach einer mit Wahrscheinlichkeit wehrdienstbedingten, auf das lymphatische System einwirkenden Infektionskrankheit manifestiert. Ob eine Infektionskrankheit als wehrdienstbedingt angesehen werden kann, richtet sich im Allgemeinen nach den Grundsätzen des Rechts der gesetzlichen Unfallversicherung.
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