Source: http://studylibde.com/doc/1879353/rechtliche-informationen-zur-praxis-homepage
Timestamp: 2018-04-26 22:43:50
Document Index: 385419140

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 5', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 16', 'BGH', 'BGH', '§ 13', '§ 55', '§ 5', '§ 55', '§ 55', '§ 7', '§ 27', '§ 18', '§ 31', '§ 17', '§ 1', '§ 17', '§ 19', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 3', '§ 2', '§ 2', '§ 1', '§ 12', '§ 3', '§ 3', '§ 7', '§ 3', '§ 7', '§ 4', '§ 13', '§ 13', '§ 1', '§ 2', '§ 4', '§ 3', '§ 7', '§ 27', '§ 139', '§ 34', '§ 15', '§ 15']

Die Gesundheitsreformen der letzten Jahre
haben den Gedanken des Wettbewerbs verstärkt in die Arztpraxen und Kliniken getragen.
Die Qualifikationen und fachliche Kompetenz
von Ärztinnen und Ärzten sind immer noch
entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg.
Eine sachgerechte und berufsrechtskonforme
Außendarstellung ist Ärztinnen und Ärzten daher erlaubt. Die Grenzen der Öffentlichkeitsarbeit werden durch das Gesetz gegen den
unlauteren Wettbewerb (UWG), das Heilmittelwerbegesetz (HWG) und die Berufsordnung
(BO) gezogen.
In der jüngsten Änderung der Berufsordnung
vom 10. November 2012 (in Kraft getreten am 13.03.2013) wurden in § 27 Abs.
4 Nr. 3 die Begriffe geändert. „Besondere
Leistungsangebote nach eigenen Angaben“
wurden durch die Wörter „als solche gekennzeichnete Tätigkeitsschwerpunkte“ ersetzt.
Inhaltlich ist die Ankündigung von Tätigkeitsschwerpunkten nicht geändert worden.
Am 25.10.2012 ist das zweite Gesetz zur Änderung arzneimittelrechtlicher und anderer
Vorschriften in Kraft getreten. Neben dem Arzneimittelgesetz wurde auch das Heilmittelwerbegesetz (HWG) geändert. Die wesentlichsten
Änderungen hat der Verbotskatalog des § 11
HWG erfahren. Einige Verbote wurden ganz
gestrichen, etwa das Empfehlungsverbot in
§ 11 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 HWG oder das Verbot,
sich in Berufskleidung oder bei der Arbeit am
Patienten abbilden zu lassen, § 11 Abs. 1 S. 1
Nr. 6 HWG. Das Verbot für „Vorher-NachherAbbildungen“ gilt nur noch für operative
plastisch-chirurgische Eingriffe (§ 11 Abs. 1
S. 2 HWG). Andere Verbote gelten nicht mehr
generell, sondern nur dann, wenn die Darstellung in bestimmter Art und Weise erfolgt. So
ist die Wiedergabe von Krankengeschichten
zum Beispiel nur dann unzulässig, wenn diese
in „missbräuchlicher, abstoßender oder irreführender Weise erfolgt.“
Die noch bestehenden Werbebeschränkungen
dienen dem Schutz vor unsachlicher Beeinflussung. Auch wenn das Informationsinteresse
der Bürgerinnen und Bürger zugenommen hat,
lassen diese sich wegen ihres elementaren
Interesses an der Erhaltung oder Wiederherstellung ihrer Gesundheit leicht beeinflussen
und verunsichern. Auch in einer zunehmenden
Informations- und Werbegesellschaft sind
viele Bürgerinnen und Bürger dennoch geneigt, Werbeaussagen blind zu vertrauen, sei
es aus Unwissenheit, Angst, Leichtgläubigkeit,
Autoritätsdenken, Hilflosigkeit oder verzweifelter Hoffnung. Da sich für den Laien Aussagen zu medizinischen Methoden, Verfahren,
Einsatz besonderer medizinischer Geräte oder
auch zur Qualität von Einrichtungen oder
Qualifikationen von Personen in der Regel
nicht auf den Wahrheitsgehalt überprüfen
lassen, soll die Bevölkerung darauf vertrauen
dürfen, dass Ärztinnen und Ärzte ihren Beruf
im Dienste der Gesundheit des Einzelnen und
in Verantwortung für die Volksgesundheit
ausüben und sich nicht primär von Gewinnstreben leiten lassen.
I. Bezeichnungen, die auf dem Praxisschild, auf Visitenkarten, Rezepten, Briefbögen
und im sonstigen Schriftverkehr geführt werden dürfen
1. Allgemeine Angaben 2. Bezeichnungen nach der Weiterbildungsordnung gemäß § 27 Abs. 4 Nr. 1 BO 3. Nach sonstigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften
erworbene Qualifikationen gemäß § 27 Abs. 4 Nr. 2 BO
4. Bis zu drei Tätigkeitsschwerpunkte gem. § 27 Abs. 4 Nr. 3 BO 5. Organisatorische Hinweise gemäß § 27 Abs. 4 Nr. 4 BO 10
2. Praxisorganisatorische Informationen 12
3. Persönliche Daten des Praxisinhabers 12
III. Pflichtangaben nach § 5 Telemediengesetz (TMG) 12
IV. Datenschutzerklärung13
V. Telemediengesetz (TMG) und Rundfunkstaatsvertrag (RStV)14
VI. Haftungsausschluss für externe Links14
VII. E-Mail-Kontakt15
VIII. Domain-Namen15
Berufsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte (BO)
I. Bezeichnungen, die auf dem Praxisschild, auf Visitenkarten,
Rezepten, Briefbögen und im sonstigen Schriftverkehr geführt
werden dürfen*
Medizinische akademische Grade oder andere akademische Grade in Verbindung
mit der Fakultätsbezeichnung
Bezeichnung „Professorin“, „Professor“ oder „Prof.“
Anschrift der Praxis/Privatanschrift
Telefonnummer(n)/Faxnummer, E-Mail-Adresse, Internetadresse
Bezeichnung als „Ärztin“/„Arzt” oder „angestellte Ärztin“/„angestellter Arzt“
Ankündigung von Berufsausübungsgemeinschaften und sonstigen Kooperationen,
z. B.: Gemeinschaftspraxis, Teilgemeinschaftspraxis, Ärztepartnerschaft,
Medizinische Kooperationsgemeinschaft, Praxisverbund
Ankündigung mehrerer Praxissitze
2. Bezeichnungen nach der Weiterbildungsordnung
gemäß § 27 Abs. 4 Nr. 1 Berufsordnung
*Nähere Informationen finden Sie in unserer Broschüre „Praxisschilder für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte“
im Internet unter www.aekno.de/Dokumentenarchiv/Recht
3. Nach sonstigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften erworbene Qualifikationen
gemäß § 27 Abs. 4 Nr. 2 Berufsordnung
Zertifikate der Ärztekammer (Ernährungsmedizin, Spezielle Diabetologie, Rettungsdienst …)
Qualifikationen, die nach den Vorschriften des SGB V erworben worden sind
(Kernspintomographie, Schlafapnoe, LDL-Elimination, Athroskopische Operationen,
Stoßwellenlithotripsie …)
spezifische Abrechnungsberechtigungen der Kassenärztlichen Vereinigung
(Hausarzt/Hausärztliche Versorgung, H-Arzt, Diabetologische Schwerpunktpraxis,
Diabetologisch geschulter Hausarzt, Onkologisch verantwortlicher Arzt …)
durch andere Behörden verliehene Qualifikationen (Fliegerärztliche Untersuchungsstelle,
Gelbfieberimpfstelle, Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle, D-Arzt …)
4. Bis zu drei als solche gekennzeichnete Tätigkeitsschwerpunkte
gemäß § 27 Abs. 4 Nr. 3 Berufsordnung
Hinweis: Tätigkeitsschwerpunkte dürfen nur angekündigt werden, wenn diese Angaben nicht
mit solchen nach geregeltem Weiterbildungsrecht erworbenen Bezeichnungen verwechselt
werden können. Sie müssen mit dem Zusatz „als solche gekennzeichnete Tätigkeitsschwerpunkte“ gekennzeichnet werden. Zur Ankündigung dieser Angaben ist berechtigt, wer diese
Leistungen seit mindestens zwei Jahren in erheblichem Umfang erbringt und dies auf Verlangen
5. Organisatorische Hinweise gemäß § 27 Abs. 4 Nr. 4 Berufsordnung
„Belegärztin/Belegarzt” mit der Angabe des Krankenhauses (soweit die Voraussetzungen
Hinweis: Der organisatorische Hinweis „Ambulante Operationen“ ist ankündigungsfähig,
wenn größere operative Eingriffe einen Tätigkeitsschwerpunkt darstellen. Auf Verlangen der
Ärztekammer sind die erforderlichen Auskünfte zu erteilen und Nachweise zu erbringen.
Hinweis: Die Bezeichnung „Praxisklinik“ darf geführt werden, wenn im Rahmen der Versorgung
ambulanter Patientinnen und Patienten bei Bedarf eine ärztliche und pflegerische Betreuung
auch über Nacht gewährleistet ist und neben den für die ärztl. Maßnahmen notwendigen
Voraussetzungen auch die nach den anerkannten Qualitätssicherungsregeln erforderlichen,
apparativen, personellen und organisatorischen Vorkehrungen für eine Notfallintervention beim
entlassenen Patienten erfüllt wird.
Hinweis: Organisatorische Hinweise dürfen nur angekündigt werden, wenn sie nicht irreführend, anpreisend oder vergleichend sind.
II.Medizinische und praxisorganisatorische Informationen
Informationen über Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen im Rahmen
des Fachgebietes
Wissenschaftliche Darstellungen, soweit diese in Form und Inhalt der sachlichen
Unterrichtung dienen
Populärwissenschaftliche, medizinische Darstellungen, wenn sie der Aufklärung und
Information der Öffentlichkeit dienen, diese ein Interesse an Aufklärung und Information
hat und die Ärztin bzw. der Arzt in der Darstellung in den Hintergrund tritt. Persönliche
Auffassungen dürfen nicht als Normen für ärztliches Handeln herausgestellt werden
Praxislage (öffentliche Verkehrsmittel/Straßenplan etc./Parkplätze)
Kooperationen mit anderen Praxen, Krankenhäusern, medizinischen Leistungserbringern
im Gesundheitswesen sowie mit Selbsthilfegruppen
Hinweis: Zulässig ist auch ein gemeinsamer Internetauftritt einer Praxisgemeinschaft.
Die Website muss allerdings auf eine gemeinsame Eingangsseite beschränkt werden, da es
sich bei einer Praxisgemeinschaft um mehrere Einzelpraxen handelt, die sich in gemeinsamen
Räumen und in der Regel mit gemeinsamen Personal (bei getrennten Patientenkarteien)
zusammengeschlossen haben. Ausgehend von der gemeinsamen Startseite müssen daher
nachfolgend zwei getrennte virtuelle Praxen dargestellt werden.
Hinweis auf Fremdsprachenkenntnisse/Dialekte
Hinweis: Als Form der Sympathiewerbung ist die Angabe von persönlichen Daten auch ohne
unmittelbaren Bezug zur ärztlichen Tätigkeit zulässig (Bundesverfassungsgericht, Beschluss
vom 26.08.2003 - 1 BvR 1003/02 -). Insgesamt muss aber die Informationsvermittlung im
Vordergrund der Darstellung stehen.
ggf. Anschrift der zuständigen KV Nordrhein
die gesetzliche Berufsbezeichnung –> Ärztin/Arzt
Berufsordnung für die nordrheinischen Ärztinnen und Ärzte*
Heilberufsgesetz NRW*
Hinweis: Der Homepage-Betreiber, der eine erforderliche Information nicht, nicht richtig oder
nicht vollständig verfügbar hält, handelt gem. § 16 Abs. 2 TMG ordnungswidrig. Nach der Rechtsprechung des BGH (Urteil v. 20.07.2006, Az.: I ZR 228/03) ist die Verletzung der Informationspflichten zudem eine Wettbewerbsverletzung mit der Folge, dass Homepage-Betreiber
abgemahnt werden können. Im Übrigen ist der BGH der Auffassung, dass eine unmittelbare
Erreichbarkeit nicht daran scheitert, dass der Nutzer nicht schon in einem Schritt, sondern erst
in zwei Schritten zu den benötigten Informationen gelangt. Das Erreichen einer Internetseite
mit den vorgegebenen Informationen über zwei Links ist damit ausreichend.
Seit Inkrafttreten des neuen UWG am 30.12.2008 sind Verstöße gegen die Impressumspflicht
immer wettbewerbsrelevant.
Gemäß § 13 TMG hat ein Diensteanbieter und somit auch der Arzt als Betreiber einer Homepage den Nutzer sofort nach Erscheinen auf dem Bildschirm über Art, Umfang und Zweck der
Erhebung und Verwendung dieser personenbezogenen Daten in allgemein verständlicher Form
zu unterrichten, wenn er über die Homepage personenbezogene Patientendaten erhebt. Diese
Verpflichtung besteht nur dann, wenn der Arzt tatsächlich im Rahmen des Zugriffs auf die
Internetseite weitere Angaben zur Person des Nutzers abfragt. Ein Arzt, der auf seiner Website
lediglich allgemeine Informationen zu seiner Praxistätigkeit vorhält und der dem Nutzer keine
Möglichkeit einräumt, seine personenbezogenen Daten per Internet und E-Mail an den Arzt
weiterzuleiten, hat keine besonderen datenschutzrechtlichen Verpflichtungen nach dem TMG.
* Die Ärztekammer hält auf ihrer Homepage die Berufsordnung und das Heilberufsgesetz NRW sowohl zum Herunterladen
als PDF-Dokument, als auch als HTML-Seite vor, auf die verlinkt werden kann.
V. Telemediengesetz (TMG) und Rundfunkstaatsvertrag (RStV)
Gemäß § 55 Abs. 2 des RStV müssen Anbieter von Telediensten mit journalistisch-redaktionell
gestalten Angeboten, in denen vollständig oder teilweise Inhalte periodischer Druckerzeugnisse in Text oder Bild wiedergegeben werden (…) zusätzlich zu den Angaben nach §§ 5 und
6 TMG einen Verantwortlichen mit Angabe des Namens und der Anschrift benennen. Wenn der
Arzt auf seiner Homepage medizinische Sachverhalte mit eigenen Worten näher beschreibt,
enthält die Homepage aus Sicht der Landesärztekammer Nordrhein solche in § 55 Abs. 2 RStV
definierten journalistisch-redaktionell gestalteten Angebote. Sie lösen die Informationspflicht
zu den für den Inhalt der Homepage Verantwortlichen aus. Es sollte dann ein Hinweis erfolgen,
dass der Praxisinhaber gemäß § 55 RStV verantwortlich ist. Diese Verpflichtung gilt nicht,
wenn der Arzt Informationen zur Nutzung bereithält, die sich auf Hinweise zu seiner Anschrift,
seinen Qualifikationen, dem Praxisteam, zu Sprechzeiten, zur Geräteausstattung u. Ä. beschränken und bei der Darstellung des Leistungsangebotes nur die angebotenen Leistungen als solche
Links zu Herstellern oder Händlern sind unzulässig, da es sich hierbei um indirekte Produktempfehlungen handelt. Verlinkungen, die dem Informationsinteresse des Patienten dienen
(z. B. Selbsthilfegruppen), sind zulässig.
Zu bedenken ist, dass der Homepagebetreiber nach der Rechtsprechung durch die Anbringung
eines Links die Inhalte der verlinkten Seiten ggf. mit zu verantworten hat. Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs (Urteil v. 01.04.2004, AZ: I ZR 317/01) kommt eine Störerhaftung
eines Homepagebetreibers in Betracht, wenn er beim Setzen eines Links auf eine andere
Webside mit rechtswidrigem Inhalt zumutbare Prüfungspflichten verletzt hat.
Ein sog. „disclaimer“ könnte wie folgt lauten:
„Trotz sorgfältiger Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links.
Für die Inhalte externer Links sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich“.
Problematisch ist die individuelle telekommunikative ärztliche Beratung, die sog. OnlineBeratung. Gemäß § 7 Abs. 4 BO dürfen Ärzte individuelle ärztliche Behandlung oder Beratung
nicht ausschließlich über Print- und Kommunikationsmedien durchführen.
www.bester-orthopäde.de
www.spitzenpraxis.de
www.experte-in-fettabsaugung.de
Bei der Verwendung von Bezeichnungen nach der Weiterbildungsordnung oder Gattungsbegriffen (Angiologe, Arzt), ohne weitere Individualisierung, ist die Rechtsprechung noch nicht
Es wird darauf hingewiesen, dass zivilrechtliche Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche
gegen einen Domain-Namen wie z. B. www.allgemeinmediziner-ort.de durch einen weiteren
Allgemeinmediziner am Ort gegen den mit der Alleinstellung werbenden Arzt bestehen können.
Berufsrechtlich nicht zu beanstandende Namen sind z. B.
www.vorname-nachname-hautarzt.de oder www.vorname-nachname-ort.de
Die vorstehenden Ausführungen beziehen sich auch auf sog. „Metatags“ (Suchworte für
Suchmaschinen) und jeden anderen „unsichtbaren“ Text einer Homepage.
Berufswidrige Werbung ist untersagt (§ 27 Abs. 3 BO). Berufswidrige Werbung darf weder
veranlasst noch geduldet werden. Werbung im Sinne der Berufsordnung ist jede Maßnahme, die
dazu bestimmt ist, auf Patientinnen und Patienten oder auf die Allgemeinheit hinzuwirken mit
dem Ziel, die oder den Umworbenen zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen.
Ärztinnen und Ärzte haben sich für ihr berufswidriges Verhalten zu verantworten, wenn sie
die Werbung vorsätzlich oder fahrlässig begehen bzw. diese ihnen mittelbar oder unmittelbar
primär auf einen Werbeeffekt abzielend ist.
Unzulässig sind auch Darstellungen, die gegen die einschlägigen Bestimmungen des Gesetzes
auf dem Gebiet des Heilwesens (Heilmittelwerbegesetz) oder des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verstoßen.
Äußerungen Dritter, insbesondere Dank-, Anerkennungs- und Empfehlungsschreiben, oder
Hinweise auf solche Äußerungen, wenn diese in missbräuchlicher, abstoßender oder irreführender Weise erfolgen
Wiedergabe von Krankengeschichten sowie Hinweise darauf, wenn diese in missbräuchlicher, abstoßender oder irreführender Weise erfolgt oder durch eine ausführliche Beschreibung oder Darstellung zu einer falschen Selbstdiagnose verleiten kann
irreführende Erfolgsversprechen
Bewerbung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln, medizinischen Produkten, Nahrungsergänzungsmitteln, Körperpflegemitteln oder ähnlichen Waren
Vorher-Nachher-Fotos bei operativen plastisch-chirurgischen Eingriffen
Unzulässig sind nach der Rechtssprechung auch folgende Formen der Werbung:
Links zu gewerblichen Unternehmen
in der Fassung vom 10. November 2012
(in Kraft getreten am 13.03.2013)
(1) Die Ausübung ambulanter ärztlicher Tätigkeit außerhalb von Krankenhäusern einschließlich konzessionierter Privatkliniken ist
an die Niederlassung in eigener Praxis (Praxissitz) gebunden, soweit nicht gesetzliche Vorschriften etwas anderes zulassen.
(2) Die Ausübung ambulanter ärztlicher Tätigkeit im Umherziehen, in gewerblicher Form
oder bei Beschäftigungsträgern, die gewerbsmäßig ambulante heilkundliche Leistungen
erbringen, ist berufswidrig, soweit nicht die
Tätigkeit in Krankenhäusern oder konzessionierten Privatkrankenanstalten ausgeübt wird
oder gesetzliche Vorschriften etwas anderes
(3) Auf Antrag kann die Ärztekammer von den
Geboten oder Verboten der Absätze 1 und 2
Ausnahmen gestatten, dies gilt auch zum Zwecke der aufsuchenden medizinischen Gesundheitsversorgung, wenn sichergestellt ist, dass
die beruflichen Belange nicht beeinträchtigt
werden und die Berufsordnung beachtet wird.
(4) Ärztinnen und Ärzten ist es gestattet, über
den Praxissitz hinaus an zwei weiteren Orten
ärztlich tätig zu sein. Sie haben Vorkehrungen
für eine ordnungsgemäße Versorgung ihrer
Patientinnen und Patienten an jedem Ort ihrer
Tätigkeit zu treffen.
(5) Der Praxissitz ist durch ein Praxisschild
kenntlich zu machen. Ärztinnen und Ärzte
haben auf ihrem Praxisschild
die (Fach-)Arztbezeichnung
ggf. die Zugehörigkeit zu einer Berufsausübungsgemeinschaft gemäß § 18 a anzugeben.
Ärztinnen/Ärzte, welche nicht unmittelbar
patientenbezogen tätig werden, können von
der Ankündigung ihres Praxissitzes durch ein
Praxisschild absehen, wenn sie dies der Ärztekammer anzeigen.
(6) Ort und Zeitpunkt der Aufnahme der Tätigkeiten am Praxissitz sowie die Aufnahme weiterer Tätigkeiten und jede Veränderung haben
Ärztinnen und Ärzte der Ärztekammer unverzüglich mitzuteilen.
(1) Ärztinnen und Ärzte dürfen sich zu Berufsausübungsgemeinschaften, Organisationsgemeinschaften, Kooperationsgemeinschaften
und Praxisverbünden zusammenschließen.
Der Zusammenschluss zur gemeinsamen Ausübung des Arztberufs kann zum Erbringen einzelner Leistungen erfolgen, sofern er nicht einer Umgehung des § 31 dient. Eine Umgehung
liegt insbesondere vor, wenn sich der Beitrag
der Ärztin oder des Arztes auf das Erbringen
medizinisch-technischer Leistungen auf Veranlassung der übrigen Mitglieder einer TeilBerufsausübungsgemeinschaft beschränkt oder
der Gewinn ohne Grund in einer Weise verteilt
wird, die nicht dem Anteil der von ihnen persönlich erbrachten Leistungen entspricht. Die
Anordnung einer Leistung, insbesondere aus
den Bereichen der Labormedizin, der Pathologie und der bildgebenden Verfahren, stellt
keinen Leistungsanteil im Sinne des Satzes
3 dar. Verträge über die Gründung von Teil18
Berufsausübungsgemeinschaften sind der
Ärztekammer vorzulegen.
(2) Sie dürfen ihren Beruf alleine oder in Gemeinschaft in allen für den Arztberuf zulässigen Gesellschaftsformen ausüben, wenn ihre
eigenverantwortliche, medizinisch unabhängige sowie nicht gewerbliche Berufsausübung
gewährleistet ist. Bei beruflicher Zusammenarbeit, gleich in welcher Form, hat jede Ärztin
und jeder Arzt zu gewährleisten, dass die ärztlichen Berufspflichten eingehalten werden.
(3) Die Zugehörigkeit zu bis zwei weiteren
Berufsausübungsgemeinschaften im Rahmen
des § 17 Abs. 4 ist zulässig. Die Berufsausübungsgemeinschaft erfordert einen gemeinsamen Praxissitz. Eine Berufsausübungsgemeinschaft mit mehreren Praxissitzen ist zulässig, wenn an dem jeweiligen Praxissitz verantwortlich mindestens ein Mitglied der Berufsausübungsgemeinschaft eine ausreichende Patientenversorgung sicherstellt.
(4) Bei allen Formen der ärztlichen Kooperation muss die freie Arztwahl gewährleistet
(5) Soweit Vorschriften dieser Berufsordnung
Regelungen des Partnerschaftsgesellschaftsgesetzes (Gesetz über Partnerschaftsgesellschaften Angehöriger Freier Berufe (PartGG)
vom 25.07.2004 – BGBI. I S. 1744) einschränken, sind sie vorrangig aufgrund von § 1 Abs.
3 PartGG.
(6) Alle Zusammenschlüsse nach Absatz 1 sowie deren Änderung und Beendigung sind der
zuständigen Ärztekammer anzuzeigen. Sind
für die beteiligten Ärztinnen und Ärzte mehre-
re Ärztekammern zuständig, so ist jede Ärztin
und jeder Arzt verpflichtet, die für ihn zuständige Kammer auf alle am Zusammenschluss
beteiligten Ärztinnen und Ärzte hinzuweisen.
Ankündigung von Berufsausübungsgemeinschaften und sonstigen Kooperationen
(1) Bei Berufsausübungsgemeinschaften von
Ärztinnen und Ärzten sind – unbeschadet des
Namens einer Partnerschaftsgesellschaft oder
einer juristischen Person des Privatrechts –
die Namen und Arztbezeichnungen aller in
der Gemeinschaft zusammengeschlossenen
Ärztinnen und Ärzte sowie die Rechtsform
anzukündigen. Bei mehreren Praxissitzen gemäß § 17 Abs. 4 ist jeder Praxissitz gesondert
anzukündigen. § 19 Abs. 3 gilt entsprechend.
Die Fortführung des Namens einer/eines nicht
mehr berufstätigen, ausgeschiedenen oder
verstorbenen Partnerin/Partners ist unzulässig.
(2) Bei Kooperationen gemäß § 23 a muss sich
die Ärztin oder der Arzt in ein gemeinsames
Praxisschild mit den Kooperationspartnern
aufnehmen lassen. Bei Partnerschaften gemäß
§ 23 b darf die Ärztin oder der Arzt, wenn die
Angabe seiner Berufsbezeichnung vorgesehen
ist, nur gestatten, dass die Bezeichnung „Ärztin“ oder „Arzt“ oder eine andere führbare Bezeichnung angegeben wird.
(3) Zusammenschlüsse zu Organisationsgemeinschaften dürfen angekündigt werden. Die
Zugehörigkeit zu einem Praxisverbund gemäß
§ 23 c kann durch Hinzufügen des Namens des
Verbundes angekündigt werden.
Beschäftigung angestellter
Praxisärztinnen und -ärzte
(1) Ärztinnen und Ärzte müssen die Praxis persönlich ausüben. Die Beschäftigung ärztlicher
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Praxis
setzt die Leitung der Praxis durch die niedergelassene Ärztin oder den niedergelassenen
Arzt voraus. Die Ärztin oder der Arzt hat die Beschäftigung der ärztlichen Mitarbeiterin oder
des Mitarbeiters der Ärztekammer anzuzeigen.
(2) Ärztinnen und Ärzte dürfen nur zu angemessenen Bedingungen beschäftigt werden.
Angemessen sind insbesondere Bedingungen,
die der beschäftigten Ärztin oder dem beschäftigten Arzt eine angemessene Vergütung
gewähren sowie angemessene Zeit zur Fortbildung einräumen und bei der Vereinbarung von
Wettbewerbsverboten eine angemessene Ausgleichszahlung vorsehen.
(3) Über die in der Praxis tätigen angestellten
Ärztinnen und Ärzte müssen die Patientinnen
und Patienten in geeigneter Weise informiert
Kooperationsgemeinschaft zwischen
(1) Ärztinnen und Ärzte können sich auch
mit selbstständig tätigen und zur eigenverantwortlichen Berufsausübung befugten Berufsangehörigen anderer akademischer Heilberufe im Gesundheitswesen oder staatlicher
Ausbildungsberufe im Gesundheitswesen sowie anderer Naturwissenschaftlerinnen und
Naturwissenschaftlern und Angehörigen sozialpädagogischer Berufe – auch beschränkt
auf einzelne Leistungen – zur kooperativen
Berufsausübung zusammenschließen (medizinische Kooperationsgemeinschaft). Die
Kooperation ist in Form einer Partnerschaftsgesellschaft nach dem PartGG oder aufgrund
eines schriftlichen Vertrages über die Bildung einer Kooperationsgemeinschaft in der
Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen
Rechts gestattet. Ärztinnen und Ärzten ist ein
solcher Zusammenschluss im Einzelnen nur
mit solchen anderen Berufsangehörigen und
in der Weise erlaubt, dass diese in ihrer Verbindung mit der Ärztin oder dem Arzt einen
gleichgerichteten oder integrierenden diagnostischen oder therapeutischen Zweck bei
der Heilbehandlung, auch auf dem Gebiete der
Prävention und Rehabilitation, durch räumlich
nahes und koordiniertes Zusammenwirken
aller beteiligten Berufsangehörigen erfüllen
können. Darüber hinaus muss der Kooperationsvertrag gewährleisten, dass
a.)die eigenverantwortliche und selbständige
Berufsausübung der Ärztin oder des Arztes
gewahrt ist;
b.)die Verantwortungsbereiche der Partner
gegenüber den Patientinnen und Patienten
getrennt bleiben;
medizinische Entscheidungen, insbesondere über Diagnostik und Therapie, ausschließlich die Ärztin oder der Arzt trifft,
sofern nicht die Ärztin oder der Arzt nach
ihrem oder seinem Berufsrecht den in der
Gemeinschaft selbständig tätigen Berufsangehörigen eines anderen Fachberufs solche Entscheidungen überlassen darf;
d.)der Grundsatz der freien Arztwahl gewahrt
e.)die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt zur Unterstützung in den diagnostischen Maßnahmen oder zur Therapie auch
andere als die in der Gemeinschaft kooperierenden Berufsangehörigen hinzuziehen
f.)die Einhaltung der berufsrechtlichen Bestimmungen der Ärztinnen und Ärzte, insbesondere die Pflicht zur Dokumentation,
und die Regeln zur Erstellung einer Honorarforderung von den übrigen Partnerinnen
und Partnern beachtet wird;
sich die medizinische Kooperationsgemeinschaft verpflichtet, im Rechtsverkehr
die Namen aller Partnerinnen und Partner
und ihre Berufsbezeichnungen anzugeben
und – sofern es sich um eine eingetragene
Partnerschaftsgesellschaft handelt – den
Zusatz „Partnerschaft“ zu führen.
Die Kooperation muss die Namen aller Partnerinnen/Partner einschließlich der ausgeübten Berufe mit dem Zusatz „Kooperationsgemeinschaft“ führen.
(2) Die für die Mitwirkung der Ärztin oder des
Arztes zulässige berufliche Zusammensetzung
der Kooperation im Einzelnen richtet sich
nach dem Gebot des Absatzes 1 Satz 3; es ist
erfüllt, wenn Angehörige aus den vorgenannten Berufsgruppen kooperieren, die mit der
Ärztin oder dem Arzt entsprechend ihrem oder
seinem Fachgebiet einen gemeinschaftlich
erreichbaren medizinischen Zweck nach der
Art ihrer beruflichen Kompetenz zielbezogen
(1) Ärztinnen und Ärzte dürfen, auch ohne
sich zu einer Berufsausübungsgemeinschaft
zusammenzuschließen, eine Kooperation verabreden (Praxisverbund), welche auf die Erfüllung eines durch gemeinsame oder gleichgerichtete Maßnahmen bestimmten Versorgungsauftrags oder auf eine andere Form der
Zusammenarbeit zur Patientenversorgung, z. B.
auf dem Felde der Qualitätssicherung oder
Versorgungsbereitschaft, gerichtet ist. Die
Teilnahme soll allen dazu bereiten Ärztinnen
und Ärzten ermöglicht werden; soll die Möglichkeit zur Teilnahme beschränkt werden,
z. B. durch räumliche oder qualitative Kriterien, müssen die dafür maßgeblichen Kriterien
für den Versorgungsauftrag notwendig und
nicht diskriminierend sein und der Ärztekammer gegenüber offengelegt werden. Ärztinnen und Ärzte in einer zulässigen Kooperation dürfen die medizinisch gebotene oder von
der Patientin oder dem Patienten gewünschte Überweisung an nicht dem Verbund zugehörige Ärztinnen und Ärzte nicht behindern.
(2) Die Bedingungen der Kooperation nach Absatz 1 müssen in einem schriftlichen Vertrag
niedergelegt werden, der der Ärztekammer
(3) In eine Kooperation nach Absatz 1 können
auch Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehakliniken und Angehörige anderer Gesundheitsberufe nach § 23 a einbezogen werden, wenn die
Grundsätze nach § 23 a gewahrt sind.
(1) Zweck der nachstehenden Vorschriften
der Berufsordnung ist die Gewährleistung des
Patientenschutzes durch sachgerechte und angemessene Information und die Vermeidung
einer dem Selbstverständnis der Ärztin/des
Arztes zuwiderlaufenden Kommerzialisierung
des Arztberufes.
(2) Auf dieser Grundlage sind der Ärztin/dem
Arzt sachliche, berufsbezogene Informationen
(3) Berufswidrige Werbung ist Ärztinnen und
Ärzten untersagt. Ärztinnen/Ärzte dürfen eine
solche Werbung weder veranlassen noch dulden. Berufswidrig ist insbesondere eine anpreisende, irreführende oder vergleichende
Werbung. Eine Werbung für eigene oder fremde gewerbliche Tätigkeiten oder Produkte im
Zusammenhang mit der eigenen ärztlichen
Tätigkeit ist unzulässig. Werbeverbote aufgrund anderer gesetzlicher Bestimmungen
(4) Die Ärztin / Der Arzt kann
1. nach der Weiterbildungsordnung erworbene
3.bis zu drei als solche gekennzeichnete Tätigkeitsschwerpunkte und
(5) Die nach Absatz 4 Nr. 1 erworbenen Bezeichnungen dürfen nur in der nach der Weiterbildungsordnung zulässigen Form geführt
werden. Ein Hinweis auf die verleihende
Ärztekammer ist zulässig. Andere Qualifikationen und Tätigkeitsschwerpunkte dürfen
nur angekündigt werden, wenn diese Angaben nicht mit solchen nach geregeltem Weiterbildungsrecht erworbenen Qualifikationen
verwechselt werden können. Die Angaben
nach Absatz 4 Nrn. 1 und 2 sind nur zulässig,
wenn die Ärztin/der Arzt die umfassten Tätigkeiten nicht nur gelegentlich ausübt.
schwerpunkte” gekennzeichnet werden. Zur
Ankündigung dieser Angaben ist berechtigt,
wer diese Leistung/en seit mindestens zwei
Jahren in erheblichem Umfang erbringt und
dies auf Verlangen der Ärztekammer nachweisen kann.
(7) Die Ärztin/der Arzt hat der Ärztekammer
auf deren Verlangen die zur Prüfung der
Voraussetzungen der Ankündigung erforderlichen Unterlagen vorzulegen. Die Ärztekammer ist befugt, ergänzende Auskünfte zu
(6) Tätigkeitsschwerpunkte können angekündigt und müssen mit dem Zusatz „Tätigkeits-
vom 19.10.1994
in der Fassung vom 19.10.2012
1.a.Medizinprodukte im Sinne des § 3 des
Medizinproduktgesetzes,
2. andere Mittel, Verfahren, Behandlungen
und Gegenstände, soweit sich die Werbeaussage auf die Erkennung, Beseitigung
oder Linderung von Krankheiten, Leiden,
Körperschäden oder krankhaften Be
schwerden bei Mensch oder Tier bezieht,
sowie operative plastisch-chirurgische
Eingriffe, soweit sich die Werbeaussage
auf die Veränderung des menschlichen
Körpers ohne medizinische Notwendigkeit bezieht.
(2) Andere Mittel im Sinne des Absatzes 1
Nr. 2 sind kosmetische Mittel im Sinne des § 2
Absatz 5 Satz 1 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches. Gegenstände im Sinne
des Absatzes 1 Nr. 2 sind auch Gegenstände
zur Körperpflege im Sinne des § 2 Absatz
6 Nummer 4 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches.
(3) Eine Werbung im Sinne dieses Gesetzes
ist auch das Ankündigen oder Anbieten von
Werbeaussagen, auf die dieses Gesetz Anwendung findet.
(4) Dieses Gesetz findet keine Anwendung auf
die Werbung für Gegenstände zur Verhütung
Mitteln oder über die Art und Weise der
Verfahren oder Behandlungen
b)über die Person, Vorbildung, Befähigung
oder Erfolge des Herstellers, Erfinders
oder der für sie tätigen oder tätig gewesenen Personen
Eine Irreführung liegt insbesondere dann
2.wenn fälschlich der Eindruck erweckt wird,
2. mit Angaben oder Darstellungen, die sich
auf eine Empfehlung von Wissenschaftlern,
von im Gesundheitswesen tätigen Personen, von im Bereich der Tiergesundheit
tätigen Personen oder anderen Personen,
die auf Grund ihrer Bekanntheit zum Arzneimittelverbrauch anregen können, beziehen,
a)ein Erfolg mit Sicherheit erwartet werden
b)bei bestimmungsgemäßem oder längerem Gebrauch keine schädlichen Wirkungen eintreten,
c)die Werbung nicht zu Zwecken des Wettbewerbs veranstaltet wird,
3. mit der Wiedergabe von Krankengeschichten sowie mit Hinweisen darauf, wenn
diese in missbräuchlicher, abstoßender
oder irreführender Weise erfolgt oder
durch eine ausführliche Beschreibung
oder Darstellung zu einer falschen Selbstdiagnose verleiten kann,
anderen Mitteln eine therapeutische Wirksamkeit oder Wirkungen beigelegt werden,
die sie nicht haben,
3.wenn unwahre oder zur Täuschung geeignete Angaben
a)über die Zusammensetzung oder Beschaffenheit von Arzneimitteln, Medizinprodukten, Gegenständen oder anderen
5. mit einer bildlichen Darstellung, die in
missbräuchlicher, abstoßender oder irreführender Weise Veränderungen des
menschlichen Körpers auf Grund von
Krankheiten oder Schädigungen oder die
Wirkung eines Arzneimittels im menschlichen Körper oder in Körperteilen verwendet,
7. mit Werbeaussagen, die nahelegen, dass
die Gesundheit durch die Nichtverwendung des Arzneimittels beeinträchtigt oder
durch die Verwendung verbessert werden
9. mit Veröffentlichungen, deren Werbezweck
missverständlich oder nicht deutlich erkennbar ist,
11. mit Äußerungen Dritter, insbesondere mit
Dank-, Anerkennungs- oder Empfehlungsschreiben, oder mit Hinweisen auf solche
Äußerungen, wenn diese in missbräuchlicher, abstoßender oder irreführender
Weise erfolgen,
12.mit Werbemaßnahmen, die sich ausschließlich oder überwiegend an Kinder
unter 14 Jahren richten,
13. mit Preisausschreiben, Verlosungen oder
anderen Verfahren, deren Ergebnis vom
Zufall abhängig ist, sofern diese Maßnahmen oder Verfahren einer unzweckmäßigen oder übermäßigen Verwendung
von Arzneimitteln Vorschub leisten,
15.durch die nicht verlangte Abgabe von
Mustern oder Proben von anderen Mitteln oder Gegenständen oder durch Gutscheine dafür.
Für Medizinprodukte gilt Satz 1 Nr. 7 bis 9, 11
und 12 entsprechend. Ferner darf für die in
§ 1 Nummer 2 genannten operativen plastischchirurgischen Eingriffe nicht mit der Wirkung
einer solchen Behandlung durch vergleichende Darstellung der Körperzustandes oder des
Aussehens vor und nach dem Eingriff geworben werden.
Angaben geworben werden, die nahelegen,
dass die Wirkung des Arzneimittels einem
(1) Außerhalb der Fachkreise darf sich die
Werbung für Arzneimittel und Medizinprodukte nicht auf die Erkennung, Verhütung, Beseitigung oder Linderung der in Abschnitt A
der Anlage zu diesem Gesetz aufgeführten
Krankheiten oder Leiden bei Menschen beziehen, die Werbung für Arzneimittel außerdem
nicht auf die Erkennung, Verhütung, Beseitigung oder Linderung der in Abschnitt B dieser
Anlage aufgeführten Krankheiten oder Leiden
beim Tier. Abschnitt A Nr. 2 der Anlage findet
keine Anwendung auf die Werbung für Medizinprodukte.
(2) Die Werbung für andere Mittel, Verfahren,
Behandlungen oder Gegenstände außerhalb
Krankheiten oder Leiden beziehen. Dies gilt
nicht für die Werbung für Verfahren oder Behandlungen in Heilbädern, Kurorten und Kuranstalten.
1. Nach dem Infektionsschutzgesetz vom
20. Juli 2000 (BGBL. I S. 1045) meldepflichtige Krankheiten oder durch meldepflichtige Krankheitserreger verursachte
Krankheiten und Leiden, auf die sich die
Werbung gem. § 12 nicht beziehen darf
Fundstelle des Originaltextes:
BGBL. I 2005, 2599
Neugefasst durch Bek. v. 03.03.2010
(1) Unlautere geschäftliche Handlungen sind
unzulässig wenn sie geeignet sind, die Interessen von Mitbewerbern, Verbrauchern oder
sonstigen Marktteilnehmern spürbar zu beeinträchtigen.
(2) Geschäftliche Handlungen gegenüber
Verbrauchern sind jedenfalls dann unzulässig, wenn sie nicht der für den Unternehmer
geltenden fachlichen Sorgfalt entsprechen
und dazu geeignet sind, die Fähigkeit des Verbrauchers, sich auf Grund von Informationen
zu entscheiden, spürbar zu beeinträchtigen
und ihn damit zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er andernfalls
nicht getroffen hätte. Dabei ist auf den durchschnittlichen Verbraucher oder, wenn sich die
geschäftliche Handlung an eine bestimmte
Gruppe von Verbrauchern wendet, auf ein
durchschnittliches Mitglied dieser Gruppe
abzustellen. Auf die Sicht eines durchschnittlichen Mitglieds einer auf Grund von geistigen oder körperlichen Gebrechen, Alter oder
Leichtgläubigkeit besonders schutzbedürftigen und eindeutig identifizierbaren Gruppe
von Verbrauchern ist abzustellen, wenn für
den Unternehmer vorhersehbar ist, dass seine geschäftliche Handlung nur diese Gruppe
(3) Die im Anhang dieses Gesetzes aufgeführten geschäftlichen Handlungen gegenüber
Verbrauchern sind stets unzulässig.
Beispiele unlauterer
geschäftlicher Handlungen
1.geschäftliche Handlungen vornimmt, die
geeignet sind, die Entscheidungsfreiheit
der Verbraucher oder sonstiger Marktteilnehmer durch Ausübung von Druck, in
menschenverachtender Weise oder durch
sonstigen unangemessenen unsachlichen
Einfluss zu beeinträchtigen;
2.geschäftliche Handlungen vornimmt, die
geeignet sind, geistige oder körperliche Gebrechen, das Alter, die geschäftliche Unerfahrenheit, die Leichtgläubigkeit, die Angst
3.den Werbecharakter von geschäftlichen
Handlungen verschleiert;
bei Verkaufsförderungsmaßnahmen wie
Preisnachlässen, Zugaben oder Geschenken
die Bedingungen für ihre Inanspruchnahme
5.bei Preisausschreiben oder Gewinnspielen
mit Werbecharakter die Teilnahmebedingungen nicht klar und eindeutig angibt;
6.die Teilnahme von Verbrauchern an einem
Preisausschreiben oder Gewinnspiel von
dem Erwerb einer Ware oder der Inanspruchnahme einer Dienstleistung abhängig
macht, es sei denn, das Preisausschreiben
oder Gewinnspiel ist naturgemäß mit der
Ware oder der Dienstleistung verbunden;
7.die Kennzeichen, Waren Dienstleistungen,
Tätigkeiten oder persönlichen oder geschäftlichen Verhältnisse eines Mitbewerbers herabsetzt oder verunglimpft;
8.über die Waren, Dienstleistungen oder das
Unternehmen eines Mitbewerbers oder
über den Unternehmer oder ein Mitglied der
Unternehmensleitung Tatsachen behauptet
oder verbreitet, die geeignet sind, den Betrieb des Unternehmens oder den Kredit
des Unternehmers zu schädigen, sofern die
Tatsachen nicht erweislich wahr sind; handelt es sich um vertrauliche Mitteilungen
und hat der Mitteilende oder der Empfänger der Mitteilung an ihr ein berechtigtes
Interesse, so ist die Handlung nur dann
unlauter, wenn die Tatsachen der Wahrheit
zuwider behauptet oder verbreitet wurden;
9.Waren oder Dienstleistungen anbietet, die
eine Nachahmung der Waren oder Dienstleistungen eines Mitbewerbers sind, wenn
b)die Wertschätzung der nachgeahmten
Ware oder Dienstleistung unangemessen
c)die für die Nachahmung erforderlichen
Kenntnisse oder Unterlagen unredlich
erlangt hat;
10.Mitbewerber gezielt behindert,
(1) Unlauter handelt, wer eine irreführende geschäftliche Handlung vornimmt. Eine geschäftliche Handlung ist irreführend, wenn sie
unwahre Angaben enthält oder sonstige zur
Täuschung geeignete Angaben über folgende
Umstände enthält:
1. die wesentlichen Merkmale der Ware oder
Dienstleistung wie Verfügbarkeit, Art, Ausführung, Vorteile, Risiken, Zusammensetzung, Zubehör, Verfahren oder Zeitpunkt
der Herstellung, Lieferung oder Erbringung,
Zwecktauglichkeit, Verwendungsmöglichkeit, Menge, Beschaffenheit, Kundendienst
und Beschwerdeverfahren, geographische
oder betriebliche Herkunft, von der Verwendung zu erwartende Ergebnisse oder die
Ergebnisse oder wesentlichen Bestandteile
von Tests der Waren oder Dienstleistungen;
2.den Anlass des Verkaufs wie das Vorhandensein eines besonderen Preisvorteils,
den Preis oder die Art und Weise, in der
er berechnet wird, oder die Bedingungen,
unter denen die Ware geliefert oder die
Dienstleistung erbracht wird;
3. die Person, Eigenschaften oder Rechte des
Unternehmers wie Identität, Vermögen einschließlich der Rechte des geistigen Eigen-
tums, den Umfang von Verpflichtungen, Befähigung, Status, Zulassung, Mitgliedschaften oder Beziehungen, Auszeichnungen oder
Ehrungen, Beweggründe für die geschäftliche Handlung oder die Art des Vertriebs;
4. Aussagen oder Symbole, die im Zusammenhang mit direktem oder indirektem Sponsoring stehen oder sich auf eine Zulassung
des Unternehmers oder der Waren oder
Dienstleistungen beziehen;
5.Die Notwendigkeit einer Leistung, eines
Ersatzteils, eines Austauschs oder einer
6.Die Einhaltung eines Verhaltenskodexes,
auf den sich der Unternehmer verbindlich
verpflichtet hat, wenn er auf diese Bindung
hinweist, oder
7.Rechte des Verbrauchers, insbesondere
solche auf Grund von Garantieversprechen
oder Gewährleistungsrechte bei Leistungsstörungen.
(2) Eine geschäftliche Handlung ist auch irreführend, wenn sie im Zusammenhang mit der
Vermarktung von Waren oder Dienstleistungen
einschließlich vergleichender Werbung eine
Verwechslungsgefahr mit einer anderen Ware
oder Dienstleistung oder mit der Marke oder
einem anderen Kennzeichen eines Mitbewerbers hervorruft.
(3) Angaben im Sinne von Absatz 1 Satz 2 sind
auch Angaben im Rahmen vergleichender
Werbung sowie bildliche Darstellungen und
sonstige Veranstaltungen, die darauf zielen
(4) Es wird vermutet, dass es irreführend ist,
mit der Herabsetzung eines Preises zu werben,
sofern der Preis nur für eine unangemessen
kurze Zeit gefordert worden ist. Ist streitig, ob
und in welchem Zeitraum der Preis gefordert
worden ist, so trifft die Beweislast denjenigen,
(1) Bei der Beurteilung, ob das Verschweigen
einer Tatsache irreführend ist, sind insbesondere deren Bedeutung für die geschäftliche
Entscheidung nach der Verkehrsauffassung sowie die Eignung des Verschweigens zur Beeinflussung der Entscheidung zu berücksichtigen.
(2) Unlauter handelt, wer die Entscheidungsfähigkeit von Verbrauchern im Sinne des § 3
Absatz 2 dadurch beeinflusst, dass er eine
Information vorenthält, die im konkreten Fall
unter Berücksichtigung aller Umstände einschließlich der Beschränkungen des Kommunikationsmittels wesentlich ist.
(3) Werden Waren oder Dienstleistungen unter
Hinweis auf deren Merkmale und Preis in einer dem verwendeten Kommunikationsmittel
angemessenen Weise so angeboten, dass ein
durchschnittlicher Verbraucher das Geschäft
abschließen kann, gelten folgende Informationen als wesentlich im Sinne des Absatzes 2,
sofern sie sich nicht unmittelbar aus den Umständen ergeben.
1.alle wesentlichen Merkmale der Ware oder
Dienstleistung in dem dieser und dem verwendeten Kommunikationsmittel angemessenen Umfang;
3.der Endpreis oder in Fällen, in denen ein solcher Preis auf Grund der Beschaffenheit der
Ware oder Dienstleistung nicht im Voraus
berechnet werden kann, die Art der Preisberechnung sowie gegebenenfalls alle zusätzlichen Fracht-, Liefer- und Zustellkosten
oder in Fällen, in denen diese Kosten nicht
im Voraus berechnet werden können, die
Tatsache, dass solche zusätzlichen Kosten
anfallen können;
Zahlungs-, Liefer- und Leistungsbedingungen sowie Verfahren zum Umgang mit
Beschwerden, soweit sie von Erfordernissen
der fachlichen Sorgfalt abweichen, und
5.das Bestehen eines Rechts zum Rücktritt
oder Widerruf.
(4) Als wesentlich im Sinne des Absatzes 2 gelten auch Informationen, die dem Verbraucher
auf Grund gemeinschaftsrechtlicher Verordnungen oder nach Rechtsvorschriften zur Umsetzung gemeinschaftsrechtlicher Richtlinien
für kommerzielle Kommunikation einschließlich Werbung und Marketing nicht vorenthalten werden dürfen.
(1) Vergleichende Werbung ist jede Werbung,
die unmittelbar oder mittelbar einen Mitbewerber oder die von einem Mitbewerber angebotenen Waren oder Dienstleistungen erkennbar macht.
(2) Unlauter handelt, wer vergleichend wirbt,
wenn der Vergleich
1.sich nicht auf Waren oder Dienstleistungen
für den gleichen Bedarf oder dieselbe Zweckbestimmung bezieht;
2.nicht objektiv auf eine oder mehrere
wesentliche, relevante, nachprüfbare und
typische Eigenschaften oder den Preis dieser Waren oder Dienstleistungen bezogen
3.im geschäftlichen Verkehr zu einer Gefahr
von Verwechslungen zwischen dem Werbenden und einem Mitbewerber oder zwischen den von diesen angebotenen Waren
oder Dienstleistungen oder den von ihnen
verwendeten Kennzeichen führt,
5.die Waren, Dienstleistungen, Tätigkeiten
oder persönlichen oder geschäftlichen Verhältnisse eines Mitbewerbers herabsetzt
oder verunglimpft oder
6.eine Ware oder Dienstleistung als Imitation
oder Nachahmung einer unter einem geschützten Kennzeichen vertriebenen Ware
oder Dienstleistung darstellt.
(1) Eine geschäftliche Handlung, durch die ein
Marktteilnehmer in unzumutbarer Weise belästigt wird, ist unzulässig. Dies gilt insbeson-
dere für Werbung, obwohl erkennbar ist, dass
der angesprochene Marktteilnehmer diese
Werbung nicht wünscht.
1.bei Werbung unter Verwendung eines in
den Nummern 2 und 3 nicht aufgeführten,
für den Fernabsatz geeigneten Mittelns der
kommerziellen Kommunikation, durch die ein
Verbraucher hartnäckig angesprochen wird,
obwohl er dies erkennbar nicht wünscht;
2.bei Werbung mit einem Telefonanruf gegenüber einem Verbraucher ohne dessen
vorherige ausdrückliche Einwilligung oder
gegenüber einem sonstigen Marktteilnehmer ohne dessen zumindest mutmaßliche
3.bei Werbung unter Verwendung einer automatischen Anrufmaschine, eines Faxgerätes
oder elektronischer Post, ohne dass eine
vorherige Einwilligung des Adressaten vorliegt oder
4.bei Werbung mit einer Nachricht, bei der die
Identität des Absenders, in dessen Auftrag
die Nachricht übermittelt wird, verschleiert
oder verheimlicht wird oder bei der keine
gültige Adresse vorhanden ist, an die der
Empfänger eine Aufforderung zur Einstellung solcher Nachrichten richten kann,
(3) Abweichend von Absatz 2 Nummer 3 ist
eine unzumutbare Belästigung bei einer Wer29
bung unter Verwendung elektronischer Post
nicht anzunehmen, wenn
1. jedem Mitbewerber,
1. ein Unternehmer im Zusammenhang mit
dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung von dem Kunden dessen elektronische
Postadresse erhalten hat,
2. der Unternehmer die Adresse zur Direktwerbung für eigene ähnliche Waren oder
4. der Kunde bei Erhebung der Adresse und
bei jeder Verwendung klar und deutlich
darauf hingewiesen wird, dass er der Verwendung jederzeit widersprechen kann,
(1) Wer eine nach § 3 oder § 7 unzulässige
geschäftliche Handlung vornimmt, kann auf
Beseitigung und bei Wiederholungsgefahr auf
Unterlassung in Anspruch genommen werden.
Der Anspruch auf Unterlassung besteht bereits
dann, wenn eine derartige Zuwiderhandlung
gegen § 3 oder § 7 droht.
(2) Werden die Zuwiderhandlungen in einem
Unternehmen von einem Mitarbeiter oder
Beauftragten begangen, so sind der Unterlassungsanspruch und der Beseitigungsanspruch
auch gegen den Inhaber des Unternehmens
2.rechtsfähigen Verbänden zur Förderung
gewerblicher oder selbständiger beruflicher Interessen, soweit ihnen eine erhebliche Zahl von Unternehmen angehört,
die Waren oder Dienstleistungen gleicher
oder verwandter Art auf demselben Markt
vertreiben, soweit sie insbesondere nach
ihrer personellen, sachlichen und finanziellen Ausstattung imstande sind, ihre satzungsgemäßen Aufgaben der Verfolgung
gewerblicher oder selbständiger beruflicher
Interessen tatsächlich wahrzunehmen und
soweit die Zuwiderhandlung die Interessen
ihrer Mitglieder berührt,
3. qualifizierte Einrichtungen, die nachweisen,
dass sie in die Liste qualifizierter Einrichtungen nach § 4 des Unterlassungsklagengesetzes oder in dem Verzeichnis der Kommission der Europäischen Gemeinschaften
nach Artikel 4 der Richtline 98/27/EG des
vom 19. Mai 1998 über Unterlassungsklagen zum Schutz der Verbraucherinteressen (ABl. EG Nr. L 16 S. 51) eingetragen
4.den Industrie- und Handelskammern oder
den Handwerkskammern.
(4) Die Geltendmachung der in Absatz 1 bezeichneten Ansprüche ist unzulässig, wenn sie
unter Berücksichtigung der gesamten Umstände missbräuchlich ist, insbesondere wenn sie
vorwiegend dazu dient, gegen den Zuwiderhandelnden einen Anspruch auf Ersatz von
Aufwendungen oder Kosten der Rechtsverfolgung entstehen zu lassen.
(5) § 13 des Unterlassungsklagengesetzes ist
entsprechend anzuwenden; in § 13 Absatz 1
und 3 Satz 2 des Unterlassungsklagengesetzes
treten an die Stelle des Anspruchs gemäß
§ 1 oder § 2 des Unterlassungsklagengesetzes
die Unterlassungsansprüche nach dieser Vorschrift. Im Übrigen findet das Unterlassungsklagengesetz keine Anwendung, es sei denn,
es liegt ein Fall des § 4 a des Unterlassungsklagengesetzes vor.
Wer vorsätzlich oder fahrlässig eine nach § 3
oder § 7 unzulässige geschäftliche Handlung
vornimmt, ist den Mitbewerbern zum Ersatz
des daraus entstehenden Schadens verpflichtet. Gegen verantwortliche Personen von periodischen Druckschriften kann der Anspruch
auf Schadensersatz nur bei einer vorsätzlichen
(in Kraft getreten am 01.03.2007)
(1) Diensteanbieter haben für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene
verfügbar zu halten:
1.den Namen und die Anschrift, unter der sie
niedergelassen sind, bei juristischen Personen zusätzlich die Rechtsform, den Vertretungsberechtigten und, sofern Angaben
über das Kapital der Gesellschaft gemacht
werden, das Stamm- oder Grundkapital so
wie, wenn nicht alle in Geld zu leistenden
Einlagen eingezahlt sind, der Gesamtbetrag
der ausstehenden Einlagen,
2.Angaben, die eine schnelle elektronische
Kontaktaufnahme und unmittelbare Kommunikation mit ihnen ermöglichen, einschließlich der Adresse der elektronischen
3.soweit der Dienst im Rahmen einer Tätigkeit
angeboten oder erbracht wird, die der behördlichen Zulassung bedarf, Angaben zur
zuständigen Aufsichtsbehörde,
4.das Handelsregister, Vereinsregister, Partnerschaftsregister oder Genossenschaftsregister, in das sie eingetragen sind, und die
5.soweit der Dienst in Ausübung eines Berufs im Sinne von Artikel 1 Buchstabe d
der Richtlinie 89/48/EWG des Rates vom
21. Dezember 1988 über eine allgemeine
Regelung zur Anerkennung der Hochschuldiplome, die eine mindestens dreijährige
Berufsausbildung abschließen (ABl. EG
Nr. L 19 S. 16), oder im Sinne von Artikel 1
Buchstabe f der Richtlinie 92/51/EWG des
Rates vom 18. Juni 1992 über eine zweite
allgemeine Regelung zur Anerkennung beruflicher Befähigungsnachweise in Ergänzung zur Richtlinie 89/48/EWG (ABl. EG
Nr. L 209 S. 25, 1995 Nr. L 17 S. 20), zuletzt
geändert durch die Richtlinie 97/38/EG
der Kommission vom 20. Juni 1997 (ABl. EG
Nr. L 184 S. 31), angeboten oder erbracht
wird, Angaben über
a)die Kammer, welcher die Diensteanbieter
b)die gesetzliche Berufsbezeichnung und
den Staat, in dem die Berufsbezeichnung
c)die Bezeichnung der berufsrechtlichen
Regelungen und dazu, wie diese zugänglich sind,
6.in Fällen, in denen sie eine Umsatzsteueridentifikationsnummer nach § 27a des Umsatzsteuergesetzes oder eine WirtschaftsIdentifikationsnummer nach § 139 c der Abgabenordnung besitzen, die Angabe dieser
(1) Der Diensteanbieter hat den Nutzen zu Beginn des Nutzungsvorgangs über Art, Umfang
und Zwecke der Erhebung und Verwendung
personenbezogener Daten sowie über die
Verarbeitung seiner Daten in Staaten außerhalb des Anwendungsbereichs der Richtlinie
95/46/EG des Europäischen Parlaments und
des Rates vom 24. Oktober 1995 zum Schutz
natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr (ABl. EG Nr. L 281 S. 31) in allgemein
verständlicher Form zu unterrichten, sofern
eine solche Unterrichtung nicht bereits erfolgt
ist. Bei einem automatisierten Verfahren, das
eine spätere Identifizierung des Nutzers ermöglicht und eine Erhebung oder Verwendung
personenbezogener Daten vorbereitet, ist der
Nutzer zu Beginn dieses Verfahrens zu unterrichten. Der Inhalt der Unterrichtung muss für
den Nutzer jederzeit abrufbar sein.
(2) Die Einwilligung kann elektronisch erklärt
werden, wenn der Diensteanbieter sicherstellt, dass
1.der Nutzer seine Einwilligung bewusst und
eindeutig erteilt hat,
7.bei Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien und Gesellschaften mit
beschränkter Haftung, die sich in Abwicklung oder Liquidation befinden, die Angabe
(2) Weitergehende Informationspflichten nach
anderen Rechtsvorschriften bleiben unberührt.
4.der Nutzer die Einwilligung jederzeit mit
(3) Der Diensteanbieter hat den Nutzer vor
Erklärung der Einwilligung auf das Recht nach
Absatz 2 Nr. 4 hinzuweisen. Absatz 1 Satz 3 gilt
An die Stelle der Löschung nach Satz 1 Nr. 2
tritt eine Sperrung, soweit einer Löschung gesetzliche, satzungsmäßige oder vertragliche
(4) Der Diensteanbieter hat durch technische
und organisatorische Vorkehrungen sicherzustellen, dass
(5) Die Weitervermittlung zu einem anderen
Diensteanbieter ist dem Nutzer anzuzeigen.
2.die anfallenden personenbezogenen Daten über den Ablauf des Zugriffs oder der
sonstigen Nutzung unmittelbar nach deren
Beendigung gelöscht oder in den Fällen des
Satzes 2 gesperrt werden,
3.der Nutzer Telemedien gegen Kenntnisnahme
(6) Der Diensteanbieter hat die Nutzung von
Telemedien und ihre Bezahlung anonym oder
unter Pseudonym zu ermöglichen, soweit dies
technisch möglich und zumutbar ist. Der Nutzer ist über diese Möglichkeit zu informieren.
(7) Der Dienstanbieter hat dem Nutzer nach
Maßgabe von § 34 des Bundesdatenschutzgesetzes auf Verlangen Auskunft über die zu
seiner Person oder zu seinem Pseudonym gespeicherten Daten zu erteilen. Die Auskunft
kann auf Verlangen des Nutzers auch elektronisch erteilt werden.
die personenbezogenen Daten über die
Nutzung verschiedener Telemedien durch
denselben Nutzer getrennt verwendet werden können,
5.Daten nach § 15 Abs. 2 nur für Abrechnungszwecke zusammengeführt werden können
6.Nutzungsprofile nach § 15 Abs. 3 nicht mit
Angaben zur Identifikation des Trägers des
Pseudonyms zusammengeführt werden