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Timestamp: 2019-07-19 23:28:34
Document Index: 12661765

Matched Legal Cases: ['§ 35', '§ 42', '§ 34', '§ 35', '§ 41', '§ 42']

Personenkreis | Kappelner-Werkstaetten.de
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Unsere Wohngruppen und unser Ambulant Betreutes Wohnen sind ein Angebot für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige. Rechtliche Grundlage ist das SGB VIII, Kinder- und Jugendhilfe, hier insbesondere:
§ 35 a Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche
§ 42 Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen.
Im gegenseitigen Einvernehmen können auch Unterbringungen auf der Basis des SGB XII, Sozialhilfe, erfolgen.
Gemäß der Rahmenleistungsvereinbarung für Schleswig-Holstein sollen Hilfen zur Erziehung über Tag und Nacht für junge Menschen mit belastenden Lebenssituationen geleistet werden, wenn eine dem Wohl des jungen Menschen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist und deshalb die Betreuung außerhalb der Familie in einer Einrichtung über Tag und Nacht als Hilfe für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist.
Der § 34 SGB VIII besagt, dass durch eine Verbindung von Alltagserleben mit pädagogischen und therapeutischen Angeboten die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung gefördert werden sollen. Jugendliche sollen in Fragen der Ausbildung und Beschäftigung sowie der allgemeinen Lebensführung beraten und unterstützt werden.
§ 35a SGB VIII beschreibt, dass Kinder und Jugendliche, deren seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für ihr Lebensalter typischen Zustand abweicht und deren Teilhabe am Leben in der Gesellschaft daher beeinträchtigt ist oder bei denen eine solche Beeinträchtigung zu erwarten ist, Anspruch auf Eingliederungshilfe haben, die u.a. in Form von Heimerziehung gewährt werden kann.
Gemäß § 41 SGB VIII soll jungen Volljährigen Hilfe für die Persönlichkeitsentwicklung und zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung gewährt werden, wenn und solange die Hilfe aufgrund der individuellen Situation des jungen Menschen notwendig ist.
Im § 42 SGB VIII ist festgelegt, dass das Jugendamt berechtigt und verpflichtet ist, ein Kind oder einen Jugendlichen in seine Obhut zu nehmen, wenn eine dringende Gefahr für das Wohl des Kindes oder des Jugendlichen dies erfordert. Die vorläufige Unterbringung in einer geeigneten Einrichtung kann dann eine Folge sein.
Gründe für eine Aufnahme können u.a. sein:
aufgrund von aggressivem Verhalten wird eine intensive Betreuung in einem reizarmen Umfeld benötigt
aufgrund von Lern-, Leistungs- und Aufmerksamkeitsstörungen ist ein stationärer und fördernder Rahmen erforderlich
aufgrund von Verhaltensbesonderheiten können die Kinder / Jugendlichen nur in reduziertem zeitlichen Umfang beschult werden, oder nur mit Begleitung in die Schule integriert werden, bzw. sie sind derzeit von der Schulpflicht befreit
es liegt eine seelische Behinderung oder psychiatrische Grunderkrankung vor, bzw. droht sich zu manifestieren
aufgrund von traumatischen Erlebnissen in der Vorgeschichte bedarf das Kind / der Jugendliche einer beschützenden und therapeutisch orientierten Wohngruppe
es liegt neben Verhaltensauffälligkeiten zudem eine Lernbehinderung bzw. leichte Geistige Behinderung vor
es besteht eine dringende Gefahr für das Wohl des Kindes / des Jugendlichen.
Bevor ein Kind oder Jugendlicher aufgenommen wird, kommt es durch die Bereichsleitung, den Pädagogischen und Psychologischen Dienst und durch die Hausleiter zu einer Prüfung und Einschätzung, welche der Gruppen am geeignetsten wäre. Zudem wird im Rahmen eines Besuches in der Einrichtung dem Kind oder Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, die jeweilige Gruppe kennenzulernen oder vielleicht auch zwischen zwei in Betracht kommenden Gruppen zu entscheiden sowie alle Fragen zu stellen, die noch nicht geklärt sind.
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Herr Henning Brodersen
Tel. 0 46 42 / 91 44 - 184
Fax 0 46 42 / 91 44 - 188
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