Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202002,%201683
Timestamp: 2019-12-15 12:52:01
Document Index: 289529035

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 428', '§ 53', '§ 428', '§ 53', '§ 428', '§ 53', '§ 53', '§ 55', '§ 667', 'BGH', '§ 428', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 675', '§ 311', '§ 675']

BGH, 25.06.2002 - XI ZR 218/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,323
BGH, 25.06.2002 - XI ZR 218/01 (https://dejure.org/2002,323)
BGH, Entscheidung vom 25.06.2002 - XI ZR 218/01 (https://dejure.org/2002,323)
BGH, Entscheidung vom 25. Juni 2002 - XI ZR 218/01 (https://dejure.org/2002,323)
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BGB §§ 428, 607 a. F.; BörsG §§ 53, 55
Börsentermingeschäfte mit Verlusten bei Gemeinschaftsgirokonten
Börsentermingeschäft - Gemeinschaftsgirokonto - Einzelverfügungsbefugnis - Oder-Konto - Kreditinstitut - Stornierung von Belastungsbuchungen - Überziehungskredit - Debitorisch - Leistungen - Erfüllung unklagbarer Ansprüche - Vorbehaltloser Ausgleich - Debitorischer Saldo ...
Keine Belastung des Oder-Kontos nach Termingeschäft, wenn ein Mitinhaber nicht börsentermingeschäftsfähig ist und das Konto dadurch debitorisch wird
Zur Frage der Behandlung von Belastungsbuchungen aus Börsentermingeschäften auf einem Oder-Konto mit nur einem börsentermingeschäftsfähigen Kontomitinhaber
BGB §§ 428 607 (a.F.); BörsG §§ 53 55
Bankenrecht - Kontoführungsbefugnisse für Börsentermingeschäfte bei Oder-Konten
BGB §§ 428, 607 a. F.; BörsG §§ 53, 55 a. F.
Bankrecht - Girokonto - Gemeinschaftskonto - Oder-Konto - Belastungsbuchungen für Börsentermingeschäfte
Bankrecht; Stornierungsanspruch eines nicht börsentermingeschäftsfähigen Mitinhabers eines Oder-Kontos
BörsG a. F. § 53 Abs. 2, § 55
Keine Belastung des Oder-Kontos nach Termingeschäft bei fehlender Börsentermingeschäftsfähigkeit eines Mitinhabers und nicht ausreichendem Guthaben
Keine Haftung des nicht börsentermingeschäftsfähigen Mitinhabers eines Oder-Kontos
NJW 2002, 3093
ZIP 2002, 1478
MDR 2002, 1201 (Ls.)
WM 2002, 1683
BB 2002, 2192
DB 2002, 1879
NZG 2002, 922
Der Kläger hat gegen die Beklagte keinen Anspruch gemäß §§ 667, 675 Abs. 1 BGB (vgl. BGHZ 121, 98, 106; Senat, Urteil vom 25. Juni 2002 - XI ZR 218/01, WM 2002, 1683, 1685) auf Rückbuchung und Auszahlung der seinem Konto belasteten 18.000 DM.
Ein Beratungsvertrag kommt regelmäßig konkludent zustande, wenn im Zusammenhang mit der Anlage eines Geldbetrages tatsächlich eine Beratung stattfindet (Senat, Urteil vom 25. Juni 2002 - XI ZR 218/01, WM 2002, 1683, 1686).
Bei einem Oder-Konto sind die Kontoinhaber hinsichtlich des Auszahlungsanspruchs Gesamtgläubiger im Sinne des § 428 BGB, so dass jeder aufgrund seiner eigenen Forderungsinhaberschaft Auszahlung des gesamten Kontoguthabens an sich verlangen kann (vgl. Senatsurteile vom 30. Oktober 1990 - XI ZR 352/89, WM 1990, 2067, 2068 und vom 25. Juni 2002 - XI ZR 218/01, WM 2002, 1683, 1685, jeweils mwN).
Dieser kommt regelmäßig konkludent bereits dann zustande, wenn im Zusammenhang mit der geplanten Anlage eines dem Anlageinteressenten zur Verfügung stehenden Geldbetrages tatsächlich eine Beratung stattfindet (BGH, Urteil vom 25.06.2002 - XI ZR 218/01 -, Juris, Rn. 38).
a) Ein Beratungsvertrag wird mit der Aufnahme des Beratungsgesprächs über eine Anlageentscheidung stillschweigend abgeschlossen ( vgl. BGH mit Urteil vom 4. März 1987 - IVa ZR 122/85 - BGHZ 100, 117, 118 f. [2.a)]; BGH mit Urteil vom 6. Juli 1993 - XI ZR 12/93 - BGHZ 123, 126, 128 [II.1.a)]; BGH mit Urteil vom 9. Mai 2000 - XI ZR 159/99 - NJW-RR 2000, 1497, 1498 [II.1.]; BGH mit Urteil vom 25. Juni 2002 - XI ZR 218/01 - NJW 2002, 3093, 3095 [II.1.a)cc)]; Fischer in: Bamberger/Roth, BGB (Stand: 1.02.2014), § 675 Rn. 84; Emmerich in: Münchener Kommentar, BGB, 6. Aufl., § 311 Rn. 141; Sprau in: Palandt, BGB, 73. Aufl., § 675 Rn. 48 ).
OLG Düsseldorf, 04.02.2009 - 15 U 84/08