Source: http://www2.hi-tier.de/infoEQ.html
Timestamp: 2017-07-26 14:44:56
Document Index: 319268782

Matched Legal Cases: ['§44', '§ 44', '§ 44', '§44', '§44', '§ 44']

Info Equiden-DB
Kennzeichnung und Registrierung von Equiden
Dokumentation der Arzneimittelandwendung bei Fohlen
Anzeige und Registrierung der Equidenhaltung
Elektronische Kennzeichnung von Equiden
Amtlicher Transpondercode
Zentrale Transponderausgabestelle
Ausstellung eines Equidenpasses
Pass ausstellende Organisationen
Equidendatenbank
Was muss in HIT gemeldet werden und wer muss melden?
Optionale Meldungen
Anleitung zur Erfassung von Meldungen (PDF)
Zugang zur Equidendatenbank
NEU in der Equidendatenbank
(in Planung, aktuell noch nicht verfügbar - Stand März 2017): Dokumentation der Arzneimittelanwendung bei Fohlen vor Equidenpass-Ausgabe (durch den behandelnden Tierarzt)
Die Dokumentation einer Arzneimittelverwendung von Fohlen wird i.d.R. notwendig bei Fohlen die vor der Ausstellung eines Equidenpasses zur Notfallbehandlung in der Praxis oder der Klinik vorgesellt werden. Hintergrund: Equiden gelten gemäß Artikel 37 Absatz 1 der Durchführungsverordnung (EU) 2015/262 (DVO) als zur Schlachtung für den menschlichen Verzehr bestimmt, sofern dies nicht in Abschnitt II Teil II des Equidenpasses unwiderruflich anders festgelegt wird. Ihre Behandlung ist nur unter Beachtung der für Lebensmittel liefernde Tiere geltenden Vorgaben möglich. Dies gilt auch für Equiden, für die noch kein Equidenpass ausgestellt wurde. Eine Ausnahmeregelung für Fohlen, die noch keinen Equidenpass erhalten haben, sieht die Durchführungsverordnung nicht vor.
Bei Fohlen ergibt sich daher eine besondere Problematik. Einerseits sind Fohlen, für die noch kein Equidenpass ausgestellt wurde grundsätzlich als zur Schlachtung für den menschlichen Verzehr bestimmt, andererseits wird die Anwendung von Stoffen aus der sog. "Positivliste" gemäß Verordnung (EG) Nr. 1950/2006, sofern noch kein Equidenpass vorliegt, versagt. Damit tritt die Situation ein, dass Stoffe der Positivliste, die explizit für Lebensmittel liefernde Equiden geschaffen wurde, bei Fohlen ohne Equidenpass nicht eingesetzt werden können.
Dadurch werden die Behandlungsmöglichkeiten von solchen Fohlen sehr eingeschränkt. Um hier Abhilfe zu schaffen wird - in Abstimmung mit BMEL und den Ländern - zur Dokumentation von Arzneimittelanwendungen bei Fohlen eine spezielle Erfassungsmaske angeboten. Tierärzte und Kliniken, die eine Behandlung bei Fohlen durchführen, für welche noch kein Equidenpass ausgestellt wurde, machen also zur Arzneimittelanwendung mit der Angabe der Transpondernummer eine entsprechende Meldung.
Es gibt hier - abhängig von den Vorgaben und Regelungen des jeweiligen Bundeslandes - zwei "Modelle":
Modell A - Meldung OHNE automatische Transponder-Zuteilung Typ 84 /85 : LINK Ablaufschema
Der Halter hat bereits den konkreten Transponder für das Fohlen (z. B. weil „Jahresbedarf“ vorab bestellt) von der zentralen Transponderausgabestelle des Landes oder seinem Zuchtverband erhalten.
Damit liegt in der Datenbank die Meldung der Zuteilung zum konkreten Halter ("Halter-Betriebsnummer") vor. Falls das Fohlen noch nicht mit dem Transponder gechippt ist, wird dieser zur Behandlung mitgebracht und vom behandelnden Tierarzt (TA) implantiert.
Der Tierarzt / die Klinik (mit dem Betriebstyp 84 /85) melden NUR die Arzneimittelanwendung. Liegt die Meldung zur Transponderzuteilung noch nicht vor, erscheint eine entsprechende Fehlermeldung. Die Transponder zuteilende Stelle muss die Meldung der Transponder-Zuteilung noch nachholen, damit die Meldung der Arzneimittelverwendung zur Transpondernummer möglich ist. Modell B - Meldung MIT automatischer Transponder-Zuteilung Typ 55 :
LINK Ablaufschema
Für das Fohlen liegt noch kein Transponder vor. Der Tierarzt / die Klinik hat für Notfälle einen Vorrat an "Notfall-Transpondern" (Erlaubnis je nach Land zu regeln, hierfür notwendig spezieller Betriebstyp 55 „Berechtigt Transponder-Bestellungen und -Zuteilungen (i.d.R. an Halter) durchzuführen").
Die Meldung der Zuteilung des Transponders an Halter ist vom TA zusammen mit der Meldung der Arzneimittelanwendung vorzunehmen. Hierfür ist bei der Meldunge nur ein Häkchen zu setzen („Automat. Transponder-Zuteilung“).
Die Zuteilungsmeldung stellt die Verknüpfung des Transponders mit dem Halter des Equiden her. Fehlt sie, kann die Pass ausgebende Stelle keine Passdaten in HIT melden und damit den Pass nicht ausgeben. Die sich aus der Arzneimittelbehandlung ergebende und zum Transponder eingetragene "Eigung" (nicht, oder für den menschlichen Verzehr bestimmt) wird von der Passausgebenden Stelle vor dem Passdruck abgefragt und entsprechend in den auszustellenden Equidenpass eingetragen.
Der Informationsfluss stellt sich also folgendermaßen dar:
TA meldet Arzneimittelbehandlung zum Transponder mit Status ggfs. zusammen mit Transponderzuteilung – Modell B Pass ausgebende Stelle ruft Daten zum Transponder ab Status wird direkt für Passdruck verwendet Kennzeichnung und Registrierung von Equiden
Die Kennzeichnungs- und Registrierungspflichten von Equiden wurden durch die
EU mit der Verordnung Nr. 504/2008 und der Viehverkehrsverordnung (ViehVerkV) in
der Fassung vom 3. März 2010 geregelt. Davon
betroffen sind Einhufer, wie Pferde, Esel, Zebras oder deren Kreuzungen.
Das System der Identifizierung der Equiden umfasst drei wesentliche Elemente:
Die elektronische Kennzeichnung mit einem Transponder
Ein lebenslang gültiger Equidenpass
(Identifikationsdokument)
Eine Datenbank zur Aufzeichnung
bestimmter Informationen über den Equiden
Verantwortlich für die Identifizierung seines Equiden -
und damit für die Kennzeichnung und die Beantragung eines Equidenpasses ist der
Tierhalter.
Der Tierhalter ist verpflichtet, die Haltung von Equiden der zuständigen
Behörde oder einer von dieser beauftragten Stelle anzuzeigen. Die zuständige
Stelle erfasst den Betrieb unter Erteilung
einer 12-stelligen Registriernummer. Zusätzlich muss in der HIT-Datenbank
der Betriebstyp "Equidenhalter" zugeordnet
sein. Ein Betrieb, der Rinder, Schweine oder
Schafe/Ziegen hält und bereits registriert ist, benötigt keine zusätzliche
Registriernummer; lediglich der neue Betriebstyp "Equidenhalter" ist diesem Betrieb zu
zuordnen. Für die Zuteilung der Registriernummern sind in den Bundesländern die Adressdatenstellen
Elektronische Kennzeichnung von
Alle ab 01. Juli 2009 geborene Tiere sind mit einem implantierbaren Transponder
("Chip") zu kennzeichnen und es ist ein Equidenpass zu beantragen.
Einhufer, die bis zum 30. Juni 2009 geboren und nach bisher geltendem Recht mit
einem Equidenpass identifiziert worden sind; Sie gelten als identifiziert und
müssen nicht mit einem Transponder gekennzeichnet werden.
Der Transpondercode hat folgenden Aufbau
(§44 Abs. 2 der ViehVerkV):
3stelliger Länderschlüssel für Deutschland (276), 2 Stellen für Tierart
(02=Equide) und 10 Stellen individuelle Nummer, z.B. 276021234567890.
Die Zuständigkeit für die Verteilung der Transponder zur
Equidenkennzeichnung ist landesspezifisch geregelt. Für Einhufer, die in einem Zuchtverband oder
internationale Wettkampforganisation (z.B. die FN für Sportpferde)
registriert sind, bestellt der jeweilige Verband im Auftrag des Tierhalters die
Transponder und gibt sie an seine Mitglieder aus.
Für Einhufer, die keinem Verband angehören (sog. nicht registrierte Zucht-
und Nutzequiden), wendet sich der jeweilige Tierhalter direkt an die zentrale
Transponderstelle.
Verantwortlich für die Kennzeichnung ist der Halter des Equiden; er muss
hierfür einen Kennzeichnungsberechtigen beauftragen. Nach § 44 Abs. 1 der ViehVerkV sind kennzeichnungsberechtigt:
ein Tierarzt oder
von einer unter der Aufsicht eines Tierarztes stehenden Person oder
durch eine von einer tierzuchtrechtlich anerkannten Züchtervereinigung
oder einer internationalen Wettkampforganisation beauftragte, im Hinblick
auf die Vornahme der Kennzeichnung von Einhufern sachkundige Person (z.B. der
Brennmeister).
Ausstellung eines Equidenpasses Zusammen mit dem Transponder ist für die Identifizierung des Tieres die
Ausstellung eines Equidenpasses erforderlich (gemäß § 44a ViehVerkV). Mit der elektronischen Kennzeichnung und die im Identifikationsdokument
vermerkte Transpondernummer wird eine lebenslange, eindeutige Verbindung
zwischen dem Einhufer und seinem Equidenpass geschaffen. Pass ausgebende Stellen
Der Tierhalter muss das Dokument bei der Pass
ausstellenden Stelle beantragen und dabei folgende Informationen
angeben: Seine Registriernummer, die Transpondernummer, die Art des Einhufers,
das Geschlecht, die Farbe, das Geburtsdatum, die Betriebsnummer der Person, die
den Transponder gesetzt hat sowie Angaben zum Besitzer / Eigentümer.
Zusätzlich muss das Geburtsland vermerkt werden, ob es sich um einen in einem
deutschen Zuchtverband registrierten Einhufer oder einen "nicht
registrierten Zucht- und Nutzeinhufer" handelt und ob dieser zur
Schlachtung vorgesehen ist.
Pass ausgebende Stellen sind
für registrierte Equiden, also
Equiden, die in einem Zuchtbuch eingetragen sind oder vorgemerkt sind und
eingetragen werden können, der jeweilige Zuchtverband ("Fohlenregistrierung") für Equiden, die bei einer
international anerkannten Organisation für sportliche Wettkämpfe geführt
die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN)
für nicht registrierte Zucht- und Nutzequiden die Veterinärbehörde
oder eine von dieser beauftragten Stelle (hier sind landesspezifische
Regelungen zu berücksichtigen)
Laut §44c der ViehVerkV muss der Tierhalter die Kennzeichnung bei der
zuständigen Behörde anzeigen; Er kommt dieser Verpflichtung nach, indem er die
Pass ausstellende Stelle mit der Meldung der erforderlichen Passdaten an die HIT
Ein Tierhalter darf einen Einhufer nur in seinem Bestand übernehmen, soweit
der Einhufer von einem Equidenpass begleitet wird und er - soweit er nach dem
01. Juli 2009 geboren wurde, mittels Transponder gekennzeichnet ist. Dies gilt
auch für die Übernahme durch Transportunternehmen.
Beim Verkauf des Einhufers muss der neue Halter den Besitzerwechsel bei der
Pass ausgebenden Stelle angeben. Nach dem Tod, der Schlachtung oder dem Verlust eines Einhufers hat der
jeweilige Tierhalter (z.B. auch der Schlachtbetrieb) den Equidenpass unter Angabe des Todes- oder Verlustdatums
unverzüglich an die Stelle, die das Dokument ausgestellt hat, zurückzusenden.
Bitte beachten: Eventuelle Fragen zur
Kennzeichnungspflicht und Passausstellung sind ausschließlich an das
zuständige Veterinäramt und nicht an den Betreiber der HIT-Datenbank zu
Equiden-Datenbank
Die Equiden-Datenbank ist eine Erweiterung HIT-Datenbank (Herkunftssicherungs-
und Informationssystem für Tiere - HIT)
Die HIT-Datenbank ist die zentrale Informationsplattform für die Veterinär-
und Agrarverwaltung in Deutschland. Die nach der Viehverkehrsverordnung
erforderlichen Meldungen für Rinder, Schweine sowie Schafen und Ziegen werden
hier zentral gespeichert. Ziel ist es für die genannten Tierarten, die Herkunft und sämtliche
Aufenthaltsorte schnell und zuverlässig zurückverfolgen zu können -
insbesondere im Tierseuchenfall. Darüber hinaus werden in der
HIT-Datenbank im Bereich der Rinderdatenbank die Untersuchungsbefunde zu
verschiedenen Tierseuchen, wie z.B. für BHV1 und BVD sowie Impfdaten dokumentiert.
Zweck der Equiden-Datenbank
Durch die lebenslange, eindeutige Verbindung zwischen dem Einhufer und seinem
Equidenpass und der Eintragung der relevanten Daten in der HIT- Datenbank soll
primär die Ausstellung von mehreren Equidenpässen für ein und dasselbe Tier
verhindert werden. Im Sinne eines effektiven Verbraucherschutzes muss der
lebenslang geltende Status des Tieres als "zur Schlachtung für den
menschlichen Verzehr bestimmt" zweifelsfrei vorliegen.
Auch die behördliche Überwachung im Falle eines Tierseuchenausbruchs, z.B.
der Infektiösen Anämie der Einhufer (in den vergangenen Jahren und auch
aktuelle Fälle) soll verbessert werden. Auch muss Vorsorge getroffen werden
für ein worst case-Szenario im Falle des Auftretens der Afrikanischen
Pferdepest. Die schnelle und sichere Identifizierung der Tiere ist eine wichtige
Vorraussetzung für eine effektive Seuchenbekämpfung.
Der Tierhalter kann derzeit nur seine Transponderbestellungen und
-zuteilungen sowie Passdaten in HIT einsehen. Ob ein Tierhalter online einen
Transponder bestellen darf, ist landesspezifisch geregelt. Anders als bei der
Rinder-, Schweine-, Schaf- und Ziegendatenbank ist hier der Tierbestand
bzw. sind Veränderungen im Tierbestand nicht in HIT zu melden!
1. Schritt: Virtuelle Bestellung von Transpondern - die
Meldung erfolgt durch die zentrale Transponderausgabestelle
Um einen überschneidungsfreien Einsatz von Transpondercodes zu
gewährleisten, werden die Nummern von der HIT-Datenbank zentral verwaltet. Die Transponder ausgebende Stelle meldet hierzu eine virtuelle Bestellung und reserviert sich damit ein
Nummernkontingent. Im nächsten Schritt beauftragt sie den Hersteller mit der
Produktion von Chips, die mit den Nummern aus ihrem zugeteilten Pool
ausgestattet werden. 2. Schritt: Zuteilung von Transpondern - die Meldung
erfolgt durch die zentrale Transponderausgabestelle oder Pass ausstellende
Nachdem die Chips vom Hersteller an die Transponderstelle ausgeliefert
wurden, ist deren Weitergabe an
Zuchtverbände oder Equidenhalter (von nicht registrierten Einhufern) mit
einer entsprechenden Zuteilungsmeldung in HIT zu
Für Tierhalter von registrierten Einhufern ist die Zuteilung von der Pass
ausgebenden Organisation im Auftrag ihrer Mitglieder zu melden. Damit
ist die Verknüpfung des Transponders mit dem Tierhalter dokumentiert, die
Voraussetzung für die Erfassung der Passdaten ist.
Beim Übermitteln der Daten in die HIT wird die Betriebsnummer des
Tierhalters hinsichtlich des Betriebstyps plausibilisiert. Fehlt der
entsprechende Betriebstyp als Pferdehalter, folgt eine Nachfrage vom System, die
zu bestätigen ist, wenn die Eingabe gespeichert werden soll. Nach erfolgreicher
Speicherung wird die zugehörige Anschrift ausgegeben. Die Abfrage von
Adressen der Tierhalter vor einer Meldung ist aus datenschutzrechtlichen
3. Schritt: Eingabe der Passdaten - die Meldung erfolgt
durch die Pass ausstellende Organisation
Bevor der Druck des Identifikationsdokuments (Equidenpass) erfolgt, muss die
zuständige Stelle die Passdaten in die HIT-Datenbank eingeben, um die Angaben
des Tierhalters- wie die Betriebsnummer und die Anschrift- zu prüfen. Beim Einfügen
der Meldung wird geprüft, ob die Betriebsnummer in der Datenbank existiert und
mit dem Betriebstyp "Equidenhalter" registriert ist.
Eintragung der Nummer des implantierten Transponders ist der Pass einem
bestimmten Individuum zugeordnet. Über diese Verknüpfung wird sichergestellt,
dass für jeden Einhufer nur ein Dokument ausgestellt wird. Voraussetzung
für die Erfassung der Passdaten ist, dass die Zuteilung des Transponders für
den Tierhalter in HIT vorliegt.
Um die Datenpflege möglichst den Arbeitsabläufen in der Praxis anzupassen,
kann bei der Eingabe der Passinhalte zugleich die Zuteilung des Transponders
gemeldet werden, wenn diese Option aktiviert ist. Somit entfällt eine separate
Meldung der Zuteilung. Die Pass ausstellende Organisation kann jedoch nur aus
der ihr zugeordneten Transponderserie stammende Chips zuteilen!
Auch für "alte" Transponder,
die nicht dem Aufbau der Vorgaben des §44
Abs. 2 ViehVerkV entsprechen, aber ISO-konform mit 15stelliger Nummer
sind, können die Passdaten und die Todmeldung in HIT eingetragen werden.
"Physische" Bestellung von Transpondern
- durch zentrale Transponderausgabestelle oder Pass ausstellende Organisation
oder Tierhalter
Zudem ist eine konkrete (physische) Transponderbestellung möglich,
aber nicht verpflichtend. Beispielsweise kann ein Zuchtverband seine
Bestellung in Höhe des durchschnittlichen Jahresbedarfs hier melden. Als
Ausgeber ist die zentrale Transponderstelle im jeweiligen Land einzutragen. Oder
der Verband dokumentiert die von den Tierhaltern vorliegenden Bestellungen in
HIT. In der Eingabemaske ist sie unter der Bestellart "physisch- konkrete Transponder" einzutragen.
Möglich ist auch, dass die zentrale Transponderstelle im Auftrag der Pass
ausgebenden Organsisation die Bestelldaten eingibt. Die Beteiligten müssen
untereinander vereinbaren, welche Organisation ggf. die Bestellung in HIT einträgt. Todmeldung - die Meldung erfolgt durch die
Pass ausstellende Organisation
Gemäß § 44a der Viehverkehrsverordnung ist der Tierhalter verpflichtet,
den Pass nach dem Tod, der Schlachtung oder dem Verlust des Tieres an die Pass
ausgebende Stelle zurückzuschicken. Der Rücklauf des Dokuments kann mit der
Todmeldung in HIT hinterlegt werden.
Nachbestellung von Transpondern
Ist ein implantierter Transponder defekt, kann die identische Nummer von der
Transponder ausgebenden Stelle oder Pass ausstellenden Organisation nachbestellt
Eine Anleitung zur Erfassung von
Meldungen in der Equiden-Datenbank für zentrale Transponderstellen und Pass
ausstellenden Organisationen finden Sie hier
Zusätzlich gibt es einen Fragen-Antwort-Katalog zur Kennzeichnung und
Identifizierung von Einhufern auf der BMELV-Internetseite unter folgender
Adresse: http://www.bmelv.de/cln_154/DE/Landwirtschaft/Tier/Tiergesundheit/Tierseuchen/Einhufer/Einhufer_node.html Datenfluss Transponderbestellung / -zuteilung und Passausstellung
Die mit einem fett markierten Pfeil dargestellten Meldungen, wie z.B. die
Transponder-Zuteilung an die Passstelle bzw. an den Tierhalter sind zwingend
erforderlich in HIT zu erfassen. Die gestrichelten Pfeile charakterisieren optionale
Meldungen, wie beispielsweise die Bestellung der Transponder von der Pass
ausgebenden Organisation bei der Transponderstelle.
Zugang zur Equidendatenbank Über die Internet-Adresse www.hi-tier.de
hat der Anwender Zugang zur HIT und zum Meldeprogramm für die Bestellung und
Zuteilung von Transpondern sowie für die Eingabe von Passdaten. Im
Meldeprogramm meldet er sich unter seiner Betriebsnummer und PIN in der HIT an
und kann seine Daten einsehen und im Rahmen seiner Kompetenz entsprechende
Meldungen durchführen. Die Anmeldung dient zur Identifikation und Authentifizierung des Benutzers.
In der HIT ist es erforderlich, dass sich jeder Anwender ausweisen kann. Dadurch
wird sichergestellt, dass nur berechtigte Benutzer Meldungen ausführen und
Informationen abrufen dürfen.
Die Authentifizierung des Benutzers bei der Anmeldung erfolgt über die 12-stellige
Betriebsnummer und die zugehörige numerische PIN (für Organisationen i.d.R. zusätzlich über die 1- bis 4-stellige Mitbenutzerkennung, wenn mehrere
Mitarbeiter Zugang zur Datenbank haben).
Zur eindeutigen Identifizierung und Registrierung muss einem Betrieb
eine 12stellige Betriebsnummer (= Registriernummer nach der
Viehverkehrsverordnung) zugeteilt worden sein. Diese ermöglicht eine
Zuordnung der in der HIT abgegebenen Meldungen zu einem Meldepflichtigen. Die 12-stellige Betriebsnummer ist nach dem statistischen Gemeindeschlüssel
2 Stellen Bundesland, 3 Stellen Landkreis, 3 Stellen Gemeinde, 4 Stellen
laufende Nummer, z.B. 05 123 456 7890. Optional kann zusätzlich der Länderschlüssel
für Deutschland (276) vorangestellt werden, z.B. 276 05 123 456 7890.
Für die Vergabe von Betriebsnummern sowie für die Erfassung und Änderungen
von Adressdaten ist die Adressdatenstelle im
jeweiligen Land zuständig. Landesspezifische Besonderheiten
Baden-Württemberg hängt an die Betriebsnummer eine Ziffer zur
Kennzeichnung der Betriebsnachfolge und zusätzlich eine Prüfziffer an, so dass
die Betriebsnummer 14-stellig ist. Bei der Eingabe der Betriebsnummer in die HIT
sind die letzten beiden Ziffern wegzulassen.
Rheinland-Pfalz verwendet teilweise eine 14-stellige Nummer. Da die
Betriebsnummer 12-stellig einzugeben ist, ist die Ziffer an sechster und siebter
Position der 14-stelligen Nummer nicht anzugeben. Nähere Hinweise gibt
die zuständige Landwirtschaftsbehörde bei der Kreisverwaltung.
Informationen über Betriebsdaten zur eigenen Betriebsnummer sind unter dem Menüpunkt Betriebsdaten-
erweiterte Übersicht abrufbar.
Der Benutzer besitzt nur Zugriffkompetenz auf die Equidendatenbank, sofern
für die Betriebsnummer ein entsprechender Betriebstyp in HIT durch die Adressdatenstelle
eingetragen wurde. Über den Betriebstyp, d.h. die Rolle, die der Registrierte
im System hat, wird festgelegt, welche Rechte er im System hat. Der einzelne
Benutzer kann nur im Rahmen der ihm zugewiesenen Kompetenz Programmfunktionen in
der HIT nutzen.
Relevante Betriebstypen für die Equidendatenbank sind:
Typ 50 für die Zentrale Transponder- Ausgabestelle
Typ 52 für die Pass ausgebende Stelle
Typ 54 für den Kennzeichnungsberechtigten
(hat derzeit keine Zugriffskompetenz auf die Datenbank) Tierärzte mit Typ
84 oder 85 sind kennzeichnungsberechtigt und müssen keinen zusätzlichen
Betriebstyp haben)
Typ 128 für den Pferdehalter
Typ 203 für den Halter, Produzent (Pferde)
Betriebsnummer und die zugehörige numerische PIN (für Verwaltungsstellen
i.d.R. zusätzlich über die 1- bis 4-stellige Mitbenutzerkennung).
Für den Online-Zugang zur HIT-Datenbank ist eine PIN (Persönliche
Identifizierungs-Nummer) zur jeweiligen Betriebsnummer
erforderlich. Die PIN wird von der zuständigen
Regional- bzw. Adressdatenstelle des jeweiligen Landes vergeben. Falls die PIN vergessen wurde oder Probleme bei der Anmeldung auftraten, ist
bei der o.g. Stelle eine neue PIN zu beantragen. Die
HIT vergibt keine PIN!
Da die Eingabe der PIN nicht im Klartext erscheint, kann es zu falschen
bzw. fehlerhaften Eingaben der PIN kommen, wodurch die Anmeldung fehlschlägt.
Zu prüfende Fehlerquellen sind:
Es wurden zu wenige oder zu viele Zeichen eingegeben. Ist die PIN beispielsweise 8-stellig, müssen im Eingabefeld auch symbolisch
8 Zeichen angedeutet werden.
Es wurden weniger als sechs Zeichen eingegeben. Die PIN muss
mindestens 6-stellig sein.
Es wurden Sonderzeichen oder Buchstaben eingegeben. Die PIN muss
rein numerisch sein.
Die PIN wurde mit einer führenden 0 (Null) eingegeben. Dies ist
Die Feststelltaste ("Caps Lock") ist gedrückt. In diesem
Fall leuchtet direkt auf der Feststelltaste oder oben rechts über dem
Nummernfeld ein Lämpchen (i.d.R. das mittlere der drei). Dieses muss durch
erneutes Drücken der Feststelltaste oder der Großstelltaste ("Shift")
Schlug die Anmeldung durch falsche bzw. fehlerhafte Eingabe der PIN fehl,
erscheint eine Fehlermeldung mit detailliertem Hinweis, ob die PIN
grundsätzlich falsch eingegeben wurde oder welches Zeichen bei der Eingabe der
PIN fehlerhaft war. Als weiteres Orientierungsmerkmal wird der Zeitpunkt der letzten PIN-Änderung
ausgegeben. Dieser Hinweis ist beispielsweise für den Fall hilfreich, dass
innerhalb einer Familie dieselbe PIN genutzt wird, ein Familienmitglied die PIN
vor kurzem geändert hat, aber vergessen wurde, diese Änderung auch den anderen
Familienmitglieder mitzuteilen.
Ein Problem tritt bei Anwendern auf, die ihre PIN im Browser gespeichert
haben. Die Anmeldung und anschließende Änderung der PIN im Programm ist möglich.
Der Browser selbst merkt diese Änderung jedoch nicht, so dass beim nächsten
Einloggen Probleme auftreten. Hier muss der Anwender auch im Browser die alte
PIN überschreiben. Wird das betreffende Popup-Fenster mit der PIN nicht mehr angezeigt, ist
folgende Browser-Einstellung vorzunehmen: Extras/Internetoptionen/Inhalte/AutoVervollständigen/"Nachfragen,
ob Kennwörter gespeichert werden sollen" aktivieren.
Damit wird das Popup-Fenster wieder angezeigt und der Anwender kann die neue PIN
Falls die PIN vergessen wurde,
trotz der zu prüfenden Fehlerquellen eine Anmeldung nicht möglich ist
oder bei der PIN-Änderung Probleme auftraten, ist bei der zuständigen zuständige
Landesstelle eine neue PIN zu beantragen. Eine Abfrage der vergessenen PIN ist grundsätzlich
weder bei der zuständigen Landesstelle noch bei der HIT möglich.
Eine gültige PIN kann jederzeit geändert werden. Der Dialog "PIN ändern"
ist im Menü aufrufbar.
In das Feld "Neue PIN" ist eine frei wählbare mindestens 6stellige
Nummer einzugeben. Hierbei ist zu beachten, das sich die neue PIN von der alten
PIN unterscheiden muss, nur Ziffern zulässig sind und nicht mit 0
beginnen darf. Für jede eingegebene Ziffer wird ein Sternchen angezeigt.
Im nachfolgenden Feld "PIN-Wiederholung" ist die neue
PIN zu wiederholen und die Schaltfläche <Ändern> zu klicken.
Die Klarsichtanzeige ist standardmäßig inaktiviert, so dass
die PIN nach der Änderung nicht sichtbar ist. Wird die PIN-Anzeige in
Klarsicht gewünscht, muss hier "ja" markiert werden.
Sofern die neue PIN vom System akzeptiert wurde, erfolgt die Rückmeldung
"Die PIN Änderung für den Betrieb ... wurde erfolgreich durchgeführt!".
Über den Link "Zurück zum Menü" gelangt man ins Hauptmenü. Mitbenutzerverwaltung
Wenn in einer Organisation mehrere Personen das System nutzen, sind diese als
Mitbenutzer unter der Betriebsnummer anzulegen. Für jeden Mitbenutzer ist eine
Diese MBN vergibt entweder die Adressdatenstelle oder der Verband erhält vom
Land das Recht die Mitbenutzerverwaltung selbst durchzuführen durch Zuweisung
eines speziellen Betriebstyps (995) von der Adressdatenstelle.
Hat die zentrale Transponderstelle oder Pass ausstellende Organisation das
Recht die Mitbenutzerverwaltung selbst durchzuführen, erfolgt die
Mitbenutzerverwaltung durch den zuständigen IT-Beauftragten
(=Hauptnutzer (Administrator). Die Mitbenutzer erhalten vom zuständigen
IT-Beauftragten die persönliche PIN. Für jeden Mitbenutzer können Einschränkungen
in Bezug auf die der Betriebsnummer zugeteilten Betriebstypen, Schreibrechte,
regionale Zuständigkeiten und Zugriffsausschlüsse vorgenommen werden. Diese Kompetenzvergabe
erfolgt durch den IT-Beauftragten. Die Zugriffsberechtigung der einzelnen
Mitbenutzer wird durch MBN-Betriebstypen festgelegt. Beim Ausscheiden der Person
wird die MBN-Kennung fachlich beendet, in dem das Datum des Gültigkeitsendes
© 1999-2015 Bay.StMELF,
verantwortlich für die Durchführung sind
die Stellen der Länder ,
fachliche Leitung ZDB:
Frau Dr. Kaja.Kokott@hi-tier.de,
Technik: Helmut.Hartmann@hi-tier.de
21. September 2015 13:06, Anbieterinformation siehe hier im Impressum.