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Timestamp: 2016-10-23 22:16:51
Document Index: 63234316

Matched Legal Cases: ['Art. 98', 'Art. 9', 'Art. 31', 'Art. 40', 'Art. 40', 'Art. 40', 'Art. 33', 'Art. 40', 'Art. 33', 'Art. 40', 'Art. 98', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 114', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 40', 'Art. 40', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 98', 'Art. 30', 'Art. 7', 'Art. 3', 'Art. 31', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 31', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 30', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 9', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 30', 'Art. 17', 'Art. 19', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 5', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 17', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 88', 'Art. 19', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'Art. 30', 'Art. 11', 'Art. 16', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 30', 'Art. 21', 'BGE', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 25', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 17', 'Art. 30', 'Art. 31', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 13', 'Art. 40', 'Art. 13', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 8']

126 II 264. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung vom 17. November 1999 i.S. X. und Mitbeteiligte gegen Blaser AG, Einwohnergemeinde Walkringen, Regierungsstatthalter von Konolfingen, Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion sowie Verwaltungsgericht des Kantons Bern (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
Art. 98a al. 3 OJ; limitation des motifs de recours. Selon une disposition de droit cantonal, le recours contre une d�cision en mati�re de constructions n'est recevable que dans le cadre des griefs d�j� soulev�s lors de la proc�dure d'opposition; cette restriction est-elle compatible avec l'art. 98a al. 3 OJ ? Question laiss�e ind�cise (consid. 2). Art. 9 et 31 ss LPE, 15 ss OTD; planification de la gestion des d�chets et exigences de l'am�nagement du territoire pour une installation de stabilisation des r�sidus; �tude de l'impact sur l'environnement. Exigences sp�cifiques concernant les planifications de la gestion des d�chets urbains et de la gestion des autres d�chets (art. 31c LPE) (consid. 3c). Preuve du besoin pour l'installation de traitement des d�chets (consid. 3d, e et 5b). Exigences de l'am�nagement du territoire pour l'installation de stabilisation des r�sidus: pas d'obligation d'�tablir ni un plan directeur (consid. 4b, c) ni un plan d'affectation sp�cial (consid. 4d). Admissibilit� de la m�thode de stabilisation avec du ciment (consid. 5c). Les conditions de l'autorisation de prendre en charge des d�chets sp�ciaux ne doivent pas �tre examin�es dans la proc�dure d'autorisation de construire (consid. 5d, e). Appr�ciation de la protection contre le bruit: sur la base du principe de pr�vention, l'installation doit satisfaire aux exigences relatives � une installation nouvelle (consid. 5f). Faits � partir de page 27
Die Blaser AG betreibt in der Gewerbezone Gringleche in der Gemeinde Walkringen ein Betonwerk. Gest�tzt auf ein Baugesuch mit Umweltvertr�glichkeitsbericht bewilligte der Regierungsstatthalter von Konolfingen der Blaser AG unter Bedingungen und Auflagen den Umbau und die Umnutzung des Betonwerkes in eine Reststoffverfestigungsanlage.
Die erw�hnten Personen haben gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Sie beantragen im Wesentlichen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und das Bauvorhaben sei nicht zu bewilligen.
2. Die Beschwerdef�hrer haben vor Verwaltungsgericht die Aufhebung der Baubewilligung unter anderem mit dem Argument verlangt, das Vorhaben verletze die Planungspflicht im Abfallbereich im Sinne der Art. 31 ff. des Bundesgesetzes �ber den Umweltschutz vom 7. Oktober 1983 (USG; SR 814.01). Das Verwaltungsgericht ist (im Hauptstandpunkt) auf diese R�ge nicht eingetreten. Keiner der Beschwerdef�hrer habe im Einspracheverfahren ein entsprechendes Begehren gestellt. Nach Art. 40 Abs. 2 des Baugesetzes des Kantons Bern vom 9. Juni 1985 (BauG) seien die Einsprecher indessen lediglich im Rahmen ihrer Einsprachegr�nde zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdef�hrer bezweifeln, dass Art. 40 Abs. 2 BauG zum Tragen gelangen k�nne, soweit die Anwendung von Bundesumweltrecht im Streit liegt, und erblicken im Nichteintreten des Verwaltungsgerichts eine Verweigerung des rechtlichen Geh�rs.
a) In der Literatur ist die Frage aufgeworfen worden, ob Art. 40 Abs. 2 BauG mit den Rechtsschutzgarantien von Art. 33 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 �ber die Raumplanung (RPG, SR 700) vereinbar sei (CHRISTOPH AUER, Streitgegenstand und R�geprinzip im Spannungsfeld der verwaltungsrechtlichen Prozessmaximen, Bern 1997, S. 159 ff.). Problematisch sei insbesondere der Umstand, dass der Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens gem�ss Art. 40 Abs. 2 BauG noch vor Erlass der ersten beschwerdef�higen Verf�gung festgelegt werde. W�hrend Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG die volle �berpr�fung durch wenigstens eine Beschwerdeinstanz verlange, f�hre Art. 40 Abs. 2 BauG zu einer Beschr�nkung dieser �berpr�fung, weil eine umfassende Pr�fung nur im Bewilligungsverfahren selbst vorgesehen sei (AUER, a.a.O., S. 172 ff.).
b) Gem�ss Art. 98a Abs. 1 OG bestellen die Kantone richterliche Beh�rden als letzte kantonale Instanzen, soweit gegen deren Entscheide unmittelbar die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zul�ssig ist. Nach Art. 98a Abs. 3 OG sind Beschwerdelegitimation BGE 126 II 26 S. 29und Beschwerdegr�nde mindestens im gleichen Umfang wie f�r die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zu gew�hrleisten. Diese Bestimmung soll verhindern, dass die kantonalen richterlichen Instanzen in F�llen, in denen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht, gar nicht zum Zuge kommen und die angestrebte Entlastung des Bundesgerichts und die Verbesserung des Rechtsschutzes unterlaufen werden (ALFRED K�LZ/ISABELLE H�NER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, Z�rich 1998, Rz. 848).
W�hrend sich im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde aus Art. 105 Abs. 2 OG eine Beschr�nkung von neuen Vorbringen tats�chlicher Art ergibt (BGE 121 II 97 E. 1c), ist es nach der Rechtsprechung zul�ssig, rechtliche R�gen erstmals vor Bundesgericht vorzubringen, weil in diesem Verfahren das Recht von Amtes wegen angewendet wird (Art. 114 Abs. 1 OG; BGE 118 Ib 530 E. 4a; BGE 113 Ib 327 E. 2b S. 331, vgl. auch BGE 124 II 511 E. 1 und BGE 120 Ib 360 E. 3a S. 366). Art. 40 Abs. 2 BauG hat daher bei Verf�gungen, die letztinstanzlich beim Bundesgericht mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden k�nnen, unter Umst�nden zur Folge, dass R�gen, die vor Bundesgericht ohne weiteres zul�ssig sind, vom Verwaltungsgericht nicht gepr�ft werden. Das stellt die Vereinbarkeit von Art. 40 Abs. 2 BauG mit Art. 98a Abs. 3 OG in Frage.
c) Wie es sich mit diesen Fragen letztlich verh�lt, kann indessen offen bleiben, da das Verwaltungsgericht in einer Eventualerw�gung zur Frage Stellung genommen hat, ob die umstrittene Anlage die Planungspflicht im Abfallbereich verletzt. Es kann daher �berpr�ft werden, ob diese subsidi�re Erw�gung mit Bundesrecht vereinbar ist (vgl. BGE 123 II 337 E. 9 S. 357). Eine R�ckweisung der Sache wegen Verletzung von Art. 98a OG er�brigt sich.
3. Die umstrittene Reststoffverfestigungsanlage stellt eine Abfallanlage im Sinne von Art. 30h und Art. 7 Abs. 6bis und 7 USG sowie Art. 3 Abs. 4 der Technischen Verordnung �ber Abf�lle vom 10. Dezember 1990 (TVA, SR 814.600) dar. Die Beschwerdef�hrer machen geltend, f�r die Anlage bestehe keine hinreichende Grundlage in der kantonalen Abfallplanung.
a) Gem�ss Art. 31 USG erstellen die Kantone eine Abfallplanung. Sie ermitteln insbesondere ihren Bedarf an Abfallanlagen, vermeiden �berkapazit�ten und legen die Standorte der Abfallanlagen fest. Der Begriff der Abfallplanung, wie er in dieser Bestimmung verwendet wird, umfasst sowohl die Sachplanung (insbesondere die BGE 126 II 26 S. 30Ermittlung des Bedarfs und die vorgesehenen Massnahmen) als auch die Standortplanung (Botschaft des Bundesrates vom 7. Juni 1993 zu einer �nderung des Bundesgesetzes �ber den Umweltschutz, BBl 1993 II 1445 ff., 1494).
Im Hinblick auf die Planungspflicht h�lt Art. 31a USG die Kantone an, bei der Abfallplanung und der Entsorgung zusammenzuarbeiten. Sofern sie sich nicht einigen k�nnen, hat der Bund aufgrund von L�sungsvorschl�gen der Kantone zu vermitteln; bleibt dies erfolglos, hat der Bund die erforderlichen Massnahmen gem�ss Art. 31a Abs. 2 USG anzuordnen. Gem�ss Art. 31b Abs. 2 USG legen die Kantone f�r die Siedlungsabf�lle - deren Entsorgung den Kantonen obliegt (Art. 31b Abs. 1 USG) - Einzugsgebiete fest und sorgen f�r einen wirtschaftlichen Betrieb der Abfallanlagen. Ferner besteht bei Siedlungsabf�llen ein Entsorgungsmonopol des Gemeinwesens bzw. eine Abgabepflicht des Inhabers (BGE 125 II 508 E. 5b S. 511 f.; 123 II 359 E. 5b). Gem�ss Art. 31c Abs. 2 USG erleichtern die Kantone soweit n�tig die Entsorgung der �brigen Abf�lle, d.h. jener Abf�lle, die von den Inhabern zu entsorgen sind. Die Kantone k�nnen insbesondere Einzugsgebiete festlegen. Erfordert die Entsorgung der �brigen Abf�lle gesamtschweizerisch nur wenige Einzugsgebiete, so kann der Bundesrat diese festlegen (Art. 31c Abs. 3 USG).
Aus dem Wortlaut dieser Bestimmungen l�sst sich folgern, dass die Planungspflicht, auch soweit es um die Sachplanung geht, differenziert zu handhaben ist. Die Tatsache, dass Kantone und allenfalls der Bundesrat hinsichtlich der sogenannten �brigen Abf�lle Einzugsgebiete nur soweit n�tig, d.h. subsidi�r, festzulegen haben, spricht gegen einen umfassenden Planungsauftrag im Sinne einer planwirtschaftlichen Regelung.
Die Art. 15 ff. TVA konkretisieren die gesetzlichen Vorgaben �ber die Abfallplanung. Art. 15 TVA verpflichtet die Kantone zur F�hrung eines aussagekr�ftigen Abfallverzeichnisses. Die beiden im Planungsbegriff von Art. 31 USG enthaltenen Schritte - Sachplanung und Raumplanung - werden in Art. 16 und 17 TVA getrennt behandelt (vgl. HANS-PETER FAHRNI, Abfallplanung und Entsorgungspflicht, in: URP 1999 S. 16 ff., 25). Art. 16 TVA listet insbesondere auf, welche Bereiche die Abfallplanung zu umfassen hat (Abs. 2) und gibt daf�r Grunds�tze vor (Abs. 3). Gem�ss Art. 17 TVA bestimmen die Kantone entsprechend der Abfallplanung die Standorte der Abfallanlagen, insbesondere der Deponien und der wichtigen anderen Abfallanlagen. Sie weisen die vorgesehenen BGE 126 II 26 S. 31Standorte in ihren Richtpl�nen aus und sorgen f�r die Ausscheidung der erforderlichen Nutzungszonen.
b) Der Bundesrat hat in der Botschaft zur �nderung des Umweltschutzgesetzes darauf hingewiesen, dass sich die Abfallplanungspflicht auf alle im Kanton entstehenden Abf�lle bezieht, also sowohl auf diejenigen, die nach Art. 31b USG, als auch auf diejenigen, die nach Art. 31c USG entsorgt werden m�ssen (BBl 1993 II 1494 und 1496). Im Rahmen der parlamentarischen Beratungen wurde zur Planungspflicht der Kantone festgehalten, dass die Planung der Entsorgung der Siedlungsabf�lle verbessert werden m�sse und �berkapazit�ten zu vermeiden seien (vgl. etwa die Voten Meyer und Baumberger im Nationalrat, AB 1995 N 1304 und 1306). Verworfen wurde ein Antrag auf Streichung der Planungspflicht gem�ss Art. 31 Abs. 1 USG sowie ein Antrag, wonach Art. 31c Abs. 2 USG ausdr�cklich h�tte festhalten sollen, dass sich die Kantone an privaten Entsorgungsanlagen beteiligen k�nnten (AB 1995 N 1308). Gemischtwirtschaftliche Tr�gerschaften f�r Anlagen zur Entsorgung von "�brigen" Abf�llen sollten damit nicht ausgeschlossen werden; indessen sei es nicht notwendig, die Kantone gewissermassen in solche Tr�gerschaften hineinzudr�ngen (AB 1995 N 1306). Die vom Nationalrat eingef�gten Zus�tze zu Art. 31, 31a und 31b USG bringen zum Ausdruck, dass der Rat Gewicht auf die Vermeidung von �berkapazit�ten und auf eine wirtschaftliche Betriebsweise legte.
Insgesamt f�hren die Materialien entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrer nicht zum Schluss, dass der Gesetzgeber mit dem Ausbau der Planungspflicht f�r alle Abfallanlagen das freie Marktsystem bei der Abfallbehandlung und -entsorgung bewusst einschr�nken wollte. Vielmehr l�sst sich feststellen, dass der Gesetzgeber mit dem Erlass der Art. 31b und 31c USG die Entsorgung von Siedlungsabf�llen und der �brigen Abf�lle unterschiedlich behandeln wollte.
c) Die systematische und teleologische Auslegung der Art. 31 ff. USG hat - entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer - der unterschiedlichen Zust�ndigkeit f�r die Entsorgung der Siedlungsabf�lle und der �brigen Abf�lle gem�ss Art. 31b und 31c USG Rechnung zu tragen. Auch wenn der Begriff der Abfallplanung in Art. 31 USG den gesamten Abfallbereich erfasst, so ist im Rahmen der Abfallplanung inhaltlich auf die Regelung der Entsorgungspflicht R�cksicht zu nehmen. So ist bei der Beantwortung der Frage, welche Anforderungen die Abfallplanung erf�llen muss und welche Wirkungen sie zeitigt, zu beachten, �ber welche Rechte und Pflichten BGE 126 II 26 S. 32der Planungstr�ger im Bereich der Entsorgung verf�gt und insbesondere, ob er auch die Investitionsentscheidungen trifft (FAHRNI, a.a.O., S. 21). Weil die Kantone f�r die Entsorgung des Siedlungsabfalls zust�ndig sind und dabei regelm�ssig gewichtige abfall- und raumplanerische Probleme zu l�sen haben, namentlich im Zusammenhang mit dem Investitionsbedarf und der Standortfestlegung bei Deponien und Verbrennungsanlagen, trifft die Kantone in diesem Bereich eine umfassende Planungspflicht. Hingegen sind die Kantone hinsichtlich der �brigen Abf�lle nicht zwingend gehalten, im Rahmen einer Planung Standorte f�r Abfallanlagen verbindlich vorzugeben, weil der Entscheid, ob diese Anlagen zu bauen sind, ebenso wie deren Finanzierung und Betrieb prim�r den (privaten) Abfallinhabern obliegen. Soweit sich die Kantone nicht an Tr�gerschaften beteiligen, trifft sie keine direkte Verantwortung f�r den Betrieb (einschliesslich der Wirtschaftlichkeit) von Anlagen zur Behandlung der �brigen Abf�lle. Aufgabe der Kantone ist es damit nur, daf�r zu sorgen, dass private Entsorgungsanlagen den einschl�gigen gesetzlichen Bestimmungen, namentlich im Bereich Umweltschutz, gen�gen. Dieser beschr�nkten Verantwortung kann keine umfassende Planungspflicht gegen�berstehen. Kantonale Abfallplanung im Bereich der �brigen Abf�lle heisst deshalb in erster Linie: Bereitstellen von zweckdienlichen Entscheidungsgrundlagen, zum Beispiel von Statistiken �ber Art und Menge der im Kantonsgebiet anfallenden Sonderabf�lle (FAHRNI, a.a.O., S. 31). Weitergehende Planungsmassnahmen wie z.B. das Festlegen von Einzugsgebieten sind subsidi�re Aufgaben, die nach Bedarf wahrzunehmen sind. Ob eine entsprechende Notwendigkeit besteht, haben vorab die f�r die Entsorgung verantwortlichen Inhaber zu beurteilen, denen die kantonale Planungspflicht die Entsorgungsaufgabe erleichtern soll (Art. 31c Abs. 2 USG). Allenfalls m�ssen die Kantone auch deshalb t�tig werden, weil eine umweltvertr�gliche Entsorgung bestimmter "�briger Abf�lle" andernfalls nicht gesichert erscheint. Hingegen ist die Planungspflicht gem�ss den Art. 31 ff. USG nicht so auszulegen, dass die Privaten geradezu daran gehindert w�rden, die in ihren Verantwortlichkeitsbereich fallenden Entsorgungsanlagen zu errichten und zu betreiben (FAHRNI, a.a.O., S. 32).
d) Unzutreffend ist auch die Auffassung der Beschwerdef�hrer, aus der Pflicht zur Abfallplanung ergebe sich, dass f�r Abfallanlagen generell ein Bedarfnachweis zu f�hren sei. Dies trifft auch nach dem revidierten Umweltschutzgesetz nur zu f�r Deponien (Art. 30e Abs. 2 USG) und f�r andere �ffentliche Abfallanlagen, f�r die der BGE 126 II 26 S. 33Bedarf im Rahmen der Abfallplanung auszuweisen ist (Art. 16 Abs. 2 lit. d TVA), die wirtschaftlich zu betreiben sind (Art. 31b Abs. 2 USG) und bei denen �berkapazit�ten zu vermeiden sind (Art. 31 Abs. 1 und Art. 31a Abs. 1 USG).
Nichts anderes ergibt sich vorliegend aus den Vorschriften �ber die Umweltvertr�glichkeitspr�fung (UVP). Gem�ss Art. 9 USG ist das UVP-pflichtige Vorhaben unter Umst�nden zu begr�nden. Die Begr�ndung dient als Entscheidungsgrundlage bei der Abw�gung, ob die projektbedingten Umweltbeeintr�chtigungen durch das �ffentliche Interesse am Projekt aufgewogen werden (Urteil des Bundesgerichts vom 20. Januar 1993, URP 1993 440 E. 2c; HERIBERT RAUSCH, Kommentar USG, Art. 9 N. 92 f.), was mitunter voraussetzt, dass ein Bed�rfnisnachweis erbracht wird. Die Begr�ndungspflicht besteht indessen nur bei �ffentlichen und konzessionierten Anlagen. Ein Bed�rfnisnachweis f�r private Anlagen wird auch bei UVP-pflichtigen Anlagen nicht verlangt.
Immerhin stellt sich die Frage, welche Konsequenzen es hat, dass in der hier umstrittenen Anlage unter anderem Filterst�ube aus der Rauchgasreinigung und Schl�mme aus der Abgasw�sche von Kehrichtverbrennungsanlagen verfestigt werden sollen. Insofern liegt, was im kantonalen Verfahren nicht weiter gew�rdigt wurde, eine Entsorgung von Siedlungsabf�llen vor. F�r den entsprechenden Anteil ist ein Bedarfnachweis erforderlich.
e) Der Kanton Bern hat seine Abfallplanung im 1997 �berarbeiteten Abfall-Leitbild dokumentiert. Das Abfall-Leitbild hat die Bedeutung einer Sachplanung; es ist beh�rden-, nicht aber grundeigent�merverbindlich. Die Standorte von Deponien und Kehrichtverbrennungsanlagen bezeichnet das Leitbild nicht konkret, sondern bestimmt sie nach den Regionen. Weitergehende Standortfestlegungen werden nicht vorgenommen (vgl. Leitbild S. 15). Die Reststoffe, die in der im Streit liegenden Anlage verfestigt werden sollen, erscheinen im Abfall-Leitbild als "�brige Sonderabf�lle". Das Leitbild erw�hnt, dass diese Abf�lle mengenm�ssig weniger ins Gewicht fallen, dass indessen daf�r in der Schweiz heute zum Teil Entsorgungsschwierigkeiten bestehen. Das Leitbild �ussert sich zur Behebung dieser Schwierigkeiten nicht weiter und sieht auch keine besonderen Massnahmen vor. Insbesondere ist die Liste der wichtigsten bestehenden Anlagen zur Behandlung von Sonder- und Problemabf�llen im Kanton Bern (Leitbild S. 69) nicht vollst�ndig. Sie soll die Errichtung neuer Anlagen weder positiv noch negativ pr�judizieren.BGE 126 II 26 S. 34
Nach dem zuvor Ausgef�hrten entspricht das Abfall-Leitbild hinsichtlich der hier betroffenen Reststoffe den Anforderungen des Bundesrechts. Diese Reststoffe sind zum gr�sseren Teil �brige Abf�lle im Sinne von Art. 31c USG, deren Entsorgung den Inhabern obliegt. Die Kantone trifft insoweit nur eine beschr�nkte Planungspflicht, welche mit den Angaben im Leitbild wahrgenommen wurde.
Das Verwaltungsgericht hat den Bedarf f�r die Reststoffverfestigungsanlage gest�tzt auf das Abfall-Leitbild des Kantons Bern generell bejaht. Nach dem zuvor Ausgef�hrten bedarf es nur hinsichtlich der zu verfestigenden Stoffgruppen, die aus der Verbrennung von Siedlungsabfall stammen, eines Bedarfnachweises. Gem�ss den Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrer werden die R�ckst�nde aus der Rauchgasreinigung heute gr�sstenteils in deutsche Untertagedeponien verbracht. Das widerspricht dem Ziel der Entsorgung im Inland (Art. 30 Abs. 3 USG). Ein Bedarf f�r die Reststoffverfestigungsanlage l�sst sich insofern bejahen.
Der Vorwurf der mangelhaften Abfallplanung geht daher fehl. Unter diesen Umst�nden kann offen bleiben, welche rechtlichen Folgen allf�llige M�ngel der Abfallplanung nach sich ziehen k�nnten.
4. Die Beschwerdef�hrer bringen weiter vor, der Standort der Reststoffverfestigungsanlage sei nicht in �bereinstimmung mit dem Raumplanungsrecht geplant. Er sei weder im kantonalen noch im regionalen Richtplan vorgesehen, wodurch namentlich auch Art. 17 TVA verletzt werde. Schliesslich geh�re die Anlage auch nicht in die daf�r vorgesehene Gewerbezone. Vielmehr sei das Projekt nur zul�ssig, wenn zuvor eine Sonderzone f�r die Abfallbehandlung im Sinne einer �berbauungsordnung nach Art. 19 BauG ausgeschieden werde.
a) In der Reststoffverfestigungsanlage sollen pro Jahr zwischen 5'300 und 16'000 t Sonderabf�lle mit Zement verfestigt werden, wodurch rund 7'600 bis 22'900 t ablagerungsf�hige Reststoffe entstehen werden. Die betreffenden Sonderabf�lle geh�ren den Kategorien 7 (Siede-, Schmelz- und Verbrennungsr�ckst�nde), 11 (Abf�lle der Abwasserreinigung und der Wasseraufbereitung) und 12 (Verunreinigte Materialien und Ger�te) gem�ss Anhang 2 der Verordnung �ber den Verkehr mit Sonderabf�llen vom 12. November 1986 (VVS, SR 814.610) an und werden unter sechs VVS-Codes erfasst. Aus der Menge, die j�hrlich verarbeitet werden soll, und aus dem Einzugsgebiet der Anlage leiten die Beschwerdef�hrer ab, dass es sich um eine wichtige andere Abfallanlage im Sinne von Art. 17 TVA handelt.BGE 126 II 26 S. 35
b) Art. 17 TVA stellt seinem Gehalt nach eine raumplanungsrechtliche Norm dar. Er ist daher entsprechend den Zielen und Grunds�tzen und den einschl�gigen Bestimmungen �ber die Richt- und Nutzungsplanung des Raumplanungsrechts auszulegen. Indem er vorschreibt, dass die Kantone die vorgesehenen Standorte von Abfallbehandlungsanlagen in ihren Richtpl�nen ausweisen, erg�nzt er auch Art. 5 der Verordnung �ber die Raumplanung vom 2. Oktober 1989 (RPV, SR 700.1). Der Richtplan bestimmt in den Grundz�gen, wie sich ein Gebiet r�umlich entwickeln soll (Art. 6 Abs. 1 RPG). Nach Art. 5 Abs. 1 RPV zeigt der Richtplan die im Hinblick auf die anzustrebende r�umliche Entwicklung wesentlichen Ergebnisse der Planung im Kanton und der Zusammenarbeit mit den angrenzenden Kantonen, dem Bund und dem benachbarten Ausland auf. Er bestimmt die Richtung der weiteren Planung und Zusammenarbeit, insbesondere mit Vorgaben f�r die Zuweisung der Bodennutzungen und f�r die Koordination der einzelnen Sachbereiche, und er bezeichnet die daf�r notwendigen Schritte. Von wesentlichen Planungsergebnissen ist zu sprechen, wenn Aufgaben mit qualifizierter Raumwirksamkeit vorliegen, die von erheblicher r�umlicher Bedeutung sind und f�r die weitere Richtplanung oder f�r die zu steuernde raumwirksame T�tigkeit sach- oder prozessbestimmende Tragweite aufweisen (vgl. PIERRE TSCHANNEN, Kommentar RPG, Art. 8 Rz. 4 ff.; BGE 119 Ia 362 E. 4a S. 367 f.).
Diese Voraussetzungen sind bei Abfalldeponien regelm�ssig erf�llt, weshalb sie in Art. 17 TVA ausdr�cklich erw�hnt werden. Wichtige andere Abfallanlagen sind solche, bei denen wegen ihrer r�umlichen, organisatorischen oder politischen Bedeutung (vgl. TSCHANNEN, a.a.O., Art. 6 Rz. 8) ein raumplanerischer Abstimmungsbedarf vorhanden ist, der zu wesentlichen Ergebnissen im erw�hnten Sinne f�hrt. Das ist vor allem bei Kehrichtverbrennungsanlagen und Sonderm�llverbrennungsanlagen der Fall (vgl. BGE 119 Ia 285 E. 5a S. 296; Urteil des Bundesgerichts vom 16. Juli 1997 in RDAF 1998 1 S. 150 E. 2a). Ob und allenfalls welche weiteren Abfallanlagen eine Bedeutung haben, die ihre Behandlung im Richtplan rechtfertigt, ist hier nicht allgemein zu entscheiden. Jedenfalls kann festgestellt werden, dass die hier umstrittene Anlage keine entsprechende Bedeutung besitzt. Die zu verarbeitenden Tonnagen entsprechen knapp jenen des zuvor betriebenen Betonwerks, ebenso das Verkehrsaufkommen. Entgegen der Annahme der Beschwerdef�hrer stehen auch nicht besonders problematische Stoffe zur Diskussion, die nur in einem raumplanerisch besonders ausgew�hlten BGE 126 II 26 S. 36Gebiet verarbeitet werden k�nnten. Daran �ndert auch die Tatsache nichts, dass Filterst�ube aus der Rauchgasreinigung von Kehrichtverbrennungsanlagen verfestigt werden, die m�glicherweise Dioxine und Furane enthalten. Vielmehr bestehen weder beim Transport noch bei der Verarbeitung Risiken, die �ber das hinaus gingen, was von verschiedenen in einer Industriezone gelegenen Betrieben zu erwarten ist (vgl. in diesem Zusammenhang die Beurteilung des Kurzberichts zur St�rfallvorsorge durch das Kantonale Amt f�r Industrie, Gewerbe und Arbeit vom 30. September 1997). Es trifft zu, dass das Einzugsgebiet der Anlage auf jeden Fall mehrere Kantone umfasst, wahrscheinlich neben Bern die Kantone Basel-Landschaft, Solothurn, Aargau und Luzern, m�glicherweise auch weitere. Auch dieser Umstand gebietet nicht zwingend die Behandlung der Anlage im Richtplan. Entscheidend ist, dass sie sich hinsichtlich ihrer r�umlichen Auswirkungen und ihrer raumplanerischen Bedeutung nicht wesentlich von einer beliebigen Produktionsanlage in einer Industriezone unterscheidet.
c) Art. 17 TVA bezweckt im �brigen vor allem, f�r Abfallanlagen die erforderlichen Standorte sicherzustellen. Diese Notwendigkeit ergibt sich prim�r bei Anlagen, die besondere Standortbedingungen zu erf�llen haben, wie etwa Deponien (vgl. dazu Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 18. Dezember 1998 in URP 1999 S. 448). Generell soll, wie das BUWAL zu Recht ausf�hrt, mit Art. 17 TVA in erster Linie verhindert werden, dass die f�r die Abfallentsorgung erforderlichen Standorte durch widersprechende Nutzungsanspr�che blockiert werden. F�r die hier umstrittene Reststoffverfestigungsanlage besteht im Rahmen der Richtplanung kein zwingender Festsetzungsbedarf. Die entsprechenden Einw�nde der Beschwerdef�hrer erweisen sich als unbegr�ndet.
d) Die Beschwerdef�hrer machen weiter geltend, die Reststoffverfestigungsanlage d�rfe nur auf der Grundlage einer demokratisch legitimierten Sondernutzungsplanung realisiert werden. Sie berufen sich dabei zu Unrecht auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung. Gem�ss der Rechtsprechung d�rfen f�r Bauten und Anlagen, die ihrer Natur nach nur in einem Planungsverfahren angemessen erfasst werden k�nnen, keine Ausnahmebewilligungen nach Art. 24 RPG erteilt werden (BGE 120 Ib 207 E. 5 S. 212 mit Hinweisen). Angesprochen sind damit Anlagen ausserhalb der Bauzone. Aus BGE 124 II 252 ergibt sich nichts anderes. Vorliegend ist nicht eine Anlage ausserhalb der Bauzone, sondern die �nderung einer in der Gewerbezone "Gringleche" gelegenen Anlage zu beurteilen.BGE 126 II 26 S. 37
Dementsprechend wurde auch nie eine Ausnahmebewilligung gem�ss Art. 24 RPG beantragt oder erteilt. Die Frage nach der Abgrenzung zwischen Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG und Schaffung einer Nutzungszone stellt sich daher nicht.
Die Beschwerdef�hrer deuten allerdings auch an, dass die Gewerbezone "Gringleche" rechtlich fragw�rdig sei. In dieser Kritik k�nnte das Begehren um die akzessorische �berpr�fung der Nutzungsplanung erblickt werden. Da die Beschwerdef�hrer aber mit keinem Wort darlegen, inwiefern die strengen Voraussetzungen f�r eine akzessorische Plan�berpr�fung erf�llt sein sollen (BGE 123 II 337 E. 3a S. 342; 120 Ia 227 E. 2 mit Hinweisen), f�llt eine solche von vornherein ausser Betracht. Das Verwaltungsgericht hat festgestellt, dass die 1992 rechtskr�ftig festgelegte Gewerbezone "Gringleche" trotz ihrer Bezeichnung den Charakter einer Industriezone aufweist und die Reststoffverfestigungsanlage in dieser Zone zonenkonform ist. Ferner hat es ausgef�hrt, dass die Gemeinde eine besondere �berbauungsordnung zwar vorsehen k�nnte, dazu aber nicht verpflichtet ist, weil das Projekt nicht wesentlich von der baurechtlichen Grundordnung der Gemeinde abweicht (Art. 88 und 19 BauG). Die Beschwerdef�hrer bringen gegen diese Feststellungen nichts Stichhaltiges vor.
5. Die Beschwerdef�hrer erneuern ihren bereits im kantonalen Verfahren erhobenen Vorwurf, der Umweltvertr�glichkeitsbericht gen�ge den gesetzlichen Anforderungen nicht.
a) Aktenwidrig ist die Behauptung der Beschwerdef�hrer, der Umweltvertr�glichkeitsbericht sei von den kantonalen Instanzen als ungen�gend bezeichnet worden. Richtig ist, dass die kantonalen Umweltschutzfachstellen punktuelle Erg�nzungen des Berichts, vor allem die Erg�nzung durch einen Kurzbericht zur St�rfallvorsorge, verlangt haben, anschliessend aber die Unterlagen als vollst�ndig und ausreichend bezeichneten. Auch das BUWAL h�lt den Bericht f�r ausreichend und erw�hnt ausdr�cklich, dass er die gem�ss Art. 19 TVA erforderlichen Angaben enth�lt.
b) Die Beschwerdef�hrer bem�ngeln, dass sich der Umweltvertr�glichkeitsbericht nicht damit auseinandersetzt, dass in Sissach und Oulens bereits Anlagen f�r die Verfestigung von Reststoffen bestehen, und dass sich der Bericht auch weder mit den richtplanerischen Erfordernissen noch mit dem Gen�gen der Gewerbezone "Gringleche" befasse.
Der Umweltvertr�glichkeitsbericht hat sich mit jenen Themen zu befassen, die f�r den im massgeblichen Verfahren gem�ss Art. 5 BGE 126 II 26 S. 38Abs. 1 der Verordnung �ber die Umweltvertr�glichkeitspr�fung vom 19. Oktober 1988 (UVPV, SR 814.011) zu treffenden Entscheid wesentlich sind (BGE 118 Ib 206 E. 13 S. 228). Hierzu geh�rt vorliegend, wie vorne (E. 3d) ausgef�hrt, der Bedarfsnachweis nur zum Teil. Die fehlenden Aussagen zum Bedarf f�r die Verfestigung von R�ckst�nden aus der Abluft- und Abwasserreinigung der Kehrichtverbrennungsanlagen rechtfertigen unter den gegebenen Umst�nden keine Weiterungen des Verfahrens. Nachdem die Anlage als zonenkonforme Anlage in einer bereits 1992 ausgeschiedenen Gewerbezone geplant ist, er�brigten sich auch eine Auseinandersetzung mit der Richtplanung und der Rechtm�ssigkeit der Nutzungszone.
c) Die Beschwerdef�hrer vertreten die Auffassung, der Umweltvertr�glichkeitsbericht h�tte sich mit der Frage befassen m�ssen, ob und allenfalls f�r welche Schadstoffkomponenten die gew�hlte Verfestigungstechnologie langfristig verantwortbar sei. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Gem�ss Art. 30c Abs. 1 USG m�ssen Abf�lle f�r die Ablagerung so behandelt werden, dass sie m�glichst wenig organisch gebundenen Kohlenstoff enthalten und m�glichst wasserunl�slich sind. Die TVA konkretisiert diese Vorschrift namentlich mit der Verbrennungspflicht gem�ss Art. 11 TVA. Auch die Frage, wie die zur Verfestigung vorgesehenen Sonderabf�lle zu behandeln sind, wird in der TVA grunds�tzlich beantwortet. Danach muss das Verfestigungsverfahren sicherstellen, dass die Eluattests gem�ss Anhang 1 Ziff. 2 der TVA bestanden sind, damit ein Abfall auf einer Reststoffdeponie abgelagert werden kann. Wird der Eluattest bestanden, ist die Deponierung zul�ssig. F�r eine grunds�tzliche Infragestellung dieser Anforderung, wie sie die Beschwerdef�hrer verlangen, besteht im Rahmen des vorliegenden Bewilligungsverfahrens kein Anlass. Vielmehr ist die Verfestigung mit Zement heute die allgemein anerkannte Methode, um gewisse Sonderabf�lle f�r die Ablagerung vorzubereiten.
d) Die Beschwerdef�hrer stellen auch das Verh�ltnis zwischen der Baubewilligung f�r die Reststoffverfestigungsanlage und der Empf�ngerbewilligung gem�ss Art. 16 Abs. 1 und Art. 29 ff. VVS zur Diskussion. Sie machen geltend, die Gesamtbaubewilligung d�rfe nur erteilt werden, wenn auch die f�r die VVS-Bewilligung erforderlichen Nachweise vorl�gen. Aus umweltrechtlicher Sicht handle es sich gerade bei diesen Fragen um die zentralen, im Rahmen der Umweltvertr�glichkeitspr�fung (UVP) zu beurteilenden Gesichtspunkte.BGE 126 II 26 S. 39
Gem�ss Art. 5 Abs. 2 UVPV wird das f�r die UVP massgebliche Verfahren durch den Anhang zur UVPV bestimmt. Soweit der Anhang die Wahl dem kantonalen Recht �berl�sst, haben die Kantone ein Verfahren zu w�hlen, welches eine fr�hzeitige und umfassende Pr�fung erm�glicht. Die Reststoffverfestigungsanlage ist eine Anlage gem�ss Ziff. 40.7 Anhang UVPV, f�r welche das massgebliche Verfahren durch das kantonale Recht bestimmt wird. Danach ist das Baubewilligungsverfahren das massgebliche Verfahren. Das Verwaltungsgericht hat erwogen, Gegenstand der UVP im Baubewilligungsverfahren sei allein die Frage, ob die geplante Anlage f�r die Annahme und Verfestigung der vorgesehenen Sonderabf�lle baulich geeignet sei. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern diese Beurteilung rechtswidrig sein sollte.
Bei komplexeren Vorhaben ist es zuweilen unumg�nglich, dass der Grundsatzentscheid �ber die Zul�ssigkeit eines Vorhabens vor dem Entscheid �ber weitere Bewilligungen getroffen werden muss, weil es unm�glich ist, alle Gesichtspunkte, die Gegenstand einer Bewilligung bilden, in einem Entscheid zu behandeln. Das Bundesgericht hat erkannt, dass eine solche Aufteilung allenfalls zul�ssig ist, sofern dadurch die erforderliche materielle und soweit m�glich formelle Koordination der Entscheide nicht vereitelt wird (BGE 119 Ib 254 E. 9c S. 277; BGE 121 II 378 E. 6 S. 392). Das setzt namentlich voraus, dass in der ersten Stufe der Pr�fung alle Aspekte behandelt werden, die in der zweiten Stufe nicht mehr in Frage gestellt werden d�rfen. Diese Pr�fung ist vorliegend erfolgt (vgl. dazu auch nachfolgend E. 5e). Die weitere Frage, ob der Betreiber der Reststoffverfestigungsanlage die Voraussetzungen f�r die Empf�ngerbewilligung gem�ss Art. 16 VVS erf�llt, muss und kann nicht zum Gegenstand des Baubewilligungsverfahrens gemacht werden. Entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrer pr�judiziert das Baubewilligungsverfahren die Erteilung der VVS-Bewilligung nicht. Massgeblich ist, dass die Bewilligung nach Art. 16 VVS den Charakter einer Betriebsbewilligung aufweist. Die Aufteilung von Bau- und Betriebsbewilligung findet sich sowohl in anderen Bereichen des Umweltrechts (vgl. z.B. die Bau- und Betriebsbewilligung f�r eine Deponie gem�ss Art. 30e USG und Art. 21 TVA) als auch in anderen Rechtsbereichen wie z.B. im Luftfahrtrecht (vgl. den �berblick in BGE 124 II 293 E. 9 und 10) oder im Arbeitsschutzrecht (Plangenehmigung und Betriebsbewilligung f�r industrielle Betriebe gem�ss Art. 7 des Bundesgesetzes vom 13. M�rz 1964 �ber die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel, SR 822.11). Die BGE 126 II 26 S. 40Aufteilung ist sachgerecht, denn sie tr�gt dem Umstand Rechnung, dass die Anforderungen f�r die Erteilung dieser Bewilligungen sachlich verschieden sind und unterschiedliche Vollzugszust�ndigkeiten betreffen k�nnen; f�r die Betriebsbewilligung sind �berdies Angaben n�tig (vgl. Art. 17 VVS), die im Zeitpunkt des Baubewilligungsverfahrens unter Umst�nden noch nicht bekannt sind und auch nicht bekannt sein m�ssen.
Aus den von den Beschwerdef�hrern erw�hnten Urteilen des Bundesgerichts zur Koordinationspflicht ergibt sich nichts anderes. Gem�ss dieser Rechtsprechung ist in F�llen, in denen auf ein Vorhaben in mehreren Verfahren verschiedene materiellrechtliche Vorschriften anzuwenden sind, die einen derart engen Sachzusammenhang aufweisen, dass sie nicht getrennt und unabh�ngig voneinander angewendet werden k�nnen, die Rechtsanwendung materiell zu koordinieren (BGE 116 Ib 50 E. 4b S. 57; BGE 118 Ib 66 E. 2c S. 76). Diese Praxis verlangt vor allem, dass f�r Vorhaben ausserhalb der Bauzone die erforderliche (Sonder-)Nutzungsplanung und die Anwendung des materiellen Umweltschutzrechts gemeinsam und koordiniert vorgenommen werden (BGE 123 II 88). Im �brigen sind die Koordinationsgrunds�tze nun in Art. 25a RPG ausdr�cklich geregelt. Der vorliegend zu beurteilende Fall ist mit den erw�hnten F�llen aus der Praxis nicht vergleichbar. Es ist auch im Lichte der Koordinationsgrunds�tze zul�ssig, zun�chst im Baubewilligungsverfahren zu pr�fen, ob die bau- und umweltschutzrechtlichen Voraussetzungen f�r die Errichtung des Bauvorhabens erf�llt sind, um in einem weiteren Verfahren die innerbetrieblichen Voraussetzungen der Verarbeitung von Sonderabf�llen zu Reststoffen zu kontrollieren. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Fragen, welche f�r die Erteilung der VVS-Bewilligung beantwortet werden m�ssen, nicht zum Gegenstand des Bauentscheids gemacht wurden.
e) Im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens ist zu pr�fen, ob die geplante Anlage grunds�tzlich geeignet ist, Sonderabf�lle der vorgesehenen Art umweltvertr�glich zu behandeln. Das Verwaltungsgericht hat in diesem Zusammenhang festgestellt, die zu behandelnden Abf�lle seien weder brennbar oder explosiv, noch radioaktiv oder giftig. Der Metallhydroxidschlamm sei immerhin schwach wassergef�hrdend (schwach �kotoxisch). Diese Feststellungen werden zwar von den Beschwerdef�hrern bezweifelt, indem sie von toxischen Betonmassen, der Anwesenheit hochtoxischer Substanzen in den Filterst�uben etc. schreiben. Dies vermag jedoch die auf die Mitberichte der kantonalen Umweltschutzbeh�rden gest�tzten Feststellungen BGE 126 II 26 S. 41des Verwaltungsgerichts nicht zu ersch�ttern. Auch die Behauptung der Beschwerdef�hrer, es sei kein geschlossenes System f�r die Bearbeitung der Filterasche vorgesehen, entbehrt jeder Grundlage. Das Verwaltungsgericht hat aufgrund der Akten verbindlich festgestellt, dass die zu verfestigenden staubf�rmigen Reststoffe in Silofahrzeugen und die �brigen Stoffe in erdfeuchtem Zustand in geschlossenen Beh�ltern angeliefert und �ber ein geschlossenes Transportband zum Mischer gef�hrt werden. Die Anlage soll in einem geschlossenen System arbeiten, womit sichergestellt sei, dass auch bei einer Betriebsst�rung keine Schadstoffe ins Freie gelangen k�nnten. An diese Sachverhaltsfeststellungen ist das Bundesgericht gebunden, soweit sie nicht offensichtlich unrichtig oder unvollst�ndig sind oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften getroffen wurden (Art. 105 Abs. 2 OG). Von einem solchen Mangel bei der Sachverhaltsfeststellung kann vorliegend keine Rede sein. Aus dem von den Beschwerdef�hrern zitierten Schreiben des projektierenden Ingenieurb�ros ergibt sich nicht, dass die Filterasche in einem offenen System verarbeitet werden soll, sondern nur, dass ein einzelner Vorgang, n�mlich das Kippen der Mulden in das Verarbeitungssilo, in einem geschlossenen System technisch kaum realisierbar ist. Daraus entstehen dennoch keine unzul�ssigen Emissionen, weil die Filterasche zu den erdfeucht gelieferten Stoffen geh�rt, deren Abf�llen in das Verarbeitungssilo keinen Staub verursacht.
Es besteht daher kein Anlass, an der Feststellung des Verwaltungsgerichts zu zweifeln, dass die projektierte Anlage den Anforderungen der TVA gen�gt. Die noch offenen Fragen k�nnen im Rahmen des VVS-Bewilligungsverfahrens beantwortet werden. Dazu geh�rt, wie das Verwaltungsgericht zutreffend ausf�hrt, insbesondere die Regelung von Einzelheiten in Bezug auf bestimmte Sonderabf�lle, namentlich die Fragen der Behandlung von Dioxinen und Furanen im Elektrofilterstaub von Kehrichtverbrennungsanlagen, der Schwermetalle, der Eluat-Werte, der kritischen Menge des Zinkgehalts etc. Mit der Befristung der VVS-Betriebsbewilligung kann schliesslich gew�hrleistet werden, dass der Betrieb der Anlage regelm�ssig dem jeweiligen Stand der Technik angepasst wird (vgl. Art. 17 Abs. 2 lit. d, f und g VVS sowie Art. 30 Abs. 2 VVS). Die Bewilligung kann im �brigen beschr�nkt oder gar entzogen werden, wenn der Bewilligungsinhaber die Voraussetzungen f�r die Erteilung nicht mehr erf�llt (Art. 31 Abs. 1 VVS). Dies dient ebenfalls der Verhinderung widerrechtlicher Zust�nde.BGE 126 II 26 S. 42
f) Das Verwaltungsgericht hat sich mit dem L�rm der projektierten Anlage einl�sslich und mit zutreffender Begr�ndung befasst. Es hat im Ergebnis festgehalten, dass die ge�nderte Anlage nachts nicht betrieben werden darf und am Tag den Belastungsgrenzwert von 60 dB(A), d.h. den Planungswert der Empfindlichkeitsstufe III, einhalten muss. Damit hat die Anlage gest�tzt auf das Vorsorgeprinzip den Anforderungen an eine neue Anlage zu entsprechen, obwohl das Verwaltungsgericht davon ausging, dass nur eine (nicht wesentliche) �nderung einer bestehenden Anlage vorliege (vgl. Art. 8 der L�rmschutzverordnung des Bundes vom 15. Dezember 1986 [SR 814.41, LSV]).
Die Einw�nde der Beschwerdef�hrer sind nicht geeignet, den angefochtenen Entscheid in l�rmschutzrechtlicher Hinsicht in Frage zu stellen. Es trifft zwar zu, dass der urspr�ngliche Umweltvertr�glichkeitsbericht und die Stellungnahme der kantonalen Koordinationsstelle f�r Umweltschutz vom 4. November 1997 nicht restlos deutlich machen, welcher L�rmpegel von der ge�nderten Anlage zu erwarten ist. Immerhin ergibt sich aus dem Bericht, dass die ge�nderte Anlage weniger L�rm als die bisherige verursacht, und mit Schreiben vom 26. August 1997 garantierte das projektierende Ingenieurb�ro, dass die Reststoffverfestigungsanlage den Planungswert von 60 dB(A) einhalte. Vor allem steht seit der Stellungnahme der L�rmschutzfachstelle vom 19. Juni 1998 fest, von welcher L�rmbelastung die Fachstelle ausgeht. Danach liegen die Beurteilungspegel aller Einzelquellen der Anlage je unter 40 dB(A), woraus geschlossen werden k�nne, dass die ge�nderte Betonanlage gesamthaft betrachtet ohne weiteres den Beurteilungspegel von 60 dB(A) einhalte. Diese Annahme wird durch die Kritik der Beschwerdef�hrer nicht ersch�ttert.
Unter diesen Umst�nden er�brigten sich weitere Abkl�rungen zur erwarteten L�rmbelastung. Die Verweisung im angefochtenen Entscheid auf sp�tere Nachmessungen ist nicht rechtswidrig, dient sie doch nicht dazu, erforderliche Anordnungen auf sp�ter zu verschieben, sondern nur dazu, die bereits getroffenen Anordnungen durchzusetzen.
Keine Rolle spielt es, ob die gesamte T�tigkeit in der Zone "Gringleche" die Planungswerte der LSV einh�lt. Die Beschwerdegegnerin ist grunds�tzlich nicht f�r den L�rm der �brigen in der Gewerbezone ans�ssigen Betriebe verantwortlich. Allenfalls k�nnte es sich auf die im Baubewilligungsverfahren festzulegenden Emissionsbegrenzungen auswirken, wenn die verschiedenen Betriebe in BGE 126 II 26 S. 43der Gewerbezone insgesamt eine �berschreitung der Immissionsgrenzwerte verursachen w�rden (Art. 11 Abs. 3, Art. 13 und 15 USG; Art. 40 Abs. 2 LSV). Dass dies der Fall sei, behaupten die Beschwerdef�hrer nicht. Auch in einer solchen Situation h�tten zudem in erster Linie jene Betriebe ihre Emissionen zu senken, die wesentlich zu einer �berschreitung der Immissionsgrenzwerte beitragen (vgl. Art. 13 Abs. 1 LSV).
Art. 5 BGE 126 II 26 S. 38Abs. 1 der Verordnung �ber die Umweltvertr�glichkeitspr�fung vom 19. Oktober 1988 (UVPV, SR 814.011),
Art. 8 der L�rmschutzverordnung des Bundes vom 15. Dezember 1986 [SR 814.41, LSV],