Source: https://www.bghw.de/die-bghw/bghw-in-zahlen/jahresbilanz-2016
Timestamp: 2018-12-15 10:05:35
Document Index: 251191705

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Jahresbilanz 2016 — BGHW-Website
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Wofür die BGHW Geld ausgibt (Stand 2016)
Ausgaben 2016 in Euro
Prävention 69.943.532,38
(davon Ausgleichslast 159.204.205,89€) 1.006.891.901,32
Verwaltungskosten 110.175.954,10
Sonstige Kosten* 71.386.509,39
Gesamt 1.258.397.897,19
Rehabilitation Hierunter fallen die Kosten für ambulante und stationäre Heilbehandlung, Zahnersatz, Teilhabeleistungen und Pflege.
Verletztengeld Das sind die Kosten für die Entgeltersatzleistungen nach Wegfall der gesetzlichen Lohnfortzahlung und die Kosten der besonderen Unterstützung.
Renten Versicherten- beziehungsweise Hinterbliebenenrenten
Diese setzten sich 2016 wie folgt zusammen:
Rehabilitation 343.327.220
Verletztengeld 72.949.996
Renten 416.944.071
Sonstige Leistungen 14.466.407
Gesamt 847.687.695
Die Rentenzahlungen an Versicherte der BGHW bilden mit einem Anteil von 48 Prozent den größten Posten bei den Entschädigungsleistungen. An zweiter Stelle folgen die Rehabilitationskosten, die mit 41 Prozent über ein Drittel der Gesamtausgaben im Entschädigungsbereich ausmachen.
Versicherte oder deren Hinterbliebene erhalten eine Rente bzw. Sterbegeld, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. 2016 zahlte die BGHW an insgesamt 67.919 Rentenempfänger Renten in Höhe von 416,9 Millionen Euro.
Zahl der Renten 2016 nach Empfängergruppen
Versicherte 60.358
Witwen, Witwer 6.624
Waisen 936
Bei der BGHW sind rund 378 000 Mitgliedsunternehmen mit rund 5,3 Millionen Beschäftigten* versichert. Dabei überwiegen mit einem Anteil von 86 Prozent kleine Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten. In diesen Unternehmen sind aber „nur“ 16,8 Prozent der Versicherten beschäftigt. Lediglich 3,0 Prozent der Mitgliedsunternehmen haben 50 und mehr Beschäftigte; sie stellen aber fast zwei Drittel der Versicherten.
Unternehmen mit Anzahl Unternehmen Prozent Prozent (kumuliert)
weniger als 10 Beschäftigte 325.210 86,1 86,1
10 bis 49 Beschäftigte 41.109 10,9 96,9
50 bis 249 Beschäftigte 9.590 2,5 99,5
250 und mehr Beschäftigte 1.994 0,5 100,0
Insgesamt 377.903 100,0
Verteilung der Versicherten(Vollarbeiter) nach Unternehmensgröße
Beschäftigte in Unternehmen mit Anzahl der Beschäftigten Prozent Prozent(kumuliert)
weniger als 10 Beschäftigte 767.759 16,8 16,8
10 bis 49 Beschäftigte 867.192 19,0 35,7
50 bis 249 Beschäftigte 953.598 20,9 56,6
250 und mehr Beschäftigte 1.984.957 43,4 100,0
Insgesamt 4.573.506
Unfallstatistik 2016
Im Jahr 2016 wurden der BGHW 267.694 Unfälle angezeigt. Darunter hatten 127.297
Unfälle eine mehr als dreitägige Arbeitsunfähigkeit zur Folge und waren damit
anzeigepflichtig. In 2144 Fällen waren die Verletzungsfolgen so schwerwiegend, dass
es im Berichtsjahr erstmals zu einer Entschädigung in Form einer Rente beziehungsweise
Abfindung oder zur Zahlung von Sterbegeld gekommen ist (neue Unfallrente). Tödlich
verletzt wurden 72 Menschen.
Angezeigte Unfälle 226.355 41.339 267.694
Anzeigepflichtige Unfälle 104.722 22.575 127.297
Neue Unfallrenten 1.561 583 2.144
Tödliche Unfälle 39 33 72
Ein empirisches Maß zur Beschreibung des Unfallrisikos ist die Unfallhäufigkeit. Hierbei wird die Zahl der Unfälle zu der Beschäftigtenzahl in Beziehung gesetzt. Man erhält dann eine Angabe „Unfälle je 1000 Beschäftigte“ – häufig als „1000-Mann- Quote“ bezeichnet. Diese Größe beträgt bei der BGHW, bei den anzeigepflichtigen Unfällen 27,8.
Angezeigte Unfälle 49,5 9,0 58,5
Anzeigepflichtige Unfälle 22,9 4,9 27,8
Neue Unfallrenten 0,341 0,127 0,469
Tödliche Unfälle 0,009 0,007 0,016
Im Jahr 2016 sind bei der BGHW 4044 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit eingegangen. Als Berufskrankheit im juristischen Sinne anerkannt wurden 645 Fälle, 198 Betroffene erhalten eine ab 2016 laufende Rentenzahlung. In weiteren 1510 Fällen wurde die berufliche Verursachung der Erkrankung festgestellt; eine Berufskrankheit im juristischen Sinne lag jedoch nicht vor, weil besondere versicherungsrechtliche Voraussetzungen nicht erfüllt waren, etwa die Aufgabe der gefährdenden Tätigkeit. Die Berufsgenossenschaft übernimmt in diesen Fällen die medizinische Rehabilitation und berät die Erkrankten über mögliche Schutzmaßnahmen. In 2127 Fällen ist der Verdacht auf eine Berufskrankheit nicht bestätigt worden. In Folge einer Berufskrankheit sind im Berichtsjahr 108 Versicherte verstorben. In der überwiegenden Zahl der Fälle handelt es sich dabei um asbestverursachte Erkrankungen, deren Ursachen in der Regel bereits Jahrzehnte zurückliegen.
Bei den Rentenfällen dominieren mit einem Anteil von 57 Prozent die Erkrankungen der Atemwege oder der Lunge (hier spielen insbesondere Erkrankungen durch Einwirkung von Asbest eine Rolle). Ein anderes Bild zeigt sich bei den Verdachtsanzeigen: Bei den meisten Anzeigen handelt es sich um Hautkrankheiten, gefolgt von Erkrankungen durch physikalische Einwirkungen (insbesondere Lärmerkrankungen und Schädigungen der Wirbelsäule).
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