Source: http://pitsch.it/index.php/de/wer-sind-wir/dienstcharta
Timestamp: 2019-04-19 18:30:00
Document Index: 184155594

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art.13', 'Art. 8', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 9', 'Art. 10', 'Art. 9', 'Art. 8', 'Art. 11', 'Art. 13', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 22', 'Art. 23', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 30']

Diese Dienstcharta gilt für die drei auf der Titelseite genannten Seniorenwohn- und Pflegeheime, welche die Pitsch Stiftung führt. Im Text wird der Begriff „das Heim“ verwendet; dieser gilt für alle drei Heime. Bezieht sich etwas auf ein bestimmtes Heim oder eine Abteilung eines Heimes, wird seine / ihre spezifische Bezeichnung verwendet.
Alle in dieser Dienstcharta verwendeten personenbezogenen Begriffe wie Bewohner, Betreuer, Direktor ... umfassen Frauen und Männer in gleicher Weise.
Orientierung an den Grundsätzen des Leitbildes
Das Heim orientiert sich bei der Erbringung aller Dienste und Leistungen an den Grund­sätzen des Leitbildes der Pitsch Stiftung.
I:Leistungen
Art. 1 Unterkunft und Verpflegung, Betreuung und Pflege
Das Heim fördert – so gut wie möglich – die Fortsetzung der Lebensweise des Heimbewoh­ners und unterstützt ihn beim Sich-Einleben in die neue Umgebung. Zu diesem Zweck sammelt es Informationen über den Bewohner.
Das Heim achtet und fördert die kulturellen und sprachlichen Eigenheiten und Gewohnheiten der Bewohner.
Das Heim verfügt über Einzel- und Zweibettzimmer, einen Speisesaal (nicht das Pflegeheim St. Antonius), Aufenthaltsräume, zumindest einen Mehrzweckraum mit Fernsehgerät, zumindest ein Pflegebad pro Abteilung, eine Hauskapelle (nicht die Villa Petersburg), eine Parkanlage oder einen Garten, Besucherparkplätze, Parkplätze für das Personal.
Alle Bewohner können die vom Heim zur Verfügung gestellten Gemeinschaftsräume frei aufsuchen und die dort bereitgestellte Aus­stattung ihrem Zweck entsprechend nutzen.
1.1. Das Zimmer
Alle Zimmer verfügen über eine behinderten­gerechte Nasszelle. Jedes Zimmer ist mit Pflegebett (in der Villa Petersburg nur bei Bedarf), Kleiderschrank, einem Notruf und einem TV-Anschluß ausgestattet. Die Zimmer des Seniorenheims Untermais und der Villa Petersburg sind zudem mit einem Telefon ausgestattet. Die Zimmer des Pflege­heimes St. Antonius und der Pflegeabteilung des Seniorenheimes Untermais sind mit Anschlüssen für Sauerstoff und zum Absaugen ausgestattet.
Die Zuteilung des Zimmers erfolgt gemäß fachlich-klinischen Erwägungen der Verantwortlichen der Betreuung und Pflege, wenn möglich in Absprache mit dem Heimbewohner oder seinem Vertreter.
Bei Veränderung der Pflegebedürftigkeit des Heimbewohners, die von den Verantwort­lichen der Betreuung und Pflege festgestellt wird, kann der Heimbewohner in ein anderes Zimmer des selben Heimes, in einen anderen Wohn- und Pflegebereich des Heimes oder in ein anderes Heim verlegt werden, um die für ihn erforderliche Betreuung und Pflege zu gewährleisten, oder im Sinne einer effizienten Nutzung der von der Pitsch Stiftung geführten Heime. Die Verlegung erfolgt in Absprache mit dem Heimbewohner oder seinem Vertreter, sie kann – wenn notwendig – aber auch ohne ihr Einverständnis erfolgen.
Die persönliche Gestaltung des Zimmers ist unter Rücksichtnahme auf den Mitbewohner sowie auf die Sicherheit und Hygiene möglich.
Der Heimbewohner darf nach Antrag und mit Genehmigung der Direktion kleine Tiere halten, die veterinärmedizinisch in Ordnung sind, unter Rücksichtnahme auf die anderen Bewohner des Heimes.
1.2. Die Verpflegung
Es wird eine abwechslungsreiche und nährstoffreiche Kost mit vorwiegend frischen Produkten und jahreszeitlicher Ausrichtung geboten. Die Essgewohnheiten der Heim­bewohner werden so weit wie möglich berücksichtigt. Der Bewohner kann für die Hauptmahlzeiten über ein Bestellsystem unter einigen Gerichten wählen. Die Nahrung entspricht in Qualität und Quantität den Diät-Erfordernissen der betagten Personen.
Das Heim gewährleistet eine angemessene diätetische Beratung. Diäten werden von der Diätassistentin der Pitsch Stiftung gemäß der ärztlichen Dokumentation zusammengestellt.
Das Standard-Tagesmenü für jede Woche wird den Heimbewohnern mittels Aushang bekannt gegeben.
1.3. Garderobe und Wäscherei
Das Heim stellt dem Heimbewohner die Bett- und Badewäsche zur Verfügung und sorgt auch für die Reinigung und das Bügeln seiner persönlichen Wäsche mit Ausnahme jener Wäsche, die einer besonderen Reinigung bedarf. Kleine Näharbeiten an der persönli­chen Wäsche werden hausintern durchgeführt.
1.4. Reinigungsdienst
Das Heim gewährleistet die Reinigung des Hauses nach dem entsprechenden Plan.
1.5. Betreuung und Pflege
Das Heim sorgt täglich für die Betreuung, Hygiene und Pflege sowie die ärztliche, kran­kenpflegerische, rehabilitative und psychologi­sche Betreuung der Bewohner aufgrund der Erhebung des individuellen Bedarfes.
Vor allem wird Wert auf die soziale, physische und psychische Aktivierung der Bewohner gelegt, wobei die Erhebung, die Anerkennung und die Erhaltung der Selbständigkeit und der Fähigkeiten mittels Einsatz wissenschaftlich erprobter Instrumente im Vordergrund stehen.
Die Eigenverantwortung der Bewohner wird gefördert. Ihnen wird im Rahmen der Organi­sation des Heimes die Möglichkeit gegeben, ihr eigenes Leben zu führen, die Tätigkeiten im Tagesablauf zu wählen und persönlich zu gestalten, und gemäß eigenem Interesse am Gemeinschaftsleben und an organisierten Aktivitäten teilzunehmen. Der Bewohner kann seine Hobbys weiter pflegen, sofern mit der Gemeinschaft vereinbar. Dafür wird in den Stockwerken Raum gegeben, und wenn möglich werden dafür auch einfache Materialien zur Verfügung gestellt.
Die ärztliche Betreuung der Bewohner des Pflegeheimes St. Antonius und der Pflege­abteilung des Seniorenheimes Untermais wird durch die Anwesenheit im Heim zu festgelegten Zeiten von Ärzten der Geriatrie des Krankenhauses Meran (an 5 Werktagen und bei Bedarf auf Abruf) gewährleistet. Die Bewohner der anderen Abteilungen werden vom jeweiligen „Hausarzt“ betreut, der an zwei Nachmittagen in der Woche und bei Bedarf auf Abruf ins Heim kommt.
Die krankenpflegerische Betreuung der Be­wohner wird im Seniorenheim Untermais und im Pflegeheim St. Antonius jeden Tag ohne Unterbrechungen gewährleistet. In der Villa Petersburg erfolgt sie in reduziertem Ausmaß.
Für die rehabilitative Betreuung (auch zwecks Vorbeugung) werden Physiotherapeuten und ein Heilmasseur, ein Logopäde und ein Ergotherapeut eingesetzt (nicht in der Villa Petersburg).
Die Betreuung wird nach wissenschaftlichen Kriterien von einem multidisziplinären Team (Krankenpfleger, Pflegepersonal, Mitarbeiter für die Rehabilitation) geplant, mit einem Informationssystem, das die individuelle Abstimmung der einzelnen Leistungen ermög­licht. Die Bedürfnisse werden mittels Beobachtung, Gesprächen, körperlicher Unter­suchung und mit wissenschaftlich erprobten und anerkannten Bewertungsinstrumenten erfasst. Für jeden Heimbewohner arbeitet das Team einen individuellen Pflegeplan aus; dieser wird von Zeit zu Zeit überprüft, angepasst und bei Bedarf abgeändert (zum Beispiel, wenn sich der Gesundheitszustand des Heimbewohners oder sein Bedarf an Betreuung und Pflege verändern).
Dabei wird die aktive Teilnahme der Bewohner und der Angehörigen gefördert, um Informationen über die Person zu erhalten und auszutauschen. Der vereinbarte Pflegeplan wird, sofern angefordert, dem Heimbewohner und/oder seinen Angehörigen ausgehändigt.
Gegen Lebensende / bei einem Kranken im Endstadium wird zwischen dem Arzt, dem Krankenpfleger und dem Angehörigen eine geänderte Betreuung und Pflege vereinbart (Schmerztherapie, Schutz der Privatsphäre und Anpassung an die Situation); außerdem bietet die Stiftung, wenn möglich, Hilfestellungen bei der Gestaltung des Zimmers an, um unter Beachtung des Willens des Bewohners die Anwesenheit der Familie zu ermöglichen.
Die Daten eines jeden Bewohners werden in Beachtung der Bestimmungen zum Daten­schutz gehandhabt.
1.6. Religiöse und spirituelle Betreuung
Die Bewohner werden in ihren religiösen und spirituellen Anliegen respektiert und begleitet, in beiden Sprachen. In den Heimkapellen finden Messen und andere religiöse Veranstal­tungen statt. Diese Orte der Sammlung und Andacht sind den ganzen Tag über geöffnet und für Bewohner und Angehörige zugänglich.
1.7. Einbeziehung der Angehörigen
Das Heim fördert die Zusammenarbeit mit den Angehörigen. Es organisiert bei Bedarf Treffen und Informationsveranstaltungen und sammelt mit Fragebögen und in Gesprächen die Wahrnehmungen und Anregungen der Angehörigen zu Themen, die dazu beitragen, das Wohlbefinden der Bewohner zu fördern.
Die Angehörigen können jederzeit mit dem Team den Betreuungsplan besprechen sowie „individualisierte“ Besprechungen beantragen und daran teilnehmen, auch mit dem zustän­digen Arzt.
Der Bewohner und/oder ein Angehöriger können frei mit der Betriebsleitung Kontakt aufnehmen, indem sie sich an den Direktor, den Pflegedienstleiter oder an die Wohnbereichsleitung wenden.
Um die Beziehungen zu der Gemeinschaft und zu Angehörigen und wichtigen Personen auf­recht und lebendig zu erhalten, kann der Bewohner das Heim verlassen, nachdem er mit der zuständigen Verantwortlichen die Zeiten und die Bezugsperson schriftlich vereinbart hat. Auch wird Angehörigen ermöglicht, dem täglichen Leben des Bewohners im Heim beizuwohnen und daran teilzunehmen (Tätigkeiten, Essen, Familienfeiern), sowie die Gemeinschaftsräume nach Anfrage und Zustimmung durch den Direktor zu nutzen.
1.8. Zusätzliche Dienste
Über die obgenannten Standardleistungen hin­aus bietet das Heim folgende Leistungen an:
Friseurdienst,
Botengänge und Besorgungen.
Art. 2 Kurzzeitpflege
Das Heim bietet eine zeitlich befristete Auf­nahme und Betreuung von pflegebedürftigen Menschen, die gewöhnlich bei sich zu Hause leben und dort betreut werden. Ihnen werden alle Leistungen gewährt, die für die ständigen Bewohner vorgesehen sind.
II Zielgruppe, Aufnahme und Entlassung
Art. 3 Zielgruppe
Das Heim nimmt im Rahmen seiner Zielsetzungen und seiner Pflegemöglichkeiten und in Übereinstimmung mit der von der Landesverwaltung erteilten Eignungserklärung selbständige und pflegebedürftige ältere Menschen beiderlei Geschlechtes auf, vor allem pflegebedürftige Senioren.
Art. 4 Heimaufnahme und Rangordnung
Voraussetzung für die Aufnahme ins Heim ist ein unterschriebener Antrag (samt allen vorgesehenen Unterlagen) auf einem eigenen Formular sowie der vom Gesuchsteller selbst oder einem Vertreter unterschriebene Heimvertrag.
Der Anspruch auf Aufnahme ins Heim besteht unabhängig von den wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen des Ansuchenden.
Laut Satzung der Stiftung haben alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Meran vorrangiges Anrecht auf die Aufnahme ins Heim. Im Rahmen der Möglichkeiten können auch Personen aus anderen Gemeinden aufgenommen werden.
Die Kriterien für die Rangliste zur Aufnahme werden vom Verwaltungsrat festgelegt, der dazu Vorschläge von einer spezifischen Kommission (mit Vertretern der Stiftung, der Gemeinde Meran und des Gesundheitsbezirks) erhält. Dabei werden vor allem die Pflege­bedürftigkeit sowie soziale und medizinische Aspekte des Ansuchenden berücksichtigt.
Art. 5 Unterlagen
Folgende Unterlagen (auf vom Heim bereit gestellten Formularen) sind dem Aufnahmegesuch beizulegen:
a) Ärztlicher Befund;
b) Bewertung des Bedarfs an Betreuung und Pflege;
c) Bewertung der sozialen Situation;
d) Kopie des Ergebnisses der Erhebung der Pflegebedürftigkeit (Pflegegeld) oder zumindest Kopie des Ansuchens um Pflegegeld mit Stempel zur Bestätigung der Abgabe;
e) Zusicherung der Bezahlung der Tages­sätze durch den Antragsteller, durch zahlungspflichtige Angehörige und eventuelle Dritte, sowie seitens der zuständigen öffentlichen Körperschaft.
Art. 6 Verweigerung der Aufnahme
Im Heim werden nicht aufgenommen:
a)Personen unter 60 Jahren (in besonde­ren Ausnahmefällen können auch jüngere pflegebedürftige Personen aufgenommen werden);
b)Personen mit Pathologien, die medizinisch noch nicht ausreichend stabilisiert sind;
c)Personen mit psychiatrischer Krank­heit, deren Schweregrad eine ständige spezialisierte ärztliche und kranken­pflegerische Betreuung erfordert. Gerontopsychiatrische Erkrankungen werden nicht als Hindernis für eine Aufnahme angesehen.
Der Heimbewohner kann entlassen werden:
a)auf seinen eigenen Wunsch, mit einer Kündigungsfrist;
b)mit begründeter Entscheidung des Direktors.
Die Entlassung seitens des Heimes kann erfolgen:
a)wenn der Heimbewohner nach wiederholter Ermahnung sich nicht an die gängigen Vorschriften des Heimes hält und der Gemeinschaft schadet oder die anderen Bewohner in grober Weise stört;
b)bei Einlieferung in ein Krankenhaus oder in eine andere Anstalt wegen einer Krankheit, welche spezielle therapeutische Eingriffe oder Rehabilitationsmaßnahmen erfordert und einen weiteren Aufenthalt im Heim nicht gestattet;
c)bei nicht erfolgter Bezahlung der Heimkosten gemäß Heimvertrag Art.13, Absatz 2, Buchstabe d.
Bei Austritt oder Ableben des Bewohners muss das Zimmer innerhalb von 3 Tagen geräumt werden.
Art. 8 Tagessatz
Jeder Bewohner entrichtet den vom Verwaltungsrat jedes Jahr in Beachtung der geltenden Landesvorschriften im Voraus festgesetzten Tagessatz zu seinen Lasten.
Der Bewohner und eventuell andere zahlungs­pflichtige Personen begleichen den Tagessatz innerhalb des letzten Tages des jeweiligen Monats.
Sind der Bewohner und die zahlungspflichtigen Personen nicht in der Lage den gesamten Tagessatz zu entrichten, können sie bei der zuständigen Gemeinde bzw. Bezirksgemeinschaft um Kostenbeteiligung ansuchen.
Wenn die Voraussetzungen gegeben sind, dann übernimmt die zuständige Behörde einen Teil des Tagessatzes zu ihren Lasten.
Erfolgt die Bezahlung des Tagessatzes nicht termingemäß, berechnet das Heim die Verzugszinsen. Bei weiterer Säumigkeit erfolgt die Entlassung des Bewohners unter Beibehaltung jeden Rechtsweges zur Einhebung der geschuldeten Summen.
Der Tagessatz ist ab dem vertraglich vereinbarten Aufenthaltsbeginn zu entrichten.
Der Aufnahmetag und der Austrittstag zählen als Anwesenheit im Heim; dies gilt auch für zeitweise Abwesenheiten vom Heim und für die Kurzzeitpflege laut Art. 2. Im übrigen gelten die Bestimmungen des Heimvertrages, Art. 3, Art. 4, Art. 13 und Art. 14.
Art. 9 Unterbrechungen des Aufenthaltes
Für Abwesenheiten wegen Krankenhaus­aufenthalt bis zu insgesamt 30 Tagen (auch wenn sie nicht aufeinander folgen) pro Kalenderjahr muss der Heimbewohner den vollständigen Tagessatz (Grundtarif, Pflege­geld und Zusatzbetrag) entrichten.
Bei Abwesenheiten wegen Krankenhaus­aufenthalt von mehr als 30 Tagen pro Kalenderjahr ist nach dem 30. Tag der Tagessatz im Ausmaß von 50% zu bezahlen.
IV Rechte, Einsprüche und Haftung
Art. 10 Rechte des Heimbewohners
Der Heimbewohner hat Anspruch auf:
a)Anerkennung seiner Würde und Persönlichkeit;
b)höflichen Umgang und Achtung seiner Privat- und Intimsphäre;
c)Aufklärung und Mitentscheidung über Pflegemethoden sowie pflegerische und therapeutische Maßnahmen;
d)Einsichtnahme in die über ihn geführten Aufzeichnungen;
e)Namhaftmachung einer Vertrauensper­son, die sich für ihn in allen Angele­genheiten an die Leitung des Heimes wenden kann und in wichtigen Belan­gen vom Heim zu verständigen ist;
f)Beiziehung einer externen Beratung in sozialen, rechtlichen, psychologischen oder seelsorgerischen Anliegen;
g)freie Arztwahl, ausgenommen die Bewohner der Pflegeabteilungen;
h)Verschwiegenheit und Datenschutz;
i)Achtung des Briefgeheimnisses und des Briefverkehrs;
j)Behandlung von Beschwerden;
k)Möblierung und Gestaltung des Zimmers gemäß Art. 9 des Heimvertrages;
l)Besucherempfang gemäß Art. 8 des Heimvertrages;
m)Achtung seiner kulturellen Identität und Gebrauch der Muttersprache.
Art. 11 Anregungen und Beschwerden
Anregungen und Beschwerden werden von allen Verantwortlichen entgegen genommen und direkt bearbeitet bzw. bei Bedarf an den Direktor weitergeleitet. Sie können sowohl mündlich wie auch schriftlich eingebracht werden. Man kann dazu die beiliegende Vorlage verwenden. Auf Beschwerden wird innerhalb von 15 Tagen geantwortet, wenn gewünscht in schriftlicher Form.
Gegen die Entscheidungen der Heimverwaltung kann innerhalb von 30 Tagen ab Erhalt der Mitteilung Einspruch bei der Sektion „Einsprüche“ in der Abteilung Sozialwesen der Autonomen Provinz Bozen erhoben werden.
Art. 13 Volksanwalt
Ist die Antwort auf eine Beschwerde bzw. einen Einspruch nicht zufrieden stellend, kann der Betreute oder sein Vertreter sich an den Volksanwalt wenden, der die Aufgabe hat, zwischen dem Bürger und der Heimverwaltung zu vermitteln.
Das Heim schließt zur Deckung von Schäden, welche dem Bewohner entstehen können, eine Unfall- und Haftpflichtversicherung ab. Die gegenseitige Haftung für Schäden richtet sich nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen.
V Führung und Organisation
Art. 15 Allgemeine Ausrichtung
Das Heim wird vom Öffentlichen Betrieb für Pflege- und Betreuungsdienste „Pitsch Stifung“ Meran geführt.
Das beschließende Organ des Betriebes ist der Verwaltungsrat; sein Präsident hat gleichzeitig die Funktion des gesetzlichen Vertreters inne.
Das Heim wird unter Einhaltung der geltenden Bestimmungen und Vereinbarungen und gemäß der eigenen Satzung geführt.
Die vorgesehenen Aufgaben werden unter Beachtung der grundlegenden Prinzipien der Altenbetreuung wahrgenommen.
Die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen, vor allem mit dem Sozial- und Gesundheitssprengel, wird gefördert.
Die Öffnung nach außen, im Besonderen die Einbindung ins lokale Umfeld, wird durch geeignete Initiativen verwirklicht.
Art. 16 Führung und Organisation
Das Heim wird unter Einhaltung der geltenden Bestimmungen und Vereinbarungen und im Sinne der eigenen Satzung und der eigenen Leitbildgrundsätze organisiert und geführt.
Art. 17 Personal
Leitbild und Organigramm bilden den Rahmen für die Wahrnehmung der zugewiesenen Aufgaben.
Die Mitarbeiter der verschiedenen Tätigkeits- und Organisationsbereiche handeln bei der Erfüllung ihrer Aufgaben nach den Grund­sätzen und Zielen des Heimes. Bezüglich Anzahl und Ausbildung der Mitarbeiter gelten die entsprechenden Landesbestimmungen.
Art. 18 Direktor
Der Direktor ist für die Führung und Verwaltung des Betriebes sowie für die Erreichung der vom Verwaltungsrat festgesetzten Ziele verantwortlich.
Er nimmt Hinweise, Beschwerden, Ersuchen und Vorschläge betreffend das Funktionieren des Dienstes entgegen und trifft in Absprache mit den Verantwortlichen die erforderlichen Maßnahmen und Vorkehrungen.
Sein Büro befindet sich im Seniorenheim (Gampenstrasse 3) in der Nähe des Eingangs bei den Verwaltungsbüros und ist für alle Bewohner und Bezugspersonen zugänglich; Sprechstunden sind nicht festgelegt.
Art. 19 Bereichsleiter
Die Verantwortung über einzelne Tätigkeitsbereiche wird qualifiziertem Personal übertragen.
Jeder Bereichsleiter organisiert, koordiniert und überwacht die Tätigkeit des Personals des ihm anvertrauten Bereiches. Er teilt den einzelnen Bediensteten die zur Gewährleistung des Dienstes erforderlichen Aufgaben zu.
Er berichtet seinem Vorgesetzten oder dem Direktor über Probleme, die sich bei der Ausführung seiner Aufgaben ergeben. Er informiert die eigenen Mitarbeiter über die operativen Entscheidungen, die in den Sitzun­gen der Verantwortlichen der Sachbereiche mit der Direktion getroffen werden.
Art. 20 Betreuungspersonal
Das zuständige Fachpersonal bietet den Heimbewohnern je nach Bedarf Unterstützung und Begleitung im täglichen Leben. Diese Aufgaben werden unter Beachtung des geltenden Betreuungs- und Pflegekonzeptes, abgestimmt auf die Situation des jeweiligen Bewohners, wahrgenommen.
Art. 21 Personal für allgemeine Dienste
Dazu gehören das Küchen- und Service­personal, das Personal der Wäscherei, das Personal für die verschiedenen hauswirt­schaftlichen Tätigkeiten und die Hausmeister. Das Personal und nimmt seine Aufgaben in Übereinstimmung mit den Zielen und Grundsätzen des Heimes war.
Art. 22 Personal der Verwaltung
Aufgabe der Mitarbeiter der Verwaltung ist es, die interne Verwaltungstätigkeit des Heimes im Sinne der geltenden Bestimmungen durchzuführen.
Die Verwaltungsarbeit ist darauf auszurichten, die institutionellen Aufgaben des Heimes zu unterstützen und zu erleichtern.
Art. 23 Personalentwicklung
Die Direktion fördert die berufliche Entwicklung der Mitarbeiter mit dem Ziel, ein hohes Qualifikationsniveau zu erreichen und dadurch an Professionalität zu gewinnen.
Es werden Schulungspläne und Weiterbildungsprogramme erstellt. Es wird auch dafür Sorge getragen, dass die Fort- und Weiterbildungsangebote in angemessener Weise genutzt werden.
Art. 24 Freiwilligenarbeit
Die Direktion fördert und unterstützt die Volontariatstätigkeit. Die freiwilligen Helfer werden zur Mitarbeit bei den verschiedenen Tätigkeiten für die Bewohner angeregt. Sie werden von einem dafür beauftragten Mitarbeiter koordiniert. Das Heim sorgt für die erforderliche Haftpflichtversicherung.
Art. 25 Verwahrung von Wertsachen
Auf Antrag werden vom Heim Wertgegenstände und Geldbeträge der Bewohner in Verwahrung genommen.
Art. 26 Öffentlichkeitsarbeit
Die Verwaltung ergreift geeignete Initiativen, um das Heim in der Öffentlichkeit als sozialen Dienst und als Glied in der Kette der Dienste für alte Menschen darzustellen.
Art. 27 Bewertung des Dienstes
Das Heim sorgt von Zeit zu Zeit für die Be­wertung der angebotenen Dienste von Seiten der Bewohner, Angehörigen und Mitarbeiter, um deren Qualität und Wirksamkeit zu garantieren und weiterentwickeln zu können.
Vorwiegend kommen dafür Befragungen (mittels Fragebogen) und Begegnungen mit Angehörigen der Heimbewohner zum Einsatz.
Art. 28 Sammlungen und Werbung
Im Bereich des Heimes bedürfen die Samm­lung von Geld- und Wertgegenständen und Unterschriften, sowie Werbungen jeglicher Art durch Außenstehende, zu welchem Zwecke und von wem diese auch immer durchgeführt werden, der ausdrücklichen Ermächtigung durch den Direktor.
Die von der vorliegenden Charta vorgesehenen und andere besondere hausinterne Regelungen werden mit einer eigenen Hausordnung festgelegt.
Art. 30 Kundmachung
Diese Dienstleistungscharta wird an der Anschlagtafel des Heimes veröffentlicht. Auf Anfrage erfolgt die Aushändigung einer Abschrift.
Anhang 1: Leistungen
Anhang 2: Formular für Hinweise, Anregungen und Beschwerden