Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VG%20Sigmaringen&Datum=13.05.2013&Aktenzeichen=8%20K%202001/10
Timestamp: 2019-06-19 18:03:19
Document Index: 10125848

Matched Legal Cases: ['Art 49', '§ 56', 'Art 43', 'Art 49', '§ 21', '§ 38', '§ 51', 'EuG']

VG Sigmaringen, 13.05.2013 - 8 K 2001/10 - dejure.org
https://dejure.org/2013,31701
VG Sigmaringen, 13.05.2013 - 8 K 2001/10 (https://dejure.org/2013,31701)
VG Sigmaringen, Entscheidung vom 13.05.2013 - 8 K 2001/10 (https://dejure.org/2013,31701)
VG Sigmaringen, Entscheidung vom 13. Mai 2013 - 8 K 2001/10 (https://dejure.org/2013,31701)
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GlüStVtr BW, Art 49 EG, § 56 AEUV, Art 43 EG, Art 49 AEUV, § 21 GlüStVtr BW 2012, § 38 VwVfG BW, § 51 VwVfG BW
Entgegen dem Vortrag der Klägerin kann sie sich auch nicht mit Erfolg auf die von ihr in der Zulassungsbegründung zitierte Entscheidung des Verwaltungsgerichts Sigmaringen berufen, in dem dieses ein qualifiziertes Rechtsschutzinteresse für eine Verpflichtungsklage eines Wettvermittlers bejaht hat (Urt. v. 13.5.2013 - 8 K 2001/10 -, SpuRt 2013, 210, juris, Rn. 87 f.).
Zudem hatten die dortigen Beteiligten einen gerichtlichen Vergleich dahingehend geschlossen, dass die beklagte Behörde auf die Beitreibung eines bereits festgesetzten Zwangsgeldes verzichtet, wenn und solange der Kläger u.a. die Vermittlung von Sportwetten einstellt (VG Sigmaringen, Urt. v. 13.5.2013 - 8 K 2001/10 -, a.a.O., juris, Rn. 8).
Vor diesem Hintergrund sind die Ausführungen des Verwaltungsgerichts Sigmaringen, dass dem Kläger ein qualifiziertes Rechtsschutzinteresse zuzusprechen sei, weil ihm für den Fall der Wiederaufnahme der Wettvermittlung konkrete Zwangsvollstreckungsmaßnahmen drohten (VG Sigmaringen, Urt. v. 13.5.2013 - 8 K 2001/10 -, a.a.O., juris, Rn. 88), nachvollziehbar.
Abgesehen davon, dass der Beklagte nach den Entscheidungen des EuGH vom 08.09.2010 ein Erlaubnisverfahren für private Anbieter von Sportwetten eröffnet hat (vgl. VG Sigmaringen, Urteil vom 13.05.2013 - 8 K 2001/10 -, juris RdNr. 21), konnte einer etwaigen Rechtswidrigkeit des Sportwettenmonopols durch Nichtanwenden der monopol(akzessorischen) Regelungen Rechnung getragen werden.