Source: https://www.weka.de/unternehmensfuehrung/kurzarbeit-2/
Timestamp: 2017-10-17 00:23:08
Document Index: 350866715

Matched Legal Cases: ['§ 178', '§ 192', '§ 20', '§ 49', '§ 1', '§ 18']

Die Kurzarbeit in der Praxis
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Die Einführung der Kurzarbeit bewirkt, dass die gegenseitigen Hauptleistungspflichten aus dem Arbeitsverhältnis zum Ruhen kommen bzw. entsprechend reduziert werden, d.h., der Arbeitnehmer wird von seiner Arbeitsleistung befreit, der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer im Gegenzug nicht vergüten. Die jeweiligen vertraglichen Nebenpflichten bleiben bestehen.
Während der angeordneten Kurzarbeit erhalten die betroffenen Arbeitnehmer neben dem entsprechend reduzierten Arbeitsentgelt Leistungen je nach Familienstand in Höhe von 60 bzw. 67 Prozent der Nettoentgeltdifferenz (§ 178 SGB III) von der Bundesagentur für Arbeit. Für die Dauer des Bezugs von Kurzarbeitergeld bleibt die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung erhalten (§ 192 Abs. 1 Nr. 4 SGB V; § 20 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1, § 49 Abs. 2 SGB XI). Ebenso besteht das rentenversicherungsrechtliche Beschäftigungsverhältnis weiter (§ 1 Nr. 1 SGB VI), d.h., Kranken-, Pflege-, Renten- und Unfallversicherungsbeiträge werden weitergezahlt. Das gilt auch, wenn „Kurzarbeit Null“ geleistet wird, d.h., wenn ganze Tage ausfallen und während der übrigen Zeit voll weitergearbeitet wird.
Kurzarbeit kann im Rahmen einer Sperrfrist nach § 18 KSchG in beliebigem Umfang nach Ermessen zugelassen werden. So kann die Kurzarbeit auf einen Teil der Sperrfrist beschränkt werden. Die Kurzarbeit kann für die gesamte Belegschaft, für Betriebsabteilungen oder für bestimmte Gruppen von Arbeitnehmern …
Kurz­arbeit