Source: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblAuth/BGBLA_2019_II_201/BGBLA_2019_II_201.html
Timestamp: 2019-08-24 00:42:05
Document Index: 269474124

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 14', '§ 4', '§ 22', '§ 15', '§ 16', '§ 1', '§ 6']

201. Verordnung:
Tiefbauspezialist/Tiefbauspezialistin-Ausbildungsordnung
201. Verordnung der Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort über die Berufsausbildung im Lehrberuf Tiefbauspezialist/Tiefbauspezialistin (Tiefbauspezialist/Tiefbauspezialistin-Ausbildungsordnung)
Lehrberuf Tiefbauspezialist/Tiefbauspezialistin
§ 1. (1) Der Lehrberuf Tiefbauspezialist/Tiefbauspezialistin ist als Schwerpunktlehrberuf mit einer Lehrzeit von vier Jahren und folgenden Schwerpunkten als Ausbildungsversuch eingerichtet.
Siedlungswasserbau,
Baumaschinenbetrieb.
(2) In die Ausbildung im Lehrberuf Tiefbauspezialist/Tiefbauspezialistin kann bis zum Ablauf des 31. August 2026 eingetreten werden.
(3) Der Lehrbetrieb hat neben dem Allgemeinen Teil einen Schwerpunkt zu vermitteln.
(5) Die in dieser Verordnung gewählten Begriffe schließen jeweils die männliche und weibliche Form ein. Im Lehrvertrag, Lehrzeugnis, Lehrbrief und im Lehrabschlussprüfungszeugnis ist der Lehrberuf in der dem Geschlecht des Lehrlings entsprechenden Form (Tiefbauspezialist oder Tiefbauspezialistin) zu bezeichnen.
§ 2. Das Arbeitsgebiet des/der Tiefbauspezialisten/Tiefbauspezialistin umfasst insbesondere:
Fachkräftebezogene Tätigkeiten in Bauunternehmen, wobei das Schaffen von bleibenden Werten durch Mitwirken bei Bauarbeiten im Verkehrswege- bzw. Siedlungswasserbau oder im Baumaschinenbetrieb der Mittelpunkt des Aufgabenfeldes ist.
§ 3. Durch die Berufsausbildung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule soll der im Lehrberuf Tiefbauspezialist/Tiefbauspezialistin ausgebildete Lehrling befähigt werden, die nachfolgenden Tätigkeiten fachgerecht, selbständig und eigenverantwortlich ausführen zu können:
Tiefbauspezialist/Tiefbauspezialistin – Schwerpunkt Verkehrswegebau:
Tiefbauspezialist/Tiefbauspezialistin – Schwerpunkt Siedlungswasserbau:
Tiefbauspezialist/Tiefbauspezialistin – Schwerpunkt Baumaschinenbetrieb:
§ 4. (1) Für die Ausbildung im Lehrberuf Tiefbauspezialist/Tiefbauspezialistin wird folgender allgemeiner Teil festgelegt. Die angeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sind spätestens in dem jeweils angeführten Lehrjahr beginnend derart zu vermitteln, dass der Lehrling zur Ausübung qualifizierter Tätigkeiten im Sinne des Berufsprofils befähigt wird, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen, Kontrollieren und Optimieren einschließt.
Kenntnis des betriebsüblichen Qualitätsmanagements und Mitwirken bei der Umsetzung betrieblicher Maßnahmen zur
Grundlagen des Tief- und Hochbaus
Rechnergestütztes Erstellen von einfachen Zeichnungen und Bearbeiten von Zeichnungen (CAD) sowie Datenüberleitung
Tief- und Hochbautechnische Arbeiten
Kenntnis der Gewölbe sowie des Bogen-, Sichtflächen und Natursteinmauerwerks
Kenntnis von Sichtflächenmauerwerk
Herstellen von Sichtflächenmauerwerk
Kenntnis der Durchbruch- und Abbrucharbeiten
Grundkenntnisse des Untertagebaus
Schwerpunkt Verkehrswegebau:
Aufbauen, Umsetzen und Abbauen von Rüstungen
Grundkenntnisse der Oberflächenentwässerung, Drainagierung, Kanalisation und Abwasserbehandlung
Kenntnis der Oberflächenentwässerung, Drainagierung und Kanalisation
Grundkenntnisse des Brückenbaus
Kenntnis des Brückenbaus
Kenntnis des konstruktiven Wasserbaus (zB Wasserkraftanlagen)
Hinterfüllen von Bauwerken im Verkehrswegebau
Verlegen von Betonsteinen und Natursteinen
Herstellen von Natursteinmauerwerk einschließlich Zurichten der Steine
Herstellen des Straßenunterbaus
Herstellen von Straßenoberbau mit zugehöriger Frostschutzschicht, Tragschicht und Decken aus Asphalt und Beton (mit Fugenausbildung)
Kenntnis der Herstellung von bituminösem Mischgut
Herstellen, Transportieren und Verarbeiten von bituminösem Mischgut
Kenntnis der Herstellung von Proben für die Prüfung von bituminösem Mischgut und der Prüfung von bituminösem Mischgut
Grundkenntnisse des Gleisbaus und der eisenbahnrechtlichen Bauvorschriften
Kenntnis des Gleisunterbaus
Herstellen von für den Verkehrswegebau relevanten Wänden aus unterschiedlichen Baustoffen unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorschriften
Grundkenntnisse des Sportanlagenbaus
Sanieren von Beton und Asphalt im Verkehrswegebau
Sanieren von Leitungen
Mitarbeiten bei der Transportorganisation und der Baustellenlogistik (zB Taktpläne erstellen und überprüfen)
Kenntnis des Verlegens von Rohrkanälen und des Herstellens von Schächten
Verlegen von Rohrkanälen und Herstellen von Schächten
Herstellen von Schächten in Ortbetonbauweise, mit Fertigteilen und im Absenkverfahren
Prüfen von Rohrkanälen und Schächten auf Dichtheit
Grundkenntnisse über die Dimensionierung von Rohrkanälen
Kenntnis über die Dimensionierung von Rohrkanälen
Kenntnis über die Verwendung von Sonderprofilen im Kanalbau
Grundkenntnisse der Oberflächenentwässerung und Drainagierung
Kenntnis der Oberflächenentwässerung und Drainagierung
Herstellen von Oberflächenentwässerungen
Grundkenntnisse der Kanalisation und Abwasserbehandlung
Kenntnis der Kanalisation und Abwasserbehandlung (zB Kläranlagen)
Mitarbeit bei der Herstellung einer Kleinkläranlage
Grundkenntnisse über den grabenlosen Leitungsbau
Kenntnis über den grabenlosen Leitungsbau
Mitarbeiten beim grabenlosen Leitungsbau (zB Vortreiben von Rohren mittels Rohrpressverfahren)
Sanieren von Beton und Asphalt im Siedlungswasserbau
Sanieren von Leitungen, auch im Inliner- und Beschichtungsverfahren
Kenntnis der baumaschinenspezifischen Vorschriften (zB Transportvorschriften, Feuerlöschanlagen, Schutzvorschriften für Fahrerhäuser, Überprüfung gemäß AM-VO [Arbeitsmittel-Verordnung]) und Normen
Kenntnis des Aufbaus und der Funktionsweise von Baumaschinen und Anbaugeräten (zB Bagger, Kettenlader, Krananlagen, Bauarten von Kränen, Walzen, Stapler, Bohrmaschinen, Ladekränen, Hydraulikhämmer)
Kenntnis der speziellen Sicherheitseinrichtungen an Baumaschinen wie zB Arbeitsbereichbegrenzungen und Kollisionseinrichtungen bei Baukränen, Überrollschutz, Erdungen usw. sowie über deren Überprüfung und der notwendigen Dokumentation
Kenntnis der Wirkungsweisen, Einsatzmöglichkeiten, Wartung und Pflege von Baumaschinen
Warten und Pflegen von einfachen Baumaschinen (zB Kleinbagger)
Mitwirken bei der Planung des Maschinen- und Transporteinsatzes
Kenntnis der Erstellung von Wartungsplänen
Grundkenntnisse der Unterweisung für das Führen von Baumaschinen
Kenntnis der Unterweisung für das Führen von Baumaschinen
Mitwirken bei der Unterweisung für das Führen von Baumaschinen
Grundkenntnisse der Mechanik und Maschinenbautechnik
Kenntnis der baumaschinenspezifischen Mechanik und Maschinenbautechnik
Grundkenntnisse der Elektrotechnik und Elektronik
Kenntnis der baumaschinenspezifischen Elektrotechnik und Elektronik
Grundkenntnisse der Hydraulik und Pneumatik
Kenntnis der baumaschinenspezifischen Hydraulik und Pneumatik
Grundkenntnisse der kraftfahrzeug- und verkehrsrechtlichen Vorschriften
Kenntnis der kraftfahrzeug- und verkehrsrechtlichen Vorschriften
Kenntnis von möglichen im Fahrdienst sich ankündigenden oder auftretenden Pannen sowie Schäden an der Baumaschine
Erkennen und Beurteilen von im Fahrdienst sich ankündigenden oder auftretenden Pannen oder Schäden an der Baumaschine
Prüfen und Feststellen der Fahrbereitschaft, Betriebssicherheit und Verkehrssicherheit von Baumaschinen im Sommerbetrieb und im Winterbetrieb
Absolvierung von praktischen Stunden mit betriebsspezifischen Baumaschinen unter Aufsicht eines Ausbilders/einer Ausbilderin an sicheren Arbeitsstellen oder in einem leistungsfähigen Simulator
Führen von betriebsspezifischen Baumaschinen (zB Kräne) unter Beachtung der einschlägigen kraftfahrrechtlichen und verkehrsrechtlichen Bestimmungen
Mitarbeiten beim Verdichten von Schüttungen
Verdichten von Schüttungen
Herstellen von Böschungen und zugehörigen Böschungssicherungen
Ver- oder Entladen von Bauteilen oder Baustoffen sowie Durchführen der zugehörigen Dokumentationsarbeiten
Kenntnis über den Einsatz und über die Bedienung von Hubstaplern (zB Teleskopstapler, Gabelstapler) und Hebebühnen
Führen von Hubstaplern (wie zB Teleskopstapler, Gabelstapler) oder Hebebühnen
Tiefbauspezialist – SP Baumaschinenbetrieb
§ 5. (1) Die für den Umgang mit Hubstaplern bzw. Kränen erforderlichen Ausbildungen (Schwerpunkt Baumaschinenbetrieb, Berufsbildpositionen 12-14 und 18) sind entweder im Rahmen eines Ausbildungsverbundes mit einer gemäß Fachkenntnisnachweis-Verordnung (FK-V) berechtigten Ausbildungseinrichtung oder im eigenen Lehrbetrieb (sofern dieser gemäß FK-V als Ausbildungseinrichtung berechtigt ist) durchzuführen.
(2) Dem Lehrling ist vom Lehrberechtigten im Laufe des 3. bzw. 4. Lehrjahres im Rahmen der Ausbildungszeit Gelegenheit zu geben, eine Ausbildung für die im Betrieb verwendeten Hubstaplern, Teleskopstaplern, Hebebühnen oder diversen anderen Baumaschinen zu besuchen, sofern diese Ausbildung nicht von der Berufsschule oder vom Lehrbauhof vermittelt wird oder dort bzw. von einem anderen berechtigten und geeigneten Ausbildungsinstitut angeboten wird.
§ 6. (1) Die Lehrabschlussprüfung gliedert sich in eine theoretische und in eine praktische Prüfung.
§ 7. (1) Die theoretische Prüfung hat schriftlich zu erfolgen. Sie kann für eine größere Anzahl von Prüfungskandidaten/Prüfungskandidatinnen gemeinsam durchgeführt werden, wenn dies ohne Beeinträchtigung des Prüfungsablaufes möglich ist. Die theoretische Prüfung kann auch in rechnergestützter Form erfolgen, wobei jedoch alle wesentlichen Schritte für die Prüfungskommission nachvollziehbar sein müssen.
§ 8. (1) Die Prüfung hat die stichwortartige Beantwortung von Aufgaben aus sämtlichen nachstehenden Bereichen zu umfassen:
Arbeitsabläufe, Zusammenhänge und Zuständigkeiten bei der Herstellung eines Bauwerkes,
Gerüste, Lehrgerüste, Pölzungen und Böschungssicherungen,
Bodenarten, Erdbau und Landschaftsbau,
Sanieren von Beton, Asphalt und Leitungen,
Grundlagen des Verkehrswegebaus (zB Straßen ober- und unterbau, Spezial-Tiefbau),
Grundlagen des Siedlungswasserbaus (zB Oberflächenentwässerung, Drainagierung, Kanalisation, Abwasserbehandlung, Wasserhaltung).
§ 9. (1) Die Prüfung hat die Beantwortung von Aufgaben aus sämtlichen nachstehenden Bereichen zu umfassen:
§ 10. (1) Die Prüfung hat folgende Aufgaben zu umfassen:
§ 11. (1) Die Prüfung ist nach Angabe der Prüfungskommission in Form der Bearbeitung von betrieblichen Arbeitsaufträgen durchzuführen.
(2) Die Prüfarbeit für den Schwerpunkt Verkehrswegebau hat sieben der folgenden Aufgabenstellungen gem. Abs. 2 Z 1 bis Z 9 unter Einschluss von Arbeitsplanung sowie Maßnahmen zur Sicherheit, zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und zur Qualitätskontrolle zu umfassen, wobei jedenfalls die Aufgabenstellungen Z 1 bis Z 5 und Z 9 enthalten sein müssen:
Herstellen einer Baugrube oder Künette durch Ausführen folgender Arbeiten:
Herstellen, Sichern und Pölzen einer Baugrube oder Künette,
Verlegen eines Rohrkanals, Herstellen eines Schachtes oder Verlegen eines Straßeneinbauteiles.
Durchführen von Arbeiten zur Herstellung eines Bauteiles aus Stahlbeton zB Ortbetonschacht, einfache Stützwand:
Verlegen von Beton-, Natursteinplatten oder Herstellen eines Natursteinmauerwerks einschließlich Zurichten der Steine,
Herstellen von Straßenunterbau (zB Herstellen und Verdichten eines Unterbauplanums) und zugehöriger Frostschutzschicht (zB Einbau und Verdichtung),
Sanieren von Beton oder Asphalt im Verkehrswegebau,
(3) Die Prüfungskommission hat unter Bedachtnahme auf den Zweck der Lehrabschlussprüfung, die Anforderungen der Berufspraxis und des Schwerpunkts Verkehrswegebau jedem Prüfungskandidaten/jeder Prüfungskandidatin Aufgaben zu stellen, die in der Regel in zehn Stunden ausgeführt werden können. Hierbei ist den Aufgabenstellungen gemäß Abs. 2 Z 2 bis Z 5 eine Dauer von sechs Stunden zugrunde zu legen.
Schwerpunkt Siedlungswasserbau:
(4) Die Prüfarbeit für den Schwerpunkt Siedlungswasserbau hat sieben der folgenden Aufgabenstellungen gem. Abs. 4 Z 1 bis Z 9 unter Einschluss von Arbeitsplanung sowie Maßnahmen zur Sicherheit, um Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und zur Qualitätskontrolle zu umfassen, wobei jedenfalls die Aufgabenstellungen Z 1 bis Z 5 und Z 9 enthalten sein müssen:
Verlegen von Rohrkanälen,
Herstellen von Schächten (zB in Ortbetonbauweise, mit Fertigteilen oder im Absenkverfahren),
Prüfen von Rohrkanälen und Schächten auf Dichtheit.
Durchführen von Arbeiten zur Herstellung einer Wand aus Stahlbeton im Siedlungswasserbau zB Wand einer Kläranlage:
Einfaches Verlegen von Beton-, Natursteinplatten und keramischen Platten,
Ausführen einer einfachen offenen Wasserhaltung und deren Ableitung,
Sanieren von Beton oder Asphalt im Siedlungswasserbau,
(5) Die Prüfungskommission hat unter Bedachtnahme auf den Zweck der Lehrabschlussprüfung, die Anforderungen der Berufspraxis und des Schwerpunkts Siedlungswasserbau jedem Prüfungskandidaten/jeder Prüfungskandidatin Aufgaben zu stellen, die in der Regel in zehn Stunden ausgeführt werden können. Hierbei ist den Aufgabenstellungen gemäß Abs. 4 Z 2 bis Z 5 eine Dauer von sieben Stunden zugrunde zu legen.
Schwerpunkt Baumaschinenbetrieb:
(6) Die Prüfarbeit für den Schwerpunkt Baumaschinenbetrieb hat sechs der folgenden Aufgabenstellungen gem. Abs. 2 Z 1 bis Z 8 unter Einschluss von Arbeitsplanung sowie Maßnahmen zur Sicherheit, zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit, zum Umweltschutz und zur Qualitätskontrolle zu umfassen, wobei jedenfalls die Aufgabenstellungen Z 1 bis Z 3 und Z 7 bis Z 8 enthalten sein müssen:
Herstellen, Sichern und Pölzen einer Baugrube oder Künette mithilfe von Baumaschinen:
Warten und Pflegen der verwendeten Baumaschinen.
Herstellen und Verdichten von Schüttungen mithilfe von Baumaschinen:
Herstellen von Böschungen und zugehörigen Böschungssicherungen mithilfe von Baumaschinen:
Versetzen von Fertigteilen mithilfe von Baumaschinen:
Durchführen einer einfachen statischen Berechnung zur Vorbemessung,
Ver- oder Entladen von Bauteilen oder Baustoffen mittels Hubstapler, Teleskopstapler oder Hebebühne.
(7) Die Prüfungskommission hat unter Bedachtnahme auf den Zweck der Lehrabschlussprüfung, die Anforderungen der Berufspraxis und des Schwerpunkts Baumaschinenbetrieb jedem Prüfungskandidaten/jeder Prüfungskandidatin Aufgaben zu stellen, die in der Regel in zehn Stunden ausgeführt werden können. Hierbei ist den Aufgabenstellungen gemäß Abs. 6 Z 2 bis Z 3 und Z 7 eine Dauer von fünf Stunden zugrunde zu legen.
(8) Die Ausführung der Aufgaben ist händisch oder rechnergestützt zu dokumentieren. Die Prüfungskommission kann dem Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin anlässlich der Aufgabenstellung entsprechende Unterlagen zur Verfügung stellen.
(9) Die Prüfungskommission hat unter Bedachtnahme auf den Zweck der Lehrabschlussprüfung, die Anforderungen der Berufspraxis und der Schwerpunktausbildung jedem Prüfungskandidaten/jeder Prüfungskandidatin Aufgaben zu stellen, die in der Regel in zehn Stunden ausgeführt werden können.
(10) Die Prüfung ist nach zwölf Stunden zu beenden.
(11) Für die Bewertung sind folgende Kriterien maßgebend:
Im Schwerpunkt Baumaschinenbetrieb sind außerdem folgende Kriterien maßgebend:
Auswahl der für die Ausführung der Arbeiten notwendigen Baumaschine,
Überprüfen und Feststellen der Fahrbereitschaft, Betriebssicherheit und Verkehrssicherheit der Baumaschine,
Beachten der einschlägigen kraftfahrrechtlichen und verkehrsrechtlichen Bestimmungen.
§ 12. (1) Das Fachgespräch ist vor der gesamten Prüfungskommission abzulegen.
§ 14. (1) Gemäß § 4 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Berufsreifeprüfung, BGBl. I Nr. 68/1997, in der geltenden Fassung, in Verbindung mit § 22a Abs. 1 des Berufsausbildungsgesetzes kann anlässlich der erfolgreichen Ablegung der Lehrabschlussprüfung für einen Lehrberuf mit vierjähriger Ausbildungszeit zur Teilprüfung über den Fachbereich der Berufsreifeprüfung angetreten werden.
§ 15. Die Zweckmäßigkeit der Ausbildung im Lehrberuf Tiefbauspezialist/ Tiefbauspezialistin ist mit wissenschaftlicher Begleitung zu evaluieren. Der Bundes-Berufsausbildungsbeirat hat bis zum 31. Dezember 2025 ein Gutachten (Befund, Motivenbericht und Schlussfolgerungen) über die Überführung in die Regelausbildung an die Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort zu erstatten.
§ 16. (1) Die Bestimmungen der §§ 1 bis 5 und 16 betreffend die Ausbildungsordnung für den Lehrberuf Tiefbauspezialist/Tiefbauspezialistin treten mit 1. Januar 2020 in Kraft.
(2) Die Bestimmungen der §§ 6 bis 15 betreffend die Lehrabschlussprüfung und der Ablegung der Teilprüfung über den Fachbereich der Berufsreifeprüfung anlässlich der Lehrabschlussprüfung für den Lehrberuf Tiefbauspezialist/Tiefbauspezialistin treten mit 1. Oktober 2020 in Kraft.