Source: https://www.sh-netz.com/cps/rde/xchg/sh-netz/hs.xsl/2975.htm
Timestamp: 2017-04-24 01:34:08
Document Index: 294490045

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§13', '§13', '§14', '§15', '§14', '§15', '§199', '§ 1', '§ 12', '§ 1', '§288', '§ 9', '§9', '§ 9', '§ 25']

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Inhalt: FAQs
1. Allgemeine Fragen zum Einspeisemanagement
1.1 Was ist das „Einspeisemanagement“?
Das „Einspeisemanagement“ ist eine speziell geregelte Netzsicherheitsmaßnahme zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit und beschreibt die temporäre Reduzierung der Einspeiseleistung von Anlagen der Erneuerbaren Energien, KWK- und Grubengasanlagen. Die verantwortlichen Netzbetreiber können unter besonderen Voraussetzungen die vorrangberechtigte Einspeisung aus diesen Anlagen vorübergehend reduzieren oder abschalten, wenn die Netzkapazitäten nicht ausreichen, um den insgesamt erzeugten Strom abzutransportieren.Der Netzbetreiber ist zu einer Entschädigung des Betreibers der abgeregelten Anlage verpflichtet.Die genauen gesetzlichen Bedingungen sind im EnWG und EEG nachzulesen.
1.2 Welche Anlagen sind vom Einspeisemanagement betroffen?
PV-Anlagen kleiner 30 kWp sofern diese nicht auf 70% Einspeiseleistung begrenzt sind (70 %-Spitzenkappung)
1.3 Wieso müssen Betreiber von EEG-Anlagen am Einspeisemanagement teilnehmen?
Das EEG 2014 fordert in § 9: "Anlagenbetreiber ... müssen ihre Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 100 kW mit technischen Einrichtungen ausstatten, mit denen der Netzbetreiber jederzeit
die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann und die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen kann.“
1.4 Welches sind die gesetzlichen Grundlagen für den Einsatz des Einspeisemanagements?
Es ist zwischen den folgenden beiden Fällen für Abregelungen von Einspeisern zu unterscheiden:
1. Gemäß §13 (2) EnWG „Systemverantwortung der Betreiber von Übertragungsnetzen“ ist der ÜNB berechtigt und verpflichtet, u. a. die Stromeinspeisung aufgrund einer Gefährdung oder Störung anzupassen oder diese Anpassung zu verlangen. Dieses „Verlangen einer Anpassung“ ist eine Aufforderung zum Abregeln der Einspeiseleistung. Nach Absatz 4 ist eine Haftung für die Vermögensschäden ausgeschlossen. Es besteht somit kein Entschädigungsanspruch.
Maßnahmen nach §13 EnWG sind Wartung, Instandhaltung und Reparatur bestehender Betriebsmittel wie z. B. Transformatoren oder Freileitungen sowie das Beseitigen von Störungen.
2. Nach §14 EEG 2014 sind Netzbetreiber berechtigt, Einspeiser abzuregeln, wenn Netzengpässe im jeweiligen (einschließlich im vorgelagerten) Netzbereich entstehen. Gemäß §15 (1) EEG 2014 hat der Anschlussnetzbetreiber in diesem Fall den Anlagenbetreiber zu entschädigen. Der Anschlussnetzbetreiber kann sich die Kosten für die Entschädigung vom verursachenden Netzbetreiber erstatten lassen.
Maßnahmen nach §14 (1) EEG 2014 entstehen durch Netzengpässe. Diese Netzengpässe werden durch Ausbau des Netzes behoben, um eine verstärkte EEG-Einspeisung zu ermöglichen.
Die Unterscheidung wird bei jedem Einsatz des Einspeisemanagements in der Netzleitstelle ermittelt und entsprechend auf der Internetseite veröffentlicht.
1.5 Woran erkenne ich, ob ein entschädigungspflichtiger EinsMan-Einsatz vorlag?
Auf der Internetseite des Netzbetreibers werden sämtliche Einsätze des Einspeisemanagements veröffentlicht. Hier werden u. a. für jeden EinsMan-Einsatz der Zeitraum, die Regelungsstufe und der Hinweis angezeigt, ob der Einsatz entschädigungspflichtig ist. Darüber hinaus ist jede betroffene Einspeise-Anlage mit dem dazugehörigen „EEG-Anlagenschlüssel“ aufgeführt. Daraus können Sie ersehen, ob Ihre Anlage geregelt wurde.
Folgen Sie bitte der Navigation: Netz -> Einspeisung -> Einspeisemanagement -> Veröffentlichungen
1.6 Wie oft kann meine Anlage von Regelungen betroffen sein?
1.7 Wie erfahre ich, ob meine Anlage geregelt wurde?
Sämtliche Einsätze des Einspeisemanagements finden Sie hier. Hier sind u. a. für jeden EinsMan-Einsatz der Zeitraum, die Regelungsstufe und die Entschädigungsfähigkeit aufgeführt.
Es liegt grundsätzlich in Ihrem eigenen Ermessen, wie häufig Sie die veröffentlichten EinsMan-Einsätze einsehen. Ferner ist dies auch abhängig von der gewählten Abrechnungsmethode - Gutschrift oder Rechnungslegung. Entscheiden Sie sich für das Gutschriftsverfahren, erhalten Sie automatisch eine Abrechnung von uns. Sollten Sie für die Entschädigung eine eigene Rechnung stellen, sollten Sie einmal pro Monat in die Veröffentlichung der EinsMan-Einsätze schauen.
Zudem erhalten Sie bei der ersten Regelung ihrer Anlage in einem Kalenderjahr das sogenannte Erstanschreiben, welches Sie über das weitere Vorgehen zur Wahl des Berechnungsverfahrens informiert. 1.8 Welche Änderungen ergeben sich aus dem EEG 2014
Im EEG 2012 hatte der Anlagenbetreiber im Rahmen der „gesamtschuldnerischen Haftung“ die freie Wahl, sich zur Entschädigungszahlung für das Einspeisemanagement an den verursachenden Netzbetreiber oder an den Anschlussnetzbetreiber zu wenden. Diese „gesamtschuldnerische Haftung“ kennt das EEG 2014 nicht mehr. Für die Abwicklung der Entschädigung gegenüber dem Anlagenbetreiber ist jetzt ausschließlich der Anschlussnetzbetreiber zuständig.
1.9 Ich habe eine sehr kleine Anlage. Kann ich trotzdem geregelt werden?
1.10 Wo finde ich meinen „EEG-Anlagenschlüssel“?
Sie finden ihren EEG-Anlagenschlüssel auf Ihrer Abrechnung, Ihrer Gutschrift und in Ihren Vertragsunterlagen. Ein solcher Schlüssel wird auch für KWK-Anlagen angegeben, auch wenn es sich hierbei nicht um eine „EEG-Anlage“ handelt.
Der EEG-Anlagenschlüssel besteht aus 33 Zeichen - beginnend mit einem „E“ als Kennzeichnung für eine EEG-Anlage.
2. Fragen zur Entschädigung und zur Abrechnung
2.1 Was ist eine Entschädigungszahlung?
Im Sinne von EinsMan ist die Entschädigungszahlung der Ersatz für die EEG-Vergütung während einer Maßnahme zur Reduzierung der Einspeisung.
2.2 Was muss ich tun, um die Entschädigungszahlung zu erhalten?
Die Information zur Abwicklung der Entschädigungszahlung sowie eine Übersicht der letzten Einsätze des Einspeisemanagements sind auf der Internetseite des jeweiligen Netzbetreibers zu finden.-> Netz -> Einspeisung -> Einspeisemanagement
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, die Entschädigungszahlung zu erhalten.
Sie entscheiden sich für das Gutschriftsverfahren und erhalten automatisch eine Abrechnung über die zu entschädigende Ausfallmenge von uns.
Sie müssen eine Rechnung mit nachvollziehbarer Berechnung der entgangenen Erlöse ggf. zusätzlicher Aufwände und ersparter Aufwände stellen. Dabei hat die Berechnung anhand des auf der Internetseite veröffentlichten Leitfadens der BNetzA zu erfolgen.
2.3 An wen kann ich mich bezgl. der Entschädigung wenden?
Für die Abwicklung der Entschädigung gegenüber dem Anlagenbetreiber ist seit Inkrafttreten des EEG 2014 ausschließlich der Anschlussnetzbetreiber zuständig. Nur der Anschlussnetzbetreiber ist in der Lage, die Entschädigungsforderung zu prüfen bzw. zu vergüten, weil:
der ANB den EEG-Vergütungssatz der jeweiligen Anlage kennt,
der ANB die Zeiten/Umfänge der Regelung kennt und diese der Anlage zuweisen kann
der ANB bereits eine Geschäftsbeziehung mit dem Anlagenbetreiber unterhält
der ANB möglicherweise vorliegende Abtretungserklärungen kennt
2.4 Wie hoch ist die Entschädigung?
Gemäß §15 EEG 2014 ist der Anlagenbetreiber in Höhe von 95% der entgangenen Einnahmen zzgl. der zusätzlichen Aufwendungen abzgl. der ersparten Aufwendungen zu entschädigen. Übersteigen die entgangenen Einnahmen in einem Jahr 1% der Einnahmen dieses Jahres, ist ab diesem Zeitpunkt zu 100% zu entschädigen.
Für Anlagen in der Direktvermarktung können grundsätzlich alle Berechnungsmethoden aus dem BNetzA-Leitfaden zum Einspeisemanagement verwendet werden.Beim Pauschalverfahren wird für die direktvermarkteten Strommengen der üblicherweise in dem Kalenderjahr an die Anlage zu zahlende durchschnittliche EEG-Vergütungssatz angesetzt.Zudem ist auch eine Entschädigung nach vertraglich-individuell-vereinbartem Preis möglich.Anstatt mit dem EEG-Vergütungssatz wird die Entschädigungszahlung mit dem vertraglich vereinbarten Preis zwischen Anlagenbetreiber und Abnehmer des direktvermarkteten Stroms ermittelt. Der Nachweis über die Richtigkeit des vereinbarten Preises ist mittels
Offenlegung des Vertrages zwischen Anlagenbetreiber und dem Dritten.
Testat eines Wirtschaftsprüfers zu erbringen.
2.5 Wie werde ich im Fall eines Eigenverbrauchs entschädigt?
Durch einen Elektriker kann eine Regelungsmimik eingebaut werden, damit sich die angeforderte Reduzierung nur auf die eingespeiste Menge bezieht.
2.6 Wie wird meine Entschädigung ermittelt?
Der Leitfaden zum EEG-Einspeisemanagement sieht zwei sachgerechte Verfahren für die Ermittlung der Ausfallarbeit und die damit verbundene Vergütung vor. Ein „pauschales Verfahren“ mit dem sich die Ausfallarbeit anhand weniger Werte einfach ermitteln lässt oder alternativ ein „Spitzabrechnungsverfahren“ bei dem mit Hilfe von unterschiedlichen Messwerten und komplexen Berechnungsmethoden die Ermittlung der Ausfallarbeit erfolgt.
Welches Berechnungsverfahren gewählt wird, obliegt dem Anlagenbetreiber. Dieser muss sich je Anlage und Kalenderjahr auf ein Verfahren für die Berechnung der Ausfallarbeit festlegen.Die genauen Berechnungsverfahren entnehmen Sie bitte dem BNetzA-Leitfaden.
2.7 An wen sende ich die Rechnung zur Entschädigung?
Senden Sie Ihre erstellten Rechnungen unter Angabe einer Rechnungsnummer bitte an Ihren Netzbetreiber. Die erforderliche Postadresse finden Sie auf Ihren Gutschriften.
2.8 Bis wann muss ich meine Rechnung eingereicht haben?
Grundsätzlich ist es wünschenswert, wenn die Rechnung zeitnah nach dem Einsatz des Einspeisemanagements eingereicht wird. Dann können wir Ihnen die entsprechende Entschädigungssumme unverzüglich auszahlen.
Generell besteht natürlich die Möglichkeit bis spätestens drei Jahre nach der Regelung rückwirkend eine Rechnung zu stellen – gemäß §199 BGB.
2.9 Ist eine Rechnungsbündelung möglich – eventuell zum Jahresende?
Bei mehreren entschädigungspflichtigen Aufrufen ist die separate Rechnungslegung der Einzelaufrufe oder eine Bündelung zu einer Monatsrechnung möglich.
Wichtig: Wenn Sie Ihre Rechnungen monatlich oder jährlich zusammenfassen möchten, beachten Sie bitte die genaue Zuordnung von EEG-Anlagenschlüsseln zu den unterschiedlichen Regelungen (Einsatz-ID). 2.10 Kann ich die Mehrwertsteuer in der Entschädigungsrechnung geltend machen?
Die Entschädigung ist nicht im Sinne des § 1 Abs. 1 UStG umsatzsteuerpflichtig. Es handelt es sich um einen nicht steuerbaren Betrag.
2.11 Wie komme ich an meine Lastgangdaten für die Abrechnung? Aus technischen Gründen konnte unser Lastgangdatenportal nicht mehr weiterbetrieben werden und musste im Dezember 2014 durch den iClient abgelöst werden. Der iClient ist eine Zwischenlösung bis wir für Sie im Kundenportal die Lastgangdaten zur Verfügung stellen können. Die Umstellung auf das Kundenportal ist zum April 2015 geplant. Sie können sich bereits jetzt im Kundenportal anmelden, die Funktionen sind jedoch erst nach Umstellung im April erreichbar.
Hier geht’s zum Kundenportal.
2.12 Sind Entschädigungszahlungen umsatzsteuerpflichtig?
Die Entschädigungsleistung im Sinne des § 12 EEG unterliegt nicht der Umsatzsteuerbarkeit nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG, da diese Schadensersatzcharakter im Sinne des Umsatzsteueranwendungserlass hat und nicht auf einem gegenseitigen Leistungsaustausch beruht. Ein Ausweis der Umsatzsteuer, sowie deren Auszahlung, erfolgen daher nicht.
2.13 Wird auch Eigenverbrauch entschädigt?
2.14 Der Referenzzeitraum beim PV-Spitzabrechnungsverfahren liegt in Zeiten ohne Einstrahlleistung?
2.15 Wie wird der Vergütungssatz bei Anlagen mit Bemessungsleistung (Biomasse, Wasser, etc.) berechnet?
3. Verzögerung in der EinsMan Bearbeitung
3.1 Warum kommt es bei der Bearbeitung der Einsman-Rechnungen zu Verzögerungen?
Bei der Einsman-Abrechnung gibt es bei uns im Haus erhebliche Verzögerungen.Als Gründe hierfür sind das Inkrafttreten des Anschlussnetzbetreiberprinzips(der Verteilnetzbetreiber ist allein für die Abwicklung der Rechnungen zuständig) aus dem EEG 2014 vom 1.8.2014 und das erhöhte Regelungsaufkommen im Jahr 2014.Daraus resultierend haben wir einen 4fach erhöhten Rechnungseingang der kurzfristig nicht aufgefangen werden konnte.Zusätzlich hat eine Systemumstellung des Buchhaltungssystems eine zügige Bearbeitung der Rechnungen behindert.
Als Gegensteuerungsmaßnahme haben wir das Personal für die Bearbeitung verdreifacht und den Prozess durch Automatisierung beschleunigt.
Es ist jedoch nicht abzusehen, dass die Maßnahmen ausreichen um hier kurzfristig die inzwischen entstandenen Rückstände zu bearbeiten.Aus diesem Grund haben wir für Regelungen aus 2012 und 2013 alle Rechnungen>200€ mit einer Abschlagszahlung versehen. Rechnungen unter 200€ werden direkt bearbeitet.
Für 2014 wird in der KW 8 für alle bis zum 16.2.2015 eingegangenen Rechnungen ebenfalls ein Abschlag ausgezahlt. Neu eingehende Rechnungen werden direkt bearbeitet.Die Rückstände werden dann sukzessive bis zum Ende des Jahres bearbeitet.
Wir bitten diese Verzögerungen zu entschuldigen.
3.2 Kann ich für die Ausstehenden Rechnungen Verzugszinsen geltend machen?
Sofern Ihnen Verzugszinsen durch die verzögerte Auszahlung entstanden sind, stellen Sie diese bitte in der Jahresendabrechnung mit in Rechnung bzw. stellen Sie uns ein separate Zinsrechnung.Die Zinshöhe ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des BGB §288 zu berechnen.
3.3 Wie kann ich bei der Lösung dieses Bearbeitungsstaus unterstützen?
Damit wir die eingehenden Rechnungen automatisiert verarbeiten können ist es notwendig, dass diese einem Mindeststandard entsprechen:
3.4 Gibt es Vorlagen für die Rechnungslegung?
Wir stellen Ihnen für die einzelnen Berechnungsverfahren Vorlagen zur Verfügung die dem geforderten Rechnungslayout entsprechen.Diese finden Sie hier.
Sofern Sie Fragen oder Anregungen zu den Berechnungstools haben, nutzen Sie bitte die Kontaktdaten dieser Seite.
4. Fragen zum technischen Verständnis
4.1 Wer veranlasst das Einspeisemanagement?
Der verursachende Netzbetreiber (dies kann sowohl der ÜNB als auch der VNB sein) veranlasst das Einspeisemanagement. Die Aufforderung kann dabei an einen unterlagerten Netzbetreiber weitergegeben werden. Im Folgenden ist das Beispiel einer solchen „Kaskade“ beschrieben.
1. Der verursachende Netzbetreiber (z. B ein ÜNB wie 50Hertz oder TenneT) stellt im eigenen Netzgebiet einen Netzengpass oder eine Gefährdung / Störung fest.
2. Dieser regelt direkt in seinem Netz angeschlossene Einspeiseanlagen ab und (sollte diese Reduzierung nicht ausreichen) meldet dem entsprechend nachgelagerten Netzbetreiber (z. B ein VNB wie AVA, BAG, EDI oder SHN), dass im jeweiligen Netzgebiet die Einspeiseleistung um einen bestimmten Betrag reduziert werden muss.
3. Dieser wiederum regelt direkt in seinem Netz angeschlossene Einspeiseanlagen ab und (sollte diese Reduzierung nicht ausreichen) meldet ebenfalls dem nachgelagerten Netzbetreiber (z. B. Stadtwerke), dass im jeweiligen Netzgebiet die Einspeiseleistung um einen bestimmten Betrag reduziert werden muss.
Dieses Kaskadenkonzept wird so lange durchgeführt, bis die erforderliche Reduzierung der Einspeiseleistung erfolgt ist.
4.2 Wie kommt der Regelbefehl zu meiner Einspeise-Anlage?
Die verantwortliche Netzleitstelle sendet Signale für die jeweils zu regelnden Einspeiser. Der an der Einspeiseanlage angebrachte FRE empfängt das Signal und schaltet den entsprechenden Kontakt. Die Steuerung an der Einspeiseanlage reduziert die jeweilige Einspeiseleistung der Anlagen auf 60%, 30% oder 0% der installierten Leistung.
Mit dem 100%-Signal der Netzleitstelle ist der Einsatz des Einspeisemanagements beendet.
Sollte Ihre Anlage gegebenenfalls nicht auf den Regelbefehl reagieren, würden die Mitarbeiter im Bedarfsfall auch direkt Kontakt mit Ihnen aufnehmen.
4.3 Was sind „Technische Einrichtungen“ nach § 9 EEG 2014?
Als „technische Einrichtungen“ gemäß §9 EEG 2014 werden in unserem Netzgebiet „Funkrundsteuer-Empfänger (FRE)“ und „Fernwirkanlagen (FWA)“ eingesetzt. Dies sind ferngesteuerte Einrichtungen, welche es ermöglichen, Ihrer Anlage Signale zu senden und somit Ihre Einspeiseleistung zu reduzieren. Welche technische Einrichtung (FRE oder FWA) Sie benötigen, teilen wir Ihnen im Rahmen des Anschlussprozesses Ihrer Einspeiseanlage mit. Grundsätzlich gilt:
Neuanlagen bis 1.000 kW = FRE
Neuanlagen größer 1.000 kW = FWA
4.4 Wer installiert die technische Einrichtung und überprüft die Bereitschaft?
Die Installation des FRE / FWA sowie die Anbindung an die Anlagensteuerung erfolgt entweder durch einen vom Anlagenbetreiber zu beauftragenden Elektroinstallateur oder als Dienstleistung durch den Netzberteiber.
Im Rahmen der Inbetriebsetzung der Neuanlage wird vom Netzbetreiber geprüft, ob der FRE /FWA eingebaut ist. Die Funktion kann bei der Montage direkt von Ihrem Elektroinstallateur geprüft werden.
Die Funktionsbereitschaft ist durch den Anlagenbetreiber zu bestätigen. Ein bereitgestelltes Protokoll/Formblatt ist unterschrieben an den Netzbetreiber zu übermitteln.
Dieses ist ein Vergütungsrelevanter Nachweis.
4.5 Was passiert, wenn ich keinen FRE oder FWA eingebaut habe?
Der Einbau der technischen Einrichtung ist gesetzlich verpflichtend. Im Falle einer Unterlassung wird die Einspeisevergütung gestoppt.
Bei Neuanlagen müssen generell die technischen Einrichtungen zur Inbetriebnahme funktionsbereit verbaut sein. Werden die technischen Vorgaben nach § 9 EEG nicht fristgerecht eingehalten, so verringert sich nach § 25 Abs. 2 EEG der Vergütungsanspruch auf Null - solange diese Verpflichtungen vom Anlagenbetreiber nicht erfüllt wurden.
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