Source: http://mertens-rechtsanwaelte.de/Faelle/KTG-Agrar/index.php/
Timestamp: 2020-08-08 23:32:16
Document Index: 368471519

Matched Legal Cases: ['Art. 3', '§ 174', '§ 41', '§ 5', '§ 177', '§270', '§270', '§ 41', '§ 20']

MERTENS Rechtsanwälte - KTG Agrar
Die wichtigsten Termine für Anleger im Insolvenzverfahren
Endtermin für Zinsen auf Gläubigerforderung
Insolvenzverfahren als Hauptinsolvenzverfahren (Art. 3 Abs. 1 EuInsVO) wird wg. Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet.
Sanierungsvorstand (Ockelmann) und Altvorstand (Hammerich) weiter verfügungsbefugt (z.B. Verkauf von Konzerngesellschaften)
vorläufiger Sachwalter (Denkhaus) bleibt Sachwalter bis zur Bestätigung / Abwahl in der Gläubigerversammlung
vorläufiger Gläubigerausschuß wird erweitert
keine Gläubigersammlung der Anleiheninhaber, keine Wahl eines „Gemeinsamen Vertreters“
Fristbeginn Forderungsanmeldung: Forderungsanmeldung jedes Gläubigers muß von diesem begründet werden und beweisbar sein (§ 174 InsO)
Fälligkeit von Forderungen der (Anleihe-)Gläubiger auch ohne vorherige Kündigung der Anleihe (§ 41 InsO)
>28.09.2016<
>Zinstermin KTG Energie
Gläubigerversammlung aller Gläubiger
Bestätigung oder Abwahl des Sachwalters / Gläubigerausschusses
Zustimmungserfordernis zu besonders bedeutenden Geschäften
geplante Beendigung des Verkaufs KTG Agrar und der KTG Energie Aktienmehrheit an Investoren
Fristende Forderungsanmeldung, keine Ausschluß bei Fristversäumnis Forderungsanmeldung weiter möglich / Entscheidung noch im 1.Prüfungstermin möglich
Insolvenztabelle, Unterlagen Forderungsanmeldungen im Insolvenzgericht fortan einsehbar
Prüfungstermin ohne Gläubigerversammlung im schriftlichen Verfahren (§ 5 InsO)
Mitteilung bestrittener (nicht anerkannter) Forderungen / keine Mitteilung nötig bei Feststellung (Anerkennung) der Forderung
Klagen auf Feststellung (Anerkennung) der bestrittenen Forderungen
nachträgliche Forderungsanmeldung möglich ( § 177 I , 2 InsO). Aber Prüfungstermine sind kostenpflichtig und Ausschlußfristen am Verfahrensende sind zu beachten
Mandantenfragebogen KTG Agrar SE
Vollmacht,Vergütungsvereinbarung,Mandatsbedingungen, außergerichtlich
Vollmacht_VV.Mdbed_aG.pdf (147.53KB)
Allgemeines Video zu Mittelstandsanleihen
Noch kein Plan, also keine Hauptversammlung am 26.08.2016
Die Geschäftsführung hat (noch) keinen Plan, wie der Großagrarier denn nun saniert werden soll.
In Abstimmung mit dem Aufsichtsrat wurde daher die, noch von dem ausgeschiedenen Vorstand Hofreitner, auf den 26.08.2016 verschobene Hauptversammlung der KTG Agrar SE, nunmehr auf unbestimmte Zeit ( „bis auf Weiteres“) verschoben.
In dem seit dem 04.07.2016 laufenden Insolvenzeröffnungsverfahren soll zunächst der Insolvenzplan fertiggestellt werden, der dann Klarheit über die weiter notwendigen Schritte zur Sanierung des Unternehmens bringen soll.
1) Irgendwann wird dann auch bekannt gegeben, wann eine Hauptversammlung der KTG Agrar SE- also der Aktiengesellschaft stattfindet.
Zu dieser Hauptversammlung werden dann aber nur Aktionäre der Gesellschaft, nicht aber die Inhaber der verzinsten Anleihen, eingeladen Aktionäre sind Inhaber der Aktiengesellschaft und werden in einem normalen Insolvenzverfahren erst nach 100 %-iger Bezahlung aller Gläubiger berücksichtigt, also so gut wie nie! Bei einer Sanierung ist dies nicht zwingend der Fall.
Bei der hohen Verschuldung der KTG Agrar dürfte für die Inhaber (Aktionäre) kaum etwas übrig bleiben. Aktionäre haben derzeit keinen Grund sich große Hoffnungen zu machen und sollten nach anderen Wegen der Schadenskompensation mit Hilfe ihres Anwalt suchen. Die Verantwortlichen des finanziellen Hagelschlags sind unschwer zu finden und ggf. in die Haftung zu nehmen.
2) Die Gläubiger werden statt zur Hauptversammlung zur Gläubigerversammlung eingeladen. Zumindest für die Gläubiger, die das Biowertpapier III (= Anleihe 2014-2019) gekauft haben, dürfte sogar noch eine Schuldverschreibungsgläubigerversammlung stattfinden in der ein Gemeinsamer Vertreter gewählt werden kann. Ob bei dem Biowertpapier II (= Anleihe 2011-2017) ein solcher gemeinsamer Vertreter überhaupt bestellt werden kann, ist zweifelhaft. Anleihebedingungen die dies vorsehen, liegen für diese Anleihe nicht vor. Zwingend ist die Bestellung eines Gemeinsamen Vertreters ohnehin nicht.
3) Der von der KTG Agrar angekündigte Insolvenzplan wird voraussichtlich erst Anfang Oktober 2016 vorliegen, da dieser spätestens 3 Monate nach dem Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung zu erfolgen hat (§270b Abs. I Satz 2 InsO). Sollte das Gericht dann die Eröffnung des Insolvenzverfahrens (in Eigenverwaltung) beschließen, sind dann ggf. die Forderungsanmeldungen durch die Gläubiger, oder durch deren Vertreter beim Sachwalter vorzunehmen (§270c ,Satz 2 InsO), der ausdrücklich dazu auffordern wird!
Nach dem Verkauf einer Konzerngesellschaft, der Bio-Zentrale Naturprodukte GmbH, an einem strategischen Investor für einen Kaufpreis im einstelligen Millionenbereich, sollten zumindest die Verfahrenskosten für die Eröffnung des Insolvenzverfahrens der KTG Agrar SE gedeckt sein; wenn damit auch die Vision des alten Vorstandes eines integrierten Agrarkonzerns ("vom Feld auf den Teller") damit endgültig geplatzt sein dürfte.
Mit der baldigen Eröffnung des Verfahrens werden die Anleiheforderungen gemäß § 41 InsO auch ohne Kündigung fällig. Ob eine Kündigung der Anleihen dennoch sinnvoll sein kann, muß im Einzelfall entschieden werden.
4) In jedem Fall gewinnt aber kein Gläubiger irgendetwas, wenn er vor der Aufforderung durch den Sachwalter (Insolvenzverwalter) versucht seine Forderungen bei diesem anzumelden. Die irgendwo aus dem Internet gezogenen Formulare und mühsam falsch ausgefüllten Formulare können Sie gleich in die Blaue Tonne schicken anstatt Sie dem Insolvenzverwalter durch die Gelben Post zu senden. Das Ergebnis wäre ohnehin gleich. Sinnvoller ist es sich für Forderungsanmeldung, Vertretung im Insolvenzverfahren, Versammlung der Schuldverschreibungsgläubiger Wahl und Kontrolle des „Gemeinsamen Vertreters“ sich von Anfang an qualifizierter Hilfe der Kanzlei MERTENS Rechtsanwälte zu versichern.
"Großbauerndämmerung". Altvorstand Siegfried Hofreiter geht, ... oder wurde er gegangen?
Zu seinem Abgang läßt er mitteilen, er möchte halt:
„in enger Abstimmung mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat und dem Sachwalter sein Vorstandsmandat niedergelegt sowie um die Beendigung seines Dienstvertrages gebeten.“
So die offizielle (!) Begründung.
Ob es grundsätzliche Kontroversen mit den Sanierern des Unternehmen waren, oder die Weigerung früherer Geschäftspartner war sich an der Sanierung zu beteiligen, solange der Altvorstand noch im Vorstandsbüro sitzt und die Fiktion eines integrierten Agrarkonzerns ("vom Feld auf den Teller") pflegt, während die Lieferanten ihrerseits wegen der zu insolvenzbedingten Forderungsausfälle um ihre Existenz bangen müssen, läßt sich der kurzen AdHoc-Mitteilung nicht entnehmen
Ohne Diesel im Tank des Ackerschleppers dürfte die Verwirklichung des Mottos „Wir ackern für´s Leben“, schwierig sein. In der Erntezeit dürfte ein Traktor mit leerem Tank schon ärgerlich sein und war sicherlich auch für den „Großbauern“ unmittelbar einsehbar.
Die zwingende Notwendigkeit seiner Weiterbeschäftigung, gerade bei einem gewollten Neuanfang, war schon schwer vermittelbar.Für den Fall, daß der Großbauer wichtige Auskünfte für die Durchführung des Verfahrens verweigert, hat der vorläufige Verwalter die Zwangsmittel, die die Insolvenzordnung ihm bietet. Im Extremfall ermöglicht die Insolvenzordnung sogar eine Inhaftnahme eines Ex-Vorstands, um die notwendigen Auskünfte zu erlangen (§§ 20, 98, 101 InsO).
Interessant könnten in diesem Zusammenhang insbesondere Fragen über die Darlehen im Millionenbereich sein, die die KTG Agrar SE an andere Unternehmen und Tochtergesellschaften vergeben hat und was die eigentlich mit dem „ACKERN für´s LEBEN“, das die KTG Agar SE betreiben wollte, zu tun haben.
Die Anleger wollten sicher nicht einer "Schattenbank" eines Bauern ihr Geld anlegen, der damit dann zweifelhafte „Investitionen“ und intransparente Darlehensvergaben tätigt
Den Anlegern bleibt bei der Insolvenz der KTG Agrar SE derzeit nur die Möglichkeit die Vorschläge des Sachwalters abzuwarten, der auch ein Interesse an der Aufklärung der Finanzströme der KTG Agrar SE hat. Statt Geld für irgendwelche Interessengemeinschaften aus dem Fenster zu werfen, macht es mehr Sinn sich um eine Vertretung im Insolvenzverfahren zu bemühen, die auch die Ansprüche der Anleger gegen die Insolvenzverantwortlichen unter allen relevanten Gesichtspunkten untersucht und für die Anleger gelten macht.
Der Kapitän verläßt das sinkende Schiff….oder auch nicht!
Wie bereits befürchtet, hat der Vorstand den im vorherigen Artikel bereits genannten Weg zum Amtsgericht Hamburg 20355 Hamburg, Sievekingplatz 1, 4. Stock im Anbau gefunden in dem sich die Insolvenzabteilung befindet.
Auf ihrer Homepage teilt das Unternehmen mit, daß man versuchen werde durch ein so genanntes ESUG-Verfahren (Schutzschirmverfahren) das Unternehmen zu restrukturieren und zu sanieren.
„Ein entsprechender Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung wurde beim zuständigen Amtsgericht Hamburg eingereicht und angenommen. Dieses hat den Sanierungsexperten Herrn Rechtsanwalt Stefan Denkhaus von der Sozietät BRL Boege Rohde Luebbehuesen zum vorläufigen Sachwalter bestellt.“
In den nächsten Monaten (!) möchte dann die Gesellschaft einen Restrukturierungsplan erarbeiten:
„Hierfür wird der Aufsichtsrat einen Chief Restructuring Officer (CRO) in Person von Herrn Rechtsanwalt Jan Ockelmann aus der Sozietät JOHLKE Rechtsanwälte in den Vorstand der KTG Agrar SE berufen.“
Die Anleger und Aktionäre dürfen gespannt sein, wie ausgerechnet die (Alt-) Vorstände, die das Unternehmen vor die Wand gefahren haben, sich nun als die geeigneten (Mit-) Sanierer beweisen wollen. Daß zumindest die (Alt-) Vorstände es nicht können, haben sie jedenfalls schon bewiesen.
Ob der Versuch einer Sanierung des Unternehmens im Insolvenzverfahren wirklich das kleinere Übel darstellt, wie das Insolvenzgericht wohl angenommen hat, bleibt abzuwarten.
Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, Arrestvollziehungen und einstweiligen Verfügungen durch Anleger in bewegliche Sachen können nach dem Beschluß des Insolvenzgerichts die Sanierungsbemühungen jedenfalls nicht mehr „stören“.
Zu wessen Lasten die Sanierung grundsätzlich erfolgen soll, steht aber wohl schon fest.
Wenn der Vorstand Siegfried H. als Gründe für die Insolvenz einzig und allein die fälligen Zinszahlungen an die Anleihegläubiger angibt, gibt er damit ja schon mal die Richtung an, wer bei der Sanierung die größten Einbußen zu tragen hat. Die Banken und die Lieferanten, die ihre Kredite nur gegen Sicherheiten gegeben haben oder noch für die Weiterführung der Geschäfte benötigt werden, sollen es wohl eher nicht sein.
Auch in dem gerichtlich bestellten, vorläufigen Gläubigerausschuß sind daher auch schon Vertreter der Banken- und Lieferantenseite vertreten.
Der gerichtlich bestellte Sachwalter weist darauf hin, daß Forderungsanmeldungen zur Insolvenztabelle zurzeit nicht möglich sind. Ob diese dann später durch einen, noch zu wählenden, gemeinsamen Vertreter oder individuell zu erfolgen haben, ist noch ungeklärt. Der „Warmlaufen“ einiger Kanzleien, die gerne als „Gemeinsamen Vertreter“ bestellt werden möchten, dürfte daher verfrüht sein.
Sollten Sie keine Bank sein, sondern nur Anleger, wäre eine Kontaktaufnahme mit der Kanzlei MERTENS Rechtsanwälte sinnvoll. Weder die Sanierer noch der (Alt-) Vorstand sind vorrangig daran interessiert, daß Sie ihr Investment zurückerhalten, von den Zinsen ganz zu schweigen. Etwaige, zu erwartenden Vorschläge der Umwandlung der Anleihen in Aktien oder der etwaige Verzicht auf vertragliche Leistungen als „Sanierungsbeitrag“ der Anleger sollten kritisch und sachkundig und ohne vorschnelle Resignation durch spezialisierte Anwälte geprüft werden.
Katastrophale Mißernte …zumindest für die Anleger? Statt Zinszahlungen die Insolvenz?
„Die KTG Agrar Gruppe geht auch bei der Unternehmensfinanzierung neue Wege“ heißt es auf der Internetseite des Unternehmens.Vielleicht wurden auch nur die verzinsten Anleihen der Anleger mit den Agrarsubventionen der EU, die nicht zu verzinsen und nicht zurückzuzahlen sind verwechselt.
Wie genau im kommenden Jahr die Anleihe 2011-2017 (ISIN: DE000A1H3VN9) zurückgezahlt werden soll, erfahren die Anleger nicht. Schon die Anleihe 2010-2015 über 50 Mio € (6,75% ISIN: DE000A1ELQU9) konnte nur mit dem Geld aus einer neuen Anleihe 2015-2019 (ISIN: DE000A11QGQ1) zurückgezahlt werden, die dann höher verzinst (7,25%) wurde.
Nach dem jetzt nicht einmal die am 06.06.2016 fälligen Zinsen der 250 Mio. € Anleihe (2011-2017 ISIN: DE000A1H3VN9) gezahlt werden, und auch versprochene Nachzahlung der Zinsen bis zum 20.06.2016 nicht erfolgte, ist eine solche Refinanzierung über den Verkauf einer neuen Anleihe an Privatanleger ein Ding der Unmöglichkeit.
Immer noch hofften die die Anleger zumindest auf eine Zahlung noch vor der Hauptversammlung am 30.06.2016.
Statt die Zinsen zu zahlen, verschob die Geschäftsführung dann lieber Hauptversammlung auf den 26.08.2016. Eine ernsthafte Begründung für die Terminverlegung zu liefern, hielt man mal wieder nicht für nötig. Schuld soll diesmal die Erntezeit sein, obwohl die ja eigentlich in Mitteleuropa bisher dauernd in die Sommermonate fällt.
Zumindest das Unterpflügen der Aktien und Anleihekurse gelang dem Agrarunternehmen mit seinem Verhalten damit ohne besondere Mühe, und sogar ohne den Einsatz größerer Landmaschinen.
Die Kurse der Aktie und der börsengehandelten Anleihen fielen ins Bodenlose.
Die FAZ schätzte schon im Jahre 2014 die Gesamtverbindlichkeiten des Unternehmens auf 440 Mio. €, davon allein 300 Mio. € als Anleihen. Der Geschäftsbericht 2015 weist schon 605.754.093,31 € also rund 605,8 Mio. € an Verbindlichkeiten aus. Über 392 Mio. € aus Anleihen, fast 143 Mio. € an Bank- und 38,5 Mio. € an Lieferantenschulden stehen im Schuldenbüchlein.
Damit nicht genug, denn schon im Oktober 2016 sind wieder Zinszahlungen (ca.: 7 Mio. €) für eine andere Anleihe des Unternehmen zu leisten. Im Juni 2017 ist schließlich die Anleihe 2011-2017 über 250 Mio. € zur Rückzahlung fällig.
Ob es aber dazu überhaupt noch kommt, ist schon fraglich. Sollten die überfälligen Zinsen der Anleihe 2011-2017 bis zum 06.07.2016 nicht gezahlt sein, dann sind die Anleger der 2011-2017 Anleihe berechtigt die Anleihe vorzeitig zu kündigen und den gesamten Anleihebetrag zurückzufordern.
Die Folge wäre dann wohl der unfreiwillige Gang zum Amtsgericht. ( Amtsgericht Hamburg 20355 Hamburg, Sievekingplatz 1, 4. Stock im Anbau) Wie das Handelsblatt berichtet „ruhen“ derzeit die Verhandlungen mit Investoren über die Refinanzierung der Anleihe wegen der Zinsprobleme. Als Retter hatte man sich ursprünglich einen Chinesischen Mischkonzern ausgeguckt, der gerade in Deutschland auf Einkaufstour war.
Der scheint aber auch irgendwie verschwunden zu sein.
Aber man befindet sich ja ohnehin auch noch in weit fortgeschrittenen Verhandlungen mit anderen Investoren aus Kanada, China und den USA und und und…
Warum diese Investoren nicht einfach Aktien und Anleihen zum jetzigen Spottpreis erwerben sollten oder gar abwarten und dann das ganze Unternehmen KTG Agrar SE im Falle einer Insolvenz „für´n Appel und ´nen Ei“ vom Verwalter kaufen sollten, können die Anleger die Geschäftsleitung leider nicht auf der Hauptversammlung fragen.
Die Hauptversammlung wurde ja bekanntlich verschoben, wegen der „überraschend“ eingetretenen Erntezeit.
Anlegern, die Anleihen gekauft haben, kann nur geraten werden ihr Konto zu überprüfen, ob dort die Zinszahlungen der Anleihe 2011-2017 doch noch bis zum 06.07.2016 eingehen und nicht unmittelbar wieder zurückgebucht werden. Aber selbst für den Fall der Zinszahlung sollte die Anleihegläubiger sich fragen, ob eine normale Bank sich ein solches Verhalten (wiederholte, falsche Versprechen der Zinszahlung) von ihrem Kreditnehmer – nichts anderes ist die KTG Agrar - gefallen ließe, ohne den Kredit zu kündigen.
Aktionäre, die sich ein wenig überrascht fühlen von dem Absturz ihrer Aktien und dann doch einige zwingende Adhoc – Mitteilung des Vorstands vermissen und die damit keine Chance hatten sich rechtzeitig, verlustfrei von den Wertpapieren zu trennen, sollen vielleicht Kontakt zu ihrem Rechtsberater aufnehmen. Natürlich will auch Ihr Anlageberater sie besonders kostengünstig davor retten, ihn selbst, als falschen Ratgeber in die Haftung zu nehmen und wird Ihnen daher seinen (Spezial-) Anwalt empfehlen.
Ohne dessen“ guten“ Rat in Kapitalanlagesachen müßten Sie dies hier gar nicht lesen.Vielleicht macht es da mehr Sinn als geschädigter Anleger mit dem nebenstehenden Formular Kontakt zur Kanzlei MERTENS Rechtsanwälte aufzunehmen, um zu Retten, was zu retten ist.