Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZB%20107/02
Timestamp: 2020-07-13 08:43:21
Document Index: 146450927

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 29.07.2003 - VIII ZB 107/02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,3849
BGH, 29.07.2003 - VIII ZB 107/02 (https://dejure.org/2003,3849)
BGH, Entscheidung vom 29.07.2003 - VIII ZB 107/02 (https://dejure.org/2003,3849)
BGH, Entscheidung vom 29. Juli 2003 - VIII ZB 107/02 (https://dejure.org/2003,3849)
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Versäumung der Berufungsfrist; Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand; Fehler einer ansonsten zuverlässigen Büroangestellten; Vertrauen darauf, dass Angestellte eine Einzelweisung ausführt; Prüfung der Vollständigkeit und richtigen Adressierung einer ...
Adressänderung als Einzelweisung zulässig
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Ihm kann auch nicht als Verschulden vorgehalten werden, dass er die Berufungsschrift vor der von ihm für erforderlich gehaltenen Korrektur unterzeichnet hat (…vgl. Senatsbeschluss vom 27. Februar 2003 aaO m.w.N.; BGH, Beschlüsse vom 4. November 1981 - VIII ZB 59, 60/81 - NJW 1982, 2670, 2671 unter 2. b;… vom 10. Februar 1982 aaO unter 2. b bb, cc; vom 29. Juli 2003 aaO).
Ihn trifft unter diesen Umständen nicht die Verpflichtung, sich anschließend über die Ausführung seiner Weisung zu vergewissern (…Senatsbeschluss vom 27. Februar 2003 aaO m.w.N.;… BGH, Beschlüsse vom 4. November 1981 aaO; vom 18. März 1998 - XII ZB 180/96 - NJW-RR 1998, 1360 unter II. 2. m.w.N.; vom 6. Juli 2000 - VII ZB 4/00 - NJW 2000, 2823 unter II.; vom 29. Juli 2003 aaO; vom 9. Dezember 2003 - VI ZB 26/03 - NJW-RR 2004, 711, 712 unter II. m.w.N.).
Ein Verschulden kann einem Rechtsanwalt in einer solchen Konstellation dann vorgeworfen werden, wenn er den ihm zum zweiten Mal vorgelegten und immer noch fehlerhaften Berufungsschriftsatz unterzeichnet, ohne ihn zuvor auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft zu haben (…BGH, Beschlüsse vom 6. Mai 1992 aaO; vom 29. Juli 2003 aaO).
Im Übrigen ist eine besondere Kontrolle nur dann erforderlich, wenn die Rechtsmittelschrift mehrere für die Zulässigkeit relevante Fehler enthielt (BGH, Beschlüsse vom 18. Oktober 1994 - XI ZB 10/94 - NJW 1995, 263, 264 unter II.; vom 29. Juli 2003 aaO;… vom 9. Dezember 2003 aaO).