Source: http://reichstadt.eu/EnEV03.htm
Timestamp: 2018-11-16 03:19:09
Document Index: 121187452

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 13', '§ 13', '§ 10', '§ 2']

Soweit bei beheizten Räumen in Gebäuden nach § 1 Abs. 1 Änderungen gemäß Anhang 3 Nr. 1 bis 5 durchgeführt werden, dürfen die in Anhang 3 Tabelle 1 festgelegten Wärmedurchgangskoeffizienten der betroffenen Außenbauteile nicht überschritten werden. Dies gilt nicht, wenn
Änderungen gemäß Anhang 3 bei Außenwänden, außenliegenden Fenstern und Fenstertüren sowie Dachfenstern weniger als 20 vom Hundert der Bauteilflächen gleicher Orientierung und bei sonstigen Außenbauteilen weniger als 20 vom Hundert der jeweiligen Bauteile betreffen,
nach der Änderung bei Gebäuden mit normalen Innentemperaturen deren Jahres-Heizenergiebedarf den jeweiligen Höchstwert nach Anhang 1 Nr. 1 um nicht mehr als 35 vom Hundert überschreitet oder
nach der Änderung bei Gebäuden mit niedrigen Innentemperaturen deren Jahres-Transmissionswärmebedarf den jeweiligen Höchstwert nach Anhang 2 Nr. 1 um nicht mehr als 35 vom Hundert überschreitet.
Für Gebäude nach § 1 Abs.1, die wesentlich geändert werden, gelten die Anforderungen des § 13 entsprechend. Eine wesentliche Änderung liegt insbesondere vor, wenn
innerhalb eines Jahres mindestens drei der in Anhang 3 Nrn. 1 bis 5 genannten Änderungen in Verbindung mit dem Austausch eines Heizkessels oder der Umstellung einer Heizungsanlage auf einen anderen Energieträger durchgeführt werden oder
Bei der Erweiterung des beheizten Gebäudevolumens um mindestens 30 m3 sind für die neuen Gebäudeteile die jeweiligen Vorschriften für zu errichtende Gebäude mit Ausnahme des § 13 einzuhalten.
Nachrüstung bei bestehenden Gebäuden und Anlagen
Bei heizungstechnischen Anlagen, die vor dem 1. Oktober 1978 in Betrieb genommen worden sind, müssen bis spätestens zum 31. Dezember 2005
zugängliche Wärmeverteilungsleitungen und Armaturen mit einer Wärmedämmung nach Anhang 5 versehen sein, sofern sie sich nicht in beheizten Räumen befinden, und
Heizkessel § 10 genügen.
Heizkessel, bei denen der Brenner nach dem l. November 1996 erneuert worden ist, müssen bis spätestens zum 31. Dezember 2008 Satz 1 Nr. 2 genügen. Satz l Nr. 2 gilt als erfüllt, soweit die vorhandenen Heizkessel Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel im Sinne der Begriffsbestimmungen des § 2 sind.
Ungedämmte, nicht begehbare und zugängliche oberste Geschoßdecken sind bis spätestens zum 31. Dezember 2005 so zu dämmen, daß der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschoßdecke 0,30 W/(m2·K) nicht überschreitet.
Ungedämmte Decken zum unbeheizten Keller sind bis spätestens zum 31. Dezember 2005 so zu dämmen, daß der Wärmedurchgangskoeffizient der Decke 0,40 W/(m2·K) nicht überschreitet. Satz 1 gilt nur, soweit bauordnungsrechtliche Vorschriften nicht entgegenstehen.
Bei Gebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen eine der Eigentümer selbst bewohnt, sind die Anforderungen nach den Absätzen 1 bis 3 erst zwei Jahre nach einem Eigentümerwechsel zu erfüllen.
Anlagen nach dem vierten Abschnitt dieser Verordnung, soweit sie zum Nachweis der Anforderungen energiesparrechtlicher Vorschriften des Bundes berücksichtigt worden sind, und Außenbauteile dürfen nicht in einer Weise verändert werden, daß die energetische Qualität des Gebäudes verschlechtert wird.
Energiebedarfssenkende Einrichtungen in Anlagen nach Abs. 1 sind betriebsbereit zu erhalten und bestimmungsgemäß zu nutzen. Satz 1 gilt nicht, soweit ein Ausgleich durch andere anlagentechnische oder bauliche Maßnahmen erfolgt.