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Timestamp: 2020-01-23 23:23:33
Document Index: 331617137

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 317', '§ 25', '§ 267', '§ 266', '§ 24']

DEGAG Kapital GmbH-nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Millionenhöhe - Diebewertung
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DEGAG Kapital GmbH-nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Millionenhöhe
den findet man aktuell in der letzten öffentlich kostenfrei zugänglichen Bilanz im Unternehmensregister. Das Unternehmen DEGAG Kapital GmbH hatte im Jahre 2016 Genussrechte als Vermögensanlage für Anleger herausgegeben. Hoffen wir mal, dass das für die investierten Anleger dann nicht zu einer Verlustanlage wird und die Genussscheine dann eben kein Genuss werden…
An die DEGAG Kapital GmbH
Ich habe den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DEGAG Kapital GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Prüfung umfasst auch die ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des Vermögensanlagengesetzes (VermAnlG) liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Darüber hinaus liegt die ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter.
Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 25 VermAnlG i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf den Jahresabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und den Lagebericht wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsleitung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Die Ordnungsmäßigkeit der Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten gemäß § 25 Abs. 3 VermAnlG habe ich auf Basis einer Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und von aussagebezogenen Prüfungshandlungen überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 den gesetzlichen Vorschriften. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ist die Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß erfolgt. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hildesheim, 27. Juni 2018
gez. Dipl.-Kfm. Claus Hellberg, Wirtschaftsprüfer
DEGAG Kapital GmbH, Hannover
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.916,00 0,00
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 21.588.000,00 400.000,00
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 197.091,67 0,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 0,00 366,67
197.091,67 366,67
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 959.990,78 121.251,64
C. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.168.595,87 72.839,57
24.924.594,32 594.457,88
II. Verlustvortrag -97.839,57 0,00
III. Jahresfehlbetrag -2.095.756,30 -97.839,57
nicht gedeckter Fehlbetrag 2.168.595,87 72.839,57
1. sonstige Rückstellungen 32.000,00 22.000,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 10,00
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 0,00 (Euro 10,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 491.886,90 73.613,28
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 491.886,90 (Euro 73.613,28)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 140.000,00 0,00
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 140.000,00 (Euro 0,00)
4. Genussrechtskapital 23.978.300,00 498.000,00
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 0,00 (Euro 0,00)
– davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 23.978.300,00 (Euro 498.000,00)
5. sonstige Verbindlichkeiten 282.407,42 834,60
24.892.594,32 572.457,88
– davon aus Steuern Euro 61.511,74 (Euro 220,12)
– davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 282.407,42 (Euro 834,60)
ANLAGENSPIEGEL für das Geschäftsjahr 2017
Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2017 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2017
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 15.115,00 0,00 0,00 15.115,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 15.115,00 0,00 0,00 15.115,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 400.000,00 21.188.000,00 0,00 0,00 21.588.000,00
Summe Finanzanlagen 400.000,00 21.188.000,00 0,00 0,00 21.588.000,00
Summe Anlagevermögen 400.000,00 21.203.115,00 0,00 0,00 21.603.115,00
kumulierte Abschreibungen 01.01.2017 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2017
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 4.199,00 0,00 0,00 4.199,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 4.199,00 0,00 0,00 4.199,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 4.199,00 0,00 0,00 4.199,00
Zuschreibungen Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2017
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 10.916,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 10.916,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 21.588.000,00
Summe Finanzanlagen 0,00 21.588.000,00
Summe Anlagevermögen 0,00 21.598.916,00
1. sonstige betriebliche Erträge 0,64 0,00
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.199,00 0,00
3. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.497.473,90 97.371,64
4. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.309.468,02 366,67
– davon aus verbundenen Unternehmen Euro 1.309.468,02 (Euro 366,67)
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 903.552,06 834,60
6. Ergebnis nach Steuern -2.095.756,30 -97.839,57
7. Jahresfehlbetrag 2.095.756,30 97.839,57
Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.
Nach den in § 267a HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine Kleinstkapitalgesellschaft. Die größenabhängigen Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB aufgestellt.
Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für kleine Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Das gesetzliche Gliederungsschema ist um den Posten „Genussrechtskapital“ erweitert worden.
Firmenname laut Registergericht: DEGAG Kapital GmbH
Register-Nr.: HRB 214046
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Sämtliche Forderungen weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.
TEUR kleiner 1 J. TEUR größer 1 J. TEUR größer 5 J. TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 491,9 491,9 0,0 0,0
(Vorjahr) (73,6) (73,6) (0,0) (0,0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 140,0 140,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
Genussrechtskapital 23.978,3 0,0 23.978,3 2.427,5
(Vorjahr) (498,0) (0,0) (498,0) (385,0)
sonstige Verbindlichkeiten 282,4 282,4 0,0 0,0
(Vorjahr) (0,9) (0,9) (0,0) (0,0)
Summe 24.892,6 914,3 23.978,3 2.427,5
(Vorjahr) (572,5) (74,5) (498,0) (385,0)
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 140,0 enthalten (Vorjahr: TEUR 0,0).
Im Geschäftsjahr sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.350,8 angefallen. Es handelt sich hierbei um Vertriebsprovisionen für die Zeichnungen des Genussrechtskapitals.
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der DEGAG Deutsche Grundbesitz Aktiengesellschaft, Hannover, einbezogen. Dieser Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird zum 31. Dezember 2017 von der DEGAG Deutsche Grundbesitz Aktiengesellschaft erstellt.
Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus zukünftig anfallenden Bestandsprovisionen. Diese belaufen sich auf insgesamt TEUR 130,0. Hiervon sind im Geschäftsjahr 2018 TEUR 57,3 fällig.
Birger Dehne, Kaufmann (Hannover)
Der Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.
Sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr beschäftigte die Gesellschaft keine Mitarbeiter.
Im März 2018 wurde die neue Genussrechts-Beteiligung mit der Bezeichnung „DEGAG Wohninvest 7“ von der BaFin gebilligt.
gez. Birger Dehne, Geschäftsführung
Lagebericht zum 31. Dezember 2017
Die DEGAG Kapital GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 4. Juli 2016 gegründet. Sie ist beim Amtsgericht Hannover unter der Nummer HRB 214046 im Handelsregister eingetragen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung eigenen Vermögens. Die DEGAG Kapital GmbH betreibt keine Geschäfte, die nach dem Kreditwesengesetz (KWG) oder dem Kapitalanlagegesetz genehmigungspflichtig sind. Die Gesellschaft ist befugt, alle Tätigkeiten auszuüben, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern.
Der Geschäftszweck der Gesellschaft besteht insbesondere darin, Genussrechtsbeteiligungen herauszugeben und die erhaltenen liquiden Mittel ihren Schwestergesellschaften als Darlehen zur Verfügung zu stellen. Die Schwestergesellschaften sind insgesamt Immobilienbestandshalter und setzen die erhaltenen Mittel für Immobilienzukäufe oder Sanierung der vorhandenen Portfolien ein.
Der Aufschwung der Weltwirtschaft gewann 2017 an Tempo und Breite. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beziffert das Wachstum der Weltproduktion 2017 auf 3,6% und damit 0,5%-Punkte höher als 2016. Die Industrieländer zeichneten sich dabei durch eine neue Wachstumsdynamik aus. Auch die Erholung im Euroraum gewann 2017 an Fahrt. Das Wachstum betrug 2,4%. Die Arbeitslosenquoten konnten in den meisten Ländern abgebaut werden.
Die Wachstumsrate im Bundesgebiet betrug 2,2 %. Zu verdanken war das insgesamt gute Wachstum der deutschen Wirtschaft vornehmlich der Binnennachfrage. Die Inflationsrate in Deutschland stieg 2017 mit 1,7% deutlich höher als im Vorjahr (0,5%). Die Sparquote der deutschen Haushalte verminderte sich leicht auf 9,7%. Die Zahl der Erwerbstätigen nahm weiter zu. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2017 mit 5,3% auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung.
Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte auch 2017 ihren geldpolitischen Kurs konsequent fort. Sie beließ den Einlagensatz bei minus 0,4%.
Das Anleihekaufprogramm verlängerte sie im Jahresverlauf zunächst mit einer Verminderung auf monatlich 60 Mrd. Euro. Im Oktober beschloss der EZB-Rat das Anleihekaufprogramm bis September 2018 zu verlängern, wobei das Volumen auf 30 Mrd. Euro im Monat halbiert wurde.
Im ersten Quartal 2017 fielen die Renditen kurzer und mittlerer Bundesanleihen auf neue historische Tiefstände. Diese wurden im Jahresverlauf jedoch wieder verlassen. Im Vergleich der Jahresultimostichtage stiegen die Renditen zwischen zwei und zehn Jahren um sehr moderate 20 bis 25 Basispunkte an, obwohl der Konjunkturaufschwung in Europa an Dynamik und Breite weiter zulegen konnte. Im historischen Vergleich waren die Renditen äußerst niedrig.
In der Region Hannover lebten Ende 2017 rund 1,2 Mio. Menschen. Die Arbeitslosenquote in der Region sowie der Landeshauptstadt Hannover belief sich im Dezember 2017 auf 6,8%. Nachfrage und Angebot auf den Wohnimmobilienmarkt sind vor allem durch regionale Anbieter und private Haushalte geprägt. Im Schnitt wurden in den vergangenen fünf Jahren jährlich etwa 2.200 neue Wohnungen gebaut.
Mit der Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Gesellschaft insgesamt zufrieden. Sie wurde erst im Jahr 2016 gegründet und hat erst im Dezember 2016 den eigentlichen Geschäftsbetrieb aufgenommen.
Das von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigte Produkt Genussrechts-Beteiligungen „Serie L“ der DEGAG Kapital GmbH wurde zum Ende des Jahres 2016 an den Markt gebracht. Bis zum 31. Dezember 2017 wurden insgesamt 23.978.300 Euro durch Anleger gezeichnet. Hiervon wurden zum Stichtag 31. Dezember 2017 21.588.000 Euro an Schwestergesellschaften als Darlehen weitergereicht.
Die Bilanzsumme der Gesellschaft beläuft sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 auf 24.924.594 Euro (Vorjahr: 594.458 Euro) wobei ein Jahresfehlbetrag von 2.095.756 Euro (Vorjahr: 97.840 Euro) ausgewiesen wird.
Aufgrund der besonderen „Finanzierungsform“ durch Genussrechtskapital sind herkömmliche Betrachtungen des Jahresergebnisses bzw. daraus abzuleitenden Kennzahlen und Leistungsindikatoren auf die Gesellschaft nicht anwendbar.
Eine für uns wichtige Kennzahl ist das Verhältnis der vergebenen Darlehen zu dem erhaltenen Genussrechtskapital, da sich hieraus eine Tendenz hinsichtlich des zukünftigen Zinsergebnisses ableiten lässt. Der Wert im Berichtsjahr beträgt 90,0%. Wir erwarten, dass dieses Verhältnis in Zukunft konstant bleibt.
Das Ergebnis des Geschäftsjahres ist insbesondere durch Vertriebskosten der Genussrechtsserie L belastet. Sie belaufen sich auf 2.350.769 Euro.
Den Zinserträgen in Höhe von 1.309.468 Euro stehen Zinsaufwendungen in Höhe von 903.552 Euro gegenüber.
Letztendlich weist die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von 2.095.756 Euro (Vorjahr: Jahresfehlbetrag 97.840 Euro) aus.
Die Zahlungsfähigkeit der DEGAG Kapital GmbH war im Berichtsjahr aufgrund einer planvollen und ausgewogenen Liquiditätsvorsorge jederzeit gegeben. Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 insgesamt 959.991 Euro (Vorjahr: 121.252 Euro).
Nach der derzeitigen Finanzplanung ist die Zahlungsfähigkeit auch für die absehbare Zukunft gesichert.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 weist die Gesellschaft eine bilanzielle Überschuldung aus, welche insbesondere durch die Vertriebsprovisionen verursacht ist. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft ist mittelfristig angelegt, so dass voraussichtlich ab dem Jahr 2019 Überschüsse erzielt werden.
Den ausgereichten Darlehen in Höhe von 21.588.000 Euro stehen gezeichnete Genussrechtsbeteiligungen in Höhe von 23.978.300 Euro gegenüber.
Die Zusammensetzung und die Entwicklung der Kapitalstruktur der DEGAG Kapital GmbH ist der Bilanz (Anlage 1) zu entnehmen.
Der professionelle und verantwortungsbewusste Umgang mit Risiken ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Gesellschaft. Die Geschäftsführung beschließt die Risikopolitik einschließlich der anzuwendenden Methoden und Verfahren zur Risikosteuerung und -überwachung. Sie trägt die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement.
Die Gesellschaft versteht unter Risiko die negative Abweichung von einem erwarteten Wert. Dabei wird das Ausfallrisiko der vergebenen Darlehen gegenüber der Schwestergesellschaften als wesentlich bewertet. Die Gesellschaft hat sich zur Absicherung dieser Darlehen von der Muttergesellschaft, der DEGAG Deutsche Grundbesitz Aktiengesellschaft, eine Patronatserklärung eingeholt. Die Muttergesellschaft hat hierin die uneingeschränkte, unbedingte, unbefristete und unwiderrufliche Verpflichtung erklärt, dass sie dafür sorgt, dass die Schwestergesellschaften stets so geleitet und finanziell so ausgestattet werden, dass ihre Bonität erhalten bleibt und sie jederzeit in der Lage sind, ihre Verpflichtungen aus den Darlehen der DEGAG Kapital GmbH zu erfüllen.
Die folgenden Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung der DEGAG Kapital GmbH im Jahr 2018 stellen Einschätzungen dar, die auf der Grundlage der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen getroffen werden. Prognosen sind naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Treten die zugrunde gelegten Annahmen nicht ein, können die tatsächlichen von den erwarteten Ergebnissen abweichen.
Nach der am 28. September 2017 veröffentlichten Gemeinschaftsdiagnose („Herbstgutachten“) der führenden deutschsprachigen Wirtschaftsforschungsinstitute im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wird für die Weltwirtschaft 2018 eine Ausweitung der Weltproduktion um 3,1% und für 2019 von 2,9% erwartet. Für den Euroraum geht man von einem realen Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 2,0% (2018) bzw. 1,8% (2019) aus. Für Deutschland wird mit einem realen BIP-Wachstum von 2,0% (2018) bzw. von 1,8% (2019) gerechnet.
Aufgrund hoher Kapazitätsauslastungen wird mit verstärkten Erweiterungsinvestitionen gerechnet, die, ebenso wie die Wohnungsbauinvestitionen, durch günstige Finanzierungsbedingungen unterstützt werden. Die Inflationsrate wird in Deutschland für 2018 mit 1,7% bzw. für 2019 mit 1,8% veranschlagt. Die Arbeitslosigkeit wird sich weiter verringern. Für 2018 bzw. 2019 werden eine Arbeitslosenquote von 5,5% bzw. 5,2% erwartet.
Zwar bestehen viele geopolitische Risiken fort, allerdings haben sich die wirtschaftspolitischen Risiken deutlich verringert.
Die DEGAG Kapital GmbH erwartet für das Jahr 2018 einen deutlichen Anstieg der Bilanzsumme durch weitere Einzahlungen von Genussrechtsbeteiligungen. Die Schwestergesellschaften werden durch Immobilienzukäufe und große Sanierungsmaßnahmen einen großen Kapitalbedarf haben. Die Voraussetzungen für den Bedarf von entsprechenden Darlehen der Gesellschaft an die Schwestergesellschaften sind somit erfüllt.
Mit Schreiben vom 26.03.2018 hat die BaFin die Verkaufsprospekte des neuen Genussrechtsprodukts „DEGAG Wohninvest 7“ gebilligt. Mit gleichem Datum hat die BaFin die Veröffentlichung der Vermögensanlagen-Informationsblätter gestattet.
Aufgrund des anhaltenden Zinstiefs suchen weiterhin immer mehr Anleger alternative Investitionsmöglichkeiten. Hier hat sich die Gesellschaft am Markt bereits gut positioniert und durch Vertriebspartner ihr Finanzprodukt potentiellen Investoren von Kleinanlegern bis zu institutionellen Anlegern angeboten. Die Zeichnungen des neuen Finanzproduktes im Jahr 2018 sind äußerst positiv.
Durch die zu zahlenden Vertriebsprovisionen wird im Jahr 2018 voraussichtlich nochmals ein Jahresfehlbetrag erzielt werden. Die Gesellschaft wird aber bereits ein deutlich positives Finanzergebnis aufweisen können. Erst im Jahr 2019 rechnet die Gesellschaft mit einem Jahresüberschuss.
Angaben nach § 24 VermAnlG
Die Gesellschaft in ihrer Eigenschaft als Emittentin von Vermögensanlagen hat keine besonderen Gewinnbeteiligungen gewährt. Die Gesamtsumme der im abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlten Vergütungen betrug 903.516 Euro. Es handelt sich hierbei ausschließlich um feste von der Emittentin gezahlte Vergütungen. Die Zahl der Begünstigten belief sich zum Bilanzstichtag auf 796.
Die Gesellschaft beschäftigt weder Angestellte noch selbständige Mitarbeitende, die aufgrund ihrer Tätigkeit durch die Emission der Genussrechte begünstigt werden. Demzufolge wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weder feste noch variable Vergütungen an Führungskräfte oder andere Mitarbeiter gezahlt.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter zur Lagedarstellung
Die Geschäftsführung versichert, dass der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft im Lagebericht so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild abgegeben wird. Weiterhin wird versichert, dass die wesentlichen Chancen und Risiken im Lagebericht beschrieben sind.
Hannover, den 27. Juni 2018
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