Source: http://deutscheswaffenrecht.de/waffenstrafrecht/einhandmesser/comment-page-4/
Timestamp: 2017-01-24 17:12:53
Document Index: 132885452

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 42', '§42', '§42', '§42', '§42', '§ 42', '§42']

You are currently browsing comments. If you would like to return to the full story, you can read the full entry here: “Einhandmesser”.
227 Antworten auf Einhandmesser
ute j.k. bemsel sagt:	7. April 2016 um 08:55	was ist denn mit sensen und sicheln?
und meine küchenmesser,wenn ich die in den garten(1o min. auto,30 min.fußweg!)mitnehmen will?
warum soll ein einhandmesser schlimmer sein wie ein feststehendes messer,und eine machete soll keine waffe sein?
warum 12 cm,und nicht 11 oder 14,25?
und was ist mit einem messer ,das zwar 30 cm klingenlänge hat, aber nicht geschliffen ist?
Lubi sagt:	7. April 2016 um 10:29	Was soll mit Sensen und Sicheln sein oder mit Küchenmessern und Macheten? Die wurden nicht hergestellt, um (primär) als Waffe zu dienen. Allein darauf kommt es im WaffG aber an. Es ist nicht alles Waffe, womit man jemanden verletzen oder töten kann, sondern nur, was in § 1 WaffG als Waffe definiert und in der Anlage 1 dazu ausgeführt ist.
Das Führungsverbot von Einhandtaschenmessern wurde ja eingangs ausführlich kritisiert.
§ 42a WaffG sollte man immer beachten. Ein Küchenmesser neben einer Torte im Korb im Auto dürfte offensichtlich dem allgemeinen Zweck des Torteschneidens dienen. Eine Küchenmessersammlung z. B. im Handschuhfach transportiert, würde ich einschließen – frei nach Karl Kraus: Besser es wird einem nichts gestohlen, dann hat man wenigstens keine Scherereien mit der Polizei.
Bruno sagt:	7. April 2016 um 12:11	Ein erster kleiner Kommentar vorweg. Weshalb, soll das Einhandmesser keinesfalls zum Äpfel schälen dienen?
Warum kein generelles Verbot, ausser in beruflichen Fällen ( wobei hier keine Garantie für evtl Todesfälle gegeben werden könnte ) oder dessen kompletten Aufhebung von Messern Hieb- Stich und Anscheinwaffen?
Jede Art von diesen Dingen kann verletzen. Allerdings auch solch profanen Dinge, wie z.B. Gabel, Löffel, Zirkel usw. , ebenso Plastikbesteck .
Die generelle Aufhebung wäre aus oben genannten Gründen eine Möglichkeit, um versehentlichen Ordnungswidrigkeits – oder Strafverfahren vorzubringen, weil, manche entweder diese Gesetze kaum kennen, oder versehentlich etwas bei sich tragen. was dann auch Sinn machen würde.
Ein generelles Verbot sollte in jedem Fall für Kinder, Jugendliche und Heranwachsende gelten, weil hier am besten, auch über Aufklärungen in den Schulen und Betrieben, Vorsorge für ein gewaltfreies Leben getroffen werden kann. Hier Unterschiede zu machen, was die Länge des Messers, ähnlich wie bei den Erwachsenen, anbelangt, ist schon ein etwas seltsames Gebahren des Gesetzgebers.
Was Schreckschusswaffen betrifft, ist ein Verbot, außer bei Kindern etc. seltsamer Art.
Wer mit einem Gegenstand egal welcher Art ein Vergehen oder Verbrechen verüben will, tut dies, auch wenn ein Gesetz dies verbietet, ähnlich dem Autofahrer, der kontinuierlich die Geschwindigkeitdbegrenzungen übertritt und die Strasse mit einer Rennbahn verwechselt, weil keiner so genau hinsieht. Wenn er/sie dann mal bezahlen muss….was macht das schon.
Mündige Bürger sich entwickeln zu lassen. , die mit Bedacht und Sorgsamkeit,wie auch Einsichtsvermögen ihr Leben gestalten, wäre sinnvoller, als mit Verboten oder Geboten zu hantieren. Ein einwandfreies Führungszeugnis vorzeigen zu können, weil nie erwischt oder Fünfe gerade gelassen worden sind etc. dürfte hierbei nur für einen Tag Geltung haben, weil der nächste Tag ein anderer Tag ist. Die Wahrscheinlichkeit des guten Umgangs, des verantwortlichen Handelns, liegt eigens in jegweiliger Person.
Nino sagt:	8. April 2016 um 20:07	Auf der einen Seite könnte man es verstehen, ODER? Auf der anderen Seite ist es nur eine Entmündigung. Der Staat hat Angst vor seinen eigenen Menschen.
Der Staat, die Regierung (SPD) und die anderen haben seinerzeit parallel zur Einführung des Hartz4 Gesetzes sogar das Strafgesetz in Bezug auf Bildung einer kriminellen Vereinigung zu ihren Gunsten geändert. Warum? Weil sie jetzt durch diese Änderung nicht mehr als Kriminelle Vereinigung angeklagt werden können. Warum sollte man das tun? Weil das Hartz4 Gesetz genau das ist. Es ist eine kriminelle Vereinigung, weil die ARGEn (Jobcenter) gegen unzählige Gerichtsurteile (Sozialgerichte) mit immer wiederkehrenden Sanktionsbescheiden unschuldige Menschen bestrafen (widerrechtlich)
Wer gegen geltendes Recht verstörst, macht sich strafbar, wer dieses wiederholt, wird zum Serientäter wer dieses organisiert macht, bildet eine kriminelle Vereinigung. Auftraggeber der Jobcenter ist der Gesetzgeber. Urteil vom Bundesverfassungsgericht diese Leistung muss ohne wenn und aber gewährt werden. Sanktionen sind waffenähnliche Gewalt. Wann nimmt eigentlich mal einer den Verantwortlichen ihre Waffen ab?
Ein Heil unserer Landesführung
PS: Ich trage nur noch Machete diese ist erlaubt und viel effektiver als jedes Einhandmesser, wenn ich nicht damit spielen will, nehme ich immer nur ein Brotmesser und mache Pause, bis ich dann wieder den Nächsten um die Ecke bringe 😉
Lubi sagt:	11. April 2016 um 09:24	Naja mit solchen Äußerungen wäre ich etwas vorsichtig. Eine Machete wird wohl unter ein Messer mit feststehender Klinge von über 12 cm fallen. Gerade wenn Du damit im Großstadtdschungel unterwegs bist, solltest Du immer ein Bündel Zuckerrohr dabei haben, für die Ausrede.
Profan sagt:	15. April 2016 um 23:31	@Lubi
Eine Machete ist kein Messer sondern fällt unter Gartengeräte / Hauwerkzeug und kann man somit also bedenkenlos mit sich führen. ^^
Lubi sagt:	16. April 2016 um 20:33	Naja, vielleicht auf Mauritius.
Peanuts sagt:	23. April 2016 um 18:22	….. jetzt bin ich ganz verunsichert…….. Ich habe in meinem Wohnmobil in der Schublade 2 Messer mit feststehenden Klingen über 12 cm…….
Mein WoMo ist nicht „öffentlich“ ……..
… aber wenn ich draußen im Freien am Campingtisch den Kuchen od. das Brot mit den großen Messern aufschneide……. ist das dann „Öffentlichkeit“ und ich hab mich strafbar gemacht ?
… oder wird hier noch unterschieden, ob ich auf einem gemieteten Platz (z.B. eine Parzelle am Campingplatz od. einen Parkplatz auf einem ausgewiesenen Wohnmobilstellplatz) stehe oder in „freier Wildbahn“ oder an einem P an einer Raststätte……
…. und vor eingen Tagen hab ich beim Discounter 1 Langes Messer über 12 cm gekauft…. war nur in Folie/Pappe eingeschweisst…. ist das schon genug „verschlossen“ ?
ich darf garnicht darüber nachdenken……
Lubi sagt:	25. April 2016 um 13:56	Dazu ist eigentlich alles gesagt. Man muss es nur lesen!
CDT - VST sagt:	25. April 2016 um 14:08	Jetzt nehmen wir mal an, ich möchte folgenden, auf Amazon erhältlichen Artikel kaufen: http://www.amazon.de/Böker-01LG281-Messer-Crusader/dp/B00EYA71NG/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1461584224&sr=8-1&keywords=Crusader+magnum
Nach deutschem (sinnlosen) Waffengesetz darf ich es also kaufen wenn ich es einrahmen möchte, aber nicht wenn ich es nur rumliegen habe?
Und was soll das bringen Messer zu verbieten. Jeder kann sich ein Stück 440er Stahl kaufen, einen 50€ Schleifbock und 4cm Federstahl, und sich nach einfachster Anleitung eigene Springmesser soweit Butterflies bauen. Außerdem, wenn ich jemanden abstechen wollen würden, was ja in sich schon eine Straftat ist, wäre es mir doch völlig egal ob ich dabei ein legales Messer oder ein illegales Messer nutze? Ob ich nun mit einer Schreckschuss eine Bank ausräumen würde, oder mit einem MG3. Im Endeffekt ist die Waffe also völlig egal. Nochmal zum Thema butterfly. Dieses liebe Messer war einst dazu gedacht, Fischern auf Booten ein Messer zu bieten, dass die schnell mit einer Hand öffnen können und sich dabei mit der anderen fest halten können, ohne dass eine Feder benötigt wird, welche durch Salzwasser rosten würde.
Nur weil die Bewegungen eines butterflies also „cool“ aussehen, wird es verboten? Jeder der ernsthaft interessiert an solchen illegalen Waffen ist, weiß auch woher er sie bekommt. Ob nun vom Schwarzmarkt oder aus Polen, Butterflies, OTFs etc bekommt man leicht und günstig, das ist auch dem Staat bewusst. Ähnliches Phänomen: Airsoft Waffen. Ja sie sehen echt aus, und ja sie tun weh wenn man getroffen wird. Aber warum sollte man diese ab 0,5 Joule nur noch Semi Automatisch erlauben? Was ist der Sinn dahinter?
Ob ich jetzt einzeln Schuss für Schuss 50s/s schaffe oder vollautomatisch, ist egal, die Geschwindigkeit ist trotzdem die gleiche. Ist es tödlicher wenn man nur gedrückt halten muss? NEIN Um auf das Böker Messer zurück zu kommen:
Ist dies nun legal? Wenn ja wie, wenn nein warum nicht?
Und dass man es frei kaufen kann scheint mir ja zu zeigen dass es irgendwie schon legal ist.
Ich finde das deutsche Waffengesetz hirnlos, da es seit TOR durch das Darknet entkräftet wurde, Stichpunkt MiddleEarthMarketPlace (The Hobbits Market), den kennt jeder der sich mit TOR auskennt, und der Zugang ist jedem möglich. Beste Grüße,
Einhandmesser.net sagt:	11. Mai 2016 um 11:12	Hier auf der Hauptseite vom BKA ist ja sehr deutlich zu sehen, was erlaubt ist und was nicht:
erwin sagt:	13. Mai 2016 um 22:56	aha
Lubi sagt:	14. Mai 2016 um 12:41	@cdt-vst
Das abgebildete Messer steht bei Böker unter klassischem Taschenmesser mit Leinerlock, sprich es wird seitwärts eingeklappt, also keine Waffe, und ist kein Einhandmesser, also kein Führungsverbot. Das dolchartige Aussehen simuliert heutzutage oft nur einen beidseitigen Schliff. Der Messerrücken ist vermutlich nicht geschliffen. Dazu ist zwar nichts angegeben, aber das Messer dürfte andernfalls nicht verkauft werden. Aber man weiß es nicht. Es macht daher keinen Sinn, Messer abzubilden, wenn die Beschreibung dazu fehlt. Da ist alles nur Spekulation. Das Messer kann man wahrscheinlich auf jedes Volksfest mitnehmen.
erwin sagt:	14. Mai 2016 um 13:24	@Lubi: Einspruch. Das Crusader ist mittels Flipper einhändig zu öffnen und feststellbar. Fällt also unter §42a.
Lubi sagt:	14. Mai 2016 um 15:11	Einspruch gegen eine Spekulation?
Markus sagt:	17. Mai 2016 um 19:43	Danke für die kleinen Zusammenfassungen unter den Paragraphen. War sehr hilfreich.
Schildi sagt:	9. Juni 2016 um 16:49	Feststehende Messer mit über 12cm Klingenlänge sowie Einhandmesser dürfen immer noch legal geführt werden. Es muss nur ein „allgemein anerkannter Zweck“ vorhanden sein. Das Brotmesser im Wohnmobil hat den anerkannten Zweck des Brotschneidens. Das Brotmesser auf der Demo oder beim Spaziergang im Park hat keinen anerkannten Zweck.
Das Einhandmesser des Fischers bei der Arbeit hat auch einen anerkannten Zweck.
Das Einhandmesser in der Tasche eines herumlungernden Jugendlichen eher nicht.
Auch beim Pilze sammeln, beim Picknick, beim Wandern etc. kann man ein Einhandmesser mitnehmen.
Weiter geht es mit Sensen, Sicheln, Macheten, Äxten etc.: Diese haben einen anerkannten Zweck, wenn sie vernünftig genutzt werden. Nutzung als Werkzeug ist legal, Nutzung als Waffe oder grundloses Mitführen (Welcher geistig normale Mensch trägt schon „grundlos“ eine Machete spazieren?) illegal.
Der Transport dieser Werkzeuge von dem Laden nach Hause und zu seinem Einsatzort ist auch ein anerkannter Zweck.
Wenn man mit klarem Menschenverstand an die Sache ran geht kann man die Frage, ob man dieses oder jenes Werkzeug legal führen darf, selber beantworten. Ansonsten gibt es noch die Anwendungsrichtlinie für das Waffengesetz, die einige offene Fragen beantwortet.
Aber der klare Menschenverstand liest eben auch „BILD“ und weist ganz generell erhebliche Erkenntnisvakanzen auf. Deshalb haben wir eine Rechtsordnung anstatt den Rekurs auf den klaren Menschenverstand oder das gesunde Volksempfinden. Und Ihr klarer Menschenverstand ist nicht mit vielen Entscheidungen deutscher Gerichte im Waffenrecht kompatibel – wie die Entscheidung des OLG zeigt.
Elbe Wesser sagt:	15. Juni 2016 um 21:26	So ein Müll kann man echt nur in Deutschland erwarten also in Zukunft einhandmesser weg packen und kampfmesser mit feststehender Klinge mit nehmen! Oder Politiker austauschen und alle Gesetze Überarbeiten
Dominik Lemke sagt:	30. Juni 2016 um 15:53	Wenn man jemanden wirklich ernsthaft verletzen möchte tut es auch ein stink normales Zweihandtaschenmesser…, wirklich Sinnlos dieses Verbot mit Einhandtaschenmesser.
Lubi sagt:	30. Juni 2016 um 16:33	Ich habe den kleinen Waffenschein. Mit dem dürfte ich offiziell eins auf Privatdetektiv Mannix machen und meine echt aussehende Walther PK 380 Schreckschusspistole im Schulsterholster durch die Gegend tragen. Ein Einhandrettungsmesser darf ich aber nicht einmal ins Handschuhfach sperren. So was kann sich nur ein praxisfremder Sesselfurzer ausdenken.
????? sagt:	3. Juli 2016 um 10:22	Hallo,
einmal eine Frage zu den etwas weiter oben aufgeführten schlauen Ausführungen zu „geschlossen und verschlossen“.
Wenn ich mir aus Papier eine Schachtel zusammenklebe und diese Schachtel dann mit einem Vorhängeschloss verschließe, ist das ein verschlossenes Behältnis !
Ist das ausreichend im Sinne des Gesetzes?
erwin sagt:	3. Juli 2016 um 10:52	Kannst es ja versuchen. Wenn du zufällig einen Richter erwischt der seinen lustigen Tag hat oder darauf steht veräppelt zu werden kommst vielleicht sogar damit durch. Du kannst auch ein Etui nehmen das vorne mit Schloss verschlossen ist und hinten einen Klettverschluss hat. Viel Spaß dabei.
????? sagt:	3. Juli 2016 um 18:40	Ok,
dann äußere dich mal bitte welche Voraussetzungen so ein Behältnis haben muss, damit dein lustiger Richter nichts mehr sagt.
Fakten bitte, außer dem Satz „Muss verschlossen sein“
Lubi sagt:	4. Juli 2016 um 15:30	Um eine solche Frage umfangreicher beantwortet zu bekommen, musst Du schon in einen größeren Kommentar zum WaffG gucken. Was ein „verschlossenes Behältnis“ für ein Einhandmesser ist, ist nämlich Auslegungssache und zwar im konkreten Sinne. Wie groß ist denn der Aufwand, um das Vorhängeschloss von Deiner Schachtel abzureißen?
Julia sagt:	6. Juli 2016 um 00:05	Ich blicke gar nicht mehr durch. Ich wollte mir ein tauchermesser mit beingurt kaufen mit einer klingenlänge unter 10 cm auf jeden Fall. Auserdem eine Art butterfly Messer aber da habe ich mich noch nicht genauer umgeguckt.
Darf ich den mit sowas dann Abends rausgehen? Ich verlasse mich nicht auf Pfeffer spray.
Reg sagt:	6. Juli 2016 um 02:27	Hi Julia,
(als Taucher) kann ich dich beruhigen – Tauchermesser sind feststehende Messer, die meist unter 12 cm ausfallen (wie in deinem Fall). Da gibt es keine Probleme bei Besitz oder Transport.
ABER – falls „Abends rausgehen“ Veranstaltungsorte beinhaltet, sind auch diese meist tabu (bzw würden von der Security aufbewahrt).
Butterfly Messer sind zwar ursprünglich Fischermesser gewesen – heutzutage werden sie aber zu 99% für Raubüberfälle genutzt, wenn sie denn zum Einsatz kommen. Sie sind in Deutschland zusammen mit Schlagringen, Wurfsternen und Ähnlichen grundsätzlich verboten – auch der Besitz. Würde so etwas bei einer zufälligen Besichtigung deiner Wohnung durch Beamte gesehen werden, gäbe es sofort eine Strafe (meist Bußgeld mit ca. 300-800€) und das Ding wärst du natürlich ebenfalls los.
Im Grunde würdest du es auch regulär gar nicht erst angeboten bekommen in Deutschland (Tschechien Reisende, sollten genau da aufpassen – denn die Polizei kennt diese Lieblingssouveniers des Yellowmarket).
Auch bei Pfefferspray sollte deine Antwort stets „zur Abwehr der Nachbarshunde“ lauten. Vorsätzlich ein Tierabwehrspray zur Verteidigung gegen Menschen mitzuführen ist an sich ebenfalls nicht zulässig (wenn der Polizist blöd kommt, hätte er das Recht es dir abzunehmen). Ansonsten bist du mit Pfefferspray gut beraten. Je nachdem würde ich zwei Stück von einem (Ballistischen) „Strahl“ kaufen. Mit einem vorher Zielen üben (immer mit dem Daumen abdrücken etc) und einen später zum Mitführen.
Die Version mit „Nebel“ kann in einer kritischen Situation durch Wind auf dich zurückkommen. Dann wärst du ebenfalls blind und atemlos – keine gute Voraussetzung für eine Flucht.
Was meistens auch reicht, ist ein Kubotan als Schlüsselanhänger o.ä. Damit kann auch eine Frau ausreichend Schmerz zufügen, um fliehen zu können (wird oft unterschätzt).
Jede Waffe ist nur so gut wie ihre Verfügbarkeit. In Sachen Verfügbarkeit reicht „Handtasche“ oft nicht – sie sollte griffbereit und damit zB in der Jackentasche geführt werden.
lone sagt:	6. Juli 2016 um 16:41	ich hab mal ne frage es wird ein anerkannter zweck erwähnt ist Selbstverteidigung ein anerkannter zweck ?
Lubi sagt:	6. Juli 2016 um 16:53	Leider nicht! Man darf ja gerade kein Einhandmesser für alle Fälle z. B. im Auto aufbewahren (s. Eingangspost). Aber wenn man das Messer gerade vom Büro im verschlossenen Handschuhfach in die Wohnung transportiert, darf man es bestimmt in einem plötzlich auftretenden Selbstverteidigungsfall benutzen.
Die Kommentare auf dieser Website erfolgen nicht druch Rechtsanwälte unserer Kanzlei und sind so manches mal auch rechtlich unzutreffend (der obige Kommentar ist zutreffend ;-)). Wenn Sie zuverlässigen Rechtsrat wünschen, wenden Sie sich an eine Rechtsanwältin oder erteilen gleich uns einen Auftrag. In einfachen Fällen können Sie auch die kostenpflichtige Rufnummer 09001- 72 4 968 (09001-RA 4 YOU) (2,99 EUR/Min. aus dem Festnetz; ggf. abweichende Preise aus Mobilfunknetzen) verwenden.
Sorry, aber das mußte ‚mal wieder gesagt werden, nachdem hier immer wieder Fragen gestellt werden und die Antworten darauf teilweise völlig falsch sind.
Lubi sagt:	7. Juli 2016 um 13:23	Ich glaube, dass die Mitteilung von @Reg, dass man für den Besitz eines Butterflymessers nur ein Bußgeld erhält, falsch ist. Der Besitz der vier bösen Messer (Spring-, Fall-, Butterfly und Faustmesser) ist wohl eine Straftat; das Speedlock natürlich ausgenommen.
erwin sagt:	7. Juli 2016 um 19:36	Es stimmt dass Spring-, Fall-, Butterfly und Faustmesser grundsätzlich zu den verbotenen Gegenständen zählen.
Bei Springmessern gibt es aber eine Ausnahme vom Verbot wenn sie
Sie gelten jedoch immer als Waffe, Besitz ab 18, Führen lt §42a WaffG verboten.
Reg sagt:	8. Juli 2016 um 01:13	@Lubi – Die Angabe des Bußgelds war ein Erfahrungswert, von dem, wie die Strafen ausfallen. Dabei ging ich von einer nicht vorbestraften Person aus, die diese Waffe weder eingesetzt noch öffentlich mit dabei hatte (sondern, wie beschrieben, im Besitz vorgefunden wurde).
Theoretisch wären Strafen bis zu 2 Jahren möglich, aber bei dem oben genannten Szenario nicht verhältnismäßig (da muss schon mehr passieren bzw mehr als nur eine Waffe vorliegen).
Reg sagt:	8. Juli 2016 um 01:28	# Ich korrigiere – bis zu 3 Jahre. Die angegebenen Geldstrafen können viel höher ausfallen.
Von allem, was ich bisher lesen konnte, bewegten sie sich aber bei unter 1000 €.
Niklas Schindler sagt:	9. Juli 2016 um 14:31	Ist Selbstverteidigung nicht auch ein Grund ein Einhandmesser mit sich zu führen ?
Lubi sagt:	9. Juli 2016 um 18:35	Nein, siehe nur ein paar Posts weiter oben. Denkt doch mal nach, Freunde! Wenn das ein Grund wäre, gäbe es kein Führungsverbot! Jeder, aber wirklich jeder, könnte sagen, er hat das Einhandmesser zu Selbtsverteidigungszwecken dabei. Der Gesetzgeber ist zwar häufig ein Sesselfurzer, aber er ist nicht blöd. Meiner Meinung nach ist das ganze gezielte Schikane! Weiter will ich mich lieber nicht auslassen!
Ichbinabstecher AMK sagt:	24. Juli 2016 um 16:24	In Österreich gibt es kein Besitz oder Führungsverbot Für Messer. Auch die „Bösen“ Butterflymesser sind erlaubt. Dort wird aber nicht Tagtäglich jemand Erstochen.
Zepf Hubert sagt:	25. Juli 2016 um 23:28	Solche Gesetzregelungen (Einhandmesser usw.) ,spiegeln, die Dummheit unserer Gesetzgeber. Es verhindert nichts und entwaffnet,schleichend die Bürger.
Hajo Schmidt sagt:	28. Juli 2016 um 23:06	Egal ob Messer, Pistole oder Beil es ist nie die Waffe, sondern der „böse“ Mensch dahinter der
tötet. Als Junge bei der CVJM war man vor 40 Jahren noch auf sein feststehendes Fahrenmesser
stolz. Wir müssen wohl leider akzeptieren dass
Rechte immer mehr eingeschränkt werden.
Für mich ist ein Einhandmesser eine “ füher BUK Knife“ ein Camping oder auch beim Bergsteigen
ein wertvoller Helfer. Wer kriminelles damit anfangen will kann das auch mit dem OBI Einhand Teppichcutter tun! Wo ist da die Polizei die die Hsndwerkskunden kontrolliert und wegen Verstoß gehen das Waffengesetz anklagt?
Timmsen sagt:	31. Juli 2016 um 15:02	Ich wollte mir für jeglichen Outdooreinsatz ein Outdoormesser kaufen, sprich im Wald, Wanderungen und Camping. Würde das schon als Rechtfertigung ausreichen um ein Messer mit feststehender Klinge über 12cm zu führen? (In meinem Fall 13 cm..) Auch wenn man dort eher selten kontrolliert wird, möchte ich da doch auf der sicheren Seite sein.
erwin sagt:	31. Juli 2016 um 16:41	@Timmsen: Der §42a ist leider (oder absichtlich) so schwammig formuliert dass da keine Rechtssicherheit herrscht. Z.B: Wo beginnt Wandern? Vor deiner Haustür? Am Parkplatz? Wenn du sicher gehen möchtest bleib bei max 12cm.
pavel sagt:	8. August 2016 um 06:29	Also wenn ich jetzt ein einhandmesser mit einer klingenlänge von 8,5cm in mein Koffer mitnehme könnte ich dann eine anzeige bekommen ?
Dieter sagt:	12. August 2016 um 23:29	Wie sind eigentlich einhändig zu öffnende Leatherman zu sehen?
Das häufig verkaufte Modell Wave hat zwei Klingen, die viele Einhandmesser blass aussehen lassen, ist aber von der Nutzung ein Werkzeug.
erwin sagt:	13. August 2016 um 00:30	Im §42a ist keine Ausnahme für „Werkzeug“ vorgesehen. Die Meisten der unter den § fallenden Messer sind Werkzeuge.
Otto Normalbürger sagt:	13. August 2016 um 11:39	Ja so ist das leider. Jeder der ein Leatherman im Alltag dabei hat ist ein Verbrecher ^^
Dieter sagt:	13. August 2016 um 11:56	So kurz beantwortet bin ich noch nicht überzeugt:
1. Abs. 1 Nr. 3 spricht von Messern. Ausnahmen werden generell nicht gelistet. Aber ist ein Multitool überhaupt ein Messer? Eine in eine „Mini-Werkstatt“ eingebaute Klinge muss nicht zwingend dazu führen. Ein Hobel und ein Stecheisen haben auch scharfe Klingen, werden aber wahrscheinlich dennoch nicht als Messer gesehen – das Tatbestandsmerkmal „einhändig zu öffnen“ sei daher an dieser Stelle getrennt, weil das Öffnen eines Nicht-Messers von § 42 a nicht beachtet wird.
2. Abs. 2 Nr.3 i. V. m. Abs. 3 heben, sollte das Multitool dennoch als Einhandmesser eingestuft werden, die Regelung des Abs. 1 Nr. 3 auf, sofern es einem allgemein anerkannten Zweck (als Nicht-Waffe) dient. Das könnte bei einem Multitool als „Werkzeug ohne Waffenintention“ möglicherweise zugestanden werden. Mit diesen Interpretationen wäre es interessant, was Gerichte / Kommentare dazu gesagt haben.
MadDoc sagt:	31. August 2016 um 12:57	Hilfe!
Wir sind alle potenzielle Verbrecher.
Kann ich mir selber noch trauen?
Arno sagt:	2. September 2016 um 13:01	Ist es einem einarmigen Mensch erlaubt ein Einhandmesser zu führen?
Schließlich wäre für ihn ein Zweihandmesser nutzlos?
Otto Normalbürger sagt:	2. September 2016 um 13:02	@Arno das ist eine gute Frage. Gelten für Behinderte die gleichen Gesetze wie für gesunde Menschen?
erwin sagt:	2. September 2016 um 13:09	Lesen hilft:
>>>(2) Absatz 1 gilt nicht
für das Führen der Gegenstände nach Absatz 1 Nr. 2 und 3, sofern ein berechtigtes Interesse vorliegt<<<
Achim Hahnfeld sagt:	3. September 2016 um 16:15	Das Problem des Waffengesetzes ist seine Entstehung. Es wurde im Bundestag nach dem brüchtigten 11. September und unter der dem Eindruck weiterer Medienwirksamer Ereignisse mit „heißer Nadel gestrickt“.
Direkt nach dem 11. September war das Mitführen jeglicher gefährlichen Gegenstände in der Kabine im Flugzeug verboten. Hierunter fielen auch auch die Nagelscheren und die Haarsprays.
Nagelscheren können sehr gut als Stichwaffe benutzt werden, wenn man Zeige- und Mittelfinger durch die Fingeösen schiebt und die Schere als Verlängerung der Faust einsetzt. Haarsprays und Gasfeuerzeuge bilden ebenfalls eine sehr brandgefährliche Kombination.
Nachdem aber die Ehefrauen der Brüsseler Entscheider permanent ihrer Schönheitsmittel vor dem Flug verlustig gingen und sie deswegen begannen ihre Ehemänner unter Druck zu setzen, wurde diese regiede Regelung nicht nur aufgeweicht, sondern abgeschafft.
Nun mußte ein Waffengesetz her.
Leider sind Beamte in deutschen Bundesministerien nicht nur weisungsgebunden sondern sehr oft nur Volkswirte oder mittelprächtige Juristen.
Fast nie sind Sie Fachleute. Historicker und Museumsdirektoren sind bessere Waffenexperten (Hieb- und Stichwaffen) als die Bediensteten im BMI (federführend für dieses Waffengesetzt).
Sichtbarster Beleg hierfür ist der Begriff der Klingenlänge.
Ein (Waffen-)Schmied hätte jedem wohltituliertem Beamten gesagt, was genau die Klingenlänge bzw. die Länge der Klinge ist! Die Länge über Alles!
Genau, die Klinge ist nämlich das ganze Messer oder das ganze Schwert. Inklusive Griffstück, Parierstange und Fehlschärfe. Nicht nur das geschärfte Blatt!
Auch bedurfte es im Vorfeld schon einer Höchstrichterlichen Entscheidung, um den Polizei- und Inneministeriumsbeamten den Unterschied zwischen Führen und Transportieren klar zu machen!
Grob gesagt ist der Unterschied ob das Corpus delicti zugriffssicher verwahrt ist oder ein sofortiger Zugriff erfolgen kann.
Entgegen der Auslassungen in der oben zitierten Urteilsbegründung gibt es durch die Mängel im Waffengesetz inzwischen so viele Klar- & Richtigstellungen (meist durch Verordnung) und Ausnahmen, daß sich das alleinige Berufen auf den scheinbar erkennbaren Willen des Gesetzgebers wie Hohn ausnimmt.
Hätte der Handwerker dieses beklagte Messer nur in einer kleinen Tasche (Federtasche?) mit geschlossenem Reißverschluß verwahrt und diese ins geschlossene Handschuhfach gelegt, wäre uns wohl dieses widersinnige Urteil und ihm die Strafe erspart geblieben.
Übrigends dürfen Bergsteiger, Dachdecker und auch Taucher solch ein Einhandmesser mit feststellbarer ‚Klinge‘ wärend der Ausübung ihrer Tätigkeiten inzwischen auch wieder außerhalb ihrer Wohnung oder eines umfriedeten Grundstücks führen und sogar benützen.
Auch Feuerwehrleute dürfen auf dem Weg zur oder von der Einsatzstelle solcherlei Gegenstand (mit-)führen.
Noch ein Irrsinn dieses Gesetzes: eine Axt darf geführt werden! Wenn dann noch die Schneide am Blatt, die Schärfe, nur bis 6,5 cm breit ist verfängt auch das Argument der bedingten Maximallänge nicht.
Der Leatherman bzw. das schweizer Gegenstück von Victorinox gelten laut Festlegung des BMI als Taschenmesser und nicht als Werkzeug, weshalb es nicht grundsätzlich zu den im Handgepäck verbotenen Gegenständen (s. LBA / Bundespolizei) gehört, sofern das integrierte Messer nicht länger als 6 cm ist, auch wenn eine Zange oder eine Säge in diesem Multitool integriert sind.
Beachtet aber, daß ein Mitführen im Handgepäck trotzdem untersagt werden kann, wenn ein Verbleib im Handgepäck oder an der Person, z.B. aufgrund des Verhaltens der mitführenden Person, zu einer Gefährdung der Sicherheit im Luftverkehr führen kann. Ein Beweis muß hier seitens der Behörden oder der Lufsicherheitsassistenten nicht erbracht werden. Ein begründeter Verdacht ist hier zu unser aller Schutz ausreichend.
erwin sagt:	3. September 2016 um 17:20	>>Das Problem des Waffengesetzes ist seine Entstehung. <>Es wurde im Bundestag nach dem brüchtigten 11. September und unter der dem Eindruck weiterer Medienwirksamer Ereignisse mit „heißer Nadel gestrickt“.<<
Der §42a wurde am 01.04,2008 wirksam und im Bundestag mit der Bekämpfung der Jugendkriminalität begründet. Ein Zusammenhang mit 9/11 erscheint mir *hüstel* unglaubwürdig.