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Timestamp: 2016-10-24 05:24:42
Document Index: 254541400

Matched Legal Cases: ['Art. 61', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 109', 'Art. 109', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_878/2014 � � Urteil vom 7. Oktober 2014
A.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Peter Wicki,
A.________ (geb. 1989) kam 2007 aus der Dominikanischen Republik im Familiennachzug in die Schweiz und erhielt hier eine Niederlassungsbewilligung. Am 24. Mai 2013 heiratete sie einen Landsmann, den sie in der Folge in die Schweiz nachziehen wollte. Im Rahmen des entsprechenden Gesuchs stellte das Amt f�r Migration des Kantons Luzern fest, dass sich A.________ w�hrend �ber sechs Monaten im Ausland aufgehalten hatte; es hielt am 16. September 2013 deshalb fest, dass ihre Niederlassungsbewilligung erloschen sei (Art. 61 Abs. 2 AuG; SR 142.20). Die hiergegen eingereichten kantonalen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg. A.________ beantragt vor Bundesgericht, das Urteil des Kantonsgerichts des Kantons Luzern vom 1. September 2014 aufzuheben, ihr die Niederlassungsbewilligung zu belassen bzw. festzustellen, dass diese nicht erloschen sei. Sie macht geltend, der angefochtene Entscheid verletze Art. 8 EMRK und den Grundsatz von Treu und Glauben (Art. 9 BV).
2.1.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, wie die Vorinstanz ihn festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann diesen bloss berichtigen oder erg�nzen, wenn er offensichtlich unrichtig ist oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensrechte ermittelt wurde (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die beschwerdef�hrende Person muss rechtsgen�gend dartun, dass und�
inwiefern�der festgestellte Sachverhalt bzw. die beanstandete�
Beweisw�rdigung�sich als klar und eindeutig mangelhaft, mit anderen Worten willk�rlich, erweist (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3; 133 II 350 E. 1.3).
2.2.�Willk�r liegt nicht bereits dann vor, wenn eine andere Sicht ebenfalls vertretbar oder sogar zutreffender erscheint, sondern nur, wenn sich die vorinstanzliche Beurteilung als offensichtlich unhaltbar erweist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt bzw. in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 134 I 140 E. 5.4 S. 148 mit Hinweisen). Auf rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung und an der Beweisw�rdigung geht das Bundesgericht nicht weiter ein (BGE 136 II 101 E. 3 S. 104 f.). Die Beschwerdef�hrerin wiederholt weitgehend, was sie bereits im kantonalen Verfahren vorgebracht hat; mit den Ausf�hrungen dazu im angefochtenen Entscheid setzt sich in verfassungsrechtlicher Hinsicht nicht auseinander. Sie stellt lediglich ihre Sicht der Dinge jener der Vorinstanz gegen�ber, zeigt indessen nicht auf, inwiefern deren Beweisw�rdigung willk�rlich w�re.
2.3.�Dies ist auch nicht ersichtlich: Die Vorinstanz hat es als wenig glaubw�rdig erachtet, dass der Stiefvater sich - wie erst im Rechtsmittelverfahren behauptet - mit s�mtlichen entscheidwesentlichen Fakten vor der Ausreise an das Migrationsamt gewendet hat, wo ihm mitgeteilt worden sein soll, dass die 18 Monate dauernde Ausbildung zur Coiffeuse der Beschwerdef�hrerin in Santo Domingo bez�glich ihrer Niederlassungsberechtigung keinerlei Probleme stelle. Sie st�tzt sich bei dieser Annahme einerseits auf die widerspr�chlichen Aussagen der Beschwerdef�hrerin, welche im Rahmen des rechtlichen Geh�rs noch nicht behauptet hatte, eine entsprechende Auskunft erhalten zu haben, sondern geltend machte, davon ausgegangen zu sein, sich wie eine Schweizer B�rgerin im Ausland aufhalten zu k�nnen. Andererseits stellte die Vorinstanz darauf ab, dass sich im Dossier der Beschwerdef�hrerin keinerlei Hinweis auf die behauptete Anfrage oder die angeblich erhaltene Auskunft finde. Entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrerin ist es nach dem normalen Lauf der Dinge wenig wahrscheinlich, dass das Migrationsamt auf die Anfrage einer Person hin, welche mitteilt, f�r eine 18 Monate dauernde Ausbildung im Ausland verbleiben zu wollen,�
telefonischerkl�rt, dass dies bewilligungsm�ssig keinerlei Probleme stelle. Zwar erkl�rt der Stiefvater, er habe entsprechende Abkl�rungen vorgenommen, doch mag er sich nicht daran zu erinnern, wer ihm die entsprechende Auskunft zu welchem genauen Ersuchen erteilt haben soll. Schliesslich erscheint zweifelhaft, dass eine Beh�rde dem Stiefvater verbindliche Ausk�nfte im Einzelfall hinsichtlich der Bewilligungssituation der vollj�hrigen Tochter einfach so telefonisch erteilt. Die Beweisw�rdigung der Vorinstanz ist deshalb nicht willk�rlich; diese durfte im Rahmen einer antizipierten Beweisw�rdigung davon absehen, den Stiefvater hierzu selber zu befragen. Die R�ge, wonach der angefochtene Entscheid Art. 8 EMRK verletze, wird nicht begr�ndet, es ist deshalb auf die entsprechenden Vorbringen nicht weiter einzugehen. Ob ein H�rtefall vorliegt, der eine Bewilligungserteilung bzw. Wiedererteilung rechtfertigt, wird das Migrationsamt erst noch zu beurteilen haben.
3.1.�Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegr�ndet und ist ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Erg�nzend wird zur Begr�ndung auf die Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG). Mit dem vorliegenden Urteil in der Sache selber wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.
3.2.�Die unterliegende Beschwerdef�hrerin hat die Kosten f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 1'200.-- werden der Beschwerdef�hrerin auferlegt.