Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=17.08.2004&Aktenzeichen=5%20StR%20197/04
Timestamp: 2013-05-23 12:36:11
Document Index: 107823118

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung BGH, 17.08.2004 - 5 StR 197/04 Volltextver�ffentlichungen (6)
� 239a StGB; � 255 StGB; � 253 StGB; � 250 Abs. 2 Nr. 1 StGBErpresserischer Menschenraub (Sich-Bem�chtigen bei Zwei-Personen-Verh�ltnissen und zwei T�tern); schwere r�uberische Erpressung (unmittelbare Verm�gensgef�hrdung durch das Abpressen einer Geheimnummer im Besitz der EC-Karte bei bevorstehender Nutzung; Schadensvertiefung durch ein folgendes Abheben).
Erpresserischer Menschenraub im Zweipersonenverh�ltnis; r�uberische Erpressung bei N�tigung zur Herausgabe von CE-Karte und Geheimnummer
RA ONLINE , S. 735 (Fallm��ige Aufbereitung - f�r Studienzwecke)
Abpressen von ec-Geheimnummer
NStZ-RR 2004, 333
Wird zitiert von ... (4) BGH, 08.03.2006 - 5 StR 473/05 Erpresserischer Menschenraub (stabile Zwischenlage beim Sich-Bem�chtigen im …Mit der eigenst�ndigen Bedeutung der Bem�chtigungslage ist - in Abgrenzung insbesondere zu den Raubdelikten - lediglich gemeint, dass �ber die in jeder mit Gewalt verbundenen N�tigungshandlung liegende Beherrschungssituation hinaus eine weitergehende Druckwirkung auf das Opfer sich gerade auch aus der stabilisierten Bem�chtigungslage ergeben und der T�ter beabsichtigen muss, die durch das Sich-Bem�chtigen des Opfers geschaffene Lage f�r sein weiteres erpresserisches Vorgehen auszunutzen (BGH NStZ-RR 2004, 333, 334).Mit der eigenst�ndigen Bedeutung der Bem�chtigungslage ist - in Abgrenzung insbesondere zu den Raubdelikten - lediglich gemeint, dass �ber die in jeder mit Gewalt verbundenen N�tigungshandlung liegende Beherrschungssituation hinaus eine weitergehende Druckwirkung auf das Opfer sich gerade auch aus der stabilisierten Bem�chtigungslage ergeben und der T�ter beabsichtigen muss, die durch das Sich-Bem�chtigen des Opfers geschaffene Lage f�r sein weiteres erpresserisches Vorgehen auszunutzen (BGH NStZ-RR 2004, 333, 334).Da der Tatbestand der Erpressung die Raubhandlung mit umfasst, liegt ein erpresserischer Menschenraub auch dann vor, wenn die Bem�chtigungslage f�r einen Raub im Sinne des � 249 StGB ausgenutzt wird (BGH NStZ 2002, 31, 32; NStZ-RR 2004, 333, 334).
BGH, 14.06.2006 - 2 StR 34/06 Vollzug von Untersuchungshaft als Strafmilderungsgrund (Anrechnung auf die …Die Revision macht zu Recht geltend, dass die Verb��ung von Untersuchungshaft grunds�tzlich nicht zu einer Strafmilderung f�hrt (…vgl. BGHR StGB � 46 Abs. 2 Lebensumst�nde 18, 20; BGH NStZ 2005, 212; NStZ-RR 2005, 168, 169; wistra 2001, 105; BGH bei Detter NStZ 2005, 500; Urteile vom 17. August 2004 - 5 StR 197/04 - und vom 13. Februar 2001 - 1 StR 565/00;… Tr�ndle/Fischer, StGB 53. Aufl. � 46 Rdn. 72;… Sch�fer, Praxis der Strafzumessung, 3. Aufl. Rdn. 434;… Tolksdorf in Festschrift f�r Stree und Wessels, 1993, S. 753, 756; a. A. zur Ber�cksichtigung der Untersuchungshaft bei der Strafrahmenwahl BGH StV 1993, 245).
BGH, 04.12.2007 - 3 StR 459/07 Erpresserischer Menschenraub (Zweipersonenverh�ltnis; Bem�chtigungslage; …b) Auf der Grundlage der getroffenen Feststellungen kommt zwar in Betracht, dass sich der Angeklagte B. deswegen des erpresserischen Menschenraubs im Sinne der 2. Alternative des � 239 a Abs. 1 StGB strafbar gemacht hat, weil er zusammen mit L. w�hrend der Dauer der Bem�chtigung durch die Wegnahme der Sparb�cher sowie der weiteren Gegenst�nde aus dem Haus des Nebenkl�gers einen besonders schweren Raub gem�� � 250 Abs. 2 Nr. 1 StGB beging; denn da der Tatbestand der Erpressung den des Raubes mit umfasst (stdg. Rspr., vgl. BGH NStZ 2002, 31, 32; NStZ-RR 2004, 333, 334; NStZ 2006, 448, 449), vermag dies grunds�tzlich die Strafbarkeit wegen erpresserischen Menschenraubes zu begr�nden.
BGH, 30.09.2010 - 3 StR 294/10 Fahren ohne Fahrerlaubnis (Tatbegriff); besonders schwere r�uberische Erpressung …Zwar kann die Kenntnis von den geheimen Zugangsdaten zu einem Bankkonto jedenfalls dann das Verm�gen des Opfers beeintr�chtigen, wenn sich der T�ter zudem im Besitz der zugeh�rigen Bankkarte befindet und ihm deshalb die jederzeitige Zugriffsm�glichkeit auf den Auszahlungsanspruch des Berechtigten gegen�ber der die Karte akzeptierenden Bank er�ffnet ist (BGH, Beschluss vom 17. August 2004 - 5 StR 197/04, NStZ-RR 2004, 333, 334).