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Timestamp: 2016-10-23 14:17:31
Document Index: 128875269

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 51', 'Art. 74', 'BGE', 'Art. 74', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 42', 'Art. 74', 'Art. 241', 'Art. 113', 'Art. 202', 'Art. 113', 'Art. 291', 'Art. 74', 'Art. 113', 'Art. 116', 'Art. 117', 'Art. 106', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 113', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 113', 'Art. 29', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 107', 'Art. 107', 'Art. 113', 'Art. 113', 'Art. 202', 'Art. 113', 'Art. 284', 'Art. 291', 'BGE', 'Art. 202', 'Art. 208', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 64']

5A_952/2015 � � Urteil vom 17. Juni 2016
vertreten durch Rechtsanw�ltin Susanna Mazzetta,
Parteientsch�digung (Ab�nderung des Scheidungsurteils),
A.A.________ und B.A.________ hatten am 29. Januar 1993 geheiratet. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Die Zwillinge C.A.________ und D.A.________ (geb. 1993), E.A.________ (geb. 1995) und F.A.________ (geb. 1997). Mit Entscheid vom 29. Oktober 2012 schied das Bezirksgericht Surselva die Ehe der Eltern. Die Kinder E.A.________ und F.A.________ wurden unter die elterliche Sorge der Mutter gestellt. Der Vater wurde verpflichtet, E.A.________ und F.A.________ Alimente in der H�he von je Fr. 800.-- pro Monat zu zahlen.
B.a.�Am 17. Oktober 2014 reichte A.A.________ beim Kantonsgericht Appenzell Ausserrhoden gegen B.A.________ und seinen Sohn E.A.________ eine 8-seitige Klage auf Ab�nderung des Scheidungsurteils ein. Unter Ziffer 4 seiner Rechtsbegehren stellte er den Verfahrensantrag, die Parteien zu einer Einigungsverhandlung vorzuladen.
B.b.�In der Folge machte die Einzelrichterin des Kantonsgerichts den Rechtsvertreter von A.A.________ darauf aufmerksam, dass er gegen den Sohn E.A.________ im vereinfachten Verfahren mit vorhergehender Schlichtung klagen m�sse. Darauf zog A.A.________ die Klage gegen E.A.________ am 3. November 2014 zur�ck.
B.c.�Mit Verf�gung vom 26. November 2014 stellte die Einzelrichterin die Klage B.A.________ zu und forderte sie auf, binnen dreissig Tagen eine Klageantwort einzureichen. Mit dieser Aufforderung war der Hinweis verbunden, dass zu den Antr�gen des Kl�gers eigene Antr�ge zu stellen und zu begr�nden seien; soweit es sich um finanzielle Begehren handele, seien die Antr�ge zu beziffern. Zu den behaupteten Tatsachen seien die einzelnen Beweismittel zu bezeichnen. Die verf�gbaren Urkunden, die als Beweismittel dienen sollen, seien beizulegen (versehen mit einem nummerierten Verzeichnis). Eine Kopie dieser Verf�gung ging an A.A.________.
B.d.�Mit Entscheid vom 19. Dezember 2014 wies die Einzelrichterin des Kantonsgerichts A.A.________s Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege mangels Bed�rftigkeit ab. Nachdem der Entscheid in Rechtskraft erwachsen war, forderte sie A.A.________ mit Verf�gung vom 9. Januar 2015 auf, einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- zu bezahlen. Gleichentags ersuchte B.A.________ um Erstreckung der Frist f�r die Einreichung der Klageantwort. Die Einzelrichterin entsprach dem Gesuch am 12. Januar 2015; eine Kopie dieses Entscheids ging an A.A.________.
B.e.�Am 2. Februar 2015 ging die 12-seitige Klageantwort von B.A.________ beim Kantonsgericht Appenzell Ausserrhoden ein. Die Eingabe wurde unverz�glich dem Rechtsvertreter von A.A.________ zugestellt.
B.f.�Mit Schreiben vom 3. M�rz 2015 zog A.A.________ auch seine Klage gegen B.A.________ zur�ck.
B.g.�Am 10. M�rz 2015 reichte die Rechtsvertreterin von B.A.________ beim Kantonsgericht ihre Kostennote ein.
B.h.�Mit Entscheid vom 12. M�rz 2015 schrieb die Einzelrichterin des Kantonsgerichts Appenzell Ausserrhoden das Verfahren zufolge R�ckzugs der Klage als erledigt ab. Sie auferlegte A.A.________ die Verfahrenskosten von Fr. 300.-- und verurteilte ihn, B.A.________ eine Parteientsch�digung von Fr. 2'522.05 (inkl. Barauslagen und MWSt) zu bezahlen.
A.A.________ erhob gegen den Kostenentscheid Beschwerde beim Obergericht des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Dieses wies das Rechtsmittel ab, auferlegte A.A.________ die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 800.-- und verpflichtete ihn, B.A.________ eine Prozessentsch�digung von Fr. 1'296.-- zu bezahlen (Entscheid vom 28. Oktober 2015).
Mit Beschwerde und subsidi�rer Verfassungsbeschwerde vom 30. November 2015 wendet sich A.A.________ (Beschwerdef�hrer) an das Bundesgericht. Er verlangt, das Urteil des Obergerichts aufzuheben. Eventualiter sei seine Entsch�digungspflicht im erstinstanzlichen Verfahren (Bst. B.h) auf einen Betrag von maximal Fr. 498.95 festzulegen und entsprechend auch im Beschwerdeverfahren angemessen zu reduzieren. Ferner verlangt der Beschwerdef�hrer f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Eingeladen, sich zur Beschwerde vernehmen zu lassen, beantragt B.A.________, das Rechtsmittel abzuweisen, soweit �berhaupt darauf eingetreten werden kann (Eingabe vom 25. April 2016). Das Obergericht und das Kantonsgericht haben auf eine Vernehmlassung verzichtet und im �brigen auf die Begr�ndung im angefochtenen Entscheid verwiesen (Schreiben vom 5. bzw. 6. April 2016). Zur Wahrung des rechtlichen Geh�rs wurden diese Eingaben dem Beschwerdef�hrer zur Kenntnis gebracht.
Die Vorinstanz best�tigt den erstinstanzlichen Entsch�digungsentscheid aus einem Abschreibungsbeschluss, der in der Sache unbestritten blieb. Im Streit um Nebenpunkte, namentlich hinsichtlich Kostenentscheiden, folgt der Rechtsweg an das Bundesgericht demjenigen der Hauptsache, soweit daf�r keine besonderen Verfahrenswege vorgeschrieben sind (BGE 134 I 159 E. 1.1 S. 160; 134 V 138 E. 3 S. 143 f.). Hier ging es in der Hauptsache um die Ab�nderung von Kinderunterhaltsbeitr�gen, die der Scheidungsrichter festgesetzt hatte (s. Sachverhalt Bst. A und B.a), also um eine verm�gensrechtliche Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG). In verm�gensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beschwerde grunds�tzlich nur zul�ssig, wenn der Streitwert mindestens Fr. 30'000.--- betr�gt (Art. 74 Abs. 1 Bst. b BGG). Hat die Beschwerde an das Bundesgericht ausschliesslich die Festsetzung und Verteilung von Prozesskosten zum Gegenstand und waren schon im vorinstanzlichen Verfahren nur die Kostenfolgen streitig, so bestimmt sich der Streitwert im bundesgerichtlichen Verfahren einzig nach den Rechtsbegehren betreffend diese Kostenfolgen (Urteil 5D_165/2015 vom 22. April 2016 E. 1 mit Hinweisen), wie sie vor der Vorinstanz streitig geblieben waren (Art. 51 Abs. 1 Bst. a BGG). Die Entsch�digung von Fr. 2'552.05, gegen die sich der Beschwerdef�hrer wehrt, erreicht den erw�hnten Mindestbetrag nicht.
2.1.�Ist die Streitwertgrenze nicht erreicht, so ist die Beschwerde in Zivilsachen in einem Fall wie dem vorliegenden trotzdem zul�ssig, wenn sich eine Rechtsfrage von grunds�tzlicher Bedeutung stellt (Art. 74 Abs. 2 Bst. a BGG). Das Bundesgericht legt den Begriff der Rechtsfrage von grunds�tzlicher Bedeutung restriktiv aus. Soweit die aufgeworfene Frage lediglich die Anwendung von Grunds�tzen der Rechtsprechung auf einen konkreten Fall betrifft, besteht von vornherein kein Grund zur Annahme, es stelle sich eine Rechtsfrage von grunds�tzlicher Bedeutung (BGE 134 III 115 E. 1.2 S. 117). Auch der blosse Umstand, dass die aufgeworfene Rechtsfrage noch nie entschieden wurde, gen�gt nicht (Urteil 5D_88/2012 vom 13. Juli 2012 E. 1.3). Die Voraussetzung nach Art. 74 Abs. 2 Bst. a BGG ist demgegen�ber erf�llt, wenn ein allgemeines Interesse daran besteht, dass das Bundesgericht eine umstrittene Frage h�chstrichterlich kl�rt, um eine einheitliche Anwendung und Auslegung des Bundesrechts herbeizuf�hren und damit Rechtssicherheit herzustellen (BGE 139 III 182 E. 1.2 S. 185; 137 III 580 E. 1.1 S. 582 f.; 135 III 397 E. 1.2 S. 399). Eine neue Rechtsfrage kann vom Bundesgericht beurteilt werden, wenn dessen Entscheid f�r die Praxis wegleitend sein kann, namentlich wenn von unteren Instanzen viele gleichartige F�lle zu beurteilen sein werden (BGE 135 III 1 E. 1.3 S. 4 mit Hinweis). Ist eine Beschwerde nur unter der Voraussetzung zul�ssig, dass sich eine Rechtsfrage von grunds�tzlicher Bedeutung stellt, ist im Schriftsatz an das Bundesgericht aufzuf�hren, warum diese Voraussetzung erf�llt ist (Art. 42 Abs. 2 BGG).
2.2.�Im konkreten Fall argumentiert der Beschwerdef�hrer, das Bundesgericht habe - soweit ersichtlich - bisher noch nie die Frage beantwortet, ob der Kl�ger in einem Prozess betreffend die Ab�nderung eines Scheidungsurteils zu einer Parteientsch�digung an die Gegenseite verpflichtet werden kann, wenn er das klageweise begr�ndete Rechtsbegehren noch vor Durchf�hrung der gesetzlich vorgeschriebenen Einigungsverhandlung zur�ckzieht. Wie oben dargelegt (E. 2.1), ist eine Rechtsfrage aber nicht schon deshalb von grunds�tzlicher Bedeutung, weil sie noch nie entschieden wurde.
2.3.�In den Augen des Beschwerdef�hrers geht es auch um die Frage, ob ein Kl�ger, der um die Durchf�hrung einer Schlichtungsverhandlung bittet und dem Gericht daf�r bereits eine Klagebegr�ndung liefert, an diese Klage insofern gebunden ist, als er sein Begehren nicht ohne Kostenrisiko zur�ckziehen kann. Sollte dies zutreffen, so sei er, der Beschwerdef�hrer, gegen�ber einem Kl�ger, der bloss ein unbegr�ndetes Begehren einreicht, "doppelt benachteiligt", weil er sich erstens die M�he der Klagebegr�ndung gemacht habe und zweitens im Falle eines Klager�ckzugs selbst dann kostenpflichtig werde, wenn die Einigungsverhandlung gar nicht stattgefunden habe. Der Beschwerdef�hrer formuliert einfach die (Rechts-) Frage, die er identifiziert haben will, und tadelt die Art und Weise, wie die Vorinstanz die Frage seiner Meinung nach beantwortet, als "gesetzwidrig und auch ungerecht". So l�sst sich nicht begr�nden (Art. 42 Abs. 2 BGG), weshalb die Beschwerde gest�tzt auf Art. 74 Abs. 2 Bst. a BGG ausnahmsweise zul�ssig sein soll (E. 2.1).
2.4.�Schliesslich meint der Beschwerdef�hrer, indem das Obergericht der Beschwerdegegnerin im Schlichtungsverfahren eine Parteientsch�digung zuspreche, sei es von der klaren Bestimmung in Art. 241 Abs. 3 und Art. 113 Abs. 2 [recte: Abs. 1] Satz 1 ZPO abgewichen. "Erschwerend" komme hinzu, dass er das Rechtsbegehren bereits "vor der Ansetzung zu einer Schlichtungsverhandlung" zur�ckgezogen habe. Die Auslegung dieser an sich klaren Bestimmung der ZPO sei eine grunds�tzliche Rechtsfrage, die einer h�chstrichterlichen Klarstellung bed�rfe, zumal sie von den kantonalen Gericht unterschiedlich gehandhabt werde. Sinngem�ss wirft der Beschwerdef�hrer damit die Frage auf, ob die Regel, wonach im Schlichtungsverfahren (Art. 202 ff. ZPO) keine Parteientsch�digungen gesprochen werden (Art. 113 Abs. 1 Satz 1 ZPO), auch in der Einigungsverhandlung (Art. 291 ZPO) gilt, deren Durchf�hrung er ausdr�cklich verlangt hatte (s. Sachverhalt Bst. B.a) bzw. im Ab�nderungsprozess unterstellt. Damit aber vermengt der Beschwerdef�hrer die Frage der Zul�ssigkeit seiner Beschwerde nach Massgabe von Art. 74 Abs. 1 Bst. a BGG mit der Begr�ndetheit in der Sache. Allein dass die Vorinstanz (angeblich) von einer (vermeintlich) klaren gesetzlichen Vorgabe abgewichen ist, f�hrt nicht zur Annahme einer Rechtsfrage von grunds�tzlicher Bedeutung. Im Gegenteil: H�lt der Beschwerdef�hrer die fragliche Bestimmung schon f�r "klar", so ist nicht ersichtlich, inwiefern es bei der von ihm aufgeworfenen Frage um mehr oder etwas anderes als um die blosse Anwendung dieser Vorschrift im konkreten Fall gehen k�nnte, die f�r sich allein genommen die ausnahmsweise Zul�ssigkeit der Beschwerde nicht zu begr�nden vermag (E. 2.1). Auch die blosse Behauptung, dass "diese Frage" in den Kantonen unterschiedlich gehandhabt wird, hilft dem Beschwerdef�hrer nicht weiter. Dass die kantonalen Instanzen mit einer Vielzahl gleichartiger F�lle konfrontiert sind oder sein werden und sich ein Entscheid des Bundesgerichts deshalb aufdr�ngt, macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend.
2.5.�Falls dem Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht der Nachweis gelingen sollte, dass das Obergericht mit dem angefochtenen Entscheid tats�chlich grundlos von einer klaren gesetzlichen Bestimmung abgewichen ist, k�nnte er sich auch von seiner Willk�rr�ge Erfolg versprechen. Was es damit auf sich hat, wird im Folgenden zu pr�fen sein. Mit Blick auf die Zul�ssigkeit der Beschwerde in Zivilsachen bleibt es nach dem Gesagten dabei, dass dieses Rechtsmittel mangels Erreichens der Streitwertgrenze nicht zul�ssig ist (E. 1). Der Beschwerdef�hrer ist damit auf die subsidi�re Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG) verwiesen.
Mit der Verfassungsbeschwerde kann nur die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (Art. 116 BGG). Hierf�r gilt das strenge R�geprinzip (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG). Der Beschwerdef�hrer muss in seiner Eingabe pr�zise angeben, welche verfassungsm�ssigen Rechte verletzt worden sind, und im Einzelnen substantiiert darlegen, worin die Verletzung besteht. Eine �berpr�fung von Amtes wegen, wie sie dem Bundesgericht hinsichtlich des Gesetzes- und Verordnungsrechts des Bundes zusteht (Art. 106 Abs. 1 BGG), findet nicht statt. Das Bundesgericht untersucht deshalb nicht von sich aus, ob der angefochtene kantonale Entscheid verfassungsm�ssig ist. Es pr�ft nur rechtsgen�gend vorgebrachte, klar erhobene und soweit m�glich belegte R�gen. Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 396 E. 3.2 S. 399 f.). Wer sich auf eine Verletzung des Willk�rverbots (Art. 9 BV) berufen will, kann sich demnach nicht darauf beschr�nken, die Sach- oder Rechtslage aus seiner Sicht darzulegen und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willk�rlich zu bezeichnen. Vielmehr ist anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen darzutun, inwiefern das kantonale Gericht willk�rlich entschieden haben soll und der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 117 Ia 10 E. 4b S. 11 f.). Im �brigen muss die Begr�ndung der Beschwerde an das Bundesgericht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) in der Rechtsmitteleingabe selbst enthalten sein. Blosse Verweise auf andere Rechtsschriften oder sonstige Dokumente gen�gen nicht (BGE 133 II 396 E. 3.2 S. 400).
Im Schriftsatz des Beschwerdef�hrers findet sich ein Abschnitt mit dem Titel "Subsidi�re Verfassungsbeschwerde (Willk�r) ". Neben Willk�r in der Anwendung der ZPO (s. unten E. 5) will der Beschwerdef�hrer auch eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) und seines Anspruchs auf Zugang zum Gericht (Art. 29a BV) ausgemacht haben. Angesichts ihrer formellen Natur sind diese Vorw�rfe zuerst zu pr�fen.
4.1.�Als Geh�rsverletzung wirft der Beschwerdef�hrer dem Obergericht vor, �berhaupt nicht auf seine R�ge einzugehen, wonach die streitige Parteientsch�digung f�r die Beschwerdegegnerin Art. 113 Abs. 1 ZPO verletze, und nicht zu begr�nden, weshalb diese ZPO-Bestimmung im konkreten Fall keine G�ltigkeit haben soll. Der Beschwerdef�hrer verkennt die Anforderungen an die Begr�ndungspflicht, wie sie sich aus Art. 29 Abs. 2 BV ergeben. Aus dem Geh�rsanspruch folgt nicht, dass sich der Richter zu allen Punkten einl�sslich �ussern und jedes einzelne Vorbringen widerlegen muss (zum Ganzen: BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88; 133 III 439 E. 3.3 S. 445). Zu begr�nden ist vielmehr das Ergebnis des Entscheides, das im Urteilsspruch zum Ausdruck kommt und das allein die Rechtsstellung der betroffenen Partei ber�hrt. Die Begr�ndung ist also nicht an sich selbst, sondern am Rechtsspruch zu messen (Urteil 5A_382/2013 vom 12. September 2013 E. 3.1). Eingedenk dessen ist dem Obergericht keine Verfassungswidrigkeit vorzuwerfen. Das Obergericht bringt hinreichend zum Ausdruck, warum es den erstinstanzlichen Kostenentscheid sch�tzt. Ob es dabei in unzul�ssiger Weise die in Art. 113 Abs. 1 ZPO enthaltenen Vorgaben "ausgeblendet" hat, ist nicht eine Frage des rechtlichen Geh�rs, sondern eine solche der vorinstanzlichen Rechtsanwendung, die das Bundesgericht hier nur auf die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte hin �berpr�ft (E. 3).
4.2.�Was die angebliche Verletzung von Art. 29a BV angeht, res�miert der Beschwerdef�hrer einfach aus seiner Sicht, wie es zum erstinstanzlichen Verfahren gekommen war. Er beteuert, sich um eine g�tliche Einigung bem�ht zu haben, und erinnert daran, dass er im Vertrauen auf die Einigungsverhandlung unter der umsichtigen Leitung und kundigen Hilfe des Familienrichters eine Klage eingereicht und um das Armenrecht ersucht habe. Seinen Klager�ckzug erkl�rt er damit, dass ihm die unentgeltliche Rechtspflege verweigert worden sei und er den Gerichtskostenvorschuss mit Blick auf die bevorstehende Vollj�hrigkeit seiner Tochter nicht habe aufbringen wollen. Diese Schilderungen m�nden im pauschalen Vorwurf, die Art und Weise, wie die Erstinstanz den Prozess geleitet habe, habe zur Folge, dass jeder Kl�ger es sich zweimal �berlegen m�sse, die Schlichtung anzurufen, ansonsten er leicht Gefahr laufe, "zwischen Stuhl und B�nke zu fallen". Allein mit derlei appellatorischem Tadel gen�gt der Beschwerdef�hrer den Begr�ndungsanforderungen im Verfahren der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde (E. 3) nicht. Die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege im erstinstanzlichen Verfahren ist nicht Gegenstand des vorliegenden Prozesses. Soweit es an den Voraussetzungen f�r die Gew�hrung des Armenrechts fehlte, besteht auch im Lichte der Rechtsweggarantie kein weitergehender Anspruch darauf, das Verfahren trotzdem unentgeltlich durchf�hren zu k�nnen (Urteil 5D_158/2013 vom 24. September 2013 E. 5 mit Hinweis).
Zu beurteilen bleibt, ob das Obergericht die Zivilprozessordnung willk�rlich anwendet.
5.1.�Jede Person hat Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willk�r und nach Treu und Glauben behandelt zu werden (Art. 9 BV). Willk�r in der Rechtsanwendung liegt nach st�ndiger bundesgerichtlicher Praxis nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder sogar vorzuziehen w�re; sie ist erst gegeben, wenn ein Entscheid auf einem offensichtlichen Versehen beruht, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 135 V 2 E. 1.3 S. 4 f.; 136 III 552 E. 4.2 S. 560). Dabei gen�gt es nicht, wenn der angefochtene Entscheid sich nur in der Begr�ndung als unhaltbar erweist. Eine Aufhebung rechtfertigt sich erst, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 135 V 2 E. 1.3 S. 5; 136 I 316 E. 2.2.2 S. 319). Mit Blick auf die hier streitigen Fragen ist �berdies zu ber�cksichtigen, dass die Art der Verfahrensleitung nach Massgabe der Zivilprozessordnung - und damit auch die Frage, wann die Klage der Gegenpartei zugestellt und ihr Frist zu deren Beantwortung angesetzt werden soll - weitgehend in das Ermessen des Gerichts gestellt ist (BGE 140 III 159 E. 4.2 und 4.3 S. 162 ff.). Eine willk�rliche Aus�bung des Ermessens liegt vor, wenn die urteilende Beh�rde das ihr zustehende Ermessen missbraucht oder es �berschreitet. Das ist der Fall, wenn der Entscheid auf einer unhaltbaren W�rdigung der Umst�nde des Falles beruht, mit Recht und Billigkeit nicht vereinbar ist, Umst�nde nicht ber�cksichtigt, die eine Rolle spielen, oder umgekehrt unwesentliche Umst�nde in Betracht zieht (vgl. BGE 109 Ia 107 E. 2c S. 109; Urteil 5A_454/2010 vom 27. August 2010 E. 3.1).
5.2.�Das Obergericht l�sst offen, ob der Richter im Verfahren betreffend die Ab�nderung des Scheidungsurteils befugt sei, der beklagten Partei vor der Durchf�hrung einer Einigungsverhandlung Frist f�r eine Klageantwort anzusetzen. Es nennt drei Gr�nde, weshalb der Beschwerdef�hrer der Beschwerdegegnerin f�r deren Aufwand im erstinstanzlichen Verfahren eine Entsch�digung schulde. Zuerst erkl�rt es, angesichts der 8-seitigen detaillierten Klage des Beschwerdef�hrers h�tte eine umsichtige und vorsichtige Anw�ltin auch ohne richterliche Aufforderung zur Einreichung einer Klageantwort von sich aus schon vor der Einigungsverhandlung eine Klageantwort eingereicht. Deswegen sei die Aufforderung der Einzelrichterin des Kantonsgerichts an die Anw�ltin der Beschwerdegegnerin, eine Klageantwort einzureichen (s. Sachverhalt Bst. B.c), f�r den geltend gemachten "Schaden" (die Parteientsch�digung f�r die Bem�hungen dieser Anw�ltin) gar nicht kausal. Selbst wenn man dieser Meinung nicht folgen wolle, stelle sich - zweitens - die Frage, wer denn die Aufwendungen der Anw�ltin der Beschwerdegegnerin bezahlen soll. Die Beschwerdegegnerin selbst scheide als obsiegende Partei f�r eine Zahlungspflicht aus. Dasselbe gilt dem angefochtenen Entscheid zufolge auch f�r den Kanton. Zwar k�nne das Gericht gem�ss Art. 107 Abs. 2 ZPO die Gerichtskosten, die weder eine Partei noch Dritte veranlasst haben, aus Billigkeitsgr�nden dem Kanton auferlegen. Das Bundesgericht habe aber erst vor kurzem entschieden, dass Art. 107 Abs. 2 ZPO keine Grundlage biete, die Parteientsch�digung dem Kanton zu �berbinden. Zuletzt weist das Obergericht darauf hin, dass der Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers eine Kopie des Schreibens erhalten habe, mit dem die Beschwerdegegnerin zur Klageantwort aufgefordert worden war (s. Sachverhalt Bst.). Es h�lt dem Beschwerdef�hrer vor, dagegen nichts unternommen zu haben. Auch auf die Gesuche, mit denen die Beschwerdegegnerin um eine Erstreckung der Klageantwortfrist ersucht habe und die ihm ebenfalls zugestellt worden seien, habe der Beschwerdef�hrer nicht reagiert. Es sei h�chst fraglich, ob dieses Verhalten Treu und Glauben entspricht. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung k�nne sich derjenige, der keine Abnahme der Frist beantrage, nicht im Nachhinein dar�ber beklagen, die gerichtliche Verfahrensleitung habe seine finanziellen Interessen nicht gewahrt.
5.3.�F�r den Beschwerdef�hrer ist die vorinstanzliche Anwendung von Art. 113 Abs. 1 ZPO ein "Rechtsspruch contra legem", der als "grobe und offensichtliche" Rechtsverletzung einen "Willk�rakt" darstellt. In seinen Augen "kann es nicht sein", dass ein Gericht ihm, der bloss den Rechtsschutz gesucht habe, die unentgeltliche Rechtspflege verweigere, um ihm dann, nachdem er den Gerichtskostenvorschuss nicht aufzubringen vermocht habe und deshalb seine Rechtsbegehren habe zur�ckziehen m�ssen, noch eine Parteientsch�digung aufzuerlegen, obwohl die Beschwerdegegnerin vor Gericht gar nicht zur Abgabe einer notwendigen Klageantwort h�tte verpflichtet werden d�rfen. Allein damit ist eine willk�rliche Anwendung von Art. 113 Abs. 1 ZPO nicht dargetan. Der erste Satz der zitierten Norm besagt, dass im�
Schlichtungsverfahren�(Art. 202 ff. ZPO) keine Parteientsch�digungen gesprochen werden d�rfen. Auch in seiner Begr�ndung der ordentlichen Beschwerde �ussert sich der Beschwerdef�hrer in keiner Weise zur Frage, welche Gr�nde daf�r sprechen, Art. 113 Abs. 1 Satz 1 ZPO im Falle einer (allf�lligen) Einigungsverhandlung in einem Ab�nderungsprozess (Art. 284 Abs. 3 i.V.m. Art. 291 ZPO) anzuwenden. Im Ergebnis fehlt es an einer Erkl�rung, weshalb sich eine solche L�sung in geradezu zwingender Weise als einzig richtige aufdr�ngt. Nur unter dieser Voraussetzung k�nnte von Willk�r in der Rechtsanwendung gesprochen werden (E. 5.1).
5.4.�Als "willk�rlich" bezeichnet der Beschwerdef�hrer auch die vorinstanzliche Vorhaltung, sein Anwalt h�tte gegen die Verf�gung vom 26. November 2014 (s. Sachverhalt Bst. B.c) opponieren m�ssen. Er will sich damit rechtfertigen, dass gegen verfahrensleitende Entscheide keine Rechtsmittel bestehen und das Kantonsgericht auch kein solches Rechtsmittel einger�umt habe. Zudem w�re auch die Beschwerdegegnerin gehalten gewesen, sich erst an der Einigungsverhandlung zu den begr�ndeten Rechtsbegehren zu �ussern. Auch damit vermag der Beschwerdef�hrer nichts auszurichten. Dass ihm das Obergericht entgegenh�lt, kein Rechtsmittel gegen die besagte Verf�gung ergriffen zu haben, l�sst sich dem angefochtenen Entscheid nicht entnehmen. Inwiefern er das Kantonsgericht im Anschluss an den abschl�gigen Bescheid im Armenrechtsverfahren (s. Sachverhalt Bst. B.d) nicht darum h�tte ersuchen k�nnen, mit Blick auf einen allf�lligen Klager�ckzug auf die Einholung einer Klageantwort zur�ckzukommen und die Beschwerdegegnerin entsprechend zu informieren, tut der Beschwerdef�hrer nicht dar (vgl. BGE 140 III 159 E. 4.2.1 S. 163 f.).
5.5.�Die vorinstanzliche Erkenntnis, dass die Beschwerdegegnerin als obsiegende Partei nicht f�r ihre eigenen Parteikosten aufkommen muss und der Richter dem Kanton keine Parteientsch�digungen auferlegen kann, leidet nach der Meinung des Beschwerdef�hrers an einem "groben �berlegungsfehler": Wenn er als Kl�ger das "Schlichtungsbegehren" zur�ckgezogen habe, k�nne die Beschwerdegegnerin nicht als obsiegende Partei gelten. Die gegenteilige Feststellung der Vorinstanz sei "falsch und aktenwidrig", der R�ckzug und der damit verbundene Abschreibungsbeschluss des Gerichts entfalte gar keine materielle Rechtskraft. Abgesehen davon, dass der Beschwerdef�hrer keine konkrete Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte r�gt, sind auch diese �berlegungen zum Scheitern verurteilt: Wie den vorinstanzlichen Feststellungen �ber die Prozessgeschichte ohne Weiteres zu entnehmen ist, hat der Beschwerdef�hrer am 17. Oktober 2014 beim Kantonsgericht Appenzell Ausserrhoden eine als "Klage" bezeichnete Eingabe deponiert und den Verfahrensantrag gestellt, die Parteien zu einer "Einigungsverhandlung" vorzuladen. Erneut l�sst der Beschwerdef�hrer im Dunkeln, warum die Vorschriften �ber das Schlichtungsverfahren (Art. 202 ff. ZPO) anwendbar sein sollen (vgl. E. 5.3). Im �brigen hat ein vorbehaltloser Klager�ckzug auch im Schlichtungsverfahren die Wirkung eines rechtskr�ftigen Entscheids (Art. 208 Abs. 2 ZPO).
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegr�ndet. Sie ist abzuweisen. Auch f�r diesen Fall ersucht der Beschwerdef�hrer das Bundesgericht darum, "die Kostenfolge der Vorinstanzen zu �berpr�fen und gegebenenfalls in eigenem Ermessen anzupassen". Darauf ist nicht einzutreten. Dass sich die H�he der Parteientsch�digung im erstinstanzlichen Verfahren mit seinen verfassungsm�ssigen Rechten nicht vertr�gt, macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend. Soweit er "der Einfachheit halber" auf die Ausf�hrungen in seiner kantonalen Beschwerde verweist, verkennt er die Anforderungen an die Begr�ndung einer subsidi�ren Verfassungsbeschwerde (s. E. 3).
Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdef�hrer. Er hat deshalb f�r die Gerichtskosten aufzukommen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG) und die Beschwerdegegnerin zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Das Gesuch des Beschwerdef�hrers um unentgeltliche Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren ist abzuweisen. Wie die vorigen Erw�gungen zeigen, m�ssen seine vor Bundesgericht gestellten Rechtsbegehren als von Anfang an aussichtslos gelten. Deshalb fehlt es an einer materiellen Anspruchsvoraussetzung (Art. 64 Abs. 1 BGG).