Source: http://www.jurablogs.com/2011/06/06/bgh-fuehrt-klaeger-klageschrift-gegnerischen-anwalt-prozessbevollmaechtigten-auf
Timestamp: 2017-02-20 04:50:50
Document Index: 129432848

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 172', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH: Führt der Kläger in der Klageschrift den gegnerischen Anwalt als Prozessbevollmächtigten auf, ohne dass dieser eine Prozessvollmacht
besitzt, geht das Risiko einer unwirksamen Zustellung zu Lasten des Klägers
BlogsDr. Damm & Partner RechtsanwälteJuni 2011BGH: Führt der Kläger in der Klageschrift den gegnerischen Anwalt als Prozessbevollmächtigten auf, ohne dass dieser eine Prozessvollmacht
besitzt, geht das Risiko einer unwirksamen Zustellung zu Lasten des KlägersBGH, Urteil vom 06.04.2011, Az. VIII ZR 22/10 § 172 Abs. 1 Satz 1 ZPODer BGH hat entschieden, dass das Risiko, dass der vom Kläger als Prozessbevollmächtigter des Beklagten bezeichnete Anwalt keine Prozessvollmacht besitzt und die an diesen bewirkte Zustellung deshalb unwirksam ist, bei dem Kläger liegt. Zum Volltext der Entscheidung:BundesgerichtshofUrteilDer VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 09.02.2011 durch … für Recht erkannt:Die Revision des Klägers gegen das Urteil der 1. Zivilkammer des Landgerichts Krefeld vom 15.01.2010 wird zurückgewiesen.Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kläger zu tragen.Tatbestand:Der Kläger begehrt Schadensersatz aus einem Gebrauchtwagenkauf sowie Erstattung vorprozessualer Rechtsanwaltskosten. Er erwarb im Dezember 2007 von der Beklagten, einer Autohändlerin, zum Preis von 3.950 EUR einen Pkw Audi A6, 2,8 Avant, der im April 1996 erstmals zugelassen worden war und einen Kilometerstand von 161.700 km aufwies. Vereinbart war eine Gewährleistungsfrist von 12 Monaten. Ende Oktober 2006 hatte das Fahrzeug beim TÜV Rheinland die Hauptuntersuchung ohne erkennbare Mängel bestanden. Bei der nächsten Hauptuntersuchung im Januar 2009 wurden erhebliche Mängel an den vorderen Radaufhängungen und Querlenkerlagern sowie an der Bremsanlage festgestellt.Für die Behebung dieser Mängel forderte der Kläger von der Beklagten unter Vorlage der Rechnung einer Autoreparaturwerkstatt die Zahlung von 722,11 EUR zuzüglich Rechtsanwaltskosten in Höhe von 120,67 EUR. Die Beklagte ließ die Ansprüche durch ihre nachmaligen Prozessbevollmächtigten zurückweisen.Im Rubrum der vom Kläger daraufhin eingereichten Klageschrift sind die Beklagtenvertreter als “Prozess- und Zustellungsbevollmächtigte” angegeben. Das Amtsgericht hat die Klageschrift nicht den Beklagtenvertretern, sondern der Beklagten zugestellt ...Zum vollständigen Artikel97 Leserzpoblog:Hemmung der Verjährung auch bei unwirksamer öffentliche Zustellung?411 LeserFokus Familienrecht:BGH: Vorsicht bei Benennung des gegnerischen Anwalts in der Klage10 verwandte ArtikelBGH: Zum “Pattex-Mandat” oder: Im Anwaltsprozess hat der alte Prozessbevollmächtigte bei Mandatsniederlegung so lange zugestellte Post
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