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Timestamp: 2016-10-23 01:34:03
Document Index: 252641346

Matched Legal Cases: ['Art. 56', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 1', 'Art. 47', 'BGE', 'BGE', 'Art. 35', 'Art. 41', 'Art. 25', 'Art. 1', 'Art. 47', 'BGE', 'Art. 39', 'BGE', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 41', 'Art. 25', 'BGE', 'BGE', 'Art. 32', 'Art. 56', 'Art. 56', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 47', 'Art. 25', 'Art. 47', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 56', 'Art. 25', 'Art. 47', 'Art. 47', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 49', 'Art. 47', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 135', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 82', 'BGE', 'Art. 135', 'Art. 62', 'Art. 41', 'Art. 41', 'Art. 129', 'Art. 80', 'Art. 25', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 3', 'Art. 89', 'Art. 56', 'Art. 23', 'BGE', 'BGE', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 1', 'Art. 41', 'Art. 56', 'Art. 56', 'Art. 29', 'Art. 56', 'Art. 35', 'Art. 41', 'Art. 39', 'Art. 32', 'Art. 25', 'Art. 49', 'Art. 41', 'Art. 129', 'Art. 80', 'Art. 3', 'Art. 135']

133 V 57974. Auszug aus dem Urteil der II. sozialrechtlichen Abteilung i.S. CSS Kranken-Versicherung AG und Mitb. gegen Klinik X. AG sowie Verwaltungsgericht des Kantons Zug (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
K 70/06 vom 30. Juli 2007
Art. 56 et art. 39 al. 1 let. e LAMal; art. 25 al. 1 et 2 LPGA; �conomie du traitement; pr�tention en restitution; p�remption. L'assureur-maladie peut en principe faire valoir une pr�tention en restitution de prestations contre un h�pital qui poss�de plus de lits que ne l'autorise la planification hospitali�re cantonale (consid. 3). L� o� il n'existe pas de proc�dure de conciliation obligatoire et o�, par cons�quent, une demande doit �tre d�pos�e directement devant un tribunal, le d�lai de p�remption est sauvegard� par un acte pr�alable par lequel le cr�ancier (assureur-maladie) fait valoir de mani�re appropri�e sa cr�ance (en restitution des prestations) contre le d�biteur (fournisseur de prestations; consid. 4). Consid�rants � partir de page 580
BGE 133 V 579 S. 580
3. 3.1 Die Vorinstanz hat erwogen, grunds�tzlich k�nnten die Krankenversicherer gem�ss Art. 25 ATSG (in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 KVG) bzw. nach dem in der Krankenversicherung vor Inkrafttreten des ATSG analog anwendbaren aArt. 47 AHVG (in Kraft bis 31. Dezember 2002; vgl. BGE 126 V 23 E. 4a; zur zeitlichen Anwendbarkeit dieser beiden Bestimmungen: BGE 130 V 318) Leistungen zur�ckverlangen, soweit die Beschwerdegegnerin mehr Patienten zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung behandelt habe, als in der Spitalliste Betten zugelassen waren.
3.2 Die obligatorische Krankenpflegeversicherung verg�tet nur Leistungen, welche von zugelassenen Leistungserbringern erbracht werden (Art. 35 ff. sowie Art. 41 Abs. 1 KVG; GEBHARD EUGSTER, Krankenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, 2. Aufl., Basel 2007, S. 652 f. Rz. 772). Werden Verg�tungen an nicht zugelassene Leistungserbringer ausgerichtet, sind sie unrechtm�ssig erbracht und deshalb gem�ss Art. 25 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 KVG zur�ckzuerstatten. Dies entsprach auch bereits der Rechtsprechung des damaligen Eidg. Versicherungsgerichts vor Inkrafttreten des ATSG in analoger Anwendung von aArt. 47 AHVG (Urteil K 84/92 vom 25. August 1993, publ. in: RKUV 1993 Nr. K 924 S. 172, E. 3 und 4; Urteil K 170/97 vom 23. Juni 1999, E. 5; vgl. auch Urteil K 119/04 vom 6. Oktober 2005, E. 5). BGE 133 V 579 S. 581
3.3 Dieser Grundsatz gilt auch f�r Spit�ler: Wird ein Spital nicht in die Spitalliste (Art. 39 Abs. 1 lit. e KVG) aufgenommen oder widerspricht es der kantonalen Planung, so hat es keinen Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (BGE 132 V 6 E. 2.4.1 S. 11 f.; BGE 125 V 448 E. 3b S. 453 f.; EUGSTER, a.a.O., S. 648 f. Rz. 762 f. und S. 652 f. Rz. 772; ALFRED MAURER, Das neue Krankenversicherungsrecht, Basel 1996, S. 69; THOMAS MATTIG, Grenzen der Spitalplanung aus verfassungsrechtlicher Sicht, Z�rich 2003, S. 38; PAUL RICHLI, Die Spitalliste - Ein Planungsinstrument mit staats- und verwaltungsrechtlichen Geburtsgebrechen?, in: Das Recht in Raum und Zeit, Festschrift f�r Martin Lendi, Z�rich 1998, S. 407 ff., 411; kritisch dazu JEAN-LOUIS DUC, R�visions de la LAMal, in: Bettina Kahil-Wolff [Hrsg.], Les assurances sociales en r�vision, Lausanne 2002, S. 157 ff., 179 ff., mit der Argumentation, die Versicherten w�rden mit dieser Konsequenz ihres in Art. 41 KVG statuierten Rechts auf freie Wahl der Leistungserbringer beraubt, wobei er aber �bersieht, dass Art. 41 KVG dieses Recht ausdr�cklich nur in Bezug auf die zugelassenen Leistungserbringer festh�lt). Werden trotzdem solche Leistungen ausbezahlt, erfolgen diese unrechtm�ssig und sind nach Art. 25 ATSG zur�ckzuerstatten.
3.4 Dem kann auch nicht entgegengehalten werden, dass die Patienten, welche im planungswidrigen Spital behandelt worden sind, eine Behandlung erhalten haben, die sie sonst in einem anderen Spital (ebenfalls zu Lasten der Krankenversicherung) erhalten h�tten. Denn die Spitalplanung bezweckt unter anderem eine Eind�mmung der Kosten, indem der Gesetzgeber davon ausgeht, dass ein �berangebot an Betten tendenziell zu einer vermehrten Inanspruchnahme von Leistungen f�hrt (BBl 1992 I 166 f.; BGE 132 V 6 E. 2.4.1 S. 12; BGE 125 V 448 E. 3b S. 453 f.; E. II.3.1 des in RKUV 1997 Nr. KV 2 S. 1 publizierten Entscheids des Bundesrates vom 2. Dezember 1996; EUGSTER, a.a.O., S. 642 f., S. 706 Rz. 914; MAURER, a.a.O., S. 69; RICHLI, a.a.O., S. 411). Der Grundsatz, dass nur die in der Spitalliste enthaltenen Spit�ler zugelassene Leistungserbringer sein k�nnen, dient damit auch dem Wirtschaftlichkeitsziel (Art. 32 KVG), dessen Verletzung durch Art. 56 KVG sanktioniert wird. Wurde eine Verg�tung an ein nicht auf der Liste aufgef�hrtes Spital bezahlt, erfolgte diese zu Unrecht; die erbrachte Leistung kann aufgrund von Art. 56 Abs. 2 KVG, dessen Wortlaut nicht etwa bloss von �rzten, sondern generell von Leistungserbringern (und damit auch von Spit�lern) spricht, zur�ckverlangt werden. BGE 133 V 579 S. 582
3.5 Im angefochtenen Entscheid wird daher mit Recht von einer grunds�tzlich bestehenden R�ckerstattungspflicht ausgegangen.
4. Das kantonale Schiedsgericht hat indessen erwogen, die Beschwerdef�hrer h�tten sp�testens mit der Zustellung der Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 27. Januar 2003 (Ende Januar oder Anfang Februar 2003) gewusst, dass diese mehr Spitalbetten betrieb als gem�ss Spitalliste zugelassen. Die erst am 31. M�rz 2004 erhobene Klage sei daher gem�ss Art. 25 Abs. 2 ATSG bzw. aArt. 47 Abs. 2 AHVG verwirkt.
4.1 Nach Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG erlischt der R�ckforderungsanspruch mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, sp�testens aber mit dem Ablauf von f�nf Jahren nach Entrichtung der einzelnen Leistung. Dasselbe galt nach aArt. 47 Abs. 2 Satz 1 AHVG, in welcher Bestimmung zwar von einer Verj�hrungsfrist die Rede war, welche aber vom Eidg. Versicherungsgericht in st�ndiger Praxis als Verwirkungsfrist betrachtet wurde (BGE 119 V 431 E. 3a S. 433). Die gleiche Verwirkungsfrist findet auch Anwendung, soweit der R�ckforderungsanspruch statt auf Art. 25 ATSG auf Art. 56 Abs. 2 KVG gest�tzt wird (vgl. zum Verh�ltnis zwischen dieser Bestimmung und Art. 25 ATSG bzw. aArt. 47 AHVG: Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts K 25/02 vom 23. September 2002, publ. in: RKUV 2002 Nr. KV 230 S. 468, E. 2.2), weil rechtsprechungsgem�ss auch auf die dort geregelte R�ckforderung die Verwirkungsfrist von aArt. 47 Abs. 2 AHVG (bzw. neu Art. 25 Abs. 2 ATSG) analog angewendet wird (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts K 9/00 vom 24. April 2003, publ. in: RKUV 2003 Nr. KV 250 S. 216, E. 2.1).
4.2 Die Beschwerdef�hrer machen in ihrer Replik geltend, es sei nicht die Frist von Art. 25 Abs. 2 ATSG massgebend, sondern eine zehnj�hrige Frist, da der Betrieb von zu vielen Betten eine Verletzung des Tarifvertrags (Art. 49 KVG) darstelle und somit vertragsrechtliche Verj�hrungsfristen anwendbar seien. Dieser Betrachtung kann nicht gefolgt werden: Das (damalige) Eidg. Versicherungsgericht hat bereits entschieden, dass R�ckforderungen zu Unrecht erbrachter Leistungen auch dann nach aArt. 47 AHVG zu beurteilen sind und der dort enthaltenen Verwirkungsregelung unterstehen, wenn es um R�ckforderungen aufgrund eines Tarifvertrags geht (Urteil K 84/92 vom 25. August 1993, publ. in: RKUV 1993 Nr. K BGE 133 V 579 S. 583924 S. 172, E. 3b). Dies muss auch in Bezug auf die heute in Kraft stehende Bestimmung von Art. 25 ATSG gelten. Die Beschwerdef�hrer setzen sich mit dieser Rechtsprechung nicht auseinander. Es besteht kein Anlass, sie zu �berpr�fen, zumal die Beschwerdef�hrer ihren R�ckforderungsanspruch daraus herleiten, dass die Beschwerdegegnerin zu viele Betten betrieben habe, die Anzahl der zugelassenen Betten jedoch nicht im Tarifvertrag, sondern in der vom Kanton erlassenen Spitalliste geregelt ist, so dass ohnehin keine Vertragsverletzung zur Diskussion steht (abgesehen davon, dass ab Juli 2000 ein vertragsloser Zustand bestand).
4.3 Die Beschwerdef�hrer stellen sich in ihrer Replik sodann auf den Standpunkt, bereits mit dem Schreiben vom 18. Juli 2003 sei die Frist gewahrt worden.
4.3.1 Im Privatrecht kann die Verj�hrung nur durch die in Art. 135 OR genannten Handlungen unterbrochen werden, wobei der dort enthaltene Begriff der Klageanhebung analog f�r die Wahrung einer Verwirkungsfrist gilt (BGE 110 II 387 E. 2b S. 389 f.). Im �ffentlichen Recht gen�gen demgegen�ber f�r die Unterbrechung der Verj�hrung bzw. Wahrung einer Verwirkungsfrist neben den in Art. 135 OR genannten Handlungen alle Akte, namentlich einfache schriftliche Erkl�rungen, mit denen die Forderung gegen�ber dem Schuldner in geeigneter Weise geltend gemacht wird (BGE 87 I 411 E. 2 S. 413 ff.; BGE 85 I 180 E. 3 S. 183 f.; Urteile des Bundesgerichts 1A.15/ 1997 vom 25. August 1997, E. 3 [ZBl 99/1998 S. 489]; 1A.315/1995 vom 10. September 1996, E. 3b [ZBl 98/1997 S. 524]; 2C.3/2005 vom 10. Januar 2007, E. 4.2, 5.4 und 5.7; 2A.553/2002 vom 22. August 2003, E. 4.7 und 4.8; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts B 55/05 vom 16. Oktober 2006, publ. in: SVR 2007 BVG Nr. 18 S. 61, E. 4.2.3; H�FELIN/M�LLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Z�rich 2006, S. 165 N. 777; ATTILIO GADOLA, Verj�hrung und Verwirkung im �ffentlichen Recht, in: AJP 1995 S. 47 ff., 54; ANDR� GRISEL, Trait� de droit administratif, Bd. II, Neuenburg 1984, S. 666 f.; ANDREA BRACONI, Prescription et p�remption dans l'assurance sociale, in: Droit priv� et assurances sociales, Freiburg 1990, S. 215 ff., 232; PIERRE MOOR, Droit administratif, Bd. II, 2. Aufl., Bern 2002, S. 86 f.), ausser wenn das anwendbare Gesetz etwas anderes (Klage usw.) vorsieht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.127/1999 vom 22. Dezember 1999, E. 5b und c). Das gilt grunds�tzlich auch f�r die Unterbrechung von Verj�hrungsfristen bzw. die Wahrung von Verwirkungsfristen im BGE 133 V 579 S. 584Sozialversicherungsrecht, insbesondere f�r die Geltendmachung von Leistungen, wo bereits die - auch formlose bzw. fehlerhafte - Anmeldung im Sinne von Art. 29 ATSG zur Fristwahrung ausreicht (BGE 111 V 261 E. 3b S. 264 f.; BGE 103 V 69 E. 1a S. 70; ANDR� PIERRE HOLZER, Verj�hrung und Verwirkung der Leistungsanspr�che im Sozialversicherungsrecht, Diss. Freiburg 2005, S. 73; THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 2003, S. 277; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, Z�rich 2003, N. 13 f. zu Art. 24, N. 27 zu Art. 29 ATSG). Im Beitragsrecht wird freilich zur Fristwahrung eine Verf�gung verlangt (BGE 119 V 431 E. 3c S. 434). Dasselbe gilt im Bereich der Arbeitgeberhaftpflicht nach Art. 52 AHVG (BGE 119 V 89 E. 4c S. 96), wo sich dieses Erfordernis ausdr�cklich aus aArt. 82 AHVV (in Kraft bis 31. Dezember 2002) ergab. In der Invalidenversicherung hat allerdings das (damalige) Eidg. Versicherungsgericht erkannt, dass unter der Herrschaft des Vorbescheidverfahrens bereits der Vorbescheid die Frist wahrt (BGE 119 V 431 E. 3c S. 434). Im Bereich der beruflichen Vorsorge kann demgegen�ber die Frist nur mit einer der in Art. 135 OR genannten Handlungen gewahrt werden; dies wird damit begr�ndet, dass erstens die R�ckforderung sich dort nach Art. 62 ff. OR richtet, so dass das Privatrecht anwendbar ist, zweitens die Vorsorgeeinrichtungen keine Verf�gungen erlassen k�nnen, sondern den Klageweg einzuschlagen haben, und drittens das BVG in aArt. 41 Abs. 1 BVG (in der bis 31. Dezember 2004 in Kraft gestandenen Fassung, welche Bestimmung mit Wirkung ab 1. Januar 2005 zu Art. 41 Abs. 2 BVG wurde) ausdr�cklich auf Art. 129-142 OR verweist (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts B 55/05 vom 16. Oktober 2006, publ. in: SVR 2007 BVG Nr. 18 S. 61, E. 4.2.3).
4.3.2 In der Krankenversicherung wird nach bisheriger Rechtsprechung die Verwirkungsfrist f�r die R�ckerstattung einer vom Versicherten zu Unrecht erhaltenen Leistung durch ein formloses Schreiben der r�ckerstattungsberechtigten Kasse gewahrt; dies wird damit begr�ndet, dass die Krankenversicherer nicht verpflichtet sind, die Leistungen in jedem Fall mittels Verf�gung festzulegen (Art. 80 KVG; Urteile des Eidg. Versicherungsgerichts K 4/97 vom 6. Februar 1998, publ. in: RKUV 1998 Nr. K 990 S. 251, E. 2; K 22/89 vom 18. Januar 1990, publ. in: RKUV 1990 Nr. K 835 S. 80, E. 2b). In der Lehre wird allerdings die Auffassung vertreten, dass bei der R�ckerstattung gem�ss Art. 25 ATSG eine formlose R�ckforderung nicht mehr gen�ge (EUGSTER, a.a.O., S. 616 Rz. 655; KIESER, a.a.O., BGE 133 V 579 S. 585N. 30 zu Art. 25 ATSG). Dies l�sst sich im Verh�ltnis zwischen Versicherer und versicherter Person allenfalls damit begr�nden, dass gem�ss Art. 3 Abs. 1 ATSV die R�ckforderung verf�gt werden muss.
4.3.3 Gegen�ber den Leistungserbringern kann indessen der Krankenversicherer - anders als die Versicherungstr�ger in anderen Bereichen der Sozialversicherung - die R�ckerstattung zu viel erbrachter Leistungen nicht durch Verf�gung, sondern nur durch Klage beim Schiedsgericht geltend machen (Art. 89 KVG; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts K 119/04 vom 6. Oktober 2005, E. 2.2 und 4.1). Auch fehlt - anders als in der beruflichen Vorsorge - ein Verweis auf privatrechtliche Bestimmungen. Die �berlegungen, welche dazu gef�hrt haben, in einzelnen Bereichen der Sozialversicherung in Abweichung vom allgemeinen Verwaltungsrecht eine formlose R�ckforderung nicht als fristwahrend gelten zu lassen, sind insoweit nicht massgebend.
4.3.4 Im Bereich der R�ckerstattung von Leistungen der Krankenversicherung wegen �berarztung gem�ss Art. 56 KVG bzw. Art. 23 KUVG hat das damalige Eidg. Versicherungsgericht in BGE 103 V 145 E. 4 S. 154 erkannt, dass die "Verj�hrungsfrist" rechtsg�ltig unterbrochen wird mit dem an die Parit�tische Vertrauenskommission gerichteten Gesuch, die Rechnung eines Arztes zu �berpr�fen und zu k�rzen. In der sp�teren Rechtsprechung wurde jeweils unter Berufung auf diesen Entscheid ausgef�hrt, zur Fristwahrung m�sse das R�ckforderungsbegehren bei einer vertraglichen Schlichtungsinstanz oder der gesetzlichen Vermittlungsbeh�rde oder direkt beim Schiedsgericht eingereicht werden (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts K 9/00 vom 24. April 2003, publ. in: RKUV 2003 Nr. KV 250 S. 216, E. 2.2.1; Urteile K 50/00 vom 30. Juli 2001, E. 3a, und K 39/95 vom 11. Juli 1996, E. 5g; K 73/80 vom 4. Februar 1982, auszugsweise publ. in: RSKV 1982 Nr. 505 S. 201, E. 4b). Im nicht publizierten Urteil K 167/04 vom 18. M�rz 2005, E. 4.2.2, hat das damalige Eidg. Versicherungsgericht erkannt, eine formlose R�ckerstattungsforderung sei nicht fristwahrend.
4.3.5 Die Frage nach der fristwahrenden Wirkung anderer Handlungsweisen ist entgegen dem zuletzt genannten Entscheid dort zu bejahen, wo - wie vorliegend - kein obligatorisches Schiedsverfahren besteht. Denn dies entspricht einerseits dem im �ffentlichen Recht �blichen (vgl. vorne E. 4.3.1) und ergibt sich andererseits BGE 133 V 579 S. 586aus folgender �berlegung: Die Gesetzgebung geht offensichtlich davon aus, dass es dem Gl�ubiger m�glich sein soll, die Frist durch Handlungen zu wahren, die kein grosses Kostenrisiko enthalten. So kann nach Privatrecht die Frist nicht nur durch Klage, sondern auch bereits durch Schuldbetreibung oder Ladung zu einem S�hneversuch gewahrt werden (Art. 135 Ziff. 2 OR). Soweit der R�ckerstattungsberechtigte eine Verf�gung erlassen kann, ist auch dies f�r ihn ohne erhebliches Kostenrisiko. Dasselbe gilt im Bereich der Krankenversicherung, soweit eine fristwahrende Anrufung einer obligatorischen Schlichtungsinstanz m�glich ist. Wenn hingegen die Frist nur durch Klage gewahrt werden k�nnte, w�re der R�ckerstattungsberechtigte gehalten, bereits zur Fristwahrung ein Verfahren einzuleiten, welches regelm�ssig ein erhebliches Kostenrisiko mit sich bringt. Das erscheint im Lichte der in den einschl�gigen gesetzlichen Regelungen enthaltenen Wertungen als unzumutbar. Zudem w�re die im Interesse des Rechtsfriedens und der Prozess�konomie anzustrebende und zu f�rdernde g�tliche Regelung erheblich erschwert, wenn zwingend innert der relativ kurzen einj�hrigen Frist eine Klage eingereicht werden m�sste; dabei ist zu ber�cksichtigen, dass angesichts des Verwirkungscharakters der Frist auch keine Verj�hrungsverzichtsvereinbarung m�glich ist, wie sie sonst im Hinblick auf aussergerichtliche Vergleichsverhandlungen �blich ist. Aus diesen Gr�nden ist in denjenigen F�llen, in denen kein obligatorisches Schlichtungsverfahren besteht und demzufolge direkt Klage beim Gericht zu erheben ist, bereits ein vorangehender Akt, mit welchem der Gl�ubiger seine Forderung gegen�ber dem Schuldner in geeigneter Form geltend macht, als fristwahrend zu betrachten.
4.4 Mit Schreiben vom 18. Juli 2003 haben die Beschwerdef�hrer von der Beschwerdegegnerin eine R�ckforderung im Betrag von Fr. 11'437'541.- verlangt mit der Begr�ndung, die Beschwerdegegnerin habe gem�ss ihren eigenen Angaben 66 Betten betrieben; die Krankenversicherer h�tten daher f�r Spitalbehandlungen Leistungen ausgerichtet, f�r welche teilweise die gesetzlichen Voraussetzungen fehlten. Die Beschwerdef�hrer haben damit ihre Forderung unmissverst�ndlich geltend gemacht. Bei dieser Sachlage ist die einj�hrige Verwirkungsfrist mithin gewahrt, sofern sie nicht vor dem 19. Juli 2002 zu laufen begonnen hat.
BGE 133 V 579 S. 587
9. Insgesamt ergibt sich, dass die R�ckforderung f�r die ab 19. Juli 1998 erbrachten Leistungen nicht verwirkt ist. Der angefochtene Entscheid ist aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit sie materiell �ber den R�ckforderungsanspruch entscheidet.
125 V 448,
126 V 23 suite... ,
130 V 318,
110 II 387,
87 I 411,
85 I 180,
111 V 261,
103 V 69,
Art. 25 Abs. 2 ATSG,
Art. 1 Abs. 1 KVG suite... ,
Art. 41 KVG,
Art. 56 KVG,
Art. 56 Abs. 2 KVG,
Art. 29 ATSG,
Art. 56 et art. 39 al. 1 let,
art. 25 al. 1 et 2 LPGA,
Art. 35 ff. sowie Art. 41 Abs. 1 KVG,
Art. 39 Abs. 1 lit. e KVG,
Art. 32 KVG,
Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG,
Art. 49 KVG,
Art. 41 Abs. 2 BVG,
Art. 129-142 OR,
Art. 80 KVG,
Art. 3 Abs. 1 ATSV,
Art. 135 Ziff. 2 OR