Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=12.10.2015&Aktenzeichen=GSZ%201/14
Timestamp: 2019-06-24 12:49:57
Document Index: 370842246

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 253', '§ 847', '§ 253', 'BGH', '§ 253', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.10.2015 - GSZ 1/14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,35855
BGH, 12.10.2015 - GSZ 1/14 (https://dejure.org/2015,35855)
BGH, Entscheidung vom 12.10.2015 - GSZ 1/14 (https://dejure.org/2015,35855)
BGH, Entscheidung vom 12. Januar 2015 - GSZ 1/14 (https://dejure.org/2015,35855)
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Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Schädigers und des Geschädigten eines schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern bei der Bemessung des Schmerzensgeldes
BGB § 253 Abs. 2; BGB § 847
Immer noch nichts Neues beim Schmerzensgeld
a) Der Große Senat für Zivilsachen hat mit Beschluss vom 12. Oktober 2015 - GSZ 1/14 - die Anfrage des Senats dahin beschieden, dass er an seiner Rechtsprechung festhalte, wonach bei der Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld nach § 253 Abs. 2 BGB alle Umstände des Falles berücksichtigt werden können.
b) Auch der 1., 4. und 5. Strafsenat haben der Rechtsauffassung des anfragenden Senats nicht zugestimmt und zur Begründung auf die vorgenannten Beschlüsse des Großen Senats für Zivilsachen sowie zum Teil ergänzend auf den Beschluss des VI. Zivilsenats vom 28. Juli 2015 - GSZ 1/14 - Bezug genommen (vgl. BGH, Beschluss vom 19. November 2015 - 4 ARs 29/14; vom 25. November 2015 - 5 ARs 94/14, vom 16. Dezember 2015 - 1 ARs 31/14).
Der 4. Strafsenat schließt sich der Rechtsauffassung des Großen Senats für Zivilsachen in den Beschlüssen vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55 und vom 12. Oktober 2015 - GSZ 1/14 an.
16 a) Der Große Senat für Zivilsachen hat mit Beschluss vom 12. Oktober 2015 - GSZ 1/14 - die Anfrage des Senats dahin beschieden, dass er an seiner Rechtsprechung festhalte, wonach bei der Bemessung einer billigen Entschädigung in Geld nach § 253 Abs. 2 BGB alle Umstände des Falles berücksichtigt werden können.
17 b) Auch der 1., 4. und 5. Strafsenat haben der Rechtsauffassung des anfragenden Senats nicht zugestimmt und zur Begründung auf die vorgenannten Beschlüsse des Großen Senats für Zivilsachen sowie zum Teil ergänzend auf den Beschluss des VI. Zivilsenats vom 28. Juli 2015 - GSZ 1/14 - Bezug genommen (vgl. BGH, Beschluss vom 19. November 2015 - 4 ARs 29/14; vom 25. November 2015 - 5 ARs 94/14, vom 16. Dezember 2015 - 1 ARs 31/14).
Der Senat bezieht sich zur Begründung auf die Beschlüsse des Großen Senats für Zivilsachen des Bundesgerichtshofs vom 6. Juli 1955 - GSZ 1/55, BGHZ 18, 149, und des VI. Zivilsenats vom 28. Juli 2015 - GSZ 1/14 (siehe auch Großer Senat für Zivilsachen des Bundesgerichtshofs, Beschluss vom 12. Oktober 2015 - GSZ 1/14).
Insoweit folgt das Gericht der überzeugenden Rechtsprechung der Zivilsenate des Bundesgerichtshofes (vgl. Großer Senat für Zivilsachen, Beschluss vom 12.10.2015 - GSZ 1/14; ebenso BGH, Beschluss vom 16.12.2015 - 1 ARs 31/14; BGH, Beschluss vom 25.11.2015 - 5 ARs 94/14 = NStZ-RR 2016, 56; a.A. BGH, Vorlagebeschluss vom 08.10.2014 - 2 StR 137/14 = NStZ-RR 2015, 382).