Source: https://www.mietrecht.org/schoenheitsreparaturen/muss-der-mieter-tapezieren/
Timestamp: 2020-04-10 04:49:06
Document Index: 395893756

Matched Legal Cases: ['§ 535', '§ 538', '§ 28', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Gerne zieht man als Mieter in eine frisch tapezierte Wohnung. Doch muss man dann beim eigenen Auszug auch tapezieren? In vielen Fällen genügt ja auch das Streichen oder sogar nur das „besenreine“ Verlassen bereits zur Erfüllung der notwendigen Schönheitsreparaturen.
Der Umfang der Schönheitsreparaturverpflichtung kann verschieden sein. Bestes Beispiel ist das Tapezieren und streichen.
Im folgenden Artikel zeigen wir Ihnen, wann Sie als Mieter nicht nur zum Pinsel greifen müssen, wann eine Tapezierklausel wirksam ist und wann Sie aufgrund einer unwirksamen Tapetenkausel nicht tapezieren brauchen.
Tipp: Wenn Sie sich die Einschätzung alleine nicht zutrauen, lassen Sie Ihre Schönheitsreparaturklausel hier prüfen.
Inhalt: Muss der Mieter tapezieren?
Schönheitsreparaturverpflichtung
Was ist die Tapetenklausel?
Wann muss tapeziert werden?
Nach § 535 Abs. 1 S. 2 BGB ist grundsätzlich der Vermieter verpflichtet, die Mietsache in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu erhalten. Abnutzungen, die lediglich durch den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache eingetreten sind, hat der Mieter nicht zu vertreten (§ 538 BGB). Von dieser gesetzlichen Regelung wird jedoch in der Praxis regelmäßig abgewichen und im Mietvertrag wird der Mieter zur Durchführung von bestimmten Schönheitsreparaturen über eine Schönheitsreparatur- bzw. Renovierungsklausel verpflichtet.
Dies ist auch zulässig, soweit es sich bei der Abwälzung um Schönheitsreparaturen und nicht um Instandsetzungsarbeiten handelt.
Bei dem Tapezieren handelt es sich um eine malermäßige Beseitigung von Spuren des vertragsmäßigen Wohngebrauchs, weshalb diese Tätigkeit grundsätzlich vom Begriff der Schönheitsreparaturen umfasst ist. In der gesetzliche Definition des Begriffs „Schönheitsreparaturen“ im Gesetzestext der Zweiten Berechnungsverordnung zu öffentlich geförderten Mietwohnungen, heißt es sogar ausdrücklich:
§ 28 Abs. 4 Satz 3 II. B V „Schönheitsreparaturen umfassen nur das Tapezieren, Anstreichen oder Kalken der Wände und Decken, das Streichen der Fußböden, Heizkörper einschließlich Heizrohre, der Innentüren sowie der Fenster und Außentüren von innen.“
Das Tapezieren ist eine zulässige Verpflichtung im Rahmen der durchzuführenden Schönheitsreparaturen, die vertraglich wirksam vereinbart werden kann.
2. Was ist die Tapetenklausel?
Die sogenannte „Tapetenklausel“ ist vereinfacht gesagt, eine Formularklausel im Mietvertrag, nach der der Mieter verpflichtet sein soll bei Auszug alte Tapeten zu entfernen. Sie lautet zum Beispiel wie folgt:
„… hat der Mieter bei seinem Auszug die Räume zu reinigen, die von ihm angebrachten oder vom Vormieter übernommenen Bodenbeläge sowie Wand- und Deckentapeten zu beseitigen und die durch die Anbringung oder Beseitigung verursachten Schäden an Unterböden sowie Wand- oder Deckenputz zu beheben …“
Der Bundesgerichtshof kippte diese Klausel gleich in zwei Urteilen und erklärte sie für unwirksam, da insoweit eine unangemessenen Benachteiligung des Mieters vorliegt; so im Urteil vom 05.04.2006 Az.: VIII ZR 109/05 und im Urteil vom 05.04.2006, Az.: VIII ZR 152/05. Der Grund für die Unwirksamkeit ergibt sich bei dieser Tapetenklausel daher, dass es sich um eine formularmäßige Bestimmung handelt, die den Mieter unabhängig vom tatsächlichen Renovierungsbedarf mit Renovierungspflichten belastet.
Die sogenannte „Tapetenklausel“ in Formularmietverträgen ist unwirksam.
3. Wann muss tapeziert werden?
Damit stellt sich die Frage, ob es denn dann in der Praxis so sein kann, dass man immer tapezieren muss nur weil dies im Mietvertrag steht? Und ob dies auch gelten kann, wenn die Vormieter nur gestrichen haben?
Die Antwort ist natürlich: Nein. Genauso wenig wie man sicher bei Auszug tapezieren muss, nur weil man in eine frisch tapezierte Wohnung gezogen ist, kann man sich als Mieter darauf verlassen, dass die „Tapezierverpflichtung“ entfällt, nur weil bei Einzug lediglich gestrichen war.
Nach allgemeiner Ansicht in der Rechtsprechung ist, unabhängig von der Art der durchzuführenden Schönheitsreparaturen, eine entsprechende Klausel zur Abwälzung bei Formularmietverträgen (- und das sind die meisten einseitig vorformulierten Mietverträge – ) nur dann zulässig, wenn sich die Verpflichtung des Mieters zur Durchführung von Schönheitsreparaturen nach dem Grad der Abnutzung der Wohnung bemisst.
Das heißt, es müssen tatsächlich Schönheitsreparaturen notwendig sein. Denn der Mieter soll lediglich die Abnutzungen zu beseitigen haben, die auch durch den vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache eingetreten sind. nicht darüber hinaus.
Die Schönheitsreparaturverpflichtung eines jeden Mieters ist unterschiedlich und hängt jeweils vom Renovierungsbedarf bei Auszug ab.
Beispiel: In welchem Umfang diese dann auszuführen sind, bestimmt sich je nach Einzelfall, der Vereinbarung im Mietvertrag und dem tatsächlichen Bedarf in der Mietwohnung.
Insoweit ist auch festzuhalten, dass die Ausführung nicht meisterhaft, aber doch fachmännisch zu erfolgen hat.
Das heißt, ein Handwerksbetrieb muss nicht zwangsläufig beauftragt werden. So ist auch eine Regelung im Mietvertrag unwirksam, wonach die Renovierungsarbeiten durch eine Fachfirma auszuführen sind. Nach dem BGH-Urteil vom 9. Juni 2010, Az.: VIII ZR 294/09 muss der Wohnungsmieter die Möglichkeit haben, Schönheitsreparaturen auch in Eigenleistung durchzuführen.
Es ist aber empfehlenswert, wenn man noch nie tapeziert hat und handwerklich eher ungeschickt ist. Ein „gut gemeint“ reicht hier nicht. So wird es beispielsweise als unfachmännische Ausführung angesehen, wenn die Tapeten zahlreiche Hohlstellen aufweisen oder einfach überklebt wurden.
Besondere Vorschriften zur Qualität oder Art der Schönheitsreparaturen kann der Vermieter darüber hinaus aber nicht machen.
So sind beispielsweise sogenannte Farbwahlklauseln überwiegend unwirksam. Nach der Entscheidung des BGH vom 20.1.2010 Az.: VIII ZR 50/09 und vom 18.2.2009, Az.: VIII ZR 166/08, gilt dies jedenfalls dann, wenn eine Farbwahlklausel die Pflicht zur Dekoration in neutralen Farbtönen nicht allein auf den Zeitpunkt der Rückgabe der Wohnung beschränkt hatten, sondern dem Mieter eine solche Farbwahl auch für das laufende Mietverhältnis vorgaben.
Tapeziert werden muss, wenn die Klausel zur Schönheitsreparaturverpflichtung insgesamt wirksam ist und ein Tapezieren durch den entsprechenden Renovierungsbedarf angezeigt ist.
Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass es eine grundsätzliche „Tapezierpflicht“ nicht gibt und eine solche auch nicht formularmäßig vereinbart werden kann. Sollten Sie eine entsprechende Klausel in Ihrem Mietvertrag finden, ist eine rechtliche Beratung zur Wirksamkeit der Klausel angezeigt.
Hier können Sie die Schönheitsreparturverpflichtung überprüfen lassen.
52 Antworten auf "Schönheitsreparaturen: Muss der Mieter tapezieren? – Wir erklären es hier."
27.06.2016 - 11:34 Antworten
Wir sind vor genau 10 Jahren in die Wohnung eingezogen und ziehen jetzt aus.
Muss ich wie im Mietvertrag vereinbart wurde bei Auszug die Wände von den Tapeten befreien?
Muss ich für abgenutzte Böden ( Klickparkett) Schadenersatz leisten?
27.06.2016 - 13:51 Antworten
zum Teil beschäftigt sich der Artikel oben mit Ihrem Anlegen. Ich kann Ihnen aber trotzdem mit einem weiteren Link helfen:
12.08.2016 - 18:08 Antworten
Wenn ein Mieter 15Jahre in einer Mietwohnung lebt und es fallen „Schönheitsreperaturen „an,wie z. b neuer Teppichboden oder Wände streichen oder Balkon Sanierung.
14.08.2016 - 07:34 Antworten
es kommt darauf an, ob der Mieter im Mietvertrag wirksam zur Durchführung der Schönheitsreparaturen verpflichtet wurde.
29.10.2016 - 19:59 Antworten
Der Vermieter meiner neuen Mietwohnung möchte unbedingt, dass ich bei meinem Einzug tapeziere. Die Wohnung wurde saniert und ist im tapezierbreiten Zustand. Im Mietvertrag wird das Tapezieren beim Einzug nicht erwähnt. Ich habe dem Vermieter lediglich bei der Besichtigung der Wohnung mündlich versichert, dass ich tapezieren würde. Nun habe ich erfahren, dass mich die Tapezierung ca. 3000 Euro kosten würde.
Diese Kosten würde ich gerne vermeiden. Die Wände sind glatt genug um nur gestrichen werden zu können. Muss ich unbedingt tapezieren? Hat der Vermieter Anspruch darauf?
30.10.2016 - 09:08 Antworten
wen Sie sich nicht an die Vereinbarung mit dem Vermieter halten wollen, sollten Sie das mit ihm besprechen und eine gemeinsame Lösung suchen.
01.11.2016 - 19:54 Antworten
meine Mieter haben fast 20 Jahre in meiner Wohnung gelebt.
Die Wände sind zum Teil sehr farbig gestrichen und in der Diele wurde ohne Absprache die Decke für Spots abgehängt (10 cm) und Kabelkanäle unter Putz gelegt (deutlich sichtbar, nicht vom Fachmann, und nicht immer verständlich). In einem Zimmer wurde die Rauhfaser gegen eine andere Tapete ausgetauscht. Was kann ich erwarten?
03.11.2016 - 13:36 Antworten
prüfen Sie die Schönheitsreparaturklausel – nur wenn diese Wirksam ist, muss der Mieter überhaupt renovieren. In Sachen Umbauten sollten Sie auf die Rückbauverpflichtung hinweisen.
02.11.2016 - 15:06 Antworten
Ich bin in eine neue Wohnung gezogen und wollte neu tapezieren weil die Tapeten in einem sehr schlechten Zustand waren. Beim tapezieren ist uns dann der komplette Putz mit abgegangen. Der Vermieter behauptet jetzt das es nicht erlaubt ist ohne Rücksprache mit ihm zu tapezieren. Aber zählt tapezieren nicht eindeutig zu Schönheitsreparaturen und darf das nicht eigentlich nach eigenem ermessen gemacht werden?
LG Daniel z
04.11.2016 - 19:25 Antworten
als ich vor über 10 Jahren in die Mietwohnung gezogen bin, wollte ich tapezieren, weil die Rauhfaser bereits Dellen geschlagen hat. Da uns beim Abnehmen der Rauhfaser der halbe Putz entgegengekommen ist entschieden wir uns, die Wohnung zu spachteln und somit den Wohnwert zu erhöhen. Dies wurde nicht mit dem Vermieter abgesprochen. Kann der Vermieter nun verlangen (laut Vereinbarung im Mietvertrag), dass bei Einzug wieder Rauhfaser an die Wände muss?
Katharina Stolper
06.12.2016 - 19:40 Antworten
ich ziehe demnächst aus meiner Wohnung aus. Beim Einzug habe ich dafür unterschrieben, dass ich die Deckenplatten, die bereits vom Vormieter vorhandenen waren, beim Auszug entferne. Der Vermieter verlangt nun, dass ich nicht nur die Deckenplatten entferne, sondern auch die Decken neu tapezieren muss. Bin ich dazu verpflichtet?
06.12.2016 - 20:54 Antworten
ich weiss leider nicht, was Sie im Wortlauf mit Ihrem Vermieter vereinbart haben.
Ahnungsloser Mieter
02.02.2017 - 17:08 Antworten
wir ziehen bereits nach einem Jahr aus einer Neubauwohnung aus (4 Jahre). Unsere Vormieter haben beim Auszug nur ausgebessert, Löcher zu gespachtelt und gestrichen (punktuell). Jetzt verlangt unser Vermieter dass wir die Wohnung bei Auszug streichen und auch eine beschädigte Wand durch einen Handwerker machen lassen. Die beschädigte Wand haben wir ebenfalls von unseren Vormietern geerbt (Schaden ist beim abmachen der Tapete entstanden).
Im Mietvertrag ist die Renovierungsklausel bei Auszug aufgeführt.
Ist es unser Versäumnis, dass wir bei Einzug nicht auf eine komplett neu gestrichene Wand behaart haben oder sind die Forderungen vom Vermieter übertrieben? Auch die ursprüngliche, recht teure Raufaser Tapete ist gewünscht.
Ein Handwerker zur Besichtigung ist bereits vom Vermieter beauftragt.
02.02.2017 - 17:43 Antworten
hier ein Artikel für Sie: Schönheitsreparaturen bei Auszug: Wann besteht eine Endrenovierungspflicht?
02.05.2017 - 14:03 Antworten
ich ziehe nach 3,5 Jahre aus meiner Wohnung aus. Bei Einzug wurde seitens des Vermieters die Wohnung neu tapeziert und die Türen neu gestrichen.
Bei meinem Auszug habe ich nun lediglich die Wände neu gestrichen und die Dübellöcher alle verschlossen. Die Wohnung ist somit in einem ordentlichen Zustand.
Nun besteht der Vermieter jedoch darauf, dass von mir sämtliche Tapeten runtergenommen werden und neu tapeziert wird, so wie ich die Wohnung von Ihm übernommen haben. Ebenso verlangt dieser das Streichen der Türen.
Ich habe lediglich 3.5 Jahre in der Wohnung gewohnt und die Wände und Türen weisen keinerlei Beschädigungen auf, noch lösen sich die Tapeten von den Wänden.
Der Vermieter verweist auf den Mitvertrag, in welchem festgehalten ist das die Wohnung frisch renoviert übernommen wurde und so auch wieder herzustellen ist.
Bin ich hierzu tatsächlich verpflichtet die völlig intakten Tapeten zu entfernen und komplett neu zu renovieren ?
03.05.2017 - 18:42 Antworten
drehen Sie den Spieß um und lassen Sie hier prüfen, ob Sie überhaupt zur Renovierung verpflichte waren und ggf. Ersatz für Ihren Aufwand vom Vermieter verlangen können. Hier der Link: Schönheitsreparaturklausel prüfen.
Ich vermute, dass es sehr gut für Sie ausgehen wird.
18.05.2017 - 05:46 Antworten
wir ziehen in ein neues Haus und es wurde vereinbart, das Haus unrenoviert zu übernehmen und das wir streichen. Nun habe ich aber erfahren, das die Tapeten bereits von den Wänden abfallen in zwei Zimmern und erneuert werden müssten? Ist dies nun auch unsere Sache, oder müsste sich hier der Vormieter oder Vermieter drum kümmern?
11.06.2017 - 20:03 Antworten
Gibt es eine feste Regelung dazu, ob beim Einzug Tapeten an der Wand sein müssen? Oder ist das auch eine individuelle Vereinbarungssache? Wir beziehen demnächst ein Haus zur Miete. Der Vormieter muss von Seiten der Verwaltung in einigen Räumen die Tapeten runternehmen, da diese sehr speziell sind. Die Dame von der Verwaltung sagte, wir müssten dann aber die neuen Tapeten anbringen beim Einzug und nicht der Vormieter. Kann das so vorgegeben werden?
Vielen Dank, Ariane
14.06.2017 - 10:44 Antworten
wenn Sie es möchten, können Sie ein Haus / eine Wohnung auch ohne Tapeten oder ohne Fussbodenbelag mieten.
07.07.2017 - 10:27 Antworten
Unser Vormieter hat in dem Altbau, in den wir einziehen, lediglich gestrichen.
Der Vermieter sagt nun, dass bei weiterem Überstreichen die Wände Schaden davon tragen könten und verlangt deshalb nun von uns, dass wir bei Einzug tapezieren – und bei Auszug die Tapete auch wieder entfernen. Dies ist so auch im bereits unterschriebenen Vertrag festgehalten.
Nun habe ich in Ihrem Artikel gelesen, dass wir die Tapete in keinem Fall bei Auszug abziehen müssen.
Ich habe aber nun nicht ganz verstanden, ob denn auch die Tapezierpflicht bei Einzug bei uns korrekt ist oder nicht?
Können Sie uns da bitte weiterhelfen?
22.07.2017 - 14:35 Antworten
Hallo A. Gross,
individualvertraglich können Sie sehr viel vereinbaren. Recherchieren Sie in diese Richtung. Individual- vs. Formularmietvertrag.
02.08.2017 - 10:45 Antworten
ich habe eine Frage zum Thema Schönheitsrepaturen: Das Mietverhältnis hat begonnen am 01.06.2015. Im Vertrag wurde festgehalten, dass die Übernahme ohne Streichen des Vormieters von statten gegangen ist. Zum 23.08.2017 ist der AUszug festgelegt worden. Nun beruft sich der Vermieter auf die Schönheitsreperaturen. In der Klausel steht zum einem, dass ein Kostenanteil von 180€ auf die Mieterin abfällt und die Arbeiten durch eine Handwerksfirma duch zu führen sind und zum anderem dass wenn sie selbst streicht eine Zahlung von zweimal 180€ ( 360€ ) erfolgen muss. Wie ich oben gelesen habe, kann der Mieter nicht dazu verpflichtet werden, eine Firma zu beauftragen. Und auch zu Klausel, dass wenn der Mieter selbst streicht, dass dann quasi wie eine Strafzahlung erfolgt, die Klausel ist doch unwirksam oder?
02.08.2017 - 12:22 Antworten
danke für Ihren Beitrag. Um die Klausel zu prüfen, reichen Sie bitte den Auszug aus dem Vertrag hie ein: Schönheitsreparaturklausel prüfen. Ohne genaue Prüfung kann Ihnen niemand verlässlich helfen.
02.08.2017 - 10:56 Antworten
noch eine Zusatzfrage zum Grad der Abnutzung. Woran bemisst der sich? Zwei jahre hat der Mietvertrag bestanden. Beim Einzug wurde festgehalten dass die Wohnung nicht frisch gestrichen übergeben wurde, da Wände und Decken sich in einem guten Zustand befinden. Würde dann das Urteil des BGH anwendung finden?
Neues Urteil Auf Mieter, die in eine unrenovierte Wohnung gezogen sind, können keine Renovierungsverpflichtungen per Mietvertrag mehr abgewälzt werden. Und auch die so genannte Quotenklausel, nach der Mieter verpflichtet werden sollen, anteilige Renovierungskosten zu zahlen, ist unwirksam. (BGH ). Viele Mietverträge enthalten nämlich Klauseln, nach denen anteilige Kosten übernommen werden müssen, wenn Mieter vor Ablauf der Frist für fällige Schönheitsreparaturen ausziehen. Zum Beispiel sollten Mieter nach einem Jahr 30 Prozent der Renovierungskosten für Flur, Küche und Bad bzw. 20 Prozent der Renovierungskosten für die Haupträume der Wohnung zahlen. Diese Klauseln sind nun unwirksam.
17.10.2017 - 20:13 Antworten
ich ziehe im November in eine teilsaniert Wohnung. Die Wände sind nicht ganz gerade und nicht ordentlich verspachtelt. Der Vermieter meint, er muss die Wände nicht behandeln und ich soll selber tapezieren. Aber wie soll das gehen? Ich bin kein Handwerker und kann nichts verputzen um eine glatte Wand zu garantieren? Wenn ich einen Handwerker das machen lasse, zahlt das mein Vermieter? Ich kann nicht auf so einer rauen Wand tapezieren, wie soll ich mich verhalten?
18.10.2017 - 09:36 Antworten
wenn Sie handwerklich nicht tätig werden wollen und können, dann sollten Sie keine renovierungsbedürftige Wohnung anmieten.
14.11.2017 - 16:40 Antworten
bei Einzug haben wir vor 5 Jahren die Wände neu gestrichen und die Tapete ist uns da schon fast entgegen gekommen, da wohl schon vor uns ziemlich oft drüber gestrichen wurde. Wir haben nach Absprache mit dem Vermieter 2 Katzen in der Wohnung gehalten, daher sind jetzt an manchen stellen kleine Kratzer in der Tapete drin. Kann uns der Vermieter dazu verpflichten bei Auszug neu zu tapezieren?
14.11.2017 - 17:54 Antworten
wenn Ihre Katzen die Tapeten so beschädigt haben, dass es mit Streichen nicht getan ist, dann ist es doch nur fair, wenn Sie neu tapezieren?
15.11.2017 - 08:25 Antworten
Der Mieter möchte, dass der Vermieter die Wohnung neu tapeziert, da der Mieter jetzt schon 10 Jahre in der Wohnung wohnt und neue Tapeten möchte. Muss das der Vermieter bezahlen?
ich würde zuerst prüfen, was für die Schönheitsreparaturen verantwortlich ist.
29.12.2017 - 20:35 Antworten
Wir ziehen aus unserer Wohnung aus. Wir hatten die Wohnung mit Farbe gestrichen leider sieht man nach 3 maligem weißen eine farbkante, welche aber weiß ist. Kann der Vermieter uns zum tapezieren verpflichten ?
29.01.2018 - 16:34 Antworten
Wir sind vor knapp einem Monat aus unserer alten Wohnung ausgezogen & unsere Katzen haben einige Stellen der Tapete zerkratzt,welche wir schon fachgerecht ausgebessert haben, sprich neue Tapete.
Jetzt sagt unser ehemaliger Vermieter, dass er will, dass wir die Stellen noch überstreichen.
Im Mietvertrag stand nur, dass wir bei Auzug Flur & Küche streichen müssen,was wir auch getan haben.
29.01.2018 - 16:39 Antworten
ich verstehe Ihren Ansatz nicht. Ihre Katzen haben einen Schaden angerichtet und der Vermieter möchte, dass Sie diesen Schaden beseitigen. Ist das nicht nachvollziehbar?
26.02.2018 - 17:12 Antworten
ich verlasse nach 3 Jahren eine Wohnung. Die Wohnung habe ich frisch renoviert bzw frisch gestrichen vom Vermieter übernommen. Ich habe für den Auszug Wände gestrichen, die ich in der Zeit übermalt hatte. Der Vermieter, will das ich aber alle Räume Streiche. Im Flur sind kleinere Gebrauchsspuren vorhanden (schlieren von den Schuhen, die beim vorbeilaufen entstanden sind).
Im Mietvertrag ist eine „Schönheitsreparaturklausel“ aufgeführt, die feste Zeitabstände definieren soll. Das Feld mit den Zeitabständen blieb jedoch unausgefühlt.
Ist diese „Schönheitsklausuel“ überhaupt wirksam?Muss ich die Räume streichen?
26.02.2018 - 18:15 Antworten
ich würde Ihnen raten die gesamte Schönheitsreparaturklausel prüfen zu lassen. Ohne alle Einzelheiten zu kennen, kann Ihnen hier niemand etwas zur Wirksamkeit schreiben.
30.03.2018 - 08:36 Antworten
wir ziehen nächsten Monat in eine Wohnung in der die Küche neu verputzt werden muss. Unser Vermieter möchte, dass wir die Tapete an der Decke entfernen bevor neu Verputzt wird. Kann er das von uns Verlangen?
27.04.2018 - 14:13 Antworten
mein Mann und ich ziehen nach knapp 1 1/2 Jahren aus der Mietwohnung aus.
Bei Einzug waren alle Wände Rauhfasertapeten und teils gelb gestrichen.
Mündlich wurde vereinbart, dass der Vermieter nicht tapezieren muss (vertraglich nicht festgehalten), da wir eine etwas außergewöhnliche Tapete wollten.
Wir haben im Wohn- und Essbereich (1 großes Zimmer) drei verschieden Tapeten (Vliestapeten in roter & weißer Steinoptik und normal-weiße Vliestapete) angebracht um die Räume optisch zu trennen.
Mündlich wurde bei der Kündigung vereinbart, dass die Wände weiß sein müssen. NICHT MEHR!
Nun wollten wir die Wohnung übergeben, nachdem wir die rote Steinoptiktapete durch eine weiße Vliestapete ersetzt haben und der Vermieter verlangt nun, dass wir alle Wände mit Rauhfasertapeten tapezieren und weiß überstreichen sollen.
Sprich: Nicht nur die weiße Steinoptik sondern auch die weiße Vliestapete sind dem Vermieter nun ein Dorn im Auge.
Selbst die Nachmieterin hatte bei Besichtigung mündlich zugesagt, dass sie sich an der weißen Steinoptik-Tapete nicht stört. Auch dies ist dem Vermieter nun egal und stünde nicht zur Sache.
Im Mietvertrag steht unter Schöneitsreparaturen folgendes:
„Die Schönheitsreparatur übernimmt während der Mietdauer (dann wurde angekreuzt) auf eigene Kosten der Mieter.
Übernimmt der Mieter die Schönheitsreparaturen, ist die Wohnung dem Mieter
1. im renovierten Zustand zu übergeben … oder
2. im unrenovierten Zustand zu übergeben, wofür er einen angemessenen Ausgleich erhält.“
Weder 1. noch 2. wurden im Mietvertrag angekreuzt.
Frage: Müssen wir auf Wunsch des Vermieters nochmal neu und gewünscht in Rauhfaser tapezeren?
30.04.2018 - 08:13 Antworten
lassen Sie die Sachlage hier bewerten: https://www.mietrecht.org/beratung/schoenheitsreparaturklausel-pruefen/
Es ist gut möglich, dass Sie überhaupt nicht renovieren müssen.
06.07.2018 - 10:28 Antworten
ich bin in eine Wohnung gezogen die mit Rauhfaser und gestrichen war. Wahrscheinlich um den Schimmel zu überdecken. Nun musste ich die Tapete abmachen und den Schimmel alleine entfernen weil die Genossenschaft BDS nix macht. Nun wollte ich Sie fragen, ob ich nur streichen brauche da ich sehe das die Rauhfasertapete mit dem Kleister den Schimmel mitverursachen tut. Laut Mietvertrag steht tapezieren drin und in der Abnahme auch Tapete ausbessern, dieses Protokoll hatten die bei der Begutachtung des Schimmels mit.
Wenn ich tapezieren muss kann ich dann aber eine Vinyl Tapete nehmen? Denn Rauhfaser finde ich auch nicht modern. Danke
24.02.2019 - 09:40 Antworten
Nach acht Jahren sind wir aus unserer Wohnung ausgezogen. Beim Einzug haben wir Tapeten übernommen, bei denen an manchen Stellen die Bahnen leicht überlappen. Wir haben diesen Zustand bei Einzug nicht explizit dokumentiert oder angemahnt, da es uns nicht Gestört hat. Bei Auszug wird nun vom Vermieter verlangt, dass wir die Räume neu tapezieren, da die Ausführung Der Tapezierung nicht zumutbar sei. Die Klausel zu Schönheitsreparaturen ist generell wirksam. Sind wir in diesem Fall tatsächlich verpflichtet zu tapezieren?
25.02.2019 - 11:47 Antworten
Sie müssen erstmal definieren, von wem Sie die Tapeten übernommen haben. Vormieter? Vermieter? War die Wohnung bei Einzug renoviert?
08.10.2019 - 17:39 Antworten
ich hätte eine kurze Nachfrage: Ich würde gerne in meiner Altbauwohnung, in die ich bald einziehe, die Tapeten entfernen und glatt verputzen. Anschließend sollen die glatten Wände dann gemalt werden. Die den aktuellen Istzustand der Wohunng (mit weißen Tapeten) übernehme ich von dem Vormieter.
Meine Frage(n) dazu: Bin ich jetzt zu der o.g. Thematik als Vermieter verpflichtet, diese Renovierungsmaßnahme vorher mit dem Vermieter abzustimmen? Und falls ich bzgl. dieser Maßnahme keinen Kontakt mit dem Vermieter aufnehmen muss, steht dann für mich die weitere Frage im Raum, was dann auf mich zukommt falls ich irgendwann wieder ausziehen sollte?
11.10.2019 - 07:46 Antworten
ich würde solche Arbeiten immer mit dem Vermieter abstimmen. Sie werten die Wohnung ja auf. Im Zweifel müssen Sie sonst den Ausgangszustand wieder herstellen.
18.10.2019 - 07:58 Antworten
in der Wohnküche meiner Mietwohnung hängt die auf Stroh geputzte Decke herab und soll erneuert werden.
Ich bin gesundheitlich nicht in der Lage Möbel zu rücken oder Schränke auszuräumen etc. Auch reicht der Platz in meiner Wohnung nicht, mit den Möbeln in ein anderes Zimmer auszuweichen.
In wieweit besteht für mich eine Mitwirkungspflicht?
Muss der Vermieter ein Ausweichquartier anbieten/bezahlen?
Müssen Möbel eingelagert werden, auf wessen Kosten (einschließlich Transport)?
Wer reinigt anschließend die mit Sicherheit total verstaubte Wohnung?
Ich würde mich über Hinweise zur bevorstehenden Instandsetzung der Zimmerdecke freuen.
21.10.2019 - 08:55 Antworten
bevor Sie die Sache rechtlich betrachten, sollten Sie versuchen, Ihre Lage mit Ihrem Vermieter zu sprechen und eine einvernehmliche Lösung finden. Für eine rechtliche Betrachtung sollten Sie sich möglichst individuell beraten lassen.
15.01.2020 - 18:03 Antworten
Hallo, ich ziehe jetzt aus und soll die Tapeten an den Wänden entfernen. Es war allerdings bereits tapeziert als ich eingezogen bin -mit Strukturtapete. Da alle Zimmer weiß sind und ich keine Tapetenklausel im Vertrag stehen habe, sondern nur Schönheitsreparaturen erwähnt werden – muss ich die Tapete entfernen?
17.01.2020 - 09:47 Antworten
hier die Lösung: https://www.mietrecht.org/schoenheitsreparaturen/schoenheitsreparaturen-unrenovierte-wohnung-uebernommen/
15.01.2020 - 19:58 Antworten
mein Vater wohnt seit ca. 25 Jahren zur Miete.
Die Wohnung wurde in dieser zeit nie saniert, mein Vater hat nur vor 3 Jahren mal gestrichen.
Die Wohnung ist schmutzig und stinkt (auch durch seinen Hund), Nachbarn haben sich meiner Meinung nach zu Recht über den Geruch aus der Wohnung beschwert.
Jetzt fordert der neue Eigentümer, dass die Wohnung von ihm renoviert wird:
– Fliesen verlegen – bisher nur Teppich.
– Wände verputzen, tapezieren und streichen.
– Alles sofort.
Der Vermieter bietet:
– 2 neue Heizkörper
– Neue Dusche auf seine Kosten an.
Was muss mein Vater auf jeden Fall machen?
Wann muss er das machen, da er voraussichtlich noch die nächsten 6 Wochen im Krankenhaus ist.
17.01.2020 - 09:46 Antworten
zu derartigen Instandhaltungen kann der Vermieter einen Mieter nicht verpflichten. Dieser Artikel sollte interessante für Sie sein: Mieter lässt Wohnung verwahrlosen – Was können Vermieter tun?
M. Khubeis
22.01.2020 - 08:19 Antworten
Eine Mieterin die in ein Heim ging ist ausgezogen nach einem Unfall und kam nicht zurück. Ihre Wohnung wurde von den Kindern gekündigt und leer geräumt. Diese Wohnung ist von ihrer Mutter oder Oma als Vormieterin so übernommen ohne Renovieren zu müssen. Die Wohnung war in Benutzung von beiden Parteien bevor der Vermieter das Haus kaufte also über 50-60 Jahre. Dass das Haus komplett renovierungsbedürftig ist, ist klar. Der Vermieter hat nur Heizung, sat, Fenster und Tür.. erneuert aber die Fenster seit 90er Jahren neu. Also da auch gibt es Probleme bei Schließung.
Also decken und Wände wurden so übernommen. Als der Auszug da war, hat der Vermieter den Kindern auferlegt die Decken aus holz abzubauen und zum Tapezieren bereit zu stellen für Nachmieterin. Die Kinder haben dann die Decken frei gemacht von Holzdecke, aber dabei ist Putz runter gekommen auf einer der Kinder auf dem Kopf. Die Tapeten an Seite waren nicht gefragt.
Was sollen wir jetzt machen? Was ist deren Pflicht als Mieter? Muss man jetzt ein Maler und Maurer rein holen um Korrekturen an Decke vorzunehmen als Grundsanierung und bezahlen als Mieter oder ist es Verpflichtungen des Vermieter das zu tun da er die ganzen Jahren nicht viel gemacht hat? Wie ist es mit Entschädigung für Mieter oder Unfall? Was passiert mit Nachmieterin, wer muss sie entschädigen?
Danke vielmals für die Hilfe vorab.
08.04.2020 - 13:34 Antworten
mein Vermieter möchte nach unserem Auszug, die gesamte Wohnung neu tapezieren.
Er hat nun angeboten, dass wir uns an den anschließenden Streicharbeiten (nachdem tapeziert wurde und wir schon aus der Wohnung ausgezogen sind) mit 500€ beteiligen.
Dafür sollen wir dann nicht selber streichen müssen.
09.04.2020 - 13:53 Antworten
individuell könnten Sie eine derartige Vereinbarung schließen. Das setz natürlich Ihr Einverständnis voraus.
⇐ Schönheitsreparaturen: „Spätestens bei Auszug“ – Ist die Formulierung zulässig?
Schönheitsreparaturen: Weiß streichen ist keine Pflicht! ⇒