Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BAG&Datum=06.08.2002&Aktenzeichen=1%20ABR%2047/01
Timestamp: 2019-11-14 18:38:13
Document Index: 47471257

Matched Legal Cases: ['§ 79', '§ 75', '§ 3', '§ 1', '§ 1', '§ 75', '§ 1', '§ 75', '§ 3', '§ 75', '§ 75', '§ 107', '§ 72', '§ 72']

BAG, 06.08.2002 - 1 ABR 47/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,3974
BAG, 06.08.2002 - 1 ABR 47/01 (https://dejure.org/2002,3974)
BAG, Entscheidung vom 06.08.2002 - 1 ABR 47/01 (https://dejure.org/2002,3974)
BAG, Entscheidung vom 06. August 2002 - 1 ABR 47/01 (https://dejure.org/2002,3974)
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Beteiligungsrechte der Betriebsvertretung bei einer durch Änderungskündigung bewirkten Umsetzung
Beteiligungsrechte der Betriebsvertretung - Durch Änderungskündigung bewirkte Umsetzung - Mitbestimmungsverfahren - Mitwirkungsrechte - Stufenverfahren - Hauptbetriebsvertretung - Umsetzung im Öffentlichen Dienst
ArbG Bielefeld, 21.11.2000 - 2 BV 67/00
DB 2003, 104
Andererseits ist der Personalrat nicht auf die in § 79 Abs. 1 Satz 3 BPersVG geregelten Widerspruchsgründe beschränkt (vgl. BAG, Beschluss vom 6. August 2002 - 1 ABR 47/01 - AP Nr. 80 zu § 75 BPersVG Bl. 98 m.w.N.).
Einzugsgebiet ist danach das Gebiet, das auf einer üblicherweise befahrenen Strecke nicht mehr als 30 km vom Dienstort entfernt ist, § 3 Abs. 1 Nr. 1c BUKG (…vgl. KR-Etzel 7. Aufl. § 1 KSchG Rn. 145 und 717;… APS-Kiel 2. Aufl. § 1 Rn. 598;… Lorenzen-Rehak BPersVG Stand Juli 2005 § 75 Rn. 58; LAG Köln 23. Februar 1996 - 11 (13) Sa 888/95 - LAGE KSchG § 1 Betriebsbedingte Kündigung Nr. 36; zu § 75 Abs. 1 Nr. 3 BPersVG iVm. § 3 Abs. 1 Nr. 1 BUKG: BAG 6. August 2002 - 1 ABR 47/01 - AP BPersVG § 75 Nr. 80 = EzA BPersVG § 75 Nr. 2).
Diese Rechtsposition wird konterkariert, wenn wie hier vor Ablauf dieser Frist durch den Leiter der Dienststelle - "auf Vorrat" - eine Entscheidung des höheren Dienstvorgesetzten herbeigeführt wird, obwohl die Personalvertretung diese noch nicht beantragt hat und dem höheren Dienstvorgesetzten daher auch deren bei der Entscheidung zu berücksichtigende Argumente nicht vorliegen können; ganz abgesehen davon, dass der höhere Dienstvorgesetzte im Stufenverfahren nach § 107f Abs. 4 NPersVG für eine (sachlich auch noch gar nicht angezeigte) Entscheidung in diesem Zeitpunkt mangels gestellten Antrags der Personalvertretung noch gar nicht zuständig bzw. entscheidungsbefugt ist (vgl. zur Parallelvorschrift über das Mitwirkungsverfahren nach § 72 Abs. 4 Sätze 1 und 2 BPersVG Berg, in: Altvater/Baden/Berg/Kröll/Noll/Seulen, Basiskommentar BPersVG, 8. Aufl. 2017, § 72 Rn. 16, und BAG, Beschl. v. 6.8.2002 - 1 ABR 47/01 -, juris Rn. 24; eine nachträgliche Heilung dieser Unzuständigkeit nach bereits getroffener Entscheidung kommt nicht in Betracht).