Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20131,%201
Timestamp: 2019-07-22 22:00:44
Document Index: 212005560

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', '§ 3', '§ 276', '§ 276', '§ 1', '§ 3', '§ 1', 'BGH', 'EuG', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'EuG', 'BGH', '§ 1', '§ 312', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 312', 'BGH', '§ 312', 'BGH', 'BGH', 'EuG']

BGH, 26.09.1995 - XI ZR 199/94 - dejure.org
https://dejure.org/1995,404
BGH, 26.09.1995 - XI ZR 199/94 (https://dejure.org/1995,404)
BGH, Entscheidung vom 26.09.1995 - XI ZR 199/94 (https://dejure.org/1995,404)
BGH, Entscheidung vom 26. September 1995 - XI ZR 199/94 (https://dejure.org/1995,404)
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Haustürgeschäft - Widerruf - Schadensersatz - Sicherungsgrundschuld
Recht zum Widerruf einer Grundschuld nach dem HWiG bei Vorteilserwartung des Bestellers
HTürGG § 1 Abs 1, HTürGG § 3, BGB § 276
Bestellung einer Sicherungsgrundschuld als entgeltliche Leistung iSd Haustürwiderrufgesetzes, cic-Haftung bei Widerruf
BGB § 276; HWiG § 1 Abs. 1, § 3
Bestellung einer Sicherungsgrundschuld als entgeltliche Leistung; Schadensersatzpflicht für die Ausübung des Widerrufsrechts
Haustürwiderruf bei Grundschuld
Haustürgeschäft; Bestellung einer Sicherungsgrundschuld
Sicherungsabrede zu einer Grundschuld und § 1 Abs. 1 HWiG; Haftung des Erklärenden wegen Verschulden bei Vertragsverhandlungen
LG München I, 23.11.1993 - 3 O 23232/92
OLG München, 13.06.1994 - 31 U 1819/94
BGHZ 131, 1
NJW 1996, 55
ZIP 1995, 1813
MDR 1996, 57
DNotZ 1996, 531
WM 1995, 2027
WM 1995, 2077
BB 1995, 2497
DB 1995, 2521
ff) Der vorstehenden Beurteilung steht nicht entgegen, dass nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union und des Bundesgerichtshofs die Vorschriften über den Haustürwiderruf auf von Verbrauchern bestellte - akzessorische wie nicht akzessorische - Sicherheiten, und damit auch auf einen Schuldbeitritt, anwendbar sind (vgl. EuGH…, Urteil vom 17. März 1998 - C-45/96, Slg. 1998, I-1199 = NJW 1998, 1295 Rn. 22 f.; BGH, Urteil vom 26. September 1995 - XI ZR 199/94, BGHZ 131, 1, 4 f.; Urteil vom 14. Mai 1998 - IX ZR 59/95, BGHZ 139, 21, 24 f.; Urteil vom 10. Januar 2006 - XI ZR 169/05, BGHZ 165, 363, 367;… Urteil vom 2. Mai 2007 - XII ZR 109/04, NJW 2007, 2110 Rn. 27).
Diese ist bei der Auslegung der nationalen Rechtsvorschriften über das Widerrufsrecht des Verbrauchers bei Haustürgeschäften ergänzend heranzuziehen (…vgl. BGH, Urt. v. 4.5.1994 - XII ZR 24/93, NJW 1994, 2759, 2760), wobei Divergenzen zu der Richtlinie so weit wie möglich zu vermeiden sind (vgl. BGH, Urt. v. 26.9.1995 - XI ZR 199/94, NJW 1996, 55, 56;… Staudinger/Werner, BGB [1998], Vorbem. zum HWiG Rdn. 42;… MünchKomm.BGB/Ulmer, 3. Aufl., Vor § 1 HausTWG Rdn. 6-8 und 21; Roth, ZIP 1996, 1285, 1286).
Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Bestellung einer Grundschuld (BGHZ 131, 1, 5) rechtfertige keine andere Beurteilung, weil sie vor der zitierten Entscheidung des EuGH ergangen sei.
Der Senat hat bereits in seinem Urteil vom 26. September 1995 - XI ZR 199/94 (BGHZ 131, 1, 4) entschieden, dass eine Sicherungsabrede, die auf die Bestellung einer Grundschuld gerichtet ist, auch dann in den Anwendungsbereich des § 1 Abs. 1 HWiG, der Vorgängerregelung des § 312 BGB n.F., fällt, wenn die Grundschuld einen gewerblichen Kredit sichert.
Diese Ansicht hat auch der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs in seinen Urteilen vom 9. März 1993 (XI ZR 179/92, WM 1993, 683, 684) und vom 26. September 1995 (XI ZR 199/94, BGHZ 131, 1, zur Sicherungsgrundschuld) vertreten.
Der XI. Zivilsenat hat im übrigen in beiden Urteilen entscheidend darauf abgestellt, daß die Richtlinie die Bürgschaft insgesamt erfasse; dadurch sollte ein Konflikt zwischen innerstaatlichem und Gemeinschaftsrecht vermieden werden (WM 1993, 683, 684; BGHZ 131, 1, 5).
Aus diesem Grunde sei das deutsche Haustürwiderrufsgesetz im gleichen Sinne auszulegen (BGH, XI. Zivilsenat, Urt. v. 9. März 1993 aaO. und - für die Sicherungsgrundschuld - v. 26. September 1995 - XI ZR 199/94, WM 1995, 2027, 2028 f; Bunte WM 1993, 877, 879;… MünchKomm-BGB/Ulmer, aaO. § 1 HWiG Rdnr. 8 a).
Daraus wird gefolgert, es sei eindeutig und unzweifelhaft, daß Bürgschafts- und ähnliche Sicherungsverträge mit einem anderen als dem Abnehmer der Leistung des Gewerbetreibenden vom Schutzbereich der Richtlinie erfaßt würden (BGH, XI. Zivilsenat, Urt. v. 26. September 1995 aaO.; Bunte WM 1993, 877, 881; Kappus EuZW 1993, 168).
BGH, 04.10.1995 - XI ZR 215/94
Anwendbarkeit des HWiG auf die Unterzeichnung einer Sicherungszweckerklärung …
Der erkennende Senat hat zwar kürzlich in einem anderen Verfahren ausdrücklich entschieden, daß eine Sicherungsabrede in den Anwendungsbereich dieses Gesetzes fällt (Urteil vom 26. September 1995 - XI ZR 199/94, zur Veröffentlichung bestimmt).
() EU-Richtlinien sind bei der Auslegung der nationalen Rechtsvorschriften ergänzend heranzuziehen, wobei Divergenzen zu der Richtlinie soweit wie möglich zu vermeiden sind (BGH NJW 1996, 55, 56).
Es kann dahinstehen, ob dieses Gesetz gemäß der Ansicht des XI. Zivilsenats des Bundesgerichtshofes (…Urt. v. 9. März 1993 - XI ZR 179/92, NJW 1993, 1594, 1595; vgl. Urt. v. 26. September 1995 - XI ZR 199/94, z.V.b.) - entgegen dem Senatsurteil vom 24. Januar 1991 (IX ZR 174/90, BGHZ 113, 287) - auf Bürgschaften anzuwenden ist.
OLG Frankfurt, 28.11.2008 - 19 U 67/08
Widerruf eines Haustürgeschäfts: Ursächlichkeit der Haustürsituation für die …
Der Begriff des Vertrages, "der eine entgeltliche Leistung zum Gegenstand hat" im Sinne des § 312 BGB ist weit auszulegen und umfasst auch Sicherungsverträge über die Bestellung einer Grundschuld (vgl. auch BGHZ 131, 1 ff.; 55 ff.).
Auch in diesem Falle ist der Sicherungsgeber der nach § 312 BGB berechtigte Verbraucher und nicht der Darlehensnehmer, wenn die Zweckerklärung oder Sicherungsabrede unmittelbar zwischen dem Grundstückseigentümer und der kreditgebenden Bank zustande kommt (vgl. auch BGHZ 131, 1 ff.).
Haustürgeschäft - Schuldrechtliche Verpflichtung zur Bestellung eines dinglichen …
Die Entscheidung BGHZ 131, 1 ff. ist im Übrigen, wie der Senat im Termin der mündlichen Verhandlung mit beiden Seiten erörtert hat, vor dem oben zitierten EuGH-Urteil ergangen; nachfolgend hat sich der Bundesgerichtshof - soweit ersichtlich - zur Geltung des Gesetzes über den Widerruf von Haustürgeschäften und ähnlichen Geschäften für die Verpflichtung zur Bestellung einer Sicherungsgrundschuld betreffend Verbindlichkeiten, die der persönliche Schuldner im Rahmen von beruflicher oder gewerblicher Tätigkeit eingegangen ist, noch nicht geäußert.
OLG Koblenz, 29.01.1998 - 11 U 1690/96
Eintragung einer Buchgrundschuld ; Duldung einer Zwangsvollstreckung aus einer …
OLG Frankfurt, 09.10.2006 - 9 U 45/06
Haustürgeschäft: Widerruf einer Zweckerklärung
KG, 19.01.1996 - 4 U 3641/94
Abgabe einer Bürgschaftserklärung in der Privatwohnung als Haustürgeschäft