Source: http://sexualrecht.de/rotlicht.php
Timestamp: 2017-06-22 14:03:54
Document Index: 253983680

Matched Legal Cases: ['§ 180', '§ 181', '§ 184', '§ 184', '§ 120', '§ 143', '§ 73', '§ 232', '§ 233', '§ 181']

Ausbeutung von Prostituierten (§ 180a) Zuhälterei (§ 181a) Ausübung der verbotenen Prostitution (§ 184e)
Jugendgefährdende Prostitution (§ 184f)
Delikte gegen die Sperrbezirksverordnung ( § 120 OWiG)
Verstöße gegen die Gewerbeordnung (§ 143ff)
Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz (§ 73ff)
Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung (§ 232)
Förderung des Menschenhandels (§ 233a)
Schwerer Menschenhandel (§ 181)
Denn bei Sexualstrafverfahren kommt es fast immer nur darauf an, wem letztendlich geglaubt wird: Dem vermeintlichen Täter oder dem vermeintlichen Opfer. Dabei gelten Sexualdelikte als Kapitalverbrechen - mit einer regelmäßigen Straferwartung von bis zu 15 Jahren Freiheitsstrafe. Sexualstraftaten stehen damit auf einer ähnlichen Stufe wie Mord oder Totschlag, mit dem gravierenden Unterschied, dass der Vorwurf eines Sexualdelikts nicht selten instrumentalisiert wird, beispielsweise in der Folge von familiengerichtlichen Verfahren oder anderen Streitigkeiten, um Rache zu üben oder gar Vorteile zu erlangen.
Darüber hinaus findet die strafrechtliche Verteidigung auf dem Gebiet des Sexualstrafrechts vor dem Hintergrund einer hohen Emotionalisierung und Voreingenommenheit statt, weshalb die Verteidigung aber auch die Opfervertretung hier besonders darauf achten muss, dass das Verfahren nach rechtsstaatlichen Grundsätzen ohne Vorurteile und einer Emotionalisierung der Prozessorgane durchgeführt wird. Gleichzeitig muss der Anwalt hervorragende interdisziplinäre Kenntnisse vor allem auf dem Gebiet der Aussagepsychologie haben, denn Sachbeweise wie Handyauswertungen, DNA Spuren oder gar Zeugen, sind im Sexualstrafverfahren entweder nicht vorhanden oder lassen sich plausibel erklären!