Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=15.03.2000&Aktenzeichen=VIII%20R%208/99
Timestamp: 2020-02-18 18:13:51
Document Index: 356897141

Matched Legal Cases: ['§ 48', '§ 48', '§ 60', '§ 48', '§ 60', '§ 48', '§ 48', '§ 48', '§ 48', '§ 60']

BFH, 15.03.2000 - VIII R 8/99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,4568
BFH, 15.03.2000 - VIII R 8/99 (https://dejure.org/2000,4568)
BFH, Entscheidung vom 15.03.2000 - VIII R 8/99 (https://dejure.org/2000,4568)
BFH, Entscheidung vom 15. März 2000 - VIII R 8/99 (https://dejure.org/2000,4568)
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Forderungsverkäufe - Missbrauch von Gestaltungsmöglichkeiten - Erlöschen der Darlehensverbindlichkeiten - Entnahmegewinn - Nennwert der Forderung - Gesellschafterdarlehen
FG Baden-Württemberg, 19.11.1998 - 3 K 282/89
BFH, 07.12.1999 - VIII R 8/99
Danach kann jeder Gesellschafter gegen einen Bescheid über die einheitliche und gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen Klage erheben, soweit es sich um eine Frage handelt, die ihn persönlich angeht (Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 11. März 1982 IV R 46/79, BFHE 135, 457, BStBl II 1982, 542; vom 15. März 2000 VIII R 8/99, BFH/NV 2000, 1214;… Gräber/von Groll, Finanzgerichtsordnung, § 48 Rz. 36, m.w.N.).
Die Gesellschafter einer Personengesellschaft sind nach § 48 Abs. 1 Nr. 5 der Finanzgerichtsordnung (FGO) in eigener Person klagebefugt, wenn gegen einen Feststellungsbescheid Einwendungen erhoben werden, die mit ihren Sondervergütungen zusammenhängen (…vgl. BFH, Urteile vom 12.07.1990 IV R 25/89, BFH/NV 1991, 648;… vom 07.02.1995 VIII 27/93, BFH/NV 1996, 136; vom 15.03.2000 VIII R 8/99, BFH/NV 2000, 1214).
Die Beiladung ist auch nicht gemäß § 60 Abs. 3 Satz 2 FGO ausgeschlossen; denn die Kommanditistin war gemäß § 48 Abs. 1 Nr. 5 FGO klagebefugt, da sie die Frage, ob sie durch die Veräußerung von Sonderbetriebsvermögen einen Gewinn erzielt hat, persönlich angeht (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 10. Februar 1988 VIII R 352/82, BFHE 152, 414, BStBl II 1988, 544; vom 15. März 2000 VIII R 8/99, BFH/NV 2000, 1214).
Auf die Revision der Klägerin hob der Bundesfinanzhof (BFH) jene Entscheidung auf (Urteil vom 15. März 2000 VIII R 8/99), weil die nach § 60 Abs. 3 der Finanzgerichtsordnung ( FGO ) notwendige Beiladung der S-GmbH verfahrensfehlerhaft unterblieben sei.
Denn die Gesellschafter einer Personengesellschaft sind nach § 48 Abs. 1 Nr. 2 FGO a.F. bzw. § 48 Abs. 1 Nr. 5 FGO n.F. in eigener Person klagebefugt, wenn gegen einen Feststellungsbescheid Einwendungen erhoben werden, die mit ihren Sondervergütungen zusammenhängen (…vgl. z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 12. Juli 1990 IV R 25/89, BFH/NV 1991, 648;… vom 7. Februar 1995 VIII R 27/93, BFH/NV 1996, 136; vom 15. März 2000 VIII R 8/99, BFH/NV 2000, 1214).
Die Frage, ob ein bestimmtes Wirtschaftsgut zum Sonderbetriebsvermögen II eines bestimmten Kommanditisten gehört, geht diesen persönlich an gemäß § 48 Abs. 1 Nr. 2 FGO a.F., § 48 Abs. 1 Nr. 5 FGO n.F., so dass er zu einem Anfechtungsklageverfahren bezüglich der einheitlichen und gesonderten Einkünftefeststellung der Personengesellschaft nach der ständigen Rechtsprechung des BFH - wie mit Beschluss vom 7. Februar 2008 geschehen - beigeladen werden muss (= Fall der sog. notwendigen Beiladung i. S. von § 60 Abs. 3 FGO, vgl. nur BFH-Urteil vom 15. März 2000 VIII R 8/99, BFH/NV 2000, 1214, m.w.N.).