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Timestamp: 2013-05-23 15:37:40
Document Index: 83234499

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 14', '§ 23', '§ 6', 'BGH', 'BGH']

BECKMANN UND NORDA - Rechtsanwälte Bielefeld | Artikel mit Tag seo
"BGH: Google haftet für Autocomplete-Funktion ab Kenntnis von einer Persönlichkeitsrechtsverletzung - Google-Autocomplete" vollständig lesen
Das LG Amberg hat der Klage gegen einen Suchmaschinenoptimierer stattgegeben. Dieser hatte, ohne dass dies mit dem Auftraggeber abgesprochen war, im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung auf fremden Seiten frei erfundene Kommentare mit Backlinks auf die zu optimierende Seite gepostet. Das Gericht bejahte einen Anspruch auf Beseitigung der vom SEO frei erfundenen Kommentare, da insofern eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts vorläge. Einen Anspruch auf Rückzahlung der vereinbarten Vergütung lehnte das Gericht ab. Tags für diesen Artikel: backlinks, blog, entfernung, guerilla marketing, kommentare, lg amberg, linkbuilding, persönlichkeitsrecht, schadensersatz, seo, suchmaschinenoptimierung, unterlassung
Viele Shopbetreiber, die Ihre Seiten für Suchmaschinen optimiert haben, klagen darüber, dass Mitbewerber Produktbeschreibungen übernehmen und so ebenfalls auf den vorderen Plätzen bei Google & Co. gelistet werden. Das LG Köln hat in diesem einstweiligen Verfügungsverfahren nochmals bekräftigt, dass suchmaschinenoptimierte Produktbeschreibungen und -texte urheberrechtlich geschützt sind. Dabei muss es sich nicht um besonders lange Texte handeln. Entscheidend ist, dass die Produktbeschreibung dazu führt, dass der Online-Shop bei einer Google-Suchanfrage unter den ersten Suchergebnissen gelistet wird.
Für Webseitenbetreiber gilt der immer wieder gültige Grundsatz: "Finger weg von fremden Inhalten". Tags für diesen Artikel: abmahnung, contentklau, internet, lg köln, produktbeschreibung, produkttext, rechtsanwaltskosten, schadensersatz, seo, suchmaschinenoptimiert, text, textklau, urheberrecht, urheberrechtsverletzung
POWER BALL MarkenG § 14 Abs. 2 Nr. 2, § 23 Nr. 2; UWG § 6 Abs. 2 Nr. 3 Dieses Urteil befasst sich mit einem klassischen Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Der BGH führt aus, dass auch das Geschehenlassen von Verknüpfungen einzelener Keywords durch Suchmaschinen unzulässig sein kann. Der Seitenbetreiber muss Kenntnis davon haben, dass Marken- oder sonstige Kennzeichenrechte eines Dritten betroffen sind. Diese Kenntnis dürfte bei vielen speziell optimieren Texten stets anzunehmen sein. Es ist daher nach dieser Entscheidung bei derartigen Optimierungsmaßnahmen erst Recht größte Vorsicht geboten.
Gibt ein Unternehmen in einer bestimmten Zeile seiner Internetseite, von der es weiß, dass eine Internetsuchmaschine (hier: Google) auf die dort angegebenen Wörter zugreift, zusammen mit seiner Produktkennzeichnung eine Bezeichnung an (hier: power ball), die mit der Marke eines Dritten (hier: POWER BALL) verwechselbar ist, ist es dafür verantwortlich, dass die Internetsuchmaschine die Kennzeichen zusammen als Treffer anführt. BGH, Urteil vom 4. Februar 2010 - I ZR 51/08