Source: https://www.jugendschutz-niedersachsen.de/wir-ueber-uns/glossar/
Timestamp: 2019-11-18 04:06:31
Document Index: 35151720

Matched Legal Cases: ['§ 176', '§ 174', '§ 182', '§6', '§10', '§10', '§10']

Glossar | Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen Glossar | Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen
Cyber-Grooming Grooming
Hate Speech Mobbing
Sexueller Missbrauch von Kindern Sexueller Missbrauch von Jugendlichen
App Cybermobbing
Fake News Flimmo
FSF FSK
GMK Influencer
Instragam Happy Slapping
Heldenfiguren IARC
Immersion Indizierung
JIM-Studie KIM-Studie
KJM Let´s Play-Videos
Liken Lootboxen
Messenger Online-Spieleportale
Persönlichkeitsrechte Posten
Selfie Sexting
Smart Toys Soziale Netzwerke
Streamen Taschengeldparagraph
Threema Twitter
Urheberrecht USK
Virtual Reality / VR-Brille WhatsApp
Wirkung von Medien YouTube
Apfelsaftgesetz Betäubungsmittelgesetz
Bong Crystal Meth
E-Shisha E-Zigaretten
Flashback Legal Highs
NPS Shiazo Steine
THC Wasserpfeife
AIDS BRAVO
BZgA Frauenrechte
gsp Heteronormativität
HIV Homophobie
ISP Pornografie
Queer Schwangerschaftskonfliktgesetz
Sexualpädagoge / Sexualpädagogin Sexuelle Vielfalt
Elternpflicht Elternrecht
Erziehungsbeauftragte Person Personensorgeberechtigte Person(en)
PG-Regelung
Eltern, Familie, Migration
Dialogische Gesprächsführung Menschen mit Migrationshintergrund
Cyber-Grooming ist die Kontaktaufnahme zu Kindern und Jugendlichen über Online-Medien mit dem Ziel sexueller Belästigung oder sexuellen Missbrauchs. Den Kontakt bahnen Täter z.B. über soziale Netzwerke oder Online-Spiele an. Sie bauen eine Beziehung auf, indem sie sich als Gleichaltrige ausgeben oder die Neugier von Mädchen und Jungen auf Online-Bekanntschaften ausnutzen. Innerhalb der Online-Kommunikation flechten die Täter sexuelle Inhalte ein und versuchen, ihre Gesprächspartner zu einer sexualisierten Kommunikation per Webcam, zu Nacktaufnahmen oder zu einem Treffen zu bewegen. Cyber-Grooming ist strafbar: § 176 StGB.
Siehe auch Grooming
Grooming (übersetzt: pflegen, putzen, striegeln) ist ein Fachausdruck für das Vorgehen von Tätern bei der Vorbereitung eines sexuellen Missbrauchs von Kindern oder Jugendlichen. Erwachsene erschleichen sich das Vertrauen von Kindern, z.B. durch besondere Aufmerksamkeit, Bevorzugung oder Geschenke, um sie letztlich zu sexuellen Handlungen zu überreden oder zu erpressen. Grooming bedeutet, dass die Täter gezielt eine Situation schaffen, in der der Zugang zu einem Kind erleichtert und die Entdeckung der Übergriffe erschwert wird. Cyber-Grooming ist die Kontaktaufnahme über Online-Medien mit dem Ziel sexueller Übergriffe.
Feindselige Kommentare und Diskriminierungen, die zu einer Verunglimpfung und Herabsetzung von bestimmten Personen oder Personengruppen führen, nennt man Hate Speech (Hassrede). Solche Attacken finden vorwiegend in Sozialen Netzwerken statt. Neben dem öffentlich präsentierten Hass wird die gezielte Hetze auch für direkte Aufrufe zu Gewalt gegen die jeweilige Gruppe oder Person genutzt.
Als Mobbing bezeichnet man regelmäßiges bzw. sich wiederholendes Schikanieren und seelisches Quälen. Ziel dieser verbalen oder nonverbalen Angriffe ist die Ausgrenzung und das Herausdrängen der Mobbingopfer aus einem bestimmten Bereich, wie z.B. der Schule. Findet Mobbing (auch) online statt, spricht man auch von Cybermobbing.
Rassismus bedeutet: Allen Menschen werden aufgrund ihrer Hautfarbe oder ethnischen Herkunft bestimmte Eigenschaften, Charakterzüge oder Fähigkeiten zugeschrieben. Rassismus ignoriert die Individualität von Menschen und beurteilt sie vor allem als Angehörige einer Gruppe oder Kultur. Dabei wird die eigene Gruppe oder Kultur in der Regel als höherwertig betrachtet und hiermit die Benachteiligung anderer Gruppen gerechtfertigt.
Der Begriff bezeichnet Einstellungen, in denen die Gleichwertigkeit aller Menschen abgelehnt und Nationalismus betont wird. Dazu gehören rassistische Überzeugungen (Rassismus), die Betonung des Rechtes des Stärkeren, die Ablehnung demokratischer Prinzipien und die Verharmlosung bzw. Rechtfertigung des Nationalsozialismus. Elemente rechtsextremistischer Einstellungen sind in allen Altersgruppen, nicht nur bei Jugendlichen, zu finden.
Mit sexuellem Missbrauch werden sexuelle Handlungen bezeichnet, zu denen Kinder gezwungen oder überredet werden. Erwachsene oder jugendliche Täter nutzen ihre Überlegenheit oder die Unkenntnis und Unerfahrenheit von Kindern aus, um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Abhängig von den konkreten Umständen einer Tat wird auch von sexueller Belästigung, sexuellen Übergriffen und sexueller oder sexualisierter Gewalt gesprochen. Sexuelle Handlungen an Kindern sind strafbar: § 174 Strafgesetzbuch (StGB).
Als Missbrauch von Jugendlichen (14- bis 17jährige) definiert das Strafrecht (§ 182 StGB) sexuelle Handlungen, bei denen die Zwangslage eines/einer Jugendlichen ausgenutzt wird oder der/die Jugendliche für die sexuelle Handlung bezahlt wird. Auch sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen, die 21 Jahre oder älter sind, mit unter 16-jährigen Jugendlichen können rechtlich als Missbrauch bewertet werden.
Als sexuelle Übergriffe werden sexuelle Grenzverletzungen und erzwungene sexuelle Handlungen unter ungefähr gleichaltrigen Kindern oder Jugendlichen bezeichnet – im Unterschied zu sexuellem Missbrauch durch ältere Jugendliche oder Erwachsene. Sexuelle Übergriffe sind nicht unbedingt strafbar. Trotzdem können sie für betroffene Kinder und Jugendliche ähnlich belastend sein wie ein sexueller Missbrauch.
https://cyber-mobbing.jugendschutz-niedersachsen.de/
Das soziale Netzwerk ermöglicht die Erstellung von privaten Profilen zur Darstellung der eigenen Person. Es verknüpft mittlerweile Millionen Menschen miteinander. Auch Unternehmen, Institutionen oder Vereine nutzen die Plattform, um sich zu präsentieren. Ein eigenes Profil zu erstellen ist ab dem Alter von 13 Jahren möglich. Mädchen und Jungen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren erhalten laut den AGB einen Minderjährigen-Account, der über besondere Sicherheitseinstellungen verfügt.
Nachrichten, die absichtlich Falschaussagen beinhalten und in der Öffentlichkeit gezielt lanciert werden, bezeichnet man als Fake News. Im Internet und vor allem in den Sozialen Netzwerken verbreiten sich diese Falschmeldungen sehr schnell. Der Begriff Fake News umfasst ebenfalls gefälschte Bilder oder Videos, die zur Manipulation benutzt werden
Influencer (engl. to influence: beeinflussen) sind in der Regel junge Menschen, die auf Instagram oder Youtube aus ihrem Leben berichten. Bei der meist jungen Zielgruppe sind Influencer erfolgreich, wenn sie glaubwürdig, vertrauenswürdig, authentisch und sympathisch sind. Aufgrund ihrer großen Reichweite eignen sie sich als Werbeträger oder Markenbotschafter.
Instagram ist ein auf Fotos basierendes soziales Netzwerk. Die hochgeladenen Fotos können mit Filtern bearbeitet und dann mit Freunden geteilt werden. Instagram wird auch genutzt, um als sogenannter Follower dem Lieblingsstar oder Sternchen zu folgen: Die aktuellen Posts und Bilder der Prominenten werden den Nutzern dann automatisch angezeigt.
LJS-Projektseite Hauptsache Action: https://jugendschutz-niedersachsen.de/Hauptsache-Action/projektinfos.html
Lootboxen (loot – Beute) sind virtuelle Kisten, die in Spielen entweder durch virtuelle Währung oder durch reales Geld erworben werden können. Die Kisten enthalten virtuelle Gegenstände (Items), die im Spiel benutzt werden können. Bei den Items handelt es sich um Kleidungsstücke zur Verschönerung der eigenen Spielfigur, virtuelle Waffen oder Spielvorteile (Boosts). Die Kisten enthalten häufig eher kosmetische oder geringwertige Gegenstände, wertvolle oder sehr nützliche Gegenstände sind dagegen selten.
Ein Messenger funktioniert wie das Versenden von SMS oder MMS, ist aber in der Regel kostenlos. Mit einem Messenger kann auch telefoniert und gechattet werden, dazu können Gruppen von Personen gebildet werden, die man in seinem Adressbuch hat.
Es handelt sich um einen Online-Dienst, mit dem Benutzer miteinander kommunizieren und teilweise im virtuellen Raum interagieren können. Es gibt verschiedenen Angebote wie facebook, Instagram, Snapchat u.a.
Snapchat ermöglicht das Versenden von Bildern und Videos. Das Besondere an Snapchat ist, dass die Fotos für die Empfänger nur für eine kurze Zeit (ca. 10 Sekunden) zu sehen sind und danach laut Anbieter angeblich gelöscht werden.
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Puppen, Kuscheltiere oder Roboter, die mit dem Internet verbunden und per App oder Sprachbefehl gesteuert werden können, bezeichnet man als Smart Toys (engl. intelligentes Spielzeug). Aus Jugendschutzsicht können diese Spielzeuge problematisch werden, wenn die verbauten Kameras und Mikrofone personenbezogene Daten der jungen Nutzer speichern und auswerten. Sicherheitslücken bei der Software haben schon dazu geführt, dass sich Fremde in das System gehackt haben.
Der Instant Messenger verfügt über die gleichen Funktionen wie WhatsApp und kann auf dem Smartphone und Tablet installiert werden. Threema arbeitet mit einer Ende-zu-Ende Verschlüsselung, die es selbst dem Serverbetreiber verbietet, Nachrichten in Form von Texten, Fotos oder Videos sowie Standortdaten auszulesen.
Da der Server in der Schweiz liegt, gelten die dortigen Datenschutzbestimmungen, die vergleichbar mit den deutschen Standards sind. Der Download im App-Store kostet einmalig ungefähr 3,- Euro.
Virtual Reality/VR-Brille
Virtual Reality (VR) ist eine spezielle Medientechnologie, die auf besondere Weise Eingabe- und Darstellungsmodalitäten in sich vereint. VR bietet eine dreidimensionale visuelle Darstellung mit wirklicher Tiefe. Verstärkt wird dieses Erlebnis durch ein sogenanntes Head-Mounted Display, einer VR-Brille, die das gesamte Blickfeld abdeckt sowie einem räumlichen Sound über Kopfhörer. Anstelle einer Maus oder einer Tastatur können VR-Nutzer mittels normaler Kopf-, Hand- und Körperbewegungen interagieren und durch die virtuellen Welten steuern.
Die beliebteste App bei Kindern und Jugendlichen ist derzeit WhatsApp. Dieser Instant Messenger Dienst ermöglicht die Kommunikation der verschiedenen Betriebssysteme miteinander (iOS, Android, Microsoft und Blackberry). WhatsApp wurde seitens der USK „ab 0 Jahren“ gekennzeichnet. In den AGB schreibt der Anbieter vor, dass man für die Nutzung mindestens 13 Jahre alt sein muss. Es gibt jedoch keine Kontrolle beim Herunterladen der App.
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Nach dem sogenannten Apfelsaftgesetz, §6 Ausschank alkoholfreier Getränke des deutschen Gaststättengesetzes (GastG), müssen Gastwirte mindestens ein alkoholfreies Getränk anbieten, das nicht teurer ist als das billigste alkoholische Getränk. Als alkoholpräventive Maßnahme soll durch den Paragraphen verhindert werden, dass alkoholische Getränke lediglich aufgrund eines günstigeren Preises getrunken werden.
Bei einer Bong handelt es sich um eine Wasserpfeife ohne Schläuche, die sich aus einem Zylinder und einem Shillum (ein Rohr ähnlich einem Pfeifenkopf) zusammensetzt. Für gewöhnlich wird sie zum Rauchen von Cannabis oder Cannabis-Tabak-Mischungen genutzt. Zu den regional jeweils unterschiedlichen Synonymen zählen: Blubber, Flasch, Pief, Öck oder Rohr.
In ihrer Funktionsweise ist die E-Shisha vergleichbar mit einer E-Zigarette, das Mundstück ähnelt jedoch häufig dem einer Wasserpfeife. Bislang fehlt es an gesetzlichen Vorgaben zur Beschaffenheit, Konzentration und Deklaration der Inhaltsstoffe. Laut §10 JuSchG dürfen E-Shishas nicht an Jugendliche abgegeben werden. Dies gilt auch für Produkte, die kein Nikotin enthalten.
In elektronischen Zigaretten, auch E-Zigaretten genannt, werden Flüssigkeiten (sog. Liquids) verdampft und vom Konsumenten inhaliert. Als nikotinhaltige oder auch nikotinfreie Erzeugnisse unterliegen sie dem §10 „Rauchen in der Öffentlichkeit des Jugendschutzgesetztes (JuSchG)“. Hiernach dürfen sie an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren weder abgegeben werden noch darf ihnen der Konsum gestattet werden.
Als neue psychoaktive Stoffe (NPS) werden chemische Varianten bekannter Betäubungsmittel bezeichnet, die bislang geltende Verbots- und Strafvorschriften aufgrund ständig neuer auftretender Formen umgangen haben. Künftig soll das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) den Umgang mit NPS regeln.
Als nikotinfreies Tabakersatzprodukt werden Shiazo Steine in Wasserpfeifen verdampft. Im Gegensatz zu geltenden Regelungen für E-Zigaretten und E-Shishas, die selbst als nikotinfreie Varianten nicht an Kinder und Jugendliche abgegeben werden dürfen (§10 JuSchG), stellt das Aushändigen und Konsumierenlassen von Shiazo Steinen bislang keinen Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz dar.
THC steht für Tetrahidrocannabinol und ist der Rauschwirkungen hervorrufende Bestandteil der Hanfpflanze (Cannabis). Es handelt sich um ein psychoaktives Cannabinoid, welches in Deutschland den Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterliegt. Wird THC durch Cannabis-Konsum aufgenommen, so erfolgt dies meist pur oder mit Tabak gemischt in Form eines Joints.
In der traditionellen orientalischen Wasserpfeife, auch Shisha genannt, wird gewöhnlich Tabak mit Fruchtaromen oder anderen Geschmacksrichtungen geraucht. Der beim Verschwelen des Tabaks entstehende Rauch wird durch ein wassergefülltes Glasgefäß gesogen und eingeatmet. Die gesundheitlichen Risiken ähneln nach heutigem Kenntnisstand denen, die durch das Rauchen von Zigaretten entstehen.
Projektwebseite: https://www.jugendschutz-niedersachsen.de/AIDS/index.html
Die Zeitschrift BRAVO behandelt Themen, die vor allem jugendliche Mädchen und Jungen interessieren: Informationen über Musik oder Medienstars, Modetipps, aber auch Persönlichkeitstest oder die beliebte „Foto-Love-Story“. Seit 1969 ist „Dr. Sommer“ ein fester Bestandteil der Zeitschrift – hier werden Fragen von Jugendlichen zu Liebe, Sexualität und Partnerschaft beantwortet.
Mittlerweile wird das vielfältige Angebot der BRAVO vor allem über das Internet genutzt: Musikcharts und aktuelle News sowie die Möglichkeiten Informationen über verschiedene Apps zu erhalten, stößt weiterhin auf ein großes Interesse bei Jugendlichen.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wurde 1967 als eine Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit gegründet.
Zu den Aufgaben der BZgA gehören die Erarbeitung von Grundätzen und Richtlinien zur praktischen Gesundheitserziehung, die Aus- und Fortbildung von Fachpersonal sowie koordinative Aufgaben zur Gesundheitserziehung im Bundesgebiet und in Zusammenarbeit mit dem Ausland. Zudem erstellt die BZgA Informationsmaterialen, die unentgeltlich abgegeben werden. Im Rahmen der Forschung bringt die BZgA in regelmäßigen Abständen unter anderen die Studie „Jugendsexualität“ heraus.
„Frauenrechte sind Menschenrechte“ – dieser Slogan ist seit Jahren fester Bestandteil der internationalen Menschrechtsdiskussion und verdeutlicht, dass das Recht auf Gleichberechtigung und Nichtdiskriminierung aufgrund der besonderen gesellschaftlichen Situation von Frauen besonders betont werden muss. Trotz der Fortschritte zur Gleichberechtigung haben Frauen und Mädchen in allen Ländern der Welt bis heute nicht die gleichen Rechte und Möglichkeiten zur Teilhabe am politischen, sozialen und ökonomischen Leben.
Weitere Informationen zu Menschenrechten und Frauenrechten im Besonderen: http://menschenrechte-durchsetzen.dgvn.de/themenschwerpunkte-menschenrechte/frauenrechte/
Die Gesellschaft für Sexualpädagogik (gsp) ist ein bundesweiter Fachverband von wissenschaftlich und praktisch tätigen Sexualpädagoginnen und –pädagogen.
Die gsp bietet Beratung und Fortbildungen an, veröffentlicht Positionen zu aktuellen Debatten und vergibt ein Qualitätssiegel für sexualpädagogische Fachkräfte.
Weitere Informationen unter http://gsp-ev.de/
„Heteronormativität“ bezeichnet die naturgegebene strikte Einteilung der Geschlechter in Mann und Frau sowie eine damit verbundene Ausschließlichkeit von Heterosexualität. Der Begriff wird vor allem genutzt, um die damit einhergehenden Geschlechternormen zu kritisieren und auf daraus resultierende Machtverhältnisse aufmerksam zu machen.
Der Begriff bezeichnet eine irrationale Angst vor homosexuellen Menschen und ihren Lebensweisen. Hieraus entstehen Vorurteile und Zerrbilder dieser Personengruppe, die sich in Form von Abwertung, Aggressionen oder Ekel äußern.
Das Wort Homophobie wird kritisiert, da es keine Angst im eigentlichen Sinne ist, sondern (ähnlich wie Rassismus oder Sexismus) als „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ anzusehen ist. Der Begriff Heterosexismus hat sich bisher nicht durchgesetzt.
Seit 1988 qualifiziert das Institut für Sexualpädagogik (ISP) in der Sozialen Arbeit Tätige zum Umgang mit sexueller Bildung in Theorie und Praxis. Neben dem umfangreichen Fortbildungsangebot und dem anerkannten Zertifikatslehrgang Sexualpädagogik gibt es zudem die Möglichkeit, Dozentinnen und Dozenten für eigene Veranstaltungen zu buchen.
Weitere Informationen unter https://www.isp-sexualpaedagogik.org/
Der Begriff queer bedeutet schräg, seltsam, sonderbar. Im englischen Sprachraum hat sich queer vom Schimpfwort für homo- und bisexuelle Menschen zur selbstbewussten Eigenbezeichnung entwickelt. Im deutschsprachigen Raum verstehen sich unter dem Begriff queer Menschen, die den heteronormativen gesellschaftlichen Normen nicht entsprechen wollen und sich in ihrer Geschlechtsidentität nicht auf eindeutig Frau oder Mann beschränken wollen.
Das „Gesetz zur Vermeidung und Bewältigung von Schwangerschaftskonflikten“, kurz Schwangerschaftskonfliktgesetz bzw. SchKG, trat 1992 in Kraft und regelt Aufklärungs- und Beratungsangebote für Männer und Frauen im Zusammenhang mit Sexualität, Verhütung, Familienplanung und ungewollter Schwangerschaft.
SchKG im Wortlaut: https://www.gesetze-im-internet.de/beratungsg/BJNR113980992.html
Als Sexualpädagoge bzw. Sexualpädagogin bezeichnen sich Menschen, die in der sexuellen Bildung arbeiten – mit ganz unterschiedlichen beruflichen Grundqualifikationen, da die Berufsbezeichnung Sexualpädagoge bzw. Sexualpädagogin nicht staatlich geschützt ist.
Mit dem Ziel, die Qualität der sexualpädagogischen Arbeit zu sichern, vergibt die gsp (Gesellschaft für Sexualpädagogik) seit 2008 ein Qualitätssiegel an sexualpädagogisch Tätige.
Sexismus ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl von bewussten und unbewussten Diskriminierungen auf Basis des Geschlechts. Auf Grundlage einer „naturgegebenen“ Unterscheidung zwischen Männern und Frauen (hinsichtlich Verhaltensweisen, sozialen Rollen etc.) dient Sexismus als ungewolltes oder beabsichtigtes Mittel zur Machtausübung; Machtgefälle bzw. Abhängigkeitsverhältnisse werden mit dem Geschlecht begründet und weiter aufrecht erhalten.
Es ist eine Elternpflicht, die eigenen Kinder zu pflegen und zu erziehen. Damit ist einerseits die Grundversorgung wie z.B. die Ernährung, die Hygiene und die Gesundheitsförderung gemeint, andererseits sollen die Kinder ihrem Alter entsprechend zu selbstständigen und verantwortlichen Menschen erzogen werden. Kinder haben das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung.
Eltern haben das Recht, ihre Kinder nach eigenen Maßstäben zu pflegen und zu erziehen. Der Staat hat eine ergänzende und unterstützende Funktion. Nur bei der Verletzung der Kinderrechte durch die Eltern, also bei Verwahrlosung und Misshandlung der Kinder, kann der Staat zum Schutz der Kinder eingreifen.
Eine erziehungsbeauftragte Person darf für einen Zeitraum die Erziehung von Kindern übernehmen. Das setzt die Zustimmung der Eltern voraus. Diese Person, die mindestens 18 Jahre alt sein muss, kann zum Beispiel einen 15-Jährigen in die Diskothek mitnehmen und ist für ihn verantwortlich.
Personensorgeberechtigte Person(en)
Eltern sind die personensorgeberechtigte Personen für ihre Kinder. In manchen Fällen ist nur ein Elternteil personensorgeberechtigt, z.B. im Falle einer Trennung. Gibt es einen Pfleger oder einen Vormund für ein Kind, so ist dieser personensorgeberechtigt.
Eltern können mit ihren Kindern ab sechs Jahren im Kino Filme sehen, die erst ab 12 Jahren freigegeben sind. Dies wird durch die PG-Regelung (Parental guidence = Elternbegleitung) möglich. Unabhängig von der Altersfreigabe müssen Kinder ab sechs Jahren von Personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Personen begleitet werden, wenn die Filmvorführung erst nach 20 Uhr beendet ist.
Weitere Informationen finden Sie in diesen kostenfreien Broschüren:
>> Bestelllink „Welche Filme dürfen Kinder und Jugendliche sehen?“
>> Bestelllink „Oft gestellte Fragen zum Jugendschutzgesetz“ Informationen für Jugendliche
Eine zentrale Aufgabe des erzieherischen Jugendschutzes ist es, Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder zu unterstützen. Nicht alle Eltern nehmen an klassischen Elternveranstaltungen, wie zum Beispiel einem Themenelternabend, teil. Niedrigschwellige Elternarbeit zeichnet sich durch einen besonderen Zugang, eine wertschätzende Haltung gegenüber den Erziehungskompetenzen der Eltern ( > Dialogische Gesprächsführung) und durch bildhafte Methoden des Gesprächseinstieges aus.
Projektbeispiel Elterntalk http://www.elterntalk-niedersachsen.de/
Die dialogische Gesprächsführung stellt die Standpunkte und vorhandenen Stärken der Gesprächsteilnehmer in den Vordergrund, ohne sie zu bewerten. Damit hat sie einen ressourcenorientierten Ansatz. So ist ein Austausch auf Augenhöhe möglich, bei dem Eltern voneinander lernen und sich gegenseitig Tipps zu ihrem Erziehungsalltag geben können.
Als Migranten werden Personen bezeichnet, die entweder selbst aus ihrer Heimat in ein anderes Land gekommen sind oder von denen mindestens ein Elternteil zugewandert ist. Personen, bei denen ein Großelternteil zugewandert ist, werden oft als Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bezeichnet.