Source: https://www.carcheck-berlin.de/blog/tag/honorar/
Timestamp: 2019-04-25 12:54:52
Document Index: 71739674

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 249', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

honorar – Kfz Gutachter Berlin Blog
Honorartabelle 2014 Provinzial Rheinland
Honorartabelle Kfz Sachverständige Gutachter
Jeder -freie- KFZ-Sachverständige sollte sich ernsthaft überlegen, welchem Verband er letztlich angehören möchte. Unterhalb des BVSK soll anscheinend nunmehr das “Honorartableau 2014 Provinzial Rheinland (basierend auf der BVSK-Honorarbefragung 2013)” etabliert werden. Paralllel dazu läuft das Model der „Abschleppstory“, von dem insbesondere Abschleppunternehmen betroffen sind. Letztlich ist aber jeder Geschädigte eines KFZ-Unfalls von den Kürzungen betroffen, denn die gegnerische Haftpflichtversicherung ist nicht Vertragspartner des Geschädigten. Werden die Ansprüche sodann gegenüber dem Unfallverursacher direkt geltend gemacht, gibt es letztlich nur einen lachen Dritten. Nämlich die Haftpflichtversicherung, die Beiträge einnimmt, aber zu keiner ordnungsgemäßen Schadenregulierung bereit ist! Beiträge einnehmen aber im Schadensfall nicht auskehren! Nächstes Mal überweise ich auch nur die Hälfte der KFZ-Versicherungsbeiträge, weil ich dies für angemessen und ausreichend halte!
Der Herr Geschäftsführer des BVSK, seines Zeichens selbst Rechtanwalt, hat offenbar das BGH-Urteil vom 11.2.2014 – VI ZR 225/13 – , das mittlerweile in allen mir bekannten juristischen Zeitschriften veröffentlicht ist, nicht ordentlich gelesen. Ich verweise auf Rd-Ziffer 10, wo es heißt, dass “zu einer Recherche nach einem Sachverständigen mit einem günstigeren Honorarangebot der Kläger gegenüber der Beklagten (VN der HUK-COBURG) nicht verpflichtet war. Dem Kläger musste auch nicht das Ergebnis der Umfrage bei den Mitgliedern des Sachverständigenverbandes ( gemeint ist der BVSK) über die Höhe der üblichen Honorare bekannt sein”. Das ist doch eine klare Ansage des BGH, dass ein Geschädigter den BVSK nicht kennen muss.
Das Gesprächsergebnis des BVSK mit der HUK-COBURG oder auch mit anderen Kfz-Versicherern ist eine Sondervereinbarung. Spätestens seit dem BGH-Urteil vom 20.10.2009 – VI ZR 53/09 – , ebenfalls in allen juristischen Zeitschriften veröffentlicht, ist höchstrichterlich entschieden, dass Preise aufgrund von Sondervereinbarungen keine marktüblichen Preise sind. Auf derartige Preise kann ein Geschädigter nicht verwiesen werden. Auch dieses BGH-Urteil sollte sich der Herr Geschäftsführer des BVSK noch einmal genau durchlesen.
Dass es zu dem Urteil des BGH am 11.2.2014 kam, ist keineswegs dem BVSK zu verdanken. Nachdem das Urteil mit der herben Niederlage der HUK-COBURG bekannt war, übte der Geschäftsführer des BVSK in seinem Blättchen bereits Kritik an dem Urteil. Es soll ihm zugestanden sein, Kritik zu üben. Aber immerhin hatte der BGH als höchstes deutsches Zivilgericht entschieden. Insoweit sind die Entscheidungen des BGH durchaus zu beachten. Im Übrigen war seine Kritik unsachlich.
Vielmehr wurde das Rechtsstreitverfahren bis zum BGH und zurück zum LG Darmstadt von einem anderen Verband der Sachverständigen hilfreich begleitet, nämlich vom VKS. Das muss auch mal gesagt werden! Dank daher an den VKS und dessen Präsidium.
Ein Verband, der sich so den Versicherern anbiedert, der hat auf Dauer keinen Bestand. Mir sind auch frühere BVSK-Mitglieder bekannt, die ob der gutsherrlichen Verhaltensweisen des Geschäftsführers des BVSK diesen verlassen haben und sich jetzt im VKS gut aufgehoben fühlen.
Wie ein nur 600 Mitglieder starker Verband sich erdreisten kann, für die gesamte Zunft der freien Sachverständigen zu sprechen, ist mehr als Größenwahn. Wo Größenwahn hinführt, hat die deutsche Geschichte gezeigt. Der BVSK hat keinen Alleinvertretungsanspruch für alle freien und unabhängigen Sachverständigen. Bei rund 10.000 Sachverständigen sind die 600 organisierten BVSKler eine nicht zu beachtende Minderheit. Die Umfragen seiner Mitglieder sind daher nicht repräsentativ. Daher hat der BGH auch zu Recht erklärt, dass der Geschädigte den BVSK nicht kennen muss. Dessen Umfragewerte schon erst gar nicht. Denn sie sind nicht entscheidend für die im Schadensersatzrecht wichtige Erforderlichkeit. Die Umfragewerte können nur eine Üblichkeit wiedergeben, nicht jedoch eine Erforderlichkeit im Sinne von § 249 BGB. Aber sicher ist dem Herrn Rechtsanwalt und Geschäftsführer des BVSK das auch bekannt.
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Versicherung verweigert Restzahlung
Die gesetzte Zahlungsfrist ist abgelaufen.
Versicherung verweigert Restzahlung des Sachverständigen Honorars!
Weder das Rest Honorar ist eingegangen, noch erhielten wir überhaupt eine Stellungnahme von der Versicherung weshalb die nun nicht die Restsumme aus dem Honorar auszahlen wollen.
Dass der Auto Versicherer die Angelegfenheit auszusitzen wollen, beruht auf deren Erfahrungen, dass sich auf diese Weise viele Sachverhalte sich von selbst erledigen.
Nun Stellt sich der Sachvetrständige volgende Fragen:
Wie gehen wir am besten weiter vor? Vorstandsbeschwerde? Klageeinreichung?
Vorstandsbeschwerden sind hier sinnlos!
Sie können das fehlende Honorar von Ihrem Auftraggeber/ Kunden verlangen
Wenn Sie damit gute Kontakte zerstören und Volgeaufträge ausschließen, können Sie auch die Abtretung von einem Fachanwalt für Verkehrsrecht prüfen lassen und dann selbst „aus abgetretenem Recht“ gegen die Honorarkürzung vor Gericht ziehen.
Aus unserer Erfahrung lenken die Versicherungen dann schnell ein und zahlen den Restbetrag aus.
Also organisieren Sie sich bitte mit einem Verkehrsrechtler, der stets klageandrohungen aussendet und ggf. dann auch eine Klage fertigt.
Das Team vom Sachverständigenbüro Carcheck wünscht dabei viel Erfolg.
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Der BGH nimmt zum Sachverständigenhonorar Stellung
Der Unfallgeschädigte muss die Honorarbefragung des BVSK nicht kennen.
Daher bildet die Honorarbefragung auch keinen Maßstab für die Obergrenze der Sachverständigenkosten urteilte der BGH.
Das Sachverständigenhonorar des Unfallgutachters war im Verhältniss zu den Reparaturkosten recht hoch angesetzt. Bei Reparaturkosten von etwa 1.249 Euro brutto, endete das Honorar bei 534,55 Euro brutto. Die Kfz Versicherung hatte insbesondere dei Nebenkosten des Sachverständigen Honorars gerügt, da diese ca. die Hälfte des gesamtbetrages ausmachten.
Oft, oder eigentlich immer kürzen Versicheurngen dann das Sachverständigenho0norar mit der Begründung, dass die Üblichkeit nicht gegeben ist. Also das dass Honorar über dem Ortsüblichen Wert liege. Die Unfallgeschädigten sollen dann oftmals das restliche Sachverständigenhonorar ausgleichen. Laut der Versicheurng hätten sich die Geschädigten vor der Auftragserteilung über die Höhe des Honorares informieren sollen und ggf. auch mehere Sachverständige vergleichen.
Der BGH betont zum wiederholten Male das der Geschädigte nicht zuvor eine Marktforschung nach dem honorargünstigsten Sachverständigen betreiben muss. Das entspricht nicht dem was derm Unfallgeschädigten zugemutet werden darf.
Wenn der Versicherer das Honorar des Sachverständigen für zu teuer hält, muss er schadenrechtlich dennoch zahlen. Es ist allein Sache des Haftpflichtversicherers, sich mit dem Sachverständigen wegen dessen Rechnungsforderung auseinanderzusetzen. Dem geschädigten darf dies also nicht zur Last gelegt werden.
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