Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/196884,0.html
Timestamp: 2019-06-25 14:43:02
Document Index: 98049046

Matched Legal Cases: ['§ 212', '§ 212', '§ 223', '§ 224', '§223', '§ 223', '§ 340']

Verfasst am: 20 Jul 2008 - 11:05:37 Titel: Strafrecht Hausarbeit
Hallo, sofern jemand sich austauschen möchte, hier eine Skizze
M hat mit F streit. Sie will mit ihrer gemeinsamen Tochter ausziehen, weil sie einen neuen Lebenspartner hat. M hält sie fest, um sie am gehen zu hindern. Darauf hin drückt sie ihm ihre
Fingernägel in den Unterarm damit er loslässt. aus Wut wirft M die F mit voler Wucht gegen eine Wand.
F verliert das Bewustsein, M denkt sie sei tod. Will nun seine Tochter und sich umbringen.
Nimmt eine tödliche Dosis eines Medikamentes (wirkt erst nach Stunden tödlich), welches er seiner Tochter verabreicht. M bringt Tochter in eine Waldhütte. Geht nach Hause und wird verhaftet, da die Ehefrau F wieder zu Bewusstsein gelangt ist und die Polizei gerufen hatte.
Polizist P befragt ihn, wo die Tochter ist. Er gesteht, verrät jedoch nicht den Aufenthaltsort.
P fixiert M und droht ihm mit einer Zange die Nägel abzuziehen. M gibt nach, Tochter wird gefunden, jedoch stirbt diese wenig später.
Als straftatsbestände kommen meiner Meinung nach in Frage:
M : § § 212 , 223
Verfasst am: 20 Jul 2008 - 11:39:13 Titel:
Verfasst am: 20 Jul 2008 - 11:43:00 Titel: Re: Strafrecht Hausarbeit
Prismatic84 hat folgendes geschrieben:
M denkt sie sei tod.
Schreib das bloß nicht so in deiner Hausarbeit... wenn jemand selbst als Jurastudent noch nicht weiß, dass es "der Tod", aber "tot sein" heißt, reagieren die meisten Korrektoren darauf sehr allergisch.
Und du solltest auch nicht nur an Grundtatbestände denken, sondern auch an deren Qualifikationen.
Verfasst am: 20 Jul 2008 - 12:25:10 Titel:
hm,.. die idee mit dem neuen Ansatz ist gut, nur wie bringe ich sowas gut zu papier ? Mord ist nicht zu prüfen, ... zu § 212 StGB
Obj. Tatbestand + // Eingriff rettender Kausalverläufe = - , da er zu spät kommt ? Zudem wurde er ja dazu genötigt !
Sub. TB + , somit Totschag,..
§ 223 StGB = unproblematisch, Qualifikation auf § 224 StGB schließe ich aus.
Wenn man davon ausgeht, das P keine Polizeirechtlichen Befugnisse hatte, ist er wegen der Fixierung und Nötigung schuldig,.. jedoch muss man sich fragen wie dies anhand von §§ aussieht,..
Ob P schuldig ist, wird letztendlich durch einen Meinungsstreit entschieden werden...
Verfasst am: 20 Jul 2008 - 20:28:38 Titel:
für P würde ich nicht nur §§223 und 240, sondern auch 340 StGB (Körperverletzung im Amt) bedenken. Ob er das rechtfertigen kann - naja, da gab es ja schonmal einen ähnlichen Fall, wenn ich mich recht erinnere... ging damals stark durch die Medien. Der Polizist wurde dabei verurteilt, wobei das Urteil eher dazu diente, klar zu stellen, dass Folter im Amt nicht gerechtfertigt werden kann... das Urteil würde ich für die HA suchen
Verfasst am: 20 Jul 2008 - 21:42:29 Titel:
bei P § 223 StGB ? ,...
§ 340 StgB ist ein guter Anstoß,.. vielen vielen dank !
@ Rhyeira : hatte mich verschrieben...
Verfasst am: 20 Jul 2008 - 22:43:17 Titel:
Jo, wenn de Zeit hast könntest de dir zu dem Thema mal die Urteile zum Thema Gäfgen durchlesen. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (http://www.echr.coe.int/echr/) hat auf die Individualbeschwerde auch ein Urteil gefällt.
Würd' allerdings nur Ausführungen dazu machen, wenn das für die Fall-Lösung relevant wird.
Verfasst am: 20 Jul 2008 - 23:12:42 Titel:
hey super danke, werde es mir definitiv anschaun
Verfasst am: 25 Jul 2008 - 22:26:04 Titel:
also ich schreibe die selbe Hausarbeit und überlege seit Tagen, wie ich möglichst einen vollendeten Totschlag erstmal ausschließen kann um dann Totschlag durch Unterlassen prüfen zu können. Hat irgenwer eine Idee dazu?
Verfasst am: 28 Jul 2008 - 15:52:45 Titel: hi
Totschlag durch Unterlassen ? naja,.. denke normaler Totschlag kommt auch hin,.. da wenn du auf Totschlag gehst du eigentlich nur (+) hast