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Timestamp: 2016-10-21 09:02:58
Document Index: 124615782

Matched Legal Cases: ['Art. 109', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 42', 'Art. 105', 'Art. 42', 'Art. 51', 'Art. 42', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 49', 'Art. 76', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 49', 'Art. 42', 'Art. 49', 'Art. 50', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 42', 'Art. 43', 'Art. 50', 'Art. 109']

2C_294/2011 (07.04.2011)
2C_294/2011
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 2. Abteilung, 2. Kammer,
1.1 X.________ (geb. 1979) stammt aus dem Kosovo. Er heiratete am 26. M�rz 2008 in seiner Heimat seine fr�here Landsfrau und heutige Schweizerb�rgerin Y.________ (geb. 1989). Am 25. Februar 2009 reiste er in die Schweiz ein, wo ihm die Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Gattin erteilt wurde. Am 26. Januar 2010 informierte Y.________ das Migrationsamt des Kantons Z�rich, dass sie die Scheidung w�nsche und am 5. Februar 2010 aus der ehelichen Wohnung ausziehen werde. X.________ best�tigte am 28. Februar 2010, dass seine Gattin die eheliche Wohnung verlassen habe.
1.2 Das Migrationsamt des Kantons Z�rich lehnte es am 26. April 2010 ab, die Aufenthaltsbewilligung von X.________ zu verl�ngern und forderte ihn auf, die Schweiz zu verlassen. Der Regierungsrat des Kantons Z�rich wies den hiergegen gerichteten Rekurs am 25. August 2010 ab, wogegen X.________ erfolglos an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich gelangte. Er beantragt vor Bundesgericht, dessen Urteil vom 2. Februar 2011 aufzuheben und seine Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern. Zur weiteren Begr�ndung seiner Eingabe ersucht er darum, ihm eine Nachfrist anzusetzen.
Die Eingabe erweist sich als offensichtlich unzul�ssig bzw. unbegr�ndet und kann deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 BGG erledigt werden.
2.1.1 Gem�ss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG haben die Rechtsschriften die Begehren und deren Begr�ndung zu enthalten, wobei in gedr�ngter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Die Begr�ndung muss sachbezogen sein, d.h. den Gegenstand des angefochtenen Entscheids betreffen; erforderlich ist, dass in gezielter Form auf die f�r das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erw�gungen der Vorinstanz eingegangen wird (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 - 2.3). Der Beschwerdef�hrer wiederholt in seiner Eingabe weitgehend, was er bereits vor dem Verwaltungsgericht vorgebracht hat; mit den Erw�gungen der Vorinstanz zu seinen Ausf�hrungen setzt er sich nicht weiter auseinander. Er legt in seiner Eingabe in keiner Weise dar, inwiefern der von der Vorinstanz ermittelte Sachverhalt offensichtlich unhaltbar w�re oder diese die Beweise willk�rlich gew�rdigt (Art. 106 Abs. 2 BGG) oder die Offizialmaxime verletzt h�tte; die blosse Behauptung einer entsprechenden Rechtsverletzung allein gen�gt den Begr�ndungsanforderungen von Art. 42 BGG nicht. Es ist bei der Beurteilung seiner Eingabe vom Sachverhalt auszugehen, wie ihn die Vorinstanz festgestellt hat (vgl. Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Zwar will der Beschwerdef�hrer seine Eingabe noch nachbessern, dies ist indessen nicht m�glich: Die Beschwerdebegr�ndung ist dem Bundesgericht innerhalb der Beschwerdefrist zuzustellen; es ist unzul�ssig mit einer Nachfrist die (unverl�ngerbare) gesetzliche Frist zur Beschwerdeeinreichung faktisch zu verl�ngern (vgl. LAURENT MERZ, in: Niggli/Uebersax/Wipr�chtiger [Hrsg.], BSK Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 40 zu Art. 42 BGG).
2.2.1 Ausl�ndische Ehegatten von Schweizerb�rgern haben unter Vorbehalt von Art. 51 Abs. 1 AuG Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit ihrem Partner zusammenwohnen (Art. 42 Abs. 1 AuG). Der Bewilligungsanspruch besteht trotz Aufl�sens bzw. definitiven Scheiterns der Ehegemeinschaft fort, wenn diese mindestens drei Jahre gedauert und die betroffene ausl�ndische Person sich hier zudem erfolgreich integriert hat (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG; BGE 136 II 113 E. 3.3.3). Eine (relevante) Ehegemeinschaft liegt vor, wenn die eheliche Beziehung tats�chlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht. Mit Blick auf Art. 49 AuG, der den Ehegatten bei weiterdauernder Familiengemeinschaft gestattet, aus "wichtigen Gr�nden" getrennt zu leben, was auch bei vor�bergehenden Schwierigkeiten in der Ehe kurzfristig der Fall sein kann (vgl. Art. 76 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit [VZAE, SR 142.201]), ist jeweils aufgrund s�mtlicher Umst�nde im Einzelfall zu bestimmen, ab welchem Zeitpunkt die eheliche Gemeinschaft als definitiv aufgel�st zu gelten hat. Dabei ist im Wesentlichen die Dauer der nach aussen wahrnehmbaren ehelichen Wohngemeinschaft ausschlaggebend (Urteil 2C_544/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 2.2). F�r die Berechnung der Frist von drei Jahren ist im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG nur die in der Schweiz gemeinsam verbrachte Zeit massgebend (BGE 136 II 113 E. 3.3).
2.2.2 Die Ehegatten haben sich unbestrittenermassen knapp ein Jahr nach der Aufnahme des gemeinsamen Wohnsitzes anfangs 2010 wieder getrennt. Art. 49 AuG erm�glicht in Krisensituationen zwar kurze Unterbr�che der Wohn- und Lebensgemeinschaft, wenn eine Wiedervereinigung mit einer minimalen Wahrscheinlichkeit absehbar erscheint; das Getrenntleben darf dabei aber nicht zum Regelfall werden. Der Beschwerdef�hrer macht zwar geltend, dass er nach wie vor an der Ehe festhalten wolle, er behauptet aber nicht, dass seine Frau und er die Wohn- und Ehegemeinschaft inzwischen wieder aufgenommen h�tten oder es auch nur zu einer Wiederann�herung gekommen w�re. Der Beschwerdef�hrer kann sich f�r die Verl�ngerung seiner Bewilligung deshalb weder auf Art. 42 in Verbindung mit Art. 49 AuG noch auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG berufen.
2.2.3 Auch ein nachehelicher H�rtefall im Sinn von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG liegt nicht vor. Danach besteht der Bewilligungsanspruch zwar fort, falls "wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen", solche bestehen hier indessen nicht (BGE 2C_411/2010 vom 9. November 2010 E. 3.1). Bei der Anwendung von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG ist entscheidend, ob die pers�nliche, berufliche und famili�re Wiedereingliederung der betroffenen ausl�ndischen Person bei einer R�ckkehr in ihre Heimat als stark gef�hrdet zu gelten hat und nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfacher w�re und bevorzugt w�rde (Urteil 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). Ein pers�nlicher, nachehelicher H�rtefall setzt aufgrund der gesamten Umst�nde des Einzelfalls eine erhebliche Intensit�t der Konsequenzen f�r das Privat- und Familienleben voraus, die mit der Lebenssituation nach dem Dahinfallen der gest�tzt auf Art. 42 Abs. 1 bzw. Art. 43 Abs. 1 AuG abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sein m�ssen (vgl. das Urteil 2C_781/2010 vom 16. Februar 2011 E. 2.2). Wurden wie hier keine engen Beziehungen zur Schweiz gekn�pft, l�sst sich ein Anspruch auf einen weiteren Verbleib gest�tzt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG nicht begr�nden, wenn die Integration im Herkunftsland keine besonderen Probleme stellt (Botschaft AuG, BBl 2002 3709 Ziff. 1.3.7.6 S. 3754). Nach nur rund zwei Jahren Aufenthalt in der Schweiz ist diese f�r den Beschwerdef�hrer nicht problematisch. F�r die weitere Begr�ndung wird auf die zutreffenden Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid verwiesen (Art. 109 Abs. 3 BGG).