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Timestamp: 2020-07-08 03:52:47
Document Index: 180669008

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 17', 'Art. 38', 'Art. 56', 'Art. 57', 'Art. 7', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 22', 'Art. 23', 'Art. 29', 'Art. 30', 'Art. 20', 'Art. 26', 'Art. 57', 'Art. 32', 'Art. 67', 'Art. 29', 'Art. 25', 'Art. 149', 'Art. 29', 'Art. 30', 'Art. 31', 'Art. 23', 'Art. 54', 'Art. 55', 'Art. 56', 'Art. 58', 'Art. 58', 'Art. 2']

Lawbrary | BEHV - Verordnung über die Börsen und den Effektenhandel
… (6 - 14)
Inländische Effektenhändler
Bewilligungsvoraussetzungen (17 - 24)
Geschäftsführung (25 - 28)
Eigenmittel-, Risikoverteilungs- und Rechnungslegungsvorschriften (29 - 29)
Journalführungs- und Meldepflichten (30 - 32)
Ausländische Effektenhändler
Allgemeine Bestimmungen (38 - 40)
Zweigniederlassungen (41 - 48)
Vertretungen (49 - 53)
… (53 - 53)
… (54 - 54)
… (55 - 55)
Verhältnis zum Ausland (56 - 56)
Schlussbestimmungen (57 - 59)
Die­se Ver­ord­nung ent­hält:
Be­griff­sum­schrei­bun­gen (Art. 2-3);
Be­wil­li­gungs­vor­aus­set­zun­gen für in­län­di­sche Ef­fek­ten­händ­ler, ein­sch­liess­lich Be­stim­mun­gen über die Ge­schäfts­füh­rung, die Ei­gen­mit­tel, die Ri­si­ko­ver­tei­lung und die Rech­nungs­le­gung so­wie die Jour­nal­füh­rungs- und Mel­de­pflich­ten (Art. 17-31);
Be­stim­mun­gen für aus­län­di­sche Ef­fek­ten­händ­ler (Art. 38-52);
Be­stim­mun­gen über die aus­län­di­sche Be­herr­schung von Ef­fek­ten­händ­lern (Art. 56);
Schluss- und Über­gangs­be­stim­mun­gen (Art. 57 und 58).
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. 12 der Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5413).
2 Auf­ge­ho­ben durch An­hang 1 Ziff. 12 der Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5413).
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. 12 der Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5413).
4 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. 12 der Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5413).
5 Auf­ge­ho­ben durch An­hang 1 Ziff. 12 der Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5413).
6 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 1 Ziff. 12 der Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5413).
1Ef­fek­ten­händ­ler im Sin­ne des Ge­set­zes sind Ei­gen­händ­ler, Emis­si­ons­häu­ser und De­ri­vat­häu­ser, so­fern sie haupt­säch­lich im Fi­nanz­be­reich tä­tig sind.
2Mar­ket Ma­ker und Kun­den­händ­ler sind Ef­fek­ten­händ­ler im Sin­ne des Ge­set­zes, auch wenn sie nicht haupt­säch­lich im Fi­nanz­be­reich tä­tig sind.
3Nicht als Ef­fek­ten­händ­ler gel­ten:
Fonds­lei­tun­gen im Sin­ne des An­la­ge­fonds­ge­set­zes vom 18. März 19941;
Ver­si­che­rungs­ein­rich­tun­gen im Sin­ne des Ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­set­zes vom 23. Ju­ni 19782;
die Ein­rich­tun­gen der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge, auf wel­che Ar­ti­kel 71 des Bun­des­ge­set­zes vom 25. Ju­ni 19823über die be­ruf­li­che Al­ters-, Hin­ter­las­se­nen- und In­va­li­den­vor­sor­ge an­wend­bar ist und die ei­ner Auf­sicht un­ter­ste­hen.
1 [AS 1994 2523, 2000 2355 An­hang Ziff. 27, 2004 1985 An­hang Ziff. II 4, 2006 2197 An­hang Ziff. 135. AS 2006 5379 An­hang Ziff. I]. Sie­he heu­te: das Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­setz vom 23. Ju­ni 2006 (SR 951.31).
2 [AS 1978 1836, 1988 414, 1992 288 An­hang Ziff. 66 733 SchlB Art. 7 Ziff. 3 2363 An­hang Ziff. 2, 1993 3204, 1995 1328 An­hang Ziff. 2 3517 Ziff. I 12 5679, 2000 2355 An­hang Ziff. 28, 2003 232, 2004 1677 An­hang Ziff. 4 2617 An­hang Ziff. 12. AS 2005 5269 An­hang Ziff. I 3]. Sie­he heu­te: das BG vom vom 17. Dez. 2004 (SR 961.01).
1Ei­gen­händ­ler sind Ef­fek­ten­händ­ler, die ge­werbs­mäs­sig für ei­ge­ne Rech­nung kurz­fris­tig mit Ef­fek­ten han­deln.
2Emis­si­ons­häu­ser sind Ef­fek­ten­händ­ler, die ge­werbs­mäs­sig Ef­fek­ten, die von Dritt­per­so­nen aus­ge­ge­ben wor­den sind, fest oder in Kom­mis­si­on über­neh­men und öf­fent­lich auf dem Pri­mär­markt an­bie­ten.
3De­ri­vat­häu­ser sind Ef­fek­ten­händ­ler, die ge­werbs­mäs­sig selbst De­ri­va­te schaf­fen, die sie für ei­ge­ne oder frem­de Rech­nung öf­fent­lich auf dem Pri­mär­markt an­bie­ten.
4Mar­ket Ma­ker sind Ef­fek­ten­händ­ler, die ge­werbs­mäs­sig für ei­ge­ne Rech­nung kurz­fris­tig mit Ef­fek­ten han­deln und öf­fent­lich dau­ernd oder auf An­fra­ge Kur­se für ein­zel­ne Ef­fek­ten stel­len.
5Kun­den­händ­ler sind Ef­fek­ten­händ­ler, die ge­werbs­mäs­sig in ei­ge­nem Na­men für Rech­nung von Kun­den mit Ef­fek­ten han­deln und:
sel­ber oder bei Drit­ten für die­se Kun­den Kon­ten zur Ab­wick­lung des Ef­fek­ten­han­dels füh­ren; oder
Ef­fek­ten die­ser Kun­den bei sich oder in ei­ge­nem Na­men bei Drit­ten auf­be­wah­ren.
6Nicht als Kun­den im Sin­ne von Ab­satz 5 gel­ten:
in- und aus­län­di­sche Ban­ken und Ef­fek­ten­händ­ler oder an­de­re staat­lich be­auf­sich­tig­te Un­ter­neh­men;
Ak­tio­näre oder Ge­sell­schaf­ter mit ei­ner mass­ge­ben­den Be­tei­li­gung am Schuld­ner und mit ih­nen wirt­schaft­lich oder fa­mi­li­är ver­bun­de­ne Per­so­nen;
in­sti­tu­tio­nel­le An­le­ger mit pro­fes­sio­nel­ler Tre­so­re­rie.
7An­ge­bo­te an Per­so­nen nach Ab­satz 6 gel­ten nicht als öf­fent­lich im Sin­ne der Ab­sät­ze 2, 3 und 4.
1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang 1 Ziff. 12 der Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5413).
1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 9 der Fi­nanz­markt­prüf­ver­ord­nung vom 15. Okt. 2008, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5363).
1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 4 der Fi­nanz­markt­prüf­ver­ord­nung vom 5. Nov. 2014 (AS 2014 4295). Auf­ge­ho­ben durch An­hang 1 Ziff. 12 der Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5413).
1Der Ef­fek­ten­händ­ler reicht der FIN­MA ein Be­wil­li­gungs­ge­such ein. Die­ses ent­hält al­le An­ga­ben, die zur Be­ur­tei­lung er­for­der­lich sind, na­ment­lich An­ga­ben über:
den Ge­schäfts­be­reich (Art. 18);
die Or­ga­ni­sa­ti­on (Art. 19);
das in­ter­ne Kon­troll­sys­tem (Art. 20);
den Ort der Lei­tung (Art. 21);
das Min­dest­ka­pi­tal oder die Si­cher­heits­leis­tung (Art. 22);
die ver­ant­wort­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter und die mass­ge­bend Be­tei­lig­ten (Art. 23);
die Ei­gen­mit­tel und die Ri­si­ko­ver­tei­lung (Art. 29);
die Prüf­ge­sell­schaft (Art. 30).
2Der Ef­fek­ten­händ­ler legt dem Be­wil­li­gungs­ge­such die er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen bei, na­ment­lich sei­ne Sta­tu­ten oder Ge­sell­schafts­ver­trä­ge und die Re­gle­men­te.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 9 der Fi­nanz­markt­prüf­ver­ord­nung vom 15. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5363).
1Der Ef­fek­ten­händ­ler muss sei­nen Ge­schäfts­be­reich in den Sta­tu­ten, den Ge­sell­schafts­ver­trä­gen oder Re­gle­men­ten sach­lich und geo­gra­fisch ge­nau um­schrei­ben.
2Er gibt ins­be­son­de­re an:
mit wel­cher Art von Ef­fek­ten er han­delt und wel­che an­de­ren Ge­schäf­te er be­treibt;
an wel­chen Märk­ten er han­delt;
für wel­che Art von Kun­den er han­delt.
3Der sach­li­che und geo­gra­fi­sche Ge­schäfts­be­reich muss den fi­nan­zi­el­len Mit­teln und der Be­triebs­or­ga­ni­sa­ti­on ent­spre­chen.
4Er gibt der FIN­MA an, bei wel­chen schwei­ze­ri­schen oder aus­län­di­schen Bör­sen er Mit­glied wer­den will.
5Will der Ef­fek­ten­händ­ler im Aus­land ei­ne Toch­ter­ge­sell­schaft, ei­ne Zweignie­der­las­sung oder ei­ne Ver­tre­tung be­trei­ben, so lie­fert er der FIN­MA al­le An­ga­ben, die sie zur Be­ur­tei­lung der Tä­tig­keit im Aus­land be­nö­tigt, na­ment­lich:
einen Ge­schäfts­plan, wel­cher ins­be­son­de­re die Art der ge­plan­ten Ge­schäf­te und die Or­ga­ni­sa­ti­onss­truk­tur be­schreibt;
1Der Ef­fek­ten­händ­ler sorgt für ei­ne wirk­sa­me be­triebs­in­ter­ne Funk­tio­nen­tren­nung zwi­schen Han­del, Ver­mö­gens­ver­wal­tung und Ab­wick­lung. Die FIN­MA kann in be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len Aus­nah­men ge­stat­ten oder die Tren­nung wei­te­rer Funk­tio­nen an­ord­nen.
2Mar­ket Ma­ker und Kun­den­händ­ler im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Ab­satz 2, die nicht haupt­säch­lich im Fi­nanz­be­reich tä­tig sind, müs­sen das Ef­fek­ten­han­dels­ge­schäft recht­lich ver­selb­stän­di­gen.
3Der Ef­fek­ten­händ­ler legt zur Er­fas­sung, Be­gren­zung und Über­wa­chung der Ri­si­ken nach Ar­ti­kel 26 Ab­satz 11 in ei­nem Re­gle­ment oder in in­ter­nen Richt­li­ni­en fest:
die Grund­zü­ge des Ri­si­ko­ma­na­ge­ments;
die Zu­stän­dig­keit und das Ver­fah­ren für die Be­wil­li­gung von ri­si­ko­be­haf­te­ten Ge­schäf­ten.
1 Die­ser Ar­ti­kel hat heu­te ei­ne neue Fas­sung.
Art. 20 Internes Kontrollsystem
1Der Ef­fek­ten­händ­ler sorgt für ein wirk­sa­mes in­ter­nes Kon­troll­sys­tem.
2Er be­traut ins­be­son­de­re ei­ne von der Ge­schäfts­füh­rung un­ab­hän­gi­ge Stel­le mit der in­ter­nen Re­vi­si­on (in­ter­ne Re­vi­si­ons­stel­le be­zie­hungs­wei­se In­spek­to­rat). Die­se über­prüft auch die Ein­hal­tung der In­for­ma­ti­ons-, der Sorg­falts- und der Treue­pflich­ten nach Ar­ti­kel 11 des Ge­set­zes.
3Die FIN­MA kann in be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len einen Ef­fek­ten­händ­ler von der Pflicht, ei­ne in­ter­ne Re­vi­si­ons­stel­le zu be­stel­len, be­frei­en.
1Der Ef­fek­ten­händ­ler muss tat­säch­lich von der Schweiz aus ge­lei­tet wer­den. Vor­be­hal­ten blei­ben all­ge­mei­ne Wei­sun­gen und Ent­schei­de im Rah­men der Kon­zern­über­wa­chung, so­fern der Ef­fek­ten­händ­ler Teil ei­ner im Fi­nanz­be­reich tä­ti­gen Grup­pe bil­det, wel­che ei­ner an­ge­mes­se­nen kon­so­li­dier­ten Auf­sicht durch aus­län­di­sche Auf­sichts­be­hör­den un­ter­steht.
2Die mit der Ge­schäfts­füh­rung des Ef­fek­ten­händ­lers be­trau­ten Per­so­nen müs­sen an ei­nem Ort Wohn­sitz ha­ben, wo sie die Ge­schäfts­füh­rung tat­säch­lich und ver­ant­wort­lich aus­üben kön­nen.
1Der Ef­fek­ten­händ­ler muss über ein Min­dest­ka­pi­tal von 1,5 Mil­lio­nen Fran­ken ver­fü­gen. Es muss voll ein­ge­zahlt sein. Bei Sachein­la­ge­grün­dun­gen sind der Wert der ein­ge­brach­ten Ak­ti­ven und der Um­fang der Pas­si­ven durch ei­ne zu­ge­las­se­ne Prüf­ge­sell­schaft zu über­prü­fen. Dies gilt auch bei der Um­wand­lung ei­nes be­ste­hen­den Un­ter­neh­mens in einen Ef­fek­ten­händ­ler.1
2Bei na­tür­li­chen Per­so­nen und Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten gel­ten als Ka­pi­tal:
die Ka­pi­tal­kon­ten; und
die Gut­ha­ben der un­be­schränkt haf­ten­den Ge­sell­schaf­ter, so­fern aus ei­ner schrift­li­chen Er­klä­rung her­vor­geht, dass sie un­wi­der­ruf­lich im Fal­le der Li­qui­da­ti­on, des Kon­kur­ses oder Sa­nie­rungs­ver­fah­rens den For­de­run­gen al­ler üb­ri­gen Gläu­bi­ger im Rang nach­ge­hen und dass sie we­der mit For­de­run­gen des Ef­fek­ten­händ­lers ver­rech­net noch aus Ver­mö­gens­wer­ten des Ef­fek­ten­händ­lers si­cher­ge­stellt wer­den.
3Die Gut­ha­ben nach Ab­satz 2 kön­nen nur an­ge­rech­net wer­den, wenn aus ei­ner bei der Prüf­ge­sell­schaft hin­ter­leg­ten schrift­li­chen Er­klä­rung die Ver­pflich­tung des Ef­fek­ten­händ­lers her­vor­geht, kei­nen der zwei Ka­pi­tal­be­stand­tei­le oh­ne vor­gän­gi­ge Zu­stim­mung der Prüf­ge­sell­schaft so weit her­ab­zu­set­zen, dass der Min­dest­ka­pi­tal­be­trag un­ter­schrit­ten wird.
4Die FIN­MA kann na­tür­li­chen Per­so­nen und Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten ge­stat­ten, an­stel­le ei­nes Min­dest­ka­pi­tals nach den Ab­sät­zen 2 und 3 ei­ne Si­cher­heit von min­des­tens 1,5 Mil­lio­nen Fran­ken zu hin­ter­le­gen, zum Bei­spiel in Form ei­ner Bank­ga­ran­tie oder ei­ner Ba­r­ein­la­ge auf ei­nem Sperr­kon­to bei ei­ner Bank.
5In be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len kann die FIN­MA einen an­de­ren Min­dest­an­satz fest­le­gen.
6Für Ban­ken gel­ten die Be­stim­mun­gen der Ei­gen­mit­tel­ver­ord­nung vom vom 1. Ju­ni 20123 (ERV).4
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 4 der Fi­nanz­markt­prüf­ver­ord­nung vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4295).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 31. März 2004, in Kraft seit 1. Ju­li 2004 (AS 2004 2781).
4 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 6 Ziff. 3 der Ei­gen­mit­tel­ver­ord­nung vom 1. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 5441).
1Der Ef­fek­ten­händ­ler muss in sei­nem Be­wil­li­gungs­ge­such An­ga­ben über die ver­ant­wort­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter und über die mass­ge­bend Be­tei­lig­ten ma­chen. Das Ge­such ent­hält ins­be­son­de­re:
bei na­tür­li­chen Per­so­nen: An­ga­ben über Na­tio­na­li­tät, Wohn­sitz, mass­ge­ben­de Be­tei­li­gun­gen an an­de­ren Ge­sell­schaf­ten und hän­gi­ge Ge­richts- und Ver­wal­tungs­ver­fah­ren so­wie einen un­ter­zeich­ne­ten Le­bens­lauf, Re­fe­ren­zen und einen Straf­re­gis­ter­aus­zug;
bei Ge­sell­schaf­ten: die Sta­tu­ten oder Ge­sell­schafts­ver­trä­ge, einen Aus­zug aus dem Han­dels­re­gis­ter oder ei­ne ent­spre­chen­de Be­stä­ti­gung, einen Be­schrieb der Ge­schäftstä­tig­kei­ten, der fi­nan­zi­el­len Si­tua­ti­on und, ge­ge­be­nen­falls, der Grup­pen­struk­tur so­wie An­ga­ben über ab­ge­schlos­se­ne oder hän­gi­ge Ge­richts- und Ver­wal­tungs­ver­fah­ren.
2Das Be­wil­li­gungs­ge­such ent­hält für die mass­ge­bend Be­tei­lig­ten zu­sätz­lich:
die Be­tei­li­gungs­quo­ten;
die Er­klä­rung nach Ar­ti­kel 28 Ab­satz 2.
3Ver­ant­wort­li­che Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des Ef­fek­ten­händ­lers nach Ar­ti­kel 10 Ab­satz 2 Buch­sta­be d des Ge­set­zes sind:
die Mit­glie­der des Or­gans für Ober­lei­tung, Auf­sicht und Kon­trol­le so­wie der Ge­schäfts­füh­rung;
die Lei­te­rin oder der Lei­ter der in­ter­nen Re­vi­si­ons­stel­le.
4Mass­ge­bend (qua­li­fi­ziert) be­tei­ligt nach Ar­ti­kel 10 Ab­satz 2 Buch­sta­be d des Ge­set­zes sind na­tür­li­che und ju­ris­ti­sche Per­so­nen, die di­rekt oder in­di­rekt min­des­tens 10 Pro­zent des Ka­pi­tals oder der Stimm­rech­te ei­nes Ef­fek­ten­händ­lers hal­ten oder des­sen Ge­schäftstä­tig­keit auf an­de­re Wei­se mass­ge­bend be­ein­flus­sen kön­nen.
Ein neu ge­grün­de­ter Ef­fek­ten­händ­ler darf sich erst zur Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter an­mel­den, wenn ihm die FIN­MA die Be­wil­li­gung zur Auf­nah­me der Ge­schäftstä­tig­keit er­teilt hat.
1Der Ef­fek­ten­händ­ler mel­det der FIN­MA je­de Än­de­rung der Be­wil­li­gungs­vor­aus­set­zun­gen, ins­be­son­de­re:
die Ab­sicht, im Aus­land ei­ne Toch­ter­ge­sell­schaft, ei­ne Zweignie­der­las­sung oder ei­ne Ver­tre­tung zu er­rich­ten, mit den An­ga­ben nach Ar­ti­kel 18 Ab­satz 5;
die Auf­ga­be oder je­de we­sent­li­che Än­de­rung der Ge­schäftstä­tig­keit der Toch­ter­ge­sell­schaft, der Zweignie­der­las­sung oder der Ver­tre­tung im Aus­land;
für die Toch­ter­ge­sell­schaft, die Zweignie­der­las­sung oder die Ver­tre­tung im Aus­land den Wech­sel der Prüf­ge­sell­schaft oder der zu­stän­di­gen aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­de.
2Ein Wech­sel der ver­ant­wort­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter muss nur der Prüf­ge­sell­schaft ge­mel­det wer­den.
3Der Ef­fek­ten­händ­ler darf erst Sta­tu­ten­än­de­run­gen zur Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter an­mel­den und Re­gle­ments­än­de­run­gen in Kraft set­zen, wenn die FIN­MA die ent­spre­chen­den Än­de­run­gen ge­neh­migt hat.
Art. 26 Verpfändungsverträge
Für Ver­pfän­dungs­ver­trä­ge ist Ar­ti­kel 332 der Ban­ken­ver­ord­nung vom 17. Mai 19723 an­wend­bar.
2 Die­ser Ar­ti­kel ist auf­ge­ho­ben. Sie­he heu­te: das Bu­ch­ef­fek­ten­ge­setz vom 3. Okt. 2008 (SR 957.1).
3 [1972 821, 1989 1772, 1995 253, 1996 45 3094, 1997 85 Art. 57 Ziff. 1, 1998 16, 2003 4077, 2004 2777 2875, 2005 4849, 2006 4307 An­hang 7 Ziff. 1, 2008 1199 5363 An­hang Ziff. 7, 2009 5279, 2011 3931, 2012 5435 5441 An­hang 6 Ziff. 2 7251 Art. 32. AS 2014 1269 Art. 67]. Sie­he heu­te: die Ban­ken­ver­ord­nung vom 30. April 2014 (SR 952.02).
Der Ef­fek­ten­händ­ler mel­det der FIN­MA je­des Jahr in­nert 60 Ta­gen nach Ab­schluss des Ge­schäfts­jah­res, bei wel­chen schwei­ze­ri­schen und aus­län­di­schen Bör­sen er Mit­glied ist.
1Je­de na­tür­li­che oder ju­ris­ti­sche Per­son hat der FIN­MA Mel­dung zu er­stat­ten, be­vor sie di­rekt oder in­di­rekt ei­ne mass­ge­ben­de Be­tei­li­gung an ei­nem nach schwei­ze­ri­schem Recht or­ga­ni­sier­ten Ef­fek­ten­händ­ler er­wirbt oder ver­äus­sert. Die­se Mel­de­pflicht be­steht auch, wenn ei­ne mass­ge­ben­de Be­tei­li­gung in sol­cher Wei­se ver­grös­sert oder ver­klei­nert wird, dass die Schwel­len von 20, 33 oder 50 Pro­zent des Ka­pi­tals oder der Stim­men er­reicht oder über- be­zie­hungs­wei­se un­ter­schrit­ten wer­den.
2Per­so­nen, die ei­ne mass­ge­ben­de Be­tei­li­gung be­sit­zen, müs­sen der FIN­MA ei­ne Er­klä­rung ab­ge­ben, ob sie die Be­tei­li­gung für ei­ge­ne Rech­nung oder treu­hän­de­risch für Drit­te er­wer­ben und ob sie für die­se Be­tei­li­gung Op­tio­nen oder ähn­li­che Rech­te ein­ge­räumt ha­ben.
3Der Ef­fek­ten­händ­ler mel­det der FIN­MA die Per­so­nen, wel­che die Vor­aus­set­zun­gen nach Ab­satz 1 er­fül­len, so­bald er da­von Kennt­nis er­hält.
4Der Ef­fek­ten­händ­ler reicht der FIN­MA in­nert 60 Ta­gen nach Ab­schluss des Ge­schäfts­jah­res ei­ne Auf­stel­lung der an ihm mass­ge­bend Be­tei­lig­ten ein. Die Auf­stel­lung ent­hält An­ga­ben über die Iden­ti­tät und die Be­tei­li­gungs­quo­te al­ler am Ab­schluss­tag mass­ge­bend Be­tei­lig­ten so­wie all­fäl­li­ge Ver­än­de­run­gen ge­gen­über dem Vor­jahr.
5Die Mel­dun­gen nach den Ab­sät­zen 3 und 4 ent­hal­ten zu­sätz­lich die An­ga­ben und Un­ter­la­gen nach Ab­satz 2 und Ar­ti­kel 23 Ab­satz 1, so­weit die FIN­MA dar­über nicht be­reits auf­grund ei­ner frü­he­ren Mel­dung ver­fügt.
Art. 29 Eigenmittel, Risikoverteilung und Rechnungslegung
1Die Be­stim­mun­gen der Ei­gen­mit­tel­ver­ord­nung vom 29. Sep­tem­ber 20062 so­wie die Be­stim­mun­gen der Ban­ken­ver­ord­nung vom 30. April 20143 (BankV) über die Jah­res­rech­nung (Art. 25-42) gel­ten auch für Ef­fek­ten­händ­ler.4
2In be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len kann die FIN­MA aus­nahms­wei­se:
Er­leich­te­run­gen ge­wäh­ren;
Ver­schär­fun­gen in Be­zug auf die Ei­gen­mit­tel und die Ri­si­ko­ver­tei­lungs­vor­schrif­ten an­ord­nen, ins­be­son­de­re kann sie ver­lan­gen, dass der Ef­fek­ten­händ­ler Ei­gen­mit­te­l­aus­wei­se nach Ar­ti­kel 13 der Ei­gen­mit­tel­ver­ord­nung vom 29. Sep­tem­ber 2006 in kür­ze­ren zeit­li­chen Ab­stän­den er­stellt.
3Bei nicht dem Ban­ken­ge­setz vom 8. No­vem­ber 1934 (BankG)5 un­ter­stell­ten Ef­fek­ten­händ­lern müs­sen die Ei­gen­mit­tel min­des­tens einen Vier­tel der jähr­li­chen Voll­kos­ten be­tra­gen, wenn:
die An­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 42 und 43 ERV6 ge­rin­ger sind; und
das har­te Kern­ka­pi­tal nach Ar­ti­kel 21 ERV 10 Mil­lio­nen Fran­ken nicht er­reicht.7
4Als Voll­kos­ten gel­ten die Auf­wen­dun­gen, die in der Er­folgs­rech­nung des letz­ten Jah­res­ab­schlus­ses un­ter fol­gen­den Po­si­tio­nen nach An­hang 1 der BankV aus­ge­wie­sen sind:
Per­so­nal­auf­wand;
Sach­auf­wand;
Wert­be­rich­ti­gun­gen auf Be­tei­li­gun­gen so­wie Ab­schrei­bun­gen auf Sach­an­la­gen und im­ma­te­ri­el­len Wer­ten;
Ver­än­de­run­gen von Rück­stel­lun­gen und üb­ri­gen Wert­be­rich­ti­gun­gen so­wie Ver­lus­ten, so­fern ein Net­to­auf­wand aus­ge­wie­sen wird.8
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 7 Ziff. 2 der Ei­gen­mit­tel­ver­ord­nung vom 29. Sept. 2006, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 4307).
2 [AS 2006 4307, 2008 5363 An­hang Ziff. 8, 2009 6101, 2010 5429 und 2012 3539. AS 2012 5441 Art. 149]. Sie­he heu­te die V vom 1. Ju­ni 2012 (SR 952.03).
4 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 2 Ziff. 6 der Ban­ken­ver­ord­nung vom 30. April 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 1269).
7 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 6 Ziff. 3 der Ei­gen­mit­tel­ver­ord­nung vom 1. Ju­ni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 5441).
8 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 2 Ziff. 6 der Ban­ken­ver­ord­nung vom 30. April 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 1269).
Art. 29a Einlagensicherung
1Ef­fek­ten­händ­ler, die pri­vi­le­gier­te Ein­la­gen nach Ar­ti­kel 37a des BankG2 be­sit­zen, müs­sen im Um­fang ih­rer Si­che­rungs­pflicht nach Ar­ti­kel 37h Ab­satz 3 des Ban­ken­ge­set­zes li­qui­de Ak­ti­va hal­ten. Die zu hal­ten­den li­qui­den Ak­ti­va set­zen sich aus Ak­ti­va der Ka­te­go­rie 1 oder 2 nach Ar­ti­kel 15a be­zie­hungs­wei­se 15b der Li­qui­di­täts­ver­ord­nung vom 30. No­vem­ber 20123 zu­sam­men. Die An­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 18 Ab­sät­ze 1, 2 und 4 der Li­qui­di­täts­ver­ord­nung sind ent­spre­chend an­wend­bar.4
2Die Prüf­ge­sell­schaft prüft im Rah­men ih­rer Prüftä­tig­keit, ob die not­wen­di­ge Zu­satz­li­qui­di­tät vor­han­den ist, und hält das Prü­f­er­geb­nis in ih­rem Prüf­be­richt fest.5
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. III der V vom 30. Sept. 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2006 (AS 2005 4849).
4 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. 2 der V vom 25. Ju­ni 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 2321).
5 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 9 der Fi­nanz­markt­prüf­ver­ord­nung vom 15. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5363).
4. Abschnitt: Journalführungs- und Meldepflichten
Art. 30 Journalführungspflicht
1Der Ef­fek­ten­händ­ler zeich­net sämt­li­che bei ihm ein­ge­gan­ge­nen Auf­trä­ge und von ihm ge­tä­tig­ten Ge­schäf­te in Ef­fek­ten auf.
Art. 31 Meldepflicht
1Der Ef­fek­ten­händ­ler mel­det sämt­li­che von ihm ge­tä­tig­ten Ge­schäf­te in Ef­fek­ten, die an ei­nem Han­dels­platz zum Han­del zu­ge­las­sen sind. Zu mel­den sind ins­be­son­de­re:
3Die Mel­de­pflicht gilt so­wohl für Ge­schäf­te, die auf ei­ge­ne Rech­nung, als auch für Ge­schäf­te, die auf Rech­nung der Kun­din­nen und Kun­den ge­tä­tigt wer­den.
Ge­schäf­te in Ef­fek­ten, die an ei­nem Han­dels­platz in der Schweiz zum Han­del zu­ge­las­sen sind, und in dar­aus ab­ge­lei­te­ten De­ri­va­ten, so­fern dem Han­dels­platz die mel­de­pflich­ti­gen Tat­sa­chen ge­stützt auf ei­ne Ver­ein­ba­rung nach Ar­ti­kel 32 Ab­satz 3 Fin­fraG oder im Rah­men ei­nes In­for­ma­ti­ons­aus­tau­sches zwi­schen der FIN­MA und der zu­stän­di­gen aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­de auf fort­lau­fen­der Ba­sis mit­ge­teilt wer­den, wenn:
1Als aus­län­di­scher Ef­fek­ten­händ­ler gilt je­des nach aus­län­di­schem Recht or­ga­ni­sier­te Un­ter­neh­men, das:
im Aus­land ei­ne Be­wil­li­gung als Ef­fek­ten­händ­ler be­sitzt;
in der Fir­ma, in der Be­zeich­nung des Ge­schäfts­zweckes oder in Ge­schäfts­un­ter­la­gen den Aus­druck «Ef­fek­ten­händ­ler» oder einen Aus­druck mit ähn­li­cher Be­deu­tung ver­wen­det; oder
den Ef­fek­ten­han­del im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be d des Ge­set­zes be­treibt.
2Wird der aus­län­di­sche Ef­fek­ten­händ­ler tat­säch­lich in der Schweiz ge­lei­tet oder wi­ckelt er sei­ne Ge­schäf­te aus­sch­liess­lich oder über­wie­gend in oder von der Schweiz aus ab, so muss er sich nach schwei­ze­ri­schem Recht or­ga­ni­sie­ren und un­ter­steht den Be­stim­mun­gen über die in­län­di­schen Ef­fek­ten­händ­ler.
1Ein aus­län­di­scher Ef­fek­ten­händ­ler be­darf ei­ner Be­wil­li­gung der FIN­MA, wenn er:
in der Schweiz Per­so­nen be­schäf­tigt, die für ihn dau­ernd und ge­werbs­mäs­sig in der Schweiz oder von der Schweiz aus:
Ef­fek­ten han­deln, Kun­den­kon­ten füh­ren oder ihn recht­lich ver­pflich­ten (Zweignie­der­las­sung);
in an­de­rer Wei­se als nach Zif­fer 1 tä­tig sind, na­ment­lich in­dem sie Kun­den­auf­trä­ge an ihn wei­ter­lei­ten oder ihn zu Wer­be- oder an­de­ren Zwe­cken ver­tre­ten (Ver­tre­tung);
2Er­hält die FIN­MA Kennt­nis von an­de­ren grenz­über­schrei­ten­den Tä­tig­kei­ten, so kann sie die zu­stän­di­gen aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den un­ter den Vor­aus­set­zun­gen von Ar­ti­kel 38 des Ge­set­zes in­for­mie­ren.
1Für die Tä­tig­keit aus­län­di­scher Ef­fek­ten­händ­ler in der Schweiz gel­ten die Vor­schrif­ten des Ge­set­zes und die­ser Ver­ord­nung über die in­län­di­schen Ef­fek­ten­händ­ler, so­weit die­se Ver­ord­nung kei­ne be­son­de­ren Be­stim­mun­gen vor­sieht.
2Die FIN­MA kann aus­län­di­sche Ef­fek­ten­händ­ler voll­stän­dig den Be­stim­mun­gen für in­län­di­sche Ef­fek­ten­händ­ler un­ter­stel­len, so­fern das Recht am Ort des Haupt­sit­zes des aus­län­di­schen Ef­fek­ten­händ­lers den schwei­ze­ri­schen Ef­fek­ten­händ­lern kei­ne gleich­wer­ti­gen Er­leich­te­run­gen ge­währt und kein Staats­ver­trag ent­ge­gen­steht.
1Die FIN­MA er­teilt dem aus­län­di­schen Ef­fek­ten­händ­ler die Be­wil­li­gung zur Er­rich­tung ei­ner Zweignie­der­las­sung, wenn:
der aus­län­di­sche Ef­fek­ten­händ­ler hin­rei­chend or­ga­ni­siert ist und über ge­nü­gend fi­nan­zi­el­le Mit­tel und qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal ver­fügt, um in der Schweiz ei­ne Zweignie­der­las­sung zu be­trei­ben;
der aus­län­di­sche Ef­fek­ten­händ­ler ei­ner an­ge­mes­se­nen Auf­sicht un­ter­steht, wel­che die Zweignie­der­las­sung mit ein­sch­liesst;
die zu­stän­di­gen aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den kei­ne Ein­wän­de ge­gen die Er­rich­tung der Zweignie­der­las­sung er­he­ben;
die zu­stän­di­gen aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den sich ver­pflich­ten, die FIN­MA un­ver­züg­lich zu be­nach­rich­ti­gen, wenn Um­stän­de ein­tre­ten, wel­che die Kun­den­ver­mö­gen bei der Zweignie­der­las­sung ernst­haft ge­fähr­den könn­ten;
die zu­stän­di­gen aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den in der La­ge sind, der FIN­MA Amts­hil­fe zu leis­ten;
die Zweignie­der­las­sung ih­rer Ge­schäftstä­tig­keit ent­spre­chend or­ga­ni­siert ist und über ein Re­gle­ment ver­fügt, das den Ge­schäfts­kreis ge­nau um­schreibt und ei­ne ih­rer Ge­schäftstä­tig­keit ent­spre­chen­de Ver­wal­tungs­or­ga­ni­sa­ti­on vor­sieht;
die für die Ge­schäfts­füh­rung der Zweignie­der­las­sung ver­ant­wort­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter (Art. 23 Abs. 3) Ge­währ für ei­ne ein­wand­freie Ge­schäftstä­tig­keit bie­ten;
der aus­län­di­sche Ef­fek­ten­händ­ler nach­weist, dass die Fir­ma der Zweignie­der­las­sung im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den kann.
2Die FIN­MA kann nach Ar­ti­kel 37 des Ge­set­zes die Be­wil­li­gung ver­wei­gern.
3Bil­det der aus­län­di­sche Ef­fek­ten­händ­ler Teil ei­ner im Fi­nanz­be­reich tä­ti­gen Grup­pe, so kann die FIN­MA die Be­wil­li­gung von der Vor­aus­set­zung ab­hän­gig ma­chen, dass er ei­ner an­ge­mes­se­nen kon­so­li­dier­ten Auf­sicht durch aus­län­di­sche Auf­sichts­be­hör­den un­ter­steht.
4Die Ar­ti­kel 12-14 des Ge­set­zes sind auf Zweignie­der­las­sun­gen aus­län­di­scher Ef­fek­ten­händ­ler nicht an­wend­bar.
Der aus­län­di­sche Ef­fek­ten­händ­ler darf die Zweignie­der­las­sung erst zur Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter an­mel­den, wenn ihm die FIN­MA die Be­wil­li­gung zu ih­rer Er­rich­tung er­teilt hat.
1Er­rich­tet ein aus­län­di­scher Ef­fek­ten­händ­ler meh­re­re Zweignie­der­las­sun­gen in der Schweiz, so muss er:
für je­de ei­ne Be­wil­li­gung ein­ho­len;
un­ter ih­nen ei­ne be­zeich­nen, die für die Be­zie­hun­gen zur FIN­MA ver­ant­wort­lich ist.
2Die­se Zweignie­der­las­sun­gen müs­sen die Vor­aus­set­zun­gen des Ge­set­zes und die­ser Ver­ord­nung ge­mein­sam er­fül­len. Es ge­nügt ein Prüf­be­richt1.
1 Aus­druck ge­mä­ss An­hang Ziff. 9 der Fi­nanz­markt­prüf­ver­ord­nung vom 15. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5363). Die An­pas­sung wur­de im gan­zen Text vor­ge­nom­men.
Die FIN­MA kann die Zweignie­der­las­sung zur Leis­tung ei­ner Si­cher­heit ver­pflich­ten, wenn der Schutz der An­le­ger es er­for­dert.
1Die Zweignie­der­las­sung kann ih­re Jah­res­rech­nun­gen und Zwi­schen­ab­schlüs­se nach den Vor­schrif­ten er­stel­len, die auf den aus­län­di­schen Ef­fek­ten­händ­ler An­wen­dung fin­den, so­weit sie den in­ter­na­tio­na­len Stan­dards zur Rech­nungs­le­gung ge­nü­gen.
2Se­pa­rat aus­zu­wei­sen sind die For­de­run­gen und Ver­pflich­tun­gen:
ge­gen­über dem aus­län­di­schen Ef­fek­ten­händ­ler;
ge­gen­über den im Fi­nanz­be­reich tä­ti­gen Un­ter­neh­mun­gen oder Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten, wenn:
der aus­län­di­sche Ef­fek­ten­händ­ler mit ih­nen ei­ne wirt­schaft­li­che Ein­heit bil­det, oder
an­zu­neh­men ist, dass der aus­län­di­sche Ef­fek­ten­händ­ler recht­lich ver­pflich­tet oder fak­tisch ge­zwun­gen ist, ei­nem sol­chen Un­ter­neh­men bei­zu­ste­hen.
3Ab­satz 2 gilt auch für die Aus­ser­bi­lanz­ge­schäf­te.
4Die Zweignie­der­las­sung über­gibt ih­re Jah­res­rech­nun­gen und Zwi­schen­ab­schlüs­se der FIN­MA in drei Ex­em­pla­ren. Ei­ne Ver­öf­fent­li­chung ist nicht er­for­der­lich.
1Die Zweignie­der­las­sung stellt in­nert vier Mo­na­ten nach Ab­schluss des Ge­schäfts­jah­res den Ge­schäfts­be­richt des aus­län­di­schen Ef­fek­ten­händ­lers der Pres­se und al­len, die es ver­lan­gen, zur Ver­fü­gung und sen­det der FIN­MA ein Ex­em­plar.
2Der Ge­schäfts­be­richt des aus­län­di­schen Ef­fek­ten­händ­lers muss in ei­ner schwei­ze­ri­schen Amtss­pra­che oder in Eng­lisch ver­fasst sein.
Der aus­län­di­sche Ef­fek­ten­händ­ler holt vor der Auf­he­bung ei­ner Zweignie­der­las­sung die Ge­neh­mi­gung der FIN­MA ein.
1Die FIN­MA er­teilt dem aus­län­di­schen Ef­fek­ten­händ­ler die Be­wil­li­gung zur Er­rich­tung ei­ner Ver­tre­tung, wenn:
der aus­län­di­sche Ef­fek­ten­händ­ler ei­ner an­ge­mes­se­nen Auf­sicht un­ter­steht;
die zu­stän­di­gen aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den kei­ne Ein­wän­de ge­gen die Er­rich­tung der Ver­tre­tung er­he­ben; und
die mit ih­rer Lei­tung be­trau­ten Per­so­nen Ge­währ für ei­ne ein­wand­freie Ver­tre­tungs­tä­tig­keit bie­ten.
3Die Ar­ti­kel 12-14, 16 und 17 des Ge­set­zes sind auf Ver­tre­tun­gen aus­län­di­scher Ef­fek­ten­händ­ler nicht an­wend­bar.
Er­rich­tet ein aus­län­di­scher Ef­fek­ten­händ­ler meh­re­re Ver­tre­tun­gen in der Schweiz, so muss er:
Die Ver­tre­tung stellt der FIN­MA den Ge­schäfts­be­richt des ver­tre­te­nen aus­län­di­schen Ef­fek­ten­händ­lers in­nert vier Mo­na­ten nach Ab­schluss des Ge­schäfts­jah­res zu.
Der aus­län­di­sche Ef­fek­ten­händ­ler teilt der FIN­MA die Auf­he­bung ei­ner Ver­tre­tung mit.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Ju­ni 2011 (AS 2011 3461). Auf­ge­ho­ben durch An­hang 1 Ziff. 12 der Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5413).
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 10. April 2013 (AS 2013 1111). Auf­ge­ho­ben durch An­hang 1 Ziff. 12 der Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5413).
Art. 54 und 55
Art. 55a-55g
Art. 56 Ausländische Beherrschung
1Nach schwei­ze­ri­schem Recht or­ga­ni­sier­te Ef­fek­ten­händ­ler gel­ten als aus­län­disch be­herrscht, wenn aus­län­di­sche Per­so­nen mit mass­ge­ben­den Be­tei­li­gun­gen di­rekt oder in­di­rekt mit mehr als der Hälf­te der Stim­men an ih­nen be­tei­ligt sind oder auf sie in an­de­rer Wei­se einen be­herr­schen­den Ein­fluss aus­üben.
2Als aus­län­di­sche Per­so­nen gel­ten:
na­tür­li­che Per­so­nen, die we­der das Schwei­zer Bür­ger­recht noch ei­ne Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung in der Schweiz be­sit­zen;
ju­ris­ti­sche Per­so­nen und Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten, die ih­ren Sitz im Aus­land ha­ben oder, wenn sie ih­ren Sitz im In­land ha­ben, von Per­so­nen ge­mä­ss Buch­sta­be a be­herrscht sind.
3Ef­fek­ten­händ­ler, die nach­träg­lich aus­län­disch be­herrscht wer­den, müs­sen die Ge­neh­mi­gung der FIN­MA ein­ho­len. Das Glei­che gilt, wenn bei aus­län­disch be­herrsch­ten Ef­fek­ten­händ­lern aus­län­di­sche Per­so­nen mit mass­ge­ben­den Be­tei­li­gun­gen wech­seln.
4Die Mit­glie­der der Ver­wal­tung und der Ge­schäfts­füh­rung des Ef­fek­ten­händ­lers mel­den der FIN­MA al­le Tat­sa­chen, die auf ei­ne aus­län­di­sche Be­herr­schung des Ef­fek­ten­händ­lers oder auf einen Wech­sel von aus­län­di­schen Per­so­nen mit mass­ge­ben­den Be­tei­li­gun­gen schlies­sen las­sen.
1 Die Än­de­run­gen kön­nen un­ter AS 1997 85 kon­sul­tiert wer­den.
Art. 58 Übergangsbestimmung zur Änderung vom 10. April 2013
1Der Rück­kauf ei­ge­ner Be­tei­li­gungs­pa­pie­re zum Markt­preis im Rah­men ei­nes bei In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 10. April 2013 lau­fen­den Rück­kauf­pro­gramms ist un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 55c zu­läs­sig, wenn ab In­kraft­tre­ten die Vor­aus­set­zun­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 55b Ab­satz 1 Buch­sta­ben c-h ein­ge­hal­ten wer­den. Ar­ti­kel 55b Ab­sät­ze 3 und 4 sind an­wend­bar.
2Der Rück­kauf ei­ge­ner Be­tei­li­gungs­pa­pie­re zum Fest­preis oder durch die Aus­ga­be von Put-Op­tio­nen im Rah­men ei­nes bei In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 10. April 2013 lau­fen­den Rück­kauf­pro­gramms ist un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 55c zu­läs­sig, wenn ab In­kraft­tre­ten die Vor­aus­set­zun­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 55b Ab­satz 2 Buch­sta­ben c und d ein­ge­hal­ten wer­den. Ar­ti­kel 55b Ab­sät­ze 3 und 4 sind an­wend­bar.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 10. April 2013, in Kraft seit 1. Mai 2013 (AS 2013 1111).
Art. 58a Übergangsbestimmung zur Änderung vom
1Die Pflich­ten nach den Ar­ti­keln 30 Ab­satz 2 und 31 Ab­sät­ze 1 Buch­sta­be d und 2 sind spä­tes­tens ab dem 1. Ok­to­ber 2018 zu er­fül­len. Zwi­schen dem 1. Ja­nu­ar 2018 und dem 30. Sep­tem­ber 2018 ein­ge­tre­te­ne Sach­ver­hal­te, wel­che un­ter die­se Pflich­ten fal­len, sind bis spä­tes­tens 31. De­zem­ber 2018 nach­füh­rend auf­zu­zeich­nen und nach­zu­mel­den.
2Aus­län­di­sche Zweignie­der­las­sun­gen von schwei­ze­ri­schen Ef­fek­ten­händ­lern ha­ben ih­re Pflich­ten nach den Ar­ti­keln 30 Ab­satz 2 und 31 Ab­sät­ze 1 Buch­sta­be d und 2 spä­tes­tens ab dem 1. Ja­nu­ar 2019 zu er­fül­len.
3Die Aus­nah­me von der Mel­de­pflicht nach Ar­ti­kel 31 Ab­satz 4 kann bis zum 31. De­zem­ber 2017 oh­ne ei­ne Ver­ein­ba­rung nach Ar­ti­kel 32 Ab­satz 3 Fin­fraG oder oh­ne einen In­for­ma­ti­ons­aus­tausch zwi­schen der FIN­MA und der zu­stän­di­gen aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­de in An­spruch ge­nom­men wer­den.
1 Ein­ge­fügt durch An­hang 1 Ziff. 12 der Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015 (AS 2015 5413). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. III der V vom 5. Ju­li 2017, in Kraft seit 1. Aug. 2017 (AS 2017 3715).
1Die­se Ver­ord­nung tritt un­ter Vor­be­halt von Ab­satz 2 am 1. Fe­bru­ar 1997 in Kraft.
2Das In­kraft­tre­ten der Ar­ti­kel 54, 55 und 58 Ab­sät­ze 8-11 wird spä­ter fest­ge­legt.1
1 Die­se Be­stim­mun­gen wur­den durch Art. 2 der V vom 13. Aug. 1997 (AS 1997 2044) auf den 1. Jan. 1998 in Kraft ge­setzt.