Source: http://www.sprache-werner.info/Anreden-mit-Titeln.32342.html
Timestamp: 2019-04-19 16:19:03
Document Index: 308063488

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Anreden mit Titeln
Bildung Grade Titel XXXXXXXXXXXXXXXXXXXX / Urteile, Verordnungen / Anreden mit Titeln
Eine offizielle Verpflichtung dazu gibt es nicht
Antwort auf eine Anfrage aus einer Universität - Von Ulrich Werner
Zum Anreden mit Titeln (Anfrage aus einer Universität, s. u.) München im März 2015
im Internet erhalten Sie auf Ihre Fragen eine Vielzahl von Antworten. Beachtenswert sind nur die, die auf den Fachanwalt für Verwaltungsrecht und Arbeitsrecht Wolfgang Zimmerling, Dr. jur., zurückgehen (Eingabe bei Google: „Zum Anspruch auf Anrede mit dem Doktorgrad“. Zimmerlings Standartwerk zum Titelwesen aus dem Jahre 1995 gilt noch immer. Ihm entnahm ich die Daten für meine Darlegungen in der Webseite. Die Vielzahl von Urteilen, Verordnungen und Bestimmungen sind beeindruckend. Ich habe mich nun entschlossen, den Inhalt des Buches im Netz vorzustellen.
Die Bezeichnung Doktor, lat. Lehrer, entstand mit der Gründung der Universitäten im 14. Jahrh. Mehr dazu hier. Im medizinischen Bereich nutzten die sich mit dem Kürzel „Dr.“ schmückenden „doctores“ der frühen Neuzeit den akademischen Grad erstmals wie ein Markenzeichen, und zwar als standespolitisches Kampfmittel gegen die nicht studierten Heilkünstler und Quacksalber, mit denen sie im Wettstreit um Kunden standen. Im Verlauf der Jahrhunderte wuchs die Zahl der akademischen Grade und Titel. Anfangs mögen die erfolgreichen Abschlüsse eine gewisse Garantie für besondere Bildung und Fähigkeiten geboten haben. Trotz so mancher persönlicher Misserfolge und Fehlentwicklungen im Hochschulwesen festigte sich in der Allgemeinheit die Meinung, ein Herr Dr. Meier wisse, könne und leiste mehr als ein Herr Meier. Dieses Vorurteil gilt weitgehend auch heute noch. Daher werden Personen zum „Beweis“ besonderer Kompetenz gern mit Titel und Dr.-Grad vorgestellt ( s. Abschnitt 1). Ich nehme an, die Anrede mit Titeln aller Art fand in der Kaiserzeit viele Anhänger. Damals waren sogar militärische Dienstgrade auch unter Zivilisten hoch geachtet und wurden mit Stolz geführt. Eine Mutter, deren Tochter von einem Leutnant verehrt wurde, der also der Tochter „den Hof machte“, fühlte sich fast geadelt. Die Ehefrau des Arztes wurde damals mit Frau Doktor angeredet.
1. Der Schein eines Titels
Im Sport sind Leistungen und Erfolge messbar. Das deutsche Titelwesen mit dem Staat als wichtigstem Förderer beruht jedoch auf Vermutungen und Täuschung. Absurder kann die lebenslange Erhöhung des persönlichen Ansehens nicht begründet werden.
1927 geboren, wuchs ich im intensiven "Nachglühen" der jahrlang üblichen Titelpflege auf. Sogar nach dem Krieg im Jahre 1961 wurde es im Deutschen Patentamt von einem neu eingestellten Prüfer erwartet, den promovierten Ausbilder mit Herr Doktor XY, mindesens mit „Herr Oberregierungsrat“ anzureden. Der „AZUBI“, also ich hatte immerhin ein komplettes Hochschulstudium absolviert und 8 Jahre Industriepraxis. Um nicht meine Karriere zu gefährden, tat ich es. Dieser Firlefanz amüsierte mich. Nach einer neuen Geschäftsverteilung erhielt ich einen anderen Ausbilder, der mir nach einem Betriebsausflug das „Du“ anbot.
2. Die Erlösung (?) ...
schien durch die Rechtsprechung der höchsten deutschen Gerichte zu nahen. So mit den Urteilen das BVG (1957/58) (kaum bekannt) und besonders des BGHs im Jahre 1962. In der SZ München entdeckte ich eine drei-Zeilen-Notiz über das wegweisende Urteil zum Personenstandsgesetz. Darin stellte (auch) der BGH fest, dass akademische Grade kein Bestandteil des Namens sind (analoges hatte schon das BVG indirekt entschieden). Sie sind auch keine Berufsbezeichnung, womit die Diplomgrade gemeint sind. Nach Kenntnis des Urteiltextes änderte ich abrupt mein Verhalten. Ich redete nicht nur meine promovierten Kollegen in der Abteilung „nur“ mit dem Namen an, sondern auch den mit "Dr." verzierten Abteilungsvorsitzenden. Auch meine Ärzte überraschte ich mit der titellosen Anrede. Andere Ärzte machten große Augen, wenn sie das erlebten.
3. Konventionen sind zäh wie Sirup
Folgerungen aus der Rechtsprechung blieben in der Gesellschaft aus. In den örtlichen Meldeämtern wurden mit dem Eintrag des Doktorgrades weiterhin die staatlichen Hochsicherheitsdokumente Pass und Ausweis als Visitenkarte missbraucht. Im privaten Umgang änderte sich schon deshalb nichts, weil kaum jemand die Rechtsprechung kannte und wenn doch, auch kein Promovierter den Anfang machen wollte, auf die Türschildverzierung zu verzichten. Erst im Jahre 2007 überraschte Wolfgang Schäuble Dr. jur., damals Bundesinnenminister, die Öffentlichkeit, das bisher übliche Eintragen des Doktorgrades in Pass und Ausweis abzuschaffen. Er tat dies wohlüberlegt in Beachtung der aktuellen Urteile und um europäische Gepflogenheiten zu übernehmen, Irritationen an den Grenzen zu vermeiden und die inländischen Passämter zu entlasten. Doch er hatte nicht mit Bayerns Traditionsguru Innenminister Günther Beckstein (Dr. jur.) gerechnet. Durch eine Ministerkollegin aus Niedersachsen verstärkt erreichte er im Bundesrat die Ablehnung des Gesetzes. Begründung der Lederhosenfraktion: Erhalt der Tradition. Die Eitelkeit war stärker als die Vernunft. Akademischer Weihrauch aus Bayern hatte den Bundesrat vernebelt. Meine zahlreichen Versuche bei Persönlichkeiten in Regierung und Parlament, das Titelwesen endlich zu modernisieren, waren vergebens. Es bleibt weiterhin nur die Hoffnung, dass sich die kleinkarierte Titelhuberei im Eitelkeitssumpf müde eiert und die bereits fertigen Ausführungsbestimmungen für das Gesetz doch noch einmal nützlich sein werden, weil im Bildungswesen endlich erkannt wird, dass ein schöner Hut (Titel) noch lange keinen klugen Kopf garantiert.
Titelverehrer Eckstein lehnte eine Veröffentlichung seiner Dissertation auf meiner Webseite ab: Er meinte,
in einer derartigen Veröffentlichung von Dissertationen keinen Mehrwert erkennen zu können. In aller Regel behandeln sie ein sehr spezielles, heute oft wissenschaftlich überholtes Thema, das mit der aktuellen beruflichen Tätigkeit des Promovierten in keiner Verbindung mehr stehe....
4. Seit 1962, auch Chefärzte ertrugen die Titellose Anrede
Die abrupte Abkehr von einer jahrzehntelangen Gewohnheit, obwohl ja eigentlich angestrebt, fiel mir nicht leicht. Mir war auch bewusst, dass ich damit bei den völlig ungewohnt Angeredeten und bei wie vielen von ihnen Verwunderung, vielleicht auch inneren Protest auslöste. Reagiert hat jedoch niemand. Bestärkt hat mich RA Zimmerling mit seinem Buch „Akademische Grade und Titel“. Der Verwaltungsjurist legte dar, dass zur Anrede mit dem Doktorgrad (oft auch Titel genannt) und dem Titel (Professor) keine Verpflichtung besteht. Nach meiner Erfahrung gibt es mehrere Gründe, dies dennoch zu tun, und zwar je nach Abhängigkeit vom oder persönlicher Einstellung zum Titelträger. So liegt es nahe, seinen Vorgesetzten zu titulieren, um Nachteile im Abhängigkeitsverhältnis zu vermeiden, um ferner besonders höflich zu sein, aus Mangel an Selbstbewusstsein(, was keine Schande ist,) oder aus Angst, etwas falsch zu machen. „Benimm“-Handbücher (angelehnt an Knigge) empfehlen immer noch die Titelpflege bei mündlicher und schriftlicher Anrede. Und warum werden Leserbriefe mit Titel unterschrieben? Weil die Schreiber damit rechnen, dass ihre Meinung mehr Gewicht hat und der Brief aufmerksamer gelesen wird.
5. Das BGH-Urteil wird verschwiegen
Um Missverständnisse zu vermeiden: Meine kritische Einstellung zum deutschen Titelwesen verhindert nicht, die Leistung vieler Promovierten anzuerkennen. In deren Dissertationen werden wichtige und außergewöhnliche wissenschaftliche Erkenntnisse offenbart. Bemerkenswert ist die nach wie vor mangelnde Information über die Rechtslage. Außer der genannten Notiz in der SZ gab es seit 1962 in diesem Blatt und vielen anderen Presseorganen keine weitere Erwähnung. In persönlichen Gesprächen mit Redakteuren von SZ und Spiegel erreichte ich stets nur eine mündliche Zustimmung. Dazu passt die Antwort aus der Redaktion der SZ auf meine Frage, warum der Doktorgrad im Impressum genannt wird, obwohl er kein Bestandteil des Namens ist? Die Promovierten wollen das. Auch in den übrigen Medien aller Art blieb die Erkenntnis der obersten Deutschen Gerichte unter Verschluss. Daher herrscht darüber in der Öffentlichkeit eine stabile Unkenntnis, sogar unter Akademikern. Das Verschweigen des BGH-Urteils in der Öffentlichkeit unterstützt zuverlässig die Titelpflege zum Ausgleichen von Komplexen. Auch das Befriedigen der Eitelkeit dürfte ein wichtiges Motiv sein, das titellose Dasein sogar mittels Titelkauf zu beenden.
5a. Der Diplomgrad eine Berufsbezeichnung?
Der BGH ließ kein Missverständnis zu mit derFormulierung, "Der Diplomgrad ist (auch) keine Berufsbezeichnung." Es spricht für das Selbstbewußtsein der diplomierten Ingenieure, dass sie den Missbrauch und die gleichzeitige Herabsetzung ihres akademischen Grades so gelassen hinnehmen. Analog wären die Promovierten Doktormediziner, Doktorjurist, Doktorphilosoph, Doktorökonom usw. zu nennen. Meine Frage an den Berufsverband der Ingenieure vor etwa 30 Jahren, warum er die Abwertung des akademischen Diplomgrades widerspruchslos hinnehme, wurde nicht beantwortet.
5b. "Dr.med." nur für den forschenden Mediziner
Beim Vergleich der Schwierigkeitsgrade braucht sich der Ingenieur keinesfalls vor dem Mediziner zu verstecken. In Erkenntnis der häufig ziemlich mageren wissenschaftlichen Erkenntnisse eines Medizinstudiums hat der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, der Neurologe Karl Max Einhäupl, dafür plädiert, Forschung und Praxis in der Medizinerausbildung zu trennen (DIE ZEIT Nr. 8, v. 12. Febr. 2004, S. 30). Nach dem Studienabschluss dürfte sich dann der Normalarzt „Medizinischer Doktor“ nennen; und wer dagegen wissenschaftlich arbeiten möchte, schließt eine Forschungspromotion an, die ihn zum „Dr. med.“ berechtigt.
6. Das geheime Studienfach
Ob das Motiv Eitelkeit, mangelndes Selbstbewusstsein, Erhöhung der Beförderungschancen zum Studium drängt oder ein Titelkauf wegen Zeitmangel oder Unfähigkeit das Problem zu lösen scheint, mit Wissenschaft ist keiner der Begriffe direkt assoziierbar. Der am Ende des Studiums offiziell bestätigte Erfolg besteht aus einem beliebig deutbaren Titelsymbol in Form eines Buchstabentorsos (Dr.), mit dem eine im Bildungs-wesen unglaublich fahrlässig unbestimmte Information gegeben wird. Im Vergleich zu seiner wichtigen Bedeutung als Signal des Erreichens einer höheren Bildungs- und Ansehensstufe und vor allem der unwiderruflich lebenslangen Geltung des Titels liegt hier eine nicht zu überbietende Vernebelung des Studierergebnisses. Verfügt hat diese Irreleitung die Kultusministerkonferenz mit der Anordnung, den Doktorgrad ohne Angabe des Fachbereichs (Fakultät) anzugeben. Eine Art Doktorlobby unterstützt diesen Unsinn. Mit dem Verschweigen des Studienfaches schwebt der Herr Doktor mit dem Mysterium einer überdurchschnittlichen hohen Bildung über dem gemeinen Volk. Seit vielen Jahren rege ich an, den Doktorgrad vollständig zu nennen, indem der Fachbereich wenigstens hinter dem abgekürzten Grad (Dr.), und zwar mit Datum und Ort des Erwerbs genannt wird. Dadurch würde auch der Drang zum Titelkauf wesentlich geringer.
7. Ehre wem sie gebührt
In Gesellschaft frage ich Promovierte nach Studienfach und Thema der Dissertation, Professoren nach dem Lehrfach und zeige somit mein Interesse an deren meistens unbekannten akademischen (Sonder-)leistungen. Dabei erfahre ich einiges aus ihrem Spezialwissen. Mein Interesse freut die Angesprochenen und mildert den eventuellen Groll über meine scheinbare Titelignoranz.
8 Der Krieg und seine Folgen
Meine akademische Leistung war nicht einmal durchschnittlich. Bei der Bekanntgabe der Ergebnisse wurde mein Name als Vorletzter verlesen, das heißt eine Position vor „nicht bestanden“. Das erfuhr ich erst viel später. Gleichzeitig befand ich mich mit Freunden auf einer „Spritztour“ in der Schweiz. Immerhin schaffte ich das komplette Studium von 8 Semestern einschließlich Diplomarbeit in exakt 4 Jahren. Als Kriegsteilnehmer, heimatlos (aus Schlesien) und ohne finanzielle Hilfe von Staat oder Privat musste ich ständig arbeiten. Meistens in Garmisch im Eibseehotel mit langen Fahrzeiten zwischen Wohnung und Uni. Manche Professoren sah ich nur ein einziges Mal. An eine Promotion war wegen meines schlechten Notendurch-schnitts nicht zu denken. Ein Tag nach Abgabe der Diplomarbeit begann meine Tätigkeit bei der Firma Siemens & Halske in München mit der Projektierung von Wählervermittlungsanlagen für Südamerika. Während meiner Wartezeit auf den angestrebten Wechsel ins Deutsche Patentamt arbeitete ich in der Patentabteilung von Siemens. Die dabei gewonnenen Kenntnisse auf der Anmelderseite des Patentwesens erleichterten mir später die Tätigkeit als Prüfer im DPA. Mit der über 6 Jahre währenden Leitung von Ausbildungskursen für Prüfer mit Ausgabe eines 100-seitigen Skriptums, mit mehreren Artikeln in der Fachzeitschrift für Patentanwälte und über 20 Verbesserungsvorschlägen sowie mit einer viel beachteten Umgestaltung der Patentschrift, die seitdem sogar im Europäischen Patentamt praktiziert wird, erreichte ich zwar die Qualifikation für die von der Amtsleitung befürwortete Ernennung zum „Professor“, doch ich entschied mich nach einer folgenreichen Augen-OP für die Pensionierung. Vorher hatte ich noch mit einem privat finanzierten PC einschließlich Drucker und Modem (für die Verbindung zur Datenbank) die Verwendung eines selbst-entwickelten Bausteinsystems für das Verfassen von Bescheiden und Beschlüssen ermöglicht. Diese für das Prüfungsverfahren notwendigen Schriftstücke konnten nun – mit Sondergenehmigung des Präsidenten - vom Prüfer auf Diskette gespeichert und im Schreibbüro direkt nach Neuformatierung dem Anmelder zugeschickt werden. Damals von den Kollegen belächelt, heute gehört der PC zur Standartausrüstung eines Prüfers.
9. Das Internet: Speicher für Wissen und Erfahrung
Die Erlebnisse beim Umgang mit promovierten Akademikern und deren Anrede untereinander im Patentamt sowie in anderen Behörden veranlassten mich als Rentner, in einer damals aktuellen Homepage neben Erläuterungen zur deutschen Sprache auch meine Erkenntnisse zum Titelwesen zu dokumentieren. Deren Auswüchse werden in Deutschland als Normalität betrachtet und weltweit belächelt. Im krassen Gegensatz zu den international anerkannten Leistungen in Wissenschaft und Technik dominiert jedoch in diesem Land - von Ausnahmen abgesehen - im Titelwesen das Befriedigen von Eitelkeiten und eine übertriebene Rücksichtnahme auf persönliche Empfindlichkeiten. Die jüngere Generation gibt Hoffnung; sie schert sich weniger um akademische Verzierungen.
10. Der Bayerische Rundfunk als Titelhüter und Kritikblocker
Ein markantes Beispiel für übertriebene Titelpflege lieferte der Bayerische Rundfunk in dem seit 1985 gesendeten „Tagesgespräch“, das ich seit Einführung regelmäßig mit Interesse und Gewinn verfolge. Die Moderatoren beeindrucken mich immer wieder durch ihre Sprachgewandtheit. Ihre Gesprächspartner sind meistens Fachleute aller Art, häufig Promovierte oder Professoren an Universitäten, die die Fragen der Anrufer zu aktuellen Themen beantworten. Mir fiel das ständige Titulieren der Gäste auf. Meine wiederholten Hinweise auf die Rechtsprechung und die Empfehlung, die Anrede der meist promovierten Gäste etwas titelärmer zu gestalten, wurden ignoriert. Beim Thema zu Gutenberg rief ich erneut an und empfahl aus gegebenem Anlass das BGH-Urteil endlich einmal zu erwähnen. Ohne Erfolg. Am Tag danach mit demselben Thema erreichte ich die Redaktion überhaupt nicht. Meinen Brief an den Leiter der Redaktion, Thomas Mayerhofer, beantwortete dieser nicht. Auch mein Schreiben an den Intendanten des BR, ein Herr U. Wilhelm, war erfolglos. Seitdem erreiche ich die Redaktion, von einer Ausnahme im Februar 2015 abgesehen, nicht mehr.
Das seit vielen Jahren jeden Samstag gesendete Gesundheitsgespräch hören meine Frau und ich regelmäßig mit großem Gewinn. Wir schätzen den Moderator Werner Buchberger und die Internistin Marianne Koch menschlich und wegen ihres Fachwissens sehr. Wir hatten sogar schon die Ehre, eine Sendung direkt im Studio zu erleben. Meine in persönlichen Briefen geäußerten kritischen Bemerkungen zu sprachlichen Unebenheiten und der übertriebenen Titelpflege bewirkten, dass meine bisher willkommenen Wortmeldungen nicht mehr erwünscht waren. Ich hatte Herrn Buchberger auf die während der Sendung deutlich erkennbare medizinische Kompetenz von Frau Koch hingewiesen, zu deren Feststellung ihre ständige Betitelung nicht erforderlich ist.
Ulrich Werner München, am 10.4.2015
„Soll eine ehemalige Professorin für ML in der DDR in der Anrede oder Adresse noch mit dem Titel \"Prof\" versehen werden? Welche Argumente sind für die Antwort darauf anzuführen?Und ist \"Justizrat\" (ebenfalls schon über 25 Jahre pensioniert, ehemals tätig zu DDR-Zeiten in Thüringen) ein Titel, auf den eine Person in ihrer Anrede bestehen kann?
siehe. auch
Doktorgrad, Übersicht
Anspruch auf Anrede