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Timestamp: 2016-10-22 07:04:42
Document Index: 160513960

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 102', 'Art. 14', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 64']

Die 1969 geborene K.________ zog sich am 26. Oktober 2005 bei einem Verkehrsunfall im Iran ein Distorsionstrauma der Halswirbels�ule (HWS) zu. Am 30. Oktober 2006 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Gest�tzt auf die getroffenen Abkl�rungen, worunter eine interdisziplin�re Untersuchung im Zentrum X.________ (Gutachten vom 18. April 2008), sprach die IV-Stelle Z�rich K.________ ab 1. Oktober 2006 bei einem Invalidit�tsgrad von 100 % eine bis 31. Januar 2007 befristete ganze Invalidenrente zu, wobei sie zur Begr�ndung festhielt, der Versicherten seien ab 1. Februar 2007 der Aufgabenbereich als Studentin und eine behinderungsangepasste T�tigkeit wieder voll zumutbar (Verf�gung vom 26. April 2010).
Die hiegegen eingereichte Beschwerde, mit welcher K.________ die teilweise Aufhebung der angefochtenen Verf�gung und die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente �ber den 31. Januar 2007 hinaus, eventuell die R�ckweisung der Sache zu neuer Abkl�rung und Verf�gung an die IV-Stelle, hatte beantragen lassen und �berdies eine Reihe von Verfahrensantr�gen gestellt hatte, wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 30. November 2011 (Dispositiv-Ziffer 1) unter Regelung diverser prozessualer Nebenpunkte (Dispositiv-Ziffer 2-4) ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst K.________ die Aufhebung von Dispositiv-Ziffer 1 des kantonalen Gerichtsentscheides beantragen sowie die vorinstanzlich gestellten Haupt- und Eventualbegehren erneuern. In verfahrensrechtlicher Hinsicht l�sst sie um Durchf�hrung eines zweiten Schriftenwechsels und die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchen.
Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann u.a. die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zu Grunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs.1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).
In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt die Beschwerdef�hrerin, es sei ein zweiter Schriftenwechsel durchzuf�hren. Da im vorliegenden Fall gest�tzt auf Art. 102 Abs. 1 BGG, der die Einholung einer Vernehmlassung der Gegenpartei nur vorsieht, soweit dies erforderlich ist, mangels Notwendigkeit kein Schriftenwechsel durchgef�hrt wurde, ist der Antrag auf Durchf�hrung eines zweiten Schriftenwechsels gegenstandslos.
3.1 Die Vorinstanz gelangte zur Hauptsache in W�rdigung der Expertise des Zentrums X.________ vom 18. April 2008, eines Berichts des Neurologen Dr. med. H.________ vom 30. September 2008 sowie einer erg�nzenden Stellungnahme des Gutachters des Zentrums X.________ Dr. med. J.________ vom 1. Dezember 2008 und eines Berichts des Rheumatologen Dr. med. S.________ vom 19. Dezember 2008 zum Schluss, die Beschwerdef�hrerin sei ab Februar 2007 in ihrem Aufgabenbereich als Studentin und in angepassten anderen T�tigkeiten voll arbeitsf�hig gewesen. Auch unter Annahme einer gesundheitlichen Einschr�nkung der Leistungsf�higkeit w�rde sich nichts �ndern. Die Beeintr�chtigungen seien auf die erlittene HWS-Distorsion zur�ckzuf�hren und h�tten keine objektivierbare organische Grundlage. Somit sei die Rechtsprechung zu den somatoformen Schmerzst�rungen anwendbar, laut welcher eine allf�llige Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit nicht leistungsbegr�ndend w�re.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin stellt die Beweiskraft des Gutachtens des Zentrums X.________ in Frage, da an diesem kein Neurologe oder Neuropsychologe mitgewirkt habe. Sodann zitiert sie eine E-Mail an ihren Rechtsvertreter vom 7. Januar 2012, worin sie auf verschiedene Fehler im vorinstanzlichen Entscheid hingewiesen habe. Ferner r�gt sie eine Verletzung der Untersuchungsmaxime und das Beschleunigungsgebots seitens des kantonalen Gerichts, wobei sie wiederum angebliche Unzul�nglichkeiten bei der Begutachtung im Zentrum X.________ geltend macht. Aufgrund der ungen�genden Abkl�rung h�tte sich eine Gerichtsexpertise aufgedr�ngt. Schliesslich kritisiert die Versicherte in allgemeiner Form die Rechtsprechung des Bundesgerichts zu den somatoformen Schmerzst�rungen und bringt vor, es bestehe eine rechtsungleiche Behandlung zwischen Versicherten mit einer Schmerzkrankheit oder Schleudertrauma der HWS und den �brigen Leistungsansprechern; hief�r fehle eine medizinische Grundlage. Es m�sse von einer Diskriminierung im Sinne von Art. 14 EMRK ausgegangen werden.
4.1 Die Versicherte �bt sich in weiten Teilen der Beschwerde in einer im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen (E. 1 hievor) unzul�ssigen Kritik an der Beweisw�rdigung der Vorinstanz. Appellatorischer Natur sind insbesondere auch die Ausf�hrungen zum Inhalt der Administrativexpertise und zur Zusammensetzung der Gutachterstelle (Zentrum X.________), d.h. zum Fehlen eines Facharztes f�r Neurologie oder eines Neuropsychologen. Inwiefern die fehlende Mitwirkung eines Neurologen an der Expertise Bundesrecht verletzen soll, legt die Beschwerdef�hrerin nicht dar. Auf die entsprechenden Ausf�hrungen ist nicht weiter einzugehen. Wenn die Vorinstanz in W�rdigung des Gutachtens des Zentrums X.________ sowie der �brigen �rztlichen Berichte und Stellungnahmen zur Auffassung gelangt ist, die Beschwerdef�hrerin w�re ab Februar 2007 zumutbarerweise in der Lage gewesen, ihr Studium fortzusetzen oder eine leidensangepasste Erwerbst�tigkeit zu verrichten, ist dies weder als offensichtlich unrichtig noch als anderweitig bundesrechtswidrige Sachverhaltsfeststellung zu qualifizieren, was in der Beschwerde denn auch nicht ausdr�cklich geltend gemacht wird. Angesichts der Beweislage er�brigte sich f�r die Vorinstanz die Anordnung eines Gerichtsgutachtens, von welchem mit Blick auf die bereits vorliegenden medizinischen Akten keine neuen Erkenntnisse erwartet werden konnten.
4.2 Der Kritik an der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu den Auswirkungen somatoformer Schmerzst�rungen auf die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit (BGE 130 V 352 und seitherige Urteile) ist entgegenzuhalten, dass von einer rechtsungleichen Behandlung vom Versicherten mit somatoformen Schmerzst�rungen oder Distorsionstrauma der HWS und versicherten Personen mit anderen Leiden nicht gesprochen werden kann. Vielmehr besteht bei somatoformen Schmerzst�rungen - im Gegensatz zu k�rperlichen Gesundheitssch�den - kein medizinisch nachweisbares Substrat. Gleiches gilt f�r Distorsionsverletzungen der HWS ohne organisch nachweisbare Funktionsst�rungen, weshalb es naheliegend erscheint, die Frage, ob eine solche Verletzung invalidisierend wirkt, sinngem�ss nach der Rechtsprechung zu den anhaltenden somatoformen Schmerzst�rungen zu beurteilen (BGE 136 V 279). Die analoge Anwendung der Kriterien, bei deren Erf�llung ausnahmsweise ein invalidisierender Gesundheitsschaden angenommen wird (BGE 130 V 352 E. 2.2.3 S. 353 f.), auf die Beurteilung von Versicherten mit HWS-Schleudertrauma entspricht dem Gebot rechtsgleicher Behandlung. Wie das Bundesgericht in BGE 136 V 279 E. 3.2.3 S. 283 dargelegt hat, ist es aus Gr�nden der Rechtsgleichheit geboten, s�mtliche pathogenetisch-�tiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische Grundlage den gleichen sozialversicherungsrechtlichen Anforderungen zu unterstellen. Inwiefern die Unterscheidung zwischen somatischen und psychogenen Beschwerden mit Bezug auf den Leistungsanspruch gegen�ber der Invalidenversicherung zu einer nicht gerechtfertigten Ungleichbehandlung der versicherten Personen und gar einer Verletzung der EMRK f�hren soll, l�sst sich den Ausf�hrungen der Versicherten nicht entnehmen. Hinreichender Verst�ndlichkeit entbehren des Weiteren die Vorbringen zur Rechtsprechung des Bundesgerichts gem�ss BGE 130 V 352.
4.3 Schliesslich ist eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes nicht erkennbar, w�hrend hinsichtlich der nach Ansicht der Beschwerdef�hrerin fehlenden Waffengleichheit auf BGE 137 V 210 E. 1.4 S. 227 f. und 135 V 465 E. 4.3.2 S. 469 verwiesen wird. Danach ist es unter dem Gesichtspunkt der Waffengleichheit grunds�tzlich zul�ssig, dass ein Gericht auf die vom Versicherungstr�ger korrekt erhobenen Beweise abstellt und auf ein eigenes Beweisverfahren verzichtet, sofern das rechtliche Geh�r in allen seinen Teilaspekten gewahrt bleibt.
Dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege kann stattgegeben werden (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Die Beschwerdef�hrerin wird jedoch auf Art. 64 Abs. 4 BGG aufmerksam gemacht, wonach sie der Gerichtskasse Ersatz zu leisten hat, wenn sie sp�ter dazu in der Lage ist.