Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/2004/04'4'13.html
Timestamp: 2018-01-20 21:03:30
Document Index: 106665750

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 77', '§ 1', '§ 5', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 8', '§ 12', '§ 9', '§ 16', '§ 15', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 10', '§ 6', '§ 16', '§ 18', '§ 14', '§ 8', '§ 15', '§ 18', '§ 7', '§ 15', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 4', '§ 13', '§ 16', '§ 16', '§ 14', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16']

14. Jahrgang, Nr. 4 vom 31. August 2004, S. 47
Diplomprüfungsordnung für den Hauptstudiengang MM|VR-Informatik-Diplom
Aufgrund des § 17 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) in der Fassung vom 1. Juli 1998 (GVBl. LSA S. 300), zuletzt geändert durch Anlage laufende Nummer 219 zum Vierten Rechtsbereinigungsgesetz vom 19. März 2002 (GVBl. LSA S. 130), hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die folgende Prüfungsordnung für den Hauptstudiengang MM|VR-Informatik-Diplom am Fachbereich Mathematik und Informatik erlassen.
§ 1 Zweck der Diplomprüfung und Zugangsvoraussetzungen
Zweck der Diplomprüfung und Zugangsvoraussetzungen
(1) Die Diplomprüfung bildet den berufsqualifizierenden Abschluss des Hauptstudiums MM|VR-Informatik im Rahmen des Studienverbundes mit der Hochschule für Kunst und Design (HKD). Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob die Kandidatinnen und Kandindaten die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen Fachkenntnisse erworben haben, die Zusammenhänge des Faches überblicken und die Fähigkeit besitzen, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse der Informatik im Zusammenhang mit multimedialen Projekten selbständig anzuwenden.
(2) Die Diplomprüfung wird abgelegt in Informatik und in der Design-Ausbildung. Die Design-Ausbildung der HKD erfolgt vorrangig in interdisziplinären Projekten im Studienverbund mit MM|VR-Design und MM|VR-Conception der HKD. Die Lehrpläne für die Design-Ausbildung bedürfen der Zustimmung des zuständigen Prüfungsausschusses nach § 5 und entsprechen im Inhalt den Anforderungen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Aufgrund der bestandenen Diplomprüfung wird der akademische Grad "MM|VR-Diplom-Informatikerin" bzw. "MM|VR-Diplom-Informatiker" (abgekürzt "MM|VR-Dipl.-Inform.") durch den Fachbereich Mathematik und Informatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verliehen.
(2) Das Lehrangebot erstreckt sich über einen Gesamtstundenumfang von 74 SWS. Davon unberührt ist der Arbeitsaufwand zur Anfertigung der Diplomarbeit. Er umfasst 60 SWS wahlobligatorischer Lehrveranstaltungen zur Informatik, davon 12 SWS für die der Vorbereitung der Diplomarbeit dienenden Projektarbeit am Institut für Informatik. Weitere 14 SWS entfallen auf die Arbeit im Studienverbund mit Studentinnen und Studenten der HKD.
(3) In einer der beiden Vertiefungsrichtungen (vergleiche § 16 Abs. 2 a) ist eine Projektarbeit im Umfang von 12 SWS und die Diplomarbeit anzufertigen. Die Ausgabe des Diplomthemas kann erst nach Abschluss der Projektarbeit erfolgen.
(2) Die beiden Fachprüfungen zur Diplomprüfung gemäß § 16 Abs. 2 a) sollen jeweils als eine mündliche Prüfung durchgeführt werden. Teile der Fachprüfung gemäß § 16 Abs. 2 b) können studienbegleitend abgelegt werden, insbesondere wenn eine Anerkennung gemäß § 8 Abs. 3 angestrebt wird.
(3) Prüfungen können prüfungsrelevante Studienleistungen gemäß § 12 als Prüfungsvoraussetzungen vorangestellt werden. Eine Einbeziehung dieser Leistungen in die Bewertung der Prüfung ist zulässig.
(4) Die Diplomprüfung soll bis zum Ende des fünften Fachsemesters beendet sein.
(5) Sind Fachprüfungen zur Diplomprüfung oder die Diplomarbeit bis zum Beginn der Vorlesungszeit des achten Fachsemesters nicht als Ganzes abgelegt, so gelten die nicht abgelegten Teile dieser Prüfungen als abgelegt und nicht bestanden. Die Bewertungen derjenigen Teile von Fachprüfungen, die vor den genannten Fristen abgelegt wurden, behalten ihre Gültigkeit.
drei Professorinnen und Professoren, Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten,
einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin bzw. einem wissenschaftlichen Mitarbeiter des Fachbereiches Mathematik und Informatik und
(6) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn zwei Professorinnen und Professoren oder Hochschuldozentinnen und Hochschuldozenten und ein weiteres Mitglied anwesend sind. Er beschließt mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der bzw. des Vorsitzenden, bei deren bzw. dessen Abwesenheit die Stimme der Stellvertreterin bzw. des Stellvertreters.
(2) Zum Prüfenden können nur Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestellt werden, die, sofern nicht zwingende Gründe eine Abweichung erfordern, in dem Fachgebiet, auf das sich die Prüfung bezieht, eine eigenverantwortliche, selbständige Lehrtätigkeit ausüben oder ausgeübt haben.
(1) Wenn in der Diplomprüfung eine Prüfung bzw. eine Projektleistung (vergleiche § 9 Abs. 1) mit "nicht bestanden" bewertet wurde, so kann diese Prüfung bzw. Projektleistung einmalig wiederholt werden. Fehlversuche in demselben Fach an anderen Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen werden mitgerechnet.
(1) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen im Hauptstudiengang MM|VR-Informatik an einer anderen Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes, die zu Zeiten erbracht wurden, in denen die Studierenden noch nicht im Hauptstudiengang MM|VR-Informatik-Diplom an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg immatrikuliert waren, werden anerkannt.
(3) Prüfungsleistungen von Studierenden, die bereits im Hauptstudiengang MM|VR-Informatik-Diplom der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg immatrikuliert waren bzw. sind, die durch Teilprüfungen in einem Studiengang MM|VR-Informatik-Diplom oder Informatik-Diplom an einer anderen Universität oder gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes nachgewiesen wurden bzw. werden sollen, können anerkannt werden, sofern die Teilprüfung wenigstens 14 Tage vor dem entsprechenden Prüfungstermin beim Prüfungsausschuss schriftlich angemeldet wurde und es sich um eine benotete Teilprüfung handelt.
Hiervon ausgenommen sind die Projektarbeit, die Diplomarbeit und die Fachprüfung nach § 16 Abs. 2 c).
zusammen mit dieser Teilprüfung nicht über die Hälfte der in dieser Fachprüfung verlangten Leistungen außerhalb der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg erworben wurden,
die bzw. der Studierende bisher keinen Fehlversuch in der entsprechenden Teilprüfung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hatte und die Teilprüfung ordnungsgemäß beim Prüfungsausschuss schriftlich angemeldet wurde.
Für das Nichtbestehen einer außerhalb der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg angemeldeten Teilprüfung gilt § 15 entsprechend. Eine angemeldete Teilprüfung gilt darüber hinaus als nicht bestanden, wenn das Ergebnis der Teilprüfung zusammen mit einer entsprechenden offiziellen Bestätigung nicht fristgerecht beim Prüfungsausschuss eingereicht wird.
(4) Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die in anderen Studiengängen erbracht wurden, werden anerkannt, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt ist. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen im Hauptstudiengang MM|VR-Informatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und -bewertung vorzunehmen.
(8) Soweit Studienzeiten nach den Abs. 1, 2, 3, 4, 5 angerechnet werden, erfolgt eine dementsprechende Änderung der jeweiligen Meldefristen und der Wiederholungsmöglichkeiten für Prüfungsleistungen.
mündliche Prüfungen nach § 10,
schriftliche Prüfungen nach § 11,
prüfungsrelevante Studienleistungen nach § 12 Abs. 1 und 2,
Diplomarbeiten nach § 13,
Projektleistungen im Rahmen des Studienverbundes mit der HKD.
(4) Die wesentlichen Gegenstände und die Ergebnisse der mündlichen Prüfungen sind in einem Protokoll festzuhalten. Die Leistungen der Kandidatinnen und Kandidaten in den einzelnen Prüfungen werden durch die jeweiligen Prüfenden bewertet. Das Protokoll ist von den Prüfenden und Beisitzenden zu unterschreiben. Die Bewertung ist den Kandidatinnen und Kandidaten direkt im Anschluss an die mündliche Prüfung bekannt zu geben.
(1) Eine schriftliche Prüfung ist eine Klausurarbeit unter Aufsicht, in der die Kandidatinnen und Kandidaten nachweisen sollen, dass sie in begrenzter Zeit und mit begrenzten Hilfsmitteln mit den geläufigen Methoden ihres Faches ein Problem erkennen und Wege zu einer Lösung finden. Die zulässigen Hilfsmittel werden rechtzeitig und in angemessener Form bekannt gegeben. Die Dauer einer Klausurarbeit beträgt in der Regel 15-20 Minuten pro SWS der zugehörigen Lehrveranstaltung(en). Sie soll in der Regel 120 Minuten nicht überschreiten.
(2) Geht die Bewertung einer prüfungsrelevanten Studienleistung in die Note einer Fachprüfung ein, gelten §§ 10 und 11 entsprechend.
(3) Seminare und die Projektarbeit sind prüfungsrelevante Studienleistungen, die nicht durch die Vergabe einer Note bewertet werden. Seminare gelten als erfolgreich absolviert, wenn ein qualifizierter Vortrag zum Thema des Seminars stattfand und eine positiv bewertete schriftliche Ausarbeitung zum Vortrag vorliegt. Die Projektarbeit gilt als erfolgreich absolviert, wenn ein positiv bewerteter Abschlussbericht vorliegt und ein Vortrag zu den Ergebnissen der Projektarbeit stattgefunden hat.
(5) Die Bewertung der Ergebnisse von Studienleistungen aus Projekten im Rahmen der Ausbildung im Studienverbund obliegt den Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern der HKD, die eine den universitären Anforderungen entsprechende wissenschaftliche Bewertung garantieren.
(3) Die Diplomarbeit ist in drei gebundenen Exemplaren fristgemäß beim Prüfungsausschuss einzureichen, der Abgabezeitpunkt ist aktenkundig zu machen. Versäumen Kandidatinnen und Kandidaten die Frist ohne triftige Gründe, gilt die Diplomarbeit als mit „nicht bestanden“ bewertet.
(4) Das Thema der Diplomarbeit wird vom Prüfungsausschuss ausgegeben. Hierzu muss das Einverständnis einer Hochschullehrerin bzw. eines Hochschullehrers des Instituts für Informatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bzw. eines am Studienverbund beteiligten Hochschullehrers der HKD, die als Themenstellerin bzw. Themensteller fungieren, vorliegen.
Die Diplomarbeit kann von jeder Hochschullehrerin bzw. jedem Hochschullehrer der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, sowie von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die an dem Hauptstudiengang MM|VR-Informatik beteiligt sind, sowie beteiligten Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern der HKD betreut werden.
(5) Die Diplomarbeit kann in einer Einrichtung außerhalb der Hochschule ausgeführt und betreut werden, sofern eine Hochschullehrerin bzw. ein Hochschullehrer des Instituts für Informatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg oder der HKD, die bzw. der am Hauptstudiengang MM|VR-Informatik-Diplom beteiligt ist, schriftlich ihr Einverständnis erklärt, als Themenstellerin bzw. Themensteller der Arbeit zu wirken. Die betreuende Person gilt in diesem Fall als Prüferin bzw. Prüfer der Diplomarbeit nach § 6.
(6) Das Thema darf erst ausgegeben werden, nachdem die Kandidatinnen und Kandidaten die vorbereitende Projektarbeit am Institut für Informatik abgeschlossen haben.
(10) Wird die Diplomarbeit mit „nicht bestanden“ bewertet, so ist auf Antrag der bzw. des Studierenden eine Wiederholung mit neuem Thema möglich. Eine Rückgabe dieses Themas sowie eine zweite Wiederholung ist ausgeschlossen.
eine Leistung, die deutlich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt;
eine Leistung, die trotz ihrer Mängel den Mindestanforderungen entspricht;
(3) Eine Fachprüfung ist bestanden, wenn alle Teilprüfungen zu dieser Fachprüfung mindestens mit der Note 4 bewertet wurden. Die Fachnote einer bestandenen Fachprüfung errechnet sich aus dem nach der Semesterwochenstundenzahl gewichtete Durchschnitt (gewichtetes arithmetisches Mittel) der Noten der Prüfungsleistungen, aus denen sich die Fachprüfung zusammensetzt. Bei der Notenbildung wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen. Die Fachnote lautet:
(4) Für die Bildung der Gesamtnoten gemäß § 16 Abs. 1 und § 18 Abs. 2 gilt § 14 Abs. 3 entsprechend.
(1) Eine Prüfungsleistung gilt als mit „nicht bestanden“ bewertet, wenn Kandidatinnen und Kandidaten den Prüfungstermin ohne triftigen Grund versäumen oder wenn sie nach Beginn der Prüfung ohne triftigen Grund von der Prüfung zurücktreten. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Prüfungsleistung nicht innerhalb der vorgegebenen Bearbeitungszeit erbracht wird. Zudem gelten die Bestimmungen aus § 8 Abs. 3.
(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe sind dem Prüfungsausschuss unverzüglich schriftlich anzuzeigen und glaubhaft zu machen. Bei Krankheit der Kandidatinnen und Kandidaten oder eines von ihr bzw. von ihm überwiegend allein zu versorgenden Kindes kann die Vorlage eines ärztlichen Attests verlangt werden. Der Prüfungsausschuss entscheidet über die Anerkennung der Gründe. Werden die Gründe anerkannt, so wird ein neuer Termin festgesetzt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse sind anzurechnen.
(3) Versuchen Kandidatinnen und Kandidaten das Ergebnis der eigenen Prüfungsleistungen oder das anderer schuldhaft durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, wird die Prüfung mit „nicht bestanden“ bewertet. Kandidatinnen und Kandidaten, die den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stören, können von den jeweiligen Prüfenden oder der Aufsicht führenden Person von der Fortsetzung der Prüfungsleistungen ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die Prüfung als nicht bestanden. Werden Studierende von der Fortsetzung der Prüfung ausgeschlossen, können sie verlangen, dass diese Entscheidung vom Prüfungsausschuss überprüft wird. In schwer wiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss die Kandidatinnen und Kandidaten vom Erbringen weiterer Prüfungsleistungen ausschließen. Belastende Entscheidungen sind den Studierenden unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(5) Gleichfalls sind die Fristen der Erziehungszeit nach Maßgabe der jeweils gültigen Fassung des Gesetzes über die Gewährung von Erziehungsgeld und Erziehungszeit (BErzGG) auf Antrag zu berücksichtigen. Studierende müssen bis spätestens vier Wochen vor dem Zeitpunkt, von dem ab sie Erziehungszeit antreten, dem Prüfungsausschuss unter Beifügung der erforderlichen Nachweise schriftlich mitteilen, für welchen Zeitraum oder für welche Zeiträume sie Erziehungszeit nehmen wollen. Der Prüfungsausschuss hat zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, die bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen Anspruch auf Erziehungszeit nach dem jeweils gültigen Gesetz auslösen würden, und teilt das Ergebnis sowie gegebenenfalls die neu festgesetzten Prüfungsfristen den Kandidatinnen und Kandidaten mit.
(6) Kandidatinnen und Kandidaten können verlangen, dass die Entscheidungen nach § 15 Abs. 1 und 2 innerhalb von vier Wochen vom Prüfungsausschuss überprüft werden.
(1) Durch die Diplomprüfung sollen die Kandidatinnen und Kandidaten nachweisen, dass sie die für den Übergang in die Berufspraxis notwendigen Fachkenntnisse erworben haben, die Zusammenhänge ihres Faches überblicken und die Fähigkeit besitzen, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse der Informatik anzuwenden und in Projektarbeiten im Studienverbund mit Designern und Conceptionern einzubringen.
jeweils einer Fachprüfung zur Computergrafik und einer zur Animation,
einer Fachprüfung zu Lehrinhalten des Studienverbundes.
(3) Die Fachprüfungen nach Abs. 2 a) findet als mündliche Prüfung statt, deren Gegenstand jeweils Lehrinhalte von Lehrveranstaltungen über mindestens 12 SWS ist.
(4) Der Prüfungsgegenstand der Fachprüfung zu Punkt b) setzt sich zusammen aus Lehrinhalten aller vier in Abs. 1 genannten Gebiete, ausgeschlossen hiervon sind Lehrveranstaltungen zu den Gebieten Computergrafik und Animation.
(1) Zur Diplomprüfung kann nur zugelassen werden, wer im Hauptstudiengang MM|VR-Informatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingeschrieben ist.
eine Bescheinigung gemäß Abs. 1;
eine Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls wie oft bereits Prüfungsleistungen in einem Studiengang MM|VR-Informatik-Diplom oder Informatik-Diplom an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes nicht bestanden wurden oder sich die Kandidatinnen und Kandidaten in einem Prüfungsverfahren befinden.
(4) Können Kandidatinnen und Kandidaten ohne ihr Verschulden die erforderlichen Unterlagen nicht in der Abs. 3 vorgeschriebenen Weise beibringen, so kann der Prüfungsausschuss ihnen gestatten, die Nachweise auf andere Weise zu führen.
die in Abs. 1 genannte Voraussetzung nicht erfüllt ist oder
Kandidatinnen und Kandidaten, die die Diplomprüfung in einem Studiengang MM|VR-Informatik-Diplom an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes endgültig nicht bestanden haben oder sich an einer solchen Universität oder Hochschule in einem Prüfungsverfahren befinden oder
nicht bestandene oder als nicht bestanden geltende Prüfungsleistungen in einem Studiengang MM|VR-Informatik-Diplom oder Informatik-Diplom an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes als Fehlversuche anzurechnen sind und deshalb keine Möglichkeit einer Wiederholung dieser Prüfungsleistung im Hauptstudiengang MM|VR-Informatik-Diplom besteht.
die Meldefrist gemäß § 18 Abs. 1 und 2 nicht eingehalten wird oder
eine weitere Wiederholung gemäß § 7 ausgeschlossen ist oder
Kandidatinnen und Kandidaten nach § 15 Abs. 3 von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausgeschlossen wurden oder
die Zulassung zur Diplomprüfung nicht vorliegt.
(2) Zu jeder Fachprüfung der Diplomprüfung haben sich die Kandidatinnen und Kandidaten schriftlich beim Prüfungsausschuss anzumelden. Dies gilt auch für Teilprüfungen, insbesondere für solche, die gemäß § 8 Abs. 3 an einer anderen Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes abgelegt werden.
(2) Die Anmeldung zu studienbegleitenden Teilprüfungen hat in der Regel bis spätestens zwei Wochen vor Ende der Vorlesungszeit des jeweiligen Semesters zu erfolgen. Die Anmeldetermine werden öffentlich durch Aushang unter Angabe einer Ausschlussfrist bekannt gegeben. Für Teilprüfungen, die gemäß § 8 Abs. 3 an einer anderen Universität oder einer gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes abgelegt werden, sind die Anmeldefristen gemäß § 8 Abs. 3 verbindlich.
(4) Sind prüfungsrelevante Studienleistungen für eine Teilprüfung gemäß § 4 Abs. 4 vorgesehen, so sind deren Art und ihre mögliche Einbeziehung in die Bewertung der Prüfung zu Beginn der Vorlesungszeit, in der die Lehrveranstaltungen stattfinden, von den Prüfenden bekannt zu geben.
(5) Für die Anmeldung der Diplomarbeit gilt § 13 Abs. 6.
(1) Die Diplomprüfung ist bestanden, sobald alle Fachprüfungen nach § 16 Abs. 2 bestanden sind und die Diplomarbeit mit mindestens der Note 4 bewertet wurde.
(2) Die Noten der Fachprüfungen nach § 16 Abs. 2 errechnen sich gemäß § 14 Abs. 3. Die Gesamtnote der Diplomprüfung errechnet sich aus dem gewichteten Durchschnitt der Noten der vier Fachprüfungen gemäß § 16 Abs. 2 und der Note der Diplomarbeit. Die Wichtungsfaktoren der einzelnen Bestandteile der Diplomprüfung sind:
Diplomarbeit – Wichtungsfaktor 3,
Fachprüfungen nach § 16 Abs. 2 a) – jeweils Wichtungsfaktor 2,
Fachprüfung nach § 16 Abs. 2 b) – Wichtungsfaktor 2,
Fachprüfungen nach § 16 Abs. 2 c) – Wichtungsfaktor 1.
(6) Haben Kandidatinnen und Kandidaten die Diplomprüfung endgültig nicht bestanden oder gilt sie als endgültig nicht bestanden, wird ihnen auf Antrag durch die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses eine schriftliche Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Prüfungsleistungen enthält und erkennen lässt, dass die Diplomprüfung nicht bestanden ist.
(1) Gleichzeitig mit dem Zeugnis wird den Kandidatinnen und Kandidaten die Diplomurkunde mit dem Datum des Zeugnisses ausgehändigt. Darin wird die Verleihung des akademischen Grades MM|VR-Diplom-Informatikerin bzw. MM|VR-Diplom-Informatiker beurkundet.
(3) Die Diplomurkunde wird von der Dekanin bzw. dem Dekan des Fachbereiches Mathematik und Informatik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnet und mit dem Siegel des Fachbereiches versehen.
(4) Ein unrichtiges Prüfungszeugnis ist einzuziehen und gegebenenfalls ein neues zu erteilen. Mit dem unrichtigen Prüfungszeugnis ist auch die Diplomurkunde einzuziehen, wenn die Prüfung aufgrund einer Täuschung für "nicht bestanden" erklärt wurde. Eine Entscheidung nach Abs. 1 und Abs. 2 Satz 2 ist nach einer Frist von 5 Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.
(2) Die Bestimmungen dieser Prüfungsordnung gelten für alle Studierenden, die ab dem Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung an der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg für den Studiengang MM|VR-Informatik eingeschrieben werden.
(3) Die Bestimmungen dieser Prüfungsordnung über die Diplomprüfung gelten für alle Studierenden, die vor Inkrafttreten im Studiengang Informatik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg immatrikuliert waren, ihre Diplom-Vorprüfung bis zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht abgeschlossen und das Wahlpflichtfach Design-Informatik gewählt hatten.
Vom Akademischen Senat am 12.05.2004 beschlossen.