Source: https://traumprojekt.com/forum/thread/55055-angabe-des-erbringungszeitraums-auf-rechnungen-fuer-dienstleistungen/
Timestamp: 2018-12-18 18:55:11
Document Index: 106410527

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 10', '§ 14', '§ 31', '§ 31', '§ 14']

Angabe des Erbringungszeitraums auf Rechnungen für Dienstleistungen - Allgemein - Traumprojekt - Webdesign, Grafik & Print, Business
Angabe des Erbringungszeitraums auf Rechnungen für Dienstleistungen
Hallo @*!
Ich habe vor kurzem über Flurfunk aufgeschnappt, dass man auf Rechnungen für Dienstleistungen den Zeitraum, in der die Leistung erbracht wurde, mit angeben muss. Ist da was dran?
Ich hab zwar mal gegoogelt, bin aber nicht recht fündig geworden (auch hier im Forum nicht), ausser für die Schweiz:
Datum oder Zeitraum der Lieferung oder Dienstleistung; diese Bestimmung hat insbesondere bei Steuersatzerhöhungen oder Änderungen von gesetzlichen Vorschriften oder der Verwaltungspraxis eine spezielle Bedeutung. Nur wenn der Zeitpunkt der Leistungserbringung bekannt ist, kann die Leistung dem richtigen Steuersatz zugeordnet werden.
Da klingt für mich logisch, ist das aber auch in Deutschland Pflicht? :confused:
Na da hast Du aber ganz schlecht geguckt bei uns im Forum. Welchen Inhalt eine Rechnung haben muss hab ich hier bestimmt schon an die 1.000 mal geschrieben *G*
§ 14 (4) UStG Eine Rechnung muss folgende Angaben enthalten:
7. das nach Steuersätzen und einzelnen Steuerbefreiungen aufgeschlüsselte Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung (§ 10) sowie jede im Voraus vereinbarte Minderung des Entgelts, sofern sie nicht bereits im Entgelt berücksichtigt ist und
Asche auf mein Haupt. Wenn man die falschen Keywords nimmt...oder zu viele...
Aber Danke für die - wie immer - super schnelle Antwort.
Besonderen Dank, weil Du doch solche Fragen gar nicht mehr beantworten wolltest .
hmm jetzt aber noch mal eine Verständnisfrage hierzu:
Ich habe bisher kein spezielles Datum der Leistungserbringung auf eine Rechnung geschrieben. Wenn ich jetzt den obigen Text (Punkt 6) durchlese, mach ich es auch richtig, da der Zeitpunkt der Rechnungsstellung gleich der Leistungserbringung ist...oder nicht?
Nun hab ich von einer Firma meine Rechnung zurückerhalten, mit der Begründung, dass eben genau diese Angabe fehlen würde.
Meine Leistung an die Firma war aber mit dem Tag der Rechnungsstellung zu Ende, d.h. der Chef hat die Arbeiten bei mir "geprüft und abgenommen" und direkt danach hab ich die Rechnung gestellt.
Eine Rechnung ermöglicht dem Leistungsempfänger nur dann den Vorsteuerabzug, wenn sie die in § 14 Abs. 4 UStG erforderlichen Angaben enthält. Deshalb ist auch die Angabe des Zeitpunkts der Lieferung oder der sonstigen Leistung regelmäßig erforderlich. Dies gilt selbst dann, wenn der Tag der Leistung mit dem Rechnungsdatum übereinstimmt.
Rechnungen über bereits ausgeführte Leistungen müssen immer den Leistungszeitpunkt enthalten. Dieser kann sich jedoch aus anderen Dokumenten (z. B. Lieferschein) ergeben. In einem solchen Fall muss in der Rechnung auf die anderen Unterlagen hingewiesen werden (vgl. § 31 Abs. 1 UStDV). Entsprechend § 31 Abs. 4 UStDV weist das BMF-Schreiben darauf hin, dass als Leistungszeitpunkt auch der Kalendermonat angegeben werden kann, in dem die Leistung ausgeführt worden ist.
.. sofern dieser Zeitpunkt feststeht und nicht mit dem Ausstellungsdatum der Rechnung identisch ist
beisst sich das nicht damit?
Wenn ich Deinen jetzigen Beitrag lese, verstehe ich es wieder ganz anders, also dass ein Zeitpunkt angegeben werden muss... :confused:
keiner hat behauptet das unsere deutschen Gesetzte klar und unmissverständlich formuliert sind *G* ich kann Dir also nur das sagen was entweder per Verwaltungsanweisung fest geregelt ist oder was in der Literatur die meist vertretende Auffassung ist.
habe mal meinen Steuerberater angemailt, mal sehen, was der dazu meint. Eine etwaige Antwort stelle ich dann hier rein.
Der Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung ist nach Auffassung der Verwaltung im "Regelfall" gesondert anzugeben. Dies gilt auch bei Übereinstimmung des Zeitpunkts der Leistung und der Rechnungsstellung; hier empfiehlt sich die Aufnahme des
Zusatzes:
"Das Rechnungsdatum entspricht dem Leistungsdatum". Ausreichend ist aber auch die Angabe des Kalendermonats der Leistungsausführung oder ein Verweis in der Rechnung mit Umsatzsteuer- ausweis auf andere Dokumente, aus denen sich der Zeitpunkt der Leistung ergibt (z. B. der Lieferschein).
Fehlt in der Rechnung das Leistungsdatum oder ist es erkennbar unrichtig, sollte der Leistungsempfänger unverzüglich eine Rechnungsberichtigung verlangen; ansonsten ist sein Vorsteuerabzug gefährdet. Bei Dauerleistungen (Miet- oder Pachtvertrag, Wartungsvertrag oder Pauschalvertrag mit einem Steuerberater) ergibt sich der Leistungszeitraum meist aus dem zugrundliegenden Vertrag; andernfalls ergibt er sich aus dem ergänzenden Zahlungsbeleg Überweisungsauftrag oder Kontoauszug). Bei Kleinbetragsrechnungen (bis zu 100 EUR Bruttoentgelt) und Fahrausweisen ist die Angabe des Zeitpunkts der Leistung nicht erforderlich.
Die gesonderte Angabe des Zeitpunkts des vereinnahmten Entgeltes gilt aufgrund des Verweises auf § 14 Abs. 5 S. 1 UStG nur in den Fällen, in denen das Entgelt bzw.
Teilentgelt vor Ausführung
der Leistung vereinnahmt wird. Des weiteren muss dieser Zeitpunkt feststehen und nicht mit dem Rechnungsdatum identisch sein. Auch hier reicht die Angabe des Monats der Vereinnahmung aus.
Andernfalls ist die Abrechnung über eine noch nicht erbrachte Leistung in der Rechnung kenntlich zu machen.