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Timestamp: 2016-10-23 09:42:05
Document Index: 89531147

Matched Legal Cases: ['Art. 90', 'Art. 75', 'Art. 72', 'Art. 74', 'BGE', 'Art. 100', 'Art. 95', 'Art. 106', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 125', 'Art. 125', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 405', 'Art. 53', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 53', 'Art. 53', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 99', 'Art. 66', 'Art. 68']

5A_209/2013 (09.07.2013)
5A_209/2013 � � Urteil vom 9. Juli 2013
X.________�(Ehemann),
Z.________�(Ehefrau),
Ehescheidung (G�terrecht, nachehelicher Unterhalt),
X.________ (geb. 1962) und Z.________ (geb. 1961) heirateten im September 1988. Sie wurden Eltern von zwei mittlerweile vollj�hrigen Kindern. Seit M�rz 2006 leben sie getrennt.
Im Oktober 2008 leiteten die Ehegatten beim Bezirksgericht Kriens (damals Amtsgericht Luzern-Land) das Scheidungsverfahren ein. Im Rahmen einer vorsorglichen Massnahme w�hrend des Scheidungsverfahrens verpflichtete das Bezirksgericht X.________ mit Entscheid vom 14. Mai 2009 unter anderem zu monatlichen Unterhaltsbeitr�gen an Z.________ von Fr. 2'000.-- pro Monat und zur �berweisung von 2/3 des jeweils am Ende des Gesch�ftsjahres ausbezahlten Bonus innerhalb von 10 Tagen nach dessen Erhalt. Die von Z.________ dagegen erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos (vgl. Urteil 5A_559/2009 vom 21. Oktober 2009).
Mit Urteil vom 24. Mai 2012 schied das Bezirksgericht die Ehe der Parteien und urteilte �ber die Nebenfolgen der Scheidung. Insbesondere verpflichtete es X.________ ab Rechtskraft des Scheidungsurteils zu monatlichen nachehelichen Unterhaltsbeitr�gen von Fr. 2'000.-- f�r die Zeit bis 31. Juli 2012, von Fr. 1'850.-- f�r die Zeit ab 1. August 2012 bis 30. November 2012 und von Fr. 580.-- f�r die Zeit ab 1. Dezember 2012 bis 30. Juni 2025. In g�terrechtlicher Hinsicht verurteilte das Bezirksgericht X.________ zu einer Ausgleichszahlung an Z.________ von Fr. 93'739.60, wobei Fr. 10'000.-- innerhalb von 30 Tagen und Fr. 83'739.60 innerhalb von vier Monaten nach der Rechtskraft des Scheidungsurteils zu bezahlen sind.
C.a.�Dagegen erhob Z.________ am 28. Juni 2012 namentlich bez�glich des nachehelichen Unterhalts und der g�terrechtlichen Auseinandersetzung Berufung an das Obergericht des Kantons Luzern.
X.________ beantragte in seiner Berufungsantwort vom 9. August 2012, die Berufung sei abzuweisen. Beschr�nkt auf die g�terrechtliche Auseinandersetzung erhob er Anschlussberufung.
C.b.�Mit Urteil vom 4. Februar 2013 hiess das Obergericht die Berufung von Z.________ teilweise gut und �nderte den bezirksgerichtlichen Entscheid wie folgt ab: Es verpflichtete X.________ zu monatlichen nachehelichen Unterhaltsbeitr�gen von Fr. 2'080.-- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 31. Dezember 2019 und von Fr. 1'580.-- vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2025 (Ziff. 1/5 des obergerichtlichen Dispositivs). Sodann verurteilte es X.________ zu einer g�terrechtlichen Ausgleichszahlung von Fr. 111'785.20, wobei Fr. 10'000.-- innerhalb von 30 Tagen und Fr. 101'785.20 innerhalb von vier Monaten nach der Rechtskraft dieses (obergerichtlichen) Urteils zu bezahlen sind (Ziff. 1/7 des obergerichtlichen Dispositivs). Die Anschlussberufung von X.________ wies es ab (Ziff. 2 des obergerichtlichen Dispositivs).
Sodann best�tigte es den bezirksgerichtlichen Kostenspruch. F�r das Berufungsverfahren auferlegte es X.________ die Gerichtskosten und verpflichtete ihn zur �bernahme eines Teils der Anwaltskosten von Z.________ (Ziff. 3 des obergerichtlichen Dispositivs).
Dem Bundesgericht beantragt X.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrer) in seiner Beschwerde in Zivilsachen vom 18. M�rz 2013, die Ziff. 1/5, 1/7 und 3 des obergerichtlichen Entscheids vom 4. Februar 2013 seien aufzuheben. Er sei zu einem nachehelichen Unterhaltsbeitrag an Z.________ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) von Fr. 580.-- pro Monat vom 1. Dezember 2012 bis 30. Juni 2025 zu verpflichten. Sodann sei die von ihm zu leistende g�terrechtliche Ausgleichszahlung auf Fr. 93'739.60 festzusetzen, wobei Fr. 10'000.-- innerhalb von 30 Tagen und Fr. 83'739.60 innerhalb von vier Monaten nach der Rechtskraft dieses Urteils zu bezahlen seien. Schliesslich sei der bezirksgerichtliche Kostenspruch zu best�tigen, im �brigen seien die Verfahrenskosten und die Parteientsch�digung zu Lasten der Beschwerdegegnerin festzulegen.
1.1.�Angefochten ist der Entscheid eines oberen Gerichts, das auf Rechtsmittel hin kantonal letztinstanzlich in einer Scheidungs- und damit einer Zivilsache entschieden hat (Art. 90, Art. 75 und Art. 72 Abs. 1 BGG). Einzig umstritten sind der nacheheliche Unterhalt und g�terrechtliche Anspr�che, weshalb es sich um eine verm�gensrechtliche Angelegenheit handelt, wobei der Streitwert den gesetzlichen Mindestbetrag �bersteigt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG; BGE 116 II 493 E. 2a S. 495). Die im �brigen fristgerecht (Art. 100 Abs. 1 BGG) eingereichte Beschwerde in Zivilsachen ist demnach grunds�tzlich zul�ssig.
1.2.1.�Mit der Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht in diesem Bereich grunds�tzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG; vgl. zu Art. 106 Abs. 2 BGG aber E.�1.2.2�unten) und pr�ft mit freier Kognition, ob der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Es befasst sich aber nur mit formell ausreichend begr�ndeten Einw�nden (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 134 III 102 E. 1.1 S. 104 f.). In der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Allgemein gehaltene Einw�nde, die ohne aufgezeigten oder erkennbaren Zusammenhang mit bestimmten Entscheidungsgr�nden vorgebracht werden, gen�gen nicht (BGE 137 III 580 E. 1.3 S. 584).
1.2.2.�Strengere Anforderungen gelten, wenn die Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung) geltend gemacht wird. Das Bundesgericht pr�ft die Verletzung von Grundrechten insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; R�geprinzip). Es pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
1.2.3.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Wird eine Sachverhaltsfeststellung beanstandet, muss in der Beschwerdeschrift dargelegt werden, inwiefern diese Feststellung offensichtlich unrichtig und damit willk�rlich (BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234) oder durch eine andere Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG zustande gekommen ist und inwiefern die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG).
Der Beschwerdef�hrer wendet sich in seinen Antr�gen vor dem Bundesgericht gegen die vom Obergericht auf Fr. 111'785.20 festgesetzte g�terrechtliche Ausgleichszahlung und verlangt deren Reduktion auf Fr. 93'739.60. In seiner Beschwerde begr�ndet er die beantragte Reduktion einzig mit dem Hinweis, es sei der Berechnung des Bezirksgerichts "Folge zu geben" (S. 11 der Beschwerde, "zu Erw�gung Ziff. 6 G�terrecht").
Eine solche Begr�ndung - ohne jegliche Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid - vermag den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht zu gen�gen (zur Unzul�ssigkeit des blossen Verweises auf Ausf�hrungen in anderen Rechtsschriften oder auf die Akten vgl. BGE 134 I 303 E. 1.3 S. 306; 133 II 396 E. 3.1 S. 399 f.). Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
3.1.�Strittig ist sodann die H�he und Dauer der vom Beschwerdef�hrer an die Beschwerdegegnerin zu leistenden nachehelichen Unterhaltsbeitr�ge.
3.2.�Gem�ss Art. 125 Abs. 1 ZGB besteht ein Anspruch auf nachehelichen Unterhalt, soweit einem Ehegatten nicht zuzumuten ist, f�r den ihm geb�hrenden Unterhalt unter Einschluss einer angemessenen Altersvorsorge selbst aufzukommen. Diese Bestimmung basiert auf zwei Prinzipien: einerseits auf jenem, wonach jeder Ehegatte im Rahmen des M�glichen nach der Scheidung die wirtschaftliche Unabh�ngigkeit erlangen und f�r seinen Unterhalt selber aufkommen soll, und andererseits auf jenem der nachehelichen Solidarit�t. In Art. 125 Abs. 2 ZGB werden in nicht abschliessender Weise die Kriterien f�r die Beurteilung aufgez�hlt, ob, in welcher H�he und f�r welche Dauer eine Unterhaltspflicht besteht (BGE 137 III 102 E. 4.1.1 S. 104 f.).
3.3.�Die 1988 geschlossene Ehe der Parteien hat bis zur tats�chlichen Trennung (2006) knapp 18 Jahre und bis zur rechtskr�ftigen Scheidung (2012) rund 24 Jahre gedauert. Es sind aus ihr zwei Kinder hervorgegangen. Es ist damit unbestrittenermassen von einer lebenspr�genden Ehe auszugehen. Das Vertrauen des ansprechenden Ehegatten auf Fortf�hrung der Ehe und auf den Weiterbestand der bisherigen, frei vereinbarten Aufgabenteilung ist objektiv schutzw�rdig (BGE 135 III 59 E. 4.1 S. 61).
3.4.�F�r die Berechnung des nachehelichen Unterhalts bei lebenspr�genden Ehen ist in drei Schritten vorzugehen: In einem ersten Schritt ist anhand der Feststellung der zuletzt erreichten und gepflegten gemeinsamen Lebenshaltung der geb�hrende Unterhalt eines jeden Ehegatten zu ermitteln. In einem zweiten Schritt ist zu pr�fen, inwieweit jeder Ehegatte seinen geb�hrenden Unterhalt selbst finanzieren kann. Ist es einem Ehegatten nicht m�glich oder nicht zumutbar, daf�r selbst aufzukommen und ist er auf Unterhaltsleistungen angewiesen, ist schliesslich in einem dritten Schritt die Leistungsf�higkeit des unterhaltsverpflichteten Ehegatten zu ermitteln und ein angemessener Unterhaltsbeitrag festzusetzen (vgl. zum Ganzen BGE 137 III 102 E. 4.2 S. 106 ff.).
3.5.�Das Gesetz schreibt dem Sachgericht keine bestimmte Methode zur Unterhaltsbemessung vor (BGE 128 III 411 E. 3.2.2 S. 414 f.). Das Gericht ist f�r die Unterhaltsfestsetzung in verschiedener Hinsicht auf sein Ermessen verwiesen (Art. 4 ZGB) und das Bundesgericht �bt bei der �berpr�fung solcher Entscheide eine gewisse Zur�ckhaltung aus (vgl. BGE 134 III 577 E. 4 S. 580; 127 III 136 E. 3a S. 141).
4.1.�Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die vom Obergericht festgelegten monatlichen nachehelichen Unterhaltsbeitr�ge von Fr. 2'080.-- ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 31. Dezember 2019 und von Fr. 1'580.-- vom 1. Januar 2020 bis 30. Juni 2025. Er beantragt die Reduktion des nachehelichen Unterhalts auf monatlich Fr. 580.-- ab 1. Dezember 2012 bis 30. Juni 2025.
In den vom Obergericht festgelegten Unterhaltsbeitr�gen ist jeweils ein Vorsorgeunterhalt von Fr. 580.-- pro Monat enthalten, der nicht mehr strittig ist. Der Beschwerdef�hrer verlangt demnach vor Bundesgericht, es sei der Beschwerdegegnerin kein Verbrauchsunterhalt zuzusprechen.
4.2.1.�Das Obergericht hat erwogen, der Beschwerdef�hrer erziele unbestrittenermassen ein Monatseinkommen von Fr. 7'458.90. Eine zus�tzliche Gewinnbeteiligung k�nne im Rahmen des Einkommens nicht ber�cksichtigt werden, da die H�he und der Auszahlungszeitpunkt solcher Gewinnbeteiligungen ungewiss seien. Hingegen sei die Gewinnbeteiligung bei der �berschussteilung zu ber�cksichtigen.
4.2.2.�Das Obergericht hat sodann - teilweise unter Verweis auf das bezirksgerichtliche Urteil (vgl. zur Zul�ssigkeit solcher Verweis BGE 123 I 31 E. 2c S. 34) - der Beschwerdegegnerin, die in einem Pensum von zirka 65% als Sprachlehrerin arbeitet, ein hypothetisches Einkommen angerechnet. Es sei ihr m�glich und zumutbar, in einem vollen Pensum zu arbeiten. Das vom Bezirksgericht - gest�tzt auf eine Aufrechnung des aktuellen Einkommens - f�r ein volles Pensum errechnete hypothetische Einkommen von monatlich Fr. 3'800.-- sei nicht zu beanstanden. Der Beschwerdegegnerin sei demnach dieses hypothetische Monatseinkommen zuz�glich des Vorsorgeunterhalts von Fr. 580.-- pro Monat anzurechnen, womit Einnahmen von monatlich Fr. 4'380.-- resultierten.
4.2.3.�Die vom Bezirksgericht berechneten "Auslagen" des Beschwerdef�hrers von Fr. 4'690.-- pro Monat (inkl. Vorsorgeunterhalt von Fr. 580.--) und der Beschwerdegegnerin von Fr. 3'609.-- pro Monat waren vor dem Obergericht nicht umstritten.
4.2.4.�Das Obergericht hat sodann die Einkommen der Parteien ihren "Auslagen" gegen�bergestellt und so auf einen �berschuss von Fr. 3'539.-- pro Monat (Beschwerdef�hrer Fr. 2'768.-- und Beschwerdegegnerin Fr. 771.--) geschlossen. Diesen hat es "statt h�lftig im Verh�ltnis von 2/3 und 1/3 zugunsten der Beschwerdegegnerin" aufgeteilt, um so die Gewinnbeteiligungen zu ber�cksichtigen, die dem Beschwerdef�hrer zuk�nftig wieder ausbezahlt werden sollten. Es hat demnach auf einen monatlichen Unterhaltsbeitrag des Beschwerdef�hrers an die Beschwerdegegnerin von Fr. 1'500.-- pro Monat geschlossen.
4.2.5.�Was die Dauer der Unterhaltspflicht betrifft, hat es das Obergericht als angemessen erachtet, der Beschwerdegegnerin den "vollen" (Verbrauchs-) Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'500.-- pro Monat bis 31. Dezember 2019 zuzusprechen und diesen anschliessend bis zum 30. Juni 2025 auf Fr. 1'000.-- pro Monat zu reduzieren.
5.1.�Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die H�he des der Beschwerdegegnerin angerechneten hypothetischen Einkommens f�r ein Arbeitspensum von 100%.
Gem�ss der Lohnstrukturerhebung 2008 betrage das durchschnittliche Bruttoeinkommen von Frauen in der Zentralschweiz f�r einfache und repetitive p�dagogische T�tigkeiten ohne Berufsabschluss in einem vollen Pensum zwischen Fr. 4'402.-- und Fr. 5'937.-- pro Monat. Aufgrund dieser Erfahrungswerte, der langj�hrigen Berufserfahrung der Beschwerdegegnerin und ihres aktuellen Einkommens rechtfertige es sich, der Beschwerdegegnerin f�r ein Pensum von 100% ab Rechtskraft des Scheidungsurteils ein (hypothetisches) Nettoeinkommen von Fr. 4'500.-- pro Monat anzurechnen. Sodann sei es ihr zumutbar, nach Ablauf eines Jahres nach Rechtskraft des Scheidungsurteils ein (hypothetisches) Einkommen von Fr. 5'000.-- pro Monat zu erzielen.
5.2.�Bei der Festsetzung von Unterhaltsbeitr�gen darf vom tats�chlichen Leistungsverm�gen des Unterhaltsberechtigten (wie auch des Unterhaltsverpflichteten) abgewichen und stattdessen von einem hypothetischen Einkommen ausgegangen werden, sofern dieses zu erreichen zumutbar und m�glich ist. Dabei handelt es sich um zwei Voraussetzungen, die kumulativ erf�llt sein m�ssen. Damit ein Einkommen �berhaupt oder ein h�heres Einkommen als das tats�chlich erzielte angerechnet werden kann, gen�gt es nicht, dass der betroffenen Partei weitere Anstrengungen zugemutet werden k�nnen. Vielmehr muss es auch m�glich sein, aufgrund dieser Anstrengungen ein h�heres Einkommen zu erzielen.
Mit Bezug auf das hypothetische Einkommen ist Rechtsfrage, welche T�tigkeit aufzunehmen oder auszudehnen als zumutbar erscheint. Ob die als zumutbar erkannte T�tigkeit m�glich und das angenommene Einkommen effektiv erzielbar ist, bildet hingegen eine Tatfrage, die durch entsprechende Feststellungen oder durch die allgemeine Lebenserfahrung beantwortet wird (vgl. zum Ganzen BGE 137 III 118 E. 2.3 S. 121; 137 III 102 E. 4.2.2.2 S. 108).
5.3.�Gem�ss dem obergerichtlichen Entscheid - was der Beschwerdef�hrer nicht bestreitet - basiert das der Beschwerdegegnerin f�r ein volles Pensum angerechnete hypothetische Einkommen von Fr. 3'800.-- auf einer vom Bezirksgericht vollzogenen Aufrechnung ihres (mit einem tieferen Pensum erzielten) aktuellen Einkommens (S. 11 des obergerichtlichen Urteils).
Gegen das vom Obergericht derart berechnete hypothetische Einkommen der Beschwerdegegnerin erhebt der Beschwerdef�hrer keine rechtsgen�glich begr�ndete Sachverhaltsr�ge, sondern begn�gt sich damit, den Sachverhalt aus seiner Sicht darzustellen (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. E.�1.2.3�oben). Im �brigen ist er darauf hinzuweisen, dass allein aus der Statistik nicht ein erzielbares Erwerbseinkommen abgeleitet werden kann (vgl. BGE 137 III 118 E. 3.2 S. 122; 128 III 4 E. 4c/cc S. 8; Urteil 5A_751/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 4.3.3).
6.1.�Der Beschwerdef�hrer wendet sich sodann gegen die Dauer seiner Unterhaltspflicht. W�hrend das Bezirksgericht f�r die Zeit ab 1. Dezember 2012 auf eine Teilung des �berschusses verzichtet und der Beschwerdegegnerin ab diesem Zeitpunkt nur noch den Vorsorgeunterhalt zugesprochen habe, spreche das Obergericht der Beschwerdegegnerin - neben dem Vorsorgeunterhalt - bis ins Jahr 2025 auch noch einen Verbrauchsunterhalt zu.
Einerseits lasse das Obergericht jegliche Begr�ndung f�r die "Ab�nderung" des bezirksgerichtlichen Urteils vermissen (E.�6.3�unten). Andererseits sei nicht nachvollziehbar, v�llig unbegr�ndet und erweise es sich als willk�rlich, wenn das Obergericht im Widerspruch zu jeglicher Rechtsprechung der Beschwerdegegnerin noch einmal w�hrend zw�lf Jahren einen Verbrauchsunterhalt zuspreche, zumal sie in den letzten Jahren bereits Ehegattenunterhalt von �ber Fr. 150'000.-- erhalten habe (E.�6.4�unten).
6.2.�Das Obergericht hat zur Dauer der Unterhaltspflicht des Beschwerdef�hrers ausgef�hrt, es sei die Nachhaltigkeit der Lebenspr�gung zu ber�cksichtigen. Vorliegend sei zweifellos von einer lebenspr�genden Ehe auszugehen. Allerdings sei diese nicht derart intensiv, dass eine Weiterf�hrung des ehelichen Lebensstandards noch w�hrend rund 12 Jahren (bis zur "Pensionierung" des Beschwerdef�hrers) gerechtfertigt w�re. Es erscheine deshalb angemessen, den Verbrauchsunterhalt ab dem 1. Januar 2020 auf Fr. 1'000.-- zu reduzieren und bis zur "Pensionierung" des Beschwerdef�hrers (30. Juni 2025) zu befristen.
6.3.1.�Das Obergericht ist f�r das Rechtsmittelverfahren zu Recht von der Anwendbarkeit der am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen ZPO ausgegangen (Art. 405 Abs. 1 ZPO).
Mit Art. 53 ZPO wird der in Art. 29 Abs. 2 BV als verfassungsrechtliche Minimalgarantie verankerte Anspruch auf rechtliches Geh�r f�r den Anwendungsbereich der ZPO auf Gesetzesstufe geregelt. Die vom Bundesgericht zu Art. 29 Abs. 2 BV entwickelte Praxis ist auch f�r die Auslegung von Art. 53 ZPO zu ber�cksichtigen (vgl. Urteil 5A_805/2012 vom 11. Februar 2013 E. 3.2.3 mit Hinweisen). Die vom Beschwerdef�hrer ger�gte Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r ist damit im Lichte von Art. 53 ZPO zu pr�fen.
Das rechtliche Geh�r verlangt, dass die Beh�rde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken. Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die h�here Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid st�tzt (BGE 138 I 232 E. 5.1 S. 237; 136 I 229 E. 5.2 S. 236).
6.3.2.�Im angefochtenen Entscheid hat das Obergericht die massgebenden Kriterien f�r die Dauer der Unterhaltspflicht dargelegt und auf den vorliegenden Fall angewendet. Es hat sodann ausgef�hrt, weshalb es eine (ab dem Jahr 2020 reduzierte) Unterhaltspflicht als angemessen erachtet. Es w�re dem Beschwerdef�hrer denn auch ohne Weiteres m�glich gewesen, den Entscheid insoweit sachgerecht an das Bundesgericht weiterzuziehen. Der Einwand der fehlenden Begr�ndung des angefochtenen Entscheids erweist sich demnach als unbegr�ndet.
6.4.1.�Soweit der Beschwerdef�hrer sich gegen die vom Obergericht angeordnete Dauer der Unterhaltspflicht (vgl. dazu BGE 132 III 593 E. 7.2 S. 595 f.; Urteil 5A_435/2011 vom 14. November 2011 E. 7.2, in: FamPra.ch 2012 S. 190) wendet, begn�gt er sich mit dem Hinweis, es widerspreche "jeglicher Rechtsprechung der vergangenen Jahre" und sei unbegr�ndet sowie willk�rlich, wenn das Obergericht der Beschwerdegegnerin bis zum 30. Juni 2025 nacheheliche Unterhaltsbeitr�ge zuspreche. Das Obergericht weiche damit von "Grunds�tzen in Lehre und Rechtsprechung ab, ohne dass dazu Anlass" bestehe.
6.4.2.�Der Beschwerdef�hrer vermag damit den Anforderungen an die Beschwerdebegr�ndung nicht zu gen�gen. Es fehlt jegliche Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid und der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, weshalb seiner Ansicht nach eine k�rzere Unterhaltsdauer (beziehungsweise der v�llige Verzicht) angezeigt w�re (Art. 42 Abs. 2 BGG und f�r das ebenfalls angerufene Willk�rverbot Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. E.�1.2.1�f. oben).
7.1.�Schliesslich wendet sich der Beschwerdef�hrer gegen die vom Obergericht (im Verh�ltnis von 2/3 und 1/3) vorgenommene Teilung des �berschusses.
7.2.�Das Obergericht ist von einer h�lftigen Teilung abgewichen, um damit der (beim Einkommen des Beschwerdef�hrers nicht ber�cksichtigten) Gewinnbeteiligung, die ihm k�nftig zus�tzlich zu seinem Einkommen von der Y.________ AG wieder ausbezahlt werden sollte, Rechnung zu tragen.
7.3.1.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er m�sse sein Aktienpaket (Minderheitsbeteiligung von 15 Aktien) an der Y.________ AG verkaufen, um die g�terrechtlichen Anspr�che der Beschwerdegegnerin zu befriedigen. Mit der R�ckgabe der Aktien verliere er seine Funktion als Verwaltungsrat und stellvertretender Gesch�ftsf�hrer der Y.________ AG. Damit entfielen Bonuszahlungen k�nftig g�nzlich. Das Obergericht �be sein Ermessen offensichtlich unbillig und in geradezu stossender Weise ungerecht aus, wenn es dieses Aktienpaket nach der Festlegung der g�terrechtlichen Ausgleichszahlung ein zweites Mal bei der Zusprechung von nachehelichem Unterhalt ber�cksichtige. Entfielen wie erw�hnt diese Bonuszahlungen aufgrund des Verkaufs des Aktienpakets, gehe es nicht an, ihm (durch die Teilung des �berschusses im Verh�ltnis 2/3 zu 1/3) im Ergebnis ein h�heres Einkommen anzurechnen, als das tats�chlich erzielte (von Fr. 7'458.90 pro Monat).
7.3.2.�Das Obergericht hat hinsichtlich der Zahlungsmodalit�ten der g�terrechtlichen Ausgleichszahlung festgestellt, es sei durch nichts dargetan, dass sich der Beschwerdef�hrer die Mittel zur Bezahlung der g�terrechtlichen Ausgleichszahlung nur durch den R�ck- oder Weiterverkauf des Aktienpakets beschaffen k�nne (S. 19 des obergerichtlichen Entscheids).
7.3.3.�Aus dem obergerichtlichen Entscheid geht demnach gerade nicht hervor, dass der Beschwerdef�hrer zur Begleichung der g�terrechtlichen Ausgleichszahlung darauf angewiesen w�re, sein Aktienpaket (15 Aktien) zu verkaufen. Die entsprechenden Vorbringen des Beschwerdef�hrers sind demnach neu und damit unzul�ssig und unbeachtlich (Art. 99 Abs. 1 BGG).
Der Beschwerdef�hrer ficht die obergerichtliche Kosten- und Entsch�digungsregelung f�r das kantonale Verfahren nicht selbstst�ndig an, sondern nur im Zusammenhang mit dem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens. Da sich die Beschwerde als unbegr�ndet beziehungsweise unzul�ssig erweist, hat auch der Kostenspruch des Obergerichts Bestand und braucht darauf nicht eingegangen zu werden.
Aus den dargelegten Gr�nden muss die Beschwerde abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdef�hrer wird kosten-, nicht hingegen entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).