Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%20151/09
Timestamp: 2020-08-14 21:08:17
Document Index: 267112264

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 309', 'BGH', '§ 280', 'BGH', 'BGH', '§ 280', 'BGH', '§ 293', 'BGH', 'BGH', '§ 295']

BGH, 28.01.2010 - III ZR 151/09 - dejure.org
BGH, 28.01.2010 - III ZR 151/09
https://dejure.org/2010,6084
BGH, 28.01.2010 - III ZR 151/09 (https://dejure.org/2010,6084)
BGH, Entscheidung vom 28.01.2010 - III ZR 151/09 (https://dejure.org/2010,6084)
BGH, Entscheidung vom 28. Januar 2010 - III ZR 151/09 (https://dejure.org/2010,6084)
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Erforderlichkeit eines Hinweises an Anleger eines Fonds i.R.d. Nichterfüllung einer vertraglich vereinbarten Pflicht zur Mittelverwendungskontrolle
BGB § 309 Nr. 7b
LG München I, 12.08.2008 - 6 O 17883/06
OLG München, 21.04.2009 - 5 U 4626/08
Auch eine derartige Informationsmöglichkeit der Beklagten zu 2) konnte nur dann auf Dauer sicher gewährleistet werden, wenn - durch Einrichtung eines sogenannten "Und-Kontos" oder in anderer Weise - eine zwingende Mitwirkung der Mittelverwendungskontrolleurin dauerhaft sichergestellt war und diese Mitwirkungsmacht insbesondere nicht durch einseitigen Willensentschluss der Fondsgesellschaft, mochte dieser auch vertragswidrig sein, entzogen werden konnte (OLG München…, Urteil vom 21. April 2009 - 5 U 4626/08 -, Rn. 34, juris; nachgehend BGH, Beschluss vom 28. Januar 2010 - III ZR 151/09 -, juris: Beschwerde des Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision zurückgewiesen.).
Der Beklagte zu 1) haftet den Klägern aus vorvertraglicher Vertragsverletzung (§§ 280 1, 311 II BGB) des Mittelverwendungskontrollvertrages auf Schadensersatz, wie der Bundesgerichtshof bereits zahlreich entschieden hat (vgl. zunächst die am 19.11.2009 ergangenen Entscheidungen des BGH, Gz. III ZR 109/08 = MDR 2010, 145 = WM 2010, 25 = NJW 2010, 1279 und Gz. III ZR 108/08 = ZIP 2009, 2446 = NJW 2010, 1277; Beschlüsse vom 28.01.2010, Gz. III ZR 92/09, III ZR 30/09 und III ZR 151/09; zuletzt Urteile vom 11.02.2010, III ZR 9/09; III ZR 11/09; III ZR 120/09 und III ZR 128/09).
Bis dahin wäre unschwer eine Unterrichtung der Anleger, des Vertriebs oder der Wirtschaftspresse über den Missstand möglich gewesen (s.o. und vgl. dazu die Beschlüsse des BGH vom 28.01.2010, III ZR 151/09, 92/09 und 30/09).
OLG München, 27.05.2010 - 10 U 3852/08
Der Beklagte zu 1) haftet der Klägerin aus vorvertraglicher Vertragsverletzung (§§ 280 1, 311 II BGB) des Mittelverwendungskontrollvertrages auf Schadensersatz, wie der Bundesgerichtshof bereits zahlreich entschieden hat (vgl. zunächst die am 19.11.2009 ergangenen Entscheidungen des BGH, Gz. III ZR 109/08 = MDR 2010, 145 = WM 2010, 25 = NJW 2010, 1279 und Gz. III ZR 108/08 = ZIP 2009, 2446 = NJW 2010, 1277; Beschlüsse vom 28.01.2010, Gz. III ZR 92/09, III ZR 30/09 und III ZR 151/09; zuletzt Urteile vom 11.02.2010, III ZR 9/09; III ZR 11/09; III ZR 120/09 und III ZR 128/09).
Die Klägerin hat die im Gegenzug zu erbringende Leistung - nämlich die Übertragung der mittelbaren Fondsbeteiligung - wie geschuldet angeboten, §§ 293, 294 BGB (vgl. OLG München, Urteil vom 21.04.2009 - 5 U 4626/08 - Rdnr 47 nach juris, rechtskräftig infolge des die Nichtzulassungsbeschwerde zurückweisenden Beschlusses des BGH vom 28.01.2010 - III ZR 151/09 - vgl. auch KG, Urteil von 29.02.2008 - 13 U 32/07 - unter I.4. sowie BGH…, Urteil vom 07.12.2009 - II ZR 33/08 - Rdnr. 29 nach juris); eines Rückgriffs auf § 295 BGB bedarf es nicht.