Source: http://www.gomopa.net/Finanzforum/wer-kennt-was-meint-ihr-dazu/dima24-gf-malte-hartwieg-p942873148.html?highlight=dima24
Timestamp: 2018-01-20 13:28:07
Document Index: 27747179

Matched Legal Cases: ['§ 45', 'BGH', '§ 242', '§ 305', '§ 823', '§ 264', '§ 111', '§ 111', '§ 111', '§ 111']

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28.07.2014, 15:28
Malte Hartwieg und Panthera
..... Hinter der Panthera steht Malte André Hartwieg. Er war Anfang des Jahres in den Fokus von Ermittlungen gekommen, weil er ein Geflecht von Unternehmen steuert, in dessen Zentrum die Vermittlungsplattform Dima24 steht. Zwar ist Malte Hartwieg aus der Dima24 ausgestiegen, es bleibt aber der Verdacht, dass er der Strippenzieher im Hintergrund bleibt. Zu diesem Firmengeflecht gehören neben der Panthera auch die Selfmade Capital, die Euro Grundinvest und die NCI New Capital Invest ....
Rechtsanwälte Resch
Hausdurchsuchungen im Anlageskandal um Malte Hartwieg
Wie die Wirtschaftswoche in ihrer aktuellen Ausgabe, Nr. 32, 04.08.2014 auf S. 11 berichtet, wurden Mitte Juli Herrn Hartwiegs Privatwohnung und diverse Firmen seines Konglomerats auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft München I durchsucht. Diese scheint nun das Stadium der Vorermittlungen verlassen zu haben und wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrug zu ermitteln. Die Durchsuchungen am 15. Juli wurden laut Wirtschaftswoche durch Hartwiegs Rechtsanwalt Werner Klumpe bestätigt.
Die Anwaltskanzlei Georg Schepper vertritt eine Anlegerin der Fondsbeteiligungen „Selfmade Capital Emirates 5 GmbH & Co. KG“ und „NCI New Capital Invest USA 11 GmbH & Co. KG“. In ihrem Auftrag ist auch bereits Strafanzeige gegen Herrn Malte André Hartwieg sowie Herrn Christian Kruppa erstattet worden. Das daraufhin eingeleitete Verfahren ist mit den anderen verbunden worden.
Rechtsanwalt Georg Schepper hat bereits für seine Mandantin Akteneinsicht beantragt. In Hinblick auf die laufenden Ermittlungen wurde das Akteneinsichtsgesuch durch die Staatsanwaltschaft München I vorgemerkt.
Rechtsanwalt Georg Schepper: „Es ist angesichts der langen Vorlaufzeit erfreulich, dass es vorwärtsgeht, und hoffentlich auch noch nicht zu spät. In welchem Licht die vollmundigen Ankündigungen Hartwiegs, die Sachverhaltsaufklärung betreiben zu wollen und das von ihm erbetene Moratorium angesichts eventueller neuer Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft zu sehen sein wird, vermag jetzt noch nicht vorhergesagt zu werden. Einen Anlass zur Beruhigung stellt dies aber nicht dar. Wer in einem der im Feuer stehenden Fonds investiert ist, sollte den Rat eines versierten Rechtsanwalts einholen.“
Eine Anlegerin der Fonds Selfmade Capital Emirates 5 GmbH & Co. KG und NCI New Capital Invest USA 11 GmbH & Co. KG klagt auf Schadensersatz. Die Bielefelder Anwaltskanzlei Georg Schepper vertritt eine Anlegerin, die über eine Erbschaft an die Beteiligungen:
gekommen ist, in zwei Verfahren vor dem LG München I. Auf Schadensersatz in Höhe der Einlage verklagt wurden dabei u.a. die Treuhandkommanditistin und die dima24.de Anlageberatung GmbH.
Aufgrund des Umstands, dass der ursprüngliche Anleger vor der Klageerhebung verstorben war, kann eine eventuelle fehlerhafte Beratung bzw. mangelhafte Aufklärung nahezu ausschließlich über dokumentierbare Prospektfehler oder sonstige damit zusammenhängende Dokumente nachgehalten werden.
Die Fondsbeteiligung Selfmade Capital Emirates 5 GmbH & Co. KG betreffend hat die Anwaltskanzlei Georg Schepper am 02.07.2014 ein gegen die Treuhandkommanditistin und die dima24.de Anlageberatung GmbH obsiegendes Urteil erreicht. Im Auftrag der Anlegerin darf dazu hier eingehend berichtet werden (Die 1. Seite des Urteils kann – teilweise anonymisiert - auf www.kanzlei-schepper.de unter der Rubrik „Aktuelle Fälle“ heruntergeladen werden). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Inzwischen ist auch von beiden Seiten Berufung eingelegt worden.
Das Verfahren zur Beteiligung an der NCI New Capital Invest USA 11 GmbH & Co. KG ist noch im Gange. Auch hier förderte das Aktenstudium einiges zu Tage. Fast schon investigative Recherchen durch Rechtsanwalt Georg Schepper vermochten ein wenig Licht in den Beteiligungsnebel zu bringen. Dazu wird noch mit Erlaubnis der Anlegerin berichtet werden.
Soweit die zitierten Dokumente nicht zum Herunterladen bereitgestellt werden können, werden sie interessierten Anlegern auf Anfrage durch die Anwaltskanzlei Georg Schepper per E-Mail als PDF zur Verfügung gestellt.
Zur Historie der Beteiligungen allgemein sowie zu den Geschehnissen finden sich im Netz insb. auf Seiten damit intensiv befasster Kollegen ausführliche Darstellungen. Zur Vermeidung von Wiederholungen soll hier daher darauf verzichtet werden.
Zu Selfmade Emirates 5 GmbH & Co. KG:
Die folgenden Ausführungen stellen lediglich einen Bericht über das konkrete Verfahren dar und geben ggf. Meinungen wieder. Sie können eine individuelle Beratung nicht ersetzen und stellen vor allem auch keine dar. Ein Urteil wie das vorliegende gilt immer inter partes und nicht inter omnes, es ist also nicht allgemeingültig. Nach Auffassung von Rechtsanwalt Georg Schepper jedoch dürfte der festgestellte Prospektfehler bzw. die fehlerhafte Aufklärung für die meisten Anleger einschlägig sein. Dies obläge jedoch einer individuellen Überprüfung und Beurteilung.
Am 10.12.2013 wurde u.a. gegen die FVT Feringa Verwaltungs- und Beteiligungs- Treuhand GmbH, die dima24.de Anlageberatung GmbH Klage auf Schadensersatz eingereicht. Am 02.07.2014 konnte die Anwaltskanzlei Georg Schepper ein gegen diese beiden Beklagten obsiegendes Urteil erringen.
Es waren verschiedene Punkte gerügt worden.
So z.B. die Verflechtung, in concreto dass hinter den meisten Gesellschaften die Person Malte André Hartwieg steht. Hier wurde durch die Beklagten darauf verwiesen, darüber sei auf S. 25 des Verkaufsprospektes unter der Überschrift „Hinweis auf besondere Umstände“ aufgeklärt worden.
Rechtsanwalt Georg Schepper dazu: „Das mag sein, ist aber nach unserer Auffassung, auch wenn sie vielleicht von einem Gericht nicht geteilt wird, unzureichend, weil sie schon nicht als Darstellung der kapitalmäßigen und personellen Verflechtungen gekennzeichnet ist.“ Im Eingangssatz dieses Abschnitts heißt es – u.a. -, Alleingesellschafter der Vertriebsgesellschaft, der dima 24.de Anlageberatung GmbH sei die Selfmade Capital Holding GmbH, deren Alleingesellschafter wiederum Herr Malte André Hartwieg sei. Unter dem Abschnitt findet sich dann aber der alleinstehende Satz, Alleingesellschafter der Vertriebsgesellschaft, der dima24.de Anlageberatung GmbH sei die die dima24.de Holding GmbH.
Rechtsanwalt Georg Schepper: „Die Beteiligungsstruktur ist anscheinend so kompliziert, dass man sich selbst im Gestrüpp der Intransparenz verheddert hat. Wer denn nun die dima24.de Holding GmbH ist und dahinter steht, bleibt offen.“
Dem beklagterseits erhobenen Einwand, die Angabe von mindestens 25% an Anteilen oder Stimmrechten beruhe auf den einschlägigen Grundsätzen des Instituts der Wirtschaftsprüfer als „Grundsätze ordnungsgemäßer Beurteilung von Verkaufsprospekten über öffentliche angebotene Verkaufsanlagen (IDWS S 4)“ folgte das Gericht im Zusammenhang mit der Frage nach der Darstellung der Verflechtung nicht (obgleich es hier auch so keinen Prospektfehler sah).
Dem ursprünglichen Anleger war eine Vielzahl von Unterlagen überreicht worden, darunter zuvorderst der Verkaufsprospekt, der recht trocken, ohne Bilder und lieblos daherkommt. Dann aber auch eine Vielzahl von „Pressemitteilungen“, „Investitionsberichten“, ein „Pressespiegel 2010“ (unter der Regie von „Red Robin“, einer auf im Finanzbereich spezialisierten Agentur für PR Kampagnen) und allem voran ein reich bebilderter Kurzprospekt, in dem man u.a. auf S. 5 lesen kann:
„[...]Die Middle East Ventures Future Energy Ltd. hat mitgeteilt, sich bereits eine Beteiligung an der Biodiesel-Raffinerie (EmBio) gesichert zu haben. Es bestehen bereits Verträge über die Lieferung des Rohmaterials als auch über die Annahme des Biodiesels über die gesamte Fondslaufzeit. Das Beteiligungsmanagement erwartet eine Rendite von 17,5 Prozent pro Jahr.
Das Investmentkonzept wurde als optimale Lösung für Investoren entwickelt, die an einer renditestarken Projektentwicklung interessiert, aber nicht bereits sind, die Risiken zu tragen, die jedes neue Projekt mit sich bringt. Die Absicherung erfolgt hierbei durch eine strukturierte Anleihe, „Capital Protectet Note“, deren Underlying ein Bond der Abu Dhabi National Energy Company ist, welche mehrheitlich im Besitz der Regierung von Abu Dhabi ist. Wenn das Projekt nicht den gewünschten Erfolg bringt, würden die Investoren ihr eingesetztes Kapital zurückerhalten.[...]
Eine erfolgreiche Zeit wünscht Ihnen Malte André Hartwieg“
Interessierten Anlegern wird die Anlage soweit als PDF auf Anfrage gerne per E-Mail zur Verfügung gestellt. Ähnlich euphorisch – die Ertragsaussichten betreffend – und sedierend – die Risiken betreffend -, klingt eine unter dem 18.01.2010 auf „prcenter.de“ von der Selfmade Capital Management lancierte „Pressemitteilung“, die ebenfalls auf Anfrage zur Verfügung gestellt wird.
Hier wurde von der Gegenseite eingewandt, diese Materialien seien nicht zu berücksichtigen. Schließlich fände sich im Kurzprospekt der Hinweis:
„Diese Information ist kein Verkaufsprospekt. Maßgeblich für die Beteiligung ist ausschließlich der Verkauftsprospekt vom 12.10.2009 der Selfmade Capital EMIRATES 5 GmbH & Co. KG.“
Rechtsanwalt Georg Schepper meint, es sei zweifelhaft, inwieweit sich die Beklagten angesichts der Fülle der zusätzlichen Materialien und den darin vermittelten Informationen darauf berufen kann. So äußerte sich das OLG Frankfurt in seinem Urteil v. 04.02.2013 – 23 U 2/12 wie folgt:
„[...]Ohne Erfolg beruft sich die Beklagte darauf, dass es sich bei dem Flyer schon nicht um einen Prospekt, sondern lediglich eine Werbebroschüre handele, und der Flyer keinesfalls den Anspruch erhebe, Grundlage für eine Anlageentscheidung zu sein.
Darüber hinaus stellen entgegen der Auffassung der Beklagten auch Werbebroschüren „unzweifelhaft haftungsbegründende Prospekte“ dar (so explizit Schimansky/Bunte/Lwowski-Siol, a.a.O. § 45 Rn 47f) sofern sie – wie hier – schriftlich eine Vielzahl von Personen ansprechen und bei den Adressaten jedenfalls den Eindruck erwecken, als enthielten sie die für die Beurteilung wesentlichen Angaben. Im Übrigen können auch offenkundige Teilinformationen zumindest zu einer Haftung wegen Verletzung vorvertraglicher Aufklärungspflichten führen.
Ähnlich urteilte auch der BGH am 17.11.2011, Az: III ZR 103/10. Rechtsanwalt Georg Schepper weiter:
„Und selbst wenn, dann entbindet es nicht von der Verpflichtung, bei der Wahrheit zu bleiben. Es mutet wie eine absichtliche und gewollte Täuschung an, in diesen Unterlagen z. B. mehrfach von einer Kapitalgarantie für die konkrete Beteiligung zu berichten, darüber dann aber in dem eigentlichen Prospekt zu schweigen und sich anschließend darauf zu berufen. Der Eindruck, dass dies so gewollt wird, wird noch durch den Umstand verstärkt, dass der „eigentliche“ Verkaufsprospekt recht trocken daherkommt während die anderen Unterlagen, von denen dann auf einmal nicht gewollt wird, dass sie anlageentscheidend gewesen sein sollen, reich und schön bebildert sind und über viele tolle Umstände der Beteiligung berichten.“
Rechtsanwalt Georg Schepper wollte es genau wissen und wandte sich mit Schreiben v. 06.05.2014 an die Redaktion von FONDS Professionell Multimedia GmbH (Download ebenfalls auf www.kanzlei-schepper.de unter der Rubrik „Aktuelle Fälle“). Leider wurde dieses Schreiben bis heute nicht beantwortet.
Soweit sich die Beklagten auf den wohl von den meisten Anlegern unterzeichneten „Verzicht auf Beratung und Haftungsfreistellung“ beriefen, so meint Rechtsanwalt Georg Schepper dazu:
„Die Haftungsfreizeichnung stellt unseres Erachtens einen groben Verstoß gegen Treu und Glauben, § 242 BGB u.a. aufgrund des Grundsatzes des „venire contrag factum proprium“ dar. Die dima24.de Anlageberatung GmbH hat eben gerade beraten, sie firmiert ja auch als „dima24.de Anlageberatung“. Daher bot sie als Ansprechpartner ja nicht nur einen Vermittler, sondern z.B. einen Senior Analyst. Wer aber mit einem gewünschtem wirtschaftlichen Erfolg für sich selbst einen anderen berät, kann sich nicht in der Art von der Haftung für sein Tun freizeichnen, zumal es sich darüber hinaus meistens um Fernabsatzgeschäfte gehandelt haben dürfte. Da darüber hinaus die Haftungsfreistellung wohl auch in einer Vielzahl von Fällen und formularmäßig verwendet worden ist, stellt sich die Frage, inwieweit sie mit den §§ 305 ff. BGB konform ist oder dagegen verstößt.“
Im Ergebnis ist die Haftungsfreistellung vom Gericht auch als unwirksam eingestuft worden.
Rechtsanwaltskanzlei Schlepper
Selfmade Capital - Auf der Suche nach den Anleger-Geldern
Das Emissionshaus Selfmade Capital legte die Emirates-Fonds auf. Das klang nach hohen Renditen. Doch seit geraumer Zeit müssen die Anleger um ihr investiertes Geld fürchten. GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater: Seit einigen Monaten müssen sich die Anleger der Selfmade-Capital Fonds fragen, wo ihr Geld geblieben ist. Die Ausschüttungen blieben aus und die Anleger-Gelder sollen irgendwo in einem undurchsichtigen Firmengeflecht versickert sein. Die Geschäftsführung räumte die Zahlungsschwierigkeiten zwar ein, forderte die Anleger aber gleichzeitig auf, bis zum Jahresende stillzuhalten, um die Existenz der Fonds nicht zu gefährden.
Doch statt Klarheit zu schaffen, wurde die Geschichte immer undurchsichtiger. Ähnliche Schwierigkeiten tauchten auch bei Fonds von New Capital Invest (NCI) auf. Beide Emissionshäuser gehören zum Firmenimperium von Malte Hartwieg . Dieser hatte sich erst unlängst von weiteren Unternehmen getrennt und die Vertriebsplattform dima24 sowie das Emissionshaus Euro Grundinvest verkauft. Besonders auffallend ist, dass die Emirates Fonds von Selfmade Capital und auch die NCI Fonds u.a. von dima24 vertrieben wurden.
Ob der Verkauf der Vertriebsplattform mit den Ungereimtheiten bei Selfmade Capital und NCI zusammenhängt, ist nur Spekulation. Zur Beruhigung der Anleger dürfte es allerdings kaum beitragen. Genauso wie der drohende Totalverlust für die Anleger des Fonds Panthera Global Trading A. Auch das Emissionshaus Panthera zählt zum Hartwieg-Imperium . Gegen Hartwieg selbst hat die Staatsanwaltschaft inzwischen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrug aufgenommen.
Die Anleger hätten im Beratungsgespräch umfassend über die Risiken im Zusammenhang mit ihrer Kapitalanlage informiert werden müssen. Zudem hätte es einen Hinweis zu der personellen Verflechtung zwischen dima24 und den Emissionshäusern von Malte Hartwieg geben müssen. Insbesondere müssen auch die Angaben in den Verkaufsprospekten auf ihre Vollständigkeit und Wahrheitsgehalt überprüft werden...
Nach Razzia: Malte Hartwieg kann Anwälte nicht mehr bezahlen
Mehr als 200.000 Anleger hatten dem Finanzimperium des Vertriebsexperten Malte Andre Hartwieg ihr Erspartes anvertraut. Nach diversen Strafanzeigen wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrug und den Betrieb eines illegalen Schneeballsystems wird die Luft für den Finanzexperten immer dünner. Wegen Zahlungsschwierigkeiten haben Hartwiegs Anwälte ihr Mandat niedergelegt.
Die Staatsanwaltschaft München ermittelt derzeit gegen Malte Hartwieg und andere Beteiligte seines Finanzkonglomerats, rund um die Firmen dima24, Selfmade Capital, Euro Grundinvest und NCI. Am 15. Juli wurden im Zuge einer Großrazzia auch die Privaträume von Malte Hartwieg sowie weiteren Tatverdächtigen durchsucht.
Mit Schreiben vom 23. September 2014 überbrachten die Anwälte Klumpe, Schröder + Partner aus Köln, die mit der Suche nach Vermögenswerten sowie der außergerichtlichen Kommunikation mit Anlegern betraut war, den Anlegern der NCI- und Selfmade Capitals Fonds schlechte Nachrichten...
Nachdem nun schon letzten Donnerstag bekannt wurde, dass mit der Selfmade Capital Management GmbH eine der zentralen Gesellschaften im Komplex Hartwieg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt hatte, wurde heftig spekuliert, wenn es denn nun noch alles erwischt.
Insbesondere bewegte die Frage, ob auch die Fondsgesellschaften, denen ca. 2.000 Anleger insgesamt mehr als 120 Millionen Euro anvertraut haben sollen, auch in die Insolvenz gingen. Rechtsanwalt Schepper hat zwischenzeitlich ein Schreiben erreicht, dass die Befürchtungen betreffend die New Capital Invest Fonds betreffend, bestätigt. Ausweislich der beiliegenden Beschlüsse des Amtsgerichts München haben folgende Gesellschaften Antrag auf Eröffung eines Insolvenzverfahrens gestellt.
- NCI New Capital Invest Oil & Gas USA Asset Management GmbH
- NCI New Capital Invest Management GmbH
- NCI New Capital Invest Oil & Gas USA 16 GmbH
- NCI New Capital Invest Oil & Gas USA 11 Management GmbH
- NCI New Capital Invest USA 11 GmbH & Co. KG
- NCI New Capital Invest USA 16 GmbH & Co. KG
- NCI New Capital Invest USA 19 GmbH & Co. KG
Die Anleger dieser Gesellschaften sehen sich nun einigen Herausforderungen gegenüber. Es gilt, seine Forderungen aus der Beteiligungen auch in Hinblick auf evtl. Schadensersatzforderungen zu überprüfen und ggf. zur Tabelle anzumelden. Rechtsanwalt Georg Schepper berät und vertritt Anleger u.a. von geschlossenen Fonds in Prospekthaftungsfragen und Schadensersatzansprüchen gegen Banken und Vermittler.
„Anleger von „Hartwieg“-Fonds sollten jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken und kapitulieren. Selbst wenn von den insolventen Gesellschaften vielleicht nicht mehr viel zu erwarten ist, so ist immer noch die Frage nach der persönlichen Haftbarkeit einiger Beteiligter offen. Viel hängt von dem laufenden Ermittlungsverfahren ab. Und es bleibt zu hoffen, dass sich hartnäckige Insolvenzverwalter inden, die den Fall nicht als hoffnungslos abwickeln.“ so Rechtsanwalt Georg Schepper. Auch in Zusammenhang mit dieser Beteiligung hatte die Anwaltskanzlei Georg Schepper Strafanzeige gestellt und Akteneinsicht beantragt.
24.10.2014, 08:41
Dima24, New Capital Invest und Selfmade Capital: Was tun die Anleger
Zahlreich Kontaktanfragen erreichen GoMoPa® nach unseren Berichten über die jüngsten Entwicklungen und Insolvenzanträge rund um die Emissionshäuser Selfmade Capital und New Capital Invest (NCI) und die dubiose Rolle der Vertriebsplattform dima24. Zu Recht fürchten viele Anleger um ihr Geld, denn sie haben sich eben über dima24 sich an den Fonds von New Capital Invest, Selfmade Capital oder auch Panthera und Euro Grundinvest beteiligt. Was viele Anleger aber offenbar nicht wussten:
Die Emissionshäuser und auch dima24 gehörten alle zum Firmenimperium von Malte Hartwieg. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass dima24 den Namen häufiger änderte oder kürzlich von Hartwieg verkauft wurde.
Ob eine objektive Anlageberatung, die sich an den Wünschen der Anleger orientiert, unter diesen Umständen möglich war, zweifelt nicht nur GoMoPa® sondern auch erfahrene Juristen an. Es wäre nicht verwunderlich, wenn dima24 die Fonds aus dem eigenen Haus, sprich aus dem Hartwieg-Imperium, zumindest bevorzugt vermittelt hat. Die Anleger über diese Verstrickung untereinander zwingend aufgeklärt werden müssen!
In dem Zusammenhang ist ebenfalls fragwürdig, ob die Anleger korrekt und umfassend über die Risiken der Kapitalanlagen ausgeklärt wurden, wie es eine ordnungsgemäße Anlageberatung vorschreibt... Die staatsanwaltlichen Ermittlungen werden weitere Ansatzpunkte liefern. Zwar gilt auch in diesem Fall die Unschuldsvermutung, sollte sich der Betrugsverdacht aller Voraussicht nach bestätigen, können Regressansprüche gestellt werden...
Malte Hartwiegs Finanzkonglomerat zerbröselt seit Monaten. Den Anlegern der Emittenten NCI, Euro Grundinvest und Panthera drohen dreistellige Millionenschäden. Es wirkt wie ein schlechter vorweihnachtlicher Scherz, dass sich der einstige Finanzstar mit Bettelbriefen an die geschädigten Anleger wendet und um Spenden für seine Stiftung bittet. Zu seinen besten Zeiten verwaltete Malte Hartwieg mehr als zwei Milliarden Euro Investorenkapital über ein Netzwerk von Emittenten, Vertrieben und Treuhandgesellschaften. Nachdem bekannt wurde, dass…
Gegen den Fondsvermittlers Dima24 ermittelt die Staatsanwaltschaft München. Wie GoMoPa berichtete, wird Gründer Malte Hartwieg seit Monaten verdächtigt, ein Anlagebetrüger zu sein.
Die Nachrichten um Finanzguru Malte Hartwieg nehmen kein Ende. Alles deutet auf einen Mammut-Skandal hin. Es wird nicht nur gegen Hartwieg & Co. sondern nach Informationen des Handelsblatts auch gegen die neuen Eigentümer des Fondsvermittlers Dima24 ermittelt. Dort werden nach deren eigenen Angaben 2,3 Milliarden Euro Anlagevermögen betreut.
Renate Wallauer und Prokurist Frank Schuhmann übernahmen im April 2014 durch Kauf die Zügel des Horrorkabinetts - Hartwieg war mit sofortiger Wirkung als Geschäftsführer ausgeschieden. Wallauer und Schumann sind alte Vertraute Hartwiegs. Auch sie sollen an einem System mitgewirkt haben, das Anlegern nachteilige Informationen verschwieg.
„Wir ermitteln gegen mehr als ein Dutzend Personen wegen Verdachts auf Kapitalanlagebetrug“ Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch
Mitte Juli hatten Beamte Geschäfts- und Privaträume von Hartwieg durchsucht. Nach der Razzia konnte Hartwieg seine Anwälte nicht mehr bezahlen.
Geworben wurde mit Renditen von zwölf% und mehr - inzwischen haben 30 Gesellschaften Insolvenz angemeldet, darunter Selfmade Capital 1 bis 6 und NCI New Capital Invest 11, 16 und 19. Insolvenzverwalter Rolf Pohlmann sieht inzwischen knapp 150 Millionen Euro Anlegergeld gefährdet.
Rechtsanwalt Pohlmann durchleuchtet mit weiteren Juristen den bisher aufwendigsten und umfangreichsten Fall seiner mehr als 600 Insolvenzverfahren. Nicht nur die Juristren, auch drei Insolvenzrichter sind mit dem Hartwieg - Konglomerat befasst. „Wenn tatsächlich jemand Anlegergelder abzweigen wollte, dann hätte derjenige das wirklich gut gemacht.“
In den mutmaßlichen Skandal um eine Vielzahl von Fonds aus der Finanzgruppe um die Vermittlungsplattform DIMA24 des gelernten Maurers Malte Hartwieg kommt Bewegung. Wie die heutige Ausgabe des Handelsblatts exklusiv berichtet, hat das Fürstentum Liechtenstein große Goldbestände im Gesamtumfang von mehr als 8 Millionen € sowie Guthaben und Konten von rund 1,6 Millionen € festgesetzt. Es handle sich um Privat- sowie Firmenvermögen – gegen Hartwieg und weitere zwei Personen werde nunmehr in Liechtenstein ermittelt. Der dem Handelsblatt vorliegende Beschluss sei der Zeitung durch einen Richter bestätigt worden, die Vorwürfe gegen Hartwieg lauten auf Verdacht der Geldwäscherei.
Bereits seit geraumer Zeit ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft gegen das Finanzimperium um die Vermittlungsplattform Dima24 sowie gegen Hartwieg selber wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrug. Die nun bekanntgewordenen Weiterungen könnten möglicherweise erste Anhaltspunkte für Teile der Anlagegelder in Millionenhöhe ergeben, deren Verbleib teilweise bereits seit dem Jahr 2013 fraglich steht. Den Beschluss des fürstlichen Landgerichts Liechtenstein bereits vom Oktober 2014 hatte offensichtlich ein Edelmetallhändler ins Rollen gebracht, dem dubiose Buchungen respektive Transaktionen aufgefallen waren.
Den Informationen des Handelsblatts zufolge stehe nunmehr aus Sicht der Liechtensteinischen Geldwäschemeldestelle FIU der Verdacht im Raum, dass der Verkauf des Fondshauses Euro Grundinvest im Jahr 2014 von Hartwieg an die schweizerische IPF AG über Anlegereinlagen finanziert wurde. Die wiederum gehöre zwischenzeitlich zur Unternehmensgruppe des Finanzinvestors und Maklers Sven Donhuysen, der wiederum dem Handelsblatt entsprechende Goldtransfers bestätigt habe. Diese jedoch hätten noch unter der Ägide Hartwiegs stattgefunden. Im Übrigen sei die Euro Grund Invest ein Sanierungsfall, das Fondshaus habe gegenüber den Anlegern Außenstände in Höhe von rund 100 Millionen € zuzüglich Zinsen.
Die auf Wirtschafts-, Kapitalmarkt- und Bankenrecht spezialisierte Kanzlei Wittmann & Schmitt in Kooperation mit Prof. Dr. jur. habil. Jürgen Rath empfiehlt ein weiteres Mal insbesondere allen bislang untätig gebliebenen Betroffenen, umgehend mit entsprechend erfahrener anwaltlicher Vertretung aller rechtlich möglichen Schritte zur Sicherung bestehender Einlagen zu prüfen und gegebenenfalls zeitnah zu unternehmen. Für die erfolgreiche Durchsetzung etwaig bestehender Schadensersatzforderungen dürfte auch in diesem Fall die zeitliche Komponente eine große Rolle spielen, da hier regelmäßig das sogenannte Prioritätsprinzip zum Tragen kommt (wer zuerst kommt, mahlt zuerst). Gerne dürfen Sie sich in dieser Hinsicht mit uns in Verbindung setzen. Ansprechpartner innerhalb der Kanzlei – auch für eine unverbindliche kurze telefonische Aufnahme des Sachstandes – ist Rechtsanwalt Wolfgang Wittmann.
Pleitewelle bei Malte Hartwieg setzt sich fort
Mit der Selfmade Capital Consulting GmbH und der Conquistador Invest GmbH haben zwei weitere Firmen aus dem Finanzimperium von Malte Hartwieg Insolvenz angemeldet. Bei Hartwiegs Emissionshäusern Euro Grundinvest, Selfmade Capital, NCI New Capital und Panthera Fund fürchten die Anleger den Totalausfall.
Die Anleger diverser Selfmade Capital Fonds fürchten seit Monaten um ihr Geld. Malte Hartwieg, der Chef des Emissionshauses, stellte für zahlreiche Unternehmen aus der Selfmade-Gruppe bereits Insolvenzantrag. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Hartwieg wegen des Verdachts auf Anlagebetrug.
Selfmade Capital, New Capital Invest: dima24 im Visier der Staatsanwaltschaft
Vor einem guten Jahr verkaufte Malte Hartwieg seine Vertriebsplattform dima24. Über diese Plattform wurden u.a. Beteiligungen an den Selfmade Capital und New Capital Invest Fonds vertrieben. „Ein wirklicher Neuanfang war der Verkauf allerdings nicht“, sagt Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Wiesbaden.
Die neue Eigentümergesellschaft von dima24 ist die RW Capital Invest GmbH, die erst Ende 2013 gegründet wurde. Dahinter verbergen sich Renate Wallauer und Frank Schuhmann. Beide waren auch schon vorher für dima24 tätig. Wallauer als Geschäftsführerin und Schuhmann als Prokurist und Chefanalyst. „Insofern dürfte sich für die Anleger wenig geändert haben. Auffällig ist, dass die RW Capital Invest GmbH erst kurz vor dem Kauf von dima24 gegründet wurde. Im Zuge der staatsanwaltlichem Ermittlungen gegen Malte Hartwieg sind auch die neuen dima24-Besitzer Ende 2014 ins Visier der Fahnder geraten“, so Cäsar-Preller.
Über die Hintergründe des Verkaufs der Vertriebsplattform kann nur spekuliert werden. „Möglicherweise sollte so Schadensersatzklagen der Anleger entgegen getreten werden, die sich gegen dima24 richten“, sagt Cäsar-Preller. Allerdings sind auch die neuen Eigentümer Ende 2014 ins Visier der staatsanwaltlichen Ermittlungen geraten. Ihnen wird vorgeworfen, den Anlegern wichtige Informationen verschwiegen zu haben, berichtete das Handelsblatt im Dezember. Schon seit mehreren Monaten wird gegen Malte Hartwieg wegen des Verdachts auf Kapitalanlagebetrug ermittelt.
Besonders Anleger der Emissionshäuser Selfmade Capital und New Capital Invest (NCI) fürchten um ihr Geld, das in dunklen Kanälen versickert sein soll. Inzwischen haben etliche Gesellschaften der beiden Emissionshäuser Insolvenz angemeldet. „Die Anleger haben die Möglichkeit, Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Die können z.B. aus einer fehlerhaften Anlageberatung resultieren und hier kommt wieder dima24 ins Spiel“, erklärt Cäsar-Preller. Denn im Zuge einer ordnungsgemäßen Anlageberatung hätten die Anleger auch über die Risiken der Kapitalanlage umfassend aufgeklärt werden müssen. Auch hätte die personelle Verknüpfung zwischen Hartwieg und dima24 offen gelegt werden müssen. „Ohne diese Risikoaufklärung besteht Anspruch auf Schadensersatz. Daran dürfte auch der Eigentümerwechsel nichts geändert haben“, so Cäsar-Preller. Darüber hinaus können Schadensersatzansprüche auch aus Prospekthaftung entstanden sein, falls schon die Verkaufsprospekte fehlerhaft waren. „Sollte sich der Betrugsverdacht bestätigen, kommen noch weitere rechtliche Möglichkeiten in Betracht“, sagt Cäsar-Preller.
Die Situation bei den verschiedenen Fondsgesellschaften der Euro Grundinvest bleibt unübersichtlich. Noch mit Schreiben aus dem April 2015 versuchten die Gesellschaften, ihre Anleger zu beruhigen, nachdem zunächst die Ausschüttungen vollständig ausblieben. Zuletzt war noch nicht einmal mehr die Internetseite der Euro Grundinvest-Gruppe erreichbar. Es steht zu vermuten, dass die Gesellschaft nicht mehr für ihre Kunden erreichbar ist und ohne gerichtliche Inanspruchnahme nicht bereit sein wird, den Ansprüchen der Anleger nachzukommen.
Ganz aktuell hat erstmals das Landgericht München sowohl die drei Gründungskommanditisten der Euro Grundinvest Deutschland 15 GmbH & Co. KG als auch Herrn Malte Hartwieg persönlich zum Schadensersatz verurteilt. Diese haben dem dortigen Kläger somit mehr als EUR 11.000,00 zurückzuzahlen und den Kläger von etwaigen Rückforderungen der erhaltenen Ausschüttungen freizustellen.
Dem Urteil war ein seit Mitte 2014 laufendes Klageverfahren vorangegangen, in welchem das Gericht schon in der mündlichen Verhandlung deutlich gemacht hatte, dass es eine Pflichtverletzung der Beklagten bereits darin erkenne, dass diese den angeblichen Grundstücks- und Immobilienbestand des EGI 15 unzutreffend dargestellt haben (vgl. PM vom 29.01.2015). Auf ein in der Folge von den drei Gründungskommanditisten auf Empfehlung des Gerichts vorgelegtes Vergleichsangebot ging der Kläger nicht ein, weswegen es jetzt zur Verurteilung der Beklagten kam.
Auch wenn das Urteil in erster Linie den EGI 15 betrifft, sind die im Klageverfahren vorgeworfenen Pflichtverletzungen nach Ansicht von Rössner Rechtsanwälte auch auf die beiden anderen Fonds (EGI 17, EGI 18) und auf die Genussrechte übertragbar. Während Rössner Rechtsanwälte im EGI 15 zu Einzelklagen betroffener Anleger rät und bereits zahlreiche weitere Verfahren anhängig gemacht hat, steht im Fonds EGI 18 die Einreichung einer Sammelklage beim LG München I unmittelbar bevor.
Anlegern ist daher nicht anzuraten, die weitere Entwicklung der Fondsgesellschaften einfach abzuwarten. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Gesellschaften außergerichtlich mit ihren Anlegern einigen werden.
Mehr Informationen: http://www.roessner.de/themen/euro-grundinvest
Rechtsanwalt Dr. Jochen Weck
089/9989220
16.07.2015, 08:27
OLG München verurteilt Malte Andre Hartwieg I.S. dima24 und Selfmade Capital Emirates 5 GMBH & CO. KG zu Schadenersatz
Das OLG München hat Malte Andre Hartwieg für den Vertrieb (Stichwort "dima24“) des Selfmade Capitel Emirates 5 GmbH & Co. KG persönlich zu Schadensersatz verurteilt.
Der Anlegeranwalt Georg Schepper der Bielefelder Kanzlei GUNKEL; KUNZENBACHER & PARTNER hat für eine Anlegerin des geschlossenen Fonds Selfmade Capital Emirates 5 GmbH & Co. KG, ein obsiegendes Urteil erstritten. Dabei ist in Erweiterung des erstinstanzlichen Urteils auch Malte Andre Hartwieg persönlich zur Rechenschaft gezogen worden. Er wurde nunmehr neben den anderen Beklagten dazu verurteilt, Schadensersatz zu leisten.
Dem Verfahren war ein klageabweisendes Urteil des LG München I vorausgegangen. Die Anlegerin jedoch gab sich nicht geschlagen und zog vor das OLG München. In einem ersten Termin zur mündlichen Verhandlung erschien auch Malte Andre Hartwieg. Auf Grundlage seiner dort getätigten Schilderungen reichte Rechtsanwalt Georg Schepper einen Schriftsatz ein, dessen Ausführungen letztlich in einem weiteren Termin am 22.06.2015 zur Verurteilung auch von ihm führten. Hartwieg war auch hier zur Beweisaufnahme geladen, blieb dem Termin jedoch fern. Dem Gericht genügte jedoch der schlüssige Vortrag der Klägerin und es erging ein Versäumnisurteil.
Rechtsanwalt Georg Schepper sagt: „Anleger sollten die Sache nicht auf sich beruhen lassen und dringend anwaltlichen Rat einholen.“ Vor dem Hintergrund der laufenden vorläufigen Insolvenzverfahren und die Staatsanwaltschaft nicht nur ermittelt, sondern auch im Wege der Rückgewinnungshilfe Vermögen des Herrn Hartwieg „eingefroren“ hat, empfiehlt es sich, zügig zu handeln.
Die Kanzlei GUNKEL, KUNZENBACHER & PARTNER vertritt Verbraucher im Kapitalanlagerecht gegen Banken und im Rahmen der Prospekthaftung, aber auch in anderen Fragen, z.B. des Widerrufs von Darlehensverträgen bei Baufinanzierungen.
Das Urteil kann in anonymisierter Form auf http://www.gunkel-partner.eu/service/aktuelles/default.aspx eingesehen werden.
Quelle: Kanzlei GUNKEL KUNZENBACHER & PARTNER
Auch Malte Hartwieg persönlich verurteilt - Prospekt wies Fehler auf, die eine Haftung begründen
Langsam kommt Licht in die dunklen Machenschaften der Euro Grundinvest Gruppe: Hierzu leistete zuletzt das Landgericht München I einen wesentlichen Beitrag. Dieses kam erstmals am 26.06.2015 sowohl zu einer Verurteilung der Euro Grundinvest Management GmbH, der Euro Grundinvest Consulting GmbH, der OVT Odeon Verwaltung- und Beteiligungstreuhand GmbH & Co. KG als auch zu einer Verurteilung des Herrn Malte André Hartwieg persönlich.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Prospekt des geschlossenen Fonds zum Euro Grundinvest Deutschland 15 GmbH & Co. KG (EGI 15) gleich zwei haftungsbegründende Fehler aufweist, für welche die Beklagten einzustehen haben. Herr Hartwieg, der zumindest auf dem Papier als Kopf des gesamten Geflechts agierte, wurde dabei sogar nach § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 264a StGB (Kapitalanlagebetrug) verurteilt. Dieser Schadensersatzanspruch würde durch ein mögliches Privatinsolvenzverfahren des Herrn Hartwieg nicht tangiert, sondern könnte (anders als vertragliche Ansprüche) auch nach einer Restschuldbefreiung durchgesetzt werden.
Darüber hinaus machen die Sicherungsmaßnahmen des Fürstlichen Landgerichts Liechtenstein Hoffnung auf Geldrückflüsse. Vermögenswerte in Millionenhöhe des Herrn Hartwieg, bzw. der EGI-Gruppe konnten sichergestellt werden. Auch eigene Recherchen deuten darauf hin, dass die EGI-Gruppe nach wie vor über ausreichendes Vermögen verfügt. In einem weiteren Einzelfall haben die Beklagten nach Verurteilung zudem bereits eine sog. Sicherheitsleitung beim Amtsgericht München hinterlegt. Auch dieser Umstand stellt zumindest für den dortigen Kläger eine spätere Befriedigung der Klageforderung sicher.
Neben zahlreichen Einzelklagen zum EGI 15 wurde durch die Kanzlei Rössner Rechtsanwälte PartG für eine Klägergemeinschaft eine gemeinschaftliche Klage zum EGI 18 beim LG München I eingereicht. Darin machen 28 Kläger eine Gesamtschadensforderung von rund EUR 800.000,00 gegenüber den verantwortlichen Gesellschaften und Herrn Hartwieg geltend. „Wir sind dabei davon überzeugt, dass das Urteil des LG München I zum EGI 15 auch auf den Fonds EGI 18, und darüber hinaus auch auf die anderen Fonds übertragbar ist“, so Rechtsanwalt Robert D. Buchmann von Rössner Rechtsanwälte.
Für Geschädigte, die sich nicht fortgesetzt durch beschwichtigende Rundschreiben der Fondsgesellschaften und von Herrn Donhuysen vertrösten lassen wollen, können wir umgehend gerichtliche Maßnahmen einleiten. Über die konkrete Vorgehensweise und die Kosten informieren wir Sie gerne.
Mehr infos auf www.roessner.de/euro-grundinvest
Rechtsanwalt Buchmann von Rössner Rechtsanwälte hat ein interessantes Urteil gegen Euro Grundinvest erstritten. Auch Malte Hartwieg wird in die Schadensersatzpflicht genommen.
Rechtsanwalt Buchmann von Rössner Rechtsanwälte hat ein interessantes Urteil gegen Euro Grundinvest erstritten. Das Urteil des LG München I nimmt erstmals auch Herrn Malte Hartwieg als Verantwortlichen in die Schadensersatzpflicht (siehe www.roessner.de/euro-grundinvest-verurte…klage-anhaengig ). Verhandelt worden war eine Schadensersatzforderung aus einer Kapitalanlage am Euro Grundinvest 15. Buchmann weist aber darauf hin, dass die Ausführungen des Gerichts auch auf Schadensersatzforderungen von Anlegern der weiteren Euro Grundinvest Fonds übertragbar sind. Im Besonderen sind das folgende Fonds:
Euro Grundinvest Deutschland 17 GmbH & Co.KG
Euro Grundinvest Deutschland 18 GmbH & Co.KG
Euro Grundinvest Deutschland 20 GmbH & Co.KG
In Bezug auf den EGI 18 wurde am 24.07.2015 bereits eine weitere Klage im Namen von 28 Anlegern anhängig gemacht. In den nächsten Wochen sind weitere sog. Sammelklagen zu den Fonds EGI 17 und EGI 18 geplant. Das im Juni gesprochene Urteil ist übrigens noch nicht rechtskräftig. Bislang ist noch keine Berufung eingelegt worden, damit könnte das Urteil zum 3. August rechtskräftig werden.
Quelle:Rössner Rechtsanwälte
Unter dem Az.: 316 Js 211330/13 wird gegen den Beschuldigten Malte Andre HARTWIEG, geb. am 16.12.1972, wohnhaft: Carrera de Montuiri, km 2,7, Randa, Algaida, Mallorca/Spanien, Postanschrift: Apartado de Correos 256, 07001 Palma de Mallorca, Spanien und gegen weitere Beschuldigte bei der Staatsanwaltschaft München I ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Betruges u.a. geführt. Die entsprechenden Ermittlungen sind nicht abgeschlossen.
Dem Ermittlungsverfahren liegt im Wesentlichen folgender Sachverhalt zugrunde:
Der Beschuldigte Malte HARTWIEG betrieb jedenfalls seit dem Jahr 2004 die Vermittlung von Geldanlagen an Privatanleger unter der Marke „dima24.de“. Die entsprechenden Vermittlungs- und Beratungsleistungen wurden durch folgende Unternehmen mit Sitz jeweils in der Betastraße 10e in 85774 Unterföhring erbracht: dima24.de Anlageberatung GmbH, dima24.de Vermögensberatung GmbH, dima24.de Anlagevermittlung GmbH (früher: amid Capital GmbH), dima24.de Direkt Anlage Beratung GmbH (nunmehr: RW Capital Service GmbH) und Zoom Money Coaching GmbH. Die vorgenannten Unternehmen (im Folgenden: „dima24.de-Gruppe“) wurden bzw. werden beherrscht durch die Alleingesellschafterin dima24.de Holding GmbH mit Sitz in der Betastraße 10e in 85774 Unterföhring, deren Geschäftsführer und Alleingesellschafter der Beschuldigte Malte HARTWIEG ist.
Zur dima24.de-Gruppe gehört weiterhin die dima24.de Investmentberatung GmbH mit Sitz in der Betastraße 10e in 85774 Unterföhring. Alleingesellschafterin war die dima24.de Capital Holding GmbH mit gleichem Sitz, die in die Isar Palais Holding GmbH umfirmiert wurde.
Darüber hinaus war und ist der Beschuldigte Malte HARTWIEG Alleingesellschafter und Geschäftsführer der Nitro Invest GmbH mit Sitz in der Betastraße 10e in 85774 Unterföhring. Die Nitro Invest GmbH wiederum war Alleingesellschafterin der Conquistador Invest GmbH mit gleichem Sitz, welche Anteile an den weiteren Vertriebsgesellschaften Krüger Sachwert GmbH, Knüttgen GmbH, Monemaris GmbH und WM AG hielt. Auch die Vertriebsgesellschaft CSM Conqueror Sales & Marketing GmbH & Co. KG war nach den bisherigen Erkenntnissen dem Beschuldigten Malte HARTWIEG zuzurechnen.
Das Geschäftsmodell der dima24.de-Gruppe bestand bzw. besteht primär in der Vermittlung von Beteiligungen auf dem sog. grauen Kapitalmarkt an Privatanleger. Geworben wurde und wird insbesondere damit, dass der übliche Ausgabeaufschlag (5 % Agio) entfällt oder zurückerstattet wird. Jedenfalls seit dem Jahr 2008 vertrieb die dima24.de-Gruppe neben Beteiligungen an Fondsgesellschaften dritter Anbieter auch Beteiligungen an Fondsgesellschaften, die direkt oder mittelbar dem Beschuldigten Malte HARTWIEG zuzurechnen sind bzw. waren. Hierbei handelt es sich jedenfalls um die folgenden Fondsgesellschaften:
Selfmade Capital-Gruppe:
Selfmade Capital Emirates I GmbH & Co. KG,
Selfmade Capital Emirates II GmbH & Co. KG,
Selfmade Capital Emirates III GmbH & Co. KG,
Selfmade Capital Emirates 4 GmbH & Co. KG,
Selfmade Capital Emirates 5 GmbH & Co. KG,
Selfmade Capital 6 GmbH & Co. KG,
Selfmade Capital 7 GmbH & Co. KG,
Selfmade Capital 8 Renditefonds GmbH & Co. KG (Selfmade Capital 8 GmbH & Co. KG),
Selfmade Capital 9 Renditefonds GmbH & Co. KG (Selfmade Capital 9 GmbH & Co. KG),
Selfmade Capital 9 Renditefonds Private Placement GmbH & Co. KG,
Selfmade Capital 10 Renditefonds GmbH & Co. KG (Selfmade Capital 10 GmbH & Co. KG).
NCI New Capital Invest-Gruppe:
NCI New Capital Invest USA 11 GmbH & Co. KG,
NCI New Capital Invest USA 16 GmbH & Co. KG,
NCI New Capital Invest USA 19 GmbH & Co. KG,
NCI New Capital Invest Proven Gold Direct 21 GmbH & Co. KG,
NCI New Capital Invest Proven Silver Direct 22 GmbH & Co. KG.
Euro Grundinvest-Gruppe:
Euro Grundinvest Deutschland 12 GmbH & Co. KG,
Euro Grundinvest Deutschland 15 GmbH & Co. KG,
Euro Grundinvest Deutschland 17 GmbH & Co. KG,
Euro Grundinvest Deutschland 17 Private Placement GmbH & Co. KG,
Euro Grundinvest Deutschland 18 GmbH & Co. KG,
Euro Grundinvest Deutschland 18 Private Placement GmbH & Co. KG,
Euro Grundinvest 20 GmbH & Co. KG.
Panthera-Gruppe:
PANTHERA Asset Management Global Trading A GmbH & Co. KG.
Die dima24.de-Gruppe bewarb und vertrieb daneben auch Beteiligungen in Form sogenannter Genussrechte, namentlich jedenfalls die durch die (ebenfalls dem Beschuldigten Malte HARTWIEG zuzurechnende) Euro Grundinvest AG begebenen „Genussrechte I“ und „Genussrechte II“.
Im Rahmen der Konzeption und Umsetzung der Fonds wurden durch den Beschuldigten Malte HARTWIEG und durch weitere Beschuldigte Gesellschaften im In- und Ausland etabliert, an welche die eingeworbenen Anlegergelder (nach Abzug der Kosten) flossen bzw. – zum Teil über mehrere Zwischenschritte – zur gewinnbringenden Investition fließen sollten.
Hinsichtlich der vorgenannten Fondsgesellschaften und Beteiligungen besteht derzeit der Verdacht, dass der Beschuldigte Malte HARTWIEG und auf dessen Veranlassung die Vermittler der dima24.de-Gruppe die Anleger bei Vertragsschluss über das Anlagerisiko und die beabsichtigte Mittelverwendung täuschten oder dass die den Gesellschaften zur Verfügung gestellten Geldmittel durch den Beschuldigten Malte HARTWIEG oder mit dessen Kenntnis und Billigung durch Dritte nachträglich unter Verletzung einer Vermögensbetreuungspflicht zweckentfremdet verwendet wurden.
Es besteht zudem der Verdacht, dass der Beschuldigte Malte HARTWIEG, um den Verkauf entsprechender Beteiligungen zu fördern, in den an die potentiellen Anleger gerichteten Prospekten als jedenfalls faktisch Verantwortlicher bewusst nachteilige Tatsachen verschwieg, die für die Entscheidung der Anleger über den Erwerb von (treuhänderischen) Beteiligungen an der jeweiligen Fondsgesellschaft oder den Erwerb der Genussrechtsbeteiligung erheblich waren.
Es bestehen derzeit Gründe für die Annahme, dass die Objekt Buchenberg GmbH & Co. KG, die Objekt Buchenberg Management GmbH und die Imperial Holding GmbH entweder vertreten durch den Beschuldigten Malte HARTWIEG oder aufgrund einer durch den Beschuldigten Malte HARTWIEG in dessen eigenem Interesse vorgenommenen Vermögensverschiebung aus den oben genannten Taten als Dritte Forderungen gegen die jeweils kontoführende Münchner Bank eG erlangten. Der Beschuldigte Malte HARTWIEG ist jeweils als wirtschaftlicher Berechtigter der Bankkonten der drei vorgenannten Gesellschaften erfasst. Er erteilte der kontoführenden Bank am 05.02.2015 der Auftrag erteilt, die auf den Bankkonten verbliebenen Gelder auf ein spanisches Bankkonto der Malanhart Investments S.L. zu überweisen.
Die Staatsanwaltschaft München I führt in der vorliegenden Strafsache neben den Ermittlungen zur Strafverfolgung zugleich ein Rückgewinnungshilfeverfahren zugunsten der durch die Straftaten Verletzten durch.
Zum Zwecke der Rückgewinnungshilfe zugunsten der durch die Straftaten Verletzten wurde mit Beschluss des Amtsgerichts München vom 06.02.2015, Az.: I GS 687/15, ein dinglicher Arrest in das Vermögen des Beschuldigten Malte Andre HARTWIEG und (bis zu dem jeweils genannten Betrag jeweils gesamtschuldnerisch mit dem Beschuldigten Malte HARTWIEG) in das Vermögen der nachfolgend genannten Nebenbeteiligten (Arrestschuldner) angeordnet:
Objekt Buchenberg GmbH & Co. KG (vormals Imperial Palais 22 GmbH & Co. KG)
Betastraße 10e, 85774 Unterföhring,
vertreten durch die Geschäftsführerin Objekt Buchenberg Management GmbH (vormals Imperial Wohnbau GmbH)
diese wiederum vertreten durch deren Geschäftsführer Malte Andre HARTWIEG
Arrestbetrag: 385.818,58 €
Objekt Buchenberg Management GmbH (vormals Imperial Wohnbau GmbH)
vertreten durch den Geschäftsführer Malte Andre HARTWIEG
Arrestbetrag: 8.781,02 €
Imperial Holding GmbH
Arrestbetrag: 18.901,50 €
In Vollziehung dieses dinglichen Arrestes wurden durch die Staatsanwaltschaft München I mit gesondertem Pfändungsbeschluss vom 06.02.2015 die jeweiligen Forderungen der Nebenbeteiligten
Objekt Buchenberg GmbH & Co. KG
Objekt Buchenberg Management GmbH
gegenüber der Münchner Bank eG, vertreten durch den Vorstand, Dienstleistungsbereich München, Richard-Strauss-Str. 82, 81679 München gepfändet. Mit Schreiben vom 06.02.2015 teilte die Drittschuldnerin mit, dass die Pfändung anerkannt werde und dass Kontoguthaben in ausreichender Höhe vorhanden sei.
Nach Beendigung der Geschäftsbeziehung zwischen der Bank und den Nebenbeteiligten erfolgte zu Gunsten des Freistaates Bayern, vertreten durch die Staatsanwaltschaft München I, eine Hinterlegung des jeweiligen Kontoguthabens beim Amtsgericht München/Hinterlegungsstelle, Pacellistrasse 5, 80315 München
unter dem Az.: 38 HL 200/15 bzgl. der Kontenpfändung betreffend die Objekt Buchenberg GmbH & Co. KG,
unter dem Az.: 38 HL 199/15 bzgl. der Kontenpfändung betreffend die Objekt Buchenberg Management GmbH,
unter dem Az.: 38 HL 198/15 bzgl. der Kontenpfändung betreffen die Imperial Holding GmbH.
Als mögliche Empfänger des hinterlegten Geldbetrages sind der Freistaat Bayern, vertreten durch die Staatsanwaltschaft München I, und die jeweilige Arrestschuldnerin verzeichnet.
Der vom Gesetz vorgesehene Ablauf sieht dabei vor, dass jeder/jede Verletzte selbst aktiv wird. Im Regelfall muss daher jeder/jede Verletzte seine/ihre eventuellen Ersatzansprüche gerichtlich geltend machen und anschließend mit Zwangsvollstreckungsmaßnahmen auf die von der Staatsanwaltschaft sozusagen stellvertretend gesicherten Vermögenswerte Zugriff nehmen. Nur dort, wo dem/der Geschädigten unmittelbar durch die Straftat ein beweglicher Gegenstand entzogen wurde und genau dieser Gegenstand von der Staatsanwaltschaft in amtlichen Gewahrsam genommen wurde (und dieser amtliche Gewahrsam noch besteht), reicht ein einfacher Herausgabeantrag nach § 111 k StPO aus.
Erfolgen keine Maßnahmen durch die Verletzten, erhält der jeweilige Arrestschuldner möglicherweise die gesicherten Vermögenswerte wieder zurück!
Die Erfolgsaussichten eines gerichtlichen Zivil- und Zwangsvollstreckungsverfahrens werden durch diese Benachrichtigung nicht berührt. Unter Umständen empfiehlt sich bereits zur Klärung der grundsätzlich vorweg anzustellenden Kosten-Nutzen-Frage (d.h. ob sich die Beschreitung des Rechtswegs auch unter Berücksichtigung der dabei anfallenden Kosten überhaupt lohnt) die Einschaltung eines Rechtsanwalts, durch den allerdings ggf. weitere Kosten entstehen. Durch die Staatsanwaltschaft und das befasste Gericht können und dürfen keine Ratschläge zum Verfahren oder weitere Auskünfte zur Werthaltigkeit und zu den Belastungen der gesicherten Vermögenswerte sowie zu den Erfolgsaussichten einer Zwangsvollstreckung gegeben werden.
Abgesehen vom oben genannten Sonderfall nach § 111 k StPO kann durch die Verletztennur im Wege der Zwangsvollstreckungauf die gesicherten Vermögenswerte Zugriff genommen werden. Dies setzt immer einen zivilrechtlichen Titel voraus. Solche Titel können Vollstreckungsbescheide, vollstreckbare Urteile oder ähnliches sein, die Vollstreckung kann, je nach Sachlage, auch aufgrund einer einstweiligen Verfügung oder eines anderweitigen dinglichen Arrests möglich sein. Unter Umständen bedarf die Zwangsvollstreckung in das gesicherte Vermögen auch noch der Zulassung durch das Gericht (§ 111g Abs. 2 StPO) und/oder eines Rangrücktritts der Staatsanwaltschaft, zu dem wiederum eine richterliche Zulassung erforderlich ist (§ 111h Abs. 2 StPO).
Das in der Zwangsvollstreckung herrschende Prioritätsprinzip gilt auch im Rückgewinnungshilfeverfahren und wird durch eine Zulassung grundsätzlich nicht verändert. Die Erfolgsaussichten für die Durchsetzung der Schadensersatzansprüche sind daher bei einem schnellen Zugriff wesentlich höher.
Die Aufrechterhaltung der staatsanwaltschaftlichen Sicherungsmaßnahmen für die Geschädigten ist zudem zeitlich begrenzt. Ein Verteilungsverfahren für die Verletzten durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht findet nicht statt. Die bloße Anmeldung einer Forderung entfaltet keinerlei Rechtswirkung. Da nicht absehbar ist, wie lange das befasste Gericht die im Interesse der Verletzten erwirkten Sicherungsmaßnahmen aufrechterhalten wird, wird dringend empfohlen, umgehend selbst tätig zu werden.
Durch die Staatsanwaltschaft können und dürfen keine Ratschläge zum Verfahren oder weitergehende Auskünfte (insbesondere zu den Erfolgsaussichten) gegeben werden. Es wird um Verständnis gebeten, dass entsprechende (schriftliche oder mündliche) Anfragen, auch zur Vermeidung erheblicher Verzögerungen im Fortgang des Ermittlungsverfahrens, unbeantwortet bleiben müssen.
Euro Grundinvest und IPF AG sammeln weiter Anlegergelder ein - oder "wie man ein totes Pferd reitet"
Seit dem 06.06.2014 gehört die Euro Grundinvest-Gruppe zur Schweizer IPF AG. Das ist nicht neu. Neu und erschreckend ist jedoch, wie die IPF AG, bzw. eine von ihr extra gegründete IPF Austria GmbH in Österreich weiter Anlegergelder einzusammeln versucht.
Dabei verweist sie in ihren Werbeunterlagen zu IPF Genussrechten mit dem Jacobi Palais in München unter anderem auf ein Bauprojekt, welches bereits im Rahmen eines Euro Grundinvest Fonds (EGI 15) vergeblich für die versprochene Rendite sorgen sollte (vgl. URL www.wm-ag.at/downloads/ipfgr.pdf).
Besonders brisant an diesem Vorgehen: Es existiert bereits eine Mitteilung der Euro Grundinvest für ihre Vertriebe, aus welcher sich ergibt, dass aus dem Jacobi Palais aufgrund „zu hoher Baukosten“ „kein Gewinn“ erwirtschaftet werden kann. Die IPF AG wird sich daher die Frage stellen müssen, wie sie sich die Renditeerwirtschaftung mit einem Bauprojekt vorstellt, dessen Unwirtschaftlichkeit sie bereits selber festgestellt hat.
Der österreichische Vertrieb, die Maierhofer AG, steht dabei übrigens in enger Verbindung mit Herrn Malte Hartwieg. So ist mit einem Anteil von 25 % dessen (inzwischen insolvente) Conquistador Invest GmbH als Aktionärin an der WM Maierhofer AG beteiligt.
Dieses Geschäftsgebaren zeigt einmal mehr, mit welchen Mitteln die Beteiligten versuchen, ihr System fortzusetzen. Anlegern der EGI-Fonds kann nur angeraten werden prüfen zu lassen, ob das durch das Landgericht München im Juni gefällte Urteil zum EGI 15 auch auf ihre eigene Beteiligung übertragbar ist.
Für Geschädigte können wir umgehend gerichtliche Maßnahmen einleiten. Über die konkrete Vorgehensweise und die Kosten informieren wir Sie gerne.
Mehr Informationen: www.roessner.de/hartwieg-euro-grundinvest
Quelle: Rössner Rechtsanwälte
14 Millionen Euro, die zur Deckung von Anlegerforderungen zur Verfügung stehen? Staatsanwaltschaft beschlagnahmt Millionen aus dem Vermögen von Malte Hartwieg
Laut Medienberichterstattung wurde das Vermögen des Finanzmaklers Malte Hartwieg von der Staatsanwaltschaft München beschlagnahmt. Damit steigt die Chance tausender Anleger, die ihr Geld dem Fondsvertrieb Dima 24 investiert haben. So auch Anleger der Euro Grundinvest Gruppe (EGI) in München. Euro Grundinvest bot Anlegern die Möglichkeit zur Beteiligung an Immobilienprojekten.
Die Fahnder, so das Handelsblatt vom 6. August 2015, werfen Hartwieg Betrug sowie weitere Straftaten vor. Hartwieg soll sich persönlich bereichert und die Anleger über die Verwendung des Geldes getäuscht haben.
Für Anleger, die in eine der mehr als 100 Firmen des Malte Hartwieg investiert haben, ist die Beschlagnahme ein Hoffnungsschimmer. Die Chancen für Anleger von Fonds der Euro Grundinvest stehen besonders gut. Hier wurde durch Rössner Rechtsanwälte am 26. Juni 2015 erstmals ein Urteil vor dem Landgericht München I zu Gunsten eines geschädigten Anlegers erstritten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Anlegern wird geraten, ihre Unterlagen zur Fondsbeteiligung zur Prüfung einem spezialisierten Anwalt zu überlassen. Diese Prüfung erfolgt auch bei Rössner Rechtsanwälte. Der Prüfung der Unterlagen folgt eine realistische Chancen-Risiko-Einschätzung durch die Euro Grundinvest-Spezialisten im Rössner-Team. Erst nach der Einschätzung der Anwälte sollten Anleger weitere Schritte vornehmen.
Rössner empfiehlt Anlegern, ihre Unterlagen zur Fondsbeteiligung rechtlich prüfen zu lassen. Wir bieten die Prüfung an. Unsere Prüfung beinhaltet eine realistische Chancen-Risiko-Einschätzung durch unsere Euro Grundinvest-Spezialisten. Nach einer solchen Prüfung können die sinnvollen weiteren rechtlichen Schritte definiert und eingeleitet werden