Source: https://www.thueringen.de/th3/vfhs/ksav/studium/pruefungen/index.aspx
Timestamp: 2019-04-21 20:58:01
Document Index: 103228395

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 17', '§ 24', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 29', '§ 30', '§ 17', '§ 36']

Die Thüringer Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Laufbahn des gehobenen nichttechnischen Dienstes in der staatlichen und kommunalen Verwaltung (ThürAPOgD) regelt das Prüfungsverfahren.
Die Zwischenprüfung wird am Ende des Grundstudiums durchgeführt und richtet sich nach den Bestimmungen des § 26 ThürAPOgD. Sie besteht aus vier schriftlichen Aufsichtsarbeiten, deren Inhalte jeweils einem der Studienfächer nach § 17 Abs. 1 Nr. 1 b bis j, Nr. 2 und 3 a APOgD zugeordnet sind und sich am Studienplan orientieren müssen.
Die Durchführung der Zwischenprüfung obliegt dem beim Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales eingerichteten Prüfungsamt (§§ 24 ff. APOgD).
Wenn drei der Aufsichtsarbeiten mindestens mit der Note "ausreichend" (5 bis 7 Punktzahlen) bewertet werden und insgesamt die Durchschnittspunktzahl 5 erreicht wird, ist die Zwischenprüfung bestanden. Die Durchschnittspunktzahl der Zwischenprüfung geht zu 5 v. H. in die Abschlussnote ein.
Die nicht bestandene Zwischenprüfung kann spätestens fünf Monate nach Abschluss des Grundstudiums und frühestens einen Monat nach Bekanntgabe des Ergebnisses einmal wiederholt werden. Dabei muss die Zwischenprüfung vollständig wiederholt werden.
In der Laufbahnprüfung ist festzustellen, ob der Anwärter die Eignung und Befähigung für die Laufbahn des gehobenen Dienstes besitzt. Die Laufbahnprüfung wird an dem Studienplan und den damit verbundenen Lernzielen ausgerichtet. Sie besteht aus einer Diplomarbeit, einer schriftlichen sowie einer mündlichen Prüfung (§ 27 APOgD).
Die Anfertigung der Diplomarbeit (§ 28 APOgD) wird im letzten Monat des Hauptstudiums begonnen und in den ersten eineinhalb Monaten des Praktikums II fortgesetzt und beendet. Einzelheiten zur Form und Veröffentlichung der Diplomarbeit legt die VFHS fest, wobei der Umfang in der Regel 30 DIN-A4-Seiten nicht unterschreiten und 50 DIN-A4-Seiten nicht überschreiten soll.
Das Thema der Diplomarbeit wird auf Vorschlag eines hauptamtlichen Dozenten der VFHS oder, falls ein solcher nicht zur Verfügung steht, von einem Lehrbeauftragten der VFHS vom Prüfungsamt bestimmt und ausgegeben. Der Anwärter hat die Möglichkeit Themenwünsche zu äußern.
Im Falle einer nicht bestandenen Diplomarbeit kann das Prüfungsamt zulassen, dass eine zweite Diplomarbeit angefertigt wird. Die Punktzahlen der Diplomarbeit gehen mit 15 v. H. in die Abschlussnote ein.
Zulassungsvoraussetzung zur schriftlichen Laufbahnprüfung (§ 29 APOgD) sind die bestandene Zwischenprüfung und das Durchlaufen der weiteren Ausbildung. Sie setzt sich aus sechs schriftlichen Aufsichtsarbeiten zusammen. Der Schwerpunkt jeweils einer der sechs Arbeiten wird aus den in § 29 Abs. 2 Nr. 1 bis 6 APOgD aufgeführten Prüfungsfächern ausgewählt.
Die Bearbeitungszeit beträgt jeweils fünf Zeitstunden. Die Arbeiten werden an aufeinander folgenden Arbeitstagen geschrieben, wobei nach zwei Arbeitstagen ein freier Tag vorgesehen ist.
Die Punktzahlen der sechs Aufsichtsarbeiten gehen mit jeweils 7 v. H. (insgesamt 42 v. H.) in die Abschlussnote ein.
Um zur mündlichen Laufbahnprüfung (§§ 30, 31 APOgD) zugelassen zu werden, müssen wenigstens vier der sechs schriftlichen Aufsichtsarbeiten mit der Note "ausreichend" bewertet worden sein. Des Weiteren darf keine der sechs Arbeiten mit "ungenügend" (0 bis 1 Punkt) bewertet worden sein.
Die Schwerpunkte der mündlichen Prüfung erstrecken sich auf vier der in § 17 Abs. 1 APOgD genannten Studienfächer. Zusätzlich können auch Fragen aus Studienfächern, die nicht Gegenstand der mündlichen Prüfung sind, gestellt werden, soweit sie mit dem Inhalt der Prüfungsfächer zusammenhängen.
Von der Prüfungskommission werden i. d. R. nicht mehr als vier Anwärter gleichzeitig geprüft. Die Prüfungsdauer sollte hierbei je Anwärter 45 Minuten nicht überschreiten. Die Durchschnittspunktzahl der mündlichen Prüfung geht mit 23 v. H. in die Abschlussnote ein.
Beträgt das Gesamtergebnis der Abschlussnote nach § 36 Abs. 1 APOgD, die Diplomarbeit und die mündliche Prüfung jeweils mindestens die Durchschnittspunktzahl fünf, ist die Prüfung bestanden.
ThürAPOgD
http://www.thueringen.de/th3/vfhs/ksav/studium/pruefungen/
Seite erzeugt am: 22.01.2013, 13:18