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Timestamp: 2020-01-23 13:15:26
Document Index: 177739631

Matched Legal Cases: ['§ 429', 'Art. 19', '§ 426', 'Art. 16', 'Art. 16', '§ 254', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 27', 'Art. 3']

BGBl. II 2007 S. 298 - Gesetz zu dem Budapester Übereinkommen vom 22. Juni 2001 über den Vertrag über die Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt... - dejure.org
BGBl. II 2007 S. 298
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BGBl. II 2007 S. 298 (https://dejure.org/2007,42957)
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Bundesgesetzblatt Jahrgang 2007 Teil II Nr. 8, ausgegeben am 22.03.2007, Seite 298
vom 17.03.2007
07.11.2006 BT Grenzüberschreitende Beförderung von Gütern auf Binnengewässern
Zu ersetzen ist im Falle der Beschädigung in Parallele zu § 429 Abs. 2 Satz 1 HGB (Denkschrift, BR-Drs. 563/06, S. 42;… Koller, a.a.O., Art. 19 CMNI Rz. 3) der Betrag, um den der Wert des beschädigten Gutes gemindert worden ist.
Binnenschifffahrt: Haftungsmaßstab und Entlastungsbeweis des Hauptfrachtführers …
Anders als § 426 HGB stelle Art. 16 Abs. 1 CMNI nicht auf den idealen Frachtführer ab, sondern lasse die Beachtung allgemeiner Sorgfaltspflichten ausreichen, wie es sich auch aus der Denkschrift (BR-Drucksache 563/06, S. 40, Anlage BB 1 der Beklagten) ergebe.
Dem Frachtführer wird damit der Entlastungsbeweis im Vergleich zum deutschen allgemeinen Transportrecht erleichtert (Denkschrift des Bundesrates, BR-Drucksache 563/06, S. 40, vorgelegt als Anlage BB 1 der Beklagten;… vgl. auch MünchKomm-Otte, a.a.O., Art. 16 CMNI Rz. 7ff.).
OLG Nürnberg, 14.02.2018 - 12 U 1435/17
Anwendung des Budapester Übereinkommens über den Vertrag über die …
Die Regelung ist Ausdruck des in § 254 BGB verankerten Gedankens, dass im Falle eines Mitverschuldens die Ersatzpflicht des an sich Haftpflichtigen davon abhängt, inwieweit der Schaden von dem anderen Teil verursacht worden ist (vgl. BR-Drs. 563/06, S. 36 f.).
Diese Grundsätze sind auch bei der Beurteilung der Schadensminderungspflicht der Klägerin im Anwendungsbereich der CMNI heranzuziehen (vgl. BR-Drs. 563/06, S. 36 f.).
Selbst wenn man dies bezüglich der Schiffsqualität anders sehen wollte, gilt das CMNI als internationales Übereinkommen, bei dem es sich um nach Ratifikation durch Gesetz vom 17.03.2007 (BGBl. II S. 298) zwar um innerdeutsches, aber nicht um unmittelbar staatliches Recht i. S. von Art. 3 Abs. 1 Rom I VO handelt, jedenfalls aufgrund materiellrechtlicher Verweisung im Rahmen des dann gemäß Art. 3 Abs. 1 Satz 1 Rom I -VO in beiden Frachtverträgen seinerseits wirksam vereinbarten anzuwendenden niederländischen Transportrechts, wobei das Einheitsrecht lediglich zwingende Vorschriften des anzuwendenden Rechts nicht verdrängt (…vgl. Ferrari, Internationales Vertragsrecht, 2. Aufl. 2012, Rom I VO, Art. 3., Rz. 19, MünchKomBGB/Martiny, 6. Aufl. 2015, Rom I VO, Art. 3, Rz. 31;… anders wohl OLG Jena, OLGReport 1999, 4, Juris-Rz. 130 noch zu Art. 27 Abs. 1 EGBGB für die Vereinbarung des CISG bei anwendbarem tschechischen Recht: unmittelbar anwendbar).
Zwar ist das vom 17.03.2007 stammende deutsche Vertragsgesetz zum CMNI - das "Gesetz zu dem Budapester Übereinkommen vom 22.06.2001 über den Vertrag über die Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt (CMNI)" (BGBl. II 2007, 298, Anlage G&G 1, Blatt 281 d.A.) - gemäß Art. 3 Abs. 1 dieses Gesetzes bereits vor dem Schadensfall, nämlich am 23.03.2007, in Kraft getreten.