Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20R%2058/06
Timestamp: 2019-07-17 08:16:01
Document Index: 148346959

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 6', '§ 8', '§ 3', '§ 6', '§ 8', '§ 6', '§ 3', '§ 8', '§ 8', '§ 730', '§ 731', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 74', '§ 5', '§ 6', '§ 3', '§ 6', '§ 74', '§ 3']

BFH, 11.06.2008 - II R 58/06 - dejure.org
BFH, 11.06.2008 - II R 58/06
https://dejure.org/2008,1551
BFH, 11.06.2008 - II R 58/06 (https://dejure.org/2008,1551)
BFH, Entscheidung vom 11.06.2008 - II R 58/06 (https://dejure.org/2008,1551)
BFH, Entscheidung vom 11. Juni 2008 - II R 58/06 (https://dejure.org/2008,1551)
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GrEStG § 3 Nr. 4, § 6 Abs. 1, § 8 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2
Keine Grunderwerbsteuerbefreiung, wenn ein Grundstück aus der Gesamthand unmittelbar der Ehefrau eines Gesamthänders übertragen wird
GrEStG § 3 Nr. 4 § 6 Abs. 1 § 8 Abs. 2 S. 1 Nr. 2
Berechnung der Grunderwerbsteuer im Falle einer Veräußerung eines im Vermögen einer Personengesellschaft befindlichen Grundstücks an einen Gesellschafter und dessen Ehegatten; Zulässigkeit einer Steuerbefreiung des Ehegatten nach § 6 Abs. 1 i.V.m. § 3 Nr. 4 Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG)
Grunderwerbsteuer: Aufgepasst bei Erbauseinandersetzungen
Umfang der Grunderwerbsteuerbefreiung bei Übertragung eines Grundstücks
Übertragung eines Grundstücks auf einen Gesamthänder und dessen Ehefrau
Steuerbefreiung bei Übertragung eines Grundstücks einer Personengesellschaft auf einen Gesellschafter und dessen Ehefrau zu Miteigentum
Kurznachricht zu "Anmerkung zum BFH vom 11.6.2008, Az.: II R 58/06 (Grunderwerbsteuer bei Erwerb auf gesellschaftsvertraglicher Grundlage)" von Vors. RiFG Ulrich Krömker, original erschienen in: ErbStB 2008, 291 - 292.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 11.06.2008, Az.: II R 58/06 (Grunderwerbsteuer bei Erwerb auf gesellschaftsvertraglicher Grundlage)" von VorsRiFG Ulrich Krömker, original erschienen in: EStB 2008, 358 - 359.
FG Düsseldorf, 12.09.2006 - 3 K 5051/04
FG Düsseldorf, 18.09.2006 - 3 K 5051/04
(2) Soweit der Senat nach Ergehen des BVerfG-Beschlusses in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192 von der Anwendbarkeit des § 8 Abs. 2 GrEStG jedenfalls für vor dem 1. Januar 2009 verwirklichte Erwerbsvorgänge ausgegangen war (…BFH-Urteile in BFH/NV 2008, 1526, und vom 11. Juni 2008 II R 58/06, BFHE 222, 87, BStBl II 2008, 879), hält er daran nicht mehr fest.
Der Bundesfinanzhof (BFH) ist zwar nach Ergehen des BVerfG-Beschlusses in BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192 von der Anwendbarkeit des § 8 Abs. 2 GrEStG jedenfalls für vor dem 1. Januar 2009 verwirklichte Erwerbsvorgänge ausgegangen (…BFH-Urteile vom 9. April 2008 II R 32/06, BFH/NV 2008, 1526, und vom 11. Juni 2008 II R 58/06, BFHE 222, 87, BStBl II 2008, 879).
Dies ist auch der Fall, wenn ein Grundstück im Zuge der Auflösung einer GbR (§ 730 BGB) aufgrund einer von den gesetzlichen Regelungen über die Auseinandersetzung abweichenden Vereinbarung i.S. des § 731 BGB auf einen oder mehrere Gesellschafter übergeht (BFH-Urteil vom 11. Juni 2008 II R 58/06, BFHE 222, 87, BStBl II 2008, 879;… Viskorf in Boruttau, Grunderwerbsteuergesetz, 17. Aufl., § 8 Rz 76;… Hofmann, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 9. Aufl., § 8 Rz 43;… Pahlke in Pahlke/Franz, Grunderwerbsteuergesetz, Kommentar, 4. Aufl., § 8 Rz 64) und damit der Erwerber statt seines Anteils am Liquidationserlös das Grundstück erhält.
Zu diesem Zweck ist --falls sich der Rechtsfehler erst im Revisionsverfahren herausstellt-- die Vorentscheidung aufzuheben und die Sache an das FG mit der Maßgabe zurückzuverweisen, das Verfahren gemäß § 74 FGO auszusetzen, um den Finanzbehörden die Gelegenheit zu geben, den fehlenden Grundlagenbescheid nachzuholen (BFH-Urteil in BFHE 222, 87, BStBl II 2008, 879, m.w.N.).
Insoweit gelten für § 5 GrEStG dieselben Grundsätze wie für § 6 GrEStG (vgl. dazu BFH-Urteile vom 11. Juni 2008 II R 58/06, BFHE 222, 87, BStBl II 2008, 879, und vom 16. Januar 2013 II R 66/11, BFHE 240, 191, Rz 20).
Die allgemeine Steuervergünstigung des § 3 Nr. 4 GrEStG für Grundstückserwerbe durch den Ehegatten findet im Rahmen des § 6 GrEStG entsprechende Anwendung (z.B. BFH-Urteile vom 11. Juni 2008 II R 58/06, BFHE 222, 87, BStBl II 2008, 879; vom 16. Januar 2013 II R 66/11, BFHE 240, 191, BStBl II 2014, 266).
Nach der Rechtsprechung des BFH ist es regelmäßig geboten und zweckmäßig, dass das FG den Streit über die Rechtmäßigkeit des Folgebescheids aussetzt, wenn ein Grundlagenbescheid erst noch ergehen muss (vgl. BFH-Urteil vom 11. Juni 2008 II R 58/06, BFHE 222, 87, BStBl II 2008, 879, unter II.2.a, m.w.N.; Brandis in Tipke/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, § 74 FGO Rz 12).
Nach der ständigen Rechtsprechung des BFH kann die Rechtswidrigkeit eines Folgebescheids (hier: Schenkungsteuerbescheid) durch Erlass der fehlenden Grundlagenbescheide (hier: Bescheide über die gesonderte Feststellung von Grundbesitzwerten) nachträglich beseitigt werden (vgl. BFH, Beschluss vom 02.12.2003 II B 76/03, BStBl II 2004, 204 unter Hinweis auf BFH…, Urteil vom 29.04.1987 I R 167/83, BFH/NV 1983, 629 unter B.4.; ebenso BFH, Urteil vom 11.06.2008 II R 58/06, DStR 2008, 1784).
b) Bei Erwerben von einer Gesamthand oder durch eine Gesamthand sind die für die Befreiungen nach § 3 GrEStG relevanten persönlichen Eigenschaften der Gesamthänder quotenmäßig in dem Ausmaß zu berücksichtigen, in dem der betreffende Gesamthänder am Vermögen der Gesamthand beteiligt ist (BFH-Urteil vom 11.06.2008 II R 58/06, BFHE 222, 87, BStBl II 2008, 879; FG Hamburg, Beschluss vom 31.01.1996 II 4 /95, EFG 1996, 389).
FG Köln, 27.02.2013 - 4 K 1543/09
Gesellschaftsrechtliche Auseinandersetzung erfolgt nicht im Rahmen des …