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Document Index: 163497160

Matched Legal Cases: ['§ 47', '§ 45', '§ 47', '§ 53', '§ 27', '§ 46', '§ 59', '§ 71', '§ 71']

April 2013 | Kriminologische Gesellschaft (KrimG)
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Verfasst von krimg am 22. Januar 2014 - 15:40
Auf „angeklagte“ Personen bezogene rechtskräftige oder sonst endgültige Entscheidungen der Strafgerichte in Deutschland 2011
Bezeichnung der Erledigungsart bzw. der Erledigungsnorm(en)
1) Abgeurteilte (durch Urteil, Strafbefehl oder Einstellungsbeschluss) 849.850
2) Einstellung des Verfahrens (ohne Maßregeln) im Allgemeinem Strafverfahren 116.308
3) Einstellung des Verfahrens (ohne Maßregeln sowie ohne Einstellung gemäß § 47 JGG) im Jugendstrafverfahren 5.480
4) Freispruch (ohne Maßregeln) im Allgemeinen Strafverfahren 26.898
5) Freispruch (ohne Maßregeln) im Jugendstrafverfahren 3.900
6) Absehen von der Verfolgung durch den Jugendstaatsanwalt nach Verhängung einer Maßnahme durch den Jugendrichter § 45 III JGG 5.385
7) Einstellung des Verfahrens nach durch den Jugendrichter § 47 JGG 41.925
8) Schuldspruch mit Überweisung an Vormundschafts-oder Familienrichter § 53 JGGG 64
9) Schuldspruch mit Aussetzung der Verhängung der Jugendstrafe § 27 JGG 2.382
10) Schuldspruch mit Absehen von Strafe (§ 46a, 60, 173 III, 174 IV, 199 StGB) 329
11) Verwarnung mit Strafvorbehalt § 59 StGB 8.242
12) Selbständige Anordnung von Maßregeln § 71 StGB im Allgemeinen Strafverfahren 632
13) Selbständige Anordnung von Maßregeln § 71 StGB im Jugendstrafverfahren 64
14) Freispruch mit Anordnung von Maßregeln im Allgemeinen Strafverfahren 43
15) Verurteilte 705.640
Alle von Strafgerichten im Jahr 2011 „behandelte“ Personen mit rechtskräftiger bzw. sonst endgültiger Entscheidung ihres Falles (Summe aus Kategorien 1, 6, 9 und 11) 865.859
*Vermerk 1: Zähleinheit sind die von einer jeweiligen Entscheidung betroffenen Personen, daher kann es ggf. zu einer Mehrfachzählung im Lauf des Jahres kommen, falls jemand in verschiedenen Verfahren „behandelt“ wird.
*Vermerk 2: In der Zahl der „Abgeurteilten“ sind die Entscheidungen der Kategorien 2-5, 7, 8, 10, 12-15 enthalten.
*Quelle: Eigene Tabelle KrimG-Geschäftsstelle (Kerner), nach den Ausgangsdaten in: Strafverfolgungsstatistik 2011 (Statistisches Bundesamt, Fachserie 10, Rechtspflege, Reihe 3, Strafverfolgung 2011, Wiesbaden 2012) Tabelle 2.2
Ein Forschungsschwerpunkt in der Schweiz seit dem Jahr 2006:
Interdisziplinäre Forschung zum Justizvollzug an der Universität Freiburg i.Ü /Fribourg
Seit 2006 ist an der Universität Freiburg i.Ü. (Schweiz), am Studienbereich Soziologie, Sozialpolitik und Sozialarbeit sukzessive ein Forschungsschwerpunkt auf dem Gebiet des Justizvollzugs (Freiheitsentzug, Straf- und Massnahmenvollzug) aufgebaut worden.
Im Zentrum der Forschungstätigkeit stehen Projekte der Grundlagen- und Auftragsforschung, welche durch Drittmittel finanziert werden.
Bisher wurden unter anderem Fragen von Infektionskrankheiten und Drogenkonsum im Justizvollzug, der ärztlichen Praxis im Kontext des Strafvollzugs, des alltäglichen Umgangs mit Sicherheit im geschlossenen Strafvollzug wie auch die Einführung von Arbeitsagogik in einer offenen Vollzugsanstalt und die Einführung von Basisbildung bearbeitet.
Die Forschenden orientieren sich an der Praxis der im Strafvollzug eingebundenen Akteursgruppen sowie an den strukturellen Rahmenbedingungen und situieren diese auch in historischen Prozessen. Diese Forschung verbindet qualitative und quantitative methodische Zugangsweisen.
Näheres unter der folgenden URL: http://prisonresearch.ch/
Die Jugendkriminalität wird immer schlimmer – oder vielleicht doch nicht?!
Eine aktuelle Bestandsaufnahme aus Kanada
Näheres ist nachzulesen in dem Aufsatz von:
Peter J. Carrington:
Trends in the Seriousness of Youth Crime in Canada, 1984-2011
Trends in the seriousness of youth crime in Canada from 1984 to 2011 are assessed by analysing changes over time in the mix of offences for which young people have been reported by police as chargeable.
Four indicators of seriousness are used: Statistics Canada crime =
seriousness weights,
the proportion of youth accused of an indictable offence,
a fivefold classification of offences; and
a selection of high volume offences.
All four analyses clearly indicate a substantial downward trend over the period in the overall seriousness of police-reported youth crime.
The decline in seriousness is mainly due to a very large decrease in the proportion of youth accused of the serious offence of “break and enter” and a correspondingly large increase in the proportion accused of the minor offences of “common assault”, “cannabis possession”, and offences against the administration of justice.
The proportion of chargeable youth accused of major offences against the person has increased substantially relative to its level in 1984, but it remains low compared to property and other offenders. Thus, reported youth crime in Canada has become proportionally more violent but less serious overall.
Source: Canadian Journal of Criminology 55 (2), April 2013, Pp. 293-314.
(Online DOI: 10.3138/cjccj.2012.E25)
http://utpjournals.metapress.com/content/rg136p1722q16861/?p=5874ce0a265...
Hängt das Vertrauen der Bürger in die Justiz von deren „Strafhärte“ gegen Verurteilte ab?
Eine aktuelle Studie aus Kanada widerlegt erneut und überzeugend die in vielen Staaten verbreitete Ansicht
Jane B. Sprott, Cheryl Marie Webster, Anthony N. Doob:
It is frequently suggested that Canadians would have more confidence in the courts, in criminal sentences, and in the justice system more generally if sentences were harsher.
Taking advantage of the fact that there is variation across provinces in sentencing practices, this
paper demonstrates that there is essentially no relationship between the punitiveness of a province's courts and that province's residents' views of courts, sentences, and the justice system.
Source: Canadian Journal of Criminology 55 (2), April 2013, Pp. 279-292.
(Online DOI: 10.3138/cjccj.2012.E.27)
http://utpjournals.metapress.com/content/2l53765jl7kq4787/?p=5874ce0a265...
Nutzen die Bürgerinnen und Bürger den Opfernotruf in nennenswertem Umfang?
Eine positive Meldung dazu aus dem österreichischen Bundesministerium für Justiz
Opfer-Notruf im Jahr 2012: Unterstützung für Opfer von Straftaten – Rund um die Uhr
Auch im Jahr 2012 wurde der Oper-Notruf des Bundesministeriums für Justiz häufig in Anspruch genommen. Es gingen 12.150 Anrufe beim Opfer-Notruf ein (im Jahr 2011: 12.033).
Im Schnitt wurden täglich rund 30 Gespräche geführt, pro Monat gab es mehrere Spitzentage mit 50 - 80 Gesprächen.
Im Berichtsjahr waren 59% der anrufenden Personen Frauen und 41% Männer.
Meist sind die AnruferInnen selbst Opfer einer Straftat (im Jahr 2012 68% der AnruferInnen), ca. 13% waren Angehörige von Opfern.
Die restlichen 19% verteilten sich auf allgemein Ratsuchende, AnruferInnen von anderen Institutionen, ArbeitgeberInnen von Opfern und - in geringem Ausmaß - Angehörige von Beschuldigten und Beschuldigte selbst.
Die meisten Anrufe betrafen strafbare Handlungen gegen Leib und Leben (25%) und strafbare Handlungen gegen fremdes Vermögen (21%)
Leistungen des Opfer-Notrufs
Der Opfer-Notruf bietet folgende Leistungen:
umfassende anonyme und vertrauliche Beratung
Kompetente Information über passende Beratungs- und Betreuungseinrichtungen der Opferhilfe in ganz Österreich
auf Wunsch die Herstellung einer direkten Verbindung zur entsprechenden Beratungs- und Betreuungseinrichtung
Praktische Unterstützung und Hilfe bei der Auswahl umsetzbarer Maßnahmen
Information über Institutionen, die Ihnen psychosoziale und juristische Prozessbegleitung anbieten
Nähere Informationen zum Opfer-Notruf, der im Auftrag des Justizministeriums vom Weißen Ring betrieben wird, finden Sie auf dessen eigener Homepage
unter (http://www.opfer-notruf.at/).
Telefonisch ist der Notruf rund um die Uhr unter der Nummer: 0800-112-112 erreichbar.
Weitere Anfragen oder Rückfragen beantwortet: Mag. Dagmar Albegger, Ressortmediensprecherin, Bundesministerium für Justiz, Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit, Bürgerservice und Statistik
Mobil: 0676/898912138
(Quelle: Pressemitteilung vom 28. März 2013)
Ein Bericht in Spiegel-Online vom 1.4.2013, mit Hyperlinks zur Los Angeles Times:
Elektronische Fußfessel in den USA
Technikpannen in Kalifornien bei der Straftäter-Überwachung mit bestimmtem Gerätetyp
"Akku-Probleme, Ausfälle wegen Alufolie, falsche Positionsangaben:
In einem teilweise veröffentlichten Test sieht die kalifornische Gefängnisaufsicht eine bestimmte elektronische Fußfessel als "Gefahr für die Öffentlichkeit".
Die Geräte waren vier Jahre lang im Einsatz."
"Die kalifornische Gefängnisverwaltung tauscht im April 2012 überraschend die elektronischen Fußfesseln von 4000 verurteilten Straftätern gegen Geräte eines anderen Herstellers aus.
Nun wird klar, wie es zu dieser Hauruck-Aktion kam." ...........
[KrimG: Weiter im Original unter: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/elektronische-fussfessel-kaliforn...
Neuer „Victims Code“ für Kriminalitätsopfer in England & Wales
Ein aktueller Konsultationsvorschlag des englischen Justizministeriums
„Opferministerin“ Helen Grant fasste die wesentlichen, öffentlich zur Diskussion gestellten, Punkte zur geplanten weiteren künftigen Verbesserung der Opferrechte im Strafverfahren in einer öffentlichen Erklärung vom 29. März wie folg zusammen:
[Guaranteed support for victims of crime]:
Victims of crime will now be able to hold the criminal justice system to account for the support it provides and be backed by a clear set of entitlements thanks to a statutory new Victims Code, Victims’ Minister Helen Grant announced today.
A simple new Code – written for victims rather than the ‘System’ for the first time - has today been put out to consultation to ensure it gives victims what they need. It tells people what they can expect from the moment they report a crime to the end of a trial, and who to demand help from if it is not provided. The Code will also ensure extra support for victims of the most serious crimes and offer specialist help to young victims.
Make sure victims of the most serious crime, the most persistently targeted victims or the most vulnerable/intimidated victims receive extra help and support - including pre-trial therapy and counselling and access to support services to help them cope and recover.
Give victims a louder voice. For the first time it will provide all the information needed for a victim to tell the court about the effect a crime has had by providing a Victim Personal Statement. Victims who give Personal Statements report this helps them immensely, but previously information about how to give one was provided on an ad hoc basis which saw very low take-up rates. The Code will tackle this postcode lottery and incentivise much better use across England and Wales.
Be written for victims, not the system, to make sure they receive all the help and support they deserve, every step of the way.
Ensure a right to redress by making all criminal justice agencies have a clear, accessible complaints system to deal with problems quickly and properly and point victims in the direction of the Parliamentary and Health Services Ombudsman where further action is needed.
Provide a specialist support and advice designed to help young (under 18) victims of crime and their guardians so they are better prepared for what to expect from the criminal justice system.
Now all victims are automatically offered support once they have experienced a crime, but in 80 per cent of cases victims don’t want this. For instance, someone who has their phone stolen from their bag probably doesn’t want to be referred for help. Instead we now propose automatically offering help to those who most need it, such as victims of the most serious crimes. However any victim of any crime continues to have an entitlement to support and will be able to get help if they want it.
Weiterer Text unter:
http://www.justice.gov.uk/news/press-releases/moj/guaranteed-support-for...
Die Homepage der „Consultation“ mit Online-Survey steht unter:
https://consult.justice.gov.uk/digital-communications/code-victims-crime
Consultation, 408.0 kB (PDF document)
Draft Code of Practice for victims of crime, 1.0 MB (PDF document)
Equalities statement, 50.4 kB (PDF document)
Impact assessment, 378.8 kB (PDF document)
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