Source: http://www.luenen.de/buergerservice/wohnen-soziales/mietwertspiegel.php
Timestamp: 2018-04-23 13:23:45
Document Index: 7281898

Matched Legal Cases: ['§ 558', '§ 558', '§ 559', '§ 560', '§ 558', '§ 16']

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4. Mietwerttabelle
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• Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Lünen e.V., Geschäftsstelle Lünen, Yorckstr.25, 44536 Lünen, Tel.: 0231 876313, Fax: 0231 8779066,
• DMB Mieterbund Dortmund e.V., Mieterschutzverein, Geschäftsstelle Lünen, Dortmunder Str. 32 (Eingang: Moltkestr.), 44536 Lünen, Tel.: 02306 259684, Fax: 02306 259702,
• Mieterverein Dortmund und Umgebung e.V., Geschäftsstelle Dortmund, Kampstraße 4, 44137 Dortmund, Tel.: 0231 5576560, Fax: 0231 55765616,
• der Arbeitsgemeinschaft der Lüner Wohnungsunternehmen
• und der Stadt Lünen, Abteilung Wohnen und Soziales, Willy-Brandt-Platz 1, 44532 Lünen, Tel.: 02306 1041650, Fax: 02306 9280416.
1.1 Die Angaben des neu gebildeten Mietwertspiegels entsprechen dem Stand vom 01.06.2015.
Die Tabellenwerte des Mietwertspiegels sind das Ergebnis der Umfrage, die auf dem Woh­nungsmarkt in Lünen durchgeführt wurde sowie einer Anhebung aufgrund der statisti­schen Daten des Landes Nordrhein-Westfalen.
Der Mietwertspiegel hat eine Laufzeit bis zur Erstellung eines neuen Mietwertspiegels.
1.2 Die Angaben des Mietwertspiegels sollen eine „Übersicht" über die üblichen Entgelte - ortsübliche Mieten - im Sinne von § 558 c Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) bilden.
Der Mietwertspiegel ist eine Orientierungshilfe, die es den Mietpartnern ermöglichen soll, die Miethöhe im Rahmen ortsüblicher Entgelte unter Berücksichtigung von Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage der Wohnung eigenverantwortlich zu vereinbaren.
1.3 Das Verfahren bei Mieterhöhungen für nicht preisgebundenen Wohnraum ist in den §§ 558, 558 a und 558 b BGB geregelt. Der Vermieter kann vom Mieter die Zustimmung zur Mieterhöhung unter Beachtung der gesetzlichen Fristen verlangen,
a) wenn die Miete in dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit 15 Monaten unverändert ist. Das Mieterhöhungsverlangen kann frühestens ein Jahr nach der letzten Mieterhöhung geltend gemacht werden (ausgenommen Mieterhöhungen nach Modernisierung (§ 559 BGB), Erhöhung der Betriebskosten (§ 560 BGB)) und
Der § 558 a BGB lässt zu, dass eine Mieterhöhung - abgesehen von Vergleichsobjekten und Sachverständigengutachten - auch auf örtliche Mietübersichten (Mietwertspiegel) gestützt werden kann.
Die ortsübliche Miete beinhaltet in Lünen neben dem Entgelt für die Nutzung der Wohnung auch das Entgelt für die durch den bestimmungsgemäßen Gebrauch einer Wohnung laufend entstehenden anteiligen Bewirtschaftungskosten; diese sind:
Nicht enthalten sind die Betriebskosten gemäß der Verordnung über die Aufstellung von Betriebskosten (Betriebskostenverordnung-BetrKV) vom 25. November 2003. Das sind im Wesentlichen:
Es werden 8 Baualtersklassen unterschieden. Maßgebend ist der Zeitpunkt der Errichtung des Gebäudes, in dem die Mietwohnung liegt, bzw. die Fertigstellung der neu errichteten Wohnung gem. § 16 Abs. 1 WoFG
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat am 05. September 2012 eine Punktetabelle zur Ermittlung des Modernisierungsgrades für Wohngebäude herausgegeben (Sachwertrichtlinie - SW -RL, Anlage 4). Diese Richtlinie wird entsprechend angewendet.
Für die Einordnung ist die Grundausstattung der Wohnung (Heizung, Bad, WC) ent­scheidend. Unter dem verwendeten Begriff Sammelheizung ist eine Zentral-, Etagen- oder Nachtstromspeicherheizung zu verstehen. Vorausgesetzt wird die Ausstattung der Wohnung mit isolierverglasten Fenstern bzw. Doppelfenstern.
Die Mietspannen in den einzelnen Rubriken erklären sich aus Wohnwertunterschieden, die durch die Merkmalsgliederung im Mietwertspiegel nicht erfasst sind. Diese können sich z. B. aus der Qualität der Ausstattung, der Beschaffenheit und der Lage der Wohnung im Gebäude ergeben.
Die Tabellenwerte beziehen sich auf Normalwohnungen mit 41 bis 99 m² Wohnfläche; sie gelten nicht für Einfamilienhäuser. Die m²-Mieten für Kleinwohnungen unter 41 m², ins­besondere für die Appartements, liegen in der Regel über den in der Mietwerttabelle angegebenen Werten, Wohnungen über 99 m² werden dagegen in der Regel zu geringeren m²-Mieten überlassen. Die Zu- und Abschläge sind wie folgt bemessen, wobei geringfügige Abweichungen unberücksichtigt bleiben können:
41-99 m² ab 100 m²
Abschlag + 10 % 0 % ./. 10 %
Die ausgewiesenen Mietpreise gelten für das gesamte Stadtgebiet und gehen davon aus, dass die überwiegende Mehrzahl der Wohnungen sich in normalen Wohnlagen ohne besondere Vor- oder Nachteile befinden. Zu- bzw. Abschläge bei Spitzen- oder beeinträchtigten Wohnlagen sind möglich.
Mit Sammelheizung / mit Bad und Endenergiebedarf lt. Energieausweis von 111-199 kWh/(m²a) Endenergiebedarf lt.
unter 111 kWh/(m²a) Endenergiebedarf lt.
über 200 kWh/(m²a) Mit Sammel-heizung / ohne Bad oder ohne Sammelheizung / mit Bad
bis Baujahre
Energiebedarf lt. Energieausweis unter 111 kWh/(m²a)
bis 20.06.1948
Mittelwert Ziffer 3
4,15 € - 4,65 €
3,85 € - 4,35 €
4,65 € - 5,15 €
21.06.1948 - 31.12.1965
Mittelwert Ziffer 3 4,55 € - 5,05 €
3,70 € 5,05 € - 5,55 €
01.01.1966 - 31.12.1984
4,95 € - 5,45 €
5,05 € - 5,55 €
5,75 € - 6,25 €
01.01.1985 - 31.12.1991
Mittelwert Ziffer 3 5,65 € - 6,15 €
5,35 € - 5,85 €
01.01.1992 - 31.12.2002
Mittelwert Ziffer 3 6,25 € - 6,75 €
6,35 € - 6,85 €
6,95 € - 7,45 €
7,65 € - 8,15 €
8,25 € - 8,75 €
Mietwertspiegel, gültig ab 01.06.2015
Abteilungsleiterin Beate Lötschert