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Timestamp: 2017-07-25 17:09:28
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Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 42', '§ 43', '§ 62', '§ 1', '§ 22']

51a49685%2Fa9f04f70cdf6ed696f9c67e6892fd4a2e6b14ee8%2FManagement+f%C3%BCr+W%C3%B6lfe+in+Sachsen-Anha by Canis Lupus - issuu
Magdeburg, d. 13.10.2008Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-AnhaltInhalt
Einleitung ...............................................................................................................................3
Rechtliche Situation, Schutzstatus .........................................................................................3
Bestandssituation und Perspektiven.......................................................................................5
Ziele und Grundsätze .............................................................................................................6
Organisation und Umsetzung eines Wolfsmanagements .......................................................7
Monitoring und fachliche Begleitung.......................................................................................7
Schadensprävention ..............................................................................................................8
Schadensbegutachtung und -kompensation.........................................................................10
Kontrolle von erhebliche Schäden verursachenden Wölfen..................................................10
Wolf und Jagdausübung.......................................................................................................11
Lebensraum und Habitatvernetzung.....................................................................................11
Öffentlichkeitsarbeit..............................................................................................................12
Zusammenfassender Maßnahmeplan für Sachen-Anhalt.....................................................13
Literatur................................................................................................................................14
Anhang 1 - Potenzielle Lebensraumeignung ........................................................................15
Anhang 2 - Maßnahmen zum Schutz von Nutztieren ...........................................................16
Anhang 3 - Verhaltensmaßregeln zur Spurensicherung .......................................................17
Anhang 4 - Meldestrukturen und Adressen ..........................................................................18Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
-2-Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-AnhaltEinleitung
Der Wolf (Canis lupus) gilt bislang in Sachsen-Anhalt noch als ausgestorben. Wiederholte
Einzelnachweise während der letzten einhundert Jahre legen nahe, dass Wölfe zumindest
gelegentlich nach Sachsen-Anhalt einwandern bzw. das Land durchwandern.
In Anbetracht der Wolfsansiedlungen in den benachbarten Bundesländern Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie neuerer Nachweise in den Bundesländern
Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen und auch Bayern ist im Zuge der natürlichen
Ausbreitung auch mit einer Wiederbesiedlung des Gebietes von Sachsen-Anhalt zu rechnen.
Auf Grund der hohen Sensibilität bei Bevölkerung und Landnutzern sowie der damit einhergehenden politisch bedeutsamen Öffentlichkeitswirkung ist eine Bereitstellung von Handlungsrichtlinien für den Umgang mit diesem Großraubtier sinnvoll und erforderlich. Die vorliegende Leitlinie für Sachsen-Anhalt stützt sich dabei auf die Erfahrungen in den Bundesländern Sachsen, Brandenburg und Niedersachsen. Gleichwohl können diese Erfahrungen
und die daraus gezogenen Konsequenzen nicht deckungsgleich auf das Land SachsenAnhalt übertragen werden. Eine landesspezifische Ausarbeitung und Abstimmung mit betroffenen Behörden, Landnutzern, Interessenvertretern und der Bevölkerung ist erforderlich.
In Anbetracht der hohen Relevanz dieser Thematik für Öffentlichkeit und Politik und insbesondere der mit besonderer Emotionalität geführten Diskussionen sind Zuständigkeiten sowie Informationswege festzulegen. Am Anfang steht zweifellos die Klärung der gegenwärtigen Bestandssituation des Wolfes in Sachsen-Anhalt, um eine sachliche Information der
Öffentlichkeit auf Grundlage gesicherter Kenntnisse zu ermöglichen.
Diese Leitlinie ist entsprechend den gemachten Erfahrungen kontinuierlich fortzuentwickeln.Rechtliche Situation, Schutzstatus
Der Wolf unterliegt seit dem 24.4.1977 dem erstmaligen Schutz nach einem rechtlich bindenden Regelwerk. Während die Art bereits seit dem 31.8.1980 in der Bundesrepublik
Deutschland als geschützt ausgewiesen wurde, galt sie in der DDR als jagdbar und war ab
1984 ganzjährig zum Abschuss freigegeben. Erst mit der Vereinigung Deutschlands kam
dem Wolf der höchste Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG)1 zuteil und wurde er gänzlich aus dem Jagdrecht, in dem ihn einige Bundesländer bis Ende 1990 auf Landesebene führten, gestrichen.1Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege vom 25. März 2002.
-3-Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-AnhaltDie mitteleuropäischen Populationen des Wolfes unterliegen gegenwärtig nachstehenden
internationalen Rechtsvorschriften:
-Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA),2
3Anhang II-EG Verordnung 338/97Anhang A-FFH Richtlinie 92/43/EWG4Anhang II; prioritäre Art-FFH Richtlinie 92/43/EWGAnhang IV-5Berner KonventionAnhang IIDas Washingtoner Artenschutzübereinkommen und die EG-Handelsverordnung 338/97 enthalten maßgebliche Vorschriften zum Handel mit den ihnen unterliegenden Arten. Demnach
unterliegt der Wolf einem Vermarktungsverbot, von dem nur unter bestimmten Voraussetzungen abgewichen werden darf.
Aus dem Status als Art des Anhangs II der FFH-Richtlinie folgt, dass für den Wolf besondere
Schutzgebiete auszuweisen sind. Da zum Zeitpunkt der NATURA 2000-Meldungen keine
etablierten Ansiedlungen in Sachsen-Anhalt bekannt waren, wurde kein FFH-Gebiet für den
Wolf gemeldet.
Als Art des Anhanges IV der FFH-Richtlinie unterliegt der Wolf weiterhin, unabhängig vom
Vorhandensein oder Nichtvorhandenseins eines für diese Art gemeldeten Schutzgebietes,
den strengen Regelungen des Artikels 12 der FFH-Richtlinie. Danach sind „...alle absichtlichen Formen des Fangs oder der Tötung...“, sowie „...jede absichtliche Störung dieser Arten…“ und „...jede Beschädigung oder Vernichtung der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten...“
Die Umsetzung in das deutsche Recht erfolgt durch das Bundesnaturschutzgesetz.
Da die Art sowohl in Anhang A der EG-Handelsverordnung zum Schutz wildlebender Tierund Pflanzenarten als auch im Anhang IV der FFH-Richtlinie enthalten ist, gilt sie als streng
geschützt (§ 10 Abs. 2 Nr. 11 BNatSchG). Weiterhin gelten die Zugriffs-, Stör- und Besitzverbote des § 42 BNatSchG. Ausnahmen von diesen Verboten sind nur im Einzelfall unter
den Voraussetzungen des § 43 Abs. 8 BNatSchG bzw. des § 62 BNatSchG zulässig.
345Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen vom 3.
Verordnung (EG) Nr. 338/97 des Rates vom 9. Dezember 1996 über den Schutz von Exemplaren wild lebender
Tier- und Pflanzenarten durch Überwachung des Handels, zuletzt geändert durch Verordnung (EG) Nr.
318/2008 der Kommission vom 31. März 2008.
Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild
lebenden Tiere und Pflanzen, zuletzt geändert durch Richtlinie 2006/105/EG des Rates vom 20. November
2006 zur Anpassung der Richtlinien 73/239/EWG, 74/557/EWG und 2002/83/EG im Bereich Umwelt anlässlich
des Beitritts Bulgariens und Rumäniens.
Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen
Lebensräume vom 19. September 1979.
-4-Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-AnhaltKreuzungen zwischen wildlebenden Wölfen und Haushunden (Hybriden) unterliegen in den
ersten vier Generationen dem gleichen Schutzstatus wie Wölfe6.
Darüber hinaus sind tierschutzrechtliche Anforderungen, insbesondere die des § 1 des Tierschutzgesetzes (TierSchG)7, zu wahren.Bestandssituation und Perspektiven
Die gegenwärtig von westpolnischen Populationen ausgehende Ausbreitung des Wolfes
nach Deutschland ist ein natürlicher Vorgang. Etabliert hat sich der Wolf gegenwärtig in
Sachsen, wo auch regelmäßig Reproduktionen stattfinden. Auch Vorkommen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg können als etabliert angesehen werden.
Auf dem Gebiet Sachsen-Anhalts wurden auch im 20. Jahrhundert wiederholt einzelne Wölfe
festgestellt (BUTZECK et al. 1988, STUBBE & STUBBE 1995); jüngere Hinweise, die jedoch
nicht eindeutig verifiziert sind, stammen aus den Jahren 2003 bis 2008. Eine Durchwanderung Sachsen-Anhalts ist daher anzunehmen. Dauerhaft anwesende Wölfe sind in SachsenAnhalt bislang nicht bekannt geworden.
Die aktuelle Bestandssituation des Wolfes in Sachsen-Anhalt muss daher festgestellt und
fortlaufend aktualisiert werden - hierfür kommen Abfragen von eventuellen Beobachtungen,
deren Plausibilitätsprüfung und ggf. gezielte Geländekontrollen in Frage.
Die Habitatvoraussetzungen für eine dauerhafte Etablierung des Wolfes in Sachsen-Anhalt
sind auf Grundlage der Erfahrungen in anderen Bundesländern durchaus als günstig einzuschätzen (HERTWECK 2006). Insofern ist im Zuge einer natürlichen, selbständigen Ausbreitung mittelfristig mit einer dauerhaften Wiederbesiedlung von Sachsen-Anhalt zu rechnen.
Die nach gegenwärtiger Einschätzung für eine Wiederansiedlung am besten geeigneten
Räume sind in Anhang 1 dargestellt.
Eine natürliche Wiederbesiedlung ist nach vorliegenden Erkenntnissen durch drei Phasen
1. Einwanderung einzelner männlicher Tiere, die große Distanzen zurücklegen können;
Konzentration auf geeignete Nahrungsräume und Verkleinerung des Aktionsraumes.67Vollzugshinweise zum Artenschutzrecht vom 29. Mai 2006; beschlossen von der Länderarbeitsgemeinschaft
Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung (LANA), genehmigt durch Umweltministerkonferenz am 4. Juni
Tierschutzgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 18. Mai 2006, zuletzt geändert durch Gesetz vom
-5-Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-Anhalt2. Bei Nachfolge weiblicher Tiere beginnende Paarbildung und Reproduktion in nahrungsreichen, störungsarmen Lebensräumen (großräumige Heiden und Wälder, z. B.
auf ehemaligen Truppenübungsplätzen).
3. Regelmäßige Reproduktion mit einem merklichen Populationszuwachs und der Erweiterung des Besiedlungsgebietes.Ziele und Grundsätze
-6-Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-AnhaltOrganisation und Umsetzung eines Wolfsmanagements
•Erfassung und Vor-Ort-Überprüfung von Meldungen jeglicher Art•Begleitung von Maßnahmen der Schadensprävention•Schadensbegutachtung in Zusammenarbeit mit den Veterinärämtern und Naturschutzbehörden der Landkreise und -kompensation•Öffentlichkeitsarbeit sowie beratende Unterstützung insbesondere von Tierhaltern•Zusammenarbeit und Abstimmung mit den auf ehrenamtlicher Basis arbeitenden Mitarbeitern des lokalen/regionalen Netzes von Ansprechpartnern der Vereine, Verbände und Gruppen.Monitoring und fachliche Begleitung
-7-Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-AnhaltSchutzes von Wölfen vertraut sein. Als Hauptaufgabe ist die Aufnahme, erste Prüfung und
•Größe des Gesamtbestandes und einzelner Rudel•Reproduktionsgeschehen•Raumnutzung, Wanderbewegungen•Beutetierspektrum, Auswirkungen auf jagdbares Wild•Todesursachenermittlung.Über das landesinterne Informationsnetz hinaus ist ein fachlicher Austausch mit den benachbarten Bundesländern notwendig, um Ländergrenzen übergreifende Probleme zu erörtern und über den aktuellen Kenntnisstand zu informieren. Hierzu sind bei Bedarf regelmäßige Treffen zwischen der Fachbehörde für Naturschutz, der Referenzstelle Wolfsschutz und
den Naturschutzbehörden, ggf. unter Hinzuziehung von Experten und Behörden der Nachbarländer, vorgesehen.Schadensprävention
sich durch Schutzmaßnahmen auf diese Situation eingestellt haben. Einflüsse auf Schalenwild führen zur Veränderung des Bestandes bzw. der Bestandsstruktur.Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
-8-Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-Anhalt3. Die anhaltende Reproduktion in den vorhandenen Ansiedlungen führt zum Abwandern
•Verwendung geeigneter Elektrozäune (Euronetze) bei der Koppelhaltung von Nutztieren wie Schafen, Ziegen und (Jung-)Rindern mit max. 20 cm Bodenabstand und
Netzweite. Die Spannung sollte oberhalb 3.000 Volt8 liegen. Eine geschlossene Koppelung ist erforderlich (z. B. durch vollständige Auskopplung von Gewässern).•In nachweislichen Siedlungsgebieten des Wolfes sind weitere Sicherungsmaßnahmen (z. B. Flatterbänder in einer Höhe von ca. 140 cm) erforderlich.•Einsatz von großen Hütehundrassen bei der Wanderschäferei (Herdenschutzhunde).•Hobbyschaf- und -ziegenhaltern wird eine nächtliche Stallhaltung empfohlen.Über ein allgemein geltendes Maß der Haltungsvorsorge und Eigenverantwortung hinausgehende präventive Maßnahmen sollen finanziell unterstützt und gefördert werden. Das Land
Wolfsschutz als maßgeblicher Wert zu Grunde zu legen.8International werden 4.500 Volt empfohlen, um Großraubtiere abzuhalten.
-9-Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-AnhaltSchadensbegutachtung und -kompensation
Verantwortlichen informiert.Kontrolle von erhebliche Schäden verursachenden Wölfen
Ziel eines Wolfsmanagements ist eine Population, deren Einzelindividuen wenig unerwünschte Verhaltensweisen zeigen. So genannte „Problemwölfe“ erfordern zusätzlich geeignete Maßnahmen. Diese sollen vorrangig eine Änderung des Verhaltens erzielen. In der Re-Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
- 10 -Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-Anhaltgel sind alle anderen Möglichkeiten auszuschöpfen, bevor ein auffälliges Tier aus der freien
Wildbahn entfernt wird. In einem derartigen Fall ist entweder der Fang und die Unterbringung
in einem Gehege oder ein Abschuss möglich. Die Entscheidung hierüber trifft die zuständige
obere Naturschutzbehörde9 in Abstimmung mit der Referenzstelle Wolfsschutz.
Bei Verdacht auf Tollwut und ggf. anderen erkennbaren Krankheiten greifen spezielle Vorschriften des Tierschutzes bzw. der Seuchenhygiene10 oder der Gefahrenabwehr.Wolf und Jagdausübung
Aus den bisherigen Erfahrungen im Bundesland Sachsen ist davon auszugehen, dass im
Falle einer permanenten Wolfsansiedlung nicht nur ein Konfliktpotenzial bezüglich der Interessenlage Wolf-Nutztierhaltung entstehen wird, sondern dieses mit hoher Wahrscheinlichkeit auch hinsichtlich der Interessenlage Wolf-Jagdausübung zu verzeichnen sein wird.
Jagdbares (Schalen-)Wild ist prinzipiell herrenlos. Jedoch findet der Wildbestand bei der zu
den Eigentumsrechten zählenden Jagdausübung über die Höhe zu entrichtender Jagdpacht
seinen Niederschlag. Daraus entwickelte sich gelegentlich eine Erwartungshaltung, die zu
einer nicht unwesentlichen Abneigung gegenüber Großraubtieren führt11.
Dieses Konfliktpotenzial ist durch eine intensive Informationsarbeit und Wissensvermittlung
zu verringern. Dabei sind die Auswirkungen auf Schalenwildbestände unter wildökologischen
Aspekten darzustellen. Der unstrittig bestehende Einfluss von Wölfen auf die Struktur und
die Dichte der Schalenwildbestände ist angesichts anhaltender Forderungen zur Vermeidung
von Wald- und Feldschäden durch Schalenwild zu diskutieren. Die bestehenden Präferenzen
führen mithin nicht zu einem unlösbaren Interessenkonflikt und sollten daher durch Aufklärung und Überzeugungsarbeit minimiert werden.
Prinzipiell ist darauf hinzuwirken, dass in Sachen Wolfsschutz eine Zusammenarbeit zwischen den Behörden sowie den Naturschutz- und Jagdverbänden verwirklicht wird.9Zuständigkeiten im Bereich des Artenschutzes, RdErl. des MLU vom 17.5.2006, MBl. LSA Nr. 24 S. 444.
Es ist darauf hinzuweisen, dass im Falle einer Verletzung wildlebender Wölfe nicht § 22a Abs. 1 Bundesjagdgesetz (Vermeidung von Schmerzen oder Leiden schwerkranken Wildes) anwendbar ist und bestehende Artenschutzvorschriften nicht außer Kraft gesetzt sind.
Gärtner, S. & M. Hauptmann (2005): Das sächsische Wolfsvorkommen im Spiegel der Jägerschaft vor Ort Ergebnisse einer anonymen Umfrage. Beiträge zur Jagd- und Wildforschung 30: S. 223-230.
10Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
- 11 -Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-AnhaltLebensraum und Habitatvernetzung
Auf Grund der Aufnahme des Wolfes in Anhang II der FFH-Richtlinie sind bei dessen Ansiedlung geeignete Schutzgebiete auszuweisen, die den ökologischen Erfordernissen entsprechenden Erhaltungsmaßnahmen festzulegen sowie die Bestimmungen des Artikel 12 der
FFH-Richtlinie zum Schutz der Art durchzusetzen.
In diesem Sinne sind bei einer dauerhaften Wiederetablierung von Wölfen großräumige, störungsarme Lebensräume zu sichern und untereinander durch Wanderkorridore zu vernetzen.
Ein Teil der für den Wolf geeigneten Habitate befindet sich in den z. T. ausgedehnten
Schutzgebieten des Landes. Die Bedingungen in diesen Bereichen sind hinsichtlich der Ansprüche des Wolfes zu analysieren. Darauf aufbauend ist ein Konzept zum Abbau bestehender Defizite zu erarbeiten.
Wie für andere großräumig agierende Arten auch ist gerade für den Wolf die Gewährleistung
von Wanderkorridoren ein wichtiger Aspekt der Habitatvernetzung. Dieses sollte insbesondere bei der Verkehrswegeplanung sowie bei der Umsetzung des ökologischen Verbundsystems des Landes Sachsen-Anhalt Berücksichtigung finden.Öffentlichkeitsarbeit
Es ist von einem sehr hohen Interesse der Öffentlichkeit sowie der Interessenverbände auszugehen, wobei Diskussionen vielfach mit besonderer Emotionalität geführt werden. Die Akzeptanz des Wolfes erfordert daher sachliche Aufklärung und umfassende Information. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Vermittlung nachstehender Schwerpunkte zu legen:
•Rechtlicher Schutzstatus und internationale Verpflichtungen•Maßnahmen des Landes Sachsen-Anhalt zum Schutz des Wolfes•Umgang mit Wölfen, Verhaltensweisen in von Wölfen besiedelten Gebieten sowie bei
Kontakt mit Wölfen•Grundsätze und Maßnahmen des Wolfsmanagements•Zuständigkeiten, Ansprechpartner, InformationskettenSowohl die betroffenen Behörden als auch die Referenzstelle und die Fachbehörde für Naturschutz stellen ihre Öffentlichkeitsarbeit in den Dienst des Konfliktmanagements und informieren sachlich über die auftretenden Probleme und Lösungsmöglichkeiten. Eine Unterstützung der konstruktiven Mitarbeit von Interessenvertretern und Verbänden ist anzustreben.Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
- 12 -Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-AnhaltZusammenfassender Maßnahmeplan für Sachen-Anhalt
•Abstimmung über Grundsätze des Wolfsmanagements und Ziele des Landes Sachsen-Anhalt unter Einbeziehung von Interessensverbänden•Festlegung der Zuständigkeiten, Informationswege und Aufgaben der Behörden bei
Meldung von Wölfen (insbesondere verhaltensauffälligen Wölfen, Todfunden und Abschüssen von Wölfen), Schadensfällen, Gefährdungen von Menschen und Nutztieren, ggf. Schulung von Mitarbeitern•Klärung juristischer und haushaltstechnischer Fragen in Bezug auf Finanzierung von
Präventionsmaßnahmen und Kompensation•Konzeptionelle Vorbereitung des Wolfsmanagements und Organisation des Monitoring durch die Fachbehörde für Naturschutz•Einrichtung einer Referenzstelle Wolfsschutz•Aufbau eines Netzes von lokalen/regionalen, in der Landesfläche präsenten Ansprechpartnern für den Wolfsschutz•Öffentlichkeitsarbeit, Information und Schulung von Nutztierhaltern (insbesondere
Begleitung von Maßnahmen und Begutachtung von Schadensfällen•Vorbereitung, Abstimmung und Durchführung präventiver MaßnahmenSobald Wölfe in Sachsen-Anhalt dauerhaft etabliert sind, werden zusätzlich notwendig:
•Optimierung und Ausbau präventiver Maßnahmen zum Schutz von Nutztieren•Bereitstellung von Finanzmitteln zur Unterstützung der Prävention und zur Kompensation entstandener Schäden•Intensivierung des systematischen Monitorings; je nach Umfang der Wolfspopulation
Monitoring) entschieden werden•Aufbau von Kontakten zu Zoologischen Gärten und Tiergehegen zwecks eventueller
- 13 -Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-AnhaltLiteratur
BUTZECK, S.; STUBBE, M. & R. PIECHOCKI (1988): Beiträge zur Geschichte der Säugetierfauna der DDR. Teil 3. - Hercynia N.F. 25: 278-317.
HERTWECK, K. (2006): GIS-Analysen zur Einwanderung der Wölfe: Habitat- und bundesweite
Konfliktpotentialanalyse im Rahmen des F+E-Vorhabens „Fachkonzept für ein Wolfsmanagement in Deutschland“. Abschlussbericht - Staatliches Museum für Naturkunde
Görlitz. 69 S.
KLUTH, G. & I. REINHARDT (2005): Mit Wölfen leben - Information für Jäger, Förster und Tierhalter. - Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz, 62 S.
LINELL J., V. SALVATORI & L. BOITANI (2008): Guidelines for population level management
plans for large carnivores in Europe. A Large Carnivore Initiative füor Europe report
prepared for the European Commission (contract 070501/2005/424162/MAR/B2).
REINHARDT, I. & G. KLUTH (2006): Leben mit Wölfen. Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland. - BfN-Skripten 201, 180 S.
STUBBE, M. & A. STUBBE (1995): Säugetierarten und deren feldökologische Erforschung im
östlichen Deutschland. - Methoden feldökol. Säugetierforsch. 1: 407-454.
POTT-DÖRFER, B. (2008): Leitlinien für den Schutz von Wölfen in Niedersachsen (Entwurf,
Stand Januar 2008) - Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küstenund Naturschutz (NLWKN)
PROMBERGER, CHR. & D. HOFER (1994): Ein Managementplan für Wölfe in Brandenburg. Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz (MLUV) des
Landes Brandenburg (www.mluv.brandenburg.de/cms/media.php/2338/wmp_3.pdf)
GRUSCHWITZ, M.: Wolfsmanagement im Freistaat Sachsen.
www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/wolf_gruschwitz.pdfMinisterium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
- 14 -Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-AnhaltAnhang 1
- Potenzielle Lebensraumeignung
Unter Berücksichtigung von Landschaftsstruktur, Nahrungsangebot und historischer Wolfsnachweise lassen sich Bereiche definieren, in denen eine Ansiedlung von Wölfen mit höherer Wahrscheinlichkeit erfolgen kann. Derartige Überlegungen sind allerdings mit einer hohen Unschärfe verbunden. Auch tragen sie nicht der hohen Mobilität von Wölfen Rechnung.
Dennoch sind diese Anhaltspunkte für den präventiven Schutz von Nutztieren relevant.
Nachstehende Abbildung weist insofern die Gebiete aus, in denen mit einer bevorzugten
Ansiedlung zu rechnen ist. Eine umfassende Schadensprävention ist hier auch bei nicht sicher bestätigten Hinweisen angeraten.Der Abbildung liegt die Bewertung
der Landkreise Sachsen-Anhalts vor
Waldder Kreisreform 2007 hinsichtlich
ihrer Ähnlichkeit mit der Biotopausstattung in den Lausitzer Wolfsgebieten zugrunde (HERTWECK 2006).
Sie berücksichtigt nicht die innerhalb
der Landkreise differenzierte Biotopausstattung.Magdeburg#Nach derzeitiger Kenntnis weisen
auch stärker bewaldete Teile des
Landkreises Jerichower Land sowie
#DessaudesBördekreises(insbesondereoberhalb des Mittellandkanals) eine
#hohe Lebensraumeignung auf.Halle(Saale)Potenziell geeignet erscheint auch
der Ziegelrodaer Forst (Landkreis
Mansfeld-Südharz, Saalkreis). Die
von HERTWECK angegebene sehr
HarzesCopyright:
©Geodienst MLU LSA (www.mlu.sachsen-anhalt.de)
ATKIS Stand 03/2008 ©LVermGeo LSA (www.lvermgeo.sachsen-anhalt.de) / 10008Eignung
dürfterelativieren sein.Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
- 15 -vonTeilendeshingegenzuLeitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-AnhaltAnhang 2
- Maßnahmen zum Schutz von Nutztieren
Der Schutz der Nutztiere vor Wölfen erfordert das Ergreifen von Schutzmaßnahmen. Diese
sind in Abhängigkeit vom örtlichen und zeitlichen Wolfsvorkommen durchzuführen. Im Falle
eines aufgetretenen Schadens können diese Präventionsmaßnahmen einen möglichen
Schadensausgleich maßgeblich beeinflussen.
•Wölfe sind herrenlose, wildlebende Tiere, für deren Einfluss auf Nutztiere keine staatliche Verantwortlichkeit als Pflichtaufgabe herzuleiten ist, sondern lediglich im Rahmen bestehender materieller und finanzieller Möglichkeiten eine Unterstützung gewährt werden kann. Der Schutz von in menschlicher Obhut gehaltener Nutztiere erfordert deshalb ein eigenverantwortliches und konstruktives Handeln.•Verdachtsmomente, die auf das Vorhandensein von Wölfen deuten (z. B. Risse,
Sichtbeobachtungen oder Exkremente mit deutlichen Haar- oder Knochenanteil), sind
zeitnah den zuständigen Stellen mitzuteilen. Diese sind in Anhang 4 benannt.•Im Falle vorliegender Verdachtsmomente oder bei Kenntnis des Vorkommens von
Wölfen ist ein bestmöglicher Schutz der Nutztiere zu realisieren. Dieser kann z. B. ein
Elektrozaun (Eurozaun) sein, bei dem Maschenweite und Bodenabstand 20 cm nicht
überschreiten sollen. Auf ausreichende Spannungsversorgung (mind. 3.000 V) ist zu
Der Herdenschutz ist vordringlich bei der Schaf- und Ziegenhaltung, aber auch bei
der Haltung von Kälbern oder Fohlen anzuwenden.•Bei unmittelbarer Nähe zu bestehenden Wolfsansiedlungen sind bestehende Zäunungen durch weitere Schutzmaßnahmen zu ergänzen. So z. B. durch Flatterbänder
in einer Höhe von ca. 140 cm.•Der mögliche Einsatz von Herdenschutzhunden ist zu prüfen und anzuwenden.•Bei in der Regel standortfesten Wildgehegen ist die Umzäunung regelmäßig sowohl
auf Festigkeit als auch auf Untergraben zu prüfen. Als optimal ist ein ausreichendes
Einlassen in den Boden zur Vermeidung des Untergrabens zu sehen.•Tiere von Hobbytierhaltern sind nächtens in Stallungen oder ähnlich sichere Örtlichkeiten unterzubringen.Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
- 16 -Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-AnhaltAnhang 3
- Verhaltensmaßregeln zur Spurensicherung
Eine Unterscheidung vorgefundener Hinweise und Spuren zwischen Wolf und Hund kann
nur von fachkundiger Stelle mit der hinreichenden Sicherheit vorgenommen werden. Dieses
gilt auch im Falle von Rissfunden. Eine Forderung besteht insofern darin, diese Hinweise
und Spuren zu sichern und sie einer Begutachtung zugänglich zu machen. Daher ist es erforderlich,
•die Information unverzüglich den in Anlage 4 benannten Stellen bzw. anderen örtlich
zuständigen Naturschutzbehörden oder Schutzgebietsverwaltungen mitzuteilen,•vorgefundene Spuren und Fährten entweder gegen Zerstörung zu sichern und /oder
diese auf fotografischem Wege (üblicherweise mittels Digitaltechnik) zu dokumentieren. Auf entsprechende Größenvergleiche ist zu achten.•Exkremente (die vielfach einen hohen Anteil an Knochen oder Fell enthalten), Haare
oder dergleichen sind zu sichern und einer Untersuchung zugänglich zu machen bzw.
es ist die Naturschutzbehörde oder die Referenzstelle Wolfsschutz zwecks Sicherung
zu informieren.•Rissfunde sind möglichst an Ort und Stelle zu belassen. Eine umgehende Information
zuständiger Stellen ist erforderlich. Ggf. sind Details entsprechend fotografisch zu
dokumentieren.Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
- 17 -Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-AnhaltAnhang 4
- Meldestrukturen und Adressen
Bestimmte Sachverhalte, in schwerwiegenden Fällen Schadereignisse, erfordern eine unverzügliche Mitteilung und Information behördlicher Instanzen. Während der Behördenzeit sind
•Naturschutz-, Veterinär- sowie ggf. auch Jagdbehörden der Landkreise•Referenzstelle Wolfsschutz•Landesamt für Umweltschutz Halle, Fachbereich 4 - Naturschutz
(für Hinweise, Beobachtungen, Spuren, Informationen ohne Schadereignis)Außerhalb der Behördenzeiten sind in dringenden Fällen (z. B. bei Schadensereignisse)
Meldungen über die jeweiligen örtlich zuständigen Rettungsleitstellen abzugeben (ggf. über
Notruf 112). Diese verständigen entsprechend den veterinärmedizinischen Bereitschaftsoder Notdienst, der weitere Schritte zur Information der Naturschutzbehörden bzw. der Referenzstelle Wolfsschutz einleitet.
Adressen und Telefonnummern der zuständigen Behörden:
Zurzeit sind nur die Landkreise / kreisfreien Städte einbezogen, die eine besondere Lebensraumeignung für den Wolf (Anhang 1) aufweisen.
Am Flugplatz 1, 06366 KöthenTel. 03496-60-0Dezernat II, NaturschutzamtTel. 03923-70-2201Dezernat III, Veterinär- und LebensmittelüberwachungsamtTel. 03923-70-2551RettungsleitstelleTel. 03493-513 150Bördekreis
Gerikestraße 104, 39340 HaldenslebenTel. 03904-7240-0Amt für UmweltschutzTel. 03904-7240-4341Veterinär- und LebensmittelüberwachungsamtTel. 03904-7240-4317Integrierte Leitstelle, Haldensleben, Kronesruhe 8Tel. 03904-42315Landkreis Jerichower Land
Bahnhofstraße 9, 39288 BurgTel. 03921-949-0FB 7 - Umweltamt und LandwirtschaftTel. 03933-949-7304 / 7395FB 8 - Gesundheits- u. Verbraucherschutz, VeterinäramtTel. 03933-949-3900RettungsleitstelleTel. 03933-949-3850 / 51Tel. 03921-72650 o.Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
- 18 -Leitlinie Wolf - Grundsätze zum Umgang mit Wölfen in Sachsen-AnhaltAltmarkkreis Salzwedel
Karl-Marx-Straße 32, 29410 SalzwedelTel. 03901-840-0Umweltamt, NaturschutzbehördeTel. 03901-840-476Veterinär- und LebensmittelüberwachungTel. 03901-840-417RettungsleitstelleTel. 03909-480 50Landkreis Stendal
Hospitalstraße 1-2, 39576 StendalTel. 03931 / 60 6Umweltamt, NaturschutzbehördeTel. 03931 / 607 271 o. 258Veterinär- und LebensmittelüberwachungsamtTel. 03931 / 607 750RettungsleitstelleTel. 03931 / 607 950Landkreis Wittenberg
Breitscheidstraße 4, 06886 Lutherstadt WittenbergTel. 03491 / 479-0Umweltamt, NaturschutzbehördeTel. 03491 / 479 841Veterinärwesen, Sachgebiet Tiergesundheit, TierschutzTel. 03491 / 479 312RettungsleitstelleTel. 03491 / 479 211Stadt Dessau-Roßlau
Zerbster Straße 4, 06844 Dessau-RoßlauTel. 0340 / 204 0Amt für Umwelt und NaturschutzTel. 0340 / 204 2083Gesundheitsamt / Veterinärwesen und VerbraucherschutzTel. 0340 / 204 1135RettungsleitstelleTel. 0340 / 204 1376Biosphärenreservat Mittelelbe
Kapenmühle Postfach 13 82, 06886 DessauTel. 034904 / 421 0Außenstelle Arneburg, Breite Straße 15, 39596 ArneburgTel. 039321 / 518 32Landesamt für Umweltschutz Halle
Reideburger Straße 47, 06116 Halle / SaaleTel. 0345 / 5704 0Fachbereich NaturschutzTel. 0345 / 5704 600Fachgebiet Tierartenschutz und Staatliche VogelschutzwarteTel. 0345 / 5704 670Landesverwaltungsamt Halle
Postfach 20 02 56, 06003 Halle /SaaleTel. 0345 / 514 0Referat Naturschutz, LandschaftspflegeTel. 0345 / 514 2600 o. 2496Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt
- 19 -All pages:2345678910111213141516171819InfoSaveLikeShareDownloadMore51a49685%2Fa9f04f70cdf6ed696f9c67e6892fd4a2e6b14ee8%2FManagement+f%C3%BCr+W%C3%B6lfe+in+Sachsen-Anha Published on May 28, 2013 http://niedersachsenwolf.jimdo.com/app/download/5093335963/51a49685%2Fa9f04f70cdf6ed696f9c67e6892fd4a2e6b14ee8%2FManagement+f%C3%BCr+W%C3%B6...See MoreniedersachsenwolfFollowRead moreRead moreSimilar toPopular nowJust for youGo explore