Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BVerwG_10_11_2009_BVerwG_9_B_28_09_Beeintraechtigung_eines_F-d3915804.html
Timestamp: 2016-12-03 05:13:48
Document Index: 168490250

Matched Legal Cases: ['Art. 6', '§ 10', '§ 34', 'Art. 5', 'Art. 6', '§ 34', 'Art. 6', '§ 34']

BVerwG, 10.11.2009 - BVerwG 9 B 28.09 - Beeinträchtigung eines Flora-Fauna-Habitat-Gebiets (FFH-Gebiet) in seinen für die Erhaltungsziele maßgeblichen Bestandteilen durch betriebsbedingte Schadstoffeinträge und Nährstoffeinträge eines Projekts; Erheblichkeit der Zusatzbelastung und Verfehlung des Erhaltungsziels bei vorherigem Erreichen der Vorbelastungsgrenze in einem FFH-Gebiet | Urteile auf anwalt24.de
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BundesverwaltungsgerichtBeschl. v. 10.11.2009, Az.: BVerwG 9 B 28.09Gericht: BVerwGEntscheidungsform: BeschlussDatum: 10.11.2009Referenz: JurionRS 2009, 28044Aktenzeichen: BVerwG 9 B 28.09 Verfahrensgang:vorgehend:OVG Niedersachsen - 11.09.2008 - AZ: OVG 7 K 1269/00Rechtsgrundlagen:Art. 6 Abs. 3 Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie - FFH-RL (RL 43/92/EWG)§ 10 Abs. 1 Nr. 9 BNatSchG§ 34 Abs. 2 BNatSchGArt. 5 Abs. 3 EGFundstellen:BauR 2010, 505DVBl 2010, 176-178NJW-Spezial 2010, 46NuR 2010, 190-191NVwZ 2010, 319-320NVwZ 2010, 6UPR 2010, 196-197Amtlicher Leitsatz:1. Bei der Beurteilung der Frage, ob ein Projekt ein FFH-Gebiet in seinen für die Erhaltungsziele maßgeblichen Bestandteilen durch betriebsbedingte Schad- und Nährstoffeinträge i.S.v. Art. 6 Abs. 3 FFH-RL, § 34 Abs. 2 BNatSchG erheblich beeinträchtigen kann, sind gleichartige Belastungen aus anderen Quellen (Vor-/Hintergrundbelastung) zu berücksichtigen.2. Schöpft bereits die Vorbelastung die Belastungsgrenze aus oder überschreitet sie diese sogar, so läuft prinzipiell jede Zusatzbelastung dem Erhaltungsziel zuwider und ist deshalb erheblich i.S.v. Art. 6 Abs. 3 FFH-RL, § 34 Abs. 2 BNatSchG (hier auch zu Ausnahmen).In der Verwaltungsstreitsache ... hat der 9. Senat des Bundesverwaltungsgerichts am 10. November 2009durchden Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Storost und die Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Nolte und Domgörgen beschlossen:Tenor:Die Beschwerde der Beklagten gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 11. September 2008 wird zurückgewiesen.Die Beklagte trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.Der Wert des Streitgegenstandes wird auf 10 225,84 EUR festgesetzt.