Source: https://www.bibukurse.de/bilanz-nach-handelsrecht/aufgaben-zur-pruefungsvorbereitung1/vermischte-pruefungsaufgaben1/aufgabe-sachverhalte-6/loesung-sachverhalte-6.html
Timestamp: 2017-08-24 01:17:20
Document Index: 5876326

Matched Legal Cases: ['§ 247', '§ 266', '§ 253', '§ 6', '§ 255', '§ 255', '§ 9', '§ 249', '§ 5', '§ 253']

Es liegt ein Mietereinbau vor (H 13 II EStH). Der Kran ist eine Betriebsvorrichtung und ist ein selbständiges Wirtschaftsgut (R 13 III i.V.m. R 42 III EStR), denn es liegt kein einheitlicher Nutzungs- und Funktionszusammenhang mit dem Gebäude vor. Insbesondere ist der Kran dem Mieter als wirtschaftlichen Eigentümer zuzurechnen, er gehört zum notwendigen Betriebsvermögen der KG.
Schließlich ist der Kran ein abnutzbarer Vermögensgegenstand bzw. ein abnutzbares Wirtschaftsgut und insbes. beweglich (R 42 III EStR), außerdem ist der Kran Teil des Anlagevermögens, denn er dient dauernd dem Geschäftsbetrieb (§ 247 II, R 32 I EStR). Der Bilanzausweis erfolgt unter den technischen Anlagen und Maschinen (§ 266 II A II 2 HGB). Bewertet wird der Kran bei seiner Fertigstellung (!) mit den Herstellungskosten (§ 253 I HGB, § 6 I Nr. 1 EStG i.V.m. § 255 II HGB). Zusätzlich wird planmäßig abgeschrieben.
Die abziehbare Vorsteuer ist keine Aufwendung im Sinne des § 255 II HGB, sie ist nicht Teil der Herstellungskosten, siehe hierzu auch § 9b EStG.
Die Abschreibung bemisst sich nach
AB = AK∙0,25∙(5/12)
= 68.000∙0,25∙(5/12)
= 17.000∙(5/12)
=7.083,33€.
Herstellungskosten 68.000 €
abzgl. planmäßiger Abschreibungen/AfA. Linear 7.083,33 €
Bilanzausweis am 31.12.2015 60.916,67 €
b) Die Buchungen lauten
TAM 68.000 an
sonst. VG (Vorsteuer) 12.920 an Privatentnahmen 80.920
Abschreib. auf Sachanlagen an TAM 7.083,33
Es liegt eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten vor nach § 249 I 1 HGB. Hierfür gilt eine Passivierungspflicht. In die Steuerbilanz ist diese nach der Maßgeblichkeit zu übernehmen (§ 5 I 1 EStG, R 31 c I, II EStR).
Nicht hingegen handelt es sich um eine Rückstellung für unterlassene Instandhaltungen. Es liegt also keine Aufwandsrückstellung vor, sondern eine ungewisse Verbindlichkeit.
Zur Bewertung der Rückstellung ist zu sagen, dass diese nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen werden muss (§ 253 I 2 HGB), also mit den geschätzten Kosten von 10.500 €.
Es liegt weiterhin keine Belastung in Höhe der Vorsteuer vor. Die zukünftig abziehbare Vorsteuer ist also nicht Teil der Rückstellung.
Man bucht
sonstiger betriebl. Aufwand an sonstige Rückstellungen 10.500
Aufgabe innergemeinschaftlicher Erwerb
Vielleicht ist für Sie auch das Thema	Aufgabe innergemeinschaftlicher Erwerb	(Selbstkontrollaufgaben zur Umsatzsteuer)	aus unserem Online-Kurs	Umsatzsteuer interessant.
Vielleicht ist für Sie auch das Thema	Einkünfte aus selbstständiger Arbeit	(Einkünfte)	aus unserem Online-Kurs	Einkommensteuer interessant.
Vielleicht ist für Sie auch das Thema	Aufgabe: Beurteilung von Sachverhalte nach steuer- und handelsrechtlichen Gesichtspunkten	(Aufgaben zur Prüfungsvorbereitung)	aus unserem Online-Kurs	Bilanzen nach Handels- und Steuerrecht interessant.