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Timestamp: 2019-07-17 17:44:42
Document Index: 31575059

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 313', '§ 794', '§ 313', '§ 313', '§ 313', '§ 125', '§ 794', 'BGH', 'BGH', '§ 313', 'BGH', 'BGH', '§ 313', '§ 311', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', 'BGH', '§ 313', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.11.1999 - V ZR 251/98 - dejure.org
https://dejure.org/1999,259
BGH, 26.11.1999 - V ZR 251/98 (https://dejure.org/1999,259)
BGH, Entscheidung vom 26.11.1999 - V ZR 251/98 (https://dejure.org/1999,259)
BGH, Entscheidung vom 26. November 1999 - V ZR 251/98 (https://dejure.org/1999,259)
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BGB § 313; ZPO § 794 Abs. 1 Nr. 5
Erstreckung des Formerfordernisses des § 313 BGB auf Nebenabreden
Beurkundungsbedürftige Vereinbarung - Grundstücksgeschäft - Formgebot - Zwangsvollstreckung - Zinsen - Kaufpreis - Fälligkeit - Eintritt des Schuldnerverzugs
Keine Formbedürftigkeit einer an sich nicht beurkundungsbedürftigen Vereinbarung durch nur einseitige Abhängigkeit von einem Grundstücksgeschäft
Beurkundung, einseitige Abhängigkeit und -
Keine Beurkundungsbedürftigkeit einer an sich nicht nach § 313 BGB formbedürftigen Vereinbarung bei deren nur einseitigen Abhängigkeit von einem Grundstücksgeschäft; Unterwerfung unter die sofortige Zwangsvollstreckung wegen Zinsen aus einem Grundstückskaufpreis
Formerfordernis bei vom Grundstücksvertrag abhängigen Verträge
BGB § 313 Satz 1, § 125 Satz 1; ZPO § 794 Abs. 1 Nr. 5
Formgültigkeit; Beurkundung abhängiger Vereinbarungen; rechtliche Einheit
NJW 2000, 951
ZIP 2000, 232
MDR 2000, 260
DNotZ 2000, 635
WM 2000, 579
BB 2000, 223
DB 2000, 616
BauR 2000, 451 (Ls.)
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist das einseitige Abhängigkeitsverhältnis des Anteilsübertragungsvertrages von dem Vertrag über die Veräußerung der Grundstücke kein hinreichender Grund, das für den Grundstückskaufvertrag geltende Formerfordernis auf den Abtretungsvertrag zu erstrecken (vgl. dazu die nach Erlaß des Berufungsurteils ergangene Entscheidung des BGH vom 26. November 1999 - V ZR 251/98, WM 2000, 579 = NJW 2000, 951 unter I m.w.Nachw.).
BGH, 13.06.2002 - VII ZR 321/00
Ist ein Bauvertrag von einem Grundstückskaufvertrag abhängig, dieser aber nicht von ihm, ist er nicht gemäß § 313 BGB zu beurkunden (im Anschluß an BGH, Urteil vom 26. November 1999 - V ZR 251/98, NJW 2000, 951).
Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat wiederholt auf die Abhängigkeit des Grundstücksvertrags als maßgebliches Kriterium für die Formbedürftigkeit des gesamten Geschäfts hingewiesen (BGH, Urteil vom 26. November 1999 - V ZR 251/98, NJW 2000, 951 m.w.N.).
Die Frage der Formbedürftigkeit ist von der zeitlichen Abfolge der Verträge nicht abhängig (Pohlmann EwiR 2000, 323 f;… a.A. MünchKommBGB/Kanzleiter, 4. Aufl., § 313 Rdn. 54 und Fn. 207).
Nur diese Abhängigkeit erlaubt den Rückgriff auf § 311 b BGB (BGH…, Urteil vom 13. Juni 2002 - VII ZR 321/00, aaO; Urteil vom 26. November 1999 - V ZR 251/98, NJW 2000, 951).
Es handelte sich auch nicht etwa nur um eine einseitige Abhängigkeit des Kaufs des beweglichen Vermögens von dem Grundstückserwerb (dazu Senat, Urt. v. 26. November 1999, V ZR 251/98, NJW 2000, 951).
Eine rechtliche Einheit eines Vertrages mit einem Grundstücksgeschäft besteht allerdings nicht bereits dann, wenn dieser Vertrag von dem Grundstückskaufvertrag abhängig ist, sondern nur, wenn umgekehrt das Grundstücksgeschäft nach dem Willen der Parteien von dem weiteren Vertrag abhängig ist (BGH, Urteil vom 26. November 1999 - V ZR 251/98, NJW 2000, 951; Urteil vom 13. Juni 2002 - VII ZR 321/00, BauR 2002, 1541 = NZBau 2002, 502 = ZfBR 2002, 777).
Entscheidend ist vielmehr, ob der Kaufvertrag nicht ohne den Abschluss der "Vereinbarung" zustande gekommen wäre (st. Rspr., vgl. Senat Urt. v. 26. November 1999, V ZR 251/98, NJW 2000, 951;… BGH, Urt. v. 11. Oktober 2000, VIII ZR 321/99, NJW 2001, 226; v. 13. Juni 2002, VII ZR 321/00, NJW 2002, 2559).
Sie dient gleichermaßen den Interessen des Veräußerers wie des Erwerbers des Grundstücks an einem Schutz vor übereiltem Geschäftsabschluß, an sachgemäßer Beratung (§ 17 BeurkG), an der Gültigkeit und am Beweis des Vereinbarten (Senat, BGHZ 87, 150, 153; Urt. v. 26. November 1999, V ZR 251/98, WM 2000, 579).
Gegebenenfalls hätte diese Verknüpfungsabrede mitbeurkundet werden müssen, weil es sich um einen wesentlichen Bestandteil der vertraglichen Übereinkunft handelte (vgl. BGH, Urt. v. 26. November 1999 - V ZR 251/98, NJW 2000, 951; v. 7. April 2000 - V ZR 83/99, NJW 2000, 2017;… Staudinger/Wufka, BGB Neubearbeitung 2001 § 313 Rn. 174;… Korte, Handbuch der Beurkundung von Grundstücksgeschäften 1990 Rn. 3/65;… Reithmann, in: Reithmann/Albrecht, Handbuch der notariellen Vertragsgestaltung 8. Aufl. Rn. 84 f).
Ein wirtschaftlicher Zusammenhang liegt vor, wenn das eine Geschäft für das andere bloßer Anlaß war oder dieses erst ermöglicht hat (BGH, Urt. v. 26. November 1999 - V ZR 251/98, aaO S. 952; v. 13. Juni 2002 - VII ZR 321/00, NJW 2002, 2559, 2560).
Bei einer derartigen einseitigen Abhängigkeit wird die als solche nicht beurkundungsbedürftige Vereinbarung über die Provisionszahlung nicht vom Formzwang des Grundstücksgeschäfts erfaßt (BGH, Urteil vom 26. November 1999 - V ZR 251/98, NJW 2000, 951 f.).
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