Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:146729-2019:TEXT:DE:HTML&amp;src=0
Timestamp: 2020-06-05 21:38:37
Document Index: 357633863

Matched Legal Cases: ['§ 123', '§ 124', '§ 47', '§ 123', '§ 7', '§ 165', '§ 155', '§ 160', '§ 160', '§ 134']

Dienstleistungen - 146729-2019 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 146729-2019
29/03/2019 S63 Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation)
Deutschland-Hannover: Dienstleistungen im technischen Bereich
2019/S 063-146729
Offizielle Bezeichnung: Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG)
Postanschrift: Kurt-Schumacher-Str. 5
Kontaktstelle(n): Herr Thomas Nawrocki
E-Mail: Nawrocki@lnvg.de
Telefon: +49 511-53333-0
Hauptadresse: www.lnvg.de
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://vergabe.niedersachsen.de/Satellite/notice/CXQ6YRUYKUJ/documents
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://vergabe.niedersachsen.de/Satellite/notice/CXQ6YRUYKUJ
Andere Tätigkeit: Aufgabenträger im SPNV
Güteprüfung 2.0
Referenznummer der Bekanntmachung: E8.1130
Güteprüfung Fahrzeugbau, Güteprüfung Zugfunktion und Durchführung von Abnahmefahrten an ca. 182 zu beschaffenden Fahrzeugen für den LNVG Fahrzeugpool.
Die Fahrzeuglieferung ist in 3 Pakete unterteilt:
Paket 1: 14 Brennstoffzellentriebzüge
Paket 2: 2 lokbespannte elektrische Doppelstockzüge mit in Summe 14 Fahrzeugen
Paket 3: ca. 30 elektrische Doppelstockzügen mit in Summe ca. 150 Fahrzeugen
Die Fahrzeuglieferungen Pakete 1 und 2 sind bereits beauftragt. Paket 3 befindet sind im Vergabeprozess.
Paket 1: Salzgitter, Braunschweig, Katowice (PL)
Paket 2: Görlitz, Bautzen, Hennigsdorf, Kassel, Uelzen
Paket 3: Standorte in Deutschland und Europa
Im Zeitraum 2019 bis 2023 werden ca. 182 Fahrzeuge für den LNVG Fahrzeugpool beschafft. Mit den Fahrzeugen können ca. 46 Züge und Triebzüge gebildet werden. Die ordnungsgemäße, den Regeln der Technik und den Vorgaben des Werkliefervertrages entsprechende Herstellung und Lieferung der Fahrzeuge muss zwingend überwacht werden. Dies geschieht, um sicherzustellen, dass die vertraglichen Vorgaben erfüllt werden und die Qualität der Fahrzeuge herstellerunabhängig über ihren gesamten Herstellungsprozess, einschließlich der technischen Abnahme, sichergestellt ist. Die Güteprüfung gliedert sich in die Bestandteile Güteprüfung Fahrzeugbau, Güteprüfung Zugfunktion und Durchführung der Abnahmefahrten im Rahmen der technischen Abnahme.
Nach den einzelnen Werklieferverträgen mit den Fahrzeugherstellern ist oder wird eine Lebensdauer der Fahrzeuge von 30 Jahren erwartet. Die ordnungsgemäße Fahrzeugproduktion, Qualität der Ausführung sowie die Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen und anzuwendenden Normen sowie Regelwerke sind zu überwachen. Weiterhin ist die Einhaltung der Vorgaben aus den jeweiligen Lasten-/Pflichtenheften zu überprüfen. Es sind herstellerunabhängige Probe- und Abnahmefahrten sämtlicher Fahrzeuge in verschiedenen Konstellationen durchzuführen. Weiterhin sind Baumusterprüfungen mit den Fahrzeugen und an Komponenten durchzuführen.
Die Werklieferverträge lassen neben der Kontrolle durch die LNVG auch einen zu beauftragenden Dritten für diese gutachterlichen Tätigkeiten zu. Um diese Forderung erreichen zu können, wird die von der LNVG eingesetzte Güteprüfung für jedes Fahrzeug separat einen eigens auf die Fahrzeuge mit der LNVG und dem Hersteller abgestimmten Prüfplan mit Kontroll- und Haltepunkten erstellen. Erst nach Freigabe festgelegter Haltepunkte durch den Güteprüfer wird der Fahrzeughersteller die Produktion an dem geprüften Bauteil fortsetzen. Eine über den gesamten Produktionsprozess andauernde Präsenz der Güteprüfung in der jeweiligen Produktionsstätte ist dafür unabdingbar.
Die zu beauftragende Güteprüfung muss als EVU zugelassen sein oder den direkten Zugriff auf ein EVU haben, ist mit Prüf-Triebfahrzeugführern ausgestattetet und befähigt, die vertraglich festgeschrieben Abnahme- und Probefahrten eigenverantwortlich durchzuführen.
Die durch die Güteprüfung ausgeführte technische Fahrzeugabnahme, Probe- und Abnahmefahrt ist maßgeblich für die Übernahme der Fahrzeuge in den LNVG Fahrzeugpool. Nur so kann die vertragliche Abnahme als Nachweis der Erbringung der vertraglich geschuldeten Leistung durch die LNVG gegenüber dem Fahrzeughersteller ausgesprochen werden.
Der Bieter hat die Zulassung der Fahrzeuge zu prüfen und die LNVG und den Hersteller im Prozess der Fahrzeugzulassung zu begleiten.
Die temporäre Teilnahme an den zwischen LNVG und Fahrzeughersteller vereinbarten Projektstandsgesprächen wird vorausgesetzt.
Nach Prüfung der Eignung erstellt die Vergabestelle für die beiden unter III.1.3) genannten Ziffern 1 und 2 („Vorgabe“) ein Ranking auf Basis der Nachweise der Bewerber.
Bewertet werden einerseits der Leistungsumfang der Referenzen und andererseits die Relevanz der Referenzen, welche sich in dem Grad der Anwendbarkeit und Übertragbarkeit auf die ausgeschriebenen Leistungen bemisst. Je Vorgabe erhält der Bieter mit dem in Summe umfangsreichsten Nachweis das höchste Ranking, der Bieter mit den geringsten Nachweis das niedrigste Ranking. Je Vorgabe erhält der Bieter mit der in Summe höchsten Übertragbarkeit der Referenz das höchste Ranking, der Bieter mit den der in Summe niedrigsten Übertragbarkeit der Referenz das niedrigste Ranking.
Das höchste Ranking erhält eine Punktzahl entsprechend der Anzahl abgegebene Teilnahmeanträge, das niedrigste Ranking erhält die Punktzahl 1. Je Teilnahmeantrag wird die für jede Vorgabe und deren Bewertung vergebene Punktzahl zu einer Gesamtpunktzahl addiert. Der Bieter mit der höchsten Gesamtpunktzahl steht an erster Stelle der Rangfolge, der Bieter mit der zweithöchsten Gesamtpunktzahl steht an zweiter Stelle der Rangfolge, usw.
Sind mehr als 3 Teilnahmeanträge eingegangen, behält sich die Vergabestelle vor, nur die Bieter mit der Rangfolge 1 bis 3 zuzulassen.
Die Bieter können mit ihrem indikativen Angebot Vorschläge für die Erweiterung des Prüfumfangs mit eigenen Prüfkriterien und Inhalten machen, die die Vergabestelle dann als Option beauftragen kann.
1) Soweit die Rechtsform des Unternehmens dies ermöglicht: aktueller unbeglaubigter Auszug aus dem Handelsregister, nicht älter als 12 Monate;
2) Eigenerklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 123 und § 124 GWB (Formblatt verfügbar unter o. g. Link);
3) Eine Bewerbergemeinschaft hat mit ihrem Teilnahmeantrag eine von allen Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft rechtsverbindlich unterzeichnete Erklärung abzugeben, in der für den Fall der Auftragsausführung:
— die Bildung einer gesamtschuldnerisch haftenden Arbeitsgemeinschaft erklärt ist,
— alle Mitglieder aufgeführt sind und
— der für die Durchführung des Vertrages bevollmächtigte Vertreter bezeichnet ist.
Zudem hat sie für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft die in dieser Bekanntmachung geforderten Eignungserklärungen und -nachweise beizubringen.
4) Beabsichtigt der Bewerber keine Bewerbergemeinschaft zu bilden, zum Nachweis seiner Eignung aber dennoch auf die Kapazitäten eines anderen Unternehmens beispielsweise im Wege einer Unterbeauftragung oder in sonstiger Weise zu verweisen (Eignungsleihe), so muss der Bewerber auch für den jeweiligen Eignungsleihgeber die erforderlichen Erklärungen und Unterlagen vorlegen sowie seine tatsächliche Zugriffsmöglichkeit auf dieses Unternehmern durch Vorlage einer Verpflichtungserklärung des Eignungsleihgebers nachweisen (§ 47 VgV).
Falls eine Unterauftragsvergabe ohne Eignungsleihe beabsichtigt ist, sind die vorgesehenen Unterauftragnehmer und deren Leistungsumfang erst mit Angebotsabgabe zu benennen; eine Erklärung zu den Ausschlussgründen nach §§ 123 ff. GWB hins. der Nachunternehmer ist ebenfalls mit Angebotsabgabeeinzureichen.
— Eigenerklärung über den Gesamtumsatz des Unternehmens innerhalb der letzten 3 abgeschlosssenen Geschäftsjahre,
— Eigenerklärung über den Umsatz des Unternehmens innerhalb der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit Leistungen, die mit dem Gegenstand der Vergabe vergleichbar sind (Güteprüfung an Schienenfahrzeugen).
1) Nachweis der Fachkunde und Erfahrung in der Güteprüfung und der Durchführung von Abnahmefahrten von Schienenfahrzeugen mit Energieversorgung (Wechselstrom) über Oberleitung und/oder Dieselantrieb in Deutschland mit Normalspur (1.435 mm Spurbreite). Hierzu ist eine tabellarische Referenzliste der Jahre 2014 bis 2018 mindestens mit folgenden Angaben zu erstellen:
b) Fahrzeugtyp;
c) Einsatzgebiet/Verkehrsnetz;
d) Anzahl Fahrzeuge incl. eingelöster Optionen;
e) Anzahl Fahrzeug(teil)e je Triebzug/Länge über Kupplung;
f) Lieferzeitraum (incl. eingelöste Optionen).
2) Nachweis der Fachkunde und Erfahrung im Erlangen des Netzzugangs von elektrischen Vollbahnschienenfahrzeugen mit Energieversorgung (Wechselstrom) über Oberleitung und/oder Dieselantrieb in Deutschland (mindestens für Versuchsfahrten). Hierzu ist eine tabellarische Referenzliste der Jahre 2014 bis 2018 mindestens mit folgenden Angaben zu erstellen:
d) besondere Zugangsanforderungen (Steilstrecke, Neubaustrecke, Citytunnel, …);
e) Eisenbahninfrastrukturunternehmen;
f) antragstellendes Eisenbahnverkehrsunternehmen.
3) Nachweis der Verfügbarkeit über geeignete Prüfmittel für Eisenbahnfahrzeugen mit Energieversorgung (Wechselstrom) über Oberleitung und/oder Dieselantrieb sowie des dazu notwendigen Fachpersonals, um die geforderte Anzahl von Fahrzeugen prüfen zu können. Für den Nachweis der Fachkunde und Erfahrung ist eine Beschreibung der für die Güteprüfung notwendigen Prüfmittel sowie eine Übersichtstabelle mit dem permanent oder überwiegend tätigen Fachpersonal zu erstellen. Der Bewerber muss mit jedem Zug/Triebzug mehrere fahrwegunabhängige Bremswegmessungen im Rahmen der Abnahmefahrten durchführen und das dafür erforderliche Prüfgerät stellen;
4) Nachweis der Personalqualifikation als Schweißfachingenieur, Sachkundiger für Brandschutz, Sachkundige für EMV-Verträglichkeit, Sicherheitsmanager …). Sollte der Bewerber hier auch einen Nachunternehmer zurückgreifen, sind die Nachweise durch den Nachunternehmer zu erbringen.
Jeder Bewerber muss für die unter Ziffer 1 und 2 geforderten Nachweise mindestens 2 Referenzen benennen. Für die unter Ziffer 3 und 4 geforderten Nachweise hat der Bewerber die erforderlichen Prüfmittel und Personale zu benennen und ihr Vorhandensein zu bestätigen.
Jeder Bewerber muss ferner nachweisen, dass er über ein Qualitätssicherungssystem nach ISO 9001:2018 verfügt. Entsprechende Zertifikate sind vorzulegen.
Der Bewerber muss selbst als EVU zugelassen sein und damit die für das Fahren auf öffentlicher Eisenbahninfrastruktur verbundene Verantwortung tragen. Weiterhin muss der Bewerber fähig sein und alle erforderlichen Kenntnisse besitzen, Eisenbahnfahrzeuge bedienen zu können.
Sollte der Bewerber nicht als EVU zugelassen sein, darf er sich eines EVU bedienen, welches Schienenfahrzeuge im regelmäßigen Fahrgastverkehr einsetzt. Hier ist dann mindestens ein Lehrtriebfahrzeugführer einzusetzen. Mit dem Teilnahmeantrag ist in jedem Fall für das EVU der Nachweis über ein eigenes Sicherheitsmanagementsystem inkl. einer gültigen Sicherheitsbescheinigung nach AEG § 7a vorzulegen.
Anhand der dargelegten Nachweise zur technischen Leistungsfähigkeit muss für die Vergabestelle nachvollziehbar sein, dass der Bewerber in der Lage ist, den Auftrag hinsichtlich einer zeitgerechten Prüfung der Fahrzeuge ohne Behinderung des Produktionsprozesses vollumfänglich und erfolgreich zu erfüllen.
1) Die auf der eVergabeplattform unter o. g. Link herunterzuladenden Unterlagen zum Teilnahmewettbewrb bestehen aus:
— „Kernanforderungen Güteprüfung 2.0“,
— Formblatt „Erklärung zur Eignung“,
— Checkliste „Einzureichende Unterlagen“.
2) Alle weiteren Informationen zu diesem Vergabeverfahren wie Änderungen der Unterlagen, Beantwortung von Bewerberfragen oder sonstige verfahrensrelevante Informationen werden ebenfalls über die eVergabeplattform unter dem o. g. Link bereitgestellt. Bis zum Ablauf der Frist zur Abgabe der Teilnahmeanträge sind die Bewerber verpflichtet, regelmäßig und selbstständig auf zur Verfügung gestellte, geänderte oder zusätzliche Dokumente zu achten;
3) Fragen zum Verfahren sind über die eVergabeplattform unter o. g. Link zu stellen. Letzter Termin für den Eingang von Fragen ist der 12.4.2019, 12.00 Uhr. Die Antworten auf Fragen werden zur Sicherstellung der Gleichbehandlung grundsätzlich auch allen anderen Teilnehmern zur Verfügung gestellt, es sei denn, es handelt sich bei dem Gegenstand einer Bewerberfrage um einen nicht kalkulationserheblichen, bewerberindividuellen Aspekt. Die Antworten werden auf der o. g. Vergabeplattform bereitgestellt. Nach dem o. g. Termin eingehende Rückfragen müssen nicht mehr beantwortet werden. Mündliche Auskünfte werden nicht erteilt;
4) Die Teilnahmeanträge sind elektronisch in Textform über die o. g. eVergabeplattform einzureichen;
5) Alle Nachweise können in Form von Eigenerklärungen erfolgen, soweit sich aus dieser Bekanntmachung nicht etwas anderes ergibt. Das vom Auftraggeber bereitgestellte Formblatt ist zwingend zu verwenden. Die LNVG behält sich vor, fehlende Erklärungen und Nachweise bis zum Ablauf einer zu bestimmenden Nachfrist nachzufordern;
6) Die Bewerber erklären sich mit Abgabe ihres Teilnahmeantrags ausdrücklich damit einverstanden, dass die von ihnen mitgeteilten personenbezogenen Daten für das Vergabeverfahren verarbeitet gespeichert werden können und bei Auftragserteilung auf ihr Angebot den nicht berücksichtigten Bietern der Name ihres Unternehmens und die Merkmale und Vorteile ihres Angebotes mitgeteilt werden können. Schließlich erklären sie sich auch mit der Nennung der erforderlichen Daten in der Bekanntmachung über den vergebenen Auftrag einverstanden;
7) Auf die Pflicht zur Kennzeichnung von Geheimnissen in den Teilnahmeanträgen (§ 165 GWB) wird hingewiesen;
8) Für evtl. unzutreffende oder unvollständige Angeben der Vergabeunterlagen wird – soweit rechtlich zulässig – keine Garantie oder Gewährleistung übernommen.
Bekanntmachungs-ID: CXQ6YRUYKUJ
Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung
Vorschriften über die Einlegung von Rechtsbehelfen finden sich in den §§ 155 ff. GWB. Auf die Zulässigkeitsvoraussetzungen eines Nachprüfungsantrags zur Vergabekammer gemäß §§ 160 ff. GWB wird hingewiesen, insbesondere auf die Regelung des § 160 Abs. 3 S. 1 GWB, die folgenden Wortlaut hat:
1) der Antragsteller, den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkennt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,
4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zuwollen, vergangen sind.“