Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202008,%202015
Timestamp: 2019-12-10 18:10:48
Document Index: 187925082

Matched Legal Cases: ['§ 675', '§ 675', '§ 675', '§ 675', '§ 398', '§ 398', '§ 491']

Rechtsprechung: WM 2008, 2015 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: LG Nürnberg-Fürth, 25.02.2008
LG Mannheim, 16.05.2008 - 1 S 189/07
https://dejure.org/2008,12079
LG Mannheim, 16.05.2008 - 1 S 189/07 (https://dejure.org/2008,12079)
LG Mannheim, Entscheidung vom 16.05.2008 - 1 S 189/07 (https://dejure.org/2008,12079)
LG Mannheim, Entscheidung vom 16. Mai 2008 - 1 S 189/07 (https://dejure.org/2008,12079)
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Ausgestaltung der Qualifizierung eines bestehenden Bankvertrags als einen entgeltlichen Geschäftsbesorgungsvertrag; Voraussetzungen des Anspruchs einer Bank auf Verweigerung der Erstattung des betroffenen Betrages von einer unberechtigt i.R.d. Online-Banking getätigten ...
Phishing: Kein Beweis des ersten Anscheins einer Sorgfaltspflichtverletzung des Bankkunden beim "klassischen" PIN/TAN-Verfahren
Zur Frage der Sorgfaltspflichtverletzung beim sog. Phising
Bank haftet bei Missbrauch von PIN und TAN im Onlinebanking -
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des LG Mannheim vom 16.05.2008, Az.: 1 S 189/07 (Anscheinsbeweis bei Phishing-Attacken)" von Tobias Mühlenbrock und Andreas Sesing, original erschienen in: MMR 2008, 765 - 767.
AG Schwetzingen, 20.09.2007 - 2 C 151/07
WM 2008, 2015
MMR 2008, 765
AnwBl 2009, 108
2012, § 675w Rn. 10; Schulte am Hülse/Klabunde, MMR 2010, 84, 87; Spindler in Festschrift Nobbe, 2009, S. 215, 232; einen Anscheinsbeweis für einfache Fahrlässigkeit bejahend, für grobe Fahrlässigkeit verneinend: Grundmann, WM 2009, 1157, 1163; kein Anscheinsbeweis für eine grob fahrlässige Sorgfaltspflichtverletzung bei Anwendung des klassischen PIN/TAN-Verfahrens: LG Mannheim, WM 2008, 2015; Borges, BKR 2009, 85, 87; Dienstbach/Mühlenbrock, K&R 2008, 151, 154; Erfurth, WM 2006, 2198, 2206; Kind/Werner, CR 2006, 353, 359; Nobbe in Ellenberger/Findeisen/Nobbe, Kommentar zum Zahlungsverkehrsrecht, 2. Aufl., § 675w Rn. 52; Herresthal in Langenbucher/Bliesener/Spindler, Bankrechts-Kommentar, 2013, § 675w Rn. 15, der jedoch für das iTAN-, eTAN- und mTAN-Verfahren einen Anscheinsbeweis für grobe Fahrlässigkeit annimmt; kein Anscheinsbeweis bei Verwendung des mTAN-Verfahrens: LG Köln, WM 2014, 2372; einen Anscheinsbeweis allgemein bejahend: Bender, WM 2008, 2049, 2058; Bock in Neumann/Bock, Zahlungsverkehr im Internet, 2004, Rn. 183; Borges, BKR 2009, 85; van Gelder in Festschrift Nobbe, 2009, S. 55, 67; Gößmann/Bredenkamp in Festschrift Nobbe, 2009, S. 93, 110; Werner in Hoeren/Sieber/Holznagel, Hdb. Multimedia-Recht, Teil 13.5, Stand Juli 2013 Rn. 63; Wiesgickl, WM 2000, 1039, 1050).
So ist ein Anscheinsbeweis für das Vorliegen der vorstehend aufgeführten Umstände beim Onlinebanking wie dem hier vorliegenden ausgeschlossen, da mittlerweile durch verschiedene ausgeklügelte Methoden die Erspähung von Daten im Internet, beispielsweise durch Aufforderungen zur Datenangabe unter rechtmäßigem Vorwand, nicht selten ist, und allein die Verwendung richtiger PIN und TAN daher nicht den Rückschluss auf die Zustimmung des Berechtigten zulässt (vgl. LG Mannheim, Urteil vom 16.5.2008 - 1 S 189/07;… Schulte am Hülse/Klabunde, MMR 2010, S. 84 (87);… Palandt, a.a.O., § 675w Rn. 4).
LG Köln, 26.08.2014 - 3 O 390/13
Denn die oftmals nicht zu verhindernden Möglichkeiten für Dritte, beim Online-Banking unberechtigt die Legitimationsdaten eines Bankkunden zu Missbrauchszwecken zu erlangen, unter denen sich auch solche befinden, auf die der Bankkunde keinen Einfluss hat und die er nicht ohne weiteres verhüten kann, stehen der Annahme eines Anscheinsbeweises dafür entgegen, dass eine unter Benutzung von TAN und PIN erfolgte unberechtigte Verfügung auf einer Pflichtverletzung des Bankkunden beruht (vgl. LG Mannheim 16.05.2008 - 1 S 189/07).
https://dejure.org/2008,19169
LG Nürnberg-Fürth, 25.02.2008 - 10 O 11030/06 (https://dejure.org/2008,19169)
LG Nürnberg-Fürth, Entscheidung vom 25.02.2008 - 10 O 11030/06 (https://dejure.org/2008,19169)
LG Nürnberg-Fürth, Entscheidung vom 25. Februar 2008 - 10 O 11030/06 (https://dejure.org/2008,19169)
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Bankkredit: Abtretung einer grundpfandrechtlich gesicherten Kreditforderung von einem Kreditinstitut an einen Dritten ohne bankrechtliche Erlaubnis
Zur Wirksamkeit der Abtretung von Forderungen einer Bank an eine Nicht-Bank
BGB §§ 398, 399, 488 Abs. 1 Satz 2, 491
BGB §§ 398, 399, 488 Abs. 1, § 491
Abspaltung oder Ausgliederung eines Kreditportfolios nach dem UmwG auch ohne Zustimmung des einzelnen Kreditnehmers
Abtretbarkeit von Forderungen aus Vertrauensverhältnissen ("notleidende" Darlehensforderung einer Bank)
Die dinglich gesicherte Forderung bleibt nach wie vor eine Darlehensforderung und es kommt auch nicht zu einer Trennung von dinglicher Forderung und dem zugrunde liegenden Schuldverhältnis, weil die Beklagte sowohl Inhaberin der Forderung als auch der Grundschuld geworden ist (LG Nürnberg-Fürth, WM 2008, 2015; Nobbe WM 2005, 1537 ff).
Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat in seiner Entscheidung vom 25.1.2008 (WM 2008, 2015) zutreffend darauf hingewiesen, dass es nach Auszahlung der Darlehensvaluta für den Schuldner grundsätzlich nicht mehr von entscheidender Bedeutung ist, an wen er zu zahlen hat, solange mit jeder Zahlung die Erfüllungswirkung eintritt.
Die dinglich gesicherte Forderung bleibt nach wie vor eine Darlehensforderung und es kommt auch nicht zu einer Trennung von dinglicher Forderung und dem zu Grunde liegenden Schuldverhältnis, weil die Beklagte sowohl Inhaberin der Forderung als auch der Grundschuld geworden ist (LG Nürnberg-Fürth, WM 2008, 2015; Nobbe WM 2005, 1537 ff).