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Timestamp: 2016-10-22 08:55:52
Document Index: 26874298

Matched Legal Cases: ['Art. 25', 'Art. 90', 'Art. 75', 'Art. 74', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 363', 'Art. 394', 'Art. 363', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 404', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 29', 'Art. 367', 'Art. 370', 'Art. 370', 'Art. 370', 'Art. 367', 'Art. 367', 'BGE', 'BGE', 'Art. 367', 'Art. 367', 'Art. 370', 'Art. 6', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 6', 'Art. 1', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 1', 'Art. 6', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 99', 'Art. 8', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 370', 'BGE', 'BGE', 'Art. 367', 'Art. 370', 'Art. 367', 'Art. 364', 'Art. 370', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 66']

4A_53/2012 (31.07.2012)
4A_53/2012
vertreten durch Rechtsanw�ltin Daniela Lutz,
Vertragsverletzung, M�ngel,
Beschwerde gegen das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 17. November 2011.
Der zwischenzeitlich pensionierte A.________ (Beschwerdegegner) f�hrte in Y.________ ein Ingenieurb�ro als Einzelfirma. Die Stadt X.________ (Beschwerdef�hrerin) �bertrug dem Beschwerdegegner im Januar 2006 die Bauingenieurarbeiten beim Neubau des Schulhauses Q.________. Der Vertrag vom 16./20. Januar 2006 umfasste die ingenieurtechnische Bearbeitung der Tragkonstruktion sowie die Ausf�hrungsplanung und �berwachung der Realisierung des Bauvorhabens gem�ss beigelegtem Leistungsbeschrieb. Vertragsgrundlage bildete die SIA-Norm 103 (Ausgabe 2003) f�r Leistungen und Honorare der Bauingenieure und Bauingenieurinnen. Als Honorar wurden pauschal Fr. 100'000.-- zuz�glich Mehrwertsteuer vereinbart.
Nach Beginn der Bauarbeiten liess die Baumeisterin (S.________ Bauunternehmung AG) die Statik des Schulhauses durch den von ihr beauftragten Bauingenieur B.________ �berpr�fen. Gest�tzt auf dessen Abkl�rungen mahnte sie mit Schreiben von 6. Oktober 2006 ungen�gende Armierungen und die Verletzung von Betonnormen im Sinne von Art. 25 Abs. 3 SIA-Norm 118 ab. An dieser Abmahnung hielt die Baumeisterin auch nach einer Besprechung vom 11. Oktober 2006 fest. Am 23. Oktober 2006 teilte der Bauleiter C.________ der Beschwerdef�hrerin seine Bedenken betreffend Rissbildung mit und erinnerte daran, dass in den Ausf�hrungspl�nen des Beschwerdegegners eine St�tze gefehlt habe. Daraufhin verh�ngte die Beschwerdef�hrerin einen partiellen Baustopp und beauftragte das Ingenieurb�ro D.________ mit der �berpr�fung der Statik des Schulhauses Q.________ und der Aussagen des Bauingenieurs B.________. Am 31. Oktober 2006 erstattete D.________ einen Vorabzug seines Berichts. Gleichentags ordnete die Beschwerdef�hrerin die komplette Einstellung der Bauarbeiten an. Am 14. November 2006 reichte der Beschwerdegegner eine mit Schreiben vom 2. November 2006 verlangte Stellungnahme zum Pr�fungsbericht von D.________ ein. In der Zwischenzeit hatte die Beschwerdef�hrerin das R.________ Ingenieurb�ro AG beauftragt, eine umfassende statische �berpr�fung des Geb�udes vorzunehmen. Die R.________ Ingenieurb�ro AG lieferte am 4. Dezember 2006 einen ersten Zwischenbericht und am 12. Dezember 2006 einen Kurzbericht ab, worin neun Punkte in Zusammenhang mit der Tragf�higkeit und drei Punkte im Zusammenhang mit der Gebrauchsf�higkeit bem�ngelt wurden. Am 14. Dezember 2006 k�ndigte die Beschwerdef�hrerin den Ingenieurvertrag mit dem Beschwerdegegner fristlos. Am 11. Januar 2007 erstattete die R.________ Ingenieurb�ro AG einen definitiven Pr�fungsbericht, den die Beschwerdef�hrerin u.a. als Grundlage f�r einen eigenen stadtinternen Bericht vom 12. Januar 2007 beizog. Der Beschwerdegegner und seine Haftpflichtversicherung gaben ihrerseits die Abkl�rung in Auftrag, ob die von der Beschwerdef�hrerin verh�ngten Massnahmen und die damit verbundenen Verz�gerungen und Mehrkosten tats�chlich auf ein Fehlverhalten des Beschwerdegegners zur�ckzuf�hren seien. Weitere Gespr�che der Parteien f�hrten zu keiner Einigung.
Am 20. November 2008 reichte die Beschwerdef�hrerin beim Handelsgericht des Kantons Z�rich Klage ein mit dem Antrag, der Beschwerdegegner sei zu verpflichten, der Beschwerdef�hrerin den Betrag von Fr. 729'839.30 nebst Verzugszinsen zu 5 % seit 6. Oktober 2007 zu bezahlen. Der Beschwerdegegner erhob Widerklage, wonach die Beschwerdef�hrerin ihm Fr. 107'600.-- (Honorar), Fr. 8'468.10 (vorprozessuale Anwaltskosten) und Fr. 124'556.-- (Expertisekosten), je nebst Zins, zu bezahlen habe.
Mit Urteil vom 17. November 2011 wies das Handelsgericht die Klage und ebenso die Widerklage ab. Es erwog zur Abweisung der Klage, soweit die Beschwerdef�hrerin ihre Klage damit begr�nde, dass der Beschwerdegegner die Statik des Schulhauses nicht normenkonform und den anerkannten Regeln seines Fachgebietes entsprechend errechnet habe, habe sie das Werk infolge versp�teter R�ge der Planfehler stillschweigend genehmigt. Auch die weiteren geltend gemachten Vertragsverletzungen hielt das Handelsgericht f�r nicht gegeben.
Die Beschwerdef�hrerin beantragt mit Beschwerde in Zivilsachen, das Urteil des Handelsgerichts sei mit Bezug auf die Ziffern 1 (Klageabweisung) sowie 3 bis 5 (Kosten und Parteientsch�digung) des Dispositivs aufzuheben, und es seien die Rechtsbegehren der Beschwerdef�hrerin vor der Vorinstanz gutzuheissen, n�mlich: Der Beschwerdegegner sei zu verpflichten, der Beschwerdef�hrerin den Betrag von Fr. 729'839.30 nebst Verzugszinsen zu 5 % seit 6. Oktober 2007 zu bezahlen. Eventualiter beantragte sie, die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Der Beschwerdegegner beantragt, die Antr�ge der Beschwerdef�hrerin abzuweisen und das Urteil des Handelsgerichts vollumf�nglich zu best�tigen. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Vernehmlassung.
1.1 Das angefochtene Urteil des Handelsgerichts ist ein Endentscheid, gegen den die Beschwerde zul�ssig ist (Art. 90 BGG). Das Handelsgericht hat als einzige kantonale Instanz im Sinne von Art. 75 Abs. 2 lit. b BGG entschieden. Sodann �bersteigt der Streitwert die Grenze nach Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG. Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde - unter Vorbehalt einer rechtsgen�glichen Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) - grunds�tzlich einzutreten.
1.2 Die Beschwerdef�hrerin weist darauf hin, dass sie im Zusammenhang mit dem Neubau des Schulhauses Q.________ einen zweiten Prozess gegen den Beschwerdegegner f�hre, in dem sie ihn solidarisch mit der S.________ Bauservice AG f�r weitere Vertragsverletzungen haftbar mache (Verfahren 4A_55/2012). Da die beiden Beschwerden in engem sachlichen und rechtlichen Zusammenhang st�nden, werde die gemeinsame Bearbeitung beantragt.
Die gleichzeitige Bearbeitung der konnexen F�lle erscheint sinnvoll und greift Platz. Demgegen�ber muss die Vereinigung der beiden Beschwerdeverfahren und die Beurteilung in einem einzigen Entscheid ausscheiden, da nicht durchwegs die gleichen Parteien involviert sind. Die Beschwerdef�hrerin beantragt denn auch nicht, die Verfahren seien zu vereinigen.
Der Beschwerdef�hrer, der die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 136 II 508 E. 1.2; 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3, S. 351, 393 E. 7.1, 462 E. 2.4). Soweit der Beschwerdef�hrer den Sachverhalt erg�nzen will, hat er zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass er entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570; 4A_470/2009 vom 18. Februar 2010 E. 1.2). �berdies ist in der Beschwerde darzutun, inwiefern die Behebung des ger�gten Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3).
2.3 Zu betonen ist, dass das Bundesgericht auch im Rahmen von Beschwerden gegen Urteile der Handelsgerichte keine Appellationsinstanz ist, die s�mtliche Rechtsfragen und den Sachverhalt umfassend �berpr�ft. Nicht eingetreten werden kann daher auf Vorbringen der Beschwerdef�hrerin, mit denen sie den vorinstanzlichen Erw�gungen in bloss appellatorischer Weise ihre eigene Auffassung entgegensetzt oder unsubstanziierte Sachverhaltsr�gen erhebt.
3.1 Die Vorinstanz qualifizierte den Vertrag zwischen der Beschwerdef�hrerin und dem Beschwerdegegner als gemischten Vertrag mit Verpflichtungen werkvertraglicher und solchen auftragsrechtlicher Natur. Die Berechnung der Statik und die Erarbeitung eines oder mehrerer Pl�ne bzw. einer Nutzungsvereinbarung seien bez�glich der Haftungsfrage den werkvertraglichen Normen zuzuordnen, weil aus diesen Leistungen ein mess- und objektivierbarer Erfolg geschuldet sei. Demgegen�ber umfasse die Pflicht des Beschwerdegegners zur �berwachung der Umsetzung seiner Pl�ne eine T�tigkeit und keinen Arbeitserfolg, weshalb diesbez�glich die Haftung nach auftragsrechtlichen Bestimmungen zu beurteilen sei.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin beanstandet die Vertragsqualifikation der Vorinstanz. Ihrer Auffassung nach richtet sich die Haftung des Beschwerdegegners nach Auftragsrecht. Sie wirft der Vorinstanz eine unvollst�ndige Sachverhaltsfeststellung vor, weil sie die vereinbarte Gesamtleistung des Beschwerdegegners nicht vollst�ndig untersucht bzw. diese falsch beurteilt habe. Mit der falschen Beurteilung habe sie gleichzeitig Art. 363 OR bzw. Art. 394 Abs. 1 OR verletzt. Die vereinbarten Arbeiten umfassten gem�ss Offerte des Beschwerdegegners 95 % der SIA-Grundleistungen und seien im Wesentlichen den Phasen 4.1.3 bis 4.1.5 der SIA-Ordnung 103 zuzuordnen. Diese Arbeiten ersch�pften sich somit keineswegs darin, mess- und objektivierbare Ergebnisse zu liefern, wie dies die Vorinstanz ohne vertiefte Auseinandersetzung mit der SIA-Ordnung 103 behauptet habe. Der Bauingenieurvertrag sei ebenso wie der Architektenvertrag ein Gesamtvertrag, der eine grosse Vielzahl verschiedenartiger Leistungen umfasse. Die k�nstliche Spaltung in Auftrags- und Werkvertragsrecht sei sachlich nicht gerechtfertigt. Das Selbstverst�ndnis der Planer selbst sei ebenfalls ein anderes. Dies zeige sich auch in der Haftungsregelung der SIA-Ordnung 103, nach deren Ziffer 1.9 die Haftung des Ingenieurs nicht an das Vorliegen von Werkm�ngeln gekn�pft werde. Vielmehr werde explizit und separat auf die Verletzung von Sorgfalts- und Treuepflichten hingewiesen. Die Haftung des Beschwerdegegners sei somit nach Auftragsrecht zu beurteilen.
3.3 Was den Inhalt des von den Parteien abgeschlossenen Vertrags anbelangt, stellte die Vorinstanz entgegen der anderslautenden Behauptung der Beschwerdef�hrerin gerade nicht fest, die Parteien h�tten einen "umfassenden" Vertrag f�r Ingenieurleistungen vereinbart. Sie stellte fest, die Parteien h�tten einen Vertrag �ber Ingenieurleistungen abgeschlossen, worin sich der Beschwerdegegner zur ingenieurtechnischen Bearbeitung der Tragkonstruktion sowie zur Ausf�hrungsplanung und �berwachung der Realisierung des Bauvorhabens gem�ss beiliegendem Leistungsbeschrieb verpflichtet habe. Der Leistungsbeschrieb befinde sich jedoch nicht in den Akten. Die Parteien stimmten aber �berein, dass damit zun�chst die Erarbeitung verschiedener Pl�ne, gest�tzt auf die statische Berechnung der Tragkonstruktion, sowie (in Zusammenarbeit mit dem Architekten) die Erstellung eines Sicherheits- und Nutzungsplans respektive einer Nutzungsvereinbarung erfasst sei. Ferner sei der Beschwerdegegner nach Auffassung der Parteien gest�tzt auf den Vertrag verpflichtet gewesen, die Umsetzung seiner Pl�ne zu organisieren und zu �berwachen.
Eine Erg�nzung dieser Feststellungen mit den von der Beschwerdef�hrerin in der Beschwerde aufgelisteten weiteren Hauptleistungen, die der Beschwerdegegner gem�ss der SIA-Ordnung 103 �bernommen haben soll, kann das Bundesgericht nicht vornehmen. Denn die Beschwerdef�hrerin zeigt nicht mit Aktenhinweisen auf, dass sie entsprechende konkrete Tatsachenbehauptungen bereits bei der Vorinstanz eingebracht hat (vgl. Erw�gung 2.2).
3.4 Die rechtliche Einordnung des Architektenvertrags und des - insoweit analog zu beurteilenden - Ingenieurvertrags des Bauwesens kann nicht allgemeing�ltig vorgenommen werden. Den Architektenvertrag oder den Ingenieurvertrag mit stets gleichem Inhalt gibt es nicht. Vielmehr ist darauf abzustellen, welche Leistungen die Parteien im konkreten Vertrag vereinbart haben (Urteil 4A_252/2010 vom 25. November 2010 E. 4.1; GAUCH, Der Werkvertrag, 5. Aufl. 2011, Rz. 47 f.; ebenso B�HLER, Z�rcher Kommentar, 3. Aufl. 1998, N. 168 zu Art. 363 OR). Den Gesamtvertrag des Architekten qualifiziert das Bundesgericht als gemischten Vertrag, der erlaubt, je nach den konkreten Umst�nden eine sachgerechte L�sung nach Massgabe des Auftrags- oder Werkvertragsrechts zu finden (BGE 134 III 361 E. 5.1; 127 III 543 E. 2a S. 545; 114 II 53 E. 2b S. 56 mit Hinweisen). Dabei sind Ingenieurleistungen, bei denen ein mess- und objektivierbarer Erfolg geschuldet ist, dem Werkvertragsrecht zu unterstellen. Entsprechend wendet das Bundesgericht auf Ingenieurleistungen wie etwa Vorarbeiten, Vorstudien, Vorprojekte, Ausf�hrungspl�ne und Ausschreibungsunterlagen Werkvertragsrecht an (BGE 119 II 40 E. 2e S. 46). Das Bundesgericht hat sodann festgehalten, dass eine Spaltung der Rechtsfolgen denkbar ist, indem sich etwa die Haftung f�r einen Planungsfehler nach werkvertraglichen Regeln, jene f�r unsorgf�ltige Bauleitung nach auftragsrechtlichen Regeln richten kann (BGE 109 II 462 E. 3d S. 466; so auch BGE 134 III 361 E. 5.1: unterschiedliche Rechtsfolgen je nach Streitgegenstand; ferner Urteil 4A_252/2010 vom 25. November 2010 E. 4.1). F�r die Aufl�sung des Gesamtvertrages des Architekten kommen die auftragsrechtlichen Bestimmungen, mithin Art. 404 OR, zur Anwendung (BGE 127 III 543 E. 2a S. 545 mit Hinweisen; ferner etwa Urteil 4C.18/2005 vom 30. Mai 2005 E. 2.1).
3.5 Die vorinstanzliche Qualifikation des von den Parteien abgeschlossenen Vertrags �ber Ingenieurleistungen als gemischten Vertrag mit werkvertraglichen und auftragsrechtlichen Elementen stimmt mit der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts �berein. Die Beschwerdef�hrerin zeigt mit ihrer Darlegung der eigenen Meinung keine Bundesrechtsverletzung durch die Vorinstanz bei der Vertragsqualifikation auf. Namentlich hat sich das Bundesgericht der Auffassung von GAUCH (a.a.O., Rz. 58-61), der den Gesamtvertrag des Architekten einheitlich den Regeln des Auftragsrechts unterstellen will, nicht angeschlossen (vgl. BGE 114 II 53 E. 2b S. 56). Insbesondere ist auch der in BGE 127 III 543 E. 2a S. 545 angef�gte Hinweis auf die entsprechende Auffassung nicht dahingehend zu verstehen, dass das Bundesgericht seine Rechtsprechung im Sinne dieser Lehrmeinung ge�ndert h�tte. Entsprechend hielt das Bundesgericht in der Folge wiederholt an der Qualifikation des Gesamtvertrags des Architekten als gemischten Vertrag (Auftrag und Werkvertrag) fest (BGE 134 III 361 E. 5.1; ferner etwa Urteile 4C.259/2006 vom 23. Oktober 2006 E. 2; 4C.18/2005 vom 30. Mai 2005 E. 2.1; 4C.93/2003 vom 25. August 2003 E. 4.3.2; 4C.14/2002 vom 5. Juli 2002 E. 4.2; 4C.60.2001 vom 28. Juni 2001 E. 2a).
Exakt auf der Linie dieser Rechtsprechung bewegt sich auch das Urteil 4A_252/2010 vom 25. November 2010 E. 4.1, auf das die Vorinstanz u.a. Bezug nimmt. Darin kann entgegen der Beschwerdef�hrerin keine �nderung der Rechtsprechung erblickt werden. Ihr Vorwurf, die Vorinstanz habe Art. 9 BV und Art. 29 Abs. 2 BV verletzt, weil sie nach der Referentenaudienz mit der Bezugnahme auf das Urteil 4A_252/2010 eine neue Rechtsauffassung eingenommen habe, ohne zuvor der Beschwerdef�hrerin das rechtliche Geh�r dazu zu gew�hren, entbehrt daher der Grundlage.
Zusammenfassend ist die von der Vorinstanz vorgenommene Vertragsqualifikation bundesrechtlich nicht zu beanstanden. Die dem Beschwerdegegner haupts�chlich vorgeworfenen Plan- und Berechnungsfehler betreffen seine Pflichten werkvertraglicher Natur. Daher ist es folgerichtig, wenn die Vorinstanz die Haftung des Beschwerdegegners nach den werkvertraglichen Regeln pr�fte.
Da sich demnach die Auffassung der Beschwerdef�hrerin, die Haftung richte sich nach Auftragsrecht, als unzutreffend erwiesen hat, gehen auch alle ihre R�gen, die sie auf diese unzutreffende Auffassung st�tzt, von vornherein fehl, und es wird im Folgenden nicht weiter darauf eingegangen.
4.1 Nach Ablieferung des Werkes hat der Besteller, sobald es nach dem �blichen Gesch�ftsgange tunlich ist, dessen Beschaffenheit zu pr�fen und den Unternehmer von allf�lligen M�ngeln in Kenntnis zu setzen (Art. 367 Abs. 1 OR). Wird das abgelieferte Werk vom Besteller ausdr�cklich oder stillschweigend genehmigt, so ist der Unternehmer von seiner Haftpflicht befreit, soweit es sich nicht um M�ngel handelt, die bei der Abnahme und ordnungsm�ssigen Pr�fung nicht erkennbar waren oder vom Unternehmer absichtlich verschwiegen wurden (Art. 370 Abs. 1 OR). Stillschweigende Genehmigung wird angenommen, wenn der Besteller die gesetzlich vorgesehene Pr�fung und Anzeige unterl�sst (Art. 370 Abs. 2 OR). Treten die M�ngel erst sp�ter zu Tage, so muss die Anzeige sofort nach der Entdeckung erfolgen, widrigenfalls das Werk auch r�cksichtlich dieser M�ngel als genehmigt gilt (Art. 370 Abs. 3 OR).
4.2 Die Vorinstanz pr�fte, ob die Beschwerdef�hrerin eine Pflicht zur M�ngelr�ge hatte und ob sie gegebenenfalls dieser rechtzeitig nachgekommen war.
Sie erwog, die M�ngelr�gepflicht entstehe mit der Ablieferung des Werkes. In W�rdigung der Parteivorbringen stellte sie fest, dass der Beschwerdegegner (im Zeitpunkt der K�ndigung) den den werkvertraglichen Normen zuzuordnenden Teil des Vertrags erf�llt und das Werk (die Pl�ne) im Sinne von Art. 367 Abs. 1 OR abgeliefert habe. Selbst wenn man aber davon ausgehen wollte, die nach werkvertraglichen Normen zu beurteilende Leistung des Beschwerdegegners bzw. das von ihm geschuldete Werk sei im Zeitpunkt der K�ndigung des Vertrags noch nicht vollst�ndig erbracht worden, so w�re die M�ngelr�gepflicht f�r das unvollendete Werk dennoch in sinngem�sser Anwendung der Regeln �ber die ordentliche M�ngelhaftung zu bejahen. Denn die Beschwerdef�hrerin habe den Vertrag ex nunc aufgel�st und erhebe Anspruch auf die M�ngelfreiheit dieses "unvollendeten" Werkes. Der Beschwerdef�hrerin habe daher eine Pflicht zur M�ngelr�ge oblegen.
4.3 Was die Beschwerdef�hrerin dagegen vorbringt, verf�ngt nicht. Sie macht eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung geltend und listet Arbeiten auf, die dem Beschwerdegegner oblegen h�tten, die aber im Zeitpunkt der Vertragsaufl�sung noch nicht erf�llt gewesen seien. Aus diesen ergebe sich, dass im Zeitpunkt der Vertragsaufl�sung nicht einzig noch rein auftragsrechtliche Leistungen zu erbringen gewesen seien. Mit dieser blossen Auflistung ohne Nachweis, dass sie entsprechende Behauptungen prozesskonform bei der Vorinstanz eingebracht h�tte, zeigt sie keine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz auf (vgl. Erw�gung 2.2). Damit kann sie nicht geh�rt werden. Es bleibt demnach bei der vorinstanzlichen Feststellung, dass der Beschwerdegegner das Werk (die Pl�ne) im Sinne von Art. 367 Abs. 1 OR abgeliefert hat.
Aber auch die Eventualbegr�ndung der Vorinstanz l�sst sich halten. Bei vorzeitiger Vertragsbeendigung steht der akzeptierte Werkteil dem vollendeten Werk namentlich bez�glich der M�ngelrechte des Bestellers gleich (BGE 116 II 450 E. 2b/aa S. 453; vgl. auch BGE 130 III 362 E. 4.2 S. 366; GAUCH, a.a.O., Rz. 2434). Die Beschwerdef�hrerin stellt dies nicht in Abrede. Ihre Ausf�hrungen zur Haftung wegen Sorgfaltspflichtverletzungen gehen an der Sache vorbei, da vorliegend keine solche zu pr�fen ist, sondern die Frage, ob die Beschwerdef�hrerin eine Pflicht zur R�ge des Planfehlers als Werkmangel hatte. Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz diese Frage zu Recht bejaht.
5.1 Obwohl Art. 367 Abs. 1 OR es nicht ausdr�cklich sagt, sind offene M�ngel sofort, d.h. unverz�glich anzuzeigen (GAUCH, a.a.O., Rz. 2141-2144; ZINDEL/PULVER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, 5. Aufl. 2011, N. 20 zu Art. 367 OR). Geheime M�ngel sind sofort nach der Entdeckung anzuzeigen (Art. 370 Abs. 3 OR). Diese gesetzlichen Regeln sind dispositiver Natur. Die Parteien k�nnen abweichende Vereinbarungen treffen (vgl. GAUCH, a.a.O., Rz. 2477-2481).
5.2 Vorliegend vereinbarten die Parteien im Ingenieurvertrag vom 16./20.Januar 2006 folgende Bestimmung (Art. 6 Abs. 3):
"Anspr�che aus M�ngeln des unbeweglichen Bauwerkes verj�hren innert 5 Jahren. Die Frist beginnt mit der Abnahme des Werkes bzw. des Werkteils zu laufen. Solche M�ngel kann der Auftraggeber w�hrend der ersten 2 Jahre nach der Abnahme jederzeit r�gen. Nach Ablauf dieser Frist sind die M�ngel sofort nach der Entdeckung zu r�gen."
Zudem haben die Parteien als Grundlage des Vertrags die SIA-Ordnung 103 (Ausgabe 2003) vereinbart. Deren Art. 1.11.21 enth�lt folgende Regelung:
"Anspr�che aus M�ngeln des Bauwerkes verj�hren innert f�nf Jahren. Die Frist beginnt mit der Abnahme des Werkes bzw. des Werkteils zu laufen. Solche M�ngel k�nnen w�hrend der ersten zwei Jahre nach der Abnahme jederzeit ger�gt werden. Nach Ablauf dieser Frist sind die M�ngel sofort nach der Entdeckung zu r�gen. Den aus der verz�gerten R�ge entstehenden Schaden tr�gt der Auftraggeber selber."
5.3 Die Vorinstanz hielt zun�chst fest, mit der �bernahme einer SIA-Ordnung in einen Vertrag erlangten die darin enthaltenen Bestimmungen den Charakter von allgemeinen Vertragsbedingungen. Den �bernommenen Bestimmungen gingen individuelle Parteiabreden stets vor (Art. 1.1 SIA-Ordnung 103). Weil Art. 6 Abs. 3 des Ingenieurvertrags die Bestimmung in Art. 1.11.21 SIA-Ordnung 103 abl�se, sei letztere auf den vorliegenden Fall von vornherein nicht anwendbar.
Zur Bestimmung von Art. 6 Abs. 3 des Ingenieurvertrags erwog die Vorinstanz, dass die Verj�hrungsfrist nur f�r diejenigen Anspr�che, die aus M�ngeln des unbeweglichen Bauwerks entst�nden, geregelt werde. M�ngel am "unbeweglichen Bauwerk" seien von Planm�ngeln zu unterscheiden. F�hrten Planm�ngel jedoch zu Bauwerksm�ngeln, stelle der aus den Bauwerksm�ngeln erwachsende Schaden einen Mangelfolgeschaden der Planm�ngel dar. Wenn die Bestimmung folglich die Verj�hrungsfrist von Anspr�chen aus M�ngeln am unbeweglichen Bauwerk regle, umfasse sie auch den Anspruch auf Ersatz des Mangelfolgeschadens von Planm�ngeln.
Von der Regelung der Verj�hrungsfrist sei die Regelung der M�ngelr�gefrist abzugrenzen. Nach Art. 6 Abs. 3 des Ingenieurvertrags k�nnten M�ngel w�hrend der ersten zwei Jahre nach der Abnahme jederzeit ger�gt werden. Aus dem Kontext werde unmissverst�ndlich klar, dass damit (nur) M�ngel des unbeweglichen Bauwerks gemeint seien. Nicht geregelt sei damit die M�ngelr�gefrist f�r die von den M�ngeln am unbeweglichen Bauwerk zu unterscheidenden Planm�ngel. Demnach gelte f�r diese mangels anderer Parteiabrede weiterhin die im Obligationenrecht verankerte Pflicht der "sofortigen" R�ge.
Daran �ndere nichts, dass die von der R�gefrist zu unterscheidende Verj�hrungsfrist von Art. 6 Abs. 3 des Ingenieurvertrags sich (wie gesehen) auch auf Anspr�che erstrecke, die ihre Ursache in Planm�ngeln h�tten. Weil der Anspruch auf Ersatz des Mangelfolgeschadens voraussetze, dass der den Schaden verursachende Mangel - vorliegend der Planmangel - rechtzeitig ger�gt bzw. nicht akzeptiert worden sei, gelte im Ergebnis, dass der Bauherr seinen Anspruch auf Ersatz des Mangelfolgeschadens verliere, wenn er den Planmangel nicht umgehend nach dessen Entdeckung r�ge. Im Regelfall, in dem zun�chst die Baum�ngel entdeckt w�rden und bei entsprechender Untersuchung festgestellt werde, dass diese M�ngel und der damit verbundene Schaden auf Planm�ngel zur�ckzuf�hren seien, f�hre dies f�r den Bauherrn nicht zu Problemen. Der Planmangel sei n�mlich regelm�ssig als geheimer Mangel zu qualifizieren und k�nne deshalb sofort nach dessen Entdeckung innerhalb der Verj�hrungsfrist, deren Ablauf an die Abnahme des Bauwerks gekn�pft sei, ger�gt werden. Nachdem der Bauherr grunds�tzlich nicht zur Nachforschung verpflichtet sei, brauche er sich nach der Entdeckung von Baum�ngeln nicht auf Ursachensuche zu machen. Es reiche v�llig aus, wenn er im Laufe der zwei Jahre nach der Abnahme des Bauwerks die M�ngel gegen�ber dem vermeintlichen Verursacher (der in der Regel der Bauunternehmer sein d�rfte) r�ge und in diesem Zusammenhang darauf stosse, dass die Ursache eigentlich beim Bauingenieur liege. R�ge er diesen Mangel umgehend nach der Entdeckung, sei er seiner M�ngelr�gepflicht rechtsgen�gend nachgekommen. Anderes gelte aber im umgekehrten Fall, in dem der Bauherr Planm�ngel vor den Baum�ngeln entdecke. Diesfalls m�sse er die M�ngel umgehend nach deren Entdeckung r�gen, andernfalls seien die daraus erwachsenden Anspr�che verwirkt.
5.4 Diese Erw�gungen der Vorinstanz vermag die Beschwerdef�hrerin nicht als bundesrechtswidrig auszuweisen. Zun�chst kann der Beschwerdef�hrerin nicht gefolgt werden, wenn sie meint, auf die streitbetroffene Frage komme die Regelung von Art. 1.11.21 der SIA-Ordnung 103 zur Anwendung. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, gehen individuelle Abreden der Parteien den im Sinne allgemeiner Vertragsbedingungen �bernommenen Bestimmungen der SIA-Ordnung 103 vor (vgl. auch GAUCH, a.a.O., Rz. 286 und 288). Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, der �bereinstimmende Parteiwille sei dahin gegangen, die SIA-Ordnung 103 bzw. die dort enthaltenen Bestimmungen ohne Ab�nderung zu �bernehmen, namentlich aber die zweij�hrige R�gefrist f�r alle Arten von M�ngeln. Dass bez�glich der Formulierung "unbewegliches" Bauwerk in SIA-Ordnung 103 und in Art. 6 des Ingenieurvertrags eine Differenz bestanden habe, h�tten die Parteien offensichtlich bei Vertragsschluss nicht gewollt und nicht realisiert.
Unabh�ngig davon, ob die von der Beschwerdef�hrerin vertretene Auslegung von Art. 1.11.21 der SIA-Ordnung 103, wonach f�r alle Arten von M�ngeln eine zweij�hrige R�gefrist gelte, zutreffen w�rde, kann sie mit ihrer Behauptung eines �bereinstimmenden Parteiwillens auf unver�nderte �bernahme der Bestimmung von Art. 1.11.21 der SIA-Ordnung 103 vor Bundesgericht nicht mehr geh�rt werden. Sie legt nicht dar, Entsprechendes vor der Vorinstanz vorgebracht zu haben. Im Verfahren vor dem Bundesgericht m�ssen ihre diesbez�glichen Behauptungen als neu und daher unzul�ssig unber�cksichtigt bleiben (Art. 99 Abs. 1 BGG). Der in diesem Zusammenhang erhobene Vorwurf einer willk�rlichen antizipierten Beweisw�rdigung und einer Verletzung von Art. 8 ZGB h�ngt in der Luft und ist nicht nachvollziehbar.
Die somit vorgehende Parteiabrede von Art. 6 Abs. 3 des Ingenieurvertrags enth�lt mit Bezug auf die f�r Planm�ngel geltende R�gefrist keine ausdr�ckliche Regelung, weshalb die gesetzlich vorgesehene Pflicht zur sofortigen R�ge nach der Entdeckung zur Anwendung gelangt. Die Vorinstanz erkannte dies, ohne Bundesrecht zu verletzen.
Weiter h�lt die Beschwerdef�hrerin der Vorinstanz vor, in offensichtlich unrichtiger Sachverhaltsfeststellung �bersehen zu haben, dass die wesentlichen Baum�ngel am unbeweglichen Werk und damit vor den Planm�ngeln entdeckt worden seien und dass die Beschwerdef�hrerin im Wesentlichen M�ngel des unbeweglichen Werkes zu beanstanden gehabt habe. Eine substanziierte Sachverhaltsr�ge erhebt sie indessen nicht. Mit ihren Ausf�hrungen zeigt sie nicht schl�ssig auf, dass die anderslautende Feststellung der Vorinstanz, wonach die Planm�ngel vor den Bauwerksm�ngeln entdeckt wurden, offensichtlich unrichtig sei. Es bleibt daher bei dieser vorinstanzlichen Feststellung.
6.1 Die Vorinstanz verneinte, dass die Beschwerdef�hrerin rechtzeitig eine rechtsgen�gende M�ngelr�ge erhoben hat. Gest�tzt auf die kl�gerischen Behauptungen ging sie davon aus, dass die Beschwerdef�hrerin aufgrund der Berichte der R.________ Ingenieurb�ro AG vom 4. respektive 12. Dezember 2006 �ber die dem Beschwerdegegner vorgehaltenen M�ngel ausf�hrlich informiert war, mithin die hier zur Diskussion stehenden M�ngel als am 12. Dezember 2006 als entdeckt zu gelten h�tten. Dies sei auch aus dem Bericht des Departements Bau der Stadt X.________ vom 12. Januar 2007 ersichtlich. Die Zustellung dieses stadtinternen Berichts an den Beschwerdegegner k�nne als rechtsgen�gliche M�ngelr�ge betrachtet werden. Sie sei aber erst am 12. Januar 2007 erfolgt, also einen Monat nach Entdeckung der M�ngel. Damit sei die M�ngelr�ge versp�tet erfolgt.
6.2 Bei der Beurteilung, ob eine M�ngelr�ge rechtzeitig erfolgt ist, muss auf die konkreten Umst�nde des Einzelfalls, insbesondere auf die Art der M�ngel abgestellt werden. Entscheide in anderen F�llen sind deshalb nur mit Zur�ckhaltung heranzuziehen. Grunds�tzlich ist die R�gefrist kurz zu bemessen, wenn es sich um einen Mangel handelt, bei dem die Gefahr besteht, dass ein Zuwarten zu einem gr�sseren Schaden f�hren kann (BGE 118 II 142 E. 3b S. 148 mit Hinweis). Wenn dies wie vorliegend nicht der Fall ist, h�lt das Bundesgericht eine siebent�gige R�gefrist f�r angemessen (vgl. Urteile 4A_82/2008 vom 29. April 2009 E. 7.1; 4C.82/2004 vom 3. Mai 2004 E. 2.3 mit Hinweis, in: Pra 93/2004 Nr. 146 S. 828; vgl. auch Urteil 4D_4/2011 vom 1. April 2011 E. 4.1).
Wie lange sich der Besteller mit der R�ge Zeit nehmen darf, ist nach objektiven Kriterien zu beurteilen. Der Zweck der kurzen R�gefrist nach Art. 370 Abs. 3 OR, d.h. das Bestreben nach rascher Schaffung von Rechtssicherheit, gebietet es, dass der Besteller, wenn er den Mangel einmal zuverl�ssig festgestellt hat, rasch zur Anzeige an den Unternehmer schreitet (Urteil 4C.159/1999 vom 28. Juli 2000 E. 1b/bb).
Die R�gefrist beginnt mit der Entdeckung des Mangels. Nach der Rechtsprechung gilt ein Mangel erst als entdeckt, wenn der Besteller davon solche Kenntnis erlangt hat, dass er eine gen�gend substanziierte R�ge erheben kann. Bei M�ngeln, die nach und nach zum Vorschein kommen, weil sie in ihrer Ausdehnung oder Intensit�t wachsen, gen�gen daf�r noch nicht die ersten Anzeichen. Bei solchen M�ngeln darf deshalb eine Entdeckung erst angenommen werden, wenn der ernsthafte Charakter des Zustandes deutlich wird und der Besteller die Bedeutung und Tragweite der M�ngel erfassen kann (BGE 131 III 145 E. 7.2; 118 II 142 E. 3b S. 148 f.).
Die Anzeige der M�ngel ist an keine besondere Form gebunden. Inhaltlich muss die R�ge sachgerecht substanziiert sein, zumindest die M�ngel genau angeben und zum Ausdruck bringen, dass der Besteller das Werk nicht als vertragsgem�ss anerkennen und den Unternehmer haftbar machen will (BGE 107 II 172 E. 1a S. 175).
6.3 Die Beschwerdef�hrerin macht eine Verletzung ihres Geh�rsanspruchs geltend. Anl�sslich der Referentenaudienz vom 23. Oktober 2009 habe der Instruktionsrichter Dr. H. Schmid in der vorl�ufigen rechtlichen Beurteilung sehr knapp und klar ausgef�hrt, dass der Einwand des Beschwerdegegners, es liege keine rechtzeitige bzw. rechtsgen�gliche M�ngelr�ge vor, nicht greife. Die Vorinstanz h�tte die Beschwerdef�hrerin vor der Urteilsf�llung auf die vom bisher Vorgebrachten abweichende Rechtsauffassung aufmerksam machen m�ssen. Dies - so die Beschwerdef�hrerin - h�tte ihr erm�glicht, ihre tats�chlichen Vorbringen betreffend Rechtzeitigkeit der M�ngelr�ge zu vervollst�ndigen. Nachdem der Instruktionsrichter anl�sslich der Referentenaudienz sich jedoch "sehr klar" dahingehend ge�ussert habe, die M�ngelr�ge sei sowohl rechtzeitig als auch gen�gend substanziiert, habe sie sich dazu nicht veranlasst gesehen. Die Geh�rsverletzung wiege umso schwerer, als sich die Vorinstanz bez�glich der Unterstellung der Haftungsfolgen am "neuen" Urteil 4A_252/2010 mit einer Praxis�nderung orientiert habe.
Dem Protokoll der Referentenaudienz/Vergleichsverhandlung vom 23. Oktober 2009 kann nicht entnommen werden, dass sich der Instruktionsrichter dahingehend �usserte, die Klage werde nicht an der Rechtzeitigkeit der M�ngelr�ge scheitern. Vielmehr findet sich der Hinweis des Instruktionsrichters, dass die Gespr�che in der Vergleichsverhandlung offen und ohne Behaftung gef�hrt w�rden und deshalb sp�ter darauf nicht Bezug genommen werden k�nne. Bei dieser Sachlage kann nicht davon ausgegangen werden, die Vorinstanz habe ihre Rechtsauffassung �berraschend ge�ndert, womit die Beschwerdef�hrerin nicht h�tte rechnen m�ssen. Auch trifft nicht zu, dass sich die Vorinstanz mit dem Urteil 4A_252/2010 auf eine Praxis�nderung des Bundesgerichts st�tzte. Wie ausgef�hrt, h�lt das besagte Urteil vielmehr an der bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichts fest (vgl. Erw�gung 3.5). Nachdem der Beschwerdegegner den Einwand der fehlenden M�ngelr�ge bereits in der Klageantwort erhoben hat, bestand f�r die Beschwerdef�hrerin Anlass, sich zu diesem Thema zu �ussern, ohne dass die Vorinstanz sie speziell darauf aufmerksam machen musste. Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt nicht vor.
6.4 Weiter wirft die Beschwerdef�hrerin der Vorinstanz vor, bei der Bemessung der R�gefrist die Umst�nde des Einzelfalles nicht angemessen gew�rdigt und damit Art. 367 Abs. 1 und Art. 370 Abs. 1 OR mehrfach verletzt sowie in tats�chlicher Hinsicht unhaltbare Sachverhaltsfeststellungen getroffen zu haben.
6.4.1 Zun�chst bestreitet sie, dass das Schreiben vom 2. November 2006 inklusive Beilage keine gen�gend pr�zise M�ngelr�ge dargestellt habe, wie die Vorinstanz dies beurteilte. Die Vorinstanz erwog, mit dem Schreiben vom 2. November 2006 habe die Beschwerdef�hrerin den Beschwerdegegner aufgefordert, zum Pr�fungsbericht des von ihr beauftragten Pr�fingenieurs D.________ Stellung zu nehmen. Dieser habe in seinem Bericht vier Bereiche als "problematisch" bezeichnet. Ferner habe er der Beschwerdef�hrerin empfohlen, den Beschwerdegegner zur Erbringung der erforderlichen Nachweise aufzufordern, ansonsten eine komplette, neue fundierte Statik mit allen Nachweisen zu erstellen sei. Gem�ss Vorinstanz stellt die Mitteilung, dass man gewisse Punkte eines Werks als problematisch erachte und (Berechnungs-)Nachweise verlange, noch keine M�ngelr�ge dar, werde daraus f�r den Unternehmer doch nicht klar ersichtlich, ob der Besteller diese Punkte als mangelhaft bezeichnen und den Unternehmer daf�r haftbar machen wolle. Eine derartige Mitteilung diene dazu, dem Unternehmer zu offenbaren, dass Zweifel an der einwandfreien Erstellung des Werks best�nden. Vor allem zeige ein solches Schreiben aber auch auf, dass der Besteller keine Gewissheit �ber allf�llige M�ngel habe, sondern lediglich eine Vermutung hege, der er auf den Grund gehen wolle. In diesem Fall sei der Besteller aber auch noch nicht zur R�ge verpflichtet. Das Schreiben vom 2. November 2006 stelle mithin keine M�ngelr�ge im Sinn von Art. 367 Abs. 1 OR dar.
Dieser Beurteilung ist beizupflichten. Das Schreiben vom 2. November 2006 gibt keine konkreten M�ngel an und bringt nicht zum Ausdruck, dass die Beschwerdef�hrerin den Beschwerdegegner f�r bestimmte M�ngel haftbar machen will. Entgegen der Beschwerdef�hrerin ergibt sich auch aus dem dem Schreiben beigelegten Bericht von D.________ keine ausreichende Pr�zision. Dort werden lediglich vier Bereiche als "problematisch" bezeichnet, und es wird der Beschwerdef�hrerin empfohlen, vom Beschwerdegegner Nachweise zu verlangen. Entsprechend erging das Schreiben vom 2. November 2006 als "Aufforderung zur Stellungnahme". Darin kann mit der Vorinstanz keine M�ngelr�ge erblickt werden.
6.4.2 Die Vorinstanz betrachtete auch das K�ndigungsschreiben vom 14. Dezember 2006 nicht als rechtsgen�gliche M�ngelr�ge. Die Beschwerdef�hrerin beanstandet dies zwar, begr�ndet aber nicht, inwiefern die Vorinstanz mit der diesbez�glichen Beurteilung eine Rechtsverletzung begangen haben soll. Auf diese Beanstandung ist daher nicht einzugehen.
6.4.3 Weiter behauptet die Beschwerdef�hrerin nunmehr, sie habe erst im Januar 2007 ausreichend Kenntnis �ber die M�ngel erlangt. Sie widerspricht damit den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz, wonach die Beschwerdef�hrerin selbst ausgef�hrt habe, dass ihr die R.________ Ingenieurb�ro AG am 4. Dezember 2006 einen Zwischenbericht und am 12. Dezember 2006 einen Kurzbericht zugestellt habe, worin in insgesamt neun Punkten Probleme der Tragf�higkeit und in drei Punkten M�ngel der Gebrauchstauglichkeit aufgef�hrt worden seien. Ferner habe sie ausdr�cklich erkl�rt, dass "die bereits im Dezember 2006 erlangten Erkenntnisse" im definitiven Bericht vom 11. Januar 2007 formuliert worden seien. Auch aus ihrem stadtinternen Bericht vom 12. Januar 2007 gehe hervor, dass die �berpr�fung durch die R.________ Ingenieurb�ro AG bereits am 12. Dezember 2006 abgeschlossen gewesen sei. Gest�tzt auf diese - mangels substanziierter Sachverhaltsr�ge verbindlichen - Feststellungen durfte die Vorinstanz folgern, dass die Beschwerdef�hrerin am 12. Dezember 2006 �ber die fraglichen M�ngel ausreichend informiert war. Wie die Vorinstanz unangefochten festhielt, behauptete die Beschwerdef�hrerin selbst nichts Gegenteiliges. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz verletzt daher in keiner Weise Bundesrecht.
6.4.4 Auch die Kritik gegen die Bemessung der R�gefrist dringt im Licht der zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht durch. Selbst wenn, wie die Beschwerdef�hrerin postuliert, eine eher grossz�gige Handhabung der R�gefristen praktiziert w�rde, kann der Vorinstanz jedenfalls keine Verletzung von Bundesrecht vorgeworfen werden, wenn sie - bei Abstellen auf den Zeitpunkt der Entdeckung der M�ngel im Dezember 2006 - die erst rund f�nf Wochen sp�ter erfolgte M�ngelr�ge vom 12. Januar 2007 als versp�tet beurteilte.
6.5 Demnach wies die Vorinstanz die Klage insoweit zu Recht wegen versp�teter R�ge der beanstandeten M�ngel ab.
Die Beschwerdef�hrerin wendet sich schliesslich gegen die vorinstanzliche Verneinung weiterer geltend gemachter Vertragsverletzungen. Sie r�gt in diesem Zusammenhang die Verletzung von Art. 364, 367 Abs. 1 und Art. 370 Abs. 1 OR sowie willk�rliche Sachverhaltsfeststellungen. Die Begr�ndung dieser R�gen f�llt indessen zu pauschal aus und l�sst eine sachdienliche Auseinandersetzung mit den einl�sslichen Erw�gungen der Vorinstanz vermissen. Im Wesentlichen begn�gt sich die Beschwerdef�hrerin damit, die Ausf�hrungen der Vorinstanz als unzutreffend oder offensichtlich falsch zu bezeichnen und ihnen ihre eigene Auffassung gegen�ber zu stellen, die im �brigen wiederum auf der auch bez�glich der weiteren geltend gemachten Vertragsverletzungen unzutreffenden Ansicht beruht, die Haftungsfrage beurteile sich nach Auftragsrecht. Damit zeigt sie nicht in rechtsgen�gender Weise auf, inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben soll (vgl. Erw�gungen 2.1 und 2.3). Ungen�gend begr�ndet sind auch ihre Vorw�rfe willk�rlicher Sachverhaltsfeststellungen (vgl. Erw�gung 2.2). Mangels hinl�nglicher Begr�ndung ist daher auf diese R�gen nicht weiter einzugehen.
Es bleibt daher bei der Abweisung der Klage, wie sie von der Vorinstanz erkannt wurde.
Die Beschwerde erweist sich als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdef�hrerin kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG). Die Kostenbefreiung f�r Gemeinden nach Art. 66 Abs. 4 BGG greift nicht, da es sich vorliegend um das Verm�gensinteresse der Beschwerdef�hrerin handelt.