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Timestamp: 2017-08-17 01:34:40
Document Index: 273907030

Matched Legal Cases: ['§ 135', '§135', '§738', '§ 128', '§ 730', '§705', '§730', 'BGH', '§ 128', '§730', '§128', '§129', 'BGH']

Rechtsprechung - Suchergebnis - 17.08.2017 03:34h
Gesellschaftsrecht - Auseinandersetzung Sonstiges
II ZR 60/08
Für § 135 HGB reicht es aus, wenn - vor oder nach Zustellung des Beschlusses über die Pfändung des Auseinandersetzungsguthabens - ein ernsthafter Vollstreckungsversuch in das sonstige Vermögen des Gesellschafters unternommen worden ist. Der Ausgang weiterer Vollstreckungsversuche, insbesondere in das unbewegliche Vermögen, braucht nicht abgewartet zu werden.
Aktenzeichen: IIZR60/08 Paragraphen: HGB§135 Datum: 2009-05-25
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Gesellschaftsrecht - Auseinandersetzung
Aktenzeichen: IIZR131/08 Paragraphen: BGB§738 Datum: 2009-03-09
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=25522
Gesellschaftsrecht - Gesellschafter Auseinandersetzung Einlagen
6 U 1102/05
Quoad-usum-Einlage; Durchstzungssperre; Durchsetzungssperre bei Nutzungseinbringung
1. Die Nutzungsüberlassung von im Eigentum eines Gesellschafters stehenden oder von ihm bei Dritten gepachteten Grundstücken an die Gesellschaft hat als Einbringung quoad usum mietähnlichen Charakter, Rechtsgrundlage der Überlassung ist aber kein Mietvertrag, sondern der Gesellschaftsvertrag, so dass der einbringende Gesellschafter keinen Anspruch auf Mietzins hat, sondern nur auf Beteiligung am Gewinn gemäß den gesellschaftsvertraglichen Bestimmungen.
2. Bei einer zum Gebrauch eingebrachten Sache bestimmt der Gesellschaftsvertrag, wer die Unterhaltskosten und laufenden Lasten der Sache zu tragen hat. Hat danach die GbR die privaten Lasten der zum Gebrauch überlassenen Sachen zu tragen, sind „private Last“ der Pachtflächen die Pachtzinsen, da diese zu erbringen sind, um die Flächen für die Nutzung durch die GbR zu erhalten. Im Außenverhältnis bleibt es bei einer Verpflichtung des Gesellschafters.
2. Der Gesellschafter kann die ihm gegen die GbR zustehenden Ansprüche nicht im Wege der actio pro socio gegen den Mitgesellschafter geltend machen, weil es sich dabei nicht um Sozialansprüche der Gesellschaft gegen einen der Gesellschafter handelt, sondern um eine Gesellschaftsschuld gegenüber einem Gesellschafter.
3. Ansprüche des Gesellschafters auf Erstattung von Miet-/Pachtzinsen für quoad usum in das Gesellschaftsvermögen eingebrachte Grundstücke sind nicht Ansprüche aus einem Drittverhältnis, für die der (andere) Gesellschaftzer entsprechend § 128 HGB haftet, sondern unmittelbar auf dem Gesellschaftsvertrag beruhende Ansprüche gegen die Gesellschaft aus dem esellschaftsverhältnis Sie unterliegen damit der Durchsetzungssperre. Der berechtigte Gesellschafter kann sie gegen die übrigen Gesellschafter persönlich grds. weder während des Bestehens der Gesellschaft noch während der Auseinandersetzung durchsetzen. Vielmehr ist der Anspruch im Rahmen der Auseinandersetzung (§ 730 Abs. 1 S. 1 BGB). bzw. bei der Ermittlung eines Abfindungsbetrags zu berücksichtigen.
4. Die Durchsetzungssperre greift hier ausnahmsweise nicht ein, wenn dem Gesellschafter ein seiner Forderung entsprechendes Guthaben in Rahmen der Auseinandersetzung auf jeden Fall zusteht oder wenn der andere Gesellschafter sich den wesentlichen Teil des Gesellschaftsvermögens ohne Gegenleistung zu Nutze gemacht hat oder wenn der Kläger den Anspruch durch eine vorläufige Schlussrechnung belegen kann.
5. Verweigert der Mitgesellschafter trotz entsprechender Verpflichtung und Verurteilung die zur Erstellung einer Schlussrechnung erforderlichen Auskünfte, liegt es nahe, den anspruchsberechtigten Gesellschafter so zu stellen, als habe er die Schlussrechnung vorgelegt.
6. Der Streitgegenstand einer auf eine Geldschuld gerichteten Klage bestimmt sich nach dem Antrag in Verbindung mit dem zugrunde liegenden Lebenssachverhalt. Streitgegenstand ist die Frage, ob der Kläger aufgrund des Lebenssachverhalts die Geldleistung vom Beklagten verlangen kann. Dabei wird der Streitgegenstand nicht durch die vorgetragenen Anspruchsgrundlagen oder rechtlichen Aspekte und ebenso wenig durch den vorgetragenen Prozessstoff beschränkt. Zum den Streitgegenstand bestimmenden und begrenzenden Lebenssachverhalt zählen alle Umstände, die nach natürlicher Betrachtungsweise zu dem vom Kläger unterbreiteten Tatsachenkomplex rechnen. Durch unterlassenen Vortrag einzelner Tatsachen des Tatsachenkomplexes wird der Streitgegenstand nicht beschränkt.
Auch (dem Gericht) unbekannte, bis zum Schluss der mündlichen Verhandlung existente Tatsachen, die zum Tatsachenkomplex des entschiedenen Falles gehören, können nicht dazu führen, dass durch ihren Vortrag ein zweiter Prozess möglich wird.
7. Der einem auf Erstattung von Aufwendungen für quoad usum eingebrachte Gegenstände geltende Vorprozess zugrunde liegende Lebenssachverhalt ändert sich nicht dadurch, dass ein Mitgesellschafter vor der letzten mündlichen Tatsachenverhandlung aus der GbR ausgeschieden ist.
Aktenzeichen: 6U1102/05 Paragraphen: BGB§705 BGB§730 Datum: 2006-04-26
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Der Drittgläubigeranspruch des Gesellschafters (hier: Anspruch aus einem Dienstvertrag) unterliegt in der Auseinandersetzung der Gesellschaft keiner Durchsetzungssperre (Aufgabe von BGH, Urt. v. 20. Oktober 1977 - II ZR 92/76, WM 1978, 89, 90 und v. 24. Mai 1971 - II ZR 184/68, WM 1971, 931, 932).
HGB §§ 128, 129
Aktenzeichen: IIZR40/05 Paragraphen: BGB§730 HGB§128 HGB§129 Datum: 2006-04-03
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Gesellschaftsrecht Prozeßrecht - Kommanditgesellschaft Gesellschafter Auseinandersetzung Urkundenprozeß
10 HK.O 64/05
1.Bei Ausscheiden eines Kommanditisten aus der Kommanditgesellschaft sind - auf dem Gesellschaftschaftsverhältnis beruhende - Einzelansprüche zwischen der Gesellschaft und dem ausgeschiedenen Kommanditisten regelmäßig unselbständige Rechnungsposten in der Auseinandersetzungsbilanz. Diese Einzelansprüche können in der Regel nicht mehr gesondert geltend gemacht werden, es sei denn, es steht schon vor der Auseinandersetzung fest, dass zumindest ein bestimmter Betrag verlangt werden kann.
2. Die klageweise Geltendmachung der in der Auseinandersetzungsrechnung einzubeziehende Einzelforderung enthält - außerhalb des Urkundesprozesses - ohne weiteres einen entsprechenden Feststellungsantrag ( Im Anschluss an BGH, NJW 2000, 2586 ).
Aktenzeichen: 10HK.O64/05 Paragraphen: Datum: 2005-11-22
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Gesellschaftsrecht - Kommanditgesellschaft Auseinandersetzung
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