Source: https://offenegesetze.de/veroeffentlichung/bgbl1/2019/28
Timestamp: 2019-08-25 08:49:52
Document Index: 351951767

Matched Legal Cases: ['§ 172', '§ 172', '§ 172', '§1', '§2', '§ 53', '§ 23', '§ 58', '§ 23', '§ 22', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 56', '§ 56', '§ 56', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 40', '§ 2', '§1', '§ 2', '§2', '§3', '§ 42', '§ 61', '§ 32', '§ 32', '§ 35', '§ 73', '§ 35', '§ 73', '§1', '§ 73', '§ 35', '§2', '§ 67', '§ 35', '§ 92', '§ 4', '§5', '§3', '§ 2', '§ 2', '§4', '§ 2', '§ 2', '§6', '§ 2', '§7', '§ 2', '§ 1', '§ 126', '§ 127', '§ 33', '§ 34', '§ 42', '§1', '§ 66', '§ 9', '§2', '§3', '§4']

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BGBl. Teil 1: Nr. 28 (2019)
Veröffentlicht am 02.08.2019, PDF downloaden
Sechzigste Verordnung zur Durchführung des § 172 des Bundesentschädigungsgesetzes (Seite 2)
Verordnung zur Ergänzung der Gebührentatbestände für individuell zurechenbare öffentliche Leistungen des Bundesamtes für Naturschutz (Seite 3)
Verordnung zur Änderung der Verordnung zum Integrationsgesetz und der Beschäftigungsverordnung (Seite 5)
Verordnung über die Mindestanforderungen an die Informationen in elektronischen Programmen für die Verordnung von Arzneimitteln durch Vertragsärzte und über die Veröffentlichung der Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses (Elektronische Arzneimittelinformationen-Verordnung  EAMIV) (Seite 6)
Anordnung zur Übertragung beamtenrechtlicher Befugnisse und Zuständigkeiten im Bereich der Deutschen Telekom AG (DTAGÜbertrAnO) (Seite 8)
1106 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 28, ausgegeben zu Bonn am 2. August 2019 Sechzigste Verordnung zur Durchführung des § 172 des Bundesentschädigungsgesetzes Vom 15. Juli 2019 Auf Grund des § 172 Absatz 4 des Bundesentschä- digungsgesetzes, der durch Artikel 84 Nummer 1 der Verordnung vom 29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785) geändert worden ist, in Verbindung mit Artikel V Num- mer 5 Absatz 1 des BEG-Schlussgesetzes vom 14. Sep- tember 1965 (BGBl. I S. 1315) verordnet das Bundes- ministerium der Finanzen: §1 Höhe der Entschädigungsaufwendungen und Lastenanteile des Bundes und der elf alten Bundesländer (Länder) im Rechnungsjahr 2017 (1) Die nach dem Bundesentschädigungsgesetz geleisteten Entschädigungsaufwendungen (Entschädi- gungsausgaben nach Abzug der mit diesen Ausgaben zusammenhängenden Einnahmen) betrugen im Rech- nungsjahr 2017 – jeweils gerundet –: – in den Ländern (außer Berlin) – in Berlin – insgesamt 174 875 322 Euro, 14 368 875 Euro, 189 244 197 Euro. (2) Der Lastenanteil des Bundes an den Entschädi- gungsaufwendungen beträgt – jeweils gerundet –: – in den Ländern (außer Berlin) – in Berlin – insgesamt 87 437 661 Euro, 8 621 325 Euro, 96 058 986 Euro. Die Lastenanteile der Länder an den Entschädigungs- aufwendungen betragen – jeweils gerundet –: – in Bremen 929 466 Euro, – in Berlin 2 155 331 Euro, – insgesamt 93 185 212 Euro. (3) Der Bund erstattet den Ländern, in denen die Entschädigungsaufwendungen den auf sie entfallenden Lastenanteil übersteigen, folgende Beträge – jeweils gerundet –: – Nordrhein‑Westfalen 17 166 672 Euro, – Bayern 19 345 699 Euro, – Hessen 9 531 003 Euro, – Rheinland‑Pfalz 50 114 573 Euro, – Berlin 12 213 543 Euro, – insgesamt 108 371 490 Euro. (4) Die Länder, in denen die Entschädigungsaufwen- dungen den auf sie entfallenden Lastenanteil nicht erreichen, führen an den Bund folgende Beträge ab – je- weils gerundet –: – Baden‑Württemberg 1 904 638 Euro, – Niedersachsen 4 179 645 Euro, – Schleswig‑Holstein 3 430 755 Euro, – Saarland 808 556 Euro, – Hamburg 1 399 541 Euro, – Bremen 589 370 Euro, – in Nordrhein‑Westfalen 24 480 252 Euro, – insgesamt – in Bayern 17 761 263 Euro, – in Baden‑Württemberg 15 055 973 Euro, – in Niedersachsen 10 888 855 Euro, (5) Die nach Absatz 3 vom Bund zu erstattenden Beträge und die nach Absatz 4 an den Bund abzufüh- renden Beträge werden mit den Beträgen verrechnet, die nach den vorläufigen Abrechnungen der Entschädi- gungsaufwendungen bereits erstattet oder abgeführt worden sind. – in Hessen 8 531 507 Euro, – in Rheinland‑Pfalz 5 570 408 Euro, – in Schleswig‑Holstein 3 951 433 Euro, – im Saarland 1 360 845 Euro, – in Hamburg 2 499 879 Euro, 12 312 505 Euro. §2 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt am siebten Tag nach der Ver- kündung in Kraft. Der Bundesrat hat zugestimmt. Berlin, den 15. Juli 2019 Der Bundesminister der Finanzen Olaf Scholz
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 28, ausgegeben zu Bonn am 2. August 2019 Verordnung zur Ergänzung der Gebührentatbestände für individuell zurechenbare öffentliche Leistungen des Bundesamtes für Naturschutz Vom 18. Juli 2019 Es verordnet auf Grund – des § 53 Absatz 2 Satz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes, der durch Arti- kel 421 Nummer 5 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist, in Verbindung mit § 23 Absatz 2 des Bundesgebühren- gesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154) das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Einvernehmen mit dem Bun- desministerium der Finanzen, dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, – des § 58 Absatz 3 Satz 2 des Bundesnaturschutzgesetzes, der durch Arti- kel 421 Nummer 8 Buchstabe b der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist, in Verbindung mit § 23 Absatz 2 des Bundesgebührengesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154) das Bundes- ministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Einverneh- men mit dem Bundesministerium der Finanzen sowie – des § 22 Absatz 1 und 4 Satz 1 des Bundesgebührengesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154) das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit: Artikel 1 Änderung der Kostenverordnung für Amtshandlungen des Bundesamtes für Naturschutz Die Anlage (Gebührenverzeichnis) der Kostenverordnung für Amtshandlun- gen des Bundesamtes für Naturschutz vom 25. März 1998 (BGBl. I S. 629), die zuletzt durch Artikel 2 Absatz 123 des Gesetzes vom 7. August 2013 (BGBl. I S. 3154) geändert worden ist, wird wie folgt geändert: 1. Nach Nummer 3 wird folgende Nummer 4 eingefügt: Gebühren- nummer Gebührentatbestand Gebühr in Euro Genehmigung nach § 40c des Bundesnatur- schutzgesetzes im Fall des Verbringens aus dem Ausland 50 bis 2 500“. 2. Die bisherigen Nummern 4 bis 6.3 werden die Nummern 5 bis 7.3. „4. 3. Die bisherige Nummer 6.4 wird Nummer 7.4 und in Spalte 2 wird die Angabe „6.1 bis 6.3“ durch die Angabe „7.1 bis 7.3“ ersetzt. 4. Die bisherige Nummer 7 wird Nummer 8 und in Spalte 2 wird die Angabe „§ 40 Absatz 5“ durch die Angabe „§ 40 Absatz 2“ ersetzt. 5. Die bisherigen Nummern 8 bis 10.3 werden die Nummern 9 bis 11.3. 6. Nach Nummer 11.3 werden die folgenden Nummern 11.4 bis 11.6 eingefügt: Gebühren- nummer Gebührentatbestand Gebühr in Euro „11.4 Zustimmung zur Bevorratung einer vorgezoge- nen Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahme nach § 56a Absatz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes 800 bis 10 000 11.5 Feststellung von Art, Ort, Umfang und Kompen- sationswert einer vorgezogenen Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahme nach § 56a Absatz 2 des Bundesnaturschutzgesetzes 400 bis 5 000 11.6 Anerkennung der Berechtigung von juristischen Personen zur Übernahme von Kompensations- pflichten nach § 56a Absatz 3 des Bundesnatur- schutzgesetzes 6 000“. 7. Die bisherigen Nummern 11 bis 12 werden die Nummern 12 bis 13. 1107
1108 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 28, ausgegeben zu Bonn am 2. August 2019 8. Die bisherige Nummer 12.1 wird Nummer 13.1 und in Spalte 2 wird die Angabe „§ 40 Absatz 4“ durch die Angabe „§ 40 Absatz 1“und die Angabe „§ 40 Absatz 6“ durch die Angabe „§ 40 Absatz 3“ ersetzt. 9. Die bisherige Nummer 12.2 wird Nummer 13.2. 10. Folgende Nummer 13.3 wird angefügt: Gebühren- nummer „13.3 Gebührentatbestand Gebühr in Euro Anordnungen zur Abwehr von Gefahren durch invasive Arten nach § 40a Absatz 1 oder 3 des Bundesnaturschutzgesetzes 50 bis 10 000“. Artikel 2 Besondere Gebührenverordnung über Gebühren und Auslagen für Maßnahmen des Bundesamtes für Naturschutz nach § 2 des Gesetzes zur Umsetzung der Verpflichtungen nach dem Nagoya- Protokoll und zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 511/2014 (Besondere Gebührenverordnung Nagoya-Protokoll – NagProtBGebV) §1 Gebühren und Auslagen Für Anordnungen und Abhilfemaßnahmen nach § 2 des Gesetzes zur Um- setzung der Verpflichtungen nach dem Nagoya-Protokoll und zur Durchführung der Verordnung (EU) Nr. 511/2014 erhebt das Bundesamt für Naturschutz Ge- bühren in Höhe von 50 bis 20 000 Euro sowie Auslagen. §2 Geltung des Bundesgebührengesetzes (1) Die Erhebung und Bemessung von Gebühren und Auslagen nach dieser Verordnung richtet sich im Übrigen nach den Vorschriften des Bundesgebüh- rengesetzes. (2) Die Kostenverordnung für Amtshandlungen des Bundesamtes für Natur- schutz findet auf die Erhebung von Gebühren und Auslagen nach dieser Ver- ordnung keine Anwendung. §3 Außerkrafttreten Diese Verordnung tritt am 1. Oktober 2021 außer Kraft. Artikel 3 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt am Tag nach der Verkündung in Kraft. Bonn, den 18. Juli 2019 Die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 28, ausgegeben zu Bonn am 2. August 2019 Verordnung zur Änderung der Verordnung zum Integrationsgesetz und der Beschäftigungsverordnung Vom 22. Juli 2019 Auf Grund des § 42 Absatz 2 Nummer 3 und 5 des Aufenthaltsgesetzes, dessen Nummer 5 durch Artikel 1 Nummer 22 Buchstabe b Doppelbuchstabe aa des Gesetzes vom 12. Mai 2017 (BGBl. I S. 1106) geändert worden ist, in Verbindung mit § 61 Absatz 2 des Asylgesetzes, der durch Artikel 1 Nummer 1 des Gesetzes vom 31. Oktober 2014 (BGBl. I S. 1649) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Artikel 1 Änderung der Verordnung zum Integrationsgesetz Artikel 2 und Artikel 6 Absatz 4 der Verordnung zum Integrationsgesetz vom 31. Juli 2016 (BGBl. I S. 1950) werden aufgehoben. Artikel 2 Änderung der Beschäftigungsverordnung § 32 der Beschäftigungsverordnung vom 6. Juni 2013 (BGBl. I S. 1499), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 1. August 2017 (BGBl. I S. 3066) geändert worden ist, wird wie folgt geändert: 1. Die Überschrift wird wie folgt gefasst: „§ 32 Beschäftigung von Personen mit Duldung oder Aufenthaltsgestattung“. 2. Absatz 3 wird wie folgt gefasst: „(3) Die Zustimmung zur Ausübung einer Beschäftigung wird ohne Vor- rangprüfung erteilt.“ 3. Absatz 5 wird aufgehoben. Artikel 3 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt am 6. August 2019 in Kraft. Berlin, den 22. Juli 2019 Der Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil 1109
1110 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 28, ausgegeben zu Bonn am 2. August 2019 Verordnung über die Mindestanforderungen an die Informationen in elektronischen Programmen für die Verordnung von Arzneimitteln durch Vertragsärzte und über die Veröffentlichung der Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses (Elektronische Arzneimittelinformationen-Verordnung – EAMIV) Vom 1. August 2019 Auf Grund des § 35a Absatz 3a Satz 2 und des § 73 Absatz 9 Satz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Krankenversicherung –, von denen § 35a Absatz 3a Satz 2 durch Artikel 1 Nummer 15 Buch- stabe c Doppelbuchstabe bb des Gesetzes vom 6. Mai 2019 (BGBl. I S. 646) eingefügt worden ist und § 73 Absatz 9 Satz 2 durch Artikel 1 Nummer 33 Buchstabe d des Gesetzes vom 6. Mai 2019 (BGBl. I S. 646) geän- dert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Gesundheit: §1 Begriffsbestimmungen (1) Ein elektronisches Programm im Sinne dieser Verordnung ist ein elektronisches Programm, das von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gemäß § 73 Absatz 9 Satz 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch für die Verordnung von Arzneimitteln in der vertrags- ärztlichen Versorgung zugelassen wird. (2) Ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesaus- schusses im Sinne dieser Verordnung ist ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Be- wertung des Nutzens von Arzneimitteln mit neuen Wirk- stoffen nach § 35a Absatz 3 Satz 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch, einschließlich der tragenden Gründe zum Beschluss. §2 Mindestanforderungen an die Informationen in elektronischen Programmen (1) Die Informationen, die ein elektronisches Pro- gramm mindestens enthalten muss, umfassen folgende Angaben aus den Beschlüssen des Gemeinsamen Bundesausschusses: 1. die Bezeichnung des Arzneimittels; 2. den Wirkstoff oder die Wirkstoffe; 3. das zugelassene Anwendungsgebiet oder die zu- gelassenen Anwendungsgebiete; 4. die Zuordnung des Wirkstoffs oder der Wirkstoffe zur anatomisch-therapeutisch-chemischen Klassi- fikation und zu der im datenbankgestützten Informa- tionssystem nach § 67a des Arzneimittelgesetzes hinterlegten Arzneistoffkatalognummer; 5. die Patientengruppe oder die Patientengruppen, für die eine Aussage zum Zusatznutzen des Arzneimit- tels getroffen wird; 6. die Zuordnung zum Krankheitsgebiet gemäß der Internationalen Klassifikation der Krankheiten sowie zur Alpha-ID-Identifikationsnummer in der jeweils vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumen- tation und Information im Auftrag des Bundesminis- teriums für Gesundheit herausgegebenen deutschen Fassung; 7. das Ausmaß des Zusatznutzens mit Angabe zur Aussagesicherheit und den vom Gemeinsamen Bundesausschuss zu Grunde gelegten zweckmäßi- gen Vergleichstherapien; 8. die zusammenfassende Darstellung der klinischen Ergebnisse der für den Zusatznutzen relevanten klinischen Endpunkte; 9. die Angaben zu Anforderungen an die qualitätsge- sicherte Anwendung; 10. die Angabe, ob für das Arzneimittel vom Gemein- samen Bundesausschuss die Durchführung einer anwendungsbegleitenden Datenerhebung nach § 35a Absatz 3b des Fünften Buches Sozialgesetz- buch gefordert worden ist sowie ob die Befugnis zur Verordnung des Arzneimittels auf solche Leis- tungserbringer beschränkt worden ist, die an der Datenerhebung mitwirken; 11. Datum und Geltungsdauer des Beschlusses des Gemeinsamen Bundesausschusses; 12. die Zusammenfassung der tragenden Gründe zum Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses, jeweils zu den Kategorien Mortalität, Morbidität, Lebensqualität und Nebenwirkungen, sowie zu- sammenfassend für den Gesamtzusatznutzen je Patientengruppe; 13. die Angabe, ob es sich um ein Arzneimittel zur Be- handlung eines seltenen Leidens nach der Verord- nung (EG) Nr. 141/2000 des Europäischen Parla- ments und des Rates vom 16. Dezember 1999 über Arzneimittel für seltene Leiden (ABl. L 18 vom 22.1.2000, S. 1) oder um ein Arzneimittel mit einer Genehmigung nach Artikel 14 Absatz 7 oder 8 der Verordnung (EG) Nr. 726/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 31. März 2004 zur Festlegung von Gemeinschaftsverfahren für die Genehmigung und Überwachung von Human- und Tierarzneimitteln und zur Errichtung einer Euro- päischen Arzneimittel-Agentur (ABl. L 136 vom 30.4.2004, S. 1) handelt; 14. die Angabe, ob das Arzneimittel Gegenstand der Richtlinie nach § 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 6 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch zur Anwen- dung von Arzneimitteln für neuartige Therapien im Sinne von § 4 Absatz 9 des Arzneimittelgesetzes ist;
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 28, ausgegeben zu Bonn am 2. August 2019 15. den Hyperlink zur Internet-Seite des Gemeinsamen Bundesausschusses, auf der die Informationen zu dem betreffenden Arzneimittel bereitgestellt werden. (2) Die Angaben sind in regelmäßigen Abständen, mindestens jedoch monatlich, auf ihre Aktualität zu überprüfen und im Falle etwaiger Änderungen zu aktua- lisieren. 1111 in verständlicher Sprache abgefasst sein. Sie soll so abgefasst sein, dass kein Widerspruch zu der Aussage des Beschlusses selbst entsteht und die tragenden Gründe aus sich heraus verständlich sind. Die Länge der Zusammenfassung soll 2 000 Zeichen nicht über- schreiten. §5 §3 Datenschutz und Datensicherheit Mindestanforderungen an die Darstellung der Informationen in elektronischen Programmen Bei der Bereitstellung der Daten in der maschinen- lesbaren Fassung sind dem jeweiligen Stand der Tech- nik entsprechende Maßnahmen zur Sicherstellung des Datenschutzes und der Datensicherheit zu treffen. (1) Bei der Anzeige des Arzneimittels oder des Wirk- stoffs in Suchergebnissen und Vergleichslisten des elektronischen Programms ist ein Hinweis anzuzeigen, wenn ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesaus- schusses hierzu vorhanden ist. Beschlüsse des Gemein- samen Bundesausschusses, die aufgehoben wurden oder nicht mehr gültig sind, sind entsprechend zu kennzeichnen oder zu entfernen. (2) Die Angaben nach § 2 müssen so in das elektro- nische Programm implementiert werden, dass sie eine Recherche mindestens nach den Informationen nach § 2 Absatz 1 Nummer 1, 2 und 3 erlauben. §4 Veröffentlichung der Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses (1) Der Gemeinsame Bundesausschusses stellt die maschinenlesbare Fassung eines Beschlusses als strukturierten Datensatz allgemein zugänglich auf seiner Internetseite bereit. (2) Die in § 2 Absatz 1 genannten Angaben aus den Beschlüssen des Gemeinsamen Bundesausschusses müssen in der maschinenlesbaren Fassung auch ein- zeln maschinell lesbar und referenzierbar sein. (3) Die in § 2 Absatz 1 Nummer 12 genannte Zusam- menfassung der tragenden Gründe zum Beschluss soll §6 Datenformate der maschinenlesbaren Form (1) Die Anforderungen an eine maschinenlesbare Fassung eines Beschlusses des Gemeinsamen Bundes- ausschusses erfüllen Formate, die den Anforderungen nach § 2 Nummer 5 des Informationsweiterverwen- dungsgesetzes entsprechen. (2) Der Gemeinsame Bundesausschuss legt das Nähere zu den Formaten und die technische Struktur des Datensatzes in der maschinenlesbaren Fassung eines Beschlusses des Gemeinsamen Bundesaus- schusses unter Berücksichtigung der allgemein aner- kannten Regeln der Technik spätestens bis zum 30. November 2019 in seiner Verfahrensordnung fest. Der Gemeinsame Bundesausschuss soll in seiner Ver- fahrensordnung auch Regelungen zur Meldung fehler- hafter Angaben in der maschinenlesbaren Fassung und zur Korrektur fehlerhafter Angaben treffen. §7 Inkrafttreten (1) Diese Verordnung tritt vorbehaltlich des Absat- zes 2 am Tag nach der Verkündung in Kraft. (2) Die §§ 2 und 3 treten am 1. Juli 2020 in Kraft. Bonn, den 1. August 2019 Der Bundesminister für Gesundheit Jens Spahn
1112 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 28, ausgegeben zu Bonn am 2. August 2019 Anordnung zur Übertragung beamtenrechtlicher Befugnisse und Zuständigkeiten im Bereich der Deutschen Telekom AG (DTAGÜbertrAnO) Vom 9. Juli 2019 Nach – § 1 Absatz 4 des Postpersonalrechtsgesetzes, der durch Artikel 24 Nummer 1 Buchstabe c des Geset- zes vom 9. Juli 2001 (BGBl. I S. 1510) geändert wor- den ist, in Verbindung mit der Anordnung zur Über- tragung dienstrechtlicher Befugnisse im Bereich der Deutschen Telekom AG vom 7. Juni 2019 (BGBl. I S. 886), – § 126 Absatz 3 Satz 2 und § 127 Absatz 3 Satz 1 des Bundesbeamtengesetzes vom 5. Februar 2009 (BGBl. I S. 160) sowie – § 33 Absatz 5, § 34 Absatz 2 Satz 2 und § 42 Ab- satz 1 Satz 2 des Bundesdisziplinargesetzes vom 9. Juli 2001 (BGBl. I S. 1510) ordnet der Vorstand der Deutschen Telekom AG an: §1 Befugnisse und Zuständigkeiten im Bereich des allgemeinen Beamtenrechts und des Besoldungsrechts einschließlich der Entscheidung über Widersprüche und Vertretung des Dienstherrn bei Klagen aus dem Beamtenverhältnis (1) Die Ausübung der dienstrechtlichen Befugnisse des Vorstands der Deutschen Telekom AG wird, soweit im Folgenden nichts anderes bestimmt ist, auf die Ab- teilung Civil Servant Matters übertragen. (2) Die Zuständigkeit zum Erlass von Widerspruchs- bescheiden in allgemeinen beamtenrechtlichen Angele- genheiten wird dem Betrieb Civil Servants Services übertragen, es sei denn, der Widerspruch betrifft 1. Maßnahmen des Vorstands, 2. das Verbot der Führung der Dienstgeschäfte nach § 66 Satz 1 des Bundesbeamtengesetzes, 3. die Feststellung des Verlustes der Bezüge nach § 9 Satz 3 des Bundesbesoldungsgesetzes und 4. missbilligende Äußerungen. Die Zuständigkeit für die Entscheidung über Widersprü- che gegen die in Satz 1 Nummer 2 bis 4 genannten Maßnahmen wird der Abteilung Civil Servant Matters übertragen, es sei denn, dass der Vorstand die mit dem Widerspruch angefochtene Entscheidung getrof- fen hat. (3) Die Vertretung des Dienstherrn bei Klagen aus dem Beamtenverhältnis wird der Abteilung Civil Servant Matters übertragen. §2 Befugnisse und Zuständigkeiten im Bereich des Disziplinarrechts (1) Die Befugnisse zur Kürzung der Dienstbezüge bis zum Höchstmaß und zur Erhebung der Disziplinarklage gegen Beamtinnen und Beamte werden der Leitung der Abteilung Civil Servant Matters übertragen. (2) Die Zuständigkeit zum Erlass von Widerspruchs- bescheiden in disziplinarrechtlichen Angelegenheiten wird der Abteilung Civil Servant Matters übertragen. §3 Vorbehaltsklausel Der Vorstand der Deutschen Telekom AG behält sich vor, die übertragenen Befugnisse im Einzelfall oder in bestimmten Gruppen von Fällen und in jedem Stadium des Verfahrens selbst wahrzunehmen. §4 Inkrafttreten, Außerkrafttreten Diese Anordnung tritt mit Wirkung vom 1. Juli 2019 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Anordnung zur Übertra- gung beamtenrechtlicher Befugnisse und Zuständigkei- ten im Bereich der Deutschen Telekom AG vom 15. November 2016 (BGBl. I S. 2638) außer Kraft. Bonn, den 9. Juli 2019 Deutsche Telekom AG Der Vorstand B. Bohle
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil I Nr. 28, ausgegeben zu Bonn am 2. August 2019 Bekanntmachung über das Inkrafttreten des delegierten Rechtsakts nach Artikel 98 der Richtlinie (EU) 2015/2366 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2015 über Zahlungsdienste im Binnenmarkt, zur Änderung der Richtlinien 2002/65/EG, 2009/110/EG und 2013/36/EU und der Verordnung (EU) Nr. 1093/2010 sowie zur Aufhebung der Richtlinie 2007/64/EG Vom 26. Juli 2019 Nach Artikel 15 Absatz 1 des Gesetzes zur Umsetzung der Zweiten Zahlungs- diensterichtlinie vom 17. Juli 2017 (BGBl. I S. 2446) wird hiermit bekannt ge- macht, dass die in Artikel 98 der Richtlinie (EU) 2015/2366 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. November 2015 über Zahlungsdienste im Binnenmarkt, zur Änderung der Richtlinien 2002/65/EG, 2009/110/EG und 2013/36/EU und der Verordnung (EU) Nr. 1093/2010 sowie zur Aufhebung der Richtlinie 2007/64/EG (ABl. L 337 vom 23.12.2015, S. 35; L 169 vom 28.6.2016, S. 18) benannten technischen Regulierungsstandards als Delegierte Verordnung (EU) 2018/389 der Kommission vom 27. November 2017 zur Ergänzung der Richtlinie (EU) 2015/2366 des Europäischen Parlaments und des Rates durch technische Regulierungsstandards für eine starke Kundenauthentifizierung und für sichere offene Standards für die Kommunikation (ABl. L 69 vom 13.3.2018, S. 23) am 14. März 2018 in Kraft getreten sind. Berlin, den 26. Juli 2019 Bundesministerium der Finanzen Im Auftrag D. Dietze 1113