Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=12%20U%2052/12
Timestamp: 2019-03-19 06:46:37
Document Index: 89598557

Matched Legal Cases: ['§ 280', 'BGH', '§ 280', 'BGH', '§ 133', '§ 129', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: 12 U 52/12 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Düsseldorf, 14.03.2013
OLG Hamm, 29.08.2012 - I-12 U 52/12
Verkehrssicherungspflicht, Beaufsichtigung, Saunabetrieb
BGB §§ 280 Abs. 1, 241 Abs. 2, 253 Abs. 2
Sauna - Verkehrssicherungspflicht Betreiber
Zu den Kontrollpflichten des Betreibers einer Sauna
Saunabetreiber ist nicht verpflichtet Gesundheitszustand der Saunabesucher regelmäßig und ständig zu überwachen
Zu Tod in der Sauna - Ständige Kontrollgänge nicht erforderlich
Tod nach dem Saunabesuch - Seniorin erlitt Schwächeanfall und wurde zu spät entdeckt: Haftet der Saunabetreiber?
Tod nach Schwächeanfall: Saunabetreiber muss nicht in kurzen Abständen das körperliche Wohlbefinden der Saunanutzer kontrollieren
Saunabetreiber muss körperliches Wohlbefinden der Besucher nicht in engen Zeitabständen kontrollieren - Betreiber kann nicht für Saunaunfall mit Todesfolge haftbar gemacht werden
Sauna-Betreiber muss Gäste-Befinden nicht engmaschig kontrollieren // OLG Hamm weist Klage von Hinterbliebenen nach Todesfall zurück
Zur Verkehrssicherungspflicht des Saunabetreibers
LG Bochum, 16.02.2012 - 6 O 80/11
NJ 2014, 292
Die Verkehrssicherungspflicht bildet innerhalb eines Schuldverhältnisses zugleich eine solche Schutzpflicht (BGH…, Urteil vom 14. März 2013 - III ZR 296/11 - juris Rn. 25; OLG Hamm, Urteil vom 29. August 2012 - I-12 U 52/12, 12 U 52/12 -, juris Rn. 20;… Grüneberg, in: Palandt, BGB, 75. Aufl., 2016, § 280, Rn. 28).
Der Fitnessstudiovertrag stellt insoweit - sofern wie hier keine anderweitigen Anhaltspunkte vorliegen - einen Mietvertrag dar (… vgl. BGH, Urt. v. 08.02.2012, Az.: XII ZR 42/10, Rn. 17 = NJW 2012, 1431; OLG Hamm, Urt. v. 29.08.2012, Az.: 12 U 52/12, Rn. 16 = NJW-RR 2013, 397).
OLG Düsseldorf, 14.03.2013 - I-12 U 52/12
InsO § 133 Abs. 1 S. 1; InsO § 129 Abs. 1
Voraussetzungen für die Anfechtbarkeit von Akonto-Zahlungen und Rückgewähr zur Insolvenzmasse; Indizien für das Vorliegen eines Gläubigerbenachteiligungsvorsatzes des Insolvenzschuldners
LG Kleve, 27.01.2012 - 1 O 337/10
Nach Auffassung des Gerichtes weicht der vorliegende Sachverhalt daher entscheidend von dem beklagtenseits angeführten Biersteuerfall (BGH, 09.07.2009, IX ZR 86/08) und den weiter zitierten Entscheidungen zu BGH, 27.05.2003, IX ZR 169/02 (Zahlung an anwesenden Gerichtsvollzieher), OLG Düsseldorf, 14.03.2013, 12 U 52/12 (Einzahlung von Bargeldbeträgen auf ein gepfändetes Konto) und BGH, 22.01.2004, IX ZR 39/03 (Abberufung von Darlehensmitteln) ab und ist nicht mit diesen gleichzusetzen.
Belastbare Indizien für eine Zahlungsunfähigkeit liegen beispielsweise dann vor, wenn der Schuldner offen gegenüber dem Gläubiger erklärt, fällige Forderungen nicht alsbald tilgen zu können (BGH NJW 2003, 3560), wenn der Schuldner eine Ratenzahlungsvereinbarung nur teilweise oder nur schleppend erfüllt (OLG Düsseldorf, Urteil vom 14.03.2013, 12 U 52/12), wenn der Gläubiger von Strafverfolgungsmaßnahmen gegen den Schuldner wegen Vermögensdelikten erfährt (BGH WM 1991, 150) oder wenn der Gläubiger davon Kenntnis erlangt, dass die Hausbank des Schuldners sämtliche Kredite sofort fällig gestellt hat (BGH NJW 2001, 1650).