Source: https://www.migrationsrecht.net/kommentar-aufenthaltsgesetz-aufenthg-gesetz-aufenthalt-erwerbstaetigkeit-aufenthaltserlaubnis-niederlassungserlaubnis-aufenthg/paragraph-18a-aufenthaltserlaubnis-fuer-qualifizierte-geduldete-zum-zweck.html
Timestamp: 2019-09-22 18:59:49
Document Index: 108143398

Matched Legal Cases: ['§ 39', '§ 60', '§ 39', '§ 39', '§ 18', '§ 18']

(1) Einem geduldeten Ausländer kann eine Aufenthaltserlaubnis zur Ausübung einer
der beruflichen Qualifikation entsprechenden Beschäftigung erteilt werden, wenn die
Bundesagentur für Arbeit nach § 39 zugestimmt hat und der Ausländerim Bundesgebiet
a) eine qualifizierte Berufsausbildung in einem staatlich anerkannten oder
vergleichbar geregelten Ausbildungsberuf oder ein Hochschulstudium abgeschlossen
b) mit einem anerkannten oder einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbaren
ausländischen Hochschulabschluss seit zwei Jahren ununterbrochen eine dem
Abschluss angemessene Beschäftigung ausgeübt hat, oder
c) als Fachkraft seit drei Jahren ununterbrochen eine Beschäftigung ausgeübt hat, die eine
qualifizierte Berufsausbildung voraussetzt, und innerhalb des letzten Jahres vor
Beantragung der Aufenthaltserlaubnis für seinen Lebensunterhalt und den seiner
Familienangehörigen oder anderen Haushaltsangehörigen nicht auf öffentliche Mittel
mit Ausnahme von Leistungen zur Deckung der notwendigen Kosten für Unterkunft und
Heizung angewiesen war, und
(1 a) Wurde die Duldung nach § 60 a Absatz 2 Satz 4 erteilt, ist nach erfolgreichem Abschluss dieser Berufsausbildung für eine der erworbenen beruflichen Qualifikation entsprechenden Beschäftigung eine Aufenthaltserlaubnis für die Dauer von zwei Jahren zu erteilen, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 Nummer 2 bis 7 vorliegen und die Bundesagentur für Arbeit nach § 39 zugestimmt hat.
(1 b) Eine Aufenthaltserlaubnis nach Absatz 1 a wird widerrufen, wenn das der Erteilung dieser Aufenthaltserlaubnis zugrunde liegende Arbeitsverhältnis aus Gründen, die in der Person des Ausländers liegen, aufgelöst wird oder der Ausländer wegen einer im Bundesgebiet begangenen vorsätzlichen Straftat verurteilt wurde, wobei Geldstrafen von insgesamt bis zu 50 Tagessätzen oder bis zu 90 Tagessätzen wegen Straftaten, die nach dem Aufenthaltsgesetz oder dem Asylgesetz nur von Ausländern begangen werden können, grundsätzlich außer Betracht bleiben.
(2) 1Über die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit nach den Absätzen 1 und 1a wird ohne
Vorrangprüfung nach § 39 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 entschieden. 2§ 18 Abs. 2 Satz 2 und Abs. 5
gilt entsprechend. 3Die Aufenthaltserlaubnis berechtigt nach Ausübung einer zweijährigen
der beruflichen Qualifikation entsprechenden Beschäftigung zu jeder Beschäftigung.
Chronik des § 18a AufenthG