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Timestamp: 2019-12-08 02:53:10
Document Index: 371673568

Matched Legal Cases: ['§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 28', '§ 28', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 16', '§ 124', '§ 30', '§ 124', '§ 124', '§ 28']

Beginnt die Verwendung eines Gebäudes des Altvermögens zur Erzielung von Einkünften nach dem 31.12.2012, sind die fiktiven Anschaffungskosten nur dann als AfA-Bemessungsgrundlage heranzuziehen, wenn die Verwendung zur Einkünfteerzielung erstmalig erfolgt. Eine erstmalige Verwendung liegt nicht vor, wenn das Gebäude bereits zuvor - wenn auch mit einer mehrjährigen Unterbrechung - zur Erzielung von betrieblichen oder außerbetrieblichen Einkünften verwendet wurde.
Ansatz AfA-Bemessungsgrundlage Gebäude
Altvermögen (am 31.3.2012 nicht steuerverfangen gemäß § 30 EStG 1988 idF vor dem 1. StabG 2012)
Erfassung der gesamten Wertsteigerung gemäß § 30 Abs. 4 EStG 1988
Neuvermögen (am 31.3.2012 steuerverfangen gemäß § 30 EStG 1988 idF vor dem 1. StabG 2012 oder danach erworben)
Erfassung der gesamten Wertsteigerung gemäß § 30 Abs. 3 EStG 1988 (von tatsächlichen AK)
21.2.1.2 AfA-Bemessungsgrundlage bei einem früher angeschafften oder hergestellten Wirtschaftsgut (§ 16 Abs. 1 Z 8 lit. d EStG 1988 idF des BudBG 2007) - Rechtslage ab 1.1.2007 bis 31.7.2008
21.2.1.3 AfA-Bemessungsgrundlage bei einem früher angeschafften oder hergestellten Wirtschaftsgut (§ 16 Abs. 1 Z 8 lit. d EStG 1988 idF vor dem AbgÄG 2012) - Rechtslage ab 1.8.2008 bis 31.12.2012
In Fällen, in denen ein Gebäude (Wohnung) bereits einmal vom Steuerpflichtigen selbst zur Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung genutzt wurde, ist die AfA fortzusetzen, wobei der auf die "Nichtvermietung" entfallende Zeitraum die noch verbleibende Restnutzungsdauer nach § 16 Abs. 1 Z 8 lit. e EStG 1988 nicht verkürzt.
Im Falle des unentgeltlichen Erwerbs eines Gebäudes, das im Zeitpunkt des Erwerbs zur Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung genutzt und vom Erwerber weitervermietet wird ("durchgehende" Vermietung), sind wahlweise der zuletzt festgestellte Einheitswert oder die fiktiven Anschaffungskosten anzusetzen (§ 16 Abs. 1 Z 8 lit. b EStG 1988). Der Steuerpflichtige muss den Antrag auf Geltendmachung der fiktiven Anschaffungskosten für das Kalenderjahr stellen, in dem er das Gebäude unentgeltlich erworben hat und daher zumindest eine halbe Jahres-AfA vorzunehmen ist (VwGH 23.04.1980, 1690/79). Die einmal getroffene Wahl der Bemessung der AfA von den fiktiven Anschaffungskosten kann nicht mehr rückgängig gemacht werden (VwGH 01.07.1992, 91/13/0062). Der Antrag, die Absetzung von den fiktiven Anschaffungskosten vorzunehmen, kann allerdings auch noch im Rechtsmittelverfahren gestellt werden (VwGH 11.11.2008, 2004/13/0040).
Wurde ein Gebäude vom Rechtsvorgänger oder vom Rechtsnachfolger bereits zur Erzielung von Einkünften verwendet, so gelten - abgesehen von der "durchgehenden" Vermietung - die Rz 6432 und 6433.
Wird der Bodenschatz nach dem 31.12.2012 in Nutzung genommen, ist gemäß § 16 Abs. 1 Z 8 lit. b EStG 1988 die AfA des Rechtsvorgängers fortzusetzen. Im Ergebnis ist daher auf die - im Fall der Entdeckung nicht vorhandenen - historischen Anschaffungskosten abzustellen; die Ermittlung der Einkünfte richtet sich nach Rz 6410b.
Zur Abgrenzung Betriebsvermögen - Privatvermögen siehe Rz 5042.
21.2.2.4 AfA-Bemessungsgrundlage bei unentgeltlichem Erwerb (§ 16 Abs. 1 Z 8 lit. b EStG 1988) - Rechtslage für Übertragungen nach dem 31.7.2008
Die vom Rechtsvorgänger geltend gemachte AfA ist bis zur vollständigen Abschreibung vom Erwerber fortzusetzen (§ 16 Abs. 1 Z 8 lit. b EStG 1988). Es ist weder eine neue Bemessungsgrundlage noch eine neuer AfA-Satz zu ermitteln; Rz 3132 gilt entsprechend.
1.Bei unentgeltlichem Erwerb eines Gebäudes (Wohnung), das im Zeitpunkt des Erwerbes zur Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung genutzt und vom Erwerber weitervermietet wird ("durchgehende" Vermietung).
2.Bei unentgeltlichem Erwerb eines Gebäudes (Wohnung), das zwar nicht durchgehend vermietet wird, aber vom Rechtsvorgänger bereits einmal vermietet wurde. Bei der Ermittlung der noch verbleibenden Nutzungsdauer gemäß § 16 Abs. 1 Z 8 lit. e EStG 1988 idF vor dem AbgÄG 2012 bzw. § 16 Abs. 1 Z 8 lit. d EStG 1988 bleibt die Zeit der "Nichtvermietung" unberücksichtigt (siehe Rz 6433e).
§ 16 Abs. 1 Z 8 lit. b EStG 1988 idF des SchenkMG 2008 (Fortsetzung der AfA des Rechtsvorgängers) ist - ebenso wie § 28 Abs. 2 und 3 EStG 1988 (Fortsetzung der Zehntel- bis Fünfzehntelabschreibungen in allen Fällen des unentgeltlichen Erwerbs) und § 28 Abs. 7 EStG 1988 (Entfall der besonderen Einkünfte bei unentgeltlichen Übertragungen unter Lebenden), jeweils idF des SchenkMG 2008, - auf Übertragungen der Einkunftsquelle anzuwenden, die nach dem 31. Juli 2008 erfolgt sind.
Wird vom Vorbehaltsfruchtnießer nach dem 31. Juli 2008 unentgeltlich auf das Fruchtgenussrecht verzichtet, sodass die Einkunftsquelle (wieder) unentgeltlich zum zivilrechtlichen Eigentümer wechselt, ist § 16 Abs. 1 Z 8 lit. b EStG 1988 idF des SchenkMG 2008 anzuwenden (ebenso bei Wegfall des wirtschaftlichen Eigentums nach dem 31. Juli 2008; UFS 24.05.2011, RV/2411-W/10). Hat der Fruchtnießer mangels wirtschaftlichen Eigentums zwar keine AfA geltend gemacht, aber eine Zahlung für Substanzabgeltung geleistet (Rz 112), kann der Eigentümer eine AfA in Höhe der geleisteten Zahlung bis zur vollständigen Berücksichtigung der AfA geltend machen.
Wird ein Gebäude (eine Wohnung) nach dem 31. Juli 2008 veräußert und vom Veräußerer später auf die Bezahlung des Kaufpreises verzichtet, ist zu prüfen, ob nicht eine unentgeltliche Übertragung iSd § 16 Abs. 1 Z 8 lit. b EStG 1988 vorliegt. Dies wird der Fall sein, wenn unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Sachverhaltes - ungeachtet des formellen Abschlusses eines Kaufvertrages - eine unentgeltliche Übertragung gewollt war.
Nach dem klaren Gesetzeswortlaut des § 16 Abs. 1 Z 8 lit. d EStG 1988 (§ 16 Abs. 1 Z 8 lit. e EStG 1988 idF vor dem AbgÄG 2012), der einen grundsätzlich einheitlichen, jährlich geltend zu machenden AfA-Prozentsatz von 1,5% normiert, ändert es an der Höhe dieses AfA-Satzes nichts, wenn das vermietete Gebäude schon vor dem Eigentumsübergang in Nutzung stand (und sich damit eine Gesamtnutzungsdauer von über 66 Jahren errechnet, VwGH 18.07.2001, 98/13/0003). Ein höherer AfA-Satz (kürzere Nutzungsdauer) kommt - auch dann, wenn das Gebäude in gebrauchtem Zustand angeschafft worden ist - nur dann in Betracht, wenn auf Grund des Bauzustandes eine durch ein Gutachten nachzuweisende kürzere Restnutzungsdauer anzunehmen ist.
§ 124b Z 146 lit. c EStG 1988, Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400/1988
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 2618
VwGH 27.11.1984, 83/14/0046
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 2164
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 7022
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 5571
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 5572
VwGH 23.04.1980, 1690/79
VwGH 01.07.1992, 91/13/0062
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 6486
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 6433
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 6433c
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 6433d
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 6433e
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 6433f
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 6424
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 3121
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 6442a
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 6442c
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 6442
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 6428
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 5042
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 5571 f
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 7001 ff
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 14
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 112
VwGH 11.11.2008, 2004/13/0040
UFS 28.01.2010, RV/3639-W/08
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 6488a
UFS 24.05.2011, RV/2411-W/10
§ 30 Abs. 6 lit. a EStG 1988, Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400/1988
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 6441 ff
EStR 2000, Einkommensteuerrichtlinien 2000 Rz 6658
§ 124b Z 227 EStG 1988, Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400/1988
§ 124b Z 232 EStG 1988, Einkommensteuergesetz 1988, BGBl. Nr. 400/1988
Einkommensteuer, angeschafftes Gebäude, Anschaffungskosten, private Anschaffung und Vermietung eines Gebäudes, Gebäude, Anschaffung, Vermietung, Abgrenzung zur erstmaligen Vermietung, erstmalige Vermietung, unentgeltlicher Erwerb eines Mietgebäudes, Mietgebäude, unentgeltlicher Erwerb, fiktive Anschaffungskosten, AfA-Bemessungsgrundlage, Buchwertfortführung, Buchwertfortführung bei Mietgebäuden, Beendigung der Vermietung, Einantwortung, Legat, Schenkung, durchgehende Vermietung, Fruchtgenuss, Zehntelabsetzung, Zehntelabschreibung, Fünfzehntelabsetzung, Fünfzehntelabschreibung, Zeitpunkt der Übertragung eines Mietgebäudes, Vorbehaltsfruchtgenuss, Zahlung für Substanzabgeltung, Verzicht auf Kaufpreis, Nachversteuerung gemäß § 28 Abs. 7 EStG, aktivierungspflichtige Aufwendungen, Herstellungsaufwand mit Gebäudecharakter, Altvermögen, pauschale Gewinnermittlung, historische Anschaffungskosten, Bodenschatz, unentgeltlich erworbenes Fruchtgenussrecht
Findok-Nr: 19973.16, aufgenommen am: 08.09.2015 09:19:30, Dokument-ID: 5e27b267-e06d-40f6-b590-acee86bf6ef3, Segment-ID: 255bdb02-33ea-49c5-9eb1-d50ae10d8b19