Source: https://www.diebewertung.de/gertler-estates-gmbh-co-immobilien-kg/
Timestamp: 2020-08-06 12:35:11
Document Index: 70229543

Matched Legal Cases: ['§ 242', '§ 264', '§ 266', '§ 275', '§ 253', '§ 255', '§ 253', '§ 256', '§ 284', '§ 253', '§ 253', '§ 253', '§ 6']

Gertler Estates GmbH & Co. Immobilien KG - NICHT DURCH VERMÖGENSEINLAGEN GEDECKTE VERLUSTANTEILE VON KOMMANDITISTEN fast 12 Millionen Euro! - Diebewertung
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Gertler Estates GmbH & Co. Immobilien KG – NICHT DURCH VERMÖGENSEINLAGEN GEDECKTE VERLUSTANTEILE VON KOMMANDITISTEN fast 12 Millionen Euro!
Ungedeckt | © Myriams-Fotos / Pixabay
Das ist eine Bilanz, die man sich sicherlich zweimal anschauen muss, denn der NICHT DURCH VERMÖGENSEINLAGEN GEDECKTE VERLUSTANTEIL VON KOMMANDITISTEN ist schon eine „echte Hausnummer“. Da kann man nur hoffen, dass die in der Bilanz rot gekennzeichneten Hinweise auch stimmen.
Insolvenzgründe gibt es zwei: Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit…. Falls eine Überschuldung im kaufmännischen Sinne gegeben ist, muss die Geschäftsführung prüfen, ob auch eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen vorliegt. In einem solchen Fall muss der Geschäftsführer Eigeninsolvenz anmelden. Oder aber der Geschäftsführer kommt zu dem Ergebnis, dass keine Insolvenz angemeldet werden muss. Näheres hier.
Bilanz zum 31. Dezember 2017 zur Offenlegung
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 378.436,35 391
II. Sachanlagen 48.632.632,00 49.803
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.528.757,80 7.454
II. Guthaben bei Kreditinstituten 435.833,82 308
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 112.529,98 137
D. NICHT DURCH VERMÖGENSEINLAGEN GEDECKTE VERLUSTANTEILE VON KOMMANDITISTEN 11.836.130,68 10.471
68.924.320,63 68.564
I. Kapitalanteile 4.256.459,40 4.257
II. Kapitalrücklage 53.035,22 53
III. Kapitalkonten II -16.145.625,30 -14.781
Nicht durch Vermögenseinlangen gedeckte Verlustanteile von Kommanditisten 11.836.130,68 10.471
B. RÜCKSTELLUNGEN 47 885.76 40
C. VERBINDLICHKEITEN 67.748.657,09 67.303
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.127.777,78 1.221
Die Gesellschaft ist im Handelsregister von Frankfurt am Main unter HRA Nr. 30733 eingetragen. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.
Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrags aufgestellt worden. Es gelten die Vorschriften für kleine Personengesellschaften.
Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung wurden gemäß § 266 bzw. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt.
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert (§ 253, § 255 Abs. 1 HGB). Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 Abs. 3 HGB) waren nicht erforderlich.
Bankguthaben, die auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag gem. § 256a Abs. 2 HGB bewertet (§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB).
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst die Abgrenzung von Mieterzuschüssen.
Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Nr. 1 HGB). Sie setzen sich aus den Kosten für die Prüfung des Jahresabschlusses und für die Erstellung der Steuererklärungen sowie für die Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten zusammen.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Nr. 2 HGB).
Verbindlichkeiten wurden nach § 6 Abs. I Nr. 3 EStG mit 5,5% jährlich abgezinst, soweit sie eine Laufzeit von mehr als einem Jahr haben und nicht zu verzinsen sind.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte und sonstige Sicherheiten gesichert.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 1.000 innerhalb eines Jahres fällig.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 56.000 eine Laufzeit von mehr als 5 Jahren.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von TEUR 1.375.
Bilanzieller Fehlbetrag
Zum Bilanzstichtag beträgt die Bilanzposition „Nicht durch Vermögenseinlagen von Kommanditisten gedeckte Verlustanteile“ TEUR 11.836 (Vj. TEUR 10.471). Dies beruht auf einem außerordentlichen Aufwand des Jahres 2012 in Höhe von TEUR 10.559 aus der Abschreibung eines Gebäudes, nachdem das Gebäude abgerissen worden ist.
Im Grundstück sind jedoch erhebliche stille Reserven enthalten, die die Position „Nicht durch Vermögenseinlagen von Kommanditisten gedeckte Verlustanteile“ von TEUR 11.836 weit übersteigen.
Es handelt sich um ein Grundstück in sehr guter Lage. Dies ergibt sich auch anhand der nach der Fertigstellung des Neubaus festzustellenden Erträge aus dem Vermietungsobjekt. Eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinn liegt zum Bilanzstichtag nicht vor, da die Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgrund der gegebenen Vermietung sichergestellt ist.
Die Gesellschaft beschäftigt keine Arbeitnehmer. Die Kosten für das erforderliche Personal werden der Gesellschaft im Umlageverfahren belastet.
Die Geschäftsführung obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Gertler Estates GmbH, Frankfurt am Main.
Geschäftsführer der Gertler Estates GmbH sind Frau Miriam Gertler, Frau Idessa Trink und Herr Zachariasz Gertler.
Die Geschäftsführer erhielten von der Gesellschaft im Berichtsjahr 2017 keine Bezüge. Die Komplementärgesellschaft erhält eine jährliche Komplementärvergütung von EUR 1.500,00.
Frankfurt am Main, den 14. Dezember 2018
Der Jahresabschluss wurde am 27. Dezember 2018 festgestellt.
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