Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20030612_OGH0002_0080OB00063_03B0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-02-29 10:49:02
Document Index: 93495250

Matched Legal Cases: ['OGH', '§9', '§25', '§13', '§13', '§ 9', '§ 25', 'OGH', '§ 22', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§528', '§528', '§528', '§528', '§ 502', '§ 502', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 528', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 528', 'OGH', 'OGH', '§37', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 528', '§ 528', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§235', '§13', 'OGH', 'OGH', '§ 235', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 235', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 13', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 18', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§14', '§9', '§9', '§13', '§ 13', '§ 14', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§561', '§833', '§833', '§1116', '§14', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 235', '§ 528', 'OGH', 'OGH', '§ 502', '§ 528', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 9', '§ 825', '§ 25', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 503', '§ 502', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 8Ob63/03b - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
RS0035415
8Ob574/77 (8Ob575/77 -8Ob577/77); 2Ob537/79 (2Ob538/79 -2Ob540/79); 5Ob34/81; 5Ob23/83; 5Ob25/83; 5Ob62/86; 5Ob79/90; 8Ob63/03b; 5Ob303/03z; 4Ob8/04m; 5Ob282/08v; 5Ob101/16p; 5Ob51/16k; 5Ob8/18i; 5Ob115/18z; 5Ob119/18p
WEG 1975 §9
WEG 1975 §25
WEG 2002 §13 Abs2
WEG 2002 §13 Abs3
Die besondere Ausformung des gemeinsamen Wohnungseigentums von Ehegatten, insbesondere die Untrennbarkeit der Anteile der Ehegatten und das im § 9 WEG sichergestellte gemeinsame rechtliche Schicksal dieser Anteile führen zu dem Ergebnis, dass die Ehegatten eine auf den § 25 WEG gestützte Klage gemeinsam als einheitliche Streitpartei einbringen müssen.
Veröff: SZ 51/4 = RZ 1978/118 S 239 = MietSlg 30591 = MietSlg 30675/9
5 Ob 34/81
Entscheidungstext OGH 23.11.1982 5 Ob 34/81
Auch; Beisatz: Hier: Antrag nach § 22 Abs 1 Z 3 WGG (T1)
Auch; Beisatz: Ein gemeinsames Auftreten der Ehegatten ist jedoch nicht geboten, wenn es um die Abwehr eines rechtswidrigen Eingriffes in das Anteilsrecht geht. (T2) Veröff: SZ 56/102 = MietSlg XXXV/16
5 Ob 25/83
Entscheidungstext OGH 20.09.1983 5 Ob 25/83
Auch; Beisatz: Beide Ehegatten haben - sofern Stellvertretung nicht vorliegt - gleichartige Erklärungen abzugeben. (T3)
5 Ob 62/86
Entscheidungstext OGH 10.06.1986 5 Ob 62/86
5 Ob 79/90
Entscheidungstext OGH 11.09.1990 5 Ob 79/90
8 Ob 63/03b
Entscheidungstext OGH 12.06.2003 8 Ob 63/03b
5 Ob 303/03z
Entscheidungstext OGH 20.01.2004 5 Ob 303/03z
Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Diese Ausnahme vom Grundsatz, dass Miteigentümer, insbesondere auch Eigentümerpartner im Wohnungseigentum, nach außen hin eine Einheit bilden und nur gemeinsam auftreten können wird dadurch begrenzt, dass der einzelne Partner dabei keine Ansprüche verfolgen darf, deren Geltendmachung eine Willensbildung innerhalb der Gemeinschaft vorausgehen muss. (T4)
5 Ob 282/08v
Entscheidungstext OGH 13.01.2009 5 Ob 282/08v
Auch; Beisatz: Die beiden Mindestanteile haben zwingend das gleiche rechtliche Schicksal. (T5)
5 Ob 101/16p
Entscheidungstext OGH 11.07.2016 5 Ob 101/16p
5 Ob 51/16k
Entscheidungstext OGH 25.08.2016 5 Ob 51/16k
5 Ob 119/18p
Entscheidungstext OGH 06.11.2018 5 Ob 119/18p
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0035415
JJR_19780111_OGH0002_0080OB00574_7700000_003
Rechtssatz für 3Ob119/84 (3Ob120/84) 1O...
RS0044323
3Ob119/84 (3Ob120/84); 1Ob659/88; 4Ob33/89; 8Ob63/03b; 8Ob115/03z; 8Ob111/04p; 3Ob190/08z; 8Ob18/12y; 8Ob40/16i
ZPO §528 C4
ZPO §528 C5
ZPO §528 J
ZPO §528 L
Die frühere Bestimmung des § 502 Abs 5 ZPO, jetzt in die endgültig neue Fassung des § 502 Abs 3 ZPO übergegangen, ist nunmehr auch beim Revisionsrekurs anzuwenden; es sind also jetzt auch gegen solche bestätigenden Beschlüsse der zweiten Instanz ein Revisionsrekurs zulässig, die nur deshalb bestätigend ausfielen, weil das Gericht zweiter Instanz einen Beschluss des Erstgerichtes ohne Rechtskraftvorbehalt aufgehoben hatte und das Erstgericht im zweiten Rechtsgang, an die Rechtsansicht der zweiten Instanz gebunden, anders als im ersten Rechtsgang entschied.
3 Ob 119/84
Entscheidungstext OGH 09.01.1985 3 Ob 119/84
1 Ob 659/88
Entscheidungstext OGH 28.09.1988 1 Ob 659/88
Auch; Veröff: RZ 1990/19 S 47
4 Ob 33/89
Entscheidungstext OGH 09.05.1989 4 Ob 33/89
Beisatz: Dieser Grundsatz gilt auch nach der WGN 1997. (T1)
8 Ob 115/03z
Entscheidungstext OGH 24.06.2004 8 Ob 115/03z
Vgl aber; Beisatz: Hat die vom Rekursgericht im Aufhebungsbeschluss überbundene Rechtsansicht keinen Einfluss auf die erstgerichtliche Entscheidung im zweiten Rechtsgang, ist bei einer nunmehr bestätigenden Rekursentscheidung der Revisionsrekurs an den Obersten Gerichtshof unzulässig. (T2)
8 Ob 111/04p
Entscheidungstext OGH 30.05.2005 8 Ob 111/04p
Auch; nur: Es sind also jetzt auch gegen solche bestätigenden Beschlüsse der zweiten Instanz ein Revisionsrekurs zulässig, die nur deshalb bestätigend ausfielen, weil das Gericht zweiter Instanz einen Beschluss des Erstgerichtes ohne Rechtskraftvorbehalt aufgehoben hatte und das Erstgericht im zweiten Rechtsgang, an die Rechtsansicht der zweiten Instanz gebunden, anders als im ersten Rechtsgang entschied. (T3); Beisatz: Die aus Anlass der - endgültigen - Aufhebung eines Unterbrechungsbeschlusses zum Ausdruck gebrachte Rechtsansicht des Rekursgerichtes über die Frage der sachlichen Zuständigkeit für das Erstgericht bei der Entscheidung über die Einrede der sachlichen Unzuständigkeit ist nicht bindend. Daher ist auch hier der Beschluss des Rekursgerichtes, der einen Beschluss des Erstgerichtes bestätigte, als bestätigender Beschluss im Sinne des § 528 Abs 2 Z 2 ZPO anzusehen und der Revisionrekurs jedenfalls unzulässig. (T4)
3 Ob 190/08z
Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 190/08z
Vgl; nur T3; Beis wie T2; Beisatz: Hier: In T2 genannter Fall. (T5)
8 Ob 18/12y
Entscheidungstext OGH 28.02.2012 8 Ob 18/12y
Veröff: SZ 2012/29
8 Ob 40/16i
Entscheidungstext OGH 24.05.2016 8 Ob 40/16i
Auch; Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Hier: Aufgrund einer Sachverhaltsänderung während des zweiten Rechtsgangs bestätigte das Rekursgericht eine von der im ersten Rechtsgang überbundenen Rechtsansicht unabhängig begründete erstinstanzliche Entscheidung, sodass der Beschluss der Rechtsmittelbeschränkung des § 528 Abs 2 Z 2 ZPO unterliegt. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0044323
JJR_19850109_OGH0002_0030OB00119_8400000_002
Rechtssatz für 5Ob2019/96i 5Ob6/98p 8O...
RS0099940
5Ob2019/96i; 5Ob6/98p; 8Ob106/99t; 5Ob135/00i; 8Ob63/03b; 2Ob90/06h; 9ObA82/07k; 3Ob190/08z; 1Ob30/10h; 2Ob187/11f; 5Ob107/12i; 3Ob32/14y; 9ObA98/18d
MRG §37 Abs3 Z16
Die Anfechtung von Konformatbeschlüssen ist nur für die definitive Versagung des Rechtsschutzes, also die Verweigerung des Zuganges zu Gericht, vorgesehen, die Berichtigung der Parteienbezeichnung stellt aber keine Verweigerung des Zuganges zu Gericht an sich dar.
5 Ob 2019/96i
Entscheidungstext OGH 26.03.1996 5 Ob 2019/96i
5 Ob 6/98p
Entscheidungstext OGH 27.01.1998 5 Ob 6/98p
Ähnlich; Beisatz: Hier: Konformer Überweisungsbeschluss vom außerstreitigen ins streitige Verfahren. (T1)
5 Ob 135/00i
Entscheidungstext OGH 16.05.2000 5 Ob 135/00i
2 Ob 90/06h
Entscheidungstext OGH 31.01.2007 2 Ob 90/06h
9 ObA 82/07k
Entscheidungstext OGH 03.03.2008 9 ObA 82/07k
Auch; nur: Die Berichtigung der Parteienbezeichnung stellt aber keine Verweigerung des Zuganges zu Gericht an sich dar. (T2)
Ähnlich; Beisatz: Hier geht es aber nicht um die Richtigstellung oder den „Austausch“ einer Partei, sondern um den Eintritt eines weiteren Rechtssubjekts in das Prozessrechtsverhältnis. (T3)
2 Ob 187/11f
Entscheidungstext OGH 10.11.2011 2 Ob 187/11f
nur: Die Anfechtung von Konformatbeschlüssen ist nur für die definitive Versagung des Rechtsschutzes, also die Verweigerung des Zuganges zu Gericht, vorgesehen. (T4); Beis wie T1
5 Ob 107/12i
Entscheidungstext OGH 04.07.2012 5 Ob 107/12i
3 Ob 32/14y
Entscheidungstext OGH 08.04.2014 3 Ob 32/14y
Vgl auch; nur T4; Beisatz: Die Überweisung einer Rechtssache in ein zivilgerichtliches Verfahren anderer Verfahrensart ist der Klagszurückweisung ohne Sachentscheidung aus formellen Gründen im Sinne des § 528 Abs 12 Z 2 ZPO gleichzuhalten. (T5)
Beisatz: Der Ausnahmefall des § 528 Abs 2 Z 2 ZPO liegt vor, wenn mit der Überweisung in eine andere Verfahrensart auch eine Veränderung der Anspruchsgrundlagen verbunden wäre. (T6)
9 ObA 98/18d
Entscheidungstext OGH 27.09.2018 9 ObA 98/18d
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0099940
JJR_19960326_OGH0002_0050OB02019_96I0000_001
Rechtssatz für 5Ob132/95 5Ob2037/96m 5...
RS0103216
5Ob132/95; 5Ob2037/96m; 5Ob43/95; 5Ob2179/96v; 5Ob9/95; 5Ob64/97s; 5Ob2226/96f; 5Ob281/97b; 5Ob2381/96z; 9ObA209/97v; 5Ob113/98y; 8ObA4/98s; 8ObA144/98d; 5Ob223/98z; 5Ob242/99w; 5Ob249/00d; 5Ob201/00w; 8Ob63/03b; 2Ob188/03s; 7Ob318/04x; 7Ob272/06k; 6Ob105/13d; 6Ob128/13m; 5Ob2/17f
ZPO §235 B
WEG §13c Abs1
Bezüglich der im Zeitpunkt des Inkrafttretens am 1.1.1994 bereits anhängigen Streitverfahren von der und gegen die Gemeinschaft geltend gemachten Ansprüchen fehlt eine Übergangsregelung. Da die Wohnungseigentümergemeinschaft kein wirklich neues Recht darstellt, sondern in der Rechtsprechung bereits als "organschaftliches Handeln des Verwalters" vorgeformt war, ist in Verfahren über Klagen des Verwalters, mit denen materiell Forderungen der Gemeinschaft geltend gemacht werden, in jedem Stadium des Verfahrens lediglich die Bezeichnung der klagenden Partei richtigzustellen.
5 Ob 132/95
Entscheidungstext OGH 27.08.1996 5 Ob 132/95
Veröff: SZ 69/190
5 Ob 2037/96m
Entscheidungstext OGH 24.09.1996 5 Ob 2037/96m
Vgl auch; Beisatz: Hier: Die in der Klagserzählung zusätzlich enthaltenen Ausführungen über die Haftung der Verwalterin für Rückstände auf dem nur auf sie laufenden, aber der Wohnungseigentümergemeinschaft gewidmeten Konto und die deswegen bestehende Pflicht der Verwalterin, in Vorlage treten zu müssen, bedeutet nicht, daß die Verwalterin die Klage ausschließlich auf eine tatsächliche Vorlage aus eigenem Vermögen stützt. Es besteht daher kein Hindernis, die Parteienbezeichnung gemäß der allgemeinen prozeßrechtlichen Bestimmung des § 235 Abs 5 ZPO von Amts wegen auf das Rechtssubjekt richtig zu stellen. (T1)
5 Ob 43/95
Entscheidungstext OGH 24.09.1996 5 Ob 43/95
5 Ob 2179/96v
Entscheidungstext OGH 10.09.1996 5 Ob 2179/96v
5 Ob 9/95
Entscheidungstext OGH 28.01.1997 5 Ob 9/95
5 Ob 64/97s
Entscheidungstext OGH 08.07.1997 5 Ob 64/97s
Beisatz: Die Richtigstellung der Parteibezeichnung ist dann zuzulassen, wenn der Verwalter wohl formell als Kläger bezeichnet wird, nach den Klagsausführungen aber unzweifelhaft sein Tätigwerden als Vertreter der Miteigentumsgemeinschaft erkennbar war (5 Ob 2037/96m). (T2); Beisatz: Hier: Klage vom Hausverwalter nach dem 1.1.1994 eingebracht; Aufhebung der Entscheidung der Vorinstanzen, weil aufklärungsbedürftig ist, ob der Verwalter als Vertreter der Wohnungseigentümergemeinschaft auftrat oder ein Recht im eigenen Namen geltend machte. (T3)
5 Ob 2226/96f
Entscheidungstext OGH 11.11.1997 5 Ob 2226/96f
5 Ob 281/97b
Entscheidungstext OGH 02.09.1997 5 Ob 281/97b
Vgl auch; Beis wie T3 nur: Hier: Klage vom Hausverwalter nach dem 1.1.1994 eingebracht. (T4)
5 Ob 2381/96z
Entscheidungstext OGH 11.11.1997 5 Ob 2381/96z
Vgl auch; Beis wie T1 nur: Es besteht kein Hindernis, die Parteienbezeichnung gemäß der allgemeinen prozeßrechtlichen Bestimmung des § 235 Abs 5 ZPO von Amts wegen auf das Rechtssubjekt richtig zu stellen. (T5); Beis wie T2; Beis wie T4
9 ObA 209/97v
Entscheidungstext OGH 28.01.1998 9 ObA 209/97v
Vgl auch; Beisatz: Hier: Richtigstellung von den einzelnen Wohnungseigentümern auf die Wohnungseigentümergemeinschaft. (T6)
8 ObA 4/98s
Entscheidungstext OGH 18.05.1998 8 ObA 4/98s
Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: Jedoch schließt eine ausdrückliche Berufung auf das Recht, bestimmte Personen als Partei in Anspruch nehmen zu dürfen, die amtswegige Berichtigung der Parteienbezeichnung aus. (T7)
8 ObA 144/98d
Entscheidungstext OGH 17.09.1998 8 ObA 144/98d
Vgl auch; Beisatz: Die Richtigstellung der Bezeichnung ist in jedem Stadium des Verfahrens zulässig ist. (T8)
5 Ob 242/99w
Entscheidungstext OGH 14.09.1999 5 Ob 242/99w
Vgl auch; Beisatz: Die Parteibezeichnung ist in jeder Lage des Verfahrens für Ansprüche richtigzustellen, die materiell der Wohnungseigentümergemeinschaft zustehen oder gegen diese entstanden sind. (T9) Beisatz: Für das Entstehen einer Wohnungseigentümergemeinschaft im Sinn des § 13c WEG ist erforderlich, daß zumindest an einem Anteil Wohnungseigentum bereits begründet ist. (T10)
5 Ob 249/00d
Entscheidungstext OGH 26.09.2000 5 Ob 249/00d
5 Ob 201/00w
Entscheidungstext OGH 07.11.2000 5 Ob 201/00w
Vgl auch; Beisatz: Hier: Richtigstellung von der Wohnungseigentümergemeinschaft auf die einzelnen Wohnungseigentümer. (T11)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Richtigstellung der Parteienbezeichnung auch auf anderen Ehegatten bei gemeinsamen Wohnungseigentum und Klagseinbringung nur durch einen Ehegatten. (T12)
2 Ob 188/03s
Entscheidungstext OGH 16.10.2003 2 Ob 188/03s
Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T9
Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Parteibezeichnung „Eigentümergemeinschaft" iSd § 18 WEG 2002 entspricht dem in einem Versicherungsvertrag als Versicherungsnehmerin bezeichneten Ausdruck „...... und Mitbesitzer", wenn für den Versicherer klar erkennbar war, dass damit jene Person gemeint war, der die ordentliche Verwaltung der Liegenschaft oblag. (T13)
Vgl auch; Beis wie T8; Beis ähnlich wie T13
6 Ob 105/13d
Entscheidungstext OGH 28.08.2013 6 Ob 105/13d
5 Ob 2/17f
Entscheidungstext OGH 23.01.2017 5 Ob 2/17f
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0103216
JJR_19960827_OGH0002_0050OB00132_9500000_001
Rechtssatz für 5Ob2310/96h 5Ob98/01z 8...
RS0105978
5Ob2310/96h; 5Ob98/01z; 8Ob63/03b; 5Ob303/03z; 5Ob79/14z
ZPO §14 B1
WEG §9
WEG §9 Abs3
WEG §13 Abs2 Z3
Bei Wohnungseigentum von Ehegatten kann nur gemeinsam über die Wohnung verfügt werden; die von einem allein getroffene Maßnahme ist für den anderen nicht verbindlich; auch die Individualrechte des Wohnungseigentümers stehen den Ehegatten nur gemeinsam zu; lediglich zur Abwehr rechtswidriger Eingriffe Dritter in das Wohnungseigentumsrecht ist jeder Ehegatte allein befugt. Bei der Durchsetzung des Rechts, die im Ehegattenwohnungseigentum stehende Wohnung zu ändern und zu diesem Zweck gemäß § 13 Abs 2 Z 3 WEG andere Wohnungseigentumsobjekte in Anspruch zu nehmen, bilden daher die Ehegatten eine einheitliche Streitpartei im Sinne des § 14 ZPO.
5 Ob 2310/96h
Entscheidungstext OGH 29.10.1996 5 Ob 2310/96h
5 Ob 98/01z
Entscheidungstext OGH 04.09.2001 5 Ob 98/01z
Auch; nur: Bei Wohnungseigentum von Ehegatten kann nur gemeinsam über die Wohnung verfügt werden. Auch die Individualrechte des Wohnungseigentümers stehen den Ehegatten nur gemeinsam zu. (T1)
5 Ob 79/14z
Entscheidungstext OGH 26.09.2014 5 Ob 79/14z
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0105978
JJR_19961029_OGH0002_0050OB02310_96H0000_002
Rechtssatz für 6Ob52/97h 6Ob231/97g 5O...
RS0107643
6Ob52/97h; 6Ob231/97g; 5Ob44/98a; 6Ob63/98b; 5Ob238/98f; 5Ob146/99b; 5Ob202/99p; 8Ob349/99b; 2Ob249/00g; 8Ob207/02b; 5Ob143/02v; 8Ob63/03b; 5Ob266/03h; 5Ob200/10p; 2Ob109/14i; 4Ob100/18m
ABGB §561
ABGB §833 B2
ABGB §833 D3
ABGB §1116 B
ZPO §14 De
Wurde einem Miteigentümer der physische Besitz eines Teiles der Liegenschaft durch Benützungsregelung allein überlassen, liegt darin auch eine Verwaltungsvollmacht zur Vermietung dieses Teiles, die ihn auch berechtigt, das von ihm eingegangene Mietverhältnis ohne Zustimmung der anderen Miteigentümer aufzukündigen. Dies ändert nichts daran, daß als Partei des Kündigungsstreites nicht der Minderheitseigentümer allein, sondern alle Miteigentümer als Bestandgeber anzusehen sind, als deren Vertreter beziehungsweise Verwalter der Nutzungsberechtigte auftritt. Die rechtsgestaltende Wirkung der Aufkündigung erstreckt sich auch auf sie als einheitliche Streitpartei.
Wurde hinsichtlich einzelner Miteigentümer Wohnungseigentum begründet, ist Partei des Kündigungsstreites auf Aktivseite materiellrechtlich die Wohnungseigentümergemeinschaft.
6 Ob 52/97h
Entscheidungstext OGH 24.04.1997 6 Ob 52/97h
6 Ob 231/97g
Entscheidungstext OGH 11.09.1997 6 Ob 231/97g
5 Ob 44/98a
Entscheidungstext OGH 10.03.1998 5 Ob 44/98a
Vgl aber; Veröff: SZ 71/46
nur: Wurde einem Miteigentümer der physische Besitz eines Teiles der Liegenschaft durch Benützungsregelung allein überlassen, liegt darin auch eine Verwaltungsvollmacht zur Vermietung dieses Teiles, die ihn auch berechtigt, das von ihm eingegangene Mietverhältnis ohne Zustimmung der anderen Miteigentümer aufzukündigen. (T1)
5 Ob 238/98f
Entscheidungstext OGH 13.10.1998 5 Ob 238/98f
Gegenteilig; nur: Dies ändert nichts daran, daß als Partei des Kündigungsstreites nicht der Minderheitseigentümer allein, sondern alle Miteigentümer als Bestandgeber anzusehen sind, als deren Vertreter beziehungsweise Verwalter der Nutzungsberechtigte auftritt. Die rechtsgestaltende Wirkung der Aufkündigung erstreckt sich auch auf sie als einheitliche Streitpartei. Wurde hinsichtlich einzelner Miteigentümer Wohnungseigentum begründet, ist Partei des Kündigungsstreites auf Aktivseite materiellrechtlich die Wohnungseigentümergemeinschaft. (T2); Beisatz: Der Wohnungseigentümer des Mietobjektes kann allein kündigen, wenn nach dem hypothetischen Parteiwillen aller Mit- und Wohnungseigentümer - wie bei der gegenseitigen Einräumung von Wohnungseigentum üblich - von einer Abtretung des diesbezüglichen Gestaltungsrechtes auszugehen ist. Abzulehnen ist in derartigen Fällen jedenfalls die Kündigungslegitimation der Wohnungseigentümergemeinschaft, da dieser Rechtspersönlichkeit nur in Angelegenheiten der Verwaltung der Liegenschaft, nicht aber hinsichtlich einzelner Wohnungen zukommt, die in Sondernutzung stehen. (T3) Veröff: SZ 71/164
Gegenteilig; Beisatz: Der Wohnungseigentümergemeinschaft fehlt die Sachlegitimation, Mietverhältnisse aufzukündigen, die an einzelnen Wohnungseigentumsobjekten bereits vor der Begründung des Wohnungseigentums eingegangen wurden. (T4)
8 Ob 349/99b
Entscheidungstext OGH 13.07.2000 8 Ob 349/99b
Vgl; nur: Wurde einem Miteigentümer der physische Besitz eines Teiles der Liegenschaft durch Benützungsregelung allein überlassen, kann darin auch eine Verwaltungsvollmacht zur Vermietung dieses Teiles liegen. (T5)
8 Ob 207/02b
Entscheidungstext OGH 17.10.2002 8 Ob 207/02b
5 Ob 143/02v
Entscheidungstext OGH 27.08.2002 5 Ob 143/02v
Vgl auch; nur: Wurde einem Miteigentümer der physische Besitz eines Teiles der Liegenschaft durch Benützungsregelung allein überlassen, liegt darin auch eine Verwaltungsvollmacht zur Vermietung dieses Teiles, die ihn auch berechtigt, das von ihm eingegangene Mietverhältnis ohne Zustimmung der anderen Miteigentümer aufzukündigen. Dies ändert nichts daran, daß als Partei des Kündigungsstreites nicht der Minderheitseigentümer allein, sondern alle Miteigentümer als Bestandgeber anzusehen sind, als deren Vertreter beziehungsweise Verwalter der Nutzungsberechtigte auftritt. (T6)
5 Ob 266/03h
Entscheidungstext OGH 24.02.2004 5 Ob 266/03h
Auch; nur: Wurde einem Miteigentümer der physische Besitz eines Teiles der Liegenschaft durch Benützungsregelung allein überlassen, liegt darin auch eine Verwaltungsvollmacht zur Vermietung dieses Teiles. (T7); Beisatz: Der Minderheitseigentümer hat hinsichtlich des ihm zur alleinigen Benützung zugewiesenen Teiles der Liegenschaft Verwaltungsvollmacht. Er ist als gemeinsam bestellter Verwalter auch berechtigt, allein Verwaltungshandlungen vorzunehmen. (T8)
4 Ob 100/18m
Entscheidungstext OGH 27.11.2018 4 Ob 100/18m
Teilweise gegenteilig; Beisatz: Auch der benützungsgeregelte Minderheitseigentümer ist im Kündigungs- bzw Übergabsverfahren alleine aktiv legitimiert. (T)
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107643
JJR_19970424_OGH0002_0060OB00052_97H0000_002
Entscheidungstext 8Ob63/03b
MietSlg 55.060 = MietSlg 55.762
8Ob63/03b
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr. Petrag als Vorsitzenden und die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr. Rohrer, Dr. Spenling, Dr. Kuras und die Hofrätin des Obersten Gerichtshofes Dr. Lovrek als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Parteien 1. Radmila J***** und 2. Benjamin J*****, vertreten durch Dr. Gottfried Zandl, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagte Partei Demu B*****, vertreten durch Dr. Heinrich Keller, Rechtsanwalt in Wien, wegen Aufkündigung, über die außerordentliche Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Landesgerichtes für Zivilrechtssachen Wien als Berufungsgericht vom 12. Februar 2003, GZ 39 R 421/02d-42, den
Die beiden klagenden Ehegatten sind je zur Hälfte Wohnungseigentümer der hier maßgeblichen, von der Erstklägerin an den Beklagten vermieten Eigentumswohnung. Der Zweitkläger hat sowohl der Vermietung als auch der Räumungsklage, der von den Vorinstanzen übereinstimmend stattgegeben wurde, zugestimmt.
Der Beklagte releviert im Wesentlichen ausschließlich die Frage, inwieweit dies deshalb unberechtigt sei, weil vorerst nur einer der beiden Ehegatten die Räumungsklage eingebracht habe und die Vorinstanzen die Bestimmung des § 235 Abs 5 ZPO über die Berichtigung der Parteibezeichnung auf den zweiten Ehegatten unzutreffend angewendet hätten.
Grundsätzlich sind übereinstimmende Entscheidungen der Vorinstanzen über die Frage der Berichtigung der Parteibezeichnung nach § 528 Abs 2 Z 2 ZPO nicht mehr bekämpfbar, auch wenn sie in die Urteilsausfertigung aufgenommen wurden (vgl RIS-Justiz RS0044204; RIS-Justiz RS0039278; RIS-Justiz RS0099940; RIS-Justiz RS0062335 jeweils mwN; unmittelbar zur Parteibezeichnung auch OGH 12. 10. 1999 5 Ob 202/99p; OGH 15. 6. 1999 5 Ob 146/99b). Dies hat aber - auch nach der WGN 1989 - dann nicht zu gelten, wenn der Beschluss des Erstgerichtes auf eine im Rahmen des Berufungsverfahrens überbundene Rechtsansicht zurückzuführen ist, weil dann doch nicht die Rechtsansicht eines anderen Gerichts "bestätigt" wird (vgl bis zur WGN 1989 unter Hinweis auf die früherer Bestimmung des § 502 Abs 3 ZPO RIS-Justiz RS0044323 mwN zuletzt 4 Ob 33/89; vgl allgemein Kodek in Rechberger ZPO2 § 528 Rz 4 mwN). Dies wird von der Revision gar nicht weiter releviert.
Zur Frage der Berechtigung der Räumungsklage ist darauf hinzuweisen, dass Wohnungseigentümer ihre Wohnung in Ausübung der alleinigen Nutzungsrechte vermieten können. Sie sind Vermieter (zuletzt etwa OGH 9. 11. 2000 2 Ob 249/00g mwN = MietSlg 49.668/35) und können auch aufkündigen (OGH 10. 3. 1998 5 Ob 44/98a; OGH 13. 10. 1998 5 Ob 238/98f - zur Abtretung der Gestaltungsrechte). Beim Ehegattenwohnungseigentum wurden die Ehegatten in Bezug auf die Eigentumswohnung zwar grundsätzlich als Hälfteeigentümer qualifiziert (vgl OGH 13. 11. 1985 1 Ob 688/85; ähnlich Würth-Zingher Miet- und Wohnrecht20 § 9 WEG Rz 4; Egglmeier in Schwimann ABGB2 § 825 Rz 12), die aber weitgehend nur gemeinsam wirksam verfügen können und insoweit eine einheitliche Streitpartei bilden (vgl RIS-Justiz RS0105978 mwN zuletzt 5 Ob 98/01z; ferner zu den Ansprüchen nach § 25 WEG RIS-Justiz RS0035415).
Zum Miteigentum wurde nun bereits mehrfach ausgesprochen, dass, in der Überlassung zur Benützung auch eine Verwaltungsvollmacht liegen kann (vgl RIS-Justiz RS0107643 mwN; 2 Ob 249/00g). Insoweit wurde einerseits auch die Aufkündigung im eigenen Namen als zulässig angesehen (OGH 13. 7. 2000 8 Ob 349/99b mwN), andererseits aber dann, wenn nicht von einer Übertragung der Gestaltungsrechte ausgegangen wurde, auch eine Berichtigung der Parteibezeichnung auf die Miteigentümer als Bestandgeber vorgenommen, soweit dies nicht dem Parteiwillen widerspricht (OGH 24. 4. 1997 6 Ob 52/97h; OGH 11. 9. 1997 6 Ob 231/97g; OGH 14. 9. 1999 5 Ob 242/99w; zur weiten Berichtigung auf die Wohnungseigentümergemeinschaft RIS-Justiz RS0103216; vgl zur Berichtigung, wenn im Rahmen eines Rechtsverhältnisses klar ist, dass es um die Gegenseite geht, etwa 9 ObA 57/01z mwN).
Weitere Erörterungen der Abgrenzungsfragen können nun schon deshalb entfallen, weil der Beklagte sogar selbst ausführt, dass nach der Rechtsprechung eine Sanierung durch den Nachweis der Zustimmung des anderen Miteigentümers erfolgen könne, aber seiner Rechtsrüge zugrundelegt, dass die Erstklägerin weder eine Verwaltervollmacht gehabt habe, noch zur Vertretung des Zweitklägers befugt gewesen sei. Ausdrücklich festgestellt wurde aber, dass der Zweitkläger nicht nur dem Mietvertrag bezüglich der gemeinsamen Wohnung, sondern auch der Räumungsklage ausdrücklich zustimmte. Ausgehend vom tatsächlich festgestellten Sachverhalt wäre also auch nach der vom Beklagten vertretenen Rechtsansicht (vgl zur Ausführung der Rechtsrüge Kodek in Rechberger ZPO2 § 503 Rz 5) dem Klagebegehren stattzugeben gewesen, während der Antrag des Beklagten auf dessen Abweisung abzielt. Einen Antrag auf Abänderung der Parteibezeichnung stellt der Beklagte gar nicht.
Insgesamt vermag es die Revision jedenfalls nicht, eine erhebliche Rechtsfrage im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO darzustellen.
ECLI:AT:OGH0002:2003:0080OB00063.03B.0612.000
JJT_20030612_OGH0002_0080OB00063_03B0000_000