Source: https://hund-und-halter.de/index.php/recht/laenderrecht/79-landeshunderegelungen/hamburg/123-recht-laenderrecht-landeshunderegelungen-hamburg
Timestamp: 2020-07-13 00:24:58
Document Index: 159572908

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 4', '§ 3', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 2', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 1', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 4', '§ 6', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 1', '§ 4']

Recht - Länderrecht - Landeshunderegelungen - Hamburg
Insgesamt 2320388
Verordnung zum Schutz vor gefährlichen Hunden
und über das Halten von Hunden
vom 18. Juli 2000, GVBl. S. 152
Zum 01. April 2006 tritt ein neues Gesetz in Kraft.
(Mehr dazu >>)
Staffordshire Bullterrrier.
Masten Espafiol,
Mastin Napoletano,
Dies gilt auch für Kreuzungen dieser Rassen untereinander oder mit anderen als den von Absatz 1 erfassten Hunden.
§ 2 Haltungsverbot, Erlaubnispflicht
(1) Das Halten gefährlicher Hunde ist grundsätzlich verboten. Wer einen gefährlichen Hund im Sinne von § 1 halten will, bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde. Die Erlaubnis darf auf Antrag nur erteilt werden, wenn die Antragstellerin oder der Antragsteller ein berechtigtes Interesse an der Haltung nachweist und gegen ihre oder seine Zuverlässigkeit keine Bedenken bestehen. Es dürfen keine Gefahren für Leben, Gesundheit oder Eigentum Dritter entgegenstehen.
(2) Die Erlaubnis ist vom Nachweis der Sachkunde der Hundehalterin oder des Hundehalters und der Erziehung des Hundes abhängig zu machen. Der Nachweis erfolgt durch Gutachten einer geeigneten Tierärztin oder eines geeigneten Tierarztes oder einer geeigneten Sachverständigen oder eines geeigneten Sachverständigen und durch den Besuch einer geeigneten Hundeschule. Geeignet ist eine Hundeschule, der Einrichtungen und ausgebildetes Personal für die Sachkundevermittlung und Erziehung zur Verfügung stehen. Weitere Voraussetzungen für die Erteilung der Erlaubnis ist der Nachweis des Bestehens einer besonderen Haftpflichtversicherung, der Nachweis der erfolgten Sterilisation oder Kastration des Hundes sowie seine fälschungssichere Kennzeichnung. Die Erlaubnis ist mit der Auflage zu verbinden, die zuständige Behörde schriftlich oder zur Niederschrift über den Tod und die Abgabe des Hundes (Todes- oder Abgabetag, Name und Anschrift der neuen Halterin oder des neuen Halters) zu unterrichten.
(3) Kann durch das Gutachten einer geeigneten Tierärztin oder eines geeigneten Tierarztes oder einer geeigneten Sachverständigen oder eines geeigneten Sachverständigen nachgewiesen werden, dass ein Hund im Sinne von § 1 Absatz 2 nicht gefährlich ist (Negativzeugnis), so kann die Halterin oder der Halter von der Erlaubnispflicht für diesen Hund freigestellt werden.
a) wegen vorsätzlichen Angriffs auf das Leben oder die Gesundheit, Vergewaltigung,
Zuhälterei, Menschenhandels, Land- oder Hausfriedensbruchs, Widerstandes gegen
die Staatsgewalt, einer gemeingefährlichen Straftat oder einer Straftat gegen das
Eigentum oder das Vermögen,
Waffengesetz, dem Gesetz über die Kontrolle von Kriegswaffen, dem Sprengstoffgesetz
oder dem Betäubungsmittelgesetz rechtskräftig verurteilt worden sind, wenn seit dem
wiederholt oder gröblich gegen die Vorschriften eines der in Nummer 1 Buchstabe c genannten Gesetze oder der Gebote der §§ 4 bis 6 verstoßen haben,
an einer psychischen Krankheit oder einer geistigen oder seelischen Behinderung leiden oder alkohol-, arzneimittel oder drogenabhängig sind.
In die Frist nach Satz 1 Nummer 1 wird die Zeit nicht eingerechnet, in welcher die Personen auf behördliche Anordnung in einer Anstalt verwahrt worden sind.
§ 4 Halten gefährlicher Hunde
(1) Gefährliche Hunde sind so zu halten, dass Menschen, Tiere oder Sachen nicht gefährdet werden. Sie sind insbesondere ausbruchssicher unterzubringen. Außerhalb eingefriedeten Besitztums sowie in Treppenhäusern, in Fluren und auf Zuwegen von Mehrfamilienhäusern sind sie anzuleinen und müssen einen Maulkorb tragen, der ein Beißen verhindert. Eine Aufsichtsperson muss körperlich und geistig in der Lage sein, den Hund sicher an der Leine zu halten. Sie muss zuverlässig im Sinne des § 3 sein. Sie darf nicht mehrere gefährliche Hunde gleichzeitig führen. Eine Hundehalterin oder ein Hundehalter darf einen gefährlichen Hund nur solchen Personen überlassen, die die Gewähr dafür bieten, dass sie als Aufsichtspersonen geeignet sind.
§ 5 Verbot der Zucht, der Ausbildung und des Handels
§ 6 Halten anderer Hunde
Hunde, die nicht zuverlässig gehorchen,
Hunde, die in Einkaufszentren, Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und bei Veranstaltungen mit großen Menschenansammlungen mitgeführt werden.
(3) Die zuständige Behörde kann das Hatten eines Hundes insbesondere durch Anordnung eines Leinen- oder Maulkorbzwangs oder einer ausbruchssicheren Haltung beschränken, wenn der Hund ein Verhalten aufweist, durch das Menschen oder Tiere gefährdet werden.
§ 7 Untersagung des Haltens, Einziehung und Tötung von Hunden
§ 8 Weitere Bestimmungen für Hunde außerhalb eingefriedeten Besitztums
Diensthunde der Bundes- und Landesbehörden und Herdengebrauchshunde, soweit diese im Rahmen ihrer jeweiligen Zweckbestimmung eingesetzt werden,
Jagdhunde im Rahmen weidgerechter Jagdausübung.
a) entgegen § 2 Absatz 1 Satz 2 einen gefährlichen Hund ohne Erlaubnis hält,
b) entgegen § 2 Absatz 2 Satz 5 einer Auflage über die Unterrichtung über den Tod
oder die Abgabe eines gefährlichen Hundes zuwiderhandelt,
c) entgegen § 4 Absatz 1 Satz 2 einen gefährlichen Hund nicht ausbruchssicher
unterbringt, entgegen § 4 Absatz 1 Satz 3 nicht anleint oder keinen Maulkorb
tragen lässt, entgegen § 4 Absatz 1 Satz 6 mehrere gefährliche Hunde gleichzeitig
führt oder entgegen § 4 Absatz 1 Satz 7 als Hundehalterin oder Hundehalter einen
Hund einer ungeeigneten Aufsichtsperson überlässt,
d) entgegen § 4 Absatz 2 nicht durch ein Warnschild auf das Halten eines gefährlichen
Hundes hinweist
a) entgegen § 5 Absatz 1 Satz 1 Hunde mit dem Ziel einer gesteigerten Aggressivität und
Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren züchtet oder ausbildet, entgegen § 5
Absatz 1 Satz 2 mit gefährlichen Hunden nach § 1 züchtet oder entgegen § 5 Absatz 1
Satz 3 solche Hunde mit dem Ziel einer weiteren Steigerung ihrer Aggressivität und
Gefährlichkeit ausbildet,
b) entgegen § 5 Absatz 2 mit gefährlichen Hunden gewerbsmäßig handelt,
a) entgegen § 6 Absatz 1 einen Hund ohne Aufsicht frei umherlaufen lässt, so dass
Menschen, Tiere oder Sachen gefährdet werden,
b) entgegen § 6 Absatz 2 Satz 1 einen Hund nicht an einer höchstens 2 m langen
c) entgegen § 6 Absatz 2 Satz 2 in Verbindung mit § 4 Absatz 1 Satz 7 als Hundehalterin
oder Hundehalter einen Hund einer ungeeigneten Aufsichtsperson überlässt,
d) entgegen § 6 Absatz 3 der Anordnung eines Leinen- oder Maulkorbzwangs oder einer
ausbruchssicheren Haltung zuwiderhandelt,
a) entgegen § 8 Absatz 1 seinen Hund nicht mit einem dieser Vorschrift entsprechenden
Halsband versieht,
b) entgegen § 8 Absatz 2 nicht die Erlaubnis oder den Freistellungsbescheid mitführt,
c) entgegen § 8 Absatz 3 einen gefährlichen Hund nicht anleint oder keinen Maulkorb
tragen lässt.
(3) Mit In-Kraft-Treten dieser Verordnung unterliegen alle Hunde der in § 1 Absätze 1 und 2 genannten Rassen, Kreuzungen und sonstigen Gruppen bis zur endgültigen Entscheidung über den Antrag nach Absatz 2 einem Leinen- und Maulkorbzwang im Sinne des § 4.
Hamburg den 18. Juli 2000.
Zuständig für die Verordnung:
Behörde für Wissenschaft und Gesundheit >>
Die Verordnung (PDF) >>
Presseerklärung des Herrn Rechtsanwalt Wollenteit zum Urteil vom 01.09.2003 >>
Das Urteil Az.: 5 VG 3300/2003 des VG Hamburg vom 01.09.2003 >>
Informationen der Hamburger Behörden zum Fortbestehen der Verordnung >>
Für die Richtigkeit und Vollständigkeit des hier abgedruckten Verordnungstextes wird keine Gewähr übernommem! ALLEIN maßgebend bei der Rechtssprechung ist der Original-Verordnungstext veröffentlicht auf den offiziellen Seiten der Freien und Hansestadt Hamburg!