Source: https://www.lebensraum-sh.de/jugendhilfe/fachinformationen.html
Timestamp: 2020-08-11 07:20:15
Document Index: 332462854

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 41', '§ 53', '§ 45', '§ 37', '§ 5', '§ 8', '§ 27', '§ 37', '§ 36', '§ 8', '§ 78', '§ 80', '§ 8', '§ 36', '§ 37']

Fachinformationen | Lebensraum SH
§§ 34/35 a SGB VIII Hilfe zur Erziehung durch Heimerziehung
§ 41 SGB VIII... für junge Volljährige, §§ 53, 54 SGB XXII,
§ 45 SGB VIII Genehmigungsgrundlage
Die Maßnahme ist notwendig und geeignet, wenn die Erziehung oder Entwicklung von Kindern auch mit stützenden und ergänzenden Hilfen im Herkunftsmilieu nicht sichergestellt werden kann, wenn die Problembelastung im Herkunftsmilieu hoch, die Verhaltensauffälligkeiten und Entwicklungsstörungen bei den Heranwachsenden vielfältig und gravierend sind.
Die Maßnahme ist nicht geeignet, wenn eine Therapie in einer spezialisierten Gruppe oder eine
kinderpsychiatrische Einrichtung oder eine Einrichtung für Behinderte angezeigt ist, der Kontakt mit der Herkunftsfamilie intensiver, therapeutisch gestaltet werden sollte, eher Einzelmaßnahmen oder (bei älteren Heranwachsenden) eine lebensfeldaufbauende erzieherische Hilfe angezeigt sind.
Förderung einer Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung im Rahmen eines Selbstfindungsprozesses und dadurch die Eröffnung von Möglichkeiten der eigenen Lebensplanung (§§ 37, 41 SGB VIII)
Berücksichtigung des Wunsch- und Wahlrechtes hinsichtlich der Ausgestaltung der Erziehungshilfe (§§ 5,9 SGB VIII)
Beteiligung von Kindern entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen (§ 8 SGB VIII) über den Aufbau eines für unsere Kindervertrauten, transparenten Rahmens und damit der Möglichkeit der eigenständigen Entwicklung
Unterstützung der uns anvertrauten Kinder im schulischen Werdegang (§ 27 (3) SGB VIII)
Zusammenarbeit mit und Vertretung von Personensorgeberechtigten durch die betreuenden Fachkräfte (§§ 37,38 SGB VIII) durch Elternarbeit und - wo immer möglich - (Re-) Integration der Kinder und in die Herkunftsfamilie
Mitwirkung der Betroffenen an Entscheidungen über Erziehungshilfen und Zusammenwirkung mit
Fachkräften im Rahmen der Hilfeplanung und ihrer Fortschreibung (§ SGB VIII)
eine Aufnahme erfolgt i.d.R. erst nach Aufnahmegespräch (HzE) unter Mitwirkung aller unmittelbar am Erziehungsprozeß beteiligten Sozialisationsagenten
Aufnahmegesuche können durch vernetzte Vielfalt von Angeboten im Trägerverbund sowohl an das Zentralbüro (Tel: 0431- 54 50 03-30) als auch vorwiegend direkt an die im Verbund zusammen geschlossenen Einrichtungen gestellt werden
im Rahmen des Aufnahmeverfahrens besteht die Möglichkeit, die Kinder von der Entsendestelle oder dem Elternhaus abzuholen
vorhalten einer pädagogischen Fachkraft 24 Stunden pro Tag
Planung und Durchführung individueller Aktivitäten mit den Heranwachsenden
räumlich-zeitliche Strukturierungshilfen
Überprüfung eventueller Gefährdungen und Entwicklungsangemessene Reaktionen auf Gefährdungen
in Krisen- und Gefährdungssituationen schnellstmöglich klientenzentrierte Gespräche und kurze pädagogische Interventionen
innerhalb einer Woche grundsätzliche pädagogische Abklärung und Interventionen
Bereitstellung eines kindergerechten Lebensbereiches und des dazugehörigen
Unterbringung der Kinder in ansprechenden Einzel oder Zweibettzimmern
Gewährleistung, dass für Kinder ausreichend Platz auf dem Außengelände und
Material zur altersgerechten Freizeitbeschäftigung zur Verfügung steht
Bereitstellung von mindestens einem gemeinsamen Gruppen- und Aufenthaltsraum
Gestaltung des Lebensbereiches zusammen mit den Heranwachsenden und Bereitstellen einer entwicklungsförderlichen und enttraumatisierenden Atmosphäre des Miteinander-Lebens
Bereitstellung eines geschlechtsspezifischen Sanitär- und Waschbereiches
Bereitstellung eines gemeinsamen Wohn- und Küchenbereiches
Bereitstellung eines Freizeitbereiches
regelmäßige Mahlzeiten, die in der Einrichtung von den BetreuerInnen / Hauswirtschaftskräften z.T. unter Mithilfe der Kinder zubereitet werden
Reinigung der Gemeinschaftsräume; altersangemessene Anleitung und Unterstützung bei der Reinigung des persönlichen Bereiches
Pflege der Wäsche und Kleidung unter altersgerechter Einbeziehung der Kinder
Außenorientierung der Einrichtung, d.h. Integration der Einrichtung und damit der betreuten Kinder in funktionierende soziale Systeme (Vereine, Pfadfinder, Schule, Feuerwehr etc
Bereitstellung von Spiel- und Bastelmaterial und entsprechende Anleitung
Bereitstellung von Medien und Anleitung im Umgang mit den Medien
Sport- und Spielangebote machen oder beschaffen
Schaffung von Voraussetzung für eine körperlich gesunde Entwicklung
körperliche und gesundheitliche Eingangsdiagnostik
Sicherstellung notwendiger Therapien, Medikamente, Diäten, Krankengymnastik
usw.) und Benutzung notwendiger Hilfsmittel (z.B. Brille, Zahnspange usw.)
häusliche Krankenpflege und Umgang mit Medikation
Anleitung und Unterstützung regelmäßiger Körperpflege und Sexualhygiene
Dokumentation besonderer Erkrankungen; Einbezug und Beratung der Eltern/Vormünder bei gravierenden Krankheiten (Therapien/Eingriffe)
Förderung im Bereich lebenspraktischer Fertigkeiten
Vermittlung von Kenntnissen im lebenspraktischen Bereich für die Kinder im
Betreuungsverlauf (d.h. Verkehrserziehung, Einüben des Umgangs mit öffentlichen
Einüben des Umgangs mit öffentlichen Einrichtungen
Einkaufen, Einüben des Umgangs mit Geld, Zubereiten einfacher Mahlzeiten, Kenntnisse
gesunder Ernährung, Pflege und Aufbewahrung von Wäsche und Kleidung, einfache Reparaturen, Auswahl Wetter angemessener Kleidung, Kontakt zu Behörden etc.)
Anleitung der Kinder während der Gruppen/Einzelgespräche und Gruppen/Einzelunternehmungen sowohl zur Rücksichtnahme und Toleranz gegenüber anderen Gruppenmitgliedern sowie der Fähigkeit zur Selbstbehauptung
Aufdeckung von unsozialen Verhaltensweisen in Einzelgesprächen
Erarbeitung alternativer Verhaltensmuster durch die Möglichkeit der Erlernung alternativer Verhaltensweisen bei der Durchsetzung individueller Bedürfnisse und Interessen mit Hilfe des Vorlebens sozialer Handlungsmuster von MitarbeiterInnen
in Krisensituationen oder bei situationsübergreifenden Schwierigkeiten, die sich einem pädagogischen Einfluß entziehen:
Herbeiführung externer Beratungen und sonstiger Hilfen
Abklärung eines Bedarfs therapeutischer oder heilpädagogischer Leistungen und deren Beantragung und Beschaffung (die Leistungen selbst sind Zusatzleistungen (s.u.))
Nutzung aller Ressourcen im Erziehungsprozeß durch Einbeziehung aller den Erziehungsprozeß beeinflussende Sozialisationsagenten (Beratungsstellen, Suchtberatungen, Selbsthilfegruppen, Eltern, Schulen, Gemeinwesen etc.)
Ausnutzung und Steuerungen von gruppendynamischen, sozialisierenden Prozessen durch das Vorhalten des sozialen Normengefüges einer Gruppe
Erklärung und Verabredung von Umgangsregeln
Einübung der Umgangsregeln in der Gruppe und im öffentlichen Leben
Rückmeldung über problematisches Verhalten und positiver Verhaltensweisen
allgemeine Rückmeldung in Einzelgesprächen und Gruppengesprächen
Trainingsprogramme im Alltag (z.B. Verhaltensmodifikation, Verhaltenstraining)
Förderung der Schulentwicklung und Berufsausbildung
Auswahl geeigneter KiTa- und Schulformen und alternativer Förderungswege in Abstimmung mit Eltern, Vormund, Schule (ggf. durch Einbezug schulrelevanter Diagnostik) und Jugendamt
Unterstützung der schulischen Entwicklung durch eine Begleitung bei den
nachschulischen Schularbeiten
Führung und Kontrolle von Schularbeitenheften und Ordnung in den Schulmaterialien
Gespräche mit Lehrern / Teilnahme an Elternsprechtagen und Klassenpflegschaften
pädagogische Eingangsanalyse und deren Dokumentation
teaminterne Erziehungsplanung, ggf. unter Hinzuziehung von Fachleuten und Beratern gemäß Vorgaben aus Hilfeplan nach § 36 SGB VIII
Entwicklungsbericht mit Vorschlägen zur Erziehungshilfe im Zusammenhang mit Hilfeplanung
Vor- und Nachbereitung von Hilfeplangesprächen für die Heranwachsenden und Eltern
Organisation zusätzlicher interner (Zusatzleistungen) oder externer Hilfen, die sich
aus der Hilfeplanung ergeben
Methodische Arbeit in der Herkunftsfamilie
Einbeziehung der Personensorgeberechtigten (außer bei Kontaktsperre) und Abstimmung mit ihnen in grundsätzlichen erzieherischen Fragen und bei besonderen Vorkommnissen gemäß Hilfeplanung
Vor- und Nachbereitung von Besuchswochenenden und von Beurlaubungen nach Hause
Einbindung der Personensorgeberechtigten in das Lebensfeld: Einladungen zu Festen, Schulabenden und besonderen Anlässen
Hausbesuche durch pädagogische MitarbeiterInnen
Aktivitäten in Hinblick auf die Zeit nach der Maßnahme (Hospitationen, Gespräche, Etatplanung)
· vorbereitende Information der Familie oder anderer Fachkräfte (bei Verselbständigung)
Trainingsphase zur Vorbereitung selbständigen Wohnens (Trainingswohnung, Wohngemeinschaft)
Hilfe bei der Suche, dem Anmieten und der Ausstattung einer eigenen Wohnung (Sicherstellen einer ordnungsgemäßen Verwendung der „Erstausstattungsbeihilfe“), Unterstützung beim Umzug
Qualitätsentwicklungssystem mit den Schwerpunkten Erziehungsprozeß- und Ressourcenmanagement und allgemeiner Führungsgrundsätze
strukturierte Erziehungsprozesslenkung
Dokumentation des Erziehungsprozesses
ständige Verbesserung der Qualität der pädagogischen Prozesse durch Kontinuierlichen Verbesserungsprozeß (KVP)
Erarbeitung eines Erziehungsrahmens auf den halbjährlichen HzE – Konferenzen (gemäß 36 SGB VIII) zusammen mit den Kindern, Personensorgeberechtigten, Einrichtung und Jugendamt
Bericht der Einrichtungen in einem Erziehungsbericht über den Entwicklungsprozeß der aufgenommenen Kinder
Einreichung eines aktuellen, kurzen Situationsberichtes zur Vorbereitung der HzE
Zusendung von Zeugnissen und die Entwicklung der Kinder erheblich beeinflussende Informationen durch die Einrichtung und die zuständige SozialarbeiterIn
Die Stärkung des Kinderschutzes im Rahmen des § 8a SGB VIII und die Einführung des Gesetzes zur Weiterentwicklung und Verbesserung des Schutzes von Kindern hat uns bewogen, ein System einer - von der jeweiligen Einrichtung - unabhängigen
Beschwerdestelle einzurichten.
An diese Beschwerdestelle (Tel.: 0800-5450030, E-Mail: Kinderschutz@ErSteTraeger.de) können sich Kinder und Jugendliche, aber auch MitarbeiterInnen aus Mitgliedseinrichtungen der ErSte Trägergesellschaft mit Beschwerden über eine wahrgenommene Kindeswohlgefährdung innerhalb von Einrichtung im Verbund der ErSte´n Trägergesellschaft wenden
Versorgungs- und Kooperationsstrukturen
Zusammenarbeit zwischen Jugendamt und freien Trägem zwecks Abstimmung und Ergänzung (§ 78 SGB VIII) und Mitarbeit bei der Jugendhilfeplanung zur Bedarfsfeststellung und –deckung (§ 80 SGB VIII)
Sicherung von Kleinsteinrichtungen durch Trägerverbund ErSte Trägergesellschaft (gemeinsame Ressourcenverwaltung) und Stabilität von Kleinsteinrichtungen auch in Ausnahmesituationen (Krankheit, Unfall, Tod etc.)
in pädagogischen Krisen- und Ausnahmesituationen Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen im Trägerverbund der ErSte Trägergesellschaft
Vernetzung von Einrichtungen und unterschiedlichen Angeboten durch Trägerverbund und gemeinsame Fortbildung und Austausch über eigenes Tätigkeitsfeld hinaus
Ersparnis durch Zusammenlegung von Verwaltungseinheiten und zentraler Ansprechpartner in Verwaltungsfragen (Entgeltverhandlungen, Kostenabrechnungen, Informationsströme) für Kostenträger
Mitbestimmung und Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen
Beteiligung von Kindern entsprechend ihrem Entwicklungsstand an allen sie betreffenden Entscheidungen (§ 8 SGB VIII) durch Kinderbesprechungen und Befragungen
Mitwirkung der Betroffenen an Entscheidungen über Erziehungshilfen und Zusammenwirkung mit Fachkräften im Rahmen der Hilfeplanung und ihrer Fortschreibung (§ 36 SGB VIII)
Zusammenarbeit mit und Vertretung von Personensorgeberechtigten durch die betreuenden Fachkräfte (§§ 37, 38 SGB VIII)
Verwaltungsleistungen für Kinder und Jugendliche
Führung einer Akte (Pädagogische Entwicklung, besondere Vorkommnisse in Familie, Schule, Gesundheit, Verwaltungsvorgänge, Schriftverkehr) sowie detaillierte Dokumentation
Beschaffung von Unterlagen, Bescheinigungen, Ausweisen usw.
Anfertigen von Bescheinigungen, Berichten usw.
Sicherstellung des Versicherungsschutzes; Abwicklung von Versicherungsfällen
Verwaltung klientenbezogener Gelder (Taschengeld, Bekleidungsgeld)