Source: http://www.anwalt24.de/urteile/bsg/2015-03-16/b-12-r-50_14-b
Timestamp: 2017-03-01 19:28:30
Document Index: 79710898

Matched Legal Cases: ['BGer', '§ 160', '§ 160', '§ 169', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 52', '§ 160', '§ 109', '§ 128', '§ 103', '§ 160', '§ 162', '§ 160', '§ 103', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 197', '§ 154', '§ 162', '§ 197', '§ 63', '§ 52', '§ 47']

BSG, 16.03.2015 - B 12 R 50/14 B - Nachforderung von Sozialversicherungsbeiträgen; Geltendmachung eines Verfahrensmangels; Kausalität des Mangels; Anforderungen an eine Beschwerdebegründung | Urteile auf anwalt24.de
BSG, 31.03.2015 - B 2 U 25/15 B…BSG, 16.03.2015 - B 12 R 50/14 B - Nachforderung von Sozialversicherungsbeiträge...BSG, 16.03.2015 - B 12 KR 27/14 B - Höhe eines GKV-Beitrages; Erneute Klärungsbe...BSG, 13.03.2015 - B 13 R 3/15 SBSG, 13.03.2015 - B 13 R 4/15 SBSG, 13.03.2015 - B 13 R 23/15 B - Höhere Erwerbsminderungsrente; PKH-Voraussetz...BSG, 13.03.2015 - B 13 R 83/15 BBSG, 12.03.2015 - B 9 SB 88/14 BBSG, 12.03.2015 - B 10 LW 9/14 BBSG, 12.03.2015 - B 9 SB 94/14 BBSG, 12.03.2015 - B 10 ÜG 7/14 BBSG, 12.03.2015 - B 9 SB 100/14 BBSG, 12.03.2015 - B 9 SB 86/14 B - Feststellung eines GdB sowie der Merkzeichen ...BSG, 12.03.2015 - B 12 KR 1/15 SBSG, 12.03.2015 - B 4 AS 54/14 BH - Ausschluss von Grundsicherungsleistungen; Ve...BSG, 11.03.2015 - B 8 SO 10/15 SBSG, 11.03.2015 - B 4 AS 29/15 SBSG, 11.03.2015 - B 5 RS 24/14 B - Anspruch auf Einbeziehung in das Zusatzversor...BSG, 11.03.2015 - B 9 V 53/14 B - Gewährung von Berufsschadensausgleich; Substan...BSG, 10.03.2015 - B 4 AS 7/15 BBSG, 10.03.2015 - B 14 AS 346/14 B - Verwerfung einer Berufung als unzulässig; G...BSG, 10.03.2015 - B 13 R 435/14 B - Stationäre medizinische Rehabilitationsmaßna...…BSG, 02.03.2015 - B 2 U 280/14 B
BSG, 16.03.2015 - B 12 R 50/14 B - Nachforderung von Sozialversicherungsbeiträgen; Geltendmachung eines Verfahrensmangels; Kausalität des Mangels; Anforderungen an eine Beschwerdebegründung
BundessozialgerichtBeschl. v. 16.03.2015, Az.: B 12 R 50/14 BGericht: BSGEntscheidungsform: BeschlussDatum: 16.03.2015Referenz: JurionRS 2015, 14565Aktenzeichen: B 12 R 50/14 B Verfahrensgang:vorgehend:LSG Baden-Württemberg - 18.11.2014 - AZ: L 11 R 4791/13SG Stuttgart - AZ: S 12 R 7816/09Rechtsgrundlage:§ 160 Abs. 2 Nr. 3 SGGRedaktioneller Leitsatz:1. Ein Verfahrensmangel i.S. von § 160 Abs. 2 Nr. 3 SGG ist der Verstoß des Gerichts im Rahmen des prozessualen Vorgehens im unmittelbar vorangehenden Rechtszug.2. Neben der Geltendmachung des Vorliegens eines Verstoßes gegen das Verfahrensrecht ist mit der Beschwerdebegründung darzulegen, dass die angefochtene Entscheidung auf diesem Verstoß beruhen kann.3. Ein entscheidungserheblicher Mangel des Berufungsverfahrens ist nur dann substantiiert bezeichnet, wenn der Beschwerdeführer diesen hinsichtlich aller ihn (vermeintlich) begründenden Tatsachen darlegt, sodass das Beschwerdegericht allein anhand dieser Begründung darüber befinden kann, ob die angegriffene Entscheidung des LSG möglicherweise auf dem geltend gemachten Verfahrensmangel beruht.in dem RechtsstreitAz: B 12 R 50/14 BL 11 R 4791/13 (LSG Baden-Württemberg)S 12 R 7816/09 (SG Stuttgart)...............................................,Kläger und Beschwerdeführer,Prozessbevollmächtigter: ...............................................,gegenDeutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg,Adalbert-Stifter-Straße 105, 70437 Stuttgart,Beklagte und Beschwerdegegnerin,beigeladen:1. Techniker Krankenkasse,Bramfelder Straße 140, 22305 Hamburg,2. Techniker Krankenkasse Pflegeversicherung,Bramfelder Straße 140, 22305 Hamburg,3. Bundesagentur für Arbeit,Regensburger Straße 104, 90478 Nürnberg,4. ...............................................,Der 12. Senat des Bundessozialgerichts hat am 16. März 2015 durch den Vorsitzenden Richter Dr. K r e t s c h m e r sowie die Richter Dr. M e c k e und B e c kbeschlossen:Tenor:Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 18. November 2014 wird als unzulässig verworfen.Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens mit Ausnahme der Kosten der Beigeladenen.Der Streitwert für das Beschwerdeverfahren wird auf 16 771,48 Euro festgesetzt.Gründe1In dem der Nichtzulassungsbeschwerde zugrunde liegenden Rechtsstreit streiten die Beteiligten über die Nachforderung von Sozialversicherungsbeiträgen.2Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des LSG Baden-Württemberg vom 18.11.2014 ist in entsprechender Anwendung von § 169 S 2 und 3 SGG als unzulässig zu verwerfen. Der Kläger hat in der Begründung des Rechtsmittels entgegen § 160a Abs 2 S 3 SGG keinen Zulassungsgrund hinreichend dargelegt oder bezeichnet.3Das BSG darf gemäß § 160 Abs 2 SGG die Revision gegen eine Entscheidung des LSG nur dann zulassen, wenn- die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat (Nr 1) oder- das angefochtene Urteil von der höchstrichterlichen Rechtsprechung abweicht (Nr 2) oder- bestimmte Verfahrensmängel geltend gemacht werden (Nr 3).Die Behauptung, das Berufungsurteil sei inhaltlich unrichtig, kann demgegenüber nicht zur Zulassung der Revision führen (vgl BSG SozR 1500 § 160a Nr 7).41. Der Kläger macht in der Beschwerdebegründung vom 7.1.2015 einen Verfahrensmangel (§ 160 Abs 2 Nr 3 SGG) geltend. Ein Verfahrensmangel iS von § 160 Abs 2 Nr 3 SGG ist der Verstoß des Gerichts im Rahmen des prozessualen Vorgehens im unmittelbar vorangehenden Rechtszug (vgl zB BSGE 2, 81, 82; 15, 169, 172 = SozR Nr 3 zu § 52 SGG). Nach § 160 Abs 2 Nr 3 Halbs 2 SGG kann sich der geltend gemachte Verfahrensmangel nicht auf eine Verletzung von § 109 SGG und § 128 Abs 1 S 1 SGG stützen. Ferner kann die Geltendmachung eines Verfahrensmangels auf eine Verletzung des § 103 SGG (Amtsermittlungspflicht) gemäß § 160 Abs 2 Nr 3 Halbs 2 SGG nur gestützt werden, wenn er sich auf einen Beweisantrag bezieht, dem das LSG ohne hinreichende Begründung nicht gefolgt ist. Prüfungsmaßstab ist die materiell-rechtliche Rechtsauffassung des LSG (BSG SozR Nr 79 zu § 162 SGG; BSG SozR 1500 § 160 Nr 33). Neben der Geltendmachung des Vorliegens eines Verstoßes gegen das Verfahrensrecht ist mit der Beschwerdebegründung darzulegen, dass die angefochtene Entscheidung auf diesem Verstoß beruhen kann. Ein entscheidungserheblicher Mangel des Berufungsverfahrens ist nur dann substantiiert bezeichnet, wenn der Beschwerdeführer diesen hinsichtlich aller ihn (vermeintlich) begründenden Tatsachen darlegt, sodass das Beschwerdegericht allein anhand dieser Begründung darüber befinden kann, ob die angegriffene Entscheidung des LSG möglicherweise auf dem geltend gemachten Verfahrensmangel beruht.5Der Kläger trägt vor, "im Termin vor dem Landessozialgericht Baden-Württemberg am 29.07.2014" habe er - damals noch nicht anwaltlich vertreten - einen Antrag auf Vernehmung der anwesenden Beigeladenen zu 4. gestellt, dem das LSG nicht nachgekommen sei.6Hierdurch zeigt der Kläger einen Verfahrensmangel nicht in einer die Zulässigkeit der Nichtzulassungsbeschwerde begründenden Weise auf. Insbesondere setzt sich die Beschwerdebegründung nicht damit auseinander, dass die Geltendmachung eines Verfahrensmangels wegen Verletzung des § 103 SGG (Amtsermittlungsprinzip) gemäß § 160 Abs 2 Nr 3 Halbs 2 SGG nur darauf gestützt werden kann, dass das LSG einem Beweisantrag ohne hinreichende Begründung nicht gefolgt ist. In der Beschwerdebegründung wird nicht aufgezeigt, dass im Berufungsverfahren ein entsprechender Beweisantrag gestellt und in der letzten mündlichen Verhandlung vor dem LSG am 18.11.2014, in der der Kläger anwaltlich vertreten war, ausdrücklich aufrechterhalten worden ist (zu diesem Erfordernis vgl die stRspr, vgl BSG SozR 4-1500 § 160 Nr 13 RdNr 11 mwN; ferner Leitherer in Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer, SGG, 11. Aufl 2014, § 160 RdNr 18c mwN).72. Von einer weiteren Begründung sieht der Senat ab, weil sie nicht geeignet ist, zur Klärung der Voraussetzungen der Revisionszulassung beizutragen (§ 160a Abs 4 S 2 Halbs 2 SGG).83. Die Kostenentscheidung beruht auf § 197a Abs 1 S 1 Teils 3 SGG iVm § 154 Abs 2, § 162 Abs 3 VwGO.94. Die Festsetzung des Streitwerts für das Beschwerdeverfahren hat ihre Grundlage in § 197a Abs 1 S 1 Teils 1 SGG iVm § 63 Abs 2 S 1, § 52 Abs 1 und 3, § 47 Abs 1 und 3 GKG und entspricht der von den Beteiligten nicht beanstandeten Festsetzung durch das LSG.Dr. KretschmerDr. MeckeBeckHinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.