Source: https://www.rehadat-hilfsmittel.de/de/arbeitsplatz-ausbildung/
Timestamp: 2017-10-19 16:18:03
Document Index: 333592069

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 34', '§ 102', '§ 19', '§ 4', '§ 81', '§ 3']

Arbeitsplatz und Ausbildung - REHADAT-Hilfsmittel
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Hilfsmittel für die Arbeit (auch technische Arbeitshilfen genannt) können behinderungsgerechte Sonderanfertigungen und industrielle Serienprodukte sein. Beispiele sind ergonomische Maschinen, Werkzeuge oder verstellbares Arbeitsmobiliar.
Funktionseinschränkungen verringern oder ausgleichen
vorhandene Fähigkeiten fördern
vor gesundheitlichen Schäden schützen
Produkte für den Arbeitsplatz aus anderen Hilfsmittelbereichen:
Braillezeilen, Bildschirmlesegeräte, Hörhilfen oder Computer unter Information, Kommunikation
Kraftfahrzeuganpassungen oder Rollstühle unter Mobilität
Barrierefreie Zugänge wie Rampen oder Aufzüge unter Bauen, Wohnen
Es gibt eine breite Auswahl an Hilfsmitteln für den Arbeitsplatz beziehungsweise technischen Arbeitshilfen. Hier sind einige Beispiele:
Kopiergeräte mit Sprachausgabe für den sehbehinderten Mitarbeiter
Arthrodesen-Bürostühle für den Mitarbeiter mit Hüftproblemen
Elastische Bodenmatten für den Mitarbeiter mit Rücken- oder Kniegelenksproblemen
Elektrisches Postfrankiergeräte für den Mitarbeiter mit Hand-Arm-Schwäche
Gabelstapler mit niedrigem Einstieg für den Lagermitarbeiter mit Beinhebeschwäche
Hilfsmittel für den Arbeitsplatz und die Berufsausbildung sind förderfähig - entweder als Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben durch die Rehabilitationsträger (§ 33, § 34 SGB IX) oder bei anerkannter Schwerbehinderung oder Gleichstellung als Begleitende Hilfe im Arbeitsleben durch das Integrationsamt (§ 102 SGB IX in Verbindung mit § 19 SchwbAV).
Wer zahlt und welche Voraussetzungen vorliegen müssen, lesen Sie in der Infothek.
Eine Reihe von Gesetzen, Verordnungen, Normen und Richtlinien schaffen den rechtlichen Rahmen für die ergonomische, barrierefreie und behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung.
§ 4 ArbSchG: Allgemeine Grundsätze
§ 81 Abs. 4 SGB IX: Ausstattung des Arbeitsplatzes mit technischen Arbeitshilfen
§ 3 a Abs. 2 ArbStättV: Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten
Technische Regeln für Arbeitsstätten: Barrierefreie Gestaltung von Arbeitstätten (ASR V3a.2)
DIN 6385: Grundsätze der Ergonomie für die Gestaltung von Arbeitssystemen
DIN 32977: Behinderungsgerechtes Gestalten; Begriffe und allgemeine Leitsätze
DIN 18040-1: Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen - Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude
VDI 6008: Richtlinie Barrierefreie Lebensräume
REHADAT-Gute Praxis: Beispiele zur Arbeitsgestaltung
Online Leitfaden der Verwaltungs-BG: Barrierefreie Arbeitsstätten planen und gestalten
INQA - Initiative Neue Qualität der Arbeit: Praxisbeispiele
REHADAT-Wissensreihe: Arbeitsgestaltung bei bestimmten Behinderungen
Literatur zur behinderungsgerechten Arbeitsgestaltung
Urteile zur behinderungsgerechten Arbeitsgestaltung
Büroausstattung und Betriebsausstattung
Verstellbare Arbeitsstühle und Arbeitstische, Umlaufschränke, Trennwände oder Arbeitslampen ermöglichen individuell gestaltete Arbeitsplätze, die ergonomisch und behinderungsgerecht sind.
Transportmittel und Fördermittel
Sackkarren, Gabelstapler, Schlepper oder Förderbänder für den Transport oder das Stapeln von Lasten können das Muskel-Skelettsystem entlasten oder die Arbeitsausführung bei einer Gehbehinderung ermöglichen.
Hebetechnik und Handhabungstechnik
Kettenzüge, Hebetische, Kippgeräte oder Robotergreifer unterstützen das Heben und Umsetzen von Lasten oder Gegenständen.
Sterngriffe, Handräder oder Schnellspanner unterstützen die Hand-Armfunktion beim Umgang mit Maschinen, Werkzeugen oder Werkmaterial.
Tischbohrsägen, Abbruchhammer oder Hobel können besondere Eigenschaften aufweisen, die die körperliche Belastung durch Geräusche, Vibrationen oder Gewicht reduzieren.
Bagger, Aufsitzmäher, Kommunalfahrzeuge oder Spezialgeräte für den Bau mit speziellen Vorrichtungen ermöglichen eine ergonomische und behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung.
Reinigungsmaschinen und Reinigungsgeräte
Spezielle Hochdruckreiniger, Kehrmaschinen oder Sauger können Beschäftigte mit körperlichen Einschränkungen nutzen, um die Arbeitsbelastung bei der Reinigung von großflächigen oder verwinkelten Räumen zu reduzieren.
Messgeräte, Prüfgeräte und Laborgeräte
Thermometer, Feuchtigkeitsmesser oder Dosiergeräte können besonders ausgestattet sein und unterstützen zum Beispiel Beschäftigte mit einer Seh- oder Armbehinderung.
Schutzbrillen oder Helme, Schutzhauben an Maschinen, Schalldämmplatten oder Lichtsignalschranken schützen vor Erkrankung und vor Unfällen.
Hierzu gehört spezielles Testmaterial für die Berufsorientierung und Trainingssoftware für Auszubildende, die einen besonderen Unterstützungsbedarf haben.