Source: http://kirchenrecht-ekkw.de/document/18022
Timestamp: 2016-05-29 07:36:28
Document Index: 211874960

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 17', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', '§ 4']

830 Grundordnung der EKD (GO-EKD) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
830 Grundordnung der EKD (GO-EKD)
.Grundordnungder Evangelischen Kirche in Deutschland Vom 13. Juli 1948(ABl. EKD 1948 S. 233)in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. November 2003 (ABl. EKD 2004 S. 1 ff) Lfd. Nr.Änderndes RechtDatumFundstelleParagrafenArt der Änderung1Kirchengesetz 10. November 2005ABl.EKD 2005 S. 549Art. 2 Abs. 2 Satz 2angefügtArt. 10 aneu gefasstArt. 10 beingefügtArt. 17 Abs. 5geändertArt. 21 Abs. 3geändertÜberschrift III aeingefügtArt. 21 aeingefügtArt. 24 Abs. 1geändertArt. 24 Abs. 2 Satz 2angefügtArt. 28 Abs. 1 Satz 3angefügtArt. 28 Abs. 2 Satz 2geändertArt. 28 Abs. 3eingefügtArt. 28 Abs. 4neu nummeriertArt. 28 aeingefügtArt. 31 Abs. 1neu gefasstArt. 31 Abs. 2 Nr. 1neu gefasstArt. 31 Abs. 2 Nr. 2Wort ersetztArt. 31 Abs. 2 Nr. 3Wort ersetztArt. 31 Abs. 2 Nr. 4eingefügtArt. 31 Abs. 2 Nr. 4 bis 8neu nummeriertArt. 31 Abs. 4 Satz 2angefügtArt. 31 Abs. 5angefügt2Kirchengesetz7. November 2012ABl. EKD 2012, S. 451Artikel 5, Satz 1Wort ersetztArtikel 9,Wort eingefügtArtikel 17, Abs. 3 u. 4Wörter eingefügtArtikel 18,Wörter eingefügtArtikel 22, Abs. 2Satz angefügtArtikel 24, Abs. 2Satz angefügtArtikel 24, Abs. 3Satz angefügtArtikel 24, Abs. 5neu gefasstArtikel 26, Abs. 1Satz eingefügtArtikel 26a, Abs. 2Neu gefasstArtikel 26a, Abs. 4Satz eingefügtArtikel 26a, Abs. 4neu nummeriertArtikel 26a, Abs. 4Wort ersetztArtikel 26a, Abs. 4neu gefasstArtikel 28 Abs. 2 Satz 2Wort ersetztArtikel 28a, Abs. 1 Satz 1Wörter eingefügtArtikel 29 Abs. 2 Satz 4Satz eingefügtArtikel 30, Abs. 2neu gefasstArtikel 31, Abs. 5Satz angefügt3Kirchengesetz12. November 2013ABl. EKD 2013 S. 446Artikel 23 Abs. 1 Satz 1Zahl ersetztInhaltsübersicht1# Grundordnung der Evangelischen Kirche in DeutschlandI. Grundbestimmungen1-5II. Aufgaben6-20III. Gliederung21III a. Gliedkirchliche Zusammenschlüsse in der Evangelischen Kirche in Deutschland21aIV. Organe und Amtsstellen22-32cV. Besondere und Übergangsbestimmungen33-35Grundlage der Evangelischen Kirche in Deutschland ist das Evangelium von Jesus Christus, wie es uns in der Heiligen Schrift Alten und Neuen Testaments gegeben ist. Indem sie diese Grundlage anerkennt, bekennt sich die Evangelische Kirche in Deutschland zu dem Einen Herrn der einen heiligen allgemeinen und apostolischen Kirche.Gemeinsam mit der alten Kirche steht die Evangelische Kirche in Deutschland auf dem Boden der altkirchlichen Bekenntnisse.Für das Verständnis der Heiligen Schrift wie auch der altkirchlichen Bekenntnisse sind in den lutherischen, reformierten und unierten Gliedkirchen und Gemeinden die für sie geltenden Bekenntnisse der Reformation maßgebend.#I. Grundbestimmungen###Artikel 1
1 Zwischen den Gliedkirchen besteht Kirchengemeinschaft im Sinne der Konkordie reformatorischer Kirchen in Europa (Leuenberger Konkordie).2# 2 Die Evangelische Kirche in Deutschland fördert darum das Zusammenwachsen ihrer Gliedkirchen in der Gemeinsamkeit des christlichen Zeugnisses und Dienstes gemäß dem Auftrag des Herrn Jesus Christus.
1 Mit ihren Gliedkirchen bejaht die Evangelische Kirche in Deutschland die von der ersten Bekenntnissynode in Barmen getroffenen Entscheidungen.3# 2 Sie weiß sich verpflichtet, als bekennende Kirche die Erkenntnisse des Kirchenkampfes über Wesen, Auftrag und Ordnung der Kirche zur Auswirkung zu bringen. 3 Sie ruft die Gliedkirchen zum Hören auf das Zeugnis der Brüder und Schwestern. 4 Sie hilft ihnen, wo es gefordert wird, zur gemeinsamen Abwehr kirchenzerstörender Irrlehre.
Durch seine Mitgliedschaft in einer Kirchengemeinde und in einer Gliedkirche gehört das Kirchenmitglied zugleich der Evangelischen Kirche in Deutschland an.#Artikel 2
Die Evangelische Kirche in Deutschland steht in der Ordnung der Ökumene.#Artikel 3
Sie wirkt dahin, dass die Gliedkirchen, soweit nicht ihr Bekenntnis entgegensteht, in den wesentlichen Fragen des kirchlichen Lebens und Handelns nach übereinstimmenden Grundsätzen verfahren.#Artikel 7Die Evangelische Kirche in Deutschland fördert und unterstützt Einrichtungen und Arbeiten von gesamtkirchlicher Bedeutung, insbesondere die wissenschaftliche Forschung auf den Gebieten der Theologie und des Kirchenrechts, die Kirchenmusik, die kirchliche Kunst und die Herausgabe kirchlichen Schrifttums.#Artikel 8Die Evangelische Kirche in Deutschland kann den Gliedkirchen für ihre Arbeit Anregungen geben, insbesondere für die Ordnungen der Gliedkirchen, für die Zuordnung der kirchlichen Werke innerhalb einer Gliedkirche zu deren Leitung und für die Gestaltung der kirchlichen Presse.#Artikel 9Die Evangelische Kirche in Deutschland kann Richtlinien aufstellen, insbesonderefür die wissenschaftliche und praktische Ausbildung der Pfarrer und Pfarrerinnen sowie der übrigen kirchlichen Amtsträger und Amtsträgerinnen;für die Rechtsverhältnisse und für die wirtschaftliche Versorgung der Pfarrer und Pfarrerinnen sowie der übrigen kirchlichen Amtsträger und Amtsträgerinnen;für die Erhebung kirchlicher Abgaben;für die Verwaltung des kirchlichen Vermögens;für die Vereinheitlichung der kirchlichen Amtsbezeichnungen und die Benennung der kirchlichen Amtsstellen;für das Archiv- und Kirchenbuchwesen und für die kirchliche Statistik.#Artikel 10
1 Die Evangelische Kirche in Deutschland und die Gliedkirchen sind gerufen, Christi Liebe in Wort und Tat zu verkündigen. 2 Diese Liebe verpflichtet alle Glieder der Kirche zum Dienst und gewinnt in besonderer Weise Gestalt im Diakonat der Kirche; demgemäß sind die diakonisch-missionarischen Werke Wesens- und Lebensäußerung der Kirche.
1 Ebenso weiß sich die Evangelische Kirche in Deutschland zum Dienst an der evangelischen Diaspora gerufen. 2 Sie fördert die zur Erfüllung dieses Dienstes bestehenden Einrichtungen und die anderen kirchlichen Werke, soweit sie im Gesamtbereich der Evangelischen Kirche in Deutschland ihren Dienst tun. 3 Sie kann ihnen unter Wahrung ihrer sachlich erforderten Selbständigkeit für ihre Arbeit und ihre Ordnung Richtlinien geben.#Artikel 17
1 Die Evangelische Kirche in Deutschland, die Gliedkirchen und gliedkirchlichen Zusammenschlüsse sowie die kirchlichen Werke, Verbände und Einrichtungen nehmen ihre ökumenischen Aufgaben unbeschadet ihrer unmittelbaren Beziehungen und Verpflichtungen in gegenseitiger Fühlungnahme wahr. 2 Gemeinsam sind sie bemüht, das Bewusstsein ökumenischer Verantwortung zu stärken.#Artikel 184#Die Evangelische Seelsorge in der Bundeswehr und die Evangelische Seelsorge in der Bundespolizei sind je Gemeinschaftsaufgaben der Evangelischen Kirche in Deutschland und der ihr verbundenen Gliedkirchen.#Artikel 19 1 Die Evangelische Kirche in Deutschland vertritt die gesamtkirchlichen Anliegen gegenüber allen Inhabern öffentlicher Gewalt. 2 Sie erstrebt ein einheitliches Handeln ihrer Gliedkirchen auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens.#Artikel 20
1 Bekenntnisverwandte kirchliche Gemeinschaften können der Evangelischen Kirche in Deutschland durch Vereinbarung angeschlossen werden. 2 Die Vereinbarung bedarf der Bestätigung durch Kirchengesetz.5##III a. Gliedkirchliche Zusammenschlüsse in der Evangelischen Kirche in Deutschland###Artikel 21 a
1 Zur Beratung der leitenden Organe sind für bestimmte Sachgebiete kirchliche Kammern aus sachverständigen kirchlichen Persönlichkeiten zu bilden. 2 Dabei ist die Ausgewogenheit des Geschlechterverhältnisses zu beachten.#Artikel 23
Sie wählt in Gemeinschaft mit der Kirchenkonferenz gemäß Artikel 30 den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland.#Artikel 246#
1 Die Synode besteht aus100 Mitgliedern, die von den synodalen Organen der Gliedkirchen gewählt werden,und20 Mitgliedern, die vom Rat berufen werden. 2 Für jeden Synodalen und jede Synodale sind 2 Stellvertreter oder Stellvertreterinnen zu bestimmen. 3 Von den gewählten und berufenen Synodalen darf nicht mehr als die Hälfte Theologen und Theologinnen sein.
1 Die Verteilung der zu wählenden Synodalen auf die Gliedkirchen wird durch Gesetz geregelt.7# 2 Jede Gliedkirche hat in der Synode mindestens zwei Sitze. 3 Bei der Wahl soll auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis geachtet werden.
1 Unter den vom Rat zu berufenden Synodalen sind besonders Persönlichkeiten zu berücksichtigen, die für das Leben der Gesamtkirche und für die Arbeit der kirchlichen Werke Bedeutung haben. 2 Dabei ist die Ausgewogenheit des Geschlechterverhältnisses zu beachten.
1 Die Synode wählt für ihre Amtsdauer aus ihrer Mitte ein Präsidium, bestehend aus dem oder der Präses, zwei Vizepräsides und den Beisitzern oder Beisitzerinnen. 2 Bei der Wahl ist die Ausgewogenheit des Geschlechterverhältnisses zu beachten. 3 Die Mitglieder des Präsidiums bleiben bis zur Wahl ihrer Nachfolger oder Nachfolgerinnen im Amt. 4 Der oder die Vorsitzende des Rates soll nicht gleichzeitig Präses der Synode sein.
1 Die Synode beschließt mit Stimmenmehrheit. 2 Sie ist beschlussfähig, wenn zwei Drittel der Synodalen anwesend sind. 3 Sie gibt sich eine Geschäftsordnung.
1 Die Kirchenkonferenz wird von den Kirchenleitungen der Gliedkirchen gebildet. 2 Jede Kirchenleitung entsendet zwei Vertreter oder Vertreterinnen, die nicht dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland angehören. 3 Die Verteilung der Stimmen in der Kirchenkonferenz wird durch Gesetz geregelt. 4 Die Mitglieder des Rates nehmen an den Sitzungen ohne Stimmrecht teil.
1 Gegenstände, die durch Gesetz zu ordnen sind, können ausnahmsweise durch Verordnung des Rates geregelt werden, wenn die Sache keinen Aufschub duldet, die Synode nicht versammelt und ihre Einberufung nicht möglich oder der Bedeutung der Sache nicht entsprechend ist. 2 Die Grundordnung der Evangelischen Kirche in Deutschland darf durch Verordnung nicht geändert werden. 3 Verordnungen sind der Synode bei ihrem nächsten Zusammentritt vorzulegen. 4 Die Synode kann eine Verordnung des Rates ändern oder aufheben. 5 Verordnungen bedürfen der Zustimmung der Kirchenkonferenz, sofern sie Gegenstände betreffen, deren gesetzliche Regelung gemäß Artikel 26 a Absatz 4 der Zustimmung der Kirchenkonferenz bedürfen. 6 Artikel 26 a Absatz 6 findet Anwendung.#Artikel 30
1 Der Rat besteht aus 15 Mitgliedern.8# 2 14 Mitglieder werden von der Synode und der Kirchenkonferenz gemeinsam in geheimer Abstimmung mit Zweidrittelmehrheit gewählt. 3 Die Kirchenkonferenz kann Vorschläge machen. 4 Die Wahl findet in der zweiten Tagung der Synode statt. 5 Als weiteres Mitglied gehört der oder die Präses der Synode dem Rat an.
1 Bei der Wahl der Mitglieder des Rates ist die bekenntnismäßige und landschaftliche Gliederung der Evangelischen Kirche in Deutschland zu berücksichtigen. 2 Die Ausgewogenheit des Geschlechterverhältnisses ist zu beachten. (
1 Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland tritt nach Bedarf zu Sitzungen zusammen. 2 In den Sitzungen wird mit Stimmenmehrheit entschieden; bei Stimmengleichheit gibt der oder die Vorsitzende den Ausschlag. 3 Der Rat gibt sich eine Geschäftsordnung. 4 Sie kann vorsehen, dass die Erledigung bestimmter Aufgaben einem engeren Ausschuss des Rates übertragen wird.#Artikel 31
1 Das Kirchenamt wird von einem Kollegium unter Vorsitz eines Präsidenten oder einer Präsidentin geleitet und in Hauptabteilungen gegliedert. 2 Der Rat erlässt Richtlinien für die Organisation und Geschäftsverteilung und gibt dem Kirchenamt eine Geschäftsordnung.
1 Bei der Auswahl der Leiter und Leiterinnen der Hauptabteilungen und der Abteilungen des Kirchenamtes sowie der Referenten und Referentinnen ist auf eine ausgewogene Berücksichtigung der unterschiedlichen Bekenntnisbindungen zu achten. 2 Die Ausgewogenheit des Geschlechterverhältnisses ist zu beachten. #Artikel 32
1 Über die Haushalts- und Kassenführung ist jährlich Rechnung zu legen. 2 Die Rechnung wird von einem hierzu bestimmten Ausschuss geprüft. 3 Aufgrund seines Berichts beschließt die Synode über die Entlastung.
Das Nähere über das Haushalts-, Umlagen- und Kassenwesen wird durch eine Verordnung des Rates geregelt.#Artikel 34
Der Rat kann die Vertretung allgemein oder im Einzelfall auf das Kirchenamt übertragen und dabei regeln, durch wen Urkunden, welche die Evangelische Kirche in Deutschland Dritten gegenüber verpflichten sollen, und Vollmachten zu vollziehen sind.#Artikel 35 1 Die Evangelische Kirche in Deutschland als öffentlich-rechtliche Körperschaft ist Trägerin der Rechte und Verbindlichkeiten des Deutschen Evangelischen Kirchenbundes und der Deutschen Evangelischen Kirche. 2 Die Verfassung der Deutschen Evangelischen Kirche vom 11. Juli 1933 wird hiermit aufgehoben. 3 Im Übrigen bleibt das gesamtkirchliche Recht in Kraft, soweit es dieser Grundordnung nicht widerspricht.#1 ↑ Die Inhaltsübersicht ist nicht Bestandteil der Grundordnung.#2 ↑ S. Leuenberger Konkordie.#3 ↑ S. Theologische Erklärung der Bekenntnissynode von Barmen 1934.#4 ↑ S. auch Militärseelsorgevertrag, KG zur Regelung der Ev. Seelsorge in der Bundeswehr und Bundesgrenzschutzseelsorgegesetz der EKD.#5 ↑ S. KG betreffend die Angliederung der Ev. Brüder-Unität in Deutschland an die EKD vom 12. Januar 1949 (ABl.EKD 1949 S. 3) und KG betreffend die Angliederung des Bundes ev.-ref. Kirchen Deutschlands an die EKD vom 25. Februar 1960 (ABl.EKD 1960 S. 115).#6 ↑ Artikel 24 Abs. 1 gilt erstmals für die Bildung der 12. Synode der EKD ab 2015. S. zur Sitzverteilung der 11. Synode KG über die Verteilung der von den Gliedkirchen zu wählenden Mitglieder der Synode der EKD vom 9. November 1995, ABl.EKD 1995 S. 582, i.d.F. der Änderung durch KG vom 7. November 2007 (ABl.EKD 2007 S. 410).#7 ↑ Nr. 1.2.#8 ↑ S. aber KG über die Zahl der Mitglieder des Rates der EKD vom 10. März 1966 (ABl.EKD 1966 S. 153) und § 4 KG der EKD zur Regelung von Fragen im Zusammenhang mit der Herstellung der Einheit der EKD.