Source: http://www.ellikonanderthur.ch/xml_1/internet/de/application/d3/d27/d61/f67.cfm
Timestamp: 2018-12-17 16:24:39
Document Index: 302910285

Matched Legal Cases: ['§ 309', '§ 3', '§ 5', '§ 4', '§ 6', '§ 13', '§ 311', '§ 13', '§ 319', '§ 322']

Eine Baubewilligung ist erforderlich für die Erstellung, Änderung und Nutzung von Bauten und Anlagen sowie die Beseitigung von Gebäuden in Kernzonen (§ 309 PBG).
Für Bauvorhaben sind in der Regel folgende Pläne und Unterlagen in dreifacher Ausführung ausgedruckt und in Papier erforderlich (§ 3 BVV):
Baugesuchsformulare siehe im Online-Schalter
Aktueller Katasterplan mit eingezeichnetem Bauvorhaben (erhältlich beim Grundbuchgeometer: Bachmann Stegemann + Partner AG, Landstrasse 51, 8450 Andelfingen)
Aktueller Grundbuchauszug (erhältlich beim Grundbuchamt Winterthur-Oberwinterthur, Stadthausstrasse 12, 8400 Winterthur)
Projektpläne (Grundriss, Ansichten, Schnitte, Umgebung), je 3-fach
Berechnung Baumassenziffer / Ausnützungsziffer
Je nach Art und Lage des Bauvorhabens sind weitere Unterlagen notwendig (§ 5 BVV). In den Plänen sind abzubrechende Teile gelb und neue Teile rot anzulegen (§ 4 BVV). Das Baugesuch und sämtliche Unterlagen sind zu datieren und von der Bauherrschaft, dem Grundeigentümer und dem Projektverfasser zu unterzeichnen (§ 6 BVV). Sämtliche Gesuchsunterlagen sind beim Bauamt Ellikon a.d. Thur einzureichen.
Eingehende Gesuche werden von der örtlichen Baubehörde (Anzeigeverfahren) oder dem Ingenieurbüro (ordentliches Verfahren) und den kantonalen Fachstellen auf ihre Vollständigkeit geprüft. Entscheide für Bauvorhaben im Anzeigeverfahren werden in der Regel innert drei bis vier Wochen gefällt. Die Bewilligungsdauer im ordentlichen Verfahren beläuft sich normalerweise auf fünf bis sechs Wochen. Sind kantonale Amtsstellen am Verfahren beteiligt, erhöht sich diese Frist.
Das Gesetz unterscheidet zwei Bewilligungsverfahren. Im Anzeigeverfahren (§§ 13ff BVV) werden bauliche Veränderungen von geringer Bedeutung behandelt (Vordächer, Balkone, Dachflächenfenster, Dachaufbauten, Schwimmbäder, Gartenhäuser und Schöpfe bis zu einer bestimmten Fläche, Mauern und Einfriedigungen bis 1,5 m Höhe, Reklameanlagen usw). Im Gegensatz zum ordentlichen Verfahren entfallen beim Anzeigeverfahren die Aussteckung und Ausschreibung des Bauvorhabens, dafür sind die Unterschriften der direkten Nachbarn erforderlich. Die Bewilligung erfolgt mit einem einfachen Brief oder - falls Auflagen erforderlich sind - in Form eines Beschlusses.
Das Bauvorhaben ist durch die Bauherrschaft auszustecken und wird durch die Gemeinde publiziert und während 20 Tagen öffentlich aufgelegt (§§ 311 und 314 PBG).
Bauvorhaben im Anzeigeverfahren müssen in der Regel weder ausgesteckt noch publiziert werden.
Nach Ablauf der Vorprüfung (in der Regel drei Wochen) wird das Gesuch, je nach Art, Lage und Umfang, entweder im ordentlichen Verfahren oder im Anzeigeverfahren behandelt.
Das Anzeigeverfahren (§§ 13 - 18 BVV) kann für Bauvorhaben von untergeordneter Bedeutung angewendet werden, sofern keine Interessen Dritter berührt werden. Die Behandlungsfrist beträgt 30 Tage nach Abschluss der Vorprüfung.
Anmerkung: Bei Bauvorhaben ausserhalb Bauzonen und in überkommunal geschützten Ortsbildern ist das Anzeigeverfahren nicht zulässig.
Stehen dem Bauvorhaben keine planungs-, bau- und umweltrechtliche Hindernisse entgegen, ist es zu bewilligen. Die Baubewilligung kann Auflagen, Bedingungen oder Befristungen enthalten (§§ 319 - 321 PGB). Der kantonale Entscheid wird zusammen mit dem kommunalen Beschluss koordiniert durch die Gemeinde eröffnet.
Baurechtliche Bewilligungen erlöschen nach 3 Jahren, wenn nicht vorher mit der Ausführung begonnen worden ist. Die Frist beginnt mit dem Ablauf der letzten Rechtsmittelfrist (§ 322 PBG).
Bauten und Anlagen, deren grösste Höhe nicht mehr als 1,5 m beträgt und die eine Bodenfläche von höchsten 2 m2 überlagern,
nicht leuchtende Eigenreklamen auf privatem Grund bis zu einer Fläche von 0,25 m2 je Betrieb,
kleinere Werk- und Lagerplätze in der Industriezone,
Diese nicht bewilligungspflichtigen Bauvorhaben müssen aber dennoch die sogenannten materiellen Bauvorschriften einhalten; das heisst, sie müssen zum Beispiel genügend gut gestaltet und in ihre Umgebung eingepasst sein.
Das Bauamt beantwortet Ihnen gerne weitere Fragen.
zur Abteilung Bauwesen