Source: https://www.slideserve.com/lucian/powerpoint-pr
Timestamp: 2018-06-22 01:39:51
Document Index: 103850359

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 147', '§ 8', '§ 9', '§ 16', '§ 2269', '§ 15', '§ 6', '§ 1944', '§ 1371', '§ 1', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 10', '§ 25']

PPT - Herzlich Willkommen bei der Sparkasse Bodensee PowerPoint Presentation - ID:531781
Herzlich Willkommen bei der Sparkasse Bodensee PowerPoint Presentation
Herzlich Willkommen bei der Sparkasse Bodensee
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Herzlich Willkommen bei der Sparkasse Bodensee - PowerPoint PPT Presentation
Herzlich Willkommen bei der Sparkasse Bodensee. Betriebliche und private Vermögensübertragungen nach neuem Erbschaftssteuergesetz sowie Brennpunkte in der Unternehmensnachfolge. Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG-Beschluss vom 07.11.2006) .
PowerPoint Slideshow about 'Herzlich Willkommen bei der Sparkasse Bodensee' - lucian
Betriebliche und private Vermögensübertragungen
nach neuem Erbschaftssteuergesetz
Brennpunkte in der Unternehmensnachfolge
(BVerfG-Beschluss vom 07.11.2006)
•	Grundsatz der Gleichmäßigkeit der Besteuerung unabhängig von der Art des Vermögens muss sich die Bewertung am gemeinen Wert (Verkehrswert) orientieren
•	Verfolgung von Lenkungszielen, z. B. durch unterschiedliche Steuersätze oder andere Verschonungsregeln
Umsetzung des Steuergesetzgebers
(ErbStRG)
Mit dem Gesetzesentwurf werden folgende Ziele verfolgt:
•	die Höherbewertung des Vermögens soll durch Erhöhung der sachlichen und persönlichen Freibeträge beim Durchschnittsbürger nicht zu Steuermehrbelastungen führen
•	die höheren Vermögen sollen stärker besteuert werden
•	Personen, die nur entfernt verwandt oder gar nicht verwandt sind, sollen stärker besteuert werden
ErbStRG – vorläufige Zeitplanung des parlamentarischen Gesetzgebungsverfahrens
(DIHK, Ng/B8 vom 21.01.2008)
1. Lesung des Bundes- tages
Anhörung Fachaus- schuss des Bundes- tages
2./3. Lesung des Bundes- rates
Beratung des Bundes- rates
geplante Gesetzes- verkün- dung
Wahlrecht für den Erwerber im Erbfall (bis 31.12.2008)
•	Für Erbfälle für den Zeitraum vom 01.01.2007 bis zur Verkündung des Gesetzes
•	altes Erbschaftsteuer- und Bewertungsrecht oder
•	auf Antrag neues Erbschaft- und Bewertungsrecht, jedoch mit den Freibeträgen nach altem Erbschaftsteuerrecht
Die neuen Bewertungsregeln
B.	Bewertung von Betriebsvermögen
A. Bewertung von Grundvermögen (unbebaute Grundstücke)
altes ErbStG
neues ErbStRG
A. Bewertung von Grundvermögen
Bewertungsgegenstand; Mietwohngrundstück 1000 qm, 10 Wohnungen, Boden- richtwert 500 EUR/qm, Jahresnettokaltmiete 120.000 EUR, Baujahr 1995
Wert des Grundstücks bisher (Bedarfsbewertung):
= Ausgangswert
./. Alterswertminderung (0,5 % x 13 x 1.500.000)
= Wert des Grundstücks
= 1.500.000 EUR
./. 97.500 EUR
= 1.402.500 EUR
Wert des Grundstücks künftig:
Fläche x Bodenrichtwert/qm (1000 qm x 500 EUR/qm) 500.000 EUR
+	Gebäudeertragswert	Rohertrag (Jahresmiete/übliche Miete)	120.000 EUR
./.	Bewirtschaftungskosten (Pauschale nach Anlage 2 und 3 zu GrBewV 23 % bei RND = 67 Jahre)	./.	27.600 EUR = Reinertrag	=	92.400 EUR ./.	Verzinsung Bodenwert (5 % gem. § 6 II GrBewV x 500.000)	./.	25.000 EUR = Gebäudereinertrag	=	67.400 EUR x	Vervielfältiger (Anlage 1 zu GrBewV: RND = 67 Jahre, LZS = 5 %)	x	19,24
=	+ 1.296.776 EUR
= Ertragswert des Grundstücks	= 1.796.776 EUR
Höherbewertung:	394.276 EUR Steigerung: 28,1 %
Lagerhalle mit Büro und Sozialtrakt, Fläche 3000 qm, Bodenrichtwert 200 EUR/qm, Baujahr 1995, Bruttogrundfläche 5000 qm, Steuerbilanzwert des Gebäude 2,5 Mio. EUR
Bewertung bisher:
Fläche	3000 EUR
x	Bodenrichtwert	x	200 EUR
=	600.000 EUR
./.	Abschlag 30 % (§ 147 II BewG)	./.	180.000 EUR
=	420.000 EUR
+	Gebäudewert Steuerbilanzwert	+ 2.500.000 EUR
=	Wert des Grundstücks	2.920.000 EUR
Bewertung künftig:
Fläche x Bodenrichtwert (3000 x 200)	600.000 EUR
+	Gebäudesachwert Regelherstellungskosten	1.350 EUR (Anlage 4 zu GrBewV)	x	Bruttogrundfläche	x	5.000 EUR =	Gebäuderegelherstellungswert	6.750.000 EUR ./. Alterswertminderung (§ 8 II GrBewV: 13/50 = 26 %)	./.	1.755.000 EUR =	+ 4.995.000 EUR
=	Vorläufiger Sachwert	5.595.000 EUR
x	Wertzahl (Anlage 5 zu § 9 GrBewV)	x 0,7
=	Grundbesitzwert	3.916.500 EUR
Höherbewertung:	996.500 EUR Steigerung: 34,1 %
B. Bewertung von Betriebsvermögen
I.	Bewertungsgegenstand
•	Betriebsvermögen von Einzelunternehmen/Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften
•	Ansatz mit dem gemeinen Wert
II.	Ableitung des gemeinen Werts aus Verkäufen
III.	Ertragswertmethode oder alternative Methode
•	Unter Berücksichtigung der Ertragsaussichten (Ertragswertmethode)
•	Anerkannte übliche Methode
Das neue Begünstigungskonzept für Betriebs-
Verschonung begünstigten Vermögens
•Begünstigtes Vermögen bleibt zu 85 %außer Ansatz Verschonungszuschlag gem. §§ I, 13 b IV ErbstG-E)
•	ist unter anderem:
	gewerbliche Einzelunternehmen (einschließlich Betriebsstättenvermögen in EU- oder EWR-Staat)
	gewerbliche Personengesellschaften (einschließlich Betriebsstätten- vermögen in EU- oder EWR-Staat) und
	Kapitalgesellschaften mit Sitz oder Geschäftsleitung im Inland, EU oder EWR, an der der Erblasser/Schenker zu mehr als 25 % unmittelbar beteiligt ist
Ausnahmen von der Verschonung
•Keine Begünstigung, wenn das Betriebsvermögen zu mehr als 50 % aus sogenanntem Verwaltungsvermögen besteht.
•	Verwaltungsvermögen ist unter anderem:
	Dritten zur Nutzung überlassene Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte (Keine Drittnutzungsüberlassung anzunehmen bei Betriebsauf- spaltung und Sonderbetriebsvermögen)
	Anteile an Kapitalgesellschaften bis 25 % (Pooling beachten)
	Anteile an Kapitalgesellschaften > 25 % und an Personengesellschaften, soweit bei diesen das Verwaltungsvermögen > 50 % beträgt
	Wertpapiere, vergleichbare Forderungen, Kunstgegenstände, Münzen, Edelmetalle und ähnliches
Die ErbSt nach der neuen Rechtslage beträgt 3.500 EUR.
Das neue Begünstigungskonzept für Betriebsvermögen
•Bei Betrieben über 10 Beschäftigten ist der Verschonungsabschlag 10 Jahre lang an die Lohnsumme des Betriebs gekoppelt, d.h.:
	für jedes der 10 Jahre in dem die Jahreslohnsumme 70 % der (indexierten) Ausgangslohnsumme (Durchschnitt letzte 5 Jahre) unterschreitet, vermindert sich der Verschonungsabschlag um 10 %
B. Bewertung von BetriebsvermögenLohnsumme
Unterschreitung von 70 % der Ausgangslohnsumme
Erbfall 30.6.09
10-Jahreszeitraum
Ausgangslohn- summe x 70 %
B. Bewertung von BetriebsvermögenBeispiel
• Verschonungsabschlag und Abzugsbetrag fallen rückwirkend weg, soweit der Erwerber innerhalb von 15 Jahren einen Nachversteuerungstatbestand erfüllt, insbesondere:
 Veräußerung des Betriebs bzw. von Kapitalgesellschaftsanteilen
	Betriebsaufgabe, auch Insolvenz
	Veräußerung von Teilbetrieben oder wesentlichen Betriebsgrundlagen, soweit der Veräußerungserlös nicht im betrieblichen Interesse verwendet wird
	Überentnahmen tätigt, die seit Erwerb bis zum Ablauf der Behaltensfrist die Summe seiner Einlagen und Gewinnanteile um insgesamt EUR 150.000 übersteigen
Beispiel für Verschonung und Nachversteuerung
Vater schenkt Tochter einen begünstigten Gewerbebetrieb (z. B. Anteile an gewerblicher KG). Der Steuerbilanzwert des Betriebs gemäß derzeitigem Bewertungsrecht beträgt 1,5 Mio. EUR, der gemeine Wert gemäß künftigem Bewertungsrecht beträgt 3 Mio. EUR.
Nach 12 Jahren verkauft die Tochter den Gewerbebetrieb bzw. der Betrieb geht in die Insolvenz.
Das neue Begünstigungskonzept für BetriebsvermögenBeispiel für Verschonung und Nachversteuerung
Für die Erwerber der Steuerklasse I werden die Tarifstufen nach oben geglättet; es bleibt aber bei den geltenden Tarifsätzen.
Für Erwerber der Steuerklassen II und III soll es dagegen nur noch 2 Steuersätze geben: 30 % und 50 %. Die Tarife der Steuerklasse II und III sind identisch. Bei Erwerben ab 6 Mio. EUR kommt es sowohl in der Steuerklasse II als auch in der Steuerklasse III zu einer Belastung von 50 %.
Allgemeine Gestaltungsüberlegungen
A.Ausschöpfung von persönlichen Freibeträgen
B. Durchführung von Kettenschenkungen
C. Güterstand und testamentarische Verfügungen
A. Mehrfache Ausnutzung von Freibeträgen (ErbStRG)
(Vater will seiner Tochter ein Grundstück übertragen mit einem gemeinen Wert von EUR 800.000)
Schenkung von Euro 800.000 zum 31.12.2008
Schenkung von Euro 400.000 zum 31.12.2008 und Euro 400.000 zum 31.12.2018
31.12.2018	31.12.2008	31.12.2018
Steuerwert der Schenkung	800.000	400.000	400.000
./. Freibetrag der T gemäß
§ 16 I Nr. 2 ErbStG	400.000	400.000	400.000
(maximal 400.000 Euro)
= steuerpflichtiger Erwerb	400.000	0	0
Steuer der T nach Steuerklasse I (15 %)	60.000	0	0
Insgesamt bezahlte Schenkungsteuer	60.000 0
Steuerersparnis gegenüber Alternative 1	EUR	60.000 = 100 %
B. Kettenschenkung (ErbStRG)
(Vater will seiner Tochter Vermögen übertragen mit einem gemeinen Wert von EUR 800.000)
Freibetrag: T-EUR 500
Freibetrag: T-EUR 400
Schenkung in vollem Umfang vom Vater an das Kind:Persönlicher Freibetrag wird 1x genutzt (Euro 400.000)
Schenkung erfolgt zum Teil direkt an das Kind, zum Teil über die Mutter:
Persönlicher Freibetrag wird 2x genutzt (Euro 800.000)
Anmerkung: keinen reinen Durchgangserwerb vornehmen
B. Kaskadeneffekt durch Kettenschenkung
Prämisse:	Das Vermögen hat nur der Vater.
Welches Vermögen könnte steuerfrei übertragen werden?
Ehefrau/ Mutter
V 400.000 €
M 250.000 €
Fazit:	Der V kann innerhalb eines 10-Jahreszyklus insg. EUR 2.100.000 steuerfrei auf Enkel übertragen.
Hätte die Ehefrau noch eigenes Vermögen, könnten durch max. Ausnutzung der Freibeträge zusätzlich EUR 1.100.000 übertragen werden.
C. Güterstand als erbschaftsteuerliches Gestaltungsinstrument
Welchen Einfluss hat der Güterstand auf die Erbschaftsteuer?
Gütertrennung: Erbteil des Ehegatten ist voll erbschaftsteuer-	pflichtig nach Abzug von persönlichen Freibeträgen
 Zugewinngemeinschaft:	ist Ehegatte Erbe gilt der Zugewinnausgleich nicht als Erwerb i. S. des ErbStG steuerfrei
d. h. bei Gütertrennung wird die Steuerfreiheit des Zugewinns verschenkt
C. Rückwirkende Vereinbarung der Zugewinn- gemeinschaft möglich
Wie kann man die ErbSt-Freiheit des Zugewinns retten?
 Abschluss eines notariellen Ehevertrages mit dem Inhalt,
dass rückwirkend ab Ehebeginn nicht der bisherige Güterstand der Gütertrennung, sondern die Zugewinngemeinschaft gelten soll
 Ehegatte nicht Erbe oder Vermächtnisnehmer wird
ErbSt-Freiheit nach der güterrechtlichen Regelung möglich
 sollte Ehegatte dennoch Erbe sein
der längslebende Ehegatte schlägt die Erbschaft aus, macht den güterrechtlichen Zugewinnausgleich und den sog. kleinen Pflichtteil geltend
C. Wahlrecht bei Zugewinngemeinschaft
Bei rückwirkender Vereinbarung der Zugewinngemeinschaft ist die Steuerfreiheit
des Zugewinnausgleichs nur im Rahmen der güterrechtlichen Lösung möglich
C. Auswirkungen des Güterstandes im Erbfall
Eheleute M und F leben seit der Eheschließung seit 1980 in Gütertrennung. In 2005 heben sie durch notariellen Ehevertrag die Gütertrennung auf und vereinbaren rückwirkend ab Ehebeginn seit 1980 die Zugewinngemeinschaft. M verstirbt in 2008.
Der Wert seines Nachlasses beträgt 3,4 Mio. EUR. Der Zugewinn des M während der Ehe beträgt 3. Mio. EUR.
 F hat durch die rückwirkende Vereinbarung der Zugewinngemeinschaft einen Anspruch auf den „vollen Zugewinnausgleich“ ab Eheschließung ½ von 3 Mio. EUR = 1,5 Mio. EUR
F hat –da sie weder Erbe noch Vermächtnisnehmerin ist- Anspruch auf den kleinen Pflichtteil
rückwirkende notarielle Vereinbarung für die Zugewinngemeinschaft ab Ehebeginn
kommt hier nicht zur Anwendung, da M nicht Erbe oder Vermächtnis-nehmer sein darf!
Lösung bei rückwirkender notarieller Vereinbarung der Zugewinn- gemeinschaft
C. Erbschaftsteuerliche Mehrbelastung bei Berliner Testamenten
Berliner Testament (§ 2269 BGB) die Ehegatten haben sich in einem gemeinschaftlichen Testament oder Erbvertrag gegenseitig zu Alleinerben und die Kinder zu Erben des überlebenden Ehegatten eingesetzt.
Kind verliert den Freibetrag für einen Elternteil (§§ 15 Abs. 3 + § 6 Abs. 2 ErbStG)
 Der steuerpflichtige Teil des Nachlass des Erstverstorbenen wird im Ergebnis „zweimal“ mit ErbStG belastet
 Beim Tod des Letztversterbenden kommt es zur kumulierten Besteuerung beider Nachlässe mit entsprechender Progressionsverschärfung
 Die Negativauswirkungen verstärken sich noch, wenn das Vermögen der Ehegatten bei dem Erstverstorbenen konzentriert war
Welche Möglichkeiten bestehen um Nachteile zu vermeiden?
Ehegatten vereinbaren eine andere testamentarische Verfügung
 überlebender Ehegatte schlägt die Erbschaft aus (Frist 6 Wochen § 1944 BGB)
• Schlusserbe (Kind) wird Alleinerbe des verstorbenen Elternteils
• überlebende Ehegatte verlangt gem. § 1371 Abs. 3 BGB den (kleinen) Pflichtteil und beansprucht den ausgerechneten Zugewinn nach § 1.371 Abs. 3 BGB Zugewinn ist erbschaftsteuerfrei
Achtung:	sollte für jeden Einzelfall jedoch vorab überprüft werden !
Gestaltungsüberlegungen aufgrund der ErbSt-Reform bei Betriebsvermögen und sonstigem Vermögen
A. Gestaltungen vor der Reform
B.	Gestaltungen nach der Reform
C. Gestaltungen vor oder nach der Reform zur Unternehmensnachfolge
D.	Vorweggenommene Vermögensübertragungen unter Nießbrauchs-	vorbehalt
E.	Strategische Überlegungen bei Unternehmensübertragungen im Hinblick auf das „Nachversteuerungsrisiko“
A. Gestaltungen vor der Reform bei Übertragung von Betriebsvermögen
 Bei mittleren und großen Unternehmen, die innerhalb von 5-15 Jahren veräußert oder aufgegeben werden sollen
Übertragung an Kinder vor der Reform, da nach altem ErbStR die Nachversteuerung bereits nach Ablauf von 5 Jahren wegfällt
 Bei Unternehmen mit hohem Verwaltungsvermögen (> 50 %) bietet sich wegen des Wegfalls von „Verschonungen“ (keine Begünstigung als unternehmerisches „begünstigtes Vermögen gem. §§ 13a+b ErbStGE) eine Übertragung vor der Reform an
da künftig das gesamte Betriebsvermögen gem. §§ 13a+b ErbStRG nicht begünstigt wäre Übertragung eventuell vor der Reform
 Bei gewerblich geprägten Personengesellschaften
u. U. Übertragung vor der Reform, da nach altem Recht Steuerbilanzwerte statt Ertragswerte maßgebend
 Einbringung von Privatvermögen in eine gewerblich geprägte Personen-	gesellschaft und Übertragung der Anteile vor der Reform an die Erben (Kinder)
Ausnutzung „günstiges altes ErbSt-Recht“ (Steuerbilanzwerte, Freibetrag T-EUR 205 zuzügl. Bewertungs-	abschlag von 35 %)
Vorsicht bei noch zu gründenden gewerblich geprägten PersG 1) HR-Eintragung Einbringung von PV 2) Auflassung Übertragung der Anteile
1) PersG = Personengesellschaft 2) PV = Privatvermögen (z. B. Grundstücke)
B. Gestaltungen nach der Reform bei Übertragung von Betriebsvermögen
 Gefahr des Wegfalls des „Verschonungsabschlages“ von 85 % für begünstigtes Vermögen“
bei Unterschreiten der Beteiligung von > als 25 %
•	Überprüfung, ob Stimmrechtspoolung (> 25 %) möglich
bei Überschreiten des Verwaltungsvermögen von mehr als 50 %
•	Entnahme Veräußerung, Erhöhung begünstigtes Vermögen etc. (2-Jahresfrist beachten)
bei Unterschreitung der 70 %-Grenze bei der Lohnsumme
•	Erhöhung Bezüge Gesellschafter: Tantiemen statt Gewinnaus-	schüttungen
Behaltefristen nach neuem ErbStRG von 15 Jahren beachten (im Gespräch sind Reduzierung auf 10 Jahre und Wegfall der sog. „Fallbeilwirkung“)
Testamentarische Verpflichtung zur Übertragung von begünstigtem Vermögen
C. Gestaltung vor oder nach der Reform zur Unternehmensnachfolge
Ein Betrieb mit einem gemeinen Wert von 5 Mio. EUR soll auf ein Kind übertragen werden. Es wird unterstellt, das der Wert nach dem Steuerbilanzverfahren (altes Recht) 58 % des gemeinen Wertes beträgt.
a)	Wie hoch ist die ErbSt nach alter und neuer Rechtslage
b)	Nach 4 Jahren wird der Betrieb vom Rechtsnachfolger verkauft. Wie hoch ist die ErbSt?
c)	Nach 14 Jahren wird der Betrieb vom Rechtsnachfolger aufgegeben. Wie hoch ist die ErbSt?
Schenker haftet auch für die ErbSt
(Gesamtschuldner !)
1) nachzuentrichtende Steuer EUR 220.637
2)	nachzuentrichtende Steuer EUR 821.000
D. Vorweggenommene Vermögensübertragung unter Nießbrauchsvorbehalt
Übertragung der Substanz jetzt – Übertragung des Nutzungsrechts später
altes ErbStR
neues ErbStR
Beispiel:	V (55 Jahre) schenkt seiner Tochter Barvermögen im Wert von 1 Mio. EUR unter Nießbrauchsvorbehalt (Nießbrauchslast T-EUR 632,2)
Beispiel:	Vater (56 Jahre) überträgt seiner Tochter ein Mietwohngrundstück (Ertragswert EUR 1.730.000) unter Vorbehalt eines Quotennießbrauchs von 90 %; Grundstück hat noch eine valutierende Restschuld von EUR 400.000; Mieteinnahmen EUR 140.000 p.a. Zinsen und nicht umlagefähige Bewirt-	schaftungskosten EUR 50.000
1.	Wert des Mietgrundstücks	EUR	1.730.000
./. Verschonungsabschlag 10 % gem. § 13 c ErbStG	EUR	173.000
EUR	1.557.000
./. 90 % des Wertes der übernommenen Schulden (§ 10 Abs. 6 ErbStRG)	EUR	360.000
Zwischenwert	EUR	1.197.500
./. Kapitalwert des Nießbrauchs	(ME T-EUR 140 ./. Ausgaben T-EUR 50 x 90 % x Vervielfältiger 11,506 x 90 %)	EUR	838.787
2.	Steuerpflichtiger Erwerb	EUR	358.213
./. Persönlicher Freibetrag	EUR	400.000
3.	Bemessungsgrundlage	EUR	0
4. Schenkungsteuer
E. Strategische Überlegungen und Brennpunkte bei Unternehmensverkauf und Unternehmensnachfolge
Vorsicht keine
	Verpflichtung zur Übertragung von begünstigtem Vermögen an Dritte
	keine Erbteilung von begünstigtem Ver-	mögen
ansonsten volle ErbSt-last
latentes ErbSt-Nachversteuerungsrisiko
beginnt im Zeitpunkt des Erbfalls
Latentes ErbSt-Nachversteuerungsrisiko nur bei unentgeltlicher Vermögensübertragung
beginnt im Zeitpunkt der Übertragung
kein latentes Nachversteuerungsrisiko
MBO = Management buy out
MBI = Management buy in
neues ErbStG führt im Wesentlichen zu höheren steuerpflichtigen Bemessungs-	grundlagen
 Erhöhung der persönlichen Freibeträge führt aufgrund höherer Bemessungsgrundlagen oft nicht zu Steuerentlastungen
 Übertragung von Betriebsvermögen und Beteiligungen an KptG kann nach neuem Recht günstiger sein
Verschonungsabschlag von 85 % von zahlreichen Voraussetzungen abhängig
•	Behaltefristen z. Z. 15 Jahre
•	Lohnsummen 70 % über 5 Jahre
•	keine testamentarischen Verfügungen zur Übertragung von begünstigtem Vermögen an Dritte
•	keine Übertragung von begünstigtem Vermögen i.R.e. Erbteilung an Miterben
 latentes Erbschaftsteuerrisiko verbleibt auch beim Schenker und zwar über den gesamten Zeitraum (Ende der Behaltefrist)
die Gestaltungen von Vermögensübertragungen gewinnt zunehmend an Bedeutung (Mehrfachausnutzung von Freibeträgen; Kettenschenkungen, Güterstand etc.)
 der Vorbehaltsnießbrauch wird aufgrund des Wegfalls von § 25 ErbSt hoch interessant, da Nießbrauchslast abzugsfähig und voll erbschaftsteuermindernd
 Unternehmensnachfolge sollte frühzeitig unter Berücksichtigung aller rechtlichen Einflüsse in Angriff genommen werden
 Unentgeltliche/Entgeltliche oder aber gemischte Schenkungen haben unter steuerlichem Aspekt hohen Stellenwert
 testamentarische Verfügungen müssen neu überprüft
 Wichtig ist Zeit für die Nachfolgeplanung und zwar vor Eintritt des Erbfalls
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