Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:153570-2015:TEXT:DE:HTML
Timestamp: 2020-02-21 11:46:58
Document Index: 312885093

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 3', '§ 3', '§ 5', '§ 4', '§ 16', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 34', '§ 34', '§ 5', '§ 34']

Dienstleistungen - 153570-2015 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 153570-2015
02/05/2015 S85 Dienstleistungen - Wettbewerbsbekanntmachung - Nicht offenes Verfahren
2015/S 085-153570
Offizielle Bezeichnung: Land Hessen, vertreten durch Hessisches Baumanagement, Regionalniederlassung Mitte, CC Vergabe und Vertragswesen Friedberg
Postanschrift: Schützenrain 5-7
BM-Nr. A.0421.120514 Entwicklungsneubau Universitätsbibliothek (Zentralbibliothek) und Universitätsarchiv der Justus-Liebig-Universität Gießen, Campus Kultur- und Geisteswissenschaften (Philosophikum).
Im Rahmen des Hochschulbauinvestitionsprogramms HEUREKA (Hochschul Entwicklungs- und Umbauprogramm: RundErneuerung, Konzentration und Ausbau von Forschung und Lehre in Hessen) des Landes Hessen plant die Justus-Liebig-Universität Gießen auf Basis des Masterplans für den Campus Kultur- und Geisteswissenschaften (Philosophikum) einen Neubau für Universitätsbibliothek (Zentralbibliothek) und Universitätsarchiv. Der Neubau ist in zwei Bauabschnitten (1. Bauabschnitt = Realisierungsteil; 2. Bauabschnitt = Ideenteil) vorgesehen.
Auf dem Campus Philosophikum soll durch den vorgesehenen 1. Bauabschnitt die derzeitige Streulagensituation der Bibliotheken mit ihren vielfältigen Nachteilen behoben werden. Wesentliches Ziel ist es, sieben derzeit im Campusgebiet liegende Fach- und Zweigbibliotheken in den Bibliotheksbestand der Universitätsbibliothek zu integrieren. Gleichzeitig soll den gestiegenen Studierenden- und Nutzungszahlen durch zusätzliche, modern ausgestattete Arbeits-/Leseplätze Rechnung getragen werden. Zu diesem Zweck soll die Universitätsbibliothek im 1. Bauabschnitt durch einen Neubau so erweitert werden, dass die sechs Fachbibliotheken des Philosophikums (Anglistik, Germanistik, Klassische Philologie, Geschichte, Klassische Archäologie im Phil I und Romanistik im Phil II) sowie die im Gebäude F untergebrachte Zweigbibliothek im Philosphikum II mit einem derzeitigen Gesamtbestand von zusammen gut 620.000 Bänden in einem zusammenhängenden Gebäudekomplex aufgenommen werden können.
Zukünftig soll die Universitätsbibliothek die Funktion einer Zentralbibliothek für den Gesamtbereich der kultur- und geisteswissenschaftlichen Fächer übernehmen, deren Lehreinrichtungen in unmittelbarer Nähe angesiedelt sind. Daneben bleibt die Universitätsbibliothek Sitz der zentralen Funktionen für das gesamte Bibliothekssystem (EDV, Digitalisierungszentrum/Fotostelle, Direktion, etc.) und beherbergt die Sonderbestände (Rara, Papyrussammlung, Kartensammlung, Bildarchiv, etc.).
Ferner sind als integraler Bestandteil das Universitätsarchiv, Einrichtungen des Hochschulrechenzentrums sowie das Studierendenwerk mit einer Caféteria im Neubau 1. Bauabschnitt (= Realisierungsteil) zu verorten.
Zeitlich und inhaltlich prioritär definiert der Bibliotheksneubau als erster großer Baustein des städtebaulichen Masterplans die neue Mitte des Campus. Ziel ist es, an dieser prominenten Stelle ein modernes, zukunftsweisendes Bibliotheksgebäude mit zentraler Wirkung für den gesamten Campus entstehen zu lassen.
An dem Standort erfolgte durch die Arbeitsgemeinschaft Ferdinand Heide Architekt BDA, Frankfurt am Main, mit TOPOS Landschaftsplanung, Berlin, im Anschluss an einen gewonnenen städtebaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb die Erstellung einer Masterplanung für den gesamten Campus Philosophikum I + II. Durch die Arge wurden zum Nachweis der grundsätzlichen Realisierbarkeit auf einzelnen Baufeldern Machbarkeitsstudien durchgeführt.
Die gesamte Broschüre zur Masterplanung sowie die Machbarkeitsstudie für die Universitätsbibliothek wird allen Wettbewerbsteilnehmern mit den Wettbewerbsunterlagen zur Verfügung gestellt. Der Verfasser der Masterplanung ist von der Teilnahme am Wettbewerb nicht ausgeschlossen.
Der für den Neubau 1. Bauabschnitt (= Realisierungsteil) genehmigte Bedarf liegt bei 6.996 qm Nutzfläche 1-6 und einer Kostenobergrenze von 24.550.000 Euro brutto für die Kostengruppen 300-400 (gemäß DIN 276). Die Baukosten für die Kostengruppen 200-500 (gemäß DIN 276) sind mit 26.887.000 Euro (brutto) mit dem genehmigten Bedarf festgelegt.
Es ist von einer Zuordnung zu Gebäudeklasse 5 (HBO) auszugehen.
Aufgrund der besonderen technischen Anforderungen an die Objektplanung wird die Konsultation von Fachplanern der technischen Gebäudeausrüstung empfohlen. Diese sind als Berater, nicht jedoch als teilnahmeberechtigter Partner der Bewerbergemeinschaften einzubinden.
Die Vergabe der Objektplanung Gebäude gemäß § 34 HOAI (2013) soll im Rahmen eines nichtoffenen hochbaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerbs gemäß RPW 2013 in der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung am 31.01.2013 herausgegebenen Fassung mit der Bekanntmachung vom 22.02.2013 und den mit Einführungserlass vom 11.07.2013 des Hessischen Ministeriums der Finanzen bekannt gemachten Änderungen und Hinweisen erfolgen. Der Wettbewerb ist Bestandteil eines Verhandlungsverfahrens nach § 3 Abs. 1 VOF (2009).
71240000, 71221000
Dem hochbaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerb ist ein Teilnahmewettbewerb gemäß § 3 Abs. 1 VOF vorgeschaltet. Zur Bewerbung um die Teilnahme am Wettbewerb aufgefordert sind Architekten (siehe III.2). Insgesamt sollen 30 Teilnehmer ausgewählt werden. Der Auslober behält sich das Recht vor, für den Fall gleichwertiger Bewerbungen per Los zu entscheiden.
Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt bei Erfüllung der Ausschluss- / Mindestkriterien ausschließlich auf der Basis der Auswahlkriterien. Für das Bewerbungsverfahren bezieht sich der Auslober weitgehend auf Eigenerklärungen in den Bewerbungsunterlagen. Sollte sich im Verlaufe des Verfahrens herausstellen, dass die Erklärungen nicht der Wahrheit entsprechen, wird der Bewerber aus dem Verfahren - unabhängig vom Verfahrensstand - ausgeschlossen. Der Auslober behält sich gemäß § 5 Abs. 3 VOF vor, Nachweise zu fordern.
Ausschluss-/Mindestkriterien - die Nichteinhaltung der nachfolgend dargestellten Anforderungen führt zum direkten Ausschluss der Bewerbung:
Die Bewerber erfüllen die Anforderungen an die berufliche Qualifikation (s.u. III.1.2) (Eigenerklärung),
Fristgerechter Eingang der Bewerbungsunterlagen,
Vollständigkeit der Bewerbungsunterlagen (Vorlage des vollständig ausgefüllten und rechtskräftig unterschriebenen Bewerbungsbogens und der zugehörigen Leistungsübersicht sowie der notwendigen Anlagen),
Verbindliche Erklärung, dass keine Ausschlussgründe gemäß § 4 Abs. 6 und Abs. 9 VOF bestehen (Eigenerklärung),
Verbindliche Erklärung, dass keine Teilnahmehindernisse gemäß § 16 Abs. 2 VOF vorliegen (Eigenerklärung),
Nachweis über das Bestehen einer Berufshaftpflichtversicherung gemäß § 5 Abs. 4 a VOF bei einem in der EU zugelassenen Haftpflichtversicherer oder Kreditinstitut. (Versicherungssumme für Personenschäden mind. 3.000.000,00 EUR und für sonstige Schäden mind. 3.000.000,00 EUR und jeweils zweifach maximiert; vgl. RBBau - K12 Pkt. 11). Bei gesamtschuldnerisch haftenden Bewerber- bzw. Bietergemeinschaften ist der Nachweis der Versicherungssummen von jedem einzelnen Mitglied zu erbringen. Die Bescheinigung muss gültig sein und darf zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Bekanntmachung nicht älter als 3 Monate sein.
Im Falle einer bestehenden Versicherung mit geringerer Versicherungssumme zusätzlich: Eigenerklärung, dass die Summen im Auftragsfall mindestens bis zu den geforderten Summen angehoben werden.
Erklärung nach § 5 Abs. 5 d VOF, aus der hervorgeht, dass im jährlichen Mittel der letzten drei Jahre (2012, 2013, 2014) acht festangestellte mit vergleichbaren Leistungen betraute Ingenieure / Masterabsolventen mit der Fachrichtung Architektur beschäftigt waren (Eigenerklärung),
Verbindliche Erklärung gemäß § 5 Abs. 4 c VOF, dass bezogen auf die letzten 3 Geschäftsjahre (2012, 2013, 2014) im jährlichen Mittel 800.000 EUR Umsatz (netto) für Leistungen gemäß § 34 HOAI erzielt wurden (Eigenerklärung),
Rechtsverbindliche Unterschrift der Bewerbungsformulare,
Liste (Leistungsübersicht, Reiter "Leistungsübersicht"), der wesentlichen in den vergangenen sieben Jahren (Stichtag 01.01.2008) erbrachten abgeschlossenen Leistungen gemäß § 34 HOAI 2013 gemäß VOF § 5 (5) b unter Angabe:
— der Kurzbezeichnung der Referenz und des Ortes,
— der Kurzbeschreibung der Referenz (Nutzung, Art der Maßnahme, ggf. Besonderheiten)
— der Angabe von ggf. Unterauftragnehmern oder ggf. Bietergemeinschaftspartnern,
— der Projektgröße (BGF, Nutzfläche (NF 1-6 gemäß DIN 277), Bauwerkskosten (KG 300-400, netto))
— der Projektzeit,
— des Leistungsumfangs mit den erbrachten abgeschlossenen Leistungsphasen (die letzte abgeschlossene Leistungsphase des Projektes muss innerhalb der letzten sieben Jahre (01.01.2008 oder später) erbracht sein),
— des eingesetzten Personals,
— des Auftraggebers (inkl. Nennung des Ansprechpartners, Kontaktdaten / Telefonnummer) und
— ggf. Angabe einer Auszeichnung (Wettbewerbspreis, Anerkennung, Architekturpreis).
MINDESTANFORDERUNGEN AN DIE LEISTUNGSÜBERSICHT
1. Mit der Leistungsübersicht ist zwingend ein Projekt aus dem Bereich Bibliotheks-, Kultur-, Bildungs- oder Hochschulbau (Neubau / Erweiterungsbau) nachzuweisen (die Leistungsphasen 2 bis 5 und/oder Leistungsphasen 6 bis 8 müssen bearbeitet worden sein, Leistungsphase 8 muss begonnen sein).
2. Mit der Leistungsübersicht ist zwingend ein Projekt nachzuweisen, bei dem eine Nutzfläche (NF 1-6 gemäß DIN 277) von mindestens 2.000 qm geplant wurde (die Leistungsphasen 2 bis 5 müssen bearbeitet worden sein).
3. Mit der Leistungsübersicht ist zwingend ein Projekt nachzuweisen, bei dem eine Nutzfläche (NF 1-6 gemäß DIN 277) von mindestens 2.000 qm realisiert wurde (die Leistungsphasen 6 bis 8 müssen bearbeitet worden sein, LPH 8 muss begonnen sein).
4. Mit der Leistungsübersicht ist zwingend mit mindestens einem Projekt die Erfahrung mit öffentlichen Auftraggebern in Kombination mit einer Bausumme von 5.000.000 EUR (netto) KG 300+400 nachzuweisen.
Die Mindestanforderungen können sowohl mit einem oder mehreren Projekten erfüllt werden.
Liegt kein Verstoß gegen die vorgenannten Ausschluss- und Mindestkriterien vor, werden die Bewerbungen nach den folgenden Kriterien bewertet, wobei ein Punktesystem für die Bewertung angewendet wird. Die Auswahl erfolgt anhand der eingereichten Projekte aus der Leistungsübersicht (siehe Bewerbungsunterlagen) in den Kriterien:
1.) PROJEKTE VERGLEICHBARER BAUAUFGABE Neubau / Erweiterungsbau eines Bibliotheks-, Kultur-, Bildungs- oder Hochschulbaus, in dem auch Medienbestände von mind. 200 qm Nutzfläche (NF 1-6 gemäß DIN 277) mit Benutzerzugänglichkeit geplant und/oder realisiert wurden (die Leistungsphasen 2 bis 5 und/oder Leistungsphasen 6 bis 8 müssen bearbeitet worden sein, Leistungsphase 8 muss begonnen sein). (Medienbestände: ausschließliche Archivflächen werden nicht gewertet.): 1 Projekt = 1 Punkt, 2 Projekte = 2 Punkte, 3 Projekte = 3 Punkte, 4 und mehr Projekte = 4 Punkte (max. 4 Punkte)
2.) PROJEKTE MIT EINEM VERGLEICHBAREN LEISTUNGSBILD und VERGLEICHBARER GRÖSSE
Bearbeitung und Abschluss der Leistungsphasen 2-5
a. mind. 2.000 qm Nutzfläche (NF 1-6 gemäß DIN 277)
b. einer Bausumme von 5.000.000 EUR (netto) KG 300+400:
3.) PROJEKTE MIT EINEM VERGLEICHBAREN LEISTUNGSBILD und VERGLEICHBARER GRÖSSE
Bearbeitung und Abschluss der Leistungsphasen 6-8, Leistungsphase 8 muss begonnen sein,
b. einer Bausumme von 5.000.000 Euro (netto) KG 300+400:
1 Projekt = 1 Punkt, 2 Projekte = 2 Punkte, 3 Projekte = 3 Punkte, 4 und mehr Projekte = 4 Punkte (max. 4 Punkte)
4.) WETTBEWERBSPREIS ODER ARCHITEKTURPREIS IM BEREICH HOCHBAU:
a. Wettbewerbspreis in einem geregelten hochbaulichen Wettbewerb / Architekturpreis für ein Hochbauprojekt: je Projekt 2 Punkte,
b. Ankauf / Anerkennung / Lobende Erwähnung im Bereich Hochbau: je Projekt 1 Punkt.
VOF-Verfahren ohne Planungswettbewerb werden nicht gewertet.
Es werden zu 4.) a. und b. insgesamt maximal 2 Projekte gewertet (max. 4 Punkte).
Insgesamt sind maximal 15 Punkte zu erzielen. Es ist möglich, diese mit maximal 13 verschiedenen Projekten zu erreichen. Zum optimalen Nachweis der Leistungsfähigkeit wird empfohlen, ggf. eine Bewerbergemeinschaft zu bilden.
Für jedes Referenzprojekt ist zwingend eine Auftraggeber-Bescheinigung über die erbrachten Dienstleistungen vorzulegen (in Kopie) oder, wenn eine Bescheinigung von dem privaten Auftraggeber für eines der Referenzprojekte nicht erhältlich ist, eine formlose Eigenerklärung (Original mit rechtsverbindlicher Unterschrift). Sofern es sich um einen öffentlichen Auftraggeber handelt, ist zwingend eine Bescheinigung des Auftraggebers erforderlich (siehe Bewerberbogen, Reiter "Leistungsübersicht"). Zur Plausibilisierung der Angaben zu den Referenzen in der Leistungsübersicht sind zusätzlich zur Auftraggeber-Bescheinigung pro Referenz mind. 1 und max. 2 Seiten DIN A 4 mit grafischen Darstellungen und Fotografien einzureichen.
Referenzen, die als verantwortliche/r Projektleiterin / Projektleiter in einem früheren Arbeitsverhältnis erbracht wurden, werden gewertet, falls eine entsprechende schriftliche Bestätigung des ehemaligen Arbeitgebers vorliegt. Zwei Bewerbungen, die sich entsprechend dem vorstehend formulierten Sachverhalt mit demselben Referenzprojekt bewerben, sind zulässig.
Grundsätzlich werden die Projekte in der Leistungsübersicht sowohl für die Erfüllung der Mindestanforderungen an die Leistungsübersicht (Buchstabe K) als auch für die Bewertung in den Auswahlkriterien (Buchstabe L) herangezogen. Auch kann eine Referenz in mehreren Mindest- und/oder Auswahlkriterien gewertet werden. Eine Mehrfachnennung in der Leistungsübersicht ist dafür nicht erforderlich.
Die Bewerbung ist nur mit den vom Auftraggeber zur Verfügung gestellten formalisierten Bewerbungsunterlagen möglich.
Die Bewerbungsunterlagen umfassen die ausgefüllten Bewerbungsformulare (Dokument "Bewerbungsbogen" sowie je ein Dokument "Leistungsübersicht" pro Referenz) sowie die darin geforderten Anlagen. Andere als die in den Bewerbungsformularen verlangten Erklärungen, Informationen und Anlagen werden nicht berücksichtigt.
b) Bei Bewerbergemeinschaften sind die Formblätter von allen Teilnehmern auszufüllen und rechtsverbindlich im Original zu unterschreiben (bitte beachten!).
Der Zulassungsbereich umfasst sämtliche EWR-Mitgliedstaaten sowie Staaten der Vertragsparteien des WTO-Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswesen GPA. Teilnahmeberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die die geforderten fachlichen Anforderungen erfüllen. Bei natürlichen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn sie gemäß Rechtsvorschrift ihres Heimatstaates berechtigt sind, am Tage der Bekanntmachung die Berufsbezeichnung Architektin/Architekt zu führen. Ist in dem Heimatstaat des Bewerbers die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen als Architektin / Architekt, wer über ein Diplom, Prüfungszeugnis oder sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung nach der Richtlinie 2005/36/EG - Berufsanerkennungsrichtlinie - gewährleistet ist und den Vorgaben des Rates vom 07. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABI. EU Nr. L 255 S.22) entspricht.
Bei juristischen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn zu ihrem satzungsgemäßen Geschäftszweck Planungsleistungen gehören, die der anstehenden Planungsaufgabe entsprechen, und wenn ein bevollmächtigter Vertreter der juristischen Person und der Verfasser der Wettbewerbsarbeit die fachlichen Anforderungen erfüllt, die an natürliche Personen gestellt werden. Bewerbergemeinschaften (z.B. Arbeitsgemeinschaften) natürlicher und juristischer Personen sind ebenfalls teilnahmeberechtigt, wenn jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft teilnahmeberechtigt ist.
Jeder Teilnehmer hat seine Teilnahmeberechtigung eigenverantwortlich zu prüfen. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung. Bei der Abgabe der Wettbewerbsarbeiten sind in der Verfassererklärung sämtliche am Wettbewerb beteiligten Mitarbeiter / Mitarbeiterinnen mit Vor- und Zuname zu benennen. Jedes Büro / jeder Bewerber / jede Bewerbergemeinschaft darf sich nur mit einem Entwurf am Wettbewerb beteiligen.
1. Es wurden keine Teilnehmer im Vorfeld ausgewählt.
BM-Nr. A.0421.120514
Schlusstermin für die Anforderung von Unterlagen oder die Einsichtnahme: 28.5.2015 - 10:00
Tag: 1.6.2015 - 10:00
Anzahl und Höhe der zu vergebenden Preise: Für den Wettbewerb nach RPW 2013 stellt der Auslober nach Abschluss der Bearbeitung eine Wettbewerbssumme von 227.000 EUR (netto) zur Verfügung.
Folgende Verteilung der Preis- und Anerkennungssummen ist vorgesehen:
Hochbaulicher Realisierungswettbewerb (227 000 EUR).
1. Preis: 75 000 EUR
2. Preis: 60 000 EUR
3. Preis: 35 000 EUR
4. Preis: 25 000 EUR
5. Preis: 16 000 EUR
Anerkennungen insgesamt: 16 000 EUR.
Das Preisgericht ist berechtigt, durch einstimmigen Beschluss jeweils andere Aufteilungen der Preis- und Anerkennungssummen und/oder der Verteilung der Preise und Anerkennungen zu beschließen.
Das Auswahlgremium tagt voraussichtlich in KW 27.2015. Die ausgewählten Wettbewerbsteilnehmer werden voraussichtlich bis KW 27./28.2015 benachrichtigt und müssen bis zu einer in der Benachrichtigung benannten Frist ihre Teilnahme verbindlich erklären. Alle nicht ausgewählten Bewerber erhalten nach Abschluss des Auswahlverfahrens voraussichtlich bis KW 29.2015 Nachricht über das ausgewählte Teilnehmerfeld. Auskünfte zum Auswahlergebnis können vor diesem Termin nicht erteilt werden.
Der Auslober wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einen oder mehrere der Preisträger oder Preisträgergemeinschaften mit der Bearbeitung der für die Umsetzung und weitere Bearbeitung des Wettbewerbsentwurfes notwendigen Objektplanungsleistungen gemäß § 34 HOAI (2013) (LPH 2-8) für den 1. Bauabschnitt (Realisierungsteil) stufenweise beauftragen, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht.
Die Auswahl erfolgt im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens nach VOF. Die Zuschlagskriterien und deren Gewichtung werden mit Aufforderung zur Angebotsabgabe bekannt gegeben. Die Beauftragung erfolgt vorbehaltlich der haushaltsrechtlichen Zustimmung des Landes Hessen. Die Auftragnehmer, die Planungs- bzw. Überwachungsaufträge für die Durchführung des Projektes erhalten, verpflichten sich, die Gesamtheit der übertragenen Planungsleistungen persönlich und durch eigene Mitarbeiter zu übernehmen. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird.
Für den 1. Bauabschnitt (Realisierungsteil) liegt die Obergrenze des Investitionsvolumens gemäß genehmigtem Bedarf bei 24.550.000 EUR (brutto) gemäß DIN 276 Kostengruppen 300-400. Die Kostenobergrenze ist im Rahmen der Vorentwurfsplanung des Wettbewerbs bereits sorgfältig zu beachten.
— Bewerbungszeitraum bis 01.06.2015.
— Eventuell auftretende Fragen sind spätestens bis zum 22.05.2015, 10:00 Uhr schriftlich per E-Mail an die in I.1) (Verdingungs- / Ausschreibungs- und ergänzende Unterlagen) genannte Kontaktadresse zu richten.
— Ein kostenfreier Download der Bewerbungsunterlagen besteht auf: http://www.had.de/langfassung (mit Angabe der HAD-Referenz-Nr. und Vergabe-Nr. / Aktenzeichen),
— Auswahlsitzung Mitte KW 27.2015,
— Versand der Auslobung voraussichtlich KW 28./29.2015,
— Preisrichtervorbesprechung / Teilnehmer- / Rückfragenkolloquium voraussichtlich
KW 30.2015,
— Abgabe Wettbewerbsbeiträge voraussichtlich KW 38.2015 (Pläne),
— Preisgericht KW 47.2015,
— Ausstellung ab 12/2015,
— Erstellung ES-/EW-Bau bis Anfang 2017,
— Übergabe 2020
Kostenfreier Download der Unterlagen auf: https://www.had.de/onlinesuche_langfassung.html?showpub=C1E86WLU1EAX91E6
nachr. HAD-Ref. : 39/5642
nachr. V-Nr/AKZ: BM-Nr. A.0421.120514.