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Timestamp: 2019-05-23 11:43:34
Document Index: 313068371

Matched Legal Cases: ['Art. 93', 'in casu', 'BGE', 'Art. 81', 'Art. 93', 'Art. 277', 'Art. 79', 'Art. 160', 'Art. 276', 'Art. 278']

Lohnpfändung für Unterhaltsansprüche (Art. 93 SchKG).
Wird für Unterhaltsansprüche in das Existenzminimum des Schuldners eingegriffen, so mag auch eine an sich geringe Differenz bei der Berechnung der pfändbaren Quote (in casu Fr. 53.05) Anlass zur Abänderung der Pfändungsurkunde sein (E. 5c).
Die Betreibungsbehörden müssen bei der Ermittlung des pfändbaren Einkommens von Amtes wegen abklären, ob der Alimentengläubiger auf die Unterhaltsbeiträge angewiesen ist. Trifft dies nicht zu, so darf nicht in den Notbedarf eingegriffen werden, sondern ist die Lohnpfändung nur noch bis zum Existenzminimum zulässig. Eine von dieser Regel abweichende Verfügung ist nichtig (E. 6, 7).
BGE: 105 III 55, 106 III 19, 89 III 67, 105 III 49 mehr... , 107 III 77, 87 III 7, 108 II 277, 97 III 11
Artikel: Art. 81 OG, Art. 93 SchKG, Art. 277 ZGB, Art. 79 Abs. 1 Satz 2 OG mehr... , Art. 160 Abs. 2 ZGB, Art. 276 ff. ZGB, Art. 278 Abs. 2 ZGB