Source: http://www.berichte.ergodirekt.de/2011/gb/sach/anhang/bilanzierungs-undbewertungsmethoden.html
Timestamp: 2019-03-20 01:47:16
Document Index: 277989639

Matched Legal Cases: ['§ 341', '§ 341', '§ 341', '§ 253', '§ 253', '§ 341']

Inhaberschuldverschreibungen werden nach § 341 b HGB wie Anlagevermögen geführt und sind nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.
Die unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesenen Zero-Schuldscheinforderungen, sowie die nach § 341c HGB bilanzierten Schuldscheinforderungen und Darlehen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Differenzbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden jährlich unter Anwendung der kapitalmarktabhängigen Effektivzinsmethode amortisiert, bei Endfälligkeit entsprechen die Bilanzwerte den Nennwerten.
Namensschuldverschreibungen sind zum Nennwert, gegebenenfalls vermindert um Tilgungen, eingestellt. Abschreibungen wurden gemäß § 341b Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 HGB vorgenommen.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden nach dem Börsenkurs am Bilanzstichtag, nach dem Ertragswertverfahren und nach der adjusted present value Methode und anhand von Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung der Marktrenditen zum 31.12.2011 ermittelt. Bei zeitnahem Erwerb von Anteilen werden die Anschaffungskosten zugrunde gelegt.
Die zum Nennwert bilanzierten Ausleihungen sowie die Zero-Schuldscheinforderungen werden anhand von Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung der Marktrenditen zum 31.12.2011 bewertet.
Die Rentendeckungsrückstellung wurde nach der prospektiven Methode – individuell für jeden Versicherungsfall – unter Berücksichtigung explizit angesetzter Kosten berechnet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 2,25 Prozent sowie Sterbewahrscheinlichkeiten nach der Sterbetafel DAV 2006 HUR verwendet.
In den Rückstellungen für betriebliche Altersversorgung sind kongruent rückgedeckte Zusagen aus Entgeltumwandlung enthalten. Aufgrund der kongruenten Rückdeckung erfolgt die Bewertung der Rückstellung entsprechend dem aktivierten Betrag der Rückdeckungsversicherung. Abgesichert wird bei dieser Bewertungseinheit das Ausfallrisiko, wobei der unter den sonstigen Forderungen ausgewiesene Aktivwert und die Verpflichtung jeweils in Höhe von 471 Tausend Euro bilanziert sind. Wegen fehlender Verpfändung der Rückdeckungsversicherung liegt keine Saldierung vor.
Gemäß § 253 Absatz 2 HGB sind langfristige Rückstellungen abzuzinsen (Restlaufzeit größer einem Jahr). Die sich aus der Abzinsung ergebenden Erträge werden mit den Aufwendungen aus Zuführung zur Rückstellung saldiert (Nettomethode) und unter den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.
Die nicht einzeln erwähnten Forderungen und Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert, erforderlichenfalls gemindert um Wertberichtigungen, bewertet. Verbindlichkeiten, die vorherstehend nicht gesondert dargestellt sind, werden in der Regel mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die auf den vorgenannten Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten, mit Ausnahme der geänderten Regelungen des § 341 c HGB.
Die bisher unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesenen Genussscheine werden im Geschäftsjahr unter den anderen Kapitalanlagen ausgewiesen.