Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20195/81
Timestamp: 2019-02-18 01:13:46
Document Index: 60625483

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 12', '§ 852', '§ 16', 'BGH', '§ 21', '§ 21', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 21']

BGH, 26.01.1984 - I ZR 195/81 - dejure.org
Beginn der Verjährungsfrist beim wiederholten rechtswidrigen Gebrauch einer fremden Firma - Schadensersatzanspruch wegen Firmenrechtsverletzung - Verjährung von Schadensersatzansprüchen aus dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) - Verwendung einer Bezeichnung zur Kennzeichnung von Unternehmen oder Waren im geschäftlichen Verkehr - Benutzung der Kennzeichnung beim Warenumsatz als wiederholte Firmenrechtsverletzung
BGB §§ 12, 823, § 852 Abs. 1; UWG §§ 16, 21
NJW 1985, 1023
MDR 1985, 291
GRUR 1984, 820
VersR 1984, 982
Sie begann mit der jeweiligen Zusendung des Rundschreibens der Beklagten mittels E-Mail zu laufen (vgl. BGH, Urt. v. 26.1.1984 - I ZR 195/81, GRUR 1984, 820, 822 = WRP 1984, 678 - Intermarkt II;… Baumbach/Hefermehl aaO § 21 Rdn. 11;… Köhler/Piper, UWG, 3. Aufl., § 21 Rdn. 22).
Vielmehr ist jeweils zu prüfen, ob eine der Bestimmungen als erschöpfende und deshalb die anderen ausschließende Regelung der jeweiligen Teilfrage anzusehen ist, was auch für die Verjährung gilt (vgl. BGH, Urteil vom 26. Januar 1984 - I ZR 195/81, GRUR 1984, 820, 822 f. = WRP 1984, 678 - Intermarkt II, mwN).
Vielmehr stellt jede Handlung, die eigene Schadensfolgen zeitigt und dadurch zum Gesamtschaden beiträgt, verjährungsrechtlich eine neue selbständige Schädigung dar und erzeugt daher einen neuen Ersatzanspruch mit eigenem Lauf der Verjährungsfrist (vgl. BGHZ 71, 86, 94; 95, 238, 240; 98, 77, 83;… Senat, Urt. v. 4. März 1977, V ZR 236/75, NJW 1978, 262;… Urt. v. 31. Oktober 1980, V ZR 140/79, NJW 1981, 573; BGH, Urt. v. 26. Januar 1984, I ZR 195/81, NJW 1985, 1023, 1024).
Weil eine Dauerhandlung sich häufig aus sie unterstützenden Einzelakten zusammensetzt, aus denen jeweils Ansprüche hergeleitet werden können, hat sie in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine eher theoretische Bedeutung erlangt: Im Allgemeinen ist in den zugrunde liegenden Fällen ein wiederholtes, selbständige verjährungsrechtliche Folgen auslösendes Verhalten angenommen und eine Dauerhandlung abgelehnt (vgl. BGH, Urteile vom 26. Januar 1984 - I ZR 195/81 - NJW 1985, 1023, 1024; vom 14. Januar 1999 - I ZR 203/96 - GRUR 1999, 751, 754; in der Sache BGH, Urteil vom 18. Februar 1972 - I ZR 82/70 - GRUR 1972, 558, 560 ging es um einen Beseitigungsanspruch; vgl. auch RGZ 106, 283, 286; RGZ 134, 335, 340 f) oder deren Vorliegen offen gelassen worden (vgl. BGH, Urteil vom 17. April 2002 - VIII ZR 139/01 - NJW-RR 2002, 1256, 1257).
Weil eine Dauerhandlung sich häufig aus sie unterstützenden Einzelakten zusammensetzt, aus denen jeweils Ansprüche hergeleitet werden können, hat sie in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine eher theoretische Bedeutung erlangt: Im Allgemeinen ist in den zugrunde liegenden Fällen ein wiederholtes, selbständige verjährungsrechtliche Folgen auslösendes Verhalten angenommen und eine Dauerhandlung abgelehnt (vgl. BGH, Urteile vom 26. Januar 1984 - I ZR 195/81 - NJW 1985, 1023, 1024 ; vom 14. Januar 1999 - I ZR 203/96 - GRUR 1999, 751, 754 ; in der Sache BGH, Urteil vom 18. Februar 1972 - I ZR 82/70 - GRUR 1972, 558, 560 ging es um einen Beseitigungsanspruch; vgl. auch RGZ 106, 283, 286; 134, 335, 340 f) oder deren Vorliegen offen gelassen worden (vgl. BGH, Urteil vom 17. April 2002 - VIII ZR 139/01 - NJW-RR 2002, 1256, 1257) .
Der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 26. Januar 1984 (I ZR 195/81, GRUR 1984, 820, 822 = WRP 1984, 678 - Intermarkt II) kann lediglich entnommen werden, daß anderweitige Gestattungen die Möglichkeit einer Schadensberechnung nach entgangener Lizenz nicht schlechthin - dem Grunde nach - ausschließen; der (notwendigen) Berücksichtigung solcher wertbeeinträchtigenden Benutzungshandlungen Dritter bei der Schätzung der Lizenzhöhe steht dies nicht entgegen.
Haben sich hingegen mehrere selbständige Handlungen des Schädigers ausgewirkt, so beginnt die Verjährungsfrist regelmäßig mit den jeweils dadurch verursachten Schäden gesondert zu laufen, mögen auch weitere gleichartige Handlungen mit gleichem Erfolg nachfolgen (BGH, Urteil vom 26. Januar 1984 - I ZR 195/81, NJW 1985, 1023, 1024; vom 15. Oktober 1992 - IX ZR 43/92, NJW 1993, 648, 650).
Zwar hatte der Kläger bereits im Zeitpunkt seiner (rechtskräftigen) Verurteilung Kenntnis davon, dass das Gutachten, ohne fehlerhaft sein zu müssen, zu einem unrichtigen Ergebnis gekommen ist, jedoch fehlt es bis zu seiner Entlassung - neben der Kenntnis der wissenschaftlichen Fehlerhaftigkeit und der für eine grob fahrlässige Gutachtenerstattung sprechenden Umstände - auch an der Kenntnis des eingetretenen Schadens, da die unerlaubte Handlung des Beklagten bis zum Zeitpunkt seiner Entlassung aus der Haft noch nicht abgeschlossen und der (vollständige) Schaden noch nicht entstanden war (vgl. auch OLG Frankfurt VersR 1989, 260, 261 für den Fall einer Handlung, die freiheitsentziehende Maßnahmen zur Folge hatte; vgl. auch BGH VersR 1984, 982).
BGH, 23.11.1989 - IX ZR 257/88
Begriff des deklaratorischen Schuldanerkenntnisses - Voraussetzungen der …
OLG Koblenz, 21.05.2002 - 4 U 1643/01
Schadensersatzverpflichtung bei Verstoß gegen die Zulassungspflicht nach § 21 I …
KG, 04.07.2012 - 24 U 30/11
OLG Jena, 08.08.2001 - 2 U 147/01
Anspruch auf Herausgabe des Verkaufserlöses eines Sattelaufliegers; …