Source: https://www.anwalt.de/rechtstipps/darlehensvertrag
Timestamp: 2019-04-25 12:27:07
Document Index: 127651576

Matched Legal Cases: ['§ 488', '§ 13', '§ 492', '§ 492', '§ 492', '§ 488']

Darlehensvertrag | anwalt.de Darlehensvertrag
Was ist ein Darlehen bzw. ein Darlehensvertrag?
Ein Darlehen ist ein Vertrag zwischen zwei Personen, bei dem der Darlehensgeber dem Darlehensnehmer Geld oder andere Sachen zur Nutzung überlässt. Der Darlehensgeber ist in der Regel ein Finanzinstitut, etwa eine Bank oder eine Sparkasse.
Es gibt demnach zwei verschiedene Arten eines Darlehens:
Die Nutzung ist nicht dauerhaft, sondern nur vorübergehend für einen bestimmten Zeitraum. Dieser ist im Darlehensvertrag festgehalten. Mit Ablauf der Zeitspanne verpflichtet sich der Darlehensnehmer, dem Darlehensgeber den geschuldeten Betrag oder die Sache zurückzuzahlen bzw. zurückzugeben. Für ein Gelddarlehen wird normalerweise auch ein Zinssatz vereinbart. Dieser ist (soweit nichts anderes vereinbart wurde) immer am Ende des Jahres an den Darlehensgeber zu entrichten.
Die rechtliche Grundlage erhält der Darlehensvertrag durch die §§ 488 ff. BGB.
Normalerweise wird im allgemeinen Sprachgebrauch kein Unterschied zwischen einem Kredit und einem Darlehen gemacht. Handelt es sich um höhere Beträge und längere Laufzeiten, wie bspw. bei einem Hausbau, wird meist von einem Darlehen gesprochen; bei kürzeren Laufzeiten und kleineren Beträgen von einem Kredit. Bei genauerer Betrachtung wird klar, dass der „Kredit“ der Oberbegriff ist und das Darlehen eine Unterform des Kredits darstellt. In der Anwendung ergibt sich daraus jedoch kein Unterschied.
Das Verbraucherdarlehen ist eine besondere Form des Darlehensvertrags und wird zwischen einem Verbraucher (Privatperson) und einem Unternehmer geschlossen. Wer alles als Verbraucher zählt, ist in § 13 BGB festgehalten. Demnach sind alle Personen Verbraucher, die ein Rechtsgeschäft abschließen, das weder der gewerblichen noch selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugeordnet werden kann.
Schließt Frau X einen Darlehensvertrag ab, um damit ihren Hausbau zu finanzieren, zählt sie als Verbraucher. Schließt Herr X einen Darlehensvertrag ab, um damit ein Start-up zu gründen, ist er kein Verbraucher.
Im Vergleich zu anderen Darlehensverträgen ist das Verbraucherdarlehen zwingend schriftlich abzuschließen (§ 492 BGB). Um Privatpersonen zu schützen, unterliegt das Verbraucherdarlehen neben dem Schriftformerfordernis auch bestimmten Informationspflichten.
So muss der Vertrag gem. § 492 Abs. 1 BGB unter anderem folgende Angaben enthalten:
Namen und Anschrift desDarlehensgebers und Darlehensnehmers
den Verzugszinssatz
Die abschließende Aufzählung ist in § 492 Abs. 2 BGB zu finden.
Was ist ein Sachdarlehen?
Anders als bei einem Gelddarlehen wird bei einem Sachdarlehen ein Gegenstand überlassen. Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, das vereinbarte Entgelt zu zahlen sowie die Sache in gleicher Art, Güte und Menge zurückzuerstatten. In der Finanzwelt haben Sachdarlehen praktisch keine Bedeutung. Vielmehr geschieht die Vereinbarung über Sachdarlehen regelmäßig im täglichen Leben. Wenn nämlich Nachbarn vom Leihen mehrerer Eier oder etwa Mehl sprechen, handelt es nämlich nicht um eine klassische Leihgabe, sondern juristisch gesehen um ein Sachdarlehen.
Beendigung eines Darlehensverhältnisses
In der Regel endet ein Darlehensverhältnis mit Ablauf der festgelegten Darlehenszeit. Unter bestimmten Umständen ist ein Darlehensvertrag aber auch kündbar, wie sich aus § 488 BGB ergibt. Wurde für das Darlehen kein Zeitrahmen festgelegt, beträgt die Kündigungsfrist für beide Parteien drei Monate. Wurde eine Zeitspanne definiert, müssen bestimmte Voraussetzungen für eine ordentliche Kündigung vorliegen. Außerordentlich kündigen können beide Parteien, wenn beispielsweise die Fortsetzung des Darlehensverhältnisses unzumutbar ist. Diesbezüglich sollte man sich immer anwaltlich beraten lassen.
Was sollte immer in einen Darlehensvertrag aufgenommen werden?
Auch bei privaten Darlehensverträgen sollten Sie immer darauf achten, diesen schriftlich zu verfassen, damit im ungünstigen Falle eines Streits ein Beweis für Ihre Ansprüche vorhanden ist.
Neben der Darlehenssumme und der Darlehensdauer sollten immer auch unbedingt folgende Punkte mit ins Vertragswerk aufgenommen werden:
Sicherheiten (z. B. Grundstück oder Bürgschaft)
(vorzeitige) Kündigung
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„Ein Darlehensvertrag kann widerrufen werden, wenn die Vertragsurkunde nicht vollständig alle Angaben enthält, die dem Darlehensnehmer verpflichtend mitzuteilen sind (Landgericht Aurich, Urteil vom …“ Weiterlesen
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„… Widerrufsbelehrung falsch ist und der Darlehensvertrag infolgedessen immer noch widerrufen werden kann. Damit spart die Verbraucherin in unserem Fall mehrere tausend Euro. Gerne prüfen wir auch Ihren Fall und vertreten Ihre Interessen gegenüber dem Kreditinstitut.“ Weiterlesen
„… immer eine erwägenswerte Gangart, so Dr. Perabo-Schmidt. Immerhin werden nach einem Widerruf sowohl Kauf- als auch Darlehensvertrag rückabgewickelt. Die Bank muss das Fahrzeug also zurücknehmen und …“ Weiterlesen
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„… Widerrufsausübung und der entsprechende Darlehensvertrag ist nach ggf. wirksam ausgeübter Widerrufsausübung rückabzuwickeln. Ein ähnlich gelagerter Fall führte wohl bereits dazu, dass sich die Commerzbank …“ Weiterlesen
„… Darlehensvertrag zu widerrufen, die gezahlten Beträge zurückzuerhalten und das Auto zurückzugeben. In mehreren Verfahren gegenüber der Mercedes-Bank wurde mittlerweile bestätigt, dass die Widerrufsbelehrung …“ Weiterlesen
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„… zu zahlenden Nutzungsersatzes kann sich ein weiterer finanzieller Vorteil für den Darlehensnehmer ergeben. Gerne überprüfen wir auch Ihren Darlehensvertrag im Rahmen einer kostenlosen Ersteinschätzung auf einen möglichen Widerruf.“ Weiterlesen
„… wirksamen Widerruf sind sowohl der Kauf- als auch der Darlehensvertrag rückabzuwickeln. Das Fahrzeug wird zurückgegeben und alle vom Darlehensnehmer an die Bank geleisteten Zahlungen sind zu erstatten …“ Weiterlesen