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Timestamp: 2016-10-27 12:43:31
Document Index: 284502000

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 109', 'Art. 65', 'Art. 66']

8C_139/2015 (03.07.2015)
8C_139/2015 {T�0/2} � � Urteil vom 3. Juli 2015
Die 1980 geborene A.________ arbeitete ab Mitte M�rz 2012 als Mitarbeiterin in der Pflege im Alters- und Pflegeheim B.________ und war damit bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Allianz) unter anderem obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 12. September 2012 wurde ein von ihr gelenkter Personenwagen von hinten gerammt. Die erstbehandelnden �rzte am Spital C.________ stellten die Diagnosen einer Commotio cerebri, einer Halswirbels�ulen- und einer Brustwirbels�ulen-Kontusion. Die Allianz erbrachte Heilbehandlung und richtete Taggeld aus. Nach Einsicht in eine von Gutachtern der Academy of Swiss Insurance Medicine (asim) verfasste polydisziplin�re Expertise vom 3. Dezember 2013 stellte die Allianz ihre Leistungen mit Verf�gung vom 27. M�rz 2014 r�ckwirkend ab 30. November 2013 wegen mangelnder Kausalit�t zwischen dem versicherten Unfall und den weiterhin bestehenden Beschwerden ein. Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Entscheid vom 25. Juli 2014).
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 13. Januar 2015 ab.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei die Allianz zu verpflichten, bis zum 31. Oktober 2014 Versicherungsleistungen zu erbringen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 132 II 257 E. 2.5 S. 262; 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Das Bundesgericht pr�ft grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden. Es kann die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
Streitig und zu pr�fen ist, ob die Beschwerdef�hrerin �ber den 30. November 2013 hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat.
Das kantonale Gericht hat die f�r die Beurteilung massgebenden Rechtsgrundlagen, insbesondere die Grunds�tze zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t; Tod; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) sowie zum Erfordernis des ad�quaten Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181 mit Hinweis) und bei psychischen Unfallfolgen im Besonderen (BGE 115 V 133) zutreffend dargelegt. Dasselbe gilt auch hinsichtlich der Beurteilung der Ad�quanz nach HWS-Distorsionen und die von der Praxis dazu entwickelten Pr�fungskriterien (BGE 134 V 109 E. 10.2 S. 127 und���������E. 10.3 S. 130). Richtig sind auch die vorinstanzlichen Ausf�hrungen zum Beweiswert und zur W�rdigung medizinischer Berichte und Stellungnahmen (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352, vgl. auch BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232) sowie zu dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
3.1.1.�Das kantonale Gericht hat die vorhandene medizinische Dokumentation einer einl�sslichen, gr�ndlichen Pr�fung unterzogen und ist dabei zum Schluss gelangt, dass sich angesichts der ein vollst�ndiges Bild vermittelnden und eine zuverl�ssige Beurteilung erlaubenden Aktenlage die Einstellung der Versicherungsleistungen auf den 30. November 2013 nicht beanstanden liesse. Als aufgrund des asim-Gutachtens vom 3. Dezember 2013 erstellt erachtete es insbesondere, dass der Gesundheitszustand, wie er sich ohne Unfall entwickelt h�tte (Status quo sine), sp�testens Ende August 2013 wieder erreicht worden und die somatischen unfallbedingten Beschwerden vollst�ndig abgeklungen seien. Von weiteren medizinischen Untersuchungen d�rfe in antizipierter Beweisw�rdigung abgesehen werden.
3.1.2.�Nachdem die nat�rliche Unfallkausalit�t der im relevanten Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch bestehenden Beschwerden als nicht gegeben erachtet worden war, finden sich im angefochtenen Entscheid auch �berlegungen zur �berdies - selbst nach der in BGE 134 V 109 pr�zisierten Schleudertrauma-Praxis - fehlenden ad�quaten Kausalit�t. Ausgehend von einem mittelschweren Ereignis im eigentlichen mittleren Bereich erkannte das kantonale Gericht, dass die massgebenden Ad�quanzkriterien nicht in hinreichend geh�ufter oder ausgepr�gter Weise erf�llt seien, namentlich nicht von einer besonderen Art und Schwere der erlittenen Verletzungen ausgegangen werden k�nne.
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin erachtet den Sachverhalt als ungen�gend abgekl�rt und h�lt den Untersuchungsgrundsatz als durch die Vorinstanz verletzt. Die Diagnosen der Gutachter der asim, insbesondere diejenigen der psychiatrischen Teilgutachterin D.________ vom 12. September 2013, beruhten auf blossen Annahmen. Das gen�ge nicht, um einen Sachverhalt als �berwiegend wahrscheinlich erscheinen zu lassen und diesen objektivierbar nachzuweisen. Die Gutachter h�tten in diesem Sinne nicht objektivierbar feststellen k�nnen, ob alle somatischen Verletzungen der Versicherten ausgeheilt und die Schmerzen k�rperlicher oder psychischer Natur seien. Sie h�tten zu wenig nach deren Ursachen gesucht. Wenn sie nicht auf die Darstellung der Betroffenen vertrauen wollten, h�tten die �rzte die Explorandin �ber Monate hinweg sehen und sich ein regelm�ssiges Bild ihres Gesundheitszustandes machen m�ssen. Das Gutachten beruhe hingegen nur auf einer Momentaufnahme, was nicht gen�ge. Entgegen den Schlussfolgerungen im Gutachten habe zum hier relevanten Zeitpunkt noch kein Endzustand vorliegen k�nnen, weil sonst eine Besserung - wie sie sich bis im November 2014 tats�chlich gezeigt habe - nicht h�tte eintreten k�nnen.
4.1.1.�Organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen liegen vor, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abkl�rungen best�tigt werden k�nnen (BGE 134 V 109 E. 9 S. 122) und die Untersuchungsmethoden zudem wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232 mit Hinweisen).
4.1.2.�Im Gutachten vom 3. Dezember 2013 wurde unter anderem festgestellt, die Beschwerdef�hrerin habe beim Unfall vom 12. September 2012 eine HWS-Distorsion QTF II erlitten. Gem�ss gutachterlichen Erkenntnissen habe eine dauerhafte strukturelle - und damit bildgebend nachweisbare - Sch�digung im Bereich der Hals- und/oder Brustwirbels�ule nach rheumatologischer und neurologischer Beurteilung nicht stattgefunden. Auch die Beschwerdef�hrerin selbst behauptet nicht, sie leide an objektivierbaren organischen Unfallfolgen. Insbesondere liegen keine �rztlichen Zeugnisse, Berichte oder Gutachten vor, die dem asim-Gutachten begr�ndet widersprechen w�rden.
4.1.3.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt insbesondere einzelne Diagnosen (bspw. "Phobie bez�glich Lenken eines Fahrzeugs" ICD-10: F40.2) im asim-Gutachten als unrichtig - ohne dazu eine anderslautende fach�rztliche Meinungs�usserung zu pr�sentieren - und verkennt, dass bei Vorliegen einer HWS-Distorsion und �quivalenten Verletzungen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112 mit Hinweisen), da es bisher wissenschaftlich nicht m�glich ist, bei einem Unfall mit einer entsprechenden Verletzung einen eventuellen Nachweis von organischen St�rungen im Bereich der Halswirbels�ule zu erbringen (BGE 134 V 109 E. 7.2 S. 119). Es ist daher letztlich irrelevant, ob die von der Beschwerdef�hrerin geklagten Schmerzen k�rperlicher Art sind oder nicht, soweit bildgebend - wie vorliegend - keine Befunde erhoben werden k�nnen. Sobald von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann (BGE 134 V 109 E. 4.1 S. 114), entscheidet sich an der Pr�fung des ad�quaten Kausalzusammenhanges, ob weiterhin eine Leistungspflicht der Unfallversicherung besteht.
Auch die Beschwerdef�hrerin behauptet nicht, dass sie �ber den������30. November 2013 hinaus im genannten Sinne behandlungsbed�rftig war.
4.2.�Das kantonale Gericht hat die Ad�quanz nach der sogenannten Schleudertrauma-Praxis gem�ss BGE 134 V 109 �berpr�ft. Die Beschwerdef�hrerin bringt nichts gegen die vorinstanzliche Argumentation vor. Ihre Vorbringen ersch�pfen sich in der Kritik am Gutachten vom 3. Dezember 2013. Damit ist den zutreffenden vorinstanzlichen Erw�gungen, auf die verwiesen wird, nichts hinzuzuf�gen.
Die Beschwerde ist offensichtlich unbegr�ndet und wird im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG, ohne Durchf�hrung eines Schriftenwechsels, erledigt. Bei diesem Ausgang sind die Gerichtskosten (Art. 65 Abs. 1 und Abs. 4 lit. a BGG) von der Beschwerdef�hrerin als unterliegender Partei zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).