Source: https://www.tuhh.de/tuhh/uni/informationen/ordnungen-richtlinien/richtlinie-ueber-die-vergabe-von-leistungsbezuegen.html
Timestamp: 2016-08-28 10:34:33
Document Index: 308795438

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 33', '§ 32', '§ 34', '§ 32', '§ 35', '§ 39', '§ 3', '§ 4', '§ 36', '§ 4', '§ 33', '§ 5', '§ 34', '§ 6', '§ 7', '§ 39', '§ 39', '§ 8', '§ 9']

TUHHUniversitätInformationenOrdnungen & RichtlinienRichtlinie über die Vergabe von Leistungsbezügen
vom 02.03.2005in der Fassung vom 1. Juli 2013
Diese Richtlinie regelt in Ergänzung des HmbBesG die Grundsätze über das Verfahren und die Vergabe von Leistungsbezügen aus Anlass von Berufungs- und Bleibeverhandlungen (§ 32 Nr. 1 i.V. m. § 33 HmbBesG) Leistungsbezügen für besondere Leistungen (§ 32 Nr. 2 i.V.m. § 34 HmbBesG) Leistungsbezügen für die Wahrnehmung von Funktionen oder besonderen Aufgaben im Rahmen der Hochschulverwaltung (§ 32 Nr. 3 i.V.m. § 35 HmbBesG) Forschungs- und Lehrzulagen (§ 39 HmbBesG). Sie gilt für Professorinnen und Professoren, die nach den Besoldungsgruppen W 2 und W 3 HmbBesG besoldet werden. Hinsichtlich der Forschungs- und Lehrzulagen gilt diese Richtlinie auch für Professorinnen und Professoren der Besoldungsgruppe W 1 HmbBesG.
(1) Zuständig für die Gewährung von Leistungsbezügen sowie Forschungs- und Lehrzulagen ist das Präsidium. (2) Das Präsidium entscheidet unter Beachtung der besoldungsrechtlichen Vorschriften und dieser Richtlinie im Rahmen der für die Gewährung von Leistungsbezügen und Forschungs- und Lehrzulagen der TUHH jeweils zur Verfügung stehenden Mittel. § 3Anpassung und Begrenzung der Leistungsbezüge
(1) Leistungsbezüge nach §§ 4, 5 und 6 dieser Richtlinie nehmen mit dem vom Hundertsatz an den allgemeinen Besoldungsanpassungen teil, um den die Grundgehälter der Besoldungsordnung W angepasst werden. (2) Die Summe der gewährten Leistungsbezüge darf grundsätzlich den Unterschiedsbetrag zwischen den Grundgehältern der Besoldungsgruppe W 3 und der Besoldungsgruppe B 10 nicht übersteigen (§ 36 HmbBesG).
§ 4Leistungsbezüge aus Anlass von Berufungs- und Bleibeverhandlungen
Leistungsbezüge aus Anlass von Berufungs- und Bleibeverhandlungen im Sinne des § 33 HmbBesG werden befristet oder unbefristet vergeben. § 5Leistungsbezüge für besondere Leistungen
(2) Besondere Leistungen können neben den in § 34 HmbBesG benannten Tätigkeiten insbesondere nachgewiesen werden a) in der Forschung durch Referierte Publikationen und andere herausragende Veröffentlichungen, Herausgabe von Zeitschriften, Patente, Firmengründungen, Aufbau und Koordination wissenschaftlicher Arbeitsgruppen, Forschungsfördermitteleinwerbung, Gutachtertätigkeit (z.B. Kollegiat der DFG), Preise und Auszeichnungen, Gastgeber von AvH-Forschungsstipendiaten. b) in der Lehre durch Ergebnisse von Lehrevaluationen (einschließlich studentischer Lehrveranstaltungsbeurtei-	lung), Curriculumentwicklung, Entwicklung neuer Studiengänge und Lehrformen, Lehrleistungen über die Regellehrverpflichtung hinaus, Überdurchschnittliche Belastung durch Lehr- und Prüfungstätigkeit. c) in der Weiterbildung durch Entwicklung neuer Weiterbildungsangebote, Lehrleistungen in der Weiterbildung, die über die Regellehrverpflichtung hinaus erbracht werden, Organisation und Durchführung wissenschaftlicher Konferenzen. d) in der Nachwuchsförderung durch Erstbetreuung von Promotionen und weitergehenden wissenschaftlichen Qualifikationen, Entwicklung und Durchführung von Nachwuchsförderprogrammen (z.B. Graduiertenkollegs, Emmy-Noether-Programm, Promotionsstudien). e) in der Unterstützung der Hochschulleitung durch die Übernahme von organisatorischen oder koordinierenden Funktionen in Forschung und Lehre. (3) Die Vergabe der Leistungsbezüge für besondere Leistungen im Sinne des Absatz 1 erfolgt durch Zuordnung zu einer der fünf möglichen Stufen. Dabei entspricht die Stufe 1 einem Betrag in Höhe von 200,-- Euro. Die Beträge der Stufe 2 und der weiteren Stufen ergeben sich durch die jeweilige Erhöhung um den Faktor 0,5 der vorhergehenden Stufe unter Rundung auf volle Euro-Beträge. Die erstmalige Vergabe von besonderen Leistungsbezügen wird auf bis zu fünf Jahre befristet. Für einen sich unmittelbar anschließenden Fortsetzungszeitraum können sie unbefristet gewährt werden. Unbefristete besondere Leistungsbezüge sind mit einem Widerrufsvorbehalt zu versehen für den Fall des erheblichen Leistungsabfalls. (4) Die Leistungsstufen für besondere Leistungen sind: Stufe 1: Leistungen in Forschung, Lehre, Nachwuchsförderung und Weiterbildung, die über üblicherweise zu erwartende Leistungen von Professoren hinausgehen. Diese Stufe entspricht 200,-- Euro/Monat. Stufe 2: Besondere Beiträge in Forschung, Lehre, Nachwuchsförderung und Weiterbildung, die ein bemerkenswertes Engagement für deren Pflege und Entwicklung an der Technischen Universität belegen. Diese Stufe entspricht weiteren 300,-- Euro/Monat (Gesamtbetrag = 500,-- Euro). Stufe 3: Dauerhaft sehr gute Beiträge in Forschung, Lehre, Nachwuchsförderung und Weiterbildung. Diese Stufe entspricht weiteren 450,-- Euro/Monat (Gesamtbetrag = 950 Euro). Stufe 4: Beiträge in Forschung, Lehre, Nachwuchsförderung und Weiterbildung von sehr hohen Standards oder herausragender Bedeutung für deren Pflege und Entwicklung an der Tecnischen Universität. Diese Stufe entspricht weiteren 675,-- Euro/Monat (Gesamtbetrag = 1625,-- Euro). Stufe 5: Herausragende, international beachtete und maßgebliche Beiträge in Forschung, Lehre, Nachwuchsförderung und Weiterbildung von internationaler und fachübergreifender Reputation. Diese Stufe entspricht weiteren 1013,-- Euro/Monat (Gesamtbetrag = 2638,-- Euro). (5) In begründeten Ausnahmefällen können Leistungsbezüge für besondere Leistungen im Sinne des Absatzes 1 auch als Einmalzahlung gewährt werden.
(6) Es sind jährlich Bewertungsrunden zur Gewährung von Leistungsbezügen für besondere Leistungen durchzuführen. Zur Gewährleistung eines regelhaften und nachvollziehbaren Verfahrens veröffentlicht das Präsidium hochschulintern bis zum 1. Dezember eines Jahres, wie viele Leistungsstufen in der anstehenden Bewertungsrunde vergeben werden können. Aus Gründen der Transparenz des Verfahrens erteilt die Hochschulleitung in geeigneter Weise Auskunft über die bisherige Verteilung der Leistungsstufen. (7) Der Antrag der Professorin oder des Professors auf Gewährung besonderer Leistungsbezüge ist unter Verwendung des in der Anlage zu dieser Richtlinie beigefügten Antrags (Selbstbericht) zu stellen und muss dem Präsidium spätestens bis zum 1. Mai eines Jahres mit Wirkung für das Folgejahr zugegangen sein. Verspätet eingegangene Anträge werden nicht berücksichtigt. (8) Neue und höhere Leistungsbezüge für besondere Leistungen sollen frühestens nach Ablauf von drei Jahren seit Beginn des Bezuges der letzten Leistungsbezüge aus einem solchen Anlass gewährt werden. Der Antrag ist schriftlich zu stellen und zu begründen. (9) Das Präsidium setzt eine Personalkommission (Ältestenrat) ein, die zu den Anträgen Stellungnahmen abgibt. Die Stellungnahmen müssen bis zum 1. September eines Jahres vorliegen. (10) Das Präsidium entscheidet bis zum 1. Oktober eines Jahres über die Anträge. Bei positiver Entscheidung über den Antrag erfolgt die erstmalige Zahlung ab dem 1. Januar des Folgejahres.
§ 6Funktionsleistungsbezüge
§ 7Forschungs- und Lehrzulagen
(1) Professorinnen und Professoren, die Mittel privater Dritter für Forschungs- oder Lehrvorhaben der Hochschule einwerben und diese Vorhaben durchführen, kann aus diesen Mitteln für den Zeitraum, für den Drittmittel gezahlt werden, auf formlosen Antrag an das Präsidium eine nicht ruhegehaltfähige Zulage nach § 39 HmbBesG gewährt werden, soweit der Drittmittelgeber Mittel für diesen Zweck ausdrücklich vorgesehen hat. Die entsprechende Lehrtätigkeit ist auf die Lehrverpflichtung nicht anzurechnen. (2) Forschungs- und Lehrzulagen werden regelmäßig für die Dauer des Forschungs- oder Lehrprojektes gewährt. Sofern sie monatlich gewährt werden, nehmen sie nicht an den regelmäßigen Besoldungsanpassungen teil. (3) Forschungs- und Lehrzulagen dürfen jährlich das Jahresgrundgehalt der Professorin/des Professors nicht überschreiten (§ 39 Abs. 3 HmbBesG).
§ 8Vorrang der besoldungsrechtlichen Vorschriften
Bindende besoldungsrechtliche Vorschriften gehen in ihren jeweils geltenden Fassungen dieser Richtlinie vor. § 9In-Kraft-Treten
Diese Richtlinie tritt zum 1. Juli 2013 in Kraft. Für das Präsidium
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