Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFH/NV%201995,%20548
Timestamp: 2019-11-20 10:11:50
Document Index: 100966955

Matched Legal Cases: ['§ 105', '§ 105', '§ 105', '§ 105', '§ 105', '§ 8', '§ 105']

BFH, 13.07.1994 - I R 43/94 - dejure.org
https://dejure.org/1994,1302
BFH, 13.07.1994 - I R 43/94 (https://dejure.org/1994,1302)
BFH, Entscheidung vom 13.07.1994 - I R 43/94 (https://dejure.org/1994,1302)
BFH, Entscheidung vom 13. Juli 1994 - I R 43/94 (https://dejure.org/1994,1302)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1994,1302) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Verstoß gegen die Grundordnung des Verfahrens wegen unzureichender tatsächlicher Feststellungen
BFH/NV 1995, 548
Sieht sich ein FA zu dieser Prüfung nicht in der Lage, trägt es die sog. objektive Beweislast (vgl. BFH-Urteile vom 16. März 1967 I 261/63, BFHE 89, 208, BStBl III 1967, 626; vom 20. März 1974 I R 197/72, BFHE 112, 153, BStBl II 1974, 430; vom 16. Februar 1977 I R 94/75, BFHE 122, 48, BStBl II 1977, 568; vom 13. Juli 1994 I R 43/94, BFH/NV 1995, 548).
aa) Die objektive Feststellungslast dafür, ob die Voraussetzungen einer vGA vorliegen, obliegt grundsätzlich dem FA (vgl. BFH-Urteile vom 16. Februar 1977 I R 94/75, BFHE 122, 48, BStBl II 1977, 568; vom 27. Oktober 1992 VIII R 41/89, BFHE 170, 1, BStBl II 1993, 569; vom 13. Juli 1994 I R 43/94, BFH/NV 1995, 548; vom 9. August 2000 I R 82/99, GmbH-Rundschau 2001, 208).
Sie ist lediglich ein als Indiz wirkendes Kriterium bei der Prüfung, ob eine Vereinbarung dem Fremdvergleich standhält (vgl. Senatsurteile in BFHE 170, 175, BStBl II 1993, 455; vom 17. Februar 1993 I R 3/92, BFHE 170, 550, BStBl II 1993, 457; vom 13. Juli 1994 I R 43/94, BFH/NV 1995, 548).
Für vGA trägt das FA die Beweislast (vgl. BFH-Urteil vom 13. Juli 1994 I R 43/94, BFH/NV 1995, 548).
BFH, 14.04.2005 - XI R 33/03
Realsplitting: beschränkter Antrag - Begründungserleichterungen nach § 105 Abs. 2 …
Die Verweisung auf die Einspruchsentscheidung enthob das Gericht zwar nicht von seiner Verpflichtung, gemäß § 105 Abs. 3 FGO im Tatbestand den Sach- und Streitstand seinem wesentlichen Inhalt nach gedrängt darzustellen; die in § 105 Abs. 5 FGO vorgesehenen Begründungserleichterungen beziehen sich nur auf die Entscheidungsgründe (§ 105 Abs. 2 Nr. 5 FGO), nicht aber auf den Tatbestand (vgl. BFH-Urteile vom 13. Juli 1994 I R 43/94, BFH/NV 1995, 548; vom 24. Januar 1995 IX R 22/94, BFHE 176, 315, BStBl II 1995, 328, und vom 23. April 1998 IV R 30/97, BFHE 186, 120, BStBl II 1998, 626, m.w.N.;… vgl. auch Gräber/ von Groll, Finanzgerichtsordnung, 5. Aufl., § 105 Rz. 29).
Dabei liegt die objektive Beweislast einer vGA beim Finanzamt (BFH-Urteil vom 13. Juli 1994 I R 43/94, BFH/NV 1995, 548).
Dieses hat den Nachteil zu tragen, falls der den angenommenen verdeckten Gewinnausschüttungen zugrunde liegende Sachverhalt nicht mit dem erforderlichen Grad der Gewissheit aufgeklärt werden kann (vgl. BFH-Urteile vom 16. März 1967 I 261/63, BFHE 89, 208, BStBl III 1967, 626; vom 20. März 1974 I R 197/72, BFHE 112, 153, BStBl II 1974, 430; vom 16. Februar 1977 I R 94/75, BFHE 122, 48, BStBl II 1977, 568; vom 13. Juli 1994 I R 43/94, BFH/NV 1995, 548).
Die Klägerin und Beschwerdeführerin (Klägerin) rügt sinngemäß die Abweichung der Vorentscheidung von dem im ersten Rechtszug ergangenen Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 13. Juli 1994 I R 43/94 (BFH/NV 1995, 548).
Hiervon geht auch das BFH-Urteil in BFH/NV 1995, 548 aus.
Insoweit ist es nicht von dem BFH-Urteil in BFH/NV 1995, 548 abgewichen.
Vorsorglich wird die Klägerin auf das Senatsurteil in BFH/NV 1995, 548 verwiesen.
Das FA wird sonach der dieses treffenden objektiven Beweislast (Feststellungslast; vgl. Senatsurteile in BFHE 89, 208, BStBl III 1967, 626; vom 20. März 1974 I R 197/72, BFHE 112, 153, BStBl II 1974, 430; vom 16. Februar 1977 I R 94/75, BFHE 122, 48, BStBl II 1977, 568; vom 13. Juli 1994 I R 43/94, BFH/NV 1995, 548) nicht gerecht.
Anhaltspunkte dafür, dass sich diese Beweislast u.U. ausnahmsweise nach den Grundsätzen des Anscheinsbeweises zu Lasten der Kapitalgesellschaft umkehren könnte (siehe Senatsurteil in BFH/NV 1995, 548), sind gleichermaßen nicht erkennbar.
Denn die objektive Feststellungslast dafür, ob die Voraussetzungen einer vGA (§ 8 Abs. 3 Satz 2 KStG) vorliegen, obliegt grundsätzlich dem FA (vgl. Senatsurteile in BFHE 89, 208, BStBl III 1967, 626; vom 20. März 1974 I R 197/72, BFHE 112, 153, BStBl II 1974, 430; vom 16. Februar 1977 I R 94/75, BFHE 122, 48, BStBl II 1977, 568; vom 13. Juli 1994 I R 43/94, BFH/NV 1995, 548; vom 9. August 2000 I R 82/99, GmbH-Rundschau 2001, 208).
BFH, 23.04.1998 - IV R 30/97
Zur Begründungserleichterung nach § 105 Abs. 5 FGO
BFH, 15.09.2004 - I B 92/04
BFH, 29.06.2009 - I B 220/08
Nichtzulassungsbeschwerde: Angriff gegen eine tatrichterliche …
FG Niedersachsen, 12.01.1999 - VI 173/94
Schlechte Ertragslage lässt keinen Schluss auf nicht ernst gemeinte …
BFH, 15.09.2004 - I B 93/04
FG Rheinland-Pfalz, 09.04.2002 - 2 K 2734/00
Verdeckte Gewinnausschüttungen aufgrund ungeklärter Vermögenszuflüsse beim …
FG Niedersachsen, 12.01.1999 - VI 116/94