Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/3/3236.htm
Timestamp: 2018-11-12 23:15:55
Document Index: 198930727

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 2', '§ 4', '§ 35', '§ 4', '§ 4']

3.236 Prechtaler Schanze-Ecklesberg
Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg über das Naturschutzgebiet »Prechtaler Schanze - Ecklesberg« vom 10. Oktober 1997 (GBl. v. 31.10.1997, S. 445).
Auf Grund der §§ 21 und 58 Abs. 2 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der Fassung vorn 29. März 1995 (GBI. S. 385) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Elzach, Landkreis Emmendingen, werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Prechtaler Schanze - Ecklesberg«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rd. 230 ha.
(2) Das Gebiet liegt östlich des Ortskerns von Elzach - Oberprechtal und umfaßt nach dem Stand vom 18. Oktober 1995 auf dem Gebiet der Stadt Elzach, Gemarkung Prechtal, die Grundstücke Flst. Nrn. 388 - 392, 394 - 396, 421, 428, 429, 431, 434, 435/2, 446 - 448, 464, 468, 469, 470, 471, 471/1 und 472 sowie Teile der Grundstücke Flst. Nrn. 393, 417, 422, 426, 430/2, 439, 442/2, 449, 449/1, 452, 454, 455, 463, 465 und 467.
(3) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 mit durchgezogener roter Linie sowie in einer Detailkarte im Maßstab 1:5000 mit durchgezogener roter, grau angeschummerter Linie eingetragen. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Freiburg und beim Landratsamt Emmendingen auf die Dauer von zwei Wochen, beginnend am Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
· als reich strukturiertes Landschaftsmosaik mit den typischen Vegetationseinheiten der ehemaligen Reutbergwirtschaft und anderer historischer Nutzungsformen, u. a. mit Besenginsterweiden, Magerwiesen, Feuchtwiesen, Niedermooren, ehemaligen Niederwäldern und Eichenschälwäldern sowie weiteren Waldtypen;
· als Bereich mit extensiver Weide - und Wiesennutzung.
3. Tiere einzubringen, wildlebenden Tieren nachzustellen, sie mutwillig zu beunruhigen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder Puppen, Larven, Eier oder Nester oder sonstige Brut- , Wohn - , oder Zufluchtstätten dieser Tiere zu entfernen, zu beschädigen oder zu zerstören;
4. Einfriedungen und Zäune aller Art zu errichten, ausgenommen Weide - und Wildschutzzäune sowie Schutzzäune an Verkehrswegen;
6. Plakate, Bild - oder Schrifttafeln aufzustellen oder anzubringen, mit Ausnahme behördlich zugelassener Beschilderungen.
3. neu aufzuforsten oder Christbaum - und Schmuckreisigkulturen sowie Vorratspflanzungen von Sträuchern und Bäumen anzulegen;
3. außerhalb der in der Karte im Maßstab 1: 5000 eingetragenen Wege zu reiten;
6. Luftfahrzeuge, insbesondere Luftsportgeräte und Flugmodelle zu starten oder zu landen sowie das Gebiet mit Flugmodellen zu überfliegen.
2. auf den in der Karte im Maßstab 1 : 5 000 schraffierten Flächen Grünland nicht mit Stickstoff in Form von Handelsdünger, Flüssigmist oder Jauche gedüngt wird;
3. auf den in der Karte im Maßstab 1:5000 schraffierten Flächen der Viehbesatz bei Beweidung eine Großvieheinheit pro Hektar nicht überschreitet.
Flächen, die auf Grund vertraglicher Bewirtschaftungsbeschränkungen oder der Teilnahme an einem Extensivierungs- oder Stillegungsprogramm zeitweise nur eingeschränkt genutzt oder stillgelegt waren, dürfen nach Vertragsablauf in die vor Vertragsbeginn zuletzt ausgeübte landwirtschaftliche Nutzung zurückgeführt werden.
(2) Die Verbote des § 4 gelten nicht für erforderliche Bauvorhaben im Rahmen eines landwirtschaftlichen Betriebes, die in landschaftsbezogener Bauweise errichtet werden und nach dem Baugesetzbuch (§ 35 Abs. 1 Nrn. 1 - 3) zulässig sind.
(3) Für die forstwirtschaftliche Bodennutzung gelten die Verbote des § 4 nicht, wenn sie ordnungsgemäß und in der bisherigen Art sowie im bisherigen Umfang erfolgt. Voraussetzung ist weiter, daß
2. die Waldflächen nur mit standortgerechten Mischbeständen oder Laubbaumbeständen einheimischer Baumarten verjüngt werden; eine einzel - bis truppweise Beimischung von Douglasien in Laubholzgrundbestände bleibt zulässig;
3. befestigte Forstwirtschaftswege nur im Einvernehmen mit der höheren Naturschutzbehörde neu angelegt oder wesentlich geändert werden;
4. Kahlhiebe, die eine Fläche von 1 ha überschreiten, wobei angrenzende, noch nicht gesicherte Kulturen auf die Kahlfläche anzurechnen sind, nur im Einvernehmen mit der höheren Naturschutzbehörde erfolgen;
5. Meliorationskalkungen nur in Abstimmung mit der höheren Naturschutzbehörde durchgeführt werden.
(4) Für die Ausübung der Jagd gelten die Verbote des § 4 nicht, wenn sie ordnungsgemäß und mit der Maßgabe erfolgt, daß der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird. Voraussetzung ist weiter, daß auf den in der Karte im Maßstab 1 : 5 000 schraffierten Flächen
1. Hochsitze nur im Einvernehmen mit der höheren Naturschutzbehörde errichtet werden;
2. keine neuen Wildäcker oder Futterstellen sowie in Feuchtbereichen keine Kirrungen angelegt werden.