Source: https://sporedo.de/agb/
Timestamp: 2020-04-10 09:24:10
Document Index: 114158460

Matched Legal Cases: ['§ 651', '§ 13', '§ 14', '§ 651', '§ 651', '§ 651']

AGB – SPOREDO Segelreisen
AGBadmin2020-03-01T16:01:26+02:00
die nachfolgenden Reisebedingungen gelten für unsere Segelreisen und enthalten ergänzende Regelungen der Rechtsbeziehungen zwischen Ihnen und uns, dem Reiseveranstalter
SPOREDO(R) GmbH
– Segelreisen –
…auch für Landratten
Diese werden, soweit nach den gesetzlichen Bestimmungen wirksam vereinbart, Inhalt des zwischen Ihnen – nachfolgend „Gast“ genannt – und uns als Reiseveranstalter – nachfolgend „Veranstalter“ genannt – im Buchungsfalle zustande kommenden Reisevertrages.
Die gesetzlichen Grundlagen dieses Reisevertrages ergeben sich aus den §§ 651a bis 651m des BGB.
Im Übrigen gelten diese „Allgemeine Geschäftsbedingungen“ ausschließlich für Verbraucher im Sinne des §§ 13 BGB; sofern Sie Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sind, bitten wir Sie, unsere gesonderten Reisebedingungen für Unternehmer bei uns anzufordern.
Mit Ihrer Anmeldung entsteht ein verbindliches Angebot von Ihnen zum Abschluss eines Reisevertrages.
Der Abschluss des Reisevertrages erfolgt durch Buchung (= Vertragsangebot) des Gastes und Buchungsbestätigung (= Vertragsannahme durch den Veranstalter).
1.1 FORM DER ANMELDUNG
Die Buchung (=Reiseanmeldung) kann ausschließlich über das entsprechende Buchungsformular dieser Homepage (www.SPOREDO.de ) erfolgen.
Durch Absenden des Buchungsformulars bietet der Gast dem Veranstalter den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich an. Das Angebot umfasst folgende auf dieser Homepage veröffentlichten Bestandteile :
„Wichtige Reisehinweise zu Segeltörns“,
„Infos zu Segeltörns“
und diese „Allgemeine Geschäftsbedingungen“.
1.2 ANNAHME DES REISEVERTRAGES DURCH DEN VERANSTALTER
Der Vertrag kommt mit der Annahme durch den Veranstalter zustande. Diese bedarf keiner bestimmten Form. Bei oder unverzüglich nach Vertragsschluss wird der Veranstalter dem Gast die Buchungsbestätigung aushändigen. Eine Buchungsbestätigung ist entbehrlich, wenn die Buchungserklärung des Gastes weniger als 7 Werktage vor Reisebeginn abgegeben wird.
1.3 ABWEICHUNG DER REISEBESTÄTIGUNG
Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Anmeldung ab, so liegt ein neues Angebot des Veranstalters vor, an das dieser für die Dauer von 10 Tagen gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande, wenn der Gast dieses geänderte Angebot innerhalb der Frist annimmt.
Zahlungen auf den Reisepreis vor Beendigung der Reise dürfen nur gegen Aushändigung des Sicherungsscheines im Sinne des § 651k Abs. 4 BGB gefordert oder angenommen werden.
Mit Vertragsschluss und nach Erhalt des Sicherungsscheins wird eine Anzahlung in Höhe von 20% fällig und zahlbar, die auf den Reisepreis angerechnet wird.
Die Restzahlung ist 28 Tage vor Reisebeginn zahlungsfällig, wenn feststeht, dass die Reise durchgeführt wird, insbesondere nicht mehr aus den in Nummer 8 genannten Gründen vom Veranstalter abgesagt werden kann.
Soweit Vorauszahlungen vor Reisebeginn vereinbart sind, der Sicherungsschein übergeben ist und der Veranstalter zur Erbringung der vertraglichen Leistungen bereit und in der Lage ist, besteht ohne vollständige Bezahlung des Reisepreises kein Anspruch auf die Inanspruchnahme der vertraglichen Leistungen.
Zahlungen können ausschließlich per Überweisung vorgenommen werden.
Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind. Der Veranstalter ist verpflichtet, den Gast über Leistungsänderungen und Leistungsabweichungen unverzüglich in Kenntnis zu setzen.
Bei einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung ist der Gast berechtigt, unentgeltlich vom Reisevertrag zurückzutreten. Alternativ kann er vom Veranstalter die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, sofern dieser in der Lage ist, eine derartige Reise ohne Mehrpreis für den Gast anzubieten. In jedem Falle hat der Gast die vorgenannten Rechte dem Veranstalter gegenüber unverzüglich geltend zu machen.
Der Gast kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten. Maßgeblich ist der Zugang der Rücktrittserklärung beim Veranstalter unter folgender Anschrift:
Dem Gast wird empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu erklären.
4.1 ENTSCHÄDIGUNG DES VERANSTALTERS BEI RÜCKTRITT DURCH DEN GAST
Tritt der Gast vom Reisevertrag zurück oder tritt er die Reise nicht an, so kann der Veranstalter – sofern der Rücktritt nicht von ihm zu vertreten ist bzw. ein Fall höherer Gewalt vorliegt – statt des Preises für die Segelreise eine angemessene Entschädigung für die getroffenen Reisevorkehrungen und für seine Aufwendungen verlangen. Bei der Berechnung der Entschädigung sind gewöhnlich ersparte Aufwendungen und gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen zu berücksichtigen.
Der Veranstalter kann die Entschädigung – ab dem Zeitpunkt des Zugangs der Rücktrittserklärung – unter Berücksichtigung der nachstehenden Gliederung nach der Nähe des Zeitpunktes des Rücktritts zum vertraglich vereinbarten Reisebeginn in einem prozentualen Verhältnis zum Reisepreis pauschalisieren.
4.2 HÖHE DER PAUSCHALISIERTEN ENTSCHÄDIGUNG
Eine pauschalisierte Entschädigung kann der Veranstalter danach wie folgt verlangen:
vom 29.-22. Tag vor Reiseantritt: 30 %,
vom 21.-15. Tag vor Reiseantritt: 50 %,
vom 14.- 7. Tag vor Reiseantritt: 80 %,
ab dem 6. Tag vor Reiseantritt: 90 % des Reisepreises
Dem Gast bleibt es vorbehalten, dem Veranstalter nachzuweisen, dass diesem keine oder wesentlich geringere Kosten als die geltend gemachte Pauschale entstanden sind. In diesem Fall ist der Gast zur Bezahlung der geringeren Kosten verpflichtet.
Anstatt einer pauschalen Entschädigung kann der Veranstalter seine konkret entstandenen Kosten entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen als Schaden geltend machen. Er ist in diesem Fall verpflichtet, dem Gast ihre Aufwendungen im Einzelnen zu beziffern und zu belegen.
Grundsätzlich besteht nach Vertragsschluss kein Anspruch des Gastes auf Umbuchung, d.h. auf Änderungen des Reisetermins, des Reiseziels, des Ortes des Reiseantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsart.
Sofern der Veranstalter in den vorgenannten Fällen auf Wunsch des Gastes dennoch einer Umbuchung zustimmt, kann er eine Bearbeitungsgebühr von 25,00 €pro Buchung erheben, wenn die Umbuchung bis zu 42 Tagen vor Reiseantritt erfolgt.
Umbuchungswünsche des Gastes, die nach Ablauf der vorgenannten Frist erfolgen, können, sofern ihre Durchführung überhaupt noch möglich ist, nur nach Rücktritt vom Reisevertrag und gleichzeitiger Neuanmeldung durchgeführt werden.
Bis zum Beginn der Segelreise kann der Gast gem. § 651 b BGB verlangen, dass statt seiner Person ein Dritter (Ersatzperson) in die Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt.
Der Veranstalter wird sich in diesem Fall bei den Leistungsträgern um Erstattung der ersparten Aufwendungen bemühen. Diese Verpflichtung entfällt, wenn es sich um völlig unerhebliche Leistungen handelt oder wenn einer Erstattung gesetzliche oder behördliche Bestimmungen entgegenstehen.
Der Veranstalter kann nach Antritt der Reise den Reisevertrag fristlos kündigen, wenn der Gast die Durchführung der Reise ungeachtet einer Abmahnung des Veranstalters oder ihrer Beauftragten nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maße vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Kündigt der Veranstalter, so behält er den Anspruch auf den Reisepreis; er muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistung erlangt, einschließlich der ihm von den Leistungsträgern gutgebrachten Beträge.
Ein Rücktritt des Veranstalters später als 2 Wochen vor Reisebeginn ist nicht zulässig.
Der Gast kann bei einer Absage die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Gast aus ihrem Angebot anzubieten. Der Gast hat dieses Recht unverzüglich nach der Erklärung über die Absage der Reise gegenüber dem Veranstalter geltend zu machen.
9. BESCHRÄNKUNG DER HAFTUNG DES VERANSTALTERS
10. KÜNDIGUNG BEI HÖHERER GEWALT
Bei Kündigung des Reisevertrags wegen höherer Gewalt, die sowohl für den Gast als auch für den Veranstalter zulässig ist, gelten die gesetzlichen Regelungen der §§ 651 j, 651 e BGB.
Dies gilt beispielsweise bei Buchung einer Yacht über SPOREDO, wobei der Gast selbst den Skipper stellt (=Bareboatcharter) und ein von ihm gebuchter Flottillen-Törn wegen Überforderung von ihm selbst abgebrochen wird und er am Flottillen-Törn nicht mehr teilnehmen kann/möchte.
13. OBLIEGENHEITEN DES GASTES
Es obliegt dem Gast, vor Antritt der Segelreise seine körperliche Verfassung daraufhin zu überprüfen, ob diese den typischen Anforderungen und Belastungen einer Segelreise genügt. Dies kann etwa durch Abklärung mit dem Hausarzt geschehen.
14. INFORMATIONSERTEILUNG ZU VISA-, PASS- UND GESUNDHEITSVORSCHRIFTEN
Der Veranstalter informiert Staatsangehörige aus EU-Mitgliedsländern vor Vertragsabschluss über die erforderlichen Visa-, Pass- und Gesundheitsvorschriften für die entsprechenden Reisezielländer. Staatsangehörige aus Ländern außerhalb der Europäischen Union erhalten die entsprechenden Auskünfte von den für sie zuständigen Konsulaten. Für die Einhaltung der vorgenannten Vorschriften ist der Gast selbst verantwortlich. Daher gehen sämtliche Nachteile, die aus der Nichteinhaltung dieser Vorschriften resultieren, zu Lasten des Gastes. Dies gilt nicht, soweit der Veranstalter seine Hinweispflichten verletzt hat.
Auf das gesamte Rechts- und Vertragsverhältnis zwischen dem Veranstalter und Gästen, die keinen allgemeinen Wohn- oder Geschäftssitz in Deutschland haben, findet ausschließlich deutsches Recht Anwendung.
Der Gast kann den Veranstalter nur an dessen Sitz verklagen.
Für Klagen des Veranstalters gegen den Gast ist der Wohnsitz des Gastes maßgebend, es sei denn, die Klage richtet sich gegen Vollkaufleute, juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts oder Personen, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort im Ausland haben oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. In diesem Fällen ist der Sitz des Veranstalters maßgebend.