Source: https://www.nsi-hsvn.de/staticsite/staticsite.php?menuid=322&topmenu=194
Timestamp: 2018-12-15 08:36:44
Document Index: 88636438

Matched Legal Cases: ['§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 30', '§ 30', '§ 2', '§ 4', '§ 7', '§ 6']

Ausbildung - Ausbilder-Eignung
Nach § 28 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), zuletzt geändert durch Artikel 15 Abs. 90 des Dienstrechtsneuordnungsgesetzes vom 5. Februar 2009 (BGBl. I S. 160), darf grundsätzlich nur die- bzw. derjenige ausbilden, die bzw. der die persönliche und fachliche Eignung besitzt.
Zur persönlichen Eignung enthält das BBiG im § 29 nur eine Negativabgrenzung in der Form einer beispielhaften Aufzählung, wann diese persönliche Eignung nicht vorliegt. Die persönliche Eignung ist jedoch im Bereich der Verwaltung kaum ein Problem, sie ist in der Regel gegeben.
Die fachliche Eignung setzt sich nach § 30 Abs. 1 BBiG zusammen aus der beruflichen Eignung (abhängig von der Vorbildung/Berufsausbildung) und der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung.
Die berufliche Eignung besitzt nach § 30 Abs. 2 BBiG, wer die Abschlussprüfung in einem Beruf der Fachrichtung bestanden hat, in der er den Auszubildenden ausbilden will (Nr. 1). Daneben gelten auch anerkannte Prüfungen an einer Ausbildungsstätte oder vor einer Prüfungsbehörde oder eine bestandene Abschlussprüfung an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Schule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung als ausreichender Nachweis der beruflichen Eignung (Nr. 2). Als dritte Alternative kann die berufliche Eignung auch dadurch gegeben sein, dass eine Abschlussprüfung an einer deutschen Hochschule in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung bestanden worden ist (Nr. 3). Für alle drei Möglichkeiten gilt allerdings: Die Ausbilderin/Der Ausbilder muss eine angemessene Frist in ihrem/seinem Beruf praktisch tätig gewesen sein.
Zusammenfassend kann man feststellen, dass die berufliche Eignung zur Ausbildung im Beruf Verwaltungsfachangestellte dann vorliegt, wenn die Abschlussprüfung zur/zum Verwaltungsfachangestellten oder ein höherwertiger Abschluss in einer dem Ausbildungsberuf entsprechenden Fachrichtung erworben worden ist.
Im Hinblick auf die berufs- und arbeitspädagogische Eignung verweist das BBiG (§ 30 Abs. 5) auf die Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO vom 21. Januar 2009, BGBl. I S. 88), die in den §§ 2 und 3 die erforderlichen Kompetenzen festlegt. Der Nachweis der (berufs- und arbeitspädagogischen) Eignung ist grundsätzlich im Rahmen einer Prüfung zu erbringen (§ 4 Abs. 1) Die AEVO gilt seit dem 01.08.2009 und enthält im § 7 die Möglichkeit, eine bereits vor ihrem Inkrafttreten ausgeübte (mängelfreie) Ausbildertätigkeit ohne eine Prüfung fortzuführen. Außerdem besteht die Möglichkeit, durch die Vorlage anderer Nachweise i. S. v. § 6 ganz oder teilweise von der Prüfungspflicht befreit zu werden.
Prüfungsordnung AEVO vom 24. Mai 2011
Wollen Sie uns einen Wechsel des verantwortlichen Ausbilders mitteilen oder einen weiteren Ausbilder benennen, fügen Sie Ihrem Schreiben mit den Nachweisen bitte unbedingt auch einen ausgefüllten und unterschriebenen Ausbilder-Rücksendebogen bei:
Ausbilder-Rücksendebogen
Bitte nehmen Sie, wenn möglich die Übersendung von den hier aufgeführten Formularen in elektronischer Form vor. Sie können mir dazu die hier bereitgestellten Anträge mit den notwendigen Unterlagen und Ihrer Signatur in digitaler Form an
Susanne.Traubach@nsi-hsvn.de senden.