Source: https://www.elo-forum.org/threads/wunsch-nach-nicht-veroeffentlichung-von-bewerberprofilen-in-der-jobboerse.122066/
Timestamp: 2019-01-17 12:07:29
Document Index: 77233116

Matched Legal Cases: ['§ 67', '§ 40', '§ 40', '§40', '§ 40', '§ 67', '§ 67', '§ 4', '§ 67', '§ 40', '§ 60', '§ 159', '§ 40', '§ 40', '§ 59', '§309', '§ 4']

Wunsch nach Nicht-Veröffentlichung von Bewerberprofilen in der Jobbörse | Erwerbslosenforum Deutschland
Beginndatum 19 Jan 2014
Stichworte alg bewerberprofilen datenschutz jobboerse nichtveröffentlichung wunsch
Nach früheren schlechten Erfahrungen, interessiere ich mich aktuell wieder sehr für den Datenschutz im Allgemeinen, und für den von Bewerberprofilen in der Jobbörse im Besonderen.
Welche rechtlichen Konsequenzen hat es, wenn ein AL die Veröffentlichung seines Profils in der Jobbörse ablehnt?
dass er nicht nur darauf verzichtet, die ihm kommentarlos ausgehändigten Zugangsdaten zu nutzen, um sich selbst in der Jobbörse zu registrieren und dadurch ein eigenes Konto anzulegen,
dass er wünscht, dass auf sein (vom Sachbearbeiter angelegtes und gepflegtes Profil) nur vom Arbeitgeberservice des Jobcenters, bzw. der Agentur zugegriffen werden kann, und nicht von außenstehenden Dritten (PAV, ZAF, Arbeitgeber).
Hier im Forum habe ich zu diesem Thema folgenden Thread gefunden:
http://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/113671-datenschutz-jobboerse.html
Hierin heiß es im Beitrag des Users BurnsTorn:
<<(…) Kein Mensch kann dazu gezwungen werden, sie zu nutzen. Die Nutzung der Jobbörse ist rein freiwillig, es gehört nicht zur Mitwirkungspflicht. Und wer wirklich um seine Daten fürchtet und Angst hat, dass da eventuell von anderen etwas gelesen/eingesehen werden könnte, was man nicht möchte, sollte wie folgt vorgehen:
Brief aufsetzen bzw. via Jobbörse-Nachrichtendienst an den pAp schreiben und unter Verweis auf die informationale Selbstbestimmung darauf bestehen, dass das eigene Profil lediglich "intern anonym veröffentlicht" wird. (Dadurch hat außerhalb des JC niemand Zugriff auf das Profil). Die Änderung des Veröffentlichungs-Status lässt man sich dann von pAp schriftlich bestätigen. Fertig, null Probleme.>>
<<Wenn der "Kunde" nicht zustimmt, wird das in VerBIS angelegte Kundenprofil, in dem Daten gemäß dem § 67a SGB X erhoben werden, schlicht und einfach nur auf "intern veröffentlicht" gesetzt (…)>>
Steht dem aber nicht der § 40 SGB III entgegen,
§ 40 SGB III Allgemeine Unterrichtung
der das Recht auf eine Nicht-Veröffentlichung stark einschränkt, bzw. unmöglich macht?
Für die Arbeitsvermittlung ist diese Veröffentlichung des Bewerberprofils erforderlich.
Man muss dieses Bewerberprofil ja nicht für jeden zugänglich veröffentlichen. Sondern einfach anonym veröffentlichen. Das wird dann von deinem Arbeitsvermittler betreut.
Darüber kannst du dich nicht einfach so hinwegsetzen.
Die Agentur bieten den "Fortschritt" an, den niemand mitmachen muss?
Das Muss Du nicht benutzen, wenn Du das nicht willst.
Kann zur Kontrolle dessen, was die da so reinbasteln ganz interessant sein, aber sonst?
Inne EGV reintackern, die Daten dürfen nur anonymisiert eingestellt werden und die Privatsphäre bleibt gewahrt. Das reduziert unerwünschte Kontaktaufnahme.
Dazu die Call-Me/Call-Back-Funktion deaktivieren lassen und nicht jede ZAF-Bude kann sich die Nummer suchen.
Keine Angaben zu Phone / Mail reduzieren das.
Alles erlaubt, gibt es keine Probleme.
Du kannst Dir sogar zusätzlich zum Profil vonner Agentur ein eigenes Profil nutzen. Das machen einige Leute auch so.
Das Profil der Agentur musse doch nicht nutzen, wozu auch?
Nenne doch dazu mal den § der das rechtskonform besagt.
Das gehört nun einmal dazu, dass die einzelnen Arbeitgeber sich die Profile anzeigen lassen können.
Von der AFA/Jobcenter bekommt man sowie die meisten VV von Zeitfirmen. Das geht allen so. Wieso sollte man da bei dir eine Ausnahme machen?
Richtich, aber ohne Kontaktdaten und nur das, was da im Lebenslauf drin steht.
Viel ist das oft nicht und stimmen tuts auch nicht oder eher selten.
Dafür kenne ich aber Firmen, die gehen getarnt als Arbeitgeber inne Datenbank und suchen sich gezielt Opfer mit Anschrift usd so für ihre Werbemaßnahmen. Die bekommen dann Werbemails und son Zeuchs zugeschickt. Da ich das nicht will, muss ich auch nicht mit Kontaktdaten da erfasst sein.
Man vielleicht, aber ich hatte noch nie so was wie ZAF-Gesindel-Angebote dabei.
Allerdings war das Zeuchs, was ich bekam, wie zu erwarten eher weniger treffend.
Trotzdem wo ist das Problem, wenn das Bewerberprofil anonym veröffentlicht wird.
Der Vermittlungsvorschlag kommt sowieso von der AFA/Jobcenter.
Und wenn man für die AFA/Jobcenter nicht telefonisch erreichbar ist, dann hat man zumindest von den Zeitfirmen eine Ruhe.
Nur wenn die Telefonnummer im Telefonbuch zu finden ist, dann probieren es aber doch etliche Zeitfirmen mit dem elo Kontakt aufzunehmen.
Ich glaube von der AFA/Jobcenter bekommt fast jeder größtenteils unpassende VV.
Anders würde ich es ja auch gar nicht veröffentlichen lassen. Aber so kann man ja die privaten Kontaktdaten des elos gar nicht einsehen.
Dat hab ich doch so geschrieben - oder zumindest so gemeint - und dat rate ich den Leuten doch auch immer, um überflüssige Diskussionen mit das SB zu vermeiden.
Warum sich mehr Stress machen, als nötich?
Da bin ich dann doch zu faul zu...
Ja, aber generell verweigern kann man nicht die Erstellung eines Bewerberprofils in der Jobbörse. Das ist ja für die Arbeitsvermittlung erforderlich.
weil es ein Recht auf Informationelle Selbstbestimmung gibt?
oder z.B.,
weil es lt. SGB III §40 Abs. 3 heißt:
<<Daten, die von Dritten einer bestimmten oder bestimmbaren Person zugeordnet werden können, dürfen nur mit Einwilligung der Betroffenen aufgenommen werden.>>
<<Die Agentur für Arbeit kann von der Aufnahme von Daten über Ausbildungs- und Arbeitsstellen in die Selbstinformationseinrichtungen absehen, wenn diese dafür nicht geeignet sind.>>
Du schreibst, dass man über die Jobbörse fast nur noch VV für Zeitarbeit bekommt. Warum ist das eigentlich so? In anderen Jobbörsen sind immer noch viele Stellen von "richtigen" Arbeitgebern zu finden.
Wir die Jobbörse von seriösen Arbeitgebern nicht gut angenommen?
Ich persönlich habe auch noch keinen seriösen Arbeitgeber kennengelernt, die sich seine Mitarbeiter in der Jobbörse sucht.
Sach ich doch nicht anders, huura - wir sind uns einich!
Nenne Du doch mal einen, der es gestattet, fremde Daten ohne Einverständnis einfach mal so ins Internet zu stellen.
Samsara sagte :
dass er wünscht, dass auf sein (vom Sachbearbeiter angelegtes und gepflegtes Profil) nur vom Arbeitgeberservice des Jobcenters, bzw. der Agentur zugegriffen werden kann, und nicht von außenstehenden Dritten (PAV, ZAF, Arbeitgeber). ...
Das, was Mr. Burns so schreibt ... sollte dringend vor der Anwendung wenigstens in der Sandbox getestet werden!
Außerdem geht es einzig und allein darum, dass dieses Bewerberprofil für die Arbeitsvermittlung erforderlich ist.
Das habe ich nie behauptet. Und zur Veröffentlichung des Profils gibt es mehrere Möglichkeiten. Man sollte sich damit halt vorher auseinandersetzen.
Aber wie soll ein Arbeitgeber beim anonym veröffentlichten Bewerberprofil die privaten Kontaktdaten einsehen?
Viele Arbeitgeber scheuen AfA ebenso wie auch die JC. Im letzen Fall hat ja auch die Presse genug dazu geschrieben, um den Arbeitslosen, der beim JC gemeldet ist, unter Generalverdacht der Dummheit und Faulheit zu stellen.
Viele Firmen nutzen lieber den eigenen Inet-Auftritt, weil sich dann wirklich interessierte Leute melden. Das wird von den Leuten, die aus dem JC kommen, nicht zwingend erwartet. Ist ja auch in soweit richtich, weil man Dich per VV zur Bewerbung zwingen kann.
Für das ZAF-Gesindel ist das eie billige und effektive Art, an Daten zu kommen. Die Stellen gibt es auch oft nicht. Das erkennst Du schon an den pauscheln Beschreibungen des Angebots.
Nö. Möchtest Du wen einstellen, der nach den Kriterien des JC ausgewählt wurde. Du kennst sicher die Passgenauigkeit der VVs?
Soll es auch geben. Die tackern das dann zusätzlich rein.
Dann gibt es auch so Firmen, in denen die Fluktuatiion recht hoch ist. Die findest dann auch inne Jobbörse vonner AfA.
@Samsara den § 40 SGB III bitte genau lesen.
Das Thema "Internet-Jobbörse" kommt im SGB III gar nicht vor. Es wird dort nur ganz allgemein davon gesprochen, daß die BA zur Vermittlung "Selbstinformationseinrichtungen" nach dem Stand der Technik nutzen darf.
Die Aufnahme der eigenen Daten in die Internet-Jobbörse kann auch als "internes Angebot" erfolgen, wo sie nur für Mitarbeiter der BA, insbesondere deren Arbeitgeberservice, sichtbar sind, aber nicht nach außen hin.
Alles andere hat ja user Bruns Tom schon geschrieben.............
Wenn der "Kunde" nicht zustimmt, wird das in VerBIS angelegte Kundenprofil, in dem Daten gemäß dem § 67a SGB X erhoben werden, schlicht und einfach nur auf "intern veröffentlicht" gesetz
(3) Der an einer Kontaktaufnahme mit dem Bewerber interessierte Arbeitgeber erhält automatisiert vom System eine Servicerufnummer angezeigt, die nur innerhalb einer Zeitspanne von 48 Stunden gültig ist. Bei Anwahl dieser Servicerufnummer wird die telefonische Verbindung zur/zum ausgewählten Bewerber hergestellt. Bei einem Zustandekommen der telefonischen Verbindung zum Bewerber erfolgt keine Rufnummernrückübertragung an den Arbeitgeber. Die Rufnummer des Bewerbers bleibt somit unbekannt. Es ist zu beachten, dass die Übertragung der Rufnummer an den Arbeitgeber erfolgt, wenn der Bewerber ohne die Deaktivierung der Rufnummernunterdrückung am eigenen Telefonapparat den Arbeitgeber aufgrund des vorausgegangenen Anrufs zurück ruft. Bei Anschluss einer Mailbox oder eines Anrufbeantworters wird zur Sicherstellung der eigenen Anonymität empfohlen, die Formulierung eines Ansagetextes auf einer Mailbox oder einem Anrufbeantworter so zu gestalten, dass die Anonymität nicht gegen den erklärten Willen aufgehoben wird.
Deine Antwort ist nicht wirklich hilfreich, weil sie an meiner Frage vorbeigeht.
Ich hatte nach den rechtlichen Konsequenzen für den AL gefragt, nicht danach, wie schwierig es wird, sein Ansinnen erfolgreich durchzusetzen.
Lass mich bitte wissen, ob im Falle der Ablehnung einer Veröffentlichung seines Profils in der Jobbörse, der AL sanktioniert werden kann. Und wenn ja, nach welchem Paragrafen.
Wie gesagt: Ansonsten wäre Dein Kommentar wenig hilfreich und hätte den Beigeschmack von Muttis Alternativlosigkeit.
Aus den öffentlich zugänglichen Unterlagen der AfA, die sehr hilfreiche Informationen auch für Dich bieten:
Die rechtliche Grundlage für die Datenverarbeitung und Datennutzung bildet §§ 67ff des Zehnten Sozialgesetzbuches (SGB X). Um Ihnen den persönlichen Service des Portals Startseite - www.arbeitsagentur.de zur Verfügung stellen zu können, ist Ihre Einwilligung nötig, damit die entsprechenden Daten zu dem jeweils angegebenen Zweck erhoben, verarbeitet und genutzt werden dürfen. Die Einholung der Einwilligung ist gemäß § 4a des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) bzw. § 67b SGB X erforderlich. Die Einwilligung ist auf den betreffenden Web-Seiten angebracht und wird protokolliert. Die Einwilligung erfolgt durch Betätigen einer Schaltfläche. Wir weisen Sie ausdrücklich daraufhin, dass Sie diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen können. In diesem Fall werden Ihre Daten unwiderruflich gelöscht.
Die Bundesagentur für Arbeit ist nicht verantwortlich für evtl. unaufgefordert erhaltene Werbung bzw. Post per E-Mail (sog. Spam-Mails). Daher empfehlen wir eine anonyme Veröffentlichung. Siehe hierzu auch Punkt 3.5.
Willst Du sanktioniert werden, nur weil Du Deine Rechte wahrnimmst?
ich habe Deine Diskussion mit BurnsTorn mit großem Interesse gelesen - und finde eigentlich, dass Ihr beide so weit gar nicht voneinander entfernt seid. (Nein, jetzt bitte nicht aufregen!)
Ich denke, dass sich Eure Beiträge gar nicht widersprechen, sondern viel eher ergänzen.
Du hast vollkommen Recht damit, dass die Jobbörse tatsächlich sehr viele Möglichkeiten des Datenmißbrauchs bietet. Und es stimmt auch, dass Mr. Burns darauf nicht explizit eingeht.
Es ist sicher auch richtig, dass die BA kein Interesse daran haben kann, dass viele Kunden dort "aussteigen".
Und dass der Weg dorthin, wie Mr. Burns schreibt, unkompliziert und problemlos sein wird, kann ich mir auch noch nicht vorstellen, aber: Versuch macht kluch!
So weit bin ich ganz bei Dir.
Andererseits finde ich Mr. Burns Beitrag aber auch sehr sachlich, objektiv und für mich gut nachvollziehbar. Er sagt, dass Kunden sehr wohl die Möglichkeit haben, das Angebot zur Veröffentlichung ihres Profils abzulehnen. Und das klingt gut!
An Dich, K. Lauer, habe ich noch zwei Bitten:
Ich verstehe Deinen Kommentar mit dem dringenden "Sandkasten"-Test noch nicht richtig. Wie soll der, Deiner Meinung nach, aussehen - und warum ist er überhaupt nötig? Was denkst Du, passiert dem AL, wenn er gleich in den Echtbetrieb geht, ganz ohne Test?
Du sagtest auch, dass es hier schon User gegeben hat, die es mit einem Antrag auf Nichtveröffentlichung ihrer Bewerberdaten versucht haben. Ich habe mir gestern schon einen Wolf gesucht und find sie einfach nicht. Kannst Du mir dabei helfen?
Der Ausdruck "Nichtveröffentlichung der Bewerberdaten" ist leider nicht ganz präzise.
So wie ich das System (wohlgemerkt: als Außenstehender!) kenne, gibt es einerseits das elektronische VerBIS-System der Arbeitsagentur, das das Rückgrat der gesamten Arbeitsvermittlung und Leistungsbewilligung ist. Hier muß jeder "Kunde" erfaßt sein, weil sein Fall sonst gar verwaltet werden und gar keine Leistungen bewilligt werden könnten. Das geht heutzutage ja nicht mehr handschriftlich und per dickem Schnellhefter mit Formularen.
Dann gibt es zweitens die elektronische Dschobb-Börse der Arbeitsagentur, in welcher eine für die Vermittlung relevante Teilmenge der VerBIS-Daten abgebildet ist. Diese Daten können entweder im Internet "nach außen" hin sichtbar sein, oder sie können nur intern sichtbar sein, also im Intranet der Arbeitsagentur nur für deren Arbeitgeberdienst. Weiterhin können die Angebote dort namentlich oder anonym aufgeführt sein.
Die Veröffentlichungsoptionen kann der Arbeitsvermittler in einer Auswahlmaske des VerBIS-Systems für jeden Einzelfall einstellen.
Was hier in der ganzen Diskussion eigentlich gemeint ist, ist die Veröffentlichung im Status "intern anonym veröffentlicht" in der Dschobb-Börse (siehe @BurnsTorn, der hat das in früheren Beiträgen sehr schön erläutert).
Bei dieser Veröffentlichungsform ist das Bewerberangebot nicht nach außen hin im Internet (etwa für x-beliebige Arbeitgeber) sichtbar, sondern nur intern innerhalb der Arbeitsagentur für autorisierte Mitarbeiter, und auch dort nur ohne Angaben zur Person.
Auf "nicht veröffentlicht" kann man sein Bewerberangebot in der Dschobb-Börse aber nicht stellen lassen. Diese Option ist in der Auswahlmaske zwar auch vorhanden, ist aber meines Wissens für Leute vorgesehen, die (beispielsweise aufgrund von längerer Erkrankung oder aus ähnlichen Gründen) zeitweilig nicht für die Vermittlung verfügbar sind, ohne daß man ihre Daten gleich komplett löschen will.
Und hier noch ein Auszug aus einem Urteil:
sozialrechtsexperte: Keine Anordnung der aufschiebende Wirkung gegen den Eingliederungsverwaltungsakt, denn grundsätzlich ist es nicht Aufgabe des einstweiligen Rechtsschutzes, Rechtsfragen zu beantworten, die mit einer gegenwärtigen Notlage nichts z
Antwort 1: Keine rechtlichen Konsequenzen.
Antwort 2: Nein, § 40 SGB III steht dem nicht entgegen.
Ich würde (wenn ich das wollte) so vorgehen:
Einen schriftlichen Antrag stellen, nach rechtlichen Konsequenzen fragen (ob es eben Konsequenzen welcher Art nach sich zieht) und für den Fall, daß mein Antrag solche nach sich ziehen würde, als nicht gestellt zu betrachten sei.
Das ist "Echtbetrieb im Sandkasten".
Ich wüßte nicht, warum die AfA deine Daten in der Jobbörse unbedingt benötigt, um dir Vermittlungsvorschläge zu machen. Insofern verstehe ich die Beiträge von @Lilastern auch nicht.
Ich sehe die Daten in der Jobbörse als EINE mögliche Form der Bewerbung im virtuellen Raum. Sie ist eben üblich.
-Mitwirkungspflichten nach § 60 ff SGB I sehe ich nicht betroffen.
-Pflichtverletzungen nach § 159 SGB III sehe ich nicht betroffen.
-Nach § 40 SGB III soll dir lediglich Gelegenheit gegeben werden, diese Systeme zu nutzen. Und falls sie genutzt werden möchten, dann nach Absatz 3.
-in den GA der AfA findet sich auch nichts.
Natürlich ist das wie immer meine Meinung.
Vor allen Dingen muß man die Regelung genau lesen, was die ganzen Einschränkungen betrifft, hier also § 40 Abs. 3 SGB III:
Hier ist nicht nur von irgendeiner "anonymen Veröffentlichung" (Weglassung von Name und Anschrift) die Rede, sondern eine eventuelle Veröffentlichung muß so beschaffen sein, daß Dritte keinerlei Bezug zu einer "bestimmten oder bestimmbaren" Person herstellen können, selbst wenn sie es unter Verwendung eigener Vorkenntnisse oder öffentlich zugänglicher Zusatzdaten versuchen.
Solche Rückschlüsse sind oft auch ohne explizite Namensnennung möglich. Da in aller Regel im Stellengesuch Name und Adresse der vorherigen Arbeitgeber sowie die Beschäftigungszeiten genannt werden, können beispielsweise frühere Arbeitgeber oder Kollegen ohne große Mühe zusammen mit Angaben zu Alter und gewünschtem Beschäftigungsort Rückschlüsse auf die dahinterstehende Person ziehen. Jedenfalls immer dann, wenn jemand nicht einen Allerweltsberuf in einem großen Betrieb ausgeübt hat.
Deswegen: "interne anonyme Veröffentlichung" verlangen. So gilt das Stellengesuch auch als "veröffentlicht". Jedenfalls würde ich so vorgehen.
Ich hab diese Deine gute Idee mal aufgegriffen und mir nen Screenshot von alten Daten von mir angeschaut. Da steht dann auf dem Register Lebenslauf:
- eine Spalte für den Zeitraum
- eine Spalte für Eintragsart, die ausgeübte Tätigkeit
- eine Spalte Art und Name der EInrichtung der Arbeitgeber ohne weitere Angaben
- eine Spalte Veröffentlichung mit dem Vermerk "Veröffentlicht ohne Name der Firma". Auch wenn Du noch so fleissich bist icon_daumen , was ich sehe schön finde, wie um Himmels Willen willst Du dann meine Person herausfinden?
Die Daten waren anonymisert eingestellt.
Ich wüßte nicht, warum die AfA deine Daten in der Jobbörse unbedingt benötigt, um dir Vermittlungsvorschläge zu machen.
Anhand der Einträge kannste die Datenbank durchsuchen lassen. Ein paar Stichworte genügen und gut is. Da die Dinger aber meist falsch eingetragen sind, hab ich da immer Ruhe gehabt.
OK, is ne Sicht auf die Dinge. Du ahnst es, es kommt ein ABER: mein eigentlicher Lebenslauf ist weitaus aussagekräfiger, was in der Jobbörse gar nicht geht. Mit dem Lebenslauf (auch ohne Fehler) wird mich niemand einstellen.
Letztlich steht da doch fast nix verwertbares drin.
Bei dir wurde eine Sonderform der Veröffentlichung gewählt, auf die ich aus Platzgründen gar nicht eingegangen bin.
Nämlich "veröffentlicht ohne Name der Firma". Das ist eine weitere Option.
Eigentlich steht Name und Ort des Arbeitgebers standardmäßig im Stellengesuch, also etwa:
1.5.2011 bis 30.6.2013 Anstreicher bei Firma Malermeister Klexel in Pinselshausen
Hier kann man mit Leichtigkeit auf die dahinterstehende Person schließen.
Selbst wenn ohne Nennung des Arbeitgebers veröffentlicht wird, ist bei eher seltenen Berufen anhand der Laufbahn ein Rückschluß auf die Person möglich, etwa für frühere Arbeitgeber und Kollegen.
Ich würde das aus Sicherheitsgründen unbedingt auf die interne Veröffentlichung beschränken. Und, ehrlich gesagt: was soll eine "externe" Veröffentlichung denn überhaupt bringen? Seriöse Arbeitgeber suchen von sich aus nicht unbedingt in der Dschobb-Börse der Arbeitsagentur nach neuen Mitarbeitern.
Das was hier keinen Platz hat, kannste mir da ne Suchrichtung geben? Das wäre töffte. Danke!
Da mußt du jemanden fragen, der selbst mit VerBIS arbeitet. Ich bin nur Außenstehender.
Soweit mir das aber bekannt ist, kann auch das (Veröffentlichung der Namen und Orte früherer Arbeitgeber) vom Arbeitsvermittler neben der allgemeinen Veröffentlichungsart im VerBIS-Profil des "Kunden" eingestellt werden.
Im Rahmen meines erneuten Antrags auf ALG II steht mir der Erstkontakt mit meinem Arbeitsvermittler bevor. Für den Erstkontakt habe ich eine "Einladung" gemäß § 59 SGB II i.V.m. §309 SGB III erhalten. An die "Einladung" sind mehrere Seiten angehängt, die sich "Teil 2 Vorbereitung Vermittlungsgespräch" nennen.
Auf diesen Seiten gibt es einen Abschnitt, in dem steht:
Sind Sie mit der Veröffentlichung Ihrer beruflichen Daten in der Internet-Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit einverstanden?
[ ] voll veröffentlichen
[ ] anonym veröffentlichen
[ ] nicht veröffentlichen
Wir weisen Sie darauf hin, dass Adressdaten für viele Firmen von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind und nicht immer für Zwecke verwendet werden, die mit der Jobbörse in Verbindung stehen. Für eine solche missbräuchliche Verwendung übernimmt die Bundesagentur keine Haftung.
Von "intern veröffentlichen" ist hier keine Rede.
Was passiert, wenn man "nicht veröffentlichen" ankreuzt?
Nachtrag: Mein JC ist keine Optionskommune.
Kreuze einfach "nicht veröffentlichen" an, wenn du das nicht willst.
Dein SB wird dir dann schon sagen, daß das doch nicht gehe, wie solle die Arbeitsvermittlung dann funktionieren, und so weiter. Dann kannst du immer noch darauf verweisen, daß er es ja "intern anonym" veröffentlichen lassen kann, falls er mit einer Nichtveröffentlichung Probleme sieht.
Die Optionen "intern" und "intern anonym" sind definitiv vorhanden. Darüber klärt man den geschätzten Kunden aber lieber nicht vorab auf. Laß dir einfach mal von deinem SB die entsprechende Eingabemaske mit den Optionen auf dem Bildschirm zeigen.
Die Arbeitsagentur kann sich im übrigen nicht einfach aus der Haftung stehlen, falls jemand veröffentlichte Daten mißbraucht. Schließlich ist die Arbeitsagentur Betreiberin dieser Webseite. Private Nutzungsbedingungen der Dschobb-Börse mit Haftungsausschlüssen brauchst du auf keinen Fall zu akzeptieren. Diese Betreiberhaftung der Arbeitsagentur wäre übrigens ein weiterer eventuell sinnvoller Hinweis.
Wer macht das denn? Das Durchsuchen der Datenbank? Das soll, wenn überhaupt, nur jemand von der BA machen. Also die Leute, die mir oder dir oder @Samsara auch möglichst passende VV schicken.
Ja, ich weiß, die Profile sind oft nicht richtig. das merkt man selbst erst,wenn man reinguckt (wenn man die Zugangsberechtigung hat und nutzt). Die haben viele auch nicht, also schmoren unsere falschen Profile in der Jobbörse. Macht nichts, solange sie anonym sind.
@Lilastern behauptet: Der Vermittler braucht das Profil, um mich zu vermitteln.
Das halte ich für falsch. Vielleicht begründet @Lilastern das noch.
Es gibt viel bessere *Bewerbungen* als so ein Profil in der BA-Jobbörse.
Das wollte ich eigentlich ausdrücken. Eben auch andere Börsen.
Nicht umsonst wird in vielen P-Beschaffungs-Büros über die alten Schätzchen in dieser Jobbörse gelästert.
Selbst bemerkt man das meist erst, wenn man mal so einen VV bekommt. Der dann entweder eine vollkommen falsche Bewerberperson trifft oder eine Stelle anbietet, die schon seit Jahren nicht mehr vakant ist. So ist jedenfalls meine Erfahrung.
Danke für den Hinweis. Aber ich weiß eigentlich schon, welche Option ich ankreuze. Meine Frage, was passiert, wenn man "nicht veröffentlichen" ankreuzt, die bezog sich nicht auf mich, sondern diese Frage war genereller Natur. Was passiert einem Betroffenen, der diese Option ankreuzt? Aber das hast Du ja beantwortet ;-) Und das dachte ich mir bereits schon.
Stimmt, gut erkannt.
Wenn du so hier fragst, empfiehlt sich: *nicht veröffentlichen*
Wenn der Vermittler fragt: Wie solln das dann mitn Jobb gehn??
Dann kannst du dich genau auf diesen Haftungsausschluß beziehen.
Weil es eben so viele *Betrüger unter den Datenhändlern gibt*;-)
Wenn überhaupt, dann willste *intern veröffentlichen* lassen. BA-intern.
Du wirst merken, ob er das überhaupt weiß und kennt. Und wenn, wie er das dann ins System gestellt bekommt. Ist ja sicher ein seltener Vorgang;-)
Du wirst dir auch die Login-Daten geben lassen , um nach etwa 2 Wochen mal nachzuschauen, was nun *in der Welt ist*.
Evtl. hast du Korrekturbedarf. Dazu bedarf es einer Freischaltung, die der Vermittler wohl nicht sofort selbst darf.
So wars mal bei mir bei der AfA. Allerdings war der Vermittler ein wirklicher Neuling, der Geruch und Wasser schwitzte. der arme Kerl;-)
Ja, auch das ist nur meine Meinung.
... Du sagtest auch, dass es hier schon User gegeben hat, die es mit einem Antrag auf Nichtveröffentlichung ihrer Bewerberdaten versucht haben. Ich habe mir gestern schon einen Wolf gesucht und find sie einfach nicht. Kannst Du mir dabei helfen?
Ich kann Dir die Sachen nicht verlinken, denn auch ich müsste erst danach suchen, was dann genauso viel Zeit in Anspruch nehmen würde, als wenn Du selber suchtest. Nix für ungut. Sollte ich darauf stoßen, gebe ich Rauchzeichen.
Die Antwort auf Deine anderen Deiner Fragen findest Du gut zusammengefasst in den Beiträgen von @silka und @Fritz Fleissig.
Für Interessierte: AG mit AN, und StA mit BewA ersetzen, dann sollte das passen. Oder, Mr. Burns?
http://www.arbeitsagentur.de/zentra...-11-2008-QS-Vermittlungsprozess-Anlage-01.pdf
@Silka: ja, sehe ich auch so.
Ich wollte aber nicht in Hinblick auf die Frage beraten werden, was ich auf dem Wisch ankreuzen soll, sondern ich wollte auf Inhalt dieses Wischs hinweisen. Die BA bietet nämlich schon vor dem Erstkontakt mit dem AV die Möglichkeit der Nichtveröffentlichung der eigenen Daten in der Jobbörse an. Das finde ich erstaunlich.
Achso. So erstaunlich find ichs nicht.
Ich denke z.B. an die (nur) Arbeitsuchenden.
Und sonst denke ich ganz einfach nur an den Stumpfsinn in einer Behörde.
Einladung? Was eintüten? Aha. Checkliste. Also Das.
es braucht keine Anmeldung in der "JOBBÖRSE" um ein/Dein Profil zu finden.
Schau mal in der Jobbörse unter "JOBBÖRSE für Arbeitgeber" (oben rechts) ohne dich anzumelden mit
Arbeitsort >deinen Wohnort< nach.
Dort kannst du dein Profil ansehen, oder auch nicht (bei "intern anonym").
Nein, ich garantiert nicht mehr;-)
<<Die Veröffentlichung des anonymisierten Bewerberprofils im Internet kann das Sozialgeheimnis grundsätzlich nicht tangieren. (vgl. BayLSG, Beschluss vom 16.08.2012, L 7 AS 576/12 B ER).>>
Wie ordnest Du dieses Urteil des BAYLSG ein?
Bedeutet das, dass der ELO doch keine Möglichkeit hat, einer anonymen Veröffentlichung seines Bewerberprofils im Internet zu widersprechen und seine Daten stattdessen intern anonym veröffentlichen zu lassen?
Hab mir die Jobbörse noch einmal angeschaut: da ist bei den im Internet anonym veröffentlichten ELOS kein Arbeitgeber mit Name und Adresse genannt, nur die Branche und Datum des Eintritts und Austritts.
Von meiner "Sorte" gäbe es in meiner Stadt insgesamt nur zwei Exemplare, davon eines weiblich und eines männlich.
Das wäre schon leicht identifizierbar.
Naja, die Arbeitsvermittler träumen wahrscheinlich davon, dass PAV und ZAF die Jobbörse durchforsten, um ihre eigenen Karteileichenbestände aufzustocken. Und wenn sie dann eine sogar noch eine Telefonnummer dabei hätten, wäre das doch der Idealzustand: ZAF kann sich morgens um 11:00 Uhr per Rufumleitung beim ELO melden, ihn zum Vorstellungsgespräch um 14:00 Uhr bitten und um 17:00 Uhr steht er schon beim Entleiher zur Spätschicht am Band. "Und das mit dem Arbeitsvertrag machen wir dann in den nächsten Tagen! Fangen Sie ruhig schon mal an. Wir wollen Sie ja erstmal kennenlernen." Für den Arbeitsvermittler nix zu tun, und wieder ein ELO weniger.
Wie der ELO die Betreuung seines Kindes an diesem Tag geregelt kriegt, interessiert keinen. Aber das ist mit 6 Jahren ja auch schon groß und kann sich alleine helfen. Ein Zettel auf dem Küchentisch reicht da: "Hallo, Schatz, Mutti ist auf Arbeit! Koch Dir bitte ein warmes Mittagessen." (Hoffentlich kann Junior das auch schon lesen.)
Vor einigen Jahren sah bei mir der "Teil 2 Vorbereitung Vermittlungsgespräch" auch so aus, wie Du es beschreibst:
3 Optionen zum Ankreuzen, eine davon nannte sich auch "Nicht veröffentlichen".
Es gab zu diesem Kästchen aber einen Kommentar: "Bitte lassen Sie sich von ihrem Arbeitsvermittler beraten."
Wie diese Beratung ausgesehen hätte, kann ich mir lebhaft vorstellen.
Bei den aktuellen Formularen "Teil 2 Vorbereitung Vermittlungsgespräch" der Bundesagentur für Arbeit erscheint dieses dritte Kästchen merkwürdigerweise aber nicht mehr. Diese Option soll scheinbar tot geschwiegen werden, um den Kunden nicht auf dumme Gedanken zu bringen. Offiziell wird das sicher so begründet: "Wir leben im Intenet-Zeitalter. Ohne Internet keine Vermittlungschance."
Übrigens, durch dieses fehlende Kästchen bin ich überhaupt erst auf diesen Thread hier gekommen.
Auf meinem entsprechenden Blatt im "Teil 2 Vorbereitung Vermittlungsgespräch" steht dieser Kommentar aber nicht. Er liegt mir in Kopie vor.
Bei den aktuellen Formularen "Teil 2 Vorbereitung Vermittlungsgespräch" der Bundesagentur für Arbeit erscheint dieses dritte Kästchen merkwürdigerweise aber nicht mehr.
Bei mir ist dieses dritte Kästchen aber angegeben. Das Formular wurde mir letzte Woche ausgehändigt, nächste Woche werde ich es abgeben.
Vielleicht verwendet mein JC ja eine ältere Version dieses "Teils 2 Vorbereitung Vermittlungsgespräch"?
der Echtbetrieb im Sandkasten! Der hat was!
Und je länger ich darüber nachdenke, desto beruhigter bin ich eigentlich, was die Sanktionen angeht:
Also, ich bringe ja erst inmal nur mein Anliegen vor, entweder im Sandkastentest oder gleich im Echtbetrieb. (Muss ich nochmal drüber nachdenken.)
Warum sollte dieser Antrag sanktioniert werden, zumal ich ja einer anonymen Veröffentlichung in der Jobbörse prinzipiell nicht widerspreche, sondern lediglich um eine Statusänderung bitte? Daraus gibt es entweder ein "Ok" von der BA, oder ein "Nö, geht nicht" oder aber (auf Art des Hauses) gar keine Reaktion. Und dann kann ich immer noch weiter sehen.
... Das Formular wurde mir letzte Woche ausgehändigt, nächste Woche werde ich es abgeben. ...
Warum sich an die beschränkenden Formulare des AAs halten, wenn man seinem Willen mit eigenen Worten Ausdruck verleihen kann? Den wichtigsten Punkt hat man wohl vorsorglich weggelassen? "Ich will überhaupt nicht von im Internet zu finden sein, weder öffentlich noch anonym, weder von Fremden noch von Bekannten gefunden werden, und auch intern sollen nur die darauf zurückgreifen dürfen, die es zwingend müssen (entsprechend meinem Bewerberprofil)."
Es könnte sein, daß man jetzt die Veröffentlichungsdetails umgestellt hat und standardmäßig die vorherigen Arbeitgeber nicht mehr namentlich nennt. Vor einigen Jahren waren diese aber auch bei sogenannten "anonymen" Veröffentlichungen namentlich und mit Ort aufgeführt. Es kann auch sein, daß das je nach Arbeitsagentur und Bearbeiter verschieden gehandhabt wird, keine Ahnung.
Wie du aber auch schon geschrieben hast, kann man unter Umständen auch aus anderen Details mit entsprechenden Vorkenntnissen die betreffende Person herausfinden. Reine Anonymität reicht oftmals also nicht aus, besonders wenn man nicht gerade einen Allerweltsberuf hat.
Vor allem kenne ich in meiner Branche keinen einzigen seriösen Arbeitgeber, der neue Mitarbeiter suchen würde, indem er in der Dschobb-Börse der Arbeitsagentur herumsucht. Da werden neue Stellen fast immer entweder intern besetzt oder öffentlich ausgeschrieben und auf Bewerbungen gewartet. Die ganze Veröffentlichung bringt so oder so doch nichts außer irgendwelche zweifelhaften Angebote von Zeitarbeitsfirmen und ähnlichem.
Vor allem kenne ich in meiner Branche keinen einzigen seriösen Arbeitgeber, der neue Mitarbeiter suchen würde, indem er in der Dschobb-Börse der Arbeitsagentur herumsucht.
Die meiden die AfA / JC wie die Pest. Is doch auch klar, wenn man bedenkt, dassbesonders die JC ja laut und öffentlich sagen, wir zwingen die Leute per Sanktion in nen Job. So nen AN möchte keiner haben, der ernsthaft Leute für ne dauerhafte Beschäftigung sucht.
Die ganze Veröffentlichung bringt so oder so doch nichts außer irgendwelche zweifelhaften Angebote von Zeitarbeitsfirmen und ähnlichem.
Neben Zeitarbeitsfirmen haben zahlreiche Firmen die Datenbank der BA als Plattform für ihre Werbemaßnahmen entdeckt. Da werden zielgerichtet Leute gesucht, gerne auch von MTs, die man mit Werbung zumüllen kann. Da findet man das auch gleich sortiert, was will man mehr?
Ja, es scheinen verschiedene Versionen im Umlauf zu sein.
Meine uralte Version
hatte (wie schon gesagt) auch Deine drei Optionen, allerdings verbunden mit der Aufforderung, sich durch seinen Arbeitsvermittler beraten zu lassen.
Deine aktuelle Version
hat die drei Optionen ohne Beratungsempfehlung. (Beneidenswert!)
Meine aktuellen Version "des Teils 2 Vorbereitung Vermittlungsgespräch"der BA / ALG I,
in der der gesamte Punkt“ Jobbörse“ ersatzlos gestrichen ist und überhaupt nicht mehr abgefragt wird.
Keine Möglichkeit mehr eine der Optionen auszuwählen.
Die Zugangsdaten zur Jobbörse
bekommst du ungefragt und kommentarlos bei Abgabe der "Arbeitssuchend-/ Arbeitslosmeldung“ ausgehändigt,
zusammen mit der Kundennummer, den Arbeitspaketen, der Änderungsmeldung, etc.
Das Thema Jobbörse
wird erstmalig vom Arbeitsvermittler im ersten Vermittlungsgespräch angesprochen, so ganz belanglos und nebenbei.
Wenn du da einen Moment lang nicht hellwach bei der Sache bist, ist er schon passiert: biste drin in der Jobbörse mit allen Schikanen:
AV: „Möchten Sie denn in der Jobbörse lieber mit ihren vollen Daten oder anonym veröffentlicht werden?"
ELO: „Lieber anonym!"
AV: „Ja, machen die meisten. Sie glauben nicht, was Sie sonst zugemüllt werden mit dubiosen Angeboten?!
ELO: „Das klingt aber gar nicht gut! Außerdem kenne ich das schon aus eigener Erfahrung!“
AV: „Darum machen wir das ja auch anonym. So, und jetzt brauchen wir nur noch Ihre Telefonnummer eingeben, damit ein interessierter Arbeitgeber Sie auch gleich anrufen kann."
ELO: „Was, Telefon? Nee, das möchte ich auf gar keinen Fall!"
AV: „Nein? Macht nichts, dann geben wir eben Ihre E-Mail-Adresse an."
ELO: „Halt! Nein! Stopp! Das möchte ich auch nicht!"
AV: „Ach so?" - "Naja, ok! Dann eben nicht!"
ELO: „Gibt es denn nicht auch noch andere Optionen, weil ich eigentlich gar nicht im Internet ausgeschrieben werden möchte?"
AV: „Nö, nur die beiden! Wie kommen Sie denn darauf, dass es noch weitere Optionen gibt?
Die gibt’s nicht! Das muss so sein, weil sie ja sonst kein Arbeitgeber finden kann."
ELO: „Jetzt haben Sie mich also anonym ohne Zustimmung zur Kontaktfreigabe via Telefon und E-Mail eingeben?“
AV: „Hmmm.“ Grummel-Grummel.
ELO hat nun ein grummeliges Gefühl im Bauch und stürzt sich ins Eloforum!
Hab Dank für das unterhaltsame aber leider wirklichkeitsnahe Gespräch mit dem Arbeitsvermittler. Die sind schon ganz schön pikiert, wenn man denen datenmäßich die Flügel stutzt.
Werden die Zugangsdaten neuerdings ausgehändigt? Ich hab das immer per Post und in zwei Briefen bekommen, was aus Datenschtutzrechlichen Gründen auch nicht anders geht.
Das gibt es auch noch eine Nummer härter:
Arbeitgeber veröffentlichen Stellenangebote, die es gar nicht gibt und geben wird, oder die bereits längst intern bestzt sind.
Und das nur, um ihren Mitbewerbern und Kunden zu signalisieren, wie super ihr Unternehmen aufgestellt ist. So toll und expansiv, dass sogar dringend Personal gesucht wird.
Das bringt mehr als eine normale Werbeanzeige und kostet zudem noch viel weniger.
Der ELO bewirbt sich drauf und sein Selbstbewußtsein schwindet, weil er sich einfach nicht erklären kann, warum er die Stelle nicht bekommen hat und verinnerlicht, dass es wohl doch an ihm selbst liegt, dass das nicht klappt mit der auskömmlichen Arbeit. Sagt sein pAp ja auch immer. Und der muss es ja wissen.
Das habe ich ausgehändigt bekommen, als ich mich arbeitslos gemeldet habe.
Es waren zwei lose, offene Blätter ohen Umschlag:
eines mit dem Nutzernamen, und ein anderes mit meinem Passwort - und sie lagen ganz versteckt zwischen der Änderungsmeldung, der künftigen Kundennummer und dem Formular zur Vorbereitung eines ersten Vermittlungsgespräches.
Hast Recht: eigentlich ein Unding (in Sachen Datehnschutz)
Habe die Seiten überhaupt erst zuhause gefunden. Wenn ich die eher gesehen hätte, hätte ich sie gleich dankend abgelehnt, geschreddert und da gelassen.
Deshalb ja auch meine Frage. Ich hatte mich gewundert, warum in zwei Umschlägen und da hat mir das SB das mit dem Datenschutz erklärt - aber auch nur das. Seine von ihm gewünschten Verstöße, da hielt er sich recht bedeckt.
Und letztendlich stimmen die Benutzer selbst der Datenweitergabe an den Arbeitgeber zu, indem sie sich mit den "Kundendaten" und Passwort einloggen, welche man von der Arbeitsagentur erhalten hat.
Denn wer das erste Mal sich mit den Daten, wie Anmeldename und Passwort des Arbeitsamtes anmeldet und den "Service" nutzen will, stimmt nämlich den Nutzungsbedingungen der Jobbörse zu.
Und darin steht mit Stand 25.01.2014
Also schön aufpassen, was man tut.
Und nachträglich beschweren, dass man das ja so nicht wollte, dürfte dann nicht mehr viel bringen und der eigenen Zustimmung zu der Handhabe widersprechen.
Ja, vollkommen richtig! Und immer schön auf das Grummeln in der Magengegend achten und es ernst nehmen.
Da die Arbeitsvermittlung bereits jetzt jegliche Tätigkeit der Arbeitsvermittlung eingestellt hat, ist es klar, dass das hier kein kundenfreundliches nettes Self-Service-Angebot ist.
Wenn dieses "Service"-Baby dereinst groß und stark geworden ist, wird es nur einem Zweck dienen: der Totalüberwachung des ELOs.
Wann hat er wem was geschrieben?
Wann sitzt er wo vor einem Monitor?
Wann hat er wem was geschrieben? Wann sitzt er wo vor einem Monitor? Big Brother läßt grüßen!
Ich fürchte, der ist schon da,
Weil: wenn man in der Unnützbörse angemeldet ist, und da durch das ZAF-Elend blättert, wird in einem kleinen Feld auf der rechten Seite festgehalten, was man sich zuletzt angesehen hat.
Jetzt weiß ich nicht, ob das auch gleichzeitich protokolliert wird. Möglich ist das ohne viel Aufwand.
Ich habe es aber, seit ich das fiese Fenstechen gesehen habe vermieden, angemeldet durch den ZAF-Jungel zu blättern.
Vorsicht ist eben die Mamma vonne Porzellankiste...
Jetzt weiß ich nicht, ob das auch gleichzeitich protokolliert wird.
Natürlich wird das protokolliert. Ob es dann auch ausgewertet, also "kundenbezogen" wird, ist eine andere Sache und ob es dann der Vermitteler dies eventuell auch einsehen kann ist fraglich, technisch aber möglich.
Demgegenüber steht aber, dass das Amt nach dem Grundsatz der Datenwahrheit, Sicherheit und Datensparsamkeit mit Daten umgehen muss. Eigentlich... na ja
Ich konnte in dem Arbeitspaket Teil 2 keine Option finden, die das Nichtveröffentlichen ermöglichen würde. Scheint so, dass das gar nicht verhindert werden kann? Oder hat jemand mal so einen Vordruck zur Hand?
Es scheint dem Zeitgeist unserer Internet-Klick- und Formular-Ankreuz-Epoche zu entsprechen, für alles immer gleich ein offizielles und vorformuliertes Formular haben zu wollen. Die Kunst der freien Formulierung eines Sachverhalts scheint immer mehr verloren zu gehen.
Einfach erst mal dem SB beim Erstgespräch sagen. Der muß die Veröffentlichungsart sowieso in einer Eingabemaske auswählen. Der "Arbeitsbogen" dient nur der einfacheren Datenerfassung vor dem Gespräch. Und wenn es Schwierigkeiten geben sollte, Brief mit dem entsprechenden Sachverhalt schreiben.
Es geht darum, sich auf etwas beziehen zu können, mit dem man belegen kann, dass die Veröffentlichung freiwillig und einwilligungspflichtig ist. Was eignet sich besser als ein hauseigenes BA-Formblatt?
Mein Profileintrag ist schon viele Jahre unter "nicht veröffentlichen" eingetragen. Das hat niemand interessiert, der SB hat nie gefragt.
Allerdings steht in dem Empfangsschreiben zu einer mehrmonatigen Maßnahmen, folgendes:
Ferner ist mir bekannt, dass der Maßnahmenträger einen selektiven Zugriff auf die Daten meines Bewerberprofils erhält, das bei der Agentur für Arbeit geführt wird.
Unterschrieben habe ich dieses Empfangsschreiben nicht, weil ich es zu Hause erstmal in Ruhe lesen wollte. Es standen ja 4 lange komplizierte Sätze darin, über die ich nachdenken wollte.
Zwar fragte der SB, ich sagte aber sie können doch eintragen, dass ich die Dokumente erhalten habe und es in Ruhe lesen will.
Wenn jetzt einer meint, dass bei der BA irgendetwas über Datenschutz Ernst
genommen wird, dann irrt er sich.
Wie gezeigt, habe ich keine Einwilligung gegeben. Eher sowas wie Ignoranz und Täuschung wurde da versucht.
§ 4a BDSG Einwilligung - dejure.org
@BerlinerAss;
Das würde ich nicht unterschreiben. Für was braucht der Maßnahmeträger Zugriff auf deine Daten?
Sonst hieß es;
"Sie sind verpflichtet jede zumutbare Arbeit anzunehmen"
Der Träger ist verpflichtet, Ihnen nur zumutbare Arbeitsangebote zu unterbreiten.
Dies sind feine Unterschiede, was nur bedeutet, dass ich mich nicht unter Wert verkaufen muß.
Kostenlose Probearbeit zu verlangen ist sowieso nicht mehr möglich, sondern Bezahlung aller Stunden während ein Probearbeitsverhältnis.
Höchstwahrscheinlich fallen die Mitwirkungspflichten weg, wenn ich keine Zusage dem Träger mache.
was bedeutet die abkürzung pAp?
Persoenlicher Ansprechpartner
Heißt das heut noch "Persönlicher Ansprechpartner"? - Ich kenne nur SB's, also Sachbearbeiter in dieser (ehemaligen) Anstalt.
"Sachbearbeiter" ist der Oberbegriff für alle anderen Bezeichnungen der Leute, die z. B. in Jobcentern arbeiten.
Inzwischen muss man ja (seit diesem WE) „Geänderte Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung“ bestätigen. Und in der Datenschutzerklärung ist auch sehr genau aufgeführt, was die dort speichern: https://jobboerse.arbeitsagentur.de/vamJB/pdf/Datenschutzerklaerung.pdf
„Mit Ihrer Einwilligung erklären Sie sich einverstanden, dass Ihre zum Zwecke der Nutzung des Portals gespeicherten Daten nunmehr auch für Zwecke nach dem Sozialgesetzbuch genutzt werden dürfen und im Stammdatensystem (Kundendatei) der BA geführt werden.“
Nach dem Lesen der (sechzehn) Seiten steht für mich fest, dass ich dieser Datenerschutzerklärung nicht zustimmen kann.
Das ist so vereinfacht nicht richtig, Sachbearbeiter sind Beamte oder Angestellte des vgl. gehobenen Dienstes. Daneben gibt es noch Referenten (vgl. höherer Dienst), Bearbeiter (vgl. mittlerer Dienst) und Zuarbeiter (vgl. einfacher Dienst). Vereinfacht ausgedrückt dürfen Sachbearbeiter eigenverantwortlich entscheiden, während z. B. Bearbeiter das nicht dürfen. Wer was ist erkennt man aber von außen nicht unbedingt.
Es gibt Teamleiter, Sachbearbeiter, Fachassistenten, Teamassistenten. So die Reihenfolge und die genaue Bezeichnung.
Fachassistenten dürfen auch bestimmte Sachverhalte anordnen.
In der Arbeitsvermittlung sind als Ansprechpartner nur Sachbearbeiter tätig.
So zumindest im JC.
Was steht auf duden.de für eine Definition des Begriffs "Sachbearbeiter"?
jemand, der (beruflich) einen bestimmten Sachbereich zu bearbeiten hat
https://www.duden.de/rechtschreibung/Sachbearbeiter
Deswegen ist das ein Oberbegriff meiner Meinung nach.
Ist aber in der Realität anders, siehe mein Beitrag.
Ich beziehe mich auf das, was man gängigerweise (s. Duden) unter dem Begriff "Sachbearbeiter" versteht. Ein paP oder eine IFK oder ein Fallmanager ist auch jeweils ein Sachbearbeiter, darum ging es mir ursprünglich.