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Timestamp: 2016-10-21 15:05:52
Document Index: 289449381

Matched Legal Cases: ['Art. 188', 'Art. 187', 'Art. 188', 'Art. 191', 'Art. 190', 'Art. 183', 'Art. 187', 'Art. 188', 'Art. 270', 'Art. 8', 'Art. 2', 'BGE', 'BGE', 'Art. 277', 'BGE', 'Art. 269', 'Art. 273', 'Art. 277', 'BGE', 'Art. 188', 'Art. 277', 'Art. 188', 'Art. 187', 'Art. 188', 'Art. 188', 'BGE', 'BGE', 'Art. 188', 'BGE', 'Art. 188', 'Art. 188', 'Art. 189', 'Art. 188', 'Art. 188', 'Art. 188', 'BGE', 'Art. 188', 'BGE', 'Art. 188', 'Art. 278', 'Art. 152', 'BGE', 'BGE']

6S.219/2004 (01.09.2004)
6S.219/2004 /bri
Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Cornelia Kranich Schneiter,
Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Lorenz Erni,
Mehrfache sexuelle Handlungen mit Abh�ngigen (Art. 188 Ziff. 1 StGB); Zivilforderung,
Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Ober-gerichts des Kantons Z�rich, I. Strafkammer, vom 26. Februar 2004.
Das Bezirksgericht Z�rich erkl�rte A.________ mit Urteil vom 23. Juni 2003 der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB und der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einer Abh�ngigen zum Nachteil von X.________ im Sinne von Art. 188 Ziff. 1 StGB schuldig und verurteilte ihn zu 24 Monaten Gef�ngnis unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft. Von der Anklage der Sch�ndung im Sinne von Art. 191 StGB, der Vergewaltigung im Sinne von Art. 190 Abs. 1 StGB und der Freiheitsberaubung im Sinne von Art. 183 Ziff. 1 StGB sprach es ihn frei. Das Bezirksgericht verurteilte A.________ ferner zur Zahlung von Schadenersatz und Genugtuung.
Auf Berufung des Beurteilten hin erkl�rte das Obergericht des Kantons Z�rich A.________ am 26. Februar 2004 der sexuellen Handlungen mit einem Kind gem�ss Art. 187 Ziff. 1 StGB betreffend den Vorfall im April 1995 schuldig. In den �brigen Anklagepunkten sprach es ihn frei. Die Strafe setzte es auf 3 Monate Gef�ngnis herab, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft und unter Gew�hrung des bedingten Strafvollzuges bei einer Probezeit von zwei Jahren. Das Verfahren betreffend die Zivilanspr�che trennte es ab.
X.________ f�hrt eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde, mit der sie beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und A.________ sei der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Abh�ngigen im Sinne von Art. 188 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen. Ferner sei die Vorinstanz anzuweisen, den Beurteilten angemessen zu bestrafen und ihre Zivilforderungen zu beurteilen. Schliesslich ersucht sie um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Das Obergericht des Kantons Z�rich hat auf Gegenbemerkungen verzichtet. Vernehmlassungen wurden nicht eingeholt.
Die Gesch�digte hat gegen das obergerichtliche Urteil beim Kassationsgericht des Kantons Z�rich kantonale Nichtigkeitsbeschwerde angemeldet, auf die Begr�ndung ihrer Beschwerde indes verzichtet.
Gem�ss Art. 270 lit. e Ziff. 1 BStP kann das Opfer den Gerichtsentscheid mit den gleichen Rechtsmitteln anfechten wie der Beschuldigte, wenn es sich bereits vorher am Verfahren beteiligt hat und soweit der Entscheid seine Zivilanspr�che betrifft oder sich auf deren Beurteilung auswirken kann (Art. 8 Abs. 1 lit. c OHG).
Opfer im Sinne von Art. 2 Abs. 1 OHG ist jede Person, die durch eine Straftat in ihrer k�rperlichen, sexuellen oder psychischen Integrit�t unmittelbar beeintr�chtigt worden ist (BGE 129 IV 95 E. 2 und 216 E. 1.2). Wird die Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Einstellungsbeschluss oder ein freisprechendes Urteil gef�hrt, gen�gt es, dass eine die Opferstellung begr�ndende Straftat in Betracht f�llt (BGE 122 II 211 E. 3c).
Der Beschwerdef�hrerin kommt ohne weiteres Opferstellung zu. Sie hat sich zudem auch am Verfahren beteiligt und Zivilforderungen gestellt. Ebenfalls ausser Frage steht, dass der Entscheid ihre Zivilanspr�che ber�hrt. Die Beschwerdef�hrerin ist daher zur Erhebung der Nichtigkeitsbeschwerde legitimiert.
2.1 Die eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde ist rein kassatorischer Natur; sie f�hrt im Falle der Gutheissung zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und R�ckweisung der Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz (Art. 277ter Abs. 1 BStP), nicht aber zu einer Entscheidung des Bundesgerichts in der Sache selbst. Soweit die Beschwerdef�hrerin mehr als die Aufhebung des angefochtenen Entscheids beantragt, kann auf ihre Beschwerde nicht eingetreten werden (BGE 118 IV 277 E. 1).
2.2 Die Nichtigkeitsbeschwerde kann nur damit begr�ndet werden, dass die angefochtene Entscheidung eidgen�ssisches Recht verletze (Art. 269 Abs. 1 BStP). Ausf�hrungen, die sich gegen die tats�chlichen Feststellungen des Entscheides richten, sowie das Vorbringen neuer Tatsachen sind unzul�ssig (Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP). Der Kassationshof ist im Verfahren der Nichtigkeitsbeschwerde an den von der kantonalen Beh�rde festgestellten Sachverhalt gebunden (Art. 277bis Abs. 1 BStP). Auf die Beschwerde kann somit nicht eingetreten werden, soweit darin die Feststellung der einzelnen Elemente, welche die Beziehung zwischen dem T�ter und der unm�ndigen Person von mehr als 16 Jahren ausmachen, ger�gt wird (BGE 125 IV 129 E. 2a S. 131).
Die Beschwerdef�hrerin wendet sich lediglich gegen den Freispruch des Beschwerdegegners von der Anklage der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einer Abh�ngigen im Sinne von Art. 188 Ziff. 1 StGB. Die Freispr�che von der Anklage der sexuellen Handlungen mit einem Kind bez�glich der Vorf�lle vom Sp�tsommer 1995 bis November 1995 ficht sie nicht an. Schon vor der Vorinstanz bildeten nicht mehr Gegenstand des Verfahrens die Freispr�che von der Anklage der Sch�ndung, der mehrfachen Vergewaltigung und der Freiheitsberaubung.
4.1.1 Die Vorinstanz stellt f�r den Kassationshof verbindlich fest (Art. 277bis Abs. 1 BStP), die am 21. September 1980 geborene Beschwerdef�hrerin habe erstmals im Herbst 1992 beim damals rund 69 Jahre alten Beschwerdegegner Geigenunterricht genommen. Sp�testens ab 1995 habe sie auch an Kursen teilgenommen, die der Beschwerdegegner in Z.________ durchf�hrte. Kurz vor dem Kurs im April 1995 habe die Beschwerdef�hrerin einen kleineren Velounfall erlitten, der ihr R�ckenbeschwerden verursacht habe. Der Beschwerdegegner habe sie daraufhin w�hrend des Kurses mehrmals massiert, wobei die Massagen weit �ber die medizinisch indizierten Vorgaben hinausgegangen seien. In der Zeit von Sp�tsommer 1995 bis November 1995 sei es in der Wohnung des Beschwerdegegners zu einer Nacken- und R�ckenmassage bei entbl�sstem Oberk�rper und einmal zu einer Ganzk�rpermassage �ber den Kleidern gekommen.
Nach einem mehrmonatigen gesundheitsbedingten Unterbruch habe die Beschwerdef�hrerin den Geigenunterricht im Laufe des Jahres 1996 wieder aufgenommen. Wenige Monate sp�ter, am 28. Januar 1997 habe sich ihre engste Freundin und wichtigste Bezugsperson das Leben genommen. Die Beschwerdef�hrerin habe sich daraufhin an den Beschwerdegegner gewandt, der sich ihrer angenommen habe. Nach der Beerdigung der Freundin habe die Beschwerdef�hrerin ihn auf eine Erkundungsreise nach Z.________ begleitet, w�hrend welcher es erneut zu k�rperlichen Kontakten gekommen sei. Ungef�hr seit dem 23. April 1997 habe sich zwischen der damals 16 �-j�hrigen Beschwerdef�hrerin und dem um rund 57 Jahre �lteren Beschwerdegegner eine intime Beziehung entwickelt. Nachdem die Beschwerdef�hrerin im Herbst 1997 eine Beziehung mit dem Bruder ihrer verstorbenen Freundin eingegangen war, habe sie dem Beschwerdegegner Mitte Februar 1998 in einem pers�nlich �berbrachten Brief mitgeteilt, dass sie die sexuelle Beziehung abbrechen wolle. Dennoch sei es danach bis zum endg�ltigen Ende der Beziehung noch zu weiteren geschlechtlichen Kontakten gekommen. Am 4. Juni 1999 habe die Beschwerdef�hrerin bei der Polizei Strafanzeige erstattet.
4.1.2 Die Vorinstanz nimmt in rechtlicher Hinsicht an, bis zum Februar 1997 habe zwischen den Parteien in objektiver Hinsicht kein Abh�ngigkeitsverh�ltnis bestanden. Von jenem Zeitpunkt an habe sich aber namentlich aufgrund der intensiven musikalischen F�rderung, der erheblichen organisatorischen und finanziellen Unterst�tzung sowie der zunehmend engeren privaten Zuwendung eine Abh�ngigkeit der Beschwerdef�hrerin entwickelt.
Die Vorinstanz kommt jedoch zum Schluss, der Beschwerdegegner habe diese Abh�ngigkeit nicht ausgen�tzt, da die Beschwerdef�hrerin seinen Avancen nicht ablehnend gegen�bergestanden sei. Vielmehr habe es sich beim Verh�ltnis zum Beschwerdegegner aus ihrer damaligen Sicht um eine Liebesbeziehung gehandelt.
Ein Ausn�tzen der Abh�ngigkeit liege objektiv allenfalls ab Anfang des Jahres 1998 vor, als die Beschwerdef�hrerin dem Beschwerdegegner brieflich mitgeteilt habe, sie wolle keinen Geschlechtsverkehr mehr, es aber dennoch weiterhin zu sexuellen Kontakten gekommen sei. Hief�r d�rften das Abh�ngigkeitsverh�ltnis und die Angst, den Beschwerdegegner als Mentor und Geigenlehrer zu verlieren, mit bestimmend gewesen sein. Allerdings liessen sich diese Motive und die Unsicherheiten, die bei jeder Beziehungsaufl�sung entst�nden, nur schwer auseinander halten. Der Beschwerdegegner habe diesbez�glich aber auf jeden Fall nicht mit Vorsatz gehandelt. Seine Bem�hungen in jener Zeit seien vielmehr vom Willen getragen gewesen, die Liebesbeziehung zu retten.
4.2 Das Bezirksgericht hatte demgegen�ber angenommen, der Beschwerdegegner habe die Abh�ngigkeit der Beschwerdef�hrerin ausgen�tzt. Er habe durch seine F�rsorglichkeit und seine fachliche, altersm�ssige und durch sein bestimmtes Auftreten geschaffene Autorit�t bei der emotional zerrissenen und orientierungsgeschw�chten Beschwerdef�hrerin ein Klima geschaffen, in welchem sie die eigenen Probleme der Selbstfindung auf ihn habe abschieben k�nnen. Ausserdem sei sie auch finanziell vom Beschwerdegegner abh�ngig gewesen. Es sei auszuschliessen, dass die Beschwerdef�hrerin die sexuellen Handlungen des Beschwerdegegners toleriert h�tte, wenn er nicht die dominante Stellung als Geigenlehrer gehabt h�tte.
4.3 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, ab Ende Januar 1997 habe aufgrund der Erziehungs- und Betreuungsfunktionen des Be-schwerdegegners sowie seiner pers�nlichen Vertrauensposition ein Abh�ngigkeitsverh�ltnis bestanden. Der Beschwerdegegner sei nicht irgendein unbedeutender Privatlehrer gewesen, sondern eine anerkannte Autorit�t, die eine wichtige ausbildnerische Funktion zu ihrer F�rderung und Unterst�tzung �bernommen und ihr ungeahnte M�glichkeiten in der musikalischen Entfaltung er�ffnet habe. Ferner sei er nach dem Tod ihrer besten Freundin auch zur wichtigsten Bezugsperson geworden. Der Beschwerdegegner habe diese starke psychische Abh�ngigkeit, welche sich im Verlauf der sexuellen Beziehung noch massiv verst�rkt habe, missbraucht. Die sexuellen Kontakte zu ihrem betagten Lehrer seien nur wegen des vorbestehenden strukturellen und emotionalen Abh�ngigkeitsverh�ltnisses �berhaupt m�glich gewesen. Insbesondere bei Beginn der sexuellen Handlungen im Februar 1997 habe der Beschwerdegegner den Umstand, dass sie ihm wegen des Todes ihrer Freundin emotional ausgeliefert und existentiell auf ihn angewiesen gewesen sei, ausgen�tzt. Sie habe davon ausgehen m�ssen, dass sie mit einer Verweigerung die gewonnene Geborgenheit und Sicherheit in der Vaterfigur wieder verlieren w�rde.
5.1 Gem�ss Art. 188 Ziff. 1 StGB wird mit Gef�ngnis bestraft, wer mit einer unm�ndigen Person von mehr als 16 Jahren, die von ihm durch ein Erziehungs-, Betreuungs- oder Arbeitsverh�ltnis oder auf andere Weise abh�ngig ist, eine sexuelle Handlung vornimmt, indem er diese Abh�ngigkeit ausn�tzt, oder eine solche Person unter Ausn�tzung ihrer Abh�ngigkeit zu einer sexuellen Handlung verleitet. Die Bestimmung sch�tzt unm�ndige Jugendliche, die nicht mehr unter dem Schutz von Art. 187 Ziff. 1 StGB stehen, die mithin nach der gesetzlichen Regelung die notwendige Reife zur eigenverantwortlichen sexuellen Selbstbestimmung erlangt haben, vor Sexualkontakten, die unter Ausn�tzung von strukturell vorgegebenen Machtunterschieden zustande kommen (Philipp Maier, Basler Kommentar, Strafgesetz-buch II, Art. 188 N 1).
5.1.1 Das Opfer ist abh�ngig im Sinne des Tatbestandes, wenn es aufgrund eines der im Gesetz genannten Strukturmerkmale oder aus anderen Gr�nden nicht ungebunden bzw. frei und damit auf den T�ter angewiesen ist. Dem Abh�ngigkeitsverh�ltnis liegt in der Regel eine besondere Vertrauensbeziehung zugrunde (vgl. Peter Hangartner, Selbstbestimmung im Sexualbereich - Art. 188 bis 193 StGB, Diss. St. Gallen 1998, S. 218; Thomas Freytag, Anmerkung zu BGE 125 IV 129, AJP 2000, S. 122 mit Hinweis). Die Entscheidungsfreiheit ist durch das Abh�ngigkeitsverh�ltnis derart eingeschr�nkt, dass die jugendliche Person nicht mehr f�hig ist, sich gegen sexuelle Ansuchen des �berlegenen zur Wehr zu setzen. Es gen�gt, dass sie aufgrund der konkreten Umst�nde keine andere M�glichkeit gesehen hat, als sich f�r die Zulassung oder Vornahme der sexuellen Handlung zu entscheiden (BGE 125 IV 129 E. 2a mit Hinweis auf die Botschaft; Maier, a.a.O., Art. 188 N 8/10). F�r die Bestimmung des Ausmasses der Abh�ngigkeit sind die konkreten Umst�nde des Einzelfalles massgebend. Die Abh�ngigkeit muss aber jedenfalls die Unterlegenheit, die gegen�ber �lteren Erwachsenen allgemein besteht, �bersteigen.
5.1.2 Das Vorliegen eines Abh�ngigkeitsverh�ltnisses allein gen�gt f�r die Erf�llung des Tatbestandes indessen nicht. Erforderlich ist, dass der T�ter die Abh�ngigkeit ausn�tzt. Die Bindung der Strafbarkeit an das Ausn�tzen der Abh�ngigkeit bedeutet, dass die Strafbarkeit entf�llt, wo die Entscheidungsfreiheit des jugendlichen Beteiligten nicht beeintr�chtigt wird. So liegt kein Ausn�tzen vor, wenn die Beteiligten aus freien St�cken sexuelle Kontakte miteinander unterhalten oder eine Liebesbeziehung eingegangen sind, ohne dass der �ltere Partner seine �berlegenheit missbraucht hat. Aus der durch den altersbedingten Reifeunterschied begr�ndeten Unterlegenheit der jugendlichen Person allein ergibt sich noch keine Abh�ngigkeit (BGE 125 IV 129 E. 2a S. 131; Maier, a.a.O., Art. 188 N 11; Guido Jenny, Kommentar zum Schweizerischen Strafrecht, Bes. Teil, 4. Band: Delikte gegen die sexuelle Integrit�t und gegen die Familie, Bern 1997, Art. 188 N 10; Rehberg/Donatsch/Schmid, Strafrecht III, 8. Aufl. 2003, S. 415).
Das Ausn�tzen erfordert in objektiver Hinsicht, dass der Abh�ngige die sexuelle Handlung "eigentlich nicht will", dass er sich, entgegen seiner inneren Widerst�nde, nur unter dem Eindruck der Autorit�t des andern f�gt. Dies ist der Fall, wenn der �berlegene offen oder versteckt Druck aus�bt - ohne dass die Intensit�t einer N�tigung im Sinne von Art. 189 Abs. 1 StGB erreicht w�rde. Ein Ausn�tzen liegt aber auch schon dann vor, wenn die jugendliche Person ohne eine solche Einwirkung aufgrund ihrer unterlegenen Stellung ernstliche Nachteile bef�rchtet und sich deswegen nicht zu widersetzen wagt. Die blosse Verf�hrung durch den �berlegenen Teil ist demgegen�ber noch kein Ausn�tzen (Jenny, a.a.O., Art. 188 N 11; G�nter Stratenwerth/Guido Jenny, Schweizerisches Strafrecht, Bes. Teil I, 6. Aufl., Bern 2003, � 7 N 32; Rehberg/Donatsch/Schmid, a.a.O., S. 416).
Der subjektive Tatbestand erfordert Vorsatz, wobei Eventualvorsatz gen�gt. Der T�ter muss somit zumindest in Kauf nehmen, dass er sich trotz Realisierung des Machtgef�lles �ber die innere Ablehnung der unm�ndigen Person hinwegsetzt (Maier, a.a.O., Art. 188 N 16; Stratenwerth/Jenny, a.a.O., � 7 N 33; Jenny, a.a.O., Art. 188 N 14).
5.2 Die Vorinstanz nimmt zutreffend an, zwischen der Beschwerdef�hrerin und dem Beschwerdegegner habe jedenfalls ab Februar 1997 ein Abh�ngigkeitsverh�ltnis bestanden. Zwar gen�gt nach der Rechtsprechung der private Musikunterricht in der Regel f�r die Begr�ndung eines solchen Verh�ltnisses nicht (vgl. BGE 102 IV 24 E. 1b; Jenny, a.a.O., Art. 188 N 7). Die Abh�ngigkeit der Beschwerdef�hrerin ergibt sich hier aber sowohl aus der Position des Beschwerdegegners als eines eigentlichen Mentors in Bezug auf ihren musikalischen Werdegang (vgl. BGE 125 IV 129 E. 2b S. 132) als auch aus der engen emotionalen Bindung an ihren Lehrer, der ihre engste Vertrauensperson war und der nach dem Tod ihrer Freundin in ihren Augen eine Art Vaterrolle �bernommen hat.
Zu Recht kommt die Vorinstanz indes zum Schluss, der Beschwerdegegner habe dieses Abh�ngigkeitsverh�ltnis nicht im Sinne von Art. 188 Ziff. 1 StGB ausgen�tzt. Wohl trifft zu, dass eine sexuelle Beziehung einer 16 �-j�hrigen jungen Frau mit einem 73 Jahre alten Mann als �usserst ungew�hnlich erscheint. Es leuchtet ein, dass eine solche Beziehung nur vor dem Hintergrund einer besonderen Konstellation m�glich ist, wie sie hier in der engen musikalischen und pers�nlichen Bindung der Beschwerdef�hrerin an den Beschwerdegegner als anerkannter Autorit�t auf seinem Instrument und als Musiklehrer und F�rderer vorlag. Doch l�sst sich aufgrund des enormen Altersunterschiedes allein noch nicht auf einen Missbrauch der Abh�ngigkeit schliessen. Erforderlich ist, dass das Opfer dem Ansinnen des T�ters abgeneigt ist und es sich auf Grund des Abh�ngigkeitsverh�ltnisses nicht zu widersetzen wagt und dass sich der �berlegene Teil dessen bewusst ist oder doch zumindest in Kauf nimmt, sich �ber den inneren Widerstand der abh�ngigen Person hinwegzusetzen (vgl. E. 5.1.2). In dieser Hinsicht stellt die Vorinstanz aber verbindlich fest, die Beschwerdef�hrerin habe sich gegen die Avancen des Beschwerdegegners weder gewehrt noch sei sie ihnen ablehnend gegen�ber gestanden. Vielmehr habe sie den Eindruck vermittelt, sie sei verliebt gewesen und habe die Liebesbeziehung gewollt. Auch die erste Instanz h�lt fest, die Beschwerdef�hrerin habe trotz gewisser Zweifel wegen des Altersunterschieds die Beziehung mit dem Beschwerdegegner gewollt und habe vor allem zu Beginn der Beziehung Gef�hle der Verliebtheit empfunden. Damit l�sst sich aber nicht sagen, der Beschwerdegegner habe seine �berlegenheit als Mittel eingesetzt, um die Beschwerdef�hrerin gef�gig zu machen. Das gilt auch f�r die Endphase der Beziehung. Die Beschwerdef�hrerin hatte damals dem Beschwerdegegner zwar ihren Wunsch er�ffnet, die sexuelle Beziehung abbrechen zu wollen. Dass es in dieser Zeitspanne dennoch zu weiteren intimen Kontakten kam, f�hrt die Vorinstanz indes verbindlich nicht auf den Missbrauch der Abh�ngigkeit zur�ck, sondern auf die Bem�hungen des Beschwerdegegners, die Liebesbeziehung zu retten.
Dass die Beziehung der Beschwerdef�hrerin im Nachhinein, nach der Aufarbeitung in einer Psychotherapie, als verh�ngnisvoll erscheint und sie sich dabei ausgen�tzt vorkommt, mag verst�ndlich erscheinen. Indes f�hrt die Vorinstanz zu Recht aus, dass sich die Frage, ob die Tathandlung des Ausn�tzens gegeben ist, nicht nach dem sp�teren Empfinden der Betroffenen und auch nicht nach objektiven Wertungen �ber Sinn und Folgen einer Beziehung und ebenso wenig nach den Motiven f�r deren Eingehung beurteilt.
Der Freispruch des Beschwerdegegners von der Anklage der sexuellen Handlungen mit einer Abh�ngigen verletzt aus diesen Gr�nden kein Bundesrecht. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegr�ndet.
Aus diesen Gr�nden ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt die Beschwerdef�hrerin die Kosten (Art. 278 Abs. 1 BStP). Ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gem�ss Art. 152 OG kann indes bewilligt werden, da von ihrer Bed�rftigkeit auszugehen, diese ausreichend belegt ist (vgl. BGE 125 IV 161 E. 4) und sie den Entscheid der Vorinstanz �berdies mit vertretbaren Argumenten angefochten hat (vgl. BGE 124 I 304 E. 2 mit Hinweisen). Der Beschwerdef�hrerin werden deshalb keine Kosten auferlegt. Ihrer Vertreterin wird aus der Bundesgerichtskasse eine angemessene Entsch�digung ausgerichtet.
Der Rechtsvertreterin der Beschwerdef�hrerin, Rechtsanw�ltin Cornelia Kranich Schneiter, wird f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Entsch�digung von Fr. 3'000.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.