Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20263/88
Timestamp: 2019-10-16 08:27:39
Document Index: 192099632

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 287', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 24.10.1989 - VI ZR 263/88 - dejure.org
BGH, 24.10.1989 - VI ZR 263/88
https://dejure.org/1989,1445
BGH, 24.10.1989 - VI ZR 263/88 (https://dejure.org/1989,1445)
BGH, Entscheidung vom 24.10.1989 - VI ZR 263/88 (https://dejure.org/1989,1445)
BGH, Entscheidung vom 24. Januar 1989 - VI ZR 263/88 (https://dejure.org/1989,1445)
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Schadensersatz - Heilbehandlungskosten - Babysitter - Krankenbesuch
NJW 1990, 1037
NZV 1990, 111
VersR 1989, 1308
Der Schaden ist dann messbar an den Lohnkosten einschließlich der Mehrwertsteuer, die für die betreffenden Arbeiten durch Beauftragung fremder Arbeitskräfte aufgewendet worden sind (BGH VersR 1989, 1308).
Es müssen konkrete Anhaltspunkte dargelegt werden, dass es ohne den Verkehrsunfall tatsächlich zu entsprechenden Eigenleistungen gekommen wäre (BGH VersR 1989, 1308).
Es gilt § 287 ZPO, so dass z.B. für den Umstand, dass der Geschädigte aus zeitlichen Gründen nicht die gesamten Arbeiten in Eigenleistung hätte ausführen können ein pauschaler Abschlag möglich ist (BGH VersR 89, 1308).
a) Kinderbetreuungskosten sind schadensersatzrechtlich als Heilbehandlungskosten zu werten und deshalb grundsätzlich ersatzfähig (BGH NZV 1990, 111).
15 Es hat auf der Grundlage des richtigen Prüfungsmaßstabes (BGH Urteil v. 24.10.1989 - VI ZR 263/88;… Urt. v. 6.6.1989 - VI ZR 66/88 = NJW 1989, 2539 ff.;… OLG München Urt. v. 19.10.2007 - 10 U 1662/06;… OLG Düsseldorf Urt. v. 3.7.1997 - 13 U 316/88;… OLG Zweibrücken Urt. v. 26.1.1994 - 1 U 209/92) nicht die Überzeugung gewonnen, dass es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ohne das Schadensereignis tatsächlich zu Eigenleistungen in dem geltend gemachten Ausmaß und in dem behaupteten Standard gekommen wäre.
Diese Darlegung ist erst für den tatrichterlich zu schätzenden Umfang eines eventuellen Schadensersatzanspruches von Bedeutung (BGH Urt. v. 24.10.1989 - VI ZR 263/88; NZV 1989, 387, 389) und das Landgericht hat aus der fehlenden Darlegung keine Zweifel im Hinblick auf den Kausalverlauf hergeleitet.
Darüberhinaus hat der Bundesgerichtshof in gefestigter Rechtsprechung aufgrund wertender Betrachtung wegen ihrer engen Verbundenheit mit den Heilungskosten des Verletzten ausnahmsweise die Kosten für Besuche nächster Angehöriger am Krankenbett des Verletzten als dessen Gesundheitsschaden für erstattungsfähig angesehen (BGH vom 19.02.1991 - VI ZR 171/90 - VersR 1991, 559 = NJW 1991, 2340 ; BGH vom 22.11.1988 - VI ZR 126/88 = BGHZ 106, 28, 30 = VersR 1989, 188 sowie vom 24.10.1989 - VI ZR 263/88 = VersR 1989, 1308, 1309 = NJW 1990, 1037 jeweils m. w.N.).
Unter den genannten strengen Voraussetzungen (BGH vom 19.02.1991 -VI ZR 171/90 - VersR 1991, 559 = NJW 1991, 2340 ; BGH vom 22.11.1988 - VI ZR 126/88 = BGHZ 106, 28, 30 = VersR 1989, 188 sowie vom 24.10.1989 - VI ZR 263/88 = VersR 1989, 1308, 1309 = NJW 1990, 1037 jeweils m.w.N.) stehen dem Kläger, über die vom Haftpflichtversicherer der Beklagten geleisteten Zahlungen hinaus, noch zu:.
Ferner sind Betreuungskosten für die Kinder von Geschädigten nach höchstrichterlicher Rechtsprechung (BGH NJW 1990, 1037 [1038]), der der Senat sich anschließt, überhaupt nur ersatzfähig, soweit sie tatsächlich entstanden sind.