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Timestamp: 2016-10-22 05:27:50
Document Index: 63986971

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 26', 'Art. 29', 'Art. 84', 'Art. 86', 'Art. 97', 'Art. 34', 'Art. 34', 'BGE', 'Art. 88', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 33', 'BGE', 'BGE', 'Art. 33', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 26', 'Art. 9', 'Art. 26', 'Art. 36', 'Art. 26', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 108', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156', 'BGE']

1P.62/2007 (17.08.2007)
1P.62/2007 /daa
Stockwerkeigent�mergemeinschaft X.________, Beschwerdef�hrerin, handelnd durch Y.________ AG, vertreten durch Rechtsanwalt Jon Andri Moder,
Gemeinde Lantsch/Lenz, handelnd durch den Gemeindevorstand, Voia Principala, 7083 Lantsch/Lenz, vertreten durch Rechtsanwalt Peder Cathomen,
Art. 9, 26, 29 BV (Quartierplan Barbatschauns),
4. Kammer, vom 21. November 2006.
Der Gemeindevorstand der Gemeinde Lantsch/Lenz beschloss am 21. M�rz 2001, ein Quartierplanverfahren mit Baulandumlegung zur Erschliessung des Gebiets Barbatschauns einzuleiten. Der Planperimeter umfasst das �berbaute Grundst�ck Nr. 196 (neu: Nr. 1359), das der Stockwerkeigent�mergemeinschaft X.________ geh�rt. Diese Liegenschaft wird bisher verkehrsm�ssig �ber die Voia la Senna erschlossen. Dabei handelt es sich um eine Stichstrasse, die von der Kantonsstrasse abzweigt. Der Einleitungsbeschluss ist rechtskr�ftig.
Der Quartierplan Barbatschauns (bestehend aus Quartierplanvorschriften, Bestandesplan, Neuzuteilungsplan, Gestaltungsplan und Erschliessungsplan) wurde vom 28. November bis 19. Dezember 2005 �ffentlich aufgelegt. Danach ist wie folgt eine Ringerschliessung des Gebiets vorgesehen: Ab der Voia la Senna f�hrt ein Teilst�ck der Strassenparzelle Nr. 1362 - am s�dlichen Parzellenrand von Nr. 1359 - den Hang hinauf. Am �stlichen Parzellenrand von Nr. 1359 schliesst die Strassenparzelle Nr. 1363 an. Diese verl�uft nordw�rts dem Hang entlang und m�ndet, ebenso wie ein davon abzweigender, tiefer gelegener Seitenast (Strassenparzelle Nr. 1350) in die Voia da Barbatschauns. Letztere f�hrt den Hang hinunter und m�ndet, n�rdlich der Voia la Senna, in die Kantonsstrasse. F�r die Strassenparzellen Nr. 1362 und 1363 wird Land von der Liegenschaft der Beschwerdef�hrerin ben�tigt; daf�r sollte eine Landumlegung erfolgen. Ausserdem sollte der Stockwerkeigent�mergemeinschaft ein Beitrag von Fr. 58'839.-- f�r die Planungs- und Erschliessungskosten sowie zus�tzlich ein unentgeltlicher Landabzug von 22,29 m� auferlegt werden.
Die Stockwerkeigent�mergemeinschaft erhob Einsprache gegen den Quartierplan. Sie wandte sich zur Hauptsache gegen die Ringerschliessung; dabei forderte sie, das Teilst�ck der Strassenparzelle Nr. 1362, das entlang der Liegenschaft Nr. 1359 den Hang hinauff�hrt, sei zu streichen und auf die damit verbundenen Landumlegungen sei zu verzichten. Eventualiter sei von der Erstellung des fraglichen Strassenst�cks bis zum Vorliegen eines konkreten Bed�rfnisnachweises abzusehen. Ferner sei die Stockwerkeigent�mergemeinschaft von der Pflicht zur Kostenbeteiligung an der Planung und Erstellung der neuen Quartierstrassen zu befreien. Der Gemeindevorstand wies die Einsprache am 12. April 2006 ab.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden hiess einen hiergegen erhobenen Rekurs der Stockwerkeigent�mergemeinschaft mit Urteil vom 21. November 2006 teilweise gut. Der kommunale Entscheid wurde insoweit aufgehoben, als der Stockwerkeigent�mergemeinschaft - mit Ausnahme des allgemeinen Landabzugs - Planungs- und Erschliessungskosten auferlegt worden waren. Im �brigen wurde der Rekurs abgewiesen.
Mit Eingabe vom 26. Januar 2007 f�hrt die Stockwerkeigent�mergemeinschaft staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts. Sie verlangt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Weiter seien dem kantonalen Gericht in verschiedener Hinsicht Anweisungen zu erteilen, so zur Streichung des umstrittenen Strassenabschnitts, eventualiter zum vorl�ufigen Verzicht auf dieses Strassenst�ck und subeventualiter zur Zusprechung einer angemessenen Entsch�digung f�r den von Landumlegung und -abtretung betroffenen Boden. Ger�gt werden Verletzungen des Willk�rverbots (Art. 9 BV), der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) und des Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV).
Die Gemeinde Lantsch/Lenz und das Verwaltungsgericht ersuchen um Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. In der Replik h�lt die Beschwerdef�hrerin an ihren Begehren fest.
1.1 Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid �ber die Festsetzung eines Quartierplans. Dabei gelangte in erster Linie kantonales und kommunales Recht zur Anwendung. Ein derartiger Entscheid kann grunds�tzlich mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte angefochten werden (Art. 84 Abs. 1 lit. a und Art. 86 OG).
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht (Art. 97 ff. OG) scheidet nach der Spezialregelung von Art. 34 Abs. 1 und 3 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 �ber die Raumplanung (RPG; SR 700) - in der �bergangsrechtlich ebenfalls noch massgeblichen bisherigen Fassung - aus, weil es vorliegend nicht um die Anwendung der in Art. 34 Abs. 1 RPG genannten Bestimmungen geht. Ebenso wenig liegt eine Streitigkeit �ber die Handhabung von �brigem Bundesverwaltungsrecht (wie etwa Umweltschutz- oder Gew�sserschutzrecht des Bundes) vor, die im Rahmen einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu pr�fen w�re (vgl. BGE 132 II 209 E. 2 S. 211 mit Hinweisen). Zwar wendet sich die Beschwerdef�hrerin in unbestimmter Weise auch wegen der bef�rchteten Immissionen gegen die umstrittene Quartierstrasse; sie macht aber nicht geltend, dass insofern umweltschutzrechtliche Vorschriften verletzt w�rden.
Die Eingabe ist daher als staatsrechtliche Beschwerde entgegenzunehmen.
1.2 Die Beschwerdef�hrerin ist als Gemeinschaft der betroffenen Grundeigent�mer gem�ss Art. 88 OG zur Beschwerdef�hrung legitimiert. Dabei ist zu beachten, dass die Anfechtungsbefugnis nur so weit reicht, als die Auswirkungen des umstrittenen Plans auf das eigene Grundst�ck zur Diskussion stehen (BGE 119 Ia 362 E. 1b S. 365; 112 Ia 90 E. 3 S. 93). Auf die Beschwerde, deren formelle Voraussetzungen erf�llt sind, ist grunds�tzlich einzutreten.
1.3 Von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen, ist die staatsrechtliche Beschwerde kassatorischer Natur (BGE 131 I 137 E. 1.2 S. 139 mit Hinweisen). Zul�ssig ist folglich einzig der Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Soweit die Beschwerdef�hrerin die Erteilung bestimmter Anweisungen an das Verwaltungsgericht verlangt, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.
Zun�chst ruft die Beschwerdef�hrerin den Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) an. Das Verwaltungsgericht habe die bundesrechtlich vorgeschriebene volle Kognition (Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG) nicht ausgesch�pft, indem es die Notwendigkeit des umstrittenen Strassenst�cks nicht vertieft gepr�ft habe. Insbesondere habe es sich nicht ausdr�cklich mit allen vorgebrachten Argumenten auseinandergesetzt, die gegen eine verkehrsm�ssige Ringerschliessung spr�chen. Ausserdem habe das Verwaltungsgericht entgegen dem gestellten Verfahrensantrag keinen Augenschein durchgef�hrt. Soweit die Beschwerdef�hrerin in diesem Zusammenhang auch eine Verletzung des Willk�rverbots geltend macht, kommt diesem Vorwurf neben den Geh�rsr�gen keine selbstst�ndige Bedeutung zu.
2.1 Nach der Rechtsprechung begeht eine Rechtsmittelinstanz eine Geh�rsverletzung im Sinne einer formellen Rechtsverweigerung, wenn sie ihre �berpr�fung statt der gebotenen vollen Kognition auf eine reine Rechtskontrolle oder gar eine blosse Willk�rpr�fung beschr�nkt (BGE 115 Ia 5 E. 2b S. 6; vgl. auch BGE 131 II 271 E. 11.7.1 S. 303 f.; 133 II 35 E. 3 S. 38, je mit weiteren Hinweisen).
Die allgemeinen Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid zur Wahrnehmung der vollen �berpr�fung im Sinne von Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG entsprechen der gefestigten bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 127 II 238 E. 3b/aa S. 242 mit Hinweisen; BGE 131 II 81 E. 7.2.1 S. 100) und sind nicht zu beanstanden. Was den konkreten Einzelfall betrifft, hat das Verwaltungsgericht die Zweckm�ssigkeit der umstrittenen Festlegungen im Quartierplan bejaht, soweit es nicht die Kostenbeteiligung abge�ndert hat. Ob eine solche W�rdigung rechtens war, ist nicht eine Frage des rechtlichen Geh�rs, sondern der materiellen Beurteilung. Jedenfalls kann unter diesen Umst�nden keine Rede von einer unrechtm�ssigen Kognitionsbeschr�nkung sein.
2.2 Aus Art. 29 Abs. 2 BV wird unter anderem der Anspruch auf eine hinreichende Urteilsbegr�ndung abgeleitet (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f. mit Hinweisen, auch zum Folgenden). Dabei gen�gt es den von der Rechtsprechung insofern aufgestellten Anforderungen, dass das Verwaltungsgericht die von ihm gesch�tzten Punkte der Quartierplanfestlegungen nur knapp begr�ndet hat. Damit hat es gleichzeitig auch die nicht ausdr�cklich behandelten Gegenargumente verworfen. Es war verfassungsrechtlich nicht gehalten, sich mit allen tats�chlichen Behauptungen und rechtlichen Einw�nden im Einzelnen auseinanderzusetzen.
2.3 �berdies folgt aus Art. 29 Abs. 2 BV der Anspruch der Parteien, mit rechtzeitig und formg�ltig angebotenen Beweisantr�gen und Vorbringen geh�rt zu werden, soweit diese erhebliche Tatsachen betreffen und nicht offensichtlich beweisuntauglich sind (vgl. BGE 127 I 54 E. 2b S. 56 mit Hinweisen). Keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt vor, wenn eine Beh�rde auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil sie auf Grund der bereits abgenommenen Beweise ihre �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, dass ihre �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 131 I 153 E. 3 S. 157; 124 I 208 E. 4a S. 211, je mit Hinweisen).
Im kantonalen Verfahren verlangte die Beschwerdef�hrerin einen Augenschein, um nachzuweisen, dass ihr Grundst�ck vollst�ndig erschlossen sei. Nach dem erstinstanzlichen Entscheid war ihre Parzelle als zu 95 Prozent erschlossen eingestuft worden. Zur Beurteilung des umstrittenen Punkts enthielten die Akten gen�gend Angaben, so dass in dieser Hinsicht ein Augenschein entbehrlich war.
2.4 Die Beschwerdef�hrerin macht im bundesgerichtlichen Verfahren zus�tzlich geltend, einzig ein Augenschein h�tte es erm�glicht, die tats�chlichen Auswirkungen der ausserordentlichen Steigung des umstrittenen Strassenst�cks angemessen abzusch�tzen. Dieses Argument wurde im kantonalen Verfahren nicht vorgebracht. Es handelt sich um ein unzul�ssiges Novum im Rahmen der staatsrechtlichen Beschwerde (vgl. BGE 129 I 49 E. 3 S. 57 mit Hinweisen); darauf ist nicht einzugehen.
2.5 Insgesamt verm�gen die Geh�rsr�gen nicht durchzudringen, soweit darauf einzutreten ist.
Materiell r�gt die Beschwerdef�hrerin in verschiedener Hinsicht Verletzungen der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) und des Willk�rverbots (Art. 9 BV).
3.1 Zur Hauptsache bestreitet sie das Vorliegen eines �ffentlichen Interesses und der Verh�ltnism�ssigkeit hinsichtlich des umstrittenen Teilst�cks der Strassenparzelle Nr. 1362. Der vorgesehene Landabtausch verletze zudem den Anspruch auf wertgleichen Realersatz; die Beschwerdef�hrerin m�sse wertvolles Land auf der S�dseite ihrer Parzelle abgeben und erhalte daf�r nur minderwertiges Land auf der Nordseite, ohne dass die Wertdifferenz finanziell abgegolten werde. Weiter wehrt sich die Beschwerdef�hrerin dagegen, Planungs- oder Erschliessungskosten aus dem Quartierplan, insbesondere einen unentgeltlichen Landabzug, tragen zu m�ssen. Diese Vorbringen sind nachfolgend zu pr�fen.
�ber die bereits behandelten Geh�rsr�gen (vgl. E. 2) hinaus kritisiert die Beschwerdef�hrerin angebliche Sachverhaltsm�ngel des angefochtenen Entscheids, so zur geplanten Linienf�hrung der Strasse und zum Fl�chenumfang beim Landabtausch. Damit bringt sie wiederum unzul�ssige Noven (vgl. dazu E. 2.4, hiervor) vor, auf die nicht einzutreten ist.
3.2 Eine Eigentumsbeschr�nkung ist mit Art. 26 BV nur vereinbar, wenn sie auf gesetzlicher Grundlage beruht, im �berwiegenden �ffentlichen Interesse liegt, verh�ltnism�ssig ist und, sofern sie eine Enteignung darstellt oder einer solchen gleichkommt, gegen volle Entsch�digung erfolgt (Art. 36 und Art. 26 Abs. 2 BV; vgl. BGE 117 Ia 412 E. 4b S. 419 mit Hinweisen). Das Bundesgericht beurteilt diese Fragen aufgrund der Umst�nde des Einzelfalls. Dem gleichzeitig angerufenen Willk�rverbot (Art. 9 BV) kommt keine eigenst�ndige Bedeutung zu.
3.3 Zur gesetzlichen Grundlage sind folgende Bemerkungen anzubringen. Das neue Raumplanungsgesetz f�r den Kanton Graub�nden vom 6. Dezember 2004 (KRG/GR; BR 801.100) ist am 1. November 2005 - w�hrend laufender Quartierplanung auf kommunaler Ebene - in Kraft getreten. Das Verwaltungsgericht hat sich nicht ausdr�cklich festgelegt, ob gest�tzt auf die �bergangsbestimmung von Art. 108 Abs. 1 KRG/GR in der Sache das genannte neue oder stattdessen das altrechtliche kantonale Raumplanungsgesetz vom 20. Mai 1973 anwendbar ist. F�r eine entsprechende Erw�gung bestand kein zwingender Anlass, weil die Beschwerdef�hrerin im kantonalen Verfahren ausgef�hrt hatte, die Gesetzesrevision habe im Hinblick auf die umstrittenen Punkte keine �nderungen bewirkt. Die Beschwerdef�hrerin bestreitet nicht, dass f�r die angefochtenen Eigentumsbeschr�nkungen hinreichende gesetzliche Grundlagen bestehen. Daher mag dahingestellt bleiben, ob die Behauptung der Beschwerdef�hrerin zutrifft, dass vorliegend noch der altrechtliche kantonale Erlass massgeblich sei.
3.4 Das Bundesgericht pr�ft die hier umstrittenen Fragen, ob die angefochtenen Massnahmen im �ffentlichen Interesse liegen und verh�ltnism�ssig sind, grunds�tzlich frei. Dabei auferlegt es sich allerdings eine gewisse Zur�ckhaltung, soweit die Beurteilung von besonderen �rtlichen Verh�ltnissen abh�ngt, welche die kantonalen Beh�rden besser kennen und �berblicken (vgl. BGE 132 II 408 E. 4.3 S. 416 mit Hinweisen).
Die Erstellung der umstrittenen Quartierstrasse greift haupts�chlich deswegen in die Eigentumsgarantie der Beschwerdef�hrerin ein, weil daf�r eine Teilfl�che ihrer Parzelle ben�tigt wird. In dieser Perspektive ist die Notwendigkeit und Verh�ltnism�ssigkeit der fraglichen Strassenverbindung zu untersuchen. Dabei handelt es sich um eine Voraussetzung f�r die Zul�ssigkeit der beanstandeten Grundrechtseingriffe.
4.1 Die Beschwerdef�hrerin r�umt ein, dass das Strassenst�ck im rechtskr�ftigen Generellen Erschliessungsplan der Gemeinde enthalten ist. Sie h�lt diese Anlage jedoch zur verkehrsm�ssigen Erschliessung des in der 1. Bauetappe liegenden Quartierplangebiets nicht f�r erforderlich. In diesem Rahmen mache die Strasse verkehrstechnisch keinen Sinn. Allenfalls k�nne eine sp�tere Realisierung der 2. Bauetappe den Strassenabschnitt erfordern; ein solches �ffentliches Interesse sei aber noch nicht aktuell und bilde keine gen�gende Rechtfertigung. Gleichzeitig sei diese Strasse f�r die Beschwerdef�hrerin unverh�ltnism�ssig, namentlich weil daf�r der Garten auf der S�dseite ihrer Parzelle verkleinert werden m�sse.
Das Verwaltungsgericht erachtet die Notwendigkeit der Strasse als diskutabel; dennoch bejaht es deren Zweckm�ssigkeit. Dabei l�sst es sich von der �berlegung leiten, dass die geplante Ringerschliessung nicht nur eine gewisse Erh�hung der Versorgungssicherheit, sondern auch eine bessere Verkehrsverteilung f�r das Quartier als Ganzes erm�gliche.
4.2 Bei der Aufstellung und Festsetzung von Quartierpl�nen verlangt das �ffentliche Interesse in erster Linie, dass unter ortsplanerischen Gesichtspunkten eine zweckm�ssige Erschliessung und unter polizeilichen Aspekten hinreichende Zufahrten geschaffen werden. Ferner ist darauf zu achten, dass sich die Quartierstrassen nicht nur den Hauptstrassen, sondern auch den anderen Quartierstrassen passend anschliessen; ein planloses Nebeneinander von neuen Quartierstrassen und alten Zufahrten ist zu vermeiden (BGE 106 Ia 94 E. 3a S. 97; Urteil 1P.707/1993 vom 5. April 1994, E. 2c in: ZBGR 77/1996 S. 53; vgl. auch BGE 114 Ia 341 E. 3b S. 343).
4.3 Die Aufnahme der fraglichen Strassenverbindung in den Quartierplan wurde nicht damit begr�ndet, diese sei f�r die Erschliessung der unmittelbar oberhalb gelegenen Nachbarparzelle Nr. 1367 erforderlich. Das Vorliegen eines �ffentlichen Interesses h�ngt damit nicht entscheidend davon ab, wie der Eigent�mer dieser Nachbarparzelle zu der damit geschaffenen Zufahrt steht. Vielmehr legt die Gemeinde �berzeugend dar, weshalb das die Ringerschliessung rechtfertigende Argument der Verkehrsverteilung bei den gegebenen lokalen Verh�ltnissen eine besondere Rolle spielt. Das �ffentliche Interesse darf bei der Erschliessung von Bauland nicht auf die Erstellung polizeilich hinreichender Zufahrten reduziert werden. Die Beschwerdef�hrerin blendet aus, dass sich die Notwendigkeit einer Strassenverbindung auch aus ortsplanerischen Gesichtspunkten ergeben kann. Dabei kann ihr nicht gefolgt werden, wenn sie dem umstrittenen Strassenst�ck verkehrstechnisch jeden Sinn abspricht. Im Gegenteil ist ein �ffentliches Interesse im vorliegenden Zusammenhang gegeben.
4.4 Was die Wahrung des Verh�ltnism�ssigkeitsgrundsatzes (vgl. dazu BGE 133 I 77 E. 4.1 S. 81 mit Hinweisen) betrifft, vermag die Beschwerdef�hrerin mit ihren Einw�nden wiederum nicht durchzudringen. Vom Generellen Erschliessungsplan wird die Linienf�hrung der Strasse vorgegeben; insofern sind Varianten nicht zu pr�fen. Die Beschwerdef�hrerin behauptet - wie angesprochen (E. 1.1) - nicht, dass die Strasse f�r die bestehende Wohnnutzung auf ihrer Parzelle aus umweltschutzrechtlicher Sicht problematisch w�re. Das �ffentliche Interesse an einer sachgerechten Verkehrsf�hrung im neuen Quartier mittels der vorgesehenen Ringerschliessung �berwiegt das entgegenstehende Interesse der Beschwerdef�hrerin an der Erhaltung des bisherigen Zustandes auf der S�dseite der Wohnbauten. Da es beim Quartierplangebiet um Bauland geht, besteht kein Anlass, die Realisierung der Strasse - wie eventualiter gefordert - von einem konkreten Bed�rfnisnachweis abh�ngig zu machen.
4.5 Insgesamt h�lt es vor der Eigentumsgarantie der Beschwerdef�hrerin stand, dass die umstrittene Quartierstrasse im Rahmen des Quartierplans verwirklicht wird.
Zum Vorwurf, die Beschwerdef�hrerin erhalte im Rahmen der Landumlegung keinen gleichwertigen Ersatz, ist Folgendes auszuf�hren. Aus der Eigentumsgarantie ergibt sich ein Anspruch auf wertgleichen Realersatz und - sofern dies nicht m�glich ist - auf Geldausgleich in der H�he des Verkehrswertes (vgl. BGE 122 I 120 E. 5 S. 127 mit Hinweisen). Das Verwaltungsgericht hat festgestellt, dass der von der Beschwerdef�hrerin ben�tigte Landstreifen fl�chenm�ssig kompensiert wird. Soweit die Beschwerdef�hrerin den Sachverhalt insofern abweichend darstellt, handelt es sich - wie dargelegt (E. 3.1) - um unzul�ssige Noven. Weiter folgt aus den Quartierplanakten, dass die Beschwerdef�hrerin auch hinsichtlich der Zoneneinteilung des ihr zugeteilten Landes keinen Nachteil im Vergleich zum bisherigen Zustand erf�hrt. Die Beschwerdef�hrerin geht sodann nicht darauf ein, dass auf dem Trassee der umstrittenen Strassenverbindung bereits heute ein Feldweg verl�uft, der offenbar mit landwirtschaftlichen Maschinen befahrbar ist. Das abzutretende Land auf der S�dseite konnte somit nur eingeschr�nkt als Garten genutzt werden. Aufgrund der Vorbringen der Beschwerdef�hrerin ist nicht ersichtlich, dass der Verkehrswert der ihr neu zugeteilten Fl�che geringer sein soll als derjenige des von ihr abzugebenden Streifens. Der Grundsatz des wertgleichen Ersatzes ist demzufolge nicht verletzt.
6.1 Zu pr�fen bleibt, ob der Beschwerdef�hrerin zu Recht eine finanzielle Beteiligung am Quartierplan in Form eines unentgeltlichen Landabzugs auferlegt worden ist. Diese R�ge stellt entgegen der Auffassung der Gemeinde kein unzul�ssiges Novum dar. Die Beschwerdef�hrerin hat sich bereits im kantonalen Verfahren gegen die Unentgeltlichkeit des Landabzugs ausgesprochen.
6.2 Nach dem angefochtenen Entscheid muss die Beschwerdef�hrerin keinen Geldbetrag an die Planungs- und Erschliessungskosten bezahlen; sie hat jedoch einen entsch�digungslosen Landabzug von 22,29 m�, entsprechend wertm�ssig etwa Fr. 7'800.--, hinzunehmen. Ein derartiger Landabzug ist mit der Eigentumsgarantie vereinbar, sofern er eine Gegenleistung f�r die der Beschwerdef�hrerin aus dem Quartierplan erwachsenden Vorteile darstellt. Ist indessen ein Grundst�ck bereits hinreichend erschlossen und erf�hrt es auch sonst durch den Quartierplan keinen Vorteil, so sind ein kostenpflichtiger Einbezug in den Plan und namentlich auch ein unentgeltlicher Landabzug nicht gerechtfertigt. Diesfalls k�nnte die betreffende Fl�che nur auf dem Weg der Enteignung (gegen volle Entsch�digung) f�r die Erstellung von Erschliessungsanlagen herangezogen werden (vgl. BGE 100 Ia 223 E. 3c S. 230).
6.3 Der angefochtene Entscheid teilt die Einsch�tzung der Beschwerdef�hrerin, dass sie f�r die verkehrsm�ssige Erschliessung ihrer �berbauten Liegenschaft nicht auf das Strassenst�ck angewiesen ist und durch den zu erwartenden Mehrverkehr bei ihren Geb�ulichkeiten sogar einen Nachteil erleidet. Das Verwaltungsgericht hat �berdies die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin ber�cksichtigt, wonach die Verbesserung der Wasserversorgung durch die vorgesehene Ringleitung allenfalls einen Vorteil bedeute. Gem�ss dem Verwaltungsgericht ist der Vorteil aus der zus�tzlichen Erschliessung f�r die Beschwerdef�hrerin insgesamt so gering, dass er im Vergleich zu den Gesamtkosten kaum noch messbar sei. Unter dem Strich sei eine Kostenbeteiligung in Form des genannten Landabzugs gerechtfertigt.
6.4 Im vorliegenden Fall ist der Landabzug der einzige Beitrag, den die Beschwerdef�hrerin an die Planungs- und Erschliessungskosten zu leisten hat. Sie zieht die Annahme des Verwaltunsgsgerichts zum finanziellen Wert des Landabzugs nicht in Zweifel. Die Beschwerdef�hrerin schliesst nicht aus, dass ihr durch die zus�tzliche Erschliessung auch Vorteile erwachsen; vielmehr macht sie geltend, f�r sie w�rden die Nachteile die Vorteile �berwiegen; deshalb lehnt sie jegliche Kostenbeteiligung ab.
Aus den soeben angef�hrten Erw�gungen des angefochtenen Entscheids ist zu schliessen, dass das Verwaltungsgericht einen Vorteil der Beschwerdef�hrerin in der Verbesserung der Wasserversorgung erblickt hat. Damit befasst sich die Beschwerdef�hrerin nicht konkret. Hinzu kommt, dass das Verwaltungsgericht die Beschwerdef�hrerin von einer Geldleistung an die Planungskosten befreit hat, obwohl der Quartierplan ihr durch die Landumlegung - d.h. ausserhalb des Erschliessungsteils - mindestens insofern einen Nutzen vermittelt, als der Nachbar bei der �berbauung seiner Parzelle einen gr�sseren Grenzabstand einzuhalten hat. Der Landabzug ist hier richtigerweise nicht ausschliesslich den Vorteilen aus den Erschliessungswerken gegen�berzustellen.
Im �brigen erscheint es als widerspr�chlich, wenn die Beschwerdef�hrerin das �berwiegen der Nachteile aus der Erschliessung mit den bef�rchteten Verkehrsimmissionen begr�ndet, gleichzeitig aber - im Zusammenhang mit der abgelehnten Ringerschliessung - ausf�hrt, es sei nur ein sehr geringes Verkehrsaufkommen im Quartier zu erwarten.
Im Ergebnis ist der bescheidene Beitrag an die Planungs- und Erschliessungskosten in Form des unentgeltlichen Landabzugs verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang tr�gt die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten (Art. 156 Abs. 1 OG). Sie hat die anwaltlich vertretene Gemeinde f�r das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entsch�digen (vgl. BGE 125 I 182 E. 7 S. 202).
Die Beschwerdef�hrerin hat die Gemeinde Lantsch/Lenz f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, der Gemeinde Lantsch/Lenz und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, 4. Kammer, schriftlich mitgeteilt.