Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/folgebescheid
Timestamp: 2019-11-22 13:28:51
Document Index: 103056176

Matched Legal Cases: ['§ 171', '§ 233', '§ 239', '§ 42', '§ 351', '§ 36', '§ 27', '§ 28', '§ 37', '§ 38', '§ 172', '§ 35', '§ 351', '§ 171', '§ 42', '§ 180', '§ 180', '§ 180', '§ 175', '§ 155', '§ 175', '§ 177', '§ 177', '§ 7', '§ 175', '§ 171', '§ 7', '§ 155', '§ 180', '§ 180', '§ 164', '§ 181', '§ 175', '§ 182', '§ 171', '§ 171', '§ 171', '§ 175', '§ 171']

Folgebescheid | Rechtslupe
Schlagwort: Folgebescheid
Die für Fol­ge­be­schei­de gel­ten­de Ablauf­hem­mung nach § 171 Abs. 10 Satz 1 AO wird im Ver­hält­nis vom Ein­kom­men­steu­er­be­scheid zum Zins­be­scheid gemäß § 233a AO durch die spe­zi­el­len Rege­lun­gen in § 239 Abs. 1 Sät­ze 1 bis 3 AO ver­drängt. Ergeht hin­ge­gen ein Zins­be­scheid als Fol­ge­be­scheid eines Zins-Grun­d­la­gen­be­­scheids, endet die Fest­set­zungs­frist für den Zins­be­scheid
Kla­ge gegen einen Fol­ge­bech­eid – und die Ein­wen­dun­gen gegen den Grund­la­gen­be­scheid
Die Kla­ge gegen einen Fol­ge­be­scheid ist nicht allein des­we­gen unzu­läs­sig, weil sie aus­schließ­lich mit Ein­wen­dun­gen begrün­det wird, die den Grund­la­gen­be­scheid betref­fen. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­fi­nanz­hof unter Auf­ga­be sei­ner bis­he­ri­gen ‑ent­­ge­gen­s­te­hen­­den- Recht­spre­chung. In dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall wand­te sich die Klä­ge­rin gegen die vom Finanz­amt in den Ver­lust­fest­stel­lungs­be­schei­den
Der ange­grif­fe­ne Grund­steu­er­mess­be­scheid – und die Zer­le­gungs­be­schei­de
Die Zer­le­gungs­be­schei­de sind Fol­ge­be­schei­de der Mess­be­schei­de . Nach § 42 FGO i.V.m. § 351 Abs. 2 der Abga­ben­ord­nung kann in dem gegen den Fol­ge­be­scheid geführ­ten Kla­ge­ver­fah­ren nicht über Ein­wen­dun­gen gegen den Grund­la­gen­be­scheid ent­schie­den wer­den . Erfährt der Grund­la­gen­be­scheid ‑wie hier die ange­grif­fe­nen Grun­d­­steu­er­­mes­s­be­­schei­­de- kei­ne Ände­rung, ist die Kla­ge gegen den
Kla­ge gegen Soli­da­ri­täts­zu­schlag, Gewer­be­steu­er­fest­set­zung und geson­der­te Fest­stel­lun­gen
Die Kla­ge gegen die Beschei­de zum Soli­da­ri­täts­zu­schlag, zur Gewer­be­steu­er sowie zu den geson­der­ten Fest­stel­lun­gen gemäß § 36 Abs. 7 und § 27 Abs. 2 Satz 1, § 28 Abs. 1 Satz 3, § 37 Abs. 2, § 38 Abs. 1 KStG ist unzu­läs­sig, soweit sich die Kla­ge aus­schließ­lich gegen die Gewinn­ermitt­lung rich­tet. Im
Kla­ge gegen einen Fol­ge­be­scheid
Nach der hier ent­spre­chend anzu­wen­den­den Recht­spre­chung des Bun­dess­fi­nanz­hofs ist die Kla­ge gegen einen Fol­ge­be­scheid auch inso­weit zuläs­sig ist, als Ein­wen­dun­gen gegen den Grund­la­gen­be­scheid erho­ben wer­den und eine zunächst unbe­grün­de­te Kla­ge durch eine Ände­rung des Grund­la­gen­be­schei­des begrün­det wer­den kann . Zwar ist es in sol­chen Fäl­len regel­mä­ßig gebo­ten und zweck­mä­ßig, dass
Der nicht beach­te­te Grund­la­gen­be­scheid
Durch das Nicht­be­ach­ten eines Grund­la­gen­be­scheids bei der erst­ma­li­gen Fest­set­zung der Steu­er oder einer Fol­ge­än­de­rung wird der Grund­la­gen­be­scheid nicht "ver­braucht". Er ist nach wie vor geeig­net, eine spä­te­re noch­ma­li­ge Ände­rung des Fol­ge­be­scheids zu recht­fer­ti­gen. Gemäß § 172 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. d AO darf ein for­mell bestands­kräf­ti­ger Steu­er­be­scheid, soweit er nicht vor­läu­fig
Auf­he­bung des Ein­kom­men­steu­er­be­schei­des – und kei­ne Fol­gen für den Gewer­be­steu­er­mess­be­scheid
Nach § 35b Abs. 1 GewStG ist der Gewer­be­steu­er­mess­be­scheid oder Ver­lust­fest­stel­lungs­be­scheid von Amts wegen auf­zu­he­ben oder zu ändern, wenn der Ein­kom­men­steu­er­be­scheid, der Kör­per­schaft­steu­er­be­scheid oder ein Fest­stel­lungs­be­scheid auf­ge­ho­ben oder geän­dert wer­den und die Auf­he­bung oder Ände­rung den Gewinn aus Gewer­be­be­trieb berührt. Die­se Rege­lung bezweckt, unnö­ti­ge Dop­pel­ver­fah­ren zu ver­mei­den. Der Steu­er­pflich­ti­ge soll sich
Nach § 351 Abs. 2 AO kön­nen Ent­schei­dun­gen in einem Grund­la­gen­be­scheid (§ 171 Abs. 10 AO) nur durch Anfech­tung die­ses Bescheids, nicht auch durch Anfech­tung des Fol­ge­be­scheids, ange­grif­fen wer­den. Die­se Vor­schrift fin­det auch im finanz­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren Anwen­dung (§ 42 FGO). Die geson­der­te Fest­stel­lung der Besteue­rungs­grund­la­gen ist ein Grund­la­gen­be­scheid und damit für
Gerin­ge Bedeu­tung einer geson­der­ten Fest­stel­lung – und die dro­hen­de Fest­set­zungs­ver­jäh­rung der Fol­ge­be­schei­de
Die gerin­ge Bedeu­tung einer geson­der­ten und ein­heit­li­chen Fest­stel­lung (i.S.v. § 180 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Satz 1 AO) kann auch auf­grund einer dro­hen­den Fest­set­zungs­ver­jäh­rung der Fol­ge­be­schei­de aus­ge­schlos­sen sein. Gemäß § 180 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Satz 1 AO gilt das Gebot des § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO, ein­kom­men­steu­er­pflich­ti­ge Ein­künf­te und ande­re Besteue­rungs­grund­la­gen geson­dert
Nach § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 der Abga­ben­ord­nung (AO) ist die für den Erlass des Fol­ge­be­scheids zustän­di­ge Finanz­be­hör­de ver­pflich­tet, die not­wen­di­gen Fol­ge­run­gen aus dem Grund­la­gen­be­scheid zu zie­hen . Dabei kann die Finanz­be­hör­de den Fol­ge­be­scheid bereits vor dem Grund­la­gen­be­scheid erlas­sen (§ 155 Abs. 2 AO). Ergeht der Grund­la­gen­be­scheid nach­träg­lich, ist der
Sal­die­rung bei Ände­rung eines Fol­ge­be­scheids
Nach § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO führt sowohl die Auf­he­bung als auch der Erlass eines Grund­la­gen­be­scheids zur Ände­rung des Fol­ge­be­scheids. Lie­gen die Vor­aus­set­zun­gen für die Auf­he­bung oder Ände­rung eines Steu­er­be­scheids zuun­guns­ten (§ 177 Abs. 1 AO) bzw. zuguns­ten (§ 177 Abs. 2 AO) des Steu­er­pflich­ti­gen vor, so sind, soweit die Ände­rung
Beschei­ni­gung der Denk­mal­be­hör­de über die Sanie­rungs­auf­wen­dun­gen – und die erfor­der­li­che Objekt­be­zo­gen­heit
teu­er­pflich­ti­ge kön­nen nach § 7i Abs. 1 EStG in der in den Streit­jah­ren maß­geb­li­chen Fas­sung bei Gebäu­den, die nach den jewei­li­gen lan­des­recht­li­chen Vor­schrif­ten Bau­denk­mä­ler sind, jeweils bis zu 10 % der Her­stel­lungs­kos­ten für Bau­maß­nah­men, die nach Art und Umfang zur Erhal­tung des Gebäu­des als Bau­denk­mal oder zu sei­ner sinn­vol­len Nut­zung erfor­der­lich sind,
Der nich­ti­ge Ver­wal­tungs­akt – und der Fol­ge­be­scheid
Stellt die Finanz­be­hör­de durch Ver­wal­tungs­akt die Nich­tig­keit eines Grund­la­gen­be­scheids fest, ist der Fol­ge­be­scheid gemäß § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO zu ändern. Zugleich bewirkt die Nich­tig­keits­fest­stel­lung die Hem­mung des Ablaufs der Fest­set­zungs­frist für den Fol­ge­be­scheid (§ 171 Abs. 10 AO). Die Finanz­be­hör­de hat grund­sätz­lich die Mög­lich­keit, die Nich­tig­keit eines Ver­wal­tungs­akts
Sanie­rungs­auf­wen­dun­gen – und der ver­spä­te­te Grund­la­gen­be­scheid der Denk­mal­schutz­be­hör­de
Das Finanz­amt darf Sanie­rungs­auf­wen­dun­gen beim Erlass eines Fol­ge­be­schei­des auch berits vor dem Erlass eines Grund­la­gen­be­schei­des der Denk­mal­schutz­be­hör­de berück­sich­ti­gen. Die Finanz­be­hör­de muss eine Ermes­sens­ent­schei­dung tref­fen, ob sie auch ohne den Grund­la­gen­be­scheid der Denk­mal­schutz­be­hör­de gemäß § 7i Abs. 2 EStG einen Ein­kom­men­steu­er­be­scheid gemäß § 155 Abs. 2 AO erlässt sowie ob und in wel­cher
Wenn der Fol­ge­be­scheid vor dem Grund­la­gen­be­scheid ergeht…
Gemäß § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO wer­den die ein­kom­men­steu­er­pflich­ti­gen Ein­künf­te geson­dert fest­ge­stellt, wenn an den Ein­künf­ten meh­re­re Per­so­nen betei­ligt sind und die Ein­künf­te die­sen zuzu­rech­nen sind. Die Fra­ge, ob die­se Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen, ist ‑von weni­gen Aus­nah­men abge­se­hen, ins­be­son­de­re in Fäl­len von gerin­ger Bedeu­tung (vgl. § 180 Abs. 3 Satz 1 Nr.
Ent­hält ein geän­der­ter Grund­la­gen­be­scheid zugleich eine Auf­he­bung des Vor­be­halts der Nach­prü­fung und ist er damit nach § 164 Abs. 3 Satz 2 1. Halb­satz, § 181 Abs. 1 Satz 1 AO wie eine erst­ma­li­ge Fest­stel­lung zu wer­ten, dann ist sein Rege­lungs­in­halt nach § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 182 Abs. 1 Satz 1 AO in
Die Hem­mung des Ablaufs der Fest­set­zungs­frist nach § 171 Abs. 3 AO setzt einen Antrag des von der Steu­er­fest­set­zung betrof­fe­nen Steu­er­pflich­ti­gen vor­aus. Im Fal­le der Ände­rung eines Grund­la­gen­be­scheids wird der Ablauf der Zwei-Jah­­res-Frist (§ 171 Abs. 10 Satz 1 AO) für die Anpas­sung des Fol­ge­be­scheids nach § 171 Abs. 3 AO nur gehemmt,
Pflicht zur Anpas­sung eines Fol­ge­be­scheids an den Grund­la­gen­be­scheid
Nach § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO ist ein Steu­er­be­scheid (Fol­ge­be­scheid) zu erlas­sen, auf­zu­he­ben oder zu ändern, soweit ein Grund­la­gen­be­scheid, dem Bin­dungs­wir­kung für die­sen Steu­er­be­scheid zukommt, erlas­sen, auf­ge­ho­ben oder geän­dert wird. Grund­la­gen­be­scheid ist nach § 171 Abs. 10 Satz 1 AO auch ein Fest­stel­lungs­be­scheid, soweit er für die Fest­set­zung einer Steu­er
Der Steu­er­be­scheid und der spä­ter erlas­se­ne Grund­la­gen­be­scheid
Die (Folge-)Änderung eines Steu­er­be­schei­des ist nach Ansicht des Finanz­ge­richts Baden-Wür­t­­te­m­berg auch dann zuläs­sig, wenn sie auf einen Grund­la­gen­be­scheid gestützt wird, der in einem erst nach Bestands­kraft des Steu­er­be­scheids gesetz­lich ein­ge­führ­ten Fest­stel­lungs­ver­fah­ren ergan­gen ist. Die Ände­rungs­be­fug­nis und zugleich auch die Ver­pflich­tung des Finanz­am­tes zur Ände­rung des ursprüng­li­chen Steu­er­be­schei­des ergibt sich für