Source: https://gesetze-in-app.de/EStG/17
Timestamp: 2019-09-23 00:24:34
Document Index: 349159128

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 34', '§ 17', '§ 52', '§ 17', '§ 17', '§ 52', '§ 17', 'BGH', '§ 17', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 23', '§ 208', '§ 17', '§ 23', '§ 17']

§ 17 EStG: Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften
a)die der Steuerpflichtige innerhalb der letzten fünf Jahre unentgeltlich erworben hatte. 2Dies gilt nicht, soweit der Rechtsvorgänger anstelle des Steuerpflichtigen den Veräußerungsverlust hätte geltend machen können;
b)die entgeltlich erworben worden sind und nicht innerhalb der gesamten letzten fünf Jahre zu einer Beteiligung des Steuerpflichtigen im Sinne von Absatz 1 Satz 1 gehört haben. 2Dies gilt nicht für innerhalb der letzten fünf Jahre erworbene Anteile, deren Erwerb zur Begründung einer Beteiligung des Steuerpflichtigen im Sinne von Absatz 1 Satz 1 geführt hat oder die nach Begründung der Beteiligung im Sinne von Absatz 1 Satz 1 erworben worden sind.
FG Düsseldorf, Urteil vom 4.10.2012, Az. 11 K 2312/11 Zudem trifft es zu, dass das BVerfG in seiner Entscheidung vom 7. Juli 2010 (2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05, BGBl I 2010, 1296) nicht zur Auslegung der Tatbestandsmerkmale des § 17 Abs. 1 EStG Stellung genommen, sondern allgemeine Maßstäbe zu den Grundsätzen des verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzes entwickelt hat.
FG Düsseldorf, Urteil vom 2.1.2012, Az. 13 K 5851/03 44(1) Das BVerfG hat seine Rechtsprechung zu dem Vertrauensschutz im Falle einer 'unechten' Rückwirkung' in den drei Entscheidungen vom 7.7.2010 2 BvL 14/02 u.a. betreffend die rückwirkende Verlängerung der Spekulationsfrist von zwei auf zehn Jahre (Sammlung der Entscheidungen des BVerfG --BVerfGE-- 127, 1), 2 BvR 748/05 u.a. betreffend die rückwirkende Absenkung der Wesentlichkeitsgrenze von 25 % auf 10% bei der Besteuerung privater Veräußerungen von Kapitalanteilen gem. § 17 EStG (BVerfGE 127, 61) und 2 BvL 1/03 u.a. betreffend die rückwirkend angeordnete Ersetzung des halben Steuersatzes des § 34 Abs. 1 EStG a.F. durch die sog Fünftelregelung (BVerfGE 127, 31) grundlegend klargestellt und präzisiert.
FG Düsseldorf, Urteil vom 2.7.2011, Az. 13 K 200/03 Nach dem Beschluss des Senats vom 3.9.2010 über die Fortsetzung des Verfahrens tragen die Kläger zur Begründung ihrer Klage vor: 8Nach dem Beschluss des BVerfG vom 07. Juli 2010 (2 BvR 748/05 u.a., Bundessteuerblatt - BStBl- II 2011, 86) verstoße § 17 Abs. 1 Satz 4 EStG i.V.m.§ 52 Abs. 1 Satz 4 in der Fassung des StEntlG 1999/2000/2002 gegen die verfassungsrechtlichen Grundsätze des Vertrauensschutzes und sei daher nichtig, soweit Wertsteigerungen steuerlich erfasst würden, die bis zur Verkündung des StEntlG 1999/2000/2002 am 31.03.1999 entstanden seien und die bei einer Veräußerung nach Verkündung des Gesetzes sowohl zu dem Zeitpunkt der Verkündung als auch zu dem Zeitpunkt der Veräußerung nach der zuvor geltenden Rechtslage steuerfrei hätten realisiert werden können.
FG Düsseldorf, Urteil vom 2.7.2011, Az. 13 K 200/03 22Das BVerfG hat in den Verfahren 2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05 und 2 BvR 1738/05 (Entscheidungssammlung des BVerfG – BVerfGE – 127, 61) über Verfassungsbeschwerden (Artikel 93 Abs. 1 Nr. 4 a des Grundgesetzes – GG -) der Steuerpflichtigen entschieden und § 17 EStG in der Fassung des StSenkG 1999/2000/2002 teilweise als mit dem Grundgesetz für unvereinbar erklärt.
FG Düsseldorf, Urteil vom 2.7.2011, Az. 13 K 200/03 § 17 Abs. 1 Satz 4 EStG in Verbindung mit § 52 Abs. 1 Satz 1 EStG in der Fassung des StEntlG 1999/2000/2002 ist nämlich nur nichtig, 'soweit' in einem Veräußerungsgewinn Wertsteigerungen erfasst werden, die bis zu dem 31. März 1999 entstanden waren und die entweder – bei einer Veräußerung bis zu diesem Zeitpunkt – nach der zuvor geltenden Rechtslage steuerfrei realisiert worden sind oder – bei einer Veräußerung nach Verkündung des Gesetzes – sowohl zu dem Zeitpunkt der Verkündung als auch zu dem Zeitpunkt der Veräußerung nach der zuvor geltenden Rechtslage steuerfrei hätten realisiert werden können (Beschluss des BVerfG vom 7. Juli 2010, 2 BvR 748/05, 2 BvR 753/05, 2 BvR 1738/05, BVerfGE 127, 61).
FG Köln, Urteil vom 3.7.2007, Az. 4 K 1873/04 Zwar geht der BFH bisher für die Frage, ob und ggf.in welcher Höhe der Darlehensausfall eines Klägers seinen Auflösungsverlust erhöht, davon aus, dass auf der Grundlage einer Auslegung des Begriffs der (nachträglichen) Anschaffungskosten auf die Beteiligung (vgl. § 17 Abs. 2 Satz 1 EStG) Wertminderungen des Rückzahlungsanspruchs aus einem der Gesellschaft gewährten Darlehen nur zu berücksichtigen sind, wenn sie durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst sind und, dass hierfür die Rechtsprechung des BGH zu kapitalersetzenden Darlehen zugrunde zu legen ist (vgl. BFH Urteil vom 13.07.1999 VIII R 31/98, BFHE 189, 390, BStBl II 1999, 724).
FG Düsseldorf, Urteil vom 5.4.2006, Az. 12 K 6536/04 Der Bundesgerichtshof brauchte sich hiermit schon deshalb nicht auseinanderzusetzen, weil nach § 17 Abs. 1 EStG in der damals geltenden Fassung eine wesentliche Beteiligung nur eine solche von mehr als 25 % war, weshalb der BGH zur Stützung der von ihm vertretenen Ansicht auch auf diese Vorschrift hinweisen konnte, ohne sich mit einem etwaigen Wertungswiderspruch auseinandersetzen zu müssen (BGH-Urteil vom 26.3.1984 a.a.O.unter I. 5. der Entscheidungsgründe).
FG Düsseldorf, Urteil vom 2.4.2006, Az. 17 K 6514/04 Selbst wenn bei dem Steueranspruch nach § 17 EStG ein strukturelles Vollzugsdefizit bestehen sollte (vgl. zu dem Vollzugsdefizit bei § 23 EStG: Bundesverfassungsgericht - BVerfG - vom 9. März 2004 - 2 BvL 17/02, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 2004, 1022), kann dies für die Bejahung eines hinreichenden Anlasses im Sinne des § 208 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 AO nicht genügen.
FG Köln, Urteil vom 4.10.2003, Az. 10 K 3432/03 Das Vorliegen einer planwidrigen Unvollständigkeit ist nach der vom BVerfG (BVerfG-Beschlüsse vom 17. Mai 1960 2 BvL 11/59, 11/60, BVerfGE 11, 126, 130/131, vom 16. Dezember 1981 1 BvR 898/79 u.a., BVerfGE 59, 128, 153; BVerfG-Urteil vom 19. Dezember 1961 2 BvL 6/59, BVerfGE 13, 261, 268; ferner Entscheidungen des BVerfG vom 21. Mai 1952 2 BvH 2/52, BVerfGE 1, 299, 312; vom 19. Juni 1973 1 BvL 39/69 und 14/72, BVerfGE 35, 263, 278, sowie in BVerfGE 54, 277/298) und vom BFH (BFH-Urteile vom 14. Mai 1991 VIII R 31/88, BFHE 164, 516, BStBl II 1992, 167 vom 4. November 1992 X R 33/90, BStBl II 1993, 292 für den Vorrang des § 17 EStG vor § 23 EStG; BFH-Beschluss vom 6. Oktober 1993 I B 65/93, BFHE 172, 452, BStBl II 1994, 189) propagierten objektiven Auslegung - unabhängig vom Willen des historischen Gesetzgebers - in erster Linie nach der dem Gesetz immanenten, objektiv zu dem Ausdruck kommenden Teleologie zu bestimmen (Hollatz, a.a.O.m.w.N.).
BVerfG, vom 5.4.1965, Az. 2 BvL 3/66 Die Absätze 2 bis 5 des § 17 EStG 1958 würden zwar gegenstandslos, falls auf Verfassungswidrigkeit des Abs. 1 erkannt würde; das ist aber kein Grund dafür, diese Absätze in die Entscheidung einzubeziehen (BVerfGE 11, 30 (49)).