Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=14.10.2008&Aktenzeichen=VI%20ZB%2023/08
Timestamp: 2013-05-20 13:25:28
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Rechtsprechung BGH, 14.10.2008 - VI ZB 23/08 Volltextver�ffentlichungen (8)
ZPO � 236
ZPO � 236 B
ZPO � 236Anforderungen an die W�rdigung des Vortrags eines Prozessbevollm�chtigten zu den Gr�nden einer Fristvers�umnis
Rechtsanw�lte - Unterstellung des Vortrags zur Fristeintragung als wahr!
Beweis der Unrichtigkeit des Datums eines Empfangsbekenntnisses
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 14.10.2008, Az.: VI ZB 23/08 (Beweis der Unrichtigkeit des Datums eines Empfangsbekenntnisses)" von RA Holger Grams, original erschienen in: BRAK-Mitt 2009, 124 - 125.
LG Frankfurt/Main, 03.07.2007 - 10 O 186/06
NJW 2009, 855
MDR 2009, 162
FamRZ 2009, 110
VersR 2009, 850
Wird zitiert von ... (3) BGH, 12.09.2012 - XII ZB 642/11 Die Blankounterschrift des RechtsanwaltsDaf�r gen�gt die blo�e M�glichkeit der Unrichtigkeit nicht, vielmehr muss jede M�glichkeit der Richtigkeit der Empfangsbest�tigung ausgeschlossen werden (vgl. BGH Beschluss vom 14. Oktober 2008 - VI ZB 23/08 NJW 2009, 855 Rn. 8 sowie BGH Urteile vom 24. April 2001 - VI ZR 258/00 - VersR 2001, 1262, 1263 und vom 18. Januar 2006 - VIII ZR 114/05 - NJW 2006, 1206, 1207).
OLG Bremen, 13.08.2009 - 3 U 16/09 Dies f�hrt dazu, dass etwa dann, wenn eine Partei behauptet, die Berufungsbegr�ndung sei abweichend von der Aktenlage rechtzeitig eingegangen, da das anwaltliches Empfangsbekenntnis ein zu fr�hes Zustelldatum ausweise, eine anwaltliche Versicherung grunds�tzlich nicht ausreichend sein wird, sondern Zeugenbeweis anzutreten ist (vgl. dazu BGH NJW 2009, 855).
VGH Bayern, 14.10.2009 - 20 CS 09.1916 Einstweiliges Rechtsschutzverfahren; Impfpflicht gegen Blauzungenkrankheit; …Die Beschwerde ist zul�ssig, insbesondere fristgerecht erhoben (� 147 Abs. 1 VwGO), weil der Antragsteller anhand s�mtlicher Umst�nde des Einzelfalles nachgewiesen hat, dass das Empfangsbekenntnis mit Datum "21. Juli 2009" (Bl. 197 der VG-Akte) unrichtig ist und dass der angefochtene Beschluss erst am 22. Juli 2009 seinen Bevollm�chtigten zugestellt worden ist (� 56 Abs. 2 VwGO, � 172 Abs. 1, � 174 Abs. 1 ZPO; siehe auch BVerfG vom 27.3.2001 NJW 2001, 1563; BGH vom 14.10.2008 NJW 2009, 855).