Source: https://www.datenschutzcheck.com/beratung/datenschutz-dokumentation/
Timestamp: 2019-10-23 21:18:23
Document Index: 286880868

Matched Legal Cases: ['Art. 38', '§ 6', '§ 1', '§ 10', '§3', '§3', '§43']

Datenschutz-Dokumentation: sachgerecht und risikoorientiert erstellt
Ein wichtiges Anliegen des Datenschutzrechts ist es, die Verarbeitung von personenbezogenen Daten transparent zu machen.
Die Rechte aller, von der Datenverarbeitung betroffenen Personen, sind stets zu wahren. Um dies zu erreichen, schreibt der Gesetzgeber vor, dass jedes Unternehmen - unabhängig von der Pflicht einen internen oder externen Datenschutzbeauftragten (DSB) zu beschäftigen - geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten ergreift und jederzeit nachweisen kann, dass die gesetzlichen Vorgaben zum Schutz personenbezogener Daten eingehalten werden. Eine sachgerechte und risikoorientierte Dokumentation aller Verfahren ist deshalb unverzichtbar.
Gemäß Art. 38 DSGVO liegt hierfür die Verantwortung bei der Geschäftsführung und gegebenenfalls dem Auftragsverarbeiter, die alle notwendigen Angaben dem Datenschutzbeauftragten zur Verfügung stellen müssen. In der Realität ist es jedoch oft so, dass diese Aufgabe komplett dem Datenschutzbeauftragten zufällt, da nur dieser das entsprechende Fachwissen besitzt, um daraus die Datenschutz-Dokumentation zu erstellen.
Die CAPCAD SYSTEMS AG Datenschutzbeauftragten können Ihnen hierbei gerne helfen - entweder durch die komplette Übernahme der Funktion des externen Datenschutzbeauftragten oder als Projekt zur Unterstützung der Geschäftsführung oder des internen Datenschutzbeauftragten.
Erfahrungsgemäß ist es nicht zielführend, wenn die Erstellung der Datenschutz-Dokumentation anhand eines der zahlreichen Muster durchgeführt - ohne den nötigen Sachverstand. Schon allein der verursachte Zeitaufwand für das sachlich korrekte Ausfüllen einer Mustervorlage übersteigt die Kosten einer externen Vergabe der Aufgabe des Führens der Datenschutz-Dokumentation.
Datenschutz: erfolgreiche Weiterbildung im Datenschutzteam der CAPCAD SYSTEMS AG
Gerne möchten wir mit Ihnen die Freude darüber teilen, dass das Datenschutzteam der CAPCAD SYSTEMS AG sich erfolgreich...
Externer Datenschutzbeauftragter (Flyer)
Erstellt von CAPCAD SYSTEMS AG | 28.07.2016 | Datenschutz
Ausgangspunkt des Datenschutzes in Deutschland ist das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, das sich aus den Artikeln 1 und 2 des Grundgesetzes herleitet. Dahinter steht der Gedanke, dass jeder Mensch selbst entscheiden kann, wem wann welche seiner persönlichen Informationen zugänglich sein sollen.
Entscheidungen welche den Betroffenen erheblich beeinträchtigten oder rechtliche Folgen für ihn haben sind nur zulässig, wenn sie im Rahmen des Abschlusses oder der Erfüllung eines Rechtsverhältnisses ergehen und dem Begehren des Betroffenen stattgegeben wird, oder wenn die Wahrung berechtigter Interessen des Betroffenen durch geeignete technische Maßnahmen gewährleistet sind und der Betroffene hierüber informiert wurde, § 6a BDSG.
Personenbezogene Daten dürfen nur dann erhoben werden, wenn vorab ihre Zweckbestimmung festgelegt wurde. Über diese Zweck­bestimmung muss der Betroffene informiert werden. Eine nur vage Definition der Zweckbestimmung genügt nicht. Sie muss so deutlich wie möglich formuliert werden. Eine von der ursprünglichen Zweckbestimmung abweichende Bearbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten ist ohne die erneute Einwilligung des Betroffenen nicht zulässig.
Jede Person oder Stelle, die personenbezogene Daten für sich selbst erhebt, verarbeitet oder nutzt oder dies durch andere im Auftrag vornehmen lässt.
Telefonwerbung ist gegenüber Privatpersonen nur dann zulässig, wenn diese zuvor ihr Einverständnis hierzu abgegeben haben, unabhängig davon, ob Neukunden geworben werden sollen, oder der Anruf der Kundenpflege oder -rückgewinnung dient.
Gegenüber Gewerbetreibenden wird diese Praxis weniger restriktiv gehandhabt, sofern das beworbene Produkt den Geschäftsbereich des Beworbenen betrifft. Einwilligungen können hier auch als konkludent erteilt betrachtet werden, wenn entsprechende Anhaltspunkte bestehen, oder branchenüblich sein.
Telefaxwerbung ist ohne das vorherige Einverständnis des Beworbenen sowohl im privaten, als auch im gewerblichen Bereich stets unzulässig. Dies begründet sich damit, dass der Rahmen des Zumutbaren durch die mit der Faxwerbung für den Empfänger verbundenen Papier- und ggf. auch Personalkosten regelmäßig überschritten wird. Faxwerbung ohne Einwilligung verstößt damit nicht nur gegen die Grundsätze des Datenschutzes, sondern auch gegen die guten Sitten im Sinne des § 1 UWG. Ist der Empfänger ein Gewerbetreibender, kommt darüber hinaus auch ein unzulässiger Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb in Betracht.
Der Systemadministrator hat die Befugnis, Software zu installieren, zu deinstallieren und zu ändern, während Benutzer diese Software lediglich starten und mit ihr arbeiten dürfen.
Stapelverarbeitung von Daten
Unter der Stapelverarbeitung ist der Abruf oder die Übermittlung eines Gesamtbestandes an Daten zu verstehen, § 10 Abs. 4 S. 4 BDSG.
Datenschutz ist ein notwendiges Gegengewicht und ein Korrektur&shy;instrument gegen übermäßige, die Individualrechte beeinträchtigende Daten&shy;verarbeitung, aber er kann und soll kein Verhinderungs&shy;instrument sein.
Datenschutz ist Machtkontrolle, Datenschutz ist Schutz des Individuums, Datenschutz ist Schutz der Freiheit, Datenschutz ist Schutz der informationellen Selbstbestimmung.
Datenschutz ist unerlässliche Voraussetzung für eine demokratisch verantwortbare Informationsgesellschaft.
Die größte Unzulänglichkeit beim Datenschutz ist das Wort »Datenschutz«. Der Begriff ist irgendwie blutleer und teilweise negativ besetzt. Er banalisiert das eigentliche Anliegen. Es sollen ja nicht die Daten als solche geschützt werden, sondern die Autonomie des Individuums.
Ein anständiger Bürger kann darauf vertrauen, dass der Staat auf seine privaten Daten keinen Zugriff nimmt.
Jeder Datenschutzskandal macht Kunden und Geschäftspartner hellhöriger was den Umgang mit den eigenen Daten angeht. Gut, wer hier angemessene Datenschutz&shy;maßnahmen vorweisen kann.
Fotos und Videos: Da Foto von Personen biometrische Merkmale enthalten und zudem leicht auszuwerten sind, liegen hier sensible Daten im Sinne von §3 Abs. 9 BDSG vor. Das Gleiche gilt für Videoaufnahmen.
„Herr der Daten“
„Herr der Daten“:
Der „Herr der Daten“, also die im Sinne des Bundesdaten­schutz­gesetzes verantwortliche Stelle ist immer die Stelle, an der die personen­bezogenen Daten erhoben wurden. Auch wenn ein Dienstleister mit der Verarbeitung von Daten beauftragt wird, bleibt in aller Regel der Auftraggeber „Herr der Daten“ und damit in der Haftung.
Sinnvoll und ökonomisch
Sinnvoll und ökonomisch praktizierter Datenschutz kann die Grundlage für eine transparente EDV-Organisation und damit die Grundlage für eine Qualitäts&shy;sicherung in der EDV sein.
Gemäß den Kreditvergaberichtlinien nach Basel II ist Erfassung und Bewertung operativer Risiken und die Definition entsprechender Kontroll- und Vorsorgemaßnahmen ein wichtiger Punkt bei der Kreditvergabe. In bestimmten Wirtschaftsbereichen stellt die Informationsverarbeitung sicherlich den größten Teil der operativen Risiken. Richtig praktizierter Datenschutz erfüllt diese Kriterien und führt damit zu günstigeren Krediten.
Das Bundesdatenschutzgesetz setzt Richtlinie 95/46/EG um. Mit dieser Richtlinie ist ein klares Regel&shy;korsett vorgegeben, das alle EU-Staaten in nationales Recht umsetzen müssen.
Datenschutz ist kein Klotz am Bein des operativen Geschäfts, sondern Toröffner für gesetzeskonformes, sicheres Agieren in der Datenverarbeitung.
Sinnvoller Datenschutz
Sinnvoll und ökonomisch praktizierter Datenschutz hilft dabei alle Arten von Daten zu schützen, nicht nur personenbezogene Daten sondern auch Geschäftsgeheimnisse aller Art.
Was ist der beste Datenschutz?
Hier ist in erster Linie das Gebot der Datenvermeidung und Datensparsamkeit zu nennen, wie es in §3a BDSG formuliert ist. Ist die Verarbeitung oder Nutzung von Daten z.B. für die Erfüllung eigener Geschäftszwecke erforderlich, kann man hinreichend geschulte und sensibilisierte Mitarbeiter als wichtigsten Baustein für einen efffektiven Datenschutz betrachten.
Die oftmals genannten Geldbußen von - je nach Art des Verstoßes - 50.000€ bzw. 300.000€ sind nicht die Höchstgrenze! §43 BDSG Abs. 3 S. 2: "Die Geldbuße soll den wirtschaftlichen Vorteil, den der Täter aus der Ordnungswidrigkeit gezogen hat, übersteigen. Reichen die [...] genannten Beträge hierfür nicht aus, so können Sie überschritten werden".
Wir haben gelernt in den Jahrzehnten, seit wir den Datenschutz haben, dass die alte Vorstellung, dass nur bestimmte Daten geschützt werden müssen und andere frei wären, nicht stimmt. Immer entscheidet letztlich der Kontext.
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