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Timestamp: 2020-05-26 10:30:04
Document Index: 136954829

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 6', '§ 5', '§ 7', '§ 8', '§ 7', '§ 15', '§ 24']

Ihre Suchkriterien : Rechtswissenschaftliche Fakultät
Fakultät / Fachbereich Rechtswissenschaftliche Fakultät
1. Zulassung zur Promotion - Annahme als Doktorand(in)
§ 5 Voraussetzungen der Zulassung für Personen, die ein rechtswissenschaftliches Universitätsstudium abgeschlossen haben
(1) Wer ein rechtswissenschaftliches Studium an einer deutschen Universität oder einer gleichwertigen wissenschaftlichen Hochschule im In- oder Ausland abgeschlossen hat, wird auf Antrag zur Promotion zugelassen, wenn er/sie
a) vor Abschluß des Studiums mindestens zwei Semester an der Rechtswi...
a) vor Abschluß des Studiums mindestens zwei Semester an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität immatrikuliert war;
b) die Erste oder Zweite juristische Staatsprüfung mit der Gesamtnote von mindestens "vollbefriedigend" i.S. der JAPrO oder einen gleichwertigen in- oder ausländischen Studienabschluß mit einer gleichwertigen Note bestanden/erworben hat und
c) ein Dissertationsthema aus dem Bereich der Rechtswissenschaften mit Einschluß der juristischen Hilfswissenschaften gewählt hat.
(2) Die Gleichwertigkeit im Sinne von Absatz 1 wird vom Promotionsausschuß festgestellt.
(3) Hat der Bewerber/die Bewerberin das Magisteraufbaustudium für im Ausland graduierte Juristen (LL.M.-Programm) an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg mit der Note "summe cum laude" erfolgreich abgeschlossen, so wird dies zusammenmit einem abgeschlossenen rechtswissenschfatlichen Studium im Ausland als gelichwertig im Sinne von Absatz 1 angesehen.
§ 6 Befreiungen für Personen, die ein rechtswissenschaftliches Universitätsstudium abgeschlossen haben
(1) Personen, die ein rechtswissenschaftliches Studium an einer deutschen Universität oder einer gleichwertigen wissenschaftlichen Hochschule im In- oder Ausland abgeschlossen haben, werden auf Antrag vom Erfordernis einer mit mindestens vollbefriedigend bestandenen Ersten oder Zweiten juristischen Staatsprüfung oder einer entsprechenden Note in einem gleichwertigen in- oder ausländischen Studienabschluß (§ 5 lit. B) befreit, wenn sie einen Punktwert von mindestens 8,00 oder eine vergleichbare Note erreicht haben und ein Seminarreferat vorlegen, das von einer Universitätslehrkraft der Fakultät mit mindestens der Note "gut" bewertet worden ist.
(2) Sie können auf Antrag befreit werden, wenn sie
1. in der Ersten juristischen Staatsprüfung einen Punktwert von mindestens 6,00 oder einen gleichwertigen in- oder ausländischen Studienabschluß mit einer diesem Punktwert vergleichbaren Note erreicht haben,
2. ein Seminarreferat vorlegen, das von einer Universitätslehrkraft der Fakultät mit mindestens der Note "gut" bewertet worden ist, und wenn
3. die Fähigkeit des Antragstellers zu selbständiger wissenschaftlicher Arbeit durch ein Gutachten einer Universitätslehrkraft der Fakultät hinreichend dargetan ist; das Gutachten soll sich in der Regel auf die erfolgreiche Teilnahme an einem Seminar stützen.
(3) Von dem Erfordernis des mindestens zweisemestrigen Studiums in Freiburg kann auf Antrag nur befreit werden, wer
a) den Abschluß seines rechtswissenschaftlichen Studiums außerhalb des Geltungsbereiches des Grundgesetzes oder in einem rechtswissenschaftlichen Studiengang erworben hat, der an der Universität Freiburg nicht eingerichtet ist,
b) als wissenschaftliche® Mitarbeiter(in) an der Fakultät tätig ist,
c) zu einem Aufbau- oder Graduiertenstudiengang an der Universität Freiburg zugelassen ist,
d) von einem/einer an die Fakultät berufenen Professor(in) bereits vor der Berufung als Doktorand(in) zu Betreuung angenommen war und die Promotionsvoraussetzungen der Heimatuniversität erfüllt oder
e) durch ein Gutachten der Universitätslehrkraft der Fakultät, die ihn zur Betreuung anzunehmen bereit ist, nachweist, daß ein besonderes fachliches Interesse daran besteht, die beabsichtigte Dissertation wegen ihrer fachlichen Ausrichtung in Freiburg einzureichen.
(4) Die Entscheidung über die Befreiungen nach den Absätzen 1 und 2 trifft der Promo-tionsausschuß.
§ 7 Voraussetzungen der Zulassung für Personen, die ein rechtswissenschaftlich ausgerichtetes Studium an einer deutschen Fachhochschule, Berufsakademie oder der Württembergischen Notarakademie oder einer gleichwertigen Ausbildungsstätte eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union abgeschlossen haben
(1) Wer ein rechtswissenschaftlich ausgerichtetes Studium an einer deutschen Fachhochschule, Berufsakademie
oder der Württembergischen Notarakademie oder einer gleichwertigen Ausbildungsstätte eines Mitgliedstaates der Europäischen Union abgeschlossen hat, wird vom Promotionsausschuß auf Antrag zur Promotion zugelassen, wenn er/sie
a) die Eignungsfeststellungsprüfung nach Abs. 4 bestanden hat und
b) ein Dissertationsthema aus dem Bereich der Rechtswissenschaften mit Einschluß der juristischen Hilfswissenschaften gewählt hat.
(2) Zur Eignungsfeststellungsprüfung wird auf Antrag zugelassen, wer
a) ein Studium nach Absatz 1 abgeschlossen hat und
b) nach dem Ergebnis der Abschlußprüfung zum oberen Zehntel seines Prüfungsjahrgangs gehört.
(3) Von der Eignungsfeststellungsprüfung ist ausgeschlossen, wer
a) sich ihr bereits einmal erfolglos unterzogen und sie auch bei einer Wiederholung nicht mit einem qualifizierten Ergebnis bestanden oder von einer Wiederholungsprüfung abgesehen hat oder
b) sich der Ersten juristischen Staatsprüfung oder einer gleichwertigen in- oder ausländischen juristischen Abschlußprüfung ohne Erfolg unterzogen und die Prüfung auch bei einer Wiederholung nicht bestanden oder von einer Wiederholungsprüfung abgesehen hat.
(4) Die Eignungsfeststellungsprüfung soll Aufschluß über die Fähigkeit des Bewerbers/der Bewerberin zu selbständiger wissenschaftlicher Arbeit geben. Sie besteht aus vier Klausuren, von denen eine dem Zivilrecht, eine dem Strafrecht, eine dem Öffentlichen Recht, jeweils mit Einschluß des Verfahrensrechts, und eine demjenigen der drei Rechtsgebiete entnommen ist, dem das Thema der angestrebten Dissertation zuzuordnen ist. Gegenstand der Klausuren sind die in der jeweils geltenden Fassung der JAPrO genannten Pflichtfächer der Ersten juristischen Staatsprüfung. Die Bearbeitungszeit für die Klausuren beträgt jeweils vier Stunden. Sie sind innerhalb eines Semesters zu stellen. Der/Die Dekan(-in) organisiert die Prüfung, wählt geeignete Klausuren aus, bestellt für jede Klausurarbeit eine(n) hauptamtliche(n) Professor(in) der Fakultät zur Erst- und Zweitprüfung, stellt das Ergebnis fest und teilt dieses dem/der Bewerber(in) schriftlich mit. Dem/Der Zweitgutachter(-in) wird das Erstgutachten mitgeteilt.
Die Prüfung ist bestanden, wenn die Klausuren des Bewerbers/der Bewerberin jeweils mit mindestens "befriedigend" und im Durchschnitt nicht schlechter als 8,00 Punkte bewertet wurden. Im übrigen gelten die Vorschriften der JAPrO über die Aufsichtsarbeiten in der Ersten juristischen Staatsprüfung in der jeweiligen Fassung entsprechend.
(5) Wird die Prüfung nicht bestanden, kann sie frühestens im darauffolgenden Semester einmalig wiederholt werden. Hat der/die Bewerber(in) die Prüfung nicht innerhalb der drei Semester, die auf die Bekanntgabe des Ergebnisses des ersten Prüfungsversuches folgen, mit einem qualifizierten Ergebnis bestanden, ist das Verfahren beendet.
§ 8 Voraussetzung der Zulassung für Personen, die ein nicht rechtswissenschaftliches Universitätsstudium abgeschlossen haben
(1) Personen, die ein nicht rechtswissenschaftliches Studium an einer deutschen Universität oder gleichwertigen wissenschaftlichen Hochschule im In- oder Ausland abgeschlossen haben, können auf Antrag vom Promotionsausschuß zur Promotion zugelassen werden, wenn sie ihr Studium mit einem überdurchschnittlichen Ergebnis abgeschlossen und ein Dissertationsthema aus dem Bereich der Rechtswissenschaften mit Einschluß der juristischen Hilfswissenschaften gewählt haben. Die Zulassung erfolgt unter dem Vorbehalt des Bestehens der Eignungsfeststellungsprüfung nach § 7 Abs. 4.
(2) Zur Eignungsfeststellungsprüfung wird auf Antrag zugelassen, wer zur Promotion nach Absatz 1 zugelassen ist.
§ 15 Dissertation
(1) Der/Die Doktorand(in) muss eine Dissertation vorlegen, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügt und zum Fortschritt der Rechtswissenschaft beiträgt. Sie muss eine selbständige Leistung des Doktoranden/der Doktorandin sein, die nicht schon in wesentlichen Teilen für eine akademische Prüfung, Studienabschluss- oder Zwischenprüfung oder für eine Staatsprüfung verwendet oder einer anderen Fakultät als Dissertation vorgelegt wurde.
(2) Eine Unter...
(2) Eine Untersuchung, die im Rahmen einer Gemeinschaftsarbeit durchgeführt wurde, kann nur dann als Dissertation gewertet werden, wenn ein abgrenzbarer Teil der Arbeit von dem Doktoranden/der Doktorandin in eigener Verantwortung selbständig verfaßt und einer Einzelarbeit gleichwertig ist.
(3) Die Dissertation kann ganz oder teilweise vorher veröffentlicht sein
§ 24 Besondere Bestimmungen für die Promotion in gemeinsamer Betreuung mit einer ausländischen rechtswissenschaftlichen Fakultät
(1) Ordentliche Promotionsverfahren können in gemeinsamer Betreuung mit einer ausländischen juristischen Fakultät durchgeführt werden, wenn mit der ausländischen Fakultät eine Vereinbarung getroffen worden ist, der der Promotionsausschuss zugestimmt hat. Die Vereinbarung muss Regelungen über Einzelheiten des gemeinsamen Promotionsverfahrens enth...
(1) Ordentliche Promotionsverfahren können in gemeinsamer Betreuung mit einer ausländischen juristischen Fakultät durchgeführt werden, wenn mit der ausländischen Fakultät eine Vereinbarung getroffen worden ist, der der Promotionsausschuss zugestimmt hat. Die Vereinbarung muss Regelungen über Einzelheiten des gemeinsamen Promotionsverfahrens enthalten. An der Freiburger Rechtswissenschaftlichen Fakultät erfolgt ein zur Promotion hinführendes Studium von in der Regel zwei Semestern; in begründeten Fällen kann eine Befreiung von dieser Promotionsvoraussetzung erteilt werden. Für die Promotion in gemeinsamer Betreuung gelten die allgemeinen Bestimmungen dieser Promotionsordnung, soweit im folgenden keine besonderen Regelungen getroffen sind.
(2) Der/die Bewerber(in) wird von je einem/er akademischen Lehrer(in) der beiden beteiligten Fakultäten betreut. Der/die Betreuer(in) der ausländischen Fakultät wird im Freiburger Promotionsverfahren als Zweitberichterstatter(in) bestellt. Es wird sichergestellt, dass der/die Freiburger Betreuer(in) der Dissertation am Promotionsverfahren der ausländischen Fakultät teilnimmt.
(3) Soweit es sich um die Landessprache der ausländischen Fakultät handelt, kann die Dissertation in englischer, französischer und spanischer Sprache vorgelegt werden. In diesem Fall erfolgt eine Zusammenfassung in deutscher Sprache.
(4) Findet die mündliche Promotionsleistung als Disputation oder in anderer gleichwertiger Form unter Mitwirkung des/der Freiburger Betreuers/in an der ausländischen Fakultät statt, so wird hierdurch die mündliche Promotionsleistung an der Freiburger Rechtswissenschaftlichen Fakultät ersetzt. Näheres regelt die mit der ausländischen juristischen Fakultät zu schließende Vereinbarung.
(5) Findet die mündliche Promotionsleistung an der Freiburger Rechtswissenschaftlichen Fakultät statt, so können Professor(inn)en der ausländischen Fakultät als Prüfer(in) bestellt werden. Näheres regelt die mit der ausländischen juristischen Fakultät zu schließende Vereinbarung.
(6) Die Promotionsurkunde wird mit dem Siegel der beiden beteiligten Fakultäten versehen. Sie enthält die Bezeichnung des akademischen Grades eines "Dr. jur." Sowie des entsprechenden ausländischen akademischen Grades. Die Promotionsurkunde enthält den Hinweis darauf, dass es sich um eine Promotion in gemeinsamer Betreuung handelt. Bei der Ausstellung zweier Promotionsurkunden gelten Sätze 1 bis 3 entsprechend.
(7) Mit dem Empfang der Promotionsurkunde erhält der/die Bewerber(in) das Recht, in der Bundesrepublik Deutschland den Doktorgrad und in dem Staat, dem die beteiligte ausländische Fakultät angehört, den entsprechenden Doktorgrad zu führen. Es wird die Berechtigung zur Führung nur eines Doktorgrades erworben. Die Promotionsurkunde erhält als Zusatz, dass der verliehene ausländische Doktorgrad kein im Ausland erworbener akademischer Grad im Sinne des Gesetzes über die Führung akademischer Grade vom 7. Juni 1939 (RGBl. I S. 985)
ist. Für die Vervielfältigung der Dissertation und die Zahl der Pflichtexemplare kann in der Vereinbarung mit der auswärtigen Fakultät auf deren Recht verwiesen werden. Es ist sicherzustellen, dass mindestens sechs Pflichtexemplare der Freiburger Rechtswissenschaftlichen Fakultät abzuliefern sind.
Datum aktuelle Fassung 09.02.2000
Fundstelle Amtliche Bekanntmachungen 2004, S. 403
Fundstelle W., F. u. K. 3/2000, S. 101 ff.
zuletzt geändert am 11.11.2004