Source: https://www.rechtslupe.de/strafrecht/heimtueckemord-ex-partners-3134197
Timestamp: 2019-02-16 14:19:02
Document Index: 51822729

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH']

Heimtückemord des Ex-Partners – Rechtslupe ")}}return a.proceed()});scriptParent=document.getElementsByTagName("script")[0].parentNode;if(scriptParent.tagName.toLowerCase!=="head"){head=document.getElementsByTagName("head")[0];aop_around(head,"insertBefore");aop_around(head,"appendChild")}aop_around(scriptParent,"insertBefore");aop_around(scriptParent,"appendChild");var a2a_config=a2a_config||{};a2a_config.no_3p=1;var addthis_config={data_use_cookies:false};var _gaq=_gaq||[];_gaq.push(["_gat._anonymizeIp"])}
Heimtückisch handelt, wer in feindlicher Willensrichtung bei Beginn des mit Tötungsvorsatz geführten Angriffs die Arg- und Wehrlosigkeit des Tatopfers bewusst zur Tötung ausnutzt.
Wesentlich ist danach, dass der Täter das sich keines erheblichen Angriffs versehende, mithin arglose Opfer in einer hilflosen Lage überrascht und es dadurch daran hindert, dem Anschlag auf sein Leben zu begegnen oder ihn wenigstens zu erschweren.
Bei einem offen feindseligen Angriff ist erforderlich, dass dem Opfer wegen der kurzen Zeitspanne zwischen Erkennen der Gefahr und unmittelbarem Angriff keine Möglichkeit der Abwehr verblieben ist1.
Auf die zuvor bereits eskalierend verlaufenen Auseinandersetzungen seit der Trennung von Täter und Opfer abzustellen, ist nach dem für die Prüfung des Mordmerkmals der Heimtücke anzulegenden rechtlichen Maßstab kein entscheidender Gesichtspunkt:
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs steht eine auf früheren Aggressionen und einer feindseligen Atomsphäre beruhende latente Angst des Opfers der Annahme von Arglosigkeit nicht entgegen, da es darauf ankommt, ob das Opfer gerade im Tatzeitpunkt weder mit einem lebensbedrohlichen noch mit einem (nur) gegen seine körperliche Unversehrtheit gerichteten (erheblichen) Angriff gerechnet hat2.
Bundesgerichtshof, Urteil vom 16. August 2018 – 4 StR 162/18
st. Rspr.; vgl. BGH, Urteile vom 04.07.1984 – 3 StR 199/84, BGHSt 32, 382, 383 f.; vom 04.06.1991 – 5 StR 122/91, BGHR StGB § 211 Abs. 2 Heimtücke 15; vom 15.09.2011 – 3 StR 223/11, NStZ 2012, 35; und vom 25.11.2015 – 1 StR 349/15, NStZ-RR 2016, 43, 44 mwN [↩]
vgl. BGH, Urteile vom 09.01.1991 – 3 StR 205/90, NJW 1991, 1963; vom 20.10.1993 – 5 StR 473/93, BGHSt 39, 353, 368 f.; vom 23.08.2000 – 3 StR 234/00, NStZ-RR 2001, 14; vom 22.01.2004 – 4 StR 319/03, NStZ-RR 2004, 234; vom 15.02.2007 – 4 StR 467/06, NStZ-RR 2007, 174 f. [Ls]; vom 10.02.2010 – 2 StR 503/09, NStZ 2010, 450 f.; vom 30.08.2012 – 4 StR 84/12, NStZ 2013, 337, 338; vom 11.12 2012 – 5 StR 438/12, NStZ 2013, 232, 233; vom 11.11.2015 – 5 StR 259/15, NStZ-RR 2016, 72, 73; vom 15.11.2017 – 5 StR 338/17, NStZ 2018, 97, 98; Beschluss vom 11.01.2011 – 1 StR 517/10 [↩]