Source: https://www.lilipedia.com/projekt/kesb-sammelklage
Timestamp: 2018-04-20 13:12:04
Document Index: 342396356

Matched Legal Cases: ['Art. 292', 'Art. 307', 'Art. 307', 'Art. 308', 'Art. 314', 'Art. 406']

Seit 2013 gibt es die freundlich benannte Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde. Erfahrungen zeigen, dass diese Behörde nur sich selbst schützt und oft eine Gefahr darstellt. Nun wollen sich Geschädigte zusammenschliessen und beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Sammelklage gegen diese KESB Behörde einreichen.
Wer betroffen ist und sich wehren will, kann sich entweder bei mir oder bei Sarah Marti per Facebook melden: https://m.facebook.com/profile.php?id=1835178356
Es gibt haarsträubende und vor allem sehr traurige Geschichten, und es wird Zeit, ein Zeichen zu setzen für die Kinder und Alte von heute und von morgen. Denn jeder Fehler ist einer zu viel!
Als Ergänzung diverse weitere Forumsbeiträge zum Thema KESB:
www.lilipedia.com/news/kesb-initiative
www.lilipedia.com/news/kindes-erwachsenenschutzbehoerde
Themen, Antworten und Kommentare zur KESB:
www.lilipedia.com/suche?q=KESB
Danke, Lilipedia-Team!
Ich finde auch, dass bei der KESB so einiges revidiert werden muss. ABER: meistens kommt die KESB bei Familienangelegenheiten ins Spiel, weil Eltern nicht fähig sind, sich zu einigen und ihre Angelegenheiten anständig auf die Reihe zu bringen, oder ein Rosenkrieg veranstalten und die Kinder instrumentalisieren etc. Dann muss die KESB halt ran. Und dass dann mindestens eine Seite nicht einverstanden ist, liegt wohl in der Natur der Sache.
Definitiv! KESB = KindesEntführung Staatlich Bewilligt
Zum Kotzen diese KESB!!!
So einiges ist gut. Ein Anfang wäre mal eine unabhängige Kontrollstelle…
Drum schreibe ich ja, dass bei der KESB so einiges geändert werden muss...
Schwierig, Ignoranz ist sehr treffend ausgedrückt, finde ich. Es geht nicht um streitende Eltern, sondern es gibt auch Kindesentzug, weil der Partner oder Partnerin plötzlich gestorben ist, weil sich die Eltern in einer momentan schwierigen Situation befinden, weil Schulen Eltern mittels Gefährdungsmeldung diffamieren (da ich im Schulwesen tätig bin, sehe und höre ich diesbezüglich sehr viel), weil Eltern sich weigern, ihrem Kind auf Druck der Schule Ritalin zu geben, weil ein Elternteil psychisch erkrankt, oft gibt es keine konkreten Gründe, sondern es geschieht auf blossem Verdacht. Mit alten Menschen werden auch perfide Geschäfte gemacht. Die Beistände sind der Horror. Schau mal den Fall "Peter Lander" an, ein Fall von wenigen, der sich gegen die KESB durchgesetzt hat, Jahre später und 200'000 Fr. weniger. Aber am Ende war der alte Mann frei. Oder der Fall Samuel, der von Polizisten abgeführt wurde. Was denkst Du, was das mit Kindern macht, wenn sie polizeilich abgeführt werden? Und Samuel ist beileibe nicht der einzige Fall.
Was heisst hier Ignoranz?! Ich habe ja geschrieben, dass es bei der KESB Änderungen braucht. Aber ebenso darf nicht ignoriert werden, wieviele Eltern es in der Hand hätten, sich selber zu einigen und nicht zu streiten bis die KESB entscheiden muss.
Jawohl, diese Ignoranz grenzt schon an Verachtung. Es kann nicht sein, was nicht sein darf, aber trotzdem ist. Es werden Kinder weggenommen, vor allem von Alleinerziehenden, und der Sozialindustrie zugeführt, Heimen, Therapiestellen und sonstigen Institutionen. Es grenzt an Verachtung gegenüber den Kindern und deren Eltern, an alten Menschen, welche in dieses System hineingeraten und in Heime oder psychiatrische Anstalten oder in Pflegefamilien gesteckt werden. Du machst es Dir so einfach in Deiner Selbstgerechtigkeit, genau so wie schwierig, und genau solche Menschen wie Ihr es seid, die alles ignorieren, weil wegsehen einfach ist als hinzusehen und Verantwortung zu übernehmen und später angeblich "von allem gewusst zu haben", machen das überhaupt möglich.
Ihr habt doch keine Ahnung! Die Sozialindustrie frisst ihre Kinder. Kindesentführung nicht nur staatlich bewilligt, sondern staatlich organisiert. Alles wird öffentlich gemacht, wenn die Zeit reif ist, und die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen.
Ich habe noch keine normale, intakte Familie gesehen bei der die KESB einschreiten musste. Drum interessiert mich das Thema auch nicht. Schlimm genug wenn Erwachsene das nicht selbst - im Sinne ihrer Kinder - geregelt kriegen.
Falls Sie alle normale Familien kennen?
Ich. Ich wage mich an den Versuch eine Definition zu erstellen: Eine normale Familie ist eine Gruppierung, wo Eltern sich der Aufgabe, Eltern zu sein, stellen und ausüben und wo Kinder das Recht haben und leben, ihr Potential altersgerecht zu entfalten, üben und zu entwickeln.
Das wage ich zu bezweifeln. Ausserdem: Wer definiert, wie eine "normale" Familie zu sein hat?
Danke "keine Ahnung". Bist du auch selbst betroffen? Ich hätte auch so eine haarsträubende Geschichte, aber zum Schutz meiner Kinder und mangels finanzieller Mittel hülle ich mich noch in Schweigen....
Schwierig, ich hoffe, dass dein Partner auch "qualifiziert" genug ist und dass ihr es bleibt....
Schwierig, das ist zynisch. Und dieser Art von Zynismus kann ich nichts abgewinnen, wenn es um zerstörte Existenzen geht. Ich hoffe für Dich, dass es so bleibt, denn ehrlich gesagt hat das nichts mit Vorhandensein oder Nicht-vorhandensein von irgendwelchen Qualifikationen zu tun.
Immerhin bin ich offenbar "qualifiziert" genug, dass uns niemand die KESB an den Hals gesetzt hat... Viel Glück wünsch ich dir und deiner Familie.
@ Rumpelstilzchen: Lieben Dank! Habe dir eine PN gesandt.
Ja, das ist möglich. Du kannst mich auch anschreiben, wenn Hilfe brauchst und ich schaue, was ich für Dich tun kann.
Angst, lass Dir Zeit und melde Dich einfach, wenn Du so weit bist.
@ Rumpelstilzchen: Werde mich mit dir in Verbindung setzen - wäre es dann auch möglich, dass wir uns mal treffen?
Gerade schaffe ich es aber noch nicht.
Du hast einen einzigen Fall Kenntnis, ich weiss hingegen von vielen Fällen. Also rein mathematisch nicht das Selbe... Im Übrigen empfehle ich Dir, Dich ernsthaft mit der Thematik auseinander zu setzen, und sollte es Dich nicht interessieren, würde ich mich mit unqualifizierten Kommentaren zurückhalten. Das Thema ist zu ernst.
Du machst das ja mit deinen Fällen ebenso ;-)
Und von einem Fall in Deinem persönlichen Umfeld schliesst Du ganz allgemein, dass es schon seine Richtigkeit haben wird, wenn die KESB sich einschaltet?
Was ich sage? Dass ich persönlich einen Fall kenne, wo zum Glück alle Kinder fremdplatziert wurden- so haben sie nämlich eine reelle Chance, dass sie einen guten Start ins Erwachsenenleben haben werden und das Elend nicht weiter geht. Und solche Fälle gibt es leider auch viele in diesem Land.
Schwierig, Du wirst lachen, aber genau diese Fälle sind nicht lukrativ und werden nicht behandelt. Das weiss ich, weil ich Kontakte habe von jemandem, der dort arbeitet. Insiderwissen. Da wird das Besuchsrecht zu einem gewalttätigen Vater sogar ausgedehnt, trotz Warnungen des Kinderarztes und Kinderpsychologen. Was sagst Du jetzt?
Vergiss einfach nicht, dass nicht alles schwarz oder weiss ist. Wenn man z.b weiss, dass 15% aller Kinder sexuell missbraucht werden (findet bekanntlich meist innerhalb der Familie statt), oder Kinder die vernachlässigt werden, oder deren Eltern saufen oder drogenabhängig sind- für diese Kinder braucht es ganz klar eine staatliche Instanz welche sich für deren Schutz einsetzt, und oft ist eine Fremdatzierung ein Segen. Lies mal das Buch Platzspitzbaby. Dort wurde leider seitens der Behörden nicht gehandelt...
Du kannst Dich auch registrieren und bei mir melden. Deine Anonymität bleibt gewahrt. Aber es ist wichtig, möglichst viele Menschen zu erreichen und sich zusammen zu schliessen. Es existieren Gruppen, die sich dagegen wehren, und das erfolgreich. Der Vorteil von solchen Gruppen ist, dass man vom Erfahrungs- und Wissenshintergrund des jeweils anderen profitieren kann und nicht alles selbst recherchieren muss.
Genau mit dieser existenzieller Angst, von der Du schreibst, spielen diese Behörden. Es gibt viele, die sich genau deshalb ins Ausland abgesetzt haben und von dort aus gegen die KESB aktiv sind. Diese Behörde setzt sich über geltende Gesetze hinweg, zum Beispiel wird oft das rechtliche Gehör und die Akteneinsicht verwehrt.
Bei der Regelung der Elternrechte und/oder einem Verdacht auf Kindswohlgefährdung ist die Offizial- und Untersuchungsmaxime massgebend. Sie geht davon aus, dass die gedeihliche Entwicklung der Kinder auch im öffentlichen Interesse ist. Die Offizialmaxime besagt, dass auch von Amtes wegen Abklärungen stattfinden und das Gericht oder die KESB nicht an die Anträge der Eltern oder Dritter gebunden sind. Untersuchungsmaxime heisst, dass der Sachverhalt auch von Amtes wegen abgeklärt wird. Bei der KESB wird diese Untersuchungsmaxime mittels superprovisorischen Massnahmen und Verfügungen ausgehebelt: Es wird auch nicht davor zurückgeschreckt, mittels Art. 292 StGB zu drohen.
Diese Behörde bereichert sich, indem sie alte Menschen enteignet und Kinder ohne gesetzliche Grundlagen mittels superprovisorischen Massnahmen in Heimen platziert. Anwälte, Gerichte und die KESB arbeiten Hand in Hand. Das alles sind lukrative Geschäfte, mit denen sich die Sozialindustrie selbst auf Kosten der Opfer nicht nur am Leben erhält, sondern sich selbst mästet.
Sicher leistet die KESB je nach personeller Besetzung auch angemessene, massvolle und professionelle Krisenintervention. Trotzdem bin ich der Meinung, dass die KESB dringendst reformbedürftig ist. Denn immer wieder lese oder höre ich von unglaublich tragischen Fällen, wo die KESB solche Krisensituationen noch verschlimmert haben und zu einer Katastrophe eskalieren liessen........ Bei solch furchtbaren Tragödien denke ich über die KESB: was für eine *"Monsterbehörde"* ohne menschlichem Antlitz! Für mich sind System-Korrekturen längst überfällig….
.... dass es leider Leute gibt, denen diese tragischen KESB-Fälle am Ars.. vorbeigehen macht die Sache für mich umso schlimmer :-(((
Wollt Ihr wieder zurück ins frühere Recht? Heisst; Zwangsterilisationen / Verwahrung etc.
Aber ob einem Behördenmitglied meine Nase nun gefällt oder nicht- das Recht gilt trotzdem und muss eingehalten werden.
Okay, erst einmal, wie funktioniert die Behörde? Natürlich nur so gut wie die Menschen untereinander funktionieren. Noch arbeiten bekanntlich Menschen bei den Behörden. Und wie funktioniert der moderne Mensch? Selbstverwirklichung (wie z.B. Karriere), ganz wichtig: Selbstgerechtigkeit!, und: ich helfe gern, aber nur weil es mir dabei auch gut tut (natürlich suche ich mir aus, wem, was, wo und wie(viel) ich helfe). Selbstzentriertheit.
Ich muss viele enttäuschen, bei Behörden wird nicht nur sachlich/objektiv entschieden und gearbeitet, man vermutet und behauptet Dinge, nicht mal aus Böser Absicht, sondern weil man denkt, es könne nur so sein wie man denkt oder ganz einfach weil man gewisse Sachverhalte falsch interpretiert.
Und ja, jeder kann sich ja selbst fragen, ob er im Leben IMMER und gegenüber allen Menschen fair, richtig, gerecht reagiert/gehandelt hat.
Studien belegen, dass man einen Menschen sieht und innerhalb einer Sekunde schon ein Urteil gefällt hat. Wenn du also Pech hast, und dieses Urteil negativ ist, musst du viiiel mehr "Arbeit" leisten, damit diese Person besser von dir denkt, als wenn sie bereits neutral oder positiv gegenüber dir eingestellt ist. Weil die Person dann nur nach Indizien sucht, um ihr erstes Urteil zu untermauern. Das ist echt tragisch.
Und so entstehen auch innerhalb der Verwaltung Fälle, die ungerecht sind. Und für jede Person, die betroffen ist, ist es zum Verzweifeln, weil man am kürzeren Hebel ist.
Schwierig, ich fand es mutig wie Du weiter diskutieren wolltest. Ich klinke mich immer aus, wenn es zur Hetze, bar jeder Vernunft, verkommt. Wie wenn die Behörden auf der Matte stehen, weil man den täubelnden Kids in der Migros die Schoggi verwehrt hat, oder als würden massenweise Menschen in psychiatrische Kliniken eingewiesen. Die Kosten für solche unnötigen (Schikane-) Einweisungen würden längst ganz andere Akteure auf den Plan rufen. Der Fall der Schriftstellerin Zoe Jenny hat für mich wunderbar aufgezeigt, dass es immer zwei Seiten gibt (so hat ihr Exmann der Behörde keinerlei Vorwürfe zu machen) und der Fall der kleinen Jasmina hat leider gezeigt, was mit den Kindern passiert, wenn gar keiner hinschaut. Sie wurde keine zwei Jahre alt.
Dann kann die CH ja jetzt froh sein, betritt Rumpelstilzchen die Bühne.. In Kenntnis sämtlicher Akten der ganzen CH... Und wenn mich das Leben eins gelernt hat: immer beide Teile anzuhören. Gute Zeit allerseits!
Schwierig: Selbst- und Fremdgefährdung, Kindswohl etc. sind sehr dehnbare Begriffe.
Ich denke, Ärzte in einer psychiatrischen Klinik nehmen einen Menschen ernst und Ihren Auftrag - vermutlich auch du.
Das keine KESB jemandem etwas anhängen würde, bezweifle ich. Aber ich denke, wir lassen das mal so stehen und bin froh, wenn du mit der KESB in deiner Region über gute Erfahrungen berichten kannst.
Ach neee. Tut mir leid, Dich enttäuschen zu müssen, denn das tun sie. Sie entscheiden, ohne die Fakten ernsthaft zu prüfen, und das IST Fakt.
Und noch was: für eine FU muss eine Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegen. Und die hängt man nicht so schnell jemand ohne Grund an- auch keine KESB. Von hören sagen hält man bei Gericht nichts.
Nein, in der psychiatrischen Klinik. Und eine FU darf nicht länger als 72h gegen den Willen des Eingewiesenen dauern. Er oder seine Angehörigen können sich sonst ans Gericht wenden.
Schwierig: Arbeitest du bei der kesb?
Die Verantwortung und Macht der Behörde ist sehr gross und die Qualität der einzelnen Behörden (Behördenmitglieder) variert auch stark, habe ich mir sagen lassen.
Angst, ich kenne die Branche.
@ schwierig: Ich glaube, du stellst dir das zu einfach vor.... was ist, wenn man einer Person Medis verabreicht?
Und wenn die kesb jemanden in die Psychi bringt, können sie diese Person nicht gleich ein paar Tage später laufen lassen... da muss zuerst abgeklärt werden und das können Psychiater (Ärzte) sicherlich besser, wie Behördenmitglieder - meine Meinung ;)
Und innert 72h kann man dagegen Einsprache machen und es kommt vor den Richter.. Heute kommen meiner Meinung nach Leute nicht in die Psychi, die dort dringendst hingehörten... Aber aus Angst, es nicht mehr so zu machen wie dazumal à la: "einer flog übers Kuckucksnest", lässt man vieles zu lange laufen.
Also Zwangssterilisationen gibt es unter der KESB wirklich nicht mehr, aber Verwahrung, heute FU (Fürsorgliche Unterbringung) sehr wohl, wenn dem KESB die Nase nicht gefällt, resp. der oder die Betreffende zur Wehr setzt. Hopp ein falsches Gutachten und dann ab in die Psychi.
So ein Seich! Zwischen KESB und "Sterilisation/Verwahrung etc." gibt es schon noch eine Nuance- nämlich das System von 1980-2012...
Im AG ist bald fertig lustig. Beweise Beweise Beweise :-)
Live, ich kenne nur jemanden, der intensiv Beweise sammelt. Wenn es so weit ist, wirst Du es in den Medien erfahren. Interesse klingt anders. Das war reine Provokation, nicht Interesse.
Es war kein dummer Kommentar (sind wir etwas dünnhäutig diese Tage?) sondern Interesse, wenn es schon angekündigt wird. Interessiert doch, was mittels dieser Beweise erreicht werden kann.
Immer diese blöden Kommentare von Unregistrierten...
Live, es ist nicht mein "Siegeszug". Wie wäre es, einfach mal zu schweigen, wenn man keine Ahnung hat?
Wir erwarten selbstverständlich regelmässige Berichterstattung. Will natürlich keiner Rumpelstilzchens Siegeszug gegen die KESB verpassen :)
Das kann ich fast nicht glauben, weil die Macht der Behörde und die Ohnmacht der Betroffenen riesengross ist.
Aber es wäre grossartig, wenn die Beweise etwas ins Rollen bringen, man die Mängel die das kesb System nun in der Praxis aufzeigte, wahrnimmt.....
I druck der Dumä! :-)
Erschienen in Zeitschrift „KINDERAERZTE SCHWEIZ“ 17.02. 2015
www.praxispaediatrie.ch/Zeitschrift/KIS_02-2015_Web.pdf
Im folgenden Text beschränke ich mich auf die KESB im Zusammenhang mit Minderjährigen.
Ich blicke auf 37 Jahre Praxistätigkeit mit Schwerpunkt schwierige Jugendliche zurück. Mit der früheren Vormundschaftsbehörde (VB) hatte ich oft Gespräche und konnte in Diskussionen meine Ansichten begründen und verteidigen. Im Januar 2013 wurde diese 100-jährige Laienbehörde durch die zeitgemässe, professionalisierte KESB ersetzt. Dies mit dem damals erklärten Ziel, dass künftig nicht mehr die Bevormundung, sondern der Schutz der hilfsbedürftigen Person im Vordergrund stehen sollte. Damals herrschte beim Stimmvolk die grosse Einigkeit: Professionalisierung ist besser. Auch ich vertraute den Behörden und entschied mich zu einem Ja.
Doch: «An ihren Taten sollt ihr sie erkennen»! (1. Johannes 2,1-6)
Ich hatte seit 2013 wegen meinen ADHS-lern viele «Begegnungen» mit der KESB. Oft nur noch indirekt über sie. Meine Meinung wurde bestenfalls über eine schriftliche Stellungnahme zur Kenntnis genommen. Einmal gelang es mir, dank hartnäckigem Insistieren, mit dem ständigen KESB-Mitglied (Disziplin Psychologie) telefonisch Kontakt aufzunehmen. Meine langen Erfahrungen mit der Familie interessierten ihn aber nicht. Er sei Psychologe mit Uni-Abschluss und hätte mehrere Jahre als Schulpsychologe gearbeitet. Er könne daher die Familiensituationen selbst beurteilen. Ich dachte bei mir nur: Ziel der KESB «Professionalisierung der Behörde ist umgesetzt.
Ein Gespräch oder gar eine Diskussion am Runden Tisch ist dank der «Professionalisierung» nicht mehr nötig und darum im Gesetz nicht mehr vorgesehen. Die «Person des Mandatsträgers» (ein Kritikpunkt an der VB) ist jetzt durch den Titel «lic. phil.» gewährleistet.
Noch schlimmer steht es um die «Person des Mandatsträgers» in der «Disziplin Recht». Diese Fachpersonen mit dem Titel «lic. iur» wissen sogar, wie wir Ritalin zu dosieren haben und aufgrund meiner Angaben, ob ich die Diagnose ADHS richtig oder falsch gestellt habe. Bei 3 verschiedenen KESB wollten sie meine Dosierung des Ritalins wissen und bei einem meiner Patienten verlangten sie alle Unterlagen, auf welche sich meine Diagnose ADS abstützte. (Nebenbei bei einem von der IV anerkannten POS-Kind). Diese neuen «Fachpersonen im Kreise der ADHS-Fachleute» wissen, dass wir als Kinderärzte gut in die Ohren schauen können. Das Feld der ADHS-ler haben wir aber gefälligst den Psychiatern zu überlassen. Bei einem meiner Patienten wurde sogar von der Beiständin der Wechsel zu einem bestimmten Psychiater verlangt. Mit Zustimmung der KESB wurde auch der Abbruch der von mir verordneten Psychotherapie verlangt und der Knabe zu einer ihr genehmen Psychologin geschickt. Dies obwohl das Kind und die Eltern bei mir bleiben wollten und auch mit dem Psychologen zufrieden waren. Nebenbei: Ich habe mich geweigert, die Dosis des Ritalins bekannt zu geben oder Unterlagen über meine Abklärungen abzugeben, was wahrscheinlich laut Art. 307 ZGB nicht rechtens ist.
Ich war bereit, in der KESB in Winterthur, in Affoltern am Albis oder im Haus nebenan bei einem Gespräch alle offenen Fragen zu diskutieren. Dieses Angebot wurde nie in Anspruch genommen. Jetzt bin ich bereit, eine Klage wegen Verletzung des Art. 307 ZGB in Kauf zu nehmen. Falls es jemals soweit kommen sollte, wird in der Tagespresse darüber zu lesen sein.
Nun noch zur viel gelobten Revision der Terminologie: Viele der bisherigen genannten Wörter wurden längst auch von der VB nicht mehr gebraucht z.B. Mündel.
Schlimm finde ich, dass der alte Begriff «Beistand» (bei-stehen) jetzt, ohne dass dies uns und der breiten Bevölkerung klar gemacht wurde, auch für den alten Begriff «Vormund» (vor den Mund setzen) gebraucht wird. Die neue Terminologie lautet heute auf dem KESB-Papier:
«Art. 308 Abs. 1–3 ZGB», was auf normal verständliches Deutsch «Erziehungsbeistandschaft bis hin zum vollen Entzug der elterlichen Sorge bedeuten kann».
Der Kritikpunkt an der VB: «Fehlende Regelung bei Zwangsmassnahmen» wurde bei der KESB sehr ernst genommen.
Die KESB ist ein Gericht. Die «Professionellen» der KESB haben Macht. Die KESB ist heute von den Jugendlichen und deren Eltern entsprechend meiner Erfahrungen mehr gefürchtet als geliebt. Einer meiner Jugendlichen (ein Schweizer) sagt nur seiner Mutter, wo er sich aufhält. Er ist auf der Flucht in der Schweiz aus Angst vor der KESB, weil er 3 Monate vor Abschluss seiner offiziellen 9-jährigen Schulzeit nicht mehr in die Schule gehen, sondern arbeiten wollte. Eine Lehrstelle stand ihm in Aussicht.
Ich habe in den letzten Monaten viel mit Kollegen, insbesondere mit Kinderpsychiatern und mit an ADHS interessierten Pädiatern über die KESB gesprochen. Praktisch jeder von ihnen hatte seine eigenen unverständlichen Geschichten mit der KESB.
Woher kommt diese grosse, über die Kantonsgrenze hinweggehende Unzufriedenheit mit der KESB? Es war die Rede von Schreibtischtätern, von sachlich und menschlich unqualifizierten und überforderten Behördemitgliedern und Beiständen. Viele hatten den Eindruck, das Hauptproblem liege beim eigenen Ego und den Machtansprüchen dieser Behördemitglieder. Für mich ist klar, es stimmt etwas im System nicht. Bei der VB waren wir uns gewohnt, gefragt und bei Bedarf an einen runden Tisch eingeladen zu werden. Nach dem Vorbild des Gerichts werden von der KESB nur noch schriftliche Unterlagen eingefordert, die betroffenen Personen einvernommen und dann entschieden. Es wird entschieden nach Paragraphen und nach Rechtsnormen, wie sie eben im ZGB festgehalten sind. Die Eltern werden mit Entscheiden in juristischer Sprache benachrichtigt.
Der Beistand ist nicht mehr, was er vor 3 Jahren war. Die Personen mit der gleichen Berufsbezeichnung haben heute Macht. Gewisse Beistände dürfen sich nach der Ritalin-Dosis erkundigen und andere Ärzte verordnen (neu: Art. 314 Abs. 3 ZGB). Die Beistände sind nicht mehr Vertrauenspersonen. Sie werden heute von vielen meiner Patienten gefürchtet und gehasst und dies trotz schönen Worten in Art. 406 ZGB.
Ja, ich staunte nicht schlecht, als mir eine Beiständin ein Papier hinstreckte, unterschieben von der «lic. iur. Leitung» ihrer KESB, in welchem sie beauftragt wurde, die Verantwortung für die Gesundheit meines Patienten zu übernehmen.
Die hehren Grundsätze der KESB: Wahrung der Klienten-Interessen, faire
Verfahren, fundierte Abklärungen, mildeste Massnahmen, tönen alle wunderschön, sind aber sehr relativ.
Was bei den 68er-Generation zu grosszügig bei der Begleitung der Kinder und Jugendlichen war, das hat heute ins Gegenteil umgeschlagen. Die Schule stellt immer höhere Anforderungen. Es wird mit Belohnungssystemen, besonders aber mit Strafen und mit der Angst vor Strafen gearbeitet. In der Schule wird immer häufiger mit Meldung bei der KESB gedroht. Die Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen stehen diesbezüglich auf der Seite der Schulleiter. Es wird die Verantwortung an das Gericht KESB weitergegeben. Bei der Flucht meines Patienten im eigenen Land wegen Schulmüdigkeit haben alle getan, was sie tun konnten, ausser der Mutter.
Dieser wurde die Obhut entzogen.
Ja ja die liebe KESB ein sau Verein aber was ich andeuten muss bei 2 Frauen haben sie mit Recht ihre Kinder weggenommen habe ich selbst mit erlebt
Wenn die Mutter ihr 3 Monate alte Baby alleine zuhause lässt in den Ausgang geht Drogen verkauft und dann verhaftet wird und sagt äh geht nicht muss nachhause mein Kind ist alleine!!! Ähhhhj hallo und warum lässt man sein Baby alleine??? Könnte kotzen bei solchen Frauen und das sind nur 2 kenne oder sah noch viel viel schlimmeres was eine dumme ***** ihrem ungeborenen Baby angetan hat beine breit machen ja aber nachher Verantwortung übernehmen nie im Leben
Mutter werden ist einfach aber Mutter SEIN hingegen ist schwer aber will keines falls die KESB um Schutz nehmen nie im Leben sage nur ab und zu hatten sie recht nur 5 mal von 100 ist ne miese Bilanz (Zahlen dienen als Bsp)
Der Schweizer Psychiater Auguste Forel war nicht unumstritten, hat er doch im Burghölzli (Zürich) damals Patienten und -Patientinnen die ersten Sterilisationen aus sozialen Gründen veranlasst. Die grosse Schwierigkeit bei der (Zwangs)sterilisation ist, aufgrund welcher KRITERIEN eine Sterilisation anzuordnen ist (medizinische / soziale Indikation, etc.). Denn ansonsten riecht es sehr schnell nach Eugenik..... also dunkle Erinnerungen an eine braune Vergangenheit.....
Da lobe ich mir Herrn August Forel. Hat getan was man tun musste um das Elend zu verhindern.
Genau wegen solchen Frauen war die frühere Fürsorgebehörde da. Diese Damen wurden sterilisiert. Kannte eine Dame welche nach England ging zur Abtreibung. 4 Monate wieder schwanger von einem Jamaikaner. Solche Frauen mussten/müssen vor sich selber geschützt werden. Daher waren die durchgeführten Unterbindungen ein gewollter Schutz dieser verhütungsresisten Damen. Was war daran schlecht?
Also bei gewissen Frauen wäre ich dafür für eine Zwangssterilisation kenne 3-4 wo das perfekt wäre aber eben Menschenrecht aber wo ist dann das Recht des ungewollten und ungeborenen Kindes??? Ist leider heutzutage so
Ist eine heikle Sache, denn Zwangssterilisation hört sich schrecklich an -- wäre aber meiner Ansicht nach auch eine sinnvolle und menschlich vertretbare Maßnahme. Mich nervt auch die doppelbödige und heuchlerische Gesellschaft-Moral!!! Z.B. werden Tempo-Raser die ein Kind zu Tode fahren ZURECHT sehr hart bestraft (Führerausweisentzug, Gefängnis...). Anderseits können Kinder abgetrieben werden, als wäre es das normalste in der Welt -- Pfui Doppelmoral!
Also wird ein Leben als wertvoller erachtet als das andere, resp. das Recht auf Selbstbestimmung einer Frau schwerer gewichtet als ein ungeborenes Leben...