Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/3/3196.htm
Timestamp: 2018-12-11 18:47:38
Document Index: 351914983

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 58', '§ 64', '§ 22', '§ 33', '§2']

3.196 Triebhalde
Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg über das Naturschutzgebiet »Triebhalde« vom 29. November 1993 (GBl. v. 28.12.1993, S. 781).
Auf Grund von § 21, § 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S. 654), zuletzt geändert durch das Biotopschutzgesetz vom 19. November 1991 (GBI. S. 701), und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) vom 20. Dezember 1978 (GBI. 1979 S. 12), wird verordnet:
Die in §2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Mühlheim, Landkreis Tuttlingen, werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Triebhalde«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von. rund 9,2 ha und erstreckt sich nordwestlich der, Stadt Mühlheim annähernd parallel zum Lipbach. Es umfaßt nach de Stand vom 21. Januar 1993 auf dem Gebiet der Stadt Mühlheim, Gemarkung Mühlheim, die Grundstücke Flst. Nrn. 1469 Weg (teilweise), 1469/1 Weg, 1471/1, (teilweise), 1471/2 (teilweise), 1471/4 und 1471/5.
(2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 und in einer Karte im Maßstab 1:2500 des Regierungspräsidiums Freiburg, jeweils mit Stand vom 21.Januar 1993, rot eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Freiburg in Freiburg i. Br. und beim Landratsamt Tuttlingen in Tuttlingen auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung der Wacholderheide »Triebhalde« als
2. ein vom Menschen durch jahrhundertelange Nutzung geprägter Landschaftsteil mit Wacholderheiden, Magerrasen und landschaftsprägenden Einzelbäumen.
(1) Im Naturschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Schutzgebietes oder seiner Bestandteile, zu einer nachhaltigen Störung oder zu einer Beeinträchtigung der wissenschaftlichen Forschung führen können
15. organisierte Wanderungen oder andere Veranstaltungen mit mehr als 40 Teilnehmern durchzuführen.
2. für die ordnungsmäßige Ausübung der Fischerei in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß die Fischerei mit der Handangel nur vom Westufer des Lipbachs aus zulässig ist;
3. für die ordnungsmäßige Ausübung der Landwirtschaft in der bisherigen Art, in der bisherigen Intensität und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß nur die extensive Beweidung mit Schafen ohne Düngung, ohne Koppeln und ohne Pferchen zulässig ist;
4. für die ordnungsmäßige Ausübung der Forstwirtschaft in der bisherigen Art, in der bisherigen Intensität und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß nur Eingriffe zur Verringerung des Fichtenanteils oder zur Förderung der lichtliebenden Strauch - und Krautschicht, sowie die Nutzung zufälliger Ergebnisse zulässig sind;
(2) Gleichzeitig tritt im Geltungsbereich dieser Verordnung die Verordnung des Landratsamts Tuttlingen über das Landschaftsschutzgebiet »Donautal mit Bära - und Lipbachtal« vom 20. Januar 1989 (veröffentlicht im »Gränzbote«, Ausgabe vom 20. Juni 1989, sowie im »Schwarzwälder Bote«, Ausgabe vom 21.Jühi 1989) in der Änderungsfassung vom 13. Januar 1993 (veröffentlicht im Gemeindemitteilungsblatt der Stadt Fridingen, Ausgabe Nr. 3 vom 21. Januar 1993) außer Kraft.
FREIBURG I. BR., den 29.November1993