Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_18_03_2010_III_ZR_74_09_Ersatzansprueche_gegen_einen_Wir-d3947502.html
Timestamp: 2016-12-11 10:22:22
Document Index: 352989175

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 311', '§ 311', '§ 1', '§ 1', '§ 309']

BundesgerichtshofUrt. v. 18.03.2010, Az.: III ZR 74/09Gericht: BGHEntscheidungsform: UrteilDatum: 18.03.2010Referenz: JurionRS 2010, 13020Aktenzeichen: III ZR 74/09 Verfahrensgang:vorgehend:LG München I - 31.10.2007 - AZ: 15 O 5228/07OLG München - 22.01.2009 - AZ: 6 U 1530/08Rechtsgrundlagen:§ 311 Abs. 2 BGB§ 311 Abs. 3 BGB§ 1 Abs. 1 S. 1 MVKV§ 1 Abs. 3 MVKVRedaktioneller Leitsatz:1.Im Falle der Verletzung vorvertraglicher Aufklärungspflichten im Zusammenhang mit einem Anlagefonds ist der Anspruch des Anlegers auf Ersatz des so genannten Zeichnungsschadens gerichtet.2.Wird jemand zur Absicherung der Kapitalanleger mit der Kontrolle über die zweckgerechte Verwendung einer Gesellschaftereinlage beauftragt, so ist eine Klausel in einem Mittelverwendungskontrollvertrag, nach der Schadensersatzansprüche gegen den Beauftragten nur geltend gemacht werden können, wenn die Anlagegesellschaft oder die Gesellschafter nicht auf andere Weise Ersatz zu erlangen vermögen, wegen Verstoßes gegen § 309 Nr. 7 b) BGB unwirksam.Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 18. März 2010 durch den Vizepräsidenten Schlick und die Richter Dörr, Dr. Herrmann, Hucke und Tombrink für Recht erkannt:Tenor:Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom 22. Januar 2009 aufgehoben.Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsrechtszugs, an das Berufungsgericht zurückverwiesen.