Source: https://www.bauakademie-sachsen.de/weiterbildung/veranstaltung/nachtraege-wegen-gestoerten-bauablaufs-rechtssicher-dokumentieren-aufstellen-und-durchsetzen-2098.html
Timestamp: 2019-01-24 05:15:36
Document Index: 341230217

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 642', '§ 1', '§ 2', '§ 642']

Nachträge wegen gestörten Bauablaufs - rechtssicher dokumentieren, aufstellen und durchsetzen
Termin / Ort 12.02.2019 I 09:00 - 16:00 Uhr I Leipzig
(Bau-)Zeit ist Geld – aber aus Bauzeitverzögerungen Geld zu machen, ist für den Bauunternehmer formell sehr schwierig. Bei keinem anderen Nachtrag sind die Hürden der Rechtsprechung vergleichbar hoch. Der Erfolg eines Nachtrages aus gestörtem Bauablauf ist abhängig von vielen Faktoren, die Kalkulator und Bauleiter kennen und beherrschen müssen. In dem Seminar werden die verschiedenen Verzugsfälle anhand aktueller Rechtsprechung vorgestellt und der richtige Umgang damit vermittelt. Systematisch wird das notwendige Wissen vermittelt „von erster Behinderung (was bereits eine verzögerte Vergabe sein kann) bis zur gerichtsfesten Aufbereitung und Durchsetzung der Nachtragsforderung“. Die Teilnehmer erlernen das Erstellen einer aussagekräftigen, präzisen Dokumentation der Bauablaufstörungen und ihrer Auswirkungen als Grundlage für erfolgreiche Nachträge. Anhand von Praxisbeispielen wird das Führen des nötigen Schriftwechsels mit der Erstellung von Behinderungsanzeigen, Mehrkostenanzeigen, Anbieten der Leistungen, Inverzugsetzung des Auftraggebers mit Mitwirkungspflichten, Formulierungen in Baubesprechungsprotokollen etc. dargestellt.
Besonderes Gewicht wird auf die Vermeidung von typischen und teuren Fehlern bei dem Auftreten von Baubehinderungen gelegt. Auf der anderen Seite wird der Umgang mit den typischen Forderungen des Auftraggebers (Beschleunigung, gravierende Umstellung des Bauablaufes, Zusatzleistungen zum Einholen des Verzuges) vermittelt. Die unterschiedlichen Anspruchsgrundlagen und deren praxisgerechte Anwendung werden anhand einprägsamer Rechtsfälle vollständig behandelt. Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Berechnung der Entschädigung nach der aktuellen Rechtsprechung dar.
Behinderungen nach § 6 Abs. 1 VOB/B – Anmeldung und Abmeldung Schadensersatz nach § 6 Abs. 6 VOB/B
Annahmeverzug des Auftraggebers nach § 642 BGB
Dokumentation der eigenen Leistungsbereitschaft
Anordnungen zur Bauzeit nach §§ 1 Abs. 3 und 4 VOB/B
Mehrmengen und Mindermengen
Winter/Wetter/Naturkatastrophen
Umfang der Pflicht des Auftragnehmers zu Kompensation und Beschleunigungsmaßnahmen
Geänderte oder zusätzliche Leistungen, §§ 2 Abs. 5 und 6 VOB/B - Mehrkostenanzeige mit Hinweis auf Bauzeitverlängerung - so konkret wie möglich, so ausführlich wie nötig
Dokumentationsmittel auf der Baustelle (Bautagesberichte, Fotos, Videos, Lieferscheine etc.)
Dokumentation („bauablaufbezogene Darstellung“)
Darstellung der Störung und der Störungsauswirkungen auf Folgeleistungen
Berücksichtigung von eigenem Bauverzug?
Darstellung der Bauzeitauswirkungen von Nachtragsleistungen, Mehr- oder Mindermengen
Berechnung der Bauzeitverlängerung und Fortschreibung des Terminplans (verschiedene Methoden)
Ermittlung der Entschädigungshöhe nach § 642 BGB
Für welchen Zeitraum besteht ein Anspruch auf Entschädigung?
Umfasst die Entschädigung auch die Allgemeinen Geschäftskosten und den Gewinn?
Teilnehmerkreis Geschäftsführer, Niederlassungsleiter, Oberbauleiter, Architekten und Ingenieure, Bau- und Projektleiter, Bauüberwacher, Handwerksmeister, Bautechniker sowie techn. und kfm. Führungskräfte aus Bauunternehmen, Architektur- und Ingenieurbüros, Bauträgergesellschaften, Handwerksunternehmen sowie Bauverwaltungen