Source: https://gesetze-in-app.de/AktG/246a
Timestamp: 2019-03-21 12:43:03
Document Index: 368971627

Matched Legal Cases: ['§ 246', '§ 246', '§ 246', '§ 246', '§ 246', '§ 246', '§ 246', '§ 246', '§ 246', '§ 82', '§ 246', '§ 291', '§ 291', '§ 246', 'Art. 14', '§ 246', 'BGH', '§ 203', '§ 203', '§ 203']

§ 246a AktG: Freigabeverfahren
3.das alsbaldige Wirksamwerden des Hauptversammlungsbeschlusses vorrangig erscheint, weil die vom Antragsteller dargelegten wesentlichen Nachteile für die Gesellschaft und ihre Aktionäre nach freier Überzeugung des Gerichts die Nachteile für den Antragsgegner überwiegen, es sei denn, es liegt eine besondere Schwere des Rechtsverstoßes vor.
OLG Bamberg, Beschluss vom 1.11.2013, Az. 3 AktG 2/13 Das ergibt sich sowohl aus dem Wortlaut des § 246a Abs. 1 AktG, wonach das Prozessgericht auf Antrag der Gesellschaft durch Beschluss unter anderem auch feststellen kann, dass die Mängel eines angefochtenen Hauptversammlungsbeschlusses die Wirkung einer -bereits erfolgten - Eintragung „unberührt lassen“, wie auch aus dem eindeutigen Willen des Gesetzgebers, der den Fall eines Freigabeantrags auch noch nach der Eintragung eines Unternehmensvertrags aus Gründen der Bestandssicherung in der Gesetzesbegründung (Begr. RegE UMAG BT-Dr 15/5092, S. 27) ausdrücklich vorgesehen hat (vgl. z. B. OLG Celle, BeckRS 2008, 00135 Rdnr. 5; KG, BeckRS 2008, 16184 Rdnr. 14; Schwab, in: Lutter/Schmidt, AktG, § 246a Rdnr. 14, jeweils m.w.
OLG Nürnberg, Beschluss vom 3.6.2012, Az. 12 AktG 778/12 In Rechtsprechung und Literatur ist umstritten, ob allein der Umstand, dass ein Aktienbesitz im fraglichen Zeitraum in Höhe von mindestens 1.000 EUR unstreitig ist, zur Erfüllung der Darlegungslast in § 246a Abs. 2 Nr. 2 AktG genügt (so OLG Frankfurt AG 2010, 508; OLG Frankfurt AG 2012, 414; Hüffer, AktG 10. Aufl. § 246a Rn. 20) oder ob selbst in diesem Falle zusätzlich ein urkundlicher Nachweis des Aktienbesitzes geführt werden muss (so KG AG 2011, 170; OLG Hamm AG 2011, 826; wohl auch OLG Köln BeckRS 2012, 03266; Reichard, NZG 2011, 292, 293, Wilsing/Saß, DB 2011, 919, 923; wohl auch Göz in: Bürgers/Körber, AktG 2. Aufl. § 246a Rn. 4).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 3.6.2012, Az. 12 AktG 778/12 (3) Für die Einstufung des fristgerechten urkundlichen Nachweises des Aktienquorums als materielle Freigabevoraussetzung (und nicht nur als - entbehrliche - Verfahrensregelung) spricht auch der Umstand, dass die Wochenfrist des § 246a Abs. 2 Nr. 2 AktG für den Nachweis einen materiell-rechtlichen Charakter aufweist und deshalb weder verlängert werden kann noch der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zugänglich ist (OLG Nürnberg AG 2011, 179; KG AG 2011, 170; Hüffer, AktG 10. Aufl. § 246a Rn. 20).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 3.6.2012, Az. 12 AktG 778/12 Im Hinblick darauf, dass dieser Antrag nicht dem Aktionär selbst, sondern seinem Prozessbevollmächtigtem im Klageverfahren zugestellt wird (§ 246a Abs. 1 Satz 2 AktG, §§ 82, 172 ZPO), besteht auch nicht die Gefahr, dass die Frist aufgrund fehlender Rechtskenntnis übersehen und deshalb versäumt wird (OLG Köln BeckRS 2012, 03266).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 3.6.2012, Az. 12 AktG 778/12 In diesen vor einem anderen Gericht - wenngleich am selben Gerichtsort - geführten Verfahren vorgetragene Tatsachen sind weder offenkundig (§ 246a Abs. 1 Satz 2 AktG, § 291 ZPO) noch gerichtsbekannt (vgl. Zöller/Greger, ZPO 29. Aufl. § 291 Rn. 1a).
OLG München, Beschluss vom 4.2.2015, Az. 23 AktG 1/15 Das OLG Hamburg führt insoweit insbesondere zutreffend aus (zitiert nach juris Tz. 13), dass die Vorschrift des § 246a Abs. 2 Nr. 2 AktG mit der Eigentumsgarantie aus Art. 14 Abs. 1 GG vereinbar ist, welche das Anteilseigentum des Aktionärs nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts genießt.
BVerfG, , Az. 1 BvR 119/09 § 246a Abs.4 Satz 2 AktG), wird eine solche Klage - um wirksamen Rechtsschutz bieten zu können - regelmäßig mit einem Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz verbunden werden (vgl. hierzu BGHZ 164, 249 <255>; OLG Frankfurt, WM 2001, S. 206; MünchKommAktG/Bayer, 2. Aufl., § 203 Rn. 175; Wamser, in: Spindler/Stilz, AktG, § 203 Rn. 116; Hüffer, AktG, 8. Aufl., § 203 Rn. 39; Waclawik, ZIP 2008, S. 2339; Seiler/Wittgens, ZIP 2008, S. 2245 <2250>).