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Timestamp: 2016-10-22 19:53:07
Document Index: 83436750

Matched Legal Cases: ['Art. 138', 'Art. 146', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 9', 'Art. 95', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 453', 'Art. 9', 'Art. 325', 'BGE', 'Art. 138', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 146', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 126', 'Art. 64', 'Art. 65']

6B_590/2012 (12.03.2013)
6B_590/2012
2. Y.________, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Thomas L�thy,
Veruntreuung, Betrug; rechtliches Geh�r,
A.a Das Bezirksgericht Horgen erkl�rte X.________ am 25. Februar 2009 wegen Betrugs und Veruntreuung zum Nachteil von Y.________ schuldig. In Gutheissung der Berufung sprach ihn das Obergericht des Kantons Z�rich am 16. November 2009 frei.
A.b Das Bundesgericht hob das Urteil des Obergerichts am 8. Juni 2010 auf Beschwerde von Y.________ hin auf und wies die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ck (Urteil 6B_22/2010).
A.c Das Obergericht des Kantons Z�rich befand X.________ mit Urteil vom 16. Dezember 2010 der Veruntreuung und des Betrugs schuldig. Es auferlegte ihm eine bedingte Freiheitsstrafe von 15 Monaten, als Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 2. Juni 2008, und hiess die Schadenersatzforderung von Y.________ von Fr. 476'129.10 nebst Zins gut. Das Bundesgericht hob dieses Urteil wegen Verletzung des Anspruchs von X.________ auf rechtliches Geh�r am 20. Juni 2011 auf und wies die Sache erneut an die Vorinstanz zur�ck (Urteil 6B_57/2011).
A.d Am 8. Dezember 2011 sprach das Obergericht des Kantons Z�rich X.________ vollumf�nglich frei. Das Bundesgericht hiess die Beschwerde der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich am 30. M�rz 2012 gut und wies die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ck (Urteil 6B_35/2012).
Am 22. August 2012 verurteilte das Obergericht des Kantons Z�rich X.________ wegen Veruntreuung (Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB) und Betrugs (Art. 146 Abs. 1 StGB) zum Nachteil von Y.________ zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten. Es verpflichtete ihn, dieser Fr. 476'129.10 Schadenersatz zzgl. Zins zu bezahlen.
X.________ war als Sachbearbeiter f�r die A.________ AG t�tig. In dieser Funktion betreute er Y.________, eine langj�hrige Kundin der A.________ AG. Am 30. Juni 1998 liess er Y.________ einen von ihm vorbereiteten Auslieferungsauftrag zukommen, wonach die UBS Z�rich angewiesen wurde, die "gesamten Anteile" im Depot xxx an die Bankverbindung UBS Z�rich, Depotnummer yyy auszuliefern. Das Schreiben trug den Hinweis "Vermerk: X.________ melden". Der Inhaber des Depots Nr. yyy wurde darin nicht benannt. Y.________ unterschrieb den Auslieferungsauftrag und leitete ihn an die UBS Z�rich weiter. Sie war sich nicht bewusst, dass sie dadurch die �berweisung von 30 Swiss Life Aktien im Wert von damals Fr. 37'110.-- auf das private Depot von X.________ veranlasste. Dieser verkaufte die Aktien am 27. Juli 1998 f�r Fr. 35'050.20, ohne Y.________ gegen�ber Rechenschaft abzulegen, und verwendete den Erl�s f�r eigene Anlagen.
X.________ schlug Y.________ weiter vor, zwei Lebensversicherungen kurz vor dem ordentlichen Ablauf der 15-j�hrigen Versicherungsdauer am 1. Dezember 1998 zu beleihen und die Gelder durch ihn mittel- bis langfristig gut und sicher anzulegen. Im August und September 1998 stellte er ihr die entsprechenden Unterlagen zur Unterschrift zu. Die aus den Policendarlehen freigewordenen Betr�ge von insgesamt Fr. 441'078.90 liess er durch Y.________ im September bzw. November 1998 auf sein Depot Nr. yyy bei der UBS �berweisen, wo er sie mit seinem eigenen Geld vermischte und f�r eigene Bed�rfnisse verwendete.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen mit den Antr�gen, das Urteil vom 22. August 2012 aufzuheben, ihn freizusprechen und die Schadenersatzbegehren von Y.________ auf den Zivilweg zu verweisen. Eventualiter sei das Verfahren zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Die Beschwerde ist zu begr�nden (Art. 42 Abs. 1 und 2; Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Begr�ndung hat in der Beschwerdeschrift selbst zu erfolgen (BGE 138 IV 47 E. 2.8.1 mit Hinweisen). Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit der Beschwerdef�hrer f�r die Begr�ndung auf fr�here Eingaben verweist.
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine willk�rliche Beweisw�rdigung und eine Verletzung des Grundsatzes in dubio pro reo. Die Vorinstanz w�rdige seine Aussagen und diejenigen der Beschwerdegegnerin 2 einseitig zu deren Gunsten. Sie gehe willk�rlich davon aus, diese habe nichts von den Policendarlehen gewusst, und er habe im Tatzeitpunkt einen dringenden Geldbedarf gehabt. Sein Kontostand sei bis Ende Juni 1998 ausgeglichen gewesen. Die Beschwerdegegnerin 2 und er seien sich einig gewesen, dass die Gelder (von ihm pers�nlich) an der B�rse angelegt werden sollten. Alles andere h�tte angesichts der erforderlichen Rendite von mindestens 9 % keinen Sinn gemacht. Sie habe das mit den B�rsengesch�ften einhergehende Risiko zu tragen. Sie habe auch Kenntnis davon gehabt, dass mit den "Anteilen" gem�ss dem Auslieferungsauftrag vom 30. Juni 1998 die Swiss Life Aktien gemeint gewesen seien und dass es sich beim Zielkonto um sein eigenes Depot gehandelt habe. Sie sei anl�sslich einer Besprechung dar�ber aufgekl�rt worden.
2.2 Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann vor Bundesgericht nur ger�gt werden, wenn sie willk�rlich (Art. 9 BV) ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 134 IV 36 E. 1.4.1). Willk�r bei der Beweisw�rdigung liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht. Dass eine andere L�sung oder W�rdigung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt f�r die Annahme von Willk�r nicht (BGE 138 I 305 E. 4.3; 137 I 1 E. 2.4). Dem Grundsatz in dubio pro reo kommt in der vom Beschwerdef�hrer angerufenen Funktion als Beweisw�rdigungsregel im Verfahren vor dem Bundesgericht keine �ber das Willk�rverbot von Art. 9 BV hinausgehende Bedeutung zu (BGE 127 I 38 E. 2a; 124 IV 86 E. 2a; je mit Hinweisen).
2.3 Die Vorinstanz legt willk�rfrei dar, weshalb sie zur �berzeugung gelangt, die Beschwerdegegnerin 2 sei sich nicht bewusst gewesen, dass sie durch die Unterzeichnung des Auslieferungsauftrags vom 30. Juni 1998 die �berweisung von Aktien in ihrem Eigentum in das private Depot des Beschwerdef�hrers veranlasste. Desgleichen zeigt sie auf, dass diese mit der A.________ AG bzw. dem Beschwerdef�hrer eine sichere Anlage ihres Verm�gens vereinbarte und sie diesen nie erm�chtigte, ihr Geld in riskante B�rsengesch�fte zu investieren. Sie w�rdigt hierzu die Aussagen des Beschwerdef�hrers und der Beschwerdegegnerin 2. F�r die Glaubhaftigkeit deren Angaben sprechen gem�ss der nachvollziehbaren und sachlich begr�ndeten Auffassung der Vorinstanz auch die �usseren Umst�nde. Die Vorinstanz weist u.a. darauf hin, dass die Beleihung der Versicherungspolicen kurz vor deren Ablauf gesch�ftlich nicht begr�ndet war (Urteil S. 27), dass das Depot Nr. yyy des Beschwerdef�hrers im Zeitpunkt der �berweisung der Fr. 441'078.90 aktenkundig einen Minussaldo von rund Fr. 250'000.-- aufwies (Urteil S. 31), dass die Beschwerdegegnerin 2 ihr Geld vor der Intervention des Beschwerdef�hrers sicher anlegte, dass schriftliche Dokumente hinsichtlich der angeblich neuen Anlagestrategie und Verm�gensverwaltung fehlen, dass der Beschwerdef�hrer die Gelder der Beschwerdegegnerin 2 mit seinem eigenen Verm�gen vermischte und er jene w�hrend Jahren weder �ber get�tigte Anlagen noch die zunehmenden Verluste bis hin zum Totalverlust der Fr. 441'078.90 informierte (Urteil 25 f.). Nicht ersichtlich ist schliesslich, weshalb der Beschwerdef�hrer im Schreiben vom 30. Juni 1998 den Inhaber des Depots Nr. yyy nicht offenlegte und den irref�hrenden Hinweis "Vermerk: X.________ melden" anbrachte, wenn er die Beschwerdegegnerin 2 zuvor m�ndlich informiert h�tte (vgl. Urteil S. 37). Die Vorinstanz behauptet nicht, die Beschwerdegegnerin 2 habe von den Policendarlehen rein gar nichts gewusst (Urteil S. 28). Hingegen durfte sie ohne Willk�r annehmen, diese habe nicht erkannt, dass sich das Gesch�ft angesichts der Darlehenszinsen von 5 % nur lohnte, wenn mit den Geldern aus den Policendarlehen eine Rendite von mindestens 9 % erzielt w�rde (vgl. Urteil S. 30; Beschwerde S. 30 ff.).
Der Beschwerdef�hrer beschr�nkt sich darauf, der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellung seine eigene W�rdigung gegen�berzustellen. Er zeigt nicht auf, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem offensichtlichen Mangel leiden k�nnte. Seine Einw�nde ersch�pfen sich in einer unzul�ssigen appellatorischen Kritik. Darauf ist nicht weiter einzugehen.
Der Beschwerdef�hrer beanstandet, die Vorinstanz werfe ihm ein rechtsmissbr�uchliches bzw. treuwidriges Verhalten vor, da er den Standpunkt vertreten habe, die verf�gbaren Beweise w�rden f�r eine Verurteilung nicht ausreichen, gleichzeitig aber auf eine zus�tzliche Einvernahme der Beschwerdegegnerin 2 ausdr�cklich verzichtet habe. Es bestehe keine Verpflichtung der Verteidigung, f�r die Erhebung belastender Beweise besorgt zu sein.
Die R�ge ist unbegr�ndet. Die Vorinstanz f�hrt aus, der Beschwerdef�hrer habe auf eine weitere Einvernahme der Beschwerdegegnerin 2 verzichtet. Damit habe er zum Ausdruck gebracht, dass seitens der Beschwerdegegnerin 2 keine Notwendigkeit f�r beweisrechtliche Weiterungen bestand. Sein nachtr�gliches Vorbringen, wonach die Untersuchung hinsichtlich der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 mangelhaft sei, erscheine als treuwidrig (Urteil E. 4.2.3 S. 31 f.). Die Vorinstanz dr�ckt dadurch lediglich aus, dass die Beschwerdegegnerin 2 korrekt einvernommen wurde. Im �brigen w�rdigt sie deren Aussagen frei. Dem Beschwerdef�hrer war es nicht untersagt, einen Freispruch mangels Beweis zu beantragen.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er habe nach dem Entscheid des Bundesgerichts 6B_22/2010 vom 8. Juni 2010 auf eine neue Hauptverhandlung verzichtet. Die Vorinstanz verletze seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r, da sie auf das erstinstanzliche Urteil verweise und auf seine Ausf�hrungen im Pl�doyer anl�sslich der zweitinstanzlichen Hauptverhandlung vom 30. September 2009 nicht oder nicht gen�gend eingehe. Sie h�tte auch begr�nden m�ssen, weshalb sie von einer stillschweigenden bzw. konkludenten Weisung der Beschwerdegegnerin 2 ausgehe, die Gelder nicht an der B�rse zu investieren.
Das rechtliche Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Beh�rde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Nicht erforderlich ist, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken. Sie muss wenigstens kurz die �berlegungen nennen, von denen sie sich hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid st�tzt (BGE 138 IV 81 E. 2.2; 134 I 83 E. 4.1 mit Hinweisen). Die Vorinstanz setzt sich mit den Einw�nden des Beschwerdef�hrers auseinander (vgl. Urteil S. 20 ff. und 35 ff.). Sie begr�ndet eingehend, weshalb sie f�r erwiesen h�lt, die Beschwerdegegnerin 2 habe eine sichere Anlage gewollt. Aufgrund der Vereinbarung, die Gelder gut und sicher anzulegen, war klar, dass der Beschwerdef�hrer nicht befugt war, damit riskante B�rsengesch�fte zu t�tigen. Der angefochtene Entscheid ist auch in dieser Hinsicht ausreichend begr�ndet.
5.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des Anklageprinzips. Unklar sei, ob ihm vorgeworfen werde, seine eigenen Schulden mit den Geldern der Beschwerdegegnerin 2 getilgt zu haben, oder ob er die Gelder weisungswidrig an der B�rse investiert haben soll. Aus der Anklageschrift gehe zudem nicht hervor, dass er von der Beschwerdegegnerin 2 die Weisung erhielt, die Gelder nicht an der B�rse zu investieren. Die Vorinstanz nehme schliesslich anklagewidrig an, die Beschwerdegegnerin 2 habe nichts von den Policendarlehen gewusst und keine solchen gewollt.
5.2 Die Bundesgerichtsurteile 6B_35/2012 vom 30. M�rz 2012 und 6B_57/2011 vom 20. Juni 2011 ergingen nach Inkrafttreten der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) am 1. Januar 2011. Das vorliegende Verfahren richtet sich damit nach neuem Recht (Art. 453 Abs. 2 Satz 1 StPO; Urteil 6B_425/2011 vom 10. April 2012 E. 2.2). Gem�ss Art. 9 Abs. 1 StPO kann eine Straftat nur gerichtlich beurteilt werden, wenn die Staatsanwaltschaft gegen eine bestimmte Person wegen eines genau umschriebenen Sachverhalts beim zust�ndigen Gericht Anklage erhoben hat. Nach Art. 325 Abs. 1 lit. f StPO bezeichnet die Anklageschrift m�glichst kurz, aber genau, die der beschuldigten Person vorgeworfenen Taten mit Beschreibung von Ort, Datum, Zeit, Art und Folgen der Tatausf�hrung. Damit die Anklageschrift ihre doppelte Funktion der Umgrenzung und Information wahrnehmen kann, muss sie hinreichend pr�zise formuliert sein (vgl. BGE 133 IV 235 E. 6.2 und 6.3; 126 I 19 E. 2a; je mit Hinweisen).
5.3 Aus der Anklageschrift ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin 2 eine gute und sichere Anlage wollte, und der Beschwerdef�hrer die Gelder weisungswidrig f�r eigene Bed�rfnisse und insbesondere f�r seine defizit�ren B�rsengesch�fte einsetzte. Eine Verletzung des Anklageprinzips ist nicht auszumachen. Wie bereits erw�hnt, nimmt die Vorinstanz nicht an, die Beschwerdegegnerin 2 habe nichts von den Policendarlehen gewusst (oben E. 2.3). Eine ausdr�ckliche Weisung, keine riskanten B�rsengesch�fte zu t�tigen, war in Anbetracht der vereinbarten sicheren Anlage der Gelder nicht erforderlich (oben E. 4). In welcher Hinsicht das Anklageprinzip im Zusammenhang mit dem Betrugsvorwurf betreffend die Swiss Life Aktien verletzt sein soll (Beschwerde Ziff. 127 S. 54), begr�ndet der Beschwerdef�hrer nicht rechtsgen�gend.
6.1 Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die rechtliche W�rdigung als Veruntreuung.
6.2 Den Tatbestand der Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB erf�llt, wer ihm anvertraute Verm�genswerte unrechtm�ssig in seinem oder eines anderen Nutzen verwendet. Die tatbestandsm�ssige Handlung besteht bei der Veruntreuung von Verm�genswerten in einem Verhalten, durch welches der T�ter eindeutig seinen Willen bekundet, den obligatorischen Anspruch des Treugebers zu vereiteln (BGE 133 IV 21 E. 6.1.1). In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz und ein Handeln in unrechtm�ssiger Bereicherungsabsicht erforderlich. Nach der Rechtsprechung bereichert sich bei der Veruntreuung von Verm�genswerten unrechtm�ssig, wer die Verm�genswerte, die er dem Berechtigten zur Verf�gung zu halten hat, zu seinem eigenen Nutzen verwendet, ohne f�hig und gewillt zu sein, sie jederzeit sofort zu ersetzen (BGE 133 IV 21 E. 6.1.2).
6.3 Der Betrag von Fr. 441'078.90 war dem Beschwerdef�hrer anvertraut. Indem er die Gelder f�r eigene Bed�rfnisse und namentlich seine defizit�ren B�rsengesch�fte nutzte, machte er sich der Veruntreuung strafbar (Urteil E. 5 S. 32 f.). Daran �ndert nichts, dass er anf�nglich angeblich noch in der Lage gewesen w�re, die ihm anvertrauten Verm�genswerte zur�ckzuzahlen (Beschwerde Ziff. 89 ff. S. 39-41). Der Beschwerdef�hrer legt seiner rechtlichen Argumentation von den willk�rfreien und damit verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichende Tatsachenbehauptungen zugrunde. Darauf ist nicht einzutreten (Art. 105 Abs. 1 BGG). Der Schuldspruch wegen Veruntreuung verletzt kein Bundesrecht.
7.1 Hinsichtlich der Qualifikation als Betrug r�gt der Beschwerdef�hrer, sein Verhalten sei nicht arglistig gewesen.
7.2 Den Tatbestand des Betrugs von Art. 146 Abs. 1 StGB erf�llt u.a., wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtm�ssig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdr�ckung von Tatsachen arglistig irref�hrt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Verm�gen sch�digt.
Arglist wird in der Rechtsprechung auch bei einfachen falschen Angaben bejaht, wenn deren �berpr�fung nicht oder nur mit besonderer M�he m�glich oder nicht zumutbar ist, und wenn der T�ter das Opfer von der m�glichen �berpr�fung abh�lt oder nach den Umst�nden voraussieht, dass dieses die �berpr�fung der Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensverh�ltnisses unterlassen werde (BGE 135 IV 76 E. 5.2 S. 81 f. mit Hinweisen).
7.3 Die Vorinstanz geht von einer arglistigen T�uschung aus. Der Beschwerdef�hrer habe im Auslieferungsauftrag vom 30. Juni 1998 bewusst die f�r die Beschwerdegegnerin 2 relevante Tatsache unterdr�ckt, dass es sich bei den "Anteilen" um die 30 Swiss Life Aktien handelte und dass er alleiniger Inhaber des Depots Nr. yyy war. Damit habe er die Beschwerdegegnerin 2 get�uscht, da sie davon habe ausgehen d�rfen, ihr Verm�gen verbleibe nach der Unterzeichnung des Auslieferungsauftrags entsprechend den gesch�ftlichen Gepflogenheiten der A.________ AG in ihrem Zugriffsbereich und werde weiterhin in ihrem Interesse verwaltet. Der Beschwerdef�hrer habe gegen�ber der Beschwerdegegnerin 2 aufgrund des langj�hrigen Vertrags- und Vertrauensverh�ltnisses eine Aufkl�rungspflicht gehabt, welcher er in keiner Weise nachgekommen sei (Urteil E. 3.2.1 S. 39 f.). Die Arglist bejaht die Vorinstanz mit der Begr�ndung, die Beschwerdegegnerin 2 habe ihr Verm�gen im Hinblick auf eine gute und sichere Anlage der daf�r spezialisierten A.________ AG anvertraut und sich seit vielen Jahren hundertprozentig auf deren Gesch�ftst�tigkeit verlassen k�nnen. Der Beschwerdef�hrer habe mit Gewissheit davon ausgehen k�nnen, dass die Beschwerdegegnerin 2 keine n�heren �berpr�fungen vornehme, da er ihr als speziell ausgebildeter Verm�gensverwalter im Finanzbereich weit �berlegen gewesen sei und sie als beruflich stark engagierte Gewerbetreibende kaum Zeit gefunden habe, sich um ihre Finanzanlagen zu k�mmern (Urteil E. 3.2.2 b S. 42).
7.4 Was der Beschwerdef�hrer dagegen einwendet, vermag nicht zu �berzeugen. Arglist wird namentlich bejaht, wenn der T�ter voraussieht, dass der Gesch�digte die �berpr�fung der Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensverh�ltnisses unterlassen werde (oben E. 7.2). Dies kann etwa der Fall sein, wenn der Gesch�digte den T�ter wie bei der Verm�gensverwaltung als Fachmann beigezogen hat, um ihn gerade bei den infrage stehenden Dispositionen zu beraten (ANDREAS DONATSCH, Strafrecht III, Delikte gegen den Einzelnen, 9. Aufl. 2008, S. 203; vgl. dazu auch BGE 118 IV 35 E. 2). Als Mitarbeiter der A.________ AG durfte die Beschwerdegegnerin 2 dem Beschwerdef�hrer vertrauen. Entgegen dessen Einwand (Beschwerde S. 58 f.) konnte nicht verlangt werden, dass sie die T�tigkeit des von ihr entgeltlich beauftragten Verm�gensverwalters zus�tzlich durch ihren Hausanwalt �berpr�fen liess. Eine Opfermitverantwortung scheidet aus.
Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit sich der Beschwerdef�hrer auch in diesem Zusammenhang gegen die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz wendet und beispielsweise geltend macht, die Beschwerdegegnerin 2 sei keiner T�uschung unterlegen.
Der Schuldspruch wegen Betrugs ist bundesrechtskonform.
Der Beschwerdef�hrer ficht den Zivilpunkt an.
Die Zivilforderung von Fr. 476'129.10 setzt sich aus den Betr�gen von Fr. 35'050.20 und Fr. 441'078.90 (Fr. 168'641.70, Fr. 120'000.-- und Fr. 152'437.20) zusammen. Die Vorinstanz stellt folglich auf den Wert der 30 Swiss Life Aktien im Zeitpunkt des Verkaufs am 27. Juli 1998 ab. Wohl k�nnten ihre diesbez�glichen Ausf�hrungen teilweise missverstanden werden, da darin auch der Betrag von Fr. 37'110.-- erw�hnt wird (Urteil E. VI. 2.1 S. 48). Insgesamt sind die vorinstanzlichen Erw�gungen (Urteil E. VI. 3 S. 49) und das Urteilsdispositiv jedoch klar. Die Kritik des Beschwerdef�hrers, der Beschwerdegegnerin 2 seien zu Unrecht Fr. 37'110.-- zugesprochen worden (Beschwerde S. 61 f.), ist abzuweisen.
Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf BGE 109 II 474. Er argumentiert, f�r die Schadensberechnung sei der Zeitpunkt massgebend, auf welchen die Beschwerdegegnerin 2 die 30 Swiss Life Aktien erstmals herausverlangt habe. Die Aktien h�tten im Februar 2009 noch etwa 10 % ihres urspr�nglichen Wertes gehabt (Beschwerde S. 60-62). Damit verkennt er, dass es - anders als im zitierten Bundesgerichtsentscheid - nicht um vertragliche Anspr�che aus einem Hinterlegungsvertrag geht. Zu beurteilen waren vielmehr Schadenersatzanspr�che aus unerlaubter Handlung (Betrug zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 2). Der Beschwerdef�hrer kann aus BGE 109 II 474 nichts zu seinen Gunsten ableiten. Er war mit der Verwaltung des Verm�gens der Beschwerdegegnerin 2 betraut. W�rde seiner Argumentation gefolgt, w�re er durch die Straftat im Umfang der Differenz zwischen dem Wert der Aktien zurzeit des Verkaufs am 27. Juli 1998 und dem Wert im Zeitpunkt, als die Beschwerdegegnerin 2 die Straftat entdeckte, bereichert. Dies widerspricht dem Grundsatz, wonach sich deliktisches Verhalten f�r den T�ter nicht lohnen soll. Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Beschwerde Ziff. 145 S. 62) ist zu verneinen, da die Vorinstanz den Standpunkt des Beschwerdef�hrers implizit verwarf und sie nicht verpflichtet war, sich mit jedem einzelnen Vorbringen vertieft auseinanderzusetzen (vgl. oben E. 4).
Nicht zu h�ren sind die Einw�nde, die Fr. 441'078.90 seien bei der Verm�gensverwaltung verloren gegangen, und es sei keine sichere Neuanlage dieses Betrages von gleicher G�te wie die bisherigen Lebensversicherungspolicen vereinbart worden (Beschwerde S. 62-65), da der Beschwerdef�hrer damit erneut von den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz abweicht.
Schliesslich kann der Vorinstanz auch nicht vorgeworfen werden, sie habe die Tragweite von Art. 126 StPO verkannt, wenn sie von der vom Beschwerdef�hrer beantragten Verweisung der Zivilforderungen auf den Zivilweg absah (vgl. Beschwerde Ziff. 145 S. 62).
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung ist infolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). F�r die Beurteilung der Erfolgsaussichten vor Bundesgericht ist nicht ausschlaggebend, dass das Obergericht des Kantons Z�rich im Urteil vom 8. Dezember 2011 zu einem Freispruch gelangte (Beschwerde Ziff. 163 S. 68), da der Beschwerdef�hrer in seiner Beschwerde nicht ann�hernd aufzuzeigen vermag, weshalb die Beweisw�rdigung im angefochtenen Entscheid offensichtlich unhaltbar und damit willk�rlich sein soll. Seiner finanziellen Lage ist bei der Festsetzung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Der Beschwerdegegnerin 2 sind im bundesgerichtlichen Verfahren keine Kosten entstanden, weshalb ihr keine Parteientsch�digung zuzusprechen ist.