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Timestamp: 2016-10-28 16:12:05
Document Index: 122573795

Matched Legal Cases: ['Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 23', 'Art. 83', 'BGE', 'Art. 86', 'Art. 89', 'Art. 42', 'Art. 100', 'Art. 89', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 99', 'Art. 99', 'Art. 63', 'Art. 63', 'Art. 63', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 11', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 62', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 8', 'Art. 3', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 105', 'Art. 105', 'e contrario', 'Art. 99', 'Art. 96', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 14', 'Art. 14', 'BGE', 'Art. 14', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 99', 'Art. 5', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 65', 'Art. 68']

2C_1029/2011 (10.04.2012)
2C_1029/2011
vertreten durch die Eltern, X.________ und Y.________,
Beschwerdef�hrer, alle vier vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Markus Bachmann,
Klausenstrasse 4, 6460 Altdorf.
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Uri, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 4. November 2011.
Der kosovarische Staatsangeh�rige X.________ (geb. 1980) reiste am 23. April 1990 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und erhielt zun�chst die Aufenthaltsbewilligung. Am 28. Juli 2000 wurde ihm die Niederlassungsbewilligung erteilt und am 29. Mai 2006 heiratete er die - ebenfalls aus dem Kosovo stammende - Schweizer Staatsangeh�rige Y.________ (geb. 1985). Die beiden der Ehe entsprossenen T�chter A.________ (geb. 2007) und B.________ (geb. 2009) verf�gen ebenfalls �ber das Schweizer B�rgerrecht.
X.________ trat mehrfach strafrechtlich in Erscheinung. So hat er zwischen 2000 und 2010 folgende Verurteilungen wegen SVG-Delikten erwirkt: Strafbefehl des Einzelrichteramts des Kantons Zug vom 16. Dezember 2000 �ber eine Busse von Fr. 150.--, Strafmandat der Staatsanwaltschaft Uri vom 14. August 2002 �ber eine Busse von Fr. 1'000.--, Strafverf�gung des Amtsstatthalteramtes Hochdorf vom 13. M�rz 2006 �ber eine Geldbusse von Fr. 360.--, Strafverf�gung des Amtsstatthalteramtes Luzern vom 31. Mai 2010 �ber eine Busse von Fr. 100.-- sowie Strafbefehl des Verh�ramtes des Kantons Obwalden vom 20. Juli 2010 �ber eine Geldstrafe von 10 Tagess�tzen � Fr. 70.-- sowie einer Busse von Fr. 800.--. Das Bezirksgericht Hinwil verurteilte X.________ am 6. November 2008 wegen mehrfacher qualifizierter Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3-5 i.V.m. Art. 19 Ziff. 2 lit. a und b sowie Art. 19a Ziff. 1) und wegen Vergehens gegen Art. 23 Abs. 1 al. 5 ANAG zu einer Freiheitsstrafe von f�nf Jahren. Das Obergericht des Kantons Z�rich best�tigte mit Urteil vom 27. Januar 2010 den erstinstanzlichen Schuldspruch und legte die Freiheitsstrafe auf vier Jahre und sechs Monate fest. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil 6B_268/2010 vom 28. Juni 2010 ab, soweit es darauf eintrat. Seit dem 27. September 2010 befindet sich X.________ im Strafvollzug.
Nach Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs widerrief das Amt f�r Arbeit und Migration des Kantons Uri mit Verf�gung vom 24. Januar 2011 die Niederlassungsbewilligung von X.________ per sofort und wies diesen auf Ende des Strafvollzugs aus der Schweiz und dem Schengenraum weg. Eine dagegen erhobene Einsprache wies das Amt f�r Arbeit und Migration mit Entscheid vom 9. August 2011 ab und best�tigte die Verf�gung vom 24. Januar 2011. Das Obergericht des Kantons Uri wies eine dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil vom 4. November 2011 ab, soweit es darauf eintrat.
Mit Eingabe vom 14. Dezember 2011 f�hren X.________, seine Ehefrau und seine beiden T�chter Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht. Sie beantragen die Aufhebung des Urteils des Obergerichts des Kantons Uri vom 4. November 2011 sowie des Einspracheentscheides vom 9. August 2011 bzw. der Verf�gung vom 24. Januar 2011 des Amtes f�r Arbeit und Migration. Weiter sei die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers 1 nicht zu widerrufen, von seiner Wegweisung sei abzusehen und er sei unter Androhung des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung zu verwarnen. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Obergericht und das Amt f�r Arbeit und Migration verzichten auf eine Stellungnahme. Das Bundesamt f�r Migration schliesst auf Abweisung der Beschwerde.
Mit Verf�gung vom 4. Januar 2012 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde antragsgem�ss die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1 Nach Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts unzul�ssig gegen Entscheide betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt. Vorliegend geht es nicht um die erstmalige Erteilung oder die Verl�ngerung, sondern um den Widerruf einer bereits gew�hrten Bewilligung. Die Beschwerde bleibt in diesem Zusammenhang zul�ssig, soweit die Bewilligung - w�re sie nicht widerrufen worden - nach wie vor Rechtswirkungen entfalten w�rde. Dies ist bei der unbefristeten Niederlassungsbewilligung der Fall (vgl. BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4). Die Zul�ssigkeit des Rechtsmittels beruht auf dem schutzw�rdigen Vertrauen, dass eine einmal erteilte Bewilligung f�r die Dauer ihrer G�ltigkeit fortbesteht und grunds�tzlich nicht in die entsprechende Rechtsposition eingegriffen wird (vgl. Urteil 2C_515/2009 vom 27. Januar 2010 E. 1.1 mit Hinweisen).
1.1.1 Als Adressat des angefochtenen, kantonal letztinstanzlichen Urteils (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG) ist der Beschwerdef�hrer 1 ohne Weiteres zur Beschwerdef�hrung legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf das im �brigen form- und fristgerecht eingereichte Rechtsmittel (Art. 42 und Art. 100 Abs. 1 BGG) ist daher grunds�tzlich einzutreten (unter Vorbehalt von E. 1.1.3, 1.2 und 1.3 hiernach).
1.1.2 Hingegen haben die Beschwerdef�hrerinnen 2 bis 4 nicht vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen und legen auch nicht rechtsgen�glich dar, warum sie keine M�glichkeit zu Teilnahme erhalten haben sollen (vgl. Art. 89 Abs. 1 lit. a BGG). Sie f�hren dazu bloss aus, die Vorinstanzen h�tten ihnen keine Gelegenheit geboten, sich am Verfahren zu beteiligen bzw. der vormalige Rechtsvertreter habe nicht auf diese M�glichkeit hingewiesen (Ziff. 9.1 und 10.1 der Beschwerde). Praxisgem�ss verzichtet das Bundesgericht nur auf die Voraussetzung der Teilnahme am vorinstanzlichen Verfahren, wenn eine Partei - ohne Verschulden - nicht in der Lage war, sich an jenem Verfahren zu beteiligen bzw. wenn die konkrete Verfahrensordnung eine Teilnahme nicht gebietet (BGE 135 II 172 E. 2.2.1 S. 175; 133 II 181 E. 3.2 S. 187 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall bestand jedoch kein objektiver Grund, der die Beschwerdef�hrerinnen 2 bis 4 hinderte, ihre Anliegen bereits in den vorinstanzlichen Verfahren einzubringen. Die Durchf�hrung des Verfahrens war ihnen offensichtlich bekannt und sie haben freiwillig auf eine Teilnahme an den vorinstanzlichen Einsprache- und Beschwerdeverfahren verzichtet. Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrer braucht es hier weder eine Aufforderung der Vorinstanz noch einen Hinweis des damaligen Rechtsvertreters des Beschwerdef�hrers 1 auf die M�glichkeit der Teilnahme am Verfahren. Auf die Beschwerde der Beschwerdef�hrerinnen 2 bis 4 kann somit mangels formeller Beschwer nicht eingetreten werden.
1.1.3 Als unzul�ssig erweist sich das Rechtsmittel zudem, soweit es sich gegen die kantonal vorinstanzlichen Entscheide richtet, da diese durch das obergerichtliche Urteil ersetzt worden sind und als mit angefochten gelten (sog. Devolutiveffekt; vgl. BGE 134 II 142 E. 1.4 S. 144; 129 II 438 E. 1 S. 441).
1.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Mit einer Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten k�nnen diese nur dann ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich sind (BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252; 133 III 393 E. 7.1 S. 398) oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen. Zudem ist vom Beschwerdef�hrer aufzuzeigen, dass die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Das Vorbringen von neuen Tatsachen oder Beweismitteln ist nur insofern m�glich, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gegeben hat (Art. 99 Abs. 1 BGG). Neue Begehren sind unzul�ssig (Art. 99 Abs. 2 BGG).
2.2 Ebenso ist ein Bewilligungswiderruf gem�ss Art. 63 Abs. 1 lit. b und Art. 63 Abs. 2 AuG u.a. dann m�glich, wenn der Ausl�nder in schwerwiegender Weise gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen oder diese gef�hrdet hat. Dabei ist in erster Linie auf den Stellenwert des beeintr�chtigten Rechtsguts abzustellen; wenn die ausl�ndische Person durch ihre Handlungen besonders hochwertige Rechtsg�ter wie namentlich die k�rperliche, psychische und sexuelle Integrit�t eines Menschen verletzt oder gef�hrdet hat, sind die Tatbestandsvoraussetzungen von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG zumeist erf�llt. Indes k�nnen auch vergleichsweise weniger gravierende Pflichtverletzungen als "schwerwiegend" im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG bezeichnet werden: Ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist namentlich auch dann m�glich, wenn sich eine ausl�ndische Person von strafrechtlichen Massnahmen nicht beeindrucken l�sst und damit zeigt, dass sie auch zuk�nftig weder gewillt noch f�hig ist, sich an die Rechtsordnung zu halten. Ob der Ausl�nder willens und in der Lage ist, sich in die hier geltende Ordnung einzuf�gen, kann nur anhand einer Gesamtbetrachtung seines Verhaltens beurteilt werden; auch eine Summierung von Verst�ssen, die f�r sich genommen f�r einen Widerruf nicht ausreichen w�rden, k�nnen deshalb einen Bewilligungsentzug rechtfertigen, und sogar das Bestehen von privatrechtlichen Schulden kann gegebenenfalls einen schwerwiegenden Verstoss gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung darstellen, wenn die Verschuldung mutwillig erfolgt ist (BGE 137 II 297 E. 3 S. 302 ff. mit Hinweisen).
2.4 Die Notwendigkeit einer Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung ergibt sich auch aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK: Danach ist ein Eingriff in das von Art. 8 Ziff. 1 EMRK gesch�tzte Privat- und Familienleben dann statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft f�r die nationale Sicherheit, die �ffentliche Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung oder zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig erscheint. Bei der Interessenabw�gung im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK sind - wie fr�her bei jener nach Art. 11 Abs. 3 ANAG - die Schwere des begangenen Delikts, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des Ausl�nders w�hrend dieser Periode, die Auswirkungen auf die prim�r betroffene Person sowie deren famili�re Situation zu ber�cksichtigen (BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381).
3.1 Der Beschwerdef�hrer wurde unter anderem rechtskr�ftig zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt, womit er einen Widerrufsgrund im Sinne der oben genannten Bestimmungen gesetzt hat. Ob das Verhalten des Beschwerdef�hrers zugleich als schwerwiegender Verstoss gegen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG zu werten ist, bedarf somit keiner n�heren Betrachtung, weil dieser Widerrufsgrund in der vorliegenden Konstellation ohnehin nur subsidi�r zur Anwendung kommt, wenn es an den Voraussetzungen f�r einen Widerruf in Anwendung von Art. 62 lit. b (in Verbindung mit Art. 63 Abs. 1 lit. a) AuG gebricht (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.2 S. 381).
3.2 Der Beschwerdef�hrer r�gt vorab eine unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts durch die Vorinstanz. Die ger�gte unrichtige Feststellung des Sachverhalts wird mit einer Verletzung von Art. 3 KRK bzw. Art. 8 EMRK begr�ndet. Der Beschwerdef�hrer f�hrt dazu aus, die Vorinstanz h�tte bei der Pr�fung der Verh�ltnism�ssigkeit der Ausweisung das Wohl seiner Kinder, das vorrangig zu ber�cksichtigen sei, �berhaupt nicht gepr�ft, womit ein Verstoss gegen Art. 3 KRK vorliege. Weiter h�tten die Vorinstanzen den Sachverhalt in Hinblick auf die Frage, ob eine Notwendigkeit bestehe, die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers zu widerrufen, ungen�gend festgestellt, was eine Verletzung von Art. 8 EMRK darstelle. Schliesslich habe die Vorinstanz den Sachverhalt in Bezug auf die Lebensverh�ltnisse im Kosovo und die Verbundenheit der Ehefrau des Beschwerdef�hrers mit ihrem Heimatland offensichtlich unrichtig festgestellt.
Diese Einw�nde gehen alle fehl: Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil (E. 6 bis 9) eine umfassende Interessenabw�gung - insbesondere unter dem Aspekt von Art. 8 EMRK - vorgenommen und dabei die �ffentlichen Interessen an der Fernhaltung des Beschwerdef�hrers gegen dessen private Interessen abgewogen. Dabei hat sie insbesondere auch die Nachteile f�r die Ehefrau und die Kinder des Beschwerdef�hrers mitber�cksichtigt und festgestellt, die schwierigen Lebensverh�ltnisse im Kosovo w�rden eine R�ckkehr f�r den Beschwerdef�hrer und seine Familie nicht verunm�glichen (vgl. angefochtener Entscheid E. 8c). Von einer offensichtlich unrichtigen und damit willk�rlichen Sachverhaltsfeststellung kann hier keine Rede sein. S�mtliche vom Beschwerdef�hrer aufgeworfenen Fragen stellen nicht ein Problem der Sachverhaltsermittlung dar, sondern beschlagen die im Rahmen der Rechtsanwendung vorzunehmende Interessenabw�gung (vgl. E. 3.3 hiernach).
Daraus ergibt sich, dass der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt f�r das Bundesgericht verbindlich ist (Art. 105 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG e contrario). Dementsprechend erweisen sich auch die vom Beschwerdef�hrer offerierten Beweismittel (pers�nliche Befragung des Beschwerdef�hrers und seiner Ehefrau, Einholen von Amtsberichten bei der Gef�ngnisverwaltung der Strafanstalt Wauwilermoos bzw. der kantonalen Ausl�nderbeh�rde des Kantons Aargau) zwecks Feststellung des Sachverhalts als unn�tig; die entsprechenden Beweisantr�ge sind demnach abzuweisen, soweit diese ohnehin nicht unter das Novenverbot von Art. 99 Abs. 1 BGG fallen (vgl. E. 1.2 hiervor).
3.3 Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung muss - wie in E. 2.3 bzw. 2.4 hiervor erw�hnt - verh�ltnism�ssig sein. Es ist eine sorgf�ltige Pr�fung des Einzelfalles vorzunehmen. Insoweit haben die zust�ndigen Beh�rden namentlich die �ffentlichen Interessen und die pers�nlichen Verh�ltnisse sowie den Grad der Integration der betroffenen Ausl�nder zu ber�cksichtigen (Art. 96 AuG).
3.3.1 Die Vorinstanz hat richtig festgestellt, dass Ausgangspunkt und Massstab der fremdenpolizeilichen G�terabw�gung in erster Linie die Schwere des Verschuldens ist, das sich in der Dauer der Freiheitsstrafe niederschl�gt. Sie hat zudem mit �berzeugender Begr�ndung, auf welche verwiesen werden kann, dargelegt, dass die begangenen Straftaten (mehrfache qualifizierte Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz) und die Schuld des Beschwerdef�hrers - angesichts der hohen Menge umgesetzten Heroins (f�nf Kilogramm) - als schwer zu erachten sind. Straferh�hend wirkte sich zudem das bandenm�ssige Handeln aus. Die Vorinstanz f�hrte zu Recht aus, dass der Beschwerdef�hrer mit seinen Handlungen eine Gefahr f�r die Gesundheit vieler Menschen in Kauf nahm. Zu Lasten des Beschwerdef�hrers f�llt namentlich ins Gewicht, dass bei schwerwiegenden Drogendelikten das Bundesgericht eine strenge Praxis verfolgt: Gem�ss st�ndiger Rechtsprechung besteht ein erhebliches �ffentliches Interesse an der Fernhaltung ausl�ndischer Drogenh�ndler (Urteil 2A.582/2006 vom 26. Februar 2007 E. 3.4 und 3.5; vgl. BGE 125 II 521 E. 4a/aa und E. 4a/bb S. 526 ff.).
Nichts zu seinen Gunsten kann der Beschwerdef�hrer aus seinem Verhalten in der Zeit nach der (letzten) Tat ableiten: Insbesondere wird eine gute F�hrung im Strafvollzug vom Strafgefangenen generell erwartet und l�sst - wie bereits von der Vorinstanz festgehalten - angesichts der dort vorhandenen, verh�ltnism�ssig engmaschigen Betreuung keine verl�sslichen R�ckschl�sse auf das k�nftige Verhalten in Freiheit zu.
Gesamthaft betrachtet ist der Schluss der Vorinstanz somit nicht zu beanstanden, an der Fernhaltung des Beschwerdef�hrers bestehe ein gewichtiges ordnungs- oder sicherheitspolizeiliches Interesse.
3.3.2 Die gegenl�ufigen privaten Interessen des Beschwerdef�hrers am Verbleib in der Schweiz fallen demgegen�ber - wie die Vorinstanz zu Recht ausgef�hrt hat - weniger ins Gewicht. Gegen seine Ausweisung spricht zwar der Umstand, dass der Beschwerdef�hrer, welcher im Familiennachzug in die Schweiz kam, bereits seit seinem 9. Altersjahr, d.h. im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils seit �ber 21 Jahren und damit den gr�sseren Teil seines Lebens hier weilt. Er ist jedoch kein Ausl�nder der zweiten Generation. Trotz langer Aufenthaltsdauer kann auch nicht von einer besonders guten Integration des Beschwerdef�hrers und schon gar nicht von einer Verwurzelung in der Schweiz gesprochen werden. In sozialer Hinsicht l�sst der Beschwerdef�hrer keine Verbundenheit mit der schweizerischen Gesellschaft erkennen. In diesem Zusammenhang f�llt auf, dass er die erw�hnten Straftaten mit aus dem Kosovo stammenden Kollegen beging und keine Hinweise auf einen schweizerischen Bekanntenkreis ersichtlich sind. Die Beziehungen zu seinen in der Schweiz lebenden Familienangeh�rigen vermochten ihn nicht davon abzuhalten, immer wieder Delikte zu begehen. Im �brigen ist davon auszugehen, dass ihm Kultur und Gepflogenheiten seines Heimatlandes durch sein Elternhaus vermittelt worden und somit nicht g�nzlich unvertraut sind. Der blosse Umstand, dass die allgemeinen und wirtschaftlichen Lebensverh�ltnisse im Kosovo weniger g�nstig sein m�gen als in der Schweiz, macht eine R�ckreise nicht unzumutbar (Urteile 2A.469/2005 vom 28. November 2005 E. 2.3; 2A.157/1998 vom 17. Juni 1998 E. 3c; 2A.355/2002 vom 29. Oktober 2002 E. 5.2). Dem Beschwerdef�hrer ist folglich zuzumuten, dorthin auszureisen.
3.3.3 Zu pr�fen bleiben die Auswirkungen des angefochtenen Entscheids auf die famili�ren Beziehungen: Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung von Art. 8 EMRK (Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens). Zwar fallen die Beziehungen des Beschwerdef�hrers zu seiner Ehefrau und seinen Kindern zweifellos in den Schutzbereich von Art. 8 EMRK (vgl. E. 2.4 hiervor). Die Vorinstanz hat dazu festgehalten, dass die Ehefrau im Kosovo geboren ist, aber seit �ber 21 Jahren in der Schweiz lebt. Die beiden Kinder werden bei effektivem Strafende im Jahr 2014 sieben bzw. f�nf Jahre alt sein und befinden sich damit noch in einem anpassungsf�higen Alter. Die Vorinstanz hat daraus zu Recht geschlossen, die Ausreise w�re f�r die Ehefrau und Kinder mit Nachteilen verbunden. Ob sie auch zumutbar ist, kann hier letztlich offen bleiben: Wie die Vorinstanz zu Recht ausgef�hrt hat, steht es Ehefrau und Kindern frei, ob sie in der Schweiz verbleiben oder ihrem Ehemann und Vater in den Kosovo folgen wollen. Zudem w�rde selbst die Unzumutbarkeit der Ausreise f�r die Angeh�rigen nicht notwendigerweise zur Unzul�ssigkeit des Widerrufs f�hren: Bei einem mit einer Schweizerin verheirateten Ausl�nder geht die Rechtsprechung davon aus, dass die Grenze, von der an in der Regel auch dann keine Bewilligung mehr erteilt wird, wenn der Ehefrau die Ausreise aus der Schweiz unzumutbar oder nur schwer zumutbar ist, bei zwei Jahren Freiheitsstrafe liegt (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.4 S. 382 mit Hinweisen; sog. "Reneja-Praxis"). Zwar bildet diese "Zwei-Jahres-Regel" keine starre Grenze, sondern ist im Sinne einer Vergleichsgr�sse bzw. eines Richtwertes in die Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung miteinzubeziehen (vgl. Urteile 2C_264/2011 vom 15. November 2011 E. 5.3; 2C_825/2008 vom 7. Mai 2009 E. 3.3); entscheidend sind stets die Umst�nde des Einzelfalls (BGE 120 Ib 6 E. 4b S. 14; 135 II 377 E. 4.4 S. 383). Im vorliegenden Fall gilt es zu beachten, dass die ausgesprochene Strafe die Zweijahresregel um mehr als das Doppelte �berschreitet. Dagegen kann der Beschwerdef�hrer eine verh�ltnism�ssig lange Aufenthaltsdauer in der Schweiz vorweisen.
Gesamthaft betrachtet ist der Schluss der Vorinstanz nicht zu beanstanden, wonach die ordnungs- und sicherheitspolizeilichen Interessen an der Fernhaltung des Ausl�nders die privaten Interessen der Beteiligten �berwiegen. Daraus ergibt sich, dass der angefochtene Entscheid Art. 8 EMRK nicht verletzt.
3.3.4 Im Weiteren ist zwar ebenfalls das Wohl des Kindes zu ber�cksichtigen, wie sich namentlich aus Art. 3 des von den Beschwerdef�hrern angerufenen �bereinkommens vom 20. November 1989 �ber die Rechte des Kindes (UNO-KRK; SR 0.107) ergibt (vgl. BGE 136 II 78 E. 4.8 S. 87). �ber Art. 8 EMRK hinaus gehende Anspr�che auf Bewilligung ergeben sich aus der Kinderrechtskonvention jedoch nicht (vgl. BGE 124 II 361 E. 3b S. 367 f.; Urteile 2C_578/2011 vom 1. Dezember 2011 E. 3.4.7; 2C_62/2010 vom 30. August 2010 E. 2.3).
Nichts anderes ergibt sich aus der in der Beschwerde ebenfalls angerufenen Bestimmung von Art. 14 EMRK. Dem in Art. 14 EMRK verankerten Diskriminierungsverbot kommt vorab kein selbst�ndiger Charakter zu, sondern es setzt die Anwendbarkeit einer anderen Grundrechtsgarantie der EMRK voraus (BGE 134 I 257 E. 3 S. 260; 130 II 137 E. 4.2 S. 146; je mit Hinweisen). Der Beschwerdef�hrer bringt vor, die Ausl�ndergesetzgebung in der Schweiz diskriminiere Ausl�nder aus Drittstaaten gegen�ber B�rgern aus EU- oder EFTA-L�ndern. Damit verkennt der Beschwerdef�hrer jedoch, dass eine privilegierte Behandlung der eigenen Staatsangeh�rigen sowie der Staatsangeh�rigen von Staaten, mit denen enge Beziehungen gepflegt werden, mit Art. 14 EMRK grunds�tzlich vereinbar ist (BGE 136 II 120 E. 3.3.3 S. 128).
Aus den gleichen �berlegungen kann der Beschwerdef�hrer auch aus Art. 8 BV (Rechtsgleichheit und Diskriminierungsverbot) nichts zu seinen Gunsten ableiten. Der Hinweis auf einen anderen verurteilten Kosovo-Albaner, dessen Aufenthaltsbewilligung trotz Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren angeblich verl�ngert worden sein soll, wird erstmals vorgebracht und ist deshalb als Novum nicht zu beachten (Art. 99 Abs. 1 BGG; vgl. E. 1.2 hiervor).
Soweit sich der Beschwerdef�hrer schliesslich auf die Verfassungsnorm von Art. 5 Abs. 2 BV (Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip) beruft, kann auf die vorstehenden Erw�gungen betreffend Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung verwiesen werden. Art. 5 Abs. 2 BV ist kein verfassungsm�ssiges Recht, sondern lediglich ein verfassungsm�ssiges Prinzip, das im Zusammenhang mit Grundrechtseingriffen angerufen werden kann (BGE 135 V 172 E. 7.3.2 S. 182; 131 I 91 E. 3.3 S. 99).
4.1 Nach dem Dargelegten ist der Widerruf der Niederlassungsbewilligung bundesrechts- und konventionskonform. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ergebnis besteht auch kein Anlass, dem Eventualantrag (R�ckweisung an Vorinstanz zur Neubeurteilung) stattzugeben.
4.2 Diesem Ausgang entsprechend haben die Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 65 f. BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (Art. 68 BGG).