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Timestamp: 2018-12-09 20:06:50
Document Index: 205938357

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 21', '§ 19', '§ 21']

Unterschiede von Gutachten und Abnahmeformen - Datenbank - Fordboard
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Unterschiede von Gutachten und Abnahmeformen 1.0.0
Was ist ein Materialgutachten, was ein Teilegutachten, was heißt Abnahme nach § 19.3 etc. etc.
Da es immer wieder Fragen und Unklarheiten gibt, was mit welchemGutachten möglich ist bzw. mit welchen Gutachten man welche Abnahmeverfahren durchläuft, habe ich hier eine kleine Zusammenstellung verfasst:
ABE (Allgemeine Betriebserlaubnis) / E-Zulassung
Die Teile sind fertig vom TÜV abgenommen, betriebsfertig und eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere ist nicht mehr notwendig. Lediglich
die ABE muss im Original mitgeführt werden und gegebenenfalls bei der nächsten Hauptuntersuchung vorgelegt werden. Für Bodykits ist eine ABE nicht gebräuchlich, sondern eher für Seitenblinker, Scheinwerfermasken, Pedale, Kleinteile etc., wo keine größeren Montagen notwendig sind.
Wichtig: ABE´s gelten immer nur für den relevanten Serienzustand des Wagens. Beispiel: Man hat eine Tieferlegung verbaut und möchte neue Felgen. Die neuen Felgen haben eine ABE. Eigentlich wären die Felgen abnahmefrei, aber trotz der Felgen-ABE muss eine Begutachtung durch den TÜV zu erfolgen, da die Felgen nur in Verbindung mit dem Serienfahrwerk die ABE erhalten haben.
Es ist ein Gutachten über Materialbeschaffenheit, Bruchverhalten, Verkehrssicherheit und noch ein paar Kleinigkeiten gefertigt worden. Dieses Gutachten ist bei den meisten in D erhältlichen Bodykits, Spoilern, Felgen oder sonstigen Anbauten mit Montageaufwand dabei. Der TÜV muss dann lediglich noch die Übereinstimmung des verbauten Kits mit dem Gutachten feststellen und die richtige Montage nach § 19.3 (einfache Montageabnahme) abnehmen. Danach müssen die in der Abnahmebescheinigung genannten Teile beim Straßenverkehrsamt in Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Dies muss je nach Text in der Abnahmebescheinigung sofort passieren oder man kann sich Zeit lassen, bis sich sowieso wieder mit den Fahrzeugpapieren beschäftigt wird (z. B. Adressänderung). Bis zur Korrektur der Fahrzeugpapiere ist die Abnahmebescheinigung des TÜV´s jedoch stets im Original mitzuführen und auf Verlangen vorzuzeigen.
Diese ganze Prozedur erfolgt meist problemlos und ist relativ kostengünstig im Gegensatz zum nächsten Gutachtentyp ...
Je nach abnehmender Stelle (TÜV, GTÜ, DEKRA) belaufen sich die Kosten für eine Montageabnahme nach § 19.3 (also mit Teilegutachten) auf ca. 40 € pro Teil. Dazu kommen eventuell noch die Gebühren für die Korrektur der Fahrzeugpapiere beim Straßenverkehrsamt in Höhe von ca. 11,50 €
Hierbei existiert lediglich ein Gutachten über das Material, dass bei der Fertigung eines Bodykits verwendet. Weitergehende sicherheitstechnische Untersuchungen bzw. Begutachtungen wie z. Bruchverhalten, Geschwindigkeitstest etc. wurden nicht gemacht. Dies betrifft meist ausländische Bodykits (wenn überhaupt), Kleinserien oder Billigteile, da die Anfertigung weitergehender Gutachten eine aufwendige und teure Angelegenheit ist. Mit einem Materialgutachten ist IMMER eine Sonderabnahme / Einzelabnahme nach § 19.2 i.V. mit § 21 notwendig. Die Einzelabnahme kann auch verweigert werden und ist zudem recht teuer.
Wenn die Einzelabnahme erfolgreich war, ist eine Eintragung der entsprechenden Teile in die Fahrzeugpapiere immer notwendig. Die Korrektur der Fahrzeugpapiere hat in Normalfall umgehend zu erfolgen.
Bei einer Einzelabnahme nach § 19.2 i.V. mit § 21 sind die Kosten unvorhersehbar. Diese werden mit einer Grundgebühr von ca. 50 € belegt. Hinzu kommt der Zeitaufwand des Prüfers mit einem Stundensatz von ca. 60 € und Kosten für Unterlagenbeschaffung, Messgerätekosten, Streckenmietkosten etc. Daher bitte bei einer Anschaffung irgendwelcher Teile mit Materialgutachten, vorher mit der örtlichen Prüfstelle alles abklären !!!
keinerlei Gutachten
Es gibt gar keine schriftlichen Unterlagen zu dem Teil. Hier gilt analog das Gleiche, wie bei einem Materialgutachten, einschl. der Kosten
Dieser Begriff ist verwirrend und besagt eigentlich nichts. Ein TÜV-Gutachten kann sowohl ein Teilegutachten als auch ein Materialgutachten sein - beide werden in der Regel vom TÜV ausgestellt.
Es könnte auch eine Begutachtung meines Arbeitsstuhles sein, da der TÜV nicht nur Bodykit´s etc. prüft.
Sollte jemand Teile anbieten mit dem Begriff TÜV-Gutachten bitte dringend hinterfragen, welches der beiden oben genannten Gutachten damit gemeint ist ... meistens stellt sich heraus, dass damit ein Materialgutachten gemeint ist und dem Käufer nur suggeriert werden soll, es würde sich um ein Teilegutachten handeln.
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24. Mai 2016, 10:47 - 12,17 kB -	1 mal heruntergeladen
24. Mai 2016, 10:48
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