Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=EuGH&Datum=07.03.1996&Aktenzeichen=C-278/93
Timestamp: 2019-12-10 15:45:28
Document Index: 147586300

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 119', 'EuG', 'Art. 119', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 119', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 4', 'EuG']

EuGH, 07.03.1996 - C-278/93 - dejure.org
EuGH, 07.03.1996 - C-278/93
https://dejure.org/1996,1793
EuGH, 07.03.1996 - C-278/93 (https://dejure.org/1996,1793)
EuGH, Entscheidung vom 07.03.1996 - C-278/93 (https://dejure.org/1996,1793)
EuGH, Entscheidung vom 07. März 1996 - C-278/93 (https://dejure.org/1996,1793)
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Edith Freers und Hannelore Speckmann gegen Deutsche Bundespost.
EWG-Vertrag, Artikel 119; Richtlinie 75/117 des Rates
1. Sozialpolitik; Männliche und weibliche Arbeitnehmer; Gleiches Entgelt; Arbeitsentgelt; Begriff; Ausgleich für die Tätigkeit in einer Arbeitnehmervertretung; Einbeziehung
Freers und Speckmann
EWG-Vertrag Art. 119; Richtlinie 75/117/EWG
1. Sozialpolitik - Männliche und weibliche Arbeitnehmer - Gleiches Entgelt - Arbeitsentgelt - Begriff - Ausgleich für die Tätigkeit in einer Arbeitnehmervertretung - Einbeziehung
Grundsatz des gleichen Entgelt für Männer und Frauen; Ausgleich für Tätigkeit im Betriebsrat; Verbot der mittelbaren Diskriminierung beim Arbeitsentgelts
Betriebsverfassung; Teilnahme von Teilzeitbeschäftigten an Schulungsveranstaltungen
Mittelbare Diskriminierung von Arbeitnehmerinnen - Vergütung für die Teilnahme an Schulungsveranstaltungen, mit denen Personalratsmitgliedern die zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlichen Kenntnisse vermittelt werden.
ArbG Bremen, 05.05.1993 - 7 Ca 7454/92
Generalanwalt beim EuGH, 05.07.1994 - C-278/93
EuZW 1996, 212
NZA 1996, 430
BB 1996, 1065
DB 1996, 887
Auch wenn es aber im Rahmen eines Vorabentscheidungsverfahrens Sache des vorlegenden Gerichts ist, zu beurteilen, ob solche objektiven Faktoren in dem ihm unterbreiteten konkreten Fall vorliegen, kann der Gerichtshof, da er die Fragen des vorlegenden Gerichts sachdienlich zu beantworten hat, gleichwohl auf der Grundlage der Akten des Ausgangsverfahrens und der vor ihm abgegebenen schriftlichen und mündlichen Erklärungen Hinweise geben, die dem vorlegenden Gericht die Entscheidung ermöglichen (Urteile vom 7. März 1996 in der Rechtssache C-278/93, Freers und Speckmann, Slg. 1996, I-1165, Randnr. 24, Seymour-Smith und Perez, Randnr. 68, und vom 20. März 2003 in der Rechtssache C-187/00, Kutz-Bauer, noch nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 52).
Das erfüllt nach der den Senat bindenden Auslegung des Art. 119 EG-Vertrag durch den Europäischen Gerichtshof den europarechtlichen Entgeltbegriff, für den es genügt, daß die Vergütung wenigstens mittelbar aufgrund eines bestehenden Arbeitsverhältnisses erfolgt (EuGH, Urteil vom 7. März 1996 - Rs C-278/93 - Freers/Speckmann - Slg. 1996, I-1182, Rdn. 17; EuGH…, Urteil vom 6. Februar 1996 - Rs C-457/93 - Lewark, aaO., Rdn. 21 - 23; EuGH, Urteil vom 4. Juni 1992 - Rs 360/90 - Bötel - AP Nr. 39 zu Art. 119 EWG-Vertrag).
Da der Gerichtshof jedoch die Fragen des vorlegenden Gerichts sachdienlich zu beantworten hat, kann er auf der Grundlage der Akten des Ausgangsverfahrens und der vor ihm abgegebenen schriftlichen und mündlichen Erklärungen Hinweise geben, die dem vorlegenden Gericht die Entscheidung ermöglichen (Urteil vom 7. März 1996 in der Rechtssache C-278/93, Freers und Speckmann, Slg. 1996, I-1165, Randnr. 24).
Nach ständiger Rechtsprechung kann aber in dem bloßen Umstand, daß eine Rechtsvorschrift einen wesentlich höheren Prozentsatz der weiblichen als der männlichen Arbeitnehmer trifft, kein Verstoß gegen Artikel 119 des Vertrages gesehen werden, wenn der betreffende Mitgliedstaat dartun kann, daß die gewählten Mittel einem legitimen Ziel seiner Sozialpolitik dienen und zur Erreichung des mit ihr verfolgten Zieles geeignet und erforderlich sind (vgl. u. a. Urteile vom 14. Dezember 1995 in der Rechtssache C-444/93, Megner und Scheffel, Slg. 1995, I-4741, Randnr. 24, und Freers und Speckmann, Randnr. 28).
EuGH, 27.05.2004 - C-285/02
18 Es ist Sache des nationalen Gerichts, zu entscheiden, ob, erstens, die nach den betreffenden Rechtsvorschriften vorgesehene Ungleichbehandlung erheblich mehr Frauen als Männer betrifft und ob, zweitens, diese Ungleichbehandlung einem Ziel dient, das nichts mit der Zugehörigkeit zu einem bestimmten Geschlecht zu tun hat, und zur Erreichung des verfolgten Zieles erforderlich ist (in diesem Sinne Urteil vom 7. März 1996 in der Rechtssache C-278/93, Freers und Speckmann, Slg. 1996, I-1165, Randnr. 28).
Ob und inwieweit eine Regelung, die zwar unabhängig vom Geschlecht der Arbeitnehmer angewandt wird, im Ergebnis die Frauen jedoch stärker trifft als die Männer, aus objektiven Gründen, die nichts mit einer Diskriminierung aufgrund des Geschlechts zu tun haben, gerechtfertigt ist, hat das nationale Gericht, das für die Beurteilung des Sachverhalts und die Auslegung des innerstaatlichen Rechts allein zuständig ist, unter Berücksichtigung aller Umstände festzustellen (st. Rspr. vgl. EuGH…, Urteil vom 9. Februar 1999, Rs. C-167/97 - Seymour-Smith und Perez - Slg. 1999, I - 666 Rdn. 67 und 69;… Urteil vom 2. Oktober 1997, Rs. C-1/95 - Gerster - Slg. 1997, I - 5274 Rdn. 34 und 35; Urteil vom 7. März 1996, Rs. C-278/93 - Freers und Speckmann - Slg. 1996, I - 1182 Rdn. 28).
24 - Urteil des Gerichtshofes vom 4. Juni 1992 in der Rechtssache C-360/90 (Bötel, Slg. 1992, I-3589, Randnrn. 3, 4, 14 und 15), bestätigt durch die Urteile vom 6. Februar 1996 in der Rechtssache C-457/93 (Lewark, Slg. 1996, I-243, Randnrn. 21 und 22) und vom 7. März 1996 in der Rechtssache C-278/93 (Freers und Speckmann, Slg. 1996, I-1165, Randnrn. 18 und 19).
70 - Urteile Freers und Speckmann (zitiert in Fußnote 24, Randnr. 28) und Seymour-Smith und Perez (zitiert in Fußnote 18, Randnr. 69).
Da jedoch der Gerichtshof dem nationalen Gericht sachdienliche Antworten zu erteilen hat, kann er dem nationalen Gericht anhand der Akten des Ausgangsverfahrens und der vor ihm abgegebenen schriftlichen und mündlichen Erklärungen Hinweise geben, die dem nationalen Gericht eine Entscheidung ermöglichen (vgl. in diesem Sinne Urteile vom 7. März 1996 in der Rechtssache C-278/93, Freers und Speckmann, Slg. 1996, I-1165, Randnr. 24, und vom 11. September 2003 in der Rechtssache C-77/02, Steinicke, Slg. 2003, I-9027, Randnr. 59).
Vgl. auch Urteile vom 6. Februar 1996 in der Rechtssache C-457/93 (Lewark, Slg. 1996, I-243) und vom 7. März 1996 in der Rechtssache C-278/93 (Freers und Speckmann, Slg. 1996, I-1165).
68 f. Vgl. auch Urteile Freers und Speckmann, Randnr. 24, und vom 30. März 1993 in der Rechtssache C-328/91 (Thomas u. a., Slg. 1993, I-1247, Randnr. 13).
Generalanwalt beim EuGH, 03.04.2003 - C-77/02
14: - Paragraf 4 des Anhangs der Richtlinie 97/81.15: - Urteil vom 7. März 1996 in der Rechtssache C-278/93 (Freers und Speckmann, Slg. 1996, I-1165, Randnr. 24): In diesem Sinne auch Urteile vom 9. Februar 1999 (Seymour-Smith und Perez, Randnrn. 67 und 68), vom 26. Juni 2001 in der Rechtssache C-381/99 (Brunnhofer, Slg. 2001, I-4961, Randnr. 65) und vom 20. März 2003 (Kutz-Bauer, Randnr. 52).
Siehe auch Urteile vom 14. Dezember 1995 (Megner und Scheffel, Randnrn. 29 und 30) und vom 7. März 1996 (Freers und Speckmann, Randnr. 28).
Generalanwalt beim EuGH, 16.06.2011 - C-123/10
Brachner - Sozialpolitik - Richtlinie 79/7/EWG - Art. 4 - Gleichbehandlung von …
Generalanwalt beim EuGH, 14.05.1998 - C-125/97