Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20BvR%20682/64
Timestamp: 2017-12-18 16:33:59
Document Index: 182259089

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 43', '§ 13', '§ 16', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', '§ 35', '§ 13']

BVerfG, 24.02.1965 - 2 BvR 682/64 - dejure.org
BVerfG, 24.02.1965 - 2 BvR 682/64
Verfassungsrechtliche Prüfung des Aufstellens von Parkuhren
Parkverbotszeichen als Verwaltungsakt - Zuständigkeit der Straßenverkehrsbehörden - Rechtsetzungsbefugnis - Bundesverkehrsminister - Zuständigkeit des Bundesverkehrsministers
AG Heidelberg, 23.09.1963 - 4 CsP 4749/63
OLG Karlsruhe, 11.05.1964 - 1 Ss 358/63
NJW 1965, 2395
NJW 1966, 539 (Ls.)
NJW 1966, 875 (Ls.)
DÖV 1966, 473
Würde sich der Kläger gegebenenfalls über die ihm auferlegte Pflicht hinwegsetzen, so könnte ihn selbst ein sofort eingeleitetes Widerspruchsverfahren nicht vor Sanktionen (bis hin zu strafrechtlichen Sanktionen) bewahren, weil auch ein erfolgreicher Widerspruch in aller Regel nicht die Grundlage für entsprechende Ahndungen von Verkehrsverstößen entzieht (vgl. BGHSt 23, 86 ff.; BVerfG, Beschluss vom 24. Februar 1965 - 2 BvR 682/64 - NJW 1965, 2395).
Parkuhren werden allgemein ebenso wie Verkehrszeichen als Verwaltungsakte in Form der Allgemeinverfügung qualifiziert (vgl. dazu BVerfG, B. v. 24.02.1965 - 2 BvR 682/64 -, NJW 1965, 2395).
Die Parkuhr als Verkehrseinrichtung (§ 43 Abs. 1 StVO) begründet ein modifiziertes Haltverbot des Inhalts, daß entsprechend der Regelung des § 13 StVO nur zum Ein- oder Aussteigen, zum Be- oder Entladen oder während des Laufens der Uhr gehalten werden darf, wie der Senat mehrfach ausgesprochen hat (…vgl. Urteil vom 28. September 1979 - BVerwG 7 C 26.78 - BVerwGE 58, 326 [BVerwG 28.09.1979 - 7 C 26/79] sowie zu § 16 Abs. 3 StVO 1956 das Urteil vom 20. Juni 1969 - BVerwG 7 C 166.66 - BVerwGE 32, 204 [BVerwG 20.06.1969 - VII C 166/66]; ebenso BGH, NJW 1983, 1071 [BGH 25.01.1983 - 4 StR 636/82]; vgl. ferner BVerfG, NJW 1965, 2395).
In Übereinstimmung mit dem Bundesverfassungsgericht (NJW 65, 2395) und dem Bundesverwaltungsgericht (NJW 67, 1627) sieht auch der Senat (im Anschluß an BGHSt 20, 125) die amtlichen Verkehrszeichen als Verwaltungsakte in der Form der Allgemeinverfügung an.
Verfassungsmäßige Bedenken gegen sie bestehen nicht (BVerfG NJW 1965, 2395 ).
Verkehrszeichen sind Verwaltungsakte in Form der Allgemeinverfügung (BVerfG NJW 1965, 2395 ).
Parkuhren werden allgemein ebenso wie Verkehrszeichen als Verwaltungsakte in Form der Allgemeinverfügung qualifiziert (vgl. dazu BVerfG, NJW 1965, 2395).
Verkehrszeichen mit Gebots- lind Verbotscharakter sind keine Rechtsvorschriften, sondern Verwaltungsakte in Gestalt von Allgemeinverfügungen (Beschluss des BVerfG vom 24. Februar 1965 - 2 BvR 682/64, NJW 1965, 2395 ;… BGHZ 20, 125; Urteil des BVerwG vom 9.6.1967 - VII C 18/66, VRS 33, 149 und Urteil des BayObLG vom 25. April 1967 - 2b St 313/66, VRS 33, 295 mit weiteren Hinweisen auf Rechtsprechung und Schrifttum).
VG Meiningen, 18.10.2000 - 2 K 416/99
Wirksamkeit einer Parkuhr trotz Halteverbotszeichens
bb) Parkuhren sind als Verkehrseinrichtungen nach § 43 Abs. 1 StVO (…BVerwG, B.v. 26.01.1988, BayVbl. 1989, S. 248) ebenfalls Verwaltungsakte nach § 35 ThürVwVfG in Form von Allgemeinverfügungen ( BVerfG, B.v. 24.02.1965, NJW 1965, S. 2395 ), die ein eingeschränktes Halteverbot aussprechen, wobei die Parkzeitregelungen auf bestimmte Stunden oder Tage beschränkt sein können ( § 13 StVO ).
Zwar wäre die durch Verkehrszeichen Nr. 220 und 267 anzuordnende Einbahnstraßenregelung wohl als Verwaltungsakt in Form der Allgemeinverfügung anzusehen (BVerfG, NJW 1965, 2395; BVerwGE 27, 181 [182ff.] = NJW 1967, 1627; BVerwGE 59, 221 [224ff] = NJW 1980, 1640; zuletzt BayObLG, NJW 1984, 2110 m. w. Nachw.); die Bekl. war auch zuständige Behörde; die Erklärung erging schriftlich, und die angekündigte Maßnahme war gewiß zulässig.