Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFH/NV%202011,%20865
Timestamp: 2020-07-02 05:14:10
Document Index: 26112502

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 163', '§ 176', '§ 4', 'Art 13', '§ 5', '§ 102']

UStG § 4 Nr 14, AO § 163, AO § 176, UStG § 4 Nr 14, EWGRL 388/77 Art 13 Teil A Abs 1 Buchst c, AO § 5, FGO § 102
Allein der Umstand, dass eine begehrte Steuerveranlagung über einen längeren Zeitpunkt tatsächlich durchgeführt wird, ist zur Begründung eines Vertrauenstatbestandes nicht ausreichend (BFH, Urteil vom 07.10.2010 - V R 17/09, juris Rn. 23).
Umstände, die der Gesetzgeber bei der Ausgestaltung des gesetzlichen Tatbestands bewusst in Kauf genommen hat, können dagegen keinen Billigkeitserlass rechtfertigen (BFH-Urteile vom 07.10.2010 - V R 17/09, BFH/NV 2011, 865, und vom 04.02.2010 - II R 25/08, BFHE 228, 130, BStBl II 2010, 663, jeweils m.w.N.).
OVG Niedersachsen, 19.02.2020 - 9 LB 132/17
Zum beitragsfähigen Teilstreckenausbau bei unterschiedlichen Teileinrichtungen …
Zwar kann im Einzelfall eine Verdrängung gesetzten Rechts durch den Grundsatz von Treu und Glauben in Betracht kommen, wenn das Vertrauen des Steuerpflichtigen in ein bestimmtes Verhalten der Verwaltung nach allgemeinem Rechtsgefühl in einem so hohen Maß schutzwürdig ist, dass demgegenüber die Grundsätze der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung zurücktreten müssen (…vgl. BFH, Urteile vom 26.4.1995 - XI R 81/93 - juris Rn. 12; vom 7.10.2010 - V R 17/09 - juris Rn. 20;… vom 17.4.2013 - X R 6/11 - juris Rn. 22 m. w. N.).