Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201992,%202014
Timestamp: 2019-04-26 08:57:38
Document Index: 115983453

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', '§ 930', '§ 929', '§ 823', '§ 826', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.05.1992 - VI ZR 257/91 - dejure.org
Diskothekeninventar
§ 823 BGB, zum Deliktsschutz in der Zwangsvollstreckung
Anspruch auf Schadensersatz nach Verlust von Sicherungseigentum im Weg der Zwangsvollstreckung - Zwangsvollstreckung in schuldnerfremde Gegenstände als Eigentumsverletzung - Wesen des Sicherungseigentums - Subjektiv redliches Verhalten in einem gesetzlich geregelten Rechtspflegeverfahren als rechtswidriges Verhalten im Sinn des Deliktsrechts - Rechtmäßigkeit der Zwangsvollstreckung wegen Vorliegen eines Vermieterpfandrechts - Vollstreckung aus einem abstrakten Schuldanerkenntnis - Rechtsirrtum eines Rechtskundigen
Schadensersatzpflicht des Vermieters bei Zwangsvollstreckung wegen mietfremder Forderungen in vom Mieter sicherungsübereignete Sachen
Zwangsvollstreckung in schuldnerfremde Gegenstände
BGHZ 118, 201
NJW 1992, 2014
NJW-RR 1992, 1117 (Ls.)
ZIP 1992, 847
MDR 1992, 751
VersR 1992, 1006
WM 1992, 1379
BB 1992, 1379
DB 1992, 1775
Rpfleger 1992, 529
JR 1993, 108
Ein dadurch nicht abgedeckter Schaden ist damit auch materiellrechtlich nicht ersatzfähig (Senat, BGHZ 20, 169, 172 ; BGHZ 74, 9, 15 ; 118, 201, 206) .
Das Sicherungseigentum ist echtes Eigentum im Sinne von § 823 Abs. 1 BGB (vgl. Senat, Urteil vom 12. Mai 1992 - VI ZR 257/91, BGHZ 118, 201, 205), also Volleigentum (…vgl. BeckOGK BGB/Klinck BGB, Stand 1. Dezember 2016, § 930 Rn. 194;… MünchKommBGB/Oechsler, 7. Aufl., Anh. §§ 929-936 Rn. 40).
Wo dies allerdings nicht der Fall ist, muß es beim uneingeschränkten Rechtsgüterschutz verbleiben, den § 823 Abs. 1 und § 826 BGB gewähren (…vgl. BGH, Urt. v. 18.10.1994 - VI ZR 74/94, NJW 1995, 397; s.a. BGHZ 74, 9, 16; BGHZ 118, 201, 206; BGHZ 154, 269, 271 f.;… BGH, Urt. v. 11.11.2003 - VI ZR 371/02, NJW 2004, 446, 447).
a) Im Zivilrecht setzt das Verschulden durch vorsätzliches Verhalten das Bewusstsein der Rechtswidrigkeit voraus, welches bei einem Verbotsirrtum fehlt (Senat, Urteil vom 12. Mai 1992 - VI ZR 257/91, BGHZ 118, 201, 208).
BGH, 19.06.2002 - XII ZR 173/00
Schadensersatz bei Verletzung des Umgangsrechts des nicht sorgeberechtigten …
Auch ein etwaiger Irrtum der Beklagten über diese Rechtslage hindert - weil vermeidlich (vgl. etwa BGHZ 118, 201, 208) - die Annahme einer schuldhaften Pflichtverletzung nicht.
Während die vorsätzliche Haftung bereits bei einem bloßen Rechtsirrtum entfällt (vgl. BGHZ 170, 226, Tz. 25 m.w.N.), ist die Haftung wegen Fahrlässigkeit nur bei einem unvermeidbaren Rechtsirrtum ausgeschlossen (vgl. BGHZ 118, 201, 208).
Ein derartiger Mangel des Bewußtseins der Rechtswidrigkeit vermag jedoch, wovon auch das Berufungsgericht zutreffend ausgeht, unter den hier gegebenen Umständen den Vorwurf eines schuldhaften Verhaltens nicht entfallen zu lassen, da ein derartiger Rechtsirrtum, sollte er vorgelegen haben, nicht unvermeidbar gewesen wäre (vgl. BGHZ 59, 30, 39 f.; BGHZ 118, 201, 208).
BGH, 01.12.2005 - IX ZB 19/04
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OLG Düsseldorf, 28.06.2004 - 15 U 100/97
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