Source: http://www.juraforum.de/urteile/lag-muenchen/lag-muenchen-beschluss-vom-14-08-2008-az-4-ta-17908
Timestamp: 2017-05-24 13:39:12
Document Index: 45434812

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 5', '§ 1', '§ 102', '§ 5', '§ 613']

LAG-MUENCHEN - 14.08.2008, 4 Ta 179/08 - JuraForum.de
LAG-MUENCHEN – Aktenzeichen: 4 Ta 179/08Beschluss vom 14.08.2008
Leitsatz:1. Entscheidet das Arbeitsgericht über einen Antrag auf nachträgliche Klagezulassung nach § 5 KSchG nach Inkrafttreten der Neuregelung des § 5 Abs. 4 KSchG zum 01.04.2008 rechtsfehlerhaft durch Beschluss statt durch, anfechtbares, Zwischenurteil, können gegen diesen Beschluss nach dem Grundsatz der Meistbegünstigung sowohl sofortige Beschwerde als auch Berufung eingelegt werden.
2. Zur Zulässigkeit und Begründetheit eines Antrages auf nachträgliche Klagezulassung bei einer während der Wartezeit des § 1 Abs. 1 KSchG erfolgten "Probezeitkündigung", gestützt darauf, dass der seitens ihres anwaltschaftlichen Vertreters zunächst falsch beratenen Arbeitnehmerin erst nach Monaten nach Erhalt der Kündigung durch die Lektüre juristischen Schrifttums klar geworden sei, dass die Kündigung gegen das AGG und/oder § 102 BetrVG verstoßen haben könnte.Rechtsgebiete:KSchGVorschriften:§ 5 Abs. 4 KSchGStichworte:Nachträgliche Klagezulassung, MeistbegünstigungVerfahrensgang:ArbG München, 20 Ca 15628/07 vom 03.04.2008
Jetzt Volltext der Entscheidung kostenlos ansehenBitte ergänzen Sie die folgende Sicherheitsfrage:70 - Si eb en = Weitere Entscheidungen vom LAG-MUENCHENLAG-MUENCHEN – Beschluss, 6 TaBV 37/08 vom 11.08.2008Widerspricht ein Betriebsrat der beabsichtigten Eingruppierung, muss er dem Arbeitgeber zumindest mitteilen, in welcher Vergütungsgruppe dieser Arbeitnehmer nach Ansicht des Betriebsrats richtigerweise einzugruppieren wäre.LAG-MUENCHEN – Urteil, 3 Sa 1112/07 vom 07.08.2008Allein der Umstand, dass in einem Unternehmen der Anteil an Frauen in Führungspositionen in den letzten Jahren stark abgenommen hat und nunmehr sowohl deutlich unter dem deutschen Durchschnitt als auch unter dem Frauenanteil im betreffenden Unternehmen allgemein liegt, ist noch kein ausreichendes Indiz, das eine Benachteiligung wegen des Geschlechts vermuten lässt.LAG-MUENCHEN – Urteil, 10 Sa 182/08 vom 06.08.20081. Gibt der Betriebsveräußerer als Grund für den Übergang des Betriebs einen Kaufvertrag an und verschweigt dabei, dass er selbst einen erheblichen Betrag an den Betriebserwerber bezahlt hat ohne einen Kaufpreis zu erhalten, ist dies keine ordnungsgemäße Unterrichtung nach § 613a Abs. 5 Nr. 2 BGB.
LAG-MUENCHEN - 14.08.2008, 4 Ta 179/08 © JuraForum.de — 2003-2017