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Timestamp: 2019-07-17 02:23:52
Document Index: 105900411

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 7', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein HeidNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Heidmoor" vom 16. Dezember 1991 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Heidmoor" vom...
juris-Abkürzung: HeidNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1992 17
Gliederungs-Nr: 791-4-133
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Heidmoor"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Heidmoor" vom 16. Dezember 1991 01.01.2003
(1) Der Restmoorkörper des Heidmoores und die unmittelbar angrenzenden Sukzessionsflächen und Grünlandbereiche in der Gemeinde Seedorf, Kreis Segeberg, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Heidmoor" unter Nummer 38 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 69,5 ha groß und umfaßt in der Gemarkung Berlin
Flur 9,
die Flurstücke 26/1, 26/2, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 50 teilweise, 57, 60, 67 und
die Flurstücke 1, 2, 3, 4, S, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 18, 19, 31, 52, 53, 54, 55, 56 und 57.
Landrat des Kreises Segeberg - Untere Landschaftspflegebehörde -, 2360 Bad Segeberg,
Amtsvorsteher des Amtes Wensin, Garbek, 2361 Wensin,
Bürgermeister der Gemeinde Seedorf, 2361 Seedorf,
(1) Das Naturschutzgebiet dient der Erhaltung, Sicherung und Wiederherstellung eines biologisch-ökologisch bedeutsamen Teilgebietes des ehemals ausgedehnten Talmoorkomplexes der oberen Trave mit einem kleinen, nährstoffarmen Restmoorkörper inmitten bisher als Grünland genutzter, wechselfeuchter Randflächen.
den Lebensraum für die an Feuchtgebiete gebundene artenreiche Flora und Fauna und ihre Ökosysteme in ihrer Gesamtheit zu schützen und unter besonderer Berücksichtigung ihrer natürlichen Dynamik zu entwickeln; dabei bedarf es besonders des Schutzes und der Entwicklung der Bodenbeschaffenheit und des Wasserhaushaltes,
die Regeneration des Heidmoores und seiner Randbereiche als Lebensraum für die charakteristische Pflanzen- und Tierwelt und die Gesamtheit der Ökosysteme des Moores zu fördern,
das Brutvorkommen der im Bestand bedrohten Wiesen-, Röhricht- und Wasservögel zu schützen und zu entwickeln und
das durch bauliche Anlagen ungestörte Landschaftsbild und den geomorphologisch bedeutsamen landschaftsprägenden letzten Rest eines ehemals ausgedehnteren Talmoorkomplexes der oberen Trave zu schützen.
(3) In dem Naturschutzgebiet sind alle natürlichen Strukturen, Funktionen und Prozesse in ihrer Eigenart, Vielfalt und Schönheit dauerhaft und vollständig zu erhalten sowie die Eigenentwicklung der Arten und Lebensgemeinschaften zur Sicherung und Fortentwicklung der natürlichen genetischen Vielfalt zu gewährleisten. Deshalb sind nutzungsbedingte Störeinflüsse auszuschließen oder, soweit dies nicht möglich ist, zu minimieren.
die auf den Schutzzweck ausgerichteten Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen auf den im Eigentum des Kreises Segeberg befindlichen Flächen auf der Grundlage der Empfehlungen des Landesamtes für Naturschutz und Landschaftspflege;
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Grünland genutzten, in der Abgrenzungskarte in waagerechter Schraffur dargestellten Fläche in der bisherigen Art, Intensität und im bisherigen Umfang;
die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Wald genutzten Flächen auf der Grundlage der Empfehlungen des Landesamtes für Naturschutz und Landschaftspflege im Einvernehmen mit der zuständigen Forstbehörde;
Wildäcker oder Wildwiesen anzulegen oder zu betreiben oder
Fütterungseinrichtungen oder geschlossene Hochsitze zu errichten;
von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 12, 13 und 16 ,
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 Straßen, Wege, Plätze oder wesentlich ändert;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 14 Flugmodelle, Modellflugkörper mit Eigenantrieb, Ballone oder Drachen aufsteigen oder landen läßt;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 15 Zelte oder Wohnwagen aufstellt, Sachen aller Art lagert, Feuer macht oder Hunde laufen läßt;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 16 das Naturschutzgebiet betritt oder im Naturschutzgebiet reitet oder fährt.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung über das "Naturschutzgebiet Heidmoor" in der Gemarkung Berlin, Landkreis Segeberg, vom 21. März 1941 (Reg.Amtsbl. S. 58), zuletzt geändert durch Landesverordnung vom 6. Dezember 1989 (GVOBl. Schl.-H. S. 171), außer Kraft.