Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%202008,%20615
Timestamp: 2019-07-16 05:14:06
Document Index: 274702885

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 307', '§ 307', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 69', '§ 69', '§ 22', 'BGH', '§ 68', 'BGH', '§ 53', '§ 54', '§ 68', '§ 69', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 69', '§ 22', '§ 69', '§ 69', 'BGH', 'BGH', '§ 69', 'BGH', '§ 67', '§ 22', '§ 69', '§ 22']

Rechtsprechung: NJW-RR 2008, 615 - dejure.org
https://dejure.org/2007,520
BGH, 06.12.2007 - VII ZR 28/07 (https://dejure.org/2007,520)
BGH, Entscheidung vom 06.12.2007 - VII ZR 28/07 (https://dejure.org/2007,520)
BGH, Entscheidung vom 06. Dezember 2007 - VII ZR 28/07 (https://dejure.org/2007,520)
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Wirksamkeit einer verschuldensunabhängigen Vertragsstrafe in Höhe von 0,3 % der Auftragssumme pro Werktag in Allgemeinen Geschäftsbedingungen für ein Bauvorhaben; Zulässigkeit einer Vereinbarung einer verbindlichen und sich nicht durch witterungsbedingte Beeinträchtigungen verlängernden kalendermäßig bestimmten Fertigstellungsfrist; Grundlagen für die Bemessung einer Vertragsstrafe anhand des Begriffs der Auftragssumme unter Berücksichtigung des Transparenzgebots und des Bestimmtheitsgebots
Unwirksamkeit einer Vertragsstrafenklausel bei teilweiser Verschuldensunabhängigkeit der Verwirkung (hier: keine Verlängerung der Verwirkungsfrist bei witterungsbedingten Beeinträchtigungen)
Vertragsstrafe nur bei Verschulden; unbestimmte Bemessungsgrundlage der Vertragsstrafe
Zur Ermittlung der für die Zuständigkeit der Arbeitsgerichte maßgeblichen monatlichen Vergütung des Handelsvertreters
Formularmäßige Vereinbarung einer Vertragsstrafe in einem Werkvertrag; Ausschluss der Verlängerung von Ausführungsfristen bei witterungsbedingten Beeinträchtigungen
Fertigstellungsfrist trotz witterungsbedingten Verzugs verbindlich?
Vertragsrecht - BGH kassiert Vertragsstrafenklausel
Keine Haftung des Bauhandwerkers für witterungsbedingte Verzögerungen
Unwirksame Vertragsstrafenvereinbarung
Vertragsrecht: Vertragsstrafenklausel, die witterungsbedingte Gründe mit einschließt
Unwirksamkeit einer Vertragsstrafenklausel wegen Einschränkung des Verschuldenserfordernisses der Vertragsstrafe
Vertragsstrafenklausel auch für witterungsbedingte Verzögerung der Fertigstellung ist unwirksam
Fertigstellungsfrist witterungsbedingt nicht verlängerbar: Vertragsstrafe in AGB unwirksam! (IBR 2008, 143)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 06.12.2007, Az.: VII ZR 28/07 (Unwirksamkeit einer Vertragsstrafenklausel bei teilweiser Verschuldensunabhängigkeit der Verwirkung)" von RA Hans Christian Schwenker, FA Bau- und Architektenrecht, original erschienen in: ZfIR 2008, 190 - 192.
LG Lübeck, 11.09.2009 - 6 O 69/02
NJW-RR 2008, 615
MDR 2008, 381
NZBau 2008, 376
WM 2008, 891
WM 2008, 892
BauR 2008, 508
ZfBR 2008, 356
Der Verwender muss die tatbestandlichen Voraussetzungen und Rechtsfolgen so genau beschreiben, dass für ihn keine ungerechtfertigten Beurteilungsspielräume entstehen (vgl. BGH…, Urteil vom 29. April 2015 - VIII ZR 104/14, ZVertriebsR 2015, 243 Rn. 16;… Urteil vom 5. Dezember 2012 - I ZR 23/11, GRUR 2013, 375 Rn. 35 - Missbrauch des Verteilungsplans; Urteil vom 6. Dezember 2007 - VII ZR 28/07, NJW-RR 2008, 615 Rn. 12 m.w.N.).
Eine Vereinbarung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen, wonach eine Vertragsstrafe unabhängig von dem Verschulden des Vertragspartners verwirkt werden kann, benachteiligt diesen unangemessen (BGH, Urteile vom 6. Dezember 2007 - VII ZR 28/07, BauR 2008, 509 = NZBau 2008, 376 Rn. 9; vom 26. September 1996 - VII ZR 318/95, BauR 1997, 123 = ZfBR 1997, 23 unter I 2 a).
Der Verwender muss die tatbestandlichen Voraussetzungen und Rechtsfolgen so genau beschreiben, dass für ihn keine ungerechtfertigten Beurteilungsspielräume entstehen (vgl. BGH…, Urteil vom 29. April 2015 - VIII ZR 104/14, ZVertriebsR 2015, 243 Rn. 16;… Urteil vom 5. Dezember 2012 - I ZR 23/11, GRUR 2013, 375 Rn. 35 - Missbrauch des Verteilungsplans; Urteil vom 6. Dezember 2007 - VII ZR 28/07, NJW-RR 2008, 615 Rn. 12 mwN;… Urteil vom 3. Dezember 2015 - VII ZR 100/15, NJW 2016, 401 Rn. 22).
Nimmt die Vertragsstrafenklausel in den AGB eines Werkbestellers zur Bestimmung einerseits der Obergrenze und andererseits des Tages- oder Wochensatzes auf unterschiedliche Beträge Bezug (z.B.: einerseits Auftragssumme, andererseits Schlussrechnungssumme), wird die Klausel dadurch nicht intransparent (Abweichung von BGH, Urteil vom 6.12.2007, VII ZR 28/07).
Der Senat verkennt nicht, dass der BGH in der Vergangenheit insoweit möglicherweise eine andere Auffassung vertreten hat (vgl. BGH, Urteil vom 6. Dezember 2007, VII ZR 28/07, Rz. 14).
Treu und Glauben verpflichten den Verwender Allgemeiner Geschäftsbedingungen, die Rechte und Pflichten seines Vertragspartners möglichst klar und durchschaubar darzustellen, damit dieser sich bei Vertragsschluss hinreichend über die rechtliche Tragweite der Vertragsbedingungen klar werden kann (BGH NJW-RR 2008, 615, Tz. 12).
Eine Klausel genügt dem Bestimmtheitsgebot nur dann, wenn sie im Rahmen des rechtlich und tatsächlich Zumutbaren die Rechte und Pflichten des Vertragspartners des Klauselverwenders so klar und präzise wie möglich umschreibt (vgl. BGH, NJW-RR 2008, 615 [juris Rn. 12];… BGHZ 165, 12 [juris Rn. 23).
Diesen Anforderungen wird die Vertragsklausel nicht gerecht, weil die Begrifflichkeit Auftragssumme in dem Kontext der Klausel mehrere Deutungen zulässt und die Klausel damit gegen das Transparenzgebot verstößt (vgl. BGH BauR 2009, 1736 ; BGH BauR 2008, 508 ).
In diesem Kontext kann dann die Begrifflichkeit "Auftragssumme" aber auch als ein Wert verstanden werden, der sich nach der von den Parteien vor der Ausführung des Auftrages vereinbarten Vergütung der Klägerin bemisst (vgl. BGH BauR 2009, 1736 ; BGH BauR 2008, 508 ;… Werner/Pastor, 13. Aufl., Rn 2584).
Auch hat sich in der Rechtsprechung ein Tagessatzhöhe von 0, 3% je Werktag als angemessenen herausgebildet (vgl. BGH BauR 2008, 508 ; Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht BauR 2005).
Als für sich betrachtet gerade noch angemessen hat sich in der Rechtsprechung ein Tagessatz von 0, 3 % je Werktag herausgebildet (vgl. BGH NJW-RR 2008, S. 615, m. w. Nw.).
Der Vertragspartner muss diese aus der Formularklausel unzweifelhaft erkennen und möglichst klar und einfach beurteilen können (BGH NJW 2006, 996 [997] [BGH 26.10.2005 - VIII ZR 48/05] ; BGH MDR 2008, 381 [BGH 06.12.2007 - VII ZR 28/07] ;… Fuchs in Ulmer/Brandner/Hensen, AGB-Recht, 12. Aufl. 2016, § 307 BGB Rn. 335;… Wurmnest in Münchener Kommentar zum BGB 7. Auflage 2016, § 307 Rn. 59).
Mit der Berufung erscheint dies auch dem Senat zweifelhaft (trotz BGH, Urteil vom 6.12.2007, VII ZR 28/07, Rz 12 ff).
OLG Düsseldorf, 26.07.2013 - 23 U 91/13
Formularmäßige Vereinbarung einer Frist für die Annahme eines Angebots auf …
LG Hamburg, 09.11.2017 - 307 O 370/14
Verschuldensunabhängige Vertragsstrafenklausel ist ausnahmsweise wirksam!
BGH, 20.12.2007 - VII ZR 114/07
https://dejure.org/2007,1703
BGH, 20.12.2007 - VII ZR 114/07 (https://dejure.org/2007,1703)
BGH, Entscheidung vom 20.12.2007 - VII ZR 114/07 (https://dejure.org/2007,1703)
BGH, Entscheidung vom 20. Dezember 2007 - VII ZR 114/07 (https://dejure.org/2007,1703)
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HOAI §§ 69 Abs. 1, 69 Abs. 7, 22 Abs. 1
Gemeinsame Abrechnung von Anlagen einer Anlagengruppe; Anschluss von funktionell verschiedenartigen Anlagen an das öffentliche Versorgungsnetz; Voraussetzungen für das Vorliegen mehrerer Anlagen
Ingenieurleistungen für Anlagengruppe; Vergütung nach HOAI bei Anlagengruppe
HOAI § 69 Abs. 1, 7 § 22 Abs. 1
Berechnung des Architektenhonorars für mehrere Anlagen einer Anlagengruppe
Abrechnung von Anlagengruppen
Honorarermittlung - Bewertungstabellen werden immer bedeutender: Auch der BGH wendet sie an
Technische Ausrüstung - Honorar für Anlagengruppen
§§ 68, 69, 22 HOAI
Anlagengetrennte Abrechnung bei der Technischen Ausrüstung
Technische Ausrüstung: Honorar für die Leistungsphasen 4 und 9? (IBR 2008, 163)
Technische Ausrüstung: Getrennte Honorarabrechnung über funktional selbstständige Anlagen? (IBR 2008, 1044)
Keine getrennte Honorarabrechnung bei mehreren technischen Anlagen einer Anlagengruppe! (IBR 2008, 162)
LG Rostock, 16.12.2005 - 3 O 58/01
OLG Rostock, 23.05.2007 - 2 U 2/06
MDR 2008, 379
MDR 2009, 542
NZBau 2008, 258
BauR 2008, 695
ZfBR 2008, 357
Anlagen einer Anlagengruppe sind ohnehin stets gemeinsam abzurechnen (BGH, Beschluss vom 20. Dezember 2007 - VII ZR 114/07, BauR 2008, 695 ff., juris Rn. 4), vgl. § 53 Abs. 2 i. V. m. § 54 Abs. 2 HOAI.
Angesichts dessen, dass die Anlagengruppen gemäß § 68 HOAI verschiedene Anlagen umfassen, hätte § 69 Abs. 1 HOAI und die darin vorgesehene Zusammenrechnung praktisch nämlich kaum Bedeutung, wenn auf die selbständige Funktion der Anlagen abgestellt würde (BGH, Beschl. v. 20.12.2007 - VII ZR 114/07, BauR 2008, 695).
Das ist auch die Auffassung der Kammer und des BGH (20.12.2007, VII ZR 114/07 mit weiteren Nachweisen).
Der Klägerin ist aber zuzugeben, dass der BGH (a.a.O. = 20.12.2007, VII ZR 114/07) meint, wenn die Verweisung § 69 Absatz 7 auf § 22 HOAI greife, d.h. wenn "mehrere Anlagen" im Sinne von §§ 69 Absatz 7, 22 HOAI vorliegen, dann sei die Kumulationsvorschrift (§ 69 Absatz 1 HOAI) gesperrt.
Die Kammer ist überzeugt, dass die Leitentscheidungen hierzu zwar instruktiv sind (erörtert wurden im ersten Termin u.a. OLG Rostock, 23.5.2007, 2 U 2/06 und nachfolgend BGH 20.12.2007, VII ZR 114/07 mit Bezugnahme auf BGH 12.1.2006, VII ZR 293/04), aber alleine nicht weiterhelfen.
Daraus kann nichts dafür hergeleitet werden, dass unterschiedliche Anlagen nur deshalb entgegen § 69 Abs. 1 HOAI getrennt abgerechnet werden, weil sie unterschiedlichen Funktionen dienen (BGH BauR 2008, 695, juris Rn. 4 f.).
LG München I, 26.01.2011 - 2 O 11692/08
Architektenhonorar: Geltung des vergütungsrechtlichen Trennungsprinzips für …
Für Ingenieurbauwerke ergibt sich dies auf der Grundlage von § 67 Abs. 3 iVm § 22 Abs. 1 HOAI (siehe dazu z. B. Urteil des Bundesgerichtshofes vom 24. Januar 2002, Az. VII ZR 461/00) und für technische Ausrüstungen auf der Grundlage von § 69 Abs. 7 iVm § 22 Abs. 1 HOAI (siehe dazu zB Urteil des Bundesgerichtshofes vom 12. Januar 2006, Az. VII ZR 293/04 und Urteil des Bundesgerichtshofes vom 20. Dezember 2007, Az. VII ZR 114/07).