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Timestamp: 2020-08-06 22:39:09
Document Index: 215823558

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 7', '§ 7', '§ 1', '§ 1']

Öffentliche Auslegung der 37. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Winsen (Aller) („Bereich Sportanlage Wolthausen“) | Gemeinde Winsen (Aller)
Öffentliche Auslegung der 37. Änderung d...
Öffentliche Auslegung der 37. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Winsen (Aller) („Bereich Sportanlage Wolthausen“)
veröffentlicht am: 10. Juli 2020 Autor: Gemeinde Winsen (Aller)
Die nachfolgende Bekanntmachung erfolgt nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches (BauGB) in der zurzeit gültigen Fassung.
a) Entwurfsbeschluss
Der Verwaltungsausschuss (VA) der Gemeinde Winsen (Aller) hat in seiner Sitzung am 23.06.2020 den Entwurf der 37. Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen. Gleichzeitig hat er dem Entwurf und der dazugehörigen Begründung mit Umweltbericht zugestimmt.
b) Öffentliche Auslegung gemäß § 3 (2) BauGB
In gleicher Sitzung hat der Verwaltungsausschuss (VA) der Gemeinde Winsen (Aller) die öffentliche Auslegung gemäß § 3 (2) BauGB beschlossen.
Der Geltungsbereich der 37. Flächennutzungsplanänderung bezieht sich auf den Bolzplatz am westlichen Rand der Ortschaft Wolthausen, nördlich des Winsener Kirchweges. Die genaue Lage des Plangebietes kann der nachfolgenden Abbildung entnommen werden.
Die Gemeinde Winsen (Aller) beabsichtigt den ehem. genutzten Bolzplatz in Wolthausen dementsprechend planungsrechtlich festzusetzen, dass dort ein eingetragener Fußballverein offizielle Wettkämpfe austragen kann.
Gemäß § 3 Abs. 2 BauGB wird der Entwurf der 37. Änderung des Flächennutzungsplanes,die dazugehörige Begründung mit Umweltbericht sowie eine schalltechnische Untersuchung
vom 10.07.2020 bis einschließlich 11.08.2020
im Flur des Niefindthauses, Am Amtshof 7, Fachdienst II.2 Gemeindeplanung und Tiefbau, 29308 Winsen (Aller), während der Sprechzeiten
Montag, Mittwoch und Freitag 8.30 Uhr - 12.00 Uhr
Dienstag 8.30 Uhr - 12.00 Uhr und 14.00 Uhr - 16.00 Uhr
Donnerstag 8.30 Uhr - 12.00 Uhr und 14.00 Uhr - 18.00 Uhr
öffentlich ausgelegt. Der Zutritt zum Niefindthaus erfolgt zurzeit nur über das Rathaus. Bitte melden Sie sich an der Information des Rathauses (Am Amtshof 5) bei Frau Horrix. Frau Horrix wird eine/n Mitarbeiter/in des Niefindthauses anrufen, die/der Sie in Empfang nimmt. Bitte betreten Sie das Niefindthaus nur mit Mundschutz und frisch desinfizierten Händen. Desinfektionsmittel steht im Eingangsbereich des Niefindthauses für Sie bereit. Sollten Sie keinen Mundschutz besitzen, kann dieser käuflich bei Frau Horrix für 3,00 € erworben werden.
Es besteht auch die Möglichkeit einen Termin außerhalb der Öffnungszeiten für die Einsichtnahme zu vereinbaren. Auskunft erteilt Herr Lohmann, Am Amtshof 7, Zimmer 0.02, Tel.: 05143/9888-95.Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen auch gerne per E-Mail an gemeindeplanung(at)winsen-aller.de abgegeben werden.
Internetveröffentlichung:
Der Inhalt der ortsüblichen Bekanntmachung sowie die auszulegenden Unterlagen werden zusätzlich auf der Homepage der Gemeinde Winsen (Aller) veröffentlicht und sind über ein zentrales Internetportal des Landes zugänglich.
Der Entwurf der Flächennutzungsplanänderung, die Begründung mit Umweltbericht und Schalltechnischer Untersuchung können von jedermann eingesehen werden. Stellungnahmen können während der Auslegungsfrist schriftlich oder während der Sprechzeiten zur Niederschrift abge¬geben werden. Auch interessierte Kinder und Jugendliche sind aufgefordert, sich zu den Planungen zu äußern. Durch die Abgabe Ihrer Stellungnahme stimmen Sie der Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten zu.
Außerdem wird darauf hingewiesen, dass eine Vereinigung im Sinne des § 4 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Absatz 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes gemäß § 7 Absatz 3 Satz 1 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes mit allen Einwendungen ausgeschlossen ist, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.
Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind bisher verfügbar:
Umweltbelange:
Zur Berücksichtigung der Belange des Umweltschutzes nach § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB und § 1a BauGB wird eine Umweltprüfung durchgeführt. Die voraussichtlichen erheblichen Umweltauswirkungen werden ermittelt und in einem Umweltbericht nach der Anlage zum BauGB beschrieben und bewertet. Im Entwurf des Umweltberichtes wurden folgende Belange des Umweltschutzes berücksichtigt:
• Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt: Innerhalb des Plangebietes gab es keine Hinweise auf das Vorkommen besonders oder streng geschützter oder gefährdeter Tierarten. Vorkommen (d.h. Nester) von Brutvogelarten der Offenlandschaft auf der Sportrasenfläche können ausgeschlossen werden und da keine Eingriffe in die vorhandenen und zur Erhaltung festgesetzten Gehölzzeilen beabsichtigt sind, sind hier keine Sachverhalte mit artenschutzrechtlicher Relevanz erkennbar.
• Fläche und Boden: Mit der Aufstellung der Bauleitplanung erfolgt keine Ausdehnung des Siedlungsraumes. Vielmehr wird primär die bereits seit langem bestehende sportliche Nutzung lediglich bauplanungsrechtlich festgeschrieben. Vor dem Hintergrund, dass es sich hierbei um eine Sportanlage handelt, ist davon auszugehen, dass nur ein untergeordneter Anteil des Bodenhaushaltes zukünftig überbaut bzw. versiegelt wird. Als eingriffsrelevanter Wert wird hier die im nachgelagerten Bebauungsplan festgesetzte Grundfläche von 250 qm zugrunde gelegt. Die zukünftig überbauten bzw. befestigten Böden können zukünftig weder den bislang daran gebundenen Bodenlebewesen noch anderen Artengruppen als Lebensraum zur Verfügung stehen, außerdem ist dort der Pflanzenwachstum nicht mehr möglich. Da innerhalb des Plangebietes keine flächenbezogene Kompensationsmaßnahme durchgeführt werden kann, muss die Maßnahme außerhalb des Plangebietes erfolgen. Hierfür steht das gemeindeeigene Flurstück 30/9 der Flur 2 in der Gemarkung Bannetze zur Verfügung. Dort ist nun beabsichtigt unmittelbar vor dem nördlich angrenzenden Kiefernwald einen ca. 2,3 m breiten Streifen aus der bisherigen intensiven Ackernutzung herauszunehmen. Sukzessiv soll sich nachfolgend eine standortgerechte Gras- und Krautflur und langfristig auch Gehölzaufwuchs entwickeln, so dass dort eine Strukturverbesserung für den Waldrand eintreten kann. Die Fläche wird zukünftig nutzungsfrei, das bedeutet Entlastungen des Boden- und (Grund-) Wasserhaushaltes sowie eine Aufwertung von Lebensraumstrukturen und –funktionen.
• Wasser: Die projektbedingten Auswirkungen sind im engen Zusammenhang mit denen für den Bodenhaushalt zu sehen. So ist als Folge der zukünftig zulässigen Überbauung bzw. Befestigung direkt auf diesen Flächen zwar keine Versickerung und Nachlieferung in den Unterboden mehr möglich, anfallende Niederschläge werden aber im Seitenraum von Gebäuden / Befestigten Flächen zur Versickerung gebracht, so dass sie insgesamt dem örtlichen Naturhaushalt auch weiterhin funktional zur Verfügung stehen.
• Klima und Luft: Erhebliche Auswirkungen auf das Schutzgut Luft sind nicht zu erwarten. Die Funktionen der vorhandenen bzw. betroffenen Offenböden mit ihren Vegetationsbeständen als kaltluftproduktive und damit klimaregulierende Freiflächen bzw. Strukturen gehen infolge zukünftiger Überbauung verloren, d.h. hier sind Veränderungen des Geländeklimas zu erwarten. Das beinhaltet Verlust von Abkühlungswirkung sowie Tendenz zu verstärkter Einstrahlung und Erwärmung auf zukünftig befestigten bzw. überbaubaren Flächen. Der betroffene Flächenanteil ist allerdings so gering, dass von nicht spürbaren Veränderungen des Geländeklimas auszugehen ist.
• Landschaft: Mit dieser Bauleitplanung wird der bereits seit Jahren bestehende Bolzplatz zu einer Sportanlage planungsrechtlich umgesetzt. Für das Landschaftsbild beeinträchtigen ist deshalb lediglich das Vereinsheim relevant. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu erwähnen, dass die Nord- und Ostseite des Sportplatzes, sowie auch die südlich entlang des Winsener Kirchweges vorhandenen Gehölzzeilen zumindest im belaubten Zustand eine wirksame Eingrünung des Sportplatzes gewährleisten.
• Mensch: Für das Schutzgut Mensch wurde eine schalltechnische Untersuchung in Auftrag gegeben. Der TÜV-Nord aus Hannover kommt zu dem Ergebnis an den maßgeblichen Immissionsorten des Allgemeinen Wohngebiets Beurteilungspegel tagsüber von maximal 50 dB(A) vorliegen. Im Kern- Dorf und Mischgebiet liegt ein Beurteilungspegel von 47 dB(A) vor. Ein anzusetzender Immissionsrichtwert von 60 dB(A) für Kern- Dorf und Mischgebiete bzw. 55 dB(A) für ein Allgemeines Wohngebiet wird somit deutlich unterschritten.
Mögliche Geräuschspitzen unterschreiten mit maximal 67 dB(A) (Schiedsrichterpfeife) den zulässigen Wert von 85 dB(A) für ein Allg. Wohngebiet und 90 dB(A) für Kern- Dorf- und Mischgebiete ebenfalls deutlich.Eine Beurteilung der Verkehrsgeräusche durch den an- und abfahrenden Verkehr zeigt einen Beurteilungspegel von ≤ 48 dB(A) am „Winsener Kirchweg 7“. Dieser Immissionsort ist der nächst gelegene zur Straße und wird nur für diese Betrachtung benötigt. Der Immissionsgrenzwert für Mischgebiete von tags 64 dB(A) wird somit deutlich unterschritten, so dass mit keinen erheblichen Auswirkungen für das Schutzgut Mensch zu rechnen sind.
Ein weiterer Aspekt für das Schutzgut sind die Lichtimmissionen: Außerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen sollen Beleuchtungsmasten zugelassen werden. Der Fußballverein hat solche Masten jedoch noch nicht in Planung. In Anbetracht, dass dieser Bebauungsplan auf unbestimmte Zeit seine Rechtsverbindlichkeit behält, werden aber schon jetzt Aussagen dazu getroffen. Lichtimmissionen gehören nach dem BImSchG zu den schädlichen Umwelteinwirkungen, wenn sie nach Art, Ausmaß oder Dauer geeignet sind, Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder für die Nachbarschaft herbeiführen. Da genügend Abstand zur nächsten Wohnbebauung besteht, ist mit keiner Beeinträchtigung des Schutzgutes Mensch zu rechnen.
• Sachgüter/Kulturgüter: Kulturgüter sind für den Änderungsbereich nicht bekannt. Zu den Sachgütern zählt die landwirtschaftliche Nutzfläche des Plangebietes.
• Wechselwirkungen zwischen den Umweltschutzgütern: Zwischen den einzelnen Umweltschutzgütern bestehen umfangreiche funktionale Wechselwirkungen. So bedingen z.B. die Boden- und Klimaverhältnisse sowie die menschliche Nutzung die Ausprägung der Vegetation, diese wiederum prägt stark die Eignung als Tier-Lebensraum sowie die landschaftliche Eigenart und Erholungseignung.
Kampfmittel:
Eine Luftbildauswertung vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen(LGLN) ergab, dass derzeit kein Kampfmittelverdacht besteht.
Gemeinde Winsen (Aller), den 24.06.2020
Entwurf der 37. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Winsen (Aller)2 MB
Entwurf der Begründung mit Umweltbericht 3 MB
Immissionsgutachten 4 MB