Source: https://www.elo-forum.org/aufforderung-senkung-kdu-zwangsumzuege/183922-aufforderung-kostensenkung-miete-schon-bescheid.html
Timestamp: 2017-11-23 06:28:17
Document Index: 330510039

Matched Legal Cases: ['§ 31', '§ 22', '§ 13', '§ 60', '§ 42', '§ 22']

Aufforderung zur Kostensenkung der Miete schon vor dem Bescheid? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Post #2207992 (1)
Post #2208013 (1)
21.05.2017, 15:15 #1
ich mußte leider auf Grund persönlicher Geschehnisse ALGII beantragen.
Bin 61 Jahre, weibl., auf Grund des Todes meines Lebensgefährten jetzt alleinstehend.
Wir bewohnten und jetzt bewohne ich alleine ein gemietetes Haus, dass die Mietkosten zu hoch sind und das JC diese nur für 6 Monate bezahlen wird, ist mir bekannt.
ALGII habe ich beantragt, habe jetzt mehrere Briefe bekommen, dabei einer mit der Aufforderung zur Kostensenkung der Miete.
Jetzt habe ich folgende Frage, ich habe noch nicht mal einen Bescheid über die Zahlung, muß ich da jetzt schon Nachweise über gesuchte Wohnungen bringen?
Im Brief steht jeweils am 15. des Monats, der ist für Mai ja schon vorbei. Ich weiß auch nicht wie viele, wird nicht im Schreiben angegeben, was wäre denn üblich?
Ich wohne hoch im Norden, da gibt es wenig Städte und noch weniger freien Wohnraum, selbst die Wohnungsgenossenschaften haben nur teurere ( mir steht 348,50 € Miete zu)
Zur Zeit wohne ich in einem ganz kleinen Dorf mit einer Strasse, würde auch auf dem Dorf wohnen bleiben, aber auch hier ist es sehr schwierig, Wohnraum zu finden.
Fragen über Fragen und ich bin am Verzweifeln.
21.05.2017, 16:16 #2
AW: Aufforderung zur Kostensenkung der Miete schon vor dem Bescheid?
zunächst stelle ich dir aus dem Forum mal einen Link zum Thema Kostensenkungsaufforderung rein.
Eine schriftliche Kostensenkungsaufforderung seitens des Leistungsträgers stellt keinen Verwaltungsakt nach § 31 SGB X dar. Es ist eine Hinweis - und Warnfunktion.
Und bitte schau auch in die örtliche Richtlinie deiner Stadt **klick**
Nun noch eine Frage wie hoch ist der Betrag der über den angemessene Kosten der Unterkunft liegt, hier der Gedanke der Wirtschaftlichkeitsberechnung. Auch lange Wohndauer, gesundheitliche
Einschränkungen sind zu beachten.
Du hast noch keinen Bewilligungsbescheid und ein Antrag auf Wohnungsbeschaffungskosten ist auch noch nicht gestellt.
§ 22 SGB II bitte mal lesen!
Bestimmt kommen noch einige Hinweise, habe einfach etwas Geduld.
21.05.2017, 17:26 #3
Die Miete liegt 200 € über der für unseren Kreis angegebenen Vergleichsmiete. Ich wohne hier jetzt 7,5 Jahre, also nicht so lange, bin auch nicht weiter krank.
Ich habe allerdings meinen Lebensgefährten 5 Jahre hier zu Hause gepflegt, er hatte mehrere Gehirntumore, in den letzten Monaten hatte er Pflegegrad 5, heißt absoluter Pflegefall mit allen Konsequenzen. Deshalb bin ich zur Zeit psychisch und physisch sehr angeschlagen, aber das interessiert nun wahrlich nicht.
Da die Sterbegeldversicherung erst am 3. dieses Monats auf meinem Konto eingegangen ist, wird mir diese auch nicht als Schonvermögen angerechnet.
Leider habe ich das vorher nicht gewußt, dann hätte ich den Antrag erst zum Juni gestellt, jetzt weiß ich nicht, wie es weitergeht. Ich habe alle Rechnungen für die Beerdigung bezahlt, es ist etwas Geld über, das man mir wohl als Einkommen anrechnen wird. Da ich selber kein Einkommen in diesem Monat hatte, habe ich erst einmal von dem Geld meine Ausgaben beglichen.
Ich komme mit der Frau im JC nicht klar, sie hat etwas gegen mich, habe schon einige Briefe bekommen, obwohl ich noch gar keinen Bescheid habe.
Es fehlen ihr noch einige Unterlagen, so soll ich eine pflichtgemäße Erklärung über meine Internetverkäufe abgeben. Keiner kann mir sagen, was das eigentlich ist. So einen Begriff gibt es nicht, einen Paragrafen oder rechtliche Grundlage hat sie mir dazu nicht genannt.
Ich weiß gar nicht, was ich dazu schreiben soll und ob ich dazu überhaupt verpflichtet bin.
Fragen über Fragen und ich sitze davor ganz alleine und versuche, mir im Internet Hilfe zu holen, um nicht noch mehr ins offene Messer zu laufen.
Ich will nur etwas Unterstützung, bis ich wieder auf den Beinen bin, suche schon Arbeit, aber das ist ja mit 61 Jahren im ländlichen Raum nicht gerade leicht.
21.05.2017, 17:43 #4
Es fehlen ihr noch einige Unterlagen, so soll ich eine pflichtgemäße Erklärung über meine Internetverkäufe abgeben.
Bitte sei mal so nett und schreibe genau welche Unterlagen da noch gefordert werden, dann kann man dir weiterhelfen.
Zum Thema Internetverkäufe stelle ich dir mal diese Info zur Verfügung, in der Annahme das du aus deinem Haushaltsstand Verkäufe getätigt hast?
Ich komme mit der Frau im JC nicht klar, sie hat etwas gegen mich
Wenn es dir möglich ist, nimm immer einen Beistand § 13 SGB X zum Termin beim Jobcenter mit.
So und nun schau mal wie bereits geschrieben, welche Unterlagen da noch von dir gefordert werden, hier wird dir auf jeden Fall geholfen.
21.05.2017, 18:33 #5
Ich danke Euch erst einmal für die angebotene Hilfe:
Folgende Unterlagen werden von mir verlangt:
1. Fahrzeugschein Ihres neuen Fahrzeuges mit Kaufvertrag und Angabe der km Leistung ( ich hatte ein finanziertes KFZ, welches ich diese Woche an die Bank zurückgegeben habe, da ich es nicht mehr bezahlen konnte. Dafür habe ich mir einen Golf 4 für 900 € gekauft, da ich auf dem Land wohne, wie schon geschrieben. Habe nicht mal einen Kaufvertrag, da von Privat per Handschlag gekauft. Im Gespräch war auch vom Kaufvertrag keine Rede)
2. Rückgabeschreiben der SDD über die Abgabe des Fahrzeuges ( weiß gar nicht, was SDD heißt. )
3. Kontoauszüge vom 1.5. - 5.5. wegen der Auszahlung der Sterbegeldversicherung für Herrn R. ( Ich hatte die Kontoauszüge bis zum 30.4. abgegeben, habe aber gesagt, dass ich die Sterbegeldversicherung ausgezahlt bekommen habe und davon alle Unkosten der Beerdigung bezahlt habe )
4. pflichtgemäße Erklärung über die Onlineverkäufe in der Vergangenheit und ob und in welcher Höhe zukünftige Einnahmen erwartet werden.
Das sind die Dinge, die sie noch haben will.
Zu den Internetverkäufen gibt es folgendes: Ich hatte mit meinem Lebensgefährten einen Internethandel für Secondhandkleidung, ich habe das Gewerbe zum 1.1.2017 abgemeldet, da ich kaum noch Umsätze hatte und auch keine Zeit dafür hatte.
Ich hatte nur sporadisch private Sachen ( keine Kleidung sondern ein paar Haushaltsgegenstände wie Geschirr, Tischdecken u.ä.) auf privatem account verkauft. Das hat sie auf meinen Kontoauszügen gesehen, als ich sagte, dass sei Vermögensumwandlung, da es sich um Sachen handelt, die wir uns privat angeschafft hatten, bekam ich Bescheid, das gibt es nicht.
Ich weiß, dass ich nicht privat gewerblich handeln darf und habe gar keine Lust, mir Ärger mit dem Finanzamt einzuhandeln, andererseits nehmen die mir eine Steuerklärung über 100 € nicht ab.
Was ich jetzt zu der pflichtgemäßen Erklärung schreiben soll, weiß ich nicht. Im Internet finde ich einfach nichts dazu, schreibe ich nichts, wird sie meinen Antrag nicht bearbeiten, Frist ist der 2. Juni.
Laut Belehrung können die Geldleistungen ganz versagt werden, bis ich die Mitwirkung nachhole §§ 60, 66, 67 SGBI
Ich war bisher davon ausgegangen, ein bisschen was im Kopf zu haben, aber so langsam zweifle ich daran.
Dazu dann noch ein Extrabrief, wie schon oben beschrieben, mit der Aufforderung zur Senkung der Mietkosten mit allem Drum und Dran
22.05.2017, 06:33 #6
Hallo @Fischkopp
zu der Autorückgabe an die Bank kann bestimmt ein anderer user etwas zu schreiben,ein Schreiben der Bank liegt dir sicherlich vor.
Rückgabeschreiben der SDD über die Abgabe des Fahrzeuges ( weiß gar nicht, was SDD heißt. )
Hmm ich leider auch nicht.
3. Kontoauszüge vom 1.5. - 5.5. wegen der Auszahlung der Sterbegeldversicherung für Herrn R.
Hier will das Jobcenter sehen das dir das Geld tatsächlich zugegangen ist,Zuflussprinzip.
ich habe das Gewerbe zum 1.1.2017 abgemeldet,
Davon erstellst du bitte eine Kopie von der Gewerbeabmeldung.
Das Gewerbe ist abgemeldet seit dem 01.01.2017 was meint der SB hier mit Vergangenheit, welchen Zeitraum?
als ich sagte, dass sei Vermögensumwandlung, da es sich um Sachen handelt, die wir uns privat angeschafft hatten, bekam ich Bescheid, das gibt es nicht.
Dazu hatte ich dir den Link samt Zitat oben in meinem Post reingestellt, natürlich gibt es die Vermögensumwandlung, als Beispiel du kaufst dir ein paar Schuhe und mußt diese Umtauschen weil versteckter Mangel, der Verkäufer erstattet dir den Kaufbetrag.
Zu den Kosten der Miete, nun 200€ ist schon sehr hoch, hier meine ich das kannst du nicht vom Regelsatz 409€ ausgleichen, weil dir dann kaum Geld zum leben bleibt und um sonstige Kosten zu bezahlen.
22.05.2017, 08:47 #7
Bescheinigung über Übergabe besorge ich mir, das hat der gute Mann alles über Computer gemacht und ich habe auch darüber unterschrieben, werde ihn heute mal anrufen.
Das mit dem Geldeingang ist mir auch klar im Mai, allerdings befürchte ich, dass man mir die gesamte Versicherung als Einkommen anrechnet, dann sitze ich mit den Bestattungkosten von einigen Tausend Euro da. Ist laut einem Artikel, den ich gelesen habe, möglich.
Das mit der "pflichtgemäßen Erklärung" steht genauso da, wie ich oben gepostet habe, kein Zeitraum und schon gar nicht, was eine pflichtgemäße Erklärung ist.
Das mit der Vermögensumwandlung ist mir klar, ich habe ja auch nur solche Sachen aus unserem Privatbesitz verkauft, z.B. Windeln, die ich nach dem Tod meines LG nicht mehr benötigte oder ein Buch ( nicht mehrere), nur als Bsp. dass mir schon klar ist, was damit gemeint ist.
Aber ich kann doch jetzt nicht sagen, ich werde in den nächsten Monaten 20 Teile mit der Einnahme X verkaufen.
22.05.2017, 12:07 #8
Nun mal langsam ich denke du hast alle Rechnungen von der Beisetzung gut aufbewahrt, diese nimmst du bitte und erstellst jeweils eine Kopie.
Dieser Betrag geht ab von der Versicherungssumme auch an die eventuelle
Bewirtung nach der Beisetzung denken, falls du noch einen Beleg hast.
Dazu was ist mit dem eventuellen gesetzten Grabstein?
was eine pflichtgemäße Erklärung ist.
Das bezieht sich hier auf die Mitwirkungspflicht, eben Verwaltungsdeutsch...................
dass mir schon klar ist, was damit gemeint ist.
Gut und genauso bringst du das beim SB an/schreiben, der ja der Meinung war
sowas gibt es nicht *kopfschütteln*
Und noch ein Nachtrag zu SDD kann es sein das der SB
das hier meint SEPA Direct Debit, Lastschriftzahlverfahren?
Geändert von Seepferdchen (22.05.2017 um 12:24 Uhr) Grund: Nachtrag
23.05.2017, 12:17 #9
ich danke Dir, werde es so machen, wie von Dir empfohlen.
Jetzt bin ich immer noch mit der Sterbegeldversicherung beschäftigt, durch einen Link hier im Forum habe ich mich etwas ausführlicher damit beschäftigt, eben auch mit dem Sozialdienst telefoniert und wollte Eure Meinung dazu wissen.
Eine Sterbegeldversicherung ist ja eine kleine kapitalbildende Lebensversicherung.
Diese Sterbegeldversicherung habe ich abgeschlossen, bin also Versicherungsnehmer, die Beiträge wurden bis zuletzt von meinem Konto abgebucht.
Das mußten wir damals so machen, weil mein Lebensgefährte selber kein Konto hatte und die Versicherung darauf bestand, nur mit jemandem eine Versicherung abzuschließen, der über ein Konto verfügt.
Versicherte Person war mein Lebensgefährte, ich hatte das Bezugsrecht, also wurde mir jetzt die Versicherung ausgezahlt und ich habe davon auch die Beerdigungskosten beglichen
Rechtsfrage: Dürfen Auszahlungen aus einer Lebensversicherung auf Hartz IV angerechnet werden? | dasinvestment.com
Da ich der Versicherungsnehmer bin, ist es doch nach dem Urteil auch mein Vermögen und nicht mein Einkommen oder?
Ich denke, das JC wird versuchen, das anders zu sehen, deshalb frage ich hier vorher schon mal nach.
Anders wäre es gewesen, wenn der Versicherungsnehmer mein Lebensgefährte und ich nur die Bezugsberechtigte gewesen wäre.
23.05.2017, 12:36 #10
Grüß dich @Fischkopp
Diesen Gedanken hatte ich kurzzeitig gestern, wegen dem Lastschriftzahlverkehr ob die Versicherung über deinem Konto geht/Versicherungsnehmer habe aber den Gedanken, dann wieder beiseite geschoben.
Dann ist das kein Einkommen sondern dein Schonvermögen, weil pro Lebensjahr 150€ plus 750€ für einmalige Anschaffungen.
Sollte wieder erwarten der SB hier ein Einkommen sehen und negativ bescheiden gehst du in den Widerspruch und dann zum Fachanwalt für Soziales.
Du kannst falls es soweit kommen sollte (gehe mal davon aus mancher SB naja..) kannst du oder dein zukünftiger Anwalt einen Beratungsschein beim Amtbericht beantragen, Kostenbeteiligung 15€. Du brauchst nur den Begriff bei Google "Beratungshilfeschein" eingeben dann kommst du direkt auf den Link/PDF - Datei zum Formular mit Hinweis.
Sollte dein Wohnsitz in Hamburg oder Bremen sein, dann bitte hier schauen:
Rechtsberatung ÖRA Hamburg - hamburg.de
Nun hoffe ich mal für dich das du es ohne soviel Stress erledigen kannst
23.05.2017, 12:47 #11
Ich könnte heute mal jubeln, schön, dass Du es auch so siehst.
Wegen eines Anwalts habe ich mich schon schlau gemacht, das werde ich in Anspruch nehmen, falls das JC es nicht anerkennen will.
Beratungsschein werde ich mir dann holen.
Ich wohne in Ostholstein, da sind leider Beratungsstellen u.ä. nicht so dicht gesät, aber es geht auch über Telefon und zum Glück mit Eurer Hilfe.
23.05.2017, 12:51 #12
Kannst du dir doch ausdrucken, wenn du willst bzw. wie ich dir geschreiben habe einfach bei Google eingeben.
23.05.2017, 12:53 #13
Ja, das mache ich dann, ist noch einfacher
13.06.2017, 11:12 #14
Hallo, jetzt nach einiger Zeit ergeben sich für mich wieder Fragen, auf die ich, so hoffe ich, Antworten finden werde.
Nach mehreren Briefen, in denen weitere Unterlagen von mir gefordert wurden, tut sich von Seiten des JC nichts mehr.
Ich habe alles abgegeben und ein Schreiben dazu gelegt, dass ich unbedingt Geld brauche, um meine Miete zahlen zu können, und deshalb eine Vorauszahlung benötige.
Mein Vermieter hat ja viel Geduld, aber auch nicht unendlich.
Mir ist es schon sehr peinlich, wenn ich ihm über den Weg laufe und sagen muß, ich habe noch immer kein Geld bekommen.
Wie gehe ich jetzt vor, am Do. ist offene Sprechstunde im JC, gehe ich da hin oder gleich zum Sozialgericht.
Ich will nicht auf Konfrontation gehen, aber ich lebe momentan von einem Darlehen, dass ich sicherheitshalber für die Beisetzung meines Lebensgefährten bei meiner Versicherung aufgenommen hatte. Das wollte ich eigentlich Ende Mai zurückzahlen, da es sehr hoch verzinst ist. Das hatte ich dem JC auch mitgeteilt.
Außerdem habe ich noch eine Frage zum Nachweis der Wohnungssuche, ich habe hier bisher nichts gefunden, was auch nur annähernd der Forderung des Amtes entspricht.
Ich studiere alle Anzeigen im Internet, in den Kleinanzeigenblättern.
Es gibt eine Wohnungsgesellschaft, da habe ich mich bisher nicht vormerken lassen, soweit ich aber da gesehen habe, sind die Wohnungen auch teurer.
Reicht das, wenn ich das so schreibe, oder muß ich jede Anzeige kopieren und ausdrucken?
In der Höhe der mir zustehenden Miete finde ich nur Gesuche aber keine Angebote.
Muß ich trotz des fehlenden Bescheids und Geld meine Suchbemühungen dokumentieren?
13.06.2017, 12:48 #15
Grüß dich Fischkopp,
Mit anderen Worten du hast einen Antrag auf Vorschuss gestellt nach § 42 SGB I, richtig?
Du hast dir die Abgabe der Unterlagen und deinem Antrag bestätigen lassen?
Du meinst mit diesem Satz, das du keine passende Wohnung gefunden hast?
Du schreibst genau auf wo ggf. das Wohnungsangebot stand, welcher
Vermieter usw.
Falls du beim Vermieter nachgefragt bitte genau aufschreiben, mit wem du gesprochen hast Tag und Uhrzeit usw.
Wie bereits geschrieben, halt alles schriflich fest!
Hinzu kommt, falls nicht schon geschehen, ein Antrag auf Wohnungsbeschaffungskosten § 22 SGB II
Wie gehe ich jetzt vor, am Do. ist offene Sprechstunde im JC, gehe ich da hin
Wie bereits oben gefragt die Abgabe hast du dir bestätigen lassen, davon gehe ich jetzt mal aus bzw. du hast auch einen aktuellen Kontoauszug
bei gelegt, der belegt das du kein Geld zur Verfügung hast für Miete usw.?
Wenn du Donnerstag zum JC gehst, wenn möglich mit Beistand hatte ich oben schon in meinem Post erwähnt.
Du hast auch das Recht den Teamleiter zu verlangen, wenn dein Antrag immer noch nicht bearbeitet ist und vorallem das JC kann doch ggf. auch einen vorläufigen Bescheid erstellen.
Nun sei mal so nett und beantworte meine Fragen, dann kann man weitersehen.
13.06.2017, 19:27 #16
Entschuldigung, dass ich mich jetzt erst wieder melde, aber ich mußte dringend weg, bin gerade erst wieder online.
Ich habe alle Unterlagen jeweils gegen Unterschrift persönlich abgegeben.
Bei dem Antrag auf Vorschuß habe ich allerdings keinen aktuellen Kontoauszug beigelegt, der letzte war erst vom 5.6., da reichte das Geld für die Miete schon nicht mehr.
Wie schon geschrieben, ist das Geld von einem Darlehen, was ich eigentlich schon wieer zurückezahlt haben wollte, da ich sonst unnötig Zinsen bezahlen muß.
Das ist dem JC bekannt.
Ich habe bisher noch keine passende Wohnung gefunden, deshalb habe ich auch nirgendwo anrufen und mit einem Vermieter sprechen können.
Ich nutze die Online Portale, die Kleinanzeigenmärkte, Aushänge im Supermarkt, es gibt keine Wohnung zu dem Preis momentan hier.
Wir sind eine Urlaubsregion, wo die Wohnungen vorwiegend an Urlauber vermietet werden.
Ich werde versuchen, am Donnerstag jemanden mit zum JC zu nehmen.
Und danke auch für den Tipp mit dem Antrag für die Wohnungsbeschaffungskosten, werde ich auf jeden Fall auch schnellstens mit abgeben.
14.06.2017, 06:34 #17
Hallo @Fischkopp,
Entschuldigung, dass ich mich jetzt erst wieder melde,
Kein Problem, ist doch verständlich das du auch noch anderes zu tun hast.
Dazu lies bitte mal hier in diesem Link aus dem Forum und vorallem
findest du da weitere Hinweise rund um das Thema Kostensenkungsaufforderung:
auch zum Thema Wohnungsbeschaffungskosten findest du im Link Hinweise.
14.06.2017, 07:40 #18
ich danke Dir für den sehr hilfreichen und informativen Link.
Es ist schon erstaunlich, was es alles zu beachten gibt, da frage ich mich, wer das alles schaffen soll,wenn man nicht mit den Gesetzen bewandert ist. Da bleibt wohl wirklich nur der Anwalt.
Das mit den zu großen Wohnungen hatte ich z.B. überhaupt nicht bedacht, habe immer nur nach den für mich passenden gesucht
Eine weitere Frage hätte ich noch, angenommen, ich finde hier jetzt noch einen Saisonjob, Vollzeit, so dass ich bis Oktober aus dem Bezug falle und danach müßte ich dann wieder einen neuen Antrag stellen, zählen dann wieder 6 Monate volle Mietzahlung oder nur die verbleibenden 4 von dem jetzigen Antrag.
Ich denke nämlich, dass ein Saisonjob hier realistischer ist, wenn überhaupt in meinem Alter.
14.06.2017, 08:06 #19
Stehet ggf. etwas in der örtlichen Richtlinie deiner Stadt?
Hierzu gibt es einige Urteile, dazu hier .................
Ob die Kostensenkungsaufforderung nach einer Unterbrechung des Leistungsbezuges wiederholt werden muss, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. So ließ das LSG Rheinland Pfalz mit Urteil vom 27.06.2012, Az.: L 6 AS 582/10 eine Unterbrechung von zehn Monaten für die Forderung nach einer Wiederholung genügen, weil eine erneute Hilfebedürftigkeit nicht vorhersehbar gewesen sei
Quelle:http://www.zaenker-kollegen.de/content/artikel/187.html
https://www.elo-forum.org/kosten-unt...ml#post1975704
und hier mal noch ein Beispiel...................
1. 3 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil v. 28.07.2016 - L 32 AS 1945/14
https://www.elo-forum.org/aktuelle-t...46-2016-a.html
Taja es ist schon schwierig, weil Berufserfahrung leider nicht oft vom AG so zur Kenntnis genommen wird.
17.06.2017, 09:22 #20
Hallo, jetzt haben sich bei mir einige positive Ereignisse ergeben, die mich hoffen lassen, schnell vom JC wegzukommen.
Erst einmal habe ich gestern meinen Bescheid bekommen, alles wurde anerkannt, Miete wird erst einmal gezahlt, allerdings sind da für Sept. und Okt. einige Ungereimtheiten, die mich aber momentan nicht aufregen.
Ich habe am Freitag morgen zwei Bewerbungen für Büroarbeiten per Mail abgeschickt, hatte ich in Kleinanzeigenblättern gefunden.
War mittags zum Vorstellungsgespräch und fange am Montag dort an.
Ein Jahresjob, mein Alter ( 61 J. ) war gar kein Thema, da wir eine Urlaubsregion sind, wird in der Saison mehr gearbeitet und dafür im Winter weniger. Das kenne ich aus der Gastronomie auch so.
Die Bezahlung ist so gut, dass ich weg vom Jobcenter sein werde und auch nicht umziehen muß. Wenn das so klappt, bin ich absolut zufrieden.
Auch der zweite Jobanbieter wollte mich haben, allerdings war die Bezahlung geringer.
Mich hat diese ganze Sache mit dem JC richtig krank gemacht und nun hoffe ich, da nicht wieder hinzumüssen.
Ich danke Euch für die Hilfe und Unterstützung, Ihr macht das wirklich super.
17.06.2017, 10:51 #21
Guten Morgen @Fischkopp,
das ist ja sehr schön, dass du so schnell einen neuen Job gefunden hast, der dich sogar ganz aus dem Leistungsbezug bringt. Vielleicht ergibt sich während dieser Zeit auch noch die Möglichkeit, eine kostengünstigere Wohnung zu finden und dann ohne zusätzlichen Stress umzuziehen.
Wenn du die Veränderungsmitteilung ans JC sendest, könntest du sicherheitshalber einen formlosen Antrag auf ein Überbrückungsdarlehen beilegen. Manche SB stellen die Leistungen sofort zum nächsten Monat ein. Auch, wenn der anzurechnende Lohn zum Ende des Monats (und nicht erst z.B. zum 15. des Folgemonats) gezahlt wird, fehlt u. U. das Geld für die Miete am Monatsanfang.
Wenn dir der Lohn für den halben Monat noch im Juni zugeht, wird dieser mit entsprechenden Freibeträgen auf deinen bereits ausgezahlten Bedarf für diesen Monat angerechnet und du wirst eine Rückforderung erhalten. Sollte der Lohn dir erst im Juli zur Verfügung stehen, wird er im Juli angerechnet und dein Anspruch für diesen Monat muss neu berechnet werden (aufstockende Leistungen). Für die Neuberechnung deines Anspruchs müsstest du dann die Lohnabrechnung und den Nachweis über den Erhalt der Zahlung einreichen.
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und einen angenehmen Start am Montag! 
von einer ausgewanderten Ostsee-Fischköppin
17.06.2017, 13:16 #22
( die Gruppe fand und finde ich heute noch super )
Dass ich für den Juni das anteilige Geld zurückzahlen muß, ist mir klar.
Aber das mit dem Überbrückungsdarlehen hatte ich noch gar nicht bedacht, das werde ich auf jeden Fall machen, damit ich keine Probleme mit der Miete bekomme, mein Vermieter war bisher so kulant, dass es mir schon richtig peinlich ist, dass er diesen Monat so lange auf seine Miete warten mußte.
Das mit der Wohnungssuche werde ich in Angriff nehmen, wennich was entsprechendes finde, aber dieser Druck in den letzten Wochen hat mich völlig fertig gemacht.
von Fischkopp zu Fischkopp
(vermisst Du die Ostsee nicht ein bisschen?)
28.06.2017, 09:53 #23
ich habe es geschafft und bin frei.
Ich habe seit dem 19. Juni einen Vollzeitjob ( ohne das JC ), von dem ich leben und meine Miete bezahlen kann.
Dem JC habe ich Bescheid gegeben, habe einige Papiere bekommen.
Das JC will die Vorlage der Verdienstabrechnung und Nachweis, wann das Geld auf dem Konto eingegangen ist.
Es ist ja anteilig im Juni, außerdem haben sie mir eine Verzichtserklärung geschickt, die ich meine, unterschreiben zu können, denn ich werde im Juli kein Geld mehr vom JC benötigen.
Die Miete und alles andere kann ich selbst schon bezahlen.
Meine Frage, was darf denn das JC, außer den Lohneingang auf meinem Konto noch sehen. Es sind im Juni nur Ausgaben runtergegangen. Eingänge waren nur die beiden Monate, die mir das JC überwiesen hat.
Leider wurde das Gehalt für Juni schon gezahlt, so dass ich einen Teil ja an das JC zurückzahlen muß, aber die Freiheit ist es mir wert.
Es ist doch so, dass ein Eigenbehalt von 100,00 € +20 % vom Rest mir zusteht und das, was überbleibt, wird gegengerechnet oder?
ich sehe endlich wieder Licht am Horizont
28.06.2017, 11:22 #24
Wozu Verzichtserklaerung? Vorsicht!
28.06.2017, 11:43 #25
Ich verzichte ab einem bestimmten Datum, muß ich noch eintragen, auf die Leistungen. Ich kann aber laut Schreiben jederzeit, wenn ich bedürftig bin, wieder einen Antrag stellen. Ich bin nicht mehr über das JC krankenversichert, das ist aber alles jetzt über meinen Job.
Ich denke, dass ich damit umgehe, dass man mir noch im Juli Geld zahlen wird. Was ich aber auch nicht möchte.
kostensenkung, umzug, wohnungssuche