Source: https://www.weka.at/personalverrechnung/News/Rechtsanspruch-auf-Papamonat
Timestamp: 2020-05-25 03:01:00
Document Index: 364472574

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§1', '§ 1', '§ 15', '§ 1', '§ 1']

Rechtsanspruch auf Papamonat - Personalverrechnung online
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Dokument-ID: 1043365
WEKA (red) | News | 02.10.2019
Seit 01.09.2019 besteht ein gesetzlicher Rechtsanspruch auf einen Papamonat. Erfahren Sie in diesem Beitrag, welche Fristen Sie bei Inanspruchnahme einhalten müssen und ob ein Kündigungsschutz besteht.
bis zum Ablauf des Beschäftigungsverbotes der Mutter nach der Geburt des Kindes (vgl § 5 Abs 1 MSchG)
eine unbezahlte Freistellung in der Dauer von einem Monat zu gewähren, wenn er mit dem Kind im gemeinsamen Haushalt lebt (vgl §1a Abs 1 VKG).
Sind alle Voraussetzungen erfüllt kann während des Papamonats der Familienzeitbonus in Anspruch genommen werden. Besteht jedoch kein Anspruch auf diesen, liegt ein unbezahlter Urlaub vor.
Vorankündigung, Fristen
Beabsichtigt der Dienstnehmer, eine Freistellung in Anspruch zu nehmen, hat er spätestens drei Monate vor dem errechneten Geburtstermin seinem Dienstgeber unter Bekanntgabe des Geburtstermins den voraussichtlichen Beginn der Freistellung anzukündigen (Vorankündigung).
Unbeschadet des Ablaufs dieser Fristen kann eine Freistellung auch vereinbart werden.
Die Freistellung beginnt frühestens mit dem auf die Geburt des Kindes folgenden Kalendertag. Ein gesetzlicher, kollektivvertraglicher oder einzelvertraglicher Anspruch auf Dienstfreistellung anlässlich der Geburt eines Kindes ist auf die Freistellung nicht anzurechnen.
Auf dienstzeitabhängige Ansprüche, wie zB erhöhter Urlaubsanspruch, Dauer der Kündigungsfrist, etc ist die unbezahlte Freistellung anzurechnen. Urlaub gebührt in dem aliquoten Ausmaß, das dem um die Dauer der Karenz verkürzten Dienstjahr entspricht (vgl § 1a Abs 7 VKG iVm § 15f MSchG).
Tritt während der Freistellung eine Verhinderung der Mutter ein (zB Tod, Aufenthalt in einer Pflegeanstalt, schwerer Erkrankung), kann der Vater im unmittelbaren Anschluss an die Freistellung Verhinderungskarenz verlangen, sofern die Verhinderung über das Ende der Freistellung andauert. Er hat die voraussichtliche Dauer unverzüglich bekannt zu geben und die anspruchsbegründenden Umstände nachzuweisen (vgl § 1a Abs 5 VKG).
Der Dienstnehmer, der einen Papamonat in Anspruch nimmt, darf weder gekündigt noch entlassen werden. Der Kündigungs- und Entlassungsschutz beginnt mit der Vorankündigung oder einer späteren Vereinbarung, frühestens jedoch vier Monate vor dem errechneten Geburtstermin.
Bei Entfall der Vorankündigung aufgrund einer Frühgeburt beginnt der Kündigungs- und Entlassungsschutz mit der Meldung des Antrittszeitpunktes. Der Kündigungs- und Entlassungsschutz endet vier Wochen nach dem Ende der Freistellung. Eine Entlassung kann nur nach Zustimmung des Gerichtes ausgesprochen werden (vgl § 1a Abs 5 VKG).