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Matched Legal Cases: ['§ 37', '§ 49', '§ 24', '§ 3', '§ 37', '§ 49', '§ 24', '§ 3']

Verkehrsdelikt : Rote Ampel mit dem Fahhrad - geldstrafe ? - CopZone
Verkehrsdelikt : Rote Ampel mit dem Fahhrad - geldstrafe ?
Registriert: Mi 14. Dez 2011, 23:21
Beitragvon julie83 » Mi 14. Dez 2011, 23:46
ich bin heute von der polizei angehalten worden weil ich mit meinem fahrrad 3 rote ampeln überfahren habe ; //
ich wollte mich erkundigen wieviele punkte es dafür jeweils gibt - mitm auto je 3 aber wie ist das mitm rad je 1 ???
und dann noch zur busgeldfrage --- wie hoch wird das bestraft ???
der polizist hatte irgendwas von 150 E !!! gesagt ( soweit ich verstanden habe pro ampel ; ( )
habe allerding gelgesen , dass die bestrafung für fahrradfahrer günstiger ausfällt ?
habe dummerweise noch probezeit beim führerschein - muss ich dann wohl dieses aufbauseminar mitmachen ???
Re: Verkehrsdelikt : Rote Ampel mit dem Fahhrad - geldstrafe
Beitragvon Antera » Mi 14. Dez 2011, 23:51
http://www.nationaler-radverkehrsplan.d ... hp?id=2462
http://www.anwalt24.de/beitraege-news/f ... bauseminar
Die "Busgeld"-Vorlage überlasse ich aber jemand anderem...
Beitragvon MICHI » Mi 14. Dez 2011, 23:59
das mißachten einer "roten ampel" zieht ein bußgeld von 45 euro nach sich.
zudem zieht es einen punkt in flensburg nach sich.
war länger als eine sek. rot, sind es dann 100 euro.
http://www.fahrrad-xxl.de/beratung/sich ... talog.html
Beitragvon Ghostrider1 » Do 15. Dez 2011, 07:17
A - 1; 45,00 €
§ 37 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 132 BKat; § 3 Abs. 6 BKatV
A - 1; 100,00
§ 37 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 132.3 BKat; § 3 Abs. 6 BKatV
1. Muss geklärt werden, ob du in Tateinheit oder Tatmehrheit gehandelt hast. Das hängt davon ab, wie dein Verhalten zwischen den Verstößen war
1.1. bei Tatmehrheit zählt jeder Verstoß und kann auch einzeln geandet werden!
1.2. bei Tateinheit wird der Verstoß genommen, der am teuersten ist, der Rest fällt hinten runter.
1.3. kann die Behörde den Satz auch hochschrauben, da bei 3 Verstößen die Fahrlässigkeit eigentlich "verneint" werden kann und sollte. Die Sätze im TBK sind auf Fahrlässigkeit bezogen. Vorsätzliches Handeln wird anders geahndet.
2. Kommt auf die o.g. Bußgelder noch eine Gebühr + Auslagen drauf. Summiert sich auf ca. 23 €
3. selber Schuld, das nächstemal anhalten. Wenn ihr deswegen einen Unfall habt, bekommt der Autofahrer immer erstmal eine Anzeige, nur weil solche Radfahrer wie du, nicht warten können.
Der Satz ist auch für Radfahrer noch viel zu billig...
Beitragvon julie83 » Do 15. Dez 2011, 11:37
vielen dank für eure antworten - ich weiß , dass man das net machen sollte und mit dem auto würde mir sowas auch NIE !!! in den sinn kommen .
allderdings muss ich sagen , dass die autofahrer auch nicht besser sind wenn ich es drauf ankommen lassen würde könnt ich jede woche vor einem auto liegen ( trotz beachtung der stvo.)
also mit 100 E pro ampel scheine ich mit rechnen zu müssen - auch wenn mir die antwort von "ghostrider1" noch etwas mehr in panik versetzt - denke mal vorsätzliches handeln würde net weniger bestraft - den unterschied zwischen tateinheit / mehrheit habe ich auch net ganz verstanden - wie wäre das denn in meinem fall ???
naja wird auf jeden fall ein teurer spass ; (
Beitragvon VeSta » Do 15. Dez 2011, 11:41
Was hat das denn nun mit Autofahrer zu tun, wenn du 3mal bei rot über eine Ampel fährst?! Mehr vorsätzlich, geht es meines Erachtens nicht..
Beitragvon julie83 » Do 15. Dez 2011, 12:09
habe ja nur gemeint , dass ich mit dem pkw echt vorsichtig fahre !!!
weil dein kollege gemeint hatte, wenn mich jmd anfährt weil ich falsch fahre wäre ja dann auch für den autofahrer scheisse- stimmt auch !!!
wollte damit nur sagen , dass auch viele autofahrer radfahrer oder auchb fussgänger gerne " übersehen"
aber sehe ja ein , dass ich scheisse gebaut habe
Beitragvon schutzmann_schneidig » Do 15. Dez 2011, 13:26
julie83 hat geschrieben: denke mal vorsätzliches handeln würde net weniger bestraft - den unterschied zwischen tateinheit / mehrheit habe ich auch net ganz verstanden - wie wäre das denn in meinem fall ???(
Tatmehrheit bedeutet, dass für jede Handlung (hier also das Überfahren der LSA) ein neuer Tatentschluss gebildet wurde. Ohne jetzt die Situation im Einzelnen zu kennen, gehe ich mal sehr stark davon aus, dass das hier zutreffen wird. Genaueres kannst du dann dem Bußgeldbescheid entnehmen, der dir demnächst zugestellt wird.
Bei vorsätzlichem Handeln ist der im Bußgeldkatalog genannte Regelsatz zu verdoppeln. Ob dies bei dir der Fall ist, kannst du ebenfalls dem Bußgeldbescheid entnehmen.
Wenn du also z.B. zuerst auf die Rotlicht zeigende LSA geschaut hast, dann geschaut hast, ob Querverkehr vorhanden ist und dann gefahren bist und das durch den aufnehmenden Beamten wahrgenommen und dokumentiert wurde, wäre es gut möglich, dass dir vorsätzliches Handeln vorgeworfen wird.
Beitragvon Challenger » Do 15. Dez 2011, 13:33
Ghostrider1 hat geschrieben: 1. Muss geklärt werden, ob du in Tateinheit oder Tatmehrheit gehandelt hast. Das hängt davon ab, wie dein Verhalten zwischen den Verstößen war
Ich denke mal, da gibt es bei verschiedenen LZA an unterschiedlichen Örtlichkeiten nicht viel zu klären.
Beitragvon Ghostrider1 » Do 15. Dez 2011, 14:08
Hähä. doch gibt es.
Es gibt da eine kleine aber feine Sache, nur diese werde ich hier nicht breit treten. Dafür kann sich der Betroffene einen Anwalt nehmen.
Beitragvon Challenger » Do 15. Dez 2011, 14:10
Vor Gericht beim Richter damit durchzukommen, steht auf einem anderen Blatt.
Beitragvon Gast » Do 15. Dez 2011, 15:35
julie83 hat geschrieben: und dann noch zur busgeldfrage
Wende Dich diesbezüglich an Deinen örtlichen Verkehrsbetrieb.
Da Du aber mit dem Rad unterwegs warst, kannst Du natürlich auch weiterhin mit dem Rad fahren.
Beitragvon very » Do 15. Dez 2011, 16:30
julie83 hat geschrieben: ich weiß , dass man das net machen sollte und mit dem auto würde mir sowas auch NIE !!! in den sinn kommen .
Und ich verstehe nicht, wieso die Art der Verkehrsbeteiligung einen Unterschied machen soll. Fußgänger und Radfahrer betrachten LZA ja schon seit Langem als unverbindlichen Hinweis. Ich hab mich schon einige Male rechtfertigen müssen, warum ich als Fußgänger auf "grün" warte.
Wie weit das gediehen ist, durfte ich dann neulich beobachten: Auch PKW-Fahrer nehmen LZA anscheinend nicht mehr ernst. Und in einer Zeitung mit vier Buchstaben war ein Artikel darüber, in kürzester Zeit haben die mitten in Frankfurt ettliche PKW fotografiert, die das Rotlicht einfach ignoriert hatten. Im Stadtverkehr. Tagsüber. An Knotenpunkten.
Ein Verkehrspsychologe hat sich dazu wie folgt geäußert: KFZ-Fahrer machen nur das, was ihnen die Fahrradfahrer vormachen. Wer sich und sein Anliegen für wichtig genug hält, der sieht halt nicht ein, wieso ein schwächerer Verkehrsteilnehmer sich was herausnimmt, was er sich nicht herausnehmen sollte. Ich rate also mal: Rotlichtverstöße werden nicht weniger.
Zwei Tage nach dem o.g. Artikel brachte die gleiche Zeitung übrigens die Meldung über einen totgefahreren Sieben(??)-jährigen. Der KFZ-Fahrer hatte das Rotlicht missachtet.....
Beitragvon Ghostrider1 » Do 15. Dez 2011, 18:47
Die ehrenwerten Studenten finden das auch immer völlig überzogen, wenn man sie nach einem Rotlichtverstoß samt Fahrrad anhält. Es ist doch nichts passiert. Die Dreistigkeit geht sogar so weit, dass wir mit dem FuStW genau hinter dem Fahrradfahrer waren!
Meistens geben sie mir dann einen echt guten Tipp mit auf den Weg. Ich solle doch die anderen kontrollieren die es verdient haben. Es gäbe genügend alkoholisierte Autofahrer und Verbrecher da draussen.
Sind sie nicht schlau?
Beitragvon Gast » Do 15. Dez 2011, 19:08
Erst denken dann (Fahrrad) lenken.
Ich habe weder Mitleid noch Verständnis!
PS. Die Studenten von heute sind die Richter von morgen!!!