Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/keine-verjaehrung-bei-unbekannt-verzogen-350485
Timestamp: 2020-02-22 06:46:10
Document Index: 358213801

Matched Legal Cases: ['§ 199', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Kei­ne Ver­jäh­rung bei "Unbe­kannt ver­zo­gen" | Rechtslupe ")}}return a.proceed()});scriptParent=document.getElementsByTagName("script")[0].parentNode;if(scriptParent.tagName.toLowerCase!=="head"){head=document.getElementsByTagName("head")[0];aop_around(head,"insertBefore");aop_around(head,"appendChild")}aop_around(scriptParent,"insertBefore");aop_around(scriptParent,"appendChild");var a2a_config=a2a_config||{};a2a_config.no_3p=1;var addthis_config={data_use_cookies:false};var _gaq=_gaq||[];_gaq.push(["_gat._anonymizeIp"])}
Kei­ne Ver­jäh­rung bei "Unbe­kannt ver­zo­gen"
Die für den Beginn der Ver­jäh­rungs­frist erfor­der­li­che Kennt­nis von der Per­son des Ersatz­pflich­ti­gen hat der Geschä­dig­te nur, wenn ihm außer des­sen Name auch die (ladungs­fä­hi­ge) Anschrift bekannt ist 1.
Von der Kennt­nis bezie­hungs­wei­se grob fahr­läs­si­gen Unkennt­nis der Anschrift ist zwar aus­zu­ge­hen, wenn zur Erlan­gung der Kennt­nis nur eine ein­fa­che Anfra­ge oder ein Tele­fon­ge­spräch erfor­der­lich sind 2. Letz­te­res darf aber nicht ohne Rück­sicht auf die Lage des Ein­zel­falls vor­aus­ge­setzt, son­dern muss vom Tatrich­ter fest­ge­stellt wer­den 3.
Da der Anspruchs­geg­ner (hier: der Beklag­te) die Dar­le­gungs- und Beweis­last für die den Beginn und den Ablauf der Ver­jäh­rung maß­geb­li­chen Umstän­de trägt 4, ist er grund­sätz­lich auch gehal­ten, zum Vor­lie­gen aller sub­jek­ti­ven Vor­aus­set­zun­gen des § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB vor­zu­tra­gen; erst auf Grund eines sol­chen Vor­trags obliegt es dann dem Anspruchs­in­ha­ber, sei­ner­seits an der Auf­klä­rung mit­zu­wir­ken und etwa dar­zu­le­gen, was er zur Ermitt­lung der erfor­der­li­chen Tat­sa­chen unter­nom­men hat 5.
Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 13. Dezem­ber 2012 – III ZR 298/​11
s. etwa BGH, Urtei­le vom 01.04.2003 – XI ZR 385/​02, NJW-RR 2003, 923, 924; vom 06.11.2007 – VI ZR 182/​06, VersR 2008, 129, 130 Rn. 18; vom 23.09.2008 – XI ZR 395/​07, NJW 2009, 587, 588 Rn. 12 mwN und vom 28.02.2012 – XI ZR 192/​11, NJW 2012, 1645 Rn. 14[↩]
s. BGH, Urteil vom 01.04.2003 aaO; vgl. auch BGH, Urteil vom 16.05.1989 – VI ZR 251/​88, NJW 1989, 2323, 2324[↩]
BGH, Urteil vom 01.04.2003 aaO; vgl. auch BGH, Urtei­le vom 06.11.2007 aaO S. 131 Rn. 26 und vom 23.09.2008 aaO[↩]
s. etwa BGH, Urtei­le vom 23.01.2007 – XI ZR 44/​06, BGHZ 171, 1, 11 Rn. 32; vom 03.06.2008 – XI ZR 319/​06, NJW 2008, 2576, 2578 Rn. 25; vom 23.09.2008 aaO Rn. 15 und vom 28.02.2012 aaO S. 1646 Rn.20[↩]
BGH, Urteil vom 03.06.2008 aaO S. 2579 Rn. 33; vgl. auch BGH, Urteil vom 28.02.2012 aaO[↩]
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