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Timestamp: 2016-10-28 12:21:25
Document Index: 283727601

Matched Legal Cases: ['Art. 51', 'Art. 454', 'Art. 78', 'Art. 15', 'Art. 10', 'Art. 32', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 12', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 12', 'Art. 26', 'Art. 12', 'Art. 5', 'Art. 36', 'Art. 1', 'Art. 10', 'Art. 56', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 5', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 227', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 14', 'Art. 13', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 28', 'Art. 27', 'Art. 31', 'Art. 32', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 32', 'Art. 107', 'Art. 64', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 64']

X.________, Beschwerdef�hrer, handelnd durch den Inhaber der elterlichen Sorge Y.________, vertreten durch Rechtsanwalt Stephan Bernard,
Jugendanwaltschaft Z�rich-Stadt, Josefstrasse 59, Postfach, 8090 Z�rich.
Jugendstrafprozess, vorsorgliche station�re Unterbringung,
Beschwerde gegen den Beschluss vom 12. August 2011 des Obergerichtes des Kantons Z�rich, III. Strafkammer.
Die Jugendanwaltschaft Z�rich-Stadt f�hrt eine Strafuntersuchung gegen (den noch nicht ganz 16-j�hrigen) X.________ wegen versuchter T�tung. Der Beschuldigte wurde am 15. Juni 2011 deswegen verhaftet und in Untersuchungshaft versetzt. Mit Verf�gung vom 18. Juli 2011 hob die Jugendanwaltschaft die Untersuchungshaft auf und ordnete stattdessen den weiteren Verbleib des Beschuldigten in der Jugendabteilung des Gef�ngnisses Limmattal im Rahmen einer vorsorglichen (station�ren) Unterbringung an.
Mit Eingaben vom 26. bzw. 27. Juli 2011 fochten der Beschuldigte und dessen Vater (als gesetzlicher Vertreter) die Verf�gung der Jugendanwaltschaft vom 18. Juli 2011 an. Sie beantragten die Entlassung des Beschuldigten aus der vorsorglichen station�ren Unterbringung. Die Jugendanwaltschaft leitete die Rechtsschriften zust�ndigkeitshalber an das Obergericht des Kantons Z�rich weiter, welches die Eingaben als jugendstrafprozessuale Beschwerde entgegennahm. Mit Beschluss vom 12. August 2011 wies das Obergericht des Kantons Z�rich, III. Strafkammer, die Beschwerde ab.
Gegen den Entscheid des Obergerichtes gelangte X.________ mit Beschwerde vom 26. August 2011 an das Bundesgericht. Er beantragt im Hauptstandpunkt, die vorsorgliche Unterbringung sei zwar fortzusetzen, "dies jedoch in einer geeigneten Institution" und "nicht in einem Gef�ngnis". Eventualiter sei die vorsorgliche station�re Unterbringung in der Jugendabteilung des Gef�ngnisses Limmattal bis auf den 19. Oktober 2011 zeitlich zu begrenzen und anschliessend in einer geeigneten Institution fortzusetzen.
Die kantonale Oberjugendanwaltschaft beantragt mit Stellungnahme vom 2. September 2011 die Abweisung der Beschwerde, w�hrend die Jugendanwaltschaft Z�rich-Stadt und das Obergericht auf Vernehmlassungen je ausdr�cklich verzichtet haben. Der Beschwerdef�hrer hat am 13. September 2011 auf eine Replik verzichtet.
Am 1. Januar 2011 sind die Schweizerische Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) und die Schweizerische Jugendstrafprozessordnung (JStPO; SR 312.1) in Kraft getreten. Steht gegen jugendstrafprozessuale Entscheide kein Rechtsmittel nach bisherigem Recht zur Verf�gung, so richtet sich deren Anfechtung nach den Bestimmungen des neuen Rechts (Art. 51 Abs. 2 JStPO; vgl. auch Art. 454 Abs. 1 StPO). Der streitige erstinstanzliche Entscheid der Jugendanwaltschaft datiert vom 18. Juli 2011, der angefochtene Rechtsmittelentscheid vom 12. August 2011. Damit ist hier neues Recht (JStPO/ StPO) anwendbar.
Die Beschwerde ans Bundesgericht gegen eine vorsorgliche station�re Unterbringung im Jugendstrafprozess ist grunds�tzlich zul�ssig (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 1B_32/2011 vom 15. Februar 2011 E. 1). Die Sachurteilserfordernisse von Art. 78 ff. BGG sind hier erf�llt.
Der Beschwerdef�hrer macht Folgendes geltend: Zwar sei er unterdessen mit einer vorsorglichen Unterbringung grunds�tzlich einverstanden. Deren (auch nur provisorischer) Vollzug in einem Jugendgef�ngnis auf unbestimmte Zeit verletze jedoch Bundesrecht bzw. seine Grundrechte (Art. 15 Abs. 2 JStG, Art. 10 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 5 Ziff. 1 lit. d EMRK). Es dr�nge sich daher seine Umplatzierung (innert 7 Tagen nach Eingang des bundesgerichtlichen Urteils) in eine besser geeignete Einrichtung auf. Eventualiter habe die Versetzung bis sp�testens 19. Oktober 2011 zu erfolgen. Der Jugendanwaltschaft sei in diesem Sinne "eine Art �bergangsfrist zur dringlichen Suche eines passenden Orts zu gew�hren". Der angefochtene Entscheid (inklusive Kostendispositiv) sei insofern aufzuheben.
4.1 W�hrend der jugendstrafprozessualen Untersuchung kann die zust�ndige Beh�rde gem�ss Art. 5 JStG vorsorglich die jugendstrafrechtlichen Schutzmassnahmen nach Art. 12-15 JStG anordnen. Art. 14 JStG regelt die Schutzmassnahme der ambulanten Behandlung, Art. 15 JStG jene der Unterbringung. Nach Art. 15 Abs. 1 JStG ordnet die urteilende Beh�rde die Unterbringung des Jugendlichen an, wenn dessen notwendige Erziehung und Behandlung nicht anders sichergestellt werden kann. Die Unterbringung erfolgt namentlich bei Privatpersonen oder in Erziehungs- oder Behandlungseinrichtungen, die in der Lage sind, die erforderliche erzieherische oder therapeutische Hilfe zu leisten. Die Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung darf gem�ss Art. 15 Abs. 2 JStG nur angeordnet werden, wenn sie f�r den pers�nlichen Schutz oder f�r die Behandlung der psychischen St�rung des Jugendlichen unumg�nglich (lit. a) oder f�r den Schutz Dritter vor schwer wiegender Gef�hrdung durch den Jugendlichen notwendig ist (lit. b). Nach Art. 15 Abs. 3 JStG ordnet die urteilende Beh�rde vor der Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung eine medizinische oder psychologische Begutachtung des Jugendlichen an, falls eine solche nicht bereits erstellt wurde. Zur Anordnung der vorsorglichen Schutzmassnahmen nach Art. 12-15 JStG ist die Untersuchungsbeh�rde zust�ndig (Art. 26 Abs. 1 lit. c JStPO).
4.2 S�mtliche vorsorglichen Schutzmassnahmen im Sinne von Art. 12 ff. i.V.m. Art. 5 JStG m�ssen den Verfassungsgrundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit gem�ss Art. 36 Abs. 3 BV wahren, das heisst, die Massnahme muss zur Zielerreichung geeignet und erforderlich sein, und es muss eine vern�nftige Relation bestehen zwischen dem Eingriff und dem angestrebten Ziel (Urteil des Bundesgerichtes 1B_32/2011 vom 15. Februar 2011 E. 2.6; vgl. Hansueli G�rber/Christoph Hug/Patrizia Schl�fli, in: Basler Kommentar StGB, 2. Aufl. 2007, vor Art. 1 JStG N. 20 und Art. 10 JStG N. 5; vgl. auch Marianne Heer, in: Basler Kommentar StGB, 2. Aufl. 2007, Art. 56 StGB N. 34 ff.). Als f�r den Schutz des Jugendlichen unumg�nglich (i.S.v. Art. 15 Abs. 2 lit. a JStG) kann sich eine vorsorgliche station�re Massnahme etwa erweisen, wenn er w�hrend einer laufenden Schutzmassnahme immer wieder entweicht, da insoweit nur mittels Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung sichergestellt werden kann, dass der Jugendliche die erforderliche psychotherapeutische Behandlung erh�lt (Urteil des Bundesgerichtes 1B_32/2011 vom 15. Februar 2011 E. 2.7; vgl. G�rber/Hug/Schl�fli, a.a.O., Art. 15 JStG N. 11). Gem�ss der Fachliteratur k�nne sich eine solche Massnahme (besonders bei Drittgef�hrdung im Sinne von Art. 15 Abs. 2 lit. b JStG) auch aufdr�ngen, wenn ein Jugendlicher jegliche Zusammenarbeit verweigert, therapeutisch-erzieherisch "unerreichbar" ist und zudem weitere schwere Delikte begeht bzw. sich in immer gr�ssere Schwierigkeiten verstrickt (vgl. G�rber/Hug/Schl�fli, a.a.O., Art. 15 JStG N. 11). Zwar werde die M�glichkeit einer kurzfristigen vorl�ufigen Unterbringung "in Krisensituationen" in einer geschlossenen Einrichtung von Art. 15 Abs. 2 JStG nicht ausdr�cklich erw�hnt. Aus den Materialien ergebe sich jedoch eine entsprechende Kompetenz der zust�ndigen Beh�rde (etwa bis zum Vorliegen einer psychiatrischen Begutachtung oder zur Bew�ltigung einer akuten Krise bzw. zur Planung und Einleitung der geeigneten Schutzmassnahmen). Kurzfristig bzw. vor�bergehend bedeute nach der bisherigen Praxis insgesamt ca. 3-6 Monate (vgl. G�rber/Hug/Schl�fli, a.a.O., Art. 15 JStG N. 10; Nicole Holderegger, Die Schutzmassnahmen des Jugendstrafgesetzes unter besonderer Ber�cksichtigung der Praxis in den Kantonen Schaffhausen und Z�rich, Diss. Z�rich 2009, S. 291 f.; Marcel Riesen-Kupper, in: Andreas Donatsch [Hrsg.], Kommentar StGB/JStG, 18. Aufl., Z�rich 2010, Art. 15 JStG N. 8-12; Botschaft zum JStG vom 21. September 1998, BBl 1999 2235).
4.3 Im �brigen handelt es sich bei der vorsorglichen Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung - w�hrend der Strafuntersuchung und vor Erlass eines jugendstrafgerichtlichen Urteils - um strafprozessuale Haft im Rahmen des vorsorglichen Vollzugs einer jugendstrafrechtlichen Schutzmassnahme (vgl. Art. 5 JStG). In diesem Zusammenhang d�rfen die einschl�gigen Verfahrensbestimmungen (und grundrechtlichen Garantien) der Jugend-Untersuchungshaft nicht faktisch unterlaufen werden. Untersuchungs- und Sicherheitshaft werden im Jugendstrafprozess nur in Ausnahmef�llen und erst nach Pr�fung s�mtlicher M�glichkeiten von Ersatzmassnahmen angeordnet (Art. 27 Abs. 1 JStPO). Ausserdem muss die Jugend-Untersuchungshaft nach sp�testens einem Monat von Amtes wegen �berpr�ft (bzw. jeweils neu verl�ngert) werden (Art. 27 Abs. 3 JStPO i.V.m. Art. 227 StPO).
Die Jugendanwaltschaft hat im vorliegenden Fall (anstelle von Untersuchungshaft) eine vorsorgliche Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung (Jugendabteilung des Gef�ngnisses Limmattal) verf�gt. Daher ist zu pr�fen, ob die Voraussetzungen von Art. 15 Abs. 2 JStG erf�llt sind (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 1B_32/2011 vom 15. Februar 2011 E. 2.6-2.8).
Der Beschwerdef�hrer sei erstmals 2005 (im Alter von 10 Jahren) wegen massiver Verhaltensauff�lligkeiten in die Tagesklinik des Zentrums f�r Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie eingewiesen worden. Mit 11 Jahren (am 13. Oktober 2006) sei er wegen Straftaten zum ersten Mal polizeilich verhaftet worden. Anschliessend sei der Beschuldigte von den Jugendf�rsorge- bzw. Jugendstrafbeh�rden in verschiedenen Institutionen (auch in Pflegefamilien und im Ausland) untergebracht worden. Dazwischen seien immer wieder neue Verhaftungen erfolgt. Die Platzierungen in diversen Erziehungs- und Betreuungseinrichtungen h�tten wegen des unkooperativen und (teils massiv) aggressiven Verhaltens des Beschwerdef�hrers gegen Personen und Material jeweils nach einiger Zeit wieder abgebrochen werden m�ssen. In dieser Zeit habe er vor�bergehend auch bei seinem Vater gewohnt. Regelm�ssig sei es zu neuen Delikten und Verhaftungen gekommen.
Nach den Abbr�chen der Unterbringungen h�tten sich die zust�ndigen Beh�rden zwar immer wieder um neue Platzierungen in anderen Erziehungs- und Betreuungseinrichtungen bem�ht. Ab 2008 (als der Beschwerdef�hrer 13 Jahre alt wurde) sei es jedoch wegen des andauernden aggressiven Verhaltens des Beschuldigten immer schwieriger geworden, eine geeignete Institution zu finden, welche ihn aufnehmen wollte. Mit Urteil des Jugendgerichtes Z�rich vom 16. November 2009 sei er wegen Angriffes, mehrfacher Sachbesch�digung, mehrfachen Hausfriedensbruches sowie Vergehen und �bertretungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz (begangen zwischen 2006 und 2009) verurteilt worden. Als Schutzmassnahme habe das Jugendgericht eine Unterbringung (i.S.v. Art. 15 Abs. 1 JStG) sowie eine ambulante Behandlung (i.S.v. Art. 14 Abs. 1 JStG) angeordnet. Zudem sei der Jugendliche zu einer unbedingten pers�nlichen Leistung w�hrend sechs Tagen verpflichtet worden. Am 5. November 2010 habe die Jugendanwaltschaft wegen zahlreicher weiterer Delikte eine Erziehungsverf�gung (pers�nliche Betreuung und ambulante Behandlung i.S.v. Art. 13-14 JStG) erlassen. Mit Verf�gung vom 13. Dezember 2010 habe sie gegen den Beschwerdef�hrer ein Verfahren betreffend �nderung der Massnahme er�ffnet und r�ckwirkend eine vorsorgliche Unterbringung angeordnet. Am 13. Februar 2011 sei er wegen Gewalt und Drohung gegen�ber Beamten vor�bergehend inhaftiert worden. Am 15. Juni 2011 sei der Beschwerdef�hrer wegen versuchter T�tung mit einem Messer erneut verhaftet und in Untersuchungshaft versetzt worden.
5.2 Der Beschwerdef�hrer bestreitet diese Vorgeschichte nicht. Seine vorsorgliche Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung erweist sich bei dieser Sachlage als unumg�nglich bzw. notwendig (im Sinne von Art. 15 Abs. 2 lit. a und b JStG sowie der dargelegten Lehre und Praxis). Auch besteht zwischen dem eingesetzten Mittel und den verfolgten Zwecken kein objektives Missverh�ltnis. Insbesondere sprechen weder das Alter des Beschwerdef�hrers noch die Art der untersuchten und fr�her begangenen Delikte gegen eine vorsorgliche station�re Massnahme. Er macht vor Bundesgericht denn auch geltend, er bestreite (anders als noch vor der Vorinstanz) die Zul�ssigkeit der vorsorglichen station�ren Unterbringung nicht mehr grunds�tzlich. Er wendet sich jedoch gegen deren (nicht befristeten) Vollzug in der Jugendabteilung des Gef�ngnisses Limmattal. Zu pr�fen bleibt daher noch, ob die Vollzugsmodalit�ten der vorsorglichen Unterbringung bundesrechtskonform bzw. verh�ltnism�ssig erscheinen.
5.3 Im vorliegenden Fall wird der Beschuldigte, der sich zuvor im Jugendgef�ngnis in Untersuchungshaft befunden hatte, im Rahmen der verf�gten vorsorglichen Schutzmassnahme vorl�ufig im Jugendgef�ngnis zur�ckbehalten, bis ein geeigneter Platz in einer spezialisierten Massnahmeneinrichtung gefunden werden kann. Der provisorische Vollzug der vorsorglichen Unterbringung in der Jugendabteilung des Gef�ngnisses Limmattal wurde von den kantonalen Instanzen nicht befristet. Im angefochtenen Entscheid wird erwogen, bei der Jugendabteilung des Gef�ngnisses Limmattal handle es sich um eine geeignete Einrichtung im Sinne von Art. 15 JStG. Die Jugendlichen w�rden dort (von Erwachsenen getrennt) separat betreut. Auf der Internet-Homepage des Jugendgef�ngnisses werde auf dessen spezielle Ausrichtung hingewiesen, insbesondere auf "optimale" Unterbringungs-, Arbeits- und Schulungsm�glichkeiten f�r Jugendliche sowie auf sozialp�dagogisch ausgerichtete Arbeitsprogramme. Es best�nden "feste Strukturen im Sinne von klar strukturierten Tagesabl�ufen".
5.4 F�r eine m�glichst baldige Umplatzierung des Beschuldigten in Nachachtung des Verh�ltnism�ssigkeitsgebotes spricht zun�chst, dass (auch station�re) vorsorgliche Unterbringungen in der Regel (und soweit m�glich) in einer spezialisierten erzieherisch-therapeutischen Massnahmeneinrichtung f�r Jugendliche erfolgen sollten. Jugendgef�ngnisse dienen (vor dem gerichtlichen Entscheid) prim�r dem Vollzug von Untersuchungs- und Sicherheitshaft (vgl. Art. 28 JStPO). In diesem Zusammenhang ist auch den grundrechtlichen Garantien des jugendstrafprozessualen Freiheitsentzuges sinngem�ss Rechnung zu tragen (vgl. Art. 27 Abs. 1 und 3 JStPO; Art. 31 Abs. 4 und Art. 32 Abs. 1 BV). Als vor�bergehende Notl�sung (bis zum Freiwerden eines besser geeigneten Platzes) erscheint die provisorische und zeitlich beschr�nkte Unterbringung in einem Jugendgef�ngnis jedoch nicht bundesrechtswidrig (vgl. G�rber/Hug/Schl�fli, a.a.O., Art. 15 JStG N. 10-11; Riesen-Kupper, a.a.O., N. 8-12). Ein v�lliger Ausschluss einer entsprechenden befristeten �bergangsl�sung erschiene (gerade in schwierigen F�llen wie dem vorliegenden) jedenfalls wenig sachgerecht und widersp�che dem Sinn und Zweck von Art. 15 Abs. 2 JStG.
5.5 Wie sich aus den Akten ergibt, hat es der Beschwerdef�hrer angesichts seines jahrelangen aggressiven und unkooperativen Verhaltens zun�chst selbst mitzuverantworten, dass es in seinem Fall f�r die Jugendanwaltschaft sehr schwierig geworden ist, eine geeignete therapeutische Massnahmeneinrichtung zu finden. Er bestreitet nicht, dass er in entsprechenden Institutionen mehrfach Gewalt gegen Personen und Gegenst�nde angewendet hat. Im �brigen wird in der Beschwerdeschrift keine konkrete geeignete Erziehungs- oder Behandlungseinrichtung mit freien Pl�tzen genannt. Ebenso wenig bestreitet der Beschwerdef�hrer den untersuchten dringenden Tatverdacht eines (versuchten) T�tungsdeliktes.
Die Oberjugendanwaltschaft weist in ihrer Stellungnahme vom 2. September 2011 darauf hin, dass die angefochtene vorsorgliche Unterbringung im Jugendgef�ngnis nur "vor�bergehend" angeordnet worden sei, n�mlich "bis eine geeignete Anschlussplatzierung m�glich ist". F�r solche vor�bergehenden Einweisungen gen�ge das Vollzugsregime der Jugendabteilung des Gef�ngnisses Limmattal den Anforderungen von Art. 15 Abs. 2 JStG. Allerdings sei klar, dass die vorsorgliche Unterbringung "nicht l�ngerfristig" im Jugendgef�ngnis vollzogen werden k�nne. Sobald sich eine geeignete Institution bereit erkl�re, den Beschwerdef�hrer aufzunehmen, werde ein �bertritt verf�gt werden. Er befinde sich auf der Warteliste f�r einen Eintritt in die jugendforensische Station der Universit�ren Psychiatrischen Kliniken Basel, welche "voraussichtlich im November 2011 er�ffnet" werde. Die Jugendanwaltschaft kl�re auch noch weitere Platzierungsm�glichkeiten ab.
5.6 In Abw�gung s�mtlicher Gesichtspunkte dr�ngt sich im vorliegenden Fall folgendes Vorgehen auf: Zwar erscheint im jetzigen Zeitpunkt ein (provisorischer) Vollzug der vorsorglichen station�ren Unterbringung in der Jugendabteilung des Gef�ngnisses Limmattal (bis zum Auffinden einer geeigneteren Einrichtung) noch bundesrechtskonform. Eine provisorische vorsorgliche Schutzmassnahme nach Art. 15 Abs. 2 JStG verletzt in F�llen wie dem vorliegenden auch nicht die Unschuldsvermutung von Art. 32 Abs. 1 BV. Die Jugendanwaltschaft ist jedoch anzuhalten, weiterhin intensiv nach einem Platz in einer geeigneten erzieherisch-therapeutischen Massnahmeneinrichtung Ausschau zu halten. Sp�testens einen Monat nach Er�ffnung des vorliegenden Urteils wird sie zu entscheiden haben, ob eine Versetzung aus dem Jugendgef�ngnis in eine spezialisierte Massnahmeneinrichtung f�r Jugendliche m�glich ist. N�tigenfalls (und auf einen beschr�nkte Zeithorizont hin) haben analoge weitere Pr�fungen (nach jeweils sp�testens einem Monat) zu erfolgen. Die Beschwerde ist in diesem Sinne teilweise gutzuheissen (vgl. Art. 107 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde ist (im Sinne der obigen Erw�gungen) teilweise gutzuheissen.
Bei diesem Verfahrensausgang (und angesichts des Gesuches des Beschwerdef�hrers um unentgeltliche Prozessf�hrung) kann auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet werden (vgl. Art. 64 Abs. 1 i.V.m. Art. 66 Abs. 1 und Abs. 4 BGG). Dem anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrer ist antragsgem�ss eine angemessene Parteientsch�digung zuzusprechen (pauschal, inkl. Mehrwertsteuer). Dabei rechtfertigt es sich im vorliegenden Fall nicht, im Rahmen des Eventualantrages auf unentgeltliche Rechtsverbeist�ndung (und im Umfange des teilweisen Unterliegens) einen spezifischen Honoraranteil auszusondern und auf die Bundesgerichtskasse zu nehmen (vgl. Art. 68 i.V.m. Art. 64 Abs. 2 BGG). �ber die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens hat das Obergericht neu zu befinden.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, und der Beschluss vom 12. August 2011 des Obergerichts des Kantons Z�rich wird wie folgt erg�nzt:
Sp�testens einen Monat nach Er�ffnung des vorliegenden Urteils hat die Jugendanwaltschaft zu pr�fen, ob im Rahmen der vorsorglichen Unterbringung eine Versetzung des Beschwerdef�hrers aus dem Jugendgef�ngnis in eine geeignete erzieherisch-therapeutische Massnahmeneinrichtung f�r Jugendliche m�glich ist. Die Jugendanwaltschaft wird angehalten, entsprechende konkrete Anstrengungen im Hinblick auf eine Umplatzierung zu unternehmen. N�tigenfalls haben (auf einen beschr�nkten Zeithorizont hin) weitere solche Pr�fungen nach jeweils einem Monat zu erfolgen.
Ziffer 2 des angefochtenen Beschlusses (Gerichtsgeb�hr) wird aufgehoben. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Der Kanton Z�rich (Kasse des Obergerichtes) hat dem Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung von Fr. 2'000.-- zu entrichten.
Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens an das Obergericht des Kantons Z�rich, III. Strafkammer, zur�ckgewiesen.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Jugendanwaltschaft Z�rich-Stadt sowie dem Obergericht des Kantons Z�rich, III. Strafkammer, und der Oberjugendanwaltschaft des Kantons Z�rich schriftlich mitgeteilt.