Source: http://spotidoc.com/doc/937875/jahresabschluss-und-lagebericht-2014
Timestamp: 2018-11-19 23:46:34
Document Index: 186588352

Matched Legal Cases: ['§ 289', '§ 312', '§ 6', '§ 256', '§ 253', '§ 246', '§ 255', 'Art. 67', '§ 274', '§ 254', '§ 246', '§ 255', 'Art. 67', '§ 160', '§ 21', '§ 161', '§ 317', '§ 289', '§ 289', '§ 161', '§ 161', '§ 315']

Lagebericht der Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft, Ahrensburg,
Grundlagen der Gesellschaft und des Konzerns
Die Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft („AG“, „Behrens AG“) ist ein führender
Anbieter von industriellen Befestigungssystemen. Sie ist die Muttergesellschaft der
Behrens-Gruppe, die über ihren Verbund von vor allem europäischen Tochter- und Beteiligungsunternehmen druckluft- und gasbetriebene Eintreibgeräte und die dazu passenden Befestigungsmittel vertreibt. Die Markennamen „BeA“ und „Reich“ stehen für
Spitzenprodukte in der Befestigungstechnik.
Die für die Behrens AG und ihre Tochtergesellschaften wichtigen Abnehmerbranchen
Verpackungsindustrie (Kisten, Paletten und Kabelverpackungen)
Möbelindustrie (Gestellbau und Polsterer)
Bauindustrie (Fertighaushersteller, Dachdeckereien, Zimmereien und Trockenbau)
Wohnmobilhersteller sowie die Automobil-Zulieferindustrie
Spezialisierte Händler in der Befestigungstechnik.
Die Behrens-Gruppe entwickelt, produziert, vermarktet und verkauft vor allem Werkzeugmaschinen in Form von druckluft- und gasbetriebenen Nagel- und Klammergeräten sowie die entsprechenden Befestigungsmittel (magazinierte Nägel und Klammern).
Um die Zentralbereiche Klammersysteme und Nagelsysteme herum bietet die Behrens-Gruppe weitere Produkte wie beispielsweise Holzverbinder, Schrauben, Schmelzklebesysteme, elektronisch gesteuerte Anlagen sowie Druckluftzubehör an.
Die Behrens AG nimmt als Muttergesellschaft der ausländischen Beteiligungsunternehmen auch Holdingfunktionen wahr. Die wirtschaftliche Lage der Behrens AG wird
daher auch von der Entwicklung ihrer Tochter- und Beteiligungsunternehmen auf den
jeweiligen regionalen Märkten stark beeinflusst.
Die Behrens AG verfügt über Niederlassungen in Dänemark und Österreich, die in den
Einzelabschluss der Gesellschaft einbezogen werden. Die Behrens AG und ihre Tochtergesellschaften agieren in ihren nationalen Märkten weitgehend selbstständig.
Die Absatzgebiete „Deutschland“ und „Europa“ umfassen das traditionelle Vertriebsgebiet der Behrens-Gruppe. Ausgehend von unserem Hauptsitz in Ahrensburg, Deutschland, hat die Behrens-Gruppe Anfang der sechziger Jahre in viele weitere Staaten Eu-
ropas expandiert. Sie hat Verkaufsgesellschaften gegründet und, wo strategisch notwendig, eigene Produktionen von Befestigungsmitteln aufgebaut. Seit 2009 betreibt die
Behrens-Gruppe noch zwei Produktionsstätten in Europa, eine am Stammsitz in
Ahrensburg, eine zweite in Tschechien.
In Europa herrscht ein starker Verdrängungswettbewerb. Dabei sind die Marktanteile
der Mitbewerber tendenziell stabil. Nur durch Produktinnovation, durch einen sehr guten Kundenservice und durch Preisführerschaft ist es möglich, die Marktanteile mittelfristig zu verschieben. Produktunterscheidungen sind in technischer Hinsicht kaum
noch möglich und Quantensprünge in der Technologie sind auch nicht zu erwarten. Die
Behrens-Gruppe hat in Europa in den relevanten Märkten nach eigenen Schätzungen
einen Marktanteil von ca. 20%. Auch nach der Wirtschaftskrise in 2009 ist es bisher
nicht zu einer wesentlichen Konzentration auf dem Markt für Befestigungstechnik durch
Übernahmen gekommen.
Auf der Nachfrageseite ist der Markt stark fragmentiert. Die Behrens-Gruppe bediente
2014 über 20.000 Kunden. Damit können auch große Anbieter ihre Marktmacht nur
begrenzt entfalten, da sich die Anbieter ausschließlich über faire Preise und guten Service im Markt differenzieren können. Strategisch versuchen wir unseren Marktanteil in
Europa durch einen länderübergreifenden, exzellenten Kundenservice zu vergrößern.
Unsere Attraktivität steigern wir außerdem mit Gerätelösungen, die speziell auf die jeweilige Anwendung beim Kunden zugeschnitten sind. Hinzu kommt die Ausweitung
unseres Produktportfolios mit Bauschrauben und speziellen Befestigungselementen für
die Verpackungsindustrie, um unseren Kunden „alles aus einer Hand“ bieten zu können und den Kundennutzen somit zu vergrößern. Als weiterer wichtiger Wettbewerbsfaktor ist die Schnelligkeit der Lieferung zu nennen. Hierfür hat die Behrens AG sich
das Ziel gesetzt, innerhalb von 48 Stunden an jeden beliebigen Ort in Deutschland liefern zu können. Dies wird durch einen angemessenen Warenbestand und die Zusammenarbeit mit einem namhaften Logistikunternehmen erreicht.
Die Behrens-Gruppe setzt bei der Weiterentwicklung von bestehenden Produkten auf
stetige Verbesserung. Neue Kunden lassen sich nur durch komplette und qualitativ
hochwertige Produktprogramme gewinnen. Unser Engagement in Forschung und Entwicklung ist daher auf die kontinuierliche Verbesserung unserer Geräte und deren Anwendungen beim Kunden ausgerichtet. Dabei geht es vor allem um die Umsetzung ergonomischer und arbeitstechnischer Erkenntnisse. Auch das aktuelle Wissen in Materialforschung und Fertigungstechnik fließt in unsere Entwicklungsarbeit ein. Ein
Schwerpunkt ist die Überarbeitung von Geräten, um den speziellen Anforderungen
einzelner Märkte gerecht zu werden. Daneben gilt es, Befestigungsmittel zu entwickeln, die aufgrund neuer Anwendungen nachgefragt werden, z. B. bei der Montage
extrem dicker Dämmschichten im Fertighausbau und bei der Gebäudesanierung.
Steuerungssystem – wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren
Durch die Nutzung eines einheitlichen ERP-Systems stellt die Behrens-Gruppe sicher,
dass die Kommunikation und der Produktaustausch untereinander einfach und rationell
möglich sind. Die Steuerung der operativen Geschäftstätigkeit der Behrens-Gruppe erfolgt vor allem über Zielgrößen mit den Kennzahlen Umsatz, Rohmarge, EBIT, Vorratsbestand und Kreditinanspruchnahme, die im Rahmen eines monatlichen Reporting
auf Gruppen-Ebene berichtet und bezüglich der Plan-Vorgaben analysiert werden.
Weitere interne Berichte betreffen z.B. die tägliche Überwachung der Umsatzentwicklung der einzelnen Gesellschaften der Behrens-Gruppe (Vergleich des Umsatzes im
laufenden Monat sowie kumuliert im Geschäftsjahr zum Budget und zum Vorjahr). Im
Rahmen der Liquiditätssteuerung werden darüber hinaus die laufenden Ein- und Auszahlungen überwacht und jeweils zum Monatsultimo ein Liquiditätsstatus über den verfügbaren Finanzmittelrahmen erstellt.
Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2014 insgesamt als stabil erwiesen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach Berechnungen des
Statistischen Bundesamtes um 1,6 % höher als im Vorjahr. In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP sehr viel moderater gewachsen (2013 um 0,1 % und 2012
um 0,4 %).
Die konjunkturelle Lage hat sich in Deutschland nach dem schwungvollen Jahresauftakt und der folgenden Schwächephase im Sommer 2014 zum Jahresende stabilisiert.
Die globale Wirtschaft hat sich nach Einschätzung der Weltbank von den Folgen der
Finanzkrise auch in 2014 noch nicht vollständig erholt. Nach deren Schätzung hat die
Weltwirtschaft demnach im abgelaufenen Jahr nur um 2,6 % zugelegt. Von der Erholung auf den Arbeitsmärkten und der lockeren Geldpolitik der Notenbanken profitierten
besonders die USA und Großbritannien, während es in der Euro-Zone und Japan nur
zögerlich voranging.
Branchenbezogene Daten vom Verband der Holzverpacker HPE liegen noch nicht vor.
Die deutsche Möbelindustrie hat im Jahr 2014 besser abgeschnitten als in 2013.
HDH/VDM, die Verbände der Holz- und Möbelindustrie, rechnen nach vorliegenden
Zahlen und Erkenntnissen mit einem Umsatzplus von rund 1,5 % für das Gesamtjahr.
Damit konnte ein Teil des deutlichen Rückgangs im Jahr 2013 (- 3,7 %) wieder aufgeholt werden.
Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens
Die Geschäftsleitung der Behrens-Gruppe ist mit dem Geschäftsverlauf 2014 insgesamt zufrieden. Es gelang den wesentlichen Gesellschaften der Behrens-Gruppe, die
geplanten Umsatz- und Ergebnisbudgets zu erreichen. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung wurde im Jahr 2014 durch die Verbesserung der allgemeinen konjunkturellen
Lage in Europa positiv beeinflusst. So konnte zum Beispiel unsere spanische Tochtergesellschaft den Umsatz zweistellig steigern.
Gute Umsatzentwicklung in Deutschland
Export (inkl. Beteiligungen)
Die Behrens AG hat in 2014 einen Umsatz von 54,5 Mio. EUR erzielt und konnte damit
den Umsatz weiter steigern. Das im Vorjahr gesetzte Ziel für ein Umsatzwachstum von
3 % bis 5 % konnte damit knapp erreicht werden.
Wachstumsmotor war diesmal das Inland, das im abgelaufenen Jahr gut
1,0 Mio. EUR mehr Umsatz erzielen konnte. Im Export stagnierte der Umsatz und lag
mit 18,0 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau. Unsere Umsätze im Verbundbereich stiegen mit 0,5 Mio. EUR leicht an. Der Umsatz im Verbundbereich hat vor allem durch die
Belieferung der KMR weiter zugenommen, die erstmals für ein volles Geschäftsjahr in
die Behrens-Gruppe eingebunden war.
Die Behrens AG zeigte sich im Berichtsjahr stark in den Ertragspositionen verbessert.
Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg von 12,3 Mio. EUR in 2013 um +2,1 Mio. EUR
auf 14,4 Mio. EUR an. Die Rohmarge erhöhte sich von 23,1 % in 2013 auf 26,5 % vom
Umsatz in 2014. In 2014 konnten wir die teureren Beschaffungen bei europäischen Lieferanten vermeiden und profitierten von einem gestiegenen Absatzvolumen an Eintreibgeräten und Teilen, was zu einer besseren Fixkostendeckung in der Fertigung in
Ahrensburg führte. Der Einfluss des im Jahresverlauf gestiegenen US-Dollar Wechselkurses konnte vor allem durch eine Anpassung der Einkaufspreise bei wesentlichen
Lieferanten in Fernost und durch den rückläufigen Stahlpreis in Asien begrenzt werden.
Darüber hinaus wurde ab Mitte des Jahres sukzessive ein Teil der absehbaren Auszahlungen in US-Dollar mittels Devisentermingeschäften abgesichert.
Vertriebskostenanstieg vor allem durch Umsatzwachstum, Verwaltungskosten
durch Sondereffekte belastet
Die Vertriebskosten stiegen um 0,4 Mio. EUR auf 10,3 Mio. EUR an (Vorjahr:
9,9 Mio. EUR). Der Anstieg bei den Ausgangsfrachten ist dem Umsatzwachstum geschuldet. Hinzu kamen höhere Personalkosten sowie Kosten für externe Lagerlogistik.
Die Fertigstellung unseres neuen Verschieberegallagers verzögerte sich bis zum
4. Quartal 2014. Dadurch konnten wir mit der Reduktion von externen Logistikleistungen erst ab Oktober beginnen.
Die Verwaltungskosten stiegen um knapp 0,5 Mio. EUR auf 3,7 Mio. EUR an. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen höhere Beratungsaufwendungen für die Durchführung
der Hauptversammlung des Jahres 2014, Aufwendungen für die von der Hauptversammlung des Jahres 2013 beantragte Sonderuntersuchung zu den Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen sowie Gebühren für die Anpassung des Konsortialkreditvertrags.
Der Anstieg der Personalkosten über alle Unternehmensbereiche fiel in 2014 moderat
aus. Sie erhöhten sich von 9,3 Mio. EUR in 2013 auf 9,4 Mio. EUR in 2014. Es wurden
befristete Verträge in Festanstellungen umgewandelt. Die durchschnittliche Zahl der
Mitarbeiter stieg von 161 auf 171 Mitarbeiter an. Diese Zahl schließt die Niederlassungen Dänemark und Österreich sowie unsere Auszubildenden mit ein.
Sonstige betriebliche Erträge enthalten vor allem Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen
Die sonstigen betrieblichen Erträge des Berichtsjahres verringerten sich um
0,3 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR. Sie enthalten im Wesentlichen Weiterbelastungen von
Kosten im Verbundbereich, vor allem bei Frachten und Dienstleistungen im Versand
sowie bei Versicherungen. Den Erträgen aus Weiterbelastungen stehen in den Vertriebs- und Verwaltungskosten weitgehend entsprechende Aufwendungen gegenüber.
Entwicklungsaufwand gesunken
Der in den Herstellungskosten ausgewiesene Entwicklungsaufwand betrug im Berichtsjahr 0,6 Mio. EUR (Vorjahr rd. 0,8 Mio. EUR). Ursache ist im Wesentlichen die geringere Inanspruchnahme von Zeitarbeitskräften, die mit deutlichen Mehrkosten verbunden
ist. Hinzu kamen gesunkene Anwalts und Notarkosten im Patentbereich.
Finanzergebnis leicht verbessert
Der Nettozinsaufwand verringerte sich mit 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR) leicht.
Die Zinsaufwendungen stiegen jedoch auf 3,3 Mio. EUR an. Ursache ist die Fertigstellung des Hallenneubaus ins Ahrensburg, der von der Behrens AG vor allem durch die
Ausgabe weiterer Anleihe-Anteile finanziert wurde. Darüber hinaus konnte im Vorratsbereich die ursprünglich geplante Mittelfreisetzung im Jahr 2014 nicht realisiert werden,
womit eine entsprechend höhere durchschnittliche Kreditinanspruchnahme einherging.
Die Zinskosten für die Anleihe betragen 8 % p.a. und sind in Höhe von rund
2,4 Mio. EUR im Nettozinsaufwand enthalten.
Als Eigentümerin der neuen Lagerhalle in Ahrensburg wurden der Tochtergesellschaft
TESTA die Investitionskosten weiterbelastet. Vor allem aus diesem Grund stiegen die
Zinserträge von 0,4 Mio. EUR auf rund 1,0 Mio. EUR.
Beteiligungserträge steigen wieder an, Abschreibungen auf Finanzanlagen auf
Die Erträge aus Beteiligungen erhöhten sich um 0,6 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR). Der Anstieg beruhte auf der in 2014 ggü. dem Vorjahr verbesserten Konjunktur in vielen Ländern in Europa und damit einer besseren Ertragslage der
Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Insbesondere die BizeA aus Polen sowie unsere tschechische Tochtergesellschaft BeA CS trugen überdurchschnittlich zu dem Anstieg der Beteiligungserträge bei.
Im Zusammenhang mit einer grundlegenden Neuorganisation unserer Aktivitäten in
Norwegen wurde der Beteiligungsbuchwert der Tochtergesellschaft BeA Norge im Berichtsjahr um weitere 0,3 Mio. EUR nahezu vollständig abgeschrieben (Abschreibungen im Vorjahr: 0,3 Mio. EUR).
Operatives Ergebnis und Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stark
Die Behrens AG konnte im Geschäftsjahr 2014 eine signifikante Ergebnisverbesserung
erzielen. Die Umsatzausweitung und der Anstieg der Rohmarge konnten die ebenfalls
gestiegenen betrieblichen Aufwendungen überkompensieren. Das operative Ergebnis
vor Zinsen und Steuern (EBIT) ohne Berücksichtigung der Beteiligungserträge fiel mit
1,7 Mio. EUR wieder deutlich positiv aus (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). In Relation zu den
Umsatzerlösen beläuft sich die EBIT-Marge auf rd. 3,2 % und liegt damit sogar leicht
über der Planung für das Jahr 2014 (Bandbreite gemäß Budget 2014: 2 % bis 3 %).
Aufgrund der deutlich gestiegenen Beteiligungserträge konnte sich das Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sogar um rund 1,8 Mio. EUR von -1,2 Mio. EUR auf
0,6 Mio. EUR verbessern. Die Marge beträgt 1,1 % und liegt damit in der für das Jahr
2014 vorgesehenen Bandbreite (0,5 % bis 1,5 %).
In 2014 kein Einfluss latenter Steuern auf das Jahresergebnis
Die aufwandswirksame Ausbuchung aktiver latenter Steuern von rd. 1,2 Mio. EUR führte im Vorjahr zu einer weiteren wesentlichen Ergebnisbelastung. Da im Berichtsjahr
entsprechende Aufwendungen nicht erneut angefallen sind, verbesserte sich das Jahresergebnis gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 3,1 Mio. EUR auf 0,6 Mio. EUR.
Die Bilanzsumme der Behrens AG ist zum 31. Dezember 2014 um 2,4 Mio. EUR auf
51,0 Mio. EUR gesunken (Vorjahr: 53,4 Mio. EUR). Die weitgehend vollständige Ausgabe der im Eigenbestand gehaltenen Anleihe-Anteile zur Finanzierung des Hallenneubaus in Ahrensburg, aber auch die Reduzierung der Forderungen trugen maßgeblich zu dem Rückgang der Bilanzsumme bei.
Das Anlagevermögen stieg um 2,3 Mio. EUR auf 23,3 Mio. EUR an vor allem durch die
Erhöhung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen (8,5 Mio. EUR, Vorjahr
6,0 Mio. EUR). In den Ausleihungen an verbundene Unternehmen wird wie im Vorjahr
das sogenannte „Mieterdarlehen“ an die Immobilien-Objektgesellschaft TESTA von
6,7 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR) ausgewiesen. Da die TESTA die Eigentümerin
der Immobilie in Ahrensburg ist, wurde das Darlehen in Höhe der Investitionskosten
des Hallenneubaus, die zunächst von der Behrens AG finanziert wurden, aufgestockt.
In diesem Zusammenhang wurden im Vorjahr im Umlaufvermögen ausgewiesene Forderungen (0,5 Mio. EUR) in das langfristige Mieterdarlehen einbezogen. Zudem wurde
das Darlehen ab Jahresbeginn verzinst (0,4 Mio. EUR). Die erstmals im Geschäftsjahr
an die TESTA zu entrichtende Miete wurde mit dem Mieterdarlehen verrechnet
(0,8 Mio. EUR). Darüber hinaus wurden Forderungen gegen die KMR in Höhe von
0,8 Mio. EUR in die Ausleihungen an verbundene Unternehmen einbezogen, die im
Vorjahr noch mit 0,4 Mio. EUR in den kurzfristigen Forderungen gegen verbundene
Unternehmen enthalten waren. Unter Berücksichtigung der kurzfristigen Liefer- und
Leistungsforderungen belaufen sich die Forderungen gegen die KMR in Summe auf
knapp 1,1 Mio. EUR gegenüber 0,9 Mio. EUR im Vorjahr.
Das Umlaufvermögen reduzierte sich um 4,6 Mio. EUR auf 27,7 Mio. EUR. Neben der
Ausgabe der im Eigenbestand gehaltenen Anleihe-Anteile (1,8 Mio. EUR) konnte eine
Mittelfreisetzung im kurzfristigen Vermögensbereich vor allem bei den Forderungen erzielt werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich auf
4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 4,9 Mio. EUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen konnten unter Berücksichtigung der vorgenannten liquiditätsneutralen Umgliederungen in die langfristigen Ausleihungen von 8,0 Mio. EUR auf 5,5 Mio. EUR zurückgeführt werden.
Die Vorräte erhöhten sich hingegen leicht auf 17,0 Mio. EUR (Vorjahr: 16,5 Mio. EUR).
Im Vorratsbestand stiegen die Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe um 0,3 Mio. EUR sowie
die unfertigen Erzeugnisse um 0,2 Mio. EUR leicht an. Die fertigen Erzeugnisse und
Waren zeigten sich kaum verändert. Der in der Jahresplanung für 2014 bei den Vorräten vorgesehene Bestandsabbau von rd. 2,5 Mio. EUR konnte im Wesentlichen wegen
des Umsatzanstiegs nicht umgesetzt werden. Die Umschlagshäufigkeit bei den Standardprodukten ist hoch. Jedoch lässt sich der Bestand von Artikeln mit hohen Lagerreichweiten nur sukzessive reduzieren, da ergriffene Optimierungsmaßnahmen (z.B.
Anpassung der Bestellparameter) nur mittelfristig wirken und nicht sofort zu einer geringeren Kapitalbindung führen.
Der aktuelle Stand der im Markt befindlichen Anteilsscheine der Anleihe beläuft sich
auf 29,7 Mio. EUR (Vorjahr: 27,9 Mio. EUR). Am 1. Januar 2014 hielten wir Anleihen in
Höhe von 2,1 Mio. EUR im Eigentum. In 2014 haben wir für die Finanzierung des Lagerneubaus in Ahrensburg rd. 1,8 Mio. EUR Anteilsscheine über die Börsen in den
Markt gegeben. In der Bilanz erfolgt nach Handelsrecht ein Bruttoausweis der zurückerworbenen Anleihen als Wertpapiere des Umlaufvermögens (0,3 Mio. EUR) und auf
der Passivseite der Gesamtbetrag der ausgegebenen Anleihen (30 Mio. EUR).
Die Rückführung der Mittelbindung im Umlaufvermögen führte zu einer geringeren Inanspruchnahme der eingeräumten Kreditlinien bei den Konsortialbanken. Die zum
Stichtag ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich
insgesamt von 7,6 Mio. EUR auf 4,9 Mio. EUR.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich kaum verändert. Sie
sanken leicht auf 2,9 Mio. EUR am 31.12.2014 (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR). Die Rückstellungen lagen mit 2,5 Mio. EUR um 0,4 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres
(2,9 Mio. EUR). Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf den in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen personalbezogenen Verpflichtungen. Aufgrund Verpfändung
werden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen mit den Pensionsverpflichtungen
im Volumen von 0,8 Mio. EUR saldiert ausgewiesen.
Finanzierungsmaßnahmen: Anleihe und Konsortialkredit
Seit der Ausgabe der Industrieanleihe im März 2011 erfolgt die Finanzierung der Behrens AG überwiegend aus diesem Bond. Die Anleihe hat einen Festzins von 8,0 % und
eine Laufzeit bis März 2016. Darüber hinaus hat die Behrens AG in 2011 mit fünf Geschäftsbanken einen Konsortialkredit abgeschlossen, der im Berichtsjahr mit einer Änderungsvereinbarung bis zum 31.12.2015 verlängert wurde. Im Berichtsjahr verringerte
sich der Kreditrahmen von 10,0 Mio. EUR auf 8,5 Mio. EUR per 31.12.2014. Bis zum
Laufzeitende des Konsortialkredits am 31.12.2015 verringert sich die zur Verfügung
gestellte Kreditlinie sukzessive auf 5,0 Mio. EUR. Die Zinsmarge für die Banken ist
gemäß Konsortialkreditvertrag an den Verschuldungsgrad des Konzerns geknüpft und
variiert entsprechend.
Im Zusammenhang mit der Änderungsvereinbarung zum Konsortialkredit wurden die
einzuhaltenden Finanzkennzahlen in 2014 angepasst, wobei der Gesellschaft zur Bewältigung des angestrebten Wachstums ein etwas größerer Spielraum eingeräumt
Die Eigenkapitalquote des Konzerns (IFRS) darf in 2014 nicht unter 17 % sinken
(31.12.2015 nicht unter 18 %). Der Verschuldungsgrad und der Zinsdeckungsgrad des
Konzerns (IFRS) dürfen bestimmte im Zeitablauf sinkende bzw. steigende Größenord-
nungen nicht übersteigen bzw. unterschreiten. Ende 2014 konnten alle Covenants des
Konsortialkredites eingehalten werden.
Das Risiko eines Zinsanstiegs und der damit verbundenen Verteuerung von Krediten
ist durch die Anleihe bis März 2016 mit einem Festzins im Wesentlichen auf 8 % gedeckelt. Derivate oder andere Zinssicherungsinstrumente wurden nicht abgeschlossen.
Der Abschluss von Zinsderivaten steht grundsätzlich unter Vorstandsvorbehalt.
Bezüglich der zum 31.12.2015 erforderlichen Prolongation des Konsortialkredits und
des Refinanzierungserfordernisses für die Anleihe bis spätestens März 2016 verweisen
wir auf unsere Ausführungen im Risikobericht (Gesamtbeurteilung der Risikosituation).
Die Liquidität war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 jederzeit gesichert. Der Neubau
einer Lagerhalle in Ahrensburg wurde im Gesamtvolumen von rd. 1,8 Mio. EUR durch
den Verkauf von Anleihezertifikaten finanziert, die wir im Eigenbestand halten.
Unter Berücksichtigung der Anleihe im Eigenbestand und genutzter Avallinien der Behrens AG beträgt der freie Finanzierungsrahmen zum Bilanzstichtag rund 3,6 Mio. EUR.
Die Umstellung der Lagersoftware und Logistik wurde zum 1.1.2014 live geschaltet. Im
Übrigen wurde im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände in Softwarelizenzen und in Werkzeugrechte investiert (knapp 0,1 Mio. EUR). Bei den Sachanlagen sind
Investitionen von 0,8 Mio. EUR in die Verschieberegallager-Ausstattung und in Leihgeräte von etwa 0,2 Mio. EUR zur Absatzförderung erfolgt. Die Gesamthöhe der Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrug in 2014 insgesamt 1,3 Mio. EUR.
Bei den Finanzanlagen betrifft der Zugang die Erhöhung des Darlehens an die TESTA
(Gebäudefinanzierung) sowie das nunmehr im langfristigen Bereich ausgewiesene
Darlehen an die KMR. Wir verweisen jeweils auf die voranstehenden Ausführungen.
Eigentümerin der neuen Lagerhalle in Ahrensburg ist die Immobilien-Objektgesellschaft
TESTA, die die Lagerhalle in ihrem Jahresabschluss auch bilanziert. Bezüglich des
Neubaus nimmt die Behrens AG lediglich die Finanzierungsfunktion wahr.
Eigenkapitalquote steigt auf 12,5 %
Das Eigenkapital der Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft betrug zum
31. Dezember 2014 6,4 Mio. EUR (Vorjahr: 5,8 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote stieg
durch den Jahresüberschuss 2014 um 1,6 Prozentpunkte auf 12,5 % an (Vorjahr:
10,9 %).
Für 2014 keine Dividendenzahlung möglich
Die Behrens AG weist trotz des in 2014 erzielten Jahresüberschusses von rd.
0,6 Mio. EUR zum Bilanzstichtag weiter einen Bilanzverlust aus. Für eine Ausschüttung
besteht daher noch keine Möglichkeit.
Die Anzahl der Mitarbeiter der Behrens AG hat sich zum 31. Dezember 2014 auf 174
Personen erhöht (Vorjahr: 172). Unsere Mitarbeiter in den Niederlassungen in Dänemark und in Österreich sowie unsere Auszubildenden sind in der Gesamtzahl eingeschlossen.
Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres
Prognose-, Chancen und Risikobericht
Die Konjunktur in der Eurozone scheint sich 2015 weiter zu beleben. Der Internationale
Währungsfond geht für die Eurozone von einem Wachstum von 1,2 % aus (IMF, World
Economic Outlook Update, January 2015). Für Deutschland wird mit 1,3 % ein Wachstum auf ähnlichem Niveau prognostiziert. Für die wichtigen Euroländer Frankreich und
Italien werden hingegen nur geringe Wachstumsraten prognostiziert. Positiv wird die
Entwicklung in Spanien (+ 2,0 %) eingeschätzt. Für den wichtigen US-amerikanischen
Markt wird weiterhin ein deutliches Wachstum von 3,6 % erwartet. Als Folge der Sanktionsmaßnahmen aus dem Ukrainekonflikt wird Russland nach Einschätzung des internationalen Währungsfonds voraussichtlich in der Rezession verbleiben (- 3,0 %).
Der Verband der Deutschen Möbelindustrie sieht für das Jahr 2015 eine leicht positive
wirtschaftliche Entwicklung und prognostiziert ein weiteres kleines Wachstum zwischen
1 % und 2 %. Er geht von einer höhere Nachfrage im Inland aus, da die positiven Bauzahlen der vergangenen Jahre zeitverzögert zu Möbelkäufen führen, das verfügbare
Einkommen - auch wegen der positiven Lohnentwicklung – steigen wird und die sinkenden Energiepreise den finanziellen Spielraum im Geldbeutel der Verbraucher vergrößert.
Der Vorstand geht davon aus, dass die Realwirtschaft im Einklang mit den allgemeinen
Prognosen langsam wachsen wird und es auch angesichts der aktuellen geopoliti-
schen Spannungen nicht zu einer Rezession in Europa kommen wird. Wir erwarten
daher, dass wir durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung eine weitere Unterstützung für unser geplantes Umsatzwachstum erhalten. Von einem nachhaltigen negativen Einfluss der Aufwertung des Schweizer Franken bzw. des Wertverfalls des
Russischen Rubel auf die Geschäftstätigkeit der Behrens AG bzw. der gesamten Behrens-Gruppe gehen wir nicht aus. Gleichwohl sehen unsere Planungen aufgrund der
derzeitigen politischen Spannungen in Folge der Russland-/Ukraine-Krise ein geringeres Volumen in unserem Russland-Geschäft vor.
Auf Ebene der Behrens AG strebt der Vorstand ein Umsatzwachstum zwischen 1 %
und 3 % an. Das Wachstum 2015 soll unter anderem aus der neuen Produktreihe
„Packaging Systems“ generiert werden, einem speziellen Produktprogramm für Industrie-Verpacker. Hinzu kommt die Gewinnung von europaweit tätigen Großkunden im
Verpackungsbereich und auch für das sog. „Reich-Geschäft“ rechnet der Vorstand mit
steigenden Absatzzahlen.
Das EBIT wird durch das erwartete Rohertragswachstum und Einsparungen bei den
betrieblichen Aufwendungen (z.B. Logistikkosten) weiter steigen. Insgesamt wird geplant, dass das EBIT - ohne Berücksichtigung der Beteiligungserträge - eine Marge in
der Bandbreite zwischen 2 % und 4 % vom Umsatz erreichen wird. Unter Berücksichtigung der Beteiligungserträge strebt die Gesellschaft eine Marge bezogen auf das Ergebnis vor Steuern in der Bandbreite zwischen 1 % und 2 % an.
Die mit der geplanten Anleihe-Refinanzierung verbundenen Aufwendungen sind in dem
vorgenannten Plan-EBIT bzw. Plan-Ergebnis vor Steuern dabei noch nicht berücksichtigt.
Aufgrund des geplanten Umsatzwachstums wird für das Jahr 2015 ein in etwa gleich
bleibender Bestand an Vorräten und damit keine bedeutende Reduzierung der Mittelbindung im Vorratsbereich geplant.
Bezüglich des Auslaufens des Konsortialkreditvertrags zum 31.12.2015 und der erforderlichen Refinanzierung der Anleihe bis spätestens zum März 2016 verweisen wir auf
die nachfolgenden Erläuterungen im Risikobericht (Gesamtbeurteilung der Risikosituation).
Die positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Behrens AG zu Beginn des Jahres
2015 bestätigt die im Rahmen unserer Unternehmensplanung zugrunde gelegten Annahmen und Prämissen.
Wir gehen davon aus, dass der Kurs des Euro zum US-Dollar volatil bleiben wird. Wir
haben unserer im vierten Quartal 2014 erstellten Unternehmensplanung für das Jahr
2015 einen durchschnittlichen Wechselkurs von 1,20 US-Dollar je Euro zugrunde gelegt. Aktuelle Indikationen, z.B. aus abgeschlossenen Devisensicherungsgeschäften,
lassen für die erste Jahreshälfte 2015 teilweise einen stärkeren US-Dollar erkennen.
Insgesamt gehen wir aber davon aus, dass der Wechselkurs die Bandbreite zwischen
rd. 1,05 bis 1,20 US-Dollar pro Euro nicht verlassen wird. Einer möglichen wechselkursinduzierten Margenbelastung in 2015 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 würden wir zunächst mit Preis-Nachverhandlungen bei unseren Lieferanten in Fernost begegnen. Neben der gezielten Devisenkurssicherung steht bei einer nachhaltigen Aufwertung des US-Dollar auch wieder ein verstärkter Einkauf bei europäischen Lieferanten als Handlungsoption zur Verfügung. Der Stahlpreis verzeichnete in den letzten Jahren keine extremen Schwankungen. Wir gehen für 2015 daher auch von einer weitgehend stabilen Entwicklung aus.
Der Wettbewerb bei Standardprodukten wird auch 2015 hoch bleiben. Das betrifft insbesondere Angebote von spezialisierten Händlern, die ihre Ware vor allem aus Fernost
beziehen und bei Abnahme von Paletten Sonderpreise anbieten.
Oberstes Ziel bleibt nach wie vor die Steigerung der Ertragskraft und die Rückführung
der Verschuldung. Nur so können wir gewährleisten, dass in Zukunft wieder angemessene Dividenden ausgeschüttet werden können.
Die Behrens AG nutzt ein für die Unternehmensgröße angemessenes Risikomanagementsystem, um die Risikosituation der Behrens-Gruppe darzustellen und die Risiken
zu identifizieren, zu bewerten und zu handhaben. Das aktive Risikomanagement stellt
sicher, dass kritische Informationen aus allen Unternehmensbereichen direkt an den
Vorstand gegeben werden. Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Geschäftsentwicklung und Risiken nutzt die Behrens-Gruppe eine Reihe von Steuerungsund Kontrollsystemen. In einer jährlichen Risikoinventur und einem daraus entwickelten Risikomanagementsystem sind die vorhandenen Risiken dokumentiert und Verantwortungsebenen innerhalb der Behrens-Gruppe zugeordnet worden. Daraus ergibt
sich, dass die vorhandenen Risikopotentiale zeitnah beobachtet und, wenn möglich,
adäquate Maßnahmen zur Risikobegrenzung ergriffen werden.
Zum Risikomanagementsystem gehört neben einer regelmäßigen internen Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die aktuellen Marktentwicklungen und Kundenbeziehungen auch ein gruppeneinheitlicher Planungs- und Budgetierungsprozess,
der sich unter anderem mit operativen Risiken und Veränderungen des geschäftlichen
Umfeldes befasst. Unterstützt wird dieser Prozess durch regelmäßige Markt- und
Wettbewerbsanalysen.
Die Verantwortung für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken
liegt unmittelbar beim operativen Management der einzelnen Konzerngesellschaften.
Damit kann die Behrens-Gruppe auf potenziell eintretende Risiken möglichst schnell
und umfassend reagieren. Die Risikopolitik orientiert sich dabei an dem Ziel, den Unternehmenswert langfristig zu sichern bzw. sukzessive zu steigern.
Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und kaufmännischen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher
Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (z. B. die Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (z. B. Finanzbuchhaltung)
und verwaltende (z. B. Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses vorgenommen werden, nicht in einer Hand vereint sind. Dies wird
durch das EDV-System und dessen Berechtigungskonzept unterstützt. Es stellt sicher,
dass Mitarbeiter nur auf die Prozesse und Daten Zugriff haben, die sie für ihre Arbeit
Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt, so bedarf es z. B. für Verfügungen über Bankenkonten zweier Unterschriften. Für die unterschiedlichen Prozesse im Unternehmen existieren Sollkonzepte und Anweisungen, die es Führungskräften und Außenstehenden ermöglichen zu
beurteilen, ob Mitarbeiter konform zu diesem Sollkonzept arbeiten.
Die Erwartungshaltung des Vorstands bzw. der Geschäftsleitung wird durch regelmäßige Zielvereinbarungen definiert und dokumentiert. Das eingeführte Risikomanagement-System sorgt dafür, dass kritische Informationen und Daten direkt an die Unternehmensleitung gegeben werden. Zur Sicherstellung der bilanziell richtigen Erfassung
und Würdigung von unternehmerischen Sachverhalten finden regelmäßige Sitzungen
zwischen Vorstand und kaufmännischer Leitung statt. Hinsichtlich gesetzlicher Neuregelungen und neuer oder ungewöhnlicher Geschäftsvorfälle besteht auch unterjährig
ein enger Kontakt mit den Abschlussprüfern.
Problemfälle werden im Vorwege analysiert, diskutiert und mit den Abschlussprüfern
einer kritischen Würdigung unterzogen. Die Mitarbeiter im Finanz- und Rechnungswesen nehmen an regelmäßigen Schulungen und Fortbildungen teil.
In der Gesamtbeurteilung der Risikosituationen schätzt der Vorstand, dass für 2015 die
folgenden Risiken und deren Handhabung von besonderer Bedeutung sein werden:
• Am 31.12.2015 läuft der Konsortialkredit der Behrens AG mit fünf Geschäftsbanken
aus und zusammen mit dem Rückzahlungstermin der Anleihe zum März 2016 muss
eine Anschlussfinanzierung gefunden werden. Die Weichen dafür sollen voraussichtlich im zweiten Quartal 2015 gestellt werden.
• Die Handhabung von Wechselkursrisiken (vor allem US-Dollar zu Euro) bleibt im
Behrens-Konzern auch in 2015 von hoher Bedeutung.
• Unsere Abnehmerindustrien erwarten bei kurzen Auftragsvorläufen eine hohe Lieferbereitschaft. Der qualitative Lagerbestand und die quantitative Lagerbestandshöhe müssen aber weiter optimiert werden, um einerseits die Lieferbereitschaft zu erhalten und andererseits gleichzeitig die Kapitalbindung zu verringern. Die Auswahl
und Liefertreue der Lieferanten sowie die Qualitätskontrolle sind aufgrund des verstärkten Fremdbezugs von großer Bedeutung.
• Die Preisfindung auf den Absatzmärkten aufgrund des Verdrängungswettbewerbs
bleibt von hoher Bedeutung für die zukünftige Ertragskraft.
• Die Preisentwicklung auf den internationalen Märkten für Stahl kann wieder an Volatilität zunehmen. Die Entwicklung des Stahlpreises stellt damit grundsätzlich ein signifikantes Risiko dar.
Die hier aufgeführten Risiken und deren Handhabung könnten die zukünftige Entwicklung der Behrens AG und der Behrens-Gruppe stark beeinflussen.
Unser Finanzplan sieht für 2015 eine teilweise angespannte Liquiditätslage voraus,
lässt aber im Ergebnis eine ausreichende Liquidität auf Basis der zur Verfügung gestellten kurzfristigen Kreditlinien erwarten. Auf Basis einer weiteren, wenn auch moderaten, konjunkturellen Belebung und der damit einhergehenden Umsatzausweitung,
planen wir für das Jahr 2015 insgesamt mit einer weiter verbesserten Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft. Für das Jahr 2015 wird dabei die Refinanzierung der bestehenden Anleihe-Verbindlichkeiten erwartet. Auf Basis der erwarteten AnleiheRefinanzierung und bei weitgehend vollständiger Ausnutzung des jeweils verfügbaren
Finanzmittelrahmens wird bis zum Ende des Jahres 2015 eine sukzessive Reduzierung der Kreditlinien aus dem Konsortialkredit auf ein Volumen von 5,0 Mio. EUR geplant. Die Gesellschaft beabsichtigt für dieses Kreditvolumen den Abschluss einer über
den 31.12.2015 hinausgehenden längerfristigen Anschlussfinanzierung.
Aufgrund der verbesserten Ertragskraft der Behrens AG und der gesamten Unternehmensgruppe im Jahr 2014, der positiven wirtschaftlichen Entwicklung bis zur Aufstellung des Lageberichts mit weiter geplanten Ergebnisverbesserungen im Gesamtjahr
2015 sowie der bisher jederzeit fristgerechten Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen
(z.B. Lieferantenrechnungen, Zins- und Kapitaldienst) ist der Vorstand überzeugt, dass
potenzielle Investoren Vertrauen in die Gesellschaft und die Unternehmensleitung haben und die erforderlichen Refinanzierungsmaßnahmen in dem geplanten Umfang begleiten werden.
Sofern im Jahr 2015 eine Finanzierung der Rückführung des Konsortial-Kreditrahmens
auf ein Volumen von 5,0 Mio. EUR nicht gelingt sowie bei keinem Zustandekommen
einer Anschlussfinanzierung für den Konsortialkreditvertrag und die Anleihe ergäbe
sich eine den Bestand gefährdende Liquiditäts- bzw. Finanzierungslücke, wenn in diesen Fällen keine anderen Finanzierungsalternativen fristgerecht umgesetzt werden
Die Unternehmensplanung unterliegt – wie jede Planung - grundsätzlich einem inhärenten Planungsrisiko. Die der Unternehmensplanung zugrunde liegenden Annahmen
und Schätzungen betreffen insbesondere die Absatz- und Umsatzerwartungen, die
Realisierung von Kosteneinsparungspotenzialen, die Entwicklung des US-Dollar
Wechselkurses und des Stahlpreises sowie den zeitlichen Anfall von Ein- und Auszahlungen.
Wesentliche Einzelrisiken und ihre Steuerung
Umfeld- und Branchenrisiken sowie länderspezifische Risiken
Die hohe Verschuldung vieler Staaten stellt nach wie vor ein gesamtwirtschaftliches
Risiko dar. Auch politische Entwicklungen im Weltgeschehen – wie z.B. die aktuelle
Russland-/Ukraine-Krise - können immer für Turbulenzen sorgen. Solche Risiken lassen sich aber durch die Behrens-Gruppe über eigene Maßnahmen nicht steuern.
Die Zulieferindustrie für holzverarbeitende Betriebe ist weiterhin von einem hohen
Wettbewerb geprägt. Insgesamt erwarten wir in Europa eine moderate Umsatzausweitung. Die Behrens-Gruppe ist sowohl mit ihrem Produktspektrum als auch regional
möglichst breit positioniert. Unsere Zielmärkte diversifizieren wir weiter und können
damit zumindest partielle Markteinbrüche besser ausgleichen, indem wir dann unsere
Aktivitäten auf andere Märkte verlagern.
Wesentliche strategische Risiken sehen wir für unser Unternehmen nicht. Unsere regionalen Expansionsbestrebungen sind langfristig ausgerichtet und werden schrittweise
realisiert. Zudem betreiben wir unser Geschäft von einem soliden Kernmarkt aus.
Die Gefahr markanter Wettbewerbsverschiebungen ist angesichts unserer sowohl regionalen als auch kundentypisch breit gefächerten Abnehmerstruktur tendenziell gering. Als ein führender Marktteilnehmer können wir zudem auch auf kurzfristig eintretende Veränderungen im Kräfteverhältnis angemessen reagieren.
Die Finanzierung der Behrens AG beruht auf der Ausgabe der Industrieanleihe in 2011
(fällig im März 2016) und dem Abschluss eines Konsortialkreditvertrages (verlängert
bis 31. Dezember 2015).
Die Liquidität und Kreditversorgung für das Geschäftsjahr 2015 und darüber hinaus ist
unter Berücksichtigung der zuvor beschriebenen Maßnahmen (vgl. Gesamtbeurteilung
der Risikosituation) nach Auffassung des Vorstands gesichert.
Die Risikoeinstufung der Behrens AG und der Behrens-Gruppe bei den Banken ist weiterhin hoch, weil die Ertragskraft derzeit noch nicht ausreicht, Konjunktureinbrüche ohne starken Ergebniseffekt zu meistern. Die Kreditmarge, die sich am Verschuldungsgrad orientiert und damit auch die Zinsbelastung waren demzufolge in 2014 weiterhin
auf einem hohen Niveau. Die Mitte des Jahres 2014 vereinbarten neuen Covenants
wurden zum Bilanzstichtag eingehalten. Der Zinssatz für die Industrieanleihe liegt bei
8 % p.a., die Zinskosten sind somit von der Höhe der im Markt platzierten Anteilsscheine abhängig.
Das Risiko eines unkontrollierten Zinsanstiegs sehen wir im Moment nicht. In Europa
könnten die Zinsen mittelfristig wieder steigen. Der Markt wird von uns aktiv beobachtet
und wir prüfen regelmäßig den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften.
Neben dem Zinsänderungsrisiko und den nachfolgend dargestellten Risiken aus
Wechselkurs- und Stahlpreisänderungen bestehen finanzielle Risiken grundsätzlich in
einem möglichen Zahlungsausfall von Kunden. Aufgrund der Vielzahl an Kunden, die
von der Behrens-Gruppe weltweit beliefert werden, bestehen mit Ausnahme zweier
langjähriger Geschäftspartner keine wesentlichen Ausfallrisiken bezogen auf einzelne
Abnehmer. Die auf diese Geschäftspartner entfallenden Vermögenswerte betragen
zum Stichtag rund 1,9 Mio. EUR. Davon entfallen Vermögenswerte von rund
1,3 Mio. EUR (kurzfristige Forderungen, Beteiligungen, langfristige Ausleihungen) auf
unser Russland-Geschäft, die aufgrund der aktuellen politischen Spannungen einem
inhärenten Länderrisiko unterliegen. Die Gesellschaft unterstellt eine langfristige Fortführung der Geschäftsbeziehungen und sieht auf dieser Grundlage auch bei einem Abschmelzen der zukünftigen Geschäftsvolumina die betreffenden Buchwerte durch zukünftige Zahlungseingänge bzw. Ertragsaussichten gedeckt.
Sonstige materielle Risiken, zum Beispiel aus Reklamationen, Regresspflichten oder
Rechtsstreitigkeiten, sind nicht erkennbar.
Wechselkursentwicklung stellt hohes Risiko dar
Die Handhabung von Wechselkursrisiken hat für die wichtigen Währungen im BehrensKonzern eine große Bedeutung. Für die Behrens AG ist es im Wesentlichen die Ent-
wicklung des Euro zum US-Dollar. Unsere Einkäufe bei Lieferanten in Fernost basieren
in der Regel auf US-Dollar. Durch das gestiegene Einkaufsvolumen wird auch die Bedeutung des Wechselkurses US-Dollar zu Euro stets wichtiger.
Einen schwachen US-Dollar nutzen wir zu vermehrtem Einkauf bei in US-Dollar fakturierenden Lieferanten. Bei einem stärkeren US-Dollar wechseln wir auf Euro-basierte
Lieferanten, sofern über Nachverhandlungen keine ausreichenden Preiszugeständnisse bei den Lieferanten in Fernost zu erzielen sind.
Gegenüber unserer US-amerikanischen Tochtergesellschaft fakturieren wir unsererseits in US-Dollar, so dass wir die eingehenden US-Dollar für US-Dollar-denominierte
Einkäufe verwenden können. Insofern erreichen wir für einen Teil der Einkäufe in USDollar eine „natürliche Sicherungsbeziehung“ und ein Wechselkursrisiko verbleibt nur
in Höhe der Differenz zwischen US-Dollar-Einzahlungen und Auszahlungen. Zur weiteren Risikostreuung setzt die Behrens-Gruppe unterjährig bei Bedarf und nur nach Zustimmung des Vorstands Devisentermingeschäfte mit kurzfristiger Laufzeitoptionen (in
der Regel 6 Monate) ein, die bestimmte Grundgeschäfte zusätzlich absichern sollen.
Das erforderliche Sicherungsvolumen wird seit etwa Mitte 2014 monatlich durch die
Controlling-Abteilung ermittelt. Es ergibt sich aus dem Bestand an US-Dollar, den
durchschnittlich zu erwartenden US-Dollar Einzahlungen von der US-amerikanischen
Tochtergesellschaft sowie den auf Basis der getätigten Bestellungen zu erwartenden
US-Dollar Auszahlungen für einen bestimmten Zeitraum (ca. 6 Monate). Für das so
ermittelte Volumen von US-Dollar Auszahlungen werden korrespondierend US-Dollar
auf Termin gekauft. Die Volumina der Termingeschäfte sind dabei jeweils geringer als
die Volumina der Grundgeschäfte insgesamt, so dass keine Risikoüberhänge entstehen. Bezüglich der am Bilanzstichtag bestehenden Termingeschäfte und deren Marktwerte verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang in Abschnitt 19.
Der durchschnittliche US-Dollar Wechselkurs lag wie im Vorjahr bei rund 1,33 USDollar je Euro. Erst ab Mitte des Jahres 2014 hat der Euro zum US-Dollar an Wert verloren und einen Jahresschlusskurs von rd. 1,21 US-Dollar je Euro erreicht (VorjahresStichtag 1,38 US-Dollar je Euro). Der Wert des Rubels verlor aufgrund der Wirtschaftssanktionen gegen Russland zum Ende des Jahres fast 50% zum Euro. Bei einzelnen
Währungen muss weiterhin mit Kursausschlägen gerechnet werden, wie sie z.B. für
den Schweizer Franken Anfang 2015 zu beobachten waren. Von diesen Schwankungen sind aber alle Importeure in diesen Ländern gleichermaßen betroffen. In Folge des
Wertverfalls des Russischen Rubel in 2014 plant die Gesellschaft für das Jahr 2015
insgesamt mit einem reduzierten Geschäftsvolumen im Russland-Geschäft. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Kursausschläge sowohl des Russischen Rubel als
auch des Schweizer Franken keine nachhaltigen negativen Auswirkungen auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Behrens AG bzw. der BehrensUnternehmensgruppe haben werden.
Entwicklung des Stahlpreises
Der Preis für eine Tonne Walzdraht in Asien lag im Jahr 2014 in der Preisspanne zwischen EUR 350 und EUR 400 und war in seiner Tendenz rückläufig.
Die internationalen Stahlmärkte können in 2015 wieder an Volatilität zunehmen und
von kurz- oder mittelfristigen Mengenschwankungen geprägt sein. Damit stellen auch
der Stahlpreis und seine Entwicklung in 2015 ein inhärentes Risiko dar. Bei einer
Nachfragebelebung ist es in der Vergangenheit teilweise zu einem deutlichen Anstieg
und heftigen Schwankungen des Stahlpreises gekommen. Der Vorstand erwartet in
seiner Prognose für das nächste Jahr eine Seitwärtsbewegung der Preise für Walzstahl, sowohl in Europa als auch in Asien. Entscheidend wird sein, wie sich die Weltkonjunktur in 2015 entwickeln wird. Bei einer akuten Nachfragebelebung kann der
Stahlpreis wieder deutlich anziehen. Preissteigerungen für Stahldraht haben wir in der
Vergangenheit – zumindest zeitversetzt - in der Regel an den Markt weitergeben können. Trotzdem verbleibt immer ein Restrisiko.
Aktives Qualitätsmanagement und flexibles Bestellverhalten gefragt
Bei der Beschaffung von Fertigprodukten besteht das Risiko partieller Abhängigkeit
von einzelnen Zulieferern bzw. Zuliefermärkten. Die Einhaltung von Qualitätsstandards
und ein aktives Qualitätsmanagement mit und bei unseren Lieferanten sind von fundamentaler Bedeutung. Diesem Umstand begegnen wir bereits seit Jahren durch konsequente Verteilung unserer Einkäufe auf mehrere Zulieferer. Zudem beobachten wir
auf der Suche nach optimalen Preis-Leistungs-Verhältnissen den Markt regelmäßig im
Hinblick auf neue Entwicklungen. Sofern wir Produkte in Fernost günstiger einkaufen
können, werden wir unsere Bestellungen dort forcieren. Sofern nicht, werden wir uns
vermehrt bei europäischen Lieferanten eindecken. Je nach Stahlpreis und Wechselkursniveau wird die Behrens-Gruppe ihr Bestellverhalten kurzfristig flexibel ausrichten
Die Verfügbarkeit von Fertigprodukten sichert Absatz und Umsatz. Der Lagerbestand
bzw. die Lagerbestandshöhe muss regelmäßig quantitativ und qualitativ an das aktuelle Umsatzniveau angepasst werden. Bei einem weiteren Anstieg der Nachfrage, ob im
Inland, im Export oder bei Bestellungen im Verbundbereich, muss die Lieferfähigkeit
gewährleistet sein. Dies versuchen wir durch die Anpassung der Sicherheitsbestände
bei Standardprodukten sowie einer flexiblen Produktion, die jeweilige Nachfragespitzen
ausgleichen soll, zu erreichen.
Wir werden im Laufe des kommenden Jahres weiter unsere Rohmaterialien im Bereich
der Befestigungsmittelproduktion abbauen, ohne gleichzeitig die Bestände an eigengefertigten Befestigungsmitteln aufzubauen. Die im Vorjahr erfolgte Umstellung auf ein
neues Absatzprognoseverfahren und die damit einhergehende Umstellung des Bestellverhaltens hat bereits deutliche Erfolge gezeigt, bedarf aber stetiger Anpassung an
neue Marktgegebenheiten.
Effizienz der Vertriebsleistung muss ständig überprüft werden
Wir prüfen unsere Vertriebsstrukturen mit einem speziell auf unsere Bedürfnisse zugeschnittenen Kontrollsystem regelmäßig auf ihre Wirksamkeit. Unsere Absatzmärkte
sind von stark fragmentierten Kundenstrukturen geprägt, das macht uns von der Vertriebsleistung unserer Mitarbeiter abhängig. Wir arbeiten daher mit einer eigenen Verkaufsmannschaft, die sich effizienter und zielgerichteter führen lässt als ein Netz von
unabhängigen Händlern. Für 2015 führen wir unsere Steuerungsgrößen und Zielvorgaben fort, die wir ab 2013 eingeführt haben. Damit wollen wir gewährleisten, dass die
Marktnähe unserer Außendienstmannschaft weiter zunimmt und sich die Führung enger an vorhandenen Marktpotentialen orientiert.
Umweltschutzrisiken
Die Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft ist kein Risikounternehmen im Bereich
Umweltschutz. Die Behrens-Gruppe erstellt keinen Umweltschutzbericht und ist auch
nicht umweltschutztechnisch zertifiziert, da von unseren Produktionsprozessen (Metallbearbeitung und trockene Metallumformung) keine signifikanten Umweltgefahren
ausgehen. Wir erfüllen auch sämtliche umweltschutztechnischen Auflagen unserer
Versicherer. Um potenzielle Umweltrisiken auszuschließen, erfolgt die Beharzung unserer magazinierten Nägel seit 2001 mit einem Verfahren auf wasserlöslicher Basis. In
der Anwendung ergeben sich hierdurch keine Nachteile. Die Produktionsfirmen Behrens AG und BeA CS spol. s r.o. sind nach ISO 9000 zertifiziert.
Fertigstellung Neubau in Ahrensburg
Im vierten Quartal 2014 ist die Lagerhalle mit angeschlossener Fertigungs- und Bürofläche fertig gestellt und in Betrieb genommen worden. Durch das neue Verschieberegallager wird das bisherige Außenlager ersetzt und die internen Logistikprozesse erheblich verbessert. Dadurch erwarten wir spürbare Einsparungen bei den Logistikkosten.
Marke „Reich“
Durch die im Vorjahr erfolgte Übernahme des Geschäftes der Karl M. Reich Verbindungstechnik in die Behrens Gruppe hat sich die Markenvielfalt der Behrens-Gruppe
um die Marke „Reich“ erweitert. Die Marke „Reich“ steht für hohe Qualität und ist im
Handwerk bestens eingeführt. Der Vertrieb erfolgt traditionell über ausgewählte Partner, in deren Segment die Behrens Gruppe bisher schwach vertreten war. Bisher konnten nur wenige Synergien im Verkauf erschlossen werden. Dies werden wir in Zukunft
bei Fertigung, Einkauf und Vertrieb verstärkt angehen.
Für den Alleinvorstand wurde im Oktober 2011 im Zusammenhang mit seiner Wiederbestellung für weitere 5 Jahre eine Neuregelung der Vergütung vom Aufsichtsrat beschlossen, die im Jahr 2012 bezüglich des variablen Teils leicht modifiziert wurde.
Die Vergütung des Einzelvorstands setzt sich weiter aus einem Fixum und einem erfolgsbezogenen, variablen Teil zusammen. Der erfolgsbezogene Teil hat zwei Komponenten. Die erste Komponente bezieht sich auf die Umsatzrendite im Konzern. Berechnungsgrundlage ist das Konzernergebnis vor Steuern (EBIT) der letzten beiden
Jahre und die Vorschau auf das laufende Jahr. Die zweite Komponente der variablen
Vergütung bezieht sich auf die Gesamtkapitalrendite vor Steuern. Berechnungsgrundlage ist die Gesamtkapitalrendite im Konzern der letzten beiden Jahre und die Vorschau auf das laufende Jahr.
Zusätzlich bestehen im Rahmen einer Einzelzusage Pensionsansprüche des Vorstands gegen die Gesellschaft. Aktienoptionen und vergleichbare Gehaltsinstrumente
mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter sowie Zusagen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit existieren nicht.
Das gezeichnete Kapital in Höhe von 7.168.000,00 EUR setzt sich aus 2.800.000
nennwertlosen Stückaktien mit einem Nominalwert von 2,56 EUR pro Aktie zusammen.
Stimmrechtsbeschränkungen sind uns nicht bekannt.
Der Vorstand unserer Gesellschaft, Herr Tobias Fischer-Zernin, und seine Ehefrau,
Frau Suzanne Fischer-Zernin, halten über die BeA Beteiligungsgesellschaft mbH mit
Sitz in Ahrensburg, deren alleinige Gesellschafter Herr und Frau Fischer-Zernin sind,
1.851.487 Aktien (66,12 %) an der Behrens AG.
Der Aufsichtsrat der Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Zahl. Der Vorstand kann aus einer Person bestehen. Der
Aufsichtsrat kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen.
Im Falle eines Anteilseignerwechsels (Change-of-Control) besteht für den Vorstand ein
Sonderkündigungsrecht. Auch für die Anleihegläubiger und die darlehensgewährenden
Kreditinstitute besteht im Falle eines Kontrollwechsels eine Rückzahlungsoption bzw.
ein Sonderkündigungsrecht.
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB wird auf der Internetseite
der Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft (www.Behrens.AG) in der Rubrik „Unternehmen“ veröffentlicht.
Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht über Beziehungen zu verbundenen
Gemäß § 312 AktG hat die Behrens AG einen Bericht über die Beziehungen zu den
verbundenen Unternehmen erstellt (Abhängigkeitsbericht).
Die BeA Beteiligungsgesellschaft mbH, Ahrensburg, gilt als herrschendes Unternehmen, da die BeA Beteiligungsgesellschaft mbH die Mehrheit der Aktien der Behrens
AG hält. Der Abhängigkeitsbericht nimmt auch Stellung zu den Rechtsgeschäften zwischen der Behrens AG und den Tochtergesellschaften, bei denen der Behrens AG die
Mehrheit der Stimmrechte zusteht (sog. verbundene Unternehmen).
Der Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen enthält die folgende
"Die Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft hat bei jedem im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die
uns im Zeitpunkt der Vornahme der berichtspflichtigen Rechtsgeschäfte bekannt waren. Andere berichtspflichtige Maßnahmen sind weder getroffen noch unterlassen worden.“
Ahrensburg, 16. April 2015
Bilanz der Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft, Ahrensburg,
Schutzrechte und ähnliche Rechte
Grundstücke und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
738.062,55
163.191,63
703.410,09
866.601,72
1.999.864,03
3.158.580,16
1.393.951,62
2.037.304,03
3.227.148,57
871.152,73
6.552.395,81
143.305,93
6.278.911,26
6.593.023,76
8.470.084,11
778.673,71
6.893.023,76
6.033.278,04
179.352,53
16.021.134,11
23.311.592,47
13.884.328,04
21.029.841,02
6.143.660,55
605.031,77
10.264.679,43
17.013.371,75
5.882.894,93
371.524,56
10.267.845,99
16.522.265,48
4.073.112,51
5.523.336,32
4.936.446,38
7.977.149,81
158.085,92
588.493,13
10.343.027,88
45.147,64
466.621,22
13.425.365,05
282.282,26
2.097.707,61
52.053,02
27.690.734,91
253.417,76
32.298.755,90
21.246,66
41.333,91
51.023.574,04
53.369.930,83
7.168.000,00
-788.654,91
6.379.345,09
-1.363.222,07
5.804.777,93
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
1.393.094,00
1.123.193,28
2.516.449,28
1.282.572,18
1.564.283,68
2.871.855,86
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,
- davon aus Steuern: EUR 230.842,97
(Vj. EUR 215.939,58)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 12.268,89
(Vj. EUR 12.289,32)
4.894.788,38
117.582,36
7.649.686,95
112.675,52
2.918.665,60
3.064.638,36
1.004.402,10
906.552,42
45.346,25
3.146.994,98
2.959.743,79
42.127.779,67
44.693.297,04
Gewinn- und Verlustrechnung der
Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft, Ahrensburg,
für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014
54.481.887,27
53.064.651,28
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der
Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
40.042.361,34
40.782.754,61
14.439.525,93
12.281.896,67
10.298.877,24
9.898.483,10
3.737.303,27
3.266.509,90
1.319.420,49
1.611.027,78
EUR 921.095,36 (Vj. EUR 575.000,00)
1.519.329,86
929.712,77
EUR 762.095,40 (Vj. EUR 308.317,08)
950.508,83
437.563,59
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen
3.268.017,23
3.001.352,61
614.587,37
-1.241.144,80
-28.920,00
- davon aus latenten Steuern:
(Vj. EUR 1.200.000,00)
1.228.246,00
9.213,59
9.015,61
574.567,16
-2.507.326,41
1.020.868,09
123.236,25
(Vj. EUR 5.732,00)
11. Ergebnis der gewöhnlichen
12. Außerordentliche Aufwendungen
13. Außerordentliches Ergebnis
16. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag)
17. Verlustvortrag (Vj. Gewinnvortrag)
18. Entnahme aus der Gesetzlichen Rücklage
19. Bilanzverlust
Anhang der Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft, Ahrensburg,
Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses zum
31. Dezember 2014 wurde der Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
unterstellt. Zu den möglicherweise bestandsgefährdenden Risiken verweisen wir auf
unsere Ausführungen im Lagebericht in dem Abschnitt „Risikobericht“.
Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird nicht Gebrauch gemacht.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bilanziert. Im Berichtsjahr wurden abnutzbare bewegliche Anlagegüter, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten EUR 150,00, nicht aber
EUR 410,00 übersteigen, gemäß § 6 Abs. 2 EStG als geringwertige Anlagegüter vollständig abgeschrieben.
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden
Wert angesetzt.
Die im Eigenbestand gehaltenen Anleihe-Anteile wurden in die kurzfristige Finanzmitteldisposition einbezogen, so dass deren Ausweis wie im Vorjahr in den sonstigen
Wertpapieren des Umlaufvermögens (TEUR 273 / Vorjahr TEUR 2.070) erfolgt.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw.
den jeweils niedrigeren beizulegenden Werten bewertet; die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt,
aber unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeit der Bestände ermittelt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und verminderter Verwertbarkeit
ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang vorgenommen.
Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne sowie die Material- und die
Fertigungsgemeinkosten.
Für ungängige und technisch veraltete Erzeugnisse sowie zur verlustfreien Bewertung
werden angemessene Bewertungsabschläge vorgenommen.
Handelswaren werden zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und
Nettoveräußerungswert bzw. Beschaffungspreis am Bilanzstichtag bewertet.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, sonstige Wertpapiere des Umlaufvermögens und liquide Mittel werden mit dem Nominal- bzw. Nennbetrag oder mit dem
am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für das allgemeine Ausfallrisiko wird auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine angemessene
Pauschalwertberichtigung vorgenommen.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie die darauf entfallenden
Aufwendungen und Erträge werden zum Devisenkurs des Entstehungstages erfasst
und zum Abschlussstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Buchgewinne und -verluste durch Kursänderungen werden zum Bilanzstichtag nach Maßgabe
des § 256a HGB erfolgswirksam berücksichtigt.
Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2
Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 verwendete Rechnungszinssatz beträgt 4,58 % (Vorjahr: 4,89 %).
Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung
berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 1,5 % (Vorjahr:
1,5%) bei den Renten ausgegangen. Eine Fluktuationsrate wird aufgrund des engen
Personenkreises der Begünstigten nicht berücksichtigt. Gleiches gilt für einen Gehaltstrend, da die Zahlungsverpflichtungen nicht an eine künftige Gehaltsentwicklung
Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet
und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen) wurden gemäß § 246 Abs. 2
Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet.
Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (so
genannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung).
Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen
des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im
Finanzergebnis gezeigt.
Durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG (Neubewertung der
Pensionsverpflichtungen) zum 1. Januar 2010 hatte sich eine Unterdotierung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von EUR 433.873,00 ergeben. In Anwendung des Übergangswahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird der Unterschiedsbetrag über
eine Laufzeit von 15 Jahren verteilt. Im Geschäftsjahr 2014 erfolgte entsprechend eine
Zuführung in Höhe von EUR 28.920,00, die im außerordentlichen Aufwand ausgewiesen ist. Zum 31. Dezember 2014 betragen die infolge der Übergangsregelung nicht in
der Bilanz ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen EUR 289.268,00 (Vorjahr:
EUR 318.188,00).
Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen
Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Da es sich mit Ausnahme bestimmter personalbezogener Verpflichtungen (z.B. für Mitarbeiterjubiläen) nur um kurzfristig fällige
Rückstellungen handelt, waren bis auf diese Ausnahmen keine zukünftigen Preis- und
Kostensteigerungen und Abzinsungseffekte bei der Bewertung der Rückstellungen zu
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen
und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden grundsätzlich auch steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines zum Vorjahr unveränderten
kombinierten Ertragsteuersatzes von 28,1 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz beinhaltet die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag sowie die Gewerbesteuer
auf Basis des Gewerbesteuerhebesatzes für Ahrensburg.
Da keine nennenswerten passiven Latenzen bestehen, in den Vorjahren Verluste angefallen sind und sich die positive Ergebnisentwicklung des Jahres 2014 in der Zukunft
erst noch weiter verstetigen muss, werden zum Bilanzstichtag keine aktiven latenten
Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt.
2. Entwicklung des Anlagevermögens
3.242.996,29
3.946.406,38
64.531,53
-703.410,09
4.010.937,91
3.079.804,66
193.070,70
3.272.875,36
2.378.942,76
341.638,73
379.078,73
13.502.409,90
40.542,96
490.717,90
265.880,40 13.767.790,36 10.275.261,33
506.743,04
172.794,17 10.609.210,20
6.318.018,16
22.342.676,75
351.254,76
848.324,91
1.240.122,63
487.912,94
-978.630,84
126.456,01 7.030.729,85 5.446.865,43
405.336,41 23.177.462,97 16.063.765,49
298.075,91
842.258,95
108.163,11 5.636.778,23
280.957,28 16.625.067,16
13.777.219,96
6.874.196,20
7.184.196,20
13.767.219,96
Ausleihungen an verbundene
7.044.248,64
21.769.494,84
2.436.806,07
9.481.054,71
1.010.970,60
2.446.806,07
0,00 24.216.300,91
7.885.166,80
8.195.166,80
16.021.134,11 13.884.328,04
48.058.577,97
3.751.460,23
405.336,41 51.404.701,79 27.028.736,95
1.345.329,65
280.957,28 28.093.109,32
23.311.592,47 21.029.841,02
3. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Die Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft war am 31. Dezember 2014 an folgenden Gesellschaften beteiligt:
Name der Gesellschaf t:
- BeA Business Solutions GmbH
- KMR Verbindungstechnik GmbH
- TESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaf t mbH & Co. Objekt
Ahrensburg KG
- Joh. Friedrich Behrens France S.A.S.
- BeA Italiana S.p.A.
- BeA Hispania S.A.
- Mezi S.A. 1)
- BeA-HVV AG
- BeA CS spol. s r.o.
- BeA Fastening Systems Ltd.
- Phoenix Fasteners Ltd. 2)
- BeA Norge AS * )
- BeA Fasteners USA Inc.
- BeA Slovensko
in Währung in T Euro
EigenJahreskapital
in T Euro in T Euro
Torcy / Frankreich
Seregno / Italien
La Llagosta (Barcelona) / Spanien
St. Perpetua (Barcelona) / Spanien
T CHF
T CZK
T GBP
Mönchaltorf / Schw eiz
Woodmansey / Großbritannien
Moss / Norw egen
Greensboro / NC/USA
Lipt. Mikuláš / Slow akei
1) über BeA Hispania S.A.
2) über BeA Fastening Systems Ltd.
3) zusammen mit BeA Business Solutions GmbH
* ) vorläufig
Tomice / Polen
Kupiskis/Litauen
Joinville / Brasilien
BizeA Latvia SiA 1)
BizeA Lithuania 1)
BeA RUS * )
BeA BRASIL LTDA.
1) über BizeA sp. z o.o.
T BRL
4. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr (Restlaufzeit der
Forderungen gegen verbundene Unternehmen über ein Jahr im Vorjahr: ca.
0,3 Mio. EUR).
Die sonstigen Vermögensgegenstände haben insgesamt eine Restlaufzeit von weniger
als einem Jahr. Die Rückdeckungsversicherungen werden in Höhe von TEUR 763
(Vorjahr: TEUR 746) vollständig mit den Pensionsrückstellungen saldiert, da die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Saldierung für sämtliche Rückdeckungsversicherungen am Bilanzstichtag erfüllt waren.
Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 7.168.000,00 und ist unverändert eingeteilt in
2.800.000 Stückaktien. Die Aktien sind voll eingezahlt und lauten auf den Inhaber.
Die sonstigen Rückstellungen der Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft enthalten
im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 586 (Vorjahr:
TEUR 952). Darüber hinaus sind vor allem übliche Abgrenzungen für ausstehende
Rechnungen enthalten.
Die Verbindlichkeiten haben die folgenden Restlaufzeiten:
- Restlauf zeit bis
- Restlauf zeit -
Lief erungen und Leistungen
Unternehmen, mit Beteiligungsverhältnis
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch eine Raumsicherungsübereignung der Vorratsbestände und eine Globalzession der Forderungen besichert.
Weiterhin besteht eine Grundschuldabtretung.
Die Behrens AG hat im März 2011 eine Unternehmensanleihe über 30 Mio. EUR mit
einer Laufzeit von 5 Jahren ausgegeben. Die im Mittelstandssegment Bondm an der
Börse Stuttgart emittierte Jubiläumsanleihe ist mit einem Zinssatz von 8,0 Prozent p.a.
ausgestattet, die Zinszahlungen sind jeweils jährlich zum 15. März zu leisten. Am
31. Dezember 2014 beläuft sich der Stand der im Markt befindlichen Anteilsscheine der
Anleihe auf 29,7 Mio. EUR (Vorjahr: 27,9 Mio. EUR). Am 31. Dezember 2014 hielt die
Behrens AG Anleihe-Anteilsscheine in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR)
im Eigen-Bestand.
Zum Bilanzstichtag bestanden zur Absicherung von Fremdfinanzierungen Haftungsverhältnisse zu Gunsten von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4.583
(Vorjahr: TEUR 4.185). Die Absicherung von Fremdfinanzierungen zu Gunsten von
Tochtergesellschaften erfolgte vor allem durch Patronatserklärungen und Kreditsicherungsgarantien. Daneben besteht zu Gunsten einer Tochtergesellschaft eine gesamtschuldnerische Kreditvertragshaftung. Wie in den Vorjahren ist aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse der Tochterunternehmen nicht mit einer Inanspruchnahme der Joh.
Friedrich Behrens Aktiengesellschaft aus den Haftungsverhältnissen zu rechnen, so
dass keine Rückstellungen gebildet wurden.
Aus einer möglichen gesamtschuldnerischen Haftung zusammen mit dem Vorstand
besteht ein Haftungsverhältnis in Höhe von ca. TEUR 340 (Vorjahr ca. TEUR 150).
Aufgrund bestehender Aufrechnungsmöglichkeiten wird mit keiner Inanspruchnahme
10. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der mit dem Tochterunternehmen TESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft
mbH & Co. Objekt Ahrensburg KG ursprünglich vereinbarte Mietvertrag bezüglich der
Betriebsimmobilie in Ahrensburg ist zum 31. Dezember 2013 ausgelaufen. Ein Anschlussvertrag wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2014 für eine Laufzeit von zwei Jahren abgeschlossen. Die finanziellen Verpflichtungen aus dem neu abgeschlossenen
Mietvertrag betragen insgesamt TEUR 900 (Vorjahr: TEUR 1.440), von denen
TEUR 900 (Vorjahr: TEUR 720) in 2015 und TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 720) nach 2015
fällig sind. Hinsichtlich des bestehenden Mieterdarlehens, das zum 31. Dezember 2014 in Höhe von TEUR 6.655 (Vorjahr TEUR 5.044) valutierte, wurde ein langfristiger Darlehensvertrag bis Ende 2017 abgeschlossen. Risiken bezüglich der Finanzierung der Mietzahlungen bestehen aufgrund der Verrechnungsmöglichkeit mit dem
Mieterdarlehen für die Laufzeit des Mietvertrages nicht.
Es bestehen weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von TEUR 365 (Vorjahr: TEUR 221), von denen TEUR 165 (Vorjahr: TEUR 149) in
2015 und TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 72) in den Folgejahren fällig sind.
Die Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft beschäftigte 2014 im Jahresdurchschnitt
152 Arbeitnehmer (Vorjahr: 145) sowie 19 Auszubildende (Vorjahr: 16).
Unter Einbeziehung der Auszubildenden wurden im Jahresdurchschnitt 78 gewerbliche
Arbeitnehmer (Vorjahr: 74) und 93 Angestellte (Vorjahr: 87) beschäftigt.
12. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Inland (inklusive Verbund)
Die Zuordnung der Umsatzerlöse nach Regionen erfolgt nach dem Sitz des Kunden.
Eintreibgegenstände
14. Materialaufwand
Betriebsstoffe und bezogene Waren
Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft über einen nicht genutzten körperschaftsteuerlichen Verlustvortrag von TEUR 12.192 (Vorjahr: TEUR 11.791) und über einen
nicht genutzten gewerbesteuerlichen Verlustvortrag von TEUR 5.555 (Vorjahr:
TEUR 6.039) zur Verrechnung mit künftigen Gewinnen.
Es bestehen außerdem steuerlich abzugsfähige temporäre Differenzen bezüglich der
Pensionsrückstellungen von TEUR 382 (Vorjahr: TEUR 270) und der sonstigen Rückstellungen von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 12). In geringem Umfang bestehen zu versteuernde temporäre Differenzen bei den Beteiligungsbuchwerten (TEUR 16).
Außerordentliche sowie periodenfremde Erträge und Aufwendungen
Aus der planmäßigen Verteilung des BilMoG-Unterschiedsbetrags bezüglich der Pensionsverpflichtungen ergab sich wie im Vorjahr ein außerordentlicher Aufwand von
TEUR 29.
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten in 2014 periodenfremde Erträge in Höhe
von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 4). Periodenfremde Aufwendungen sind in Höhe von
TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 36) angefallen.
17. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen betrafen im Jahr 2014 mit
TEUR 310 (Vorjahr: TEUR 335) den Beteiligungsbuchwert der norwegischen Tochtergesellschaft. In Folge einer Neuorganisation unseres Norwegen-Geschäfts reduzierte
sich deren Ertragswert, so dass zum Bilanzstichtag eine weitere dauerhafte Wertminderung anzunehmen war.
18. Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung
In den Herstellungskosten werden realisierte Währungskursverluste von TEUR 111
und unrealisierte Währungskursgewinne von TEUR 8 ausgewiesen (Vorjahr: realisierte
Währungskursverluste TEUR 57, unrealisierte Währungskursverluste TEUR 2).
19. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Einen Teil der US-Dollar Auszahlungsverpflichtungen sichert die Gesellschaft durch
den Kauf von US-Dollar auf Termin ab. Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag folgende derivative Finanzinstrumente:
Geschäf t
Marktw ert
Devisen-Terminkäuf e max. 6 Monate
Bew ertungseinheit
Die Ermittlung der Marktwerte erfolgte nach der Mark-to-Market-Methode durch Abzinsung von Zahlungsströmen unter Berücksichtigung aktueller Zinsstrukturkurven. Die
zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 abgeschlossenen Devisen-Terminkäufe bilden
mit den Grundgeschäften Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB, da sich die gegenläufigen Wertänderungen der Geschäfte bis zu deren Fälligkeit ausgleichen werden.
Bei der Bilanzierung der Bewertungseinheit wird die sogenannte „Einfrierungsmethode“ angewendet, d.h. die laufenden Wertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäften werden bilanziell nicht erfasst, sondern erst bei Glattstellung (Realisation) im
Fälligkeitszeitpunkt.
Zu weiteren Erläuterungen bzgl. unserer Wechselkurssicherung verweisen wir auf die
Ausführungen im Lagebericht in dem Abschnitt „Risikobericht“.
20. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Im Folgenden werden mit Ausnahme der Geschäftsbeziehungen zu 100 %-igen Tochtergesellschaften, die in den Konzernabschluss einbezogen werden, alle für die Beurteilung der Finanzlage notwendigen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und
Personen angegeben.
Die BeA Beteiligungsgesellschaft mbH, Ahrensburg, gilt als nahe stehendes Unternehmen, da die BeA Beteiligungsgesellschaft mbH seit dem 22. Juni 2006 die Mehrheit der Aktien der Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft hält. Die Joh. Friedrich
Behrens Aktiengesellschaft hat der Hauptaktionärin BeA Beteiligungsgesellschaft mbH
nach Genehmigung durch den Aufsichtsrat im Januar und im Juli 2009 zwei Darlehen
in Höhe von TEUR 529 bzw. TEUR 720 gewährt, die in 2014 mit 10,0 % p.a. (Vorjahr:
8,0 bis 9,73 % p.a.) verzinst wurden. Die Verzinsung entspricht dem Refinanzierungszinssatz der Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft und wird an dessen Veränderungen angepasst. Die Zinserträge im Geschäftsjahr 2014 betragen TEUR 83 (Vorjahr:
TEUR 124). Die gesamte Forderung gegen die BeA Beteiligungsgesellschaft beläuft
sich zum 31. Dezember 2014 inkl. der Zinsen auf TEUR 546 (Vorjahr: TEUR 1.373).
Die Darlehen sind durch die Abtretung von Vergütungsansprüchen und selbstschuldnerische Bürgschaften des Alleinvorstands besichert und wurden im Jahr 2014 um
insgesamt TEUR 910 zurückgeführt.
Im Geschäftsjahr sind der Gesellschaft unterjährig keine Darlehen durch die BeA Beteiligungsgesellschaft mbH gewährt worden. Im Vorjahr sind der Gesellschaft Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 6 entstanden. Die Verzinsung erfolgte mit 6,5 %.
Von nahe stehenden Unternehmen, die Familienangehörigen des Vorstands zuzurechnen sind, wurden Dienstleistungen im Bereich Marketing in Anspruch genommen.
Die Zusammenarbeit wurde vom Vorstand rückwirkend auch für das Jahr 2013 genehmigt bzw. geregelt und in 2014 auf eine vertragliche Grundlage gestellt. Die Preise
für die Marketingleistungen basieren auf einer in Zusammenarbeit mit externen Branchenspezialisten entwickelten Preisliste für die spezifischen Dienstleistungen. Die Angemessenheit bzw. die Verhältnismäßigkeit der erbrachten Leistungen war für das
Jahr 2012 durch die externen Agenturen beurteilt und bestätigt worden.
Für 2014 wurden für die Monate Januar bis Juli insgesamt Leistungen für Marketingprojekte von TEUR 161 berechnet. Von der Behrens AG in diesem Zusammenhang in
2014 vorab verauslagte Vorleistungen an Dritte in Höhe von TEUR 18 dürfen von dem
Gesamtbetrag in Abzug gebracht werden. Der auf den Januar 2014 datierte Vertrag
wurde im Juli 2014 gekündigt und beendet. Für weitere Marketingleistungen von nahe
stehenden Unternehmen für Projekte, die nach Juli 2014 beendet bzw. bearbeitet wur-
den, erfolgt keine weitere Rechnungsstellung. Die für das Jahr 2014 berechneten Leistungen wurden in den Abhängigkeitsbericht aufgenommen und unterlagen damit der
Prüfung durch den Abschlussprüfer. Der Abschlussprüfer hat hierzu die Bestätigung
abgegeben, dass bei den im Abhängigkeitsbericht aufgeführten Rechtsgeschäften die
von der Behrens AG erbrachten Gegenleistungen nicht unangemessen hoch waren.
Die Angemessenheit der Rechnungsstellung für das Vorjahr 2013 und den Zeitraum
bis zur Hauptversammlung am 21. August 2014 ist auch Gegenstand einer aktienrechtlichen Sonderprüfung, deren Ergebnisse zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses noch nicht vorliegen.
Mit Ablauf des 31. Dezember 2013 wurde der Komplementäranteil an der TESTA für
einen Kaufpreis von 205 EUR durch die BeA Beteiligungsgesellschaft mbH erworben.
Mit Ablauf des 31. Juli 2014 ist die BeA Beteiligungsgesellschaft mbH als Komplementärin aus der TESTA wieder ausgeschieden. Sie hat ihre Komplementäreinlage auf die
BeA Business Solutions GmbH im Wege der Sonderrechtsnachfolge übertragen. Der
Kaufpreis betrug ebenfalls 205 EUR.
Ein Familienmitglied des Vorstandes wurde in 2014 als Angestellter nach Haustarifvertrag zu Bezügen von TEUR 35 p.a. bei der Joh. Friedrich Behrens AG beschäftigt.
Die Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft und ihre Tochterunternehmen führen
Transaktionen mit Joint Ventures durch, die Teil der normalen Geschäftstätigkeit sind
und wie unter fremden Dritten abgewickelt werden. Sämtliche Joint Ventures sind assoziierte Unternehmen. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Warenlieferungen.
Das Geschäftsvolumen lässt sich wie folgt quantifizieren:
Forderungen u.
Neben den laufenden Warenlieferungen wurde im Geschäftsjahr mit einem Joint Venture ein Mietvertrag über eine Maschine im Gesamtvolumen von TEUR 272 und einer
Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen. Die im Geschäftsjahr vereinnahmten Mieterträge belaufen sich auf TEUR 9.
21. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 39).
22. Gesamtbezüge und Versorgungsansprüche des Vorstands sowie früherer
Die Vergütung des Alleinvorstands setzt sich aus einem Fixum und einem erfolgsbezogenen, variablen Teil zusammen. Der erfolgsbezogene Teil hat zwei Komponenten.
Die erste Komponente bezieht sich auf die Umsatzrendite im Behrens-Konzern. Berechnungsgrundlage ist das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) der letzten beiden
Jahre und die Vorschau auf das laufende Jahr. Eine weitere Komponente der variablen
Vergütung bezieht sich auf die Gesamtkapitalrendite vor Steuern. Berechnungsgrundlage ist die Gesamtkapitalrendite im Behrens-Konzern der letzten beiden Jahre und die
Vorschau auf das laufende Jahr. Aktienoptionen und vergleichbare Vergütungselemente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter existieren nicht.
Insgesamt sind in 2014 Bezüge in Höhe von TEUR 239 (Vorjahr: TEUR 241) gezahlt
worden. Davon entfallen TEUR 222 auf das Fixum (Vorjahr: TEUR 222) und TEUR 17
auf Nebenleistungen (Dienstwagen, bewertet zum geldwerten Vorteil, im Vorjahr:
TEUR 19). Zusätzlich wurden Zahlungen für Lebensversicherungen in Höhe von
TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 27) geleistet und im Aufwand erfasst. Für das Jahr 2014
wurden der Rückstellung für Tantiemen TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 178) zugeführt und
im Aufwand erfasst.
Kündigungsrecht des Anstellungsvertrags.
Dem Vorstand wurde für die Beendigung der Tätigkeit bei Erreichen des
65. Lebensjahres oder durch Invalidität eine Pensionszusage erteilt. Danach wird eine
jährliche Alters- und Invaliditätsrente von TEUR 87 bei Eintritt des Beendigungsgrundes gezahlt. Die Zahlung reduziert sich bei Ausscheiden vor Erreichen der Altersgrenze ohne Eintritt des Invaliditätsfalles. Die Pensionszusage enthält einen Anspruch auf
Witwenrente in Höhe von 60 % der Mannesrente.
Für frühere Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer wurden im Geschäftsjahr 2014
Pensionen in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 129) gezahlt.
Bezüglich der für den Vorstand und die früheren Organmitglieder bestehenden Pensionsrückstellungen verweisen wir auf die nachfolgenden Ausführungen in Tz. 23.
23. Pensionsrückstellungen
Rückdeckungsversicherungen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 763 (Vorjahr: TEUR 746) mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert der verrechneten Rückdeckungsversicherungen entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4
Satz 3 HGB.
Der Unterschiedsbetrag aus der BilMoG-Umstellung zum 1. Januar 2010 wird in Anwendung des Übergangswahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB über eine
Laufzeit von 15 Jahren verteilt.
Der Bilanzansatz der Pensionsrückstellungen leitet sich unter Berücksichtigung des
noch nicht erfassten Anteils des BilMoG-Übergangseffekts und der Saldierung mit dem
Deckungsvermögen wie folgt aus dem versicherungsmathematischen Erfüllungsbetrag
der Pensionsverpflichtungen zum Stichtag ab:
f rühere
Gesamt Vorstand Organe
Erf üllungsbetrag
Nicht erf asster
BilMoG-Übergangsef fekt
Saldierung Deckungsvermögen
In dem Gesamtbetrag der Verpflichtung sind neben den aufgegliederten Beträgen jeweils auch noch Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in der österreichischen Niederlassung enthalten, die in geringer Höhe bestehen.
In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen von TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 111) enthalten.
Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (laufende Zahlungen sowie Veränderung
des Zeitwerts) belaufen sich auf TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 24).
24. Honorare des Abschlussprüfers
Das Honorar für die Jahres- und Konzernabschlussprüfung des Berichtsjahres und die
für andere Leistungen des Abschlussprüfers gezahlten Honorare werden im Konzernanhang angegeben.
25. Organe
Bernd Aido, Lübeck, Vorsitzender
ausgeübte Tätigkeit: Unternehmensberater
Dr.-Ing. Peter Zeller, Wallerfangen, stellvertretender Vorsitzender
ausgeübte Tätigkeit: CEO
Jakob-Hinrich Leverkus, Hamburg
ausgeübte Tätigkeit: Geschäftsführer
Peter Wick, Zürich (Schweiz)
ausgeübte Tätigkeit: Investmentmanager
Jörn Klaffke, Ahrensburg *
ausgeübte Tätigkeit: Ausbildungsleiter
Wolfgang Ohrt, Ahrensburg *
ausgeübte Tätigkeit: Maschinenschlosser
*) Arbeitnehmervertreter
Tobias Fischer-Zernin, Hamburg, Diplom-Ingenieur, Alleinvorstand
26. Mitgliedschaften
Mitgliedschaften der Aufsichtsratsmitglieder in weiteren Aufsichtsräten und Kontrollgremien:
Drewsen Spezialpapiere GmbH & Co KG, Lachendorf
Elcomax GmbH, München
Hydraulik Nord GmbH, Parchim
Mitglied des Beirates (seit 28. April 2014)
CDL Principal Investors AG, Zug (Schweiz)
BeA-HVV AG, Mönchaltorf (Schweiz)
Red Thread AG, Zug (Schweiz)
Mitgliedschaften des Vorstands in Aufsichtsräten und weiteren Kontrollgremien:
BeA Fastening Systems Ltd., Woodmansey, Großbritannien, Vorsitzender
BeA Italiana S.p.A., Seregno, Italien, Vorsitzender
BeA Norge AS, Moss, Norwegen
BeA Rus, Moskau, Russische Föderation
27. Konzernabschluss
Die Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft wird in den Konzernabschluss der BeA
Beteiligungsgesellschaft mbH, Ahrensburg, einbezogen, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
28. Mitteilungspflichtige Beteiligung gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Herr Tobias Fischer-Zernin, Hamburg, hat gemäß § 21 Abs. 1 WpHG für die BeA Beteiligungsgesellschaft mbH, Ahrensburg, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Joh.
Friedrich Behrens Aktiengesellschaft zuletzt am 8. Juli 2006 mitgeteilt, dass Herr
Tobias Fischer-Zernin und seine Ehefrau, Frau Suzanne Fischer-Zernin, über die BeA
Beteiligungsgesellschaft mbH, deren alleinige Gesellschafter Herr und Frau FischerZernin sind, 1.851.487 Aktien (66,12 %) an der Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft halten.
29. Corporate Governance Kodex
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zu den im Bundesanzeiger bekannt
gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären
dauerhaft auf der Internetseite der Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft unter
www.behrens.ag im Abschnitt „Unternehmen“ zugänglich gemacht.
„Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."
Ahrensburg, April 2015
Joh. Friedrich Behrens Aktiengesellschaft, Ahrensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss
und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage
der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass
Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht
vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden
die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld
der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen
Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in
Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands im
Risikobericht des Lageberichts hin. Dort wird ausgeführt, dass die Sicherung der Liquidität der
Gesellschaft davon abhängt, dass eine Finanzierung der bis zum Jahresende 2015 erforderlichen Rückführung des Konsortial-Kreditrahmens auf ein Volumen von EUR 5,0 Mio. gelingt
und eine Anschlussfinanzierung für den bis zum 31. Dezember 2015 laufenden Konsortialkreditvertrag sowie die im März 2016 zur Rückzahlung anstehenden Anleihe-Verbindlichkeiten
Erklärung des Vorstandes und des Aufsichtsrates der
Joh. Friedrich Behrens AG vom 31. Dezember 2014
zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)
Die Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB) beinhaltet die Entsprechenserklärung, Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise
von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Joh. Friedrich Behrens AG verfolgt dabei das Ziel, die
Darstellung der Unternehmensführung übersichtlich und prägnant zu halten.
A. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG
B. Angaben zu angewandten Unternehmensführungspraktiken
C. Arbeitsweise des Vorstands und Aufsichtsrats
A. Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex in der Fassung vom
24. Juni 2014 gemäß § 161 AktG
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Joh. Friedrich Behrens AG erklären hiermit, dass den
vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers
bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 24. Juni 2014 im Wesentlichen entsprochen wird. Lediglich die folgenden Empfehlungen werden nicht angewendet, weil die Joh. Friedrich Behrens AG als mittelständische Aktiengesellschaft nicht mit großen börsennotierten Kapitalgesellschaften vergleichbar ist. Die Rechnungslegung nach IFRS Standards birgt per se schon
eine hohe Transparenz über das Unternehmen. Hinzu kommen die unterjährigen, gesetzlichen Berichtspflichten, denen entsprochen wird. Daher werden die folgenden Empfehlungen
der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ vor allem aus KostenNutzenüberlegungen nicht angewendet
Die D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat enthält keinen Selbstbehalt.
Ein Corporate Governance Bericht wird nicht erstellt. Die in der jährlich abgegebenen Erklärung zur Unternehmensführung enthaltenen Inhalte stellen nach Auffassung von Vorstand
und Aufsichtsrat bereits eine umfassende Information der Anteilseigner über die Corporate
Governance der Joh. Friedrich Behrens AG dar.
Ziffer 4.2.1.
Auf Grund der Größe der von der Joh. Friedrich Behrens AG geführten BeA-Gruppe besteht
der Vorstand nur aus einer Person.
Ziffer 4.2.2 Absatz 2 Satz 3
Entgegen Ziffer 4.2.2 Abs. 2 Satz 3 der Kodexfassung vom 24. Juni 2014 berücksichtigt die
Festlegung der Vorstandsvergütung nicht auch das Verhältnis zur Vergütung des obersten
Führungskreises und der Belegschaft insgesamt in der zeitlichen Entwicklung.
Mit den Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom
13.Mai 2013 wurde erstmals die Empfehlung eingeführt, dass der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Beleg-
schaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen soll. Der Aufsichtsrat
hat bei Abschluss der aktuellen, vor Inkrafttreten dieser Empfehlung abgeschlossenen Vorstandsverträge in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Aktiengesetzes dafür Sorge getragen, dass die den Vorstandsmitgliedern gewährten Gesamtbezüge in einem angemessenen Verhältnis zu dem allgemeinen Lohn- und Gehaltsgefüge innerhalb der Gesellschaft
stehen und damit die sogenannte „vertikale Angemessenheit“ der Vorstandsvergütung gewahrt ist. Soweit diese zuvor bereits vom Aktiengesetz geforderte Überprüfung einer vertikalen Angemessenheit der Vorstandsvergütung durch den Deutschen Corporate Governance
Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 konkretisiert und die für den Vergleich maßgeblichen Vergleichsgruppen sowie den zeitlichen Maßstab des Vergleichs näher definiert werden, wird insoweit vorsorglich eine Abweichung erklärt. Der Aufsichtsrat hat bei Abschluss
der derzeit gültigen Vorstandsverträge im Rahmen der Überprüfung der Angemessenheit
nicht zwischen den Vergleichsgruppen im Sinne der Ziffer 4.2.2 Abs. 2 Satz 3 der Kodexfassung vom 24. Juni 2014 unterschieden und auch keine Erhebungen zur zeitlichen Entwicklung des Lohn- und Gehaltsgefüges durchgeführt
Ziffer 4.2.5 Abs. 3
Ziffer 4.2.5 Abs. 3 der Kodexfassung vom 24. Juni 2014 fordert für nach dem 31. Dezember
2013 beginnende Geschäftsjahre einen individualisierten und nach Bestandteilen aufgegliederten Ausweis der Vergütung der Vorstandsmitglieder unter Verwendung der dem Kodex
als Anlage beigefügten Mustertabellen im Vergütungsbericht (insbesondere im Berichtsjahr
gewährte Zuwendungen, im Berichtsjahr zugeflossen Zuwendungen, Versorgungsaufwand
im Berichtsjahr).
Die umfangreichen gesetzlichen Pflichtangaben im Anhang, die vollumfänglich beachtet
werden, werden als ausreichend erachtet. Die Gesellschaft legt die Vorstandsvergütung
umfangreich im Konzern-Anhang im gesetzlichen Rahmen offen, wodurch ein ausreichendes Maß an Transparenz bezüglich der Vorstandsvergütung gewährleistet wird.
Ziffern 5.3
Es wurden keine Aufsichtsratsausschüsse gebildet, vielmehr diskutiert und entscheidet der
Aufsichtsrat aufgrund seiner Größe (sechs Mitglieder) stets in seiner Gesamtheit.
Der Aufsichtsrat hat keine konkreten Ziele für seine Zusammensetzung benannt und veröffentlicht.
Die Gesamtvergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist der Satzung und dem Anhang zum
Jahresabschluss zu entnehmen. Eine individualisierte Angabe der Vergütung des Aufsichtsrates wird nicht vorgenommen.
Ziffer 6.3
Da kein Corporate Governance Bericht erstellt wird, erfolgt die Angabe des 1% der von der
Gesellschaft ausgegebenen Aktien übersteigenden Gesamtbesitzes der Vorstands- und
Aufsichtsratsmitglieder im Konzernlagebericht in der Berichterstattung nach § 315 Abs. 4
Ziffer 6.4
Die Joh. Friedrich Behrens AG unterrichtet die Anteilseigner nach den gesetzlichen Vorschriften. Ein Finanzkalender wird aufgestellt und im Internet veröffentlicht.
Der Konzernabschluss wird innerhalb von 90 Tagen aufgestellt und innerhalb der gesetzlichen Fristen der Öffentlichkeit nach Abschluss der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugänglich gemacht.
Als börsennotiertes Unternehmen ist sich die Joh. Friedrich Behrens AG der gesetzlichen
Verpflichtung zu einer ethischen Unternehmensführung bewusst. Die Gesellschaft wendet
alle gesetzlich vorgeschriebenen Unternehmensführungspraktiken an. Weitere unternehmensweit gültige Standards, wie ethische Standards, Arbeits- und Sozialstandards, existieren nicht.
Die Führungsstruktur der Joh. Friedrich Behrens AG entspricht dem dualen System des
deutschen Aktienrechts. Der Vorstand führt die Geschäfte, der Aufsichtsrat überwacht den
Bei dem Vorstand der Joh. Friedrich Behrens AG handelt es sich um einen Alleinvorstand.
Der Vorstand führt die Geschäfte der Joh. Friedrich Behrens AG in eigener Verantwortung
im Rahmen der mit dem Aufsichtsrat abgestimmten Strategie und den genehmigten Jahresbudgets. Die Satzung und eine Geschäftsordnung regeln unter anderem zusätzlich die
Rechtsgeschäfte von besonderer Bedeutung, für die eine Zustimmung des Aufsichtsrats
Zur Sicherstellung des Unternehmenserfolges und der Kontrolle der Prozesse sowie der
Berücksichtigung äußerer Einflüsse hat der Vorstand ein systematisches Risikomanagement und internes Kontrollsystem installiert. Er wird dadurch in die Lage versetzt, wichtige
Veränderungen und Abweichungen relativ frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen zu treffen.
Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung des Unternehmens. Er
besteht aus 4 Vertretern der Aktionäre sowie 2 Vertretern der Arbeitnehmer und wählt aus
seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden. Ausschüsse sind
nicht gebildet. Alle Beratungen und Entscheidungen werden im gesamten Aufsichtsrat getroffen.
Die Arbeitsweise des Aufsichtsrats regeln Satzung und Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, in denen unter anderem folgendes bestimmt ist: Der Aufsichtsrat tritt mindestens vier-
mal im Kalenderjahr zu Sitzungen zusammen. Beschlüsse werden in den Sitzungen oder im
Umlaufverfahren gefasst und bedürfen der Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten vertrauensvoll zusammen. Dazu gehört die laufende Unterrichtung über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle und Entwicklungen sowie über unvorhergesehene Ereignisse. Basis der Zusammenarbeit sind ein detailliertes Berichtswesen
über die aktuelle Geschäftsentwicklung und laufende Risikoanalyse.
Insbesondere der Vorsitzende des Aufsichtsrats trifft sich regelmäßig mit dem Vorstand und
erörtert mit diesem aktuelle Fragen. Außerhalb dieser Treffen informiert der Vorstand den
Aufsichtsratsvorsitzenden mündlich und schriftlich über aktuelle Entwicklungen.
Ahrensburg, den 31. Dezember 2014
Bernd Aido
Zum 31.12.2014 weist die Behrens AG einen Bilanzverlust von 788.654,91 EUR
aus. Daher ist für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividendenzahlung nicht möglich.
Ahrensburg, im April 2015
3 mal schneller mit der 346er Klammer von BeA - Forum
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Quartalsbericht Q1/2005
Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2014
Q1-Bericht 2015 - Investor Relations Center
Den Schuh ziehen wir uns nicht an!
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Agenda zur Entscheidungsvorlage und Fax
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