Source: https://www.bibukurse.de/einkommensteuer/tarifzonen.html
Timestamp: 2018-06-25 17:20:25
Document Index: 229471129

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32']

Einkommensteuer - Tarifzonen
Kursangebot | Einkommensteuer | Tarifzonen
Video: Tarifzonen
Nach der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens (zvE) erfolgt die Kalkulation der tariflichen Einkommensteuer. Sie sollten das zvE in die unterschiedlichen Tarifzonen des § 32a EStG einordnen können, um die Einkommensteuer schließlich zu berechnen.
Der § 32a I EStG legt fest, welche Einkommensteuer auf das zu versteuernde Einkommen zu bezahlen ist. Je nach Höhe des zu versteuernden Einkommens gibt es fünf relevante Zonen - Stand 2017: (In Klammern: Stand 2018)
Zone 1 – Nullzone
für ein zu versteuerndes Einkommen von 0 € - 8.820 €, (Rechtsstand 2018: von 0 € - 9.000 €),
Zone 2 – untere Progressionszone
für ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von 8.821 € – 13.769 €, (Rechtsstand 2018: von 9.001 – 13.996 €),
Zone 3 – mittlere Progressionszone
für ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von 13.770 €– 54.057 €, (Rechtsstand 2018: von 13.997– 54.949 €),
Zone 4 - obere Progressionszone
für ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von 54.058 €– 256.303 €, (Rechtsstand 2018: von 54.950 – 260.532 €),
Zone 5 Proportionalzone,
ab einem zu versteuernden Einkommen von 256.304 € € (sog. „Reichensteuer“) (Rechtsstand 2018: von 260.533 €).
1. In welcher der vier Zonen befindet sich das zu versteuernde Einkommen?
2. Runde das zu versteuerndes Einkommen auf den nächsten vollen € - Betrag ab.
3. Berechne, je nachdem in welcher Zone man sich befindet, den Wert x, y bzw. z.
Zone 4 und Zone 5: x = das auf einen vollen Euro Betrag abgerundete zu versteuerndes Einkommen (§ 32a I 5 EStG).
Zone 3: z = 1/10.000·(abgerundetes zu versteuerndes Einkommen - 13.769 [Rechtsstand 2018: 13.996 ] (§ 32a I 4 EStG).
Zone 2: y = 1/10.000·(abgerundetes zu versteuerndes Einkommen - 8820 [Rechtsstand 2018: 9.000] (§ 32a I 3 EStG).
Zone 1: keine Berechnung notwendig
4. gehe mit dem ausgerechneten Wert in die jeweilige Formel ([Rechtsstand von 2018])
Zone 5: 0,45∙x - 16.164,53 [0,45∙x - 16.437,7]
Zone 4: 0,42·x - 8.475,44 [0,42·x - 8.621,75]
Zone 3: (223,76·z + 2.397)·z + 939,57 [(220,13·z + 2.397)·z + 948,49]
Zone 2: (1.007,27·y + 1.400)·y [(997,8·y + 1.400)·y]
5. Runde die erhaltene Einkommensteuer auf den nächsten vollen Euro-Betrag ab (§ 32a I 6 EStG). In der ersten Zone ist das zu versteuerndes Einkommen bis zum sog. Grundfreibetrag in Höhe von 8.820 € [Rechtsstand 2018: 9.000 €] steuerfrei.
Der Steuerpflichtige Fritz erzielt mit seiner Übersetzungstätigkeit im Kalenderjahr 2017 [2018] ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von 7.200 €.
Da das zu versteuerndes Einkommen unter dem Grundfreibetrag von 8.820 € [9.000 €] liegt, beträgt die Einkommensteuer 0 €.
Der Steuerpflichtige Günther hat ein zu versteuerndes Einkommen von 10.002,64 €.
Das abgerundete zu versteuernde Einkommen liegt damit bei 10.002 €. Es gilt damit
Rechtstand 2017 Rechtstand 2018
y = 1/10.000·(abgerundetes zvE – 8.820) y = 1/10.000·(abgerundetes zvE – 9.000)
= 0,0001·(10.002 - 8.820) = 0,0001·(10.002 - 9.000)
= 0,0001·1.182 = 0,0001·1.530
= 0,1182 = 0,1002
Damit berechnet man vorläufige Steuer
=(1.007,27·0,1182+1.400)·0,1182 =(997,8·0,1002+1.400)·0,1002
=179,55 € = 150,30 €.
Schließlich beträgt die Einkommensteuer wegen der Abrundung auf den nächsten vollen Euro - Betrag dann 179 bzw. 150 € (§ 32a I 6 EStG).
Der Steuerpflichtige Franz erzielt ein Einkommen im Veranlagungszeitraum 2017 [2018] in Höhe von 14.000,53 €.
Das abgerundete zu versteuernde Einkommen beträgt daher 14.000 €. Man erhält einen Wert
z = 1/10.000·(14.000 - 13.769) z = 1/10.000·(14.000 - 13.996)
= 0,0231 = 0,0004
= (223.76·0,0231 + 2.397)·0,0231 + 939,57 = (220,13·0,0004 + 2.397)·0,0004 + 948,49
=995,06 = 949,45
Wegen der Abrundunglautet die Einkommensteuer des Steuerpflichtigen Franz 995 € bzw. 949 €.
Der Steuerpflichtige Hubert erzielt ein zu versteuerndes Einkommen im Jahre 2017 [2018] in Höhe von 55.084,29 €.
Das abgerundete zu versteuerndes Einkommen beträgt damit x = 55.084 €, man errechnet die Einkommensteuer als 0,42·55.084 – 8.475,44 = 14.659,84 €. Nach der Rundungsvorschrift des § 32a I 6 EStG erhält man damit 14.659 €. Nach dem Rechtsstand 2018 ergibt sich folglich: 0,42·55.084,29 - 8.621,75 = 14.513,53 -> 14.513 €.
Der errechnete Einkommensteuerbetrag lässt sich, zumindest ungefähr, im Tabellenanhang des Einkommensteuergesetz nachlesen. Trotzdem muss man immer noch rechnen, um den exakten Betrag zu erhalten.
Nachfolgendes Video behandelt die Tarifvorschriften des Jahres 2017:
Nun ein Video zu den Tarifvorschriften des Jahres 2018:
Aufgabe: Erstkonsolidierung nach der Quotenkonsolidierung
Vielleicht ist für Sie auch das Thema	Aufgabe: Erstkonsolidierung nach der Quotenkonsolidierung	(Kapitalkonsolidierung)	aus unserem Online-Kurs	Konzernrechnungslegung nach HGB interessant.
Vielleicht ist für Sie auch das Thema	Lösung Tarifzonen der Einkommensteuer	(Wiederholungsfragen zu Einkommensteuer)	aus unserem Online-Kurs	Einkommensteuer interessant.
Vielleicht ist für Sie auch das Thema	Lösung zu Freistellungsmethode	(Wiederholungsfragen)	aus unserem Online-Kurs	Internationale Besteuerung interessant.
Fritz aus Erkenschwick hat ein zu versteuerndes Einkommen von 35.802,75 €. Er ist kinderlos, unverheiratet, keiner Glaubensgemeinschaft angehörend und 38 Jahre alt. Wie hoch ist seine tarifliche Einkommensteuer nach dem Rechtsstand 2017?
Der Steuerpflichtige Peter P. hat ein zu versteuerndes Einkommen von 11.111,11 €.
Wie hoch ist die Einkommensteuer nach dem Rechtsstand 2017?
Der Steuerpflichtige Peter P. erzielt mit seiner Tätigkeit als Hilfswissenschaftler ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von 7.200 €.
Da das zu versteuerndes Einkommen unter dem Grundfreibetrag von 8.820 € (9.000 €) liegt, beträgt die Einkommensteuer 0 €.
Das Einkommen befindet sich in der mittleren Progressionszone.
Das Einkommen befindet sich in der unteren Progressionszone.