Source: http://www.avg-hamburg.de/news/artikel/?L=1&type=0%20AnD%20SLeeP%283%29&tx_ttnews%5Btt_news%5D=78&cHash=c8457287576cf49c1411b549fc876896
Timestamp: 2019-11-19 17:55:24
Document Index: 132321069

Matched Legal Cases: ['§ 23', '§ 16', '§ 6', '§ 16', '§ 18', '§ 18', '§ 29']

AVG Hamburg: Unterrichtung der Öffentlichkeit 2018 gemäß § 23 der 17. BImSchV
Das Bundes-Immissionsschutzgesetz und die 17. Verordnung zu diesem Gesetz (Verordnung über die Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen - 17. BImSchV) beinhalten die immissionsschutzrechtlichen Vorgaben für Sonderabfallverbrennungsanlagen. Die von der Freien und Hansestadt Hamburg genehmigten Emissionsgrenzwerte liegen deutlich unterhalb der vom Gesetzgeber verordneten Emissionsgrenzwerte. Die tatsächlichen Emissionen betragen nur einen Bruchteil dieser genehmigten Werte.
Die Sonderabfallverbrennungsanlage der Abfall-Verwertungs-Gesellschaft mbH besteht aus zwei voneinander unabhängigen Verbrennungslinien L1 und L2 mit einer dem Stand der Technik entsprechenden Rauchgasreinigungsanlage. Jede Verbrennungslinie besteht aus einem Drehrohrofen mit Nachbrennkammer und einer nachgeschalteten Abgasreinigungsanlage. Die Verbrennungslinien L1 und L2 werden im so genannten An- / Abfahr- sowie Haltebetrieb zwischen 650 °C und 950 °C unter Einsatz eines speziellen heizwertreichen, flüssigen Abfalls betrieben. Dieser Betriebszustand unterliegt ebenfalls den Anforderungen der 17. BImSchV.
Die Ergebnisse aus den Emissionsmessungen gemäß § 16 der 17. BImSchV des Betriebsjahres 2018, die wir Ihnen in dieser Veröffentlichung vorstellen, wurden der Überwachungsbehörde permanent online übermittelt.
Verbrennungsbedingungen gemäß § 6 der 17. BImSchV
Die Klassierung der Temperatur in der Nachbrennzone bezieht sich auf einen Zehn-Minuten-Mittelwert. In 2018 ereigneten sich keine verbrennungsbedingten Temperatur-unterschreitungen an den Verbrennungslinien L1 und L2. Bei einem Unterschreiten der Mindesttemperatur in der Nachbrennzone von 950 °C erfolgt eine automatische Verriegelung der Abfallbeschickung.
Die Ergebnisse der kontinuierlichen Emissionsmessungen gemäß § 16 der 17. BImSchV entnehmen Sie bitte dem unten verlinkten PDF-Dokument.
An den Verbrennungslinien L1 und L2 wurden 11 Überschreitungen des Halbstundenmittelwertes (HMW) für die Komponente Staub registriert. Gründe für die Grenzwertüberschreitungen waren nicht deklarierte Schadstofffrachten in den Abfällen sowie u.a. ein technischer Defekt des Elektroabscheiders.
An der Verbrennungslinie L1 kam es zu 15 und an der L2 zu 22 HMW Kohlenmonoxid-Überschreitungen. Hauptgründe für eine nicht vollständige und optimale Kohlenstoff-oxidation sind einerseits starke Heizwertschwankungen bei Gebinden und Feststoffen und andererseits kurzzeitige technische Störungen.
Ferner wurden zwei Quecksilber-Überschreitungen von Halbstundenmittelwerten an der Verbrennungslinie L2 registriert.
Im Berichtsjahr ereigneten sich an den Verbrennungslinien L1 und L2 insgesamt 14 HMW Cges-Überschreitungen. Die Ursachen sind im Wesentlichen technisch bedingt.
Ergebnisse der Einzelmessungen gemäß § 18 der 17. BImSchV
Die jährlichen Einzelmessungen gemäß § 18 (3) der 17. BImSchV an den Verbrennungslinien L1 und L2 durch ein nach § 29b BImSchG bekanntgegebenes Messinstitut fanden vom 04.09. - 06.09.2018 an der L2 sowie vom 05.12. - 07.12.2018 an der L1 statt. Die Probennahmen erfolgten im bestimmungsgemäßen und störungsfreien Normalbetrieb der Anlagen unter Volllast.
Die Tabelle mit den Messergebnissen finden Sie in dem unten verlinkten PDF-Dokument.
Für weitere Auskünfte und Informationen steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Tobias Brzezinski, Immissionsschutzbeauftragter
Abteilung QESH, Tel: 040 – 73351 566
Borsigstraße 2, 22113 Hamburg
avg_unterrichtung_der_oeffentlichkeit_2018.pdf126 K