Source: http://www.anwalt24.de/gesetze/sgb_i/36a
Timestamp: 2017-02-25 19:11:03
Document Index: 279912606

Matched Legal Cases: ['§ 36', '§ 36', '§ 5', '§ 5', '§ 18', '§ 78', '§ 291', '§ 19', '§ 3', '§ 46', '§ 18', '§ 314', '§ 33', '§ 88']

§ 36a SGB I, Elektronische Kommunikation Inhaltsübersicht
§ 36a SGB ISozialgesetzbuch (SGB) Erstes Buch (I) Allgemeiner TeilBundesrechtDritter Abschnitt – Gemeinsame Vorschriften für alle Sozialleistungsbereiche dieses Gesetzbuches → Erster Titel – Allgemeine GrundsätzeTitel: Sozialgesetzbuch (SGB) Erstes Buch (I) Allgemeiner TeilNormgeber: BundRedaktionelle Abkürzung: SGB IGliederungs-Nr.: 860-1Normtyp: GesetzEingefügt durch G vom 21. 8. 2002 (BGBl I S. 3322).(1) Die Übermittlung elektronischer Dokumente ist zulässig, soweit der Empfänger hierfür einen Zugang eröffnet.(2) 1Eine durch Rechtsvorschrift angeordnete Schriftform kann, soweit nicht durch Rechtsvorschrift etwas anderes bestimmt ist, durch die elektronische Form ersetzt werden. 2Der elektronischen Form genügt ein elektronisches Dokument, das mit einer qualifizierten elektronischen Signatur nach dem Signaturgesetz versehen ist. 3Die Signierung mit einem Pseudonym, das die Identifizierung der Person des Signaturschlüsselinhabers nicht unmittelbar durch die Behörde ermöglicht, ist nicht zulässig. 4Die Schriftform kann auch ersetzt werden 1.durch unmittelbare Abgabe der Erklärung in einem elektronischen Formular, das von der Behörde in einem Eingabegerät oder über öffentlich zugängliche Netze zur Verfügung gestellt wird;2.bei Anträgen und Anzeigen durch Versendung eines elektronischen Dokuments an die Behörde mit der Versandart nach § 5 Absatz 5 des De-Mail-Gesetzes;3.bei elektronischen Verwaltungsakten oder sonstigen elektronischen Dokumenten der Behörden durch Versendung einer De-Mail-Nachricht nach § 5 Absatz 5 des De-Mail-Gesetzes, bei der die Bestätigung des akkreditierten Diensteanbieters die erlassende Behörde als Nutzer des De-Mail-Kontos erkennen lässt;4.durch sonstige sichere Verfahren, die durch Rechtsverordnung der Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates festgelegt werden, welche den Datenübermittler (Absender der Daten) authentifizieren und die Integrität des elektronisch übermittelten Datensatzes sowie die Barrierefreiheit gewährleisten; der IT-Planungsrat gibt Empfehlungen zu geeigneten Verfahren ab.5In den Fällen des Satzes 4 Nummer 1 muss bei einer Eingabe über öffentlich zugängliche Netze ein sicherer Identitätsnachweis nach § 18 des Personalausweisgesetzes oder nach § 78 Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes erfolgen; in der Kommunikation zwischen dem Versicherten und seiner Krankenkasse kann die Identität auch mit der elektronischen Gesundheitskarte nach § 291 Absatz 2a des Fünften Buches elektronisch nachgewiesen werden.Absatz 2 neugefasst durch G vom 25. 7. 2013 (BGBl I S. 2749). Satz 5 geändert durch G vom 21. 12. 2015 (BGBl I S. 2408).(2a) 1Ist durch Rechtsvorschrift die Verwendung eines bestimmten Formulars vorgeschrieben, das ein Unterschriftsfeld vorsieht, wird allein dadurch nicht die Anordnung der Schriftform bewirkt. 2Bei einer für die elektronische Versendung an die Behörde bestimmten Fassung des Formulars entfällt das Unterschriftsfeld.Absatz 2a eingefügt durch G vom 25. 7. 2013 (BGBl I S. 2749).(3) 1Ist ein der Behörde übermitteltes elektronische Dokument für sie zur Bearbeitung nicht geeignet, teilt sie dies dem Absender unter Angabe der für sie geltenden technischen Rahmenbedingungen unverzüglich mit. 2Macht ein Empfänger geltend, er könne das von der Behörde übermittelte elektronische Dokument nicht bearbeiten, übermittelt sie es ihm erneut in einem geeigneten elektronischen Format oder als Schriftstück.(4) 1Die Träger der Sozialversicherung einschließlich der Bundesagentur für Arbeit, ihre Verbände und Arbeitsgemeinschaften verwenden unter Beachtung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit im jeweiligen Sozialleistungsbereich Zertifizierungsdienste nach dem Signaturgesetz, die eine gemeinsame und bundeseinheitliche Kommunikation und Übermittlung der Daten und die Überprüfbarkeit der qualifizierten elektronischen Signatur auf Dauer sicher stellen. 2Diese Träger sollen über ihren jeweiligen Bereich hinaus Zertifizierungsdienste im Sinne des Satzes 1 verwenden. 3Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend für die Leistungserbringer nach dem Fünften und dem Elften Buch und die von ihnen gebildeten Organisationen.Absatz 4 Satz 1 geändert durch G vom 23. 12. 2003 (BGBl I S. 2848).
Zitierungen dieses DokumentsGesetze§ 19b AFBG, Vorschuss; elektronisches Antragsverfahren§ 3 AGBMG, Speicherung von Daten§ 46 BAföG, Antrag§ 18 PAuswG, Elektronischer Identitätsnachweis§ 314 SGB III, Insolvenzgeldbescheinigung§ 33 SGB X, Bestimmtheit und Form des Verwaltungsaktes§ 88 SVG, BeschädigtenversorgungRechtswörterbuchElektronische Verwaltung