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Timestamp: 2016-10-27 18:58:48
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Matched Legal Cases: ['Art. 125', 'Art. 229', 'Art. 229', 'Art. 125', 'Art. 12', 'Art. 11', 'Art. 229', 'Art. 125', 'BGE', 'Art. 229', 'BGE', 'Art. 83', 'BGE', 'BGE', 'Art. 229', 'Art. 229', 'Art. 229', 'Art. 229', 'Art. 229', 'Art. 229', 'Art. 229', 'Art. 229', 'Art. 229', 'BGE', 'Art. 125', 'Art. 229', 'Art. 229', 'Art. 104', 'Art. 83', 'Art. 3', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 21', 'Art. 46', 'BGE', 'Art. 229', 'BGE', 'Art. 66']

6B_543/2012 (11.04.2013)
Fahrl�ssige schwere K�rperverletzung, fahrl�ssige Gef�hrdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde; Willk�r,
A.________ war am 19. Juli 2007 f�r die B.________ AG auf der Baustelle C.________ mit Sanierungs- respektive Malerarbeiten besch�ftigt. Er st�rzte von einem Bauger�st 10 Meter tief in einen Lichtschacht. Dabei erlitt er schwere Verletzungen, die zu einer Tetraplegie f�hrten. Bauleiter war X.________.
Das Bezirksgericht Hochdorf sprach X.________ am 18. Februar 2011 der fahrl�ssigen schweren K�rperverletzung sowie der fahrl�ssigen Gef�hrdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde schuldig. Es verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagess�tzen zu Fr. 300.-- bei einer Probezeit von zwei Jahren.
Das Obergericht des Kantons Luzern best�tigte am 10. Juli 2012 auf Berufung von X.________ den Schuldspruch und reduzierte die bedingte Geldstrafe auf 50 Tagess�tze zu Fr. 300.-- bei einer Probezeit von zwei Jahren.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern sei aufzuheben, und er sei von Schuld und Strafe freizusprechen.
Nach den vorinstanzlichen Feststellungen war die D.________ AG Projektplanerin betreffend die Montage und Demontage der f�r die Baustelle notwendigen Ger�ste. Der Beschwerdef�hrer war ihr Angestellter und hatte die Bauleitung inne. Er war der zust�ndige Planer f�r die Ger�ste. Mit der Montage und Demontage der Ger�ste war die E.________ AG betraut, welche durch ihren Bauf�hrer F.________ einen Unterakkordanten, G.________, beauftragte. A.________s Arbeitgeber, das Malergesch�ft B.________ AG, war mit Sanierungsarbeiten betraut.
Dem Beschwerdef�hrer wird vorgeworfen, die Tatbest�nde der fahrl�ssigen schweren K�rperverletzung (Art. 125 Abs. 2 StGB) und der fahrl�ssigen Gef�hrdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde (Art. 229 Abs. 2 StGB) durch pflichtwidriges Unterlassen erf�llt zu haben.
1.1 Der Beschwerdef�hrer macht insbesondere geltend, die Vorinstanz habe die Verantwortlichkeitsbereiche der Beteiligten zu Unrecht nicht gepr�ft. Im von ihm verfassten Plan sei das Ger�st im korrekten Abstand zur Fassade eingetragen worden. Er habe sich an den verantwortlichen Ger�stbauer F.________ gehalten. Dieser sei vertraglich nicht verpflichtet gewesen, das Ger�st gem�ss den Pl�nen zu erstellen. Er respektive die E.________ AG habe eigenverantwortlich eine abweichende Ausf�hrungsvariante gew�hlt. Indem er (der Beschwerdef�hrer) bei F.________ und G.________ die Behebung der festgestellten M�ngel verlangt habe, habe er seine bauleitenden Aufgaben korrekt erledigt. Er habe davon ausgehen d�rfen, dass F.________ den Unterakkordanten instruieren und �berwachen w�rde. Am 18. Juli 2007 h�tten F.________ und G.________ das Ger�st freigegeben. Zudem h�tten B.________ und seine Mitarbeiter das Ger�st akzeptiert. Deshalb habe er annehmen d�rfen, dass das Ger�st den Regeln der Baukunde entsprochen habe. Keinem der Beteiligten sei aufgefallen, dass der zul�ssige H�chstabstand des Ger�sts zur Fassade �berschritten worden sei. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb ausgerechnet einem Bauleiter der zu grosse Abstand h�tte auffallen m�ssen (Beschwerde S. 3 ff.).
1.2 Die Vorinstanz erw�gt zusammengefasst, das Ger�st habe bei der Absturzstelle im Unfallzeitpunkt nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprochen, da dessen Abstand zur Fassade respektive zu den Lamellenstoren zu gross und ein Seitenschutz gefehlt habe. Der Beschwerdef�hrer sei der Bauleiter der fraglichen Baustelle gewesen. Ihm h�tten die Planung der Ger�ste sowie die �berwachung, Kontrolle und Terminkoordination oblegen. Obwohl er in den Pl�nen und Skizzen Konsolen mit einer Breite von 100 cm (100er Konsolen) vorgesehen habe, sei das Ger�st von G.________ mit schmaleren Konsolen von 70 cm (70er Konsolen) montiert worden. Dadurch sei ein breiterer Abstand des Ger�sts zur Fassade entstanden, n�mlich 43 cm anstatt des erlaubten Maximalabstands von 30 cm. Die 70er Konsolen, der zu breite Abstand wie auch das fehlende Innengel�nder h�tten dem Beschwerdef�hrer auffallen m�ssen. Zudem seien ihm gegen�ber bereits am 16. Juli 2007 M�ngel des Ger�sts ger�gt worden. Er k�nne sich nicht dadurch entlasten, dass der Ger�stbauer G.________ das Ger�st am 18. Juli 2007 freigegeben und A.________ (Beschwerdegegner 2) es am Vortag des Unfalls f�r in Ordnung befunden habe, weil es nicht mehr gewackelt habe. Eine eingehende Kontrolle, ob die ger�gten M�ngel beseitigt und die weiteren Arbeiten korrekt ausgef�hrt worden seien, h�tte zur allgemeinen Koordinations- und Kontrollpflicht des Beschwerdef�hrers geh�rt. Indem er diese unterlassen habe, habe er sich pflichtwidrig unsorgf�ltig verhalten und die Tatbest�nde der fahrl�ssigen K�rperverletzung sowie der fahrl�ssigen Gef�hrdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde erf�llt (Entscheid S. 5 ff.).
1.3.1 Gem�ss Art. 229 Abs. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer vors�tzlich bei der Leitung oder Ausf�hrung eines Bauwerkes oder eines Abbruches die anerkannten Regeln der Baukunde ausser Acht l�sst und dadurch wissentlich Leib und Leben von Mitmenschen gef�hrdet. Mit der Freiheitsstrafe ist eine Geldstrafe zu verbinden. L�sst der T�ter die anerkannten Regeln der Baukunde fahrl�ssig ausser Acht, so ist die Strafe nach Abs. 2 Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.
Der fahrl�ssigen K�rperverletzung gem�ss Art. 125 Abs. 2 StGB in Verbindung mit Art. 12 Abs. 3 StGB ist schuldig zu sprechen, wer einen Menschen aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit am K�rper oder an der Gesundheit schwer sch�digt. Pflichtwidrig ist die Unvorsichtigkeit, wenn der T�ter die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach den Umst�nden und nach seinen pers�nlichen Verh�ltnissen verpflichtet ist. Die Straftat kann auch durch pflichtwidriges Unterlassen begangen werden (vgl. Art. 11 StGB).
Art. 229 StGB ist neben Art. 125 StGB anwendbar, wenn eine Person wegen Nichteinhaltens der Regeln der Baukunde verletzt wurde, w�hrend andere Personen gef�hrdet wurden. (Ideal-)Konkurrenz liegt auch vor, wenn das Opfer verletzt und �berdies sein Leben gef�hrdet wurde (BGE 109 IV 125 E. 2 S. 128 mit Hinweis; Roelli/Fleischanderl, in: Basler Kommentar, Strafrecht, Bd. II, 2. Aufl. 2007, N. 48 zu Art. 229 StGB).
1.3.2 Ein Verhalten ist sorgfaltswidrig und damit fahrl�ssig, wenn der T�ter im Zeitpunkt der Tat aufgrund der Umst�nde sowie seiner Kenntnisse und F�higkeiten die damit bewirkte Gef�hrdung der Rechtsg�ter des Opfers h�tte erkennen k�nnen und m�ssen, und wenn er zugleich die Grenzen des erlaubten Risikos �berschritten hat. Wo besondere, der Unfallverh�tung und der Sicherheit dienende Normen ein bestimmtes Verhalten gebieten, bestimmt sich das Mass der zu beachtenden Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften (BGE 135 IV 56 E. 2.1 S. 64 mit Hinweisen). So indiziert etwa die Nichteinhaltung der gest�tzt auf Art. 83 UVG erlassenen Vorschriften �ber technische Massnahmen zur Verh�tung von Berufsunf�llen in aller Regel eine Sorgfaltswidrigkeit (BGE 114 IV 173 E. 2a S. 174 f.).
Damit der Eintritt des Erfolgs auf das pflichtwidrige Verhalten des T�ters zur�ckzuf�hren ist, wird weiter vorausgesetzt, dass der Erfolg auch vermeidbar war. Dabei wird ein hypothetischer Kausalverlauf untersucht und gepr�ft, ob der Erfolg bei pflichtgem�ssem Verhalten des T�ters ausgeblieben w�re. F�r die Zurechnung des Erfolgs gen�gt, wenn das Verhalten des T�ters mindestens mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit die Ursache des Erfolgs bildete (BGE 135 IV 56 E. 2.1 S. 65 mit Hinweisen).
1.3.3 Die Tathandlung gem�ss Art. 229 StGB besteht in der Nichtbeachtung von anerkannten Regeln der Baukunde bei der Leitung oder Ausf�hrung eines Bauwerkes. Der Tatbestand kann sowohl durch aktives unsachgem�sses Handeln als auch durch Unterlassen gebotener Schutzmassnahmen erf�llt werden. Art. 229 StGB statuiert im Ergebnis eine Garantenstellung des T�ters, indem er Personen, die im Rahmen der Leitung oder Ausf�hrung von Bauwerken Gefahren schaffen, anh�lt, f�r ihren Verantwortungsbereich die Sicherheitsregeln einzuhalten (Roelli/Fleischanderl, a.a.O., N. 7 zu Art. 229 StGB; Franz Riklin, Zum Straftatbestand des Art. 229 StGB [...], Baurecht 1985, S. 45). Die Bestimmung von Art. 229 StGB beschr�nkt dabei aufgrund ihrer Konzeption als echtes Sonderdelikt die Strafbarkeit von vornherein auf Personen, bei denen eine Garantenstellung aus Ingerenz zu bejahen ist (Urteil 6P.58/2003 vom 3. August 2004 E. 5.2).
Die mit der Leitung oder Ausf�hrung eines Bauwerks betrauten Personen k�nnen nicht f�r s�mtliche Missachtungen von Vorschriften auf einer Baustelle strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden, sondern es ist in jedem Einzelfall abzukl�ren, wie weit der Aufgabenkreis und somit der Verantwortungsbereich der Beteiligten reichen (Roelli/Fleischanderl, a.a.O., N. 18 zu Art. 229 StGB). Dies bestimmt sich aufgrund gesetzlicher Vorschriften, vertraglicher Abmachungen, nach den konkreten Umst�nden und den Usanzen (Felix Bendel, Die strafrechtliche Verantwortlichkeit bei der Verletzung der Regeln der Baukunde [Art. 229 StGB], 1960, S. 42 ff.; Riklin, a.a.O., S. 46). Die Unterscheidung verschiedener Verantwortlichkeitsbereiche ist eine Folge der beim Bau unumg�nglichen Arbeitsteilung, wobei sich die einzelnen T�tigkeiten h�ufig nicht scharf voneinander abgrenzen lassen, so dass bei einer festgestellten Verletzung von Regeln der Baukunde die strafrechtliche Verantwortung nach Art. 229 StGB oft mehrere Personen gleichzeitig trifft (Urteil 6P.58/2003 vom 3. August 2004 E. 6.1 mit Hinweisen). Eine Entlastung mit dem Hinweis auf die gleichartige Unt�tigkeit eines andern ist nicht m�glich (vgl. hierzu G�nter Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Die Straftat, 4. Aufl. 2011, � 17 N. 4).
Bauleitende Funktion besitzt, wer unmittelbare Befehlsgewalt �ber die Ausf�hrenden aus�bt, wer jederzeit mit bindenden Weisungen in die gesamte Bauf�hrung eingreifen darf und diese Befugnis auch tats�chlich aus�bt (BENDEL, a.a.O., S. 39 f.; RIKLIN, a.a.O., S. 45). Grunds�tzlich ist der Architekt Bauleiter und damit m�glicher T�ter im Sinne von Art. 229 StGB. Wesentlich ist der durch die konkreten Verh�ltnisse (Architekturvertrag etc.) vorgegebene Aufgabenkreis (vgl. RIKLIN, a.a.O., S. 47). Zu den Aufgaben der Bauleitung z�hlen die Koordination und die �berwachung der gesamten Bauarbeiten. Der Bauleiter muss die durch die Umst�nde gebotenen Sicherheitsvorkehrungen anordnen und generell f�r die Einhaltung der anerkannten Regeln der Baukunde sorgen. Diese Pflicht besteht unabh�ngig davon, ob die gef�hrdeten Personen dem Bauleiter direkt unterstellt sind (BGE 101 IV 28 E. 2b S. 30 f.; Urteil 6P.58/2003 vom 3. August 2004 E. 6.3). Kann die Bauleitung jederzeit durch Anordnungen und Weisungen in den Gang der Arbeiten eingreifen, muss sie sicherstellen, dass die Sicherheitsvorschriften beachtet werden. Ansonsten geh�rt die �berpr�fung der Arbeit eines beigezogenen Spezialisten nicht zum Pflichtenkreis des bauleitenden Architekten. Dieser muss jedoch einschreiten, wenn er eine Verletzung elementarer Sicherheitsvorschriften feststellt. Dies gilt insbesondere, wenn dadurch eine Gefahr f�r die k�rperliche Integrit�t oder das Leben Dritter hervorgerufen wird (Urteil 6B_566/2011 vom 13. M�rz 2012 E. 2.3.3; Urteil 6B_437/2008 vom 24. Juli 2009 E. 5.7.2; Urteil 6S.181/2002 vom 30. Januar 2003 E. 3.2.1; je mit Hinweisen).
Diese Grunds�tze sind auf den Tatbestand von Art. 125 Abs. 2 StGB �bertragbar. Insbesondere l�sst sich die Garantenstellung aus den gleichen Erw�gungen wie beim Tatbestand von Art. 229 StGB begr�nden (Urteil 6B_517/2009 vom 3. November 2009 E. 3.3.1 mit Hinweis).
1.4.1 Art. 229 StGB statuiert im Ergebnis eine Garantenstellung aus Ingerenz, indem er Personen, die im Rahmen der Leitung oder Ausf�hrung von Bauwerken Gefahren schaffen, anh�lt, f�r ihren Verantwortungsbereich die Sicherheitsregeln einzuhalten (E. 1.3.3 hievor). Ob Art. 104 der SIA-Norm 118 (Ausgabe 1977/1991) eine vertragliche Garantenstellung des Beschwerdef�hrers begr�ndet, kann mit der Vorinstanz offenbleiben.
1.4.2 Die Vorinstanz verweist zutreffend auf verschiedene Gesetzesbestimmungen, wie Art. 83 des Bundesgesetzes vom 20. M�rz 1981 �ber die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 der Verordnung vom 29. Juni 2005 �ber die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Bauarbeiten (Bauarbeitenverordnung, BauAV; SR 832.311.141), Art. 15 Abs. 1 und Art. 16 Abs. 1 BauAV sowie Art. 21 Abs. 1 der Verordnung vom 19. Dezember 1983 �ber die Verh�tung von Unf�llen und Berufskrankheiten (Verordnung �ber die Unfallverh�tung, VUV; SR 832.30). Sie h�lt fest, dass nach Art. 46 Abs. 2 BauAV der Abstand des Belages eines Ger�stganges von der Fassade in keiner Bauphase 30 cm �bersteigen darf. Ist dies nicht m�glich, sind zus�tzliche Massnahmen zu treffen, um einen Absturz zu verhindern (Entscheid S. 15 f.).
Aus der Bauarbeitenverordnung und der Verordnung �ber die Unfallverh�tung l�sst sich keine Garantenstellung des bauleitenden Architekten gegen�ber Personen ableiten, die nicht Arbeitnehmer sind und nicht in einem Subordinationsverh�ltnis zu ihm stehen (Urteil 6P.121/2006 vom 7. Dezember 2006 E. 2.4). Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Bauleitung die genannten Vorschriften nicht beachten muss (Urteil 6B_566/2011 vom 13. M�rz 2012 E. 2.4.2 mit Hinweis).
1.5.1 Nach den vorinstanzlichen Feststellungen oblag dem Beschwerdef�hrer nebst der Planung der Ger�ste die �berwachung und Kontrolle der verschiedenen Arbeiten sowie die Terminkoordination der an der Sanierung beteiligten Unternehmen. Damit musste er die gebotenen Sicherheitsvorkehrungen anordnen und generell f�r die Einhaltung der anerkannten Regeln der Baukunde sorgen.
Der Konsolengang, auf dem der Beschwerdegegner 2 unmittelbar vor dem Absturz gestanden hat, befand sich zur Fassade des Geb�udes respektive zu den Lamellenstoren in einer Entfernung von rund 43 cm. Die Absturzh�he betrug etwa 10 Meter. Andere bauliche Massnahmen wurden nicht getroffen, um die Absturzgefahr zu beseitigen. Das Ger�st entsprach deshalb nicht den obgenannten Vorschriften und war in diesem Sinne mangelhaft.
1.5.2 Es fragt sich, wie weit die konkreten �berwachungspflichten des Beschwerdef�hrers reichten. Dieser macht zu Recht geltend, dass der Bauleiter in der Regel auf die Arbeiten der beigezogenen spezialisierten Unternehmen vertrauen darf und deshalb deren Arbeiten nicht �berpr�fen muss (vgl. BGE 117 II 259 E. 3 S. 270; Roelli/Fleischanderl, a.a.O., N. 20 zu Art. 229 StGB; Bendel, a.a.O., S. 45). Ob die SIA-Norm 222 von den Vertragsparteien im Werkvertrag �bernommen wurde (wovon der Beschwerdef�hrer ausgeht, die Vorinstanz jedoch nicht feststellt; vgl. Untersuchungsakten Faszikel 3, act. 40.4), kann hier offenbleiben (vgl. zu Ziffer 7 22 und 7 24 der SIA-Norm 222 [Ausgabe 1990] Urteil 6P.58/2003 vom 3. August 2004 E. 6.3). Der Bauleiter hat im Rahmen seiner allgemeinen Koordinations- und Kontrollpflicht darauf zu achten, dass Ger�ste den Sicherheitsvorschriften entsprechen.
Im Zusammenhang mit den �berwachungspflichten des Beschwerdef�hrers sind insbesondere folgende vorinstanzliche Feststellungen von Bedeutung (Entscheid S. 20 ff.): G.________ war mit der Montage des Ger�sts in Verzug, was der Beschwerdef�hrer wusste. Bei einer Baustellenbesichtigung vom 16. Juli 2007 beanstandete B.________ beim Beschwerdef�hrer das von G.________ erstellte Ger�st als "nicht SUVA-gerecht". B.________ verweigerte deshalb die Ausf�hrung von Malerarbeiten. Der Beschwerdef�hrer hielt G.________ zur Behebung der "festgestellten M�ngel" an. Am 18. Juli 2007 rief G.________ den Beschwerdef�hrer an und gab das Ger�st frei. Gleichentags besichtigte der Beschwerdef�hrer zusammen mit dem Beschwerdegegner 2 die Ger�ste im fraglichen Bereich. Letzterer befand sie f�r in Ordnung. Der Beschwerdef�hrer hatte in der Devisierung und in den Skizzen des Ger�stgangs am Absturzort 100er Konsolen vorgesehen. Verwendet wurden jedoch 70er Konsolen.
1.5.3 Der Mangel am Ger�st war ohne Schwierigkeiten erkennbar. Der Beschwerdef�hrer bringt zwar zutreffend vor, dass er nicht zu einer f�rmlichen Abnahme des erstellten Ger�sts verpflichtet war. Dies nimmt auch die Vorinstanz nicht an. Sie geht jedoch zu Recht davon aus, dass der Mangel dem Beschwerdef�hrer h�tte auffallen m�ssen, w�re er seiner allgemeinen Kontrollpflicht nachgekommen. Daran �ndert nichts, dass der Beschwerdef�hrer wie bereits im kantonalen Verfahren wiederholt auf die Funktionen von F.________ von der E.________ AG und G.________ verweist und festh�lt, beide h�tten das Ger�st freigegeben. Der Abstand eines Ger�sts zur Fassade respektive die Verwendung eines Seitenschutzes sind wesentliche Punkte des Ger�stbaus. In diesem Zusammenhang r�gt der Beschwerdef�hrer die vorinstanzliche Feststellung, wonach F.________ nicht ausgesagt habe, das Ger�st kontrolliert und keine M�ngel festgestellt zu haben, als willk�rlich (Beschwerde S. 3). Seine Ausf�hrungen und der Hinweis auf die polizeiliche Einvernahme vom 19. Juli 2007 verm�gen keine Willk�r darzutun (zum Begriff der Willk�r BGE 138 I 49 E. 7.1 S. 51; 136 III 552 E. 4.2 S. 560; je mit Hinweisen). Dem Beschwerdef�hrer oblag nebst der Planung der Ger�ste auch die �berwachung und Kontrolle der entsprechenden Arbeiten. Selbst wenn der Bauleiter regelm�ssig auf die Arbeiten der beigezogenen spezialisierten Unternehmen vertrauen darf, durfte der Beschwerdef�hrer unter Ber�cksichtigung der konkreten Situation gleichwohl nicht auf eine Kontrolle verzichten. Auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erw�gungen kann verwiesen werden (Entscheid S. 21 f.). Es kann dahingestellt bleiben, welche M�ngel am 16. Juli 2007 thematisiert wurden (vgl. Entscheid S. 5). Sie legten auf jeden Fall eine n�here Pr�fung durch den Beschwerdef�hrer nahe.
Zus�tzlich f�llt ein weiterer Umstand massgeblich ins Gewicht. Der Beschwerdef�hrer hatte ein Ger�st mit 100er Konsolen geplant. Selbst wenn es G.________ freistand, von den Vorgaben abzuweichen und schmalere Konsolen zu verwenden, so war die Abweichung von den Pl�nen f�r den Beschwerdef�hrer ohne Weiteres erkennbar. Auch aus diesem Grund h�tte sich eine n�here Pr�fung aufgedr�ngt. Nach den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen entstand durch die Verwendung der 70er Konsolen in Abweichung der Pl�ne und Skizzen ein breiterer Abstand des Ger�stgangs zur Fassade. Diese Feststellung leuchtet ohne Weiteres ein und st�tzt die Vorinstanz unter anderem auf die Aussagen des Beschwerdef�hrers vor dem Bezirksgericht Hochdorf (Entscheid S. 20 mit Verweis auf das Protokoll der Einvernahme vom 6. Juli 2010 S. 2). Soweit der Beschwerdef�hrer diesbez�glich eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung r�gt (Beschwerde S. 3 f.), geht sein Vorbringen an der Sache vorbei. Die Vorinstanz (wie auch der Beschwerdef�hrer in der pers�nlichen Befragung) legt dar, wie sich die Wahl der 70er Konsolen bei gleichbleibendem Abstand des Ger�sts auf die Distanz der fraglichen Arbeitsfl�che zur Fassade ausgewirkt hat. Dass der mangelhafte Abstand h�tte verringert werden k�nnen, wenn das ganze Ger�st n�her an das Geb�ude zu stehen gekommen w�re, versteht sich von selbst und verkennt die Vorinstanz nicht. Es lag durchaus im Raum, dass G.________ schmalere Konsolen verwenden, das Ger�st aber gleichwohl nicht n�her als geplant an das Geb�ude platzieren w�rde. Es w�re am Beschwerdef�hrer gewesen, durch eine einfache und zumutbare Kontrolle f�r die Einhaltung des maximal zul�ssigen Abstands besorgt zu sein. Nicht nur die Abweichung von den Pl�nen (70er Konsolen anstatt 100er Konsolen), sondern auch der zu grosse Abstand war f�r den Beschwerdef�hrer erkennbar. Massgebend ist die Distanz zur Fassade. Diese wurde nicht um wenige Zentimeter, sondern um mindestens 40 % �berschritten. Die Vorinstanz gelangt zu Recht zum Schluss, dass der Beschwerdef�hrer f�r den Mangel des Ger�sts mitverantwortlich ist. Der Unfall war vorhersehbar und vermeidbar.
1.5.4 Der Schuldspruch der fahrl�ssigen schweren K�rperverletzung verletzt kein Bundesrecht. Ebenso wenig ist die Verurteilung wegen fahrl�ssiger Gef�hrdung durch Verletzung der Regeln der Baukunde bundesrechtswidrig. Auf die vorinstanzlichen Erw�gungen kann verwiesen werden (Entscheid S. 25 ff.).
Die Beschwerde ist abzuweisen. Die bundesgerichtlichen Kosten sind dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Dem Beschwerdegegner 2 ist keine Entsch�digung zuzusprechen, da ihm im bundesgerichtlichen Verfahren keine Umtriebe entstanden sind.