Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NVwZ-RR%202003,%20406
Timestamp: 2020-01-18 05:52:20
Document Index: 326716064

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 9', '§ 5', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 17']

BVerwG, 12.02.2003 - 4 BN 9.03 - dejure.org
https://dejure.org/2003,1991
BVerwG, 12.02.2003 - 4 BN 9.03 (https://dejure.org/2003,1991)
BVerwG, Entscheidung vom 12.02.2003 - 4 BN 9.03 (https://dejure.org/2003,1991)
BVerwG, Entscheidung vom 12. Februar 2003 - 4 BN 9.03 (https://dejure.org/2003,1991)
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BauGB § 5 Abs. 2 Nr. 9 Buchst. b und Nr. 10, § 9 Abs. 1 Nr. 18 Buchst. b und Nr. 20
Flächennutzungsplan; Darstellung als "Wald"; Bebauungsplan; Festsetzung als "Fläche zum Schutz und zur Pflege von Natur und Landschaft"; Entwicklungsgebot.
Wahrung der Grenzen des Entwicklungsgebots in einem Bebauungsplan - Festsetzung von Flächen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft - Darstellung von Flächen im Flächennutzungsplan als "Wald" im Sinne des Baugesetzbuches - Zweistufiges ...
Bauplanungsrecht - Flächennutzungsplan; Darstellung als "Wald"; Bebauungsplan; Festsetzung als "Fläche zum Schutz und zur Pflege von Natur und Landschaft"; Entwicklungsgebot
Entwicklung des Bebauungsplans aus Flächennutzungsplan
Ausweisung von Flächen im Bebauungsplan und Grenzen des Entwicklungsgebotes (IBR 2003, 273)
VGH Bayern, 07.10.2002 - 20 N 01.3157
NVwZ-RR 2003, 406
BauR 2003, 838
ZfBR 2003, 381
Der Flächennutzungsplan soll ein umfassendes Gesamtkonzept für die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung der Gemeinde darstellen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 12. Februar 2003, a.a.O.; BVerwGE 109, 371 ; 77, 300 ).
Nach der Rechtsprechung des Senats folgt aus diesem gesetzlichen Ableitungszusammenhang, dass den Darstellungen des Flächennutzungsplans als Entwicklungsgrundlage noch nicht der Bestimmtheitsgrad eignet, der für Festsetzungen eines Bebauungsplans typisch ist; der Flächennutzungsplan weist ebenenspezifisch ein grobmaschiges Raster auf, das auf Verfeinerung angelegt ist (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 12. Februar 2003 - BVerwG 4 BN 9.03 - a.a.O. und vom 20. Juli 1990 - BVerwG 4 N 3.88 - Buchholz 406.11 § 5 BBauG/BauGB Nr. 7 = NVwZ 1991, 262; BVerwGE 48, 70 ).
Welchem im Beschluss vom 12. Februar 2003 - BVerwG 4 BN 9.03 - (BauR 2003, 838) enthaltenen Rechtssatz das Oberverwaltungsgericht widersprochen haben sollte, zeigt die Beschwerde nicht auf.
vgl. allgemein zum Charakter von Flächen-nutzungsplänen: BVerwG, Urteil vom 18. August 2005 - 4 C 13.04 -, BVerwGE 124, 132 = BRS 69 Nr. 32 = juris Rn. 31 ff., Beschluss vom 12. Februar 2003 - 4 BN 9.03 -, BRS 66 Nr. 43 = juris Rn. 4, Urteil vom 11. März 1988 - 4 C 56.84 -, BRS 48 Nr. 8 = juris Rn. 19.
vgl. BVerwG, Urteil vom 18. August 2005 - 4 C 13.04 -, BVerwGE 124, 132 = BRS 69 Nr. 32 = juris Rn. 31 ff., Beschluss vom 12. Februar 2003 - 4 BN 9.03 -, BRS 66 Nr. 43 = juris Rn. 4, Urteil vom 11. März 1988 - 4 C 56.84 -, BRS 48 Nr. 8 = juris Rn. 19.
Ausnahmsweise ist eine solche Abweichung zwar unschädlich, wenn die Grundzüge des Flächennutzungsplans unangetastet bleiben (vgl. BVerwG, Beschluss vom 12.02.2003 - 4 BN 9.03 -, NVwZ-RR 2003, 406, m.w.N.; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 18.09.1998 - 8 S 290/98 -, BRS 60 Nr. 9 ).
Vielmehr lässt der Flächennutzungsplan aufgrund seiner geringeren Detailschärfe Gestaltungsspielräume offen, die auf der Ebene der verbindlichen Bauleitplanung ausgefüllt werden können (vgl. BVerwG vom 12.2.2003 NVwZ-RR 2003, 406).
Ob den Anforderungen des § 8 Abs. 2 Satz 1 BauGB genügt ist, hängt davon ab, ob die Konzeption, die ihm zugrunde liegt, in sich schlüssig bleibt (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Februar 1975 BVerwG 4 C 74.72 BVerwGE 48, 70 ; Beschluss vom 12. Februar 2003 BVerwG 4 BN 9.03 Buchholz 406.11 § 8 BauGB Nr. 13 m.w.N.).
vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 11. Februar 2004 - 4 BN 1.04 -, BRS 67 Nr. 55 = juris Rn. 7, und vom 12. Februar 2003 - 4 BN 9.03 -, BRS 66 Nr. 43 = juris Rn. 4, Urteil vom 29. September 1978 - IV C 30.76 -, BVerwGE 56, 283 = NJW 1979, 1516 = juris Rn. 30; OVG NRW, Urteil vom 10. Juli 2007 - 7 D 43/06.NE -, juris Rn. 34.
Dass das Städtebaurecht auch für landespflegerische Zwecke einsetzbar ist beispielsweise mittels Festsetzungen gemäß § 9 Abs. 1 Nr. 18 Buchst. b (Wald) oder Nr. 20 (Flächen oder Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft) BauGB , ist in der Rechtsprechung des Senats geklärt (vgl. z.B. Beschluss vom 27. Juli 1990 BVerwG 4 B 156.89 Buchholz 406.11 § 17 BauGB Nr. 4; Beschluss vom 12. Februar 2003 BVerwG 4 BN 9.03 - zur Veröffentlichung vorgesehen).
BVerwG, 19.10.2010 - 4 BN 38.10
Ständige Rechtsprechung zu den Voraussetzungen der Nichtzulassungsbeschwerde