Source: https://studylibde.com/doc/2098987/6.2-d%C3%BCngungsplanung---landkreis-ostprignitz
Timestamp: 2019-06-27 05:02:59
Document Index: 364079281

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 8', '§ 5', '§ 7', '§ 10', '§ 2', '§ 2', '§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 5', '§ 3', '§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 8', '§ 5', '§ 7', '§ 27', '§ 27', '§ 4', '§ 7', '§ 10']

6.2 Düngungsplanung - Landkreis Ostprignitz
für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung
Abteilung 4 Landwirtschaft und Gartenbau
Referat 43 Acker- und Pflanzenbau
Fachbereich Bodenschutz und Düngung
Berliner Straße, 14532 Güterfelde
Gemeinsame Hinweise der Länder
Brandenburg, Sachsen-Anhalt und
novellierten Düngeverordnung
(Stand: 27. Febr. 2007)
68632443
Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau des Landes
Sachsen-Anhalt (LLFG)
Tel.: 03471/334-0
Fax: 03471/334-105
Tel.: 03329/6914-21
Fax: 03329/6914-29
www.mluv.brandenburg.de/..
Landwirtschaftliche Fachbehörde des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Graf-Lippe Str. 1, 18059 Rostock
Tel.: 0381/2030770
Fax: 0381/2030745
Dr. Manfred Roschke (LVLF)
03329 / 6914 -21
03329 / 6914 -29
E-Mail: Manfred.Roschke@lvlf.brandenburg.de
Dr. Ulrich von Wulffen(LLFG)
03471 / 334 250
03471 / 334 205
E-Mail: HansUlrich.vonWulffen@llg.mlu.lsa-net.de
Dr. Hans-Eberhard Kape (LFBMV)
0381 / 2030770
0381 / 2030729
Hekape@lms-beratung.de
Alle Rechte bei den Herausgebern!
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung!
Güterfelde , Bernburg und Rostock, den 15.03.2007
VORWORT ............................................................................................................................................. 4
GELTUNGSBEREICH .......................................................................................................................... 4
HINWEISE ZU DEN BEGRIFFSBESTIMMUNGEN (AUSZUG AUS § 2 DER
DÜNGEVERORD NUNG) ..................................................................................................................... 6
GRUNDSÄTZE FÜR DIE ANWENDUNG VON DÜNGEMITTELN (DVO § 3, ABS. 1 - 3) ........ 9
STICKSTOFFNACHLIEFERUNG AUS DEM BODEN ................................................................................ 9
DÜNGUNGSPLANUNG (DÜNGEBEDARFSERMITTLUNG) .................................................................... 11
BEISPIELHAFT ZUR DÜNGUNGSPLANUNG ........................................................................................ 12
BODENUNTERSUCHUNGEN .............................................................................................................. 16
ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE FÜR DIE ANWENDUNG VON DÜNGEMITTELN ................ 18
Bestimmung des mineralischen Stickstoffs im Boden ............................................................. 16
Bestimmung des pflanzenverfügbaren Phospates im Boden .................................................. 17
ZEITLICHE VORGABEN..................................................................................................................... 18
RÄUMLICHE VORGABEN ZU OBERIRDISCHEN GEWÄSSERN............................................................. 18
BESONDERHEITEN BEI STARK GENEIGTEN FLÄCHEN ....................................................................... 19
ZUSÄTZLICHE VORGABEN FÜR DIE ANWENDUNG VON BESTIMMTEN
DÜNGEMITTELN, BO DENHILFSSTOFFEN, KULTURSUBSTRATEN ODER
PFLANZENHILFSMITTELN (DVO § 4) .......................................................................................... 20
ERMITTLUNG DER AKTUELLEN NÄHRSTOFFGEHALTE ..................................................................... 21
DÜNGUNGSPLANUNG ....................................................................................................................... 22
ANWENDUNGSVORSCHRIFTEN......................................................................................................... 23
Sperrfristen ............................................................................................................................. 23
Vorgaben für die Anwendungen ...................................................................................... 24
BERECHNUNG DER ZULÄSSIGEN MENGEN ....................................................................................... 25
Grenzwert: 170 kg N/ha im Betriebsdurchschnitt .................................................................. 25
230 kg Regel für Grünland ..................................................................................................... 26
ANWENDUNGSBESCHRÄNKUNGEN UND -VERBOTE (DVO § 8) .......................................... 26
NÄHRSTOFFVERGLEICH UND BEWERTUNG (DVO §§ 5 UND 6) .......................................... 28
HINWEISE ZUR ERSTELLUNG VON NÄHRSTOFFVERGLEICHEN ........................................................ 28
ERFASSUNG DER N-ZUFUHR ............................................................................................................ 29
Ermittlung der im Betrieb anfallenden Nährstoffmengen aus tierischen .............................. 29
Ausscheidungen. ...................................................................................................................................... 29
Ermittlung der im Betrieb zugekauften bzw. verkauften Nährstoffmengen aus ...................... 31
Wirtschaftsdüngern ................................................................................................................................. 31
Ermittlung der im Betrieb zugekauften Nährstoffmengen aus Düngemitteln ........................ 32
N-Zufuhr durch Leguminosen ................................................................................................ 32
ERFASSUNG DER N-ABFUHR ........................................................................................................... 34
ERMITTLUNG DER N-ABFUHR DURCH VERKAUF VON WIRTSCHAFSDÜNGERN .............................. 35
ERSTELLUNG EINES EINJÄHRIGEN NÄHRSTOFFVERGLEICHS .......................................................... 35
ERSTELLUNG EINES MEHRJÄHRIGEN NÄHRSTOFFVERGLEICHS ...................................................... 36
AUFZEICHNUNGSPFLICHTEN (DVO § 7) .................................................................................... 37
ORDNUNGSWIDRIGKEITEN (DVO § 10) .................................................................................. 38
Der Landwirt hat bei seiner wichtigsten Aufgabe, hochwertige Nahrungsmittel und Rohstoffe herzustellen, eine Reihe von Vorschriften zu beachten. Diese bestimmen mittelbar oder unmittelbar
sein Produktionsergebnis. Neben seinem ureigensten Interesse, die Fruchtbarkeit des Bodens zu
erhalten und die Umwelt vor nachteiligen Einwirkungen zu schützen, müssen die naturschutz- und
wasserrechtlichen sowie die fachrechtlichen Regelungen des Bodenschutzgesetzes und des Düngemittelgesetzes eingehalten werden.
Das Düngemittelgesetz und in dessen Umsetzung die Düngeverordnung sollten dabei Hilfsmittel
für die sachgerechte Anwendung von Düngemitteln sein und rechtliche Sicherheit bei der Düngung des Bodens und der Pflanzen schaffen. Gleichzeitig werden damit auch die wesentlichen
Grundanforderungen zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigungen durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen (EG-Nitratrichtlinie) umgesetzt und dem aktuellen Erkenntnisstand angepasst.
Bei der Novellierung der Düngeverordnung musste der Verordnungsgeber eine Vielzahl widerstreitender Interessen berücksichtigen. Die Düngeverordnung stellt somit einen rechtlichen Kompromiss dar. Dies gilt auch für den Widerspruch zwischen dem Wunsch nach einfacher Kontrollierbarkeit der Verordnung und der angemessenen Berücksichtigung des betrieblichen Einzelfalls.
Diese Verordnung kann daher nur die Düngung für die überwiegende Anzahl der Betriebe - nicht
jedoch für jeden betrieblichen Einzelfall - fachlich adäquat regeln. Dennoch sind die Vorgaben für
alle Betriebe rechtsverbindlich und – schon im Hinblick auf die Sanktionsmöglichkeiten der CC-Regelungen – strikt einzuhalten.
Die vorliegende Broschüre der Länder Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg Vorpommern soll den Landwirten eine Hilfestellung zum Verständnis der Verordnung sowie fachliche Informationen zur sachgerechten Umsetzung geben.
Für Hinweise und Anregungen zur Verbesserung dieser Broschüre sind die Bearbeiter dankbar.
Die „Verordnung über die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und
Pflanzenhilfsmitteln nach den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis beim Düngen“ (Düngeverordnung) vom 10.01.2006, zuletzt geändert am 27.02.2007, nachfolgend nur noch Düngeverordnung (DüV) genannt, regelt die Anwendung von Düngestoffen auf landwirtschaftlichen Nutzflächen und das Vermindern von stofflichen Einträgen, insbesondere den Eintrag von Schadstoffen in den Boden.
In der jetzt vorliegenden Fassung der Düngeverordnung sind verbindliche Vorschriften nur noch
für die Pflanzennährstoffe Stickstoff und Phosphat enthalten. Die zur Ernährung der Pflanzen
ebenso notwendigen Nährstoffe Kalium, Magnesium, Schwefel, der Kalk und die Spurennährstoffe
sind weniger gewässer- und umweltgefährdend und werden daher in dieser Verordnung nicht
mehr geregelt.
Hinweise zu den Begriffsbestimmungen
(Auszug aus § 2 der Düngeverordnung)
Die Verordnung regelt die Anwendung von Düngemitteln vorrangig auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Hierunter fallen:
1. alle landwirtschaftlich und gartenbaulich genutzten Flächen (einschließlich Grünland, Obstflächen, Baumschulen)
2. auch aus der Erzeugung genommene Flächen, soweit diesen Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate oder Pflanzenhilfsmittel zugeführt werden.
Ausgenommen sind nur in geschlossenen oder Boden unabhängigen Kulturverfahren (z.B. Gewächshäuser) genutzte Flächen.
Bei der Erstellung von (betrieblichen) Nährstoffvergleichen dürfen mehrere Schläge als Bewirtschaftungseinheit zusammengefasst werden, wenn sie:
1. vergleichbare Standortverhältnisse aufweisen,
2. einheitlich bewirtschaftet werden
3. und mit den gleichen Pflanzenarten (oder Pflanzenarten, die vergleichbare Nährstoffanprüche haben) bestellt sind.
Bewirtschaftungseinheiten können auch zur Bestimmung der im Boden verfügbaren Stickstoffmengen genutzt werden.
Zeitraum von zwölf Monaten, auf den sich die Bewirtschaftung des überwiegenden Teiles der
landwirtschaftlich genutzten Fläche, insbesondere die dazugehörige Düngung, bezieht.
Durch die Einführung des Düngejahres soll – zumindest im Vergleich zum Verordnungstext von
1996 – ein besserer Zusammenhang zwischen der Düngung und Ernte erreicht werden. Der bei
der Bilanzierung von Wirtschaftsjahren (i.d.R. 01.07. des Jahres bis zum 30.06. des Folgejahres)
möglicherweise auftretende sachliche Fehler1, ein Vergleich der Nährstoffabfuhr aus der Ernte des
Vorjahres mit der Düngung zur Ernte des Folgejahres, tritt bei einer Bilanzierung nach Düngejahren nicht mehr auf.
Unter den Produktionsbedingungen der Länder Brandenburg, Sachsen-Anhalt und MecklenburgVorpommern dürfte in vielen Betrieben das Düngejahr dem Kalenderjahr entsprechen. In diesem
Fall können die N- und P-Zufuhren aus Frühjahrsdüngung auch noch mit den Nährstoffabfuhren
einer späten Rübenernte kombiniert werden. Die Zufuhren aus einer – häufig nicht sinnvollen –
Herbstdüngung müssen allerdings in diesem Fall noch mit der Nährstoffabfuhr aus der Vorfrucht
Ein gravierender Fehler tritt nur dann ein, wenn sich die Flächenausstattung des Betriebes, seine Anbaustruktur oder sein
Viehbesatz gravierend ändern. Bei annähernd konstanten Betriebsverhältnissen heben sich die Fehler über die Jahre gegenseitig auf.
Achtung: Die seit 1996 vorgeschriebene Pflicht zur Bilanzierung erlaubt keine zeitlichen Lücken. Wird z. B. der Bilanzzeitraum von Wirtschaftsjahren auf Kalenderjahre
umgestellt, muss das zweite Halbjahr des letzten Wirtschaftsjahres (entsprechend erstes Halbjahr des Kalenderjahres) sowohl im Rahmen der „alten“ Bilanzierung (Wirtschaftsjahr) als auch noch einmal nach „neuer“ Bilanzierung (Kalenderjahr) berechnet
werden. Betriebe, die in der Vergangenheit nach Wirtschaftsjahr bilanziert haben, können daher diesen Bilanzzeitraum beibehalten.
Hierzu zählen alle mit den Düngemitteln oder anderen Stoffen, z. B. den beim Weidegang anfallenden Exkrementen, dem Boden zugeführten Nährstoffmengen. Diese sind auch bei unwesentlichen Mengen als Gesamtgehalte zu berücksichtigen.
Nährstoffmenge, die den Nährstoffbedarf einer Kultur nach Abzug sonstiger verfügbarer Nährstoffmengen und unter Berücksichtigung der Nährstoffversorgung des Bodens
Bei der Berechnung des Düngebedarfs sind auch die in der DüV Anlage 2 (Tabelle 1: Pflanzennutzbare Stickstoff-Lieferung aus Ernteresten der Vorfrucht und Tabelle 2: Pflanzennutzbare
Stickstoff-Lieferung aus Zwischenfrüchten sowie aus organischen oder mineralischen Stickstoffgaben nach der Hauptfruchternte des Vorjahres (Hauptfrucht des Vorjahres) und Anlage 3 (Mindestwerte für pflanzenbauliche Stickstoff-Wirksamkeit zugeführter Wirtschaftsdünger im Jahr der
Aufbringung in Prozent des ausgebrachten Gesamtstickstoffs2 bei langjähriger Anwendung) enthaltenen Angaben mit zu berücksichtigen.
Die Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel
unterscheiden sich von den Düngemitteln dadurch, dass mit ihnen keine
wesentlichen Nährstoffmengen, d.h. mehr als 50 kg/ha/a Stickstoff (Gesamt-N) oder
30 kg/ha/a Phosphat (P2O5) bzw.(13 kg P) aufgebracht werden, oder
sie keine wesentlichen Nährstoffgehalte, d.h. weniger als 1,5 % Stickstoff (Gesamt-N)
oder 0,5 % Phosphat (P2O5) bzw. 0,2 % P in der Trockenmasse enthalten.
Flüssige organische Düngemittel enthalten oft nur geringe Nährstoffmengen in der
Originalsubstanz, aber trotzdem wesentliche Nährstoffgehalte in Bezug auf die
Trockenmasse.
Ein wesentlicher Gehalt an verfügbarem Stickstoff
liegt vor, wenn mehr als 10 % des Gesamt-N als löslicher Anteil in einer Calciumchloridlösung
nachweisbar ist und der Gesamtgehalt an Stickstoff über 1,5 % in der Trockenmasse liegt.
Wird in organischen Düngemitteln der Gehalt an Ammoniumstickstoff bestimmt, ist davon auszugehen, dass dieser Anteil immer niedriger ist als der in einer Calciumchloridlösung nachweisbare.
Daher kann im Grenzbereich um 10 % Ammonium-N, z. B. bei flüssigen Klärschlämmen, eine zusätzliche Stickstoffuntersuchung in einer Calciumchloridlösung notwendig sein.
Unter „gefrorenem Boden“
wird ein durchgängig auf der gesamten Fläche gefrorener Boden, der im Verlauf eines Tages aufgrund der Witterungsbedingungen nicht oberflächig auftaut, verstanden.
Ein Boden gilt als nicht gefroren und somit als aufnahmefähig, wenn er:
im Tagesverlauf - unabhängig von der Frosteindringtiefe - oberflächig aufgetaut ist oder
unabhängig von der Frosteindringtiefe oberflächig vollkommen ausgetrocknet ist.
(Trockener Boden gefriert nicht).
Ob ein Boden tagsüber tatsächlich auftaut, muss vom Landwirt entschieden werden. Die Prognose
vom Wetterdienst kann herangezogen werden, muss aber für den jeweiligen Standort nicht zutreffend sein. Ein Verstoß liegt vor, wenn Düngemittel nicht in den Boden eindringen oder nicht aufgenommen werden können.
Ergänzende Begriffsbestimmungen (§ 2 der Düngeverordnung):
Bis zum Inkrafttreten weitergehender Regelungen werden für die Länder Brandenburg, SachsenAnhalt und Mecklenburg-Vorpommern die Begriffe Festmist, Geflügelkot, Jauche und Gülle wie
1. Festmist ist ein Gemisch aus Kot und Harn von Tieren sowie Einstreu, die in der Regel
aus Stroh oder Sägespänen besteht. Festmist kann Futterreste sowie Reinigungs- und
Niederschlagswasser enthalten.
2. Dem Festmist sind Geflügelexkremente gleichgestellt, die in den bestimmten Haltungsverfahren der Hähnchen-, Puten-, Enten-, Gänse- und sonstiger Geflügelmast bzw. -zucht
anfallen. Diese Exkremente weisen einen technologisch bedingt hohen Anteil Einstreu
(>= 7 kg Einstreu pro Tag je 3 t Lebendmassezunahme im Jahr) und einen Stickstoffgehalt
von weniger als 11 kg N/t Frischmasse auf. In der Düngewirkung und der Geschwindigkeit
der N-Freisetzung entsprechen diese Stoffe in etwa einem Schweinemist.
3. Geflügelkot sind Exkremente von Geflügel, die technologisch bedingt einen geringen Umfang von Einstreu und Futterresten oder einen Stickstoffgehalt von mehr als 11 kg N/t
Frischmasse enthalten.
Insbesondere die Exkremente aus der Käfig- und Bodenhaltung von Legehennen sind auf
grund der fehlenden bzw. sehr geringen Einstreu als Geflügelkot einzuordnen. Eine Einstu
fung als Festmist kann hier nur über den Nachweis von Einstreu und der Unterschreitung
der Stickstoffgehalte erfolgen. Das nachträgliche Einmischen von Einstreu in Geflügelkot
führt nicht zur Eingruppierung als Festmist. Das Vermischen von Geflügelkot mit Schwei
ne-, Rinder-, Pferde- und Schafmist bzw. von anderen Tierarten führt ebenfalls nicht zur
Einordnung unter den Begriff Festmist.
4. Jauche ist ein Gemisch aus Harn und ausgeschwemmten feinen Bestandteilen des Kotes
oder der Einstreu sowie von Wasser. Jauche kann in geringem Umfang Futterreste sowie
Reinigungs- und Niederschlagswasser enthalten.
5. Gülle sind die festen (Kot) und flüssigen (Harn) Ausscheidungen von Tieren. Gülle kann in
geringem Umfang Futterreste sowie Reinigungs- und Niederschlagswasser enthalten.
Festmist, Geflügelkot, Jauche und Gülle sind nach § 1 Nr. 2 des Düngemittelgesetzes Wirtschaftsdünger.
Langjährig:
> 4 Jahre (gilt für Tabelle 3 in Anlage 3)
Eine hinreichende Bestandesentwicklung:
ist vorhanden, wenn bei standortspezifischer Aussaatstärke bei Getreide und Gräsern die Bestockung (EC 21) beginnt bzw. wenn beim Raps das 8-Blatt-Stadium (EC 18) erreicht wurde (gilt für
§ 3, Abs. 7 der Düngeverordnung).
„Rinderhaltungsbetriebe“:
sind Betriebe mit mehr als drei Großvieheinheiten, wobei mindestens zwei Drittel der Vieheinheiten Rinder sind.
"Intensives Grünland":
sind landwirtschaftliche Flächen die als Dauergrünland oder Wechselgrünland (grundsätzlich mit
einer Standzeit von weniger als vier Jahren) mit mindestens vier Schnitten oder mindestens drei
Schnitten und Beweidung bewirtschaftet werden. Mehrjähriges Feldgras kann als intensives Grünland eingestuft werden.
Grundsätze für die Anwendung von Düngemitteln (DüV § 3, Abs. 1 - 3)
Unterscheidung zwischen Düngebedarf und Nährstoffvergleich
Die Düngeverordnung macht sowohl Aussagen zur
Düngungsplanung3 (z. B. Bestimmung des Nährstoffbedarfs der Kulturen vor einer Düngemaßnahme) als auch zum
(betrieblichen) Nährstoffvergleich4 (Kontrollrechnung nach allen im Rahmen der
angebauten Kulturen erfolgten Düngungsmaßnahmen).
Hierbei ist zu beachten, dass die zur Düngungsplanung und zum Nährstoffvergleich genutzten
Zahlen sich unterscheiden können.
Der N-Gehalt vom Stallmist wird in der Düngungsplanung im Anwendungsjahr mit ca.
25% der ausgebrachten N-Menge in Ansatz gebracht, d.h. 100 kg N aus Stallmist ent
sprechen ca. 25 kg N aus der Mineraldüngung . Im Rahmen des Nährstoffvergleichs
(Bilanz) sind aber entsprechend den Vorgaben
der Düngeverordnung 50 bis
60 % der ausgeschiedenen N-Menge aus dem Tierbestand zu berücksichtigen!
4.1 Stickstoffnachlieferung aus dem Boden
Der mineralische N-Gehalt der Böden (Nitrat und Ammonium) kann sowohl zwischen den Jahren
als auch innerhalb der Vegetationsperiode sehr stark schwanken. Ohne ausreichende Berücksichtigung der mineralischen Boden N-Gehalte kommt es daher sehr leicht zu einer Unter- oder Überversorgung der Kulturpflanzen mit den Folgen Ertrags- und Qualitätsverluste (bei N-Mangel) oder
Lager und N-Verluste (bei N-Überschuss). Um die Gefahr von N-Auswaschungsverlusten weitestgehend zu vermeiden, enthält die Düngeverordnung detaillierte Vorgaben zur N-Düngung. So ist
zum Beispiel geregelt:
Vor der Aufbringung wesentlicher Nährstoffmengen sind die Stickstoffgehalte für jeden
Schlag (außer Dauergrünland) mindestens einmal jährlich zu ermitteln durch:
Untersuchung repräsentativer Bodenproben (Nmin im Frühjahr; siehe auch nächster
Abschnitt) oder
nach Empfehlungen des LVLF oder der LLFG , LFBMVoder
Übernahme der Untersuchungen vergleichbarer Standorte oder Anwendung länders
pezifisch anerkannter Berechnungs- und Schätzverfahren.
: § 3 der Verordnung
: § 5 der Verordnung
Bei der Bemessung der Düngergabe ist weiterhin zu berücksichtigen, welche Nährstoff
mengen aus der während der Zeit des Wachstums zusätzlich pflanzenverfügbar werden.
Hierbei sind folgende Faktoren relevant:
organischen Substanz des Bodens,
einer bereits im Herbst oder zur Vorkultur erfolgten organischen Düngung,
und aus den Rückständen der Vorkultur
Für die Kalkulation dieser Werte sind die in den Tabellen 2 bis 4 aufgeführten (Mindest)werte heranzuziehen (Anlage 3, DüV). Diese wurden auf Veranlassung der EU-Kommission mit in die Verordnung aufgenommen, um den Landwirten konkrete Zahlen für die einzelbetriebliche Düngungsplanung zur Verfügung zu stellen. Sofern eigene Untersuchungen oder landestypische Richtwerte
vorliegen, können diese alternativ zu den Richtwerten der DüV verwandt werden.
Tabelle 1: Mindestwerte für pflanzenbauliche Stickstoff-Wirksamkeit zugeführter Wirtschaftsdünger im Jahr der Aufbringung in % des ausgebrachten Gesamtstickstoffs1) bei langjähriger Anwendung
Pferde/Schafe
Basis:N-Ausscheidung abzgl. Lagerverluste bzw. analytische Ermittlung des N-Gehaltes vor der Ausbringung;
inkl. Geflügel-Trockenkot;
Tabelle 2: Pflanzennutzbare Stickstoff-Lieferung aus Ernteresten der Vorfrucht
(Hauptfrucht des Vorjahres)
Vorfrucht bzw. Erntereste
Getreide, Kartoffeln, Lein, Sonnenblumen, Silomais
N-Lieferung in kg
Körnermais, Raps, einjähriges Weidelgras, Rotationsbrache ohne Leguminosen
Rübsen, Senf, Futterrüben (Blatt verblieben), Feldgras und mehrjähriges
Körnerleguminosen, Zuckerrübe (Blatt verblieben), Luzerne, Klee, Kleegras,
Rotationsbrache mit Leguminosen, Gemüse
mehrjährig begrünte Flächen (Wechselgrünland, Dauerbrache)
Pflanzennutzbare Stickstoff-Lieferung aus Zwischenfrüchten sowie aus organischen
oder mineralischen Stickstoffgaben nach der Hauptfruchternte des Vorjahres
Stickstoff-Lieferung in kg N/ha
Mineraldüngung oder
Festmist oder sonst.
Herbstdüngung zur Winterung
Stickstoffgabe zur Strohrotte
Einarbeitung im Herbst
Einarbeitung im Frühjahr
Bei der Verwendung der Richtwerte müssen für die N-Freisetzung in der Vegetation (Frühjahr) bei
der Düngungsplanung entsprechend nur maximal 40 kg N berücksichtigt werden. Die rechnerische Differenz zu den maximal 80 kg N/ha, die im Herbst ausgebracht werden dürfen, findet sich
zum überwiegenden Teil in den Nmin-Werte des Frühjahrs wieder.
4.2 Düngungsplanung (Düngebedarfsermittlung)
In der Düngeverordnung werden Grundsätze (Mindestanforderungen) für die Düngebedarfsermittlung definiert. Hierbei gilt generell, dass vor der Ausbringung wesentlicher Nährstoffmengen (entspricht 50 kg N-gesamt oder 30 kg P205 je ha) der Düngebedarf der Kultur sachgerecht festzustellen ist. Bei der Düngungsplanung ist auch zu berücksichtigen, dass die Bodenfruchtbarkeit 5 erhalten bleibt. Somit hat die Düngungsplanung nicht nur dass Ziel, nicht notwendige Nährstoffüberschüsse zu vermeiden, sondern dient auch dazu, eine (langjährige) Aushagerung der Böden aufzudecken. Entsprechend den Vorgaben der Düngeverordnung (§ 3, Absatz 2) kann die Düngungsplanung nach folgendem Ablaufschema erfolgen:
In zahlreichen Feldversuchen wurde festgestellt, dass der einfache Ersatz der mit den Ernteprodukten abgefahrenen P- und
K-Mengen nicht ausreicht, um langfristig die P- und K-Gehalte der Böden im Optimalbereich (Gehaltsklasse C) zu halten.
In Sachsen-Anhalt und Brandenburg wird daher - z. B. bei leichten Böden - ein fixer Zuschlag in die Bedarfsplanung für P
und K mit eingerechnet.
1. Berechnung der Nährstoffabfuhr durch die Ernteprodukte, dabei sind zu berücksichtigen
a) die standorttypischen Erträge und
b) die standorttypischen Qualitäten
Anlage 1 der DüV6
Erfassung (Berücksichtigung) der im Boden (zu Vegetationsbeginn) vorhandenen und im
Verlauf der Vegetationszeit (besser Bedarfsphase) verfügbar werdenden Nährstoffmengen.
Für Stickstoff sind als Richtgrößen hierfür eingestellt:
a) Erfassung der N-Nachlieferung aus der Vorkultur (Vorfrucht),  Anlage 2 der DüV6
b) Ausnutzung (besser Abschätzung der N-Nachlieferung) aus organischen Düngemitteln
 Anlage 3 der DüV6
2. Erfassung der Kalk- und Humusgehalte und der sich hieraus ergebenden Einflüsse auf
Höhe und zeitliche Verteilung der Düngergaben. Im Gegensatz zu den Punkten 1. und 2.
werden diese Faktoren nicht näher in der DüV – zum Beispiel durch Richtwerte – beschrie
ben. Unter den Bedingungen der Länder Sachsen-Anhalt, Brandenburg und MecklenburgVorpommern ist dieser Punkt daher nur für die nährstoffreichen Niedermoorböden relevant.
3. Berücksichtigung anderer Nährstoffquellen (z.B. Beregnung); im Regelfall nicht relevant
4. Einfluss der Anbaubedingungen auf die Nährstoffverfügbarkeit (wird bei den Düngungsempfehlungsprogrammen automatisch mit berücksichtigt)
5. Korrektur der Daten anhand der Ergebnisse von regionalen Feldversuchen.
Obwohl die Vorgaben den DüV zur Düngungsplanung relativ umfangreich sind, besteht
gegenwärtig nach DüV noch keine Pflicht, die schlagbezogene Planung zu dokumentieren. Dies gilt allerdings nicht für Betriebe, die entsprechend § 4, Absatz 4 bis zu
230 kg N aus Wirtschaftsdüngern auf intensiven Grünlandflächen ausbringen wollen.
Auch Regelungen nach Wasserrahmenrichtlinie, Naturschutz- oder Förderprogrammen können eine schriftliche Dokumentation der Planung bedingen.
4.3 Beispielhaft zur Düngungsplanung
Auf einem grundwasserfernen Standort mit stark lehmigen Sandboden soll Winterweizen mit einer
A-Qualität angebaut werden. Im Mittel der Jahre werden auf diesem Standort 70 dt/ha geerntet.
hatte Winterraps als Vorfrucht,
hatte keine Zwischenfrucht,
wurde im Herbst mit 10 m³/ha Hühnergülle versorgt
erhält seit längerer Zeit (= langfristig) Mastschweinegülle (siehe Tabelle 4);
für die N-Düngung im Frühjahr werden 20 m³/ha Mastschweingülle geplant.
Für die Düngungsplanung sind folgende Rechenschritte durchzuführen:
Berechnung des N-Bedarfs der Kultur (hier 176 kg N/ha)
Berechnung der N-Nachlieferung aus Vorfrucht etc.
Abzug der pflanzenverfügbaren Nmin-Gehalte 
Rechnerischer N-Bedarf insgesamt
Berechnung der N-Zufuhr aus der Schweinegülle 
6. Rechnerischer Mineraldünger-N-Bedarf.
Aus den o. g. Bilanzansatz ergibt sich rein rechnerischer Bedarf von ca. 110 kg N/ha. Nach einer
Gabe von 20 m³ Mastschweinegülle verbleibt dann noch ein Restbedarf (mineralisch) von ca.
50 kg N/ha.
und die landestypischen Richtwerte
Beispiel einer schlagbezogenen Düngungsplanung nach dem Nmin-Verfahren1
Winterweizen (14 % RP)
Ertrag/Menge
(dt/ha
(% FM)
N-Mengen
Kommentar zu Stickstoff
Bedarf für Korn + Stroh
Vorfrucht Raps
Herbstdünung zu Raps
10 m3/ha Hühnergülle
Pflanzenverfügbarer NminGehalt
Berechneter N-Bedarf
nach regionalen Richtwerten
des Landes (Beispiel)
rechnerische Gesamtmenge
lt. Tabelle 2 wird eine 60 %ige
N-Ausnutzung unterstellt
-N-Düngung mit Mast Schweinegülle (5,0 kg N/m3 nach
Abzug aller Verluste)
Mineraldüngerbedarf
P-Mengen
Zu- / Abschlag nach Bodenuntersuchung bei Gehaltsklasse C
Kommentar zu Phosphor
Nur Bedarf für Kornabfuhr, da
Stroh auf dem Feld verbleibt
z. B. zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit
P-Nachlieferung
Nachlieferung aus Hühnerund Schweinegülle
Berechneter P-Bedarf
Siehe Richtwerte zur Düngung
noch verbleibender P-Bedarf
es können auch andere Modellansätze zur standortgerechten Düngebedarfsermittung angewandt werden.
Die Berechnung der P-Düngung erfolgt vorrangig mit einem bilanzorientierten Ansatz, die neben
den P-Entzügen durch Erntegut auch die P-Gehalte der Böden mit Zu- oder Abschläge berücksichtigt. In der anzustrebenden Gehaltsklasse C wird kein Zu- oder Abschlag in Ansatz gebracht.
Für das o.g. Beispiel reduziert sich damit die Berechnung des P-Bedarfs aus der Abfuhr mit dem
Ernteprodukt und der Zufuhr durch die organischen Dünger, wobei die P- und K-Gehalte im Rahmen der Fruchtfolge zu 100 % angerechnet werden können.
Die Düngungsplanung hat immer (teil)schlagbezogen zu erfolgen. Um die Nährstoffnachlieferung
aus der Vorfurcht und organischer Düngung richtig abschätzen zu können, sind im Regelfall mehrere Jahre zu berechnen. Der sich hierbei ergebende Rechenaufwand kann zwar prinzipiell „per
Hand“ erfolgen, dürfte aber aus Zeitgründen vorrangig mit dem Computer durchgeführt werden.
Hierfür stehen auf dem Markt zahlreiche Programme zur Verfügung, die mehr oder minder detailliert den schlagbezogenen Nährstoffbedarf berechnen und zum Teil sogar die für den Betrieb kostengünstigsten Düngekombinationen auswählen können.
Die von LVLF, LLFG und LFBMV empfohlenen Bewertungsprogramme für Stickstoff (SBA), Phosphor, Kalium, Magnesium und pH-Werte (BU) berücksichtigen und dokumentieren „automatisch“
die gemäß DüV zu ermittelnden Faktoren. Den Landwirten ist daher zu empfehlen, bei der Auswahl der Bodenuntersuchungslabore darauf zu achten, dass diese die Programme SBA und BU
für die Attestierung der Bodenproben nutzen.
Das SBA-Programm
Wird das in Tabelle 1 dargestellte Beispiel mit dem SBA-Programm berechnet (Abb. 1), ergibt sich
ein N-Düngebedarf von 75 kg N/ha (erste Gabe) und 55 kg N/ha (zweite Gabe). Die vom SBASystem empfohlenen N-Gaben liegen somit in diesem Fall um ca. 20 kg über einem „rein bilanzorientieren“ Ansatz. Bei der bilanzorientierten Berechnung und dem SBA-System fehlen aber noch
Hinweise zur Höhe der dritten N-Gabe (Qualitätsgabe). Dieser kann relativ präzise z. B. über eine
Chlorophyllmessung oder eine Pflanzenanalyse im Labor, eine Chlorophyllmessung auf dem
Schlag oder mit dem N-Sensor im online-Verfahren bestimmt werden.
Aus dem o.g. ergibt sich somit, dass eine rein bilanzorientierte Stickstoffdüngung andere Ergebnisse liefert, als dass in zahlreichen Feldversuchen geeichte SBA-System. Für die Verhältnisse
der Länder Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern ist somit eine rein bilanzorientierte N-Düngungsplanung häufig nur die zweitbeste Lösung. Auch wenn im gewählten
Beispiel der SBA-Düngungsempfehlung über den rechnerisch ermittelten N-Entzugswerten liegt,
ist im Mittel der Rotationen davon auszugehen, die N-Düngung nach SBA-System zu keinen höheren N-Auswaschungsverlusten führt, als ein rein bilanzorientierter Ansatz.
Abbildung 1: Muster einer N-Düngungsempfehlung mit dem SBA-Programm,
Version Sachsen-Anhalt/Brandenburg
4.4 Bodenuntersuchungen
Die Düngeverordnung regelt die Mindestanforderungen für eine Bodenuntersuchung der pflanzenverfügbaren N- und P-Gehalte, wenn den Flächen:
je Jahr mehr als 50 kg N/ha zugeführt werden (d. h. es sind auch neben der Düngung
weitere Quellen – z. B. Weidegang – zu berücksichtigen)
jährlich mehr als 30 kg P2O5 je ha zugeführt werden.
Aus dem o. g. folgt, dass sehr extensiv wirtschaftende Betriebe, die unter den beiden Grenzen
bleiben, nicht die N- und P-Gehalte der Böden bestimmen müssen.
Hinweis: Obwohl nicht ausdrücklich verlangt, ist eine Bestimmung der Grundnährstoffe (P, K, Mg)
sowie des pH-Wertes im 4- bis 6-jährigen Turnus dennoch dringend zu empfehlen. Oh
ne Kenntnis der aktuellen Nährstoffgehalte sowie des pH-Wertes kann der Landwirt zu
nächst kaum erkennen, ob Nährstoffe von den Pflanzen auch aufgenommen werden
können und ob er Raubbau an der Fruchtbarkeit seiner Böden betreibt.
Bestimmung des mineralischen Stickstoffs im Boden
Für die jährliche Bestimmung des mineralischen Stickstoffs im Boden stehen dem Landwirt prinzipiell zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
a) die Untersuchung der Böden (im Regelfall auf den Nmin-Gehalt) oder
b) die Übernahme von Vergleichswerten, die durch die zuständigen Fachbehörden im Land
oder einer von dieser empfohlenen Beratungseinrichtung bereit gestellt werden.
Das sind für die hier genannten Bundesländer:
das Landesamt für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und
Flurneuordnung (LVLF)
die Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Garten
(LLFG)
Mecklenburg-Vorpommern: die Landwirtschaftliche Fachbehörde (LFBMV).
Für Stickstoff wird die sachgerechte Probenahme und Untersuchung wie folgt durchgeführt:
- Winterungen:
Mitte Februar bis Ende März bzw.
maximal 8 – 10 Tage vor der Düngung
- Sommerungen:
zur Bestellung bzw. maximal 8 – 10 Tage vor der Düngung
- Probenahmeraster:
je Schlag mit einheitlichen Standortbedingungen und gleicher
Fruchtfolge auf einem schlagtypischen / repräsentativen Teilstück eine Probefläche von 2 - 5 ha
- Probenahme:
zwei oder drei Schichten 0 - 30 cm , 30 - 60 cm und
60 – 90 cm - 20 Einstiche entlang einer „Diagonalen“ oder im
„Zick-Zack“
Entsprechend § 3, Abs. 3 der Düngeverordnung dürfen die Untersuchungen zur Ermittlung der im
Boden verfügbaren Stickstoffmengen nur von Laboren durchgeführt werden, die vom Land zugelassen worden sind.
Eine jährlich aktualisierte Liste der zugelassenen Labore finden die Landwirte unter anderem auf
der Homepage der Landesämter für LVLF, LLFG und LFBMV .
Die im Internet oder in der Fachpresse veröffentlichten Vergleichswerte enthalten häufig auch
noch Hinweise zur Düngung. Aufgrund der hohen Spannweite können die veröffentlichten Richtwerte aber nie den betrieblichen Einzelfall so exakt abbilden, wie dies mit schlagbezogenen Bodenuntersuchungen möglich ist. Um einen möglichst exakten schlagbezogenen Einzelwertes zu
erhalten, sollten die Richtwerte der Fachpresse durch eigene Untersuchungen eines Teils Ackerfläche untersucht werden. Ein Vergleich der betrieblichen Werte mit den regionalen Mittelwerten
zeigt dann, ob die Nmin-Werte des Betriebes ober- oder unterhalb der regionalen Richtwerte liegen.
Die dritte Möglichkeit, die Anwendung von Berechnungs- und Schätzverfahren, die auf fachspezifischen Erkenntnissen beruhen, hat für Brandenburg und Sachsen-Anhalt keine praktische Bedeutung. Die derzeit vorhandenen Programme zur Simulation des bodenbürtigen N-Gehaltes setzen
im Regelfall eine Vielzahl von Daten über die Witterung und die Bodenverhältnisse voraus, die für
die regionaltypischen Bedingungen wesentlich schwieriger zu gewinnen sind, als der Nmin-Gehalt
in zwei oder drei Schichten.
Bestimmung des pflanzenverfügbaren Phosphates im Boden
Die Probenahmen für die Bodenuntersuchungen auf die Hauptnährstoffe sind in Anhängigkeit von
den Standortbedingen (Bodenart, Grundwasserbeeinflussung, Hangneigung) sowie den Bewirtschaftungsbedingungen für die Acker- und Grünlandflächen im Betrieb gesondert festzulegen. Je
stärker die Standortbedingungen verschießen, desto enger muss das Probenahmeraster sein. Um
zuverlässige Ergebnisse auch auf verschießenden Schlägen zu erhalten, wird im Regelfall ein
Probenahmeraster von maximal 5 ha / Probe empfohlen. Das Probenahmeraster kann bis zu 10
ha / Probe betragen, wenn relativ ausgeglichene Standortbedingungen vorliegen. Unter den
Standortbedingungen von Brandenburg , Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sind
größere Probenahmeraster nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig.
Die Probenahme zur Bodenuntersuchung sind fachgerecht nach Vorgaben der Landesbehörden
durchzuführen. Nähere Informationen hierzu finden sich in den Veröffentlichungen der LLFG,
LVLF und LFBMV (Quellen: siehe Anhang).
Für Phosphor ist die Nährstofflieferung aus dem Boden durch Untersuchung für jeden Schlag ab
1 ha mindestens alle 6 Jahre zu ermitteln. Die P-Bestimmung ist notwendig, da zwischen dem voraussichtlichen Nährstoffbedarf und der Nährstoffversorgung ein Gleichgewicht bestehen muss
(DüV § 3 Abs. 1, letzter Satz). Darüber hinaus ist in der DüV § 3 Abs. 1 Satz 2 auf den Sachverhalt hingewiesen, dass Erfordernisse für die Erhaltung der standortbezogenen Fruchtbarkeit zusätzlich zu berücksichtigen sind. Wer demzufolge Nährstoffe von der Fläche abfährt und kein
Gleichgewicht zwischen Nährstoffversorgung und Nährstoffbedarf gewährleistet, kann die standortbezogene Bodenfruchtbarkeit auf Dauer nicht sichern.
Die Ermittlung der Phosphorgehalte erfolgt im Regelfall mit der so genannten Doppellaktatmethode (PDL) oder CAL-Methode (PCAL). Beide Methoden führen zu vergleichbaren, aber nicht exakt
gleichen Ergebnissen. Daher sollte die Betriebe die von ihnen in Auftrag gegebene Untersuchungsmethodik nur in Ausnahmefällen ändern, da ein langjähriger Vergleich der Untersuchungsergebnisse nur bei gleicher Untersuchungsmethodik möglich ist.
Allgemeine Grundsätze für die Anwendung von Düngemitteln
(DüV § 3, Abs. 4 - 10)
5.1 Zeitliche Vorgaben
Der Aufbringungszeitpunkt und die Menge der anzuwendenden Düngemittel sind so zu wählen,
dass die Nährstoffe von den Pflanzen zeitgerecht in einer dem Nährstoffbedarf der Pflanzen entsprechenden Menge zur Verfügung stehen.
Organische Düngemittel enthalten neben unmittelbar verfügbaren Nährstoffen, insbesondere mineralischem Stickstoff, auch in organischer Substanz gebundene Nährstoffe, die im Verlauf der
Vegetationsperiode von den Fruchtarten in Abhängigkeit von Bodenart, Temperatur, Niederschlag
und Wasserversorgung verfügbar werden. Daher können feste organische Dünger auch schon im
Herbst ausgebracht werden, um den Pflanzen zum Beginn der Vegetationsperiode im Frühjahr im
Boden zur Verfügung zu stehen. Dabei sollte aber, um Nährstoffverluste zu vermeiden, umgehend
eine Einarbeitung der Dünger in den Boden erfolgen.
Die Aufbringung von Düngemitteln mit wesentlichen Nährstoffgehalten auf überschwemmten
oder wassergesättigten (keine Wasserlachen) oder durchgängig gefrorenen Böden (kein
oberflächiges Auftauen) oder bei durchgängig mit mindestens 5 cm Schnee bedeckten Böden ist
ACHTUNG: Kalkdünger, die weniger als 2 % P2O5 enthalten, dürfen auf gefrorenen Boden ausgebracht werden. Damit wird auch den Anforderungen
des Schutzes des Bodens vor Schadverdichtungen und Gefügebeeinträchtigungen entsprochen.
Die Aufbringung von Nährstoffen auf „gefrorenen aber oberflächig aufgetauten Böden“ ist zu
unterlassen, wenn die Aufnahmefähigkeit des Bodens aufgrund der Überschreitung der Wassersättigung nicht gegeben und ein Abschwemmen der aufgebrachten Nährstoffe von der Fläche zu
5.2 Räumliche Vorgaben zu oberirdischen Gewässern
Beim Aufbringen von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsstoffen
mit wesentlichen Stickstoff- oder Phosphatgehalten ist ein direkter Eintrag von Nährstoffen in
oberirdische Gewässer zu vermeiden und dafür zu sorgen, dass kein Abschwemmen in oberirdische Gewässer erfolgt. Das ist durch Einhaltung eines Abstands von mindestens 3 m zwischen
dem Rand, der durch die Streubreite (ACHTUNG: STREUBREITE i.d.R. < ARBEITSBREITE)
bestimmten Ausbringungsfläche, und der Böschungsoberkante des jeweiligen oberirdischen Gewässers zu gewährleisten.
Die Ausbringungsfläche (Streubreite) setzt sich aus der Arbeitsbreite und dem Überlappungsbereich zusammen. Die Ausbringungsfläche ist abhängig vom Applikationsgerät und der Geräteeinstellung sowie den physikalischen Eigenschaften des Düngers. Witterungseinflüsse und Geländebeschaffenheit sind gegebenenfalls zu beachten. Die halbe Ausbringungsfläche (Streubreite)
ist vom Anwender vor Beginn der Düngungsmaßnahme unter den vorherrschenden Praxisbedingungen zu ermitteln.
Weiterhin ist zu beachten, dass die Düngeapplikationsgeräte den Regeln der Technik entsprechen
müssen. Bei Verwendung von Geräten, bei denen die Streubreite der Arbeitsbreite entspricht7,
oder die über eine Grenzstreueinrichtung verfügen, darf ein Mindestabstand von 1 m nicht unter7
z.B. pneumatische Düngerstreuer oder Ausbringung von flüssigen Mineraldüngern mit einer Feldspritze
Applikationstechniken für die direkte Einarbeitung sind u.a.:
Unterfußdüngung für feste und flüssige Formen
Injektionstechniken für feste und flüssige Formen
Güllegrubber und Gülledrill für flüssige organische Formen
Schleppschlauchapplikation von organischen Düngemitteln in flüssiger Form
Tropfdüsenapplikation von mineralischen Düngemitteln in flüssiger Form.
Abbildung 2: Schematischer Zusammenhang zwischen Streu- und Arbeitsbreite sowie den einzuhaltenden Abständen; Streubreite entspricht dem Begriff Fahrgassenabstand
Arbeitsbreite  Fahrgassenabstand
halbe Streubreite
einzuhaltender Fahrabstand
5.3 Besonderheiten bei stark geneigten Flächen
(> 10 % Hangneigung in Gewässernähe)
Auf Ackerflächen, die innerhalb eines Abstandes von 20 m zur Böschungsoberkante eines Gewässers eine Hangneigung von durchschnittlich mehr als 10 von Hundert zu diesem Gewässer
aufweisen (stark geneigte Flächen), dürfen innerhalb dieses Abstandes Düngemittel mit wesentlichen Gehalten an Stickstoff oder Phosphat nur mit einer Reihe von zusätzlichen Einschränkungen
ausgebracht werden. Diese Regelungen betreffen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt aber nur
wenige Flächen (< 2 % der LN).
Stark geneigte Flächen sind Flächen, die ab der Böschungsoberkante bis 20 m auf den Schlag
einen Anstieg des Geländes um 2 m verzeichnen. Zur Ausgrenzung der Hangneigung an Gewässern können digitale Höhenmodelle und digitalisierte Karten der Gewässer genutzt werden. Kleinflächige Abschnitte der an ein Gewässer angrenzenden Schlagteile, die eine starke Hangneigung
aufweisen, können bei der Ausgrenzung von Gewässerabständen aus bearbeitungstechnischen
Gründen vernachlässigt werden.
Abbildung 3: Schematische Darstellung zur Hangneigung
10 % Neigung
Abbildung 4: Schema zur Ermittlung der Flächenneigung
Für die stark geneigten Flächen gilt, dass Düngemittel mit wesentlichen Gehalten an Stickstoff
und Phospor8 - innerhalb der ersten 10 m nur aufgebracht werden dürfen, wenn die Düngemittel
direkt in den Boden eingebracht werden .
Auf den danach folgenden 10 m besteht für die o.g. Düngemittel bei unbestellten Ackerflächen
ebenfalls die Pflicht einer sofortigen Einarbeitung.
Auf bestellten Ackerflächen ist die Ausbringung der Dünger zulässig bei Flächen mit:
1. Reihenkulturen (Reihenabstand von 45 cm und mehr), wenn diese eine entwickelte Untersaat haben oder wenn die Dünger sofort eingearbeitet werden können,
2. ohne Reihenkultur nur bei hinreichender Bestandesentwicklung bzw.
3. nach Anwendung von Mulch- oder Direktsaatverfahren
Bei Festmist, ausgenommen Geflügelkot, gelten die Vorgaben der oben genannten Punkte 1 bis 3
für den Bereich von 3 m bis 20 m, d.h. Festmist darf im Abstandsbereich von 3 bis 10 m auf (Reihen) Kulturflächen ausgebracht werden. Der Landwirt muss aber dafür sorgen, dass es zu keinen
Einträgen in die Gewässer kommt.
Zur Einhaltung der o. g. Abstandsregelungen ist zwischen der Böschungsoberkante und der Mitte
der Fahrspur des Düngerapplikationsgerätes ein Abstand einzuhalten, der der halben Ausbringungsbreite (Streubreite) zusätzlich zum vorgegebenen Gewässerabstand entspricht.
Zusätzliche Vorgaben für die Anwendung von bestimmten Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln (DüV § 4)
Besondere Anwendungsvorschriften sind bei der Aufbringung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln mit überwiegend organischen Bestandteilen
und Wirtschaftsdüngern zu beachten. Diese Vorschriften gehen über die Anwendungsvorschriften
bei Mineraldüngern hinaus!
Diese Regelungen gelten nicht für Stallmist, aber für Geflügelkot!
6.1 Ermittlung der aktuellen Nährstoffgehalte
Von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln mit überwiegend
organischen Bestandteilen und Wirtschaftsdünger müssen vor dem Aufbringen auf landwirtschaftliche Flächen die Gehalte an Gesamtstickstoff und Phosphat, im Fall von Gülle, Jauche, sonstigen flüssigen organischen Düngemitteln oder Geflügelkot zusätzlich der Gehalt an Ammoniumstickstoff bekannt sein.
Von zugekauften Düngemitteln sind die angegebenen Nährstoffgehalte, die düngemittelrechtlich
vorgeschrieben sind, zu übernehmen.
Für die im Betrieb anfallenden organischen Dünger oder von Nachbarbetrieben zugekauften organischen Düngermengen können die N- und P-Gehalte, den Richtwerten der Länder oder aus Analysen nach wissenschaftlich anerkannten Methoden angewendet werden.
Im Falle von Wirtschaftsdüngern, die im eigenen oder einem unmittelbar benachbarten Betrieb
anfallen, können die Nährstoffgehalte auf Grundlage von Richtwerten unter Berücksichtigung zulässiger Verluste angerechnet werden (Anlage 6 der Düngeverordnung).
Beispiel: Rindergülle hat einen „Brutto-N-Gehalt“ von ca. 5,4 kg N/t Frischmasse. Bei dieser Gülle
dürften für die Lagerung maximal 15 % Verlust in Ansatz gebracht werden, d. h. der
Bruttowert von 5.4 kg N reduziert sich auf 4,6 kg N. Da auch bei der Ausbringung Ver
luste auftreten, können sowohl bei der Düngungsplanung als auch bei der Berechnung
der betrieblichen Nährstoffvergleiche diese Verluste zusätzlich in Ansatz gebracht wer
den. Der verfügbare N-Gehalt der Gülle reduziert sich dann auf 3,78 kg N/ha.
6.2 Düngungsplanung
Bei Stallmist geht man im Regelfall – weitgehend unabhängig vom Ausbringungstermin - von einem mittleren MDAE-Faktor von 25 aus, d. h. 100 kg Stickstoff aus Stallmist (nach Abzug der Lagerungsverluste) weisen im Anwendungsjahr die gleiche Wirkung wie 25 kg N aus Mineraldünger
(KAS) auf.
Mittlere Wirksamkeit (MDÄ) von Güllestickstoff (in %) im Anwendungsjahr
Mittlere Ausnutzung für Stickstoff aus Gülle in % im Ausbringungsjahr durch die
angebaute Frucht in Abhängigkeit von der Ausbringungszeit
50 Sperre
Bei einer Gülledüngung ist dagegen zu berücksichtigen, dass der Ausbringungszeitpunkt einen
ganz erheblichen Einfluss auf die mittlere Wirksamkeit des Güllestickstoffs hat. In Abhängigkeit
vom Ausbringungstermin ist daher der Stickstoff differenziert zu bewerten.
Für einen Feldgrasbestand wird für die erste und zweite N-Düngung eine Gesamtmenge von
135 kg N/ha benötigt. Diese Menge kann sowohl :
über Mineraldünger
als auch über Wirtschaftsdünger oder
durch eine Kombination der beiden
Berechnung der zur Ausbringung von 135 kg N/ha benötigten Düngermengen
(Feldgras)
(nach Lagerung)
MDÄFaktor
100 kg N/ha Rindergülle
42 m3/ha 200 kg N/ha
35 kg N/ha Rindergülle
21 m3/ha 100 kg N/ha
135 kg N/ha
80 kg N/ha Rindergülle
55 kg N/ha AHL
35 m3/ha 160 kg N/ha
209kg/ha
55 kg N/ha
215 kg N/ha
Für das in der Tabelle 6 dargestellte Beispiel wurde unterstellt, dass im Mai – z. B. bedingt durch
arbeitstechnische Probleme - keine Düngung möglich war. Der Landwirt konnte daher erst Anfang
Juni die zweite N-Gabe ausbringen. Werden die benötigen 135 kg N vollständig über Rindergülle
abgedeckt, führt dieses zu einer relativ schlechten Ausnutzung des Güllestickstoffs im Anwendungsjahr. Im gewählten Beispiel muss z.B. für die benötigten 135 kg N/ha eine rechnerische
Bruttomenge von 300 kg N/ha gedüngt werden. Die Deckung des N-Bedarfes allein mit Gülle ist
nach den Vorschriften der Düngeverordnung zwar zulässig, führt aber zu sehr hohen N-Überschüssen im Anwendungsjahr und sollte schon aus ökonomischen Gründen unterbleiben. Durch
eine Kombination von Gülle und mineralischen Stickstoff, hier z.B. AHL wird der N-Bedarf gezielter
abgedeckt, so dass der rechnerische N-Überhang deutlich reduziert werden kann.
6.3 Anwendungsvorschriften
Die Sperrfristen für die Ausbringung gelten mit Änderung der Düngeverordnung nun mehr für alle
Düngemittel (einschließlich mineralischer N-Dünger) mit einem wesentlichen Gehalt an verfügbarem Stickstoff (1,5 % in der TM), ausgenommen Festmist. Die o. g. Düngemittel dürfen:
Verschiebungen der Sperrfrist können von den zuständigen Behörden auf Antrag unter Berücksichtigung „ ... regionaltypischer Gegebenheiten, insbesondere Witterung oder Beginn und Ende
des Pflanzenwachstums, sowie Zielen des Boden- und des Gewässerschutzes...“ genehmigt werden.
Die Verschiebung der Sperrfrist kann auf begründeten Antrag des Landwirtes nur insgesamt für
die Ackerflächen und Grünlandflächen des gesamten Betriebes verschoben werden, wobei die
Dauer des Zeitraumes ohne Unterbrechung
12 Wochen bei Acker- und
10 Wochen bei Grünland
nicht unterschreiten darf. Neben dem einzelbetrieblichen Antrag kann auch von mehren Landwirten ein Sammelantrag bei gleichen regionaltypischen Gegebenheiten und Anbaubedingungen gestellt werden.
Darüber hinaus ist eine Sperrfristverschiebung schon vor dem 1. November bzw. 14 Tage
vor Beginn der beantragten Zeitraumes zu beantragen, da zu diesem Zeitpunkt die Düngebedarfsermittlung für die nach Ernte der Hauptfrucht zu bestellenden Flächen bereits vorliegen muss
und auf Grundlage meteorologischer Daten eingeschätzt werden kann, ob der Boden und der
Pflanzenbestand die nach dem 1. November aufgebrachten Nährstoffe noch aufnehmen kann.
Nach dem Ende der Sperrfrist ist vor einer Anwendung von Düngemitteln zu prüfen, ob der Boden
für diese aufnahmefähig ist.
Vorgaben für die Anwendungen
Bei der Berechnung der aufzubringenden Mengen dürfen bei Wirtschaftsdüngern nur die Stallund Lagerverluste nach DüV, Anlage 6, Spalten 2 oder 3 berücksichtigt werden. Bei Gärrückständen ist davon auszugehen, dass in den vorgelegten Untersuchungsergebnissen die Lagerverluste
Auf Ackerland dürfen nach der Ernte vor Beginn der Sperrfrist Gülle, Jauche und sonstige
N-haltige flüssige organische sowie organisch-mineralische Düngemittel (Gärrückstände, Kartoffelfruchtwasser, Schlempe, Klärschlamm) oder Geflügelkot nur zu im gleichen Jahr angebauten
Folgekulturen wie Raps, Wintergetreide, Feldgras, Zwischenfrüchte in einer Höhe von maximal
40 kg Ammoniumstickstoff oder 80 kg Gesamtstickstoff je Hektar ausgebracht werden. Bei
Rindergülle mit 8 % TS, 0,38 % N und einem Ammoniumanteil von 50 % dürfen demzufolge ca.
21 m³/ha ausgebracht werden.
Da aber auch die Menge an Ammoniumstickstoff 40 kg /ha nicht überschreiten darf, sind von
Schweinegülle und von Gärrückständen mit Ammoniumanteilen von 65 bzw. 70 % nur noch Mengen unter 10 m³/ha anwendbar.
Als Zwischenfrucht können auch nicht ausgesäte (d.h. ausgefallene) Bestände von Wintergetreide oder Winterraps angesehen werden, wenn die Fläche im Vergleich mit ausgesäten Beständen
gleichmäßig mit Pflanzen bewachsen ist, erst im Frühjahr zur nachfolgenden Kultur umgebrochen
wird und somit die Nährstoffe der nachfolgenden Kultur zur Verfügung stehen.
Bei der Ausbringung sind der aktuelle Stickstoffbedarf der zu düngenden Fruchtart und die Düngewirksamkeit der o. g. Düngemittel zu berücksichtigen. So sind der Düngebedarf und die Nährstoffaufnahmefähigkeit von Weizen nach Zuckerrüben oder Mais deutlich niedriger zu beurteilen
als die im August nach Wintergetreide durchgehend bewachsenen Flächen.
Maisstroh von Körner- oder CCM-Mais bzw. der Hochschnitt von Silomais enthält doppelt soviel
Stickstoff wie Getreidestroh, so dass hier eine N-Düngung im Herbst zur Umsetzung nicht notwendig ist. Daher gilt jetzt:
Folgt keine Winterung, darf eine Ausgleichsdüngung von maximal als 40 kg Ammoniumstickstoff
oder 80 kg Gesamtstickstoff je ha nur zu auf dem Feld verbliebenem Getreidestroh gedüngt
werden. Eine Herbstdüngung zu Sommerraps oder Mais ist somit nicht zulässig (gilt auch für Öllein etc.).
Für Gülle, Jauche, Geflügelkot und flüssige organische Düngemittel ist eine unverzügliche Einarbeitung vorgeschrieben. Auch andere organische Düngemittel sollten, um gasförmige Verluste
zu vermeiden, immer unverzüglich eingearbeitet werden. Unverzüglich heißt, dass unmittelbar
nach der Ausbringung die Einarbeitung zu erfolgen hat. Eine Einarbeitung ist am Tag der Ausbringung erforderlich. Bei der Ausbringung am Abend hat die Einarbeitung spätestens am folgenden
Vormittag zu erfolgen. Zur Einarbeitung können alle Bodenbearbeitungsgeräte herangezogen
werden, die eine ausreichende Einmischung in den Boden bewirken.
6.4 Berechnung der zulässigen Mengen
Grenzwert: 170 kg N/ha im Betriebsdurchschnitt
Im Regelfall dürfen im Betriebsdurchschnitt – ohne Berücksichtigung der nicht bestellten Flächen - nur maximal 170 kg N/ha aus Wirtschaftsdüngern ausgebracht werden. Die Ausnahme –
maximal 230 kg N/ha- darf ab dem Jahr 2007 unter Berücksichtigung weiterer zusätzlicher Auflagen auf intensiv genutzten Grünland bei den zuständigen Behörden beantragt werden.
In die Berechnung der mit Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft aufgebrachten Stickstoffmengen
von 170 kg/ha des Betriebes sind auch die mit betriebsfremden Wirtschaftsdüngern, wie z. B.
Hühnertrockenkot oder zugekaufter Gülle oder dem Gülleanteil in einem Gärsubstrat, zugeführten,
Bei der Berechnung der zulässigen Mengen dürfen die in der Tabelle 7, Zeilen 6 bis 9 und Spalten
2 oder 3 angesetzten Verluste, d. h. die Lagerungs-, aber nicht die Ausbringungsverluste, berücksichtigt werden. Andere Werte können verwendet werden, wenn der Betrieb nachweislich von
den allgemeinen Vorgaben abweicht.
Kennzahlen für die sachgerechte Bewertung zugeführter Stickstoffdünger;
Auszug aus der Düngeverordnung;
I. Anzurechnende Mindestwerte in % der Ausscheidungen an Gesamtstickstoff in
Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft und andere Kenngrößen
Nach Abzug der Stall- und
Nach Abzug der Stall-, Lagerungsund Ausbringungsverluste
Festmist, Jauche,
andere (Pferde, Schafe )
ACHTUNG: Für den Weidegang dürfen nur die Lagerungsverluste von Festmist oder Gülle, nicht
aber die Verluste des Weidegangs (75 %) in Ansatz gebracht werden.
Beispiel: Ein 110 ha-Betrieb mit 10 ha Brache unterhält eine intensive Schweinemast
mit 3000 Mastplätzen. Entsprechend den Richtwerten der DüV (Anlage 5 Nr. 44) fallen bei einer Standardfütterung je Stallplatz und Jahr bei einer Zuwachsleistung von
210 kg/Stallplatz 11,90 kg N/Stallplatz an. Hieraus ergibt sich:
Betrieblicher N-Anfall
3.000 Stallplätz * 11,9 kg N/Stallplatz
35.700 kg N (brutto).
Von dieser Menge dürfen 30 % als Lagerungsverluste in Ansatz gebracht werden.
Die Bruttomenge von 35700 kg N reduziert sich auf 24990 kg N, so dass rechnerisch
249,9 kg N/ha aus Wirtschaftsdüngern anfallen.
Bei einer Umstellung der Fütterung auf NP-reduzierten Futtereinsatz würde sich der
N-Anfall von 11,9 kg N/Stallplatz auf 9,8 kg N/Stallplatz verringern. In diesem Fall er
gäbe sich eine rechnerische N-Fracht von:
3.000 Plätzen * 9,8 kg N/Platz * 0,7 = 20.580 kg N.
(Dieser Fall ist aber aus ökonomischen Gründen unwahrscheinlich!)
Um den Grenzwert von 170 kg N/ha einzuhalten muss der Betrieb bei NPreduzierter Fütterung daher entweder Wirtschaftsdünger mit einer Gesamtstickstoffracht von mindestens 3.580 kg N abgeben oder den Bestand auf 2.380 belegte Stallplätze abstocken.
Bei der Berechnung der abzugebenden N-Mengen dürfen auch die Stall- und Lagerungsverluste mit in Ansatz gebracht werden. Beträgt z.B. der N-Gehalt der Gülle
nalysenwert) kurz vor der Ausbringung auf die Ackerfläche 3,2 kg N/m³, kann ne
ben diesem Wert auch noch der Verlustwert von 1,37 kg (entspricht den zulässigen
30 % Verlust der Schweinegülle) mit berücksichtigt werden. Um die o.g. 3.580 kg N
abzugeben, werden daher „nur“ 783 m³ (3580 /(3,2/0,70)) statt 1.118,75 m³
(3580/3,2) benötigt.
230 kg Regel für Grünland
Rinderhaltende Betriebe mit intensiver Grundlandwirtschaft können einen Antrag stellen, dass die
betriebliche Obergrenze von 170 kg N/ha für Grünlandflächen auf 230 kg N/ha*a angehoben
wird. Dieser Antrag ist jährlich neu an die zuständige Behörde zu richten (in Sachsen-Anhalt: Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten/ in Brandenburg: Landratsämter, Sachgebiet
Landwirtschaft, in Mecklenburg-Vorpommern: Ämter für Landwirtschaft) und eine Vielzahl von
Restriktionen zu beachten.
Da die o. g. Möglichkeit für die meisten Betriebe ohne Belang ist, werden die Voraussetzungen für
diese Regelung an dieser Stelle nicht näher erläutert. Interessierte Betriebe können sich hierüber
bei Ihren zuständen Ämtern informieren.
Anwendungsbeschränkungen und -verbote (DüV § 8)
Mit der Düngeverordnung vom 10.01.2006 wurden erstmals Anwendungsbeschränkungen und
-verbote für das Aufbringen von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln und sonstigen organischen Stoffen (Klärschlamm, Komposte u. a.) auf landwirtschaftlichen Flächen erlassen und damit in den Verantwortungsbereich des Landwirtes gelegt.
Dieser hat somit zu beachten:
▪ Düngemittel dürfen nur angewendet werden, wenn sie einem zugelassenen Düngemittel
typ entsprechen (Näheres regeln die Düngemittelverordnung der EU und die des Bundes).
▪ Wirtschaftsdünger, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel dürfen nur angewendet werden, wenn sie in ihrer Zusammensetzung und ihren Inhaltsstoffen der Düngemittelverordnung entsprechen.
▪ Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate oder Pflanzenhilfsmittel, die unter Verwendung von Knochenmehl, Fleischknochenmehl oder Fleischmehl hergestellt wurden, dürfen
nicht auf landwirtschaftlich genutztem Grünland und zur Kopfdüngung im Gemüse- oder
Feldfutterbau eingesetzt werden und müssen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen sofort (d.h. parallel zur Ausbringung oder innerhalb von 3 Stunden) eingearbeitet werden.
▪ Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate oder Pflanzenhilfsmittel, die unter Verwendung von Kieselgur hergestellt wurden, dürfen nicht auf bestelltem Ackerland, Grünland,
im Feldfutterbau sowie auf Flächen für den Gemüse- oder bodennahen Obstanbau ausgebracht werden und müssen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen sofort (d. h. parallel
zur Ausbringung oder innerhalb von 3 Stunden) eingearbeitet werden.
▪ Die Anwendung von trockenen Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder
Pflanzenhilfsmitteln mit Kieselgur ist verboten.
▪ Düngemittel mit der Kennzeichnung "zur Düngung von Rasen" oder "zur Düngung von
Zierpflanzen" dürfen nur zur Düngung dieser Kulturen verwendet werden.
▪ Düngemittel (ausgenommen EG-Düngemittel), Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel, die die Grenzwerte für bestimmte Elemente der Düngemittelverordnung
überschreiten, dürfen ab dem 4. Dezember 2007 nicht mehr auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht werden.
Nährstoffvergleich und Bewertung (DüV §§ 5 und 6)
Prinzipiell sind alle Betriebsinhaber verpflichtet jährlich betriebliche Nährstoffvergleiche anzufertigen. Hiervon ausgenommen sind:
Flächen mit Zierpflanzen-, Baumschul-, Rebschul- und Baumobstflächen sowie nicht im Ertrag stehenden Wein- und Baumobstanbauflächen,
Flächen mit ausschließlicher Weidehaltung und weniger als 100 kg/ha Stickstoffanfall tierischer Herkunft sowie keiner zusätzlichen Stickstoffdüngung,
Betriebe, die im Düngejahr auf keinem Schlag mehr als 50 kg/ha Stickstoff oder 30 kg/ha
Phosphat aufgebracht haben,
(kleine) Betriebe, die
weniger als 10 ha (einschließlich Stilllegung) landwirtschaftlich genutzte Fläche bewirtschaften
und höchsten 1 ha Gemüse oder Erdbeeren anbauen
und einen N-Anfall aus Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft von unter 500 kg N/a
Im Gegensatz zur bisherigen Düngeverordnung müssen die Nährstoffvergleiche nur noch für
Stickstoff und Phosphor erstellt werden. Im Gegensatz zur „alten“ Düngeverordnung muss der
Nährstoffvergleich für Phosphat jetzt aber jährlich erfolgen. Der späteste Termin ist für das abgelaufene Düngejahr ist der 31. März des Folgejahres.
Im Sinne der „Guten fachlichen Praxis der Düngung“ wird empfohlen auch für das Kalium die Berechnung der jährlichen Nährstoffbilanzen vorzunehmen.
Der Nährstoffvergleich muss künftig als Flächenbilanz (entspricht der Feld-Stall-Bilanz) oder als
aggregierte Schlagbilanz für den Betrieb erstellt werden. Die bisher mögliche Hoftorbilanz ist somit
nicht mehr statthaft!
Die Bilanzierung kann dabei als Gesamtbilanz für den Betrieb oder als aggregierte Schlagbilanz
des Betriebes erfolgen. Die aggregierte Schlagbilanz wird auf der Grundlage von Nährstoffbilanzen der Einzelschläge (Schlagkarteiauswertung) oder Bewirtschaftungseinheiten, die für den Betrieb zusammenzufassen sind, berechnet. Die zusammenfassende Auswertung für die Bewirtschaftungseinheiten und für den Gesamtbetrieb hat dabei nach den Vorgaben der Anlage 7 der
Düngeverordnung zu erfolgen.
8.1 Hinweise zur Erstellung von Nährstoffvergleichen
Im Rahmen einer Flächenbilanz (Feld-Stall-Bilanz) wird versucht, neben dem Nährstoffin- und
-output auf die landwirtschaftliche Fläche des Betriebes auch den innerbetrieblichen Nährstoffumsatz im Zusammenhang mit der Tierhaltung zu beschreiben. Daher sind bei dieser Bilanz auch
diejenigen Nährstoffmengen, die aus der Tierhaltung auf die Betriebsflächen (Grünland und
Ackerland) ausgebracht werden und diejenigen Nährstoffmengen, die über die Ernteprodukte wieder in die betriebliche Tierhaltung zurückfließen, zu ermitteln. (siehe Tabelle 8).
Erforderliche Daten zur Erstellung einer Flächenbilanz (Feld-Stall-Bilanz)
Nährstoffzugang
abzüglich Nährstoffabgang
= Nährstoffsaldo
 Tierhaltung
 Ernteprodukten
 Stickstoff (mind. 1/a)
 Mineraldünger
 Abgabe von organischen Dün-  Phosphor (mind. 1/a;
 org. Dünger
 Lagerungs- und Ausbringungs-  Kalium (mind. 1/ 4a,
verluste von Wirtschaftsdüngern
 N-Bindung durch Legumi(gilt nur für Stickstoff)
 Abfälle
Im Gegensatz zur Hoftorbilanz werden bei einer Feld-Stall-Bilanz (Flächenbilanz) die Nährstoffausscheidungen aus der innerbetrieblichen Tierhaltung über verbindliche "Normzahlen" (Anlage 5
der Düngeverordnung) und nicht über die Differenz Export (Tiere, Milch, Eier) - Import (Futtermittel) berechnet. Eine gesonderte Erfassung der durch Futtermittel importierten Nährstoffmengen ist
daher bei der Flächenbilanzierung nicht notwendig. Aus dem o. g. ergibt sich, dass die Ergebnisse
der beiden Bilanzierungsverfahren nicht ohne weiteres miteinander verglichen werden können. Bei
einer Umstellung von der bislang häufig verwandten Methode der „Hoftorbilanzierung“ auf die
„Feld-Stall-Bilanz“ (Flächenbilanz) ergeben sich somit zwangsläufig mehr oder minder gravierende
Brüche in den jährlichen N- und P-Salden.
8.2 Erfassung der N-Zufuhr
Das in der Düngeverordnung vorgegebene Formular (Anlage 7) fordert die Eingabe von zusammengefassten Werten – z.B. können die nur insgesamt zugekauften Düngemittel – in dieses
Formular eingetragen werden. Da § 7 der DüV vorschreibt, auch die „Ausgangsdaten“ der Nährstoffvergleiche mit zu erfassen, können für die Auflistung und Dokumentation der einzelnen Zuund Abfuhren weitere – nicht formgebundene – Vorlagen genutzt werden. Hierzu können weiterhin
die erstellten Formblätter für Flächenbilanzen und Schlagbilanzen genutzt werden (Anlagen 1und
Ermittlung der im Betrieb anfallenden Nährstoffmengen aus tierischen
Die Nährstoffmenge, die aus den betriebseigenen Wirtschaftsdüngern auf die Flächen des Betriebes gebracht werden, errechnet sich aus den gehaltenen Tieren und den Nährstoffausscheidungen der Tiere unter Berücksichtigung von Stall- und Lagerungsverlusten sowie der Verluste, die
bei der Ausbringung entstehen. Da die Stall- und Lagerungsverluste für die Haltungsform (Gülle/Stallmist und Weide) unterschiedlich sind, ist es zwingend erforderlich die Tierartengruppen
entsprechend diesen Haltungsformen und den jeweiligen Haltungszeiträumen (Anzahl der Weidetage) getrennt zu erfassen.
In der Anlage 5 der DüV sind die mittleren N-Ausscheidungen der Tiere dargestellt. Die Anlage
6 der DüV enthält die anrechenbaren Stall- und Lagerungsverluste sowie Ausbringungsverluste
(vgl. Tab . 7).
Im Übertrag auf die Tierartengruppen, die nach den Argarförderanträgen vorgegeben sind, werden zur Bestimmung der N-Mengen aus der Tierproduktion die im Betrieb gehaltenen Tiere – differenziert nach Haltungsverfahren und Leistung – erfasst.
Die in Tabelle 8 aufgeführten Angaben zu den Tierbeständen müssen mit den Daten im HITREGISTER abgeglichen werden (CC-relevant!).
Tabellen 8:
Ermittlung der Nährstoffzufuhr aus im Betrieb anfallenden Nährstoffmengen aus
Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft
Weibl. Zuchtrinder auf Grünland,
extensiv, 180 Tage Weide
Jungrinderaufzucht auf Grünland, extensiv, 185 Tage Stall,
Güllehaltung
Pferde (Stallhaltung)
kg/Einh.
Anrechenbarer Anteil (%)
Weidetage
kg/Betrieb
7 = 2*6
Summe Zufuhr (abzgl. Verluste)
3 = 2*3
Bei ganzjähriger Weiderhaltung unterstellt der Verordnungsgeber, dass nur 25 % der tierischen
Stickstoff-Ausscheidungen düngewirksam werden. Daher ist bei Betrieben, die ihre Tiere sowohl
im Stall als auch auf der Weide halten, der N-Anfall - nach Stall- und Weidehaltung differenziert –
darzustellen. Im o.g. Beispiel wurde dabei unterstellt, dass bei der Jungrinderaufzucht die Tiere in
einem extensiven Produktionsverfahren gehalten werden und ca. die Hälfte des Jahres auf der
Weide stehen.
Bei der Weidehaltung werden von den tierischen Ausscheidungen – in diesem Fall 67 kg N/Tier
und Jahr – nur mit 25 % als Nährstoffzufuhr zur Fläche angerechnet. Bei der Stallhaltung auf Gülle dürfen 15 % Lagerungsverluste (Spalte 2) und die zulässigen Ausbringungsverlusten mit insgesamt 30 % (Spalte 4) in Ansatz gebracht werden.
Ermittlung der im Betrieb zugekauften bzw. verkauften Nährstoffmengen aus
Wirtschaftsdüngern
Neben den Nährstoffen aus der eigenen Tierhaltung sind auch die über zugekaufte organische
Dünger wie z.B. Hühnertrockenkot, Gärsubstratreste oder Kompost zu erfassen. In nachfolgenden Tabellen soll beispielhaft dargestellt werden, wie diese zugekauften Düngemittel in der Nährstoffbilanzierung zu erfassen sind.
Berechnung der Nährstoffzufuhr aus zugekauften Wirtschaftsdüngern
Ausbringungsverluste (15 %)
Rindergülle 12% TS
Gärrest –Zukauf (Schweinegülle/Maissilage) 5 % TS
4= 2*3
Summe Zufuhr
Berechnung der Nährstoffabfuhr aus verkauften Wirtschaftsdüngern
Pferdemist an Kleingärtner
kg/Betrieb.
Ermittlung der im Betrieb zugekauften Nährstoffmengen aus Düngemitteln
Weiterhin werden im gewählten Beispielsbetrieb mit 500 ha bewirtschafteter LN zusätzlich jährlich
100 t KAS (26 % N) und 100 t SSA (21 % N) gekauft. Beide Positionen addieren sich somit auf
47.000 kg N. Da Lagerungs- und Ausbringungsverluste bei diesen Düngern nicht in Ansatz gebracht werden dürfen, ist die „Bruttomenge“ von 47.000 kg in die Tabelle (Spalte 1, Zeile 3) einzutragen.
Die Auflistung der zugekauften mineralischen N-Dünger erfolgt analog dem dargestellten Beispiel
(natürlich ohne die Berechnung von Ausbringungsverlusten). Dies gilt auch für:
Abfälle zur Beseitigung (§ 27 Abs. 2 oder 3 KrW-/AbfG)
Nährstoffzufuhr aus zugekauften Düngemittelnu.a.Stoffen
% / Einh.
% / Einheit
4=2*3*10
5 = 2*4*10
Triplesuperphosphat
N-Zufuhr durch Leguminosen
Beim Anbau von Leguminosen – dies gilt z.B. auch für Kleegrasbestände – werden durch die NBindung erhebliche N-Mengen in die Betriebe eingetragen. Im Rahmen des betrieblichen Nährstoffvergleichs sind diese Mengen zu erfassen. Bei Körnerleguminosen kann die fixierte Stickstoffmenge relativ leicht über den Ernteertrag abgeschätzt werden (Siehe Tab 12).
Bei Grünland und beim Anbau von Zwischenfrucht ist es im Regelfall schwierig, die Aufwuchsmengen zu schätzen. Für diese Fälle können näherungsweise aus der Tabelle 13 ertragsunabhängige Richtwerte übernommen werden.
Nährstoffzufuhr aus legumer N-Bindung
Legume-N-Bindung/Einheit
Gesamtstickstoffzufuhr
500 dt/ha * 0,20 kg dt/ha
5.000 kg N
40 dt * 4,4 kg N/dt
8.800 kg N
13.800 kg N
Richtwerte für die N-Fixierung durch Leguminosen
Legumer N-Eintrag
(kg N/dt Erntegut)
Fruchtart *
(kg N/ha*a)
Leg.-Anteil 10%
Leg.-Anteil 20%
Trockenspeiserbse
Leg.-Anteil 30%
Leg.-Anteil 40%
Kleegras (50:50)
Kleegras (70:30)
Leg.-Zwischenf.
ab 15.08
Für den gewählten Beispielsbetrieb wird unterstellt, dass 50 ha Kleegras und 50 ha Erbsen
(40dt/ha Ertrag) im Bilanzzeitraum angebaut hat. Für den legumen N-Eintrag ergibt sich somit im
Bilanzjahr ein Eintrag von 142.000 kg N zu verbuchen.
Erfassung der N-Abfuhr
Bei der Erstellung der Flächenbilanz sind neben den von Ackerflächen abgefahrenen Erntemengen auch die Pflanzenmengen die als Futterpflanzen oder Beweidung aus den Flächen genommen werden anzurechnen. Die Erträge derartiger Kulturen sind mit Hilfe von Schätz- oder Berechnungsverfahren zu bilanzieren.
Berechnung der Nährstoffabfuhr mit den Haupternteprodukten; K-Bilanz empfohlen
dt/Betrieb
14 % RP
Kleegras (50:50), FM
Spargel, 3. Pflanzjahr
kg/dt
20.572,5
54.412,5
kg/Betri
8=2*7
0,6 4.875,0
Aufwüchse von stillgelegten Flächen, dürfen bei der Nährstoffabfuhr nur berücksichtigt werden,
wenn die Flächen zum Anbau von nachwachsenden Rohstoff genutzt werden.
Werden neben den Haupternteprodukten auch die Nebenprodukte (Stroh) abgefahren, so sind
diese Nährstoffmengen bei der Nährstoffabfuhr im Bilanzjahr zu berücksichtigen.
Wird das Stroh im eigenen Betrieb als Einstreu verwertet, so ist es im entsprechenden Erntejahr
als Nährstoffabfuhr zu verbuchen und bei der Rückfuhr als Stalldung – im Regelfall im Folgejahr
– als Nährstoffzufuhr „Stroh“ bei den organischen Düngern zu erfassen. Die Nährstoffe des Stallmistes aus den tierischen Ausscheidungen werden über die Nährstoffausscheidungen erfasst.
Berechnung der Nährstoffabfuhr mit den Nebenernteprodukten;
K-Bilanz empfohlen.
anteilig: Winterweizen, Stroh
dt/Betrie
kg/Betrie
Ermittlung der N-Abfuhr durch Verkauf von Wirtschafsdüngern
Im Punkt Ermittlung der im Betrieb zugekauften Wirtschaftsdünger enthalten.
Erstellung eines einjährigen Nährstoffvergleichs
Nährstoffvergleiche sind jährlich für
Weiterhin sind die Ergebnisse der Nährstoffvergleiche so zu dokumentieren (Siehe Anlage), dass
für Stickstoff ein gleitendes dreijähriges Mittel und für Phosphor ein gleitendes sechsjähriges Mittel
Zur Berechnung des jährlichen betrieblichen Nährstoffvergleichs sind für die Nährstoffzufuhr die
Summen aus den Positionen:
Nährstoffzufuhr aus im Betrieb anfallenden Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft
abzüglich der Nährstoffabfuhr aus verkauften Wirtschaftsdüngern
Nährstoffzufuhr aus zugekauften Wirtschaftsdüngern
Nährstoffzufuhr aus zugekauften Düngemitteln u.a. Stoffen
Nährstoffzufuhr durch die legume N-Bindung
Die Summe der Nährstoffabfuhren ergibt sich aus:
▪ Nährstoffabfuhr mit den Haupternteprodukten
▪ Nährstoffabfuhr mit den Nebenernteprodukten
Jährlicher betrieblicher Nährstoffvergleich (hier für Stickstoff)
Zufuhr auf die Gesamtfläche
Abfuhr von
Ernteprodukte2)
Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft1)
(§ 27 Abs. 2 oder 3 KrW-/AbfG)
Summe der Zufuhr
Ggf. Summe der Zu/Abschläge nach Anlage 6
Zeilen 12 bis 153)
Differenz zwischen Zufuhr und Abfuhr
Differenz je Hektar (nicht für Schlagbilanzen)
55.912,5
39.287,50
1) Bei Weidegang anteilige Nährstoffzufuhr nach § 4 Abs. 1 in Abhängigkeit von der Zahl der Weidetage
2) Bei Grünland in Abhängigkeit der standortabhängigen Nutzungshäufigkeit und der Standortgüte.
3) Detaillierte Aufschlüsselung erforderlich.
Im Beispiel für einen Nährstoffvergleich fällt auf, dass mit dem Spargel (rot) nur relativ geringe NMengen abgefahren werden. Die sich aus der Bilanz ergebenden 13 kg N/ha reichen aber für den
Wiederaufbau nicht aus. Daher hat der Verordnungsgeber für bestimmte Kulturen gestattet (Anlage 7 der Düngeverordnung, Zeile 12), zusätzliche Zu- oder Abschläge in Anrechnung zu bringen.
So kann beispielsweise für Spargel im zweiten Standjahr noch 6 g/Pflanze ==> ca. 78 kg N/ha)
als zusätzlicher Bedarf für die N-Einlagerung in Wurzeln und Rhizome berücksichtigt werden, d.h.
in die Zeile 12 in Tabelle 15 können hier die zuständigen Landesbehörden es gestatten, noch bestimmte Zu- und Abschläge in Ansatz zu bringen. Beispielhaft wurde hier für Spargel ein Zuschlag
von 80 kg N/ha gewählt, d.h. für das Produktionsverfahren Spargel müssen ca. 80 kg N/ha über
Bilanz gedüngt werden.
Erstellung eines mehrjährigen Nährstoffvergleichs
Entsprechend DüV sind für Stickstoff dreijährige und Phosphor sechsjährige betriebliche Nährstoffvergleiche zu erstellen. Dazu ist es ausreichend, wenn die Werte der jährlichen betrieblichen
Nährstoffvergleiche übernommen und zusammengefasst werden. Für Phosphor sind für die Düngejahre vor 2006 die Salden nach der DüV 1996 zu berücksichtigen.
Der Beispielsbetrieb hat für Stickstoff und Phosphor nach den Vorgaben der Anlage 8 der DüV,
beginnend ab 2008, einen gemittelten Nährstoffvergleich für den zurückliegenden 3Jahreszeitraum 2006 - 2008 und für Phosphor, beginnend ab 2011, eine gemittelte Nährstoffbi36
lanz für den zurückliegenden 6-Jahreszeitraum 2006 - 2011 anzufertigen, der jährlich fortzuschreiben ist. Der sich ergebende jährliche Stickstoffüberschuss darf nach dem Jahr 2011 im
Mittel von 3 Jahren 60 kg N je ha und Jahr nicht überschreiten.
Wenn der Nährstoffvergleich im Mittel von 6 Düngejahren für Phosphor die Menge von 20 kg/ha
Phosphat (8 kg P) nicht überschreitet, wird vermutet, dass die Anforderungen an die Düngebedarfsermittlung und die Düngemittelanwendung eingehalten wurden.
Der Beispielsbetrieb hat einen rechnerischen N-Überhang von 78,6 kg N/ha*a. Damit unterschreitet er den mittleren Nährstoffüberschuss von 90 kg N/ha*a für den Dreijahreszeitraum 2006 bis
2008. Um die Vorgaben für die Jahre 2007 bis 2009 (80 kg) zu erfüllen, dürfte eine geringe Reduktion der zugekauften Wirtschaftsdüngermengen ausreichend sein.
Achtung! Zum Zeitpunkt der Drucklegung waren die bislang – zum Teil noch kostenfrei – angebotenen Programme zur Erstellung von Nährstoffvergleichen noch nicht an
die Vorgaben der „neuen“ Düngeverordnung angepasst worden. Bei der weiteren Nutzung von „alten“ Programmen ist daher zu prüfen, ob alle in der Anlage 7 der Düngeverordnung aufgeführten Positionen im Ausdruck des „alten Programms“ aufgeführt
werden und ob die genutzten Richtwerte noch gültig sind.
Aufzeichnungspflichten (DüV § 7)
Bis zum 31. März nach Ablauf des letzten Düngejahres sind folgende Daten aufzuzeichnen:
für Stickstoff die ermittelten verfügbaren Bodennährstoffmengen
(im Regelfall Nmin-Untersuchungsergebnisse oder die Richtwerte der Landesbehörden)
für Phosphor die Untersuchungsergebnisse der Bodenproben (Pkt.4.4.2)
die Stickstoff- und Phosphatgehalte der eingesetzten Düngestoffe
die Ausgangsdaten und Ergebnisse der Nährstoffvergleiche
Nach Anlage 7 der DüV müssen die zusammengefassten Nährstoffvergleiche mindestens die im
Beispiel dargestellten Angaben enthalten.
Neben den Aufzeichnungen zur Düngebedarfsermittlung und dem Nährstoffvergleich sind bei einer Zufuhr von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln, die
unter Verwendung von Fleischmehlen, Knochenmehlen oder Fleischknochenmehlen hergestellt wurden innerhalb eines Monats nach der Aufbringung aufzuzeichnen:
die Schlagkennung, die angebaute Kultur
die Art und Menge sowie das Datum der Aufbringung
das abgebende Unternehmen gemäß Kennzeichnung
stoffliche Zusammensetzung nach Düngemittelverordnung
Typenbezeichnung gemäß der Kennzeichnung
Die Aufzeichnungen zur Erstellung der Nährstoffvergleiche sind 7 Jahre aufzubewahren.
Ordnungswidrigkeiten (DüV § 10)
Folgende Tatbestände werden als Ordnungswidrigkeit angesehen:
 das Aufbringen von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln
(mit wesentlichen Gehalten) auf überschwemmten, wassergesättigten, gefrorenen oder durchgängig höher als 5 cm mit Schnee bedeckten Böden,
 die Nichteinhaltung der Abstandsregelungen auf stark geneigten Flächen an Gewässern
 der direkte Eintrag von Nährstoffen in oberirdische Gewässer (ab der Böschungsoberkante bis
ins Gewässer)
 das Ausbringen von Gülle, Jauche und sonstigen flüssigen organischen sowie organischmineralischen Düngemitteln auf unbestelltem Ackerland ohne unverzügliche Einarbeitung
 das Aufbringen von mehr als 170 kg/ha N im Betriebsdurchschnitt aus betriebseigenen und betriebsfremden Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft (auch in Mischungen)
 die Ausbringung von Düngemitteln mit wesentlichem Gehalt an verfügbarem Stickstoff, ausgenommen Festmist, in der Sperrfrist
 das Aufbringen von Gülle, Jauche und sonstigen flüssigen organischen sowie N-haltigen
organisch-mineralischen Düngemitteln im Herbst auf Flächen ohne Folgefrucht und Strohdüngung
 das Aufbringen von mehr als 80 kg/ha Gesamtstickstoff oder 40 kg/ha Ammoniumstickstoff mit
Gülle, Jauche und sonstigen flüssigen organischen sowie organisch-mineralischen Düngemitteln im Herbst
 die fehlende, falsche, unvollständige oder nicht zeitgerechte Erstellung eines Nährstoffvergleichs
 die Nichtvorlage (nach Aufforderung) des Nährstoffvergleichs bei der zuständigen Stelle
 die fehlende, falsche, unvollständige oder nicht zeitgerechte Aufzeichnung:
der Ermittlung und Höhe der Bodennährstoffgehalte für Stickstoff
der Ermittlung und Höhe der Bodennährstoffgehalte für Phosphor
der Nährstoffgehalte von Düngemitteln und Wirtschaftsdüngern
der Ausgangsdaten der Nährstoffvergleiche (Nährstoffabfuhr von der Fläche)
 des Einsatzes von Fleisch-/Knochenmehlen
 die Nichtaufbewahrung der erforderlichen Aufzeichnungen über mindestens sieben Jahre
 die Anwendung von Düngemitteln, die nicht den düngemittelrechtlichen Anforderungen entsprechen
 die Nichteinhaltung der Anwendungsvorschriften bei der Flächenauswahl für Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel aus Knochenmehl, Fleischknochenmehl
oder Fleischmehl
 die Nichteinhaltung der Anwendungsvorschriften für Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel aus Kieselgur
 die Anwendung von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln,
die die Grenzwerte der Düngemittelverordnung für Schadstoffe überschreiten
Stellungnahme zur Anhörung "Änderung des Düngerechts"
Zuviel Stickstoff aus der Luft - ein Problem für die
Das C:N Verhältnis unterschiedlicher organischer Stoffe
Teurer Stickstoff – so können Sie reagieren Teurer
Entwurf einer Landesverordnung über die Festsetzung eines
PDF: 67 KB
Desinfloor® bindet die Feuchtigkeit in den Boxen. Diese
Strategische Kooperation von ETAS und IAV
Zukauf von betriebsfremden organischen Dünger
Datei - Bundesgütegemeinschaft Kompost e.V.
Anleitung zur Asservierung von Tumorgewebe
Stickstoff-Fixierung in Pflanzen
Ökologie Stickstoffkreislauf
Anlage 11 Kurzanleitung zur Asservierung von Tumorgewebe und