Source: https://www.tgkk.at/cdscontent/?contentid=10007.720204&viewmode=content
Timestamp: 2019-05-25 04:04:26
Document Index: 39352654

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 19', '§ 1', '§ 67', '§ 82', '§ 19']

Seit 1.9.2009 gilt eine AuftraggeberInnenhaftung für Subunternehmen in der Bauwirtschaft. Daran sind jene Unternehmen gebunden, welche die Erbringung von Bauleistungen nach § 19 Abs. 1a des Umsatzsteuergesetzes 1994 (UStG) an ein anderes Unternehmen ganz oder teilweise weitergeben. Seit 1.1.2011 gilt auch die Reinigung von Bauwerken als Bauleistung. Zur grundsätzlichen Abklärung, ob im Einzelfall eine Reinigung von Bauwerken im Sinne des § 19 Abs. 1a UStG vorliegt, wenden Sie sich bitte an das zuständige Finanzamt.
Auftrag an ein Unternehmen, dass zum Zeitpunkt der Bezahlung des Werklohnes in der Liste der haftungsfreistellenden Unternehmen (HFU-Gesamtliste) geführt wird. Die Liste ist unter dem Link in der rechten Navigationsleiste kostenfrei einsehbar.
Überweisung von nur 80 % des Werklohnes an den Auftragnehmer und 20 % als Haftungsbetrag an das Dienstleistungszentrum-AuftraggeberInnenhaftung (DLZ-AGH).
beim Auftragnehmer ein Insolvenztatbestand nach § 1 des Insolvenz-Entgeltsicherungsgesetzes vorliegt (z. B. Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Nichteröffnung eines Insolvenzverfahrens mangels kostendeckenden Vermögens) bzw.
Beschäftigung von nach dem Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG) angemeldeten Dienstnehmern;
keine rückständigen Beiträge für Zeiträume bis zu dem der Antragstellung zweitvorangegangenen Kalendermonat;
Seit 1.7.2011 besteht in Anlehnung an die Bestimmungen der §§ 67a ff des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes (ASVG) gemäß § 82a Einkommensteuergesetz 1988 (EStG) eine Haftung auch für lohnabhängige Abgaben. Wird die Erbringung von Bauleistungen nach § 19 Abs 1a Umsatzsteuergesetz 1994 (UStG) von einem Unternehmen an ein anderes Unternehmen weitergegeben, so haftet das Auftrag gebende Unternehmen für die vom Finanzamt einzuhebenden lohnabhängigen Abgaben, die das beauftragte Unternehmen abzuführen hat, bis zum Höchstausmaß von 5 % des geleisteten Werklohnes.
Ab 1.1.2015 können auch natürliche Personen ohne Dienstnehmer in die HFU-Gesamtliste aufgenommen werden. Überdies kann ein Auftraggeber nun auch für diese Ein-Personen-Unternehmen den Haftungsbetrag an das DLZ-AGH überweisen.
Ab 1.1.2016 kann ein Guthaben auf Grund von AGH-Zahlungen nur dann an den Auftraggeber ausbezahlt werden, wenn keine fälligen Zuschläge nach dem Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz (BUAG) und keine fälligen Abgabenforderungen des Bundes unberichtigt aushaften. Bestehen solche Rückstände, so wird das Guthaben mit diesen Rückständen verrechnet.
Weitere Informationen sowie einen Fragen-Antworten-Katalog zum Thema "AuftraggeberInnenhaftung" finden Sie auf der Website der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK).
AGH Antragsformular Erst-/Wiederaufnahme (191.8 KB)
AGH Guthaben Auszahlungsantrag (141.6 KB)