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Timestamp: 2018-04-25 23:00:51
Document Index: 173290946

Matched Legal Cases: ['Art. 37', 'Art. 18', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 37', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3']

Welche Vorschriften und Regelungen sind bei der Haltung von Hunden im Stadtgebiet Fürth zu beachten? Ein Überblick - PDF
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Linus Hauer
1 Welche Vorschriften und Regelungen sind bei der Haltung von Hunden im Stadtgebiet Fürth zu beachten? Ein Überblick Grundsätzlich gilt: Anleinpflicht: Wer Hunde in städtischen Grünanlagen, auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen und natürlich auch im privaten Umfeld oder auf privaten Flächen mit sich führt, hat dies so zu tun, dass andere nicht gefährdet, geschädigt und belästigt werden. Der Tierhalter oder Gewahrsamsinhaber, der einen leinenpflichtigen Hund führt, muss jederzeit in der Lage sein, das Tier körperlich zu beherrschen. (mit reißfester Leine) besteht in städtischen Grünanlagen. Das Anleingebot kann nach den örtlichen Verhältnissen im Einzelfall aufgehoben sein. Dies ist dann jeweils vor Ort den entsprechenden Beschilderungen zu entnehmen. Als zusätzliche Regelung für Kampfhunde und große Hunde (mit mehr 50 Zentimeter Schulterhöhe) gilt die Anleinpflicht auch in ausgewiesenen Fußgängerzonen, verkehrsberuhigten Bereichen sowie auf öffentlichen (öffentlich gewidmeten) Straßen und Wegen innerhalb städtischer Grünanlagen. Die benutzte reißfeste Leine darf nicht länger als 120 Zentimeter sein. Verbot des Mitführens: Das Mitführen eines Hundes (auch, wenn er angeleint ist) und das frei Herumlaufen lassen ist verboten auf städtischen Kinderspielplätzen, Jugendspielbereichen, ausgewiesenen Bolzplätzen, Liegewiesen, Grillplätzen, in den Friedhöfen an der Erlanger Straße, in Stadeln und in Vach sowie auf den Vorbehaltsflächen für Ökologie und dem unmittelbaren Umfeld der genannten Bereiche. Untersagt ist auch das Baden lassen in 15. Juni 2011 Seite 1 von 5
2 Wasser- und Brunnenanlagen. Die Mitnahme von Blindenführhunden auf Friedhöfe ist jedoch gestattet. Als zusätzliche Regelung für Kampfhunde und große Hunde (mit mehr 50 Zentimeter Schulterhöhe) gilt, dass das Verbot des Mitführens (selbst wenn der Hund angeleint ist) und Freilaufenlassens auch für private, öffentlich zugängliche Kinderspielplätzen und deren nähere Umgebung zutrifft. Fürther Michaelis-Kirchweih: Flusstäler, landwirtschaftliche Flächen: Storchenschutzgebiete: Fürther Stadtwald: Öffentliche Reinlichkeit: Das Mitführen von Hunden durch Besucher auf dem Kirchweihgelände ist untersagt. Die von Kirchweihbeschickern gehaltenen Hunde sind festzulegen. Straßenanlieger dürfen ihre Hunde nur an der Leine über die Straßen des Kirchweihgeländes führen. Das Betreten landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzter Flächen ist während der Nutzzeit (das ist die Zeit zwischen Saat oder Bestellung und Ernte, bei Wiesen die Zeit des Aufwuchses) nach dem Bayerischen Naturschutzgesetz untersagt. Auf vorhandenen Wegen darf jedoch mit Hunden gegangen werden, sofern diese von diesen Flächen ferngehalten werden. Das Betreten der von Weißstörchen aufgesuchten Wiesen in den Storchenschutzgebieten ist in der Zeit vom bis jeden Jahres nach den Storchenschutzverordnungen verboten. Auf vorhandenen Wegen darf jedoch mit Hunden gegangen werden, sofern diese von diesen Flächen ferngehalten werden. Hier gilt das Bayer. Jagdgesetz, wonach Jagdberechtigte befugt sind, im Extremfall wildernde Hunde sogar zu töten. Hunde gelten als wildernd, wenn sie im Jagdrevier erkennbar dem Wild nachstellen und dieses gefährden können. Zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Reinlichkeit ist es untersagt, Gehwege, (einschließlich der 13. Juli 2009 Seite 2 von 5
3 kombinierten Geh- und Radwege), Fußgängerzonen und verkehrsberuhigte Bereiche, Parkstreifen sowie die Baumscheiben in den genannten Straßenbereichen durch Tiere verunreinigen zu lassen. Der Tierhalter oder Gewahrsamsinhaber ist verpflichtet, Verunreinigungen, für die er verantwortlich ist, unverzüglich zu beseitigen. Hierfür hat der Tierhalter oder Gewahrsamsinhaber eine ausreichende Anzahl geeigneter Tüten, Vorrichtungen oder Mittel zur Aufnahme der Verunreinigungen mitzuführen. Es ist verboten, Grünanlagen durch Hunde oder andere Tiere verunreinigen zu lassen. Ein Hunde- oder Tierhalter bzw. Gewahrsamsinhaber, der entgegen dem Verbot eine Grünanlage verunreinigen lässt, ist verpflichtet, die Verunreinigung umgehend zu beseitigen und ordnungsgemäß zu entsorgen. Zur Aufnahme von Verunreinigungen durch Tiere hat der Tierhalter oder Gewahrsamsinhaber eine ausreichende Anzahl geeigneter Tüten, Vorrichtungen oder sonstiger geeigneter Mittel mitzuführen. Kampfhunde: Die Haltung eines Kampfhundes bedarf einer Erlaubnis (Art. 37 Bayer. Landesstraf- und Verordnungsgesetz LStVG-), die (soweit sie überhaupt erteilt werden kann) mit speziellen Auflagen (z.b. Anleinpflicht für das gesamte Stadtgebiet) verbunden sein kann. Bei bestimmten Hundrassen wird die Eigenschaft als Kampfhunde vermutet, solange nicht der zuständigen Behörde für die einzelnen Hunde nachgewiesen wird, dass diese keine gesteigerte Aggressivität gegenüber Menschen und Tieren aufweisen. Auch im Zusammenhang mit der Erteilung eines sog. Negativzeugnisses werden Anordnungen für den Einzelfall für die Hundehaltung getroffen (Art. 18 Abs. 2 LStVG). 13. Juli 2009 Seite 3 von 5
4 Rechtsgrundlagen: Satzung der Stadt Fürth über die Benutzung der öffentlichen Grünanlagen (Grünanlagensatzung) Verordnung der Stadt Fürth zum Schutz der Öffentlichkeit vor Gefahren durch Hunde (Hundehaltungsverordnung) Verordnung über die Reinigung und Reinhaltung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter (Reinhaltungsverordnung) Verordnung der Stadt Fürth über die Beschränkung des Betretungsrechts von Erholungssuchenden im Regnitzgrund zum Schutz der Vacher Störche (Storchenschutzverordnung) Verordnung der Stadt Fürth über die Beschränkung des Betretungsrechts von Erholungssuchenden im Rednitz-/Regnitzgrund zum Schutz der Fürther Störche (Storchenschutzverordnung) Verordnung der Stadt Fürth für die Michaelis-Kirchweih Bestattungs- und Friedhofssatzung Definitionen und Erläuterungen: Grünanlagen im Sinne der Grünanlagensatzung der Stadt Fürth sind öffentliche Einrichtungen, die sich im Eigentum oder Besitz der Stadt Fürth befinden, gärtnerisch angelegt, gepflegt und der Allgemeinheit unentgeltlich zugänglich gemacht werden. Grünanlagen sind insbesondere a) Allgemeine Grünflächen b) Parks, Erholungsanlagen und Freizeitflächen c) Grillplätze d) Kinderspielplätze e) Jugendspielbereiche (Skateanlagen, BMX-Bahnen, Basketball-, Beachvolleyballeinrichtungen und andere) f) Bolzplätze (einschließlich Jedermannsportplätze am Schießanger) g) Wintersportflächen h) Vorbehaltsflächen für Ökologie 13. Juli 2009 Seite 4 von 5
5 Storchenschutzgebiete: a) Vacher Wiesen im Bereich der Regnitz zwischen Brückenstraße und Schönblick b) Bremerstaller Wiesen im Bereich der Rednitz zwischen Käppnersteg und Heuweg Kampfhunde: (Verordnung über Hunde mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit) Bei den folgenden Rassen und Gruppen von Hunden sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden wird die Eigenschaft als Kampfhund stets vermutet: Pit-Bull, Bandog, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Tosa-Inu. Bei den folgenden Rassen von Hunden wird die Eigenschaft als Kampfhunde vermutet, solange nicht der zuständigen Behörde für die einzelnen Hunde nachgewiesen wird, dass diese keine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren aufweisen: Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Bullterrier, Cane Corso, Dog Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Perro de Presa Canario (Dogo Canario), Perro de Presa Mallorquin und Rottweiler Dies gilt auch für Kreuzungen dieser Rassen untereinander oder mit anderen Hunden. Unabhängig hiervon kann sich die Eigenschaft eines Hundes als Kampfhund im Einzelfall aus seiner Ausbildung mit dem Ziel einer gesteigerten Aggressivität oder Gefährlichkeit ergeben. Weitere Auskünfte erteilt das Ordnungsamt, Schwabacher Straße 170, Zimmer 307, Tel , E- Mail: 13. Juli 2009 Seite 5 von 5
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