Source: https://www.jura.uni-wuerzburg.de/en/chairs-and-professorships/hilgendorf/projekte-und-forschung/fruehere-projekte/
Timestamp: 2019-01-23 12:19:17
Document Index: 66002937

Matched Legal Cases: ['Art. 50', 'Art. 109', 'Art. 132', 'Art. 30', 'Art. 22', 'Art. 226']

Frühere Projekte - Lehrstuhl Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf
Faculty of LawHilgendorfFrühere Projekte
Würzburger Wochen in Instanbul 2010 & 2011
Deutsch-Türkisches Symposium 2010
4. Deutsch-Türkisches Symposium
Fünf Jahre Türkisches Strafgesetzbuch
24. - 27.06.2010
Würzburg, Alte Universität, Hörsaal II
Die Tagung hat den deutsch-türkischen Austausch strafrechtswissenschaftlicher Erkenntnisse zum Ziel, insbesondere die Untersuchung der Einflüsse des kontinentaleuropäischen Rechts auf das türkische Strafgesetzbuch im Lichte der umfassenden türkischen Strafrechtsreform von 2005. Die besondere Relevanz dieses Unternehmens rührt daher, dass wesentliche Teile des deutschen Strafrechts (speziell des Allgemeinen Teils des deutschen Strafgesetzbuches) in das türkische Strafgesetzbuch von 2005 übernommen wurden. Das Interesse der türkischen Strafrechtswissenschaft an den Grundfragen und -Problemen der deutschen Strafrechtswissenschaft ist daher immens. Für die letztere erschließt sich dabei zum einen die attraktive Möglichkeit eines weitreichenden Wissensexports. Zum anderen erhält sie Gelegenheit, die eigenen erprobten Konzepte in einen neuen Kontext zu stellen und dadurch ihren Blickwinkel auf sie um eine interessante Perspektive zu erweitern. Schließlich bietet die Tagung ein Forum zum kommunikativen Austausch, der dem interkulturellen Verständnis beider Gesellschaften förderlich sein wird.
Der Tagung liegt folgendes Konzept zugrunde: Ein türkischer Teilnehmer referiert über einen relativ genau abgegrenzten Komplex aus dem neuen türkischen Strafrecht (z.B. Kausalität, Notwehr usw.), wobei gerade auch Probleme angesprochen und Rezeptionsschwierigkeiten thematisiert werden. Das Koreferat hält ein deutscher Kollege, der die Fragestellung aus der Perspektive des deutschen Strafrechts aufgreift, Bezüge herstellt und Lösungsvorschläge formuliert. In der anschließenden Diskussion können so gemeinsame Positionen gefunden, verschiedene Herangehensweisen kennen gelernt und erörtert werden.
Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf / Dr. Silvia Tellenbach
Kausalzusammenhänge im türkischen Strafrecht
Prof. Dr. Yener Ünver (Universität Yeditepe Istanbul)
Koreferent: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Claus Roxin (München)
Beleidigung im türkischen Strafrecht
Prof. Dr. Hakan Hakeri (Universität Ondokuz Mayis Samsun)
Koreferent: PD Dr. Brian Valerius (Universität Frankfurt/Oder)
Sicherungsmaßnahmen im türkischen Strafgesetzbuch (Art. 50-60 t-StGB)
Prof. Dr. Emin Artuk (Universität Marmara Istanbul)
Koreferent: Prof. Dr. Bernd Heinrich (HU Berlin)
Freiheitsberaubung im türkischen Strafrecht (Art. 109 t-StGB)
PD Dr. Özlem Yenerer Cakmut (Universität Marmara Istanbul)
Koreferent: Prof. Dr. Walter Perron (Universität Freiburg)
Straftaten gegen das Privatleben und die Intimsphäre (Art. 132-140 t-StGB)
Prof. Dr. Bahri Öztürk (Universität Kültür Istanbul)
Koreferent: Prof. Dr. Dr. Kristian Kühl (Universität Tübingen)
Irrtum im türkischen Strafgesetzbuch (Art. 30 t-StGB)
Doz. Dr. Baris Erman (Universität Bilgi Istanbul)
Koreferent: Prof. Dr. Hans Kudlich (Universität Erlangen)
Fahrlässigkeit im türkischen Strafgesetzbuch (Art. 22 t-StGB)
Gülsün Ayhan Aygörmez (zur Zeit an der Universität Bielefeld)
Koreferent: Prof. Dr. Frank Zieschang (Universität Würzburg)
Die Strafaussetzung zur Bewährung im türkischen Strafrecht
Prof. Dr. Nur Centel (Universität Marmara Istanbul)
Vorgetragen von Dr. Dr. Altan Heper
Koreferent: Prof. Dr. Robert Esser (Universität Passau)
Verbreitung pornographischer Schriften im türkischen Strafrecht (Art. 226 t-StGB)
Prof. Dr. Veli Özer Özbek (Universität Dokuz Eylül)
Koreferent: Prof. Dr. Tatjana Hörnle (HU Berlin)
15.30 Uhr ENDE DES ZWEITEN TAGUNGSTAGES
Würzburger Europarechtstage 2009
Biomedizinische Forschung in Europa und die rechtlichen Vorgaben: Hilfe oder Hemmnis?
Prof. Dr. Martin Lohse, Rudolf-Virchow-Zentrum, Universität Würzburg
Unterschiedliche (Rechts-)Kulturen – einheitliche Forschung?
Prof. Dr. Rudolf Streinz, Universität München
Der Verweis auf „ethische Grundprinzipien“ als europäisches Embryonenschutzkonzept?
Das siebte Forschungsrahmenprogramm und seine Probleme
Der Status der Forschung in der europäischen Grundrechtscharta und der EMRK
Prof. Dr. Carsten Nowak, Universität Siegen
Beschränkung der medizinischen Forschung durch Strafrecht?
Die Forschung an Nicht-Einwilligungsfähigen als rechtliche Möglichkeit
Beschränkung der Forschung durch Europarecht am Beispiel der Gentechnologie
Können europäische Vorgaben ein Tätigwerden des nationalen Strafgesetzgebers erzwingen?
Forschung und ihre moralischen und rechtlichen Grenzen: Im Zweifel für die Freiheit? Im Zweifel für die Patienten? Im Zweifel für den Gewinn?
Prof. Dr. Jörg Hacker (Präsident des Robert-Koch-Instituts)
Prof. Dr. Eckhard Pache (Universität Würzburg)
Prof. Dr. Yener Ünver (Yeditepe Universität, Türkei)
BMBF-Projekt zur Gesetzgebungslehre
Biotechnologische Herausforderungen und rechtliche Reaktionsmöglichkeiten
Das Forschungsprojekt hat zum Ziel, eine Gesetzgebungslehre für den Bereich der Biotechnologie zu entwickeln. Es soll untersucht werden, welche Faktoren ausschlaggebend für erfolgreiche Regelungen in diesem Bereich sind und ob es Zusammenhänge zwischen bestimmten Eigenheiten eines Regelungsgebietes und bestimmten staatlichen Regelungsformen gibt.
Dementsprechend sollen vor allem folgende Fragen geklärt und beantwortet werden: Welche rechtlichen Möglichkeiten besitzt der Staat, um auf neue biotechnologische Herausforderungen zu reagieren? Welche Faktoren sind ausschlaggebend dafür, dass eine Regelung erfolgreich ist? Gibt es einen Zusammenhang zwischen bestimmten Eigenheiten eines Regelungsgebiets und bestimmten staatlichen Reaktionsformen? Sollte es einen solchen Zusammenhang geben?
Ziel ist es, dem Gesetzgeber klare und nachprüfbare Kriterien an die Hand zu geben, welche Regelungsform für welche Regelungsmaterie am geeignetsten ist. Dabei sind die besonderen Probleme des Biotechnologierechts zu berücksichtigen. Neben rasantem Erkenntnisfortschritt und besonderem Gefährdungspotential für grundrechtlich geschützte Rechtsgüter stellen sich in besonderem Maße ethische Fragen, die eine Konsensbildung im Rechtssetzungsprozess häufig erschweren.
Die Untersuchung ist rechtspolitischer und gesetzgebungstheoretischer Art. Es soll auf bestehenden Arbeiten zur Gesetzgebungslehre, insbesondere Arbeiten zur Rechtsformenwahl sowie zur Risikoregulierung aufgebaut werden. Auch soll eine „Fehleranalyse“ bereits ergangener Rechtssetzung stattfinden.
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