Source: https://www.anwalt-seiten.de/artikel/sec1/621.html
Timestamp: 2018-06-20 03:41:22
Document Index: 28926456

Matched Legal Cases: ['§ 184', '§ 184', '§ 184', '§ 184', '§ 184', '§ 184', '§ 184', '§ 81', '§ 184', '§ 184', '§ 184', '§ 184']

Besitz von Kinderpornographie und DNA Speicherung: Neue Entscheidung LG Darmstadt - Rechtsanwalt LINDBERG
Rechtsanwalt MM STEFFEN LINDBERG zum Thema Besitz von Kinderpornographie und DNA Speicherung: Neue Entscheidung LG Darmstadt
§ 184b StGB - Internetverbot als Auflage bei Kinderpornographie
Besitz von Kinderpornographie und DNA Speicherung: Neue Entscheidung LG Darmstadt
Keine automatische DNA Speicherung bei Verurteilung wegen Besitz von Kinderpornographie gem. § 184b StGB - LG Darmstadt hebt AG Darmstadt auf - Bundesweite Rechtsprechung zu DNA Speicherung bei § 184b StGB weiter uneinheitlich
Ermittlungsverfahren wegen § 184b StGB, also Besitz und Verbreitung von Kinderpornographie, nehmen auch innerhalb des Strafrechts einen Sonderstatus ein. Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht STEFFEN LINDBERG, MM hat bereits in seinen früheren Publikationen darauf hingewiesen, dass die Kenntnis der bundesweiten Rechtsprechungsentwicklung für eine effektive Strafverteidigung bei § 184b StGB unabdingbar ist.
Die 3. Große Strafkammer des Landgerichts Darmstadt hatte sich nun in einem recht neuen Beschluss ( 28.03.2011; Az.: 3 Qs 152/11 ) mit der Frage der DNA Speicherung im Nachgang zu einer Verurteilung wegen § 184b StGB auseinandergesetzt.
Im Ergebnis war eine Beschwerde gegen die amtsgerichtliche Entscheidung zulässig und begründet.
Das Landgericht stellte fest, dass eine Straftat nach § 184b StGB, also Besitz und Verbreitung von Kinderpornographie, grundsätzlich als "Anlasstat" im Sinne des § 81 g Abs. 1 StPO geeignet ist.
Für die Anordnung einer DNA Speicherung reichte -nach LG Darmstadt- das Vorliegen einer abstrakten Wahrscheinlichkeit eines künftigen Strafverfahrens vorliegend aber nicht aus. Die Voraussetzung einer "Negativprognose" darf danach nicht in abstrakter Weise getroffen werden, sondern muß sich an den konkreten Umständen des Einzelfalles orientieren. Hierzu zählten u.a. die Persönlichkeit des Betroffenen, die Art und Ausführung der Taten, die Vorbelastungen, das Tatnachverhalten ( u.a. Therapie ) und die Umständes des Einzelfalles.
Insgesamt lässt sich für Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht STEFFEN LINDBERG, MM im Rahmen seiner bundesweiten Tätigkeit feststellen, dass die Rechtsprechung zu der Speicherung von DNA in Zusammenhang mit § 184b StGB nach wie vor uneinheitlich ist. Im Zweifel muß aber davon ausgegangen werden, dass die Ermittlungsbehörden und die Strafjustiz bei Besitz und Verbreitung von Kinderpornographie entschieden reagieren.
Autor: Rechtsanwalt MM STEFFEN LINDBERG
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