Source: http://www.srjohnen.de/publish/ausbildungsvertrag.html
Timestamp: 2018-12-17 16:29:57
Document Index: 248629175

Matched Legal Cases: ['§29', '§29', '§30', '§11', '§27', '§8', '§20', '§22', '§22', '§17', '§18', '§19', '§22']

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Auszubildender: natÃ¼rliche Person, die ausgebildet werden soll (Azubi).
Ausbildender: natÃ¼rliche oder juristische Person, die den Ausbildungsvertrag mit dem Auszubildenden abschlieÃŸt und persÃ¶nlich geeignet (Â§29 BBiG) sein muss.
Ausbilder: die vom Ausbildenden benannte Person, die verantwortlich fÃ¼r die Ausbildung ist und sowohl persÃ¶nlich (Â§29 BBiG), als auch fachlich (Â§30 BBiG) geeignet sein muss.
Achtung: Ausbildender und Ausbilder kÃ¶nnen die gleiche Person sein, dies trifft aber nicht immer zu, deswegen wird im Gesetz zwischen diesen beiden unterschieden.
Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) enthÃ¤lt Regelungen zur Ausbildung, Fortbildung und Umschulung.
Im Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) beinhaltet Bestimmungen zum Jugendlichen am Arbeitsplatz.
Die jeweilige Ausbildungsordnung (AO) des Ausbildungsberufes enthÃ¤lt die zu vermittelnden Inhalte und Vorgaben zu den dafÃ¼r verfÃ¼gbaren Zeiten. Diese AO ist die Vorgabe, die der Ausbildendende umsetzen muss. Die Gesetzte enthalten die Mindestvorgaben fÃ¼r die Ausbildung. Diese Mindestvorgaben kÃ¶nnen durch VertrÃ¤ge verbessert aber nicht verschlechtert werden.
Der Ausbildungsvertrag ist der Vertrag zwischen dem Ausbildenden und dem Auszubildenden. Er muss mindestens folgende Angaben enthalten (Â§11 BBiG):
1. Art, sachliche und zeitliche Gliederung sowie Ziel der Berufsausbildung
insbesondere die BerufstÃ¤tigkeit, die Ausgebildet werden soll. Dieses beinhaltet die Nennung des Berufes, welchen der Azubi zu erlernen wÃ¼nscht
eine Umsetzung der in der Ausbildungsordnung vorgegebenen Lerninhalte auf die betrieblichen MÃ¶glichkeiten (siehe auch Nr. 3).
Kurzform: Wer macht was, wann und wo mit dem Azubi!
2. Beginn und Dauer der Berufsausbildung
Datum des Beginns der Ausbildung, die in der AO vorgegebene Ausbildungsdauer, abzÃ¼glich der vereinbarten VerkÃ¼rzungen und das Enddatum der Ausbildung
Auch enthalten ist eine Klausel, dass die Ausbildung mit dem Ablegen der AbschlussprÃ¼fung beendet wird. Liegt die AbschluÃŸprÃ¼fung vor dem vertraglichen Enddatum, ist die Ausbildung mit der Mitteilung des Bestehens beendet. Ansonsten mit dem Enddatum des Vertrages, unabhÃ¤ngig vom Datum der AbschluÃŸprÃ¼fung.
3. Ausbildungsort und AusbildungsmaÃŸnahmen auÃŸerhalb der AusbildungsstÃ¤tte (Â§27 BBiG)
z.B.: LehrgÃ¤nge an anderen Orten oder BetriebsstÃ¤tten als dem Ã¼blichen Ausbildungsort
Verbundausbildungen mehrerer Unternehmen, von denen jedes einzelne alleine nicht zur Ausbildung in der Lage wÃ¤re, weil die nÃ¶tigen Einrichtungen fehlen, im Verbund allerdings alle nÃ¶tigen Einrichtungen vorhanden sind.
4. Dauer der regelmÃ¤ÃŸigen tÃ¤glichen Ausbildungszeit (Â§8 JArbschG)
max. 8h/Tag
max. 5 Tage/Woche
5. Dauer der Probezeit
minimal einen Monat, maximal vier Monate (Â§20 BBiG)
Innerhalb dieser Zeit ist eine KÃ¼ndigung sowohl vom Azubi als auch vom Ausbildenden fristlos und ohne Grund mÃ¶glich (Â§22 BBiG).
Die KÃ¼ndigung muss in jedem Fall schriftlich erfolgen (Â§22 BBiG).
6. Zahlung und HÃ¶he der VergÃ¼tung
angemessen an Alter und von Ausbildungsjahr zu Ausbildungsjahr steigend (Â§17 BBiG)
zu zahlen spÃ¤testens am letzten Arbeitstag des Monats (Â§18 BBiG)
7. Dauer des Urlaubs (Â§19 JArbSchG)
30 Werktage<16 Jahre
27 Werktage<17 Jahre
25 Werktage<18 Jahre
8. Voraussetzungen zur KÃ¼ndigung des Ausbildungsvertrages Die KÃ¼ndigung muss in jedem Fall schriftlich erfolgen (Â§22 BBiG)
fristlos, vom Azubi oder vom Ausblidenden wenn ein wichtiger Grund vorliegt, der weniger als 14 Tage bekannt ist
mit einer vierwÃ¶chigen Frist vom Auszubildenden bei Berufsaufgabe
9. allgemeiner Hinweis auf TarifvertrÃ¤ge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen
Ein Tarifvertrag kann Vertragsbestandteil sein, wenn der Arbeitgeber selber Tarifvertragspartei oder Mitglied eines Arbeitgeberverbandes ist, der Tarifvertragspartei ist und der Azubi in der entsprechenden Gewerkschaft. In manchen FÃ¤llen wird der Tarifvertrag als Bestandteil des Ausbildungsvertrages genannt, obwohl keiner Mitglied einer Tarifvertragspartei ist. Hier wird der Tarifvertrag durch die Nennung im Ausbildungsvertrag Vertragsbestandteil.
Betriebsvereinbarungen werden zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber geschlossen. Auch sie werden Vertragsbestandteil. Hier werden Dinge geregelt, die durch den Tarifvertrag nicht abgedeckt werden. Betriebsvereinbarungen dÃ¼rfen vom geltenden Tarifvertrag abweichen, wenn dies im Tarifvertrag gestattet wird oder die Bedingungen der Betriebsvereinbarung besser sind, als die des Tarifvertrags (GÃ¼nstigkeitsprinzip).
Bei verschiedenen Punkten gibt es Ausnahmen (z.B. zur regelmÃ¤ÃŸigen tÃ¤glichen Arbeitszeit). Die genannten Paragraphen sind Anfangspunkte zur Recherche.
am 7.6.2008, 02:37:00
Letzte Ã„nderung am 25.6.2008, 00:17:00