Source: http://www.bundesversicherungsamt.de/risikostrukturausgleich/weiterentwicklung.html
Timestamp: 2017-01-18 05:54:26
Document Index: 137564043

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 269', '§ 33', '§ 269', '§ 33', '§ 29', '§ 31']

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Das Versichertenklassifikationsmodell wird auf Grundlage von Diagnosen und Arzneimittelwirkstoffen Risikozuschläge ermitteln und soll auf Klassifikationsmodellen aufbauen, deren Einsatzfähigkeit in der gesetzlichen Krankenversicherung wissenschaftlich untersucht und bestätigt worden ist (§ 29 Satz 1 Nr. 1 RSAV).
Die Auswahl des Versichertenklassifikationsmodells und seine Anpassung an die Gegebenheiten der gesetzlichen Krankenversicherung haben so zu erfolgen, dass keine Anreize für medizinisch nicht gerechtfertigte Leistungsausweitungen geschaffen und Anreize zur Risikoselektion vermieden werden.Weiterführende Informationen:Untersuchung „Klassifikationsmodelle für Versicherte im Risikostrukturausgleich“ (erstattet von IGES/Lauterbach/Wasem, November 2004)Gutachterliche Expertise „Anpassung des Klassifikationsmodells RxGroups an die speziellen Voraussetzungen in der GKV“ (erstattet von Prof. Dr. Gerd Glaeske, November 2005)Das an die gesetzliche Krankenversicherung angepasste Versichertenklassifikationsmodell ist an Hand von 50 bis 80 Krankheiten zu filtern und prospektiv auszugestalten.Bei der Auswahl der Krankheiten sollen insbesondere Krankheiten mit schwerwiegendem Verlauf und kostenintensive chronische Krankheiten, bei denen die durchschnittlichen Leistungsausgaben je Versicherten die durchschnittlichen Leistungsausgaben aller Versicherten um mindestens 50 vom Hundert übersteigen, berücksichtigt werden. Die Krankheiten sollen eng abgrenzbar sein ( § 31 Abs. 1 RSAV).Pflege und Weiterentwicklung des VersichertenklassifikationsmodellsDas Bundesversicherungsamt hat jährlich zum 30. September die Festlegungen zu den zu berücksichtigenden Krankheiten, zum Klassifikationsmodell und zum Berechnungsverfahren für das folgende Ausgleichsjahr zu treffen. Es wird hierbei durch den Wissenschaftlichen Beirat zur Weiterentwicklung des Risikostrukturausgleichs unterstützt.
Weiterführende Informationen:FestlegungenGutachterliche Expertise „Statistische Bewertung unterschiedlicher Hierarchievarianten im Klassifikationssystem für den Risikostrukturausgleich“ (erstattet von Prof. Dr. Thomas Schäfer, April 2011)