Source: http://rathaus.durbach.de/lisservicebw/verfahren?id=89&type=detail&from=list
Timestamp: 2017-06-28 20:48:32
Document Index: 190553420

Matched Legal Cases: ['§ 119', '§ 134', '§ 14', '§ 3', '§ 9', '§ 10', '§ 3', '§ 3', '§ 11', '§ 13', '§ 12']

Die Freihändige Vergabe unterscheidet sich von der Öffentlichen und Beschränkten Ausschreibung (ab den EU-Schwellenwerten: offenes und nicht offenes Verfahren). Verhandlungen über den gesamten Angebotsinhalt, auch den Preis, mit dem bietenden Unternehmen sind zulässig. Es gibt kein förmliches Verfahren. Wird kein Teilnahmewettbewerb durchgeführt, fordert der öffentliche Auftraggeber Sie formlos zur Abgabe eines Angebots auf. Die Vergabestelle darf nur Unternehmen auffordern, die über die erforderliche Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit verfügen. Sie kann die erforderlichen Eignungsnachweise verlangen. Die Unternehmen geben das Angebot ebenfalls formlos ab. Die Vergabestelle prüft die Angebote und erteilt den Zuschlag. Dies ist formlos möglich. Bei öffentlichen Teilnahmewettbewerben können Sie bei der Vergabestelle einen Antrag auf Teilnahme am Wettbewerb stellen. Wenn die Vergabestelle Sie auswählt, fordert sie Sie auf, ein Angebot abzugeben. Sie übermittelt Ihnen dazu die entsprechenden Ausschreibungsunterlagen. Die ausgefüllten Ausschreibungsunterlagen senden Sie in Textform mithilfe elektronischer Mittel an die Vergabestelle. . Die Vergabestelle kann verlangen, dass die Ausschreibungsunterlagen mit einer fortgeschrittenen elektronischen Signatur oder mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen ist. Auf dem Postweg oder direkt übermittelte ausgefüllte Ausschreibungsunterlagen müssen unterschrieben sein. Hinweis: Die Vergabestelle muss eine ausreichende Angebotsfrist einräumen. Die Vergabestelle darf die Angebote erst nach Ablauf der Frist öffnen. Sie prüft ordnungs- und fristgemäß eingegangene Angebote nach folgenden Kriterien: Vollständigkeit, fachliche Richtigkeit und rechnerische Richtigkeit. Die Vergabestelle teilt den Zuschlag in der Regel schriftlich mit. Er gilt gleichzeitig als Vertragsabschluss. Danach informiert sie nicht berücksichtigte Bieter und macht die Vergabe öffentlich bekannt.
Die Freihändige Vergabe ist nur in wenigen, gesetzlich geregelten Ausnahmefällen zulässig. Das gleiche gilt für das Verhandlungsverfahren, wenn das Auftragsvolumen die EU-Schwellenwerte überschreitet. Die Zulässigkeit liegt beispielsweise vor, wenn bei Bauleistungen eine Wertgrenze von 10.000 Euro nicht überschritten wird, bereits eine größere Leistung vergeben ist, eine kleinere dieser nachfolgt und beide sich nicht ohne Nachteil voneinander trennen lassen, nur ein bestimmter Unternehmer die Leistung aufgrund besonderer Anforderungen (z.B. Patentschutz, besondere Erfahrungen oder Geräte) erbringen kann, die Art und der Umfang der Leistung vor der Vergabe nicht eindeutig und erschöpfend festgelegt werden kann, eine erneute Öffentliche oder Beschränkte Ausschreibung kein wirtschaftliches Ergebnis verspricht, eine Leistung besonders dringlich ist, eine Leistung Geheimhaltungsvorschriften unterworfen ist. Informationen
Bei der Freihändigen Vergabe (unterhalb der EU-Schwellenwerte) fordert der öffentliche Auftraggeber (Vergabestelle) ausgewählte Unternehmen zur Abgabe eines Angebots auf. Das gilt auch für das Verhandlungsverfahren. Dieses ist durchzuführen, wenn das Auftragsvolumen dieEU-Schwellenwerte überschreitet. Die aufgeforderten Unternehmen bieten eine der Ausschreibung entsprechende Leistung an, sind dem öffentlichen Auftraggeber bereits im Vorfeld bekannt und stehen mit diesem regelmäßig in Verbindung. Hinweis: Der Wettbewerb ist sehr stark eingeschränkt. Die sonst üblichen Formvorschriften müssen hier nicht beachtet werden. Um den Bewerberkreis zu erkunden, kann die Vergabestelle im Vorfeld einen öffentlichen Teilnahmewettbewerb durchführen. . Durch den Teilnahmewettbewerb wird die geplante Auftragsvergabe öffentlich bekannt gegeben. Alle interessierten Unternehmen können Anträge auf Teilnahme stellen. Die Vergabestelle wählt die Bewerbungen aus und fordert gezielt zur Abgabe eines Gebots auf. Dabei beachtet sie allgemeine Vergabegrundsätze. Der öffentliche Teilnahmewettbewerb wird in speziellen Ausschreibungsmedien ausgeschrieben. Hinweis: EU-Ausschreibungen werden in jedem Fall im EU-Amtsblatt veröffentlicht.
§ 119 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GBW) (Arten der Vergabe) § 134 (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GBW) (Informationsfrist) §§ 14 - 20 Vergabeverordnung (VgV) § 3 Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen - Teil A (VOL/A) §§ 9 - 13, 37 - 63 Vergabeverordnung (VgV) §§ 10 - 19 Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen - Teil A (VOL/A) § 3 und § 3a Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen - Teil A (VOB/A) §§ 11 - 19 Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen - Teil A (VOB/A) § 13 Sektorenverordnung (SektVO) § 12 Konzessionsvergabeverordnung (KonzVgV) Freigabevermerk