Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20U%20158/12
Timestamp: 2020-07-11 18:06:46
Document Index: 268117552

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 7', '§ 115', '§ 7', '§ 8', '§ 276']

OLG Karlsruhe, 27.01.2014 - 1 U 158/12 - dejure.org
https://dejure.org/2014,583
OLG Karlsruhe, 27.01.2014 - 1 U 158/12 (https://dejure.org/2014,583)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 27.01.2014 - 1 U 158/12 (https://dejure.org/2014,583)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 27. Januar 2014 - 1 U 158/12 (https://dejure.org/2014,583)
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Fahrsicherheitstraining, Haftungsausschluss, Fahrfehler
Kollision bei einer Rennveranstaltung: Formularmäßiger Ausschluss der straßenverkehrsrechtlichen Gefährdungshaftung; Fahrfehler als grob fahrlässiges Verhalten
Formularmäßiger Haftungsausschluss der straßenverkehrsrechtlichen Gefährdungshaftung bei Motorsportveranstaltung
Der Fahrfehler des "ambitionierten Porsche-Fahrers” auf dem Hockenheimring
Verkehrsrecht - Kollision bei einer Rennveranstaltung
Unfallgeschädiger bei Fahrsicherheits-Veranstaltung auf einer Rennstrecke muss vereinbarten Haftungsausschluss gegen sich gelten lassen
Haftung für Unfall bei Fahrertraining
NJW-RR 2014, 692
NZV 2015, 126
Soweit in der Rechtsprechung die Eigenschaft einer Rennstrecke, als auch der Fahrzweck und die Fahrabsicht jedenfalls im Rahmen der Gefährdungshaftung des § 7 StVG für unerheblich gehalten wird, weil der Haftungstatbestand des § 7 StVG allein auf den Betrieb des Fahrzeugs abstelle und sich auch auf einer Rennstrecke eine Gefahr realisiere, die mit dem Betrieb eines Fahrzeugs als Verkehrsmittels verbunden sei ( so im Ergebnis OLG Karlsruhe, NJW-RR 2014, 692 bei juris Rn 59 ) trägt diese Erwägung allerdings keine akzessorische Haftung des Versicherungsunternehmens nach § 115 Abs. 1 Nr. 1 VVG.
aa) Dieser erstreckt sich auch auf § 7 StVG, soweit man diese Vorschrift grundsätzlich auch auf Rennstrecken für anwendbar halten würde, weil die straßenverkehrsrechtliche Haftung, von der Sondervorschrift für entgeltliche und geschäftsmäßige Personenbeförderung abgesehen ( § 8a Abs. 1 StVG), ebenso abdingbar ist, wie die Haftung für unerlaubte Handlungen in den Grenzen des § 276 Abs. 3 BGB abbedungen werden kann (vgl. hierzu OLG Karlsruhe NJW-RR 2014, 692).