Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20172/95
Timestamp: 2019-05-20 23:52:16
Document Index: 150990283

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 162', '§ 182', '§ 15', 'BGH', '§ 15', '§ 182', '§ 158', '§ 158', '§ 6', '§ 17', '§ 15', 'BGH', '§ 162', 'BGH', '§ 162', 'BGH', '§ 563', '§ 162', 'BGH', '§ 15', 'BGH', '§ 15', '§ 311', '§ 313', 'BGH', '§ 167', 'BGH', '§ 162', '§ 242', 'BGH', '§ 182', 'BGH', '§ 15']

BGH, 25.09.1996 - VIII ZR 172/95 - dejure.org
https://dejure.org/1996,1292
BGH, 25.09.1996 - VIII ZR 172/95 (https://dejure.org/1996,1292)
BGH, Entscheidung vom 25.09.1996 - VIII ZR 172/95 (https://dejure.org/1996,1292)
BGH, Entscheidung vom 25. September 1996 - VIII ZR 172/95 (https://dejure.org/1996,1292)
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GmbH - Anteilsverkauf - Bedingung - Genehmigung
Keine notarielle Beurkundung der Genehmigung eines Verkaufs von GmbH-Anteilen
BGB § 162, § 182 Abs. 2; GmbHG § 15 Abs. 3, 4
Form der Genehmigung eines durch einen Vertreter abgeschlossenen GmbH-Geschäftsanteilkaufs
Gesellschaftsrecht; Kauf eines Geschäftsanteils durch Vertreter
Keine Formbedürftigkeit eines Genehmigungsvorbehalts in einem Kaufvertrag über einen GmbH-Geschäftsanteil, der der notariellen Beurkundung bedarf; Bedingungseintritt
NJW 1996, 3338
ZIP 1996, 1901
MDR 1997, 128
WM 1997, 36
BB 1996, 2427
DB 1996, 2378
Formwirksamkeit der Abtretung eines Gesellschaftsanteils trotz Verstoßes gegen § …
Die Entscheidung BGH ZIP 1996, 1901 = NJW 96, 3338 zitiert lediglich den Normzweck der § 15 Abs. 3, 4 GmbHG, wobei im konkreten Fall kein Formverstoß angenommen wurde.
Vielmehr ist in dem Genehmigungsvorbehalt eine Rechtsbedingung zu sehen, für die §§ 182 f. BGB als Sondervorschriften gelten, während die Bestimmungen der §§ 158 f. BGB nicht, jedenfalls nicht unmittelbar anwendbar sind (vgl. Senatsurteil vom 25. September 1996 - VIII ZR 172/95, NJW 1996, 3338 unter II 2 c aa;… Soergel/Wolf, BGB, 13. Aufl., § 158 Rdnr. 9 m.w.N.).
Für den Fall, daß sich der Vertretene beim Vertragsabschluß eines Vertreters bedient, ist jedoch allein der Vertreter der vom Notar zu belehrende Beteiligte im Sinne von § 6 Abs. 2, § 17 BeurkG; die Warn- und Schutzfunktion der Beurkundung für die an dem Rechtsgeschäft Beteiligten - die für § 15 Abs. 3 GmbHG ohnehin ohne Bedeutung ist (Senatsurteil vom 25. September 1996 - VIII ZR 172/95, NJW 1996, 3338 unter II 1 d m.w.N.) - erreicht daher unmittelbar nur den Vertreter (BGHZ 125, 218, 225), ohne daß es dabei darauf ankommt, ob der Vertreter bevollmächtigt war oder vollmachtlos gehandelt hat.
In einem solchen Fall wird ein auf vernünftige wirtschaftliche Gründe gestützter, den Bedingungseintritt beeinflussender Entschluss dieser Partei in der Regel auch im Verhältnis zu ihrem Vertragspartner sachlich gerechtfertigt und damit nicht treuwidrig sein (zur Anwendbarkeit von § 162 BGB auf Wollensbedingungen, vgl. BGH, Urt. v. 25. September 1996, VIII ZR 172/95, NJW 1996, 3338, 3340 sowie Staudinger/Bork, aaO, § 162 Rdn. 4).
Diese Beurteilung kann der Senat anstelle des Landgerichts selbst vornehmen, weil weitere tatsächliche Feststellungen nicht zu erwarten und keine Gesichtspunkte zu berücksichtigen sind, die das Landgericht übersehen oder für unerheblich gehalten hat, so dass mit weiterem Sachvortrag der Parteien nicht zu rechnen ist (st.Rspr., z.B. BGH, U. v. 25.09.2006, Az. VIII ZR 172/95, NJW 1996, 3338, 3341;… MünchKomm-ZPO/Wenzel, 3. Aufl., § 563 Rn. 21 zur gleichgelagerten Frage im Rahmen der Rechtsbeschwerde nach der ZPO):.
Die Beklagte verweist zwar zu Recht darauf, dass es zumindest fraglich ist, ob § 162 BGB auf sog. Wollensbedingungen anwendbar ist, weil in diesen Fallgruppen grundsätzlich noch keine Rechtsbindung gewollt ist (vgl. BGH ZIP 1996, 1901, 1903f; OLG Oldenburg NJW-RR 90, 273, 274 m.w.N.;… OLG München NJW-RR 88, 58 mit Anm. von Ring in JuS 1991, S. 634 f.).
Zwar erfaßt die Formvorschrift des § 15 Abs. 3 GmbHG auch Nebenabreden (BGH, Urt. v. 25. September 1996 - VIII ZR 172/95, ZIP 1996, 1901).
Die Bedeutung der Formvorschrift des § 15 Abs. 3 GmbHG, die anders als diejenige des § 311b Abs. 1 BGB (§ 313 BGB a.F.) nicht dazu dient, die leichtfertige Veräußerung eines Rechts zu verhindern, sondern bezweckt, den leichten und spekulativen Handel mit Geschäftsanteilen auszuschließen sowie den Beweis des Rechtsübergangs zu erleichtern (vgl. BGH, WM 1997, 36 = ZIP 1996, 1901 unter II.1.d m.w.N.), schränkt den Anwendungbereich des § 167 Abs. 2 BGB nicht ein (vgl. BGHZ 13, 49 unter I).
Selbst wenn der Erlaß eines Bauvorbescheids als Vorstufe der Baugenehmigung ein gesetzliches Erfordernis für die Durchführung des Bauvorhabens darstellt, wird die Vertragsklausel nicht zur Rechtsbedingung, für die der Rechtsgedanke des § 162 BGB nur ausnahmsweise gemäß dem Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB) herangezogen werden kann (vgl. BGH, Urt. v. 25. September 1996, VIII ZR 172/95, NJW 1996, 3338, 3340).
Teilwirksamkeit des Vertrages nach Teilgenehmigung durch vollmachtlosen Vertreter …
Daß diese lediglich notariell beglaubigt war, ist nicht weiter von Belang, weil die Zustimmung nicht der für das Rechtsgeschäft bestimmten Form bedarf (§ 182 Abs. 2 BGB; vgl. BGH GmbHR 1996, 919;… Lutter/Hommelhoff, GmbHG, 15. Aufl., § 15 Rdn. 19).
AG Hechingen, 28.07.2016 - 6 C 145/16
Schadensersatzanspruch eines Rechtsanwaltes gegen den Mandanten: Treuwidrigkeit …
OLG München, 24.01.1997 - 25 W 3365/96
Sittenwidrigkeit eines Anspruchs auf Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger …
FG Sachsen, 08.06.2006 - 3 K 1260/05
Aus berufsrechtlichen Gründen gewählte Gestaltung bindet die Beteiligten auch …
LG Düsseldorf, 30.08.2012 - 4b O 54/11
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