Source: http://www.werkstattcheck.de/bussgeldrechner.html
Timestamp: 2017-09-20 20:19:54
Document Index: 246716980

Matched Legal Cases: ['§107', '§315', '§24', '§4', '§24', '§ 4', '§ 2']

Bußgeldrechner und hilfreiche Infos zum Bußgeldverfahren
Bußgeldrechner und Infos zum Bußgeldverfahren
Mit einem Bußgeldrechner können Sie sich genau berechnen lassen, was an an Bußgeldern oder möglichen Fahrverboten auf Sie zukommen kann.
Ein Bußgeldrechner kann nur Regelsätze berechnen.
Das Bußgeld kann unter gewissen Umständen - z.B. im Wiederholungsfall/ bei Voreintragungen im Zentralregister/ bei Hinzutreten einer Gefährdung oder Sachbeschädigung/ bei mehreren gleichzeitig verschiedenen begangenen Verkehrsverstößen / oder sogar bei Erfüllung von Straftatbeständen - von dem errechneten Wert abweichen.
Der hier verfügbare Bußgeldrechner zeigt Ihnen nur die Kosten bei Geschwindigkeits- und Abstandsverstößen.
Wenn Sie auch Infos über andere Verkehrsverstöße benötigen, können Sie hier bei Amazon.de den kompletten Bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog für Straßenverkehrsordnungswidrigkeiten erwerben.
Der Tatbestandskatalog wird jährlich aktualisiert und wird von der Polizei in verschiedenen Bundesländern verwendet.
Im formlosen Verwarnungsverfahren fallen in der Regel keine Verwaltungsgebühren an.
Das formlose Verfahren ist ein Verstoß, der mit nicht mehr als 55 Euro Verwarngeld geahndet wird und der vom Betroffenen (so nennt sich jemand, der eine Ordnungswidrigkeit begangen hat) eingeräumt und bezahlt wird.
Wird das Verwarngeld vom Betroffenen abgelehnt/ nicht bezahlt oder der Verstoß zieht eine Strafe von 60 Euro und mehr nach sich, so befindet sich der Betroffene im förmlichen Bußgeldverfahren.
Bußgelder (ab 60 Euro) haben im Gegensatz zum Verwarngeld (bis 55 Euro) einen Eintrag im Fahreignungsregister in Flensburg zur Folge, sofern die Verkehrssicherheit beeinträchtigt wurde.
Bei Erlass eines Bußgeldbescheides sind zusätzlich zum Bußgeld mindestens 20 Euro Bearbeitungsgebühren sowie rund 5,60 Euro für die Postzustellung zu zahlen (vgl. §107 OWiG). Die Kosten hierfür können je nach Landkreis variieren. Diese Kosten sind im Bußgeldrechner nicht eingerechnet und müssen auf das errechnete Bußgeld hinzugezählt werden.
Bußgeldrechner (BKat. Stand 2014) für...
...Geschwindigkeit
(Beisp.: 75�bei�50 = 25�km/h)
...Abstand
Weitere Infos rund um das Ordnungswidrigkeitenverfahren:
Das Verwarnungs- und Bußgeldverfahren
Um gerätespezifische Ungenauigkeiten der amtlich zugelassenen Messgeräte auszugleichen, wird ein Toleranzbetrag von der gemessenen Geschwindigkeit abgezogen.
Bei gemessenen Geschwindigkeiten bis zu 100 km/h beträgt dieser in der Regel 3 km/h, bei Geschwindigkeiten über 100 km/h 3 % der gefahrenen Geschwindigkeit.
Das Vorliegen besonderer Messfehler kann im Bußgeldverfahren im Einzelfall vorgebracht und konkret überprüft werden.
Geringfügige Ordnungswidrigkeiten können mit Verwarnungsgeld zwischen 5,- Euro und 35,- Euro in einem vereinfachten Verwaltungsverfahren geahndet werden. Wird das Verwarnungsgeld nicht in der vorgegebenen Frist gezahlt oder wird Einspruch erhoben, so geht das Verwarnungsverfahren automatisch in das förmlichere Bußgeldverfahren über, welches mit dem Erlass eines Bußgeldbescheides endet. Gegen den Bescheid kann innerhalb von 14 Tagen ab Zustellung Rechtsmittel einlegt werden.
Will die Bußgeldbehörde (i.d.R. das Straßenverkehrsamt) den Bescheid nicht ändern, gibt sie das Verfahren an das zuständige Amtsgericht ab.
Gegen die amtsgerichtliche Entscheidung kann nur in besonderen Fällen wiederum Rechtsmittel eingelegt werden. Bei schweren Verkehrsverstößen kann außer einer Ordnungswidrigkeit in Tateinheit ein Straftatbestand (z.B. Gefährdung des Straßenverkehrs §315c Strafgesetzbuch) voliegen. In diesem Fall ermittelt die Staatsanwaltschaft und prüft, ob wegen des Verstoßes direkt bei Gericht Anklage zu erheben oder ein Strafbefehl zu beantragen ist.
Verjährungsfristen von Ordnungswidrigkeiten
Verkehrsrechtliche Ordnungswidrigkeiten nach §24 StVG verjähren nach 3 Monaten. Danach kann man für die Tat nicht mehr belangt werden.
Die Verfolgungsverjährungsfrist kann jedoch durch Ermittlungshandlungen gegen den Betroffenen (z.B. das Aussenden eines Anhörungsbogens) unterbrochen werden mit der Folge, dass die Verkehrsbehörde erneut 3 Monate Zeit hat, einen Bußgeldbescheid zu erlassen.
Zur Fristwahrung reicht dabei aus, dass der Bescheid innerhalb der Frist ausgestellt und innerhalb von 14 Tagen zugestellt wird (auch wenn die Verjährungsfrist bereits abgelaufen ist).
Im Zweifelsfall sollten Sie einen Rechtsanwalt einschalten.
Bei schwerwiegenden Verkehrsverstößen sieht der Bußgeldkatalog auch bei einmaliger Begehung ein Regelfahrverbot von 1 bis 3 Monaten vor (z.B. Mißachtung des Rotlichts einer Lichtzeichenanlage von mehr als 1 Sekunde).
Ein Fahrverbot kann auch verhängt werden, wenn mehrfach gegen Verkehrsregeln verstoßen wird.
So kann z.B. nach §4 Abs.2 der Bußgeldkatalogverordnung (BKatV) ein Fahrverbot auch verhängt werden, wenn bereits eine rechtskräftige Geschwindigkeitsüberschreitung von mindestens 26 km/h vorliegt und innerhalb eines Jahres von demselben Fahrer eine weitere Geschwindigkeitsüberschreitung von mindestens 26 km/h begangen wird.
Handelt sich um das erste seit 2 Jahren (und auch das einzige) Fahrverbot, muss es in der Regel nicht sofort nach Rechtskraft der Entscheidung angetreten werden. Nach §24 Abs.2a StVG hat der Betroffene die nächsten 4 Monate Zeit, das Fahrverbot abzuleisten.
Wer auf das Fahrzeug, insbesondere aus beruflichen Gründen, angewiesen ist, sollte einen Verkehrsrechtsanwalt einschalten. Denn von der Anordnung des Fahrverbotes kann im Einzelfall abgesehen werden, gegen Zahlung eines "angemessen erhöhtes" Bußgeldes (§ 4 Abs. 4 BKatV).
Fahranfänger erhalten anfangs eine Fahrerlaubnis auf Probe.
In der zweijährigen Probezeit sind sie besonderen Beschränkungen unterworfen.
So ist der Fahranfänger nach § 2a StVG bei einer schwerwiegenden oder zwei weniger schwerwiegenden Zuwiderhandlungen (vgl. Anlage 12 FeV) verpflichtet, innerhalb einer vorgegebenen Frist an einer Nachschulung teilzunehmen.
Gleichzeitig verlängert sich die Probezeit um weitere 2 Jahre auf insgesamt 4 Jahre.
Begeht der Fahranfänger nach Teilnahme an dem Seminar aber vor Ablauf der Probezeit erneut eine schwere oder zwei weniger schwerwiegende Verstöße, wird er schriftlich verwarnt.
Gleichzeitig wird ihm nahe gelegt, innerhalb von 2 Monaten an einer verkehrspsychologischen Beratung teilzunehmen.
Verkehrsverstöße werden neben einem Bußgeld (OWi), Geldstrafe (Straftat) und/oder Fahrverboten auch mit Punkten in Flensburg geahndet. In Flensburg befindet sich das Kraftfahrt-Bundesamt, welches das Fahreignungsregister führt.
Je nach Schwere des Verstoßes werden zwischen 1 und 3 Punkte vergeben.
Bei mehreren getrennt voneinander begangenen Verstößen (Tatmehrheit) werden die Punkte der einzelnen Verstöße addiert.
Die drei neuen Punktekategorien nennen sich wie folgt:
Schwerer Verstoß (einer Ordnungswidrigkeit): 1 Punkt
Besonders schwerer Verstoß (Owi die mit Fahrverbot vorgesehen ist oder Verkehrsstraftat mit Fahrverbot bis 3 Monate): 2 Punkte
Straftat mit Entzug der Fahrerlaubnis: 3 Punkte
2 Jahre bei Ordnungswidrigkeiten (ohne Alkohol und Drogen)
5 Jahre bei Verkehrsstraftaten mit Entziehung der Fahrerlaubnis (ohne Alkohol und Drogen)
10 Jahre für Alkoholstraftaten und Straftaten, bei denen eine Entziehung der Fahrerlaubnis und Sperre angeordnet worden ist.
Punkteübersicht mit Ampelfarben:
Hier passiert noch nichts. Formell wird man mit dieser Punktzahl nur "vorgemerkt"
Ab 4 Punkten gibt es von der Verwaltungsbehörde eine schriftliche Ermahnung. Weiterhin gibt es den Hinweis auf die Teilnahme an einem Aufbauseminar, womit 1 Punkt abgebaut werden kann.
Ab 6 bis 7 Punkte erfolgt eine sogenannte Verwarnung. Ab sechs Punkten ist ein Abbau durch Seminare nicht mehr möglich. Es wird allerdings ein Seminar angeordnet, mißachtet man dieses, so droht hier schon der Entzug der Fahrerlaubnis.
Entzug der Fahrerlaubnis, da gesetzlich davon ausgegangen wird, dass die Person nicht geeignet zum Führen eines Kraftfahrzeugs ist. Eine Neuerteilung erfolgt frühestens nach 6 Monaten und bestandener MPU.
Einmal in 5 Jahren kann durch die Teilnahme an einem Seminar ein Punkt abgebaut werden.
Ein solches Seminar nennt sich Fahreignungsseminar und wird circa 400 Euro kosten.
Jeder kann sich nach dem ihn betreffenden Inhalt der "Verkehrssünderkartei" erkundigen.
Die Auskunft wird schriftlich per Post (nicht per Fax) kostenfrei erteilt.
Dem Antrag ist eine amtliche Identitätsbescheinigung (z.B. Kopie der Vorder- und Rückseite des Personalausweises) beizufügen, damit sichergestellt ist, dass nur der Berechtigte eine Auskunft erhält.
Im Antrag müssen Sie Ihre Personendaten (Vorname(n), Nachname, ggf. Geburtsname, Geburtsdatum und Geburtsort und aktuelle Anschrift) anzugeben.
Die Auskunft kann aus Datenschutzgründen nicht telefonisch gegeben werden.
Entsprechende Antragsformulare sind u.a. im Internet unter www.kba.de erhältlich.
- MPU/ Idiotentest
- Die neuen Fahrerlaubnisklassen
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