Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IV%20ZB%2021/02
Timestamp: 2019-04-21 15:07:14
Document Index: 301278146

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 574', '§ 574', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§ 91', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 17.03.2004 - IV ZB 21/02 - dejure.org
ZPO § 574 Abs. 2 und 3
Lebensversicherung mit eingeschlossener Unfallzusatzversicherung; Überobligationsmäßige Leistungen eines Versicherten; Wertende Gesamtschau aller Umstände bei der Feststellung von Berufsunfähigkeit; Sach- und Streitstand im Zeitpunkt der Erledigungserklärungen; Unbeachtliche eigene Sachverhaltswürdigung; Auswirkungen des Abschlusses eines Prozessvergleichs auf den Streitwert
ZPO § 574 Abs. 2, 3
Verfahrensrecht - Berufung: Rechtsbeschwerde gegen Kostenentscheidungen
NJW-RR 2004, 1219
MDR 2004, 1015
FamRZ 2004, 1097 (Ls.)
WM 2005, 394
BB 2004, 1078
Die Kostenentscheidung der Kammer würde jedoch nur der summarischen rechtlichen Nachprüfung unterliegen und aufgrund dieses eingeschränkten Prüfungsmaßstabes dem Bundesarbeitsgericht keinen Grund geben, die Rechtsfragen abzuhandeln (BGH 17.03.2004 - IV ZB 21/02 - Juris Rn. 8, 12).
a) Gegen eine Kostenentscheidung gemäß § 91a ZPO darf die Rechtsbeschwerde nicht aus materiellrechtlichen Gründen zugelassen werden, da es nicht Zweck des Kostenverfahrens ist, Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu klären oder das Recht fortzubilden, soweit es um Fragen des materiellen Rechts geht (Bestätigung von BGH, Beschluss vom 17. März 2004 - IV ZB 21/02, WM 2005, 394 f.; BGH, Urteil vom 21. Dezember 2006 - IX ZR 66/05, WM 2007, 411, 414 Tz. 22).
Allerdings hat das Beschwerdegericht rechtsfehlerhaft unbeachtet gelassen, dass eine Rechtsbeschwerde gegen eine Kostenentscheidung gemäß § 91a ZPO aus materiellrechtlichen Gründen nicht zugelassen werden darf, da es nicht Zweck einer solchen Kostenentscheidung ist, Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu klären oder das Recht fortzubilden, soweit es um Fragen des materiellen Rechts geht (BGH, Beschluss vom 17. März 2004 - IV ZB 21/02, WM 2005, 394 f.; BGH, Urteil vom 21. Dezember 2006 - IX ZR 66/05, WM 2007, 411, 414 Tz. 22).
Unerheblich ist deshalb, ob und inwieweit eine Kostenentscheidung, wie sie hier ergangen ist, überhaupt geeignet sein kann, grundsätzliche Rechtsfragen zu klären (vgl. dazu BGH, Beschl. v. 17. März 2004 - IV ZB 21/02, z.V.b.).
Die Kostenentscheidung nach übereinstimmender Erledigungserklärung ergeht nach "billigem Ermessen unter Berücksichtigung des bisherigen Sach- und Streitstandes" und erfordert nur eine summarische Prüfung, bei der das Gericht auch im Rechtsbeschwerdeverfahren grundsätzlich davon absehen kann, in einer rechtlich schwierigen Sache alle für den Ausgang bedeutsamen Rechtsfragen abzuhandeln (BGH, Beschluss vom 17. März 2004 - IV ZB 21/02 - VersR 2004, 1578 m.w.N.).
Die Kostenentscheidung des Berufungsgerichts hält der allein gebotenen summarischen rechtlichen Nachprüfung (BGH, Beschluss vom 17. März 2004 - IV ZB 21/02, NJW-RR 2004, 1219, 1220) stand.
Sie hätte vom Berufungsgericht auch nicht zugelassen werden dürfen, da es nicht Zweck einer Entscheidung über die Kosten nach § 91 a ZPO ist, Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu klären oder das Recht fortzubilden, soweit es - wie hier - um Fragen des materiellen Rechts geht (BGH, Beschl. v. 17. März 2004 - IV ZB 21/02, BGHReport 2004, 977 = WM 2005, 394).
Das ist aber nicht Zweck einer Rechtsbeschwerde (vgl. BGH, Beschluss vom 17. März 2004 - IV ZB 21/02, NJW-RR 2004, 1219, 1220).
Grundlage der Entscheidung ist demgemäß lediglich eine summarische Prüfung, bei der das Gericht auch bei einer Entscheidung im Revisions- oder Rechtsbeschwerdeverfahren - grundsätzlich davon absehen kann, in einer rechtlich schwierigen Sache nur wegen der Verteilung der Kosten alle für den Ausgang bedeutsamen Rechtsfragen abzuhandeln (BGH, Beschluss vom 17. März 2004 - IV ZB 21/02, NJW-RR 2004, 1219, 1220 mwN).
Zur Beantwortung von materiell-rechtlichen Streitfragen darf die Rechtsbeschwerde gegen Kostenbeschlüsse der hier vorliegenden Art gemäß der ständigen höchstrichterlichen Rechtsprechung, der sich der Senat angeschlossen hat, nicht zugelassen werden; solche Entscheidungen ergehen nur aufgrund summarischer Prüfung der Sach- und Rechtslage und sind deshalb in aller Regel nicht dazu geeignet, Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu klären oder das Recht fortzubilden (vgl. BGH, Beschl. v. 17.03.2004 - IV ZB 21/02, Rdn. 7 f., juris = BeckRS 2004, 03956;… Urt. v. 24.10.2005 - II ZR 56/04, Rdn. 7, juris = BeckRS 2005, 13488;… Beschl. v. 07.10.2008 - XI ZB 24/07, LS 1 und Rdn. 9, juris = BeckRS 2008, 23098;… Beschl. v. 28.10.2008 - VIII ZB 28/08, Rdn. 5, juris = BeckRS 2008, 23811;… Beschl. v. 14.05.2013 - VIII ZB 51/12, Rdn. 6, juris = BeckRS 2013, 10449;… ferner Flockenhaus in Musielak/Voit, ZPO, 15. Aufl., § 91a Rdn. 26;… Zöller/Althammer, ZPO, 32. Aufl., § 91a Rdn. 29).
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