Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4158.htm
Timestamp: 2018-12-13 22:58:00
Document Index: 135130652

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 22', '§ 33', '§ 2', '§ 4']

Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet »Ofenwisch« vom 19. Mai 1989 (GBl. v. 30.06.1989, S. 246).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr.2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz ‑NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden‑württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199) und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr.4 Landesjagdgesetz in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Stadt Riedlingen, Gemarkung Riedlingen, Landkreis Biberach wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Ofenwisch«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von ca. 40,64 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Riedlingen
· die Flst. Nr.1166, 1169, 1172, 1173, 1177, 1177/1, 1177/2, 1185,1187, 1188 mit Gebäude 1, 1189, 1190, 1191, 1192, 1193, 1194, 1195, 1196, 1199, 1201, 1202, 1204, 1206, 1213, 1214, 1216, 1220, 1222, 1225, 1228, 1229, 1230, 1233, 1234, 1235, 1236, 1238, 1239, 1240, 1241, 1243, 1248, 1249, 1250, 1251, 1252, 1254, 1257, 1258, 1259, 1260, 1262, 1263, 1265, 1266, 1267, 1268, 1270, 1271, 1272, 1273, 1275 sowie die Feldwege Nr. 192 (teilweise), 194, 195 (teilweise), 196, 197, 201, 202, 203, 204 und 207.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 26. April 1989 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen und beim Landratsamt Biberach in Biberach auf die Dauer von drei Wochen. beginnend am achten Tag nach ihrer Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung und Förderung der Kulturlandschaft in der Riedlinger Donauaue mit ihren restlichen Altarmen und der Feuchtvegetation als Brut‑, Nahrungs‑ und Rastbiotop für die auf diese Auelandschaft angewiesene und zunehmend bedrohte Tierwelt. Dies gilt insbesondere für den Lebensraum des Weißstorchs.
8. Tiere einzubringen, wildlebenden Tieren nachzustellen, sie mutwillig zu beunruhigen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten oder Puppen, Larven, Eier oder Nester oder sonstige Brut‑, Wohn‑ oder Zufluchtsstätten dieser Tiere freizulegen. zu entfernen, zu beschädigen oder zu zerstören;
10. zu zelten, zu lagern, zu übernachten, Wohnwagen, sonstige Fahrzeuge oder Verkaufsstände aufzustellen;
12. Feuer zu machen und Grillplätze anzulegen;
16. Flugmodelle oder Schiffsmodelle zu betreiben;
17. Wiesen‑ und Röhrichtflächen umzubrechen;
18. neu aufzuforsten sowie Schmuckreisigkulturen oder Vorratspflanzungen von Bäumen oder Sträuchern sowie Kleingärten anzulegen;
19. Schilfbestände und Gebüsche zu roden.
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang unter besonderer Rücksichtnahme auf die Vogelwelt, insbesondere während der Brut‑ und Zugzeit mit der Maßgabe, daß die Jagd auf Federwild nicht vor dem 1. November erlaubt wird und das Ankirren von Federwild nicht zulässig ist;
2. für die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß Schilfbestände und Gebüsche in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober nicht betreten werden dürfen;
3. für die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang. § 4 Abs. 2 Nr. 17 bleibt unberührt;
4. für die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß der Laubwald erhalten und die Hybridpappeln durch standortgerechte Laubbäume ersetzt werden;
TÜBINGEN, den 19. Mai 1989