Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/2/2135.htm
Timestamp: 2018-12-11 23:08:04
Document Index: 18317554

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 22', '§ 33', '§ 2', '§ 4']

2.135 Waldstetter Tal
Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe über das Naturschutzgebiet "Waldstetter Tal" (Höpfingen, Neckar-Odenwald-Kreis) vom 19. Dezember 1990 (GBl. v. 13.03.1991, S. 124).
Aufgrund §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitsrechts vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199), und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Höpfingen, Gemarkung Waldstetten, Landkreis Neckar-Odenwald-Kreis, werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung "Waldstetter Tal".
Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rd. 34 ha.
· Es umfaßt auf dem Gebiet der Gemeinde Höpfingen, Gemarkung Waldstetten, die Grundstücke Flst. Nrn. 5782, 578311, 578312, 5784-5786, 5788-5799, 5801, 5802, 5803/1, 5804, 5805, 5806/2, 5807-5818, 5819/1, 5819/2, 5820, 5821/1, 5821/2, 5822-5831, 5833-5837, 5838/2, 5839-5849, 5851/1, 5853-5859, 5861-5864, 5865/1, 586512, 5866/1, 5866/2, 5867-5872, 5874/1, 5875-5897, 5897/1, 5898-5902, 5904-5939, 5940/1, 5940/2, 594013, 5941, 5941/1, 5942, 5943/1, 594312, 5943/3, 5944, 5944/1, 5945, 5945/1, 5946, 5946/1, 5947, 5947/1, 5948-5951, 5951/1, 5952, 5952/1, 5953-5974, 5975-5978, 5979, 5979/1, 5980/1, 5981, 5981/1, 5982, 5982/1, 5983-5985, 5985/1, 5986-6037, 6037/1, 6037/2, 6037/3, 6037/4, 6038-6040, 6045, 6048, 6049, 6202 tw., 6204, 6206, 6208/1, 6209-6215, 6217-6227, 6228/1, 6230-6232, 6232/2, 6233/1, 6233/2, 6234-6244, 6247-6252, 6254-6259, 6260/1, 6262, 6263, 626511, 6266-6268, 6270-6284, 6287-6293, 6293/1, 6294-6316, 6318-6326, 6327/1, 6327/2, 6327/3, 6328-6330, 6345 tw., 6356 tw., 6356/1, 6357-6363, 6366-6382, 6383/1, 6385/1, 6387-6412, 6412/1, 6413-6422, 6423/1, 6423/2, 6424, 6425/1, 6427, 6428, 6430, 6431, 6433, 6438/1, 6618 tw.
(2) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in zwei Übersichtskarten im Maßstab 1:25000 und 1:5000 mit durchgezogener roter Linie und in 4 Detailkarten im Maßstab 1:2500 mit durchgezogener roter, grau angeschummerter Linie eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Karlsruhe und beim Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis in Mosbach und beim Gemeindeverwaltungsverband Hardheim-Walldürn in Walldürn auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung und Bewahrung des sonnenexponierten Trockenhangs des "Waldstetter Tales" als landschaftsprägendes Element des Baulandes. Sein besonderer Wert liegt in der kleinräumigen Vielgestaltigkeit und der damit verbundenen Artenvielfalt seltener Tiere und Pflanzen. Verschiedene Sukzessionsstadien der Kalkmagerrasengesellschaften bilden innerhalb der umliegenden Nutzflächen ein wertvolles Mosaik unterschiedlicher Lebensräume.
In dem Naturschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die zu einer Zerstörung, Beschädigung oder Veränderung des Schutzgebietes oder seiner Bestandteile, zu einer nachhaltigen Störung oder zu einer Beeinträchtigung der wissenschaftlichen Forschung führen können.
2. Straßen, Wege, Plätze oder sonstige Verkehrsanlagen, anzulegen, Leitungen zu verlegen oder Anlagen dieser Art zu verändern;
14. die Wege mit Fahrzeugen aller Art (ausgenommen Fahrräder ohne Hilfsmotor und Krankenfahrstühle) zu befahren;
15. Flug- und Sportobjekte aller Art zu betreiben;
18. anders als nach den Vorschriften der höheren Naturschutzbehörde zu pflegen;
19. Gehölze, Hecken und Sträucher zu beseitigen, zu zerstören oder zu ändern;
20. zu reiten;
21. Hunde frei laufen zu lassen oder nicht angeleint mit sich zu führen;
22. Schmuckreisigkulturen und Vorratspflanzungen von Sträuchern und Bäumen anzulegen.
1. für die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß jagdliche Einrichtungen wie Hochsitze und Jagdkanzeln landschaftsgerecht unter Beachtung des Schutzzweckes und nur in der Zeit vom 1. September bis 31. März errichtet werden, die Jagdausübung möglichst schonend und nur in Übereinstimmung mit dem Schutzzweck erfolgt und Futterstellen nicht auf offenen Magerrasen eingerichtet werden;
2. für die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit Ausnahme von § 4 Abs. 2 Nrn. 16 - 19 und 22;
3. für die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß für Wiederaufforstungen im gesamten Naturschutzgebiet überwiegend standortheimische Laubgehölze unter Förderung von Elsbeere und Eiche verwendet werden;
Schutz- und Pflegemaßnahmen werden in einem Pflegeplan oder durch Einzelanordnung festgelegt, soweit sie Wald betreffen, im Einvernehmen mit der höheren Forstbehörde.