Source: http://vaeterseiten.de/btab2002.htm
Timestamp: 2017-10-22 22:34:10
Document Index: 246341894

Matched Legal Cases: ['Art. 1', '§ 2', '§ 1612', '§ 1612', '§ 645', '§ 1603', '§ 1615', '§ 1612']

Berliner Tabelle ab 01.01.2002 als Vortabelle zur Düsseldorfer Tabelle
Hier die Tabelle bis 31.12.2001 in DM
Berliner Tabelle ab 1. Januar 2002 als Vortabelle zur Düsseldorfer Tabelle mit den Kindergeldabzugstabellen für das alte Bundesgebiet und für das Beitrittsgebiet
Die Tabelle geht aus von den in Art. 1 § 2 der Zweiten Verordnung zur Änderung der Regelbetrag-Verordnung vom 8. Mai 2001 festgesetzten Euro-Regelbeträgen ab 1. Januar 2002 für das in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannte Gebiet (BGBl I 2001, 842) und nennt in Ergänzung der Düsseldorfer Tabelle (Stand: 1. Januar 2002) die monatlichen Unterhaltsrichtsätze der im Beitrittsteil des Landes Berlin wohnenden unverheirateten Kinder, deren Unterhaltsschuldner gegenüber insgesamt drei Personen (einem Ehegatten und zwei Kindern) unterhaltspflichtig ist und ebenfalls im Beitrittsteil wohnt.
Die Vomhundertsätze Ost ab Gruppe b) sind gemäß § 1612 a Abs. 2 S. 1 BGB zu errechnen (z.B. 254 EUR : 174 EUR = 145,9 %). Die 135 %-Grenze Ost für die Kindergeldanrechnung nach § 1612 b Abs. 5 BGB beträgt in den drei Altersstufen 235 EUR bzw. 285 EUR bzw. 337 EUR. Die 150 %-Grenze Ost für das Vereinfachte Verfahren (§ 645 Abs. 1 ZPO) beläuft sich in den drei Altersstufen auf 261 EUR bzw. 317 EUR bzw. 374 EUR.
(Der Regelbetrag einer höheren Altersstufe ist ab dem Beginn des Monats maßgebend, in den der 6. bzw. 12. Geburtstag fällt.)
12 - 17 [ - 20*]
* [ 18. bis 21. Geburtstag, wenn noch in der allg. Schulausbildung und im Elternhaushalt lebend ]
Der monatliche Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen beträgt gegenüber minderjährigen Kindern und gleichgestellten vollj. Schülern (s. o.*)
Der monatliche Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen beträgt gegenüber volljährigen Kindern
Der monatliche Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen beträgt gegenüber dem getrenntlebenden und dem geschiedenen Ehegatten
Der angemessene Bedarf (samt Wohnbedarfs und üblicher berufsbedingter Aufwendungen, aber ohne Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung) eines volljährigen Kindes, welches nicht gemäß § 1603 Abs. 2 S. 2 BGB gleichgestellt ist, beträgt in der Regel monatlich:
Der angemessene Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen gegenüber seinen Eltern beträgt mindestens monatlich:
(1250 EUR)
Der angemessene Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen gegenüber der Mutter oder dem Vater (§ 1615 l BGB) beträgt mindestens monatlich:
Die Berliner Tabelle als Vortabelle zur Düsseldorfer Tabelle ist anzuwenden, wenn sowohl der Unterhaltsgläubiger als auch der Unterhaltsschuldner im Beitrittsgebiet wohnen. Sie ist nur differenziert anzuwenden in den sog. Ost-West-Fällen, in denen nicht alle Beteiligten im Beitrittsgebiet wohnen. In diesen Mischfällen ist wegen der Regelbeträge der Kinder nach Gruppe a oder Gruppe 1 und wegen des Bedarfs laut Anmerkung IV auf den Kindeswohnsitz und wegen des Selbstbehalts des Unterhaltspflichtigen auf dessen Wohnsitz abzustellen. Die Bestimmung eines höheren Unterhaltsbedarfs des Kindes richtet sich - ohne einen Abschlag von den Sätzen der Tabelle - nach den allgemeinen Grundsätzen. Der besseren Übersicht halber sind oben in Klammern die West-Beträge der Düsseldorfer Tabelle bzw. bei den Anmerkungen II und III die West-Beträge des Kammergerichts genannt.
Die grundsätzlich hälftige Anrechnung von Kindergeld auf den Tabellenunterhalt erfolgt nur noch insoweit, als das hälftige Kindergeld zusammen mit dem geschuldeten Tabellenbedarfsbetrag der Düsseldorfer Tabelle (DT) bzw. der Berliner Tabelle (BT) den jeweils geltenden 135 %igen Regelbetrag (das Barexistenzminimum des minderjährigen Kindes) übersteigt (§ 1612 b Abs. 1 und 5 BGB). Der Kindergeldabzug kann mit folgender Formel berechnet werden:
Hälftiges Kindergeld (dieses beträgt nach dem Stand vom 15. Mai 2001 70 EUR für das 1. und 2. Kind, 77 EUR für das 3. Kind, 90 EUR für das 4. und jedes weitere Kind) + Unterhaltsbedarfsbetrag - 135 %iger Regelbetrag West bzw. Ost (nach dem Wohnsitz des Kindes und seiner Altersstufe) = anzurechnendes Kindergeld (bei einem Negativsaldo entfällt die Anrechnung).
Daraus ergibt sich als Anlage zur Berliner Tabelle die folgende Kindergeldabzugstabelle (Tabellenbedarfsbetrag - Kindergeldabzug = Zahlbetrag) für das alte Bundesgebiet bis zur Gruppe 6 der DT (135 %-Grenze West):
Gruppe der DT
1 [bis 1300]
188 - 11 = 177
228 - 0 = 228
269 - 0 = 269
188 - 23,50 = 164,50
228 - 9,50 = 218,50
2 [1300 - 1500]
202 - 25 = 177
244 - 13 = 231
202 - 37,50 = 164,50
244 - 25,50 = 218,50
288 - 13,50 = 274,50
3 [1500 - 1700]
215 - 38 = 177
260 - 29 = 231
307 - 20 = 287
215 - 50,50 = 164,50
260 - 41,50 = 218,50
307 - 32,50 = 274,50
4 [1700 - 1900]
228 - 51 = 177
276 - 45 = 231
326 - 39 = 287
228 - 63,50 = 164,50
276 - 57,50 = 218,50
326 - 51,50 = 274,50
5 [1900 - 2100]
241 - 64 = 177
292 - 61 = 231
345 - 58 = 287
241 - 76,50 = 164,50
292 - 73,50 = 218,50
345 - 70,50 = 274,50
6 [2100 - 2300]
254 - 77 = 177
308 - 77 = 231
364 - 77 = 287
254 - 89,50 = 164,50
308 - 89,50 = 218,50
Gruppe der BT
a) [bis 1000]
174 - 16 = 158
211 - 3 = 208
249 - 0 = 249
174 - 28,50 = 145,50
211 - 15,50 = 195,50
249 - 1,50 = 247,50
b) [1000 - 1150]
181 - 23 = 158
220 - 12 = 208
259 - 0 = 259
181 - 35,50 = 145,50
220 - 24,50 = 195,50
259 - 11,50 = 247,50
188 - 30 = 158
228 - 20 = 208
269 - 9 = 260
188 - 42,50 = 145,50
228 - 32,50 = 195,50
269 - 21,50 = 247,50
202 - 44 = 158
244 - 36 = 208
288 - 28 = 260
202 - 56,50 = 145,50
244 - 48,50 = 195,50
288 - 40,50 = 247,50
215 - 57 = 158
260 - 52 = 208
307 - 47 = 260
215 - 69,50 = 145,50
260 - 64,50 = 195,50
307 - 59,50 = 247,50
228 - 70 = 158
276 - 68 = 208
326 - 66 = 260
228 - 82,50 = 145,50
276 - 80,50 = 195,50
326 - 78,50 = 247,50
135 %-Grenze Ost
235 - 77 = 158
285 - 77 = 208
337 - 77 = 260
235 - 89,50 = 145,50
285 - 89,50 = 195,50
337 - 89,50 = 247,50