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Timestamp: 2018-12-19 10:34:41
Document Index: 114394791

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 15', '§ 4', '§ 69', '§ 69', '§ 69', '§ 3', '§ 46', '§ 69', '§ 4', '§ 4']

Rechtsprechung: NJW 1989, 116 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 20.12.1988
Trunkenheitsfahrt - Eignung zum Führen von KfZ - Beurteilung der Behörde - Erlaubnisentziehung - Bindung an ein Urteil - Zeitablauf
StVG § 4 Abs. 1, Abs. 3 S. 1; StVZO § 15 b Abs. 2
VG Freiburg, 03.08.1988 - 2 K 77/87
VGH Baden-Württemberg, 11.10.1988 - 10 S 2824/88
BVerwG, 20.11.1988 - 7 B 199.88
NJW 1989, 1622
NZV 1989, 125
Begründet - wie hier - der Strafrichter das Absehen von einer (weiteren) Entziehung der Fahrerlaubnis ausschließlich mit einem Hinweis auf die seit der Tatbegehung verstrichene Zeit, so liegt darin regelmäßig keine Beurteilung einer Kraftfahreignung (vgl. Beschluß vom 20. Dezember 1988 - BVerwG 7 B 199.88 - Buchholz 442.10 § 4 StVG Nr. 84).
vgl. zum Ganzen BVerwG, Urteil vom 15. Juli 1988 - 7 C 46.87 -, juris, Rdnr. 10 bis 15 (= BVerwGE 80, 43), sowie Beschluss vom 20. Dezember 1988 - 7 B 199.88 -, juris Rdnr. 5 (= NJW 1989, 1622); OVG NRW, Beschlüsse vom 25. Juni 2012 - 16 B 711/12 -, juris, Rdnr. 3 (= Blutalkohol 50 [2013], 40) und vom 27. November 2013 - 16 B 1031/13 -, juris, Rdnr. 10 (= Blutalkohol 51 [2014], 127); VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 3. Mai 2010 - 10 S 256/10 -, juris, Rdnr. 3 (= DAR 2010, 412).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 20. Dezember 1988, a.a.O..
vgl. zum Ganzen BVerwG, Urteil vom 15. Juli 1988 - 7 C 46.87 -, juris, Rdnr. 10 bis 15 (= BVerwGE 80, 43), sowie Beschluss vom 20. Dezember 1988 - 7 B 199.88 -, juris Rdnr. 5 (= NJW 1989, 1622); OVG NRW, Beschluss vom 25. Juni 2012 - 16 B 711/12 -, juris, Rdnr. 3 (= Blutalkohol 50 [2013], 40), VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 3. Mai 2010 - 10 S 256/10 -, juris, Rdnr. 3 (= DAR 2010, 412).
Deshalb entfällt die Bindungswirkung, wenn das Strafurteil überhaupt keine Ausführungen zur Kraftfahreignung enthält oder wenn jedenfalls in den schriftlichen Urteilsgründen unklar bleibt, ob das Strafgericht die Fahreignung eigenständig beurteilt hat (…vgl. zum Ganzen BVerwG, Urt. v. 15.07.1988 - a.a.O.; BVerwG, Beschl. v. 20.12.1988 - 7 B 199.88 - juris).
Es liegt auch kein Anhaltspunkt dafür vor, dass das Strafgericht nicht aufgrund einer Eignungsbeurteilung, sondern aufgrund anderer Umstände - etwa im Hinblick auf die seit der Tatbegehung verstrichene Zeit - von einer Entziehung der Fahrerlaubnis abgesehen hat (vgl. dazu BVerwG, Beschl. v. 20.12.1988 - a.a.O.) oder lediglich an der Ungeeignetheit gezweifelt hat. Auch eine Auslegung dahingehend, dass das Strafgericht nur das Vorliegen eines Regelfalles nach § 69 Abs. 2 StGB verneint hat, so dass eine umfassende Prüfung der Kraftfahreignung nach § 69 Abs. 1 StGB geboten ist, dürfte nicht in Betracht kommen.
VG Frankfurt/Main, 07.05.2003 - 12 G 1123/03
Keine Bindungswirkung von Strafurteilen für Fahrerlaubniserteilung
Mit dieser Vorschrift soll die sowohl dem Strafrichter (durch § 69 StGB) als auch der Verwaltungsbehörde (durch § 3 StVG i.V.m. § 46 FeV) eingeräumte Befugnis, einem Kraftfahrer bei Ungeeignetheit die Fahrerlaubnis zu entziehen, so aufeinander abgestimmt werden, dass überflüssige und aufwendige Doppelprüfungen unterbleiben und dass es nicht zu widersprechenden Entscheidungen kommen kann (BVerwG, Beschluss vom 20.12.1988 - 7 B 199/88 - , NJW 1989, 1622).
vgl. zum Ganzen BVerwG, Urteil vom 15. Juli 1988 - 7 C 46.87 -, juris Rn. 10 ff. (= BVerwGE 80, 43), sowie Beschluss vom 20. Dezember 1988 - 7 B 199.88 -, juris Rn. 5 (= NJW 1989, 1622); OVG NRW, Beschlüsse vom 27. November 2013 - 16 B 1031/13 -, juris Rn. 10 (= Blutalkohol 51, 127-130), und vom 25. Juni 2012 - 16 B 711/12 -, juris Rn. 3 (= ZfSch 2012, 539-540); VGH BW, Beschluss vom 3. Mai 2010 - 10 S 256/10 -, juris Rn. 3 (= DAR 2010, 412).
Der Senat teilt insbesondere die Auffassung des Verwaltungsgerichts, daß das Berufungsurteil des Landgerichts Heidelberg vom 20.04.1995, das von einer Entziehung der Fahrerlaubnis nach §§ 69, 69 a StGB abgesehen hatte, auf der Grundlage der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts keine Eignungsbeurteilung in dem von § 4 Abs. 3 S 1 StVG vorausgesetzten Sinn enthalten dürfte, so daß die Bindungswirkung nach dieser Bestimmung nicht eingreifen dürfte (Urt v 15.07.1988 - 7 C 46.87 -, BVerwGE 80, 43; Beschl v 20.04.1988 - 7 B 199.88 -, Buchholz 442.10 § 4 StVG Nr. 84 …und Beschl v 17.12.1994 - 11 B 152.83 -, Buchholz aaO Nr. 92).
vgl. zum Ganzen BVerwG, Urteil vom 15. Juli 1988 - 7 C 46.87 - sowie Beschluss vom 20. Dezember 1988 - 7 B 199.88 -, OVG NRW, Beschlüsse vom 25. Juni 2012 - 16 B 711/12 und vom 27. November 2013 - 16 B 1031/13 -, VGH Bad.-Württ., Beschluss vom 3. Mai 2010 - 10 S 256/10 -.
VG Münster, 12.10.2007 - 10 K 833/06
Bindungswirkung einer strafrichterlichen Eignungsbeurteilung auf eine Anordnung …