Source: https://www.f2p330.org/de/arbeitnehmer/
Timestamp: 2018-12-11 06:53:05
Document Index: 150083124

Matched Legal Cases: ['§ 3', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', 'Art. 1']

Arbeitnehmer | Zusatzpensionssystem Föderalen Non-Profit
Sie bezahlen bereits Pensionssparbeiträge. Warum dann noch eine sektorale Zusatzpension und was ist das?
In Belgien können Sie eine Pension in drei Pfeilern aufbauen werden. Der erste Pfeiler steht für die gesetzliche Rente, die Sie vom Staat erhalten. Der zweite Pfeiler bezieht sich auf die Zusatzpension, die vom Arbeitgeber oder dem Sektor, in dem Sie beschäftigt sind, für Sie aufgebaut wird. Der dritte Pfeiler schließlich betrifft die Pension, die Sie über persönliche Pensionssparbeiträge oder eine individuelle Lebensversicherung aufbauen. Die Zusatzpension hat keinerlei Einfluss auf den Betrag Ihrer gesetzlichen Rente.
Die Zusatzpension des Sozialsektors liegt folglich im Rahmen des zweiten Pfeilers, während die Pensionssparbeiträge in dem des dritten Pfeilers liegen.
Die beiden Formen des Pensionsaufbaus können allerdings nicht miteinander vermischt werden, denn sie unterliegen einer anderen Besteuerungsgrundlage. Daher ist es auch nicht möglich, die im Sozialsektor aufgebaute Pension auf Ihr Pensionssparbuch zu übertragen. Ansonsten würden der zweite und der dritte Pfeiler miteinander vermischt werden, und das ist folglich nicht möglich.
Die gesetzliche Rente von Arbeitern und Angestellten ist in den meisten Fällen unzureichend, um denselben Lebensstandard wie vor dem Ruhestand aufrechtzuerhalten. Eine Zusatzpension kann somit dazu beitragen, den Lebensstandard nicht einschränken zu müssen.
Ob Sie noch Pensionssparbeiträge leisten müssen, wenn Sie im Sozialsektor bereits eine Zusatzpension aufbauen, ist allerdings Ihre persönliche Wahl.
Sie können derzeit auch keine eigenen Beiträge für die Zusatzpension des Sozialsektors leisten.
Woher kommt die Zusatzpension im föderalen Non-Profit-Sektor eigentlich?
Das Zusatzpensionssystem im Sektor ist seit 1. Januar 2011 in Kraft, es war aber bereits lange im Gespräch gewesen. Der Sozialvertrag 2005-2010 sah begrenzte Mittel vor, um einen zweiten Pensionspfeiler im Sektor aufzubauen. Um dies zu erreichen wurde ein Sparfonds FBS gegründet, um die finanziellen Mittel zu verwalten, die praktische Umsetzung zu analysieren und das Pensionssystem vorzubereiten.
Die Sozialpartner haben nach langer Überlegung im Jahr 2010 beschlossen, einen eigenen Pensionsfonds aufzubauen. Dieser Pensionsfonds ist für die praktische Umsetzung des sektoralen Pensionssystems verantwortlich (Geschäftsverwaltung, Rechnungs- und Buchhaltungswesen usw.). Der Pensionsfonds wird von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen des Sektors paritätisch verwaltet und vom Staat über die FSMA (Autorität für Finanzdienstleistungen und -märkte) genau überwacht. Die zugesagten staatlichen Zuschüsse für den Zeitraum 2006-2010 wurden Ende 2011 von der Flämischen Gemeinschaft vollständig bezahlt und am 8. Mai 2012 von der FSMA die Genehmigung gegeben, die Arbeit aufzunehmen.
Die Sozialpartner hatten sich aus folgenden Gründen für einen eigenen Pensionsfonds entschieden:
Unabhängigkeit: der Sektor will nicht von anderen Einrichtungen wie einem Versicherer abhängen;
Transparenz: der Sektor will so viel Transparenz wie möglich bieten, sowohl auf der Ebene der Kosten als auch der Rendite für die Mitglieder;
Autonomie: der Sektor will alle Möglichkeiten für die zukünftige Verwaltung offenhalten und hier eigenständig entscheiden können;
Subunternehmer: der Sektor will diese selbst wählen und selbst bestimmen, welche Aufgaben zunächst ausgelagert, später aber gegebenenfalls in der eigenen Organisation ausgeführt werden können. Die wichtigsten Subunternehmer sind verantwortlich für die Datenverwaltung, Buchhaltung, Pensionsverwaltung, für Finanzanlagen, versicherungsmathematische Untersuchungen, den Compliance-Officer, den zugelassenen Wirtschafts/Buch-Prüfer und den internen Auditor.
Der Pensionsfonds hat sich in einer ersten Phase dafür entschieden, im Bereich der Geldanlagen mit einem Versicherer zusammenzuarbeiten. Unter Berücksichtigung aller Anlagegrundsätze des Pensionsfonds und der Bedeutung von sicheren und ethischen Investments entschied man sich, mit dem Versicherer Sepia NV zusammenzuarbeiten. Angesichts der hohen Anforderungen, denen ein Versicherer unterliegt, bürgt Sepia – unter dem wachsamen Auge des für den Sektor gegründeten Aufsichtskomitees, der FSMA und der BNB – für eine Ertragsgarantie für angegliederte Arbeitnehmer.
Um welche Mittel für den Aufbau der sektoralen Zusatzpension handelt es sich?
Die Organisatoren verfügen über staatliche Zuschüsse von der Föderalen regierung. Diese Mittel sind jetzt wieder fällig und wurden indexiert.
Muss ich etwas machen, um angegliedert zu werden, wenn ich anfange, im Sektor zu arbeiten oder wenn ich umziehe?
Der Pensionsfonds wird automatisch über jeden neuen Arbeitnehmer informiert, der eine Arbeit im föderalen Sozialsektor aufnimmt. Sie werden dann automatisch angegliedert und Sie oder Ihr Arbeitgeber muss nichts unternehmen. Sie können einen Anspruch auf das angesparte Pensionskapital erheben, sobald Sie einmal zwei Quartale lang ununterbrochen im Sektor tätig waren.
Der Pensionsfonds wird automatisch über jede Adressenänderung in Belgien informiert. In diesem Fall müssen Sie also nichts unternehmen. Wenn Sie allerdings ins Ausland umziehen, raten wir Ihnen, uns anhand dieses Formulars (F140.21) Ihre neue Adresse mitzuteilen. Sie müssen uns auch über jede Adressenänderung im Ausland informieren.
Wie werden die Beträge auf Ihrer Pensionskarte berechnet?
In erster Linie wollen wir keine falschen Illusionen wecken. Unter Berücksichtigung der etwa 550.000 Mitglieder im föderalen Non-Profit-Sektor sind die vom Staat zu unserer Verfügung gestellten Mittel eher begrenzt. Doch es ist der Anfang, der wichtig ist. Sie selbst müssen demnach nichts für Ihre Zusatzpension bezahlen.
Wir sind uns bewusst, dass die Beträge zu Beginn des Pensionsfonds noch relativ gering sind, doch die Sozialpartner bemühen sich, in Zukunft dafür zu sorgen, dass die staatlichen Zuschüsse ansteigen.
Angesichts begrenzter Mittel haben sich die Sozialpartner bewusst für einen Pensionsrahmen und keine gesonderte Solidaritätskomponente entschieden. Der Pensionsrahmen beruht somit auf Solidarität, und man entschied sich dafür, den Mitgliedern einen pauschalen Pensionszuschlag zuzuerkennen, gründend auf der Anwesenheit im Sektor mit weiträumiger Gleichstellung nicht gearbeiteter Zeiträume.
Für den Zeitraum 2006-2010
Für den Zeitraum 2006 bis 2010 haben wir von der LSS ein “Foto” der Arbeitnehmer erhalten, die am 1. Januar 2010 in unserem Sektor anwesend waren oder im Laufe des Jahres 2010 dort ihren Dienst aufgenommen haben.
Für diesen Zeitraum wird kein Unterschied zwischen Mitgliedern gemacht, die im Dienst einer Organisation waren, die von den LSS-Beiträgen für die Zusatzpension befreit war oder nicht.
Wenn Sie am 1. Januar 2010 im Sozialsektor gearbeitet haben oder wenn Sie dem Sektor nach dem 1. Januar 2010 beigetreten sind, wird ein Beitrag auf Ihr Pensionssparbuch einbezahlt. Bitte beachten: Sie müssen mindestens 2 aufeinander folgende Quartale in diesem Sektor gearbeitet haben.
Für jedes Quartal, in dem Sie Vollzeit im Sozialsektor gearbeitet haben, werden 7,00 € auf Ihr Pensionssparbuch überwiesen. Wenn Sie Teilzeit gearbeitet haben, wird dieser Betrag entsprechend der tatsächlichen Beschäftigung anteilig berechnet.
Wenn Sie während eines Quartals weniger als 50% im Sozialsektor gearbeitet haben, wird für dieses Quartal ein Mindestbetrag von 3,5 € auf Ihrem Pensionssparbuch gutgeschrieben.
Auch wenn Sie während eines Quartals nicht gearbeitet haben (beispielsweise wegen Laufbahnunterbrechung, Mutterschaftsurlaub, längerer Krankheit …), wird für dieses Quartal ebenfalls ein Mindestbetrag von 3,5 € auf Ihrem Pensionssparbuch gutgeschrieben.
Für den Zeitraum ab 2011
Für diesen Zeitraum wird wohl ein Unterschied zwischen Mitgliedern gemacht, die im Dienst einer Organisation waren, die von den LSS-Beiträgen für die Zusatzpension befreit war oder nicht.
Für den Zeitraum ab 2011 arbeitet der Pensionsfonds mit einem kontinuierlichen Datenstrom der zentralen Datenbank für Sozialversicherung, und der Pensionszuschlag wird im Verhältnis zur vertraglichen Arbeitszeit gewährt.
Wenn Sie nach dem 1. Januar 2011 im Sozialsektor gearbeitet haben, wird ein Beitrag auf Ihr Pensionssparbuch überwiesen. Bitte beachten: Sie müssen mindestens 2 aufeinander folgende Quartale in diesem Sektor gearbeitet haben, im Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2006 und dem 31. Dezember 2012.
Für jedes Quartal, in dem Sie Vollzeit im Sozialsektor gearbeitet haben, wird der Betrag nach folgendem Schema auf Ihr Pensionssparbuch überwiesen. Wenn Sie Teilzeit gearbeitet haben, wird dieser Betrag entsprechend der tatsächlichen Beschäftigung anteilig berechnet.
Pensionszuschlag pro Quartal
 2.011,00
Gearbeitet in föderalen Socialsektor 7,00 Euro 11,25 Euro 11,25 Euro 10,00 euro 10,00 euro
Wie können Sie die Entwicklung der sektoralen Zusatzpension selbst verfolgen?
Die jährlichen Pensionskarten werden seit 2017 nicht mehr in Papierform zugestellt. Für eine persönliche Übersicht besuchen Sie daher bitte www.mybenefit.be. Wir stellen die Pensionskarte nur noch auf Papier zu, wenn Sie das erste Mal im Sektor arbeiten oder wenn Sie ausdrücklich angegeben haben, dass Sie die Karten weiterhin in Papierform erhalten möchten. Wenn Sie inwzischen nicht mehr im Sektor arbeiten, haben Sie keine Wahl. In diesem Fall können Sie Ihre persönliche Übersicht nur online auf über www.mybenefit.be einsehen.
Die Pensionskarte enthält Ihre persönlichen Daten und mehrere wichtige Zahlenangaben zu Ihrem angesparten Pensionskapital.
Auf der Pensionskarte finden Sie unter anderem:
Die bereits aufgebaute Zusatzpension (erworbene Reserve), wie dies auf der bisherigen Pensionskarte vermerkt wurde.
Die am 1. Januar des aktuellen Jahres bereits aufgebaute Zusatzpension. Dies ist die Zusatzpension des vorangegangenen Jahres, ergänzt um die Rendite und den Pensionszuschlag des letzten Jahres.
Die Todesfalldeckung. Dies ist der Betrag, den Ihre Hinterbliebenen oder ernannten Anspruchsberechtigten erhalten, wenn Sie während des laufenden Jahres sterben.
Wann wird Ihr Pensionskapital ausbezahlt?
Das Enddatum für die Auszahlung des Pensionskapitals liegt im Prinzip bei 65 Jahren. Aber das Pensionskapital muss zu dem Zeitpunkt ausbezahlt werden, an dem Sie die gesetzliche Rente beanspruchen. Ab dann wird keine Rendite mehr erzielt, weshalb es für Sie nicht interessant ist, bis zum Alter von 65 Jahren zu warten.
Für die Alterspension kann kein Pensionskapital ausbezahlt und es kann auch keine Vorauszahlung geleistet werden.
Um zu wissen, wann Sie – unter Berücksichtigung der jüngsten Gesetzesänderungen – Ihre Pension antreten können, gehen Sie einfach auf die Webseite des föderalen Pensionsdienstes (http://www.onprvp.fgov.be) oder auf www.mypension.be, wo auch die Möglichkeit einer persönlichen Berechnung besteht.
Sobald Sie die gesetzliche Rente antreten, wird der Pensionsfonds Ihnen ein Formular zustellen, mit dem Sie das Pensionskapital anfordern können. Wenn Sie bis zur Rente im Sektor gearbeitet haben, müssen wir die neuesten Daten von Ihrem Arbeitgeber noch erhalten. In diesem Fall stellen wir Ihnen die erforderlichen Formulare ungefähr zwei bis vier Monate, nachdem Sie in Rente gegangen sind, zu.
Diese Formulare schicken Sie zusammen mit den erforderlichen Nachweisen an den Pensionsfonds zurück. Danach wird das Pensionskapital auf Ihr Bankkonto überwiesen.
Für eine zügigere Verarbeitung und schnellere Zahlung können Sie dieses Formular auch online auf www.mybenefit.be ausfüllen. Um Zugang auf www.mybenefit.be zu haben, müssen Sie sich mit Ihrer eID-Karte anmelden. Außer der zügigeren Verarbeitung ist die Online-Anwendung auch die sicherste Methode, Ihre Daten zu übersenden. Durch die Anmeldung mit Ihrer eID-Karte wird Identitätsbetrug verhindert.
Wenn Sie nach 65 Jahren weiter arbeiten und nicht in Rente gehen, wird die Zusatzpension weiter aufgebaut. Diese muss dann ausbezahlt werden, wenn Sie die gesetzliche Rente antreten.
Was, wenn Sie Ihre Zusatzpension nach Ihrem gesetzlichen Rentenantritt ruhen lassen?
Wenn Sie die Zusatzpension nicht beantragen und ruhen lassen, wenn Sie in Rente gehen, müssen Sie wissen, dass dann keine Jahresrendite mehr gewährt wird.
Was, wenn Sie eine Brückenpension beantragt hatten, können Sie denn die Pension anfordern?
Wenn Sie eine Brückenpension beantragt hatten, können Sie derzeit im Alter von 65 Jahren in Pension gehen. Das Pensionskapital muss dann ausbezahlt werden. Der Pensionsfonds des föderalen Non-Profit-Sektors schickt Ihnen automatisch ein Formular F140.08 zu, mit dem Sie das Pensionskapital anfordern können. Dieses Formular schicken Sie zusammen mit den erforderlichen Nachweisen an den Fonds zurück. Danach wird das Pensionskapital auf Ihr Bankkonto überwiesen.
Was geschieht, wenn Sie in einem anderen Sektor arbeiten gehen?
Einige Monate, nachdem Sie den föderalen Sozialsektor verlassen haben, erhalten Sie vom Pensionsfonds eine Übersicht Ihres Pensionssparbuchs, auf der Sie auch angeben können, was mit dem gesparten Pensionskapital geschehen soll. Diese Übersicht wird Ihnen automatisch zugeschickt, Sie müssen sie nicht vom Pensionsfonds anfordern.
entweder das Pensionskapital beim Pensionsfonds lassen;
oder das Pensionskapital an den Pensionsplan Ihres neuen Arbeitgebers übertragen;
oder das Pensionskapital an eine hierfür ermächtigte Versicherungsgesellschaft übertragen (ein Versicherer, der den Gewinn in vollem Umfang unter den Mitgliedern verteilt – siehe FSMA-Liste).
Sie können das Kapital allerdings nicht an Ihr persönliches Pensionssparen übertragen.
Wenn Sie sich dafür entscheiden, die Reserven beim Pensionsfonds des föderalen Non-Profit-Sektors zu lassen, dann müssen Sie nichts unternehmen. Es wird davon ausgegangen, dass Sie sich entscheiden, die Reserven beim Pensionsfonds des föderalen Non-Profit-Sektors zu lassen, wenn Sie innerhalb von 30 Tagen nicht auf dieses Schreiben antworten. Wenn Sie im Sektor erneut eine Arbeit aufnehmen, müssen Sie nicht nochmals 2 aufeinanderfolgende Quartale im Sektor gearbeitet haben, um anspruchsberechtigt zu sein.
Wenn Sie sich allerdings dafür entscheiden, Ihre Sparreserven zu übertragen, vermerken Sie diese Wahl auf dem Formular F140.16 und schicken es wieder an den Pensionsfonds des föderalen Non-Profit-Sektors zurück. Diese Wahl ist dann bindend und wird abgewickelt.
Welche Wahl Sie treffen, ist schließlich Ihre Entscheidung.
Was geschieht, wenn Sie bei einem anderen Arbeitgeber arbeiten gehen, aber ebenfalls im föderalen Sozialsektor?
Sie selbst müssen nichts unternehmen, alles verläuft vollkommen automatisch.
Wenn Sie aufhören zu arbeiten und innerhalb von drei Monaten erneut eine Arbeit bei einer anderen Organisation im föderalen Sozialsektor aufnehmen, bleiben Sie dem Pensionsplan angegliedert.
Wenn Sie nach einem längeren Zeitraum wieder eine Arbeit im föderalen Sozialsektor aufnehmen, wird erneut auf Ihr Pensionssparbuch eingezahlt werden, wenn Sie das Pensionskapital beim Pensionsfonds gelassen haben. Wenn Sie Ihr Kapital an den Pensionsplan Ihres neuen Arbeitgebers oder eine hierfür ermächtigte Versicherungsgesellschaft übertragen haben, werden Sie als neues Mitglied betrachtet.
Was, wenn Sie nur kurze Zeit gearbeitet haben?
Sie müssen mindestens einmal zwei Quartale lang ununterbrochen im föderalen Sozialsektor gearbeitet haben, um einen Anspruch auf Ihr Pensionssparbuch zu haben. Falls nicht können Sie keine Rechte auf das angesparte Pensionskapital geltend machen. Sie werden auch keine Übersicht mehr vom Pensionsfonds erhalten.
Können Sie das bei Ihrem vorherigen Arbeitgeber angesparte Pensionskapital an den Pensionsfonds übertragen?
Wenn Sie bei Ihrem vorherigen Arbeitgeber bereits ein Pensionssparbuch hatten und Sie in den föderalen Sozialsektor kommen, um zu arbeiten, können Sie das angesparte Pensionskapital an den Pensionsfonds des föderalen Non-Profit/Social-Profit-Sektors übertragen, wenn Sie tatsächlich angegliedert sind.
Diese Möglichkeit kann Ihre Verwaltung vereinfachen. Denn wenn Sie in Pension gehen, müssen Sie das Pensionskapital nur noch bei einem einzigen Pensionsträger beantragen, und nicht bei verschiedenen Einrichtungen anklopfen.
Sie müssen bei Ihrem vorherigen Arbeitgeber oder Pensionsträger beantragen, das angesparte Pensionskapital an den Pensionsfonds des föderalen Non-Profit/Social-Profit-Sektors zu übertragen.
Der weitere Ablauf der Übertragung findet zwischen Ihrem vorherigen Arbeitgeber, dem vorherigen Pensionsträger und dem Pensionsfonds des föderalen Non-Profit/Social-Profit-Sektors statt. Sie müssen folglich nichts weiter unternehmen.
Der vorherige Arbeitgeber oder Pensionsträger muss dann das Formular (F140.19) ausfüllen und an uns schicken. Nachdem Ihr Pensionskapital von Ihrem vorherigen Arbeitgeber oder Pensionsträger auf unser Konto übertragen wurde, werden Sie von uns eine Bestätigung erhalten, dass die Übertragung stattfand.
Was geschieht mit dem Pensionskapital im Todesfall?
Im Todesfall bezahlt der Pensionsfonds das angesparte Pensionskapital einschließlich der erzielten finanziellen Rendite an den/die Anspruchsberechtigte(n):
an den/die Ehepartner(in) des Mitglieds, insofern nicht gerichtlich von Tisch und Bett getrennt oder faktisch geschieden;
in Ermangelung dessen an den/die gesetzliche/n Lebenspartner(in);
in Ermangelung dessen an die Kinder;
in Ermangelung dessen an den (die) vom Mitglied (per Einschreibebrief an Pensionsfonds) benannte/n Person(en);
in Ermangelung dessen an die Eltern des Mitglieds;
in Ermangelung dessen an den Pensionsfonds.
Achtung: Wenn sich innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren nach dem Ableben keine Anspruchsberechtigten melden, geht die im Todesfall vorgesehene Auszahlung an den Pensionsfonds.
Achtung: Um im Todesfall zu vermeiden, unnötig warten zu müssen, wird der Pensionszuschlag für das Sterbejahr festgelegt, indem der Pensionszuschlag des vorangegangenen Jahrs proportional entsprechend der Anzahl voller Monate bis zum Sterbedatum angepasst wird, sofern das Mitglied bis dahin bei einer Organisation des föderalen Non-Profit-Sektors angestellt war.
Wie können Sie selbst eine Person als anspruchsberechtigt ernennen?
Wenn Sie nicht verheiratet sind, keine/n gesetzliche/n Lebenspartner(in) und keine Kinder haben, können Sie eine Person ernennen, die in Ihrem Todesfall anspruchsberechtigt auf Ihr Pensionskapital wird. Dafür müssen Sie dieses Formular (F140.05) als Einschreiben an den Pensionsfonds schicken.
Im Todesfalle ist die vermerkte Person anspruchsberechtigt auf Ihr Pensionssparbuch, solange Sie:
keine andere Person als anspruchsberechtigt ernennen,
nicht heiraten,
keine/n gesetzliche/n Lebenspartner(in) und
das Pensionskapital nach Ihrer Pensionierung nicht anfordern.
Wenn Sie mehrere Personen als anspruchsberechtigt ernennen, müssen Sie für jede/n Anspruchsberechtigte/n eine Kopie dieses Formulars (F140.05) ausfüllen.
Muss ein Todesfall gemeldet werden?
Der Pensionsfonds wird im Prinzip automatisch vom Todesfall eines Mitglieds informiert, das in Belgien wohnt. Der Pensionsfonds lässt dann die erforderlichen Dokumente zukommen, um das Kapital auszuzahlen.
Wenn das Mitglied nicht in Belgien wohnt, können Sie den Todesfall auch selbst melden. Sie können dafür dieses Formular (F140.04) verwenden und es zusammen mit den erforderlichen Nachweisen an den Pensionsfonds zurückschicken.
Was, wenn es mehrere Anspruchsberechtigte gibt?
Wenn es mehrere Anspruchsberechtigte gibt, erhält jeder Anspruchsberechtigte einen proportionalen Anteil am Kapital.
Wenn Sie die Erbschaft ablehnen, haben Sie dann Anspruch auf das Pensionskapital?
Ja. Wenn Sie die Erbschaft ablehnen, beispielsweise wegen hoher Verschuldung, können Sie das Pensionskapital trotzdem anfordern. Denn das Pensionskapital wird gesondert von der Erbschaft betrachtet.
Bezahlen Sie Steuern auf Ihr Pensionskapital?
Bei der Auszahlung des Pensionskapitals muss der Pensionsfonds ungefähr ein Fünftel einbehalten.
Wenn Sie effektiv bis zum Alter von 65 aktiv bleiben, werden weniger Steuern einbehalten. In diesem Fall bezahlen Sie ungefähr 13% Steuern, anstatt 20%, wenn Sie nicht bis zum Alter von 65 Jahren aktiv geblieben sind. Unter aktiv bleiben ist zu verstehen (genaue Erläuterung: siehe Tatsächlich aktiv geblieben bis zum Alter von 65 Jahren):
Sie haben bis zum Alter von 65 (oder länger) gearbeitet);
Sie erhielten bis zum Alter von 65 eine Invalidenrente;
Sie hatten bis 65 Anrecht auf Arbeitslosengeld.
Brückenrenten werden allerdings nicht für niedrigere Steuern berücksichtigt.
Wenn Sie Anspruch auf niedrigere Steuern haben, müssen Sie die erforderlichen Nachweise zusenden. Die erforderlichen Nachweise werden in den Dokumenten beschrieben, die der Pensionsfonds Ihnen zuschickt.
Obwohl der Pensionsfonds bereits Steuern auf das Pensionskapital einbehält, müssen Sie den Betrag trotzdem in Ihrer Steuererklärung angeben. Wir werden Ihnen daher nächstes Jahr eine Steuerkarte zusenden, anhand derer die richtigen Angaben gemacht werden können. Außer wenn Sie in einer Gemeinde mit hoher Gemeindesteuer wohnen, dürften die Steuern, die vom Pensionsfonds bereits einbehalten wurden, ausreichen, und Sie müssen keine weiteren Steuern auf das Kapital bezahlen, das Sie erhalten haben.
Ein Beispiel für die Auszahlung des Kapitals
Nach dem heutigen Stand der Gesetzgebung müssen folgende Abzüge vom zusätzlichen Pensionskapital gemacht werden:
Ein INAMI-Beitrag (Krankheits- und Invaliditätsversicherung) von 3,55%.
Ein Solidaritätsbeitrag, der zwischen 0% und 2% schwankt, abhängig von der Höhe des Pensionskapitals. Meist beträgt der Solidaritätsbeitrag 0%.
Vom restlichen Betrag wird ein Berufssteuervorabzug einbehalten von 20,19% bei 60 Jahren, 18,17% bei 61 Jahren, 16,66% bei 62 bis 64 Jahren und 10,09% bei 65 Jahren, (wenn man aktiv geblieben ist – siehe hiervor – ansonsten 16,66%).
Ein Jahr, nachdem Sie Ihr Kapital erhalten haben, schickt Ihnen der Pensionsfonds eine Steuerkarte 281.11 zu, um die Steuererklärung auszufüllen zu können. Je nachdem, ob die Gemeinde, in der Sie wohnen, wenig oder viel Gemeindesteuern erhebt, müssen Sie nichts oder ein wenig auf die definitive Steuerveranlagung zuzahlen.
Insgesamt können Sie davon ausgehen, dass nach der Bemessung Ihres Pensionskapitals ungefähr 80% übrig bleiben.
Wenn das Kapital im Todesfall an den/die Ehepartner(in) oder ein Kind bezahlt wird, das jünger als 21 Jahre ist, muss keine Erbschaftssteuer darauf bezahlt werden.
Wenn man davon ausgeht, dass das Kapital, das bei Vorruhestand mit 63 Jahren ausbezahlt werden soll, 300,00 € brutto beträgt. Nachdem alle Steuern und Abgaben einbehalten wurden, entspricht der zu erhaltende Nettobetrag dann 241,14 €.
Bruttobetrag  300,00
LIKIV-Beitrag (3,55%)  10,65
Solidaritätsbeitrag (0,00% bis 2,00%)  0,00
Steuerpflichtiger Teil  289,35
Steuervorabzug (direkt einbehaltene Steuern)  48,21
Netto auf Ihrem Bankkonto  241,14
Tatsächlich aktiv geblieben bis zum Alter von 65 Jahren
Da manche Kapital- und Abfindungswerte für eine günstigere Steuerregelung (oder mit einem Steuersatz von 10%) berücksichtigt werden können, ist es erforderlich, dass dieses Kapital frühestens nach dem Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters (65 Jahre) an diejenigen Anspruchsberechtigten ausbezahlt wird, die mindestens bis zu diesem Alter effektiv aktiv blieben.
Bezugszeitraum für das gesetzliche Pensionsalter (65 Jahre)
Der Bezugszeitraum ist der Zeitraum vor dem gesetzlichen Pensionsalter (65 Jahre), der berücksichtigt werden muss, um festzustellen, ob jemand tatsächlich bis zu diesem Alter effektiv aktiv geblieben ist. Der Bezugszeitraum erstreckt sich über drei Jahre.
Das Mitglied muss während der letzten drei Jahre, die seinem gesetzlichen Pensionsalter (65 Jahre) unmittelbar vorhergehen, ununterbrochen effektiv aktiv geblieben sein.
Um einen Anspruch auf die günstige Steuerregelung geltend machen zu können müssen Arbeitnehmer oder Betriebsleiter während des gesamten Bezugszeitraums bis zum Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters (65 Jahre) effektiv eine Berufstätigkeit ausgeübt haben.
Gleichgestellte Zeiträume
Bestimmte Zeiträume der Inaktivität oder eingeschränkter Aktivität können ebenfalls mit Zeiträumen der Aktivität gleichgestellt werden. Dies ist insbesondere der Fall:
für den Zeitraum, in dem die Hinterbliebenenrente erhalten wurde, insofern danach noch eine eigene Aktivität (bezüglich einer zulässigen Berufstätigkeit) ausgeübt wird;
für den Zeitraum, in dem die Betroffenen ihren Anspruch auf die Halbzeit-Brückenpension geltend machen;
für den Zeitraum, in dem die Betroffenen Arbeitslosengeld mit Betriebszuschlag erhalten, insofern sie entsprechend verfügungsbereit sind, wie in Artikel 56, § 3 des Königlichen Erlasses vom 25.11.1991 zum Arbeitslosengesetz festgelegt. Entsprechende Verfügungsbereitschaft bedeutet unter anderem, dass man als Arbeitssuchender angemeldet bleibt und an einer geeigneten Begleitung mitwirkt. Diese geeignete Begleitung verläuft über einen individuellen Aktionsplan.
für den Zeitraum einer Beschäftigung in einem “Teilzeit”-Arbeitsverhältnis;
für den Zeitraum, in dem die Betroffenen Arbeitslosengeld erhalten und deshalb
unfreiwillig arbeitslos sind und daher keine geeignete Ausbildung oder Beschäftigung ablehnen, die angeboten wird;a
auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sind:
sich aktiv an Begleit- oder Ausbildungsmaßnahmen beteiligen, welche die Arbeitsvermittlung VDAB oder BGDA in Flandern oder Brüssel anbieten kann;
selbst aktiv nach Arbeit suchen, durch Wahrnehmen von Stellenangeboten, durch Spontanbewerbung oder Anmelden bei Zeitarbeitsagenturen usw.;
wenn die Betroffenen vor ihrem 62. Geburtstag ihre Vollzeit-Arbeitsleistungen oder ihr Teilzeit-Arbeitsverhältnis im Rahmen des Vollzeit-Zeitkredits vollständig unterbrechen (Art. 1 Strich 1 und 3 bis 5 des Tarifvertrags Nr. 77bis) oder bei anderer Laufbahnkürzung, aber ab ihrem 62. Geburtstag bis zu ihrem gesetzlichen Pensionsalter (65 Jahre) ihre Arbeitsleistungen wieder in vollem Umfang aufnehmen;
wenn die Betroffenen ungeachtet ihres Alters geltend gemacht haben:
den Anspruch auf 1/5 Laufbahnkürzung (Art. 1 Strich 2 und 6 bis 8 des Tarifvertrags 77bis);
den Anspruch auf Verminderung der Arbeitsleistungen auf eine Halbzeit-Beschäftigung (Art. 1 Strich 3 und 9 bis 10 des Tarifvertrags 77bis);
eine andere Laufbahnkürzung bis höchstens zur Hälfte der Vollzeit-Beschäftigung;
für den Zeitraum der Entlassung mit Anspruch auf Arbeitslosengeld: dieser wird mit dem Zeitraum gleichgestellt, in dem die Betroffenen Arbeitslosengeld erhalten (siehe oben);
für den Zeitraum der Entlassung, wenn die Betroffenen Kündigungsabfindungen erhalten und folglich keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, insofern:
die Arbeitslosigkeit Umständen geschuldet wird, die Unabhängigkeit vom Willen der Betroffenen sind (Artikel 44 des Königlichen Erlasses vom 25. November 1991 über das Arbeitslosengesetz);
die Betroffenen als Arbeitssuchende angemeldet sind und bleiben (Artikel 58 § 1 Absatz 1 desselben Erlasses) und
auf dem Arbeitsmarkt verfügbar sind und aktiv nach Arbeit suchen (Artikel 24 § 1 Absatz 3 Punkt 5; 56 § 1 und 58 § 1 Absatz 1 desselben Erlasses);
für den Zeitraum des gesetzlichen Jahresurlaubs oder der gesetzlich vorgesehenen Ausgleichsruhezeiten;
für den Zeitraum einer gesetzlichen Krankheit oder Behinderung, wobei die Arbeitsunfähigkeit nicht die Beendigung des Arbeitsvertrags zur Folge hat und insofern die Arbeitsunfähigkeit die Folge einer Krankheit (andere als eine Berufskrankheit) oder eines Unfalls (anderer als ein Arbeitsunfall) ist;
für den Zeitraum, in dem eine Entschädigung für vorübergehende vollständige Arbeitsunfähigkeit oder eine Entschädigung für eine bleibende Behinderung erhalten wird, wenn die Arbeitsunfähigkeit die Folge eines Arbeitsunfalls ist, oder wenn eine Entschädigung für vollständige vorübergehende oder dauerhafte Arbeitsunfähigkeit erhalten wird, wenn die Arbeitsunfähigkeit die Folge einer Berufskrankheit ist.
Nicht gleichgestellte Zeiträume
der Zeitraum, ab dem vorzeitig in Pension gegangen wird, auch wenn ab 62 Jahren oder später die Pensionsansprüche ausgesetzt werden, um bis zum gesetzlichen Pensionsalter (65 Jahre) beispielsweise als Zeitarbeiter wieder eine Arbeit aufzunehmen;
für den Zeitraum, in dem die Hinterbliebenenrente erhalten und wobei die eigene Berufstätigkeit vor dem Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters (65 Jahre) vollständig beendet wird;
der Zeitraum, in dem ein entlassener Arbeitnehmer, der die Bedingungen nicht erfüllt, die Regelung der Arbeitslosigkeit mit Betriebszuschlag (die vorherige “Vollzeit-Brückenpension”) nutzen zu können, außer dem gesetzlichen Arbeitslosengeld ein zusätzliches oder über das gesetzliche hinausgehendes Arbeitslosengeld erhält (Pseudo-Brückenpension, auch Canada-Dry genannt).
wenn die Betroffenen vor ihrem 62. Geburtstag ihre Vollzeit-Arbeitsleistungen oder ihr Teilzeit-Arbeitsverhältnis im Rahmen des Vollzeit-Zeitkredits vollständig unterbrechen (Art. 1 Strich 1 und 3 bis 5 des Tarifvertrags Nr. 77bis) oder bei anderer Laufbahnkürzung.
Von Selbstständigen, die bis zum Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters (65 Jahre) und mindestens während der drei unmittelbar vorhergehenden Jahre ununterbrochen einem Sozialversicherungsfonds angehörten und in diesem Zeitraum effektiv und vollständig die im Rahmen des Sozialstatuts von hauptberuflich Selbstständigen gesetzlichen Sozialbeiträge bezahlt hat, kann angenommen werden, dass sie bis zum gesetzlichen Pensionsalter (65 Jahre) effektive aktiv geblieben sind.
Der Zeitraum vor dem gesetzlichen Pensionsalter (65 Jahre), in dem die selbstständige Tätigkeit wegen Arbeitsunfähigkeit vollständig beendet wurde und die Arbeitsunfähigkeit vom Vertrauensarzt derjenigen Krankenkasse anerkannt wird, bei der der Selbstständige versichert ist.
Der Zeitraum, ab dem vorzeitig in Pension gegangen wird, auch wenn ab 62 Jahren oder später die Pensionsansprüche ausgesetzt werden, um bis zum gesetzlichen Pensionsalter (65 Jahre) beispielsweise als Zeitarbeiter wieder eine Arbeit aufzunehmen.
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