Source: https://www.datenschutz-grundverordnung.eu/grundverordnung/art-13-ds-gvo/?action=discussion
Timestamp: 2019-10-22 07:19:35
Document Index: 317492101

Matched Legal Cases: ['Art.13', 'Art.13', 'Art.13', 'Art.13', 'Art. 15', 'Art. 12', '§ 4', 'Art. 4']

Art.13 - EU-DSGVO - Informationspflicht bei Erhebung von personenbezogenen Daten bei der betroffenen Person - EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO)
> Art.13 - EU-DSGVO - Informationspflicht bei Erhebung von personenbezogenen Daten bei der betroffenen Person
Art.13 - DSGVO - Informationspflicht bei Erhebung von personenbezogenen Daten bei der betroffenen Person
Benachrichtigungspflicht bei
Der für die Verarbeitung Verantwortliche teilt allen Empfängern, an die Daten weitergegeben wurden, jede Berichtigung oder Löschung, die aufgrund von Artikel 16 beziehungsweise 17 vorgenommen wird, mit, es sei denn, dies erweist sich als unmöglich oder ist mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden.
Der für die Verarbeitung Verantwortliche teilt allen Empfängern, an die Daten weitergegeben wurden, jede Berichtigung oder Löschung, die aufgrund von Artikel 16 beziehungsweise 17 vorgenommen wird, mit, es sei denn, dies erweist sich als unmöglich oder ist mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden. Der für die Verarbeitung Verantwortliche unterrichtet die betroffene Person über diese Empfänger, wenn die betroffene Person dies verlangt.
1. Werden personenbezogene Daten bei der betroffenen Person erhoben, so teilt der
Verantwortliche der betroffenen Person zum Zeitpunkt der Erhebung dieser Daten Folgendes mit:
Erwägungsgrund: 60 bis 62
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6 Gedanken zu „Art.13 – EU-DSGVO – Informationspflicht bei Erhebung von personenbezogenen Daten bei der betroffenen Person“
Wie sieht es denn in der Praxis mit dem Austausch von Visitenkarten aus? Jeder kennt das ja, dass im B2B Bereich Kontakte getauscht werden. Ich habe bisher nichts eindeutiges dazu finden können und den Versand einer Info über die Verwendung der Daten etc. im Erstkontakt finde ich nicht sehr praktikabel. Dies würde ja auch keine Einwilligung darstellen, da diese VOR Erhebung der Daten passieren muss.
Figen Brandt sagt:
Betreffen die personenbezogene Daten auch die Dokumente?
Z.B. Wenn ein Kunde einen Vertrag abgeschlossen hat und gemäß Art. 15 DSGVO seine betreffende personenbezogene Daten verlangt, geht es nur um die personenbezogene Daten (wie z.B. Name: X Y usw.) oder bettritf es auch das Dokument (wie z.B. die Kopie des Vertrages)? Was genau bekommt der Kunde?
wie sieht es mit den Informationspflichten nach Art. 12-15 DS GVO von Krankenkassen aus, wenn sie Daten innerhalb der gesetzlichen DEÜV Meldevorschriften (Beschäftigtenmeldungen bei Beginn, Jahreswechsel und Abmeldung) erhält, verarbeitet und weiterleitet? Sind in jedem einzelnen Fall die Versicherten zu informieren? Kann man sich kaum vorstellen. Es wäre ein gewaltiger Arbeitsaufwand und Papieraufwand.
André Pgetz sagt:
Wer ist in Sinne des Artikel 13/14 der Verantwortliche?
Derjenige der die personenbezogenen Daten verteilt oder empfängt?
Und dürfen die personenbezogenen Daten auch ohne vorherige Einverständnis des Betroffenen vergeben werden, z.B. für Kampagnen wie Mieter werben Mieter o.ä.? (Kompletter Widerspruch zu § 4 Abs. 2 BDSG der ja zum 25.05.18 entfällt)
Der Verantwortliche ist in Artikel 4 Absatz 7 definiert als „Verantwortlicher“ die natürliche oder juristische Person, Behörde, Einrichtung oder andere Stelle, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet; sind die Zwecke und Mittel dieser Verarbeitung durch das Unionsrecht oder das Recht der Mitgliedstaaten vorgegeben, so kann der Verantwortliche beziehungsweise können die bestimmten Kriterien seiner Benennung nach dem Unionsrecht oder dem Recht der Mitgliedstaaten vorgesehen werden.
Eine Weitergabe ohne Einwilligung müsste in diesem Beispiel auf einem berechtigten Interesse des Verantwortlichen beruhen. Dies sollte mindestens in einer Datenschutzinformation an den Mieter enthalten sein, die dieser aber auch streichen oder später widerrufen könnte. Ansonsten würde diese Weitergabe vermutlich eine Datenschutzverletzung nach Artikel 33 darstellen.
Freundlicher User sagt:
Der Verantwortliche ist immer der, der die Datenanwendungen verantwortet also die Daten empfängt. (Siehe Art. 4 Definitionen).
Und zur zweiten Frage, ganz einfach Nein. Daten dürfen nie ohne Einwilligung weitergeben werden.
Es gibt Ausnahmen zur Datenspeicherung und -verwendung ohne Einwilligung aber das betrifft den normalen Geschäftsverkehr so gut wie nie.
Wenn man so eine Kampagne machen will dann muss man bei der Erhebung darauf hinweisen dass man es macht und an wen die Daten gegeben werde. Auch wird so eine Kampagne nicht relevant für den Vertrag sein also kann die Einwilligung zu diesem Teil jederzeit entzogen werden.