Source: https://www.austausch-macht-schule.org/synopse/TH
Timestamp: 2019-06-24 20:27:47
Document Index: 328266940

Matched Legal Cases: ['§ 38', '§ 2', '§ 14', '§ 14', '§ 16', '§ 11']

Fördermöglichkeiten des Freistaates Thüringen | Austausch macht Schule
Laut Thüringer Schulgesetz entscheidet die Schulkonferenz über die Gründung und Ausgestaltung von Schulpartnerschaften (§ 38 Abs. 5 Ziff. 11).
Postfach 900 463, 99107 Erfurt
Referat 36: Hannelore Markert, Telefon: 0361-57-3411504
Laut Verwaltungsvorschrift des TMBJS vom 27.08.2014 über Kostenerstattungen bei internationalen Schülerbegegnungen im Rahmen von Schulpartnerschaften besteht für internationale Schülerbegegnungen im Freistaat Thüringen die Möglichkeit, im Rahmen von Schulpartnerschaften Anträge auf Kostenbeteiligung zu stellen.
Für die Entscheidung von Anträgen auf Kostenbeteiligung durch den Freistaat Thüringen gelten folgende Voraussetzungen:
Es handelt sich um eine Austauschmaßnahme im Rahmen einer Schulpartnerschaft, die auf Langfristigkeit und Gegenseitigkeit angelegt ist.
Die gegenseitigen Besuche finden während der Schulzeit der jeweiligen gastgebenden Schule statt.
Im Programmablauf ist eine Integration in den Alltag und die Aktivitäten der gastgebenden Schule, z.B. Teilnahme am Unterricht, projektorientiertes Arbeiten, Besuche schul- oder schulortbezogener Einrichtungen, gewährleistet.
Geplante Exkursionen sollen sich auf die Region der gastgebenden Schule und/oder ein bestimmtes Thema, unter welchem die Austauschmaßnahme steht, beziehen. Rein touristisch motivierte Exkursionen sind auszuschließen.
Die Schülerbegegnung ist für mindestens vier Aufenthaltstage mit Programmcharakter geplant, […]
Die Unterkunft soll auf Basis der Gegenseitigkeit in Gastfamilien erfolgen.
Anträge auf Kostenbeteiligung müssen grundsätzlich vor Beginn der Maßnahme im TMBJS vorliegen (vgl. Verwaltungsvorschrift vom 27.08.2014). Die Anträge sind über den Schulträger der Schule an das TMBJS zu richten. Das zu verwendende Antragsformular ist auf der Internetseite des Ministeriums abrufbar.
Auf Webseiten der Landesregierung heißt es:
In der Thüringer Schulordnung (Durchführungsbestimmungen zur Thüringer Oberstufe) steht:
13. Auslandsaufenthalte können bis zur Dauer eines ganzen Schuljahres genehmigt werden. Der Schüler ist verpflichtet, während dieser Zeit eine Schule im Ausland zu besuchen. Der Schulbesuch ist nach Rückkehr nachzuweisen. Der Schüler besucht nach Rückkehr die Klassenstufe, in die er vor dem Auslandsaufenthalt versetzt worden ist. Findet der ganzjährige Auslandsaufenthalt während des Besuchs der Oberstufe statt, erfolgt keine Anrechnung der Zeit des Auslandsaufenthalts auf die Höchstverweildauer in der Thüringer Oberstufe.
Informationen zum Einzelschüleraustausch
Informationsflyer des AJA über Regelungen zum Auslandsschuljahr für Schüler an Thüringer Gymnasien
Im Landesjugendförderplan 2017 bis 2021 des Freistaates Thüringen steht:
4.3.4 Internationale Jugendarbeit
Träger der freien Jugendhilfe treten in Thüringen insbesondere als Anbieter internationaler Jugendarbeit auf. Sie finanzieren ihre Angebote zuvorderst aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes sowie durch Förderinstrumente der Europäischen Union. (…) Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an öffentlichen und privaten Stiftungen, die finanzielle Unterstützung leisten. Zur unterstützenden Finanzierung von Angeboten der internationalen Jugendarbeit setzen einige Thüringer Jugendverbände Mittel aus der Globalförderung ein.
Die fachpolitische Herausforderung ‚Kultur des Zusammenlebens‘ fordert dazu auf, dass Angebote der internationalen Jugendarbeit auch weiterhin Gegenstand der überregionalen Förderung sind. (…)
Inhaltliche Zielstellung für die internationale Jugendarbeit in Thüringen soll die zunehmende diversitätsbewusste Angebotsgestaltung sein. Unter Beachtung der fachpolitischen Herausforderung ‚Chancengleichheit‘ soll es gelingen, alle jungen Menschen mit Angeboten der internationalen Jugendarbeit zu erreichen, angewandte Methoden diversitätsbewusst zu gestalten und Vielfalt zum Thema zu machen.
Gleichzeitig sollte die internationale Jugendarbeit ihre politische Dimension durch die Thematisierung politischer Fragen, insbesondere von Flucht und Migration, Menschenrechte, Aspekten der Nachhaltigkeit, sozialer Gerechtigkeit und Werten stärken. Internationale Jugendarbeit leistet hier einen substantiellen Beitrag zur politischen Sozialisation junger Menschen. Dazu wird der Bedarf formuliert, im Umsetzungszeitraum des LJFP 2017 bis 2021 Fortbildungsangebote durchzuführen, die eine Auseinandersetzung über ermöglichende und begrenzende Bedingungen von politischem Handeln in Angeboten der internationalen Jugendarbeit thematisieren. (…)
Vor allem die Förderung für die Durchführung von Angeboten der internationalen Jugendarbeit mit eher benachteiligten Zielgruppen, insbesondere in den Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung, benötigt eine veränderte Förderstruktur. (…) Die Einbindung dieser Zielgruppen ist Teil der Europäischen Jugendstrategie.
Internationale Jugendarbeit benötigt darüber hinaus Angebote von Fortbildungen zu den fachlichen Schwerpunkten und methodischen Anforderungen im Planungsfeld.
Postfach: 900 463, 99107 Erfurt
Referat 42: Angela Lorenz, Telefon: 0361-57-3411442
Grundlage der Mittelvergabe ist die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen an Träger der freien Jugendhilfe im Rahmen des Landesjugendförderplanes (RL-LJFP)
Gefördert werden internationale Maßnahmen im Bereich der außerschulischen Jugendbegegnung mit ausländischen Partnergruppen bei einer Dauer von i.d.R. mindestens fünf Tagen und maximal 30 Tagen. […] Die Zuwendung wird für höchstens 40 Teilnehmende pro Maßnahme i.d.R. ab dem 12. Lebensjahr bis 27. Lebensjahr gewährt.
Angela Lorenz, Telefon: 0361-57-3411442
Das Land Thüringen, der Thüringische Landkreistag sowie der Gemeinde- und Städtebund Thüringen haben eine Kooperationsvereinbarung zur Stärkung der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule unterzeichnet.
Die Unterzeichner vereinbaren zur Stärkung der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule die Entwicklung von Kooperationsstrukturen: Auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte sind zwischen den örtlichen Trägern der öffentlichen Jugendhilfe und den Schulträgern mit den Staatlichen Schulämtern Kooperationsstrukturen herzustellen Diese sollen so gestaltet werden, dass eine sozialräumliche pädagogische Arbeit befördert wird und die Beteiligung der in den Sozialräumen existierenden Schulen und Träger der freien Jugendhilfe gesichert ist. Ziele und Maßnahmen der Kooperation werden mit Bezug auf die Aufgaben der sozialräumlichen Arbeitsebenen festgelegt.
Das Thüringer Schulgesetz (§ 2 ThürSchulG) formuliert die rechtlichen Voraussetzungen für Zusammenarbeit der Jugendhilfe mit Schulen.
(4) Der Bildungs- und Erziehungsauftrag verpflichtet die Schulen insbesondere bei der Einschulung, beim Schulwechsel und beim Übergang in die weiterführenden Schulen zu einer engen Zusammenarbeit untereinander sowie mit den vorschulischen Einrichtungen und mit außerschulischen Einrichtungen, die an der Bildung und Erziehung beteiligt sind. (…)
Außerunterrichtliche Angebote werden entsprechend den personellen und sächlichen Voraussetzungen der Schule, den Bedürfnissen der Schüler und dem Wunsch der Eltern ermöglicht. Für die Klassenstufen 5 und 6 kann in allen Schularten ein Ganztagsangebot vorgehalten werden. Dabei sind die territorialen Besonderheiten zu berücksichtigen. Die Schule öffnet sich außerunterrichtlichen Angeboten, insbesondere solchen der öffentlichen und freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Unterrichtliche und außerunterrichtliche Inhalte sollen sich dabei sinnvoll ergänzen. Über das Angebot der Schule entscheidet die Schulkonferenz; die Durchführung erfolgt im Benehmen mit dem Schulträger. (…)
Das Thüringer Kinder- und Jugendhilfe-Ausführungsgesetz (§ 14 ThürKJHAG) formuliert die rechtlichen Voraussetzungen für Zusammenarbeit der Jugendhilfe mit Schulen.
§ 14 - Aufgaben der Träger der öffentlichen Jugendhilfe
(4) Die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe arbeiten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben mit den Schulen zusammen, stimmen sich insbesondere bei schulbezogenen Jugendhilfemaßnahmen mit diesen ab und entwickeln die hierfür geeigneten Kooperationsstrukturen. Näheres kann durch eine Vereinbarung zur Kooperation von Jugendhilfe und Schule zwischen den kommunalen Spitzenverbänden und dem Land geregelt werden. (…)
§ 16 - Förderung der Jugendarbeit
1. Veranstaltungen, insbesondere für die in § 11 Abs. 3 SGB VIII genannten Schwerpunkte der Jugendarbeit,
a) Häusern der offenen Tür,
b) Jugendbildungs- und Jugendfreizeitstätten,
c) Jugendherbergen und Wanderheimen,
d) Räumen für Jugendtreffs und Jugendgruppen, auch an Schulen,
Unterrichtsbegleitende und außerunterrichtliche Vorhaben am Lernort Schule in Thüringen an einem oder mehreren Unterrichtstagen können finanziell unterstützt werden. In den Hinweisen des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport zur Unterstützung von unterrichtsbegleitenden und außerunterrichtlichen schulischen Vorhaben am Lernort Schule (Stand: 31. März 2017) steht:
projektbezogene Sachmittel (…),
projektbezogene Mieten und Nutzungsgebühren (…),
Dienstleistungen von schulfremden Personen (z. B. Honorare für Künstler/innen) in Anlehnung zur Honorarordnung des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) sowie deren Aufwendungen zur Anreise an die Schule.
Formular Antrag auf Unterstützung von unterrichtsbegleitenden und außerunterrichtlichen schulischen Vorhaben am Lernort Schule