Source: https://denkmalpflege.lvr.de/de/veranstaltungen/veranstaltung_5.html
Timestamp: 2019-10-14 20:24:32
Document Index: 286577829

Matched Legal Cases: ['§2', '§ 7', '§ 9', '§ 9', '§ 29', '§ 27', '§ 41', '§ 30', '§ 40']

Workshop Denkmalrecht – Praxisnahes Arbeiten mit dem DSchG NRW anhand von Fällen. Schwerpunkt: Baudenkmäler und Denkmalbereiche
Das Denkmalschutzgesetz NRW ist übersichtlich strukturiert, dennoch ist es für alle Beteiligten aufgrund der Vielgestaltigkeit der Lebenssachverhalte immer wieder eine Herausforderung, es in der Praxis so anzuwenden, dass eine Lösung gefunden werden kann, die das Denkmal in der gebotenen Weise schützt und zugleich für die Eigentümer*innen „machbar“ ist. Das Seminar befasst sich mit praxisnahen Fällen rund um Baudenkmäler und Denkmalbereiche. Sie sind eingeladen, Ihre Kenntnisse im Denkmalrecht anhand der Bearbeitung kurzer, konkreter Sachverhalte anzuwenden und diese mit Hilfe der Referentin zu erweitern. Grundlage ist dabei die aktuelle Rechtsprechung. Vor allem folgende Themen werden Gegenstand des Workshops sein:
1. Wann stelle ich das Denkmal vorläufig unter Schutz und wann endgültig?
2. Muss dieses alte Haus wirklich unter Denkmalschutz gestellt werden? Viele in der Gemeinde würden lieber seinen Abbruch sehen
3. Was muss in der Denkmalliste stehen? Muss es wirklich so ausführlich sein?
4. Das Denkmal ist ziemlich heruntergekommen. Kann man es wieder aus der Denkmalliste löschen?
5. Fragen der (vorläufigen) Unterschutzstellung, der Eintragung und der Löschung von Denkmälern (§§2 ff DSchG NRW, DLV)
6. Was kann den Eigentümer*innen aufgegeben werden, um das Denkmal ausreichend zu schützen? – Erhaltungsanordnung (§ 7 DSchG NRW)
7. Kunststofffenster, Solaranlagen, Satellitenschüsseln, Windkraft & Co. – Was geht (nicht) am Denkmal und in seiner engeren Umgebung? Fragen rund um das Erlaubnisverfahren (§ 9 DSchG NRW)
8. Der Abbruch – ein denkmalrechtlicher Extremfall (§ 9 DSchG NRW; Dokumentationspflicht, § 29 DSchG NRW)
9. Wie kann gegen eine Eigentümer*in vorgegangen werden, wenn das Denkmal verfällt bzw. bereits verfallen ist? – Wiederherstellungsanordnung (§ 27 DSchG NRW), Bußgeldvorschriften (§ 41 DSchG NRW)
10. Müssen wir das Denkmal wirklich übernehmen? – Fragen rund um Enteignung und Übernahmeverlangen (§§ 30, 31 DSchG NRW)
11. Der Denkmalbereich – Wie sieht eine sinnvolle Denkmalbereichssatzung aus? Was kann hinsichtlich der erhaltenswerten Bausubstanz im Denkmalbereich durch Verwaltungsakt angeordnet werden?
12. Die Vorschriften zur Steuerbescheinigung – ein Buch mit mindestens sieben Siegeln? – Ein Überblick über § 40 DSchG NRW und die ministeriellen Erlasse
Die Veranstaltung wird als Fortbildung mit einem Umfang von 8 Unterrichtsstunden zu 45 Minuten für die Mitglieder der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen in den Fachrichtungen Architektur und Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung mit der Registriernummer 19-0573-017 anerkannt.
Die Fortbildungsveranstaltung richtet sich an Mitarbeiter*innen der unteren und oberen Denkmalschutzbehörden, Denkmalpflegeämter, Bauämter, die sich häufig mit denkmalrechtlichen Anträgen befassen, sowie Architekt*innen, Bauingenieur*innen und verwandte Berufsgruppen, die sich mit baulichen Maßnahmen an Baudenkmälern oder Denkmalbereichen befassen.
Geleitet wird die Veranstaltung von der Justiziarin des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland, Ass. jur. Antje Clausmeyer. Veranstalter ist das StudienInstitut Niederrhein.
1. Oktober 2019, 9.00 - 16.00 Uhr
Anmeldung erforderlich. Für weitere Informationen zu Programm und Anmeldung wenden Sie sich bitte an den Veranstalter, das StudienInstitut NiederrheiN.