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Timestamp: 2020-07-10 23:30:38
Document Index: 156499599

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 360', '§ 13', '§ 13', '§ 13', '§ 31', '§ 114', '§ 5', '§ 25']

VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 27.02.2002 - 11 S 2554/01 - openJur
Beschluss vom 27.02.2002 - 11 S 2554/01
VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 27.02.2002 - 11 S 2554/01
openJur 2013, 12033
Im Übrigen entspricht es ständiger Rechtsprechung des erkennenden Verwaltungsgerichtshofs, für Begehren auf Erteilung einer Duldung bzw. auf Aussetzung der Abschiebung in Verfahren der Hauptsache den Auffangwert des § 13 Abs. 1 Satz 2 GKG und in Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes den halben Betrag festzusetzen. Der anderweitigen Empfehlung im Streitwertkatalog für die Verwaltungsgerichtsbarkeit (vgl. NVwZ 1996, 563, dort II.6.3: ½ des Auffangwerts für das Hauptsacheverfahren) und der diesbezüglichen neueren Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. BVerwG, Beschl. v. 18.12.1997 - 1 C 34.97 -, Beschl. v. 24.1.2000 - 1 C 28/99 -, Buchholz 402.240 § 360 § 13 GKG Nr. 108 m.w.N.; Urt. v. 21.3.2000 - 1 C 23.99 -, BVerwGE 111, 62 = NVwZ 2000, 938) und anderer Oberverwaltungsgerichte vermag der Gerichtshof nicht zu folgen (vgl. Beschl. 23.4.1997 - 11 S 331/97 -; Beschl. v. 28.8.2000 - 11 S 1627/00 -; Beschl. v. 8.2.2001 - 11 S 2737/00 -; vgl. auch Beschl. v. 14.1.1999 - 13 S 3272/98 -, NVwZ-RR 1999, 813; Urt. v. 20.9.2000 - 13 S 2260/99 -; Beschl. v. 13.11.2001 - 10 S 2312/01 -; a.A. etwa Bayer. VGH, Beschl. v. 17.5.2000 - 10 C 00.939 -, NVwZ-Beilage Nr. I 8/2000). Denn in solchen Fällen bietet der Sachverhalt regelmäßig keine genügenden Anhaltspunkte dafür, den Streitwert gemäß § 13 Abs. 1 Satz 1 GKG entsprechend der Bedeutung der Sache nach dem Antrag des Antragstellers bzw. Klägers zu bestimmen. Eine Streitwertfestsetzung (im Hauptsacheverfahren) abweichend vom Auffangwert des § 13 Abs. 1 Satz 2 GKG widerspräche dem Gesetz. Der Senat hat in diesem Zusammenhang auch darauf hingewiesen (vgl. Beschl. v. 8.2.2001 a.a.O.), dass ein Rechtsanwalt für ein Verfahren, das auf die Aussetzung der Abschiebung (Duldung) gerichtet ist, lediglich 3/10 der in § 31 BRAGO bestimmten, an die Streitwertfestsetzung anknüpfenden Gebühren erhält (vgl. § 114 Abs. 7 Satz 1 BRAGO und hierzu VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 8.11.1999, VBlBW 2000, 203 = AuAS 2000, 66).
Dass der Antragsteller zu 2 daneben ebenfalls die Verpflichtung beider Antragsgegner zur Aussetzung der Abschiebung begehrt hat, führt zu keiner Erhöhung des Streitwerts gemäß § 5 ZPO entsprechend. Denn diesen Begehren kommt neben der Aussetzung der Vollziehbarkeit der Abschiebungsandrohung bzw. der Aussetzung der Vollziehbarkeit der Versagung der Aufenthaltsbefugnis jeweils kein selbständiger Wert zu. Dies gilt auch für das Begehren des Antragstellers zu 2, die aufschiebende Wirkung seines Widerspruchs gegen die Anpassung seines Aufenthalts an die vollziehbare Ausreisepflicht seines Vaters (vgl. Ziffer 3 der Verfügung des Antragsgegners zu 1 vom 9. April 1998) anzuordnen.
Für das Beschwerdeverfahren bedarf es einer Kostenentscheidung und einer Festsetzung des Streitwerts nicht (vgl. § 25 Abs. 4 GKG).
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