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Timestamp: 2019-03-25 10:55:56
Document Index: 185914433

Matched Legal Cases: ['§ 39', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', '§ 14', 'Art. 14', 'Art. 14', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2']

831.300 - Gesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung im Kanton Aargau (Ergänzungsleistungsgesetz Aargau, ELG-AG)
über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung im Kanton Aargau
(Ergänzungsleistungsgesetz Aargau, ELG-AG)
Vom 26.06.2007 (Stand 01.01.2013)
gestützt auf § 39 der Kantonsverfassung sowie die Art. 10 Abs. 2, 14 und 21 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) vom 6. Oktober 2006[1],
Dieses Gesetz regelt den Vollzug der eidgenössischen Ergänzungsleistungsgesetzgebung.
Bei Personen, die dauernd oder längere Zeit in einem Heim oder Spital leben (in Heimen oder Spitälern lebende Personen), werden als Ausgaben anerkannt:
a) als Tagestaxe gemäss Art. 10 Abs. 2 lit. a ELG:
1. maximal Fr. 200.– bei stationären Pflegeeinrichtungen oder Spitälern; der Regierungsrat legt die effektiv anwendbare Tagestaxe durch Verordnung fest,
2. * Fr. 102.– bei stationären Einrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderungen, wenn Bezügerinnen und Bezüger ohne Hilflosenentschädigung oder einer leichten Hilflosenentschädigung betroffen sind,
3. * Fr. 136.– bei stationären Einrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderungen, wenn Bezügerinnen und Bezüger einer mittleren oder schweren Hilflosenentschädigung betroffen sind.
b) * als persönliche Auslagen gemäss Art. 10 Abs. 2 lit. b ELG:
1. * 23 % des allgemeinen Lebensbedarfs gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 ELG bei Personen in stationären Pflegeeinrichtungen oder Spitälern,
2. * 27 % des allgemeinen Lebensbedarfs gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 ELG bei Personen in stationären Einrichtungen für erwachsene Menschen mit Behinderungen.
Die Tagestaxe gemäss Absatz 1 lit. a Ziff. 1 umfasst nur die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Betreuung. Sie erhöht sich um die Patientenbeteiligung gemäss § 14a Abs. 1 des Pflegegesetzes (PflG) vom 26. Juni 2007[2] sowie die jeweiligen Leistungen der Hilflosenentschädigung der AHV, IV, Militär- oder Unfallversicherung. *
Der Anspruch auf Vergütung der Krankheits- und Behinderungskosten gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. a–f ELG besteht im Umfang einer wirtschaftlichen und zweckmässigen Leistungserbringung. Einzelheiten regelt der Regierungsrat durch Verordnung.
Als Höchstbeträge für Krankheits- und Behinderungskosten gelten die in Art. 14 Abs. 3–5 ELG festgesetzten Ansätze.
Die Ergänzungsleistungen dürfen nicht mit geschuldeten öffentlichen Abgaben verrechnet werden.
Kantonale Ausgleichskasse; Berichterstattung und Information
Die Durchführung dieses Gesetzes wird der kantonalen Ausgleichskasse übertragen.
Die kantonale Ausgleichskasse erstattet über die Ergänzungsleistungen jährlich Bericht, legt die Jahresrechnung vor und sorgt für eine angemessene Information der möglichen anspruchsberechtigten Personen.
Die Mitwirkung der Gemeindezweigstellen richtet sich sinngemäss nach der Gesetzgebung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung. Die Gemeinden haben die Vollzugskosten ihrer Zweigstelle zu tragen.
Gesuchseinreichung und Entscheid
Gesuche um Gewährung einer Ergänzungsleistung sind der Gemeindezweigstelle am Wohnsitz der gesuchstellenden Person oder direkt bei der kantonalen Ausgleichskasse einzureichen.
Die kantonale Ausgleichskasse entscheidet über das Gesuch.
Inkrafttreten: 1. Januar 2008[3]
AGS 2007 S. 338
[2] SAR 301.200
[3] RRB vom 7. November 2007 (AGS 2007 S. 341)
26.06.2007 01.01.2008 Erlass Erstfassung AGS 2007 S. 338
28.06.2011 01.01.2013 § 2 Abs. 1, lit. a), 2. geändert AGS 2012/7-1
28.06.2011 01.01.2013 § 2 Abs. 1, lit. a), 3. geändert AGS 2012/7-1
28.06.2011 01.01.2013 § 2 Abs. 1, lit. b) geändert AGS 2012/7-1
28.06.2011 01.01.2013 § 2 Abs. 1, lit. b), 1. eingefügt AGS 2012/7-1
28.06.2011 01.01.2013 § 2 Abs. 1, lit. b), 2. eingefügt AGS 2012/7-1
28.06.2011 01.01.2013 § 2 Abs. 2 geändert AGS 2012/7-1
Erlass 26.06.2007 01.01.2008 Erstfassung AGS 2007 S. 338
§ 2 Abs. 1, lit. a), 2. 28.06.2011 01.01.2013 geändert AGS 2012/7-1
§ 2 Abs. 1, lit. a), 3. 28.06.2011 01.01.2013 geändert AGS 2012/7-1
§ 2 Abs. 1, lit. b) 28.06.2011 01.01.2013 geändert AGS 2012/7-1
§ 2 Abs. 1, lit. b), 1. 28.06.2011 01.01.2013 eingefügt AGS 2012/7-1
§ 2 Abs. 1, lit. b), 2. 28.06.2011 01.01.2013 eingefügt AGS 2012/7-1
§ 2 Abs. 2 28.06.2011 01.01.2013 geändert AGS 2012/7-1