Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F26-11-2001-I_400-2001
Timestamp: 2016-10-25 01:22:56
Document Index: 108179159

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 5', 'Art. 28', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 27', 'BGE', 'Art. 152', 'BGE']

G.________, 1962, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Fritz Tanner, Gschneitacker 357, 5727 Oberkulm,
Mit Verf�gung vom 23. August 2000 lehnte die IV-Stelle es Kantons Aargau das Gesuch der 1962 geborenen G.________ um Zusprechung einer Invalidenrente ab, weil bei Anteilen von je 50 % Erwerbst�tigkeit und Haushaltf�hrung nach der gemischten Methode der Invalidit�tsbemessung ein Invalidit�tsgrad von lediglich 12 % resultiere.
G.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Antrag, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und die IV-Stelle anzuweisen, den Invalidit�tsgrad auf Grund der beruflichen Leistungsf�higkeit neu zu beurteilen; zudem sei ihr die unentgeltliche Verbeist�ndung zu gew�hren.
W�hrend die IV-Stelle sinngem�ss auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung.
1.- Das kantonale Versicherungsgericht hat die gesetzlichen Bestimmungen �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG), den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG), die Ermittlung des Invalidit�tsgrades bei Erwerbst�tigen (Art. 28 Abs. 2 IVG) und bei im Haushalt t�tigen Personen (Art. 5 Abs. 1 IVG; Art. 28 Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 26bis und Art. 27 Abs. 1 IVV) sowie bei teilweise erwerbst�tigen, teilweise im Haushalt t�tigen Personen (Art. 27bis Abs. 1 IVV) sowie die Rechtsprechung zur Beurteilung der Frage, nach welcher Methode die Invalidit�t zu bemessen ist (BGE 125 V 150 Erw. 2c mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 95 Erw. 3b und 129 Erw. 1c) richtig dargelegt.
2.- Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, der Invalidit�tsgrad sei in ihrem Falle nicht nach der gemischten Methode, sondern auf Grund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Diese Frage kann aber aus den nachfolgenden Erw�gungen offen gelassen werden. Die Beschwerdef�hrerin hat seit 1980, auch nach der Geburt ihrer beiden Kinder 1988/1989, bis 1996 immer zu 100 % gearbeitet. Da die Familie in eher knappen finanziellen Verh�ltnissen lebt und die Drittbetreuung der Kinder gew�hrleistet ist, w�re eigentlich anzunehmen, dass die Versicherte auch in dem f�r die Beurteilung massgeblichen Zeitpunkt im August 2000 einer vollen Erwerbst�tigkeit nachgehen w�rde und k�nnte. In den geschilderten Verh�ltnissen w�rde das Bekleiden einer Vollzeitstelle das Normalmass an Belastung nicht �bersteigen.
Aufgrund der medizinischen Akten ist nicht erstellt, aber auch nicht auszuschliessen, dass die Arbeitszeitreduktion 1996 aus gesundheitlichen Gr�nden erfolgte. Seither ist aber unter der medizinischen Behandlung eine gewisse Besserung des Gesundheitszustandes eingetreten. Nachdem die Beschwerdef�hrerin bereits anfangs 1997 effektiv wieder zu 60 % erwerbst�tig wurde, war ihr deshalb bis zum Verf�gungszeitpunkt im Hinblick auf ihren Gesundheitszustand und insbesondere angesichts der zur Verf�gung stehenden Entlastung in Haushalt und Kinderbetreuung eine Steigerung des Arbeitspensums zuzumuten, m�glicherweise zwar nicht auf 100 %, aber doch in einem rentenausschliessenden Umfang.
Wenn der Hausarzt Dr. med. M.________ in seinem Bericht vom 17. Mai 1999 schreibt, dass die Beschwerdef�hrerin mit einer Halbtagsbesch�ftigung (recte: 60 %) ein f�r sie ideales Mass an externer Besch�ftigung gefunden habe, begr�ndet er dieses Ausmass der Einschr�nkung nicht medizinisch. Der vorinstanzliche Entscheid ist nach dem Gesagten im Ergebnis nicht zu beanstanden.
3.- Nach Gesetz (Art. 152 OG) und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen f�r die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessf�hrung und Verbeist�ndung erf�llt, wenn der Prozess nicht aussichtslos erscheint, die Partei bed�rftig und die anwaltliche Verbeist�ndung notwendig oder doch geboten ist (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen).
Nachdem die Vorinstanz darauf hingewiesen hat, dass die Beschwerdef�hrerin auch bei einer Invalidit�tsbemessung nach der Einkommensvergleichsmethode keinen Rentenanspruch h�tte, und in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen nichts Erhebliches vorgebracht wird, erweist sich diese als aussichtslos. Dem Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes ist darum nicht stattzugeben.