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Timestamp: 2020-07-07 13:11:18
Document Index: 41611409

Matched Legal Cases: ['§ 119', '§ 320', '§ 119', '§ 314', '§ 320', '§ 320', '§ 137', '§ 119', '§ 339', '§ 119', '§ 119', '§ 173', '§ 314', '§ 137', 'BGH', '§ 119', '§ 173', '§ 314', '§ 314', '§ 137', '§ 119', '§ 119', '§ 119']

Rechtsprechung: 2 C 6.11 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 31.05.2013
Konkurrentenstreit; Richterstelle; Beförderung; Bewerbungsverfahrensanspruch; Stellenbesetzungsverfahren, Leistungsgrundsatz; Verletzung des Bewerbungsverfahrensanspruchs; Unterbrechung; Manipulation des Stellenbesetzungsverfahrens; Abbruch; Dokumentationspflicht; ...
Wie eine Übertragung der Stelle an einen Konkurrenten (…vgl. zum Begriff der Besetzung des Amts BAG 12. April 2016 - 9 AZR 673/14 - Rn. 29, aaO) zieht auch ein Abbruch diese Rechtsfolge nur dann nach sich, wenn er rechtsbeständig ist (vgl. BVerfG 28. November 2011 - 2 BvR 1181/11 - Rn. 22 f.; BVerwG 29. November 2012 - 2 C 6.11 - Rn. 11, BVerwGE 145, 185; vgl. auch BAG 12. April 2016 - 9 AZR 673/14 - Rn. 31, BAGE 155, 29) .
Der für den Abbruch maßgebliche Grund muss, sofern er sich nicht evident aus dem Vorgang selbst ergibt, schriftlich dokumentiert werden (BVerfG 28. November 2011 - 2 BvR 1181/11 - Rn. 23 mwN; BVerwG 29. November 2012 - 2 C 6.11 - Rn. 19, BVerwGE 145, 185) .
Dementsprechend darf die Bewerbung des Konkurrenten nur aus Gründen zurückgewiesen werden, die durch den Leistungsgrundsatz gedeckt sind (BVerwG…, Urteil vom 4.11.2010, a. a. O., Rn. 21; Urteil vom 29.11.2012 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris Rn. 10).
VG Potsdam, 05.05.2020 - 2 L 375/20
Auswahlverfahren zur Abteilungsleiterstelle in Ministerium fehlerhaft
OVG Nordrhein-Westfalen, 12.12.2019 - 1 A 542/17
Antrag auf Zulassung der Berufung; Schadensersatz wegen Abbruch eines …
https://dejure.org/2013,14627
BVerwG, 31.05.2013 - 2 C 6.11 (https://dejure.org/2013,14627)
BVerwG, Entscheidung vom 31.05.2013 - 2 C 6.11 (https://dejure.org/2013,14627)
BVerwG, Entscheidung vom 31. Mai 2013 - 2 C 6.11 (https://dejure.org/2013,14627)
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VwGO § 119 Abs. 1; ZPO §§ 320, 314
Tatbestandsberichtigung; Revisionsurteil; informatorische Zusammenfassung; keine Beurkundungsfunktion des Tatbestandes; Verfassungsbeschwerde.
§ 119 Abs 1 VwGO, § 314 ZPO, § 320 ZPO
Tatbestandsberichtigung; Revisionsurteil; Beurkundungsfunktion des Tatbestandes
NVwZ 2013, 1237
Mit dem Tatbestandsberichtigungsverfahren soll verhindert werden, dass infolge dieser Beweiskraft ein unrichtig beurkundeter Prozessstoff Grundlage für die Entscheidung des Rechtsmittelgerichts wird (vgl. BVerwG, Beschlüsse v. 31. Mai 2013 - 2 C 6/11 , NVwZ 2013, 1237, Rz. 3 und v. 12. März 2014 - 8 C 16.12 , BeckRS 2014, 49844, Rz. 9; vgl. zum Zweck der Tatbestandsberichtigung nach §§ 320, 314 ZPO auch Senat, Beschluss v. 30. März 2015 - VI-U (Kart) 3/14 , Umdruck S. 1 f.).
Die revisionsgerichtliche Wiedergabe von Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz, an die das Revisionsgericht nach § 137 Abs. 2 VwGO gebunden ist, kann dagegen nicht nach § 119 Abs. 1 VwGO berichtigt werden (…stRspr, vgl. Beschlüsse vom 16. Mai 1960 - BVerwG 3 ER 404.60 - Buchholz 427.3 § 339 LAG Nr. 101 S. 127, vom 8. Oktober 1986 - BVerwG 4 C 21.84 - juris LS und Rn. 1, vom 12. März 1987 - BVerwG 8 B 103.86 - Buchholz 310 § 119 VwGO Nr. 4 und vom 31. Mai 2013 - BVerwG 2 C 6.11 - NVwZ 2013, 1237 = juris Rn. 2 m.w.N.).
Die Tatbestandsberichtigung nach § 119 Abs. 1 VwGO soll verhindern, dass unrichtig beurkundeter Prozessstoff wegen der urkundlichen Beweiskraft des Tatbestands nach § 173 VwGO i.V.m. § 314 ZPO Grundlage der Entscheidung des Rechtsmittelgerichts wird (Beschluss vom 31. Mai 2013 a.a.O. Rn. 3; vgl. BFH, Beschluss vom 24. August 1967 - IV 410/61 - BFHE 89, 565).
Im Verfahren über die von der Klägerin beabsichtigte Verfassungsbeschwerde ist das Bundesverfassungsgericht ebenfalls nicht an die revisionsgerichtliche Wiedergabe der Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz oder an eigene Feststellungen des Revisionsgerichts gebunden, da eine § 137 Abs. 2 VwGO vergleichbare Norm fehlt (Beschluss vom 31. Mai 2013 a.a.O. Rn. 5;… ebenso: BFH, Beschlüsse vom 20. Dezember 1983 - VII R 33 - 34/82 - juris Rn. 4 …und vom 9. Oktober 2008 - V R 45/06 - BFH/NV 2009, 39 Rn. 3; offengelassen von: BGH…, Beschluss vom 6. Juli 1998 - II ZR 117/97 - juris Rn. 3).
Die Tatbestandsberichtigung nach § 119 VwGO wurde vom Gesetzgeber mit Rücksicht auf die urkundliche Beweiskraft, die dem Tatbestand nach § 173 VwGO i.V.m. § 314 ZPO zukommt, zugelassen (BVerwG, B.v. 31.5.2013 - 2 C 6.11 - NVwZ 2013, 1237/1238).
Es soll verhindert werden, dass infolge dieser Beweiskraft unrichtig beurkundeter Prozessstoff Grundlage für die Entscheidung des Rechtsmittelgerichts wird (BVerwG, B.v. 31.5.2013 a.a.O. S. 1238).
Über den Wortlaut des § 314 Satz 1 ZPO hinausgehend erstreckt die Rechtsprechung den Anwendungsbereich dieser Bestimmung zwar auch auf die in der jeweiligen Instanz ggf. gestellten Rechtsmittelanträge und die dort abgegebenen sonstigen Prozesserklärungen (BVerwG, B.v. 31.5.2013 - 2 C 6.11 - NVwZ 2013, 1237/1238).
Die revisionsgerichtliche Wiedergabe von Tatsachenfeststellungen der Vorinstanz, an die das Revisionsgericht nach § 137 Abs. 2 VwGO gebunden ist, kann dagegen nicht nach § 119 Abs. 1 VwGO berichtigt werden (stRspr, vgl. zuletzt BVerwG, Beschlüsse vom 31. Mai 2013 - 2 C 6.11 - NVwZ 2013, 1237 Rn. 2 m.w.N. …und vom 12. März 2014 - 8 C 16.12 - juris Rn. 7 ff. m.w.N.).
Es soll verhindert werden, dass infolge dieser Beweiskraft ein unrichtig beurkundeter Prozessstoff Grundlage für die Entscheidung des Rechtsmittelgerichts oder in einem späteren Verfahrensabschnitt wird (BVerwG, Beschl. v. 31.05.2013 - BVerwG 2 C 6.11 -, juris, RdNr. 3; Beschl. v. 12.03.2014 - BVerwG 8 C 16.12 -, juris RdNr. 9; SächsOVG, Beschl. v. 08.01.2015 - 5 D 88/13 -, juris RdNr. 3).
Etwas anderes gilt auch nicht im Hinblick auf eine etwa im Anschluss beabsichtigte Verfassungsbeschwerde gegen den unanfechtbaren Senatsbeschluss, da das Bundesverfassungsgericht nicht an Feststellungen der Fachgerichte gebunden ist (BVerwG, Beschl. v. 31.05.2013, a. a. O., RdNr. 5).
OVG Sachsen, 08.01.2015 - 5 D 88/13
Tatbestandsberichtigung, Tatbestand, Beweiskraft, Bewertung, …
Es soll verhindert werden, dass infolge dieser Beweiskraft ein unrichtig beurkundeter Prozessstoff Grundlage für die Entscheidung des Rechtsmittelgerichts oder in einem späteren Verfahrensabschnitt wird (BVerwG, Beschl. v. 31. Mai 2013, NVwZ 2013, 1237 Rn. 3;… Beschl. v. 12. März 2014 - 8 C 16.12 -, juris Rn. 9;… Rennert, in: Eyermann, VwGO, 14. Aufl. 2014, § 119 Rn. 1).
Da der Senatsbeschluss unanfechtbar ist und das Bundesverfassungsgericht nicht an Feststellungen der Fachgerichte gebunden ist (vgl. BVerwG, Beschl. v. 31. Mai 2013 a. a. O. Rn. 5), fehlt dem Antrag das Rechtsschutzbedürfnis.
OVG Sachsen, 29.01.2015 - 5 E 76/14
Ergänzung eines Beschlusses, Tatbestandsberichtigung, Bewertung, rechtliche …
Es soll verhindert werden, dass infolge dieser Beweiskraft ein unrichtig beurkundeter Prozessstoff Grundlage für die Entscheidung des Rechtsmittelgerichts oder in einem späteren Verfahrensabschnitt wird (…BVerwG, Beschl. v. 12. März 2014 - 8 C 16.12 -, juris Rn. 9; Beschl. v. 31. Mai 2013, NVwZ 2013, 1237 Rn. 3;… Rennert, in: Eyermann, VwGO, 14. Aufl. 2014, § 119 Rn. 1).
Da der Senatsbeschluss unanfechtbar ist und das Bundesverfassungsgericht nicht an tatsächliche Feststellungen der Fachgerichte gebunden ist (vgl. BVerwG, Beschl. v. 31. Mai 2013 a. a. O. Rn. 5), fehlt dem Antrag das Rechtsschutzbedürfnis.