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Timestamp: 2018-09-21 04:06:58
Document Index: 201542434

Matched Legal Cases: ['§ 267', '§ 277', '§ 267', '§ 238', '§ 241', '§ 6', 'EuG', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 7']

Wichtige Informationen Bilanzierung und Jahresabschluss 2015/2016 | Finance | Haufe
Top-Thema 09.12.2015 Jahreswechsel 2015/2016: Wichtige Informationen für das Rechnungswesen
Bild: Haufe Online Redaktion Wichtige Änderungen zum Jahreswechsel beim Jahresabschluss und Bilanzierung.
Neben wichtigen Änderungen durch das BilRUG, gibt es u.a. Änderungen bei der Rückstellungsbildung für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen und beim Investitionsabzugsbetrag.
Der Gesetzgeber hat mit dem BilRUG vom 17.7.2015 die EU-Bilanzrichtlinie 2013/34/EU in deutsches Recht umgesetzt Das BilRUG ist am 23.7.2015 in Kraft getreten (BGBl I 2015, S. 1245ff.).
Die neuen Schwellenwerte gem. § 267 HGB gelten für den Einzelabschluss für kleine und mittelgroße Kapitalgesellschaften ab dem handelsrechtlichen Jahresabschluss 2014, aber nur unter gleichzeitiger Beachtung der Neudefinition der Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 HGB n. F. (siehe unten). Ab 2016 ist die Beachtung der Schwellenwerte verpflichtend.
Maßgebend für die Einstufung in die jeweilige Größenklasse sind wie bisher die Daten von 2 aufeinander folgenden Geschäftsjahren, wobei 2 der 3 Merkmale zutreffen müssen (§ 267 Abs. 4 HGB n.F.).
Praxis-Hinweis: Bilanzsumme ist gesetzlich geregelt
Einzelkaufleute, die an den Abschlussstichtagen von 2 aufeinander folgenden Geschäftsjahren nicht mehr als jeweils 500.000 EUR Umsatzerlöse und jeweils 50. 000 EUR Jahresüberschuss aufweisen, brauchen die §§ 238 bis 241 HGB nicht anzuwenden. Für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2015 beginnen, gelten erhöhte Schwellenwerte von 600.000 EUR Umsatzerlöse und 60.000 EUR Jahresüberschuss (§ 241a S. 1 HGB n. F.).
Wichtig: Neudefinition der Umsatzerlöse
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Für die zu erwartenden Aufwendungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen ist eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten zu bilden, weil dafür eine öffentlich-rechtliche Aufbewahrungspflicht besteht. Die Passivierungspflicht besteht sowohl in der Handelsbilanz als auch (über den Maßgeblichkeitsgrundsatz) in der Steuerbilanz. Bei der Bildung dieser Rückstellung ist zu berücksichtigen, welche Unterlagen tatsächlich aufbewahrungspflichtig sind und wie lange die Aufbewahrungspflicht für einzelne Unterlagen noch besteht.
Praxis-Hinweis: Einzubeziehende Kosten
Die OFD Niedersachsen hat mit Verfügung v. 05.10.2015, S 2137 - 106 - St 221/St 222, Regeln zu berücksichtigungsfähigen Kosten und zur Berechnung der Kosten aufgestellt.
Reinvestition des Veräußerungsgewinns gem. § 6b Abs. 2a EStG – Gesetzesänderung
Der EuGH hatte mit Urteil v. 16.4.2015 (C-591/13) entschieden, dass die bestehenden Regelungen zur Rücklagenübertragung nach § 6b EStG gegen die Niederlassungsfreiheit verstoßen.
Deshalb wurde durch das Steueränderungsgesetz 2016 v. 2.11.2015 (BGBl 2015 I S. 1834) ein neuer § 6b Abs. 2a EStG geschaffen. Auf Antrag hin ermöglicht es dieser, die auf eine Reinvestition des Veräußerungsgewinns im EU-/EWR-Raum zu zahlenden Steuern über einen Zeitraum von 5 Jahren zu verteilen.
Neuerungen beim Investitionsabzugsbetrag gem. § 7g EStG – Gesetzesänderung
Steuerpflichtige müssen für Investitionsabzüge gem. § 7g EStG, die sie erstmals für nach dem 31.12.2015 endende Wirtschaftsjahre bilden, keine konkrete Investitionsabsicht mehr haben und auch nicht nachweisen. Daher entfällt auch das Erfordernis, das ggf. anzuschaffende Wirtschaftsgut hinsichtlich seiner Funktion zu benennen (Steueränderungsgesetz 2016 v. 2.11.2015 (BGBl 2015 I S. 1834). Nach der Neuregelung kann der Steuerpflichtige – nunmehr ohne weitere Angaben – Abzugsbeträge für künftige Investitionen in bewegliches Anlagevermögen bis zu einem Höchstbetrag (200.000 EUR) gewinnmindernd abziehen. Allerdings muss er die Summe aller Abzugsbeträge bzw. der rückgängig gemachten oder hinzugerechneten Beträge nach amtlich vorgeschriebenen Datensätzen durch Datenfernübertragung übermitteln.
Praxis-Hinweis: Was für Investitionsabzugsbeträge vor dem 1.1.2016 gilt
Bei Investitionsabzugsbeträgen, die der Steuerpflichtige in vor dem 1.1.2016 endenden Wirtschaftsjahren in Anspruch genommen hat, gilt § 7g Abs. 1 bis 4 EStG in der am 31.12.2015 geltenden Fassung weiter. So sind in diesen Fällen lediglich funktionsgleiche Wirtschaftsgüter begünstigt.
>Jahresabschluss-Checkliste 2015 Vorarbeiten - kostenloser Download
Schlagworte zum Thema: Jahreswechsel, Rechnungswesen, Bilanzierung, Jahresabschluss, BilRUG, Sozialversicherung
Kurzbeschreibung In der Tabelle sind die aktuellen Größenklassen zu finden, anhand derer die Unternehmen in kleine, mittelgroße und großen Gesellschaften eingeordnet werden. Größenklassen/Schwellenwerte nach HGB Grundlegende Informationen u. a. Hinweise zur ...