Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F28-07-2011-8C_270-2011
Timestamp: 2016-10-21 09:14:42
Document Index: 17522531

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 64']

8C_270/2011 (28.07.2011)
8C_270/2011
(Kausalzusammenhang; Sch�del-Hirntrauma),
Der 1981 geborene, bei der P.________ GmbH angestellte und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch u.a. gegen die Folgen von Berufsunf�llen versichert gewesene M.________ st�rzte am 4. Mai 2008 aus einer H�he von ca. vier Metern in die Tiefe und zog sich laut Bericht vom 6. Mai 2008 des Spitals X.________, wohin er eingeliefert und intensivmedizinisch �berwacht wurde, eine Sch�delbasisfraktur links occipital zu. Nach umfangreichen medizinischen Abkl�rungen stellte die SUVA mit Verf�gung vom 25. Mai 2010 die bislang erbrachten Leistungen (Heilbehandlung; Taggeld) auf den 30. Juni 2010 mangels ad�quaten Kausalzusammenhangs der geltend gemachten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen mit dem Unfall vom 4. Mai 2008 ein, woran sie auf Einsprache hin festhielt (Einspracheentscheid vom 17. September 2010).
Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz ab (Entscheid vom 10. Februar 2011).
M.________ l�sst mit Beschwerde den Bericht des Dr. med. R.________, Facharzt f�r Innere Medizin FMH, vom 2. April 2011 einreichen und beantragen, unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids sei die SUVA zu verpflichten, ihm "�ber den 4. Mai 2010/ 30. Mai 2010 hinaus Taggelder f�r eine Arbeitsunf�higkeit von 100% und Heilungskosten zu leisten"; eventualiter habe sie �ber den Anspruch auf Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung zu befinden. Ferner wird um unentgeltliche Rechtspflege ersucht.
1.1 Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (BGE 134 V 250 E. 1.2 S. 252 mit Hinweisen). Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254).
1.2 Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- und Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht an die vorinstanzlichen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG). Mit diesen Bestimmungen wird allerdings der Grundsatz, wonach neue Tatsachen und Beweismittel nur so weit vorgebracht werden d�rfen, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG), nicht eingeschr�nkt (BGE 135 V 194). Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, inwiefern die Voraussetzungen von Art. 99 Abs. 1 BGG in Bezug auf den letztinstanzlich aufgelegten Bericht des Dr. med. R.________ vom 4. April 2011 gegeben sind, und kommt damit seiner Substanziierungspflicht nicht nach (E. 1.1 hievor). Das genannte Dokument ist daher ausser Acht zu lassen.
2.1 Das kantonale Gericht erwog unter zutreffender Darlegung der �rztlichen Akten und der Rechtsgrundlagen, dass weder radiologisch noch klinisch ein klar fassbares, unfallbedingtes Korrelat nachweisbar war, welches die geltend gemachten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen (wie Kopfschmerzen, �belkeit, Schwindel, H�rschwierigkeiten, Sehst�rungen, Einschlafen des linken Armes und des rechten Fusses; vgl. Berichte des Dr. med. B.________, Facharzt f�r Neurologie FMH, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie, Zertifizierter Medizinischer Gutachter SIM, SUVA Versicherungsmedizin, vom 27. April 2010 und der Rehaklinik Y.________ vom 10. Mai 2010) hinreichend erkl�rte. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdef�hrers ging die Vorinstanz bei der Kausalit�tspr�fung von einem durch den Kopfaufprall bewirkten Sch�del-Hirntrauma aus und gelangte mit Hinweisen auf die Rechtsprechung zum Ergebnis, dieses habe h�chstens den Schweregrad einer Commotio cerebri (milde traumatische Hirnverletzung), nicht den Grenzbereich einer Contusio cerebri erreicht. Unter solchen Voraussetzungen war praxisgem�ss (vgl. Urteil 8C_476/2007 vom 4. August 2008 E. 4 [publ. in: SVR 2008 UV Nr. 35 S. 133]) der ad�quate Kausalzusammenhang nicht nach den Regeln der Schleudertrauma- (BGE 134 V 209 E. 10 S. 126 ff. mit Hinweisen), sondern nach denjenigen der Psychopraxis (BGE 115 V 133) zu beurteilen. Inwiefern in diesem Zusammenhang von weiteren Abkl�rungen zum medizinischen Sachverhalt zus�tzliche Erkenntnisse zu erwarten sind, wird in der Beschwerde nicht begr�ndet und ist auch nicht ersichtlich, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweisw�rdigung; vgl. dazu BGE 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1b mit Hinweis S. 162).
2.2 Der Beschwerdef�hrer �bersieht sodann, dass die Vorinstanz den Sturz vom 4. Mai 2008, unter Ber�cksichtigung der zutreffend zitierten Kasuistik, nicht dem Bereich der leichteren, sondern demjenigen der mittelschweren Unf�lle im engeren Sinne zuordnete. Von den weiter zu pr�fenden, objektiv fassbaren und unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden oder als Folge davon erscheinenden Umst�nden, welche als massgebende Kriterien in die Gesamtw�rdigung einzubeziehen sind, war einzig dasjenige der besonderen Eindr�cklichkeit erf�llt, jedoch, wie in der Beschwerde zumindest implizit einger�umt wird, nicht in ausgepr�gter Weise. Anhaltspunkte f�r die geltend gemachten erheblichen Komplikationen fehlen. Nachdem ansonsten die vorinstanzliche Ad�quanzbeurteilung nicht in Frage gestellt wird, ist abschliessend festzuhalten, dass das kantonale Gericht eine rechtserhebliche Bedeutung des Unfalles vom 4. Mai 2008 f�r die die Arbeitsf�higkeit erheblich beeintr�chtigende psychiatrische Symptomatik (schwere anhaltende somatoforme Schmerzst�rung [ICD-10 F45.4], somatoforme Funktionsst�rung des Gleichgewichtssystems [ICD-10 F45.38], mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom [ICD-10 F32.11]; vgl. Berichte des Dr. med. E.________, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie, SUVA Versicherungsmedizin, vom 25. M�rz 2010 und der Rehaklinik Y.________ vom 10. Mai 2010) und damit die Leistungspflicht der SUVA hief�r zu Recht verneint hat.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege f�r das letztinstanzliche Verfahren ist zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG).