Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20190/91
Timestamp: 2019-10-20 13:20:33
Document Index: 132307921

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 212', 'BGH', '§ 212', 'BGH', '§ 119', 'BGH', '§ 518', 'BGH', '§ 212', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.05.1992 - VIII ZR 190/91 - dejure.org
https://dejure.org/1992,1838
BGH, 13.05.1992 - VIII ZR 190/91 (https://dejure.org/1992,1838)
BGH, Entscheidung vom 13.05.1992 - VIII ZR 190/91 (https://dejure.org/1992,1838)
BGH, Entscheidung vom 13. Mai 1992 - VIII ZR 190/91 (https://dejure.org/1992,1838)
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Formerfordernisse an anwaltliche Unterschrift auf Empfangsbekenntnis
Wirksames Empfangsbekenntnis - Anwaltliche Unterschrift - Berufungsschrift - Berufung
ZPO § 212 a
NJW-RR 1992, 1150
VersR 1993, 337
Dies ist ausreichend (…vgl. BAG 27. März 1996 - 5 AZR 576/04 - aaO; BGH 13. Mai 1992 - VIII ZR 190/91 - AP ZPO § 212a Nr. 7).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs reicht es zum Nachweis für den wirksamen Vollzug einer Zustellung aus, wenn der Prozessbevollmächtigte einer Partei sich in einer Rechtsmittelschrift auf das erstinstanzliche Urteil ausdrücklich mit den Worten "zugestellt am ..." bezieht, sofern auch die weiteren, unabdingbaren Anforderungen an die Vollendung der Zustellung erfüllt sind (vgl. BGH, Urteil vom 13. Mai 1992 - VIII ZR 190/91, aaO).
Eine Anfechtung seiner prozessualen Empfangserklärung wegen Irrtums (§ 119 BGB) ist nicht möglich (vgl. BGH, Urteil vom 13. Mai 1992 - VIII ZR 190/91, NJW-RR 1992, 1150, 1151; Beschluss vom 4. Juni 1974 - VI ZB 5/74, NJW 1974, 1469, 1470).
Es genügt vielmehr, daß ein Dritter, der den Namen des Unterzeichnenden kennt, diesen Namen aus dem Schriftzug noch herauslesen kann (BAG Urteil vom 29. Juli 1981 - 4 AZR 632/79 - AP Nr. 46 zu § 518 ZPO;… BAGE 47, 285, 291 = AP, aaO; BGH Urteil vom 13. Mai 1992 - VIII ZR 190/91 - AP Nr. 7 zu § 212 a ZPO).
So hat der 8. Zivilsenat des BGH im Urteil vom 13.5.1992 VIII ZR 190/91 ausgeführt, dass zur Bestimmung der Anforderungen an die anwaltliche Unterschrift auf einem Empfangsbekenntnis die gleichen Maßstäbe anzulegen seien wie bei bestimmenden Schriftsätzen.
Dass das Empfangsbekenntnis erst später ausgestellt wurde als an dem darin bezeichneten und mithin maßgeblichen Zustellungstag, berührt seine Wirksamkeit nicht (vgl. BGH, Urteile vom 19. April 1994 - VI ZR 269/93, NJW 1994, 2295 unter II 1 c; vom 13. Mai 1992 - VIII ZR 190/91, NJW-RR 1992, 1150 unter II 1 b; jeweils m.w.N.).
Dies kann - auch rückwirkend (vgl. BGH, Urteile vom 14. Juni 1961 - IV ZR 56/61 - BGHZ 35, 236 [239] und vom 13. Mai 1992 - VIII ZR 190/91 - juris Rn. 12) - in einem Schriftsatz geschehen (vgl. BGH…, Beschluss vom 31. Mai 2000 - XII ZB 211/99 - juris Rn. 10).
Der Empfangswille findet in der Formulierung "zugestellt am 23. August 2016" sinnfälligen Ausdruck (vgl. BGH, Urteil vom 13. Mai 1992 - VIII ZR 190/91 - juris Rn. 13).
Die Unterschrift muss zwar nicht unbedingt lesbar sein, mindestens einzelne Buchstaben müssen aber - wenn auch nur andeutungsweise - zu erkennen sein, weil es sonst an dem Merkmal einer Schrift fehlt (BGH, Beschl. v. 27. September 2005 - VIII ZB 105/04, NJW 2005, 3775;… BGH, Urt. v. 10. Juli 1997 - IX ZR 24/97, NJW 1997, 3380; BGH, Urt. v. 13. Mai 1992 - VIII ZR 190/91, NJW-RR 1992, 1150 m.w.N).
BGH, 24.03.1994 - III ZB 14/94
Sorgfaltspflicht des Rechtsanwalts bei Aufhebung einer gemeinsamen …
1993 RA St." auf dem an das Landgericht unterschrieben zurückgesandten Empfangsbekenntnis unrichtig ist; hierdurch wird die Wirksamkeit des Empfangsbekenntnisses nicht berührt (BGHZ 35, 236, 238; BGH, Urteil vom 13. Mai 1992 - VII ZR 190/91 - NJW-RR 1992, 1150).
BGH, 17.11.1994 - VII ZB 12/94
Vertrauensschutz im Hinblick auf die Unterzeichnung eines Empfangbekenntnisses
Der Bundesgerichtshof hat wiederholt zu unterschiedlichen Fallgestaltungen erwogen, ob gegenüber Zustellungsmängeln Gesichtspunkte aus Treu und Glauben geltend gemacht werden können (vgl. Beschluß vom 24. September 1968 - III ZB 26/68 = VersR 1968, 1143; Beschluß vom 20. September 1974 - IV ZB 27/74 = VersR 1974, 1223; Urteil vom 13. Mai 1992 - VIII ZR 190/91 = VersR 1993, 337) und bestätigt, daß der Grundsatz von Treu und Glauben auch im Prozeßrecht gilt (BGH, Urteil vom 23. November 1977 - VIII ZR 107/76 = NJW 1978, 426).