Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=2014-03-18&Aktenzeichen=II%20ZR%20109%2F13
Timestamp: 2017-11-24 05:28:51
Document Index: 269502195

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 187', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Geringfügige Anpassungen wie etwa diejenige der Formulierung des Fristbeginns an das Gesetz (vgl. hierzu BGH NJW 2014, 2022 [BGH 18.03.2014 - II ZR 109/13] ;… GuT 2013, 133) bleiben allerdings möglich.
b) Diese Gesetzlichkeitsfiktion soll zwar, wie inzwischen mehrere Senate des BGH ausgesprochen haben, nur gelten, soweit der Verwender das Muster nicht einer eigenen Bearbeitung unterzieht, wenn die verwendete Belehrung dem Muster also sowohl inhaltlich als auch in der äußeren Gestaltung vollständig entspricht (zuletzt BGH, Urt. v. 18.03.2014, II ZR 109/13, WM 2014, 887, Tz. 15).
Der Rechtsprechung des BGH ist insoweit zu entnehmen, dass die Anpassung im Muster fehlerhaft wiedergegebenen Fristbeginn an die Regelung des § 187 BGB unschädlich ist (BGH, Urt. v. 18.03.2014, II ZR 109/13, WM 2014, 887, Tz. 18; Beschl. v. 20.11.2012, II ZR 264/10, Tz. 6).
Erheblich sind dagegen - was keiner näheren Begründung bedarf - Veränderungen, die zusätzliche Erfordernisse für den Fristbeginn aufstellen (BGH, Urt. v. 18.03.2014, II ZR 109/13, WM 2014, 887, Tz. 18).
Eine inhaltliche Änderung liegt dabei auch dann vor und nimmt dem Verwender die Möglichkeit, sich auf den Vertrauensschutz zu berufen, wenn er eine Anpassung des Textinhalts aufgrund der konkreten Fallgestaltung für erforderlich erachtet (BGH, Urt. v. 18.03.2014, II ZR 109/13, WM 2014, 887, Tz. 19;… BGH, Urt. v. 26.06.2011, XI ZR 349/10, Tz. 39;… Urt. v. 1.3.2012, III ZR 83/11, Tz. 17;… Urt. v. 19.07.2012, III ZR 252/11, Tz. 15).
Für solche inhaltlichen Änderungen soll gelten, dass sich wegen der Vielgestaltigkeit denkbarer Veränderungen keine verallgemeinerungsfähige Grenze ziehen lässt und es daher auf den konkreten Umfang der vom Verwender vorgenommenen inhaltlichen Änderungen nicht ankommen kann (BGH, Urt. v. 18.03.2014, II ZR 109/13, WM 2014, 887, Tz. 18).
Erforderlich ist dabei, dass dieses Formular dem Muster sowohl inhaltlich als auch in der äußeren Gestaltung vollständig entspricht (BGH, Urt. v. 18. März 2014 - II ZR 109/13, zit. nach juris Rz. 15 m. w. N.).
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