Source: https://www.zip-online.de/heft-34-2019/zip-2019-1619-zur-bestellung-zum-geschaeftsfuehrer-einer-gmbh-unter-verwendung-falscher-personalien/
Timestamp: 2020-05-25 23:44:50
Document Index: 190879523

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 164', 'Art. 248', '§ 7', '§ 6', '§ 35', '§ 164', '§ 676', 'Art. 248', '§ 7', 'Art. 248', '§ 10', 'Art. 248', '§ 14', '§ 676', '§ 676', 'Art. 248', '§ 7', '§ 676']

Zur Bestellung zum Geschäftsführer einer GmbH unter Verwendung falscher Personalien (OLG Köln, Urt. v. 22.11.2018 – 12 U 103/17) – ZIP 2019, 1619 | ZIP online
ZIP 2019, 1619
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH, Köln 0723-9416 Zeitschrift für Wirtschaftsrecht ZIP 2019 RechtsprechungGesellschafts- und KapitalmarktrechtGmbHG §§ 6, 35; BGB §§ 164, 676b; EGBGB Art. 248 §§ 7, 10, 14Zur Bestellung zum Geschäftsführer einer GmbH unter Verwendung falscher Personalien GmbHG§ 6 GmbHG§ 35 BGB§ 164 BGB§ 676b EGBGBArt. 248 § 7 EGBGBArt. 248 § 10 EGBGBArt. 248 § 14 OLG Köln, Urt. v. 22.11.2018 – 12 U 103/17 (LG Bonn), GmbHR 2019, 355OLG KölnUrt.22.11.201812 U 103/17GmbHR 2019, 355LG Bonn
1. Wird eine Person unter Verwendung falscher Personalien zum Geschäftsführer einer GmbH bestellt, so ist für Willenserklärungen, die diese Person im Rechtsverkehr namens der GmbH angibt, wegen der Frage der Vertretungsmacht nicht auf den Inhaber der verwendeten Personendaten, sondern unabhängig von den verwendeten Daten darauf abzustellen, ob die im Rechtsverkehr auftretende Person mit derjenigen identisch ist, die zum Geschäftsführer bestellt worden ist.
2. Der Einwendungsausschluss gem. § 676b BGB greift, wenn ein nicht autorisierter Zahlungsvorgang nicht innerhalb der Ausschlussfrist von 13 Monaten des § 676b Abs. 2 Satz 1 BGB angezeigt wird. Diese Frist beginnt mit dem Tag der Belastung, sofern der Zahlungsdienstleister seinen Informationspflichten gem. Art. 248 §§ 7, 10, 14 EGBGB nachgekommen ist, sonst mit dem Tag der Unterrichtung (§ 676b Abs. 2 Satz 2 BGB), wobei die Beweislast für die Voraussetzungen der Präklusion beim Zahlungsdienstleister liegt.