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Timestamp: 2016-10-24 14:01:35
Document Index: 74390852

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', '§ 31', '§ 31']

Aktuelles - Aktuell - Apothekerverband Nordrhein
EuGH-Urteil – aktueller Sachstand
NRW und Bayern sprechen sich für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ausUnterstützen Sie die Kampagne auch in Ihrer Apotheke Die vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) am 19.10.2016 verkündete Entscheidung im Ver-fahren zu Rx-Boni bedeutet, dass sich ausländische Arzneimittel-Versandhändler nicht mehr an die in Deutschland geltende Preisbindung für rezeptpflichtige Medikamente halten müssen. Für deutsche Apotheken bleibt die Arzneimittelpreisbindung bestehen. Wir werten diese EuGH-Entscheidung als destruktiven europäischen Eingriff in die Rechtsordnung unseres deutschen Gesundheitswesens und als Angriff auf die flächendeckende heilberufli-che Arzneimittelversorgung durch öffentliche Apotheken. Wir fordern daher von der Politik mit Nachdruck ein Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln.
Für die kurzfristige Patienteninformation zum Thema "Preisbindung" sowie die ABDA-Aktionsmaterialien Anzeigenmotiv, Postkarte und ein Onepager (Argumentationshilfe) stellen Kammer und Verband in Nordrhein Ihnen bereit, den Sie hier herunterladen können.
Kommunikationsmaterialien EuGH-EntscheidungPatienteninformationAnzeigenmotivPostkarteOnepager
"EuGH-Entscheidung gefährdet nationale Gesundheitssysteme"
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat bezüglich des Verfahrens Deutsche Parkinson Vereinigung gegen die Wettbewerbszentrale entschieden. Die ABDA äußert sich in einer aktuellen Presseinformation zu dem Verfahren wie folgt: "Deutschlands Apotheker reagieren entsetzt auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) in Luxemburg, der die geltende Preisbindung für rezeptpflichtige Arzneimittel als nicht verbindlich für ausländische Anbieter einstuft. Damit hat der EuGH seine langjährige Rechtsprechung zum Wertungsspielraum der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) im Gesundheitswesen in diesem Fall revidiert. "Europas höchste Richter haben den eindeutigen Willen des deutschen Gesetzgebers ausgehebelt und die Entscheidungen der obersten deutschen Gerichte negiert", sagte Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, zur heutigen Entscheidung. "Damit hat der EuGH in ein Politikfeld eingegriffen, das gemäß den Europäischen Verträgen den Mitgliedstaaten vorbehalten ist. Es kann nicht sein, dass ungezügelte Marktkräfte über den Verbraucherschutz im Gesundheitswesen triumphieren. Jetzt ist die deutsche Politik gefordert! Der Gesetzgeber muss schon aus eigenem Interesse seinen Handlungsspielraum wiederherstellen. Eine denkbare Lösung wäre ein Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln in Deutschland. Europarechtlich wäre das zulässig. Klar ist, dass die Arzneimittelpreisverordnung für deutsche Apotheken weiterhin gilt."Zum Hintergrund:Nach einer Klage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs (Wettbewerbszentrale) hatte das Oberlandesgericht Düsseldorf dem EuGH im März 2015 die Frage vorgelegt, ob es mit europäischem Recht vereinbar sei, wenn die in Deutschland geltende Preisbindung für rezeptpflichtige Arzneimittel auch auf Anbieter aus anderen EU-Mitgliedstaaten angewendet wird, die solche Medikamente nach Deutschland versenden. Bislang haben sowohl der Gesetzgeber als auch der Gemeinsame Senat der Obersten Gerichtshöfe des Bundes in Deutschland diese Frage ausdrücklich bejaht. Die geltende Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) dient dem Interessenausgleich aller Beteiligten: Den Patienten schützt sie davor, dass seine Notlage durch überhöhte Preise ausgenutzt wird. Feste Preise machen außerdem das Sachleistungsprinzip der Krankenkassen erst wirklich möglich. Auch Steuerungs- und Kostendämpfungsmechanismen wie Zuzahlungen und Festbeträge sind ohne transparente und bundeseinheitliche Preise für rezeptpflichtige Arzneimittel nicht denkbar. Die AMPreisV verhindert außerdem destruktive Wettbewerbsformen und sichert damit eine flächendeckende Arzneimittelversorgung der Bevölkerung durch ein Netz wohnortnaher Apotheken.“
Medikationsplan nach § 31a SGB V: Ablauf in der Apotheke
Mit dem E-Health-Gesetz wurde der § 31a SGB V neu geschaffen, wonach GKV-Versicherte, die gleichzeitig mindestens drei vertragsärztlich verordnete Arzneimittel anwenden, ab dem 1. Oktober 2016 Anspruch auf Erstellung und Aushändigung eines Medikationsplans in Papierform durch einen Vertragsarzt haben. Im Mitgliederbereich unter Aktuell informieren wir Sie, welche Arbeitsschritte im Hinblick auf den Medikationsplan konkret in der Apotheke erfolgen werden und bieten Ihnen weitergehende Informationsmaterialien an.Zum Login
Apothekerkammer und -verband in Nordrhein setzen die im Herbst 2014 gestartete Nachwuchsinitiative „Arbeits- platz Apotheke: Eine gesunde Entscheidung“ fort. Dazu sind aufmerksamkeitsstarke Maß- nahmen geplant, u.a. im Internet, im Radio und auch Straßenaktionen. Auch Apotheken vor Ort beteiligen sich aktiv an der Nachwuchsinitiative und infor- mieren über die Berufe in der Apotheke - ob Apotheker, PTA oder PKA, auch auf Grund der demografischen Entwicklung einer immer älter werdenden Bevölkerung sind das Berufe mit besten Zukunftsaussichten. Interessiert? Einfach nach- fragen – in der Apotheke oder in den jeweiligen Bildungs- einrichtungen. Weitere Infos unter www.facebook.com/probier.ihn.an.
Unterstützung bei der Kommunikation in der Versorgung von Flüchtlingen
Als Arbeitshilfe für die Information und Beratung von Kunden und Patienten mit Migrationshintergrund steht Ihnen ein Satz von insgesamt 85 Piktogrammen zur Verfügung, die ergänzende Hinweise zur Darreichungsform, zum Einnahmezeitpunkt und zu möglichen Nebenwirkungen von Arzneimitteln geben.Diese Piktogramme können Sie hier herunterladen. Wir empfehlen Ihnen, die vier Seiten mit den Piktogrammen auszudrucken und zu laminieren (dann können Sie bei der Beratung am Handverkaufstisch eingesetzt werden) bzw. diese – sofern Sie dies für sinnvoll erachten – auf die abgegebenen Arzneimittelpackungen aufzukleben.
Arbeitshilfe für die Beratung von Kunden und Patienten mit MigrationshintergrundPiktogrammeDarüber hinaus ist die ABDA damit befasst, eine Reihe weiterer Informationsmaterialien speziell auf die Bedürfnisse von Flüchtlingen zuzuschneiden und in den relevanten Sprachen erstellen zu lassen.
Apothekerkammern in NRW ziehen Zwischenbilanz:
(Münster/Düsseldorf, 28. Juni 2013) Zwei von drei Apotheken in Nordrhein-Westfalen bieten ihren Kunden und Patienten eine sehr gute bzw. gute Beratung. Diese erfreuliche Zwischenbilanz können die Apothekerkammer Westfalen-Lippe und die Apothekerkammer Nordrhein zehn Jahre nach dem Start der ersten eigenen Testkäufe zur Erhebung der Beratungsqualität ziehen. „Uns liegen mittlerweile die Ergebnisse von fast 12.000 Beratungstests vor. Diese wurde allesamt wissenschaftlich fundiert durchgeführt und professionell ausgewertet“, bilanzieren Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe und Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein.Nach ersten Testkaufserien in den Jahren 2003 und 2004 haben beide Kammern die Schlagzahl der unangekündigten Apothekenbesuche deutlich erhöht: Seit dem Jahr 2005 wurde zwischen Rhein und Ruhr exakt 11.654 Testkäufe gezählt. Wurde bei den ersten Testkäufen zunächst nur die grundsätzliche Beratungsbereitschaft der Apotheken auf den Prüfstand gestellt, so gehen die pharmazeutischen Fachprüfer heute sehr viel stärker ins Detail: „Zu unseren Testkaufszenarien zählen ebenso Symptompräsentationen – als Beispiele seien Husten, Fußpilz, Verstopfung, Durchfall oder Kopfschmerzen genannt – wie ein konkreter Präparatewunsch des Patienten“, erläutert Lutz Engelen. „Uns geht es dabei um die Erhebung der tatsächlich geleisteten pharmazeutischen Qualität und nicht um populistische Schnellschüsse.“Gabriele Regina Overwiening ergänzt: „All unsere Testkäufe werden daher von pharmazeutischem Fachpersonal durchgeführt. Sie können aufgrund ihrer Ausbildung die Qualität besonders gut bewerten und auch anspruchsvollere Überprüfungen vornehmen als Laien.“ Dazu gehören zum Beispiel Fälle mit Problemlösungen wie der Wunsch einer jungen Frau nach einem Johanniskraut-Präparat. Dessen Einnahme kann die Wirkung der Antibaby-Pille aufheben und somit eine unerwünschte Schwangerschaft ermöglichen.67 Prozent der Beratungen umfassend bzw. angemessenDie Auswertung der Gesamtergebnisse aller bisher in NRW durchgeführten Testkäufe bescheinigt zwei von drei Apotheken (67 Prozent) eine umfassende bzw. angemessene Beratung. In all diesen Gesprächen wurde ermittelt, für wen konkret das Arzneimittel bestimmt sei, Details zur Erkrankung erfragt und Hinweise zur Anwendungsdauer gegeben. Als verbesserungswürdig bewertete die Kammer 30,3 Prozent der Beratungen. Dies seien insbesondere die Testkauf-Szenarien, bei denen es um einen konkreten Präparatewunsch ging. In 2,7 Prozent der besuchten Apotheken erfolgte - auch auf Nachfrage - keine Beratung.Konstruktive VerbesserungsvorschlägeSämtliche getesteten Apotheken werden von den Kammern in Nachgang über die Resultate informiert. „Bei schwerwiegenden Verstößen, die glücklicherweise die seltene Ausnahme sind, ergreifen wir selbstverständlich Sanktionen“, betont Lutz Engelen. Schließlich sei die Beratung der Kernbereich der apothekerlichen Tätigkeit. „Aber wir belassen es nicht bei kritischen Anmerkungen, wir unterbreiten den Apotheken zugleich konstruktive Verbesserungsvorschläge.“ Dazu zählen u. a. auch Team-Schulungen in der Apotheke zum Themenkreis Beratung und Kommunikation. Beratung ist die beste Medizin: Zur Abgabe eines Arzneimittels gehört untrennbar die Beratung über die richtige Einnahme, Risiken und Nebenwirkungen. Die Apothekerkammern in NRW führen seit zehn Jahren regelmäßig Testkäufe zur Beratungsqualität durch. Foto: ABDA
Erfreulich und zugleich beruhigend für die Patienten: Auch in den Apotheken, die Mängel in der Beratung zeigten, wurde nahezu durchgängig eine optimale Therapieempfehlung gegeben. Lediglich in etwa einem Prozent der Beratungen zu frei verkäuflichen Arzneimittel hätte aus Sicht der Kammern ein besser verträgliches Arzneimittel empfohlen werden können.Kammer testen objektiv und transparent"Die Ergebnisse der immer wieder in Deutschland durchgeführten populistischen Apothekentests basieren zumeist auf den subjektiven Eindrücken von nur einem oder zwei Testern. Und oft steht leider das Ergebnis schon vor den Tests fest“, so Overwiening und Engelen. Demgegenüber gewähren die Testreihen der Apothekerkammern in NRW durch die Vielzahl der pharmazeutischen Fachprüfer und die zentrale Gesamtauswertung ein höchstmögliches Maß an Objektivität und Neutralität. Grundlage aller Tests sind die Leitlinien der Bundesapothekerkammer zur Qualitätssicherung „Information und Beratung des Patienten bei der Abgabe von Arzneimitteln“. „Unsere Ergebnisse sind transparent und daher von jeder Stelle nachprüfbar“, betonen die Spitzenvertreter der beiden Heilberufskammern. 7 Tipps für den richtigen Umgang mit Antibiotika Information zum Europäischen Antibiotikatag am 18. November 2014
Die Entwicklung von Antibiotika-Resistenzen ist ein weltweites Problem. Inzwischen müssen immer häufiger Reserveantibiotika eingesetzt werden, weil Standardsubstanzen nicht ausreichend wirken. Vermehrt werden Patienten mit resistenten Bakterien infiziert, bei denen die klassischen Antibiotika nicht mehr wirken. Durch eine verantwortungsvolle Anwendung von Antibiotika können Resistenzen vermieden werden. Zum richtigen Umgang mit Antibiotika besteht großer Aufklärungsbedarf durch die Apotheken. Apothekerverband Nordrhein und Apothekerkammer Nordrhein unterstützen daher die ABDA-Initiative anlässlich des Europäischen Antibiotikatags am 18. November 2014 zur Information der Patienten. Den Patientenflyer „7 Tipps für den richtigen Umgang mit Antibiotika" finden Sie hier zur Ansicht sowie als Druckversion zur Auslage in Ihrer Apotheke.
"7 Tipps für den richtigen Umgang mit Antibiotika"Flyer (Ansicht)Flyer (Druckversion) Begleitet wird die Informationskampagne durch bundesweite Pressearbeit der ABDA und regionale Pressearbeit von Apothekerverband Nordrhein und Apothekerkammer Nordrhein. Weitere Informationen unter www.abda.de/antibiotika.html.
Bevölkerung: Apotheken werden für Gesundheit immer wichtiger
Köln, 16. April 2012 – Ob Beratung, Service, Sortiment oder Rolle im Gesundheitswesen – die Deutschen haben klare Vorstellungen davon, was sie von Apotheken erwarten. Auskunft darüber liefert die Studie „Zukunft der Apotheke“ des Instituts für Handelsforschung (IFH Köln). Abgefragt wurde, wie sich die Bevölkerung die Apotheke der Zukunft vorstellt. Ergebnis: Eine gute Erreichbarkeit der Apotheke und die schnelle Verfügbarkeit der Arzneimittel sind Basisanforderungen an die Apotheke der Zukunft – die Profilierung erfolgtüber die Beratung und den Service. Die Verbraucher wünschen dabei ausdrücklich eine Ausweitung des Beratungs- und Serviceangebotes.
Sie päsentierten die Studie Apotheke der Zukunft (v. l. n. r.): Dr. Preißner IFH, Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, Gesundheitsminis- terin Barbara Steffens, Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, Dr. Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerver- bandes Westfalen Lippe und Dr. Klaus Michels, Vorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe: (Foto: IFH)
Apotheker als Ansprechpartner und LotseIn der Bevölkerung werden Apotheker heute als kompetente Arzneimittelfachleute und Lotsen im Gesundheitswesen wahrgenommen. Und wenn es nach den Verbrauchern geht, dann soll das auch so bleiben: Über 90 Prozent der Bundesbürger wünschen sich auch zukünftig die Apotheke als schnell und leicht zu erreichenden Ansprechpartner und Wegweiser im Gesundheitswesen. Schon heute ist die Apotheke für knapp 60 Prozent der Verbraucher erste Anlaufstelle bei leichteren Beschwerden – Tendenz steigend: Über zwei Drittel der Verbraucher glauben, dass der Apotheker für die eigene Gesundheit immer wichtiger wird, weil die ärztlichen Gesundheitsleistungen immer weiter gekürzt werden.
Beratung ist und bleibt TrumpfKernkompetenz, Alleinstellungsmerkmal und Publikumsliebling der Apotheken ist und bleibt die Beratung. Aus Sicht der Bevölkerung wird diese Aufgabe zukünftig sogar noch an Bedeutung gewinnen. Die Voraussetzungen hierfür sind günstig: Mehr als 80 Prozent der Bundesbürger sehen in der Apotheke einen Ort, andem man sich Zeit für ihre individuellen Bedürfnisse nimmt. Zudem bezeichnen Apothekenkunden die Beziehung zum Apotheker und seinem Team als vertrauensvoll. Entsprechend hoch ist der Stammkundenanteil: 79 Prozent der Verbraucher haben eine Stammapotheke – bei älteren Menschen liegt die Quote sogar bei 92 Prozent. Neben der klassischen Beratung zu Medikamenten, Impfungen, Haus- und Reiseapotheke sowie Behandlungsmöglichkeiten im Rahmen der Selbstmedikation wünschen sich die Bürger den Apotheker als Ansprechpartner bei allgemeinen Gesundheitsthemen und – in enger Abstimmung mit den behandelnden Ärzten – als Beratungsstelle für Patienten mit chronischen Krankheiten. Damit die Beratung in der Apotheke diskret erfolgen kann, fordern zwei Drittel der Verbraucher eine bessere Trennung der Beratungsund Kassenbereiche in der Apotheke.
Services mit praktischem Nutzen schaffenRund jeder Dritte wünscht sich einen Ausbau des Serviceangebots in der Apotheke in Verbindung mit entsprechenden Beratungsleistungen. Punkten können Apotheken dabei vielfach mit schon heute bekannten Services, beispielsweise mit Liefer- und Botendiensten, der Messung von Blutdruck, Blutzucker, Cholesterin etc., der Durchführung von Gesundheits-Check-ups zur Früherkennung oder der Möglichkeit zur Vorbestellung von Arzneimitteln auf der Apothekenhomepage. Neuartige Serviceangebote werden dabei generelldann positiv bewertet, wenn sie für den Kunden einen praktischen Nutzen bieten. So können sich 76 Prozent der Befragten vorstellen, dass sich Apotheken künftig in enger Abstimmung mit dem Arzt um die Rezeptverlängerung kümmern. Generell birgt die Kooperation von Ärzten und Apothekern aus Sicht der Verbraucher noch Potenzial: 80 Prozent der Bundebürger fordern eine stärkere Zusammenarbeit der beiden Heilberufe,um Unsicherheiten und Gefahren der Arzneimitteltherapie vorzubeugen.
Sortiment: Arzneimittel im MittelpunktBezüglich des Apothekensortiments wünschen sich Kunden eine klare Fokussierung auf Arzneimittel. Das Ergänzungssortiment mit Kosmetika, Körperpflegemitteln, Vitaminpräparaten etc. spielt eine untergeordneteRolle. Die Befragten möchten dessen Umfang mehrheitlich beibehalten. Wenn sich Apotheken auf bestimmte Gesundheitsbereiche spezialisieren, erwartet der Verbraucher jedoch, dass sich die Spezialisierung auch im Sortiment widerspiegelt und neben Arzneimitteln auch die zum Spezialbereich passenden Waren und Dienstleistungen angeboten werden.
Über die Studie:Die Studie „Apotheke der Zukunft“ wurde im Zeitraum von Juli bis November 2011 auf Initiative der nordrhein-westfälischen Apothekerkammern und Apothekerverbänden vom Kölner Institut für Handelsforschung (IFH Köln) unter der Leitung von Dr. Markus Preißner und Diplom-Psychologin Bettina Willmann durchgeführt. Auf eine qualitative Studienphase, in deren Mittelpunkt Gruppendiskussionen mit Verbrauchern standen, folgte eine Online-Befragung mit einer für Deutschland nach Alter, Geschlecht und Region bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe von 1.006 Personen im Alter von 18 bis 75 Jahren.
"Apotheke der Zukunft" - Übersicht aller STudienergebnisseIfH-Studie "Apotheke der Zukunft" - Meinungen, Anforderungen und Wünsche der BevölkerungÜber die IfH Institut für Handelsforschung GmbH:Als Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis ist das IFH Köln seit 1929 im Dienste des Handels tätig. Als Forschungs- und Beratungsunternehmen bieten wir empirisch basierte Businesslösungen zur Analyse, Planung, Steuerung und Bewertung von Unternehmensstrategien sowie eine unabhängige, neutrale Austauschplattform zur themen- und datenbasierten Interaktion mit allen Marktteilnehmern im Handel. Handelsunternehmen, Zulieferer, Hersteller und Dienstleister sowie Verbände und öffentliche Institutionen profitieren von branchenspezifischer Information, Forschung und Beratung rund um die Fragen des Handels. Als Brancheninsider optimieren wir mit Forschungsergebnissen gelebte Handelspraxis und liefern praxisrelevante Grundlagen für bessere Unternehmensentscheidungen. Für die Fragen unserer Kunden stehen im IFH Köln hochqualifizierte Branchen- und Themenexperten sowie alle gängigen und modernen Methoden der Marktforschung zum Einsatz bereit.
Appell der Apotheken-Teams für eine gerechte Vergütung NRW-Apotheker überreichen Ministerin Steffens über 14.000 Unterschriften
Düsseldorf, 22. Oktober 2012 - Mehr als 14.000 Unterschriften übergaben die Präsidenten und Vorsitzenden der Apothekerorganisationen NRW heute ihrer Landesgesundheitsministerin Barbara Steffens. Die Unterzeichner fordern die Landesregierung nachdrücklich auf, sich für eine angemessene Vergütung der Apotheken einzusetzen.
Die exakt 14.799 Unterschriften stammen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Apotheken im bevölkerungsreichsten Bundesland – von angestellten Apotheker/innen, Pharmazeutisch-technischen Assistentinnen und von Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten. „Wir erfüllen mit der Arzneimittelversorgung einen gesetzlichen Auftrag. Dafür brauchen wir eine nachhaltige Finanzierung in Form einer angemessenen Vergütung“, lautet der Appell an die Landesregierung.Obwohl die apothekerliche Vergütung primär Aufgabe der Bundesregierung sei, wenden sich die Apotheker mit ihrem Anliegen auch an die Landesregierung: „Unsere Gesundheitsministerin hat in den letzten Jahren immer wieder verdeutlicht, welch ein wichtiges Anliegen ihr eine wohnortnahe, sichere und kompetente Arzneimittelversorgung durch die Apotheke im Quartier ist“, so Gabriele Regina Overwiening (Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe) und Lutz Engelen (Präsident der Apothekerkammer Nordrhein). „Wenn Apotheken aber nicht mehr kostendeckend geführt werden können, gefährdet dies die Versorgung – insbesondere auf dem Lande und in strukturschwachen Stadtteilen.“Die von der Bundesregierung beschlossene Honoraranpassung – die erste nach neun Jahren – von etwa drei Prozent bewerten die NRW-Apotheker als völlig unzureichend: „Allein durch die Inflation sind unsere Kosten von 2004 bis 2011 um 14,4 Prozent gestiegen, die Lohnkosten insgesamt sogar um 28 Prozent“, erläutern Dr. Klaus Michels (Vorsitzender Apothekerverband Westfalen-Lippe) und Thomas Preis (Vorsitzender Apothekerverband Nordrhein). Apotheke heute bedeute die heilberufliche Tätigkeit zu den Kosten von 2012 mit dem Honorar von 2004 zu führen.Gerade in einer immer älter werdenden Gesellschaft sei ein flächende-ckendes Netz wohnortnaher, unabhängiger Apotheken kein Luxus, sondern ein unverzichtbarer Eckpfeiler im Gesundheitswesen. „Wir setzen daher auch weiterhin auf die tatkräftige Unterstützung unserer Landesregierung“, so die Vertreter der Kammern und Verbände.Die Apothekerorganisationen in Nordrhein-Westfalen:Apothekerkammer Nordrhein, Apothekerverband Nordrhein e.V., Apothekerkammer Westfalen-Lippe, Apothekerkammer Westfalen-Lippe e.V.Die Apotheken in Nordrhein-Westfalen:Die ca. 4.600 Apotheken in NRW garantieren eine sichere, schnelle und kosten-günstige Versorgung mit Arzneimitteln. Im bevölkerungsreichsten Bundesland suchen mehr als 800.000 Kunden und Patienten Tag für Tag eine Apotheke auf. Nacht für Nacht nutzen etwa 4.000 Menschen den Notdienst ihrer Bereitschaftsapotheke. Etwa 60.000-mal täglich bringen Apotheken Tabletten, Zäpfchen und andere Medikamente bis an das häusliche Krankenbett.
Apotheker in Nordrhein starten Nachwuchsinitiative für das Berufsfeld „Apotheke“
Junge Menschen für das Berufsfeld Apotheke und die Zukunftsberufe Apotheker, PTA und PKA gewinnen – das ist das Ziel der gemeinsamen Nachwuchsinitiative von Apothekerverband Nordrhein e.V. und Apothekerkammer Nordrhein.
Ein weißer Apothekerkittel auf einem Kleiderbügel mit der Auffordern-den „Probier ihn an“ und dem Slogan „Arbeitsplatz Apotheke: Eine gesunde Entscheidung“ sind das Leitmotiv der Aufklärungskampagne.Die Apotheken in Nordrhein halten dazu Informationsmaterial bereit. Interessierte Jugendliche können sich auch online unter www.facebook.com/probier.ihn.an informieren.Wer als Apotheker in Zukunft selbstständig oder im Angestelltenverhältnis tätig sein möchte, für den ist das Pharmaziestudium die richtige Entscheidung.Ein Arbeitsplatz mit Job-Garantie im Wachstumsmarkt Gesundheit erwartet die Pharmazeutisch-Technischen Assistenten (PTA) und die Pharmazeutisch-Kaufmännischen Angestellten (PKA) nach Abschluss ihrer Ausbildung. Die Möglichkeit wohnortnaher Teilzeitarbeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind weitere Gründe, eine PTA- oder PKA-Ausbildung zu absolvieren.
Ob in der Apotheke im direkten Kundenkontakt oder hinter den Kulissen im Labor – der Arbeitsplatz Apotheke ist sehr abwechslungsreich.
Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbandes: „Pharmazeutisch hochqualifizierte und beratungsstarke Apotheker sowie gut ausgebildete PTAs und PKAs sind für unsere Apotheken unverzichtbar. Mit dieser Initiative möchten wir möglichst viele junge Menschen von der Attraktivität und Zukunftsfähigkeit der Berufe in der Apotheke überzeugen.“Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, möchte die Kampagne auch nutzen, um den Patienten und Kunden selbstbewusst und offensiv zu vermitteln, wie wichtig die öffentliche Apotheke für die Gesundheits- und Arzneimittelversorgung der Menschen ist. „Eine qualifizierte, hochwertige, flächendeckende und wohnortnahe Versorgung mit Arzneimitteln ist auch in Zukunft eine der zentralen Aufgaben im Gesundheitsbereich. Diese kann nur durch das Wissen und die Leistungsbereitschaft einer ausreichenden Zahl von Apothekern und pharmazeutischen Mitarbeitern sichergestellt werden“, betont Engelen.Junge Menschen, die sich die Frage nach einer zukunftsfähigen Ausbildung oder einem Pharmaziestudium stellen, laden die Apotheker in Nordrhein zu einem Schnuppertag in der Apotheke ein. „Einfach den Apotheker vor Ort fragen, ob man mal einen Tag Apothekenluft schnuppern darf. So kann man am besten testen, ob Apotheker, PTA oder PKA der richtige Beruf sein könnte“, so Werner Heuking, Pressesprecher der Apotheker in Nordrhein.
Deine Chance "PTA"
Apotheker in Nordrhein starten Kampagne zur Gewinnung Pharmazeutisch-Technischer Assistenten (PTA) „Ausbildung mit Zukunft – Deine Chance PTA“ lautet das Motto der Aufklärungskampagne, die junge Menschen von der Attraktivität des PTA-Berufs überzeugen soll. Düsseldorf, 04.11.2013 - Die Apotheker in Nordrhein möchten junge Menschen für den Beruf des Pharmazeutisch-Technischen Assistenten (PTA) begeistern. Deshalb starten sie am 4. November eine breit angelegte Kampagne „Ausbildung mit Zukunft – Deine Chance PTA“, die sich direkt an die Jugendlichen wendet. Interessierte Jungendliche können sich auch auf der Internetseite zur Kampagne: www.deine-chance-pta.de informieren.Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbands Nordrhein e.V.: „Mit dieser Aktion möchten wir möglichst viele junge Menschen von der Attraktivität des Berufes PTA überzeugen. Ein Arbeitsplatz mit Job-Garantie im Wachstumsmarkt Gesundheit, die Möglichkeit wohnortnaher Teilzeitarbeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind nur einige von vielen guten Gründen, eine PTA-Ausbildung zu absolvieren.“Um als staatlich anerkannte/r Pharmazeutisch-Technische/r Assistent/in in einer Apotheke arbeiten zu können, ist eine zweieinhalbjährige Ausbildung erforderlich. Davon verbringen die Fachkräfte in spe die ersten 24 Monate an einer Berufsfachschule. Es folgt eine sechsmonatige praktische Ausbildung in einer Apotheke. In Nordrhein gibt es sechs PTA-Lehranstalten in den Städten Baesweiler, Bonn, Duisburg, Essen, Köln und Solingen. Derzeit arbeiten in Deutschland rund 50.000 PTA. Der Frauenanteil liegt dabei deutlich über 90 Prozent.Voraussetzung für die Bewerbung als PTA ist der Abschluss der mittleren Reife. Ein besonderes Interesse an Fächern wie Biologie, Physik, Chemie und Mathematik sowie ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein, hohes Einfühlungsvermögen und Kontakt- und Kommunikationsfreude sind wichtig. Lutz Engelen, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, möchte die Kampagne auch nutzen, um den Patienten und Kunden selbstbewusst zu vermitteln, wie wichtig die öffentliche Apotheke für die Gesundheits- und Arzneimittelversorgung der Menschen ist. „Eine qualifizierte, hochwertige, flächendeckende und wohnortnahe Versorgung mit Arzneimitteln ist auch in Zukunft eine der zentralen Aufgaben im Gesundheitsbereich. Diese kann nur durch das Wissen und die Leistungsbereitschaft einer ausreichenden Zahl von pharmazeutischen Mitarbeitern sichergestellt werden“, betont Engelen.
Wir sind mehr wert als 25 Cent.WIR sind dabei! – Sind SIE dabei?Sehr geehrte Apothekerinnen und Apotheker in Nordrhein-Westfalen,liebe Kolleginnen und Kollegen,nach dem Entwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) vom 27. Juli 2012 für eine Änderung der Arzneimittelpreisverordnung soll der Festzuschlag für verschreibungs-pflichtige Arzneimittel mit Beginn 2013 von derzeit 8,10 Euro je Arzneimittelpackung auf 8,35 Euro erhöht werden. Pro Packung also um 25 Cent. Hochgerechnet auf alle in Apotheken abgegebenen Packungen entspricht das für alle Apotheken einer Honorarerhöhung von 190 Mio. Euro pro Jahr. Diese Anhebung der Vergütung auf 8,35 Euro pro Packung ist völlig unzureichend. Bereits im März hatte die deutsche Apothekerschaft eine Erhöhung des Festzuschlags auf 9,14 Euro gefordert und dies gegenüber der Politik ausführlich begründet.Aktuell scheinen die beteiligten Bundesministerien für Wirtschaft und Gesundheit an ihrer Position festhalten zu wollen. Zusätzlich sperrt sich das Bundesfinanzministerium grundsätzlich gegen eine Erhöhung. Es gibt derzeit also keine Perspektive für eine angemessene Verbesserung des Unternehmerlohns, auch wenn Bundeskanzlerin Merkel mit ihrer Ankündigung, 1,75 Euro als Ausgangsbasis für eine Neuverhandlung des Apothekenabschlages gesetzlich festschreiben zu wollen, Hoffnungen geweckt hat, dass sich für 2013 noch etwas in die richtige Richtung bewegen lässt. Nichts scheint aktuell gesichert.Die Gespräche mit der Politik auf Bundesebene sind mühsam, zäh und noch nicht befriedigend. Die Krankenkassen schüren das Feuer der steigenden Arzneimittel-Ausgaben durch eine zu hohe Apothekendichte. Die Kunden haben kaum Verständnis für die Forderung nach einer gerechten Vergütung. Es reicht uns jetzt!Seit fast zehn Jahren warten wir Apotheken vergeblich auf die gesetzlich festgelegte Anpassung für die Honorierung der Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel. Während dieser Zeit sind die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung um über 25 Prozent gestiegen, die Geldentwertung in diesem Zeitraum betrug rund 15 Prozent. Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) angedachte Anpassung um nur 25 Cent, also etwa 3 Prozent, steht zu diesen Zahlen in einem offensichtlichen und eklatanten Missverhältnis.Beteiligen Sie sich an unserem Appell für eine gerechte Honorierung!Unser Appell an die Politik – Ihre Unterschriften für eine gerechte Honorarerhöhung zum Erhalt der inhabergeführten Apothekenlandschaft
Zeitnah werden wir ein Gespräch mit der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Hannelore Kraft und der Gesundheitsministerin, Frau Barbara Steffens, führen und sie dabei um Unterstützung unseres Anliegens bitten. Wir wollen diesen Termin nutzen und ihnen demonstrieren, wie wichtig uns unsere Honorarforderung ist und wie wichtig wir Apotheken für eine wohnortnahe und patientengerechte Gesundheitsversorgung in Nordrhein-Westfalen sind. Bitte beteiligen Sie sich daher mit Ihren Unterschriften an dieser Maßnahme. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir etwas erreichen. Beigefügt finden Sie unseren „Appell an die Politik“. Tragen Sie diesen bitte durch Ihre Unterschrift und die Unterschriften Ihrer Mitarbeiter mit und senden Sie uns diese per Fax (0211 – 8388 - 299) bis Freitag, den 14. September 2012 an die Geschäftsstelle der Apothekerkammer Nordrhein in Düsseldorf. Appell an die PolitikUnterschriften-RückmeldebogenGabriele Regina Dr. Klaus Lutz Thomas Overwiening Michels Engelen PreisPräsidentin Vorsitzender Präsident Vorsitzender
ANSG - Neues Gesetz regelt Vergütung des Notdienstes ANSG - Apothekennotdienstsicherstellungsgesetz zum 01. August in Kraft getretenZiel des Gesetzes ist es, die ordnungsgemäße Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln insbesondere in ländlichen Regionen außerhalb der regulären Öffnungszeiten von Apotheken zu sichern. Dazu ist vorgesehen, dass Apotheken, die von der zuständigen Behörde durchgehend zur Dienstbereitschaft im Notdienst in der Zeit von 20.00 bis 6.00 Uhr eingeteilt waren und diesen erbracht haben, einen pauschalen Zuschuss erhalten.Für die Finanzierung einer Notdienstpauschale sieht das ANSG eine Anhebung des Apothekenfestzuschlages für verschreibungspflichtige Arzneimittel um 16 Cent pro Packung vor. Dieser Betrag fließt in einen Fonds. Die Verwaltung des Fonds liegt in den Händen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), dem diese hoheitliche Aufgabe per Gesetz ausdrücklich übertragen wurde. Weitere Informationen zur Historie des Gesetzgebungsverfahrens sowie zum aktuellen Stand der Umsetzung werden in einem Hintergrundartikel in der Pharmazeutischen Zeitung dargestellt.
Landesgesundheitsministerium schreibt diesjährigen Gesundheitspreis zum Thema Arzneimitteltherapiesicherheit aus
Nutzen Sie die Möglichkeit zur Teilnahme
Anlässlich der Landesgesundheitskonferenz 2012 wird der diesjährige „Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen“ der Landesinitiative „Gesundes Land Nordrhein-Westfalen – Innovative Projekte im Gesundheitswesen“ zum Thema Arzneimitteltherapiesicherheit ausgeschrieben. Damit steht ein zentralesApothekenthema im Mittelpunkt. Nutzen Sie daher bis zum 17. Mai die Gelegenheit zur Teilnahme, wenn Sie mit Ihrer Apotheke Initiativen oder Projekte zu diesem Thema gestartet haben, die die Ausschreibungskriterien erfüllen.
Die Ausschreibung zum „Gesundheitspreis Nordrhein-Westfalen“ richtet sich an Initiativen und Fachleute aus Gesundheitsförde-rung, Prävention und Gesundheitsversorgung sowie Verbände und Institutionen und sucht qualitativ hochwertige und innovative Projekte, die sich an den folgenden Zielen der Landesinitiative orientieren:Kommunikation und Kooperation sektorenübergreifend verbessernWirksamkeit und Wirtschaftlichkeit steigerngesundheitliche Dienstleistungsangebote für alle transparenter und leichter zugänglich gestaltenErgebnismessung optimieren und Erkenntnisse verfügbar machenWie können Sie an der Ausschreibung zum Gesundheitspreis NRW teilnehmen?
Die Antragstellung erfolgt ausschließlich über ein Online-Verfahren. Dazu müssen sich die Ausschreibungsteilnehmer in der Projekt-Datenbank des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) unter www.infoportal-praevention.nrw.de registrieren, um ihr Projekt anzulegen und einzureichen. Die Bewertung der Projekte wird im ersten Schritt vom Landeszentrum Gesundheit vorgenommen, bevor das Landesgesundheitsministerium die Endauswahl trifft.
Infoportal als Netzwerk
Nicht nur die letztlich mit dem Gesundheitspreis NRW ausgezeichneten Projekte werden im Infoportal des Landeszentrums Gesundheit dargestellt, sondern alle für innovativ und transparent befundenen Bewerbungen. Projekte, die darüber hinaus vom MGEPA in die Landesinitiative „Gesundes Land Nordrhein- Westfalen“ aufgenommen werden, erhalten zudem als Qualitäts- und Gütesiegel ein Logo für die eigene Öffentlichkeitsarbeit. Die vier herausragenden Projekte werden letztlich mit dem Gesundheitspreis NRW ausgezeichnet. Somit lohnt sich die Teilnahme in jedem Fall – nicht nur für die Bewerber, sondern auch für die landesweite Netzwerkbildung in derGesundheitsversorgung. Neben den drei Siegerplätzen mit Prämien in der Höhe von € 5.000,-, € 3.000,- und € 2.000,- wird auch ein Sonderpreis vergeben, der mit € 2.000,- dotiert ist.
Wenn Sie Fragen zu einer möglichen Bewerbung haben oder Unterstützung bei der Bewerbung benötigen, können wir Ihnen gerne weiterhelfen:
Ansprechpartner:Dr. Peter SzynkaTel. 0211-49317-26p.szynka@av-nr.de
Friederike Kolbef.kolbe@av-nr.deTel. 0211-43917-41Bei zentralen Fragen zur Ausschreibung sowie zum Verfahren der Antragsstellung wenden Sie sich bitte direkt an das Landeszentrum Gesundheit NRW.Ansprechpartnerin:Svenja BuddeWesterfeldstraße 35/3733611 BielefeldTel.: +49 521 8007 3130Fax: +49 521 8007 3297GesundesLand-NRW@lzg.gc.nrw.de
Ausschreibungsunterlagen Gesundheitspreis NRWFlyer GesundheitspreisBegleitschreiben Ministerin Steffens Linkswww.gesundheitspreis.nrw.de www.GesundesLand.NRW.dewww.infoportal-praevention.nrw.dewww.mgepa.nrw.de
Bundesgesundheitsminister Bahr spricht sich für freien Heilberuf Apotheker aus Anlässlich des Sommerempfangs des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. am 15.09. im Düsseldorfer Maxhaus hat sich Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr vor den über 120 Gästen für die Arzneimittelversorgung durch den freien Heilberuf Apotheker ausgesprochen. Gleichzeitig bekräftige er sein Engagement für ein Verbot für Pickup-Stellen, das durch verfassungsrechtliche Bedenken des Bundesjustiz- und Innenministeriums vorläufig nicht umgesetzt werden konnte. Hier sei es möglich einen neuen Anlauf zu unternehmen. Neuen Ideen seitens der Apothekerschaft, die mehrheitsfähig und verfassungsgerecht sind, seien willkommen, so der Minister. Gleichzeitig betonte Bahr, dass Pickup-Stellen vom Verbraucher kaum in Anspruch genommen würden. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministers nutzen 97 Prozent die öffentlichen Apotheken, um ihr Rezept einzulösen. Thomas Preis, Vorsitzender des AVNR, mitBundesgesundheitsminister Daniel Bahr
Darüber hinaus lobte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr die gemeinsame Initiative der beiden Heilberufe Arzt und Apotheker im Rahmen des ABDA-/KBV-Modells. Die Vorwürfe, der Medikationskatalog sei die Wiedergeburt der Positivliste, könne er nicht nachvollziehen. Nach Einschätzung des Ministers biete der Medikationskatalog den Heilberuflern die notwendige Vielfalt und Freiheiten, ihre Patienten individuell zu behandeln, weil es sich beim Medikationskatalog nicht um zwingende Vorgaben handele, sondern um Emp-fehlungen. Gleichzeitig berücksichtige er die Interessen der Versicherten nach einer ökonomischen Arzneimittelversorgung. Eine Positivliste werde es mit ihm nicht geben, machte der Minister deutlich. In diesem Zusammenhang bekräftigte er den Willen der Bundesregierung, die Vorstellungen von Ärzten und Apothe-ker zur Arzneimittelversorgung in einem Modellversuch zu erproben. Der Medikationskatalog werde in das Versorgungsgesetz aufgenommen, kündigte er an. Darin sei er sich mit dem gesundheitspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, der ebenfalls zu den Gästen des Apothekerverbands Nordrhein zählte, einig. Ziel der Bundesregierung sei es, das Modell zuerst nur in einer Region zu testen. Wenn sich das Konzept in diesem Test beweise, könne es in die Regelversorgung übernommen werden, sagte Bahr. Dringender Handlungsbedarf bei Apotheken-HonorierungIn seiner Begrüßung fand der Vorsitzende des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. mit Blick auf die negativen Auswirkungen des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (AMNOG) auf die öffentlichen Apotheken deutliche Worte und betonte: „Es erklärt sich somit allein aus den Belastungen des AMNOG, dass bei der Apotheken-Honorierung dringender Handlungsbedarf besteht!“ Daher forderte er eine Anpassung des Apo-thekenabschlags. Anders könnten die tatsächlichen Aufwendungen für Löhne, Sachkosten und erhöhten Aufwendungen für die Umsetzung der Rabattverträge nicht mehr in unseren Apotheken kompensiert wer-den, so Preis. Da der fixe Anteil der Apotheker-Honorierung seit vielen Jahren unverändert sei, sprach sich Thomas Preis für eine Dynamisierung dieses Teils aus und begrüßte es, dass es aus dem Bundesgesundheitsministerium bereits erste positive Signale gäbe. Zudem verwies Preis auf Honorarbestandteile für weitere gemeinwohl-pflichtige Apothekeraufgaben wie Nacht- und Notdienst, BTM-Dokumentation und insbesondere Rezepturherstellung, die ebenfalls nicht angepasst wurden und somit schon seit Jahren nicht mehr kostendeckend seien. Ein Handlungsbedarf sei hier selbsterklärend, betonte der Verbandsvorsitzende.Der Sommerempfang des Apothekerverbandes Nordrhein e.V. erwies sich erneut als wichtige gesundheitspolitische Dialogplattform. Neben Gesundheitsminister Daniel Bahr konnte der Verband gestern über 120 Gäste begrüßen, darunter die Staatssekretärin Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter im Land NRW, Marlies Bredehorst, sowie Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Darüber hinaus weitere Vertreter aus Politik, von Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung, des pharmazeutischen Großhandels, der Pharmaindustrie, Selbsthilfegruppen sowie weiteren Kooperationspartnern.
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