Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/78947,140.html
Timestamp: 2019-08-21 01:30:19
Document Index: 176200627

Matched Legal Cases: ['§ 252', '§ 252', '§ 223', '§ 242', '§ 252', '§ 257', '§257', '§ 223', '§240', 'BGH', 'BGH']

Verfasst am: 22 Okt 2006 - 18:47:52 Titel:
Auf die Gefahr hin, mich jetzt total zu verzetteln:
A nutzt den W doch nur im Rahmen des § 252 als Werkzeug. Nur dort kann man überhaupt mittelbare Täterschaft annehmen, so weit richtig?
Dann muss doch die Anstiftung zur Körperverletzung trotzdem gehen, weil da is W ja tatbestandsmäßig, rechtswidrig und schuldhaft unterwegs.
Und mM nach durch eine Anstiftung der A dazu bewegt.
Sind also § 252 und § 223 nicht zwei paar Schuhe? W ist doch nicht automatisch überall Werkzeug, da das einzige was ihm fehlt die Zueignungsabsicht ist. Oder geht das ganze so nicht auf, weil ich alles zu abstrakt trenne??
Zum ärztlichen Behandlungsfehler: Der taucht bei mir doppelt auf. Einmal bei der objektiven Zurechnung und dann noch beim Gefahrzusammenhang. Bei der objektiven Zurechnung hab ich das ganze über die Vorhersehbarkeit des Dazwischentretetens des Dritten(Lebenserfahrung usw.) gemacht und im Gefahrzusammenhang das ganze mit der Fahrlässigkeit und der Vorhersehbarkeit der schweren Folge.
Verfasst am: 22 Okt 2006 - 19:26:36 Titel:
muss man auch den streit bzgl. verletzungshandlung /-erfolg ansprechen?
was 1.tatkomplex angeht: 252, 25 (für A) wiegt doch schwere als anstiftung zum 223. deshalb habe ich für W 242, 26; 257;223,224;240 bejaht. und für A 242; 252, 25.
Verfasst am: 22 Okt 2006 - 19:38:35 Titel:
Ich nehm an du meinst § 242, 27 für den W.
Das hab ich nicht drin, ich nehm für den W § 252, 27 an, da wird das ganze dann ja auch verdrängt. § 257 kommt bei mir dann auch nicht in Frage. Hab ich angeprüft und wegen §257 III rausgeworfen. Für den W also: § 223, 224; 252, 27
§240 hab ich nicht extra geprüft.
Bei Verletzungshandlung/Erfolg hab ich das recht kurz gefasst. Also keinen Streit draus gemacht, sondern einfach im Rahmen des Gefahrzusammenhangs mit reingebracht.
Verfasst am: 22 Okt 2006 - 21:35:49 Titel:
Bin mir noch nicht sicher, ob A nach 252, 25 I 2 strafbar sein soll, das würde ja den ganzen 242 krempel kippen.
Und absichtslos-doloses Werkezug ist ja nur ein BGH konstrukt, ob das wirklich so sinnvoll ist sowas anzunehmen........
Braucht 252 nicht einen Haupttäter?
Und wenn W absichtslos-doloses Werkzeug der A wäre, dann bräuchte man bei diesem doch nicht noch 252, 27 anprüfen, da das dann ja bei A unter 252, 25 erledigt werden kann, oder?
Verfasst am: 22 Okt 2006 - 23:03:00 Titel:
Das absichtslos dolose Werkzeug is grade nicht vom BGH. Die gehen direkt über die mittelbare Täterschaft, mit der subjektiven Theorie. Nach der Tatherrschaftslehre geht's nur über das adW. Das Konstrukt ist weitestgehend zwar unnötig geworden (wegen Drittzueignungsabsicht), aber grade im 252 ist die ja nicht mit aufgenommen.
Klar braucht 252 nen Haupttäter. Eigentlich geht's in den meisten Fällen soweiso nur allein. Das ist hier die A, deren Diebstahl dann die benötigte Vortat ist. Da der W im 252 aber nur als Werkzeug benutzt wird, ist er ja erstmal nicht strafbar. Allerdings nur wegen der fehlenden Zueignungsabsicht kommt er nicht als Täter in Betracht. Beihilfe leistet er trotzdem, da er die Sicherung der Beute ja schon will und das Ganze auch unterstützt.
Problem ist nur, dass du die A nicht wegen 252 dran kriegst, wenn du das adW verneinst. Selbst wenn du Beihilfe Seitens des W annimmst, kannst du ihr seine Nötigung nicht mehr zurechnen. Und Mittäterschaft ist unmöglich. Bleibt also nur der 25 I Alt 2.
Dass es den 242-Krempel kippt, ist dann klar. Es macht aber keinen großen Unterschied, da zwischen 242 und 252 Gesetzeseinheit besteht. Den Diebstahl prüfen musst du ja sowieso, wegen Vortat. Und alle anderen Qualifikationen nimmt man dann vom Raub (hier ist es mit einem gefährlichen Werkzeug = 250 + 252, also schwerer räuberischer Diebstahl).
Verfasst am: 22 Okt 2006 - 23:21:07 Titel:
Werde morgen mal etwas mehr Literatur zum absichtslos-dolosen Werkzeug suchen.
Verfasst am: 23 Okt 2006 - 12:54:08 Titel:
Mal ne kurze Fragen zwischenrein:
Müssen die Fußnoten auch 1,5 fachen Zeilenabstand haben ?
Verfasst am: 23 Okt 2006 - 13:34:03 Titel:
du bist ja verrückt, das wär ja nochmal schöner!
Verfasst am: 23 Okt 2006 - 14:25:15 Titel:
Verfasst am: 23 Okt 2006 - 15:02:21 Titel:
Habt ihr den Streit über die Zurechnung der Handlung des W an A entschieden? Oder einfach offen gelassen, weil die Lösung ja eigentlich identisch ist?