Source: https://freieheilpraktiker.com/fortbildung/fortbildung-aktuell/351-coronavirus-sars-cov-2
Timestamp: 2020-05-30 17:47:48
Document Index: 334686536

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 34', '§ 7', '§ 6', '§ 7', '§ 24', '§ 6', '§ 34', '§ 7']

Coronavirus SARS-CoV-2 Übertragung, Hygiene und IfSG - Freie Heilpraktiker e. V. Berufs- und Fachverband
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Coronavirus SARS-CoV-2 Übertragung, Hygiene und IfSG
Übertragung, Hygiene, Masken, RKI
14. Update 29.05.2020 14:00 Uhr
Grundsätzlich gilt: Heilpraktiker/innen dürfen die Erkrankung weder diagnostizieren noch behandeln (Infektionsschutzgesetz)
„Heinsberg-Studie" des Bonner Universitätsklinikums jetzt auch in deutscher Übersetzung
Die Ergebnisse der Studie zur Entwicklung der Corona-Epidemie im Kreis Heinsberg, die im Auftrag des NRW-Gesundheitsministeriums von Prof. Dr. Hendrik Streeck und Prof. Dr. Gunther Hartmann vom Universitätsklinikum Bonn verfasst wurde, stehen nun auch in deutscher Sprache zur Verfügung. Zunächst gab es die Studie - wie im Wissenschaftsbetrieb weltweit üblich - nur in englisch. Die Studie kann über das Gesundheitsministerium NRW heruntergeladen werden: https://www.mags.nrw/coronavirus
Sonderpreis für Mitglieder und eine gute Bestellmöglichkeit
Bezug von Masken - Antikörpertest - Heinsberg Studie - Übertragungsweg - RKI Hygieneempfehlung - Praktische Tipps für den Behandlungsablauf - Meldepflicht und Behandlungsverbot - Links und weitere Emfpfehlungen
Masken - Sonderpreis für unsere Mitglieder
Derzeit können einfache medizinische Masken mit folgenden Verpackungseinheiten von (20 Stück eingeschweißt/200 Stück im Polybeutel/3000 Stück im Umkarton) sowie FFP2-Masken in einer Einheit von 20 Masken bestellt und geliefert werden (solange der Vorrat reicht):
SportPoint Nils Dornow, 59929 Brilon, E-mail: info@sportpoint-international.de, Tel. 029619117810
Preise: Disposable Medical Mask Euro 1,00 netto pro Stck., Sonderpreis für unsere Mitglieder: 0,90 Euro netto (plus MWSt.)
FFP2-Maske: Euro 4,90 netto pro Stck., Sonderpreis für unsere Mitglieder: 4,25 Euro netto (plus MWSt.)
Die Netto-Preise gelten bei Abnahme von Verpackungseinheiten.
Bei einer Stückzahl von unter 200 Stk. wird für unsere Mitglieder kein Mindermengenzuschlag von 10,-€ mehr erhoben.
Versandkosten werden nach Menge und Gewicht berechnet.
Zertifikate können auch gerne eingefordert werden, sofern die Bestellung bereits platziert ist.
Wichtige Hinweise: https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html
Hinweis zum Anti-Körpertest
IfSG: Die Feststellung oder die Heilbehandlung einer in § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 2 und 5 oder in § 34 Absatz 1 Satz 1 genannten Krankheit oder einer Infektion mit einem in § 7 genannten Krankheitserreger oder einer sonstigen sexuell übertragbaren Krankheit darf nur durch einen Arzt erfolgen.
Die bisher uns bekannten Anti-Körpertests im Zusammenhang mit Covid-19 bzw. dem Coronavirus SARS-CoV-2 sind diagnostisch aufgestellt. In der Regel wird sowohl der IgM als auch der IgG-Wert erhoben. Der IgM-Wert z.B. weist auf das akute Geschehen hin und ist damit auf jeden Fall Diagnostik. Wir raten ab, den Test durchführen zu lassen. Es droht ein Verfahren nach dem IfSG, dass bis zum Berufsverbot gehen könnte.
Die Heinsberger Gangelt-Studie der Universität Bonn
Ein repräsentatives Zwischenergebis wurde am 9.4.2020 zusammen mit der Landesregierung vorgestellt. Die gesamte Pressekonferenz kann hier angeschaut werden:
https://www.youtube.com/watch?v=VnrHamW8OXQ
Der Hauptübertragungsweg in der Bevölkerung scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Aerogene (über die Luft) und Kontakt-Übertragungen spielen vermutlich eine geringere Rolle.
Tröpfcheninfektion: Die hauptsächliche Übertragung erfolgt über Tröpfchen, die beim Husten und Niesen entstehen und beim Gegenüber über die Schleimhäute der Nase, des Mundes und ggf. des Auges aufgenommen werden...
Im medizinischen Sektor sind alle potentiellen Übertragungswege von Bedeutung und müssen durch entsprechende Maßnahmen verhindert werden. Ein Hochrisikosetting sind Aerosol-produzierende Vorgänge, wie z. B. Intubation, Bronchoskopie oder zahnärztliche Prozeduren, bei denen eine Übertragung mittels Aerosol auf ärztliches/pflegerisches Personal möglich ist. Zur Verhinderung der Übertragung werden bei diesen Tätigkeiten spezielle Atemschutzmasken durch die betroffenen Berufsgruppen getragen.
Quelle und weitere Informationen: Robert-Koch-Institut https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText1
RKI-Empfehlungen zur Hygiene
Regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife (20 Sekunden lang oder zweimal „Happy Birthday“ singen und dabei mit Seife waschen)
Bei Husten und Niesen folgende Hustenetikette einhalten:
Halten Sie beim Husten oder Niesen mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen und wenden sich von ihnen ab.
Nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründlich die Hände waschen!
Ein praktischer Tipp für den Behandlungsablauf
Flächendesinfektionsmittel, Händedesinfektionsmittel und einfacher Einmalmundschutz sollten/müssen vorhanden sein.
Die Patienten so einbestellen, dass sie sich nicht begegnen.
Es sollten also Wartezeiten und somit die Ansteckungsgefahr im Wartebereich vermieden werden. Ist dies nicht möglich und die Abstandsregel nicht einhaltbar, sind alle medizinisch arbeitenden Behandler/innen verpflichtet, auf das Tragen von Schutzmasken zu achten.
Vor Beginn des Termins abfragen, ob COVID-19 Symptome vorhanden sind.
Wenn die Patienten dies verneinen, kann die Behandlung erfolgen.
Den Beratungsplatz so umgestalten, dass 1,5 - 2 Meter Abstand zum Patienten eingehalten werden kann.
Bei manueller Behandlung:
- Vor und nach der Behandlung eine hygienische Händedesinfektion durchführen.
- Wenn während der Behandlung der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, einen Mundschutz tragen und nicht sprechen.
Nach dem Termin den Behandlungsraum lüften.
Alle Flächen, die in Kontakt mit der Haut des Patienten gekommen sein könnten (z.B. Behandlungsliege, Stuhllehnen, Türgriffe), sowie die Tischplatte des Beratungsplatzes mit einem Flächendesinfektionsmittel behandeln.
(Wir danken unserer Kollegin B.S. für diese Darlegung aus einem Gespräch mit dem Gesundheitsamt)
Aktueller Hinweis einer Kollegin aus Rheinland-Pfalz aus einem Beratungsgespräch mit dem Gesundheitsamt
Auch eine Heilpraktiker/innen-Praxis wird wie eine Arztpraxis unter Quarantäne gestellt, ist ein infizierter Patient dort behandelt worden. Bei invasiver Therapie und Körperkontakt kann die Quarantäne vermieden werden, wenn die Behandlung mit Schutzbrille, FFP3, bei 60 Grad waschbarer Kleidung und Schuhe verbleiben in der Praxis durchgeführt wurd
-Person hat akute Beschwerden der Atemwege (Husten, Schnupfen, Halskratzen) jeder Schwere UND hatte einen Aufenthalt in einem Risikogebiet innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn.
Länder und Kommunen sollten prüfen, ob Verordnungen und Anordnungen, die sich auf die bisherigen Risikogebiete beziehen, unter Umständen anzupassen sind.
Die aktuelle Information des RKI: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html
Auszug aus der RKI-Empfehlung für den Verdachtsfall
"Ambulante Versorgung / Arztpraxis
• Bei Verdacht auf eine SARS-CoV-2 Infektion ist der betroffene Patient bis zur Einweisung in ein Krankenhaus bzw. bis zur stationären Aufnahme in einem separaten Raum, getrennt von anderen Patienten unterzubringen. Personen, die unmittelbar Kontakt zum Patienten haben, sollen sich mit einem Schutzkittel, Schutzbrille, Einweghandschuhen und einem geeigneten Atemschutz schützen.
• Unmittelbar nach der Einweisung des Patienten soll eine Desinfektion der Kontaktflächen mit einem mindestens begrenzt viruziden Mittel erfolgen.
Die konkrete Umsetzung dieser Empfehlungen soll unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten unter Einbeziehung des Hygienefachpersonals und in Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt erfolgen."
Der rechtliche Hinweis unseres beratenden Rechtsanwaltes Dr. R. Sasse
Behandlungsverbot und Meldepflicht
Durch die „Verordnung über die Ausdehnung der Meldepflicht nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und § 7 Absatz 1 Satz 1 des Infektionsschutzgesetzes auf Infektionen mit dem erstmals im Dezember 2019 in Wuhan/Volksrepublik China aufgetretenen neuartigen Coronavirus ("2019-nCoV")“ wurde die Meldepflicht entsprechender Verdachts-/Todesfälle bzw. Erkrankungen auch für Heilpraktiker ausdrücklich ausgeweitet. Es gilt:
Zudem besteht ein Behandlungsverbot. Dies folgt aus § 24 IfSG n.F. Diese Norm lautet nun:
„Die Feststellung oder die Heilbehandlung einer in § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 2 und 5 oder in § 34 Absatz 1 Satz 1 genannten Krankheit oder einer Infektion mit einem in § 7 genannten Krankheitserreger oder einer sonstigen sexuell übertragbaren Krankheit darf nur durch einen Arzt erfolgen.“
Das Behandlungsverbot bezieht sich ausschließlich auf die Behandlung des Coronavirus´, nicht auf die Behandlung hiervon unabhängiger Erkrankungen. Eine Behandlung solcher unabhängigen Erkrankungen dürfte jedoch aufgrund der Quarantänemaßnahmen nicht lebensnah sein.
Links und weitere Empfehlungen
Infektionsschutz-Hygiene in der Praxis
Bitte überprüfen Sie, ob Ihr Hygieneplan noch auf dem aktuellen Stand ist. In unserem Muster-Hygieneplan werden die grundsätzlich notwendigen allgemeinen und spezielle Hygienemaßnahmen detalliert beschrieben: Muster-Hygieneplan für unsere Mitglieder
Tipps der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung https://www.infektionsschutz.de/hygienetipps.html
Bitte halten Sie sich über die Website des Robert-Koch-Institutes auf dem Laufenden:
Empfehlungen des Robert Koch-Institutes für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit bestätigter Infektion durch SARS-CoV-2
Ihr Ansprechpartner in allen Fragen ist Ihr örtliches Gesundheitsamt.
Link zu unserer Information " Corona, Praxisausfall und Quarantäne - Antworten auf existentielle Fragen für die Heilpraktiker-Praxen - Mögliche Folgen der staatlichen Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus SARS-COV-2" https://freieheilpraktiker.com/fortbildung/fortbildung-aktuell/352-corona-praxisausfall-und-quarantaene