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Timestamp: 2016-10-26 06:06:48
Document Index: 227031389

Matched Legal Cases: ['Art. 292', 'Art. 62', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 1', 'Art. 5', 'Art. 31', 'EuG', 'Art. 31', 'EuG', 'Art. 75', 'Art. 90', 'Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 98', 'Art. 9', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 276', 'Art. 172', 'Art. 178', 'Art. 272', 'Art. 58', 'Art. 277', 'Art. 261', 'Art. 261', 'Art. 10', 'Art. 276', 'Art. 276', 'Art. 178', 'BGE', 'Art. 178', 'Art. 178', 'Art. 178', 'Art. 178', 'Art. 178', 'Art. 178', 'Art. 178', 'Art. 276', 'Art. 178', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 261', 'Art. 271', 'Art. 248', 'Art. 261', 'Art. 276', 'Art. 172', 'Art. 10', 'Art. 261', 'Art. 261', 'Art. 178', 'Art. 276', 'Art. 276', 'Art. 178', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 178', 'Art. 272', 'Art. 271', 'Art. 272', 'Art. 271', 'Art. 272', 'Art. 56', 'Art. 272', 'Art. 276', 'Art. 276', 'Art. 276', 'Art. 276', 'Art. 276', 'Art. 276', 'Art. 272', 'Art. 293', 'Art. 293', 'Art. 273', 'Art. 272', 'BGE', 'BGE', 'Art. 272', 'Art. 66']

5A_2/2013 (06.03.2013)
5A_2/2013
vertreten durch Rechtsanw�lte Dr. Ernst Schmid und Dr. Christa Sommer,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Zivilkammer, vom 19. November 2012./
X.________ und Z.________ wurden mit rechtskr�ftigem Urteil des Bezirksgerichts D�bling (�sterreich) vom 27. Juni 2011 geschieden. Die verm�gensrechtlichen Nebenfolgen (Unterhalt und G�terrecht) sind Gegenstand h�ngiger Verfahren in �sterreich. In diesem Zusammenhang erwirkte die Ehefrau eine Verf�gungssperre auf zahlreichen Liegenschaften in �sterreich. Sie verf�gt ausserdem �ber Dokumente, welche nahelegen, dass der Ehemann in der Schweiz bei der Bank Y.________ �ber verschiedene Konten verf�gt.
Gest�tzt hierauf verlangte die Ehefrau mit Gesuch vom 15. Oktober 2012 beim Bezirksgericht Z�rich, dass dem Ehemann im Sinn einer superprovisorischen Massnahme mit sofortiger Wirkung zu verbieten sei, bis zum Erlass einer weiteren Verf�gung oder bis zu ihrem ausdr�cklich schriftlich erkl�rten Einverst�ndnis �ber seine bei der Bank Y.________ AG (Hauptsitze in A.________ und B.________ sowie Zweigniederlassungen in der Schweiz) belegenen Verm�genswerte inkl. Safeinhalte, insbesondere unter der Stamm-Nr. rrrr bzw. �ber das Konto beginnend mit den Nummern PO ssss, tttt, uuuu, vvvv und wwww zu verf�gen, unter Androhung der Straffolgen von Art. 292 StGB, und dass die Bank Y.________ AG im Sinn einer superprovisorischen Massnahme mit sofortiger Wirkung anzuweisen sei, die betreffenden Verm�genswerte gesperrt zu halten, soweit sie den konkreten Verf�gungen nicht vorg�ngig schriftlich zustimme.
Mit Urteil vom 15. Oktober 2012 wies das Bezirksgericht Z�rich das Gesuch ab mit der Begr�ndung, es sei einzig glaubhaft gemacht, dass grunds�tzlich Unterhalts- sowie g�terrechtliche Anspr�che und dass grunds�tzlich Verm�genswerte in der Schweiz best�nden. All diese Elemente w�rden jedoch nicht ansatzweise substanziiert und es werde nicht einmal der eigene Bedarf angegeben, weshalb sich weder eine Aussage �ber die tats�chliche oder drohende Verletzung der Anspr�che noch eine solche �ber die Erforderlichkeit der beantragten Massnahme machen lasse.
Gegen dieses Urteil erhob die Beschwerdef�hrerin beim Obergericht des Kantons Z�rich Berufung, mit welcher sie prim�r geltend machte, es werde von ihr Unm�gliches verlangt, da sie gar nicht wissen k�nne,
in welcher H�he Werte in der Schweiz liegen w�rden; ihr Gesuch ziele gerade darauf, hier�ber Klarheit zu erhalten.
Mit Urteil vom 19. November 2012 wies das Obergericht die Berufung ab.
Gegen dieses Urteil hat X.________ am 21. Dezember 2012 eine Beschwerde in Zivilsachen eingereicht mit dem Begehren um dessen Aufhebung und Erlass superprovisorischer Massnahmen im sub Lit. A aufgef�hrten Umfang, eventualiter um R�ckweisung der Sache an das Obergericht, subeventualiter an das Bezirksgericht. Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.
Beide Parteien sind �sterreichische Staatsangeh�rige mit Wohnsitz in �sterreich; die Begehren betreffen eine vorsorgliche Verf�gungsbeschr�nkung f�r in der Schweiz vermutete Verm�genswerte. Vorweg stellt sich die (vom Obergericht nicht behandelte) Frage nach der internationalen Zust�ndigkeit f�r vorsorgliche Massnahmen. Zufolge des in �sterreich h�ngigen Scheidungsverfahrens l�sst sie sich nicht auf Art. 62 IPRG st�tzen, wohl aber auf Art. 10 lit. b IPRG und die betreffende Rechtsprechung (vgl. BGE 134 III 326 E. 3.5.1 S. 330 Konstellation Nr. 3), behauptet doch die Beschwerdef�hrerin, f�r die Vollstreckung ihrer Anspr�che auf die in der Schweiz belegenen Verm�genswerte angewiesen zu sein. Klarerweise kommt Art. 10 lit. b IPRG f�r den g�terrechtlichen Anspruch zum Tragen. F�r den Unterhaltsanspruch ist zu beachten, dass dieser - anders als das G�terrecht (Art. 1 Ziff. 2 lit. a Lug�) - in den Anwendungsbereich des Lugano-�bereinkommens f�llt (vgl. Art. 5 Ziff. 2 Lug�). Zwar gibt Art. 31 Lug� den Weg f�r vorsorgliche Massnahmen im Ausland frei, nach der Rechtsprechung des EuGH aber nur dann, wenn eine - von der Lehre als ungeschriebene Tatbestandsvoraussetzung bezeichnete (KROPHOLLER/VON HEIN, Europ�isches Zivilprozessrecht, 9. Aufl. Frankfurt a.M. 2011, N. 15 zu Art. 31 EuGVVO) - "reale Verkn�pfung" zwischen der beantragten Massnahme und der gebietsbezogenen Zust�ndigkeit besteht (Urteil C-391/95 vom 17. November 1998 [Van den Uden] Rz. 40), die zufolge Belegenheit der zu sichernden Verm�genswerten freilich gegeben ist (zitiertes Urteil Rz. 39; Urteil C-125/79 vom 21. April 1980 [Denilauler] Rz. 16; KOFMEL EHRENZELLER, Der vorl�ufige Rechtsschutz im internationalen Verh�ltnis, T�bingen 2005, S. 256). Die internationale Zust�ndigkeit f�r vorsorgliche Massnahmen ist mithin zu bejahen.
Angefochten ist der kantonal letztinstanzliche Endentscheid (Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG), mit welchem das Begehren um Erlass superprovisorischer Verf�gungsbeschr�nkungen f�r bestimmte Konten sowie s�mtliche Verm�genswerte des Beschwerdegegners bei der Bank Y.________ verlangt wurde. Die Begehren gr�nden auf Zivilrecht (siehe nachfolgend) und der Streitwert �bersteigt Fr. 30'000.--, womit die Beschwerde in Zivilsachen grunds�tzlich offen steht (Art. 72 Abs. 1 BGG und Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG).
Bei vorsorglichen Massnahmen kann einzig die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte angerufen werden (Art. 98 BGG). Die Beschwerdef�hrerin erhebt Willk�rr�gen (Art. 9 BV). Aufgrund des strengen R�geprinzips (Art. 106 Abs. 2 BGG) reicht es bei Willk�rr�gen nicht aus, die Rechtslage aus eigener Sicht darzulegen und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willk�rlich zu bezeichnen; vielmehr ist im Einzelnen darzulegen, inwiefern das kantonale Gericht willk�rlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246). Dabei gen�gt es nicht, wenn eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, ebenso wenig, wenn der angefochtene Entscheid sich nur in der Begr�ndung als unhaltbar erweist; eine Aufhebung rechtfertigt sich erst, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 136 I 316 E. 2.2.2 S. 319).
Das Obergericht hat sich bei seinem Entscheid auf Art. 276 Abs. 1 und 3 ZPO i.V.m. Art. 172 ff. ZGB gest�tzt. Entsprechend den Rechtsbegehren geht es um eine Verf�gungsbeschr�nkung im Sinn von Art. 178 ZGB. In der Sache selbst hat das Obergericht befunden, mangels Angaben zum Umfang der Anspr�che und der in �sterreich gesicherten Verm�genswerte seien die Voraussetzungen f�r den Erlass einer Verf�gungsbeschr�nkung in der Schweiz zu wenig substanziiert. Daran �ndere auch (der berufungsweise als verletzt ger�gte) Art. 272 ZPO nichts, denn dieser verpflichte das Gericht keineswegs, den Sachverhalt zu erforschen; vielmehr gehe es bei der sog. sozialen Untersuchungsmaxime bloss um eine Unterst�tzung der unbeholfenen oder unerfahrenen Partei, was f�r die anwaltlich vertretene Beschwerdef�hrerin nicht zutreffe. Zur�ckhaltung sei auch deshalb geboten, weil ausserhalb der Kinderbelange die Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO) und im Scheidungsverfahren f�r die verm�gensrechtlichen Nebenfolgen �berdies die Verhandlungsmaxime gelte (Art. 277 Abs. 1 ZPO). Vorliegend sei einzig glaubhaft dargetan, dass grunds�tzlich wohl ein Unterhalts- und ein g�terrechtlicher Anspruch bestehe; sodann sei glaubhaft, dass der Beschwerdegegner in der Schweiz �ber Verm�genswerte verf�ge und diese in die von den �sterreichischen Gerichten zu regelnden verm�gensrechtlichen Nebenfolgen der Scheidung einzubeziehen seien. Indes mache die Beschwerdef�hrerin keinerlei Angaben zur H�he ihrer Anspr�che, weshalb sich auch keine R�ckschl�sse ziehen liessen, inwiefern diese verletzt sein k�nnten bzw. eine Verletzung dieser Anspr�che zu bef�rchten sei. Dem verm�ge auch nicht abzuhelfen, dass der Beschwerdegegner in �sterreich liegende Verm�genswerte verschoben haben soll und die �sterreichischen Gerichte daher einstweilige Sicherungsmassnahmen erlassen h�tten. Das Vorbringen der Beschwerdef�hrerin, wonach diese Massnahmen vom Umfang her nur ihre dortigen Anspr�che abzudecken verm�chten und es deshalb f�r die sich aus den schweizerischen Verm�genswerten ergebenden zus�tzlichen Anspr�che einer hiesigen Verf�gungsbeschr�nkung bed�rfe, bleibe ohne jegliche Angabe von Zahlen eine blosse Behauptung.
Die Beschwerdef�hrerin wirft dem Obergericht eine willk�rliche Anwendung von Art. 261 ZPO vor.
3.1 Sie macht diesbez�glich geltend, Lehre und Rechtsprechung zu Art. 261 ZPO w�rden keine genaue Substanziierung fordern und das Obergericht lege auch nicht dar, weshalb es einer Bezifferung der im Hauptverfahren geltend gemachten Anspr�che bed�rfe, um deren Gef�hrdung darzutun. Im �brigen seien die konkreten Umst�nde zu ber�cksichtigen, wonach es ihr gar nicht m�glich sei, ihre Anspr�che aus dem �sterreichischen Unterhalts- und G�terrecht bereits jetzt zu beziffern. Sie habe dem Obergericht dargelegt, dass sie am 7. Dezember 2011 beim Bezirksgericht Villach eine Unterhaltsklage anh�ngig gemacht habe, wobei ihr Unterhaltsanspruch gem�ss Rechtsprechung zu � 66 EheG bzw. � 94 ABGB 40 % des Familieneinkommens betrage, reduziert um 3 % f�r die neue Ehefrau sowie abz�glich des eigenen Nettoeinkommens, und dass sie am 12. Juli 2011 beim Bezirksgericht G�nserndorf eine Aufteilungsklage (g�terrechtliche Auseinandersetzung) erhoben habe, wobei gem�ss � 81 EheG das eheliche Gebrauchsverm�gen und die ehelichen Ersparnisse aufzuteilen seien. Sodann habe sie aufgezeigt, dass die Sperre der in der Schweiz liegenden Verm�genswerte n�tig sei, da sie ebenfalls als eheliche Ersparnisse g�lten, wobei die Verm�genswerte in �sterreich erst nach erfolgter Rechnungslegung und diejenigen in der Schweiz erst aufgrund des vorliegenden Verfahrens �berhaupt substanziiert werden k�nnten. Sie habe auch die Gef�hrdung ihrer Anspr�che dargetan, indem sie aufgezeigt habe, dass der Beschwerdegegner in �sterreich liegende Verm�genswerte verschoben habe und die �sterreichischen Gerichte deshalb einstweilige Sicherungsmassnahmen ergriffen h�tten. Weil sich ihre Anspr�che durch die bislang unbekannten Verm�genswerte in der Schweiz entsprechend vergr�sserten, reiche der Sicherungsbeschlag in �sterreich f�r die gesamthaften Anspr�che nicht mehr aus. Ferner habe sie darauf hingewiesen, dass der Beschwerdegegner den pers�nlichen Kontakt mit ihr und den gemeinsamen Kindern abgebrochen und sie aus dem gemeinsam aufgebauten Unternehmen sowie den beiden Familienstiftungen, in welche die gr�ssten Teile des Verm�gens transferiert worden seien, hinausgeworfen habe.
3.2 Zur Debatte steht eine gest�tzt auf Art. 10 lit. b IPRG i.V.m. Art. 276 ZPO erlassene vorsorgliche Massnahme, f�r welche sinngem�ss die Bestimmungen �ber den Eheschutz Anwendung finden (Art. 276 Abs. 1 ZPO). Inhaltlich geht es um eine Verf�gungsbeschr�nkung im Sinn von Art. 178 ZGB (zur Verf�gungsbeschr�nkung im Rahmen vorsorglicher Massnahmen: BGE 120 III 67 E. 2a S. 69; Urteile 5A_852/2010 vom 23. M�rz 2011 E. 3.2; 5A_259/2010 vom 26. April 2012 E. 7.3.2.1). Diese richtet sich in erster Linie gegen den Ehegatten (vgl. Art. 178 Abs. 1 ZGB), wobei gegen�ber Dritten sichernde Massnahmen verf�gt werden k�nnen (vgl. Art. 178 Abs. 2 ZGB). Dazu geh�rt auch die Kontosperre (vorerw�hnte Urteile sowie �bereinstimmende Lehre: HAUSHEER/REUSSER/GEISER, in: Berner Kommentar, N. 20b zu Art. 178 ZGB; BR�M, in: Z�rcher Kommentar, N. 22 zu Art. 178 ZGB; ISENRING/KESSLER, in: Basler Kommentar, N. 23 zu Art. 178 ZGB; CHAIX, in: Commentaire romand, N. 9 zu Art. 178 ZGB; VETTERLI, in: FamKommentar Scheidung, Band I, N. 6 zu Art. 178 ZGB).
Art. 276 ZPO spricht von "n�tigen Massnahmen" und Art. 178 Abs. 1 ZGB l�sst eine Beschr�nkung der Verf�gungsbefugnis nur zu, "soweit erfordert". Das bedeutet, dass zum einen die Forderung nach Bestand und Umfang darzutun ist, wobei hierf�r kein strikter Beweis verlangt werden kann, und zum anderen das Sicherungsbed�rfnis glaubhaft zu machen ist, n�mlich die Gef�hrdung der Anspr�che durch eigenm�chtiges Vorgehen des anderen Ehegatten wie Ver�usserung, Schenkung, treuh�nderische �bertragung u.�. (ausf�hrlich HASENB�HLER, Verf�gungsbeschr�nkungen zum Schutze eines Ehegatten, in: BJM 1986 S. 78 f.; sodann BGE 118 II 378 E. 3 S. 381). Werden die betreffenden Massnahmen bei ausl�ndischer Hauptsachezust�ndigkeit gest�tzt auf Art. 10 lit. b IPRG verlangt, ist ausserdem die Erforderlichkeit schweizerischer Massnahmen darzutun, d.h. dass der Gesuchsteller f�r die Vollstreckung seiner Anspr�che auf die in der Schweiz belegenen Verm�genswerte angewiesen ist (vgl. E. 1; sodann WEBER, Anweisung an die Schuldner, Sicherstellung der Unterhaltsforderung und Verf�gungsbeschr�nkung, in: AJP 2002, S. 245 mit Fn. 86).
3.3 Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine willk�rliche Anwendung von Art. 261 ZPO. Wohl verweist Art. 271 lit. a ZPO auf das summarische Verfahren und damit auf den 5. Titel (Art. 248 - 270 ZPO). Indes hat das Obergericht den Art. 261 ZPO nirgends erw�hnt, sondern vielmehr die Voraussetzungen von Art. 276 ZPO i.V.m. Art. 172 ff. ZGB er�rtert und inhaltlich auch auf diejenigen von Art. 10 lit. b IPRG Bezug genommen. Die Beschwerdef�hrerin bringt nicht vor, dass und inwiefern dies willk�rlich w�re, indem z.B. Art. 261 ZPO gegen�ber den speziellen Normen f�r die eherechtlichen Verfahren einen vorrangigen eigenst�ndigen Regelungsbereich h�tte (spezifisch zum Verh�ltnis zwischen Art. 261 und 276 ZPO bzw. Art. 178 ZGB siehe SPYCHER, in: Berner Kommentar, N. 13 zu Art. 276 ZPO). Ohnehin w�re aber bei topischen R�gen auch von der Sache her nicht erstellt, dass das Obergericht im Zusammenhang mit der Anwendung von Art. 276 ZPO i.V.m. Art. 178 ZGB sowie von Art. 10 lit. b IPRG in Willk�r verfallen w�re. Jedenfalls ist es vor dem Hintergrund des in E. 3.2 Gesagten und der nachfolgenden Ausf�hrungen nicht unhaltbar, wenn das Obergericht befunden hat, die Voraussetzungen f�r den Erlass vorsorglicher Massnahmen in der Schweiz seien nicht gen�gend dargetan.
Was den Unterhaltsanspruch anbelangt, hat die Beschwerdef�hrerin einzig auf die in �sterreich verbreitete Prozentmethode verwiesen. Diese findet nach der Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes auch in gehobenen bzw. �berdurchschnittlichen Verh�ltnissen Anwendung (vgl. Entscheidung 1Ob288/98d vom 14. September 1999, in: Juristische Bl�tter 1999 S. 725 ff.). Ob sie allerdings bei exorbitanten Verh�ltnissen wie den vorliegenden - es geht um eine der reichsten �sterreichischen Unternehmerfamilien und die Beschwerdef�hrerin beziffert ihr an die Unterhaltszahlungen anrechenbares eigenes Nettoeinkommen auf EUR 46'000.-- (Beschwerde S. 25) - strikt angewandt w�rde, scheint fraglich; in der Schweiz jedenfalls findet der Unterhaltsanspruch seine Grenze am geb�hrenden Bedarf, der sich nach dem gelebten Standard bestimmt, weshalb gerade in exorbitanten Verh�ltnissen regelm�ssig keine starre Aufteilung der insgesamt verf�gbaren Einkommen vorgenommen wird (vgl. BGE 134 III 145 E. 4 S. 146; 134 III 577 E. 3 S. 579). Zus�tzlich entdeckte Verm�genswerte bzw. Einkommensbestandteile w�rden vor diesem Hintergrund nicht zu einem h�heren Unterhalt nach einem automatischen Schema f�hren. Ferner hat das Obergericht als Tatsache festgehalten, dass die Beschwerdef�hrerin ihren Bedarf nicht ansatzweise darstellte. Was das G�terrecht betrifft, d�rften zus�tzlich entdeckte Verm�genswerte in der Schweiz zu h�heren Anspr�chen der Ehefrau f�hren, ihr aber offensichtlich nicht integral zustehen. Was die internationale Ankn�pfung am schweizerischen Vollstreckungsort anbelangt, ist f�r vorsorgliche Massnahmen in der Schweiz gem�ss Art. 10 lit. b IPRG �berdies ein entsprechendes Rechtsschutzbed�rfnis nachzuweisen (vgl. BUCHER, in: Commentaire Romand, N. 16 ff. zu Art. 10 IPRG). Das Obergericht hat diesbez�glich festgestellt, die Beschwerdef�hrerin lasse es bei der pauschalen Behauptung bewenden, die in �sterreich gesperrten Verm�genswerte w�rden nur gerade ihre dortigen Anspr�che decken, weshalb sie mit Bezug auf die zus�tzlichen in der Schweiz belegenen Verm�genswerte auf deren hiesige Sicherung angewiesen sei.
Mit Bezug auf die vorerw�hnten Tatbestandselemente hat das Obergericht von der Beschwerdef�hrerin keineswegs detaillierte Nachweise verlangt; vielmehr hat es befunden, eine minimale betragsm�ssige Substanziierung sei unabdingbar, um R�ckschl�sse auf die Erforderlichkeit der anbegehrten Massnahmen zu ziehen. Dies ist nicht willk�rlich, vermag doch die Beschwerdef�hrerin nicht aufzuzeigen, inwiefern sich die Erforderlichkeit aus der Glaubhaftmachung blosser Grunds�tze ergeben k�nnte. Nicht ausser Acht bleiben darf sodann, dass im eherechtlichen Bereich die Verf�gungsbeschr�nkung gem�ss Art. 178 ZGB gewissermassen das privatrechtliche Pendant zum Arrest ist, bei welchem es ebenfalls um die Sicherung von Substrat f�r die sp�tere Vollstreckung geht. F�r dieses Sicherungsinstrument ist eine Forderung glaubhaft zu machen (Art. 272 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG), wof�r ein blosser Grundsatz nicht gen�gt, sondern ein Bestand nachzuweisen ist (vgl. STOFFEL, in: Basler Kommentar, N. 28 zu Art. 271 und N. 8 zu Art. 272 SchKG; MEIER-DIETERLE, in: Kurzkommentar SchKG, N. 2 zu Art. 271 SchKG). Auch vor diesem Hintergrund l�sst sich nicht sagen, dass das Obergericht in Willk�r verfallen sei.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt ferner eine willk�rliche Anwendung von Art. 272 ZPO.
4.1 Die Beschwerdef�hrerin macht im Zusammenhang mit den in E. 3 er�rterten Substanziierungsanforderungen geltend, angesichts des Untersuchungsgrundsatzes h�tten die kantonalen Instanzen eigene Abkl�rungen treffen m�ssen. Jedenfalls aber h�tten sie ihr vor dem Hintergrund der richterlichen Fragepflicht gem�ss Art. 56 ZPO konkret aufzeigen m�ssen, welche genaueren Angaben f�r eine positive Beurteilung des Gesuchs als notwendig erachtet w�rden.
4.2 In der Lehre ist umstritten, ob sich Art. 272 ZPO nur auf die Eheschutzmassnahmen (so SPYCHER, in: Berner Kommentar, N. 12 zu Art. 276 ZPO; wohl auch LEUENBERGER, in: FamKommentar Scheidung, Band II, N. 19 zu Art. 276 ZPO) oder auch auf die vorsorglichen Massnahmen gem�ss Art. 276 ZPO bezieht (so KOBEL, in: Schulthess-Kommentar zur ZPO, N. 42 zu Art. 276 ZPO; DOLGE, in: DIKE-Kommentar zur ZPO, N. 14 zu Art. 276 ZPO; TAPPY, in: Code de proc�dure civile comment�, N. 11 zu Art. 276 ZPO). Die Frage braucht vorliegend nicht entschieden zu werden, weil Art. 272 ZPO ohnehin lediglich die sog. soziale bzw. eingeschr�nkte Untersuchungsmaxime vorsieht, welche das Gericht - anders als bei Kinderbelangen, wo die uneingeschr�nkte Untersuchungsmaxime (Art. 293 Abs. 1 ZPO) und �berdies die Offizialmaxime gilt (Art. 293 Abs. 3 ZPO) - nicht zur eigentlichen Erforschung des Sachverhaltes verpflichtet, sondern ihm in erster Linie auferlegt, eine unbeholfene oder die schw�chere Partei zu unterst�tzen, was sich in der Praxis namentlich in einer verst�rkten Fragepflicht anl�sslich der m�ndlichen Verhandlung (Art. 273 Abs. 1 ZPO) und der Aufforderung zur Einreichung fehlender Beweisunterlagen ausdr�ckt (vgl. Botschaft, BBl 2006 S. 7348 und 7358; VETTERLI, in: FamKommentar Scheidung, Band II, N. 2 zu Art. 272 ZPO). Die soziale Untersuchungsmaxime entbindet die Parteien nicht davon, dem Gericht die n�tigen Tatbestandselemente zu nennen und ihm die verf�gbaren Beweismittel zu liefern (BGE 125 III 231 E. 4a S. 238; 130 III 102 E. 2.2 S. 107). Ebenso wenig ergibt sich aus ihr eine Pflicht des Gerichts, die Parteien in prozessualen Fragen zu beraten (BGE 137 III 617 E. 5.2 S. 621). Vor diesem Hintergrund ist nicht ersichtlich, inwiefern die kantonalen Gerichte f�r den Fall der Anwendbarkeit von Art. 272 ZPO in Willk�r verfallen w�ren, wenn sie die von Beginn weg durch eine gr�ssere Anwaltskanzlei vertretene Beschwerdef�hrerin f�r das sich nach wie vor im superprovisorischen Stadium befindende Verfahren nicht einseitig zur n�heren Substanziierung ihrer Anspr�che angehalten haben.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde in Zivilsachen abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird den Parteien (dem Beschwerdegegner auf dem Rechtshilfeweg) und dem Obergericht des Kantons Z�rich, I. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 6. M�rz 2013