Source: https://hapimag-ferienclub.info/index.php?id=231&PHPSESSID=31a7324e025fb5dfe0d2cde7da260da5
Timestamp: 2018-07-20 00:54:44
Document Index: 116001952

Matched Legal Cases: ['Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 700', 'Art. 699', 'Art. 699', 'Art. 700', 'Art. 697']

Hapimag Aktionäre und Mitglieder, Antrag auf Sonderprüfung
Wir werben weiterhin um Ihre Vollmachten!
Zunächst zur Klarstellung: ja, der HFA wirbt auch um Vollmachten von nicht HFA Mitgliedern. Wir werben auch ausdrücklich um die Unterstützung bei der GV 2018 für unseren Antrag auf Sonderprüfung von allen Hapimag Aktionären & Mitgliedern!
Hier das Aktionärsecho zur Sonderprüfung
Unser Anwalt Herr Hans-Jacob Heitz hat folgendes Schreiben als Antrag bei Hapimag fristgerecht eingereicht:
Hapimag-Statuten Art. 11 Abs. 3 & Art. 12
vertretene HFA- Hapimag Ferienclub für Aktionäre, A-2333 Leopoldsdorf, unbestrittener Massen seinerseits Hapimag Aktionär (Mitgliedsnummer 0 235000), verfügt für die bevorstehende General-versammlung vom 25. April 2018 über Aktionärs-Vollmachten repräsentierend insgesamt mehr als 1.7 Mio. Nominalkapital-Stimmen (Aktien à nominal CHF 100 bzw. CHF 200), wobei alle diese Einzel-Vollmachten im Rahmen der Wahrung der gesetzlichen Aktionärsrechte ausdrücklich die Bevollmächtigung auch zur Einreichung dieses Sonderprüfungsantrags für die GV 2018 umfassen.
Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Zulässigkeit des Sonderprüfungsantrags sind jedenfalls klar erstellt, diesem muss vom Verwaltungsrat zwingend Folge geleistet d.h. dieser muss bereits in der Einladung traktandiert werden (OR Art. 700 Abs. 2), zumal der Antrag von Aktionären, die ein Nominalkapital von deutlich mehr als CHF 1 Mio. (OR Art. 699 Abs. 3) vertreten, eingereicht wird.
Selbstredend müssen wir uns ausdrücklich das Recht vorbehalten, nach Publikation des Geschäfts-berichts 2017, welche mit Blick auf die Fristen für die Dursetzung der gesetzlichen Aktionärsrechte bislang stets eh ausgesprochen unüblich spät erfolgte, weitere neue Fragen bzw. Nachfass-Fragen nachzureichen! Dieselben Fragen dürfen vor oder an der bevorstehenden Generalversammlung selbst vorgetragen und allenfalls in Ergänzung dieser Eingabe zu Sonderprüfungsfragen erhoben werden.
Es gilt im Rahmen der Sonderprüfung folgerichtig zu klären, ob und wenn ja in welchem Masse der Verwaltungsrat und/ oder die Revisionstelle Statuten und/ oder Gesetze verletzt haben könnten. Bezüglich Revisionsstelle KPMG sei daran erinnert, dass jene die ihr unterbreiteten Fragen nicht zu beantworten bereit war. Die Antragsteller beschränken ihren Sonderprüfungsantrag auf jene Sachverhalte mit entsprechenden Fragen, welche mittels des korrekt vorgängig dazu ausgeübten Auskunfts- und Einsichtsrecht unseres Erachtens vom Verwaltungsrat nicht plausibel beantwortet wurden bzw. bezüglich weiterer Fragen zum Geschäftsbericht 2017 noch werden könnten. Jene vorne angesprochenen anderen Sachverhalte, welche ziemlich plausibel erläutert wurden, sind also nicht Gegenstand des Sonderprüfungsantrags.
Seit dem Jahr 2005 (EK € 403,4 Mio.) entwickelt sich das Eigenkapital nachhaltig rückläufig (Zahlen aus den Hapimag Geschäftsberichten), welches im Jahr 2015 bei noch € 287,1 Mio. bzw. 2016 bei nur noch € 277 Mio. lag. Dies bedeutet seit 2006 d.h. innert nur rund 10 Jahren eine Schrumpfung von bedenklichen € 126,4 Mio. entsprechend beängstigenden gut 31 % bzw. im Durschnitt von jährlich unglaublichen rund € 11.5 Mio. entsprechend knapp 3 %; die Begründung des VR, wonach sich dies mit den Aktienrückkäufen erkläre, greift viel zu kurz, es müssen vielmehr andere verborgene Gründe sein, die dies erklären. Damit ist bereits genügend Anlass zu einer Sonderprüfung ausgewiesen.
Merkwürdig genug, dass wie an der GV 2017 (wieder) vorerst unter Traktandum 1 über die Konzern-rechnung mit jeweils Gewinn, welcher mit Blick auf den stetigen Eigenkapital-Schwund und die jährlich happigen Verluste beim Mutterhaus Hapimag AG keinesfalls plausibel ist, abgestimmt wird, um nachher unter Traktandum 2 nur über die Verwendung des Jahresergebnisse der Hapimag AG - aktenkundig seit Jahren Verluste im zweistelligen Bereich! - nicht aber über deren Rechnung und Bilanz, - obwohl die Aktionäre an der Hapimag AG ihre Aktien halten (sic!), - Beschluss fassen zu lassen.
Mehr als nur merkwürdig mutet bereits der aktenkundige Umstand an, dass der Verwaltungsrat uns in Ausübung des aktienrechtlichen Auskunftsrechts falsche Zahlen mit falschen Vorzeichen lieferte! Der Verwaltungsrat hat bezüglich der Resortverkäufe/ -zukäufe uns gegenüber, wohl aber nun auch objektiv seine Glaubwürdigkeit verloren. Die Rahmen des aktenkundig dazu ausgeübten Auskunfts-rechts erhaltenen Antworten waren wenig plausibel weil fehlerhaft und widersprüchlich.
Wir erwarten, dass der Verwaltungsrat mit der Einladung zur GV 2018, so wie dies das Gesetz verlangt (OR Art. 699 Abs. 3 in Vrb. mit OR Art. 700 Abs. 2), den Sonderprüfungsantrag traktandiert (p.m. vorzusehen auch beim Formular für den unabhängigen Stimmrechtsvertreter!) und alle Aktionäre korrekt über den Sonderprüfungsantrag mit allen entsprechenden Sachverhalts- darstellungen und Fragen wie vorne formuliert ins Bild setzt (bspw. durch Anhang zur Einladung)! Folgerichtig ist dies alles auch in der Website von Hapimag unter dem Titel der Generalversammlung 2018 aufzuschalten und damit für alle Aktionäre auch elektronisch (p.m. eVoting) sichtbar zu machen.
Es ist selbstredend davon abhängig, ob der Verwaltungsrat an der Generalversammlung dergestalt Klarheit und Transparenz schafft, dass sich der Sonderprüfungsantrag oder Teile desselben erübrigen könnten, andernfalls eine Klage ans Gericht unausweichlich wäre, wozu die nötigen Aktionärs-stimmen bereits heute verfügbar sein dürften (OR Art. 697b Abs. 1).
Wie jeder Aktionäer diesen Antrag unterstützen kann, lesen Sie hier: Antrag unterstützen