Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=12.03.2015&Aktenzeichen=V%20ZR%2086/14
Timestamp: 2020-02-19 18:48:33
Document Index: 137485523

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 181', '§ 1147', '§ 242', '§ 543', '§ 416', '§ 286', '§ 440', '§ 292', '§ 286', '§ 1006', '§ 544', '§ 286', '§ 292', '§ 416', '§ 440', '§ 1147', '§ 1192', '§ 416', '§ 286', 'BGH', '§ 416', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 286', 'BGH', '§ 416', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.03.2015 - V ZR 86/14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,9264
BGH, 12.03.2015 - V ZR 86/14 (https://dejure.org/2015,9264)
BGH, Entscheidung vom 12.03.2015 - V ZR 86/14 (https://dejure.org/2015,9264)
BGH, Entscheidung vom 12. März 2015 - V ZR 86/14 (https://dejure.org/2015,9264)
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§ 181 BGB, § ... 1192 Abs. 1, § 1147 BGB, § 242 BGB, § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Alt. 2 ZPO, § 416 ZPO, § 286 Abs. 1 ZPO, § 440 Abs. 2 ZPO, § 292 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 286 ZPO, § 1006 BGB, § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbs. 2 ZPO
§ 286 ZPO, § 292 Abs 2 ZPO, § 416 ZPO, § 440 Abs 2 ZPO
BGB § 1147; BGB § 1192 Abs. 1
Die Beweiskraft einer Privaturkunde im Zivilprozess
NJW-RR 2015, 819
Nicht von § 416 ZPO, sondern vom Grundsatz der freien Beweiswürdigung (§ 286 Abs. 1 ZPO) wird dagegen erfasst, ob die in der Privaturkunde enthaltenen Angaben zutreffen und welchen Inhalt die Urkunde im Einzelnen hat (BGH, Beschluss vom 12. März 2015 - V ZR 86/14 Rn. 13, NJW-RR 2015, 819).
Eine Privaturkunde begründet nach § 416 ZPO allein vollen Beweis dafür, dass die in der Urkunde enthaltenen Erklärungen von dem Aussteller abgegeben worden sind (BGH NJW-RR 2015, 819 - juris Rn. 14; BGH NJW-RR 1993, 1379; BGH NJW-RR 1989, 1323).
Ob die in der Privaturkunde enthaltenen Angaben zutreffen, ob die darin bestätigten tatsächlichen Vorgänge wirklich so geschehen sind oder nicht, ob insbesondere ein Rechtsgeschäft zu Stande gekommen ist und welchen Inhalt es hat, unterliegt der freien tatrichterlichen Beweiswürdigung nach § 286 Abs. 1 ZPO (BGH NJW 1986, 3086; NJW-RR 1993, 1379, 1380; 2015, 819, 820 Rn. 13;… Huber in Musielak/Voit, ZPO 15. Aufl. § 416 Rn. 4).
Die Beschwerde der jetzigen Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Senats vom 13.03.2014 wurde durch Beschluss des Bundesgerichtshofes vom 12.03.2015 (Aktenzeichen V ZR 86/14) zurückgewiesen (Beiakte Bd. XI Bl. 2086 ff.).
Das Gericht muss nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme von einer manipulierten, nicht echten Urkunde ausgehen (vgl. BGH NJW-RR 2015, 819 ff - Rdnr. 18 f. zitiert nach Juris).
Die Vermutung gilt auch bei Blankounterschriften und selbst bei Blankettmissbräuchen durch vereinbarungswidrige Verwendung von Unterschriften (BGH 12.03.2015 -V ZR 86/14- NJW-RR 2015, 819, Rz. 17).