Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=25.10.2006&Aktenzeichen=VII%20ZB%2024%2F06
Timestamp: 2019-02-22 19:34:10
Document Index: 101732758

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 119', '§ 293', '§ 119', '§ 119', '§ 293', 'BGH', 'BGH', '§ 119', 'BGH', 'BGH', '§ 31', 'BGH', '§ 119', 'BGH', 'BGH', '§ 13', 'BGH', '§ 13', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 119', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 25.10.2006 - VII ZB 24/06 - dejure.org
GVG § 119 Abs. 1 Nr. 1 b; ZPO § 293
Anwendbarkeit des § 119 Abs. 1 Nr. 1 b Gerichtsverfassungsgesetz (GVG) auf Beschwerden gegen Entscheidungen der Amtsgerichte als Vollstreckungsgerichte bei Beteiligung einer ausländischen Partei; Ermessen des Tatrichters hinsichtlich der Ermittlung ausländischen Rechts
OLG-Zuständigkeit in Zwangsvollstreckungsangelegenheiten bei Auslandsbezug
GVG § 119 Abs. 1 Nr. 1 lit. b; ZPO § 293
Verfahrensrecht - Ermessen des Richters bei Ermittlung ausländischen Rechts
Vollstreckungsverfahren - Keine OLG-Zuständigkeit in Zwangsvollstreckungssachen
AG Kappeln, 13.08.2004 - 7 M 403/04
LG Flensburg, 17.02.2006 - 5 T 213/05
Nach ständiger Rechtsprechung trifft die Pflicht zur Ermittlung des anzuwendenden fremden oder statutarischen Rechts in erster Linie den Tatrichter (BGH 25. Oktober 2006 - VII ZB 24/06 - Rn. 18, MDR 2007, 487; 23. April 2002 - XI ZR 136/01 - BB 2002, 1227, zu II 2 b der Gründe).
BGH, 08.07.2008 - VII ZB 64/07
Vollstreckung einer Zug um Zug gegen die Aushändigung einer …
§ 119 Abs. 1 Nr. 1 b GVG ist hier nicht anzuwenden (vgl. BGH, Beschluss vom 25. Oktober 2006 - VII ZB 24/06, MDR 2007, 487).
Denn inländische Gerichte haben ausländisches Recht so anzuwenden, wie es der Richter des betreffenden Landes auslegt und anwendet (st. Rspr., BGH, Urteile vom 25. Oktober 2006 - VII ZB 24/06, MDR 2007, 487 f.; vom 22. Juni 2003 - II ZR 305/01, NJW 2003, 2685, 2686;… näher Kropholler, aaO, § 31 I 2).
Diese Frage ist nicht nach den Grundsätzen der Darlegungs- und Beweislast zu beurteilen, denn ausländische Rechtsnormen sind Rechtssätze und keine Tatsachen und deshalb nach ständiger Rechtsprechung von Amts wegen zu ermitteln; eine Verletzung dieser Ermittlungspflicht kann auch im Verfahren der Rechtsbeschwerde mit der Verfahrensrüge beanstandet werden (vgl. zuletzt BGH Urteil vom 25. Oktober 2006 ­ VII ZB 24/06 ­ NJW-RR 2007, 574, 575).
§ 119 Abs. 1 Nr. 1 b GVG ist hier nicht anzuwenden (vgl. BGH, Beschluss vom 25. Oktober 2006 - VII ZB 24/06, MDR 2007, 487 = InVo 2007, 167).
Diese Rüge ist auch noch im Verfahren der Rechtsbeschwerde möglich (…BGH, Beschl. v. 12. Dezember 2007 aaO Rn. 34; v. 25. Oktober 2006 - VII ZB 24/06, MDR 2007, 487 Rn. 18).
a) Die Zwischenverfügung hat schon deshalb keinen Bestand, weil das Grundbuchamt auch im Antragsverfahren nach § 13 Abs. 1 GBO sich die maßgebliche Kenntnis etwa anwendbaren ausländischen Rechts und von dessen konkreter Ausgestaltung in der ausländischen Gerichtspraxis regelmäßig selbst verschaffen muss (BGH NJW-RR 1991, 1211; MDR 2002, 899; 2003, 1128; Rpfleger 2007, 210;… Demharter § 13 Rn. 5;… Hügel/Zeiser GBO 2. Aufl. Internationale Bezüge Rn. 17) und hier auch kann (…zu den Quellen z. B. Hügel/Zeiser Rn. 19).
Wie das Grundbuchamt im Übrigen vorgeht, steht in seinem pflichtgemäßen Ermessen (BGH Rpfleger 2007, 210/211).
Das ausländische Recht hat der Tatrichter von Amts wegen zu ermitteln (BGH 25. Oktober 2006 - VII ZB 24/06 - Rn. 18 mwN; vgl. auch BAG 15. April 2008 - 9 AZR 159/07 - Rn. 40) .
Gibt die angefochtene Entscheidung keinen Aufschluss darüber, dass der Tatrichter seiner Pflicht nachgekommen ist, das ausländische Recht zu ermitteln, wie es in Rechtsprechung und Rechtslehre Ausdruck und in der Praxis Anwendung findet, ist revisionsrechtlich davon auszugehen, dass eine ausreichende Erforschung des ausländischen Rechts verfahrensfehlerhaft unterblieben ist (BGH 25. Oktober 2006 - VII ZB 24/06 - Rn. 18 mwN) .
BGH, 27.03.2008 - VII ZR 76/07
Berufungszuständigkeit des Oberlandesgerichts bei Erlass eines Teilurteils gegen …
Dies gilt für Entscheidungen der Vollstreckungsgerichte in Zwangsversteigerungssachen (BGH, Beschluss vom 19. März 2004 - IXa ZB 23/03, in juris dokumentiert) sowie im allgemeinen Zwangsvollstreckungsverfahren (BGH, Beschluss vom 25. Oktober 2006 - VII ZB 24/06, Rpfleger 2007, 210) deshalb, weil es wegen der aus dem "lex-fori"-Prinzip folgenden Anwendbarkeit deutschen Zwangsvollstreckungsrechts nicht um Fallgestaltungen geht, in denen regelmäßig und typischerweise unter Anwendung der Bestimmungen des Internationalen Privatrechts und des Internationalen Prozessrechts zu entscheiden ist, welches nationale Recht heranzuziehen und wie es gegebenenfalls zu handhaben ist.
Gerichtliche Zuständigkeiten im Verfahren über Stundung oder Erlass von …
Dies ergibt sich aus dem Sinn der gesetzlichen Regelung und dem vom Gesetzgeber nach den Gesetzesmaterialien verfolgten Zweck, der unter Beachtung des Gebots der Rechtsmittelklarheit auch die teleologische Einschränkung von Zuständigkeitsbestimmungen betreffend den Instanzenzug ermöglicht (vgl. BGH, Beschlüsse vom 19. März 2004 - IXa ZB 23/03, juris Rn. 4 vom 25. Oktober 2006 - VII ZB 24/06, juris Rn. 8 ff.;… vom 23. Oktober 2008 - IX ZB 193/06, juris Rn. 5 zur Anwendung von § 119 Abs. 1 Nr. 1b GVG a.F. für Entscheidungen der Amtsgerichte als Vollstreckungsgerichte und im insolvenzrechtlichen Beschwerdeverfahren).
BGH, 08.07.2008 - VII ZB 69/07
BGH, 08.07.2008 - VII ZB 66/07
BGH, 08.07.2008 - VII ZB 68/07
BGH, 08.07.2008 - VII ZB 65/07
BGH, 08.07.2008 - VII ZB 67/07
Anforderungen an die Bestimmtheit eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses
OLG Köln, 25.10.2007 - 16 W 30/07
Funktionelle Zuständigkeit des Oberlandesgerichts im Beschwerdeverfahren der …