Source: https://blog.esche.de/themen/umsatzsteuerrecht/
Timestamp: 2019-12-08 11:06:24
Document Index: 345124096

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', '§ 2']

Quick Fixes – Optimierungspotential bei grenzüberschreitenden Reihengeschäften
Zum 01.01.2020 sollen die aus Sicht der EU-Kommission dringend umsetzungsbedürftigen Maßnahmen zur Modifikation des Mehrwertsteuersystems (sog. „Quick Fixes“) im Rahmen des „Jahressteuergesetzes 2019“ in das nationale Umsatzsteuerrecht umgesetzt werden. U. a. wird eine EU-einheitliche Regelung definiert, unter welchen Voraussetzungen bei einem umsatzsteuerlichen Reihengeschäft – abweichend von der gesetzlichen Regelvermutung – die bewegte und damit grundsätzlich als steuerfrei in Betracht kommende innergemeinschaftliche Lieferung einem mittleren Unternehmer in der Kette zugeordnet werden kann.
Bürokratieentlastungsgesetz III – Bundesregierung plant umfassende Erleichterungen für die Umsatzsteuer
Melanie WeistStefanie Dietrich
Die Erfüllung umsatzsteuerlicher Vorgaben betrifft jeden Unternehmer. Gerade junge oder kleinere Unternehmen werden durch die Administration ihrer umsatzsteuerlichen Pflichten erheblich belastet, da sie in der Regel nicht über eigene Steuerabteilungen verfügen. Unternehmensbefragungen haben ergeben, dass die Unternehmen die unnötige Bürokratie als Zeit- und Kostenfaktor wahrnehmen, der Innovationen und Investitionen hemmt. Das Bundeswirtschaftsministerium hat nun ein Eckpunktepapier zu Maßnahmen vorgelegt, mit denen Unternehmer von dieser Bürokratie deutlich entlastet werden sollen.
Vorzeitige Beendigung von Vertragsverhältnissen – umsatzsteuerbar!?
Melanie WeistThomas Schäffer
EuGH-Urteil führt zu Unsicherheiten bei der umsatzsteuerlichen Beurteilung von Zahlungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Vertragsverhältnissen. Wann löst eine Zahlung, die bei vorzeitiger Beendigung von Vertragsverhältnissen geleistet wird, Umsatzsteuer aus?
First level of online-marketplace providers’ VAT liability is in force
At the beginning of 2019 the new Sec. 22f, 25e UStG implemented a liability of online-marketplace providers for German VAT owed by online traders selling on their marketplaces. Since 1 March 2019 the first level of liability is in force. Online traders from third countries must now speed up to avoid getting banned from the major online-marketplaces.
Keine Panik zum Jahresende – Der ECOFIN verschafft den Unternehmen Zeit bei der Umsetzung der Quick Fixes im Umsatzsteuerrecht
Im Oktober 2017 veröffentlichte die EU-Kommission Vorschläge, um das geltende Umsatzsteuerrecht grundlegend zu reformieren. Ein Teil der Vorschläge sind die sogenannten Quick Fixes, die zum 01.01.2019 in Kraft treten sollten. Dieser Zeitpunkt wurde nun verschoben.
Endlich Rechtssicherheit beim Vorsteuerabzug aus Rechnungen mit Briefkastensitz
Im Jahr 2015 entschied der BFH, dass die Angabe eines Briefkastensitzes nicht den umsatzsteuerlichen Rechnungsvorgaben genügt und daher aus solchen Rechnungen kein Vorsteuerabzug möglich sei. Mit zwei jüngst veröffentlichten Entscheidungen folgt der BFH nun der anderslautenden Rechtsprechung des EuGH, wonach ein Briefkastensitz als Rechnungsangabe generell ausreicht.
UmsatzsteuerrechtUnternehmensteuerrecht
EuGH konkretisiert und vereinfacht Vorsteuerabzug bei wirtschaftlich tätiger Holding
Der EuGH hat entschieden, dass die steuerpflichtige Vermietungsleistung der Holding an eine Tochtergesellschaft zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt.
Entwurf zum JStG 2018 – Bundeskabinett beschließt umsatzsteuerliche Haftung beim Online-Handel
Dr. Robert KroschewskiMelanie Weist
Gesetzesentwurf des Bundeskabinetts zum JStG 2018 beschlossen.
Kryptowährungen genießen derzeit eine hohe Aufmerksamkeit. Dies erstaunt kaum, sieht man sich die rasante Entwicklung der wohl prominentesten Währung Bitcoin an. Gegen Ende des Jahres 2017 hatte die Währung Rekordwerte erreicht, was vor allem private Anleger auf die Kryptowährung aufmerksam machte. Die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen hingegen wurde bislang weitgehend ausschließlich in der Literatur erörtert. Nun haben die Bundesregierung und das BMF zu steuerlichen Aspekten von Kryptowährungen Stellung genommen
Briefkastenadresse genügt als Rechnungsangabe für den Vorsteuerabzug
Das Recht zum Vorsteuerabzug setzt nach der strengen Sicht der deutschen Finanzverwaltung für inländische Leistungen voraus, dass der den Vorsteuerabzug begehrende Unternehmer im Besitz einer ordnungsgemäßen Rechnung ist. Eine solche Rechnung muss unter anderem die Anschrift beider am Leistungsaustausch beteiligter Unternehmen enthalten. Der EuGH stellt nun erfreulicherweise klar, dass hierfür die Angabe einer Briefkastenadresse ausreichend ist.
Erweiterung der Steuerbefreiung für die Umsätze der Seeschifffahrt
Grundsätzlich sind die Umsätze für die Seeschifffahrt und die Luftfahrt umsatzsteuerfrei. Bislang war der Anwendungsbereich der Steuerbefreiung für diese Umsätze allerdings begrenzt. Durch eine geänderte Rechtsauffassung wurde die Umsatzsteuerfreiheit der Umsätze für die Seeschifffahrt nun erheblich ausgeweitet.
BMF veröffentlicht Schreiben zur umsatzsteuerlichen Organschaft mit Personengesellschaften
Der EuGH entschied vor knapp zwei Jahren, dass die deutsche Beschränkung einer umsatzsteuerlichen Organschaft auf juristische Personen als Organgesellschaft EU-rechtswidrig ist. Die beiden Umsatzsteuersenate des BFH setzten diese Rechtsprechung unterschiedlich um. Das BMF setzt in seinem Schreiben nun die strengeren Vorgaben des V. Senats um.
Update zur rückwirkenden Rechnungsberichtigung
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 20.10.2016 seine bisherige Rechtsprechung zur Möglichkeit einer rückwirkenden Rechnungsberichtigung aufgegeben und wesentliche Zweifelsfragen für die Praxis geklärt.
Update des BMF zu grundstücksbezogenen Leistungen
Bei grundstücksbezogenen Leistungen kann der Leistungsort im Umsatzsteuerrecht abweichend von den allgemeinen Grundsätzen zu bestimmen sein. Das Bundesfinanzministerium hat nun seine Abgrenzungskriterien zu solchen Leistungen ergänzt.
Wenn ein Unternehmer in einer Rechnung die Umsatzsteuer unrichtig ausweist, schuldet er die unrichtig ausgewiesene Umsatzsteuer bis zu einer Korrektur der Rechnung. Nach Auffassung der Finanzverwaltung setzt eine solche Korrektur voraus, dass der Unternehmer eine bereits vereinnahmte Umsatzsteuer an seinen Kunden zurückgezahlt hat. Dieses Erfordernis schränkt der BFH nun ein.
Umsatzsteuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung bei Verwendung eines Konsignationslagers
Industrie und Handel verwenden immer häufiger Konsignationslager, um den kurzfristigen Warenbedarf ihrer Kunden sicherzustellen. Im Fall einer grenzüberschreitenden Einlagerung in einem anderen EU-Staat stellte sich bislang stets die Frage, ob eine umsatzsteuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung des Lieferers vorliegt oder ob dieser selbst im Ausland umsatzsteuerliche Pflichten erfüllen muss. Der BFH bejaht die Umsatzsteuerfreiheit nun für Fälle, in denen der Abnehmer bereits zu Beginn des Warentransports feststeht.
Update zur Neuregelung der Umsatz-besteuerung der öffentlichen Hand
Das BMF hat ein Schreiben zur Anwendung des § 2b UStG veröffentlicht.
Umsatzsteuerpflichtige Leistungen des Mieters durch die Verpflichtung zum Abschluss eines Mietvertrages über Gewerberäume
Wenn Vermieter ihren Mietern im Rahmen des Vertragsschlusses Geld zahlen, kann diese Zahlung eine umsatzsteuermindernde Entgeltminderung sein. Sie kann allerdings auch ein Entgelt für eine umsatzsteuerpflichtige Leistung des Mieters sein, wenn nicht bloß die Verpflichtung zum Vertragsabschluss vergütet wird. Der Mieter muss die Zahlung dann der Umsatzsteuer unterwerfen, was im Zweifel zu seinen Lasten geht
Der BFH klärt wesentliche Zweifelsfragen zur umsatzsteuerlichen Organschaft von Konzernen
Der BFH hat mit vier Urteilen vom 02.12.2015 und 03.12.2015 wesentliche Zweifelsfragen zur umsatzsteuerlichen Organschaft geklärt. Von besonderer Bedeutung ist die Aufgabe seiner bisherigen Rechtsprechung, wonach Personengesellschaften keine Organgesell-schaften einer umsatzsteuerlichen Organschaft sein können.