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Timestamp: 2020-02-17 00:26:38
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Matched Legal Cases: ['§ 164', '§ 129', '§ 164', '§ 164', '§ 129', '§ 164', '§ 124', '§ 129', '§ 164', '§ 169', '§ 170', '§ 171', '§ 119', '§ 169', '§ 171', '§ 184', '§ 196', '§ 5', '§ 9', '§ 9', '§ 21', '§ 52', '§ 8', '§ 6', '§ 173', '§ 173', '§ 15', '§ 47', '§ 6', '§ 6', '§ 4', '§ 6', '§ 4', '§ 183', '§ 4', '§ 4', '§ 9', '§ 46', '§ 115', '§ 46', '§ 115', '§ 75', '§ 45', '§ 46', '§ 67', '§ 3', '§ 4', '§ 7', '§ 123', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 19', '§ 19', '§ 40', '§ 19', '§ 40', '§ 1587', '§ 19', '§ 9', '§ 19', '§ 1408', '§ 9', '§ 19', '§ 44', '§ 37', '§ 26', '§ 26', '§ 108', '§ 122', '§ 55', '§ 108', '§ 122', '§ 16', '§ 7', '§ 20', '§ 9', '§ 7', '§ 255', '§ 7', '§ 7', '§ 4', '§ 122', '§ 1', 'Art. 3', '§ 27', '§ 15', '§ 30', '§ 1', '§ 62', '§ 62', '§ 62', '§ 13', '§ 13', '§ 102', '§ 163', '§ 15', '§ 24', '§ 2', '§ 14', '§ 7', '§ 14', '§ 2', '§ 11', '§ 17', '§ 36', '§ 38', '§ 30', '§ 36', '§ 37', '§ 47', '§ 6', '§ 6', '§ 250', '§ 253', '§ 3', '§ 7', '§ 12', '§ 5', '§ 6', '§ 14', '§ 175', '§ 158', '§ 18', '§ 51', '§ 18', '§ 13', '§ 51', 'Art. 21', '§ 10', '§ 14', '§ 17', 'Art. 11', '§ 4', '§ 4', 'Art. 13', '§ 6', '§ 4', '§ 6', '§ 17', '§ 17', '§ 69', '§ 69', '§ 50', '§ 50', '§ 50', '§ 50', '§ 50', '§ 50', '§ 5', '§ 155', '§ 1363', '§ 1408', '§ 1587', '§ 1587', '§ 1587', '§ 33', '§ 93', '§ 606', '§ 621', '§ 623', '§ 1408', '§ 1587', '§ 1587', '§ 1587', '§ 33', '§ 93', '§ 606', '§ 621', '§ 623', '§ 33', 'Art. 2', 'Art. 6']

BFH-Urteil vom 22.2.2006 (I R 125/04) BStBl. 2006 II S. 400
1. Die Verwertung von Prüfungsfeststellungen, die ohne wirksame Prüfungsanordnung getroffen worden sind, ist nicht generell unzulässig. Das gilt jedenfalls dann, wenn die Feststellungen im Rahmen eines erstmaligen Steuerbescheids oder einer Änderung gemäß § 164 Abs. 2 AO 1977 verwertet werden (Anschluss an BFH-Rechtsprechung).
2. Ist in einem Steuerbescheid die Anordnung des Vorbehalts der Nachprüfung versehentlich unterblieben, so muss das FA den Bescheid nicht zunächst nach § 129 AO 1977 berichtigen, um ihn anschließend nach § 164 Abs. 2 AO 1977 ändern zu können. Vielmehr kann der Bescheid in diesem Fall unmittelbar nach § 164 Abs. 2 AO 1977 geändert werden (Bestätigung des Senatsurteils vom 27. März 1996 I R 83/94, BFHE 180, 227, BStBl II 1996, 509).
3. Die Berichtigung nach § 129 AO 1977 kann auch im Rahmen einer Entscheidung erfolgen, in der über den Einspruch gegen den auf § 164 Abs. 2 AO 1977 gestützten Änderungsbescheid entschieden wird. Darin liegt jedenfalls dann keine "Verböserung" gegenüber jenem Bescheid, wenn der Nachprüfungsvorbehalt in dem Änderungsbescheid aufgehoben wurde und in der Einspruchsentscheidung nicht erneut angebracht wird.
AO 1977 § 124 Abs. 1 Satz 2, § 129, § 164, § 169 Abs. 2, § 170 Abs. 2, § 171.
Vorinstanz: FG Münster vom 10. November 2004 4 K 2475/04 F (EFG 2005, 580)
BFH-Urteil vom 13.10.2005 (IV R 55/04) BStBl. 2006 II S. 404
1. Geht das Vermögen einer zweigliedrigen Personengesellschaft beim Ausscheiden eines der beiden Gesellschafter auf den verbleibenden Gesellschafter über, so sind für das Jahr des Formwechsels zwei Gewerbesteuermessbescheide, jeweils für die Zeit vor und nach dem Wechsel zu erlassen (Anschluss an Abschn. 35 Abs. 1 Satz 3 und 4 GewStR).
2. In einem solchen Fall ist eine Prüfungsanordnung, die an die erloschene Personengesellschaft adressiert ist, nicht infolge Unbestimmtheit nichtig, wenn der das Geschäft als Einzelunternehmer fortführende Gesellschafter weiterhin unter der Firma der Gesellschaft auftritt und (andererseits) beim FA darauf hinweist, dass das Unternehmen ab dem Zeitpunkt des Formwechsels eine "Scheingesellschaft" darstellt.
AO 1977 § 119 Abs. 1, § 169 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, § 171 Abs. 4, § 184 Abs. 1 Satz 3, § 196; GewStG § 5.
Vorinstanz: FG Münster vom 9. Oktober 2002 10 K 5065/00 G (EFG 2005, 161)
EStG § 9 Abs. 1 Satz 1, § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1, § 21 Abs. 2, § 52 Abs. 21 Satz 2.
Vorinstanz: FG Münster vom 6. Mai 2004 3 K 2356/02 E,Ki (EFG 2004, 1215)
BFH-Urteil vom 9.11.2005 (VI R 27/05) BStBl. 2006 II S. 408
EStG § 8 Abs. 2 Sätze 2 bis 4, § 6 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2.
Vorinstanz: Sächsisches FG vom 3. März 2005 2 K 1262/00
BFH-Urteil vom 16.11.2005 (VI R 64/04) BStBl. 2006 II S. 410
Vorinstanz: FG Düsseldorf vom 21. September 2004 9 K 1073/04 H(L)
BFH-Urteil vom 17.11.2005 (III R 44/04) BStBl. 2006 II S. 412
Hat ein vom Steuerpflichtigen beauftragter, unabhängiger Sachverständiger bei der Wertermittlung eines Grundstücks eine den Wert mindernde Grundstücksbelastung übersehen, muss sich der Steuerpflichtige ein grobes Verschulden des Sachverständigen am nachträglichen Bekanntwerden dieser Tatsache i.S. des § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO 1977 nicht als eigenes grobes Verschulden zurechnen lassen.
AO 1977 § 173 Abs. 1 Nr. 2.
Vorinstanz: FG Baden-Württemberg vom 14. September 2004 1 K 318/02 (EFG 2005, 163)
BFH-Urteil vom 30.11.2005 (X R 56/04) BStBl. 2006 II S. 415
EStG § 15; GmbHG § 47 Abs. 1, 4.
Vorinstanz: FG Rheinland-Pfalz vom 20. Januar 2004 2 K 1883/02
BFH-Beschluss vom 25.1.2006 (IV R 14/04) BStBl. 2006 II S. 418
1. Rücklagen i.S. des § 6b Abs. 3 EStG für Gewinne aus der Veräußerung von Sonderbetriebsvermögen sind in der durch die Mitunternehmerschaft aufzustellenden Sonderbilanz zu passivieren. Das gilt auch bei ausgeschiedenen Gesellschaftern.
2. Das Wahlrecht zur Bildung der Rücklage nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EStG ist von dem Mitunternehmer persönlich auszuüben. Grundsätzlich wird vermutet, dass die Sonderbilanz mit dem Mitunternehmer abgestimmt ist. Diese Vermutung gilt nicht bei einem ausgeschiedenen Gesellschafter.
3. Hat ein Mitunternehmer die Vermutung seines Mitwirkens an der Aufstellung der Sonderbilanz erschüttert oder greift die Vermutung gar nicht ein, ist die von der Mitunternehmerschaft aufgestellte Sonderbilanz keine Bilanz, die das Änderungsverbot des § 4 Abs. 2 Satz 2 EStG i.d.F. des StBereinG 1999 auslöst.
EStG § 6b Abs. 3 Satz 1; EStG i.d.F. des StBereinG 1999 § 4 Abs. 2 Satz 2; AO 1977 § 183 Abs. 2 Satz 1.
Vorinstanz: FG Münster vom 17. Dezember 2003 1 K 7673/00 F (EFG 2004, 819)
BFH-Urteil vom 18.8.2005 (VI R 39/04) BStBl. 2006 II S. 428
1. Werden im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses Räumlichkeiten, die nicht zur Privatwohnung des Steuerpflichtigen gehören, als Arbeitszimmer genutzt, so handelt es sich hierbei im Regelfall um ein "außerhäusliches" Arbeitszimmer, das nicht unter die Abzugsbeschränkung des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG fällt.
2. Etwas anderes kann dann gelten, wenn die Räumlichkeiten aufgrund der unmittelbaren räumlichen Nähe mit den privaten Wohnräumen des Steuerpflichtigen als gemeinsame Wohneinheit verbunden sind. Ob eine solche gemeinsame Wohneinheit vorliegt, ist von den Finanzgerichten aufgrund wertender Betrachtung zu entscheiden (Fortführung der BFH-Urteile vom 26. Februar 2003 VI R 124/01, BFHE 202, 104, BStBl II 2004, 69, und VI R 125/01, BFHE 202, 109, BStBl II 2004, 72).
3. Nutzt ein Steuerpflichtiger ein Arbeitszimmer im Rahmen mehrerer Einkunftsarten, so sind die darauf getätigten Aufwendungen entsprechend den tatsächlichen Nutzungsanteilen auf die verschiedenen Einnahmequellen aufzuteilen.
EStG § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b, § 9 Abs. 5.
Vorinstanz: FG Köln vom 13. Mai 2004 10 K 1408/99 (EFG 2004, 1755)
BFH-Beschluss vom 7.3.2006 (VI B 78/04) BStBl. 2006 II S. 430
1. Auch eine nach Ablauf der Regel-Sperrfrist von sechs Monaten erhobene Untätigkeitsklage ist nicht ohne weiteres zulässig; sie kann jedoch in die Zulässigkeit hineinwachsen.
2. Bei einer verfrüht erhobenen Untätigkeitsklage hat das Finanzgericht eine befristete Aussetzung des Klageverfahrens nach pflichtgemäßem Ermessen zu prüfen. Angesichts der in § 46 Abs. 1 Sätze 1 und 2 FGO aufgeführten unbestimmten Rechtsbegriffe wird eine Aussetzung regelmäßig geboten sein.
3. Weist das Finanzgericht die Untätigkeitsklage gleichwohl als unzulässig ab, so hat es in der Urteilsbegründung seine leitenden Ermessenserwägungen hinsichtlich der versagten Aussetzung des Klageverfahrens offen zu legen. Geschieht dies nicht, kann ein Verfahrensmangel i.S. des § 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO vorliegen.
FGO § 46 Abs. 1, § 115 Abs. 2 Nr. 3; VwGO § 75 Satz 3.
BFH-Urteil vom 23.3.2005 (III R 20/03) BStBl. 2006 II S. 432
AO 1977 § 45, § 46; FGO § 67; InvZulG 1996 § 3 Satz 3, § 4 Satz 1, § 7; UmwG 1995 § 123 Abs. 3 Nr. 1.
Vorinstanz: FG Berlin vom 12. März 2003 2 K 4039/00 (EFG 2003, 1117)
BFH-Urteil vom 17.1.2006 (VIII R 60/02) BStBl. 2006 II S. 434
1. Die auf Grundstücke bezogene unentgeltliche Bestellung von Sicherheiten wahrt die Grenzen der grundstücksbezogenen Vermögensverwaltung i.S. von § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG.
2. Die Grundschuldbestellung zur Kreditsicherung erfüllt nicht die Voraussetzungen eines "Dienens" i.S. von § 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG.
GewStG § 9 Nr. 1 Satz 2 und 5.
Vorinstanz: FG Nürnberg vom 19. Juni 2002 V 13/2000 (EFG 2003, 791)
BFH-Urteil vom 16.11.2005 (VI R 157/98) BStBl. 2006 II S. 437
Leistet ein Arbeitgeber einen Zuschuss zu einer zweitägigen Betriebsveranstaltung in eine im Übrigen von den Arbeitnehmern unterhaltene Gemeinschaftskasse, so stellt diese Zuwendung keinen Arbeitslohn dar, wenn der Zuschuss die für die Annahme von Arbeitslohn bei Zuwendungen aus Anlass von Betriebsveranstaltungen maßgebliche Freigrenze nicht überschreitet.
EStG § 19 Abs. 1 Nr. 1.
Vorinstanz: FG München vom 24. Mai 1996 8 K 3591/94 (EFG 1998, 1523)
BFH-Urteil vom 16.11.2005 (VI R 151/99) BStBl. 2006 II S. 439
EStG § 19 Abs. 1 Nr. 1, § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2.
BFH-Urteil vom 16.11.2005 (VI R 68/00) BStBl. 2006 II S. 440
Führt ein Arbeitgeber pro Kalenderjahr mehr als zwei Betriebsveranstaltungen für denselben Kreis von Begünstigten durch, so wird ab der dritten Veranstaltung Arbeitslohn zugewendet.
Vorinstanz: Niedersächsisches FG vom 27. Mai 1999 11 K 308/96
BFH-Urteil vom 16.11.2005 (VI R 151/00) BStBl. 2006 II S. 442
EStG § 19 Abs. 1 Nr. 1, § 40 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2; LStR 1996 Abschn. 72 Abs. 4 Satz 2.
Vorinstanz: FG Nürnberg vom 26. Juli 2000 V 325/98 (EFG 2001, 496)
BFH-Urteil vom 16.11.2005 (VI R 118/01) BStBl. 2006 II S. 444
1. Sachzuwendungen an Arbeitnehmer anlässlich einer zweitägigen Reise, die sowohl eine Betriebsveranstaltung als auch eine aus ganz überwiegend eigenbetrieblichen Interessen durchgeführte Betriebsbesichtigung bei einem Hauptkunden des Arbeitgebers umfasst, sind grundsätzlich aufzuteilen.
2. Die Aufwendungen des Arbeitgebers für eine derartige Reise sind insgesamt kein Arbeitslohn, wenn die dem Betriebsveranstaltungsteil zuzurechnenden, anteiligen Kosten die für Zuwendungen bei Betriebsveranstaltungen maßgebliche Freigrenze nicht übersteigen. Die dem Betriebsbesichtigungsteil zuzurechnenden, anteiligen Kosten stellen ebenfalls keinen Arbeitslohn dar, wenn die Besichtigung im ganz überwiegend eigenbetrieblichen Interesse durchgeführt wird und damit keinen Entlohnungscharakter hat.
Vorinstanz: FG Münster vom 22. März 2001 8 K 1787/99 L (EFG 2002, 86)
BFH-Urteil vom 8.3.2006 (IX R 107/00) BStBl. 2006 II S. 446
Ausgleichzahlungen, die ein zum Versorgungsausgleich verpflichteter Ehegatte auf Grund einer Vereinbarung gemäß § 1587o BGB an den anderen Ehegatten leistet, um Kürzungen seiner Versorgungsbezüge (§ 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG) zu vermeiden, sind sofort als Werbungskosten abziehbar.
EStG § 9 Abs. 1, § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2.
Vorinstanz: Schleswig-Holsteinisches FG vom 8. Dezember 1999 V 730/98 (EFG 2000, 351)
BFH-Urteil vom 8.3.2006 (IX R 78/01) BStBl. 2006 II S. 448
1. Ausgleichszahlungen, die ein zum Vorsorgungsausgleich verpflichteter Beamter auf Grund einer Vereinbarung gemäß § 1408 Abs. 2 BGB an seinen Ehegatten leistet, um Kürzungen seiner Versorgungsbezüge zu vermeiden, sind sofort als Werbungskosten abziehbar (Ergänzung zum BFH-Urteil vom 8. März 2006 IX R 107/00).
2. Werden die Abfindungszahlungen fremdfinanziert, kann der Beamte die dadurch entstehenden Schuldzinsen als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit absetzen.
EStG § 9 Abs. 1 Sätze 1 und 2, Satz 3 Nr. 1, § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2.
Vorinstanz: FG Rheinland-Pfalz vom 23. April 2001 5 K 1769/99 (EFG 2001, 1593)
BFH-Urteil vom 15.11.2005 (VII R 16/05) BStBl. 2006 II S. 453
Werden Einkommensteuer-Vorauszahlungen für zusammen zur Einkommensteuer veranlagte Eheleute geleistet, kann aus der Sicht des FA als Zahlungsempfänger mangels entgegenstehender ausdrücklicher Absichtsbekundungen aufgrund der zwischen den Eheleuten bestehenden Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft angenommen werden, dass derjenige Ehegatte, der die Zahlung auf die gemeinsame Steuerschuld bewirkt, mit seiner Zahlung auch die Steuerschuld des anderen mit ihm zusammen veranlagten Ehepartners begleichen will. In diesem Fall sind bei einer Überzahlung beide Ehegatten erstattungsberechtigt. Der Erstattungsbetrag ist dann zwischen ihnen hälftig aufzuteilen (Bestätigung der ständigen Rechtsprechung).
AO 1977 § 44 Abs. 1, § 37 Abs. 2; EStG § 26, § 26b.
Vorinstanz: Niedersächsisches FG vom 26. Oktober 2004 13 K 313/02 (EFG 2005, 746)
BFH-Urteil vom 7.3.2006 (X R 18/05) BStBl. 2006 II S. 455
Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in einer Einspruchsentscheidung erteilten Rechtsbehelfsbelehrung ist ein Hinweis auf die Bedeutung des § 108 Abs. 3 AO 1977 für die Ermittlung des Tages der Bekanntgabe (§ 122 Abs. 2 Nr. 1 AO 1977) nicht erforderlich.
FGO § 55 Abs. 1 und 2; AO 1977 § 108 Abs. 3, § 122 Abs. 2 Nr. 1.
Vorinstanz: FG München, Außensenate Augsburg, vom 28. September 2004 6 K 2287/04 (EFG 2005, 1824)
BFH-Urteil vom 20.7.2005 (X R 22/02) BStBl. 2006 II S. 457
Die verdeckte Einlage einer im Betriebsvermögen gehaltenen 100 %-igen Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft in eine andere Kapitalgesellschaft, an welcher der einlegende Steuerpflichtige ebenfalls zu 100 % beteiligt ist, führt auch dann zu einer Gewinnrealisierung, wenn auch die Beteiligung an der Zielkapitalgesellschaft zum Betriebsvermögen des Steuerpflichtigen gehört.
EStG 1990 § 16 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 3; EStDV 1990 § 7 Abs. 1; UmwStG § 20 Abs. 1.
Vorinstanz: FG Münster vom 11. April 2002 5 K 3706/98 E (EFG 2002, 960)
EStG § 9 Abs. 1 Satz 1, Satz 3 Nr. 7, § 7 Abs. 1; HGB § 255.
Vorinstanz: Niedersächsisches FG vom 12. Februar 2003 2 K 667/00 (EFG 2003, 842)
BFH-Urteil vom 13.12.2005 (XI R 52/04) BStBl. 2006 II S. 462
Für den Betriebsausgabenabzug nach § 7g Abs. 6 EStG genügt es, wenn die notwendigen Angaben zur Funktion des Wirtschaftsguts und zu den voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten - und im Falle eines Gesamtpostens die entsprechenden Aufschlüsselungen - in einer zeitnah erstellten Aufzeichnung festgehalten werden, die in den steuerlichen Unterlagen des Steuerpflichtigen aufbewahrt wird und auf Verlangen jederzeit zur Verfügung gestellt werden kann.
EStG § 7g, § 4 Abs. 3.
Vorinstanz: FG Düsseldorf vom 24. Juni 2003 12 K 3788/02 F
BFH-Beschluss vom 23.2.2006 (III R 67/98) BStBl. 2006 II S. 465
Das BMF wird gemäß § 122 Abs. 2 Satz 3 FGO aufgefordert, dem Revisionsverfahren III R 67/98 beizutreten, um zur Verfassungsmäßigkeit der Kindergeldregelung für Ausländer und zu der geplanten Neuregelung Stellung zu nehmen.
Nach dem Beschluss des BVerfG vom 6. Juli 2004 1 BvL 4/97 u.a. (BVerfGE 111, 160, BFH/NV 2005, Beilage 2, 114) ist § 1 Abs. 3 BKGG i.d.F. durch das 1. SKWPG vom 21. Dezember 1993 (BGBl I 1993, 2353) unvereinbar mit dem Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG, soweit Ausländer nur Anspruch auf Kindergeld haben, wenn sie im Besitz einer Aufenthaltsberechtigung (§ 27 AuslG 1990) oder einer Aufenthaltserlaubnis (§ 15 AuslG 1990) sind, nicht aber wenn sie nur eine Aufenthaltsbefugnis (§ 30 AuslG 1990) besitzen.
1. Teilt das BMF die Auffassung des Senats, dass die Gründe für die Verfassungswidrigkeit des § 1 Abs. 3 BKGG i.d.F. des 1. SKWPG ebenso für den wortgleichen § 62 Abs. 2 Satz 1 EStG i.d.F. des JStG 1996 vom 11. Oktober 1995 (BGBl I 1995, 1250) gelten?
2. In welchem Stadium befindet sich das angekündigte Gesetzgebungsverfahren zur Neuregelung des § 62 Abs. 2 Satz 1 EStG und wann ist mit dem In-Kraft-Treten der Neuregelung zu rechnen?
3. Unter welchen Voraussetzungen haben legal in der Bundesrepublik lebende Ausländer nach der geplanten Neuregelung Anspruch auf Kindergeld?
4. Soll die Neuregelung für alle noch offenen Fälle gelten?
5. Könnte der Klägerin, die im Streitjahr 1996 im Besitz einer mehrfach verlängerten Aufenthaltsbefugnis war, nach der geplanten Neuregelung Kindergeld für die Vergangenheit zustehen?
6. Ist das BMF, falls sich die weiteren beim Senat anhängigen 22 Revisionen durch die Neuregelung nicht erledigen werden, an einem Beitritt interessiert?
EStG i.d.F. des JStG 1996 § 62 Abs. 2 Satz 1.
Vorinstanz: FG Hamburg vom 23. Oktober 1997 I 100/97
BFH-Urteil vom 25.1.2006 (II R 56/04) BStBl. 2006 II S. 465
Soweit bei einer Verteilung des in § 13a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ErbStG vorgesehenen Freibetrags "zu gleichen Teilen" die den Erwerbern zustehenden Anteile am Freibetrag jeweils nicht höher sind als die Steuerwerte der auf sie übergegangenen Anteile an dem nach § 13a Abs. 4 ErbStG begünstigten Vermögen, ist dieser Verteilungsmaßstab auch dann allein maßgebend, wenn sich der Freibetragsanteil im Ergebnis nicht auf die Besteuerung einzelner Erwerber auswirkt.
Vorinstanz: FG Münster vom 24. Juni 2004 3 K 5581/02 Erb und 3 K 5582/02 Erb (EFG 2004, 1545)
BFH-Urteil vom 24.11.2005 (V R 37/04) BStBl. 2006 II S. 466
1. Hat die Verwaltung in Ausfüllung des ihr zustehenden Ermessensspielraums Richtlinien erlassen, so haben die Gerichte grundsätzlich nur zu prüfen, ob sich die Behörden an die Richtlinien gehalten haben und ob die Richtlinien selbst einer sachgerechten Ermessensausübung entsprechen.
2. Dabei ist für die Auslegung einer Verwaltungsvorschrift nicht maßgeblich, wie das FG eine solche Verwaltungsanweisung versteht, sondern wie die Verwaltung sie verstanden hat und verstanden wissen wollte. Das FG darf daher Verwaltungsanweisungen nicht selbst auslegen, sondern nur darauf prüfen, ob die Auslegung durch die Behörde möglich ist.
FGO § 102; AO 1977 § 163; UStG 1980/1991/1993 § 15a, § 24.
Vorinstanz: Niedersächsisches FG vom 21. August 2003 5 K 223/97
BFH-Urteil vom 21.12.2005 (I R 66/05) BStBl. 2006 II S. 469
GewStG 1999 § 2 Abs. 2 Satz 2, § 14 Satz 3; KStG 1999 § 7 Abs. 4 Satz 3, § 14 Nr. 1 und 2; UmwStG 1995 § 2 Abs. 1 Satz 1, §§ 11 ff.; UmwG 1995 § 17 Abs. 2 Satz 4.
Niedersächsisches FG vom 12. Mai 2005 6 K 97/03 (EFG 2005, 1461)
BFH-Urteil vom 30.11.2005 (I R 1/05) BStBl. 2006 II S. 471
Verbindlichkeiten, die auf die Leistung eines Geldbetrages gerichtet und erst nach geraumer Zeit zu tilgen sind, sind - auch ohne Vorliegen einer ausdrücklichen Zinsvereinbarung - regelmäßig abzuzinsen. Dies gilt indessen nicht, soweit Verbindlichkeiten tatsächlich keinen Zinsanteil enthalten.
KStG § 36, § 38; KStG a.F. § 30 Abs. 2 Nr. 2, Nr. 4, § 36, § 37 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1, § 47 Abs. 1; EStG § 6 Abs. 1 Nr. 2, Nr. 3; EStG i.d.F. des StEntlG 1999/2000/2002 § 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e; HGB § 250 Abs. 3 Satz 1, § 253 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1, Halbsatz 2.
Vorinstanz: FG Düsseldorf vom 23. November 2004 6 K 3922/02 F (EFG 2005, 399)
BFH-Urteil vom 28.3.2006 (VI R 24/03) BStBl. 2006 II S. 473
Ersetzt der Arbeitgeber aufgrund einer tarifvertraglichen Verpflichtung dem als Orchestermusiker beschäftigten Arbeitnehmer die Kosten der Instandsetzung des dem Arbeitnehmer gehörenden Musikinstruments, so handelt es sich dabei um steuerfreien Auslagenersatz.
EStG § 3 Nr. 50.
Vorinstanz: FG des Landes Brandenburg vom 30. März 2000 5 K 346/99 H (EFG 2003, 1694)
BFH-Urteil vom 8.2.2006 (II R 38/04) BStBl. 2006 II S. 475
Bei der Berechnung der Schenkungsteuer für eine gemischte Schenkung sind
ErbStG § 7 Abs. 1 Nr. 1, § 12 Abs. 1; BewG § 5 Abs. 2, § 6, § 14 Abs. 1; AO 1977 § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2; BGB § 158 Abs. 1.
Vorinstanz: FG Köln vom 7. April 2003 9 K 6330/01 (EFG 2003, 939)
BFH-Urteil vom 3.11.2005 (V R 56/02) BStBl. 2006 II S. 477
Der Empfänger einer im Erhebungsgebiet (jetzt: Inland) steuerpflichtigen Werklieferung eines nicht im Erhebungsgebiet (jetzt: Ausland) ansässigen Unternehmers hatte nach § 18 Abs. 8 UStG 1980 i.V.m. §§ 51 Abs. 2, 54 UStDV 1980 die Umsatzsteuer auch dann einzubehalten und an das zuständige FA abzuführen, wenn er die Werklieferung nicht für sein Unternehmen, sondern für seinen nichtunternehmerischen Bereich bezogen hatte.
UStG 1980 § 18 Abs. 8; UStG 1999 § 13b Abs. 2 Satz 3; UStDV 1980 §§ 51, 54, 55; Richtlinie 77/388/EWG Art. 21 Nr. 1 Buchst. a.
Vorinstanz: FG Düsseldorf vom 15. Mai 2002 5 K 1734/97 H (U)
BFH-Urteil vom 12.1.2006 (V R 3/04) BStBl. 2006 II S. 479
1. Erstattet der erste Unternehmer in einer Leistungskette dem Endverbraucher einen Teil des von diesem gezahlten Leistungsentgelts oder gewährt er ihm einen Preisnachlass, mindert sich dadurch die Bemessungsgrundlage für den Umsatz des ersten Unternehmers (an seinen Abnehmer der nächsten Stufe). Der erste Unternehmer hat deshalb den für seinen Umsatz geschuldeten Steuerbetrag zu berichtigen.
2. Preisnachlässe, die dem Abnehmer von Reiseleistungen vom Reisebüro für eine von ihm lediglich vermittelte Reise gewährt werden, mindern die Bemessungsgrundlage des Umsatzes der vom Reisebüro dem Reiseveranstalter gegenüber erbrachten Vermittlungsleistung.
UStG 1993 § 10 Abs. 1, § 14 Abs. 2, § 17 Abs. 1; Richtlinie 77/388/EWG Art. 11 Teil A Abs. 1 Buchst. a, Teil C Abs. 1.
Vorinstanz: FG Brandenburg vom 25. November 2003 1 K 1387/02 (EFG 2004, 374)
BFH-Urteil vom 25.1.2006 (V R 46/04) BStBl. 2006 II S. 481
1. Die Personalgestellung durch ein Krankenhaus an eine Arztpraxis kann ein mit dem Betrieb des Krankenhauses eng verbundener, nach § 4 Nr. 16 Buchst. b UStG 1993 steuerfreier Umsatz sein, z.B. wenn das Krankenhaus medizinische Großgeräte der Arztpraxis unentgeltlich durch eigenes Personal nutzen darf und im Gegenzug sein Personal zur Bedienung der Geräte auch für die Nutzung durch die Arztpraxis gegen Kostenerstattung überlässt.
2. Ein mit dem Betrieb des Krankenhauses eng verbundener Umsatz kann danach ausnahmsweise auch dann vorliegen, wenn die Arztpraxis nicht nur die Krankenhauspatienten, sondern auch andere Patienten versorgt. Ob ein derartiger Ausnahmefall vorliegt, kann nur unter Gesamtwürdigung aller Umstände des Einzelfalls beurteilt werden (Anschluss an BFH-Urteil vom 18. Januar 2005 V R 35/02, BFHE 208, 486, BStBl II 2005, 507).
UStG 1993 § 4 Nr. 16 Buchst. b; Richtlinie 77/388/EWG Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. b, Abs. 2 Buchst. b.
Vorinstanz: FG Rheinland-Pfalz vom 25. Februar 2004 3 K 2190/01 (EFG 2004, 1799)
BFH-Beschluss vom 25.11.2005 (V B 75/05) BStBl. 2006 II S. 484
1. Es ist noch nicht geklärt, welche Anforderungen an den Nachweis einer steuerfreien innergemeinschaftlichen Lieferung zu stellen sind und unter welchen Voraussetzungen sich ein Unternehmer auf die Regelung zum Gutglaubensschutz in § 6a Abs. 4 UStG berufen kann.
2. Ist die Rechtslage nicht eindeutig, ist über die zu klärenden Fragen im summarischen Verfahren auf Aussetzung der Vollziehung eines Verwaltungsakts nicht abschließend zu entscheiden.
3. Zu den Voraussetzungen, unter denen die Aussetzung der Vollziehung eines Verwaltungsaktes von einer Sicherheitsleistung abhängig gemacht werden kann.
UStG 1993 § 4 Nr. 1 Buchst. b, § 6a Abs. 1, 3 und 4; UStDV 1999 § 17a, § 17c; FGO § 69 Abs. 2, § 69 Abs. 3 Satz 1.
Vorinstanz: FG Baden-Württemberg vom 14. April 2005 14 V 23/04
BFH-Urteil vom 28.6.2005 (I R 33/04) BStBl. 2006 II S. 489
1. Im Freistellungsverfahren nach § 50d EStG 1997 ist nur darüber zu befinden, ob aus den darin bestimmten Gründen eine Freistellung von der deutschen Steuer geboten ist. Die Frage, ob steuerpflichtige Einkünfte vorliegen oder ob diese Einkünfte aus anderen Gründen von der Besteuerung freizustellen sind, ist demgegenüber außerhalb des Verfahrens nach § 50d EStG 1997 zu entscheiden. Diese Entscheidung obliegt nicht dem Bundesamt für Finanzen, sondern dem nach den allgemeinen Regeln zuständigen FA (Bestätigung des Senatsurteils vom 19. November 2003 I R 22/02, BFHE 205, 37, BStBl II 2004, 560).
2. Zur Unterscheidung zwischen einem Freistellungsbescheid gemäß § 50d Abs. 1 Satz 2 EStG 1997 und einer Freistellungsbescheinigung gemäß § 50d Abs. 3 Satz 1 EStG 1997 (Anschluss an Senatsurteile vom 11. Oktober 2000 I R 34/99, BFHE 193, 336, BStBl II 2001, 291; vom 20. März 2002 I R 38/00, BFHE 198, 514, BStBl II 2002, 819).
EStG 1997 § 50a Abs. 4, § 50d Abs. 1 Satz 2, Abs. 3 Satz 1; FVG § 5 Abs. 1 Nr. 2; AO 1977 § 155 Abs. 1 Satz 3.
Vorinstanz: FG Köln vom 26. Februar 2004 2 K 4388/03 (EFG 2004, 1053)
BGB § 1363 Abs. 1, § 1408 Abs. 1, § 1587, § 1587b, § 1587o; EStG § 33; ZPO § 93a, § 606, § 621, § 623.
Vorinstanz: FG Köln vom 30. April 2003 7 K 7400/99 (EFG 2003, 1098)
BGB § 1408 Abs. 2, § 1587, § 1587b, § 1587o; EStG § 33; ZPO § 93a, § 606, § 621, § 623.
Vorinstanz: FG Köln vom 17. März 2004 14 K 5315/01 (EFG 2004, 1217)
EStG § 33 Abs. 1 und 2; GG Art. 2 Abs. 1, Art. 6 Abs. 1, 2, 4 und 5.
Vorinstanz: FG Münster vom 17. April 2003 12 K 6611/01 E (EFG 2003, 1311)