Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%2064/04
Timestamp: 2019-05-25 16:25:50
Document Index: 117130048

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 635', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 635', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 633', 'BGH', '§ 251', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 10.11.2005 - VII ZR 64/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,410
BGH, 10.11.2005 - VII ZR 64/04 (https://dejure.org/2005,410)
BGH, Entscheidung vom 10.11.2005 - VII ZR 64/04 (https://dejure.org/2005,410)
BGH, Entscheidung vom 10. November 2005 - VII ZR 64/04 (https://dejure.org/2005,410)
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Unverhältnismäßigkeit eines Nachbesserungsverlangen bei erheblichem Aufwand für die Mängelbeseitigung ; Mangelhaftigkeit einer Werkleistung
Großer Nachbesserungsaufwand
Ablehnung von Nachbesserungsverlangen wegen unverhältnismäßigen Aufwandes
Grundsatzurteil zu Baumängeln - Mangelhafte Arbeiten sind auch bei erheblichem Aufwand nachzubessern
Nachbesserung: Unverhältnismäßigkeit eines werkvertraglichen Nachbesserungsverlangens
Mängelbeseitigungspflichten
Rechte von privaten Bauherren gestärkt
Zur Unverhältnismäßigkeit eines Nacherfüllungsverlangens
Fliesenarbeiten: Nachbesserung oder Minderung? (IBR 2006, 85)
LG Osnabrück, 12.09.2003 - 15 O 263/02
OLG Oldenburg, 26.02.2004 - 8 U 218/03
MDR 2006, 387
NZBau 2006, 110
BauR 2006, 377
ZfBR 2006, 154
Es entspricht ständiger Rechtsprechung des Bundes-gerichtshofs, dass bei der Beurteilung der Unverhältnismäßigkeit nach § 635 Abs. 3 BGB das Verschulden des Unternehmers zu berücksichtigen ist (BGH, Urteil vom 23. Februar 1995 - VII ZR 235/93, BauR 1995, 540 = ZfBR 1995, 197; vgl. auch Urteil vom 27. März 2003 - VII ZR 443/01, BGHZ 154, 301; Urteil vom 10. November 2005 - VII ZR 64/04, BauR 2006, 377 = NZBau 2006, 110 = ZfBR 2006, 154).
Unverhältnismäßigkeit der Nachbesserung einer den anerkannten Regeln der Technik …
Anders als bei dem vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall (Urteil vom 10. November 2005 - VII ZR 64/04, BauR 2006, 377 = NZBau 2006, 110 = ZfBR 2006, 154), in dem die ausgeführte Abdichtung nach den Bekundungen des Sachverständigen keine dauerhafte Lösung gewesen sei, entspreche hier die Ausführung an sich den allgemeinen Regeln der Technik und gehe es nur darum, dass in einem außergewöhnlichen Schadensfall, dem unvorhergesehenen Wassereintritt in die Wand durch eine Undichtigkeit im Rohrsystem oder durch Löschwasser bei einem Brand, der Reparaturaufwand wegen Schädigung der Gipskartonplatten bei kurzzeitiger Wassereinwirkung geringer sein könne als bei vertragsgemäßer Ausführung.
Von Bedeutung bei der gebotenen Abwägung ist auch, ob und in welchem Ausmaß der Unternehmer den Mangel verschuldet hat (BGH, Urteil vom 10. November 2005 - VII ZR 64/04, BauR 2006, 377 = ZfBR 2006, 154 = NZBau 2006, 110 m.w.N.).
Es entspricht ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass bei der Beurteilung der Unverhältnismäßigkeit nach § 635 Abs. 3 BGB das Verschulden des Unternehmers zu berücksichtigen ist (BGH, Urteil vom 23. Februar 1995 - VII ZR 235/93, BauR 1995, 540 = ZfBR 1995, 197; vgl. auch Urteil vom 27. März 2003 - VII ZR 443/01, BGHZ 154, 301; Urteil vom 10. November 2005 - VII ZR 64/04, BauR 2006, 377 = NZBau 2006, 110 = ZfBR 2006, 154).
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist abweichend von einigen Entscheidungen der Oberlandesgerichte (OLG Düsseldorf, BauR 2001, 1922 ; BauR 1987, 572; OLG Hamburg, MDR 1974, 489 ) der Grad des Verschuldens des Unternehmers an der Entstehung des Mangels stets als Umstand gewertet worden, der in die Gesamtabwägung eingeht ( BGH, Urteil vom 23. Februar 1995 - VII ZR 235/93, BauR 1995, 540 = ZfBR 1995, 197, m.w.N.;… Urteil vom 10. April 2008 - VII ZR 214/06, aaO; Urteil vom 10. November 2005 - VII ZR 64/04, aaO jeweils m.w.N.).
Ebenso wie bei der Prüfung des § 633 Abs. 2 Satz 2 BGB (vgl. dazu BGH, Urteil vom 10. November 2005 - VII ZR 137/04, BauR 2006, 382, 383 = NZBau 2006, 177; Urteil vom 10. November 2005 - VII ZR 64/04, BauR 2006, 377, 378 = NZBau 2006, 110, jeweils m.w.N.) kann Unverhältnismäßigkeit der Aufwendungen im Sinne der entsprechenden Anwendung des § 251 Abs. 2 BGB in aller Regel nur dann angenommen werden, wenn einem objektiv geringen Interesse des Bestellers an einer ordnungsgemäßen Leistung ein ganz erheblicher und deshalb unangemessener Aufwand gegenübersteht.
Im Falle einer spürbaren Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit kann die Nachbesserung auch bei hohen Kosten in der Regel nicht verweigert werden (BGH, Urt. v. 04.07.1996 - VII ZR 64/04, BauR 2006, 377).
Wird zudem die Funktionsfähigkeit des geschuldeten Werks entscheidend (im Sinne von "spürbar") beeinträchtigt (d.h. liegen nicht nur geringfügige Maßdifferenzen, Schönheitsfehler etc. vor), kann eine Mängelbeseitigung regelmäßig nicht wegen "hoher Kosten" verweigert werden (vgl . BGH, Urteil vom 10.11.2005, VII ZR 64/04, BauR 2006, 377; BGH, Urteil vom 04.07.1996, VII ZR 24/95, BauR 1996, 858; OLG Düsseldorf, Urteil vom 18.12.2007, I-23 U 164/05, BauR 2009, 1317;… Werner/Pastor, a.a.O., Rn 2238 mwN in Fn 28).
OLG Braunschweig, 23.11.2006 - 8 U 21/06
Grundstückskaufvertrag und Bauvertrag als verbundenes Geschäft
OLG Hamm, 29.12.2010 - 12 U 42/09
Schadensersatzanspruch von Hauseigentümern wegen Mängeln des Bauwerks durch …