Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:411190-2019:TEXT:DE:HTML
Timestamp: 2019-10-14 23:37:04
Document Index: 366555579

Matched Legal Cases: ['§ 55', '§ 98', '§ 123', '§73', '§45', '§ 47', '§ 56', '§ 98', '§56', '§ 55', '§ 56', '§ 75', '§ 160']

Dienstleistungen - 411190-2019 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 411190-2019
Submission deadline has been amended by: 429321-2019
02/09/2019 S168 - - Dienstleistungen - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation)
2019/S 168-411190
Ev.- Lutherische Diakonissenanstalt e. V.
Telefon: +49 3518101067
E-Mail: Katja.Adolphi@diako-dresden.de
Hauptadresse: www.diako-dresden.de
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.evergabe.de/unterlagen/2136227/zustellweg-auswaehlen
Rieger Architektur Partnerschaft freier Architekten mbB Rieger Lehner Steinborn
E-Mail: info@riegerarchitektur-mbb.de
Fachplanung technische Ausrüstung AGR 4 und 5 – LP 5-9 – Krankenhaus Emmaus Niesky
Referenznummer der Bekanntmachung: 2-TGA-ELT-IT
Ziel des Verfahrens ist die Vergabe der Fachplanungsleistungen Technische Ausrüstung (AGR 4 und 5) nach § 55 HOAI.
Es ist vorgesehen die Ausführungsplanung (LPH 5) mit Vertragsabschluss zu beauftragen.
Optional ist die stufenweise oder komplette Übertragung der Leistungen der Leistungsphasen 6 bis 9 vorgesehen, soweit die Planung fortgesetzt und die Baumaßnahme ausgeführt wird.
Das Krankenhausgebäude wurde 1995/96 geplant und bis 98 errichtet. Der jetzt gegenständliche Erweiterungsbau schafft eine neue Zugangssituation für die Notfallaufnahme, im angrenzenden Erdgeschossbereich erfolgt eine Neuorganisation der Nutzungen durch Umbauten. Vorhandene brandschutztechnische Defizite sollen in diesem Zuge beseitigt werden.
Die Baumaßnahme muss unter Aufrechterhaltung des Krankenhausbetriebes erfolgen, weshalb die Bauausführung in mehreren Abschnitten mit entsprechenden Interimen erfolgen muss:
1) Die im Erdgeschoss des vorhandenen Krankenhausgebäudes bestehende Nofallaufnahme wird mit einem eingeschossigen Anbau erweitert. Dadurch können Abläufe in der Aufnahme besser strukturiert und damit optimiert werden (BT1);
2) Durch die neue Aufnahme bzw. Eingangssituation können in Bestandsflächen der Notaufnahme verschiedene Funktionen entflechtet werden, was wiederum den Ablauf der Behandlung
Optimiert und verbessern soll. (BT2);
3) Erforderliche Brandschutzmaßnahmen im Bereich der umgebauten Notfallaufnahmebereichen (BT2) und darüber hinaus auch in weitgehend von den Umbaumaßnahmen nicht betroffenen Bereichen des EG und UG erfolgen in BT3. Die Defizite betreffen sowohl die Ausbildung von notwendigen Fluren und Rauchabschnitten sowie die unzureichende Feuerbeständigkeit einzelner Bauteile mit Anforderungen an den Brandschutz (Wände, Decken, Türen). Durch den Umbau in BT2 ergeben sich in BT3 auch in den angrenzenden Bereichen Erfordernisse der Abschottung von Elektro- und HLSLeitungen;
4) Im BT4 werden alle Maßnahmen zum vorbeugenden Brandschutz im 1.OG, 2.OG und DG resultierend aus der Bauteilüberprüfung auf Übereinstimmung zu geltenden Vorschriften zusammengefasst. Dies betrifft ebenfalls die Ausbildung notwendiger Flure und Rauchabschnitte (< 30 m), die Ausbildung von Nutzungseinheiten (< 400 m2) sowie die unzureichende Feuerbeständigkeit einzelner Bauteile mit Anforderungen an den Brandschutz (Wände, Decken, Türen);
5) Im BT5 sind Maßnahmen zur Erhaltung des Bestandsgebäudes ermittelt, wie z. B. die Erneuerung des Fassadenanstriches und des Bodenbelages in den Stationsgeschossen, sowie die Telefon-/LWLAnbindung des Altenheimes „Abendfrieden“. Diese Maßnahmen Gehören zu den Unterhaltsleistungen und werden nicht zur Förderung beantragt;
6) Im BT6 werden Leistungen erfasst, welche ggf. als vorgezogene Maßnahme realisiert werden – Umbau eines Kellerraumes zum EDVRaum.
Umbauten im EG: BGF = 1 500 m2
Neubau: BGF = 188 m2
2019 Planung Gesamtmaßnahme LP 4, 5 und 6, Beginn vorgezogene
Baumaßnahme UG
2020 Planung fortlaufend, LP 5-8, Beginn: 1. BA
2021 Planung fortlaufend – 1.BA Fertigstellung sowie Beginn 2. und 3.
2022 Planung fortlaufend, Abschluss 2. und 3. BA; Beginn 4. BA
2023 Abschluss der Gesamtmaßnahme.
Die Bewerber werden nach den unten aufgeführten Auswahlkriterien bewertet. Die Rangfolge richtet sich nach den erreichten Punkten (Pkt.). Wird die Höchstzahl der Wirtschaftsteilnehmer durch Bewerber mit gleicher Punktzahl überschritten, wird unter diesen das Losverfahren angewendet.
Nr. 1) Erfüllung der formalen Kriterien gemäß Abschnitt III;
Nr. 2) Bei einer der Referenzen betragen die Kosten der der Anlagengruppen 4 und 5 brutto bis 600 T EUR = 1 Pkt., über 600 T EUR = 3Pkt.
Nr. 3) Eine der Referenzen ist der Gebäudeart 3100 (Hochschulkliniken (mit Forschung und Lehre)) oder 3200 (Krankenhäuser (ohne Forschung und Lehre)) gem. Bauwerkszuordnungskatalog RBBau zuzuordnen: Ja = 2 Pkt., nein = 0 Pkt.
Nr. 4) Bei einer der Referenzen wurden die LP 5-8 erbracht = 1 Pkt., bei 2 Referenzen wurden die LP 5-8 erbracht = 2 Pkt.
Nr. 5) Bei mind. einer Referenz bei welcher der Bewerber mind. die Leistungsphase 8 erbracht hat wurde die Maßnahme bei laufendem Betrieb durchgeführt: Ja = 2 Pkt., nein = 0 Pkt.
Nr. 6) Bei mind. einer Referenz bei welcher der Bewerber mind. die Leistungsphase 8 erbracht hat und welche bei laufendem Betrieb durchgeführt wurde wurden Interime in den Anlagengruppen 4 oder 5 zur Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs geplant und umgesetzt: Ja = 2 Pkt., nein = 0 Pkt.
Nr. 7) Mind. eine Referenz wurde mit Fördermitteln finanziert: Ja = 2 Pkt., nein = 0 Pkt.
Nr. 8) Referenzbescheinigungen des Auftraggebers beiliegend: bei 2 Referenzen = 1 Pkt., bei 1 Referenz = 0,5 Pkt., nein = 0 Pkt.
Nr. 9) Der Auftraggeber einer der Referenzen war ein öffentlicher gemäß § 98 GWB: Ja = 1 Pkt., nein = 0 Pkt.
Stufenweise Beauftragung der Leistungsphasen 6 bis 9
Hinweis: das Ende der Laufzeit ist eine ca. Angabe und bezieht sich auf das Ende der LP 9
Nr. 1) Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB.
Nr. 2) Angaben zu wirtschaftlichen und/oder rechtlichen Verknüpfungen zu anderen Unternehmen.
Nr. 3) Nachweis Berufsqualifikation des Bewerbers und/oder der Führungskräfte des Unternehmens wie folgt:
— AGR 4 und 5: Ing. f. Elektrotechnik oder Ing. f. Informationstechnik
Alternativ zum Abschluss als Ingenieur wird auch ein Masterabschluss oder anderer Abschluss mit einer Studiendauer von mind. 4 Jahren anerkannt. Dieser muss jedoch in den o.g. Studienrichtungen erfolgt sein.
Folgende Angaben sind gefordert: Name, Nachweis beruflicher Qualifikation.
Nr. 4) Eigenerklärung, dass die Leistungserbringung unabhängig von Ausführungs- und Lieferinteressen erfolgt gem. §73 Abs. 3 VgV.
Bei Bewerbergemeinschaften sind die Angaben zu Nr. 1 bis Nr. 4 für alle Mitglieder einzeln darzulegen.
Nr. 1) Berufshaftpflicht gem. §45 Absatz 1 VgV; Haftpflichtversicherung über 3 000 000 EUR für Personenschäden und 750 000 EUR für sonstige Schäden bei einem in der EU zugelassenen Versicherungsunternehmen. Nachweis, dass die Maximierung der Ersatzleistung mindestens das Zweifache der Versicherungssumme beträgt oder die schriftliche Bereitschaftserklärung zur Erhöhung der Deckungssummen im Auftragsfall durch den Versicherer oder den Abschluss einer objektbezogenen Versicherung.
Nr. 2) Beabsichtigt der Bewerber Teile des Auftrages im Wege der Unterauftragsvergabe an Dritte zu vergeben, so hat er die vorgesehenen Unterauftragnehmer sowie den Umfang zu benennen und für sie und gegebenenfalls für noch weitere nachgeordnete Unternehmen mit der Bewerbung alle geforderten Angaben und Nachweise abzugeben. Eine entsprechende Verpflichtungserklärung dieser Unternehmen ist auf Anforderung nachzureichen.
Nr. 3) Angaben zur Inanspruchnahme der Kapazitäten anderer Unternehmen gem. § 47 Abs. 1 VgV. Falls ja: Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen sowie Eigenerklärung des verpflichteten Unternehmens
Bei Bewerbergemeinschaften sind die Angaben zu Nr. 2 bis Nr. 3 für alle Mitglieder einzeln darzulegen.
1) Angaben zu Anzahl der Beschäftigten nach Berufsgruppen und Anzahl der Führungskräfte der jeweils letzten 3 Geschäftsjahre (jahresweise);
2) Angaben zum Bewerber: Name, Sitz des Dienstleistungserbringers – bei NL auch Hauptsitz, Kontaktdaten, Rechtsform, Zeitraum des Bestehens;
3) Angabe von unterschiedlichen Referenzen auf je maximal 2 Blatt DIN A4 einseitig bedruckt (zzgl. ggf. Bewerbungsbogen und ggf. Bauherrenbescheinigungen) je Referenz mit bildlicher Darstellung, relevanter Plandarstellung sowie Erläuterung.
Die Referenzen sind eindeutig zu nummerieren. Zur Bewertung des Teilnahmeantrages werden die Referenzen Nr. 1, und 2 herangezogen.
Für jede der Referenzen sind folgende Angaben gefordert:
— Objektbezeichnung, Bauherr mit Ansprechpartner, Art der Nutzung, Tag der Inbetriebnahme, Abschluss der beauftragten Leistungsphasen,
— Honorarzone gemäß § 56 HOAI,
— Gebäudeart gemäß Bauwerkszuordnungskatalog RBBau,
— erbrachte Leistungsphasen nach HOAI, Kosten der Anlagengruppen 4 und 5 Brutto (separat),
— ob das Gebäude Wohnzwecken dient,
— ob es sich um ein Umbau-/Sanierungsprojekt handelt und ob Interime in den Anlagengruppen 4 oder 5 zur Aufrechterhaltung des laufenden Betriebes geplant und umgesetzt wurden,
— ob die Maßnahme bei laufendem Betrieb realisiert wurde,
— ob die Maßnahme wurde mit Fördermitteln finanziert wurde,
— ob es sich um einen öffentlichen Auftraggeber gem. § 98 GWB handelt.
Mindestbedingungen für jede der Referenzen:
— der Bewerber hat mindestens 3 aufeinanderfolgende Leistungsphasen nach HOAI Teil 4 Fachplanung Abschnitt 2 für die Anlagengruppen 4 oder 5 erbracht,
— die Inbetriebnahme oder der Abschluss der beauftragten Leistungsphasen erfolgte nach dem 1.1.2011,
— die Referenzen sind Gebäude welche nicht Wohnzwecken dienen,
— die Kosten der Anlagengruppen 4 und 5 der Referenzen betragen mindestens 250 T EUR Brutto.
Mindestbedingungen aus der Gesamtheit der Referenzen Nr. 1 und 2
— mindestens eine der Referenzen ist in die Honorarzone II §56 HOAI eingeordnet,
— mindestens eine der Referenzen ist ein Umbau/Sanierung,
— im addierten Leistungsumfang beider Referenzen wurden Leistungen in den Anlagengruppen 4 und 5 in den Leistungsphasen 5-8, § 55 HOAI erbracht.
Bei Bewerbergemeinschaften sind die Angaben zu obenstehendem Punkt 1. bis 2. für alle Mitglieder einzeln darzulegen.
Die Überschreitung der Seitenzahl je Referenz (Punkt III.1.3 Nr. 3) führt aus formellen Gründen zum Ausschluss. Unvollständige Angaben zu den Referenzen werden nicht nachgefordert, sondern bei der Wertung entsprechend Punkt II.2.9) mit 0 Punkten bewertet (§ 56 Abs. 2 VgV).
Es ist jeder zugelassen, der gemäß § 75 VgV nach dem für die Auftragsvergabe geltenden Landesrecht berechtigt ist, die Berufsbezeichnung Ingenieur zu tragen oder in der Bundesrepublik Deutschland als Ingenieur tätig zu werden. Juristische Personen sind als Auftragnehmer zugelassen, wenn sie für die Aufgabe einen verantwortlichen Berufsangehörigen, der die vorgenannten Bedingungen erfüllt, benennen. Der Nachweis der Befähigung ist mir der Bewerbung zu führen.
Bewerbergemeinschaften sind zugelassen als gesamtschuldnerisch haftende Arbeitsgemeinschaften (ARGE) mit bevollmächtigtem Vertreter. Es ist in diesem Fall eine Erklärung abzugeben, dass die Mitglieder der ARGE gesamtschuldnerisch haften, auch über die Auflösung der ARGE hinaus. Der oder die bevollmächtigte(n) Vertreter ist/sind zu benennen. Die Vollmacht ist beizufügen.
1) Die Bewerbungen sind anhand der Bekanntmachung zu erarbeiten;
2) Vom Auftraggeber wird kostenlos ein Bewerbungsbogen zur Verfügung gestellt. Geforderte Ergänzungen des Bewerbungsbogens sind als Anlage beizulegen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der vom Auftraggeber zur Verfügung gestellte Bewerbungsbogen zur Erstellung des Teilnahmeantrages zu verwenden ist. Die Unterlagen sind ausschließlich im DIN A4 – Format einzureichen. Teilnahmeanträge, die diesem Formerfordernis nicht entsprechen, werden ausgeschlossen;
3) Geforderte Nachweise sind grundsätzlich als Kopie zugelassen, Sofern nicht ausdrücklich anders verlangt. Nicht deutschsprachige Nachweise müssen als beglaubigte Übersetzung in Deutsch vorgelegt werden (Mindestanforderung);
4) Nicht erwünscht sind allgemeine Werbebroschüren u. weitere Unterlagen zur Vorstellung des Bewerbers sowie zusätzliche Angaben, die über die geforderten hinausgehen. Diese werden im Verfahren Nichtberücksichtigt;
5) Mit der Aufforderung zur Teilnahme an der Verhandlung gehen dem Bewerber weitere bisher zum Projekt erstellte Unterlagen (Entwurfsplanung) zu;
6) Mehrfachbewerbungen sind nicht zulässig. Eine Mehrfachbewerbung ist auch eine Bewerbung unterschiedlicher Niederlassungen eines Büros. Mehrfachbewerbungen von Mitgliedern
Einer Bewerbergemeinschaft bzw. unterschiedlicher Niederlassungen eines Büros u. von Nachauftragnehmern haben das Ausscheiden aller Mitglieder der Bewerbergemeinschaft sowie aller Bewerber mit gleichen Nachauftragnehmern zur folge (Ausschlusskriterium);
7) Enthalten die Bekanntmachung oder die Unterlagen zum Teilnahmewettbewerb Unklarheiten, Widersprüche oder verstoßen diese nach Auffassung des Bewerbers gegen geltendes Recht, so hat der Bewerber den AG unverzüglich in Textform darauf hinzuweisen.
Erfolgt dies nicht ist der Bewerber mit diesen Einwendungen präkludiert.
Innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, kann ein Nachprüfverfahren bei der Vergabekammer beantragt werden. (§ 160 GWB).