Source: https://fragdenstaat.de/anfrage/anderung-des-polizeigesetzes/
Timestamp: 2020-08-09 05:33:12
Document Index: 264480248

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 9', '§ 10', '§ 9']

Sämtliche Informationen, die dem Ministerium in Bezug auf eine anstehende Änderung des Polizeigesetzes vorliegen, insbesondere Entwürfe, Eckpunkte und Vermerke
Arne Semsrott (Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.) – 13.06.2019 Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg – 13.06.2019
Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg – 15.07.2019 Arne Semsrott (Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.) – 15.07.2019 Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit Baden-Württemberg – 15.07.2019
Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit Baden-Württemberg – 28.08.2019
Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit Baden-Württemberg – 28.11.2019
Änderung des Polizeigesetzes [#150381]
AW: Änderung des Polizeigesetzes [#150381]
13. Juni 2019 10:47
Sehr geehrter Herr Semsrott, Ihre LIFG-Anfrage vom 13. Juni 2019 haben wir erhalten und hausintern an die zuständige Stelle zur Beantwortung weitergeleitet. Mit freundlichen Grüßen
WG: Änderung des Polizeigesetzes [#150381]
Sehr geehrter Herr Semsrott, zu Ihrer unten stehenden Anfrage vom 13. Juni 2019 ergeht folgende Entscheidung: 1) Ihr Antrag wird abgelehnt. 2) Kosten werden keine erhoben. Begründung: Der Zugang zu den von Ihnen erbetenen Auskünften richtet sich nach dem Landesinformationsfreiheitsgesetz Baden-Württemberg (LIFG). Das ergänzend von Ihnen als Anspruchsgrundlage benannte Gesetz zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Verbraucherinformation (VIG), das Umweltverwaltungsgesetz (UVwG) sowie das Umweltinformationsgesetz (UIG) sind im Falle der angefragten Auskünfte nicht einschlägig, da es sich dabei weder um Umweltinformationen noch um Verbraucherinformationen im Sinne der benannten Gesetze handelt. Zweck des LIFG ist es, unter Wahrung des Schutzes personenbezogener Daten und sonstiger berechtigter Interessen durch ein umfassendes Informationsrecht den freien Zugang zu amtlichen Informationen sowie die Verbreitung dieser Informationen zu gewährleisten, um die Transparenz der Verwaltung zu vergrößern und damit die demokratische Meinungs- und Willensbildung zu fördern. Antragsberechtigte haben nach Maßgabe dieses Gesetzes gegenüber den informationspflichtigen Stellen einen Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen. Bei den von Ihnen erbetenen Informationen zur anstehenden Änderung des Polizeigesetzes handelt es sich jedoch nicht um amtliche Informationen im Sinne des Gesetzes. Amtliche Information ist nach § 3 Nr. 3 LIFG grundsätzlich jede bei einer informationspflichtigen Stelle bereits vorhandene, amtlichen Zwecken dienende Aufzeichnung, unabhängig von der Art ihrer Speicherung. Nicht erfasst sind allerdings Entwürfe und Notizen, die bei ordnungsgemäßer Aktenführung nicht Bestandteil eines Vorgangs werden sollen, wie beispielsweise Kopien als „Handakte“, nicht aufgezeichnete Rechtsauffassungen oder bloße (Vor-)Entwürfe. Somit sind Entwürfe des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg zur Änderung des bestehenden Polizeigesetzes für Baden-Württemberg, Eckpunkte im Zusammenhang mit diesen Entwürfen sowie sich auf diese Entwürfe beziehende Vermerke, die insgesamt lediglich internen Abstimmungsprozessen dienen, nicht als amtliche Information im Sinne des § 3 Nr. 3 LIFG anzusehen. Und selbst wenn die Entwürfe, die Eckpunkte im Zusammenhang mit diesen Entwürfen sowie die sich auf diese Entwürfe beziehenden Vermerke als amtliche Information anzusehen wären, bestünde dennoch kein Anspruch auf die erbetenen Informationen. Denn nach § 4 Abs. 1 Nr. 6 LIFG ist ein Auskunftsanspruch nicht gegeben, wenn das Bekanntwerden von Informationen nachteilige Auswirkungen auf die Vertraulichkeit von Beratungen und Entscheidungsprozessen haben kann. Der Gesetzentwurf befindet sich derzeit noch in internen Abstimmungsprozessen. Durch eine jetzige Weitergabe nach außen würde ein unbefangener und freier Meinungsaustausch der betroffenen Stellen erschwert. Damit bestünde die Möglichkeit nachteiliger Auswirkungen auf die internen Meinungsbildungsprozesse. Gemäß § 9 Abs. 2 LIFG wird mitgeteilt, dass der Informationszugang auch zu keinem späteren Zeitpunkt möglich sein wird. Sobald jedoch die interne Abstimmung abgeschlossen ist und der Ministerrat einen Gesetzentwurf zur Änderung des Polizeigesetzes zur Anhörung freigegeben hat, wird dieser selbstverständlich elektronisch über das Beteiligungsportal des Landes Baden-Württemberg verfügbar und damit öffentlich zugänglich sein. Die Kostenentscheidung beruht auf § 10 Absatz 3 Satz 1 LIFG i. V. m. § 9 Absatz 1 Nr. 5 Landesgebührengesetz Baden-Württemberg. Mit freundlichen Grüßen
Vermittlung bei Anfrage „Änderung des Polizeigesetzes“ [#150381] [#150381]
15. Juli 2019 08:39
Sehr geehrte<< Anrede >> ich bitte um Vermittlung bei einer Anfrage nach dem LIFG. Die bisherige Korrespondenz finden Sie hier: https://fragdenstaat.de/a/150381 Das Ministerium lehnt meinen Antrag aus verschiedenen Gründen ab. Ich gehe davon aus, dass die Ablehnung fehlerhaft ist. Zum einen fallen die Informationen unter das LIFG. Zum anderen ist nicht offengelegt worden, wie die Herausgabe konkret zum Nachteil geraten würde. Schließlich müsste zumindest im Nachhinein das Dokument herausgegeben werden. Sie finden auch alle Dokumente zu dieser Anfrage als Anhang zu dieser E-Mail. Sie dürfen meinen Namen gegenüber der Behörde nennen. Mit freundlichen Grüßen Arne Semsrott Anhänge: - 150381.pdf Anfragenr: 150381 Antwort an: <<E-Mail-Adresse>>
Automatische Antwort: Vermittlung bei Anfrage „Änderung des Polizeigesetzes“ [#150381] [#150381]
Ihre E-Mail vom 15. Juli 2019
D_9400_333r2.pdf D_9400_333r2.pdf 114,7 KB öffentlich
Sehr geehrter Herr Semsrott, beiliegend erhalten Sie ein Schreiben zu Ihrer o. g. E-Mail. Mit freundlichen Grüßen
D9400-333r1.pdf D9400-333r1.pdf 212,7 KB öffentlich
Sehr geehrter Herr Semsrott, vielen Dank für Ihre E-Mail/Online-Anfrage vom 15. Juli 2019. In der Anlage senden wir Ihnen unsere Antwort. Mit freundlichen Grüßen