Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=PersR%202004,%20150
Timestamp: 2020-02-27 07:02:40
Document Index: 247534137

Matched Legal Cases: ['§ 53', '§ 56', '§ 82', '§ 82', '§ 56', '§ 79', '§ 56', '§ 61', '§ 56', '§ 82', '§ 83', '§ 79', '§ 82', '§ 56', '§ 56', '§ 82']

BVerwG, 20.08.2003 - 6 C 5.03 - dejure.org
BVerwG, 20.08.2003 - 6 C 5.03
https://dejure.org/2003,2673
BVerwG, 20.08.2003 - 6 C 5.03 (https://dejure.org/2003,2673)
BVerwG, Entscheidung vom 20.08.2003 - 6 C 5.03 (https://dejure.org/2003,2673)
BVerwG, Entscheidung vom 20. August 2003 - 6 C 5.03 (https://dejure.org/2003,2673)
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Zustimmung der Personalvertretung zu Beförderungen; Verletzung des Mitbestimmungsrechts; Zuordnung zu Dienststellen; Verteilung der Zuständigkeit; Beteiligung der Stufenvertretung; Begriff der Personalangelegenheit der Dienststelle; Kriterium der Betroffenheit
RhPPersVG § 53 § 56
VG Mainz, 06.03.2002 - 5 K 669/01
OVG Rheinland-Pfalz, 19.12.2002 - 5 A 11147/02
PersR 2004, 150
Danach ist der Gesamtpersonalrat zur Beteiligung berufen, wenn der Leiter der Hauptdienststelle eine Maßnahme beabsichtigt, welche Beschäftigte der verselbstständigten Dienststellen oder alle Beschäftigten der Gesamtdienststelle betrifft (vgl.Beschlüsse vom 13. September 2002 - BVerwG 6 P 4.02 - Buchholz 250 § 82 BPersVG Nr. 17 S. 8 f. undvom 15. Juli 2004 - BVerwG 6 P 1.04 - Buchholz 250 § 82 BPersVG Nr. 18 S. 15;Urteil vom 20. August 2003 - BVerwG 6 C 5.03 - Buchholz 251.8 § 56 RhPPersVG Nr. 1 S. 3).
BVerwG, 15.07.2004 - 6 P 1.04
Anhörung des örtlichen Personalrats durch die Stufenvertretung; …
Diese Grundsätze auf die Zuständigkeitsverteilung zwischen Personalrat und Gesamtpersonalrat entsprechend angewandt, bedeutet, dass der Personalrat der Hauptdienststelle zuständig ist, wenn deren Leiter Maßnahmen trifft, die ausschließlich die Beschäftigten der Hauptdienststelle betreffen (vgl. Beschluss vom 15. August 1983 BVerwG 6 P 18.81 BVerwGE 67, 353, 358; Beschluss vom 27. Februar 1986 BVerwG 6 P 32.82 Buchholz 238.37 § 79 NWPersVG Nr. 3 S. 4; Urteil vom 20. August 2003 BVerwG 6 C 5.03 PersR 2004, 150 f.).
Folgt man uneingeschränkt der Auffassung, wonach die Besetzung eines Beförderungsdienstpostens bei einer bestimmten Dienststelle eine Angelegenheit ausschließlich dieser Dienststelle ist (vgl. die Nachweise aus der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts im Urteil vom 20. August 2003 a.a.O. S. 151), so ist schon aus diesem Grunde für die Hinzuziehung des Gesamtpersonalrats kein Raum.
Im Ergebnis ändert sich aber auch dann nichts, wenn man das der Stellenbesetzung vorausgehende Auswahlverfahren mit Bewerbern aus mehreren Dienststellen generell oder unter bestimmten Umständen in die Behandlung der Zuständigkeitsproblematik einbezieht (vgl. Urteil vom 20. August 2003 a.a.O. S. 151 f.).
Der Gesamtpersonalrat wird beteiligt, wenn der Leiter der Hauptdienststelle eine mitbestimmungspflichtige Angelegenheit regelt, die Beschäftigte einer verselbständigten Dienststelle oder mehrerer verselbständigten Dienststellen oder den gesamten Geschäftsbereich der Dienststelle (d.h. Hauptdienststelle und verselbständigte Dienststellen) betrifft (vgl. BVerwG, Urteil vom 20. August 2003, ZfPR 2003, 292 [293 m.Sp.] unter Hinweis auf die Materialien; Urteil des Senats vom 19. Dezember 2002, Der Personalrat 2003, 206 [207]).
Umgekehrt ist der örtliche Personalrat bei der Hauptdienststelle zur Mitbestimmung berufen, wenn die von dem Leiter dieser Dienststelle verfügte beteiligungspflichtige Angelegenheit ausschließlich die Beschäftigten der Hauptdienststelle betrifft (vgl. BVerwG, Urteil vom 20. August 2003, a.a.O.; Beschluss vom 15. Juli 2004, PersV 2005, 33 [35 l.Sp.]).
Dies hat das Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 20. August 2003 für den Fall der Besetzung eines Beförderungsdienstpostens klargestellt (vgl. ZfPR 2003, 292 [293 f.]).
Danach ist der Gesamtpersonalrat zur Beteiligung berufen, wenn der Leiter der Hauptdienststelle eine Maßnahme zu treffen beabsichtigt, welche Beschäftigte der verselbständigten Dienststellen oder alle Beschäftigten der Gesamtdienststelle betrifft (vgl. Urteil vom 20. August 2003 - BVerwG 6 C 5.03 - Buchholz 251.8 § 56 RhPPersVG Nr. 1 S. 3 …sowie Beschlüsse vom 26. November 2008 a.a.O. Rn. 36 …und vom 30. Juli 2010 a.a.O. Rn. 20).
Im Sinne von § 61 Abs. 1 Satz 1 MBGSH sind mehrere Dienststellen betroffen, wenn der Schwerpunkt der beteiligungspflichtigen Angelegenheit in einer Auswahlentscheidung liegt, die gesamtdienststellenbezogen getroffen wird (vgl. Urteil vom 20. August 2003 - BVerwG 6 C 5.03 - Buchholz 251.8 § 56 RhPPersVG Nr. 1 S. 5).
BVerwG, 02.04.2009 - 6 PB 2.09
Auswirkungen - örtliche - Kompetenzabgrenzung - weitere Beschwerde
2 Nach dieser sowie aktueller Senatsrechtsprechung zu § 82 Abs. 3 BPersVG und vergleichbaren landespersonalvertretungsrechtlichen Bestimmungen ist der Gesamtpersonalrat zur Beteiligung berufen, wenn der Leiter der Hauptdienststelle eine Maßnahme beabsichtigt, welche Beschäftigte der verselbstständigten Dienststellen oder alle Beschäftigten der Gesamtdienststelle betrifft (vgl. Beschlüsse vom 15. August 1983 - BVerwG 6 P 18.81 - BVerwGE 67, 353 = Buchholz 238.36 § 83 NdsPersVG Nr. 1 S. 3 f., vom 27. Februar 1986 - BVerwG 6 P 32.82 - Buchholz 238.37 § 79 NWPersVG Nr. 3 S. 4, vom 15. Juli 2004 - BVerwG 6 P 1.04 - Buchholz 250 § 82 BPersVG Nr. 18 S. 15 …und vom 26. November 2008 - BVerwG 6 P 7.08 - juris Rn. 36 sowie Urteil vom 20. August 2003 - BVerwG 6 C 5.03 - Buchholz 251.8 § 56 RhPPersVG Nr. 1 S. 3).
Sie beziehen sich vielmehr auf die nachrangige Frage, ob die beabsichtigte Maßnahme alle Beschäftigten der Gesamtdienststelle betrifft (vgl. dazu Urteil vom 20. August 2003 a.a.O. S. 3 ff. …und Beschluss vom 15. Juli 2004 a.a.O. S. 16 ff.).
VGH Bayern, 16.07.2007 - 18 P 06.1918
Personalvertretungsrecht des Bundes; Gesamtpersonalrat; Mitbestimmungsrecht des …
Nach den Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. September 2002 (ZfPR 2002, 323) und vom 20. August 2003 (ZfPR 2003, 292 ff.) sei für die Frage der Mitbestimmung nicht nur auf die Einstellung in der Stammdienststelle abzustellen, sondern auf das Betroffensein der Beschäftigten im Gesamtbereich.
Deshalb ist der Gesamtpersonalrat zuständig bei Angelegenheiten, die sowohl die Beschäftigten der Stammdienststelle als auch die Beschäftigten der verselbständigten Außenstellen betreffen (…vgl. BVerwG vom 8.10.1990 a.a.O.;… vom 13.9.2002 a.a.O.; vom 20.8.2003 ZBR 2003, 421).
Der zuständige Gesamtpersonalrat (vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 20. August 2003 - 6 C 5/03 - PersR 2004, 150ff; ebenso für Rheinland-Pfalz OVG Koblenz, Urteil vom 19. Dezember 2002 - 5 A 11147/02 - PersR 2003, 206ff) hat auch mit Schreiben vom 26. April 2007 (Bl. 45 Auswahlakte) den beabsichtigten Beförderungen umgehend zugestimmt.
Der "Hauspersonalrat" der übergeordneten Dienststelle ist dagegen zuständig, wenn es um beteiligungspflichtige Angelegenheiten ausschließlich der Beschäftigten der übergeordneten Dienststelle geht (Urteil vom 20. August 2003 BVerwG 6 C 5.03 Buchholz 251.8 § 56 RhPPersVG Nr. 1; Beschluss vom 15. Juli 2004 BVerwG 6 P 1.04 Buchholz 250 § 82 BPersVG Nr. 18).
BVerwG, 30.07.2010 - 6 P 11.09
Teilnahmerecht der Stufenvertretung und des Gesamtpersonalrates in der …
OVG Rheinland-Pfalz, 12.05.2005 - 4 A 10139/05
Freistellungsanspruchs des Mitglieds des Personalrats einer verselbständigten …
OVG Rheinland-Pfalz, 17.07.2007 - 4 A 11396/06
Zuständige Personalvertretung bei der vertikalen Versetzung eines Mitarbeiters
OVG Mecklenburg-Vorpommern, 27.10.2004 - 8 L 110/04
Erörterungen zu den Mitbestimmungsrechten bei beamtenrechtlichen …
OVG Sachsen-Anhalt, 29.07.2005 - 5 L 5/05
Örtlicher Personalrat; Zuständigkeit; Nebenstellen einer Dienststelle