Source: https://www.usp.gv.at/Portal.Node/usp/public/content/mitarbeiter/gesundheit_und_sicherheit/arbeitnehmerschutz/unterweisung/51165.html
Timestamp: 2019-11-17 00:31:26
Document Index: 390604398

Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 15', '§ 45', '§ 7', '§ 5', '§ 12']

USP: Unterweisung
Aufzeichnungen und Verzeichnisse
Arbeitsstättenbewilligung
Verwendungsschutz
Betriebsberatung von fit2work
Ein wirksamer Arbeitsschutz kann nur durch Mitwirkung aller Beteiligten erreicht werden. Voraussetzung für eine aktive Mitarbeit der Arbeitnehmerinnen/der Arbeitnehmer zur Verringerung oder Beseitigung von Gefahren und Belastungen ist eine ausreichende Unterweisung.
Eine ausreichende und verständliche Unterweisung stellt – ebenso wie die Information der Arbeitnehmerinnen/der Arbeitnehmer – eine wesentliche Grundlage für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz dar. Sie muss nachweislich und regelmäßig erfolgen. Erforderlichenfalls müssen den Beschäftigten schriftliche Anweisungen zur Verfügung gestellt werden.
Besondere Unterweisungspflichten bestehen etwa zu folgenden Bereichen:
Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer müssen vor Aufnahme von Bildschirmarbeit und bei jeder wesentlichen Veränderung der Organisation ihres Arbeitsplatzes im Umgang mit dem Gerät sowie hinsichtlich der ergonomisch richtigen Einstellung und Anordnung der Arbeitsmittel unterwiesen werden.
Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer müssen insbesondere über
die Einsatzbedingungen,
die Handhabung und Wartung,
das richtige An- und Ablegen der Atemschutzgeräte,
die Funktionskontrolle,
die zulässige Tragedauer,
das Verhalten bei Notfällen,
allenfalls erforderliche Maßnahmen zwischen den Trageperioden
sowie über die Funktion von Sicherheits- und Warneinrichtungen
unterwiesen werden.
Alle Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, die in Bereichen beschäftigt werden, in denen die den erhöhten Brandschutz begründenden Verhältnisse vorliegen, müssen in der ordnungsgemäßen Handhabung der Löschgeräte unterwiesen sein.
Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber müssen alle betroffenen Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer in der Bedeutung von Warnzeichen, Leucht- und Schallzeichen sowie Sprech- und Handzeichen und in den damit in Zusammenhang stehenden zu ergreifenden Maßnahmen unterweisen.
Die Unterweisung vor der erstmaligen Verwendung von Arbeitsmitteln muss zumindest beinhalten:
Inbetriebnahme und Verwendung,
Gegebenenfalls Auf- und Abbau,
Beseitigen von Störungen im Arbeitsablauf der Arbeitsmittel,
Erforderlichenfalls Rüsten der Arbeitsmittel,
Für den jeweiligen Verwendungszweck vorgesehene Schutzeinrichtungen,
Notwendige Schutzmaßnahmen.
Die wiederkehrende Unterweisung muss zumindest beinhalten:
Bei der Benutzung von Bolzensetzgeräten muss die Unterweisung jährlich erfolgen und unter Berücksichtigung der betrieblichen Gegebenheiten, des Inhalts der Betriebsanleitungen der Herstellerinnen/der Hersteller und einschlägiger fachlicher Hinweise insbesondere umfassen:
Aufbewahrung von Bolzensetzgeräten, Bolzen und Treibladungen,
Aufnehmen, Laden, Tragen, Zureichen und Entladen von Bolzensetzgeräten,
Maßnahmen bei Ladehemmungen und zum Beseitigen von Kartuschenversagern,
Besetzen von Materialien,
Maßnahmen für die Sicherung des Gefahrenbereiches,
Zu verwendende Schutzausrüstung.
Schriftliche Anweisungen in Zusammenhang mit einer Unterweisung über die Verwendung biologischer Arbeitsstoffe müssen am Arbeitsplatz ausgehängt werden und Folgendes enthalten:
Die festgelegten Maßnahmen für den Fall von Betriebsstörungen oder Zwischenfällen, durch die es zu einer beträchtlichen Erhöhung der Exposition der Arbeitnehmerinnen/der Arbeitnehmer kommen könnte.
Die zu beachtenden Schutzmaßnahmen, sofern biologische Arbeitsstoffe der Risikogruppe 3 oder 4 verwendet werden.
Grundsätzlich alle Betriebe, außer Betriebe der Land- und Forstwirtschaft, Verwaltungsstellen und Schulen von Bund, Ländern und Gemeinden sowie Privathaushalte
Die örtlich zuständige Arbeitsinspektion
Unterweisung und Information der ArbeitnehmerInnen (Arbeitsinspektion)
§ 13 Bildschirmarbeitsverordnung (BS-V)
§ 15 Verordnung Persönliche Schutzausrüstung (PSA-V)
§ 45 Arbeitsstättenverordnung (AStV)
§ 7 Kennzeichnungsverordnung (KennV)
§ 5, 29 Arbeitsmittelverordnung (AM-VO)
§ 12 Verordnung biologische Arbeitsstoffe (VbA)