Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=L%2019%20AL%2074/08
Timestamp: 2019-06-18 17:48:34
Document Index: 242094589

Matched Legal Cases: ['§ 48', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 48', '§ 55', '§ 28', '§ 44', '§ 28']

LSG Nordrhein-Westfalen, 05.10.2009 - L 19 AL 74/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,9468
LSG Nordrhein-Westfalen, 05.10.2009 - L 19 AL 74/08 (https://dejure.org/2009,9468)
LSG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 05.10.2009 - L 19 AL 74/08 (https://dejure.org/2009,9468)
LSG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 05. Januar 2009 - L 19 AL 74/08 (https://dejure.org/2009,9468)
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Zahlungsverzug bei freiwilliger Arbeitslosenversicherung
Entlastung wegen nicht rechtzeitig erfolgter Zahlung geschuldeter Beiträge durch eine mittels ärztlichen Attests nachgewiesene Überlastung; Erfordernis einer Mahnung oder eines Hinweises auf den drohenden Versicherungsausschluss zur Beendigung eines freiwilligen Versicherungsverhältnisses
Beitragsverzug bei freiwilliger Arbeitslosenversicherung
Ausschluss aus freiwilliger Arbeitslosenversicherung
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des LSG NRW vom 05.10.2009, Az.: L 19 AL 74/08 n.rkr. (Ende des Versicherungspflichtverhältnisses auf Antrag in der Arbeitslosenversicherung bei Zahlungsverzug)" von Horst Steinmeyer, original erschienen in: info also 2010, 118 - 121.
SG Köln, 21.10.2008 - S 24 AL 91/07
LSG Schleswig-Holstein, 25.11.2011 - L 3 AL 24/10
Für das Erlöschen der Versicherungspflicht müsse die Beklagte die durch das Verfahrensrecht getroffene Rechtsposition ebenfalls durch einen Verwaltungsakt - gestützt auf das einschlägige Verfahrensrecht, hier § 48 SGB X - zurücknehmen (vgl. LSG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25. August 2009, L 1 AL 18/09; anders offensichtlich LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 5. Oktober 2009, L 19 AL 74/08 [juris]).
Im Übrigen sei mit der Entscheidung des LSG Nordrhein-Westfalen vom 5. Oktober 2009 (L 19 AL 74/08), gegen die Revision eingelegt worden sei, davon auszugehen, dass ebenso, wie die Versicherungspflicht nach § 28a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB III auf Antrag des Versicherten bei Vorliegen der Voraussetzungen kraft Gesetzes eintrete, auch der Versicherungsausschluss nach § 28 (gemeint: § 28a) Abs. 2 SGB III als hierzu gegenläufiger Vorgang keiner Regelung seitens der Beklagten bedürfe, sondern kraft Gesetzes eintrete.
LSG Schleswig-Holstein, 25.11.2011 - K 3 AL 24/10
Für das Erlöschen der Ver-sicherungspflicht müsse die Beklagte die durch das Verfahrens-recht getroffene Rechtsposition ebenfalls durch einen Verwal-tungsakt - gestützt auf das einschlägige Verfahrensrecht, hier § 48 SGB X - zurücknehmen (vgl. LSG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 25. August 2009, L 1 AL 18/09; anders offensichtlich LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 5. Oktober 2009, L 19 AL 74/08 [juris]).
Richtige Klageart ist sowohl bezüglich der rückwirkenden Beendigung der freiwilligen Weiterversicherung als auch für das Begehren auf erneute freiwillige Weiterversicherung eine mit einem Feststellungsantrag kombinierte Anfechtungsklage nach § 55 Abs. 1 Nr. 1 Sozialgerichtsgesetz (SGG) (vgl. BSG, Urteil v. 03.06.2009, B 12 AL 1/08 R; LSG NRW, Urteil v. 05.10.2009, L 19 AL 74/08).
Für Bescheide, die das Ende der Versicherungsberechtigung nach § 28a Abs. 2 S. 2 SGB III a. F. (deklaratorisch) bestätigen, führt dies dazu, dass diese nicht den Regelungen der §§ 44 ff. SGB X unterworfen sind (so wohl auch BSG, Urteil v. 30.03.2011, B 12 AL 2/09 R, noch nicht veröffentlicht, Terminbericht Nr. 13/11 unter www.bundessozialgericht.de ; LSG NRW, Urteil v. 05.10.2009, L 19 AL 74/08;… Ulmer in: Beck"scher Online-Kommentar, SGB III, § 28a Rn. 8; a. A. LSG Rheinland-Pfalz, Urteil v. 25.08.2009, L 1 AL 18/09).