Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XII%20ZB%2084/06
Timestamp: 2020-02-18 13:33:14
Document Index: 224365218

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 85', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 02.08.2006 - XII ZB 84/06 - dejure.org
https://dejure.org/2006,1569
BGH, 02.08.2006 - XII ZB 84/06 (https://dejure.org/2006,1569)
BGH, Entscheidung vom 02.08.2006 - XII ZB 84/06 (https://dejure.org/2006,1569)
BGH, Entscheidung vom 02. August 2006 - XII ZB 84/06 (https://dejure.org/2006,1569)
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ZPO §§ 85 Abs. 2, 233 B, Fd, 520 Abs. 2
Telefax-Schriftsatz kurz vor Fristablauf
Ausscheiden der Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand auf Grund Zurechnung des Verschuldens des Verfahrensbevollmächtigten; Sorgfaltsanforderungen an einen Rechtsanwalt bei Versendung eines Frist wahrenden Schriftsatzes per Telefax unmittelbar vor Fristablauf; ...
Sorgfaltsanforderungen für fristwahrende Schriftsätze; Telefax unmittelbar vor Fristablauf
Pflichten unmittelbar vor Fristablauf
Anforderungen an die Büroorganisation bei Versendung fristwahrender Schriftsätze per Telefax
Versendung eines Schriftsatzes per Telefax unmittelbar vor Fristablauf
Anwaltliche Sorgfaltspflichten bei fristwahrendem Schriftsatz per Fax (IBR 2006, 1526)
AG Marburg, 24.08.2005 - 74 F 661/00
OLG Frankfurt, 28.03.2006 - 2 UF 373/05
NJW-RR 2006, 1648
MDR 2007, 99
FamRZ 2006, 1438
VersR 2007, 1581
AnwBl 2006, 766
Insoweit ist aber, wie vom Berufungsgericht zutreffend gefordert, eine Anweisung der Prozessbevollmächtigten an das Büropersonal zu fordern, wonach die in einem Sendebericht ausgewiesene Faxnummer nach Ausdruck noch einmal auf ihre Zuordnung zu dem angeschriebenen Gericht zu überprüfen ist (…Senatsbeschlüsse vom 27. März 2012 - VI ZB 49/11, aaO;… vom 12. Juni 2012 - VI ZB 54/11, aaO;… vom 10. September 2013 - VI ZB 61/12, aaO; BGH, Beschlüsse vom 2. August 2006 - XII ZB 84/06, VersR 2007, 1581 Rn. 8;… vom 31. März 2010 - XII ZB 166/09, aaO).
Zwar trifft der Einwand der Rechtsbeschwerde zu, dass der Prozessbevollmächtigte des Klägers bei der Erstellung und Übermittlung der Berufungsbegründung die ihm dafür eingeräumte Frist bis zur äußersten Grenze ausschöpfen durfte (vgl. BGH, Beschluss vom 2. August 2006 - XII ZB 84/06, NJW-RR 2006, 1648 Rn. 7;… BFH, BFH/NV 2010, 919 Rn. 5).
Ein Rechtsanwalt, der einen fristgebundenen Schriftsatz - wie hier - am letzten Tag der Frist einreichen will, muss aber sicherstellen, dass der Schriftsatz auf dem gewählten Übertragungsweg noch rechtzeitig vor Fristablauf bei Gericht eingeht (BGH, Beschluss vom 2. August 2006 - XII ZB 84/06, NJW-RR 2006, 1648 Rn. 7;… BFH, BFH/NV 2010, 919 Rn. 5).
Will der Rechtsanwalt den Begründungsschriftsatz erst kurz vor Ablauf der Frist per Telefax übermitteln, muss er besonders darauf achten, dass bei der Übermittlung keine Fehler passieren (BGH, Beschluss vom 2. August 2006 - XII ZB 84/06, VersR 2007, 1581 Rn. 7 m. w. N.).
BFH, 29.01.2008 - IX B 251/06
Keine Wiedereinsetzung bei fehlerhafter Faxübermittlung durch Bevollmächtigten
Eine besondere Sorgfalt war angesichts des hier bereits nahenden Fristendes (in zwei Tagen) umso mehr angezeigt (vgl. Beschlüsse des Bundesgerichtshofes vom 30. Oktober 2002 XII ZB 18/01, Zeitschrift für das gesamte Familienrecht 2003, 667, und vom 2. August 2006 XII ZB 84/06, Neue Juristische Wochenschrift -Rechtsprechung Report-- 2006, 1648), als im Falle einer Faxübertragung in der Regel nicht mehr nachträglich in der Kanzlei überprüft werden kann, ob die richtigen Schriftstücke gesendet wurden und deshalb ein etwaiges Versehen nicht mehr korrigierbar ist (…siehe BFH-Beschluss vom 4. Dezember 2003 XI B 181/01, BFH/NV 2004, 526, zu einem vergleichbaren Sachverhalt).
Ein Rechtsanwalt, der einen fristgebundenen Schriftsatz erst kurz vor Ablauf der Frist per Telefax übermitteln will, muss aber besonders darauf achten, dass bei der Übermittlung keine Fehler passieren (BGH, NJW-RR 2006, 1648).
Will der Rechtsanwalt den Begründungsschriftsatz erst kurz vor Ablauf der Frist per Telefax ermitteln, muss er besonders darauf achten, dass bei der Übermittlung keine Fehler passieren (BGH vom 2.8.2006 Az. XII ZB 84/06 RdNr. 7).