Source: https://abgs-gmbh.de/2011/03/18/gefahrstoffverordnung-gaswarntechnik-teil2/
Timestamp: 2019-11-21 04:02:09
Document Index: 370892034

Matched Legal Cases: ['§7', '§8', '§ 8', '§ 11', '§9', '§10', '§11', '§ 16', '§12', '§13', '§14', '§15']

﻿ [Fachartikel] Was ist die Gefahrstoffverordnung – Teil 2 » ABGS GmbH - Aehnelt & Braune Gaswarn- und Systemtechnik
18. März 2011 | ABGS GmbH | Kategorie Wissen
3. Art und Ausmaß der Exposition unter Berücksichtigung von Messungen und Ermittlungen » (auch Einsatz von Gaswarntechnik zur Detektion brennbarer und giftiger Gase oder Dämpfe)
§7 Grundpflichten
1. Gestaltung geeigneter Verfahren und technischer Steuerungseinrichtungen von Verfahren » (ggf. unter Einbeziehung von Gaswarntechnik)
2. Anwendung kollektiver Schutzmaßnahmen technischer Art an der Gefahrenquelle » (ggf. durch Be- und Entlüftung, gesteuert von Gaswarntechnik)
3. Individuelle Schutzmaßnahmen, persönliche Schutzausrüstung
Der Arbeitgeber stellt sicher, dass die Arbeitsplatzgrenzwerte eingehalten werden. » (ggf. erforderliche Arbeitsplatzmessungen mit Gasmesstechnik)
§8 Allgemeine Schutzmaßnahmen
Der Arbeitgeber hat bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen die folgenden Schutzmaßnahmen zu ergreifen:
2. Bereitstellung geeigneter Arbeitsmittel und geeigneter Wartungsverfahren,
3. Begrenzung der Anzahl der Beschäftigten, die Gefahrstoffen ausgesetzt sind,
4. Begrenzung der Dauer und Höhe der Exposition,
5. angemessene Hygienemaßnahmen und die regelmäßige Reinigung des Arbeitsplatzes,
6. Begrenzung der Menge, der am Arbeitsplatz vorhandenen Gefahrstoffe,
7. Geeignete Arbeitsmethoden und Verfahren für die sichere Handhabung, Lagerung und Beförderung von Gefahrstoffen am Arbeitsplatz.
Der Arbeitgeber hat sicherzustellen, dass
2. gefährliche Stoffe und Zubereitungen innerbetrieblich mit einer Kennzeichnung versehen sind
3. Apparaturen und Rohrleitungen so gekennzeichnet sind, dass die enthaltenen Gefahrstoffe sowie die davon ausgehenden Gefahren eindeutig identifizierbar sind.
Der Arbeitgeber hat sicherzustellen,
dass die Beschäftigten in Arbeitsbereichen, in denen sie Gefahrstoffen ausgesetzt sein können, keine Nahrungs- und Genussmittel zu sich nehmen,
dass durch die Verwendung verschließbarer Behälter eine sichere Lagerung, Handhabung, Beförderung und Entsorgung der Gefahrstoffe gewährleistet ist,
dass Gefahrstoffe unter Verschluss oder so aufbewahrt oder gelagert werden, dass nur fachkundige, zuverlässige und besonders unterwiesene Personen Zugang haben.
»» Hinweis auf Anhang I (zu § 8 Absatz 8, § 11 Absatz 3) der Verordnung
§9 Zusätzliche Schutzmaßnahmen
Zusätzliche Schutzmaßnahmen werden erforderlich, wenn
2. eine Gefährdung durch Haut- oder Augenkontakt besteht oder
3. eine Gefährdung angenommen werden kann.
Der Arbeitgeber hat sicherzustellen, dass Gefahrstoffe in einem geschlossenen System hergestellt oder verwendet werden, wenn
1. die Substitution der Gefahrstoffe technisch nicht möglich ist und
Bei Überschreitung eines Arbeitsplatzgrenzwertes oder bei Gefährdung durch Haut- oder Augenkontakt muss eine Schutzausrüstung getragen werden.
Es muss für eine Trennung der Arbeitsbereiche mit Gefahrstoffen von den übrigen Arbeitsbereichen und für eine Trennung der Arbeits- oder Schutzkleidung von der Straßenkleidung gesorgt werden.
§10 Besondere Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit krebserzeugenden, erbgutverändernden und fruchtbarkeitgefährdenden Gefahrstoffen
Wenn Tätigkeiten mit krebserzeugenden, erbgutverändernden und fruchtbarkeitgefährdenden Gefahrstoffen ausgeübt werden, hat der Arbeitgeber
1. die Exposition der Beschäftigten durch Arbeitsplatzmessungen oder durch andere geeignete Ermittlungsverfahren zu bestimmen,
2. Gefahrenbereiche abzugrenzen, in denen Beschäftigte diesen Gefahrstoffen ausgesetzt sind oder ausgesetzt sein können, und Warn- und Sicherheitszeichen anzubringen.
Bei einer beträchtlichen Erhöhung der Exposition und wenn die Möglichkeiten Technischer Schutzmaßnahmen ausgeschöpft sind, ist die Dauer der Exposition zu verkürzen und es ist Schutzausrüstung zu tragen.
§11 Besondere Schutzmaßnahmen gegen physikalisch-chemische Einwirkungen, insbesondere gegen Brand- und Explosionsgefährdungen
Zur Vermeidung von Brand- oder Explosionsgefährdungen muss der Arbeitgeber Maßnahmen in der nachstehenden Rangfolge ergreifen:
1. gefährliche Mengen oder Konzentrationen von Gefahrstoffen, die zu Brand- oder Explosionsgefährdungen führen können, sind zu vermeiden, » (auch Einsatz von Gaswarntechnik zur Detektion brennbarer und giftiger Gase oder Dämpfe)
»» Hinweis auf Anhang II (zu § 16 Absatz 2) der Verordnung
§12 Tätigkeiten mit explosionsgefährlichen Stoffen und organischen Peroxiden
Hinweis auf das Sprengstoffgesetz und die darauf gestützten Rechtsvorschriften
§13 Betriebsstörungen, Unfälle und Notfälle
§14 Unterrichtung und Unterweisung der Beschäftigten
§15 Zusammenarbeit verschiedener Firmen
Der Arbeitgeber als Auftraggeber hat die Fremdfirmen über Gefahrenquellen und spezifische Verhaltensregeln zu informieren. Alle betroffenen Arbeitgeber der Fremdfirmen haben bei der Durchführung ihrer Gefährdungsbeurteilungen zusammenzuwirken und die Schutzmaßnahmen abzustimmen. Besteht bei Tätigkeiten von Beschäftigten eines Arbeitgebers eine erhöhte Gefährdung von Beschäftigten anderer Arbeitgeber durch Gefahrstoffe, ist durch die beteiligten Arbeitgeber ein Koordinator zu bestellen.
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Der Beitrag wurde am Freitag, den 18. März 2011 um 09:22 Uhr veröffentlicht	und wurde unter Wissen abgelegt.