Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F24-01-2013-8C_768-2012
Timestamp: 2016-10-22 03:42:15
Document Index: 86410171

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 43', 'Art. 61', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 7', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'Art. 109']

M.________, geboren 1970, meldete sich nach einem Unfall vom 17. Mai 2009 im Oktober 2009 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich zog die Akten der Unfallversicherung bei und veranlasste weitere Abkl�rungen. Gest�tzt auf das polydisziplin�re Gutachten des medizinischen Zentrums X.________ vom 26. Oktober 2010 lehnte die IV-Stelle am 9. M�rz 2011 einen Anspruch auf eine Invalidenrente ab.
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 31. Juli 2012 ab.
M.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, es sei ihm unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids eine ganze Rente zuzusprechen; eventualiter sei die Sache unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids an die IV-Stelle zur weiteren Abkl�rung und neuen Verf�gung zur�ckzuweisen. Zudem ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege.
Die auf Grund medizinischer Untersuchungen gerichtlich festgestellte Arbeitsf�higkeit betrifft eine Tatfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397). Rechtsfragen sind die unvollst�ndige Feststellung rechtserheblicher Tatsachen sowie die Missachtung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG) und der Anforderungen an den Beweiswert von �rztlichen Berichten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232). Die konkrete Beweisw�rdigung ist Tatfrage (in BGE 135 V 254 nicht publ. E. 4.1, vgl. jedoch SVR 2009 IV Nr. 53 S. 164 [9C_204/2009]).
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG), namentlich bei somatoformen Schmerzst�rungen (BGE 130 V 352) und dissoziativen Bewegungsst�rungen (Urteil 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4), und der Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG), den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 und 2 IVG), die Aufgabe des Arztes bei der Ermittlung des Invalidit�tsgrades (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 mit Hinweisen) sowie die Anforderungen an einen �rztlichen Bericht (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Die Vorinstanz hat gest�tzt auf das Gutachten des medizinischen Zentrums X.________ vom 26. Oktober 2010, welches im Konsens eines Facharztes f�r Psychiatrie, eines Facharztes f�r Orthop�die und Traumatolgie, eines Facharztes f�r Neurologie, eines Facharztes f�r Neurologie und Psychiatrie sowie einer Fach�rztin f�r Innere Medizin erging, eine zumutbare volle Arbeitsf�higkeit in der bisherigen T�tigkeit festgestellt und demnach einen Anspruch auf eine Invalidenrente verneint.
Was der Versicherte dagegen vorbringt, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren: Die IV-Stelle hat nach Eingang des Leistungsgesuchs aktuelle �rztliche Unterlagen (Berichte des Hausarztes Dr. med. U.________, Facharzt f�r Allgemeine Medizin, vom 24. September und 9. Dezember 2009, des Kreisarztes vom 26. November 2009, des psychiatrischen Zentrums A.________ vom 4. Oktober 2009, des Prof. Dr. med. J.________, Facharzt f�r Urologie, vom 22. September 2009 sowie der behandelnden Psychiater Dres. med. F.________ und W.________ sowie Dr. phil. klin. psych. S.________, medizinisches Zentrum B.________ vom 24. November und 14. Dezember 2009 sowie 20. Mai 2010) eingeholt, bevor sie das polydisziplin�re Gutachten in Auftrag gab. Das Gutachten des medizinisches Zentrums X.________ vom 26. Oktober 2010 ist somit unter Ber�cksichtigung aktueller �rztlicher Berichte ergangen. Dass das medizinische Zentrum B.________ und Dr. med. U.________ zu einem anderen Ergebnis bez�glich der zumutbaren Arbeitsf�higkeit gelangen, vermag das umfassende und nachvollziehbar begr�ndete Gutachten des medizinischen Zentrums X.________ vom 26. Oktober 2010 nicht in Zweifel zu ziehen. Einerseits handelt es sich dabei um die behandelnden Psychiater und den Hausarzt, welcher seine Einsch�tzungen nur rudiment�r begr�ndet; andererseits steht das Gutachten des medizinischen Zentrums X.________ mit den Beurteilungen der �brigen Fach�rzte (vgl. etwa die Berichte der Spezialisten der Klinik Y.________ vom 12. Juli 2010, des psychiatrischen Zentrums A.________ vom 4. Oktober 2009, des Prof. Dr. med. J.________ vom 22. September 2009, des Kreisarztes vom 26. November 2009 und der Klinik f�r Unfallchirurgie, Spital Z.________, vom 28. Mai 2009) in Einklang und ist im Rahmen einer polydisziplin�ren Abkl�rung und Diskussion ergangen. Entgegen der Angaben des Versicherten hat die psychiatrische Exploration l�nger als eine Stunde gedauert. So wird im psychiatrischen Hauptgutachten festgehalten, der Versicherte habe nach einer Stunde wegen W�rg- und Brechreiz die Toilette aufgesucht und die Exploration habe nach seiner R�ckkehr fortgesetzt werden k�nnen. Weiter kommt nach der Rechtsprechung dem Gutachter - was die Wahl der Untersuchungsmethoden betrifft - ein weiter Ermessensspielraum zu (vgl. etwa Urteil 9C_886/2009 vom 27. April 2010 E. 2.2 mit Hinweisen; best�tigt mit Urteil 9C_514/2012 vom 5. Oktober 2012 E. 4); namentlich ist es nicht zwingend notwendig, dass der (psychiatrische) Gutachter fremdanamnestische Angaben einholt oder Zusatzuntersuchungen durchf�hrt (vgl. dazu auch die vor Erlass der neuen Qualit�tsleitlinien f�r psychiatrische Gutachter in der Eidgen�ssischen Invalidenversicherung von Februar 2012 geschaffenen Leitlinien der Schweizerischen Gesellschaft f�r Versicherungspsychiatrie f�r die Begutachtung psychischer St�rungen, SAeZ 2004 S. 1048 ff.). Der Umstand, dass der neuropsychologische Experte die festgestellten Defizite anders bewertet, vermag das Gutachten nicht in Zweifel zu ziehen, da er seine Einsch�tzung nachvollziehbar begr�ndet (vgl. zur unterschiedlichen Natur von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag statt vieler etwa SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]). Was die Enuresis nocturna betrifft, ist nicht zu beanstanden, dass dieser im Gutachten des medizinischen Zentrums X.________ kein Einfluss auf die Arbeitsf�higkeit zugemessen wurde, da sich sowohl aus der urologischen Abkl�rung durch Prof. Dr. med. J.________ als auch aus der neurologischen Untersuchung durch den Experten des medizinischen Zentrums X.________ keine Anhaltspunkte f�r eine somatische Ursache entnehmen lassen und sich aus den Berichten des behandelnden medizinischen Zentrums B._______ keine �berzeugende Begr�ndung ergibt, weshalb dieses nur n�chtlich auftretende, psychisch bedingte Ph�nomen die Arbeitsf�higkeit tags�ber beschr�nken sollte. Schliesslich geht auch der Einwand fehl, die Gutachter des medizinischen Zentrums X.________ h�tten nicht aufgezeigt, weshalb der Versicherte in der Lage sei, trotz seines psychischen Leidens einer Arbeit nachzugehen.
Da die Beschwerde offensichtlich unbegr�ndet ist, wird sie im Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG, d.h. ohne Durchf�hrung eines Schriftenwechsels und mit summarischer Begr�ndung, erledigt.