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Timestamp: 2016-10-22 21:29:57
Document Index: 363857074

Matched Legal Cases: ['Art. 201', 'Art. 202', 'Art. 103', 'Art. 132', 'Art. 201', 'Art. 201', 'BGE', 'Art. 132', 'Art. 104', 'Art. 105', 'Art. 52', 'Art. 81', 'BGE', 'Art. 52', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 52', 'Art. 14', 'Art. 34', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 716', 'Art. 717', 'Art. 754', 'Art. 14', 'Art. 34', 'in casu', 'Art. 52', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 34', 'BGE', 'Art. 52', 'Art. 134', 'e contrario', 'Art. 156', 'Art. 135', 'Art. 159', 'Art. 135']

H 173/03 (04.12.2003)
H 173/03
Pr�sident Sch�n, Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter Ursprung; Gerichtsschreiberin Riedi Hunold
beide vertreten durch Rechtsanwalt George Hunziker, Kirchgasse 40, 8024 Z�rich,
3. B.________, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Fabian Cantieni, Forchstrasse 2/Kreuzplatz, 8032 Z�rich,
(Entscheid vom 28. M�rz 2003)
Die X.________ AG war seit dem 1. August 1998 der Ausgleichskasse des Schreiner-, M�bel- und Holzgewerbes (nachfolgend: Ausgleichskasse) als Arbeitgeberin angeschlossen. Als Auffanggesellschaft der konkursiten Z.________ AG hatte sie von Anfang an mit finanziellen Problemen zu k�mpfen. Sie rechnete mit der Ausgleichskasse die parit�tischen Beitr�ge im monatlichen Pauschalverfahren ab. Mit Datum vom 2. Oktober 2000 wurden F.________, S.________ und B.________ als Verwaltungsr�te mit Kollektivunterschrift zu zweien, Letzterer zudem als Pr�sident des Verwaltungsrates, im Handelsregister eingetragen. Im Anschluss an die Verwaltungsratssitzung vom 21. M�rz 2001 traten B.________ am 22. M�rz 2001 und F.________ am 23. M�rz 2001 aus dem Verwaltungsrat aus. Nachdem mehrere Rechnungen seit September 2000 unbezahlt blieben und die am 19. M�rz 2001 m�ndlich gew�hrte kurze Stundung verstrichen war, reichte die Ausgleichskasse am 2. April 2001 mehrere Betreibungsbegehren ein. �ber die X.________ AG wurde am 4. April 2001 der Konkurs er�ffnet. Am 16. Juli 2001 wurde der Kollokationsplan aufgelegt. Mit Verf�gungen vom 7. M�rz 2002 verpflichtete die Ausgleichskasse unter solidarischer Haftung und unter Abtretung einer allf�lligen Konkursdividende F.________, S.________ und B.________ zur Bezahlung von Fr. 66'834.95 Schadenersatz.
Nachdem F.________, S.________ und B.________ hatten Einspruch erheben lassen, reichte die Ausgleichskasse am 22. April 2002 Klage ein mit dem Begehren, die drei seien unter solidarischer Haftung zu verpflichten, der Ausgleichskasse Fr. 66'834.95 als Schadenersatz f�r entgangene Beitr�ge zu bezahlen. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen wies die Klage mit Entscheid vom 28. M�rz 2003 ab.
Das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben. F.________ und S.________ einerseits sowie B.________ andererseits lassen auf Nichteintreten, eventualiter auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen. Die Ausgleichskasse enth�lt sich in ihrer Stellungnahme eines Antrags.
Die Beschwerdegegner machen geltend, auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei nicht einzutreten, da die Ausgleichskasse die ihr durch die Vorinstanz auferlegte Parteientsch�digung bereits bezahlt habe. Dem BSV steht als Aufsichtsbeh�rde ein eigenst�ndiges Beschwerderecht zu (Art. 201 Abs. 1 AHVV in der seit 1. Januar 2003 in Kraft stehenden Fassung; vgl. auch Art. 202 AHVV in der bis 31. Dezember 2002 massgeblichen Fassung sowie Art. 103 lit. b in Verbindung mit Art. 132 OG); es h�tte sich somit ein entsprechendes Verhalten der Ausgleichskasse nicht anrechnen zu lassen. Daran �ndert auch der von den Beschwerdegegnern ger�gte Umstand nichts, dass das BSV sich nicht bereits im kantonalen Prozess am Verfahren beteiligte. Dies ist von Gesetzes wegen auch gar nicht vorgesehen; vielmehr erf�hrt das BSV von den h�ngigen Verfahren in der Regel erst durch die Zustellung des kantonalen Entscheids (Art. 201 Abs. 2 AHVV in der seit 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Fassung; vgl. auch Art. 201 AHVV in der bis 31. Dezember 2002 massgeblichen Fassung). Der Antrag der Beschwerdegegner auf Nichteintreten ist demnach offensichtlich unbegr�ndet und die Frage, ob die Ausgleichskasse durch die Bezahlung der Parteientsch�digung den vorinstanzlichen Entscheid akzeptierte oder ob diese Zahlung irrt�mlich erfolgte, kann offen bleiben.
2.1 Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist vollumf�nglich einzutreten, da die Ausgleichskasse in ihrer Klage lediglich Schadenersatz f�r entgangene Beitr�ge kraft Bundesrechts geltend macht (BGE 124 V 146 Erw. 1 mit Hinweis).
2.2 Da es sich bei der angefochtenen Verf�gung nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen handelt, hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht nur zu pr�fen, ob das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht verletzt hat, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG).
Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche Bestimmungen im AHV-Bereich, insbesondere auch hinsichtlich der Arbeitgeberhaftung nach Art. 52 AHVG, ge�ndert sowie Art. 81 und 82 AHVV aufgehoben worden. Weil in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1, 126 V 166 Erw. 4b), kommen im vorliegenden Fall jedoch die bis 31. Dezember 2002 geltenden Bestimmungen zur Anwendung.
Art. 52 AHVG setzt das Vorliegen eines Schadens, ein widerrechtliches Verschulden sowie einen ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten der belangten Person und dem eingetretenen Schaden voraus.
4.1.1 Der Schaden gem�ss Art. 52 AHVG ist eingetreten, sobald anzunehmen ist, dass die geschuldeten Beitr�ge aus rechtlichen oder tats�chlichen Gr�nden nicht mehr erhoben werden k�nnen (BGE 121 III 384 Erw. 3bb mit Hinweisen). Dies trifft dann zu, wenn die Beitr�ge im Sinne von Art. 16 Abs. 1 AHVG verwirkt sind oder wenn ihre Entrichtung wegen Zahlungsunf�higkeit des beitragspflichtigen Arbeitgebers nicht mehr m�glich ist (BGE 123 V 15 Erw. 5b mit Hinweisen). Zum Schaden geh�ren nebst den nicht abgelieferten parit�tischen Sozialversicherungsbeitr�gen auch die Verwaltungskostenbeitr�ge, Mahn-, Veranlagungs- und Betreibungsgeb�hren sowie die Verzugszinsen auf r�ckst�ndigen Beitr�gen (Nussbaumer, Das Schadenersatzverfahren nach Art. 52 AHVG, in: Schaffhauser/Kieser, Aktuelle Fragen aus dem Beitragsrecht der AHV, St. Gallen 1998, S. 100 mit Hinweisen). Die klagende Ausgleichskasse hat den Schaden so weit zu substanziieren, dass er �berpr�ft werden kann. Einerseits hat sie den eingeklagten Forderungsbetrag zeitlich und masslich zu spezifizieren, also gest�tzt auf eine Beitrags�bersicht darzulegen, wie sich der eingeklagte Betrag zusammensetzt. Andererseits hat sie den Betrag zu belegen. Dies geschieht etwa durch Einreichen von Lohnsummenmeldungen, Rechnungen, Revisorenberichten, Nachzahlungs- oder Veranlagungsverf�gungen und ist nur erforderlich, wenn die Forderung in der kantonalen Klageantwort masslich mit konkreten, nicht ohne weiteres widerlegbaren Einwendungen bestritten wird oder sich auf Grund der Akten greifbare Anhaltspunkte f�r Unrichtigkeiten ergeben (Urteil A. und B. vom 20. August 2002, H 295/01 und H 296/01, mit Hinweisen).
4.1.2 Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass die Ausgleichskasse den Schaden in hinreichender Weise substanziiert und belegt hat. Daran verm�gen die generellen Einw�nde der Beschwerdegegner nichts zu �ndern, zumal diese nicht darlegen, inwiefern die Ausst�nde unzutreffend sein sollen.
4.2.1 Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. AHVV schreibt vor, dass der Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeitr�ge in Abzug zu bringen und zusammen mit den Arbeitgeberbeitr�gen der Ausgleichskasse zu entrichten hat. Die Arbeitgeber haben den Ausgleichskassen periodisch Abrechnungsunterlagen �ber die von ihnen an ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausbezahlten L�hne zuzustellen, damit die entsprechenden parit�tischen Beitr�ge ermittelt und verf�gt werden k�nnen. Die Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers ist eine gesetzlich vorgeschriebene �ffentlich-rechtliche Aufgabe. Dazu hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht wiederholt erkl�rt, dass die Nichterf�llung dieser �ffentlich-rechtlichen Aufgabe eine Missachtung von Vorschriften im Sinne von Art. 52 AHVG bedeute und die volle Schadendeckung nach sich ziehe (BGE 118 V 195 Erw. 2a mit Hinweisen).
Nebst einem widerrechtlichen Vorgehen des Arbeitgebers muss auch dem belangten Organ eine widerrechtliche Handlung vorgeworfen werden k�nnen, sei dies etwa eine Verletzung der aktienrechtlichen Sorgfaltspflicht (Art. 716a Abs. 1 Ziff. 5, Art. 717 Abs. 1 OR) oder der �berwachungspflicht bei befugter Delegation (Art. 754 Abs. 2 OR). Der nicht gesch�ftsf�hrende Verwaltungsrat darf sich zwar auf die �berpr�fung der T�tigkeit der Gesch�ftsleitung und des Gesch�ftsgangs beschr�nken. Dabei muss aber verlangt werden, dass er sich laufend �ber den Gesch�ftsgang informiert, Rapporte verlangt, sie sorgf�ltig studiert, n�tigenfalls erg�nzende Ausk�nfte einzieht und Irrt�mer abzukl�ren versucht (SVR 2001 AHV Nr. 15 S. 52 Erw. 6 mit Hinweisen).
4.2.2 Die Vorinstanz h�lt diesbez�glich zu Recht fest, dass die drei Beschwerdegegner - soweit sie nicht selbst gegen die Vorschriften von Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. AHVV verstossen haben - als verantwortliche Verwaltungsr�te ihre Sorgfaltspflichten verletzt haben, indem sie die Einhaltung der �ffentlich-rechtlichen Aufgabe, in casu der Beitragszahlungspflicht, durch die Arbeitgeberin nicht oder zumindest ungen�gend �berwacht bzw. durchgesetzt haben. Diese Unterlassung ist ihnen als Widerrechtlichkeit im Sinne des Art. 52 AHVG anzurechnen.
4.3.1 Grobe Fahrl�ssigkeit liegt praxisgem�ss vor, wenn ein Arbeitgeber das ausser Acht l�sst, was jedem verst�ndigen Menschen in gleicher Lage und unter gleichen Umst�nden als beachtlich h�tte einleuchten m�ssen. Das Mass der zu verlangenden Sorgfalt ist abzustufen entsprechend der Sorgfaltspflicht, die in den kaufm�nnischen Belangen jener Arbeitgeberkategorie, welcher der Betreffende angeh�rt, �blicherweise erwartet werden kann und muss. Dabei sind an die Sorgfaltspflicht einer Aktiengesellschaft hinsichtlich der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften grunds�tzlich strenge Anforderungen zu stellen. �hnlich ist zu differenzieren, wenn es darum geht, die subsidi�re Haftung der Organe eines Arbeitgebers zu ermitteln (BGE 108 V 202 Erw. 3a; ZAK 1985 S. 51 Erw. 2a, 620 Erw. 3b).
Nicht jedes einer Firma als solcher anzulastende Verschulden muss auch ein solches ihrer s�mtlichen Organe sein. Vielmehr hat man abzuw�gen, ob und inwieweit eine Handlung der Firma einem bestimmten Organ im Hinblick auf dessen rechtliche und faktische Stellung innerhalb der Firma zuzurechnen ist. Ob ein Organ schuldhaft gehandelt hat, h�ngt demnach entscheidend von der Verantwortung und den Kompetenzen ab, die ihm von der juristischen Person �bertragen wurden (BGE 108 V 202 Erw. 3a; ZAK 1985 S. 620 Erw. 3b).
Die Ausgleichskasse, welche feststellt, dass sie einen durch Missachtung der Vorschriften entstandenen Schaden erlitten hat, darf davon ausgehen, dass der Arbeitgeber die Vorschriften absichtlich oder mindestens grobfahrl�ssig verletzt hat, sofern keine Anhaltspunkte f�r die Rechtm�ssigkeit des Handelns oder die Schuldlosigkeit des Arbeitgebers bestehen; im Rahmen der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht ist es grunds�tzlich Sache der schadenersatzpflichtigen Person, den Nachweis f�r allf�llige Rechtfertigungs- und Exkulpationsgr�nde zu erbringen (BGE 108 V 187 Erw. 1b; ZAK 1987 S. 300 Erw. 5b; SVR 2001 AHV Nr. 15 S. 52 Erw. 5).
Seit Eintritt der Beschwerdegegner in den Verwaltungsrat wurden mit Ausnahme der Pauschalen f�r den September 2000 und den Oktober 2000 (und auch diese erst nach erfolgter Mahnung) keine Zahlungen an die Ausgleichskasse mehr geleistet. Weder die Firma noch die Beschwerdegegner hatten im �brigen irgendwelche konkreten Schritte zur Begleichung der ausstehenden Beitr�ge unternommen. Unter diesen Umst�nden trifft sowohl die Arbeitgeberin wie auch die Beschwerdegegner als ihre Organe ein grobfahrl�ssiges Verschulden. Zu pr�fen bleibt, ob die von den Beschwerdegegnern geltend gemachten und von der Vorinstanz bejahten Rechtfertigungs- und Exkulpationsgr�nde gegeben sind:
4.3.2 Seit Eintritt der Beschwerdegegner in den Verwaltungsrat wurden mit Ausnahme der Pauschalen f�r den September 2000 und den Oktober 2000 (und auch diese erst nach erfolgter Mahnung) keine Zahlungen an die Ausgleichskasse mehr geleistet. Weder die Firma noch die Beschwerdegegner hatten im �brigen irgendwelche konkreten Schritte zur Begleichung der ausstehenden Beitr�ge unternommen. Unter diesen Umst�nden trifft sowohl die Arbeitgeberin wie auch die Beschwerdegegner als ihre Organe ein grobfahrl�ssiges Verschulden. Zu pr�fen bleibt, ob die von den Beschwerdegegnern geltend gemachten und von der Vorinstanz bejahten Rechtfertigungs- und Exkulpationsgr�nde gegeben sind:
Das Einschiessen von privaten Mitteln sowie der pers�nliche finanzielle Verlust durch den Konkurs der Arbeitgeberin vermag die Beschwerdegegner nicht zu entlasten, da darin keine Bestrebung zur Bezahlung der ausstehenden Beitr�ge liegt (vgl. Urteil D. vom 8. Oktober 2001, H 94/01, Urteil B. vom 26. September 2001, H 19/01, Urteil V. vom 15. September 2000, H 45/00, sowie Urteil W. und C. vom 13. Dezember 2000, H 124/00 und H 125/00).
Dasselbe gilt f�r die Beschwerdegegner 1 und 3 bez�glich der geltend gemachten Aufgabenteilung innerhalb des Verwaltungsrates, wonach der Beschwerdegegner 2 f�r die kaufm�nnische F�hrung des Unternehmens zust�ndig gewesen sei, da die Oberaufsicht �ber den Betrieb eine nicht delegierbare Pflicht des Verwaltungsrats darstellt. Der Verwaltungsrat hat sich demnach bei einer angespannten finanziellen Lage des Betriebs �ber die bestehenden Verbindlichkeiten und deren korrekte Erf�llung zu informieren und n�tigenfalls Massnahmen f�r deren ordnungsgem�sse Zahlung zu treffen (AHI 2002 S. 52 Erw. 3a mit Hinweisen; ZAK 1989 S. 108 Erw. 4a; SVR 2001 AHV Nr. 15 S. 52 Erw. 6, je mit Hinweisen; vgl. auch Urteil B. vom 26. September 2001, H 19/01, und Urteil V. vom 15. September 2000, H 45/00). Die Beschwerdegegner, denen die schwierige finanzielle Lage der Firma bewusst war (vgl. Protokoll der Verwaltungsratssitzung vom 24. November 2000), w�ren somit gehalten gewesen, daf�r besorgt zu sein, dass bei den fortgesetzten Lohnzahlungen die darauf ex lege geschuldeten parit�tischen Beitr�ge abgeliefert und nicht f�r andere Zwecke verwendet w�rden (SVR 1995 AHV Nr. 70 S. 214 Erw. 5).
Was die geltend gemachte Sanierungsm�glichkeit mittels des Forderungsverzichts durch die Y.________ AG in der H�he von �ber einer Million Franken betrifft, ist festzuhalten, dass der Rechtsvertreter dieser Firma dem Beschwerdegegner 1 als damaligem Anwalt der konkursiten Firma mit Schreiben vom 2. Oktober 2000 und erneut mit Schreiben vom 14. November 2000 zus�tzlich auch dem Beschwerdegegner 3 unzweideutig mitgeteilt hatte, der Verm�gensverzicht sei mangels Erf�llung aller Auflagen nicht zustande gekommen. Damit durften die Verwaltungsratsmitglieder nicht ohne weiteres vom Zustandekommen des Verzichts und somit vom Gelingen der Sanierung ausgehen, da die Sanierung der Firma v�llig von diesem Verm�gensverzicht abhing.
Keine Rolle spielt auch die Motivation f�r die �bernahme des Verwaltungsratsmandats (AHI 2002 S. 52 Erw. 3c mit Hinweisen). Insofern verm�gen die abgeschlossenen Mandatsvertr�ge mit dem Gesch�ftsf�hrer und Mitglied der Inhaberfamilie die Beschwerdegegner nicht zu entlasten (vgl. BGE 112 V 3 Erw. 2b sowie Urteil W. vom 23. Juni 2003, H 217/02, erw�hnt in HAVE 2003 S. 251).
Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegner ist auch keine Einarbeitungszeit im angenommenen Umfang zuzugestehen; vielmehr f�llt ins Gewicht und muss als grobfahrl�ssiges Verhalten gewertet werden, dass die Beschwerdegegner ihre erste Verwaltungsratssitzung erst knapp zwei Monate nach Antritt des Mandats durchf�hrten und sich der Verwaltungsrat trotz der �usserst schwierigen finanziellen Situation lediglich alle vier Monate traf (Verwaltungsratssitzung vom 24. November 2000, Verwaltungsratssitzung vom 21. M�rz 2001; vgl. Urteil B. vom 26. September 2001, H 19/01 sowie das nicht publizierte Urteil M. vom 14. Februar 1996, H 169/94).
Die Beklagten k�nnen sich auch nicht auf die Rechtsprechung im Sinne von BGE 121 V 243 berufen; anders als im genannten Urteil, wo es um Ausst�nde �ber drei Monate bei ansonsten klaglos erf�llter Beitragszahlungspflicht ging (d.h. ohne Mahnungen oder gar Betreibungen), besteht der Schaden vorliegend aus f�nf Monatsbeitragspauschalen, einer Jahresabrechnung sowie verschiedenen unbezahlt gebliebenen Verzugszinsen fr�herer Beitragszeiten. Daraus ergibt sich, dass die Arbeitgeberin schon seit l�ngerer Zeit ihren Zahlungspflichten nur mit Versp�tung nachkam; so wurden etwa mehrere ausstehende Monatspauschalen erst infolge der Auflagen zum angestrebten Verm�gensverzicht im September 2000 bezahlt.
Auch aus der m�ndlich gew�hrten kurzen Stundung vom 19. M�rz 2001 k�nnen die Belangten nichts zu ihren Gunsten ableiten; denn dabei handelt es sich (anders als bei BGE 124 V 253) nicht um einen Zahlungsaufschub in Form eines verf�gten Tilgungsplanes mit Ratenzahlungen (vgl. Art. 34b AHVV), welcher die Zahlungsfrist f�r die l�ngst f�lligen Beitr�ge hinauszuschieben verm�chte.
Insbesondere aber ist eine Entlastung der drei ehemaligen Verwaltungsr�te ausgeschlossen, da eine Rettung der Firma angesichts des notwendigen Sanierungsbedarfs des Unternehmens von rund 1,4 Mio. Franken nicht von der Nichtbezahlung der ausstehenden Beitr�ge in der H�he von Fr. 66'834.95 abh�ngen konnte, nachdem das Geld zur Befriedigung anderer Gl�ubiger auch beschafft werden konnte (Urteil W. und C. vom 13. Dezember 2000, H 124/00 und H 125/00, oder Urteil U. vom 23. August 2000, H 405/99).
Nachdem keine Rechtsfertigungs- und Exkulpationsgr�nde vorliegen, ist entgegen den Ausf�hrungen der Vorinstanz das grobfahrl�ssige Verschulden der Beschwerdegegner zu bejahen (oben Erw. 4.3.1).
4.4.1 Nach der Rechtsprechung ist ein Kausalzusammenhang dann gegeben, wenn das Verhalten der belangten Person nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuf�hren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Verhalten allgemein als beg�nstigt erscheint (BGE 125 V 461 Erw. 5a, 119 V 406 Erw. 4a, je mit Hinweisen).
4.4.2 Mit ihrem Verhalten haben die drei ehemaligen Verwaltungsr�te das Eintreten des entstandenen Schadens zumindest beg�nstigt, indem sie keinerlei konkrete Schritte zur Bezahlung der ausstehenden Beitr�ge unternommen haben. W�ren sie ihren Pflichten nachgekommen und h�tten f�r die Bezahlung oder Sicherstellung der geschuldeten Beitr�ge gesorgt, w�re der Ausgleichskasse kein Schaden entstanden. Damit ist der erforderliche ad�quate Kausalzusammenhang zu bejahen.
4.5 Nachdem s�mtliche Voraussetzungen zur Haftung nach Art. 52 AHVG bei allen drei belangten ehemaligen Verwaltungsr�ten gegeben sind, hat die Vorinstanz zu Unrecht die Klage der Ausgleichskasse abgewiesen. Diese ist vielmehr gutzuheissen und die drei Beschwerdegegner sind in solidarischer Haftung zum Ersatz f�r den entstandenen Schaden in der H�he von Fr. 66'834.95 zu verpflichten.
Da es weder um die Bewilligung noch Verweigerung von Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig (Art. 134 OG e contrario). Die unterliegenden Beschwerdef�hrer haben somit die Gerichtskosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG). Dem BSV steht als obsiegende Beh�rde keine Parteientsch�digung zu (Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG).
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. M�rz 2003 aufgehoben und die Klage der Ausgleichskasse des Schreiner-, M�bel- und Holzgewerbes vom 22. April 2002 im Betrag von Fr. 66'834.95 gutgeheissen wird.
Die Gerichtskosten von insgesamt Fr. 4500.- werden den Beschwerdegegnern zu gleichen Teilen auferlegt.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und der Ausgleichskasse des Schreiner-, M�bel- und Holzgewerbes zugestellt.