Source: https://stwno.de/de/finanzierung/wohngeld
Timestamp: 2018-09-25 08:43:18
Document Index: 15757252

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 2', '§ 2', '§ 7', '§ 7', '§ 8', '§ 10', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 48']

Wohngeld ist dazu gedacht, Miete zu subventionieren, nicht jedoch die Kosten des Lebensunterhalts. Wohngeldberechtigt sind allerdings nur wenige Studierende, da der Gesetzgeber diejenigen ausschließt, die BAföG-berechtigt sind. Dazu zählen auch alle, die kein BAföG erhalten, weil das Einkommen ihrer Eltern zu hoch ist. Wohngeld kann nach der Prüfung der individuellen Voraussetzungen also gewährt werden, wenn
dem Grunde nach kein BAföG-Anspruch (vgl. § 20 Abs. 2 Wohngeldgesetz) besteht. Dies ist der Fall, wenn
die Ausbildung keine förderungsfähige Ausbildung nach dem BAföG ist (§ 2 BAföG)
Sie Leistungen von Begabtenförderungswerken erhalten (§ 2 Abs. 6 Nr. 2 BAföG)
für ein weiteres Zweit-, Ergänzungs- oder Aufbaustudium gemäß § 7 Abs. 2 BAföG die Voraussetzungen für eine Förderung nicht erfüllt sind
Sie ohne wichtigen oder unabweisbaren Grund die Ausbildung abbrechen oder die Fachrichtung wechseln (§ 7 Abs. 3 BAföG)
Sie Ausländer sind und nicht die Voraussetzungen des § 8 BAföG erfüllen
Sie die Altersgrenze nach § 10 Abs. 3 BAföG überschreiten
die BAföG-Förderungshöchstdauer überschritten ist (§ 15 Abs. 2 BAföG) und die Voraussetzungen einer Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus (§ 15 Abs. 3 BAföG) oder für eine Hilfe zum Studienabschluss (§ 15 Abs. 3a BAföG) nicht erfüllt sind
Sie keinen Leistungsnachweis nach § 48 BAföG vorgelegt haben
BAföG als Volldarlehen im Rahmen der Studienabschlussförderung bewilligt ist (Ausnahme!),
ein nicht studentisches Mitglied, z.B. Kind der/s Studierenden, im Haushalt lebt.
Außerdem wird Wohngeld am Ort des Lebensmittelpunktes bezahlt, d.h. der Studienort muss melderechtlich Erstwohnsitz sein.
In die Berechnung gehen ein: Familiengröße, Einkommen und Miete. Es gilt der Grundsatz: je niedriger das Einkommen, desto höher das Wohngeld; allerdings müssen ausreichende Einnahmen für den Lebensunterhalt nachgewiesen werden - in Höhe des Alg II Existenzminimums in Höhe von 399,-€. Zum Einkommen zählen: eigene Einkünfte (Bruttogehalt), Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit, Waisenrenten, Unterhaltszahlungen, Kindergeld der Eltern. Bei studierenden Eltern werden Erziehungsgeld/Elterngeld und Kindergeld für das Kind nicht angerechnet. Vom Gesamteinkommen können Werbungskosten, Pauschbeträge für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung und Steuern bis zu 30% abgesetzt werden.
Auskunft über die Höhe des Wohngeldanspruchs bieten die Wohngeldtabellen des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Bitte beachten Sie: Die tatsächlich gewährte Förderung kann Ihnen verbindlich nur Ihre zuständige Wohngeldbehörde errechnen.
Für Mitglieder einer Wohngemeinschaft kann es kompliziert werden
Sie müssen glaubhaft machen, dass sie einzeln wirtschaften und getrennte Nutzungsbereiche innerhalb der Wohnung existieren.
Weitere Informationen erhalten Sie beim BundesministeriumBundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat, in der Sozialberatung und bei den örtlichen Wohngeldstellen bzw. den zuständigen Gemeindeverwaltungen:
Wohngeldstelle Regensburg (Stadt):
Johann-Hösl-Straße 11b, Tel. 507-3620,/-3621
Wohngeldstelle Regensburg (Landkreis):
jeweilige Gemeinde bzw. Landratsamt Regensburg, Altmühlstraße 3, 93059 Regensburg,
Tel. 4009-263
Wohngeldstelle Passau:
Dienstleistungszentrum Passavia, Vornholzstr. 40, Tel. 396-280,/-446,/-347,/-509
Wohngeldstelle Deggendorf:
Landratsamt Deggendorf, Herrenstraße 18, Tel. 3100-281
Wohngeldstelle Landshut (Stadt):
Luitpoldstraße 29 a, 84034 Landshut, Tel. 881409 und 881396
Broschüre Wohngeld 2016/17