Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VG%20Gelsenkirchen&Datum=26.08.2010&Aktenzeichen=9%20K%203898/09
Timestamp: 2019-05-22 10:13:35
Document Index: 61787930

Matched Legal Cases: ['§ 28', '§ 47', 'Art 8', 'Art 22', 'Art 13', 'Art. 11', 'Art. 11']

VG Gelsenkirchen, 26.08.2010 - 9 K 3898/09 - dejure.org
https://dejure.org/2010,15034
VG Gelsenkirchen, 26.08.2010 - 9 K 3898/09 (https://dejure.org/2010,15034)
VG Gelsenkirchen, Entscheidung vom 26.08.2010 - 9 K 3898/09 (https://dejure.org/2010,15034)
VG Gelsenkirchen, Entscheidung vom 26. August 2010 - 9 K 3898/09 (https://dejure.org/2010,15034)
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Sperrvermerk; EU-Fahrerlaubnis; Sperrfrist; Neuerteilung der Fahrerlaubnis; gegenseitige Anerkennung; Cannabiskonsum
FeV § 28 Abs 4 s 2; FeV § 47 Abs 2; Richtlinie 91/439/EWG Art 8; Richtlinie 2006/126/EG Art 22 Abs 4; Richtlinie 2006/126/EG Art 13 Abs 4
Berechtigung zum Führen von Kraftfahrzeugen im Inland aufgrund einer im EU-Ausland ausgestellten Fahrerlaubnis; Eintragung eines Sperrvermerks eines im EU-Ausland ausgestellten Führerscheins; Versagung der Anerkennung eines von einem anderen Mitgliedstaat ausgestellten Führerscheins
Darüber hinaus ergibt sich aus einem Urteil des VG Gelsenkirchen (U.v. 26.8.2010 - 9 K 3898/09), dass die im Führerschein angegebene Adresse (A. ... B. 18A m.3) bereits in einem anderen Fall des "Führerscheintourismus" verwendet wurde.
OVG NRW a.a.O; BayVGH a.a.O; VGH BW a.a.O; OVG Lüneburg, Beschluss vom 18.08.2010 - 12 ME 57/10 - VG Gelsenkirchen, Beschlüsse vom 23.11.2009 - 9 L 971/09 - und 26.08.2010 - 9 K 3898/09 - VG Braunschweig, Beschlüsse vom 22.01.2010 - 6 B 284/09 - und 03.11.2010 - 3 A 31/10; VG Ansbach, Beschluss vom 21.1.0.2010 - AN 10 S 10.01649 - VG München, Beschluss vom 29.09.2010 - M 6a S 10.4378 - VG Osnabrück, Beschluss vom 01.06.2010 - 6 B 35710 -.
Der Antragsteller hat gegen diesen Bescheid am 9. September 2009 Klage (Az.: 9 K 3898/09) erhoben und zugleich beantragt, die aufschiebende Wirkung der Klage 9 K 3898/09 gegen den Bescheid der Antragsgegnerin vom 17. August 2009 wiederherzustellen bzw. anzuordnen.
Da der Ausstellerstaat nunmehr nach Art. 11 Abs. 4 Unterabsatz 1 der Dritten Führerscheinrichtlinie zwingend zur Ablehnung der Erteilung einer Fahrerlaubnis an eine Person verpflichtet ist, deren Fahrerlaubnis in einem anderen Mitgliedstaat eingeschränkt, ausgesetzt, oder entzogen worden ist, und umgekehrt der Aufnahmestaat zwingend zur Versagung der Anerkennung einer gleichwohl ausgestellten Fahrerlaubnis verpflichtet ist, stellt sich nicht mehr das Problem, dass sich ein (Aufnahme-)Mitgliedstaat eine ihm nach dem Anerkennungsgrundsatz nicht zustehende Prüfungskompetenz anmaßt; haben die Mitgliedstaaten in Anbetracht der nunmehr gebundenen Entscheidungen keinen Entscheidungsspielraum, ist auch einer restriktiven Auslegung von Art. 11 Abs. 4 Unterabsätze 1 und 2 der Dritten Führerscheinrichtlinie der Boden entzogen worden (…vgl. Nds. OVG, B. v. 18.08.2010, a. a. O.;… VGH Baden-Württemberg, B. v. 21.01.2010, a. a. O.; VG Gelsenkirchen, U. v. 26.08.2010 - 9 K 3898/09 -, juris).