Source: https://www.akademie.de/wissen/europaeischer-vollstreckungstitel-zwangsvollstreckung-im-ausland/vollstreckungstitel-liegt-vor-was-nun
Timestamp: 2020-01-18 11:21:36
Document Index: 59986738

Matched Legal Cases: ['Art. 20', 'Art. 21', 'Art. 23', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

Zwangsvollstreckung im Ausland - Vollstreckungstitel liegt vor - was nun? | akademie.de
Handel mit dem AuslandEuropäischer Vollstreckungstitel: Zwangsvollstreckung im AuslandVollstreckungstitel liegt vor - was nun?
Und der Schuldner?
Die Gebühr für die Bestätigung einer Entscheidung als Europäischer Vollstreckungsbescheid beträgt bei Geld- und Sachforderungen 15 Euro (Nr. 1513 KV GKG), in arbeitsrechtlichen Angelegenheiten 12 Euro.
Auch der Europäische Vollstreckungstitel ist nicht ohne Hindernisse
Ist eine Übersetzung erforderlich, dann kann diese das ansonsten günstige Verfahren zur Erlangung eines Europäischen Vollstreckungstitels unwirtschaftlich machen, weil gerade bei geringen Forderungen die Kosten die Forderungshöhe schnell wieder überschreiten.
Die nach deutschem Recht erforderliche Zustellung des Europäischen Vollstreckungstitels kann gerade in den Ländern sehr viel Zeit in Anspruch nehmen, in denen es kein Meldesystem gibt und eigene Recherchen notwendig sind.
Die Bestätigung als Europäischer Vollstreckungstitel liegt vor - Wie geht es jetzt weiter?
Für die anschließende Zwangsvollstreckung im Mitgliedsstaat gilt jeweils das Recht des Mitgliedsstaates, in dem vollstreckt werden soll. Darüber hinaus ist das Vollstreckungsverfahren in Art. 20 Abs. 2 EuVTVO geregelt.
Folgende Unterlagen sind im Falle einer Zwangsvollstreckung im Vollstreckungsstaat vorzulegen:
Eine Ausfertigung der Entscheidung, die allerdings keine Vollstreckungsklausel beinhalten muss.
Eine Ausfertigung der Bestätigung als Europäischer Vollstreckungstitel.
Jetzt gilt es die nächste Hürde zu nehmen. Kennt der Mitgliedsstaat in dem die Zwangsvollstreckung durchgeführt werden soll die Sprache, in der die Bestätigung erteilt worden ist, nicht als Amtssprache, dann kann eine beglaubigte Übersetzung der Bestätigung gefordert werden.
Jetzt ist der Europäische Vollstreckungstitel im Mitgliedsstaat wie ein inländischer Titel zu behandeln.
Kann sich der Schuldner gegen die Zwangsvollstreckung zur Wehr setzen?
Auch im Ausland ist der Schuldner nicht wehrlos den Zwangsvollstreckungsmaßnahmen ausgesetzt. Allerdings sind seine Möglichkeiten sehr beschränkt. Stellt nämlich im Vollstreckungsmitgliedsstaat ein zuständiges Gericht fest, dass die als Europäischer Vollstreckungstitel bestätigte Entscheidung mit einer früher in einem Mitgliedsstaat oder einem Drittland ergangenen Entscheidung nicht im Einklang steht, dann kann der Schuldner gemäß Art. 21 EuVTVO einen Antrag auf Verweigerung der Zwangsvollstreckung stellen, vorausgesetzt,
die früher ergangene Entscheidung ist zwischen denselben Parteien aufgrund desselben Streitgegenstandes ergangen.
die früher ergangene Entscheidung ist im Vollstreckungsmitgliedsstaat ergangen oder die Voraussetzungen für die Anerkennung im Vollstreckungsmitgliedsstaat sind erfüllt und
die Unvereinbarkeit ist im gerichtlichen Verfahren des Ursprungslandes nicht geltend gemacht worden und konnte auch nicht geltend gemacht werden.
Mit seinem Antrag kann der Schuldner allerdings weder die ursprüngliche Entscheidung überprüfen lassen, noch die Rechtmäßigkeit der Bestätigung als Europäischen Vollstreckungstitel.
Liegen diese Voraussetzungen vor, dann bleibt die im Ursprungsmitgliedsstaat ergangene Entscheidung dort zwar weiterhin vollstreckbar, sie ist jedoch in dem Mitgliedsstaat in dem Sie jetzt mithilfe des Europäischen Vollstreckungstitels eigentlich vollstrecken wollten, nicht mehr vollstreckbar.
Hat der Schuldner dagegen Rechtsmittel gegen die als Europäischen Vollstreckungstitel bestätigte Entscheidung eingelegt, dann kann das zuständige Gericht im Vollstreckungsmitgliedsstaat auf Antrag des Schuldners die Vollstreckung gemäß Art. 23 EuVTVO
das Vollstreckungsverfahren auf Sicherungsmaßnahmen beschränken oder
die Vollstreckung von der Leistung einer von dem Gericht oder der befugten Stelle zu bestimmenden Sicherheit abhängig machen oder
in Ausnahmefällen auch das Vollstreckungsverfahren aussetzen.
Grünes Licht für das Europäische Mahnverfahren
Die EuVTVO ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zu einer Rechtsangleichung innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten und erleichtert die grenzüberschreitende Geltendmachung von unbestrittenen Forderungen.
Die Verordnung (EG) Nr. 1896/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 zur Einführung des Europäischen Mahnverfahrens, abgedruckt im ABl. EU L 399/01 vom 30.12.2006 ermöglicht es hingegen, von Vornherein einen Titel gegen den in einem EU-Mitgliedstaat ansässigen Schuldner zu erlangen, aus dem umgehend die Zwangsvollstreckung eingeleitet werden kann.
Das Europäische Mahnverfahren soll die grenzüberschreitende Geltendmachung unbestrittener Geldforderungen weiter vereinfachen und kostengünstiger gestalten. Das sind die Kernpunkte der Verordnung:
Die Zuständigkeit bestimmt sich nach dem Gemeinschaftsrecht, insbesondere der EuGVO.
Der Anwendungsbereich der Verordnung gleicht in wesentlichen Punkten dem der Verordnung über den Europäischen Vollstreckungstitel.
Wie beim Mahn- und Vollstreckungsbescheid ist der Antrag unter Verwendung des vorgeschriebenen Formblatts zu stellen.
Das Gericht prüft lediglich die Vollständigkeit und Schlüssigkeit des Antrags und erlässt den Europäischen Zahlungsbefehl.
Das Formular des künftigen Europäischen Zahlungsbefehls enthält im Wesentlichen die gleich Angaben wie wir sie heute vom Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides her kennen.
Der Antragsgegner hat im Gegensatz zum Mahn- und Vollstreckungsbescheid allerdings nur einmal nach Zustellung die Gelegenheit innerhalb einer Frist von 30 Tagen Einspruch gegen den Europäischen Zahlungsbefehl zu erheben, was letztendlich zur Überleitung in ein ordentliches Zivilverfahren führt.
Die Verordnung gilt in allen Mitgliedsstaaten außer Dänemark. Sie ist am 12. Dezember 2008 in Kraft getreten. Während das Europäische Mahnverfahren in erster Linie für die Geltendmachung nicht streitiger Forderungen geeignet ist, gibt es seit 2009 zudem die Möglichkeit, Geldforderungen im EU-Ausland grenzüberschreitend im streitigen Verfahren geltend zu machen. Allerdings dürfen die Geldforderungen den Wert von 2.000 Euro nicht übersteigen. Näheres dazu finden Sie in dem Beitrag: Das Europäische Verfahren für geringfügige Forderungen - so machen Sie kleinere Forderungen im EU-Ausland geltend.
Sowohl der Europäische Vollstreckungsbescheid als auch das Europäische Mahnverfahren erleichtern in vielen Fällen die grenzüberschreitende Geltendmachung von Forderungen. Zwar können damit längst noch nicht alle Forderungen in den Mitgliedsstaaten in vereinfachter Form geltend gemacht werden. Aber für viele Unternehmen erleichtert es die Forderungsbeitreibung beträchtlich.
Die Praxis zeigt allerdings, dass der Europäische Vollstreckungstitel noch nicht in allen EU-Mitgliedstaaten den Bekanntheitsgrad erreicht hat, der wünschenswert ist. Es treten daher immer wieder kleinere und größere Abwicklungsprobleme auf. Auch wenn längst noch nicht alle Hürden bei der grenzüberschreitenden Durchsetzung von Forderungen genommen worden sind, sind für Schuldner, die sich ins europäische Ausland abgesetzt haben, um ihren Gläubigern zu entkommen, definitiv bereits schlechte Zeiten angebrochen.
Zum Weiterlesen: Forderungen beitreiben - innerhalb und außerhalb Deutschlands
Forderungsmanagement, die Grundlagen - über korrekte Rechnungen, Mahnungen und Zahlungsverzug
Forderungsmanagement im Ausland - Wenn Sie Kunden (und Schuldner) im Ausland haben
Umgang mit Schuldnern - Schuldnertricks und wie man ihnen beikommt
Verfasst von Gast am 7. September 2017 - 3:25.
ich habe einen deutschen Titel aus einem Versäumnisurteil gegen einen Händler in Frankreich wegen Rücknahme eines KFZ´s. Wie gehe ich bei der titulierten Zwangsvollstreckung vor? Kann ich beim zuständigen Landgericht eine Bestätigung als europäischen Vollstreckungstitel ohne meinen Anwalt stellen?
G. Baro
Verfasst von Gast am 9. Februar 2017 - 16:31.
Hallo ich habe eine Frage, ich war Geschäftsführer und muss jetzt steuern zurück zahlen ich lebe in Deutschland arbeite in Dänemark und habe auch hier mein Konto angemeldet also kein pendel Konto. So jetzt sagt das Finanzamt wir können das von da auch eintreiben von der Arbeit und von Skat.. aber ich habe mich eben informiert und die sagen wir haben nichts mit Deutschland am Hut und die können nichts eintreiben wir verhandeln nicht mit denn. Und das haben 9 Mitarbeiter von Skat (Finanzamt Dänemark) gesagt sowas ist neu bei denn und die wissen nichts von sowas. Wenn ich ein Pendlerkonto hätte dann könnten sie es pfänden aber auf dänischen Boden können die nichts pfänden oder von der Arbeit eintreiben und von Skat stimmt es eig ?
Verfasst von Gast am 21. November 2017 - 12:52.
Zwangsvollstreckung GEZ in der Schweiz?
Verfasst von Gast am 14. November 2016 - 15:35.
meine Tochter lebt seit einem Jahr in der Schweiz und hat vorher in Deutschland ca. 1 Jahr keine GEZ Gebühr gezahlt. Ein Brief vom Gerichtsvollzieher wurde an die alte deutsche Adresse geschickt und dann an die schweizer Adresse mittels Nachsendeauftrag weitergeleitet. Meine Tochter klärte den Gerichtsvollzieher auf, sodaß er das Verfahren abgab, da er natürlich keine Befugnis hat in der Schweiz zu vollstrecken. Welche Konsequenzen kann das bei weiterer Nichtzahlung für meine Tochter haben (sie weigert sich weiterhin zu bezahlen)?
Sollte die Forderung zu Recht
Verfasst von Gast am 10. Februar 2017 - 17:35.
Sollte die Forderung zu Recht bestehen und tituliert sein, hat der Gläuber 30 Jahre (!) Zeit diese durchzusetzen.
Sollte Ihrer Tochter irgendwann wieder in Deutschland leben, könnte eine Realisierung der Forderung durch eine Konto- oder Lohnpfändung erfolgen.
Von einem eintrag im Schuldnervezeichnis (Stichwort "negative Schufa") ganz zu schweigen.
Warum will Ihre Tochter denn nicht zahlen, obwohl sie kraft Gesetzes dazu verpflichtet ist? ...so ein Verhalten geht i.d.R. nie gut.
Wenn Ihre Tochter meint die Forderung wäre nicht berechtigt, sollte Sie mit dem Gläuberiger Kontakt aufnehmen.
Verfasst von Gast am 18. Januar 2017 - 17:52.
Wenn die Tochter in der Schweiz gemeldet ist, zahlt sie dort die Billag (schweizer GEZ).
Sofern sie nicht mehr in Deutschland gemeldet ist, muss sie auch in D keine GEZ zahlen.
Falls sie noch in D gemeldet ist, dann empfehle ich, dass sie sich in D abmeldet und der GEZ ein Schreiben macht, dass sie bereits seit 1 Jahr nicht mehr in D lebt.
fristen?!?
Verfasst von Gast am 26. Februar 2017 - 11:09.
es gibt fristen die einzuhalten sind. wenn mich nicht alles täuscht greift eine abmeldung immer nur zum folgemonat in dem man diese vornimmt.
wenn die tochter vorher in deutschland zu recht angemeldet war, hätte sie kündigen müssen, als sie ins ausland gegangen ist.
kündigung vergessen = pech gehabt.
ob da kulanzweise etwas machbar ist, steht wohl auf einem anderen blatt.
Verfasst von Gast am 9. November 2016 - 13:58.
Ich habe ein Geschäft in Deutschland das von meiner Schwester in meiner Abwesenheit geführt wird.Ich lebe überwiegend in Italien. Nun habe ich eine Steuerprüfung gehabt und soll 26000€ nach zahlen. Das Geschäft habe ich zum 31.12.16 aufgelöst. Kann das Finanzamt die Forderung in Italien geltend machen?
Verfasst von am 11. November 2016 - 11:37.
Eine Rechts- oder Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Deshalb nur ganz allgemein: Eine titulierte Forderung in einem anderen EU-Staat durchzusetzen, ist selbstverständlich möglich. Das gilt auch für Forderungen aus einem Steuerbescheid. Ob die Finanzbehörden sich die Mühe machen, die Forderung im Ausland beizutreiben, ist eine andere Frage, möglich ist das sehr wohl.
in USA vollstrecken?
Verfasst von Gast am 31. Oktober 2016 - 15:25.
Hallo, aus dem Jahr 1995 habe ich einen vollstreckbaren Titel, dass 30 Jahre gültig ist.
Nun habe ich den Schuldner in San Diego, Kalifornien ausfindig gemacht. Er hat dort ein großes Geschäft. Wie kann ich gegen ihn vorgehen? Ist das überhaupt möglich (Abkommen? USA/ EG)?
Geht - aber Anerkennung notwendig
Verfasst von Gast am 31. Oktober 2016 - 15:40.
das geht, ist aber etwas umständlich, Du brauchst nämlich erstmal eine Anerkennung des deutschen Titels in den USA vor einem US-Gericht und dazu einen US-Anwalt vor Ort.
Lohnt also nur bei entsprechender Forderungshöhe und wenn dort wirklich was zu holen ist.
http://martensenwright.com/en/enforcing-foreign-judgments-in-california-...
http://harnisch-partner.de/vollstreckung-deutscher-urteile-in-usa/
Pfändung in Norwegen möglich?
Verfasst von Gast am 17. Oktober 2016 - 14:27.
Meine Tochter wohnt seit ca. 12 Jahren in Norwegen. Kann eine deutsche Behörde z.B. Sozialamt in Norwegen Pfändungen durchsetzen? Auf Grund einer noch nicht abgeschlossenen Erbschaftssache, sie kannte diesen Erben auch nicht, soll eine Summe zur Rückzahlung von einem Dahrlehn welches von der Sozialbehörde dem Verstorbenen, aus zur Zeit unerklärlichen Gründen gegeben wurde, eingefordert werden. Wenn sie das nicht bezahlt, hat sie dann mit Problemen bei einem Deutschlandbesuch zu rechnen?
Verfasst von Gast am 7. September 2017 - 8:43.
Sicherlich sind auch noch andere Aspekte im geschilderten Fall zu bedenken:
a) ab dem Zeitpunkt der Kenntnis eines Erbfalles kann man das Erbe innerhalb von 6 Wochen ausschlagen. Eine Person muss Kenntnis davon haben, dass sie Erbe des Erblassers ist. Erst ab Kenntnis fängt diese Zeit zu laufen an. Dies ist sicherlich bei einem Beitrag aus Oktober 2016 bereits erfüllt, könnte aber eine genauere rechtliche Prüfung erfordern.
b) ist die Ausschlagungsfrist verstrichen, gibt es i.d.R. noch die Möglichkeit die Einreden zu erheben, die die Pflicht des Erben zu Leisten auf die Höhe des Nachlasses beschränkt. Dies wäre bei einem Anwalt zu erfragen. So wie ich das bisher verstanden habe, kann es eine sogenannte Nachlassinsolvenz geben. Dabei muss der Erbe den gesamten Nachlass zur Verfügung stellen, haftet dann aber nicht für den Rest, der nicht durch den Nachlass befriedigt werden kann. Gibt es keine Vermögensgegenstände des Erblassers, dann muss der Erbe auch nichts zur Verfügung stellen. Ob diese Einrede auch noch zu einem Zeitpunkt eingelegt werden kann, zu dem bereits ein Titel erwirkt wurde, ist mir nicht bekannt.
Diese Antwort ist sicherlich nicht hilfreich, sollte der Titel unumstößlich sein. Aber im Recht ist vieles von mehreren Seiten zu betrachten.
Grundsätzlich ja - aber auch realistisch?
Verfasst von am 19. Oktober 2016 - 9:18.
bitte beachten Sie, dass wir keine Rechts- oder Einzelfallberatung anbieten, deshalb nur ganz allgemein:
Eine entscheidende Frage ist, ob die Behörde einen Titel hat. Im Zweifel wird man davon ausgehen können. Deutschland und Norwegen sind beide Vertragsparteien des Luganer Übereinkommens. Eine Zwangsvollstreckung ist damit möglich und richtet sich nach diesen Regeln. Die Frage ist in der Realität allerdings, ob eine deutsche Behörde sich die Mühe macht und über die notwendigen Kenntnisse verfügt, eine Zwangsvollstreckung in Norwegen in die Wege zu leiten.
Die Frage, ob Ihre Tochter bei der Einreise nach Deutschland mit Problemen rechnen muss ist auch eher theoretischer Art. Ds Nichtbezahlen von Rechnungen oder hier der Rückzahlung eines Darlehens, mit dem sie gar nichts zu tun hatte, ist für sich gesehen ja noch keine Straftat. (Ob andere Straftatbestände in Betracht kommen, lässt sich von hier aus nicht beurteilen.) Eine Pfändung bei der Einreise nach Deutschland ist zwar prinzipiell möglich, wenn bereits ein Titel vorhanden ist, aber dazu müsste die Behörde erst einmal in Erfahrung bringen, dass die Tochter am Tag X am Flughafen Y eintrifft. Bei der "Schnelligkeit" der Behörden ist nicht unbedingt damit zu rechnen.
Trotzdem ist so eine Situation unter Umständen sehr unbefriedigend. Deshalb kann es sinnvoll sein, sich um einen Vergleich mit der Behörde zu bemühen. Das kann durchaus gelingen.
Für konkrete Ratschläge wenden Sie sich am besten an einen Rechtsanwalt oder auch eine Schuldnerberatung.
Unterhaltstitel gegen einen Spanier vollstrecken
Verfasst von Gast am 12. Juni 2016 - 11:14.
spanischer Titel und einen anwalt hast du doch auch schon
Verfasst von Gast am 15. Juni 2016 - 8:11.
hallo, ich verstehe das Problem nicht recht wenn Du einen spanischen abogado hast und der schon ein Urteil erwirkt hat kann er sich nicht auch um die Vollstreckung kümmern? ansonsten gibt es ganz viele Inkassoleute die für deutsche in spanien geld eintrieben weil sich so viele Schuldner dahin absetzen - kneipe auf malle aufmachen aber in Duisburg-Hochfeld noch 50 mille schulden, so nach dem Muster. Einfach mal nach "inkasso in spanien" googeln
Inkassobüro-Ungarn-BRD-Österreich
Verfasst von Gast am 16. März 2016 - 10:52.
Jemand schuldet meinem Vater Geld
Verfasst von Gast am 3. Januar 2016 - 14:34.
EIN EHEMALIGER FREUND VON MEINEM VATER SCHULDET IHM 20000 EURO.MEIN VATER HAT AUCH EIN SCHRIFTLICHES SCHREIBEN VOM IHM DAS ER DAS GELD IHM SCHULDET.DA ER NICHT ARBEITET KANN MSN VON IHM HIER NICHTS BEKOMMEN.HABEN AUCH EINEN ANWALT EINGESCHALTET.WIR HABEN GEHÖRT DAS ER IN GRIECHENLAND EIN HAUS UND GRUNDSTÜCKE ETC HABEN SOLL.WIE KÖNNEN WIR WEITER VERFAHREN. DANKE
Verfasst von Gast am 7. September 2017 - 9:11.
Nun, ganz allgemein:
Schriftstücke, in der eine Person einer anderen eine Schuld anerkennen, die nicht von einem Notar beurkundet wurden, sind kein Titel.
Mit einem schriftlichen Schuldanerkenntnis kann man
a) einen Mahnbescheid im Urkundenverfahren oder regulärem Verfahren beantragen und wenn nicht widersprochen wird, einen Vollstreckungsbescheid beantragen.
Das Verfahren kann Online eingetragen und dann zu Hause ausgedruckt und per Post abgeschickt werden.
Bei 20.000,00 Euro liegen die Kosten bei 172,50 Euro für den Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid.
https://www.online-mahnantrag.de/omahn/Mahnantrag?_ts=343917-15047706583...
b) Einen Urkundenprozess oder normalen Prozess führen. Bei dieser Höhe geht es zum Landgericht und muss über einen Anwalt geführt werden. Dies ist viel teurer als das gerichtliche Mahnverfahren, welches Sie noch selbst beantragen können.
c) Der Gläubiger ist bereit einen notarielles Schuldanerkenntnis mit sofortiger Zwangsvollstreckungsklausel abzugeben. Das ist aus meiner Sicht das beste. In diesem Schuldanerkenntnis kann der Schuldner auch gleich seine Vermögenserklärung abgeben und seine Vermögensgegenstände in Griechenland offenlegen und Belege hinzufügen.
Erst wenn ein Titel entweder per rechtskräftigem Vollstreckungsbescheid oder per Urteil oder per notariellem Schuldanerkenntnis erworben wurde, kann überhaupt im europäischen Ausland vollstreckt werden. Im Übrigen könnte auch in Deutschland vorher nicht vollstreckt werden.
Wenn bereits ein schriftliches Schuldanerkenntnis besteht, könnte es für den Schuldner sinnvoll sein einem Titel beim Notar einzuwilligen, weil die Kosten günstiger als bei Gericht sind. Das gerichtliche Mahnverfahren ist allerdings in der Regel das günstigste für alle Beteiligten.
Sicherlich reicht es nicht aus zu wissen, dass jemand etwas im Ausland besitzt. Sie sollten daher auch in Erfahrung bringen, wo die Immobilie ist und weitere Vermögensgegenstände sind. Man könnte ja in einem solchen Fall mal im Einvernehmen mit dem Schuldner einen Urlaub in seinem Haus verbringen, um die Lage der Immobilie zu erfahren. Das wird natürlich noch nicht ausreichen um sicher zu sein, dass diese Immobilie auch tatsächlich dem Schuldner gehört.
Sie müssen sich daher überlegen, wie Sie an die Kenntnis dieser Vermögensgegenstände kommen, die dem Schuldner gehören. Mit einem Titel können Sie den Schuldner dazu durch einen Gerichtsvollzieher auffordern lassen seine Vermögensverhältnisse aufzudecken. Sie können den Gerichtsvollzieher darauf hinweisen, dass es eine Immobilie und Vermögensgegenstände in Griechenland gibt. Der Schuldner würde sich bei einer falschen eidesstattlichen Erklärung strafbar machen.
Vielleicht haben Sie auch noch andere Möglichkeiten die Vermögensgegenstände des Schuldners in Griechenland herauszufinden.
Europäischer Vollsreckungstitel
Verfasst von Gast am 18. Dezember 2015 - 15:42.
Insolvenz von deutscher Firma
Verfasst von Gast am 23. November 2015 - 15:05.
Vollstreckung in Monaco
Verfasst von Gast am 26. Oktober 2015 - 9:47.
Es geht um eine Forderung gegen jemanden, der seinen Wohnsitz in Monaco hat. Ich gehe davon aus, das ich einen deutschen Gerichtsstand begründen kann, um einen Titel zu erwirken. Ich bin aber nicht sicher, ob und wie ich den Titel in Monaco vollstrecken lassen kann. Monaco ist kein Teil der EU (nur an die Währungsunion und den Schengen-Raum angebunden) und unterfällt daher weder der EuGVO (Brüssel I) noch dem Lugano-Übereinkommen (LügÜ). Andere Abkommen zwischen Deutschland und Monaco konnte ich bisher nicht finden.
Gibt es Möglichkeiten, die Vollstreckung in Monaco zu betreiben?
Leider können wir diese Frage
Verfasst von am 26. Oktober 2015 - 11:19.
Leider können wir diese Frage nicht beantworten. Zwischen Deutschland und Monaco gibt es lediglich ein Übereinkommen bezüglich der Durchsetzbarkeit von Schiedssprüchen, soweit uns bekannt. Es dürfte daher eine Frage des Einzelfalls sein, ob ein deutsches Urteil in Monaco anerkannt und dann daraus vollstreckt werden kann. Das Ganze sollten Sie auf jedem Fall mit einem Fachanwalt besprechen, der Kontakte nach Monaco hat, bevor eine Klage eingereicht wird.
Vollstreckung Oesterreich
Verfasst von Gast am 8. September 2015 - 7:35.
Sind Titel welche rechtskräftig sind ebenso wie in Deutschland 30 Jahre gültig in OesterreichSind ??oder verfallen die eher ? Gibt es einen Unterschied zwischen der Exekution eines oesterreichischen Titel bzw dem europäischen anerkannten ? Ich möchte als Deutscher in Oesterreich arbeiten ? Können die Gläubiger pauschal bei irgendeinem Gericht den europäisch anerkannten Titel bei jedem Gericht in Österreich beantragen oder nur wohnortnah bzw müssen sie wissen wo ich arbeite? Wenn in Österreich nichts gegen mich vorliegt tauschen sich Finanzämter aus wenn kein strafbarer Vorfall vorliegt ? Inwiefern kann auf Grund von Titeln wenn man nicht zu finden ist ein Haftbefehl zur erneuten Abgabe der eidesstattlichen Versicherung erlassen werden ?
Unterhaltspflicht abschütteln, wie?
Verfasst von Gast am 11. September 2015 - 8:38.
Wieder ein verantwortungsloser Vater, der nicht zahlen will für seine Kinder und sich dann halt ins Nachbarland absetzt. Stimmt's?
vollstreckung eines spanischen Titels im laufenden Verfahren?
Verfasst von Gast am 16. März 2015 - 22:41.
Ich führe seit Jahren einen Prozess gegen einen spanischen TV-Sender wegen unrechtmässiger Nutzung von Bewegt-Bildern, die mir gehören.
Die erste Instanz habe ich gewonnen und sowohl Schadenersatz als auch die entsprechenden Lizenzgebühren zugesprochen bekommen. Die unrechtmässige Nutzung selbst ist nicht strittig. Wie im spanischen Recht üblich konnte ich nach der ersten Instanz meinen Anspruch geltend machen und habe Schadenersatz und Lizenzgebühr bekommen. Doch in der zweiten Instanz hat der TV-Sender mit einem Kniff gewonnen und versucht nun zurück zu vollstrecken. Währenddessen wird mein Einspruch vor dem Tribunal Superior verhandelt, der sogar nun ein Rechthilfegesuchen an den EuGh gerichtet hat, da klar ist, dass die Entscheidung der zweiten Instanz (gegen mich) wohl nicht mit europäischem Recht zu vereinbaren ist. Währenddessen lässt die Gegenseite nichts unversucht zu vollstrecken, das spanische Gericht (der zweiten Instanz) will nun das Landgericht in meiner Stadt um Lohnpfändung bitten, deren Schruftsätze werden gerade ins Deutsche übersetzt . Meine konkrete Frage: Würde ein deutsches Gericht eine Pfändung für ein spanisches Gericht durchführen, auch wenn der Rechtsstreit noch gar nicht final entschieden ist?
Vollstreckbares Urteil - Titel durchsetzbar
Verfasst von Gast am 17. März 2015 - 11:34.
wenn das Urteil der zweiten Instanz für vollstreckbar erklärt wurde, dann kann der Titel auch über ein deutsches Gericht durchgesetzt werden.
Und im Gegenzug können Sie dann bei einem neuen Urteil wieder in Spanien aktiv werden.
Vollstreckung nach Schweden?
Verfasst von Gast am 6. Februar 2015 - 17:45.
Vollstreckung in Schweden
Verfasst von am 9. Februar 2015 - 12:13.
Eu-Verodnung 805/2004
Verfasst von Gast am 3. Januar 2015 - 10:00.
Alles soweit klar doch stellt sich eine Frage die hier etwas komplexer zu sein scheint.
Wenn der Schuldner keinem Urteil weder einer Vollstreckung widersprochen hat, wäre dann ja theoretisch das Urteil im Ausland vollstreckbar, wenn die Möglichkeit der Vollstreckung im Inland nicht gegeben ist.
Aber wenn es um Arbeitsrechtliche Anforderungen gilt, kommt eine Kollision zwischen dieser Verordnung und des Artikels 18 Abschnitt 5 der EG-Verordnung 44/2001 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von....usw
Jetzt stellt sich mir die Frage ob die EG-Verodnung 44/2001 in einer unbeschrittenen Forderung gilt oder lediglich für die beschrittenen Forderung und was wäre dann in diesem Fall angebracht.