Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20R%2016/11
Timestamp: 2019-10-19 13:40:42
Document Index: 341078626

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 12', '§ 12', '§ 66', '§ 4', '§ 66', '§ 4', '§ 4', '§ 12', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 278']

BFH, 15.09.2011 - V R 16/11 - dejure.org
https://dejure.org/2011,7785
BFH, 15.09.2011 - V R 16/11 (https://dejure.org/2011,7785)
BFH, Entscheidung vom 15.09.2011 - V R 16/11 (https://dejure.org/2011,7785)
BFH, Entscheidung vom 15. September 2011 - V R 16/11 (https://dejure.org/2011,7785)
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§ 4 Nr 18 UStG 1993, § 4 Nr 18 UStG 1999, § 12 Abs 2 Nr 10 UStG 1993, § 12 Abs 2 Nr 10 UStG 1999, § 66 AO
UStG § 4 Nr. 18 Buchst. b; AO § 66
Steuerfreie Leistungen eines Behindertenfahrdienstes
Umsatzsteuerbefreiter Behindertenfahrdienst
Leistungen eines Behindertenfahrdienstes umsatzsteuerfrei
FG Sachsen, 16.11.2010 - 8 K 326/10
BFHE 235, 521
Daher muss die Leistung dem nach der Satzung begünstigten Personenkreis selbst unmittelbar und nicht nur mittelbar zugutekommen (BFH-Urteile vom 7. November 1996 V R 34/96, BFHE 181, 532, BStBl II 1997, 366; vom 18. März 2004 V R 101/01, BFHE 205, 342, BStBl II 2004, 798, jeweils Leitsatz 1; vom 15. September 2011 V R 16/11, BFHE 235, 521).
bb) Entscheidend ist dabei, dass es sich um personenbezogene Leistungen handelt, die unmittelbar den begünstigten Personen zugutekommen (vgl. BFH-Urteile in BFHE 181, 532, BStBl II 1997, 366, unter II.2.c;… vom 23. Juli 2009 V R 93/07, BFHE 226, 435, BFH/NV 2009, 2073, unter II.3.b; in BFHE 235, 521).
Entscheidend ist, dass die Leistungen ohne Zwischenschaltung Dritter --tatsächlich-- an die nach der Satzung begünstigten Personen selbst erbracht werden (BFH-Urteil in BFHE 235, 521).
Etwas anderes ergibt sich nicht aus dem Senatsurteil vom 15. September 2011 V R 16/11 (BFHE 235, 521), denn diese Entscheidung betrifft das Merkmal der Unmittelbarkeit i.S. von § 4 Nr. 18 Buchst. b UStG.
Eine solche Einschränkung enthält § 4 Nr. 22 Buchst. a UStG --anders als § 12 Abs. 2 Nr. 8 Buchst. a UStG-- nicht (vgl. zu § 4 Nr. 18 UStG BFH-Urteil vom 15. September 2011 V R 16/11, BFH/NV 2012, 354).
Dies ist als gesetzgeberische Entscheidung hinzunehmen (vgl. zu § 4 Nr. 18 UStG BFH-Urteil in BFH/NV 2012, 354).
Für die Frage der Unmittelbarkeit ist ferner irrelevant, ob die Klägerin in umsatzsteuerlicher Hinsicht Leistungen an den Landkreis (so wohl BMF-Schreiben vom 27. Dezember 1990, BStBl. I 1991, 81, Tz. II. 1.) erbrachte oder ob es umsatzsteuerlich allein darauf ankommt, wem die Leistung tatsächlich zu Gute kommt (so BFH, Urteil vom 15. September 2011 V R 16/11, zur Veröffentlichung bestimmt, zur Frage der Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 18 Umsatzsteuergesetz, vgl. auch BFH…, Urteil vom 01. Dezember 2010 XI R 46/08 BFH/NV 2011, 711, zum Leistungsaustausch beim Einsatz von Notärzten).
Das Gericht folgt vielmehr der Entscheidung des BFH in dessen Urteil vom15. September 2011 - V R 16/11 - (BFH/NV 2012, 354), wonach die Voraussetzung des § 4 Nr. 18 Buchst. b UStG, dass die Leistungen unmittelbar dem begünstigten Personenkreis zugute gekommen sein müssen, unabhängig von der Frage zu klären ist, wer Vertragspartner der Wohlfahrtseinrichtung geworden ist.
Die Einschaltung eines selbständigen Dritten als Erfüllungsgehilfen i. S. d. § 278 BGB ist hierfür unschädlich, da die Transporte den Behinderten jedenfalls unmittelbar zu Gute kommen (vgl. zu Behindertentransporten ausdrücklich BFH vom 15.09.2011 - V R 16/11, BFH/NV 2012, 354).