Source: https://www.bundesaerztekammer.de/aerztetag/beschlussprotokolle-ab-1996/107-daet-2004/top-v-fortbildung/muster-satzungsregelung-fortbildung-und-fortbildungszertifikat/
Timestamp: 2019-04-22 14:00:18
Document Index: 38407621

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 12', '§ 7', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 8']

Ärztetag Beschlussprotokolle ab 1996 107. DÄT 2004 TOP V: Fortbildung (Muster-)Satzungsregelung Fortbildung und Fortbildungszertifikat
Auf Antrag des Vorstandes der Bundesärztekammer (Drucksache V-01) unter Berücksichtigung der Anträge von Dr. Holzborn (Drucksache V-01b), Dr. Pickerodt (Drucksache V-01g), Herrn Büchner und Dr. Boie (Drucksache V-01fneu) beschließt der 107. Deutsche Ärztetag mit großer Mehrheit:
Der 107. Deutsche Ärztetag nimmt die anliegende (Muster-)Satzungsregelung Fortbildung und Fortbildungszertifikat zustimmend zur Kenntnis und bittet die Landesärztekammern, die (Muster-)Satzungsregelung auf der Basis der hier formulierten Rahmenbedingungen einzuführen. Er beauftragt den Deutschen Senat für ärztliche Fortbildung, diese Bemühungen zu begleiten und zu koordinieren.
(Muster-)Satzungsregelung
Soweit die Fortbildung insbesondere durch Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen nach Abs. 3Nr. 2 erfolgt, soll der Arzt oder die Ärztin der Fortbildungspflicht durch die Wahrnehmung von Fortbildungsmaßnahmen entsprechen, welche die Kammer anerkennt.
Ein Fortbildungszertifikat wird erteilt, wenn der Arzt oder die Ärztin innerhalb eines der Antragstellung vorausgehenden Zeitraums von [drei][fünf] Jahren Fortbildungsmaßnahmen abgeschlossen hat, welche in ihrer Summe die nach den Regeln des § 6 ermittelte Mindestbewertung von [150] [250] Punkten erreichen.
Für den Erwerb des Fortbildungszertifikats können nur die in § 6Abs. 2 geregelten Fortbildungsmaßnahmen wahrgenommen werden; ferner ist die vorherige Anerkennung der anzurechnenden Fortbildungsmaßnahmen nach Maßgabe des § 7Voraussetzung. § 12bleibt unberührt. Das Anerkennungsverfahren richtet sich nach §§ 7bis 11.
Die Fortbildungsmaßnahmen werden mit Punkten bewertet. Grundeinheit ist eine 45-minütige Fortbildungseinheit. Die Kategorien und die Bewertungsskala im Einzelnen ergeben sich aus Absatz 2.
wenn kein Einzelnachweis entsprechend Kategorie A bzw. C erfolgt, 3 Punkte pro ? Tag bzw. 6 Punkte pro Tag
Die Ärztekammer erlässt ergänzende Richtlinien zur Bewertung der Fortbildungsmaßnahmen, bei denen sie die bundeseinheitlichen Kriterien zugrundelegt. Die Richtlinien enthalten auch die Ausnahmen, bei denen die Höchstanrechnung von Bewertungspunkten in begründeten Ausnahmefällen in den einzelnen Kategorien bei ansonsten gleichwertiger Fortbildung überschritten werden darf.
Grundsätzlich können nur solche Fortbildungsmaßnahmen der Kategorien A bis D, G und H des § 6 Abs. 2 der Erteilung des Fortbildungszertifikats zugrundegelegt werden, welche vor ihrer Durchführung von einer Ärztekammer anerkannt worden sind. Über Maßnahmen der Kategorie F des § 6 Abs. 2 muss der Arzt oder die Ärztin bei Stellung des Antrags auf Erteilung des Fortbildungszertifikats einen geeigneten Nachweis führen.
Die Fortbildung soll grundsätzlicharztöffentlich sein. Veranstalter und Referenten müssen der Ärztekammer ökonomische Verbindungen zur Industrie offen legen.
Zum Anerkennungsverfahren beschließt der Vorstand der Ärztekammer Richtlinien. Die Richtlinien bestimmen einheitlich für alle in Betracht kommenden Maßnahmen der Kategorien A bis D, G und Hdes § 6 Abs. 2 die Voraussetzungen zur Anerkennung unter Zugrundelegung der Kriterien der Bundesärztekammer im Hinblick auf folgende Einzelheiten:
Der Arzt oder die Ärztin müssen einen Nachweis über die Art der Fortbildung führen, der es gestattet, die Einhaltung der Kriterien nach § 8