Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81250000052.htm
Timestamp: 2018-11-19 10:14:57
Document Index: 156972561

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 2', '§ 5', '§ 5', '§ 8', '§ 59', '§ 65']

1.25.052 Haigern
Verordnung des Landratsamtes Heilbronn als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Haigern" vom 9. April 1992 (Amtsbl. Stadt- und Landkreis Heilbronn vom 16.04.1992).
Auf Grund von §§ 22, 58 Abs. 3 und 4 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), zuletzt geändert durch das Biotopschutzgesetz vom 19. November 1991 (GBl. S. 701) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinden Talheim und Flein werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Haigern".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von ca. 47,4 ha.
(2) Das Schutzgebiet liegt auf den Gemarkungen Talheim und Flein. Es umfaßt im wesentlichen die Kuppe des Haigern und den Haigernhang südwestlich von Flein. Vom Schutzgebiet erfaßt oder berührt werden die Gewanne "Haigern", "Schindersgrube", "Schaftrieb", "Lochäcker", "Steinäcker", "Haigernäcker" und "Kurze Hart".
(3) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000 und einer Flurkarte im Maßstab 1:2500 schwarz mit grüner Anschummerung eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung (Anlage). Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Heilbronn und den Bürgermeisterämtern Talhein und Flein zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
Schutzzweck ist die Erhaltung der landschaftlichen Vielfalt, Eigenart und Schönheit des Haigerns und seines besonderen Erholungswertes für die Allgemeinheit. Zu sichern sind insbesondere die Heckenraine, Streuobstbestände und Wiesen als landschaftsprägende Elemente und ökologisch bedeutsame Lebensräume für Tiere und Pflanzen.
1. In dem Landschaftsschutzgebiet sind alle Handlungen verboten, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen, insbesondere wenn dadurch
1. Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.
8. Anlage oder Veränderung von Flugplätzen einschließlich Start- und Landeplätze für Modellflugzeuge und Flugdrachen;
9. Betrieb von Motorsport;
13. Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als 0,5 ha;
14. Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Anlage von Kleingärten, Umbruch von Wiesen oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;
15. Beseitigung von Obstbäumen in Streuobstbeständen;
16. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie freistehende Bäume oder Baumgruppen in der offenen Landschaft, Hecken, Gebüsche, Raine, Feldgehölze und ähnliche Naturerscheinungen, die zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke; ausgenommen sind Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nrn. 13 bis 16;
3. für die ordnungsmäßige Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 16;
6. für die Beseitigung von einzelnen absterbenden Obstbäumen, wenn anstelle des alten Baumes auf dem Grundstück ein junger Obstbaum (Hochstamm) gepflanzt wird.
§ 8 Heilung von Verfahrensmängeln
Eine Verletzung der in § 59 des Naturschutzgesetzes genannten Verfahrens- und Formvorschriften ist nur beachtlich, wenn sie innerhalb eines Jahres nach dem Erlaß dieser Rechtsverordnung gegenüber dem Landratsamt Heilbronn schriftlich geltend gemacht worden ist. Der Sachverhalt, der die Verletzung begründen soll, ist darzulegen.
Ordnungswidrig im Sinne des § 65 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes handelt, wer in dem Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig
Heilbronn, den 9. April 1992
Czernuska, Landrat