Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20120424_OGH0002_0020OB00056_12T0000_000&IncludeSelf=False&ShowPrintPreview=True
Timestamp: 2019-08-19 08:35:59
Document Index: 332513395

Matched Legal Cases: ['OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1325', '§ 75', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§82', '§ 82', '§ 2', '§ 2', '§ 2', 'OGH', '§ 82', '§82', 'OGH', 'OGH', '§83', '§ 82', '§ 1311', 'OGH', 'OGH', '§ 82', '§ 1311', '§ 82', 'OGH', 'OGH', '§82', '§ 82', 'OGH', 'OGH', '§24', 'OGH', 'OGH', '§ 24', 'OGH', 'OGH', '§24', '§454', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 82', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 2Ob56/12t - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 2Ob187/75 8Ob219/75 2Ob...
RS0022946
2Ob187/75; 8Ob219/75; 2Ob163/75; 7Ob519/78; 7Ob650/78; 4Ob91/78; 1Ob658/83; 7Ob602/85; 5Ob578/87; 3Ob513/87; 1Ob44/89; 1Ob25/91; 3Ob87/93; 3Ob501/94; 2Ob64/98w; 2Ob172/99d; 2Ob18/98f; 3Ob190/99h; 7Ob170/11t; 7Ob185/11y; 2Ob56/12t; 1Ob103/14z; 1Ob97/15v; 1Ob186/16h; 3Ob91/17d; 9Ob69/17p; 7Ob78/18y; 1Ob51/19k
Zur Frage rechtswidrigen Handelns. - Die Gefährdung absolut geschützter Rechte ist grundsätzlich verboten.
2 Ob 187/75
Entscheidungstext OGH 18.09.1975 2 Ob 187/75
Veröff: ZVR 1976/229 S 243
Vgl; Beisatz: Bei Verletzung fremder absolut geschützter Rechte ist das Rechtswidrigkeitsurteil nur auf Grund umfassender Interessenabwägung zu finden. (T1)
Vgl; Beis wie T1; Veröff: SZ 48/109 = ZVR 1976/318 S 335
7 Ob 519/78
Entscheidungstext OGH 16.02.1978 7 Ob 519/78
Beis wie T1; Beisatz: Rechte auf körperliche Unversehrtheit. (T2)
Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Persönlichkeitsrecht (T3) Veröff: SZ 51/146 = Arb 9742 = ZAS 1979,176 (hiezu mit Anmerkung von Marhold) = DRdA 1979,394 (hiezu mit Anmerkung von Reischauer)
Vgl aber; Beisatz: Es ist heute aber allgemein anerkannt, daß aus einer Beeinträchtigung eines absoluten Rechtes allein noch nicht zwingend auf die Rechtswidrigkeit der Handlung geschlossen werden kann. (T4) Veröff: SZ 56/124 = ÖBl 1984,18 = EvBl 1984/60 S 241 = JBl 1984,492 = GRURInt 1985,340
Vgl; Beis wie T1; Beis wie T4
Beis wie T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 60/176
nur: Zur Frage rechtswidrigen Handelns. (T5); Beis wie T1 nur: Das Rechtswidrigkeitsurteil nur auf Grund umfassender Interessenabwägung zu finden. (T6) Veröff: SZ 63/166
Vgl; nur T5; Beis wie T6; Veröff: JBl 1992,253
Auch; nur T5; Beis wie T1; Veröff: SZ 66/141
Vgl; nur T5; Beis wie T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 67/92
Beis wie T2; Beisatz: Es ist zu prüfen, ob gegen eine Verhaltenspflicht verstoßen wurde. (T7)
Beis wie T2; Beis wie T7; Beisatz: Eine Handlungspflicht kann sich für den Gehilfen aus den ihm erteilten Auftrag ergeben. (T8)
nur: Die Gefährdung absolut geschützter Rechte ist grundsätzlich verboten. (T9)
nur T9; Beisatz: Daraus werden Sorgfalts‑ und Verkehrssicherungspflichten abgeleitet (so schon 7 Ob 24/02h mwN). (T10)
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0022946
JJR_19750918_OGH0002_0020OB00187_7500000_001
Rechtssatz für 5Ob540/78 2Ob56/12t 3Ob...
RS0023550
5Ob540/78; 2Ob56/12t; 3Ob91/17d
Aus § 1325 ABGB und aus den Bestimmungen des Strafgesetzbuches über strafbare Handlungen gegen Leib und Leben (§§ 75 ff StGB) ergibt sich die Anerkennung des absoluten, dh einen Schutz gegen jedermann genießenden Persönlichkeitsrechtes auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
Veröff: EvBl 1979/10 S 46 = SZ 51/89
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0023550
JJR_19780613_OGH0002_0050OB00540_7800000_003
Rechtssatz für 7Ob650/78 3Ob513/87 3Ob...
RS0008996
7Ob650/78; 3Ob513/87; 3Ob190/99h; 2Ob56/12t; 3Ob91/17d
Das Recht auf körperliche Unversehrtheit ist ein von der Rechtsordnung als absolut anerkanntes Persönlichkeitsrecht.
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0008996
JJR_19780907_OGH0002_0070OB00650_7800000_001
Rechtssatz für 2Ob194/79 1Ob34/05i 2Ob...
RS0027655
2Ob194/79; 1Ob34/05i; 2Ob56/12t
StVO §82
Durch die Vorschrift des § 82 StVO 1960 soll im Interesse der Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs nicht nur die Benützung der Fahrbahn (§ 2 Abs 1 Z 2 StVO 1960), sondern auch daran anschließender Teile der Straße (§ 2 Abs 1 Z 1), etwa der Straßenbankette (§ 2 Abs 1 Z 6) zu verkehrsfremden Zwecken eingeschränkt werden.
2 Ob 194/79
Entscheidungstext OGH 22.01.1980 2 Ob 194/79
Veröff: ZVR 1980/344 S 373
Vgl auch; Beisatz: Unter diesem Gesichtspunkt ist vom Schutzzweck des § 82 StVO die Verhinderung der Verengung der Gehsteigbreite durch verkehrsfremde Benützung des Gehsteigs und aller in diesem Zusammenhang auftretenden Gefahren für die körperliche Sicherheit von Fußgängern umfasst, um deren leichtes, flüssiges und sicheres Vorankommen zu ermöglichen. (T1); Beisatz: Hier: Die Verhinderung von Gefahren, die sich für Passanten allein aus dem allfälligen Umstürzen von am Gehsteig zu Werbezwecken aufgestellten, nicht standsicheren Verkaufsständern ergeben, ist vom Normzweck des §82 StVO hingegen nicht mitumfasst. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0027655
JJR_19800122_OGH0002_0020OB00194_7900000_002
Rechtssatz für 2Ob194/79 2Ob207/81 (2Ob...
RS0027673
2Ob194/79; 2Ob207/81 (2Ob208/81); 2Ob53/99d; 1Ob34/05i; 2Ob279/05a; 2Ob174/06m; 2Ob89/07p; 2Ob56/12t
StVO §83
Die §§ 82 und 83 StVO 1960 sind Schutznormen im Sinne des § 1311 ABGB, deren Zweck der Schutz der Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs ist.
2 Ob 207/81
Entscheidungstext OGH 01.12.1981 2 Ob 207/81
2 Ob 53/99d
Entscheidungstext OGH 25.02.1999 2 Ob 53/99d
nur: Die §§ 82 und 83 StVO 1960 sind Schutznormen im Sinne des § 1311 ABGB. (T1)
Beisatz: Unter diesem Gesichtspunkt ist vom Schutzzweck des § 82 StVO die Verhinderung der Verengung der Gehsteigbreite durch verkehrsfremde Benützung des Gehsteigs und aller in diesem Zusammenhang auftretenden Gefahren für die körperliche Sicherheit von Fußgängern umfasst, um deren leichtes, flüssiges und sicheres Vorankommen zu ermöglichen. (T2)
Vgl; Vgl Beis wie T2
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0027673
JJR_19800122_OGH0002_0020OB00194_7900000_003
Rechtssatz für 2Ob56/12t
RS0127919
StVO §82 Abs2
Macht die Klägerin nicht den im Verwaltungsverfahren zu entscheidenden Anspruch des Staats auf verwaltungsrechtliche Bestrafung des Klägers wegen Verstoßes gemäß § 82 Abs 2 StVO, sondern vielmehr einen auf verschiedene Umstände gestützten zivilrechtlichen Unterlassungsanspruch geltend, so gehört dieser Anspruch vor die ordentlichen Gerichte.
ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127919
JJR_20120424_OGH0002_0020OB00056_12T0000_001
RS0127920
StVO §24 Abs3 litb
Von einer Hauseinfahrt kann nicht gesprochen werden, wenn die Randsteine des Gehsteigs vor einem Haustor nicht abgeschrägt sind.
ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127920
JJR_20120424_OGH0002_0020OB00056_12T0000_002
RS0127921
Das Parkverbot gemäß § 24 Abs 3 lit b StVO gilt nur auf die Breite und nur unmittelbar vor der Einfahrt.
ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127921
JJR_20120424_OGH0002_0020OB00056_12T0000_003
RS0127922
StVO §24
ZPO §454
Ein nach der StVO zulässiges Parken stellt, auch wenn dieses zwangsläufig Auswirkungen auf die Parkmöglichkeiten anderer Fahrzeuge hat, jedenfalls keine Besitzstörung dar.
ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127922
JJR_20120424_OGH0002_0020OB00056_12T0000_004
RS0127923
Unter Besitzstörung versteht man jede tatsächliche Beeinträchtigung der Herrschaft.
ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127923
JJR_20120424_OGH0002_0020OB00056_12T0000_005
RS0127924
Wird ein Wohnmobil ohne Kennzeichen und ohne diesbezügliche Bewilligung gemäß § 82 Abs 2 StVO, ansonsten aber ordnungsgemäß auf einer Straße abgestellt, so begründet dieses Abstellen für sich allein keine Besitzstörung.
ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127924
JJR_20120424_OGH0002_0020OB00056_12T0000_006
RS0127925
Für einen Unterlassungsanspruch eines Verkehrsteilnehmers gegen einen anderen aufgrund dessen Verstoßes gegen eine Vorschrift der StVO besteht keine Anspruchsgrundlage. Die Ahndung von Verstößen gegen die StVO steht somit grundsätzlich den Verwaltungsbehörden, nicht aber Privaten im Weg der Unterlassungsklage zu.
ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127925
JJR_20120424_OGH0002_0020OB00056_12T0000_007