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Timestamp: 2020-01-22 17:11:14
Document Index: 173222247

Matched Legal Cases: ['§8', '§ 46', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§85']

1917 / 242 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger)
1917 / 242 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
E S mea:
A BAESES
bruar 1916 (RGNIl. S. 89) ist für die folgenden Unter- nehmungen die Zwangsverwaltung angeordnet worden.
TT7S. Liste.
Erbanteile: Der Erbante!l des frarzösishen Staatsang-börfgen H iotch Viktor Em!l Metzger, Pritefsor in La Trouche bei Gr noble, am Nadlaß der am 27. Februar 1913 verstorbenen Witwe Eugen H-in ih Metzger, St-fante Katharira Henriette oeb. A-bogast, in Straßburg (Zw ngsverwalier: Exzellenz M'nd l, U-terstaati)ekr 1är a. D., in Straßburg.)
Straßburg, den 3. Oktober 1917. Ministerium für Elsaß Lothringen. Abteilung des Jnnern. J. A.: Dittmar.
Auf Grund der Verordnungen, betreffend die zwangs- weise Verwaltung französisher Unternehmungen vom 26. November 1914 (RGBl. S. 487) und vom 10. Fe- bruar 1916 (RGBl. S. 89) ist für die folgenden Unternehmungen die Zwangsverwaltung angeordnet worden.
576. Liste.
Vermögens8massen: Das çesomte im Anlande befindliGe Ver- mögen des franzôsishen Stoaottangehörigen Biktor Kolb, Seneral a. D. in Neuily #\/S. Die zu tem Ge samtyermögen gehörenden Giundstüde in Markoltheim, welche durch Erlaß des Herrn Reichskan,lers vom 4. August 1917 II1 A Ÿ 4124 urter Liquidation gestellt worden sind, werden von der vorstehend an- geordneten Zmwangtverwa!tung hiermit ou8genommen (Zwangs- bera alter: RNehtéanwa!|t C amer in Schlettstadt).
Bekanntmachunses.
Die auf Grund tes §8 1 ter Bekanrtmackunag vom 23. Stp- tewber 1915, betr. die Ferobalturg unzuveläifiger Peisonen vom Haz-del, unter dm 31. Jul: 1917 vertügte Unteisagung der Foit- jübrung des Hoi1eibetriebes des Ku hceti:lbesiße1s Theodor Ernst Wtegrayß von hier wird wieder aufaeboben.
Krakow (M-ckl.), den 6. Oktober 1917.
Der Maçist:at. Struck.
Dem O'ft-, Gemü'e- und Südfruchttändler Ma!snus Kor- nelius Ickobu-r Kerstens, wohnbast hier, Zwinglistraße 115, wird auf Grund de: Burdis @th-rord1 ung vem 23. September 1915 der Handel mit Ott, Gemüse und Südfrüchten untersagt urter Aufe legurg d r Kosten d'e\s Vei fah1ent.
Bren en, der 6. Oktober 1917.
D'e Polizeidi: ekiton, Abt. 1. Steengrafe.
Seine Majestät der König haber Aller gnädigst geruht:
dem Di ektor des Ve1eins Deu!scher Jngerieure, Regie-
runcsbaun eister a. D. Tied:ih Meyer in Be!lin: Heerstraße den Charakter als Baurat zu ve: leihen
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den Schwestern Roscmary Ot'ony Alexandra Jda Bertha He1m ne Siegried Edith Hedwig und Elisabe1h-Charlotte PDiarie Emma A'exandrine Burahorda BVertie Grußdorf in Kiel, Stieftöchter des verstorbenen Korvettenkapitäns Günther Emanuel Emil Max Otio von Zerboni dîi Sposetti, den ati unter dem ¡Namen von Zerboni di Sposetti zu ver- eihen.
Der bisherige Obermaler der Königlichen Porzellan» manufaktur Lang ist zum Malereivor steher bei der Königlichen Porzellanmanufaktur in Berlin ernannt worden.
Gemäß § 46 des Kommunalabgabengeseßes vom 14. Juli 1893 wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß das st-uerpflihtige Reineinkommen der Königsberg-Cranzer Eisenbahngesellshaft für das Rechnungsjahr 1916 140 000 M beträgt.
Königsberg, Pr., den 8. Oktober 1917.
Der Königliche Eisenbahnkommissar. J. V.: von Szymonsfki.
Die Eheleute Peter Bieker, hier, Gosenburastraße 2 wohnhaft, tenen du-ch Verfügung vom 30. Iunt d. J. jeder Handel mit Nahrungs3- und Genußmitteln und der Betrieb der Drogerie unter- sat werden ist, sind ¿um Handel wieder zugelassen. — Die Kosten der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung haben Eheleute Bieker zu tragen.
Barmen, den 6. Oktober 1917.
Die Pclizeiveiwal1ung. J. V.: Köhler.
Dem Wirt Iohann Schulz, Arnoldftraße 2 wohnkaft, ist durch Verfügung der Polizeiverwaltung vom 19. September 1917 jeder Handel mit Nahrungs- und Genußmitteln und 1onstigen Gegenständen des täglihen Bedarfs untersagt wordev. Gestattet bleibt ihm lediglich die Abgabe von Ge- t'änken in seiner Wirtschaft. — Die Kosten der Ver- öffentlihung hat der Betroffene zu tragen.
er ———
Gemäß § 1 der Bundekrat‘verordnung vom 23. September 1915 Pabe ich dem Bier Gerrit Kip tn Nordhora den Handel mit No»1brungsmit' eln weoen U zuver!äsizkeit untersagt. — Die Kosten dieser Bekanntmachung hat Kp zu tragen.
Bentheim, den 26. Septembêr 1917.
Der Landrat. Krtege.
Bekanntma@&Sunç(-.
Auf Grund der Bundesratsverordnung vom 23. September 1915, betr. Fernbaltung unzuverlässfiger Personeu vom Handel (Reiche- Gesepbl. Seite 603), ist durch Ve: fügung vom heutigen Tage dem Bâäcker Wilbelm Duwendag und dessen Ehef-au in Buer-Erle, Bismarck'iraße 186, ter Handel mit Backwaren und die Tätigkeit als Bäcker untersagt worden. — Die Bekannt- mahhungs!osten haben die Betroffenen zu tragen.
Buer t. W. den 8. Oktober 1917.
Gemäß § 1 Abs. 1 und 2 der Verordnung des Bundesrats vom 93. September 1915 (RGB!. S. 603) über die Fernbaltung unzu- verläsfiger Personen vom Handel babe ih der Ehefrau des Gustav Clees, Elise geb. Lampenscherf, geboren am 2. September 1873 in Hilden, hier, Bismarkstraße 77 wohnbaft, die Ausübung des Handels mit Gegenständen des täglihen Bedarfs und des Kriegsbedarfs für das gesamte Reichsgebiet verboten.
Düsseldorf, den 4. Okiober 1917.
Die Polizeiverwaltung. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Thelemann.
Dem Häubler Karl Schulz, hier, L-buser Maue1straße Nr. 12, ist auf Grund ter Bundesratétverordnung vom 23. September 1915 der Handel mtt Gemüse und Obst wegen Unzuverläsfiglkeit
untersagt worden. Frankfurt a. Oder, den 5. Oktober 1917. Die Polizeiverwaltung. Dr. Trautmann.
Dur rets: äfiigen Bescheid vom 15. v. M. i der Ebefrau Auguste Brünig, geb. Strebe, Hannover, Alte Döhrener- straße 3, der Handei mit Milch auf Grund des § 1 der Bunde s1atéverordnuna vom 23. September 1915 unterj}agt. — Die Kosten dieser Bekauntm2chung trägt die Genannte.
Hannover, den 4. Oktober 1917.
Städti\he Polizeiverwaltung. Fink.
Dem Kohler händl:r Paul Höckendorf, Kiel, Langersegen 19, wird biermit auf Grund ter Verordnung des Bundesrots zur Fern- baltung unzuve-läisiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 wegen Unizuverlässigkeit der Handel mit Gegenständen des 1fgliheu Bedarfs, !ntbcsondere mi! Feuerungsmate- rialien untersaat mit der Maßgabe, daß derselbe sein Geschäft mit Beginn des 10. Oktober d. Je. zu schließen und die Kotten des Verfahrens zu tragen hat.
Kiel, den 4. Oktober 1917. : Städtische Polizeibehörde. Dr. Pauly.
(Fortsetzung: des Amtlichen in der Ersten Beilage.) O E E E S E G E S R
Preußen, LVerliv 11. Oktober 1917.
Der Bundesrat versammelte sih heute zu einer Voll: sizuna; vorher hielten die ve: einigten Ausschüsse für Handel und. Verkehr und für Justizwesen, der Ausschuß für Handel und Verkehr, die vereinigten Ausschüsse für Eisenbahnen, Post und Telegrapben und für das Landheer und die F:stungen die vereinigten Ausschüsse M das Rechnungswesen und für das Landheer und die Festungen sowie der Aueshuß für Justizroesen Sißzungen.
Nah einer Meldung des „Wolffshen Telegraphen büros“ hat der hiesige peruanishe Gesantte dem Ausnärtigen Amt eine Note übergeben; worin der Abbruch der diplo- matischen Beziehungen Perus zum Deutschen Reiche mitgeteilt wird. Gleichzeitig hat der Gesandte um Zustellung seiner Pässe gebeten.
Aus- und Durchfuhrverbot für Waren des 8, Abschnitts des Zolltarifs.
Durch die Bekanntmachung vom 10. Oktober 1917, be- treffend das Verbot der Aus- und Durchfuhr von Waren des 8. Abschnitts des Zolltarifs (Geflehte und Flechtwaren aus pflanzlihen Stoffen mit Ausnahme der Ge- spinstfasern), in dieser Nummer des „Reichsanzeigers“' sind folgende Bekanntmachungen über Ausfuhr- und Durchfuhr- verbote erseßt, soweit sie Waren dieses Abschnitts zum Gegen- stande haben:
Nummer des Reichsanzeigers
Bekanntmachung vom 18. Januar 1916, Ziffer 1. 15 2 A E 83.
Im übrigen ist zu der Bekanntmachung noch folgendes zu bemerken:
Zu Ziffer Ill. Die hier penannten Segensiände sind von dem Verbot unter Ziffer 1 ausgenommen. Dagegen unterliegen auch fie zutreffendenfalls allgemeinen Ausfuhr- und Durchfuhrverboten, wie dem für Uniformfstücke, Heeres- ausrüstungsstücke und Teile davon, vom 24. November 1914 („Yeihs- anzeiger“ Nr. 277), für Geräte usw. ¡um Gebrauche bet der Kranken- pflege und tn Laboratorien usw., vom 1. September 1915 („Netchs- anzeiger“ Nr. 206), für Waren, zu deren Herstellung Kupfer, Zinn, Aluminium, Blet, Antimon, Nickel, Zink usw. verwendet worden sind, vom 22. Oktober 1915 („Rekchsanieiger® Nr. 251) und 4. Jult 1916 („Reich8avzeicer“ Nr. 156), für Waren in Verbindung mit Kautschuk oder Regenerat, vom 21. Juni 1916 (,Retchéanzeigei“ Nr. 144).
Zu Ziffer 1V: Dem Ausfuhrverbo!ie neu unterstellt sind folgende Waren: Ausfuhrnummer des Statistischen Warenverzeichnisses
De ungefärbt, gefärbt, auch gebetzt oder erat L Geflehte aus Stroh, auch gebleiht, gefärbt (Strok- bänder usw.), aub bazndartige Hutgeflehte, zum Zwecke der Versendung durch Zusammenschieben in etne hutäßhnlihe Ferm geörat Geflewie aus Bast, Baumwurzeln, Binsen, Ginster, Gras, a C Alte l Schilf oder anderen pflanzlichen jicffen, au ‘ breit, Jesttbt C s M
E —————— R
sfuhr- und Durchfuhrverbots für Waren des a: Tits 18A des Zolltarifs (Maschinen). ;
Durch die Bekanntmachung vom 10. Oktober 1917, hg treffend A Le des Ve: bots der Ausfuhr und Du {fuhr von Waren des Abschnitts 18A des Vere (Maschinen), im heutigen „Reicheanzeiger“ sind insbesondere folgende Waren dem Aus- und Durchfuhrverbote neu unterstellt
n: worde Ausfuhrnummern
des Statistischen Warenverzeichnisses;
&bmaschinen, Köpfe (Oberteile) von Nähmastkinen ; L hme T ! R Sendungen mit etaem Rein- gewichte von mehr als 5 kg + « + - - - -aus 895 a und
KurbelsliEmaschi"en, Köpfe (Oberteil-) von solden Ma- r: as Teile davon in Sendungen mit einem Neingewichte von mehr als ò kg „ aus 895b und
896 b lle ven Näb- und Kurbelstickmaschinen ; Teile davon A in Sendungen mit einem Reirgewichte von mehr
ala Dke e a O o en D iel ss ungebrauchte Maschinen für die Vorbereitung der Ver- arbeituvg und für die Spinnerci von Seide . . aus 8994 unge braute Maichinen zur Vorbereitung der Gespinste für die Weberei «. - -. . + « + * -+ - aus 899h ungebrauchte Webstüble, au Schast- und Jacquart- vorriGtungen hierfür. « + « « .+ + * » + aus 900 ungebrauckchte Sardinen-, Spißen- und Tüllmashinen . aus 901a ungebrauhte Stikmashinen. « « «+4 aus 901 c Pumpen für Mer shen- oder Tierbetrieb zur Förderung von Flüssigkeiten « aus 903 aus 9069
Maschinen der Buchbinderei, Kartonnagen- und Papier- warer herstellung « + «ooooo ni@t besonde:s genannte Maschinen der Nr. 906 v, soweit sie bisher niht verboten waren . « - «aus 906 y Zu bemerken ist noch, daß die gemäß der neu gefaßten Ziffer IT der Bekanntmachung vom 10. März 1917 vom Ver- bote der Ausfuhr und Durchfuhr unter Ziffer T jener Bekannt- machung auSgenommenen Maschinenteile dennoch zur Ausfuhr bezw. Durchfuhr verboten sind, wenn sie Kautschuk oder Regenerat, Asbest, Glimmer, Mikanit, Kork oder in einer Sendung mehr als 2 kg Zink, Kupfer, Zinn, Aluminium, Blei, Antimon, Nickel oder Legierungen oder Verbindungen dieser Metalle enthalten.
Das österreicish-ungarische Generalfkonsulat erläßt folgende
Kundmachung an die österreichischen, ungarischen und -
bosnish-herzegowinishen Landsturmpflichtigen:
1) Alle in den Jabren 1897 bio 1899 g: bo:ener ôste*reihischen und urgarishen Staattangeb örigen bezw. bosnisch - h rz-gcwir.isch:n Landesangehörigen werden in der Zeit vom 20 bis 27. Ottober 1917 etner neuerlimen Musterung unterzogen werden.
Zu er\cheinen haben ohne Rusnahme alle {n den Jahren 1897, 1898" und 1899 Gekozenen, dte ihren stär digen Aufenthalt in Groß Berlin, in der Proviuoz Brandenburg, in ber Provinz Sachsen be¡w. im Her. ogtum Braunschweig haben, und zwar in der Lantwebrinspek'ion, Berlir -Sbdnebera, Generäl-Papest1 aße,
2) Emilie Avsweispapiere (Reisepoß, österr. oder ungar,
A: beilsbuch, Leimatschein, etn p:lizeiiicher Anmeldeschein und zwei ;
bebörblid bestätigte uvaufueiogere Photographien sind mitzubrtngen. Ieder har seire peimats- (Z nä: digk its-) Gemeinde ridlig ar geben urid etwalze ir tümlihe Eintr gungen tn den Land-
‘nmblâättern bebu's Richi, st:llunu tesem K. und K. General-
forn)vlate zu melden.
3) Der Geburtejahrgang 1900 ist erst ab 1. Januar 1918 land» sturmpfl‘chtic. Die im Jah:e 1865 Geborenen, die sh wräbrend tes Kricges noch ni-mals einer Musteruna unterzogen baben, sowie die 1866 Fetorenen, die im Jahre 1916 oder 1917 nicht nahgemustert wurden, sin» zum sofortigen Erschetnen zu bie]er Pustes rung verpfl'chtet; ebenio haben alle ticjenigen sofort, zur Muíste- runa zu eisheinen, die den Gebuittjabrgängen 1867 bis 1896 an» gebô:en und im Sinne der früberen Kundmachungen der neuezlihen Musterunzspfl:cht noch nit extsprehen haben (d. b. nicht im B sige eines Linditurmfegitimationsblattes P R. fü! die Jabrgäng? 1892 bis 1896, bew. 8 T. für die Jahr. änge 1867—1891 sind).
Die Nachiügler dürfen nah dem 27. Oktober 1917 nit mehr bei diesem K. u. K. Genera!konsulate na&gemustert werten jondern
müssen — erforderlihenfalls zwangsneise — den heimatlichen '
Militärbehörden jur Nahmusterung überwiesen werden.
Der Kohlenverband Groß Berlin erläßt nacstehendo Verordnung über die Aufhebung des Verbotes, Kohlen vor dem 15. Oktober 1917 zur Heizung von Räumen zu verbrauchen.
. Auf Grund der Acordourg der Landeszentralbebörden über die Errichtung des Kohlenverbandes Groß Berlin vem 21. August 1917 wird für das Gebiet des Kohlenverbandes Groß Beriin, nämlich die Stadtkreise Berlin, Charlottenburg, Neukölln, Berlin-Lichtenberp, Berlin-S{öneberg, Berlin-Wilmersdo1f sowie die Lznktkteise Teltow und Niederbarnim, folgendes bestimmt : _
8 1. Das in § 1 der Verordnung über die Ginschränk"ng des Kohlenverbrauhs in Groß Berlin vom 28. September 1917 ange ordnete Verbot, Kohlen vor dem 15. Oktober 1917 zur Heizung von Räumen zu verbrauen, wird mit der Maßgabe aufgehoben, daß dem Koblenverband Groß Berlin der öffertlih bekannt zu gebende Zeil- punkt der Wiederein\chrärkung des Kohlenverbrauchs zur Heizung vou Räumen vorbehalten bleibt. :
& 2. Die Verordnung tritt. mit dem 9. Oktober 1917 in Krafk
Der deutsche Staatssekretär Dr. v on Kühlmann ift, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ meldet, gestern vormittag in Wien eingetroffen und Nachmittags wieder weitergereist.
— Beim Ministerpräsidenten Dr. von Seidler wurden gestern nahmittag Unterhandlungen mit den Polen in Gegen: wart des Finanzministers und des Eisenbahnministers sowie des Ministers von Twardowski fortgesezt. Es wurden di Forderungen einer neuerlichen gründlichen Erörterung unter- zogen. Die dreistündige Beratung wurde noch nicht zu Ende geführt und wird heute nah der Abendsißung des Hauzshalls- ausschusses fortgeseßt werden. :
Großbritannien nund Jrlaund.
_ Die englische Regierung hat „Tidens Tegn“ gufolge dieser Tage das Handelsabkommen mit den n0k? Len Jmporteuren von Kolonialwaren getan n Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate. Dieses ist das dritte Handelsabkommen, das von England gekündigt wird.
Die Jnternationale Parlamentarische Versamm- lung hieit vorgestern iu Paris im Seuatsgebäude ihre zweite Sigung ab und erörterte das Programm für die Londoner Versammlung vom Mai 1918. Nach einer Meldung des Reutershen Büros“ wurden als Tage#ordnung für diese folgende Gegenstände angesezt: 1) Rückversicherungen ; 2) Ver- allgemeinerung des Systems Taylor; 3) Zollwesen nah dem Kriege und Organisieruna des Kampfes gegen die deutsche Handelsspionage; 4) Schaffung eines internationalen Handels- ’rmenverzeichnisses ; 5) Donauschiffahrt; 6) Spezialisierung der Industrien in den verbündeten Ländern zur Vermeidung des Wettbewerbes unter ihnen; 7) Einheitlichkeit der Geseß- gebung in bezug auf industrielles und geistiges Eigentum.
— Die Abgeordnetenkammer seßte vorgestern die Be- sprechung der Interpellationen wegen der Versorgung
fort. Nat den Loner Blättern griff der Abg. Tissier die Regierung wegen ihrec Haltung zur Landwirtschaft an und fagte, es fehle an Maschinen, Arbeitern und Düogemitteln; da der U-Bootskrieg die Einfahr von Ammoniaknitraten verhindere, müsse man sie in Frankreich herstellen. Der Landwirtschaftsminister Davtd er- widerte, der Munlition9minister werde der Landwirtshaft Nitrate reicklich zuweisen. Der Versorgurgsminister Long erklärte, Mehl beanspruhe weniger Frachbtraum als Getreide. Das Wichtigste: sei i t, bis zur nädchsten Ernte durhzuhalter. Die Einfuhr mate Schwierigkeiten, deshalb sei ein gemeinsames Ankauf- und Fradtanit der Verbündeten gebildet worden. Man strebe danach, die wirtsckaft- lihen und kriegerischen Lektstungen gegenetnander auszugleichen : Frankreich, das \hon auf den Shlachtfeldern mehr leistete, dürsten nicht auch die größten wirtshaftliGen Ausirengvngen zugemutet werden. Der Abg. Ferr ersuchte die Regierung, die sung dieser Frage niht dem Großen Hauptquartier zu überlassen, worauf der Versorgungsmintster Long erwiderte, die Regierung set derselben Ansicht und werde alles tun, sie durchzusetzen ; sie rechne auf die Pre e, um d¿m Lande die Notwendigkeit von Ein\hcänkungen begret'lib zu mahen. Der Krieg werde nur Erfolg haben, wenn das ganze Volk seine Willenskraft zusammenraffe.
— Die Sozialistenversammlung in Bordeaux hat den Antrag der Mehrheit mit 1552 Stimmen angenommen. Der Antrag der Minderheit erhielt 831 Stimmen, derselbe Antrag mit einem Zusaß gegen die Kriegskredite 118 Stimmen bei §85 Stimmenthaltungen.
, Die neu gebildete Regierung veröffentliht laut Meldung e „St, Petersburger Telegraphenagentur“ folgende Er-
ärung: j .…. Neue Unruken sind im Innern unseres Landes ausgebrochen in- folge der Bewégung Kotnilows, die, w'ewohl ras unterdrückt, selbst den Bestand der Republik durch die Umsturzbewegung bedroht, die fie hervorruft. Der Wind der Anarchie weht durch das Land, der Druck dies fußeren Feindes wächst, die gegenrevolutionären Elemente erheben {itr Haupt in der Hoffnung, daß die Krise und die Schicksals\hläge, die das ganze Land erduldet, thnen bte Ermordung der Freiheir des russishen Volkes erleihtern werden. Es ist eine außer- ocdentlih große Verantwortung vor dem Volke, die auf der Vorläufigen Regierung ruht, der von ter Geschichte die Pflicht auferlegt ist, Rußland bs zur Verfafsunggebenden Versammlung zu lenken. Die V-rantworturig wird erleichtert turch den tiefen Glauben, daß die Vertreter aller Schichten des russi\h2n Volkes, geeint dur den etn- mü igen Wunsch, das Vatecland zu retten uno die Errungenichaften der Revolutiori zu wahren, thre gemeinsame Aufgabe verstehen werden, inob-\ondere die Reuterung zu unterstüg-n, ihre Nacht zu stärken und sie feft und fähig zu machen, dur \{öpfer :\che Arbeit die Lebevsfragen des Landes zu“ [ôsen und es ohne neuen Umsturz bts zur Verfafsunggeben- den Versammlung zu leiten, deren Einberufung nah der feiten Ueber- zeugung der Regterung niht um einen Tag vershoben werden darf. Indem sie der BVerfassunggebenden Veriammlung, die die absolute Geaalt im russishen Linde hat, die endgültige Lösung all der großen Fragen überläßt, von denen das Gedeihen des Volkes abhängt, ist die neugebildete Vorläufige Regierung der UAnsibt, daß sie nur dur be- harrlihe Arbeit in dem Bestreben, die verschiedenen entshetdenden Maknabmen zu finden, die für das nationale Leben maßgebend sind, lhre Pfl’ bt erfullen und den grundlegeud-n Erfordernissen des Volkes. Genüze le li kanr.
Durchdrungen von der Ueberzeuguno, daß allein der allgemeine Friede es vnserem groß!a Vater1ande ermöglichen wird, alle seine \chöpferishen K .äîte zu entfalten, wird die Regierurg unermüdlih eine tâtig? äußere Politik verfolgen tm Geiste der demokratischen Grund- säße, wie sie von der russishen Revolution verkündet und zu nationalen emaht worden sind, und sie wird dea Abschluß eines allgemeinen riedens erstreben unter Aue\{chl-H jeder Vergewaltigung. In vollkom- menem Einvernehmen mit den Verbündeten wird die Reg'erung in aller- nâhster Zeit an einer Versammlung der verbündeten Mächte teilnehmen, auf der sie außer ihrev g -wödnlichen Abgesandten durch eine Persönlichkeit vertreten sein wird, die das hesondere Vertrauen der demokratishen Organisationen genießt. Auf dieser Zusammen- kunft werden zugleich mit der Lösung der Fragen des gemeinsamen Krieges der Verbündeten unsere Vertreter sich mit den Verbündeten auf der Grundlaze der von der russishen Revolutton verkündeten Grundsäße zu verständigen suhen. Die Regierung wird alle ihre Kräfte anwénden, um die gemeinsame Sache der Verbündeten zu unterstützen, das Land zu vertetdigen und energisch jeder Unternehmung zur Erobecung ‘des Bodens anderer Nationen und jedem Versuch, Rüßland den Willen eines anderen au'zuzwingen, entgeaenzutreten, made wird si bemühen, die feindlich-n Truppen aus Rußland zu
as die Wiederherstellung der Kampftätigkeit der Armee betrifft, so wird die Regierung den einzigen Weg verfolgen, der zu befriedigenden Grgebnissen führen kann, den Weg der demo- katishen Grundsäye, wie sie der vom Kriegsminister im Namen der Regierung veibffentlihte Tagesbefehl des Oberkomman- dierenden verkündet. Die \orgsame Auswahl unserer Kom- mandostellen, deren technishe KFäbigkeiten allen Anforde- rungen des modernen Kcieges gewachsen sein müssen und die E der Republik Ergebenheur entgegenbringen müssen, ebenso M enge Zusammenarbeit der Kommandostellen mit den Militär- und arineverbänden sowohl an der Front wie im Hinterlande, werden O ¡uvor die Grundlage der Wiederherstellung des Heeres bildén. ige Maßnahmen werdén die notwendige milttärishe Disziplin
wiederherstellen , ohne die eine starke Armee nicht bestehen kann. bi Die Erkiärung entwickelt weiter das militärishe und segacrlide Programm der Negterung, insbesondere die Herab- gung der Effekticbestände hintec der Front durch die Entlassung ibr älteren Soldaten, die nur die Armeekasse belaïten und die kn ren Dörfern viel nüglicher sein können, um die wirtschaftliche Des- gantsation zu vermiudern. Die Regierung wird Preise für die Ltitel des notwendigen Lebensbedarfs festseßpen, die Beziehungen | sen Arbeit und Kapital regeln, die Verteilung der Lebensmittel v Genossenschaften fördern und die industrielle Crzeugung über- vahen und sie ergiebiger zu gestalten suhen. Die Regierung wird lt Entwicklung der Einrichtung der Arbeitsbörsen und der gewerb- V en Schiedsgerichte beitragen und Maßnahmen zur allmählichen a f\chafilich-n Abrüstung vorbereiten, um den unvermeidlichen Still- U der Arheit vorjubeugen. Was die Agrarfra ge anbelangt, ist Uneergletuvg der Ansicht, daß die Beziehungen der Grundeigentümer N der Bauern dbinsihtli® des Besiges der Ländereien von gegers@aitliden Ausschüssen geregelt werden können, di», ohne die genwärtigen Besitverhältnifse anzutaslen, sich mit. der Aucbeutung
der Undereten befafsen können, um fi? ¡um Ankau taugliher {u machen.
Auf dem Gibiet der Finanzen plant die Regierung eine Ercb- |
shafts:euer, eive stufenw.ise Steuer auf Sewiwne, eiue
Steuer far Luxuewarso, eine“ defondere Steuer für Vm- |
mobilien, Vermehrung allec indirekten Steuern vnd ins führung mehrerec Monopole, schließlich firenne Spa1sam- keit in allen Ausgaben des Staates, Die Regterung
wird weiter cie Entwidlung der demokrati\hen Eirrihtungen auf der |
Grundlage örtliher Seibstverwaltung unter der Aufsicht von Negie- rungsfonmifsaien fortsegen. Die Regierung wird allen Natio-
nalitäten das Recht zugestehen, auf Gruntlagev, welche die Ver- fassunggebende Versammlung ausacbeiten wird, über ihre Zukunft zu |
bestimmen, und wird soglei etnen besonderen Rat tür natitonate Ans gelegenbeiten wählen, um deren Lösung dur die Verfassunggebende Versammlung zu erleichtern.
Wenn die Regterung sich alle diese Fragen stellt, begreift fie wohl, daß sie sie indem kurzen Zeitraum bis zur Wersalnnäaebtndnn Versammlung nicht säntlih wird !ôsen können, aber die Regierung kann nur un'er der Bedingung an ihre Ausführung becantreten, daß sie auf die einhellige Mitwirkung der ganzen Natton rechnen darf. Zu diesem Zweck und namentli, um eine enge Verbindung zwischen der reyolutionären Gewalt und den orzanifierten Kräften tes Landes zu sichern, wird die Regierung die Sayungen etnes Vor- läufigen Rates der ruisischen Republik autarbeiten und sehr bald ver- öffentlihen, der bis zur Verfössunggebenden Versammlung sein Amt ausüben soll und in dem alle Bepölkerungsklassen veitreten sein werden. Die Erklärung {ließt mit einem Aufruf an die ganze tation fih eag um die Regierung zu scharen, um mit ihr an der Verwirklichung der gegenwärttgen Grundprobleme mitzuwirken, nämlich Vertetdigung des Landes, Wiederherstellung der Ordnung und Gin- berufung der Verfassunggebenden Versammlung.
— Nach den St. Petersburger Abendblättern hat der Minister des Aeußern Terestshenko sein Amt als Vize- präsident des Ministeriums niedergelegt, um, wie es heißt, an die Spiye der Sonderabordnung für die Versammlung der Verbündeten in Paris zu treten. An seiner Stelle ist der Minister für Handel und Jndustrie Konowalow zum Vizepräsidenten des *Ninisterrats ernannt worden.
E) @ : « wird in dieser Gegenwart erobert. Um Großes geht’s, um alles! Und wenn Du den leiten Groschen dem Vater- lande leiht, armselig und fleinbleibt's immer noch gegenüber dem, was draußen im Feld jeder einzelne leistet, Also
foré mit töridter Aengstlichkeit, fori mit „Wenn“/ und „Aber ‘‘,
foré mit Klagen und Zaudern!
Rede nichi! Frage nicht! Beique! ®
— Der Regitrungsanzeiger veröffentlicht die Wah [l- ordnung für Armee und Flotte für die Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung, die obiger Quelle zufolge für die Fronten fünf Wahlbezirke vor- sieht, nämlich estfront, Südwestfront, rumänishe Front, Kaukasusfront, Nordfront einschließlich - Truppen in Finn- land, ferner wei Wahlbezirke für die russischen Truppen in Frañnkreich } und auf der Balkan-Halbinsel ; die Marine wird in zwei Wahlbezirke, Ostsee und Schwarzes Meer, éingeteilt. / Jm übrigen Rußland nehmen Militärpersonen in gleiher Weiss an den Wahlen teil, wie die anderen Bürger.
—, Jn dey Sizung des juristishen Ausschusses bei der Vorläufigen Regierung, der der Generalgouverneur für Finn- land Nekrassow beiwohnte, wurden die durch den juristischen Ausschuß . des/ finnishen Senats ausgearbeiteten Geseß- entwürfe über die Form der republikanischen Regierung /Finnlands und der wechselseitigen Be: ziehüngen zwischen Rußland und Finnland besprochen.
— Da sin Regierungsdekret erwartet wird, in dem die Hauptforderungen der Eisenbahner bewilligt werden, hat der Ausführends Ausschuß, wie „Reuter“ meldet, beschlossen, den Streik gestern zu beenden.
| Spanien. 0
_ Der Präsident von Portugal ist in Begleitung des Ministers } des Aeußern, einer Reutermeldung zufolge, vor- gehen in San Sebastian eingetroffen und vom König
[fons uo dem spanischen Minister des Aeußern empfangen worden. Der Präsident und der König hatten eine lange Unterredung. \ : Schweden.
Nohdem der König vorgestern früh mit den Präsidenten der bejden Kammern Rücksprache genommen hatte, führte er Nachm ittags dem „Sonsfa Telegrambyran“" zufolge ein it s mit Professor Eden, dem Führer der Sreifinnigen.
Schweiz. 5
Die Notwendigkeit weiterer Kohlenersparnis zwingt zu | einer Giushränkung. der Arbeit in den fahren, Wie „Wa!ffs Telegraphenbüro“ mitteilt, faßt das Vol wirtschafisdepartement diesbezüglihe Maßnahmen ins Auge, wobei zugleich eine allmähliche Ueberführung zu normalen wirtschaftlichen Berhält- nissen erleichtert werden soll. Der in dem neuen Fabrikgejeb vorgesehene Normalarbeitetag von zehn Stunden wird in. | sämtlichen Fabriken eingeführt. Nachtarbeit soll nur mehr in ganz seltenen Ausnahmen bewilligt werden. Die Bewilligung | zur Errichtung neuer Fabriken, die zur Herstellung von Kriegs» material dienen, soll nur gegeben werden, wenn die Gründung im allgemeinen Juteresse erscheint.
Die Regierung der Republik Uruguay hat nach einer Reutermeldung das Parlament um seine Genehmigung zur Verwendung der in uruguayishen Häfen interntierten deutshen Dampfer ersucht. :
Der Sultan von Aegypten ist nah Londoner Blätter- meldungen am Dienstag nahmittag gestorben. Der „Times“ zufolge wurde der Bruder des Sultans, Ahmed Fuad, zu seinem Nachfolger bestimmt.
Kriegsnachrichten. Berlin, 10. Oktober, Abends. (W. T. B.)
Jn Flandern wechselnd starke Feuertätigkeit, am Chaume- Walde östlih der Maas für uns erfolgreiche örtliche Jnfanteriekämpfe.
Unter Beteiligung französisher Divisionen haben die Engländer am 9. Oktober abermals durch Eiasaß der Masse ihres Menschenmaterials, ihrer Artillerie und Angriffemaschinen die Entscheidung an der Flandernfront herbeizuführen ver- sucht, die ihnen ihr prahlerischer „Sieg“ vom 4. Oktober nicht gevrachi hatte. Auch die englische Behauptung, jeden Tag den Bewegungskrieg gegen die deutsche Flandernarmee beginnen zu können, ist gerade dur ihren neuen Angriff gegen die feste deutshe Stellung aufs Klarste widerlegt. '
Nach tagelangem Zerstörungsfeuer seßte am 9. QOftober Morgens stärkstes Tromméelfeuer ein. Gegen 7 Uhr Vor- mittags brachen die tiefgegliederten dichten Majjen der Engländer und Franzosen in fast 20 km Breite zwischen Birschote und Gheluvelt gegen unsere Linien vor. Schon in die dihten Angriffakolonnen {lug unser vernichtendes Sperr- und Abwehrfeuer und riß breite blutige Lücken in die Reihen der Angreifer, während von unzähligen Punkten aus deutshe Maschinengewehre die Sturmkolonnen nieder» hämmerten. Bei ununterbrochener heftigster Artillerie- wirkung warf der Gegner rüfsichtalos immer neue Reserven in den Kampf uvd ließ sie wiederholt ohne jede Ki äfteschorung an einzelnen Stellen bis zu 6mal gegen unsere Stellungen an- rennen. Den ganzen Tag über bis tief in die Nacht dauerte der erbitterte Kampf. Durch wuchuige Gegenstöße und im heißen Nahkampfe wurden die anstürmenden feindlichen Massen in der Linie Poelkapelle bis südlih von Gheluvelt restlos ab- geschlagen. Bei den wiederholten vergeblihen Angriffen gegen diese 13 Kilometer breite Front erlitt der Gegner allershwerste blutige Verluste. :
Nur zwischen Draaibank und Poelkapelle fonnte die Uebermaht des anstürmenden Feindes unter gewalligen Opfern in etwa 1500 Meter Tiefe in dem zertrommelten Trichtergelände Boden gewinnen. Hier verhinderte sofort einsezender Gegenstoß jede Erweiterung des feindlichen Anfangserfolges. Erst \pät in der Nacht flaute das feind- lihe Feuer um ein Geringes ab, blieb aber auch dann als kräftigstes Störungsfeuer auf der ganzen Kampfzone liegen. Auch dieser neue Großkampf englischer und fanzs- sisher Massen endete mit einem völligen Mißerfolg und be- wies wiederum, wie in den vorhergehenden neun Großlampf- tagen an der Flandernfront, daß auch der stärkste Einsaß und die größte Ueberlegenheit an Menschen und Material nichts gegen die Widerstandskraft der heldenhaften deutschen Flandern- armee vermögen. Allen zehn Angriffen. an der Fiandernfront ist jeder sirategishe Erfolg versagt. geblieben und die Zer- mürbungstaktik der Entente trifft Engländer und Franzosen \hwerer am eigenen Leibe als die Deutschen. _ |
Am Abend desselben Tages steigerte sich auch an der Aisnefront das feindliche Feuer zu großer Stärke gegen unsere Stellungen von La Motte bis Fort Maimaison, worauf ein starker französischer Vorstoß mehrerer Kompagnien gegen unsere Linien vorbrach. Unter blutigen Verlusten wurde der Feind größtenteils im Maschinengewehr- und Hand- Me an einzelnen Stellen dur Gegenstoß resilos ab- ewiesen.
‘ In Mazedonien scheiterte nah heftiger Artillerie- vorbereitung ein englischer Teilangriff gegen die bulgarischen Stellungen südlih Doiran.
Großes Hauptquartier, 11. Oktober. (W. T. B.)
Wesstlicher Kriegsschauplaßÿ. Heeresgruppe Kronprinz Ruppret.
Im flandrishen Küsten-Abschnitte und zwischen Blankarti-See und Poelkapelle steigerte sich der Artilleriekampf Nachmittags zu großer Stärke. Bei Draaibank griffen die Franzosen erneut an, ohne einen Erfolg zu erzielen.
Bei einer Abends sich über Zonnebeke—Zanivoorde entwickelnden Luftschlacht, an der rund 80 Flugzeuge be- teiligt waren, wurden 8 feindliche Flieger abgeschossen.
Auf dem Ostufer der Maas entrissen nieder- rheinishe und westfälishe Bataillone nah wirkungs- voller Feuervorbereitung den Franzosen durch kraftoollen Ansturm wichtiges Gelände im Chaume- Walde. Der Feind führie vier kräftige Gegenangriffe, die sämtlih verlustreih \sheiterten. Mehr als 100 Ge- fangene und einige Maschinengewehre fielen in unsere Hand,
U 2 Pa oi E P G HBUDE 1 fei E! L D Be Das: AIED Bb Lat E D T E c