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Timestamp: 2016-10-27 09:10:25
Document Index: 215690489

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 18', 'Art. 24', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24']

U 475/00 (26.03.2002)
U 475/00 Gb
Pr�sident Borella, Bundesrichter Lustenberger und Kernen; Gerichtsschreiber Arnold
Urteil vom 26. M�rz 2002
F.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Hans Suppiger, Alpenstrasse 1, 6004 Luzern,
A.- Mit Verf�gung vom 17. Februar 1999, best�tigt durch den Einspracheentscheid vom 29. Juni 1999, verneinte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) einen Anspruch des 1962 geborenen F.________ auf Invalidenrente sowie Integrit�tsentsch�digung f�r die Folgen eines am 12. August 1991 erlittenen Unfalls, bei dem sich dieser nach einem Sprung von der Lastwagenladebr�cke am linken oberen Sprunggelenk (OSG) verletzt hatte. Gest�tzt auf die kreis�rztlichen Untersuchungen vom 12. November 1996 und 24. August 1998 sei die Erwerbsf�higkeit unfallkausal nicht voraussichtlich bleibend oder f�r l�ngere Zeit beeintr�chtigt; ebenso wenig liege eine unfallbedingte dauernde erhebliche Sch�digung der k�rperlichen Integrit�t vor.
B.- Die von F.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern ab (Entscheid vom 17. Oktober 2000).
C.- F.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, es sei ihm, unter Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides, eine Invalidenrente auf Grund einer 27%igen Invalidit�t und eine Integrit�tsentsch�digung gest�tzt auf eine Integrit�tseinbusse von 20 % zuzusprechen. Der letztinstanzlichen Eingabe liegen ein Bericht des Dr. med. S.________, Chefarzt Traumatologie Klinik Z.________, vom 15. November 2000 sowie ein Schreiben der Autoverkehr Y.________ AG vom 13. November 2000 bei, f�r welche F.________ seit 1. Dezember 1998 als Mechaniker und Chauffeur t�tig ist.
Die SUVA schliesst unter Beilage eines Berichts des Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, SUVA �rzteteam Unfallmedizin, vom 9. Januar 2001 auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung.
1.- Streitig und zu pr�fen ist, ob als Folge des am 12. August 1991 erlittenen Unfalls bei Erlass des Einspracheentscheids vom 29. Juni 1999 (vgl. BGE 127 V 102, 121 V 366 Erw. 1b) ein Gesundheitsschaden bestand, der zu Arbeits- und rentenbegr�ndender Erwerbsunf�higkeit f�hrte (Art. 18 ff. UVG) und/oder welcher eine dauernde erhebliche Sch�digung der k�rperlichen Integrit�t (Art. 24 f. UVG) darstellte. Das kantonale Gericht hat die daf�r massgebenden gesetzlichen Bestimmungen und Grunds�tze, samt den Regeln zur richterlichen W�rdigung von medizinischen Berichten und Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3), zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.- In medizinischer Hinsicht ist davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer am 12. August 1991 beim Sprung von der Ladebr�cke eines Lastwagens einen Misstritt tat und eine Distorsion des linken oberen Sprunggelenks erlitt. Nach anf�nglich konservativer Behandlung (Ruhigstellung mit Aircastschiene) erfolgten u.a. am 15. Dezember 1992 eine operative Gelenksrevision mit Gelenkk�rperentfernung (Operationsbericht des Dr. med. A.________, Leitender Arzt Spital I.________, vom 16. Dezember 1992) sowie am 9. M�rz 1994 ein zweiter chirurgischer Eingriff mit Narbenrevision, Neurektomie eines Narbenneuroms, - erneuter - Gelenksrevision, Teilsynovektomie und Excision von verkn�chernden Knorpelanteilen an der Fibulaspitze (Bericht des Dr. med. L.________, Praxisklinik R.________ f�r Orthop�die, vom 9. M�rz 1994). Gleichwohl persistierten multiple - belastungsabh�ngige - Beschwerden, worunter stechende Schmerzen im Fussgelenk (Berichte der SUVA-Kreis�rzte B.________ [vom 24. August 1998] und C.________ [vom 12. November 1996], des Dr. med. D.________, Spezialarzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, vom 1. Juli 1996 und des Dr. med. E.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin FMH, vom 21. Mai 1996).
3.- a) Das kantonale Gericht hat - wie bereits die Beschwerdegegnerin in ihrem Einspracheentscheid vom 29. Juni 1999 - entscheidwesentlich auf die Berichte der SUVA-Kreis�rzte C.________ (vom 12. November 1996) und B.________ (vom 24. August 1998) abgestellt. Sie w�rdigte diese als voll beweiskr�ftig (BGE 125 V 352 Erw. 3) und erwog, einzige verbliebene Unfallfolge - neben einer nur sehr diskreten Muskelatrophie am Ober- und Unterschenkel - sei eine bloss leicht eingeschr�nkte Dorsalextension des linken oberen Sprunggelenks. Hinsichtlich des vor dem Unfall ausge�bten Berufes als Gesch�ftsf�hrer und Lastwagenchauffeur best�nde volle Arbeitsf�higkeit. Bez�glich der T�tigkeit als Chauffeur seien wohl gewisse Einschr�nkungen vorhanden, diese k�nnten indes durch zumutbare Vorkehrungen (Auffangen des K�rpergewichts mit dem rechten Fuss) wettgemacht werden. Mangels Beeintr�chtigung in der Erwerbsf�higkeit best�nde kein Anspruch auf eine Invalidenrente. Weiter w�rden die medizinischen Gegebenheiten die Zusprechung einer Integrit�tsentsch�digung offenkundig ausschliessen.
b) Was der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringt, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren.
aa) Der relevante medizinische Sachverhalt ist umfassend dokumentiert. Es besteht kein Anlass zu weiteren Beweisvorkehren.
bb) Dr. med. S.________ h�lt im Bericht vom 15. November 2000 ausdr�cklich fest, es best�nden "wenig pathologische Befunde"; darin sei er mit "den vorangehenden Untersuchern einig". Soweit er f�r die Beurteilung der Schwere des Integrit�tsschadens auf subjektive Faktoren, wie das berufliche oder private Umfeld, abstellen will, ist dies untauglich. Der Integrit�tsschaden beurteilt sich ausschliesslich nach dem medizinischen Befund. Bei gleichem medizinischem Befund ist der Integrit�tsschaden f�r alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalit�r bemessen. Spezielle Behinderungen des Betroffenen durch den Integrit�tsschaden bleiben dabei unber�cksichtigt (BGE 124 V 35 Erw. 3c, 113 V 221 Erw. 4b). Die Einsch�tzung, wonach es "durchaus im Rahmen der M�glichkeiten (liege), dass sich in einigen Jahren im Bereich des oberen Sprunggelenks links doch eine Arthrose entwickelt", betrifft einen ungewissen, in der Zukunft liegenden Sachverhalt und ist als solcher unbeachtlich. Die verbliebenen Unfallfolgen - sehr diskrete Muskelatrophie am Ober- und Unterschenkel und lediglich leicht eingeschr�nkte Dorsalextension des linken oberen Sprunggelenks - stellen, wie das vorinstanzliche Gericht zu Recht erwog, keine dauernde erhebliche Sch�digung der k�rperlichen Integrit�t gem�ss Art. 24 Abs. 1 UVG dar.
cc) Die Beurteilungen des Gesundheitszustandes und Stellungnahmen zur Arbeitsf�higkeit der beiden SUVA-Kreis�rzte C.________ (vom 12. November 1996) und B.________ (vom 24. August 1998) werden durch den Bericht des Dr. med. M.________ (vom 9. Januar 2001) insoweit best�tigt, als die eingeschr�nkte Dorsalflexion des linken OSG wohl gewisse Schwierigkeiten bei der (vollen) Hockestellung und dem In-die-Knie-Gehen verursacht, diese aber durch zumutbare Vorkehrungen wettgemacht werden k�nnen. Mit der Vorinstanz ist auch im Lichte der letztinstanzlich neu aufgelegten Beweismittel des Beschwerdef�hrers davon auszugehen, dass die durch die leicht eingeschr�nkte Dorsalflexion des linken OSG resultierenden Beeintr�chtigungen jedenfalls nicht derart sind, dass sie einem funktionell bedingten Ausfall gleichk�men, welcher sich in erwerblicher Hinsicht niederschl�gt. Dies gilt allgemein und in besonderem Masse f�r die zuletzt vor dem Unfallereignis vom 12. August 1991 ausge�bte T�tigkeit als einziger Angestellter und Inhaber der im Transportwesen t�tig gewesenen Firma X.________ AG mit Sitz in B.________.
Luzern, 26. M�rz 2002