Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=OLGR%202000,%20S.%20401
Timestamp: 2019-11-17 12:39:07
Document Index: 82387097

Matched Legal Cases: ['§ 823', 'BGH', '§ 39', '§ 652', '§ 652', '§ 648']

Rechtsprechung: OLG-Report 2000, 401 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Düsseldorf, 12.05.2000
https://dejure.org/2000,14617
OLG Düsseldorf, 12.05.2000 - 22 U 210/99 (https://dejure.org/2000,14617)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 12.05.2000 - 22 U 210/99 (https://dejure.org/2000,14617)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 12. Mai 2000 - 22 U 210/99 (https://dejure.org/2000,14617)
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Schadensersatz; Unerlaubte Handlung; Verkehrssicherungspflicht; Straßenbau; Baustelle; Fußgänger
BGB §§ 823 839
LG Duisburg, 14.10.1999 - 9 O 180/99
Anderes galt, wenn der Patient erst am Vorabend der Operation von gravierenden Risiken erfuhr (vgl. OLG Saarbrücken OLGR 2000, 401).
Er hätte daher - wie eigentlich üblich - angesichts des schwerwiegenden Risikos der Zeugungsfähigkeit und mangels besonderer Eilbedürftigkeit den Kläger aktiv auch in diesen Entscheidungsprozess einbinden müssen (Bl. 346 d. A. - vgl. dazu auch BGH VersR 1990, 1238, 1239; OLG Saarbrücken OLG-Report 2000, 401, 403).
Abgesehen davon, dass hier bei stationär durchgeführter Koronarintervention gerade nicht am Vortag aufgeklärt worden ist, kann auch nicht davon ausgegangen werden, dass dem Kläger schon im Vorfeld der Maßnahmen - d.h. gelegentlich anderweitiger Gespräche - der Eingriff und seine wesentlichen Komplikationen dargestellt worden waren (vgl. etwa : OLG Saarbrücken, OLGR 2000, 401; Hamm, VersR 1995, 1440; OLG Oldenburg, VersR 1994, 221).- Der hierzu persönlich angehörte Beklagte zu 2. hat zu dem Inhalt des von ihm am 21.01.2004 (2 Tage vor der Koronarintervention) geführten persönlichen Gespräches lediglich bestimmt und überzeugend darlegen können, dass er dem Kläger die Risiken des Zuwartens mit der dringend angeratenen Untersuchung (nämlich die Gefahr eines Hinterwandinfarktes) eindringlich vor Augen geführt habe.
Vielmehr ist nach herrschender Rechtsprechung, welcher der Senat folgt, ein Fortfall des Honoraranspruches nur anzunehmen, wenn und soweit wegen eines schuldhaften Behandlungsfehlers die (zahn)ärztliche Leistung für den Patienten kein Interesse mehr hat (…vgl. - mit teilweise unterschiedlichen dogmatischen Begründungsansätzen - OLG Frankfurt, VersR 1996, S. 1150;… OLG Oldenburg, VersR 1997, S. 60; OLG Saarbrücken, OLGR 2000, S. 401;… OLG Hamburg, MDR 2001, S. 799;… OLG Zweibrücken, Medizinrecht 2002, S. 201;… Rehborn, aktuelle Entwicklungen im Arzthaftungsrecht, MDR 2001, S. 1148 (1153 ff);… Laufs/Uhlenbruck, Handbuch des Arztrechts, 2. Aufl. 1999, § 39 Rdnr. 23;… noch anders OLG München, VersR 1996, S. 233: Verwirkung des Honoraranspruchs nur bei groben, regelmäßig vorsätzlichen und strafbaren Pflichtverletzungen; zusammenfassend Martis/Winkhart, Arzthaftungsrecht aktuell, S. 425 f.).
Philippi in Zöller, 22. Aufl., § 652 ZPO RN 9, Coester-Waltjen in MünchKomm., 2. Aufl., § 652 ZPO RZ 6 (ohne Begründung) sowie OLG Stuttgart, 18. ZS, OLG-Report 2000, 401, 402 und OLG Bamberg FamRZ 2001, 108, 109 vertreten die Auffassung, daß im Beschwerdeverfahren Einwendungen gemäß § 648 ZPO auch dann zuzulassen seien, wenn diese im Anhörungsverfahren noch nicht erhoben wurden.
OLG Koblenz, 11.01.2001 - 9 UF 731/00
Geltendmachung eingeschränkter Leistungsfähigkeit im Beschwerdeverfahren gegen …