Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20150623_OGH0002_018OCG00001_15V0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2019-01-20 03:09:14
Document Index: 274282568

Matched Legal Cases: ['OGH', '§577', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1008', 'OGH', 'OGH', '§581', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§583', '§ 583', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 18OCg1/15v - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 5Ob221/75 4Ob523/77 1Ob...
RS0045295
5Ob221/75; 4Ob523/77; 1Ob628/82; 1Ob547/84; 7Ob2097/96z; 4Ob330/00h (4Ob331/00f); 10Ob120/07f; 6Ob47/13z; 18OCg1/15v; 5Ob188/17h
ZPO §577 Abs1
Die in ein Vertragsverhältnis eingebaute Schiedsklausel ist als Nebenabrede zu beurteilen, die das rechtliche Schicksal des Hauptvertrages teilt und ihre Daseinsberechtigung verliert, wenn die Parteien den Hauptvertrag einverständlich außer Kraft setzen.
5 Ob 221/75
Entscheidungstext OGH 25.11.1975 5 Ob 221/75
Veröff: JBl 1976,377
4 Ob 523/77
Entscheidungstext OGH 28.06.1977 4 Ob 523/77
Veröff: JBl 1979,42
1 Ob 628/82
Entscheidungstext OGH 16.06.1982 1 Ob 628/82
Vgl; Veröff: SZ 55/89
1 Ob 547/84
Entscheidungstext OGH 04.04.1984 1 Ob 547/84
Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 628/82
7 Ob 2097/96z
Entscheidungstext OGH 17.04.1996 7 Ob 2097/96z
Auch; nur: Die in ein Vertragsverhältnis eingebaute Schiedsklausel ist als Nebenabrede zu beurteilen, die grundsätzlich das rechtliche Schicksal des Hauptvertrags teilt. (T1)
6 Ob 47/13z
Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 47/13z
Beisatz: Die für Streitigkeiten aus dem Gesellschaftsverhältnis getroffene Schiedsabrede gilt auch für Streitigkeiten, die nach Aufhebung der Gesellschaft entstanden sind, wenn sie mit dem Gesellschaftsverhältnis zusammenhängen. (T2)
5 Ob 188/17h
Entscheidungstext OGH 13.02.2018 5 Ob 188/17h
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0045295
JJR_19751125_OGH0002_0050OB00221_7500000_002
Rechtssatz für 7Ob255/75 (7Ob256/75) 8O...
RS0017285
7Ob255/75 (7Ob256/75); 8Ob556/82; 4Ob533/95; 1Ob273/00d; 7Ob67/01f; 6Ob67/02z; 6Ob62/02i; 5Ob112/03m; 2Ob235/05f; 7Ob64/06x; 7Ob236/05i; 10Ob120/07f; 8Ob4/08h; 6Ob194/08k; 9ObA53/15g; 18OCg1/15v
Der Schiedsvertrag kommt erst durch die Unterschrift der Parteien zustande.
8 Ob 556/82
Entscheidungstext OGH 14.10.1982 8 Ob 556/82
4 Ob 533/95
Entscheidungstext OGH 13.06.1995 4 Ob 533/95
Vgl aber; Beisatz: Seit der ZVN 1983 genügt auch der Wechsel von Telegrammen und Fernschreiben zwischen den Parteien. In diesem Fall kommt der Schiedsvertrag ohne Unterfertigung durch die Parteien zustande. (T1)
Veröff: SZ 68/112
1 Ob 273/00d
Entscheidungstext OGH 27.02.2001 1 Ob 273/00d
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Die Schriftform erfordert nicht nur die Schriftlichkeit der Vereinbarung, sondern die Abrede muss von den Vertragsparteien oder ihren Bevollmächtigten auch unterfertigt sein. (T2)
7 Ob 67/01f
Entscheidungstext OGH 17.05.2001 7 Ob 67/01f
Auch; Beisatz: Die Ergänzung eines Schiedsvertrages oder einer Schiedsklausel ist in gleicher Weise formgebunden. (T3)
Auch; Beisatz: Abgesehen vom Wechsel von Telegrammen, Fernschreiben und dergleichen sind die Unterschriften der Parteien erforderlich, allenfalls auf Brief (Angebot) und - den Inhalt des die Schiedsvereinbarung enthaltenden Briefes voll bestätigendem - Gegenbrief (Annahme). (T4)
Beisatz: Bei juristischen Personen bedarf es der Unterschrift durch die vertretungsbefugten Gesellschafter beziehungsweise die gesetzlichen oder statutenmäßigen organschaftlichen Vertreter; daneben können sie sich auch durch von ihren Organen rechtsgeschäftlich bevollmächtigte Personen, die zum wirksamen Abschluss einer Schiedsvereinbarung jedoch eine schriftliche Spezialvollmacht nach § 1008 ABGB benötigten, vertreten lassen. (T5)
Auch; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung ist die Unterfertigung der schriftlichen Schiedsvertragsabrede durch die Vertragsparteien oder ihre Bevollmächtigten erforderlich. (T6)
Auch; Beis wie T2; Beis wie T6; Beisatz: Zur Rechtslage vor dem SchiedsRÄG 2006 (BGBl I 2006/7). (T7)
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0017285
JJR_19760318_OGH0002_0070OB00255_7500000_002
Rechtssatz für 1Ob545/86 6Ob658/87 1Ob...
RS0045045
1Ob545/86; 6Ob658/87; 1Ob711/89; 4Ob533/95; 7Ob502/96; 6Ob186/97i; 3Ob2372/96m; 1Ob31/00s; 1Ob126/00m; 7Ob67/01f; 6Ob67/02z; 1Ob22/03x; 3Ob281/06d; 4Ob80/08f; 6Ob194/08k; 7Ob266/08f; 3Ob191/11a; 6Ob47/13z; 1Ob225/13i; 6Ob5/14z; 18OCg1/15v; 3Ob90/16f; 6Ob178/17w; 5Ob188/17h
ZPO §581 Abs1
Schiedsvereinbarungen sind als Prozesshandlungen (Prozessverträge) zu beurteilen. Zur Auslegung des Schiedsvertrages sind daher grundsätzlich die Vorschriften des Prozessrechts heranzuziehen, was aber nicht ausschließt, den von den Parteien mit der Schiedsgerichtsvereinbarung gemeinsam verfolgten Zweck, also die Parteiabsicht und die Grundsätze des redlichen Verkehrs, als Auslegungsmittel heranzuziehen.
6 Ob 658/87
Entscheidungstext OGH 15.10.1987 6 Ob 658/87
nur: Schiedsvereinbarungen sind als Prozesshandlungen (Prozessverträge) zu beurteilen. (T1) Veröff: SZ 63/201 = EvBl 1991/44 S 204
7 Ob 502/96
Entscheidungstext OGH 21.02.1996 7 Ob 502/96
Auch; Beisatz: Es bestimmt sich daher auch die subjektive und objektive Schiedsfähigkeit nach Prozessrecht und legt die ZPO Form und Wirkungen des Schiedsvertrages fest. (T2)
6 Ob 186/97i
Entscheidungstext OGH 24.07.1997 6 Ob 186/97i
Veröff SZ 70/156
Veröff: SZ 71/82
Beisatz: Soweit die Vorschriften des Prozessrechts nicht ausreichen, sind die Auslegungsregeln des ABGB analog heranzuziehen. (T3)
Auch; Beis wie T3; Beisatz: Lässt der Wortlaut der Erklärung zwei gleichwertige Auslegungsergebnisse zu, so gebührt, jener Auslegung der Vorzug, die die Gültigkeit des Schiedsvertrags favorisiert. (T4)
1 Ob 22/03x
Entscheidungstext OGH 29.04.2003 1 Ob 22/03x
Auch; Beisatz: Für die Auslegung von Schiedsvereinbarungen ist der Parteiwille maßgeblich. Entscheidend für die Zuständigkeit des Schiedsgerichts ist der Text der Schiedsvereinbarung unter Berücksichtigung vernünftiger und den Zweck der Vereinbarung begünstigender Auslegung. (T5)
3 Ob 281/06d
Entscheidungstext OGH 22.02.2007 3 Ob 281/06d
Auch; Beis ähnlich wie T3; Beis wie T4
4 Ob 80/08f
Entscheidungstext OGH 26.08.2008 4 Ob 80/08f
Beis wie T3; Veröff: SZ 2008/112
Beisatz: Zur Rechtslage vor dem SchiedsRÄG 2006 (BGBl I 2006/7). (T6)
Beisatz: Das Ergebnis der Auslegung einer Schiedsgerichtsvereinbarung ist grundsätzlich einzelfallbezogen (9 Ob 39/04g; 2 Ob 29/07i). (T7)
3 Ob 191/11a
Entscheidungstext OGH 08.11.2011 3 Ob 191/11a
1 Ob 225/13i
Entscheidungstext OGH 19.12.2013 1 Ob 225/13i
6 Ob 178/17w
Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 178/17w
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0045045
JJR_19860903_OGH0002_0010OB00545_8600000_001
Rechtssatz für 18OCg1/15v 4Ob29/18w
RS0130220
18OCg1/15v; 4Ob29/18w
ZPO §583
§ 583 nennt zwei gleichrangig zu bewertende alternative Möglichkeiten des Abschlusses einer Schiedsvereinbarung, nämlich einerseits in der Form eines „unterzeichneten“ Schriftstücks, andererseits in der Form „gewechselter Schreiben“. Bei letzterem ist unabhängig vom gebrauchten Medium keine Unterschriftlichkeit erforderlich.
Veröff: SZ 2015/61
4 Ob 29/18w
Entscheidungstext OGH 19.04.2018 4 Ob 29/18w
Beisatz: In der zweiten Variante der „gewechselten Schreiben“ muss die formgerechte Nachrichtenübermittlung von beiden Seiten ausgehen. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:2015:RS0130220
JJR_20150623_OGH0002_018OCG00001_15V0000_001