Source: http://www.mdk-sachsen.de/faqs.html
Timestamp: 2017-07-22 18:35:58
Document Index: 36393164

Matched Legal Cases: ['§ 114', '§ 113', '§ 112', '§ 114', '§45', '§ 87', '§ 87', '§ 4', '§ 6', '§ 4', '§ 87', '§ 37', '§ 37', '§ 41', '§ 42', '§ 43', '§ 37', '§87', '§ 36']

Häufig gestellte Fragen und Antworten - MDK
alle anzeigenBehandlungspflege (8)Ernährung-/ Flüssigkeitsversorgung (3)Gesetzliche Grundlagen (33)Hygiene (1)Mobilität (1)Pflegedokumentation (8)Pflegerische Schwerpunkte (1)Prüfablauf (24)Qualitätsmanagement (11)Soziale Betreuung (5)Strukturqualität (5)
Häufig gestellte Fragen und Antworten im Bereich Pflege Qualitätsprüfung
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Mit Hilfe der Veröffentlichung von häufig gestellten Fachfragen (FAQ), soll es den Pflegeeinrichtungen ermöglicht werden, sich auch außerhalb der Qualitätsprüfungen über Themen rund um gesetzliche Grundlagen, Pflegefachthemen, Neuerungen in der Pflege und den Prüfablauf zu informieren.
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Anmeldung der Qualitätsprüfung
Abweichende Bewertung/Empfehlung
Einheitliche Umsetzung der QPR
Ermittlung Flüssigkeitsbedarf
Evaluation der Pflegedokumente
Gravierende Mängel/Pflegedefizite
Organisation der Qualitätsprüfung vor Ort
Personenstichprobe im Rahmen ambulanter Qualitätsprüfungen
Zusammenarbeit der Prüfinstitutionen
Ab wann wird der neue Standard chronischer Schmerz vom MDK geprüft?	Entsprechend der Qualitätsprüfrichtlinie kann der Expertenstandard zum pflegerischen Schmerzmanagement bei chronischen Schmerzen erst ein Jahr nach seiner ersten abschließenden Veröffentlichung, also ab April 2016, in die Prüfung einbezogen werden.	Expertenstandards
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf Qualitätsmanagement	Bei Ablehnung sämtlicher Angebote durch den Bewohner selbst – wie oft müssen diese noch angeboten werden?	Im Fall einer ablehnenden Haltung des Bewohners sollte die Pflegeeinrichtung nachweislich analysiert haben, warum der Bewohner die Angebote der sozialen Betreuung ablehnt: Hängt das möglicherweise mit der aktuellen/veränderten Pflegesituation zusammen oder ist das eine prinzipiell ablehnende Haltung des Bewohners? Abhängig von dem Ergebnis dieser Evaluation sollte die Pflegeeinrichtung über die weitere Vorgehensweise entscheiden. Wenn der orientierte Bewohner nachvollziehbar sämtliche Betreuungsangebote ablehnt, kann dies nicht der Pflegeeinrichtung angelastet werden. Hängt die ablehnende Haltung mit der aktuellen Situation zusammen, sollten die zeitlichen Abstände festgelegt werden, wann die Betreuungsangebote dem Bewohner erneut angeboten werden können.Dabei ist insbesondere zu prüfen, ob die Angebote den individuellen Bedürfnissen der Bewohner entsprechen und ggf. bestehende erkrankungsbedingte Besonderheiten (z. B. depressive Verstimmung, Schmerzzustände) bei der Angebotsplanung ausreichende Berücksichtigung finden. soziale Betreuung
Soziale Betreuung	Bei der Bewohner- bzw. Kundenbefragung kommt es immer wieder zu Aussagen der Befragten, die von der Einrichtung anders beurteilt werden. Wie ist für diese Fälle die interne Richtlinie des MDK Sachsen zur Bewertung?	Die Aussagen der Versicherten werden durch den Gutachter im Qualitätsprüfbericht erfasst. Der MDK Sachsen bewertet und interpretiert diese Aussagen nicht. Das Ergebnis wird gemäß QPR in anonymisierter Form erfasst. Im Vorfeld der Befragung wird ermittelt, ob der Pflegebedürftige ausreichend auskunftsfähig ist.	Zufriedenheitsbefragung
Prüfablauf	Der aktualisierte Expertenstandard Dekubitusprophylaxe empfiehlt nicht mehr die Anwendung von Risikoskalen. Wie sollte das Dekubitusrisiko erhoben werden?	Zu empfehlen ist grundsätzlich die Dekubitusrisikoerhebung entsprechend dem aktuellen Stand des Wissens: Laut dem Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege (1. Aktualisierung 2010) soll das Dekubitusrisiko mittels eines systematischen Vorgehens beurteilt werden. Dabei sind die Risikofaktoren im Rahmen einer klinischen Einschätzung durch die Pflegefachkraft zu identifizieren und unter Berücksichtigung des gesamten Gesundheitszustandes zu bewerten.
Da auch in den aktuellen Qualitätsprüfrichtlinien auf die Möglichkeit der Ermittlung des Dekubitusrisikos "[…] ggf. mit Hilfe einer Skala (z. B. Braden-Skala, Norton-Skala) […]" verwiesen wird, kann dies im Rahmen der Qualitätsprüfungen nicht unberücksichtigt bleiben. Sofern Pflegeeinrichtungen weiterhin Risikoskalen zur Ermittlung des Dekubitusrisikos anwenden, wird jeweils im konkreten Einzelfall geprüft, ob das angewendete Instrument das individuelle Dekubitusrisiko ausreichend abgebildet hat. Dies wird aber häufig nicht der Fall sein, da die Skalen z. B. keine externen Risikofaktoren berücksichtigen und auch keinen Bezug der einzelnen Risikofaktoren zum gesamten Gesundheitszustand der Pflegebedürftigen herstellen. Daher wird auch bei Anwendung der in den Qualitätsprüfrichtlinien genannten Risikoskalen in der Regel eine ergänzende Informationssammlung und pflegefachliche Bewertung des Dekubitusrisikos erforderlich sein.	Expertenstandards
Gesetzliche Grundlagen Pflegedokumentation Qualitätsmanagement	Die Einrichtungen gewinnen den Eindruck, dass es im Hinblick auf die Qualitätsprüfung keine Abstimmung zwischen den Prüforganen gibt (z. B. Dienstplan wird zweimal geprüft). Wie ist die Zusammenarbeit dieser Institutionen in Sachsen vorgesehen?	Die Zusammenarbeit zwischen Heimaufsicht, Prüfinstitutionen und Landesverbänden der gesetzlichen Pflegekassen im Freistaat Sachsen und zuständigen Träger der Sozialhilfe ist differenziert in Verfahrensbeschreibungen zur Zusammenarbeit und zur gegenseitigen Information geregelt.
Die Prüfkataloge wurden abgestimmt und verfolgen unterschiedliche Zielrichtungen, sodass in der Regel keine inhaltliche Doppelprüfung erfolgt. Darüber hinaus wird die Prüfplanung monatlich abgeglichen und gemeinsame Begehungen im Rahmen von MDK Regel- und Anlassprüfungen abgestimmt.	Zusammenarbeit der Prüfinstitutionen
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf	Enthält die veränderte Stichprobe von 9 Pflegebedürftigen, je 3 aus jeder Pflegestufe auch eine Minimalvorgabe?	Es gilt nach Möglichkeit in allen Pflegeeinrichtungen diese Vorgabe zu erfüllen. Wenn nicht genügend Pflegebedürftige/Betreuer ihr Einverständnis erteilen, fällt die Stichprobe geringer aus.	Stichprobe
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf	Gemäß § 114 a Abs. 1 S. 3 SGB XI sind Qualitätsprüfungen in ambulanten Pflegeeinrichtungen am Tag zuvor anzukündigen. Unsere Dienste erleben jedoch, dass teilweise die Ankündigung am Wochenende erfolgt.	Prüfungen am Montag/nach Feiertagen werden am Vortag, demzufolge Sonntag/Feiertag, in der Regel per Fax angekündigt. Mit der Formulierung "Am Tag zuvor" hat der Gesetzgeber die Ankündigung am Sonntag/Feiertag nicht ausgeschlossen.	Anmeldung der Qualitätsprüfung
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf	Gibt es eine gesetzliche Vorschrift zur Evaluation und den Evaluationsabständen für die Pflegedokumentation?	In den Maßstäben und Grundsätzen für die Qualität und die Qualitätssicherung sowie für die Entwicklung eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagements nach § 113 SGB XI, die für die vollstationäre Pflege, die ambulante Pflege und die teilstationäre Pflege aktualisiert vorliegen (2011, 2012), hat der Gesetzgeber die Anforderungen an die Dokumentation festgelegt. Darin ist Folgendes dargestellt:"Die vollstationäre Pflegeeinrichtung fertigt eine individuelle Pflegeplanung und legt erreichbare Pflegeziele, deren Erreichung überprüft wird, fest. Die Pflegeplanung muss der Entwicklung des Pflegeprozesses entsprechend kontinuierlich aktualisiert werden."
In den Pflegeeinrichtungen werden in der Regel Fristen für eine Evaluierung der Pflegeplanung festgelegt (individuelle Entscheidung). Bei Bedarf, also Veränderung der Pflegesituation, muss eine Anpassung jedoch zeitnah erfolgen. Im Rahmen der Qualitätsprüfungen sind nicht die Evaluierungsabstände der Pflegeplanung maßgeblich, sondern ob die vorliegende Pflegedokumentation den aktuellen Pflegezustand abbildet. Eine regelmäßige Evaluation der Pflegeplanung und definierte Evaluationsabstände/-anlässe (z.B. Veränderungen des Allgemein-/Gesundheitszustandes oder nach Krankenhausaufenthalt) leisten einen sinnvollen Beitrag für eine individuelle aktuelle Planung.	Evaluation der Pflegedokumente
Gesetzliche Grundlagen Pflegedokumentation	Gibt es gravierende Missstände, Vernachlässigung oder Gewalt in sächsischen Pflegeeinrichtungen?	Das ist nicht der Regelfall. Gravierende Missstände werden im Rahmen von Qualitätsprüfungen nur in Einzelfällen festgestellt, wie z. B. die Auswirkungen von Gewalt oder die Anwendung von nicht legitimierten freiheitseinschränkenden Maßnahmen. Über gravierende Mängel werden je nach Befund noch im Verlauf einer Qualitätsprüfung bzw. im Anschluss die Landesverbände der sächsischen Pflegekassen und ggf. zuständige Aufsichtsbehörden informiert, damit weitere aufsichtsrechtliche Maßnahmen eingeleitet werden können. Die Sofortmaßnahmen werden durch die Gutachter im Rahmen der Qualitätsprüfung empfohlen.	Gravierende Mängel/Pflegedefizite
Prüfablauf Qualitätsmanagement	Inwiefern sind Prüfer berechtigt sich z. B. Wunden zeigen zu lassen, obwohl der Wundverband an dem Tag der Prüfung bereits erfolgte? Ist eine Bewertung der Vorgehensweise beim Wundverband zulässig?	Zur Beurteilung der Wundsituation und der aktuell zutreffenden Dokumentation der Wundsituation ist die Inaugenscheinnahme wichtiger Bestandteil der Qualitätsprüfung. Besonderheiten (atraumatischer Verbandswechsel, Hydrokolloid Verband etc.) sind jedoch zu beachten. Wenn die Dokumentation aktuell und fachlich korrekt ist, kann ggf. bei neu aufgebrachtem Verband auf die Inspektion der Wunde verzichtet werden.Sollte die Dokumentation nicht aktuell oder lückenhaft sein, bzw. Hinweise auf den nicht sachgerechten Umgang mit der Wunde vorliegen, dann erfolgt die Beurteilung der Wundsituation durch den Gutachter auch bei neu aufgebrachtem Verband, da der Gutachter die Wunde beurteilen, die Wundsituation dokumentieren und die daraus ggf. resultierende Empfehlung ableiten soll.Die notwendigen Verbandswechsel sollten daher am Tag der Qualitätsprüfung nach Möglichkeit nicht vor der Stichprobenziehung erfolgen. Sobald die Stichprobe der in die Qualitätsprüfung einzubeziehenden Versicherten festgelegt ist, kann umgehend mit der Inaugenscheinnahme/Bewohnerbefragung begonnen werden und durch den Gutachter die Wundsituation und der fachgerechte Verbandswechsel beurteilt werden.	Inaugenscheinnahme
Behandlungspflege Prüfablauf	Kann das Einverständnis vorab durch die Pflegeeinrichtung eingeholt werden?	Wir akzeptieren nur tagaktuelle und uns gegenüber erteilte Einverständniserklärungen.	Einverständniserklärung
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf	Kann der Zeitpunkt des Essens im Rahmen bestimmter Zeitkorridore frei gewählt werden (Frage 7.3. Anlage 4 Erhebungsbogen stationär, QPR).	Gemäß QPR bezieht sich diese Fragestellung ausschließlich auf die Hauptmahlzeiten. Mahlzeitenversorgung
Ernährung-/Flüssigkeitsversorgung Gesetzliche Grundlagen Strukturqualität	Kann die Pflegeeinrichtung die Prüfung ohne Konsequenzen ablehnen?	Eine Ablehnung ist gesetzlich nicht vorgesehen. Die Pflegeeinrichtung hat eine gesetzlich vorgeschriebene Mitwirkungspflicht gem. § 112 Abs. 2 SGB XI. Über gravierende Vorkommnisse (Hochwasser, Norovieren in der Pflegeeinrichtung mit hohen Fallzahlen auch unter den Mitarbeitern etc.) sind die Landesverbände der gesetzlichen Pflegekassen im Freistaat Sachsen zu informieren.	Mitwirkungspflicht
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf	Kann die Qualität der Pflegeeinrichtung im Rahmen der MDK Qualitätsprüfung anhand des Projektes „Praktische Anwendung des Strukturmodells – Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation“ überprüft werden und wie positioniert sich der MDK dazu?	Das Projekt "Einführung des Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation" wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit auf den Weg gebracht. Es geht um die Neuausrichtung der Dokumentationspraxis in der Langzeitpflege. Die Grundstruktur des Strukturmodells basiert auf einem Pflegeprozess in 4 Phasen und stellt ein wissenschaftsbasiertes Konzept zur Dokumentation der Pflege dar. Die erste Phase ist die Strukturierte Informationssammlung (SIS) mit der Risikomatrix, die eine initiale Einschätzung in allen relevanten Risikobereichen/Pflegephänomenen ermöglicht. Auf Grundlage der SIS erfolgt in der zweiten Phase des Pflegeprozesses eine Maßnahmenplanung. Das Berichteblatt, das nur noch die Abweichungen von regelmäßig wiederkehrenden Pflege- und Betreuungsabläufen enthält, ist ein weiterer wichtiger Bestandteil des Strukturmodells. Die Evaluation stellt die vierte Phase im Pflegeprozess dar. Wird das Strukturmodell korrekt angewendet, kann auf dieser Grundlage die Qualitätsprüfung in den Pflegeeinrichtungen durchgeführt werden. Das bedeutet, dass mit der im Rahmen des 4-stufigen Pflegeprozess notwendigen und vom Projekt beschriebenen effizienten Pflegedokumentation, die für die Qualitätsprüfung notwendigen Nachweise abgebildet werden können.Mit der Umsetzung des Strukturmodells erfolgt eine Stärkung der fachlichen Kompetenzen der Pflegefachkräfte. Die Individualität und die Selbstbestimmung des Pflegebedürftigen finden im Strukturmodell konsequente Beachtung und sind zentraler Aspekt des Pflegeprozesses. Die MDK-Gemeinschaft sowie der MDS unterstützen die Umsetzung des Strukturmodells.
Eine fachgerechte Implementierung des Strukturmodells verringert den Dokumentationsaufwand und rückt die Pflege- und Betreuung der pflegebedürftigen Menschen wieder stärker in den Mittelpunkt.
Alle wichtigen Informationen zum Strukturmodell finden Sie unter:
(Stand: Juni 2015)www.ein-step.de
www.bmg.bund.de/themen/pflege.html	Entbürokratisierung
Gesetzliche Grundlagen Pflegedokumentation Prüfablauf Qualitätsmanagement	Muss der Hausarzt den Medikamentenplan erstellen, welcher auch die Medikation des Facharztes ausweist?	Der MDK prüft im Rahmen der Qualitätsprüfung die fachgerechte Umsetzung der ärztlichen Anordnung (Medikamentengabe durch den Pflegedienst/die Pflegeeinrichtung) und den sachgerechten Umgang mit den Medikamenten. Die Hausärztin ist nicht verpflichtet, die vom Facharzt verordneten Medikamente in dem von ihr ausgestellten Medikamentenplan auszuweisen. Im Rahmen der Qualitätsprüfung muss die Pflegeeinrichtung nachvollziehbar darlegen, dass sie die verschiedenen ärztlichen Verordnungen/Anordnungen (Hausarzt/Facharzt) sachgerecht umsetzt. Hierzu gehört auch die anordnungs-/verordnungskonforme Dokumentation der Medikamentengabe.
Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes für sichere digitale Kommunikation und Anwendung im Gesundheitswesen haben Versicherte ab Oktober 2016, denen regelmäßig drei oder mehr Medikamente gleichzeitig verordnet werden, Anspruch auf einen Medikationsplan in Papierform durch einen an der vertragsärztlichen Versorgung beteiligten Arzt. Der Arzt muss den Versicherten über seinen Anspruch informieren. Apotheker sind bei Änderungen der Medikation auf Wunsch des Versicherten zur Aktualisierung verpflichtet.	Medikamentenplan
Behandlungspflege	Muss in die Ermittlung des Flüssigkeitsbedarfes bzw. in die Auswertung von Trinkprotokollen zwingend ein Arzt eingebunden werden oder ist das die Aufgabe der Pflege?	Die Ernährung und Flüssigkeitsversorgung ist im Regelfall eine pflegerische Aufgabe. Dazu gehören auch die Planung, Evaluation und ggf. Anpassung entsprechender Maßnahmen. Dabei kann ein Ergebnis der Evaluation durchaus die Einbindung eines Arztes erfordern. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn sich die Flüssigkeitsversorgung zu einem Problem entwickelt, das allein mit pflegerischen Maßnahmen nicht zu bewältigen ist. In diesem Fall ist die berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit (Pflege, Arzt, Ernährungsexperte) erforderlich. Bei besonderen Diagnosen (z. B. Niereninsuffizienz) ist die Einbeziehung des Arztes zwingend notwendig. Das betrifft z.B. die Arzteinbindung bei angeordneter Bilanzierung aufgrund bestimmter Erkrankungen. Hierbei handelt es sich um eine diagnostische bzw. therapeutische Maßnahme, deren Festlegung und Auswertung grundsätzlich in ärztliche Hände gehört.	Ermittlung Flüssigkeitsbedarf
Ernährung-/Flüssigkeitsversorgung Pflegedokumentation	Müssen bei chronischen Schmerzen verordnete Bedarfsmedikamente vorgehalten werden?	Die Bevorratung mit Bedarfsmedikamenten ist kein Prüfungsinhalt. Verordnete Bedarfsmedikamenten müssen aber im Bedarfsfall zeitgerecht verabreicht werden können. In diesem Fall ist durch die Pflegeeinrichtung darzustellen, wie die zeitgerechte Gabe im Bedarfsfall sichergestellt ist. Sofern die Gabe eines Bedarfsmedikamentes längere Zeit nicht notwendig war, sollte der verordnende Arzt über diesen Sachverhalt informiert werden, damit er ggf. die Notwendigkeit der Bedarfsanordnung überprüfen kann.	Bedarfsmedikation
Behandlungspflege Qualitätsmanagement Strukturqualität	Müssen für die immobilen Bewohner täglich Einzelangebote geplant und durchgeführt werden? Das betrifft die Bewohner, die an Gruppenangeboten nicht teilnehmen können.	Für alle Bewohner, die aufgrund ihrer kognitiven Einschränkungen oder anderer Handicaps nicht an Gruppenangeboten teilnehmen können, müssen Einzelangebote geplant und durchgeführt werden. Somit auch für die immobilen Bewohner. Gemäß QPR sind diese Angebote an mindestens 3 von 7 Tagen anzubieten und durchzuführen. soziale Betreuung
Gesetzliche Grundlagen Soziale Betreuung	Trifft die Qualitätsprüfrichtlinie auch auf den teilstationären Bereich zu?	Die Qualitätsprüfrichtlinie trifft für alle stationären Versorgungsformen gleichermaßen zu. Allerdings sind einige Fragen aufgrund der Besonderheiten in teilstationären Pflegeeinrichtungen nicht relevant, wobei dies zum Teil von den konkret angebotenen Betreuungszeiten (Tagespflege/Nachtpflege) abhängt. Auch werden für teilstationäre Pflegeeinrichtungen weiterhin keine Transparenzdaten veröffentlicht.	Tagespflege
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf	Wann wird es eine Qualitätsprüfrichtlinie für die Tagespflege geben?	Dazu gibt es gegenwärtig keine verbindlichen Informationen. Die QPR stationär gilt als Grundlage auch für die Durchführung der QP in der Tagespflege. Zur Bewertung besonderer Gegebenheiten, die den Unterschied zu stationären und teilstationären Einrichtung darstellen, gibt es eine t.n.z.-Option.
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf	Warum erfolgen die Qualitätsprüfungen in stationären Pflegeeinrichtungen unangemeldet?	Es ist vom Gesetzgeber so vorgesehen, dass die Qualitätsprüfung in stationären Pflegeeinrichtungen unangemeldet erfolgt. Anmeldung der Qualitätsprüfung
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf	Warum ist die "Inaugenscheinnahme" Bestandteil der Qualitätsprüfung und ist dabei die Wahrung der Intimsphäre der Pflegebedürftigen sichergestellt?	Die wesentlichen Inhalte der Qualitätsprüfungen sind u. a. im SGB XI geregelt, z. B. im § 114a Abs. 3 SGB XI: "Die Prüfung beinhaltet auch Inaugenscheinnahmen des gesundheitlichen und pflegerischen Zustands von Pflegebedürftigen. […]"Das bedeutet, dass der Gutachter im Rahmen der Qualitätsprüfung den Pflegezustand und die Versorgungsqualität der zufällig ausgewählten Pflegebedürftigen beurteilen muss. Das umfasst z. B. die Mobilität, den Ernährungszustand, die Körperpflege und je nach individueller Pflegesituation, den Hautzustand.Ausschlaggebend dabei ist das Selbstbestimmungsrecht der Pflegebedürftigen. Unabhängig von einer generellen Einwilligung zur Einbeziehung in die Qualitätsprüfung, erfolgen Maßnahmen zur pflegefachlichen Bewertung des Pflegezustandes nur dann, wenn der jeweilige Pflegebedürftige in die einzelnen Maßnahmen im Rahmen der Inaugenscheinnahme (z. B. die Beurteilung der Wundsituation oder der Prädilektionsstellen für Dekubitalulcera oder Intertrigo) einwilligt.Die Wahrung der Intimsphäre ist dabei eine pflegerische Selbstverständlichkeit. Die Gutachter des MDK Sachsen sind ausschließlich Pflegefachkräfte mit langjähriger praktischer Erfahrung in der Pflege.	Inaugenscheinnahme
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf	Was hat sich ab 1.1.2015 im Bereich "zusätzliche Betreuungsangebote" für Pflegeeinrichtungen und Mitarbeiter in diesem Bereich geändert?	Am 1.1.2015 ist das Pflegestärkungsgesetz I in Kraft getreten. Mit dieser Gesetzesänderung können ergänzende Betreuungsangebote (zusätzliche Aktivierung und Betreuung) in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen von Pflegebedürftigen in Anspruch genommen werden. Die anspruchsberichtigten Personen sind jetzt neben Pflegebedürftigen mit erheblichem Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung (§45a SGB XI) auch Pflegebedürftige die einen Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und Hauswirtschaft haben. Dabei ist zu beachten, dass anspruchsberechtigte Personen und Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz (PEA) zwei verschiedene Personenkreise sind. Personen mit eingeschränkter oder erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz benötigen weiterhin eine zielgruppenspezifische Pflege und Betreuung. Mit der Gesetzesänderung im Bereich des SGB XI wurde der Betreuungsschlüssel für zusätzliche Betreuungskräfte auf 1:20 Vollzeitstellen angepasst (§ 87b Abs.3 SGB XI). Aus der Gesetzesänderung resultierend ist auch die Anpassung der Richtlinien nach § 87b Abs. 3 SGB XI zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen (Betreuungskräfte-Rl) vom 19. August 2008 in der Fassung vom 29. Dezember 2014 erfolgt. § 4 und 5 der Betreuungskräfte-Rl geben Auskunft über die Qualifikationsanforderungen an die eingesetzten Betreuungskräfte (Orientierungspraktikum, Qualifizierungsmaßnahme, regelmäßige Fortbildungen) und die Anrechnung bereits erworbener Qualifikationen. Die in § 6 beinhaltete Übergangsregelung und der damit verbundene Einsatz niedrig qualifizierter Personen als Betreuungskraft endete mit dem 30.09.2015. Demzufolge müssen ab 01.10.2015 alle eingesetzten Betreuungskräfte die in § 4 bzw. 5 benannten Voraussetzungen erfüllen.
Gesetzliche Grundlagen Soziale Betreuung	Was ist beim Auftreten von MRSA in der Pflegeeinrichtung zu beachten?	Die stationäre Pflegeeinrichtung bzw. der ambulante Pflegedienst ist für die Schaffung der materiellen Rahmenbedingungen für die Versorgung von pflegebedürftigen Menschen mit MRSA verantwortlich. So sollten jede stationäre Pflegeeinrichtung (Tagespflegeeinrichtung, Kurzzeitpflege, vollstationäre Pflegeeinrichtung) und jeder ambulante Pflegedienst speziell auf ihre Einrichtung abgestimmte interne Regelungen für den Umgang mit MRSA erarbeiten und für deren Umsetzung und Einhaltung sorgen. Dabei sollte insbesondere Berücksichtigung finden:
der von der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene erarbeitete „Maßnahmenplan beim Auftreten von MRSA“ (3.A Pflege und Versorgung in stationären Pflegeeinrichtungen, 3.B Ambulante externe Krankenpflege/häusliche Pflege),
der aktuelle stationäre Rahmenhygieneplan mit Anlage 2 („Verhalten beim Auftreten von MRSA“),
der aktuelle ambulante Rahmenhygieneplan mit Anlage 1 ("Hygienemaßnahmen beim Auftreten multiresistenter Krankheitserreger (MRE)")
die Empfehlungen zur Prävention und Kontrolle von Methicillinresistenten Staphylococcus aureus-Stämmen (MRSA) in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen (Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut).	MRSA
Hygiene Pflegerische Schwerpunkte	Was ist notwendig, wenn der Arzt eine nicht korrekte Anweisung zur Versorgung der Wunde abgibt?	Zur Beurteilung der Wundversorgung kann eine Wundschwester hinzugezogen werden. Die sachgerechte Versorgung der Wunde liegt in der Verantwortung des Pflegepersonals. Entspricht die ärztliche Anordnung nicht dem aktuellen Stand des Wissens, so fällt dies nicht in die Verantwortung der Einrichtung/des Pflegepersonals, muss jedoch entsprechend reflektiert/dokumentiert werden. Der behandelnde Arzt sollte zu der Problematik nachweislich informiert werden.	Wundversorgung
Behandlungspflege Pflegedokumentation	Welche Anforderungen an die ärztliche Verordnung/Anordnung von Bedarfsmedikamenten müssen grundlegend erfüllt sein, so dass eine fachgerechte Gabe der Medikamente durch den Pflegedienst/die Pflegeeinrichtung erfolgen kann?	Die Verordnung von Medikamenten im Rahmen von Diagnostik und Therapie gehört zum Aufgabenbereich von Ärzten (Anordnungs-/Verordnungsverantwortung). Erforderliche Angaben auf der ärztlichen Verordnung/Anordnung für eine fachgerechte Durchführung der Bedarfsmedikation durch die Pflegefachkraft (Durchführungsverantwortung) sind:
der Name des Pflegebedürftigen/Geburtsdatum (eindeutige Zuordnung zum Pflegebedürftigen)
der Name des Medikaments mit Applikations-/Darreichungsform
die genau definierte Indikation zur Gabe
Einzeldosierung und Maximaldosierung pro Tag
Häufigkeit der Gabe/zeitlicher Abstand zwischen den Medikamentengaben
Anordnungsdatum und Unterschrift des Arztes
Die Anordnung/Verordnung erfolgt in der Regel schriftlich, z. B. mittels
HKP-Verordnung mit Angabe der konkreten Medikamente (ambulant) Medikamentenplan/ Behandlungsplan von der Arztpraxis ausgestellt
schriftlicher Eintragung in der Pflegedokumentation (z. B. im Medikamentenplan, im Arztkommunikationsblatt, …)
Eine weitere Möglichkeit ist die mündliche Anordnung nach dem VuG-Prinzip.	Bedarfsmedikation
Behandlungspflege Qualitätsmanagement Strukturqualität	Welche Aufgaben haben zusätzliche Betreuungskräfte in Pflegeeinrichtungen?	Die Aufgaben der Betreuungskräfte sind in den "Richtlinien nach § 87b Abs. 3 SGB XI zur Qualifikation und zu den Aufgaben von zusätzlichen Betreuungskräften in stationären Pflegeeinrichtungen (Betreuungskräfte-Rl)" dargestellt. Der Schwerpunkt dieser Aufgaben liegt bei der Unterstützung der betroffenen Pflegebedürftigen bei solchen Alltagsaktivitäten, die nicht primär zum pflegerischen Bereich gehören, z. B. Malen und Basteln, Haustiere füttern und pflegen, Kochen und Backen, Lesen und Vorlesen. Die erforderliche Unterstützung aus dem pflegerischen Bereich, die sich im Rahmen der Alltagsbegleitung ergibt (z. B. Hilfe beim Aufsuchen der Toilette), wird nicht als regelmäßige Durchführung der pflegerischen Maßnahmen durch die Betreuungskräfte bewertet.
http://www.gkv-spitzenverband.de/pflegeversicherung/beratung_und_betreuung/betreuungskraefte_nach_87_b_sgb_xi/betreuungskraefte_nach_87_b_sgb_xi.jsp	Betreuungskräfte
Gesetzliche Grundlagen Qualitätsmanagement Soziale Betreuung	Welche Auswirkungen hat das Ergebnis einer Anlassprüfung auf die Veröffentlichung?	Dieses Ergebnis wird als Transparenzbericht veröffentlicht und löst damit das vorhergehende Prüfergebnis ab.	Anlassprüfung
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf	Welche gesetzlichen Grundlagen gibt es für die Behandlungspflege?	Die Durchführung behandlungspflegerischer Maßnahmen sind für den ambulanten Versorgungsbereich im § 37 SGB V und in der gemäß § 37 Abs. 6 SGB XI erlassenen HKP-Richtlinie geregelt. Im stationären pflegerischen Versorgungsbereich finden sich entsprechende Regelungen im SGB XI (§ 41, § 42, § 43 SGB XI).In der ambulanten Versorgung kann der behandelnden Arzt bei medizinischer Notwendigkeit eine Verordnung zur Häuslichen Krankenpflege, bspw. für die Medikamentengabe (weitere Maßnahmen s. HKP-Richtlinie), ausstellen. Sind "Maßnahmen der ärztlichen Behandlung, die dazu dienen, Krankheiten zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern und die üblicherweise an Pflegefachkräfte delegiert werden können (…)". (HKP-Richtlinie) Maßnahmen der Behandlungspflege (häusliche Krankenpflege gem. § 37 Abs. 2 SGB V) dienen der Sicherung der Ziele der ärztlichen Behandlung. Die Delegation behandlungspflegerischer Maßnahmen (gem. HKP RL) bedarf der schriftlichen Anordnung/ Verordnung durch den behandelnden Arzt. Die Durchführung der behandlungspflegerischen Maßnahme wird mit einer sogenannten HKP-Verordnung an einen Pflegedienst delegiert. Häusliche Krankenpflege ist in der Regel im Haushalt der oder des Versicherten oder ihrer oder seiner Familie zu erbringen (Ausnahmen siehe HKP-Richtlinie).In stationären Pflegeeinrichtungen besteht nach den gesetzlichen Bestimmungen Anspruch auf die Erbringung von Behandlungspflege durch die Einrichtungen (SGB XI). Das heißt stationäre Einrichtungen sind zur Durchführung behandlungspflegerischer Maßnahmen, wie z. B. der Medikamentengabe, verpflichtet.Ausgenommen vom Grundsatz der ärztlichen Anordnung behandlungspflegerischer Maßnahmen sind die von der stationären Pflegeeinrichtung erbrachten Serviceleistungen wie z. B. das wöchentliche Blutdruck- und Pulsmessen oder die regelmäßigen Gewichtskontrollen. Insofern keine medizinische Indikation vorliegt, welche eine ärztliche Festlegung zur Messung des Blutdruckes, des Pulses oder des Körpergewichts erfordern würde, ist eine ärztliche Anordnung für die benannten Serviceleistungen der Pflegeeinrichtung nicht erforderlich.
Die Anforderung an die ärztliche Anordnung/ Verordnung gilt auch für die Delegation behandlungspflegerischer Maßnahmen an Pflegefachkräfte in stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen.	Behandlungspflege
Behandlungspflege Gesetzliche Grundlagen	Welche internen Vorgaben gibt es zur Prüfung von Kurzzeitpflegeeinrichtungen, insbesondere hinsichtlich der Pflegeplanung bei Gästen, die sich nur für wenige Tage in der Einrichtung befinden?	Die pflegerische Versorgung ist auch bei kurzen Versorgungszeiträumen sicherzustellen. Daher müssen Risiken, Einschränkungen und Besonderheiten erfasst und in der Pflege/-planung berücksichtigt werden.	Kurzzeitpflege
Gesetzliche Grundlagen Pflegedokumentation Qualitätsmanagement	Welche Mitarbeiter §87b SGB XI sollen an der zweitätigen Fortbildungsmaßnahme teilnehmen? Kann diese Maßnahme auch intern durchgeführt werden.	Alle Mitarbeiter, die als Betreuungskräfte eingesetzt sind, unabhängig von ihrer Ausbildung und Qualifikation, sollen jährlich geschult werden. Das kann auch als hausinterne Maßnahme erfolgen. Maßgeblich für diese Qualifizierungsmaßnahme ist die Anpassung der Schulungsinhalte auf die ausgeübte Tätigkeit als Betreuungskraft, um die Fertigkeiten und Fähigkeiten der Mitarbeiter auf dem aktuellen Stand des Wissens zu erhalten. Betreuungskräfte
Gesetzliche Grundlagen Qualitätsmanagement Soziale Betreuung	Welche Unterschiede in den Qualitätsprüfungsrichtlinien gibt es in anderen Bundesländern (z. B. in Bayern)? Inwieweit sind diese vereinheitlicht?	Die Qualitätsprüfungs-Richtlinien, gelten in allen Bundesländern und für alle Prüfinstitutionen (MDK, PKV-PD) gleichermaßen. Einheitliche Umsetzung der QPR
Gesetzliche Grundlagen	Welchen Stellenwert nimmt aus Sicht des MDK Sachsen die Kontrakturprophylaxe im Rahmen der Qualitätsprüfung in stationären Pflegeeinrichtungen ein, nachdem diese Leistung aus den Transparenzkriterien herausgefallen ist?	Auch wenn Kontrakturenprophylaxe kein Bestandteil bei der Bewertung der Ergebnisqualität im Rahmen der Qualitätsprüfung ist, hat die Thematik weiterhin eine hohe Relevanz für die Versorgungsqualität der Betroffenen. Die derzeitigen Qualitätsprüfungs-Richtlinien, sehen hierzu lediglich eine Informationsfrage im Rahmen einer erweiterten/vollumfänglichen Qualitätsprüfung vor.	Kontrakturen
Gesetzliche Grundlagen Mobilität	Wer darf Behandlungspflege erbringen?	Leistungen der Behandlungspflege sind grundlegend durch Pflegefachkräfte zu erbringen.Zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern existieren im ambulanten Versorgungsbereich zum Teil jedoch vertragliche Vereinbarungen, nach denen die Erbringung behandlungspflegerischer Maßnahmen der Leistungsgruppe 1 (einfache Behandlungspflegen) unter bestimmten Voraussetzungen (Schulung, fachpraktische Anleitung und regelmäßige Überprüfung) auch durch Pflegekräfte erbracht werden können.	Behandlungspflege
Behandlungspflege Gesetzliche Grundlagen	Werden Aussagen von Pflegefachkräften oder Pflegebedürftigen bei der Bewertung der Kriterien berücksichtigt, wenn in der Pflegedokumentation diese Angaben fehlen, nicht belegt sind?	Zunächst wird die Pflegedokumentation geprüft. Sie ist ein Teil der Bewertungsgrundlage. Stellt der Gutachter dabei fest, dass diese nicht vollständig den Sachverhalt abbildet, müssen die im Gespräch mit dem Mitarbeiter bzw. Pflegebedürftigen gesammelten Informationen durch den Gutachter nochmals reflektiert und hinterfragt werden, um zu einer objektiven Bewertung zu gelangen. Ist die Befragung der Pflegefachkraft oder des Bewohners als weitere Nachweisebene in der QPR vorgesehen und beeinflussen die erhaltenen Informationen die Bewertung der Frage, wird der Gutachter diese berücksichtigen.	Datentriangulation
Pflegedokumentation Prüfablauf	Werden im ambulanten Bereich Klienten in die Stichprobe einbezogen, bei denen ausschließlich hauswirtschaftliche Leistungskomplexe erbracht werden?	Einbezogen werden Sachleistungsempfänger (SGB V und SGB XI Leistungen). Pflegebedürftige, bei denen ausschließlich hauswirtschaftliche Leistungen erbracht werden, werden nicht einbezogen.	Stichprobe
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf	Werden Pflegebedürftige bei denen durch den Pflegedienst ausschließlich hauswirtschaftliche Leistungen erbracht werden in die Prüfung einbezogen?	Die Qualitätsprüfungs-Richtlinie legt für die Personenstichprobe im Rahmen ambulanter Qualitätsprüfungen fest, das nur Personen mit einer Pflegestufe 1 bis 3 einzubeziehen sind, die Sachleistungen der Grundpflege nach § 36 SGB XI in Anspruch nehmen. Personen, bei denen nur hauswirtschaftliche Leistungen durch den Pflegedienst erbracht werden, sind nicht in die Prüfung einzubeziehen.	Personenstichprobe im Rahmen ambulanter Qualitätsprüfungen
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf	Wie erfolgt die Auswahl der Pflegebedürftigen (Zufallsstichprobe) in Tagespflegeeinrichtungen?	Die Auswahl der Pflegebedürftigen erfolgt wie in vollstationären Pflegeeinrichtungen. Es findet kein Auffüllen aus einer anderen Pflegestufe statt.	Stichprobe
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf	Wie erfolgt die Datentriangulation bei der stationären Qualitätsprüfung?	Wenn der Gutachter trotz der vorgelegten Nachweise Zweifel bei der Bewertung der Fragestellung hat, holt dieser sich weitere Informationen ein, wenn die QPR weitere Nachweisebenen (z. B. Verifizierung, Befragung der Mitarbeiter) vorsieht.	Datentriangulation
Prüfablauf	Wie genau muss die Indikation zur Bedarfsmedizin ausgewiesen sein? Sind in diesem Kontext auch regelhaft dokumentierte Intensitäten oder Intervalle zu fordern, z. B. cut off - Werte bei Schmerzmedikamenten bei Bedarf?	Die Festlegung der Indikation für die Gabe des Bedarfsmedikamentes obliegt ausschließlich dem verordnenden Arzt. Er entscheidet auch, ob zur Sicherstellung der bedarfsabhängigen medikamentösen Therapie die Angabe konkreter Intensitäten oder Intervalle erforderlich ist. Sofern der Arzt die "Symptome", bei denen ein Bedarfsmedikament zu verabreichen ist, anderweitig definiert, ist dies durch den Gutachter in der Regel zu akzeptieren. Eine Beurteilung der Qualität der ärztlichen Anordnung ist nicht Gegenstand der Prüffrage 10.4. Angrenzende Sachverhalte (z. B. Kommunikationsbedarf im Zusammenhang mit Akutereignissen bzw. mit der Schmerztherapie) können ggf. separat unter den entsprechenden Punkten (z. B. 10.1 und 10.8) bewertet werden.	Bedarfsmedikation
Behandlungspflege Pflegedokumentation	Wie können kleine Pflegeeinrichtungen die unangekündigte Qualitätsprüfung mit z. B. drei Gutachtern realisieren, wenn nicht genügend Fachkräfte zur Begleitung der Gutachter im Dienst sind?	Der MDK berücksichtigt, wenn möglich, die Einrichtungsgröße bei der Prüfplanung. Im Einführungsgespräch wird durch die Gutachter geklärt wie der Prüftag organisatorisch ablaufen kann. Wenn nur eine Fachkraft zur Verfügung steht, ist das im Verlauf der Qualitätsprüfung organisatorisch lösbar, z. B. durch eine gestaffelte Dokumentationsauswertung. Eine jährliche Qualitätsprüfung ist gesetzlich vorgeschrieben.Für die Pflegeeinrichtung kann eine interne Regelung wie an dem Prüfungstag zu verfahren ist (z. B.: wer wird informiert, wer soll anwesend sein, welche Mitarbeiter begleiten die Gutachter, was muss bei Urlaubs-, Fort- und Weiterbildungsplanung berücksichtigt werden) hilfreich sein.	Organisation der Qualitätsprüfung vor Ort
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf Qualitätsmanagement	Wie oft im Jahr sollten ungelernte Pflegekräfte durch Pflegefachkräfte angeleitet werden?	Die zeitliche Regelmäßigkeit der Überprüfung von ungelernten Mitarbeitern durch die Pflegefachkräfte ist in der QPR nicht geregelt. Diese ist von der Pflegeeinrichtung festzulegen. Dabei geht es um die Verantwortung der Leitung für die Qualität der Maßnahmen, die von ungelernten Mitarbeitern durchgeführt werden. Um diese sicherzustellen, sollen die ungelernten Mitarbeiter regelmäßig (im Bedarfsfall auch in individuell festgelegten Abständen) fachlich angeleitet und überprüft werden. Eine jährliche Überprüfung hat sich in vielen Pflegeeinrichtungen bewährt.	Fachliche Anleitung
Gesetzliche Grundlagen Qualitätsmanagement Strukturqualität	Wie viele Anlassprüfungen erfolgen im Durchschnitt? Der Anteil der Anlassprüfungen lag bisher bei ca. 1%. Anlassprüfung
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf	Wie wird das Einverständnis des Pflegebedürftigen zur Einbeziehung in die Qualitätsprüfung eingeholt?	Einwilligungsfähige Pflegebedürftige werden von den Gutachtern zur Qualitätsprüfung informiert und selbst um ihr Einverständnis gebeten. Bei nicht einwilligungsfähigen Pflegebedürftigen wird das Einverständnis beim Betreuer oder Vorsorgebevollmächtigten eingeholt. Ist der Betreuer oder Vorsorgebevollmächtigter nicht vor Ort, wird er angerufen und im Beisein eines Vertreters der Pflegeeinrichtung um sein Einverständnis gebeten. Dieses wird dokumentiert und durch beide Anwesenden (Gutachter, Mitarbeiter Pflegeeinrichtung) mit Unterschrift bestätigt.Das Einholen des Einverständnisses erfolgt strukturiert anhand eines Gesprächsleitfadens und greift alle wesentlichen Aspekte, wie z. B. Freiwilligkeit, Umfang Inaugenscheinnahme, Dokumentationsauswertung, Gespräch, Zufriedenheitsbewertung auf.Im Rahmen des Versichertenbesuches wird dem Pflegebedürftigen ein Informationsblatt zur Qualitätsprüfung übergeben, damit Pflegebedürftige/Angehörige/Betreuer sich über den Zweck und die Inhalte des Besuchs informieren können.	Einverständniserklärung
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf	Wie wird mit abweichenden fachlichen Meinungen der Pflegefachkraft, umgegangen? Welchen Einfluss hat dies auf die Bewertung?	Die Bewertung des Sachverhaltes erfolgt durch die Gutachter auf der Grundlage der QPR und dem aktuellen Stand pflegerischer Erkenntnisse und wird im Prüfungsverlauf mit der begleitenden Pflegefachkraft besprochen. Wird im Fachaustausch zwischen Gutachter und Pflegefachkraft der Sachverhalt dennoch weiterhin unterschiedlich bewertet, wird das als "abweichende Einschätzung" im Prüfbericht protokolliert, inhaltlich zusammenfassend dargestellt und im Abschlussgespräch gegenüber den leitenden Einrichtungsvertretern kommuniziert.	Abweichende Bewertung/Empfehlung
Gesetzliche Grundlagen Prüfablauf	Wo sollen die 90 min als angemessener Zeitkorridor aufgeführt sein?	Dazu gibt es in der QPR keine Vorgaben. Die Einrichtung sollte "geeignete Nachweise" darüber führen, z. B. im Verpflegungskonzept, Speiseplan, Informationsblatt. Maßgeblich ist die Ausweisung des zeitlichen Rahmens von mindestens 90 Minuten. Eine Formulierung "ab…Uhr" (z. B. "Frühstück ab 08:00 Uhr") ist nicht ausreichend.	Mahlzeitenversorgung
Ernährung-/Flüssigkeitsversorgung Gesetzliche Grundlagen Strukturqualität	Hauptverwaltung