Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%201988,%20578
Timestamp: 2019-10-15 02:48:10
Document Index: 328247165

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', '§ 675', '§ 51', 'BGH', 'BGH', '§ 68', '§ 68', '§ 51', '§ 51', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 51', 'BGH', 'BGH', '§ 51', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 51', '§ 51', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 74', '§ 19', '§ 14', '§ 57', '§ 29', 'BGH', '§ 12', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', '§ 19', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 12', 'BGH', '§ 17', 'BGH', '§ 17', 'BGH', '§ 12', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: MDR 1988, 578 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 21.01.1988
https://dejure.org/1988,280
BGH, 21.01.1988 - IX ZR 65/87 (https://dejure.org/1988,280)
BGH, Entscheidung vom 21.01.1988 - IX ZR 65/87 (https://dejure.org/1988,280)
BGH, Entscheidung vom 21. Januar 1988 - IX ZR 65/87 (https://dejure.org/1988,280)
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Schadensersatzklage wegen behaupteter Verletzung anwaltlicher Pflichten bei der Abfassung einer Prozeßbürgschaft - Beschaffung einer Prozessbürgschaft für eine GmbH trotz Kenntnis der Vermögenslosigkeit GmbH - Verpflichtung zur Zahlung von Avalprovision und im ...
BGB § 242, § 675; BRAO § 51
NJW 1988, 2245
MDR 1988, 578
WM 1988, 629
Sie kann sich aber auch aus einem neuen Auftrag über denselben Gegenstand ergeben (vgl. BGH, Urt. v. 21. Januar 1988 - IX ZR 65/87, WM 1988, 629, 631; v. 24. Juni 1993 - IX ZR 216/92, WM 1993, 1889, 1895;… v. 16. November 1995 aaO S. 542;… Zugehör, aaO Rn. 1383;… Gräfe/Lenzen/Schmeer, aaO Rn. 917).
In einem solchen Falle bedarf der Auftraggeber keiner weiteren Belehrung durch den haftpflichtigen Steuerberater; der Schaden in Gestalt der Primärverjährung ist dann nicht durch eine schuldhafte Verletzung der sekundären Hinweispflicht des Steuerberaters verursacht (…vgl. BGH, Urt. v. 18. September 1986 - IX ZR 204/85, aaO.; v. 21. Januar 1988 - IX ZR 65/87, WM 1988, 629, 631).
c) Sollte die Primärverjährung eines Regreßanspruchs auf einem Pflichtverstoß des Beklagten beruhen, so hat die Verjährung des Sekundäranspruchs gemäß § 68 StBerG - entgegen der Ansicht der Revisionserwiderung - nicht mit dem Mandatsende begonnen, da in § 68 StBerG eine § 51 b Fall 2 BRAO n.F. (= § 51 BRAO a.F.) entsprechende Regelung fehlt, sondern mit dem Eintritt der Primärverjährung (vgl. BGHZ 94, 380, 389 [BGH 23.05.1985 - IX ZR 102/84]; 114, 150, 158; BGH, Urt. v. 21. Januar 1988 - IX ZR 65/87, WM 1988, 629, 631; v. 7. Mai 1992 - IX ZR 151/91, NJW-RR 1992, 1110, 1113); diese Verjährungsfrist wurde durch die Klageerhebung unterbrochen.
Zwar kann ein solcher Ursachenzusammenhang entfallen, wenn der Mandant trotz Kenntnis seines Regreßanspruchs und der Verjährungsregelung des § 51 b BRAO die Primärverjährung nicht verhindert hat (…BGH, Urt. v. 26. Februar 1985 - VI ZR 144/83, NJW 1985, 1151, 1152; v. 21. Januar 1988 - IX ZR 65/87, WM 1988, 629, 631).
Daher hätte der Streithelfer auf das Ende der Primärverjährung hier sogar dann hinweisen müssen, wenn man annehmen wollte, er habe die Vollstreckungsabwehrklage aufgrund eines neuen Auftrags eingereicht (…vgl. BGH, Urt. v. 10. Oktober 1985 - IX ZR 153/84, NJW 1986, 581, 583; v. 21. Januar 1988 - IX ZR 65/87, NJW 1988, 2245, 2247; v. 24. Juni 1993 - IX ZR 216/92, NJW 1993, 2747, 2751).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gebietet es der Zweck der Verjährungsregelung des § 51 BRAO, strenge Maßstäbe anzulegen und den Einwand der unzulässigen Rechtsausübung nur gegenüber einem wirklich groben Verstoß gegen Treu und Glauben durchgreifen zu lassen, etwa wenn der Verpflichtete den Berechtigten durch sein Verhalten von rechtzeitiger Klageerhebung abgehalten oder ihn nach objektiven Maßstäben zu der Annahme veranlaßt hat, es werde auch ohne Rechtsstreit eine vollständige Befriedigung seines Anspruchs zu erreichen sein (…vgl. BGH, Urt. v. 1. Oktober 1987 aaO; Urt. v. 21. Januar 1988 - IX ZR 65/87, WM 1988, 629, 632).
Ein solcher Anspruch steht dem Auftraggeber zu, wenn der Anwalt die Primärverjährung herbeigeführt hat, indem er bei fortbestehendem Mandat - oder bei einem neuen Auftrag über denselben Gegenstand (BGH, Urt. v. 21. Januar 1988 - IX ZR 65/87, WM 1988, 629, 631;… v. 24. Juni 1993 - IX ZR 216/92 aaO. 1895 m.w.N.) - eine Pflicht, den Mandanten auf die eigene Regreßhaftung und die drohende Verjährung hinzuweisen, schuldhaft verletzt hat (BGHZ 94, 380, 385).
Der erkennende Senat hat diese Rechtslage in dem grundlegenden Urteil zur sogenannten Sekundärhaftung des Rechtsanwalts (BGHZ 94, 380, 385 ff.) [BGH 23.05.1985 - IX ZR 102/84] eingehend dargelegt und daran in den nachfolgenden Entscheidungen (…Urt. v. 11.7.1985 - IX ZR 11/85, NJW 1985, 2941, 2943 [BGH 11.07.1985 - IX ZR 11/85]; v. 10.10.1985 - IX ZR 153/84, NJW 1986, 581; v. 18.9.1986 - IX ZR 204/85, NJW 1987, 326; v. 1.10.1987 - IX ZR 202/86, NJW 1988, 265; v. 21.1.1988 - IX ZR 65/87, WM 1988, 629; v. 1.2.1990 - IX ZR 82/89, LM BRAO § 51 Nr. 15) festgehalten.
Endet der Auftrag des Anwalts aber, bevor die Primärverjährung eingetreten ist, beginnt die Verjährungsfrist für den Sekundäranspruch nach der Hilfsregel des § 51b BRAO bereits mit der Beendigung des Mandats zu laufen (BGHZ 94, 380, 390; BGH, Urt. v. 21. Januar 1988 - IX ZR 65/87, WM 1988, 629, 631; v. 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, WM 2000, 959, 961 f; v. 23. Juni 2005 - IX ZR 197/01, WM 2005, 1869, 1870).
OVG Niedersachsen, 06.12.2001 - 2 OA 3485/01
Beschwerdewert; PKH: Verjährung des Vergütungsanspruchs des beigeordneten …
OLG Köln, 18.02.1994 - 19 U 205/93
Unterbrechung der Verjährung durch Klageeinreichung bzw. Prozeßkostenhilfegesuch …
OLG Köln, 23.08.1996 - 11 U 259/95
Verjährungseinwand als unzulässige Rechtsausübung?
BSG, 27.09.1989 - 4 RA 27/88
Ende der Versicherungspflicht in allen Zweigen der gesetzlichen …
OLG Frankfurt, 08.06.1995 - 1 U 105/94
Verjährungsfristbeginn bei Anwaltshaftung aus Sekundäranspruch
AG Essen, 05.06.1997 - 12 C 420/96
https://dejure.org/1988,1196
BGH, 21.01.1988 - IX ZR 252/86 (https://dejure.org/1988,1196)
BGH, Entscheidung vom 21.01.1988 - IX ZR 252/86 (https://dejure.org/1988,1196)
BGH, Entscheidung vom 21. Januar 1988 - IX ZR 252/86 (https://dejure.org/1988,1196)
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Amtspflichten bei der Beurkundung von Erklärungen eines Vertreters
Voraussetzungen für die Gewährung von Schadensersatz - Rechte und Pflichten eines amtlich bestellten Notarvertreters - Schuldhafte Verletzung einer Amtspflicht bei der Beurkundung einer Grundschuldbestellung
BeurkG § 17; ZVG § 74a Abs. 1 S. 1
NJW-RR 1988, 1206
DNotZ 1989, 43
WM 1988, 545
Es kann deshalb offenbleiben, ob der Beklagte die Verkäufer selbst - als "andere" i. S. von § 19 Abs. 1 Satz 1 BNotO (vgl. Senatsurt. v. 21. Januar 1988 - IX ZR 252/86, WM 1988, 545, 547;… Haug aaO. Rdn. 17) - aus dem Gesichtspunkt der Betreuungspflicht (§ 14 Abs. 1 BNotO) über die Genehmigungsbedürftigkeit des Vertrages hätte belehren oder mindestens auf ihrem persönlichen Erscheinen hätte bestehen müssen.
Mit der durch § 57 Abs. 17 Nr. 8 BeurkG angeordneten Aufhebung von § 29 BNotO aF sollte keine Änderung der bis dahin bestehenden Gesetzeslage erfolgen (vgl. BT-Drucks. V/3282 S. 32 linke Spalte; BGH, Urteil vom 21. Januar 1988 - IX ZR 252/86, MDR 1988, 578;… Limmer in Eylmann/Vaasen aaO BeurkG § 12 Rn. 1).
Bei einem Beurkundungsgeschäft ist mittelbar Beteiligter, wer - ohne daß von ihm abgegebene Erklärungen beurkundet werden sollen - im eigenen Interesse bei der Beurkundung anwesend ist, etwa weil er aus dem beurkundeten Rechtsgeschäft verpflichtet werden oder Rechte erwerben soll, oder sich aus Anlaß der Beurkundung an den Notar gewandt und ihm eigene Belange anvertraut hat (BGHZ 58, 343, 353; BGH, Urt. v. 21. Januar 1988 - IX ZR 252/86, WM 1988, 545, 547; v. 19. Dezember 1991 - IX ZR 8/91, WM 1992, 527, 530).
Diese Pflicht des Notars ergibt sich aus § 17 BeurkG (BGH, Urt. v. 21. Januar 1988 - IX ZR 252/86, WM 1988, 545, 547 = DNotZ 1989, 43).
Diese Aufgabe schließt die Verpflichtung ein, die Vertretungsmacht eines Beteiligten zu prüfen, der eine Erklärung als Vertreter eines anderen abgeben will; denn ohne Vertretungsmacht kann die Urkunde nicht die ihrem Inhalt entsprechende Wirkung entfalten (Senatsurt. v. 21. Januar 1988 - IX ZR 252/86, WM 1988, 545, 547; v. 27. Mai 1993 - IX ZR 66/92, NJW 1993, 2744, 2745).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zählen auch solche Personen zu den von § 19 BNotO geschützten Dritten, deren Interesse durch das Amtsgeschäft nach dessen besonderer Natur berührt wird und in deren Rechtskreis eingegriffen werden kann; dies auch dann, wenn sie durch die Amtsausübung nur mittelbar betroffen werden und bei der Beurkundung nicht zugegen waren (BGHZ 58, 343, 353 [BGH 02.05.1972 - VI ZR 193/70];… BGH, Urt. v. 30. Juni 1981 - VI ZR 197/79, NJW 1981, 2705 [BGH 30.06.1981 - VI ZR 197/79]; v. 21. Januar 1988 - IX ZR 252/86, WM 1988, 545, 547).
Der Vertretene soll davor bewahrt werden, daß er durch Erklärungen eines Vertreters ohne Vertretungsmacht in seinem Rechtskreis nachteilig betroffen wird (BGH, Urt. v. 21. Januar 1988, a.a.O.).
Etwas anderes gilt auch nicht hinsichtlich der von dem Beschwerdegericht herangezogenen Vorschrift des § 12 BeurkG; sie regelt lediglich, in welcher Weise der Notar vorgelegte Vollmachten und sonstige Vertretungsnachweise zu dokumentieren hat (vgl. BGH, Urteil vom 21. Januar 1988 - IX ZR 252/86, WM 1988, 545, 547).
Die aus § 17 Abs. 1 BeurkG erwachsenden Pflichten obliegen dem Notar regelmäßig nur gegenüber den formell an einer Beurkundung Beteiligten (…BGH, Urt. v. 30. Juni 1981 - VI ZR 197/79, WM 1981, 1173, 1174; v. 21. Januar 1988 - IX ZR 252/86, WM 1988, 545, 547; v. 6. März 1991 - IV ZR 53/90, WM 1991, 1129, 1130; v. 19. Dezember 1991 - IX ZR 8/91, WM 1992, 527, 530).
Zutreffend ist zwar grundsätzlich, dass dann, wenn nach Belehrung des Notars die Vertragsbeteiligten gleichwohl auf der Beurkundung bestehen, dieser sie auch bei Zweifeln an der Wirksamkeit des Geschäfts vornehmen kann, dann allerdings gemäß § 17 Abs. 2 Satz 2 BeurkG einen entsprechenden Vorbehalt in die Niederschrift aufzunehmen hat (vgl. BGH NJW 1993, 2744; DNotZ 1989, 43, je zitiert nach juris), etwa dann, wenn eine Genehmigung durch den Geschäftsherrn möglich erscheint (…Winkler, a.a.O., § 12 Rz. 19b).
Steht etwa der Mangel der Vertretungsmacht fest und erscheint eine nachträgliche Genehmigung durch den Vertretenen ausgeschlossen, hat er die Beurkundung abzulehnen (vgl. BGH NJW 1993, 2744 [BGH 27.05.1993 - IX ZR 66/92] ; DNotZ 1989, 43 [BGH 21.01.1988 - IX ZR 252/86] ).
OLG Schleswig, 05.08.2004 - 11 U 38/03
BGH, 30.11.1989 - IX ZR 231/88
Umfang der Beratungs- und Aufklärungspflicht des Notars - Kreis der vor …