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Timestamp: 2016-10-24 08:54:02
Document Index: 162920982

Matched Legal Cases: ['Art. 127', 'Art. 127', 'Art. 86', 'Art. 46', 'Art. 127', 'BGE', 'BGE', 'Art. 127', 'Art. 46', 'Art. 23', 'BGE', 'Art. 3', 'BGE', 'BGE', 'Art. 68', 'Art. 127', 'Art. 46', 'Art. 3', 'BGE', 'BGE', 'Art. 660', 'Art. 700', 'Art. 698', 'Art. 675', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 20', 'Art. 20', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156']

Abteilung Rechtsdienst, Sumatrastrasse 10, 8090 Z�rich.
Staatsrechtliche Beschwerden gegen den Einspracheentscheid des Kantonalen Steueramtes Z�rich vom
14. November 2003 und gegen die definitive Veranlagungsverf�gung und Steuerausscheidung 1999/2000
X.________, alleiniger Verwaltungsrat der Y.________ Holding AG, in A.________, hielt im Jahr 2000 s�mtliche Aktien dieser Gesellschaft mit einem Aktienkapital von Fr. 600'000.--. Die Y.________ Holding AG schloss ihre B�cher jeweils per Ende Jahr ab, f�r das Gesch�ftsjahr 1999 per 31. Dezember 1999. Die ordentliche Generalversammlung f�r dieses Gesch�ftsjahr fand am 6. Oktober 2000 statt. Dort wurde auf dem Aktienkapital von Fr. 600'000 eine Dividende von Fr. 3'200'000.-- beschlossen und deren F�lligkeit auf den 31. Oktober 2000 festgesetzt.
Seit Ende September oder anfangs Oktober 2000 lebt X.________ von seiner Ehefrau getrennt. Er hatte am 27. September 2000 in B.________/SZ eine 5�-Zimmer-Terrassenwohnung erworben und f�r seine Bed�rfnisse (u.a. Parkettb�den in s�mtlichen R�umen, Saunaeinbau) umbauen lassen. Vom 2. bis 5. Oktober 2000 war er beruflich und vom 9. bis 13. Oktober 2000 ferienhalber abwesend. Am 16. Oktober 2000 meldete er sich bei der Einwohnerkontrolle A.________ ab und gleichentags in B.________ an.
In den z�rcherischen Steuererkl�rungen f�r die Staats- und Gemeindesteuer und f�r die direkte Bundessteuer 2000 nannte X.________ als Dauer der Steuerpflicht im Kanton Z�rich den Zeitraum vom "1.01.2000 bis 15.10.2000" und vermerkte "Wegzug in den Kanton Schwyz per 16.10.2000". Als Zivilstand gab er an: "getrennt seit 16.10.2000". Die am 6. Oktober 2000 beschlossene (Substanz-)Dividende der Y.________ Holding AG deklarierte er in der z�rcherischen Steuererkl�rung nicht, sondern im Wertschriftenverzeichnis f�r die F�lligkeiten 1999/2000 zur schwyzerischen Steuererkl�rung. Auf den amtlichen Formularen machte er keine Angaben �ber den genauen Zuzug in den Kanton Schwyz.
Am 15. Juli 2003 wurde dem Steuerpflichtigen vom Kantonalen Steueramt Z�rich die Einsch�tzung der Staats- und Gemeindesteuern 2000 f�r die Periode vom 1. Januar 2000 bis 15. Oktober 2000 er�ffnet. Die Dividende der Y.________ Holding AG wurde aufgerechnet. Eine Einsprache gegen diese Veranlagung wies das Kantonale Steueramt Z�rich mit Entscheid vom 14. November 2003 ab.
Hiergegen f�hrt der Steuerpflichtige mit Eingabe vom 17. Dezember 2003 staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung des Verbots der interkantonalen Doppelbesteuerung (Art. 127 Abs. 3 BV). Er beantragt, der Einspracheentscheid des Kantonalen Steueramtes Z�rich vom 14. November 2003 sei aufzuheben und das Ende der Steuerpflicht im Kanton Z�rich sei auf den Zeitpunkt des Wegzuges aus dem Kanton Z�rich am 30. September 2000 festzulegen. Es sei ferner festzustellen, dass die Dividende der Y.________ Holding AG in der H�he von Fr. 3'200'000.-- im Kanton Schwyz zu versteuern sei.
Mit Schreiben vom 29. Dezember 2003 er�ffnete die Gemeinde B.________ X.________ die definitive Veranlagungsverf�gung vom 18. November 2003 samt Steuerausscheidung f�r die kantonalen Steuern und die direkte Bundessteuer 1999/2000 f�r die Bezugszeit vom 16. Oktober bis 31. Dezember 2000. In dieser Veranlagung wurde die Substanzdividende der Y.________ Holding AG ebenfalls erfasst.
Gegen diese Veranlagungsverf�gung f�hrt der Steuerpflichtige ebenfalls staatsrechtliche Beschwerde wegen Verletzung von Art. 127 Abs. 3 BV. Er beantragt, es sei der Beginn f�r die Bezugszeit im Kanton Schwyz auf den 1. Oktober 2000 vorzuverlegen. Eventualiter - falls das Besteuerungsrecht des Kantons Z�rich f�r die Dividende der Y.________ Holding AG anerkannt w�rde - sei die Veranlagungsverf�gung des Kantons Schwyz vom 18. November 2003 aufzuheben und das steuerbare Einkommen auf Fr. 2'119'600.-- (Gesamteinkommen Fr. 2'165'500.--) festzusetzen.
Das Kantonale Steueramt Z�rich beantragt, die staatsrechtliche Beschwerde gegen den Kanton Z�rich sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz stellt die Begehren, es sei die Steuerpflicht des Beschwerdef�hrers im Jahre 2000 auf den Kanton Z�rich f�r den Zeitraum vom 1. Januar - 30. September und auf den Kanton Schwyz f�r die Dauer vom 1. Oktober - 31. Dezember aufzuteilen; die am 31. Oktober 2000 f�llig gewordene Dividende der Y.________ Holding AG in der H�he von Fr. 3'200'000.-- sei dem Kanton Schwyz zur Besteuerung zuzuweisen.
1.1 Bei staatsrechtlichen Beschwerden wegen Verletzung des Doppelbesteuerungsverbots muss der kantonale Instanzenzug nicht ausgesch�pft (Art. 86 Abs. 2 OG), jedoch die 30-t�gige Beschwerdefrist gegen�ber dem angefochtenen Entscheid eingehalten werden. Die Doppelbesteuerungsbeschwerde gegen den Einspracheentscheid des Kantonalen Steueramtes Z�rich vom 14. November 2003 als auch diejenige gegen die Veranlagungsverf�gung der Steuerverwaltung des Kantons Schwyz vom 18. November 2003 sind zul�ssig.
1.2 Die staatsrechtliche Beschwerde ist kassatorischer Natur, das heisst, es kann mit ihr grunds�tzlich nur die Aufhebung des angefochtenen kantonalen Entscheides verlangt werden. Eine Ausnahme macht das Bundesgericht bei Doppelbesteuerungsbeschwerden, wenn der verfassungsm�ssige Zustand nur durch positive Anordnungen wieder hergestellt werden kann. In diesem Sinne sind die Antr�ge des Beschwerdef�hrers, es seien die beiden Steuerhoheiten in zeitlicher Hinsicht gegeneinander abzugrenzen und es sei festzustellen, dass die Besteuerung f�r die Substanzdividende dem Kanton Schwyz zustehe, zul�ssig. Zu weit geht allerdings der Antrag, es sei das im Kanton Schwyz steuerbare Einkommen auf einen bestimmten Betrag festzusetzen. Im Falle der Gutheissung der Beschwerde ist es Sache des betroffenen Kantons, entsprechend den f�r die Abgrenzung der Steuerhoheiten vom Bundesgericht aufgestellten Grunds�tzen die Veranlagung neu vorzunehmen.
1.3 Im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde kann das Bundesgericht auf Antr�ge der beteiligten Kantone nur insoweit eintreten, als sie die Abweisung der Beschwerde beantragen. Der Antrag der Steuerverwaltung des Kantons Schwyz, es sei die Steuerpflicht des Beschwerdef�hrers im Kanton Schwyz um einen halben Monat zu verl�ngern, ist daher unzul�ssig (vgl. Urteil vom 31. Oktober 1946 i.S. Kern, E. 1, zit. bei Locher/Locher, Die Praxis der Bundessteuern, III. Teil: Das interkantonale Doppelbesteuerungsrecht, � 12, III A, 1 Nr. 13). Dieses Recht kann vom Kanton nur durch Veranlagung gegen�ber dem Steuerpflichtigen geltend gemacht werden.
Nach den vom Bundesgericht zum Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung (Art. 46 Abs. 2 aBV, Art. 127 Abs. 3 BV) aufgestellten Kollisionsregeln sind Beteiligungsertr�ge und insbesondere Dividenden auf Aktien am Wohnsitz des steuerpflichtigen Eigent�mers zu versteuern (BGE 95 I 26 E. 2, 3; 98 Ia 86 E. 3a S. 92). Verlegt ein Steuerpflichtiger seinen Wohnsitz (oder sein Hauptsteuerdomizil) von einem Kanton in einen anderen, so sind die Dividenden nicht in beiden Kantonen pro rata temporis zu versteuern. Das ausschliessliche Besteuerungsrecht steht vielmehr dem Kanton zu, wo der Steuerpflichtige im Zeitpunkt der Aussch�ttung seinen Wohnsitz oder sein Hauptsteuerdomizil hat (BGE 83 I 100 E. 4; Urteil 2P.75/2002 vom 23. Januar 2003, E. 5, RDAF 58/2002 II S. 518, 527).
Im vorliegenden Fall wird die am 6. Oktober 2000 von der Generalversammlung der Y.________ Holding AG beschlossene Dividendenaussch�ttung sowohl vom Kanton Z�rich als auch vom Kanton Schwyz besteuert. Es handelt sich um eine sog. aktuelle Doppelbesteuerung, weil beide Kantone die Steuerhoheit f�r den gleichen Ertrag und die gleiche Periode beanspruchen. Sie muss zur Wiederherstellung des verfassungsm�ssigen Zustandes beseitigt werden. Der Besteuerungskonflikt hat seine Ursache darin, dass der Beschwerdef�hrer seinen Wohnsitz verlegt hat. Zu entscheiden ist somit, wann die fragliche (Substanz-)Dividende zugeflossen ist und wo der Beschwerdef�hrer in diesem Zeitpunkt seinen steuerrechtlichen Wohnsitz hatte.
3.1 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 127 Abs. 3 BV (bzw. Art. 46 Abs. 2 aBV) befindet sich der steuerrechtliche Wohnsitz einer unselbst�ndig erwerbenden Person an demjenigen Ort, wo sie sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufh�lt (Art. 23 ZGB), wo sich der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen befindet (BGE 123 I 289 E. 2a S. 293; ASA 63 836 E. 2a; s. auch Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990, StHG). Dem polizeilichen Domizil, wo die Schriften hinterlegt sind oder wo die politischen Rechte ausge�bt werden, kommt dagegen keine entscheidende Bedeutung zu. Das sind bloss �ussere Merkmale, die ein Indiz f�r den steuerrechtlichen Wohnsitz bilden k�nnen, wenn auch das �brige Verhalten der Person daf�r spricht (BGE 123 I 289 E. 2a; 108 Ia 252 E. 5a S. 255).
3.2 Der Beschwerdef�hrer ist in der Y.________ Holding AG als Verwaltungsrat und Gesch�ftsf�hrer t�tig und damit unter steuerrechtlichen Gesichtspunkten unselbst�ndig erwerbst�tig (vgl. BGE 121 I 259 E. 3 S. 261 ff.). Die vorerw�hnte Rechtsprechung findet auf ihn daher Anwendung. Er hat sein Hauptsteuerdomizil im Laufe des Jahres 2000 vom Kanton Z�rich in den Kanton Schwyz verlegt. Art. 68 StHG in der auf den 1. Januar 2001 in Kraft getretenen Fassung vom 15. Dezember 2000 (AS 2001 1050), wonach bei einer Verlegung des steuerrechtlichen Wohnsitzes innerhalb der Schweiz im Laufe der Steuerperiode diese nicht mehr in Zeitabschnitte zerlegt wird, ist daher im vorliegenden Fall ratione temporis nicht anwendbar. Vielmehr ist hier noch die bisherige Bundesgerichtspraxis zu Art. 127 Abs. 3 BV bzw. Art. 46 Abs. 2 aBV massgebend, wonach bei einem Wechsel des steuerrechtlichen Wohnsitzes oder Hauptsteuerdomizils in einen anderen Kanton die Steuerhoheit in diesem Zeitpunkt auf den Zuzugskanton �bergeht (Peter Locher, Einf�hrung in das interkantonale Steuerrecht, 2. Aufl. 2003, S. 34; Locher/Locher, a.a.O., � 2, IV A, Nr. 9). Dabei grenzt das Bundesgericht bei einem Wechsel des steuerrechtlichen Wohnsitzes die Steuerhoheit der einzelnen Kantone nach Tagen ab, sofern sich der Zeitpunkt des �bergangs genau feststellen l�sst. Wo hingegen �ber den Zeitpunkt des Wohnsitzwechsels Unsicherheit besteht, der �bergang des Mittelpunktes der pers�nlichen Beziehungen nachtr�glich nicht mehr genau festgestellt werden kann, wird die Steuerhoheit nach halben oder allenfalls ganzen Monaten abgegrenzt (Locher/Locher, ebenda).
3.3 Vorliegend l�sst sich der Zeitpunkt des Wohnsitzwechsels des Beschwerdef�hrers aufgrund seiner eigenen Angaben pr�zise feststellen: In der Steuererkl�rung f�r die z�rcherische Staatssteuer gab er in der entsprechenden Rubrik f�r die "Dauer der Steuerpflicht" im Kanton Z�rich an: "vom 1.1.2000 bis 15.10.2000". In der Steuererkl�rung f�r die direkte Bundessteuer vermerkte er ebenfalls "Wegzug in den Kanton Schwyz per 16.10.2000". Entsprechend beanspruchte die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz in ihrer Veranlagungsverf�gung vom 18. November 2003 die Steuerhoheit f�r die Zeit ab 16. Oktober 2000. Der Beschwerdef�hrer ist auf seinen Angaben zu behaften. Es ist widerspr�chlich, wenn er vor Bundesgericht nun beantragt, die Bezugszeit im Kanton Schwyz sei auf den 1. Oktober 2000 vorzuverlegen.
Abgesehen davon ist eine Domizilverlegung auf den 1. Oktober 2000 wenig glaubhaft. Wohl wird in der Scheidungskonvention zwischen dem Beschwerdef�hrer und seiner inzwischen von ihm geschiedenen Ehefrau festgehalten, dass die Ehegatten seit Ende September 2000 getrennt lebten. Dasselbe best�tigte die fr�here Ehefrau des Beschwerdef�hrers in ihrem Schreiben vom 1. September 2003. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der Beschwerdef�hrer nach seinen eigenen Angaben vom 2. bis 5. Oktober 2000 beruflich und vom 9. bis 13. Oktober ferienhalber abwesend war. Diese Ortsabwesenheiten k�nnen nicht dem Zuzugskanton angerechnet werden. Durch Wollen und Absichtserkl�rungen allein ver�nderte sich die pers�nliche Situation nicht, sondern erst durch den Aufenthalt mit der Absicht des dauernden Verweilens. Dabei geh�rt zum Aufenthalt eine gewisse Kontinuit�t des Verweilens (ASA 24 323 E. 3; Peter Locher, Kommentar zum DBG, Basel/Therwil 2001, N 13 zu Art. 3 DBG mit Hinweisen). Auch die kurzfristige Pr�senz am neuen Ort f�r die Einweihungsfeier vom 30. September 2000 in B.________ reichte dazu nicht aus. Der Beschwerdef�hrer meldete sich denn auch erst am 16. Oktober 2000 in seiner bisherigen Wohngemeinde A.________ ab und deponierte gleichentags seine Papiere in der neuen Wohngemeinde B.________. Im vorliegenden Fall decken sich die formellen Aspekte (Schriftenhinterlage) mit den tats�chlichen Verh�ltnissen. Es ist mithin von einem Wechsel des Hauptsteuerdomizils des Beschwerdef�hrers auf den 16. Oktober 2000 auszugehen.
4.1 Ein Einkommen ist nach steuerrechtlichen Grunds�tzen dann als zugeflossen und damit erzielt zu betrachten, wenn die steuerpflichtige Person Leistungen vereinnahmt oder einen festen Rechtsanspruch darauf erwirbt, �ber den sie tats�chlich verf�gen kann. Voraussetzung des Zufliessens ist ein abgeschlossener Rechtserwerb, der Forderungserwerb oder Eigentumserwerb sein kann. Der Forderungserwerb ist in der Regel Vorstufe der Geldleistung. Bei diesem zweistufigen Erwerb entsteht die Steuerpflicht entweder beim Forderungserwerb oder beim Eigentumserwerb. Vorherrschend ist in solchen F�llen die Besteuerung beim Forderungserwerb. Von diesem Grundsatz wird in der Steuerpraxis nur ausnahmsweise abgewichen; namentlich wenn die Erf�llung der Forderung - die Leistung - als unsicher betrachtet werden muss, wird mit der Besteuerung bis zur Erf�llung zugewartet (BGE 113 Ib 23 E. 2e S. 26; BGE 105 Ib 238 E. 4a S. 242; best�tigt mit Urteil 2P.75/2002 vom 23. Januar 2003, E. 4.1, in: RDAF 58/2002 II 518, 525; Urteil 2A.181/2002 vom 27. Januar 2003 E. 1.1).
4.2 Gem�ss Art. 660 Abs. 1 OR hat jeder Aktion�r Anspruch auf einen verh�ltnism�ssigen Anteil am Bilanzgewinn, soweit dieser nach Gesetz oder Statuten zur Verteilung unter die Aktion�re bestimmt ist. Diese Bestimmung allein bewirkt noch keinen zivilrechtlich durchsetzbaren Anspruch auf Auszahlung einer Dividende. Ein solcher Anspruch entsteht erst, wenn die Generalversammlung durch Gesellschaftsbeschluss auf Antrag des Verwaltungsrates, der mindestens 20 Tage im Voraus bekannt gegebenen werden muss (Art. 700 Abs. 1 und 2 OR), sich entschliesst, ihren Aktion�ren aus dem ausgewiesen Bilanzgewinn des abgeschlossenen Gesch�ftsjahres oder aus zur�ckbehaltenen �bersch�ssen (Reserven) eine Dividende auszusch�tten (Art. 698 Abs. 2 Ziff. 4 OR und dazu Peter B�ckli, Schweizer Aktienrecht, 2. Aufl. 1996, Rz. 1413a ff.; Jonas Misteli, Dividenden-Stripping - Steuerrechtliche Aspekte einer Verschiebung von Aktien �ber den Dividendenstichtag mittels b�rslicher Kassagesch�fte, Sell/Buy-Back, Repo und Securities-Lending, Diss. St. Gallen 2001, S. 52). Grunds�tzlich wird die Dividende sofort f�llig; doch kann die Generalversammlung auch einen sp�teren F�lligkeitszeitpunkt bestimmen (Forstmoser/Meier-Hayoz/Nobel, Schweizerisches Aktienrecht, Bern 1996, N 62 zu � 40, S. 493; Kurer, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 2. Aufl., 2002, N 26 zu Art. 675).
In steuerrechtlicher Hinsicht ist demgegen�ber Dividendenertrag im Zeitpunkt des Generalversammlungsbeschlusses sofort realisiert (BGE 94 I 375 E. 3 S. 382 f.; s. auch Urteil vom 17. Februar 1986, NStP 40/ 1986 S. 81 E. 3a i.f.). Das entspricht auch der in der Lehre vertretenen einhelligen Auffassung (Blumenstein/Locher, System des schweizerischen Steuerrechts, 6. Aufl. 2002, S. 268; Ernst K�nzig, Wehrsteuer [Direkte Bundessteuer], 2. Aufl. 1982, N 6 zu Art. 41 BdBSt; Locher, a.a.O., N 135 zu Art. 20 DBG; Misteli, a.a.O., S. 69; Markus Weidmann, Einkommensbegriff und Realisation. Zum Zeitpunkt der Realisation von Ertrag und Einkommen im Handels- und Steuerrecht, Diss. Z�rich 1996, S. 165 f., 211; Derselbe, Realisation und Zurechnung des Einkommens, in: IFF Forum f�r Steuerrecht, 3/2003 S. 98). Es muss daher mit der Besteuerung nicht bis zu einem von der Generalversammlung durch Beschluss festgelegten sp�teren F�lligkeitstermin gewartet werden (Misteli, a.a.O., S. 70; Reich, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, N 43 zu Art. 20 DBG; a.M. H�hn/M�usli, Interkantonales Steuerrecht, 4. Aufl. 2000, S. 207 f. unter Bezugnahme auf BGE 83 I 100 ff.). In BGE 83 I 100 E. 4 S. 108 f. hat das Bundesgericht zwar erkannt, dass Jahresdividenden auf Aktien doppelbesteuerungsrechtlich dort steuerbar sind, wo die steuerpflichtige Person zur Zeit der F�lligkeit ihren steuerrechtlichen Wohnsitz hat. Dabei ist unter dem Begriff "F�lligkeit" in diesem Urteil indes kein anderer Zeitpunkt als der Generalversammlungsbeschluss gemeint, fielen doch die Daten der Generalversammlungen mit den Zeitpunkten zusammen, an denen die Dividenden ausgesch�ttet wurden (so auch Misteli, a.a.O., S. 70 Fn. 310). Eine Ausnahme besteht nach einem k�rzlich ergangenen Entscheid des Bundesgerichts f�r den Liquidationsanteil an einer Aktiengesellschaft (sog. Schlussdividende); dieser fliesst nicht schon im Zeitpunkt zu, an welchem die Generalversammlung �ber die Liquidation der Gesellschaft Beschluss fasst, sondern erst mit dem Abschluss der effektiven Liquidation, d.h. fr�hestens nach dreimaligem Schuldenruf (Urteil 2P.75/2002 vom 23. Januar 2003, E. 4.3, in: RDAF 58/2002 II 518, 525 f.). Davon abgesehen ist jedoch Dividendenertrag steuerrechtlich in der Regel im Zeitpunkt des Generalversammlungsbeschlusses realisiert. Auf einen vom Datum des Generalversammlungsbeschlusses abweichenden F�lligkeitstermin kommt es nicht an. Das muss erst recht dann gelten, wenn ein einziger Aktion�r s�mtliche Aktien der Gesellschaft h�lt und damit nicht nur den Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Generalversammlung, sondern auch noch den F�lligkeitszeitpunkt nach Belieben festsetzen kann.
4.3 Vorliegend beschloss die ordentliche Generalversammlung der Y.________ Holding AG f�r das Gesch�ftsjahr 1999 am 6. Oktober 2000 eine Dividendenaussch�ttung von Fr. 3'200'000-- auf dem Aktienkapital von Fr. 600'000.--. Die F�lligkeit dieser Aussch�ttung wurde auf den 31. Oktober 2000 festgesetzt. Auf den F�lligkeitstermin kann es nach dem Gesagten allerdings nicht ankommen, sondern massgebend ist das Datum der Generalversammlung. An diesem Datum (6. Oktober 2000) hatte der Beschwerdef�hrer seinen steuerrechtlichen Wohnsitz noch in A.________ im Kanton Z�rich, weshalb die beschlossene Substanzdividende von diesem Kanton besteuert werden kann. Vom Kanton Schwyz darf dieses Einkommen nicht nochmals besteuert werden.
Die staatsrechtliche Beschwerde ist nach dem Gesagten gegen�ber dem Kanton Schwyz begr�ndet, und die angefochtene Veranlagung vom 18. November 2003 ist aufzuheben. Gegen�ber dem Kanton Z�rich ist die staatsrechtliche Beschwerde abzuweisen.
Da der Kanton Schwyz unterliegt, hat er die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen und �berdies den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen (Art. 156 Abs. 1, 159 OG).
Die staatsrechtliche Beschwerde gegen den Kanton Z�rich wird abgewiesen.
Die staatsrechtliche Beschwerde gegen den Kanton Schwyz wird gutgeheissen, und die Veranlagungsverf�gung der Kantonalen Steuerverwaltung Schwyz vom 18. November 2003 wird aufgehoben.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 8'000.-- wird dem Kanton Schwyz auferlegt.
Der Kanton Schwyz hat dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 8'000.-- auszurichten.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Kantonalen Steueramt Z�rich und der Steuerverwaltung des Kantons Schwyz schriftlich mitgeteilt.