Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Berlin-Brandenburg&Datum=23.06.2016&Aktenzeichen=L%2033%20R%20182/15
Timestamp: 2019-10-20 07:16:46
Document Index: 361863528

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 5', '§ 8', '§ 256', '§ 14', '§ 14', '§ 5', '§ 19']

LSG Berlin-Brandenburg, 23.06.2016 - L 33 R 182/15 WA - dejure.org
LSG Berlin-Brandenburg, 23.06.2016 - L 33 R 182/15 WA
https://dejure.org/2016,25545
LSG Berlin-Brandenburg, 23.06.2016 - L 33 R 182/15 WA (https://dejure.org/2016,25545)
LSG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 23.06.2016 - L 33 R 182/15 WA (https://dejure.org/2016,25545)
LSG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 23. Juni 2016 - L 33 R 182/15 WA (https://dejure.org/2016,25545)
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§ 6 Abs 1 S 1 AAÜG, § 5 AAÜG, § 8 Abs 1 AAÜG, § 256a Abs 2 SGB 6, § 14 SGB 4
Arbeitsentgelt - Verpflegungsgeld - Geldwert kostenloser Verpflegung - Reinigungszuschuss - Besoldungsordnung Zollverwaltung DDR
Berechnung der Rente; Reinigungszuschuss kein Arbeitsentgelt
Rentenversicherung - Arbeitsentgelt - Verpflegungsgeld - Geldwert kostenloser Verpflegung - Reinigungszuschuss - Besoldungsordnung Zollverwaltung DDR
AAÜG § 14 Abs. 1 S. 1
SG Potsdam, 19.10.2012 - S 16 R 639/09
Eine derartige Verdichtung des Ermessens zu Gunsten der Klägerin liegt nur dann vor, wenn ihre individuellen Belange, die in die Ermessensausübung einzustellen sind, das Interesse an der Rechtssicherheit deutlich überwiegen (vgl. LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 23. Juni 2016, L 33 R 182/15 WA (153); LSG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 13. Oktober 2016, L 3 RS 11/15 (33)).
Eine derartige Verdichtung des Ermessens zu Gunsten des Klägers läge nur dann vor, wenn seine individuellen Belange, die in die Ermessensausübung einzustellen sind, das Interesse an der Rechtssicherheit deutlich überwögen (vgl. LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 23. Juni 2016 - L 33 R 182/15 WA -, juris, RdNr. 153).
Es würde deshalb zu einer sachlich nicht zu rechtfertigenden Ungleichbehandlung führen, wenn die Behörde, die über den Antrag zu entscheiden hat, den Beginn des Rücknahmezeitraums, für den ihr Ermessen zusteht, durch ihr Verhalten festlegen könnte (LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 23. Juni 2016 - L 33 R 182/15 WA -, juris, RdNr. 154).
Das Verpflegungsgeld wurde nach diesen Vorschriften zumindest im Zusammenhang mit der Beschäftigung gezahlt, so dass der erforderliche, aber auch ausreichende innere sachliche Zusammenhang gewahrt ist (so auch: LSG Berlin-Brandenburg, Urteile vom 09. März 2017 - L 8 R 264/15 ZVW -, in juris Rn. 77, 23. Juni 2016 - L 33 R 182/15 WA -, in juris Rn. 80, und 25. Februar 2016 - L 22 R 731/12 -, in juris Rn. 88).
Nichts anderes kommt in der zum 01. Juni 1958 erfolgten Änderung des § 5 VergO 1957 mit der Erhöhung des Verpflegungsgeldes für die Angehörigen des AZKW zum Ausdruck, denn im Eingang der 5. Durchführungsbestimmung (DB) zur VergO 1957 wird ausdrücklich auf das Gesetz über die Abschaffung der Lebensmittelkarten hingewiesen (…so auch LSG Berlin-Brandenburg, Urteile vom 25. Februar 2016, L 22 R 731/12, in juris Rn. 90 ff, vom 23. Juni 2016 - L 33 R 182/15 WA -, in juris Rn. 82 ff. …und vom 09. März 2017 - L 8 R 264/16 ZVW - in juris Rn. 80).
Satz 3, an das Arbeitsverhältnis an, indem sie bestimmten, dass der Anspruch auf Verpflegungsgeld oder Gemeinschaftsverpflegung mit dem Tag der Einstellung in die Zollverwaltung der DDR begann und mit dem Tag der Entlassung endete (…so auch Urteile des LSG Berlin-Brandenburg vom 25. Februar 2016, L 22 R 731/12, in juris Rn. 95, vom 23. Juni 2016 - L 33 R 182/15 WA -, in juris Rn. 85 ff. …und vom 09. März 2017 - L 8 R 264/16 ZVW - in juris Rn. 81).
Der Senat schließt sich insoweit den überzeugenden Ausführungen in den Urteilen des 3. Senats des Thüringer LSG vom 28. Oktober 2015 - Az.: L 3 R 1535/13, des 22. Senats des LSG Berlin-Brandenburg vom 25. Februar 2016 - Az.: L 22 R 631/12 und 23. Juni 2016 - Az.: L 33 R 182/15 WA und des 33. Senats des LSG Berlin-Brandenburg vom 23. Juni 2016 - Az.: L 33 R 182/15 WA (alle nach juris) an und folgt ihnen.
Nach § 19 Abs. 1 Satz 2 EStG gehören nicht zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit solche Vorteile, die sich bei objektiver Würdigung aller Umstände nicht als Entlohnung, sondern lediglich als notwendige Begleiterscheinung betriebsfunktionaler Zielsetzung erweisen (vgl. BFH, Urteil vom 11. März 2010 - Az.: VI R 7/08, Rn. 12, m.w.N., LSG Berlin-Brandenburg, Urteile vom 23. Juni 2016 - Az.: L 33 R 182/15 WA, Rn. 93 und 25. Februar 2016 Az.: L 22 R 631/12, Rn. 110 ff.).