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Timestamp: 2020-07-07 06:51:50
Document Index: 174524947

Matched Legal Cases: ['§ 613', '§ 613', '§ 613', 'Art. 12', '§ 22', 'Art. 3']

Grenzen der gesetzlichen Überleitung von Arbeitsverhältnissen auf einen neuen Arbeitgeber im öffentlichen Dienst - HENSCHE Arbeitsrecht
ARBEITSRECHT AKTUELL // 09/056
Gren­zen der ge­setz­li­chen Über­lei­tung von Ar­beits­ver­hält­nis­sen auf ei­nen neu­en Ar­beit­ge­ber im öf­fent­li­chen Dienst
Bei ei­ner ge­setz­li­chen Über­lei­tung von Ar­beits­ver­hält­nis­sen auf ei­nen neu­en Ar­beit­ge­ber muss der Gleich­be­hand­lungs­grund­satz be­ach­tet wer­den: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 19.03.2009, 8 AZR 689/06
Wer geht über auf den neu­en Ar­beit­ge­ber und wer nicht?
06.04.2009. Wer­den im öf­fent­li­chen Dienst be­schäf­tig­te Ar­beit­neh­mer im Zu­ge von Um­struk­tu­rie­run­gen durch Ge­setz ei­nem an­de­ren Trä­ger als neu­em Ar­beit­ge­ber zu­ge­ord­net, steht ih­nen nach der Recht­spre­chung kein Recht zum Wi­der­spruch zu.
Denn ein sol­cher Be­triebs­über­gang hat sei­ne Grund­la­ge nicht in ei­ner ver­trag­li­chen Re­ge­lung (ei­nem "Rechts­ge­schäft"), son­dern er­folgt per Ge­setz. Da­her ist § 613a Bür­ger­li­ches Ge­setz­buch (BGB) und das dar­in ent­hal­te­ne Wi­der­spruchs­recht nicht an­wend­bar.
Von die­sem Grund­satz hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) jetzt ei­ne Aus­nah­me ge­macht für den Fall, dass der Dienst­herr bei der Zu­ord­nung der über­ge­lei­te­ten Ar­beits­ver­hält­nis­se den ar­beits­recht­li­chen Gleich­be­hand­lungs­grund­satz ver­letzt und da­her ei­ne ob­jek­tiv will­kür­li­che Fest­le­gung der über­ge­lei­te­ten Ar­beits­ver­hält­nis­se trifft: BAG, Ur­teil vom 19.03.2009, 8 AZR 689/06.
Wel­che Rech­te ha­ben Ar­beit­neh­mer des öffent­li­chen Diens­tes, de­ren Ar­beits­verhält­nis­se durch Ge­setz auf ei­nen pri­va­ten Träger über­tra­gen wer­den?
Der Streit­fall: Nicht wis­sen­schaft­li­che An­ge­stell­te der UNI Gießen will nicht zu pri­va­tem Ar­beit­ge­ber wech­seln
BAG: Bei ei­ner ge­setz­li­chen Über­lei­tung von Ar­beits­verhält­nis­sen auf ei­nen neu­en Ar­beit­ge­ber muss der Gleich­be­hand­lungs­grund­satz be­ach­tet wer­den
Über­nimmt ein neu­er Ar­beit­ge­ber ei­nen Be­trieb und führt ihn im We­sent­li­chen wie bis­her fort, liegt ein Be­triebsüber­gang vor, der gemäß § 613a Bürger­li­ches Ge­setz­buch (BGB) die au­to­ma­ti­sche Über­lei­tung der Ar­beits­verhält­nis­se der be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer auf den Be­triebs­er­wer­ber zur Fol­ge hat. Die Beschäftig­ten können dies da­durch ver­hin­dern, dass sie recht­zei­tig Wi­der­spruch ein­le­gen. Dann be­steht das Ar­beits­verhält­nis mit dem al­ten Ar­beit­ge­ber fort.
§ 613 a BGB setzt je­doch vor­aus, dass der Be­trieb durch rechts­geschäft­li­chen Er­werb über­nom­men wird. Ein sol­cher Er­werb liegt nicht vor, wenn der Wech­sel des Ar­beit­ge­bers auf­grund ei­nes Ge­set­zes er­folgt. Auf die­se Wei­se nimmt der Staat häufig ei­ne Um­struk­tu­rie­rung sei­ner Ein­rich­tun­gen vor und ord­net die Beschäftig­ten un­mit­tel­bar per Ge­setz ei­nem neu­en Ar­beit­ge­ber zu.
Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) nimmt in ständi­ger Recht­spre­chung an, dass Beschäftig­te dem ge­setz­li­chen Über­gang ih­res Ar­beits­verhält­nis­ses nicht wi­der­spre­chen können. Trotz­dem un­ter­liegt die Über­lei­tung der Ar­beits­verhält­nis­se be­stimm­ten Schran­ken. So muss die Aus­wechs­lung des Ar­beit­ge­bers als Ein­griff in die Be­rufs­frei­heit (Art. 12 Grund­ge­setz - GG) durch Gründe des Ge­mein­wohls ge­recht­fer­tigt und verhält­nismäßig sein.
Frag­lich ist, ob auch die Nicht­be­ach­tung an­de­rer Rechts­grundsätze da­zu führen kann, dass ei­ne Über­lei­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses nicht statt­fin­det. So müssen Ar­beit­ge­ber ar­beits­recht­li­chen Gleich­be­hand­lungs­grund­satz be­ach­ten. Die­ser be­sagt: Wen­det ein Ar­beit­ge­ber in ei­ner be­stimm­ten An­ge­le­gen­heit ein all­ge­mei­nes Prin­zip auf sei­ne Beschäftig­ten an, darf er nicht oh­ne sach­li­chen Grund von die­sem Prin­zip zu­las­ten ein­zel­ner Beschäftig­ter ab­wei­chen. Der ar­beits­recht­li­che Gleich­heits­grund­satz schützt Beschäftig­te al­so vor willkürli­chen Schlech­ter­stel­lun­gen durch ih­ren Ar­beit­ge­ber.
Noch nicht ge­richt­lich geklärt ist die Fra­ge, ob ei­ne Ver­let­zung des Gleich­be­hand­lungs­grund­sat­zes da­zu führt, dass ei­ne ge­setz­lich an­ge­ord­ne­te Über­lei­tung von Ar­beits­verhält­nis­sen im öffent­li­chen Dienst un­wirk­sam ist. Mit die­ser Fra­ge be­fasst sich ein Urteil des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) vom 19.03.2009 (8 AZR 689/06), das bis­her nur in Form ei­ner Pres­se­mel­dung vor­liegt (BAG Pres­se­mit­tei­lung 29/09).
Die kla­gen­de Ar­beit­neh­me­rin war seit 1972 für das be­klag­te Land Hes­sen tätig, ab 1992 als An­ge­stell­te im La­bordienst am In­sti­tut für Mi­kro­bio­lo­gie des Uni­ver­sitätskli­ni­kums Gießen. Seit Ju­ni 2006 ar­bei­te­te sie im kli­ni­schen Rou­ti­ne­dienst am In­sti­tut für me­di­zi­ni­sche Mi­kro­bio­lo­gie. Durch Aus­tritt des be­klag­ten Lan­des aus der Ta­rif­ge­mein­schaft be­stand seit 2004 kei­ne Ta­rif­bin­dung mehr.
Das Kran­ken­ver­sor­gungs­bud­get des Uni­ver­sitätskli­ni­kums wies über meh­re­re Jah­re deut­li­che Ver­schlech­te­run­gen auf, zu­letzt für das Jahr 2004 ei­nen Bi­lanz­ver­lust von 9,8 Mil­lio­nen Eu­ro, für die das be­klag­te Land ge­setz­lich ein­zu­ste­hen hat­te. Auf­grund feh­len­der In­stand­hal­tung konn­ten seit 2004 nicht mehr al­le Auf­la­gen von Behörden im Be­reich Brand­schutz und Hy­gie­ne erfüllt wer­den, Ope­ra­ti­onssäle muss­ten we­gen bau­lich be­ding­ter hy­gie­ni­scher Mängel ge­schlos­sen wer­den. Das be­klag­te Land plan­te und ver­folg­te des­halb ei­ne schritt­wei­se Um­struk­tu­rie­rung und Pri­va­ti­sie­rung des Uni­ver­sitätskli­ni­kums Gießen.
Zunächst wur­de 2005 durch das Ge­setz über die Er­rich­tung des Uni­ver­sitätskli­ni­kums Gießen und Mar­burg (UK-Ge­setz) das Uni­ver­sitätskli­ni­kum Gießen mit ei­nem wei­te­ren Uni­ver­sitätskli­ni­kum (Mar­burg) fu­sio­niert, die zu­sam­men ei­ne An­stalt des öffent­li­chen Rechts bil­de­ten. So soll­te die wirt­schaft­li­che Si­tua­ti­on bei­der Kli­ni­ken ver­bes­sert und die Qua­litäts­si­che­rung gewähr­leis­tet wer­den.
In ei­nem zwei­ten Schritt wur­den die­se Kli­ni­ken durch ei­ne Ver­ord­nung, zu der das Land durch ei­ne Ge­set­zesände­rung ermäch­tigt war, mit Wir­kung zum 02.01.2006 in ei­ne GmbH um­ge­wan­delt, de­ren An­tei­le das be­klag­te Land im Fol­gen­den zu 95 Pro­zent an ei­ne Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft ver­kauf­te.
Zu­gleich mit Schritt eins der Um­struk­tu­rie­rung wur­de die ge­setz­li­che Über­lei­tung der Ar­beits­verträge al­ler nicht­wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­ter auf die An­stalt des öffent­li­chen Rechts und die späte­re GmbH fest­ge­legt. Wi­der­spruch und Ver­fas­sungs­be­schwer­de von 138 be­trof­fe­nen Mit­ar­bei­tern hier­ge­gen blieb er­folg­los. Im Verhält­nis zwi­schen be­klag­tem Land und der Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaft war ein um­fas­sen­der In­sol­venz­schutz, der Ver­bleib der Beschäftig­ten in dem für den öffent­li­chen Dienst be­ste­hen­den Ver­sor­gungs­werk und der Schutz vor be­triebs­be­ding­ten Kündi­gun­gen für die Beschäftig­ten bis De­zem­ber 2010 vor­ge­se­hen.
Das Land teil­te der Kläge­rin, die den Ver­bleib beim Land be­gehrt und ge­gen ih­re Über­lei­tung Wi­der­spruch ein­ge­legt hat­te, mit Schrei­ben vom Au­gust 2005 mit, dass ihr Ar­beits­verhält­nis über­ge­lei­tet wor­den sei, da sie zu den nicht­wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­tern gehöre. Nach dem gemäß dem UK-Ge­setz an­zu­wen­den­den § 22 Uni­KlinG in Ver­bin­dung mit dem da­ma­li­gen Hes­si­schen Hoch­schul­ge­setz gehörte die Kläge­rin, was die­se al­ler­dings an­ders sah, tatsächlich nicht zu dem wis­sen­schaft­li­chen Per­so­nal, dass dort in Ab­gren­zung zu kli­nisch täti­gem Per­so­nal de­fi­niert ist. An­de­re Mit­ar­bei­ter wur­den von dem be­klag­ten Land als wis­sen­schaft­li­che Beschäftig­te be­han­delt und nicht über­ge­lei­tet.
Die Kläge­rin meint, die­se übten die glei­chen Tätig­kei­ten wie sie aus. Ih­re Be­hand­lung stel­le ei­nen Ver­s­toß ge­gen den All­ge­mei­nen Gleich­heits­grund­satz dar. Wenn die Über­lei­tung oh­ne Wi­der­spruchsmöglich­keit nicht schon an sich ver­fas­sungs­wid­rig sei, so sei ei­ne Über­lei­tung je­den­falls we­gen Ver­s­toßes ge­gen die­sen Grund­satz un­zulässig. Sie be­gehr­te des­we­gen im We­ge der ar­beits­ge­richt­li­chen Kla­ge die Fest­stel­lung, dass ihr Ar­beits­verhält­nis mit dem be­klag­ten Land fort­be­steht.
So­wohl das Ar­beits­ge­richt als auch das Hes­si­sche Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG, Ur­teil vom 20.06.2007, 2 Sa 629/06) wie­sen die Kla­ge ab.
In sei­ner Be­gründung setzt sich das LAG zunächst mit der ge­ne­rel­len Ver­fas­sungsmäßig­keit der Re­ge­lung aus­ein­an­der. Es lie­ge, so das Ge­richt, kein un­verhält­nismäßiger Ein­griff in die Be­rufs­frei­heit der Kläge­rin vor. Die Über­lei­tung sei durch Gründe des Ge­mein­wohls ge­recht­fer­tigt. Für den Stand­ort Gießen sei ei­ne Auf­recht­er­hal­tung des Kli­nik­be­trie­bes nicht ge­si­chert ge­we­sen.
Die von dem be­klag­ten Land gewähl­te Vor­ge­hens­wei­se sei ge­eig­net ge­we­sen, den Fort­be­stand der Kli­ni­ken zu si­chern. Die Auf­recht­er­hal­tung des Be­trie­bes sei so­wohl im Hin­blick auf die Pa­ti­en­ten­ver­sor­gung als auch auf die re­gio­na­le und über­re­gio­na­le Be­deu­tung der Uni­ver­sitätsstädte, in de­nen sich die Kli­ni­ken befänden, im öffent­li­chen In­ter­es­se, denn sie ermöglich­ten ei­ne orts­na­he me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung auf höchs­ten Ni­veau so­wie For­schung und Leh­re in bei­den Fa­kultäten.
Die Fortführung bei­der Kli­ni­ken in neu­er Rechts­form ha­be al­ler­dings nur un­ter Auf­recht­er­hal­tung des Kli­nik­be­trie­bes gewähr­leis­tet wer­den können, was wie­der­um die Über­lei­tung der Ar­beits­verhält­nis­se des in der Kran­ken­ver­sor­gung und Ver­wal­tung der Kli­ni­ken täti­gen Per­so­nals be­dingt ha­be. Oh­ne ge­setz­li­che Über­lei­tung ha­be, wie die Viel­zahl der „Wi­dersprüche“ der Beschäftig­ten ge­gen das Vor­ge­hen des be­klag­ten Lan­des ge­zeigt ha­be, die Ge­fahr ei­nes Aus­ein­an­der­fal­lens des für den Be­trieb ei­nes Kran­ken­hau­ses not­wen­di­gen Per­so­nals be­stan­den.
Dem könne auch nicht ent­ge­gen­ge­hal­ten wer­den, das be­klag­te Land hätte im We­ge der Per­so­nal­ge­stel­lung (al­so durch „Aus­lei­hen“ der Beschäftig­ten an den neu­en Be­trei­ber) han­deln können. Ei­ne sol­che Vor­ge­hens­wei­se hätte für das be­klag­te Land das Ri­si­ko der Bei­be­hal­tung von hun­der­ten von Beschäfti­gungs­verhält­nis­sen be­inhal­tet, oh­ne dass es un­mit­tel­ba­ren Ein­fluss auf das Ab­ru­fen der­ar­ti­ger Ar­beits­leis­tun­gen durch den Kli­nik­be­trei­ber hätte neh­men können.
Die Über­lei­tung sei verhält­nismäßig. Dies er­ge­be sich bei der er­for­der­li­chen Abwägung zwi­schen dem Ge­mein­schafts­gut, der die Über­lei­tung die­ne, mit der Schwe­re des Ein­griffs für die Kläge­rin.
Das BAG kam zu ei­ner an­de­ren Auf­fas­sung. Es hob das Ur­teil auf und ver­wies den Recht­streit zurück an das LAG.
Wie das LAG ist auch das BAG der Mei­nung, dass das be­klag­te Land zur Über­lei­tung der Ar­beits­verhält­nis­se des nicht­wis­sen­schaft­li­chen Per­so­nals be­fugt ge­we­sen sei. Es bestätigt die bis­he­ri­ge Recht­spre­chung, dass durch Lan­des­ge­set­ze Recht­sträger des öffent­li­chen Diens­tes um­struk­tu­riert und Ar­beits­verhält­nis­se über­ge­lei­tet wer­den können, oh­ne den Ar­beit­neh­mern ein Recht zum Wi­der­spruch ge­gen den Über­gang ih­rer Ar­beits­verhält­nis­se ein­zuräum­en.
Wer­de al­ler­dings nur nicht­wis­sen­schaft­li­ches Per­so­nal von ei­ner sol­chen Über­lei­tung be­trof­fen, ver­s­toße der öffent­li­che Ar­beit­ge­ber ge­gen den ar­beits­recht­li­chen Gleich­be­hand­lungs­grund­satz, wenn er ei­ni­ge nicht­wis­sen­schaft­li­chen Ar­beit­neh­mer über­lei­te, an­de­re hin­ge­gen trotz ver­gleich­ba­rer Tätig­kei­ten als wis­sen­schaft­li­che Beschäftig­te be­trach­te und da­her nicht über­lei­te.
Bei der Be­ur­tei­lung, wel­che Tätig­kei­ten als wis­sen­schaft­li­che im Sin­ne der ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen be­wer­ten wer­den, ha­be das be­klag­te Land den ar­beits­recht­li­chen Gleich­be­hand­lungs­grund­satz zu be­ach­ten.
Ob ein Ver­s­toß ge­gen die­sen Grund­satz vor­lie­ge, muss das LAG noch aufklären. Nach der Ent­schei­dung des BAG hat ein Ver­s­toß ge­gen den ar­beits­recht­li­chen Gleich­be­hand­lungs­grund­satz zur Fol­ge, dass die ge­setz­lich an sich vor­ge­se­he­ne Über­lei­tung des Ar­beits­verhält­nis­ses un­ter­bleibt.
Die Ur­teils­gründe wer­den zei­gen, wie das BAG hier ar­gu­men­tiert. Denk­bar wäre ei­ner­seits, in ei­nem sol­chen Fall von der feh­len­den Verhält­nismäßig­keit für den be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer aus­zu­ge­hen und da­mit ei­nen nicht ge­recht­fer­tig­ten Ein­griff in die Be­rufs­frei­heit an­zu­neh­men. Eben­so kann das BAG all­ge­mein ei­nen Ver­s­toß ge­gen Grund­rech­te für be­acht­lich hal­ten und in der Ver­let­zung des ar­beits­recht­li­chen Gleich­be­hand­lungs­grund­sat­zes gleich­zei­tig ei­ne Ver­let­zung des in Art. 3 Abs. 1 GG ge­re­gel­ten Gleich­heits­ge­bot se­hen. Sch­ließlich könn­te das BAG auch je­de er­heb­li­che bzw. we­sent­li­che Ver­let­zung von Rechts­vor­schrif­ten als aus­rei­chend dafür er­ach­ten, dass ei­ne Über­lei­tung nicht er­folgt.
Hes­si­sches LAG, Ur­teil vom 20.06.2007, 2 Sa 629/06
Ar­beits­recht ak­tu­ell: 11/172 Be­triebsüber­gang bei Zwangs­ver­wal­tung ei­nes Ho­tel­grundstücks
Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 19.03.2009, 8 AZR 689/06
Die Re­vi­si­on in dem Ver­fah­ren - 8 AZR 689/06 - wur­de zurück­ge­nom­men.