Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/243195,0.html
Timestamp: 2019-09-21 03:44:18
Document Index: 230311486

Matched Legal Cases: ['§ 242', '§ 242', '§ 242', '§ 25', '§ 242', '§ 244']

Aufbauproblem Strafrecht - brauche dringend Unterstützung!
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JuraHGW
Verfasst am: 25 Aug 2009 - 21:51:48 Titel: Aufbauproblem Strafrecht - brauche dringend Unterstützung!
ich schreibe gerade meinen kleinen Schein Strafrecht und habe nun fast alles fertig. Um es kurz zusammen zu fassen... 2 Personen, nennen wir sie A und B, haben einen Tatplan und wollen einen Einbruchsdiebstahl begehen. A bricht ins Gebäude ein und macht sich gemäß § 242 I, 243 I 2 Nr. 1 StGB wegen einem Diebstahl in einem besonders Schweren Fall strafbar. B steht Schmiere. Ich habe nun Mittäterschaft nach einem Meinungsstreit bejaht. Die objektiven Tatbeiträge werden ja nach dem Zurechnungsprinzip gegenseitig zugerechnet. Ich weiß leider nicht genau wie ich B prüfen soll. Ich habe folgendes Schema gewählt, wobei ich mir nicht mehr sicher bin was ich alles beim Mittäter prüfen soll (in dem Fall B - zur Erinnerung: bei A vorher § 242 I , 243 I 2 Nr. 1 bejaht)?
A. Strafbarkeit des B nach § 242 I, 243 I 2 Nr. 1, 25 II
a. Meinungsstreit Täterschaft / Teilnahme (i.E. § 25 II StGB bei mir)
b. Grundtatbestand des Diebstahls
Die objektiven Tatbeiträge des A werden B zugerechnet.
a.Vorsatz des B bezüglich der Verwirklichung aller objektiverTatbestandsmerkale
b. Drittzueignungsabsicht des B (weil A die Statue verkaufen wollte). i.E. richtig??
c. Vorsatz bzgl. der Rechtswidrigkeit der Zueignung
3. RW und Schuld
4. Strafzumessungsregel 243 I 2 Nr. 1
In objektiver Hinsicht für B???
In subjetiver Hinsicht für B???
Ich bin mir wirklich nicht mehr sicher wie ich sowas aufbaue bei einem Mittäter und was ich nochmal separat prüfen muss. Ich weiß dass ich die Zueignungsabsicht nochmal einzeln für B prüfen muss da es ein subjektives Element ist. Ich würde mich sehr freuen wenn mir jemand helfen könnte, unter Umständen vielleicht einige kleine Fragen im ICQ oder hier im Forum beantworten könnte. Ich muss die Hausarbeit am Freitag abgeben. Bitte bitte helft mir
Verfasst am: 25 Aug 2009 - 21:59:30 Titel:
wenn a den tatbestand vollständig alleine verwirklich hat reicht es wohl den streit auszufechten, ob b mittäter ist
ist er das wird ihm alles objektive zugerechnet nud auch sein objektiver tatbestand ist daher erfüllt
A.I.1.b. ist daher wohl überflüssig (man fragt ja ob er mittäer ist, weil man zurechnen will, deswegen schreibt man das schon bei a. ; hätte b den tb auch selbst verwirklicht könnte die prüfung einer mittäterschaft dahinstehen)
Verfasst am: 25 Aug 2009 - 22:12:03 Titel:
Ja genau. B stand draußen Schmiere, während A in die Geschäftsräume des Opfers eingebrochen ist und dann die Wegnahme vollzogen hatte. Was ich nicht erwähnt hatte ist, dass B eine Waffe bei sich führte beim Schmiere stehen, von der A aber nichts wusste. Die muss natürlich strafmäßig gewürdigt werden und daher muss ich das ja irgendwie in die Fallprüfung integrieren. Ich habe A vollständig durchgeprüft und § 242 I, 243 I 2 Nr. 1 bejaht. Nun habe ich den Meinungsstreit Täterschaft / Teilnahme ausgefochten und B , der nur Schmiere stand und eine Waffe bei sich trug, von welcher A nichts wusste, zum Mittäter gemacht. B erfüllt nun aber noch § 244 I Nr. 1a 1. Alt , weil er eine Waffe bei sich trug. Für A ist das ja ein Exzess. Ich muss ja die Qualifikation irgendwie einbauen in die Prüfung, muss das aber so kurz wie möglich machen alles (nichts desto trotz akkurat, weils ja ne HA ist). Könnte mir vielleicht jemand ein Schema posten für die von mir geschilderte Problematik?
Verfasst am: 25 Aug 2009 - 22:36:41 Titel:
eine möglichkeit wäre zb die qualifikation alleine zu prüfen nachdem du mit der diebtsahlsprüfung fertig bist
wäre wohl aber unpraktisch, weil man bei wirklichter qualifikation den besonders schweren fall wegzulassen hat
also am besten gleich die strafbarkeit wegen der qualfikation prüfen
weil mittäter kraft zurechnung verwirklicht
hier dann die die prüfung ob 244Inr.1 verwirklicht ist
eigentlich müsstest du das sogar schon bei a prüfen
denn objektiv ist 244nr1 bei ihm ja auch erfüllt, er hat nur keinen vorsatz
das gebäude wo er einbricht ist kein wohnhaus, oder?
Verfasst am: 25 Aug 2009 - 22:57:24 Titel:
Ich hab bei A auch den 244 I nr 1a angeprüft, nur dann beim subjektiven Qualifikationstatbestand des A geschrieben dass er nix davon gewusst hat und es ein Exzess von Seiten des B ist. Zur Frage mit der Wohnung. A steigt in die Toilette der Geschäftsräume ein und geht dann in die obere Etage des gemischt genutzten Gebäudes und vollführt dort die Wegnahme. Hab ich bei A auch angeprüft, aber nach etlichen Rspr. und Argumenten abgelehnt. So bleibt bei A am ende nur 242, 243 I 2 Nr. 1 und auch Nr. 3. Allerdings handelt NUR er gewerbsmäißg, das prüf ich bei B nicht an. Ich weiß also nun nicht wie ich am besten aufbauen soll für B. Ich hab halt A komplett durchgeprüft. Da sind alle probleme erwähnt. Theoretisch bin ich eigentlich auch ganz fit, nur liegen meine Schwächen gerade im schematischen Aufbau der Prüfung bei B. Deshalb würd ich mich über ein Musterschema oder sowas freuen.