Source: https://www.lecturio.de/jura/recht-vorlaeufige-festnahme.vortrag
Timestamp: 2019-12-13 06:50:45
Document Index: 45398882

Matched Legal Cases: ['§ 127', '§ 127', '§ 127', '§ 127', '§ 127', '§ 127', '§ 127', '§ 127']

Das Recht zur vorläufigen Festnahme § 127 StPO – Online Video
Rechtswidrigkeit: Das Recht zur vorläufigen Festnahme (§ 127 StPO)
Rechtswidrigkeit: Das Recht zur vorläufigen Festnahme (§ 127 StPO) von RA Stefan Koslowski
Der Vortrag „Rechtswidrigkeit: Das Recht zur vorläufigen Festnahme (§ 127 StPO)“ von RA Stefan Koslowski ist Bestandteil des Kurses „Das vollendete Begehungsdelikt“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Die Festnahmelage
Festnahmehandlung
Subjektives Rechtsfertigungselement
Rechtsfolge des fehlenden Festnahmewillens
Fallbeispiel: Kampf um Kafka
Falllösung: Kampf um Kafka
Welche der folgenden Aussagen treffen in Bezug auf das Recht zur vorläufigen Festnahme nach § 127 StPO zu?
Für eine Festnahmelage muss der Täter auf frischer Tat betroffen sein oder verfolgt werden, wobei ein tauglicher Festnahmegrund besteht.
Auf frischer Tat betroffen ist, wer bei Tatbegehung bzw. unmittelbar danach am Tatort bzw. in dessen unmittelbarer Nähe gestellt wird.
Eine Verfolgung auf frischer Tat liegt vor, wenn sich der Täter vom Tatort entfernt hat, jedoch sichere Anhaltspunkte (z.B. Tatspuren) auf ihn als Täter hinweisen und dementsprechend seine Verfolgung aufgenommen wird.
Dringender Tatverdacht besteht, wenn sich der Täter vom Tatort entfernt hat und dementsprechend seine Verfolgung aufgenommen wird.
Vervollständigen Sie den Satz: Ein tauglicher Festnahmegrund i. S. d. § 127 I StPO liegt vor, wenn...
...bezüglich des Festgenommenen ein Fluchtverdacht besteht oder seine Identität nicht anders als durch die Festnahme feststellbar ist.
...bezüglich des Festgenommenen die Identität bereits geklärt ist.
...der Festgenommene der Polizei bereits bekannt ist.
...es sich bei dem Festnehmenden um einen Beamten der Staatsanwaltschaft oder Polizei handelt.
Die objektive Erforderlichkeit der Festnahmehandlung bestimmt sich aus der Sicht eines objektiven Dritten zum Zeitpunkt der Tatbegehung.
Die objektive Erforderlichkeit der Festnahmehandlung liegt vor, wenn die Handlung für das Erreichen des Festnahmezwecks geeignet ist und der Täter bei Vorliegen mehrerer gleich wirksamer Mittel das mildeste Mittel auswählt.
Wer sich einer berechtigten Festnahme widersetzt oder sich ihr gewaltsam zu entziehen versucht, muss auch Eingriffe in seine körperliche Unversehrtheit hinnehmen, d.h. der Festnehmende darf Gewalt anwenden.
Auch erhebliche Verletzungen des Festgenommenen durch den Festnehmenden können verhältnismäßig sein, sofern dieser eine schwere Straftat begangen hat.
Was wird in subjektiver Hinsicht beim Festnehmenden gefordert?
Die Festnahme darf nur in der Absicht erfolgen, den Täter der Strafverfolgung zuzuführen.
Der Festnehmende muss in Kenntnis der rechtfertigenden Umstände handeln.
Die Festnahme darf nur in der Absicht erfolgen, weitere Straftaten zu verhindern.
Bei § 127 I StPO ist ein subjektives Rechtfertigungselement keine zwingende Voraussetzung.
Dozent des Vortrages Rechtswidrigkeit: Das Recht zur vorläufigen Festnahme (§ 127 StPO)