Source: https://stederdorf.imvwe.de/service/grenzabstaende/
Timestamp: 2020-08-05 22:20:02
Document Index: 88432096

Matched Legal Cases: ['§ 50', '§ 30', '§ 31', '§ 50', '§ 53', '§ 50', '§ 53', '§ 53', '§ 50', '§ 54', '§ 35']

Grenzabstände - Stederdorf im Verband Wohneigentum Niedersachsen e.V.
Auszug aus dem Niedersächsisches Nachbarrechtsgesetz ( NNachbG) vom 31.03.1967 (Nds. GVBl. S. 91) zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 23.02.2006 (Nds.GVBl. S.88)
§ 50 Grenzabstände
bis zu 1,2 m Höhe 0,25 m Abstand
bis zu 2,0 m Höhe 0,5 m Abstand
bis zu 3,0 m Höhe 0,75 m Abstand
bis zu 5,0 m Höhe 1,25 m Abstand
bis zu 15,0 m Höhe 3,00 m Abstand
über 15,0 m Höhe 8,00 m Abstand
(2) Die in Absatz 1 bestimmten Abstände gelten auch für lebende Hecken, falls die Hecke nicht auf die Grenze gepflanzt wird (s. VWE-Info "Einfriedung", § 30). Sie gelten auch für ohne menschliches Zutun gewachsene Pflanzen.
(3) der Abstand ist so zu bemessen, dass vor den Pflanzen ein Streifen von 0,6 m freibleibt (wenn VWE-Info "Einfriedung", § 31).
(1) § 50 gilt nicht für Anpflanzungen hinter einer Wand oder einer undurchsichtigen Einfriedung, wenn sie diese nicht überragen, Anpflanzungen an den Grenzen zu öffentlichen Straßen und zu Gewässern, Anpflanzungen auf öffentlichen Straßen und auf Uferböschungen.
§ 53 Anspruch
Bäume, Sträucher oder Hecken mit weniger als 0,25 m Grenzabstand sind auf Verlangen des Nachbarn zu beseitigen. Der Nachbar kann dem Eigentümer die Wahl lassen,
1. die Anpflanzungen zu beseitigen oder durch Zurückschneiden auf einer Höhe bis zu 1,2 m zu halten.
2. Bäume, Sträucher oder Hecken, welche über die im § 50 oder zugelassenen Höhen hinauswachsen, sind auf Verlangen des Nachbarn auf die zulässige Höhe zurückzuschneiden, wenn der Eigentümer sie nicht beseitigen will.
3. Der Eigentümer braucht die Verpfl ichtung zur Beseitigung oder zum Zurückschneiden von Pfl anzen nur in der Zeit vom 1. Oktober bis zum 15. März zu erfüllen.
(2) I. Der Anspruch auf Zurückschneiden von Anpflanzungen (Absatz 1 Satz 2 und § 53 Abs. 2) ist ausgeschlossen wenn die Anpflanzungen über die nach diesem Gesetz zulässige Höhe hinauswachsen und der Nachbar nicht spätestens im fünften darauf folgenden Kalenderjahr Klage auf Zurückschneiden erhebt.
(2) 2. Nach Ablauf der Ausschlussfrist kann der Nachbar vom Eigentümer jedoch verlangen, die Anpflanzung durch jährliches Beschneiden auf der jetzigen Höhe zu halten; im Fall der Klage auf Beschneiden ist die jetzige Höhe die Höhe im Zeitpunkt der Klageerhebung.
(2) 3. Der Klageerhebung steht die Bekanntgabe eines Antrags auf Durchführung eines Schlichtungsverfahrens vor dem Schiedsamt oder einer anderen Gütestelle, die Streitbeilegungen betreibt, gleich.
2. Der Anspruch auf Zurückschneiden (§ 53 Abs. 2) ist ausgeschlossen, wenn die Anpflanzung bei In-Kraft-Treten des Gesetzes über 3 m hoch ist.
3. Anpflanzungen, die bei In-Kraft-Treten des Gesetzes nicht über 3 m hoch sind, jedoch über die nach § 50 Abs. 1 zulässigen Höhen von 1,2 m oder 2 m hinausgewachsen waren, sind auf Verlangen des Nachbarn durch Zurückschneiden auf derjenigen Höhe zu halten, die sie bei In-Kraft-Treten des Gesetzes hatten; der weiter gehende Anspruch auf Zurückschneiden ist ausgeschlossen. § 54 Abs. 2 ist entsprechend anzuwenden.
(2) Absatz 1 gilt entsprechend für Anpfl anzungen, deren Standort infolge Veränderung des Außenbereichs (§ 35 Abs. 1 des Baugesetzbuchs) aufhört, zum Außenbereich zu gehören.