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Timestamp: 2017-06-24 10:38:47
Document Index: 242773516

Matched Legal Cases: ['§ 223', '§ 27', '§ 223', '§ 223', '§ 223', '§ 227', '§ 223']

HA StrafR Anfänger - Aktuelle juristische Diskussionen und Themen - JuraForum.de
HA StrafR Anfänger
Dieses Thema "HA StrafR Anfänger - Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" im Forum "Aktuelle juristische Diskussionen und Themen" wurde erstellt von Lovells, 26. September 2011.
AW: HA StrafR Anfänger
Ich habe vorerst die Strafbarkeit wegen §§ 223, 224 , 27 geprüft und diese verneint, aufgrund des fehlenden Vorsatzes zur Haupttat (da C von dieser nicht wissen konnte).Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Die Problematik besteht indes darin, ob eine sozialadäquate Handlung - Lieferung von vier Flaschen Tequila - eine Beihilfe i.S.d. § 27 StGB zu begründen vermag.
Meines Wissens lehnt die Rspr. - anders als die h.L. - die Lehre von der objektiven Zurechnung für solche Fälle ab und will eine Lösung im subjektiven Tatbestand des Gehilfenbeitrags finden.
Dahingehend wird der Beihilfetatbstand nicht bereits dann verneint, wenn der Gehilfe - in Kenntnis seiner Förderungshandlung - den Erfolg der Haupttat als unerwünscht ansieht.
Sie führen nun an, dass C von dieser Haupttat nichts wissen konnte (s.o.). Das sehe ich nicht so: A erwidert daraufhin, dass C sich keine Sorgen um ihn machen müsse. Er, der A, werde entsprechende sichere Vorkehrungen treffen, dass es allenfalls seinem Gegner schlecht gehen werde.Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Nun bin ich mir unsicher welche Straftatbestände weiterhin für C in Betracht kommen. Hat vielleicht jemand eine Idee?
(A hat sich nach meinen Ergebnissen gem. §§ 223, 224 I Nr.1, 222, 227 strafbar gemacht)Klicken Sie in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Da A sich nach Ihrem Ergebnis aus §§ 223, 224 I, 227 StGB strafbar gemacht hat, kommen Sie bei C um eine Strafbarkeitsprüfung aus §§ 223, 224 I, 227, 27 StGB nicht herum.
Das Problem der "neutralen Handlung" habe ich bereits im subjektiven Tb problematisiert und es führt im Ergebnis ja ebenso zu Verneinung einer Strafbarkeit. Dass C aufgrund der Aussage des A "Er, der A, werde entsprechende sichere Vorkehrungen treffen, dass es allenfalls seinem Gegner schlecht gehen werde"
von der Haupttat wissen konnte, habe ich deshalb abgelehnt, weil ich denke, dass a damit alles mögliche gemeint haben kann, z.B. dass er vorzeitig die wette beenden werde...?! Den Meinungsstreit darüber, wieviel der Gehilfe von der Tat wissen muss, habe ich dann auch gar nicht erst weiter angeführt, da der Gehilfe nach h.M. zumindest des Unrechtsgehalts bewusst sein muss, und das ist C meiner Meinung nach gar nicht :misstraui
§§ 227, 27 habe ich bereits in Erwägung gezogen aber das kann ja dann nach der Verneinung von §§ 223, 2224, 27 eher kurz abgehandelt werden, oder?
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