Source: https://ber1.wordpress.com/2007/09/25/hochbegabtenforderung-verfassungswidrig/
Timestamp: 2017-02-19 19:05:57
Document Index: 58263851

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 33']

Hochbegabtenförderung verfassungswidrig? | BERNIE.1
This entry was posted on Tuesday, September 25th, 2007 at 12:00 and is filed under BVerfG, Recht, SPIEGELOnline.	You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed.
9 Responses to Hochbegabtenförderung verfassungswidrig?
F L A M E says:	25. September 2007 at 19:03	gibts ab 140 die Mensa frei?
Dann überlege ich mal ob ich nicht doch noch mal ein paar Monate den Hörsaal besuche.
Richter says:	25. September 2007 at 19:31	Hallo, Sie anonym bleiben wollender Verfasser kritischer Anmerkungen zum “Spiegel-Gutachten” des Herrn Dr. Alenfelder,
um als langjähriger Korrektor juristischer Klausuren offen zu sprechen: Möglicherweise sind Sie nicht gerade der Richtige, Kritik an den juristischen Leistungen anderer zu üben. Alenfelder bezieht sich, wenn ich ihn richtig verstehe, u.a. auf Art. 3 Abs. 3 GG und argumentiert, die Nähe zu dieser Rechtsnorm nehme dem Gesetzgeber die Möglichkeit zu der von Ihnen so vehement wie falsch eingeforderten Rechtfertigung. Und damit hat er recht. Denn je näher an Art. 3 Abs. 3 GG, desto weniger Chancen für den Gesetzgeber, die von ihm für vernünftig gehaltenen Gründe überhaupt ins Feld zu führen. Das ist der Sinn absoluter Differenzierungsgründe. Und deshalb: Wo Sie meinen, dass es spannend werde, ist Ende und zwar von Verfassungs wegen. Man mag deshalb anderer Meinung als Dr. Alenfelder in Bezug auf die Anwendbarkeit des Art. 3 Abs. 3 GG sein. Aber vertritt man diesen Standpunkt, ist das Folgende schlüssig. Sollten Sie die entsprechende Rechtsprechung des BVerfG nicht auffinden können, helfe ich Ihnen gerne weiter. Gruß von einem Richter, der immer noch hofft, guten juristischen Nachwuchs ohne IQ-Bonus zu finden.
Anonymous says:	25. September 2007 at 20:46	danke für diesen beitrag:)
scheiloranch says:	25. September 2007 at 22:57	Naja, man mag dazu stehen, wie man will, für uns kommt die Hochbegabtenförderung jedenfalls zu spät! 🙂
Bernie says:	26. September 2007 at 9:08	@F L A M E : Auf die Uni für das Mensaessen? Mann, muss die Freiburger Mensa gut sein! Plausibel wäre eine solche Regelung schon – nicht umsonst heißt es “Mensa-Test”.
@Richter: Bitte sehen Sie genau hin. Alenfelder prüft Art. 3 Abs. 1, nicht Abs. 3. Folgerichtig versucht er eine Rechtfertigungsprüfung, die ihm aber – wie ich aufzuzeigen versucht habe – misslingt. Die “Nähe” zu Art. 3 Abs. 3 ist ein Bestandteil der Prüfung von Art. 3 Abs. 1, siehe BVerfGE 88, 87 (96), und macht die Rechtfertigungsprüfung nicht überflüssig.
@scheiloranch: Was dadurch etwas gemildert wird, dass wir auch keine Studiengebühren gezahlt haben!
SpiegelKritik » Blog Archive » Lesebeute: Spiegel-Online, der geachtete Flegel says:	26. September 2007 at 11:44	[…] einem Rechtsanwalt-Gutachten verfassungswidrig. Das Gutachten für Unfug hält dagegen ein bloggender Wissenschaftlicher Mitarbeiter an einem staats- und verwaltungsrechtlichen […]
hiwihalle says:	29. September 2007 at 17:02	Ich verstehe das Gutachten auch noch nicht so ganz. Ist etwa die Auswahl nach Besteignung im Beamtenrecht nur deshalb nicht verfassungswidrig, weil sie in Art. 33 GG drinsteht?
Diskriminiert der Arbeitgeber, wenn er den begabtesten Bewerber für einen Ausbildungsplatz nimmt?
Schon bei der Bewertung des Maßstabs frage ich mich, ob Alenfelder den iQ-Test in ganzer Breite versteht. Es geht wohl nicht bloß um die angeborene Intelligenz, sondern beim IQ-Test wird auch die in der Schule erlernte “Intelligenz” getestet. Abstammung und Herkunft laufen dann schon leer…
Schließlich: Fühlt sich derzeit irgendjemand benachteiligt, dass Stiftungen nicht jeden Studenten fördern, sondern nur die Hochbegabten? Die lassen freilich nicht nur einen IQ-Test durchlaufen, sondern Prüferkommissionen. Ersterer hätte jedoch die Vergleichbarkeit und Transparenz für sich.
Aber man braucht sich vielleicht auch nicht zu wundern: Alenfelder wäre ein schlechter Präsident dieser oskuren Gesellschaft, käme er zu einem anderen Ergebnis.
JoJo says:	8. January 2008 at 11:26	Ich nehme an, die Richter kapieren es auch nicht…
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,527196,00.html
“Ein Erlass der Gebühren allein wegen eines bestimmten Intelligenzquotienten oder eines Stipendiums sei unzulässig, so die Richter.”
Bernie says:	9. January 2008 at 6:56	@JoJo: Sie haben sich immerhin mehr Mühe mit der Begründung gegeben, wie es scheint (darauf bezog sich ja meine Kritik an Alenfelder):
http://vgfreiburg.de/servlet/PB/menu/1215968/index.html?ROOT=1192792