Source: https://www.ag.ch/de/bvu/wald/walderhaltung/waldgrenzen/waldgrenzen_1.jsp
Timestamp: 2019-05-26 08:54:35
Document Index: 268585353

Matched Legal Cases: ['§ 48', 'Art. 2', 'Art. 13', 'Art. 12', '§ 3', '§ 6', '§ 1', '§ 48']

Am 1. Januar 2019 wurden im Kanton Aargau statische Waldgrenzen eingeführt. Einwachsende Bestockungen ausserhalb der festgelegten Waldgrenze gelten nicht mehr als Wald. Rechtlich verringern kann sich die Waldfläche nur durch eine bewilligte Rodung.
Dynamischer und statischer Waldbegriff
Einwachsende Bestockung, die älter als 15 Jahre ist, einen Umfang von mehr als 600 Quadratmeter sowie eine Breite von mindestens 12 Meter aufweist, gilt als Wald. Bis anhin konnte sich die Waldfläche vergrössern, indem Wald in andere Flächen einwuchs. Seit der Einführung der statischen Waldgrenzen ist dies nicht mehr möglich.
Das Inkrafttreten der Teilrevision des Waldgesetzes des Kantons Aargau und die damit verbundene Anpassung des Richtplans legt eine einheitliche rechts- und grundeigentümerverbindliche Grundlage für alle öffentlich-rechtlichen Planungen und Entscheide im Zusammenhang mit dem Wald fest.
Auflage des Waldgrenzenplans
Die öffentliche Auflage des Waldgrenzenplans ist für den gesamten Kanton für Anfang September vorgesehen.
Änderungen am festgelegten Waldareal
Nach Rechtskraft des Waldgrenzenplans liegt eine einheitliche rechts- und grundeigentümerverbindliche Grundlage für alle öffentlich-rechtlichen Planungen und Entscheide im Zusammenhang mit dem Wald vor.
Änderungen am festgelegten Waldareal sind nur noch in den folgenden drei Fällen möglich:
Bewilligte Rodungen oder Ersatzaufforstungen
Aktive Neuausscheidung auf Antrag durch Gemeinden
Unwesentliche Änderungen im Rahmen der amtlichen Vermessung
Der Waldabstand für Bauten und Anlagen beträgt laut kantonalem Baugesetz mindestens 18 Meter (§ 48. Absatz 1, lit. c). Für Klein- und Anbauten, unterirdische und Unterniveaubauten, Schwimmbäder und Materialabbaustellen muss der Waldabstand mindestens 8 Meter betragen (lit. b).
Waldgrenze und ihre Wirkung
Ausgehend von der Stockgrenze wird die Waldgrenze festgelegt. (© Kanton Aargau)
Die Aussenseite der äussersten Baumstämme und -strünke, die ein Mindestalter von 15 Jahren aufweisen, bestimmt den Verlauf der Stockgrenze. An die Stockgrenze schliesst ein Waldsaum von in der Regel 2 Meter Breite an, dessen Aussenrand die Waldgrenze bildet. Bei Sträuchern liegt die Waldgrenze in der Regel 1 Meter ausserhalb der äussersten Stockausschläge.
Waldgesetz Art. 2 (SR 921.0) (öffnet in einem neuen Fenster)
Waldgesetz Art. 13 (SR 921.0) (öffnet in einem neuen Fenster)
Waldverordnung Art. 12 (SR 921.01) (öffnet in einem neuen Fenster)
Waldgesetz des Kantons Aargau AWaG § 3, § 6 (SAR 931.100) (öffnet in einem neuen Fenster)
Verordnung zum Waldgesetz des Kantons Aargau AWaV § 1 – 11 (SAR 931.111) (öffnet in einem neuen Fenster)
Baugesetz § 48 (SAR 713.100) (öffnet in einem neuen Fenster)
Erlass-Entwurf Waldgrenzenplan Kanton Aargau (PDF, 52 KB)