Source: https://www.vermieter-forum.com/threads/kuendigung-wegen-eigenbedarfs-zweifamilienhaus-widerspruch.24774/
Timestamp: 2019-11-21 06:03:03
Document Index: 23357846

Matched Legal Cases: ['§ 573', '§ 573', '§ 574', '§ 545', '§ 546', '§ 573']

Diskutiere Kündigung wegen Eigenbedarfs Zweifamilienhaus Widerspruch im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo Mein Mann hat eine Zweifamilienhaus. in der oberen Wohnung leben wir, die untere ist Vermietet. Der Mieter wohnt da schon seit 9 Jahre. Er...
#1 Regi13, 03.10.2019
Regi13 Neuer Benutzer
Mein Mann hat eine Zweifamilienhaus. in der oberen Wohnung leben wir, die untere ist Vermietet.
Der Mieter wohnt da schon seit 9 Jahre. Er hat ihm schon mal vor zwei jähre gekündigt. Aber doch ein neuen Mietvertrag gemacht. Letztes Jahr haben wir geheiratet und ich bin im Juni bei ihm eingezogen.
Da Unsere Wohnung aber im oberen Stock ist und ich Probleme beim laufen habe wollen wir die Mietwohnung behinderten gerecht für uns Umbauen.
Mein Mann hat eine Begründet Kündigung wegen Eigenbedarf am.1. 9. gestellt. bis zum 30.11. Wegen dem neuen Mietvertrags .
Nun kam ein Einspruchs wegen Härtefalls. Da die beiden Mieter hier verwurzelt sind beide hier arbeiten und die Mieterin Gesundheitliche Probleme hat, sie keine Wohnung im Ort findet.
Der Ort hat ca 300 Einwohner, Nachbarort ist 3 km weg und hat Mietwohnungen
Mieter sind ein Ehepaar ca 60 Jahre bekommen ihre Miete vom Jobcenter und haben ein Auto.
Sie haben auch geschrieben das sie laut Gesetz erst im Mai ausziehen müssen. Weil die Kündigungsfrist sich nach der Dauer nach der Zeit rechnet in der sie in der Wohnung gelebt haben.
Des Weiteren stand darin das sie ihr weiteres Vorgehen uns im Mai mitteilen.
Das Sie erst im Mai anziehen würden stört uns nicht weiter.
Die Frage ist nun ob wir ein Anwalt einschalten sollen dass sie auch im Mai ausziehe und ob die Kündigung überhaupt noch rechtens ist weil wir uns mit der Kündigungsfrist vertan haben?
Wie Unser bestes weiteres Vorgehen ist.
Mit freundlichen Grüssen Regine und schon mal dank im Voraus
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#2 Sweeney, 03.10.2019
Zitat von Regi13: ↑
Vor dem Hintergrund, dass vom Mieter Widerstand zu erwarten ist und dem Vermieter augenscheinlich die notwendige rechtliche Kompetenz fehlt, ist das Einschalten eines Anwalts indiziert.
Ohne Kenntnis des genauen Wortlaut der Kündigung, ist kaum feststellbar, ob die Kündigung so auszulegen ist, dass der Vermieter lediglich zum "falschen" Datum kündigen wollte oder es ihm darauf ankam, das Mietverhältnis notfalls auch zu einem späteren Zeitpunkt zu beenden.
Die Chancen, dass die Kündigung ins Leere führt, könnten jedoch nach dem bisherigen Vortrag nicht schlecht stehen. Eine Eigenbedarfskündigung bietet regelmäßig das größte Angriffspotential - insbesondere wenn sie laienhaft verfasst wurde. Ausgehend vom bisherigen Duktus und der bereits verpatzten Kündigungsfrist, würde ich professionelle Hilfe dringend empfehlen. In diesem Rahmen kann dann ebenfalls erörtert werden, ob eine erleichtere Kündigung gem. § 573a BGB ggf. die bessere Option zur Durchsetzung der Interessen darstellen würde.
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#3 RP63VWÜ, 03.10.2019
Ja, im Mai erfahrt ihr dann, dass sich am Härtefall rein gar nichts geändert hat.
Wenn ihr nicht erst als Rentner umziehen wollt, solltet ihr euch schnellstens anwaltlichen Rat einholen!
Schließlich ist die Gegenpartei dies ebenfalls (so interpretiere ich jedenfalls Deine Frage).
#4 Duncan, 03.10.2019
Die Frage ist nun ob wir ein Anwalt einschalten sollen
hättet ihr schon vor 2 Jahren machen sollen! Nach dem bisher dargestellten Sachverhalt ist es für euch ohne Anwalt möglich, dass ihr lange vor den Mietern dort auszieht.
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#5 Regi13, 03.10.2019
Hallo, so sah die Kündigung aus
Kündigung wegen Eigenbedarfs |
Mietverhältnis …..
Sehr geehrte Herr und Frau ….
zwischen uns besteht ein Mietverhältnis über die oben genannte Wohnung. Die Wohnung besteht aus 3 Zimmern, Küche, Bad, Keller, Terrasse und einem PKW-Stellplatz.
Ich bedaure Ihnen mitzuteilen, dass ich dieses Mietverhältnis wegen Eigenbedarfs nach § 573 Abs. 2 Nr. 2 BGB fristgerecht zum 30.11.2019 kündigen muss.
Die Wohnung haben Sie am 01.02.2018 auf unbestimmte Zeit angemietet. Die Wohnung wurde Ihnen am 01.02.2018 übergeben. Mittlerweile wohnen Sie 19 Monate in dieser Wohnung. Die Kündigungsfrist beträgt daher 3 Monate.
Begründung der Eigenbedarfskündigung:
Hinsichtlich des geltend gemachten Eigenbedarfs teile ich Ihnen folgendes mit: Ich mache den Eigenbedarf für mich und meiner Frau geltend, mein Frau ……. ist am 01.06.2019 bei mir eingezogen. Frau ….. hatte einen schweren Unfall der Ihre Mobilität zunehmend einschränkt. Ich möchte meiner Frau eine ebenerdige Wohnung zu Verfügung stellen, um ihr den Alltag zu erleichtern und eventuelle zukünftige Hilfsmittel (Rollator) nicht zu behindern.
Ich bitte Sie, die Wohnung und den dazugehörigen Keller, Terrasse sowie den Stellplatz zum 30.11.2019 zu räumen und vertragsgemäß zu übergeben.
Gegen die Kündigung kann gemäß § 574 BGB Widerspruch erhoben werden, sofern die vertragsgemäße Beendigung des Mietverhältnisses für Sie eine besondere Härte bedeuten würde., die auch unter Würdigung meiner berechtigten Interessen nicht zu rechtfertigen ist.
Der Widerspruch muss schriftlich, spätestens 2 Monate vor Beendigung des Mietverhältnisses (bis 30.09.2019) bei mir eingegangen sein. Sofern Sie Widerspruch einlegen, begründen Sie diese bitte unverzüglich.
Einer stillschweigenden Verlängerung des Mietverhältnisses gemäß § 545 BGB über den 30.11.2019 hinaus widerspreche ich hiermit.
Sollte die Rückgabe verspätet erfolgen, werden wir gemäß § 546a BGB als Entschädigung die Zahlung der ursprünglich vereinbarten Miete einfordern.
Die Geltendmachung weiterer Schadenersatzansprüche aufgrund der zu späten Rückgabe behalte ich mir vor
Sollte es zur Erhebung einer Räumungsklage kommen, werden Zusatzkosten entstehen, welche von Ihnen zu tragen wären.
Ich hoffe auf Verständnis ihrerseits und dass die Angelegenheit ohne gerichtliche Schritte erledigt werden wird.
#6 Regi13, 03.10.2019
Hier denn Einspruch.
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#7 Tobias F, 03.10.2019
Wozu die ganze Diskussion mit Eigenbedarf o.ä.
Du brauchst keine Begründung um nach § 573a zu kündigen.
Auf jeden Fall solltest du einen Fachanwalt hinzu ziehen und den Mietern klar machen wo der Maurer das Loch gelassen hat.
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#8 SLave, 17.10.2019
"Der Mieter wohnt da schon seit 9 Jahre. Er hat ihm schon mal vor zwei jähre gekündigt. Aber doch ein neuen Mietvertrag gemacht."
Ähm, ist die Kündigung denn auch erfolgt? oder was steht im neuen Mietvertrag drin.
Denn wenn die Kündigung nicht erfolgt ist, so müsste auch der vorherige Vertrag noch aktiv sein und es müsste nicht "neuer Mietervertrag" sondern Änderung o.ä. heißen.
Wurde dei Kündigung zurückgezogen?
Folglich, kann dann das auch nicht stimmen,
"Die Wohnung haben Sie am 01.02.2018 auf unbestimmte Zeit angemietet. Die Wohnung wurde Ihnen am 01.02.2018 übergeben. Mittlerweile wohnen Sie 19 Monate in dieser Wohnung. Die Kündigungsfrist beträgt daher 3 Monate."
Gibt es zu der "neuen" Übergabe dann auch ein Protokoll, wurde das irgendwo vermerkt?
Da die Gegenseite "das prüfen lässt" würde ich einen Anwalt empfehlen, sonst wird es Böse
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