Source: http://www.centrotherm.de/investor-relations/share/capital-measures-in-2013.html
Timestamp: 2016-10-25 01:19:32
Document Index: 306435532

Matched Legal Cases: ['§ 237', '§ 237', '§ 229', '§ 7', '§ 69', '§ 30']

Kapitalmaßnahmen 2013
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Kapitalherabsetzung, Einziehung von Aktien, Sachkapitalerhöhung unter Ausschluss des Be-zugsrechts der Aktionäre und Ausgabe neuer, nicht zum Börsenhandel zugelassener Aktien
Im Insolvenzverfahren über das Vermögen der centrotherm photovoltaics AG (die „Gesellschaft“) hat die Gesellschaft beim zuständigen Amtsgericht Ulm – Insolvenzgericht – einen Insolvenzplan vorgelegt, den die beteiligten Gläubiger und die Anteilsinhaber am 29. Januar 2013 mit der erforderlichen Mehrheit angenommen haben und der durch gerichtlichen Beschluss vom 26. April 2013 bestätigt worden ist (der „Insolvenzplan“). Da gegen den Beschluss des Insolvenzgerichts über die Bestätigung des Insolvenzplans innerhalb der Rechtsmittelfrist keine Rechtsmittel eingelegt wurden, ist der Insolvenzplan mit Ablauf der Rechtsmittelfrist am 10. Mai 2013, 24:00 Uhr, rechtskräftig geworden. Der Insolvenzplan enthält folgende Beschlüsse: I. Kapitalherabsetzungen
1. Kapitalherabsetzung durch Einziehung von zwei Stückaktien
Das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 21.162.382,00, das in 21.162.382 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 eingeteilt ist, wird um EUR 2,00 auf EUR 21.162.380,00 herabgesetzt. Die Herabsetzung erfolgt durch Einziehung von zwei Inhaberstückaktien, die der Gesellschaft unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden sind, in vereinfachter Form nach § 237 Abs. 3 Nr. 1 AktG zum Zwecke der Beseitigung dieser Mitgliedschaftsrechte. Der durch die Kapitalherabsetzung frei werdende Betrag des Grundkapitals von EUR 2,00 wird gemäß § 237 Abs. 5 AktG in die Kapitalrücklage eingestellt. 2. Kapitalherabsetzung durch Zusammenlegung Das Grundkapital der Gesellschaft, das nach der Herabsetzung durch Einziehung von Aktien noch EUR 21.162.380,00 betragen wird und in 21.162.380 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt sein wird, wird zum Ausgleich von Wertminderungen und zur Deckung sonstiger Verluste im Wege der vereinfachten Kapitalherabsetzung (§§ 229 ff. AktG) durch Zusammenlegung von je fünf auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu einer auf den In-haber lautenden Stückaktie im Verhältnis fünf zu eins um EUR 16.929.904,00 auf EUR 4.232.476,00 herabgesetzt. II. Sachkapitalerhöhung
Das nach Durchführung der vorgenannten Beschlüsse auf EUR 4.232.476,00 herabgesetzte Grundkapital der Gesellschaft wird gegen Sacheinlage um EUR 16.929.904,00 auf EUR 21.162.380,00 durch Ausgabe von 16.929.904 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von EUR 16.929.904,00 erhöht (die „Neuen Aktien“). Die Neuen Aktien werden zum geringsten Ausgabebetrag von EUR 1,00 je Stückaktie ausgegeben. Die Neuen Aktien werden mithin zu einem Gesamtausgabebetrag von EUR 16.929.904,00 ausgegeben. Die Neuen Aktien sind ab dem 1. Januar des Kalenderjahres, in dem die gerichtliche Bestätigung des Insolvenzplans Rechtskraft erlangt, gewinnberechtigt. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Zur Zeichnung und Übernahme der Neuen Aktien ist ausschließlich die Sol Futura Verwaltungsgesellschaft mbH (die „Verwaltungsgesellschaft“) berechtigt. Die Verwaltungsgesellschaft erbringt ihre Sacheinlage, indem sie sich verpflichtet, alle Forderungen, die ihr im Zeitpunkt der Rechtskraft des Insolvenzplans aufgrund der Abtretung von 70 % der rechtskräftig und unbedingt sowie ohne Beschränkung für den Ausfall festgestellten Insolvenzforderungen zustehen, an die Gesellschaft abzutreten (die „Sacheinlage“). Soweit der Einbringungswert dieser Forderungen den Gesamtausgabebetrag der Neuen Aktien übersteigt, ist die Differenz in die Kapitalrücklage der Gesellschaft einzustellen. Der Beschluss über die Herabsetzung des Grundkapitals im Wege der Einziehung von zwei Stückaktien und deren Durchführung, der Beschluss über die Herabsetzung des Grundkapitals in vereinfachter Form durch Zusammenlegung von Aktien sowie der Beschluss und die Durchführung der Sachkapitalerhöhung wurden am 19. Juli 2013 im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm eingetragen.
Aufgrund der Sachkapitalerhöhung wurden 16.929.904 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von EUR 16.929.904,00 zum geringsten Ausgabebetrag von EUR 1,00 je Aktie ausgegeben. Die Neuen Aktien sind von der Verwaltungsgesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Leistung der Sacheinlage gezeichnet und übernommen worden. Die im Rahmen der Sachkapitalerhöhung ausgegebenen Neuen Aktien gehören zu einer der Aufrechterhaltung eines beherrschenden Einflusses auf die Gesellschaft dienenden Beteiligung. Sie werden daher bis auf Weiteres nicht zum börslichen Handel zugelassen. Insoweit macht die Gesellschaft von der Regelung des § 7 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 69 Abs. 1 Satz 2 BörsZulV Gebrauch.
Die neuen (konvertierten) Inhaberaktien, die von den bisherigen Aktionären gehalten werden, werden unter der Wertpapierkennnummer (WKN) A1TNMM (ISIN: DE000A1TNMM9) auf dem Parkett der Frankfurter Börse oder an regionalen Börsen wie z.B. in Stuttgart gehandelt. Die neuen Aktien aus der Sachkapitalerhöhung, die von der Sol Futura Verwaltungsgesellschaft gehalten und bis auf Weiteres nicht zum börslichen Handel zugelassen werden, haben die WKN A1TNMN (ISIN: DE000A1TNMN7). Links und Downloads:
Meldung nach § 30b WpHG
Corporate News 8. August 2013
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