Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=27.02.1975&Aktenzeichen=II%20ZR%20112/72
Timestamp: 2020-04-04 22:03:25
Document Index: 265348200

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 611', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', '§ 34', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 27.02.1975 - II ZR 112/72 - dejure.org
https://dejure.org/1975,3510
BGH, 27.02.1975 - II ZR 112/72 (https://dejure.org/1975,3510)
BGH, Entscheidung vom 27.02.1975 - II ZR 112/72 (https://dejure.org/1975,3510)
BGH, Entscheidung vom 27. Februar 1975 - II ZR 112/72 (https://dejure.org/1975,3510)
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Keine Anwendung der arbeitsrechtlichen Grundsätze über eine Haftungsbeschränkung bei gefahrgeneigter Arbeit bei dem Vertretungsorgan einer juristischen Person, das wegen Verletzung seiner normalen Vorstandspflichten in Anspruch genommen wird - Erstzanspruch des ...
Anstellungsvertrag, Gefahrengeneigte Arbeit, Grundsätzlich keine Anwendung arbeitsrechtlicher Schutzvorschriften, Rechtliche Einordnung des Anstellungsvertrags
VersR 1975, 612
WM 1975, 467
Denn ein Schadensersatzanspruch wird nicht schon dadurch ausgeschlossen, dass der Geschädigte sich wegen des ihm entstandenen Vermögensnachteils auch an einen Dritten halten könnte (BGH, Urteil v. 27.2.1975, II ZR 112/72, VersR 1975, 612 f.).
Zwar darf ein Schädiger in der Tat einen Geschädigten in der Regel nicht auf einen der Beseitigung des Vermögensverlustes dienenden Anspruch gegen einen anderen am Schadensereignis Mitverantwortlichen verweisen (vgl. BGHZ 120, 261, 268; Senatsurteil vom 22. Februar 1972 - VI ZR 215/70 - WM 1972, 560, 561; BGH, Urteil vom 27. Februar 1975 - II ZR 112/72 -, WM 1975, 467, 470).
Das vorstehende Ergebnis steht nicht im Widerspruch zu den Urteilen des Bundesgerichtshofes vom 1. Februar 1963 (VI ZR 271/61, LM BGB § 611 Nr. 21) und vom 27. Februar 1975 (II ZR 112/72, WM 1975, 467).
BGH, 07.11.1977 - II ZR 43/76
Schadensersatz für ungerechtfertigte Gewinnvorauszahlungen - Begrenzung von …
Demgegenüber hätte es besonderer Darlegungen bedurft, daß der Gesellschaft gleichwohl ein Schaden entstanden sei, etwa deswegen, weil eine Wiedereinziehung des Geldes oder eines Teiles davon nicht möglich war und ist oder ein Versuch dazu nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung nicht lohnend erschien (vgl. Urt. d. Sen. v. 17.2.75 - II ZR 112/72, WM 1975, 467 zu I 2 a).
Es ist gerade Sinn der Bestellung der Organe, die Schwierigkeiten und Risiken der Leitung eines Unternehmens Personen zu übertragen, die diese beherrschen (BGH GmbHR 2001, 771, 773; BGH WM 1975, 467, 469;… Schneider, a.a.O., Rn. 256 zu § 43 GmbHG; dort in Fußnote 1 auch eine Übersicht über den Meinungsstand).
Der einer Genossenschaft nach § 34 Abs. 2 GenG wegen Verletzung seiner Sorgfaltspflicht als Vorstandsmitglied haftende Rendant kann sich nicht darauf berufen, die Genossenschaft habe einen Ausgleichsanspruch gegen den durch seine Sorgfaltspflichtverletzung Bereicherten (BGH Urteil vom 27. Februar 1975 - II ZR 112/72 unter III - VersR 1975, 612, 614 = WM 1975, 467, 470; vgl. weiter die Urteile vom 30. April 1979 - II ZR 181/78 unter 3 - WM 1979, 892 und vom 25. Mai 1981 - II ZR 220/80 - unveröffentlicht).
c) Soweit die Kläger eine Abweichung der angegriffenen Entscheidung von dem BGH-Urteil vom 27. Februar 1975 II ZR 112/72 (Oldenburg), Wertpapiermitteilungen 1975, 467, behaupten, haben sie schon keinen abstrakten, der Entscheidung zugrundeliegenden Rechtssatz benannt, der mit den tragenden Rechtsausführungen in der Divergenzentscheidung nicht übereinstimmte (…vgl. zur Darlegung der Divergenz BFH-Beschluss vom 23. Januar 2007 VI B 17/06, BFH/NV 2007, 950).
Zutreffend hat das Arbeitsgericht darauf hingewiesen, dass Vorstandsmitglieder einer Genossenschaft grundsätzlich nicht dadurch von ihrer Haftung frei werden, dass sie sich auf den arbeitsrechtlichen Grundsatz der "gefahrgeneigten Arbeit" berufen (vgl. BGH 27.02.1975 - II ZR 112/72 - VersR 1975, 612).
Denn nach allgemeiner Auffassung und nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes wird ein Schadensersatzanspruch in aller Regel gerade nicht dadurch ausgeschlossen, daß sich der Geschädigte wegen des ihm entstandenen Vermögensnachteils auch an einen Dritten halten kann (…u.a. BGH, Urt. v. 18.12.1969 - VII ZR 121/67 = WM 1970, 389 unter II 4; v. 22.2.1972 - VI ZR 215/70 = WM 1972, 560 unter II 2; v. 27.2.1975 - II ZR 112/72 = WM 1975, 467 unter III; v. 30.4.1979 - II ZR 181/78 = WM 1979, 892 unter 3).
Schuldhafte Schlechterfüllung der Verpflichtungen aus einem Anstellungsvertrag - …
Gleichwohl entfiele eine als Schaden zu behandelnde Vermögenseinbüße der Beklagten, wenn sie sich aus den zur Sicherung des Restkaufpreises bestellten Grundschulden befriedigen könnte (vgl. SenUrt. v. 27.2. 75 - II ZR 112/72 = WM 1975, 468 unter I. 2. a).
BGH, 12.05.1977 - II ZR 49/76
Leisten von Schadensersatz wegen vorzeitiger Ausgabe von neuen Aktien vor …
Auszahlung einer Geldsumme aufgrund eines indossierten Papiers - Schadensersatz …
KG, 26.04.2000 - 23 U 9752/97
Umfang der Rechte eines Vollstreckungsverwalters; Haftung des tatsächlichen …