Source: https://steuerrecht-faq.de/thema/einkuenfte/
Timestamp: 2020-07-12 22:25:14
Document Index: 200954807

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 15', '§ 15', '§ 17', '§ 20', '§ 22', '§ 23', '§ 10', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 22', '§ 162', '§ 162', '§ 25', '§ 46', '§ 15']

Einkünfte Archive - steuerrecht-faq.de
Alle Einkünfte haben zwei ungeschriebene Grundsätze gemeinsam:
Beteiligung am wirtschaftlichen Verkehr, sog. „Markteinkommen“ als Abgrenzung zu Erbschaft, Schenkung und Spielgewinn
Einkunftserzielungsabsicht, Streben nach Vermögensmehrung im Gegensatz zur Liebhaberei
Veröffentlicht am Tags Beteiligung, Einkünfte, Liebhaberei, Spielgewinn
Aus politischen Gründen können manche Verluste nicht mit Gewinnen verrechnet werden. Beispiele hierfür sind:
Verluste in Nicht-EU-Ländern (§ 2a EStG); Ausgleich nur, wenn sich Gewinne und Verluste auf gleichen Staat beziehen
Verluste aus Gesellschaften, bei denen die Haftung beschränkt ist (§ 15a)
Verluste im Zusammenhang mit Steuerstundungsmodellen (§ 15b)
Verluste aus Beteiligungsveräußerungen (§ 17 Abs. 2 Satz 6)
Verluste aus Kapitalvermögen (§ 20 Abs. 6 Satz 1 bis 3, noch schärfere Sonderregelung in Satz 4)
Verluste im Bereich der sonstigen Einkünfte (§ 22 Nr. 3 Satz 3 und 4)
Verluste bei privaten Veräußerungsgeschäften (§ 23 Abs. 3 Satz 7 und 8)
Ob jeweils ein Verlustabzug nach § 10d EStG möglich ist, muss anhand der Einzelvorschriften entschieden werden.
Veröffentlicht am Tags Einkünfte, Haftung
Das kommt darauf an, was vermietet wird:
Immobilien: Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG
registrierte Gegenstände (Schiffe, Flugzeuge): Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG
Sachgesamtheiten: Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG
bewegliche Gegenstände: sonstige Einkünfte, § 22 Nr. 3
Veröffentlicht am Tags Einkünfte, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, sonstige Einkünfte
Die Lebenskampftheorie stammt vom Reichsfinanzhof aus den 1930er-Jahren. Danach sind Bildungsaufwendungen nur ein Aspekt der „Rüstung für den persönlichen Lebenskampf“ und somit Privatsache. Sie dienen also nicht der Anbahnung späterer Einkünfte, eine steuerliche Absetzbarkeit kommt damit nicht in Frage.
Die Lebenskampftheorie wird zwar mittlerweile als überholt angesehen, sie wirkt aber insofern immer noch nach, da das Erststudium normalerweise nicht steuerlich abgesetzt werden kann.
Veröffentlicht am Tags Bildungsaufwendungen, Bundesfinanzhof, Einkünfte, Erststudium, Lebenskampf, Lebenskampftheorie, Reichsfinanzhof
§ 162 Abs. 1 Satz 1 AO sagt dazu:
Soweit die Finanzbehörde die Besteuerungsgrundlagen nicht ermitteln oder berechnen kann, hat sie sie zu schätzen.
Wenn der Steuerpflichtige also keine Erklärung abgibt, muss die Finanzbehörde selbst in irgendeiner Form tätig werden. Dabei werden regelmäßig relativ hohe Einkünfte angenommen, da das Finanzamt keinesfalls zu niedrig gehen und damit dem säumigen Steuerpflichtigen einen Vorteil verschaffen will. § 162 Abs. 2 und 3 legen diese Befugnis sogar ausdrücklich fest, indem sie bestimmte Vermutungen und Zuschläge festlegen.
Veröffentlicht am Tags Einkünfte, Finanzamt, Finanzbehörde, Steuererklärung, Steuerschätzung, Vermutung, Zuschlag
Grundsätzlich nicht. Vom Erfordernis der Abgabe einer Steuererklärung (§ 25 Abs. 3 EStG) ist man befreit, wenn man nur Einkünfte bezieht, die höchstens 410 Euro über dem Arbeitseinkommen liegen, für das man die Lohnsteuer bereits gezahlt hat (§ 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG). In dem Fall erlaubt es Nr. 8 der Vorschrift aber, einen Antrag auf Veranlagung zu stellen, um eventuelle Überzahlungen zurückzubekommen.
Veröffentlicht am Tags Antrag, Arbeitseinkommen, Befreiung, Einkünfte, Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit, freiwillige Veranlagung, Lohnsteuer, Steuererklärung, Veranlagung
Was ist eine Einkünfteumqualifizierung?
Die Umqualifizierung von Einkünften führt dazu, dass diese einer anderen Steuerart hinzugerechnet werden als sie eigentlich wären. So sind die Einkünfte eines Mitunternehmers immer solche aus Gewerbebetrieb, auch, wenn sie eigentlich solche aus Vermietung, aus Kapitalvermögen o.ä. wären.
Veröffentlicht am Tags Einkünfte, Einkünfte aus Kapitalvermögen, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Einkünfteumqualifizierung, Steuerart
Wie sind die Einkünfte von Mitunternehmern steuerlich zu behandeln?
Einkünfte aus Mitunternehmerschaft entsprechen gemäß § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG denen aus Einzelunternehmerschaft.
Veröffentlicht am Tags Einkünfte, Einzelunternehmer, Mitunternehmer, Mitunternehmerschaft
Wann ist man Mitunternehmer?
Grundsätzlich nur, wenn man in der Gesellschaft eine Stellung innehat, die dem „Regelstatut des HGB“ nahekommt. Hierzu gehören einerseits Stimm-, Kontroll-, Widerspruchsrechte, sodass eine Mitunternehmerinitiative aller Kommanditisten gegeben ist. Daneben tragen Mitunternehmer aber auch ihre Quote des Geschäftsrisikos, nehmen also auch an der Gewinn- und Verlustverteilung teil. Nach diesen Kriterien ist eine Gesamtbetrachtung anzustellen.
Mitunternehmer haben dann Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb.
Veröffentlicht am Tags Einkünfte, Gesellschaft, Gewinn, Mitunternehmer, Mitunternehmerinitiative, Mitunternehmerrisiko, Mitunternehmerschaft, Regelstatut des HGB