Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/750
Timestamp: 2020-02-27 13:41:43
Document Index: 89223757

Matched Legal Cases: ['§ 750', '§ 750', '§ 749', '§ 751', 'BGH', '§ 750', 'BGH', 'BGH', '§ 750', '§ 189', '§ 3', '§ 750', 'BGH', 'BGH', '§ 750', 'BGH', '§ 750', '§ 750', '§ 750', '§ 750', '§ 750', '§ 750', '§ 750', 'BGH', '§ 750', 'BGH', '§ 750', 'BGH', 'BGH', '§ 750', '§ 750', 'BGH', '§ 750', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 750', 'BGH', 'BGH', '§ 750', '§ 795', '§ 724', '§ 796', 'BGH', 'BGH', '§ 750', 'BGH', '§ 750', 'BGH', '§ 750', 'BGH', '§ 750', '§ 15', '§49', '§49', 'BGH', '§ 750', 'BGH']

§ 750 ZPO: Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung
§ 750 ZPO
§ 749 ZPO
§ 751 ZPO
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2016, Az. V ZB 48/15 Allgemein macht die entgegen § 750 Abs. 1 ZPO fehlende Zustellung eine Vollstreckungsmaßnahme nur anfechtbar, und zwar gerade deshalb, weil ein solcher Mangel durch Nachholung der Zustellung geheilt werden kann (vgl. BGH, Urteil vom 16. Februar 1976 - II ZR 171/74, BGHZ 66, 79, 82; PG/Kroppenberg, ZPO, 7. Aufl., § 750 Rn. 16); für die Heilung kann gemäß § 189 ZPO sogar der tatsächliche Zugang ausreichen (vgl. Stöber, ZVG, 21. Aufl., § 3 Rn. 5; Musielak/Voit/Lackmann, ZPO, 13. Aufl., § 750 Rn. 19).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2016, Az. V ZB 124/12 -7- 11	aa) Allerdings gehört nach der bisherigen Rechtsprechung des Senats (Beschluss vom 8. November 2012 - V ZB 124/12, BGHZ 195, 292 Rn. 10; Beschluss vom 21. November 2013 - V ZB 109/13, NJW-RR 2014, 400 Rn. 5) im Fall der durch Verschmelzung zweier Genossenschaften - für die Verschmelzung von Aktiengesellschaften kann nichts anderes gelten - eingetretenen Rechtsnachfolge auf der Gläubigerseite zu den gemäß § 750 Abs. 2 ZPO zuzustellenden Urkunden grundsätzlich auch ein Auszug aus dem Genossenschaftsregister, welcher den aktuellen Registerinhalt im Zeitpunkt der Erteilung der Vollstreckungsklausel für den Rechtsnachfolger wiedergibt.
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2016, Az. V ZB 124/12 19	aa) Obwohl dies gesetzlich nicht ausdrücklich vorgeschrieben ist, ist in Rechtsprechung und Literatur anerkannt, dass die nach § 750 Abs. 2 ZPO zuzustellenden Abschriften der öffentlichen oder öffentlich beglaubigten Urkunden beglaubigt sein müssen (vgl. OLG Hamm, OLGR 1993, 287, 288; LG Münster, MDR 1989, 648; MüKoZPO/Heßler, 4. Aufl., § 750 Rn. 73 Fn.118; Mu-sielakA/oit/Lackmann, ZPO, 13. Aufl., § 750 Rn. 21; Zöller/Stöber, ZPO, 31. Aufl., § 750 Rn. 20; BeckOK ZPO/Ulrici, [Stand: 1. März 2016], § 750 Rn. 26; PG/Kroppenberg, ZPO, 8. Aufl., § 750 Rn. 17; Baumbach/Lauterbach/ Albers/Hartmann, ZPO, 74. Aufl., § 750 Rn. 21).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2016, Az. V ZB 148/14 Haben sich die Rechtsform und - hier bei der ersten Umwandlung - auch die Firma des Rechtsträgers geändert, soll allerdings der neue Name des Schuldners auf dem Titel vermerkt werden (sog. Beischreibung), weil die Vollstreckungsorgane mit der Prüfung der Identität der betreffenden Person andernfalls überfordert sein könnten und damit der Beginn der Vollstreckung (§ 750 Abs. 1 ZPO) gefährdet wäre (vgl. BayObLGZ 1978, 143, 144; 1987, 446, 447; OLG Köln, GmbHR 2003, 1489, 1492).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2012, Az. I-ZB 95/10 Allerdings kann das Gericht auf Antrag des Gläubigers die Ordnungsmittelandrohung bereits im Urteil aussprechen, während bei der Androhung von Ordnungsmitteln durch besonderen Beschluss die Voraussetzungen der Zwangsvollstreckung gemäß § 750 Abs. 1 ZPO vorliegen müssen (vgl. BGH, Urteil vom 29. September 1978 -1 ZR 107/77, GRUR 1979, 121, 122 = WRP 1978, 883 -Verjährungsunterbrechung; Beschluss vom 22. Januar 2009 -1 ZB 115/07, BGHZ 180, 72 Rn. 14).
LG Münster, Beschluss vom 1.6.2009, Az. 5 T 457/09 Ein Titel, der als Schuldner eine Firma bezeichnet und deren Inhaber namentlich nennt, ist demzufolge im Zweifel nicht gegen den (anderen) wirklichen Inhaber der Firma gerichtet, sondern gegen die in ihm als Inhaber bezeichnete Person (vgl. dazu Zöller § 750 ZPO Randziffer 11 und Münchner Kommentar/Heßler § 750 Randziffer 3, 4, 37 und 38 sowie Beschluss des OLG Köln – 2 W 42/95 – vom 08.03.1995 und Beschluss des AG München – 33 M 2860/81 – vom 07.04.1982,
BGH, BESCHLUSS vom 4.7.2008, Az. I ZB 39/08 Die Bestimmung des § 750 Abs. 1 Satz 1 ZPO sichert nicht lediglich die Einhaltung einer Formalität, sondern gewährleistet, dass staatlicher Zwang nur zur Durchsetzung eines urkundlich bereits ausgewiesenen Anspruchs gegen die in dem Titel oder der Klausel genannten Personen ausgeübt wird (vgl. BGHZ 159, 383, 385 f.; BGH NJW-RR 2003, 1450, 1451; BGH, Beschl. v. 29.5.2008 -IXZB 102/07, ZIP 2008, 1338 Tz. 14, zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt).
LG Detmold, Beschluss vom 3.10.2007, Az. 3 T 320/07 Beginn und Fortsetzung der Zwangsvollstreckung erfolgen für die Person, die in dem Urteil (oder dem sonstigen Vollstreckungstitel) oder in den beigefügten Vollstreckungsklausel als Gläubiger namentlich bezeichnet ist (§ 750 I,1 ZPO. Bei einer Rechtsnachfolge ist der Nachweis und die Zustellung der Rechtsnachfolgeklausel Voraussetzung jeder weiteren Maßnahme des Vollstreckungsgerichts gegen den Schuldner (BGH Rechtspfleger 2007, 470).
BGH, URTEIL vom 4.11.2006, Az. IX ZR 157/05 Die Zustellung des Titels (§ 750 Abs.1, § 795 Satz 1 ZPO) und die Erteilung der Vollstreckungsklausel (§ 724 ZPO), die hier nicht erforderlich war (§ 796 Abs. 1 ZPO), sind bloße Vorbereitungshandlungen (BGH, Urt. v. 26. April 1976 -VIII ZR 290/74, MDR 1976, 837, 838; RGZ 31, 410, 412).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2006, Az. V ZB 76/06 Folge hiervon ist, dass sich das in § 750 Abs. 2 ZPO bestimmte Zustellungserfordernis auf die Vollmachts- bzw. Genehmigungserklärungen erstreckt, aus denen die Wirksamkeit des Handelns des Vertreters gegen den Vertretenen folgt (LG Bonn Rpfleger 1990, 374; aM OLG Zweibrücken InVo 1999, 185, 186; LG Freiburg Rpfleger 2005, 100, 101; vgl. ferner Senat, Beschl. v. 14. April 2005, VZB 9/05, NJW-RR 2005, 1359, 1360).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2006, Az. V ZB 158/05 Zwar muss das Vollstreckungsgericht u.a. prüfen, ob die für den Beginn der Zwangsvollstreckung erforderlichen Zustellungen (§ 750 ZPO) wirksam erfolgt sind (OLG Frankfurt Rpfleger 1973, 323).
BGH, BESCHLUSS vom 2.6.2005, Az. VII ZB 14/05 Die Wartefrist berechnet sich ab Zustellung (nur) des Urteils oder (auch) der Klausel, je nachdem, ob § 750 ZPO in seinem Abs. 1 oder Abs. 2 zur Anwendung kommt (im Ergebnis ebenso: LG Frankfurt am Main Rpfleger 1982, 296; LG Wuppertal JurBüro 1984, 939; LG Verden
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2005, Az. V ZB 25/05 Auf ihn ist daher der Titel umzuschreiben, ihm ist er nach § 750 Abs. 1 ZPO zuzustellen (OLG Hamm, OLGZ 1985, 218, 220; LG Cottbus, Rechtspfleger 2000, 465; Stöber, NZI 1998, 105, 107; ders., ZVG, 17. Aufl., § 15 An. 23.9; Uhlenbruck, InsO, 12. Aufl., §49 Rdn. 26; MünchKomm-lnsO/Ganter, §49 Rdn. 89).
BGH, URTEIL vom 4.9.1990, Az. IX ZR 211/89 Ein Vollstreckungstitel ist aber nach § 750 Abs. 1 ZPO Grundlage und Voraussetzung für eine wirksame Vollstreckungsmaßnahme (BGHZ 70, '313, 317).