Source: https://dejure.org/BGBl/2016/BGBl._I_S._3159
Timestamp: 2019-02-19 18:05:44
Document Index: 239225119

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 20', '§ 28', '§ 20', '§ 45', '§ 45', '§ 20', '§ 41', '§ 28', '§ 27', '§ 27', '§ 5', '§ 5', '§ 41', '§ 20', '§ 28', '§ 20', '§ 28', '§ 19', '§ 20', '§ 28', '§ 20', '§ 28', '§ 20', '§ 28', '§ 20', '§ 28', '§ 20', '§ 28', '§ 20', '§ 28']

BGBl. I 2016 S. 3159 - Gesetz zur Ermittlung von Regelbedarfen sowie zur Änderung des Zweiten und des Zwölften Buches... - dejure.org
BGBl. I 2016 S. 3159
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2016 Teil I Nr. 65, ausgegeben am 28.12.2016, Seite 3159
18.10.2016 BT Regelbedarfe werden erhöht
21.10.2016 BT Regierung will die Regelbedarfssätze in der Grundsicherung anheben
28.11.2016 BT Änderungen beim Asylbewerber-Regelbedarf kontrovers bewertet
29.11.2016 BT Änderungen bei Grundsicherung umstritten
01.12.2016 BT Bundestag erhöht Asylbewerber- und Hartz-IV-Bedarfssätze
16.12.2016 BR Hartz-IV - Bundesrat stimmt Hartz-IV-Erhöhung zu, fordert aber weitere Änderungen
Weder Im RBEG 2011 noch in der EVS 2008 gibt es eine gesonderte Ausgabenposition für Schulbücher (siehe Gesetzesbegründung: BT-Drs. 17/3404, S. 52 ff.; ebenso auch im RBEG 2017, BT-Drs. 18/9984, S. 35 ff.).
§ 27a Abs. 1 Satz 4 SGB XII wurde durch das Gesetz zur Ermittlung von Regelbedarfen sowie zur Änderung des Zweiten und des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch vom 22.12.2016 (BGBl I 3159) mW vom 1.1.2017 geändert und sieht nunmehr in der 2. Alternative eine abweichende Bemessung ausdrücklich nur dann vor, wenn ein durch die Regelbedarfe abgedeckter Bedarf "unausweichlich in mehr als geringem Umfang oberhalb durchschnittlicher Bedarfe liegt und die dadurch bedingten Mehraufwendungen begründbar nicht anderweitig ausgeglichen werden können".
Der Gesetzgeber hat in der Gesetzesbegründung dabei zum Ausdruck gebracht, dass er neben einer besseren Zitierbarkeit eine Klarstellung, nicht aber eine Besserstellung von Sozialhilfeberechtigten gegenüber geltendem Recht bezweckt hat (BT-Drucks 18/9984 S 90).
Demgemäß wird die Höhe der Regelbedarfe nach § 20 SGB II in dem für die Regelbedarfe nach §§ 28 ff SGB XII festgeschriebenen Verfahren ermittelt (vgl mittlerweile den bloßen Verweis auf die Regelbedarfsstufen des SGB XII in § 20 Abs. 1a SGB II idF des Gesetzes zur Ermittlung von Regelbedarfen sowie zur Änderung des Zweiten und Zwölften Buches Sozialgesetzbuch vom 22.12.2016, BGBl I 3159).
Allerdings ergibt sich dies unter Anwendung von § 45 Satz 3 Nr. 3 SGB XII. Die Vorschrift des § 45 SGB XII - in der Fassung des Gesetzes vom 22. Dezember 2016 (BGBl. I, S. 3159), gültig seit 1. Juli 2017 - schränkt mit ihrem Satz 1 zunächst abweichend von § 20 des Zehnten Buches Sozialgesetzbuch - Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz - (SGB X) die Amtsermittlung des Sozialhilfeträgers dahin ein, dass dieser das Vorliegen der medizinischen Voraussetzungen des § 41 Abs. 3 SGB XII nicht selbst in freier Amtsermittlung prüft, sondern den zuständigen Rentenversicherungsträger um Prüfung zu ersuchen hat.
Ebenso steht ihr die Gesetzesbegründung (BT-Drs. 18/9984) nicht zwingend entgegen.
Zwar ist seit dem 1. Januar 2011 in Abteilung 12 der dem Gesetz zur Ermittlung der Regelbedarfe nach § 28 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (Regelbedarfs-Ermittlungsgesetz - RBEG) zugrunde liegenden Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) unter dem Titel "Sonstige Dienstleistungen, nicht genannte" ein regelsatzrelevanter monatlicher Betrag von 0, 25 Euro berücksichtigt (BT-Drucks. 17/3404, 63; BT-Drucks. 18/9984, 49).
Auch im Zuge der Folgeermittlung des Regelbedarfs wurden lediglich die Kosten für den Personalausweis berücksichtigt (BT-Drucks. 18/9984, 49).
Nach diesen gesetzlichen Vorgaben und den einschlägigen Gesetzesmaterialien (BT-Drs. 17/3404 und 18/9984) sind die Kosten, die Ausländern wegen der Beschaffung oder Verlängerung ihres Heimatpasses entstehen können, nicht als relevante Verbrauchsausgaben bei der Ermittlung der Regelbedarfe nach § 27a Abs. 2 Satz 1 SGB XII berücksichtigt worden.
Keiner der in den einzelnen Abteilungen der EVS als regelbedarfsrelevant abgebildeten Verbrauchsausgaben (vgl. dazu BT-Drs. 17/3404, S. 53 ff. und BT-Drs. 18/9984, S. 36 ff.) sind diese Kosten zuzuordnen.
Insbesondere sind sie nicht Gegenstand der Hilfe zum Lebensunterhalt nach § 27a SGB XII, auch nicht mit Rücksicht darauf, dass in diesen Leistungen seit dem 1. Januar 2011 Aufwendungen für die Beschaffung bzw. Ausstellung eines deutschen Personalausweises berücksichtigt sind (vgl. für die Zeit ab 1. Januar 2011 § 5 Abs. 1 RBEG i.d.F. vom 24. März 2011, BGBl. I 453, und Abteilung 12 Nr. 82 EVS-Code 1270 900, BT-Drs. 17/3404, S. 63 bzw. ab 1. Januar 2017 § 5 RBEG i.d.F. vom 22. Dezember 2016, BGBl. I 3159, und Abteilung 12 Nr. 81 EVS-Code 1270 900, BT-Drs. 18/9984, S. 49).
Die Bedarfsposition der "sonstigen Dienstleistungen" der Abteilung 12 der EVS umfasst seither die Gebühren für einen Personalausweis von 28, 80 EUR (bezogen auf 10 Jahren) durch die Berücksichtigung eines Betrages von 0, 25 EUR je Monat (daraus ergeben sich 3, 00 EUR im Jahr und für die Gültigkeitsdauer des Personalausweises insgesamt 30, 00 EUR; vgl. dazu BT-Drs. 17/3404, S. 64 und BT-Drs. 18/9984, S.49).
Es ist deshalb sachgerecht, eine an diesen Zeitrahmen angelehnte Unterbrechung des tatsächlichen Aufenthalt hinzunehmen, in der Leistungen weiterzuzahlen sind (vgl zu diesem Gedanken BT-Drucks 18/9984, S 92) .
Dieses Prinzip darf nicht dadurch unterlaufen werden, dass die für das Inland gedachten existenzsichernden Leistungen langfristig auch bei Auslandsaufenthalten gewährt werden (vgl dazu nur BT-Drucks 18/9984 S 92 zur Einfügung des § 41a SGB XII;… s auch BSG Urteil vom 21.9.2017 - B 8 SO 5/16 R - RdNr 24 für BSGE und SozR 4 vorgesehen) .
2.3.1 Der für die Frage der Hilfebedürftigkeit maßgebliche Regelbedarf des Antragstellers beträgt für die Zeit bis zum 04.11.2017 monatlich 311 Euro (§ 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 SGB II i.V.m. § 28 Zwölftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) nebst der zuletzt durch Gesetz vom 22.12.2016 (BGBl. I S. 3159) geänderten Anlage) und für die Zeit ab der Vollendung des 18. Lebensjahres am 05.11.2017 monatlich 327 Euro (§ 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 SGB II i.V.m. § 28 SGB XII nebst Anlage), für den Monat November 2017 unter anteiliger Berücksichtigung der maßgeblichen Regelbedarfe somit 324, 87 Euro.
2.6 Hinsichtlich des Leistungsumfangs erstreckt sich der Anordnungsanspruch gemäß § 19 Abs. 1 Satz 3 SGB II im Falle des Antragstellers auf den Regelbedarf, der für die Zeit bis zum 04.11.2017 monatlich 311 Euro (§ 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 SGB II i.V.m. § 28 Zwölftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) nebst der zuletzt durch Gesetz vom 22.12.2016 (BGBl. I S. 3159) geänderten Anlage) und für die Zeit ab der Vollendung des 18. Lebensjahres am 05.11.2017 monatlich 327 Euro (§ 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 SGB II i.V.m. § 28 SGB XII nebst Anlage), für den Monat November 2017 unter anteiliger Berücksichtigung der maßgeblichen Regelbedarfe somit 324, 87 Euro beträgt.
2.1.2 Der für die Frage der Hilfebedürftigkeit maßgebliche Regelbedarf der Antragstellerin zu 1 beträgt für die Zeit vom 01.11.2017 bis zum 31.12.2017 monatlich 409 Euro (§ 20 Abs. 2 Satz 1 SGB II i.V.m. § 28 Zwölftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) nebst der zuletzt durch Gesetz vom 22.12.2016 (BGBl. I S. 3159) geänderten Anlage) und für die Zeit vom 01.01.2018 bis zum 31.01.2018 416 Euro (§ 20 Abs. 2 Satz 1 SGB II i.V.m. § 28 SGB XII nebst Anlage gemäß Regelbedarfsstufen-Fortschreibungsverordnung 2018 - RBSFV 2018).
a) Der für die Frage der Hilfebedürftigkeit maßgebliche Regelbedarf des Antragstellers zu 4 beträgt für die Zeit vom 01.11.2017 bis zum 31.12.2017 monatlich 327 Euro (§ 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 SGB II i.V.m. § 28 SGB XII nebst der zuletzt durch Gesetz vom 22.12.2016 (BGBl. I S. 3159) geänderten Anlage) und für die Zeit vom 01.01.2018 bis zum 31.01.2018 332 Euro (§ 20 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 SGB II i.V.m. § 28 SGB XII nebst Anlage in der Fassung der RBSFV 2018).
BSG, 12.10.2017 - B 4 AS 37/16 R
Arbeitslosengeld II - Regelbedarf - Höhe bei gemischter Bedarfsgemeinschaft mit …
Weitere für die hier vorliegende Konstellation wesentliche Änderungen dürften durch das Gesetz zur Änderung des RBEG sowie zur Änderung des SGB II und SGB XII vom 22.12.2016 (BGBl I 3159) eingetreten sein.
LSG Hessen, 28.06.2018 - L 4 SO 83/18
SG Dortmund, 21.06.2017 - S 58 AS 5645/16
LSG Nordrhein-Westfalen, 25.09.2018 - L 2 AS 1466/17
LSG Hessen, 09.01.2019 - L 4 SO 59/18
SG Hannover, 06.02.2018 - S 68 AS 344/18
LSG Baden-Württemberg, 21.09.2018 - L 12 AS 346/18
Arbeitslosengeld II - Unterkunft und Heizung - Garagenkosten kein …
LSG Nordrhein-Westfalen, 01.12.2016 - L 19 AS 2235/16
SGB-II -Leistungen; Verfassungskonformität der gesetzlich geregelten Regelbedarfe
LSG Berlin-Brandenburg, 22.08.2018 - L 18 AS 267/18
Regelsatz 2016 und 2017 - Arbeitslosengeld II
LSG Nordrhein-Westfalen, 31.07.2018 - L 19 AS 616/18
Vorläufige Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II
LSG Nordrhein-Westfalen, 06.09.2018 - L 7 AS 195/18
Angemessenheit von Regelbedarfen
LSG Sachsen, 09.01.2017 - L 3 AS 566/14
Grundsicherung für Arbeitsuchende; Kostenübernahme für ein …
LSG Nordrhein-Westfalen, 05.09.2018 - L 7 AS 194/18
LSG Nordrhein-Westfalen, 05.09.2018 - L 7 AS 193/18
LSG Nordrhein-Westfalen, 05.10.2017 - L 12 AS 1595/17
SGB-II -Leistungen; Verfassungskonformität der Höhe des Regelbedarfs; …
LSG Bayern, 23.08.2017 - L 11 AS 529/17
Regelbedarf für alleinstehende Leistungsberechtigte
LSG Sachsen-Anhalt, 26.01.2018 - L 4 AS 664/17
LSG Hessen, 22.08.2017 - L 6 AS 310/17