Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NZV%202007,%20374
Timestamp: 2018-11-15 17:49:45
Document Index: 147857996

Matched Legal Cases: ['§ 51', '§ 51', '§ 67', '§ 96', '§ 96', '§ 89', '§ 89', '§ 89', '§ 89', '§ 89', '§ 80']

Rechtsprechung: NZV 2007, 374 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: LG Berlin, 03.07.2006
OLG Hamm, 12.12.2006 - 2 Ss OWi 716/06
OWiG § 51; OWi 67
OWiG § 51; OWiG § 67
Auswirkungen der fehlerhaften Zustellung eines Bußgeldbescheides auf dessen Wirksamkeit; Verhängung einer Geldbuße wegen der Errichtung eines Bauwerks ohne die erforderliche Baugenehmigung; Zustellung eines Bußgeldbescheides durch Hinterlegung bei einer nicht zustellungsbevollmächtigen Rechtsanwältin
AG Iserlohn - 18 OWi 800 Js 446/05 OWi 347/05
OLG Hamm, 05.08.2008 - 2 Ss OWi 436/08
NZV 2007, 374
LG Berlin, 03.07.2006 - 505 Qs 54/06
Anordnung von Erzwingungshaft i.R. der Zwangsvollstreckung
AG Berlin-Tiergarten, 06.03.2006 - 306 Qs 61/06
NJW 2007, 1541
NStZ 2007, 424 (Ls.)
NZV 2007, 374 (Ls.)
AG Bamberg, 14.09.2017 - 23 OWi 708/17
Zulässigkeit der Erzwingungshaft nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens
Dem stehen auch die Vorschriften des Insolvenzrechts nicht entgegen (Fortführung von LG Deggendorf…, Beschluss vom 28. März 2012 - 1 Qs (b) 62/12 -, juris, Rn. 9 ff.; LG Potsdam…, Beschluss vom 14. September 2006 - 21 Qs 108/06 -, juris, Rn. 4 ff.; LG Berlin, Beschluss vom 03. Juli 2006 - 505 Qs 54/06 -, juris, Rn. 5 ff.; LG Potsdam…, Beschluss vom 12. Januar 2016 - 24 Qs 52/15 -, juris, Rn. 7 ff.).
Dem stehen auch die Vorschriften des Insolvenzrechts nicht entgegen (vgl. zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen unter Bezugnahme auf die dortigen ausführlichen zutreffenden Begründungen LG Deggendorf…, Beschluss vom 28. März 2012 - 1 Qs (b) 62/12 -, juris, Rn. 9 ff.; LG Potsdam…, Beschluss vom 14. September 2006 - 21 Qs 108/06 -, juris, Rn. 4 ff.; LG Berlin, Beschluss vom 03. Juli 2006 - 505 Qs 54/06 -, juris, Rn. 5 ff.; LG Potsdam…, Beschluss vom 12. Januar 2016 - 24 Qs 52/15 -, juris, Rn. 7 ff.;… Seitz, in: Göhler, OWiG, 16. Aufl., 2002, § 96 Rdnr. 13 m.w.N;… Karlsruher Kommentar zum OWiG/Mitsch, 4. Aufl. 2006, OWiG § 96 Rn. 14 m.w.N.;… Bork/Hölzle, Handbuch Insolvenzrecht, 1. Aufl. 2014;… Rn. 498 a.E.;… Graf-Schlicker, InsO, 4. Aufl. 2014, § 89 InsO Rn. 5 m.w.N.; Lampe, jurisPR-StrafR 10/2016 Anm. 4., juris).
LG Duisburg, 05.07.2017 - 69 Qs 22/17
Insolvenzverfahren, Zulässigkeit von Erzwingungshaft
Die Gegenansicht, dass die Anordnung der Erzwingungshaft keine Zwangsvollstreckung im Sinne von § 89 InsO sei, da sie nur ein Beugemittel sei, dass nicht der Erfüllung des staatlichen Anspruchs auf die Geldbuße diene, sondern der Erfüllung des staatlichen Anspruchs auf Mitwirkung des Betroffenen (vgl. LG Berlin, Beschluss vom 3.Juli 2006 - 505 Qs 54/06 - NJW 2007, 1541, 1542), überzeugt nicht.
LG Bochum, 04.12.2012 - 9 Qs 86/12
Zulässigkeit der Anordnung einer Erzwingungshaft bzgl. der Zahlung einer Geldbuße …
Der abweichenden Rechtsprechung des Landgerichts Potsdam (Beschl. v. 14.09.2006 - 21 Qs 108/06, NJW 2007, 1544) und der 5. Strafkammer des Landgerichts Berlin (Beschl. v. 03.07.2006 - 505 Qs 54/06) vermag die Kammer nicht zu folgen.
Statthaftigkeit der Anordnung der Erzwingungshaft während der Dauer des …
Die Gegenansicht, dass die Anordnung der Erzwingungshaft keine Zwangsvollstreckung im Sinne von § 89 InsO sei, da sie nur ein Beugemittel sei, dass nicht der Erfüllung des staatlichen Anspruchs auf die Geldbuße diene, sondern der Erfüllung des staatlichen Anspruchs auf Mitwirkung des Betroffenen (vgl. LG Berlin, Beschl. v. 03.07.2006 - 505 Qs 54/06), überzeugt nicht.
OVG Sachsen-Anhalt, 13.09.2010 - 4 M 144/10
Zulässigkeit eines vorläufigen Rechtsschutzverfahrens bei Insolvenzeröffnung
Da dieses durch § 89 Abs. 1 InsO statuierte allgemeine Vollstreckungsverbot sämtliche Maßnahmen der Zwangsvollstreckung umfasst, die auf die Befriedigung des Gläubigers abzielen (…Münchener Kommentar, Band I, § 89 InsO Rdnr. 9 ff.; LG Berlin, Beschl. v. 03.07.2006 - 505 Qs 54/06 -, zit. nach juris), ist der Antragsteller mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens gegen vorzeitige Vollstreckungsmaßnahmen des Antragsgegners hinreichend geschützt, ohne dass es einer zusätzlichen Entscheidung gemäß § 80 Abs. 5 Satz 1 VwGO bedarf; insbesondere ist mit Blick auf das Verbot der Einzelzwangsvollstreckung ausgeschlossen, dass dem Antragsteller "die für die Gläubigergemeinschaft treuhänderisch verwaltete Vermögensmasse im Hinblick auf die verfahrensgegenständliche Forderungshöhe vollständig entzogen wird und eine weitere Verwaltung und damit auch die Ausübung des Amtes durch ihn nicht nur gefährdet, sondern bis zur Wiedererlangung des zu Unrecht eingezogenen Vermögens unmöglich gemacht wird".