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Timestamp: 2016-10-22 23:42:19
Document Index: 106368580

Matched Legal Cases: ['Art. 180', 'BGE', 'Art. 180', 'Art. 27', 'Art. 48', 'Art. 48', 'Art. 2', 'Art. 66']

6B_711/2009 (26.02.2010)
Drohung; mehrfache Tierqu�lerei, mehrfache �bertretung des Tierschutzgesetzes, des Lebensmittelgesetzes und des Tierseuchengesetzes; willk�rliche Beweisw�rdigung,
Das Obergericht des Kantons Thurgau sprach X.________ am 12. Mai 2009 der Drohung, der mehrfachen Tierqu�lerei sowie der mehrfachen �bertretung des Tierschutzgesetzes, des Lebensmittelgesetzes und des Tierseuchengesetzes schuldig. Es verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 300 Tagess�tzen � Fr. 30.-- sowie zu einer Busse von Fr. 2'000.-- respektive, bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse, zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von 66 Tagen. Die Zivilforderung der Gesch�digten A.________ wurde im Umfang von Fr. 1'300.-- gesch�tzt und im �brigen abgewiesen.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen und subsidi�re Verfassungsbeschwerde mit dem Antrag, das Urteil des Obergerichts sei aufzuheben, er sei von Schuld und Strafe freizusprechen und die Zivilforderung der Gesch�digten sei abzuweisen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Der Beschwerdef�hrer bezeichnet seine Eingabe als Beschwerde in Strafsachen und subsidi�re Verfassungsbeschwerde. Er r�gt darin eine Verletzung von eidgen�ssischem Recht sowie unrichtige beziehungsweise willk�rliche Feststellung des Sachverhalts. Diese R�gen k�nnen mit der Beschwerde in Strafsachen gegen ein Strafurteil erhoben werden. Auf die subsidi�re Verfassungsbeschwerde ist daher nicht einzutreten.
2.1 Die Vorinstanz sprach den Beschwerdef�hrer in Best�tigung des erstinstanzlichen Entscheids der Drohung (Art. 180 StGB) schuldig, begangen dadurch, dass er ausser sich vor Zorn die Beschwerdegegnerin 1 und deren beiden Begleiter von seinem landwirtschaftlichen Hof vertrieb, indem er zun�chst drohend mit einem Kn�ppel beziehungsweise abgebrochenen Besenstiel fuchtelte und, als dies nicht den gew�nschten Erfolg zeitigte, ank�ndigte, er werde jetzt eine Schusswaffe holen, und sich zu diesem Zweck in das Haus begab.
2.2 Der Beschwerdef�hrer beanstandet, dass die Vorinstanz die von ihm im kantonalen Verfahren vorgetragenen Einw�nde ausser Acht gelassen respektive nicht ber�cksichtigt habe (Beschwerde S. 7). Damit ist indessen nicht rechtsgen�glich dargetan, weshalb und inwiefern die dem Schuldspruch wegen Drohung zugrunde liegenden tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz willk�rlich seien.
2.3 Die Vorinstanz begr�ndet ausf�hrlich, weshalb sie den Antrag des Beschwerdef�hrers auf Einvernahme von dessen Ehefrau als Zeugin abwies (angefochtenes Urteil S. 10 f.). Der Beschwerdef�hrer setzt sich mit dieser Begr�ndung der Vorinstanz nicht substantiiert auseinander. Er legt nicht dar, weshalb und inwiefern die Abweisung des Beweisantrags Bundesrecht verletze.
2.4 Bei der Pr�fung der Frage, ob eine Drohung schwer und geeignet ist, den Betroffenen in Schrecken oder Angst zu versetzen, ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts grunds�tzlich ein objektiver Massstab anzulegen. Dabei ist auf das Empfinden eines vern�nftigen Menschen mit normaler psychischer Belastbarkeit abzustellen (vgl. BGE 99 IV 212 E. 1a; Urteil 6S.252/2005 vom 1. Oktober 2005 E. 8.2). Der Beschwerdef�hrer hat durch sein Verhalten, insbesondere jedenfalls durch die Ank�ndigung, er werde jetzt eine Schusswaffe holen, die Beschwerdegegnerin 1 im Sinne von Art. 180 StGB durch schwere Drohung in Schrecken oder Angst versetzt. Die Drohung war ernst zu nehmen, zumal die Ehefrau des offensichtlich sehr erz�rnten Beschwerdef�hrers die Beschwerdegegnerin 1 und deren beiden Begleiter warnend darauf hinwies, dass sie nichts machen k�nne. Dass die Beschwerdegegnerin 1 erst kurz vor Ablauf der Frist Strafantrag wegen Drohung einreichte, nachdem der Beschwerdef�hrer seinerseits gegen sie Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet hatte, ist in diesem Zusammenhang unerheblich. Daraus l�sst sich nicht der Schluss ziehen, dass die Beschwerdegegnerin 1 in Tat und Wahrheit nicht in Angst versetzt worden sei und ihren Strafantrag lediglich im Sinne einer Retorsionsmassnahme eingereicht habe. Die Beschwerdegegnerin 1 konnte zun�chst von einem Strafantrag auch absehen, um etwa weitere unliebsame Auseinandersetzungen mit dem Beschwerdef�hrer zu vermeiden, und sich erst, nachdem dies zufolge der Strafanzeige des Beschwerdef�hrers ohnehin nicht zu verhindern war, zur Einreichung eines Strafantrags entschliessen.
3.1 Die Vorinstanz sprach den Beschwerdef�hrer wegen seines Verhaltens im Zusammenhang mit dem erstmaligen Beschlagen (Behufen) eines Jungpferds durch einen Hufschmiedlehrling, bei welchem das Pferd verstarb (Ziff. 2 der Anklageschrift), in Best�tigung des erstinstanzlichen Entscheids der Tierqu�lerei in Sinne von Art. 27 Abs. 1 lit. a aTSchG schuldig (angefochtenes Urteil S. 22 f.).
3.2 Was der Beschwerdef�hrer dagegen in tats�chlicher Hinsicht vorbringt (Beschwerde S. 9 f), ersch�pft sich in einer appellatorischen Kritik an den Feststellungen der Vorinstanz, die zur Begr�ndung der Willk�rr�ge nicht gen�gt. Mit der Behauptung, die Vorinstanz habe dieses und jenes Vorbringen des Beschwerdef�hrers im Berufungsverfahren nicht ber�cksichtigt, beziehungsweise ausser Acht gelassen, ist nicht rechtsgen�glich dargetan, weshalb die vorinstanzlichen Feststellungen willk�rlich seien. Die Vorinstanz hat sich mit den Vorbringen des Beschwerdef�hrers befasst und ausgef�hrt, weshalb sie nicht stichhaltig sind. Damit setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht substantiiert auseinander. Die Vorinstanz durfte allein schon aus den eigenen Aussagen des Beschwerdef�hrers - zum Beispiel: "So einen muss man metzgen und die R�be wegschlagen"; "Der Kerli musste drankommen" - den Schluss ziehen, dass es dem Beschwerdef�hrer darum ging, den Willen des Jungpferdes zu brechen. Das Pferd sollte, obschon es in Panik geraten war, auf Biegen und Brechen beschlagen werden. Der Beschwerdef�hrer wendete nicht Bandagen an, die zur Fixierung der Vorderl�ufe eines stehenden Pferdes bestimmt sind, sondern er fesselte die Hinterl�ufe des liegenden Pferdes mit Kuhfesseln und versuchte, das Pferd "aufzujagen", damit es anschliessend auf die andere K�rperseite falle. Die Vorinstanz hat im �brigen nicht die Fixierung per se als tierqu�lerisch eingestuft. Sie hat vielmehr den konkreten "gesamten Vorgang des Beschlagens", mithin die "Kumulierung der Grobheiten gegen�ber dem Pferd" in der Absicht, die erstmalige Beschlagung des in Panik geratenen Tieres mit allen Mitteln ohne Beizug eines Tierarztes zu Ende zu bringen, als Tierqu�lerei betrachtet (angefochtenes Urteil S. 14). Sie hat entgegen einer nicht nachvollziehbaren Bemerkung in der Beschwerde (S. 10) den diesbez�glichen Vorsatz des Beschwerdef�hrers nicht verneint, sondern im Gegenteil ausdr�cklich festgehalten, der Beschwerdef�hrer habe in Kauf genommen, dass durch sein Verhalten das Pferd misshandelt oder �beranstrengt werde (angefochtenes Urteil S. 24).
Die Vorinstanz sprach den Beschwerdef�hrer wegen �bertretung im Sinne von Art. 48 Abs. 1 lit. k des Bundesgesetzes �ber Lebensmittel und Gebrauchsgegenst�nde (Lebensmittelgesetz LMG; SR 817.0) schuldig, weil er, entsprechend Ziff. 3 lit. d der Anklageschrift, die Gebrechen (Lahmheit) von zwei zur Schlachtung gebrachten K�lbern nicht deklariert, sondern stattdessen auf dem amtlichen Begleitdokument f�r Klauentiere die Rubrik "nicht krank" angekreuzt hatte (angefochtenes Urteil S. 24 ff.).
Der Beschwerdef�hrer behauptet, es m�ge sein, dass die beiden K�lber an Lahmheit litten. Er habe dies aber nicht bemerkt. Die Lahmheit sei offenbar erst g�nzlich zum Vorschein gekommen, nachdem die beiden K�lber mehrere Stunden auf dem Schlachthof herumgestanden seien (Beschwerde S. 10 f.).
Die Vorinstanz hat diesen Einwand unter Hinweis auf den erstinstanzlichen Entscheid gest�tzt auf den Bericht eines Tierarztes verworfen (angefochtenes Urteil S. 24 ff.). Mit den diesbez�glichen Ausf�hrungen setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander, weshalb auf seine Beschwerde in diesem Punkt nicht einzutreten ist.
5.1 Die Vorinstanz sprach den Beschwerdef�hrer in Best�tigung des erstinstanzlichen Entscheids wegen mehrerer Sachverhalte im Zusammenhang mit der Haltung von K�hen, K�lbern und insbesondere Pferden der Tierqu�lerei sowie der mehrfachen �bertretung des Tierschutzgesetzes schuldig, begangen unter anderem dadurch, dass er zwei Pferde in zu kleinen Boxen (Ziff. 4 lit. a und b der Anklageschrift), 13 nebeneinander stehende Pferde angebunden und ohne seitliche Abschrankungen zwischen den einzelnen Tieren (Ziff. 4 lit. c der Anklageschrift) sowie eine Kuh und ein Kalb in einem zu schwach beleuchteten Raum (Ziff. 4 lit. d der Anklageschrift) hielt (angefochtenes Urteil S. 28 ff.).
5.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz habe seine Vorbringen, wonach anl�sslich der Kontrolle weder die Tiere noch die Boxen beziehungsweise St�lle richtig vermessen noch die Lux-Werte richtig gemessen worden seien, ausser Acht gelassen und ihn aufgrund bloss gesch�tzter Werte verurteilt (Beschwerde S. 11 f.). Kein Mensch k�nne nach blossem Empfinden zuverl�ssig die Lux-Werte eines Lichts feststellen, erst recht nicht, wenn er aus einem hellen Raum oder aus dem Freien in einen relativ dunklen Raum komme (Beschwerde S. 18).
Diese R�gen sind offensichtlich unbegr�ndet. Die Grundfl�chen der beiden Boxen und die Widerristh�hen der beiden darin gehaltenen Pferde wurden exakt gemessen, und sie werden denn auch in der Anklageschrift (Ziff. 4 lit. a und b) aufgef�hrt. Auch die Steh- bzw. Liegebreite f�r die 13 Pferde wurde gemessen; sie betrug 17 Meter (s. Ziff. 4 lit. c der Anklageschrift). Dass insoweit von einer durchschnittlichen Widerristh�he der 13 Pferde von 150 cm ausgegangen wurde, ist nicht zu beanstanden. Der Beschwerdef�hrer legt im �brigen nicht dar, welche Konsequenzen in rechtlicher Hinsicht sich ergeben w�rden, wenn die Widerristh�he jedes einzelnen Pferdes gemessen worden w�re. Der Schuldspruch wegen Tierqu�lerei im Anklagepunkt Ziff. 4 lit. c st�tzt sich zudem - was entgegen einem Einwand in der Beschwerde (S. 23) nicht zu beanstanden ist - auf die Gesamtheit der Umst�nde, wozu neben der zu geringen Liegefl�che geh�rt, dass seitliche Abschrankungen von Pferd zu Pferd fehlten und die Tiere ausserdem noch angebunden waren (angefochtenes Urteil S. 33 f.). Die Feststellung der Vorinstanz, die Lichtst�rke habe weniger als 15 Lux betragen, st�tzt sich auf den Bericht des Kantonstierarztes, wonach sich die Kuh und das Kalb "v�llig im Dunkeln" befunden h�tten und aus der Distanz "nur schwer ersichtlich (gewesen sei), dass es sich um eine Kuh und nicht um ein Pferd" gehandelt habe. Unter diesen Umst�nden durfte die Vorinstanz ohne Willk�r davon ausgehen, dass die Lichtst�rke weniger als 15 Lux betrug, weshalb eine Messung nicht notwendig war.
Anl�sslich einer unangemeldeten Stallkontrolle vom 9. Juli 2007 auf dem Hof des Beschwerdef�hrers wurden weitere Unregelm�ssigkeiten unter anderem in Bezug auf die Haltung von Pferden festgestellt. Was der Beschwerdef�hrer gegen die diesbez�glichen Schuldspr�che (angefochtenes Urteil S. 35 ff.) in tats�chlicher Hinsicht unter anderem betreffend angeblich falsche Messungen vorbringt (Beschwerde S. 12 f.), ersch�pft sich in appellatorischer Kritik an den Feststellungen der Vorinstanz, die zur Begr�ndung einer Willk�rr�ge nicht gen�gt.
Die Vorinstanz verurteilte den Beschwerdef�hrer, entsprechend Ziff. 5 lit. e der Anklageschrift, wegen Widerhandlung gegen die Tierschutzgesetzgebung, weil er Rindern und K�lbern Gras-Silage verf�ttert hatte, die einen stechenden Butters�uregeruch und einen sehr hohen Rohaschegehalt aufwiesen (angefochtenes Urteil S. 37 f.). Der Beschwerdef�hrer behauptet wie bereits im kantonalen Verfahren ohne n�here Begr�ndung, er habe die Gras-Silage den Tieren weder verf�ttert noch verf�ttern wollen, weshalb eine Verurteilung in diesem Punkt ausser Betracht falle (Beschwerde S. 13). Das ist appellatorische Kritik, die zur Begr�ndung der Willk�rr�ge nicht gen�gt. Auf die Beschwerde ist daher auch in diesem Punkt nicht einzutreten.
8.1 Die Vorinstanz sprach den Beschwerdef�hrer, entsprechend Ziff. 5 lit. f der Anklageschrift, der Tierqu�lerei schuldig, weil er einer hochgradig abgemagerten Kuh mit Wundliegeerscheinungen an den Sitzbeinh�ckern und Kniegelenken sowie �berlangen Klauen nicht die notwendige Pflege hatte angedeihen lassen. Das Tier sei praktisch einen Monat lang tier�rztlich nicht behandelt worden (angefochtenes Urteil S. 38 f.). Der Beschwerdef�hrer bringt gegen seine Verurteilung im Wesentlichen dieselben Einw�nde wie im Berufungsverfahren vor. Die Vorinstanz hat sich mit diesen Einw�nden befasst und sie als unbegr�ndet verworfen. Damit setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander, weshalb auf seine Beschwerde auch in diesem Punkt nicht einzutreten ist.
8.2 Entsprechendes gilt in Bezug auf die Einw�nde des Beschwerdef�hrers gegen die Verurteilung wegen Tierqu�lerei in Bezug auf eine Rotfleck-Kuh, welche ein hochgradiges und akutes Klauenleiden aufwies (Beschwerde S. 14). Die Vorinstanz hat diese vom Beschwerdef�hrer auch im Berufungsverfahren erhobenen Einw�nde als Schutzbehauptungen qualifiziert (angefochtenes Urteil S. 40). Damit setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander.
Die Vorinstanz sprach den Beschwerdef�hrer der mehrfachen �bertretung des Tierseuchengesetzes im Sinne von Art. 48 Abs. 1 TSG schuldig, weil er, entsprechend Ziff. 5 lit. f Abs. 2 und lit h. Abs. 2 der Anklageschrift, die erforderlichen Meldungen bei der Tierverkehrsdatenbank nicht vorgenommen hatte (angefochtenes Urteil S. 42 ff.). Der Beschwerdef�hrer anerkannte im Berufungsverfahren, dass er diesen Tatbestand in objektiver Hinsicht erf�llte. Er machte aber geltend, er habe nicht vors�tzlich gehandelt, da er wegen grosser Arbeits�berlastung keine Zeit f�r den Eintrag gefunden habe. Dies ist nach der willk�rfreien Auffassung der Vorinstanz nicht nachvollziehbar. Die weitere Behauptung des Beschwerdef�hrers, Verz�gerungen der Meldungen um einige Tage w�rden vom Amt toleriert, ist nicht belegt.
Die Vorinstanz sprach den Beschwerdef�hrer, entsprechend Ziff. 5 lit. k der Anklageschrift, der �bertretung gegen das Tierschutzgesetz schuldig, weil er f�nf K�he der Jersey-Rasse an einer Futterkrippe angebunden hielt, wobei sich das Futter auf einer H�he befand, die das vorgeschriebene Minimalmass unterschritt, und wobei es den K�hen infolge ihrer Anbindung nicht m�glich war, den artgerechten Weideschritt f�r das Absenken des Kopfes bei der Futteraufnahme auszu�ben (angefochtenes Urteil S. 44). Der Beschwerdef�hrer wiederholt in der Beschwerde seine bereits im Berufungsverfahren erhobenen Einw�nde, dass die Abst�nde falsch vermessen worden und die Jersey-K�he ohnehin kleiner als durchschnittliche K�he seien. Die Vorinstanz hat diese Einw�nde verworfen und unter Hinweis auf den Bericht des Amtstierarztes festgehalten, dass die bei der Kontrolle angetroffene Situation den K�hen den Zugang zum Futter erschwerte und dass bei Andauern eines solchen Zustandes mit Folgesch�den wie beispielsweise Schleimhautentz�ndungen am Bug- oder am Vorderfusswurzelgelenk zu rechnen sei. Damit setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht auseinander, weshalb auf seine Beschwerde auch in diesem Punkt nicht einzutreten ist.
11.1 Die Vorinstanz vertritt in Bezug auf einzelne Anklagepunkte betreffend die Haltung von Pferden (Ziff. 4 lit. a und b sowie Ziff. 5 lit. a, c und d der Anklageschrift) die Auffassung, dass die festgestellten Fl�chen, welche den Pferden zur Verf�gung standen, nach Massgabe des anwendbaren Rechts zu klein waren (angefochtenes Urteil S. 31, 35 ff.).
Der Beschwerdef�hrer wendet ein, die Fl�chen seien gem�ss der im Tierschutz-Kontrollhandbuch enthaltenen �bergangsbestimmung nicht zu klein gewesen. Diese �bergangsbestimmung sei entgegen der Auffassung der Vorinstanz als milderes Recht anwendbar (Beschwerde S. 21 f. Ziff. 3.2, S. 24 Ziff. 2.4).
11.2 Die Vorinstanz erw�gt in Bezug auf die Anklageziffern 4 lit. a und b, gem�ss der im Zeitpunkt der inkriminierten Handlungen massgebenden Richtlinie 800.106.06 (3) des Bundesamtes f�r Veterin�rwesen f�r die Haltung von Pferden, Ponys, Eseln, Maultieren und Mauleseln vom 23. April 2001 habe die Grundfl�che einer Boxe mindestens die doppelte Widerristh�he im Quadrat betragen m�ssen (angefochtenes Urteil S. 31). Zwar enthalte diese Richtlinie keine rechtlich verbindlichen Vorschriften. Sie konkretisiere aber, welche Tierhaltung artgerecht sei und welche nicht. Insofern k�nne die Richtlinie ohne weiteres zur Beantwortung der Frage, ob ein Tierhalter gegen das Tierschutzgesetz verstossen habe, herangezogen werden (angefochtenes Urteil S. 30). Gem�ss den weiteren Erw�gungen der Vorinstanz bestimmt sich auch nach dem seit November 2008 geltenden Tierschutz-Kontrollhandbuch die Mindestfl�che von Boxen grunds�tzlich nach der Formel "doppelte Widerristh�he im Quadrat". Das Tierschutz-Kontrollhandbuch enthalte allerdings eine �bergangsbestimmung, wonach f�r die am 1. September 2008 bereits bestehenden St�lle die Boxenfl�che lediglich 75% der f�r neu eingerichtete St�lle vorgegebenen Boxenfl�che betragen m�sse. Nach der Auffassung der Vorinstanz ist diese �bergangsbestimmung aber vorliegend nicht als milderes Recht anwendbar. Der Grundsatz der Anwendung des milderen Rechts gem�ss Art. 2 Abs. 2 StGB komme nur zum Zuge, wenn mit dem neuen Recht eine andere Bewertung des geregelten Verhaltens getroffen werden sollte, was mit Bezug auf die Boxenhaltung von Pferden mit Sicherheit nicht zutreffe (angefochtenes Urteil S. 31).
11.3 Vorliegend geht es indessen nicht um die Frage der Anwendung von milderem Recht. Denn das alte Recht sah keine rechtlich verbindlichen Vorschriften betreffend die Mindestfl�che von Pferdeboxen vor. Die Richtlinie 800.106.06 (3) des Bundesamtes f�r Veterin�rwesen enthielt, wie auch die Vorinstanz erw�gt, keine rechtlich verbindlichen Vorschriften. Die von der Vorinstanz genannte �bergangsbestimmung bringt zum Ausdruck, welche Mindestfl�chen f�r die am 1. September 2008 bereits bestehenden St�lle �bergangsrechtlich noch als artgerecht akzeptiert wurden. F�r die beiden Pferde mit einer Widerristh�he von 160 cm respektive 155 cm waren daher die festgestellten Grundfl�chen von 8,25 m� beziehungsweise 8,66 m� ausreichend.
Erg�nzend ist im �brigen auf Folgendes hinzuweisen. Der durch Verordnung vom 14. Januar 2009, in Kraft seit 1. M�rz 2009, bereinigte Anhang 1 betreffend "Mindestanforderungen f�r das Halten von Haustieren" sieht in Tabelle 7 betreffend Pferde f�r Einzelboxen oder Einraumgruppenboxen bei Pferden mit einer Widerristh�he von 148-162 cm eine (Mindest-)Fl�che von 9 m� respektive einen Toleranzwert von 8 m� vor. Am 1. September 2008 bestehende Stallungen, welche die Toleranzwerte erf�llen, m�ssen nicht angepasst werden.
11.4 Entsprechend kann gem�ss einem insoweit zutreffenden Einwand in der Beschwerde (S. 24 Ziff. 2.4) den Erw�gungen im angefochtenen Urteil (S. 36) auch insoweit nicht gefolgt werden, als die Vorinstanz den Schuldspruch im Anklagepunkt gem�ss Ziff. 5 der Anklageschrift damit begr�ndet, dass die Grundfl�chen, welche den Pferden zur Verf�gung standen, nicht den Anforderungen gem�ss der Richtlinie 800.106.06 (3) des Bundesamtes f�r Veterin�rwesen vom 23. April 2001 entsprachen und aus diesem Grunde zu klein waren.
11.5 Dies f�hrt indessen nicht zur Gutheissung der Beschwerde in den vorgenannten Punkten. Das Dahinfallen der diesbez�glichen Verurteilungen hat in Anbetracht der Vielzahl der Straftaten, derentwegen der Beschwerdef�hrer zu verurteilen ist, weder auf den Schuldspruch der mehrfachen Tierqu�lerei und der mehrfachen �bertretung des Tierschutzgesetzes noch auf das Strafmass einen Einfluss (siehe dazu Urteil 6B_384/2008 vom 11. September 2008 E. 3).
Die Beschwerde ist daher insoweit im Sinne der Erw�gungen abzuweisen.
Die Vorinstanz hat die erstinstanzlich ausgef�llte Strafe best�tigt, obschon sie den Beschwerdef�hrer abweichend von der ersten Instanz in einigen Punkten freigesprochen hat. Zur Begr�ndung f�hrt sie aus, dass sich eine Reduktion der Strafe zufolge der Freispr�che �berhaupt nicht rechtfertige. Aufgrund der T�terkomponenten und insbesondere der erschreckenden Uneinsichtigkeit des Beschwerdef�hrers h�tte sich ohne weiteres auch eine deutlich h�here Strafe rechtfertigen lassen, doch k�nne die von der ersten Instanz ausgef�llte Strafe mangels Berufung beziehungsweise Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft nicht erh�ht werden (angefochtenes Urteil S. 45).
Der Beschwerdef�hrer meint, er sei damit zu einer sch�rferen Strafe verurteilt worden, obschon gar kein Antrag der Staatsanwaltschaft vorgelegen habe. Dadurch sei die Vorinstanz in Missachtung von � 214 StPO/TG �ber die Antr�ge hinausgegangen, an welche sie gebunden sei (Beschwerde S. 24 f.).
Die Staatsanwaltschaft beantragte im Berufungsverfahren die Abweisung der Berufung (angefochtenes Urteil S. 6). Sie beantragte damit auch, dass die ausgesprochene Strafe - in jedem Fall - zu best�tigen sei. Die Best�tigung der erstinstanzlichen Strafe trotz Freispruchs in einigen wenigen Punkten verst�sst entgegen den Andeutungen des Beschwerdef�hrers auch nicht gegen das Verbot der "reformatio in peius".
Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG). Der Beschwerdegegnerin 1 ist keine Entsch�digung zuzusprechen, da ihr im bundesgerichtlichen Verfahren keine Umtriebe entstanden sind.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, dem Obergericht des Kantons Thurgau sowie der Gesch�digten A.________ schriftlich mitgeteilt.