Source: http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~cd2/drw/e/le/utpr/iest/leutpriester.htm
Timestamp: 2013-05-20 18:00:29
Document Index: 197720698

Matched Legal Cases: ['Art. 42', '§ 3', 'Art. 32', '§ 1', 'Art. 32', 'Art. 160']

Leutpriester (Deutsches Rechtswörterbuch - DRW)
Wort davor: Leutnantsbefehl
(katholischer) Weltgeistlicher, der als Stellvertreter des Pfründeninhabers ( Kirchherr II, Pfarrer I) die Pfarrrechte (I) gegen Entgelt tatsächlich ausübt.
seit Mitte des 13. Jh. als Heteronym von Pfarrer und plebanus in vielfach wechselnder Lautgestalt im südwestlichen dt. Sprachraum belegt, ohne die heutige fränkische oder bair.-alem. Sprachgrenze zu überschreiten (vgl. K. Kunze, Textsorte und historische Wortgeographie. Am Beispiel Pfarrer/Leutpriester, in: Würzburger Prosastudien II, hg. von P. Kesting (1975) 35-76); sprachl. kann beim Bestw. das -t- abfallen oder sich mit dem folgenden -p- assimilieren; seit Mitte 14. Jh. wird durch das Vordringen von Pfarrer die rasche Ausbreitung des Wortes rückläufig, es ist jedoch bis zum Anf. des 19. Jh.s. belegt.
Kaplan (III), Lai(en)priester.
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 28
svln mir gisel ligen ... her V. der livtpriester
Datierung: 1254
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 62
Fundstelle: Dsp.(Eckh.1971) LR. Art. 42 § 3
ubel strazraup ist, der einen bilgerin uf der strazze beraubet, den bilgerin der mit sins liupristers rate ... unde mit siner buzze uzkomen ist
Fundstelle: AugsbStR. Art. 32 § 1
Textarchiv: AugsbStR. Art. 32
swere ich im dez, daz ich ez niemen kvnt welle tvon, daz ich im wuocher gebe, der eit ist nvit rehte. dez lat mich min bischof oder min lvitpriester wol lidig
Datierung: 1276/87
Fundstelle: Schwsp.(L.)LR. Art. 160 b (S. 76)
der liuppriester, der da phruonder ist
Datierung: 1286
Fundstelle: ThurgauUB. III 713
Datierung: 2. Hälfte 13. Jh./15. Jh.
Fundstelle: ÜberlingenStR. 14
Datierung: 1300/1402
Fundstelle: LuzernRatsbüchlein 41
ir muigent och ellui iar den schultheis vnd den rat vnd die andern ambt in viwer stat wandeln vnd ander an dero stat setzen, ane einig den luipriester
Datierung: Anf. 14. Jh.
Fundstelle: BernStR. I 6
es ensol ... ein lúpriester kein sigeristen ... erwelen sonders gmein burger
Datierung: vor 1309
Fundstelle: BruggStR. 18
alle die buoch, die ... von priestren und von pfaffen lidig werdent, daz die da sullent beliben ... und die selben sol ein lupriester ... an kettenen machen in einer librari
Datierung: 1324
Fundstelle: BernStR. VI 1 S. 13
Datierung: um 1328
Fundstelle: BergheimUB. 22
Fundstelle: SchrBodensee 41 (1912) 205f.
wir ordenen ..., das die vorgenant pfruond ... der schultheisse und der rat ... mit des lutpriesters rat ... lihen einem erbern bewerten priester, der die messe usrihte
Fundstelle: BadenArgUrk. I 11
Fundstelle: GrW. I 35
Fundstelle: GrW. I 166
W.v.E., lútpriester ze St. [urkundet,] daz ... in der messe da ich mit der mess wat stuont als ein geistlicher richter miner parochie an der kantzel, fúr mich kamen druee erber man ... min undertan
Datierung: 1353
Fundstelle: InterlakenR. 66
Datierung: 1355
Fundstelle: Herrgott,MAustr. IV 2 S. 189
Datierung: 1367
Fundstelle: SchweizId. V 857
C.v.M., thuitsches ordens luipriester ze Berne
Fundstelle: BernStR. III 201
so ... zwei, die bei uns gesessen sint, mittenander von der e wegen stoessig sint, die sol man bedersit fúr unsern lútpriester wisen, und wie sú der wiset, daz soent sú halten
Fundstelle: SchlettstStR. 294
ein vogt hat auch das zweiteil der zehenden gros und klein von allen stücken, und ein kirchherr das dritteil der groszen zehenden, und ein leutpriester das dirteil der kleinen zehenden
Datierung: 1380
Fundstelle: GrW. V 481
Fundstelle: SGallenOffn. I 298f.
die burger wellent ain schultheizzen si wellent ouch ainen lutpriester
Fundstelle: HabsbUrb. II 745
vyndet eyn man gut vffe der vryhen strasse boben der erden, das sal her deme nesten lutpryster geben
Datierung: um 1394
Fundstelle: KulmR. 174
Fundstelle: KulmR. 191
plebanus lutpriester vice plebanus lutpriesters verweser ... incuratus besteter lutpriester
Fundstelle: Voc.opt. 36
Fundstelle: GrW. I 163
Datierung: Anf. 15. Jh.
Fundstelle: Schwsp.(Kurzform II/Eckh.) 210 (Km)
Fundstelle: StraßbStChr. II 566
si ... die ... kilchen ze G. ... soellent ... frilichen besetzzen mit einem kilchherren oder luippriester, der inen ... fuegist
Fundstelle: BernStR. III 352
daz der egen. lúpriester ... zwene redeliche gesellen haben sol und gottesdienst vollebringen
Fundstelle: SchlettstStR. 97
Fundstelle: AarauStR. 53
Fundstelle: InterlakenR. 115
Datierung: 1410
Fundstelle: FreiburgÜÜbers. 43 u. 73f.
von eins lütpriesters wägen, den sy [schultheiß, raht vnd burger] ze erwelen vnd einem kilchherren ze praesentiren haben, das im der liche vnd in denn bischof inuestier
Fundstelle: LenzburgStR. 220
so mugent die lûpriester in ûnser statt die [Ehebrecher], so ... offenlich ze unrecht sitzent, her fur nemmen und dar ummb bannen untz dz si davon lassen
Datierung: 1415
Fundstelle: ZürichStB. II 37
der bischoff von Costentz wil vns die kilchen incorperen vnd dz wir mögen ein lüpriester darsetzen gen W., vnd nit ein kilchherrn han
Fundstelle: Segesser,LuzernRG. I 121 Anm. 3 zu 120
es sol ... maister R. ... vnser liupriester dye oftgenanten vicarie dyweil er lept verlihen als oft sy ledig wirdet
Fundstelle: MBoica 34, 1 S. 270
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ein schulthes vnd ein ravt soend durch sich selb kein lúppriester erwellen, denn mit gemeinen burgren
Datierung: Mitte 15. Jh.
Fundstelle: BremgartenStR. 16
wenn man einen lutpriester erwellet ... havt vnd man inn bestaetigen wil, der sol dann swerren einen eid, wie sich das einem priester gepürt ze tuond, die vndertanen alle ... nach notdurfft ze uersechen ...
Fundstelle: KaiserstuhlStR. 289
ist dem [Kloster] von E. ... zugeben, das sie auß dem gotzhaws einen auß dem conuent irs ordens on eins leybristers stat schicken mögen damit der pfarr nit abbruch geschehe
Fundstelle: MBoica 24 S. 262
wir habin in dissem dorffe eynen ludprister, das ist mit vns eyn pfarrer
Fundstelle: ArchBern 25 (1920) 116
lewtprister oder mitling. viceplebanus
Fundstelle: Voc. 1482 unter L
Datierung: 1484
Fundstelle: ArgauLsch. I 77
Fundstelle: Geschfrd. der 5 Orte 49 (1894) 215
Fundstelle: Geschfrd. der 5 Orte 3 (1846) 274
Fundstelle: BruggStR. 87f.
ein yeder sin zächenden geben soll sinem lüpriesterr vnnd pfarrer, da er gesessen ist
Datierung: 1504
Fundstelle: SchwyzLB. 152
Fundstelle: LaupenAmtsbez. 145
Fundstelle: BaselChr. I 63
[Übschr.:] des lütpriesters ampt
Fundstelle: EvKirchO. I 122
er [Abt] mit her M.F., lütpriester zuo st. Laurenzen ... in gehäder kam, von wegen daß er sich ainen pfarrer nant und aber nit pfarrer, sonder allein lütpriester und er, der abt, der recht pfarrer were
Fundstelle: v.Watt,DtHistSchr. II 238
[episcopus] welchen wir teutschen einen pfarrer oder kilchherren nennend und man sie an vil andern orten ouch mit guotem teutsch leutpriester heisst
Datierung: um 1546
Fundstelle: SchweizId. V 1173
ein bischof, d.i. ein ufseher oder pfarrer, kilchherr oder lütpriester, die allesammen nach griechischer sprach episcopi, d.i. bischof oder ufseher genennt werdend
Fundstelle: SchweizId. II 1533
Fundstelle: GrW. IV 359
Fundstelle: ZSteir. 13 (1915) 99
Datierung: 1758
Fundstelle: Haltaus 1265
Fundstelle: Ochs,Basel V 698-701
Wort danach: Leutpriester(s)amt