Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F11-03-2002-I_493-2001
Timestamp: 2016-10-23 08:08:18
Document Index: 63039755

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 27', 'BGE']

Y.________, 1966, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Advokat Markus Schmid, Steinenschanze 6, 4051 Basel,
A.- Die prakt. �rztin Y.________, geboren 1966, erlitt am 1. April 1989 w�hrend des Medizinstudiums als Mitfahrerin eines Personenwagens bei einem Auffahrunfall mit Heckaufprall ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS).
Seit 1987 arbeitete sie bei der X.________ AG, zun�chst als kaufm�nnische Mitarbeiterin und nach Abschluss ihres Studiums im Dezember 1991 ab Fr�hjahr 1992 als leitende �rztin.
Daneben war sie an der gleichen Adresse, zun�chst gemeinsam mit ihrem Vater, in freier Arztpraxis t�tig. Die Ausgleichskasse des Kantons Basel-Stadt sprach Y.________ mit Verf�gungen vom 11. M�rz 1994 r�ckwirkend ab 1. Dezember 1991 zun�chst eine halbe, dann eine ganze, eine halbe und zuletzt ab 1. Dezember 1993 basierend auf einem Invalidit�tsgrad von 44 % eine Viertelsrente zu. Mit Verf�gung vom 7. Februar 1996 setzte die IV-Stelle Basel-Landschaft (nachfolgend IV-Stelle) den Invalidit�tsgrad neu auf 50 % fest und sprach Y.________ mit Wirkung ab 1. Februar 1995 eine halbe Invalidenrente zu. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft mit Entscheid vom 9. April 1997 ab. Am 8. August 1997 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen eine Revision ein. Sie setzte den Invalidit�tsgrad der Versicherten mit Verf�gung vom 2. November 1999 auf 61 % fest und best�tigte damit den Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst Y.________ das vorinstanzlich gestellte Rechtsbegehren erneuern und eventualiter beantragen, die Sache sei zur Vornahme weiterer Abkl�rungen an die kantonale Instanz zur�ckzuweisen.
1.- Das kantonale Gericht hat die hier massgebenden Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG), den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG), die Bemessung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten (Einkommensvergleichsmethode [Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 104 V 136 Erw. 2a und b] und das ausserordentliche Bemessungsverfahren [in Anlehnung an Art. 28 Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 IVV; BGE 104 V 135; siehe auch AHI 1998 S. 120 Erw.
2.- Unter den Parteien und der Vorinstanz ist unbestritten, dass bei der Beschwerdef�hrerin bezogen auf die T�tigkeit als �rztin eine Arbeitsf�higkeit von 50 % besteht.
Sie w�hlten zu Recht die ausserordentliche Bemessungsmethode zur Ermittlung des Invalidit�tsgrades zumindest eventuell als gangbar, basierend auf einem j�hrlichen Reineinkommen von Fr. 175'000.- gem�ss den Angaben der FMH vom 13. M�rz 2000, Ziff. 3, Zentralwert nach Kantonen, Baselland, und auf einer Arbeitsunf�higkeit von 50 % gem�ss Gutachten der Klinik vom 21. September 1998 oder einer Einschr�nkung von 52 % laut Bet�tigungsvergleich im Abkl�rungsbericht f�r Selbstst�ndigerwerbende der IV-Stelle vom 25. Januar 1999.
3.- a) Die Vorinstanz gesteht der Beschwerdef�hrerin in der im Vordergrund stehenden Begr�ndung des Entscheids und unter Berufung auf die Schadenminderungspflicht nicht zu, die verbliebene Arbeitsf�higkeit als freie �rztin in der von ihrem Vater �bernommenen Praxis zu verwerten, sondern h�lt daf�r, dass sie dies bei der X.________ AG als Angestellte zu tun habe. Eventualiter zieht sie indessen auch jene M�glichkeit in Betracht. Die Beschwerdef�hrerin dagegen macht geltend, die X.________ AG sei infolge Umsatzr�ckganges gar nicht mehr in der Lage, sie im bisherigen Umfange zu besch�ftigen.
b) Zieht man die gesamten Umst�nde in Betracht, so ist der Beschwerdef�hrerin die Verwertung ihrer Restarbeitsf�higkeit als freie �rztin in der vom Vater �bernommenen Praxis entgegen der Meinung der Vorinstanz zuzugestehen. Denn der Schadenminderungspflicht kann, wie noch darzulegen ist, auf andere, weniger einschneidende Weise Gen�ge getan werden.
Des Weitern gilt das Zugest�ndnis, die restliche Arbeitsf�higkeit als freie �rztin in der vom Vater �bernommenen Praxis zu verwerten, nur unter der Bedingung und nur so lange, als die Beschwerdef�hrerin trotz der durch den Unfall bedingten Behinderungen in der Lage ist, im Rahmen ihrer Arbeitsf�higkeit anteilm�ssig das gleiche durchschnittliche Einkommen wie ihre �rztlichen Kollegen und Kolleginnen, die als freie �rzte t�tig sind, zu erlangen.
4.- Die Beschwerdef�hrerin begr�ndet ihr Begehren auf eine ganze IV-Rente damit, dass die fixen Kosten einer freien Arztpraxis bei h�lftiger Arbeitsf�higkeit nicht auch auf die H�lfte reduziert werden. Dies betreffe vor allem die Miet- und Personalkosten.
Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Vernehmlassung im Vorverfahren auf die M�glichkeit hingewiesen, die fixen Kosten durch eine Gemeinschaftspraxis zu senken. Der Anwalt der Beschwerdef�hrerin hat diesen Hinweis als "nicht nur befremdlich, sondern bereits seltsam" bezeichnet, ohne allerdings dagegen triftige Gr�nde vorbringen zu k�nnen. Dass damit Fixkosten gesenkt werden k�nnen, ist notorisch, zumal gerade diese Kostensenkung das wichtigste Motiv f�r die Begr�ndung von Gemeinschaftspraxen ist. Im �brigen weist auch die �rztegesellschaft Baselland in ihrem Schreiben vom 20. November 2000 darauf hin, dass die Kosten einer Alleinpraxis h�her als jene einer Gemeinschaftspraxis sind. Den Bedenken der Beschwerdef�hrerin, dass die F�hrung einer Gemeinschaftspraxis nur unter engen Bedingungen m�glich sei, ist entgegen zu halten, dass diese Form, wenn auch in der Minderzahl im Vergleich zu Alleinpraxen, namentlich in st�dtischen und halbst�dtischen Gebieten weit verbreitet ist. Es ist der Beschwerdef�hrerin zuzumuten, ihre T�tigkeit als freie �rztin in einer Gemeinschaftspraxis zu f�hren.
Diese Form ist ihr �brigens nicht v�llig fremd, hat sie doch w�hrend l�ngerer Zeit mit der im gleichen Hause in Y.________ etablierten X.________ AG zusammengearbeitet und w�hrend geraumer Zeit ihre Praxis mit einer von ihr angestellten Assistenz�rztin gef�hrt. Ganz abgesehen davon hat ihr Vater w�hrend einer gewissen Zeit mit ihr zusammen ebenfalls die Praxis gemeinsam gef�hrt. Damit erscheint es als durchaus m�glich, dass die Fixkosten einer Gemeinschaftspraxis gegen�ber den Fixkosten einer Alleinpraxis mit Vollpensum des Praxisinhabers geringer ausfallen. Sollten trotzdem wegen der bloss h�lftigen Arbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin verh�ltnism�ssig h�here Kosten resultieren, so kann davon ausgegangen werden, dass sie jedenfalls das am Zentralwert von Fr. 175'000.- bemessene halbe Reineinkommen von Fr. 87'500.- nicht in einem Masse reduzieren, dass nurmehr ein Einkommen von weniger als Fr. 58'000.- (gerundet) als untere Grenze f�r eine ganze IV-Rente �brig bleibt.
III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft, der Ausgleichskasse Basel-Stadt und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung