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Timestamp: 2016-10-25 06:43:40
Document Index: 364094803

Matched Legal Cases: ['Art. 53', 'Art. 53', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 85', 'Art. 88', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 25', 'BGE', 'Art. 53', 'Art. 53', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 53', 'Art. 25', 'Art. 1', 'Art. 88', 'Art. 77', 'in fine', 'Art. 77', 'in casu', 'Art. 99', 'Art. 25', 'Art. 25', 'BGE', 'BGE', 'Art. 25']

9C_870/2013 (29.04.2014)
9C_870/2013 � � Urteil vom 29. April 2014
Invalidenversicherung (Invalidenrente, prozessuale Revision, R�ckerstattung),
W.________ meldete sich am 28. September 2004 unter Hinweis auf starke Kopfschmerzen, pl�tzliche Schwindelanf�lle mit Brechreiz, Gef�hllosigkeit im Genick und stechende Schmerzen beim Drehen des Kopfes - bestehend seit einem (Reit-) Unfall vom 12. September 2002 - bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Schwyz f�hrte erwerbliche und medizinische Abkl�rungen durch und sprach mit Verf�gung vom 7. Dezember 2006 eine ganze Invalidenrente mit Wirkung ab 1. September 2003 zu. W.________ informierte die IV-Stelle am 23. Januar 2008 �ber die Aufnahme einer 20 %igen T�tigkeit bei der B.________ AG per 1. Januar 2008 und am 28. Mai 2010 �ber die Steigerung auf ein Pensum von 40 % per 1. M�rz 2010. Daraufhin setzte die IV-Stelle die Rente per 1. Oktober 2010 auf eine Dreiviertelsrente (zuz�glich einer Kinderrente f�r die am ........ geborene Tochter) herab (Verf�gung vom 30. August 2010).
Aufgrund eines anonymen Hinweises unterbreitete die IV-Stelle W.________ verschiedene Fragen (Schreiben vom 17. Oktober 2011), veranlasste eine Beweissicherung vor Ort mittels Observierung und Videoaufzeichnung an mehreren, teils aufeinanderfolgenden Tagen und reichte am 27. April 2012 bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz Strafanzeige gegen W.________ u.a. wegen des Verdachts auf Betrug ein. Mit Verf�gung vom 17. September 2012 sistierte die IV-Stelle die Invalidenrente. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz ab (Entscheid vom 6. Februar 2013). Die IV-Stelle unterbreitete die Akten dem Regionalen �rztlichen Dienst (RAD; Stellungnahme des Dr. med. R.________, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 8. M�rz 2013) und zog nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens mit Verf�gung vom 26. April 2013 die rentenzusprechenden Verf�gungen vom 7. Dezember 2006 und 30. August 2010 gem�ss Art. 53 Abs. 1 ATSG in Revision, ordnete die R�ckerstattung der ab 1. September 2003 ausgerichteten (noch zu beziffernden) Leistungen an und entzog einer Beschwerde die aufschiebende Wirkung. Mit Verf�gung vom 25. Juli 2013 setzte sie den R�ckforderungsbetrag auf Fr. 231'245.- fest und wies auf die M�glichkeit eines Erlassgesuches hin.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz vereinigte die von W.________ gegen die beiden Verf�gungen erhobenen Beschwerden und wies diese mit Entscheid vom 16. Oktober 2013 ab.
W.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie der Verf�gung vom 26. April 2013 beantragen. Eventualiter sei der Invalidit�tsgrad pro futuro neu festzusetzen, subeventualiter sei der R�ckforderungsbetrag neu zu berechnen. Zudem sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung betreffend die R�ckforderung zu erteilen.
Mit Verf�gung vom 17. Februar 2014 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt.
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber die Revision formell rechtskr�ftiger Verf�gungen und Einspracheentscheide gem�ss Art. 53 Abs. 1 ATSG (BGE 138 V 324 E. 3.2 S. 327 f.; 110 V 138 E. 2 S. 141; Urteil 9C_896/2011 vom 31. Januar 2012 E. 4, in: SVR 2012 IV Nr. 36 S. 140; vgl. auch Ulrich Meyer, Die Ab�nderung formell rechtskr�ftiger Verwaltungsverf�gungen in der Sozialversicherung, ZBl 1994 S. 337 ff., in: Ausgew�hlte Schriften, 2013, S. 117 ff., 132 f.) sowie �ber die R�ckerstattung unrechtm�ssig bezogener Leistungen (Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG) und die in der Invalidenversicherung geltende Spezialregelung des Art. 85 Abs. 2 i.V.m. Art. 88bis Abs. 2 IVV zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Zu erg�nzen ist, dass der R�ckforderungsanspruch mit dem Ablauf eines Jahres erlischt, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, sp�testens aber mit dem Ablauf von f�nf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG). Wird der R�ckerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, f�r welche das Strafrecht eine l�ngere Verj�hrungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massgebend (Art. 25 Abs. 2 Satz 2 ATSG). Bei den Fristen nach Art. 25 Abs. 2 ATSG handelt es sich um von Amtes wegen zu ber�cksichtigende Verwirkungsfristen (BGE 138 V 74 E. 4.1 S. 77 mit Hinweisen).
Das kantonale Gericht erwog, mit den Ergebnissen der Observation und der Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. med. R.________ vom 8. M�rz 2013 habe eine gen�gende Basis f�r Sachverhaltsfeststellungen betreffend den Gesundheitszustand und die Arbeitsf�higkeit vorgelegen, ferner habe die IV-Stelle die 90-t�gige Frist von Art. 53 Abs. 1 ATSG, welche mit dem Vorliegen der Stellungnahme des Dr. med. R.________ zu laufen begonnen habe, eingehalten. Aktenm�ssig sei eine Vielzahl gesch�ftlicher und privater Aktivit�ten des Beschwerdef�hrers nach dem Reitunfall belegt, welche mit den geltend gemachten gesundheitlichen Beschwerden schlichtweg nicht vereinbar seien. Daher best�nden keine Zweifel, dass er �ber den ganzen Zeitraum des Rentenbezugs in der Lage gewesen sei, vollzeitlich einer Erwerbst�tigkeit nachzugehen. Der Beschwerdef�hrer habe seine Gesch�ftsaktivit�ten (Pferdehandel, T�tigkeit bei der B.________ AG) der IV-Stelle nicht nur nicht gemeldet, vielmehr habe er diese mit Falschaussagen bewusst irregef�hrt. Auch die involvierten �rzte habe er durch Angabe von Einschr�nkungen bzw. Verschweigen von Aktivit�ten get�uscht. Daher seien die Aufhebung der Rente und die R�ckerstattung der unrechtm�ssig erwirkten Leistungen im angeordneten Umfang zu best�tigen.
Streitig ist zun�chst die r�ckwirkende Aufhebung der Invalidenrente gest�tzt auf Art. 53 Abs. 1 ATSG.
4.1.�Die Vorinstanz ist - was die beruflichen Aktivit�ten betrifft - aufgrund zahlreicher Indizien zum Schluss gelangt, der Beschwerdef�hrer sei ohne Unterbruch seit 2001 - und damit lange bevor er dies der IV-Stelle gemeldet habe - bei der B.________ AG t�tig gewesen und habe auch nach dem Reitunfall den Aufbau dieser Unternehmung vorangetrieben. Unter anderem st�tzte sie sich auf die Aussagen des Beschwerdef�hrers, welcher gegen�ber der Kantonspolizei Schwyz am ........ 2011 (im Rahmen einer Einvernahme betreffend eine Gew�sserverschmutzung) u.a. ausgesagt hatte, "seit 2001 betreibe er diese Firma", er sei "bei dieser Firma als Gesch�ftsf�hrer t�tig" (Fragen 2 und 3). Untermauert wird dies durch die gegen�ber dem Staatsanwalt gemachten Aussagen des ehemaligen (seit Januar 2003 bei der B.________ AG t�tigen) Mitarbeiters S.________. Dieser gab zu Protokoll, von 2003 bis zum 1. Mai 2004 habe der Beschwerdef�hrer die gesch�ftsleitenden Entscheide getroffen, in der Folgezeit dann sie beide gemeinsam (Einvernahme vom 24. September 2012, Frage 19). Nach dem Reitunfall habe der Beschwerdef�hrer manchmal am Morgen angerufen und gesagt, dass er etwas sp�ter komme, da es ihm nicht gut gehe. In all den Jahren sei dieser "trotzdem ein Power-Man" gewesen, habe immer alles gemacht, "war zu 100 % pr�sent bei der B.________" (Frage 26). Zu den Arbeitszeiten legte der Befragte dar, sie h�tten jeweils um 8.00 Uhr angefangen und den Betrieb gegen 18.00 Uhr verlassen, in den ersten Jahren h�tten sie noch l�nger gearbeitet (Frage 51). Im angefochtenen Entscheid werden zahlreiche weitere Indizien aufgef�hrt, welche f�r eine (leitende) T�tigkeit bei der B.________ AG vor Januar 2008 sprechen, bspw. dass der Beschwerdef�hrer seit mindestens 2003 eine gesch�ftliche E-Mail-Adresse und ab 2004 eine Generalvollmacht f�r das Unternehmen besass, dass die Briefpost der AG an das Postfach des Beschwerdef�hrers geliefert wurde, dass er seit 2002 diverse Ausgaben (Benzinkosten, Restaurantausgaben, einen Autokauf im Jahr 2003) �ber die Aktiengesellschaft abwickelte und dass er Lohnbescheinigungen der B.________ AG pro 2002, 2003 und 2005 sowie Steuerunterlagen pro 2005 unterzeichnete. Aussagekr�ftig ist ferner der Umstand, dass der Beschwerdef�hrer am 20. und 29. Dezember 2006 Auftragsbest�tigungen der Unternehmung mitunterschrieb, in der Folge mit dem technischen Leiter der B.________ AG nach Islamabad (Pakistan) flog und bei der Auslieferung eines Generators dabei war. Weiter w�rdigte die Vorinstanz eine Notiz vom 3. Juli 2007, wonach der Beschwerdef�hrer mit einem an einer B.________-Anlage interessierten Kunden gesprochen und diesen - zusammen mit einem Mitarbeiter - noch in der selben Woche in Deutschland besucht habe.
Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Annahme des kantonalen Gerichts, er habe seit 2001 f�r die B.________ AG gearbeitet, sei willk�rlich. Indessen lassen die vorgebrachten Einw�nde die vorinstanzliche Beweisw�rdigung nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen. Gegenteils sprechen die hievor genannten Umst�nde, insbesondere die (voll-) zeitliche Pr�senz im Unternehmen, das Auftreten gegen Aussen als Organ (Unterzeichnung von Lohnbescheinigungen, Steuerunterlagen und Vertr�gen), der Besuch von Kunden und die Anwesenheit bei der Auslieferung von Maschinen sowie die Aussagen des ehemaligen Mitarbeiters S.________ eindeutig gegen die Annahme, der Beschwerdef�hrer habe in der Zeit vor 2008 nur als "Geldgeber" fungiert. Die in weiten Teilen appellatorische Kritik, von Arbeit k�nne "keine Rede sein", er habe beim Kauf des B.________-Generators (im Juli 2007) "lediglich mitgewirkt", sei "einfach anwesend" gewesen, erscheint unglaubhaft und muss als Schutzbehauptung verworfen werden. Auch im Umstand, dass die Vorinstanz die Aussagen des S.________ (implizit) als beweiskr�ftig eingestuft hat, kann keine offensichtlich unhaltbare, d.h. willk�rliche (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56; BGE 135 V 2 E. 1.3 S. 4 f.) Beweisw�rdigung erblickt werden, zumal viele seiner Angaben (bspw. dass der Beschwerdef�hrer konstant im Betrieb anwesend gewesen sei) inzwischen best�tigt wurden bzw. nicht mehr bestritten werden.
4.2.�Sodann stellte das kantonale Gericht mit Blick auf die Aktivit�ten des Beschwerdef�hrers fest, dieser habe sich gegen�ber den �rzten anders pr�sentiert als im Alltag. Im Zeitraum vom 16. September 2002 - nota bene nur vier Tage nach dem Reitunfall - bis zum 10. Oktober 2002 habe er mit der Gesch�fts-Eurocard seines ehemaligen Unternehmens Benzin im Betrag von Fr. 714.25 bezogen, was rege Autofahrten belege und mit den gesundheitlichen Beschwerden nach dem Unfall nicht vereinbar sei (selbst wenn, wie geltend gemacht, der Bruder das Auto gelenkt haben sollte). Dasselbe gelte f�r den Umstand, dass er eine auf ihn lautende Kreditkarte am 6. Oktober in Hamburg und Fulda, am 7. Oktober in Bremen und Hamburg, am 8. Oktober in Walenstadt, am 19. Oktober in Sargans, am 20. Oktober in Martina und am 27. Oktober 2002 in Scuol verwendet habe. Ferner sei er gem�ss der Zeugin T.________ u.a. im Winter nach dem Unfall mit ihr Skifahren gegangen (Einvernahmeprotokoll vom ........ 2013, Frage 12). Ebenfalls f�r eine gute gesundheitliche Verfassung spreche, dass der Beschwerdef�hrer im Zeitraum 2003-2012 nur �usserst selten (bspw. 2003, 2004 und 2006 nur je einmal) Medikamente �ber seine Krankenkasse abgerechnet und die Analyse der am 11. September 2012 sichergestellten Haarprobe ergeben habe, dass der Beschwerdef�hrer �ber Monate keine Schmerzmittel oder Psychopharmaka konsumiert hatte. Generell sei �ber die Jahre eine rege Reiset�tigkeit ausgewiesen (in der Schweiz, Deutschland, �sterreich, Italien, Kanada, Pakistan, Ungarn, Dubai, Frankreich, Brasilien etc.). In diesem Zusammenhang falle auf, dass der Beschwerdef�hrer am 15. Mai 2007 gegen�ber seinen Therapeuten ausgesagt habe, das Leben reduziere sich auf Schmerzreduktion, weil der Schmerz allgegenw�rtig sei, er aber �ber den ganzen Monat - vor und nach dem Therapietermin - eine ausgedehnte Reiset�tigkeit (Belfast [Nordirland], Dublin [Irland], Lechwiesen, M�nchen, Marklkofen und Dingolfing [Deutschland], Muralto und Tenero [Tessin]) entfaltet habe. Des Weiteren habe er angegeben, dass er nicht mehr so weit Autofahren k�nne, obschon er im Zeitraum der Observierung sein Fahrzeug vom Wohnort im Bezirk M.________ �ber Sargans nach �sterreich habe lenken k�nnen.
Der Beschwerdef�hrer vermag nichts darzutun, was die Feststellungen des kantonalen Gerichts zum nicht aufl�sbaren Widerspruch zwischen den aktenkundigen Aktivit�ten und den gegen�ber den �rzten gemachten Angaben als bundesrechtswidrig erscheinen liesse. Soweit er einzelne Aktivit�ten in Frage stellt, bspw. ob er am Maserati-Snowtraining vom ........ nur als Zuschauer oder als Fahrer (so die Vorinstanz mit Hinweis auf ein Diplom) teilgenommen habe, so ist dies von vornherein ungeeignet, die Vielzahl der Indizien, welche gegen das Vorhandensein der geschilderten, jegliche berufliche T�tigkeiten verunm�glichende Einschr�nkungen sprechen, in Zweifel zu ziehen.
4.3.�Was die medizinische W�rdigung der Aktenlage anbelangt, st�tzte sich die Vorinstanz auf die Stellungnahme des Dr. med. R.________ vom 8. M�rz 2013. Dieser konstatierte, der Beschwerdef�hrer sei gem�ss Zeugenaussagen jeden Winter Skifahren gegangen, was zu den bei der rheumatologischen Begutachtung im Juni 2003 angegebenen Beschwerden im Widerspruch stehe. Ferner lasse sich das mittelschwere bis schwere depressive Beschwerdebild nicht vereinbaren mit dem Umstand, dass der Beschwerdef�hrer mutmasslich in der gleichen Zeit seinen Betrieb aufgebaut und wahrscheinlich gef�hrt habe und dass er mehrmals nach Deutschland und in andere L�nder gefahren sei. Die durch lic. phil. H.________ postulierten mittelschweren neuropsychologischen Einschr�nkungen st�nden sowohl dem regelm�ssigen Autofahren als auch der Leitung eines Unternehmens entgegen. Ferner sei unwahrscheinlich, dass ein schwer depressiver Mensch zwischendurch stimmungsm�ssig derart stark aufhelle, wie dies auf den bei der Hausdurchsuchung gefundenen Fotografien zum Ausdruck komme. Zusammenfassend sei davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer die behandelnden bzw. begutachtenden �rzte �ber Jahre hinweg get�uscht habe, indem er Beschwerden und funktionelle Einschr�nkungen geschildert und ein Bild pr�sentiert habe, welche in sehr grossem Widerspruch zu seinem tats�chlichen Befinden gestanden h�tten. Mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit liege seit dem Reitunfall eine systematische, intentionale Simulation vor. Es sei davon auszugehen, dass nie eine IV-relevante Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit vorgelegen habe.
Der Beschwerdef�hrer wendet ein, der Bericht des Dr. med. R.________ sei nicht beweiskr�ftig, zumal der RAD-Psychiater keine eigene Untersuchung durchgef�hrt habe und 10 Jahre mittels "Ferndiagnose" beurteile. Diese R�ge dringt nicht durch. Rechtsprechungsgem�ss k�nnen die Ergebnisse einer zul�ssigen �berwachung zusammen mit einer �rztlichen Aktenbeurteilung grunds�tzlich geeignet sein, eine gen�gende Basis f�r Sachverhaltsfeststellungen betreffend den Gesundheitszustand und die Arbeitsf�higkeit zu bilden (BGE 137 I 327 E. 7.1 S. 337 mit Hinweisen). Zwar ist davon auszugehen, dass die Ergebnisse einer �berwachung in der Regel (d.h. soweit ein labiles, Ver�nderungen unterworfenes Beschwerdebild in Frage steht) nicht hinreichende Grundlage f�r eine retrospektive Beurteilung �ber mehrere Jahre bilden k�nnen. Vorliegend st�tzt sich der RAD-Psychiater jedoch nicht allein auf die Observationsergebnisse, vielmehr liegen seiner Einsch�tzung umfangreiche, von der Staatsanwaltschaft teilweise aufbereitete Beweismittel (Fotografien, Zeugenaussagen, gesch�ftliche Unterlagen, Kreditkartenabrechnungen und darauf basierende Bewegungsprofile etc.) zugrunde, welche den ganzen hier massgebenden Zeitraum beschlagen. Unter diesen Umst�nden ist die Beurteilung des Dr. med. R.________ nicht zu beanstanden.
4.4.�Zusammenfassend ist die Vorinstanz gest�tzt auf die Beurteilung des Dr. med. R.________ sowie unter W�rdigung der beruflichen, sozialen und privaten Aktivit�ten nicht in Willk�r verfallen, indem sie annahm, der Beschwerdef�hrer sei seit September 2003 (Beginn des Rentenanspruchs) ununterbrochen in der Lage gewesen, vollzeitlich eine Erwerbst�tigkeit auszu�ben. Gest�tzt auf die Abkl�rungen, die nach der Beweissicherung vor Ort vorgenommen wurden, stellt der Umstand, dass der Beschwerdef�hrer in der Lage war und ist, vollzeitlich eine Erwerbst�tigkeit auszu�ben, eine neue Tatsache im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG dar, welche eine prozessuale Revision der rentenzusprechenden Verf�gungen rechtfertigt. Wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, wurde die 90-t�gige Revisionsfrist, welche mit dem Bericht des Dr. med. R.________ vom 8. M�rz 2013 zu laufen begann (Urteil 8C_434/2011 vom 8. Dezember 2011 E. 4.2, in: SVR 2012 UV Nr. 17 S. 63), mit Erlass der Verf�gung vom 26. April 2013 gewahrt. Die r�ckwirkende Aufhebung der rentenzusprechenden Verf�gungen h�lt somit vor Bundesrecht stand.
Schliesslich hat die Vorinstanz die R�ckforderung der zu Unrecht bezogener Rentenbetreffnisse in der H�he von Fr. 231'245.- gem�ss Verf�gung der IV-Stelle vom 25. Juli 2013 f�r den Zeitraum vom 1. September 2003 bis zum 30. September 2012 best�tigt.
5.1.�Eine r�ckwirkende Aufhebung oder Berichtigung der Invalidenrente (ex tunc) und damit verbunden die - von der IV-Stelle hier mit Verf�gung vom 26. April 2013 angeordnete - R�ckerstattung unrechtm�ssig bezogener Rentenbetreffnisse (Art. 25 Abs. 1 erster Satz ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG) greifen dann Platz, wenn der Tatbestand des Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV erf�llt ist. Danach erfolgt die Herabsetzung oder Aufhebung einer Invalidenrente r�ckwirkend vom Eintritt der f�r den Anspruch erheblichen �nderung an, wenn die unrichtige Ausrichtung der Leistung darauf zur�ckzuf�hren ist, dass der Bez�ger sie unrechtm�ssig erwirkt hat oder der ihm gem�ss Art. 77 IVV zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist.
5.2.�Soweit die Vorinstanz eine Meldepflichtverletzung dergestalt bejahte, als der Beschwerdef�hrer seine Pferdehandelsaktivit�ten nicht gemeldet habe (E. 3.3.4 in fine des angefochtenen Entscheids), kann dem nicht beigepflichtet werden. Aktenkundig sind allein Aktivit�ten zwischen dem 26. Juli 2003 (Verkauf des Pferds "A.________") und dem 1. Mai 2004 (Kauf der Pferde "C.________" und "P.________"). Weil diese allesamt vor der Leistungszusprechung vom 7. Dezember 2006 stattgefunden haben und die Meldepflicht das Stadium des laufenden Rentenbezugs betrifft, ist der Anwendung des Art. 77 IVV in casu von vornherein der Boden entzogen ( ULRICH MEYER, Bundesgesetz �ber die Invalidenversicherung, 2. Aufl. 2010, S. 468 mit Hinweis auf Urteil I 178/92 vom 27. Oktober 1993 E. 2a).
Zur alternativen Voraussetzung der unrechtm�ssigen Erwirkung der Rentenleistungen erwog das kantonale Gericht, der Beschwerdef�hrer habe den �rzten seine umfangreichen beruflichen und privaten Aktivit�ten verschwiegen und sie �ber seine gesundheitliche Situation get�uscht (E. 3.4-3.5 des angefochtenen Entscheids). Dem ist beizupflichten. In der Tat pr�sentierte sich der Beschwerdef�hrer gegen�ber der IV-Stelle (vgl. die in der IV-Anmeldung erw�hnten Einschr�nkungen) und den �rzten als Mensch, welcher unter st�ndigen, schweren Beschwerden leidet, welche praktisch s�mtliche Aktivit�ten verunm�glichen ("Zum Zeitpunkt der Untersuchung klagt der Patient �ber andauernde Kopf- und Nackenschmerzen"; "Den Tag verbringt er mehr oder weniger zu Hause, geht etwas spazieren, aber auch da hat er Schmerzen"; Dann gehe er h�ufig nach Bad Ragaz zum Baden [...], sonst mache er n�d"; Untersuchung des Prof. Dr. med. A.________ vom 27. April 2004 S. 4 und 8). Dass er massgeblich am Aufbau und Betrieb der B.________ AG beteiligt war und dabei faktisch in einem Vollpensum arbeitete, verschwieg er. Auch t�uschte er die IV-Stelle �ber seine Funktion bzw. das tats�chliche Ausmass seiner Aktivit�ten, als er mit Schreiben vom 23. Januar 2008 angab, lediglich als "Sachbearbeiter" in einem 20 %-Pensum angestellt zu sein, hatte er doch vielmehr eine Organstellung inne und �bte diese auch aus. Selbst auf ausdr�ckliche Nachfrage der IV-Stelle hin zu seiner Rolle bei der B.________ AG (Fragebogen vom 17. Oktober 2011) gab er wahrheitswidrig Auskunft. Namentlich verneinte er die Frage nach einer finanziellen Beteiligung am Unternehmen (Antwortschreiben vom 15. November 2011), obschon er von Anfang an (massgeblicher) Geldgeber dieser Unternehmung war (Einvernahme vom 23. Oktober 2012, Fragen 118 und 166 f.; vgl. auch Kontodetail 2075 - Darlehen W.________). Unter diesen Umst�nden kann letztlich offen bleiben, ob er auch hinsichtlich der Aktienverh�ltnisse die Unwahrheit gesagt hat. So oder anders vermag sich der Beschwerdef�hrer mit dem letztinstanzlich aufgelegten Auszug aus dem Aktienbuch der B.________ AG - soweit es sich nicht ohnehin um ein unzul�ssiges Novum handelt (Art. 99 Abs. 1 BGG) - nicht vom Vorwurf der T�uschung bzw. Falschaussage zu entlasten. Mithin ist erstellt, dass der Beschwerdef�hrer die Rentenleistungen durch Vort�uschung eines invalidisierenden Gesundheitszustands bzw. durch unzutreffende Angaben �ber seine Erwerbst�tigkeit unrechtm�ssig erwirkte. Damit ist die verf�gte R�ckerstattung der unrechtm�ssig bezogenen Leistungen im Grundsatz bundesrechtskonform. Nachfolgend bleibt zu pr�fen, ob die Verwirkungsfristen gem�ss Art. 25 Abs. 2 ATSG eingehalten wurden.
5.3.�Die einj�hrige relative Frist wurde - da bereits die 90-t�gige Frist gewahrt worden ist (E. 4.4 hievor) - selbstredend eingehalten. Umstritten ist, ob auch die absolute Verwirkungsfrist von f�nf Jahren nach Entrichtung der einzelnen Leistung eingehalten wurde. Der Eintritt der Verwirkung wurde mit Vorbescheid vom 8. M�rz 2013, welcher die zur�ckzuerstattenden Leistungen zeitlich genau angab, gehemmt (Urteil 8C_699/2010 vom 8. Februar 2011 E. 2 und 5.1, in: SVR 2011 IV Nr. 52 S. 155), womit grunds�tzlich die ab 9. M�rz 2008 erbrachten Leistungen zur�ckgefordert werden k�nnen. Indes wurden die ersten Rentenbetreffnisse (f�r die Zeit von September 2003 bis Dezember 2006) bereits im Dezember 2006 ausbezahlt (Verf�gung vom 7. Dezember 2006). Eine R�ckforderung s�mtlicher ausbezahlter Leistungen setzt daher voraus, dass eine l�ngere strafrechtliche Frist zur Anwendung gelangt (Art. 25 Abs. 2 Satz 2 ATSG; E. 2 hievor).
Liegt bereits ein verurteilendes oder freisprechendes Strafurteil vor, so ist die �ber den R�ckforderungsanspruch befindende Beh�rde daran gebunden. Dasselbe gilt f�r eine Einstellungsverf�gung der zust�ndigen strafrechtlichen Untersuchungsbeh�rden, wenn sie die gleiche definitive Wirkung wie ein freisprechendes Urteil hat. Fehlt es indessen an einem Strafurteil, haben die Verwaltung und gegebenenfalls das Sozialversicherungsgericht vorfrageweise selber dar�ber zu befinden, ob sich die R�ckforderung aus einer strafbaren Handlung herleite und der T�ter daf�r strafbar w�re (BGE 138 V 74 E. 6.1 S. 80 f. mit Hinweisen). Im hier zu beurteilenden Fall liegt noch kein Strafurteil vor (offenbar hat die Staatsanwaltschaft am 31. Oktober 2013 beim Strafgericht Schwyz Anklage wegen Betrugs erhoben; Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin vom 22. Januar 2014). Die Vorinstanz hat weder das Verfahren bis zum Vorliegen eines Strafurteils sistiert (Urteil H 147/89 vom 22. April 1991 E. 3b, nicht publ. in: BGE 117 V 131, aber in: ZAK 1991 S. 364) noch eine vorfrageweise Pr�fung vorgenommen, ob sich die R�ckforderung aus einer strafbaren Handlung herleitet. Mithin fehlt es an Feststellungen zur Frage der allenfalls l�ngeren strafrechtlichen Frist. Weil in den amtlichen Akten offensichtlich nur ein Teil der Unterlagen der Staatsanwaltschaft vorhanden ist (der Beschwerdef�hrer reichte im vorinstanzlichen Verfahren weitere Einvernahmeprotokolle zu den Akten), dr�ngt sich die R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zur Pr�fung dieser Frage - nach Vervollst�ndigung der Akten - auf. Sollte feststehen, dass in absehbarer Zeit ein Strafurteil gef�llt wird, w�re gegebenenfalls eine Verfahrenssistierung in Betracht zu ziehen (erw�hntes Urteil H 147/89 E. 3b).
5.4.�Nach dem Gesagten ist der angefochtene Entscheid insoweit bundesrechtskonform, als die r�ckwirkende Aufhebung der rentenzusprechenden Verf�gungen sowie die R�ckforderung der zu Unrecht bezogenen Leistungen innerhalb der f�nfj�hrigen Frist (Art. 25 Abs. 2 Satz 1 ATSG) best�tigt wurde. Da aus den Akten nicht hervorgeht, wann die einzelnen Rentenbetreffnisse ausgerichtet wurden, hat die Vorinstanz den R�ckforderungsbetrag f�r die Zeit vom 9. M�rz 2008 bis zum 30. September 2012 (vgl. R�ckforderungsverf�gung vom 25. Juli 2013) in masslicher Hinsicht festzusetzen. Was die R�ckforderung der vor dem 9. M�rz 2008 (E. 5.3 hievor) entrichteten Leistungen betrifft, ist der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zur Pr�fung der Anwendbarkeit einer l�ngeren strafrechtlichen Verj�hrungsfrist sowie zum neuen Entscheid an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositiv-Ziffer 1 des Entscheids des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 16. Oktober 2013 wird insoweit aufgehoben, als die Sache an das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz zur�ckgewiesen wird, damit es den R�ckforderungsbetrag f�r die Zeit vom 9. M�rz 2008 bis zum 30. September 2012 festsetze und im Sinne der Erw�gungen �ber den R�ckforderungsanspruch f�r die Zeit vor dem 9. M�rz 2008 neu entscheide. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.- werden zu Fr. 500.- dem Beschwerdef�hrer und zu Fr. 300.- der Beschwerdegegnerin auferlegt.