Source: https://www.lecturio.de/jura/strafrecht-at-grundwissen3.vortrag
Timestamp: 2020-07-04 09:28:29
Document Index: 213701999

Matched Legal Cases: ['§ 323', '§ 212', '§ 323', '§ 212', '§ 212', '§ 154']

Strafrechtliches Grundwissen Teil 3 - Strafrecht AT – Online Video
Die unterschiedlichen Deliktsarten und die Auswirkung der Unterscheidung auf Klausuraufbau, Täterschaft, Teilnahme, Versuch und Strafzumessung
Die unterschiedlichen Deliktsarten und die Auswirkung der Unterscheidung auf Klausuraufbau, Täterschaft, Teilnahme, Versuch und Strafzumessung von RA Stefan Koslowski
Der Vortrag „Die unterschiedlichen Deliktsarten und die Auswirkung der Unterscheidung auf Klausuraufbau, Täterschaft, Teilnahme, Versuch und Strafzumessung“ von RA Stefan Koslowski ist Bestandteil des Kurses „Einführung und Systematik des Strafrechts“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Vorsatzdelikte – Fahrlässigkeitsdelikte
Erfolgsdelikte – Tätigkeitsdelikte
Begehungsdelikte – Unterlassungsdelikte
Vollendungsdelikte – Versuchsdelikte
Verbrechen – Vergehen
Verletzungsdelikte – Gefährdungsdelikte
Zustandsdelikte – Dauerdelikte
Allgemeindelikte – Sonderdelikte
Eigenhändige Delikte – Nicht eigenhändige Delikte
Wahndelikte – Untauglicher Versuch
Quiz: Einordnung von Tatbeständen
Welche Voraussetzungen müssen bei einem Erfolgsdelikt im Gegensatz zu einem Tätigkeitsdelikt zusätzlich geprüft werden?
Die objektive Zurechenbarkeit des Taterfolgs
Die Kausalität zwischen Tathandlung und Taterfolg
Die eigenhändige Herbeiführen des Taterfolges
Den Eintritt eines bestimmten Taterfolges
Die besondere Subjektqualität des Täters
Das Unterlassen ist bei echten Unterlassungsdelikten bereits im Tatbestand näher beschrieben (bspw. § 323c StGB)
Unechte Unterlassungsdelikte sind eigentlich Begehungsdelikte, die aber bei Vorliegen einer Garantenstellung auch durch Unterlassen begangen werden können. Das Unterlassen ist aber nicht bereits im Tatbestand selbst umschrieben (bspw. §§ 212,13 StGB)
Das Unterlassen ist bei unechten Unterlassungsdelikten bereits im Tatbestand näher beschrieben (bspw. § 323c StGB)
Echte Unterlassungsdelikte sind eigentlich Begehungsdelikte, die aber bei Vorliegen einer Garantenstellung auch durch Unterlassen begangen werden können. Das Unterlassen ist aber nicht bereits im Tatbestand selbst umschrieben (bspw. §§ 212,13 StGB)
Echte Unterlassungsdelikte sind eigentlich Begehungsdelikte, die aber auch ohne das Vorliegen einer Garantenstellung auch durch Unterlassen begangen werden können. Das Unterlassen ist aber nicht bereits im Tatbestand selbst umschrieben (bspw. §§ 212 StGB)
Ist der Versuch eines jeden Delikts immer strafbar?
Der Versuch von Verbrechen ist immer strafbar
Der Versuch eines Vergehens ist nur dann strafbar, wenn der Gesetzgeber dies ausdrücklich geregelt hat
Sowohl der Versuch eines Verbrechens als auch eines Vergehens sind nur dann strafbar, wenn der Gesetzgeber dies ausdrücklich geregelt hat
Versuchstatbestände sind immer separat und ausdrücklich geregelt. Es gibt hierzu keine allgemeine Aussage
Der Versuch eines Vergehens ist nur dann strafbar, wenn die Mindestfreiheitsstrafe 1 Jahr beträgt
Verbrechen sind Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind
Vergehen sind Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von unter Jahr oder mit Geldstrafe bedroht sind
Für die Einteilung in Verbrechen oder Vergehen sind Schürfungen oder Minderungen, die nach den Regelungen des allgemeinen Teils oder für besonders schwere oder minder schwere Fälle vorgesehen sind nicht zu berücksichtigen
Vergehen sind Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind
Für die Einteilung in Verbrechen oder Vergehen sind Schärfungen oder Minderungen, die nach den Regelungen des allgemeinen Teils oder für besonders schwere oder minder schwere Fälle vorgesehen sind zu berücksichtigen
Der Meineid nach § 154 ist ein eigenhändiges Delikt
Eigenhändige Delikte setzen voraus, dass der Täter die Tat persönlich ausführt
Anstiftung und Beihilfe sind auch in Bezug auf eigenhändige Delikte möglich
Mittäterschaft oder mittelbare Täterschaft an eigenhändigen Delikten sind nicht möglich
In Bezug auf eigenhändige Delikte sind nur Anstiftung und Mittäterschaft möglich
Bei echten Unternehmensdelikten fallen der Zeitpunkt des Versuchs und der Vollendung zusammen
Von Unternehmensdelikten kann man nicht zurücktreten
Bei Unternehmensdelikten fallen der Zeitpunkt der Vollendung und der Beendigung zusammen
Bei Unternehmensdelikten gibt es nur die Möglichkeit des Rücktritts vom unbeendeten Versuch
Dozent des Vortrages Die unterschiedlichen Deliktsarten und die Auswirkung der Unterscheidung auf Klausuraufbau, Täterschaft, Teilnahme, Versuch und Strafzumessung