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Timestamp: 2016-10-01 07:01:13
Document Index: 93155859

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 89', 'Art. 9', 'Art. 26', 'Art. 3', 'Art. 46', 'Art. 95', 'Art. 42', 'Art. 86', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 26', 'Art. 21', 'Art. 29', 'Art. 21', 'Art. 26', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 5', 'Art. 52', 'Art. 29', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 52', 'Art. 5', 'Art. 29', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 66', 'Art. 68']

1C_495/2015 � � Urteil vom 1. Februar 2016
Baubewilligungsbeh�rde,
Die A.________ AG ist Eigent�merin der an die Kantonsstrasse - n�mlich die Bernstrasse - grenzenden Parzelle Nr. 508 in Wichtrach. Mit Gesamtbauentscheid vom 2. Februar 2011 erteilte das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland der A.________ AG unter Auflagen und Bedingungen die Bewilligung f�r den Aufbau eines Wohn- und Gewerbehauses auf ein bestehendes Untergeschoss auf dem s�dlichen Teil der genannten Parzelle.
Nach der Realisierung des Bauprojekts stellte die Einwohnergemeinde Wichtrach fest, dass bei der Umgebungsgestaltung vom bewilligten Projekt abgewichen worden ist bzw. dass nicht alle mit dem Gesamtbauentscheid verkn�pften Auflagen umgesetzt worden sind. Zum einen ist ein projektierter Gr�nstreifen mit der geforderten niederen Bepflanzung entlang der Kantonsstrasse nicht angelegt worden, zum anderen sind im Bereich der parallel zur Kantonsstrasse liegenden Bauverbotszone in Missachtung einer entsprechenden Auflage zeitweise Motorfahrzeuge ausgestellt worden. Die Einwohnergemeinde Wichtrach verf�gte gegen�ber der A.________ AG am 7. Januar 2014 unter Androhung der Ersatzvornahme die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands, namentlich die Realisierung des Gr�nstreifens mit niederer Bepflanzung entlang der Kantonsstrasse sowie die Umsetzung der Auflage, wonach im Bauverbotsstreifen von f�nf Metern parallel zum Fahrbahnrand keine die Sicht behindernden Bepflanzungen, Einfriedungen, Ablagerungen und Einrichtungen stehen d�rfen bzw. wonach der Bauverbotsstreifen auch nicht durch weitere Zufahrten, Parkpl�tze oder eine andere Vorplatzgestaltung ver�ndert werden darf. Weiter hielt die Gemeinde in der Verf�gung fest, die Pflicht zur Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands werde aufgeschoben, wenn innert der gegen die Wiederherstellungsverf�gung laufenden Rechtsmittelfrist ein nachtr�gliches Baugesuch eingereicht werde.
Gegen die Wiederherstellungsverf�gung der Einwohnergemeinde Wichtrach erhob die A.________ AG Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE). Sie beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verf�gung und eventualiter, es sei das gleichzeitig eingereichte Baugesuch f�r neun Abstellpl�tze zur Pr�sentation von zum Verkauf vorgesehenen Motorfahrzeugen gutzuheissen. Die BVE teilte der A.________ AG mit, sie m�sse sich entscheiden, ob sie ein nachtr�gliches Baugesuch einreichen wolle oder ob sie die Beschwerde gegen die Wiederherstellungsverf�gung behandelt haben wolle. Sie forderte die A.________ AG auf, mitzuteilen, ob das nachtr�gliche Baugesuch an die Gemeinde weitergeleitet werden solle oder ob an der Beschwerde gegen die Wiederherstellungsverf�gung festgehalten werde. In der Folge teilte die A.________ AG der BVE mit, dass in jedem Fall zuerst das Hauptbegehren zu beurteilen sei. Mit Entscheid vom 18. September 2014 wies die BVE die Beschwerde der A.________ AG ab, soweit sie darauf eintrat.
Gegen den Entscheid der BVE erhob die A.________ AG Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit dem Antrag, der angefochtene, die Wiederherstellungsverf�gung best�tigende Entscheid sei aufzuheben. Eventualiter sei das gleichzeitig mit der Beschwerde an die BVE eingereichte nachtr�gliche Baugesuch an die zust�ndige Baubewilligungsbeh�rde weiterzuleiten. Mit Urteil vom 17. August 2015 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.
Gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 17. August 2015 hat die A.________ AG am 23. September 2015 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht erhoben. Sie beantragt die Aufhebung des angefochtenen Urteils sowie der Wiederherstellungsverf�gung der Gemeinde Wichtrach vom 7. Januar 2014 und des Beschwerdeentscheids der BVE vom 18. September 2014. Eventualiter sei auf das nachtr�gliche Baugesuch einzutreten und die Sache zur Beurteilung an die Baubewilligungsbeh�rde zur�ckzuweisen.
Die Einwohnergemeinde Wichtrach beantragt Beschwerdeabweisung. Die BVE und die Vorinstanz beantragen unter Hinweis auf das angefochtene Urteil ebenfalls die Abweisung der Beschwerde. Mit Eingabe vom 24. November 2015 h�lt die Beschwerdef�hrerin an ihrer Beschwerde fest.
1.1.�Mit dem angefochtenen Urteil sch�tzt das Verwaltungsgericht die Anordnung der Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands im Zusammenhang mit einem Bauprojekt. Die Beschwerde richtet sich somit gegen einen kantonal letztinstanzlichen Endentscheid in einer �ffentlich-rechtlichen Angelegenheit, gegen den die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten grunds�tzlich offen steht (vgl. Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 sowie Art. 90 BGG). Die Beschwerdef�hrerin, welche am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat, ist als Adressatin des angefochtenen Urteils und als Eigent�merin der Parzelle, welche von der Wiederherstellungsverf�gung betroffen ist, beschwerdelegitimiert (vgl. Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf die Beschwerde ist grunds�tzlich einzutreten (vgl. aber E. 2 hiernach).
1.2.�Die Beschwerdef�hrerin beantragt, es seien Parteibefragungen, Zeugeneinvernahmen und ein Augenschein durchzuf�hren. Diese Antr�ge sind abzuweisen, weil sich der f�r den vorliegenden Entscheid rechtlich relevante Sachverhalt mit hinreichender Klarheit aus den Akten ergibt und nicht ersichtlich ist, inwiefern die Abnahme weiterer Beweise zus�tzliche entscheidwesentliche Erkenntnisse liefern k�nnten.
2.1.�Der Gesamtbauentscheid vom 2. Februar 2011 wurde nicht angefochten und ist mitsamt den damit verbundenen Auflagen und Bedingungen in Rechtskraft erwachsen. Die Beschwerdef�hrerin erhebt verschiedene R�gen, die nicht auf die �berpr�fung der Anordnung der Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands abzielen, sondern auf eine �berpr�fung des Gesamtbauentscheids vom 2. Februar 2011 bzw. der damit verbundenen Auflagen und Bedingungen hinauslaufen. Insoweit ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Nicht weiter einzugehen ist insbesondere auf die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin, wonach die in der Wiederherstellungsverf�gung angesprochenen Abstellpl�tze ihrer Ansicht nach gar nicht bewilligungspflichtig waren bzw. wonach ihr diese unter Ber�cksichtigung der aus Art. 9 und Art. 26 BV fliessenden und in Art. 3 des Baugesetzes des Kantons Bern vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0) konkretisierten Besitzstandsgarantie h�tten bewilligt werden m�ssen.
2.2.�Die Beschwerdef�hrerin beanstandet, dass ihr gleichzeitig mit der Beschwerde an die BVE eingereichtes, nachtr�gliches Baugesuch bisher nicht behandelt worden sei. Die BVE und die Vorinstanz h�tten insoweit geltendes Recht verletzt.
Die BVE teilte der Beschwerdef�hrerin am 7. April 2014 mit, sie sei nicht zust�ndig, das nachtr�gliche Baugesuch als erste Instanz zu beurteilen, und die Beschwerdef�hrerin m�sse sich in Anwendung von Art. 46 Abs. 2 lit. b BauG entscheiden, ob das nachtr�gliche Baugesuch an die Gemeinde weitergeleitet werden solle oder ob sie stattdessen an der Beschwerde gegen die Wiederherstellungsverf�gung festhalten wolle. Diese kantonalrechtliche Regelung, wonach ein allf�lliges nachtr�gliches Baugesuch von den zust�ndigen Beh�rden zu pr�fen ist, bevor die Rechtsmittelbeh�rden die Anordnung der Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands �berpr�fen, erscheint denn auch sachlich gerechtfertigt und wird von der Beschwerdef�hrerin nicht in Frage gestellt.
Die Beschwerdef�hrerin bestand indessen ausdr�cklich darauf, dass die BVE zun�chst ihre Beschwerde gegen die Wiederherstellungsverf�gung behandle. Damit tat sie gleichzeitig kund, dass sie an der vorg�ngigen Pr�fung des nachtr�glichen Baugesuchs durch die zust�ndigen Beh�rden nicht interessiert war. Die Beschwerdef�hrerin legt in ihrer Beschwerde ans Bundesgericht nicht in gen�gender Weise dar, inwiefern die Nichtbehandlung bzw. Nichtweiterleitung des nachtr�glichen Baugesuchs durch die BVE und die Vorinstanz unter diesen Umst�nden bundesrechtswidrig oder sonst im Sinne von Art. 95 BGG rechtsverletzend gewesen sein soll. Insoweit ist auf die Beschwerde ebenfalls nicht einzutreten (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG).
2.3.�Nicht einzutreten ist schliesslich auf den Antrag der Beschwerdef�hrerin, das Bundesgericht solle auf das nachtr�gliche Baugesuch eintreten und die Sache an die Baubewilligungsbeh�rde zur�ckweisen. Dar�ber, wie ein nachtr�gliches Baugesuch zu behandeln gewesen w�re, hat die zust�ndige Baubewilligungsbeh�rde nicht entschieden, zumal ein nachtr�gliches Baugesuch bei der zust�ndigen Beh�rde gar nicht eingereicht worden ist (vgl. E. 2.2 hiervor). Insoweit liegt somit kein beim Bundesgericht anfechtbarer, kantonal letztinstanzlicher Entscheid im Sinne von Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG vor. Daran �ndert auch der Umstand nichts, dass sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid auf den Standpunkt stellte, ein bei der zust�ndigen Beh�rde eingereichtes nachtr�gliches Baugesuch w�re unter den gegebenen Umst�nden ohnehin nicht zul�ssig und nicht bewilligungsf�hig gewesen.
Die Beschwerdef�hrerin beanstandet die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung.
Zum Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) geh�rt das Recht des Betroffenen auf Abnahme der rechtzeitig und formrichtig angebotenen rechtserheblichen Beweismittel. Indes kann der Richter das Beweisverfahren schliessen, wenn die Antr�ge nicht erhebliche Tatsachen betreffen. Gleichermassen kann er Beweisantr�ge ohne Verletzung des rechtlichen Geh�rs ablehnen, wenn er aufgrund bereits abgenommener Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener antizipierter Beweisw�rdigung annehmen kann, dass seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 141 I 60 E. 3.3 S. 64 mit Hinweis).
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Vorinstanz habe in Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV die von ihr gestellten Beweisantr�ge abgewiesen. Wie die Vorinstanz im angefochtenen Urteil ausgef�hrt hat, ergab sich der rechtlich relevante Sachverhalt indessen in gen�gender Weise aus den ihr vorliegenden Akten. Soweit sich die Beweisantr�ge der Beschwerdef�hrerin �berhaupt auf den entscheidwesentlichen Sachverhalt bezogen, war nicht ersichtlich, welchen Erkenntnisgewinn die Abnahme weiterer Beweise - namentlich Parteibefragungen, Zeugeneinvernahmen oder ein Augenschein - h�tte bringen k�nnen, und durfte die Vorinstanz ohne Willk�r annehmen, dass ihre �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde. Die R�ge, die Abweisung der gestellten Beweisantr�ge verletze Art. 29 Abs. 2 BV, ist unbegr�ndet.
3.3.�Weiter bringt die Beschwerdef�hrerin vor, die Vorinstanz habe in tats�chlicher Hinsicht ausser Acht gelassen, dass auf dem Platz entlang der Kantonsstrasse schon fr�her Motorfahrzeuge abgestellt worden seien, dass die kommunalen Beh�rden davon Kenntnis gehabt h�tten und dass entsprechende Abstellpl�tze vor der Realisierung des Bauprojekts von den Beh�rden toleriert worden seien. Wie nachfolgend aufzuzeigen ist, sind diese Vorbringen f�r den Ausgang des Verfahrens nicht wesentlich (vgl. E. 6.3.2 hiernach), weshalb die Beschwerdef�hrerin mit der R�ge, die Vorinstanz habe den Sachverhalt insoweit offensichtlich unrichtig festgestellt, nicht durchzudringen vermag.
Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Einwohnergemeinde Wichtrach habe die Wiederherstellungsverf�gung vom 7. Januar 2014 getroffen, ohne sie vorg�ngig korrekt anzuh�ren. Die Vorinstanz habe zwar eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r bejaht, diese aber zu Unrecht als geheilt betrachtet und damit Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern vom 6. Juni 1993 (KV; SR 131.212) sowie Art. 21 ff. des Gesetzes des Kantons Bern �ber die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21) verletzt.
4.1.�Zum Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) geh�rt das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu �ussern (vgl. auch Art. 21 VRPG i.V.m. Art. 26 Abs. 2 KV).
Eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Geh�rs kann ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn der Mangel im Verfahren vor der Rechtsmittelinstanz kompensiert wird, die betroffene Person namentlich die M�glichkeit erh�lt, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu �ussern, welche die von der Geh�rsverletzung betroffenen Aspekte mit derselben Kognition �berpr�fen kann wie die untere Instanz. Unter dieser Voraussetzung ist dar�ber hinaus - im Sinne einer Heilung des Mangels - selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r von einer R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die R�ckweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unn�tigen Verz�gerungen f�hren w�rde, die mit dem (der Anh�rung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer bef�rderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren w�ren (BGE 138 II 77 E. 4 und 4.3 S. 84 f.; 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197 f. mit Hinweisen).
4.2.�Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zum Schluss, die Gemeinde Wichtrach habe der Beschwerdef�hrerin vor dem Erlass der Wiederherstellungsverf�gung zwar Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, sie aber nicht korrekt �ber die bem�ngelten Punkte informiert und hierdurch den Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf rechtliches Geh�r verletzt. Dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zum Ergebnis gelangte, die festgestellte Geh�rsverletzung seitens der Einwohnergemeinde Wichtrach wiege nicht so schwer, dass eine Heilung im Verfahren vor der BVE ausgeschlossen gewesen sei, ist nicht zu beanstanden. Wie die Vorinstanz sodann richtig ausf�hrte, verf�gte die BVE gem�ss Art. 66 lit. c VRPG bei ihrem Entscheid �ber die gleiche umfassende �berpr�fungsbefugnis wie die Gemeinde, konnte die Beschwerdef�hrerin ihre Rechte im Verfahren vor der BVE vollumf�nglich wahrnehmen und wurde die Geh�rsverletzung von der BVE im Kostenpunkt ber�cksichtigt.
Unter diesen Umst�nden h�tte eine R�ckweisung der Sache an die Gemeinde zu einem prozessualen Leerlauf und einer unn�tigen Verz�gerung des Verfahrens gef�hrt, weshalb die Vorinstanz weder Art. 29 Abs. 2 BV noch sonst Bundesrecht verletzt hat, wenn sie davon ausgegangen ist, die festgestellte Geh�rsverletzung sei im Verfahren vor der BVE geheilt worden. Inwiefern die von der Beschwerdef�hrerin angef�hrten kantonalen Bestimmungen in diesem Zusammenhang eine �ber Art. 29 Abs. 2 BV hinausgehende Bedeutung haben sollten, ist weder dargetan noch ersichtlich.
Die Beschwerdef�hrerin wirft der Vorinstanz eine Verletzung ihrer Begr�ndungspflicht vor und r�gt in diesem Zusammenhang eine Verletzung von Art. 5 BV sowie Art. 52 Abs. 1 lit. b VRPG.
Der Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt, dass die Beh�rde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden (vgl. auch Art. 52 Abs. 1 lit. b VRPG). Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich abhandelt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken. Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die h�here Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid st�tzt (BGE 139 V 496 E. 5.1 S. 503 f.; 139 IV 179 E. 2.2 S. 183; 138 IV 81 E. 2.2 S. 84; 136 I 229 E. 5.2 S. 236).
Diesen Anforderungen gen�gt der angefochtene Entscheid. Namentlich hat die Vorinstanz auch ausreichend begr�ndet, weshalb sie die von der Beschwerdef�hrerin beantragten Beweisantr�ge abgewiesen hat (vgl. dazu E. 3.2 hiervor). Die Beschwerdef�hrerin konnte sich �ber die Tragweite des vorinstanzlichen Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an das Bundesgericht weiterziehen. Eine Verletzung der aus Art. 29 Abs. 2 BV folgenden Begr�ndungspflicht ist der Vorinstanz nicht vorzuwerfen. Inwiefern Art. 52 Abs. 1 lit. b VRPG oder Art. 5 BV in diesem Zusammenhang eine �ber Art. 29 Abs. 2 BV hinausgehende Bedeutung haben sollten, ist weder dargetan noch ersichtlich.
In materieller Hinsicht r�gt die Beschwerdef�hrerin, die mit der Verf�gung vom 7. Januar 2014 angeordneten Massnahmen zur Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands st�nden im Widerspruch zum Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip, dem Vertrauensgrundsatz sowie der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV). Sie sei wirtschaftlich darauf angewiesen, entlang der Kantonsstrasse weiterhin Motorfahrzeuge ausstellen zu d�rfen.
6.3.1.�Die Beschwerdef�hrerin hat am 6. Dezember 2010 revidierte Projektpl�ne vom 1. Dezember 2010 eingereicht, unter anderem den Plan Nr. 352 "Grundriss Erdgeschoss/Schnitt A", der vom Regierungsstatthalter bewilligt wurde, was aus dem entsprechenden Stempel vom 2. Februar 2011 und dem ausdr�cklichen Verweis im rechtskr�ftigen Gesamtbauentscheid auf das Projekt�nderungsgesuch vom 6. Dezember 2010 ersichtlich ist. Auf dem erw�hnten Plan sind im Bereich der parallel zur Kantonsstrasse liegenden Bauverbotszone wie schon in den urspr�nglich eingereichten und anschliessend noch �berarbeiteten Baugesuchspl�nen keine Parkpl�tze bzw. Abstellpl�tze f�r Motorfahrzeuge eingezeichnet. Hingegen ist darauf im Gegensatz zu den urspr�nglich eingereichten Pl�nen entlang der Kantonsstrasse ein Gr�nstreifen abgebildet.
Im rechtskr�ftigen Gesamtbauentscheid vom 2. Februar 2011 wird sodann darauf hingewiesen, dass unter anderem der Amtsbericht 3 der Gemeinde Wichtrach vom 6. Januar 2011 sowie der Amtsbericht Strassenbaupolizei des Oberingenieurkreises II vom 19. Februar 2010 Bestandteil der Gesamtbaubewilligung bilden und dass deren Auflagen und Bedingungen in allen Teilen einzuhalten sind. Bestandteil des rechtskr�ftig bewilligten Projekts bildet somit namentlich auch die Auflage gem�ss Amtsbericht 3 der Gemeinde Wichtrach, wonach der Gr�nstreifen entlang der Bernstrasse mit einer niedrigen Bepflanzung, z.B. Str�uchen und B�schen, aufzuwerten ist. Das gleiche gilt f�r die Auflage gem�ss Amtsbericht Strassenbaupolizei, wonach im Bauverbotsstreifen von f�nf Metern parallel zum Fahrbahnrand an der Kantonsstrasse keine die Sicht behindernden Bepflanzungen, Einfriedungen, Ablagerungen und Einrichtungen stehen d�rfen bzw. der Bauverbotsstreifen auch nicht durch weitere Zufahrten, Parkpl�tze oder eine andere Vorplatzgestaltung ver�ndert werden darf.
Damit steht fest, dass das von der Beschwerdef�hrerin realisierte Projekt insofern vom rechtskr�ftig bewilligten Projekt abweicht, als entlang der Kantonsstrasse kein Gr�nstreifen errichtet worden ist. Weiter ist klar, dass die Nutzung des Bauverbotsstreifens entlang der Kantonsstrasse als Parkplatz bzw. Abstellplatz f�r Ausstellungsfahrzeuge zur rechtskr�ftig erteilten Baubewilligung im Widerspruch steht. Die Abweichung vom rechtskr�ftig bewilligten Projekt ist nicht unbedeutend. Die umzusetzenden Massnahmen dienen unter anderem der Verkehrssicherheit und liegen somit im �ffentlichen Interesse.
6.3.2.�Die Beschwerdef�hrerin kann sich nicht mit Erfolg darauf berufen, sie habe in gutem Glauben angenommen, die von ihr ausge�bte Nutzung stehe mit der Baubewilligung im Einklang. Von vornherein ausser Betracht f�llt dies hinsichtlich des nicht realisierten Gr�nstreifens, zumal dieser im von der Beschwerdef�hrerin selbst eingereichten, bewilligten Plan Nr. 352 "Grundriss Erdgeschoss/Schnitt A" vom 1. Dezember 2010 ersichtlich ist und ausserdem im Amtsbericht 3 der Gemeinde Wichtrach erw�hnt wird. Auf den guten Glauben kann sich die Beschwerdef�hrerin aber auch hinsichtlich der nicht bewilligten Ausstellungspl�tze nicht berufen, weil die Baubewilligungsbeh�rde die Auflagen und Bedingungen des Amtsberichts Strassenbaupolizei ebenfalls ausdr�cklich zum Bestandteil der Baubewilligung erkl�rt hat und daraus ohne Weiteres hervorgeht, dass im fraglichen Bereich keine Motorfahrzeuge abgestellt werden d�rfen.
Bei zumutbarer Aufmerksamkeit und Sorgfalt durfte die Bauherrschaft unter diesen Umst�nden nicht annehmen, sie sei berechtigt, den projektierten Gr�nstreifen wegzulassen bzw. im fraglichen Bereich Motorfahrzeuge auszustellen. Angesichts der klaren Auflage im Amtsbericht Strassenpolizei unerheblich ist, dass die Beschwerdef�hrerin entlang der Kantonsstrasse schon fr�her Motorfahrzeuge abgestellt hat und ob die kommunalen Beh�rden davon Kenntnis hatten bzw. ob entsprechende Abstellpl�tze vor der Realisierung des Bauprojekts von den Beh�rden toleriert worden sind.
6.3.3.�Die Anordnung der Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands dient der Durchsetzung der Nutzungsordnung und der Verkehrssicherheit, woran ein gewichtiges �ffentliches Interesse besteht. Eine diesem Ziel dienende mildere Massnahme ist nicht ersichtlich. Nicht zu sehen ist sodann, inwiefern die privaten Interessen der nicht gutgl�ubig handelnden Beschwerdef�hrerin an der Beibehaltung des rechtswidrigen Zustands die �ffentlichen Interessen an der Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands aufwiegen sollten. Die Beschwerdef�hrerin dringt mit der R�ge, die Anordnung der Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands sei unverh�ltnism�ssig und stehe im Widerspruch zum Grundsatz von Treu und Glauben, nicht durch.
6.4.�Schliesslich kann sich die Beschwerdef�hrerin auch nicht mit Erfolg auf die Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) berufen, zumal diese keinen Anspruch auf eine Nutzung ihres Grundst�cks vermittelt, die zur rechtskr�ftig erteilten Baubewilligung im Widerspruch steht.
Nach dem Ausgef�hrten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdef�hrerin kostenpflichtig (vgl. Art. 66 Abs. 1 BGG). Parteientsch�digungen f�r das bundesgerichtliche Verfahren sind keine auszurichten (vgl. Art. 68 Abs. 3 BGG).
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, der Einwohnergemeinde Wichtrach, der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern und dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern schriftlich mitgeteilt.