Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201992,%201935
Timestamp: 2020-08-08 21:31:19
Document Index: 278660701

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 826', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.10.1992 - XI ZR 30/92 - dejure.org
https://dejure.org/1992,245
BGH, 13.10.1992 - XI ZR 30/92 (https://dejure.org/1992,245)
BGH, Entscheidung vom 13.10.1992 - XI ZR 30/92 (https://dejure.org/1992,245)
BGH, Entscheidung vom 13. Januar 1992 - XI ZR 30/92 (https://dejure.org/1992,245)
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Aufklärungspflicht - Warentermin-Option - Anbieter - Vermittler - Anwendbarkeit - Stillhalter-Option
Aufklärungspflicht des Vermittlers von Stillhalteroptionen wie bei Warenterminoptionen
NJW 1993, 257
ZIP 1992, 1614
WM 1992, 1935
BB 1992, 2462
DB 1992, 2541
Sie wissen deshalb insbesondere nicht, daß Aufschläge auf die Börsenoptionsprämie nicht nur zu einem höheren Preis für dasselbe Objekt führen, sondern das Verhältnis von Chancen und Risiken aus dem Gleichgewicht bringen (vgl. Senatsurteil vom 13. Oktober 1992 - XI ZR 30/92, WM 1992, 1935, 1936) [BGH 13.10.1992 - XI ZR 30/92].
Ein Geschäftsführer, der Optionsgeschäfte ohne gehörige Aufklärung der Kunden abschließt, den Abschluß veranlaßt oder bewußt nicht verhindert, mißbraucht seine geschäftliche Überlegenheit in sittenwidriger Weise und haftet den Optionserwerbern deshalb gemäß § 826 BGB auf Schadensersatz (BGHZ 105, 108, 109 f. [BGH 11.07.1988 - II ZR 355/87]; BGH, Urteil vom 11. Januar 1988 - II ZR 134/87, WM 1988, 291, 292; Senatsurteile vom 13. Oktober 1992 - XI ZR 30/92, WM 1992, 1935 f. [BGH 13.10.1992 - XI ZR 30/92] und vom 16. November 1993 - XI ZR 214/92, WM 1994, 149, 152 [BGH 16.11.1993 - XI ZR 214/92], zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).
Dazu bedarf es insbesondere eines Hinweises darauf, daß jeder Aufschlag auf die Börsenoptionsprämie die Gewinnerwartung verschlechtert, weil ein höherer Kursausschlag als der vom Börsenfachhandel als realistisch angesehene notwendig ist, um in die Gewinnzone zu kommen, ein Aufschlag also nicht nur zu einem höheren Preis für dasselbe Objekt führt, sondern das Verhältnis von Chancen und Risiken aus dem Gleichgewicht bringt (vgl. BGHZ 105, 108, 110 [BGH 11.07.1988 - II ZR 355/87]; BGH, Urteil vom 11. Januar 1988 - II ZR 134/87, WM 1988, 291, 293; BGH, Urteil vom 6. Juni 1991 - III ZR 116/90, WM 1991, 1410, 1411 [BGH 06.06.1991 - III ZR 116/90]; Senatsurteil vom 13. Oktober 1992 - XI ZR 30/92, WM 1992, 1935, 1936) [BGH 13.10.1992 - XI ZR 30/92].
Auf die Frage, ob er die Broschüre erhalten oder der Beklagte den Zugang vereitelt hat, kommt es nicht an (vgl. Senatsurteil vom 13. Oktober 1992 - XI ZR 30/92, WM 1992, 1935, 1937) [BGH 13.10.1992 - XI ZR 30/92].
Bei Stillhalteroptionen, die hier bei der Mehrheit der streitgegenständlichen Geschäfte vorliegen, ist in aller Regel eine schriftliche Aufklärung des Kunden über die Einzelheiten der Funktionsweise der Terminmärkte und der auf ihnen möglichen Optionsgeschäften einschließlich der Position des Stillhalters und des damit verbundenen hohen Risikos erforderlich (BGH, Urteil vom 13. Oktober 1992 - XI ZR 30/92 - juris).