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Timestamp: 2017-08-16 19:28:09
Document Index: 214780587

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 33', '§ 34', '§ 35', '§ 36', '§ 37', '§ 38', '§ 39', '§ 40', '§ 41', '§ 42', '§ 43', '§ 44', '§ 45', '§ 46', '§ 47', '§ 47', '§ 48', '§ 49', '§ 16', '§ 47', '§ 84', '§ 56', '§ 1', '§ 18', '§ 33', '§ 47', '§ 29', '§ 30', '§ 35', '§ 38', '§ 39', '§ 40', '§ 10', '§ 3', '§ 5', '§ 43', '§ 1', '§ 57', '§ 42', '§ 31', '§ 31', '§ 31', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 34', '§ 35', '§ 36', '§ 38', '§ 38', '§ 40', '§ 40', '§ 41', '§ 41', '§ 42', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 46', '§ 42', '§ 45']

Landesrecht Sachsen-Anhalt VStättVO | Landesnorm Sachsen-Anhalt | Gesamtausgabe | Verordnung über den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten (Versammlungsstättenverordnung - VStättVO) vom 20. Mai 2008 | gültig ab: 28.05.2008
Verordnung über den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten...
Fundstelle: GVBl. LSA 2008, 163
Gliederungs-Nr: 213.52
Zum 16.08.2017 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe
Verordnung über den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten (Versammlungsstättenverordnung - VStättVO) vom 20. Mai 2008 28.05.2008
Inhaltsverzeichnis 05.06.2015
Teil 1 - Allgemeine Vorschriften 28.05.2008
§ 1 - Anwendungsbereich, Anzahl der Besucher 05.06.2015
§ 2 - Begriffe 05.06.2015
Teil 2 - Allgemeine Bauvorschriften 28.05.2008
Abschnitt 1 - Bauteile und Baustoffe 28.05.2008
§ 3 - Bauteile 28.05.2008
§ 4 - Dächer 28.05.2008
§ 5 - Dämmstoffe, Unterdecken, Bekleidungen und Bodenbeläge 28.05.2008
Abschnitt 2 - Rettungswege 28.05.2008
§ 6 - Führung der Rettungswege 05.06.2015
§ 7 - Bemessung der Rettungswege 05.06.2015
§ 8 - Treppen 28.05.2008
§ 9 - Türen und Tore 28.05.2008
Abschnitt 3 - Besucherplätze und Einrichtungen für Besucher 28.05.2008
§ 10 - Bestuhlung, Gänge und Stufengänge 05.06.2015
§ 11 - Abschrankungen und Schutzvorrichtungen 28.05.2008
§ 12 - Toilettenräume 05.06.2015
§ 13 - Barrierefreie Stellplätze 05.06.2015
Abschnitt 4 - Technische Anlagen und Einrichtungen, besondere Räume 28.05.2008
§ 14 - Sicherheitsstromversorgungsanlagen, elektrische Anlagen und Blitzschutzanlagen 28.05.2008
§ 15 - Sicherheitsbeleuchtung 05.06.2015
§ 16 - Rauchableitung 05.06.2015
§ 17 - Heizungs- und Lüftungsanlagen 28.05.2008
§ 18 - Stände und Arbeitsgalerien für Licht-, Ton-, Bild- und Regieanlagen 28.05.2008
§ 19 - Feuerlöscheinrichtungen und -anlagen 05.06.2015
§ 20 - Brandmelde- und Alarmierungsanlagen, Brandmelder- und Alarmzentrale, Brandfallsteuerung der Aufzüge 05.06.2015
§ 21 - Werkstätten, Magazine und Lagerräume 28.05.2008
Teil 3 - Besondere Bauvorschriften 28.05.2008
Abschnitt 1 - Großbühnen 28.05.2008
§ 22 - Bühnenhaus 28.05.2008
§ 23 - Schutzvorhang 28.05.2008
§ 24 - Feuerlösch- und Brandmeldeanlagen 05.06.2015
§ 25 - Platz für die Brandsicherheitswache 28.05.2008
Abschnitt 2 - Versammlungsstätten mit mehr als 5 000 Besucherplätzen 28.05.2008
§ 26 - Räume für Lautsprecherzentrale, Polizei, Feuerwehr, Sanitäts- und Rettungsdienst 28.05.2008
§ 27 - Abschrankung und Blockbildung in Sportstadien mit mehr als 10000 Besucherplätzen 28.05.2008
§ 28 - Wellenbrecher 28.05.2008
§ 29 - Abschrankung von Stehplätzen vor Szenenflächen 28.05.2008
§ 30 - Einfriedungen und Eingänge 28.05.2008
Teil 4 - Betriebsvorschriften 28.05.2008
Abschnitt 1 - Rettungswege, Besucherplätze 28.05.2008
§ 31 - Rettungswege, Flächen für die Feuerwehr 28.05.2008
§ 32 - Besucherplätze nach dem Bestuhlungs- und Rettungswegeplan 28.05.2008
Abschnitt 2 - Brandverhütung 28.05.2008
§ 33 - Vorhänge, Sitze, Ausstattungen, Requisiten und Ausschmückungen 28.05.2008
§ 34 - Aufbewahrung von Ausstattungen, Requisiten, Ausschmückungen und brennbarem Material 28.05.2008
§ 35 - Rauchen, Verwendung von offenem Feuer und pyrotechnischen Gegenständen 28.05.2008
Abschnitt 3 - Betrieb technischer Einrichtungen 28.05.2008
§ 36 - Bedienung und Wartung der technischen Einrichtungen 28.05.2008
§ 37 - Laseranlagen 28.05.2008
Abschnitt 4 - Verantwortliche Personen, besondere Betriebsvorschriften 28.05.2008
§ 38 - Pflichten der Betreiber, Veranstalter und Beauftragten 28.05.2008
§ 39 - Verantwortliche für Veranstaltungstechnik 05.06.2015
§ 40 - Aufgaben und Pflichten der Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik, technische Probe 05.06.2015
§ 41 - Brandsicherheitswache, Sanitäts- und Rettungsdienst 28.05.2008
§ 42 - Brandschutzordnung, Räumungskonzept, Feuerwehrpläne 05.06.2015
§ 43 - Sicherheitskonzept, Ordnungsdienst 28.05.2008
Teil 5 - Zusätzliche Bauvorlagen 28.05.2008
§ 44 - Zusätzliche Bauvorlagen, Bestuhlungs- und Rettungswegeplan 05.06.2015
§ 45 - Gastspielprüfbuch 28.05.2008
Teil 6 - Bestehende Versammlungsstätten 28.05.2008
§ 46 - Anwendung der Vorschriften auf bestehende Versammlungsstätten 05.06.2015
Teil 7 - Schlussvorschriften 28.05.2008
§ 47 - Ordnungswidrigkeiten 05.06.2015
§ 47a - Übergangsvorschrift 05.06.2015
§ 48 - Sprachliche Gleichstellung 28.05.2008
§ 49 - Inkrafttreten 28.05.2008
Anlage 1 05.06.2015
Anlage 2 28.05.2008
Anhang 1 28.05.2008
Anhang 2 28.05.2008
Anhang 3 28.05.2008
Anhang 4 28.05.2008
Anhang 5 28.05.2008
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: mehrfach geändert, § 16 neu gefasst, § 47a neu eingefügt durch Artikel 2 der Verordnung vom 26. Mai 2015 (GVBl. LSA S. 191, 192)*)
Aufgrund von § 84 Abs. 1 Nrn. 1, 2, 4 und 6 und Abs. 3 in Verbindung mit § 56 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 der Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt vom 20. Dezember 2005 (GVBl. LSA S. 769) und dem Beschluss der Landesregierung über den Aufbau der Landesregierung Sachsen-Anhalt und die Abgrenzung der Geschäftsbereiche vom 24. Oktober 2006 (MBl. LSA S. 677), geändert durch Beschluss vom 14. November 2006 (MBl. LSA S. 723), wird verordnet:
§ 1 Anwendungsbereich, Anzahl der Besucher
§ 18 Stände und Arbeitsgalerien für Licht-, Ton-, Bildund Regieanlagen
Versammlungsstätten mit mehr
als 5 000 Besucherplätzen
§ 33 Vorhänge, Sitze, Ausstattungen, Requisiten und Ausschmückungen GVBl. LSA Nr. 9/2008, ausgegeben am 27. 5. 2008
Verantwortliche Personen,
§ 47a Übergangsvorschrift
(1) Diese Verordnung gilt für den Bau und Betrieb von
Versammlungsstätten mit Versammlungsräumen, die einzeln mehr als 200 Besucher fassen. Sie gilt auch für Versammlungsstätten mit mehreren Versammlungsräumen, die insgesamt mehr als 200 Besucher fassen, wenn diese Versammlungsräume gemeinsame Rettungswege haben;
Versammlungsstätten im Freien mit Szenenflächen und Tribünen, die keine Fliegenden Bauten sind und insgesamt mehr als 1 000 Besucher fassen;
Sportstadien und Freisportanlagen mit Tribünen, die keine Fliegenden Bauten sind, und die jeweils insgesamt mehr als 5 000 Besucher fassen.
(2) Soweit sich aus den Bauvorlagen nichts anderes ergibt, ist die Anzahl der Besucher im Sinne dieser Verordnung wie folgt zu ermitteln:
für Sitzplätze in Reihen:
ein Besucher je m2 Grundfläche des Versammlungsraumes;
für sonstige Stehplätze sind mindestens zwei Besucher je m2 Grundfläche anzusetzen. Für Besucher nicht zugängliche Flächen werden in die Berechnung nicht einbezogen. Für Versammlungsstätten im Freien, für Freisportanlagen und für Sportstadien gelten Satz 1 Nrn. 1 bis 3, Halbsatz 2 und Satz 2 entsprechend.
(4) Soweit in dieser Verordnung nichts Abweichendes geregelt ist, sind auf tragende und aussteifende sowie auf raumabschließende Bauteile die Anforderungen der Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt an diese Bauteile in Gebäuden der Gebäudeklasse 5 anzuwenden. Die Erleichterungen von § 29 Abs. 3 Satz 2, § 30 Abs. 5 Nrn. 1 und 2, § 35 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2, § 38 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4, § 39 Abs. 1 Nrn. 1 und 3 sowie § 40 Abs. 5 Nrn. 1 und 3 der Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt sind nicht anzuwenden.
(1) Versammlungsstätten sind bauliche Anlagen oder Teile baulicher Anlagen, die für die gleichzeitige Anwesenheit vieler Menschen bei Veranstaltungen, insbesondere erzieherischer, wirtschaftlicher, geselliger, kultureller, künstlerischer, politischer, sportlicher oder unterhaltender Art, bestimmt sind sowie Schank- und Speisewirtschaften. Schankwirtschaften im Sinne dieser Verordnung sind bauliche Anlagen oder Teile baulicher Anlagen, die dazu bestimmt sind, Getränke zum Verzehr an Ort und Stelle zu verabreichen; Speisewirtschaften im Sinne dieser Verordnung sind bauliche Anlagen oder Teile baulicher Anlagen, die dazu bestimmt sind, zubereitete Speisen zum Verzehr an Ort und Stelle zu verabreichen.
(6) Die Unterkonstruktionen der Fußböden von Tribünen und Podien, die veränderbare Einbauten in Versammlungsräumen sind, müssen aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen; dies gilt nicht für Podien mit insgesamt nicht mehr als 20 m² Fläche.
(2) Bedachungen, ausgenommen Dachhaut und Dampfsperre, müssen bei Dächern, die den oberen Abschluss von Räumen der Versammlungsstätte bilden oder die von diesen Räumen nicht durch feuerbeständige Bauteile getrennt sind, aus nichtbrennbaren Baustoffen hergestellt werden. Dies gilt nicht für Bedachungen über Versammlungsräumen mit nicht mehr als 1 000 m² Grundfläche.
Versammlungsstätten im Freien sowie Sportstadien und Freisportanlagen
(5) Seitlich eines Ganges dürfen höchstens zehn Sitzplätze, bei Versammlungsstätten im Freien, bei Sportstadien und Freisportanlagen höchstens 20 Sitzplätze angeordnet sein. Zwischen zwei Seitengängen dürfen 20 Sitzplätze, bei Versammlungsstätten im Freien, bei Sportstadien und Freisportanlagen höchstens 40 Sitzplätze angeordnet sein. In Versammlungsräumen dürfen zwischen zwei Seitengängen höchstens 50 Sitzplätze angeordnet sein, wenn auf jeder Seite des Versammlungsraumes für jeweils vier Sitzreihen eine Tür mit einer lichten Breite von 1,20 m angeordnet ist.
von bis zu 5 000 vorhandenen Besucherplätzen mindestens 1,0 v. H. und
von darüber hinaus vorhandenen Besucherplätzen mindestens 0,5 v. H.,
mindestens jedoch zwei Plätze als Flächen für Rollstuhlbenutzer freigehalten werden. Die Plätze und die Wege zu ihnen sind durch Hinweisschilder gut sichtbar zu kennzeichnen. Für Versammlungsstätten im Freien, Freisportanlagen und Sportstadien gelten die Sätze 1 und 2 entsprechend. Den Plätzen für Rollstuhlbenutzer sind Besucherplätze für Begleitpersonen zuzuordnen.
(8) Stufen in Gängen (Stufengänge) müssen eine Steigung von mindestens 0,10 m und höchstens 0,19 m und einen Auftritt von mindestens 0,26 m haben. Der Fußboden des Durchganges zwischen Sitzplatzreihen und der Fußboden von Stehplatzreihen muss mit dem anschließenden Auftritt des Stufenganges auf einer Höhe liegen. Stufengänge in Mehrzweckhallen mit mehr als 5 000 Besucherplätzen, in Sportstadien und Freisportanlagen müssen sich durch farbliche Kennzeichnung von den umgebenden Flächen deutlich abheben.
Die Zahl der notwendigen barrierefreien Einstellplätze für die Kraftfahrzeuge von Menschen mit Behinderungen und Personen mit Kleinkindern muss mindestens der Hälfte der Zahl der nach § 10 Abs. 7 erforderlichen Besucherplätze entsprechen. Sie müssen barrierefrei erreichbar und sollen in der Nähe der Aufzüge angeordnet sein. Die Kennzeichnung hat mit einem weißen Schild, auf dem zusammen ein schwarzes Rollstuhlbenutzer- und Kinderwagensymbol angeordnet sind, zu erfolgen.
Brandmeldeanlagen sowie
in Versammlungsstätten im Freien, in Sportstadien und Freisportanlagen, die während der Dunkelheit benutzt werden,
für Sicherheitszeichen von Ausgängen und Rettungswegen und
(3) In betriebsmäßig verdunkelten Versammlungsräumen, auf Bühnen und Szenenflächen muss eine Sicherheitsbeleuchtung in Bereitschaftsschaltung vorhanden sein. Die Ausgänge, Gänge und Stufen im Versammlungsraum müssen auch bei Verdunklung unabhängig von der übrigen Sicherheitsbeleuchtung erkennbar sein. Bei Gängen in Versammlungsräumen mit auswechselbarer Bestuhlung sowie bei Sportstadien und Freisportanlagen mit Sicherheitsbeleuchtung ist eine Stufenbeleuchtung nicht erforderlich.
(1) Heizungsanlagen in Versammlungsstätten müssen dauerhaft fest eingebaut sein. Sie müssen so angeordnet sein, dass ausreichende Abstände zu Personen, brennbaren Bauprodukten und brennbarem Material eingehalten werden und keine Beeinträchtigung durch Abgase entsteht.
(3) In Großbühnen müssen neben den Ausgängen zu den Rettungswegen in Höhe der Arbeitsgalerien und des Schnürbodens Wandhydranten für die Feuerwehr (Typ F) vorhanden sein.
Räume für Lautsprecherzentrale, Polizei, Feuerwehr,
(1) Auf Bühnen und Szenenflächen, in Werkstätten und Magazinen ist das Rauchen verboten. Das Rauchverbot gilt nicht für Darsteller und Mitwirkende auf Bühnen und Szenenflächen während der Proben und Veranstaltungen, soweit das Rauchen in der Art der Veranstaltungen begründet ist.
(5) Der Betreiber kann die Verpflichtungen nach den Absätzen 1 bis 4 durch schriftliche Vereinbarung auf den Veranstalter übertragen, wenn dieser oder dessen beauftragter Veranstaltungsleiter mit der Versammlungsstätte und deren Einrichtungen vertraut ist. Der Veranstalter ist verantwortlich für die Verpflichtungen, die er vertraglich übernommen hat. Die Verantwortung des Betreibers bleibt unberührt.
technische Fachkräfte mit bestandenem fachrichtungsspezifischen Teil der Prüfung nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 in Verbindung mit §§ 5, 6 oder 7 der Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss „Geprüfter Meister für Veranstaltungstechnik/Geprüfte Meisterin für Veranstaltungstechnik“ in den Fachrichtungen Bühne/ Studio, Beleuchtung, Halle in der jeweiligen Fachrichtung,
Hochschulabsolventen mit berufsqualifizierendem Hochschulabschluss der Fachrichtung Theater- oder Veranstaltungstechnik mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung im technischen Betrieb von Bühnen, Studios oder Mehrzweckhallen in der jeweiligen Fachrichtung, denen die oberste Bauaufsichtsbehörde oder die von ihr bestimmte Stelle ein Befähigungszeugnis nach Anlage 1 ausgestellt hat und
technische Bühnen- und Studiofachkräfte, die ein Befähigungszeugnis erworben haben oder die Tätigkeit als technische Bühnen- und Studiofachkraft ohne Befähigungszeugnis ausüben durften und in den letzten drei Jahren ausgeübt haben.
Auf Antrag stellt die oberste Bauaufsichtsbehörde oder die von ihr bestimmte Stelle auch den Personen nach Satz 1 Nrn. 1 bis 4 ein Befähigungszeugnis nach Anlage 1 aus. Die in einem anderen Land der Bundesrepublik Deutschland ausgestellten Befähigungszeugnisse werden anerkannt.
(2) Auf- oder Abbau bühnen-, studio- und beleuchtungstechnischer Einrichtungen von Großbühnen oder Szenenflächen mit mehr als 200 m² Grundfläche oder in Mehrzweckhallen mit mehr als 5 000 Besucherplätzen, wesentliche Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an diesen Einrichtungen und technische Proben müssen von einem Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik geleitet und beaufsichtigt werden.
(3) Bei Generalproben, Veranstaltungen, Sendungen oder Aufzeichnungen von Veranstaltungen auf Großbühnen oder Szenenflächen mit mehr als 200 m2 Grundfläche oder in Mehrzweckhallen mit mehr als 5 000 Besucherplätzen müssen mindestens ein für die bühnen- oder studiotechnischen Einrichtungen sowie ein für die beleuchtungstechnischen Einrichtungen Verantwortlicher für Veranstaltungstechnik anwesend sein.
(4) Bei Szenenflächen mit mehr als 50 m² und nicht mehr als 200 m² Grundfläche oder in Mehrzweckhallen mit nicht mehr als 5 000 Besucherplätzen müssen die Aufgaben nach den Absätzen 1 bis 3 zumindest von einer Fachkraft für Veranstaltungstechnik mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung wahrgenommen werden. Die Aufgaben können auch von erfahrenen Bühnenhandwerkern oder Beleuchtern wahrgenommen werden, die diese Aufgaben vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung wahrnehmen durften und in den letzten drei Jahren ausgeübt haben.
(2) Bei jeder Veranstaltung auf Großbühnen sowie Szenenflächen mit mehr als 200 m² Grundfläche muss eine Brandsicherheitswache der Feuerwehr anwesend sein. Den Anweisungen der Brandsicherheitswache ist zu folgen. Eine Brandsicherheitswache der Feuerwehr ist nicht erforderlich, wenn die Feuerwehr dem Betreiber bestätigt, dass er über eine ausreichende Zahl ausgebildeter Kräfte verfügt, die die Aufgaben der Brandsicherheitswache wahrnehmen.
(3) Veranstaltungen mit voraussichtlich mehr als 5 000 Besuchern sind der für den Sanitäts- und Rettungsdienst zuständigen Behörde durch den Betreiber rechtzeitig anzuzeigen.
(1) Der Betreiber oder ein von ihm Beauftragter hat im Einvernehmen mit der für den Brandschutz zuständigen Dienststelle eine Brandschutzordnung und gegebenenfalls ein Räumungskonzept aufzustellen. Darin sind
festzulegen. Die Maßnahmen nach Satz 2 Nr. 2 sind bei Versammlungsstätten, die für mehr als 1 000 Besucher bestimmt sind, gesondert in einem Räumungskonzept darzustellen, sofern diese Maßnahmen nicht bereits Bestandteil des Sicherheitskonzepts nach § 43 sind.
(2) Der Betreiber oder ein von ihm Beauftragter hat das Betriebspersonal bei Beginn des Arbeitsverhältnisses und danach mindestens einmal jährlich zu unterweisen über
Der für Brandschutz zuständigen Dienststelle nach Absatz 1 Satz 1 ist Gelegenheit zu geben, an der Unterweisung teilzunehmen. Über die Unterweisung ist eine Niederschrift zu fertigen, die der Bauaufsichtsbehörde auf Verlangen vorzulegen ist.
(3) Im Einvernehmen mit der für Brandschutz zuständigen Dienststelle nach Absatz 1 Satz 1 sind Feuerwehrpläne anzufertigen und der örtlichen Feuerwehr zur Verfügung zu stellen.
(5) Anforderungen nach anderen Vorschriften bleiben unberührt.
(1) Mit den Bauvorlagen ist ein Brandschutzkonzept vorzulegen, in dem insbesondere die maximal zulässige Zahl der Besucher, die Anordnung und Bemessung der Rettungswege und die zur Erfüllung der brandschutztechnischen Anforderungen erforderlichen baulichen, technischen und betrieblichen Maßnahmen dargestellt sind. Ist eine höhere Anzahl von Besuchern je m2 Grundfläche des Versammlungsraumes als nach § 1 Abs. 2 Satz 1 vorgesehen, sind die schnelle und sichere Erreichbarkeit der Ausgänge ins Freie und die Möglichkeit zur Durchführung wirksamer Lösch- und Rettungsarbeiten gesondert darzustellen.
(5) Die Anordnung der Sitz- und Stehplätze, einschließlich der Plätze für Rollstuhlbenutzer, der Bühnen-, Szenenoder Spielflächen sowie der Verlauf der Rettungswege sind in einem Bestuhlungs- und Rettungswegeplan im Maßstab von mindestens 1:200 darzustellen. Sind verschiedene Anordnungen vorgesehen, so ist für jede ein besonderer Plan vorzulegen.
(4) Das Gastspielprüfbuch ist der für den Gastspielort zuständigen Bauaufsichtsbehörde rechtzeitig vor der ersten Veranstaltung am Gastspielort vorzulegen. Werden für die Gastspielveranstaltung Fliegende Bauten genutzt, ist das Gastspielprüfbuch mit der Anzeige der Aufstellung der Fliegenden Bauten vorzulegen. Die Befugnisse nach § 57 der Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt bleiben unberührt.
(1) Für die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Zweiten Verordnung zur Änderung von Verordnungen zur Durchführung der Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt bestehenden Versammlungsstätten ist der betriebliche und organisatorische Brandschutz innerhalb von zwei Jahren an § 42 Abs. 1 und 2 entsprechend anzupassen.
(2) Die Bauaufsichtsbehörde hat Versammlungsstätten in Zeitabständen von höchstens drei Jahren zu prüfen. Dabei ist auch die Einhaltung der Betriebsvorschriften zu überwachen und festzustellen, ob die vorgeschriebenen wiederkehrenden Prüfungen fristgerecht durchgeführt und etwaige Mängel beseitigt worden sind. Den Ordnungsbehörden, der Gewerbeaufsicht und der für den Brandschutz zuständigen Dienststelle ist Gelegenheit zur Teilnahme an den Prüfungen zu geben.
entgegen § 31 Abs. 1 Satz 1 die Rettungswege auf dem Grundstück, die Zufahrten, Aufstell- und Bewegungsflächen nicht frei hält,
entgegen § 31 Abs. 2 die Rettungswege in der Versammlungsstätte
nicht frei hält,
entgegen § 31 Abs. 3 Türen von Rettungswegen verschließt,
entgegen § 33 Abs. 1 bis 5 Material verwendet, das nicht die jeweiligen Anforderungen erfüllt,
entgegen § 33 Abs. 6 Ausschmückungen anbringt oder nicht sicherstellt, dass Ausschmückungen aus natürlichem Pflanzenschmuck sich nur so lange sie frisch sind, in den Räumen befinden,
entgegen § 33 Abs. 7 den Raum unter einem Schutzvorhang nicht freihält,
entgegen § 33 Abs. 8 brennbares Material nicht von Zündquellen fernhält,
entgegen § 34 Abs. 1 bis 3 Ausstattungen, Requisiten oder Ausschmückungen auf der Bühne oder auf der Szenenfläche aufbewahrt, Szenenaufbauten bereitstellt oder nicht sicherstellt, dass an den Zügen von Bühnen oder Szenenflächen nur Ausstattungsteile für einen Tagesbedarf aufgehängt werden,
entgegen § 35 Abs. 1 und 2 raucht oder offenes Feuer, brennbare Flüssigkeiten oder Gase, pyrotechnische Gegenstände oder explosionsgefährliche Stoffe verwendet,
entgegen § 36 Abs. 4 nicht sicherstellt, dass die Sicherheitsbeleuchtung in Betrieb ist,
entgegen § 38 Abs. 2, auch in Verbindung mit Absatz 5, als Betreiber, Veranstalter oder beauftragter Veranstaltungsleiter während des Betriebes nicht anwesend ist,
entgegen § 38 Abs. 4, auch in Verbindung mit Absatz 5, als Betreiber, Veranstalter oder beauftragter Veranstaltungsleiter den Betrieb der Versammlungsstätte nicht einstellt,
entgegen § 40 Abs. 2 oder Abs. 3, auch in Verbindung mit Absatz 4, als Betreiber oder Veranstalter nicht sicherstellt, dass die dort genannten Personen anwesend sind,
entgegen § 40 Abs. 2 bis 5 als Verantwortlicher oder Fachkraft für Veranstaltungstechnik, als erfahrener Bühnenhandwerker oder Beleuchter oder als Aufsicht führende Person die Versammlungsstätte während des Betriebes verlässt,
entgegen § 41 Abs. 1 und 2 als Betreiber nicht für die Durchführung der Brandsicherheitswache sorgt oder entgegen § 41 Abs. 3 die Veranstaltung nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig anzeigt,
entgegen § 42 Abs. 2 Satz 1 als Betreiber oder Beauftragter das Betriebspersonal nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig unterweist,
entgegen § 43 Abs. 1 oder Abs. 2 Satz 1 als Betreiber ein Sicherheitskonzept nicht aufstellt oder nicht abstimmt, entgegen § 43 Abs. 1 als Betreiber keinen Ordnungsdienst einrichtet oder entgegen § 43 Abs. 3 als Betreiber oder Veranstalter keinen Ordnungsdienstleiter bestellt,
den in § 43 Abs. 4 Satz 2 bezeichneten Aufgaben als Ordnungsdienstleiter oder Ordnungsdienstkraft nicht oder nicht ordnungsgemäß nachkommt oder
entgegen § 46 Abs. 1 als Betreiber nicht, nicht ausreichend oder nicht fristgerecht den betrieblichen und organisatorischen Brandschutz anpasst.
Vor dem Inkrafttreten der Zweiten Verordnung zur Änderung von Verordnungen zur Durchführung der Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt begonnene Verfahren werden nach bisherigem Recht, ausgenommen § 42, abgeschlossen.
(zu § 45 Abs. 2)