Source: http://www.parmentier.de/steuer/lohnst2010.htm
Timestamp: 2018-01-20 20:54:55
Document Index: 69040251

Matched Legal Cases: ['§39', '§39', '§39', '§ 24', '§ 19', '§ 163', '§ 9', '§ 24']

Lohnabrechnung, Lohnsteuerberechnung (bis) 2010 mit Anzeige des Berechnungsweges
Lohnsteuerberechnung bis 2010. Dieses Lohnsteuer-Berechnungsprogramm in JavaScript ermittelt den verbleibenden Netto- aus dem Bruttolohn nach Abzug der Sozialabgaben. Die einzelnen notwendigen Schritte zur Berechnung der Lohnsteuer lassen sich in einem eigenen fenster anzeigen. Das Programm berücksichtigt den Altersfreibetrag und Versorgungsbezüge (mit Sterbegeld). Neu: Berücksichtigung von steuerfreien Einnahmen mit Progressionsvorbehalt(z.B. Elterngeld, Arbeitslosengeld I, Krankengeld usw.)
Letzte Programmänderung: 19.10.2010 für frühere Jahre: Lohnsteuerprogramm 2005-2009
gleiches Lohnsteuerprogramm für 2011 und 2012
Lohnsteuerberechnung 200520062007200820092010 Nettolohn
Steuerklasse IIIIIIIVVVI Allgemeine Tabelle (wenn rentenversicherungspflichtig)Besondere Tabelle (nicht rentenversicherungspflichtig)Gesellschafter mit Versorgunsgzusage (nur 2008/09)
Ehegattenfaktor (siehe §39f EStG) Faktor selbst errechen
geboren vor 194119411942194319441945nach 1945
wirklichen KV/PV-Beitrag berücksichtigen (nicht im PAP)
Erstbezugsjahr: vor 200620062007200820092010 Sonderzahlung im Erstbezugsjahr €
Krankenversicherungsbeitragssatz 0.010.510.610.710.810.911.011.111.211.311.411.511.611.711.811.912.012.112.212.312.412.512.612.712.812.913.013.113.213.313.413.513.613.713.813.914.014.114.214.314.414.514.614.714.814.915.015.115.215.315.415.515.615.715.815.916.0 %
Krankenversicherungsbeitragssatz 0.013.414.014.6 %
Beitragssatz 0.013.414.0 % - oder -
monatliche Prämie Privatversicherung €
monatliche Basisprämie der PKV €
Gesetzliche Grundlagen der Lohnbesteuerung 2010 ist §39b EStG.
Berücksichtigt wird das Konjunkturpaket II (neue Steuertarife für 2010), das (am 19.6.2009 verabschiedete) Bürgerentlastungsgesetz (Berechnung der Vorsorgepauschale): volle Anrechnung des Pflege- und Krankenversicherungsbeitrags (mit 7,6% nach PAP 2010) - auch bei Steurklasse V und VI (bei VI nur bei Krankenversicherungspflichtigen) - ebenso auch mit Berücksichtigung des Rentenbeitrags (Bemessungsgrenzen Ost/West berücksichtigt). Bei Versorgungsbezügen wird der volle Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag berücksichtigt. Dagegen wird (geänderter §39b EStG) keine Günstigerprüfung mehr durchgeführt.
Die Tarife der Lohnsteuerklassen I, II und IV bis VI basieren auf dem Grund-, Steuerklasse III auf dem Splittingtarif der Einkommensteuer. Vor der Besteuerung werden bei den Steuerklassen jedoch vorher einige Pausch- und Freibeträge vom Bruttolohn abgezogen. Der Tarif der Steuerklassen V/VI (V wie VI, abzügliche Arbeitnehmerpauschale+Sonderausgaben-Pauschbetrag) ist vorgesehen, um einen zusätzlichen Verdienst besser der Steuerprogression anzupassen.
Wegen des Kindergeldes wird die Kinderzahl nur noch steuermindernd bei der Berechnung des Solidaritätszuschlages und der Kirchensteuer berücksichtigt.
Ein Altersentlastungsbetrag (§ 24a) wird bei über 64jährigen zu einem bestimmten Prozentsatz und Höchstbetrag (2010: 32 %, 1.520 €) gewährt. Von Bezügen und Vorteilen aus früheren Dienstleistungen (Versorgungsbezüge, § 19 EStG) wird ebenso bis zu einem Höchstbetrag nur ein Teil besteuert (2010: 32%, 2.400 €)
Vorsorgepauschale 2010: Die Jahrespauschale bei rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmern setzt sich zusammen aus
12% (max. 1.900 €) aber mind. gesetzlicher Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag von 7,6% + PV% des Arbeitslohns und
20% des (bei Versorgungsbezügen fiktiven) Renteversicherungsbeitrages
Prozentsätze 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Rentenversicherung 19.5 % 19.9%
Arbeitslosenversicherung 6.5 % 4.2% 3.3% 2.8%
Pflegeversicherung 1.7 % 1.7 % / 1.95% 1.95%
Pflegeversicherungsanteil ab 2005 für Kinderlose ab 23 Jahren: 1,1%
Bemessungsgrenzen 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Rentenversicherung (W) 62.400 EUR
(O) 52.800 EUR (W) 63.000 EUR
(O) 54.600 EUR (W) 63.600 EUR
(O) 54.000 EUR (W) 64.800 EUR
(O) 54.600 EUR (W) 66.000 EUR
(O) 55.800 EUR
Krankenversicherung 42.300 EUR 42.750 EUR 42.750 EUR 43.200 EUR 44.100 EUR 45.000 EUR
Zur Berechnung wird die Hälfte des jeweiligen Beitragssatzes mit dem Bruttolohn + evtl. Einmalzahlung multipliziert (Beispiel: Rentenversicherungsprozentsatz 19,5%, Brutto: 2000 €, somit 2000 x 9,75% = 195 €. Berücksichtigen muss das Programm aber zusätzlich die jeweiligen Bemessungsgrenzen, die bei der Rentenversicherung 2010 in Westdeutschland 66.000 € im Jahr betrug (entsprechend 66.000/12 = 5.500 €/Monat). Verdient man mehr als die Bemessungsgrenzen, werden nur diese zur Berechnung herangezogen, bei der Rentenversicherung (West) z.B. also 5.500 x 9,95% = 547,25/Monat. Da das Programm auch die vor dem aktuellen Monat erhaltenen Einmalzahlungen berücksichtigen muss, ermittelt das Programm deshalb zum einen den für den Jahreslohn "verbrauchten" Anteil und subtrahiert diesen von der jeweiligen Bemessungsgrenze. Diese Differenz ist dann Bezugsgrösse für die Einmalzahlungen. Ist die Summe des Jahresbruttolohns + schon verrechnete Einmalzahlungen höher als die Bemessungsgrenze, wird die aktuelle Einmalzahlung nicht mehr zur Berechnung herangezogen. Andererseits wird sie voll berücksichtigt, wenn die ermittelte Differenz grösser ist und keine früheren Einmalzahlungen zu berücksichtigen sind, bzw. nicht voll, wenn dies nicht der Fall ist.
Krankenversicherung ab 2009
Ab 2009 gibt es einen Krankenkassen-Einheitstarif, der von der Bundesregierung für 2009 auf 14,6% (durch Konjunkturpaket II ab Juli 2009 auf 14,0% erniedrigt) festgelegt wurde (Ermäßigter Satz: 14,0%, ab Juli: 13,4%). Für 2010 sind keine Änderungen der Sätze vorgesehen. Den Krankenkassenbeitrag ohne den AN-Zusatzbeitrag von 0,9% einstellen (also 14,0% bzw. 13,4% in 2010). Wenn Kassen einen höheren Finanzbedarf haben, können Sie vom Arbeitnehmer einen weiteren (neben dem schon seit 2005 bestehenden von 0,9%) Zusatzbeitrag von bis zu 1 % des sozialversicherungspflichtigen Entgeltes verlangen (bzw. bis 8 € unabhängig davon). Dies hat sich zumindest 2009 keine Kasse gewagt aus Angst vor Mitgliederabwanderung. Zudem ist anscheinend vorgesehen, dass das Mitglied selbst für die Zahlung an die Kasse verantwortlich ist.
Auf Grund der unterschiedlichen Beitragssätze pro Halbjahr rechnet das Programm 2009 auf Jahresbasis mit dem Mittelwert 14,3% (wenn Normalsatz 14,6% eingestellt ist) und mit 13,7% bei anderer Einstellung (ermäßigter Satz).
Bis 400 € bleibt Arbeitslohn steuer- und sozialabgabenfrei. Der Arbeitgeber zahlt eine Abgabenpauschale von 25% (ab 1. Juli 2006: 30%).
Für Arbeitsentgelte, die oberhalb der Geringfügigkeitsgrenze von monatlich 400 € liegen, wird zwischen 400,01 und 800 € eine "Gleitzone" eingeführt. Um die Abgaben dafür zu ermitteln, müssen zunächst die beitragspflichtigen Einnahmen mit folgender Formel ermittelt werden: F x 400 + (2-F) x (AE-400) (F = Faktor / AE = Arbeitsentgelt) (siehe § 163 Abs. 10 SGB VI). Bei einem Faktor von 0,7472 in 2009 läßt sich dieser dann herausrechnen und die Formel vereinfachen zu: beitragspflichtige Einnahmen = 1,2528 * AE - 202,24.
Berechnung des Faktor F (für Gleitzonenbereich) für 2009. Zur Ermittlung des Faktors F wird ab 2009 (in Abänderung der bisherigen Rechtslage) der Krankenkasseneinheitssatz von 15,5% herangezogen. Der Zusatzbeitrag des AN zur Pflegeversicherung wird bei der Ermittlung des Faktor 'F' nicht berücksichtigt.
Im Jahr 2009 errechnet sich der Faktor F daher wie folgt:
Beitragssatz zur Rentenversicherung: 19,9 v.H.
Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung 2,8 v.H.
Beitragssatz zur Pflegeversicherung 1,95 v.H.
Summe 40,15 v.H
Faktor daher: 30 v.H. : 40,15 v.H. = 0,7472
Im Jahr 2010 errechnet sich der Faktor F entsprechend:
Beitragssatz zur Krankenversicherung 14,9 v.H.
Summe 39,55 v.H
Faktor daher: 30 v.H. : 39,55 v.H. = 0,7585
Bei schwankenden Arbeitsentgelten, bei denen das regelmäßige Arbeitsentgelt innerhalb der Gleitzone liegt, jedoch in einzelnen Monaten das Arbeitsentgelt die Grenzen der Gleitzone unterschreitet, gilt: Wird ein Arbeitsentgelt von unter 400,01 EUR erzielt, wird ein fiktives Arbeitsentgelt nach folgender Formel ermittelt:
beitragspflichtige Einnahme = tatsächliches Arbeitsentgelt x 0,7585 (2010)
Bei gleichzeitig 2 oder mehr Arbeitsverhältnissen mit Bezügen von jeweils 401 - 800 € muß das eine Arbeitsverhältnis mit der ersten Lohnsteuerkarte und jedes weitere mit Lohnsteuerkarte VI versteuert werden. Da die Summe der Bezüge in jedem Fall dann über 800 € liegen, gelten die für den Arbeitnehmer (vergünstigten) Sozialversicherungsbeiträge nicht. Das Kästchen MiniJob darf dann nicht aktiviert werden.
Bei 2 Arbeitsverhältnissen mit Löhnen von insgesamt unter 800 €, d.h. von 2 unter 400 € bzw. einem von unter 400 und einem weiteren zwischen 400-800 €, vertritt Denzler die Meinung, dass zur Berechnung der (vergünstigten) Sozialversicherung beide Löhne addiert werden müssen. Da es sich bei einer der Beschäftigungen immer um einen Minijob handeln muss (sonst liegt der Gesamtbezug in jedem Fall über 800 €), ist es sicher aber günstiger das unter 400 € Arbeitsverhältnis als MiniJob anzumelden (Arbeitgeber allein zahlt 25% / ab 1.7.06: 30%) und das 2. Beschäftigungsverhälnis (auch wenn es unter 400 € liegt) mit der ersten Lohnsteuerkarte anzumelden, was dann auch keine Steuerbelastung ergibt und zusätzlich die vergünstigten Sozialbeiträge beim Arbeitnehmer (bei Bezügen über 400 €) bzw. in der Summe weniger trotz voller Sozialversicherung für den 2. Bezug unter 400 € . Auch ist eine Kommunikation zwischen den Arbeitgebern nicht notwendig.
Bei den Sozialversicherungsabgaben werden die neben dem laufenden Arbeitsentgelt gewährten Einmalzahlungen bei der Beitragsberechnung i.d.R. in dem Monat berücksichtigt, in dem sie ausgezahlt werden. Abweichend von diesem Grundsatz sind Einmalzahlungen jedoch dem letzten Entgeltabrechnungszeitraum des Vorjahres zuzuordnen (Märzklausel), wenn die Einmalzahlung vom 1.1.-31.3. eines Jahres gezahlt wird und das versicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnis bereits im Vorjahr bestanden hat und die Einmalzahlung zusammen mit dem laufenden Arbeitsentgelt die anteilige Jahresbeitragsbemessungsgrenze (= Jahresbemessungsgrenzen x Auszahlungsmonat/12) übersteigt. Dieses Programm berücksichtigt die anteiligen Jahresbeitragsbemessungsgrenzen nicht, d.h. geht vereinfachend davon aus, dass die (letzte) Einmalzahlung im Dezember erfolgt.
Eingabehinweise: Bruttolohn für den gewählten Lohnzahlungszeitraum (Monat oder Jahr) inclusiv des entsprechenden Anteils der Versorgungsbezüge für den gleichen Zeitraum eingeben. Wichtig: Im Feld "im aktuellen Bruttolohn enthaltenen monatlichen Versorgungsbezüge" immer den monatlichen Bezug eingeben - auch bei Jahresbezug! Werden statt 12 Monaten nur in weniger Monaten Versorgungsbezüge erhalten, ist es nur beim Lohnzahlungszeitraum 'Jahr' erforderlich, das Optionsfeld Bezugsmonate entsprechend einzustellen (berücksichtbarer Versorgungsfreihöchstbetrag und Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag erniedrigen sich dadurch anteilig). In Folgejahren das Erstbezugsjahr einstellen (bei Erstbezug vor 2005 gilt 2005 als Erstbezugsjahr ("vor 2006") und den monatlichen Versorgungsbezug aus Erstbezugsjahr (sowie gegebenfalls Sonderzahlungen, auf die ein Rechtsanspruch im Erstbezugsjahr bestand (z.B. Weihnachtsgeld) eingeben. Diese Beträge bleiben in den Folgejahren Bemessungsgrundlage für Versorgungsfreibetrag und Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag.
Wenn in den Sonstigen Bezügen (keine Bezüge für mehrere Jahre) ein Sterbegeld bzw. Kapitalauszahlung enthalten ist, das/die im Zusammenhang mit den Versorgungsbezügen steht, im entsprechenden Feld angeben. Bei Sterbegeld-/Kapitalauszahlungen werden auch bei weniger als 12 Monaten Laufzeit im aktuellen Jahr immer der volle Höchstbetrag des Versorgungsfreibetrages und des Zuschlages zum Versorgungsfreibetrages berücksichtigt.
Durch das AltEinkG wurde auch noch im § 9a EStG ein zusätzlicher Werbekosten-Pauschbetrag von 102 € eingeführt (StKl 1-5), der bei Versorgungsbezügen ab 2005 gewährt wird. Werden nur Versorgungsbezüge versteuert, werden nur diese 102 € berücksichtigt (Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 920 € entfällt dann).
Krankenkassenbeitragspflich: Versorgungsbezüge (z. B. Betriebsrenten), sind seit 2004 voll Kranken- und Pflegeversicherungspflichtig. Für die Beitragspflicht bei Versorgungsbezügen gilt jedoch ein unterer Grenzwert: Krankenversicherungsbeiträge sind nur zu entrichten, wenn die Bezüge z.B. im Jahr 2010 monatlich 127,75 € übersteigen (1/20 der Bezugsgröße = 2.555/Monat in 2010). Das Programm berücksichtigt dies.
Sozialversicherung: Renten- und Arbeitslosenversicherungsfrei unterliegen die Versorgungsbezüge der vollen Kranken- und Pflegeversicherung, die vom Versorgungsempfänger alleine zu tragen sind. Auch Kapitalauszahlungen gehören dazu. Sterbegeld dagegen nicht (entsprechend anklicken). Entsprechend wird bei Versorgungsbezügen bei der Vorsorgepauschale kein Rentenversicherungsbeitrag berücksichtigt!
Für 2010: Bei Angabe von (steuerfreien) Einkommensersatzleistungen mit Progressionsvorbehalt läßt sich das Ehegatten-Faktorverfahren nicht anwenden.
Regelungen, die erst ab 1. Juli gelten schliessen
Eine Entlastung (wie 2009: Senkung des Krankenkassenbeitrags von 14,6% auf 14,0%) im Juli ist selten, denn normalerweise legt die Regierung gerne zusätzliche Belastungen auf diesen Termin. So wurde zum 1.7.2005 der Zusatzbeitrag zu Krankenkasse von 0,9% eingeführt und zum 1.7.2006 die MiniJob-Pauschale von 25% auf 30% erhöht. Zum 1.7.2008 stieg der Pflegeversicherungssatz von 1,7% auf 1,95%. In diesen Fällen muss bei Bezügen nach dem 1.Juli die Checkbox aktiviert werden!
Hinweis: Fuf Jahresbasis rechnet das Programm bei Änderungen, die erst ab Juli in Kraft treten, auf Grundlage gleicher Bezüge in beiden Jahreshälften. In abweichenden Fällen muß gesondert gerechnet werden.
Dieser betrug 2005 40% des Lohns aber max. 1900 €. Durch das Alterseinkünftegesetz (AltEinkG) vom Juli 2004 wurde dieser Freibetrag ab 2005 jedes Jahr (siehe § 24 a EStG) kontinuierlich gekürzt (2006: 38,4% und max. 1824 €) bis 2040 dieser Freibetrag ganz entfällt.
Wenn man 65 Jahre ist und die Regelaltersrente beantragt, ist man bei einer Weiterbeschäftigung versicherungsfrei. Der Arbeitgeber hat jedoch weiterhin die anteilige Rentenversicherung zu zahlen. Dieser Anteil fließt lediglich der Versichertengemeinschaft zu Gute und wirkt sich auf Ansprüche des Beschäftigten nicht mehr aus. Man hat aber die Möglichkeit, keinen Altersrentenantrag zu stellen, dann verbleibt es bei der bisherigen Beitragserhebung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber und es steigert sich - wie bisher - der Anspruch auf die Regelaltersrente.
Lohnempfänger in Ostdeutschland haben eine niedrigere Bemessungsgrenze bei der Renten- und Arbeitslosenversicherung, zahlen dafür also einen geringeren Höchstsatz (2010: 55.800 € * 0.0995 = 5.552,10 € Rentenversicherung jährlich, bzw. 462,68 € monatlich)
Die hellen Sachsen wollten den Buß- und Bettag als Feiertag behalten und zahlen 2010 dafür 0,475 % mehr in die Pflegeversicherung ein (der Anteil des Arbeitgebers erniedrigt sich um den gleichen Betrag).
Da man mit 65 Jahren die Regelaltersgrenze erreicht hat und nicht mehr rentenversicherungspflichtig ist, ist im Regelfall dann Tabelle B (für rentenversicherungsfreie Arbeitnehmer) zu wählen, wenn man neben dem Bezug der Regelaltersrente eine Beschäftigung ausgübt. Dem Beschäftigten werden in diesem Fall zwar keine Beiträge mehr einbehalten, hingegen muss der Arbeitgeber weiterhin den Beitragsanteil abführen, der zu zahlen wäre, wenn der beschäftigte Vollrentenbezieher versicherungspflichtig wäre. Das Programm weist diesen Arbeitgeberanteil aus. Er hat aber keine Auswirkungen mehr auf die Rentenansprüche des Rentners. Dem Arbeitgeber soll dadurch der Anreiz genommen werden, versicherungsfreie Personen zu beschäftigen.