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Timestamp: 2016-10-26 15:23:53
Document Index: 56454537

Matched Legal Cases: ['Art. 111', 'Art. 111', 'Art. 103', 'Art. 104', 'Art. 103', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 132', 'Art. 111', 'Art. 2', 'Art. 106', 'Art. 47', 'Art. 63', 'Art. 19', 'Art. 11', 'BGE', 'Art. 47', 'Art. 111', 'Art. 35', 'Art. 40', 'Art. 63', 'Art. 11', 'Art. 66', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 48', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 47', 'Art. 63', 'BGE', 'Art. 47', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 12', 'BGE', 'BGE', 'Art. 19', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 103', 'Art. 104', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 103', 'Art. 104', 'Art. 32', 'Art. 98', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 64']

Beschwerdef�hrer 2, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Markus Hug,
Vors�tzliche T�tung; Strafzumessung
Beschwerden in Strafsachen gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Strafkammer, vom 18. Juni 2007 und Beschwerde in Strafsachen gegen die Verf�gung des Pr�sidenten der II. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 15. August 2007.
Am 1. Juli 2002 kollidierten im Luftraum in der N�he von Ueberlingen/Deutschland zwei Flugzeuge. Dabei kamen alle 71 Insassen der beiden Flugzeuge ums Leben, unter ihnen die Ehefrau und die beiden Kinder von X.________.
Am 24. Februar 2004 suchte X.________ den zum Unfallzeitpunkt Dienst habenden Flugverkehrsleiter (Fluglotsen) A.________ - den er f�r den Tod seiner Familie mitverantwortlich machte - an dessen Wohnort in Kloten auf, wo er ihn auf dem Terrassensitzplatz von dessen Wohnung durch mehrere Stiche mit einem Taschenmesser t�tete.
B.a Das Obergericht des Kantons Z�rich sprach X.________ am 26. Oktober 2005 der vors�tzlichen T�tung (Art. 111 StGB) schuldig und bestrafte ihn - unter Zubilligung einer Verminderung der Schuldf�higkeit in mittlerem bis schwerem Grade - mit 8 Jahren Zuchthaus, unter Anrechnung von 610 Tagen Untersuchungshaft und vorzeitigem Strafvollzug.
B.b Das Kassationsgericht des Kantons Z�rich hob am 30. Oktober 2006 das Urteil des Obergerichts in teilweiser Gutheissung der von X.________ eingereichten kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde im Strafpunkt sowie im Kostenpunkt auf und wies die Sache insoweit im Sinne der Erw�gungen zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ck.
B.c Infolge dieses R�ckweisungsentscheids wurden die von der Staatsanwaltschaft des Kantons Z�rich und von X.________ gegen das Urteil des Obergerichts vom 26. Oktober 2005 beim Bundesgericht eingereichten Beschwerden mit Verf�gungen des Pr�sidenten der Strafrechtlichen Abteilung vom 8. Januar 2007 als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
Das Obergericht des Kantons Z�rich verurteilte X.________ am 18. Juni 2007 - unter Ber�cksichtigung der Erw�gungen im Entscheid des Kassationsgerichts und unter Zubilligung einer Verminderung der Schuldf�higkeit in hohem Grade - wegen vors�tzlicher T�tung (Art. 111 StGB) zu einer Freiheitsstrafe von 5 � Jahren, unter Anrechnung von 1'210 Tagen Untersuchungshaft und vorzeitigem Strafvollzug.
Gegen das Urteil des Obergerichts vom 18. Juni 2007 erhebt die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich mit Eingabe vom 27. Juli 2007 Beschwerde in Strafsachen mit den Antr�gen, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und die Strafsache kassatorisch zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen oder reformatorisch mit der Ausf�llung einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren in der Sache selbst zu entscheiden.
E.a Der Pr�sident der II. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Z�rich hiess mit Verf�gung vom 15. August 2007 das Gesuch von X.________ vom 19. Juli 2007 um Entlassung aus der Haft beziehungsweise aus dem vorzeitigen Strafvollzug gut und ordnete dessen Entlassung aus der Haft per 24. August 2007 an.
E.b Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich erhebt mit Eingabe vom 17. August 2007 gegen die Pr�sidialverf�gung Beschwerde in Strafsachen. Sie stellt die Antr�ge, die angefochtene Verf�gung sei aufzuheben und der Beschwerde sei im Sinne von Art. 103 BGG die aufschiebende Wirkung zu erteilen, angesichts der bereits per 24. August 2007 verf�gten Haftentlassung allenfalls im Rahmen einer superprovisorischen Verf�gung.
Mit einer weiteren Eingabe vom gleichen Tag ersucht die Oberstaatsanwaltschaft um die Anordnung einer vorsorglichen Massnahme gem�ss Art. 104 BGG, wobei sie beantragt, die Pr�sidialverf�gung betreffend Haftentlassung sei aufzuheben beziehungsweise es sei die Sicherheitshaft oder der vorzeitige Strafantritt anzuordnen, dies angesichts der bereits per 24. August 2007 verf�gten Haftentlassung allenfalls im Rahmen einer superprovisorischen Verf�gung.
E.c Mit Eingabe vom 19. August 2007 stellt X.________ in Unkenntnis der vorstehend genannten Eingaben der Oberstaatsanwaltschaft vorab und vorsorglich unter anderem die Begehren, allf�llige Antr�ge der Staatsanwaltschaft auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung beziehungsweise auf Anordnung vorsorglicher Massnahmen in den Verfahren der Beschwerden der Staatsanwaltschaft gegen die Haftentlassungsverf�gung vom 15. August 2007 und gegen das Obergerichtsurteil vom 18. Juni 2007 abzuweisen. Zudem ersuchte X.________ um die Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Mit Verf�gung vom 21. August 2007 erteilte der Pr�sident der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts den beiden Beschwerden der Oberstaatsanwaltschaft gegen das Urteil des Obergerichts und gegen die Pr�sidialverf�gung des Pr�sidenten der II. Strafkammer des Obergerichts, welche in einem Verfahren vereinigt wurden, in Anwendung von Art. 103 Abs. 3 BGG die aufschiebende Wirkung.
Mit Beschluss der Strafrechtlichen Abteilung vom 21. August 2007 wurde X.________ in den Verfahren der beiden Beschwerden der Staatsanwaltschaft dessen Gesuch entsprechend die unentgeltliche Rechtspflege gew�hrt.
H.a Mit Eingabe vom 3. September 2007 erhebt X.________ gegen das Urteil des Obergerichts vom 18. Juni 2007 seinerseits Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, er sei in Ab�nderung des Urteils vom 18. Juni 2007 mit 4 Jahren Freiheitsstrafe zu bestrafen, eventualiter sei die Sache zur Neufestsetzung der Strafe an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Zudem ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege auch in diesem Verfahren.
In derselben Eingabe vom 3. September 2007 nimmt X.________ auch zu den beiden Beschwerden der Oberstaatsanwaltschaft gegen die Haftentlassungsverf�gung und gegen das Obergerichtsurteil Stellung, deren Abweisung er beantragt.
Ausserdem stellt X.________ in seiner Eingabe vom 3. September 2007 das Begehren, es sei festzustellen, dass die Verf�gung des Pr�sidenten der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts vom 21. August 2007 (betreffend Erteilung der aufschiebenden Wirkung) Art. 5 Ziff. 1 und 4 sowie Art. 6 Ziff. 1 EMRK verletze.
H.b Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich beantragt unter Hinweis auf ihre eigenen Beschwerden die Abweisung der Beschwerde von X.________.
Das Obergericht des Kantons Z�rich hat auf Stellungnahmen zu den Beschwerden verzichtet.
1.1 Das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich und die Verf�gung des Pr�sidenten der II. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Z�rich sind nach dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 �ber das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) am 1. Januar 2007 ergangen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht bestimmt sich daher nach dem Bundesgerichtsgesetz (Art. 132 Abs. 1 BGG).
1.2 Die drei Beschwerden h�ngen eng zusammen und betreffen weitgehend die gleichen Fragen, weshalb es sich rechtfertigt, sie gemeinsam zu behandeln und in einem einzigen Entscheid zu beurteilen.
Das Obergericht des Kantons Z�rich (im Folgenden als Vorinstanz bezeichnet) hat X.________ (nachfolgend als Beschwerdef�hrer 2 bezeichnet) wegen vors�tzlicher T�tung im Sinne von Art. 111 StGB zu einer Freiheitsstrafe von 5 � Jahren verurteilt, unter Anrechnung von 1'210 Tagen Untersuchungshaft und vorzeitigem Strafvollzug. Umstritten ist insoweit einzig das Strafmass, insbesondere die Frage, welche Bedeutung einer Verminderung der Schuldf�higkeit des T�ters im Allgemeinen und im konkreten Fall bei der Strafzumessung zukommt. Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Z�rich (im Folgenden als Beschwerdef�hrerin 1 bezeichnet) beantragt eine Erh�hung der Freiheitsstrafe auf 12 Jahre. Zur Begr�ndung macht sie im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz habe der schweren Verminderung der Schuldf�higkeit des Beschwerdef�hrers 2 in viel zu starkem Ausmass strafreduzierend Rechnung getragen. Der Beschwerdef�hrer 2 beantragt eine Herabsetzung der Freiheitsstrafe auf 4 Jahre. Zur Begr�ndung bringt er im Wesentlichen vor, die Vorinstanz sei von einer zu hohen Einsatzstrafe ausgegangen und habe die T�terkomponenten zu Unrecht im Ergebnis straferh�hend ber�cksichtigt.
3.1 Die Bestimmungen des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches sind durch Bundesgesetz vom 13. Dezember 2002 teilweise revidiert worden. Das neue Recht ist am 1. Januar 2007 in Kraft getreten. Der Beschwerdef�hrer 2 hat die Tat vor dem 1. Januar 2007 ver�bt. Das angefochtene Urteil ist nach diesem Zeitpunkt ergangen. Damit stellt sich die Frage, ob im vorliegenden Fall das alte oder das neue Recht Anwendung findet.
Der T�ter wird nach dem Gesetz beurteilt, das im Zeitpunkt der Tat gegolten hat. Ist jedoch das im Zeitpunkt der Beurteilung geltende neue Gesetz das mildere, so ist dieses anzuwenden (Art. 2 Abs. 2 StGB alte und neue Fassung). Nach der Auffassung der Vorinstanz ist das neue Recht milder und daher vorliegend anwendbar. Dieser Ansicht sind auch die beiden Beschwerdef�hrer. Die Frage nach dem anwendbaren Recht ist eine Rechtsfrage und daher gem�ss Art. 106 Abs. 1 BGG von Amtes wegen zu pr�fen.
3.2 Gem�ss den Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid entspricht die neue Grundsatzbestimmung betreffend die Strafzumessung (Art. 47 StGB) in den Grundz�gen der Praxis zur bisherigen, k�rzer gefassten allgemeinen Strafzumessungsregel (Art. 63 aStGB). Die neue Bestimmung nehme indessen zus�tzliche Elemente auf, welche der Praxis zum bisherigen Recht entspr�chen. Insbesondere verlange das neue Recht ausdr�cklich, die Wirkung der Strafe auf das Leben des T�ters zu ber�cksichtigen. Damit sei im Einzelfall eine Strafe m�glich, die niedriger als die Strafe sei, welche das Verschulden des T�ters gebieten w�rde. Gem�ss den weiteren Ausf�hrungen im angefochtenen Urteil ist nach dem neuen Recht bei Verminderung der Schuldf�higkeit des T�ters eine Milderung der Strafe zwingend vorgeschrieben (Art. 19 Abs. 2 StGB), w�hrend sie nach dem alten Recht fakultativ sei (Art. 11 aStGB), wobei allerdings nach der Praxis zum bisherigen Recht eine Strafminderung innerhalb des ordentlichen Strafrahmens obligatorisch sei. Die Vorinstanz weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass theoretisch sogar eine (bedingte) Geldstrafe m�glich sei. Das neue Recht sei daher insgesamt milder als das alte und daher anwendbar (angefochtenes Urteil S. 9 f.).
3.3 Ob das neue Recht im Vergleich zum alten milder ist, entscheidet sich nicht aufgrund eines abstrakten Vergleichs. Massgebend ist vielmehr die konkrete Betrachtungsweise. Es kommt mithin darauf an, nach welchem Recht der T�ter f�r die zu beurteilende Tat besser wegkommt (BGE 126 IV 5 E. 2c mit Hinweisen). Der Richter hat deshalb den Sachverhalt in umfassender Weise sowohl nach dem alten als auch nach dem neuen Recht zu beurteilen und die Ergebnisse miteinander zu vergleichen (Andreas Donatsch/Brigitte Tag, Strafrecht I, 8. Aufl. 2006, S. 42/43).
Die Vorinstanz beruft sich zwar auf diese Grunds�tze, doch wendet sie diese nicht an. Sie zeigt nicht auf, dass und inwiefern sie im konkreten Fall bei der Strafzumessung nach dem alten Recht einerseits und nach dem neuen Recht andererseits zu unterschiedlichen Ergebnissen gelangte. Aus dem angefochtenen Urteil geht nicht hervor, inwiefern das im neuen Recht (Art. 47 StGB) ausdr�cklich genannte Strafzumessungselement der Wirkung der Strafe auf das Leben des T�ters im konkreten Fall weitergehend als nach dem alten Recht zum Tragen k�me. Der Hinweis der Vorinstanz, dass damit eine niedrigere Strafe m�glich sei, als sie das Verschulden des T�ters gebieten w�rde, ist insoweit unbehelflich. Auch nach der Praxis zum alten Recht konnte eine vom Tatverschulden unabh�ngige strafmindernde Komponente zu einer Strafe f�hren, die unter der dem Verschulden angemessenen Strafe lag. Die Vorinstanz h�lt denn auch zutreffend fest, dass die im neuen Recht ausdr�cklich genannten zus�tzlichen Strafzumessungselemente der Praxis zum alten Recht entsprechen (siehe dazu auch Urteil des Bundesgerichts 6B_14/2007 vom 17. April 2007, E. 5). Dies gilt auch in Bezug auf die Auswirkungen der Verminderung der Schuldf�higkeit auf das Strafmass. Die Verminderung der Schuldf�higkeit f�hrte schon nach der Praxis zum alten Recht zwingend zu einer Reduktion der Strafe. Mit dem Hinweis auf die nach dem neuen Recht bestehende M�glichkeit einer bedingten Geldstrafe macht die Vorinstanz lediglich einen abstrakten Vergleich. Zudem kann eine blosse Geldstrafe als Sanktion f�r eine vors�tzliche T�tung auch im Falle einer schweren Verminderung der Schuldf�higkeit des T�ters nicht ernsthaft in Betracht gezogen werden. Aus dem angefochtenen Urteil ist somit nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz bei Anwendung des zur Zeit der Tat geltenden alten Rechts eine h�here Strafe ausgef�llt h�tte. Es darf vielmehr davon ausgegangen werden, dass in Anbetracht der im vorliegenden Fall massgebenden und im Wesentlichen unver�nderten Strafzumessungsgrunds�tze die Strafe bei Anwendung des alten Rechts gleich ausgefallen w�re. Das neue Recht ist somit im konkreten Fall nicht das mildere. Demnach ist das alte Recht anwendbar.
4.1 Wer vors�tzlich einen Menschen t�tet, ohne dass eine der Voraussetzungen der nachfolgenden Artikel zutrifft, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter f�nf Jahren bestraft (Art. 111 StGB). Der ordentliche Strafrahmen reicht somit von f�nf Jahren bis zu zwanzig Jahren Freiheitsstrafe (Art. 35 aStGB, siehe auch Art. 40 StGB). Der Richter misst die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu; er ber�cksichtigt die Beweggr�nde, das Vorleben und die pers�nlichen Verh�ltnisse des Schuldigen (Art. 63 aStGB). War der T�ter zur Zeit der Tat in seiner geistigen Gesundheit oder in seinem Bewusstsein beeintr�chtigt oder geistig mangelhaft entwickelt, so dass die F�higkeit, das Unrecht seiner Tat einzusehen oder gem�ss seiner Einsicht in das Unrecht der Tat zu handeln, herabgesetzt war, so kann der Richter die Strafe nach freiem Ermessen mildern (Art. 11 aStGB). Wo das Gesetz eine Strafmilderung nach freiem Ermessen vorsieht, ist der Richter an die Strafart und das Strafmass, die f�r Verbrechen oder Vergehen angedroht sind, nicht gebunden. Der Richter ist aber an das gesetzliche Mindestmass der Strafart gebunden (Art. 66 aStGB).
4.2 Bei der Bemessung der Strafe hat der Richter einerseits die Tatkomponenten und andererseits die T�terkomponenten zu ber�cksichtigen. Zu den Tatkomponenten geh�ren etwa das Ausmass des verschuldeten Erfolgs, die Art und Weise von dessen Herbeif�hrung sowie die Willensrichtung und die Beweggr�nde des T�ters. Zu den T�terkomponenten geh�ren unter anderem das Vorleben und die pers�nlichen Verh�ltnisse sowie das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren, etwa Schadenersatzzahlung, Gest�ndnis, Einsicht und Reue (BGE 129 IV 6 E. 6.1 mit zahlreichen Hinweisen).
Der Richter hat im Urteil die wesentlichen Tat- und T�terkomponenten so zu er�rtern, dass festgestellt werden kann, ob die rechtlich massgebenden Gesichtspunkte ber�cksichtigt und wie sie gewichtet wurden. Er muss die �berlegungen, die er bei der Bemessung der Strafe angestellt hat, in seinem Urteil in den Grundz�gen darstellen. Der Richter ist aber - unter Vorbehalt gewisser Ausnahmen - von Bundesrechts wegen nicht verpflichtet, in der Urteilsbegr�ndung in absoluten Zahlen oder in Prozenten anzugeben, in welchem Masse er die einzelnen strafzumessungsrelevanten Tatsachen gewichtet hat (BGE 121 IV 49 E. 2a/aa mit Hinweisen). Diese Grunds�tze gelten entsprechend f�r die Gewichtung der im Gesetz genannten Strafsch�rfungs- und Strafmilderungsgr�nde, unter anderen die Verminderung der Schuldf�higkeit. Der Richter ist mithin nicht verpflichtet, in der Urteilsbegr�ndung anzugeben, welche Strafe er im Falle der uneingeschr�nkten Schuldf�higkeit des T�ters ausgef�llt h�tte und um wie viel Prozent er die Strafe infolge der Verminderung der Schuldf�higkeit reduziert hat.
Bei der Strafzumessung steht dem Sachrichter ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur ein, wenn der Sachrichter den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn er rechtlich nicht massgebende Kriterien mitber�cksichtigt oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen beziehungsweise in �berschreitung oder Missbrauch seines Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 129 IV 6 E. 6.1 mit zahlreichen Hinweisen).
4.3 Gem�ss den Ausf�hrungen der Vorinstanz wiegt das objektive Tatverschulden des Beschwerdef�hrers 2 sehr schwer und r�ckt das T�tungsdelikt in die N�he des Mordtatbestandes. So zeuge die eigentliche Tatausf�hrung von besonderer Grausamkeit und extremer Brutalit�t, in welcher sich auch ein intensiver T�tungswille manifestiere. Mit seiner Tat habe der Beschwerdef�hrer 2 uns�gliches Leid �ber die Familie des Fluglotsen gebracht, wobei erschwerend ins Gewicht falle, dass er genau gewusst habe, dass der Fluglotse zweifacher Familienvater gewesen sei. Objektiv gesehen m�sse auch der Anlass der Tat als nichtig bezeichnet werden. Der Beschwerdef�hrer 2 habe v�llig realit�tsfremde Erwartungen bez�glich des Verhaltens des Fluglotsen ihm gegen�ber am fraglichen Abend gehabt. Als der Fluglotse sich nicht entschuldigt, sondern ihn abgewiesen habe, wobei das Couvert, welches - was der Fluglotse allerdings nicht habe wissen k�nnen - die Fotos seiner beim Flugzeugabsturz umgekommenen Angeh�rigen enthalten habe, zu Boden gefallen sei, habe er das Messer hervorgeholt und den Fluglotsen brutal niedergemetzelt. In Anbetracht des sehr schweren objektiven Tatverschuldens und der weiteren Umst�nde, die den Beschwerdef�hrer 2 auch subjektiv belasteten, geht die Vorinstanz im angefochtenen Urteil, wie schon in ihrem ersten Entscheid, in �bereinstimmung mit der Beschwerdef�hrerin 1 von einer Einsatzstrafe von 18 Jahren aus. Diese aus den Tatkomponenten resultierende Einsatzstrafe von 18 Jahren reduziert die Vorinstanz sodann infolge der dem Beschwerdef�hrer 2 zugebilligten Verminderung der Schuldf�higkeit in schwerem Grade um "ca. 75 %", was eine Strafe von ca. 4 � Jahren (ca. 25 % von 18 Jahren) ergibt. Im Anschluss daran bewertet die Vorinstanz in ihren Urteilserw�gungen die T�terkomponenten. Straferh�hend in nicht unerheblichem Masse falle ins Gewicht, dass sich der Beschwerdef�hrer 2 w�hrend des gesamten Verfahrens ausgesprochen uneinsichtig verhalten und gegen�ber dem Opfer und dessen Familie kein echtes Mitgef�hl gezeigt habe. Strafmindernd seien die Vorstrafenlosigkeit, der ungetr�bte Leumund und das Gest�ndnis des Beschwerdef�hrers 2 zu ber�cksichtigen, wobei bez�glich des Gest�ndnisses freilich stark einschr�nkend zu beachten sei, dass dem Beschwerdef�hrer 2 angesichts der erdr�ckenden Beweislage auch kaum etwas anderes �brig geblieben w�re. Leicht strafmindernd falle schliesslich in Betracht, dass sich der Beschwerdef�hrer 2 mit den Hinterbliebenen des Fluglotsen bez�glich deren Zivilforderungen geeinigt habe. In W�rdigung aller massgeblichen Strafzumessungsgr�nde erachtet die Vorinstanz eine Freiheitsstrafe von 5 � Jahren als angemessen.
Beschwerde der Beschwerdef�hrerin 1 gegen das vorinstanzliche Urteil
5.1 Gem�ss dem Gutachten Dr. B.________ (Psychiatrische Universit�tsklinik Z�rich) vom 20. September 2004 leidet der Beschwerdef�hrer 2 infolge der Ereignisse an einer andauernden Pers�nlichkeits�nderung nach Extrembelastung (ICD-10: F62.0). Die Schwere der St�rung ist gem�ss dem Gutachten als sehr erheblich zu bezeichnen. Die ver�nderten Erlebens- und Verhaltensbereitschaften, die als Ausdruck der andauernden Pers�nlichkeits�nderung zu gelten h�tten, beg�nstigen nach den Ausf�hrungen des Gutachters auch noch die Bereitschaft zu schiefen Auffassungen, zu misstrauisch-feindseligen Interpretationen und zur Erwartung doch nur immer wieder neuer Ablehnung und k�hler Zur�ckweisung. Der Verlust einer fr�her vorhandenen Vertrauensf�higkeit sei Ausdruck einer schwersten St�rung des Pers�nlichkeitsfundaments, und der Beschwerdef�hrer 2 habe hier eine ganz grundlegende psychische Leistungsf�higkeit verloren. Die schwer ausgepr�gte psychische St�rung der andauernden Pers�nlichkeits�nderung nach Extrembelastung l�sst sich gem�ss dem Gutachen einer Beeintr�chtigung der geistigen Gesundheit zuordnen.
Bei der Beurteilung der Einsichts- und Willensf�higkeit des Beschwerdef�hrers 2 pr�ft der Gutachter zwei verschiedene (f�r ihn notwendig hypothetische) Sachverhaltsvarianten.
In der ersten Variante geht der Gutachter von einer vorbestehenden grunds�tzlichen Tatbereitschaft des Beschwerdef�hrers 2 aus, wobei er offen l�sst, inwieweit ein fester und dann in die Tat umgesetzter Handlungsvorsatz bestand oder inwieweit die Tathandlung noch von einem befriedigenden oder eben nicht befriedigenden Verhalten des Fluglotsen abh�ngig gemacht worden sein mochte. Bei dieser ersten Variante waren gem�ss dem Gutachten angesichts der Schwere der auch tatzeitaktuell bestehenden psychischen St�rung sowohl die Einsichtsf�higkeit als auch die Steuerungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers 2 in mittlerem Grade vermindert.
In der zweiten Variante geht der Gutachter davon aus, der Beschwerdef�hrer 2 habe den Fluglotsen ohne T�tungsbereitschaft allein mit der Vorstellung aufgesucht, dass dieser sich entschuldige. Im subjektiven Erleben des Beschwerdef�hrers 2 habe sich der Fluglotse nicht wie erwartet verhalten, sondern ihn und insbesondere auch die Fotos der Angeh�rigen, die sich im vorgezeigten Couvert befanden, zur�ckgewiesen. Das Erleben dieser "Sch�ndung" des Wertvollsten, was dem Beschwerdef�hrer 2 geblieben ist, war gem�ss dem Gutachten der Moment, in dem es nach ohnehin hoher affektiver Anspannung zu einer Erlebnissituation kam, die als akute Belastungsreaktion (ICD-10: F43.0) erfasst und der Beeintr�chtigung des Bewusstseins zugeordnet werden kann. Der Beschwerdef�hrer 2 habe die Situation als eine vom Fluglotsen beabsichtigte Verletzung beziehungsweise Herabw�rdigung seiner toten Angeh�rigen, als massive Kr�nkung und als Ausdruck der Verachtung und Zur�ckweisung erlebt. Es sei zu einem pl�tzlichen Durchbruch destruktiven Handelns ohne vorg�ngige Ank�ndigung der Tat gekommen. Bei dieser zweiten Variante bestand gem�ss dem Gutachten nicht nur eine Beeintr�chtigung der geistigen Gesundheit aufgrund einer schwergradigen Pers�nlichkeits�nderung nach Extrembelastung, sondern auch eine Beeintr�chtigung des Bewusstseins erheblicher Schwere, und war die Einsichtsf�higkeit des Beschwerdef�hrers 2 in mittlerem Grade, die Steuerungsf�higkeit angesichts des �berschwemmenden Charakters der Handlungsantriebe aber in hohem Masse herabgesetzt.
Gem�ss dem Gutachten ist eine psychiatrisch-psychologische Behandlung, n�mlich ein Versuch, dem Beschwerdef�hrer 2 zu helfen, doch noch eine Trauerarbeit zu leisten, die er nicht als drohenden Verrat an seinen Angeh�rigen erlebte, zweifellos angezeigt. Doch sei keine Massnahme im Sinne des Strafgesetzbuches anzuordnen, zumal die Legalprognose ohnehin sehr g�nstig sei und daher durch eine Behandlungsmassnahme eine irgend wesentliche Verbesserung der Legalprognose nicht zu erreichen sei.
5.2 Die Vorinstanz kam in ihrem ersten Urteil (vom 26. Oktober 2005) in tats�chlicher Hinsicht zum Schluss, dem Beschwerdef�hrer 2 k�nne nicht vorgeworfen werden, dass er den Fluglotsen mit dem festen Vorsatz aufgesucht habe, ihn zu t�ten. Die Vorinstanz erachtete es in ihrem ersten Urteil aber als erwiesen, dass der Beschwerdef�hrer 2 den Fluglotsen immerhin mit der latenten, unterschwelligen Bereitschaft aufsuchte, ihn zu t�ten, falls er sich nicht entschuldigen sollte. Die Vorinstanz ging in ihrem ersten Urteil von einem Sachverhalt aus, der gleichsam in der Mitte zwischen den beiden vom Gutachter �berpr�ften (hypothetischen) Sachverhaltsvarianten lag. Sie billigte dem Beschwerdef�hrer 2 daher eine mittel- bis hochgradig verminderte Schuldf�higkeit zu, welcher sie durch eine Reduktion der aus den Tatkomponenten resultierenden Einsatzstrafe, die sie auf 18 Jahre bezifferte, um ca. 66 % Rechnung trug.
Die Feststellung im ersten vorinstanzlichen Urteil, der Beschwerdef�hrer 2 habe den Fluglotsen mit der latenten, unterschwelligen Bereitschaft aufgesucht, ihn zu t�ten, falls er sich nicht entschuldigen sollte, wurde vom Kassationsgericht des Kantons Z�rich im R�ckweisungsentscheid vom 30. Oktober 2006 als willk�rlich und unzul�ssig qualifiziert. Ebenfalls als willk�rlich und unzul�ssig erachtete das Kassationsgericht die die fragliche Annahme st�tzenden Feststellungen im ersten vorinstanzlichen Urteil, dass der Beschwerdef�hrer 2 von Rache beseelt gewesen sei und in der Untersuchung die M�glichkeit einer Eskalation einger�umt habe.
Die Vorinstanz geht daher in der gebotenen Ber�cksichtigung der Erw�gungen im R�ckweisungsentscheid des Kassationsgerichts des Kantons Z�rich im vorliegend angefochtenen Urteil in tats�chlicher Hinsicht davon aus, dass der Beschwerdef�hrer 2 den Tat- bzw. T�tungsentschluss erst anl�sslich der Auseinandersetzung mit dem Fluglotsen fasste und diesen nicht mit einer latenten, unterschwelligen T�tungsbereitschaft aufsuchte. Die Vorinstanz billigt deshalb im angefochtenen Urteil dem Beschwerdef�hrer 2 gest�tzt auf das psychiatrische Gutachten im Sinne der darin untersuchten zweiten Variante eine Verminderung der Schuldf�higkeit in schwerem Grade zu. Dieser Verminderung der Schuldf�higkeit tr�gt die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid dadurch Rechnung, dass sie die aus den Tatkomponenten resultierende Einsatzstrafe, die sie wiederum, wie schon im ersten Urteil, auf 18 Jahre beziffert, um "ca. 75 %" reduziert.
5.3 Die Vorinstanz weist zur Begr�ndung der Reduktion der Strafe um ca. 75 % darauf hin, dass der (vollst�ndig) schuldunf�hige T�ter �berhaupt nicht bestraft werden kann, unabh�ngig davon, wie schwer die objektiven und subjektiven Tatumst�nde wiegen und wie sehr die Opfer gelitten haben. In einem solchen Fall verm�ge das Strafrecht die von der Beschwerdef�hrerin 1 geltend gemachte Ausgleichsfunktion offensichtlich gar nicht zu erf�llen. Der Gesetzgeber messe der Frage der Schuldf�higkeit des T�ters somit bewusst eine erhebliche Bedeutung zu. Wenn ein T�ter aufgrund seiner Krankheit in hohem Grade unf�hig sei, sich an die Rechtsordnung zu halten, so k�nne ihm sein Rechtsbruch ungeachtet der weiteren Umst�nde auch nicht �ber die Massen vorgeworfen werden. Somit sei grunds�tzlich eine lineare Abstufung zwischen voller und fehlender Schuldf�higkeit vorzunehmen, sofern nicht besondere Umst�nde dagegen spr�chen. Dies ergebe sich auch aus der Rechtsprechung des Bundesgerichts. Schl�ssige Gr�nde daf�r, der in schwerem Grade verminderten Schuldf�higkeit des Beschwerdef�hrers 2 nicht in ihrem vollen Ausmass, mithin zu ca. 75 %, Rechnung zu tragen, seien vorliegend nicht ersichtlich.
5.4 Die Beschwerdef�hrerin 1 macht demgegen�ber geltend, die Vorinstanz habe den Strafzumessungsgrund der verminderten Schuldf�higkeit in �berschreitung ihres Ermessens klar falsch gewichtet, was zu einer �beraus milden Strafe gef�hrt habe. Indem die Vorinstanz der schweren Verminderung der Schuldf�higkeit mit einer Reduktion der Einsatzstrafe um ca. 75 % Rechnung getragen habe, habe sie eindeutig den Stellenwert der Verminderung der Schuldf�higkeit im Rahmen der Beurteilung des gesamten Unrechts- und Schuldgehalts der konkreten Straftat und damit letztlich auch im Rahmen des Verschuldens verkannt. Die Verminderung der Schuldf�higkeit sei nur ein Strafzumessungsgrund unter vielen anderen. Daneben seien noch zahlreiche weitere subjektive und objektive Tatkomponenten sowie die T�terkomponenten zu ber�cksichtigen. Wenn die Vorinstanz ausgehend von einer Einsatzstrafe von 18 Jahren schliesslich in Anbetracht der schweren Verminderung der Schuldf�higkeit eine Freiheitsstrafe von lediglich 5 � Jahren ausf�lle, messe sie der Verminderung der Schuldf�higkeit einen beinahe absoluten Stellenwert zu, was einer ausgewogenen Ber�cksichtigung des gesamten Unrechts- und Schuldgehalts der Straftat widerspreche. Die im Ergebnis lineare Strafreduktion sei auch deshalb unzul�ssig, weil es sich bei der in der forensisch-psychiatrischen Praxis �blichen Dreiteilung der Verminderung in "leicht", "mittelgradig" oder "schwer" sprachlich um h�chst unbestimmte, mit wenig klaren Konturen versehene Begriffe handle. Mit Recht w�rden denn auch die in der Praxis vorgenommenen mathematischen Reduktionen der Strafen wegen Verminderung der Schuldf�higkeit von einem Teil der Lehre als offensichtlich verfehlt bezeichnet. In Anbetracht der biologischen Gr�nde, mit welchen der psychiatrische Gutachter seine Empfehlung einer schwergradigen Verminderung erl�utere und welche nicht ansatzweise mit einer Geisteskrankheit, einem Schwachsinn oder einem aufgehobenen Bewusstsein in Zusammenhang st�nden, lasse sich die von der Vorinstanz vorgenommene lineare Strafreduktion in keiner Weise rechtfertigen.
5.5 Der Beschwerdef�hrer 2 beruft sich in seiner Beschwerdeantwort auf die Praxis des Bundesgerichts, wonach einer Verminderung der Schuldf�higkeit im ganzen Ausmass der Verminderung Rechnung zu tragen sei. Zwar ziehe eine leichte, mittlere oder schwere Verminderung nicht zwingend eine Reduktion der Strafe um 25 %, 50 % oder 75 % nach sich, doch m�sse ein bestimmtes Verh�ltnis zwischen der Verminderung der Schuldf�higkeit und deren Folgen bei der Strafzumessung bestehen. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung verlange grunds�tzlich eine besondere Begr�ndung, wenn der Verminderung der Schuldf�higkeit nicht linear Rechnung getragen werde. Aus der gesetzlichen Regelung ergebe sich, dass sich die Schuldf�higkeit bis auf Null reduzieren k�nne. Es sei nicht einzusehen, weshalb den Stufen zwischen voller und fehlender Schuldf�higkeit nicht linear Rechnung getragen werden solle, sofern nicht besondere Argumente im konkreten Einzelfall dagegen spr�chen. Nur auf diese Weise k�nne dem Erfordernis von einigermassen rationalen Kriterien bei der Strafzumessung Rechnung getragen werden. F�r die von der Beschwerdef�hrerin 1 geforderte unterschiedliche Gewichtung der schweren Verminderung der Schuldf�higkeit je nach deren Ursachen biete das Gesetz keine Grundlage.
6.1 Die Bestimmungen des Strafgesetzbuches �ber die Schuldf�higkeit sind Ausfluss des das ganze Strafrecht beherrschenden Schuldprinzips. Zwischen voller Schuldf�higkeit und v�lliger Schuldunf�higkeit sind kontinuierliche Abstufungen denkbar. Gegen�ber dem Schuldunf�higen kann nach der klaren gesetzlichen Regelung unstreitig keine Strafe ausgesprochen werden, auch wenn die Tatkomponenten noch so schwer wiegen. Dies macht deutlich, dass der Verminderung der Schuldf�higkeit nicht die objektive Schwere der Tat entgegengehalten werden darf. Vielmehr ergibt sich aus der Straflosigkeit des Schuldunf�higen, dass gegen einen in sehr starkem Masse vermindert schuldf�higen T�ter nur eine im Vergleich mit der Strafe f�r den uneingeschr�nkt schuldf�higen T�ter sehr geringe Strafe ausgesprochen werden darf. Entsprechend ist die Strafe bei einer Verminderung der Schuldf�higkeit in mittlerem Grade verglichen mit der Strafe, die f�r die gleiche Tat eines uneingeschr�nkt Schuldf�higen ausgef�llt w�rde, in mittlerem Ausmass zu reduzieren. Die Verminderung der Schuldf�higkeit ist bei der Strafzumessung ungeachtet der Schwere der Tat im ganzen Ausmass der Verminderung zu ber�cksichtigen (BGE 118 IV 1 E. 2; 123 IV 1 E. 2; 129 IV 22 E. 6.2, je mit Hinweisen).
Diese Rechtsprechung findet in der Lehre, soweit sie dazu �berhaupt ausdr�cklich Stellung nimmt, jedenfalls im Grundsatz wohl �berwiegend Zustimmung (siehe etwa Hans Wipr�chtiger, Basler Kommentar, StGB I, 2. Aufl. 2007, Art. 48a StGB N 6 f.; Christian Schwarzenegger/ Markus Hug/Daniel Jositsch, Strafrecht II, 8. Aufl. 2007, S. 97 f.; Stefan Trechsel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kurzkommentar, 2. Aufl. 1997, Art. 11 aStGB N 6). Sie st�sst aber auch auf Ablehnung. Es wird eingewendet, dass damit der Verminderung der Schuldf�higkeit ein viel zu grosses Gewicht beigelegt werde und die zahlreichen weiteren strafzumessungsrelevanten Tat- und T�terkomponenten zu stark in den Hintergrund gedr�ngt w�rden, was im Ergebnis zu Strafen f�hre, die unverh�ltnism�ssig mild seien und den verschiedenen Strafzwecken nicht gerecht w�rden (siehe Hans Mathys, Zur Technik der Strafzumessung, SJZ 100/2004, S. 173 ff.).
Die verminderte Schuldf�higkeit ist, wie die Schuldunf�higkeit, ein Zustand des T�ters. Die Verminderung der Schuldf�higkeit bezieht sich, wie die Schuldunf�higkeit, auf die Tat. Diese setzt sich aus objektiven und subjektiven Tatumst�nden zusammen. Die objektiven und subjektiven Umst�nde der Tat, mithin die Tatkomponenten, k�nnen einem vermindert schuldf�higen T�ter bei der Strafzumessung nur nach Massgabe der noch vorhandenen Rest-Schuldf�higkeit zugerechnet werden. Auch beispielsweise die objektive Schwere der Tat und die Art der Tatausf�hrung sind daher bei einem vermindert schuldf�higen T�ter nur nach Massgabe der noch vorhandenen Rest-Schuldf�higkeit f�r die Strafzumessung relevant.
Anders verh�lt es sich hingegen mit den T�terkomponenten, d.h. mit den strafzumessungsrelevanten Umst�nden, welche nicht zu den objektiven und subjektiven Tatumst�nden geh�ren. Die strafzumessungsrechtliche Relevanz dieser T�terkomponenten bleibt von der Verminderung der Schuldf�higkeit, die sich auf die Tat bezieht, unber�hrt. Daher hat der Richter nicht die aus den Tat- und T�terkomponenten insgesamt sich ergebende (hypothetische) Strafe, sondern allein die aus den Tatkomponenten resultierende (hypothetische) Strafe nach Massgabe der Verminderung der Schuldf�higkeit des T�ters zu reduzieren. Allerdings kann nat�rlich eine Tatsache, aus welcher eine Verminderung der Schuldf�higkeit resultiert, sich auch auf die T�terkomponenten auswirken und etwa ein Grund daf�r sein, dass dem T�ter das Fehlen von Einsicht und Reue - falls �berhaupt - nicht in demselben Masse zum Vorwurf gemacht werden kann wie einem normalen T�ter.
6.2 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist der Richter allerdings nicht gehalten, die Strafe linear nach einem bestimmten Tarif herabzusetzen. Der Richter muss mithin nicht nach starren mathematischen Regeln vorgehen. Eine leichte, mittelgradige oder schwere Verminderung der Schuldf�higkeit f�hrt daher nicht zwingend zu einer schematischen Reduktion der Strafe um 25 %, 50 % bzw. 75 % (BGE 129 IV 22 E. 6.2; 123 IV 49 E. 2c; nicht publizierte Urteile 6S.270/2006 vom 5. September 2006 E. 5.3; 6S.58/2005 vom 21. Juni 2005 E. 3.2; 6S.148/2004 vom 28. Juli 2004 E. 2.1; 6S.336/2000 vom 23. August 2000 E. 2). Dies l�sst sich unter anderem damit erkl�ren, dass zum einen der psychiatrische Experte die Herabsetzung der Einsichts- und Steuerungsf�higkeit des T�ters selbstredend nicht exakt in einem bestimmten Prozentsatz beziffern kann und zum andern der Richter nicht gehalten ist, in den Urteilserw�gungen in absoluten Zahlen oder Prozenten anzugeben, in welchem Masse er der Verminderung der Schuldf�higkeit bei der Strafzumessung Rechnung getragen hat. Die Schlussfolgerung des psychiatrischen Gutachters, dass aus diesem oder jenem Grunde die Einsichts- und/oder die Steuerungsf�higkeit des T�ters in leichtem, mittlerem beziehungsweise schwerem Grade - allenfalls leicht bis mittel respektive mittel bis schwer - herabgesetzt war, l�sst dem Richter innerhalb des damit umschriebenen Rahmens einen Ermessens- beziehungsweise Beurteilungsspielraum bei der Bestimmung des Ausmasses der Reduktion der Strafe. Der Richter muss aber bei der Strafzumessung - sofern nicht besondere Gr�nde dagegen sprechen - der Verminderung der Schuldf�higkeit im ganzen Ausmass der Verminderung Rechnung tragen. Er darf dies nicht mit der Begr�ndung ablehnen, dass die Tatkomponenten besonders schwer wiegen. Den Tatkomponenten ist nach Massgabe ihrer Schwere bei der Bemessung der Einsatzstrafe Rechnung zu tragen, und sie d�rfen daher nicht ein zweites Mal zu Lasten des T�ters ber�cksichtigt werden, indem die aus ihnen resultierende Einsatzstrafe nicht im vollen Ausmass der Verminderung der Schuldf�higkeit reduziert wird.
6.3 Das Bundesgericht hat in mehreren Entscheiden kantonale Urteile aufgehoben, weil darin der Verminderung der Schuldf�higkeit des T�ters bei der Strafzumessung nicht ausreichend Rechnung getragen wurde. So war es unter den konkreten Umst�nden der Einzelf�lle und unter Ber�cksichtigung der Begr�ndungen der angefochtenen Entscheide bundesrechtswidrig, die Strafe bei einer leichten Verminderung der Schuldf�higkeit lediglich um 14,5 % (Urteil 6S.148/2004 vom 28. Juli 2004 E. 2.3) beziehungsweise bei einer Verminderung der Schuldf�higkeit in mittlerem Grade lediglich um 40 % (BGE 129 IV 22 E. 6.2) respektive nur um 1/6 (BGE 118 IV 1 E. 2) und bei einer Verminderung der Schuldf�higkeit in sehr schwerem Grade bloss um 50 % zu reduzieren (Urteil 6S.336/2000 vom 23. August 2000 E. 2). Das Bundesgericht hat im Urteil 6S.547/2006 vom 1. Februar 2007 angenommen, dass die von der kantonalen Instanz dem T�ter zugebilligte Verminderung der Schuldf�higkeit in leichtem Grade zu einer Reduktion der Strafe um 25 % gef�hrt habe, und es hat unter anderem in dieser Annahme erkannt, dass die gegen den Beschwerdef�hrer in jenem Verfahren ausgef�llte Freiheitsstrafe im Ergebnis nicht zu hoch sei. Im Urteil 6S.270/2006 vom 5. September 2006 konnte das Bundesgericht mangels einer gen�genden Begr�ndung im angefochtenen Entscheid nicht pr�fen, ob eine Reduktion der Strafe um lediglich 75 % bei einer schweren Verminderung der Schuldf�higkeit am Rande der Schuldunf�higkeit mit Bundesrecht vereinbar war.
6.4 Die Rechtsprechung beh�lt allerdings besondere Umst�nde vor, bei deren Vorliegen die Strafe nicht im vollen Ausmass der Verminderung der Schuldf�higkeit zu reduzieren ist.
Die Beschwerdef�hrerin 1 sieht einen solchen besonderen Umstand darin, dass der Beschwerdef�hrer 2 weder geisteskrank noch schwachsinnig ist und sein Bewusstsein nicht ansatzweise aufgehoben war, sondern er an einer krankhaften andauernden Pers�nlichkeits�nderung nach Extrembelastung leidet und zudem anl�sslich der Tat in seinem Bewusstsein erheblich beeintr�chtigt war.
Dieser Umstand ist indessen nicht relevant. Massgebend ist allein, dass die Verminderung der Einsichts- und/oder der Steuerungsf�higkeit auf einer Ursache beruht, welche als Beeintr�chtigung der geistigen Gesundheit oder des Bewusstseins oder als mangelhafte geistige Entwicklung im Sinne von Art. 11 aStGB zu qualifizieren ist. Wenn eine dieser gesetzlichen Voraussetzungen - wie im vorliegenden Fall unstreitig - erf�llt ist, muss der Verminderung der Schuldf�higkeit bei der Strafzumessung im vollen Ausmass der Verminderung Rechnung getragen werden. Das Gesetz enth�lt keine Grundlage daf�r, dass bei gewissen rechtlich relevanten Ursachen, etwa bei einer Beeintr�chtigung des Bewusstseins, die Verminderung der Schuldf�higkeit bei der Strafzumessung nicht im vollen Ausmass der Verminderung zu ber�cksichtigen ist. Die Ursache kann allein in Bezug auf die Anordnung von Massnahmen von Bedeutung sein. Die Verminderung der Schuldf�higkeit muss indessen bei der Strafzumessung auch im vollen Ausmass der Verminderung ber�cksichtigt werden, wenn die Voraussetzungen f�r die Anordnung einer (freiheitsentziehenden) Massnahme - wie im vorliegenden Fall unstreitig - nicht erf�llt sind. Die Strafe bestimmt sich nach dem Verschulden und somit nach anderen Kriterien als die Massnahme.
6.5 Nach Auffassung der Beschwerdef�hrerin 1 ist die Strafe von 5 � Jahren auch mit R�cksicht auf die Interessen der Opfer, die Ausgleichsfunktion des Strafrechts und das Strafbed�rfnis der �ffentlichkeit unhaltbar milde. Dazu ist festzuhalten, dass ein Schuldausgleich nur im Rahmen und in der H�he des dem T�ter anzurechnenden Verschuldens (Art. 47 StGB beziehungsweise Art. 63 aStGB) erfolgen kann (BGE 118 IV 342 E. 2g S. 350 mit Hinweisen; Wipr�chtiger, a.a.O., Art. 47 StGB N 52; ferner Franz Riklin, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, 3. Aufl. 2007, � 5 N 28).
6.6 Zusammenfassend ergibt sich somit Folgendes. Bei der Verminderung der Schuldf�higkeit ist die aus den Tatkomponenten resultierende Einsatzstrafe nach Massgabe der Verminderung der Schuldf�higkeit zu reduzieren. Die T�terkomponenten sind davon unabh�ngig zu bewerten. Allerdings k�nnen einzelne Tatsachen, welche die Verminderung der Schuldf�higkeit begr�nden, unter Umst�nden auch f�r die Gewichtung von bestimmten T�terkomponenten von Bedeutung sein. Die Reduktion der nach Einsch�tzung des Richters aus den Tatkomponenten resultierenden Einsatzstrafe um 75 % bei einer vom Richter gest�tzt auf ein als �berzeugend erachtetes psychiatrisches Gutachten dem T�ter zugebilligten schweren Verminderung der Schuldf�higkeit verst�sst nicht gegen Bundesrecht. Eine Reduktion exakt in diesem Umfang ist aber bundesrechtlich nicht zwingend. Der Richter kann in Aus�bung seines Ermessens die aus den Tatkomponenten resultierende Einsatzstrafe auch um etwas weniger herabsetzen, soweit diese Reduktion noch im gewissen Rahmen dessen liegt, was geboten ist, um einer schweren Verminderung der Schuldf�higkeit im vollen Ausmass der Verminderung Rechnung zu tragen. Eine diesen gewissen Rahmen unterschreitende Reduktion der aus den Tatkomponenten resultierenden Einsatzstrafe ist nur zul�ssig, wenn besondere Umst�nde daf�r sprechen, die in der Urteilsbegr�ndung darzulegen sind. Kein besonderer Umstand liegt in der Schwere von einzelnen Tatkomponenten, da die Tatkomponenten bereits bei der Bemessung der Einsatzstrafe nach Massgabe ihrer Schwere zu ber�cksichtigen sind. Ein besonderer Umstand liegt auch nicht darin, dass die Ursache der verminderten Schuldf�higkeit keinen Anlass zur Anordnung einer freiheitsentziehenden Massnahme gibt.
7.1 Die Verminderung der Schuldf�higkeit ist allerdings unbeachtlich beziehungsweise bei der Strafzumessung nur in einem eingeschr�nkten Ausmass zu ber�cksichtigen, wenn eine "actio libera in causa" vorliegt (siehe bereits BGE 118 IV 1 E. 2). Zwar beruft sich die Beschwerdef�hrerin 1 nicht auf eine solche, doch ist die Frage als Rechtsfrage von Amtes wegen zu pr�fen, nachdem das Ausmass der Strafminderung infolge der Verminderung der Schuldf�higkeit streitig ist.
7.2 Gem�ss Art. 12 aStGB sind Art. 10 und Art. 11 aStGB nicht anwendbar, wenn die schwere St�rung oder die Beeintr�chtigung des Bewusstseins vom T�ter selbst in der Absicht herbeigef�hrt wurde, in diesem Zustand die strafbare Handlung zu ver�ben. Nach der Rechtsprechung zu Art. 12 aStGB kann auch die darin nicht ausdr�cklich geregelte fahrl�ssige "actio libera in causa" Einfluss auf die Relevanz der Schuldunf�higkeit beziehungsweise der verminderten Schuldf�higkeit haben (siehe im Einzelnen BGE 117 IV 292 E. 2; 120 IV 169 E. 2a). Die Verminderung der Schuldf�higkeit ist bei einer Vorsatztat im Fall einer fahrl�ssigen "actio libera in causa" zwar relevant, doch muss ihr nicht vollumf�nglich strafmindernd Rechnung getragen werden, da immerhin eine fahrl�ssige "actio libera in causa" vorliegt (BGE 117 IV 292 E. 2b; zustimmend Felix Bommer, Basler Kommentar, StGB I, 2. Aufl. 2007, Art. 19 StGB N 108).
7.3 Der Beschwerdef�hrer 2 befand sich unabh�ngig von der Tatsituation bereits aufgrund seiner andauernden Pers�nlichkeits�nderung nach Extrembelastung in einem Zustand, in welchem gem�ss dem psychiatrischen Gutachten sowohl seine Einsichtsf�higkeit als auch seine Steuerungsf�higkeit in mittlerem Grade herabgesetzt waren. Dem Beschwerdef�hrer 2 k�nnte somit h�chstens vorgeworfen werden, dass er sich aus diesem Zustand schuldhaft in einen Zustand der Verminderung der Steuerungsf�higkeit in hohem Grade man�vriert habe, indem er den Fluglotsen - ohne unterschwellige, latente T�tungsbereitschaft - mit dem unrealistischen Anliegen beziehungsweise Ansinnen aufsuchte, dass dieser sich entschuldige. Eine fahrl�ssige "actio libera in causa" k�nnte nur allenfalls angenommen werden, wenn zudem der Beschwerdef�hrer 2 bei pflichtgem�sser Vorsicht h�tte erkennen k�nnen, dass er im Zustand der schwer verminderten Steuerungsf�higkeit die vors�tzliche T�tung ver�ben w�rde. Dies ist indessen in Anbetracht der andauernden Pers�nlichkeits�nderung des Beschwerdef�hrers 2 und der daraus resultierenden Konsequenzen zweifelhaft. Zudem ist die Tat letztlich dadurch ausgel�st worden, dass die Fotos, welche die verstorbenen Angeh�rigen des Beschwerdef�hrers 2 in den offenen S�rgen zeigten, zu Boden fielen. Diesen besonderen Geschehensablauf konnte der Beschwerdef�hrer 2 auch bei pflichtgem�sser Vorsicht nicht voraussehen.
7.4 Selbst wenn man im vorliegenden Fall eine fahrl�ssige "actio libera in causa" zu einer Vorsatztat in verminderter Schuldf�higkeit annehmen wollte, k�nnte diese in Anbetracht der vorstehend genannten Umst�nde, die h�chstens eine leichte Fahrl�ssigkeit zu begr�nden verm�chten, bei der Strafzumessung nur geringf�gig zu Ungunsten des Beschwerdef�hrers 2 ins Gewicht fallen und h�tte dies aus nachfolgenden Gr�nden im Ergebnis keinen Einfluss auf das Strafmass. Die Vorinstanz hat n�mlich bei der Bemessung der Einsatzstrafe auf 18 Jahre straferh�hend ber�cksichtigt, dass objektiv gesehen auch der Anlass der Tat als nichtig bezeichnet werden m�sse. Der Beschwerdef�hrer 2 habe gewisse - unter Ber�cksichtigung der �usseren Umst�nde absolut realit�tsfremde - Erwartungen gehabt, wie sich der Fluglotse an jenem Abend ihm gegen�ber h�tte verhalten sollen. Als der Fluglotse sich nicht entschuldigt, sondern den Beschwerdef�hrer 2 abgewiesen habe, wobei in diesem Zusammenhang das Couvert zu Boden gefallen sei, welches - was der Fluglotse allerdings nicht habe wissen k�nnen - die Fotos der verstorbenen Angeh�rigen enthalten habe, habe der Beschwerdef�hrer 2 das Messer hervorgeholt und den Fluglotsen brutal niedergemetzelt. Mit diesen Ausf�hrungen hat die Vorinstanz verschiedene Umst�nde bereits straferh�hend ber�cksichtigt, aus welchen sich allenfalls auf eine fahrl�ssige "actio libera in causa" schliessen liesse.
Die von der Vorinstanz ausgef�llte Freiheitsstrafe von 5 � Jahren, die im �brigen noch innerhalb des gesetzlichen ordentlichen Strafrahmens f�r vors�tzliche T�tung liegt, verst�sst aus diesen Gr�nden nicht gegen Bundesrecht. Die Beschwerde der Beschwerdef�hrerin 1 gegen das Urteil der Vorinstanz ist somit abzuweisen.
Beschwerde des Beschwerdef�hrers 2
9.1 Der Beschwerdef�hrer 2 macht im Wesentlichen geltend, die Einsatzstrafe von 18 Jahren sei zu hoch; bundesrechtlich zul�ssig sei h�chstens eine Einsatzstrafe von 16 Jahren. Die strafmindernden und straferh�henden T�terkomponenten seien von der Vorinstanz zu Unrecht im Ergebnis straferh�hend ber�cksichtigt worden; zul�ssig sei h�chstens eine im Ergebnis neutrale Gewichtung. Somit sei bei der zutreffenden und bundesrechtskonformen Reduktion der Einsatzstrafe infolge der schweren Verminderung der Schuldf�higkeit um 75 % eine Freiheitsstrafe von 4 Jahren auszuf�llen.
9.2 Die Einsatzstrafe von 18 Jahren h�lt sich in Anbetracht der Brutalit�t der Tatausf�hrung innerhalb des weiten sachrichterlichen Ermessens und ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden.
9.3.1 Die Vorinstanz hat das dem Beschwerdef�hrer 2 angelastete Fehlen von Einsicht und echtem Mitgef�hl "in nicht unerheblichem Masse" straferh�hend ber�cksichtigt. Sie hat diese einzigen straferh�henden T�terkomponenten um mehr als � Jahre straferh�hend gewichtet.
9.3.2 Die Rechtsprechung hat sich schon mehrfach mit der Frage der strafzumessungsrechtlichen Bedeutung von Einsicht und Reue sowie deren Fehlen befasst. Gem�ss BGE 113 IV 56 E. 4c l�sst es sich mit Art. 63 aStGB vereinbaren, das Fehlen von Einsicht und Reue straferh�hend zu werten. Im Urteil 6S.686/1994 vom 11. Mai 1995 hat das Bundesgericht unter Hinweis auf Meinungs�usserungen im Schrifttum einger�umt, dass eine auf Uneinsichtigkeit gest�tzte Straferh�hung nicht unbedenklich sei. Im Urteil 6S.199/2004 vom 27. April 2005 hat es erwogen, dass sich Einsicht und Reue strafmindernd auswirken. Der Umkehrschluss sei nicht zwingend, so dass jedenfalls keine Bundesrechtsverletzung vorliege, wenn fehlende Einsicht oder Reue nicht straferh�hend ber�cksichtigt werden.
9.3.3 Das angefochtene Urteil verst�sst auch in diesem Punkt nicht gegen Bundesrecht. Es ist gerade auch im Falle eines an sich unbestrittenen T�tungsdelikts mit R�cksicht auf die Opferinteressen nicht zu beanstanden, das Verhalten eines T�ters, der sich w�hrend des gesamten Verfahrens ausgesprochen uneinsichtig verhielt und gegen�ber dem Opfer und dessen Familie kein echtes Mitgef�hl zeigte, straferh�hend zu ber�cksichtigen.
Die ausgef�llte Strafe von 5 � Jahren ist in Anbetracht der gesamten massgebenden Umst�nde nicht zu hoch. Die Beschwerde des Beschwerdef�hrers 2 ist daher in diesem Punkt abzuweisen.
11.1 Der Beschwerdef�hrer 2 �bt ferner Kritik am bundesgerichtlichen Verfahren. Er macht geltend, die Beschwerde der Beschwerdef�hrerin 1 gegen die Haftentlassungsverf�gung des Pr�sidenten der Vorinstanz h�tte vom Bundesgericht m�glichst rasch vorweg beurteilt werden m�ssen. Zu Unrecht sei das diesbez�gliche Verfahren mit dem Verfahren der Beschwerde der Beschwerdef�hrerin 1 gegen das vorinstanzliche Urteil vereinigt worden. Ebenfalls zu Unrecht habe der Pr�sident der Strafrechtlichen Abteilung durch Verf�gung vom 21. August 2007 den beiden Beschwerden der Beschwerdef�hrerin 1 die aufschiebende Wirkung erteilt. Dadurch sei das Risiko geschaffen worden, dass er, der Beschwerdef�hrer 2, trotz der Haftentlassungsverf�gung des Pr�sidenten der Vorinstanz ohne eigentliche Haftpr�fung f�r lange Zeit in Haft bleiben w�rde, zumal die vereinigten Verfahren vor dem Bundesgericht sistiert geblieben w�ren, bis das Kassationsgericht des Kantons Z�rich �ber die von ihm angemeldete kantonale Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil der Vorinstanz entschieden h�tte, welche er daher zum Zwecke der Beschleunigung der Angelegenheit zur�ckgezogen habe. F�r das Vorgehen des Pr�sidenten der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts, ihn, den Beschwerdef�hrer 2, durch Erteilung der aufschiebenden Wirkung gem�ss Verf�gung vom 21. August 2007 bis zum Entscheid in der Hauptsache in Haft zu belassen, biete weder Art. 103 BGG (betreffend aufschiebende Wirkung) noch Art. 104 BGG (betreffend andere vorsorgliche Massnahmen) eine ausreichende gesetzliche Grundlage. Zudem habe er vor dem Erlass der Verf�gung vom 21. August 2007 betreffend die aufschiebende Wirkung keine Gelegenheit erhalten, sich dazu zu �ussern, wodurch sein Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt worden sei. Somit sei durch die Verf�gung des Pr�sidenten der Strafrechtlichen Abteilung vom 21. August 2007 in mehrfacher Hinsicht die EMRK verletzt worden. Der Beschwerdef�hrer 2 macht daher einerseits geltend, in Anbetracht dieser M�ngel sei die Freiheitsstrafe von 5 � Jahren erheblich zu reduzieren, und er beantragt andererseits, es sei festzustellen, dass die Verf�gung des Pr�sidenten der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts vom 21. August 2007 Art. 5 Ziff. 1 und 4 sowie Art. 6 Ziff. 1 EMRK verletze.
11.2 Die vom Beschwerdef�hrer 2 geltend gemachten M�ngel k�nnen offensichtlich nicht zur Folge haben, dass die Freiheitsstrafe reduziert wird. Wohl kann etwa im Falle einer EMRK-widrigen Verletzung des Beschleunigungsgebots die Strafe herabgesetzt werden. Durch die nach Ansicht des Beschwerdef�hrers 2 in mehrfacher Hinsicht EMRK-widrige Verf�gung des Pr�sidenten der Strafrechtlichen Abteilung vom 21. August 2007 wurde indessen das Strafverfahren in keiner Weise verz�gert. Dass nach der Meinung des Beschwerdef�hrers 2 �ber die Beschwerde der Beschwerdef�hrerin 1 gegen die Haftentlassungsverf�gung nicht rasch genug entschieden wurde und der Beschwerdef�hrer 2 �ber den 24. August 2007 hinaus l�nger als unbedingt notwendig in Haft blieb, ist in Bezug auf das Strafmass ohne Bedeutung und kann nicht zu dessen Reduktion f�hren.
11.3 Die Verf�gungen des Instruktionsrichters betreffend aufschiebende Wirkung (Art. 103 BGG) sind - wie auch die Verf�gungen des Instruktionsrichters betreffend andere vorsorgliche Massnahmen (Art. 104 BGG) - nicht anfechtbar (Art. 32 Abs. 3 BGG). Somit besteht keine gesetzliche Grundlage daf�r, dass das Bundesgericht auf ein entsprechendes Begehren eines Betroffenen solche Verf�gungen des Instruktionsrichters auf ihre Rechtm�ssigkeit pr�ft und eine allf�llige Verletzung der EMRK feststellt.
Die Beschwerde des Beschwerdef�hrers 2 ist demnach vollumf�nglich abzuweisen.
Beschwerde der Beschwerdef�hrerin 1 gegen die Haftentlassungsverf�gung des Pr�sidenten der Vorinstanz
13.1 Der Pr�sident der Vorinstanz ordnete mit Verf�gung vom 15. August 2007 in Gutheissung eines Gesuchs des Beschwerdef�hrers 2 dessen Haftentlassung per 24. August 2007 an. Der Beschwerdef�hrer 2 befand sich in jenem Zeitpunkt im vorzeitigen Strafvollzug.
Gem�ss � 58 Abs. 1 Ziff. 1 StPO/ZH darf Untersuchungshaft nur angeordnet werden, wenn der Angeschuldigte eines Verbrechens oder Vergehens dringend verd�chtigt wird und ausserdem auf Grund bestimmter Anhaltspunkte ernsthaft bef�rchtet werden muss, er werde sich der Strafverfolgung oder der zu erwartenden Strafe durch Flucht entziehen. Nach � 58 Abs. 3 StPO/ZH ist die Untersuchungshaft aufzuheben, wenn ihre Voraussetzungen nicht mehr bestehen. Sie darf nicht l�nger dauern als die zu erwartende Freiheitsstrafe.
Die Haftentlassung wird in der angefochtenen Verf�gung im Wesentlichen damit begr�ndet, dass die im vorinstanzlichen Urteil ausgef�llte Freiheitsstrafe von 5 � Jahren ungeachtet der von der Beschwerdef�hrerin 1 dagegen erhobenen Beschwerde an das Bundesgericht als die zu erwartende Strafe anzusehen sei und der Beschwerdef�hrer 2 aller Voraussicht nach per 24. August 2007 gem�ss den einschl�gigen Bestimmungen von der zust�ndigen Beh�rde bedingt entlassen w�rde, wenn er sich bereits im ordentlichen Strafvollzug bef�nde, da er am 24. August 2007 2/3 der Freiheitsstrafe von 5 � Jahren durch angerechnete Untersuchungshaft und vorzeitigen Strafvollzug verb�sst habe und auch die �brigen Voraussetzungen erf�llt seien.
13.2 Die Beschwerdef�hrerin 1 macht geltend, die von der Vorinstanz ausgef�llte Freiheitsstrafe von 5 � Jahren sei viel zu milde und k�nne aus diesem Grunde nicht als die zu erwartende Strafe angesehen werden. Zur Begr�ndung bringt sie im Wesentlichen dieselben Argumente wie in ihrer Beschwerde gegen das vorinstanzliche Urteil vor.
14.1 Die Verf�gung des Pr�sidenten der Vorinstanz betreffend die Entlassung des Beschwerdef�hrers 2 aus der Haft, d.h. aus dem vorzeitigen Strafvollzug, ist ein Entscheid �ber vorsorgliche Massnahmen. Mit der Beschwerde gegen solche Entscheide kann nur die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (Art. 98 BGG). Dazu geh�rt auch das Willk�rverbot. Dessen Verletzung kann im Rahmen einer Beschwerde in Strafsachen auch von der Staatsanwaltschaft ger�gt werden.
14.2 Ob die Beschwerdef�hrerin 1 mit ihren Einw�nden gegen das Strafmass hinreichend substantiiert geltend macht, dass und inwiefern die angefochtene Verf�gung willk�rlich sei, und ob somit auf ihre Beschwerde �berhaupt einzutreten ist, kann offen bleiben. Es kann hier auch dahingestellt bleiben, ob die Beschwerde gegen die Haftentlassungsverf�gung �berhaupt noch zu behandeln ist, nachdem die Beschwerden gegen das Urteil der Vorinstanz abgewiesen worden sind. Die Beschwerde gegen die Haftentlassungsverf�gung ist jedenfalls unbegr�ndet. Die von der Vorinstanz ausgef�llte Freiheitsstrafe von 5 � Jahren ist aus den vorstehend dargestellten Gr�nden entgegen den Einw�nden der Beschwerdef�hrerin 1 nicht unhaltbar mild, und die Auffassung des Pr�sidenten der Vorinstanz, dass diese Freiheitsstrafe der zu erwartenden Strafe entspreche, ist deshalb nicht willk�rlich
Die Beschwerde der Beschwerdef�hrerin 1 gegen die Haftentlassungsverf�gung des Pr�sidenten der Vorinstanz ist somit als unbegr�ndet abzuweisen.
Kosten und Entsch�digungen
Die Beschwerden der Beschwerdef�hrerin 1 sind abzuweisen. Daher sind in diesen Verfahren keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 4 BGG) und hat der Kanton Z�rich dem Vertreter des Beschwerdef�hrers 2, Rechtsanwalt Dr. Markus Hug, eine Entsch�digung zu zahlen (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde des Beschwerdef�hrers 2 ist abzuweisen. Damit wird er grunds�tzlich kostenpflichtig. Er hat indessen in seiner Eingabe vom 3. September 2007 auch f�r dieses Verfahren ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege eingereicht. Dieses ist gutzuheissen, da die Beschwerde des Beschwerdef�hrers 2 nicht von vornherein aussichtslos war und dessen finanzielle Bed�rftigkeit ausgewiesen ist. Somit sind keine Kosten zu erheben und ist dem Vertreter des Beschwerdef�hrers 2, Rechtsanwalt Dr. Markus Hug, eine Entsch�digung aus der Bundesgerichtskasse auszurichten (Art. 64 BGG).
Die Beschwerde der Beschwerdef�hrerin 1 gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Strafkammer, vom 18. Juni 2007 (6B_401/2007) wird abgewiesen.
Die Beschwerde des Beschwerdef�hrers 2 gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Strafkammer, vom 18. Juni 2007 (6B_473/2007) wird abgewiesen.
Die Beschwerde der Beschwerdef�hrerin 1 gegen die Haftentlassungsverf�gung des Pr�sidenten der II. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 15. August 2007 (6B_426/2007) wird abgewiesen.
Der Kanton Z�rich wird verpflichtet, dem Vertreter des Beschwerdef�hrers 2, Rechtsanwalt Dr. Markus Hug, f�r die Verfahren 6B_401/2007 und 6B_426/2007 eine Entsch�digung von insgesamt Fr. 2'000.-- zu bezahlen.
F�r das Verfahren 6B_473/2007 wird der Vertreter des Beschwerdef�hrers 2, Rechtsanwalt Dr. Markus Hug, mit Fr. 2'000.-- aus der Bundesgerichtskasse entsch�digt.