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Timestamp: 2019-05-25 07:29:25
Document Index: 381285532

Matched Legal Cases: ['§ 104', '§61', '§2', '§ 28', '§ 22', '§ 22', '§ 19', '§ 102', '§ 6', '§ 27', '§ 57', '§ 57', '§ 57']

Welche Arten von Anhängern dürfen gezogen werden
Welche Lenkberechtigung ist beim Ziehen von Anhängern erforderlich
Grundsätzlich dürfen nur solche Anhänger gezogen werden, bei denen die Gewichtslimits (insbesondere auch die Stützlast; siehe auch Daten im Zulassungsschein) nicht überschritten werden.
wenn das Doppelte des tatsächlichen Anhängergewichtes (Eigengewicht und Zuladung) das um das 75 kg erhöhte Eigengewicht des Zugfahrzeug nicht übersteigt
Gesetzestext: § 104 Abs. 2 lit. c KFG
Eigengewicht Zugfahrzeug (z.B. 965 kg) + 75 kg = 1.040 kg
1.040 kg : 2 = 520 kg (= das höchste tatsächliche Gewicht des Anhängers)
520 kg – Eigengewicht des Anhängers = erlaubte Nutzlast (Zuladung)
wenn das Gesamtgewicht (Eigengewicht und Zuladung) des Anhängers weder das höchste zulässige Gesamtgewicht des Zugfahrzeuges noch den bei der Genehmigung festgesetzten Wert übersteigt; bei geländegängigen Fahrzeugen der Klasse M1 (PKW und Kombi) ist das 1,5-fache des höchstzulässigen Gesamtgewichtes maßgebend
Quelle: §61 Abs. 1 KDV
schwere Anhänger nur, wenn die Summe der höchstzulässigen Gesamtgewichte des Zugfahrzeuges und des Anhängers nicht 3.500 kg übersteigen und das höchstzulässige Gesamtgewicht des Anhängers nicht das Eigengewicht des Zugfahrzeuges übersteigt
für alle anderen Anhänger gilt: Klasse B+E notwendig
Klassen C, C1 und D: leichte Anhänger (s.o.)
Klassen C+E und D+E: alle Anhänger
Klassen C1+E: schwerer Anhänger, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
das höchste zulässige Gesamtgewicht des Anhängers darf das Eigengewicht des Zugfahrzeuges nicht übersteigen und die Summe der höchsten zulässigen Gesamtgewichte des Anhängers und des Zugfahrzeuges darf 12.000 kg nicht übersteigen.
Achtung: von dieser Regelung gibt es Ausnahmen! Genaue Auskünfte erteilt die Rechtsabteilung.
Gesetzestext: §2 Abs. 2 FSG
Grundsätzlich gilt: Wird an einem Fahrzeug eine Anhängevorrichtung angebracht, ist nach wie vor grundsätzlich eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere erforderlich (Genehmigungspflicht!).
Unterlagen zur Eintragung (genaue Informationen erhält man von der zuständigen Typisierungsstelle; z.B. für Wien: MA 46):
Werkstattbestätigung über fachgerechten Einbau
Bestätigung über max. Zug­ und Deichsellast (=Stützlast)
Bestätigung über Eigengewicht der Anhängekupplung
Kosten: ca. € 39,--
in Wien: MA 46 - Landesfahrzeug-Prüfstelle, 1110 Wien, 7. Haidequerstr. 5, Tel.: 01 / 955 59, geöffnet Mo - Fr: 8 - 12 Uhr und 13 – 15 Uhr sowie Do 15:30 - 17:00 Uhr
in den Bundesländern: das jeweils zuständige Amt der Landesregierung
Eintrag im Zulassungsschein:
Wir empfehlen: Anhängekupplung (bei der örtlichen Zulassungsstelle) auch in den Zulassungsschein eintragen zu lassen oder zumindest eine Kopie der Typenscheineintragung auf allen Fahrten mitzuführen; dient als Nachweis über die ordnungsgemäße Eintragung bei Kontrolle unterwegs.
Seit der 22. KFG – Novelle (in Kraft seit 13.08.2003) besteht die Möglichkeit, bei der Genehmigung eines Anhängers eine bestimmte Bandbreite für das höchstzulässige Gesamtgewicht anzugeben. Innerhalb dieser Bandbreite wird dann das jeweils aktuelle höchste zulässige Gesamtgewicht von der Behörde oder der Zulassungsstelle auf Antrag festgesetzt und in den Zulassungsschein eingetragen. Umtypisierungen sind daher für diese Anhänger nicht mehr notwendig, sondern bei der Zulassungsstelle kann das im Hinblick auf ein geändertes Zugfahrzeug erforderliche neue höchste zulässige Gesamtgewicht des Anhängers innerhalb der vorgegebenen Bandbreite ausgewählt und festgelegt werden!
Gesetzestext: § 28 Abs. 3 KFG
im Typenschein sind bereits eine (oder mehrere) Anhängekupplungen genehmigt; Nachrüstung des KFZ mit selbiger Marke und Type ( E-Zeichen u. Prüfnummer )
Quelle: § 22a Abs. 1 Z 3 KDV
Zulassungsbesitzer kann nachweisen, dass für diese Anhängekupplung eine Genehmigung nach EG-Richtlinie 94/20 vorliegt, aus der hervorgeht, dass diese Anhängekupplung für das in Frage kommende Fahrzeug geeignet erklärt wurde und der Nachweis vom Lenker des Fahrzeuges mitgeführt wird;
Nachweis u. Beschreibung der Anhängevorrichtung (Marke, Type, Gewicht, Stützlast, max. Anhängelast usw.) erhält Fahrzeugbesitzer beim Kauf einer genehmigten Kupplung
Quelle: § 22a Abs. 1 Z 2 lit. m KDV
Es wird empfohlen eine Werkstattbestätigung über den fachgerechten Einbau mitzuführen!
Blinkerkontrolleinrichtung: (weitere Voraussetzung):
Der Lenker muss vom Lenkerplatz erkennen können, ob die Blinkleuchten des Fahrzeuges und des damit gezogenen Anhängers funktionieren. Kann die Funktion der Anhänger-Blinker mit der Kontrolleinrichtung des Zugfahrzeuges "mitkontrolliert" werden, ist keine gesonderte Kontrolleinrichtung notwendig. Ist dies nicht der Fall, dann muss jedenfalls eine optische Kontrolleinrichtung für den Anhänger im Zugfahrzeug vorhanden sein.
Gesetzestext: § 19 Abs. 1 KFG(letzter Satz); ECE R 48 Nr.6.5.8 Satz 3
Gesetzestext: § 102 Abs. 10 KFG
z.B. Reißleine oder Sicherungskette
Gesetzestext: §§ 6 Abs. 12, 13 Abs. 2 und 5, 104 Abs. 2 lit. a KFG
An Anhängern (ausgenommen Wohnanhänger) müssen an der rechten Außenseite vollständig sichtbar und dauernd gut lesbar und unverwischbar:
das höchste zulässige Gesamtgewicht (es kann auch eine Bandbreite angegeben werden),
die höchsten zulässigen Achslasten und
die höchste zulässige Nutzlast
Gesetzestext: § 27 Abs. 2 KFG
Jeder zum Verkehr zugelassene Anhänger muss über eine „eigene“ Haftpflichtversicherung verfügen.
Die Versicherung von Anhängern umfasst grundsätzlich nur Versicherungsfälle, die nicht mit dem Ziehen des Anhängers durch ein KFZ zusammenhängen.
Tritt der Schaden zu einem Zeitpunkt ein, zu dem der Anhänger mit einem KFZ verbunden ist, hat die Haftpflichtversicherung des Zugfahrzeuges für den Schaden einzutreten.
(weitere rechtliche Auskünfte erteilt die Rechtsberatung; Informationen zur Anhängerhaftpflichtversicherung erteilt die Versicherungsabteilung unter DW 1890)
„Pickerl“ – § 57a - Begutachtung
Grundsatz: jährlich.
Gesetzestext: § 57a Abs. 3 Z 2 KFG
Für Anhänger, mit denen eine Geschwindigkeit von 25 km/h überschritten werden darf und die
ein höchst zulässiges Gesamtgewicht von nicht mehr als 3.500 kg aufweisen (neu seit 28.10.2005; 26. KFG-Novelle) oder
gelten folgende Begutachtungsintervalle: 3/2/1 (drei Jahre nach der ersten Zulassung, zwei Jahre nach der ersten Begutachtung, ein Jahr nach der zweiten Begutachtung, danach jährlich).
[Rechtslage bis 27.10.2005:
nur eine Achse oder zwei Achsen mit einem Radstand bis zu 1 m haben und deren höchstes zulässiges Gesamtgewicht 1 700 kg nicht überschreitet oder
gelten folgende Begutachtungsintervalle: 3/2/1 (drei Jahre nach der ersten Zulassung, zwei Jahre nach der ersten Begutachtung, ein Jahr nach der zweiten Begutachtung, danach jährlich).]
Gesetzestext: § 57a Abs. 3 Z 3 KFG
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