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Timestamp: 2016-10-24 12:29:09
Document Index: 55959853

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 61', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

Die 1953 geborene R._________ meldete sich unter Hinweis auf eine am 1. M�rz 2003 erlittene HWS-Distorsion am 14. Januar 2005 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Nach Beizug der SUVA-Akten und namentlich unter Ber�cksichtigung des f�r die Invalidenversicherung erstellten polydisziplin�ren Gutachtens der Medizinischen Abkl�rungsstelle (MEDAS) vom 31. Januar 2008 verneinte die IV-Stelle Zug einen Leistungsanspruch im Wesentlichen mit der Begr�ndung, eine l�ngerdauernde Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit bestehe nicht (Verf�gung vom 11. Dezember 2008).
R._________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und beantragen, es sei ihr, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids, eine angemessene Rente der Invalidenversicherung ab 1. M�rz 2004 zuzusprechen; eventualiter sei die Sache zu erg�nzender Sachverhaltsfeststellung an die Verwaltung zur�ckzuweisen.
1.2 Bei den Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsf�higkeit der versicherten Person im angefochtenen Entscheid handelt es sich grunds�tzlich um Entscheidungen �ber eine Tatfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.). Dagegen ist die Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweisw�rdigungsregeln nach Art. 61 lit. c ATSG Rechtsfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 und 4 S. 397 ff.).
Streitig und zu pr�fen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente, wobei die Beschwerdef�hrerin geltend macht, dem Gutachten der MEDAS vom 31. Januar 2008 sei der Beweiswert abzusprechen, wogegen die Expertisen des Instituts X._________ vom 31. Mai 2007 und vom 8. Juli 2008 den rechtlichen Anforderungen gen�gten und der Leistungsanspruch gest�tzt darauf zu bestimmen sei.
2.1 Das kantonale Gericht hat nach rechtlich korrekter Anwendung der Regeln zum Beweiswert einer fachmedizinischen Expertise und in pflichtgem�sser W�rdigung der gesamten Aktenlage - gest�tzt auf das Gutachten der MEDAS vom 31. Januar 2008 - mit eingehender und nachvollziehbarer Begr�ndung erkannt, die Beschwerdef�hrerin sei in der bisherigen T�tigkeit ohne Einschr�nkung arbeitsf�hig. Namentlich dringt die letztinstanzlich erneuerte R�ge, Dr. med. Z.________, MEDAS, sei wegen dessen Zugeh�rigkeit zu einer religi�sen Gemeinschaft und seiner Glaubens�berzeugung befangen, nicht durch. Mit dem Einwand, wer an Wunder glaube wie Dr. med. Z.________, sei in seinem von der schulmedizinischen Norm abweichenden Glaubenssystem derart gefangen, dass von ihm eine unbefangene Begutachtung nicht erwartet werden k�nne, schliesst die Beschwerdef�hrerin von der Glaubens�berzeugung auf die beruflichen F�higkeiten und beurteilt diese ohne konkrete und fallbezogene Anhaltspunkte als unzul�nglich. Diese Argumentationsweise vermag den Anschein der Befangenheit des Dr. med. Z.________ nicht zu begr�nden, wie das Bundesgericht j�ngst entschieden hat (Urteil 8C_474/2009 vom 7. Januar 2010 E. 8.6, in: SVR 2010 IV Nr. 41 S. 128). Soweit die Versicherte allgemein, nicht spezifiziert auf den Fall bezogen, die Unabh�ngigkeit der MEDAS aus institutionellen Gr�nden bestreitet, dringt sie damit nicht durch (Urteil 9C_400/2010 vom 9. September 2010 E. 4.2).
2.2 Die Beschwerdef�hrerin bestreitet wie schon vor kantonalem Gericht die fachlichen F�higkeiten der Frau dipl. Psych. L.________, welche die neuropsychologische Begutachtung im MEDAS durchgef�hrt hat. Sie sei weder in der Liste der von der Schweizerischen Vereinigung der Neuropsychologinnen und Neuropsychologen anerkannten Fachpersonen noch in derjenigen der im Bereich der Invaliden- und Unfallversicherung zugelassenen Leistungserbringer aufgef�hrt. Dazu hat das kantonale Gericht in E. 7.4.1 des angefochtenen Entscheides das N�tige gesagt. Die erneuerten Vorbringen in der Beschwerde lassen die vorinstanzliche Betrachtungsweise auch in diesem Punkt nicht als offensichtlich unrichtig oder bundesrechtswidrig erscheinen.
3.1 Die Beschwerdef�hrerin stellt sich auf den Standpunkt, vor dem Unfall neuropsychologisch einer "Kaderpopulation" mit weit �berdurchschnittlicher Leistungsf�higkeit angeh�rt zu haben, weshalb das nach dem Unfall festgestellte durchschnittliche Leistungsverm�gen eine Einbusse darstelle. Zutreffend erwog indes die Vorinstanz, �ber die Leistungsf�higkeit vor dem Unfall k�nne mangels neuropsychologischer Testung nur spekuliert werden, woran eine Befragung des ehemaligen Vorgesetzten der Beschwerdef�hrerin �ber den tats�chlichen K�ndigungsgrund und ihres Nachfolgers als Personalleiter zu den Anforderungen am Arbeitsplatz nichts �ndere. Aus dem gleichen Grund war von einer Anh�rung des von der Beschwerdef�hrerin als neuropsychologischer Gutachter beigezogenen Prof. Dr. J.________, Psychologisches Institut Y.________, von vornherein nichts zu erwarten. Ein Verstoss gegen das Recht auf Beweis oder den Untersuchungsgrundsatz stellt dies nicht dar (zur antizipierten Beweisw�rdigung vgl. BGE 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162). Zudem ist das Rechtsgleichheitsgebot nicht verletzt, falls bei fehlendem neuropsychologisch validiertem Vorzustand eine neuropsychologische Einbusse mittels Vergleich zu standardisierten und nicht individuellen Leistungswerten erhoben wird.
Da das kantonale Gericht - wie gezeigt - die in der Expertise des Instituts X._________ vertretene Auffassung einer vor dem Unfall vorhanden gewesenen �berdurchschnittlichen Leistungsf�higkeit rechtskonform verwarf und massgeblich deswegen nicht auf die Gutachten des Instituts X._________ abstellte, war entgegen der Sichtweise der Beschwerdef�hrerin eine Auseinandersetzung mit dem der Expertise des Instituts X._________ zu Grunde liegenden neuropsychologischen Befundberichtes vom 5. Mai 2008 des Prof. Dr. J.________ rechtlich nicht geboten.
3.2 Sodann hat das erstinstanzliche Gericht dem MEDAS-Gutachten mit Recht nicht deswegen die Beweiskraft abgesprochen, weil darin die Ganglionnarben an den Handgelenken keinen Niederschlag gefunden haben. Das orthop�dische Teilgutachten vom 24. Januar 2008 des Dr. med. W.________ enth�lt u.a. einen detailliert beschriebenen Zustand der Handgelenke/H�nde beidseits; eine Leistungseinschr�nkung wegen der Handgelenke besteht unstrittig nicht. Der angefochtene Entscheid qualifiziert ferner die im MEDAS-Gutachten erhobene Segmentblockierung im Bereich der HWS nicht offensichtlich unrichtig als orthop�dischen und nicht als neurologischen Befund, weshalb dem Teilgutachten des Dr. med. L._________, Facharzt f�r Neurologie, trotz der darin - wie im �brigen auch in der neurologischen Expertise des Instituts X._________ - unerw�hnt gebliebenen Blockierung rechtlich kein Mangel anhaftet. F�r den Unfallhergang st�tzten sich die Gutachter des MEDAS auf die Angaben der Beschwerdef�hrerin anl�sslich der Begutachtung. Bei unbestrittenem Unfallgeschehen und feststehender HWS-Distorsion (vgl. BGE 134 V 109 E. 9.2 S. 123) kommt dem rund 9 Monate nach dem Unfall erstellten "Erhebungsblatt f�r die Abkl�rung von HWS-F�llen" der SUVA mit Bezug auf die hier streitigen Belange kein zus�tzliches Gewicht zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; 134 V 109), weshalb das Nichterw�hnen des Berichtes in der Expertise der MEDAS invalidit�tsrechtlich unerheblich ist.