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Timestamp: 2019-04-22 05:32:49
Document Index: 246906134

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 256', 'BGH', 'BGH', '§ 256', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 256', 'BGH', '§ 128']

BGH, 14.03.1978 - VI ZR 68/76 - dejure.org
Voraussetzungen einer Klage unter dem Aspekt des vorliegenden Rechtsschutzbedürfnisses - Zulässigkeit gleichzeitiger Prozessabweisung und Sachabweisung einer Sache - Befugnis des Revisionsgerichts in der Sache selbst zu entscheiden nach Ablehnung des Vorliegens der Zulässigkeitsvoraussetzungen durch das Berufungsgericht - Voraussetzungen und Umfang der Schadensersatzpflicht wegen vorsätzlich sittenwidriger Schädigung - Beurteilung von abgeschlossenen Tarifverträgen im Lichte einer Schadensersatzpflicht unter dem Aspekt der Tarifautonomie
Sachentscheidung des Revisionsgerichts über eine vom Berufungsgericht als unzulässig behandelte Klage
NJW 1978, 2031
BB 1978, 930
Das keine Sachurteilsvoraussetzung bildende Feststellungsinteresse braucht im Streitfall für die einzelnen Kläger keiner näheren Prüfung unterzogen zu werden, weil sich das Begehren in der Sache als unbegründet erweist (BGHZ 12, 308, 316; BGH, Urt. v. 14. März 1978 - VI ZR 68/76, NJW 1978, 2031 f.; BAG NJW 2003, 1755 f.).
Bei einer derartigen Rechtslage ist der Senat selbst bei einem fehlenden rechtlichen Interesse im Sinne von § 256 ZPO nicht am Erlass eines Sachurteils gehindert (Senat, BGHZ 12, 308, 316; BGH, Urt. v. 14. März 1978 - VI ZR 68/76, NJW 1978, 2031, 2032).
Das Feststellungsinteresse gemäß § 256 Abs. 1 ZPO ist nur für ein stattgebendes Urteil Sachurteilsvoraussetzung (BGHZ 12, 308, 316; BGH, Urt. v. 14. März 1978 - VI ZR 68/76, NJW 1978, 2031, 2032;… v. 2. Juli 2007 - II ZR 111/05, WM 2007, 1932 Rn. 66).
Deshalb ist das Revisionsgericht auch bei Fehlen des Feststellungsinteresses jedenfalls dann zu einer Sachentscheidung befugt, wenn gewichtige prozessökonomische Gründe gegen eine Prozessabweisung sprechen (vgl. BGH 14. März 1978 - VI ZR 68/76 - NJW 1978, 2031; 27. November 1957 - IV ZR 121/57 - LM ZPO § 256 Nr. 46).
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