Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2064,%20322
Timestamp: 2019-05-24 02:08:50
Document Index: 126410422

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 818', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 04.06.1975 - V ZR 184/73 - dejure.org
https://dejure.org/1975,340
BGH, 04.06.1975 - V ZR 184/73 (https://dejure.org/1975,340)
BGH, Entscheidung vom 04.06.1975 - V ZR 184/73 (https://dejure.org/1975,340)
BGH, Entscheidung vom 04. Juni 1975 - V ZR 184/73 (https://dejure.org/1975,340)
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Verwendung einer Kaufpreisforderung für Investitionen in einen landwirtschaftlichen Betrieb im Sinne eines erlangten Vorteils - Ermittlung einer Ertragssteigerung oder eines Mehrertrags durch Vergleich zur vorherigen Lage des landwirtschaftlichen Betriebes bei der Prüfung einer Entreicherungseinrede
BGHZ 64, 322
NJW 1975, 1510
MDR 1975, 918
DB 1975, 2222
Es braucht hier nicht entschieden zu werden, ob der Erfahrungssatz, dass Banken für sich vereinnahmte Gelder in einer Weise verwenden, welche die Erzielung von Erträgen erwarten lässt (…BGH, Urteile vom 12. Mai 1998 aaO unter II 1 c; vom 4. Juni 1975 - V ZR 184/73; BGHZ 64, 322, 323 f.), auf Versicherungsunternehmen übertragbar ist (so OLG Dresden…, Urteil vom 24. Februar 2015 aaO Rn. 38; Reiff, r+s 2015, 105, 112).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 4. Dezember 1996 - VIII ZR 360/95, NJW 1997, 933 unter II B 2 a aa; BGHZ 64, 322, 323 f.) kann zwar bei Verwendungen, die einen bestimmten wirtschaftlichen Vorteil nach der Lebenserfahrung vermuten lassen, der übliche Zinssatz als Wert der Nutzungen angesetzt werden.
Daß eine endgültige Hingabe des Geldes zur Erreichung eines bestimmten anderen Zieles (dort Investitionen) seine "Nutzung" im bereicherungsrechtlichen Sinne nicht ausschließt, sondern ebenfalls als "Gebrauch" des Geldes einzuordnen ist, hat der Senat schon in seinem Urteil BGHZ 64, 322 (324) dargelegt (…vgl. auch BGH, Urt. v. 16. Mai 1984, VIII ZR 18/83, WM 1984, 1095).
Abgesehen davon entspricht die Nutzung erhaltenen Kapitals durch den seinerzeit noch unternehmerisch tätigen Empfänger der Lebenserfahrung und ist deshalb auch ohne ausdrücklichen Vortrag des Bereicherungsgläubigers zu unterstellen (…Münchener Komm. BGB/Schwab, 6. Aufl., § 818 Rn. 8; BGHZ 64, S. 322f.).
Dabei sind nur die tatsächlich gezogenen Nutzungen herauszugeben (Senatsurteil BGHZ 35, 356, 360; vgl. ferner BGHZ 64, 322, 323) [BGH 04.06.1975 - V ZR 184/73].
Ferner gibt es keinen Grundsatz, wonach allgemein derjenige, der ohne Rechtsgrund Geld empfangen hat, dieses als Kapital nutzt und diese Nutzungen in Form üblicher Zinsen als Wertersatz herausgeben müßte (BGHZ 64, 322, 323) [BGH 04.06.1975 - V ZR 184/73].
In der Rechtsprechung wird bei Verwendungen, die einen bestimmten wirtschaftlichen Vorteil nach der Lebenserfahrung vermuten lassen (zinstragende Wertpapiere, als Betriebsmittel eingesetzte Darlehen, Verwendung durch Banken), der übliche Zinssatz als Wert der Nutzungen angesetzt (BGHZ 64, 322, 323 [BGH 04.06.1975 - V ZR 184/73] m. w. Nachw.).
BGH, 21.11.1975 - V ZR 182/73
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