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Timestamp: 2016-10-28 14:09:36
Document Index: 21479896

Matched Legal Cases: ['Art. 319', 'Art. 129', 'Art. 180', 'Art. 91', 'Art. 90', 'Art.90', 'Art. 78', 'Art. 80', 'Art. 81', 'Art. 100', 'Art. 126', 'Art. 129', 'Art. 180', 'Art. 91', 'Art. 95', 'Art. 42', 'Art. 97', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 319', 'Art. 319', 'in dubio', 'Art. 5', 'Art. 2', 'Art. 319', 'Art. 324', 'BGE', 'Art. 319', 'Art. 319', 'Art. 129', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 129', 'Art. 111', 'Art. 129', 'Art. 129', 'Art. 129', 'BGE', 'Art. 111', 'Art. 129', 'BGE', 'BGE', 'Art. 129', 'Art. 129', 'Art. 129', 'Art. 319', 'Art. 180', 'Art. 319', 'Art. 180', 'Art. 180', 'Art. 180', 'Art. 180', 'Art. 319', 'Art. 66']

1. X.B.________, vertreten durch Advokatin Stefanie Mathys-W�hrer,
Das Ehepaar X.________ hatte am 14. November 2010 eine verbale und handgreifliche Auseinandersetzung. Unmittelbar danach fuhr es mit dem Fahrzeug von X.B.________ zur Polizeistation Sissach. Dort reichten die Ehegatten gegenseitig Strafanzeige ein. X.B.________ f�hrte das Auto mit �berh�hter Geschwindigkeit, beging mehrere Verkehrsregelverletzungen und soll X.A.________ bedroht haben.
X.A.________ stellte am 15. November 2010 gegen X.B.________ Strafantrag wegen s�mtlicher in Frage kommender Delikte. Zudem reichte er am 26. Januar 2011 eine Zivilklage ein. Mit einer Teil-Einstellungsverf�gung vom 29. M�rz 2012 stellte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Liestal, das Strafverfahren gegen die Beschuldigte X.B.________ in Bezug auf T�tlichkeiten, eventualiter einfache K�rperverletzung, mehrfache Gef�hrdung des Lebens, Drohung und wegen Fahrens in nicht fahrf�higem Zustand in Anwendung von Art. 319 Abs. 1 lit. a und b StPO ein. Die Zivilklage wurde auf den Zivilweg verwiesen.
Hiergegen erhob X.A.________ Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft. Dessen Abteilung Strafrecht wies die Beschwerde mit Beschluss vom 24. Juli 2012 ab. Sie verneinte in Bezug auf Art. 129 StGB Tatbestandsm�ssigkeit und Schuld. Hinsichtlich der Drohung nach Art. 180 StGB fehlte es an einem hinreichenden Verdacht. Der Tatbestand von Art. 91 Abs. 1 SVG erschien dem Kantonsgericht offensichtlich als nicht erf�llt. In Bezug auf den Straftatbestand von Art. 90 Ziff. 2 evt. von Art.90 Ziff. 1 SVG hatte die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl in Aussicht gestellt.
Gegen diesen Beschluss des Kantonsgerichts hat X.A.________ beim Bundesgericht am 14. September 2012 Beschwerde in Strafsachen erhoben. Er beantragt dessen Aufhebung und die R�ckweisung der Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz; ferner seien die Zivilforderungen vollumf�nglich gutzuheissen.
Das Kantonsgericht beantragt mit seiner Vernehmlassung die vollumf�ngliche Abweisung der Beschwerde. Denselben Antrag stellt die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft. X.B.________ verzichtet als Beschwerdegegnerin auf eine Stellungnahme. Der Beschwerdef�hrer h�lt in seiner Replik an seinen Antr�gen fest.
1.1 Der angefochtene Entscheid des Kantonsgerichts betrifft eine Strafsache und ist kantonal letztinstanzlich. Der Beschwerdef�hrer ist zur Beschwerdef�hrung berechtigt. Er hat am Verfahren der Vorinstanz teilgenommen und ist Privatkl�ger. Der angefochtene Entscheid kann sich auf die Beurteilung seiner Zivilanspr�che auswirken. Die Beschwerde ist rechtzeitig erhoben. Demnach kann auf die Beschwerde in Strafsachen grunds�tzlich eingetreten werden (Art. 78 Abs. 1, Art. 80 Abs. 2, Art. 81 Abs. 1 lit. a und lit. b Ziff. 5, Art. 100 Abs. 1 BGG).
1.2 Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren in drei Bereichen eingestellt: 1) T�tlichkeiten nach Art. 126 Abs. 2 StGB (evt. einfache K�rperverletzung), 2) mehrfache Gef�hrdung des Lebens gem�ss Art. 129 StGB und Drohung im Sinne von Art. 180 StGB und 3) Fahren in nicht fahrf�higem Zustand nach Art. 91 Abs. 1 SVG. Das Kantonsgericht hat diese Verfahreneinstellung best�tigt. Im vorliegenden Verfahren nimmt der Beschwerdef�hrer ausschliesslich auf den Bereich 2) betreffend Gef�hrdung des Lebens und Drohung Bezug. Er legt in keiner Weise dar, weshalb die Einstellungen hinsichtlich der Bereiche 1) und 3) gegen Bundesrecht verstossen sollte. Seine Antr�ge reichen damit �ber seine Beschwerdebegr�ndung hinaus. Insoweit kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.
Der Beschwerdef�hrer beantragt neben der Aufhebung des angefochtenen Beschlusses die vollumf�ngliche Gutheissung seiner Zivilforderungen. Soweit die Staatsanwaltschaft die Zivilklage auf den Zivilweg verwiesen hat und dieser Entscheid vom Kantonsgericht best�tigt worden ist, liegt in Bezug auf die Zivilklage kein letztinstanzlicher materieller Entscheid vor. Im Falle der Gutheissung der vorliegenden Beschwerde m�sste das Kantonsgericht zu den Zivilforderungen erneut Stellung nehmen. Auch in dieser Hinsicht kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.
1.3 Mit der Beschwerde in Strafsachen kann laut Art. 95 lit. a BGG die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich von Bundesverfassungsrecht) geltend gemacht werden. In der Beschwerdeschrift ist gem�ss Art. 42 Abs. 2 BGG in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Ob diese Anforderungen erf�llt sind, wird im entsprechenden Sachzusammenhang zu pr�fen sein.
Der Beschwerdef�hrer r�gt in zweifacher Hinsicht eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts.
2.1 Werden die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz angefochten, so muss im Rahmen von Art. 97 BGG klar und substantiiert aufgezeigt werden, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen und dass die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3; 133 III 393 E. 7.1; 133 III 462 E. 2.4).
2.2 Das Kantonsgericht hielt im angefochtenen Entscheid fest, dass der Beschwerdef�hrer und die Beschwerdegegnerin nach einer heftigen Auseinandersetzung zusammen das Auto von Letzterer bestiegen, um auf dem n�chsten Polizeiposten gegenseitige Strafanzeigen zu erstatten. Demgegen�ber macht der Beschwerdef�hrer geltend, er selber habe vorerst keine Strafanzeige erheben wollen. Es sei ausschliesslich die Beschwerdegegnerin gewesen, die Strafanzeige erheben wollte. Er sei lediglich zur Auskunftserteilung mitgefahren. In der Replik f�hrt der Beschwerdef�hrer aus, er habe den Wagen nicht gegen den Willen der Beschwerdegegnerin bestiegen.
Es wird vom Beschwerdef�hrer nicht dargetan und ist nicht ersichtlich, inwiefern die Motivation zum Besteigen des Fahrzeugs oder der Moment des Entschlusses zu einer Strafanzeige von Bedeutung sein sollten. Es ist einzig erheblich, dass die Eheleute die Fahrt gemeinsam unternahmen und die Ehefrau am Steuer sass. Die R�ge der unrichtigen Sachverhaltsfeststellung ist unbegr�ndet.
2.3 Ferner macht der Beschwerdef�hrer geltend, der Sachverhalt sei hinsichtlich der Fahrt nicht hinreichend abgekl�rt. Das Kantonsgericht habe es unterlassen, relevante Untersuchungen betreffend die begangenen Verkehrsregelverletzungen durchzuf�hren.
Hinsichtlich der Verkehrsregelverletzungen kann, wie dargelegt, auf die Beschwerde nicht eingetreten und somit auch keine unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden. Was die Fahrt der Beschwerdegegnerin unter dem Gesichtswinkel der Gef�hrdung des Lebens und der Drohung betrifft, legt der Beschwerdef�hrer nicht dar, welche Untersuchungshandlungen notwendig gewesen w�ren und welche Umst�nde unaufgekl�rt geblieben seien. Er nimmt auch keinen Bezug auf die Akten. Denen kann entnommen werden, dass einerseits der Beschwerdef�hrer und die Beschwerdegegnerin, aber auch die Insassen des von der Beschwerdegegnerin �berholten Fahrzeugs und verschiedene Nachbarn einvernommen worden sind. Bei dieser Beweislage ist nicht ersichtlich, inwiefern Unterlassungen zu einer offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung gef�hrt h�tten.
Das Kantonsgericht hat die Einstellung des Verfahrens gest�tzt auf Art. 319 Abs. 1 StPO best�tigt.
Nach dieser Bestimmung kann die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellen, wenn bei gegebener Sachlage ein Schuldspruch unwahrscheinlich bzw. ein Freispruch wahrscheinlich und ein Gerichtsverfahren daher als aussichtslos erscheint. Art. 319 Abs.1 StPO nennt eine Reihe von Einstellungsgr�nden. Hingegen gilt der aus dem Legalit�tsprinzip fliessende Grundsatz "in dubio pro duriore" (Art. 5 Abs. 1 BV und Art. 2 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 319 Abs. 1 und Art. 324 Abs. 1 StPO). Er bedeutet, dass eine Einstellung durch die Staatsanwaltschaft grunds�tzlich nur bei klarer Straflosigkeit bzw. offensichtlich fehlenden Prozessvoraussetzungen angeordnet werden darf. Bei der Beurteilung dieser Frage verf�gen die Staatsanwaltschaft und die oberen kantonalen Instanzen �ber einen gewissen Spielraum, den das Bundesgericht mit Zur�ckhaltung �berpr�ft. Hingegen ist (sofern die Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage kommt) Anklage zu erheben, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch. Falls sich die Wahrscheinlichkeiten eines Freispruchs oder einer Verurteilung etwa die Waage halten, dr�ngt sich in der Regel, insbesondere bei schweren Delikten, ebenfalls eine Anklageerhebung auf (vgl. BGE 138 IV 86 E. 4.1 S. 90; 137 IV 219 E. 7.1-7.2 S. 226 f.; Urteil 1B_591/2011 vom 18. Juni 2012 E. 4).
Das Kantonsgericht hat seinen Entscheid im Wesentlichen auf Art. 319 Abs. 1 lit. a und lit. b StPO gest�tzt. Danach kann das Verfahren eingestellt werden, wenn kein eine Anklage rechtfertigender Tatverdacht erh�rtet ist oder wenn kein Straftatbestand in objektiver oder subjektiver Hinsicht erf�llt ist. Der Beschwerdef�hrer bezieht sich nicht auf eine spezifische, in Art. 319 Abs. 1 StPO genannte Konstellation. Seiner Beschwerdeschrift kann indes entnommen werden, dass er die in Frage stehenden Straftatbest�nde in objektiver und subjektiver Hinsicht als erf�llt betrachtet.
Im vorliegenden Fall steht zum einen der Straftatbestand der Gef�hrdung des Lebens nach Art. 129 StGB in Frage.
Objektiv ist eine konkrete Lebensgefahr erforderlich. Nach der Rechtsprechung ist eine unmittelbare Lebensgefahr anzunehmen, wenn nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge die Wahrscheinlichkeit oder nahe M�glichkeit der Verletzung des Lebens besteht. Diese liegt nicht erst vor, wenn die Wahrscheinlichkeit des Todes gr�sser ist als die Wahrscheinlichkeit seiner Vermeidung, sondern schon bei einer nahen M�glichkeit des Todeseintritts. Das Element der Unmittelbarkeit beinhaltet neben der ernsthaften Wahrscheinlichkeit der Verwirklichung der Gefahr, dass die unvermittelte, akute Gefahr direkt dem Verhalten des T�ters zuzuschreiben ist (BGE 121 IV 67 E. 2b; 111 IV 51 E. 2).
Subjektiv ist direkter Vorsatz in Bezug auf die unmittelbare Lebensgefahr erforderlich; Eventualvorsatz gen�gt nicht (siehe auch BGE 121 IV 67 E. 2b/aa). Direkter Vorsatz ist nach der Rechtsprechung gegeben, wenn der T�ter den deliktischen Erfolg, mag ihm dieser auch gleichg�ltig oder sogar unerw�nscht sein, als notwendige Folge oder als Mittel zur Erreichung des verfolgten Zwecks in seinen Entschluss miteinbezogen hat. Er braucht nicht das vom T�ter erstrebte Ziel zu sein; es gen�gt, dass er mitgewollt ist (BGE 119 IV 193 E. 2b/cc). Demgegen�ber liegt Eventualvorsatz vor, wenn der T�ter den Eintritt des Erfolgs bzw. die Tatbestandsverwirklichung f�r m�glich h�lt, aber dennoch handelt, weil er den Erfolg f�r den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt (BGE 125 IV 242 E. 3c mit Hinweisen).
Sicheres Wissen um die unmittelbare Lebensgefahr, also um die M�glichkeit des Erfolgseintritts (Tod), ist mit sicherem Wissen um den Erfolgseintritt gerade nicht identisch, kann also sowohl mit (eventuellem) T�tungsvorsatz wie mit bewusster Fahrl�ssigkeit bez�glich der Todesfolge einhergehen. Art. 129 StGB erlangt aber nur in diesem zweiten Fall praktische Bedeutung, denn bei T�tungsvorsatz greifen Art. 111 ff. StGB ein. Art. 129 StGB kommt somit die Funktion eines Auffangtatbestands zu, wenn der T�tungsvorsatz nicht nachzuweisen ist. Eine Verurteilung wegen Art. 129 StGB f�llt mit anderen Worten in Betracht, wenn der T�ter trotz der erkannten Lebensgefahr handelt, aber darauf vertraut, die Gefahr werde sich nicht realisieren.
Des Weiteren verlangt der subjektive Tatbestand von Art. 129 StGB, dass die M�glichkeit des Todeseintritts so wahrscheinlich erscheint, dass sich wissentlich dar�ber hinwegzusetzen als skrupellos erscheint (BGE 121 IV 67 E. 2b/aa; 106 IV 12 E. 2a und b, je mit Hinweisen). Gemeint ist damit ein qualifizierter Grad der Vorwerfbarkeit, eine besondere Hemmungs- oder R�cksichtslosigkeit des T�ters. Zu ber�cksichtigen sind die Tatmittel, die Tatmotive sowie die konkrete Tatsituation. Die Skrupellosigkeit muss sich mithin als Qualifikation der Tat ergeben; ein R�ckgriff auf Pers�nlichkeitsmerkmale oder auf das Vorleben des T�ters ist zur Begr�ndung nicht zul�ssig.
4.2 Zum Tatbestand der Gef�hrdung des Lebens f�r den Bereich des Strassenverkehrs kann insbesondere auf die folgenden Urteile verwiesen werden:
Der Tatbestand ist als erf�llt betrachtet worden in einem Fall, in dem anl�sslich eines Strassenrennens auf der Autobahn bei einer Geschwindigkeit von 144 km/h der T�ter einen Beteiligten durch einen Schwenker gezwungen hat, nach rechts auf den Pannenstreifen auszuweichen (Urteil 6S.127/2007 vom 6. Juli 2007).
Das Bundesgericht hat den Tatbestand bejaht im Fall eines Fahrzeuglenkers, der auf der Autobahn bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h nachts und bei nasser Fahrbahn grundlos und ohne Blinkzeichen auf die �berholspur wechselte und bei einem Abstand von zwanzig Metern zum hinter ihm fahrenden Fahrzeug unvermittelt voll auf die Bremsen trat (Urteil 6S.563/1995 vom 24. November 1995, in Pra 1996 Nr. 173 S. 638).
Schuldig gesprochen wegen Gef�hrdung des Lebens hat das Bundesgericht zudem einen Fahrzeuglenker, welcher nachts auf der Autobahn bei nasser Fahrbahn mit 185 km/h fuhr und ein �berholman�ver ausf�hrte, bei welchem der Abstand zum �berholten Fahrzeug beim Fahrspurwechsel nur einen bis zwei Meter betrug (Urteil 6S.164/2005 vom 20. Dezember 2005 E. 2.3.1).
Im Fall einer absichtlich herbeigef�hrten seitlichen Kollision bei einer Geschwindigkeit von 120 - 130 km/h auf der Autobahn schliesslich hat das Bundesgericht zwar den Eventualvorsatz in Bezug auf allf�llige Todesfolgen verneint und die vorinstanzliche Verurteilung wegen versuchter vors�tzlicher T�tung gem�ss Art. 111 StGB aufgehoben. Den Tatbestand von Art. 129 StGB hat das Gericht hingegen als erf�llt angesehen (BGE 133 IV 1 E. 4.7 und E. 5.2).
Schliesslich ist ein Fahrer wegen Gef�hrdung des Lebens verurteilt worden, der nachts auf einer Autostrasse mit einer Geschwindigkeit von mind. 188 km/h eine Rechtskurve befuhr, die Kollision mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zwar vermeiden konnte und hernach die Herrschaft verlor und von der Strasse abkam (BGE 136 IV 76, nicht publizierte E. 1).
4.3 In objektiver Hinsicht kann davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdegegnerin in gef�hrlicher Fahrweise mit klar �bersetzter Geschwindigkeit gefahren war und dabei Verkehrsregeln verletzte. Dies wird durch die Zeugenaussagen des Ehepaars A.________ best�tigt, das auf derselben Strasse unterwegs war und im Bereiche einer Rechtskurve mit Sicherheitslinie von der Beschwerdegegnerin �berholt wurde. Dem Fahrzeug der Beschwerdegegnerin kam offenbar ein Teil des Spoilers und ein Raddeckel abhanden, wie das genannte Ehepaar bezeugte. In einer Linkskurve verlor die Fahrerin die Herrschaft �ber das Fahrzeug, kam von der Strasse ab und fuhr in ein ansteigendes Feld.
Der Beschwerdef�hrer selber bezeichnet die Fahrt als "halsbrecherisch". Die Beschwerdegegnerin hat eingestanden, mit �bersetzter Geschwindigkeit gefahren zu sein. Die Parteien haben zur tats�chlich gefahrenen Geschwindigkeit unterschiedlich ausgesagt. Es bestehen dazu keine gesicherten Aussagen. Unter diesem Gesichtswinkel kann nicht angenommen werden, dass es sich um eine Geschwindigkeit handelte, die mit derjenigen in den genannten Urteilen vergleichbar w�re. Der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin in einer Rechtskurve mit Sicherheitslinie das Fahrzeug des Ehepaars A.________ �berholte, birgt f�r sich allein genommen nicht eine konkrete unmittelbare Lebensgefahr im Sinne von Art. 129 StGB in sich. Es kann nicht gesagt werden, dass darin nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge die Wahrscheinlichkeit oder nahe M�glichkeit einer Verletzung des Lebens besteht. Eine solche Gefahr kann auch nicht im Umstand erblickt werden, dass die Beschwerdegegnerin schliesslich die Herrschaft �ber das Fahrzeug verlor, ab der Strasse abkam und - offenbar ohne weitere Folgen - in ein Feld fuhr.
Bei dieser Sachlage kann nicht angenommen werden, dass der Tatbestand von Art. 129 StGB in objektiver Hinsicht mit hinreichender Sicherheit erf�llt ist, eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch und deswegen eine gerichtliche Beurteilung erforderlich w�re.
4.4 In subjektiver Hinsicht hat das Kantonsgericht darauf hingewiesen, dass der Beschwerdegegnerin kein sicheres Wissen um das Schaffen einer unmittelbaren Lebensgefahr im Sinne eines dolus directus nachgewiesen werden k�nne. Die Beschuldigte habe unter grosser seelischer Belastung gestanden. Demgegen�ber erachtet der Beschwerdef�hrer den Schluss als zwingend, dass die Beschwerdegegnerin angesichts der riskanten Fahrweise um die unmittelbare Lebensgefahr wusste und diese Folge zur Erreichung der Drohung auch tats�chlich wollte.
Der Beschwerdef�hrer geht auf den vom Kantonsgericht erw�hnten seelischen Zustand der Beschwerdegegnerin nicht n�her ein. Deren Einvernahme macht deutlich, dass sie "vollkommen von der Rolle", "total durch den Wind" und im h�chsten Mass verwirrt war. Sie gab an, wie eine "Gepickte" gefahren zu sein. Die Fahrt nahm einen kaum nachvollziehbaren Verlauf. Daraus kann ohne Weiteres geschlossen werden, dass die Beschwerdegegnerin in einem Zustand der Erregung war, der einen direkten Vorsatz und Skrupellosigkeit im genannten Sinn ausschliesst. An dieser Beurteilung �ndert der Umstand nichts, dass sie am folgenden Tag ihre Fahrweise und die Verletzung von Verkehrsregeln eingestand und bedauerte. Die Aussagen der Zeugen A.________ best�tigen den verwirrten Zustand der Beschwerdegegnerin (a.a.O). Es kann daher auch nicht gesagt werden, die Beschwerdegegnerin habe die Hilflosigkeit des Beschwerdef�hrers in der konkreten Situation hinterh�ltig und r�cksichtslos ausgen�tzt. Ebenso wenig kann aus dem rational erscheinenden Verhalten zu Hause vor der Fahrt auf einen klaren Vorsatz w�hrend der Fahrt geschlossen werden. Auch aus dem �rztlichen Befund vom Tage danach k�nnen keine direkten Schl�sse auf den Gem�tszustand w�hrend der Fahrt gezogen werden.
Bei dieser Sachlage konnte das Kantonsgericht den subjektiven Tatbestand der Gef�hrdung des Lebens ohne Weiteres verneinen.
4.5 Demnach durfte das Kantonsgericht das Vorliegen des Tatbestands von Art. 129 StGB verneinen und hat mit der Best�tigung des Einstellungsbeschluss Art. 319 Abs. 1 StPO nicht verletzt. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkte als unbegr�ndet.
Zum andern ist das Vorliegen des Straftatbestands der Drohung nach Art. 180 StGB zu pr�fen. Die Drohung soll gem�ss dem Beschwerdef�hrer im Wesentlichen in den Aussagen der Beschwerdegegnerin bestehen, sie w�rde gegen einen Baum fahren oder sie w�rde ihn "�ber den Haufen fahren", ferner im blossen Umstand der halsbrecherischen Fahrt als solcher.
5.1 Nach dieser Bestimmung wird bestraft, wer jemanden durch schwere Drohung in Schrecken oder Angst versetzt. Bei der Pr�fung, ob eine Drohung schwer und geeignet ist, den Gesch�digten in Schrecken oder Angst zu versetzen, ist nach der Praxis grunds�tzlich ein objektiver Massstab anzulegen. In der Regel ist dabei auf das Empfinden eines vern�nftigen Menschen mit einigermassen normaler psychischer Belastbarkeit abzustellen (vgl. Urteil 6S.103/2003 vom 2. April 2004, E. 9).
5.2 Das Kantonsgericht stellte darauf ab, dass der Beschwerdef�hrer der Beschwerdegegnerin entsprechende Drohungen vorwirft, diese die Drohungen aber von Anfang an bestritt. Damit stehen sich die gegens�tzlichen Aussagen der Parteien gegen�ber. Es liegen keine objektiven Beweise dazu vor. In der gegebenen Situation ist es nicht m�glich, die einzelnen Aussagen der beiden als glaubhafter oder weniger glaubhaft zu bewerten. Daran verm�gen die Hinweise des Beschwerdef�hrers auf Aussagen der Beschwerdegegnerin in anderem Zusammenhang nichts zu �ndern. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers kann nicht gesagt werden, dass sich das Kantonsgericht ausschliesslich auf die Aussagen der Beschwerdegegnerin st�tzte. Bei zweifelhafter Beweislage ist eine gerichtliche Beurteilung grunds�tzlich angebracht. Die Einstellung kann sich indes rechtfertigen, soweit unter Einbezug der gesamten Umst�nde eine Verurteilung als von vornherein unwahrscheinlich erscheint. Da im vorliegenden Verfahren keinerlei weitere Beweisergebnisse erwartet werden k�nnen, trifft dies auf den vorliegenden Fall zu. Das Kantonsgericht hat deshalb kein Bundesrecht verletzt, wenn es die Einstellung in diesem Punkt gest�tzt auf Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO best�tigte.
5.3 Der Beschwerdef�hrer bringt weiter vor, der Tatbestand der Drohung sei �berdies durch die halsbrecherische Fahrt der Beschwerdegegnerin als solcher erf�llt. Eine schwere Drohung im Sinne von Art. 180 StGB k�nne nicht nur durch Worte, sondern auch durch ein entsprechendes Verhalten zum Ausdruck kommen.
Die Tathandlung der schweren Drohung besteht in der Ank�ndigung eines k�nftigen �bels, das Schrecken oder Angst erzeugt. Diese Ank�ndigung kann durch Worte oder entsprechende Gesten zum Ausdruck kommen (vgl. Delnon/R�dy, Basler StGB-Kommentar, 2. Auflage, 2007, Art. 180 N. 12 ff.). Im vorliegenden Fall kann in der Fahrt als solcher, auch wenn sie halsbrecherisch gewesen sein soll, keine Ank�ndigung eines �bels gem�ss Art. 180 StGB erblickt werden.
5.4 Es ergibt sich zusammenfassend, dass auch die Einstellung des Verfahrens hinsichtlich des Tatbestands der Drohung nach Art. 180 StGB vor Art. 319 Abs. 1 StGB standh�lt.
Demnach ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Mangels Stellungnahme steht der Beschwerdegegnerin keine Parteientsch�digung zu.