Source: https://www.datenanfragen.de/blog/musterbrief-dsgvo-werbewiderspruch/
Timestamp: 2020-01-26 17:42:24
Document Index: 48827546

Matched Legal Cases: ['Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 21', 'Art. 6', 'Art. 9', 'Art. 12', 'Art. 21']

Musterbrief für den Werbewiderspruch nach Art. 21 Abs. 2 DSGVO · Datenanfragen.de
Musterbrief für den Werbewiderspruch nach Art. 21 Abs. 2 DSGVO
Werbung wirkt heutzutage allgegenwärtig: Kaum öffnet man den Briefkasten oder das E-Mail-Postfach, erwartet einen in der Regel eine Reihe an Schreiben von Unternehmen, die ihre Produkte anpreisen wollen. Nicht selten auch persönlich an einen selbst adressiert.
Als Rechtsgrundlage berufen sich diese Unternehmen dabei häufig auf ihr „berechtigtes Interesse“ oder auf eine Einwilligung – gerne auch weit hinten in einem Vertrag zu einem eigentlich ganz anderen Thema.
Zum Glück musst Du Dir das nicht gefallen lassen. Nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hast Du ein Recht auf Widerspruch gegen Direktwerbung. Dieses Recht legt Art. 21 Abs. 2 DSGVO ganz unmissverständlich fest. Den Widerspruch darfst Du auch erheben, wenn Du in der Vergangenheit eine Einwilligung für Direktwerbung erteilt hast.
Sobald Du den Widerspruch erhoben hast, darf das entsprechende Unternehmen Deine personenbezogenen Daten nicht mehr für Direktwerbung verwenden.
Die DSGVO bietet Dir sogar noch eine Reihe weiterer Rechte. Mehr dazu findest Du in unserem Artikel zu Deinen DSGVO-Rechten.
Grundsätzlich stellt die DSGVO keine Erfordernisse daran, wie Du den Widerspruch einzulegen hast. Das heißt, dass Du grundsätzlich einfach ein formloses Schreiben aufsetzen und das an den Verantwortlichen schicken kannst. Es würde sogar ein Anruf genügen.
Wir empfehlen Dir aber trotzdem die Schriftform, allein schon damit Du später im Zweifelsfall einfacher nachweisen kannst, dass Du tatsächlich Widerspruch eingelegt hast. Und während Du zwar auch einfach informell schreiben könntest, dass Du Direktwerbung widersprichst, würden wir Dir zu einer formelleren Anfrage raten, die sich auf die konkreten Rechtsvorschriften bezieht. Dadurch stellst Du sicher, dass sich der Verantwortliche nicht herausreden kann.
Damit Du dieses Schreiben nicht selbst aufsetzen musst, haben wir ein Musterschreiben vorbereitet, das Du einfach übernehmen und für Deine Zwecke anpassen kannst.
Hier ist also unser Musterschreiben für den Werbewiderspruch nach Art. 21 Abs. 2 DSGVO. Die Daten in geschweiften Klammern musst Du noch ausfüllen.
ich lege hiermit Widerspruch gegen die Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten für Direktwerbung gemäß Art. 21 Abs. 2 DSGVO ein. Der Widerspruch betrifft auch Profiling, soweit es mit Direktwerbung in Verbindung steht.
Sollte ich eine Einwilligung zur Verarbeitung meiner Daten für Direktwerbung (bspw. nach Art. 6 Abs. 1 Buchstabe a oder Art. 9 Abs. 2 DSGVO) erteilt haben, widerrufe ich diese hiermit.
Nach Art. 12 Abs. 3 DSGVO haben Sie mir meinen Widerspruch unverzüglich, spätestens aber innerhalb eines Monats nach Eingang des Antrags, zu bestätigen.
Hier Deine Daten zur Identifikation einfügen. Das sind – je nach Art der Werbung – in der Regel Angaben wie Dein Name und Deine Adresse oder Deine E-Mail-Adresse.
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Das Schreiben schickst Du an das Unternehmen, das Dir die Werbung geschickt hat. Wenn diese eine_n Datenschutzbeauftrage_n hat, empfiehlt es sich, das Schreiben immer direkt an diese Person zu adressieren. Datenschutzbeauftragte sind nämlich nicht nur besonders geschult, sondern müssen Dein Anliegen auch vertraulich behandeln.
am 2019-10-24 um 14:59
veröffentlicht unter: CC0 1.0 Universell Public Domain Dedication Musterbrief für den Werbewiderspruch nach Art. 21 Abs. 2 DSGVO
Titelfoto angepasst nach: „person standing beside wall during daytime“ von Jonalyn San Diego (Unsplash-Lizenz)