Source: https://www.rechtslupe.de/wirtschaftsrecht/kapitalanlagerecht/verzugszinsen-trotz-zahlungsverbot-der-bafin-361133
Timestamp: 2020-02-26 01:33:26
Document Index: 13354545

Matched Legal Cases: ['§ 46', '§ 46', '§ 275', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', 'Art. 2', 'Art. 17', '§ 46', '§ 46', '§ 69', '§ 89', '§ 47', '§ 46', '§ 21', '§ 46', '§ 46', '§ 1382', '§ 1613', '§ 2331', 'Art. 2', 'Art. 14', 'Art 16', 'Art.20', 'Art.19', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 135', '§ 275', '§ 69', '§ 89', '§ 767', '§ 69', '§ 287', 'Art. 25', '§ 47', '§ 47', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 21', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 5', '§ 46', '§ 89', '§ 15', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 12', '§ 13', '§ 48', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 5', '§ 270', '§ 46', '§ 94', '§ 21', '§ 129', '§ 46', '§ 43', '§ 46', '§ 1', '§ 41', '§ 43', '§ 46', '§ 46', '§ 41', '§ 32', '§ 38', '§ 46', '§ 41', '§ 43', '§ 275', '§ 280', '§ 286', '§ 280', '§ 561', '§ 286', '§ 280', '§ 276', '§ 280', '§ 280', '§ 276', '§ 46', '§ 133', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 69', 'BGH', '§ 271', '§ 271', '§ 271', '§ 46', 'Art. 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 46', '§ 46', 'BGH', 'BGH', '§ 35', '§ 38', '§ 46', '§ 275', '§ 286', '§ 275', '§ 275', '§ 275', 'BGH', '§ 46', '§ 46', '§ 21', '§ 106', '§ 69', '§ 89', '§ 89', '§ 15', '§ 89', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 46', '§ 270', '§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 46', 'BGH', '§ 46', '§ 41', '§ 43', '§ 45', '§ 41', '§ 45', '§ 46', '§ 275', '§ 286', '§ 275', '§ 275', '§ 46', '§ 46', '§ 275', '§ 46', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Ver­zugs­zin­sen trotz Zah­lungs­ver­bot der BAFin | Rechtslupe
Ver­zugs­zin­sen trotz Zah­lungs­ver­bot der BAFin
Ein von der Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht erlas­se­nes vor­über­ge­hen­des Zah­lungs­ver­bot nach § 46a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KWG in der bis zum 31. Dezem­ber 2010 gel­ten­den Fas­sung, das seit dem 1. Janu­ar 2011 mit ledig­lich modi­fi­zier­ten Ein­griffs­vor­aus­set­zun­gen in § 46 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG gere­gelt ist, ent­fal­tet kei­ne Stun­dungs­wir­kung. Die Anord­nung des Zah­lungs­ver­bots führt nur zu einem vor­über­ge­hen­den Leis­tungs­hin­der­nis für die Erfül­lung der Zah­lungs­an­sprü­che der Gläu­bi­ger ana­log § 275 Abs. 1 BGB. Das erlaubt die Gel­tend­ma­chung von Ver­zugs­zins­an­sprü­chen für die Dau­er des Zah­lungs­ver­bots.
Nach § 46a Abs. 1 Satz 1 KWG aF konn­te die BaFin bei bestehen­der Insol­venz­ge­fahr zur Ver­mei­dung eines Insol­venz­ver­fah­rens vor­über­ge­hend ein Ver­äu­ße­rungs- und Zah­lungs­ver­bot an ein Kre­dit­in­sti­tut erlas­sen (Nr. 1), die Schlie­ßung des Insti­tuts für den Ver­kehr mit der Kund­schaft anord­nen (Nr. 2) sowie die Ent­ge­gen­nah­me von Zah­lun­gen ver­bie­ten (Nr. 3), sofern nach § 46 Abs. 1 Satz 1 KWG aF ent­we­der die Erfül­lung der Ver­pflich­tun­gen des Kre­dit­in­sti­tuts gegen­über sei­nen Gläu­bi­gern gefähr­det war oder Zwei­fel an einer wirk­sa­men Auf­sicht bestan­den. Die zivil­recht­li­chen Wir­kun­gen des Zah­lungs­ver­bots nach § 46a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KWG aF, das seit dem 1.01.2011 mit ledig­lich modi­fi­zier­ten Ein­griffs­vor­aus­set­zun­gen in § 46 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG nF gere­gelt ist (Art. 2 Nr. 10, Nr. 11, Art. 17 Satz 2 des Restruk­tu­rie­rungs­ge­set­zes 1), für die Fäl­lig­keit der gegen das Kre­dit­in­sti­tut gerich­te­ten For­de­run­gen wer­den in Recht­spre­chung und Lite­ra­tur unter­schied­lich beur­teilt.
Die ganz über­wie­gen­de Auf­fas­sung in der Lite­ra­tur geht davon aus, das Zah­lungs­ver­bot nach § 46a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KWG aF sei ein pri­vat­rechts­ge­stal­ten­der Ver­wal­tungs­akt, der die Stun­dung sämt­li­cher gegen das Kre­dit­in­sti­tut gerich­te­ter For­de­run­gen bewir­ke. Ansprü­che der Gläu­bi­ger sei­en daher wäh­rend der Dau­er des Zah­lungs­ver­bots nicht fäl­lig; Sekun­där­an­sprü­che man­gels Fäl­lig­keit aus­ge­schlos­sen 2. Dabei stützt sich die herr­schen­de Auf­fas­sung maß­geb­lich auf die Begrün­dung des Berichts des Finanz­aus­schus­ses zu § 46a KWG aF 3 und die Begrün­dung des Regie­rungs­ent­wurfs zum Vier­ten Finanz­markt­för­de­rungs­ge­setz 4. Zudem wird dar­auf ver­wie­sen, dass bereits das Reichs­ge­richt in sei­ner Ent­schei­dung vom 22.01.1926 5 für die Par­al­lel­re­ge­lung im Ver­si­che­rungs­auf­sichts­recht nach § 69 VAG aF (§ 89 Abs. 1 Satz 2 VAG nF) ange­nom­men habe, das Zah­lungs­ver­bot bedeu­te eine von der zustän­di­gen Behör­de bewil­lig­te Stun­dung 6.
Dem­ge­gen­über lehnt die Gegen­auf­fas­sung, der sich das Land­ge­richt ange­schlos­sen hat 7, eine Stun­dung im Wesent­li­chen unter Hin­weis auf den Geset­zes­wort­laut, die nur knap­pe Erwäh­nung einer Stun­dungs­wir­kung in den Geset­zes­ma­te­ria­li­en, Wer­tungs­ge­sichts­punk­te und den sys­te­ma­ti­schen Ver­gleich der Vor­schrift mit § 47 KWG ab 8. Gegen eine Stun­dungs­wir­kung spre­che zudem ein Ver­gleich mit insol­venz­recht­li­chen Vor­schrif­ten, ins­be­son­de­re mit den § 46a KWG aF funk­tio­nal ent­spre­chen­den Siche­rungs­maß­nah­men im Insol­venz­eröff­nungs­ver­fah­ren gemäß § 21 InsO 9. Das Zah­lungs­ver­bot stel­le daher nur ein vor­über­ge­hen­des Hin­der­nis für die Erfül­lung der Zah­lungs­pflich­ten des Kre­dit­in­sti­tuts dar. Ver­zö­ge­rungs­schä­den sei­en ersatz­fä­hig, sofern das Kre­dit­in­sti­tut den Erlass des Ver­bo­tes zu ver­tre­ten habe 10.
Die letzt­ge­nann­te Auf­fas­sung trifft zu. Einer Stun­dungs­wir­kung steht unter Berück­sich­ti­gung der Tat­sa­che, dass eine durch Ver­wal­tungs­akt bewirk­te Stun­dung einen Ein­griff in Gläu­bi­ger­rech­te dar­stellt, maß­geb­lich der Wort­laut des § 46a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KWG aF, aber auch die Geset­zes­sys­te­ma­tik ent­ge­gen. Eine Stun­dungs­wir­kung kann ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Beru­fungs­ge­richts weder allein auf die Geset­zes­ma­te­ria­li­en zu § 46a KWG aF noch auf Sinn und Zweck der Rege­lung gestützt wer­den.
Eine Stun­dung bewirkt nach all­ge­mei­nem Ver­ständ­nis das Hin­aus­schie­ben der durch Par­tei­ver­ein­ba­rung oder durch Gesetz bestimm­ten Fäl­lig­keits­zeit­punk­te 11. Sie kommt im Regel­fall durch Par­tei­ver­ein­ba­rung zustan­de, kann aber auch – wie das Beru­fungs­ge­richt im Ansatz zu Recht erkannt hat durch Gesetz, durch Rich­ter­spruch (§ 1382, § 1613 Abs. 3, § 2331a BGB) oder durch pri­vat­rechts­ge­stal­ten­den Ver­wal­tungs­akt ange­ord­net wer­den 12. Jedoch bedarf eine hoheit­lich ange­ord­ne­te Stun­dung, wie das Beru­fungs­ge­richt nicht aus­rei­chend berück­sich­tigt hat, einer beson­de­ren Legi­ti­ma­ti­on, da pri­va­te Rechts­ver­hält­nis­se "von hoher Hand" gere­gelt wer­den 13. Dies gilt nach dem Grund­satz des Geset­zes­vor­be­halts ins­be­son­de­re dann, wenn – wie hier in Rede steht – durch pri­vat­rechts­ge­stal­ten­den Ver­wal­tungs­akt, der nicht nur beein­flus­send für das Pri­vat­recht wirkt, final auf bestehen­de pri­vat­recht­li­che Ver­ein­ba­run­gen "durch­ge­grif­fen" wird und ver­trag­lich begrün­de­te Rech­te und Pflich­ten abge­än­dert wer­den 14.
Die hoheit­li­che Anord­nung einer Stun­dung ver­kürzt ein­fach­ge­setz­li­che Gläu­bi­ger­rech­te in schwer­wie­gen­de­rer Wei­se als eine blo­ße zeit­wei­li­ge Undurch­setz­bar­keit fäl­li­ger For­de­run­gen. Denn sie ändert dar­über hin­aus die ver­ein­bar­te Leis­tungs­zeit ab und schließt die spä­te­re Gel­tend­ma­chung von Ver­zugs­schä­den aus, obwohl die Kun­den des Kre­dit­in­sti­tuts für des­sen Schief­la­ge kei­ne Ver­an­las­sung gege­ben haben. Sie stellt damit zugleich einen recht­fer­ti­gungs­be­dürf­ti­gen Ein­griff in die grund­recht­lich geschütz­te Pri­vat­au­to­no­mie (Art. 2 Abs. 1 GG), aber auch in die ver­fas­sungs­recht­lich gewähr­leis­te­te Eigen­tums­frei­heit (Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG) dar 15. Die Eigen­tums­ga­ran­tie schützt zwar nicht das Ver­mö­gen als sol­ches. Dem Schutz­be­reich unter­fal­len aber For­de­run­gen und ver­mö­gens­wer­te Ansprü­che des Pri­vat­rechts aller Art 16.
Eine durch pri­vat­rechts­ge­stal­ten­den Ver­wal­tungs­akt bewirk­te Stun­dung ver­lang­te daher wie jeder ande­re Ver­wal­tungs­akt im Bereich der Ein­griffs­ver­wal­tung eine den Anfor­de­run­gen des Bestimmt­heits­grund­sat­zes (Art.20 Abs. 3 GG) genü­gen­de, kla­re gesetz­li­che Ermäch­ti­gungs­grund­la­ge 17. Dass sich die Klä­ge­rin als juris­ti­sche Per­son des öffent­li­chen Rechts nach Art.19 Abs. 3 GG nicht auf den Schutz der in Rede ste­hen­den Grund­rech­te beru­fen kann 18, ist inso­weit ohne Belang. Denn ob § 46a KWG aF eine den Bestimmt­heits­an­for­de­run­gen genü­gen­de Ermäch­ti­gungs­grund­la­ge für die Annah­me einer durch pri­vat­rechts­ge­stal­ten­den Ver­wal­tungs­akt bewirk­ten Stun­dung dar­stellt, kann nur ein­heit­lich für sämt­li­che, pri­va­te wie öffent­lich­recht­li­che, Gläu­bi­ger beur­teilt wer­den.
Vor­aus­set­zung für die Annah­me einer Stun­dung wäre danach, dass § 46a KWG aF als ermäch­ti­gen­des Gesetz nicht nur Inhalt, Gegen­stand und Zweck, son­dern – was die Revi­si­ons­er­wi­de­rung ver­kennt – auch die Stun­dungs­wir­kung als Aus­maß des Zah­lungs­ver­bots hin­rei­chend bestimm­te 19. Aus der ermäch­ti­gen­den Norm muss sich zwar nicht aus­drück­lich erge­ben, ob und inwie­weit in den Rechts­kreis des Ein­zel­nen ein­ge­grif­fen wird. Anwen­dungs­be­reich und Reich­wei­te der Norm müs­sen aber in zumut­ba­rer Wei­se erkenn­bar sein und sich im Wege der Aus­le­gung mit Hil­fe aner­kann­ter Aus­le­gungs­re­geln fest­stel­len las­sen 20. Maß­ge­bend ist dabei der in der Norm zum Aus­druck kom­men­de objek­ti­vier­te Wil­le des Gesetz­ge­bers, so wie er sich aus dem Wort­laut und dem Sinn­zu­sam­men­hang, in den die­se hin­ein­ge­stellt ist, unter Her­an­zie­hung der Ent­ste­hungs­ge­schich­te ergibt 21.
Gemes­sen hier­an begeg­net die Annah­me, dem Zah­lungs­ver­bot nach § 46a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KWG aF kom­me pri­vat­rechts­ge­stal­ten­de Stun­dungs­wir­kung zu, durch­grei­fen­den recht­li­chen Beden­ken.
Eine durch das Zah­lungs­ver­bot bewirk­te Stun­dung sämt­li­cher gegen die Schuld­ne­rin gerich­te­ter For­de­run­gen fin­det im Wort­laut des § 46a KWG aF kei­ne Stüt­ze 22.
§ 46a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KWG aF ermäch­tigt die BaFin, wie bereits aus­ge­führt, ledig­lich dazu, dem in Schief­la­ge gera­te­nen Kre­dit­in­sti­tut bei bestehen­der Insol­venz­ge­fahr vor­über­ge­hend die Vor­nah­me von Zah­lun­gen zu ver­bie­ten, um ein Insol­venz­ver­fah­ren zu ver­mei­den. Dem­ge­gen­über ist von der Rechts­fol­ge einer Stun­dung als Aus­maß des Zah­lungs­ver­bots eben­so wenig die Rede wie von einer Befug­nis der BaFin, ver­trags­än­dernd in die Rechts­be­zie­hun­gen zwi­schen dem Kre­dit­in­sti­tut und sei­nen Gläu­bi­gern ein­zu­grei­fen. § 46a KWG aF erwähnt den Begriff der "Stun­dung" weder aus­drück­lich noch wird auf eine Stun­dungs­wir­kung durch die Ver­wen­dung ver­gleich­ba­rer Begrif­fe wie etwa einen durch das Zah­lungs­ver­bot bewirk­ten "Zah­lungs­auf­schub" oder eine damit ver­bun­de­ne "Aus­set­zung fäl­li­ger Leis­tun­gen" hin­ge­wie­sen 23.
Viel­mehr sind die zivil­recht­li­chen Fol­gen in § 46a Abs. 1 Satz 5 KWG aF (§ 46 Abs. 2 Satz 5 KWG nF) ledig­lich inso­weit gere­gelt, als dass Zwangs­voll­stre­ckun­gen, Arres­te und einst­wei­li­ge Ver­fü­gun­gen in das Ver­mö­gen des Insti­tuts wäh­rend der Dau­er der Maß­nah­men nach § 46a KWG aF unzu­läs­sig sind. Für die Kun­den des Kre­dit­in­sti­tuts – wie die Klä­ge­rin – ist damit zwar ersicht­lich, dass dem Kre­dit­in­sti­tut eine "Ver­schnauf­pau­se" gewährt wer­den soll und die Anord­nung des Zah­lungs­ver­bots ein vor­über­ge­hen­des Hin­der­nis für die Ver­trags­er­fül­lung dar­stellt. Dass zugleich in bestehen­de Leis­tungs­zeit­be­stim­mun­gen ein­ge­grif­fen wird, geht aber aus der Vor­schrift nicht ansatz­wei­se her­vor. Ins­be­son­de­re kann aus der blo­ßen Anord­nung eines Zah­lungs­ver­bots in der Kri­se, das der Ver­mei­dung der Insol­venz die­nen soll, nicht ohne wei­te­res auf die hoheit­li­che Bewil­li­gung einer Stun­dung geschlos­sen wer­den, die Ver­zugs­schä­den selbst im Fal­le der Gesun­dung des Kre­dit­in­sti­tuts oder im Fall des Schei­terns der Sanie­rungs­ver­hand­lun­gen aus­schließt.
Auch lässt sich eine ipso jure ein­tre­ten­de Stun­dungs­wir­kung im Unter­schied zu den Rechts­fol­gen einer gegen das Ver­äu­ße­rungs- und Zah­lungs­ver­bot ver­sto­ßen­den Ver­fü­gung, die nach §§ 135, 136 BGB rela­tiv unwirk­sam sein soll 24, gera­de nicht aus all­ge­mei­nen Vor­schrif­ten oder Rechts­grund­sät­zen ablei­ten. Viel­mehr ent­spricht es den Regeln des all­ge­mei­nen Leis­tungs­stö­rungs­rechts, dass ein vor­über­ge­hen­des Leis­tungs­hin­der­nis wie ein mit Zwangs­geld­an­dro­hun­gen ver­knüpf­tes behörd­li­ches Ver­bot 25 den Schuld­ner ledig­lich zeit­wei­lig ana­log § 275 BGB von sei­ner Leis­tungs­pflicht befreit, er aber auf Ersatz des Ver­zö­ge­rungs­scha­dens haf­tet, sofern er das Leis­tungs­hin­der­nis zu ver­tre­ten hat 26.
Zwar hat das Reichs­ge­richt für die Par­al­lel­vor­schrift des § 69 VAG aF (§ 89 Abs. 1 Satz 2 VAG nF) Gegen­tei­li­ges ange­nom­men und im Rah­men einer Voll­stre­ckungs­ab­wehr­kla­ge (§ 767 ZPO) ent­schie­den, das Zah­lungs­ver­bot sei zugleich eine im gesetz­lich geord­ne­ten Ver­fah­ren bewil­lig­te Stun­dung 27. Dem kann aber nicht gefolgt wer­den, soweit damit tat­säch­lich eine Stun­dung im Rechts­sin­ne gemeint war, die zum Hin­aus­schie­ben der Fäl­lig­keit führt und nicht nur ein behörd­lich gewähr­ter, mate­ri­ell­recht­lich wir­ken­der Voll­stre­ckungs­ein­wand. Das Reichs­ge­richt hat aus­ge­führt, das Zah­lungs­ver­bot ver­bie­te dem Schuld­ner zu zah­len und dem Gläu­bi­ger zu for­dern. Hier­aus hat es zunächst den zutref­fen­den Schluss gezo­gen, dass sich der Schuld­ner, sofern der Gläu­bi­ger den­noch for­de­re, auf das Zah­lungs­ver­bot beru­fen kön­ne, weil die­ses einer Ver­ur­tei­lung zur sofor­ti­gen Zah­lung ent­ge­gen­ste­he. Sodann hat es jedoch ohne wei­ter­ge­hen­de Begrün­dung ange­nom­men, das Zah­lungs­ver­bot bedeu­te eine behörd­lich bewil­lig­te Stun­dung. Dabei hat es eine Stun­dung dog­ma­tisch nicht über­zeu­gend vor­aus­ge­setzt, ohne sich mit der aus dem Leis­tungs­stö­rungs­recht fol­gen­den Ein­ord­nung des behörd­li­chen Ver­bots als mate­ri­ell­recht­li­ches Leis­tungs­hin­der­nis zu befas­sen 28. Das über­zeugt umso weni­ger als das Reichs­ge­richt in einer frü­he­ren Ent­schei­dung selbst davon aus­ge­gan­gen ist, ein nach Ver­zugs­ein­tritt erlas­se­nes Zah­lungs­ver­bot nach § 69 VAG aF stel­le ein vor­über­ge­hen­des Leis­tungs­hin­der­nis dar, für das der Schuld­ner gemäß § 287 BGB ver­schul­dens­un­ab­hän­gig ein­zu­ste­hen habe 29.
Gegen die Annah­me einer Stun­dungs­wir­kung bestehen auch geset­zes­sys­te­ma­ti­sche Ein­wän­de.
Die Stun­dungs­wir­kung ist in ande­ren Vor­schrif­ten, die nach ein­hel­li­ger Ansicht zu einer hoheit­lich ange­ord­ne­ten Stun­dung ermäch­ti­gen, ein­deu­tig bestimmt. Das gilt etwa für Art. 25 Abs. 7 Satz 1 EV 30, vor allem aber für die Ver­ord­nungs­er­mäch­ti­gung des § 47 KWG.
In § 47 Abs. 1 Nr. 1 KWG hat der Gesetz­ge­ber – anders als in § 46a KWG aF – expli­zit gere­gelt, dass die Bun­des­re­gie­rung durch Rechts­ver­ord­nung einem Kre­dit­in­sti­tut einen Auf­schub für die Erfül­lung sei­ner Ver­bind­lich­kei­ten gewäh­ren kann. Auch wird die Bun­des­re­gie­rung in Abs. 3 der Vor­schrift aus­drück­lich dazu ermäch­tigt, die Rechts­fol­gen zu bestim­men, die sich hier­durch für Fris­ten und Ter­mi­ne auf dem Gebiet des Bür­ger­li­chen Rechts erge­ben. Das Beru­fungs­ge­richt geht zwar zutref­fend davon aus, dass die Dis­kre­panz zwi­schen bei­den Vor­schrif­ten allein nicht zwin­gend gegen eine Stun­dungs­wir­kung spricht 31. Jedoch berück­sich­tigt das Beru­fungs­ge­richt, indem es den Unter­schied zwi­schen bei­den Vor­schrif­ten mit einer blo­ßen Rege­lungs­un­ge­nau­ig­keit des Gesetz­ge­bers zu erklä­ren ver­sucht, nicht hin­rei­chend, dass der unter­schied­li­chen Fas­sung bei­der Bestim­mun­gen auf Grund der Iden­ti­tät der in Rede ste­hen­den Streit­fra­ge erheb­li­ches Gewicht für die Aus­le­gung des in § 46a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KWG aF gere­gel­ten Zah­lungs­ver­bots zukommt 32.
Gegen eine geset­zes­im­ma­nen­te Stun­dungs­wir­kung des Zah­lungs­ver­bots nach § 46a KWG aF spricht zudem der sys­te­ma­ti­sche Ver­gleich mit dem all­ge­mei­nen Ver­fü­gungs­ver­bot im Insol­venz­eröff­nungs­ver­fah­ren, § 21 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 InsO. Das insol­venz­recht­li­che Ver­fü­gungs­ver­bot zielt in ver­gleich­ba­rer Wei­se wie das Zah­lungs­ver­bot nach § 46a KWG aF dar­auf ab, ver­blie­be­ne Ver­mö­gens­wer­te im Vor­feld der Insol­venz zu sichern, wäh­rend geprüft wird, ob eine Liqui­da­ti­on nötig ist 33. Das all­ge­mei­ne Ver­fü­gungs­ver­bot greift jedoch nicht ver­trags­än­dernd in die bestehen­den schuld­recht­li­chen Ver­hält­nis­se ein, son­dern beschränkt nur die Durch­setz­bar­keit zu Las­ten der ver­blie­be­nen Mas­se 34.
Nicht gefolgt wer­den kann dem Beru­fungs­ge­richt auch, soweit es eine Stun­dungs­wir­kung trotz gram­ma­ti­ka­li­scher und sys­te­ma­ti­scher Beden­ken maß­geb­lich auf die in den Geset­zes­ma­te­ria­li­en zu § 46a KWG aF und zum Vier­ten Finanz­markt­för­de­rungs­ge­setz nie­der­ge­leg­ten Vor­stel­lun­gen gestützt hat.
Aller­dings ist dem Beru­fungs­ge­richt zuzu­ge­ben, dass es sowohl im Bericht des Finanz­aus­schus­ses des Bun­des­tags, auf des­sen Vor­schlag § 46a KWG aF zurück­geht 3, als auch in der Begrün­dung des Regie­rungs­ent­wurfs zur Ände­rung des § 5 EAEG durch das Vier­te Finanz­markt­för­de­rungs­ge­setz 4 heißt, das Ver­äu­ße­rungs- und Zah­lungs­ver­bot habe die "Wir­kung einer Stun­dung". Zudem lässt sich die Ent­ste­hungs­ge­schich­te für eine Stun­dungs­wir­kung inso­weit ins Feld füh­ren, als das Zah­lungs­ver­bot nach § 46a KWG aF in Anleh­nung an die Par­al­lel­re­ge­lun­gen in § 89 Abs. 1 Satz 2 VAG, § 15 Satz 1 BSpkG 35 geschaf­fen wur­de, für die in der Lite­ra­tur bereits damals – zurück­ge­hend auf die Recht­spre­chung des Reichs­ge­richts 36 – eine Stun­dungs­wir­kung weit­hin aner­kannt war 37.
Die nur knap­pe Erwäh­nung der Stun­dungs­wir­kung im Bericht des Finanz­aus­schus­ses läßt bei nähe­rer Betrach­tung aber schon kei­ne ein­deu­ti­gen Rück­schlüs­se dar­auf zu, wie der his­to­ri­sche Gesetz­ge­ber die zivil­recht­li­chen Wir­kun­gen des Zah­lungs­ver­bots für die Fäl­lig­keit bestehen­der For­de­run­gen ver­stan­den wis­sen woll­te.
In dem Bericht des Finanz­aus­schus­ses heißt es ohne wei­ter­ge­hen­de Begrün­dung ledig­lich, Ziel des Ver­äu­ße­rungs- und Zah­lungs­ver­bots, das die Wir­kung einer Stun­dung habe, sei es, für einen begrenz­ten Zeit­raum bis zum Abschluss von Stüt­zungs­maß­nah­men oder bis zur Kon­kurs­er­öff­nung zu ver­hin­dern, dass ein­zel­ne Gläu­bi­ger auf Kos­ten der übri­gen Gläu­bi­ger befrie­digt oder Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de ver­äu­ßert wer­den 3. Anders als die Revi­si­ons­be­grün­dung meint, kann zwar aus der blo­ßen Wahl der For­mu­lie­rung, das Zah­lungs­ver­bot habe die "Wir­kung einer Stun­dung", nichts Ent­schei­den­des gegen den gesetz­ge­be­ri­schen Wil­len abge­lei­tet wer­den, die Auf­sichts­be­hör­de zur Anord­nung einer Stun­dung im Rechts­sin­ne zu ermäch­ti­gen. Aller­dings bestehen auf Grund der engen Ver­knüp­fung der Stun­dungs­wir­kung mit dem Ziel des Ver­äu­ße­rungs- und Zah­lungs­ver­bots, eine bevor­zug­te Befrie­di­gung ein­zel­ner Gläu­bi­ger zu ver­hin­dern, Zwei­fel, ob wirk­lich eine Stun­dung im Rechts­sin­ne gewollt war, die Fäl­lig­keits­ab­re­den abän­dert, oder ob damit nur zum Aus­druck gebracht wer­den soll­te, dass das Kre­dit­in­sti­tut einst­wei­len von der Erfül­lung sämt­li­cher Zah­lungs­pflich­ten befreit ist. Den beab­sich­tig­ten Liqui­di­täts­schutz gewährt das Zah­lungs­ver­bot auch dann, wenn man ledig­lich von einem zeit­wei­li­gen Erfül­lungs- und Voll­stre­ckungs­hin­der­nis aus­geht 38. Gegen eine beab­sich­tig­te Stun­dung im Rechts­sin­ne, die eine Haf­tung des Kre­dit­in­sti­tuts für Ver­zö­ge­rungs­schä­den zwangs­läu­fig aus­schlös­se, spricht außer­dem die im Aus­schuss­be­richt nie­der­ge­leg­te Grund­vor­stel­lung, dass im Rah­men der Ein­la­gen­si­che­rung geschütz­te Ein­le­ger durch Maß­nah­men nach § 46a KWG aF zwar recht­lich, nicht aber fak­tisch betrof­fen wer­den soll­ten 39.
Letzt­lich kommt es hier­auf aber nicht ent­schei­dend an. Denn selbst wenn die Ver­fas­ser des Aus­schuss­be­richts eine Stun­dungs­wir­kung im Rechts­sin­ne gewollt haben soll­ten, kann bei der Aus­le­gung des § 46a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KWG aF nicht ent­schei­dend auf ein in der Geset­zes­be­grün­dung nie­der­ge­leg­tes Ver­ständ­nis der Norm abge­stellt wer­den, das – wie hier – kei­nen Nie­der­schlag im Geset­zes­wort­laut gefun­den hat.
Der Ent­ste­hungs­ge­schich­te kommt zwar zur Erfas­sung des objek­ti­ven Wil­lens des Gesetz­ge­bers erheb­li­ches Gewicht zu 40. Es genügt aber nicht, dass sich die Rechts­fol­gen allein der Geset­zes­be­grün­dung ent­neh­men las­sen. Für die Aus­le­gung einer Geset­zes­vor­schrift ist viel­mehr der im Gesetz auch zum Aus­druck gekom­me­ne objek­ti­vier­te Wil­le des Gesetz­ge­bers maß­geb­lich. Nicht ent­schei­dend ist dem­ge­gen­über die blo­ße sub­jek­ti­ve Vor­stel­lung der am Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren betei­lig­ten Orga­ne oder ein­zel­ner ihrer Mit­glie­der über die Bedeu­tung der Bestim­mung, so erhel­lend die Mate­ria­li­en auch für die Sinn­ermitt­lung sein mögen 41.
Die blo­ße Erwäh­nung der Stun­dungs­wir­kung im Bericht des Finanz­aus­schus­ses ist des­we­gen für die Aus­le­gung des § 46a KWG aF nicht maß­ge­bend. Eben­so wenig kommt den ver­gleich­ba­ren Aus­füh­run­gen in der Begrün­dung des Regie­rungs­ent­wurfs zum Vier­ten Finanz­mark­för­de­rungs­ge­setz 4 ent­schei­dungs­er­heb­li­che Bedeu­tung zu. Denn auch die­ser Ansicht hat der Gesetz­ge­ber nicht durch Ände­rung oder Ergän­zung des Kre­dit­we­sen­ge­set­zes objek­tiv Aus­druck ver­lie­hen.
Ent­ge­gen der Annah­me des Beru­fungs­ge­richts lässt des­we­gen auch die Tat­sa­che, dass der Gesetz­ge­ber die zivil­recht­li­chen Fol­gen des Zah­lungs­ver­bots bei der Über­füh­rung des § 46a KWG aF in § 46 KWG nF nicht wei­ter gere­gelt hat, nicht rück­bli­ckend den Schluss zu, der Gesetz­ge­ber habe an einer Stun­dungs­wir­kung trotz feh­len­der ein­deu­ti­ger Rege­lung fest­hal­ten wol­len. Im Übri­gen wen­det die Revi­si­on gegen die­se Schluss­fol­ge­rung des Beru­fungs­ge­richts zutref­fend ein, dass sich aus dem Regie­rungs­ent­wurf zum Restruk­tu­rie­rungs­ge­setz 42 nicht ergibt, dass der Gesetz­ge­ber die herr­schen­de Mei­nung in der Lite­ra­tur trotz expli­zi­ter Rege­lung etwai­ger Beschrän­kun­gen von Gläu­bi­ger­rech­ten in ande­ren Vor­schrif­ten (vgl. § 12 Abs. 1, § 13 Kre­dRe­orgG, § 48g Abs. 7 KWG) fort­schrei­ben woll­te. Die Geset­zes­be­grün­dung ver­hält sich zu den Vor­stel­lun­gen des Gesetz­ge­bers nicht.
Anders als das Beru­fungs­ge­richt gemeint hat, zwingt auch der Geset­zes­zweck nicht zur Annah­me einer Stun­dungs­wir­kung des Zah­lungs­ver­bots 43.
Der gegen­tei­li­gen Argu­men­ta­ti­on steht bereits der Wort­laut der Vor­schrift als äußers­te Schran­ke jeder Aus­le­gung ent­ge­gen 44. Unab­hän­gig davon ist die Annah­me einer Stun­dung nach Sinn und Zweck der Rege­lung nicht zwin­gend.
Dem Kre­dit­in­sti­tut soll durch Anord­nung von Maß­nah­men nach § 46a Abs. 1 KWG aF eine "Ver­schnauf­pau­se" gewährt wer­den, um zur Abwen­dung der Insol­venz ein Sanie­rungs­kon­zept zu erstel­len und die­ses zu ver­wirk­li­chen 45. Insol­ven­zen sol­len nicht voll­stän­dig aus­ge­schlos­sen wer­den, doch soll den betei­lig­ten Wirt­schafts­krei­sen Zeit für Über­le­gun­gen und Maß­nah­men gege­ben wer­den, die einen Scha­den für die Gläu­bi­ger des Kre­dit­in­sti­tuts und die Kre­dit­wirt­schaft mög­lichst gering hal­ten 46. Dem Ver­äu­ße­rungs- und Zah­lungs­ver­bot kommt dabei pri­mär die Funk­ti­on zu, ein wei­te­res finan­zi­el­les "Aus­blu­ten" des Kre­dit­in­sti­tuts durch bevor­zug­te Befrie­di­gung ein­zel­ner Gläu­bi­ger bis zum Abschluss von Sanie­rungs­über­le­gun­gen oder prak­tisch wahr­schein­li­cher bis zur Insol­venz­eröff­nung zu ver­hin­dern 47.
Bei­de Rege­lungs­zwe­cke – Mas­se­si­che­rung und Erstel­lung eines Sanie­rungs­kon­zepts – las­sen sich unab­hän­gig von der Annah­me einer Stun­dungs­wir­kung errei­chen. Ein Liqui­di­täts­ab­fluss wird bereits dadurch ver­hin­dert, dass die fäl­li­gen For­de­run­gen wäh­rend der Dau­er des Zah­lungs­ver­bots nicht durch­setz­bar sind. Der hier­durch bewirk­te einst­wei­li­ge Still­stand gibt zudem Raum für Sanie­rungs­über­le­gun­gen. Dass Sanie­rungs­be­mü­hun­gen über Gebühr erschwert oder gar unmög­lich gemacht wer­den, wenn Ver­zugs­zin­sen und etwai­ge Scha­dens­er­satz­an­sprü­che bei Gesun­dung des Kre­dit­in­sti­tuts zu Las­ten der ver­blie­be­nen Mas­se erfüllt wer­den müs­sen, ist ent­ge­gen der Annah­me des Beru­fungs­ge­richts nicht ersicht­lich 48.
Die Ret­tung eines in Insol­venz­ge­fahr gera­te­nen Kre­dit­in­sti­tuts setzt natur­ge­mäß ein­schnei­den­de Stüt­zungs- und Sanie­rungs­maß­nah­men vor­aus. Wie das Beru­fungs­ge­richt zutref­fend aus­ge­führt hat, sol­len ins­be­son­de­re Groß­gläu­bi­ger wäh­rend der Dau­er der Maß­nah­men nach § 46a Abs. 1 KWG aF prü­fen, ob sie die Insol­venz durch For­de­rungs­ver­zich­te, die Über­nah­me von Geschäfts­an­tei­len oder ande­re geeig­ne­te Maß­nah­men ver­hin­dern wol­len 3. In der­ar­ti­ge Sanie­rungs­über­le­gun­gen kön­nen Zins­an­sprü­che und etwai­ge Scha­dens­er­satz­an­sprü­che, die wäh­rend der Dau­er des Zah­lungs­ver­bots anfal­len, ein­ge­stellt wer­den, soweit sie für die inso­weit erfor­der­li­chen grund­le­gen­den Über­le­gun­gen über­haupt von Rele­vanz sind. Zudem sind die Maß­nah­men nach § 46a KWG aF (§ 46 KWG nF) nur von vor­über­ge­hen­der Natur, sodass das Aus­maß etwai­ger Ver­zö­ge­rungs­schä­den begrenzt ist. Zwar ist die Dau­er von Maß­nah­men nach § 46a KWG aF im Gesetz nicht gere­gelt. Fak­tisch beträgt die Zeit für Sanie­rungs­über­le­gun­gen aber nur sechs Wochen, weil die BaFin den Ent­schä­di­gungs­fall nach § 5 Abs. 1 Satz 2 EAEG spä­tes­tens bin­nen die­ser Frist fest­stel­len muss 49. Schließ­lich zeigt das Schutz­schirm­ver­fah­ren nach § 270b InsO, dass Sanie­rungs­be­mü­hun­gen zur Abwen­dung einer Insol­venz nicht stets durch einen Zah­lungs­auf­schub flan­kiert wer­den, mag ein sol­cher auch wirt­schaft­lich sinn­voll und bei ent­spre­chen­der Rege­lung zuläs­sig sein 50.
Eben­so wenig ist die Annah­me einer Stun­dung nach Sinn und Zweck der Rege­lung gebo­ten, um die Mas­se schmä­lern­de Auf­rech­nun­gen ein­zel­ner Gläu­bi­ger zu ver­hin­dern. Aller­dings bedarf die Streit­fra­ge, ob Auf­rech­nun­gen wäh­rend der Dau­er des Zah­lungs­ver­bots aus­ge­schlos­sen sind, kei­ner abschlie­ßen­den Ent­schei­dung 51.
Jeden­falls stün­de weder der Siche­rungs- noch der Sanie­rungs­zweck des § 46a KWG aF einer Auf­rech­nung ent­ge­gen. Die gegen­tei­li­ge Ansicht über­sieht, dass eine bevor­zug­te, den Grund­sät­zen des Insol­venz­rechts zuwi­der­lau­fen­de Befrie­di­gung ein­zel­ner Gläu­bi­ger nicht zu befürch­ten ist 52. Das Insol­venz­recht pri­vi­le­giert bei Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens bestehen­de Auf­rech­nungs­la­gen (§ 94 InsO) und schließt die Auf­rech­nung selbst bei Anord­nung eines all­ge­mei­nen Ver­fü­gungs­ver­bots im Insol­venz­eröff­nungs­ver­fah­ren nach § 21 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 InsO nicht aus. Etwai­ge die Mas­se schmä­lern­de Auf­rech­nun­gen sind allen­falls nach den §§ 129 ff. InsO anfecht­bar 53. Dass § 46a KWG aF einen wei­ter­ge­hen­de­ren Schutz der Mas­se bezweckt als ein spä­te­res Insol­venz­ver­fah­ren, ist nicht ersicht­lich.
Bei der gebo­te­nen wirt­schaft­li­chen Betrach­tung über­zeugt auch der ver­ein­zelt geäu­ßer­te Ein­wand nicht, ein Auf­rech­nungs­ver­bot sei erfor­der­lich, um Sanie­rungs­be­mü­hun­gen durch For­de­rungs­ver­zich­te von Groß­gläu­bi­gern zu för­dern 54. Gegen­for­de­run­gen, mit denen spä­tes­tens nach Auf­he­bung des Zah­lungs­ver­bots auf­ge­rech­net wer­den könn­te, sind bei der gebo­te­nen wirt­schaft­li­chen Betrach­tung ohne­hin in Sanie­rungs­ver­hand­lun­gen ein­zu­stel­len.
Rechts­feh­ler­haft lässt das Beru­fungs­ge­richt zudem außer Acht, dass eine zu Las­ten der Gläu­bi­ger ange­ord­ne­te ver­ein­ba­rungs­erset­zen­de behörd­li­che Stun­dung die wirk­sa­me Bekannt­ga­be des Zah­lungs­ver­bots an die Gläu­bi­ger nach öffent­lich­recht­li­chen Vor­schrif­ten vor­aus­setz­te, § 43 Abs. 1 Satz 1 VwVfG.
Bekannt­ga­be und Wirk­sam­keit des Zah­lungs­ver­bots beur­tei­len sich man­gels für eine wirk­sa­me Bekannt­ga­be rele­van­ter spe­zi­al­ge­setz­li­cher Vor­schrif­ten im KWG (vgl. § 46d Abs. 2 Satz 3 KWG) gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 1 VwVfG nach den all­ge­mei­nen Regeln der §§ 41, 43 VwVfG 55. Nach § 43 Abs. 1 Satz 1 VwVfG wird ein Ver­wal­tungs­akt einem Betrof­fe­nen gegen­über erst in dem Zeit­punkt wirk­sam, indem er ihm bekannt gege­ben wird 56. Ein Zah­lungs­ver­bot nach § 46a KWG aF (§ 46 KWG nF) wird jedoch nur dem Kre­dit­in­sti­tut als Adres­sa­ten, nicht aber den Gläu­bi­gern bekannt gege­ben 57. Ins­be­son­de­re sieht das KWG eine öffent­li­che Bekannt­ga­be des Zah­lungs­ver­bots nach § 41 Abs. 3 Satz 1 VwVfG im Unter­schied zu den in § 32 Abs. 4, § 38 Abs. 3 KWG gere­gel­ten Fäl­len nicht vor 58. Über den Erlass der Zah­lungs­ver­bo­te nach § 46a KWG aF wird die Öffent­lich­keit zwar so wie auch im Streit­fall gesche­hen auf der Inter­net­sei­te der BaFin unter­rich­tet. Eine wirk­sa­me Bekannt­ga­be nach den Vor­schrif­ten des VwVfG liegt hier­in aber nicht. Hier­für fehlt es schon an einer aus­drück­li­chen Zulas­sung einer öffent­li­chen Bekannt­ga­be im KWG (§ 41 Abs. 3 Satz 1 VwVfG). Außer­dem wird der ver­fü­gen­de Teil des Bescheids, durch den das Zah­lungs­ver­bot erlas­sen wird, im Inter­net nicht bekannt­ge­ge­ben 59.
Das Zah­lungs­ver­bot selbst ist zwar mit Erlass an das betrof­fe­ne Kre­dit­in­sti­tut exis­tent und von die­sem zu beach­ten. Eine dar­über hin­aus­ge­hen­de etwai­ge Stun­dungs­wir­kung kann nach § 43 Abs. 1 Satz 1 VwVfG aber erst mit Bekannt­ga­be an die Gläu­bi­ger als Dritt­be­trof­fe­ne ein­tre­ten 60. Das lässt das Beru­fungs­ge­richt eben­so wie die herr­schen­de Auf­fas­sung in der Lite­ra­tur unbe­ach­tet 61.
Der beklag­te Insol­venz­ver­wal­ter weist zwar zutref­fend dar­auf hin, dass sich ein Dritt­be­trof­fe­ner nach Treu und Glau­ben nicht mehr auf eine feh­len­de Bekannt­ga­be beru­fen kann, sobald er von dem Ver­wal­tungs­akt in ande­rer Wei­se zuver­läs­sig Kennt­nis erlangt hat oder hät­te haben müs­sen 62. Die Ein­wän­de gegen eine pri­vat­rechts­ge­stal­ten­de Stun­dungs­wir­kung des Zah­lungs­ver­bots wer­den hier­durch aber weder dog­ma­tisch befrie­di­gend noch pra­xis­ge­recht auf­ge­löst 63. Denn ein Rück­griff auf Treu und Glau­ben setz­te im Ein­zel­fall Fest­stel­lun­gen zur Kennt­nis oder zum Ken­nen­müs­sen und damit zum Beginn der Stun­dungs­wir­kung vor­aus.
Nach alle­dem wirk­te der Erlass des Zah­lungs­ver­bots man­gels einer gesetz­li­chen Stun­dungs­an­ord­nung ledig­lich wie ande­re behörd­li­che Ver­bo­te von außen auf den Inhalt des Schuld­ver­hält­nis­ses zwi­schen der Klä­ge­rin und der Schuld­ne­rin ein. Die Schuld­ne­rin war danach wäh­rend der Dau­er des Zah­lungs­ver­bots ana­log § 275 Abs. 1 BGB vor­über­ge­hend an der Erfül­lung der Ansprü­che der Klä­ge­rin gehin­dert. Doch befrei­te sie dies wie dar­ge­legt nicht ohne wei­te­res von ihrer Pflicht für die nicht recht­zei­ti­ge Leis­tung ein­zu­ste­hen. Hin­ge­gen haf­tet ein Schuld­ner, der den Ein­tritt eines vor­über­ge­hen­den Leis­tungs­hin­der­nis­ses zu ver­tre­ten hat, für den Ersatz des Ver­zö­ge­rungs­scha­dens, wobei vor­lie­gend dahin­ge­stellt blei­ben kann, ob sich die rich­ti­ge Anspruchs­grund­la­ge bei zutref­fen­der rechts­dog­ma­ti­scher Begrün­dung aus den Regeln des Zah­lungs­ver­zugs gemäß § 280 Abs. 2, § 286 BGB ergibt 64 oder aus § 280 BGB wegen ver­schul­de­ter Unmög­lich­keit 65.
Die Abwei­sung der Kla­ge stellt sich auch nicht aus ande­ren Grün­den als rich­tig dar (§ 561 ZPO). Der gel­tend gemach­te Ver­zugs­zins­an­spruch schei­tert nicht am feh­len­den Ver­schul­den der Schuld­ne­rin gemäß § 286 Abs. 4, § 280 Abs. 1 Satz 2, § 276 BGB bzw. §§ 280, 276 BGB. Der Beklag­te beruft sich ohne Erfolg dar­auf, dass nicht die Schuld­ne­rin, son­dern allein die ame­ri­ka­ni­sche Mut­ter Ver­an­las­sung zum Erlass des Zah­lungs­ver­bots gege­ben habe und sie ohne Erlass des Zah­lungs­ver­bots in der Lage gewe­sen wäre, die ver­trag­li­chen Ansprü­che der Klä­ge­rin zu erfül­len.
Das Ver­schul­den wird gemäß § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB ver­mu­tet, ohne dass sich die Schuld­ne­rin vor­lie­gend ent­las­tet hat. Dabei bedarf es für die Fest­stel­lung des Ver­schul­dens kei­ner umfas­sen­den Bewer­tung des gesam­ten Ver­hal­tens der Schuld­ne­rin zwi­schen Ver­trags­schluss und dem Erlass des Zah­lungs­ver­bots, wie teil­wei­se in der Lite­ra­tur ver­tre­ten wird 66. Viel­mehr ist ent­schei­dend, dass die Grün­de, die zum Erlass des Zah­lungs­ver­bots durch die BaFin geführt haben, in den Risi­ko­be­reich der Schuld­ne­rin fal­len 67. Zwar hat­te das Zah­lungs­ver­bot aus­weis­lich der Begrün­dung des Bescheids – sei­nen Ursprung nicht in einem kon­kre­ten Fehl­ver­hal­ten der Schuld­ne­rin, son­dern in der Ein­lei­tung des Gläu­bi­ger­schutz­ver­fah­rens nach Chap­ter 11 des Bankrupt­cy Codes gegen die ame­ri­ka­ni­sche Mut­ter­ge­sell­schaft. Es wur­de jedoch ver­hängt, weil die Schuld­ne­rin bei Eröff­nung des Gläu­bi­ger­schutz­ver­fah­rens oder bei Anord­nung ver­gleich­ba­rer Maß­nah­men gegen ein sons­ti­ges ver­bun­de­nes Unter­neh­men nicht mehr in der Lage gewe­sen wäre, sich zu refi­nan­zie­ren und ihr des­halb die Zah­lungs­un­fä­hig­keit droh­te. Das stellt die Revi­si­ons­er­wi­de­rung nicht in Abre­de.
Ein Fehl­ver­hal­ten der ame­ri­ka­ni­schen Mut­ter­ge­sell­schaft kann der Schuld­ne­rin zwar nicht zuge­rech­net wer­den. Ein Kre­dit­in­sti­tut hat den Erlass eines Zah­lungs­ver­bots aber nicht nur zu ver­tre­ten, soweit die­ses auf Umstän­den beruht, für wel­che den Orga­nen oder Erfül­lungs­ge­hil­fen per­sön­li­ches Ver­schul­den zur Last fällt (§§ 276, 278 BGB), son­dern dar­über hin­aus auch dann, wenn die zum Erlass des Zah­lungs­ver­bots füh­ren­den Umstän­de dem betrieb­li­chen oder unter­neh­me­ri­schen Risi­ko­be­reich des Kre­dit­in­sti­tuts zuzu­ord­nen sind 68. Dabei fal­len zur Insol­venz füh­ren­de Zah­lungs­schwie­rig­kei­ten sofern sie nicht ledig­lich durch äuße­re Umstän­de bedingt sind grund­sätz­lich in die Risi­ko­sphä­re des Unter­neh­mers 69. So liegt der Fall auch hier. Die Refi­nan­zie­rungs­schwie­rig­kei­ten, die zum Erlass des Zah­lungs­ver­bots gegen­über der Schuld­ne­rin führ­ten, beruh­ten auf der Abhän­gig­keit der Schuld­ne­rin von der wirt­schaft­li­chen Lage mit ihr ver­bun­de­ner Unter­neh­men und damit auf den eige­nen Orga­ni­sa­ti­ons- und Refi­nan­zie­rungs­struk­tu­ren der Schuld­ne­rin. Hier­für hat sie nach all­ge­mei­nen Grund­sät­zen ein­zu­ste­hen.
Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 12. März 2013 – XI ZR 227/​12
BGBl. I 2010, 1900, 1911, 1932[↩]
Koke­moor in Beck/​Samm/​Kokemoor, KWG, Dezem­ber 2009, § 46a Rn. 28 f.; ders., WM 2005, 1881, 1886 f.; Fischer in Schimansky/​Bunte/​Lwowski, Bank­rechts-Hand­buch, 4. Aufl., § 133 Rn.20; ders., EWiR 2012, 709, 710; Haß/​Herweg in Schwennicke/​Auerbach, KWG, § 46a Rn. 22 f., 50; Becker in Reischauer/​Kleinhans, KWG, Erg.Lfg. 6/​09, § 46a Rn. 5; Nirk, KWG, 13. Aufl., S. 64 f.; Pan­nen, Kri­se und Insol­venz bei Kre­dit­in­sti­tu­ten, 3. Aufl., Kap. 1 Rn. 83 ff.; Schaaf, GWR 2012, 188; Schwenk, juris­PR-BKR 6/​2008 Anm. 6; Haug in Szagunn/​Haug/​Ergenzinger, KWG, 6. Aufl., § 46a Rn. 4a; Wil­lem­sen in Luz/​Neus/​Scharpf/​Schneider/​Weber, KWG, § 46a Rn. 10 f.; Zietsch, WM 2007, 954, 956 f.[↩]
BT-Drucks. 7/​4631, S. 8[↩][↩][↩][↩]
BT-Drucks. 14/​8017, S. 141[↩][↩][↩]
RGZ 112, 348, 350 f.[↩]
eben­so RArbG, JW 1933, 796 f.; OLG Stet­tin, Ver­AfP 24, 185, 186; aA KG, JRPV 1931, 30, 31[↩]
LG Frankfurt/​Main, WM 2012, 403[↩]
Lin­de­mann in Boos/­Fi­scher/­Schul­te-Matt­ler, KWG, 4. Aufl., § 46 Rn. 92 ff.; Bin­der, Ban­ken­in­sol­ven­zen im Span­nungs­feld zwi­schen Bank­auf­sichts- und Insol­venz­recht, 2005, S. 314 ff.; ders., EWiR 2012, 295, 296; Gei­er, ZBB 2010, 289, 290; Huber, Die Nor­men des Kre­dit­we­sen­ge­set­zes zur Ver­hin­de­rung einer Bank­in­sol­venz und ihre Aus­wir­kun­gen auf das Giro­ver­hält­nis, 1987, S. 127 ff.; Neef, Ein­la­gen­si­che­rung bei Bank­in­sol­ven­zen, 1980, S.202 f.; Beck, WM 2013, 301, 302 f.; Blank, GWR 2012, 353; Man­fred Ober­mül­ler, Insol­venz­recht in der Bank­pra­xis, 8. Aufl., Rn.01.779 f.; Man­fred Obermüller/​Martin Ober­mül­ler, Köl­ner Schrift zur Insol­venz­ord­nung, 3. Aufl., Kap. 44 Rn. 39 f.[↩]
Bin­der, aaO, S. 315 f.; ders., EWiR 2012, 295, 296; Beck, WM 2013, 301, 302 f.[↩]
Huber, aaO, S. 138 ff.; Neef, aaO, S.202 f.; Bin­der, EWiR 2012, 295, 296; eben­so zu § 69 VAG aF LG Stet­tin, Ver­AfP 23, 121, 123[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 06.04.2000 – IX ZR 2/​98, NJW 2000, 2580, 2582 mwN[↩]
vgl. Palandt/​Grüneberg, BGB, 72. Aufl., § 271 Rn. 12; Münch­Komm-BGB/Krü­ger, 6. Aufl., § 271 Rn. 21; Staudinger/​Bittner, BGB, Neu­be­ar­bei­tung 2009, § 271 Rn. 10[↩]
Gern­hu­ber, HdbSchR, Die Erfül­lung und ihre Sur­ro­ga­te, 2. Aufl., S. 76; vgl. Huber, aaO, S. 132 f.[↩]
zum Begriff Hess. VGH, WM 2009, 1889, 1895; Mans­sen, Pri­vat­rechts­ge­stal­tung durch Hoheits­akt, 1994, S. 7, 22, 24 f., 32, 125, 285[↩]
vgl. Lin­de­mann in Boos/­Fi­scher/­Schul­te-Matt­ler, KWG, 4. Aufl., § 46 Rn. 144; allg. Mans­sen, aaO, S. 125, 229[↩]
vgl. BVerfGE 83, 201, 208 f.; 105, 17, 30, 32; 112, 93, 107 f.; Jarass/​Pieroth, GG, 12. Aufl., Art. 14 Rn. 8 mwN[↩]
allg. Lan­des­so­zi­al­ge­richt NRW, Urteil vom 29.03.2004 – L 3 P 65/​02; Mans­sen, aaO, S. 282, 285; vgl. auch Neef, aaO, S.202; Huber, aaO, S. 132; aA Fischer, EWiR 2012, 709, 710[↩]
vgl. BVerfGE 61, 82, 105[↩]
allg. BVerfGE 8, 274, 325 f.[↩]
vgl. BVerfGE 8, 274, 307; 9, 137, 147; 116, 24, 54; BVerfG, NVwZ 2007, 1172, 1173[↩]
BVerfGE 8, 274, 307; BGH, Urteil vom 30.06.1966 – KZR 5/​65, BGHZ 46, 74, 76; BGH, Beschluss vom 19.04.2012 – I ZB 80/​11, GRUR 2012, 1026 Rn. 30 mwN[↩]
Gei­er, ZBB 2010, 289, 290; Bin­der, EWiR 2012, 295, 296[↩]
vgl. Lin­de­mann in Boos/­Fi­scher/­Schul­te-Matt­ler, KWG, 4. Aufl., § 46 Rn. 90, 92; Huber, aaO, S. 132[↩]
h.M., sie­he nur Koke­moor in Beck/​Samm/​Kokemoor, KWG, Dezem­ber 2009, § 46a Rn. 29 mwN[↩]
vgl. BGH, Urtei­le vom 28.01.1965 – Ia ZR 273/​63, WM 1965, 267, 270 und vom 08.06.1983 – VIII ZR 77/​82, NJW 1983, 2873, 2874; BGH, Urteil vom 15.07.2009 – VIII ZR 217/​06 – zu § 35 Abs. 2, § 38 Abs. 1, § 46 KWG aF[↩]
Neef, aaO, S.202; Huber, aaO, S. 138 ff. i.V.m. S. 76 ff., 94 ff.; allg. zu vor­über­ge­hen­den Leis­tungs­hin­der­nis­sen Palandt/​Grüneberg, BGB, 72. Aufl., § 275 Rn. 10, § 286 Rn. 12; Arnold, JZ 2002, 866, 869; Cana­ris in Fest­schrift für Huber, 2006, S. 143, 145 ff., 162 f.; Münch­Komm-BGB/Ernst, 6. Aufl., § 275 Rn. 134, 146; Löwisch/​Caspers in Stau­din­ger, BGB, Neu­be­ar­bei­tung 2009, § 275 Rn. 46, 48 f.; Medi­cus in Fest­schrift für Held­rich, 2005, S. 347, 353; Unbe­rath in Bamberger/​Roth, Beck­OK-BGB, Stand: 01.03.2011, § 275 Rn. 35, 39[↩]
RGZ 112, 348, 350 f.; RArbG, JW 1933, 796 f.; OLG Stet­tin, Ver­AfP 24, 185, 186; aA KG, JRPV 1931, 30, 31; LG Stet­tin, Ver­AfP 23, 121, 122[↩]
Huber, aaO, S. 127 ff.; Bin­der, Ban­ken­in­sol­ven­zen im Span­nungs­feld zwi­schen Bank­auf­sichts- und Insol­venz­recht, 2005, S. 315; ders., EWiR 2012, 295, 296[↩]
RG, Ver­AfP 23, 115, 116[↩]
dazu BGH, Urteil vom 09.03.1999 – XI ZR 318/​97, WM 1999, 902, 903[↩]
so auch Bin­der, Ban­ken­in­sol­ven­zen im Span­nungs­feld zwi­schen Bank­auf­sichts- und Insol­venz­recht, 2005, S. 314[↩]
so auch Lin­de­mann in Boos/­Fi­scher/­Schul­te-Matt­ler, KWG, 4. Aufl., § 46 Rn. 92; Huber, aaO, S. 133 ff.; Bin­der, EWiR 2012, 295, 296[↩]
Man­fred Ober­mül­ler, Insol­venz­recht in der Bank­pra­xis, 8. Aufl., Rn.01.779 f.; Man­fred Obermüller/​Martin Ober­mül­ler, Köl­ner Schrift zur Insol­venz­ord­nung, 3. Aufl., Kap. 44 Rn. 39 f.; Beck, WM 2013, 301, 302; allg. ins­bes. zum Siche­rungs­zweck: BT-Drucks. 7/​4631, S. 8 – zu § 46a KWG aF; Val­len­der in Uhlenbruck/​Vallender, InsO, 13. Aufl., § 21 Rn. 17; aA RGZ 112, 348, 351 f. für § 106 KO und § 69 VAG aF[↩]
Man­fred Ober­mül­ler, aaO; Beck, aaO; Bin­der, Ban­ken­in­sol­ven­zen im Span­nungs­feld zwi­schen Bank­auf­sichts- und Insol­venz­recht, 2005, S. 315; ders., EWiR 2012, 295, 296[↩]
vgl. Gegen­äu­ße­rung der Bun­des­re­gie­rung zur Stel­lung­nah­me des Bun­des­ra­tes, BT-Drucks. 7/​3657, S. 23[↩]
RGZ 112, 348[↩]
Prölls/​Kollhosser, VAG, 12. Aufl., § 89 Rn. 10; von Ucker­mann in Farny/​Helten/​Koch/​Schmidt, HdV, 1988, S. 999, 1000; Hen­ning, Die Zwangs­li­qui­da­ti­on von Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men, 1998, S. 13; Fromm/​Goldberg, VAG, 1966, § 89 Anm. 4 VII.; Lehmann/​Schäfer/​Cirpka, BSpkG, 3. Aufl., § 15 Anm. 7; Geset­zes­ent­wurf zum BSpkG in Bei­trä­ge und Mate­ria­li­en zum Bau­spar­kas­sen­ge­setz, S. 56 f.; aA Bähr in Fahr/​Kaulbach/​Bähr/​Pohlmann, VAG, 5. Aufl., § 89 Rn. 4[↩]
vgl. Bin­der, Ban­ken­in­sol­ven­zen im Span­nungs­feld zwi­schen Bank­auf­sichts- und Insol­venz­recht, 2005, S. 315; ders., EWiR 2012, 295, 296[↩]
BT-Drucks. 7/​4631, S. 8; vgl. dazu auch Knapp, NJW 1976, 873, 877[↩]
BVerfGE 54, 277, 297 f.; BGH, Urteil vom 30.06.1966 – KZR 5/​65, BGHZ 46, 74, 81 ff.[↩]
BVerfGE 54, 277, 297 f.; 62, 1, 44 f. mwN; BGH, Beschluss vom 19.04.2012 – I ZB 80/​11, GRUR 2012, 1026 Rn. 30 mwN[↩]
BT-Drucks. 17/​3024, S. 60[↩]
Bin­der, EWiR 2012, 295, 296; aA Schaaf, BKR 2012, 188; Fischer, EWiR 2012, 709, 710[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 30.06.1966 – KZR 5/​65, BGHZ 46, 74, 76; BGH, Beschluss vom 02.10.2012 – XI ZB 12/​12, WM 2012, 2092 Rn. 17[↩]
BT-Drucks. 7/​4631, S. 4, 8; VG Frankfurt/​Main, BeckRS 2006, 24799[↩]
BT-Drucks. 7/​4631, S. 4, 8[↩]
BT-Drucks. 7/​4631, S. 8; Bin­der, Ban­ken­in­sol­ven­zen im Span­nungs­feld zwi­schen Bank­auf­sichts- und Insol­venz­recht, 2005, S. 315[↩]
aA Fischer, EWiR 2012, 709, 710[↩]
Koke­moor in Beck/​Samm/​Kokemoor, KWG, Dezem­ber 2009, § 46a Rn.20; Schwenk, juris­PRB­KR 6/​2008 Anm. 6; vgl. VG Frankfurt/​Main, BeckRS 2006, 24799[↩]
vgl. HambKomm/​Fiebig, 4. Aufl., § 270b InsO Rn. 18[↩]
dafür: Koke­moor in Beck/​Samm/​Kokemoor, KWG, Dezem­ber 2009, § 46a Rn. 28; Haß/​Herweg in Schwennicke/​Auerbach, KWG, § 46a Rn. 22; Pan­nen, Kri­se und Insol­venz bei Kre­dit­in­sti­tu­ten, 3. Aufl., Kap. 1 Rn. 144; Schwenk, juris­PRB­KR 6/​2008 Anm. 6; Haug in Szagunn/​Haug/​Ergenzinger, KWG, 6. Aufl., § 46a Rn. 4a; Wil­lem­sen in Luz/​Neus/​Scharpf/​Schneider/​Weber, KWG, § 46a Rn. 11; Zietsch, WM 2007, 954, 956 f.; Cana­ris, Bank­ver­trags­recht I, 4. Aufl., Rn. 518a aE; dage­gen: Bin­der, Ban­ken­in­sol­ven­zen im Span­nungs­feld zwi­schen Bank­auf­sichts- und Insol­venz­recht, 2005, S. 315 f.; ders., EWiR 2012, 295, 296; Beck, WM 2013, 301, 302 f.[↩]
Bin­der, Ban­ken­in­sol­ven­zen im Span­nungs­feld zwi­schen Bank­auf­sichts- und Insol­venz­recht, 2005, S. 315 f.; Beck, WM 2013, 301, 303; vgl. auch Zietsch, WM 1997, 954, 956[↩]
BGH, Urteil vom 29.06.2004 – IX ZR 195/​03, NJW 2004, 3118, 3119[↩]
Zietsch, WM 1997, 954, 956 f.[↩]
Neef, aaO, S. 149; vgl. auch Koke­moor in Beck/​Samm/​Kokemoor, KWG, Febru­ar 2005, § 46d Rn. 10[↩]
allg. Stel­kens in Stelkens/​Bonk/​Sachs, VwVfG, 7. Aufl., § 41 Rn. 229; Sachs in Stelkens/​Bonk/​Sachs, VwVfG, 7. Aufl., § 43 Rn. 174 f.[↩]
Gei­er, BKR 2010, 144, 146; ders., ZBB 2010, 289, 290 Fn. 6; Neef, aaO, S. 145, 149[↩]
Neef, aaO, S. 145[↩]
eben­so Gei­er, ZBB 2010, 289, 290 Fn. 6[↩]
Gei­er, ZBB 2010, 289, 290; kri­tisch auch Bin­der, Ban­ken­in­sol­ven­zen im Span­nungs­feld zwi­schen Bank­auf­sichts- und Insol­venz­recht, 2005, S. 213 für § 45 KWG[↩]
eben­so Gei­er, BKR 2010, 144, 146 Fn. 29[↩]
vgl. BVerw­GE 44, 294, 300; Stel­kens in Stelkens/​Bonk/​Sachs, VwVfG, 7. Aufl., § 41 Rn. 230[↩]
kri­tisch auch Bin­der, Ban­ken­in­sol­ven­zen im Span­nungs­feld zwi­schen Bank­auf­sichts- und Insol­venz­recht, 2005, S. 213 zu § 45 KWG[↩]
für § 46a KWG aF: Neef, aaO, S.202; allg. Palandt/​Grüneberg, BGB, 72. Aufl., § 275 Rn. 10, § 286 Rn. 12; Cana­ris in Fest­schrift für Huber, 2006, S. 143, 162 f.; Arnold, JZ 2002, 866, 869; Medi­cus in Fest­schrift für Held­rich, 2005, S. 347, 353; Löwisch/​Caspers in Stau­din­ger, BGB, Neu­be­ar­bei­tung 2009, § 275 Rn. 46, 48; Unbe­rath in Bamberger/​Roth, Beck­OK-BGB, Stand: 01.03.2011, § 275 Rn. 39[↩]
für § 46a KWG aF: Huber, aaO, S. 138 ff. i.V.m. S. 76 ff., 94 ff.; Lin­de­mann in Boos/­Fi­scher/­Schul­te-Matt­ler, KWG 4. Aufl., § 46 Rn. 90, 92; allg. Münch­Komm-BGB/Ernst, 6. Aufl., § 275 Rn. 134, 146[↩]
Huber, aaO, S. 95 ff.; Lin­de­mann in Boos/­Fi­scher/­Schul­te-Matt­ler, KWG, 4. Aufl., § 46 Rn. 90, 92[↩]
BGH, Urteil vom 05.03.2008 – VIII ZR 31/​07, WM 2008, 923 Rn. 17[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 05.03.2008 – VIII ZR 31/​07, WM 2008, 923 Rn. 2, 17 f.[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 05.03.2008 – VIII ZR 31/​07, WM 2008, 923 Rn. 18 ff. mwN[↩]
BaFinVerzugVerzugszinsenZahlungsverbot