Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=25.04.2012&Aktenzeichen=8%20C%2018.11
Timestamp: 2019-07-23 23:41:03
Document Index: 301236181

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 4', '§ 17', '§ 2', '§ 55', '§ 60', '§ 124', '§ 127', 'Art. 3', 'Art. 104', '§ 48', '§ 2', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 17', '§ 65', 'Art. 3', 'Art. 3', '§ 134', '§ 55', 'Art. 104', '§ 5', '§ 1', '§ 1']

BVerwG, 25.04.2012 - 8 C 18.11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,9478
BVerwG, 25.04.2012 - 8 C 18.11 (https://dejure.org/2012,9478)
BVerwG, Entscheidung vom 25.04.2012 - 8 C 18.11 (https://dejure.org/2012,9478)
BVerwG, Entscheidung vom 25. April 2012 - 8 C 18.11 (https://dejure.org/2012,9478)
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GVFG § 2 Abs. 2 Nr. 1, § 4 Abs. 1, 2, 3 Nr. 1; LFAG § 17 Abs. 1 Nr. ... 3; VV-GVFG/FAG 2. 1, 6. 1, 6. 3, 6. 4. 2; RL-Wertausgleich §§ 2, 3; VwGO § 55a Abs. 1 Satz 3, § 60 Abs. 1, Abs. 3, § 124 Abs. 3, §§ 127, 141; GG Art. 3 Abs. 1, Art. 104a Abs. 4; VwVfG § 48 Abs. 1 Landesverordnung über den elektronischen Rechtsverkehr mit den öffentlich-rechtlichen Fachgerichtsbarkeiten R-Pf § 2 Abs. 3
Signatur; elektronische; Berufungsbegründungsschrift; Wiedereinsetzung; höhere Gewalt; Jahresfrist; Subvention; Förderzusage; Bewilligung; Rücknahme; Rechtsgrundlage; "Außenrecht"; Außenwirkung; Bundesmittel; Landesmittel; kommunale Eigengesellschaft; Konzessionsvertrag; Folgekosten; Folgekostenpflicht; zuwendungsfähig; Wertausgleich; Förderpraxis; rechtswidrig; Verwaltungsvorschriften; Richtlinien; Innenwirkung; Gleichheitssatz; Abweichung; einmalig; generell; Rechtsverhältnis; Bund; Land; Einzelfall; Maßstab; Förderrichtlinien
Signatur; elektronische; Berufungsbegründungsschrift; Wiedereinsetzung; höhere Gewalt; Jahresfrist; Subvention; Förderzusage; Bewilligung; Rücknahme; Rechtsgrundlage; "Außenrecht"; Außenwirkung; Bundesmittel; Landesmittel; kommunale Eigengesellschaft; Konzessionsvertrag; Folgekosten; Folgekostenpflicht; zuwendungsfähig; Wertausgleich; Förderpraxis; rechtswidrig; Verwaltungsvorschriften; Richtlinien; Innenwirkung; Gleichheitssatz; Abweichung; einmalig; generell; Rechtsverhältnis; Bund; Land; Einzelfall; Maßstab; Förderrichtlinien.
§ 2 Abs 2 Nr 1 GVFG, § 4 Abs 1 GVFG, § 4 Abs 2 GVFG, § 4 Abs 3 Nr 1 GVFG, § 17 Abs 1 Nr 3 FinAusglG RP
Zum Anspruch einer Gemeinde nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz; richtlinienwidrige Förderung ist nicht zwingend rechtswidrig
Zur Rückforderung von Fördermitteln - Mainz darf Straßenbausubventionen behalten
Richtlinienwidrige Förderung ist nicht zwingend rechtswidrig
Stadt Mainz darf Fördermittel behalten - Richtlinienwidrige Förderung nicht zwingend rechtswidrig
Verstoß gegen Förderrichtlinien allein rechtfertigt keine Rückforderung
Kommunen: Entzug von Fördergeldern nur bei Gesetzesverstoß
VG Mainz, 01.07.2010 - 6 K 615/09
BVerwG, 22.08.2011 - 8 B 44.11
BVerwGE 143, 50
NVwZ 2012, 1262
Die Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes setzt aber zudem voraus, dass im Einzelfall keine sachlichen Gründe für das Abweichen von dieser Behördenpraxis bestehen (Urteile vom 18. Mai 1990 - 8 C 48.88 - BVerwGE 85, 163 und vom 25. April 2012 - 8 C 18.11 - BVerwGE 143, 50 Rn. 32).
Da es sich bei Verwaltungsvorschriften nicht um Rechtsnormen handelt, können sie über die ihnen innewohnende interne Bindung hinaus Außenwirkung gegenüber dem Bürger grundsätzlich nur über die so genannte Selbstbindung der Verwaltung entfalten (BVerwGE 100, 335, 339 f.; 104, 220, 222 f.;… 126, 33 Rn. 52; 143, 50 Rn. 31 f.).
Solche Unsicherheiten sind ebenso wenig hinzunehmen, wie die oben beschriebenen Abstriche an die Sicherheitsanforderungen (so schon BVerwG Urteil vom 25.4. 2012 - 8 C 18/11 - BVerwGE 143, 50 RdNr 17; Hauck in Hennig, SGG, § 65a RdNr 15 - Stand Dezember 2012).
Das dürfte auch hinsichtlich der qualifizierten elektronischen Signatur und nicht nur bezüglich technischer Erfordernisse der Übersendung, etwa bei Übermittlung einer Datei in einem nicht zugelassenen Format, anzunehmen sein (vgl BVerwG Urteil vom 25.4. 2012 - 8 C 18/11 - BVerwGE 143, 50 RdNr 18).
Hat sich jedoch eine von der Verwaltungsvorschrift abweichende Verwaltungspraxis entwickelt, vermittelt Art. 3 Abs. 1 GG keinen Anspruch auf Beachtung der Verwaltungsvorschrift, sondern lediglich auf Gleichbehandlung entsprechend der bestehenden Verwaltungspraxis (BVerwG, Urteil vom 25. April 2012 - 8 C 18.11 -, juris).
Der Form genügt jedoch eine einfache E-Mail nicht (BSG, Beschluss vom 15. November 2010 - B 8 SO 71/10 B - LSG für das Land Nordrhein-Westfalen…, Urteil vom 23. Juni 2015 - L 2 AS 642/15 -, Rn. 16; Bayerisches LSG…, Beschluss vom 10. Juli 2014 - L 7 AS 410/14 B ER -, Rn. 11; LSG Baden-Württemberg…, Urteil vom 04. August 2010 - L 2 SO 18/10 -, Rn. 19; LSG Hamburg…, Urteil vom 16. August 2013 - L 4 AS 38/13 -, Rn. 13; BFH…, Beschluss vom 26. Juli 2011 - VII R 30/10 -, Rn. 28; Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Urteil vom 25. April 2012 - 8 C 18/11 -, Rn. 17 - jeweils bei juris).
Denn nach Auffassung des Senats sind die vorgenannten Formerleichterungen auf elektronisch übersandte Dokumente ohne Unterschrift oder (zumindest) mit lediglich eingefügter digitalisierter Unterschrift nicht anwendbar (ebenso BVerwG, Urteil vom 25. April 2012 - 8 C 18/11 -, juris Rn. 17; BFH…, Beschluss vom 26. Juli 2011- VII R 30/10 -, juris Rn. 18).
Das gilt auch hinsichtlich der qualifizierten elektronischen Signatur und nicht nur bezüglich technischer Erfordernisse der Übersendung, etwa bei Übermittlung einer Datei in einem nicht zugelassenen Format (BVerwG, Urteil vom 25. April 2012 - 8 C 18/11 -, juris Rn. 18).
Wenn sich die Behörde an ihre Verwaltungsvorschriften hält, ist sie daher durch das Gleichbehandlungsgebot verpflichtet, dies auch weiterhin zu tun, sofern nicht sachliche Gründe im Einzelfall eine Abweichung rechtfertigen oder gar gebieten (BVerwG NVwZ 2012, 1262 Rn. 32).
Eine generelle ermessensregelnde und mit Blick auf Art. 3 Abs. 1 GG verbindliche Handlungsanweisung des Ministeriums an nachgeordnete Stellen, vgl. zur Verbindlichkeit ermessensregelnder Verwaltungsvorschriften allg. BVerwG, Urteil vom 25. April 2012 - 8 C 18.11 -, NVwZ 2012, 1262, m. w. N., von einem Einschreiten gegen die Lagerung von Reifen bei gegebenem Verstoß gegen § 134 Abs. 4 Satz 1 SBauVO abzusehen, lässt sich daraus nicht hinreichend entnehmen.
VG Hamburg, 12.10.2016 - 9 K 2288/16
Der Rechtsirrtum, dass die Versendung einer unterschriebenen und eingescannten …
Vom Formerfordernis einer qualifizierten elektronischen Signatur kann auch nicht ausnahmsweise abgesehen werden, selbst wenn sich aus einer Email oder begleitenden Umständen die Urheberschaft und der Wille, das elektronische Dokument in den Verkehr zu bringen, hinreichend sicher ergibt (hierzu und zum Folgenden: BVerwG, Urt. v. 25.4.2012, 8 C 18/11, juris, Rn. 17).
Schließlich war dem Kläger nicht aufgrund der gerichtlichen Hinweispflicht gemäß § 55a Abs. 2 Satz 3 VwGO die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren (vgl. dazu: BVerwG, Urt. v. 25.4.2012, 8 C 18/11, juris, Rn. 18).
Unter diesem Gesichtspunkt ist eine Wiedereinsetzung aber nur dann geboten, wenn das Gericht seine Hinweispflicht verletzt und es dem Betroffenen bei unverzüglichem Hinweis möglich gewesen wäre, eine formgerechte Übermittlung des Dokuments innerhalb der noch laufenden Rechtsbehelfsfrist nachzuholen (BVerwG, Urt. v. 25.4.2012, a.a.O.).
Daraus ergibt sich aber auch, dass letztendlich auch der tatsächliche Vollzug entscheidend ist, so dass sich kein oder ein anderer Anspruch ergibt, wenn die Behörde ihren Vollzug anders als die zugrunde gelegte Richtlinie gestaltet (BVerwG, U. v. 24.4.2012, Az. 8 C 18/11 - NVwZ 2012, 1262; BVerwG, U. v. 23.4.2003, Az. 3 C 25/2 - NVwZ 2003, 1384).
Damit ist ein Anspruch auf Abweichen von der Förderrichtlinie nur möglich, wenn der tatsächliche Verwaltungsvollzug davon abweicht oder wenn sachliche Gründe im Einzelfall eine Abweichung rechtfertigen bzw. gebieten (BVerwG, U. v. 24.4.2012, Az. 8 C 18/11 - BVerwGE 143, 50).
Namentlich begründet es für Letztere weder Ansprüche auf Finanzhilfen (s.o.) noch auf ermessensfehlerfreie Bescheidung von Anträgen auf Förderung des Landes durch Finanzmittel des Bundes (vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 25. April 2012 - 8 C 18/11 -, BVerwGE 143, 50 = juris, Rn. 22).
Eine darüber hinausgehende Einflussnahme auf die Aufgabenerfüllung durch die Länder lässt Art. 104b Abs. 2 Satz 1 GG nicht zu (vgl. hierzu BVerwG, Urteil vom 25. April 2012 - 8 C 18/11 -, BVerwGE 143, 50 = juris, Rn. 22).
OVG Nordrhein-Westfalen, 04.04.2019 - 11 A 2861/18
Voraussetzungen für einen Anspruch auf Entschädigung nach den …
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Finanzausgleich für Neubau einer Straßenverbindung zwischen zwei Bundesländern
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OVG Nordrhein-Westfalen, 09.09.2013 - 11 A 2540/12
Anforderungen an ein Vorliegen ernstlicher Zweifel an der Richtigkeit eines …
OVG Sachsen, 14.02.2019 - 3 A 667/16
Maßgebliche Sachlage; Maßgebliche Rechtslage, ; Härtefallbeihilfe; KHV-Infektion; …
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Kein Anspruch auf Gewährung eines Zuschusses im Rahmen der gewerblichen …
VG Regensburg, 24.01.2019 - RN 5 K 17.2203
Unternehmensbegriff, Verwaltungsvorschriften, Antragsberechtigung, …
OVG Nordrhein-Westfalen, 16.04.2018 - 11 A 2056/17
Gewährung einer einmaligen Beihilfe für die Tochter bei Betroffenheit des Vaters …
OVG Saarland, 27.08.2012 - 1 B 202/12
Dienstpostenbewertung; Beförderung; Bewährung
VG Regensburg, 21.02.2019 - RO 5 K 17.1401
Förderprogramm für die gewerbliche Wirtschaft
VG Köln, 09.10.2013 - 8 K 4695/13
Leistungen nach § 1 Abs. 1 der Anerkennungsrichtlinie für Verfolgte i.S.d. § 1 …