Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=10.12.2003&Aktenzeichen=IV%20ZR%20249/02
Timestamp: 2020-01-27 10:21:22
Document Index: 265840883

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2325', '§ 2329', '§ 2325', '§ 2325', 'BGH', 'BGH', '§ 2325', 'BGH', '§ 2325', 'BGH', 'BGH', '§ 2325', 'BGH', '§ 2325', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2325', '§ 516', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 903', '§ 104', 'BGH', '§ 516', '§ 525']

BGH, 10.12.2003 - IV ZR 249/02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,252
BGH, 10.12.2003 - IV ZR 249/02 (https://dejure.org/2003,252)
BGH, Entscheidung vom 10.12.2003 - IV ZR 249/02 (https://dejure.org/2003,252)
BGH, Entscheidung vom 10. Dezember 2003 - IV ZR 249/02 (https://dejure.org/2003,252)
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BGB § 2325, § 2329
Auch Schenkung an Stiftung ist pflichtteilsergänzungspflichtig
Zuwendungen an Stiftungen als pflichtteilsbeeinträchtigende Schenkungen - Abgrenzung von Schenkung und Treuhand, Ergänzungsanspruch gegen den Beschenkten (§§ 2325, 2329, 818 BGB); bereicherungsrechtlicher Vermögensvorteil bei Schaffung einer "res sacra"
Anspruch auf Pflichtteilsergänzung - Erfordernis der Schenkung an den in Anspruch genommenen Dritten - Zuwendung von Durchgangsvermögen - Übertragung treuhänderisch gebundenen Vermögens - Vorliegen eines fiduziarischen Treuhandverhältnisses - Stiftungszweckgebundene ...
Zur Frage, ob endgültige unentgeltliche Zuwendungen an Stiftungen pflichtteilsergänzungspflichtige Schenkungen sind
Zuwendung an eine Stiftung und Pflichtteilsrecht
BGB §§ 2325 2329
Pflichtteilsergänzungspflicht von Zuwendungen an Stiftungen
Stiftungsrecht - Unentgeltliche Zuwendungen an Stiftungen
Zur Frage, ob Zuwendungen an die Stiftung Frauenkirche Dresden der Pflichtteilsergänzung unterliegen
Bundesgerichtshof entscheidet zur Frage, ob Zuwendungen an die Stiftung Frauenkirche Dresden der Pflichtteilsergänzung unterliegen
Pflichtteilsergänzung - Unterliegen Zuwendungen an eine Stiftung der Pflichtteilsergänzung?
Unterliegen Zuwendungen an eine Stiftung der Pflichtteilsergänzung?
Pflichtteilsergänzung bei lebzeitiger Zuwendung an Stiftungen
Zuwendungen an die Stiftung Frauenkirche Dresden unterliegen der Pflichtteilsergänzung
Vater stiftete 4,7 Mio. DM für die Frauenkirche Dresden - Tochter verlangt nach seinem Tod Geld zurück: "Pflichtteilsergänzung"
Erben können Pflichtteilsergänzungsansprüche auch gegenüber Stiftungen geltend machen
123recht.net (Pressemeldung, 10.12.2003)
Kinder können auf Pflicht-Erbteil pochen // Stiftungen müssen Spenden eventuell wieder herausgeben
Schiffer erläutert die Auswirkungen des Pflichtteilsrecht bei Spenden an eine bereits bestehende Stiftung - Zusammenfassung von "Die Dresdner Frauenkirche, die Stiftung und der Pflichtteil" von RA Dr. K. Jan Schiffer, original erschienen in: NJW 2004 Heft 22, 1565 - ...
Zusammenfassung von "Pflichtteilsergänzung wegen Schenkung an gemeinnützige Stiftung - Bemerkungen zum Urteil des BGH v. 10.12.2003 aus erbschafts- und schenkungsteuerlicher Sicht" von Regierungsdirektor Winfried Hartmann, original erschienen in: ZErb 2004, 179 - ...
Zusammenfassung von "Anmerkung zur Entscheidung des BGH vom 10.12.2003, IV ZR 249/02 (§§ 2325, 2329 Zuwendung an eine Stiftung und Pflichtteilsrecht)" von Prof. Dr. Gerhard Otte, original erschienen in: JZ 2004, 973 - 975.
Zusammenfassung von "Vor-Stiftung und Pflichtteilsanspruch sowie dessen Verjährung" von RA/RiLG a. D. Prof. Dr. Jürgen Damrau, original erschienen in: ZEV 2010, 12 - 17.
LG Dresden - 9 O 106/01
OLG Dresden, 02.05.2002 - 7 U 2905/01
BGHZ 157, 178
NJW 2004, 1382
MDR 2004, 755 (Ls.)
DNotZ 2004, 475
FamRZ 2004, 453
WM 2004, 332
NZG 2004, 971
Schutzzweck der §§ 2325 ff. BGB ist, die Aushöhlung des Pflichtteilsrechts durch lebzeitige Rechtsgeschäfte des Erblassers zu verhindern (BGHZ 157, 178, 187).
aa) Der Pflichtteilsberechtigte hat einen Teilhabeanspruch nur insoweit, als der Beschenkte "aus dem Vermögen des Schenkers heraus" bereichert ist, die Bereicherung des Beschenkten also auf einer entsprechenden Entreicherung des Schenkers beruht (vgl. nur BGHZ 157, 178, 181).
Grundsätzlich gilt, dass endgültige unentgeltliche Zuwendungen des Erblassers an Stiftungen mit eigener Rechtspersönlichkeit pflichtteilsergänzungspflichtige Schenkungen im Sinne von § 2325 BGB darstellen (BGHZ 157, 178 = NJW 2004, 1382;… Weidlich in Palandt, a.a.O., § 2325 Rn. 17 m.w.N.).
Kennzeichen einer Treuhandvereinbarung ist, dass die dem Treuhänder eingeräumte Rechtsmacht im Innenverhältnis zum Treugeber durch eine schuldrechtliche Treuhandabrede beschränkt ist (BGH, Urteil vom 10. Dezember 2003 - IV ZR 249/02, BGHZ 157, 178, 182).
BGH, 17.07.2019 - XII ZB 425/18
Gläubiger der Bank als Kontoinhaber eines Sparkontos nach dem erkennbaren Willen …
Denn gerade aus dem Vermögen der Eltern stammende Beträge können von den Eltern treuhänderisch gebunden dergestalt auf das Sparkonto eingezahlt werden, dass sie sich im Innenverhältnis zum Kind die Verfügung über diese Geldbeträge vorbehalten (vgl. etwa Senatsurteil vom 9. Juli 1992 - XII ZR 156/90 - FamRZ 1992, 1401 f. und BGHZ 157, 178 = FamRZ 2004, 453 f.).
a) Pflichtteilsergänzungsansprüche gemäß § 2325 BGB setzen voraus, dass der Erblasser eine Schenkung im Sinne von § 516 BGB gemacht hat, d.h. eine Zuwendung, die den Empfänger aus dem Vermögen des Gebers bereichert und bei der beide Teile darüber einig sind, dass sie unentgeltlich erfolgt (vgl. Senatsurteil vom 10. Dezember 2003 - IV ZR 249/02, BGHZ 157, 178 unter II 1 [juris Rn. 13]).
Eine ergänzungspflichtige Schenkung kann danach angenommen werden, wenn der ohne wirtschaftlichen Gegenwert erfolgte Vermögensabfluss beim Erblasser zu einer materiell-rechtlichen, dauerhaften und nicht nur vorübergehenden oder formalen Vermögensmehrung des Empfängers geführt hat (vgl. Senatsurteil vom 10. Dezember 2003 aaO).
Erforderlich ist ein ohne wirtschaftlichen Gegenwert erfolgter Vermögensabfluss beim Schenker, der zu einer materiell-rechtlichen, dauerhaften und nicht nur vorübergehenden oder formalen Vermögensmehrung des Beschenkten geführt hat (BGH, Urteil vom 10. Dezember 2003 - IV ZR 249/02, juris Rn. 2).
Zwar sichert dieser Anspruch den Pflichtteilsberechtigten dagegen, dass sein Anspruch auf den ordentlichen Pflichtteil durch lebzeitige, den Nachlass mindernde Schenkungen des Erblassers umgangen wird (vgl. BGHZ 157, 178, 187).
Gemeinsames Merkmal rechtsgeschäftlicher Treuhandverhältnisse ist aber jedenfalls, dass dem Treuhänder nach außen hin eine Rechtsmacht eingeräumt ist, in deren Ausübung er im Innenverhältnis zum Treugeber als dem wirtschaftlichen Eigentümer durch eine schuldrechtliche Treuhandabrede beschränkt ist (vgl BGHZ 157, 178;… Palandt/Bassenge, BGB, 69. Aufl 2010, § 903 RdNr 33;… Palandt/Ellenberger, aaO, Überblick vor § 104 RdNr 25) .
Eine Zuwendung von Vermögen mit dem Zweck, es zugunsten anderer zu verwenden, spricht bereits zivilrechtlich nicht für die Einordnung als Schenkung, sondern vielmehr für ein Auftragsverhältnis mit treuhänderischem Einschlag (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 10. Dezember 2003 IV ZR 249/02, BGHZ 157, 178, unter II.3.a;… ebenso Palandt/Weidenkaff, Bürgerliches Gesetzbuch, 78. Aufl., § 516 Rz 6 und § 525 Rz 10, m.w.N.).
Anwendbarkeit des Schuldrechts auf einen Dauergrabpflegevertrag; kein wirksamer …
OLG Bamberg, 01.10.2007 - 6 U 44/07
Ausgleichspflicht hinsichtlich einer Zuwendung
OLG Bamberg, 22.10.2007 - 6 U 44/07