Source: http://www.steuerlinks.de/steuerlexikon/lexikon/bauabzugssteuer-anrechnung.html
Timestamp: 2018-02-18 10:42:21
Document Index: 315335538

Matched Legal Cases: ['§ 48', '§ 48', '§ 41', '§ 48', '§ 48', '§ 48', '§ 34', '§ 48', '§ 48', '§ 48']

Lexikon Steuer: Bauabzugssteuer - Anrechnung
> Bauabzugssteuer - Anrechnung
Der Leistungsempfänger behält die Bauabzugssteuer ein und führt sie an das zuständige Finanzamt ab. Sodann schließt sich der Kreis. Das Finanzamt rechnet den Abzugsbetrag auf die vom Leistenden zu entrichtenden Steuern an. Voraussetzung ist, dass der Abzugsbetrag einbehalten und angemeldet wurde ( § 48c Abs. 1 EStG , Bauabzugssteuer - Abführung ). Zur Prüfung dieser Voraussetzung hat der Leistende dem Finanzamt die vom Leistungsempfänger gemäß § 48a Abs. 2 EStG erteilten Abrechnungsbelege vorzulegen.
auf die nach § 41a Abs. 1 EStG vom Leistenden einbehaltene und angemeldete Lohnsteuer ,
auf die vom Leistenden zu entrichtenden Vorauszahlungen auf die Einkommen- oder Körperschaftsteuer . Die Anrechnung kann nur für Vorauszahlungszeiträume innerhalb des Besteuerungs- oder Veranlagungszeitraums erfolgen, in dem die Bauleistung erbracht worden ist. Sie darf außerdem nicht zu einer Erstattung führen,
auf die vom Leistenden selbst nach dem Steuerabzugsverfahren bei Bauleistungen anzumeldende und abzuführende Bauabzugssteuer .
Leistung i.S. d. § 48c Abs. 1 EStG ist nicht die Gegenleistung i.S.v. § 48 Abs. 3 EStG , sondern die Bauleistung nach § 48 Abs. 1 Satz 3 EStG .
Werden die Besteuerungsgrundlagen einheitlich und gesondert festgestellt, weil mehrere Personen beteiligt sind (Personengesellschaft), erfolgt die Anrechnung im Rahmen der Einkommensteuer der einzelnen Beteiligten . Daher hat der zur Vertretung der Gesellschaft Berechtigte ( § 34 Abs. 1 AO ) dem Finanzamt mitzuteilen, in welchem Verhältnis die Anrechnung nach § 48c Abs. 1 Nr. 2 und 3 EStG zu erfolgen hat.
glaubhaft gemacht wird, dass im Veranlagungszeitraum keine zu sichernden Steueransprüche entstehen werden ( § 48c Abs. 2 EStG ).
Wird die Erstattung beantragt, weil nach dem Doppelbesteuerungsabkommen die Gegenleistung im Inland nicht zu besteuern ist, hat der Leistende durch eine Bestätigung der für ihn im Ausland zuständigen Steuerbehörde nachzuweisen, dass er dort ansässig ist ( § 48d Abs. 1 Satz 4 EStG ).
Der Antrag auf Erstattung ist nach amtlich vorgeschriebenem Muster zu stellen und zwar bis spätestens zum Ablauf des zweiten Kalenderjahres , das auf das Jahr folgt, in dem der Abzugsbetrag angemeldet worden ist.