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Timestamp: 2016-10-23 06:21:12
Document Index: 57653300

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 28', 'Art. 27', 'BGE', 'Art. 27', 'BGE', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 27']

T.________, geb. 1950, leidet an Epilepsie und Migr�ne. W�hrend die Migr�ne sich als weitgehend therapierefrakt�r erwies, konnte die 1983 begonnene medikament�se Behandlung der Epilepsie Anf�lle seit 1993 verhindern, f�hrte jedoch nebst einer rezidivierenden depressiven Verstimmung zu einer allgemeinen Verlangsamung und Beeintr�chtigung. Nach einem akuten Schub und Hospitalisation im April 2000 konnte sich T.________ nicht mehr vollst�ndig erholen, woraufhin sie am 2. Juni 2000 bei der Invalidenversicherung ein Gesuch um Ausrichtung einer Rente stellte. Die IV-Stelle Bern holte in der Folge Berichte der Klinik X.________ vom 23. Mai 2000, des Hausarztes Dr. med. A.________ vom 26. Juni 2000 sowie des Neurologen Dr. med. K.________ vom 5. Juli 2000 ein und liess die behinderungsbedingte Einschr�nkung im Haushalt und im ehelichen Landwirtschaftsbetrieb abkl�ren. Gem�ss Bericht vom 13. M�rz 2001 war die Versicherte vormals zu 30 % als B�uerin und zu 70 % im Haushalt t�tig; ihre gesundheitlichen Probleme f�hrten zu einer 100 %igen Arbeitsunf�higkeit auf dem Bauernhof und zu einer Einschr�nkung von 31 % im Haushaltsbereich. Gest�tzt darauf ermittelte die IV-Stelle einen Invalidit�tsgrad von 52 % und sprach der Versicherten - nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens - mit Verf�gung vom 20. Juli 2001 eine halbe Invalidenrente mit Wirkung ab 1. September 1999 zu.
Die IV-Stelle f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren um Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides.
T.________ l�sst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen; das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze zum Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG), zu den Voraussetzungen und dem Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG), zur Bemessung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 104 V 136 Erw. 2a und b), bei nichterwerbst�tigen Versicherten nach der spezifischen Methode (Art. 5 Abs. 1 und Art. 28 Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 sowie Abs. 2 IVV in der am 1. Januar 2001 in Kraft getretenen Fassung vom 2. Februar 2000; BGE 104 V 136 Erw. 2a) und bei Teilerwerbst�tigen nach der gemischten Methode (Art. 27bis Abs. 1 IVV in der am 1. Januar 2001 in Kraft getretenen Fassung vom 2. Februar 2000; BGE 104 V 136 Erw. 2a) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Fest steht, dass die Versicherte als teilerwerbst�tige Hausfrau zu qualifizieren ist und die Invalidit�tsbemessung nach der gemischten Methode (Art. 27bis Abs. 1 IVV) zu erfolgen hat. Unbestritten ist des Weiteren, dass der Besch�ftigungsanteil f�r die Erwerbst�tigkeit mit 30 % und derjenige f�r die Haushaltt�tigkeit mit 70 % anzunehmen ist und die Beschwerdegegnerin aus gesundheitlichen Gr�nden keiner Erwerbst�tigkeit mehr nachzugehen vermag. Streitig und zu pr�fen ist, inwieweit sie bei der T�tigkeit im Haushalt beeintr�chtigt ist. W�hrend die Vorinstanz in diesem Bereich im Wesentlichen gest�tzt auf die medizinischen Unterlagen eine Einschr�nkung von 54 % angenommen hat und in der Folge zu einem Invalidit�tsgrad im Haushalt von 38 % und insgesamt zu einem solchen von 68 % gelangt ist, macht die Beschwerde f�hrende IV-Stelle geltend, ihr Abkl�rungsdienst habe in diesem Bereich lediglich eine Einschr�nkung von 31 % festgestellt, was zu einem Invalidit�tsgrad im Haushalt von 21,7 % und insgesamt zu einem solchen von 52 % f�hre.
3.1 Den �rztlichen Sch�tzungen der Arbeitsf�higkeit kommt kein genereller Vorrang gegen�ber den Abkl�rungen der Invalidenversicherung im Haushalt zu. So wenig wie bei der Bemessungsmethode des Einkommensvergleichs nach Art. 28 Abs. 2 IVG kann beim Bet�tigungsvergleich nach Art. 27 IVV auf eine medizinisch-theoretische Sch�tzung der Invalidit�t abgestellt werden. Massgebend ist die Unm�glichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu bet�tigen, was unter Ber�cksichtigung der konkreten Verh�ltnisse im Einzelfall festzustellen ist. Die von der Invalidenversicherung eingeholten Abkl�rungsberichte im Haushalt stellen eine geeignete und im Regelfall gen�gende Grundlage f�r die Invalidit�tsbemessung dar (AHI 1997 S. 291 Erw. 4a; ZAK 1986 S. 235 Erw. 2d). Nach der Rechtsprechung bedarf es des Beizuges eines Arztes, der sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltf�hrung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu �ussern hat, nur in Ausnahmef�llen, insbesondere bei unglaubw�rdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den �rztlichen Befunden stehen (AHI 2001 S. 161 Erw. 3c; nicht ver�ffentlichtes Urteil W. vom 17. Juli 1990, I 151/90).
3.2 Der Abkl�rungsdienst der IV-Stelle hat die Beschwerdegegnerin zu Hause besucht, die im Bauernhaus anfallenden Arbeiten im Bericht vom 13. M�rz 2001 aufgelistet und im Gespr�ch mit der Versicherten er�rtert, was diese noch selbst zu bew�ltigen vermag. Demgem�ss erleidet die Beschwerdegegnerin bei der Haushaltf�hrung im Sinne der Planung, Organisation, Arbeitseinteilung und Kontrolle keine Einschr�nkungen. Leichtere Hausarbeiten, wie sie insbesondere bei der Ern�hrung sowie W�sche und Kleiderpflege anfallen, k�nne sie ebenfalls selbstst�ndig verrichten, wenn auch zum Teil nur etappenweise und mit gr�sserem Zeitaufwand als fr�her. F�r Eink�ufe sowie schwerere Arbeiten bei der Wohnungspflege hingegen sei sie auf Drittpersonen angewiesen. Diese Einsch�tzung stimmt insofern mit denjenigen der Dres. med. A.________ (vom 26. Juni 2000) und K.________ (vom 5. Juli 2000) �berein, als diese auf eine betr�chtliche Verlangsamung hinweisen, im �brigen jedoch leichtere Hausarbeiten als zumutbar erachten. W�hrend der Abkl�rungsdienst jedoch eine Einschr�nkung in der Haushaltf�hrung von 21,7 % feststellt, beziffern die �rzte die Arbeitsunf�higkeit mit 80 %. Angesichts der sorgf�ltigen und detaillierten Pr�fung des Abkl�rungsdienstes vor Ort kann nach der ausgef�hrten Rechtsprechung auf die medizinisch-theoretische Beurteilung nicht abgestellt werden. Die Verlangsamung, welche die �rzte in ihren Berichten schildern, wirkt sich nicht auf den vom Abkl�rungsdienst festgestellten Invalidit�tsgrad aus, da die zumutbaren leichteren Hausarbeiten auch auf kleinere Zeitabschnitte verteilt oder unter Beanspruchung von gr�sseren Zeitr�umen erledigt werden k�nnen. Die Vorinstanz bezieht sie denn auch rechnerisch nicht ein. Demgegen�ber ber�cksichtigt das kantonale Gericht die Mitarbeit einer Drittperson im Umfang von zwei Tagen und errechnet einen Invalidit�tsgrad von 54 %, indem es f�r zwei Tage pro Woche eine Arbeitsunf�higkeit von 100 % und f�r vier Tage die vom Abkl�rungsdienst insgesamt ermittelte von 31 % annimmt. Der Abkl�rungsdienst hat jedoch ausdr�cklich festgestellt, dass die Versicherte bei den schwereren Hausarbeiten auf die Mithilfe ihres Ehemannes und einer Bekannten angewiesen sei, und die Arbeitsunf�higkeit in den Bereichen Eink�ufe, Ern�hrung (gr�ndliche K�chenreinigung) und Wohnungspflege (Fr�hjahrsreinigung) entsprechend gewichtet (Einschr�nkungen von jeweils 30 bis 50 %). Die Vorinstanz ist demnach zu Unrecht vom Abkl�rungsbericht Haushalt abgewichen, weshalb die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gutzuheissen ist.