Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%201995,%201154
Timestamp: 2019-09-22 15:09:50
Document Index: 39290684

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 520', '§ 520', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 520', 'BGH', 'BGH', '§ 4', '§ 4', 'BGH', '§ 74', 'BGH', 'BGH', '§ 124', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 31.05.1995 - XII ZR 196/94 - dejure.org
BGH, 31.05.1995 - XII ZR 196/94
https://dejure.org/1995,1542
BGH, 31.05.1995 - XII ZR 196/94 (https://dejure.org/1995,1542)
BGH, Entscheidung vom 31.05.1995 - XII ZR 196/94 (https://dejure.org/1995,1542)
BGH, Entscheidung vom 31. Mai 1995 - XII ZR 196/94 (https://dejure.org/1995,1542)
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Berufung - Begründung - Antrag - Ausdrücklicher Sachantrag
Beschwer des Berufungsführers bei für richtig gehaltener Entscheidung; Weiterverfolgung des bisherigen Sachbegehrens
NJW-RR 1995, 1154
Denn in der Regel lässt dieser Antrag die Weiterverfolgung des bisherigen Sachbegehrens als Ziel des Rechtsmittels erkennen (Urteil vom 6. Mai 1987 - IVb ZR 52/86, NJW 1987, 3264 unter II 1; Senatsurteil vom 11. Juli 1990 - VIII ZR 165/89, WM 1990, 2128 unter II 1; Urteil vom 31. Mai 1995 - XII ZR 196/94, NJW-RR 1995, 1154 unter II 1; Urteil vom 27. März 1996 - XII ZR 83/95, NJW-RR 1996, 833 unter 2, jew. m.w.Nachw.).
Vielmehr reicht es aus, wenn die innerhalb der Begründungsfrist eingereichten Schriftsätze des Berufungsklägers ihrem gesamten Inhalt nach eindeutig ergeben, in welchem Umfang und mit welchem Ziel das Urteil angefochten werden soll (…Urteil vom 6. Mai 1987 aaO; Senatsbeschluss vom 13. November 1991 - VIII ZB 33/91, NJW 1992, 698 unter 2.; Urteil vom 31. Mai 1995 aaO;… Urteil vom 27. März 1996 aaO; Senatsbeschluss vom 13. Mai 1998 - VIII ZB 9/98, NJW-RR 1999, 211 unter II 1 a und b; Beschluss vom 24. Februar 1999 - IX ZB 2/98, NJW 1999, 2372 unter B I, in BGHZ 140, 395 insoweit nicht abgedruckt; Beschluss vom 15. Oktober 2003 - XII ZB 103/02, FamRZ 2004, 179 unter II 2, jew. m.w.Nachw.).
Darauf kommt es jedoch im Rahmen der Auslegung, inwieweit das Urteil angefochten wird und welche Abänderungen des Urteils beantragt werden, nicht an; insoweit dürfen die Anforderungen an den Berufungsantrag (§ 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 ZPO) nicht in unzulässiger Weise mit den inhaltlichen Anforderungen an die Berufungsgründe nach § 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 bis 4 ZPO vermengt werden (vgl. BGH, Urteil vom 31. Mai 1995, aaO).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs genügt es aber, wenn sich durch Auslegung der Berufungsbegründung der Gegenstand der Berufung und die Reichweite des Berufungsangriffs klar ergeben (BGH Beschluss vom 13. Mai 1998 - VIII ZB 9/98; BGH Urteil vom 31. Mai 1995 - XII ZR 196/94, beide zitiert nach iuris;… aaO. § 520 Rn 28 mwN).
Dies gilt auch wenn ein ausdrücklicher vom übrigen Inhalt der Begründung abgesetzter, bestimmt gefasster Sachantrag unterbleibt, wenn sich aus der Begründung ergibt, dass die volle Beschwer des angefochtenen Urteils bekämpft werden soll (BGH, Urteil vom 31. Mai 1995 - XII ZR 196/94; BGH, Beschluss vom 13. Mai 1998 - VIII ZB 9/98, Rn 17).
Es genügt, wenn das Gericht und der Gegner dem Revisionsvorbringen das mit dem Rechtsmittel verfolgte Ziel mit der gebotenen Deutlichkeit entnehmen können (vgl. BAG 16. März 1966 - 1 AZR 446/65 - AP TVG § 4 Ausschlussfristen Nr. 33 = EzA TVG § 4 Nr. 12; BGH 31. Mai 1995 - XII ZR 196/94 - NJW-RR 1995, 1154 zur Berufung ohne ausdrücklichen Sachantrag;… vgl. auch Müller-Glöge in Germelmann/Matthes/Prütting/Müller-Glöge ArbGG 5. Aufl. § 74 Rn. 23).
In einem solchen Fall schadet es nicht, wenn ein ausdrücklicher Sachantrag unterbleibt (vgl. BGH, NJW-RR 1995, 1154 (1154)).
Klagefrist, Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, Postlaufzeit, Verschulden, …
vgl. BVerwG, Beschluss vom 14.12.2018 - 6 B 133.18 -, NVwZ 2019, 649 = juris, Rn. 22, m. w. N.; vgl. Ausführungen zur Begründetheit insoweit nicht fordernd auch BGH, Urteil vom 31.5.1995 - XII ZR 196/94 -, NJW-RR 1995, 1154 = juris, Rn. 25; siehe auch Seibert, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 5. Aufl. 2018, § 124a Rn. 112, m. w. N., zur früheren abweichenden Rechtsprechung des BVerwG.
LAG Baden-Württemberg, 03.05.2017 - 4 Sa 79/16
Berufungsantrag - Berufungsbegründung - Darlegungslast
Eine solche Berufung ist unzulässig, wenn die Zurückverweisung lediglich um ihrer selbst willen begehrt wird (BGH 31. Mai 1995 - XII ZR 196/94; BGH 10. Februar 1993 - XII ZR 263/91; BGH 6. Mai 1987 - IVb ZR 52/86; BGH 18. September 1985 - VIII ZB 17/85).
Ergeben sich dafür aus dem Berufungsvorbringen keine Anhaltspunkte, ist davon auszugehen, dass der Berufungsführer die Zurückverweisung nicht um ihrer selbst willen erstrebt, sondern um sein bisheriges Sachbegehren weiterzuverfolgen (BGH 31. Mai 1995 - XII ZR 196/94).
BGH, 13.05.1998 - VIII ZB 9/98
Umfang der Anfechtung des erstinstanzlichen Urteils
Denn diese Vorschrift soll die Berufungsklägerin im Interesse der Beschleunigung des Berufungsverfahrens dazu anhalten, sich eindeutig über Umfang und Ziel ihres Rechtsmittels zu erklären und Berufungsgericht sowie Prozeßgegner über Umfang und Inhalt ihrer Angriffe möglichst schnell und zuverlässig ins Bild setzen (BGH, Urteil vom 31. Mai 1995 - XII ZR 196/94 = NJW-RR 1995, 1154 unter II 1 m.w.Nachw.).
LAG München, 29.04.2014 - 9 Sa 833/13
Teilanfechtung eines Urteils über verschiedene Ansprüche
Internationale Zuständigkeit und Erfüllungsort für Jahresrahmenliefervertrag - …
OLG Köln, 12.08.2003 - 3 U 40/03
Haftung der Deutschen Post AG bei Verlust eines ins Ausland versandten Pakets
Handels- und Gesellschaftsrecht; Verfahrensrecht - Vertragshändlervertrag im …
OLG Düsseldorf, 18.09.2000 - 9 U 55/00
Rechtsfolgen einer irrtümlichen Falschbezeichnung
OLG Hamm, 09.03.2005 - 3 U 190/04
Gewährung eines weiteren Schmerzensgeldes wegen einer fehlerhaften Intubation bei …
OLG Nürnberg, 17.10.2002 - 8 U 1329/02
Anspruch des Ehemannes gegen die Ehefrau auf Ersatz von Unterhaltsleistungen für …
OLG Köln, 18.01.2000 - 9 U 91/99
OLG Hamm, 20.02.2007 - 24 U 3/06