Source: http://www.famrb.de/52051.htm
Timestamp: 2018-05-26 00:21:30
Document Index: 86365814

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 119', 'BGH', 'BGH', '§ 162', '§ 27', 'BGH', 'BGH', '§ 1897', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 11', '§ 59', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1897', '§ 1897', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1908', '§ 1897', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 84', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 44', 'BGH', 'BGH']

BGH, Beschl. v. 11.4.2018 â€“ XII ZB 377/17
BGH: Anrechte aufgrund Beitragszahlung durch Haftpflichtversicherer als Schadensersatz aus Verkehrsunfall im Versorgungsausgleich
Dem Versorgungsausgleich unterliegen auch solche Anrechte, die aufgrund Direktleistungen von BeitrÃ¤gen durch Dritte gemÃ¤ÃŸ Â§ 119 Abs. 1 SGB X erworben wurden.
BGH, Beschl. v. 11.4.2018 â€“ XII ZB 623/17
BGH: Durch TÃ¤tigkeit in Behindertenwerkstatt erworbene Anrechte im Versorgungsausgleich
a) Das durch die TÃ¤tigkeit in einer Werkstatt fÃ¼r behinderte Menschen erworbene Anrecht unterfÃ¤llt grundsÃ¤tzlich dem Versorgungsausgleich.
b) Der Anrechtserwerb durch einen behinderten Menschen unter Anwendung der besonderen Beitragsbemessung nach Â§ 162 Nr. 2 SGB VI rechtfertigt fÃ¼r sich genommen keine BeschrÃ¤nkung des Versorgungsausgleichs gem. Â§ 27 VersAusglG.
BGH, Beschl. v. 28.3.2018 â€“ XII ZB 558/17
BGH: Beachtlicher Betreuervorschlag des BetroffenenEin Betreuervorschlag nach Â§ 1897 Abs. 4 Satz 1 BGB erfordert weder die GeschÃ¤ftsfÃ¤higkeit noch die natÃ¼rliche EinsichtsfÃ¤higkeit des Betroffenen. Vielmehr genÃ¼gt, dass der Betroffene seinen Willen oder Wunsch kundtut, eine bestimmte Person solle sein Betreuer werden. Auch die Motivation des Betroffenen ist fÃ¼r die Frage, ob ein betreuungsrechtlich beachtlicher Vorschlag vorliegt, ohne Bedeutung. Etwaigen MissbrÃ¤uchen und Gefahren wird hinreichend durch die begrenzte, letztlich auf das Wohl des Betroffenen abstellende Bindungswirkung eines solchen Vorschlags begegnet (im Anschluss an BGH v. 19.7.2017 â€“ XII ZB 57/17, FamRZ 2017, 1612).
BGH, Beschl. v. 28.3.2018 â€“ XII ZB 168/17
BGH: Bekanntgabe des Gutachtens an VerfahrensbevollmÃ¤chtigten des Betroffenen
Wird ein Betroffener in einem Betreuungsverfahren von einem VerfahrensbevollmÃ¤chtigten vertreten, der Akteneinsicht erhalten hat, muss ihm zur Wahrung rechtlichen GehÃ¶rs ein eingeholtes SachverstÃ¤ndigengutachten nicht mehr persÃ¶nlich ausgehÃ¤ndigt werden (im Anschluss an BGH v. 7.2.2018 â€“ XII ZB 334/17 MDR 2018, 484; BGH v. 22.3.2017 â€“ XII ZB 358/16, FamRZ 2017, 996 und BGH v. 6.7.2016 â€“ XII ZB 131/16, FamRZ 2016, 1668).
BGH, Beschl. v. 21.3.2018 â€“ XII ZB 458/17
BGH: Beschwerderecht der VerwaltungsbehÃ¶rde in NamensÃ¤nderungssachen
Der zustÃ¤ndigen VerwaltungsbehÃ¶rde steht hinsichtlich der familiengerichtlichen AnhÃ¶rung eines Antragstellers im Verfahren Ã¼ber die Ã„nderung eines Vornamens nach Â§Â§ 11, 2 NamÃ„ndG kein Beschwerderecht nach Â§ 59 FamFG zu (im Anschluss an BGH v. 8.10.2014 â€“ XII ZB 406/13, FamRZ 2015, 42 = FamRB 2015, 13).
BGH, Beschl. v. 14.3.2018 â€“ XII ZB 146/17
BGH: In vergÃ¼tungsrelevanter Weise fÃ¼r die Betreuung nutzbare Kenntnisse
Bei der Entscheidung Ã¼ber eine erhÃ¶hte VergÃ¼tung nach Â§ 4 Abs. 1 Satz 2 VBVG muss das Gericht eine konkrete Betrachtung des tatsÃ¤chlichen Inhalts der Ausbildung vornehmen (im Anschluss an BGH v. 15. Juli 2015 â€“ XII ZB 123/14, FamRZ 2015, 1794).
BGH, Beschl. v. 14.3.2018 â€“ XII ZB 589/17
BGH: Beachtlicher Betreuervorschlag nach Â§ 1897 Abs. 4 Satz 1 BGB
a) Ein Betreuervorschlag nach Â§ 1897 Abs. 4 Satz 1 BGB erfordert weder die GeschÃ¤ftsfÃ¤higkeit noch die natÃ¼rliche EinsichtsfÃ¤higkeit des Betroffenen. Vielmehr genÃ¼gt, dass der Betroffene seinen Willen oder Wunsch kundtut, eine bestimmte Person solle sein Betreuer werden (im Anschluss an BGH v. 19.7.2017 â€“ XII ZB 57/17, FamRZ 2017, 1612).
b) Der Wille des Betroffenen kann nur dann unberÃ¼cksichtigt bleiben, wenn die Bestellung der vorgeschlagenen Person seinem Wohl zuwiderlÃ¤uft. Dies setzt voraus, dass sich aufgrund einer umfassenden AbwÃ¤gung aller relevanten UmstÃ¤nde GrÃ¼nde von erheblichem Gewicht ergeben, die gegen die Bestellung der vorgeschlagenen Person sprechen. Es muss die konkrete Gefahr bestehen, dass der Vorgeschlagene die Betreuung des Betroffenen nicht zu dessen Wohl fÃ¼hren kann oder will (im Anschluss an BGH v. 18.10.2017 â€“ XII ZB 222/17, FamRZ 2018, 55).
BGH, Beschl. v. 14.3.2018 â€“ XII ZB 547/17
BGH: Betreuerauswahl bei Erweiterung des Aufgabenkreises bereits bestehender Betreuung
Im Zusammenhang mit der Entscheidung Ã¼ber die Erweiterung des Aufgabenkreises einer bereits bestehenden Betreuung richtet sich die Auswahl des hierfÃ¼r zu bestellenden Betreuers nicht nach Â§ 1908b BGB, sondern nach der fÃ¼r die Neubestellung eines Betreuers maÃŸgeblichen Vorschrift des Â§ 1897 BGB (FortfÃ¼hrung von BGH v. 14.2.2018 â€“ XII ZB 507/17, MDR 2018, 527).
BGH, Beschl. v. 7.3.2018 â€“ XII ZB 535/17
BGH: Rechtsmittelkosten bei teilweiser Aufhebung der Betreuung
Hat ein Rechtsmittel zur teilweisen Aufhebung der Betreuung gefÃ¼hrt, so ist es nicht erfolglos i.S.d. Â§ 84 FamFG.
BGH, Beschl. v. 7.3.2018 â€“ XII ZB 540/17
BGH: Feststellung der erheblichen EinschrÃ¤nkung der freien Willensbildung des Betroffenen
Die tatrichterliche Feststellung, die freie Willensbildung des Betroffenen sei "erheblich beeintrÃ¤chtigt", erlaubt nicht den Schluss, dass der Betroffene zu einer freien Willensbildung nicht mehr in der Lage ist (im Anschluss an BGH v. 17.5.2017 â€“ XII ZB 495/16, FamRZ 2017, 1341 und BGH v. 16.3.2016 â€“ XII ZB 455/15, FamRZ 2016, 970).
BGH, Beschl. v. 28.2.2018 â€“ XII ZB 634/17
BGH: NachtrÃ¤gliche Zulassung der Rechtsbeschwerde
LÃ¤sst das Beschwerdegericht analog Â§ 44 FamFG auf eine Gegenvorstellung hin die Rechtsbeschwerde nachtrÃ¤glich zu, ohne festzustellen, dass seine ursprÃ¼ngliche Entscheidung, die Rechtsbeschwerde nicht zuzulassen, objektiv willkÃ¼rlich gewesen wÃ¤re oder den Instanzenzug unzumutbar und in sachlich nicht zu rechtfertigender Weise verkÃ¼rzt hÃ¤tte, ist die Zulassungsentscheidung verfahrensfehlerhaft ergangen und bindet das Rechtsbeschwerdegericht nicht (im Anschluss an BGH v. 5.7.2017 â€“ XII ZB 509/15, FamRZ 2017, 1608 = FamRB 2017, 422 sowie BGH v. 4.3.2011 â€“ V ZR 123/10, FamRZ 2011, 970 [LS] = MDR 2011, 686).
Verlag Dr. Otto Schmidt vom 15.05.2018 11:30