Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=22.02.2006&Aktenzeichen=I%20R%2060/05
Timestamp: 2013-05-22 02:05:16
Document Index: 31751790

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 6', 'Art 15', 'Art. 15', 'Art. 3', 'Art. 6']

Rechtsprechung BFH, 22.02.2006 - I R 60/05 Volltextver�ffentlichungen (7)
EStG 1997 � 1 Abs. 2 und 3, � 26, � 26b, � 32a Abs. 5, � 33a Abs. 1, � 49 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. b, � 50d Abs. 4; GG Art. 3 Abs. 1, Art. 6 Abs. 1
Keine unbeschr�nkte Steuerpflicht eines Mitarbeiters des Goethe-Instituts mit Wohnsitz im Ausland - Voraussetzungen einer erweiterten unbeschr�nkten Steuerpflicht nach � 1 Abs. 2 und 3 EStG - M�glichkeit der Zusammenveranlagung bei unbeschr�nkter Steuerpflicht nach � 1 Abs. 3 EStG - Abzug von Unterhaltsleistungen an nicht unbeschr�nkt steuerpflichtige Ehefrau
Keine erweiterte unbeschr�nkte Steuerpflicht gem�� � 1 Abs. 2 EStG 1997 f�r im Ausland t�tige Mitarbeiter des Goethe-Instituts; Voraussetzungen f�r Zusammenveranlagung gem�� �� 26 , 26b i.V.m. � 1 Abs. 3 EStG 1997; K�rzung des H�chstbetrags f�r Unterhaltsleistungen an in China lebende Ehefrau gem�� � 33a Abs. 1 Satz 5 EStG 1997
Im Ausland t�tige Mitarbeiter des Goethe-Instituts: Keine erweiterte unbeschr�nkte Steuerpflicht gem�� � 1 Abs. 2 EStG 1997 - Voraussetzungen f�r die Zusammenveranlagung bei fiktiv unbeschr�nkter Steuerpflicht gem�� � 1 Abs. 3 EStG -- Unterhaltsleistungen gem�� � 33 a Abs. 1 Satz 5 EStG 1997 - K�rzung des H�chstbetrags
Beschr�nkt oder unbeschr�nkt?
Steuern f�r Goethe
Mitarbeiter eines Goethe-Instituts mit Wohnsitz im Ausland nicht unbeschr�nkt einkommensteuerpflichtig
EStG � 1 Abs 3, EStG � 1 Abs 2, DBA-China Art 15, EStG � 33a Abs 1 S 5Ausland; Ehefrau; Erweiterte unbeschr�nkte Steuerpflicht; Unterhaltsleistung
BFHE 212, 468
BB 2006, 1785
DB 2006, 1932
BStBl II 2007, 106
Wird zitiert von ... (19) FG Niedersachsen, 16.03.2010 - 15 K 14414/09 Abzugsf�higkeit der Unterhaltsleistungen an im Ausland lebende Angeh�rigeNach der st�ndigen Rechtsprechung des BFH (Urteil vom 22. Februar 2006 I R 60/05, BStBl. II 2007, 106 = Juris Rdnr. 27), der sich der Senat anschlie�t, bietet die sogenannte L�ndergruppeneinteilung (vgl. f�r das Streitjahr 2007 BMF-Schreiben vom 17. November 2003, BStBl. I 637 in der Fassung des BMF-Schreibens vom 9. Februar 2005, BStBl. I 369 und f�r das Streitjahr 2008 BMF-Schreiben vom 9. September 2008, BStBl. I 936) einen auch von den Finanzgerichten grunds�tzlich zu beachtenden Ma�stab.Zur Vermeidung von Wiederholungen verweist der Senat auf die Ausf�hrungen in den Urteilen des BFH vom 5. Juni 2003 III R 10/02, BStBl. II 2003, 714, 715 und vom 22. Februar 2006 I R 60/05, BStBl. II 2007, 106 = Juris Rdnr. 29, die er sich zu eigen macht.Der BFH hat allerdings in st�ndiger Rechtsprechung betont, dass die L�ndergruppeneinteilung durch das BMF f�r die Finanzgerichte nur dann bindend ist, wenn sie im Einzelfall nicht zu einem offensichtlich unzutreffenden Ergebnis f�hrt (Urteile vom 30. Juli 1982 VI R 257/80, BStBl. II 1982, 779, 781; vom 6. November 1987 III R 164/85, BStBl. II 1988, 423; vom 22. April 1994 III R 22/92, BStBl. II 1994, 887, 890; vom 5. Juni 2003 III R 10/02, BStBl. II 714, 715; vom 22. Februar 2006 I R 60/05, BStBl. II 2007, 106).Ebenso wenig wie der Gesetzgeber verpflichtet ist, bei Unterhaltszahlungen an Personen mit Wohnsitz im Inland den individuellen Besonderheiten der Unterhaltsempf�nger Rechnung zu tragen, muss er den abziehbaren H�chstbetrag nach den individuellen Lebenshaltungskosten des Wohnorts des Empf�ngers bemessen oder sonstige konkrete Lebensumst�nde der unterst�tzten Personen ber�cksichtigen (BFH, Urteile vom 5. Juni 2003 III R 10/02, BStBl. II 2003, 714, 715; vom 22. Februar 2006 I R 60/05, BStBl. II 2007, 106 = Juris Rdnr. 32; BVerfG…, Beschluss vom 31. Mai 1988 1 BvR 520/83, BVerfGE 78, 214 = Juris Rdnr. 48).
FG Niedersachsen, 16.03.2010 - 15 K 14346/09 Abzugsf�higkeit der Unterhaltsleistungen an im Ausland lebende Angeh�rigeNach der st�ndigen Rechtsprechung des BFH (Urteil vom 22. Februar 2006 I R 60/05, BStBl. II 2007, 106 = Juris Rdnr. 27), der sich der Senat anschlie�t, bietet die sogenannte L�ndergruppeneinteilung (vgl. f�r das Streitjahr BMF-Schreiben vom 17. November 2003, BStBl. I 637 in der Fassung des BMF-Schreibens vom 9. Februar 2005, BStBl. I 369) einen auch von den Finanzgerichten grunds�tzlich zu beachtenden Ma�stab.Zur Vermeidung von Wiederholungen verweist der Senat auf die Ausf�hrungen in den Urteilen des BFH vom 5. Juni 2003 III R 10/02, BStBl. II 2003, 714, 715 und vom 22. Februar 2006 I R 60/05, BStBl. II 2007, 106 = Juris Rdnr. 29, die er sich zu eigen macht.Der BFH hat allerdings in st�ndiger Rechtsprechung betont, dass die L�ndergruppeneinteilung durch das BMF f�r die Finanzgerichte nur dann bindend ist, wenn sie im Einzelfall nicht zu einem offensichtlich unzutreffenden Ergebnis f�hrt (Urteile vom 30. Juli 1982 VI R 257/80, BStBl. II 1982, 779, 781; vom 6. November 1987 III R 164/85, BStBl. II 1988, 423; vom 22. April 1994 III R 22/92, BStBl. II 1994, 887, 890; vom 5. Juni 2003 III R 10/02, BStBl. II 714, 715; vom 22. Februar 2006 I R 60/05, BStBl. II 2007, 106).Ebenso wenig wie der Gesetzgeber verpflichtet ist, bei Unterhaltszahlungen an Personen mit Wohnsitz im Inland den individuellen Besonderheiten der Unterhaltsempf�nger Rechnung zu tragen, muss er den abziehbaren H�chstbetrag nach den individuellen Lebenshaltungskosten des Wohnorts des Empf�ngers bemessen oder sonstige konkrete Lebensumst�nde der unterst�tzten Personen ber�cksichtigen (BFH, Urteile vom 5. Juni 2003 III R 10/02, BStBl. II 2003, 714, 715; vom 22. Februar 2006 I R 60/05, BStBl. II 2007, 106 = Juris Rdnr. 32; BVerfG…, Beschluss vom 31. Mai 1988 1 BvR 520/83, BVerfGE 78, 214 = Juris Rdnr. 48).
FG Hamburg, 17.06.2010 - 5 K 380/09 Zum Kindergeldanspruch eines f�r wenige Monate des Jahres in die Bundesrepublik …Ziel des � 1 Abs. 2 EStG ist es einerseits, bestimmten Personen die mit der beschr�nkten Steuerpflicht verbundenen Nachteile zu nehmen (insbesondere die fehlende Ber�cksichtigung pers�nlicher Besteuerungsmerkmale), andererseits, sog. wei�e Eink�nfte durch g�nzliche Nichtbesteuerung zu vermeiden (BFH Urteil vom 22.02.2006 I R 60/05, BStBl II 2007, 106 Tz 19;… Gosch in: Kirchhof EStG 8. Aufl. � 1 Rn. 16;… vgl. a. BTDrucks 7/1470, S. 238) bzw. Belastungen aus einer doppelten unbeschr�nkten Einkommensteuerpflicht zu verhindern (…BTDrucks 7/1470, S. 238 zu S.2).Nach dem insoweit heranzuziehenden ausl�ndischen Recht (BFH Urteil vom 22.02.2006 a.a.O. Tz. 13 juris), hier dem venezolanischem Einkommensteuerrecht, unterliegen in Venezuela ans�ssige Personen (die sich mehr als 180 Tage in einem Jahr in Venezuela aufhalten) mit ihrem weltweiten Einkommen der Einkommensteuer (…vgl. D�rrfu� in: Debatin/Wassermeyer DBA Venezuela, Anh. Rn. 25 Lfg. M�rz 2003), werden also unbeschr�nkt der Einkommensbesteuerung unterworfen.Ob im Ergebnis tats�chlich eine Besteuerung erfolgt oder nicht stattfindet, weil z.B. die erzielten Eink�nfte nach dem ma�geblichen ausl�ndischen Recht oder der Anwendung des geltenden Doppelbesteuerungsabkommens im Ausland steuerbefreit sind (so im Streitfall allenfalls f�r die in Deutschland erzielten Eink�nfte des Kl�gers als nichtselbst�ndig t�tiger Taxifahrer gem. Art. 15, 23 Abs. 2 DBA/Venezuela) oder weil die Eink�nfte nicht erkl�rt wurden oder das Ausland seinem Besteuerungsrecht nicht nachkommt (vgl. BFH Urteil vom 22.02.2006 a.a.O. Tz. 16; BFH Urteil vom 05.09.2001 I R 88/00, NV 2002, 623 Tz. 12;… Heinicke in: Schmidt EStG 28. Aufl. � 1 Rn. 36), kann f�r die Anwendung des � 1 Abs. 2 Satz 2 EStG ebenso wenig von Bedeutung sein wie die Tatsache, dass (vorbehaltlich einer etwaigen Zusammenveranlagung mit seiner Ehefrau) eine Veranlagung wegen im Streitfall auf der Grundlage des Vortrags des Kl�gers m�glicherweise unterschrittener normierter Einkunftsgrenzen (…dazu nach venezolanischem Recht D�rrfu� a.a.O. Rn. 26 zu der Rechtslage 2002 und vor der W�hrungsumstellung in Venezuela per 01.01.2008: Steuerfreiheit, wenn Bruttoeinkommen 1.500 Steuereinheiten - � 14.800 VEB - nicht �berschreitet) nicht stattfindet (s. Streck FR 1975, 261, 264;… insoweit wohl abw. Lehner/Waldhoff in: Kirchhof/S�hn � 1 EStG Lfg. Sept. 2000 Rn. C 62;… vgl. Frotscher � 1 EStG Lfg. 3/2009 Rn. 35 und Herfort in: Korn EStG � 1 Lfg. September 2001 Rn. 83: erweiternde Auslegung und Anwendung, wenn im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat �berhaupt keine Steuerpflicht besteht).
FG K�ln, 22.02.2012 - 1 K 4803/07 Kindergeld f�r Mitarbeiter einer Deutschen BotschaftOb eine Person in dem Staat, in dem sie ihren Wohnsitz oder gew�hnlichen Aufenthalt hat, lediglich in einem der beschr�nkten Einkommensteuerpflicht �hnlichen Umfang zu einer Steuer vom Einkommen herangezogen wird, ist nach den Vorschriften des ma�gebenden ausl�ndischen Steuerrechts zu pr�fen (Bundesfinanzhof -BFH- vom 22.02.2006, I R 60/05, BStBl. II 2007, 106; vom 09.10.1985, I R 271/81, HFR 1986, 287).Streitf�lle beziehen sich in der Folge regelm��ig nur noch auf die - hier nicht problematische (s. dazu I. 1. b) (1)) - Frage, ob die Bediensteten Arbeitslohn aus einer �ffentlichen Kasse beziehen (abzulehnen etwa f�r Besch�ftigte des Goethe-Instituts, vgl. BFH vom 22.02.2006, I R 60/05, BStBl. II 2007, 106, ausl�ndischer (Privat-)Schulen, vgl. BFH vom 04.12.1991, I R 38/91, BStBl. II 1992, 548 sowie FG D�sseldorf vom 28.04.1999, 14 K 613/98 Kg, EFG 1999, 716, oder internationaler Organisationen).
BFH, 14.08.2012 - III B 58/12 Anforderungen an die Darlegung eines Versto�es der einkommensteuerrechtlichen …Es fehlt aber jegliche Auseinandersetzung mit der Frage, warum der mit � 1 Abs. 2 EStG verfolgte Zweck - einerseits die Nachteile der beschr�nkten Steuerpflicht, andererseits das Entstehen unbesteuerter Eink�nfte zu vermeiden (vgl. dazu BFH-Urteil vom 22. Februar 2006 I R 60/05, BFHE 212, 468, BStBl II 2007, 106, unter B. I. 2. c cc) - nicht auch die erfolgte Abgrenzung der Leistungsberechtigten rechtfertigen kann.
BFH, 25.11.2010 - VI R 28/10 K�rzung des H�chstbetrages f�r Unterhaltsaufwendungen aufgrund der …Denn auf die konkreten Lebenshaltungskosten am Wohnort kommt es nicht an (BFH-Urteil vom 22. Februar 2006 I R 60/05, BFHE 212, 468, BStBl II 2007, 106).
FG K�ln, 22.02.2011 - 1 K 3560/08 Ob eine Person in dem Staat, in dem sie ihren Wohnsitz oder gew�hnlichen Aufenthalt hat, lediglich in einem der beschr�nkten Einkommensteuerpflicht �hnlichen Umfang zu einer Steuer vom Einkommen herangezogen wird, ist nach den Vorschriften des ma�gebenden ausl�ndischen Steuerrechts zu pr�fen (Bundesfinanzhof -BFH- vom 22.02.2006, I R 60/05, BStBl. II 2007, 106; vom 09.10.1985, I R 271/81, HFR 1986, 287).Streitf�lle beziehen sich in der Folge regelm��ig nur noch auf die - hier nicht problematische (s. dazu I. 2. B) (1)) - Frage, ob die Bediensteten Arbeitslohn aus einer �ffentlichen Kasse beziehen (abzulehnen etwa f�r Besch�ftigte des Goethe-Instituts, vgl. BFH vom 22.02.2006, I R 60/05, BStBl. II 2007, 106, ausl�ndischer (Privat)Schulen, vgl. BFH vom 04.12.1991, I R 38/91, BStBl. II 1992, 548 sowie FG D�sseldorf vom 28.04.1999, 14 K 613/98 Kg, EFG 1999, 716, oder internationaler Organisationen).
BFH, 29.09.2008 - III B 145/07 Keine Zusammenveranlagung mit dem im Ausland lebenden EhegattenDer BFH hat mit Urteil vom 22. Februar 2006 I R 60/05 (BFHE 212, 468, BStBl II 2007, 106) entschieden, es versto�e nicht gegen Art. 3 Abs. 1 oder Art. 6 Abs. 1 GG, dass im Grundsatz ausschlie�lich Ehegatten, die beide unbeschr�nkt einkommensteuerpflichtig sind, zur Einkommensteuer zusammenveranlagt, Unterhaltsleistungen an nicht unbeschr�nkt einkommensteuerpflichtige Ehegatten dagegen nur nach Ma�gabe des � 33a Abs. 1 EStG abgezogen werden d�rfen (vgl. auch BFH-Beschluss vom 28. November 1988 GrS 1/87, BFHE 154, 556, BStBl II 1989, 164).
BFH, 17.09.2007 - I B 96/07 Europarechtm��igkeit der �� 1 Abs. 3 , 1a Abs. 1 Nr. 2 EStGEr setzt sich ferner nicht mit der hierzu bereits ergangenen Rechtsprechung auseinander (Senatsurteil vom 22. Februar 2006 I R 60/05, BFHE 212, 468, BStBl II 2007, 106).
BFH, 12.07.2011 - III B 111/10 Darlegung der grunds�tzlichen Bedeutung bei behauptetem Gleichheitsversto� - Kein …Es fehlt aber jegliche Auseinandersetzung mit der Frage, warum der mit � 1 Abs. 2 EStG verfolgte Zweck - einerseits die Nachteile der beschr�nkten Steuerpflicht, andererseits das Entstehen unbesteuerter Eink�nfte zu vermeiden (vgl. dazu BFH-Urteil vom 22. Februar 2006 I R 60/05, BFHE 212, 468, BStBl II 2007, 106) - nicht auch die erfolgte Abgrenzung der Leistungsberechtigten rechtfertigen kann.
FG K�ln, 20.05.2008 - 6 K 1156/07 Unterhaltsaufwendungen f�r im Ausland lebende Schwiegereltern
FG Hessen, 25.06.2009 - 1 K 2334/08 Ber�cksichtigungsf�higkeit der wirtschaftlichen Lebensverh�ltnisse bei der …
FG D�sseldorf, 30.06.2010 - 15 K 2115/09 Abzug von Unterhaltszahlungen als au�ergew�hnliche Belastung; Unterstellung der …
FG D�sseldorf, 31.01.2012 - 13 K 1178/10 FG K�ln, 20.05.2008 - 6 K 514/06 Unterst�tzung von Angeh�rigen im Ausland
FG K�ln, 02.10.2009 - 5 K 1023/06 FG M�nchen, 13.11.2009 - 6 K 455/09 Aufwendungen f�r den Unterhalt einer nicht unbeschr�nkt steuerpflichtigen Person …
FG K�ln, 02.12.2009 - 5 K 1023/06 Rechtm��igkeit eines im Anschluss an eine Lohnsteuerau�enpr�fung ergangenen …