Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F29-11-2011-2C_969-2011
Timestamp: 2016-10-23 14:22:28
Document Index: 112647942

Matched Legal Cases: ['Art. 17', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 50', 'Art. 83', 'Art. 113', 'Art. 116', 'Art. 106', 'Art. 30', 'BGE', 'Art. 108', 'Art. 108']

2C_969/2011 (29.11.2011)
2C_969/2011
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 4. Kammer, vom 22. Oktober 2011.
Die kosovarische Staatsangeh�rige X.________ (geb. 1984) heiratete Ende 2004 einen in der Schweiz niedergelassenen Landsmann, worauf ihr eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei diesem erteilt wurde. Die eheliche Gemeinschaft wurde im August 2007 aufgegeben, die Ehe am 5. M�rz 2008 geschieden. Die am 5. September 2008 noch gest�tzt auf das alte Recht (Art. 17 Abs. 2 des Bundesgesetzes �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder; ANAG) verf�gte Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung erwuchs mit dem Urteil des Bundesgerichts 2D_23/2009 vom 24. Juli 2009 in Rechtskraft. Die gegen die in der Folge verf�gte Wegweisung erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos (zuletzt Urteil des Bundesgerichts 2D_56/2010 vom 26. Mai 2011 [BGE 137 II 305]).
Am 6. Juli 2011 ersuchte X.________ erneut um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Das Migrationsamt des Kantons Z�rich wies das als Wiedererw�gungsgesuch entgegengenommene Gesuch am 28. Juli 2011 ab und setzte eine Ausreisefrist auf den 5. August 2011 an. Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich am 2. September 2011 ab; was die Ausreiseaufforderung betrifft, setzte sie diesbez�glich eine Frist von zwei Monaten an, gerechnet ab der bevorstehenden Geburt des Kindes, mit welchem X.________ schwanger war. Am 4. September 2011 brachte diese eine Tochter zur Welt, wobei deren Vater (bis heute) nicht bekannt ist. Mit Urteil vom 22. Oktober 2011 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich die gegen den Rekursentscheid der Sicherheitsdirektion erhobene Beschwerde ab.
Mit als "Beschwerde Aufenthaltsbewilligung" vom 24. November 2011 bezeichnetem Schreiben stellte X.________ ein "letztes Gesuch an das Bundesgericht, sich mit meiner Beschwerde noch einmal auseinanderzusetzen".
2.1 Rechtsschriften haben die Begehren und deren Begr�ndung zu enthalten; in der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletze (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG). Die Begr�ndung hat sachbezogen zu sein; d.h. die Beschwerde f�hrende Partei hat sich mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids, die f�r dessen Ergebnis ausschlaggebend sind, auseinanderzusetzen. Sind die Eintretensvoraussetzungen nicht ohne Weiteres gegeben, ist in der Beschwerdebegr�ndung die Zul�ssigkeit der Beschwerde zu begr�nden (BGE 133 II 249 E. 1.1 S. 251; 133 II 353 E. 1 S. 356; 133 II 400 E. 2 S. 404; 134 II 45 E. 2.2.3 S. 48).
2.2 Streitig ist eine Wiedererw�gungsproblematik. Das Verwaltungsgericht hat dargelegt, dass auch im Wiedererw�gungsverfahren (trotz dessen Einleitung nach Inkrafttreten des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder; AuG [SR 142.20]) noch das ANAG zur Anwendung komme und nach Aufl�sung der Ehegemeinschaft im Sommer 2007 eine Neubeurteilung etwa unter dem Gesichtswinkel der Anspruchsnorm von Art. 50 AuG nicht in Betracht falle. Zu diesen Darlegungen (E. 3) l�sst sich der Beschwerdeschrift nichts entnehmen; sie stehen jedenfalls in Einklang mit der Rechtsprechung, und das Verwaltungsgericht hat (E. 4 seines Urteils) zutreffend erkannt, dass der Beschwerdef�hrerin kein Rechtsanspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zusteht. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist somit unzul�ssig (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Als bundesrechtliches Rechtsmittel steht h�chstens die subsidi�re Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG) offen.
Mit der Verfassungsbeschwerde kann die Verletzung von verfassungsm�ssigen Rechten ger�gt werden (Art. 116 BGG). Entsprechende R�gen sind spezifisch zu erheben und zu begr�nden (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Beschwerdef�hrerin bezeichnet nicht ausdr�cklich ein verfassungsm�ssiges Recht, das sie als verletzt erachtet. Ohnehin aber l�sst ihre Rechtsschrift jegliche Auseinandersetzung mit den Erw�gungen des Verwaltungsgerichts betreffend eine H�rtefallbewilligung gem�ss Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG (E. 5) bzw. betreffend eine Bewilligung im Ermessensbereich (E. 6) vermissen. Dazu gen�gen namentlich die allgemein gehaltenen Hinweise auf die angeblich aus ihrem famili�ren Umfeld im Kosovo zu gew�rtigenden Benachteiligungen nicht, insbesondere nachdem entsprechende Vorbringen bereits im fr�heren Wegweisungsverfahren stark relativiert worden sind (vgl. dazu BGE 137 II 305 E. 4.2 S. 311).
2.3 Auf die unzul�ssige bzw. offensichtlich einer hinreichenden Begr�ndung entbehrende (Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG) Beschwerde ist mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.