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Timestamp: 2020-02-19 00:35:33
Document Index: 79168824

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 850', '§ 850', '§ 850', '§ 124', '§ 124', '§ 124', '§ 124', '§ 101', '§ 124', '§ 124', '§ 101', '§ 159', '§ 101', '§ 124', 'BGH']

BVerwG, 24.10.1968 - III C 83.67 - dejure.org
BVerwG, 24.10.1968 - III C 83.67
https://dejure.org/1968,312
BVerwG, 24.10.1968 - III C 83.67 (https://dejure.org/1968,312)
BVerwG, Entscheidung vom 24.10.1968 - III C 83.67 (https://dejure.org/1968,312)
BVerwG, Entscheidung vom 24. Januar 1968 - III C 83.67 (https://dejure.org/1968,312)
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Verletzung des Anspruchs rechtlichen Gehörs durch den Erlass eines Urteils ohne eine mündliche Verhandlung - Verzicht auf weitere mündliche Verhandlung durch den Kläger und dessen Wirksamkeit
VG Schleswig, 12.01.1967 - 6 A 127/64
BVerwG, 02.08.1967 - III CB 83.67
NJW 1969, 252
DÖV 1969, 254
Je nach Lage des Einzelfalles können für die vom Vollstreckungsgericht zu treffende Billigkeitsentscheidung ferner von Bedeutung sein eine besondere Notlage des Gläubigers (vgl. BGH, Urt. v. 31. Oktober 1969 - V ZR 138/66, NJW 1969, 252, 253), die wirtschaftliche Situation und der Lebensstil des Schuldners, das Verhalten der Beteiligten bei der Entstehung oder der Beitreibung der Forderung sowie mögliche Belastungen, die für die Ehe des Schuldners aufgrund der Pfändung entstehen könnten (…vgl. im einzelnen Schuschke/Walker, aaO, § 850b Rn. 3;… Musielak/Becker, aaO § 850b Rn. 4, 11;… Zöller/Stöber, aaO § 850b Rn. 15).
Eine wesentliche Änderung in dem vorgenannten Sinne hat die Rechtsprechung insbesondere bejaht, wenn durch spätere Maßnahmen des Gerichts die Tatsachengrundlage der Entscheidung verändert worden war, so etwa durch die Vernehmung von Zeugen (…BSGE 44, 292 = SozR 1500 § 124 Nr. 2), die Anhörung von Beteiligten (BSG, Urteil vom 15. Dezember 1994 - 4 RA 34/94, SozSich 1995, 477), die Einholung von Behördenauskünften (…BSG SozR 1500 § 124 Nr. 3) oder die Beiziehung von Akten (BVerwG NJW 1969, 252 = DÖV 1969, 254).
Der Verbrauch der bisherigen Erklärung tritt bei einer wesentlichen Änderung der Prozeßlage automatisch ein; eines ausdrücklichen Widerrufs bedarf es nicht (Pawlak in: Hennig, Sozialgerichtsgesetz, Stand: 1998, § 124 RdNr 43;… Krasney/Udsching, Handbuch des sozialgerichtlichen Verfahrens, 2. Aufl 1997, VI. Kapitel RdNr 176;… vgl auch BSG SozR 1500 § 124 Nr. 3 S 6; BVerwG NJW 1969, 252 = DÖV 1969, 254; BVerwG Buchholz 310 § 101 VwGO Nr. 21 = DÖV 1996, 700).
Das ist zB der Fall, wenn Zeugen vernommen (…BSGE 44, 292 = SozR 1500 § 124 Nr. 2) , Beteiligte angehört (BSG Urteil vom 15.12.1994 - 4 RA 34/94 - Juris RdNr 18) , Auskünfte eingeholt (…BSG Beschluss vom 31.5.1978 - 12 BK 20/77 - SozR 1500 § 124 Nr. 3) oder Akten beigezogen werden (BVerwG Urteil vom 24.10.1968 - III C 83.67 - NJW 1969, 252) .
BVerwG, 29.12.1995 - 9 B 199.95
Dem Berufungsgericht ist zwar in seinem Ausgangspunkt zuzustimmen, daß der Verzicht auf mündliche Verhandlung nach § 101 Abs. 2 VwGO eine grundsätzlich unwiderrufliche Prozeßhandlung darstellt (vgl. BVerwG, Urteil vom 24. Oktober 1968 - BVerwG III C 83.67 - NJW 1969, 252; Beschluß vom 17. Januar 1977 - BVerwG 6 B 22.76 - Buchholz 232 § 159 BBG Nr. 6).
Es hat deshalb den Verzicht auf mündliche Verhandlung als nicht mehr wirksam oder gegenstandslos angesehen, wenn nach dem Verzicht ein Beweisbeschluß ergeht, den Beteiligten durch Auflagenbeschluß eine Stellungnahme abgefordert wird oder Akten zu Beweiszwecken beigezogen werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 24. Oktober 1968, a.a.O.).
BVerwG, 17.09.1998 - 8 B 105.98
Verwaltungsprozeßrecht - Rechtsfolgen des Ergehens eines Beweisbeschlusses nach …
In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist anerkannt, daß der Verzicht auf eine mündliche Verhandlung nach § 101 Abs. 2 VwGO dann nicht mehr wirksam ist, wenn nach diesem Verzicht ein Beweisbeschluß ergeht, den Beteiligten durch einen Auflagenbeschluß eine Stellungnahme abgefordert wird oder Akten zu Beweiszwecken beigezogen werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 24. Oktober 1968 - BVerwG III C 83.67 - NJW 1969, S. 252; Urteil vom 14. Februar 1962 - BVerwG V C 88.61 - BVerwGE 14, 17 19).
BVerwG, 20.07.1970 - VI CB 25.68
Ein Sachverhalt, in dem nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts - vgl. u.a. BVerwGE 14, 17; 22, 271 und BVerwG in NJW 1969, 252 - ein Verzicht auf (weitere) mündliche Verhandlung nicht mehr wirksam ist, lag ebenfalls nicht vor.
BSG, 26.08.2005 - B 9a V 23/05 B
Einverständnisses zur Entscheidung durch Urteil ohne mündliche Verhandlung im …
Die nachträgliche Beiziehung von Akten bedingt aber jedenfalls dann keine (wesentliche) Änderung der Sach-, Beweis- und Rechtslage (vgl BSG, Urteil vom 11. November 2003 - B 2 U 32/02 R -, NZS 2004, 660 ;… BSG SozR 3-1500 § 124 Nr. 4; BVerwG NJW 1969, 252), wenn diese Akten - wie hier - den Beteiligten bereits als Gegenstand des erstinstanzlichen Verfahrens bekannt sind.
Denn nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist eine Verzichtserklärung durch eine nachfolgende gerichtliche Entscheidung "verbraucht", die die Endentscheidung wesentlich sachlich vorbereiten soll; um eine solche Entscheidung handelt es sich auch bei einem Beweis- oder Auflagenbeschluß (vgl. Urteile vom 14. Februar 1962 - BVerwG 5 C 88.61 - in BVerwGE 14, 17 [BVerwG 14.02.1962 - V C 88/61]; vom 28. Oktober 1965 - BVerwG 8 C 1.65 - in BVerwGE 22, 271 [BVerwG 28.10.1965 - VIII C 1/65]; vom 28. November 1966 - BVerwG 3 C 82.65 - in ZLA 1967, 137 und vom 24. Oktober 1968 - BVerwG 3 C 83.67 - in NJW 1969, 252).
BVerwG, 12.08.2005 - 8 B 45.05
Nichtzulassungsbeschwerde wegen Verfahrensfehlern und grundsätzlicher Bedeutung …
Auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, wonach der Verzicht auf mündliche Verhandlung nicht mehr wirksam ist, wenn nach dem Verzicht ein Beweisbeschluss ergeht, den Beteiligten durch Auflagenbeschluss eine Stellungnahme abgefordert wird oder Akten zu Beweiszwecken beigezogen werden (Urteil vom 24. Oktober 1968 - BVerwG 3 C 83.67 - in NJW 1969, 252), kann sich die Beschwerde nicht stützen, da derartige prozessuale Maßnahmen seitens des Tatsachengerichts nicht nach der Erklärung des Verzichts erfolgt sind.
BVerwG, 17.01.1977 - 6 B 22.76
Grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache - Anwendbarkeit der …
Ein Sachverhalt, in dem nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwGE 14, 17; 22, 271 [BVerwG 28.10.1965 - VI C 98/63]und Urteil vom 24. Oktober 1968 - BVerwG III C 83.67 - [NJW 1969, 252]) ein Verzicht auf mündliche Verhandlung nicht mehr wirksam ist, weil er vor Erlaß des abschließenden Urteils durch eine die Endentscheidung vorbereitende gerichtliche Entscheidung (Beweisbeschluß, Auflagenbeschluß, Herbeiziehung von Akten zu Beweiszwecken) bereits verbraucht ist, liegt ebenfalls nicht vor.
VG Augsburg, 30.08.2012 - Au 2 K 11.936
Eine vor Inkrafttreten eines Bebauungsplans im Innenbereich gelegene bebaubare …
BFH, 05.03.1986 - I R 28/81
VG Augsburg, 30.08.2012 - Au 2 K 11.897
Straßenausbaubeitragsrecht Verbesserungsmaßnahme; Herstellung von unselbständigen …
BVerwG, 09.04.1986 - 8 B 10.86
BGH, 04.12.1989 - RiZ(R) 4/89
Einverständnis mit einer Entscheidung ohne mündliche Verhandlung - Wesentliche …
BVerwG, 22.02.1980 - 7 B 8.80
VGH Hessen, 10.12.1974 - II OE 46/74