Source: http://www.24-stunden-pflege.net/thema/33-stgb
Timestamp: 2019-12-10 14:22:48
Document Index: 166016442

Matched Legal Cases: ['§ 33', 'BGH', '§ 33', '§ 33', '§ 33', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§19', '§ 13', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 33', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 33', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

33 Stgb | 36-teilig
Selbstverteidigung, § 33 StGB. Nachfolgend finden Sie eine Darstellung der Rechtsprechung des BGH zu § 33 StGB. 33 StGB - Überschreitung der Selbstverteidigungs-/Notwehrüberschreitung. Es gelten die Bestimmungen des § 33 StGB. Gegenwärtiger und historischer Volltext des § 33 StGB.
33 StGB - Überschreiten der Selbstverteidigung
33 StGB rechtfertigt Straflosigkeit nur für diejenigen, die als unrechtmäßig angegriffene Person den Täter aus Verwechslung, Angst oder Entsetzen bei der Übertretung seiner Selbstverteidigungsbefugnisse verletzen oder gar töten; sie geht daher von einer Situation der Selbstverteidigung aus (vgl. BGH Nr. 1987, S. 291, 292 MG.). N.; UStZ-RR 2002, 203, 204; Bundesgerichtshof, Urt. v.
23.1. 2003 - 4 SR 267/02 - NCC 2003, 599). Vorraussetzung ist das Vorliegen einer sachlich vorgegebenen Selbstverteidigungssituation; in Fällen der so genannten mutmaßlichen Selbstverteidigung, d.h. unter anderem in einer fälschlicherweise vermuteten Selbstverteidigungssituation (vgl. Fischer loc. cit., 32 Rn. 51 mwN) ist die Bestimmung des 33 StGB nicht anzuwenden (st. Rspr. ; siehe etwa BGH, Urt. v.).
24.10. 2001 - 3 SStR 272/01 - Nordrhein-Westfalen 2002, 141; BGH, Urt. v. 18.4. 2002 - 3 StrR 503/01 - STZ-RR 2002, 203, 204; Bundesgerichtshof, ord. vom 23.1. 2003 - 4 SStR 267/02 - Nordrhein-Westfalen 2003, 599, 600, je mwN; BGH, Beschluss vom 1.3. 2011 - 3 SStR 450/10 - Nordrhein-Westfalen 2011, 630; siehe auch LK/Zieschang a.a.O.
MüKostGB/Erb AO, 33 marginaler §19; BeckOK StGB/Heuchemer, 33 marginaler § 13; Motsch, Der stranlose Notwehrexzess, 2003, p. 39). Der asthenische Affekt muss auch die Ursache dafür sein, dass der Angreifer die Grenze der Selbstverteidigung überschritten hat (BGH, Urt. v. 48 mwN) und zur Selbstverteidigung: 32 StGB --> Abs. 15 ff. 33 StGB hört nicht auf, wenn der Angreifer den Anschlag aus juristischen Erwägungen herbeigeführt hat oder wenn er dem Anschlag hätte entgehen können.
Stattdessen ist ihre Anwendbarkeit prinzipiell auch dann möglich, wenn aufgrund der vom Angreifer verschuldeten Selbstverteidigungssituation nur ein beschränktes Selbstverteidigungsrecht nach 32 StGB vorliegt, sofern der Angreifer die Grenze der (eingeschränkten) Selbstverteidigung aus Gründen der Verwechslung, Angst oder des Terrors übersteigt (vgl. BGH, Urt. v.). 27.10. 2015 - 3 StR 199/15 ob in solchen Situationen, in denen die Abwehrmaßnahme in einem krassen Verhältnis zu der durch den Anschlag bedrohten Verletzung von Rechten steht, die Anwendbarkeit der Bestimmung des 33 StGB sowie das Recht auf Selbstverteidigung ausgeschlossen ist (siehe z.B. NK StGB-KindhäuseraO, 33 Rn. 15; Stkg.
33 Rn. 14; S/S-Perron a.a.O., 33 Rn. 17; Roxin, Strafgesetz AT, Vierte Ausgabe. 22 Rn. 79; Cool, Strafgesetz AT, siebte Auflage. 12 Rn. 150; Jacobs, Strafgesetz AT, Zweite Auflage. Abschnitt Nr. 28; Diederich, Verhältnis und Grenzen des punnlosen Notentextes, 2001, p. 73 ff.; LK/Zieschang AO, 33 marginal 33; Fischer AO, 33 marginal 8; S. GS-StGB/Duttge, 3rd ed.
33 StGB begünstigt den Straftäter, der aus einer der dort erwähnten Asthmaerkrankungen herauswirkt, nur solange, bis die Situation der Selbstverteidigung und die Gefahr des Angriffs endlich ausgeräumt ist (RGSt 21, 189 ff.; 54, 36, 37; 62, 76, 77; BGH NJW 1968, 1885; BGH NStZ 1987, 20; BGH NStE Nr. 3 bis § 33 StGB; BGH, Urt. v.
24.10. 2001 - 3 SR 272/01 - NCC 2002, 141). 33 StGB geht davon aus, dass bei der Durchführung aller Abwehrmaßnahmen, die unter 33 StGB fällt, eine Selbstverteidigungssituation, d.h. ein aktueller Anschlag, gegeben ist (vgl. BGH 1987, S. 22; 2002, 141, 142; BGH, Urt. v.).
13.11. 2008 - 5 StR 384/08 - Nordrhein-Westfalen 2009, 70; BGH, Beschluss vom 1.3. 2011 - 3 StR 450/10; Fischer, StGB 55. Auflage § 33 Abs. 2). Dies wird auch dann unterstellt, wenn die Angriffsintensität bereits mit den über das geforderte Ausmaß hinausgehenden Selbstverteidigungsmaßnahmen abgenommen hat oder die sofortige Repetition des Angriffes zu fürchten ist (vgl. BGH Nr. 1987, S. 22; BGHR StGB 33 Nr. 1; BGH, Beschl. v. 27.8. 2003 - S. 327/03; BGH, Urt. v.).
13.11. 2008 - 5 SR 384/08 - NCC-RR 2009, 70). Nach der herrschenden Auffassung gilt 33 StGB nicht für die so genannten mutmaßlichen Notwehr-Exzesse (siehe BGH Nr. 267/02 - 599; vgl. auch Beweis bei Lenckner/Perron in Schönke/Schröder StGB Nr. 226/St. aufl. 33 Abs. 8).
Es muss nicht jedes Furchtgefühl den Furchtbegriff im Sinn des 33 StGB erfüllen, sondern es muss eine durch das Bedrohungsgefühl verursachte Störung gegeben sein, bei der der Straftäter die Ereignisse nur in wesentlich geringerem Umfang bearbeiten kann (vgl. unter anderem BGHR StGB 33 Abs. 2 und Abs. 2; BGH NStZ-RR 1997, 66; BGH, Entscheidung vom 21.3. 2001 - 1 StR 48/01 - NJW 2001, 3200).
Dabei wird berücksichtigt, dass der Täter für die Konsequenzen einer übermäßigen Verteidigung allein verantwortlich ist, wenn seine Handlungen eine jener Emotionen (Verwirrung, Angst oder Schrecken) auslösen, die den Täter über die Grenze der Selbstverteidigung hinausgeführt haben (BGH StV 1999, 145, 146/147; BGH, Entscheidung vom 21.3.2001 - 1 StR 48/01 -NJW 2001, 3200).
Das Überschreiten der Grenzwerte der Selbstverteidigung aus Angst ist zu entschuldigen, wenn der Straftäter einen psychischen Notstand hat, der durch das Empfinden einer solchen Störung hervorgerufen wird, dass er die Ereignisse nur in wesentlich geringerem Umfang bearbeiten kann (BGH, Urt.v. 30.5. 1996 - 4 StR 109/96 - NStZ-RR 1997, 65 f. mwN; BGH, Urt. v.
Obwohl die Todesfurcht des Beklagten die Anforderungen des 33 StGB erfuellt (vgl. BGH, Entscheidung vom 27.8. 2003 - 1StR 327/03; BGH NStZ-RR 2004, 11 ), kann sie nicht mit dem Ausdruck Angst gleichgesetzt werden, so dass auch ein Gefühl der Angst darunter zur Anwendbarkeit dieser Bestimmung führt (vgl. BGH, Entscheidung vom 21.6. 2006 - 2SR 109/06).
Das Überschreiten der Grenzwerte der Selbstverteidigung aus Angst ist zu entschuldigen, wenn der Straftäter einen psychischen Notstand hat, der durch das Empfinden einer solchen Störung hervorgerufen wird, dass er die Ereignisse nur in wesentlich geringerem Umfang bearbeiten kann (BGH, Urt.v. 30.5. 1996 - 4 NStZ 109/96 - NStZ-RR 1997, 65 f. mwN; BGH, Urt. v.