Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202007,%20520
Timestamp: 2019-09-21 10:26:56
Document Index: 333210254

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 233', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 60']

Rechtsprechung: VersR 2007, 520 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 10.05.2006
https://dejure.org/2006,805
BGH, 14.06.2006 - IV ZB 18/05 (https://dejure.org/2006,805)
BGH, Entscheidung vom 14.06.2006 - IV ZB 18/05 (https://dejure.org/2006,805)
BGH, Entscheidung vom 14. Juni 2006 - IV ZB 18/05 (https://dejure.org/2006,805)
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Notierung der Berufungspflicht - Umfang der Überprüfungspflicht des Anwalts
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsbegründungsfrist; Fehlerhafte Berechnung der Frist zur Berufungsbegründung; Verpflichtung des Anwalts zur persönlichen Überprüfung der Fristen
Zur anwaltlichen Fristenkontrolle
Pflicht zur Prüfung des Fristenkalenders?
Berufungsbegründungsfrist - Überprüfung durch Anwalt
Berufungsbegründungsfrist - Überprüfung der Eintragung im Fristenkalender durch Anwalt
Erledigte Frist in Handakte - Kontrolle im Fristenkalender?
"Notiert"-Vermerk in Akte reicht
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LG Leipzig, 30.11.2004 - 5 O 3776/04
OLG Dresden, 03.03.2005 - 10 U 2308/04
NJW 2006, 2778
ZIP 2006, 1604
MDR 2007, 120
FamRZ 2006, 1370
VersR 2007, 520
AnwBl 2006, 670
aa) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist die Eintragung der Frist im Fristenkalender grundsätzlich durch einen Erledigungsvermerk kenntlich zu machen (vgl. dazu insbesondere Beschlüsse vom 5. Februar 2003 - VIII ZB 115/02 - NJW 2003, 1815, 1816; vom 22. Januar 2008 - VI ZB 46/07 - NJW 2008, 1670, 1671 und vom 14. Juni 2006 - IV ZB 18/05 - NJW 2006, 2778, 2779).
Andernfalls wäre die zulässige Einschaltung von Bürokräften in die Fristenüberwachung weitgehend sinnlos (BGH, Beschluss vom 14. Juni 2006 - IV ZB 18/05, NJW 2006, 2778 Rn. 6 mwN).
Bisher habe es der Bundesgerichtshof demgegenüber genügen lassen, wenn sich ein Rechtsanwalt allein aufgrund der in seiner Handakte befindlichen Vermerke von der ordnungsgemäßen Fristennotierung überzeuge (vgl. dazu BGH, Beschlüsse vom 8. Februar 2010 - II ZB 10/09 - MDR 2010, 533 m. w. N.; 14. Juni 2006 - IV ZB 18/05 - VersR 2007, 520 Rn. 6).
Danach hat er auch die richtige Notierung einer Berufungsbegründungsfrist zu überprüfen, wenn ihm die Handakten zwecks Anfertigung der Berufungsschrift vorgelegt werden (vgl. BGH FamRZ 2004, 696, juris Tz. 6; FamRZ 2004, 1183, juris Tz. 5; FamRZ 2005, 435, juris Tz. 8 ff.; Beschlüsse vom 13. und 19. April 2005 - VIII ZB 77/04 und X ZB 31/03, BRAK-Mitt 2005, 181, Volltext bei juris; NJW 2006, 2778, juris Tz. 6; NJW 2008, 1670, juris Tz. 6; MDR 2010, 533, juris Tz. 7; NJW 2011, 1597, 1598 Tz. 12;… Zöller/Greger, ZPO 29. Aufl. 2012, § 233 Rdn. 23, Stichwort "Fristenprüfung").
BPatG, 06.12.2007 - 10 W (pat) 5/05
Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung besteht ein derartiger enger Zusammenhang zwischen den Fristen zur Einlegung und zur Begründung einer Berufung (vgl. die BGH-Beschlüsse FamRZ 2004, 1183 und NJW 2006, 2778 m. w. N.).
https://dejure.org/2006,1716
BGH, 10.05.2006 - XII ZB 145/05 (https://dejure.org/2006,1716)
BGH, Entscheidung vom 10.05.2006 - XII ZB 145/05 (https://dejure.org/2006,1716)
BGH, Entscheidung vom 10. Mai 2006 - XII ZB 145/05 (https://dejure.org/2006,1716)
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Pflicht eines Rechtsanwalts zur Bestellung eines Vertreters für die Fertigung von fristwahrenden Schriftsätzen bei dem Auftreten einer vorhersehbaren Erkrankung; Verschulden der Versäumung einer Frist bei Vorhersehbarkeit einer oft aufgetretenen Sehstörung
Pflichten bei vorhersehbarer Erkrankung
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Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 10.05.2006, Az.: XII ZB 145/05 (Pflichten bei vorhersehbarer Erkrankung)" von RA Holger Grams, original erschienen in: BRAK-Mitt 2006, 168.
AG Meppen, 12.03.2004 - 8 C 1479/03
LG Osnabrück, 14.06.2005 - 1 S 286/04
NJW 2006, 2412
MDR 2006, 1362
FamRZ 2006, 1106
Danach schließt die Krankheit eines Prozessbevollmächtigten das Verschulden an einer Versäumung einer Frist nur dann aus, wenn die Erkrankung für den Prozessbevollmächtigten nicht vorhersehbar war (BGH, Beschluss vom 10. Mai 2006 - XII ZB 145/05, NJW 2006, 2412 Rn. 6 mwN).
Leidet der Prozessbevollmächtigte an einer Krankheit, die sporadisch und plötzlich zu akuten Erkrankungszuständen führt, muss er im allgemeinen damit rechnen, dass die plötzlichen Erkrankungszustände erneut auftreten können; er ist deshalb verpflichtet, Vorkehrungen zu treffen, dass im Falle seiner Erkrankung ein Vertreter die notwendigen Prozesshandlungen vornimmt (vgl. BGH, Beschluss vom 26. Februar 1996 - II ZB 7/95, NJW 1996, 1540, 1541; Beschluss vom 10. Mai 2006 aaO Rn. 7).
Es gehört zu seinen berufsständischen Sorgfaltspflichten, für diesen Fall durch die Bestellung eines Vertreters vorzusorgen (vgl BFH, Beschlüsse vom 16.5.1984 - IV R 68/81; 27.8.1985 - III R 285/84; beide juris; BGH, Beschlüsse vom 24.10.1985 - VII ZB 16/85, VersR 1985, 1189, juris; 26.11.1998 - IX ZB 84/98, AnwBl 1999, 227, juris; 17.3.2005 - IX ZB 74/04, juris; 10.5.2006 - XII ZB 145/05, FamRZ 2006, 1106 = NJW 2006, 2412, juris; BVerwG, Beschluss vom 3.9.2003 - 7 B 74/03, Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 250, juris; BSG, Beschluss vom 14.7.2004 - B 11 AL 91/04 B, juris).