Source: https://digital.zlb.de/viewer/image/16063196/1/
Timestamp: 2020-04-07 21:30:10
Document Index: 86302399

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 12', '§ 6', '§ 40', '§ 4', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 40', '§ 6', '§ 6', '§ 12', '§ 40', '§ 6', '§ 36', '§ 40', '§ 40', '§ 36', '§ 7', '§ 6', '§ 2', '§ 4', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 4', 'BGH', '§ 4', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', '§ 6', '§ 36', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 12', '§ 12', '§ 12', '§ 36', '§ 12', '§ 39', '§ 47', '§ 2', '§ 12', '§ 39', '§ 12', '§ 2', '§ 36', '§ 6', '§ 2']

Planen und Bauen im Bestand bei Freianlagen / Erhard, Fritz - intranda GmbH
Planen und Bauen im Bestand bei Freianlagen / Erhard, Fritz
Planen und Bauen im Bestand bei Freianlagen : Hinweise und Beispiele zur Honorarermittlung / Herausgeber: Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla ; Verfasser: Fritz Erhard
Berlin: BDLA, 2015
Datum des Herunterladens: 24.8.2016
Deutschland ; Bauleistung ; Honorar ; Online-Publikation
Kws 435 Bauen: Bauleistungen
urn:nbn:de:kobv:109-1-8328338
bei Freianlagen
Hinweise und Beispiele zur Honorarermittlung
Telefon: (030) 27 87 15-0
Fax: (030) 27 87 15 55
Fritz Erhard, Dipl.-Ing. (FH)
Am Unteren Gries 15
Titelbild: ULAP-Platz Berlin-Mitte,
Für einen Großteil der Landschaftsarchitekten stellt das Planen und Bauen im Bestand einen Arbeitsschwerpunkt dar. Mit
der HOAI 2013 gibt es dazu endlich auch für die Freianlagen
klare Regelungen. In der Praxis stellt sich allerdings häufig die
Frage nach der konkreten Anwendung dieser Bestimmungen.
Der bdla möchte mit dieser Handreichung Auftraggebern und
Auftragnehmern Hilfestellungen für die Praxis und die Vertragsgestaltung geben.
Alle im Bestand tätigen Planer wissen, welchen erheblichen
Mehraufwand das Planen und Bauen im Bestand im Vergleich
zum Neubau in der Regel bedeutet. Da die Bewertung der
Grundleistungen nach den Honorartafeln der HOAI für den
Neubau erfolgt, ist es nur folgerichtig, dass ein Zuschlag für
Umbau und Modernisierung zu erfolgen hat und dass die mitzuverarbeitende Bausubstanz anrechenbar ist.
Ein grundsätzliches Verständnis für die Thematik und die
Rechenansätze ist unbedingt notwendig. Hierbei helfen die
nun vorliegenden Anwenderhinweise sehr. Es bleibt aber den
Vertragspartnern nicht erspart, die Vereinbarungen und Vergütungsregelungen auf den Einzelfall bezogen zu ermitteln.
Hierfür bieten die Fallbeispiele eine gute Grundlage. Die Kriterien für den Umbau- und Modernisierungszuschlag und deren
Gewichtung werden anhand der unterschiedlichen Projekte
deutlich. Für die Ermittlung der mitzuverarbeitenden Bausubstanz schaffen die verschiedenen Mengenermittlungen und die
Ansätze für die Faktoren eine Basis für die praktische Arbeit.
Unser Dank gilt dem Verfasser der Hinweise zum Planen und
Bauen im Bestand von Freianlagen, dem öffentlich bestellten
und vereidigten Honorarsachverständigen Dipl.-Ing. (FH) Fritz
Erhard, Landschaftsarchitekt bdla, Lenggries.
Landschaftsarchitekt bdla,
Fachsprecher Ökonomie des Bundes Deutscher
Allgemeine Einführung .......................................................................................................... 5
Grundsätze der Anwendung .................................................................................................... 5
Umbau- und Modernisierungszuschlag ..................................................................................... 5
Kernsätze aus der amtlichen Begründung ................................................................................ 5
Erläuterungen zur Prüfung der Voraussetzungen ....................................................................... 5
Erläuterungen zur Ermittlung und Bemessung des Zuschlags ...................................................... 6
Zuschlagsermittlung bei Honorarzone IV bis V .......................................................................... 6
Schritte zur Ermittlung des Umbauzuschlags bei Freianlagen ...................................................... 6
Berücksichtigung der mitzuverarbeitenden Bausubstanz (mvB) .................................................... 8
Kernsätze aus der amtlichen Begründung ................................................................................ 8
Erläuterungen zu den Anrechenbarkeitsvoraussetzungen ............................................................ 8
Ausschlusskriterien für mitzuverarbeitende Bausubstanz ........................................................... 8
Ermittlung des Werts mitzuverarbeitender Bausubstanz bei Freianlagen ...................................... 8
Identifizierung, Mengenbestimmung, Kosten und Abminderungsfaktor ........................................... 9
Der Zustandsfaktor .............................................................................................................. 9
Der Leistungsfaktor ............................................................................................................ 10
Der Abminderungsfaktor ...................................................................................................... 10
Fallbeispiele ....................................................................................................................... 11
Allgemeine Erläuterungen ..................................................................................................... 11
Beispiel Bauwerks- und Dachbegrünung .................................................................................. 12
Beispiel Hausgarten, Umgestaltung Vorgarten ......................................................................... 13
Doppelbeispiel Spielplatzinstandsetzung und -umgestaltung ....................................................... 14
Beispiel Wohnumfeld ........................................................................................................... 15
Beispiel Schul- und Pausenhof ............................................................................................... 16
Beispiel Sportanlagen – Umbau/Konversion ............................................................................. 17
Beispiel Sportanlagen – Erneuerung Rasentragschicht .............................................................. 18
Beispiel Umgestaltung öffentliche Grünanlage .......................................................................... 19
Beispiel Außenanlage zu einem Neubau im Park ........................................................................20
Beispiel Fußgängerbereiche ..................................................................................................21
Beispiel Stadtplatz ..............................................................................................................22
Beispiele von Einzelelementen mitzuverarbeitender Bausubstanz als
Bestandteil von Freianlagen ..................................................................................................23
Instandsetzungen und Instandhaltungen ..................................................................................25
Regelungen der HOAI 2013 ..................................................................................................25
Anwendungsbereich ............................................................................................................25
Instandsetzungen ................................................................................................................25
Beispiel Instandsetzung – Sportanlagen Belagserneuerung – nur Deckschicht ...............................25
Instandhaltungen ................................................................................................................25
Vergütungsgrundsätze gemäß § 12 HOAI ................................................................................26
Anwendung der Zuschlagsregelung gemäß § 12 Abs. 2 HOAI bei Freianlagen ................................26
Zusammenstellung der einschlägigen Regelungen der HOAI 2013 zum Planen
und Bauen im Bestand bei Freianlagen .....................................................................................26
Kostengliederung DIN 276 der mitzuverarbeitenden Bausubstanz .................................................28
Musterkostenberechnung .....................................................................................................29
Arbeitsblatt zur Ermittlung von Umbauzuschlag und mitzuverarbeitender
Bausubstanz .......................................................................................................................30
Literatur- und Quellenverzeichnis ..........................................................................................31
bei Freianlagen honorarwirksam und sind, wie stets, einzelfallbezogen zu betrachten und schriftlich zu vereinbaren.
Ob eine Koppelung von Umbauzuschlag und mitzuverarbeitender Bausubstanz gegeben ist, mag im Einzelfall zu prüfen
sein, weil in der Praxis durchaus Objekte ausschließlich mit
Umbauzuschlag geregelt sein könnten. Nicht die Höhe des
Umbauzuschlags ist preisrechtlich vorgegeben, sondern dessen Vereinbarung.
Die neuen normativen Bestimmungen der HOAI 2013 zum
Bauen im Bestand schaffen einheitliche Regelungen für alle
Objektplanungen. Da für den Bereich der Freianlagen schon
immer im Bestand gearbeitet wurde, aber keine hinreichenden Vorschriften zur Honorierung entsprechender Planungsleistungen bestanden, ist hier eine begrüßenswerte Klarstellung erfolgt.
Der Begriff „Bauen im Bestand“ war – historisch betrachtet – meist rein bauwerkstechnisch besetzt. Die Gewerke
der Freianlagen beinhalten jedoch eine hohe Entsprechung,
welche in ähnlichen Merkmalen wie geplanten, geschaffenen
und tradierten/historischen Objekten verdeutlicht werden.
Die Unterscheidung zu Gebäuden liegt bei Freianlagen
vor allem in der Verwendung von Materialien und Werkstoffen, welche durch organisch-biologische Komponenten wie
beispielsweise Rasen, Pflanzungen oder Gewässer geprägt
sind. Weil jene Bestandteile, zugleich umgangssprachlich vereinfacht, als „Natur“ oder „Landschaft“ bezeichnet werden,
erschwert dies die sachliche Auseinandersetzung der Vertragspartner, insbesondere deshalb, weil dadurch keinerlei
Übereinstimmung mit den gleichnamigen Begriffen und Definitionen des Bestands in der HOAI gegeben ist.
In der Praxis bedarf es nicht nur der Kenntnis der einschlägigen Regelungen, sondern auch einer verständlichen,
auf den Einzelfall bezogenen, nachvollziehbaren Umsetzung
im Architektenvertrag. Eine Herleitung aus typologischen Objekten und verbreiteten Fallgestaltungen erleichtert dabei die
Argumentation der Vertragspartner und mindert den nicht
unerheblichen Aufwand einer sachgerechten Durchdringung
dieses schwierigen Themas. Als richtungsweisend und grundsätzlich ist hierzu die Veröffentlichung „HOAI – Planen und
Bauen im Bestand“ der gleichnamigen AHO-Fachkommission
(Oktober 2014/Heft 1 der Schriftenreihe) mit dem Fachbeitrag Freianlagen (Kapitel 5 und 10.4) zu erwähnen.
Die nun praxisorientiert weiterentwickelten Anwenderhinweise bauen einerseits darauf auf und unterliegen andererseits sowohl einer dem besseren Verständnis dienenden
Vereinfachung als auch der Hervorhebung der Objektplanung
Die Handhabung und Vorgehensweise ist angesichts der
neuen Begriffe, wie zum Beispiel „Abminderungsfaktor“ oder
„Mitverarbeitung“, mit verständlichen Unsicherheiten verbunden und bedürfen einer Arbeitshilfe, wenngleich bei Freianlagen gegenüber der Gebäudeplanung eine vereinfachte
Umsetzung zu empfehlen ist.
Als wesentliche Schwerpunkte seien deshalb die Anrechenbarkeit der mitzuverarbeitende Bausubstanz (mvB) und die
aufwandsorientierte Zuschlagsvereinbarung bei Umbau und
Modernisierung hervorgehoben. Beide Komponenten werden
Die Honorarermittlung für Leistungen beim Planen und Bauen
im Bestand setzt sich aus zwei zentralen Regelungen zusammen:
· dem Umbau- und Modernisierungszuschlag nach § 6 Abs.
3 HOAI resp. § 40 Abs. 6 HOAI bei Freianlagen,
· der Berücksichtigung der mitzuverarbeitenden Bausubstanz
nach § 4 Abs. 3 HOAI.
Kernsätze aus der amtlichen Begründung
„Mit dem Umbau- und Modernisierungszuschlag auf das aus
den Honorartafeln ermittelte preisrechtlich zulässige Honorar
sollen die erhöhten Schwierigkeiten und Aufwände der Planungsaufgabe bei Bestandsobjekten berücksichtigt und honoriert werden.“
„Im Regelfall ist davon auszugehen, dass sowohl der Umbauzuschlag als auch der Wert mitzuverarbeitender Bausubstanz
honorarwirksam werden, ‚wenn die dafür in der HOAI festgelegten Voraussetzungen erfüllt sind‘.
Es ist aber zugleich im Einzelfall zu prüfen, ob die Voraussetzungen tatsächlich gegeben sind, da beispielsweise Freianlagenplanungen im Bestand erfolgen können, ohne dass die
Voraussetzungen für einen Umbau (‚… wesentliche Änderung
oder Eingriff in den Bestand‘) gegeben sein müssen.“
Erläuterungen zur Prüfung der Voraussetzungen
Demnach ist ein Umbau dann gegeben, wenn entweder in
Konstruktion oder Bestand in wesentlicher Form eingegriffen
wird. Die Formulierung „oder“ bedeutet nicht kumulativ. Ob
ein Eingriff in den Bestand als „wesentlich“ zu bewerten ist,
hängt vom Einzelfall ab und ist vorab stets zu überprüfen. Als
Schritte zur Ermittlung des Umbauzuschlags
„wesentlich“ dürften Veränderungen von mehr als 15 – 20 %
gelten (beispielsweise bei Freianlagen über leicht nachvollziehbare Flächenänderungen).
Merksatz zur Voraussetzungsprüfung für den Umbauzuschlag: Es muss ein Eingriff in den Bestand eines vorhandenen
Objekts gegeben sein, dessen wesentliche Bestandteile in das
zu planende Objekt eingebunden werden.
Somit ist eine Abgrenzung zum Sachverhalt „Freimachen,
Abriss und Neuanlage“ eindeutig bestimmbar. Es ist grundsätzlich nach Art der Objekte, wie zum Beispiel Freianlagen,
Verkehrsanlagen, Ingenieurbauwerke zu differenzieren.
• Analyse des Objekts und der Planungsaufgabe
· Vorhandensein eines Objekts als Bestand (§ 2 Abs. 1)
· durch Bauleistung hergestellt (§ 2 Abs. 7)
· Objekt nach DIN 276 KG 500 oder andere Objekte
• Zuordnung zu § 2 Abs. 5, 6 und 8 HOAI Begriffsbestimmung
· Umbau, Modernisierung oder Instandsetzung
· bei Umbau
– Eingriff / Änderung: in Konstruktion
– wesentlich oder unwesentlich
· bei Modernisierungen:
– Maßnahmen erforderlich
– zur nachhaltigen Erhöhung des Gebrauchswerts
· bei Instandsetzungen:
– Wiederherstellung / Erhaltung des Sollzustands
Erläuterungen zur Ermittlung und Bemessung
des Zuschlags
Sind gemäß den Legaldefinitionen des § 2 Abs. 5, 6 und
8 HOAI die Voraussetzungen für einen Zuschlagsanspruch
gegeben, so ist im nächsten Schritt die Höhe des Zuschlags
nachvollziehbar zu ermitteln.
Hinsichtlich der Zuschlagsbemessung ist darauf zu verweisen, dass die Schwierigkeitskriterien des Umbauzuschlags
mit den Bewertungsmerkmalen der Planungsanforderungen
nach § 40 Abs. 2 HOAI nur bedingt gleichgesetzt werden
Die Zuschlagshöhe ist unabhängig von der Honorarzone
Der Verordnungsgeber bestimmt zudem in § 6 Abs. 2 klar,
dass der Zuschlag unter „Berücksichtigung des Schwierigkeitsgrads der Leistungen“ zu vereinbaren ist, insbesondere
sind die Erschwernisse als Bemessung der Zuschlagshöhe
In schwierigen Einzelfällen ist es empfehlenswert, die Vorgehensweise zur Bestimmung der Zuschlagshöhe sachlich
nachvollziehbar, zum Beispiel anhand einer tabellarischen
Wertung, darlegen zu können. (Tabelle Seite 6)
Ermittlung des Zuschlags nach § 6 Abs. 5 HOAI
• Erfassen der 5 Leistungskategorien
· Integration, Flexibilität, Risiko, Komplexität, Organisation
• Bewertung und Wichtung des Aufwands/Schwierigkeitsgrades
nach Klassifizierungen von „kein“ bis „sehr viel“ in Prozentpunkten
• Summenbildung und Ermittlung Zuschlagshöhe in %
• Prüfen des Sachverhalts nach § 12 Abs. 2 (Instandsetzung)
Schriftliche Vereinbarung des Umbauzuschlags
• zwingende Regelung gemäß § 40 Abs. 6 und § 6 Abs. 2 HOAI
• der Höhe nach gemäß Parteienvereinbarung im Rahmen der
Zuschlagsermittlung bei Honorarzone IV bis V
Tabelle zur Bestimmung des Zuschlags auf das Honorar
aufgrund des Mehraufwands bei Maßnahmen der
Freianlagen-Umplanung gegenüber der FreianlagenNeuplanung
Die Prozentzahlen in dieser Tabelle beziehen sich auf
eine Zuschlagshöhe bis 33 %, die für Leistungen bei
Freianlagen gemäß § 36 Abs. 2 HOAI/2013 bzw. § 40
Abs. 6 bei durchschnittlichem Schwierigkeitsgrad gilt.
Die Quantifizierung „sehr viel“ ist nur bei überdurchschnittlichem Schwierigkeitsgrad (Honorarzone IV bis V)
Sofern bei Freianlagen gemäß den Objektlisten ein überdurchschnittlicher Schwierigkeitsgrad, das heißt Honorarzone IV und V
gegeben ist, ist für die Anwendung in der Praxis auf die Amtliche
Begründung zu § 40 Abs. 6 resp. § 36 Abs. 1 zu verweisen.
„Maßgeblich ist der Schwierigkeitsgrad der konkreten Umbau- oder Modernisierungsmaßnahme im jeweiligen Einzelfall. Die Höhe des Zuschlags ist im Wege einer schriftlichen
Vereinbarung bei Auftragserteilung gemäß § 7 Absatz 1 frei
vereinbar. § 6 Absatz 2 Satz 4 gibt keinen Mindestwert vor.“
Die in der Tabelle aufgeführte Wichtung des Mehraufwands
von „kein“ bis „sehr viel“ stellt einen Anhaltswert dar, die zu vereinbarenden Prozente ermöglichen also auch Zwischenwerte,
zum Beispiel 1 – 3 oder ab 7 – x.
Tabelle entnommen aus AHO-Heft Nr. 1,
„HOAI – Planen und Bauen im Bestand“, S. 103/104
Integration – z.B.
"viel
bis max. 33%"
· Auseinandersetzung/Berücksichtigung vielfältiger Bedingungen und Zwänge im Bestand
· Berücksichtigung aus Bestandsvorgaben der Förderprogramme
· Einbindung oder Übernahme von Vorgaben aus Konstruktion, Technik und Gestaltung
· zu erhaltenden Vegetationsbestand integrieren
· zusätzliche Fachplanungen und Gutachten integrieren
· zusätzliche Maßnahmen im Bestand aufgrund behördlicher Auflagen
Flexibilität – z.B.
· Konkretisierung erst während der Ausführung nach Offenlegung (z.B. Materialwahl)
· substanzbedingt ungebräuchliche oder neue Bauverfahren/Konstruktionen
· substanzbedingt ungebräuchliche Details
· vielfache Detailänderungen/Ergänzungen und Reaktionen auf bestandsbedingte Unwägbarkeiten
· Änderungen durch vorgefundene Mängel/Schäden am Bestand und im Untergrund
· Anpassung der Substanz an gültige Vorschriften und Normen
Risiko – z.B.
· erhöhtes Haftungsrisiko für Bestandswerte
· Verkehrssicherung
· Schutz und Sicherung von fertiggestellten Teilbereichen
· Kostenermittlungsrisiko mit bestandsbedingten Unwägbarkeiten
· Terminplanung mit bestandsbedingten Unwägbarkeiten
· vorhandene Schadensbilder/Vorschädigung des Bestands
Komplexität – z.B.
· Erschwernisse bei den Kostenermittlungen
· Erschwernisse bei der Kostenkontrolle
· zusätzliche Aufmaßkontrolle überdeckter Bereiche des Bestands
· zusätzlicher Aufwand bei LV-Wertung/Nachtragsmanagement/ Rechnungsprüfung/Kostenfortschreibung durch Änderungen/Unwägbarkeiten von Unerwartetem
Organisation – z.B.
· intensive Bemusterung
· Ausführungsabwicklung bei laufendem Betrieb
· Rücksicht auf Vegetationsbestände im Baubetrieb
· Realisierung in Abschnitten
· temporäre Zwischenlösungen und deren Rückbau
· hohe Baustellenpräsenz
· längere Bauzeit
· intensive Betreuung/Information des AG während der Ausführung
· erhöhter Dokumentationsaufwand
· Vielzahl der Beteiligten aufgrund von Bestandsschutz
Maximale Zuschlagshöhe in Honorarzone I, II und III
Zuschlagshöhe in Honorarzone IV und V nach oben offen
Vereinbarter Zuschlag (Beispiel)
Die in den Tabellen genannte Gewichtung gilt für den Regelfall. Die Gewichtungen summieren sich zu einem höchstmöglichen Zuschlag für die Honorarzonen I,
II und III bei mind. durchschnittlicher Schwierigkeit bis 33 %; bei mehr als durchschnittlicher Schwierigkeit auch höher, bei weniger auch geringer. Erst wenn
keines der Erschwerniskriterien gegeben ist, kann der Zuschlag auch 0% sein oder gegen 0% gehen.
Ausschlusskriterien für mitzuverarbeitende
BERÜCKSICHTIGUNG DER MITZUVERARBEITENDEN
Gemäß den Begriffsbestimmungen zur mitzuverarbeitenden
Bausubstanz (mvB) sind in der Praxis Ausschlusskriterien zu
beachten, um jegliche Zweifel einer Anrechenbarkeit von vorneherein zu bereinigen.
Als mvB sind auszuschließen:
1. „Unbearbeitete“ Substanz (i.S. der Amtlichen Begründung),
das heißt vorhandene Bausubstanz, die nicht planerisch oder
konstruktiv bearbeitet wird. Dies ist für Sportanlagen beispielsweise der Fall, wenn zum Beispiel nur die Deckschichten erneuert werden. Die Tragschichten resp. der Unterbau stellen in
diesem Fall keine mitzuverarbeitende Bausubstanz dar.
2. Abbruch und Beseitigung von vorhandener Bausubstanz,
das heißt Leistungen nach Kostengruppe 210 DIN 276, zum
Beispiel Beseitigung von Mauern, Belägen, Roden von Bewuchs.
Diese Maßnahmen schließen jegliche Mitverwendung aus.
3. Vorhandene Vegetation ohne Schutzstatus, das heißt wilder Aufwuchs, Naturverjüngungen, sog. Sukzessionen.
4. Die Verwendung vorhandener Erdmassen, zum Beispiel
Bodenabtrag/Bodeneinbau, zählt i.S. § 2 Abs. 7 HOAI nicht zu
den Kosten mitzuverarbeitender Bausubstanz (mvB), da nicht
durch Bauleistung hergestellt; ist aber im Einzelfall nach § 4
Abs. 2 Ziff. 4 als vorhandener Baustoff bei den anrechenbaren
Kosten zu berücksichtigen. Der Begriff „Baustoffe“ ist nämlich
nicht identisch mit der „Bausubstanz“ als dem durch Bauleistung
hergestellten und mit dem Objekt fest verbundenen Bestandteil.
„Mitzuverarbeitende Bausubstanz umfasst den Teil des zu
planenden Objekts, der bereits durch Bauleistungen hergestellt ist und durch Planungs- oder Überwachungsleistungen
mitverarbeitet wird. Die vorhandene Bausubstanz wird mitverarbeitet, wenn sie in konstruktiver, technischer und/oder
gestalterischer Hinsicht bei der Planung, dem Vorbereiten
und Durchführen der Vergabe, der Bauüberwachung, der Bauoberleitung und der Objektbetreuung zu berücksichtigen ist
und die Ergebnisse der jeweiligen Leistungen in technischer,
konstruktiver und/oder gestalterischer Hinsicht beeinflusst.“
„Durch den Hinweis, dass es sich um ’durch Bauleistungen
hergestellte‘ Substanz handeln muss, soll zum Beispiel im
Hinblick auf Freianlagen klargestellt werden, dass ‚unbearbeitete Substanz‘, wie zum Beispiel Vegetation, grundsätzlich keine mitzuverarbeitende Bausubstanz darstellt. Solche
Vegetationsbestände können im Einzelfall unter der Voraussetzung berücksichtigt werden, dass sie in die Bausubstanz
eingebunden und gestaltet sind, wie zum Beispiel begrünte
Flachdächer.“
Erläuterungen zu den Anrechenbarkeitsvoraussetzungen
Ermittlung des Werts mitzuverarbeitender
Bausubstanz bei Freianlagen
Die voraussetzenden Begriffe wie „durch Bauleistung hergestellt“, „durch Planungs- oder Überwachungsleistungen“
oder „technisch oder gestalterisch mitverarbeitet“ sind im
Einzelfall freianlagenspezifisch zu untersuchen.
Es wird verkannt, dass es in der Praxis gleichwohl „durch
Bauleistung hergestellte“ Vegetation oder Grünsubstanz gibt,
· erstellte Pflanzungen auf Dachbegrünungen und unterbauten Flächen (siehe amtliche Begründung),
· gepflanzte Anlagen, Hecken, Solitärgehölze, Schmuckbeete, historische Gärten.
Einen Sonderfall der Anrechenbarkeit vorhandener Vegetation
können – analog zu den gebäudebezogenen Regelungen und
bei zwingenden Vorschriften zum Denkmalschutz – im Einzelfall besondere Voraussetzungen bedingen, wie zum Beispiel:
· vorhandene zu erhaltende Vegetation mit öffentlich-rechtlichem Schutzstatus, zum Beispiel Baumschutzverordnungen, Ortsvorschriften, Bebauungsplansatzungen,
· Erhalt auf ausdrückliche Anordnung des Auftraggebers,
zum Beispiel ensembleprägender Einzelbaum.
Die zunächst schwierig erscheinende Umsetzung der Regelungen zu § 2 Abs. 7 und § 4 Abs. 3 ist bei systematischer Vorgehensweise gemäß der Grundformel nach folgenden Schritten
gut zu bewerkstelligen.
Identifizierung der mvB (Prüfung der Voraussetzungen)
Mengenbestimmung der mvB (Feststellung des Umfangs)
Ermittlung der Kosten der mvB als Neubauwert (Menge *
Einheitspreis) oder Kostenkennwert
Ermittlung des Abminderungsfaktors, bestehend aus
Zustandsfaktor x Leistungsfaktor
Ermittlung des Werts der mvB als anrechenbare Kosten
aus Neubaukosten x Abminderungsfaktor
Übertrag der anrechenbaren Kosten in die zutreffende
Kostengruppe der DIN 276 mit gesonderter Ausweisung
der mvB (KG 529, 539, 549, 559, 569, 579), zum Teil als
ersparte Aufwendung des Auftraggebers (zugleich Einsparung bei den Baukosten)
weitere Vorgehensweise wie übliche, verordnungskonforme
Anstelle der ortsüblichen Preise kann im Einzelfall auch auf
Kostenkennwerte zurückgegriffen werden, welche entweder
aus abgesicherten individuellen Preisspiegeldateien des Auftragnehmers oder aus offiziösen Baupreissammlungen (zum
Beispiel BKI – Baukosteninformationszentrum, Objektdatei F3
Freianlagen) hergeleitet werden.
Diese Neubaukostenermittlung ist stets als fiktiv zu betrachten, weil das Ergebnis mit dem vorbeschriebenen Abminderungsfaktor zu multiplizieren ist.
Bei Gehölzen wird empfohlen, den Zeitwert von Baumschulgehölzen mit gestalterisch (dem Objekt) angemessenen Habitus zu ermitteln; in der Regel Qualitätsgrößen von Baumschulware, welche noch in Standardkatalogen erhältlich ist.
Als Besonderheit der Wertermittlung ist auf den Schritt 4
„Ermittlung des Abminderungsfaktors“ hinzuweisen, welcher
nach neu eingeführter Methodik zu handhaben ist.
Die Schwierigkeit beruht in der systematischen Übertragung
aus der Objektplanung Gebäude auf die Objektplanung Freianlagen und ist aus diesem Grunde vereinfacht zu handhaben.
Hergeleitet werden diese Faktoren zur Wertermittlung aus
dem Gebot der Angemessenheit.
Leitsatz zur Wertermittlung – Auszug aus der amtlichen
„Die mitzuverarbeitende Bausubstanz ist gemäß § 4 Absatz 3
Satz 1 ‚angemessen‘ entsprechend ihrem Umfang zum Beispiel
über die Parameter Fläche, Volumen, Bauteile oder Kostenanteile zu berücksichtigen. Gemäß § 4 Absatz 3 Satz 2 sind im
Einzelfall der Umfang und Wert der mitzuverarbeitenden Bausubstanz objektbezogen zu ermitteln und schriftlich zu vereinbaren.“
Schritt 4: Ermittlung des Abminderungsfaktors
Unter der Zielvorstellung der Angemessenheit der Kosten ist
weiterhin beabsichtigt, dass bei dem Wert der mitzuverarbeitenden Bausubstanz deren baulicher Zustand (Erhaltungszustand) in der Weise zu berücksichtigen ist, dass die zuvor ermittelten üblichen Kosten für die Neuerstellung entsprechend
des Erhaltungszustands des Objekts abzumindern sind. Damit
führt ein guter Erhaltungszustand zu einem geringeren Abminderungsfaktor, ein schlechter Erhaltungszustand zu einem
höheren Abminderungsfaktor.
Dieser neu als Begriff zu verwendende Abminderungsfaktor
setzt sich zusammen aus dem Zustandsfaktor (auch als Wertfaktor bezeichnet) und dem Leistungsfaktor.
Identifizierung, Mengenbestimmung, Kosten
und Abminderungsfaktor
Die Identifizierung der mvB wird erleichtert durch analytische
Vorgehensweise anhand des Planungsauftrags, der Planungsaufgabe und vorliegenden Bestandsangaben oder Planungskonzepte.
Im Sinne der Begriffsbestimmung sind zu betrachten bzw.
zu strukturieren:
· räumlich-flächige Umgriffe, Abschnitte, Bereiche –
zum Beispiel anhand von Plänen,
· Einzelelemente und Materialien, linear, punktuell,
· Schichtungen, Aufbauten, Querschnitte,
· Vegetationsbestände.
In Kenntnis dieser Sachverhalte kann die Prüfung der Voraussetzungen verständlich und nachvollziehbar bewerkstelligt werden.
Der Zustandsfaktor
Gemäß Urteil des BGH vom 09.06.1986 (VII ZR 260/84) zählt
der effektive, dem Erhaltungszustand entsprechende Wert der
mitzuverarbeitenden Bausubstanz zu den anrechenbaren Kosten. Das bedeutet, dass wenn ein Bauelement, das mitverarbeitet wird, in keinem technisch einwandfreien Zustand ist, der
Wert dieses Bauelements zu mindern ist.
Die Bestimmung der Minderung ist nicht geregelt, weshalb
hier in der Praxis die Zustandsfaktoren aus dem Gutachten des
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zur
Evaluierung der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (sog. Lechner-Gutachten) verwendet werden. Die Spannen
dieser Zustandsfaktoren sind jedoch sehr fachspezifisch zu
Für die Freianlagen wurde dies in o.g. Gutachten detailliert
untersucht und mit folgendem Ergebnis festgestellt (Seite 392):
· ein Minimum-Wert von 0,8 und
· ein Maximum-Wert von 1,0
· Zustandsfaktor (ZF) im Mittel somit 0,90 (= Durchschnitt)
Begründung: Der unterste Grenzwert bei Freianlagen stellt
0,80 dar, da vorhandene Bausubstanz, die bezüglich ihrer
Funktion, Haltbarkeit, Aussehen und weiterer Eigenschaften
schlechter als 0,80 ist, in aller Regel entfernt und neu hergestellt wird.
Schritt 2: Mengenbestimmung
Voraussetzung für die Mengenbestimmung ist eine übliche,
professionelle Klärung der Bezugseinheiten wie:
· Teile/Abschnitte/Ausschnitte von Freianlagen,
· Darstellung/Flächengeometrien,
· Mengeneinheiten m, m², m³.
Damit ist insbesondere die Objektbezogenheit sichergestellt.
Je nach Genauigkeitsanforderungen könnte auch nach Grobelementen der DIN 276 sortiert werden.
Unter der „Angemessenheit“, das heißt auch der Menge der
mvB, sind gemäß Amtlicher Begründung der entsprechende, das
heißt zugeordnete Umfang, Fläche, Volumen zu berücksichtigen.
Schritt 3: Ermittlung der Kosten
Für diesen Arbeitsschritt gelten die Regelungen des § 4 Abs.
1 HOAI „Anrechenbare Kosten“ gleichermaßen, insbesondere
ist eine Untergliederung mindestens bis zur 2. Ebene der Kostengliederung vorzunehmen.
Der Abminderungsfaktor
Der Leistungsfaktor beschreibt, inwieweit der Planer die vorhandene Bausubstanz berücksichtigen musste. Er ist in Folge
einer BGH-Entscheidung vom 27.02.2003 (VII ZR 11/02) in
Einzelfällen zu ermitteln. Im Zuge der HOAI-Novellierung wurden diese Sachverhalte aufbauend auf dem BGH-Urteil differenziert nach den Objektplanungen, das heißt gesondert für
Freianlagen, aufgearbeitet und dokumentiert.
Wesentlich neu ist jedoch, dass auch hier der Leistungsfaktor nun pauschaliert werden soll. Anders als in der genannten BGH-Entscheidung soll keine projektabhängige und damit
„aufwandsabhängige“ Ermittlung im Einzelfall erfolgen, sondern
auch der Leistungsfaktor soll in der Verordnung unabhängig von
dem konkreten Projekt und dem konkreten Leistungsumfang
Abgeleitet aus diversen Gutachten („Lechner-Gutachten“;
Gutachten zum Aktualisierungsbedarf der Honorarstruktur der
Honorarordnung für Architekten und Ingenieure des Bundeswirtschaftsministeriums) hat die AHO-Fachkommission „Planen
und Bauen im Bestand“ für Leistungen bei Freianlagen eine
Tabelle der Leistungsfaktoren für Leistungen bei Freianlagen
entwickelt. Der gewichtete Leistungsfaktor je Leistungsphase
ergibt sich aus der Multiplikation des Leistungsfaktors mit der
prozentualen Bewertung der Leistungsphase.
Im konkreten Einzelfall sind insbesondere bei den Leistungsphasen 6 bis 8 auch höhere gewichtete Leistungsfaktoren (zum
Beispiel 0,04 + 0,02 + 0,24 = 0,30 statt 0,23) möglich.
Der Abminderungsfaktor ergibt sich aus der Multiplikation von
Zustands- und Leistungsfaktor.
Beispiel: Vollauftrag Leistungsphase
1 – 9 = 100 v.H. = ZF 0,90 x LF 0,80 = AF 0,72
Auf die umfangreichen Einzelheiten der Wichtung/Gewichtung
der Leistungsfaktoren wird an dieser Stelle aus Vereinfachungsgründen nicht weiter eingegangen, weil der verminderte
Leistungsumfang bei Freianlagen damit in pauschalierter und
auch angemessener Weise berücksichtigt werden kann.
Eingehende gutachterliche Untersuchungen (zum Beispiel
„Lechner-Gutachten“) ergaben bei Freianlagen einen gemittelten, pauschalierten Abminderungsfaktor von 0,71.
Die Spanne des Abminderungsfaktors liegt detailliert im
Bereich zwischen 56 % bis 73 %, das heißt in einer verhältnismäßig geringen Bandbreite von ca. 15 % und eröffnet für
die Vertragsparteien keinen großen Spielraum.
Zu Teilleistungsaufträgen wird hilfsweise und verkürzt auf
folgende gemittelte Abminderungsfaktoren bei Freianlagen
Leistungsphasen 1 – 4 = 33 v.H. = ZF 0,90 x LF 0,31 = AF 0,297 arr. 0,30
Leistungsphasen 5 – 9 = 67 v.H. = ZF 0,90 x LF 0,49 = AF 0,44
arr. 0,45
Schritt 5: Ermittlung des Werts der mvB als anrechenbare
Der Neubauwert (siehe Schritt 3) ist mit dem Abminderungsfaktor (siehe Schritt 4) zu multiplizieren.
Beispiel: Neubauwert netto € 50.000,00 x AF 0,73 = € 36.500,00
Tabelle aus AHO-Heft Nr. 1, S. 39, resp. BMWi-Gutachten Seite 257-258
Bewertung Freianlagen
Leistungsfaktoren *
Gewichtete Leistungsfaktoren
Leistungsfaktor gewichtet
Formel: 0,80/100,00x100
* tatsächlich erforderlicher Grundleistungsanteil
i.M. 0,80
Schritt 6: Übertrag der anrechenbaren Kosten in die zutreffende Kostengruppe der DIN 276
· Beachtung der Objektzuordnung, zum Beispiel als Außenanlage, Verkehrsanlage, Technische Ausrüstung
· Zuordnung zur jeweils zutreffenden Kostengruppe,
ggf. Aufgliederung der mvB schon im Zuge der Neuwertermittlung
· gesonderte Ausweisung als mvB in der 3. Kostenstelle,
zum Beispiel 5.2.9, 5.7.9, zugleich auch als Nachweis
ggf. ersparter Aufwendungen
tionen, Abgrenzungen und Mengenbestimmungen einem professionellen Planer geläufig sind, wird hierbei vorausgesetzt.
Gleiches gilt für Begriffe und Handhabung der Kostenplanung
gemäß DIN 276-1 (auch 4) in jeweils gültiger Fassung als
Grundlage der Neuwert- und mvB-Ermittlungen.
Die in den Fallbeispielen – aus Platzgründen – nicht stets
aufgeführte Strukturierung der Kosten nach Einzelelementen,
Kostengruppen oder Objekten wird in der Praxis als gesondertes Beiblatt im Einzelfall zu leisten sein. In den Hinweisen/
Anmerkungen der Fußzeile wird auf mögliche alternative oder
fiktive Fallgestaltungen in der zitierten Objektgruppe eingegangen.
Aus den Beispielen von Einzelelementen sollen summarisch
Hinweise auf Identifikationen oder Mengenbestimmungen gegeben werden, welche oftmals in der flächigen Abgrenzung
nicht erfassbar sind und/oder deshalb nicht unbeachtet bleiben.
Hierunter fallen Fundamentierungen, Oberflächenbehandlungen, An-/Einbindung an andere Bauteile, Instandsetzungen und
Schritt 7: Weitere Vorgehensweise wie übliche verordnungskonforme Honorarermittlung
Die Berücksichtigung der mitzuverarbeitenden Bausubstanz
nach den Regularien der HOAI erfordert eingehende Befassung
und fachliche Kompetenz, insbesondere beim Schritt 1 der
Vorgehensweise. In der Praxis wird vorrangig auf die Angemessenheit gemäß § 4 Abs. 3 HOAI und bei Freianlagen auf
eine vereinfachte Handhabung abzustellen sein. Die erläuterte
Bewertungsmethode ist zwar gutachterlich unterlegt, aber
nicht in der HOAI verankert oder bislang durch die Rechtsprechung gestützt.
Die Umsetzung der Regelungen und Bestimmungen soll anhand von Beispielen aus der Praxis verdeutlicht werden. Diese
Beispiele sind mit den angegebenen Eckwerten frei gewählt,
aber typologisch aus der „Objektliste Freianlagen“ Anlage 11.2
HOAI 2013 entnommen.
Dies ist deshalb von Bedeutung, weil somit die grundsätzliche Honorarzonenzuordnung gemäß Anlage 11.2 hinsichtlich
der gebotenen Schwierigkeitsgradzuordnung beim Umbauzuschlag gemäß § 6 Abs. 5 und § 36 Abs. 1 nach zwei Stufen
(das heißt bis durchschnittlichem und überdurchschnittlichem
Schwierigkeitsgrad) von vorneherein in die Bemessung eingestellt wird.
Bei den einzelnen Fallbeispielen werden möglichst vielfältige – aber doch einfach nachzuvollziehende – Parameter
dargestellt und anhand einer gleichbleibenden Systematik in
Arbeitsschritten aufgezeigt.
Mit diesen Beispielen wird der Methodik halber zugleich die
Koppelung von Umbauzuschlag und mitzuverarbeitender Bausubstanz aufgezeigt, welche aber im Einzelfall nicht zwingend
sein kann oder muss; auch durch Weglassen der mitzuverarbeitenden Bausubstanz wäre das jeweilige Beispiel nachvollziehbar. Dass die beim konkreten Objekt darzulegenden und
durch Plandarstellung am besten zu vermittelnden Identifika11
Beispiel Bauwerks- und Dachbegrünung
Beispiel Hausgarten, Umgestaltung Vorgarten
Doppelbeispiel Spielplatzinstandsetzung und -umgestaltung
Beispiel Wohnumfeld
Beispiel Schul- und Pausenhof
Beispiel Sportanlagen – Umbau/Konversion
Beispiel Sportanlagen – Erneuerung Rasentragschicht
Beispiel Umgestaltung öffentliche Grünanlage
Beispiel Außenanlage zu einem Neubau im Park
Beispiel Fußgängerbereiche
Beispiel Stadtplatz
Beispiele von Einzelelementen mitzuverarbeitender
Bausubstanz als Bestandteil von Freianlagen
2) kostenrelevante Maßnahmen der Mitverarbeitung:
· Instandsetzungen
· Einbindungen / Anbindungen
· Nachrüstungen / Ertüchtigungen
· Pflegemaßnahmen
1) kostenrelevante Bestandteile des Einzelelements:
· Fundamentierung
Beleuchtungen und deren Ver-/Entsorgung, technische
Ausrüstung, Brunnen, Wasserbecken
Gartenbauten, Pergolen, Spaliere und Möblierungen
Vorhandene Vegetation
· nur, wenn sie durch Bauleistung, also durch Pflanzarbeit,
· und/oder als zu erhaltender Baum durch Auftraggeber oder
Schutzverordnung festgesetzt ist.
Mauern, Stützbauwerke, einschließlich deren Fundamente, sowie Einfriedungen – innerhalb des Planungsbereichs oder/und
an der Grenze stehend – erfordern Einbindung und technische
Mitverarbeitung, insbesondere bei Abgrabungen.
Zierpflanzungen
Einfriedung Tore / Schranken
· Instandsetzung von Wege- und Platzflächen mit abgesacktem Natursteinpflaster,
· Beläge an Terrassen und Bauwerksanschlüssen,
· Beheben von Geländeabsackungen,
· Uferlinienkorrekturen und Abdichtungsmaßnahmen,
· Spielplatzgeräteaustausch und Belagserneuerung (Sandaustausch),
· Erneuerung der Deckschicht – (Verschleißschicht) von
Sportbelägen – ohne Eingriff in die Unterkonstruktion,
· Zustandsetzungen im gärtnerischen Bereich beschränken
sich in der Regel auf Rasenflächen (Grenzbereich zu Instandhaltungen).
Regelungen der HOAI 2013
(1) Honorare für Grundleistungen bei Instandsetzungen und
Instandhaltungen von Objekten sind nach den anrechenbaren
Kosten, der Honorarzone, den Leistungsphasen und der Honorartafel, der die Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahme zuzuordnen ist, zu ermitteln.
(2) Für Grundleistungen bei Instandsetzungen und Instandhaltungen von Objekten kann schriftlich vereinbart werden, dass
der Prozentsatz für die Objektüberwachung oder Bauoberleitung um bis zu 50 Prozent der Bewertung dieser Leistungsphase erhöht wird.
§ 2 Begriffsbestimmungen (Auszug)
(8) Instandsetzungen sind Maßnahmen zur Wiederherstellung
des zum bestimmungsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustandes (Soll-Zustandes) eines Objekts, soweit diese Maßnahmen
nicht unter Absatz 3 fallen, [= Wiederaufbauten zerstörter
Teile].
(9) Instandhaltungen sind Maßnahmen zur Erhaltung des SollZustandes eines Objekts.
Beispiel Instandsetzung – Sportanlagen
Belagserneuerung – nur Deckschicht
Mit der Verlagerung dieser Regelungen in den Teil 1 der HOAI
2013 wird deutlich, dass sich diese auf alle Objekte, wie zum
Beispiel Gebäude, Innenräume, Verkehrsanlagen, Ingenieurbauwerke und auch Freianlagen beziehen.
Die Abgrenzung zu den Umbauleistungen ist über die Begriffsdefinitionen herbeizuführen.
Erneuerung nur der Deckschicht von Laufbahn und Allwetterplatz unter Beibehaltung der (ET-elastischen) Tragschicht und
der Randeinfassungen ohne Anpassungen und Nachbesserungen.
Wiederherstellung besagt, dass das Objekt einen „Schaden“
erlitten haben muss, um eine Instandsetzung zu rechtfertigen.
Als Schaden sind sinngemäß bei Freianlagen Verschleißerscheinungen durch Abnutzung bzw. hohe Nutzungsintensität,
Witterungseinflüsse wie Alterung, Verkehrsbelastungen wie
Abrieb, Erschütterungen aber auch Elementarereignisse wie
Starkregen zu verstehen.
Daraus abgeleitet sind bei Freianlagen Instandsetzungsarbeiten insbesondere
· Belagserneuerung im Wege- und Sportplatzbau und/oder
· Erneuerungen schadhafter Bauteile wie Natursteinmauern,
Einfriedungen, Einfassungen.
Als konkrete, typologische Leistungen werden beispielhaft genannt:
Der in § 2 Abs. 9 HOAI 2013 definierte Begriff als Maßnahmen
zur Erhaltung des Soll-Zustands eines Objekts bedarf bei Freianlagen der sinngemäßen Auslegung, zumal auch Vegetation
als Bestandteil eines Objekts, bspw. bei historischen Gärten,
mit einzuschließen wäre.
Da klassische Parkpflegeleistungen/Gehölzpflegemaßnahmen sowohl zur „Wiederherstellung des geeigneten Zustandes“ (§ 2 Abs. 8 HOAI 2013), als auch der „Erhaltung des
Soll-Zustandes“ (§ 2 Abs. 9 HOAI 2013) dienen können, ist
eine grundsätzliche Zuordnung zu § 12 HOAI 2013 gegeben.
Als weitere typische Instandhaltungsbeispiele bei Freianlagen seien erwähnt:
· Instandhaltung der Verkehrs- und Standsicherheit von Bäumen durch geeignete und fachgerechte Schnittmaßnahmen
(Baumpflegearbeiten),
· Ausbessern von maroden Teilflächen bei Platten- und Pflasterbelägen mittels Bitumen- oder Restpflasterprodukten,
nicht unbedingt Originalmaterial (Flickarbeiten),
· Instandhaltung abgenutzter Teilflächen, Lücken, Löcher einer
Natur-Sportrasenfläche durch Erneuerung dieser Teilflächen
mittels Fertigrasen (Rasensanierung).
DER EINSCHLÄGIGEN
2013 ZUM PLANEN UND
BAUEN IM BESTAND BEI
Vergütungsgrundsätze gemäß § 12 HOAI
(1) Objekte sind Gebäude, Innenräume, Freianlagen, Ingenieurbauwerke, Verkehrsanlagen. Objekte sind auch Tragwerke und
Anlagen der Technischen Ausrüstung.
(5) Umbauten sind Umgestaltungen eines vorhandenen Objekts
mit wesentlichen Eingriffen in Konstruktion oder Bestand.
(6) Modernisierungen sind bauliche Maßnahmen zur nachhaltigen Erhöhung des Gebrauchswerts eines Objekts, soweit diese
Maßnahmen nicht unter Absatz 4, 5 oder 8 fallen.
(7) Mitzuverarbeitende Bausubstanz ist der Teil des zu planenden Objekts, der bereits durch Bauleistungen hergestellt ist
und durch Planungs- oder Überwachungsleistungen technisch
oder gestalterisch mitverarbeitet wird.
des zum bestimmungsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustands
(Soll-Zustands) eines Objekts, soweit diese Maßnahmen nicht
unter Absatz 3 fallen.
(9) Instandsetzungen sind Maßnahmen zur Erhaltung des SollZustands eines Objekts.
Leistungen nach § 12 HOAI 2013 Instandsetzungen und Instandhaltungen schließen grundsätzlich einen Umbauzuschlag
gemäß § 36 Abs. 1 HOAI 2013 aus.
Anwendung der Zuschlagsregelung gemäß
§ 12 Abs. 2 HOAI bei Freianlagen
zutreffende Leistungsphasen und deren Bewertung:
gemäß § 39 Abs. 3
Phase 8 Bauüberwachung
ggf. § 47 Abs. 8
mit 15 %
zulässige Bewertung:
bis zu 50 % der Leistungsphase.
Freianlagen Phase 8
= 30 % + 50 % = 15 % Zuschlag
Verrechnungssatz Phase 8
(3) Der Umfang der mitzuverarbeitenden Bausubstanz im Sinne
des § 2 Absatz 7 ist bei den anrechenbaren Kosten angemessen zu berücksichtigen. Umfang und Wert der mitzuverarbeitenden Bausubstanz sind zum Zeitpunkt der Kostenberechnung
oder, sofern keine Kostenberechnung vorliegt, zum Zeitpunkt
der Kostenschätzung objektbezogen zu ermitteln und schriftlich
Ob bei Instandsetzungen und Instandhaltungen laut § 12 Abs.
2 HOAI 2013 das komplette Leistungsbild (§ 39 HOAI 2013
Leistungsphase 1 bis 9) zum Tragen kommt oder nur Teilleistungen desselben, jedoch mindestens die Leistungsphase 5
bis 8, ist im Einzelfall zu entscheiden und schriftlich mit dem
Auftraggeber zu vereinbaren (Schriftgebot gemäß § 12 Abs.
2 HOAI 2013).
Die Vereinbarung kann auch nach Auftragserteilung getroffen werden.
(2) Honorare für Leistungen bei Umbauten und Modernisierungen gemäß § 2 Absatz 5 und Absatz 6 sind zu ermitteln nach
1. den anrechenbaren Kosten,
2. der Honorarzone, welcher der Umbau oder die Modernisierung in sinngemäßer Anwendung der Bewertungsmerkmale
zuzuordnen ist,
3. den Leistungsphasen,
4. der Honorartafel und
5. dem Umbau- oder Modernisierungszuschlag auf das Honorar.
Der Umbau- oder Modernisierungszuschlag ist unter Berücksichtigung des Schwierigkeitsgrads der Leistungen schriftlich
zu vereinbaren. Die Höhe des Zuschlags auf das Honorar ist in
den jeweiligen Honorarregelungen der Leistungsbilder der Teile
3 und 4 geregelt. Sofern keine schriftliche Vereinbarung getroffen wurde, wird unwiderruflich vermutet, dass ein Zuschlag von
20 Prozent ab einem durchschnittlichen Schwierigkeitsgrad
(6) § 36 Absatz 1 ist für Freianlagen entsprechend anzuwenden.
(1) Für Umbauten und Modernisierungen von Gebäuden kann
bei einem durchschnittlichen Schwierigkeitsgrad ein Zuschlag
gemäß § 6 Absatz 2 Satz 3 bis 33 Prozent auf das ermittelte
Honorar schriftlich vereinbart werden.
KOSTENGLIEDERUNG DIN 276 DER MVB
Nachfolgend sind als Beispiele und Hinweise für die Praxis aufgezeigt, welche Bestandteile/Bauelemente von Freianlagen als mitzuverarbeitende Bausubstanz in Frage kommen können, sofern die Anspruchsvoraussetzungen gemäß § 2 Abs. 7 HOAI gegeben
sind (u.a. durch Bauleistungen hergestellt).
Anmerkungen hinsichtlich der Identifikation mvB
befestigte Flächen/Beläge Natursteine
gestaltete Platzflächen, Innenhöfe
Sportrasenflächen, Kunststoffflächen
Wert mitzuverarbeitende Bausubstanz
Zäune, Mauern, Türen, Tore, historische Gitter
Lärmschutzwände, Sichtschutzwände, Schutzgitter
Mauern, Wände
Stütz-, Schwergewichtsmauern, Gartenmauern, Einfassungen
Rampen, Treppen, Tribünen
Fundamente, verborgene Bauteile, Rampen, Block- und Stellstufen
Wetterschutz, Unterstände, Pergolen, historische Gartenbauten
Kanal- und Schachtbauanlagen
bauliche Anlagen für Medien- oder Verkehrserschließung
Brunnen, Wasserbecken (z.T. von historischer Bedeutung)
Baukonstruktionen in Außenanlagen,
Kosten der technischen Anlagen auf dem Grundstück, einschließlich der Ver- und Entsorgung des
Oberflächen- und Bauwerksentwässerungsanlagen und deren Leitungsnetze
Wasserversorgungsnetze, Hydrantenanlagen, Druckerhöhungs- und Beregnungsanlagen für
Grünflächen, siehe Abgrenzung zur Technischen Ausrüstung
Stromversorgungsnetze, Außenbeleuchtungs- und Flutlichtanlagen, einschließlich Maste und
Befestigung/historische Beleuchtungen, siehe Abgrenzung zur Technischen Ausrüstung
Technische Anlagen in Außenanlagen,
Wirtschaftsgegenstände, zum Beispiel Möbel, Pflanzbehälter, Abfallbehälter, Fahnenmaste
Besondere Einbauten
Einbauten für Sport- und Spielanlagen, Tiergehege
Einbauten in Außenanlagen, Sonstiges
naturnahe Wasserflächen
einschließlich Schutzschichten, Uferausbildung, Ufermauern
Pflanz- und Saatflächen
eingeschränkt; historische Pflanzungen, Schmuckbeete, Hecken, Fassadenberankung
Begrünung unterbauter Flächen
auf Tiefgaragen, Dachbegrünungen (siehe Amtliche Begründung)
MUSTERKOSTENBERECHNUNG
Zuordnung und Ausweisung in der Kostenberechnung gem. DIN
276–1: 2008–12 Ziff. 3.3.6
> Darstellung ersparter Aufwendungen/Kosten für den Auftraggeber
Fallbeispiel: Wohnanlage – Umgestaltung, nicht die Neubauflächen
(Geländesanierung/Rettungswege)
mvB/wiederverwendete Teile:
· Unterbau vorhandene Erschließungsflächen
· Umbau mit vorhandenem Material (Pflaster)
· Baumbestand mit Baumschutz-VO (STU > 80 cm)
Kostengruppe (KG) 500 Außenanlagen = 1. Ebene
KG 3. Ebene
Platz- u. Wegeflächen
Geländeflächen
Platzflächen
Pflanz-/Saatarbeiten
1,00 psch
Summe 510 - 570 (Umgestaltung)
Wert der mvB (Neubauwert)
01 Tragschichten
01 Bäume 30/35
7,00 St
davon mit Abminderungsfaktor einzustellen:
Abminderungsfaktor nur Beläge
579 zuzüglich
Hinweis: Baumschutzmaßnahmen siehe KG 211
Wert mvB
ersparte Aufwendungen:
-Tragschichten
(Pflaster)
Summe ersparte Aufwendungen
anrechenbare (honorarfähige) Kosten
· Honorarrelevanz der mvB dieses Beispiels, nur für Umbau
z.B. Honorarzone III, von Satz
22.000 / 87.000 x 18.345 = € 4.692,00 mvB-Honorar für Gesamtleistungen
bei € 6.000,00 ersparten Aufwendungen für Unterbau.
· Erläuterung: Je nach planerischer Konzeption können durch Verwendung vorhandener
Böden ersparte Aufwendungen sowohl in der Abfuhr als auch der
Lieferung von Material gegeben sein.
Wichtige Hinweise für alle Kostenermittlungen:
Bei der Zuordnung der Kosten gem. DIN 276 ist tabellarisch
zu differenzieren nach:
· Herstellkosten der Gewerke (ohne mvB),
· honorarfähige Kosten für den Planer (mit mvB) sowie
· ersparte Aufwendungen als Hinweis für den
ZUR ERMITTLUNG VON UMBAUZUSCHLAG UND
MITZUVERARBEITENDER BAUSUBSTANZ
· Amtliche Begründung zur Textausgabe der HOAI 2013
· Gutachten „Aktualisierungsbedarf zur Honorarstruktur der
Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI)“ –
Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft
und Technologie, Dez. 2012 (online gestellt unter www.
bmwi.de). Arbeitsgemeinschaft „Arge HOAI- GWT-TUD/
Börgers/Kalusche/Siemon“.
· Gutachten „Evaluierung der Honorarordnung für Architekten
und Ingenieure (HOAI) - Aktualisierung der Leistungsbilder“.
Abschlussbericht, im Auftrag des Bundesministeriums für
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), 2011 (sog.
„Lechner-Gutachten“)
· Gutachten „Qualitative Entwicklung der Planungsprozesse im
Zeitraum 1992 bis 2012“, Gutachten im Auftrag des AHO
– Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure
und Architekten für die Honorarordnung e.V., Technische
Universität Darmstadt (Institut für Baubetriebswesen) und
Technische Universität Berlin (Institut für Baubetriebswesen), 2012
· AHO Ausschuss der Verbände und Kammern der Ingenieure
und Architekten für die Honorarordnung e.V. (Hg.), Planen
und Bauen im Bestand. Arbeitshilfen zur Bestimmung der
anrechenbaren Kosten aus mitzuverarbeitender Bausubstanz und des Zuschlags für Umbauten und Modernisierungen (AHO-Schriftenreihe, sog. „Grünes Heft“, Nr. 1),
· Dr. Franken, Herbert, HOAI 2013: Der Umbau- und Modernisierungszuschlag bei Freianlagen, bdla Mai 2014
· Wendler, Hubert, HOAI 2013 Objekte der Freianlagen, Mitzuverarbeitende Bausubstanz und Umbauzuschlag, Deutsches Ingenieurblatt DIB 7-8-2014