Source: http://www.ra-s-a.de/aktuell/aktuellmiet-und-weg-recht/mietrecht/
Timestamp: 2018-03-24 21:29:25
Document Index: 228656760

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 543', '§ 543', '§ 554', '§ 543', '§ 543', '§ 569', 'BGH']

Mietrecht - Rechtsanwälte Stitz & Adler
4. Kündigungsrelevanter Mietrückstand bei Minderung
BGH, Urteil vom 27. September 2017 – VIII ZR 193/16
a) Ist durch Auflauf eines Zahlungsrückstands des Mieters in der in § 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a oder Buchst. b BGB genannten Höhe ein Recht des Vermieters zur fristlosen Kündigung des Mietverhältnisses entstanden, wird dieses
nach § 543 Abs. 2 Satz 2 BGB nur durch eine vollständige Zahlung des Rückstandes vor Zugang der Kündigung ausgeschlossen (Bestätigung der Senatsurteile vom 14. Juli 1970 – VIII ZR 12/69, ZMR 1971, 27 unter II 4; vom 23. September 1987 – VIII ZR 265/86, NJW – RR 1988, 77 unter II 2 a [jeweils zu § 554 BGB aF]; vom 26. Januar 2005 – VIII ZR 90/04, WM 2005, 459 unter II 2 d bb; vom 11.Januar 2006 – VIII ZR 364/04, NJW 2006, 1585 Rn. 10; vom 24.
August 2016 – VIII ZR 261/15, NJW 2016, 3437 Rn. 23 [jeweils zu § 543 Abs. 2 Satz 2 BGB]).
b) Bei der Beurteilung, ob der Zahlungsrückstand des Mieters die Miete für einen Monat übersteigt (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a, § 569 Abs. 3 Nr. 1 Satz 1 BGB), ist nicht auf die (berechtigterweise) geminderte Miete, sondern auf die vertraglich vereinbarte Gesamtmiete abzustellen (Bestätigung und Fortführung der Senatsurteile vom 12. Mai 2010 – VIII ZR 96/09, NJW 2010, 3015 Rn. 41; vom 11.Juli 2012 – VIII ZR 138/11, NJW 2012, 2882 Rn. 16).
5. Anordnung einer Nachlasspflegschaft zur Geltendmachung eines Räumungsanspruchs eines Vermieters bei unbekannten Erben des verstorbenen Wohnungsmieters
KG Berlin, Beschluss vom 02.08.2017 – 19 W 102/17
6. Ein wirksames Mieterhöhungsbegehren bei der Indexmiete erfordert nicht, dass der Vermieter über den Gesetzeswortlaut hinaus zusätzlich angibt, welche prozentuale Veränderung sich aus den im Erhöhungsschreiben mitgeteilten Indexdaten ergibt
BGH, Urteil vom 22.11.2017 – VIII ZR 291/16