Source: https://planl-leipzig.de/projekt/intensive-familienhilfe/
Timestamp: 2020-04-03 21:10:56
Document Index: 212162427

Matched Legal Cases: ['§31', '§ 30', '§ 31', '§ 34', '§ 31', '§31', '§ 19', '§ 34', '§28', '§ 31', '§ 36', '§ 36']

Intensive Familienhilfe nach §31 SGB Vlll - Plan L - Leipzig
PRO Schulabschluss
Ambulante Hilfen zur Erziehung nach § 30 & § 31 SGB VIII
Familienbegleitende Wohngruppe & Verselbständigungswohnen nach § 34 SGB Vlll
Familientrainingswohnen nach § 31 SGB Vlll
Intensive Familienhilfe nach §31 SGB Vlll
Hilfen zur Erziehung Schkeuditz
Eltern-Kind-Wohnen § 19 SGB VIII
Wohngruppe Karl nach § 34 SGB VIII
Aufsuchende Familientherapie AFT+
Erziehungs- und Familienberatungsstelle nach §28 SGB VIII
Kinder aus der Klemme – für Eltern in Trennungssituationen
Die Intensive Familienhilfe ist eine sozialpädagogische Familienhilfe, Eltern- und Mehrfamilienarbeit stehen im Zentrum der Hilfe. An der Verbesserung der Erziehungskompetenz von Sorgeberechtigten wird in einem zeitlich begrenzten Rahmen gearbeitet. In 24 Wochen werden im Wechsel von Mehrfamilienarbeit und familienbezogener Einzelarbeit die Versorgung, Pflege, Erziehung und Förderung der Kinder besprochen, reflektiert, geübt und gefestigt. Die Familien profitieren im Hilfeverlauf von der gegenseitigen Unterstützung und Wertschätzung einer Gruppe von drei bis sechs Familien, der aktiven Mitarbeit in Eltern-, Mütter- oder Vätergruppen, dem Eltern-Kind-Training und der professionellen Unterstützung durch die Familienbegleiter.
Für 12 Kinder und deren Eltern stehen 4 Familienbegleiter und eine Psychologin sowie die entsprechenden Räume zur Verfügung.
Die Hilfe wird nach Antrag auf Hilfe zur Erziehung beim Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) der Stadt Leipzig auf der Grundlage des § 31 des SGB VIII vergeben. Jede Familie hat mit ihrem Wunsch- und Wahlrecht nach § 36 SGB VIII an einem Besuchstermin die Möglichkeit, sich persönlich über das Angebot vor Ort zu informieren. Der Hilfeverlauf wird in enger Abstimmung zwischen ASD, Familie und Mitarbeitern geplant (Arbeitskonzept) und regelmäßig ausgewertet. Der Rahmen von 24 Wochen kann bei entsprechendem Hilfe-
bedarf und Beauftragung durch den ASD verlängert werden.
Diese Hilfeform richtet sich an alle Personen in einem gemeinsamen Haushalt mit Kindern jeden Alters (= Familie) und das jeweilige Lebensumfeld der Familie.
Sie ist besonders geeignet für Familien:
mit alleinerziehenden Müttern oder Vätern bei intensivem Unterstützungsbedarf
in schwerwiegenden Erziehungskrisen mit intensivem Unterstützungsbedarf
in denen die Eltern aufgrund besonderer Umstände (chronische Erkrankungen, Sucht etc.) in der
Erziehung und Versorgung ihrer Kinder intensive Hilfe benötigen
mit komplexem Hilfebedarf (verschiedene Hilfs-, Erziehungs- und Bildungssysteme sind involviert)
die nach lang anhaltenden Hilfen zur Erziehung für positive Veränderungen aktiv werden müssen, um eine Fremdunterbringung der Kinder zu vermeiden
deren Kinder nach Zeiten notwendiger Fremdunterbringung wieder in die Familie zurückkehren sollen
Diese Hilfe soll Familien auf ihre vorhandenen Stärken und Fähigkeiten orientieren und diese weiter entwickeln. Die Versorgung, Pflege, Erziehung und Förderung sowie der Schutz der Kinder im jeweiligen Familien- und Lebens-zusammenhang sollen verbessert und Schwierigkeiten
bzw. Krisen erfolgreich überwunden werden (Hilfe zur Selbsthilfe).
Die jeweils individuellen und familienbezogenen Ziel-
stellungen aus der mit dem ASD erarbeiteten Hilfeplanung werden in einem detaillierten Arbeitskonzept konkretisiert.
Die Integrierende Familienhilfe ist auf 24 Wochen begrenzt und in vier Phasen mit je sechs Wochen gegliedert. Jede der vier Phasen wird durch ein Hilfeplangespräch nach
§ 36 SGB VIII vorbereitet und gemeinsam mit allen Beteiligten alle sechs Wochen wertschätzend und lösungsorientiert ausgewertet. In sorgfältig geprüften Einzelfällen können detailliert geplante Verlängerungen der Hilfe vereinbart werden.
Phasenmodell der Integrierenden Familienhilfe
Üblicher Weise beginnt die Hilfe mit einer Wohngemeinschaftswoche, in der alle Familien von Sonntag bis Freitag in den trägereigenen Räumlichkeiten untergebracht sind (Präsenzwoche).
In den darauf folgenden fünf Wochen werden die Familien an zwei Terminen pro Woche in ihrem vertrauten Wohnumfeld von Familienbegleitern unterstützt (ambulante Arbeit).
An zwei bis drei weiteren Tagen jeder Woche treffen sich alle Familien ganztägig zur gemeinsamen Arbeit in der Familien-WG (Präsenztage).
Ab der 7., 13. und 19. Woche wiederholt sich dieser Ablauf, jeweils mit Beginn einer Präsenzwoche, dann allerdings mit deutlich veränderten Arbeitsschwerpunkten.
Die Familien sollen im gesamten Hilfeverlauf ihren alltäglichen Verpflichtungen wie Arbeit/Schule/Ausbildung und wichtigen Terminen nachgehen können.
Die individuellen und familiären Zielstellungen aus der mit dem ASD erarbeiteten Hilfeplanvereinbarung sollen durch ein detailliertes Arbeitskonzept konkretisiert und eine lösungsorientierte Zusammenarbeit aller Beteiligten im folgenden Arbeitskontext umgesetzt werden.
Die zentrale Methode der Integrierenden Familienhilfe ist die Mehrfamilienarbeit sowohl im Tagesverlauf der Familienwohngruppe als auch in themenspezifischer Gruppenarbeit. Ergänzend werden die jeweils familienspezifischen Aufträge und Zielsetzungen bearbeitet.
Mehrfamilienarbeit
gemeinsame Tages- und Wochenplanung
Mütter-/Vätergruppe
Eltern-Kind-Interaktion in der Gruppe
Gruppenunternehmungen und -feiern
Reflexion der Gruppendynamik
Konfliktmoderation und Krisenintervention
Reinigung und Pflege der Räume der WG
Familienbegleiter/in als Bezugsperson der Familie
Zielearbeit (gemeinsam realistisches Arbeitskonzept erstellen und umsetzen)
Wochenplanung (Tagesstruktur, Ablaufplanung, Wochenzielarbeit)
Eltern-Kind-Interaktion ohne/mit Video (Videogestütztes Arbeiten)
Biografiearbeit (Genogramm-/Lebensflussarbeit)
Elternberatung (Entwicklungsbegleitung, Freizeitgestaltung, Paarkonflikte, Umgangsregelung etc.)
Elterntraining in der Familie (Konfliktbewältigung, Stress-/Krisenmanagement) sowie im Kontext von Kindergarten, Schule, Ämtern und anderen Institutionen
soziale Beratung und Unterstützung (Finanzen, Wohnung, Behörden etc.) und bei Bedarf Weitervermittlung in trägerinterne oder externe Hilfeangebote
Zur Umsetzung der Aufträge des ASD arbeiten wir systemisch und lösungsorientiert mit den jeweiligen Kooperationspartnern der Familie wie Kindergarten, Schule, Ausbildungsstätte, Freizeiteinrichtungen, Jugendgerichtshilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie u. a. zusammen.
Trägerintern können die Familien ggf. das Angebote der Erziehungs- und Familienberatungsstelle (verlinkt – intern) nutzen.
Zwei Wohneinheiten in der 2. Etage stehen für die Mehrfamilienarbeit zur Verfügung. Diese setzen sich zusammen aus einem großen Gemeinschaftsraum, einem Spielzimmer, einem Beschäftigungsraum, einer funktionalen Küche und einem Bad.
Zudem gibt es einen geräumigen Gruppenraum, einen Büroraum für die Mitarbeiter sowie einen Arbeitsraum für das Video-Home-Training.
Es stehen getrennte Wohneinheiten in weiteren drei Etagen, mit jeweils mehreren Zimmern und einem Sanitärbereich zur Verfügung. Diese Räume sind als
Schlafzimmer für die Eltern und Kinder ausgestattet und dienen auch als Rückzugsbereich für die Familienmitglieder.
Die Zimmer sind abschließbar, so dass nur die Personen, die in den Räumen schlafen, Zutritt haben. Von Alter und Anzahl der Kinder hängt ab, ob sie mit ihren Eltern in einem Raum schlafen oder ein separates Zimmer bekommen, welches neben dem elterlichen Schlafraum liegt.
Das Haus verfügt über einen kleinen Hof mit Grünfläche, welcher Möglichkeiten für konkrete Aktivitäten bietet.
Grundausbildung Gesprächspsychotherapie nach GwG
System. Coach & Change Manager
Mediator (INeKO / Universität Köln)
Schemapädagogin
Sonderpädagogin (M.A.)
Cornelia Pfennig-Bartsch
Tel: 0341 – 90 23 809
Tel: 0341 - 90 29 05 22
Fax: 0341 - 9 02 92 59
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