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Timestamp: 2018-09-21 14:34:43
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Matched Legal Cases: ['§ 1756', '§ 1770', '§ 1925', '§ 1925', '§ 1924', '§ 1767', '§ 1756', '§ 1755', '§ 1925']

Erbrecht und Altadoption durch Großeltern möglich?
www.frag-einen-anwalt.de Erbrecht Erbfolge Erbrecht und Altadoption durch Großelter...
06.08.2013 09:15 |
Zusammenfassung: Erbfolge bei Altadoptionsfall
es geht um eine Altadoption, durch Verwande, im Jahre 1960 mit Volljährigkeit vor der Neuregelung.
Ich möchte wissen wer alles beerbt wird nach dem Tod von E.
Welche Gesetzte sind hier Maßgebend? Ist die Übergangsregelungen für Altadoptionen oder der § 1756 von Bedeutung?
Bitte Ihre Antwort mit § Begründen so dass ich diese auch nachvollziehen kann.
-A und B haben eine Tochter C
-C Heiratet D
-C und D bekommen 2 Söhne E und F (1952)
-C stirbt (1952)
-D Heiratet G
-G bringt ein Kind mit in die Ehe H
-A und B Adoptieren E und F (Adoption 1960, bekommen Familienname von A und B)
-D und G bekommen weitere 3 Söhne I J K
-F Heiratet L
-F und L bekomme 3 Kinder
-D stirbt
-G stirbt
-F stirbt
-E stirbt
E war nicht verheiratet und hatte keine Kinder, es wurde kein Testament gefunden.
Da E als Adoptivkind am 01. Januar 1977 volljährig gewesen ist, geltend die Vorschriften einer Volljährigenadoption nach neuem Recht.
Bei der Volljährigenadoption beerben A und B als Annehmende das Kind E in der zweiten Ordnung.
Nach § 1770 Absatz 2 BGB unberührt bleiben die verwandtschaftlichen Beziehungen des E zu seinen leiblichen Verwandten.
Daraus folgt, dass sowohl die Adoptiveltern (A und B) als auch die leiblichen Eltern (C und D) gesetzliche Erben 2. Ordnung nach § 1925 BGB sind.
Das Gesetz enthält insoweit Regelungslücken in dem Fall, in dem ein Elternteil (oder beide) vor dem Erbfall versterben und damit wegfallen.
Hier sind nun die leiblichen Eltern verstorben, so dass insoweit die Abkömmlinge von C und D an ihre Stelle treten (§ 1925 Absatz 3 BGB iVm § 1924 Absatz 3 Satz 1 BGB) und die Hälfte neben den Adoptiveltern A und B erben.
Nachfrage vom Fragesteller	06.08.2013 | 12:46
Hallo, danke für die schnelle Antwort mich interessiert warum 1756 keine Anwendung findet.
Meines wissens gibt es verschiedene Varianten einer Adoption eines Volljährigen. So z.b.
Volladoption eines Volljährigen durch Verwandte oder Verschwägerte §§ 1767, 1772, 1756 Abs. 1 BGB.
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.08.2013 | 13:22
Da es sich hier aber um eine Verwandtenadoption handelt, ergeben sich durch die Vorschrift des § 1756 BGB in der Tat weitere Besonderheiten.
Durch die Adoption durch A und B wurden E und F deren gemeinschaftliche Kinder.
Bei einer Verwandtenadoption sind die leiblichen Eltern nicht mehr Erben der 2. Ordnung, vgl. § 1755 Absatz 1 BGB.
Aus § 1925 Absatz 4 BGB ergibt sich sodann, dass das Adoptivkind und die Abkömmlinge seiner leiblichen Eltern im Verhältnis zueinander nicht Erben 2. Ordnung sind.
Die Besonderheit in Ihrem Fall liegt aber darin, dass E sowohl der Adoptiv- als auch der sog. Ursprungsfamilie angehört.
Dies stellt eine Ausnahme dar, so dass die leibliche Verwandtschaft zu E nicht erlischt.
A und B als Annehmende sind zugleich (leibliche) Großeltern und (Adoptiv-)Eltern von E, dessen leiblicher Bruder F wird auch zum Adoptiv-Großneffen.
FRAGESTELLER 12.08.2013 2,6/5,0
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