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Timestamp: 2019-04-19 00:19:27
Document Index: 128025177

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 33', '§ 249', '§ 106', '§ 59', '§ 13', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4']

Gesetzliche Rentenversicherung | Saarland.de
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Neben der gesetzlichen Rentenversicherung wird eine zusätzliche Altersvorsorge in Zukunft immer wichtiger, um im Rentenalter den Lebensstandard halten zu können. Die Studie „Altersvorsorge in Deutschland 2005“ (AVID 2005) belegt: 96 Prozent aller Männer und 98 Prozent aller Frauen der Geburtsjahrgänge 1942 bis 1961 verfügen bei Vollendung des 65. Lebensjahres über eigene Ansprüche auf eine gesetzliche Rente. Darüber hinaus können rund 40 Prozent aller Männer und 30 Prozent aller Frauen auch eine Betriebsrente erwarten. Mehr als die Hälfte aller Personen betreibt darüber hinaus private Altersvorsorge, wie z.B. im Rahmen der Riester-Rente, wie die Studie feststellt.
Zur Erhaltung des Lebenstandards im Rentenalter werden zukünftig alle drei Säulen der Alterssicherung benötigt. Um weiterhin das Versorgungsniveau im Alter zu sichern, wird seit 2002 die private und betriebliche Altersvorsorge stärker durch eine Zulage (als Grund- und Kinderzulage) bzw. eine steuerliche Unterstützung gefördert. Die mit der Förderung verbundenen Aufgaben wurden der Deutschen Rentenversicherung Bund als zentraler Stelle (Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen) übertragen.
Aufgaben der gesetzlichen Rentenversicherung
Mit rund 38,5 Millionen pflicht- und freiwillig Versicherten ist die gesetzliche Rentenversicherung mit Abstand das größte soziale Sicherungssystem in Deutschland. Aktuell werden knapp 25 Millionen Renten ausgezahlt. Die gesetzliche Rentenversicherung bietet Schutz gegen Risiken der Invalidität, Alter und Tod. Außerdem ist es ihre Aufgabe durch Maßnahmen der Rehabilitation bei Minderung der Erwerbsfähigkeit des Versicherten einer vorzeitigen Rentenzahlung entgegenzuwirken („Teilhabeleistung vor Rente“).
Weitere berufs- bzw. branchenbezogene Institutionen der staatlichen Altersicherung mit eigenen Rechtsgrundlagen sind die Beamtenversorgung, die Alterssicherung der Landwirte und berufsständische Versorgungswerke (im Wesentlichen) für Freiberufler.
Die Aufgaben der gesetzlichen Rentenversicherung sind:
Erbringung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie ergänzende Leistungen (§ 9 SGB VI),
Gewährung von Renten an Versicherte wegen Alters, verminderter Erwerbsfähigkeit oder wegen Todes (§ 33 SGB VI),
Zahlung von Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner (§ 249 a SGB V, § 106 SGB VI, § 59 Abs. 1 Satz 1 SGB XI),
Aufklärung, Auskunftserteilung und Beratung Versicherter, Rentner und Arbeitgeber (§§ 13 – 15 SGB I).
http://www.ihre-vorsorge.de/index.html (extern)
Infos für junge Leute (extern)
Infos zur zusätzlichen Altersvorsorge im Infonetz Altervorsorge (extern)
Infos rund um die Altersvorsorge (extern)
Seit 1. Oktober 2005 sind alle Träger der gesetzlichen Rentenversicherung - die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, die ehemaligen Landesversicherungsanstalten, die Seemannkasse, die Bundesknappschaft und die Bahnversicherungsanstalt - unter dem gemeinsamen Dach "Deutsche Rentenversicherung" tätig.
Ziel ist es, die Beratung und den Service noch besser auszubauen, Doppelstrukturen abzubauen, Verwaltungsverfahren zu optimieren, Kosten einzusparen.
Die Leistungen und Ansprüche von Rentnerinnen und Rentnern und Beitragszahlern haben sich durch die Organisationsreform nicht geändert.
Versicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung
Versicherungspflichtig sind grundsätzlich:
Auszubildende und abhängig Beschäftigte (§ 1 SGB VI),
bestimmte selbstständig Tätige – z.B. Lehrer und Erzieher, Handwerker – (§ 2 SGB VI)
sonstige Versicherte - z.B. nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen, Wehr- oder Zivildienstleistende, Bezieher von Lohnersatzleistungen – (§ 3 SGB VI), auf Antrag Versicherungspflichtige (§ 4 SGB VI).
Beamte, selbständige Landwirte und Freiberufler gehören eigenen Sicherungssystemen an.
Die Finanzierung des Rentensystems beruht auf dem Umlageverfahren. Danach werden die Aufwendungen der Rentenversicherung aus den aktuellen Einnahmen bestritten. Die gesetzliche Rentenversicherung ist eine Pflichtversicherung, die grundsätzlich an der Erwerbstätigkeit anknüpft. Ihre Finanzierung beruht auf zwei Grundlagen:
den Beiträgen, die bei den gegen Arbeitsentgelt beschäftigten Arbeitnehmern jeweils hälftig von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bis zur Beitragsbemessungsgrenze getragen werden (2014: Beitragssatz allgemeine Rentenversicherung 18,9 Prozent, knappschaftliche Rentenversicherung 25,1 Prozent), und
den Bundeszuschüssen aus dem Staatshaushalt.
Aufsicht in der gesetzlichen Rentenversicherung
Die Aufsicht über die Deutsche Rentenversicherung Saarland (bis 30. September 2005 Landesversicherungsanstalt für das Saarland) obliegt dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie . Die Aufsicht über die Unternehmen der privaten Altersvorsorge führt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin).
Fragen zum Zulagenverfahren, der zulagengeförderten Altersvorsorge beantwortet die zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen.
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (extern)
Infonetz Altervorsorge (extern)
Deutsche Rentenversicherung Saarland (extern)
Arbeitskammer des Saarlandes - Haus der Beratung (extern)
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) (extern)
Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft des Saarlandes (extern)
(030) 865-1
(030) 27240
Martin-Luther-Straße 2 - 4
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(0681) 4005-200
(0681) 4005-210
Servicetelefon der Deutschen Rentenversichersicherung
Montag bis Donnerstag: 07.30 Uhr bis 19.30 Uhr
Freitag: 07.30 Uhr bis 15.30 Uhr
(0800) 1000 48 070
Bundesanstalt für die Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Graurheindorfer Straße 8
(0228) 4108-0
(0228) 4108-1550
Dr. Peter Schichtel
Leiter der Abteilung D
vzabtd@soziales.saarland.de
(0681) 501-3143
(0681) 501-3288
Bürgertelefon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
Erreichbar: Montag bis Donnerstag, 8 bis 20 Uhr
(01805) 676710
(01805) 676717
zfa@drv-bund.de