Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE%2029,%20178
Timestamp: 2020-02-27 18:44:54
Document Index: 16095166

Matched Legal Cases: ['Art. 100', '§ 80', '§ 4', 'Art. 100', '§ 80', '§ 5']

BVerfG, 07.10.1970 - 1 BvL 22/70 - dejure.org
https://dejure.org/1970,442
BVerfG, 07.10.1970 - 1 BvL 22/70 (https://dejure.org/1970,442)
BVerfG, Entscheidung vom 07.10.1970 - 1 BvL 22/70 (https://dejure.org/1970,442)
BVerfG, Entscheidung vom 07. Januar 1970 - 1 BvL 22/70 (https://dejure.org/1970,442)
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Gerichtsbesetzung bei Aussetzungs- und Vorlagebeschluß gemäß Art. 100 Abs. 1 GG , § 80 Abs. 1 BVerfGG - Anwendbarkeit des § 4 FGO
FG Münster, 03.08.1970 - VII 1055/69
FG Münster, 22.10.1970 - VII 1055/69
BVerfGE 29, 178
DB 1970, 2058
Dem steht nicht entgegen, dass Beschlüsse zu Vorlagen an das Bundesverfassungsgericht nach Art. 100 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG), § 80 Bundesverfassungsgerichtsgesetz (BVerfGG) nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts in der Besetzung zu fassen sind, in der die Entscheidung zu treffen ist, für die die Vorlagefrage erheblich ist (BVerfG…, Beschluss vom 23. November 1951, 1 BvL 14/51, BVerfGE 1, 80, juris, Rn. 3;… Beschluss vom 23. Juli 1963, 1 BvL 6/61, BVerfGE 16, 305, juris, Rn. 2; Beschluss vom 7. Oktober 1970, 1 BvL 22/70, BVerfGE 29, 178, juris, Rn. 2).
So habe auch das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) für den Fall seiner Anrufung in dem Beschluß vom 7. Oktober 1970 1 BvL 22/70 (BVerfGE 29, 178) ausgesprochen, daß der Vorlagebeschluß nur von den Richtern erlassen werden dürfe, die auch für die Fällung der endgültigen Entscheidung zuständig seien.
e) Die Entscheidung des BVerfG 1 BvL 22/70, auf welche sich der anrufende Senat im Anrufungsbeschluß stützt, betrifft keine vergleichbare Verfahrensgestaltung.
Ein Vorlagebeschluß muß jedoch wegen seiner Bedeutung und wegen des engen Zusammenhangs der Vorlagefrage mit dem Urteil (vgl. BVerfGE 29, 178 [179]) die Unterschriften der Richter tragen, die nach dem für das Ausgangsverfahren maßgebenden Verfahrensgesetz für die Unterzeichnung von Urteilen erforderlich sind.
Die Kammer entscheidet entgegen § 5 Abs. 3 Satz 2 Verwaltungsgerichtsordnung - VwGO - unter Mitwirkung der ehrenamtlichen Richter, weil in der Sache durch Urteil zu entscheiden ist und weil die Frage, ob die bei der Sachentscheidung anzuwendende Norm mit der Verfassung des Freistaates Thüringen vereinbar ist, mit der Urteilsfindung in engem Zusammenhang steht (vgl. in diesem Zusammenhang BVerfG, Beschlüsse vom 07.10.1970 - 1 BvL 22/70 - BVerfGE 29, 178 f., vom 23.07.1963 - 1 BvL 6/61 - BVerfGE 16, 305 f. und vom 23.11.1951 - 1 BvL 14/51 - BVerfGE 1, 80 ff.).