Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=2017-01-17&Aktenzeichen=VIII%20R%2052%2F14
Timestamp: 2019-05-22 20:06:54
Document Index: 12431127

Matched Legal Cases: ['§ 126', '§ 126', '§ 152', '§ 109', '§ 121', '§ 3', '§ 126', '§ 124', '§ 121', '§ 149', '§ 102', '§ 114', '§ 113', '§ 114', '§ 114', '§ 114', '§ 124', '§ 126']

BFH, 17.01.2017 - VIII R 52/14 - dejure.org
https://dejure.org/2017,11591
BFH, 17.01.2017 - VIII R 52/14 (https://dejure.org/2017,11591)
BFH, Entscheidung vom 17.01.2017 - VIII R 52/14 (https://dejure.org/2017,11591)
BFH, Entscheidung vom 17. Januar 2017 - VIII R 52/14 (https://dejure.org/2017,11591)
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§ 126 Abs 1 Nr 2 AO, § 126 Abs 2 AO, § 152 AO, § 109 AO, § 121 Abs 1 AO
GrEStG § 3 Nr. 2 S. 1
Heilung eines nicht ausreichend begründeten Ermessensverwaltungsakts nach Erledigung und vor Einlegung des Einspruchs; Aufforderung zur termingebundenen Abgabe der Steuererklärung; Festsetzung eines Verspätungszuschlags
Vorzeitige Anforderung der Einkommensteuererklärung - und die nicht hinreichende Begründung
Finanzverwaltung über Abgabefristen von Einkommensteuererklärungen belehrt
steuern-recht-wirtschaft.de (Kurzinformation)
Festsetzung eines Verspätungszuschlages mangels Begründung der Aufforderung zur vorzeitigen Einreichung der Einkommensteuererklärung rechtswidrig
Vorabanforderung von Steuererklärungen ohne nachvollziehbare Begründung
Vorabanforderung von Steuererklärungen bedarf einer nachvollziehbaren Begründung
Verpflichtung nach der Abgabenordnung
Steuererklärungspflicht durch Aufforderung
AO § 126 Abs 1 Nr 2, AO § 124 Abs 2, AO § 121, AO § 149 Abs 2
Anforderung, Steuererklärung, Ermessensentscheidung, Erledigung, Wirksamkeit
BFH - 845/14 (anhängig)
NVwZ-RR 2017, 628
BStBl II 2018, 740
vgl. OVG NRW, Beschluss vom 20. Februar 2001 - 18 A 1520/92 -, juris, Rn. 37 ff.; Sächs. OVG, Urteil vom 1. September 2008 - 2 B 461/07 -, juris, Rn. 33; BFH, Urteil vom 17. Januar 2017 - VIII R 52/14 -, juris, Rn. 21, zu § 102 Satz 2 FGO; Decker, in: Posser/Wolff, VwGO, 2. Aufl. 2014, § 114 Rn. 43.1; W.-R. Schenke/ R. P. Schenke, in: Kopp/Schenke, VwGO, 23. Aufl. 2017, § 113 Rn. 73 und 147; Stuhlfauth, in: Bader/Funke-Kaiser/Stuhlfauth/v. Albedyll, VwGO, 6. Aufl. 2015, § 114 Rn. 61; die Frage offen lassend BVerwG, Urteil vom 20. Juni 2013 - 8 C 46.12 -, juris, Rn. 32; ebenso Rennert, in: Eyermann/Fröhlich, VwGO, 14. Aufl. 2014, § 114 Rn. 88; a. A. Gerhardt, in: Schoch/Schneider/ Bier, VwGO, Stand: Oktober 2016, § 114 Rn. 12d.
Mit Verfügung des Berichterstatters vom 11. Juli 2017 hat der Senat den Beklagten darauf hingewiesen, dass der Senat im Lichte einer neuen Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH-Urteil vom 17. Januar 2017 VIII R 52/17, BFH/NV 2017, 777) auch prüfen müsse, ob die Pfändungs- und Einziehungsverfügung vom 3. November 2015 dadurch unheilbar rechtswidrig geworden sei, dass sie sich erledigt habe, bevor der Beklagte die ihr zugrundeliegende Ermessensentscheidung der Klägerin gegenüber begründet habe.
Hat sich der Verwaltungsakt vor der Einlegung des Einspruchs durch Zeitablauf oder in sonstiger Weise gemäß § 124 Abs. 2 AO erledigt, ist eine Heilung nach § 126 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 AO nicht mehr möglich, da die Heilung einen wirksamen Verwaltungsakt voraussetzt (BFH-Urteil vom 17. Januar 2017 VIII R 52/14, BFH/NV 2017, 777).
Die Anwendung der Vorschrift ist bei einer nach Erledigung des Verwaltungsakts nur noch in Betracht kommenden Fortsetzungsfeststellungsklage folglich ausgeschlossen ((BFH-Urteil vom 17. Januar 2017 VIII R 52/14, a.a.O.).