Source: https://www.rechtsportal.de/Rechtsprechung/Rechtsprechung/2009/BFH/Erinnerung-gegen-den-Kostenansatz-wegen-einer-Richterablehnung
Timestamp: 2020-06-01 15:55:06
Document Index: 77506696

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 66', '§ 66', '§ 66', '§ 21', '§ 66']

Erinnerung gegen den Kostenansatz wegen einer Richterablehnung - Rechtsportal
BFH - Entscheidung vom 19.10.2009
X E 11/09
BFH, Beschluss vom 19.10.2009 - Aktenzeichen X E 11/09
DRsp Nr. 2009/28004
GKG § 21 Abs. 1 ; GKG § 66 Abs. 1 S. 1;
Mit der Erinnerung nach § 66 des Gerichtskostengesetzes ( GKG ) gegen den Kostenansatz können nur Einwendungen erhoben werden, die sich gegen den Kostenansatz selbst richten (§ 66 Abs. 1 Satz 1 GKG ), also gegen den Ansatz und die Höhe einzelner Kosten oder gegen den Streitwert (BFH-Beschluss vom 1. September 2005 III E 1/05, BFH/NV 2006, 92 ). Die an den Kostenschuldner gerichtete Kostenrechnung weist in dieser Hinsicht keinen ihn belastenden Rechtsfehler auf. Substantiierte Einwendungen hat der Kostenschuldner insoweit auch nicht vorgebracht.
Soweit der Kostenschuldner geltend macht, gemäß § 21 Abs. 1 GKG keine Kosten zu erheben, ist die Erinnerung ebenfalls unbegründet. Zwar kann nach Satz 1 dieser Vorschrift von der Erhebung von Kosten abgesehen werden, wenn sie bei richtiger Behandlung nicht entstanden wären. Dies setzt jedoch ein erkennbares Versehen oder offensichtliche Verstöße gegen eindeutige Vorschriften voraus (Senatsbeschluss vom 12. Oktober 2005 X E 2/05, BFH/NV 2006, 326 ), wofür im Streitfall keine Anhaltspunkte ersichtlich sind.
Die Entscheidung ergeht gerichtsgebührenfrei (§ 66 Abs. 8 GKG ).
Zitieren: BFH - Beschluss vom 19.10.2009 (X E 11/09) - DRsp Nr. 2009/28004