Source: https://rechts.ninja/stichwort/schuldunfaehigkeit/
Timestamp: 2018-10-15 13:05:26
Document Index: 374246452

Matched Legal Cases: ['§ 63', '§ 63', '§ 63', '§ 63', '§ 20', '§ 20', '§ 21', '§ 217', '§ 20', '§ 21', '§ 20', '§ 20', '§ 21', '§ 20', '§ 20', '§ 21', '§ 20', '§ 20', '§ 21', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 20', 'in dubio', '§ 20', '§ 21', '§ 63', '§ 20', '§ 63']

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Rechts.Ninja > Schuldunfähigkeit
Schlagwort Archiv: Schuldunfähigkeit
Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus – und die Zweifel am psychischen Defekt
Autor: Rechtslupe 8. Oktober 2018
Die grundsätzlich unbefristete Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus gemäß § 63 StGB ist eine außerordentlich belastende Maßnahme, die einen besonders gravierenden Eingriff in die Rechte des Betroffenen darstellt. Sie darf daher nur dann angeordnet werden, wenn zweifelsfrei feststeht, dass der Unterzubringende bei der Begehung der Anlasstat(en) aufgrund eines psychischen Defekts …
Maßregel, Persönlichkeitsstörung, Psychiatrie, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Unterbringung, Urteilsgründe
Schuldunfähigkeit – und ihre Feststellung
Autor: Rechtslupe 22. August 2018
Die Anordnung der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus (§ 63 StGB) bedarf besonders sorgfältiger Begründung, weil es sich um eine schwerwiegende und gegebenenfalls langfristig in das Leben des Betroffenen eingreifende Maßnahme handelt. Die richterliche Entscheidung, ob die Fähigkeit des Täters, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu …
Unterbringung im psychiatrischen Krankenhaus – und der erforderliche symptomatische Zusammenhang
Autor: Rechtslupe 8. August 2018
Die grundsätzlich unbefristete Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus nach § 63 StGB ist eine außerordentlich belastende Maßnahme, die einen besonders gravierenden Eingriff in die Rechte des Betroffenen darstellt. Sie darf daher nur angeordnet werden, wenn unter anderem zweifelsfrei feststeht, dass der Unterzubringende bei der Begehung der Anlasstat aufgrund einer nicht …
Anlasstat, Gefährlichkeitsprognose, Maßregelvollzug, Psychiatrie, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Symptomatischer Zusammenhang
Unterbringung in der Psychiatrie – und der symptmatische Zusammenhang
Die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus (§ 63 StGB) darf nur angeordnet werden, wenn zweifelsfrei feststeht, dass der Unterzubringende bei der Begehung der Anlasstaten aufgrund einer nicht nur vorübergehenden psychischen Störung im Sinne der in § 20 StGB genannten Eingangsmerkmale schuldunfähig (§ 20 StGB) oder vermindert schuldfähig (§ 21 StGB) …
Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus – und die Prüfung der Schuldunfähigkeit
Autor: Rechtslupe 13. Juni 2018
Die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus darf nur angeordnet werden, wenn zweifelsfrei feststeht, dass der Unterzubringende bei der Begehung der Anlasstat(en) aufgrund eines psychischen Defekts schuldunfähig oder sicher erheblich vermindert schuldfähig war1. Die Entscheidung, ob die Schuldfähigkeit des Unterzubringenden zur Tatzeit bzw. zu den Tatzeiten aus einem der in § …
Psychiatrie, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Unterbringung
Die Prüfung der Schuldfähigkeit – und die richterliche Sachkunde
Autor: Rechtslupe 17. April 2018
Die richterliche Sachkunde reicht in der Regel nicht aus, um, wie es das Landgericht getan hat, ohne Hinzuziehung eines psychiatrischen Sachverständigen eine sexuelle Präferenzstörung zu diagnostizieren und, in Verbindung mit “Vereinsamung und Altersabbau”, im Rahmen der Schuldfähigkeitsprüfung zu gewichten1. Im hier entschiedenen Fall wies der Bundesgerichtshof die Revision des Angeklagten …
Richterliche Sachkunde, Sachverständigengutachten, Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Strafurteil
Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus – wegen Intelligenzminderung
Autor: Rechtslupe 26. Februar 2018
Kindstötung – und die Schuldfähigkeit
Autor: Rechtslupe 22. Januar 2018
Bei Kindstötungen im Sinne des § 217 StGB aF kommt eine erhebliche Verminderung der Schuldfähigkeit kaum in Betracht, wenn bei der Täterin außer der Belastung durch die Geburt keine schon unabhängig hiervon bestehenden geistigseelischen Beeinträchtigungen festzustellen sind1. Die psychische Ausnahmesituation einer Mutter, die ihr Kind in oder gleich nach der …
Kindstötung, Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Totschlag
Pädophil – und vermindert schuldfähig
Autor: Rechtslupe 15. Dezember 2017
Eine aus einer Pädophilie abgeleitete schwere andere seelische Abartigkeit kann in einer erheblichen Einschränkung der Steuerungsfähigkeit resultieren. Allerdings sind hierfür ausreichenden Anknüpfungstatsachen erforderlich, aus denen ein suchtartiges Verhalten des Täters, ein progredienter Verlauf seiner sexuellen Ausrichtung und eine fehlende Kontrolle der pädophilen Impulse abgeleitet werden können. Nach ständiger Rechtsprechung1 kann …
Pädophilie, Sachverständigengutachten, Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Strafurteil, Urteilsgründe, Verminderte Schuldfähigkeit
Die Prüfung der Schuldfähigkeit – und die Bezugnahme auf das Sachverständigengutachten
Autor: Rechtslupe 24. November 2017
Wenn sich das Landgericht darauf beschränkt, sich der Beurteilung eines Sachverständigen zur Frage der Schuldfähigkeit anzuschließen, muss es dessen wesentliche Anknüpfungspunkte und Darlegungen im Urteil so wiedergeben, wie dies zum Verständnis des Gutachtens und zur Beurteilung seiner Schlüssigkeit erforderlich ist1. Dies gilt besonders in Fällen einer Psychose aus dem Formenkreis …
Sachverständigengutachten, Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Strafurteil, Urteilsgründe, Verminderte Schuldfähigkeit
Schuldunfähigkeit – und ihre mehrstufige Prüfung
Autor: Rechtslupe 1. September 2017
Die Entscheidung, ob die Schuldfähigkeit des Unterzubringenden zur Tatzeit aus einem der in § 20 StGB bezeichneten Gründe ausgeschlossen oder im Sinne von § 21 StGB erheblich vermindert war, erfordert prinzipiell eine mehrstufige Prüfung1. Zunächst ist die Feststellung erforderlich, dass bei dem Täter eine psychische Störung vorliegt, die ein solches …
Psycho-affektive Störung, Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Verminderte Schuldfähigkeit
Abweichendes Sexualverhalten – und die Frage der Schuldfähigkeit
Autor: Rechtslupe 7. Juni 2017
Ein abweichendes Sexualverhalten (hier: in Form einer Pädophilie) kann nicht ohne weiteres einer schweren Persönlichkeitsstörung gleichgesetzt und dem Eingangsmerkmal der schweren anderen seelischen Abartigkeit i.S.v. §§ 20, 21 StGB zugeordnet werden1. Eine festgestellte Pädophilie kann aber im Einzelfall eine schwere andere seelische Abartigkeit und eine hierdurch erheblich beeinträchtigte Steuerungsfähigkeit begründen, …
Pädophilie, Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Verminderte Schuldfähigkeit
Mehrstufige Prüfung der Schuldfähigkeit
Die Entscheidung, ob die Schuldfähigkeit eines Angeklagten zur Tatzeit aus einem der in § 20 StGB bezeichneten Gründe ausgeschlossen oder im Sinne von § 21 StGB erheblich vermindert war, erfordert prinzipiell eine mehrstufige Prüfung1. Die Entscheidung, ob die Schuldfähigkeit eines Angeklagten zur Tatzeit aus einem der in § 20 StGB …
Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Verminderte Schuldfähigkeit
Schuldunfähigkeit – und die Unrechtseinsicht
Autor: Rechtslupe 24. April 2017
Nimmt das Tatgericht eine erheblich verminderte Einsichtsfähigkeit des Täters an, so muss es darüber befinden, ob diese zum Fehlen der Unrechtseinsicht geführt oder ob der Täter gleichwohl das Unrecht der Tat eingesehen hat1. Hat dagegen der Angeklagte ungeachtet seiner erheblich verminderten Einsichtsfähigkeit das Unrecht seines Tuns zum Tatzeitpunkt tatsächlich eingesehen, …
Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Unrechtseinsicht
Verminderte Schuldfähigkeit – und ihre mehrstufige Prüfung
Die Entscheidung, ob die Schuldfähigkeit des Angeklagten zur Tatzeit aus einem der in § 20 StGB bezeichneten Gründe im Sinne von § 21 StGB erheblich vermindert war, erfolgt prinzipiell mehrstufig1: Zunächst ist die Feststellung erforderlich, dass bei dem Angeklagten eine Störung vorliegt, die ein solches Ausmaß erreicht hat, dass sie …
Kokainabhängigkeit – und die Steuerungsfähigkeit
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann bei Beschaffungsdelikten eines rauschgiftabhängigen Täters dessen Steuerungsfähigkeit unter Umständen auch dann erheblich vermindert sein, wenn er aus Angst vor nahe bevorstehenden Entzugserscheinungen handelt, die er schon als äußerst unangenehm erlitten hat1. Dieser zunächst in Bezug auf Heroinabhängigkeit entwickelte Grundsatz2 ist trotz unterschiedlicher Entzugsfolgen …
BTM-Delikte, Drogenabhängigkeit, Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Steuerungsfähigkeit, Strafrecht
Drogenabhängigkeit – und die Steuerungsfähigkeit
Autor: Rechtslupe 28. März 2017
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs begründet die Abhängigkeit von Drogen für sich gesehen keine erhebliche Verminderung der Steuerungsfähigkeit1. Eine rechtlich erhebliche Einschränkung der Steuerungsfähigkeit ist bei einem Rauschgiftsüchtigen nur ausnahmsweise gegeben, etwa wenn langjähriger Betäubungsmittelmissbrauch zu schweren Persönlichkeitsveränderungen geführt hat, der Täter unter starken Entzugserscheinungen leidet und durch sie dazu …
Drogenabhängigkeit, Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Steuerungsfähigkeit, Strafrecht
Persönlichkeitsstörung – und die Bewertung ihrer Schwere
Autor: Rechtslupe 24. März 2017
Indem das Gericht eine Störung angenommen hat, deren Schweregrad ausreichend ist, um sie unter das Eingangsmerkmal schwere andere seelische Abartigkeit des § 20 StGB zu fassen, musste es davon ausgehen, dass die Störung Symptome aufweist, die in ihrer Gesamtheit das Leben des Angeklagten vergleichbar schwer und mit ähnlichen Folgen stören, …
Persönlichkeitsstörung, Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Urteilsgründe
Die Entscheidung, ob die Schuldfähigkeit des Angeklagten zur Tatzeit aus einem der in § 20 StGB bezeichneten Gründe ausgeschlossen oder im Sinne von § 21 StGB erheblich vermindert war, erfolgt prinzipiell mehrstufig1. Zunächst ist die Feststellung erforderlich, dass bei dem Angeklagten eine psychische Störung vorliegt, die ein solches Ausmaß erreicht …
Einsichtsfähigkeit, Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Steuerungsfähigkeit, Strafrecht
Ist eine “ausgeprägte” dissoziale Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, kommt eine Bewertung des Zustandsbildes als schwere andere seelische Abartigkeit in Betracht. Die Annahme, eine dissoziale Persönlichkeitsstörung sei niemals eine seelische Abartigkeit im Sinne der §§ 20, 21 StGB, wäre ebenso fehlerhaft, wie die Behauptung, derartige Persönlichkeitsstörungen erfüllten stets die Voraussetzungen eines Eingangsmerkmals1. Die …
Dissoziale Persönlichkeitsstörung, Einsichtsfähigkeit, Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Steuerungsfähigkeit, Strafrecht
Schuldunfähig – aber welche Alternative?
Nach der gesetzlichen Konzeption kann die Anwendung des § 20 StGB nicht auf beide Alternativen gestützt werden. Erst wenn sich ergeben hat, dass der Täter in der konkreten Tatsituation einsichtsfähig war, kann sich die Frage nach seiner Steuerungsfähigkeit stellen1. Bundesgerichtshof, Beschluss vom 19. Januar 2017 – 4 StR 595/16 vgl. …
Schuldunfähigkeit – und die Beeinträchtigung des Steuerungsvermögens
Ob eine Beeinträchtigung des Steuerungsvermögens bei Vorliegen eines Eingangsmerkmals erheblich ist, ist eine nicht empirisch, sondern normativ zu beantwortende Frage, über die nach ständiger Rechtsprechung das Gericht und nicht der Sachverständige zu befinden hat1. Ist das Vorliegen eines Eingangsmerkmals im Sinne der §§ 20, 21 StGB, wie hier der schweren …
Einsichtsfähigkeit, Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Steuerungsfähigkeit, Strafrecht, Strafurteil
Schuldunfähigkeit – und ihre Feststellung im Urteil
Autor: Rechtslupe 25. Oktober 2016
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann für die Anwendung der §§ 20, 21 StGB schon regelmäßig nicht offen bleiben, welche der Eingangsvoraussetzungen des § 20 StGB gegeben ist1. Der Tatrichter ist gehalten, konkrete Feststellungen zu den handlungsleitenden Auswirkungen der Störung zu den jeweiligen Tatzeitpunkten zu treffen (vgl. § 20 …
Schuldunfähig wegen ADHS?
Die richterliche Entscheidung, ob die Fähigkeit des Angeklagten, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln, aus einem der in § 20 StGB bezeichneten Gründe bei Begehung der Tat erheblich vermindert ist, erfolgt in einem aus mehreren Schritten bestehenden Verfahren: Zunächst ist die Feststellung erforderlich, dass bei …
ADHS, Alkoholisierung, Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Strafurteil
Schuldunfähigkeit – in dubio und die Urteilsgründe
Bleiben nach abgeschlossener Beweiswürdigung nicht behebbare tatsächliche Zweifel bestehen, die sich auf die Art und den Grad des psychischen Ausnahmezustandes beziehen, ist zugunsten des Täters zu entscheiden1. Auch bei einer diagnostizierten schizoiden Persönlichkeitsstörung sind die Voraussetzungen einer schweren anderen seelischen Abartigkeit im Sinne des § 20 StGB nicht ohne weiteres, …
Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Steuerungsfähigkeit, Strafrecht, Urteilsgründe
Mehrere Stufen zur Schuldunfähigkeit
Rechtsmittelrücknahme – und der psychische Zustand des Angeklagten
Autor: Rechtslupe 4. Oktober 2016
Für die Wirksamkeit einer Revisionsrücknahme ist im Hinblick auf den psychischen Zustand ausreichend, dass der Erklärende sich bei Abgabe der Erklärung in einem Zustand geistiger Freiheit und Klarheit befindet, der ihn in die Lage versetzt, die Bedeutung der abgegebenen Erklärung zu erkennen. Dies wird sogar durch Geschäftsunfähigkeit oder Schuldunfähigkeit nicht …
Berufungsrücknahme, Geschäftsunfähigkeit, Rechtsmittelrücknahme, Revisionsrücknahme, Schuldunfähigkeit, Strafrecht
Autor: Rechtslupe 16. September 2016
Bei bipolaren Störungen besteht eine große Bandbreite von Ausprägungen und Schweregraden, so dass ein nur allgemeiner Hinweis in den Urteilsgründen auf die Diagnose nicht ausreichend aussagekräftig ist1. Gerade in manischen Phasen kann es, je nach Ausprägung und Schwere, zu Beeinträchtigungen der Steuerungsfähigkeit, aber auch der Einsichtsfähigkeit kommen. Soweit das Landgericht …
Bipolare Störung, Schuldunfähigkeit, Strafrecht
2,21 Promille – und schuldfähig
Autor: Rechtslupe 29. August 2016
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gibt es keinen gesicherten medizinischen Erfahrungssatz darüber, dass ohne Rücksicht auf psychodiagnostische Beurteilungskriterien allein wegen einer bestimmten Blutalkoholkonzentration zur Tatzeit in aller Regel vom Vorliegen einer alkoholbedingt erheblich verminderten Steuerungsfähigkeit ausgegangen werden muss1. Für die Beurteilung der Schuldfähigkeit maßgeblich ist eine Gesamtschau aller wesentlichen objektiven …
Alkoholisierung, Blutalkoholkonzentration, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Strafzumessung, Trunkenheit
Schuldunfähigkeit – und die selbstverschuldete Trunkenheit
Autor: Rechtslupe 8. Juli 2016
Der Umstand, dass die erhebliche Verminderung der Schuldfähigkeit des Täters auf von diesem zu verantwortender Trunkenheit beruht, rechtfertigt für sich allein die Versagung einer Strafrahmenverschiebung gemäß §§ 21, 49 Abs. 1 StGB nicht. Mit dieser Auffassung tritt der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs dem 3. Strafsenat entgegen, der zukünftig davon ausgehen …
Rechtskräftiger Schuldspruch – und die im Raum stehende Schuldunfähigkeit
Autor: Rechtslupe 3. Juni 2016
In einem Fall, in dem sich nach Rechtskraft des Schuldspruchs aufgrund weiterer Beweiserhebungen neue Anhaltspunkte für die Schuldunfähigkeit eines Angeklagten zur Tatzeit ergeben, entfällt nach der bisherigen Rechtsprechung – entgegen einer in der Literatur verbreiteten Auffassung1 – nicht die Bindung des neuen Tatgerichts an den rechtskräftigen Schuldspruch und die zugehörigen …
Schuldspruch, Schuldunfähigkeit, Strafrecht
Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus – und die zweifelhafte Schuldunfähigkeit
Schuldunfähigkeit – und das Gutachten des Sachverständigen
Autor: Rechtslupe 25. April 2016
Wenn sich der Tatrichter darauf beschränkt, sich der Beurteilung eines Sachverständigen zur Frage der Schuldfähigkeit anzuschließen, muss er dessen wesentliche Anknüpfungspunkte und Darlegungen im Urteil so wiedergeben, wie dies zum Verständnis des Gutachtens und zur Beurteilung seiner Schlüssigkeit erforderlich ist1. Dies gilt auch in Fällen paranoider Schizophrenie; denn die Diagnose …
Allgemeines, Sachverständigengutachten, Schizophrenie, Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Strafurteil
Die selbst zu verantwortende Trunkenheit
Autor: Rechtslupe 20. April 2016
Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hält auch nach der Anfrage des 3. Strafsenats1 an seiner Rechtsprechung fest, wonach es im Falle selbst zu verantwortender Trunkenheit in der Regel gegen eine Strafrahmenverschiebung spricht, wenn sich aufgrund der persönlichen oder situativen Verhältnisse des Einzelfalls infolge der Alkoholisierung das Risiko der Begehung von …
Alkoholisierung, Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Totschlag, Trunkenheit
Schuldfähigkeit – und ihre Prüfung
Bleiben nach abgeschlossener Beweiswürdigung nicht behebbare tatsächliche Zweifel bestehen, die sich auf die Art und den Grad des psychischen Ausnahmezustandes beziehen, ist zugunsten des Täters zu entscheiden1. Solche Zweifel wurden in dem hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall in der Beweiswürdigung des Landgerichts zur Schuldfähigkeit des Angeklagten angedeutet: Zwar schloss der …
Beweiswürdigung, Sachverständigengutachten, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Strafurteil, Urteilsgründe
3 Promille – und das herabgesetzte Hemmungsvermögen
Autor: Rechtslupe 23. Februar 2016
Eine Blutalkoholkonzentration von mehr als drei Promille legt die Annahme einer erheblichen Herabsetzung des Hemmungsvermögens zur Tatzeit nahe. Auch wenn davon auszugehen ist, dass es keinen gesicherten medizinischstatistischen Erfahrungssatz darüber gibt, dass ohne Rücksicht auf psychodiagnostische Beurteilungskriterien allein wegen einer bestimmten Blutalkoholkonzentration zur Tatzeit in aller Regel vom Vorliegen einer …
Alkoholisierung, Schuldfähigkeit, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Trunkenheit
Autor: Rechtslupe 17. Februar 2016
Eine Anordnung gemäß § 63 StGB kommt nur in Betracht, wenn zumindest eine erhebliche Verminderung der Schuldfähigkeit des Angeklagten positiv festgestellt werden kann und wenn der Täter in diesem Zustand eine rechtswidrige Tat begangen hat, die auf den die Annahme der §§ 20, 21 StGB rechtfertigenden dauerhaften Defekt zurückzuführen ist. …
Entziehungsanstalt, Psychiatrie, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Unterbringung
Besoffen, aber schuldfähig?
Autor: Rechtslupe 2. Februar 2016
Als gegen die Annahme erheblich verminderter Schuldfähigkeit sprechende psychodiagnostische Beurteilungskriterien kommen nur solche Umstände in Betracht, die verlässliche Hinweise darauf geben können, ob das Steuerungsvermögen des Täters trotz einer erheblichen Alkoholisierung voll erhalten geblieben ist1. Dass der Täter planmäßig und zielgerichtet vorgegangen sei, indem er Drohungen oder Einschüchterungen genutzt habe, …
Der schizoide Pädophile – und die Unterbringung in der Psychiatrie
Autor: Rechtslupe 18. Januar 2016
Die grundsätzlich unbefristete Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus gemäß § 63 StGB ist eine außerordentlich belastende Maßnahme, die einen besonders gravierenden Eingriff in die Rechte des Betroffenen darstellt. Sie darf daher nur dann angeordnet werden, wenn zweifelsfrei feststeht, dass der Unterzubringende bei der Begehung der Anlasstaten aufgrund eines psychischen Defekts …
„Maximal 3,9 ‰“
Autor: Rechtslupe 20. Oktober 2015
Eine Blutalkoholkonzentration von maximal 3,9 ‰ legt die Annahme einer erheblichen Herabsetzung der Hemmungsfähigkeit sehr nahe, die nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs schon ab einer Blutalkoholkonzentration von 2, 0 Promille in Betracht zu ziehen ist1. Auch wenn davon auszugehen ist, dass es keinen gesicherten medizinischstatistischen Erfahrungssatz darüber gibt, dass ohne …
Alkoholisierung, Blutalkoholkonzentration, Schuldunfähigkeit, Strafrecht, Trunkenheit
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