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Timestamp: 2020-07-15 12:25:11
Document Index: 148540222

Matched Legal Cases: ['§ 42', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 19. Juni 2000, Az.: AnwZ (B) 57/99
Beschluss vom 19. Juni 2000
Der Senat kann in der Sache entscheiden, obwohl der Antragsteller im Termin ausgeblieben ist. Daß er am Erscheinen verhindert war, ist nicht glaubhaft gemacht. Rechtsanwalt Kolditz vom Büro des Antragstellers rief am Terminstag beim Senat an und teilte mit, der Antragsteller liege im Krankenhaus. Bei einer späteren Rückfrage des Senats gab er an, die Information habe er vom Büro des Antragstellers erhalten. Zwischenzeitlich hatte der Senat aber in dem Büro angerufen und dabei erfahren, von einem Krankenhausaufenthalt sei dort nichts bekannt. Ein ärztliches Attest ging bis zum Ende der Sitzung nicht ein.
Das Rechtsmittel ist zulässig (§ 42 Abs. 1 Ziffer 3, Abs. 4 BRAO), hat indessen keinen Erfolg.
Daß der Widerrufsgrund schon zum Zeitpunkt der Entscheidung des Anwaltsgerichtshofs nicht (mehr) bestanden habe oder danach zweifelsfrei weggefallen sei, hat der Antragsteller nicht dargetan. Eine vollständige Übersicht über die bestehenden Verbindlichkeiten und laufenden Einkünfte hat er nicht vorgelegt. Er hat zwar -beweislos -die Befriedigung unter anderem der Gläubiger Boulouednine und LPG "25. Jahrestag" behauptet, sich aber beispielsweise zu den Forderungen Sixt und Reinhold nicht geäußert. Diese Forderungen allein belaufen sich bereits auf über 150.000 DM. Im übrigen haben nach Mitteilung der Antragsgegnerin -der der Antragsteller nicht entgegengetreten ist -noch im Jahre 1999 zahlreiche neue Gläubiger gegen den Antragsteller Vollstreckungsmaßnahmen eingeleitet.
Deppert Fischer Basdorf Ganter Salditt Müller Christian
Beschluss v. 19.06.2000
Az: AnwZ (B) 57/99
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15.07.2020 - 14:25 Uhr
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