Source: http://bkv-ev.de/sport.htm
Timestamp: 2017-05-26 09:12:19
Document Index: 381076482

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 4', '§15', '§15', '§ 15', '§ 5', '§ 15', '§ 7', '§ 14', '§ 14', '§ 15', '§ 27']

Infos über Neuerungen des Waffenrechts:
Bayerisches Staatsministerium des Inneren Download der BKV Schießsportordnung (.pdf)
(Internetseite Bundesverwaltungsamt)
der BKV-Satzung § 3 gehört die Förderung des Schützenwesens und damit
die der Sportschützen in den Gliederungen der BKV nach den Richtlinien
des Kyffhäuserbundes zu den als gemeinnützig und besonders förderungswürdig
anerkannten Satzungszwecken. Satzungsmäßig (§ 4) ist auch festgelegt,
dass es zu den ständig auszuübenden Aufgaben der BKV und seiner
Gliederungen gehört. Die BKV hat am 30.10.2007 durch Frau Abteilungspräsidentin Bechtold vom Bundesverwaltungsamt (BVA) in Köln als achter Verband in Deutschland den Status eines anerkannten Schießsportverbandes nach §15 WaffG erhalten.
Damit verbunden ist gleichzeitig die Genehmigung der Schieß-Sportordnung der BKV gemäß §15 Abs. 7 WaffG. Präambel
Die Bayerische Kameraden- und Soldatenvereinigung betreibt alle Schießsportdisziplinen ausschließlich als sportlichen Wettbewerb. Die Disziplinen der BKV lassen eine Ausbildung zur kampfmäßigen Verwendung von Schusswaffen nicht zu. Der Ablauf aller Schießübungen ist so gestaltet, daß sie nach dem deutschen Waffenrecht nicht als Verteidigungsschießen gelten können.
Die BKV duldet insbesondere folgende Elemente des Verteidigungsschießens nicht in seinen Disziplinen:
- ein verdecktes Tragen Waffen
- das Schießen in der Bewegung des Schützen
- das Benutzen von Deckungen
- das Benutzen von Scheiben oder Zielgegenständen, die Menschen darstellen oder
- das Überwinden von Hindernissen innerhalb des Schießparcours nach Abgabe des
ersten Schusses
- die Abgabe von ungezielten Deutschüssen
Grundsätzlich können alle Disziplinen mit kleinkalibrigen Waffen auf diesen Waffen angemessenen Entfernungen als modifizierte Disziplinen im Rahmen der Schießsportordnung und unter Beachtung des § 15 Abs. 6 WaffG und der §§ 5, 6 und 7 AWaffV geschossen werden. Einzelheiten regeln die entsprechenden Ausschreibungen.
Diese Schieß-Sportordnung ist eine Richtlinie für den Schießsport und ist eine Neu- und Zusammenfassung aller bisher herausgegebenen Weisungen und Ergänzungen für Erwerb, Besitz und Nutzung von Schusswaffen und Munition durch die Mitglieder der Bayerischen Kameraden- und Soldatenvereinigung (BKV) e.V..
Die Anerkennung der BKV als Schieß-Sportverband verlangt eine strikte Handlungsweise aller Verbandsgliederungen entsprechend dieser Richtlinie für den Schießsport.
Es ist die Aufgabe aller Verantwortlichen nach dieser Schieß-Sportordnung zu verfahren.
Jeder Schütze ist gehalten, die Regeln der Sportordnung und des Wettkampfes zu kennen, ein persönliches BKV-Schießbuch mit jeweils gültiger BKV-Jahresmarke zu führen und die Sicherheitsbestimmungen, sowie die allgemein bekannten Grundregeln im Umgang mit Waffen und Munition zu kennen und genauestens einzuhalten.
Der Schießsport mit Schusswaffen ist nur unter Aufsicht (BKV-Schießleiter/BKV-Schießwart) gestattet, die nicht selbst am Schießen teilnehmen.
Gemäß § & AWaffV sind vom sportlichen Schießen ausgeschlossen:
2. halbautomatische Schußwaffen, die in ihrer äußeren Form nach den Anschein einer vollauto-
matischen Kriegswaffe hervorrufen, die Kriegswaffe im Sinne des Gesetzes über die Kon-
trolle von Kriegswaffen ist, wenn
b) das Magazin sich hinter der Abzugseinheit befindet (so genannte Bul-Pub-Waffen) oder
c) die Hülsenlänge der verwendeten Munition bei Langeaffen weniger als 40 mm beträgt;
3. Magazine für halbautomatische Langwaffen mit einer Kapazität von mehr als zehn Patronen.
Es werden keine Schießübungen entgegen § 15/6 WaffG und § 7 AWaffV durchgeführt.
Schießen in der BKV wird ausschließlich nach sportlichen Grundsätzen
betrieben. Es kann in jeder BKV-Kameradschaft eine Schießgruppe gebildet
werden. Diese Schießgruppe ist Bestandteil der betreffenden Kameradschaft.
Die Zugehörigkeit zu der Schießgruppe einer Kameradschaft setzt grundsätzlich
die Mitgliedschaft bei der betreffenden Kameradschaft voraus.
sachgemäßen Durchführung des Schießsports wird für alle Gliederungen
der BKV die Wahl von Schießwarten vorgeschrieben. Sie sind in diesen Gliederungen für Ihrem Aufgabenbereich
verantwortlich und gehören zur Vorstandschaft. Der BKV-Landesschießwart
ist Mitglied des Präsidiums und somit in die Entscheidungsbefugnis der BKV
mit einbezogen um die Belange der Sportschützen zur Geltung bringen. Die
Aufgaben, Planungen und Veranstaltungen des Sportschießens sind bei allen Präsidiumssitzungen vorzutragen.
der Kreis- und Bezirksvorsitzenden ist es, das Sportschießen in ihren
Bereichen in Anbetracht der werbenden Wirkung zu fördern, den Schießsport
innerhalb ihrer Bereiche zu beaufsichtigen und mit den Schießwarten der
BKV-Gliederungen eng zusammenzuarbeiten.
Vorsitzenden der Kameradschaften/Vereine sind aufgerufen, die Bildung von
Schießgruppen aus ihren Mitgliedern zu betreiben, um die Gemeinsamkeit und
Kameradschaft zu stärken und um Nachwuchs zu werben. Bedeutend dabei ist,
dass alle Altersgruppen und auch Frauen in die Sportschützen mit einbezogen
BKV führt alljährlich das BKV-Landesschießen durch, an dem alle
qualifizierten Schützen /-innen teilnehmen sollten. Die Kreis- und
Bezirksverbände führen jährliche
Vergleichschießen in allen Waffenarten gemäß BKV-Schießsportordnung (vom 30.09.2005) durch.
Sportschießen in der BKV wird gemeinsam mit dem Kyffhäuserbund (KB) auf
Bundesebene betrieben. Mit dessen Landesverbänden in den anderen Bundesländern
wird das jährliche Bundesschießen des Kyffhäuserbundes als höchstes
Ausscheidungsschießen durchgeführt. Die Bestimmungen für das Sportschießen
sind in der BKV und im Kyffhäuserbund identisch.
die Durchführung des Sportschießens gelten die Bestimmungen des BKV-Schießbuches (vom 30.09.2005),
dass jeder Schütze führen muss. Das Schießen in der BKV wird ausschließlich
nach sportlichen Grundsätzen betrieben.
Ausbildung der Schießwarte kommt eine besondere Bedeutung zu. Diese zu
organisieren und zu überwachen ist die Hauptaufgabe des Landesschießwartes.
Die sachgerechte Durchführung der Schießen und die Einhaltung der
Sicherheitsbestimmungen müssen stets gewährleistet sein. Dazu gehört auch
die genaue Kenntnis der Schießbestimmungen des BKV-Schießbuches vom 30.09.2005. Nachweise:
den Nachweis der Ausbildungs-, Trainings- und Leistungsschießen (Wettkämpfe und Leistundsnadeln)
für die in der BKV mit genehmigungspflichtigen Waffen schießenden Sportschützen
sind die Vereins-, Kreis- und Bezirksschießwarte zuständig.
für Sportschützen der BKV für genehmigungsfähige Waffen zur Erteilung
einer Waffenbesitzkarte (WBK) grün/gelb erteilen für die ersten zwei
Waffen die Kreisschießwarte mit Genehmigung des Landesschießwartes.
die weitere Erteilung der Bedürfnisbescheinigung ist der Landesschießwart
oder in Vertretung der stv. Landesschießwart zuständig. Hierbei werden von
den Kreisschießwarten bereits erteilte WBK´s sowie die Leistungsnachweise
in Kopie, mit Antrag auf Waffenerwerb an den Bezirksschießwart zur
Kenntnisnahme und Weiterleitung an den Landesschießwart gesandt
von 6 Monaten dürfen in der Regel nicht mehr als zwei Waffen erworben
werden. Bei einer weiteren Beantragung einer Waffe ist der Nachweis zu
erbringen, für welche Sportdisziplinen und Wettkämpfe die Waffe benötigt
wird, § 14 Abs 3 WaffNeuRegG.
die von den Kreis- bzw. Landesschießwart ausgestellt wurden, sind vom Tage
der Antragstellung für die gesetzlich vorgeschriebene Frist von 10 Jahren
als Nachweis aufzubewahren.
Waffen-Sachkunde-Lehrgänge mit Prüfung, zugleich verbunden mit der
Schulung der Schießwarte und Schießleiter mit eigener Prüfung, sind
rechtzeitig zu planen und mit BKV-Personal (das die gesetzlichen Vorgaben
erfüllen) durchzuführen. Die Termine der Lehrgänge sind den Landratsämtern
Schießwarte müssen den Schießleiterlehrgang und die
Waffen-Sachkunde-Lehrgänge mit Prüfung durch die Landratsämter absolviert
haben. Sie üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Ihre Aufgaben sind
der Sicherheitsbestimmungen beim Schießen
von Sportschützen
und Leitung der örtlichen Übungsschießen
und Leitung von überörtlichen Vergleichsschießen
und Beteiligung an Schießen auf Bezirks- und Landesebene
- Vereins-,
Kreis- und Bezirksschießwarte unterstützen den Landesschießwart
aktiv bei der Durchführung des
der Schießergebnisse
der Schießauszeichnungen
- Überprüfung/Überwachung
der regelmäßigen Teilnahme des Schützen am
Schieß- sport in den
Gliederungen der BKV gemäß § 14 Abs 2 Nr. 1,2 WaffNeuRegG.
Ausscheiden eines Schützen die entsprechenden Behörden zu
benachrichtigen § 15 Abs 5 WaffNeu RegG.
- Mitgliedermeldung
an den Kreisschießwart bis zum 15.01. eines Jahres
3) Ehrenamtliche
Schießleiter unterstützen die Arbeit der Schießwarte, Sie sind
insbesondere als Standaufsicht und als Aufsicht in der Handhabung der Waffen
tätig. Waffensach- kundeprüfung und Schießleiterausbildung sind die
Organisation der Schützenarbeit wird vom Landesschießwart einmal pro Jahr
die Schießwartetagung einberufen. Auf dieser erfolgt die Planung,
Koordinierung und Vorbereitung der Vorhaben des Schießsport in der BKV.
Wettkämpfen mit Sportwaffen und Ordonnanzwaffen, sowie freien GK-Waffen
kommt für die Fortbildung im sportlichen Schießen ausschlaggebende
Bedeutung zu. Sie sind von allen Gliederung der BKV zu fördern.
darf nur auf behördlich genehmigten Schießständen mit dafür zugelassenen
Waffen- und Munitionsarten geschossen werden.
Schießwarte sind dafür verantwortlich, dass die behördlichen
vorgeschriebenen Sicherheitsbestimmungen für Schießstände genau beachtet
Scheibenentfernung für jede Waffenart ist in der Schießvorschrift
angegeben und genauestens einzuhalten.
Entfernungslinien
sind vor dem Schützenstand zu markieren.
Stehend- Knieend- oder (Sitzend-) Schießen dürfen die Fußspitzen, beim
Liegendschießen darf der Kopf nicht über die Entfernungslinie hinausragen.
Pritschen für liegenden, knieenden oder
sitzenden Anschlag sollen nach Möglichkeit folgende Maße haben: 180 cm Länge,
80 cm Breite. Die Neigung der Pritsche nach hinten soll nicht mehr als 10 cm
betragen. Die Stärke der Pritschenauflage einschließlich Matten, darf
nicht mehr als 5 cm im lockeren Zustand betragen. Zusätzliche Unterlagen
5. Standordnung
Standordnung ist bei jedem Schießen an leicht sichtbaren Stellen
von den der Schießleitung getroffenen Anordnungen ist unbedingt Folge zu
Laden der Waffen ist nur auf dem Stand mit nach dem Kugelfang gerichteter Mündung
die sich mit geladener Waffe im Stand umdrehen oder sonst leichtfertiger
Weise andere Teilnehmer gefährden werden vom Stand verwiesen. 6. Wettkämpfe
mit Sportwaffen sind von allen Gliederung der BKV zu fördern und durchzuführen.
ständige Wettkämpfe sind im Mannschafts- und Einzelwettbewerb vorgesehen:
- Kameradschaftsschießen
- Kreis-
und Bezirksvergleichschießen
Termine müssen der übergeordneten Gliederung rechtzeitig vorher unter Beifügung
der Ausschreibung zur Genehmigung eingereicht werden. - Landesvergleichschießen - Bundesschießen
finden stets auf Einladung einer Kameradschaft oder einer befreundeten
Organisation statt. Sie sollen in erster Linie die kameradschaftliche
Verbundenheit vertiefen.
Ausschreibungen ist darauf zu achten, dass die Wettkampfbestimmungen in
keinem Punkt den "Bestimmungen über das Sport-Schießen in der
BKV" zuwiderlaufen. Die Ausschreibungen sollen enthalten
- Name und
Anschrift der ausschreibenden Kameradschaft oder Gliederung
Bezeichnung des Bereichs, an den sich die Ausschreibung wendet
Ort des Wettkampfe
der einzelnen Wettbewerbe mit Angabe der gesetzten Auszeich- nungen und Preise, Schusszahl, Anschlagsarten, Schusszeit, Waffenart,
des Meldeschlusses und Startgeld.
des Wettkampgerichtes
Anschrift des verantwortlichen Schießwartes.
Waffen kommen für das Sportschießen in der BKV in Betracht.
und Luftpistole, Kaliber 4,5 mm
Kleinkaliber 5,6 mm
Großkaliber 7,6 - 11,4 mm
Pistole und Revolver, Kaliber 5,6 mm
(Repetier- oder Steinschlossgewehre)
- Großkalibergewehr
Kaliber 5,6 - 8 mm
- "Ordonnanzwaffen",
Repetier- oder Selbstladegewehre, Kaliber 5,45 - 8 mm
Zusätzlich kann veranstaltet werden:
allen Schießen mit diesem Waffen sind die Bestimmungen des Schießbuches,
seine Bedingungen und die Sicherheitsbestimmungen zu beachten.
einen gerechten Vergleich zu ermöglichen wurden nachstehende Schießklassen
- Schüler 12 bis 14 Jahre
- Altveteranen
- Versehrte
I bis 50 Jahre - Versehrte
II ab 51 Jahre
den Teilnehmenden bis zu 16 Jahren ist die Einverständniserklärung der
Erziehungsberechtigten mitzuführen.
Klassenzugehörigkeit ergibt sich nach dem Alter wie folgt:
Kalenderjahr minus Geburtsjahr
= Alter!
7. Schießauszeichnungen
Anerkennung der Leistungen können Schießauszeichnungen geschossen werden.
Die Bedingungen der Schießleistungsnadeln ergeben sich aus dem Schießbestimmungen vom 30.09.2005.
Gestiftet sind die Kleine Leistungsnadel, das Schießleitungsabzeichen, das
Sportschützenabzeichen, die Große Leistungsnadel und die Schützenspange jeweils in
Bronze, Silber und Gold. 2)
Schießauszeichnungen des Kyffhäuserbundes und seiner Landesverbände können
ebenfalls erworben werden. Die Verleihungsbestimmungen ergeben sich aus dem
Schießbuch. Darin sind die Ergebnisse der Vergleichschießen/Wettkämpfe
besondere Verdienste um das Sportschützenwesen in der BKV kann die Sportschützen-Verdienstmedaille
in Bronze, Silber und Gold verliehen werden.
8. Haushalt, Versicherung und Anträge
Kosten der Veranstaltungen des BKV-Sportschießens müssen sich selbst aus
den Startgeldern und Zuwendungen der Sportschützen tragen. Der Sportschützen-Haushalt
wird vom Schießkassenleiter jeder Gliederung verwaltet und von den zuständigen
Revisoren geprüft. 2)
Sportschützen müssen sich gem. § 27 WaffG ausreichend versichert werden.
Dies gilt sowohl für die Haftpflicht- als auch für die Unfallversicherung.
Ebenso für die Gäste, die nicht Mitglieder der BKV sind. Diese müssen vom
Veranstalter ebenfalls ausreichend versichert werden.
Rahmen der BKV-Gruppenversicherung kann für Sportschützen und Gäste eine
sehr günstige Zusatzversicherung abgeschlossen werden. Persönliche Waffen, Bekleidung und Ausrüstung
sind hier nicht mitversichert
9. Anträge, Genehmigungen, Bedingungen
Sportschützentätigkeit erfordert die Bearbeitung einer Vielzahl von Formblättern
zum Waffenrecht und für die Schießauszeichnungen.
- Anträge auf die Schießleistungsabzeichen
- Waffensachkundebescheinigung
- Schießleiterbescheinigung
- Verleihungsbestimmungen
für die Sportschützenverdienstmedaille
Waffenrecht geht es vor allem um die öffentlich rechtlichen Bestimmungen für
den Waffenbesitz, für die Durchführung der Schießen sowie für die Prüfungen
zur Zulassung der Schießwarte und Schießleiter. Zur Grundvoraussetzung
jeglicher Schießtätigkeit in der BKV sind die Anträge dazu richtig zu
stellen und die entsprechenden Bescheinigungen der zuständigen Behörden
herbeizuführen. Der Landesschießwart und die Bezirks-, Kreis- und
Vereinsschießwarte tragen hierfür die Verantwortung.
einen gerechten Erwerb im Rahmen der Bedingungen für den Erwerb der Schießauszeichnungen
zu gewährleisten ist eine genaue und richtige Beantragung erforderlich.
Formblätter sind bei der Landesgeschäftsstelle erhältlich.
Plößberg,, den 30.09.2005 Der Präsident