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Timestamp: 2016-10-28 02:37:23
Document Index: 7016467

Matched Legal Cases: ['Art. 87', 'Art. 87', 'BGE', 'BGE', 'Art. 87', 'Art. 87', 'Art. 156']

M.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Viktor Peter, Ettiswilerstrasse 12, Postfach 3202, Willisau,
R.________, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno H�fliger, Schwanenplatz 7, Luzern, Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Obergericht des Kantons Luzern, II. Kammer,
A.- Das Amtsgericht Willisau sprach mit Urteil vom 30. November 2000 M.________ vom Vorwurf der fahrl�ssigen K�rperverletzung frei. In der Rechtsmittelbelehrung wurde der Privatkl�ger R.________ auf die Kassationsbeschwerde hingewiesen.
B.- Am 29. Januar 2001 reichte R.________ eine als "Kassationsbeschwerde/Appellationserkl�rung" bezeichnete Eingabe ein und beantragte u.a. die Schuldigsprechung der Angeklagten und deren angemessene Bestrafung. Mit Entscheid vom 27. August 2001 nahm die II. Kammer des Obergerichts des Kantons Luzern die Eingabe des Privatkl�gers vom 29. Januar 2001 als Appellationserkl�rung entgegen.
C.- M.________ f�hrt mit Eingabe vom 15. Oktober 2001 staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid der II. Kammer des Obergerichts des Kantons Luzern.
2.- a) Art. 87 Abs. 1 OG enth�lt eine spezielle Regelung zur Anfechtung von selbstst�ndig er�ffneten Vor- und Zwischenentscheiden �ber die Zust�ndigkeit und �ber Ausstandsbegehren, welche im vorliegenden Fall nicht zum Zuge kommt. Gegen andere selbstst�ndig er�ffnete Vor- und Zwischenentscheide ist die staatsrechtliche Beschwerde zul�ssig, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken k�nnen (Art. 87 Abs. 2 OG; vgl. dazu BGE 126 I 207 E. 1). Nach der Rechtsprechung muss es sich um einen Nachteil rechtlicher Natur handeln, der auch mit einem sp�teren g�nstigen Entscheid nicht g�nzlich behoben werden kann (BGE 126 I 207 E. 2).
b) Als Zwischenentscheide im Sinne von Art. 87 Abs. 2 OG gelten jene Entscheide, die das Verfahren nicht abschliessen, sondern bloss einen Schritt auf dem Weg zum Endentscheid darstellen. Mit dem vorliegend angefochtenen Entscheid ist das Strafverfahren nicht abgeschlossen worden, sondern es wurde einzig entschieden, als welches Rechtsmittel die Eingabe des Privatkl�gers gegen das freisprechende Urteil des Amtsgerichts Willisau entgegenzunehmen ist. Dadurch wird der Beurteilung der Schuldfrage nicht vorgegriffen, und der Angeschuldigten bleiben s�mtliche Verteidigungsrechte gewahrt. Entgegen den Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin hat der angefochtene Zwischenentscheid des Obergerichts keinen rechtlichen Nachteil im Sinne von Art. 87 Abs. 2 OG zur Folge, der zumindest auf dem Rechtsmittelweg gegen den kantonalen Endentscheid nicht korrigiert werden k�nnte. Somit kann auf die vorliegende Beschwerde mangels eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils nicht eingetreten werden.
3.- Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdef�hrerin die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG).