Source: https://gesetze-in-app.de/StGB/142
Timestamp: 2019-08-18 19:44:46
Document Index: 381498044

Matched Legal Cases: ['§ 142', '§ 142', '§ 142', '§ 142', '§ 142', '§ 142', 'BGH', '§ 142', '§ 142', '§ 142', '§ 142', '§ 142', '§ 142', 'BGH', 'BGH', '§ 142', 'BGH', '§ 142', 'BGH', '§ 7', '§ 142', 'BGH', '§ 142', 'BGH', '§ 142', '§ 142', '§ 142', 'BGH', 'BGH', '§ 142', 'BGH', 'BGH', '§ 7', '§ 142', 'BGH', '§ 142', '§ 142', 'BGH', 'BGH', '§ 6', '§ 142', '§ 6', 'BGH']

OLG München, vom 5.1.2016, Az. 10 U 2166/15 Hinsichtlich der in E.1.3 AKB 2008 formulierten Obliegenheit ist es zwar für die Berufung auf Leistungsfreiheit nicht in jedem Fall erforderlich, an das Erfüllen des objektiven und subjektiven Tatbestandes des § 142 StGB anzuknüpfen (vgl. OLG Stuttgart, VersR 2015, 444; OLG Frankfurt, VersR 2016, 47).
LG Düsseldorf, Urteil vom 5.4.2011, Az. 29 Ns 3/11 11Gleichwohl werden von der überwiegenden Auffassung in der Rechtsprechung und im Schrifttum auch Kollisionen zwischen Einkaufswagen, rollbaren Müllcontainern etc. und einem geparkten PKW als vom Tatbestand des § 142 StGB erfasst angesehen (vgl. OLG Koblenz, MDR 1993, 366; OLG Stuttgart, VRS 47 (1974), 15, 16; LG Berlin, NStZ 2007, 100; LG Bonn, NJW 1975, 178; Schönke / Schröder – Sternberg-Lieben, StGB, 28. Aufl., 2010, § 142, Rn. 17; LK-StGB / Geppert, 11. Aufl., § 142, Rn. 25; Lackner/Kühl, StGB, 26. Aufl., 2007, § 142, Rn. 6; Burmann/Heß/Jahnke/Janker, Straßenverkehrsrecht, 21. Aufl., 2010, § 142 StGB, Rn. 4).
LG Düsseldorf, Urteil vom 5.4.2011, Az. 29 Ns 3/11 13a) Bereits der Gesetzeswortlaut legt – ausgehend von der allgemeinen Auffassung, dass es für das Merkmal eines 'Unfalls im Straßenverkehr' jedenfalls nicht ausreicht, wenn sich der Vorfall im öffentlichen Verkehrsraum ereignet (BGH, NJW 2002, 626, 627) – eine Auslegung nahe, die Vorgänge, die keinen Zusammenhang mit der Fortbewegung wenigstens eines der Beteiligten mittels eines Fahrzeuges aufweisen, vom Tatbestand des § 142 StGB ausnimmt (vgl. SK-StGB - Rudolphi / Stein, § 142, Rn. 12; MünchKomm-StGB / Zopfs, § 142, Rn. 34; Heghmanns, a.a.O., Rn. 527).
LG Düsseldorf, Urteil vom 5.4.2011, Az. 29 Ns 3/11 15Die Feststellungsduldungspflicht, deren Verletzung § 142 StGB mit Strafe bedroht, stellt eine Besonderheit des Straßenverkehrsrechts dar (vgl. OLG Stuttgart, VRS 47, 15, 16).
LG Düsseldorf, Urteil vom 5.4.2011, Az. 29 Ns 3/11 Insoweit lassen die dahingehenden Stellungnahmen (trotz Bezugnahme auf das Erfordernis des straßenverkehrsspezifischen Gefahrzusammenhangs, vgl. OLG Koblenz, a.a.O.) in der Sache letztlich einen lediglich kausalen, aber gerade nicht straßenverkehrsspezifischen Gefahrzusammenhang für die Begründung der Strafbarkeit ausreichen, was jedoch dem o.g. Schutzzweck des § 142 StGB nicht gerecht wird.
LG Düsseldorf, Urteil vom 5.4.2011, Az. 29 Ns 3/11 Denn zur Gewährleistung einer dem Schutzzweck des § 142 StGB entsprechenden Auslegung des gesetzlichen Merkmals eines Unfalls im Straßenverkehr über die Voraussetzung des straßenverkehrsspezifischen Gefahrzusammenhanges (BGH, NJW 2002, 626, 627) genügt es nicht, lediglich Vorgänge vom Tatbestand auszunehmen, die völlig außerhalb eines Verkehrsgeschehens liegen und sich lediglich örtlich im öffentlichen Verkehrsraum abspielen (vgl. aber OLG Stuttgart, VRS 47, 15, 16, am Beispiel des vom Baugerüst auf die Straße fallenden Werkzeuges).
AG Köln, Urteil vom 3.10.2008, Az. 269 C 339/08 18Der BGH führt hierzu in der vorgenannten Entscheidung wie folgt aus: 19'Das bloße Verlassen der Unfallstelle stellt dagegen nur, aber auch stets eine Verletzung der Aufklärungsobliegenheit in der Kaskoversicherung und in der Kfz-Haftpflichtversicherung dar, wenn dadurch der objektive und subjektive Tatbestand des § 142 StGB erfüllt wird (BGH, Urteile vom 15. Dezember 1982 - IVa ZR 33/81 - aaO unter II 1 und vom 15. April 1987 - IVa ZR 28/86 - aaO).
LG Paderborn, Urteil vom 3.4.2007, Az. 4 O 651/06 17Ob Frau ... eine nach § 142 StGB strafbare Unfallflucht begangen und dadurch der Kläger die versicherungsvertragliche Aufklärungspflicht verletzt hat (BGH, NJW-RR 2000, S. 554), § 7 Abs. 1 Nr. 2 S. 3 AKB, kann dahin stehen.
BVerfG, Beschluss vom 2.8.2006, Az. 2 BvR 2273/06 Die zu § 142 StGB a.F. ergangene Rechtsprechung (vgl. BGHSt 14, 89 <93>; 18, 114 <120>) habe zudem ausdrücklich den Fall einer erst späteren Kenntniserlangung von der eigenen Unfallbeteiligung als Beispiel einer 'erlaubten oder entschuldigten' Weiterfahrt bezeichnet; diese Rechtsprechung habe der Gesetzgeber mit der Neufassung des § 142 StGB durch das 13.
BVerfG, Beschluss vom 2.8.2006, Az. 2 BvR 2273/06 Einer solchen Auslegung, die ähnlich bereits in der früheren Rechtsprechung vertreten wurde (vgl. BGHSt 14, 89 <92 ff.>; 18, 114 <119 ff.>), steht nicht von vornherein entgegen, dass sich der Unfallbeteiligte seit der Neufassung des § 142 StGB durch das 13.
AG Kerpen, Urteil vom 2.3.2005, Az. 22 C 369/04 Er kann auch durch schlüssiges Verhalten erfolgen (vgl. BayObLG, NZV 1992, 245 [246] = StVE § 142 StGB Nr. 98).
AG Düsseldorf, Urteil vom 5.8.2004, Az. 20 C 6551/04 § 142 Abs. 1 StGB erfordert Vorsatz, wobei bedingter Vorsatz genügt (BGHSt 7, 112; VRS 5, 41; zitiert in Tröndle/Fischer, a.a.O., Rn. 38).
BGH, URTEIL vom 3.3.1987, Az. IVa ZR 28/86 Soweit Unfallflucht vorliegt, wird das Aufklärungsinteresse des Versicherers durch § 142 StGB gewissermaßen durch eine Reflexwirkung geschützt, weil die StrafVorschrift auf dem Wege über die polizeilichen Ermittlungen mittelbar auch dem Versicherer zugute kommt, indem er das Ergebnis dieser Ermittlungen verwerten kann (vgl. für die Haftpflichtversicherung Senatsurteil vom 15.12.1982 - IVa ZR 33/81 - VersR 1983, 258, 259, für die Kaskoversicherung BGH, Urteil vom 12.11.1975 - IV ZR 5/74 - VersR 1976, 84; OLG Hamm VersR 1982, 385).
BGH, URTEIL vom 3.11.1982, Az. IVa ZR 33/81 Die vertragliche Aufklärungspflicht nach § 7 Nr. I Abs. 2 Satz 3 AKB kann zwar weiter gehen als die allgemeine Rechtspflicht nach § 142 StGB (vgl. BGH aaO S. 85).
BVerfG, Urteil vom 5.3.1963, Az. 2 BvR 161/63 Schrifttum und die Rechtsprechung zu § 142 StGB nehmen daher mit Recht an, daß nicht das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung von Verkehrssündern zu dieser Vorschrift geführt habe, sondern das private Feststellungs- und Beweissicherungsinteresse der am Unfall Beteiligten wegen der zwischen ihnen entstandenen Rechtsbeziehungen (Schönke/Schröder, StGB, 10. Aufl., § 142 An. I; Dünnebier, GA 57, 33; BGHSt 8, 263; 9, 267; 12, 253).
BGH, Urteil vom 4.4.1958, Az. II ZR 1/57 678; 1955; 340; Prölss aaO 5 6 Anm« 14; Bruck-Lüiler WG 8» Aufl« § 6 Anm« 52 m« \v« Hachv/«)« Dieser Jntlastungsbev/eis ist aber entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts nicht schon mit der Feststellung geführt, daß dem Versicherten die einzelnen Versicherungsbe-diugungen unbekannt waren« Richtig ist zwar, daß der Vorsatz des Versicherten bei der Fahrerflucht nicht nur den Verstoß gegen das gesetzliche Verbot des § 142 StGB, sondern auch die Verletzung der versicheinrngsvertraglichen Verhalt ensnorm umfassen muß, wenn er im Sinne des § 6 AHB beachtlich sein soll (BGH VersR 1955? 340; OLG Hamm I.TDR 1957, 297)« Dazu ist jedoch nicht erforderlich, daß der Versicherte die Vertragsbedingungen im genauen Wortlaut gelesen und ihre rechtliche Bedeutung voll erfaßt hat« Bs genügt vielmehr das allgemeine Bewußtsein, daß ein Haftpflichtversicherter die Schadenfeststellung weder unmittelbar noch mittelbar erschweren darf, auf die Gefahr hin, daß er den Versicherer dadurch zu unsachgemäßen Entschlüssen