Source: http://lexetius.com/BGB/199
Timestamp: 2017-04-30 22:41:45
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§ 199 BGB. Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist und Verjährungshöchstfristen
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[>] § 199 BGB. Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist und VerjährungshöchstfristenBürgerliches Gesetzbuch vom 18. August 1896
Titel 1. Gegenstand und Dauer der Verjährung
Paragraf 199. Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist und Verjährungshöchstfristen
[1. Januar 2010]
1§ 199. 2Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist und Verjährungshöchstfristen. 3(1) Die regelmäßige Verjährungsfrist beginnt, soweit nicht ein anderer Verjährungsbeginn bestimmt ist, mit dem Schluss des Jahres, in dem
(3) [1] Sonstige Schadensersatzansprüche verjähren
4(3a) Ansprüche, die auf einem Erbfall beruhen oder deren Geltendmachung die Kenntnis einer Verfügung von Todes wegen voraussetzt, verjähren ohne Rücksicht auf die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis in 30 Jahren von der Entstehung des Anspruchs an.
5(4) Andere Ansprüche als die nach den Absätzen 2 bis 3a verjähren ohne Rücksicht auf die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis in zehn Jahren von ihrer Entstehung an.
[1. Januar 2002–1. Januar 2010]
2. 1. Januar 2010: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. a, 3 des Ersten Gesetzes vom 24. September 2009.
3. 1. Januar 2010: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. b, 3 des Ersten Gesetzes vom 24. September 2009.
4. 1. Januar 2010: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. c, 3 des Ersten Gesetzes vom 24. September 2009.
5. 1. Januar 2010: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. d, 3 des Ersten Gesetzes vom 24. September 2009.
Umfeld von § 199 BGB§ 198 BGB. Verjährung bei Rechtsnachfolge§ 199 BGB. Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist und Verjährungshöchstfristen§ 200 BGB. Beginn anderer VerjährungsfristenEntscheidungen zu § 199 BGB1. BGH, Urteil vom 15. 3. 2011 – VI ZR 162/10Bundesgerichtshof BGB § 199 Kommt es für den Beginn der Verjährung auf die Kenntnis des zuständigen Sachbearbeiters der Pflegekasse an, ist die Kenntniserlangung durch den Beschäftigten für die Verjährung der Forderungen der Pflegekasse nur relevant, wenn und soweit der Bedienstete bei der Abwicklung des Schadensfalles für diese handelt. BGH, Urteil vom 15. 3. 2011 - VI ZR 162/ 10; OLG Stuttgart …2. BGH, Urteil vom 28. 2. 2012 – VI ZR 9/11Bundesgerichtshof BGB § 199 Eine die Verjährungsfrist gemäß § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB in Lauf setzende grob fahrlässige Unkenntnis ist in Regressfällen nicht schon dann gegeben, wenn die Mitarbeiter der Leistungsabteilung der Versicherung des Geschädigten bei arbeitsteiliger Organisation keine Initiativen zur Aufklärung des Schadensgeschehens entfalten und deshalb der Schadensfall den Mitarbeitern …3. BGH, Urteil vom 17. 4. 2012 – VI ZR 108/11Bundesgerichtshof BGB § 199 a) Im Deliktsrecht ist für den Beginn der Verjährungsfrist bei den Ansprüchen der Sozialversicherungsträger auf die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis der Mitarbeiter der für den Regress zuständigen Organisationseinheit abzustellen. b … der Rechtsprechungsgrundsätze sprechen sich dagegen aus: Henrich/Spindler in Bamberger/Roth, BeckOK BGB, § 199 Rn. 35 f …4. BGH, Urteil vom 4. 6. 2002 – XI ZR 361/01Bundesgerichtshof BGB § 199 a. F. Die Anwendbarkeit des § 199 BGB a. F. ist nach dessen Sinn und Zweck auf die Fälle zu beschränken, in denen allein dem Gläubiger ein Kündigungsrecht zusteht. § 199 BGB a. F. ist daher auf ein beiderseits kündbares Sparkonto nicht anzuwenden. BGH, Urteil vom 4. 6. 2002 - XI ZR 361/ 01; OLG Düsseldorf (Lexetius.com/2002,1059 [2002/8/84]) Der XI. Zivilsenat …5. BGH, Beschluss vom 19. 3. 2008 – III ZR 220/07Bundesgerichtshof BGB §§ 199, 812 Die für den Verjährungsbeginn nach § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB erforderliche Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis von den anspruchsbegründenden Umständen und der Person des Schuldners setzt grundsätzlich keine zutreffende rechtliche Würdigung voraus. Das gilt auch für Bereicherungsansprüche nach den §§ 812 ff. BGB (hier: Rückforderung der vertraglichen Vergütung …6. BGH, Urteil vom 8. 7. 2008 – XI ZR 230/07Bundesgerichtshof BGB §§ 199, 765 Die Fälligkeit der Forderung aus einer Bürgschaft auf erstes Anfordern tritt, sofern die Parteien nichts anderes vereinbaren, mit der Fälligkeit der Hauptschuld ein und ist nicht von einer (formgerechten) Leistungsaufforderung des Gläubigers abhängig. BGH, Urteil vom 8. 7. 2008 - XI ZR 230/ 07; OLG München (Lexetius.com/2008,2107) Der XI. Zivilsenat …7. BGH, Urteil vom 27. 9. 2011 – VI ZR 135/10Bundesgerichtshof BGB § 199 Abs. 1 Zur Frage der grob fahrlässigen Unkenntnis im Sinne des § 199 Abs. 1 BGB in Prospekthaftungs- und Anlageberatungsfällen, wenn der Anleger im Zusammenhang mit der Anlageentscheidung eines Dritten einen Folgeprospekt gelesen hat. BGH, Urteil vom 27. 9. 2011 - VI ZR 135/10; OLG München (Lexetius.com/2011,4967) Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs …8. BGH, Urteil vom 19. 7. 2010 – II ZR 57/09Bundesgerichtshof BGB §§ 199 Abs. 1, 739 a) Das Fehlen einer Abfindungsbilanz hindert den Eintritt der Fälligkeit des Verlustausgleichsanspruchs der BGB-Gesellschaft nicht. b) Für die subjektiven Voraussetzungen des Beginns der Verjährungsfrist genügt es, wenn die Gesellschaft - neben der Kenntnis des Ausscheidens - auch ohne exakte Berechnung in einer Auseinandersetzungsbilanz wusste …9. BGH, Urteil vom 1. 6. 2011 – VIII ZR 91/10Bundesgerichtshof BGB §§ 199, 543, 551, 812 Zur fristlosen Kündigung wegen fortdauernder unpünktlicher Mietzahlungen. Soweit die vom Mieter einer Wohnung erbrachte Kaution drei Monatsmieten übersteigt, steht ihm - unabhängig von der Beendigung des Mietverhältnisses und der Rückgabe der Mietsache - ein Bereicherungsanspruch zu, der binnen drei Jahren seit Ablauf des Jahres verjährt …10. BGH, Urteil vom 24. 7. 2012 – II ZR 177/11Bundesgerichtshof BGB § 199 Abs. 1, § 826 Die regelmäßige Verjährung für den Anspruch aus Existenzvernichtungshaftung gegen den Gesellschafter-Gesellschafter einer GmbH beginnt erst zu laufen, wenn dem Gläubiger sowohl die anspruchsbegründenden Umstände als auch die Umstände, aus denen sich ergibt, dass der mittelbare Gesellschafter als Schuldner in Betracht kommt, bekannt oder infolge grober …11. BGH, Urteil vom 8. 5. 2008 – VII ZR 106/07Bundesgerichtshof BGB § 199 Abs. 1 Nr. 2 Macht ein Besteller im Rahmen eines Werkvertrages Rückforderungsansprüche wegen einer überhöhten Schlussrechnung geltend, so sind die subjektiven Voraussetzungen des § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB in der Regel erfüllt, wenn er das Leistungsverzeichnis, die Aufmaße und die Schlussrechnung kennt und aus diesen eine vertragswidrige Abrechnung und Masseermittlung …12. BGH, Urteil vom 29. 1. 2008 – XI ZR 160/07Bundesgerichtshof BGB §§ 199, 311b, 765; MaBV § 7 a) Eine Bürgschaft gemäß § 7 MaBV sichert den Rückgewähranspruch des Erwerbers bei Nichtigkeit des Bauträgervertrages mangels ordnungsgemäßer Beurkundung gemäß § 313 Satz 1 BGB a. F. bzw. § 311b Satz 1 BGB n. F. unabhängig davon, ob Erwerber und Bauträger die Formunwirksamkeit zu vertreten haben. b) Die Fälligkeit der Forderung …13. BGH, Urteil vom 18. 12. 2008 – III ZR 132/08Bundesgerichtshof BGB §§ 199 Abs. 1, 812, 817 Zum Beginn der Verjährung bei einem Bereicherungsanspruch auf Rückerstattung einer im Rahmen eines "Schenkkreises" geleisteten sittenwidrigen Zuwendung. BGH, Urteil vom 18. 12. 2008 - III ZR 132/ 08; LG Bonn (Lexetius.com/2008,3785) Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 18. Dezember 2008 …14. BGH, Urteil vom 23. 9. 2008 – XI ZR 395/07Bundesgerichtshof BGB § 199 Abs. 1 Nr. 2 Eine Bank als Bürgschaftsgläubiger trifft nach Fälligkeit der Bürgschaftsforderung die Obliegenheit, die ihr bei Abschluss des Bürgschaftsvertrages angegebene Anschrift des Bürgen zeitnah auf ihre Richtigkeit zu überprüfen. BGH, Urteil vom 23. 9. 2008 - XI ZR 395/ 07; OLG Schleswig (Lexetius.com/2008,2854) Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs …15. BGH, Urteil vom 12. 5. 2009 – VI ZR 294/08Bundesgerichtshof BGB § 199 Abs. 1; SGB IV § 28p a) Bei Behörden und öffentlichen Körperschaften beginnt die Verjährungsfrist für zivilrechtliche Schadensersatzansprüche nach § 199 Abs. 1 BGB zu laufen, wenn der zuständige Bedienstete der verfügungsberechtigten Behörde Kenntnis von dem Schaden und der Person des Ersatzpflichtigen erlangt; verfügungsberechtigt in diesem Sinne sind dabei …16. BGH, Urteil vom 15. 3. 2011 – II ZR 301/09Bundesgerichtshof BGB § 199 Abs. 1 Nr. 2 Die für den Verjährungsbeginn erforderliche Kenntnis der anspruchsbegründenden Umstände kann der Gesellschaft nicht durch ihren Geschäftsführer vermittelt werden, wenn dieser selbst Schuldner ist. BGH, Urteil vom 15. 3. 2011 - II ZR 301/ 09; OLG Hamm (Lexetius.com/2011,1331) Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 15 …