Source: http://saar-nostalgie.de/Staatsangehoerigkeit.htm
Timestamp: 2017-05-26 09:26:17
Document Index: 45870892

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 1', 'Art. 5', 'Art. 9', 'Art. 11', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 3', '§ 4', '§ 2', '§ 3', 'Art. 66', 'Art. 5', 'Art. 11']

C) 1935 bis 1945 (Zugehörigkeit der Saar zum 3. Reich) D) 1948 bis 1956 (Zeit des teilautonomen Saarlandes)
> Version française Das Saarland, in dem wir heute leben, war bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts nicht als eigenes Land definiert. 1919 wurden seine Grenzen erstmals und nach dem 2. Weltkrieg endgültig festgelegt (siehe unsere Seite Geografie). Im Laufe seiner Geschichte gehörte es zu verschiedenen größeren Staatsgebilden oder war (wenigstens teilweise) eigenständig. (Näheres zur Geschichte finden Sie auf unserer Seite Saargeschichte und am Beginn der Seite Namen, Flaggen, Wappen, Siegel, Hymnen). Auf Grund dieses häufigen Wechsels änderte sich zwangsläufig auch die Staatsangehörigkeit der hier lebenden Menschen mehrmals. Seit dem späten Mittelalter waren Teile unseres Landes an verschiedene deutsche
Landesherrschaften angeschlossen. Und nur von 1682 bis 1697 und von 1792 bis 1814 gehörte die Gegend an der Saar für jeweils mehrere Jahre zu Frankreich. Nach dem Wiener Kongress von 1815 wurde das Land Preußen und Bayern zugeschlagen. Von da an hatten seine Bürger folgende Staatsangehörigkeiten:
Das Gebiet des heutigen Saarlandes gehörte seit 1815 größtenteils zum Königreich Preußen und zu einem kleineren Teil zum Königreich Bayern. Die meisten hier lebenden Menschen waren also Preußen, eine kleinere Anzahl Bayern. Die Grenze verlief schräg durch den Südosten unseres Landes und ging z.B. mitten
kleinen Ort Kohlhof (bei Neunkirchen), der dadurch in den "Preußischen Kohlhof" und den "Bayerischen Kohlhof" aufgetrennt wurde. Dies wirkt sich bis heute aus: Der ehemals preußische Teil von Kohlhof gehört heute zur Stadt Neunkirchen, der bayerische seit 1985 zu Limbach. - Im Norden des Landes gehörte das kleine Gebiet um Nohfelden und Birkenfeld damals zum Großherzogtum Oldenburg.
Nach dem 1. Weltkrieg wurde das Land an der Saar gemäß dem Versailler Vertrag von 1920 vom Deutschen Reich abgetrennt. Es wurde fortan unter dem Namen "Saargebiet" von einer Regierungskommission verwaltet, die dem Völkerbund unterstand. Wirtschaftlich war das Land mit Frankreich
verbunden, und es war von französischen Kolonialtruppen besetzt. Die Staatsangehörigkeit seiner Bewohner wurde gemäß § 27 der Anlage zu Artikel 50 des Versailler Friedens nicht angetastet und unverändert mit Preußen und Bayern angegeben. In den Ausweisen fügte man den Zusatz "Sarrois" an (siehe die folgenden Abbildungen). Bemühungen der französischen Regierung zur Einführung einer besonderen Staatsangehörigkeit
blieben erfolglos. Die Regierungskommission des Saargebiets schuf (in der Verordnung vom 15.6.1921) lediglich eine "Eigenschaft als Saareinwohner" und übertrug den Franzosen den Diplomatischen Schutz der Bewohner des Saargebiets im Ausland. [1]
Die hier auszugsweise abgebildeten Personalausweise wurden 1927 bzw. 1929 ausgestellt, einer im preußischen, der andere im bayerischen Teil des Landes. Das französische "Possède la qualité de Sarrois"
(in der letzten Zeile) ist in dem preußischen Ausweis als "Besitzt die Eigenschaft als Saarländer"
übersetzt, in dem bayrischen Ausweis mit "... als Saareinwohner". [Ob dies in allen preußischen bzw. bayrischen Ausweisen so war, konnten wir nicht überprüfen.]
Als unser Land am 1. März 1935 (nach der Volksabstimmung vom 13. Januar) dem Deutschen Reich wieder angegliedert wurde ("Heim ins Reich!"), erhielten
die hier lebenden Saarländer (bzw. Saareinwohner) die deutsche Staatsangehörigkeit. Auch nach dem Krieg blieben sie während der amerikanischen und zu Beginn der französischen Besatzungszeit zunächst Deutsche. Ihre Kinder, die zwischen dem 1. März 1935 und dem 15. Juli 1948 im Saarland zur Welt kamen, wurden als deutsche Staatsbürger geboren und blieben es bis 1948 (siehe im folgenden Abschnitt D). D) Von 1948 bis 1956 (Zeit des teilautonomen Saarlandes): Saarländisch Am 8. Nov. 1947 wurde mit der Verabschiedung der saarländischen Verfassung der autonome Saarstaat unter dem offiziellen Namen "Saarland" gegründet.
Am 15. Juli 1948 trat das Staatsbürgerschaftsgesetz in Kraft. Damit wurde erstmalig eine saarländische Staatsangehörigkeit eingeführt (Nationalité
sarroise). Diese wurde nur in Frankreich und dessen Überseegebieten anerkannt, nicht aber international. (Einzelheiten über die Gestaltung der Personalausweise finden Sie auf der Seite Ausweise, Pässe.)
Die Besitzer der roten Ausweise nannte der Volksmund "Rotpässler"; sie waren die "echten" Saarländer.
Für die sogenannten "Graupässler" diente der Ausweis lediglich als Aufenthaltsgenehmigung im Saarland; zahlreiche Grund- und Bürgerrechte wurden ihnen vorenthalten (siehe weiter unten). Man besaß die saarländische Staatsangehörigkeit kraft Gesetzes (und erhielt einen roten Ausweis), wenn man...
... bei Inkrafttreten des Staatsangehörigkeitsgesetzes (Wortlaut hier unten rechts), also am 15. Juli 1948 A) seinen Wohnsitz im Saarland hatte [§ 1, Absatz (2) des Gesetzes] und B) zusätzlich eine der folgenden Voraussetzungen erfüllte [§ 1, Absatz (1) a) bis e) des Gesetzes]:
c) man war Kind eines Vaters, dessen Vater im Saarland geboren war. oder:
Wer am 15. Juli 1948 seinen Wohnsitz nicht im Saarland hatte, konnte trotzdem Saarländer werden, wenn eine der oben unter 1) und 2a) genannten Voraussetzungen erfüllt war und zusätzlich eine der beiden folgenden Bedingungen zutraf: a) Man erhielt entweder innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes (also spätestens am 15. Juli 1951) von der Regierung die Erlaubnis zur Rückkehr ins Saarland (§ 1, Abs. 3), oder
Wer beim Inkrafttreten des Gesetzes nicht im Saarland wohnte, weil er infolge von Kriegsereignissen oder aus politischen Gründen zwangsversetzt oder evakuiert worden war, aber eine der oben genannten Voraussetzungen erfüllte,
konnte bis spätestens 15. Juli 1949 die saarländische
Staatsangehörigkeit beantragen ("reklamieren"; Abs. 5).
Aus diesen Vorschriften ergaben sich oft seltsame Konstellationen: Jemand, der in Saarbrücken geboren wurde und am 15.7.1948 dort wohnte, galt in der Zeit vom 15.7.1948 bis zum 31.12.1956 laut Gesetz als Saarländer. Wenn seine Eltern aber nicht im Saarland geboren und erst nach dem 30. Januar 1933 ins Saarland eingewandert waren, wurden diese als Nichtsaarländer behandelt.
Und das, obwohl sie schon viele Jahre im Saarland
gelebt und dort sogar ein Kind (oder Kinder) zur Welt gebracht hatten - die ihrerseits aber Saarländer waren.
Als die saarländische Staatsangehörigkeit eingeführt wurde, entzog man deren Besitzern oder Erwerbern die deutsche Staatsangehörigkeit (gemäß § 2). Wer das nicht wollte, konnte binnen sechs Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes erklären, dass er auf
die saarländische Staatsangehörigkeit verzichtete. Dann blieb für diese Personen alles beim Alten, d.h., sie waren in ihrem Verhältnis zum Saarland weiterhin deutsche Staatsangehörige und galten damit im Saarland als Ausländer (§ 3). Wer auf Grund der Vorschriften des § 1 nicht zu denen gehörte, die als "echte Saarländer" einen roten Ausweis bekamen, erhielt einen grauen Personalausweis mit einem B vor der Nummer. Für diese 'Graupässler' galt der Ausweis lediglich als eine Art Aufenthaltsgenehmigung im Saarland. Wenn sie
in die Bundesrepublik oder in andere Länder (außer Frankreich) reisen wollten, mussten sie sich - zumindest
bis zum Anfang der 50er Jahre - vor der Fahrt die Erlaubnis zur Wiedereinreise ins Saarland in einem "Titre d'Identité et de Voyage" (Reiseausweis) eintragen lassen. Ohne diesen mussten sie befürchten, bei der Rückkehr ins Saarland abgewiesen zu werden. Viel schwerwiegender war aber die Tatsache, dass den Graupässlern verschiedene Grundrechte vorenthalten wurden. So wurde zum Beispiel bei politischen Wahlen das in Artikel 66 der Saarländischen Verfassung verankerte aktive und passive Wahlrecht nur den Rotpässlern zugestanden. Dasselbe galt für das Recht auf Versammlungs- und Vereinsfreiheit
(Art. 5, 7), auf Freizügigkeit (Art. 9) und auf
den Schutz vor Ausweisungen (Art. 11). Letzteres bedeutete, dass Graupässlern die Aufenthaltsgenehmigung bei "Störung wichtiger Belange des Saarlandes" entzogen werden konnte. (Zum Thema Ausweisungen ist ein eigener Artikel auf Saar-Nostalgie in Vorbereitung.)
Etwa 20.000 bis 50.000 Personen dürften einen grauen Ausweis besessen haben [2], der sie zu "Saarländern zweiter Klasse" abstempelte. Sie waren Deutsche, die im Saarland nur "geduldet" wurden. Zu ihnen gehörten unter anderem solche Einwohner, die erst nach 1933 ins Saarland gezogen waren (siehe oben, § 1, Abs. 1c), also zum Beispiel auch die höheren
Angestellten der Saargruben AG, die nach dem Ende der Völkerbundszeit, also ab 1935, aus dem "Reich" ins Saarland gekommen waren, um die Leitung der Gruben nach dem Weggang der Franzosen zu übernehmen. --------------------------------------------------------
[1] Siehe auch: Schlochauer, Hans J. Krüger, Herbert. Mosler, Hermann. Scheuner, Ulrich. Wörterbuch des Völkerrechts / Rapallo-Vertrag -
Zypern. Band 3. Artikel "Saargebiet". Seite 147.
[2] Z.B. "50.000" in: Heinrich Küppers. Johannes Hoffmann (1890 - 1967). Droste Verlag, Düsseldorf 2008, Seite 308. In anderen Quellen wird eine geringere Zahl angegeben bzw. vermutet.
Die saarländische Staatsangehörigkeit konnte nachträglich verliehen oder durch Einbürgerung erworben werden, wenn die im Gesetz aufgeführten Bedingungen nachträglich erfüllt wurden. Diese Personen erhielten dann eine Einbürgerungsurkunde
(Bild links) und wurden damit zu "echten Saarländern" mit rotem Ausweis.
Wenn jemand eine Bestätigung für seine saarländische Staatsbürgerschaft benötigte, konnte er auf Antrag einen Staatsangehörigkeitsausweis erhalten (Bild rechts). Urkunden: R. Freyer, Saarbrücken und Thomas. Maus, Urexweiler.
In der Übergangszeit zwischen der politischen (1. Januar 1957) und der wirtschaftlichen Angliederung (am Tag X, 6. Juli 1959) war die Zollabfertigung an den Grenzstellen zwischen dem Saarland und der Bundesrepublik noch in Betrieb. Reisende mussten sich dort zwar keiner Passkontrolle mehr, aber
nach wie vor einer Zollkontrolle unterziehen. Dabei ereigneten sich manchmal seltsame Dinge.
Merkwürdig an der Übergangszeit nach der politischen Rückkehr des Saarlandes in den
deutschen Staatsverband war, dass wir Saarländer schon deutsche Staatsangehörige
waren und deutsche Pässe besaßen, unsere alltäglichen Geschäfte aber noch in Francs
abwickeln mussten. Teilweise musste für deutsche Waren auch noch
Einfuhrzoll bezahlt werden.
In diesem Zusammenhang hatten meine Eltern und
ich im Sommer 1958 bei einer Ausfahrt und der Überquerung der
deutsch-französischen Grenze zwischen Straßburg und Kehl ein unangenehmes Erlebnis. Wir
besaßen einen Citroën Traction, der aber bereits mit dem neuen deutschen Kennzeichen
für Saarbrücken ("SB") zugelassen war.
Der deutsche Zöllner hielt unser
Fahrzeug an und wir mussten aussteigen, weil er den Innenraum des Fahrzeuges
kontrollieren wollte. Nach dieser für uns schikanösen Behandlung mußte ich noch den
Kofferraum zu einer Kontrolle öffnen. Mein Vater fragte den Zöllner, was dies denn
solle, wir seien doch deutsche Staatsbürger. Der Zöllner antwortete tatsächlich:"Sie sind Saarländer, aber keine Deutschen!"
Meinem Vater stieg die Zornesröte ins Gesicht, und ich konnte ihn gerade noch
zurückhalten, sonst hätte er dem Zöllner wohl eine geknallt. Ich bemerkte dann:" Papa,
laß doch den Zöllner mit seinem dummen Geschwätz!" Darauf reagierte der
Zöllner mit dem Hinweis auf eine Anzeige wegen Beamtenbeleidigung. Ich habe ihm zu verstehen gegeben, daß wir dann gegen ihn Anzeige wegen Beleidigung
stellen und auch seine Behörde mit einer Aufsichtsbeschwerde verständigen würden. Wir haben von der
Angelegenheit nichts mehr gehört. Der Zöllner war wohl so ein Typ, der uns Saarländer
für "Rucksackdeutsche" oder "Saarfranzosen" hielt. Lockerer ging es bei einer anderen Ausfahrt zu. Die Familie war mit demselben Auto auf dem Weg nach Trier. Kurz vor der Grenze bei dem
saarländischen Örtchen Faha riss der Kupplungszug. Ohne großen Aufwand
erschienen nach einem Telefonanruf zwei Mitarbeiter einer lothringischen Citroën-Werkstatt. Auf dem Weg nach Diedenhofen in Frankreich wurden sie und wir weder vom deutschen noch vom französischen Zoll kontrolliert. Dann brachten uns die Werkstatt-Mitarbeiter mit einem Fahrzeug ihrer Firma nach Mettlach. Papa und ich besorgten am
nächsten Tag ein in Saarbrücken vorrätiges Ersatzstück und fuhren damit zur
Werkstatt. Auch hier gab es keine Kontrolle bei Ein- und Ausreise.
Zahlreiche weitere Erinnerungen an Kriegsende und Nachkriegszeit von Friedrich Fess aus Altenkessel können Sie auf
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Französische Version des obigen Textes - Version française du texte en haut: Les Sarrois et leurs nationalités La région de la Sarre n'était pas encore définie comme pays jusqu'en 1919, quand ses frontières furent fixées pour la première fois. Au cours de son histoire, la région de la Sarre changeait souvent sa nationalité: Dès le début du Moyen Age, des parties du pays appartenaient à quatre différents comtés et
allemands jusqu'en 1815. Cette période fut toutefois interrompue deux fois. De 1682 à 1697 et de 1792 à 1814, la région appartenait à la France. (Pour plus de détails - en allemand - voir au début de la page Namen, Wappen etc.) Après le Congrès de Vienne en 1815, elle fut rattachée à la Prusse et à la Bavière.
A) Entre 1815 et 1920 : Prussiens ou
La plupart étaient des Prussiens. Seulement une petite partie des habitants de la Sarre étaient des Bavarois. Car la majeure partie du pays appartenait depuis 1815
(Congrès de Vienne) au royaume de la Prusse, et une plus
petite partie au royaume de la Bavière. La frontière traversait le pays au
Sud-Est, p.ex. au milieu du village Kohlhof (près de Neunkirchen) qui était
ainsi séparé en « Kohlhof prussien » et « Kohlhof
bavarois ». Les conséquences se font remarquer jusqu’à aujourd’hui :
la partie autrefois prussienne appartient maintenant à la ville de Neunkirchen,
la bavaroise depuis 1985 à Limbach (pour plus de renseignements voir Wikipedia
allemand sous Limbach).
Comme on peut voir à droite sur la reproduction de la carte d’identité délivrée en 1919, la nationalité de la propriétaire est indiquée comme
« Preußen » (Prusse).
B) De 1920 à
1935 (l’époque du « Saargebiet ») : « Prussiens - Sarrois » ou « Bavarois - Sarrois »
Après la Première Guerre mondiale, le pays de la Sarre fut séparé de
l’Empire germanique, conformément au traité de Versailles de 1920. Appelé « Saargebiet »
(Territoire de la Sarre), il était administré par une commission gouvernementale,
sous l’autorité de la Société des Nations. Economiquement il était lié à la France, et il était occupé par des troupes coloniales françaises. La nationalité des habitants restait "Prussien" resp. "Bavarois", mais avec le complément "Sarrois".
l’appartenance au IIIe Reich de 1935 à 1945 et après la guerre jusqu'au 15 juillet 1948: Allemands
Au moment où notre pays fut rattaché au Reich, le 1er mars 1935
après le référendum du 13 janvier, ses habitants ont à nouveau
acquis la nationalité allemande. Les citoyens la gardèrent après la guerre aussi pendant l’occupation par les Américains
respectivement par les Français.
Leurs enfants nés
entre le 1er mars 1935 et le 15 juillet 1948 en Sarre étaient aussi des « Allemands ». D) De 1948 à 1956 (pendant la période de l’Etat Sarrois partiellement autonome) : Sarrois
Après la création de l’Etat sarrois le 8 novembre 1947, la loi sur la nationalité sarroise ("Staatsangehörigkeitsgesetz") entra
en vigueur le 15 juillet 1948. De
cette manière la « Nationalité
sarroise » fut créée. Elle fut reconnue en France et ses TOM, mais pas dans les autres pays. Seuls les citoyens qui accomplirent une des conditions du § 1 de la loi reçurent une carte d’identité rouge avec un A devant le numéro de la carte. Ceux-ci étaient les « vrais » Sarrois, on les nommait « Rotpässler »
(propriétaires de carte rouge). Les autres reçurent une carte grise avec un B, et l'état sarrois leur refusait certains droits fondamentaux (voir plus bas!). Voici les conditions pour recevoir une carte rouge:
b) Dans le cas contraire, être
l’enfant d’un père (en cas de naissance illégitime d’une mère) né(e) en Sarre.
c) Avoir emménagé avant le 30 janvier 1933 [c'était le jour de la nomination de Hitler
comme chancelier] en Sarre et y avoir habité au moins pendant 10 ans.
d) Etre l’épouse ou la veuve d’un homme qui possédait la nationalité
e) Etre l’enfant d’un père (en cas de naissance illégitime d’une mère) qui
remplissait l'une des conditions b) ou c).
Celui qui répondait à l’une de ces conditions était Sarrois sous la condition qu'il habitait
en Sarre le jour d’entrée en vigueur de cette loi (§ 1, 2). Celui qui habitait en dehors de la Sarre et remplissait
l’une des conditions mentionnées sous a) ou b) pouvait aussi devenir Sarrois à condition que le
gouvernement l’autorisait à revenir en Sarre dans le délai de 3 ans (§ 3), ou qu'il
avait émigré après le 30 janvier 1933 pour des raisons politiques ou qu’il avait
été déporté (§ 4). Celui qui avait été déplacé par force pour des raisons
politiques ou à la suite des événements de la guerre et qui remplissait
une des conditions formulées dans a) jusqu’à e) pouvait réclamer la nationalité
sarroise au cours d’une année après l'entrée en vigueur de la loi.
Ces prescriptions eurent souvent des conséquences bizarres: Par exemple, un enfant
né en 1939 à Sarrebruck était d’après la loi Sarrois. Si ses parents n’étaient
pas nés en Sarre et y avaient immigrés seulement après le 30 janvier 1933, ils
n’étaient pas reconnus comme Sarrois, alors qu’ils y habitaient depuis beaucoup
d’années et y avaient même mis un enfant au monde.
Simultanément à l’installation de
la nationalité sarroise, la nationalité
allemande fut retirée à la population de la Sarre (§ 2). Si on voulait garder celle-ci, on
pouvait renoncer à la nationalité sarroise pendant une pérode de 6 mois après
le jour d’entrée en vigueur de la loi. Alors rien ne changeait pour cette personne : elle gardait la
nationalité allemande et était considérée comme étranger/-ère en Sarre (§ 3). Le nombre
de personnes qui firent usage de cette posssibilité n’est pas connu.
Tous ceux qui n’étaient pas considérés d’après ce règlement comme de
« véritables » Sarrois avec une carte d’identité rouge, obtinrent une
carte grise avec un B devant le numéro. C’est la raison
pour laquelle on les nommait « Graupässler »
(propriétaire de carte grise). Cette carte était pour eux uniquement une sorte
de permis de séjour en Sarre.
Au cas où ces personnes avaient l’intention de partir en voyage vers la
République fédérale ou vers d’autres pays (sauf la France), elles étaient
obligées (au moins jusqu’au début des années 50) de se procurer, avant leur
départ, la permission de rentrer en Sarre, marquée dans leur « Titre
d’Identité et de Voyage ». Autrement elles risquaient être refoulées au
moment de leur retour.
Mais il y eut beaucoup plus grave : Les possesseurs de cartes grises étaient
privés de certains droits fondamentaux. Un
exemple : Seuls les possesseurs de carte rouge ont bénéficié au moment des élections politiques du droit de vote et
d’éligibilité inscrit dans la constitution sarroise (Art. 66). La même chose
pour les droits de liberté, de réunion,
d’association, d’aller et revenir (Art. 5, 7, 9) et la protection d’expulsion (Art. 11). Ainsi on pouvait enlever le permis de séjour aux possesseurs de la carte
grise en cas « d’atteinte aux intérêts importants de la
Sarre ». (Ce sujet sera bientôt approfondi ici).
A peu près 50.000 personnes possédaient cette carte grise qui faisait d’eux
des « Sarrois inférieurs ».
1957, la Sarre fut
rattachée à la République fédérale comme nouveau « Land ».
Les Sarrois obtinrent en même temps la nationalité
allemande et devinrent par conséquent des citoyens de la R.F.A..
Traduction: Rita Bruchier, Karlsruhe.
Diese Seite wurde erstellt am 04.09.2011 und zuletzt bearbeitet am 13.4.2017