Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4115.htm
Timestamp: 2018-11-12 23:15:13
Document Index: 66102510

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 58', '§ 2', '§ 64', '§ 4', '§ 5']

4.115 Kreuzbühl
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet »Kreuzbühl« vom 12. Dezember 1983 (GBl. v. 13.01.1984, S. 21).
Auf Grund von § 21 und § 58 Abs. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz-NatSchG) vom 21.Oktober 1975 (GBl. S. 654) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Meßkirch, Landkreis Sigmaringen, werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung » Kreuzbühl «.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 4,3178 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Rohrdorf die Flurstücke 829 teilweise, 1022/1, 1023, 1023/1, 1024, 1024/1, 1025, 1025/1, 1026, 1026/1, 1027, 1027/1, 1028, 1028/1, 1029 bis 1033.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 4. Januar 1982 im Maßstab 1:1500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen und beim Landratsamt Sigmaringen in Sigmaringen auf die Dauer von drei Wochen beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
(3) Die Verordnung mit Karte ist nach ihrer Verkündung bei den in Absatz 2 Satz 3 bezeichneten Stellen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.
Der wesentliche Schutzzweck ist die Erhaltung des naturnahen, artenreichen Biotops inmitten der intensiv genutzten Agrarlandschaft. Seine Bedeutung hegt in der besonderen ökologischen Funktion und mannigfaltigen Biotopgestaltung (Hecken, Sträucher, Wiesen), die im Kontrast zu der direkten Umgebung steht.
1. bauliche Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung zu errichten oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen durchzuführen, Sport‑, Spiel‑ oder Erholungseinrichtungen zu schaffen sowie Einfriedigungen jeder Art zu errichten;
7. Aufforstungen vorzunehmen oder sonstige Pflanzen oder Pflanzenteile einzubringen, zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören;
12. außerhalb von eingerichteten und gekennzeichneten Feuerstellen Feuer zu machen;
14. Düngemittel oder Chemikalien einzubringen.
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd;
2. für ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang;
3. für ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang, ausgenommen Einzelbäume und Baumgruppen;
4. für die sonstige bisher rechtmäßigerweise ausgeübte Nutzung der Grundstücke und des Weges Flurstück 1022/1 sowie der rechtmäßigerweise bestehenden Einrichtungen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang sowie deren Unterhaltung und Instandsetzung;
Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.
TÜBINGEN, den 12. Dezember 1983