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Timestamp: 2016-10-25 10:20:24
Document Index: 325520626

Matched Legal Cases: ['Art. 132', 'BGE', 'Art. 132', 'Art. 104', 'Art. 132', 'Art. 132', 'Art. 42', 'Art. 37', 'Art. 37', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 38', 'BGE', 'Art. 37', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 37', 'Art. 36', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 37', 'Art. 38', 'Art. 37', 'Art. 38', 'Art. 9', 'Art. 37', 'Art. 38', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 87', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'Art. 37', 'BGE', 'BGE', 'Art. 37', 'BGE', 'BGE', 'Art. 37', 'Art. 37', 'Art. 37', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 37', 'Art. 37', 'BGE', 'BGE', 'Art. 37', 'Art. 37', 'BGE', 'BGE', 'Art. 37', 'Art. 37', 'Art. 37', 'Art. 38', 'Art. 134', 'Art. 159', 'Art. 135']

I 861/05 (23.07.2007)
A.a Der 1947 geborene S.________ ist gelernter B�cker und arbeitete seit 22. April 1985 bei der Genossenschaft Q.________. Im Jahre 1990 st�rzte er von einer Leiter und leidet seit 1997 an fokalen sensiblen Anf�llen. Am 8. Juni 2001 meldete er sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Hilfsmittel, Rente) an. Im Bericht vom 24. Juli 2001 stellte das Spital X.________ folgende Diagnosen: anaplastisches Gliom WHO III im Gyrus parietalis superior links mit/bei intracerebraler Blutung am 10. Februar 2001, erneuter Nachblutung am 12. Februar 2001, armbetontem senso-motorischem Hemisyndrom rechts, Aphasie mit Wortfindungsst�rungen, Alexie, Akalkulie und Agraphie sowie schwerer Aufmerksamkeitsst�rung, Schulter-Hand-Syndrom rechts; osteoklastische Kraniotomie parietal links, H�matomevakuation und totale Resektion der Raumforderung am 12. Februar 2001; Penicillin-Allergie; Unterschenkelthrombose rechts. Die IV-Stelle Bern sprach dem Versicherten diverse Hilfsmittel (Haltegriff Badewanne, Badewannensitz, Gleitstange; Rollstuhl; Elektrobett mit Aufziehb�gel und Seitengitter) zu. Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verf�gung vom 9. Mai 2002 verneinte sie den Anspruch auf eine Hilflosenentsch�digung. Mit Verf�gung vom 14. Mai 2002 gew�hrte sie dem Versicherten ab 1. Februar 2002 eine Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 100 %.
A.b Vom 8. Oktober bis 11. Dezember 2003 war der Versicherte im Spital Y.________, Zentrum Geriatrie-Rehabilitation, hospitalisiert. Am 17. Mai, 14. Juni und 15. Juli 2004 wurde er im Spital X.________ neurologisch-neurochirurgisch untersucht. Am 18. August 2004 meldete er sich erneut zum Bezug einer Hilflosenentsch�digung an. Die Anmeldung enthielt Angaben der Frau Dr. med. R.________, Assistenz�rztin, Spital Y.________, vom 9. September 2004. Zur Abkl�rung der Verh�ltnisse holte die IV-Stelle diverse weitere Arztberichte sowie einen Bericht �ber die Abkl�rung an Orte und Stelle (zu Hause) vom 7. Februar 2005 ein. Mit Verf�gung vom 22. Mai 2005 sprach sie dem Versicherten ab 1. Januar 2004 eine Hilflosenentsch�digung bei einer Hilflosigkeit leichten Grades zu, da er in den drei Lebensverrichtungen Essen, K�rperpflege sowie Fortbewegung im Freien/Kontaktaufnahme regelm�ssig und erheblich auf Dritthilfe angewiesen sei. Einspracheweise legte der Versicherte eine Stellungnahme der Frau Dr. med. M.________, Assistenz�rztin, Spital Y.________, vom 2. M�rz 2005 auf. Mit Entscheid vom 3. Juni 2005 wies die IV-Stelle die Einsprache ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt der Versicherte die Aufhebung des kantonalen Entscheides und die Zusprechung einer Hilflosenentsch�digung mittleren Grades. Er legt einen Bericht des Dr. med. L.________, Klinikleiter, Leitender Arzt, Geriatrische Universit�tsklinik, Spital Y.________, vom 22. November 2005 auf.
Die IV-Stelle und das Bundesamt f�r Sozialversicherungen (BSV) verzichten auf eine Vernehmlassung, wobei Erstere die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verlangt.
1.1 Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz �ber das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) in Kraft getreten (AS 2006 1205, 1243). Damit wurden das Eidgen�ssische Versicherungsgericht und das Bundesgericht in Lausanne zu einem einheitlichen Bundesgericht (an zwei Standorten) zusammengef�gt (Seiler/von Werdt/ G�ngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 10 Rz 75) und es wurde die Organisation und das Verfahren des obersten Gerichts umfassend neu geregelt. Dieses Gesetz ist auf die nach seinem Inkrafttreten eingeleiteten Verfahren des Bundesgerichts anwendbar, auf ein Beschwerdeverfahren jedoch nur dann, wenn auch der angefochtene Entscheid nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Da der kantonale Gerichtsentscheid am 4. November 2005 und somit vor dem 1. Januar 2007 erlassen wurde, richtet sich das Verfahren nach dem bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandenen Bundesgesetz �ber die Organisation der Bundesrechtspflege (OG) vom 16. Dezember 1943 (vgl. BGE 132 V 393 E. 1.2 S. 395).
1.2 Der angefochtene Entscheid betrifft Leistungen der Invalidenversicherung. Nach Art. 132 Abs. 1 OG in der Fassung gem�ss Ziff. III des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die �nderung des IVG (in Kraft seit 1. Juli 2006) kann in Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen in Abweichung von den Art. 104 und 105 OG auch die Unangemessenheit der angefochtenen Verf�gung beurteilt werden, wobei das Gericht an die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts nicht gebunden ist. Gem�ss Art. 132 Abs. 2 OG gelten diese Abweichungen nicht, wenn der angefochtene Entscheid Leistungen der Invalidenversicherung betrifft. Nach Ziff. II lit. c des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 ist indessen auf die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der �nderung beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht h�ngigen Beschwerden bisheriges Recht anwendbar. Da die hier zu beurteilende Beschwerde am 1. Juli 2006 beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht h�ngig war, richtet sich die Kognition des nunmehr urteilenden Bundesgerichts nach der bis Ende Juni 2006 g�ltig gewesenen Fassung von Art. 132 OG, welche dem neuen Abs. 1 entspricht.
2.1 Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Anspruch auf Hilflosenentsch�digung und die f�r deren H�he wesentliche Unterscheidung dreier Hilflosigkeitsgrade (Art. 42 Abs. 1 und 2 IVG, Art. 37 IVV, je in der seit 1. Januar 2004 geltenden, hier anwendbaren Fassung), die mittelschwere Hilflosigkeit (Art. 37 Abs. 2 IVV; BGE 121 V 88 E. 3b S. 90) sowie die lebenspraktische Begleitung (Art. 42 Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 38 IVV) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt f�r die Differenzierung zwischen direkter und indirekter Dritthilfe (BGE 121 V 88 E. 3c S. 91, 107 V 136 E. 1b S. 139 und 145 E. 1c S. 149), die sich je, anders als die in Art. 37 IVV verwendeten Begriffe "Pflege" und "�berwachung", auf die sechs massgeblichen allt�glichen Lebensverrichtungen (Ankleiden, Auskleiden; Aufstehen, Absitzen, Abliegen; Essen; K�rperpflege; Verrichtung der Notdurft; Fortbewegung [im oder ausser Haus], Kontaktaufnahme) beziehen (Art. 9 ATSG; BGE 127 V 94 E. 3c S. 97 mit Hinweisen; Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 678/03 vom 12. Februar 2004, E. 1). Richtig wiedergegeben hat die Vorinstanz auch die Rechtsprechung zum Erfordernis der dauernden pers�nlichen �berwachung als zus�tzliche oder als alternative Anspruchsvoraussetzung (BGE 107 V 136 E. 1b S. 139 mit Hinweisen; ZAK 1990 S. 44 E. 2c, 1986 S. 484 E. 1a, 1984 S. 354 E. 2c; Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 431/05 vom 13. Oktober 2005, E. 1.3) sowie zu der im Sozialversicherungsrecht geltenden Schadenminderungspflicht (BGE 130 V 97 E. 3.2 S. 99; SVR 2004 AHV Nr. 19 S. 62 E. 1.3, H 150/03). Darauf wird verwiesen.
2.2.1 Zu erg�nzen ist, dass der Gesetzgeber mit Art. 9 ATSG die bisherige Definition der Hilflosigkeit nach alt Art. 42 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2002 g�ltig gewesenen Fassung) �bernommen hat (vgl. BBl 1991 II 249; BGE 133 V 42 E. 3.4 S. 45 mit Hinweisen), weshalb die hiezu ergangene Rechtsprechung weiterhin anwendbar ist. Dies gilt insbesondere auch betreffend Art. 37 IVV als Nachfolgebestimmung des bis 31. Dezember 2003 in Kraft gestandenen Art. 36 IVV (Urteile des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 866/05 vom 29. August 2006, E. 3, und I 528/05 vom 17. Oktober 2005, E. 1).
2.2.2 Nach der Rechtsprechung k�nnen gelegentliche Zwischenf�lle der Hilfsbed�rftigkeit nicht zur Annahme einer Notwendigkeit regelm�ssiger Dritthilfe f�hren. Die Hilfe ist erst dann regelm�ssig, wenn sie die versicherte Person t�glich oder eventuell (nicht voraussehbar) t�glich ben�tigt (ZAK 1986 S. 484 E. 3c; Urteile des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 563/04 vom 2. M�rz 2005, E. 6.2, und I 402/03 vom 11. Mai 2004, E. 6).
2.2.3 Bei Lebensverrichtungen, welche mehrere Teilfunktionen umfassen, ist nach der Rechtsprechung nicht verlangt, dass der Versicherte bei der Mehrzahl dieser Teilfunktionen fremder Hilfe bedarf; vielmehr ist bloss erforderlich, dass der Versicherte bei einer dieser Teilfunktionen regelm�ssig in erheblicher Weise auf direkte oder indirekte Dritthilfe angewiesen ist (BGE 121 V 88 E. 3c S. 91).
3.1 Im Urteil I 211/05 vom 23. Juli 2007 hat sich das Bundesgericht einl�sslich zu dem seit 1. Januar 2004 neu eingef�hrten Begriff der lebenspraktischen Begleitung (Art. 42 Abs. 3 IVG; Art. 37 Abs. 2 lit. c und Abs. 3 lit. e sowie Art. 38 IVV) ge�ussert. In E. 5 hat es erwogen, Ziel der lebenspraktischen Begleitung sei es, den Eintritt der versicherten Person in ein Heim nach M�glichkeit hinauszuschieben oder zu verhindern.
Nach Rz 8053 des vom BSV herausgegebenen Kreisschreibens �ber Invalidit�t und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH, in der seit 1. Januar 2004 g�ltigen Fassung) ist die lebenspraktische Begleitung regelm�ssig, wenn sie �ber eine Periode von drei Monaten gerechnet im Durchschnitt mindestens zwei Stunden pro Woche ben�tigt wird. Das Bundesgericht hat im erw�hnten Urteil I 211/05 in E. 6 erwogen, dass diese Verwaltungsweisung sachlich gerechtfertigt sowie gesetzes- und verordnungskonform ist.
In E. 9 dieses Urteils hat es sodann festgestellt, dass die lebenspraktische Begleitung nach der gesetzlichen Konzeption weder die (direkte oder indirekte) "Dritthilfe bei den sechs allt�glichen Lebensverrichtungen" noch die "Pflege" noch die "�berwachung" nach Art. 37 IVV beinhaltet. Sie stellt vielmehr ein zus�tzliches und eigenst�ndiges Institut der Hilfe dar. Weiter hat es erkannt, dass die vom BSV vorgenommene Konkretisierung der Anwendungsf�lle der lebenspraktischen Begleitung (Rz 8050-8052 KSIH) grunds�tzlich sachlich begr�ndet sowie gesetzes- und verordnungskonform ist. Beizupflichten ist der Verwaltung insbesondere auch darin, dass sich die Begleitung zur Erm�glichung des selbstst�ndigen Wohnens (Art. 38 Abs. 1 lit. a IVV) auf die Haushaltsarbeiten erstreckt, zumal diese nicht zu den allt�glichen Lebensverrichtungen nach Art. 9 ATSG in Verbindung mit Art. 37 IVV geh�ren (ZAK 1971 S. 35 E. 3b; Urteile R. vom 7. Juni 2004 E. 3.4, H 299/03, und B. vom 4. Februar 2004 E. 3.2, H 128/03).
Schliesslich hat das Bundesgericht in E. 10 des Urteils I 211/05 entschieden, dass es gerechtfertigt ist, im Rahmen der lebenspraktischen Begleitung nach Art. 38 Abs. 1 lit. a IVV neben der indirekten auch die direkte Dritthilfe zu ber�cksichtigen. Demnach kann die Begleitperson die notwendigerweise anfallenden T�tigkeiten auch selber ausf�hren, wenn die versicherte Person dazu gesundheitsbedingt trotz Anleitung oder �berwachung/Kontrolle nicht in der Lage ist.
3.2 Im Urteil I 735/05 vom 23. Juli 2007 hat das Bundesgericht in E. 5.3.1 zudem festgestellt, dass Rz 8053 KSIH keine Verletzung des Gebots der rechtsgleichen Behandlung (Art. 8 Abs. 1 BV), des Diskriminierungsverbots (Art. 8 Abs. 2 BV), des Willk�rverbots (Art. 9 BV) oder des Bundesgesetzes �ber die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen (BehiG; SR 151.3) beinhaltet (vgl. die dazu ergangene Rechtsprechung: BGE 131 V 9 ff., 130 I 352 ff.).
3.3 Der Anspruch auf lebenspraktische Begleitung ist nicht auf Menschen mit Beeintr�chtigung der psychischen oder geistigen Gesundheit beschr�nkt. Es ist durchaus m�glich, dass auch andere Behinderte einen Bedarf an lebenspraktischer Begleitung geltend machen k�nnen. Zu denken ist insbesondere an hirnverletzte Menschen (vgl. Urteil I 211/05 E. 2.2.3; ferner Erl�uterungen des BSV in Rz 8042 KSIH; AHI 2003 S. 327 f.).
4.1 Bei der Erarbeitung der Grundlagen f�r die Bemessung der Hilflosigkeit ist eine enge, sich erg�nzende Zusammenarbeit zwischen Arzt und Verwaltung erforderlich. Ersterer hat anzugeben, inwiefern die versicherte Person in ihren k�rperlichen bzw. geistigen Funktionen durch das Leiden eingeschr�nkt ist. Der Versicherungstr�ger kann an Ort und Stelle weitere Abkl�rungen vornehmen. Bei Unklarheiten �ber physische oder psychische bzw. geistige St�rungen oder deren Auswirkungen auf allt�gliche Lebensverrichtungen sind R�ckfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zul�ssig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu ber�cksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begr�ndet und detailliert bez�glich der einzelnen allt�glichen Lebensverrichtungen sowie den tatbestandsm�ssigen Erfordernissen der dauernden pers�nlichen �berwachung und der Pflege gem�ss sein. Schliesslich hat er in �bereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverl�ssige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abkl�rung t�tigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinsch�tzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abkl�rungsperson n�her am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zust�ndige Gericht (BGE 130 V 61 ff.; erw�hntes Urteil I 296/05 E. 2.2.3).
Im Falle einer Beeintr�chtigung der geistigen Gesundheit stellt der Abkl�rungsbericht im Haushalt ein geeignetes Beweismittel f�r die Bemessung der Invalidit�t der betroffenen Personen dar. Stimmen jedoch die Ergebnisse der Haushaltabkl�rung nicht mit den �rztlichen Feststellungen der Behinderungen im gewohnten T�tigkeitsbereich �berein, so haben Letztere in der Regel mehr Gewicht als die im Haushalt durchgef�hrte Abkl�rung (vgl. SVR 2005 IV Nr. 21 S. 81 E. 5.1.1, I 249/04; AHI 2004 S. 137, I 311/03).
Diese Rechtsprechung gilt entsprechend f�r die Abkl�rung der Hilflosigkeit unter dem Gesichtspunkt der lebenspraktischen Begleitung (erw�hntes Urteil I 211/05 E. 11.1.1).
Im Rahmen der Pr�fung des Anspruchs auf lebenspraktische Begleitung bei psychisch behinderten Menschen hat zus�tzlich der regionale �rztliche Dienst (RAD) die Angaben des Berichts �ber die Abkl�rung an Ort und Stelle zu visieren; falls sich bereits ein spezialisierter Dienst (z.B. sozialpsychiatrischer Dienst oder Beratungsstelle) mit der versicherten Person befasst hat, hat die IV-Stelle einen Bericht dieses Dienstes einzuholen (Rz 8144 KSIH; vgl. auch AHI 2003 S. 329).
4.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob er f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden ber�cksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begr�ndet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352, SVR 2006 IV Nr. 27 S. 92 E. 3.2.4, I 3/05, je mit Hinweisen).
Nachdem die IV-Stelle auf die Neuanmeldung vom 18. August/9. September 2004 eingetreten war (Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV), ist zu pr�fen, ob und bejahendenfalls inwiefern sich die tats�chlichen Verh�ltnisse bez�glich des Anspruchs auf Hilflosenentsch�digung zwischen der Ablehnungsverf�gung vom 9. Mai 2002 und dem Einspracheentscheid vom 3. Juni 2005 (BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) in erheblicher Weise ge�ndert haben. Es ist analog einem Revisionsfall nach Art. 17 ATSG vorzugehen. Das neue Leistungsbegehren ist in tats�chlicher und rechtlicher Hinsicht allseitig zu pr�fen (vgl. BGE 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77, 343 E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369 mit Hinweis; siehe auch BGE 112 V 371 E. 2b S. 372 und 387 E. 1b S. 390; Urteile des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 23/05 vom 9. M�rz 2005, E. 1.2, und H 66/04 vom 9. August 2004, E. 3.1).
6.1 Im Rahmen der Ablehnungsverf�gung vom 9. Mai 2002 wurde gest�tzt auf den Abkl�rungsbericht Hilflosigkeit vom 5. April 2002 eine relevante Hilfsbed�rftigkeit einzig in der Lebensverrichtung Essen (Zerkleinern der Nahrung) bejaht.
6.2.1 Das Spital Y.________ stellte im Bericht vom 12. Dezember 2003 (Hospitalisation vom 8. Oktober bis 11. Dezember 2003) folgende Diagnosen: 1. Mediale Schenkelhalsfraktur rechts nach Sturz am 3. Oktober 2003, Bipolarprothese H�fte rechts am 3. Oktober 2003, Verdacht auf sekund�re Osteoporose; 2. Sensomotorisches, spastisches Hemisyndrom rechts mit/bei: anaplastischem Gliom (WHO III) Gyrus parietalis superior links, ED: Februar 2001; intrazerebraler Blutung am 10. Februar 2001, Nachblutung am 12. Februar 2001; osteoplastischer Kraniotomie links mit H�matomevakuation und totaler Tumorresektion im Februar 2001; perkutaner Teilhirnbestrahlung (parietal links) 03-05/01; 3. Epileptische Anf�lle aa seit 1997 mit/bei: Status nach Sch�del-Hirntrauma 1990, 1999-2001 symptomfreies Intervall; neuen fokalen epileptischen Anf�llen seit Januar 2003; 4. latente Suizidalit�t bei reaktiver Depression, schwierige psychosoziale Situation; 5. Nikotinabusus; 6. Penicillin-Allergie.
6.2.2 In der Anmeldung f�r eine Hilflosenentsch�digung vom 18. August 2004 gab der Versicherte an, er sei in den folgenden vier Lebensverrichtungen regelm�ssig in erheblicher Weise hilfsbed�rftig: Essen (Zerkleinern der Nahrung), K�rperpflege (Waschen, K�mmen, Rasieren, Baden/Duschen; er stehe in der Dusche und halte sich fest, die Ehefrau wasche ihn), Verrichten der Notdurft (Ordnen der Kleider, K�rperreinigung/�berpr�fen der Reinlichkeit; oftmals sei die Toilettenumgebung verunreinigt, die Hygiene m�sse �berpr�ft werden) sowie Fortbewegung im Freien/Pflege gesellschaftlicher Kontakte. Weiter bed�rfe er der dauernden medizinisch-pflegerischen Hilfe (Medikamente richten und verabreichen, grosser Zeitaufwand im Alltag, da er f�r alle Aktivit�ten sehr viel Zeit ben�tige) und der pers�nlichen �berwachung (er sei sehr sturzgef�hrdet). Teilweise sei er bettl�gerig (durchschnittlich 13 Std. am Tag k�nne er das Bett verlassen). Als Hilfsmittel habe er einen Stock, einen Rollstuhl und H�ftprotektoren.
Diese Angaben wurden von Frau Dr. med. R.________, Spital Y.________, am 9. September 2004 best�tigt.
6.2.3 Im Bericht vom 10. November 2004 stellte Frau Dr. med. M.________, Spital Y.________, folgende Diagnosen: anaplastisches Gliom (WHO III), Gyrus parietalis links 2/01, totale Tumorresektion 2/01, in der Folge sensomotorisches, spastisches Hemisyndrom rechts, epileptische Anf�lle (unter Therapie symptomfrei). Der Versicherte sei beim Essen, bei der K�rperpflege und bei der Pflege gesellschaftlicher Kontakte in erheblicher Weise auf Dritthilfe angewiesen. Tags�ber bed�rfe er dauernder Pflege. Eine pers�nliche �berwachung sei nicht unbedingt n�tig, eher Betreuung. Beim An-/Auskleiden, Aufstehen/ Absitzen/Abliegen, Verrichten der Notdurft (nur K�rperreinigung) und der Fortbewegung sei er nicht hilfsbed�rftig.
6.2.4 Im Bericht �ber die Abkl�rung an Ort und Stelle vom 7. Februar 2005 wurde ausgef�hrt, der Versicherte weile 55 Std./Woche (zwei N�chte) in der Tagesklinik des Spitals Y._______. Die restlichen vier Tage verbringe er zu Hause. Seine Ehefrau erfahre somit eine Entlastung. Verneint wurde eine relevante Hilfsbed�rftigkeit in den drei Lebensverrichtungen An-/Auskleiden, Aufstehen/Absitzen/Abliegen und Verrichten der Notdurft. Bejaht wurde sie in den drei Bereichen Essen (Nahrung zerkleinern), K�rperpflege (Waschen, Baden/Duschen) sowie Fortbewegung im Freien/Pflege gesellschaftlicher Kontakte. Der Versicherte k�nne die Speisen nicht mehr selber zerkleinern. Die Intimpflege verm�ge er nicht mehr zuverl�ssig allein auszuf�hren und erfahre direkte Hilfe durch die Ehefrau; beim Duschen unterst�tze sie ihn vollumf�nglich. Zu Hause gelinge dem Versicherten die Fortbewegung ohne Gehstock, sich haltend an den W�nden und M�beln. Ausser Haus verm�ge er mit dem Gehstock unterschiedlich eine kurze Gehstrecke zur�ckzulegen. Je nach Tagesform gehe es besser oder dann m�sse er bereits nach kurzer Distanz bei der Ehefrau einh�ngen. Der Rollstuhl sei im Auto immer griffbereit; ausser Haus m�sse er mit diesem begleitet werden. Termine k�nne der Versicherte weder selber vereinbaren noch einhalten. Anerkannt wurde auch der Bedarf an dauernder Pflege (viermal t�glich Medikamente richten und verabreichen, zweimal w�chentlich Physiotherapie). Verneint wurde hingegen die Notwendigkeit einer dauernden pers�nlichen �berwachung. Nicht Stellung genommen wurde zur Problematik der lebenspraktischen Begleitung.
6.2.5 In der Stellungnahme vom 2. M�rz 2005 legte Frau Dr. med. M.________ dar, es sei nicht richtig, dass der Versicherte keine lebenspraktische Begleitung ben�tige. Er k�nne nicht selbstst�ndig wohnen, sei ausserhalb der Wohnung auf Drittbegleitung angewiesen und insbesondere gef�hrdet, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren. Die chronisch depressive Stimmungslage pr�ge die Lebensumst�nde des Ehepaares stark und f�hre unter anderem zu einer Betreuung im Tagesspital und in der Nachtklinik. Es sei nicht richtig, dass der Versicherte ohne Gehstock eine kurze Strecke allein zur�cklegen k�nne; er ben�tige seine Gehhilfen und sei sturzgef�hrdet. Unzutreffend sei, dass er sich im Spital Y.________ selber wasche; er nehme eine minimale Katzenw�sche vor und wolle keine Hilfe, da dies kostenpflichtig sei. Jeweils mittwochs nach der R�ckkehr aus dem Tagesspital sei zu Hause eine gr�ndliche K�rperpflege angebracht. Der Versicherte ben�tige auf Grund seiner Behinderung und psychischen Verfassung eine pers�nliche �berwachung.
6.2.6 Dr. med. L.________, Klinikleiter, Spital Y.________, f�hrte im Bericht vom 22. November 2005 aus, die schwerwiegende gesundheitliche Beeintr�chtigung mit sensomotorischem spastischem Hemisyndrom rechts sowie rezidivierenden epileptischen Anf�llen erneut seit 2003 bedinge eine massgebliche Hilfeleistung. Diese beziehe sich konkret auf das An-/Auskleiden, den Transfer, die K�rperpflege, den Toilettengang sowie die Mobilisation innerhalb und ausserhalb des eigenen Wohnsitzes. Die Unterst�tzung sei naturgem�ss w�hrend eines erheblichen zeitlichen Ausmasses pro Tag und in hohem sowie qualitativem Ausmass erforderlich. Die Hilfe werde mehrheitlich von der Ehefrau �bernommen, welche deshalb weitgehend auf eine Erwerbst�tigkeit verzichte. Die Aufgabe bestehe in direkten Hilfestellungen wie auch in der regelm�ssigen �berwachung, auf die der Versicherte auf Grund der epileptischen Anf�lle wegen Selbstgef�hrdung angewiesen sei. Zu diesen Hilfeleistungen sei w�hrend zwei Ganztagen und einer Nacht die Betreuung an das Pflegeteam des Tagesspitals der Geriatrischen Universit�tsklinik delegiert. In dieser Zeit werde die Hilfe vom Pflegepersonal �bernommen. Die Hilfeleistung bedeute konkret die manuelle Unterst�tzung bei den vorg�ngig genannten allt�glichen Verrichtungen; weiterhin seien Aufforderungen zum regelm�ssigen Toilettengang, die �berpr�fung der Medikamenteneinnahme sowie eine generelle Kontrolle wegen der Gefahr eines erneuten Krampfanfalls notwendig. Zus�tzlich sei auch eine massgebliche psychosoziale Begleitung und Betreuung sowohl durch die Ehefrau wie auch durch das involvierte Pflegepersonal notwendig, da der Versicherte rezidivierend unter depressiven Episoden mit latenter Suizidalit�t leide. Wegen der schwerwiegenden Krankheitssituation und der psychosozialen Belastung k�nne der Versicherte nicht allein wohnen. Die Kontakte und Verrichtungen ausserhalb der Wohnung seien nur mit grosser Unterst�tzung und in Begleitung einer Drittperson m�glich. Wegen der psychischen Zusatzerkrankung sei der Versicherte zus�tzlich gef�hrdet, die Kontakte zur Aussenwelt zu verlieren und bed�rfe diesbez�glich massgeblicher Unterst�tzung. Diese Ausf�hrungen bez�gen sich auf den Gesundheitszustand seit mindestens Januar 2003, als sich der Gesundheitszustand und die Notwendigkeit regelm�ssiger �berwachung und Kontrolle mit dem Wiederauftreten von epileptischen Anf�llen nochmals massgeblich verschlechtert habe.
7.1 Verwaltung und Vorinstanz gingen davon aus, dass zu der bereits im Jahre 2002 bestehenden regelm�ssigen und erheblichen Hilfsbed�rftigkeit in der Lebensverrichtung Essen eine solche nunmehr auch bei der K�rperpflege und Fortbewegung (im Freien)/Kontaktaufnahme hinzugetreten sei, was zum Anspruch auf eine Hilflosenentsch�digung leichten Grades f�hre (Art. 37 Abs. 3 lit. a IVV; vgl. auch BGE 121 V 88 E. 3b S. 90 am Ende).
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, es seien die Voraussetzungen f�r den Anspruch auf eine Hilflosenentsch�digung mittelschweren Grades erf�llt, was nachfolgend zu pr�fen ist.
7.2 Auch wenn der Bericht des Dr. med. L.________ am 22. November 2005 und damit knapp sechs Monate nach dem massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 3. Juni 2005 erstattet wurde, ist er geeignet, die Beurteilung bezogen auf diesen Zeitpunkt zu beeinflussen (E. 6.2.6 hievor am Ende), weshalb er zu ber�cksichtigen ist (BGE 129 V 167 E. 1 S. 169, 121 V 362 E. 1b S. 366, 99 V 102, je mit Hinweisen).
Der Versicherte macht geltend, er sei auf dauernde pers�nliche �berwachung angewiesen.
8.1 Das Erfordernis der dauernden pers�nlichen �berwachung als zus�tzliche Anspruchsvoraussetzung gem�ss Art. 37 Abs. 2 lit. b IVV bezieht sich nicht auf die allt�glichen Lebensverrichtungen und ist deshalb von der indirekten Dritthilfe zu unterscheiden (ZAK 1984 S. 354 E. 2c; Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 815/03 vom 1. April 2004, E. 1). Es handelt sich vielmehr um eine Art medizinischer oder pflegerischer Hilfeleistung, welche infolge des physischen, geistigen oder psychischen Zustandes der versicherten Person notwendig ist (BGE 107 V 136 E. 1b S. 139 mit Hinweisen; ZAK 1990 S. 44 E. 2c). Die Notwendigkeit der pers�nlichen �berwachung ist beispielsweise dann gegeben, wenn eine versicherte Person wegen geistiger Absenzen nicht w�hrend des ganzen Tages allein gelassen werden kann (BGE 107 V 136 E. 2b S. 139, 106 V 153 E. 2a S. 158, 105 V 52 E. 4b S. 57; ZAK 1990 S. 44 E. 2c; Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts H 163/04 vom 7. Juni 2005, E. 2.2.3).
Gem�ss Rechtsprechung ist nur eine dauernde pers�nliche �berwachung von einer gewissen Intensit�t anspruchsbegr�ndend. Da die Voraussetzungen in Bezug auf die Dritthilfe bei Vornahme der Lebensverrichtungen im Zusammenhang mit der mittelschweren Hilflosigkeit weit weniger umfassend sind als bei der schweren Hilflosigkeit (Art. 37 Abs. 1 IVV), ist der dauernden pers�nlichen �berwachung im Rahmen von Art. 37 Abs. 2 lit. b IVV ein gr�sseres Gewicht beizumessen und nicht bloss ein minimales wie bei Art. 37 Abs. 1 IVV (vgl. BGE 107 V 145 E. 1d S. 150 mit Hinweisen). Aus einer bloss allgemeinen und kollektiven Aufsicht (etwa im Rahmen eines Heims oder einer Klinik) kann keine rechtlich relevante Hilflosigkeit abgeleitet werden (ZAK 1984 S. 354 E. 2c; Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 104/01 vom 15. Dezember 2003, E. 4.1.2). Eine dauernde pers�nliche �berwachung setzt vielmehr die Notwendigkeit einer auf die Person des Versicherten bezogenen �berwachung durch eine damit betraute Person voraus, die gezielter ist als die kollektive Aufsicht. Das Erfordernis der Dauer bedingt indes nicht, dass die betreuende Person ausschliesslich an die �berwachte Person gebunden ist (EVGE 1969 215 E. 2 S. 218 f.; erw�hntes Urteil I 104/01), und hat auch nicht die Bedeutung von "rund um die Uhr", sondern ist als Gegensatz zu "vor�bergehend" zu verstehen (BGE 107 V 136 E. 1b S. 139; ZAK 1990 S. 44 E. 2c, 1986 S. 484 E. 1a; Urteil I 678/03 vom 12. Februar 2004, E. 2.3). Ob Hilfe und pers�nliche �berwachung notwendig sind, ist objektiv, nach dem Zustand des Versicherten, zu beurteilen. Grunds�tzlich unerheblich ist die Umgebung, in welcher sich der Versicherte aufh�lt. Es darf hinsichtlich der Bemessung der Hilflosigkeit keinen Unterschied ausmachen, ob ein Versicherter allein oder in der Familie, in der offenen Gesellschaft oder in einem Spital bzw. in einer Anstalt lebt. W�rde anders entschieden, d.h. die Hilflosigkeit nach der M�he bemessen, die im Rahmen der jeweiligen Umgebung erw�chst, so w�ren stossende Konsequenzen unumg�nglich, insbesondere dann, wenn ein Wechsel von der Haus- in die Spitalpflege stattf�nde (BGE 98 V 23 E. 2 S. 25 mit Hinweisen; erw�hntes Urteil H 163/04 E. 4).
8.2 Im Bericht �ber die Abkl�rung an Ort und Stelle vom 7. Februar 2005 wurde ohne weitere Begr�ndung ausgef�hrt, der Versicherte sei nicht auf dauernde pers�nliche �berwachung im Sinne des Gesetzes angewiesen (E. 6.2.4 hievor).
Die Vorinstanz legte im Wesentlichen dar, der Beschwerdef�hrer sei bei der Fortbewegung einer gewissen Sturzgefahr ausgesetzt, was jedoch nicht bedeute, dass stets eine Drittperson, wenn auch mit kleineren Unterbr�chen, anwesend sein m�sse und er grunds�tzlich nicht allein gelassen werden k�nne. Eine Gef�hrdungssituation, bei welcher es nicht zu verantworten w�re, ihn allein zu lassen, und er - h�chstens mit kleinen Unterbr�chen - dauernd �berwacht werden m�sste, sei nicht anzunehmen. Selbst Frau Dr. med. M.________ habe am 10. November 2004 ausgef�hrt, eine dauernde �berwachung sei "nicht unbedingt n�tig". Die Sturzgefahr beschlage die Fortbewegung und sei bereits durch die Bejahung der Hilflosigkeit in dieser Lebensverrichtung abgegolten.
8.3.1 In der Anmeldung f�r eine Hilflosenentsch�digung vom 18. August/9. September 2004 wurde die �berwachungsbed�rftigkeit mit der Sturzgefahr des Versicherten begr�ndet (E. 6.2.2 hievor). Am 10. November 2004 gab Frau Dr. med. M.________ an, tags�ber bed�rfe der Versicherte dauernder Pflege; eine pers�nliche �berwachung sei nicht unbedingt n�tig, eher Betreuung (E. 6.2.3 hievor). Am 2. M�rz 2005 f�hrte sie aus, er ben�tige auf Grund seiner Behinderung und psychischen Verfassung (chronisch depressive Stimmungslage) eine pers�nliche �berwachung (E. 6.2.5 hievor). Laut dem Bericht �ber die Abkl�rung an Ort und Stelle vom 7. Februar 2005 m�ssen dem Versicherten viermal t�glich die Medikamente gerichtet und verabreicht werden (E. 6.2.4 hievor). Gem�ss dem Bericht des Dr. med. L.________ vom 22. November 2005 ist er auf Grund der epileptischen Anf�lle wegen Selbstgef�hrdung auf regelm�ssige �berwachung angewiesen. Notwendig sei ferner eine �berpr�fung der Medikamenteneinnahme sowie eine generelle Kontrolle wegen der Gefahr eines erneuten Krampfanfalls. Zudem sei der Versicherte auf massgebliche psychosoziale Betreuung und Begleitung angewiesen, da er rezidivierend an depressiven Episoden mit latenter Suizidalit�t leide (E. 6.2.6 hievor).
Bereits im Bericht des Spitals X.________ vom 12. Dezember 2003 wurden eine latente Suizidalit�t bei reaktiver Depression sowie eine schwierige psychosoziale Situation diagnostiziert. Laut dem neurologisch-neurochirurgischen Bericht des Spitals X.________ vom 16. Juli 2004, in dem ebenfalls ein depressives Zustandsbild beschrieben wurde, sieht die Medikation beim Versicherten wie folgt aus: Tegretol CR 200 mg 2-1-2, Phenhydan 100 mg 1-1-1-1, Sirdalud MR 6 mg 1-1-2, Lioresal 10 mg 1-1/2-1, Ketesse 25 mg 1-1-1, Seropram 20 mg 1-0-0, Cal-De FFF Kautabl. 1-1-0, Tramadol Trp. max. 3 x 20 pro Tag. Gem�ss dem Bericht �ber die Abkl�rung an Ort und stelle vom 7. Februar 2005 m�ssen die Medikamente dem Versicherten viermal t�glich gerichtet und verabreicht werden (E. 6.2.4 hievor).
8.3.2 Aus den Berichten �ber die Abkl�rung an Ort und Stelle vom 7. Februar 2005 sowie der Dres. med. M.________ vom 2. M�rz 2005 und L.________ vom 22. November 2005 (E. 6.2.4-6.2.6 hievor) ergibt sich insgesamt, dass der Versicherte auf Grund der Gefahr eines erneuten Krampfanfalls, der psychischen Beschwerden mit latenter Suizidalit�t sowie der notwendigen Kontrolle der Medikamenteneinnahme t�glich bzw. t�glich mehrmals auf pers�nliche Hilfe oder �berwachung angewiesen ist. Dies ist dauernd n�tig und bezieht sich nicht auf die allt�glichen Lebensverrichtungen. Entgegen der Vorinstanz kann inbesondere nicht gesagt werden, die �berwachungsbed�rftigkeit beziehe sich einzig auf die Sturzgefahr, was mit der Anerkennung der Hilfsbed�rftigkeit bei der Fortbewegung abgegolten sei (vgl. E. 9.2 hienach). Vielmehr liegt nach dem Gesagten eine Gef�hrdungssituation auch in psychischer Hinsicht und im Rahmen der t�glich viermal notwendigen Medikamenteneinnahme vor.
Diese konkreten Umst�nde lassen die Annahme einer �berwachungsbed�rftigkeit im Sinne von Art. 37 Abs. 2 lit. b IVV zu (vgl. auch ZAK 1986 S. 484 E. 3c sowie erw�hntes Urteil H 163/04 E. 6).
9.1 Der Versicherte bringt weiter vor, gem�ss dem Bericht des Dr. med. L.________ vom 22. November 2005 sei er in f�nf allt�glichen Lebensverrichtungen (An-/Auskleiden, Transfer, K�rperpflege, Toilettengang, Mobilisation innerhalb und ausserhalb des eigenen Wohnsitzes) hilflos, weshalb mittelschwere Hilflosigkeit nach Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV vorliege.
Unklar ist, worauf sich der von Dr. med. L.________ verwendete Begriff "Transfer" bezieht. Es ist im Rahmen der sechs massgeblichen allt�glichen Lebensverrichtungen zu pr�fen, ob eine relevante Hilfsbed�rftigkeit vorliegt.
9.2 Auf Grund der medizinischen Unterlagen und des Abkl�rungsberichts an Ort und Stelle vom 7. Februar 2005 (E. 6.2 hievor) ist erstellt und unbestritten, dass der Versicherte in den zwei Lebensverrichtungen K�rperpflege und Fortbewegung (im Freien)/Kontaktaufnahme regelm�ssig in erheblicher Weise auf Dritthilfe angewiesen ist.
Auf die Lebensverrichtung Fortbewegung/Kontaktaufnahme bezieht sich - wie auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ausgef�hrt wird - die von Dr. med. L.________ gew�hlte Umschreibung "Mobilisation innerhalb und ausserhalb des eigenen Wohnsitzes". Aus dem Umstand, dass Dr. med. L.________ auch bei der Fortbewegung zu Hause eine relevante Hilfsbed�rftigkeit annimmt, kann der Versicherte nichts zu seinen Gunsten ableiten, da die Hilfsbed�rftigkeit bei der Fortbewegung nur einmal zu ber�cksichtigen ist, selbst wenn sie im und ausser Haus besteht (BGE 121 V 88 E. 3a S. 90).
9.3.1 Verwaltung und Vorinstanz haben gest�tzt auf die Anmeldung vom 18. August 2004, die Berichte der Dres. med. R.________ vom 9. September 2004 und M.________ vom 10. November 2004 sowie den Abkl�rungsbericht vom 7. Februar 2005 eine relevante Hilfsbed�rftigkeit beim Essen bejaht, da der Versicherte die Nahrung nicht zerkleinern k�nne (E. 6.2.2-6.2.4 hievor; vgl. BGE 121 V 88 E. 3c S. 91). Bereits im Rahmen der Ablehnungsverf�gung vom 9. Mai 2002 wurde in diesem Sinne entschieden.
Demgegen�ber f�hrte Dr. med. L.________ im Bericht vom 22. November 2005 das Essen nicht als hilfsbed�rftige Lebensverrichtung auf. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde macht der Versicherte gest�tzt auf den Bericht des Dr. med. L.________ geltend, er sei in f�nf allt�glichen und damit nach Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV in den meisten Lebensverrichtungen hilflos (E. 9.1 hievor). Eine Hinzurechnung des Essens und damit die Ber�cksichtigung einer Hilfsbed�rftigkeit bei allen allt�glichen Lebensverrichtungen - was zusammen mit der pers�nlichen �berwachungsbed�rftigkeit zu einer schweren Hilflosigkeit f�hren w�rde (E. 8 hievor; Art. 37 Abs. 1 IVV) - verlangt er nicht. Die Sachlage ist mithin hinsichtlich des Essens unklar (vgl. E. 9.3.3 hienach).
9.3.2 Gleiches gilt hinsichtlich der Notdurftverrichtung. In der Anmeldung vom 18. August 2004 und in der Best�tigung der Frau Dr. med. R.________ vom 9. September 2004 wurde eine Hilfsbed�rftigkeit bejaht (E. 6.2.2 hievor: Ordnen der Kleider, K�rperreinigung/�berpr�fen der Reinlichkeit; oftmals sei die Toilettenumgebung verunreinigt, die Hygiene m�sse �berpr�ft werden). Im Bericht der Frau Dr. med. M.________ vom 10. November 2004 und im Abkl�rungsbericht vom 7. Februar 2005 wurde sie verneint (E. 6.2.3 f. hievor). Dr. med. L.________ bejahte im Bericht vom 22. November 2005 eine Hilfsbed�rftigkeit beim Toilettengang und legte dar, der Versicherte m�sse zum regelm�ssigen Toilettengang aufgefordert werden (zur indirekten Dritthilfe vgl. BGE 121 V 88 E. 3c S. 91, 107 V 136 E. 1b S. 139 und 145 E. 1c S. 149).
9.3.3 Wie es sich mit den beiden Lebensverrichtungen Essen und Verrichtung der Notdurft verh�lt, kann indessen offen bleiben, da es selbst bei Bejahung einer diesbez�glich relevanten Hilfsbed�rftigkeit bei einer mittelschweren Hilflosigkeit bleibt (vgl. E. 9.4 und 10 hienach).
9.4 Hinsichtlich der Lebensverrichtungen An-/Auskleiden sowie Aufstehen/Absitzen/Abliegen wurde eine regelm�ssige und erhebliche Hilfsbed�rftigkeit in der Anmeldung vom 18. August 2004, in den Berichten der Dres. med. R.________ vom 9. September 2004 und M.________ vom 10. November 2004 sowie im Abkl�rungsbericht vom 7. Februar 2005 verneint. Eine diesbez�gliche Hilfsbed�rftigkeit bejahte Frau Dr. med. M.________ auch nicht in ihrer Stellungnahme vom 2. M�rz 2005 (E. 6.2.2 bis 6.2.5 hievor).
Unter diesen Umst�nden ist eine relevante Hilfsbed�rftigkeit bei den beiden Lebensverrichtungen An-/Auskleiden sowie Aufstehen/ Absitzen/Abliegen nicht gegeben.
Selbst wenn sich der von Dr. med. L.________ im Bericht vom 22. November 2005 verwendete Begriff "Transfer" auf das Aufstehen/Absitzen/Abliegen beziehen sollte, verm�chte dies zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren, da sein Bericht diesbez�glich keine n�here Begr�ndung enth�lt. Gleiches gilt f�r die von ihm angef�hrte Lebensverrichtung An-/Auskleiden.
10.1 Nach dem Gesagten f�llt - wovon auch der Beschwerdef�hrer ausgeht - die Annahme einer Hilflosigkeit schweren Grades ausser Betracht, weil unbestritten und aus den Akten ersichtlich ist, dass der Versicherte bis zum massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 3. Juni 2005 (E. 5 hievor) nicht in allen sechs massgebenden allt�glichen Lebensverrichtungen (BGE 127 V 94 E. 3c S. 97 mit Hinweisen) regelm�ssig und in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen war (Art. 37 Abs. 1 IVV; vgl. auch SVR 2004 AHV Nr. 19 S. 61 E. 2, H 150/03). Hieran �nderte nichts, wenn eine relevante Hilfsbed�rftigkeit bei den Lebensverrichtungen Essen und Verrichtung der Notdurft bejaht w�rde (vgl. E. 9.3 hievor).
10.2 Hingegen steht fest, dass der Versicherte einer dauernden pers�nlichen �berwachung bedarf (E. 8 hievor) und in zwei allt�glichen Lebensverrichtungen regelm�ssig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (E. 9.2 hievor). Damit besteht eine mittelschwere Hilflosigkeit nach Art. 37 Abs. 2 lit. b IVV.
Unter diesen Umst�nden kann letztlich offen bleiben, ob die rechtlichen Voraussetzungen f�r die Bejahung des Anspruchs auf lebenspraktische Begleitung erf�llt sind (vgl. E. 3 hievor; Art. 37 Abs. 2 lit. c in Verbindung mit Art. 38 IVV).
Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG in der bis Ende Juni 2006 g�ltig gewesenen Fassung). Entsprechend dem Verfahrensausgang hat der obsiegende Beschwerdef�hrer Anspruch auf eine Parteientsch�digung zu Lasten der IV-Stelle (Art. 159 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit Art. 135 OG).
In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. November 2005 und der Einspracheentscheid der IV-Stelle Bern vom 3. Juni 2005 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer ab 1. Januar 2004 Anspruch auf eine Hilflosenentsch�digung bei einer mittelschweren Hilflosigkeit hat.