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Timestamp: 2018-05-25 17:26:16
Document Index: 126452828

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Risiken des Kreditgebers bei Kenntnis/Kennen-Müssen der Zahlungsunfähigkeit des Kunden - PDF
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1 Risiken des Kreditgebers bei Kenntnis/Kennen-Müssen der Zahlungsunfähigkeit des Kunden Dr. Christian Grininger Dr. Reinhard Rebernig
2 Kreditbeziehung in der Krise Streifzug durch Theorie und Praxis Seite 2 Inhalt: Zusammenhang Krisenverlauf materielle Insolvenz/Sorgfaltspflichten Fortbestehensprognose Sanierungskonzept? anfechtungsneutraler Gläubigerwechsel Bankinternes Quelle: , FIN/2u3, Dr. Grininger
3 Krisenverlauf materielle Insolvenz Seite 3 materielle Insolvenz? Strategie Ertrag Liquidität Handlungsdruck Intensität Quelle: , FIN/2u3, Dr. Grininger
4 Materielle Insolvenz Seite 4 materielle Insolvenz ist grundsätzlich Tatbestandsvoraussetzung der Anfechtungstatbestände nicht bei 28 IO differenziert bei 29 IO in den Interzessionsfällen (Anfechtungsgegner ist grundsätzlich der Schuldner, war die getilgte/übernommene Forderung wirtschaftlich nichts (mehr) wert, dann auch gegen den Gläubiger) Quelle: , FIN/2u3, Dr. Grininger
5 Sorgfaltspflichten Seite 5 Kennenmüssen der materiellen Insolvenz/Eröffnungsantrag Fahrlässigkeit, Unkenntnis genügt Maßstab: die zum Zeitpunkt der anzufechtenden Rechtshandlung zu Gebote stehenden Auskunftsmittel das Ausmaß ihrer hier zumutbaren Heranziehung und die Ordnungsmäßigkeit ihrer Bewertung strenge Anforderungen bei Hausbank? (jene Bank, die der Gemeinschuldner bei intensiver Geschäftsbeziehung bevorzugt in Anspruch nimmt) dagegen Weissel, ÖBA 1994, 955 Quelle: , FIN/2u3, Dr. Grininger
6 Sorgfaltspflichten Seite 6 interne Bankratings lassen keinen Schluss auf Kenntnis der Bank zu auch nicht allfällige Vorsorgen/Wertberichtigungen oder (schlechte) Bankauskünfte (weil standardisiert) Bürgenaufklärung gem. 25 KSchG?? Quelle: , FIN/2u3, Dr. Grininger
7 Fortbestehensprognose Sanierungskonzept? Seite 7 zweistufiger Überschuldungsbegriff seit SZ 59/216 daneben Sanierungsplan, Sanierungskonzept, Restrukturierungskonzept Unterschiede, oder ist immer das Gleiche gemeint? Leitfaden WKO aus 2006 (vgl. BRD: IDW S6) Standards des Leitfadens gelten größenunabhängig? keine inhaltliche Ausgestaltung durch Rechtsprechung Quelle: , FIN/2u3, Dr. Grininger
8 Fortbestehensprognose Sanierungskonzept? Seite 8 Quelle: Fattinger, RWZ 2011/29, 89 Quelle: , FIN/2u3, Dr. Grininger
9 Fortbestehensprognose Sanierungskonzept? Seite 9 Fattinger RWZ 2011/29, 85 stimmt im Wesenlichen überein... Zeitler ZIK 2011, 52 Sanierungskonzept isd 31 IO vergleichbar mit 13 EKEG aber zu streng: Sanierungskonzept ist (schon) untauglich, wenn andere als die beschriebenen Maßnahmen zu einer rascheren Sanierung führen würden Quelle: , FIN/2u3, Dr. Grininger
10 Anfechtungsneutraler Gläubigerwechsel Seite 10 Anfechtung scheidet wegen mangelnder Befriedigungstauglichkeit aus doch anfechtbar, wenn Neugläubiger bessere Rechtsstellung hat, als Altgläubiger (etwa Absonderungsrecht, Aufrechnungsmöglichkeit etc.) Restauration des Altgläubigers wie ist das bei Umschuldung zweier Banken (Einlösung 1422 ABGB)? schadet nachträgliche Hereinnahme v. Sicherheiten beim Neugläubiger dem Altgläubiger? Quelle: , FIN/2u3, Dr. Grininger
11 Bankinternes Seite 11 Wo kämpfen wir? wir andere unkritisch, nur Darlehensgewährung an Masseverwalter andere wir kritisch, nur sehr geringer Rückfluss aus Verteilung allerdings unproblematisch, wenn Drittsicherheit Quelle: , FIN/2u3, Dr. Grininger
12 Bankinternes Seite 12 Vergleich ist die Regel IO hat Abtausch schwieriger gemacht Zusammenlegung Sanierung mit Abwicklung bringt Vorteile, Anfechtungsrisiken werden früher erkannt und gegengesteuert Drittsicherheitenfälle führen zum Erlahmen der Anfechtungsfreude bei IV(?) Quelle: , FIN/2u3, Dr. Grininger
13 Umschuldung in der Krise Die Entscheidung 4 Ob 100/04s vom
14 Umschuldung - 4 Ob 100/04s Seite 14 Sachverhalt August 2000: Konkurs über das Vermögen der M** KEG Wolfgang M** war Komplementär, Marlies M** war Kommanditistin Beklagte war die Hausbank der Schuldnerin (KEG). Kommanditistin übernahm 1998 die Haftung für Verbindlichkeiten der Schuldnerin. Haftung wurde auch auf einer Liegenschaft der Kommanditistin pfandrechtlich sichergestellt.
15 Umschuldung - 4 Ob 100/04s Seite 15 Juli 2000: Kommanditistin schuldet mit neuer Bank um. Hausbank erhält auf die übernommene Haftung rund ATS 2,8 Mio. Neue Bank wird auf einer Liegenschaft der Marlies M** sichergestellt. Masseverwalter ficht u.a. die Zahlung der Kommanditistin an. Zum Zahlungszeitpunkt habe Marlies M** der KEG ATS 3,7 Mio geschuldet. Die Zahlung sei wegen der Aufrechnung durch Marlies M** daher im Ergebnis zu Lasten der KEG gegangen. Problem: Zahlung aus dem Vermögen der Schuldnerin?
16 Umschuldung - 4 Ob 100/04s Seite 16 OGH zur Sicherstellung: Bank war Absonderungsgläubigerin Ein Absonderungsgläubiger, der aus dem übrigen Vermögen des Pfandbestellers befriedigt wird, muss die Anfechtung nicht hinnehmen (fehlende Gläubigerbenachteiligung) Dies gilt für Zahlungen des Schuldners und eines Dritten, wenn die Bank im Vermögen des Dritten sichergestellt war Zahlung durch Dritten ist nur anfechtbar, wenn sie zu einem für die Masse nachteiligen Gläubigerwechsel führt -> lästigerer Gläubiger
17 Umschuldung - 4 Ob 100/04s Seite 17 OGH zum Gläubigerwechsel: Zahlungen eines Dritten - der nicht Schuldner des (späteren) Schuldners ist - nur anfechtbar, wenn der neue Gläubiger eine bessere Rechtsstellung hat Neugläubiger kann seine Forderung zu Lasten der Masse durchsetzen, Altgläubiger konnte dies nicht Daher: Gläubigerbenachteiligung zu Lasten des Massevermögens Beurteilungszeitpunkt: Zeitpunkt der Zahlung Im Zeitpunkt der Zahlung hatte Marlies K** eine Aufrechnungsmöglichkeit, daher ist die Zahlung an die Bank anfechtbar Die Sicherstellung gegenüber dem Neugläubiger hat der Masseverwalter nicht angefochten
18 Umschuldung - 4 Ob 100/04s Seite 18 Koziol, Anmerkung zu 4 Ob 100/04s (ÖBA 2004, 875): Die aus unanfechtbar eingeräumten Sicherheiten geleisteten Zahlungen müssen ebenfalls unanfechtbar sein Anders ausgedrückt: Die Sicherheit der Bank darf nicht dadurch entwertet werden, dass der Dritte sich nachträglich für den Fall der Inanspruchnahme einen Zugriff auf das Massevermögen verschafft (Aufrechnungsmöglichkeit, Pfand etc) Auch die Befriedigung darf hier nicht anfechtbar sein
19 Umschuldung - 4 Ob 100/04s Seite 19 Koziol, Anmerkung zu 4 Ob 100/04s (ÖBA 2004, 875): 1) Der Dritte übernimmt die Haftung im Auftrag des Schuldners Spätere Zahlung des Dritten erfolgt auf Kosten der Masse Wurde die Haftung Zug um Zug für eine Leistung der Bank vereinbart > als Gläubigerdeckung dennoch unanfechtbar 2) Der Dritte übernimmt die Haftung ohne Zutun des Schuldners Kein Vermögensbezug zum Schuldner Daher unanfechtbare Sicherstellung, aus der auch unanfechtbar eine Befriedigung erlangt werden kann
20 Umschuldung - 4 Ob 100/04s Seite 20 Fallvarianten: 1) Haftungsübernahme durch ge-/ungesicherten Dritten über Auftrag des Schuldners für Leistung an Schuldner (zb Kreditausweitung) Hätte der Schuldner die Sicherheit aus eigenem Vermögen gestellt, wäre die Sicherheit als Gläubigerdeckung unanfechtbar gewesen. Sicherstellung durch Dritte kann aber nicht zur Anfechtung führen Problem: Dritter haftet für Altkredit und Kreditausweitung Gläubigerdeckung der Bank?
21 Umschuldung - 4 Ob 100/04s Seite 21 Fallvarianten: 2) Haftungsübernahme durch gesicherten Dritten über Auftrag des Schuldners ohne Leistungsaustausch Schuldner verfügt über Sicherheit durch Aufrechnungslage (zb Verbindlichkeit am Verrechnungskonto) Bank erwirbt zu Lasten der Masse eine (inkongruente? 2 Ob 554/89 [Annahme der Anweisung]) Sicherstellung in der Krise Wirtschaftlich gleichbedeutend wie die Zession der Forderung aus dem Verrechnungskonto an die Bank Zahlung des Dritten war für die Gläubiger benachteiligend, da sie im Ergebnis nicht zu einem bloßen Gläubigerwechsel führte Anfechtung der Zahlung gegenüber der Bank Erfolgreiche Anfechtung führt zu einem Wiederaufleben der Forderung gegenüber dem Dritten
22 Umschuldung - 4 Ob 100/04s Seite 22 Fallvarianten: 3) Haftungsübernahme durch gesicherten Dritten ohne Auftrag des Schuldners Dritter hat mangels Auftrag vorerst keinen Rückgriffsanspruch gegenüber dem Schuldner Bei Zahlung kommt es aber zu einem Forderungsübergang ( 1358 ABGB) Aufrechnung des Dritten im Konkurs idr zulässig ( 20 Abs 2 IO: Dritter ist zur Forderungsübernahme verpflichtet) ME daher bei wirtschaftlicher Betrachtung kein Unterschied zwischen Haftungsübernahme mit oder ohne Auftrag des Schuldners Beurteilt man die Gläubigerbenachteilung nach dem Zeitpunkt der Zahlung (OGH): idr anfechtbare Deckung Beurteilt man die Gläubigerbenachteilung nach dem Zeitpunkt der Übernahme der Haftung (Koziol): idr unanfechtbare Deckung
23 Umschuldung - 4 Ob 100/04s Seite 23 Fallvarianten: 4) Problemfall: Verbindlichkeit des Dritten erhöht sich Gesellschafter hat bei eigener Verbindlichkeit im Wert von 100, die Haftung für übernommen In der Folgezeit erhöht sich auch seine Verbindlichkeit gegenüber der Gesellschaft auf Anfechtbare Sicherstellung der Bank? Anfechtbare Sicherstellung der Forderung des Gesellschafters? Selbst wenn die Übernahme der Verbindlichkeit außerhalb anfechtbarer Zeit stattfand, besteht Anfechtungsgefahr Wirtschaftlich gleichbedeutend: Schuldner hat ursprünglich seine Forderung gegenüber dem Gesellschafter im Wert von 100 zediert (unanfechtbare Sicherstellung); nachfolgend erfolgen Zessionen in der kritischen Zeit (anfechtbare Sicherstellungen)
24 Seite 24 Hausbank und Nebenstelle Die Entscheidung 8 Ob 17/94 vom
25 Mehrere Bankverbindungen - 8 Ob 17/94 Seite 25 Sachverhalt Oktober 1989: Eröffnung Girokonto bei Beklagter; seitdem gelegentliche Überziehungen gestattet Bank weiß, dass Schuldnerin in ständiger Geschäftsbeziehung zu anderem Kreditinstitut steht April 1990: Debetsaldo ATS ,- Mai 1990: Konkurseröffnung Masseverwalter ficht die Abdeckung bis Konkurseröffnung an
26 Mehrere Bankverbindungen - 8 Ob 17/94 Seite 26 OGH zu den Sorgfaltsanforderungen Position als weitere Bank enthebt nicht von Nachforschungspflichten Sorgfaltsanforderungen aber nicht so streng wie bei der Hausbank Bank wäre aber verpflichtet gewesen, Erkundigungen darüber einzuholen, warum dieser Teil des Geschäftsverkehrs nicht über die Hausbank abgewickelt wird OGH vom , 7 Ob 526/89 Sind der Beklagten weitere Bankkontakte bekannt, darf sie sich nicht alleine auf ihre Geschäftsabwicklung verlassen Krisenanzeichen verpflichten auch die Nebenbankstelle zu Nachforschungen
27 Seite 27 Zession künftiger Forderungen Die Entscheidung 10 Ob 29/07y vom
28 Zession künftiger Forderungen- 10 Ob 29/07y Seite 28 Sachverhalt : Factoringvereinbarung des Schuldners; Bevorschussung von 80% der angekauften Forderungen : Zessionsvereinbarung mit Hausbank; künftiges Abrechnungsguthaben gegenüber dem Factor wird der Bank zediert; Verständigung des Factors von der Zession : Konkurseröffnung Masseverwalter ficht die Zession des Verrechnungsguthabens gegenüber der Bank an
29 Zession künftiger Forderungen- 10 Ob 29/07y Seite 29 OGH: Die Abtretung einer dem Grunde nach bei Konkurseröffnung schon vorhandenen künftigen Forderung führt mit dem Publizitätsakt zu einer konkursfesten Zuordnung an den Zessionar Wie und wann diese mögliche künftige Forderung letztlich zustande kommt, ist anfechtungsrechtlich ohne Belang!! Ergebnis: Der Zessionar erwirbt mögliche künftige Forderungen schon mit ihrer Anlegung, also mit der Zuordnung der Forderung zu einem bestimmten Zessus samt vorgenommenen Publizitätsakt
30 Zession künftiger Forderungen- 10 Ob 29/07y Seite 30 Ausgangslage: Unstrittig: Schuldner kann auch künftige, ausreichend individualisierte Forderungen zedieren (Person des Schuldners und Grundverhältnis; 1 Ob 406/97f) Strittig: Wann erwirbt der Zessionar (Neugläubiger) diese Forderung? Mit welchen Einschränkungen erwirbt er sie? Grundsatz: Konkursfestigkeit des Erwerbes. Wird vor dem Erwerb das Konkursverfahren eröffnet, so fällt die Forderung in die Masse. Wann werden künftige Forderungen vom Zessionar erworben (siehe König, ÖBA 2008, 60): - Abschluss Zessionsvertrag ( ); - Anlegen der Forderung ( oder bei späteren Vertragsabschlüssen); - Erbringung der Leistung des Schuldners (Werthältigstellen der Forderung); - Abrechnung des Factors (nach Konkurseröffnung)?
31 Zession künftiger Forderungen- 10 Ob 29/07y Seite Ob 29/07y: Bei der Zession künftiger Forderungen gegen Krediteinräumung liegt für die bereits angelegten Forderungen ein nach den Gläubigertatbeständen unanfechtbares Zug-um-Zug Geschäft vor Erwerb der Bank von angelegten Forderungen vor der Konkurseröffnung -> anfechtbar? nach Konkurseröffnung - > unanfechtbar? ( 27 IO) Lehre (Rebernig, ZIK 2009, 44; König, Anfechtung Rz 10/40; Zepke, ZIK 2010, 16): Bis Verfahrenseröffnung entstandene und werthaltig gestellte Ansprüche kommen dem Zessionar zu Ansprüche aus Leistungen nach Verfahrenseröffnung stehen der Masse zu
32 Seite 32 Zession und Umsatzsteuer Die Entscheidungen 3 Ob 195/12s vom und 1R 22/12d des OLG Linz vom
33 Zession und Umsatzsteuer - 3 Ob 195/12s Seite 33 Sachverhalt Jahr 2004: Bank finanziert Errichtung des Gewerbeobjektes Sicherstellung der Bank durch Zession künftiger Mieteinnahmen (monatlich EUR ,- netto) Nach dem Finanzierungsplan verbleiben Schuldnerin monatlich noch EUR 3.469,-; größere Ausgaben sind in der Zukunft nicht geplant Tatsächlich begleicht die Schuldnerin 2008 und 2009 nicht mehr die Umsatzsteuer. Die Republik (Finanzamt) meldet im Konkurs EUR ,- an offener USt an Masseverwalter klagt Bank wegen sittenwidriger Knebelung und Eingriff in fremde Forderungsrechte; Republik hat dem Masseverwalter alle Schadenersatzansprüche abgetreten
34 Zession und Umsatzsteuer - 3 Ob 195/12s Seite 34 OGH: Sittenwidrigkeit der Vereinbarung beurteilt sich nach dem Zeitpunkt der Vereinbarung; spätere Änderungen in der Leistungsfähigkeit begründen keine Nichtigkeit der Vereinbarung Mit dem monatlichen Überhang von EUR 3.469,- wäre der Schuldnerin eine Zahlung der monatlichen Umsatzsteuer von EUR 2.477,- möglich gewesen Daher wurde hier das auch der Beklagten gegenüber offenkundige Forderungsrecht der Finanzbehörde durch die Vertragsgestaltung nicht ausgehöhlt Nichtigkeit der Zessionsvereinbarung ist zu verneinen
35 Zession und Umsatzsteuer 1 R 22/12d Seite 35 OLG Linz Sachverhalt Schuldner finanziert die Errichtung von Wohnungseigentumseinheiten Im Konkurs werden Einheiten teils ohne Option zur Umsatzsteuerpflicht verkauft Masseverwalter fordert die aus dem Verkauf resultierende Vorsteuerberichtigung von der Bank: Ihr sei klar gewesen, dass die Umsatzsteuer an die Abgabenbehörde weiter zu leiten sei und nur ein Durchläufer wäre OLG Linz Begründung Vereinbarung über die Begleichung der Umsatzsteuer wurde nicht getroffen Die Schuld aus der Vorsteuerberichtigung trifft damit die Masse
36 Zession und Umsatzsteuer UFS RV /0642-L/06 Seite 36 Exkurs: UFS Linz, RV /0642-L/06 vom Geschäftsführer haftet nach den 9, 80 BAO für die Abgaben der GmbH, die infolge schuldhafter Verletzung seiner Pflichten nicht eingebracht werden können Abschluss einer Zessionsvereinbarung ist schuldhafte Pflichtverletzung, wenn der Geschäftsführer damit rechnen muss, dass (ihm) die liquiden Mittel zur Entrichtung der Abgaben fehlen werden!
37 Seite 37 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Dr. Christian Grininger Dr. Reinhard Rebernig Tel.: Tel.: Fax: Fax: