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Timestamp: 2019-10-21 04:07:29
Document Index: 211302079

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 18', '§ 3', '§ 61', '§ 61', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 42', '§ 40']

Rechtsprechung: 20 BV 13.516 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: VGH Bayern, 26.09.2013
VGH Bayern, 26.09.2013 - 20 BV 13.428, 20 BV 13.516
https://dejure.org/2013,27523
VGH Bayern, 26.09.2013 - 20 BV 13.428, 20 BV 13.516 (https://dejure.org/2013,27523)
VGH Bayern, Entscheidung vom 26.09.2013 - 20 BV 13.428, 20 BV 13.516 (https://dejure.org/2013,27523)
VGH Bayern, Entscheidung vom 26. September 2013 - 20 BV 13.428, 20 BV 13.516 (https://dejure.org/2013,27523)
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Allgemeines RechtsschutzinteresseKeine gewerbliche Sammlung durch eine Kommanditgesellschaft (hier: GmbH u. Co KG)Fehlendes Rechtsschutzinteresse, wenn Sammlung tatsächlich beendet
§ 3 Abs. 10, Abs. 15, Abs. 17, § 18 Abs. 5 KrWG
Abfallrecht: GmbH & Co. KG klagt als solche erfolglos gegen Untersagung einer gewerblichen Altpapiersammlung | Gewerbliche Abfallsammlung ; Sammler Beendigung der Sammlung ; Personengesellschaft ; Allgemeines Rechtsschutzbedürfnis
BVerwG 7 C 9.14 VGH 20 BV 13.428.
das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 26. September 2013 (20 BV 13.428), das Urteil des Verwaltungsgerichts Ansbach vom 23. Januar 2013 (AN 11 K 12.01588) und den Bescheid des Landratsamtes N. vom 6. September 2012 aufzuheben.
Auf das Urteil des BayVGH vom 26. September 2013 (20 BV 13.428), wonach Kommanditgesellschaften als Personengesellschaften kraft Gesetzes nicht Sammler von Abfällen sein könne, werde verwiesen.
Zwar hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof mit Urteilen vom 26. September 2013 (20 BV 13.428 und 20 BV 13.516) entschieden, dass Kommanditgesellschaften als Personengesellschaften gemäß § 3 Abs. 10 KrWG nicht Sammler von Abfällen sein könnten, weil sie weder juristische noch natürliche Personen seien.
Mit dem BayVGH (Urteile v. 26.9.2013 - 20 BV 13.428 und 20 BV 13.516) ist die Kammer der Auffassung, dass die prozessuale Rechtsstellung, die der Klägerin nach § 61 VwGO zusteht (…vgl. Schmidt in Eyermann, VwGO, 13. Aufl. 2010, § 61 Rn. 5), nichts darüber aussagt, ob sie auch Subjekt der Kreislaufwirtschaft sein kann.
Gegen die klageabweisenden Urteile vom 23. Januar 2013 legten die Klägerin und das weitere ARGE-Mitglied die wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache zugelassenen Berufungen ein (Az. 20 BV 13.428 und 20 BV 13.516).
Mit Urteilen vom 26. September 2013 (Az. 20 BV 13.428 und 20 BV 13.516) wies der Senat die Berufungen als unbegründet zurück.
Am ... Oktober 2013 ergänzte der Beigeladene seinen Vortrag um den Hinweis auf die Urteile des BayVGH vom 26. September 2013 (20 BV 13.428 und 20 BV 13.516), wonach eine GmbH & Co. KG als Personengesellschaft nicht Sammler von Abfällen i. S. d. § 3 Abs. 10 KrWG sein könne.
Unter Berücksichtigung der jüngsten Rechtsprechung des BayVGH (U. v. 26.9.2013 - 20 BV 13.428 und 20 BV 13.516) ist schon zweifelhaft, ob die Klägerin als Personengesellschaft überhaupt ein Interesse an der Durchführung einer gewerblichen Sammlung erfolgreich geltend machen könnte.
In den dort entschiedenen Fällen waren der Klägerin jeweils keine Verwaltungskosten auferlegt worden (BayVGH, U. v. 26.6.2013 - 20 BV 13.428 - Rn. 24 a.E.;… 20 BV 13.516 - Rn. 24 a.E.).
Gegen die klageabweisenden Urteile legten die Antragstellerin und das andere Unternehmen die zugelassenen Berufungen ein (Az. 20 BV 13.428 und 20 BV 13.516).
Der Begriff der "juristischen Person" in § 3 Abs. 10 KrWG ist dahingehend auszulegen, dass auch Personengesellschaften umfasst sind, die im Rechts und Geschäftsverkehr eigenständig auftreten und juristischen Personen in allen Bereichen des Rechtsverkehrs gleichgestellt sind (entgegen: Bay. VGH, Urteil vom 26. September 2013 - 20 BV 13.428 und 20 BV 13.516 -).
Die Antragsgegnerin stützt sich für ihre Auffassung im Wesentlichen auf Entscheidungen des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes vom 26. September 2013 (- 20 BV 13.428 und 20 BV 13.516 -, juris).
Die Klägerin hätte als Kommanditgesellschaft nach der Rechtsprechung des Senats ihr Rechtsschutzziel, eine gewerbliche Sammlung durchzuführen, mit ihrer Anfechtungsklage gegen den streitgegenständlichen Bescheid nicht erreichen können (vgl. BayVGH, U.v. 26.9.2013 Az. 20 BV 13.428 = BayVBl 2014, 117).
Weil ihr aber auch Verwaltungskosten auferlegt wurden, ist sie anderweitig beeinträchtigt und in ihren Rechten verletzt worden (vgl. BayVGH v. 26.9.2013 a.a.O. Rn 24 a.E.), so dass der Bescheid zu Recht aufgehoben worden ist (s.a. BayVGH, B.v. 11.3.2014 Az. 20 ZB 13.1838 Rn 3).
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VGH Bayern, 26.09.2013 - 20 BV 13.516 (https://dejure.org/2013,27522)
VGH Bayern, Entscheidung vom 26.09.2013 - 20 BV 13.516 (https://dejure.org/2013,27522)
VGH Bayern, Entscheidung vom 26. September 2013 - 20 BV 13.516 (https://dejure.org/2013,27522)
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Allgemeines RechtsschutzinteresseKeine gewerbliche Sammlung durch eine Kommanditgesellschaft (hier: GmbH u. Co. KG)Fehlendes Rechtsschutzinteresse, wenn Sammlung tatsächlich beendet
BVerwG 7 C 8.14 VGH 20 BV 13.516.
Die Problematik, ob der Adressat der Untersagungsverfügung Sammler im Sinne des § 3 Abs. 10 KrWG ist und ob Personengesellschaften unter den Begriff der juristischen Person im Sinne dieser Vorschrift zu subsumieren sind (verneinend BayVGH, U.v. 26.9.2013, 20 BV 13.516, Rn. 24 - juris), stellt keine Frage der Zulässigkeit der Klage, sondern allenfalls der Begründetheit dar.
Die Kammer geht hierbei von einer weiten Auslegung des Begriffs des "Sammlers von Abfällen" gemäß § 3 Abs. 10 KrWG aus (…vgl. etwa Jarass/Petersen, KrWG, 2014, § 3 Rn. 197; a.A. BayVGH, U.v. 26.9.2013, 20 BV 13.516 - juris; Revisionszulassung durch das BVerwG, B.v. 16.4.2014, 7 B 29/13, 7 B 29/13 (7 C 8/14) - juris).
Darüber hinaus legt die Kammer der rechtlichen Prüfung im Rahmen der Begründetheit eine weite Auslegung des Begriffs des "Sammlers von Abfällen" gemäß § 3 Abs. 10 KrWG zugrunde (hierzu vgl. BayVGH, U.v. 26.9.2013, 20 BV 13.516 - juris).
In den dort entschiedenen Fällen waren der Klägerin jeweils keine Verwaltungskosten auferlegt worden (…BayVGH, U. v. 26.6.2013 - 20 BV 13.428 - Rn. 24 a.E.; 20 BV 13.516 - Rn. 24 a.E.).
Die Sachurteilsvoraussetzung des Rechtsschutzbedürfnisses dient nach herrschender Meinung dem Schutz der Gerichte (…vgl. Schoch/Schneider/Bier, VwGO, § 42 Abs. 2 Rn. 14, beck-online;… Eyermann, VwGO, vor § 40 Rn. 11, beck-online; Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Urteil vom 26. September 2013 - 20 BV 13.516 -, Rn. 24, juris).
So hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof mit Urteil vom 26. September 2013 (20 BV 13.516 - juris) die Klage einer Personengesellschaft, genauer - wie hier - einer GmbH & Co. KG, gegen eine an sie gerichtete Untersagungsverfügung wegen fehlenden Rechtsschutzbedürfnisses als unzulässig angesehen und hierzu (…Rn. 24) ausgeführt:.