Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=15.12.2016&Aktenzeichen=5%20P%209.15
Timestamp: 2020-05-27 04:12:40
Document Index: 371443278

Matched Legal Cases: ['§ 69', '§ 126', '§ 37', '§ 3', '§ 76', '§ 99', '§ 99', '§ 69', '§ 69', '§ 32', '§ 32', '§ 139']

BVerwG, 15.12.2016 - 5 P 9.15 - dejure.org
https://dejure.org/2016,56683
BVerwG, 15.12.2016 - 5 P 9.15 (https://dejure.org/2016,56683)
BVerwG, Entscheidung vom 15.12.2016 - 5 P 9.15 (https://dejure.org/2016,56683)
BVerwG, Entscheidung vom 15. Dezember 2016 - 5 P 9.15 (https://dejure.org/2016,56683)
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§ 69 Abs 2 S 5 BPersVG, § 126b BGB, § 37 Abs 3 S 2 VwVfG, § 3a Abs 2 VwVfG
"Schriftliche" Verweigerung der Zustimmung des Personalrats zu einer beabsichtigten Maßnahme des Leiters der Dienststelle; Vereinbarkeit eines eingescannten und in Form einer PDF-Datei als Anhang zu einer E-Mail übersandten Zustimmungsverweigerungsschreibens mit dem ...
Abstrakter Feststellungsantrag; Feststellungsinteresse; Mitbestimmungsverfahren; Zustimmungsverweigerung; Zustimmungsverweigerungsschreiben; Schriftform; Schriftlichkeit; Schriftlichkeitsgebot; E-Mail; PDF-Datei; Anhang zu einer E-Mail; elektronische Speicherung; ...
BVerwGE 157, 117
NZA-RR 2017, 334
vgl. ständige Rechtsprechung des BVerwG, zuletzt Beschlüsse vom 15. Dezember 2016 - 5 P 9.15 -, BVerwGE 157, 117 = PersR 2017, Nr. 7-8, 61 = PersV 2017, 263 = RiA 2017, 186 = ZfPR 2017, 34, und vom 6. November 2018 - 5 P 8.16 -, juris.
vgl. BVerwG, Beschlüsse, vom 19. Oktober 2015 - 5 P 11.14 -, Buchholz 250 § 76 BPersVG Nr. 43 = PersR 2016, Nr. 11, 48 = PersV 2016, 137 = ZfPR 2016, 34 = ZTR 2016, 348, und vom 15. Dezember 2016 - 5 P 9.15 -, a. a. O.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. Dezember 2016 - 5 P 9.15 -, a. a. O.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. Dezember 2016 - 5 P 9.15 -, a. a. O., unter Hinweis auf die Rechtsprechung des BAG zu § 99 Abs. 3 Satz 1 BetrVG in den Beschlüsse vom 9. Dezember 2008 - 1 ABR 79/07 -, a. a. O., vom 10. März 2009 - 1 ABR 93/07 -, a. a. O., und vom 1. Juni 2011 - 7 ABR 138/09 -, a. a. O.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. Dezember 2016 - 5 P 9.15 -, a. a. O., unter Hinweis auf die Rechtsprechung des BAG zu § 99 Abs. 3 Satz 1 BetrVG in dem Beschluss vom 9. Dezember 2008 - 1 ABR 79/07 -, a. a. O.; vgl. bereits Entwurf eines Gesetzes zur Anpassung der Formvorschriften des Privatrechts und anderer Vorschriften an den modernen Rechtsgeschäftsverkehr, BT-Drucks. 14/4987 S. 16.
vgl. zum Ganzen: BVerwG, Beschluss vom 15. Dezember 2016 - 5 P 9.15 -, a. a. O., m. w. N.
Der Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 15. Dezember 2016 - 5 P 9.15 - betrifft eine andere Fallgestaltung.
Diese dynamische Auslegung eines gesetzlichen Merkmals hat in einem vergleichbaren Fall das Bundesverwaltungsgericht zugrunde gelegt, indem es angenommen hat, dass der in § 69 Abs. 2 Satz 5 BPersVG geforderten Schriftlichkeit durch die Textform genügt wird (BVerwG, B. v. 15.12.2016 -5 P 9/15 - Rdn. 18).
So hat das Bundesverwaltungsgericht die in § 69 Abs. 2 Satz 5 BPersVG vorgesehene Schriftform für eine Erklärung, mit der der Personalrat die Zustimmung zu einer vom Dienstherrn beabsichtigten Maßnahme verweigert, auch bei Übermittlung eines eingescannten Dokuments in Form einer PDF-Datei als Anhang zu einer E-Mail als gewahrt angesehen (BVerwG, Beschluss vom 15. Dezember 2016 - 5 P 9/15, BVerwGE 157, 117 Rn. 29 ff.).
Ein solcher allgemeiner Feststellungsantrag muss spätestens in der letzten Tatsacheninstanz gestellt werden (vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. Dezember 2016 - 5 P 9.15 - BVerwGE 157, 117 Rn. 12).
OVG Berlin-Brandenburg, 08.01.2019 - 62 PV 1.18
Mitbestimmung; Zustimmungsverweigerung in einer Gruppenangelegenheit; formelle …
In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist mit dem Beschluss vom 15. Dezember 2016 - 5 P 9.15 - (juris) zumindest für die Fälle der Alleinvertretung durch den Personalratsvorsitzenden geklärt, welche Ziele der Gesetzgeber mit dem Erfordernis der Schriftlichkeit der Zustimmungsverweigerung verfolgt.
Auch der Personalratsvorsitzende, der sich um Kommunikation der Gremienbegründung (vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. Dezember 2016 - 5 P 9.15 - juris Rn. 26) bemüht, ein guter Vertreter in der Erklärung (…Altvater/Baden/Berg u.a., BPersVG, 9. Auflage 2016, § 32 Rn. 30;… Gerhold, in: Lorenzen/Etzel/Gerhold u.a., BPersVG, 70. Update 1/2019, § 32 Rn. 40) sein möchte, kann hinter den Möglichkeiten kundiger Gruppenmitglieder zurückbleiben.
Soweit es im Rahmen der Begründetheitsprüfung die tatsächlichen Verhältnisse des Jahres 2015 zugrunde legt, trägt es lediglich den sich aus der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ergebenden rechtlichen Vorgaben Rechnung, dass sich ein abstrakter Feststellungsantrag auf künftige Sachverhalte beziehen muss, die in ihren Grundzügen dem Sachverhalt des anlassgebenden konkreten Vorgangs entsprechen (BVerwG, Beschlüsse vom 15. Dezember 2016 - 5 P 9.15 - BVerwGE 157, 117 Rn. 12 …und vom 6. November 2018 - 5 P 8.16 - juris Rn. 9), hier also der Gewährung von Leistungsprämien im Jahre 2015.
Dabei kann nach ständiger Rechtsprechung (vgl. z.B. BVerwG, B.v. 15.12.2016 - 5 P 9.15 - BVerwGE 157, 117/119 m.w.N.) auch ein einmaliges erledigtes Ereignis zum Anlass genommen werden, diese Frage abstrakt zu klären, soweit eine Wiederholungsgefahr besteht, was vorliegend auch geltend gemacht wurde; auf die Stellung eines diesbezüglichen abstrakten Feststellungsantrags ist gegebenenfalls gemäß § 139 Abs. 1 Satz 2 ZPO hinzuweisen.
Die Beteiligte meint, dass die Entscheidung des BVerwG vom 15. Dezember 2016 - 5 P 9/15, die sich mit einer per E-Mail versandten PDF-Datei befasst, die eine eingescannte Fassung der handschriftlich unterzeichneten Zustimmungsverweigerung enthielt, nicht auf eine einfache E-Mail übertragen werden könne.