Source: http://ablach.com/www.cplec.com/ah861735/
Timestamp: 2018-12-13 01:11:30
Document Index: 195711338

Matched Legal Cases: ['§147', '§141', '§ 141', '§ 148', '§ 147', '§ 147', '§ 257', '§ 147', '§ 14', '§ 169', '§ 165', '§ 14', '§ 147', '§ 14', '§ 146', '§ 239', '§ 146', '§ 283', '§ 274', '§ 370']

Gesetzliche Aufbewahrungsfristen - Aufbewahrungspflicht fÃ¼r Dokumente
918-818-1753
Informationen Ã¼ber gesetzliche Aufbewahrungspflichten
Aufbewahrungsfristen – fÃ¼r wen gelten sie, wie lange sind sie?
Das Ordnen und Sortieren der einzelnen SchriftstÃ¼cke ist fÃ¼r viele nicht leicht. Wer sich die Zeit nimmt, diese Arbeit zu machen, der sollte aber auch wissen, dass es bestimmte Aufbewahrungsfristen fÃ¼r einzelne SchriftstÃ¼cke gibt. Wer die Sachen, die er meint, nicht mehr zu brauchen, wahllos in den Papierkorb wirft, kann sich am Ende eine Menge Ãrger und Stress einhandeln.
Wer Rechnungen wegwirft, der kann so nicht mehr auf eine bestehende Garantie zurÃ¼ckgreifen, was einem teuer zu stehen kommen kann. Schlimmer wird es aber dann, wenn die Unterlagen vernichtet werden, die relevant fÃ¼r manche Stellen sind. Betroffen sind davon nicht nur Gewerbetreibende, HÃ¤ndler und SelbststÃ¤ndige. Auch fÃ¼r Privatpersonen gilt es, dass einige Dokumente wichtig sind, und nicht dem ReiÃwolf zum Opfer fallen dÃ¼rfen. Welche dieses genau sind, wird im Nachfolgenden erklÃ¤rt. Diese Webseite zeigt, welche Unterlagen wann entsorgt werden dÃ¼rfen und welche am besten ein Leben lang zur Aufbewahrung behalten werden sollten.
Unterscheidung private und geschÃ¤ftliche Unterlagen
Welche privaten Unterlagen mÃ¼ssen verwahrt werden, und wie lange?
9703321707
Was gilt bei Wohnungs- und MietvertrÃ¤gen und beim Wohneigentum?
Was ist mit den privaten Steuerunterlagen?
Aufbewahrungsfristen fÃ¼r geschÃ¤ftliche Unterlagen
Wer muss sich an die Pflichten halten?
2509411741
929-416-3806
Wie die geschÃ¤ftlichen Dokumente aufbewahrt werden mÃ¼ssen!
(240) 459-2630
Welche Folgen hat ein VerstoÃ gegen die Aufbewahrungsfristen?
Die Basis all dieser Informationen zu der Aufbewahrungspflicht ist die Abgrenzung der Belege. Handelt es sich um private Dokumente oder stammen diese aus dem eigenen Handeln als Gewerbetreibender oder SelbststÃ¤ndiger.
Wer Dokumente rein privat hat, der wird merken, dass die eigene BuchfÃ¼hrung um einiges einfacher ist. Statt Stapeln an Papier und Dokumenten braucht nicht alles so lange aufgehoben werden. Bei allen anderen ist es notwendig, ja sogar gesetzlich vorgeschrieben, einzelne StÃ¼cke auch langfristig aufzubewahren.
Welche privaten Unterlagen mÃ¼ssen verwahrt werden und wie lange?
KaufvertrÃ¤ge und Kassenbons
Rechnungen von Ãrzten, AnwÃ¤lten und Notaren
GrundsÃ¤tzlich gilt, dass nur Handwerkerrechnungen zur Aufbewahrung verpflichtet sind. Alle anderen SchriftstÃ¼cke sollten aufgehoben werden. Gerade bei Kassenbelegen inklusive einer Garantie kann es sich lohnen, diese zwei Jahre zu verwahren. Anders kann vom Recht der GewÃ¤hrleistung kein Anspruch mehr geltend gemacht werden. Meist endet der Garantieanspruch eben nach 24 Monaten. Bei einer Extra-Garantie, wie es einige Hersteller geben, ist auch nach der 2-Jahresgrenze das Dokument im eigenen Interesse aufzuheben.
Einige Dokumente, wie aus dem Zusammenhang mit dem Bau, Kauf oder Erhalt eines Eigenheims gelten auch als aufbewahrungspflichtig. Diese sind insbesondere:
sÃ¤mtliche Bauleistungen,
planerische Leistungen,
Handwerks- und Renovierungsarbeiten,
Mit der Rechnung MUSS der Handwerker, das Unternehmen, noch einmal gezielt auf die Pflicht zur Archivierung der Dokumente hinweisen. In der Regel sind dieses eben auch 24 Monate.
Mindestens 5 Jahre aufheben sollte jeder:
Reklamationen und MÃ¤ngelansprÃ¼che am Eigenheim sind mit einer FÃ¼nf-Jahres-Frist belegt. Empfehlenswert ist es daher, dass die SchriftstÃ¼cke, die etwas Ã¼ber die Planung und den Bau von GebÃ¤uden aussagen, genau diese Zeit aufgehoben werden. Ansonsten kann der Anspruch schlecht oder gar nicht mehr geltend gemacht werden.
Aufbewahrungspflicht 6 Jahre fÃ¼r Vielverdiener:
Angestellte und Arbeitnehmer, die ein positives Einkommen von mehr als 500.000 â¬ im Jahr haben, sind in der Pflicht, ihre KontoauszÃ¼ge Ã¼ber 6 Jahre lang aufzuheben. Dieses gilt fÃ¼r alle Buchungen, die steuerrechtlich relevant sein kÃ¶nnen.
Rund 30 Jahre aufheben sollte jeder:
In der Regel ist es bei diesen SchriftstÃ¼cken so, dass sie eben genau die GÃ¼ltigkeit von 30 Jahren haben, wenn in der Zwischenzeit kein anderes Urteil ergangen worden ist. Aber auch dann ist es ratsam, wenn diese so sortiert werden, dass sie die Reihenfolge der AblÃ¤ufe darstellen. Nicht selten kommt es vor, dass diese auch nach Jahren noch einmal gebraucht werden. Wer sie also zur Aufbewahrung aufgehoben hat, hat dann einen entscheidenden Vorteil.
Lebenslang aufbewahren sollte jeder:
Ãrztliche Gutachten
Geburtsurkunde, Taufschein, Heiratsurkunde
Sterbeurkunden von FamilienangehÃ¶rigen
Unterlagen zur Rentenberechnung; dazu gehÃ¶ren ArbeitsvertrÃ¤ge, Gehaltsabrechnungen und Sozialversicherungsunterlagen
Bei diesen Unterlagen handelt es sich um solche, die immer mal wieder nÃ¶tig sind. In Bezug auf die Unterlagen zur Rentenberechnung sei gesagt, dass sie eben bei Problemen aus der Berechnung, die automatisch erfolgen wird, hilfreich sind. Ist der Rentenanspruch nicht infrage zu stellen, dann sind sie mit dem Eintritt der ersten Rentenzahlung eigentlich nicht mehr notwendig und kÃ¶nnen dann vernichtet werden.
Was sollte mit Bankunterlagen und KontoauszÃ¼gen gemacht werden?
Die Fristen bei diesen Dokumenten sind rechtlich gesehen ein wenig schwammig ausgefÃ¼hrt. Seit dem 1. Januar 2002 gilt: Belege regelmÃ¤Ãiger Zahlungen kÃ¶nnen noch bis zu 4 Jahren spÃ¤ter als Beweis herangezogen werden. Sinnig ist es daher, Belege fÃ¼r Mietzahlungen etwa Ã¼ber genau diesen Zeitraum zur Aufbewahrung zu archivieren. Bei einmaligen Zahlungen gilt eine Frist von zwei Jahren.
Wer diese Unterlagen vernichtet hat, kann sie auch 6 Jahre spÃ¤ter noch bei dem eigenen Kreditinstitut anfordern, da diese sie so lange aufbewahren mÃ¼ssen. Dieses ist aber mit nicht geringen Kosten fÃ¼r die Privatperson verbunden.
VertrÃ¤ge zu Bankprodukten sollten, solange die Laufzeit ist, zur VerfÃ¼gung stehen. Bei KreditvertrÃ¤gen, Geldanlageprodukten und auch beim Girokonto ist es ratsam, die Unterlagen bis zum Ende der Vertragsdauer aufzuheben. Endet der Kreditvertrag, ist alle Schuld beglichen, so kÃ¶nnen die Schriften dazu auch gleichzeitig vernichtet werden.
Welche Vorschriften gelten bei Versicherungsunterlagen?
Vorgaben oder Pflichten zur Aufbewahrung gibt es auch hier nicht. Angeraten wird es aber, dass Unterlagen zu allen VersicherungsvertrÃ¤gen entsprechend der Laufzeiten aufgehoben werden. Hierzu gehÃ¶ren die SchriftstÃ¼cke zu dem Vertragsabschluss, gemachten Ãnderungen der VertrÃ¤ge und zu den Statusberichten. Schreiben der Gesellschaften wie PrÃ¤mienschreiben kÃ¶nnen direkt entsorgt werden. Ausnahme sind die Schreiben, die steuerlich geltend gemacht werden kÃ¶nnen, wie der Nachweis fÃ¼r eine KFZ-Versicherung oder privaten Rentenversicherungen?
Die VerjÃ¤hrungsfrist bei Zahlungen rund um das MietverhÃ¤ltnis betrÃ¤gt drei Jahre. Empfohlen wird es daher, dass alle Dokumente dazu auch so lange aufgehoben werden. Dazu gehÃ¶ren die Nebenkosten, die Kaution, ein Ãbergabeprotokoll, etc.
Gut zu wissen ist es, dass eine Nebenkostenabrechnung noch ein Jahr nach dem Erhalt angefochten werden kann. Wer diese bezahlt hat, kann sie vernichten. Zum Vergleichen der einzelnen Posten in dem MietverhÃ¤ltnis wird empfohlen, diese Dokumente auch mehrere Jahre aufzuheben.
Der Kauf des Hauses oder einer Wohnung ist immer mit sehr viel Schriftverkehr verbunden. Aus eigenem Interesse sollten nicht nur die Belege aufgehoben werden, die fÃ¼r GewÃ¤hrleistungsansprÃ¼che oder Reklamationen gelten. Auch diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, das Eigentum spÃ¤ter wieder zu verkaufen sind gut beraten, die wichtigen StÃ¼cke aufzuheben. Meist gelten diese Unterlagen als Basis dafÃ¼r, den Wert zu ermitteln.
Ãbergabeprotokolle, Bauabnahme
gut archiviert werden.
GrundsÃ¤tzlich mÃ¼ssen private Steuerbescheide nicht verwahrt werden. Es kann aber hilfreich sein sie aufzuheben, da sie bei manchen AntrÃ¤gen fÃ¼r staatliche ZuschÃ¼sse wichtig werden kann. So richten sich die Kosten fÃ¼r den Kindergartenplatz nach dem Einkommen. Auch bei Pflegezahlungen fÃ¼r AngehÃ¶rige wird Einblick in die Steuerbescheide gefordert.
Wenn ein Steuerbescheid mit dem Vermerk âvorlÃ¤ufigâ oder âunter Vorbehalt der NachprÃ¼fungâ versehen ist, sollten die Unterlagen bis zur vollstÃ¤ndigen KlÃ¤rung aufgehoben werden.
Belege zu dem Steuerbescheid, fÃ¼r Werbungskosten etwa, kÃ¶nnen, nachdem der Steuerbescheid erhalten worden ist, vernichtet werden. Vorausgesetzt, dass der Steuerbescheid auch keine weiteren Vermerke zur VorlÃ¤ufigkeit, etc. trÃ¤gt.
Die Pflicht zum Aufheben der Dokumente wird es im privaten Bereich nur fÃ¼r die erhaltenen Handwerkerrechnungen geben. Da der Dienstleister dieses machen muss, damit die Gefahr der Schwarzarbeit, der Steuerhinterziehung, etc. eingedÃ¤mmt werden kann, mÃ¼ssen hier auch die privaten Personen dabei helfen.
Wer sich an diese Pflicht nicht hÃ¤lt, der muss mit Sanktionen rechnen. So kann in einem angehÃ¤ngten Beweisverfahren, dass der Unternehmer fÃ¼hren muss, eine Zeugenaussage erforderlich sein. Weiterhin muss durch andere Dokumente nachgewiesen werden, dass die Dienstleistung erhalten und auch bezahlt worden ist. KontoauszÃ¼ge dienen hier oftmals als ein Beleg, der anerkannt wird.
Bei allen anderen Unterlagen gibt es die Pflicht so nicht. Angeraten wird es immer, dass die einen oder anderen Dokumente aufgehoben werden. Sie dienen nur dem eigenen Interesse. Sie kÃ¶nnen als Beleg fÃ¼r eigene AnsprÃ¼che eingesetzt werden, sodass hier schon einmal ein finanzieller Vorteil durch das Aufheben der Dokumente entstehen kann. Pauschal kann gesagt werden, dass die SchriftstÃ¼cke fÃ¼r den Zeitraum aufgehoben werden sollten, wie sie gebraucht werden kÃ¶nnen. Dass diese dann leserlich, sauber und sortiert sein sollten, versteht sich von selbst.
Pauschal ausgedrÃ¼ckt ist jeder Gewerbetreibende dazu verpflichtet, geschÃ¤ftliche Unterlagen fÃ¼r einen bestimmten Zeitraum aufzuheben. Unterschieden wird dabei in Fristen von sechs und 10 Jahren.
Bei den Aufbewahrungsfristen von einem Unternehmen werden zwei rechtliche Grundlagen herangezogen: das Steuerrecht und das Handelsrecht. Beim Steuerrecht regelt die Abgabenordnung (kurz AO) die Vorgaben, beim Handelsrecht wird das Handelsgesetzbuch (kurz HGB) die Vorschriften fÃ¼r die Kaufleute bereithalten. Beide Vorgaben sind nahezu identisch, fÃ¼r die Praxis aber sind die steuerrechtlichen Vorgaben die, die relevant sind.
Die Aufbewahrungsfristen fÃ¼r die Unternehmen richten sich vornehmlich nach zwei Rechtsgrundlagen, nÃ¤mlich nach dem Steuerrecht und nach dem Handelsrecht. Im Bereich des Steuerrechts werden die Aufbewahrungspflichten in der Abgabenordnung (AO) geregelt, im Bereich des Handelsrechts enthÃ¤lt das Handelsgesetzbuch (HGB) entsprechende Vorschriften fÃ¼r Kaufleute. Die handels- und steuerrechtlichen Vorschriften dazu stimmen grÃ¶Ãten Teils Ã¼berein, fÃ¼r die betriebliche Praxis sind jedoch insbesondere die steuerrechtlichen Vorschriften relevant.
Jeder, der nach dem Steuerrecht und dem Handelsrecht zur BuchfÃ¼hrung verpflichtet ist, ist auch in der Pflicht, diese aufzubewahren. Das Gesetz unterscheidet hier gleich mehrere MÃ¶glichkeiten, wer sich daran halten muss. Zum einen ist es die Abgabenordnung, die hier genaue Vorgaben macht, welche Berufsgruppen BÃ¼cher fÃ¼hren mÃ¼ssen, und welche eben nicht. In Â§147 sind diese zu finden. Weitere Vorgaben geben auch das Steuergesetz und die Umsatzsteuergesetze, wer Buch fÃ¼hren muss, und wer eben nicht.
Daneben ist es auch am Umsatz bzw. am Gewinn des Unternehmens auszumachen, in welcher Form die BÃ¼cher gefÃ¼hrt werden mÃ¼ssen und somit auch die Aufbewahrungsfristen einzuhalten sind. So schreibt das Gesetz vor, dass Gewerbetreibende, die mehr als 500.000 â¬ Umsatz im Jahr gemacht haben, vgl. Â§141 Abs. 1 Nr. 1 AO und / oder mehr Gewinn als 50.000 â¬ nach Â§ 141 Abs. 1 Nr. 4, 5 AO zur BuchfÃ¼hrung verpflichtet sind.
Eine Ausnahme kann dann eingerÃ¤umt werden, wenn es sich um einen einmaligen GeschÃ¤ftsvorfall handelte, durch den diese Grenzen Ã¼berschritten worden sind. Steuerrechtlich kann dann auf die BuchfÃ¼hrungspflicht verzichtet werden, handelsrechtlich aber nicht. Ein solcher GeschÃ¤ftsvorfall kann eine hohe Abstandszahlung oder der Verkauf von Grund oder Boden sein. Voraussetzung ist es aber, dass ein Vorteil eine Erleichterung bei der BuchfÃ¼hrung besteht, der nicht die Besteuerung an sich beeintrÃ¤chtigt, vgl. Â§ 148 S. 1 AO. Weitere Klauseln, die auf Erleichterung bei der BuchfÃ¼hrungspflicht hoffen lassen kÃ¶nnen, wie Alter oder Erkrankung, werden nicht anerkannt.
Welche geschÃ¤ftlichen Dokumente mÃ¼ssen aufbewahrt werden?
Unterlagen, die der Steuerpflichtige aufheben muss, sind in Â§ 147 AO genau aufgelistet. Pauschal kann gesagt werden, dass sÃ¤mtliche BÃ¼cher und Aufzeichnungen, die fÃ¼r die Besteuerung von Bedeutung sind, dazugehÃ¶ren. Â§ 147 Abs. 1 AO nennt sie im Einzelnen:
BÃ¼cher und Aufzeichnungen,
JahresabschlÃ¼sse, bestehend aus Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung,
ErÃ¶ffnungsbilanz,
Arbeitsanweisungen und sonstigen Organisationsunterlagen,
Empfangene Handels- und GeschÃ¤ftsbriefe,
Wiedergaben der abgesandten Handels- und GeschÃ¤ftsbriefe,
Sonstige Unterlagen, soweit sie fÃ¼r die Besteuerung von Bedeutung sind.
Jeder Kaufmann muss nach Â§ 257 Abs. 1 HGB im Weiteren folgende Unterlagen aufbewahren:
HandelsbÃ¼cher,
ErÃ¶ffnungsbilanzen, JahresabschlÃ¼sse, EinzelabschlÃ¼sse,
FÃ¼r die Praxis wird es hier schon problematisch, da nicht wirklich jeder Handelsbrief auch einen geschÃ¤ftlichen Hintergrund hat. So wird die Aufbewahrungsfrist da schon ein wenig komplizierter zu erkennen.
Wie lang sind die Aufbewahrungsfristen fÃ¼r geschÃ¤ftliche Unterlagen?
Den Aufbewahrungsfristen von 10 Jahren (vgl. Â§ 147 Abs. 2 i. V. m. Abs. 1 Nr.1, 4 und 4a AO, Â§ 14b Abs. 1 UStG) unterliegen folgende Unterlagen:
JahresabschlÃ¼sse,
Lagerberichte,
ErÃ¶ffnungsbilanz sowie die zu ihrem VerstÃ¤ndnis erforderlichen Arbeitsanweisungen und sonstigen Organisationsunterlagen,
Den Aufbewahrungsfristen fÃ¼r 6 Jahre unterliegen alle weiteren aufbewahrungspflichtigen GeschÃ¤ftsunterlagen:
empfangene Handels- oder GeschÃ¤ftsbriefe,
Wiedergaben der abgesandten Handels- oder GeschÃ¤ftsbriefe,
sonstige Unterlagen, soweit sie fÃ¼r die Besteuerung von Bedeutung sind
Wichtig zu wissen ist es, mit welchem Tag die Aufbewahrungsfristen beginnen, und somit dann auch enden. Sie beginnen mit dem Schluss des Kalenderjahres, dann, wenn die letzte Buchung oder Handlung hier vorgenommen worden ist. Ein Beispiel, welches dieses einmal verdeutlichen soll, ist sehr hilfreich:
Der Steuerberater macht den Jahresabschluss fÃ¼r das Jahr 2011 im November 2012 fertig. Es bedeutet, dass die Aufbewahrungsfrist dann erst mit dem Ende des Jahres 2012 beginnt, somit endet die Aufbewahrungspflicht mit dem Ablauf des Jahres 2022.
Die Fristen kÃ¶nnen unter bestimmten Voraussetzungen auch verlÃ¤ngert werden. So ist es dann der Fall, wenn die Unterlagen fÃ¼r die Steuerberechnung bedeutsam sind und die Fristsetzungsfrist fÃ¼r Steuern nach der Abgabenordnung noch nicht um ist. Dieses kann bei einer leichtfertigen VerkÃ¼rzung der Steuer oder bei Steuerhinterziehung der Fall sein. Die Gewerbetreibenden werden dann mit deutlich lÃ¤ngeren ZeitrÃ¤umen rechnen mÃ¼ssen, vgl. Â§ 169 Abs. 2 S. 2 AO.
Weiterhin kann es dann erforderlich sein, die Unterlagen noch aufzuheben, wenn
eine AuÃenprÃ¼fung schon begonnen hat,
eine Steuerfestsetzung vorlÃ¤ufig nach Â§ 165 AO ist,
bei steuerstrafrechtlichen Ermittlungen.
Auch hier gibt es einige Vorschriften, die jeder beachten muss. Nicht nur zu der Aufbewahrungsfrist an sich, sondern auch zu der der Form der Aufbewahrung macht das Gesetz Vorgaben. So ist es entscheidend, dass Dokumente immer lesbar sind. So sagt Â§ 14b Abs. 1 S. 2 UStG, dass die Rechnungen fÃ¼r den gesamten Aufbewahrungszeitraum von zehn Jahren lesbar sein mÃ¼ssen.
Problematisch kann es dann sein, wenn die Originalbelege auf Thermokopierpapier sich befinden. Diese blassen nach einer Zeit aus. Wer fÃ¼r di Lesbarkeit sorgen muss, der sollte sich daher die Zeit nehmen und alle Originale auf normales, immer lesbares, Papier zu fotokopieren. Diese Kopie muss aber zusammen mit dem Original aufgehoben werden.
Als Form der Aufbewahrung der Dokumente fÃ¼hren die Abgabenordnung auch unterschiedliche Punkte an.
JahresabschlÃ¼sse und ErÃ¶ffnungsbilanzen sind nach Â§ 147 Abs. 2 AO im Original aufzubewahren.
Rechnungen, Handels- und GeschÃ¤ftsbriefe, die der Unternehmer erhalten hat, sind nach Â§Â§ 14, 14b UStG, so aufzuheben, dass sie bildlich mit dem Original Ã¼bereinstimmen (bildliche Wiedergabe)
elektronisch Ã¼bermittelte Daten und Rechnungen, was in der heutigen Zeit immer hÃ¤ufiger wird, mÃ¼ssen Echtheit gewÃ¤hrleisten kÃ¶nnen. Erreicht werden kann dieses, wenn alle Daten zu dem Vorgang zusammen aufgehoben werden.
Alle anderen aufbewahrungspflichtigen Unterlagen mÃ¼ssen inhaltlich Ã¼bereinstimmen.
Der Steuerpflichtige alleine ist fÃ¼r die Aufbewahrung zustÃ¤ndig. Es muss immer und zu jeder Zeit gewÃ¤hrleistet werden kÃ¶nnen, dass die Dokumente eingesehen werden kÃ¶nnen. Das Aufheben in Schuhkartons ist daher nicht ratsam, da die FinanzbehÃ¶rden davon ausgehen, dass sie auch mit der BuchfÃ¼hrung vertraut sind. Wer der BehÃ¶rde daher mehrere Stapel an Papier Ã¼berreicht, die Mitarbeiter sich erst ihren Weg durch die Akten bahnen mÃ¼ssen, werden da schon immer einen Minuspunkt erhalten. Auch wenn es keine rechtlichen Folgen hat, so macht es doch einen anderen Eindruck, wenn die BuchfÃ¼hrung sauber und fÃ¼r jeden klar und verstÃ¤ndlich ist.
Wo mÃ¼ssen die SchriftstÃ¼cke aufbewahrt werden?
Die steuerrechtlichen Vorgaben, vgl. Â§ 146 Abs. 2 AO besagen, dass die Unterlagen in Deutschland aufgehoben werden mÃ¼ssen. Nach dem Handelsgesetzbuch werden keine Vorgaben gemacht, doch mÃ¼ssen sie in einer angemessenen Zeit vorgelegt werden kÃ¶nnen, vgl. Â§ 239 Abs. 4 S. 2 HGB.
Die FinanzbehÃ¶rde kann nach Â§ 146 Abs. 2a AO einem schriftlichen Antrag zustimmen, dass die Dokumente auÃerhalb Deutschlands gefÃ¼hrt und aufbewahrt werden kÃ¶nnen. Der Antragsteller muss dabei aber einige Punkte erfÃ¼llen:
der genaue Standort der Dokumente ist mitzuteilen,
der Datenzugriff durch die Finanzverwaltung in vollem Umfang mÃ¶glich ist,
die Besteuerung hierdurch nicht beeintrÃ¤chtigt wird
Die Folgen, wenn gegen die Aufbewahrungspflichten verstoÃen werden, sind fÃ¼r den Gewerbetreibenden vorab selten einzuschÃ¤tzen. Doch sollte im eigenen Interesse lieber ein wenig mehr, als zu wenig der Unterlagen aufbewahrt werden. Die Folgen kÃ¶nnen soweit gehen, dass eine Straftat unterstellt wird, die dann erst einmal gegenteilig bewiesen werden muss. Dazu ist das Heranschaffen der Dokumente dann wieder erforderlich.
Gesetzlich vorgesehen ist es, dass der Steuerpflichtige in der Beweispflicht ist. Die BehÃ¶rden wollen alles grÃ¼ndlich belegt, sodass eben nur die Belege als Beweise dienen kÃ¶nnen.
Neben dem VerstoÃ zur Aufbewahrungspflicht der Dokumente wird die BehÃ¶rde dieses auch als VerstoÃ gegen die BuchfÃ¼hrungs- und Aufzeichnungspflicht verstehen. Die BehÃ¶rden sind in diesem Fall rechtlich gesehen befugt, die Steuerlast zu schÃ¤tzen. Vorab wird es da aber noch zu zahlreichen MÃ¶glichkeiten kommen, dass der Steuerpflichtige die notwendigen Dokumente und SchriftstÃ¼cke einreichen kann.
Die BehÃ¶rden werden die SchÃ¤tzung immer deutlich Ã¼ber der eigentlichen Belastung ansetzen, sodass alleine dieser Faktor schon zeigt, wie wichtig es ist, alle Dokumente ordentlich aufzubewahren. Mehrkosten sind fÃ¼r viele Unternehmer eben das, was am stÃ¤rksten zÃ¤hlt.
Wer gegen die BuchfÃ¼hrungspflicht verstÃ¶Ãt, der kann mit folgenden Sanktionen rechnen.
Verfolgung von Insolvenzstraftaten nach Â§Â§ 283âff. Strafgesetzbuch (StGB),
Verfolgung wegen UrkundenunterdrÃ¼ckung, sofern BuchfÃ¼hrungsunterlagen vernichtet, beschÃ¤digt oder den FinanzbehÃ¶rden im Rahmen der PrÃ¼fung fÃ¼r steuerliche Zwecke vorenthalten werden, Â§ 274 StGB,
Verfolgung von Steuerstraftaten oder Ordnungswidrigkeiten (Â§Â§ 370, 378, 379 AO).
Aufbewahrungsfristen bei KontoauszÃ¼gen fÃ¼r SelbstÃ¤ndige
Aufbewahrungsfristen fÃ¼r Personalakten
681-243-1587