Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20R%2044/07
Timestamp: 2019-09-19 20:08:05
Document Index: 100355933

Matched Legal Cases: ['§ 32', '§ 32', '§ 34', '§ 68', '§ 121', '§ 127', '§ 34', '§ 32', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 32', '§ 34', '§ 32', '§ 34', '§ 32', '§ 34', '§ 34', '§ 127']

BFH, 17.01.2008 - VI R 44/07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,835
BFH, 17.01.2008 - VI R 44/07 (https://dejure.org/2008,835)
BFH, Entscheidung vom 17.01.2008 - VI R 44/07 (https://dejure.org/2008,835)
BFH, Entscheidung vom 17. Januar 2008 - VI R 44/07 (https://dejure.org/2008,835)
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EStG § 32a Abs. 1, § 32b; EStG i. d. F. des StEntlG 1999/2000/2002 § 34 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 4; FGO § 68, § 121, § 127
Vornahme einer integrierten Steuerberechnung bei Zusammentreffen der Tarifermäßigung mit dem Progressionsvorbehalt; Notwendigkeit der steuersatzerhöhenden Berücksichtigung der Progressionseinkünfte; Berechnung der Einkommensteuer auf die im zu versteuernden Einkommen ...
Berechnung der Einkommensteuer bei Zusammentreffen von Abfindung und Arbeitslosengeld
Zur Steuerberechnung beim Zusammentreffen von Tarifermäßigung und Progressionsvorbehalt
sozialplan-eup.de (Rechtsprechungsübersicht)
Tarifermäßigung und Progressionsvorbehalt
Anwendung eines ermäßigten Steuersatzes
Offene Fragen/Ergänzungen
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH v. 17.01.2008, Az.: VI R 44/07 (Tarifermäßigung und positiver Progressionsvorbehalt)" von Dipl.-Finw. Rainer Formel, original erschienen in: EStB 2008, 132.
FG Münster, 03.07.2007 - 1 K 2192/01
BB 2008, 1327
DB 2008, 557
BStBl II 2011, 21
NZA-RR 2008, 480
Da während des Revisionsverfahrens ein Änderungsbescheid ergangen ist, ist das Urteil des FG gegenstandslos geworden (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 17. Januar 2008 VI R 44/07, BFHE 220, 269, BStBl II 2011, 21).
BFH, 22.09.2009 - IX R 93/07
Zusammentreffen von außerordentlichen Einkünften und dem Progressionsvorbehalt …
Hat der Steuerpflichtige neben außerordentlichen Einkünften i.S. von § 34 Abs. 2 EStG auch steuerfreie Einnahmen i.S. von § 32b Abs. 1 EStG bezogen, so sind diese in der Weise in die Berechnung nach § 34 Abs. 1 EStG einzubeziehen, dass sie in voller Höhe dem verbleibenden zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet werden (Anschluss an BFH-Urteil vom 17. Januar 2008 VI R 44/07, BFHE 220, 269).
§ 34 Abs. 1 Satz 2 EStG schreibt damit eine integrierte Steuerberechnung vor (BFH-Urteil vom 17. Januar 2008 VI R 44/07, BFHE 220, 269, BFH/NV 2008, 666, unter II. 2. c aa).
Die sog. additive Methode (dazu FG Baden-Württemberg, Urteil vom 29. März 2007 8 K 172/03, EFG 2007, 1947; Siegel, Finanz-Rundschau --FR-- 2008, 389; Siegel/ Diller, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 2008, 178, m.w.N.; Siegel, Zeitschrift für Steuern & Recht --ZSteu-- 2009, Seite 255) findet im Gesetz keine Grundlage (BFH-Urteile in BFHE 220, 269, BFH/NV 2008, 666; in BFHE 219, 313, BStBl II 2008, 375, m.w.N.).
Aus dem systematischen Zusammenhang des § 34 Abs. 1 Satz 2 EStG zu § 32b EStG folgt --ebenso wie aus dem systematischen Zusammenhang von § 34 Abs. 1 Satz 3 EStG zu § 32b EStG (dazu BFH-Urteil in BFHE 220, 269, BFH/NV 2008, 666)--, dass sich die im Rahmen der Steuerberechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 2 EStG durchzuführende Fünftelung nur auf die außerordentlichen Einkünfte (Satz 2) bzw. das zu versteuernde Einkommen (Satz 3) bezieht, nicht aber auf die dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Einkünfte nach § 32b EStG.
Die vom FG vertretene Auffassung, dass bei der Steuerberechnung nach § 34 Abs. 1 Satz 2 EStG auch die dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Einkünfte im Rahmen des Progressionsvorbehalts nur zu 1/5 zu berücksichtigen seien, ist mit dem Gesetz nicht vereinbar (BFH-Urteil in BFHE 220, 269, BFH/NV 2008, 660, unter II. 2. c aa).
Mit dem Progressionsvorbehalt soll eine Steuerentlastung verhindert werden, die sich daraus ergibt, dass aufgrund des progressiven Tarifverlaufs auf das zu versteuernde Einkommen infolge der Steuerfreiheit der dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Einkünfte ein niedrigerer Steuersatz anzuwenden wäre als bei einer Steuerpflicht dieser Einkünfte (vgl. BFH-Urteil in BFHE 220, 269, BFH/NV 2008, 666, unter II. 2. c bb, m.w.N.).
Dies wäre dann der Fall, wenn die außerordentlichen Einkünfte das zu versteuernde Einkommen deutlich überstiegen, so dass § 34 Abs. 1 Satz 3 EStG anzuwenden wäre (BFH-Urteil in BFHE 220, 269, BFH/NV 2008, 666, unter II. 2. c bb, m.w.N.).
Das angefochtene Urteil ist daher gegenstandslos und aufzuheben (BFH-Urteile vom 17. Januar 2008 VI R 44/07, BFHE 220, 269, und vom 12. Februar 2009 V R 61/06, BFHE 224, 467, BStBl II 2009, 828).
Da während des Revisionsverfahrens ein Änderungsbescheid ergangen ist, ist das Urteil des FG gegenstandslos geworden (BFH-Urteil vom 17. Januar 2008 VI R 44/07, BFHE 220, 269, BStBl II 2011, 21).
Das angefochtene Urteil ist daher gegenstandslos geworden und aufzuheben (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 17. Januar 2008 VI R 44/07, BFHE 220, 269, BStBl II 2011, 21; vom 10. November 2010 XI R 79/07, BFHE 231, 373, BStBl II 2011, 311, unter II.1.).
Da während des Revisionsverfahrens ein Änderungsbescheid ergangen ist, ist das Urteil des FG gegenstandslos geworden (BFH-Urteile vom 16. Juni 1999 II R 57/96, BFHE 189, 537, BStBl II 1999, 789; vom 10. Mai 2006 II R 71/04, BFHE 213, 118, BStBl II 2006, 602; vom 17. Januar 2008 VI R 44/07, BFHE 220, 269, BFH/NV 2008, 666).
Da sich durch den Änderungsbescheid die tatsächlichen Grundlagen des Streitstoffs nicht geändert haben, kann der Senat über die streitigen Rechtsfragen selbst entscheiden und braucht die Sache nicht nach § 127 FGO an das FG zurückzuverweisen (BFH-Urteile vom 14. Februar 2006 VIII R 40/03, BFHE 212, 270, BStBl II 2008, 182; vom 17. Januar 2008 VI R 44/07, BFHE 220, 269, jeweils m. w. N.).
Da während des Revisionsverfahrens ein Änderungsbescheid ergangen ist, ist das Urteil des FG gegenstandslos geworden (BFH-Urteile vom 16. Juni 1999 II R 57/96, BFHE 189, 537, BStBl II 1999, 789; vom 10. Mai 2006 II R 71/04, BFHE 213, 118, BStBl II 2006, 602; vom 17. Januar 2008 VI R 44/07, BFHE 220, 269, BStBl II 2011, 21).
Das angefochtene Urteil ist daher gegenstandslos geworden und aufzuheben (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 17. Januar 2008 VI R 44/07, BFHE 220, 269, BStBl II 2011, 21; vom 10. November 2010 XI R 79/07, BFHE 231, 373, BStBl II 2011, 311).
BFH, 25.08.2010 - II R 42/09
Für Bewertungsstichtage vor dem 1. Januar 2007 Feststellung von Grundstückswerten …
BFH, 03.03.2010 - I R 109/08
Gewerbesteuerliche Hinzurechnung der über ein Wertpapier-Sondervermögen bezogenen …
BFH, 11.12.2012 - IX R 23/11
BFH, 01.03.2012 - VI R 4/11
Gegenleistung für die Übertragung eines Arbeitsentgeltanspruchs als Insolvenzgeld …
BFH, 01.04.2009 - IX R 87/07
Steuerberechnung beim Zusammentreffen von Tarifermäßigung und positivem …
BFH, 16.02.2011 - II R 49/08
Inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 16. 02. 2011 II R 48/08 - Erwerbsvorgang auf …
FG Rheinland-Pfalz, 14.12.2010 - 2 K 1589/10
Negativer Progressionsvorbehalt bei Rückzahlung von Arbeitslosengeld und …