Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202007,%20557
Timestamp: 2020-05-29 11:53:22
Document Index: 283776775

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 254', '§ 17', '§ 4', '§ 254', '§ 17', '§ 4', '§ 4', 'BGH', '§ 4', '§ 1', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 14', '§ 254', '§ 17', 'BGH', '§ 254', 'BGH', '§ 4', 'BGH', 'BGH', '§ 284', 'BGH', '§ 4', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17']

BGH, 16.01.2007 - VI ZR 248/05 - dejure.org
https://dejure.org/2007,882
BGH, 16.01.2007 - VI ZR 248/05 (https://dejure.org/2007,882)
BGH, Entscheidung vom 16.01.2007 - VI ZR 248/05 (https://dejure.org/2007,882)
BGH, Entscheidung vom 16. Januar 2007 - VI ZR 248/05 (https://dejure.org/2007,882)
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BGB § 254 Abs. 1; StVG § 17 Abs. 1; StVO § 4 Abs. 1
BGB § 254 Abs. 1 Cb, StVG § 17 Abs. 1, StVO § 4 Abs. 1
Auffahrunfall bei geringen Sicherheitsabstand
Mitverursachung eines Unfalls durch Nichteinhaltung des gebotenen Sicherheitsabstands; Berücksichtigung des Verstoßes gegen § 4 Abs. 1 Straßenverkehrsordnung (StVO) im Rahmen der Abwägung der beiderseitigen Verursachungsanteile gegenüber jedem Mitverursacher; ...
Verkehrsrecht - Nichteinhaltung des gebotenen Sicherheitsabstands
Nichteinhaltung des gebotenen Sicherheitsabstands - Verursachung eines Unfalls
Verkehrsrecht - Sicherheitsabstand nicht eingehalten
Auffahrunfall nach Vollbremsung - Geringer Sicherheitsabstand bedeutet immer eine Mitschuld
Unfallschadensregulierung - Auffahrverschulden mit unbegrenzter Wirkung
AG Vechta, 14.06.2005 - 11 C 193/05
LG Oldenburg, 03.11.2005 - 9 S 458/05
NJW-RR 2007, 680
MDR 2007, 717
NZV 2007, 354
VersR 2007, 557
BGH, 13.12.2011 - VI ZR 177/10
Haftung bei Kfz-Unfall: Anwendbarkeit eines Anscheinsbeweises bei Auffahrunfall …
Die Anwendung des Anscheinsbeweises setzt auch bei Verkehrsunfällen Geschehensabläufe voraus, bei denen sich nach der allgemeinen Lebenserfahrung der Schluss aufdrängt, dass ein Verkehrsteilnehmer seine Pflicht zur Beachtung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt verletzt hat; es muss sich um Tatbestände handeln, für die nach der Lebenserfahrung eine schuldhafte Verursachung typisch ist (vgl. Senatsurteile vom 24. März 1959 - VI ZR 82/58, VersR 1959, 518, 519; vom 19. November 1985 - VI ZR 176/84, VersR 1986, 343, 344; vom 19. März 1996 - VI ZR 380/94, VersR 1996, 772; vom 16. Januar 2007 - VI ZR 248/05, VersR 2007, 557 Rn. 5;… vom 30. November 2010 - VI ZR 15/10, VersR 2011, 234 Rn. 7).
Haftungsverteilung bei Auffahrunfall auf der Autobahn: Anscheinsbeweis für …
aa) In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist anerkannt, dass bei Auffahrunfällen, auch wenn sie sich auf Autobahnen ereignen, der erste Anschein dafür sprechen kann, dass der Auffahrende den Unfall schuldhaft dadurch verursacht hat, dass er entweder den erforderlichen Sicherheitsabstand nicht eingehalten hat (§ 4 Abs. 1 StVO), unaufmerksam war (§ 1 StVO) oder aber mit einer den Straßen- und Sichtverhältnissen unangepassten Geschwindigkeit gefahren ist (§ 3 Abs. 1 StVO) (…Senatsurteile vom 13. Dezember 2011 - VI ZR 177/10, BGHZ 192, 84 Rn. 7;… vom 30. November 2010 - VI ZR 15/10, NJW 2011, 685 Rn. 7; vom 16. Januar 2007 - VI ZR 248/05, NJW-RR 2007, 680 Rn. 5; vom 18. Oktober 1988 - VI ZR 223/87, NJW-RR 1989, 670, 671; vom 6. April 1982 - VI ZR 152/80, NJW 1982, 1595, 1596; ferner von Pentz, zfs 2012, 124, 126).
Ist also ein Sachverhalt unstreitig, zugestanden oder positiv festgestellt, der die für die Annahme eines Anscheinsbeweises erforderliche Typizität aufweist, so obliegt es demjenigen, zu dessen Lasten der Anscheinsbeweis angewendet werden soll, darzulegen und gegebenenfalls zu beweisen, dass weitere Umstände vorliegen, die dem feststehenden Sachverhalt die Typizität wieder nehmen; er hat den Anscheinsbeweis zu erschüttern (vgl. etwa Senatsurteil vom 16. Januar 2007 - VI ZR 248/05, NJW-RR 2007, 680 Rn. 5).
Im Fall eines Auffahrunfalls spricht der Beweis des ersten Anscheins zwar in der Regel dafür, dass der Auffahrende den Unfall sorgfaltswidrig verursacht habe (vgl. BGH NZV 2007, 354).
BGH, 06.10.2009 - VI ZR 316/08
Umfang der erforderlichen Sorgfaltsanforderung gem. § 14 Abs. 1 …
Die Entscheidung über eine Haftungsverteilung im Rahmen des § 254 BGB oder des § 17 StVG ist grundsätzlich Sache des Tatrichters und im Revisionsverfahren nur darauf zu überprüfen, ob alle in Betracht kommenden Umstände vollständig und richtig berücksichtigt und der Abwägung rechtlich zulässige Erwägungen zugrunde gelegt worden sind (vgl. Senatsurteile vom 16. Januar 2007 - VI ZR 248/05 - VersR 2007, 557, 558; vom 23. Januar 2007 - VI ZR 146/06 - VersR 2007, 558, 559; vom 13. März 2007 - VI ZR 216/05 -VersR 2007, 1095, 1096, jew. m.w.Nachw.).
Dies gilt vor allem auch deshalb, weil der Beweis des ersten Anscheins dafür spricht, dass derjenige, der im Straßenverkehr auf den Vorausfahrenden auffährt, in der Regel unaufmerksam oder zu dicht hinter diesem gefahren ist (st. Rspr., vgl. BGH 16. Januar 2007 - VI ZR 248/05 - NJW-Spezial 2007, 161) .
Zwar kann die Haftungsverteilung im Rahmen des § 254 BGB im Revisionsverfahren nur darauf überprüft werden, ob alle in Betracht kommenden Umstände vollständig und richtig berücksichtigt und der Abwägung rechtlich zulässige Erwägungen zugrunde gelegt worden sind (vgl. etwa Senatsurteil vom 16. Januar 2007 - VI ZR 248/05 - VersR 2007, 557, 558 m.w.N.).
OLG Hamm, 31.08.2018 - 7 U 70/17
Haftungsverteilung bei einem Auffahrunfall bei behaupteter grundloser …
Denn ein plötzliches scharfes Bremsen des Vorausfahrenden muss ein Kraftfahrer grundsätzlich einkalkulieren (BGH, Urteil vom 16.1.2007, Az. VI ZR 248/05, Rn 6, NJW-RR 2007, 680; KG Berlin, Beschluss vom 20.11.2013, Az. 22 U 72/13, Rn 10, MDR 2014, 339;… König, in: Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 44. Auflage, 2017, § 4 StVO Rn. 8 und Rn. 37 ).
Ein atypischer Verlauf, der den Anscheinsbeweis erschüttert, ist allenfalls anzunehmen, wenn der Vorausfahrende unvorhersehbar und ohne Ausschöpfung des Anhaltewegs "ruckartig" - etwa infolge einer Kollision - zum Stehen gekommen ist, sich der Bremsweg aufgrund dessen verkürzt hat und der Nachfolgende deshalb aufgefahren ist (BGH, Urteil vom 16.1.2007, Az. VI ZR 248/05, Rn 6, NJW-RR 2007, 680).
Denn sowohl die Einhaltung des Sicherheitsabstands als auch die sonstigen Sorgfaltsanforderungen an den Hinterherfahrenden dienen dazu, ein rechtzeitiges Anhalten bei einem Abbremsen des Vordermanns zu ermöglichen, auch wenn dies ohne - für den Hintermann erkennbaren - Anlass erfolgt (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 28.4.2017, Az. 9 U 189/15, Rn 24, NJW 2017, 2626 unter Verweis auf BGH, Urteil vom 16.1.2007, Az. VI ZR 248/05; OLG Köln…, Beschluss vom 9.2.2017, Az. 19 U 155/16, Rn. 7-, juris;… auch: BeckOK ZPO/Bacher, 29. Ed. 1.7.2018, ZPO § 284 Rn. 95.1).
Mit einem bloßen Abbremsen des Vordermanns muss ein Fahrer hingegen jederzeit rechnen und sich darauf mit dem nötigen Sicherheitsabstand und der Verkehrssituation angepasster Geschwindigkeit einstellen (BGH, Urteil vom 16.1.2007, Az. VI ZR 248/05, NJW-RR 2007, 680; KG Berlin, Beschluss vom 20.11.2013, Az. 22 U 72/13 - juris;… König, in: Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 44. Auflage, 2017, § 4 StVO Rn. 8).
OLG Frankfurt, 05.04.2011 - 22 U 67/09
Verkehrsunfall: Haftungsverteilung bei Unfall im Kreuzungsbereich mit Verstoß …
Im Rahmen des § 17 StVG sind sämtliche Umstände, die zur Unfallverursachung beigetragen haben, abzuwägen, selbst dann, wenn der Schutzzweck der Vorschrift, was vorliegend allerdings nicht der Fall ist, nicht den Unfallgegner schützt (BGH 16.1.07 - VI ZR 248/05 - NZV 07, 354; OLG Hamm 20.9.10 - 6 U 222/09 - OLG Frankfurt am Main 15.5.2007 - 17 U 242/06 - KG 28.12.06 - 12 U 47/06 - NZV 07, 406; OLG Hamm 20.9.10 - 6 U 222/09 - NJW 10, 3790).
OLG München, 23.01.2015 - 10 U 299/14
Anscheinsbeweis bei Kollision zwischen Grundstücksabbieger und alkoholisiertem …
Der Anscheinsbeweis ist als Element der Beweiswürdigung von Amts wegen zu berücksichtigen (…etwa Senat, Urt. v. 14.02.2014 - 10 U 2815/13 [juris]; v. 14.03.2014 - 10 U 4774/13 [juris]; v. 25.04.2014 - 10 U 1886/13 [juris]), und nicht von einer Geltendmachung durch den Beweispflichtigen abhängig, wirkt allerdings nur bei "typischen Geschehensabläufen" (BGH NZV 1996, 277; NJW 2001, 1140;… Senat, Urt. v. 22.02.2008 - 10 U 4455/07 [juris]), also wenn sich unter Prüfung und Bewertung aller unstreitigen und festgestellten Einzelumstände und besonderen Merkmale des Sachverhalts nach der allgemeinen Lebenserfahrung der Schluss aufdrängt, dass ein Verkehrsteilnehmer seine Pflicht zur Beachtung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt verletzt hat (BGH VersR 2007, 557; VersR 2011, 234).
KG, 14.12.2017 - 22 U 31/16
Haftungsverteilung bei Verkehrsunfall: Kollision eines ausparkenden mit einem den …
Soweit in der Entscheidung des 29. Zivilsenats auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 16. Januar 2007 (Az.: VI ZR 248/05 - juris) hingewiesen wird, ändert dies nichts.
OLG Karlsruhe, 28.04.2017 - 9 U 189/15
Schadensersatz bei Auffahrunfall nach möglicherweise grundlosem Abbremsen des …
BGH, 13.03.2007 - VI ZR 216/05
Pflichten nachfolgender Verkehrsteilnehmer bei Einschalten des Warnblinklichts …
LG Saarbrücken, 28.03.2014 - 13 S 196/13
Haftung bei Kfz-Unfall: Vorfahrtverletzung im Kreisverkehr
OLG Saarbrücken, 06.06.2013 - 4 U 184/12
Anforderungen an die Bezeichnung des Rechtsmittelführers; Haftungsverteilung bei …
LG Saarbrücken, 02.11.2018 - 13 S 104/18
Auffahrunfall, Fahrschulwagen, Haftungsverteilung
OLG Frankfurt, 17.03.2011 - 17 U 276/09
Schadensersatz wegen Verkehrsunfall: Auffahrunfall beim Einfahren eines Fahrzeugs …
OLG Frankfurt, 09.04.2015 - 22 U 238/13
Zum Gesamtschuldnerausgleich nach Verursachungsanteilen gemäß § 17 I StVG
AG München, 25.02.2014 - 331 C 16026/13
Der Eichhörnchen-Fall
KG, 27.06.2018 - 25 U 155/17
Erstattungsfähigkeit von Verbringungskosten bei fiktiver Abrechnung
LG Nürnberg-Fürth, 13.11.2014 - 8 O 1426/14
Übliche Vergütung des Sachverständigen
OLG München, 15.03.2019 - 10 U 2655/18
OLG München, 28.09.2018 - 10 U 4206/17
Haftungsverteilung bei Auffahren eines Pkw des fließenden Verkehrs auf einen auf …
OLG Saarbrücken, 19.05.2009 - 4 U 347/08
Haftungsverteilung bei einem Auffahrunfall auf der Autobahn mit nicht bewiesenem …
KG, 06.05.2010 - 12 U 144/09
Haftung beim Auffahrunfall: Anscheinsbeweis beim Auffahrunfall nach …
OLG Celle, 07.05.2018 - 14 U 60/18
Auffahrunfall, Ampel, Anscheinsbeweis, Haftungsverteilung
KG, 01.09.2010 - 12 U 205/09
Schadensersatz wegen Kfz-Unfall: Auffahrunfall im Zusammenhang mit einem …
KG, 08.06.2015 - 29 U 1/15
Haftung bei Kfz-Unfall: Mitverschulden des Geschädigten an einer Kollision bei …
LG Köln, 28.08.2013 - 7 O 103/13
OLG Stuttgart, 03.07.2007 - 10 U 31/07
OLG Naumburg, 29.06.2018 - 12 U 105/17
Haftung bei Kfz-Unfall: Anscheinsbeweis bei Auffahrunfällen im Zusammenhang mit …
KG, 13.09.2010 - 12 U 208/09
Schadenersatz nach einem Auffahrunfall: Haftung bei vorangegangenem …
AG Köln, 24.04.2012 - 267 C 198/11
Möglichkeit der Erschütterung des Anscheinsbeweises hinsichtlich des Verschuldens …
OLG Dresden, 25.06.2019 - 4 U 580/19
AG Duisburg, 16.06.2016 - 49 C 1312/14
Verkehrsunfall - Haftung bei verbotswidrigem Wendemanöver
LG Heidelberg, 11.10.2013 - 5 O 106/13
LG Flensburg, 05.01.2018 - 2 O 228/13
Haftungsverteilung bei Verkehrunfall: Kollision eines Motorradfahrers mit einem …
LG Cottbus, 30.05.2018 - 5 S 76/17
LG Nürnberg-Fürth, 02.12.2010 - 8 O 4576/10
Feststellungsklage bzgl. des Schadensersatzes auf Basis einer …
OLG Köln, 09.02.2017 - 19 U 155/16
LG Köln, 10.07.2015 - 7 O 320/13
Auffahrunfall, Abwicklung
AG Wuppertal, 30.10.2007 - 33 C 345/07
Haftungsverteilung bei einem Auffahrunfall nach Fahrspurwechsel des …
OLG München, 14.08.2014 - 10 U 1189/14
Haftungsverteilung bei einem Auffahrunfall auf einer mehrspurigen Umgehungsstraße
LG Magdeburg, 03.06.2014 - 11 O 2274/13
Verkehrsunfallhaftung bei Auffahrunfall: Beweis des ersten Anscheins zu Lasten …
LG Bochum, 16.05.2014 - 5 S 138/13
Umfang des Anscheinsbeweises bei Kettenauffahrunfällen
AG Köln, 16.11.2012 - 263 C 424/10
Haftungsquote bei Verkehrsunfall durch Auffahren infolge technischen Defekts
AG Hamburg-Barmbek, 05.12.2013 - 814 C 300/12
Beweis des ersten Anscheins bei Auffahrunfall mit vorherigem Spurwechsel
AG Duisburg, 26.06.2012 - 35 C 2962/11
Beweisführung hinsichtlich der Verursachungsbeiträge bei einem Auffahrunfall