Source: https://www.swf-akue.at/index.php/fragen-antworten
Timestamp: 2018-01-20 21:13:33
Document Index: 332071054

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 3', '§ 3', '§ 22', '§ 4', '§ 22', '§ 22']

Häufig gestellte Fragen & Antworten | SWF
Fragen & Antworten für ZeitarbeitnehmerInnen
Was ist der SWF und wie unterstützt er ZeitarbeitnehmerInnen?
Der Sozial- und Weiterbildungsfonds (SWF) wurde 2013 gegründet. Der SWF fördert die rund 120.000 ZeitarbeitnehmerInnen in Österreich während eines aufrechten Arbeitsverhältnisses und leistet auch finanzielle Unterstützung im Fall von Arbeitslosigkeit.
Welche Ausbildungen werden durch den SWF gefördert?
Der SWF fördert allgemeine Bildungsmaßnahmen (SWF-Weiterbildungsdatenbank) und die Fachkräfteausbildung mit dem Schwerpunkt auf den Berufsfeldern der Metall- und Elektrotechnik.
Welche Vorteile bieten Förderungen durch den SWF?
Durch die Förderung des SWF erhalten ZeitarbeitnehmerInnen eine kostenlose Zusatzqualifizierung und damit verbesserte Chancen am Arbeitsmarkt. Bei einer eintretenden Arbeitslosigkeit bietet der SWF den ZeitarbeitnehmerInnen zusätzlich finanzielle Arbeitslosenunterstützung an.
Sind Ausbildungen auch während der Probezeit förderbar?
Ja, der SWF fördert auch berufliche Aus- und Weiterbildungen in der Probezeit.
Wer kann Leistungen des SWF beantragen?
Der Förderungsantrag kann sowohl von der ZeitarbeitnehmerIn als auch vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser gestellt werden. Bitte sprechen Sie sich als ZeitarbeitnehmerIn vor Ausbildungsbeginn mit Ihrem gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser (=Arbeitgeber) ab.
Auf wen muss die Rechnung einer Ausbildung ausgestellt werden?
Das hängt davon ab, wer den Förderungsantrag beim SWF stellen wird: Wenn Sie als ZeitarbeitnehmerIn den Antrag einbringen, muss die Rechnung auf Ihren Namen ausgestellt sein. Wenn Ihr gewerblicher Arbeitskräfteüberlasser die Ausbildungskosten vorfinanziert hat und den Antrag einbringt, muss auf der Rechnung der Firmenname angegeben sein, damit die Ausbildungskosten vom SWF refundiert werden können.
Wann wird ein Zuschuss zum Weiterbildungsgeld, Bildungsteilzeitgeld oder Fachkräftestipendium ausbezahlt?
Fragen zu Allgemeinen Bildungsmaßnahmen
Was versteht man unter einer allgemeinen Bildungsmaßnahme?
Allgemeine Bildungsmaßnahmen dienen dazu, die Qualifikation von ZeitarbeitnehmerInnen am Arbeitsmarkt zu verbessern. Von Metall-, Elektro-, Schweiß- oder Werkmeisterausbildungen, bis hin zu Sprachkursen oder diverse Ausbildungen speziell für Angestellte. Der SWF unterstützt ZeitarbeitnehmerInnen dabei, neue Fähigkeiten zu erlernen.
Wer hat Anspruch auf Förderung einer allgemeinen Bildungsmaßnahme?
Die allgemeinen Bildungsmaßnahmen eignen sich für alle ZeitarbeitnehmerInnen in einem aufrechten Arbeitsverhältnis, die sich weiterentwickeln wollen. Der SWF fördert auch ZeitarbeitnehmerInnen, die bei ihrem letzten Arbeitgeber (=gewerblicher Arbeitskräfteüberlasser) eine Ausbildung begonnen haben, aber vor Ausbildungsende arbeitslos geworden sind.
Was wird bei einer allgemeinen Bildungsmaßnahme vom SWF gefördert?
Bei allgemeinen Bildungsmaßnahmen finanziert der SWF die kompletten Ausbildungs- und Prüfungskosten. Wenn ZeitarbeitnehmerInnen im Rahmen einer Bildungskarenz, einer Bildungsteilzeit oder einem Fachkräftestipendium eine Ausbildung beginnen, leistet der SWF einen monatlichen, finanziellen Zuschuss. Als Bemessungsgrundlage gilt dabei das durchschnittliche Nettoentgelt vor Ausbildungsbeginn (13-Wochen-Schnitt inkl. Sonderzahlungen).
Wie kann ich eine allgemeine Bildungsmaßnahme beantragen?
Schritt 1: Sie vereinbaren mit dem SWF ein kostenloses Beratungsgespräch. Der SWF informiert Sie über alle Möglichkeiten.
Schritt 2: Der SWF überprüft die Fördermöglichkeiten.
Schritt 3: Nach einer Zusage füllen Sie die SWF-Ausbildungsvereinbarung „Allgemeine Bildungsmaßnahmen“ aus. Falls Sie die Ausbildung in Kombination mit Bildungskarenz/Bildungsteilzeit/Fachkräftestipendium absolvieren möchten muss dies von Ihrem „Wohnsitz-AMS“ vor Ausbildungsbeginn genehmigt werden.
Schritt 4: Jetzt beginnt Ihre Ausbildung. Die Rechnung über die Ausbildungskosten wird direkt an den SWF übermittelt und vom SWF übernommen. Falls Sie die Ausbildung in Kombination mit einer Bildungskarenz/Bildungsteilzeit/Fachkräftestipendium begonnen haben, erhalten Sie vom SWF einen monatlichen, finanziellen Zuschuss.
Schritt 5: Nach Ausbildungsende erhalten Sie ein Zertifikat/Zeugnis bzw. eine Teilnahmebestätigung, die Sie in Kopie an den SWF übermitteln.
Was muss bei der Auswahl eines konkreten Kurses berücksichtigt werden?
Bei der Auswahl ist zu berücksichtigen, dass die Ausbildungskosten den Referenzpreisen von regionalen Schulungsträger entsprechen. Anlern-, Einweisungs- und Einschulungsunterweisungen gelten nicht als geförderte Weiterbildungsmaßnahmen.
Kann auch während Bildungsteilzeit oder Bildungskarenz eine allgemeine Bildungsmaßnahme beim SWF beantragt werden?
Ja, seit 01.01.2016 können allgemeine Bildungsmaßnahmen auch während der Bildungskarenz bzw. Bildungsteilzeit beantragt werden.
Sind sogenannte SCP/SGU-Schulungen förderbar?
Ja, der Antrag kann sowohl über den gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser als auch über den/die ZeitarbeitnehmerIn gestellt werden. Der SWF überprüft anschließend, ob ein gültiges Zertifikat vorhanden ist bzw. ob innerhalb von 10 Jahren bereits einmal für eine/einen ZeitarbeitnehmerIn eine Förderung für diese spezielle Ausbildung ausbezahlt wurde. Weitere Voraussetzungen für eine Genehmigung sind, dass es sich um eine standardisierte Ausbildung inkl. Prüfung und Ausstellung eines Zertifikats handelt und dass die Ausbildungsdauer 8–24 Stunden beträgt.
Fragen zur Fachkräfteausbildung
Was versteht man unter einer Fachkräfteausbildung?
In der Fachkräfteausbildung werden ZeitarbeitnehmerInnen auf die außerordentliche Lehrabschlussprüfung vorbereitet. Der SWF begleitet ZeitarbeitnehmerInnen auf ihrem Weg – sei es in der Elektro- oder Metalltechnik, als BetriebslogistikerIn, Bürokauffrau/mann oder vieles mehr. Für das Jahr 2017 stehen 200 geförderte Ausbildungsplätze zur Verfügung.
Wer hat Anspruch auf Förderung einer Fachkräfteausbildung?
Die Fachkräfteausbildung richtet sich an ZeitarbeitnehmerInnen mit einer (abgebrochenen) Lehre ohne Lehrabschlussprüfung wie auch an angelernte ZeitarbeitnehmerInnen, die einen Lehrabschluss anstreben. ZeitarbeitnehmerInnen sollten mit ihrem Arbeitgeber besprechen, ob eine Bildungskarenz/-teilzeit oder ein Fachkräftestipendium in Anspruch genommen werden kann.
Was wird bei einer Fachkräfteausbildung vom SWF gefördert?
Der SWF übernimmt die Ausbildungs-/Prüfungskosten zur Gänze. Zusätzlich erhalten ZeitarbeitnehmerInnen einen Zuschuss zum Weiterbildungsgeld, Bildungsteilzeitgeld bzw. zum Fachkräftestipendium. Als Bemessungsgrundlage gilt dabei das durchschnittliche Nettoentgelt vor Ausbildungsbeginn (13-Wochen-Schnitt inkl. Sonderzahlungen).
Wie kann ich eine Fachkräfteausbildung beantragen?
Schritt 3: Nach einer Zusage füllen Sie die SWF-Ausbildungsvereinbarung „Fachkräfteausbildung“ aus.
Schritt 4: Der Bildungsträger Ihres Vertrauens muss verpflichtend einen Potentialcheck durchführen, um die Eignung festzustellen.
Schritt 5: Je nach individuellen Voraussetzungen können Bildungskarenz, Bildungsteilzeit oder das Fachkräftestipendium beantragt werden.
Schritt 6: Das Weiterbildungsgeld/ Bildungsteilzeitgeld oder Fachkräftestipendium wird durch Ihr „Wohnsitz-AMS“ genehmigt.
Schritt 7: Nun startet Ihre Ausbildung. Die Rechnung für die Ausbildung muss auf den Namen des/der ZeitarbeitnehmerIn lauten. Die Rechnung geht direkt an den SWF und wird vom SWF beglichen.
Schritt 8: Sie erhalten einen monatlichen Zuschuss zum Weiterbildungsgeld/ Bildungsteilzeitgeld oder Fachkräftestipendium.
Schritt 9: Nach der Ausbildung erhalten Sie Ihr Lehrabschlusszeugnis und geben eine Kopie an den SWF weiter.
Warum wird jährlich nur eine begrenzte Anzahl an Fachkräfteausbildungen vom SWF gefördert?
Die auf 200 Kontingentplätze begrenzte Anzahl ist eine vorläufige Einschätzung, da konkrete Erfahrungswerte fehlen. Sollten Ausbildungen darüber hinaus angefragt werden, so ist der SWF bemüht, freie Mittel aus anderen Leistungsbereichen bereitzustellen.
Fragen zur Arbeitslosenunterstützung
Was versteht man unter der Arbeitslosenunterstützung des SWF?
Die Arbeitslosenunterstützung wird ausbezahlt, sollten ZeitarbeitnehmerInnen arbeitslos werden. Für diesen Fall hilft der SWF mit einer einmaligen finanziellen Unterstützung in der Höhe von 260 Euro bzw. 65 Euro für zuvor geringfügig Beschäftigte, die zusätzlich zum Arbeitslosengeld bzw. zur Notstandshilfe ausbezahlt wird.
Wer hat Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung durch den SWF?
Diese Unterstützung können jene ZeitarbeitnehmerInnen in Anspruch nehmen, die durchgehend mindestens 2 Monate in der Zeitarbeitsbranche beschäftigt waren und innerhalb von einer Woche kein neues sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis begründen konnten. Sollte Ihre Arbeitslosigkeit länger als einen Monat andauern, dann können Sie zusätzliche 260 Euro beantragen. Weitere Voraussetzungen sind, dass ZeitarbeitnehmerInnen weder selbst gekündigt haben noch berechtigt entlassen wurden oder unberechtigt vorzeitig ausgetreten sind.
Wie wird die Arbeitslosenunterstützung abgewickelt?
Schritt 1: Einen Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung des SWF haben ZeitarbeitnehmerInnen, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen und vor Ihrer Arbeitslosigkeit mindestens 2 Monate in der Zeitarbeitsbranche beschäftigt waren.
Schritt 2: Sie stellen innerhalb von 6 Monaten nach Eintritt der Arbeitslosigkeit den Antrag auf die SWF-Arbeitslosenunterstützung bei der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK). Die Antragsformulare können Sie unter www.buak-auegfonds.at herunterladen.
Schritt 3: Sie füllen das BUAK-Antragsformular aus und legen die erforderlichen Unterlagen bei:
- Identitätsnachweis (Reisepass/Personalausweis)
- Falls Sie nicht in Österreich sozialversichert sind brauchen Sie zusätzlich ein Beendigungsschreiben von Ihrem ehemaligen Arbeitsgeber (=gewerblicher Arbeitskräfteüberlasser mit Sitz im Ausland), sowie einen behördlichen Nachweis über die Arbeitslosigkeit durch das „Wohnsitz-AMS“ im Ausland. Diese Unterlagen übermitteln Sie entweder per Post, per Mail (Anhänge in JPG- oder PDF-Format), per Fax oder persönlich an die BUAK-Zentrale oder an einen BUAK-Standort.
Schritt 4: Die BUAK prüft, ob Sie die Voraussetzungen für die Auszahlung einer Arbeitslosenunterstützung durch den SWF erfüllen.
Schritt 5: Wenn Sie die Voraussetzungen erfüllen, erhalten Sie die Auszahlung der Arbeitslosenunterstützung von der BUAK, im Auftrag des SWF.
Fragen & Antworten für gewerbl. Arbeitskräfteüberlasser
Der SWF, Sozial- und Weiterbildungsfonds, wurde 2013 gegründet und fördert die rund 120.000 ZeitarbeitnehmerInnen in Österreich während eines aufrechten Arbeitsverhältnisses und auch im Falle von Arbeitslosigkeit. Die Leistungen des SWF stehen allen gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen zur Verfügung. Sie reichen von Allgemeinen Bildungsmaßnahmen über Fachkräfteausbildung bis hin zu Überbrückungsgeld und Einarbeitungsbeihilfe. Damit unterstützt der SWF den gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser dabei, seine ZeitarbeitnehmerInnen besser zu qualifizieren. In Folge steigt die Mitarbeiterzufriedenheit und –bindung und auch die Beschäftigerbetriebe profitieren von top ausgebildeten und zufriedenen ZeitarbeitnehmerInnen.
Der SWF fördert einerseits Allgemeine Bildungsmaßnahmen (SWF-Weiterbildungsdatenbank): Darunter fallen zum Beispiel Metall-, Elektro-, Schweiß- oder Werkmeisterausbildungen sowie Sprachkurse, Führerscheine und spezielle Ausbildungen für Angestellte. Andererseits übernimmt der Fonds die Kosten für die Fachkräfteausbildung von ZeitarbeitnehmerInnen – sei es in der Elektro- oder Metalltechnik, als BetriebslogistikerIn, Bürokauffrau/mann etc.
Förderungen durch den SWF bringen für den gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser eine Vielzahl an Vorteilen. Ein wesentlicher kurzfristiger Vorteil ist die Ermöglichung von Aus- und Weiterbildung für ZeitarbeitnehmerInnen durch die vollständige Refundierung der Ausbildungskosten. Mittel- und langfristig bedeutet das eine bessere berufliche Qualifikation und damit verbunden eine verbesserte Einsetzbarkeit, eine erhöhte Kontinuität der Beschäftigung und eine Steigerung der Zufriedenheit – sowohl auf Seiten der ZeitarbeitnehmerInnen als auch auf Seiten der Beschäftigerbetriebe.
Ja, berufliche Aus- und Weiterbildungen werden auch in der Probezeit gefördert.
Gilt für die Fördervoraussetzung "unaufgelöstes aufrechtes Arbeitsverhältnis" auch eine geringfügige Anstellung?
Ja, es gilt auch eine geringfügige Anstellung.
Wer kann Leistungen des SWF beantragen: gewerblicher Arbeitskräfteüberlasser oder ZeitarbeitnehmerIn?
Allgemeine Bildungsmaßnahmen: gewerblicher Arbeitskräfteüberlasser oder ZeitarbeitnehmerIn
Fachkräfteausbildung: gewerblicher Arbeitskräfteüberlasser oder ZeitarbeitnehmerIn
Lohnkostenersatz für Allgemeine Bildungsmaßnahmen und Fachkräfteausbildung: nur gewerbliche Arbeitskräfteüberlasser
Arbeitslosenunterstützung: nur ZeitarbeitnehmerIn
Überbrückungsgeld: nur gewerbliche Arbeitskräfteüberlasser
Einarbeitungsbeihilfe: nur gewerblicher Arbeitskräfteüberlasser
Wer bezahlt die Rechnung der Ausbildung?
Das ist davon abhängig, ob der Förderantrag durch den gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser oder durch die ZeitarbeiternehmerInnen direkt gestellt wird. Gerne beraten wir Sie über die Vorteile dieser beider Varianten.
Antragstellung durch den gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser:
Die Ausbildung ist zunächst vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser zu finanzieren. Nach Beendigung der Ausbildung werden alle notwendigen Unterlagen vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser mittels Upload im SWF-Online-Portal eingereicht, anschließend erfolgt die Auszahlung durch den SWF (quartalsweise). Die Rechnung muss auf den gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser ausgestellt sein.
Antragstellung durch den/die ZeitarbeitnehmerIn:
Der/die ZeitarbeiternehmerIn schließt vor Ausbildungsbeginn mit dem SWF eine Ausbildungsvereinbarung. Die Rechnung kann vom Schulungsträger direkt an den SWF zur Begleichung übermittelt werden. Die Rechnung muss auf den/die ZeitarbeitnehmerIn ausgestellt sein.
Wie ist es zu verstehen, dass Leistungen in einem angemessenen Verhältnis zu den eingezahlten SO-Beiträgen erbracht werden?
Pro Förderzeitraum (Quartal) wird das Verhältnis der eingezahlten SO-Beiträge mit den beantragten Ausbildungskosten/Lohnkosten/Überbrückungsgeldern/Einarbeitungsbeihilfen verglichen. Das einzelne Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen (AKÜ) darf Kosten bis zum dreifachen Wert der eingezahlten SO-Beiträge beim SWF einreichen, kleinere AKÜs bis zum Vierfachen der eingezahlten SO-Beiträge. Als kleinere AKÜ sind Firmen mit einem durchschnittlichen monatlich eingezahlten SO-Beitrag von weniger als € 1.000,- (bei einem SO-Beitragssatz von 0,35 %) definiert. Diese können um diese Ausnahmeregelung per Mail anfragen. Die Zustimmung erfolgt im Vorstand.
Wie müssen die SO-Beiträge an den SWF abgeliefert werden?
Die Beiträge an den Sozial- und Weiterbildungsfonds (SO-Beiträge) müssen seit 01.01.2013 über die AKÜ-eigene Lohnverrechnung (z.B. ab 01.04.2017 sind das 0,35 % von der allgemeinen Beitragsgrundlage zur Sozialversicherung/Verrechnungsgruppe N18) an die zuständige Gebietskrankenkasse gemeldet und gemeinsam mit den übrigen Abgaben zur Sozialversicherung abgeliefert werden. Die Gebietskrankenkassen geben die Meldung und die eingezahlten SO-Beiträge abzüglich einer 0,5 %igen Verwaltungskostenpauschale an den SWF weiter.
ab 01.04.2017 – 31.03.2019: 0,35 % für Arbeiter und Angestellte
ab 01.04.2019 – 31.03.2021: 0,50 % für Arbeiter und Angestellte
ab 01.04.2021: 0,8 % für Arbeiter und Angestellte
Der/die ZeitarbeitnehmerIn hat die Arbeitslosenunterstützung bei der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse (ein Dienstleister des SWF) zu beantragen – siehe auch unter http://www.buak-auegfonds.at/cms/BUAK/BUAK_90/home. Dort gibt es im Download-Bereich auch einen Informationsfolder.
Sind auch für die überlassenen Angestellten SO-Beiträge an den SWF abzuführen?
Ja, seit 01.01.2017 sind SO-Beiträge abzuführen und es können im Gegenzug dazu auch Förderungen in Anspruch genommen werden.
Müssen gewerbliche Arbeitskräfteüberlasser im Vorhinein um eine Förderung ansuchen oder ist es im Nachhinein möglich (z.B. quartalsweise)?
Sie müssen nicht im Vorhinein ansuchen.
In den einzelnen Leistungsbereichen „Allgemeine Bildungsmaßnahmen/Fachkräfteausbildung/Überbrückungsgeld/Einarbeitungsbeihilfe" müssen Sie die Unterlagen bis spätestens 6 Monate nach Ausbildungsende/Stehzeitende/Ende Einarbeitung im Nachhinein vollständig in das SWF-Onlineportal einbringen. Wenn alle Unterlagen von Ihnen hochgeladen wurden, können Sie den Förderantrag einfach und unbürokratisch stellen, indem Sie die Ausbildung frei geben (Einreichen-Button drücken).
Nur im Bereich „Fachkräfteausbildung“ bitten wir Sie, vorher mit uns Kontakt aufzunehmen, da wir 2017/2018 jährlich nur 200 Plätze zur Verfügung haben und ein paar Details zu beachten sind.
Muss auch für die ZeitarbeitnehmerInnen ein SO-Beitrag einbehalten und an den SWF abgeliefert werden, ähnlich den € 0,66 pro Monat im AUFLEB-System?
Nein, für die ZeitarbeitnehmerInnen muss kein eigener SO-Beitrag einbehalten und an den SWF abgeliefert werden.
Können die Lohnkosten auch für Ausbildungen mit einer Dauer von weniger als 15,4 Stunden gefördert werden?
Ja, das ist eine Besserstellung für den gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser im Vergleich zur früheren AUFLEB-Förderordnung.
Die Höchstgrenze der Bildungsförderung ist mit 300 % bzw. in Einzelfällen mit 400 % der Beitragsleistung limitiert. Auf welchen Zeitraum wird dabei Bezug genommen?
Der Förderzeitraum umfasst ein Quartal. Für diesen Zeitraum werden – bezogen auf den einzelnen gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser – seine in dieser Periode eingezahlten SO-Beiträge mit seinen eingereichten, tatsächlich aufgewendeten Kosten verglichen. Durchgeführte Ausbildungen und deren Kosten werden jenem Förderzeitraum hinzugerechnet, in dem sie abgeschlossen wurden. Zum Beispiel: Wenn eine Ausbildung im Oktober 2016 begonnen und im Mai 2017 beendet wurde, so wird diese dem Förderzeitraum "2. Quartal 2017" zugerechnet.
Fragen zu Allgemeine Bildungsmaßnahmen
Es handelt sich dabei um Aus- und Weiterbildungen für ZeitarbeitnehmerInnen mit den Zielen einer verbesserten Qualifikation und Einsatzfähigkeit, einer kontinuierlichen Beschäftigung und einer höheren Zufriedenheit – sowohl auf Seiten der ZeitarbeitnehmerInnen als auch auf Seiten der Beschäftigerbetriebe.
Alle gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen, die ihre Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds nach § 22d AÜG (SO-Beiträge) vollständig und pünktlich einbezahlt haben, können für ihre ZeitarbeitnehmerInnen eine geförderte Weiterbildung beantragen, sofern sich diese während der Ausbildung in einem aufrechten Arbeitsverhältnis befinden.
Bei Allgemeinen Bildungsmaßnahmen finanziert der SWF die kompletten Ausbildungs- und Prüfungskosten. Wenn ZeitarbeitnehmerInnen im Rahmen einer Bildungskarenz, einer Bildungsteilzeit oder eines Fachkräftestipendiums eine Ausbildung beginnen, leistet der SWF einen monatlichen finanziellen Zuschuss. Als Bemessungsgrundlage gilt dabei das durchschnittliche Nettoentgelt vor Ausbildungsbeginn (13-Wochen-Schnitt inkl. Sonderzahlungen).
Die Antragstellung erfolgt entweder durch den gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser oder durch die ZeitarbeitnehmerInnen direkt. Den genauen Ablauf finden Sie unter Prozessablauf Allgemeine Bildungsmaßnahmen. Der SWF berät Sie gerne über die jeweiligen Vorteile der Varianten und unterstützt Sie bei allen Schritten.
Bei der Auswahl ist zu berücksichtigen, dass die Ausbildungskosten den Referenzpreisen von regionalen Schulungsträgern entsprechen. Anlern-, Einweisungs- und Einschulungsunterweisungen gelten nicht als geförderte Weiterbildungsmaßnahmen.
Werden die vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser aufgewendeten Kosten vollständig übernommen, auch wenn die Behaltefrist nicht eingehalten werden kann?
Im Rahmen der Allgemeinen Bildungsmaßnahmen nach § 3 der Leistungsordnung und unter Einhaltung der übrigen Fördervoraussetzungen werden die tatsächlich aufgewendeten Kurskosten zur Gänze rückvergütet - ungeachtet dessen, ob die einmonatige Behaltefrist eingehalten wurde.
Die Behaltefrist ist relevant, wenn auch Lohn-/Gehaltskostenersatz beantragt wird.
Die Lohn-/Gehaltskosten nach § 3 der Leistungsordnung werden aber auch dann an den gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser rückvergütet, wenn die/der ZeitarbeitnehmerIn während der Ausbildungszeit oder innerhalb eines Monats nach Schulungsende das Unternehmen durch ArbeitnehmerInnen-Kündigung, berechtigte Entlassung oder unberechtigten vorzeitigen Austritt verlassen hat oder lückenlos vom Beschäftiger übernommen worden ist.
Bei der Fachkräfteausbildung handelt es sich um Lehrgänge für die Vorbereitung auf die außerordentliche Lehrabschlussprüfung. Voraussetzungen für die Teilnahme sind Bildungskarenz, Bildungsteilzeit bzw. das Fachkräftestipendium des AMS. Für die Jahre 2017/2018 stehen jeweils 200 geförderte Ausbildungsplätze zur Verfügung: in der Elektro-/ Metalltechnik, als BetriebslogistikerIn, Bürokauffrau/mann oder vieles mehr.
Die Fachkräfteausbildung richtet sich an alle gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser, die ZeitarbeitnehmerInnen mit einer abgebrochenen Lehre ausbilden lassen möchten. Auch für angelernte ZeitarbeitnehmerInnen, die einen Lehrabschluss anstreben, kann eine Förderung beantragt werden. Voraussetzung ist, dass die Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds nach § 22d AÜG (SO-Beiträge) vollständig und zeitgerecht einbezahlt wurden.
Die Antragstellung erfolgt entweder durch den gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser oder durch die ZeitarbeitnehmerInnen direkt. Den genauen Ablauf finden Sie unter Prozessablauf Fachkräfteausbildung. Der SWF berät Sie gerne über die jeweiligen Vorteile der Varianten und unterstützt Sie bei allen Schritten.
Im Rahmen der Fachkräfteausbildung nach § 4 der Leistungsordnung werden die Ausbildungskosten unter Einhaltung der übrigen Fördervoraussetzungen durch den SWF rückvergütet, wenn für den Zeitraum der Ausbildung eine Karenzierungsvereinbarung geschlossen wurde und das Arbeitsverhältnis noch ein Monat nach Schulungsende weiterbestanden hat - entweder beim gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser direkt oder durch lückenlose Übernahme durch den Beschäftiger.
Die tatsächlich aufgewendeten Ausbildungskosten werden auch dann rückvergütet, wenn die/der ZeitarbeitnehmerIn vor dem Monat der Behaltefrist das Unternehmen durch ArbeitnehmerInnen-Kündigung, berechtigte Entlassung oder unberechtigten vorzeitigen Austritt verlassen hat.
Wenn die Fachkräfteausbildung während der Ausbildungszeit ohne Verschulden des gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser durch die/den ZeitarbeitnehmerIn abgebrochen wird, können in begründeten Einzelfällen tatsächlich aufgewendete Ausbildungskosten durch Zustimmung im Vorstand rückvergütet werden.
Fragen zum Überbrückungsgeld
Was versteht man unter Überbrückungsgeld?
Der SWF unterstützt gewerbliche Arbeitskräfteüberlasser während überlassungsfreier Zeiten (Stehzeiten) ihrer ZeitarbeitnehmerInnen. Seit 01.01.2015 übernimmt der Fonds gegenüber gewerblichen Arbeitskräfteüberlassungs-Unternehmen 115,5 % der aufgewendeten Bruttolohn-/ Bruttogehaltskosten zwischen zwei Überlassungseinsätzen. Dies gilt für maximal 10 Arbeitstage pro Anlassfall. Voraussetzung ist, dass die/der ZeitarbeitnehmerIn vor der zu fördernden Stehzeit zumindest ein Monat (Beschäftigungsmonat) lang in Ihrem Unternehmen beschäftigt gewesen ist und dieses Arbeitsverhältnis nach Ende des Überbrückungsgeldes noch mindestens ein Monat lang andauert (Behaltemonat).
Wer hat Anspruch auf Überbrückungsgeld vom SWF?
Das Überbrückungsgeld kann vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser beantragt werden, wenn sich dessen ZeitarbeitnehmerInnen auf Stehzeit befinden. Anspruchsberechtigt sind jene Unternehmen, die ihre Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds nach § 22d AÜG (SO-Beiträge) vollständig und pünktlich einbezahlt haben.
Wie kann ich das Überbrückungsgeld beim SWF beantragen?
Das Überbrückungsgeld wird vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser beantragt. Alle notwendigen Schritte finden Sie unter Prozessablauf Überbrückungsgeld. Der SWF berät und unterstützt Sie gerne bei allen Schritten.
Fragen zur Einarbeitungshilfe
Was versteht man unter Einarbeitungsbeihilfe?
Der SWF unterstützt mit der Einarbeitungsbeihilfe, wenn nach einer erfolgreich absolvierten SWF-Fachkräfteausbildung ein Mangel an Berufserfahrung bei einer/einem ZeitarbeitnehmerIn festgestellt wird und aufgrund dessen der Verrechnungssatz für Fachkräfte nicht sofort gegenüber dem Beschäftigerbetrieb in Rechnung gestellt werden kann. Die Einarbeitungsbeihilfe wird für maximal 3 Monate gewährt.
Wer hat Anspruch auf Einarbeitungsbeihilfe durch den SWF?
Die Einarbeitungshilfe kann von allen gewerblichen Arbeitskräfteüberlassern beantragt werden, die ihre Beiträge zum Sozial- und Weiterbildungsfonds nach § 22d AÜG (SO-Beiträge) vollständig und pünktlich einbezahlt haben.
Wie kann ich die Einarbeitungsbeihilfe beantragen?
Die Einarbeitungsbeihilfe wird vom gewerblichen Arbeitskräfteüberlasser beantragt. Alle notwendigen Schritte finden Sie unter Prozessablauf Einarbeitungsbeihilfe. Der SWF berät und unterstützt Sie gerne bei allen Schritten.
Sozial- und Weiterbildungsfonds | Favoritenstraße 93/4/3 | 1100 Wien | Tel +43 1 890 90 84 - 0 | office@swf-akue.at
Über den SWF | Links | Impressum | SWF