Source: https://din18040.de/mvv-technische-baubestimmungen.htm
Timestamp: 2019-04-25 16:51:42
Document Index: 90175265

Matched Legal Cases: ['§ 50', '§ 50', '§ 39', '§ 11', '§ 50', '§ 39']

Auszug aus der Muster - Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen 2017 und eingeführte Technische Baubestimmungen mit
Home Gesetze/ Verordnungen Technische Baubestimmungen
MVV Technische BaubestimmungenDrucken
(Ausgabe 2017/01 mit Druckfehlerkorrektur v. 11.12.2017)
Die Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB) wurde vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) erarbeitet. In die MVV TB gingen die früheren Listen Technischer Baubestimmungen gemeinsam mit anderen Regelungsdokumenten ein. Die MVV TB umfasst nunmehr vier Abschnitte. Sie enthält technische Regeln für die Planung, Bemessung und Konstruktion baulicher Anlagen und ihrer Teile, die bei der Erfüllung der Grundanforderungen an Bauwerke zu beachten sind (Abschnitt A), technische Bestimmungen für Bauteile und Sonderkonstruktionen, die zusätzlich zu beachten sind (Abschnitt B) und weitere Details (Abschnitte C und D).
Die MVV TB werden von den Bundesländern nach und nach in ihre VVTB umgesetzt, die dann die bisher geltenden Listen Technischer Baubetimmungen ablösen.
Die Regelungen, die für die Barrierefreiheit von Gebäuden und Anlagen relevant sind, behandelt Abbschnitt A4 der VVTB. Der Abschnitt trifft Aussagen zur Gültigkeit der Richtlinien der DIN 18040-1 und 2 (Barrierefreies Planen und Bauen in öffentlichen Gebäuden und Wohnungen) sowie der DIN 18065 (Gebäudetreppen)
Umsetzung der Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen in den Bundesländern
Auszüge aus Verwaltungsvorschriften der Technischen Baubestimmungen (VVTB) bzw. der teilweise noch geltenden Listen Technischer Baubestimmungen (LTB) der jeweiligen Bundesländer - im Zusammenhang mit den relevanten Normen zum barrierefreien Bauen - finden Sie auf unseren Bauordnungsseiten der Bundesländer.
Auszug aus der Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB)
Zur DIN 18065
1 Von der Einführung ausgenommen ist die Anwendung auf Treppen in Wohngebäuden der Gebäudeklasse 1 und 2 und in Wohnungen.
2 Bauaufsichtliche Anforderungen an den Einbau von Treppenliften in Treppenräumen notwendiger Treppen in bestehenden Gebäuden: Durch den nachträglichen Einbau eines Treppenlifts im Treppenraum darf die Funktion der notwendigen Treppe als Teil des ersten Rettungswegs und die Verkehrssicherheit der Treppe grundsätzlich nicht beeinträchtigt werden. Der nachträgliche Einbau eines Treppenlifts ist zulässig, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
2. Die Mindestlaufbreite der Treppe von 100 cm darf durch die Führungskonstruktion nicht wesentlich unterschritten werden; eine untere Einschränkung des Lichtraumprofils (s. Bild 5) von höchstens 20 cm Breite und höchstens 50 cm Höhe ist hinnehmbar, wenn die Treppenlauflinie (s. Ziffer 3.6) oder der Gehbereich (s. Ziffer 9) nicht verändert wird. Ein Handlauf muss zweckentsprechend genutzt werden können.
DIN 18065 Inhalt
Die Einführung bezieht sich auf die baulichen Anlagen oder die Teile baulicher Anlagen, die nach § 50 Abs. 2 MBO barrierefrei sein müssen. Bei der Anwendung der Technischen Baubestimmung ist Folgendes zu beachten:
- Wohnungen, soweit sie nach § 50 Abs. 1 MBO barrierefrei sein müssen, und
- Wohnungen und Aufzüge, soweit sie nach § 39 Abs. 4 Satz 3 MBO stufenlos erreichbar sein müssen.
- Beherbungsräume einschließlich der zugehörigen Sanitärräume, soweit sie nach § 11 MBeVO barriereferei sein müssen.
1. Die Abschnitte 4.3.6 und 4.4 sowie alle Anforderungen mit der Kennzeichnung "R" sind von der Einführung ausgenommen.
2. Für Wohnungen nach § 50 Abs. 1 MBO genügt es, wenn ein Fenster eines Aufenthaltsraums Abschnitt 5.3.2 Satz 2 entspricht.
3. Für die stufenlose Erreichbarkeit nach § 39 Abs. 4 MBO genügt es, wenn Eingänge Abschnitt 4.3.3.2 Tabelle 1 Zeile 1, Bewegungsflächen an Türen Abschnitt 4.3.3.4 und Rampen Abschnitt 4.3.7 entsprechen.
4. Für Beherbungsräume, die einschließlich der zugehörigen Sanitärräume den Grundanforderungen an barrierefrei nutzbare Wohnungen entsprechen müssen, gilt Abschnitt 5 ohne Anforderungen mit der Kennzeichnung "R".
5. Für Beherbergungsräume, die einschließlich der zugehörigen Sanitärräume barrierefrei sein und uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar sein müssen, gilt Abschnitt 5 mit den Anforderungen mit der Kennzeichnung "R". Zusätzlich muss das WC-Becken beidseitig anfahrbar sein; bei mehr als einem Beherbungsraum für uneingeschränkte Rollstuhlnutzung können die Zugangsseiten für die WC-Becken abwechselnd rechts oder links vorgesehen werden. In der Nähe des WC-Beckens muss eine Notrufanlage vorgesehen werden. Abweichend von Abschnitt 5.5.1. sind Stütz- oder Haltegriffe neben dem WC-Becken sowie im Bereich der Dusche schon bei der Errichtung vorzusehen - dabei kann es sich auch um Ausführungen handeln, die bei Bedarf montiert werden.
Zu DIN 18040-3
Diese Norm ist nicht Bestandteil der Technischen Baubestimmungen
Seite wurde in 0,0493 Sekunden generiert.