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Timestamp: 2019-07-20 15:36:19
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Matched Legal Cases: ['§ 13', '§ 13', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 49', '§ 49', '§ 1', '§ 5']

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Publiziert am 4. Mai 2014 von Christian Wieland
Steuerberater online: Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft
Das Einkommensteuergesetz unterscheidet sieben Einkunftsarten. Die Zuordnung von Einkünften zu einer der Einkunftsarten ist aus mehreren Gründen von Bedeutung. Zum einen sind Einkünfte nur dann steuerbar, wenn sie einer der Einkunftsarten zuzuordnen sind. Zudem bestimmt sich aus der Zuordnung zu einer der Einkunftsarten, nach welcher Methode die Einkünfte zu ermitteln sind (Gewinnermittlung bzw. Einnahmenüberschussrechnung). Auch die Freibeträge und Freigrenzen unterscheiden sich in den verschiedenen Einkunftsarten. Die Gewerbesteuer fällt ausschließlich auf Einkünfte aus Gewerbebetrieb an. Je nach der Zuordnung der Einkünfte zu einer der Einkunftsarten kann also die Steuerbelastung sehr unterschiedlich ausfallen.
Bei dieser Einkunftsart werden Einkünfte aus solchen Tätigkeiten erfasst, die darauf abzielen, die natürlichen Kräfte des Bodens planmäßig zu nutzen und die daraus gewonnenen Erzeugnisse zu verwerten. Das Einkommensteuergesetz enthält keine Definition der Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, sondern zählt Betätigungen auf, die steuerlich als Ausübung einer Land- und Forstwirtschaft zu werten sind. Hierzu gehören Einkünfte aus dem selbständigen Betrieb von
•	Weinbau
•	Tierzucht (innerhalb bestimmter Grenzen)
•	Tierhaltung (innerhalb bestimmter Grenzen).
Ebenfalls zu Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft gehören Einkünfte aus Nebenbetrieben, die dem land- und forstwirtschaftlichen Hauptbetrieb dienen (z.B. Molkereien oder Brennereien) sowie Gewinne aus der Veräußerung oder Aufgabe von Betrieben oder Teilbetrieben der Land- und Forstwirtschaft.
Voraussetzungen für Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft
Für die Beurteilung der Tätigkeit ist grundsätzlich unerheblich, ob sie durch den Eigentümer des Grund und Bodens, einen Nießbraucher oder einen Pächter durchgeführt wird. Voraussetzung für das Vorliegen von Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft ist, dass der Steuerpflichtige die Tätigkeit selbständig, nachhaltig und mit Gewinnerzielungsabsicht ausübt und eine Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr vorliegt (analog zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb).
Besonderheiten land- und forstwirtschaftlicher Einkünfte
Die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft werden bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Einkünfte nur berücksichtigt, soweit sie den Betrag von 670 Euro übersteigen. Dieser Freibetrag ist nur anzuwenden, wenn die Summe der Einkünfte 30.700 Euro nicht übersteigt. Im Fall der Zusammenveranlagung von Ehegatten verdoppeln sich beide Beträge.
Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen möglich. Diese Voraussetzungen sind in § 13a des Einkommensteuergesetzes zu finden.
Das Wirtschaftsjahr ist bei Land- und Forstwirten der Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni. Durch Rechtsverordnung kann für einzelne Gruppen von Land- und Forstwirten ein anderer Zeitraum bestimmt werden, wenn das aus wirtschaftlichen Gründen erforderlich ist.
Abgrenzung zwischen land- und forstwirtschaftlicher und gewerblicher Tätigkeit
Ob eine land- und forstwirtschaftliche Tätigkeit oder ein Gewerbebetrieb vorliegt, ist nach dem Gesamtbild der Verhältnisse zu beurteilen. Ausschlaggebend ist dabei insbesondere, ob die Nutzung der natürlichen Kräfte des Bodens im Vordergrund steht.
Bei der Tierhaltung oder –zucht kommt es darauf an, ob der Steuerpflichtige die von ihm gehaltenen Tiere aus den Früchten seines Bodens theoretisch ernähren könnte. Überschreitet die Anzahl der Tiere bei der Tierzucht und –haltung bestimmte Schwellenwerte gemäß § 13 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG, so liegen Einkünfte aus Gewerbebetrieb vor, weil nicht mehr von einer alleinigen Verwertung der natürlichen Kräfte des Bodens ausgegangen werden kann.
Publiziert am 28. April 2014 von Christian Wieland
Steuerberater online: Die verschiedenen Formen der persönlichen Einkommensteuerpflicht
Im Einkommensteuerrecht werden fünf Formen der persönlichen Steuerpflicht unterschieden, von denen die bedeutsamsten die unbeschränkte Steuerpflicht nach § 1 Abs. 1 EStG und die beschränkte Steuerpflicht nach § 1 Abs. 4 EStG sind. Einkommensteuerpflichtig können nur natürliche Personen sein.
Die unbeschränkte Steuerpflicht nach § 1 Abs. 1 EStG setzt voraus, dass die natürliche Person ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Inland hat. Hat sie mehrere Wohnsitze, so reicht es für die unbeschränkte Steuerpflicht aus, wenn einer dieser Wohnsitze im Inland liegt. Unter „Inland“ ist das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zu verstehen.
Die unbeschränkte Einkommensteuerpflicht erstreckt sich auch auf deutsche Staatsangehörige, die zwar im Inland weder Wohnsitz noch gewöhnlichen Aufenthalt haben, jedoch zu einer inländischen juristischen Person des öffentlichen Rechts in einem aktiven Dienstverhältnis stehen und Lohn aus einer inländischen öffentlichen Kasse beziehen.
§ 1 Abs. 3 EStG räumt ein Wahlrecht ein, nach dem sich Personen ohne Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Inland unter bestimmten Voraussetzungen als unbeschränkt steuerpflichtig behandeln lassen können, soweit sie inländische Einkünfte erzielen. Das Wahlrecht muss für jedes Kalenderjahr erneut ausgeübt werden. Voraussetzung der Wahlrechtsausübung ist, dass die weltweiten Einkünfte im Kalenderjahr zu mindestens 90 % der deutschen Einkommensteuer unterliegen oder die nicht der deutschen Einkommensteuer unterliegenden Einkünfte den Grundfreibetrag in Höhe von 8.004 Euro nicht überschreiten.
Die beschränkte Steuerpflicht nach § 1 Abs. 4 EStG knüpft an Quellen im Inland an. Natürliche Personen, die weder Wohnsitz noch gewöhnlichen Aufenthalt im Inland haben, sind nur steuerpflichtig, wenn sie inländische Einkünfte im Sinne des § 49 EStG erzielen. Das wesentliche Merkmal der beschränkten Steuerpflicht ist, dass nur die inländischen Einkünfte zur Einkommensteuer herangezogen werden. Welche Einkünfte als inländische Einkünfte gelten, ist in § 49 EStG abschließend aufgezählt. Die persönlichen Verhältnisse des Steuerpflichtigen bleiben bei dieser Form weitgehend unberücksichtigt; es obliegt dem Wohnsitzstaat, diesen Verhältnissen Rechnung zu tragen.
Die beschränkte Steuerpflicht nach § 1 Abs. 4 EStG wird durch § 5 des Außensteuergesetzes für solche Personen erweitert, die
Publiziert am 13. April 2014 von Christian Wieland
Buchführung und Bilanz: Wann außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen werden dürfen
Abschreibungen können einen bedeutenden Faktor in Buchführung und Bilanz darstellen. Neben den planmäßigen Abschreibungen im Handels – und Steuerrecht besteht auch die Möglichkeit einer außerplanmäßigen Abschreibung, die aus dem sogenannten Niederstwertprinzip folgt.
Außerplanmäßige Abschreibungen resultieren aus dem Niederstwertprinzip — sie können das Umlaufvermögen und das abnutzbare oder nicht abnutzbare Anlagevermögen betreffen. Planmäßige Abschreibungen hingegen betreffen lediglich das abnutzbare Anlagevermögen.
Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen
Eine außerplanmäßige Abschreibung ist vorgesehen bei nicht betriebsgewöhnlichen Abnutzungen des Anlagevermögens. Das kann z.B. die Beschädigung eines Autos aus dem Fuhrpark durch einen Unfall sein oder der Ersatz einer Maschine, die durch ein neueres, viel effektiveres Modell wirtschaftlich nicht mehr lohnend ist. Wenn der Wertverlust dauerhaft ist, dann muss die Abschreibung den genauen Wertverlust des Wirtschaftsgutes erfassen, um am Jahresende in der Bilanz keine falschen Vermögenswerte anzuzeigen. Hierbei gibt es keine Vorgaben durch die Finanzämter; vielmehr muss der tatsächliche und dauerhafte Wertverlust, der durch das Ereignis eingetreten ist, erfasst und nachgewiesen werden.
Steuerrechtliche Teilwertabschreibungen
Im Steuerrecht entsprechen den außerplanmäßigen Abschreibungen des Handelsrechtes die sogenannten Teilwertabschreibungen. Laut Einkommensteuergesetz handelt es sich dabei um den Betrag, den ein Erwerber des gesamten Unternehmens im Rahmen des Gesamtkaufpreises des Unternehmens dem jeweiligen Wirtschaftsgut zubilligen würde.
Publiziert am 6. April 2014 von Christian Wieland
Buchführung und Bilanz: Welche Abschreibungsmethoden steuerrechtlich zulässig sind
Abschreibungen können einen bedeutenden Faktor in Buchführung und Bilanz darstellen. Dieser Artikel erläutert die verschiedenen Methoden der steuerrechtlichen Abschreibung, im Einkommensteuergesetz Absetzung für Abnutzung (AfA) genannt.
Zweck steuerlicher Abschreibungen
Analog zu den handelsrechtlichen Abschreibungen dient die Absetzung für Abnutzung dazu, den „Werteverzehr“ eines Vermögensgegenstandes im Rechnungswesen abzubilden und verteilt die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von Anlagevermögen auf die Dauer der Nutzung. Der Werteverzehr verringert die Einkünfte, die wiederum Grundlage des zu versteuernden Einkommens sind. Bedingung dabei ist, dass die Nutzungsdauer des Gutes mehr als ein Jahr beträgt und dass es sich nicht um ein geringwertiges Wirtschaftsgut handelt. Die Absetzung für Abnutzung richtet sich nach der Höhe der Anschaffungs- oder Herstellungskosten und der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.
Steuerrechtlich zulässige Abschreibungsmethoden
Das Steuerrecht sieht grundsätzlich nur die lineare Abschreibungsmethode vor. Für die Veranlagungszeiträume 2009 und 2010 wurde allerdings die geometrisch-degressive Abschreibungsmethode wieder zugelassen.
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer ist in der entsprechenden AfA-Tabelle des Bundesministeriums der Finanzen festgelegt. Diese wird alle zwei Jahre aktualisiert und kann online unter http://www.bundesfinanzministerium.de aufgerufen werden. Die AfA-Tabellen stellen keine bindende Rechtsnorm dar, allerdings werden die in den AfA-Tabellen festgelegten Abschreibungssätze sowohl von der Rechtsprechung, der Verwaltung als auch der Wirtschaft allgemein anerkannt.
Als geringwertig werden Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis maximal 1.000,00 Euro netto bezeichnet. Für diese gelten bei der Abschreibung besondere Regeln.
Buchführung und Bilanz: Welche Abschreibungsmethoden existieren und wie sie gestaltet sind
Abschreibungen können einen bedeutenden Faktor in Buchführung und Bilanz darstellen. Dieser Artikel erläutert die verschiedenen Methoden der handelsrechtlichen Abschreibung.
Welchen Zweck haben Abschreibungen?
Abschreibungen bilden den „Werteverzehr“ bzw. die Abnutzung eines Vermögensgegenstandes im Rechnungswesen ab und verteilen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten von Anlagevermögen auf die Jahre der Nutzung. Dabei kann der Wertverlust durch allgemeine Gründe wie Alterung und Verschleiß oder durch spezielle Gründe wie einen Unfallschaden oder Preisverfall veranlasst sein. Die Abschreibung wird als Aufwand in der Gewinnermittlung berücksichtigt.
Wie wird die Abschreibungsbasis ermittelt?
Zur Ermittlung der Abschreibungen muss die Nutzungsdauer der Wirtschaftsgüter prognostiziert werden. Ebenso müssen der Anschaffungspreis, eventuell erhöht um Anschaffungsnebenkosten, sowie der Restwert am Ende der Nutzungsdauer festgelegt werden. Die Differenz aus Anschaffungspreis (zzgl. eventueller Anschaffungsnebenkosten) und Restwert bildet die Abschreibungsbasis, die auf die Nutzungsdauer zu verteilen ist.
Abschreibungen können in Abhängigkeit von der Dauer der voraussichtlichen Nutzung oder in Abhängigkeit von der verrichteten Leistung vorgenommen werden. Handelsrechtlich sind folgende Methoden für planmäßige Abschreibungen zulässig:
1.	Degressive Abschreibung
Die degressiven Abschreibungsmethoden gehen davon aus, dass der Werteverzehr allein vom Zeitablauf abhängt und von Periode zu Periode abnimmt. Unter Berücksichtigung weiterer Annahmen lassen sich folgende Arten der degressiven Abschreibung unterscheiden:
Progressive Abschreibungsmethoden
Die progressiven Abschreibungsverfahren gehen davon aus, dass das Ausmaß des Werteverzehrs von Periode zu Periode zunimmt. Unter Berücksichtigung weiterer Annahmen lassen sich zwei Arten der progressiven Abschreibung unterscheiden:
Mengenorientierte Abschreibungsmethode
Die vorgenannten Abschreibungsverfahren basieren auf der Annahme, dass allein der Zeitablauf den Werteverzehr eines Wirtschaftsgutes bedingt. Im Gegensatz dazu liegt der mengenorientierten Abschreibungsmethode die Annahme zugrunde, dass der Nutzungsverschleiß den Werteverzehr herbeiführt und sich die Abschreibungsbeträge verschiedener Perioden wie die Ausbringungsmengen dieser Perioden zueinander verhalten.
Es besteht die Möglichkeit, während der Nutzungsdauer ein Mal von der degressiven zur linearen Abschreibung zu wechseln. Dieser Wechsel wird häufig vorgenommen, damit der Anlagegegenstand nach dem Ablauf seiner Nutzungsdauer keinen Restbuchwert mehr aufweist.
Verdeckte Einlagen dürfen das Einkommen nicht erhöhen
Für die Ermittlung des Jahresüberschusses ist es unerheblich, ob und wie das Einkommen verwendet wird. Daher ist der Jahresüberschuss, der die Ausgangsgröße für die Ermittlung des zu versteuernden Einkommens bildet, bei der Erstellung des Jahresabschlusses um bestimmte Vorgänge zu korrigieren. Hierzu gehören steuerfreie Einnahmen, nicht abziehbare Betriebsausgaben sowie Vorgänge, die durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst sind, d.h. verdeckte Gewinnausschüttungen und verdeckte Einlagen.
Genau wie Gewinnausschüttungen können Einlagen verdeckt oder offen erfolgen. Voraussetzung für eine Einlage ist das Vorliegen eines einlagefähigen Wirtschaftsgutes, d.h. eines bilanzierungsfähigen materiellen oder immateriellen Wirtschaftsgutes. Als „offene“ Einlagen werden solche Einlagen bezeichnet, die den gesellschaftsrechtlichen Vorschriften entsprechen. In der Regel werden diese Einlagen handelsrechtlich erfolgsneutral verbucht, sodass sie keine Ergebniskorrektur erfordern. Soweit eine offene Einlage jedoch erfolgswirksam erfasst wurde, ist das Ergebnis einer Kapitalgesellschaft entsprechend zu reduzieren.
Von verdeckten Einlagen hingegen spricht man, wenn ein Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft außerhalb der gesellschaftsrechtlichen Einlagen einen einlagefähigen Vermögensvorteil zuwendet und diese Zuwendung durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist.
Die Problematik der verdeckten Einlage ergibt sich aus der Trennung der Vermögenssphäre der Kapitalgesellschaft und ihrer Anteilsinhaber. Aufgrund der eigenen Rechtssubjektivität der Kapitalgesellschaft kann der Anteilsinhaber neben gesellschaftsrechtlichen auch zivilrechtliche Beziehungen zur Gesellschaft begründen, die grundsätzlich steuerlich anzuerkennen sind.
Voraussetzungen für eine verdeckte Einlage
Das Körperschaftsteuergesetz geht von einer verdeckten Einlage aus, wenn ein Geschäftsvorfall alle folgenden drei Merkmale erfüllt:
•	Unmittelbare oder mittelbare Zuwendung eines Vermögensvorteils, d.h. entweder durch den Anteilsinhaber selbst oder durch eine ihm nahestehende natürliche oder juristische Person;
•	Einlagefähigkeit des Vermögensvorteils, d.h. es handelt sich um ein bilanzierungsfähiges materielles oder immaterielles Wirtschaftsgut; und
•	Veranlassung durch das Gesellschaftsverhältnis.
Bloße Unterpreisüberlassungen von Wirtschaftsgütern zur Nutzung oder zum Gebrauch sowie unentgeltliche bzw. niedrig entgeltliche Dienstleistungen des Gesellschafters an die Gesellschaft sind demnach nicht einlagefähig; es sei denn, der Vermögensvorteil ist im Zeitpunkt der Zuwendung bereits konkretisiert, d.h. es liegt nicht ein Verzicht auf ein Entgelt, sondern ein Verzicht auf eine Erstattung vor, die zum Zeitpunkt des Verzichtes bereits als Verbindlichkeit auszuweisen wäre, wenn eine Bilanz erstellt würde. Mit einer verdeckten Einlage ist also insoweit stets eine Erhöhung der Aktiva oder eine Verminderung der Passiva verbunden.
Korrekturen bei Vorliegen einer verdeckten Einlage
Während offene Einlagen grundsätzlich erfolgsneutral verbucht werden, sind verdeckte Einlagen in der Regel handelsrechtlich als Ertrag behandelt worden und deshalb zur Ermittlung des steuerlichen Gewinns im Betrag ihrer Einkommenswirkung außerbilanziell zu kürzen.
Neben der außerbilanziellen Kürzung des Einkommens bei der Gesellschaft muss ebenfalls eine Korrektur der Anschaffungskosten bzw. des Buchwertes der Anteile bei dem Gesellschafter erfolgen. In Höhe der verdeckten Einlage sind die Anschaffungskosten oder der Buchwert an der Beteiligung an der Gesellschaft zu erhöhen.
Wird beim Anteilsinhaber eine verdeckte Einlage festgestellt und kann die Veranlagung beim Anteilsinhaber noch geändert werden, sieht das Körperschaftsteuergesetz eine Änderung der Veranlagung der Kapitalgesellschaft zwecks korrespondierender Erfassung der verdeckten Einlage vor. Kann die Veranlagung des Anteilsinhabers nicht mehr geändert werden und ist bei diesem eine Gewinnminderung eingetreten, ist die verdeckte Einlage bei der Kapitalgesellschaft als Betriebseinnahme zu erfassen.