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Timestamp: 2016-10-21 18:36:52
Document Index: 329295430

Matched Legal Cases: ['Art. 97', 'Art. 103', 'Art. 104', 'Art. 105', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 68', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 38', 'BGE', 'Art. 68', 'BGE', 'Art. 38', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 68', 'Art. 68', 'Art. 38', 'Art. 68', 'Art. 68', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'BGE', 'BGE', 'Art. 41']

Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Guido Hensch, Genferstrasse 23, Postfach 249, 8027 Z�rich,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 4. Abteilung, 4. Kammer, vom 23. Oktober 2002.
X.________, geboren 1968, wurde mit Entscheid des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 7. M�rz 1996 wegen mehrfacher Urkundenf�lschung zu 15 Monaten Gef�ngnis, abz�glich 15 Tage erstandener Untersuchungshaft, verurteilt. Er verb�sste die Strafe - zusammen mit einem Strafrest von 8 Monaten und 18 Tagen Gef�ngnis gem�ss Entscheid des Pr�sidenten der Strafvollzugskommission des Kantons Basel-Stadt sowie 41 Tagen Haft gem�ss vier Bussenumwandlungen durch das Statthalteramt Z�rich - ab 18. November 1996.
Gem�ss Verf�gung vom 21. Januar 1998 wurde X.________ am 22. M�rz 1998 bedingt aus dem Strafvollzug entlassen, unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren.
Mit Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Z�rich vom 4. November 1999 wurde X.________ wegen Verletzung von Verkehrsregeln, Vereitelung einer Blutprobe und weiteren Strassenverkehrsdelikten zu einer unbedingt vollziehbaren Gef�ngnisstrafe von 90 Tagen verurteilt. Der Strafvollzugsdienst des Kantons Z�rich verzichtete mit Verf�gung vom 20. Januar 2000 auf einen Widerruf der bedingten Entlassung vom 22. M�rz 1998, verl�ngerte aber die Probezeit f�r den Vollzug der Reststrafe von 253 Tagen um ein Jahr.
Mit Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Z�rich vom 22. September 2000 wurde X.________ wegen einfacher K�rperverletzung und T�tlichkeit, begangen am 18. Dezember 1999, zu einer unbedingt vollziehbaren Gef�ngnisstrafe von 4 Tagen verurteilt.
B.a Das Amt f�r Justizvollzug des Kantons Z�rich ordnete mit Verf�gung vom 10. Juni 2002 den Widerruf der bedingten Entlassung vom 22. M�rz 1998 und den Vollzug der Reststrafe von 239 Tagen Gef�ngnis an.
Der Rechtsvertreter von X.________ reichte am 11. Juni 2002 eine Stellungnahme ein, die als Wiedererw�gungsgesuch behandelt wurde. Im Rahmen von dessen Beurteilung wurde nachtr�glich das rechtliche Geh�r gew�hrt.
Das Amt f�r Justizvollzug ordnete in seinem Wiedererw�gungsentscheid vom 27. Juni 2002 wiederum den Widerruf der bedingten Entlassung und den Vollzug der Reststrafe von 239 Tagen an.
B.b Am 23. August 2002 wies die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Z�rich den von X.________ erhobenen Rekurs ab.
B.c Das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich wies am 23. Oktober 2002 die von X.________ eingereichte Beschwerde ab.
X.________ f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht mit dem Antrag, der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 23. Oktober 2002 sei aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Zudem ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Das Verwaltungsgericht beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, und verzichtet im �brigen auf Vernehmlassung.
Mit R�cksicht auf das Gesuch um aufschiebende Wirkung wurde diese superprovisorisch bewilligt.
1.1 Letztinstanzliche kantonale Entscheide �ber Fragen des nachtr�glichen Strafvollzugs unterliegen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht (Art. 97 Abs. 1, 98 lit. g OG). Der Beschwerdef�hrer hat als unmittelbar Betroffener ein schutzw�rdiges Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheides und ist daher zur Beschwerde legitimiert (Art. 103 lit. a OG). Die Beschwerde ist rechtzeitig erhoben worden. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
1.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht aller Stufen, also auch von Bundesverfassungsrecht, sowie �berschreitung und Missbrauch des Ermessens, nicht aber Unangemessenheit ger�gt werden (Art. 104 OG). Nachdem als Vorinstanz eine richterliche Beh�rde entschieden hat, ist das Bundesgericht an die Feststellung des Sachverhalts gebunden, soweit dieser nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften ermittelt worden ist (Art. 105 Abs. 2 OG).
Begeht der bedingt Entlassene w�hrend der Probezeit eine strafbare Handlung, f�r die er zu einer drei Monate �bersteigenden und unbedingt zu vollziehenden Freiheitsstrafe verurteilt wird, so ordnet die zust�ndige Beh�rde die R�ckversetzung an. Wird der Entlassene zu einer milderen oder zu einer bedingt zu vollziehenden Strafe verurteilt, so kann die zust�ndige Beh�rde von der R�ckversetzung Umgang nehmen (Art. 38 Ziff. 4 Abs. 1 StGB).
2.1 Der Beschwerdef�hrer wurde am 22. M�rz 1998 bedingt aus dem Strafvollzug entlassen, unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren. W�hrend der Probezeit ver�bte er mehrere Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz, wof�r er durch Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft vom 4. November 1999 zu einer unbedingt vollziehbaren Gef�ngnisstrafe von 90 Tagen verurteilt wurde. Die zust�ndige Beh�rde verzichtete auf den Widerruf der bedingten Entlassung, verl�ngerte aber die Probezeit f�r den Vollzug der Reststrafe um ein Jahr. Am 18. Dezember 1999, mithin w�hrend der Probezeit und weniger als zwei Jahre nach deren Beginn, ver�bte der Beschwerdef�hrer eine einfache K�rperverletzung und eine T�tlichkeit, wof�r er durch Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft vom 22. September 2000 zu einer unbedingt vollziehbaren Gef�ngnisstrafe von 4 Tagen verurteilt wurde.
Der Beschwerdef�hrer hat somit w�hrend der Probezeit strafbare Handlungen begangen, f�r welche er durch zwei (in Rechtskraft erwachsene) Strafbefehle zu unbedingt vollziehbaren Gef�ngnisstrafen von 90 Tagen beziehungsweise von vier Tagen, also von insgesamt 94 Tagen und damit von mehr als drei Monaten, verurteilt worden ist.
2.2 Das Verwaltungsgericht vertritt in seiner Mehrheit die Auffassung, dass unter den gegebenen Umst�nden der Widerruf der bedingten Entlassung und die R�ckversetzung in den Strafvollzug gest�tzt auf Art. 38 Ziff. 4 Abs. 1 Satz 1 StGB zwingend anzuordnen sind. Im angefochtenen Urteil wird auch die abweichende Meinung einer Minderheit der Kammer zu Protokoll gegeben, wonach sich im vorliegenden Fall die Annahme verbiete, dass infolge des Zusammenrechnens der beiden ausgesprochenen Freiheitsstrafen die Voraussetzungen f�r einen zwingenden Widerruf der bedingten Entlassung gem�ss Art. 38 Ziff. 4 Abs. 1 Satz 1 StGB erf�llt seien.
3.1 Art. 38 Ziff. 4 Abs. 1 Satz 1 StGB regelt den Fall, dass der bedingt Entlassene w�hrend der Probezeit eine strafbare Handlung begeht, f�r die er zu einer drei Monate �bersteigenden und unbedingt zu vollziehenden Freiheitsstrafe verurteilt wird. Das Gesetz regelt nicht ausdr�cklich, wie es sich verh�lt, wenn der bedingt Entlassene w�hrend der Probezeit mehrere strafbare Handlungen begeht, f�r die er durch mehrere Urteile zu unbedingt vollziehbaren, drei Monate nicht �bersteigenden Freiheitsstrafen verurteilt wird, welche insgesamt drei Monate �berschreiten. Die Frage, wie mehrere strafbare Handlungen und mehrere Freiheitsstrafen bei der Anwendung von Art. 38 Ziff. 4 Abs. 1 StGB zu ber�cksichtigen seien, wurde weder in der Botschaft des Bundesrates (BBl 1965 I 561 ff., 569) noch in den eidgen�ssischen R�ten (AB 1967 S 53 f., AB 1969 N 100 f.) angeschnitten (siehe dazu das Urteil des Kassationshofes vom 20. April 1989, auszugsweise wiedergegeben in AGVE 1989 Nr. 28).
In der Lehre wird unter Hinweis auf das in AGVE 1989 Nr. 28 auszugsweise wiedergegebene Urteil des Bundesgerichts vom 20. April 1989 die Auffassung vertreten, dass bei Ausf�llung von mehreren Freiheitsstrafen wegen Delikten, welche der bedingt Entlassene w�hrend der Probezeit beging, auf deren Gesamtdauer abzustellen und somit der Widerruf der bedingten Entlassung gest�tzt auf Art. 38 Ziff. 4 Abs. 1 Satz 1 StGB zwingend ist, wenn die Gesamtdauer der mehreren unbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafen drei Monate �bersteigt (Trechsel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kurzkommentar, 2. Aufl. 1997, N. 16 zu Art. 38 StGB; Rehberg, Strafrecht II, 7. Aufl. 2001, S. 34; Andrea Baechtold, Basler Kommentar, Strafgesetzbuch I, 2003, N. 37 zu Art. 38 StGB).
Das in AGVE 1989 Nr. 28 auszugsweise wiedergegebene Urteil des Kassationshofes vom 28. April 1989 betraf den Fall einer bedingt entlassenen Person, die f�r die w�hrend der Probezeit begangenen Straftaten durch vier Urteile zu unbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafen von 70 Tagen, 7 Tagen, 7 Tagen und 30 Tagen, mithin von insgesamt 114 Tagen, verurteilt worden war. Der Kassationshof hatte sich vor allem mit dem Einwand des Betroffenen zu befassen, dass der Widerruf der bedingten Entlassung nur dann gem�ss Art. 38 Ziff. 4 Abs. 1 Satz 1 StGB zwingend sei, wenn der bedingt Entlassene wegen einer w�hrend der Probezeit begangenen Straftat durch ein Urteil zu einer drei Monate �bersteigenden, unbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe verurteilt werde, dass mithin die Zusammenrechnung der durch mehrere Urteile ausgesprochenen unbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafen nicht zul�ssig sei. Dem letztgenannten Einwand hielt der Kassationshof entgegen, dass es in F�llen, in denen ein T�ter mehrere strafbare Handlungen begangen habe, oft von zeitlichen und �rtlichen Zuf�lligkeiten in der Strafverfolgung und gerichtlichen Beurteilung abh�nge, ob mehrere kurze Freiheitsstrafen oder eine Gesamtstrafe ausgesprochen werde. So sei es beispielsweise m�glich, dass ein T�ter f�r zwei w�hrend der Probezeit ver�bte Delikte zu je 21/2 Monaten Gef�ngnis und ein anderer T�ter wegen derselben Straftaten zu einer Gesamtstrafe von f�nf Monaten Gef�ngnis verurteilt werde. Inwiefern eine Besserstellung des T�ters, dessen strafbare Handlungen einzeln beurteilt werden, gegen�ber demjenigen, der eine Gesamtstrafe erhalte, gerechtfertigt w�re, sei nicht einzusehen. Art. 38 Ziff. 4 Abs. 1 StGB bringe zum Ausdruck, dass die R�ckversetzung anzuordnen sei, wenn der bedingt Entlassene das in ihn gesetzte Vertrauen entt�uscht habe. Dies k�nne bei der Ver�bung eines einzigen schwerwiegenden Delikts ebenso gut der Fall sein wie bei der Begehung von mehreren leichteren Straftaten. Auch unter diesem Gesichtspunkt sei beim Entscheid, ob eine drei Monate �bersteigende Freiheitsstrafe gem�ss Art. 38 Ziff. 4 Abs. 1 Satz 1 StGB vorliege, eine Gesamtbeurteilung aller w�hrend der Probezeit ver�bten strafbaren Handlungen vorzunehmen. Dies ergebe sich auch aus Art. 68 Ziff. 2 StGB (betreffend die retrospektive Konkurrenz), welcher nach der Rechtsprechung (BGE 109 IV 90 E. 2b S. 92, mit Hinweisen) den Zweck verfolge, dass der T�ter durch die Aufteilung der Strafverfolgung in mehrere Verfahren nicht benachteiligt und soweit als m�glich auch nicht besser gestellt werde. Daher habe die kantonale Instanz ohne Verletzung von Bundesrecht annehmen d�rfen, dass die gesamte Strafdauer bei einer Verurteilung oder aber bei mehreren Verurteilungen etwa gleich lang ausgefallen w�re (AGVE 1989 Nr. 28 S. 206 f.).
3.2 Aus den Erw�gungen im genannten Bundesgerichtsentscheid zieht der Beschwerdef�hrer mit der Minderheit des Verwaltungsgerichts die Schlussfolgerung, beim Entscheid �ber den Widerruf der bedingten Entlassung gem�ss Art. 38 Ziff. 4 Abs. 1 Satz 1 StGB sei so zu verfahren, wie wenn alle von ihm in der Probezeit ver�bten Straftaten gleichzeitig beurteilt worden w�ren. Daher sei zu pr�fen, welche Strafe in diesem Fall ausgesprochen worden w�re. Es sei wahrscheinlich, dass auch in diesem Fall, d.h. unter Mitber�cksichtigung der Straftaten der einfachen K�rperverletzung und der T�tlichkeit (f�r welche er zu vier Tagen Gef�ngnis verurteilt worden sei), eine Gef�ngnisstrafe von 90 Tagen ausgef�llt worden w�re, zumal nach der Rechtsprechung bei der Strafzumessung auch zu ber�cksichtigen sei, dass eine drei Monate �bersteigende, unbedingt vollziehbare Freiheitsstrafe gem�ss Art. 38 Ziff. 4 Abs. 1 Satz 1 StGB zwingend zum Widerruf der bedingten Entlassung f�hre, was im vorliegenden Fall den Vollzug einer Reststrafe von 239 Tagen Gef�ngnis zur Folge habe.
3.3 Es ist durchaus denkbar, dass der Richter, welcher den ersten Strafbefehl erliess, auch dann eine Gef�ngnisstrafe von 90 Tagen ausgesprochen h�tte, wenn neben den beurteilten Straftaten zus�tzlich die einfache K�rperverletzung und die T�tlichkeit, welche im konkreten Fall offensichtlich Bagatelldelikte waren, Gegenstand des ersten Verfahrens gewesen w�ren. Es ist auch denkbar, dass der Richter, welcher den zweiten Strafbefehl erliess, f�r die von ihm zu beurteilenden Straftaten der einfachen K�rperverletzung und der T�tlichkeit keine Zusatzstrafe beziehungsweise eine Zusatzstrafe Null ausgef�llt h�tte (siehe dazu BGE 102 IV 239), wenn diese Straftaten vor Erlass des ersten Strafbefehls, der mangels Einsprache in Rechtskraft erwachsen ist, begangen worden, aber erst nachtr�glich bekannt geworden und somit die Voraussetzungen von Art. 68 Ziff. 2 StGB (betreffend die retrospektive Konkurrenz) erf�llt gewesen w�ren. Denn nach der Rechtsprechung hat der Richter bei der Strafzumessung auch die Rechtsfolgen zu ber�cksichtigen, die sich aus einem bestimmten Strafmass ergeben (siehe BGE 119 IV 125 E. 3b betreffend Art. 38 Ziff. 4 Abs. 1 Satz 1 StGB; BGE 118 IV 337 E. 2c betreffend Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 StGB; Matthias H�rri, Folgenber�cksichtigung bei der Strafzumessung, in: ZStrR 116/1998 S. 212 ff.).
Im vorliegenden Fall sind indessen weder die Voraussetzungen f�r die Bildung einer Gesamtstrafe gem�ss Art. 68 Ziff. 1 StGB noch die Voraussetzungen f�r die Ausf�llung einer Zusatzstrafe nach Art. 68 Ziff. 2 StGB erf�llt; denn der Beschwerdef�hrer hat die Straftaten der einfachen K�rperverletzung und der T�tlichkeit am 18. Dezember 1999 und damit nach dem Erlass des ersten Strafbefehls vom 4. November 1999 begangen, der mangels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen ist. Wohl ist es im Grunde eine zeitliche Zuf�lligkeit in der Strafverfolgung und in der gerichtlichen Beurteilung (siehe dazu den zitierten Bundesgerichtsentscheid in: AGVE 1989 Nr. 28 S. 205 ff.), dass die Straftaten der Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz, unter anderem die Vereitelung einer Blutprobe, bereits durch einen - rechtskr�ftig gewordenen - Strafbefehl beurteilt worden waren, als der Beschwerdef�hrer die Straftaten der einfachen K�rperverletzung und der T�tlichkeit beging. Daraus folgt jedoch nicht, dass die zust�ndige Beh�rde beim Entscheid �ber den Widerruf der bedingten Entlassung gem�ss Art. 38 Ziff. 4 Abs. 1 Satz 1 StGB h�tte pr�fen und abkl�ren m�ssen, welche Gesamtstrafe beziehungsweise welche Zusatzstrafe wohl ausgef�llt worden w�re, wenn die Voraussetzungen von Art. 68 Ziff. 1 respektive Art. 68 Ziff. 2 StGB im konkreten Fall tats�chlich erf�llt gewesen w�ren. Entscheidend ist, dass diese Voraussetzungen vorliegend unstreitig nicht erf�llt sind. Der Beschwerdef�hrer hat die Straftaten der einfachen K�rperverletzung und der T�tlichkeit begangen, nachdem er durch den am 19. November 1999 zugestellten - rechtskr�ftig gewordenen - Strafbefehl vom 4. November 1999 zu einer unbedingt vollziehbaren Gef�ngnisstrafe von 90 Tagen verurteilt worden war. Das Verschulden des Beschwerdef�hrers in Bezug auf diese Straftaten wiegt daher in Anbetracht der darin liegenden erneuten T�uschung des in ihn gesetzten Vertrauens schwerer, als wenn er diese Straftaten vor seiner Verurteilung zu einer Gef�ngnisstrafe von 90 Tagen gem�ss Strafbefehl vom 4. November 1999 ver�bt h�tte.
3.4 Allerdings kann man sich fragen, ob eine Zusammenrechnung der beiden unbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafen von 90 Tagen gem�ss dem ersten Strafbefehl vom 4. November 1999 und von vier Tagen gem�ss dem zweiten Strafbefehl vom 22. September 2000 deshalb ausser Betracht falle, weil die zust�ndige Beh�rde mit Verf�gung vom 20. Januar 2000 aufgrund der ersten Verurteilung des Beschwerdef�hrers unter Verzicht auf den Widerruf der bedingten Entlassung die Probezeit um eine Jahr verl�ngert hatte und es aus diesem Grunde unzul�ssig sei, diese erste Verurteilung gleichsam ein weiteres Mal zu ber�cksichtigen. Die Frage ist zu verneinen. Denn es h�ngt von zeitlichen Zuf�lligkeiten ab, ob die zust�ndige Beh�rde noch vor einer - in Rechtskraft erwachsenen - zweiten Verurteilung �ber die strafvollzugsrechtlichen Folgen der ersten Verurteilung rechtskr�ftig befinden kann. Es darf jedoch nicht von solchen zeitlichen Zuf�lligkeiten abh�ngen, ob in F�llen der vorliegenden Art die Zusammenrechnung von zwei oder mehreren Freiheitsstrafen f�r w�hrend der Probezeit nach der bedingten Entlassung begangene Straftaten zul�ssig sei.
Offen bleiben kann, wie es sich verhielte, wenn der Beschwerdef�hrer die Straftaten der einfachen K�rperverletzung und der T�tlichkeit, f�r die er durch den zweiten Strafbefehl verurteilt wurde, nicht noch w�hrend der bei seiner bedingten Entlassung vom 22. M�rz 1998 angesetzten Probezeit von zwei Jahren, sondern erst im Anschluss daran, w�hrend der durch Verf�gung vom 20. Januar 2000 um ein Jahr verl�ngerten Probezeit, begangen h�tte.
3.5 Das Verwaltungsgericht hat somit Bundesrecht nicht verletzt, indem es erkannte, dass die beiden unbedingt vollziehbaren Gef�ngnisstrafen von 90 Tagen gem�ss Strafbefehl vom 4. November 1999 und von 4 Tagen gem�ss Strafbefehl vom 22. September 2000 f�r die vom Beschwerdef�hrer w�hrend der Probezeit ver�bten strafbaren Handlungen zusammenzuz�hlen seien und in Anbetracht der daraus resultierenden Freiheitsstrafe von insgesamt 94 Tagen und damit von mehr als drei Monaten die bedingte Entlassung gem�ss Art. 38 Ziff. 4 Abs. 1 Satz 1 StGB zwingend zu widerrufen sei.
4.1 Der Beschwerdef�hrer erhebt gegen den Widerruf der bedingten Entlassung eine ganze Reihe von weiteren Einw�nden. Er macht geltend, die R�ckversetzung in den Strafvollzug sei angesichts der H�he der zur Diskussion stehenden Reststrafe (von 239 Tagen), der Art der von ihm w�hrend der Probezeit begangenen, nicht besonders schwerwiegenden Straftaten, des Umstands, dass er die hief�r ausgesprochenen Freiheitsstrafen inzwischen - in Halbgefangenschaft - verb�sst habe, sowie auch mit R�cksicht auf seine pers�nlichen Verh�ltnisse, unter anderem seine psychischen Probleme, unverh�ltnism�ssig und mit dem Ziel der Resozialisierung unvereinbar. Die in den beiden Strafbefehlen ausgef�llten Freiheitsstrafen von 90 Tagen und von 4 Tagen seien viel zu hoch. Er habe die Strafbefehle deshalb nicht angefochten, weil er, damals nicht anwaltlich vertreten, deren weitreichende Folgen (Widerruf der bedingten Entlassung) nicht habe absch�tzen k�nnen. Ein Strafverteidiger w�re dazu in der Lage gewesen. Der Untersuchungsrichter, welcher den zweiten Strafbefehl erlassen habe, h�tte den nicht anwaltlich vertretenen, psychisch angeschlagenen Beschwerdef�hrer auf die weitreichenden Folgen hinweisen m�ssen. Indem dies unterblieben sei, seien die Verteidigungsrechte des Beschwerdef�hrers und dessen Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt worden. In Anbetracht der schwerwiegenden Auswirkungen insbesondere der im zweiten Strafbefehl ausgef�llten Freiheitsstrafe h�tte dem rechtsunkundigen Beschwerdef�hrer zumindest in jenem Verfahren ein amtlicher Verteidiger bestellt werden m�ssen. Nach der neueren Praxis des Kassationsgerichts des Kantons Z�rich (ZR 100/2001 Nr. 16) m�sse dem Angeschuldigten ein amtlicher Verteidiger zur Seite gestellt werden, wenn die R�ckversetzung in den Vollzug einer Reststrafe von �ber einem Jahr drohe. Es k�nne nicht angehen, dass der faktische Entscheid �ber die R�ckversetzung eines nicht rechtskundigen und zudem psychisch angeschlagenen Beschuldigten in den Vollzug einer erheblichen Reststrafe von 239 Tagen ohne Wahrung von dessen Verteidigungsrechten quasi dem Ermessensentscheid eines Untersuchungsrichters in einem Einparteienverfahren - ganz dem Inquisitionsprinzip folgend - �berlassen sei.
4.2 Im Verfahren des Widerrufs der bedingten Entlassung gem�ss Art. 38 Ziff. 4 Abs. 1 StGB kann das rechtskr�ftige Strafurteil, das Anlass zum Widerruf bildet, weder in Bezug auf seine inhaltliche Richtigkeit noch bez�glich des Verfahrens beanstandet werden. Zwar ist dem Betroffenen im Widerrufsverfahren das rechtliche Geh�r auch zu gew�hren, wenn der Widerruf der bedingten Entlassung gem�ss Art. 38 Ziff. 4 Abs. 1 Satz 1 StGB zwingend ist (siehe BGE 98 I b 172 E. 2b; nicht publizierte Bundesgerichtsentscheide 6A.71/2001 vom 13. November 2001 und 6A.48/1993 vom 13. Oktober 1993). Daraus folgt aber nicht, dass der Betroffene im Widerrufsverfahren auch die Anlass zum Widerruf bildenden Verurteilungen und die ihnen zu Grunde liegenden Verfahren kritisieren und beispielsweise geltend machen k�nne, dass die ausgef�llten neuen Strafen zu hoch seien beziehungsweise dass ihm in den Strafverfahren zu Unrecht kein Rechtsanwalt beigegeben worden sei. Solchen Einw�nden steht unter anderem die Rechtskraft der neuen Strafurteile entgegen (siehe dazu auch bereits BGE 74 IV 12 E. 3 zu Art. 41 Ziff. 3 StGB), welche �berhaupt Voraussetzung daf�r ist, dass die bedingte Entlassung widerrufen werden kann. Auch die R�ge, dass in den Strafverfahren die Verbeist�ndung durch einen Rechtsanwalt notwendig gewesen w�re, weil die jeweils in Aussicht stehende neue Strafe und die zu vollziehende Reststrafe zusammenzurechnen seien (siehe dazu den Entscheid des Kassationsgerichts des Kantons Z�rich vom 31. Oktober 2000, auszugsweise wiedergegeben in ZR 100/2001 Nr. 16), h�tte der Beschwerdef�hrer bereits in den Strafverfahren erheben m�ssen; er kann diese R�gen nicht erst im Widerrufsverfahren vorbringen, in welchem er �brigens von Anbeginn durch einen Rechtsanwalt verbeist�ndet war.
Der Beschwerdef�hrer ersucht um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege. Seine finanzielle Bed�rftigkeit ist ausgewiesen. Die Beschwerde war nicht von vornherein aussichtslos. Das Gesuch ist daher gutzuheissen. Somit werden keine Kosten erhoben und wird dem Vertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Dr. Guido Hensch, Z�rich, eine Entsch�digung aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.
Dem Vertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Dr. Guido Hensch, Z�rich, wird eine Entsch�digung von Fr. 3'000.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Amt f�r Justizvollzug des Kantons Z�rich, Abteilung Bew�hrungs- und Vollzugsdienste, und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 4. Abteilung, 4. Kammer, sowie dem Eidgen�ssischen Justiz- und Polizeidepartement schriftlich mitgeteilt.