Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=01.07.1987&Aktenzeichen=VIII%20ZR%20194/86
Timestamp: 2019-05-26 20:43:30
Document Index: 82876123

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 256', 'BGH', 'BGH', '§ 256', 'BGH', '§ 256']

Zulässigkeit einer Leistungsklage bei fehlendem Rechtschutzbedürfnis - Erhalten des Klagegegenstandes vor Klageerhebung - Umdeutung einer Leistungsklage in eine Feststellungsklage - Abschluss eines Vertrages über die Entnahme von Auffüllmaterial, das für Straßenbauarbeiten benötigt wurde - Schadenersatz wegen Minderausbeute von Auffüllmaterial
Jedoch können besondere Umstände das Rechtsschutzbedürfnis entfallen lassen (BGH Urteil vom 19. Januar 1984 - I ZR 209/81 - MDR 1984, 645; Urteil vom 9. April 1987 - I ZR 44/85 NJW 1987, 3138, 3139; Urteil vom 1.Juli 1987 - VIII ZR 194/86 MdR 1988, 46).
Das ist hier aber unschädlich, weil das Klägervorbringen erkennen läßt, daß die Klage in Wahrheit nicht als Leistungs-, sondern als Feststellungsklage (§ 256 Abs. 1 ZPO) gedacht und als solche unbedenklich zulässig ist (vgl. Senatsurteil vom 20.10.1982 - IVa ZR 48/81 - VersR 1983, 125 unter I.; BGHZ 79, 76, 78; Urteil vom 1.7. 1987 - VIII ZR 194/86 - BGHR § 256 ZPO "Auslegung 1";… Urteil vom 2.5. 1991 - I ZR 184/89 - BGHR § 256 ZPO "Rechtshandlung 1").