Source: https://www.dijuf.de/bundesforum-vormundschaftpflegschaft.html
Timestamp: 2016-09-25 17:18:56
Document Index: 114183211

Matched Legal Cases: ['§ 79', 'Art. 78', '§ 1779', '§ 54', 'Art. 6', '§ 1684', 'BGH', 'BGH']

BUNDESFORUM VORMUNDSCHAFT/ PFLEGSCHAFT - DIJuF-Website deutsch
Bundesforum Vormundschaft/Pflegschaft
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Über das Bundesforum
Fachveranstaltungen zum Thema Vormundschaft/Pflegschaft
Materialien zum Thema Vormundschaft/Pflegschaft
Das DIJuF führt gemeinsam mit dem Bundesverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e. V. (B-UMF) und terre des hommes (tdh) das Projekt KIWA zur Verbesserung der Bedingungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge durch. Das Projekt wird vom Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der EU gefördert. Ein Ziel ist es, Fortbildungskonzepte weiter zu entwickeln. Hier finden Sie den Flyer zum Projekt.
Das OLG Celle hat am 14. Januar 2016 auf Beschwerde des Jugendamts hin dessen Bestellung zum Amtsvormund aufgehoben und die Sache an das Amtsgericht zurückverwiesen. Das Gericht habe versäumt, das ihm zustehende Ermessen auszuüben. Es sei nicht ermittelt worden, welcher Vormund dem Wohl des Mündels am besten dient. Ein Berufsvormund sei jedoch nicht generell vorrangig zu bestellen. Der Senat gibt lesenswerte Hinweise zu Kriterien bei der Auswahl des Vormunds. Der Beschluss (mit AZ 12 UF 2/16; 12 UFH 2/16) ist in der ZKJ 4/2016, 135ff nachzulesen.
Das Institut für soziale Arbeit Münster (ISA) führt zur Zeit ein Projekt zur Evaluation der verschiedenen Vormundschaftsformen im Hinblick auf unbegleitete minderjährige Ausländer/innen durch. Im Herbst werden voraussichtlich Ergebnisse zur Verfügung stehen.
Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts KIWA fand am 19. Januar 2016 fand unter dem Titel „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – Verteilung und Vormundschaft” des Bundesforums Vormundschaft und des DIJuF in Hannover statt. Hoch aktuelle Informationen zum Thema und wichtige „Baustellen” für die Vormundschaft wurden erläutert und diskutiert Hier finden alle an der Thematik Interessierten die Dokumentation der Veranstaltung.
Das PRAXISFORUM „Ehrenamtliche Vormünder, Pfleger, ... eine ungenutzte Ressource”, das am 07.04.2016 beginnt, bietet den teilnehmenden Institutionen an drei Arbeitssitzungen Möglichkeiten, durch „good-practice”-Beispiele, Input & Coaching, diese bislang noch nicht genutzte Ressource „Ehrenamt” für ihre Aufgabenwahrnehmung (weiter) zu entwickeln: Erarbeitet werden Konzepte zur Gewinnung, Schulung und Mitarbeit von ehrenamtlichen Vormündern, Pflegern, ... bei denen die personellen Ressourcen, die konkreten örtlichen Bedingungen sowie regionale Möglichkeiten zur fachlichen Kooperation mit einbezogen werden. Näheres zu den Inhalten, Terminen, Kosten und Bedingungen der Teilnahme entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsflyer. Anmeldungen können Online an an das LVR-Landesjugendamt Rheinland unter dem dort angegebenen Link erfolgen.
Jutta Opitz, Abteilungsleiterin JA Dresden aD und Christa Wolf, Elsdorf, beide „alte Häsinnen” aus der Amtsvormundschaft haben unter Beteiligung von Anke Maiwald, Bereichsleiterin Zentrale Fachaufgaben im Jugendamt Potsdam und Monika Reichel, Abteilungsleitung im Amt für Jugend und Familie Chemnitz ein sehr interessantes „Diskussionspapier zur Qualitätssicherung nach § 79a SGB VIII im Bereich der Amtsvormundschaft” vorgelegt.
Das Kammergericht Berlin hat eine lesenswerte Entscheidung zur Beschwerdebefugnis des Jugendamts als Ergänzungspfleger veröffentlicht.
Der Evangelische Erziehungsverband e.V. (EREV) bietet 2016-2017 eine Fortbildungsreihe für Fachkräfte in der Jugendhilfe zum Thema unbegleitete minderjährige Flüchtlingen (UMF) an. In drei Modulen werden die Schwerpunkte kulturelle Unterschiede und sprachliche Herausforderungen sowie ausländerrechtliche Hürden, schulische und arbeitsrechtliche Möglichkeiten behandelt.
Das Bundeskabinett hat am 15.07.2015 den Gesetzentwurf zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher beschlossen. Zum vorangegangen Referentenentwurf des Bundesministeriums für Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) vom 9. Juni 2015 sind verschiedene Stellungnahmen abgegeben worden, nachzulesen auf der Themenseite des Bundesfachverbands Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. (B-UMF). Derzeit ist im Kabinettsentwurf vorgesehen, dass die jungen Flüchtlinge erst nach ihrer Weiterverteilung an das Zuweisungsjugendamt einen Vormund bekommen. Sollte die Verteilung problematisch sein, haben die Kinder und Jugendlichen also keine Möglichkeit, sich bei der Auseinandersetzung auf einen personensorgeberechtigten Vormund zu stützen.
Viele Kommunen in NRW haben bis jetzt noch keine oder nur wenige unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Obhut genommen. Sie müssen sich nun auf diese neue Aufgabe vorbereiten. Am 7. September 2015 (von 10.00-16.00 Uhr) findet in der Zentralverwaltung des Landschaftsverbandes Rheinland in Köln die Veranstaltung „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in NRW” des LVR-Landesjugendamtes Rheinland statt.
Das LVR-Landesjugendamt Rheinland bietet am 17. August 2015 (von 10.00-16.30 Uhr) eine Veranstaltung zum Thema „Ausländerrecht für Amtsvormünder” an. Amtsvormünder erhalten einen Überblick über die rechtliche Lage der minderjährigen Flüchtlinge. Die Veranstaltung richtet sich an Amtsvormünder, die bereits unbegleitete minderjährige Flüchtlinge vertreten, aber auch an Amtsvormünder, die in Zukunft mit dieser Aufgabe betraut sein werden.
Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat im Oktober 2014 eine Broschüre mit dem Titel „Das deutsche Asylverfahren – ausführlich erklärt” herausgegeben, in der u. a. auf Zuständigkeiten, Verfahren, Statistiken und Rechtsfolgen eingegangen wird. Sie kann unter diesen Link auch bestellt werden.
Bei einem ersten bundesweiten Treffen der vormundschaftsführenden Vereine am 28. April 2015 in Frankfurt a.M. wurden die „Frankfurter Thesen” verabschiedet. Im Zentrum der Zusammenkunft stand die weitere Reform des Vormundschaftsrechts, von deren inhaltlicher Ausgestaltung auch die Zukunft der Vormundschaftsvereine abhängt.
In der obergerichtlichen Rechtsprechung wird derzeit die Frage erörtert, ob es möglich ist, das den oder dem Personensorgeberechtigten zustehende sogenannte Umgangsbestimmungsrecht zu entziehen und eine Ergänzungspflegschaft mit dem Aufgabenkreis „Regelung des Umgangs” anzuordnen. Der 4. Senat OLG Frankfurt aM bejaht diese Möglichkeit (13.05.2015 - 4 UF 385/14 mwN). Das OLG Karlsruhe (13.02.14 - 18 UF 58/13) und das OLG Stuttgart (14.08.14 - 11 UF 118/14) halten dagegen eine Ergänzungspflegschaft mit dem Aufgabenkreis „Umgangsbestimmung” nicht für möglich.
Am 25. März hat das Bundesforum Vormundschaft in Frankfurt am Main getagt. Folgende Beschlüsse wurden gefasst: Ende des Jahres soll ein Praxis-Austausch zur Frage der Vormundschaft für unbegleitete Minderjährige organisiert werden. Im Rahmen der nächsten Sitzung wird das Bundesforum sich mit den Eckpunkten des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz zur Vormundschaftsreform auseinandersetzen. Die Fachtagung des Bundesforums 2018 wird voraussichtlich in Bonn stattfinden.
LWL und LVR bieten gemeinsam eine Seminarreihe zur Qualifizierung von Vormündern an. Die Seminare können einzeln oder en bloque gebucht werden. Die Reihe beginnt im Mai 2015 und endet im September 2016.
LWL und LVR laden ein zum 1. NRW Beistandschaftstag: Frühe Hilfe Beistandschaft? Praxisentwicklung und Zielorientierung in der Beistandschaft. PROJEKT-Abschluss Beistandschaften 2020. Hier finden Sie weitere Informationen und die Anmeldemöglichkeit.
Am 28. April 2015, 10.30 bis 16 Uhr, findet im Mainhaus Stadthotel, Frankfurt ein bundesweites Treffen aller Vereine, die eine Erlaubnis zur Übernahme von Vormundschaften haben, statt. Das ist eine Premiere und zugleich eine Herausforderung! Ganz oben auf der Agenda stehen die Eckpunkte für eine weitere Reform des Vormundschaftsrechts, die das BMJV vorgelegt hat.
Die nächste Sitzung des Bundesforums Vormundschaft findet am 25. März in Frankfurt statt. Beraten wird über Veranstaltungen und Aktivitäten im Jahr 2015, die geplante Reform sowie über Ort und erste Ideen für die Fachtagung Bundesforum Vormundschaft, die in vierjährigem Turnus stattfindet, das nächste Mal 2018.
Für alle Interessierten ist KiJuP-online.de als neuer Online-Informationsdienst des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht e. V. (DIJuF) und der Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG abrufbar. Praxisgerechte Rechtsinformationen rund um die Kinder- und Jugendhilfe stehen damit „auf Mausklick” an ihrem Arbeitsplatz zur Verfügung. Detaillierte Informationen zu den Inhalten und der Kooperation finden Sie auf www.kijup-online.de.
Für Vormünder interessante Fortbildungen und Fachveranstaltungen für das Jahr 2015 wurden eingestellt. Gerne stellen wir Hinweise auf weitere Seminare und Tagungen ein, die uns zugehen.
Im Diskussionsforum Vormundschaft unter dem Button „Weitere Reformpläne für die Vormundschaft” haben Kolleg/inn/en aus der Praxis bereits interessante Gesichtspunkte eingebracht und ausgetauscht. Das Forum wird vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz beobachtet und die Argumente aus der Praxis auch in die Expertengruppe, die die Reformpläne diskutiert, eingespeist.
Dokumentation Praxisforum Ehrenamtliche Vormundschaften 20142014 haben die Landesjugendämter Rheinland und Westfalen-Lippe erstmals das Praxisforum „Ehrenamtliche Vormünder – eine ungenutzte Ressource?” durchgeführt. Nunmehr liegt die Dokumentation dieser in vier Arbeitstreffen und einer Praxisphase durchgeführten Veranstaltung vor. In Text und Bild werden die Abläufe der Zusammenarbeit von Jugendämtern und Freien Trägern dargestellt. Sie finden die Publikation zum Download unter www.lvr.de.
In NRW sind 11 Städte und 3 Kreise mit einer Verfassungsbeschwerde gegen die finanzielle Mehrbelastung der Kommunen durch die Vormundschaftsreform gescheitert. Ihre Auffassung, der Zuwachs an kommunalen Aufgaben durch die Vormundschaftsreform ohne finanziellen Ausgleich verletze das Konnexitätsprinzip des Art. 78 Abs. 3 LV NRW, wurde vom Verfassungsgerichtshof nicht geteilt. Diesem zufolge besteht eine Ausgleichspflicht nur, wenn Aufgabenveränderung durch den Landesgesetzgeber unmittelbar verursacht wird. Um zu vermeiden, dass die Kommunen bei einer durch Bundesrecht versursachten Aufgabenänderung schutzlos dastehen, bedürfte es einer Verfassungsänderung (VGH 9. Dezember 2014, Az. VerfGH 11/13).
Im Heft 5 (2014) der Zeitschrift Forum Erziehungshilfen, haben Frau Dr. Kerima Kostka (IGfH) und Frau Ute Naumann (mbh) über die vergangene Tagung des Bundesforum vom 10.-12. September 2014 in Hamburg berichtet. Hier können Sie diesen Tagungsbericht einsehen.
LWL und LVR bieten ein neues Seminar unter dem Titel „Praxisforum 2015 – Ehrenamtliche Vormünder... eine ungenutzte Ressource” an. In diesem spannenden neuen Format wird Jugendämtern und freien Trägern die Möglichkeit gegeben, Konzepte zur Gewinnung, Schulung und Mitarbeit von ehrenamtlichen Vormündern unter Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten zu erarbeiten. Besonders im Blick sind dabei auch die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge.
Neu eingestellt wurde auf dieser Seite unter Materialien > Arbeitshilfen das „Profil – Vormundschaften in der Diakonie”. Es ist so angelegt, dass es den Vormundschaftsvereinen, die Mitglied in dem Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. sind, als Rahmenkonzeption dienen kann.
Das OLG Zweibrücken hat eine Entscheidung zu einer Frage des Zusammenwirkens zwischen Vormund/Ergänzungspfleger und Familiengericht gefällt, die die Praxis immer wieder beschäftigt: Ein Familiengericht bestellt einen Vormund oder Ergänzungspfleger mit Wirkungskreis Aufenthaltsbestimmung und legt zugleich selbst den Aufenthaltsort des Kindes (etwa in der Herkunftsfamilie) fest. Das OLG hat diese Praxis in seinem Urteil zurückgewiesen. Der Beschluss findet sich im Septemberheft des JAmt, S. 486.
In Heft 13 der FamRZ vom Juli 2014 ist ein Aufsatz von Prof. Dr. Hoffmann zu den materiell-rechtlichen Vorgaben bei der Auswahl des Vormunds durch das Familiengericht erschienen. Der Aufsatz beschäftigt sich mit der Vorschrift des § 1779 BGB. Untersucht wird sowohl die Frage nach der Bestimmung der Eignung einer Person zum Vormund/Pflegerin als auch die Frage, nach welchen Kriterien zwischen mehreren zur Verfügung stehenden Alternativen zu entscheiden ist. Die jüngsten Entscheidungen des BVerfG vom Juni und August 2014 sind in dem Aufsatz noch nicht berücksichtigt (s. auch Materialien > Hinweise auf aktuelle Literatur).
Vom 10.-12. September 2014 hat das Bundesforum Vormundschaft unter dem Titel „Von der Sorge zur Verantwortung” in Hamburg stattgefunden: Hier finden alle an der Entwicklung der Vormundschaft/Pflegschaft Interessierten die Dokumentation der Veranstaltung: Vorträge, Präsentationen, Materialien und Ergebnisse von Arbeitsgruppen.
Wer sich über den Horizont des deutschen Rechts hinaus für Entwicklungen in der Vormundschaft interessiert, sei auf diese interessante Veranstaltung an der Universität Regensburg aufmerksam gemacht: Vormundschaftsrecht in Europa / Guardianship for Minors in Europe vom 12. bis 13. Dezember 2014. Vorgestellt werden neben den deutschen Reformplänen der Stand der Dinge in der Schweiz, Österreich, Belgien, Finnland, Ungarn, England und Wales, Spanien, Polen, Griechenland. Ein anspruchsvolles Programm, das einen ersten Einblick in internationale Gemeinsamkeiten und Unterschiede erlaubt.
An der evangelischen Hochschule Berlin führen Studierende eine Befragung dazu durch, ob das Verhältnis von Vormund-Mündel von den Kindern als ein persönliches und wichtiges Verhältnis wahrgenommen wird und welche Rolle der Vormund in ihrem Leben spielt. Die Hochschule und Studierenden freuen sich über Unterstützung aus der Praxis, um Kinder und Jugendliche erreichen zu können. Der Fragebogen ist direkt über folgenden Link erreichbar, www.dih.berlin/muendel.php, aber auch über www.dih.berlin.
Auch für Vormünder interessant ist eine Tagung des Bund deutscher Rechtspfleger (BdR). Kindschafts- und Vormundschaftsrecht stehen vom 5.-7. November in Bad Boll im Zentrum. Die Tagung trägt den Titel Kindschaftsrecht im Umbruch.
Vom 10. bis 12. September 2014 hat das Bundesforum Vormundschaft in Hamburg mit zahlreichen Vorträgen und Arbeitsgruppen stattgefunden. Bei einem Preisausschreiben, in dem neue Begriffe für den „Vormund” und „Ergänzungspfleger/in” gesucht wurden, gewannen die Vorschläge „Sorger/in” und „Mitsorger/in”. Es wurde vorgeschlagen, auch den Begriff „Mündel” abzuschaffen und statt dessen einfach von „Kind” zu sprechen. Diese und andere Vorschläge werden dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im Zusammenhang mit einer zweiten geplanten Reformstufe für die Vormundschaft unterbreitet. Die Tagung beleuchtete viele andere Aspekte. Eine Dokumentation der Tagung wird im November auf der Website präsentiert. Das Programm zur Tagung finden Sie hier.
Der Sozialdienst katholischer Frauen Gesamtverein e. V. hat gemeinsam mit der Praxis Empfehlungen für die Kooperation zwischen Fachkräften der Adoptions-/Pflegekinderdienste und Vormündern erarbeitet. Die Inhalte sind als Grundlage für eine Abstimmung mit Amts- und Vereinsvormündern über die unterschiedlichen Rollen und Aufgaben im Prozess der Inpflegegabe und der Begleitung eines Pflegeverhältnisses gedacht. Die Ergebnisse dieses Abstimmungsprozesses können anschließend in eine Kooperationsvereinbarung einfließen. Daneben liegt das Papier Pflegeeltern als Vormund/Pfleger – Voraussetzungen aus Sicht der Pflegekinderdienste vor, das Angaben dazu enthält, unter welchen Voraussetzungen eine Vormundschaft von Pflegeeltern anstrebenswert erscheint.
Ab sofort finden Sie auf den Seiten des LVR-Landesjugendamtes Rheinland unter www.lvr.de/de/nav_main/jugend_2/jugendmter/amtsvormundschaft/uteilnahmedatvo_1/vereinsvormundschaft_1.jsp eine aktuelle Auflistung der vom LVR-Landesjugendamt Rheinland zugelassenen Vereine gemäß § 54 SGB VIII.
In einer Kammerentscheidung hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass nahe Verwandte, im vorliegenden Fall Großeltern, bei der Auswahl eines Vormunds/Ergänzungspflegers Vorrang gegenüber nicht verwandten Personen haben, sofern nicht im Einzelfall konkrete Erkenntnisse darüber bestehen, dass dem Wohl des Kindes durch die Auswahl einer dritten Person besser gedient ist. Hintergrund ist die Auffassung, dass der Schutz der Familie nach Art. 6 Abs. 1 GG familiäre Bindungen zwischen nahen Verwandten, insbesondere zwischen Großeltern und ihrem Enkelkind, einschließt (BVerfG 24. Juni 2014, 1 BvR 2926/13).
Das Deutsche Institut für Menschenrechte sucht Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren für die Teilnahme an Interviews. Thema sind ausschließlich die Erfahrungen, die in einem straf- oder zivilrechtlichen Verfahren, bei der Polizei, vor Gericht, von Verfahrensbeiständen oder anderen Fachkräften als Opfer, Zeuge oder Zeugin oder als familienrechtliche „Partei” angehört wurden. Nähere Informationen finden Sie in diesem Anschreiben.
Gerade erschienen sind die Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Verwandtenpflege. Die Arbeitsgruppe, in der erfahrene Praktiker/innen der Pflegekinderhilfe, Jugendamtsleitungen, Landesjugendämter und Verbände vertreten waren, tagte unter dem Vorsitz von Henriette Katzenstein, DIJuF.
Seit 2007 unterhält die Diakonie Wuppertal ein Projekt „Ehrenamtliche Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge”, das 2011 mit dem Ehrenamtspreis der Evangelischen Kirche im Rheinland ausgezeichnet wurde. Irmela Wiesinger, Landeskoordinatorin des Bundesfachverbands Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge (B-UMF) in Hessen hat uns auf das Projekt aufmerksam gemacht.
Die BAG Verfahrensbeistandschaft veranstaltet am Montag, 24. März 2014, in Köln eine Fachtagung zum Thema „Die Umgangspflegschaft nach § 1684 BGB Abs. 3. Welche Folgen ergeben sich für die Kinder + was lässt sich verbessern?”
Das OLG Zweibrücken hat eine Entscheidung zu einer Frage des Zusammenwirkens zwischen Vormund/Ergänzungspfleger und Familiengericht gefällt, die die Praxis immer wieder beschäftigt: Ein Familiengericht bestellt einen Vormund oder Ergänzungspfleger mit Wirkungskreis Aufenthaltsbestimmung und legt zugleich selbst den Aufenthaltsort des Kindes (etwa in der Herkunftsfamilie) fest. Das OLG hat diese Praxis in seinem Urteil zurückgewiesen. Das Urteil findet sich im Februarheft des JAmt 2014, 486.
Eine Tagung zum FamFG mit dem Titel „Fünf Jahre FamFG – Kommen die Betroffenen zu ihrem Recht?” am 24. Januar 2014 in Dortmund ist auch für Vormünder interessant. Es geht darum, ob Kinder im familiengerichtlichen Verfahren zu ihrem Recht kommen.
Es liegen einige interessante obergerichtliche Entscheidungen zur Frage der Beschwerdeberechtigung von Großeltern und Pflegeeltern, die selbst Interesse an einer Vormundschaft haben, gegen die Bestellung eines jeweils anderen Vormunds vor. In einer der Entscheidungen wird auch die Frage aufgeworfen, wie die Rechte des minderjährigen, aber noch nicht 14-jährigen Kindes im Hinblick auf Bestellung, Entlassung und Wechsel von Vormundschaften/Pflegschaften zu wahren sind. Die Entscheidungen sind zu finden in ZKJ 2013, 451 bis 458.
Die AG „Vereinsvormundschaft” der nordrhein-westfälischen Landesjugendämter erarbeitete Änderungen der Richtlinie für die Erteilung einer Erlaubnis zur Übernahme von Vereinsvormundschaften und -pflegschaften über Minderjährige, die der LVR-Landesjugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am 14. November 2013 einstimmig beschloss.
Für Fachkräfte, die Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge führen, ist die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zum Umgang mit minderjährigen Flüchtlingen interessant (BT-Drucks. 17/14812). Darin geht die Bundesregierung u. a. darauf ein, wie viele Minderjährige in den Jahren 2012, 2011, 2010, 2005 und 2000 nach Deutschland eingereist sind und einen Asylantrag gestellt haben. Es wird differenziert, wie viele Aufenthaltstitel bzw. Duldungen erteilt wurden und wie viele Personen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten haben. Die Antwort enthält auch Informationen, wie Perspektiven und Fluchtgründe von minderjährigen, nicht verfahrensfähigen Asylsuchenden erfasst werden und wie viele Minderjährige im Rahmen von Dublin-Verfahren in andere Länder überstellt wurden.
Unter dem Motto „Das Kind soll im Mittelpunkt stehen” ist ein Pressebericht über den Fachtag Vormundschaften am 27. November 2013 in Münster erschienen.
Die BAG Verfahrensbeistandschaft/Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche e. V. macht darauf aufmerksam, dass am 24. März 2012 Standards für die Arbeit der beruflich tätigen Einzelvormünder/Ergänzungspfleger in der BAG veröffentlicht wurden. Diese können per E-Mail über info@verfahrensbeistand-bag.de angefordert werden.
Schon im November 2011 hat in Dresden eine Fachtagung zur Amtsvormundschaft stattgefunden, dabei eine Arbeitsgruppe mit dem Titel „Jeder bekommt was er verdient – oder nicht? Einheitliche Stellenbeschreibung für Amtsvormünder ein Wunschtraum?” Die Gruppe hat fleißig an dem Arbeitsergebnis Musterstellenbeschreibung für den Bereich Amtsvormundschaft gewirkt, die Sie auch unter Materialien > Arbeitshilfen finden.
Zur Gewinnung von ehrenamtlichen Vormündern starten der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Landschaftsverband Rheinland im Januar 2014 das „PRAXISFORUM – hrenamtliche Vormünder … eine ungenutzte Ressource”, in dem Jugendämter aus NRW regionale fachliche Konzepte zur Gewinnung, Schulung und Mitarbeit von ehrenamtlichen Vormündern erarbeiten.
Das Bundesministerium für Justiz hat eine „interdisziplinäre Arbeitsgruppe zur weiteren Reform des Vormundschaftsrechts” eingerichtet, die sich mit Vorschlägen zu einem zweiten Reformschritt befasst. Die Gruppe berät sowohl Fragen der Präzisierung der gesetzlichen Aufgaben des Vormunds als auch die Überarbeitung der Vorschriften zur Vermögenssorge. Angestrebt wird die Modernisierung des Vormundschaftsrechts in der kommenden Legislaturperiode.
Der 20. Deutsche Familiengerichtstag vom 18. bis 21. September 2013 in Brühl hat „Thesen zur Vormundschaft” entwickelt, die als Grundlage für die Empfehlungen des Vorstands für Rechtsprechung, Verwaltung und Gesetzgebung dienen.
Im Juli 2013 wurden durch die beiden Landesjugendämter in NRW die neuen „Qualitätsstandards für Vormünder” neu herausgegeben, die durch den überregionalen Arbeitskreis der Amtsvormünder in NRW überarbeitet bzw. ergänzt wurden.
Aus Dresden wurde eine Masterarbeit im Studiengang Soziale Arbeit an der Evangelischen Hochschule Dresden zur Verfügung gestellt, die wir hier mit Erlaubnis der Autorin als PDF einstellen dürfen: Vanessa Pierau, Reform des Vormundschaftswesens – Chancen und Hindernisse ihrer Umsetzung in die Praxis. Eine empirische Studie zu den Perspektiven von Vereins-, Amtsvormund und JA-Abteilungsleitern (2013)
Es liegt ein neues BGH-Urteil zu Vereinsvormundschaften vor (BGH 13. März 2013, XII ZB 398/12), das sich mit den Voraussetzungen der Entlassung eines Vormundschaftsvereins auf dessen Antrag hin befasst.
Die Pflegekinderhilfe in Rheinland-Pfalz hat sich auf einer Fachtagung am 29. und 30. April 2013 in Neustadt a. d. Weinstraße mit der Rolle des Vormunds in Pflegefamilien auseinandergesetzt.
Ein Aufsatz zur Frage der Gestaltung der Kontakthäufigkeit zwischen Vormund und Kind/Jugendlichem ist in der Fachzeitschrift DAS JUGENDAMT erschienen (Katzenstein JAmt 2013, 234 bis 238).
Die Landesarbeitsgruppe Amtsvormundschaften/Amtspflegschaften Baden-Württemberg hat im April 2013 ein Papier mit dem Titel „Hinweise und Empfehlungen zur Abgabe/Übernahme von Amtsvormundschaften und Pflegschaften” herausgegeben.
Zur erweiterten Aufsicht des Familiengerichts über Vormundschaften und Pflegschaften ist in den „Rechtspflegerstudien” ein Aufsatz von Uwe Harm erschienen (RpflStud 2013, 57 ff). Eine Kurzfassung ist unter den Arbeitshilfen als PDF abrufbar.
Vom 4. bis 6. Juli 2012 hat der zweite NRW-Vormundschaftstag in Köln stattgefunden, auf dem das Gesetz zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts vom 29. Juni 2011 und seine Folgen im Mittelpunkt standen. Auf der Internetseite des Landschaftsverbands Rheinland kann nun die Dokumentation der Tagung abgerufen werden.
Im Eigenverlag des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e. V. (DV) sind „Empfehlungen zur Umsetzung der Neuregelungen des Vormundschaftsrechts” erschienen. Die Broschüre kann zum Preis von 5,50 EUR für Mitglieder/6,50 EUR für Nicht-Mitglieder bestellt werden unter www.verlag.deutscher-verein.de.
Zuständig für die technische Aufbereitung dieser Website des Bundesforums ist Milad Bisso(E-Mail: bisso@dijuf.de).