Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=30.09.1952&Aktenzeichen=1%20StR%20296/52
Timestamp: 2020-03-31 10:24:41
Document Index: 137849213

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BGH, 30.09.1952 - 1 StR 296/52 - dejure.org
https://dejure.org/1952,181
BGH, 30.09.1952 - 1 StR 296/52 (https://dejure.org/1952,181)
BGH, Entscheidung vom 30.09.1952 - 1 StR 296/52 (https://dejure.org/1952,181)
BGH, Entscheidung vom 30. September 1952 - 1 StR 296/52 (https://dejure.org/1952,181)
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Anforderungen an eine Tötung aus Heimtücke - Ausführung einer Tötung aus nicht besonders verwerflichen, menschlich begreiflichen Beweggründen
BGHSt 3, 183
NJW 1952, 1385
Fälle wie BGHSt 3, 183 (oder BGHSt 9, 385; BGH NJW 1966, 1823; 1978, 709; BGH…, Urt. vom 21. Juni 1978 - 3 StR 56/78 - bei Holtz MDR 1978, 805; der Vorlegungsfall) einerseits und BGHSt 2, 60 (oder BGHSt 2, 251; 23, 119; 28, 210; BVerfGE 50, 5 ) andererseits lassen auf der Ebene des Tatbestands keine Differenzierung zu, weil das Unrecht des Tötens unter bewußter Ausnutzung der Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers ihnen allen anhaftet.
Heimtückisch handelt, wer die Arg- und Wehrlosigkeit bewusst ausnutzt (BGHSt 2, 60, 61, 251, 254; 3, 183, 185; 4, 11, 12; 6, 120, 121).
Heimtückisch tötet, wer das Opfer unter bewußter Ausnutzung seiner Arg- und Wehrlosigkeit tötet (BGHSt 2, 251; 3, 183, 330; 6, 120; 9, 385; 11, 139; 18, 37).
BGH, 05.05.1954 - 1 StR 626/53
Steht beides fest, so ist es unerheblich, ob ein länger erwogener Tatplan vorliegt, besondere Überlegung vorhergeht oder ob der Täter einer mehr oder weniger raschen Eingebung zur Tat folgt (BGHSt 2, 60; 3, 183, 185), Bewusstes Ausnutzen der Arg- und Wehrlosigkeit in diesem Sinne ist im Übrigen auch heimtückisch, wenn der Täter anders vorgehen könnte, die Tat aber aus wohlerwogenen Gründen gerade in dieser Weise begeht (BGHSt 2, 251).
Berücksichtigung der Persönlichkeit des Täters bei Erfüllung von Mordmerkmalen - …
In BGH 1 StR 296/52 vom 30. September 1952 (BGHSt 3, 184) ist weiter entschieden, die heimtückische Ausführung der Tötung werde nicht dadurch ausgeschlossen, dass der Täter aus nicht besonders verwerflichen, vielleicht sogar menschlich noch begreiflichen (weit nachfühlbaren) Beweggründen handle.
Ist das zu bejahen, so wird die heimtückische Tatausführung nicht dadurch ausgeschlossen, daß der Täter aus nicht besonders verwerflichen, vielleicht sogar noch menschlich begreiflichen Beweggründen zu seinem Verbrechen gelangt ist (BGHSt 3, 183, 185/186) oder daß er aus einer entschuldbaren heftigen Gemütsbewegung getötet hat (BGHSt 11, 139, 144).
BGH, 13.05.1960 - 4 StR 93/60
Strafbarkeit wegen gemeinschaftlichen Mordes in Tateinheit mit gemeinschaftlichem …
BGH, 19.07.1955 - 5 StR 259/55
BGH, 19.02.1954 - 2 StR 506/53