Source: https://rentenberater-sommer.blogspot.com/2012/03/
Timestamp: 2018-04-21 11:31:14
Document Index: 141354843

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 5', '§ 4', '§ 93', '§ 31', '§ 84', '§ 1', '§ 1', '§ 14']

Blog Rentenberater Sommer - Sozial- und Rentenrecht, Stuttgart: März 2012
Ich habe einen Termin beim Sozialgericht Ulm bezüglich dem Thema Persönliches Budget wahrgenommen. Für den Termin habe ich eine Seidenkrawatte angehabt. Mittags heimgekommen - Kaffee getrunken und Milch auf die Krawatte bekommen. Welchem Freiberufler oder Geschäftsführer ist das nicht schon passiert?
Was machen? Backpulver auf die Krawatte gestreut und über Nacht einwirken lassen und am nächsten Tag das Backpulver entfernt und - der Fleck ist weg.
Eingestellt von Rentenberater Siegfried Sommer um 16:56 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Geplante Altersvorsorgepflicht für Selbständige im Jahr 2013
Zur Vermeidung einer Altersarmut von Selbständigen plant Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen in einem Eckpunktepapier "für eine Altersvorsorgepflicht für selbständig tätige Erwerbspersonen" eine Altersvorsorgepflicht.
Laut dem Eckpunktepapier soll die Altersvorsorge und ihre Erträge nicht vererblich, nicht übertragbar, nicht beleihbar, nicht veräußerbar und nicht kapitalisierbar sein. Die Alterssicherung muss als Rente ausgezahlt werden.
Versichern müssen sich selbständige Personen bis zum 30. Lebensjahr und alle Existenzgründer ab Inkrafttreten des Gesetzes im Jahr 2013. Für heute bereits selbstständig Tätige zwischen 30 und 50 Jahren, die vorgesorgt haben bzw. vorsorgen, gibt es Ausnahme- bzw. Befreiungsregelungen.
Die Altersvorsorgepflicht gilt für alle Selbstständigen mit Ausnahme von bereits anderweitig abgesicherten Personen wie Künstlern, Publizisten, Landwirten sowie in berufsständischen Versorgungswerken abgesicherten Selbstständigen (zum Beispiel Architekten, Ärzte, Rechtsanwälte etc.) und für Selbständige ab Vollendung des 50. Lebensjahres.
Für die Selbständige besteht ein Wahlrecht zwischen gesetzlicher Rentenversicherung und privater Vorsorge. Es empfiehlt sich die Angebote der Versicherungen bzw. der gesetzlichen Rentenversicherung durch einen Versicherungsberater oder Rentenberater prüfen zu lassen, da die Vorsorgepackete inhaltlich und preislich abweichen. Zusätzlich ist auf das Unternehmensrating der Versicherungsunternehmen zu achten.
Eingestellt von Rentenberater Siegfried Sommer um 22:56 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Hauptberufliche selbständige Tätigkeit neben Regelaltersrente
Heute kam ein Mandant aufgrund einer Empfehlung von Steuerberaterin F. Der Mandant ist freiberuflicher Architekt. Seit 1.3.2007 bezieht er eine Regelaltersrente von der Deutschen Rentenversicherung Bund und eine Altersrente vom Versorgungswerk der Architekten.
Der Architekt hat über das 65. Lebensjahr hinaus eine hauptberufliche selbständige Tätigkeit ausgeübt. Wegen der hauptberuflichen Selbständigkeit kam er bei der TK nicht in die Krankenversicherung der Rentner (§ 5 Abs. 5 SGB V). Im Rentenantrag R 100 wird dieser Umstand in Ziffer 13.2 abgefragt.
Im Oktober 2011 hat er seine Krankenkasse angeschrieben und sich wegen der Höhe der Krankenversicherungsbeiträge beschwert. Im Dezember 2011 teilte er seiner Krankenkasse mit, das er nur noch maximal 17 Stunden wöchentlich tätig sei.
Die Krankenkasse hat dem Mandanten bestätigt, das er jetzt als nebenberuflicher Selbständiger gilt.
Die Krankenkasse muss dem Mandanten einen geänderten Beitragsbescheid bezüglich Krankenversicherungspflicht als Rentner senden. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung und Kapitaleinkünfte können ab 1.1.2012 nicht mehr verbeitragt werden.
Die Deutsche Rentenversicherung hat ab 1.1.2012 die Eigenanteile zur Kranken- und Pflegeversicherung von der Bruttorente abgezogen. Laut Mandant habe er vom 1.3.2007 bis 31.12.2011 keine Zuschüsse zur Krankenversicherung erhalten. Dies wird von mir überprüft.
a) Beihilfe zur gesetzlichen Altersrente;
b) Beihilfe zur gesetzlichen Rente wegen Erwerbsminderung;
c) Beihilfe zur Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn eine Minderung
der Erwerbsfähigkeit von mindestens 50 v.H. vorliegt;
d) Beihilfe zur gesetzlichen Hinterbliebenenrente (Hinterbliebenengeld).
Die Beihilfe zur gesetzlichen Altersrente beträgt gemäß § 5 des Tarifvertrages über Rentenbeihilfen im Baugewerbe (TVR) nach Erfüllung der allgemeinen Wartezeit (§ 4 Abs. 2) monatlich 59,90 Euro, wenn der Versicherte bei Eintritt des Versicherungsfalles das 65. Lebensjahr vollendet hat. Sie erhöht sich nach einer Wartezeit von
220 Monaten auf monatlich 59,90 Euro,
240 Monaten auf monatlich 72,15 Euro,
330 Monaten auf monatlich 80,40 Euro,
440 Monaten auf monatlich 88,70 Euro.
Es bedarf einer Wartezeit von wenigstens 220 Monate im Bereich Soka-Bau
Hinterbliebene haben Anspruch auf eine Einmalzahlung in Höhe von 920,35 Euro als Hinterbliebenengeld.
Eingestellt von Rentenberater Siegfried Sommer um 14:13 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
150 € Bargeldprämie für 1-Jahresabonnement Süddeutsche Zeitung
Für die Vermittlung einer 1-Jahresabonnement erhält jemand ohne selbst ein Abonnent zu sein eine Barprämie in Höhe von 150,00 € oder andere tolle Prämien, siehe Link "Leser werben Leser".
Eingestellt von Rentenberater Siegfried Sommer um 22:15 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Für die Vermittlung einer Jahresabonnement der Zeitschrift "Stern" erhält man auch ohne Abonnent zu sein eine Guthabenkarte im Wert von 80,00 €, siehe Link.
Laut der Zeitschrift "Stern" kostet das Jahresabonnement 174,20 €.
Bargeldprämie 120,00 € für 2-Jahresabonnement Capital
Für eine Geldprämie von 120,00 € für die Empfehlung eines 2-Jahresabonnement der Zeitschrift "Capital" muss man kein Abonnent dieser Zeitschrift sein, siehe Link
Das 2-Jahresabonnement kostet 180,00 €.
Bargeldprämie 200,00 € für Werbung Handelsblatt-Abonnement
Für die Werbung eines 1-Jahresabonnement der Zeitschrift "Handelsblatt" erhält der Werber eine Geldprämie von 200,00 € oder andere attraktive Sachprämien.
Link zu Handelsblatt Leser werben Leser
Barprämie 100,00 € für Leserwerbung Stuttgarter Zeitung
Auch Nichtabonnenten können für die Vermittlung eines 2-Jahresabonnement der "Stuttgarter-Zeitung" oder Stuttgarter-Nachrichten eine Barprämie von 100,00 € erwerben. Statt der Geldprämie gibt es viele andere attraktive Sachprämien, siehe Link Stuttgarter-Nachrichten oder Link Stuttgarter-Zeitung
Laut Stuttgarter-Nachrichten habe ein Abonnement ein Preisvorteil von 28 % gegenüber dem täglichen Kauf beim Kiosk.
Eingestellt von Rentenberater Siegfried Sommer um 15:29 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Einkommensanrechnung Hinterbliebenenrente gesetzliche Rentenversicherung und Gesetzliche Unfallversicherung
Bei der Ermittlung der Summe der zusammentreffenden Rentenbeträge bleiben nach § 93 Abs. 2 Nr. 2 SGB VI bei der Verletztenrente aus der Unfallversicherung
ein der Grundrente nach § 31 in Verbindung mit § 84 a Satz 1 und 2 des Bundesversorgungsgesetzes entsprechender Betrag, bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um 20 v.H. zwei Drittel der Mindestgrundrente, bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um 10 vom Hundert ein Drittel der Mindestgrundrente
Wichtig: Die Abzüge erfolgen laut den rechtlichen Arbeitsanweisungen der DRV nur bei der Verletztenrente der Unfallversicherung, nicht bei den Hinterbliebenrenten.
Eingestellt von Rentenberater Siegfried Sommer um 17:09 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Die Hinzuverdienstgrenze für eine vorgezogene Altersrente oder EM-Rente kann durch Entgeltumwandlung nach § 1 a BetrAVG von 4 % des Einkommens bis zur jährlichen Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung gerettet werden.
Soweit Entgeltteile, die durch Entgeltumwandlung nach § 1 Absatz 2 Nummer 3 des Betriebsrentengesetzes für betriebliche Altersversorgung in den Durchführungswegen Direktzusage oder Unterstützungskasse verwendet werden, 4 vom Hundert der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung übersteigen, handelt es sich um Entgelt nach § 14 Abs. 1 Satz 2 SGB IV.
Ergebnis: Nur Entgeltteile im geförderten Rahmen können umgewandelt werden. Sind Sie sich nicht sicher helfen Ihnen gern behördlich registrierte unabhängige Rentenberater weiter.
Eingestellt von Rentenberater Siegfried Sommer um 00:05 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Eingestellt von Rentenberater Siegfried Sommer um 18:58 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Fachtagung der Süddeutschen Rentenberater am 17.3.2012 in Stuttgart
Als Regionalbeauftragter des Bundesverbandes der Rentenberater für Baden-Württember habe ich am 17.3.2012 in Stuttgart eine Fachtagung organisiert.
Scheinselbständigkeit/Selbständigkeit? aus Sicht des Prüfdienstes der DRV
Berührungspunkte private BU-Rente und privates Krankentagegeld für Rentenberater
Aktuelles Rechtsprechung des BSG
Teilnehmen können Rentenberater, Versicherungsberater, Rechtsanwälte. Für Kurzentschlossene sind noch Plätze frei.
Anmeldung: Link zum Bundesverband der Rentenberater/Termine
Eingestellt von Rentenberater Siegfried Sommer um 22:12 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Eingestellt von Rentenberater Siegfried Sommer um 11:27 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Berufskrankheit Nr. 2108 - Belastungskonforme Schadensbild
Heute war ein privater Bestatter bei mir in der Erstberatung mit dem Themenfeldern:
Private Rente wegen Berufsunfähigkeit,
Verletztenrente aus Berufskrankheit Nr. 2108
Der Mandant hatte seit ca. 8-9 Jahren rezidivierende Lumbalgien. Wegen lumboischialgieforme Schmerzen wurde er in die Vulpius Klinik nach Bad Rappenau eingewiesen. Dort wurden die Diagnosen:
NPP L4/5 mit L4-L5 radikulärer Symptomatik rechts
Spinalkanalstenose in Höhe des Wirbelbogens von L5 rechts
erstellt und eine Nukleotornie L4/5 rechts durchgeführt.
Danach erfolgte die Anschlußreha in der Rosentrittklinik in Bad Rappenau. Laut Entlassungsbericht der Klinik Bad Rappenau kann er seinen letzten Beruf als Bestatter nicht mehr ausüben.
Sein Pech ist, dass er mit Jahrgang 1964 keinen Berufschutz als Bestatter in der gesetzlichen Rentenversicherung hat. Sein Glück war, dass er eine private Rente wegen Berufsunfähigkeit und eine private Krankentagegeldversicherung abgeschlossen hat.
Mit einem geschätzten Gewinn von 10.000 € monatlich war der Mandant unterversichert mit einem monatlichen Krankentagegeld in Höhe von 1.500,00 €. Diese Thematik trifft bei Selbständigen häufig auf. Die Versicherungsverträge sollten regelmäßig nach Versorgungslücken und Unterdeckungen geprüft werden.
Bezüglich dem Thema Bandscheibenbedingte Erkrankung der Lendenwirbelsäule durch Heben und Tragen (BK 2108) gilt folgendes:
es muss eine gesicherte medizinische bandscheibenbedingte Erkrankung der Lendenwirbelsäule vorliegen,
es muss eine langjährige - versicherte - Exposition durch das Heben und Tragen schwerer Lasten und /oder Tätigkeiten in extremer Rumpfbeugehaltung vorliegen. Langjährig heißt mindestens 10 Jahre Berufstätigkeit mit der belastenden Tätigkeit.
"Für die BK Nr. 2108 ist ein in der Regel von oben nach unten in der Ausprägung zunehmender Befund erforderlich" (belastungskonforme Schadensbild), siehe Mehrtens/Brandenburg.
Die Thematik des belastungskonformen Schadensbild ist vom Mandanten noch durch einen Klinikbericht nachzuweisen. Danach soll eine ärztliche Anzeige an die Berufsgenossenschaft erfolgen.
Kapitallebensversicherungen mit Vertragsabschluss zwischen Juli 1986 bis Juni 1994 haben einen Garantiezinssatz von 3,5 % und ab Juli 1994 bis Juni 2000 einen Garantiezins von 4 % auf den Sparanteil der Versicherung (nicht zu verwechseln mit dem Beitrag, bei dem noch Abschlusskosten, Verwaltungskosten und Risikokosten abzogen werden).
Hier ist es häufig günstiger bei Geldbedarf z.B. wegen Kauf eines Autos die Kapitallebensversicherung oder Rentenversicherung zu beleihen (Policendarlehen) als zu kündigen.
Vorteile des Policendarlehen sind:
Zusätzliche Liquidität, Altersvorsorge sowie Versicherungsschutz bleibt erhalten
Policendarlehen haben niedrige Zinsen im Vergleich zu Ratenkrediten
Keine Bonitätsprüfung und keine Schufa-Auskunft
Laufzeiten je nach Anbieter bis zu 25 Jahren
Das aufgenommene Darlehen kann in fast allen Fällen jederzeit – also auch vorzeitig – getilgt werden, meist ohne Vorfälligkeitszinsen
Der Darlehensbetrag kann von 500 Euro (Alternative zu einem Kleinkredit) bis hin zu über 50.000 Euro reichen (Alternative zu einem Ratenkredit)
Der Kreditrahmen kann – je nach Art der Police – bis zu 100 Prozent des Rückkaufswertes betragen
Es empfiehlt sich ein Vergleich der Konditionen beim Versicherer, den Kreditinstituten und bei seriösen Anbietern im Zweitmarkt Lebensversicherungen - siehe Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen (BVZL) e. V.
Direktversicherungen, Riester und Rüruprenten lassen sich nicht beleihen.
Eingestellt von Rentenberater Siegfried Sommer um 15:56 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Was machen Selbständige, die eine Insolvenz hinter sich haben? Die Lebensversicherungen wurden bei der Hausbank als Sicherheit für ein Darlehen gegeben und stehen dem Mandanten nicht mehr für eine Altersversorgung zur Verfügung. Besonders schlimm war die verbundene Kapitalleben mit Versicherung einer Rente wegen Berufsunfähigkeit. Im Rahmen der Insolvenz ist nun auch die Anwartschaft auf die private Rente wegen Berufsunfähigkeit weg.
Der Mandant hatte mir eine Renteninformation aus dem Jahr 2008 mit einer Rentenanwartschaft wegen Erwerbsminderung in Höhe von 1.400 € gezeigt.
Ich habe ihn auf die Möglichkeit der Antragspflichtversicherung für Selbständige in der gesetzlichen Rentenversicherung hingewiesen. Besonders ältere Selbständige provitieren von der Antragspflichtversicherung. Bei Vorerkrankungen ist kaum noch ein Abschluss für eine private Berufsunfähigkeit möglich. Ohne Gesundheitsüberprüfung kann der Kunde eine Anwartschaft auf eine gesetzliche Rente wegen Erwerbsminderung erhalten. Den Antrag kann man innerhalb von fünf Jahren nach Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit stellen.
Im Rahmen der Antragspflichtversicherung hat der Versicherte auch Anspruch auf eine medizinische Rehabilitation beim Rentenversicherungsträger. Soweit der Versicherte privat krankenversichert ist, wäre dies ein zusätzlicher Vorteil.
Innerhalb von drei Kalenderjahre nach der Aufnahme der selbständigen Tätigkeit zahlt der Mandant 1/2 Regelbeitrag in Höhe von 257,25 € monatlich und danach einen Regelbeitrag in Höhe von 514,50 € monatlich. Bei Nachweis eines niedrigeren Einkommens kann für einen Beitrag nach tatsächlichen Einkünften optiert werden. Ein Wechsel innerhalb eines Kalenderjahres ist allerdings nicht möglich.
Ein Wermutstropfen gibt es: Aus der Antragspflichtversicherung kommt man während der selbständigen Tätigkeit nicht mehr heraus.
Eingestellt von Rentenberater Siegfried Sommer um 12:50 Keine Kommentare: Links zu diesem Post