Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19951017_OGH0002_0010OB00606_9500000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2019-12-14 23:47:00
Document Index: 185645669

Matched Legal Cases: ['OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 110', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 13', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 235', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§396', '§ 396', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 396', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§13', '§226', '§ 13', '§ 226', '§ 396', 'OGH', 'OGH', '§ 13', 'OGH', 'OGH', '§ 396', 'OGH', '§ 13', '§ 226', '§ 13', 'OGH', 'OGH', '§ 1', 'OGH', '§ 182', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 13', '§ 182', 'OGH', 'OGH', '§239', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 1Ob606/95 - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 1Ob875/51 7Ob532/57 5Ob...
RS0040801
1Ob875/51; 7Ob532/57; 5Ob136/64; 6Ob295/67; 1Ob128/71; 3Ob108/71; 3Ob135/73; 1Ob168/73; 3Ob218/73; 3Ob238/74; 3Ob6/77; 1Ob730/77; 4Ob503/84; 3Ob1021/84; 8Ob512/95; 1Ob606/95; 9Ob19/03i; 2Ob138/10y; 3Ob7/16z
Ein Versäumungsurteil ist, wenngleich in abweisendem Sinn, auch dann zu fällen, wenn die Klage nicht schlüssig ist. Eine Erstreckung der Tagsatzung aus diesem Grunde oder eine Ergänzung der Klagsangaben oder Verbesserung des Klagebegehrens ist nicht zulässig.
1 Ob 875/51
Entscheidungstext OGH 19.12.1951 1 Ob 875/51
Veröff: EvBl 1952/326 S 494
7 Ob 532/57
Entscheidungstext OGH 04.12.1957 7 Ob 532/57
5 Ob 136/64
Entscheidungstext OGH 27.05.1964 5 Ob 136/64
6 Ob 295/67
Entscheidungstext OGH 22.11.1967 6 Ob 295/67
nur: Ein Versäumungsurteil ist, wenngleich in abweisendem Sinn, auch dann zu fällen, wenn die Klage nicht schlüssig ist. (T1)
1 Ob 128/71
Entscheidungstext OGH 01.07.1971 1 Ob 128/71
Vgl aber; Beisatz: Verbesserung des unschlüssigen Klagebegehrens in der ersten Tagsatzung. (T2)
3 Ob 135/73
Entscheidungstext OGH 28.08.1973 3 Ob 135/73
1 Ob 168/73
Entscheidungstext OGH 14.11.1973 1 Ob 168/73
nur T1; Beisatz: Hier: Unterlassung des Tatsachenvorbringens bei einer Klage nach § 110 Abs 1 KO. Hinweis auf die im Konkursverfahren vorgenommene Forderungsanmeldung kann das erforderliche Tatsachenvorbringen nicht ersetzen. (T3)
3 Ob 238/74
Entscheidungstext OGH 21.01.1975 3 Ob 238/74
1 Ob 730/77
Entscheidungstext OGH 30.11.1977 1 Ob 730/77
4 Ob 503/84
Entscheidungstext OGH 03.04.1984 4 Ob 503/84
Auch; nur T1; Beisatz: Hier: § 13 KSchG (T4)
Beisatz: Das Fehlen einer ausdrücklichen Behauptung schadet (nur) dann nicht, wenn sich die betreffende Tatsache schlüssig aus dem übrigen Tatsachenvorbringen des Klägers ergibt. (T5)
Veröff: SZ 57/69 = RdW 1984,308
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Daraus folgt aber nicht, dass der Richter in der ersten Tagsatzung zur Verbesserung einer unschlüssigen Klage anzuleiten hat. (T6)
8 Ob 512/95
Entscheidungstext OGH 27.04.1995 8 Ob 512/95
Auch; Beisatz: Ein unschlüssiges Klagebegehren kann für sich kein stattgebendes Versäumungsurteil zur Folge haben. Es entspricht aber der völlig einhelligen Judikatur, dass vor Abweisung eines unschlüssigen Klagebegehrens stets ein Verbesserungsversuch vorzunehmen ist, was auch im Fall eines Antrags auf Fällung eines Versäumungsurteils wegen Versäumung der Frist zur Klagebeantwortung gilt. (T7); Veröff: SZ 2016/48
ECLI:AT:OGH0002:1951:RS0040801
JJR_19511219_OGH0002_0010OB00875_5100000_001
Rechtssatz für 3Ob108/71 6Ob752/77 1Ob...
RS0040965
3Ob108/71; 6Ob752/77; 1Ob606/95; 2Ob138/10y
Im Fall der Säumnis des Beklagten ist der Kläger nicht auf sein Vorbringen in der Klage beschränkt, sondern darf auch noch in der ersten Tagsatzung weitere Tatsachen vortragen, die bisher vorgebrachten Behauptungen ergänzen und richtigstellen. Er darf nur den Gegenstand des Rechtsstreites nicht ändern und sein Klagebegehren nicht erweitern. Klageverbesserungen im Sinne des § 235 Abs 4 ZPO sind dagegen zulässig. Urteilsgrundlage ist nicht nur die Klageschrift, sondern auch das mündliche Vorbringen des Klägers in tatsächlicher Beziehung, mag es auch über die Klageschrift hinausgehen (Fasching III S 619, Sperl S 491, Neumann II S 1132, Petschek - Stagel S 344, Wolff S 192).
6 Ob 752/77
Entscheidungstext OGH 10.11.1977 6 Ob 752/77
Auch; Beisatz: Hier: Den beklagten Parteien war der Schriftsatz mit ergänzenden Vorbringen der Klägerin bereits vor der betreffenden Tagsatzung übermittelt worden. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0040965
JJR_19711006_OGH0002_0030OB00108_7100000_001
Rechtssatz für 5Ob217/72 2Ob564/79 7Ob...
RS0037161
5Ob217/72; 2Ob564/79; 7Ob7/82; 8Ob22/93; 1Ob606/95; 2Ob222/01p; 1Ob15/02s; 7Ob179/02b; 1Ob73/03x; 7Ob149/03t; 8Ob163/06p; 9Ob4/09t; 4Ob245/12a; 4Ob197/15x; 3Ob7/16z
Der Richter darf eine Klage wegen ungenügender Substantiierung des Anspruches erst abweisen, wenn er auf die Vervollständigung des tatsächlichen Vorbringens hingewirkt hat. Dies gilt auch im Anwaltsprozess.
5 Ob 217/72
Entscheidungstext OGH 07.11.1972 5 Ob 217/72
2 Ob 564/79
Entscheidungstext OGH 18.09.1979 2 Ob 564/79
Auch; Beisatz: Die Unbestimmtheit und Undeutlichkeit des Begehrens rechtfertigt nicht die sofortige Klagsabweisung. (T1)
8 Ob 22/93
Entscheidungstext OGH 14.07.1994 8 Ob 22/93
2 Ob 222/01p
Entscheidungstext OGH 20.09.2001 2 Ob 222/01p
7 Ob 179/02b
Entscheidungstext OGH 07.08.2002 7 Ob 179/02b
Veröff: SZ 2002/100
Auch; Beisatz: Vor der Abweisung eines unschlüssigen Klagebegehrens ist stets ein Verbesserungsversuch vorzunehmen. (T2)
Auch; Beisatz: Der Verbesserungsauftrag ist von Amts wegen zu erteilen, selbst wenn die Partei durch einen Rechtsanwalt vertreten ist. (T3)
Auch; Beisatz: Ein unbestimmtes Begehren kann nicht zu einer Abweisung führen; vielmehr hat das Gericht im Rahmen seiner Prozessleistungspflicht vorweg eine Präzisierung zu ermöglichen (stRsp). (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0037161
JJR_19721107_OGH0002_0050OB00217_7200000_002
Rechtssatz für 3Ob238/74 6Ob567/77 1Ob...
RS0040892
3Ob238/74; 6Ob567/77; 1Ob730/77; 1Ob606/95
ZPO §396 D
Rechtliche Schlußfolgerungen aus dem übrigen Klagsvorbringen werden von der Wahrheitsfiktion des § 396 ZPO nicht erfaßt und unterliegen daher der richterlichen Prüfung (Fasching III, 621, SZ 7/331, 12/3, ZBl 1930/363).
6 Ob 567/77
Entscheidungstext OGH 23.05.1977 6 Ob 567/77
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0040892
JJR_19750121_OGH0002_0030OB00238_7400000_003
Rechtssatz für 1Ob564/78 6Ob653/78 1Ob...
1 Ob 564/78
Entscheidungstext OGH 17.03.1978 1 Ob 564/78
6 Ob 653/78
Entscheidungstext OGH 01.09.1978 6 Ob 653/78
1 Ob 573/80
Entscheidungstext OGH 30.04.1980 1 Ob 573/80
1 Ob 516/93
Entscheidungstext OGH 23.02.1993 1 Ob 516/93
8 Ob 205/99a
Entscheidungstext OGH 21.10.1999 8 Ob 205/99a
JJR_19780317_OGH0002_0010OB00564_7800000_001
Rechtssatz für 6Ob653/78 1Ob573/80 4Ob...
RS0040862
6Ob653/78; 1Ob573/80; 4Ob503/84; 4Ob98/89; 1Ob16/93; 8Ob512/95; 1Ob606/95; 1Ob99/99m; 8Ob205/99a; 8Ob17/12a; 4Ob207/11m; 8Ob5/15s; 3Ob7/16z
Ob alle für eine Stattgebung des Klagebegehrens erforderlichen rechtserzeugenden Tatsachen behauptet worden sind, hat das Gericht, wenn der Kläger die Fällung eines Versäumungsurteils beantragt, nach amtswegiger Prüfung der Rechtslage zu beurteilen und das Klagebegehren abzuweisen, wenn der vorgebrachte Sachverhalt den geltend gemachten Anspruch nicht erzeugt.
Auch; Veröff: SZ 57/69 = RdW 1984,308
4 Ob 98/89
Entscheidungstext OGH 12.09.1989 4 Ob 98/89
Auch; Beisatz: Das Gericht muss bei der ihm nach § 396 ZPO obliegenden Schlüssigkeitsprüfung selbständig beurteilen, ob die nach der angeführten Gesetzesstelle für wahr zu haltenden Tatsachenbehauptungen des Klägers ausreichen, um das Klagebegehren als berechtigt zu erkennen. (T1)
1 Ob 99/99m
Entscheidungstext OGH 05.08.1999 1 Ob 99/99m
Auch; Beisatz: Ob die Voraussetzungen für die Erlassung eines Versäumungsurteils im Einzelfall vorliegen, begründet im Allgemeinen keine erhebliche Rechtsfrage. (T2)
8 Ob 5/15s
Entscheidungstext OGH 23.01.2015 8 Ob 5/15s
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0040862
JJR_19780901_OGH0002_0060OB00653_7800000_002
Rechtssatz für 8Ob209/79 1Ob606/95
RS0040972
8Ob209/79; 1Ob606/95
Was das Gesetz "für wahr zu halten" nennt, hat immer nur den Sachverhalt zum Gegenstand, niemals rechtliche Behauptungen. Solche hat der Richter auch bei Fällung eines Versäumungsurteiles nachzuprüfen und das Klagebegehren abzuweisen, wenn der vorgebrachte Sachverhalt den begehrten Anspruch nicht erzeugt.
8 Ob 209/79
Entscheidungstext OGH 14.09.1979 8 Ob 209/79
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0040972
JJR_19790914_OGH0002_0080OB00209_7900000_001
1Ob561/80 (1Ob562/80, 1Ob563/80); 7Ob683/88; 1Ob10/89; 8Ob672/89; 1Ob10/93; 1Ob606/95; 3Ob241/97f; 8Ob7/99h; 7Ob35/00y; 5Ob282/01h; 1Ob15/02s; 8Ob294/01w; 1Ob73/03x; 7Ob149/03t; 7Ob263/03g; 9Ob55/04k; 8Ob78/04k; 7Ob83/05i; 6Ob51/05a; 6Ob275/05t; 4Ob241/05b; 8ObS4/06f; 8Ob163/06p; 4Ob114/07d; 7Ob180/07g; 7Ob125/07v; 6Ob134/08m; 7Ob148/08b; 2Ob63/08s; 7Ob289/08p; 17Ob40/08v; 7Ob268/08z; 5Ob21/09p; 1Ob183/09g; 7Ob41/10w; 9ObA87/11a; 3Ob222/12m; 3Ob15/13x; 4Ob245/12a; 10Ob50/13w; 10Ob31/14b; 1Ob133/14m; 3Ob90/15d; 1Ob156/15w; 3Ob7/16z; 3Ob75/17a; 1Ob94/18g
Auch; Beisatz: Ein unschlüssiges Klagebegehren kann für sich kein stattgebendes Versäumungsurteil zur Folge haben. Es entspricht aber der völlig einhelligen Judikatur, dass vor Abweisung eines unschlüssigen Klagebegehrens stets ein Verbesserungsversuch vorzunehmen ist, was auch im Fall eines Antrags auf Fällung eines Versäumungsurteils wegen Versäumung der Frist zur Klagebeantwortung gilt. (T15); Veröff: SZ 2016/48
Rechtssatz für 4Ob503/84 2Ob609/88 2Ob...
RS0037860
4Ob503/84; 2Ob609/88; 2Ob531/91; 1Ob606/95; 2Ob524/95; 2Ob2390/96a; 1Ob266/97t; 8Ob205/99a; 4Ob181/00x; 6Ob182/00h; 7Ob3/02w; 1Ob73/03x; 3Ob58/12v; 2Ob154/12d; 1Ob204/17g
KSchG §13
ZPO §226 Abs1 IIIC
Die rechtserzeugenden Tatsachen des § 13 KSchG hat der Unternehmer gemäß § 226 Abs 1 ZPO schon in der Klage anzuführen. Fehlt es an entsprechenden Behauptungen, dann kann der Klageanspruch aus den vorgebrachten Tatsachen nicht abgeleitet werden; das Klagebegehren ist in diesem Fall gemäß § 396 ZPO mangels Schlüssigkeit mit (negativem) Versäumungsurteil abzuweisen.
2 Ob 609/88
Entscheidungstext OGH 06.12.1988 2 Ob 609/88
2 Ob 531/91
Entscheidungstext OGH 09.11.1991 2 Ob 531/91
Auch; Beisatz: Hier: Fehlende Behauptung, dem Beklagten eine qualifizierte Mahnung zugesandt zu haben. Beim Vorbringen der klagenden Partei, die Voraussetzungen nach § 13 KSchG lägen vor, handelt es sich nicht um eine tatsächliche Behauptung, sondern nur um eine Rechtsausführung. (T1)
2 Ob 524/95
Entscheidungstext OGH 25.04.1996 2 Ob 524/95
Auch; Beis wie T1 nur: Hier: Fehlende Behauptung, dem Beklagten eine qualifizierte Mahnung zugesandt zu haben. (T2)
Beisatz: Unvollständiges und somit unschlüssiges Vorbringen ist dann nicht verbesserungsfähig, falls eine sachliche Erledigung - wenn auch nicht im stattgebenden Sinn - nicht ausgeschlossen ist. (T3)
2 Ob 2390/96a
Entscheidungstext OGH 23.01.1997 2 Ob 2390/96a
Auch; nur: Fehlt es an entsprechenden Behauptungen, dann kann der Klageanspruch aus den vorgebrachten Tatsachen nicht abgeleitet werden; das Klagebegehren ist in diesem Fall gemäß § 396 ZPO mangels Schlüssigkeit mit (negativem) Versäumungsurteil abzuweisen. (T4)
1 Ob 266/97t
Entscheidungstext OGH 27.01.1998 1 Ob 266/97t
Auch; nur: Die rechtserzeugenden Tatsachen des § 13 KSchG hat der Unternehmer gemäß § 226 Abs 1 ZPO schon in der Klage anzuführen. (T5)
Beisatz: Die vom Unternehmer zur Geltendmachung des Terminsverlusts eingebrachte Klage ist daher nur dann schlüssig, wenn sie entsprechende Behauptungen über den Eintritt jener tatsächlichen Voraussetzungen enthält, von denen § 13 KSchG die Ausübung des Rechts abhängig macht. (T6)
4 Ob 181/00x
Entscheidungstext OGH 18.07.2000 4 Ob 181/00x
6 Ob 182/00h
Entscheidungstext OGH 13.07.2000 6 Ob 182/00h
Vgl auch; Beisatz: Im vorliegenden Fall mangelte es bereits an der hinreichenden Bestimmtheit des geltend gemachten Rechtsgrundes. Es bleibt nach dem Klagevorbringen unklar, ob das Begehren auf den Rückzahlungsanspruch aus einem gewährten Darlehen bzw Kredit gestützt wird oder die Beklagte auf Grund ihrer Haftung als Bürgin in Anspruch genommen werden soll oder ob der eine Klagegrund primär und der andere hilfsweise geltend gemacht wird. Insbesondere wurde zur Fälligkeit des eingeklagten Anspruches in der Klage überhaupt kein Vorbringen erstattet. (T7)
Beis ähnlich wie T6; Beisatz: In der Klage wird die Beklagte als "Pensionistin" bezeichnet, weshalb die Eigenschaft der Beklagten als Verbraucherin im Sinn des § 1 Abs 1 Z 2 KSchG zu vermuten ist. (T8); Beis wie T3
7 Ob 3/02w
Entscheidungstext OGH 30.01.2002 7 Ob 3/02w
Vgl aber; Beisatz: Unschlüssiges Klagebegehren kann für sich kein stattgebendes Versäumungsurteil zur Folge haben, doch hat der Verhandlungsrichter gemäß § 182 Abs 1 ZPO darauf hinzuwirken, dass die für die Entscheidung erheblichen tatsächlichen Angaben gemacht oder ungenügende Angaben über die zur Begründung des Anspruchs geltend gemachten Umstände vervollständigt bzw klargestellt werden. (T9)
3 Ob 58/12v
Entscheidungstext OGH 18.04.2012 3 Ob 58/12v
ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0037860
JJR_19840403_OGH0002_0040OB00503_8400000_001
Rechtssatz für 1Ob606/95
RS0086678
Zumindest in den Fällen, in denen mit Ausnahme der qualifizierten Mahnung des Beklagten alle tatsächlichen Voraussetzungen für den Terminsverlust nach § 13 KSchG schon in der Klage behauptet wurden und unter Hinweis auf die einschlägige Gesetzesstelle ausgeführt wurden, es lägen damit alle Voraussetzungen dafür vor, hat das Gericht in Anwendung des § 182 ZPO die allein erschienene klagende Partei zur Erstattung entsprechenden, die Schlüssigkeit der Klage herbeiführenden Tatsachenvorbringens anzuleiten.
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0086678
JJR_19951017_OGH0002_0010OB00606_9500000_001
RS0086679
ZPO §239
Wird bei der ersten Tagsatzung über Anleitung durch das Gericht ergänzendes Tatsachenvorbringen erstattet, ist der nicht erschienenen beklagten Partei Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen, zu geben, sodaß sich die Erstreckung der Tagsatzung als unumgänglich erweist.
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0086679
JJR_19951017_OGH0002_0010OB00606_9500000_002