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Timestamp: 2018-02-21 09:31:27
Document Index: 164714401

Matched Legal Cases: ['§ 15', 'de lege lata', '§ 64', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 823', '§ 15', '§ 64', '§ 64', '§ 280', '§ 311', '§ 823', '§ 15', '§ 15', '§ 823', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 92', '§ 92', '§ 38', '§ 92', '§ 92', '§ 15', '§ 64', '§ 195', '§ 823', '§ 15', '§ 15', '§ 64', '§ 15', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 826', '§ 826', '§ 826', '§ 826', '§ 15', '§ 64', 'de lege ferenda', '§ 280', 'de lege ferenda']

Copyright : Gaschäftsführer- und Gesellschafterhaftung wegen Insolvenzverschleppung bei der GmbH
Copyright : Gaschäftsf...
Der Autor untersucht die Auswirkungen der durch das MoMig eingeführten Änderungen der Insolvenzantragspflicht auf die Rechtspraxis. Neben der Betrachtung der tatbestandlichen Änderungen des § 15a InsO liegt der Fokus der Arbeit auf der Untersuchung der verschiedenen Haftungssysteme, die in Rechtsprechung und Literatur bei einem Verstoß gegen die Insolvenzantragspflicht diskutiert werden. Sind diese alternativ zum Haftungssystem des Bundesgerichthofs entwickelten Haftungsmodelle mit der Gesetzeslage de lege lata vereinbar? Vor dem Hintergrund des Auseinanderfallens unternehmerischer Verantwortung und wirtschaftlicher Partizipation untersucht der Autor im Anschluss die Haftung des GmbH-Gesellschafters wegen Insolvenzverschleppung. Abschließend befasst sich die Arbeit mit dem gesetzgeberischen Handlungsbedarf im Rahmen der Krisenhaftung. So befürwortet der Autor unter anderem die Abschaffung des geltenden § 64 Satz 1 GmbHG und die Einführung eines als Innenhaftungstatbestand ausgestalteten Verlustdeckungsanspruchs für Verluste, die in der Insolvenzverschleppungsphase entstehen.
9783653994513
http://dx.doi.org/10.3726/978-3-653-03780-7
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2014. XVIII, 240 S.
Zugl.: Düsseldorf, Univ., Diss., 2013
D 16 ISSN 0531-7312 ISBN 978-3-631-64578-9 (Print) E-ISBN 978-3-653-03780-7 (E-Book) DOI 10.3726/978-3-653-03780-7
A. Bedeutung der Insolvenzverschleppungshaftung
B. Gang der vorzunehmenden Untersuchung
1. Kapitel: Die Insolvenzantragspflicht nach § 15a InsO
I. Historische Entwicklung der Insolvenzantragspflicht
II. Insolvenzantragspflicht als systematische Ausnahmevorschrift
III. Begründungsansätze für die Rechtfertigung der Insolvenzantragspflicht
1. Insolvenzantragspflicht als Rechtfertigung für das Haftungsprivileg der Gesellschafter
2. Insolvenzantragspflicht als Konsequenz der Fremdorganschaft bei juristischen Personen
IV. Ökonomische Grundlagen der Insolvenzantragspflicht
B. Tatbestand der Insolvenzantragspflicht nach § 15a InsO
I. Die einzelnen Insolvenzantragsgründe
1. Tatbestand der Zahlungsunfähigkeit
b) Abgrenzung zur Zahlungsstockung
c) Deckungslücke
d) Zahlungseinstellung
2. Tatbestand der Überschuldung
II. Antragspflichtige Personen nach § 15a InsO
1. Geschäftsführer und Abwickler
b) (Missbräuchliche) Amtsniederlegung im Stadium materieller Insolvenzreife
aa) Einmann-GmbH mit Gesellschafter-Geschäftsführer
bb) Gesellschaft mit mehreren Gesellschaftern
2. Insolvenzantragspflicht des Gesellschafters gemäß § 15a Abs. 3 InsO
a) Begründung der Gesellschafterverantwortlichkeit im Falle der Führungslosigkeit
b) Begriff der Führungslosigkeit
aa) Rechtliche Führungslosigkeit
(1) Allgemeine gesellschaftsrechtliche Gründe
(2) Führungslosigkeit bei fehlerhafter Bestellung
bb) Tatsächliche Führungslosigkeit wegen Handlungsunwilligkeit bzw. Unerreichbarkeit des bestellten Geschäftsführers
c) Überwachungspflicht des Gesellschafters
d) Beweislastumkehr im Rahmen des § 15a Abs. 3 InsO
e) Kleinbeteiligtenprivileg
f) Verfahrensrechtliche Folgen der Insolvenzantragspflicht des Gesellschafters
3. Insolvenzantragspflicht der Mitglieder des Aufsichtsrates bei der GmbH gemäß § 15a Abs. 3 InsO
a) Keine Insolvenzantragspflicht der Mitglieder des Aufsichtsrates
b) Insolvenzantragspflicht im Falle der Geschäftsführerbestellung durch den Aufsichtsrat
c) Differenzierte Betrachtung
4. Insolvenzantragspflicht des sog. faktischen Geschäftsführers
aa) Unwirksamer Bestellungsakt
bb) Faktisches Organ aufgrund materieller Gesamtbetrachtung
(1) Übernahme von Geschäftsführungsmaßnahmen in erheblichem Umfang
(2) Eigenes Handeln mit Außenwirkung
(3) Dauerhaftigkeit des Handelns
b) Verantwortlichkeit des sog. faktischen Geschäftsführers
aa) Ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs
bb) Ansicht von U. Haas: Keine Insolvenzantragspflicht
cc) Ansicht von H. C. Grigoleit: Insolvenzantragspflicht aufgrund teleologischer Extension
dd) Ansicht von K. Schmidt: Insolvenzantragspflicht als Verbot der Unternehmensfortführung im Stadium materieller Insolvenzreife
(3) Historie
(4) Sinn und Zweck
c) Die Bedeutung der Rechtsfigur des faktischen Organs im Rahmen der Insolvenzantragspflicht nach MoMiG
aa) Faktischer (Allein-) Geschäftsführer
bb) Faktischer Geschäftsführer neben ordentlich bestellter Geschäftsführung
III. Die Pflichtverletzungen im Rahmen des § 15a InsO
1. Erkennen der Krisensituation
2. Handlungsalternativen bei Eintritt der Insolvenzreife
IV. Bedeutung der Dreiwochenfrist des § 15a Abs. 1 InsO
1. Fristbeginn
a) Positive Kenntnis vom Vorliegen eines Insolvenzgrundes
b) Objektiver Eintritt eines Insolvenzgrundes
V. Erlöschen und sonstiger Wegfall der Insolvenzantragspflicht
1. Erfüllung durch Stellung des Insolvenzantrags
2. Wegfall der Insolvenzreife
VI. Wirkung des Einverständnisses der Gesellschafter bzw. der Gläubiger
2. Kapitel: Insolvenzverschleppungshaftung
A. Grundriss des Haftungssystems des Bundesgerichtshofs
I. Entwicklung der Geschäftsführerhaftung nach § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 15a InsO
II. Haftung des Geschäftsführers für verbotene Zahlungen nach § 64 Satz 1 GmbHG
1. Adressaten des § 64 Satz 1 GmbHG
2. Zahlungsbegriff
3. Berücksichtigung etwaiger Gegenleistungen
4. Verschulden und Exkulpation
III. Bedeutung der Eigenhaftung des Vertreters im Rahmen der Insolvenzverschleppungshaftung
2. Ersatz des Vertrauensschadens auf der Grundlage der c.i.c-Haftung gemäß § 280 Abs. 1, § 311 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 Satz 2 BGB
a) Die Auffassung H. Altmeppens
b) Repräsentantenhaftung nach K. Schmidt
3. Auswirkungen der unterschiedlichen Ansätze auf die Liquidation des Vertrauensschadens der Neugläubiger
B. Die Ausgestaltung der Insolvenzverschleppungshaftung gemäß § 823 Abs. 2 BGB i.V.m § 15a InsO
I. Qualifikation des § 15a InsO als Schutzgesetz i.S.d. § 823 Abs. 2 BGB
II. Verstoß gegen § 15a InsO
1. Objektive Haftungsvoraussetzungen
b) Beweislast bezüglich des objektiven Verstoßes gegen § 15a InsO
2. Subjektive Haftungsvoraussetzungen
a) Verschulden
b) Beweislast bezüglich des Verschuldens
III. Schutzbereich der Insolvenzantragspflicht
1. Persönlicher Schutzbereich des § 15a InsO
b) Einbeziehung unfreiwilliger Gläubiger
aa) D. Kleindiek/G. Wagner
bb) Herrschende Literatur und Bundesgerichtshof
c) Einbeziehung der Gesellschafter
2. Sachlicher Schutzbereich des § 15a InsO
C. Der durch die Insolvenzverschleppung entstandene Schaden
I. Altgläubigerschaden
1. Quotenschaden
a) Berechnung des Quotenschadens der Altgläubiger
aa) Hypothetische Masse
bb) Notwendigkeit einer Gegenüberstellung der hypothetischen Quote und der realen Quote
a) Gesamtschadensliquidation gemäß § 92 InsO
b) U. Haas: Haftungsabwicklung nach den Grundsätzen der Trihotel-Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs
aa) Grundlagen des Trihotel-Haftungskonzepts
bb) Übertragbarkeit des Trihotel-Haftungskonzepts auf die Insolvenzverschleppungshaftung
cc) Folgen der Übertragung des Trihotel-Haftungsmodells auf die Schadensabwicklung
II. Neugläubigerschaden
1. Kreditgewährungsschaden als genuiner Verschleppungsschaden
a) Negatives Interesse
b) Entgangener Gewinn
2. Quotenschaden der Neugläubiger
b) Grundsätzliche Existenz eines Quotenschadens der Neugläubiger
c) Modell K. Schmidt/H. C. Poertzgen: Einheitlicher Quotenschaden sämtlicher ungesicherter Insolvenzgläubiger
aa) Materiell-rechtliche Verknüpfung der Alt- und Neugläubigerschäden durch Qualifikation der Insolvenzverschleppung als Dauerdelikt
bb) Quotenschaden der Neugläubiger als einheitlicher Gesamtschaden im Sinne des § 92 InsO
cc) Rechtspraktische Argumente
aa) Insolvenzverschleppung als Dauerdelikt
bb) Qualifikation der Alt- und Neugläubiger als Insolvenzgläubiger im Sinne des § 38 InsO
cc) Qualifikation des den Neugläubigern entstandenen Quotenschadens als Gesamtschaden im Sinne des § 92 InsO
e) Modell R. Bork: Annahme eines individuell zu bestimmenden Quotenschadens jedes Neugläubigers
f) Stellungnahme zur Ansicht R. Borks
aa) Annahme mehrerer Pflichtverletzungen im Zeitraum der Insolvenzverschleppung
bb) Qualifikation des Neugläubigerquotenschadens als Gesamtschaden im Sinne des § 92 InsO
3. Abwicklung des Neugläubigerschadens
III. Beweislast für Insolvenzverschleppungsschäden
D. Anspruchsdurchsetzung und Schadensabwicklung außerhalb des eröffneten Insolvenzverfahrens
E. Verjährung des Schadensersatzanspruchs wegen Verstoßes gegen § 15a InsO
I. Einheitliche fünfjährige Verjährungsfrist gemäß §§ 64 Satz 4 i.V.m. 43 Abs. 4 GmbHG
II. Einheitliche dreijährige Verjährungsfrist gemäß §§ 195, 199 BGB
III. Differenzierte Betrachtung
F. Teilnehmerhaftung wegen Insolvenzverschleppung
I. Beihilfehandlung
II. Subjektive Anforderungen an das Handeln des Teilnehmers
III. Haupttat
1. Teilnehmerhaftung nur bei vorsätzlicher Deliktsverwirklichung durch den Täter
2. Teilnehmerhaftung bereits bei fahrlässiger Deliktsverwirklichung durch den Täter
G. Zusammenfassung zur Haftung nach § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 15a InsO
3. Kapitel: Gegenmodelle einer Insolvenzverschleppungshaftung
A. Modell von H. Altmeppen und J. Wilhelm
I. Organhaftung auf Verlustausgleich
II. Berechnung des Verlustausgleichsanspruchs
III. Dogmatische Einordnung des Anspruchs
IV. Ersatz des negativen Interesses der Neugläubiger
1. Auswirkungen auf die praktische Rechtsdurchsetzung
2. Die Schutzgesetzeigenschaft des § 15a InsO
c) Strafbarkeit des Normverstoßes als Indikator für die Schutzgesetzeigenschaft
3. Teleologische Korrektur des § 64 Satz 1 GmbHG
VI. Ergebnis zum Modell von H. Altmeppen und J. Wilhelm
B. Einheitsmodell von K. Schmidt
I. Einheitsmodell aus § 15a InsO und § 64 Satz 1 GmbHG
II. Rechtsdogmatischer Ansatz des Einheitsmodells
1. Rechtsdogmatische Qualifikation des Zahlungsverbots
b) Historische Auslegung des § 64 Satz 1 GmbHG
c) Sinn und Zweck der Regelung
d) Systematische Betrachtung der Zahlungsverbote
e) Betrachtung der partiellen Insolvenzverursachungshaftung gemäß § 64 Satz 3 GmbHG
2. Insolvenzverschleppungshaftung als Außenhaftungstatbestand
3. Qualifikation als Darlegungs- und Beweislasterleichterung
4. Gesellschafterverantwortlichkeit
IV. Ergebnis zur Betrachtung des Einheitsmodells von K. Schmidt
4. Kapitel: Haftung des beherrschenden Gesellschafters
B. Begriff des beherrschenden Gesellschafters
C. Sanktionierbares Verhalten
D. Erfordernis eines weiteren Haftungstatbestands
I. Institut des faktischen Geschäftsführers
II. Teilnehmerhaftung zur Insolvenzverschleppung
E. Haftungsmodelle im Schrifttum
I. Das Modell einer Gesellschafterhaftung nach H. Altmeppen: Die Organhaftung des beherrschenden Gesellschafters
1. Dogmatische Grundlage der Gesellschafterhaftung
II. Das Modell einer Gesellschafterhaftung nach P. Ulmer: Haftung des maßgeblichen Gesellschafters
III. Gesellschafterhaftung gemäß § 826 BGB
1. Existenzvernichtungshaftung auf Grundlage des § 826 BGB
2. Insolvenzverschleppungshaftung des Gesellschafters auf Grundlage des § 826 BGB
a) Sittenverstoß im Rahmen des § 826 BGB
b) Vorsätzliche Schadenszufügung
c) Schadensersatzumfang
e) Gesellschafterhaftung als Außenhaftungsmodell
5. Kapitel: Gesetzgeberischer Handlungsbedarf bei der Krisenhaftung
A. Schwächen des gegenwärtigen Haftungssystems
B. Gesetzliche Neujustierung der Insolvenzverschleppungshaftung
I. Abschaffung des Zahlungsverbots gemäß 64 Satz 1 GmbHG
II. Einführung eines bilanziellen Verlustdeckungsanspruchs bei Verstoß gegen § 15a InsO
III. Ersatz des Individualschadens der Neugläubiger
IV. Auswirkungen auf die Regelung des § 64 Satz 3 GmbHG
V. Gesellschafterhaftung
2. Modifikation der Haftungsvoraussetzungen de lege ferenda
a) Haftung gemäß §§ 280 Abs. 1, 311 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 Satz 2 BGB
b) Figur des faktischen Geschäftsführers
c) Anforderungen an Beihilfehaftung
d) Haftungssystem P. Ulmers
3. Fazit zur Gesellschafterhaftung de lege ferenda
6. Kapitel: Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse