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Timestamp: 2016-10-28 23:50:02
Document Index: 161511948

Matched Legal Cases: ['Art. 394', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 63', 'Art. 469', 'Art. 469', 'Art. 505', 'Art. 970', 'Art. 602', 'BGE', 'Art. 505', 'BGH', 'BGE', 'Art.469', 'BGE', 'Art. 505', 'Art. 505', 'BGE', 'BGE', 'Art. 505', 'Art. 505', 'Art. 505', 'Art. 505', 'Art. 505', 'BGE', 'Art. 505', 'Art. 505', 'BGE', 'Art. 20', 'Art. 7', 'Art. 20', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 519', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

Testament olographe. Exception d'invalidit� pour vice de la volont� et vice de forme. 1. Invalidit� pour vice de la volont� (contrainte) du testateur? (art. 469 al. 1 et 2 CC; consid. 2). 2. Invalidit�, faute par le testateur d'avoir �crit le testament en entier de sa main au sens de l'art. 505 CC? Dans quelle mesure le testateur peut-il recevoir une assistance corporelle pour �crire letestament? (consid. 3a). Quelle influence les passages ajout�s de la main d'autrui ont-ils sur le reste du contenu du testament? (consid. 3b). 3. Constatations de fait sur la mani�re dont le testament a �t� �crit. Violation de l'art. 8 CC par une fausse r�partition du fardeau de la preuve ou par le fait de ne pas ordonner l'administration de preuves offertes? (consid. 4). 4. Validit� formelle du testament litigieux (consid. 5). Faits � partir de page 74
A.- Die im Jahre 1893 geborene Frieda G�tz hielt sich nach ihrem 20. Altersjahr wegen psychischer Abartigkeiten wiederholt f�r l�ngere Zeit in der psychiatrischen Klinik Breitenau (Schaffhausen) auf und wurde Mitte der Dreissigerjahre auf eigenes Begehren gem�ss Art. 394 ZGB verbeist�ndet. Seit 1955 lebte sie in Diessenhofen bei der Familie von Marie Gubler-Keller, deren Mutter viele Jahre lang Hausangestellte der Eltern G�tz gewesen war. Sie f�hrte hier ein zur�ckgezogenes Leben, ging nur selten aus und f�hlte sich meistens krank. Korrespondenzen liess sie durch andere Personen erledigen; sie selbst schrieb praktisch nicht mehr. Die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte sie fast ausschliesslich im Bett, wobei sie sich von Frau Gubler in jeder Hinsicht bedienen liess. Die Eheleute Gubler erhielten f�r Logis, Kost und Betreuung eine Pauschalentsch�digung, die zuletzt monatlich Fr. 540.-- betrug.
Am 17. Dezember 1967 starb Frieda G�tz. Sie hinterliess ein Verm�gen von rund Fr. 250'000.--. Ihre gesetzlichen Erben sind die beiden Vettern Johann und Ernst Kienast und die Cousine Seline Gysel-Kienast. BGE 98 II 73 S. 75
B.- Am 11. Januar 1968 er�ffnete der Notar von Diessenhofen eine ihm am 17. November 1966 verschlossen zur Aufbewahrung �berbrachte handschriftliche, mit dem Datum "Diesshofen am 15. Oktober 1963" und mit der Unterschrift "Frieda G�tz" versehene letztwillige Verf�gung, durch welche Fr. 3'000.-- f�r den Grabstein und den Grabunterhalt bestimmt und verschiedenen Personen, K�rperschaften und Anstalten Geldbetr�ge von insgesamt Fr. 117'000.-- vermacht wurden, unter anderm (Zeilen 20-23)
8) Der Frau Marie Gubler-Keller f�r gute Krankenpflege: Fr. 10'000.--
Dem Testament lag ein �rztliches Zeugnis vom 6. Januar 1964 bei, worin Dr. Klingenfuss best�tigte, dass sich Frieda G�tz seit September 1961 in seiner �rztlichen Kontrolle befunden habe und "w�hrend dieser Zeit und insbesondere w�hrend der letzten Monate voll zurechnungsf�hig" gewesen sei.
C.- Die gesetzlichen Erben bezweifelten, dass die Erblasserin die ihnen er�ffnete Verf�gung selbst geschrieben habe. Der von ihnen beigezogene Schriftsachverst�ndige W. Hofmann, Chef der kriminaltechnischen Dienste der Kantonspolizei Z�rich, f�hrte in der Zusammenfassung seines Gutachtens vom 15. Januar 1969 u.a. aus, es liege keine Totalf�lschung vor, sondern der �berwiegende Teil des Testaments stamme von der Hand der Erblasserin; dieser sei mit Sicherheit Schreibhilfe geleistet worden; diese Hilfe habe stellenweise die Handst�tzung �berschritten und sei in Handf�hrung �bergegangen; es sei aber auch mit der M�glichkeit zu rechnen, dass einzelne Schriftfragmente von der die Schreibhilfe leistenden Person frei beigef�gt bzw. eingesetzt worden seien.
Am 5. Februar 1969 erstatteten die gesetzlichen Erben beim Verh�ramt des Kantons Thurgau Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Urkundenf�lschung und N�tigung. Im Strafverfahren ergab sich, dass Marie Gubler-Keller an der Vorbereitung und Niederschrift der letztwilligen Verf�gung nicht beteiligt war, sondern dass Ida Hanhart-H�bscher der Erblasserin dabei BGE 98 II 73 S. 76geholfen hatte. Diese (im Testament nicht bedachte, ebenfalls in Diessenhofen wohnende) Frau f�hrte bei ihrer Vernehmung im wesentlichen aus, die Erblasserin, die ihres Wissens "ganz von sich aus" ein Testament habe errichten wollen, habe sich mit ihr in den beiden letzten Jahren vor dem Errichtungstage manchmal beraten; bei Besprechung der Verm�chtnisse habe die Erblasserin der mit den grossen Opfern von Frau Gubler begr�ndeten Anregung einer Zuwendung an diese Frau zugestimmt und erkl�rt, sie wolle auch den beiden Kindern etwas vermachen; den Notar kommen zu lassen, habe sie abgelehnt; dagegen habe sie den Vorschlag angenommen, den ihr von Jugend auf bekannten ehemaligen Stadtschreiber von Stein am Rhein, Kaspar St�rchlin, aufzusuchen; dieser habe nach den Angaben der Erblasserin einen Entwurf f�r ein eigenh�ndiges Testament aufgesetzt; da die Erblasserin den Beizug eines Notars weiterhin abgelehnt habe und das Testament auch nicht im Hause Gubler habe schreiben wollen, habe Frau Hanhart sie schliesslich zu sich geholt und ihr die Verf�gung nach dem Entwurf St�rchlin diktiert; nach Besprechung mit Frau Hanhart habe die Erblasserin die im Entwurf offen gelassenen Betr�ge der Verm�chtnisse f�r Frau Gubler und deren Kinder eingesetzt. Auf den Vorhalt, das Testament sei nach der Meinung der Erben nicht vollst�ndig von der Erblasserin geschrieben worden, antwortete Frau Hanhart nach Betrachtung einer Photokopie des Testaments, es sei m�glich und wahrscheinlich, dass sie auf Zeile 36 die W�rter "bestimme ich" mit Ausnahme der vier ersten Buchstaben geschrieben habe, und es sei auch m�glich, dass sie einige andere Buchstaben oder Wortteile selbst hineingeschrieben habe, aber alles nach dem Willen und in Anwesenheit der Erblasserin. Sie bezeichnete den Wortteil "gemeinde" (in "Kirchgemeinde", Zeile 9) und die W�rter "als Fonds" (Zeile 10) als von ihr geschrieben. Bei einer sp�tern Vernehmlassung erkl�rte sie, sie glaube nicht, auch Zahlen zur Bezifferung der Verm�chtnisse selbst geschrieben zu haben; denn sie habe gewusst, dass die Zahlen der wesentliche Teil des Testaments seien.
In seinem Erg�nzungsbericht vom 25. M�rz 1970 kam der Schriftexperte zum Schluss, Frau Hanhart habe nach seiner �berzeugung nicht bloss in ihrer pers�nlichen und gewohnten Handschrift Wort- und Textteile hinzugef�gt, sondern sich auch BGE 98 II 73 S. 77teilweise an den Schriftcharakter der Erblasserin angepasst; sie habe m�glicherweise "einzelne Ziffern der inkriminierten Zahlenbetr�ge der Legate geschrieben"; das vorliegende Material (zu dem zwei Schriftproben von Frau Hanhart, darunter eine Abschrift des Testaments, geh�ren) reiche aber f�r einen mehr oder weniger gesicherten Nachweis nicht aus.
Am 25. August 1970 stellte die Anklagekammer des Kantons Thurgau die Strafuntersuchung ein. Sie nahm an, es k�nne nicht nachgewiesen werden, dass Frau Hanhart wider den Willen der Erblasserin und in der Absicht gehandelt habe, jemanden am Verm�gen oder andern Rechten zu sch�digen oder sich oder einem andern einen unrechtm�ssigen Vorteil zu verschaffen.
D.- Am 25. Februar 1971 leiteten Marie Gubler-Keller und ihre beiden Kinder Margrit und Rudolf Gubler gegen die gesetzlichen Erben der Frieda G�tz Klage auf Auszahlung der ihnen zugedachten Verm�chtnisse ein.
Das Bezirksgericht Diessenhofen wies die Klage am 17. Juli 1971 ab, weil das Testament wegen Willens- und Formmangels ung�ltig sei.
Das Obergericht des Kantons Thurgau, an das die Kl�ger appellierten, hat die Klage mit Urteil vom 11. November 1971 gesch�tzt.
E.- Gegen das Urteil des Obergerichts haben die Beklagten die Berufung an das Bundesgericht erkl�rt mit dem Antrag auf Abweisung der Klage, eventuell R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz.
Die staatsrechtliche Beschwerde der Beklagten gegen dieses Urteil ist am 17. M�rz 1972 abgewiesen worden.
1. Die Vorinstanz schliesst aus dem �rztlichen Zeugnis von Dr. Klingenfuss und aus Zeugenaussagen, die Erblasserin sei trotz ihres sonderbaren Wesens, ihrer Verbeist�ndung und ihrer fr�hern Klinikaufenthalte bei Errichtung ihrer letztwilligen Verf�gung urteilsf�hig gewesen. Gegen diese Annahme wenden die Beklagten nichts ein.
2. Die Vorinstanz stellt fest, die Erblasserin habe aus eigenem Antrieb ein Testament errichten wollen; auch mit Bezug auf dessen Inhalt habe sie selbst�ndige Vorstellungen BGE 98 II 73 S. 78und Absichten gehabt; St�rchlin habe seinen Entwurf auf Grund der von ihr ge�usserten W�nsche verfasst; auch hinsichtlich der streitigen Verm�chtnisse, die erst w�hrend der Niederschrift des Testaments beziffert wurden, sei die Erblasserin nicht einfach einem fremden Willen gefolgt, sondern habe ihre eigenen Absichten geltend gemacht; sie habe ihre Entscheidungsfreiheit gewahrt und sich von niemandem unter Druck setzen lassen; Frau Hanhart habe nur eine beratende Rolle, keine unzul�ssige Willensbeeinflussung ausge�bt; die Erblasserin sei bei ihrer schwankenden Art offenbar froh gewesen, dass Frau Hanhart sie dazu bewogen habe, nun endlich einmal mit dem beabsichtigten Testament Ernst zu machen; dass ihr beim Schreiben geholfen werden musste, beruhe lediglich darauf, dass sie Schwierigkeiten hatte, richtig zu schreiben; ihre sp�tere �usserung gegen�ber Frau Gysel, sie habe ein Testament machen m�ssen, "es isch gf�rchtig, wenn d'L�t nie gnueg �berch�med, wehred i au", lasse sich damit erkl�ren, dass ihr die von ihr vorgenommene Zur�cksetzung der gesetzlichen Erben zeitweise peinlich gewesen sei; sie habe aber trotz vorhandener Gelegenheit weder gegen�ber Frau Gysel noch gegen�ber andern Besuchern die Absicht ge�ussert, das Testament zu widerrufen, sondern dieses im Gegenteil nachtr�glich noch erg�nzt; auch f�r die Zeit nach Errichtung des Testaments sei keinerlei physischer oder psychischer Zwang oder eine H�rigkeit nachgewiesen; ihre Unsicherheit, ihre Unentschlossenheit und ihr Misstrauen h�tten sie zwar bis zum Lebensende beherrscht; das �ndere aber nichts daran, dass sie bei Niederschrift des Testaments dessen Inhalt tats�chlich gewollt habe; ihre Weigerung, einen Notar kommen zu lassen, und die Berichte des Beistandes �ber ihren Geisteszustand und ihre Einstellung zu ihrem Pflegeort spr�chen nicht gegen, sondern f�r ihren eigenen Willen.
Diese Feststellungen haben auch insoweit, als sie das Denken und Wollen der Erblasserin betreffen, tats�chliche Verh�ltnisse zum Gegenstand (BGE 95 II 146 mit Hinweisen und 452). Es handelt sich dabei entgegen der Auffassung der Beklagten nicht bloss um "Schlussfolgerungen aus allgemeiner Lebenserfahrung", die das Bundesgericht im Berufungsverfahren �berpr�fen k�nnte. Vielmehr sind diese Feststellungen das Ergebnis einer sehr einl�sslichen W�rdigung der gesamten Akten, besonders der Aussagen St�rchlins und der Frau Hanhart, die nach der BGE 98 II 73 S. 79�berzeugung der Vorinstanz "ehrlich und spontan die Geschehnisse geschildert hat". Diese Beweisw�rdigung verst�sst nicht gegen bundesrechtliche Beweisvorschriften, insbesondere nicht etwa gegen Art. 8 ZGB; denn diese Bestimmung sagt nichts dar�ber, wie die erhobenen Beweise zu w�rdigen sind (BGE 95 II 452 mit Hinweisen). Dass die Feststellungen der Vorinstanz offensichtlich auf Versehen beruhen, behaupten die Beklagten mit Recht nicht. Die erw�hnten Feststellungen sind daher gem�ss Art. 63 Abs. 2 OG f�r das Bundesgericht verbindlich.
Beruht die letztwillige Verf�gung auf dem unverf�lschten eigenen Willen der Erblasserin, so hat die Vorinstanz die Einrede der Beklagten, diese Verf�gung sei wegen eines Willensmangels im Sinne von Art. 469 Abs. 1 ZGB ung�ltig, mit Recht verworfen. Selbst wenn aber urspr�nglich ein solcher Mangel bestanden h�tte, so k�nnte er heute nach Art. 469 Abs. 2 ZGB nicht mehr geltend gemacht werden, weil die Erblasserin ihre Verf�gung bestehen liess und sogar noch erg�nzte, obwohl sie nach den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz in den auf die Errichtung folgenden Jahren alle Gelegenheit hatte und durch keinerlei Zwang davon abgehalten wurde, die ihr angeblich in unzul�ssiger Weise abgen�tigte Verf�gung aufzuheben.
3. Die eigenh�ndige letztwillige Verf�gung ist nach Art. 505 Abs. 1 ZGB vom Erblasser von Anfang bis zu Ende mit Einschluss der Angabe von Ort, Jahr, Monat und Tag der Errichtung von Hand niederzuschreiben, sowie mit seiner Unterschrift zu versehen (vgl. auch � 2247 des deutschen BGB in der seit 1. Januar 1970 geltenden Fassung und � 2231 BGB alter Fassung; Art. 970 des franz�sischen Code civil; Art. 602 des italienischen Codice civile; � 578 des �sterreichischen ABGB). Die eigenh�ndige Niederschrift wird vom Gesetz vor allem deshalb verlangt, weil sich auf Grund eines handgeschriebenen Textes in der Regel zuverl�ssig ermitteln l�sst, ob die Verf�gung wirklich vom Erblasser stammt, d.h. echt ist, und weil die eigenh�ndige Niederschrift normalerweise Gew�hr daf�r bietet, dass die Verf�gung seinem Willen entspricht.
a) Wird das Erfordernis der eigenh�ndigen Niederschrift im Lichte dieses Grundgedankens ausgelegt, so schadet die k�rperliche Hilfe, die einem des Schreibens kundigen, aber aus physischen Gr�nden oder mangels �bung in seiner Schreibf�higkeit beeintr�chtigten Testator beim Schreiben geleistet wird, der G�ltigkeit der Verf�gung nicht, sofern die Individualit�t BGE 98 II 73 S. 80der Schriftz�ge des Testators erhalten und dem Testator die M�glichkeit gewahrt bleibt, seinen Willen zur Geltung zu bringen.
Das G�ltigkeitserfordernis der eigenh�ndigen Niederschrift kann dagegen nicht mehr als erf�llt gelten, wenn die Mitwirkung des Dritten so weit geht, dass nicht mehr der Testator, sondern der Dritte das Schriftbild bestimmt, m.a.W. wenn der Testator beim Schreiben nicht mehr aktiv mitmacht, sondern wenn der Dritte die Hand des Testators als Werkzeug ben�tzt, um die Verf�gung selbst zu schreiben (vgl. TUOR, 2. Aufl. 1952, N. 11, und ESCHER, 3. Aufl. 1959, N. 10 zu Art. 505 ZGB; STAUDINGER, 11./12. Aufl., V. Band 2. Teil 1960, N. 14/15 zu � 2247 BGB, KIPP/COING, Erbrecht, 12. Bearb. 1965, S. 134, und das Urteil des deutschen Bundesgerichtshofs vom 3. Februar 1967 i.S. Schw., BGHZ 47 S. 71; GIANNATTASIO, Delle successioni, Successioni testamentarie, in Commentario del Codice civile, Buch II Band 2 1961, S. 111 mit Hinweisen; KLANG, 2. Aufl., 3. Band 1952, N. III A b 7 zu � 578 ABGB, S. 304/305). Das muss, wenn die eigenh�ndige Niederschrift die Beurteilung der Echtheit der Verf�gung erm�glichen soll, auch dann gelten, wenn der Dritte dem Testator mit dessen Willen in dieser Weise die Hand f�hrt. (In Frankreich ist demgegen�ber in neuerer Zeit die Auffassung vertreten worden, eine Verf�gung, deren Bestimmungen nachweisbar vollst�ndig dem Willen des Testators entsprechen, sei selbst dann g�ltig, wenn dessen Hand stark gef�hrt - "guid�e fortement" - worden ist; Urteil der Cour de Cassation von 16. Juli 1956 i.S. Duffau c. Duch�ne, in Recueil Dalloz et Sirey 1956 S. 661; DALLOZ, Nouveau r�pertoire de droit, 2. Aufl., Band IV 1965, Artikel Testament, N. 15 S. 740; kritisch zu dieser Praxis: J.-P. H. COTTIER, Le testament olographe en droit suisse, Diss. Lausanne 1960, S. 50/51 mit Anm. 56).
Ben�tzt der Dritte die Hand des Erblassers gegen oder ohne dessen Willen, so liegt �berhaupt keine Verf�gung des Erblassers vor (BGE 72 II 157; TUOR, N. 27, ESCHER, N. 5 zu Art.469 ZGB).
b) Wurden einzelne Stellen des Textes einer Testamentsurkunde ohne jede k�rperliche Beteiligung des Erblassers von einem Dritten geschrieben, so sind diese Stellen schon mangels eigenh�ndiger Niederschrift durch den Erblasser ung�ltig. Fragen kann sich nur, wie sich das Vorhandensein solcher Stellen BGE 98 II 73 S. 81auf den �brigen Inhalt der Urkunde auswirkt. Dabei ist zu unterscheiden, ob die Einf�gung mit oder ohne Zustimmung des Erblassers erfolgte.
Stellen, die ohne Wissen und Willen des Erblassers in das Testament eingef�gt wurden, gelten als ungeschrieben und verm�gen die G�ltigkeit der vom Erblasser selbst geschriebenen Anordnungen nicht zu beeintr�chtigen (TUOR N. 8, ESCHER N. 12 zu Art. 505 ZGB; STAUDINGER, N. 17 zu � 2247 BGB; PLANIOL ET RIPERT, Trait� pratique de droit civil fran�ais, 2. Aufl., Band V 1957, N. 534 S. 675/676; GIANNATTASIO, a.a.O. S. 112; KLANG, a.a.O. N. III A a S. 302 f.).
Anders kann es sich dagegen verhalten, wenn der Dritte den Text des Testaments auf Weisung oder doch mit Zustimmung des Erblassers erg�nzt hat (wie es im vorliegenden Falle f�r die von Frau Hanhart geschriebenen Stellen anzunehmen ist).
aa) Nach einer namentlich in Frankreich und Italien vertretenen Auffassung ist das Testament in einem solchen Falle ung�ltig, selbst wenn der Dritte nur ein einziges Wort oder wenige W�rter geschrieben hat (vgl. PLANIOL ET RIPERT, a.a.O. S. 675: "toute intrusion d'un tiers, manifest�e par l'�criture d'une personne �trang�re, entra�ne la nullit� du testament"; weitere Hinweise auf die franz�sische Lehre und Rechtsprechung bei COTTIER, a.a.O. S. 52 ff.; GIANNATTASIO, a.a.O. S. 111/112).
bb) Eine mildere Auffassung betrachtet die Verf�gung im Falle, dass einzelne Stellen mit Wissen und Willen des Erblassers von einem Dritten geschrieben wurden, nur dann als ung�ltig, wenn es sich dabei um wesentliche Bestandteile der Verf�gung handelt oder wenn das vom Erblasser Geschriebene f�r sich allein "keinen klaren Sinn und Zusammenhang" gibt oder anzunehmen ist, der Erblasser h�tte die von ihm selbst niedergeschriebenen Anordnungen ohne das von fremder Hand Eingef�gte nicht getroffen (TUOR, N. 8, und ESCHER, N. 12 zu Art. 505 ZGB).
Die deutsche Lehre und Rechtsprechung, auf welche die eben genannten Kommentatoren sich berufen, beurteilt die Auswirkungen von mit dem Willen des Erblassers durch Dritte geschriebenen Textstellen auf den vom Erblasser geschriebenen Text im Falle, dass der Dritte eine (oder einzelne) von mehrern Anordnungen geschrieben hat, auf Grund von � 2085 BGB, wonach die Unwirksamkeit einer von mehrern in einem Testament enthaltenen Verf�gungen die Unwirksamkeit der �brigen Verf�gungen BGE 98 II 73 S. 82nur zur Folge hat, wenn anzunehmen ist, dass der Erblasser diese ohne die unwirksame Verf�gung nicht getroffen h�tte. Ist einer von mehrern Bestandteilen einer und derselben Anordnung (z.B. die Bezeichnung einer von mehreren mit einem Verm�chtnis oder einer Auflage beschwerten Personen) infolge Einf�gung von fremder Hand oder aus einem andern Grunde unwirksam, so ist nach vorherrschender Auffassung die Sondervorschrift von � 2085 BGB nicht anwendbar, sondern greift � 139 BGB ein, der die Beweislast in entgegengesetztem Sinne regelt, indem er bestimmt: "Ist ein Teil eines Rechtsgesch�fts nichtig, so ist das ganze Rechtsgesch�ft nichtig, wenn nicht anzunehmen ist, dass es auch ohne den nichtigen Teil vorgenommen sein w�rde" (vgl. zu alledem STAUDINGER, a.a.O. N. 17 und V. Band, 1. Teil 1954, N. 1 zu � 2085 BGB; KIPP/COING, a.a.O. S. 138 und S. 105; PALANDT, 30. Aufl. 1971, N. 2 a aa zu � 2247 und N. 1 zu � 2085 BGB). Mehrere Autoren sind jedoch der Ansicht, auch in einem solchen Falle m�sse � 2085 BGB gelten (KIPP/COING S. 105/106 und die Hinweise bei PALANDT, N. 1 zu � 2085).
F�r das �sterreichische Recht nimmt KLANG (a.a.O. S. 303) an, Randbemerkungen und Zus�tze, die mit Willen des Erblassers von fremder Hand gemacht wurden (Angaben tats�chlicher Natur �ber den Verm�gensstand, den Wohnsitz eines Bedachten, Korrektur von Undeutlichkeiten u. dgl.) seien nicht Testamentsinhalt, k�nnten aber als Auslegungsbehelf dienen. Von fremder Hand in den Text der Urkunde eingeschobene S�tze oder Worte (z.B. Namen oder Bezeichnung bedachter Personen, Geldsummen, vermachte Gegenst�nde oder ganze Anordnungen) seien als ung�ltig auszuschalten, auch wenn sie vom Erblasser gewollte Erg�nzungen darstellen; der �briggebliebene, vom Testator selbst geschriebene Teil sei nur soweit g�ltig, "als er sich als eine vollst�ndige und verst�ndliche Erkl�rung seines Willens erweist".
Der Auffassung, dass mit Zustimmung des Erblassers erfolgte Einf�gungen von fremder Hand nicht notwendigerweise die ganze Verf�gung ung�ltig machen, werden im �brigen auch in Frankreich und Italien Zugest�ndnisse gemacht (vgl. Encyclop�die DALLOZ, R�pertoire de droit civil, Band V 1955, Art. Testament, N. 42 S. 341, wo zur Frage, ob eine mit Wissen und Willen des Erblassers von einem Dritten vorgenommene Einschiebung das Testament ung�ltig mache, unter Hinweis auf BGE 98 II 73 S. 83alte Pr�judizien bemerkt wird: "Il semble qu'elle doit se r�soudre par une interpr�tation des intentions du testateur faite � la lumi�re des circonstances de la cause", und DALLOZ, Nouveau r�pertoire de droit, 2. Aufl., Band IV 1965, Art. Testament, N. 17 S. 740, wo auf die Feststellung, dass bei Errichtung der Verf�gung mit dem Willen des Erblassers angebrachte Streichungen,�berschreibungen und Einschiebungen das Testament ung�ltig machen, die Bemerkung folgt: "Cependant, � cet �gard, le testament peut n'�tre pas indivisible, et celles de ses dispositions o� la main du tiers n'est pas intervenue peuvent subsister"; f�r Italien vgl. die von GIANNATTASIO auf S. 112 in Anm. 8 angef�hrten, von seiner eigenen Auffassung abweichenden Zitate, u.a. das in Foro italiano, Repertorio, 1948, Art. Testamento, N. 46 S. 1358 zusammengefasste Urteil des Appellationshofs von Turin vom 25. Februar 1948, wonach der Umstand, dass in den Text eines eigenh�ndigen Testaments ein Wort von fremder Hand eingef�gt wurde, im Falle der materiellen Bedeutungslosigkeit dieses Wortes die G�ltigkeit des Testaments nicht beeintr�chtigt, auch wenn er offenbart, dass dem Erblasser bei der Testamentserrichtung von einer andern Person geholfen wurde).
cc) Der Wortlaut von Art. 505 ZGB (namentlich die Wendung "von Anfang bis zu Ende") scheint zun�chst f�r die strengere Auffassung zu sprechen. Er l�sst aber, wie TUOR und ESCHER (N. 8 bzw. 12 zu Art. 505 ZGB) mit Recht annehmen, auch die mildere Auffassung zu, die dem Grundsatz des favor testamenti besser entspricht. Dass der Erblasser die "Verf�gung" im Sinne des Art. 505 ZGB von Anfang bis zu Ende selbst geschrieben habe, l�sst sich auch dann sagen, wenn er nicht schlechthin alles, was mit seinem Willen in der Testamentsurkunde steht, aber ausser der nach Art. 505 erforderlichen Orts- und Zeitangabe und der Unterschrift doch wenigstens den Text selbst geschrieben hat, der den wesentlichen Inhalt der von ihm gewollten Anordnungen zum Ausdruck bringt. Die Zwecke, denen die eigenh�ndige Niederschrift nach dem Grundgedanken von Art. 505 ZGB zu dienen hat, werden auch in diesem Falle erreicht. Wenn ein Dritter bei Errichtung des Testaments mit Zustimmung des Erblassers nebens�chliche oder unn�tige Einf�gungen vornimmt, z.B. �ber eine vom Erblasser selbst bereits gen�gend bezeichnete Person oder Sache n�here Angaben macht, die Erbeinsetzungen oder Verm�chtnisse BGE 98 II 73 S. 84numeriert oder vom Erblasser versehentlich ausgelassene Buchstaben einf�gt, die der Leser, wenn sie nicht vorhanden w�ren, von sich aus erg�nzen w�rde, so wird dadurch die Beurteilung der Echtheit des Testaments auf Grund der Handschrift, die durch die eigenh�ndige Niederschrift erm�glicht werden soll, keineswegs ausgeschlossen. Ebensowenig werden dadurch erhebliche Zweifel daran begr�ndet, dass die im Testament enthaltenen Anordnungen dem Willen des Erblassers entsprechen. Wenn jedoch das Testament ohne die Einf�gungen von fremder Hand keine dem Art. 505 ZGB gen�gende Orts- und Zeitangabe oder Unterschrift enth�lt oder wenn wesentliche Angaben �ber die testamentarischen Anordnungen von einem Dritten stammen, so kann das Formerfordernis von Art. 505 ZGB, soll diese Vorschrift ihren Sinn behalten, unter einem noch zu erw�hnenden Vorbehalte (vgl. den n�chstfolgenden Absatz) nicht mehr als erf�llt gelten. Welche inhaltlichen Angaben wesentlich sind, beurteilt sich nach den Umst�nden des einzelnen Falles. In der Regel sind die Angaben, die zur Bezeichnung der bedachten (oder beschwerten) Personen sowie des Gegenstands und der H�he der Zuwendungen notwendig sind, als wesentlich zu betrachten.
Sind einzelne von mehrern testamentarischen Anordnungen oder wesentliche Bestandteile einer einzelnen Anordnung mit Zustimmung des Erblassers von fremder Hand geschrieben worden, so zieht das nach der mildern Auffassung, die den Vorzug verdient, nicht ohne weiteres die Ung�ltigkeit des ganzen Testaments nach sich. Diese Folge tritt vielmehr nur ein, wenn der von der Hand des Erblassers stammende Text f�r sich allein keinen Sinn hat oder wenn anzunehmen ist, der Erblasser h�tte die von ihm selbst handschriftlich niedergelegten Anordnungen ohne das von fremder Hand Eingef�gte nicht getroffen. Das ZGB enth�lt zwar keine dem � 2085 BGB entsprechende Sondervorschrift. Der favor testamenti (vgl. � 2084 BGB), auf dem � 2085 BGB beruht (STAUDINGER, N. 1 Abs. 2 zu � 2085; KIPP/COING, S. 105/106; PALANDT, N. 1 zu � 2085 BGB), ist jedoch auch im schweizerischen Recht anerkannt (TUOR, Vorbem. zum 3. Abschnitt, N. 16 S. 202; ESCHER, Einleitung zum 14. Titel, N. 16 S. 109). Die Auffassung, dass bei Formung�ltigkeit einzelner Teile eines Testaments nur diese Teile ung�ltig sind, ausser wenn anzunehmen ist, der Erblasser h�tte das Testament ohne diese Teile nicht errichtet, kann sich zudem BGE 98 II 73 S. 85auf eine analoge Anwendung von Art. 20 Abs. 2 OR st�tzen, wie sie im Sinne von Art. 7 ZGB liegt (so zutreffend COTTIER, a.a.O. S. 56). Da die Vermutung nach Art. 20 Abs. 2 OR wie nach � 2085 BGB und anders als nach � 139 BGB f�r die blosse Teilnichtigkeit spricht, treten die Schwierigkeiten, die sich im deutschen Recht aus dem Unterschied zwischen � 2085 und � 139 BGB ergeben (vgl. lit. bb Abs. 2 hievor), im schweizerischen Recht nicht ein.
Ob eine von fremder Hand stammende und daher auf jeden Fall ung�ltige Textstelle mit oder ohne Zustimmung des Erblassers eingef�gt wurde, kann als unerheblich dahingestellt bleiben, wenn sie im angegebenen Sinne unwesentlich ist oder wenn das vom Erblasser selbst Geschriebene nach den dargelegten Grunds�tzen selbst dann, wenn der Dritte mit Zustimmung des Erblassers gehandelt haben sollte, f�r sich allein Bestand haben kann.
4. Die Vorinstanz hat auf Grund der Gutachten Hofmann und der �brigen Akten festgestellt, die Erblasserin habe das streitige Testament unter Diktier- und Schreibhilfe von Frau Hanhart gr�sstenteils selbst geschrieben; insbesondere seien die Orts- und Zeitangabe und die Unterschrift als eigenh�ndig zu betrachten; Frau Hanhart habe der Erblasserin an den "prozesswesentlichen Stellen" (n�mlich bei der Niederschrift der eben erw�hnten Angabe, der Unterschrift und der Anordnungen �ber die streitigen Verm�chtnisse) nicht in der Weise die Hand gef�hrt, dass die Individualit�t ihrer Schriftz�ge aufgehoben oder erheblich beeintr�chtigt worden w�re; die Randziffern 8-10 (die Nummern der drei streitigen Verm�chtnisse) und der Buchstabe "f" in "Krankenpflege", die der Schriftexperte als nicht eigenh�ndig erkl�re, seien "f�r die Sinnausle.. gung bez�glich dieser drei Vergabungen" ganz unwesentlich; da auch das Erg�nzungsgutachten "bei den Zahlen dieser drei Vergabungen" (d.h. hinsichtlich der diese Verm�chtnisse beziffernden Zahlen) keine Zweifel an der Eigenh�ndigkeit dartue, habe das Gericht keinen Anlass zur Aktenerg�nzung durch eine neue Schriftexpertise oder nochmalige Befragung von Frau Hanhart (wie die Beklagten sie beantragt hatten); Hofmann erkl�re im Erg�nzungsgutachten, das vorliegende Material reiche nicht aus, um einen mehr oder weniger gesicherten Nachweis f�r das Schreiben "einzelner Zahlenbetr�ge der Legate" durch Frau Hanhart zu f�hren, obwohl er mit dieser BGE 98 II 73 S. 86M�glichkeit rechne; da die Beweislast die Beklagten treffe, sei im Zweifel Eigenh�ndigkeit und G�ltigkeit auch dieser Zahlenbetr�ge anzunehmen.
Die Feststellungen der Vorinstanz �ber die Art, wie das streitige Testament geschrieben wurde, haben wie die Feststellungen, die sich auf den Testierwillen der Erblasserin und die Frage ihrer Beeinflussung beziehen (Erw. 2 hievor), tats�chliche Verh�ltnisse zum Gegenstand.
Die R�ge der Beklagten, die Vorinstanz sei bei Ermittlung des Tatbestandes, der f�r die Beurteilung der Einrede der Formung�ltigkeit massgebend ist, von einer unrichtigen Verteilung der Beweislast ausgegangen, ist unbegr�ndet. F�r den Beweis der Echtheit des streitigen Testaments, den gem�ss Art. 8 ZGB die durch das Testament beg�nstigten Kl�ger zu leisten haben, gen�gt der Nachweis, dass die Verf�gung gr�sstenteils von der Erblasserin geschrieben wurde. Die Kl�ger haben entgegen der Auffassung der Beklagten nicht nachzuweisen, dass das Testament ganz oder doch in allen wesentlichen Punkten von der Hand der Erblasserin stammt. Vielmehr obliegt den das Testament anfechtenden Beklagten der Nachweis der Tatsachen, aus denen sich die Formung�ltigkeit (oder die materielle Ung�ltigkeit) der zur Hauptsache von der Erblasserin geschriebenen und daher als echt zu betrachtenden Verf�gung ergeben soll (TUOR, N. 13, ESCHER, N. 9 zu Art. 519 ZGB). Die R�ge der unrichtigen Beweislastverteilung ist im �brigen nach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichts gegenstandslos, soweit die Vorinstanz �ber den massgebenden Sachverhalt positive Feststellungen getroffen hat (BGE 95 II 233 Erw. 1 und 342 Erw. 6 a cc mit Hinweisen, BGE 96 II 258 Erw. 1).
Die R�ge, die Vorinstanz habe Art. 8 ZGB dadurch verletzt, dass sie die zum Beweis der Unechtheit bzw. der behaupteten Formfehler beantragten Beweiserg�nzungen nicht anordnete, h�lt ebenfalls nicht stand. Wie im Entscheid �ber die staatsrechtliche Beschwerde dargelegt, beruht die Ablehnung dieser Beweiserg�nzung auf einer W�rdigung der bereits erhobenen und einer Vorausw�rdigung der neu angebotenen Beweise. Diese Beweisw�rdigung kann mit der Berufung an das Bundesgericht nicht angefochten werden (vgl. Erw. 2 Abs. 2 hievor und BGE 87 II 232 mit Hinweisen, BGE 96 II 58 oben). Der Versuch der Beklagten, sie mit staatsrechtlicher Beschwerde wegen Willk�r BGE 98 II 73 S. 87anzufechten, ist gescheitert. (Im Urteil �ber diese Beschwerde konnte im �brigen u.a. darauf hingewiesen werden, dass der Vorbehalt, den der Experte im Erg�nzungsgutachten unter Hinweis auf das Ungen�gen des Vergleichsmaterials bez�glich der Eigenh�ndigkeit gewisser Zahlen angebracht hat, sich nach dem Zusammenhang nicht auf die Zahlen bezieht, welche die streitigen Legate beziffern).
5. Hat die Erblasserin die Orts- und Zeitangabe, den Text, der die Empf�nger und die Betr�ge der streitigen Verm�chtnisse bezeichnet, und die Unterschrift mit einer das zul�ssige Mass nicht �berschreitenden (nach Erw. 2 hievor auch ihren freien Willen nicht beeintr�chtigenden) Unterst�tzung durch Frau Hanhart selbst geschrieben und stammen im Bereiche dieser Textstellen h�chstens die Randziffern und der Buchstabe "f" in "Krankenpflege" von fremder Hand, so ist das Erfordernis der eigenh�ndigen Niederschrift in diesen Punkten erf�llt. Die Randziffern sind unn�tige Zus�tze, und den Buchstaben "f" h�tte, wenn er weggeblieben w�re, jeder Leser ohne weiteres von sich aus erg�nzt. Im �brigen ist der Ausdruck "f�r gute Krankenpflege", mit dem die Zuwendung an Frau Gubler begr�ndet wird, materiell bedeutungslos.
Die angef�hrten Elemente des Testaments haben freilich nur zusammen mit den im Ingress stehenden W�rtern: "Ich ... verf�ge hiemit als mein(en) letzten Willen was folgt:" einen verst�ndlichen Sinn. Die W�rter "verf�ge" und "folgt" enthalten je einen Buchstaben (f bzw. t), den der Schriftexperte als verd�chtig betrachtet. F�r diese Buchstaben gilt jedoch das gleiche wie f�r den Buchstaben "f" in "Krankenpflege".
Wieweit die Erblasserin die Empf�nger und die Betr�ge der �brigen, heute nicht streitigen Verm�chtnisse eigenh�ndig bezeichnet habe, kann dahingestellt bleiben; denn die Erg�nzungen, die Frau Hanhart hier vorgenommen haben soll, verm�gen auch dann, wenn sie die betreffenden Verm�chtnisse ung�ltig machen sollten, keinen Zweifel am Testierwillen der Erblasserin BGE 98 II 73 S. 88zu begr�nden, und es besteht keinerlei Grund zur Annahme, dass die Erblasserin die Kl�ger nur zusammen mit den andern Verm�chtnisnehmern bedenken wollte.
Ob sich die Erblasserin bei der Niederschrift des Testaments einer Brille bedient habe, was die Beklagten bestreiten, durfte von der Vorinstanz als unerheblich offengelassen werden. Nach dem angefochtenen Urteil muss n�mlich auf jeden Fall als erwiesen gelten, dass die Erblasserin das von ihr Geschriebene gen�gend lesen konnte. Diese Feststellung ist das Ergebnis einer Beweisw�rdigung, die der �berpr�fung im Berufungsverfahren entzogen ist. Angesichts dieser Feststellung braucht nicht gepr�ft zu werden, ob die F�higkeit, das selbst Geschriebene lesen zu k�nnen, f�r die Errichtung eines eigenh�ndigen Testaments unerl�sslich sei (vgl. zu dieser Frage z.B. COTTIER, a.a.O. S. 38 mit Anm. 2 und 3; � 2247 Abs. 4 BGB und PALANDT, N. 2 a aa zu � 2247).
Die streitigen Verm�chtnisse sind also g�ltig.
Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 11. November 1971 best�tigt.