Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%2016/70
Timestamp: 2020-02-20 13:21:22
Document Index: 54367984

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 315', '§ 315', '§ 315', '§ 315', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 315', '§ 315', '§ 315', 'BGH', '§ 315', '§ 326', 'BGH', '§ 315', '§ 315', 'BGH', '§ 315']

BGH, 17.05.1971 - VIII ZR 16/70 - dejure.org
BGH, 17.05.1971 - VIII ZR 16/70
https://dejure.org/1971,2325
BGH, 17.05.1971 - VIII ZR 16/70 (https://dejure.org/1971,2325)
BGH, Entscheidung vom 17.05.1971 - VIII ZR 16/70 (https://dejure.org/1971,2325)
BGH, Entscheidung vom 17. Mai 1971 - VIII ZR 16/70 (https://dejure.org/1971,2325)
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Unterlassen der Abnahme einer Ladeneinrichtung für ein Eiscafé - Anforderung an die Auslegung der Bestimmung der Gegenleistung - Bestimmung der Gegenleistung durch Richterspruch
MDR 1971, 836
DB 1971, 1467
Die gestaltende Wirkung tritt mit der Rechtskraft des Urteils ein, erst in diesem Augenblick kann die Verjährung des hieraus folgenden Zahlungsanspruchs beginnen und die Beklagte in Zahlungsverzug geraten (RGZ 64, 114, 116; BGH, Urteile v. 17. Mai 1971, VIII ZR 16/70, LM BGB § 315 Nr. 11; v. 14. Juli 1983, VII ZR 306/82, NJW 1983, 2934, 2935;… Palandt/Heinrichs, BGB, 54. Aufl. , § 315 Rdn. 17;… Staudinger/Mader, BGB, 13. Aufl., § 315 Rdn. 55).
Soweit der Bundesgerichtshof ausgeführt hat, dass eine ergänzende Vertragsauslegung bei fehlender Einigung über die Anpassung von Erbbauzins dazu führen kann, dass eine fehlende Einigung der Parteien durch die Gestaltungswirkung der gerichtlichen Entscheidung gemäß § 315 Abs. 3 BGB zu ersetzen ist und dass die gestaltende Wirkung danach mit der Rechtskraft des Urteils eintritt, weil erst in diesem Augenblick die Verjährung des hieraus folgenden Zahlungsanspruchs beginnen könne (BGH…, Urteil vom 24. November 1995 - V ZR 174/94 -, Rn. 29, juris; BGH, Urteile v. 17. Mai 1971, VIII ZR 16/70; v. 14. Juli 1983, VII ZR 306/82, NJW 1983, 2934), handelt es sich um eine andere Anspruchskonstellation, als sie sich vorliegend darbietet.
(BGH, Urteil vom 17.05.1971, VIII ZR 16/70, LM Nr. 11 zu § 315 BGB;… Münchener Kommentar, a.a.O., § 315, Rz. 27).
Das läßt die Regelung des § 315 BGB nicht zu (BGH Urteil vom 17. Mai 1971 - VIII ZR 16/70 - LM § 315 BGB Nr. 11).
Diese Vorschrift enthält zwar eine die Anwendbarkeit des § 326 BGB ausschließende Sonderregelung (BGH Urteil vom 17. Mai 1971 - VIII ZR 16/70 = LM BGB § 315 Nr. 11 = WM 1971, 891).
Für die Ansicht des Berufungsgerichts, die Beklagte könne aus einer etwaigen unbilligen Ermessensausübung durch den Kläger kein Kündigungsrecht herleiten, weil sie in einem solchen Fall lediglich die Möglichkeit haben, die Bestimmung gemäß § 315 Abs. 3 Satz 2 BGB durch Urteil treffen zu lassen, sprechen beachtliche Gründe (vgl. BGH Urteil vom 17. Mai 1971 - VIII ZR 16/70 - LM BGB § 315 Nr. 11).