Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=AP%20KSchG%201969%20%C2%A7%204%20Nr.%2053
Timestamp: 2020-02-29 07:26:54
Document Index: 44920940

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 6', '§ 13', '§ 256', '§ 6', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 626', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 533', '§ 264', '§ 4', '§ 7', '§ 1']

BAG, 12.05.2005 - 2 AZR 426/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,1773
BAG, 12.05.2005 - 2 AZR 426/04 (https://dejure.org/2005,1773)
BAG, Entscheidung vom 12.05.2005 - 2 AZR 426/04 (https://dejure.org/2005,1773)
BAG, Entscheidung vom 12. Mai 2005 - 2 AZR 426/04 (https://dejure.org/2005,1773)
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Erhebung einer Feststellungklage auf Fortbestand des Arbeitsverhältnisses zu unveränderten Bedingungen über den Kündigungsendtermin hinaus; Klageerhebung im Kündigungsschutzprozess; Anhörung des Betriebsrats im Rahmen einer Kündigung
KSchG § 4 § 6 § 13; ZPO § 256
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BAG vom 12.05.2005, Az.: 2 AZR 426/04 (Verhältnis von Kündigungsschutzklage und allgemeiner Feststellungsklage)" von RA Axel Groeger, FAArbR, original erschienen in: ArbRB 2005, 333.
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BAG vom 12.05.2005, Az.: 2 AZR 426/04 (Allgemeiner Feststellungsantrag und verlängerte Anrufungsfrist nach § 6 KSchG)" von RA Dieter Lenz, original erschienen in: AuR 2006, 281 - 282.
ArbG Mönchengladbach, 03.12.2003 - 6 Ca 2731/03
LAG Düsseldorf, 09.06.2004 - 9 Sa 202/04
NJW 2006, 395
NZA 2005, 1259
AnwBl 2005, 158
AP KSchG 1969 § 4 Nr. 53
Gegenstand der Kündigungsschutzklage mit einem Antrag nach § 4 Satz 1 KSchG ist die Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch die konkrete, mit dieser Klage angegriffene Kündigung zu dem in ihr vorgesehenen Termin (sog. punktueller Streitgegenstand, vgl. BAG 12. Mai 2005 - 2 AZR 426/04 - aaO; 27. Januar 1994 - 2 AZR 484/93 - zu B II 2 b (1) der Gründe) .
Die Rechtskraft eines positiven Feststellungsurteils schließt eine auf ihnen beruhende Beendigung aus (BAG 12. Mai 2005 - 2 AZR 426/04 - aaO mwN) .
Die Klage soll, soweit sie neben der Klage gemäß § 4 Satz 1 KSchG erhoben wird, klären, ob das Arbeitsverhältnis aufgrund von Beendigungstatbeständen aufgelöst worden ist, die vom Streitgegenstand der Kündigungsschutzklage nicht erfasst sind (…vgl. BAG 26. September 2013 - 2 AZR 682/12 - aaO; 12. Mai 2005 - 2 AZR 426/04 - zu B I 2 der Gründe) .
Streitgegenstand einer Kündigungsschutzklage mit einem Antrag nach § 4 KSchG ist, ob das Arbeitsverhältnis der Parteien aus Anlass einer bestimmten, konkreten Kündigung zu dem in ihr vorgesehenen Termin aufgelöst worden ist (vgl. BAG 12. Januar 1977 - 5 AZR 593/75 - AP KSchG 1969 § 4 Nr. 3 = EzA KSchG § 4 nF Nr. 11; 12. Juni 1986 - 2 AZR 426/85 - AP KSchG 1969 § 4 Nr. 17 = EzA KSchG § 4 nF Nr. 31; 27. Januar 1994 - 2 AZR 484/93 - AP KSchG 1969 § 4 Nr. 28 = EzA KSchG § 4 nF Nr. 48; 25. März 2004 - 2 AZR 399/03 - AP BMT-G II Nr. 5 = EzA BGB 2002 § 626 Unkündbarkeit Nr. 4; zuletzt 12. Mai 2005 - 2 AZR 426/04 - AP KSchG 1969 § 4 Nr. 53 = EzA KSchG § 4 Nr. 70).
Ist durch eine Klageerhebung sichergestellt, dass der Arbeitgeber innerhalb der Frist des § 4 KSchG erkennen kann, welche Kündigung vom Arbeitnehmer angegriffen wird, kommt es nicht mehr darauf an, welche Formulierung der Arbeitnehmer seinem Klageantrag gegeben hat (vgl. BAG, Urt. v. 12.05.2005 - 2 AZR 426/04 Rz. 27 m. w. N.).
Streitgegenstand einer §§ 4, 13 KSchG entsprechenden Klage ist die Frage, ob ein Arbeitsverhältnis aus Anlass einer ganz bestimmten Kündigung zu dem beabsichtigten Termin aufgelöst worden ist (vgl. Senat 12. Mai 2005 - 2 AZR 426/04 - AP KSchG 1969 § 4 Nr. 53 = EzA KSchG § 4 nF Nr. 70).
Gegenstand der vorliegenden Kündigungsschutzklage ist allein die Beendigung des Arbeitsverhältnisses der Parteien zu dem in der angegriffenen Kündigung bestimmten Termin (sog. punktueller Streitgegenstandsbegriff, vgl. bspw. Senat 12. Mai 2005 - 2 AZR 426/04 - AP KSchG 1969 § 4 Nr. 53 = EzA KSchG § 4 nF Nr. 70 mwN).
Entscheidend ist insoweit, ob für den Arbeitgeber hinreichend erkennbar wird, dass der Arbeitnehmer mit dem allgemeinen Feststellungsantrag einen bestimmten Beendigungstatbestand einbezieht, ob also für den Arbeitgeber hinreichend erkennbar ist, dass der Arbeitnehmer diesen Beendigungstatbestand angreifen will (BAG v. 12.05.2005 - 2 AZR 426/04 -, NJW 2006, S. 395).
Diese Umstellung des Klageantrags stellte keine nach § 533 ZPO zu prüfende Klageänderung dar, sondern lediglich eine Einschränkung des Klagebegehrens gemäß § 264 Nr. 2 ZPO (BAG 12. Mai 2005 - 2 AZR 426/04 - AP KSchG 1969 § 4 Nr. 53).
Entscheidend ist, dass sich aus dem gegebenenfalls auszulegenden Klageantrag ergibt, dass der Arbeitnehmer der Sache nach die von der Fiktionswirkung des § 7 KSchG erfassten Unwirksamkeitsgründe geltend machen wollte (BAG 12. Mai 2005 aaO).
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