Source: https://www.peterlang.com/view/9783653988895/03_Title.html
Timestamp: 2018-07-18 01:31:54
Document Index: 300089027

Matched Legal Cases: ['§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 81', '§ 80', '§ 81', '§ 80', '§ 81', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 98', '§ 549', '§ 617', '§ 813', '§ 1747', '§ 1904', '§ 2119', '§ 2338', '§ 247', '§ 253', '§ 341', '§ 105', '§ 37', '§ 850', '§ 940', '§ 104', '§ 19', '§ 52', '§ 2', '§ 13', '§ 1', '§ 6', '§ 9', '§ 16', '§ 33', '§ 559', '§ 590', '§ 1382', '§ 1573', '§ 1696', '§ 1905', '§ 2049', '§ 296', '§ 87', '§ 39', '§ 13', '§ 53', '§ 15', '§ 51', '§ 2', '§ 4', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 81', '§ 81', '§ 247', '§ 30', '§ 1', '§ 10', '§ 58', '§ 80']

Titel : Die Stiftung auf Zeit und die Verbrauchsstiftung
Titel : Die Stiftung a...
Die Stiftung auf Zeit und die Verbrauchsstiftung
Unter besonderer Berücksichtigung der Anerkennungsvoraussetzungen des § 80 Abs 2 BGB
Bochumer Studien zum Stiftungswesen
Jan Steils
Stiftungen sind das rechtliche Mittel der Wahl, wenn es um die langfristige Verfestigung und Verfolgung eines bestimmten Zwecks geht. Kurzzeitig angelegte Zwecke scheiden als Gegenstand einer rechtsfähigen Stiftung aus. Es lassen sich indes zunehmend Bestrebungen erkennen, auch die dem grundlegenden Wandel grundsätzlich nicht zugängliche Stiftung strukturell aufzuweichen. In Bezug auf zeitlich begrenzt konzipierten Stiftungen liegt der Fokus insbesondere auf zwei Erscheinungsformen der Stiftung: der Stiftung auf Zeit und der Verbrauchsstiftung. Ob solche Formen rechtlich zulässig sind, bemisst sich insbesondere an § 80 Abs. 2 BGB. Die Arbeit untersucht demgemäß zunächst Inhalt und Umfang der von § 80 Abs. 2 BGB gemachten Vorgaben und sodann die Gesetzmäßigkeit der Stiftung auf Zeit und der Verbrauchsstiftung.
978-3-653-98889-5
https://doi.org/10.3726/978-3-653-03509-4
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2014. 214 S.
Unter besonderer Berücksichtigung der Anerkennungsvoraussetzungen des § 80 Abs. 2 BGB
B. Stiftungsrechtliche Grundlagen
II. Anerkennungsvoraussetzungen für rechtsfähige Stiftungen des bürgerlichen Rechts gemäß §§ 80 Abs. 2, 81 Abs. 1 BGB
1. Das Stiftungsgeschäft und insbesondere die Vermögenswidmung gemäß § 81 Abs. 1 S. 2 BGB
b) Gesetzliche Vorgaben hinsichtlich des Vermögensausstattungs-versprechens?
aa) Auslegung nach dem Wortlaut
bb) Ratio des § 80 Abs. 2 BGB
cc) Systematische Überlegungen
(1) Rückschlüsse aus Normen der Landesstiftungsgesetze
(2) Vergleich zu gesellschaftsrechtlichen Konstellationen
c) Struktur des Vermögensausstattungsversprechens
2. Zur Erfüllung eines vom Stifter im Rahmen des Stiftungsgeschäfts zu benennenden Stiftungszwecks, § 81 Abs. 1 S. 2 BGB
b) Beschränkung der Stifterfreiheit durch die Verknüpfung von Stiftungsvermögen und Stiftungszweck?
aa) Definition der Funktionsstiftung
bb) Stiftungsbegriff im Sinne der §§ 80 ff. BGB und Verstoß gegen das Verbot der Selbstzweckstiftung
cc) Auslegung nach dem Wortlaut
(1) Wortlaut des § 81 Abs. 1 S. 2, 3 Nr. 4 BGB
(2) Wortlaut des § 80 Abs. 2 BGB
dd) Systematische Auslegung
(1) Rückschlüsse aus vereins- und gesellschaftsrechtlichen Vorgaben?
(a) Normativ statuierte Limitierungen bzgl. des Vereinszwecks?
(b) Gesetzliche Vorgaben hinsichtlich möglicher Gesellschaftszwecke bei AG und GmbH?
(aa) Taugliche Gesellschaftszwecke einer GmbH
(bb) Mögliche Gesellschaftszwecke einer AG
ee) Teleologische Auslegung
ff) Wille des Gesetzgebers
gg) Ergebnis
3. Die dauernde und nachhaltige Erfüllung des Stiftungszwecks gem. § 80 Abs. 2 BGB
a) Der Bedeutungsgehalt des Begriffs „dauernd“ im Rahmen des § 80 Abs. 2 BGB
aa) Auslegung nach dem Wortsinn
(1) Wortsinn des Begriffs „dauernd“
(2) Allgemeines Wortverständnis des Begriffs „Stiftung“
bb) Historische Auslegung
(1) Stiftungen im Römischen Reich
(2) Stiften im deutsch-germanischen Recht bis zum Mittelalter
(a) Etymologie des Begriffs „Stiftung“
(b) Stiftungen in Germanien bis zum Mittelalter
(3) Religiös motivierte Stiftungen zur Sicherung des eigenen Seelenheils bis in die Zeit des Spätmittelalters
(4) Die piae causae des kirchlichen Rechts
(5) Die Stiftung im Naturrecht bis zum 18. Jahrhundert
(6) Stiftungen in Kodifikationen vor dem BGB
(a) Das Allgemeine Landrecht Preußischer Staaten von 1794
(b) Das Badische Landrecht von 1810
(c) Die Stiftung im Sächsischen BGB von 1863
(7) Stiftungsrechtliche Dogmatik und die Lehre von der juristischen Person der deutschen Pandektistik im 19. Jahrhundert
(8) Die Stiftung in der Fassung des BGB
(a) Die Vorentwürfe der Redaktoren und die Beratungen zum BGB
(b) Die Stiftung in der Fassung des BGB von 1900
(c) Die Modernisierung des Stiftungszivilrechts von 2002
(aa) Bericht der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Stiftungsrecht vom 19.10.2001
(bb) Wille des Reformgesetzgebers von 2002
(cc) Der Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung des Ehrenamtes vom 24.10.2012
(9) Zwischenergebnis
cc) Systematische Auslegung
(1) Die Bedeutung des Begriffs „dauernd“ im Rahmen von BGB-Vorschriften neben § 80 Abs. 2
(a) § 98 Nr. 1 BGB
(b) § 549 Abs. 2 Nr. 2 BGB
(c) §§ 617 Abs. 1 S. 1, 627 Abs. 1 S. 1, 629, 630 S. 1 BGB
(d) §§ 813 Abs. 1, 886, 1169, 1254 BGB
(e) §§ 1747 Abs. 4, 1748 Abs. 1, 3, 1749 Abs. 3, 1760 Abs. 5, 1786 Abs. 1 Nr. 1, 1803 Abs. 3, 1917 Abs. 3 BGB
(f) §§ 1904 Abs. 1, 2 BGB, 2218 Abs. 2 BGB
(g) § 2119 BGB
(h) § 2338 Abs. 2 BGB
(i) Zwischenergebnis
(2) „Dauernd“ im Sinne der Normen des Handelsgesetzbuchs, des Aktiengesetzes und des Genossenschaftsgesetzes
(a) §§ 247 Abs. 2, 271 Abs. 1 S. 1, 340e Abs. 1 S. 1 und 341b Abs. 2 S. 1 HGB
(b) § 253 Abs. 3 HGB
(c) § 341e Abs. 1 S. 1 HGB
(d) § 105 Abs. 1 S. 1 AktG und § 37 Abs. 1 S. 1 GenG
(3) Der Bedeutungsgehalt von „dauernd“ in der ZPO und der InsO
(a) § 850 Abs. 2 ZPO
(b) § 940 ZPO
(c) §§ 104 Abs. 2 Nr. 2, 160 Abs. 2 Nr. 1 InsO
(4) Die Wendung „dauernd“ in den Landesstiftungsgesetzen und deren Verhältnis zum Bundesstiftungsrecht
(5) „Dauernd“ im Sinne der Vorschriften der AO
(a) § 19 Abs. 1 S. 2 AO
(b) § 52 Abs. 1 S. 2 AO
(6) Das Verständnis von „dauernd“ im ErbStG
(a) §§ 2 Abs. 1 Nr. 1 S. 2 lit. b) ErbStG
(b) § 13a Abs. 5 Nr. 2 S. 2 ErbStG
(7) Der Bedeutungsgehalt von „dauernd“ im Rahmen des EStG
(a) §§ 1a Abs. 1 Nr. 1 und 2, 3 Nr. 55c lit. b), 10 Abs. 1 Nr. 1 und 3, 14a Abs. 1 S. 1 Nr. 2, 26 Abs. 1 S. 1 Nr. 2, 38b Abs. 1 S. 1 Nr. 3 lit. a), b), c) und 4, 39a Abs. 3 S. 1, 79 S. 2, 85 Abs. 2 S. 1, 92a Abs. 3 S. 9 Nr. 3, 93 Abs. 1 S. 4 lit. c) EStG
(b) § 6 Abs. 1 Nr. 1 und 2 EStG
(c) §§ 9 Abs. 1 S. 2 Nr. 1, 13a Abs. 3 S. 2 EStG
(d) §§ 16 Abs. 4 S. 1, 34 Abs. 3 S. 1 EStG
(e) §§ 33b Abs. 2 Nr. 2 lit. b), 33b Abs. 3, 33b Abs. 6, 35a Abs. 2 S. 2, 35a Abs. 4 S. 2 EStG
(f) Zwischenergebnis
(8) Die Rechtsnatur von Stiftungen bürgerlichen Rechts und die innere Systematik des Stiftungszivilrechts
(9) Ergebnis
ee) Verfassungskonforme Auslegung
ff) Ergebnis
b) Der Begriff der Nachhaltigkeit
aa) Definition
(1) Wortsinn
(2) Historie
(3) Das Verständnis von „nachhaltig“ im BGB und in mit dem Stiftungszivilrecht in Sachzusammenhang stehenden Normen
(a) Der Begriff „nachhaltig“ in Normen des BGB
(aa) Das Verständnis von „nachhaltig“ im Regelungszusammenhang des Stiftungszivilrechts
(bb) §§ 559 Abs. 1, 569 Abs. 2 S. 1 BGB
(cc) §§ 590 Abs. 2 S. 3, 591 Abs. 2 S. 1, 593 Abs. 1 S. 1 BGB
(dd) § 1382 Abs. 1 S. 2 BGB
(ee) §§ 1573 Abs. 4 S. 1, 1575 Abs. 1 S. 1, 1577 Abs. 4 S. 1 BGB
(ff) § 1696 Abs. 1 S. 1 BGB
(gg) § 1905 Abs. 1 S. 2 BGB
(hh) § 2049 Abs. 2 BGB
(b) § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB
(c) § 87 Abs. 1 S. 2 AktG
(d) § 39 Abs. 4 S. 2 InsO
(e) Der Begriff „nachhaltig“ in den Landesstiftungsgesetzen
(f) „Nachhaltig“ im Sinne der Abgabenordnung
(aa) §§ 13 S. 1, 14 S. 1 AO
(bb) §§ 53 Nr. 2 S. 2, 58 Nr. 6 AO
(g) Das Verständnis von „nachhaltig“ im Rahmen des EStG
(aa) § 15 Abs. 2 S. 1 EStG
(bb) §§ 51 Abs. 1 Nr. 2 s), Abs. 3 S. 1 Nr. 1 EStG
(h) § 2 Abs. 1 S. 3 UStG
(i) § 4 Abs. 1 S. 1 KStG
(j) Zwischenergebnis
bb) Das Kriterium der Nachhaltigkeit als eigenständiges Tatbestandsmerkmal
(2) Auslegung nach dem Wortsinn
(4) Wille des Gesetzgebers
dd) Ergebnis
c) Sinngehalt des Begriffs der Erfüllung in § 80 Abs. 2 BGB
4. Keine Gemeinwohlgefährdung, § 80 Abs. 2 BGB
C. Stiftung auf Zeit und Verbrauchsstiftung
I. Begrifflichkeiten
1. Definition der Stiftung auf Zeit
2. Definition der Verbrauchsstiftung
II. Die Vereinbarkeit von Stiftung auf Zeit und Verbrauchsstiftung mit den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere der §§ 80 ff. BGB
1. Stiftung auf Zeit
b) Historie
c) Systematik
d) Sinn und Zweck
2. Verbrauchsstiftung
aa) Allgemeines Wortverständnis von „Stiftung“
bb) Wesen der Stiftung und deren gesetzliche Konzeption
cc) Definition des Grundstockvermögens
dd) Keine entsprechend positive Prognose für die dauernde und nachhaltige Zweckerfüllung
ee) Die Verbrauchsstiftung als reine Versuchsstiftung
ff) Keine verbindliche Widmung von Stiftungsvermögen im Sinne von § 81 Abs. 1 S. 2 BGB
(1) Wortsinn von „Widmung“
(2) Juristische Definition von „Widmung“
gg) Verstoß gegen den Grundsatz der Unantastbarkeit des Grundstockvermögens
(2) Die geplante Ergänzung des § 81 Abs. 1 S. 2 BGB durch den Entwurf eines Gesetzes zur Entbürokratisierung des Gemeinnützigkeitsrechts vom 24.10.2012
(3) Zulassung von Ausnahmen durch die Landesstiftungsgesetze?
hh) Umgehung schenkungs- und vermächtnisrechtlicher Schutzvorschriften?
ii) Strukturgleichheit von Grundstockvermögen und Anlagevermögen im Sinne des § 247 Abs. 2 HGB
jj) Vergleich zu § 30 GmbHG und § 1 Abs. 2 AktG
kk) Steuerrechtliche Behandlung von „Verbrauchsstiftungen“ im Rahmen von § 10b EStG
ll) Limitierung des zeitlichen Horizonts von Stiftungen und Zulassung des Vermögensverbrauchs durch Rückschluss aus § 58 Nr. 6 AO?
d) Sinn und Zweck der Anerkennungsvoraussetzungen des § 80 Abs. 2 BGB
e) Praktische Erwägungen