Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE%2023,%20258
Timestamp: 2019-07-15 21:15:37
Document Index: 223567795

Matched Legal Cases: ['Art. 6', '§ 2', '§ 2', '§ 42', '§ 34', '§ 10', '§ 2', '§ 2', '§ 42']

BVerfG, 07.05.1968 - 1 BvR 133/67 - dejure.org
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BVerfG, 07.05.1968 - 1 BvR 133/67 (https://dejure.org/1968,31)
BVerfG, Entscheidung vom 07.05.1968 - 1 BvR 133/67 (https://dejure.org/1968,31)
BVerfG, Entscheidung vom 07. Mai 1968 - 1 BvR 133/67 (https://dejure.org/1968,31)
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BSG, 25.11.1966 - 7 RKg 12/65
BVerfGE 23, 258
DÖV 1968, 491
Bei der Überprüfung, ob eine Regelung, die allein eine Begünstigung gewährt, den begünstigten vom nicht begünstigten Personenkreis im Einklang mit dem allgemeinen Gleichheitssatz abgrenzt, ist nicht zu untersuchen, ob der Gesetzgeber die zweckmäßigste oder gerechteste Lösung gefunden hat, sondern nur, ob er die verfassungsrechtlichen Grenzen seiner hierbei grundsätzlich weiten Gestaltungsfreiheit eingehalten hat (vgl. BVerfGE 23, 258 m.w.N.; 52, 277 ; 84, 348 ; stRspr).
Der Staat ist auch nicht durch die in Art. 6 Abs. 1 GG enthaltene Pflicht zur Förderung der Familie gehalten, diese Beitragslast auszugleichen (vgl. BVerfGE 23, 258 ; 82, 60 ; 87, 1 ; 97, 332 ).
Im Hinblick auf konkrete Folgerungen für die einzelnen Rechtsgebiete und Teilsysteme, in denen der Familienleistungsausgleich zu verwirklichen ist, besteht grundsätzlich Gestaltungsfreiheit des Gesetzgebers (vgl. BVerfGE 87, 1 m.w.N.; 99, 165 ; vgl. auch BVerfGE 23, 258 ;… BFH/NV 2002, S. 1456 f.).
Bei der Prüfung, ob eine Regelung, die allein eine Begünstigung gewährt, den begünstigten vom nicht begünstigten Personenkreis im Einklang mit dem allgemeinen Gleichheitssatz abgrenzt, ist aber nicht zu untersuchen, ob der Gesetzgeber die zweckmäßigste oder gerechteste Lösung gefunden hat, sondern nur, ob er die verfassungsrechtlichen Grenzen seiner hierbei grundsätzlich weiten Gestaltungsfreiheit eingehalten hat (vgl BVerfGE 23, 258, 264 mwN; 52, 277, 280; 84, 348, 359; 112, 164, 175; stRspr).
Das geht jedoch nicht so weit, daß der Staat gehalten wäre, jegliche die Familie treffende Belastung auszugleichen oder jeden Unterhaltspflichtigen finanziell zu entlasten (vgl. BVerfGE 23, 258 [264]; 28, 104 [113 f.]).
Der Gesetzgeber hat insoweit eine erhebliche Einschätzungs- und Gestaltungsfreiheit, und zwar insbesondere bei rechtsgewährenden Regelungen im Bereich der Leistungsverwaltung (vgl. BVerfG, Beschluß vom 7. Mai 1968 - 1 BvR 133/67 - BVerfGE 23, 258, 264; BVerfG, Beschluß vom 14. Juli 1970 - 1 BvL 2/67 - BVerfGE 29, 51, 56; BVerfG, Beschluß vom 11. Dezember 1973, 2 BvL 47/71 - BVerfGE 36, 230, 235; BVerfG, Beschluß vom 10. Oktober 1978 - 2 BvL 3/78 - BVerfGE 49, 280, 283; BSG, Urteil vom 25. November 1966-7 RKg 12/65 - BSGE 25, 295, 297; BSG…, Urteil vom 26. Oktober 1978 - 8 RKg 5/77 - SozR 5870 § 2 Nummer 11; BSG…, Urteil vom 6. Dezember 1978 - 8 RKg 2/78 - SozR 5870 § 2 Nummer 13; BSG…, Urteil vom 15. November 1979 - 7 RAr 79/78 - SozR 4100 § 42 Nummer 8; BSG, Urteil vom 20. März 1980 - 7 RAr 89/78 -, jeweils mit weiteren Nachweisen).
Wesentlich Gleiches darf nicht willkürlich ungleich, wesentlich Ungleiches nicht willkürlich gleich behandelt werden (vgl. BVerfG, Beschluß vom 7. Mai 1968, a.a.O.; BVerfG, Beschluß vom 17. Januar 1979 - 1 BvL 446, 1174/77 - BVerfGE 50, 117, 186; BSG, Urteil vom 15. Oktober 1957 - 3 RK 7/54 - BSGE 6, 41, 46; BSG; Urteil vom 29. November 1973 - 8/2 RU 158/72 - BSGE 36, 276, 283, jeweils mit weiteren Nachweisen).
Für sie sprechen vernünftige, sachlich begründete, vertretbare und einleuchtende Gründe, die die gefundene Differenzierung als insgesamt gesehen angemessen erscheinen lassen Im wesentlichen gelten insoweit die gleichen Überlegungen, die Bundessozialgericht (…vgl. Urteil vom 25. November 1966, a.a.O.) und Bundesverfassungsgericht (vgl. Beschluß vom 7. Mai 1968, a.a.O.) zur Frage der - von ihnen verneinten - Verfassungswidrigkeit des § 34 Absatz 2 Kindergeldgesetz (KGG) in der Fassung des § 10 des Gesetzes zur Ergänzung des KGG (Kindergeldergänzungsgesetz - KGEG -) vom 23. Dezember 1955 (BGBl. I, S. 841) angestellt haben.
Angestrebt wird ein Familienlastenausgleich: Der durch Kinder bedingte höhere Aufwand einer Familie soll gemindert, der wirtschaftliche Vorteil, den kinderlosen Familien gegenüber Familien mit Kindern haben, zumindest teilweise ausgeglichen werden (vgl. BVerfG, Beschluß vom 7. Mai 1968, a.a.O., S. 263 f; BVerfG, Beschluß vom 28. April 1970 - 1 BvL 4/68 - BVerfGE 28, 206, 212 f; BSG…, Urteil vom 25. November 1966, a.a.O. S. 297, jeweils mit weiteren Nachweisen).
Die sich aus dieser Zielsetzung der Kindergeldregelung ergebende Differenzierung kann nicht als unsachlich und schon gar nicht als willkürlich bezeichnet werden (…vgl. BSG, Urteile vom 25. November 1966 und 26. Oktober 1978, jeweils a.a.O.; BVerfG, Beschluß vom 7. Mai 1968, a.a.O.).
Dem Kläger hätte das Kindergeld versagt werden müssen, auch wenn er nicht aus Spanien stammen würde (vgl. BVerfG, Beschluß vom 7. Mai 1968, a.a.O. S. 262 f; BSG…, Urteil vom 25. November 1966, a.a.O., S. 297).
Seine Förderungspflicht geht nicht so weit, daß er gehalten wäre, jegliche die Familie treffende Belastung auszugleichen (vgl. BVerfG, Beschluß vom 7. Mai 1968, a.a.O., S. 264; BVerfG…, Beschluß vom 18. März 1970, a.a.O., S. 113).
Der Gesetzgeber hat insoweit eine erhebliche Einschätzungs- und Gestaltungsfreiheit, und zwar insbesondere bei rechtsgewährenden Regelungen im Bereich der Leistungsverwaltung (vgl. BVerfG, Beschluß vom 7. Mai 1968 - 1 BvR 133/67 - BVerfGE 23, 258, 264; BVerfG, Beschluß vom 14. Juli 1970 - 1 BvL 2/67 - BVerfGE 29, 51, 56; BVerfG, Beschluß vom 11. Dezember 1973, 2 BvL 47/71 - BVerfGE 36, 230, 235; BVerfG, Beschluß vom 10. Oktober 1978 - 2 BvL 3/78 - BVerfGE 49, 280, 283; BSG, Urteil vom 25. November 1966 - 7 RKg 12/65 - BSGE 25, 295, 297; BSG…, Urteil vom 26. Oktober 1978 - 8 RKg 5/77 - SozR 5870 § 2 Nummer 11; BSG…, Urteil vom 6. Dezember 1978 - 8 RKg 2/78 - SozR 5870 § 2 Nummer 13; BSG…, Urteil vom 15. November 1979 - 7 RAr 79/78 - SozR 4100 § 42 Nummer 8; BSG, Urteil vom 20. März 1980 - 7 RAr 89/78 -, jeweils mit weiteren Nachweisen).
Die Heimat eines Menschen wird weder durch seinen Wohnsitz noch seinen ständigen Aufenthalt bestimmt (vgl. BVerfGE 23, 258 ; 38, 128 ; 48, 281 ; st. Rspr.).
BSG, 17.12.1981 - 10 RKg 12/81
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Anspruch auf Kindergeld für in der Türkei lebende Kinder.; Wohnsitz eines …
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