Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=StV%201990,%20441
Timestamp: 2019-06-26 05:01:16
Document Index: 164525980

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 337', 'BGH']

OLG Köln, 15.05.1990 - Ss 88/90 - dejure.org
OLG Köln, 15.05.1990 - Ss 88/90
https://dejure.org/1990,3879
OLG Köln, 15.05.1990 - Ss 88/90 (https://dejure.org/1990,3879)
OLG Köln, Entscheidung vom 15.05.1990 - Ss 88/90 (https://dejure.org/1990,3879)
OLG Köln, Entscheidung vom 15. Mai 1990 - Ss 88/90 (https://dejure.org/1990,3879)
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NStZ 1990, 557
StV 1990, 441
Welche Darlegungen im Rahmen der Beweiswürdigung erforderlich sind, richtet sich nach den Besonderheiten des konkreten Falls; dies gilt auch für die Auseinandersetzung mit Zeugenaussagen (SenatE Strafverteidiger 1990, 441).
Der Tatrichter muß immer dann, wenn ex den eigentlichen Wissensträger selbst nicht als Zeugen vernehmen kann, den Beweiswert des von ihm benutzten Beweismittels besonders kritisch überprüfen, sich der Grenzen seiner Überzeugungsbildung bewußt sein, sie wahren und dies in den Urteilsgründen zum Ausdruck bringen (BGHSt 34, 15 = NJW 1986, 1766; SenatE Strafverteidiger 1990, 441).
Beim Indizienbeweis müssen die für die Überzeugungsbildung verwendeten Beweisanzeichen zusammengefügt und unter allen für ihre Beurteilung maßgebenden Gesichtspunkten vom Tatrichter gewürdigt werden, damit ersichtlich, daß der Schuldbeweis schlüssig erbracht ist und alle gleich naheliegenden Deutungsmöglichkeiten für und gegen den Betroffenen geprüft worden sind (vgl. BGHSt 12, 311; Senat a.a.O. und StV 1990, 441; 1986, 12).
Beim Indizienbeweis müssen die für die Überzeugungsbildung verwendeten Beweisanzeichen lückenlos zusammengefügt und unter allen für ihre Beurteilung maßgebenden Gesichtspunkten vom Tatrichter gewürdigt werden, damit ersichtlich ist, dass der Schuldbeweis schlüssig erbracht ist und alle gleichnahe liegenden Deutungsmöglichkeiten für und gegen den Angeklagten geprüft worden sind (BGHSt 12, 311; ständige Senatsrechtsprechung, vgl. SenE StV 1986, 12 und 1990, 441).
Bei einem Zeugnis vom Hörensagen ist eine besonders genaue Prüfung erforderlich (vgl. BGHSt 33, 178, 182; NStZ 1988, 144; OLG Köln NStZ 1990, 557;… Kleinknecht/ Meyer-Goßner, § 337 StPO Rdn. 29).
Beim Indizienbeweis müssen die für die Überzeugungsbildung verwendeten Beweisanzeichen lückenlos zusammengefügt und unter allen für ihre Beurteilung maßgebenden Gesichtspunkten vom Tatrichter gewürdigt werden, damit ersichtlich ist, dass der Schuldbeweis schlüssig erbracht ist und alle gleichnahe liegenden Deutungsmöglichkeiten für und gegen den Angeklagten geprüft worden sind (BGHSt 12, 311; ständige Senatsrechtsprechung, vgl. SenE StV 1986, 12 und 1990, 441; v. 05.05.2006 - 81 Ss 37/06).