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Timestamp: 2020-01-28 18:52:57
Document Index: 138894823

Matched Legal Cases: ['§ 242', '§ 535', '§ 536', 'Art. 5', '§ 242', '§ 535', '§ 536', 'Art. 5', '§ 535', 'BGH']

OLG Frankfurt, 22.07.1992 - 20 RE-Miet 1/91 - dejure.org
OLG Frankfurt, 22.07.1992 - 20 RE-Miet 1/91
https://dejure.org/1992,373
OLG Frankfurt, 22.07.1992 - 20 RE-Miet 1/91 (https://dejure.org/1992,373)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 22.07.1992 - 20 RE-Miet 1/91 (https://dejure.org/1992,373)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 22. Juli 1992 - 20 RE-Miet 1/91 (https://dejure.org/1992,373)
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Recht des Mieters, eine Parabolantenne zum Empfang von Satellitenfernsehen zu installieren - Mieterparabolantenne an nicht verkabeltem Haus
Mietvertrag über Wohnraum: Anspruch des Mieters zur Errichtung einer Parabolantenne
Satellitenempfang; Parabolantenne; Anspruch des Mieters auf Installation
BGB § 242 § 535 § 536; GG Art. 5 Abs. 1 S. 1
Gebrauchsrechte u. Pflichten des Mieters; Parabolantenne
BGB § 242, § 535, § 536; GG Art. 5 Abs. 1 Satz 1
Mietrecht; Anspruch des Mieters auf Parabolantenne
Muß Vermieter Aufbau einer Parabolantenne dulden? (IBR 1992, 423)
LG Fulda, 07.12.1990 - 1 S 119/90
NJW 1992, 2490
ZMR 1992, 435
Die Voraussetzungen, unter denen nach dem Rechtsentscheid des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 22. Juli 1992 (WuM 1992, S. 458) die Zustimmung erteilt werden müsse, lägen nicht vor.
Dagegen liegt in der Bereitstellung eines Kabelanschlusses ein sachbezogener Grund zur Versagung einer Parabolantenne (vgl. OLG Frankfurt, WuM 1992, S. 458).
(1) Zwar trifft es zu, dass der Vermieter die Anbringung einer Parabolantenne - abgesehen von weiteren Voraussetzungen - selbstverständlich nur zu dulden hat, wenn die Antenne zur Vermeidung von Gefahren für Dritte und von möglichen Sachschäden fachgerecht installiert wird (vgl. OLG Frankfurt am Main, NJW 1992, 2490; OLG Karlsruhe, NJW 1993, 2815;… MünchKommBGB/Schilling, aaO, § 535 Rdnr. 83;… Schmidt-Futterer/Blank, aaO, Rdnr. 14).
So muss der Vermieter die Zustimmung zur Errichtung regelmäßig erteilen, wenn er keinen Kabelanschluss bereitstellt (vgl. OLG Frankfurt, NJW 1992, S. 2490 ;… vgl. auch OLG Karlsruhe, NJW 1993, S. 2815 ;… zur Parabolantenne im Wohnungseigentum vgl. BGH, NJW 2004, S. 937 ), wie umgekehrt bei Verfügbarkeit eines solchen Anschlusses regelmäßig ein sachbezogener Grund zur Versagung der Genehmigung einer Parabolantenne gegeben ist (vgl. OLG Frankfurt, NJW 1992, S. 2490 ).
Die Auffassung des LG Hamburg (WuM 1993, 180), nach dem Rechtsentscheid des OLG Frankfurt vom 22.07.1992 ZMR 1992, 435 = WuM 1992, 458 = NJW 1992, 2490) stehe ein vorhandener Breitbandkabelanschluß in jedem Falle dem Anspruch auf Duldung einer Parabolantenne entgegen, trifft nicht zu.
Der Senat folgt damit im wesentlichen den Grundsätzen, die das Oberlandesgericht Frankfurt im Rechtsentscheid vom 22.07.1992 (a.a.O.) herausgearbeitet hat.
Für Fälle der vorliegenden Art hat das Oberlandesgericht Frankfurt/Main in seinem Rechtsentscheid vom 22. Juli 1992 - 20 REMiet 1/91 - (WuM 1992, S. 458 ff.) eine Güter- und Interessenabwägung vorgenommen, nach der ein überwiegendes Interesse des Vermieters an der Verweigerung der Zustimmung zur Installation einer Parabolantenne nur dann besteht, wenn das Haus über eine Gemeinschaftssatelliten- Empfangsanlage oder einen Kabelanschluß verfügt oder wenn ein solcher Anschluß zeitlich absehbar ist.
Nach den Grundsätzen des Rechtsentscheids des Oberlandesgerichts Frankfurt/M. vom 22. Juli 1992 - 20 RE Miet 1/91 - (NJW 1992, S. 2490 = WuM 1992, S. 458 [OLG Frankfurt am Main 22.07.1992 - 20 RE-Miet 1/91]) könnten die Beschwerdeführer keine Genehmigung verlangen, weil das Haus bereits an das Breitbandkabelnetz angeschlossen sei.
a) Das Bundesverfassungsgericht hat im oben angegebenen Beschluß vom 9. Februar 1994 entschieden, daß der Rechtsentscheid des Oberlandesgerichts Frankfurt/M. vom 22. Juli 1992 - 20 RE Miet 1/91 - (NJW 1992, S. 2490 = WuM 1992, S. 458 [OLG Frankfurt am Main 22.07.1992 - 20 RE-Miet 1/91]) auf einer Abwägung beruht, die auf den typischen Durchschnittsfall bezogen ist und deshalb dem besonderen Informationsinteresse dauerhaft in der Bundesrepublik Deutschland lebender Ausländer nicht Rechnung trägt.
bb) Im Mietrecht gilt nach der vom Bundesverfassungsgericht gebilligten Rechtsprechung der Zivilgerichte für den Regelfall, daß der Vermieter die Zustimmung zur Errichtung von Parabolantennen erteilen muß, wenn er keinen Anschluß an das Breitbandkabelnetz zur Verfügung stellt (vgl. BVerfGE 90, 27 [35 f.] unter Hinweis auf OLG Frankfurt, WuM 1992, S. 458 ).
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