Source: http://www.jurablogs.com/2012/01/05/luxushandy-plagiat-ebay-gekauft-anspruch-schadensersatz
Timestamp: 2016-12-04 02:04:38
Document Index: 69637167

Matched Legal Cases: ['§ 138', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BlogsKanzlei Dr. SchenkJanuar 2012Luxushandy-Plagiat bei eBay gekauft – Kein Anspruch auf Schadensersatz?!In zwei Wochen wird der Bundesgerichtshof endgültig darüber entscheiden, ob ein Kläger, der auf der Internethandelsplattform eBay ein Luxushandy im Wert von ca. 24.000,00 € ersteigerte, die Differenz zu dem Ersteigerungspreis von 782,00 € als Schadensersatz zugesprochen bekommt.Die Chancen dafür stehen erdenklich schlecht, insbesondere da sich bereits beide Vorinstanzen gegen einen derartigen Schadensersatzanspruch aussprachen.Der Beklagte bot das Mobiltelefon zu einem Startpreis von einem Euro als leicht gebraucht an. Später stellte sich nun heraus, dass es sich um ein minderwertiges Plagiat handle. Da der Kläger jedoch von einem Originalgerät ausgegangen war, verlangt er nun Zahlung von Schadensersatz in Höhe der Differenz des Neupreises eines Originalgerätes zu dem Ersteigerungspreis.Die vorinstanzlichen Gerichte sahen den vermeintlich geschlossenen Vertrag hier bereits als nach § 138 Abs. 1 BGB wucherähnlich und somit nichtig an. Ein Schadensersatzanspruch scheide somit schon aus dem Grund aus, da der Wert des Handys das Maximalgebot des Klägers um ein Vielfaches übersteige und darin eine verwerfliche Gesinnung des Klägers gesehen werden könne.Fakt ist aber, dass der Kläger ein Höchstgebot von 1.999,00 € angab, was für ein Mobiltelefon an sich schon ein außergewöhnlich hoher Betrag ist. Die Tatsache, dass es sich um ein Gebrauchtgerät handeln sollte, zeigt mithin, dass eine erhebliche Kostenreduzierung ausgehend vom Originalpreis eines echten Gerätes durchaus angenommen werden konnte und nicht offensichtlich als verwerfliche Gesinnung abzuhandeln war.Weiterhin führen die vorinstanzlichen Gerichte aus, dass aus dem Angebot keine Beschaffenheitsvereinbarung dahingehend ersichtlich war, dass es sich um ein Originalhandy handle. Ein Sachmangel läge daher nicht vor. Letztlich sei es auch grob fahrlässig vom Kläger gewesen, dass dieser den „Fake“ aufgrund des niedrigen Startpreises nicht bemerkte ...Zum vollständigen Artikel73 Leserexamensrelevant:Internetauktion eines Vertu-Handys84 LeserDas Blog für IT-Recht:BGH: Verkauf eines Plagiats bei eBay kann für den Verkäufer teuer werden10 verwandte ArtikelKein Schadensersatz für entgangenes Geschäft bei Fälschungen?BGH: Schadensersatz bei gefälschter eBay-WareBGH: Wo Vertu draufsteht, sollte auch Vertu drin seinBGH zur eBay-Internetauktion eines (angeblichen) Vertu-HandysBGH: Wenn bei eBay unerkannt das Plagiat eines 24.000,00 EUR teuren Vertu-Handys für 782,00 EUR als Original verkauft wird / Schadensersatz
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