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Timestamp: 2016-10-20 19:50:37
Document Index: 47670138

Matched Legal Cases: ['Art. 72', 'Art. 90', 'Art. 75', 'Art. 74', 'Art. 51', 'Art. 76', 'Art. 100', 'Art. 98', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 98', 'Art. 29', 'Art. 8', 'Art. 99', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 64']

5A_766/2012 (14.02.2013)
gerichts des Kantons Z�rich, I. Zivilkammer, vom 19. September 2012.
X.________ (geb. 1950) und Z.________ (geb. 1961) heirateten am 15. Oktober 1987. Sie sind Eltern der inzwischen vollj�hrigen Kinder R.________ (geb. 1989), S.________ (geb. 1991) und T.________ (geb. 1993).
Am 24. September 2008 leitete Z.________ beim Bezirksgericht Meilen/ZH das Scheidungsverfahren ein. Im bereits davor anhand genommenen Eheschutzverfahren schlossen die Parteien eine Trennungsvereinbarung, welche vom Obergericht des Kantons Z�rich mit Beschluss vom 14. November 2008 genehmigt wurde. X.________ verpflichtete sich darin zur Bezahlung von Unterhaltsbeitr�gen zugunsten der beiden damals noch unm�ndigen T�chter. Mit Eingabe vom 7. Juni 2010 beantragte X.________ im Rahmen von vorsorglichen Massnahmen im Scheidungsverfahren, seine Ehefrau sei zu monatlichen Unterhaltszahlungen an ihn von mindestens Fr. 4'186.45 ab 7. Juni 2010 zu verpflichten. Weiter beantragte er, die im Eheschutzverfahren festgelegten Unterhaltsleistungen f�r das letzte noch minderj�hrige Kind (T.________) seien aufzuheben. Diese Rechtsbegehren pr�zisierte er an der Verhandlung des Bezirksgerichts vom 5. Oktober 2010 dahingehend, dass ein monatlicher Betrag von Fr. 4'186.45 vom 1. Juni 2010 bis 30. Juni 2010 (recte wohl: 31. Juli 2010), ab August bis zur Aussteuerung durch die Arbeitslosenkasse Fr. 2'000.-- und danach wieder Fr. 4'186.45 zu bezahlen seien. Die Ehefrau anerkannte das Gesuch mit Bezug auf die Kinderunterhaltsbeitr�ge, nicht jedoch betreffend Ehegattenunterhalt.
Das Bezirksgericht hob mit Entscheid vom 5. Oktober 2010 die Unterhaltsverpflichtung von X.________ f�r die Tochter infolge fehlender Leistungsf�higkeit auf. Im �brigen wies das Gericht seine Begehren ab und behielt die Kostenregelung dem Entscheid in der Hauptsache vor.
Gegen dieses Urteil erhob X.________ am 12. November 2010 Rekurs an das Obergericht des Kantons Z�rich. Er wiederholte die bereits im erstinstanzlichen Verfahren gestellten Antr�ge betreffend Unterhaltszahlungen an ihn. Z.________ schloss auf Abweisung.
In seinem Beschluss vom 19. September 2012 sprach das Obergericht X.________ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 775.-- ab 3. Januar 2012 zu. Im �brigen wies es den Rekurs ab. Die Kosten des Rekursverfahrens auferlegte das Obergericht zu 17/20 X.________ und zu 3/20 Z.________; ferner verpflichtete es X.________, Letzterer eine Prozessentsch�digung von Fr. 2'636.20 zu bezahlen.
Mit Eingaben vom 19. Oktober 2012 resp. 24. Oktober 2012 haben X.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrer) und Z.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrerin) je beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht.
Der Beschwerdef�hrer verlangt die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und R�ckweisung der Sache zur Neuentscheidung an die Vorinstanz. Eventualiter seien ihm monatliche Unterhaltsbeitr�ge von Fr. 2'000.-- ab 1. Juli 2010 bis und mit Ende Dezember 2011 zuzusprechen, danach Fr. 4'186.45. Die Verfahrens- und Parteikosten, inklusive diejenigen der Vorinstanz, seien der Gegenpartei aufzuerlegen. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und um Verbeist�ndung.
Die Beschwerdef�hrerin beantragt, den Entscheid unter Abweisung der Begehren des Beschwerdef�hrers aufzuheben, eventualiter zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. S�mtliche Kosten seien vom Beschwerdef�hrer zu tragen.
Mit Verf�gung vom 26. Oktober 2012 hat die Pr�sidentin der II. zivilrechtlichen Abteilung das Gesuch der Beschwerdef�hrerin um aufschiebende Wirkung abgewiesen.
Das Bundesgericht hat die Vorakten beigezogen, hingegen in der Sache keine Vernehmlassungen eingeholt. Am 29. Januar 2013 reichte die Beschwerdef�hrerin unaufgefordert eine Stellungnahme ein, in welcher sie Noven geltend machte.
Im parallel weitergef�hrten Hauptverfahren wurden die Parteien mit Urteil des Bezirksgerichts Meilen vom 15. Dezember 2010 geschieden. Der Scheidungspunkt ist rechtskr�ftig, w�hrend der Beschwerdef�hrer das Urteil in Bezug auf einige Scheidungsfolgen (u.a. betreffend nachehelichen Unterhalt) weitergezogen hat; das Verfahren ist noch h�ngig. Die Beschwerdef�hrerin ist wieder verheiratet.
2.1 Vorsorgliche Massnahmen f�r die Dauer des Scheidungsverfahrens sind eine Zivilsache und unterliegen damit der Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 Abs. 1 BGG). Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um einen Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Das Obergericht des Kantons Z�rich ist Vorinstanz gem�ss Art. 75 Abs. 1 BGG. Vorliegend strittig ist die Unterhaltspflicht der Beschwerdef�hrerin, womit es sich um eine Frage verm�gensrechtlicher Natur handelt. Die Streitwertgrenze von Fr. 30'000.-- (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) ist angesichts der H�he und der unbestimmten Dauer der strittigen Unterhaltsbeitr�ge erreicht (Art. 51 Abs. 4 BGG). Am Verfahren vor der Vorinstanz haben sowohl der Beschwerdef�hrer als auch die Beschwerdef�hrerin als Partei teilgenommen, weshalb beide zur Beschwerde berechtigt sind (Art. 76 Abs. 1 lit. a BGG). Die Beschwerdefrist gem�ss Art. 100 Abs. 1 BGG ist bei beiden Eingaben eingehalten.
2.2 Beim angefochtenen Urteil handelt es sich um eine vorsorgliche Massnahme im Sinne von Art. 98 BGG, so dass nur die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte geltend gemacht werden kann. Hierf�r gilt das strenge R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG). Das bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und soweit m�glich belegte R�gen pr�ft, w�hrend es auf ungen�gend begr�ndete R�gen und rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid nicht eintritt. Wird die Verletzung des Willk�rverbots ger�gt, reicht es sodann nicht aus, die Lage aus Sicht des Beschwerdef�hrers darzulegen und den davon abweichenden angefochtenen Entscheid als willk�rlich zu bezeichnen; vielmehr ist im Einzelnen darzulegen, inwiefern das kantonale Gericht willk�rlich entschieden haben soll und der angefochtene Entscheid deshalb an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246). Dabei gen�gt es nicht, wenn der angefochtene Entscheid sich nur in der Begr�ndung als unhaltbar erweist; eine Aufhebung rechtfertigt sich erst, wenn er auch im Ergebnis verfassungswidrig ist (BGE 135 V 2 E. 1.3 S. 5; 136 I 316 E. 2.2.2 S. 319).
Im �brigen d�rfen bei der Beschwerde in Zivilsachen keine neuen Tatsachen und Beweismittel vorgebracht werden, es sei denn, erst der Entscheid der Vorinstanz habe dazu Anlass gegeben (Art. 99 Abs. 1 BGG). In der Beschwerde w�re darzutun, inwiefern die Voraussetzung f�r eine nachtr�gliche Einreichung von Tatsachen und Beweismitteln erf�llt sein soll (BGE 133 III 393 E. 3 S. 395). Vor diesem Hintergrund ist auf die Eingabe vom 29. Januar 2013 nicht einzutreten.
3.1 Mit Bezug auf den Beschwerdef�hrer hat die Vorinstanz festgestellt, dass dieser arbeitslos sei und seit Juni 2010 Taggelder der Arbeitslosenversicherung von monatlich Fr. 2'274.30 netto beziehe. Die Rahmenfrist laufe bis zum 31. Mai 2012, wobei sich die Restbezugsdauer des Anspruchs nicht genau vorhersagen lasse, da diese auch von Umst�nden wie Krankheit oder Unfall abh�nge. Jedenfalls habe der Beschwerdef�hrer nicht behauptet, dass er inzwischen tats�chlich ausgesteuert sei (angefochtener Entscheid, E. 4.1 S. 10 f.). Die Vorinstanz verzichtete auf die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens. Sie ber�cksichtigte, dass mehrere tendenziell ung�nstige Faktoren gegeben seien, wie das Alter von 62 Jahren, die lange Abwesenheit vom Erwerbsleben, die angespannte Arbeitsmarktlage und die nicht besonders breit gef�cherte Berufserfahrung. Der Beschwerdef�hrer hatte selb- und unselbst�ndig im Bereich Verkauf/ Einkauf gearbeitet. Ob er seine Arbeitsbem�hungen bereichsm�ssig erweitern und sich auch bis hin zu Hilfsarbeitert�tigkeiten bewerben m�sse, sei allenfalls im Hauptverfahren im Zusammenhang mit dem nachehelichen Unterhalt erneut zu pr�fen (angefochtener Entscheid, E. 4.3 S. 12).
Das Existenzminimum des Beschwerdef�hrers legte die Vorinstanz in �bereinstimmung mit der ersten Instanz auf rund Fr. 3'050.-- fest (bestehend aus: Grundbedarf Fr. 1'200.--, Wohnung Fr. 850.--, Krankenkasse Fr. 315.--, Mobilit�t Fr. 400.--, Haftpflicht- und Hausratversicherung Fr. 26.--, TV- und Kommunikationskosten Fr. 140.--, Steuern Fr. 100.--). Angesichts der Eink�nfte von gerundet Fr. 2'275.-- stellte die Vorinstanz einen Fehlbetrag von Fr. 775.-- pro Monat fest (angefochtener Entscheid, E. 5.2 S. 17).
3.2 Auf der Seite der Beschwerdef�hrerin hielt die Vorinstanz fest, dass diese w�hrend der Ehe nicht berufst�tig gewesen sei. Nach der Trennung habe sie ihren Lebensunterhalt vorerst mit Hilfe finanzieller Zuwendungen ihres Vaters und ihres Bruders bew�ltigt. Die Vorinstanz ging davon aus, dass diese Zuwendungen wohl in Anrechnung an ihren zuk�nftigen Erbanteil erfolgt seien und sie daher nicht nach Belieben dar�ber habe verf�gen k�nnen. Die finanziellen Leistungen ihrer Familienangeh�rigen seien ihr deshalb nicht als Einkommen anzurechnen (angefochtener Entscheid, E. 6.4 S. 19 f.).
Seit 1. Juni 2011 sei die Beschwerdef�hrerin zu 60% als Assistentin Verm�gensverwaltung bei der U.________ AG in A.________ t�tig, an welcher ihr Bruder beteiligt sei. Das monatliche Nettoeinkommen liege bei Fr. 3'050.-- (ohne Kinderzulagen).
Beim Bedarf wies die Vorinstanz darauf hin, dass die j�ngste Tochter der Parteien am 29. September 2011 vollj�hrig geworden und damit der Beschwerdef�hrerin ab diesem Zeitpunkt kein Kindergrundbetrag mehr anzurechnen sei, da die Unterhaltspflicht gegen�ber dem Ehegatten derjenigen gegen�ber den m�ndigen Kindern vorgehe (angefochtener Entscheid, E. 7.4 S. 23). Konkret setzte die Vorinstanz den Bedarf fest auf den Grundbetrag von Fr. 1'100.--, zuz�glich Wohnkosten von insgesamt rund Fr. 2'000.-- (bestehend aus Heizung Fr. 150.--, Wasser Fr. 85.--, Abfallgeb�hr Fr. 50.--, Strom Fr. 121.95, sowie Hypothek Fr. 1'600.--). Bei Auslagen von rund Fr. 3'100.-- stellte die Vorinstanz fest, dass diese das Erwerbseinkommen der Beschwerdef�hrerin �berstiegen und sie damit nicht in der Lage sei, dem Beschwerdef�hrer aus ihrem Arbeitserwerb Unterhaltsbeitr�ge zu bezahlen (angefochtener Entscheid, E. 7.4 S. 24).
3.3 Am 3. Januar 2012 verstarb der Vater der Beschwerdef�hrerin. Wie die Vorinstanz ausf�hrte, erbte die Beschwerdef�hrerin zusammen mit ihrem Bruder zu gleichen Teilen. Gem�ss Inventar des Erbschaftsamts D.________ betrug der Nettowert des Nachlasses per 21. Juni 2012 Fr. 13'853'167.55. Zur Erbschaft geh�ren unter anderem zwei Liegenschaften in B.________ und C.________, Bank- und andere Guthaben in der H�he von rund Fr. 155'000.--, ein Wertschriftendepot im Wert von Fr. 2'315'158.-- sowie Mobiliar und Hausrat im Wert von Fr. 1'000'000.--. Zus�tzlich erw�hnte die Vorinstanz, dass die Beschwerdef�hrerin und ihr Bruder nach einer im Inventar aufgef�hrten Vereinbarung vom 26. Oktober 2011 je einen Betrag von Fr. 4'486'257.50 als Erbvorbezug erhalten hatten (angefochtener Entscheid, E. 8.2 S. 25 f.).
Die Vorinstanz folgerte daraus, dass die Einkommensverh�ltnisse der Beschwerdef�hrerin nach dem Erbantritt (Erwerbseinkommen zuz�glich Verm�gensertr�ge) ausreichen, um dem Beschwerdef�hrer die zur Finanzierung seines Bedarfs ben�tigten Unterhaltsbeitr�ge zu erbringen.
3.4 Gest�tzt darauf verpflichtete die Vorinstanz die Beschwerdef�hrerin, dem Beschwerdef�hrer ab 3. Januar 2012 und f�r die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens einen Unterhaltsbeitrag von monatlich Fr. 775.-- zu bezahlen. Der Betrag entspricht dem von der Vorinstanz beim Beschwerdef�hrer festgestellten Manko, da dieser keinen seinen Bedarf �bersteigenden Betrag geltend gemacht habe.
Der Beschwerdef�hrer r�gt in seiner Beschwerde vom 19. Oktober 2012 eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, eine Rechtsverz�gerung sowie die Verletzung des Willk�rverbots.
4.1 Art. 29 Abs. 2 BV h�lt als allgemeine Verfahrensgarantie den Anspruch auf rechtliches Geh�r der Parteien fest. Wegen der formellen Natur dieses Anspruchs f�hrt dessen Verletzung ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen Entscheides (BGE 132 V 387 E. 5.1 S. 390; 135 I 187 E. 2.2 S. 190; 137 I 195 E. 2.2 S. 197). Die R�ge der Geh�rsverletzung ist deshalb vorweg zu pr�fen.
4.1.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, dass die Vorinstanz Beweisantr�ge in einer Eingabe vom 6. August 2012 sinngem�ss abgewiesen habe, indem sie unbegr�ndet auf diese nicht eingegangen sei (Beschwerde vom 19. Oktober 2012, Ziff. 7 S. 12). In dieser "Noveneingabe" habe er die Vorinstanz darauf hingewiesen, dass die Aktenedition durch die Beschwerdef�hrerin unvollst�ndig sei, seines Wissen habe deren Vater ca. 40 Millionen Franken bei der Bank V.________ deponiert. Er habe die Edition diverser Dokumente betreffend den verstorbenen Vater der Beschwerdef�hrerin beantragt. Weiter habe er darauf hingewiesen, dass die Beschwerdef�hrerin Erbvorbez�ge erhalten habe, weshalb er die Herausgabe ihrer Steuererkl�rungen 2010 und 2011 beantragt habe. Der entscheidende Antrag sei schliesslich jener gewesen, mit welchem er die Edition eines Erbvorbezugsvertrags vom 26. Oktober 2011 verlangt habe. Daraus gehe hervor, dass sie Fr. 4'486'257.50 erhalten habe. Er schliesst, dass "damit auch die Leistungsf�higkeit der Gesuchstellerin (Beschwerdef�hrerin) w�hrend der ganzen Trennungszeit belegt gewesen" w�re (Beschwerde vom 19. Oktober 2012, Ziff. 10 f. S. 14).
4.1.2 Die Vorinstanz hat in ihrem Entscheid ausdr�cklich festgehalten, dass die Beschwerdef�hrerin, wie auch ihr Bruder, aus Erbvorbezug den genannten Betrag von Fr. 4'486'257.50 erhalten hatte (angefochtener Entscheid, E. 8.2 S. 25 zuunterst, 26). Sie kn�pfte in der Folge f�r die Bejahung der Unterhaltspflicht unter anderem an diesen Sachverhalt an. Die Tatsache, welche der Beschwerdef�hrer mit seinem Editionsantrag beweisen wollte, war der Vorinstanz also bekannt. Es ist nicht ersichtlich, weshalb die Vorinstanz die Dokumente trotzdem noch h�tte einholen sollen. Der Beschwerdef�hrer bringt diesbez�glich nichts vor. Die Geh�rsr�ge geht damit fehl.
4.2 Weiter r�gt der Beschwerdef�hrer eine Rechtsverz�gerung.
4.2.1 Am 12. November 2010 habe er Rekurs erhoben. Trotz mehrmaliger Abmahnung habe die Vorinstanz erst mit Beschluss vom 19. September 2012 entschieden. So habe er wegen den fehlenden Unterhaltsbeitr�gen zwei Jahre lang finanziell darben m�ssen (Beschwerde vom 19. Oktober 2012, Ziff. 3 f. S. 10).
4.2.2 Weil die Vorinstanz mit Entscheid vom 19. September 2012 �ber die Klage materiell entschieden hat, ist fraglich, ob der Beschwerdef�hrer ein schutzw�rdiges Interesse an einer Feststellung der auf Grund der Dauer des kantonalen Verfahrens behaupteten Rechtsverz�gerung hat; vorliegend besteht kein Anlass zu einer solchen Pr�fung. Es ist festzuhalten, dass der Beschwerdef�hrer das Verfahren durch eigene Eingaben verl�ngert hat und dass angesichts der vorinstanzlichen Begr�ndung bei einer vor dem 3. Januar 2012 ergangenen Entscheidung gar kein Unterhaltsbeitrag festgesetzt worden w�re.
4.3 Schliesslich sieht der Beschwerdef�hrer das Willk�rverbot verletzt.
4.3.1 In Bezug auf seinen Bedarf r�gt der Beschwerdef�hrer, die Vorinstanz habe ihm "nur ein absolut enges Existenzminimum" zugebilligt, "n�mlich Fr. 3'050.--, obwohl sein effektiv ein bisschen erweitertes Existenzminimum belegterweise Fr. 4'186.45 betragen habe und heute Fr. 4'283.60" ausmache (Beschwerde vom 19. Oktober 2012, Ziff. 3 S. 17). Es fehle ihm bis zu seiner Aussteuerung im Dezember 2011 der Differenzbetrag zwischen den Arbeitslosenentsch�digungen und seinem Existenzminimum und ab Januar 2012 der volle Betrag; die Beschwerdef�hrerin m�sse nur Fr. 775.-- daran zahlen, was diese nicht einmal tue. Er habe in den 23 Jahren der Ehe die Familie ern�hrt. Es sei absolut stossend, dass er von der F�rsorge und seiner Mutter abh�ngig sei und von der Hand in den Mund leben m�sse, w�hrend die Beschwerdef�hrerin �ber ein Millionenverm�gen verf�ge.
Der Beschwerdef�hrer legt in der an das Bundesgericht gerichteten Eingabe nicht dar, in welchen Punkten die Vorinstanz seinen Bedarf falsch berechnet haben soll; vielmehr l�sst er es bei einem Verweis auf seine kantonalen Eingaben bewenden. Gem�ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung muss aber aus der Beschwerde selber ersichtlich sein, was der Beschwerdef�hrer verlangt und auf welche Tatsachen er sich beruft; eine bloss globale Verweisung auf Eingaben an die Vorinstanz oder auf die Akten gen�gt den Begr�ndungsanforderungen nicht (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 400). Auf das Vorbringen, sein Existenzminimum sei gr�sser als von der Vorinstanz festgestellt, ist somit nicht einzutreten.
4.3.2 Die Vorinstanz hatte festgehalten, dass der Beschwerdef�hrer bei andauernder Arbeitslosigkeit noch bis zum Ablauf der Rahmenfrist am 31. Mai 2012 Anspruch auf Taggelder der Arbeitslosenversicherung habe, wobei sich die Restbezugsdauer nicht genau vorhersagen lasse, da diese von Umst�nden wie Krankheit oder Unfall abh�nge. Dass er inzwischen tats�chlich ausgesteuert worden w�re, habe er nicht behauptet (angefochtener Entscheid, E. 4.1 S. 10 f.). Der Beschwerdef�hrer setzt sich nicht mit diesen Erw�gungen der Vorinstanz auseinander. Er bel�sst es bei der Behauptung, er sei im Dezember 2011 ausgesteuert worden. Das h�tte er bereits vor der Vorinstanz einbringen m�ssen. Es handelt sich daher um ein unzul�ssiges neues Vorbringen (Art. 99 Abs. 1 BGG). Eine Verletzung des Willk�rverbots ist nicht dargetan.
4.3.3 Willk�r sieht der Beschwerdef�hrer auch darin, dass die Vorinstanz eine Leistungsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin erst ab Antritt der Erbschaft im Januar 2012 bejaht habe. Seiner Ansicht nach h�tte die Edition des Erbvorbezugsvertrags belegt, dass die Beschwerdef�hrerin w�hrend der ganzen Trennungszeit �ber mehrere Millionen Franken verf�gt habe (Beschwerde vom 19. Oktober 2012, Ziff. 11 S. 14).
Wie vorstehend in E. 4.1.2 erw�hnt, hat die Vorinstanz die Tatsache des Erbvorbezugsvertrags vom 26. Oktober 2011 in der H�he von Fr. 4'486'257.50 im angefochtenen Entscheid festgestellt. Ausgehend von einem Erbvorbezug per Ende Oktober 2011, ist die Behauptung des Beschwerdef�hrers nicht nachvollziehbar, dass die Beschwerdef�hrerin w�hrend der ganzen Trennungszeit �ber Millionen verf�gt haben soll. Angesichts des grossen Ermessens der Vorinstanz bei der Unterhaltsfestsetzung und in Ankn�pfung an die bisherige Rollenteilung der Parteien w�ren auch andere L�sungen nicht willk�rlich gewesen, namentlich auch nicht der g�nzliche Verzicht auf eine Unterhaltsrente. Umso weniger kann es willk�rlich sein, den Beginn der Unterhaltsrente nicht auf das Datum des Erbvorbezugs, sondern auf dasjenige des zwei Monate sp�ter erfolgten Erbgangs anzusetzen.
Die Beschwerdef�hrerin kritisiert den angefochtenen Entscheid in ihrer Beschwerde vom 24. Oktober 2012 ihrerseits als willk�rlich.
5.1 Betreffend ihre eigene Situation r�gt die Beschwerdef�hrerin die Feststellung der Vorinstanz als willk�rlich, dass sie seit dem Erbantritt leistungsf�hig sei (Beschwerde vom 24. Oktober 2012, Ziff. 8 S. 10). Die Erbschaftswerte seien gebunden und w�rden keinen Ertrag abwerfen. Selbst bei einem angenommenen Verm�gensertrag von 1.5% k�nnte sie ihre eigenen Auslagen nicht decken. In ihrem Existenzminimum f�hrt sie dabei Betr�ge von insgesamt mehreren tausend Franken f�r die m�ndigen Kinder auf. Zudem habe sie Schulden des Beschwerdef�hrers bezahlen m�ssen, was sie zus�tzlich finanziell belaste.
Ehegattenunterhalt geht der Unterhaltspflicht gegen�ber m�ndigen Kindern vor, weshalb die Unterhaltskosten f�r die m�ndigen Kinder nicht in die Bedarfsrechnung der Unterhaltsschuldnerin aufzunehmen sind (BGE 132 III 209 E. 2.3 S. 211). Die Leistungsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin ist ab dem Zeitpunkt des Erbantritts offensichtlich gegeben. Neben gebundenen Werten sind Wertschriftendepots im Wert von Fr. 2'315'158.-- sowie Bank- und andere Guthaben in der H�he von rund Fr. 155'000.-- festgestellt, an denen die Beschwerdef�hrerin h�lftig beteiligt ist. Entgegen ihren Vorbringen stehen ihr damit sehr wohl auch fl�ssige Mittel zur Verf�gung. Im �brigen sind die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin appellatorisch und gr�sstenteils neu (Art. 99 Abs. 1 BGG). Vor diesem Hintergrund ist keine Willk�r ersichtlich, wenn die Vorinstanz die Leistungsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin nach dem Erbantritt bejaht hat.
5.2 Betreffend die Arbeitslosigkeit des Beschwerdef�hrers ist die Beschwerdef�hrerin der Ansicht, dass dessen Arbeitsbem�hungen ungen�gend gewesen seien. Die Vorinstanz habe willk�rlich auf das Gegenteil geschlossen. Um nicht in Willk�r zu verfallen, h�tte die Vorinstanz dem Beschwerdef�hrer ein hypothetisches Einkommen von mindestens Fr. 4'000.-- anrechnen m�ssen.
Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid erwogen, dass dem Beschwerdef�hrer nicht der Vorwurf gemacht werden k�nne, er verschulde seine andauernde Arbeitslosigkeit durch mangelnde Bem�hungen selbst. Das Gericht hat sich ausf�hrlich mit den arbeitsmarktlichen Faktoren auseinandergesetzt und sieht in diesen den Grund, dass er keine Stelle findet (siehe vorstehend E. 3.1).
Nach der allgemeinen Lebenserfahrung ist es in einem Alter von �ber 60 Jahren und nach l�ngerer Arbeitslosigkeit �usserst schwer, wieder eine Anstellung zu finden, wenn eine Person nicht �ber ganz besondere Berufserfahrungen verf�gt. Dass Letzteres beim Beschwerdef�hrer der Fall sein sollte, hat die Beschwerdef�hrerin nicht vorgebracht. Es ist daher nicht willk�rlich, wenn die Vorinstanz dem Beschwerdef�hrer kein hypothetisches Einkommen angerechnet hat.
5.3 Im Zusammenhang mit den Arbeitsbem�hungen des Beschwerdef�hrers kritisiert die Beschwerdef�hrerin weiter, die Vorinstanz habe sich auf Nachweise bis zum 5. Oktober 2010 gest�tzt, statt aktuelle einzuholen. Im Resultat habe die Vorinstanz dadurch die Beweislast ihr - und damit der falschen Partei - auferlegt (Beschwerde vom 24. Oktober 2012, Ziff. 3 S. 7).
Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens kann die Beschwerdef�hrerin nur die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte geltend machen (Art. 98 BGG). Sie m�sste in der erforderlichen Substanziiertheit eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV aufzeigen (darunter subsumiert eine willk�rliche Anwendung von Art. 8 ZGB durch die Vorinstanz). Die Beschwerdeschrift ersch�pft sich indes in appellatorischen Ausf�hrungen. Weiter hat die Beschwerdef�hrerin im obergerichtlichen Verfahren nicht verlangt, dass Beweise betreffend neuer Arbeitsbem�hungen eingeholt werden, obwohl die Arbeitslosigkeit des Beschwerdef�hrers respektive seine daraus folgende Bed�rftigkeit Hauptthema des Verfahrens war. Es erweist sich mithin nicht als willk�rlich, wenn die Vorinstanz auf das erstinstanzliche Beweisverfahren abgestellt hat.
5.4 Auf die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin �ber einen fr�heren Konkurs des Beschwerdef�hrers und den Vorwurf, dass dieser sein Verm�gen durch �berdurchschnittlichen Verbrauch verzehrt haben soll, ist nicht einzugehen. Solches ist im angefochtenen Urteil nicht festgestellt und die Beschwerdef�hrerin zeigt nicht auf, inwiefern sie die betreffenden Tatsachen im kantonalen Verfahren eingebracht h�tte. Es handelt sich somit um unzul�ssige Noven, die im bundesgerichtlichen Verfahren nicht ber�cksichtigt werden k�nnen (Art. 99 Abs. 1 BGG). Zudem ist nicht dargetan, in welcher Weise diese Vorbringen die Unterhaltsfrage beeinflussen sollten. Soweit die Vorw�rfe nicht ohnehin an der Sache vorbeigehen, ist auch kein Rechtsmissbrauch ersichtlich, wenn sich der Beschwerdef�hrer unter den gegebenen Umst�nden auf die eheliche Beistandspflicht beruft.
5.5 Als willk�rlich beurteilt die Beschwerdef�hrerin schliesslich den Hinweis der Vorinstanz, dass erst im Hauptverfahren zu pr�fen sei, ob dem Beschwerdef�hrer eine Ausweitung seiner Suchbem�hungen, namentlich auf Hilfst�tigkeiten, zumutbar sei (Beschwerde vom 24. Oktober 2012, Ziff. 4 S. 8; siehe auch vorstehend E. 3.1).
Die vorliegend strittigen Unterhaltsbeitr�ge gelten nur f�r die Dauer des Scheidungsverfahrens. Es handelt sich entsprechend nicht um eine zeitlich unbeschr�nkte Rente. An der Qualifikation als vorsorgliche (und damit zeitlich beschr�nkte) Massnahme �ndert die Tatsache nichts, dass ein Scheidungsverfahren eine gewisse Zeit dauern kann. Vorliegend ist das Scheidungsverfahren bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Die Beschwerdef�hrerin ist ausserordentlich leistungsf�hig. Der zugesprochene Unterhaltsbeitrag ist bescheiden. Die Vorinstanz handelte unter diesen Umst�nden nicht willk�rlich, wenn sie f�r die Erw�gung weiterer Fragen auf das Hauptverfahren verwies.
Angesichts des Ausgangs der Verfahren sind die Gerichtskosten den Parteien h�lftig aufzuerlegen und die Parteikosten wettzuschlagen (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 BGG).
Der Beschwerdef�hrer hat um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung f�r das bundesgerichtliche Verfahren ersucht. Er beantragte, als unentgeltlicher Rechtsbeistand sei sein Anwalt Renzo Guzzi einzusetzen. Dem Gesuch kann nicht entsprochen werden, zeigen doch die vorstehenden Erw�gungen auf, dass die Beschwerde von Beginn weg keinen Erfolg haben konnte (Art. 64 Abs. 1 BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 4'000.-- (Fr. 2'000.-- pro Beschwerde) werden den Parteien h�lftig auferlegt.