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Timestamp: 2018-12-14 23:53:15
Document Index: 40205955

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 1', '§ 5', '§ 1', '§ 5', '§ 68', '§ 4', '§ 5', '§ 2']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein HohElbNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Hohes Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg" vom 12. Januar 1993 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Hohes Elbufer...
juris-Abkürzung: HohElbNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 12.01.1993
Fundstelle: GVOBl. 1993, 26
Gliederungs-Nr: 791-4-139
"Hohes Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Hohes Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg" vom 12. Januar 1993 01.01.2003
Aufgrund des § 16 Abs. 1 des Landschaftspflegegesetzes verordnet der Minister für Natur, Umwelt und Landesentwicklung die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 3;
(1) Der Elbhang mit dem davor liegenden Uferabschnitt der Elbe zwischen Tesperhude und Lauenburg, Kreis Herzogtum Lauenburg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Hohes Elbufer zwischen Tesperhude und Lauenburg" unter Nummer 142 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 455 ha groß und umfaßt in den Gemarkungen
Grünhof-Tesperhude,
die Flurstücke 19/123, 83, 85/2, 85/8, 86/1 teilweise, 88/1, 101 teilweise, 102, 135/87, 284/100 teilweise,
die Flurstücke 1/1 teilweise, 2/1 teilweise, 3, 5,
die Flurstücke 1/1, 2/1, 3/1, 6/1, 8, 27/5,
die Flurstücke 1, 2, 3/1, 3/5, 3/6, 3/7, 4/11, 4/13, 4/14, 4/15, 5, 6/1, 7, 36/3, 37/3,
die Flurstücke 2/14, 12/11, 23/2, 30/2, 34/3, 34/4, 35/4, 35/17 teilweise, 35/20, 35/21, 35/22, 35/23 teilweise, 36/6, 36/8, 37, 38/5, 38/6, 38/7, 40/2, 40/3, 45/3, 45/4, 46/2, 59/3, 59/4, 59/5, 60/3, 60/4, 63/2, 63/4, 63/5, 63/6, 65/9, 65/10, 65/11, 65/12, 65/13, 72/3, 72/4, 73/1, 73/5, 74/8, 74/9, 75/2, 76, 77/1 teilweise, 79, 84/5, 125/38, 126/38, 190/74,
die Flurstücke 1/15 teilweise, 1/16, 1/17, 2/1, 8/1,
das Flurstück 1/20 teilweise,
die Flurstücke 24/2, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 59, 60, 61, 62, 63, 65, 66/1 und
die Flurstücke 4/5 und 6,
die Flurstücke 19/1, 20/15, 43/1,
die Flurstücke 1/3, 1/2, 37, 38/2, 39
die Flurstücke 1/17, 1/18, 1/19 und 1/21 teilweise.
In den dieser Verordnung als Anlage beigefügten Übersichtskarten, Blatt 1 und 2, im Maßstab 1:25000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes schwarz punktiert dargestellt.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in den Abgrenzungskarten, Blatt 1 bis 7, im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karten ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Oberste Landschaftspflegebehörde, 2300 Kiel, verwahrt. Die Karten sind Bestandteile dieser Verordnung.
der Stadt Lauenburg/Elbe, 2058 Lauenburg/Elbe,
der Stadt Geesthacht, 2054 Geesthacht,
Amtsvorsteher des Amtes Lütau, 2058 Lauenburg/Elbe
Bürgermeister der Gemeinde Schnakenbek, 2058 Schnakenbek,
(1) Das Naturschutzgebiet dient dem Schutz und der dauerhaften Sicherung des südexponierten, wärmeklimatisch für gefährdete Ökosysteme bedeutsamen Steilrandes des Elbeurstromtales. Weiterer besonderer Schutzgrund ist die ungestörte Erhaltung und Entwicklung vollständiger Biotopabfolgen im Ufer- und Flachwasserbereich der Elbe mit seinen noch ausgedehnten Ökosystemen der Flußufer Staudenfluren, Weiden-Auegebüsche und Trocken-Staudensäume. Ein wichtiges Schutzziel stellt auch die Erhaltung der sonnenexponierten Hangwälder und der anschließenden Geest-Waldbiotope dar, die Lebensräume einer spezialisierten, artenreichen und störungsempfindlichen Pflanzen- und Tierwelt sowie ihrer Ökosysteme sind. Die den Geesthang gliedernden Trockentäler, die auch geologisch schutzwürdigen Geländeformationen und seine Aufschlüsse sowie die historisch-kulturgeschichtlichen Anlagen verleihen dem Hohen Elbufer einen besonderen wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und landeskundlichen Schutzwert als Geotop.
(2) In dem Naturschutzgebiet sind alle natürlichen Strukturen sowie die Funktionen des Naturhaushaltes in ihrer Eigenart, Vielfalt und Schönheit dauerhaft und vollständig zu erhalten. Störeinflüsse sind auszuschließen oder, soweit dies nicht möglich ist, soweit wie möglich zu minimieren. Die Erlebbarkeit der Natur ist den Menschen zu ermöglichen, sofern hierdurch die zu schützende Natur nicht beeinträchtigt wird.
(3) Sofern es zur Erhaltung bestimmter gefährdeter Pflanzen- und Tierarten und ihrer Ökosysteme oder zur Regeneration des Naturhaushaltes erforderlich ist, sind weitere Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen durchzuführen.
die Wasserflächen mit Ausnahme der Elbe mit Wasserfahrzeugen aller Art zu befahren;
(2) Beschränkungen, Verbote und Gebote nach dem Bundesnaturschutzgesetz, dem Landschaftspflegegesetz und sonstigen Rechtsvorschriften, insbesondere Befahrensbeschränkungen auf der Elbe nach dem Bundeswasserstraßengesetz, bleiben unberührt.
dieser Verordnung als Grünland genutzten, in den Abgrenzungskarten schraffiert dargestellten Flächen in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang;
die den Schutzzweck berücksichtigende ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung nach Maßgabe des mit dem Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege und der zuständigen Forstbehörde abgestimmten Konzeptes der Forstverwaltung des Kreises Herzogtum Lauenburg; im Bereich des Elbufers und der Elbuferhänge bis zu einer Linie von 50 m landeinwärts oberhalb der Hangoberkante und im Mündungsbereich der Trockenkerbtäler ist den natürlichen Entwicklungsabläufen Vorrang einzuräumen. Im Bereich der Taleinschnitte setzt sich die 50 m-Linie als gedachte Linie parallel zur kürzesten Verbindung der Hangoberkantenpunkte fort;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes; nicht zulässig ist es
geschlossene Hochsitze oder Fütterungseinrichtungen zu errichten;
die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei in dem zum Naturschutzgebiet gehörenden Teil der Elbe, soweit keine Beschränkungen nach § 5 des Bundeswasserstraßengesetzes getroffen sind; der Fischfang mit der Handangel ist nur vom Ufer aus in der Zeit vom 15. Juli bis zum 15. März eines jeden Jahres und nur an den Uferabschnitten der Elbe gestattet, die in den Abgrenzungskarten durch Kreuzsignatur gekennzeichnet sind;
die Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben des Bundes zur Unterhaltung der Bundeswasserstraße und zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit auf der Bundeswasserstraße einschließlich der hierfür erforderlichen Forschungs- und Vermessungsarbeiten; auf die besondere Schutzwürdigkeit der Flächen zwischen den Buhnen ist dabei Rücksicht zu nehmen;
der ordnungsgemäße Betrieb und die Unterhaltung der bei Inkrafttreten dieser Verordnung vorhandenen Abwasserdruckrohrleitung Glüsing-Lauenburg;
der ordnungsgemäße Betrieb und die Unterhaltung der Regenwasserleitung und des Tosbeckens unterhalb der Wegeparzelle 38/8 der Flur 3, Gemarkung Lauenburg, im Ostteil des Naturschutzgebietes;
die Durchführung von Kriegsbrückenschlägen und militärischem Fährverkehr zu Übungszwecken im Bereich der ehemaligen Elbefurt zwischen Sandkrug und Artlenburg im Rahmen des § 68 des Bundesleistungsgesetzes;
das Betreten des Strandes und das Lagern auf dem Strand im Ostteil des Naturschutzgebietes innerhalb des von der unteren Landschaftspflegebehörde im Einvernehmen mit dem Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege festgelegten und in der Örtlichkeit gekennzeichneten Abschnittes;
die Nutzung der vorhandenen Liegewiese im Glüsinger Grund in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 15 die Wasserflächen mit Ausnahme der Elbe mit Wasserfahrzeugen aller Art befährt;
§ 5 Abs. 1 Nr. 4 zweiter Halbsatz den Fischfang mit der Handangel ausübt.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Kreise Herzogtum Lauenburg vom 13. Juli 1971 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 168), zuletzt geändert durch Kreisverordnung vom 15. Februar 1988 (Kreisbl. Nr. 8 vom 26. Februar 1988) außer Kraft, soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft.