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Timestamp: 2019-03-19 08:48:59
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Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 42', '§ 47', '§ 113', '§ 114', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 22', '§ 47', '§ 47', '§ 20', '§ 47', '§ 47', '§ 14', '§ 72', '§ 47', '§ 128', '§ 132', '§ 80']

BVerwG, 01.07.1999 - 4 C 23.97 - dejure.org
Teilungsgenehmigung; Negativattest; Teilungskauf; Widerspruchsbefugnis; Rechtsverletzung; Verkäufer; Abhilfe, Rücknahme; Umdeutung; Nachschieben von Gründen; Begründung; Ermessensentscheidung; Änderung der Rechtslage; Überleitungsrecht.
Teilungsgenehmigung - Negativattest - Teilungskauf - Widerspruchsbefugnis - Rechtsverletzung - Verkäufer - Abhilfe - Rücknahme - Umdeutung - Nachschieben von Gründen - Begründung - Ermessensentscheidung - Änderung der Rechtslage - Überleitungsrecht
Baurecht; Verwaltungsverfahrensrecht; Verwaltungsprozeßrecht - Teilungsgenehmigung; Negativattest; Teilungskauf; Widerspruchsbefugnis; Rechtsverletzung; Verkäufer; Abhilfe, Rücknahme; Umdeutung; Nachschieben von Gründen; Begründung; Ermessensentscheidung; Änderung der Rechtslage; Überleitungsrecht.
Verletzung von Verkäuferrechten durch Teilungsgenehmigung?
§§ 19, 20 Abs. 2, 233 Abs. 1 (je idF 1976 u. 1998), 23 Abs. 2 (idF 1976) BauGB; §§ 42 Abs. 2, 72 VwGO; §§ 47 Abs. 3, 48 Abs. 1 VwVfG
Teilungsgenehmigung/Negativattest/Widerspruchsbefugnis/Abhilfe/Umdeutung/Ermessensentscheidung/Überleitungsrecht
VG München, 20.03.1966 - M 23 K 94.4965
VGH Bayern, 29.04.1997 - 27 B 96.3884
BVerwG, 17.12.1997 - 4 B 188.97
NJW 2000, 2123 (Ls.)
NVwZ 2000, 195
NJ 2000, 50
DVBl 1999, 1528 (Ls.)
BauR 2000, 75
vgl. auch BVerwG, Urteil vom 1. Juli 1999 - 4 C 23.97 -, NVwZ 2000, 195.
vgl. BVerwG, Urteil vom 1. Juli 1999 - 4 C 23.97 , NVwZ 2000, 195; Dolderer, DÖV 1999, 107; Wolff, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 3. Aufl. § 113 Rdnr. 86; Schmidt, in: Eyermann/Fröhler, VwGO, 2006, § 114 Rdnr. 25.
43 2. Die Rechtmäßigkeit eines Abhilfebescheids richtet sich danach, ob der Widerspruch, dem abgeholfen wird, nicht nur begründet (§ 72 VwGO), sondern auch zulässig ist (…vgl. BVerwG, Urteile vom 18.4.1996 - 4 C 6.95 - BVerwGE 101, 64, juris Rn. 15 und 24 und vom 1.7.1999 - 4 C 23.97 - NVwZ 2000, 195, juris Rn. 20;… Geis in Sodan/Ziekow, VwGO, 5. Aufl., § 72 Rn. 19;… W.-R. Schenke in Kopp/Schenke, VwGO, 23. Aufl., § 72 Rn. 3).
Verstößt die Baugenehmigung gegen Rechtsvorschriften des öffentlichen Rechts, die nicht dem Schutz der Eigentümer benachbarter Grundstücke dienen, verletzt die Abhilfeentscheidung die subjektiv-öffentlichen Rechten des Bauherrn und ist auf dessen Anfechtungsklage aufzuheben (…vgl. BVerwG, Urteile vom 18.4.1996 - 4 C 6.95 - BVerwGE 101, 64, juris Rn. 15 und 24 und vom 1.7.1999 - 4 C 23.97 - NVwZ 2000, 195, juris Rn. 20; deutlicher: VG Freiburg…, Urteil vom 25.7.2012 - 4 K 2241/11 - juris Rn. 29; VG Karlsruhe…, Urteil vom 4.5.2011 - 5 K 2976/09 - juris Rn. 28).
Auch bei der gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Baugesetzbuch für die Begründung oder Teilung von Wohnungseigentum oder Teileigentum erforderlichen Genehmigung handelt es sich um einen privatrechtsgestaltenden Verwaltungsakt, bis zu dessen Erteilung das Rechtsgeschäft schwebend unwirksam ist (vgl BVerwGE 54, 257, 259 f; BVerwG, NVwZ 2000, 195, 196).
Eine solche Wesensänderung ist in aller Regel anzunehmen, wenn der Bescheid sich nunmehr als eine bislang nicht getroffene Ermessensentscheidung darstellt, BVerwG, Urteil vom 01. Juli 1999 - 4 C 23.97 -, a.a.O.
Auch schließt § 47 Abs. 3 VwVfG nicht schlechthin die Umdeutung einer fehlerhaften Ermessensentscheidung in eine andere Ermessensentscheidung aus; eine Umdeutungsmöglichkeit besteht in diesem Fall allerdings nur dann, wenn die Behörde beim Erlass des fehlerhaften Verwaltungsakts das Ermessen so ausgeübt hat, dass es zugleich auch dem Zweck der Ermächtigung entspricht, die zum Erlass der anderen Ermessensentscheidung berechtigt, und wenn die insoweit bestehenden gesetzlichen Grenzen des Ermessens eingehalten sind, vgl. Sachs, in: Stelkens/Bonk/Sachs, Verwaltungsverfahrensgesetz Kommentar, 7. Aufl., 2008, Rn. 43 zu § 47; zu einer solchen Fallgestaltung: BVerwG, Urteil vom 01. Juli 1999 - 4 C 23.97 -, Buchholz 406.11 § 20 BauGB Nr. 23.
Eine Umdeutung in entsprechender Anwendung des § 47 Abs. 1 HVwVfG scheitert unter diesen Umständen daran, dass eine gesetzlich gebundene Entscheidung nicht in eine Ermessensentscheidung umgedeutet werden kann (§ 47 Abs. 3 HVwVfG; vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 1. Juli 1999 - 4 C 23.97 -, NVwZ 2000, 195 zur entsprechenden Anwendung der Umdeutungsvorschriften im Rahmen des § 14 FeV siehe etwa Beschluss des Senats vom 13. Januar 2010 - 2 B 2741/09 -).
Eine solche Abhilfeentscheidung setzt außer der Rechtswidrigkeit des angefochtenen Verwaltungsaktes die Zulässigkeit des eingelegten Widerspruchs voraus (BVerwG, Urteil vom 01.07.1999 - 4 C 23/97 -, NVwZ 2000, 195, 196).
Das schließt - vorbehaltlich einer Ermessensreduzierung "auf null", die hier aber nicht zu erkennen ist - die Annahme einer gebundenen Entscheidung aus (BVerwG, Urteil vom 01.07.1999 - 4 C 23/97 -, NVwZ 2000, 195, 196;… Dolde/Porsch in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, § 72, Neubearbeitung 2016 Rdnr. 16b).
Bestimmtheit eines zwei Fonds betreffenden Grunderwerbsteuerbescheids; Umdeutung …
Eine Ausnahme gilt nach Sinn und Zweck des Gesetzes jedoch dann, wenn das behördliche Ermessen so eingeengt ist, dass nur eine einzige Entscheidung rechtlich möglich ist - sog. Ermessensreduzierung auf Null - (Finanzgericht Baden-Württemberg, Beschluss vom 11.04.1983 - VII 411/81 -, Entscheidungen der Finanzgerichte [EFG] 1984, 86; Bundesverwaltungsgericht [BVerwG], Urteil vom 01.07.1999 - 4 C 23/97 -, Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht [NVwZ] 2000, 195 zu § 47 Abs. 3 VwVfG;… Frotscher, in Schwarz, AO, § 128 Rdn. 3).
BVerwG, 18.09.2001 - 8 B 159.01
Voraussetzungen für Zulassung der Revision bei fehlender Divergenz
Das angefochtene Urteil weicht nicht im Sinne von § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO von dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 1. Juli 1999 - BVerwG 4 C 23.97 - (NVwZ 2000, 195) ab.
BVerwG, Urteil vom 01.07.1999 - 4 C 23/97 - NVwZ 2000, 195; Stelkens/Bonk/Sachs, Verwaltungsverfahrensgesetz, § 80 Rn. 20.
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