Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%201997,%20580
Timestamp: 2020-08-11 03:55:29
Document Index: 80345840

Matched Legal Cases: ['§ 1836', '§ 15', '§ 27', 'BGH', '§ 15', '§ 1835', '§ 1836', '§ 1835', 'BGH', '§ 15', '§ 1836']

Rechtsprechung: FamRZ 1997, 580 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BayObLG, 04.12.1996
https://dejure.org/1996,8772
BayObLG, 11.12.1996 - 3Z BR 325/96 (https://dejure.org/1996,8772)
BayObLG, Entscheidung vom 11.12.1996 - 3Z BR 325/96 (https://dejure.org/1996,8772)
BayObLG, Entscheidung vom 11. Dezember 1996 - 3Z BR 325/96 (https://dejure.org/1996,8772)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1996,8772) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Stundensatz eines Rechtsanwalts als Betreuer
FamRZ 1997, 580 (Ls.)
AnwBl 1997, 181
Dementsprechend werden bei der Vergütung von Nachlasspflegern, die die Pflegschaft im Rahmen ihrer Berufsausübung als Rechtsanwälte oder Wirtschaftsprüfer unter Benutzung ihrer Büroräumlichkeiten bei umfangreichen Nachlässen führen, Stundensätze von 150,-- EUR zugrunde gelegt (BayObLG, FamRZ 1997, 580; LG München, Rpfleger 2003, 249, 250; AG Betzdorf, JurBüro 2004, 606), was die Kammer auch vorliegend als angemessen erachtet.
Dieses Ergebnis bewegt sich im übrigen auch im Rahmen des von der neuesten Rechtsprechung für den anwaltlichen Berufsbetreuer, vielfach um die 200,-- DM angenommenen Stundensatzes (vgl. OLG Karlsruhe, FamRZ 1998, 698; BayObLG, FamRZ 1997, 1563; FamRZ 1997, 1302; FamRZ 1997, 580; OLG Köln, FamRZ 1997, 1303).
BayObLG, 04.12.1996 - 3Z BR 27/96
https://dejure.org/1996,4375
BayObLG, 04.12.1996 - 3Z BR 27/96 (https://dejure.org/1996,4375)
BayObLG, Entscheidung vom 04.12.1996 - 3Z BR 27/96 (https://dejure.org/1996,4375)
BayObLG, Entscheidung vom 04. Dezember 1996 - 3Z BR 27/96 (https://dejure.org/1996,4375)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1996,4375) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Beginn der Ausschlußfrist für die Geltendmachung der Aufwandspauschale
BGB § 1836a; ZSEG § 15 Abs. 2
FamRZ 1997, 580
Deshalb ist im vorliegenden Fall nach Sinn und Zweck von § 27 Abs. 1 FGG von der Zulässigkeit der weiteren Beschwerde auszugehen (vgl. BGHZ 133, 337, 343; BayObLG FamRZ 1997, 580 unter II 1).
Zum anderen beginnt die Frist des § 15 Abs. 2 ZSEG nicht bereits mit dem Ablauf des jeweiligen Abrechnungsjahres, sondern erst mit Beendigung des Betreueramtes (BayObLG FamRZ 1997, 580 unter II 2 b. cc).
Nach dieser Vorschrift sind die Ansprüche nicht erloschen, da die dort bestimmte Frist erst mit der Beendigung des Amtes des Betreuers beginnt (BayObLG,FamRZ 1997, 580 ; 1999, 741; OLG Karlsruhe FamRZ 1998, 1056 ; OLG Hamm Rpfleger 1999, 180 ).
Frist zur Geltendmachung der Betreuervergütung gegen die Staatskasse nach dem Tod …
Ebenfalls mit Recht haben die Vorinstanzen angenommen, dass die 3-Monats-Frist nicht jährlich, sondern erst mit Beendigung der Tätigkeit des Betreuers zu laufen beginnt ( vgl. Senat v. 19.01.2000, 16 Wx 188/99; BayObLG, FamRZ 97, 580 m.w.N., Palandt/Diederichsen, 56.Aufl., § 1835, Rz. 16 ).
Die vom Senat zu § 1836a BGB a.F. vertretene Auffassung, daß im Hinblick auf die Erhöhung der Pauschale zum 1.7.1994 durch das Kostenrechtänderungsgesetz vom 24.6.1994 (BGBl. 1 1325/1355) die Aufwandsentschädigung zu quoteln sei (FamRZ 1997, 580 ), trifft auf die durch § 1835a BGB geschaffene neue Rechtslage nicht zu.
Insoweit ist das Rechtsmittel der weiteren Beschwerde eröffnet (BGH NJW 1997, 58 = FamRZ 1996, 1545; BayObLG, FamRZ 1997, 580).
Der Anspruch ist nicht nach § 15 Abs. 2 ZSEG erloschen, weil die Ausschlußfrist für die Geltendmachung des Anspruchs auf Aufwandsentschädigung nach § 1836a BGB a.F. erst mit dem Ende des Amts des Betreuers zu laufen beginnt (BayObLG FamRZ 1997, 580 ; NJWE-FER 1999, 153 ).