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Timestamp: 2016-10-25 03:25:10
Document Index: 34157347

Matched Legal Cases: ['Art. 17', 'Art. 87', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

Der 1967 geborene K.________ bezog mit Wirkung ab Januar 2000 bei einem Invalidit�tsgrad von 41 Prozent eine Viertelsrente der Invalidenversicherung (Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Basel-Stadt vom 1. M�rz 2002). Im Rahmen eines Revisionsverfahrens holte die Verwaltung ein Gutachten der Psychiatrischen Poliklinik des Universit�tsspitals X.________ vom 7. August 2008 (nachfolgend: Gutachten) ein. Mit Verf�gung vom 9. Juli 2009 stellte die Verwaltung fest, sein Gesundheitszustand lasse wieder eine leidensangepasste T�tigkeit mit einem vollen Pensum zu; bei einem Invalidit�tsgrad von noch zehn Prozent werde die Invalidenrente auf Ende August 2009 aufgehoben.
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Basel-Stadt wies die gegen die Verf�gung vom 9. Juli 2009 erhobene Beschwerde ab (Entscheid vom 10. Dezember 2009).
K.________ f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Rechtsbegehren, es seien ihm, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids und der strittigen Verf�gung, die gesetzlichen Leistungen mit Wirkung ab September 2009 wieder auszurichten. Eventuell sei die Sache zur Vornahme weiterer Abkl�rungen an eine der Vorinstanzen zur�ckzuweisen.
1.1 Das kantonale Gericht erkannte, die IV-Stelle habe in der strittigen Verf�gung vom 9. Juli 2009 die seit Januar 2000 laufende Viertels-Invalidenrente des Beschwerdef�hrers zu Recht mit Wirkung auf Ende August 2009 aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 87, 88a und 88bis IVV), da sich sein Gesundheitsschaden seit der fr�heren Leistungszuerkennung (Verf�gung vom 1. M�rz 2002; vgl. BGE 133 V 108) massgeblich gebessert habe.
1.2 Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann unter anderem wegen Verletzung von Bundesrecht im Sinne von Art. 95 lit. a BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Mit Blick auf die so umschriebene Kognition ist aufgrund der Vorbringen in der Beschwerde zu pr�fen, ob der angefochtene Gerichtsentscheid in der Anwendung der massgeblichen materiell- und beweisrechtlichen Grundlagen Bundesrecht verletzt, einschliesslich einer allf�lligen rechtfehlerhaften Tatsachenfeststellung.
2.1 Die Vorinstanz st�tzte ihren Entscheid im Wesentlichen auf die Schlussfolgerungen des Gutachtens, wonach der Versicherte an einer Agoraphobie mit Panikst�rung (ICD-10 Ziff. F40.01) und an einer narzisstisch-demonstrativen Pers�nlichkeitsakzentuierung mit vermeidenden und emotional instabilen Z�gen (ICD-10 Ziff. Z73) leide. Im Vergleich mit dem fr�heren Befund aus der interdisziplin�ren Begutachtung durch die Medizinische Abkl�rungsstelle (MEDAS) der Universit�tskliniken X.________ (Expertise vom 30. Mai 2001) sei allerdings eine deutliche Besserung eingetreten. Anhaltspunkte f�r eine Dysthymie oder soziale Phobie seien nicht auszumachen. Die Beschwerden seien insgesamt nicht derart ausgepr�gt, dass sie eine wesentliche Beeintr�chtigung im Alltag, so auch in einer Berufst�tigkeit, mit sich br�chten.
In Auseinandersetzung mit den Vorbringen des Versicherten erwog das kantonale Gericht im Einzelnen, die dem Gutachten widersprechenden Berichte des behandelnden Psychiaters Dr. J.________, welcher neben einer Sozialphobie eine ausgepr�gte Dysthymie diagnostiziere und daraus eine nahezu vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit ableite, verm�chten die gutachtlichen Einsch�tzungen nicht in Zweifel zu ziehen. Der Beschwerdef�hrer verkenne, dass es f�r den Aussagegehalt eines Gutachtens nicht auf die Untersuchungsdauer ankomme; massgebend sei, dass ein Bericht vollst�ndig und schl�ssig erscheine. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern sich die kurze Untersuchungsdauer negativ auf die Qualit�t und Aussagekraft der Expertise ausgewirkt haben sollte. Im Weiteren schr�nke auch das beanstandete Fehlen einer Fremdanamnese den Beweiswert des Gutachtens nicht entscheidend ein. Der letzte Bericht des behandelnden Psychiaters sei bei der Begutachtung lediglich ein halbes Jahr alt gewesen. Dem Administrativgutachten vom 7. August 2008 folgend sei festzustellen, dass sich der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdef�hrers gegen�ber den Verh�ltnissen, wie sie der Verf�gung vom 1. M�rz 2002 zugrunde gelegen h�tten, erheblich verbessert habe. Aus psychiatrischer Sicht sei der Versicherte neu vollst�ndig arbeitsf�hig in seiner angestammten T�tigkeit als Hilfsarbeiter. Aufgrund der somatischen Einschr�nkungen nicht m�glich seien einzig schwere T�tigkeiten und solche, die ein kraftvolles Zupacken oder eine l�nger dauernde feinmotorische T�tigkeit mit der rechten Hand erforderten. Die erwerblichen Auswirkungen dieser Einschr�nkungen habe die Verwaltung in Form eines leidensbedingten Abzuges (BGE 126 V 75) von 10 Prozent ber�cksichtigt. Der von der IV-Stelle angenommene Invalidit�tsgrad von 10 Prozent sei insgesamt nicht zu beanstanden.
2.2.1 Der Beschwerdef�hrer verweist auf die unterschiedlichen Diagnosen im Gutachten der Psychiatrischen Poliklinik vom 7. August 2008 (Untersuchungsdatum: 14. April 2008) einerseits (Agoraphobie mit Panikst�rung und akzentuierte Pers�nlichkeit) und des behandelnden Arztes Dr. J.________ anderseits, der namentlich von einer - durch traumatisierende Ereignisse verst�rkten - Sozialphobie und von einer ausgepr�gten Dysthymie ausgeht (Berichte vom 24. Juni und 5. Oktober 2007). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist eine Dysthymie allein regelm�ssig nicht invalidisierend. Diese Schlussfolgerung, die sich auf medizinische Empirie abst�tzt und damit eine Rechtsfrage darstellt, ist freilich nicht absolut zu verstehen; eine dysthyme St�rung kann die Arbeitsf�higkeit im Einzelfall erheblich beeintr�chtigen, wenn sie zusammen mit anderen Befunden - wie etwa einer ernsthaften Pers�nlichkeitsst�rung - auftritt (SVR 2008 IV Nr. 8 S. 23 E. 3.3.1, I 649/06). Entscheidend f�r die Eignung eines Gesundheitsschadens, die Leistungsf�higkeit rechtserheblich einzuschr�nken, ist aber nicht bereits die Diagnose, sondern erst die gutachtliche Folgenabsch�tzung. Selbst wenn eine Dysthymie mit dem behandelnden Arzt zu bejahen w�re, leitete sich daraus auch zusammen mit dem Befund einer "akzentuierten Pers�nlichkeit" nicht eine invalidisierende Wirkung ab. Die vom behandelnden Arzt besonders betonte Sozialphobie wiederum wird von den Administrativgutachtern nicht �bersehen, sondern offenkundig anders interpretiert; die n�mliche Beeintr�chtigung wird in der Expertise vom 7. August 2008 als narzisstisch-demonstrative Pers�nlichkeitsakzentuierung verbunden mit vermeidenden und emotional instabilen Z�gen erfasst und deren Tragweite nach medizinischen Erfahrungss�tzen abgesch�tzt. Im vorliegenden Fall ist daher nicht ersichtlich, inwiefern die Vorinstanz einen Rechtsfehler begangen haben sollte, indem sie die Beurteilung, es seien im Zeitpunkt der Begutachtung weder eine Dysthymie noch eine Sozialphobie feststellbar, �bernommen hat. Wo, wie hier, psychosoziale Einfl�sse das Bild pr�gen, ist bei der Annahme einer rentenbegr�ndenden Invalidit�t ohnehin Zur�ckhaltung geboten (vgl. BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; Urteil 9C_225/2009 vom 6. Juli 2009 E. 3.3). Oft muss einem unterschiedlichen - therapeutischen oder versicherungsmedizinischen - Hintergrund der in den Akten dokumentierten �rztlichen Meinungen Rechnung getragen werden. Den divergierenden �rztlichen Stellungnahmen zur Arbeitsunf�higkeit liegen denn auch hier unterschiedliche Krankheitsbegriffe zugrunde. Das in der praktischen medizinischen Behandlung massgebende bio-psycho-soziale Krankheitsmodell ist weiter gefasst als der f�r die invalidit�tsrechtliche Beurteilung heranzuziehende Begriff der gesundheitlichen Beeintr�chtigung (Urteil I 704/03 vom 28. Dezember 2004 E. 4.1).
2.2.2 Der Beschwerdef�hrer macht an sich zutreffend geltend, dass der f�r eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie angemessen sein muss (vgl. Urteile 9C_664/2009 vom 6. November 2009 E. 3 und I 1094/06 vom 14. November 2007, SZS 2008 S. 393). Er kann daraus indessen nicht ableiten, die wesentlichen medizinischen Feststellungen - Diagnosen, Belastbarkeitsbeurteilungen und deren Auswirkungen im Erwerbsleben - k�nnten auch im konkreten Fall von vornherein nicht anhand einer einmaligen Konsultation getroffen werden. Das Mass an gutachtlicher Eigenwahrnehmung erscheint hier nicht als unzureichend, zumal die Gutachter f�r die entscheidwesentliche Folgenabsch�tzung unbestrittene Angaben �ber die Alltagsgestaltung als Beurteilungsmassstab heranziehen konnten und insofern eine weitergehende Tatsachenforschung nicht offensichtlich erforderlich war.
2.3 Bestehen keine erheblichen Zweifel an Vollst�ndigkeit und Richtigkeit der Feststellung, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdef�hrers seit Fr�hjahr 2002 leistungserheblich ver�ndert hat (vgl. Urteil 8C_364/2007 vom 19. November 2007 E. 3.2), sah das kantonale Gericht zu Recht von einer weiteren Beweiserhebung ab (vgl. BGE 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162). Dem Antrag auf R�ckweisung der Sache zu erg�nzender Abkl�rung kann daher nicht entsprochen werden. Die Invalidit�tsbemessung ist im Rahmen des Revisionsverfahrens in allen Teilen rechtlich korrekt erfolgt, weshalb kein Anspruch auf eine Invalidenrente mehr besteht.