Source: https://ziergefluegelzucht-ginsterberg.jimdo.com/wichtige-pflichten/
Timestamp: 2019-02-22 15:25:58
Document Index: 392579465

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 1', '§ 5', '§ 20', '§ 2', '§ 3']

- Wichtige Pflichten - Ziergeflügelzucht Am Ginsterberg Nicole & Matthias Hegetö **Serama, Indische Laufenten, Zwerg Cochin**
Meldepflicht / Auflagen / Impfpflicht
Meldung beim Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht e.V.
Vorschriften Arzneimittelgesetz Tierhalter
Nachweisführung bei der Verwendung von Arzneimittel
Abgabe und Verkauf von Eiern
Anforderung an die Haltung von Hühnern
Scheuen Sie sich nicht, Ihre Tiere anzumelden. Der Beitrag ist wirklich sehr sehr gering.
Stand 2015, 64 Tiere (Geflügel) 6,46€
Jeder Halter von Hühnern, Enten, etc. ist verpflichtet, seinen Tierbestand unter Angabe seines Namens, Adresse, Art und Anzahl der im Jahresdurchschnitt gehaltenen Tiere beim zuständigen Veterinäramt zu melden. Dies gilt auch für Hobbyhalter, die die Tiere nicht aus wirtschaftlichen Gründen halten und unabhängig von der Bestandsgröße.
Das heißt, jedes einzelne Huhn muss gemeldet werden!
Quelle: http://www.hochtaunuskreis.de/Block/Gesellschaft+_+Soziales_+Gesundheit_+Verbraucherschutz+_+Tierschutz-p-12/Veterin%C3%A4rwesen+und+Verbraucherschutz/Tierschutz.html
Schutzimpfungen gegen die Newcastle-Krankheit (=atypische Geflügelpest)
Alle Hühner und Truthühner müssen nach Angaben des Impfstoffherstellers gegen die Newcastle-Krankheit (= atypische Geflügelpest) geimpft werden, so dass ein ständiger Impfschutz der Tiere gewährleistet ist. Die Impfung ist einfach durchzuführen, denn der Impfstoff wird über das Trinkwasser verabreicht. Nehmen Sie dazu bitte Kontakt mit Ihrem Tier arzt auf. Wenn in einem Bestand plötzlich viele Tiere auf einmal verenden, ist unverzüglich ein Tierarzt zu Rate zu ziehen oder eine Meldung beim zuständigen Veterinäramt zu machen , die toten Tiere müssen ggf. auf das Vogelgrippevirus oder andere leicht auf Hühnervögel übertragbare Krankheiten hin untersucht werden.
§ 7 Abs. 1 der Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest und die Newcastle-Krankheit
Alle 3 Monate muss gegen die New Castle Krankheit geimpft werden.
Merkblatt_Newcastle_Disease.pdf
Impfstoff bekommen Sie bei Ihrem Tierarzt (1 Dosis ca. 27€) oder 10 Impfdosen, 85 € hält 2,5 Jahre . Eine weitere Möglichkeit, über einen örtlichen Hühnerverein die Impfung zu beziehen. Dafür müssen Sie aber Mitglied sein (Mitgliedschaft z.B. bei uns 10€/Jahr).
Hier muss der Standort der Haltung gemeldet werden. Wenn Sie Ihre Tiere bei einem Bekannten mit laufen lassen und dieser bereits gemeldet ist, müssen Sie selber die Tiere nicht mehr melden. Betreiben Sie die Tierhaltung aber an einem nicht gemeldeten Ort, so muss zwingend eine Meldung erfolgen. Jeder Tierhalter bekommt eine Registriernummer zugeteilt und ist verpflichtet ein Bestandsregister zu führen.
Verband Hessen: 06631-784-50
http://www.hvl-alsfeld.de/
Wer Geflügel hält, hat ein Bestandsregister zu führen. Hier werden Zu - und Abgänge (mit Adressen der ab -bzw. aufnehmenden Personen) der Hühner eingetragen. Dieses kann auch elektronisch geführt werden. Die Unterlagen müssen 3 Jahre aufbewahrt
Bestandsregister_Geflügel.pdf
Vorschriften Arzneimittelgesetzt Tierhalter
Es gibt Meldevorschriften nach dem Arzneimittelgesetz. Weitere Infos/Downloads unter www.hlv-alsfeld.de
Final_AMDB-ERSTINFO_HVL_1.doc.pdf
Nachweisführung bei der Verwendung von Arzneimitteln bei der Haltung zu Lebensmittelzwecken
Behandlungen der Hühner mit Arzneimitteln (z.B.mit Entwurmung spräparaten oder Mitteln gegen Hühnermilben) müssen zudem aufgelistet werden, wenn Hühner zur Eierproduktion oder zur Schlachtung gehalten werden. Dann sind auch Nachweise über tierärztliche und ggf. eigene Behandlungen und der Erwerb und die Anwendung apothekenpflichtiger Tierarzneimittel zu dokumentieren, die Aufzeichnungen sind 5 Jahre lang aufzubewahren.
§§ 1 und 2 der Tierhalter-Arzneimittel-Nachweis-Verordnung
Abgabe und Verkauf von Eiern in kleineren Mengen
Wenn Eier an Freunde oder Bekannte abgeben oder verkauft werden, muss Folgendes beachtet werden:
Eier dürfen nur aus eigener Erzeugung und unsortiert an Endverbraucher abgegeben werden. Bis zur Abgabe müssen die Eier sauber, trocken, frei von Fremdgeruch gelagert und vor Sonneneinstrahlung geschützt werden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum beträgt 28 Tage nach dem Legen. Ab dem 18. Tag nach dem Legen sind Eier bei +5 bis +8° zu lagern und zu befördern. Ab dem
21. Tag nach dem Legen dürfen sie nicht mehr verkauft werden . Die Abgabe von Schmutz-,Knick- und Brucheiern ist nicht gestattet. Gebrauchte Eierkartons dürfen nicht wiederverwendet werden
Verkauf von Eiern: Verordnung (EG) 589/2008
Vermarktungsnormen für Eier,Anhang III, Abschnitt X, Kapitel I der Verordnung (EG) 853/2004,§ 5 Abs. 1 und Absatz 2 der Lebensmittelhygiene-Verordnung, §§ 20 und 21 der Tierische Lebensmittelhygiene-Verordnung
Hühner sollten immer in der Gruppe gehalten werden und einen Auslauf zur Verfügung haben. Eine Auslauffläche von ca. 20qm
pro Huhn ist anzustreben und schützt vor Zerstörung der Grasnarbe. Jeweils 9 Hennen haben mindestens Anspruch auf 1 m² Grundfläche im Stall, wünschenswert und tiergerechter ist jedoch ein Besatz von 2 Tieren pro 1 m². Legenester und Sitzstangen müssen den Tieren zur Verfügung gestellt werden, wobei jede Henne etwa 30 cm Platz beansprucht und alle Tiere die Möglichkeit haben müssen, gleichzeitig auf den Stangen zu ruhen. Die Sitzstangen müssen den Tieren ein sicheres Fußen und Umgreifen ermöglichen und dürfen die Fußballen nicht verletzen (keine scharfen Kanten, splitterfreies Material). Im Zweifel ist mehr Platz anzubieten, da Hühner sehr territorial sind und rangschwächere Tiere oft nicht neben ranghöheren Hühnern geduldet werden.
Der Abstand zwischen den Stangen soll mindestens 30 cm betragen. Einzelnester müssen eine Größe von 35 x 35 cm haben, wobei sich maximal 7 Legehennen ein Nest teilen dürfen. Als Einstreu für einen Hühnerstall eignen sich Stroh (gehäckselt), Heu, Sägemehl oder Hobelspäne, Legenester sollten mit Stroh oder Heu eingestreut werden. Günstig ist der Einbau eines Kotbrettes unter den Sitzstangen, der dort anfallende Kot sollte alle zwei Tage entfernt werden. Futter-und Wassertröge sind ebenfalls alle zwei Tage zu reinigen. Hühner sehen anders als wir! Künstliches Licht muss mit Vorschaltgeräten „flackerfrei“ gemacht werden
bzw. es sollten gleich flackerfreie Leuchtmittel eingesetzt werden (Erhöhung der Hertzfrequenz auf über 160Hz), da Hühner bei herkömmlichen Leuchtstoffröhren oder normalen Lampen das Flackern sehen können und dadurch unnötigem Stress ausgesetzt sind („Discoeffekt“). Ständiger Zugang zu frischem Wasser und eine ausreichende hühnergerechte Fütterung sind selbstverständliche Haltungsvoraussetzungen. Hühner haben einen hohen Wasserbedarf! Ein Huhn benötigt ca. 250 ml Wasser und ca. 120 g ausgewogenes Hühnerfutter pro Tag was je nach Jahreszeit und der Legeleistung schwanken kann. Eine Fütterung mit Haushaltsabfällen ist nicht tierschutzgerecht!
Haben die Hühner Auslauf und ist der Stall nicht ständig frei zugängig, so sollten Bäume oder Sträucher als Witterungsschutz sowie ausreichend Platz zum Scharren und ein (überdachtes) trockenes Sandbad mit geeignetem ca. 25 cm tiefem Badematerial“ zur notwendigen Gefiederpflege ständig zurnVerfügung stehen. Die Umzäunung für einen Hühnerauslauf sollte je nach Hühnerrasse 180 bis 200 cm hoch sein. Günstig ist es, den Zaun ca. 20 cm in den Boden in den Boden zu führen, damit kein Fuchs diesen untergraben kann. Gegebenenfalls ist ein Schutz vor Raubvögeln (Habicht) mit Netzen oder Draht von oben anzubringen. Nicht zu vergessen ist eine nächtliche Sicherung des Stalles gegen Fressfeinde und gegen Schadnager!
Allgemeine Haltungsbedingungen: § 2 des Tierschutzgesetzes, §§ 3 und 4 der Tierschutznutztierhaltungsverordnung, Merkblatt 131.1 Hühner der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz, TVT, Sehleistungen, Licht und Beleuchtung beim Geflügel, Prof. Korbel, Ludwig-Maximilians-Universität München 2011