Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/2/82120000017.htm
Timestamp: 2018-12-15 21:21:49
Document Index: 74444916

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 63', '§ 64', '§ 22', '§ 33', '§ 2', '§ 5']

2.37.017 Grötzinger Bergwald - Knittelberg
Verordnung des Bürgermeisteramtes Karlsruhe über das Landschaftsschutzgebiet "Grötzinger Bergwald-Knittelberg" vom 19. Januar 1988 (Amtsblatt Stadt Karlsruhe vom 29.01.1988).
Aufgrund der §§ 22, 58 Abs. 3 und 4, § 63 Abs. 1 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. 1975, S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199) und von § 22 Abs. 2 und § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20.12.1977 (GBl. 1979, S. 12), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Karlsruhe als höherer Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Karlsruhe werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Grötzinger Bergwald-Knittelberg".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 278 ha.
(2) Zum Landschaftsschutzgebiet gehören die Walddistrikte "Grötzinger Bergwald", "Großer Wald" sowie die Gewanne Schaffenäcker, Im Löwlensgrund (teilweise), im Schweinsgrund, Am Schlangenberg, Im Rosengarten, Im Sohlengrund, Auf dem Rotberg, Am Rotberg, Am Münchsberg, Auf der Lug, Ob dem Kegelsgrund, Im Facken, Am Kegelsgrund (teilweise), Im Rötel, Im oberen Scheelweg, Im obern Lichtenberg, Im untern Lichtenberg, Im Gandert, Mittlere Hirschenhälden, Obere Hirschenhälden, An der Hattenkellen, In der finstern Werre, Im Wäldele, Auf dem Knittelberg, An der Kaisergrub, Rote Äcker, Bei der Werren, Silzäcker, Klingenäcker, Sandäcker (teilweise), Am Schiffgraben (teilweise), am Saumhang.
· Nicht zum Landschaftsschutzgebiet gehören die bestandskräftigen Bebauungspläne "Im Löwlensgrund" und "Am Kegelsgrund".
· Im Norden und im Osten: Durch die Gemarkungsgrenze Karlsruhe/Weingarten und Karlsruhe/Berghausen.
· Im Süden: Durch die Eisenbahnlinie Karlsruhe-Bretten und die Ortsrandbebauung "Im Speitel", Mallenweg-Scheelweg, Reithohl.
· Im Westen: Durch den "Alte-Hälden-Weg", der noch die verlängerte Ortsstraße "Am Liepoldsäcker" kreuzt und später, am Waldrand beim Gewann "Mittlere und Untere Silz" endet. Von hier folgt die Grenze dem Waldrand bis zur Bundesstraße 3, überquert sie und verläuft am südlichen Ende der Gewanne Silzäcker, Sandäcker, Am Schiffsgraben bis zum gegenüberliegenden Waldrand des Natur- und Landschaftsschutzgebietes "Weingartener Moor-Grötzinger Bruchwald".
(4) Die Grenzen des Schutzgebietes sind eine Planmappe, bestehend aus einer Übersichtskarte, Maßstab 1 : 10 000 und 8 Einzelkarten als Ausschnittsvergrößerungen, Maßstab 1 : 2 000, mit grüner Linie (flächenmäßig grau hervorgehoben) eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Bürgermeisteramt Karlsruhe als untere Naturschutzbehörde, Rathaus am Marktplatz, auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Amtsblatt für den Stadtkreis Karlsruhe zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden öffentlich ausgelegt.
1. Erhaltung der zum Teil noch in naturnaher Ausprägung vorhandenen Waldtypen auf Standorten des artenreichen Buchenwaldes auf Löß und Lößlehm über Muschelkalk wegen seiner besonderen Bedeutung für den Naturhaushalt und die standorttypische Tier- und Pflanzenwelt;
2. Schutz eines gefährdeten, ökologisch wertvollen und vielfältigen Kulturlandschaftstyps mit extensiver Streuobst- und Weinbaunutzung im Biotopverbund mit Feldhecken und brachgefallenen Gärten;
3. Sicherung des größten zusammenhängenden Gebietes der Karlsruher Berghangzone mit bedeutender Klimaschutzfunktion und beachtlichem Erholungswert, insbesondere durch die Erlebbarkeit der Rheinebene, des Pfinztales und der sich nach Südwesten fortsetzenden Hügelkette (Turmberg u.a.);
4. Anschluß des Schutzgebietes an das vorhandene Naturschutzgebiet "Weingartener Moor-Bruchwald Grötzingen" in Erkenntnis einer Biotopeinheit, insbesondere für die dort laichenden Amphibienarten und deren Wanderwege;
5. Schutz der ortstypischen Hohlwege wegen ihrer landschaftsökologischen, kulturhistorischen und geomorphologischen Bedeutung und seiner standortgerechten Vegetation sowie Freihaltung ihrer nächsten für die Standfestigkeit der Böschung notwendigen Umgebung;
6. Der Schutz der Feldflur vor baulicher Zersiedelung und Einfriedigung zu Gunsten einer landschaftsgerechten Nutzung und der Naherholung.
Ziel besonderer Pflegemaßnahmen ist der Ausgleich bestehender nachteiliger Eingriffe, um die Leistungsfähigkeit eines ausgewogenen Naturhaushaltes und das Landschaftsbild wieder herzustellen.
15. Beseitigung oder Änderung von Landschaftsbestandteilen wie Bäume, Hecken, Gebüsche und sonstige Feldgehölze.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke, mit Ausnahme des Umbruchs von Wiesen in Ackerland (§ 5 Ziff. 14);
4. für den planfestgestellten und ordnungsgemäßen Betrieb der Mülldeponie im Gewann "Silzberg";