Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=19.01.2017&Aktenzeichen=IV%20R%2050/13
Timestamp: 2020-02-27 12:17:40
Document Index: 365672838

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 48', '§ 15', '§ 180', '§ 180', '§ 23', '§ 126', '§ 60', '§ 60', '§ 48', '§ 48', '§ 48', '§ 123', '§ 32', '§ 15', '§ 14', '§ 38', '§ 56', '§ 143', '§ 48', '§ 48', '§ 48', '§ 60', '§ 123', '§ 60', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 4', '§ 32', '§ 15', '§ 180', '§ 48', '§ 48', '§ 48', '§ 48', '§ 180', '§ 48', '§ 48', '§ 48', '§ 180', '§ 48', '§ 180', '§ 180', '§ 180', '§ 48']

BFH, 19.01.2017 - IV R 50/13 - dejure.org
https://dejure.org/2017,10312
BFH, 19.01.2017 - IV R 50/13 (https://dejure.org/2017,10312)
BFH, Entscheidung vom 19.01.2017 - IV R 50/13 (https://dejure.org/2017,10312)
BFH, Entscheidung vom 19. Januar 2017 - IV R 50/13 (https://dejure.org/2017,10312)
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Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 19. 1. 2017 IV R 50/14 - Klagebefugnis der inländischen Gesellschafter einer ausländischen Personengesellschaft - Klagebefugnis gegen einen negativen Feststellungsbescheid - Abgrenzung des physischen Goldhandels von privater ...
§ 4 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG), § ... 180 Abs. 5 der Abgabenordnung (AO), § 48 Abs. 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO), § 15 Abs. 2 EStG, § 180 Abs. 5 Nr. 1 AO, § 180 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a AO, § 23 Abs. 1 Nr. 2 EStG, § 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 FGO, § 60 Abs. 3 FGO, § 60 Abs. 3 Satz 1 FGO, § 48 FGO, § 48 Abs. 1 Nr. 1 FGO, § 48 Abs. 1 Nrn. 2 bis 5 FGO, § 123 Abs. 1 Satz 2 FGO, § 32b EStG, § 15 Abs. 2 Satz 1 EStG, § 14 Satz 3 AO, § 38 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. c der Gewerbeordnung (GewO), §§ 56, 147a, 148b GewO, § 143 Abs. 2 FGO
Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 19.1.2017 IV R 50/14 - Klagebefugnis der inländischen Gesellschafter einer ausländischen Personengesellschaft - Klagebefugnis gegen einen negativen Feststellungsbescheid - Abgrenzung des physischen Goldhandels von privater ...
§ 48 Abs 1 Nr 1 FGO, § 48 Abs 4 FGO, § 48 Abs 5 FGO, § 60 Abs 3 FGO, § 123 Abs 1 S 2 FGO
Notwendigkeit der Beiladung der Gesellschafter einer Personengesellschaft im Verfahren der einheitlichen und gesonderten Gewinnfeststellung; Abgrenzung von Gewerbebetrieb und privater Vermögensverwaltung beim Handel mit Gold
FGO § 60 Abs. 3 S. 1; EStG § 15 Abs. 2 S. 1
Notwendigkeit der Beiladung der Gesellschafter einer Personengesellschaft im Verfahren der einheitlichen und gesonderten Gewinnfeststellung
EStG § 15 Abs 1 S 1 Nr 2, EStG § 15 Abs 2 S 1, EStG § 4 Abs 3, EStG § 32b Abs 1 Nr 3, EStG § 15b, AO § 180 Abs 5
Gewerbebetrieb, Vermögensverwaltung, Gold, Steuerstundungsmodell, Negativer Progressionsvorbehalt, Ausland
BFH - I R 82/13 (anhängig)
Nach ständiger Rechtsprechung des BFH sind bei einem negativen Feststellungsbescheid neben der Gesellschaft nach § 48 Abs. 1 Nr. 1 FGO auch die Gesellschafter selbst nach Nr. 4 oder Nr. 5 klagebefugt (z.B. Urteile vom 19. Januar 2017 IV R 50/13 und IV R 5/16, jeweils Rz 15, m.w.N.).
Danach ist grundsätzlich die ausländische Personengesellschaft (§ 48 Abs. 1 Nr. 1 FGO) klagebefugt; die Klagebefugnis der Gesellschafter ist an das Vorliegen einer der in § 48 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 FGO genannten Tatbestände gebunden (…Senatsurteil vom 18. August 2015 I R 42/14, BFH/NV 2016, 164; BFH-Urteil vom 19. Januar 2017 IV R 50/13, BFH/NV 2017, 751).
b) Nach ständiger Rechtsprechung des BFH sind bei einem negativen Feststellungsbescheid neben der Gesellschaft nach § 48 Abs. 1 Nr. 1 FGO auch die Gesellschafter selbst klagebefugt (…z.B. Senatsurteil in BFH/NV 2016, 164, sowie BFH-Urteile in BFH/NV 2004, 1372; vom 11. November 2014 VIII R 37/11, juris; in BFH/NV 2017, 751).
Ein negativer Feststellungsbescheid liegt auch dann vor, wenn das FA --wie hier-- die Durchführung eines Feststellungsverfahrens nach § 180 Abs. 5 Nr. 1 i.V.m. Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a AO mit der Begründung ablehnt, es seien keine nach einem DBA von der Bemessungsgrundlage ausgenommenen Einkünfte gegeben (BFH-Urteil in BFH/NV 2017, 751).
Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung besteht die Klagebefugnis der ausländischen Personengesellschaft gemäß § 48 Abs. 1 Nr. 1 FGO sowohl gegen positive wie negative Feststellungsbescheide (BFH-Urteile in BFH/NV 2016, 164, und in BFH/NV 2017, 751).
Denn der IV. Senat des BFH hat mit seinen Urteilen vom 19. Januar 2017 IV R 50/14 (BFHE 257, 35, BStBl II 2017, 456) und in BFH/NV 2017, 751 Grundsätze zur Einkünftequalifikation im Falle des An- und Verkaufs von Gold entwickelt, denen sich der Senat anschließt.
Danach ist grundsätzlich die ausländische Personengesellschaft (§ 48 Abs. 1 Nr. 1 FGO) klagebefugt; die Klagebefugnis der Gesellschafter ist an das Vorliegen einer der in § 48 Abs. 1 Nrn. 2 bis 5 FGO genannten Tatbestände gebunden (…Senatsurteil vom 18. August 2015 I R 42/14, BFH/NV 2016, 164; BFH-Urteil vom 19. Januar 2017 IV R 50/13, BFH/NV 2017, 751).
Ein negativer Feststellungsbescheid liegt auch dann vor, wenn das FA --wie hier-- die Durchführung eines Feststellungsverfahrens nach § 180 Abs. 5 Nr. 1 i.V.m. Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO mit der Begründung ablehnt, es seien keine nach einem DBA von der Bemessungsgrundlage ausgenommenen Einkünfte gegeben (BFH-Urteil in BFH/NV 2017, 751).
Der IV. Senat hat in seinen Urteilen vom 19. Januar 2017 (IV R 50/14, BFHE 257, 35, BStBl II 2017, 456; in BFH/NV 2017, 751) Rechtsgrundsätze zur Abgrenzung der privaten Vermögensverwaltung vom gewerblichen Goldhandel entwickelt, denen sich der Senat anschließt.
c) Nach ständiger Rechtsprechung des BFH sind bei einem negativen Feststellungsbescheid neben der Gesellschaft nach § 48 Abs. 1 Nr. 1 FGO auch die Gesellschafter selbst klagebefugt (z.B. Senatsurteil vom 11. Juli 2017 I R 34/14, juris; BFH-Urteil in BFH/NV 2017, 751).
Ein negativer Feststellungsbescheid liegt auch dann vor, wenn das FA --wie hier-- die Durchführung eines Feststellungsverfahrens nach § 180 Abs. 5 Nr. 1 AO mit der Begründung ablehnt, es seien keine nach einem DBA von der Bemessungsgrundlage ausgenommenen Einkünfte gegeben (Senatsurteil vom 11. Juli 2017 I R 34/14, juris; BFH-Urteil in BFH/NV 2017, 751).
Nach dem BFH liegt ein negativer Feststellungsbescheid u.a. dann vor, wenn das Finanzamt die Durchführung eines Feststellungsverfahrens nach § 180 Abs. 5 Nr. 1 i.V.m. § 180 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2a AO mit der Begründung ablehnt, es seien keine nach einem DBA von der Bemessungsgrundlage ausgenommenen Einkünfte gegeben (vgl. BFH-Urteile vom 19.01.2017 - IV R 50/13, BFH/NV 2017, 751; vom 11.07.2017 - I R 34/14, juris).
Eine unterbliebene notwendige Beiladung stellt einen vom Revisionsgericht von Amts wegen zu prüfenden Verstoß gegen die Grundordnung des Verfahrens dar (BFH-Urteile vom 12. Mai 2016 IV R 27/13, Rz 17, m.w.N., und vom 19. Januar 2017 IV R 50/13, Rz 12).
Klagen nicht alle von mehreren nach § 48 FGO Klagebefugten, müssen deshalb die übrigen Klagebefugten mit Ausnahme solcher, die unter keinem denkbaren Gesichtspunkt von dem Ausgang des Rechtsstreits betroffen sind, zum Verfahren beigeladen werden (BFH-Urteil vom 19. Januar 2017 IV R 50/13, Rz 13).
Eine unterbliebene notwendige Beiladung stellt einen vom Revisionsgericht von Amts wegen zu prüfenden Verstoß gegen die Grundordnung des Verfahrens dar (BFH-Urteile vom 12. Mai 2016 - IV R 27/13, Rz 17, m.w.N.; vom 19. Januar 2017 - IV R 50/13, Rz 12; vom 6. September 2017 - IV R 1/16, Rz 31).
Der BFH führt in ständiger Rechtsprechung (vgl. etwa Urteil vom 19.01.2017 IV R 50/13 BFH/NV 2017, 751 [BFH 19.01.2017 - IV R 50/13] mit zahlreichen Nachweisen) zur Abgrenzung Folgendes aus:.
Der BFH hat in dem Urteil IV R 50/13 die Anzahl von rund 90 Verkäufen und Käufen in einem Jahr für gewerblich erachtet (Tz. 39 des juris Ausdrucks).
Der IV. Senat des BFH hat in seinen Urteilen vom 19. Januar 2017 IV R 50/14 (BFHE 257, 35, BStBl II 2017, 456), IV R 50/13 (BFH/NV 2017, 751) Rechtsgrundsätze zur Abgrenzung der privaten Vermögensverwaltung vom gewerblichen Goldhandel entwickelt.