Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F25-06-2012-8C_309-2012
Timestamp: 2016-10-26 11:38:45
Document Index: 5269025

Matched Legal Cases: ['Art. 17', 'Art. 2', 'Art. 1', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_309/2012 (25.06.2012)
8C_309/2012 {T 0/2}
vom 22. Februar 2012.
Nach verschiedenen Abkl�rungen beruflicher und medizinischer Art (worunter die Berichte des Dr. med. S.________, Augenarzt FMH, vom 22. November 2005 und 20. M�rz 2007 sowie das Gutachten der MEDAS vom 31. Oktober 2007) sprach die IV-Stelle des Kantons Thurgau mit Verf�gung vom 21. Juli 2008 F.________ ab 1. November 2006 eine halbe Invalidenrente aufgrund eines nach der Methode des Einkommensvergleichs ermittelten Invalidit�tsgrades von 50 % zu.
Auf eine Meldung des Versicherten vom 8. Oktober 2010 hin holte sie u.a. den Bericht des Dr. med. S.________ vom 6. Dezember 2010 und das Gutachten des Dr. med. L.________, Facharzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 20. April 2011 (mit Erg�nzung vom 27. April 2011) ein und gelangte nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens mit Verf�gung vom 31. August 2011 zum Ergebnis, der Invalidit�tsgrad habe sich nicht in revisionsrechtlich erheblicher Weise ver�ndert.
Hiegegen liess F.________ Beschwerde erheben und u.a. beantragen, die bisher ausgerichtete Rente sei zu erh�hen, eventualiter sei die Angelegenheit an die IV-Stelle zu umfassender augen�rztlicher Abkl�rung und neuer Verf�gung zur�ckzuweisen. Ferner liess er die Berichte des Spitals O.________, vom 16. und 28. November 2011 auflegen. Mit Entscheid vom 22. Februar 2012 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau das eingelegte Rechtsmittel ab.
Mit Beschwerde l�sst F.________ die vorinstanzlich gestellten Rechtsbegehren wiederholen.
�ndert sich der Invalidit�tsgrad einer Rentenbez�gerin oder eines Rentenbez�gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin f�r die Zukunft entsprechend erh�ht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche �nderung in den tats�chlichen Verh�ltnissen, die geeignet ist, den Invalidit�tsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (Revisionsgrund; BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349; vgl. zum Vergleichszeitraum BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114).
Nach den Erw�gungen des kantonalen Gerichts handelt es sich bei der Schlussfolgerung des auf das Revisionsgesuch hin im Verwaltungsverfahren bestellten psychiatrischen Experten (Gutachten des Dr. med. L.________ vom 20. April 2011), abweichend vom Gutachten der MEDAS vom 31. Oktober 2007 sei kein die Arbeitsf�higkeit einschr�nkender psychischer Gesundheitsschaden anzunehmen, insgesamt betrachtet um eine unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts, was revisionsrechtlich unerheblich ist (BGE 115 V 308 E. 4a/bb S. 313 mit Hinweis; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13, I 574/02 E. 2 f.). Der Beschwerdef�hrer beanstandet das Ergebnis der Vorinstanz in diesem Punkt nicht, macht aber geltend, sie habe in Verletzung des Willk�rverbots die im kantonalen Verfahren aufgelegten, eine Verschlechterung des Sehverm�gens belegenden Berichte des Spitals O.________ vom 16. und 28. November 2011 nicht gew�rdigt. Diese R�ge ist unbegr�ndet. Das kantonale Gericht hat zutreffend erwogen, dass bereits gem�ss den von den medizinischen Sachverst�ndigen der MEDAS in ihre Beurteilung einbezogenen Berichte des Dr. med. S.________ vom 22. November 2005 und 20. M�rz 2007 von einer Verschlechterung des Sehverm�gens bis hin zur vollst�ndigen Erblindung auszugehen war. Diesem Umstand Rechnung tragend hielten sie im Gutachten vom 31. Oktober 2007 fest, aus somatischer Sicht m�ssten eine Low-Vision-Abkl�rung und berufliche Massnahmen im Rahmen einer f�r Sehbehinderte spezialisierten Grundschulung durchgef�hrt werden; unter diesen Voraussetzungen sei vorerst eine Arbeitsf�higkeit von 50 % anzunehmen. Der Versicherte lehnte dementsprechende Eingliederungsmassnahmen ab (vgl. Verf�gung der IV-Stelle vom 21. Juli 2008 betreffend "Kein Anspruch auf berufliche Massnahmen"), weshalb die Verwaltung bei Erlass der Rentenverf�gung vom 21. Juli 2008 von einer Arbeitsf�higkeit von 50 % in der angestammten T�tigkeit als kaufm�nnischer Angestellter ausging. Aus dem im Revisionsverfahren eingeholten Bericht des Dr. med. S.________ vom 6. Dezember 2010 ergab sich, wie der Regionale �rztliche Dienst (RAD) in einer Stellungnahme vom 13. Dezember 2010 richtig festhielt, keine erhebliche Ver�nderung ("Visus links jetzt 0.5 gegen�ber zuletzt 0.6 und unver�nderte schwergradige Gesichtsfeldeinschr�nkung"). Inwiefern sich ein davon abweichender Befund aus den Berichten des Spitals O.________ ergeben soll, legt der Beschwerdef�hrer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Insgesamt ist mit dem vorinstanzlichen Entscheid die Revisionsverf�gung vom 31. August 2011, worin der Versicherte erneut auf die ihm obliegende Pflicht, sich Eingliederungsmassnahmen zu unterziehen, hingewiesen wurde (vgl. auch Verf�gung vom 22. Juni 2011 betreffend "Anspruchsverlust auf Arbeitsvermittlung"), nicht zu beanstanden.