Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%20128/81
Timestamp: 2020-01-24 11:15:39
Document Index: 152304951

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 29', 'BGH', 'BGH', 'Art. 29', 'BGH', 'BGH', 'OGH', 'Art. 25', 'Art. 23', 'Art. 29', 'BGH', 'Art. 29', 'BGH', 'Art. 29', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 29', 'BGH', 'BGH', '§ 286', 'BGH', 'BGH']

BGH, 14.07.1983 - I ZR 128/81 - dejure.org
https://dejure.org/1983,677
BGH, 14.07.1983 - I ZR 128/81 (https://dejure.org/1983,677)
BGH, Entscheidung vom 14.07.1983 - I ZR 128/81 (https://dejure.org/1983,677)
BGH, Entscheidung vom 14. Juli 1983 - I ZR 128/81 (https://dejure.org/1983,677)
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Vorsatz - Grobe Fahrlässigkeit - CMR
BGHZ 88, 157
NJW 1984, 565
MDR 1984, 288
VersR 1984, 134
Es hat weiter in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Senats angenommen, daß sich der Frachtführer nach Art. 29 Abs. 1 CMR nicht auf Haftungsbeschränkungen berufen kann, wenn er den Schaden durch grobe Fahrlässigkeit verursacht hat (vgl. BGHZ 88, 157, 162; BGH TranspR 1998, 25, 27 m.w.N.).
Ein Verschulden, das im Sinne des Art. 29 CMR dem Vorsatz gleichsteht, ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die grobe Fahrlässigkeit (BGHZ 88, 157;… BGH, Urt. v. 27.6.1985 - I ZR 40/83, TranspR 1985, 338, 339 = VersR 1985, 1060, 1061; ebenso OGH Wien TranspR 1990, 235, 239; 1994, 189, 190; zur Rechtsprechung der Courde cassation Paris s. Lutz, TranspR 1989, 139; a.A. der Griechische Oberste Gerichtshof TranspR 1992, 175 m. Anm. Herber).
Die Klägerin ist nach ihrem für die Revisionsinstanz zu unterstellenden Sachvortrag weder auf die sich aus Art. 25 i.V. mit Art. 23 CMR ergebenden Höchsthaftungsbeträge noch auf das Wertersatzprinzip beschränkt, da sie ihren Ersatzanspruch auf eine grob fahrlässige Schadensverursachung durch die beiden Fahrer des niederländischen Unterfrachtführers stützt (Art. 29 CMR; vgl. dazu BGHZ 88, 157).
Denn nach den vom Berufungsgericht rechtsfehlerfrei getroffenen und von der Revision unbeanstandet gebliebenen Feststellungen ist der Klägerin hinsichtlich der Lieferfristüberschreitung der Vorwurf grober Fahrlässigkeit zu machen, der ein dem Vorsatz gleichstehendes Verschulden im Sinne des Art. 29 CMR begründet (BGHZ 88, 157 ff.).
Art. 29 CMR ist dagegen mangels grob fahrlässigen Verhaltens des Beklagten nicht anzuwenden (vgl. BGHZ 88, 157, 159 ff.;… BGH, Urt. v. 16.7.1998 - I ZR 44/96, TranspR 1999, 19, 21 = VersR 1999, 254).
Das deutsche Transportrecht orientiert sich hinsichtlich der Aufhebung von Haftungsbeschränkungen aber gerade am Maß der objektiven und subjektiven Pflichtwidrigkeit des vorwerfbaren Handelns (vgl. BGHZ 88, 157, 159 ff.).
Das Berufungsgericht hat im Ausgangspunkt in Übereinstimmung mit der ständigen Rechtsprechung des Senats (vgl. BGHZ 88, 157, 162; BGH TranspR 1998, 25, 26 m.w.N.) zutreffend angenommen, daß grobe Fahrlässigkeit ein dem Vorsatz gleichstehendes Verschulden im Sinne von Art. 29 Abs. 1 CMR darstellt.
Für eine Gleichstellung beider Verschuldensarten hat sich inzwischen auch der erkennende Senat in seinem Urteil vom 14. Juli 1983 - I ZR 128/81 - (BGHZ 88, 157 ff.), auf dessen Begründung Bezug genommen wird, ausgesprochen.
Dabei stellt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (VersR 1984, 134; VersR 1984,.
Es konnte nicht von vornherein damit gerechnet werden, daß die sonstigen Besucher des Rastplatzes oder die am Rastplatz beschäftigten Personen (Tankwarte, Mitarbeiter des Restaurants etc.) verhindern können, daß ein Raubüberfall oder ein Diebstahl des Fahrzeuges oder der Ladung geschieht (vgl. BGH, VersR 1984, 134; OLG Hamburg, VersR 1982, 1171, 1172).
Die tatrichterliche Würdigung, der Klägerin sei eine grob fahrlässige Herbeiführung des Versicherungsfalles nicht nachzuweisen, ist im Revisionsverfahren nur beschränkt überprüfbar, nämlich nur insoweit, ob der Rechts begriff der groben Fahrlässigkeit verkannt worden ist oder ob Verstöße gegen § 286 ZPO, gegen Denkgesetze oder Erfahrungssätze vorliegen (std. BGH-Rechtspr., zuletzt u.a. BGH-Urteil vom 14. Juli 1983 - I ZR 128/81 - NJW 1984, 565).
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