Source: https://www.moc-koeln.de/verguetung.php
Timestamp: 2019-03-18 20:06:43
Document Index: 195948887

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 10', '§ 11', '§ 34', '§ 13', '§ 11', '§ 14', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 15']

﻿ Steuerberater Chriske
Steuerberater Chriske
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Vergütung - Beratung in Steuersachen
Für Leistungen auf dem Gebiet der Vorbehaltsaufgaben kann der Steuerberater nur dann eine höhere Gebühr, als sie sich aus der StBVV ergibt, fordern, wenn dies mit dem Auftraggeber in Schriftform vereinbart worden ist und weitere formale Voraussetzungen erfüllt sind (§ 4 Abs. 1 StBVV).
Die StBVV sieht Wertgebühren, Betragsrahmengebühren und Zeitgebühren vor. Die Wertgebühren (§ 10 StBVV) bestimmen sich nach den Tabellen A bis E der Steuerberatervergütungsverordnung. Sie richten sich nach dem Wert, den der Gegenstand der beruflichen Tätigkeit hat, dem so genannten Gegenstandswert. Die konkrete Höhe einer Gebühr ergibt sich aus:
• dem Gegenstandswert der Tätigkeit des Steuerberaters
• der Anwendung eines Zehntelsatzes für diese Tätigkeit
• der entsprechenden Gebührentabelle der StBVV
Bei der Festlegung des Zehntelsatzes ist der Steuerberater an den in der StBVV vorgegebenen Rahmen gebunden. Innerhalb dieses Rahmens bestimmt der Steuerberater die Gebühr unter Berücksichtigung aller Umstände, insbesondere der Bedeutung der Angelegenheit, des Umfanges und des Schwierigkeitsgrades der im konkreten Fall vom Steuerberater erbrachten Leistungen sowie der Einkommens- und Vermögensverhältnisses des Auftraggebers nach billigem Ermessen. Ein besonderes Haftungsrisiko kann zu berücksichtigen sein (§ 11 StBVV).
Während bei den Wertgebühren der Gebührenrahmen durch einen unteren und einen oberen Zehntelsatz vorgegeben wird, ist bei den Betragsrahmengebühren ein oberer und ein unterer Euro-Betrag vorgegeben. Sie kommen nur bei der Lohnbuchführung (§ 34 StBVV) vor.
Die Zeitgebühr (§ 13 StBVV) berechnet sich nach dem für die Bearbeitung des Auftrages erforderlichen Zeitaufwand und beträgt, sofern nicht ein höherer Betrag gesondert vereinbart ist, zwischen 30,00 € und 70,00 € je angefangene halbe Stunde, wobei sich die Höhe des Halbstundensatzes nach den Kriterien des § 11 StBVV - wie bei den Wertgebühren dargestellt - ergibt.
Anstelle der Einzelabrechnung sieht die Steuerberatervergütungsverordnung auch die Möglichkeit vor, eine Pauschalvergütung zu vereinbaren (§ 14 StBVV). Sie kann nur schriftlich und für einen Zeitraum von mindestens einem Jahr für laufend auszuführende Tätigkeiten (z.B. Finanzbuchführung, Jahresabschluss, Beratung) vereinbart werden. Es handelt sich hierbei nicht um eine eigenständige Gebührenart, sondern lediglich um eine Vereinfachungsregelung.
• Auslagenersatz für Post- und Telekommunikationsdienstleistungen zu zahlende Entgelte
Der Steuerberater kann anstelle der tatsächlich entstandenen Kosten einen Pauschsatz i.H.v. 20 % der sich nach der StBVV ergebenden Gebühr fordern, in derselben Angelegenheit jedoch höchstens 20,00 € € (§ 16 StBVV)
• Dokumentenpauschale für bestimmte Abschriften, Fotokopien, Faxe, Dateien (§ 17 StBVV)
• Fahrtkosten und Übernachtungskosten als Reisekosten sowie ein Tage- und Abwesenheitsgeld bei Geschäftsreisen (§ 18 StBVV)
• Auf die Tätigkeit entfallende Umsatzsteuer (§ 15 StBVV), es gilt der Normalsteuersatz von zur Zeit 19 %
Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage der Steuerberaterkammer Köln.
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