Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4253.htm
Timestamp: 2018-12-15 21:24:38
Document Index: 235782453

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 64', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

4.253 Hüttenstuhlburren
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet »Hüttenstuhlburren« vom 21.Dezember 1994 (GBl. v. 17.02.1995, S. 151).
Auf Grund von §§ 21, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), zuletzt geändert durch das Biotopschutzgesetz vom 19. November 1991 (GBl. S. 701), wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Hohenstein, Landkreis Reutlingen, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Hüttenstuhlburren«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 19 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Eglingen ganz oder teilweise die Flurstücke Nr. 282 -289, 291- 294, 299 und 300.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 22. Februar 1994 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und in der Grenzziehung rot angelegt. Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Im Falle des Widerspruchs zwischen textlicher Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung gelten die in der Flurkarte getroffenen Festlegungen. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen und beim Landratsamt Reutlingen in Reutlingen auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
· die Erhaltung einer für die Mittlere Kuppenalb typischen Bergkuppe mit ihrem Biotopmosaik aus Wacholderheide unterschiedlicher Ausprägung und Gebüschgruppen, Waldflächen und Mähwiesen,
· die Erhaltung der im Gebiet vorhandenen Doline als geologisches Zeugnis,
· die Erhaltung eines Biotopverbundes zwischen den Wacholderheideflächen am Hüttenstuhlburren und am Geißberg.
1. bauliche Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung, insbesondere Einfriedigungen zu errichten, oder der Errichtung gleichgestellte Maßnahmen durchzuführen, sowie Sport‑, Spiel‑ oder Erholungseinrichtungen zu schaffen;
2.1 die Bestimmungen des § 4 Abs. 2 Nr. 1 bis 3, 14, 17 und 18 zu beachten sind. Die Verwendung von Düngemitteln (§ 4 Abs. 2 Nr. 18) auf Wirtschaftsgrünland bleibt unberührt;
4. die bestimmungsgemäße Nutzung, Unterhaltung und Instandsetzung der öffentlichen Straßen und Wege, sonstiger Ver- oder Entsorgungsanlagen sowie Fernmeldeanlagen fortzusetzen, wobei § 4 Abs. 2 Nr. 17 zu beachten ist;
Schutz- und Pflegemaßnahmen werden, soweit sie Belange der Forstwirtschaft berühren im Einvernehmen mit dem zuständigen Forstamt, in einem Pflegeplan oder durch Einzelanordnung festgelegt.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Landratsamts Reutlingen über das Landschaftsschutzgebiet »Großes Lautertal« vom 2. Februar 1973, in der Fassung der Verordnung des Landratsamts Reutlingen vom 8. August 1991, für den Geltungsbereich dieser Verordnung außer Kraft.
TÜBINGEN, den 21. Dezember 1994