Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=28.01.1994&Aktenzeichen=V%20ZR%2090/92
Timestamp: 2019-07-17 03:43:10
Document Index: 173574997

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 253', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 92', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 253']

BGH, 28.01.1994 - V ZR 90/92 - dejure.org
https://dejure.org/1994,1045
BGH, 28.01.1994 - V ZR 90/92 (https://dejure.org/1994,1045)
BGH, Entscheidung vom 28.01.1994 - V ZR 90/92 (https://dejure.org/1994,1045)
BGH, Entscheidung vom 28. Januar 1994 - V ZR 90/92 (https://dejure.org/1994,1045)
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Anerbenrecht - Fortgesetzte Gütergemeinschaft - Rechtszustand bei Beendigung - Auflassung - Berechtigte Abkömmlinge - Übernahme - Verwirkung - Klage Zug um Zug - Mannesvorbehalt
BGH, 09.05.1996 - V ZR 90/92
BGHZ 125, 41
NJW 1994, 3221
WM 1994, 1002
Die Kosten für die Erteilung der Auskunft sind nicht, wie es erforderlich ist (BGHZ 125, 41, 44), so genau bestimmt, daß sie zum Gegenstand einer Leistungsklage gemacht werden könnten.
Dieser von der Revision nicht gerügte Mangel ist im Revisionsverfahren von Amts wegen zu berücksichtigen (BGHZ 11, 192, 194; 45, 287 f.; 125, 41, 44).
Gleichwohl ist die Klage nicht als unzulässig abzuweisen; denn dem Leistungsantrag der Klägerin ist bei interessengerechter Auslegung hilfsweise ein zulässiger Feststellungsantrag zu entnehmen (vgl. BGHZ 125, 41, 45), der die Verpflichtung der Beklagten zur Auskunftserteilung Zug-um-Zug gegen Kostenerstattung zum Gegenstand hat.
Eine Abweisung der Klage als unzulässig statt als unbegründet ist auch auf ein Rechtsmittel des Klägers ohne Verstoß gegen das Verbot der reformatio in peius statthaft (BGH, Urteil vom 28. Januar 1994 - V ZR 90/92, BGHZ 125, 41, 45, vom 11. Mai 2000 - I ZR 28/98, BGHZ 144, 255, 264 und vom 17. Juli 2003 - I ZR 259/00, BGHZ 156, 1, 19).
Insbesondere ist der Gegenstand des erhobenen Anspruchs, was vom Revisionsgericht von Amts wegen zu prüfen ist (…BGH, Urteile vom 5. Dezember 2018 - VIII ZR 194/17, juris Rn. 10; vom 28. Januar 1994 - V ZR 90/92, BGHZ 125, 41, 44), hinreichend bestimmt im Sinne von § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO.
Dabei handelt es sich um ein Gestaltungsrecht, das es dem Bedachten ermöglicht, einen (schuldrechtlichen) Anspruch auf Übertragung des Gegenstandes, wie er sich im Nachlass befindet, gegen Zahlung des vom Erblasser festgelegten Preises zu begründen (vgl. BGH-Urteil vom 28. Januar 1994 V ZR 90/92, BGHZ 125, 41, 55, zum Recht auf Übernahme eines Anerbengutes nach dem Württembergischen Anerbengesetz vom 14. Februar 1930; vgl. auch BFH-Urteile vom 16. März 1977 II R 11/69, BFHE 121, 519, BStBl II 1977, 640; vom 21. Juli 1993 II R 118/90, BFHE 172, 118, BStBl II 1993, 765, und vom 4. Mai 2000 IV R 10/99, BFHE 191, 529).
Da ein unzulässiger oder unbegründeter Leistungsantrag bei interessengerechter Auslegung jedenfalls zugleich ein hilfsweise geltend gemachtes Feststellungsbegehren enthält (BGHZ 125, 41, 45 = NJW 1994, 3221, 3222; BGH NJW 1984, 2295 f.; NJW 1992, 2757, 2758) und dieses begründet war (oben II.), wären selbst bei ungerechtfertigter Leistungsklage die hierdurch entstandenen Mehrkosten derart geringfügig, dass sie entsprechend § 92 Abs. 2 ZPO außer Betracht zu bleiben haben.
b) Bei dem danach durch letztwillige Verfügung vermachten Übernahmerecht handelt es sich um ein Gestaltungsrecht, das es dem Bedachten ermöglicht, einen (schuldrechtlichen) Anspruch auf Übertragung des Gegenstandes, wie er sich im Nachlass befindet, gegen Zahlung des vom Erblasser festgelegten Preises zu begründen (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 28. Januar 1994 V ZR 90/92, BGHZ 125, 41, 55, zum Recht auf Übernahme eines Anerbengutes nach dem Württembergischen Anerbengesetz vom 14. Februar 1930; vgl. auch BFH-Urteile vom 16. März 1977 II R 11/69, BFHE 121, 519, BStBl II 1977, 640; vom 21. Juli 1993 II R 118/90, BFHE 172, 118, BStBl II 1993, 765, und vom 4. Mai 2000 IV R 10/99, BFHE 191, 529).
Insoweit dürfte das erstinstanzliche Urteil jedoch - worauf der Senat bereits in seinem Hinweis- und Aufklärungsbeschluss vom 26.11.2004 hingewiesen hat - keinen vollstreckbaren Inhalt haben, weil die vom Kläger beantragte und vom Landgericht in die Entscheidung aufgenommene Zug-um-Zug-Einschränkung zu unbestimmt ist (vgl. BGH NJW 1993, 324; BGH NJW 1994, 3221).
1. In seinem Beschluss vom 26.11.2004 hat der Senat u.a. auf Bedenken gegen die Zulässigkeit der Klage hingewiesen, die sich daraus ergeben, dass die Zug-um-Zug-Einschränkung des Klageantrags zu unbestimmt war, weil die dort genannten Freistellungsansprüche nicht im Einzelnen benannt worden sind und ihrerseits in der vorhandenen Form nicht zum Gegenstand einer Leistungsklage hätten gemacht werden können (vgl. BGH NJW 1993, 324; BGH NJW 1994, 3221; 3222).
Dies führt dazu, dass die Klage insgesamt unzulässig ist, weil ein Urteil mit vollstreckungsfähigem Inhalt nicht erlassen werden kann (vgl. BGH NJW 1993, 324; BGH NJW 1994, 586, 587; BGH NJW 1994, 3221, 3222;… Zöller/Greger, ZPO, 25. Aufl., § 253 ZPO, Rdnr. 13 c).
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