Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/304
Timestamp: 2019-09-24 08:45:04
Document Index: 287485762

Matched Legal Cases: ['§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', '§ 280', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', '§ 318', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§304', '§ 301', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 318', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', '§ 558', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 318', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 839', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', '§ 1542', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', '§ 736', '§ 17', 'BGH', 'BGH', '§ 736', '§ 254', 'BGH', '§ 304', '§ 1542', '§ 1542', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 304', 'BGH', '§ 304', 'BGH']

§ 304 ZPO: Zwischenurteil über den Grund
BGH, URTEIL vom 4.8.2016, Az. VII ZR 168/15 21	a) Ein Grundurteil (§ 304 Abs. 1 ZPO) darf nur ergehen, wenn ein Anspruch nach Grund und Höhe streitig ist, grundsätzlich alle Fragen, die zu dem Grund des Anspruchs gehören, erledigt sind, und wenn nach dem Sachund Streitstand zu demindest wahrscheinlich ist, dass der Anspruch in irgendeiner Höhe besteht (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 25. Oktober 2013 - V ZR 230/12, BGHZ 198, 327 Rn. 26 m.w.N.;Urteil vom 13. August 2015 - VII ZR 90/14, BGHZ 206, 332 Rn. 44).
BGH, URTEIL vom 2.5.2016, Az. VI ZR 559/14 Der Erlass eines Grundurteils ist daher immer dann unzulässig, wenn dies nicht zu einer echten Vorabentscheidung des Prozesses, sondern zu einer ungerechtfertigten Verzögerung und Verteuerung des Prozesses führt (Senat, Urteil vom 13. Mai 1980 - VI ZR 276/78, MDR 1980, 925 unter II 2 a; BGH, Urteil vom 6. Juni 1962 - IV ZR 41/62, LM Nr. 18 zu §304 ZPO).
BGH, URTEIL vom 4.10.2015, Az. III ZR 41/15 Nach § 304 Abs. 1 ZPO darf ein Grundurteil nur ergehen, wenn ein Anspruch nach Grund und Höhe streitig ist, alle Fragen, die zu dem Grund des Anspruchs gehören, erledigt sind und wenn nach dem Sachund Streitstand der Anspruch mit hoher Wahrscheinlichkeit in irgendeiner Höhe besteht (z.B. BGH, Urteile vom 10. März 2005 - VII ZR 220/03, NJW-RR 2005, 928 und vom 9. November 2006 - VII ZR 151/05, NJW-RR 2007, 305, 306).
BGH, URTEIL vom 2.4.2014, Az. VI ZR 187/13 Das Zwischenurteil über den Grund (§ 304 ZPO) hat für das Betragsverfahren Bindungswirkung, soweit es den Klageanspruch bejaht hat und dessen Höhe durch den anerkannten Klagegrund gerechtfertigt ist (vgl. BGH, Urteil vom 24. September 2009 -IX ZR 87/08, FamRZ 2009, 2075 Rn. 19; Hk-ZPO/Saenger, 5. Aufl., § 304 Rn. 15).
BGH, Urteil vom 2.11.2012, Az. II ZR 159/10 Hierbei verkennt es, dass ein Grundurteil immer nur unter der gesetzlichen Voraussetzung des § 304 ZPO und nicht auch nach anderen, vom Richter als zweckdienlich angesehenen Maßstäben statthaft ist (vgl. BGH, Urteil vom 24. Februar 1984 - V ZR 187/82, NJW 1984, 2213, 2214).
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.2011, Az. II ZR 141/10 9	Eine	beschränkte Revisionszulassung liegt vor, wenn die Rechtsfrage, deretwegen das Berufungsgericht die Revision zugelassen hat, (nur) für einen Teil des Streitstoffes erheblich ist, über den im Wege eines Zwischenurteils ü-ber den Grund des Anspruchs (§ 304 ZPO) oder - wie hier - über die Zulässigkeit der Klage (§ 280 ZPO) gesondert hätte entschieden werden können (BGH, Urteil vom 13. Dezember 1989 - IVbZR 19/89, WM 1990, 784, 786).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2010, Az. IX ZR 199/10 14	3.	Da	die	vorliegende	Anfechtungsklage auf Zahlung gerichtet ist, kann ein Grundurteil (§ 304 Abs. 1 ZPO) ergehen (BGH, Urt. v. 15. Dezember 1994 - IX ZR 18/94, NJW 1995, 1093, 1095).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2010, Az. IX ZR 199/10 3. Da die vorliegende Anfechtungsklage auf Zahlung gerichtet ist, kann ein Grundurteil (§ 304 Abs. 1 ZPO) ergehen (BGH, Urt. v. 15. Dezember 1994 - IX ZR 18/94, NJW 1995, 1093, 1095).
BGH, URTEIL vom 2.9.2010, Az. VI ZR 237/09 Insbesondere kann bei einem nach Grund und Betrag streitigen Klageanspruch wie im vorliegenden Fall die Zulassung der Revision auf Fragen beschränkt werden, die allein die Höhe der geltend gemachten Forderung berühren, da in einem solchen Fall der Rechtsstreit vom Tatrichter durch ein Zwischenurteil nach § 304 ZPO in ein Grund- und ein Höheverfahren zerlegt werden kann (vgl. Senatsurteile vom 25. März 1980 -VI ZR 61/79, BGHZ 76, 397, 399; vom 30. September 1980 -VI ZR 213/79, VersR 1981, 57, 58 und vom 8. Dezember 1998 - VIZR 66/98, VersR 1999, 245, 246).
BGH, URTEIL vom 4.8.2010, Az. IX ZR 26/09 Der Senat kann jedoch, weil die Klageforderung mit hoher Wahrscheinlichkeit in irgendeiner Höhe besteht, ein Urteil über den Grund des Anspruchs (§ 304 Abs. 1 ZPO) erlassen (BGH, Urt. v. 7. März 2005 - II ZR 144/03, WM 2005, 1624, 1625; v. 15. Dezember 1994 -IX ZR 18/94, ZIP 1995, 297, 300; v. 17. September 1998 - IX ZR 237/97, ZIP 1998, 1793, 1797).
BGH, URTEIL vom 2.7.2010, Az. VI ZR 113/09 Insbesondere kann bei einem nach Grund und Betrag streitigen Klageanspruch wie im vorliegenden Fall die Zulassung der Revision auf Fragen beschränkt werden, die allein die Höhe der geltend gemachten Forderung berühren, da in solchem Fall der Rechtsstreit vom Tatrichter durch ein Zwischenurteil nach § 304 ZPO in ein Grund- und ein Höheverfahren zerlegt werden kann (vgl. Senatsurteile BGHZ 76, 397, 399; vom 30. September 1980 - VIZR 213/79- VersR 1981, 57, 58; vom 8. Dezember 1998 - VI ZR 66/98 - VersR 1999, 245, 246).
BGH, URTEIL vom 4.10.2007, Az. III ZR 102/07 Insbesondere kann bei einem nach Grund und Betrag streitigen Klageanspruch die Revision auf Fragen beschränkt werden, die allein die Höhe der geltend gemachten Forderung berühren (BGHZ aaO S. 399; BGH, Urteil vom 8. Dezember 1998; Senatsurteil vom 7. Juli 1983 jeweils aaO) oder nur den Anspruchsgrund betreffen (BGH, Urteil vom 30. Juni 1982 -VIII ZR 259/81 - NJW 1982, 2380 f), da in solchen Fällen der Rechtsstreit vom Tatrichter durch ein Zwischenurteil nach § 304 ZPO in ein Grund- und ein Betragsverfahren zerlegt werden kann (z.B. BGHZ aaO; BGH, Urteil vom 8. Dezember 1998 aaO).
BGH, URTEIL vom 3.11.2006, Az. IV ZR 34/05 19	aa) Die Kausalität gehört zur Anspruchsbegründung des Schadensersatzanspruches und muss deshalb, wie das Berufungsgericht im Ansatz zutreffend erkannt hat, für den Erlass eines Feststellungsurteils über den Grund (§ 304 ZPO) geklärt werden (vgl. dazu BGH, Urteile vom 18. März 1977 - I ZR 132/75 - NJW 1977, 1538 unter III 3; 16. Januar 1991 -VIII ZR 14/90- NJW-RR 1991, 599 unter II 1 a; Zöller/Voll-kommer, ZPO 25. Aufl. § 304 Rdn. 6 ff. m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 3.3.2006, Az. VIII ZR 384/04 Die im Grundurteil (§ 304 ZPO) obsiegende Partei ist beschwert, wenn die Entscheidungsgründe ihr ungünstige Feststellungen enthalten, die für das Betragsverfahren nach §§ 318, 525 ZPO Bindungswirkung entfalten (BGH, Urteil vom 17. Oktober 1985 - III ZR 105/84, WM 1986, 331, unter I 1; BGH, Urteil vom 12. Februar 2003 -XII ZR 324/98, WM 2003, 1919, unter II 1 b aa, m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 4.2.2005, Az. IX ZR 73/01 Über einen unbezifferten Feststellungsantrag kann ein Grundurteil in der Regel nicht ergehen (BGHZ 132, 320, 327; BGH, Urt. v. 27. Januar 2000 -IXZR 45/98, LM §304 ZPO Nr. 71 unter 11b; v. 4. Oktober 2000 - VIII ZR 109/99, LM § 301 ZPO Nr. 69 unter II 1a).
BGH, URTEIL vom 4.11.2004, Az. III ZR 72/04 Die Frage bezieht sich damit auf einen rechtlichen Ausschnitt des Streitgegenstands, über den das Berufungsgericht durch ein Zwischenurteil über den Grund nach § 304 ZPO hätte entscheiden können (vgl. BGH, Urteile vom 30. Juni 1982 - VIII ZR 259/81 - NJW 1982, 2380 f; vom 8. Dezember 1998 - VI ZR 66/98 - NJW 1999, 500).
BGH, URTEIL vom 4.10.2004, Az. III ZR 200/03 Es geht dabei nicht nur um eine im Urteil über den Grund des Anspruchs nach § 304 ZPO unzulässige Entscheidung über die Höhe der Forderung (hierzu Senatsurteil BGHZ 10, 361, 362), sondern im Ansatz um die haftungsbegründende Kausalität und somit um die be-
BGH, URTEIL vom 3.1.2004, Az. XII ZR 224/01 Mit Rücksicht auf die Bindungswirkung des Grundurteils (vgl. §§ 318, 512, 557 Abs. 2 i.V. mit § 304 Abs. 2 ZPO) muß sich aus ihm eindeutig ergeben, inwieweit es den Streit vorab entschieden hat und welchen Teil es dem Betragsverfahren Vorbehalten wollte (vgl. BGH, Urteil vom 10. Juni 1968 - II ZR 101/66 - NJW 1968, 1968).
BGH, URTEIL vom 2.3.2003, Az. IX ZR 138/02 In aller Regel ist es nicht zulässig, die Revisionszulassung auf eine bestimmte Rechtsfrage zu beschränken (BGHZ 101, 276, 278), es sei denn sie betrifft nur einen Teil des Streitgegenstandes, der an sich teilurteilsfähig und damit auch einer eingeschränkten Revisionszulassung zugänglich ist (BGH, Urt. v. 29. Januar 2003 aaO), oder aber einzelne Angriffs- oder Verteidigungsmittel bei einem nach Grund und Höhe streitigen Anspruch, bei dem es die Zivilprozeßordnung erlaubt (vgl. § 304 ZPO), den Rechtsstreit durch ein Grundurteil in ein Grund- und Höheverfahren zu zerlegen (BGHZ 76, 397, 399).
BGH, URTEIL vom 3.1.2003, Az. XII ZR 324/98 aa) Nach § 304 Abs. 1 ZPO kann das Gericht über den Grund eines Anspruchs vorab entscheiden, wenn dieser nach Grund und Betrag streitig ist und lediglich der Streit über den Anspruchsgrund entscheidungsreif ist (BGH, Urteile vom 19. Februar 1991 -XZR 90/89- NJW 1991,1896; vom 27. Januar 2000
BGH, URTEIL vom 3.1.2003, Az. XII ZR 324/98 -11 - § 304 Abs. 2 ZPO) muß sich aus ihm eindeutig ergeben, inwieweit es den Streit vorab entschieden hat und welchen Teil es dem Betragsverfahren Vorbehalten wollte (vgl. BGH, Urteil vom 10. Juni 1968 aaO 1968).
BGH, URTEIL vom 5.10.2002, Az. V ZR 297/01 a)	Eine Vorabentscheidung über den Grund des Anspruchs gemäß § 304 Abs. 1 ZPO ist nur dann zulässig, wenn einerseits sämtliche den Grund des Anspruchs betreffenden Fragen zur Entscheidung reif sind (vgl. BGH, Urt. v. 23. September 1992, IV ZR 199/91, NJW-RR 1993, 91) und andererseits nach dem Sachund Streitstand zu demindest eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür gegeben ist, daß der Anspruch in irgendeiner rechnerischen Höhe besteht (vgl. Senat, BGHZ 79, 45, 46; Urt. v. 20. Juli 2001, VZR 170/00, NJW 2002,
BGH, URTEIL vom 5.10.2002, Az. V ZR 297/01 b)	Allerdings weist das Berufungsgericht zutreffend darauf hin, daß § 304 ZPO prozeßwirtschaftlichen Erwägungen entspringt und daher dogmatische Erwägungen bei Auslegung dieser Vorschrift in den Hintergrund treten können (BGHZ 108, 256, 259).
BGH, URTEIL vom 5.10.2002, Az. V ZR 40/02 a)	Eine Vorabentscheidung über den Grund des Anspruchs gemäß § 304 Abs. 1 ZPO ist nur dann zulässig, wenn einerseits sämtliche den Grund des Anspruchs betreffenden Fragen zur Entscheidung reif sind (vgl. BGH, Urt. v. 23. September 1992, IV ZR 199/91, NJW-RR 1993, 91) und andererseits nach dem Sachund Streitstand zu demindest eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür gegeben ist, daß der Anspruch in irgendeiner rechnerischen Höhe besteht (vgl. Senat, BGHZ 79, 45, 46; Urt. v. 20. Juli 2001, VZR 170/00, NJW 2002, 302, 304; auch BGHZ 97, 97, 109; 111, 125, 133; 126, 217, 219), für das Nachverfahren also nichts als die Feststellung der Höhe des Anspruchs übrig bleibt (vgl. BGH, Urt. v. 13. Mai 1980, VI ZR 276/78, LM ZPO §304 Nr. 43).
BGH, URTEIL vom 5.10.2002, Az. V ZR 40/02 b)	Allerdings weist das Berufungsgericht zutreffend darauf hin, daß § 304 ZPO prozeßwirtschaftlichen Erwägungen entspringt und daher dogmatische Erwägungen bei Auslegung dieser Vorschrift in den Hintergrund treten können (BGHZ 108, 256, 259).
BGH, Urteil vom 4.10.2001, Az. 1 ZR 264/99 Die Wirksamkeit der Zulassung der Revision beschränkt auf den Mitverschuldenseinwand soll davon abhängen, ob das Beru- fungsgericht befugt gewesen wäre, zunächst ein Grundurteil (§ 304 ZPO) zu erlassen und die Frage des Mitverschuldens dem Nachverfahren über den Betrag vorzubehalten (vgl. BGHZ 76, 397, 399 f.; BGH, Urt. v. 18.4.1997 - V ZR 28/96, NJW 1997, 2234, 2235).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 4.9.2001, Az. 10 U 67/00 Die Vorschrift soll es aus prozesswirtschaftlichen Gründen ermöglichen, eine echte Vorentscheidung des Prozesses herbeizuführen, indem Fragen, die nicht nur die Höhe des eingeklagten Betrages betreffen, unter Vermeidung zeitraubender und kostspieliger Beweisaufnahmen, weil über sie vielleicht später Einigkeit erzielt werden kann, vorab abgeschichtet werden (BGH NJW-RR 1989, 1149) 27§ 304 ZPO fordert zwar eine vollständige Entscheidung über den Grund des Anspruchs und gestattet deshalb keine Entscheidung nur über einzelne Elemente der Begründetheit einer Klage (BGH, a.a.O.; BGHZ 72, 34 (36).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 4.9.2001, Az. 10 U 67/00 Da die Vorschrift jedoch prozesswirtschaftlichen Erwägungen entspringt, können dogmatische Erwägungen bei ihrer Auslegung in den Hintergrund treten (BGH, LM § 304 ZPO Nr. 23 + 25).
OLG Düsseldorf, Urteil vom 4.9.2001, Az. 10 U 67/00 Sogar bei einer kumulativ auf mehrere gleichartige, aber rechtlich selbständige Verträge gestützten, zusammengesetzten Forderung ist der Erlass eines Grundurteils zulässig, das lediglich Einwendungen abschließend klärt, die alle Verträge betreffen, wie etwa den Einwand der Arglist oder die Verjährungseinrede (BGH, LM § 304 ZPO Nr. 35 = MDR 1974, 558).
LG Bonn, vom 2.2.2000, Az. 1 O 376/97 Im Falle konkurrierender Anspruchsgrundlagen kann in einem Grundurteil, das den Anspruch aus einem der Klagegründe für gerechtfertigt erklärt, die Frage, ob die Klage auch aus einem anderen Klagegrund gerechtfertigt ist, nur dann offenbleiben, wenn der aus diesem Klagegrund hergeleitete Anspruch in keinem Fall weitergehen kann als der für berechtigt erklärte Anspruch (BGH LM Nr. 52 zu § 304 ZPO).
BGH, Urteil vom 2.10.1999, Az. VI ZR 219/98 Eine Vorabentscheidung über den Grund des bezifferten Schmerzensgeldanspruchs gemäß § 304 ZPO wäre auch gar nicht in Betracht gekommen, weil die Einstandspflicht der Beklagten als solche zwischen den Parteien nicht streitig war und deshalb die Voraussetzungen für ein Grundurteil nicht Vorgelegen haben (vgl. Senatsurteil vom 10. Januar 1989 - VI ZR 43/88 - VersR 1989, 603; BGH, Urteil vom 14. Mai 1992 - IX ZR 241/91 - NJW 1992, 2487).
BGH, URTEIL vom 5.1.1998, Az. V ZR 319/96 Die Gegenansprüche wegen Verwendungen auf das Grundstück, mit denen der Beklagte hilfsweise die Aufrechnung erklärt hat (1.865.002,15 DM für abgeschlossene, weitere 944.040,43 DM für steckengebliebene Baumaßnahmen der Gemeinschuldnerin; 747.319,32 DM für Instandsetzungsarbeiten nach Eröffnung der Gesamtvollstreckung), lassen die nach § 304 ZPO erforderliche Feststellung nicht zu, daß der Klageanspruch unter Berücksichtigung der gegen ihn erhobenen Einwendungen mit hoher Wahrscheinlichkeit in irgendeiner Höhe besteht (Senat BGHZ 110, 196, 201; BGHZ 126, 217, 219).
BGH, URTEIL vom 5.3.1997, Az. V ZR 28/96 5 re (nur auf diese Befugnis, nicht auf deren Verwirklichung kommt es an), zunächst ein Grundurteil (§ 304 ZPO) zu erlassen und den Einwand des Mitverschuldens dem Nachverfahren über den Betrag vorzubehalten (BGHZ 76, 397, 399 ff; BGH, Urt. v. 30. September 1980, VI ZR 213/79, NJW 1981, 287).
BGH, Urteil vom 2.1.1995, Az. VI ZR 272/93 Beide Urteile sind dahin zu verstehen, daß ein Zwischenurteil gemäß § 304 ZPO nur über die Leistungsanträge erlassen werden sollte, während über den Feststellungsantrag ein der Klage stattgebendes Teilendurteil ergehen sollte (BGHZ 7, 331, 334; BGH, Urteil vom 7. November 1991 - III ZR 118/90 - NJW-RR 1992, 531).
BGH, URTEIL vom 4.9.1993, Az. III ZR 157/92 Erst recht fordert § 304 ZPO eine vollständige Entscheidung über den Grund des Anspruchs und gestattet deshalb keine Entscheidung nur über einzelne Elemente der Begründetheit einer Klage (BGH, Urteil vom 12. Juli 1989 - VIII ZR 286/88 = BGHR ZPO § 304 Abs. 1 Voraussetzungen 2).
BGH, URTEIL vom 3.0.1993, Az. VIII ZR 22/92 Der Senat ist daher in der Lage, insoweit ein Grundurteil gemäß § 304 Abs. 1 ZPO zu erlassen; soweit die Beklagte erstmals im Revisionsverfahren die Einrede der Verjährung nach § 558 Abs. 1 BGB erhoben hat, war diese nicht zu berücksichtigen (BGHZ 1, 234, 239).
BGH, URTEIL vom 4.1.1988, Az. IX ZR 77/87 1. Ob das Berufungsgericht in seinem Grundurteil ausreichende Feststellungen zu dem Grund des geltend gemachten Schadens getroffen oder die Voraussetzungen für den Erlaß eines Zwischenurteils nach § 304 ZPO nicht beachtet hat (vgl. BGH, Urt. v. 18. März 1977 - I ZR 132/75, NJW 1977, 1538, 1539; Zöller/Vollkommer ZPO 15. Aufl. § 304 Rdnr. 14; Thomas/Putzo ZPO 15. Aufl. § 304 An. 2 b), kann offen bleiben .
BGH, URTEIL vom 4.4.1987, Az. VII ZR 129/86 4.	Da mit hoher Wahrscheinlichkeit der Klageanspruch in irgendeiner Höhe besteht, hat das Landgericht zu Recht gemäß § 304 ZPO ein Grundurteil erlassen (vgl. BGHZ 53, 17, 23).
BGH, URTEIL vom 5.3.1987, Az. V ZR 35/86 Mit Rücksicht auf die BindungsWirkung des Zwischenurteils (vgl. §§ 318, 512, 548 i.V. m. § 304 Abs. 2 ZPO) muß sich aus ihm eindeutig ergeben, inwieweit es den Streit vorab entschieden hat und welchen Teil es dem Betragsverfahren Vorbehalten wollte (vgl. BGH, Urt. v. 10. Juni 1968, II ZR 101/66, NJW 1968, 1968).
BGH, URTEIL vom 5.1.1986, Az. V ZR 38/84 Diese von der Klägerin gesetzte Bedingung hat das Gericht auch bei Erlaß eines Grundurteils (§ 304 Abs. 1 ZPO) zu beachten (BGH Ort. v. 10. Juli 1975, III ZR 28/73, LM ZPO § 304 Nr. 36 = MDR 1975, 1007 - insoweit nicht abgedruckt in NJW 1975, 2012).
BGH, URTEIL vom 3.9.1984, Az. VIII ZR 152/83 Für das vom Berufungsgericht erlassene Grundurteil nach § 304 ZPO war ausreichend, daß die Klagforderung mit hoher Wahrscheinlichkeit in irgendeiner Höhe besteht (BGHZ 97, 97, 109).
BGH, URTEIL vom 4.2.1982, Az. VII ZR 41/81 Daß es tatsächlich kein Grundurteil gemäß § 304 ZPO erlassen hat, ist unerheblich (BGHZ 76, 397, 399; BGH NJW 1981, 287 Nr. 15).
BGH, Grundurteil vom 4.2.1982, Az. I ZR 27/80 Einer auf § 304 ZPO gestützten Rüge der Revision bedurfte es nicht; die Frage, ob das Berufungsgericht ein Grundurteil erlassen durfte, war von Amts wegen zu prüfen (vgl. BGH NJW 1975, 1968).
BGH, URTEIL vom 4.8.1980, Az. III ZR 74/78 Ein Grundurteil (§ 304 ZPO) über den Amtshaftungsanspruch -hier geht es um eine Feststellung dem Grunde nach - ist aber bereits zulässig, wenn mindestens feststeht, daß die anderweite Ersatzmöglichkeit den Schaden nicht in vollem Umfange abdeckt (BGHZ 4, 10, 14 f; BGB-RGRK aaO § 839 Rdn. 506).
BGH, URTEIL vom 2.4.1980, Az. VI ZR 276/78 1.	Das Berufungsgericht ist sich bewußt, daß eine Vorabentscheidung über den Grund (§ 304 ZPO) nur zulässig ist, wenn der Klagegrund vollständig erledigt ist und daß ein Grundurteil nicht über Teile des Klagegrunds (BGHZ 49, 33, 36) oder einzelne Elemente der Begründetheit einer Klage (BGHZ 72, 34, 36) ergehen darf, so daß für das Nachverfahren nichts anderes als die Feststellung der Höhe des Anspruches übrig bleibt (RG JW 1910, 240; vgl. auch Türpe, MDR 1968, 627).
BGH, URTEIL vom 2.4.1980, Az. VI ZR 276/78 Bei seiner Anwendung und Auslegung ist vor allem den Erfordernissen der Prozeßökonomie Rechnung zu tragen (BGH, Urteile vom 10. Juni 1968 - II ZR 101/66 * NJW 1968, 1968 und vom 11. Januar 1974-1 ZR 89/72 - LH § 304 ZPO Nr. 35).
BGH, URTEIL vom 2.4.1980, Az. VI ZR 276/78 Der Erlaß eines Grundurteils ist daher u.a. immer unzulässig, wenn dies nicht zu einer echten Vorentscheidung des Prozesses führt (vgl. BGH, Urteil v. 6.Juni 1962 - IV ZR 41/62 ■ LM § 304 ZPO Nr. 18).
BGH, Urteil vom 4.4.1978, Az. IX ZR 48/77 Die Anwendung der Vorschrift würde den Erlaß eines Grundurteils durch das Berufungsgericht voraussetzen (BGH LM § 304 ZPO Nr. 10), das im Entschädigungsrechtsstreit nicht zulässig ist (BGH RzW 1962,
BGH, URTEIL vom 5.10.1977, Az. I ZR 30/76 Ein Grundurteil kann erlassen werden, wenn eine Vorabentscheidung über den Anspruchsgrund aus prozeßwirtschaftlichen Erwägungen zweckmäßig erscheint (vgl. BGH MDR 1974, 558 = LM Nr. 35 zu § 304 ZPO).
BGH, URTEIL vom 5.2.1977, Az. I ZR 132/75 Zwar setzt nach der Rechtsprechung des Blindesgerichtshofs ein Grundurteil über einen nach Grund und Betrag streitigen Schadensersatzanspruch nur voraus, daß ein zu ersetzender Schaden mit hoher Wahrscheinlichkeit entstanden ist (vgl. BGH LM Nr. 16 zu § 304 ZPO).
BGH, URTEIL vom 5.2.1977, Az. I ZR 132/75 Ein Grundurteil durfte somit jedenfalls auch vor Prüfung dieses Vorbringens nicht ergehen (vgl. BGH LM Nr. 19 zu § 304 ZPO).
BGH, URTEIL vom 2.5.1976, Az. VI ZR 162/74 Auch sonst nimmt der Gesetzgeber, wenn er in § 304 ZPO den Erlaß eines Grundurteils erlaubt, im Interesse einer vorrangigen Klärung des Anspruchs als solchen in Kauf, daß im Falle seiner Anfechtung durch den Beklagten dieser die Kosten seines Rechtsmittels nach dem gesamten Streitwert auch dann trägt, wenn dem Kläger im nachfolgenden Betragsverfahren eine geringere Forderung als die begehrte zuerkannt wird (BGHZ 54, 21, 29; 20 , 397 , 399).
BGH, URTEIL vom 1.4.1976, Az. III ZR 90/74 Ein Zwischenurteil nach § 304 ZPO ist in solchen Fällen aber dennoch statthaft, wenn - wie es hier bei Erlaß des Berufungsurteils der Fall gewesen ist - feststeht, daß die anderweite Ersatzmöglichkeit den Schaden nicht voll ausgleichen kann (RGZ 156, 82, 87; BGHZ 4, 10, 14, 15).
BGH, URTEIL vom 4.6.1975, Az. III ZR 28/73 Das gilt auch beim Erlaß eines Grundurteils (vgl. BGH LM § 304 ZPO Nr. 30; RGZ 87, 237, 240; RG JW 1936, 654, 655).
BGH, URTEIL vom 4.5.1975, Az. III ZR 47/73 § 304 ZPO gestattet es nicht, nur über die Sachbefugnis - also über eine unselbständige Vorfrage im Rahmen der Sachentscheidung über den prozessualen Anspruch -zu befinden (vgl. das Senatsurteil in BGHZ 8, 383).
BGH, URTEIL vom 2.6.1974, Az. VI ZR 112/73 Nachdem eine zu dem Schadensersatz verpflichtende unerlaubte Handlung des Beklagten festgestellt war, konnte deren Ursächlichkeit für einzelne Schadensposten der Entscheidung über den Betrag des Anspruchs Vorbehalten werden (BGH Urt. v. 10. Juni 1968 -II ZR 101/66 - LM § 304 ZPO Nr. 28).
BGH, Grundurteil vom 5.0.1974, Az. I ZR 89/72 § 304 ZPO entspringt prozeßwirtschaftlichen Erwägungen; dem ist bei der Anwendung und Auslegung dieser Vorschrift Rechnung zu tragen; dogmatische Erwägungen haben dabei in den Hintergrund zu treten: so kann die Entscheidung über mitwirkendes Verschulden dem Betragsverfahren überlassen werden, wenn nur eine Minderung zu erwarten ist (BGH LM Nr. 1 zu § 304 ZPO); ähnliche
BGH, Grundurteil vom 5.0.1974, Az. I ZR 89/72 Grundsätze gelten bei Aufrechnung (BGHZ 11, 63; BGH LM Nr. 19 zu § 304 ZPO) und Verjährung (BGH NJW 68, 2105); die Frage der haftungsausfüllenden Kausalität kann ebenfalls dem Betragsverfahren überlassen werden (BGH NJW 61, 1465; NJW 70, 608).
BGH, Grundurteil vom 5.0.1974, Az. I ZR 89/72 Die Zulässigkeit eines Grundurteils wird dann in Zweifel zu ziehen sein, wenn es unzweckmäßig und verwirrend ist, die Entscheidung über Grund und Betrag zu trennen (BGH LM Nr. 18 zu § 304 ZPO), wenn das Grundurteil keine echte Vorentscheidung des Rechtsstreits ist (LM Nr. 16 zu § 304 ZPO) oder wenn Zweifel über die mögliche Rechtskraftwirkung des Grundurteils entstehen können (BGH NJW 69, 2241).
BGH, Grundurteil vom 5.0.1974, Az. I ZR 89/72 sichtlich der einheitlich vorgetragenen Einwendungen zuzulassen: mit der Entscheidung über die alle Einzelfahrten betreffenden Einwendungen wird der Rechtsstreit entlastet und die Möglichkeit geschaffen, im Betragsverfahren die nurmehr im wesentlichen rechnerisch zu lösenden Fragen einvernehmlich zu regeln (vgl. BGH LM Nr. 28 zu § 304 ZPO, wonach auch die Möglichkeit, daß die Parteien sich nach Erlaß eines Grundurteils einigen, ein prozeßwirtschaftlich beachtlicher Gesichtspunkt ist).
BGH, URTEIL vom 4.2.1971, Az. II ZR 180/68 Diese Einschränkung ist bereits im Zwischenurteil nach § 304 ZPO zu machen, weil sie den Grund des Anspruchs betrifft (BGH VersR 1967, 599» vgl. bereits RGZ 61, 293).
BGH, URTEIL vom 3.0.1970, Az. I ZR 99/68 Da der Schaden der Höhe nach noch nicht bemessen werden kann, nach den reehtsirrtumsfreien Feststellungen des Berufungsgerichts den Klägerinnen ein Schaden aber mit hinreichender Wahrscheinlichkeit entstanden ist, war der Erlaß eines Zwischenurteils nach § 304 ZPO durch das Landgericht gerechtfertigt (BGH UJW 1968, 2105; VR 1967, 495) •
BGH, URTEIL vom 2.3.1969, Az. VI ZR 278/67 Das Berufungsgericht durfte ein Zv/ischenurteil nach § 304 ZPO erlassen, wenn sich im Grundverfahren ergab, daß auch bei Berücksichtigung des Forderungsübergangs noch eine Forderung zugunsten des Klägers verblieb (u.a. Urteile des BGH vom 27« April 1956 - VI ZR 23/55 - HJV/ 1956, 1236 und 4. November I960 - VI ZR 138/59 - VRS 20, 12 * VersR 1961, 23).
BGH, URTEIL vom 4.11.1966, Az. VI ZS 102/67 Schon für den Erlaß eines Grundurteils genügt es, wenn sich aufgrund wenigstens summarischer Prüfung die naheliegende Möglichkeit der Verurteilung ergibt (BGH IM § 304 ZPO Nr« 2; BGH VHS 4» 8 Urteil vom 11. Dezember 1961 - III ZR 110/60 = WH 1962, 307).
BGH, URTEIL vom 5.0.1966, Az. VI zu 164/64 Bei dem Feststellungsbegehren bleibt jedoch zu prüfen, ob die gezahlten Renten nicht mit Sichorhoit den Ausfall übersteigen, den der Kläger unter Berücksichtigung seines Mitverschuldens geltend machen kann (vgl. BGH Urteil vom 4. November I960 - VI ZR 138/59 » LM § 304 ZPO Nr. 16).
BGH, URTEIL vom 1.4.1965, Az. u ZR 210/62 Io	Die Revision hält das Zwischenurteil über den Grund des Anspruchs (§ 304 ZPO) für unzulässig, weil vom Berufungsgericht nicht festgestellt worden sei, daß überhaupt noch ein Schaden der Klägerin aus den Veruntreuungen des Vertreters 8000 besteheo Den Ausführungen des Berufungsgerichts, es sei nicht sicher, ob der geltendgemachte Schaden heute noch in voller Höhe gegeben sei, ist aber zu entnehmen, daß es irgendeinen gegenwärtigen Schaden als wahrscheinlich an-siehto Das genügt für den Erlaß des Zwischenurteils (vgl« BGH LM § 304 ZPO Nr* 16)0 Nach der Sachlage konnte das Berufungsgericht auch ohne Verfahrensverstoß zu dieser Auffassung gelangen, denn die Klägerin hatte im einzelnen dargelegt, daß und warum sie aus den einzelnen ihr von überlassenen Gegenständen keine Befriedigung erhalten habe (Schriftsatz vom 14° Januar 1961 S» 8 Bio 52 GA) *
BGH, vom 5.0.1964, Az. V ZR 191/61 Damit ist aber auch unter Berücksichtigung der Mitberechtigung der Katharina H^Hfc bis zu ihrem Tod (24. März 1958) die von der Revision der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zutreffend entnommene Voraussetzung für den Erlaß «‘lief-* Grundurtoils zu dem Klageanspruch gegeben, daß nämlich der Klageanspruch mit hoher Wahrscheinlichkeit in irgendeine!’ Höhe bestehe (vgl. BGH IM § 304 ZPO.Nr. 16).
BGH, Urteil vom 5.1.1961, Az. VI ZR 72/60 In der erneuten Verhandlung wird der Kläger Gelegenheit haben, entsprechend seinem Vortrag in der Revisionsinstenz vorzubringen, er habe den Anspruch auf Ersatz der weiteren Reparaturkosten mit Zustimmung des Eigentümers als dessen Einziehungsbevollmächtigter geltend gemacht« Das Berufungsgericht wird bei der erneuten Entscheidung zu beachten haben, daß über den Feststellungsantrag, der nicht nach Grund und Höhe streitig sein kann, ein Zwischenurteil nach § 304 ZPO nicht ergehen darf«, Weiter wird ein Forderungsübergang nach § 1542 RVO zu berücksichtigen sein, auf den der Vortrag des Klägers, er beziehe eine Unfallrente, hinweist (vgl«> BGH Urt. vom 27« April 1956 - VI ZR 23/55 - LM § 304 ZPO Nr. 11).
BGH, Urteil vom 3.9.1959, Az. IT ZR 69/59 ?r Ehemann zur Zeit des Vergleichsabschlusses gegen die Nebenintervenientin ein Anspruch in Höhe von 349.600 DM als Betrag der bei der Entziehung bestehenden Grundstücksbelasfcungen zugestanden habe, sei es auf Zahlung, sei es auf Übernahme bestehenbleibender Belastungen, und daß durch diesen Anspruch der von ihr, der Beklagten, auf etwa 200.000 DM veranschlagte Wert des Grundstücks wesentlich überschritten werde, so daß die Klägerin einen Anspruch auf Schadloshaltung gegen die Beklagte mangels eines Schadens nicht mehr besitze, Auf Grund dieses Sachverhalts kann die Beklagte daher nicht geltend machen, ein Grundurteil nach § 304 ZPO habe nicht ergehen dürfen, weil feststehe oder doch eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür bestehe, daß ein Schaden nicht entstanden sei (BGH in NJW 1951, 195 Nr. 10).
BGH, Urteil vom 3.6.1958, Az. Y ZR 157/58 Das reicht aus, um die Schadenswahrscheinlichkeit der Höhe nach bei der im Verfahren über den Grund genügenden summarischen Prüfung (BGH LM Nr. 1 zu § 304 ZPO) zu bejahen.
BGH, vom 4.2.1958, Az. II ZR 306/56 Das Berufungsgericht hat den Anspruch der Klägerin auf Ersatz ihres mit der Zahlung von 5500 DM noch nicht abgegoltenen, restlichen Schadens vorbehaltlich der Berechtigung der vom Beklagten zur Aufrechnung gestellten Gegenforderung wegen des ihm durch den Unfall entstandenen Scha- dens dem Grunde nach zu 2/3 für berechtigt erklärte Die Revision des Beklagten hält ein Zwischenurteil gemäß § 304 ZPO für unzulässig« Sie meint, bei Schäden an beiden am Unfall beteiligten Schiffen sei im Palle der Verteilung des Schadens nach Verhältnis der Schwere des auf jeder Seite obwaltenden Verschuldens gemäß § 736 HOB nicht anzunehmen, daß die Reeder der beteiligten Schiffe wechselseitig Schadensersatzansprüche gegeneinander haben, die aufsu-rechnen sind* Es bestehe vielmehr nur ein Anspruch des nach Verrechnung der beiderseitigen Schäden begünstigten Teils* Eine derartige Rechtslage wird vielfach für die nach § 17 AbSol So2 StVG vorzunehmende Schadensausgleichung beim Zusammenstoß von Kraftfahrzeugen angenommen (vgl* das in BGH NJW 1954? 1197 angeführte Schrifttum), Der Bundesgerichtshof hat jedoch diese Auffassung abgelehnt (BGHZ 15, 133) und selbständige Ansprüche der geschädigten Fahrzeughalter angenommen, über die auf Klage und Widerklage durch Zwischenurteil dem Grunde nach entschieden werden könne* Im Palle des § 736 HGB ist die Rechtslage nicht anders zu beurteilen* Zwar ist § 254 EGB im Palle der.
BGH, vom 5.3.1957, Az. VI ZR 88/56 Freilich.'||gnnte .Uber den Festst ellungsantrag nicht durch Grundurteuü entschieden werden, da im Rahmen des Feststellungsbegehrens ein Betrag nicht streitig war ( § 304 ZPO ).Die vordergerichtlichen Entscheidungen sind hinsichtlich des Feststellungsanspruchs jedoch dahin auszulegen, daß der Klage vorbehaltlich des Rechtsübergangs nach § 1542 RVO stattgegeben und die Verpflichtung der Beklagten zu dem Ersatz auch allen weiteren Unfallschadens festgestellt worden ist, soweit kein Rechtsübergang nach § 1542 RVO stattgefunden hat ( BGHZ 7,331 ).
BGH, vom 5.0.1957, Az. VI ZB 303/55 Das Berufungsgericht wird bei der erneuten Verhandlung in Anwendung dieser Rechtsgrundsätze zu prüfen haben, ob bei der neu vorzunehmenden SchadensVerteilung überhaupt ein Rechtsübergang auf das Land stattgefunden hat und ein Anspruch vom Land gegen die Beklagte geltend gemacht werden kann« Ein Zwischenurteil über den Grund des Zahlungsanspruchs könnte nur ergehen, wenn wenigstens eine hohe Wahrscheinlich-* keit für das Vorhandensein eines Anspruchs besteht (BGH IM Nr 2 zu § 304 ZPO).
BGH, Urteil vom 5.11.1956, Az. VI ZE 285/55 Über den Grund de# Anspruchs kann vielmehr nach § 304 ZPO vorab entschieden werden, wenn feststeht oder mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, daß sich im Verfahren über die Höhe des Ahspruchs für 3eden der geltend gemachten selbständige Ansprüche ein Betrag zugunsten des Klägers ergibt (BGH aaO un,d Urteil vom 9- März 1955 - VI ZR 3/54 - VRS 9, 109 Nr 52 = VersR 1955, 308 [309]).
BGH, Urteil vom 2.3.1956, Az. VI ZR 17/55 Darum brauchte das Berufungsgericht aber nicht des näheren schon zu prüfen, wie hoch sich der Schaden des Klägers beläuft» Ober den Grund des Anspruchs kann vorabentschieden werden, wenn nur eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür besteht, daß ein ersetzbarer Schaden vorhanden ist (BGH LM Nr 2 zu § 304 ZPO; RGZ 151, 5 RG HRR 1933 Nr 251)* Das hat das Berufungsgericht hier ersichtlich angenommen.
BGH, Urteil vom 3.2.1954, Az. VI ZB 163/52 Es handelt sich auch trotz der Fassung der Formel des landgerichtlichen Ur- teils Mcler Anspruch besteht dem Grunde nach zu Recht11 um einen Peststellungsanspruch« Die hei der Auslegung der Urteilsformel heranzuziehenden Entscheidungsgründe der beiden Vorderurteile ergeben, dass nur über den in Ziffer I behandelten Leistungsanspruch ein Zwischenurteil nach § 304 ZPO erlassen werden, hinsichtlich des Peststellungsanspruchs dagegen in Ziffer II der ürteilsformel ein Teilurteil ergehen sollte (BGHZ 7, 331)*