Source: http://www.praeventionskonzept.nrw.de/praeventionsgesetz_nrw/antragsverfahren/FAQs/index.html
Timestamp: 2019-05-24 20:01:23
Document Index: 342718287

Matched Legal Cases: ['§20', '§20', '§ 20', '§ 20', '§20', '§ 20', '§ 20']

Prävention NRW | FAQs
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FAQs zum Antragsverfahren
zur Förderung von Projekten in Lebenswelten nach §20a SGB V durch die Krankenkassen/-verbände in NRW
Welche Projektschwerpunkte werden erwartet?
Gibt es einen Rechtsanspruch auf eine Förderung nach §20a SGB V?
Ablauf Förderung/Finanzen
Soll eine Dokumentation erfolgen?
Soll das Projekt evaluiert werden?
Welche Projektschwerpunkte werden erwartet??
Es werden Projekte der Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten/Setting gefördert (z. B. Kita, Schule, Kommune / Quartier / ländlicher Raum), die geeignet sind, zu einer Verminderung sozial bedingter oder geschlechtsbezogener Ungleichheiten in Gesundheitschancen beizutragen. Hierbei ist zu beachten, dass ausschließlich primärpräventive Maßnahmen zur Verminderung von Gesundheitsrisiken entsprechend des Setting-Ansatzes der Gesundheitsförderung gefördert werden. Eine ganzheitliche gesundheitsförderliche Entwicklung von Lebenswelten im Sinne einer Kombination von verhältnis- und verhaltensorientierten Maßnahmen steht dabei im Fokus.
Für den kommunalen Raum bilden deshalb
die Förderung von Vernetzungsprozessen, insb. im Rahmen der Umsetzung integrierter Konzepte der Gesundheitsförderung und des Auf- und Ausbaus lebensweltübergreifender Präventionsketten,
die Beratung, Initiierung und partizipative Erarbeitung verhältnisorientierter Umgestaltungen,
die Organisation von Multiplikatorenschulungen
die Planung und Umsetzung zugehender Ansätze der Gesundheitsförderung im Sinne des Empowerments und
die Qualitätssicherung der Aktivitäten
förderfähige Schwerpunkte in Projekten. Die GKV können dabei keine öffentlichen Aufgaben übernehmen und nicht zu einer Regelfinanzierung kommunaler Angebote beitragen, sondern fördern nachhaltige Projekte für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren.
Die einzelnen Förderkriterien finden Sie in Kapitel 4: „Setting-Ansatz nach § 20 Abs. 1 [neu: 20a] SGB V“ aus dem Leitfaden Prävention Handlungsfelder und Kriterien des GKV-Spitzenverbandes zur Umsetzung der §§ 20, 20a und 20b SGB V ab Seite 27.
Besonders alle Verantwortlichen einer nicht-betrieblichen Lebenswelt (z.B. öffentlicher Gesundheitsdienst, Jugendamt, Wohlfahrtsverbände), die die Bereitschaft zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation mitbringen, sind antragsberechtigt. Alle Institutionen bzw. Träger, deren Projektideen in nichtbetrieblichen Lebenswelten (Settings) auf die Themen Gesundheitsförderung und Primärprävention abzielen, sind ebenfalls antragsberechtigt. Dazu zählen beispielweise zahlreiche freie und gemeinnützige Initiativen und Organisationen, Vereine, Stiftungen, Wohlfahrtsverbände, Netzwerke etc.
Aus dem Antrag sollte hervorgehen, dass der Antrag von dem verantwortlichen Settingträger (z.B. Kommune, Träger) unterstützt und mitgetragen wird. Sportvereine können Antragsteller sein, wenn sie den Antrag gemeinsam mit der Kommune stellen. Darüber hinaus muss der Stadtsportbund/Kreisportbund über das Projekt informiert werden.
Wenn das Projekt im Setting Kommune oder Quartier durchgeführt wird, und der Antragsteller selbst nicht die Kommune ist, ist zumindest eine Kooperation mit bzw. die Einbindung der Kommune notwendig. Hierfür ist ein entsprechender Nachweis vom Antragsteller zu erbringen (z.B. eine schriftliche Absichtserklärung des Gesundheitsamtes).
Einbindung bzw. Kooperation mit der Kommune ist in folgenden Fällen notwendig:
Sportvereine können Antragsteller sein, wenn sie den Antrag gemeinsam mit der Kommune stellen. Darüber hinaus muss der Stadtsportbund/Kreisportbund über das Projekt informiert werden.
Wenn das Projekt im Setting Kommune oder Quartier durchgeführt wird, und der Antragsteller selbst nicht die Kommune ist, ist zumindest eine Kooperation mit bzw. die Einbindung der Kommune notwendig.
Wenn ein Antragsteller gleichzeitig Leistungserbringer in dem von ihm beantragten Projekts nach §20 a SGB V ist.
Die Durchführung von Maßnahmen nach dem Setting-Ansatz im Auftrag der Krankenkassen kann nur durch Fachkräfte mit einem staatlich anerkannten Berufs- oder Studienabschluss mit Bezug zu Gesundheit und Prävention erfolgen.
Zudem sollten, insbesondere die Projektkoordinator*innen, über spezifische Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Prozess- und Projektmanagement verfügen.
Für die Durchführung von verhaltensbezogenen Maßnahmen der Primärprävention und Gesundheitsförderung sollte der Leistungserbringer den Anforderungen des Leitfadens Prävention für das jeweilige Handlungsfeld entsprechen bzw. von der Zentralen Prüfstelle Prävention zertifiziert sein. Ist dies nicht der Fall, sind Zeugniskopien der externen Anbieter / Leistungserbringer beizufügen.
Es können sowohl Personalkosten als auch projektbezogene Sachkosten gefördert werden. Personalkosten können beispielsweise die Neueinstellung von Mitarbeitern aber auch Arbeitszeitaufstockungen bereits beschäftigter Mitarbeiter umfassen.
Overheadkosten sind grundsätzlich nicht förderfähig. Sie können weder pauschalisiert noch aufgeschlüsselt beantragt werden. Projektbezogene Personal- und Sachkosten sind förderfähig und müssen im Finanzplan detailliert angegeben werden. Pauschalisierte Overheadkosten können allerdings als Eigenmittel ausgewiesen werden.
Kosten für Baumaßnahmen, Einrichtungsgegenstände, Mobiliar und technische Hilfsmittel können nicht finanziert werden.
Folgeprojekte können sich unter bestimmten Voraussetzungen um eine erneute Förderung bewerben: Wurde das Projekt in einem ersten Förderverfahren von den Krankenkassen/-verbänden in Nordrhein-Westfalen gefördert, so ist eine erneute Förderung möglich, wenn das Projekt im Antrag um neue Elemente erweitert wird und neue Prozesse zur Verhältnis- und Verhaltensänderung angestoßen werden.
Förderanträge, die nicht von der Einrichtung /dem Einrichtungsträger selbst gestellt werden
Forschungsprojekte / Screenings ohne Interventionsbezug,
Das Kapitel 4: „Setting-Ansatz nach § 20 Abs. 1 [neu: 20a] SGB V“ aus dem Leitfaden Prävention Handlungsfelder und Kriterien des GKV-Spitzenverbandes
zur Umsetzung der §§ 20, 20a und 20b SGB V stellt die Ausschlusskriterien ausführlich auf Seite 26 vor.
• Aus-/Umbau Kantine
• Personalkosten Beratungsstelle
• Ausstattung mit Spiel-, Sport- und Freizeitgeräten
Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Aus identischen oder ähnlichen Projekten bzw. Bewilligungen anderer Zuwendungsempfänger können keine Ansprüche abgeleitet werden.
Die Förderung erfolgt freiwillig sowie im Rahmen und unter dem Vorbehalt ausreichender Haushaltsmittel.
Mit jedem Antrag muss ein inhaltlich fundiertes und überzeugendes Konzept sowie ein detaillierter Finanzierungsplan eingereicht werden. Daneben sind auch ergänzende Unterlagen (z. B. Qualifikationen der Leistungserbringer) oder Stellungnahmen (für bestimmte Settings o.ä.) einzureichen. Diese ergänzenden Materialien können dem Anhang der E-Mail beigefügt werden, mit der der Antrag eingereicht wird. Die E-Mail ist an folgende Adresse zu richten: kontakt@praeventionsgesetz.nrw.de.
Sie werden gebeten bis zur Rückmeldefrist von Nachfragen zu Ihrem Antrag abzusehen.
Antragssteller können sich vor der Einreichung von Anträgen von der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit beraten lassen.
Der Antrag kann über das digitale Antragsformular per Scan (mit Unterschrift) an folgende E-Mail Adresse geschickt kontakt@praeventionsgesetz.nrw.de oder auch auf dem Postweg eingereicht werden:
Sofern die antragstellende Schule Mitglied im Landesprogramm BuG ist, der Antrag aber dennoch bei der Prüfstelle Prävention in nicht-betrieblichen Lebenswelten gestellt wird, erfolgt nach Rücksprache mit dem Antragsteller eine Weiterleitung an die Landeskoordinatorin von Bildung und Gesundheit.
Die Bearbeitungsdauer eines Antrags hängt von der Anzahl der eingehenden Anträge sowie der jeweiligen Antragsqualität ab. Während des Begutachtungsprozesses des Projekts kann es notwendig sein, dass ergänzende Informationen beim Antragsteller angefordert werden. Dies kann den Prozess verlängern.
Wann wird das Geld ausgezahlt ?
Projekte können in der Regel bis zu 3 Jahren gefördert werden. Anschließend ist für die Weiterführung mit eigenen Ressourcen Sorge zu tragen (Nachhaltigkeit).
Eine erneute Beantragung von Fördermitteln ist ggf. unter der Voraussetzung möglich, dass das bestehende Projekt um neue Elemente erweitert wird und neue Prozesse zur Verhältnid- und Verhaltensänderung angestoßen werden.
Ja, Eigenmittel sind einzubringen und im Finanzplan kenntlich zumachen. Eine Mindestgrenze für Eigenmittel gibt es nicht.
Eigenmittel können beispielsweise Sachmittel oder Personalkosten sein (z. B. Räume, technische Ausstattung). Sie sollten in Relation zur beantragten Fördersumme eine angemessene Höhe aufweisen.
Ja, das Projekt muss evaluiert werden. Auch hier hängt der Umfang der Evaluation von Projektgröße und -umfang ab.
Muss nach dem Projektabschluss ein Verwendungsnachweis erbracht werden?
Ja. Nach Ablauf des Vorhabens müssen die entstandenen Kosten durch einen Sachbericht und durch Belege nachgewiesen werden. Zudem ist eine Projektdokumentation zu erstellen.
Für Fragen nutzen Sie bitte die E-Mail Adresse kontakt@praeventionsgesetz.nrw.de.
Für eine erste telefonische Beratung erreichen Sie die Lotsenstelle unter 0234 91535-2107.