Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20R%20190/78
Timestamp: 2019-10-16 15:54:39
Document Index: 381829046

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 20', '§ 9', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 9', '§ 12', '§ 17', '§ 12']

BFH, 21.10.1980 - VIII R 190/78 - dejure.org
BFH, 21.10.1980 - VIII R 190/78
https://dejure.org/1980,359
BFH, 21.10.1980 - VIII R 190/78 (https://dejure.org/1980,359)
BFH, Entscheidung vom 21.10.1980 - VIII R 190/78 (https://dejure.org/1980,359)
BFH, Entscheidung vom 21. Januar 1980 - VIII R 190/78 (https://dejure.org/1980,359)
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EStG § 9 Abs. 1 Sätze 1 und 2, § 20
Abzinsung - Kaufpreisrate - Werbungskosten - Einkünfte aus Kapitalvermögen - Kaufpreisforderung
EStG § 9 Abs. 1 Satz 1, Satz 2, § 20
DB 1981, 973
Der IX. Senat bezieht sich dabei auf das BFH-Urteil vom 21. Oktober 1980 VIII R 190/78 (BFHE 132, 38, BStBl II 1981, 160) zur Frage der Abzinsung von Kaufpreisraten.
Der Zinsanteil unterliegt als "Zinsen aus sonstigen Kapitalforderungen" nach § 20 Abs. 1 Nr. 4 EStG 1975/§ 20 Abs. 1 Nr. 8 EStG 1977 der Steuer (BFH-Urteile vom 25. Juni 1974 VIII R 163/71, BFHE 114, 463, BStBl II 1975, 431; vom 21. Oktober 1980 VIII R 190/78, BFHE 132, 38, BStBl II 1981, 160; vom 11. Dezember 1986 IV R 222/84, BFHE 149, 149, 156, BStBl II 1987, 553).
Bei der Bestimmung des Zinsanteils ist grundsätzlich von einem Rechnungszinsfuß von 5, 5 v. H. auszugehen (BFHE 132, 38, BStBl II 1981, 160), sofern die Vertragspartner nicht einen höheren Rechnungszinsfuß vereinbart haben.
Hiervon ist die Rechtsprechung auch sonst bei vergleichbaren Gestaltungen ausgegangen (vgl. BFH-Urteile vom 25. Juni 1974 VIII R 163/71, BFHE 114, 463, BStBl II 1975, 431; vom 25. Februar 1975 VIII R 19/70, BFHE 115, 514, BStBl II 1975, 647; vom 21. Oktober 1980 VIII R 190/78, BFHE 132, 38, BStBl II 1981, 160; vom 7. Juli 1983 IV R 47/80, BFHE 139, 154, BStBl II 1983, 753).
Da angenommen werden kann, daß die Beteiligten den zu zahlenden Gesamtbetrag unter Berücksichtigung dieses Zinssatzes ermittelt haben, ist er auch der Ermittlung des Barwerts zugrunde zu legen (BFHE 132, 38, BStBl II 1981, 160); hieran anknüpfend ist der Kapitalwert der Restzahlung mit 77.200 DM anzunehmen, so daß die Tätigkeitsvergütung insgesamt 122.220 DM betragen hat.
Der Gehaltsverzicht des Klägers gegenüber seiner Arbeitgeberin in Höhe von monatlich rund 580, 00 EUR, der - verbunden mit der parallelen Zurverfügungstellung eines Firmenwagens sowohl für Dienst- als auch für Privatfahrten - für den Kläger die kostenfreie Durchführung der Dienstreisen ermöglicht habe, führe nicht zu steuerlich relevantem Aufwand des Klägers i. S. von § 9 Abs. 1 EStG (Hinweis auf BFH-Urteil vom 21. Oktober 1980 VIII R 190/78, Bundessteuerblatt -BStBl- II 1981, 160 sowie Hartz-Meeßen-Wolf, ABC-Führer Lohnsteuer, 4. Aufl., Stichwort "Gehaltsumwandlung", Rz. 23).
Keine Aufwendungen und damit keine Werbungskosten liegen vor, wenn Einnahmen dadurch entgehen, dass darauf - wie im vorliegenden Fall aufgrund der einvernehmlichen Umwandlung von Barlohn in Sachlohn gegeben - verzichtet wird (BFH-Urteil vom 21. Oktober 1980 VIII R 190/78, BStBl II 1981, 160; OFD Münster vom 24. August 2010, Der Betrieb -DB- 2010, 2025;… Hartz/Meeßen/Wolf, ABC-Führer Lohnsteuer, 4. Aufl., Stichwort "Gehaltsumwandlung", Rz. 23).
Die Ermittlung des in der ersten Rate von ... DM enthaltenen Zinsanteils nach § 12 Abs. 3 Satz 1 und 2 BewG (unter Anwendung der Hilfstafel 1 a gemäß der Bekanntmachung der Neufassung der Vermögensteuer-Richtlinien für die Vermögensteuer Hauptveranlagung 1989 vom 9. März 1989, BStBl I, Sonder-Nr. 1 1989, 25 A), wonach ein Zinssatz von 5, 5 % angesetzt wird, begegnet keinen Bedenken (BFHE 132, 38, BStBl II 1981, 160).
Kaufpreisraten sind auch dann in einen Tilgungs- und einen Zinsanteil aufzuteilen, wenn die Vertragsparteien eine Verzinsung ausdrücklich ausgeschlossen haben (BFH-Urteile vom 25. Juni 1974 VIII R 163/71, BFHE 114, 463, BStBl II 1975, 431, und vom 21. Oktober 1980 VIII R 190/78, BFHE 132, 38, BStBl II 1981, 160).
Sichert der Veräußerer den Kaufpreis durch Devisengeschäfte ab, ist dies für die Bestimmung des Veräußerungspreises ebenso irrelevant, wie auch Zinsen auf eine gestundete Kaufpreisforderung nicht zum Veräußerungspreis zählen (vgl. BFH-Urteil vom 21. Oktober 1980 VIII R 190/78, BFHE 132, 38, BStBl II 1981, 160; Blümich/Ebling, § 17 EStG Rz 183).
Eine unverzinsliche Schuld i. S. des § 12 Abs. 3 Satz 1 BewG ist auch dann gegeben, wenn - wie vorliegend - die Verzinsung ausdrücklich ausgeschlossen ist (vgl. BFH-Urteil vom 21. Oktober 1980 VIII R 190/78, BFHE 132, 38, BStBl II 1981, 160).
Zerlegung einer gestundeten Kaufpreisforderung - Zinsanteil - Kapitalanteil - …
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Steuerliche Einordnung der Zahlungen für die Übertragung einer Handelsagentur; …
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Qualifizierung ausstehender Stammeinlagen und Aufgelder als Besitzposten ; …
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