Source: http://www.azuro-muenchen.de/azubi-beratung/ausbildungsberater/kuendigung-in-der-ausbildung.html
Timestamp: 2017-07-21 00:40:04
Document Index: 376386944

Matched Legal Cases: ['§22', '§ 22', '§22', '§22', '§ 22', '§22', '§ 22', '§22']

Zum Thema Kündigung haben wir drei Podcasts erstellt. Du kannst dich also zurücklehnen und dir alles in Ruhe anhören: Der Ausbildungsplatzwechsel Die Abmahnung Die Kündigung Ausbildungsplatzwechsel Aufhebungsvertrag Kündigung durch den Azubi Kündigung durch den Ausbilder Ausbildungsplatzwechsel Hier der Podcast zum Thema: Der Ausbildungsplatzwechsel Viele Auszubildende möchten ihre Ausbildung gerne beenden, halten es aber im Betrieb nicht mehr aus. Ein Ausbildungsplatzwechsel ist kein Beinbruch. In manchen Berufen wie zum Beispiel bei den Köchen oder Friseuren wechselt fast jeder zweite Azubi einmal den Ausbildungsplatz. Einen Wechsel solltest du dir natürlich gut überlegen und nicht aus heiterem Himmel beschließen, denn in deinem neuen Betrieb hast du auch wieder eine Probezeit, neue Arbeitsabläufe und ein Team indem du dich zurechtfinden musst. Bei einem Ausbildungsplatzwechsel solltest du folgendermaßen vorgehen: Am Anfang steht die Ausbildungsplatzsuche: Du musst einen neuen Ausbildungsbetrieb finden, der bereit ist, dich zu übernehmen. Du solltest erst kündigen, wenn du einen neuen Ausbildungsplatz gefunden hast, denn dann stehst du bei der Bewerbung nicht unter Druck und das (noch) bestehende Ausbildungsverhältnis zählt wie ein gutes Arbeitszeugnis und macht glaubhaft, dass nicht der Betrieb etwas an dir, sondern du etwas an dem Betrieb auszusetzen hast! Wenn du es gar nicht mehr aushältst, kannst du natürlich auch vorher kündigen, aber dann kann es zu folgendem Nachteil für dich kommen: Falls nämlich zwischen zwei Ausbildungsverhältnissen zu lange Zeit vergeht, wird dir die Zeit in der du nicht in Ausbildung warst, an deine Ausbildungszeit hinten angehängt, und du wirst eventuell erst ein halbes Jahr später zur Abschlussprüfung zugelassen. Oft lohnt es sich auch, mal in der Berufsschule rumzufragen, ob jemand von einer freien Stelle weiß. Erst wenn du einen neuen Ausbildungsplatz hast, solltest du dein altes Ausbildungsverhältnis beenden. Wie das geht, erfährst du in den nächsten beiden Punkten Aufhebungsvertrag und Kündigung durch den Azubi. Falls sich dein Betrieb nach deinem Wechsel weigert, dein letztes Gehalt zu zahlen, deinen Urlaub auszuzahlen, deine Arbeitspapiere auszuhändigen oder ein Arbeitszeugnis zu schreiben, solltest du möglichst bald eine Geltendmachung schreiben. Wie das geht, erfährst du unter dem Punkt Rechtsbehelf. Achtung: Auch in deinem neuen Ausbildungsverhältnis hast du erst mal Probezeit! Wenn du deinen Ausbildungsplatz wechseln willst, kannst du dich an uns wenden. Wir helfen dir gerne: Kontaktformular Aufhebungsvertrag Was ist ein Aufhebungsvertrag?Ein Aufhebungsvertrag ist keine Kündigung! Im Gegensatz zur Kündigung kündigt beim Aufhebungsvertrag nicht eine Partei der anderen. Beim Aufhebungsvertrag lösen Azubi und Ausbildungsbetrieb das Ausbildungsverhältnis in gegenseitigem Einvernehmen auf. Im Klartext heißt das, beide Vertragsparteien wollen das Ausbildungsverhältnis nicht mehr fortsetzen und sind sich über die Beendigung einig. Der Zeitpunkt der Vertragsauflösung kann frei vereinbart werden, es gibt also keine Fristen, die eingehalten werden müssen. Wann ist ein Aufhebungsvertrag sinnvoll? Bei einem von dir gewünschten Ausbildungsplatzwechsel kann ein Aufhebungsvertrag unter Umständen die einfachste Möglichkeit sein, wenn dein Ausbilder mit deinem Weggang einverstanden ist. Unterschreibe einen Aufhebungsvertrag aber nur, wenn du bereits einen neuen Ausbildungsvertrag hast oder ganz sicher bist, dass du in dem Betrieb nicht bleiben willst, denn wenn der Aufhebungsvertrag einmal freiwillig unterschrieben ist, kann man nichts mehr machen! Wenn du die Berufsausbildung aufgeben willst, ist in der Regel eine ordentliche Kündigung mit vier Wochen Frist wegen Berufsaufgabe besser. Wenn eine Kündigung durch den Ausbilder nicht möglich ist, missbrauchen Ausbilder manchmal leider den Aufhebungsvertrag, um einen Azubi loszuwerden. Dann heißt es plötzlich: "Entweder du unterschreibst den Aufhebungsvertrag oder ich kündige dich." In diesem Fall solltest du auf keinen Fall unterschreiben und dich schleunigst bei azuro beraten lassen. Dasselbe gilt, wenn du den Aufhebungsvertrag bereits unter Druck unterschrieben hast. Was ist der Nachteil bei einem Aufhebungsvertrag? Wenn du einen Aufhebungsvertrag unterschreibst, bist du mitschuldig am Verlust deines Ausbildungsplatzes. In diesem Fall kann dir unter Umständen bei einer folgenden Arbeitslosigkeit dein Arbeitslosengeld eine Zeitlang gesperrt werden! Außerdem kannst du gegen einen Aufhebungsvertrag - im Gegensatz zu einer Kündigung durch den Ausbilder - keinen Widerspruch einlegen, da ja deine Zustimmung nötig war. Was musst du beim Aufhebungsvertrag beachten? Der Aufhebungsvertrag wird zweimal angefertigt. Jedes Exemplar wird dann von Azubi und Ausbilder unterschrieben und Azubi und Ausbilder erhalten je ein Exemplar. Bei minderjährigen Azubis muss der Ausbildungsvertrag auch von dem gesetzlichen Vertreter, im Regelfall den Eltern, unterschrieben werden. Falls der Aufhebungsvertrag vom Betrieb aufgesetzt wird, solltest du den ganzen Vertrag gründlich lesen, vor allem das Kleingedruckte. Ein einfacher Aufhebungsvertrag sieht so aus: Ort/Datum Aufhebungsvertrag Zwischen _____ (Name Ausbilder) und _____ (Name Azubi/rechtlicher Vertreter bei minderjährigem Azubi) Hiermit beenden die Vertragsparteien in gegenseitigem Einvernehmen das Ausbildungsverhältnis zum _______(Datum). ____________ (Ort, Datum) ____________ (Unterschrift Ausbilder) ____________ (Unterschrift Azubi) ____________ (Unterschrift rechtlicher Vertreter bei minderjährigem Azubi) Wenn du einen Aufhebungsvertrag machen willst, kannst du dich gerne an uns wenden. Wir bieten Azubis aus München Beratung an: Kontaktformular Kündigung durch den Azubi Kündigung vor Beginn der Ausbildung und in der Probezeit Das Ausbildungsverhältnis kann während der Probezeit ohne Angabe von Gründen und ohne Kündigungsfrist jederzeit gekündigt werden (§22 Berufsbildungsgesetz). Die Kündigung muss schriftlich erfolgen. Da es keine Frist einzuhalten gilt, endet das Ausbildungsverhältnis zu dem Zeitpunkt, der in der Kündigung angegeben ist, in der Regel sofort. Unabhängig von der Kündigungsart stehen dir nach der Kündigung alle Leistungen zu, die du dir bis zum Kündigungszeitpunkt erworben hast - insbesondere Restgehalt und Urlaubsansprüche, die ausbezahlt werden müssen und ein Arbeitszeugnis. Falls du minderjährig bist, müssen auch deine gesetzlichen Vertreter, in der Regel deine Eltern, die Kündigung unterschreiben. Und so sieht eine Kündigung in der Probezeit aus: Adresse Azubi Adresse Betrieb Ort/Datum Kündigung in der Probezeit Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit kündige ich mein Ausbildungsverhältnis nach § 22 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz in der Probezeit zum ________ (Datum). Mit freundlichen Grüßen, ____________ (Unterschrift Azubi) ____________ (Unterschrift des gesetzlichen Vertreters bei minderjährigem Azubi) Außerordentliche und fristlose Kündigung Du kannst außerordentlich und fristlos kündigen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§22 Berufsbildungsgesetz). Fristlos bedeutet: Du kannst sofort gehen, nachdem du die Kündigung übergeben hast oder nachdem die Kündigung per Post im Betrieb angekommen ist. Wichtige Gründe sind zum Beispiel: Verstöße gegen das Jugendarbeitsschutzgesetz oder das Arbeitszeitgesetz Ausbildungsfremde Tätigkeiten Sexuelle Belästigung oder Züchtigung (körperliche Gewalt) Ausbleibende Ausbildungsvergütung Überstunden, die nicht bezahlt oder in Freizeit ausgeglichen wurden Systematisch schlechte Behandlung (immer wieder Beschimpfungen, Beleidigungen, Benachteiligungen, Diskriminierung) Du musst schriftlich und unter genauer Angabe der Gründe (wer, was, wann, wo) kündigen. Sonst ist die Kündigung unwirksam. Sie ist auch unwirksam, wenn dir der auslösende Kündigungsgrund bereits länger als zwei Wochen bekannt war. Zunächst musst auch du deinen Betrieb in Form einer Abmahnung oder eines Hinweises auf die Pflichtverstöße hinweisen. Wenn darauf hin keine Besserung eintritt, dann kannst du eine fristlose Kündigung ausstellen. Den Hinweis musst du nicht schreiben, wenn es sich um eine extrem schwere Pflichtverletzung handelt (z.B.: sexuelle Belästigung) oder der Betrieb diese nicht beheben kann (z.B.: es gibt keinen Ausbilder im Betrieb). Falls du minderjährig bist, müssen auch deine gesetzlichen Vertreter - in der Regel deine Eltern - die Kündigung unterschreiben. Überlege dir die Kündigung gut. Kündige nie selbst, weil du unter Druck gesetzt wirst! Achtung: Eine außerordentliche Kündigung zu schreiben, ist eine Wissenschaft für sich und deshalb gibt es keine allgemeine Vorlage. Du musst in der fristlosen Kündigung schwere Vorwürfe gegen deinen Ausbildungsbetrieb erheben und damit die Sache wasserdicht ist, solltest du als Vorbereitung Nachweise sammeln (z.B.: Dienstplan, Berichtsheft, Mobbingtagebuch) und die Kündigung nicht alleine schreibe. Hilfe kannst du dir bei azuro holen. Reichen deine Kündigungsgründe nicht aus, dann kann dein Betrieb der Kündigung widersprechen und dich unter Umständen auf Schadensersatz verklagen. Rückendeckung kannst du oft auch nach der Kündigung gebrauchen: Wenn der Azubi kündigt, ist der Betrieb vielleicht verärgert und gibt dir nicht immer freiwillig, was dir noch zusteht, zum Beispiel Arbeitszeugnis, Arbeitspapiere, Restgehalt, Urlaubsansprüche, die ausbezahlt werden müssen. Wenn du Fragen zur fristlosen Kündigung hast, kannst du dich gerne an uns wenden. Wir bieten Auszubildenden aus München Beratung an: Kontaktformular Ordentliche Kündigung mit vier Wochen FristJeder hat ein Grundrecht auf freie Berufswahl - das steht in der deutschen Verfassung. Deshalb hast du immer die Möglichkeit, mit einer Frist von vier Wochen zu kündigen, wenn du die Berufsausbildung aufgeben und/oder den Ausbildungsberuf wechseln willst (§22 Berufsbildungsgesetz). Es genügt, wenn zum Zeitpunkt der Kündigung der ernsthafte Wille zur Berufsaufgabe oder zum Berufswechsel vorliegt. Wenn du den Ausbildungsplatz wechseln möchtest und in deinem Ausbildungsberuf bleibst, dann ist die ordentliche Kündigung mit einer Frist von vier Wochen nicht geeignet. Hier eine Vorlage für eine ordentliche Kündigung: Adresse Azubi Adresse Betrieb Ort/Datum Ordentliche Kündigung Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit kündige ich mein Ausbildungsverhältnis nach § 22 Abs. 2 Nr. 2 Berufsbildungsgesetz mit vier Wochen Frist zum __________ (Datum eintragen, das in vier Wochen sein wird), weil ich meine Berufsausbildung aufgeben will. Mit freundlichen Grüßen, ____________ (Unterschrift Azubi) ____________ (Unterschrift des gesetzlichen Vertreters bei minderjährigem Azubi) Wenn du Fragen zur ordentlichen Kündigung hast, kannst du dich gerne an uns wenden. Wir bieten Auszubildenden aus München Beratung an: Kontaktformular Kündigung durch den Ausbilder Abmahnung Zum Thema Abmahnung haben wir einen Podcast im Angebot. Du kannst dich also zurücklehnen und dir alles in Ruhe anhören: Die Abmahnung Eine Abmahnung ist erst mal ein Schock und das soll sie auch sein! Eine Abmahnung soll dir deutlich zu verstehen geben, dass dein Betrieb mit deiner Leistung oder deinem Verhalten nicht zufrieden ist und du gegen deine Pflichten im Ausbildungsverhältnis verstoßen hast. Damit die Abmahnung formal richtig ist, muss sie zeitnah erfolgen und ganz genau drin stehen, welche Pflichtverletzung dir zum Vorwurf gemacht wird. Außerdem muss dir eine Abmahnung auch immer die Kündigung androhen, falls du deine Leistung oder dein Verhalten nicht änderst. Bei verhaltensbedingten Pflichtverstößen, müssen der Kündigung Abmahnungen aus dem gleichen Grund vorausgehen, damit du die Möglichkeit hast dein Verhalten zu ändern. Ausnahme: Bei groben Vergehen wie zum Beispiel nachweislicher Diebstahl kann auch ohne Abmahnung gekündigt werden. Du solltest eine Abmahnung auf jeden Fall ernst nehmen und versuchen, deine Leistung oder dein Verhalten im angesprochenen Bereich zu verändern. Wann ist eine Abmahnung nicht gerechtfertigt? Zunächst mal dann, wenn sie inhaltlich falsch ist und du die Sache ganz anders siehst. Eine Abmahnung kann aber auch rechtlich ungerechtfertigt sein. Eine Abmahnung wegen schlechter Noten ist zum Beispiel in der Regel ungerechtfertigt, weil du nichts dafür kannst, wenn du in der Schule nicht gut bist obwohl du den Unterricht besuchst und lernst. Auch ist es normal, dass Auszubildende (vor allem im ersten Lehrjahr) Fehler machen, denn schließlich sind sie ja im Betrieb um zu lernen. Was kannst du tun, wenn die Abmahnung deiner Meinung nach ungerechtfertigt ausgesprochen ist? Dann kannst du eine Gegendarstellung schreiben, mehr dazu unter dem Punkt Rechtsbehelf. Wenn du Fragen zu einer Abmahnung hast, kannst du dich gerne an uns wenden. Wir bieten Azubis aus München Beratung an: Kontaktformular Kündigung vor Beginn der Ausbildung und in der Probezeit Das Ausbildungsverhältnis kann während der Probezeit - also in der Regel in den ersten vier Monaten der Ausbildung - ohne Angabe von Gründen und ohne Kündigungsfrist jederzeit gekündigt werden (§22 Berufsbildungsgesetz). Die Kündigung muss schriftlich erfolgen. Da es keine Frist einzuhalten gilt, endet das Ausbildungsverhältnis zu dem Zeitpunkt, der in der Kündigung angegeben ist, in der Regel sofort. Unabhängig von der Kündigungsart stehen dir nach der Kündigung alle Leistungen zu, die du dir bis zum Kündigungszeitpunkt erworben hast - insbesondere Restgehalt und Urlaubsansprüche, die ausbezahlt werden müssen und ein Arbeitszeugnis. Falls du minderjährig bist, müssen auch deine gesetzlichen Vertreter - in der Regel deine Eltern - die Kündigung erhalten. Gegen eine Kündigung vor der Ausbildung oder in der Probezeit kann man sich in der Regel schwer wehren. Und so sieht eine Kündigung in der Probezeit aus: Adresse Betrieb Adresse Azubi Ort/Datum Kündigung in der Probezeit Sehr geehrte Frau/Herr __________ hiermit kündige ich/wir ihr Ausbildungsverhältnis nach § 22 Abs. 1 in der Probezeit zum _________ (Datum). Mit freundlichen Grüßen, _________________ (Unterschrift Ausbilder) Wenn du Fragen zu einer Kündigung in der Probezeit hast, kannst du dich gerne an uns wenden. Wir bieten Azubis aus München Beratung an: Kontaktformular Fristlose und außerordentliche Kündigung Zum Thema Kündigung haben wir einen Podcast erstellt. Du kannst dich also zurücklehnen und dir alles in Ruhe anhören: Die Kündigung Nach der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis vom Ausbilder nur noch außerordentlich und fristlos gekündigt werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (§22 Berufsbildungsgesetz). Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn die Fortsetzung des Ausbildungsverhältnisses bis zum Ablauf der Ausbildungszeit für den Ausbilder unzumutbar geworden ist. Wichtige Gründe sind zum Beispiel: Wiederholtes Schwänzen der Berufsschule Häufiges zu spät kommen in der Arbeit Eigenständiger Urlaubsantritt Mehrmaliges unentschuldigtes Fehlen in der Arbeit Trotz Aufforderung nicht geführte schriftliche Ausbildungsnachweise Diebstahl Bei der Prüfung des wichtigen Grundes, muss der besondere Charakter des Ausbildungsverhältnisses berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass bei Pflichtverletzungen, schlechten Leistungen oder leichten Vergehen eine fristlose Kündigung des Azubis erst dann zulässig ist, wenn trotz aller Erziehungsmaßnahmen - zum Beispiel Ermahnungen und Abmahnungen - keine Besserung eintritt. Der Kündigung müssen deshalb normalerweise Abmahnungen aus dem gleichen Grund vorausgehen. Wie oft vor einer Kündigung abgemahnt werden muss hängt von der Schwere der Pflichtverletzung, dem Abstand der Pflichtverstöße und der zeitlich fortgeschrittenen Dauer des Ausbildungsverhältnisses und der notwendigen Reife des Azubis ab. Ausnahme: Bei besonders gravierenden Verfehlungen wie zum Beispiel nachweislicher Diebstahl oder ein tätlicher Angriff auf den Ausbilder kann auch ohne Abmahnung gekündigt werden. Die Kündigung muss unter genauer Angabe der Kündigungsgründe schriftlich ausgesprochen werden. Die Gründe für eine Kündigung dürfen dem Ausbilder nicht länger als zwei Wochen bekannt sein. Die Kündigung eines minderjährigen Azubis muss grundsätzlich auch gegenüber den gesetzlichen Vertretern - im Allgemeinen also gegenüber den Eltern - erklärt werden. Unabhängig vom Kündigungsgrund stehen dir nach der Kündigung alle Leistungen zu, die du dir bis zum Kündigungszeitpunkt erworben hast - insbesondere Restgehalt und Urlaubsansprüche, die ausbezahlt werden müssen und ein Arbeitszeugnis. Achtung: Nach der Kündigung hast du drei Wochen Zeit um Widerspruch einzulegen und Klage beim zuständigen Arbeitsgericht einzureichen. Sollte es eine Schlichtungsstelle bei der zuständigen Kammer geben, dann ist diese dem Arbeitsgericht vorgelagert. Wenn du diese Frist versäumst, ist die Kündigung wirksam! Mehr zu dem Thema Widerspruch gegen eine Kündigung findest du unter dem Punkt: Rechtsbehelf Wenn du eine fristlose Kündigung erhalten hast, solltest du sofort Kontakt mit uns aufnehmen. Wir beraten Azubis aus München gerne: Kontaktformular