Source: https://www.hensche.de/Arbeitsrecht_aktuell_Massenentlassung_EuGH_C-44/08.html
Timestamp: 2019-06-15 22:47:32
Document Index: 142293903

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art.2', '§ 17', 'EuG', 'Art. 2', 'Art. 2', '§ 17', '§ 17', '§ 17', 'EuG', 'EuG', 'EuG', '§ 17', 'EuG', 'EuG', 'Art. 2', 'EuG', 'EuG', 'Art. 2', '§ 17', '§ 17', '§ 111', '§ 113', '§ 111', '§ 113', '§ 17']

Konsultation der Arbeitnehmervertreter bei geplanter Massentlassung - HENSCHE Arbeitsrecht
ARBEITSRECHT AKTUELL // 10/001
Kon­sul­ta­ti­on der Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter bei ge­plan­ter Mas­s­ent­las­sung
EuGH ent­schei­det zu Mas­sen­ent­las­sung im Kon­zern: Eu­ro­päi­scher Ge­richts­hof, Ur­teil vom 10.09.2009, C-44/08 (AEK gg. SFC)
Mas­sen­ent­las­sun­gen in Kon­zern­ge­sell­schaf­ten
04.01.2010. Der Eu­ro­päi­sche Ge­richts­hof (EuGH) hat in ei­nem vor kur­zem er­gan­ge­nen Ur­teil über die Fra­ge ent­schie­den, wann die In­for­ma­tio­nen, die der Ar­beit­ge­ber den be­trieb­li­chen Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tun­gen über ei­ne be­ab­sich­tig­te Mas­sen­ent­las­sung im Kon­zern zu ge­ben hat, als recht­zei­tig an­zu­se­hen sind: EuGH, Ur­teil vom 10.09.2009, Rs. C‑44/08 (AEK ./. Fu­jit­su Sie­mens Com­pu­ters Oy).
Grund­la­ge des Ur­teils ist die Richt­li­nie 98/59/EG des Ra­tes vom 20.07.1998 zur An­glei­chung der Rechts­vor­schrif­ten der Mit­glied­staa­ten über Mas­sen­ent­las­sun­gen, de­ren Art.2 den Ar­beit­ge­ber im Fal­le ei­ner be­ab­sich­tig­ten Mas­sen­ent­las­sung da­zu ver­pflich­tet, die Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter recht­zei­tig zu kon­sul­tie­ren, um zu ei­ner Ei­ni­gung zu ge­lan­gen. Die­se Richt­li­nie ist auch für die Aus­le­gung von § 17 Kün­di­gungs­schutz­ge­setz (KSchG) be­deut­sam.
Sind Ent­schei­dun­gen der Kon­zern­zen­tra­le, die Mas­sen­ent­las­sun­gen in ei­nem Toch­ter­un­ter­neh­men zur Fol­ge ha­ben, dem Be­triebs­rat des Toch­ter­un­ter­neh­mens mit­zu­tei­len?
Der fin­ni­sche Vor­la­ge­fall: AEK gg. Fu­jit­su Sie­mens Com­pu­ters (FSC)
EuGH: Kon­sul­ta­ti­ons­pflicht bei Wei­chen­stel­lung der Kon­zern­zen­tra­le mit kon­kre­ten Aus­wir­kun­gen auf die Toch­ter­ge­sell­schaft
Be­ab­sich­tigt der Ar­beit­neh­mer, ei­ne Mas­sen­ent­las­sung vor­zu­neh­men, ist er nach den Vor­ga­ben der sog. Mas­sen­ent­las­sungs­richt­li­nie (Richt­li­nie 98/59/EG des Ra­tes vom 20.07.1998 zur An­glei­chung der Rechts­vor­schrif­ten der Mit­glied­staa­ten über Mas­sen­ent­las­sun­gen) da­zu ver­pflich­tet, die Ver­tre­ter der Ar­beit­neh­mer „recht­zei­tig“ zu kon­sul­tie­ren, um zu ei­ner Ei­ni­gung zu ge­lan­gen (Art. 2 Abs. 1 Richt­li­nie 98/59/EG).
Nach Abs. 2 die­ser Vor­schrift er­stre­cken sich die­se Kon­sul­ta­tio­nen zu­min­dest auf die Möglich­keit, Mas­sen­ent­las­sun­gen zu ver­mei­den oder zu be­schränken, so­wie auf die Möglich­keit, ih­re Fol­gen durch so­zia­le Be­gleit­maßnah­men, die ins­be­son­de­re Hil­fen für ei­ne an­der­wei­ti­ge Ver­wen­dung oder Um­schu­lung der ent­las­se­nen Ar­beit­neh­mer zum Ziel ha­ben, zu mil­dern.
In Deutsch­land wur­den die in Art. 2 Richt­li­nie 98/59/EG ent­hal­te­nen Vor­ga­ben durch § 17 Abs. 2 Kündi­gungs­schutz­ge­setz (KSchG) in na­tio­na­les Recht um­ge­setzt. Hier ist im ein­zel­nen be­stimmt, über wel­che Umstände und Hin­ter­gründe der Ar­beit­ge­ber bei ei­ner be­ab­sich­tig­ten Mas­sen­ent­las­sung den Be­triebs­rat, d.h. die deut­sche Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung, „recht­zei­tig“ in­for­mie­ren muss und dass er mit ihm Möglich­kei­ten zur Ver­mei­dung oder Ein­schränkung der Ent­las­sun­gen so­wie der Mil­de­rung ih­rer Fol­gen zu be­ra­ten hat.
Wie die Mas­sen­ent­las­sungs­richt­li­nie ver­pflich­tet § 17 Abs. 2 KSchG den Ar­beit­ge­ber nicht zu ei­ner Ei­ni­gung, d.h. er ist nur zu Be­ra­tun­gen mit dem Be­triebs­rat ver­pflich­tet (die mögli­cher­wei­se er­geb­nis­los en­den können). Ei­ne Pflicht zur Verständi­gung zwi­schen Ar­beit­ge­ber und Be­triebs­rat sieht das deut­sche Recht nur vor, wenn sich die Mas­sen­ent­las­sun­gen nicht ver­mei­den las­sen, nämlich in Be­zug auf die Mil­de­rung der durch die Ent­las­sung be­ding­ten wirt­schaft­li­chen Nach­tei­le: Die­se sind Ge­gen­stand ei­nes So­zi­al­plans, der vom Be­triebs­rat not­falls mit Hil­fe ei­nes Spruchs der Ei­ni­gungs­stel­le er­zwun­gen wer­den kann.
Eben­so­we­nig wie die Richt­li­nie 98/59/EG de­fi­niert § 17 KSchG al­ler­dings, was un­ter ei­ner „recht­zei­ti­gen“ In­for­ma­ti­on und da­mit un­ter ei­nem recht­zei­ti­gen Be­ginn der Kon­sul­ta­ti­on zu ver­ste­hen ist. Die­se Fra­gen sind bis­lang durch die Recht­spre­chung kaum geklärt. So ist z.B. un­klar, ob bei ei­ner Mas­sen­ent­las­sung in ei­nem kon­zern­zu­gehöri­gen Toch­ter­un­ter­neh­men be­reits die stra­te­gi­sche Wei­chen­stel­lung in der Kon­zern­zen­tra­le, die das Toch­ter­un­ter­neh­men zu Ent­las­sun­gen „bei sich“ zwingt, als recht­li­cher „Start­schuss“ an­zu­se­hen ist und den Ar­beit­ge­ber (die Kon­zern­zen­tra­le oder das Toch­ter­un­ter­neh­men?) zu In­for­ma­tio­nen des Be­triebs­rats zwingt. Zu die­sen Fra­gen hat sich vor kur­zem der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) auf der Grund­la­ge ei­nes aus Finn­land stam­men­den Vor­la­ge­fal­les geäußert (EuGH, Ur­teil vom 10.09.2009, Rs. C-44/08). Das Ur­teil des EuGH ist auch für das deut­sche Recht bzw. die Aus­le­gung von § 17 Abs. 2 KSchG von Be­deu­tung, da die­se Vor­schrift wie erwähnt die Richt­li­nie 98/59/EG um­setzt und da­her vor dem Hin­ter­grund der Richt­li­nie aus­zu­le­gen ist.
Im Aus­gangs­ver­fah­ren klag­ten ver­schie­de­ne finnländi­sche Ge­werk­schaf­ten Ab­fin­dungs­ansprüche ent­las­se­ner Ar­beit­neh­mer ein, die die­se zu­vor zum Zwe­cke der Rechts­ver­fol­gung an die Ge­werk­schaf­ten ab­ge­tre­ten hat­ten. Die Ansprüche hin­gen auf der Grund­la­ge des in Finn­land gel­ten­den Ar­beits­rechts, d.h. der Vor­schrif­ten des Ge­set­zes über die Zu­sam­men­ar­beit in den Be­trie­ben Nr. 725/1978, da­von ab, ob der ver­klag­te Ar­beit­ge­ber es versäumt hat­te, recht­zei­tig mit den Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tern in Kon­sul­ta­tio­nen über die ge­plan­te Mas­sen­ent­las­sung ein­zu­tre­ten.
Ver­klagt war die FSC, ei­ne Toch­ter­ge­sell­schaft der Fu­jit­su Sie­mens Com­pu­ters (Hol­ding) BV mit Sitz in den Nie­der­lan­den. Im De­zem­ber 1999 hat­te der Kon­zern ei­ne Pro­duk­ti­onsstätte in Finn­land (Es­poo) so­wie meh­re­re in Deutsch­land. Am 07.12.1999 be­schloss der Vor­stand der Mut­ter­ge­sell­schaft, dem Auf­sichts­rat vor­zu­schla­gen, sich von dem finnländi­schen Werk zu tren­nen. In der Auf­sichts­rats­sit­zung vom 14.12.1999 wur­de ent­schie­den, dem Vor­schlag des Vor­stands zu fol­gen, wo­bei je­doch über das finnländi­sche Werk kei­ne kon­kre­ten Fest­le­gun­gen ge­trof­fen wur­den.
Am sel­ben Tag schlug die Geschäfts­lei­tung des finnländi­schen Toch­ter­un­te­ner­neh­mens ih­rer Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung Kon­sul­ta­tio­nen vor, die zwi­schen dem 20.12.1999 und dem 31.01.2000 statt­fan­den. Am 01.02.2000 be­schloss das Toch­ter­un­te­ner­neh­men FSC, sei­ne Tätig­kei­ten mit Aus­nah­me des Ver­triebs von Com­pu­tern in Finn­land ein­zu­stel­len. Die FSC be­gann da­her am 08.02.2000 mit der Durchführung der Ent­las­sun­gen und ent­ließ ins­ge­samt et­wa 450 der 490 in Finn­land (Es­poo) beschäftig­ten Ar­beit­neh­mer.
Die Kläger tru­gen im we­sent­li­chen vor, dass die ei­gent­lich maßgeb­li­che Ent­schei­dung über die Werks­sch­ließung in Es­poo be­reits am 14.12.1999 von der Kon­zern­lei­tung ge­trof­fen wor­den sei - und da­mit zu ei­nem Zeit­punkt, zu dem un­strei­tig noch kei­ner­lei Kon­sul­ta­tio­nen mit den Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tern statt­ge­fun­den hat­ten. Da­her ha­be die FSC als Kon­zern­toch­ter­un­ter­neh­men ge­gen die Vor­schrif­ten des Ge­set­zes über die Zu­sam­men­ar­beit ver­s­toßen.
Das in ers­ter und das in zwei­ter In­stanz zuständi­ge Ge­richt wie­sen die Kla­ge ab, während das in drit­ter In­stanz zuständi­ge obers­te Ge­richt, der Kor­k­ein Oi­keus, das Ver­fah­ren aus­setz­te und dem EuGH ver­schie­de­ne Fra­gen in be­zug auf die Recht­zei­tig­keit der den Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tern zu ge­ben­den In­for­ma­tio­nen zur Vor­ab­ent­schei­dung vor­leg­te. Die­se be­tref­fen im we­sent­li­chen das Pro­blem, wann die Pflicht zu Kon­sul­ta­tio­nen ent­steht, wenn die Ent­schei­dung zur Sch­ließung ei­ner zu ei­nem Toch­ter­un­ter­neh­men gehören­den Pro­duk­ti­onsstätte durch die Kon­zern­zen­tra­le ge­trof­fen wird.
Die Ent­schei­dung des EuGH be­tont, dass die Kon­sul­ta­ti­ons­pflicht zu ei­nem recht frühen Zeit­punkt ent­ste­hen kann, nämlich be­reits dann, wenn die Kon­zern­lei­tung ei­ne stra­te­gi­sche Ent­schei­dung trifft, die ein Toch­ter­un­ter­neh­men da­zu zwingt, Mas­sen­ent­las­sun­gen ins Au­ge zu fas­sen oder zu pla­nen.
Die bloße Ab­sicht, ei­ne sol­che Ent­schei­dung mit mögli­chen Ent­las­sungs­fol­gen zu tref­fen, löst die Kon­sul­ta­ti­ons­pflicht al­ler­dings noch nicht aus, da Gespräche zwi­schen Ar­beit­ge­ber und Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung in ei­nem so frühen Sta­di­um der Ent­schei­dungs­fin­dung bzw. Ent­schei­dungs­vor­be­rei­tung ge­gen­stands­los und da­her nicht sinn­voll wären. An­de­rer­seits ist es für die Kon­sul­ta­ti­ons­pflicht nicht er­for­der­lich, dass der Ar­beit­ge­ber be­reits in der La­ge ist, den Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tern sämt­li­che Auskünf­te zu ge­ben, zu de­nen er gemäß Art. 2 Abs. 3 Satz 1 Buch­sta­be b) der Richt­li­nie 98/59/EG ver­pflich­tet ist, d.h. die be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer­grup­pen, die ex­ak­te Zahl der zu ent­las­sen­den Ar­beit­neh­mer oder die Aus­wahl­kri­te­ri­en müssen noch nicht un­be­dingt fest­ste­hen.
Darüber hin­aus weist der EuGH dar­auf hin, dass der Be­ginn der Kon­sul­ta­ti­ons­pflicht nicht not­wen­dig da­von abhängt, dass ein kon­zern­zu­gehöri­ges Toch­ter­un­ter­neh­men selbst ei­ne Mas­sen­ent­las­sung be­ab­sich­tigt oder ei­ne Ent­schei­dung mit mögli­chen Mas­sen­ent­las­sungs­fol­gen ge­trof­fen hat. Viel­mehr genügt ei­ne auf ein Toch­ter­un­ter­neh­men be­zo­ge­ne stra­te­gi­sche Ent­schei­dung der Kon­zern­lei­tung mit mögli­chen Mas­sen­ent­las­sungs­fol­gen.
Ei­ne sol­che Ent­schei­dun­gen der Kon­zern­lei­tung muss al­ler­dings auf ein kon­kre­tes Toch­ter­un­ter­neh­men be­zo­gen sein (was in dem finnländi­schen Rechts­streit, so je­den­falls der Ar­beit­ge­ber, am 14.12.1999 noch nicht der Fall war).
Sch­ließlich stellt der EuGH klar, dass die Pflicht zur Kon­sul­ta­ti­on in je­dem Fall al­lein das Toch­ter­un­ter­neh­men trifft, das Ar­beit­ge­ber der von ei­ner Mas­sen­ent­las­sung be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer ist - und zwar auch dann, wenn das Toch­ter­un­ter­neh­men auf­grund sei­ner Kon­zern­zu­gehörig­keit bei sei­nen Ent­las­sungs­pla­nun­gen auf un­mit­tel­ba­re An­wei­sung der Mut­ter­ge­sell­schaft han­delt.
Fa­zit: Die Ent­schei­dung ei­ner Kon­zer­no­ber­ge­sell­schaft, das Werk ei­nes Toch­ter­un­ter­neh­mens zu schließen, kann je nach La­ge des Fal­les so­fort „vor Ort“ die Pflicht zu Kon­sul­ta­tio­nen gemäß Art. 2 der Richt­li­nie 98/57/EG auslösen, al­ler­dings nur dann, wenn die Ent­schei­dung der Kon­zern­lei­tung ein kon­kre­tes Toch­ter­un­ter­neh­men ein­deu­tig be­nennt.
Die­se Grundsätze sind auf­grund der Tat­sa­che, dass die Richt­li­nie 98/57/EG hin­ter § 17 Abs. 2 KSchG steht, auch bei der Aus­le­gung die­ser deut­schen Vor­schrift zu be­ach­ten.
Da ein Ver­s­toß des Ar­beit­ge­bers ge­gen die Kon­sul­ta­ti­ons­pflicht nach ei­ner viel­fach ver­tre­te­nen, al­ler­dings um­strit­te­nen Rechts­an­sicht zur Un­wirk­sam­keit der später aus­ge­spro­che­nen Kündi­gun­gen führt, soll­ten Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter in Kündi­gungs­schutz­pro­zes­sen, de­nen Mas­sen­ent­las­sun­gen zu­grun­de lie­gen, die Recht­zei­tig­keit der vom Ar­beit­ge­ber vor­ge­nom­me­nen Kon­sul­ta­ti­on stets ge­nau über­prüfen.
Im deut­schen Recht ist außer­dem zu be­ach­ten, dass stra­te­gi­sche Un­ter­neh­mer­ent­schei­dun­gen mit mögli­chen Mas­sen­ent­las­sungs­fol­gen nicht nur auf der Grund­la­ge von § 17 Abs. 2 KSchG die Pflicht zu Gesprächen mit dem Be­triebs­rat auslösen, son­dern auch auf der Grund­la­ge von § 111 Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz (Be­trVG), da sol­che Ent­schei­dun­gen Be­triebsände­run­gen be­tref­fen und da­her die Pflicht des Ar­beit­ge­bers zu In­ter­es­sen­aus­gleichs­ver­hand­lun­gen nach sich zie­hen. Verstößt der Ar­beit­ge­ber ge­gen sei­ne Pflicht zu In­ter­es­sen­aus­gleichs­ver­hand­lun­gen, führt dies zwar nicht zur Un­wirk­sam­keit der Kündi­gun­gen, son­dern zu Ab­fin­dungs­ansprüchen der be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer (sog. Nach­teils­aus­gleich, § 113 Be­trVG), doch kann sich die Un­wirk­sam­keit der Kündi­gun­gen un­abhängig von § 111 bzw. § 113 Be­trVG aus § 17 Abs. 2 KSchG er­ge­ben.
Richt­li­nie 98/59/EG des Ra­tes vom 20.07.1998 zur An­glei­chung der Rechts­vor­schrif­ten der Mit­glied­staa­ten über Mas­sen­ent­las­sun­gen
Eu­ropäischer Ge­richts­hof, Ur­teil vom 10.09.2009, Rs. C-44/08
Bun­des­ar­beits­ge­richt, Be­schluss vom 15.03.2011, 1 ABR 97/09