Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757?p=602
Timestamp: 2019-02-19 21:15:01
Document Index: 74798274

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 15', '§ 5', '§ 15', '§ 5', '§ 4', '§ 1455', '§ 1456', '§ 1457', '§ 15', '§ 5', '§ 1458', '§ 4', '§ 1455', '§ 1456', '§ 1457', '§ 15', '§ 5', '§ 1458']

XXXII haubtstück
sich findet, ist ihnen an hand zu geben, selbigen
anzupflanzen, F. H. Casselische greben-ordnung
tit. 36 § 4.
ist mancher-
Der taback ist entweder rauch- oder schnupf-
taback. Der rauchtaback ist entweder blätter-
roll- oder geschnittener, oder brif-taback. Der
schwarze bestehet aus den besten blättern, welche
mit zwetschen-brühe oder syrup angemachet wer-
den. Der Brasilianische ist der beste. Farbe,
geruch, geschmack und dessen asche sind zeichen der
güte. Die nichts taugende blätter heissen geiz.
Dise müssen abgeblattet werden, welches man
geizen nennet.
wie vil per-
sonen zum
spinnen er-
fodert wer-
Zum spinnen des tabacks werden 5 personen
ersodert: die 1ste ist der spinner, die 2te die blät-
termacherin, welche die blätter ausbreitet, die
3te drehet das kleine wesen zusammen, die 4te
ist der aufleger, welche nämlich die gebreiteten
blätter dem spinner aufleget, die 5te ist der dre-
her. Von den betrügereien dabei handelt Hönn
am a. o. s. 415-417.
wo das ta-
backsrau-
chen verbo-
Auf den ordentlichen postwagen, bei torf, in
den ställen, scheunen, heuboden, wäldern, im-
gleichen one deckeln auf den pfeifen ist das tabacks-
rauchen verboten, F. H. Casselische post-ordnung
§ 15, und greben-ordnung s. 26 § 5 tit. 10; Kur-
Braunschweig-Lüneburgischer landesgesäze IIIter
teil, cap. 4 s. 264, s. 276, 292, Mylius im
corpore constit. Marchic. Vten teile, Iter abt.
s. 262, und IIIter abt. s. 231, Wirtenbergische
rescripte vom jare 1643 und 1684.
XXXII haubtſtuͤck
ſich findet, iſt ihnen an hand zu geben, ſelbigen
anzupflanzen, F. H. Caſſeliſche greben-ordnung
iſt mancher-
Der taback iſt entweder rauch- oder ſchnupf-
taback. Der rauchtaback iſt entweder blaͤtter-
roll- oder geſchnittener, oder brif-taback. Der
ſchwarze beſtehet aus den beſten blaͤttern, welche
mit zwetſchen-bruͤhe oder ſyrup angemachet wer-
den. Der Braſilianiſche iſt der beſte. Farbe,
geruch, geſchmack und deſſen aſche ſind zeichen der
guͤte. Die nichts taugende blaͤtter heiſſen geiz.
Diſe muͤſſen abgeblattet werden, welches man
ſonen zum
ſpinnen er-
Zum ſpinnen des tabacks werden 5 perſonen
erſodert: die 1ſte iſt der ſpinner, die 2te die blaͤt-
termacherin, welche die blaͤtter ausbreitet, die
3te drehet das kleine weſen zuſammen, die 4te
iſt der aufleger, welche naͤmlich die gebreiteten
blaͤtter dem ſpinner aufleget, die 5te iſt der dre-
her. Von den betruͤgereien dabei handelt Hoͤnn
am a. o. ſ. 415-417.
Auf den ordentlichen poſtwagen, bei torf, in
den ſtaͤllen, ſcheunen, heuboden, waͤldern, im-
gleichen one deckeln auf den pfeifen iſt das tabacks-
rauchen verboten, F. H. Caſſeliſche poſt-ordnung
§ 15, und greben-ordnung ſ. 26 § 5 tit. 10; Kur-
Braunſchweig-Luͤneburgiſcher landesgeſaͤze IIIter
teil, cap. 4 ſ. 264, ſ. 276, 292, Mylius im
corpore conſtit. Marchic. Vten teile, Iter abt.
ſ. 262, und IIIter abt. ſ. 231, Wirtenbergiſche
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[590/0602] XXXII haubtſtuͤck ſich findet, iſt ihnen an hand zu geben, ſelbigen anzupflanzen, F. H. Caſſeliſche greben-ordnung tit. 36 § 4. § 1455 Der taback iſt entweder rauch- oder ſchnupf- taback. Der rauchtaback iſt entweder blaͤtter- roll- oder geſchnittener, oder brif-taback. Der ſchwarze beſtehet aus den beſten blaͤttern, welche mit zwetſchen-bruͤhe oder ſyrup angemachet wer- den. Der Braſilianiſche iſt der beſte. Farbe, geruch, geſchmack und deſſen aſche ſind zeichen der guͤte. Die nichts taugende blaͤtter heiſſen geiz. Diſe muͤſſen abgeblattet werden, welches man geizen nennet. § 1456 Zum ſpinnen des tabacks werden 5 perſonen erſodert: die 1ſte iſt der ſpinner, die 2te die blaͤt- termacherin, welche die blaͤtter ausbreitet, die 3te drehet das kleine weſen zuſammen, die 4te iſt der aufleger, welche naͤmlich die gebreiteten blaͤtter dem ſpinner aufleget, die 5te iſt der dre- her. Von den betruͤgereien dabei handelt Hoͤnn am a. o. ſ. 415-417. § 1457 Auf den ordentlichen poſtwagen, bei torf, in den ſtaͤllen, ſcheunen, heuboden, waͤldern, im- gleichen one deckeln auf den pfeifen iſt das tabacks- rauchen verboten, F. H. Caſſeliſche poſt-ordnung § 15, und greben-ordnung ſ. 26 § 5 tit. 10; Kur- Braunſchweig-Luͤneburgiſcher landesgeſaͤze IIIter teil, cap. 4 ſ. 264, ſ. 276, 292, Mylius im corpore conſtit. Marchic. Vten teile, Iter abt. ſ. 262, und IIIter abt. ſ. 231, Wirtenbergiſche reſcripte vom jare 1643 und 1684. § 1458
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 590. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/602>, abgerufen am 19.02.2019.