Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201969,%201349
Timestamp: 2020-04-06 05:47:58
Document Index: 163394413

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 30', '§ 30', 'BGH', 'BGH', '§ 315', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 6', '§ 64', 'BGH', '§ 41', 'BGH', '§ 1953', 'BGH', 'BGH', '§ 315', '§ 315', 'BGH', '§ 31', '§ 1953']

BGH, 16.05.1969 - V ZR 86/68 - dejure.org
https://dejure.org/1969,709
BGH, 16.05.1969 - V ZR 86/68 (https://dejure.org/1969,709)
BGH, Entscheidung vom 16.05.1969 - V ZR 86/68 (https://dejure.org/1969,709)
BGH, Entscheidung vom 16. Mai 1969 - V ZR 86/68 (https://dejure.org/1969,709)
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Anwendbarkeit des § 30 Nr. 2 Konkursordnung (KO) auf einen vorläufigen Erben - Anfechtung der Bestellung einer Briefgrundschuld - Erbenstellung bei einem Nachlaßkonkurs sowie bei Nachlaßverbindlichkeiten
Anwendbarkeit des § 30 Nr. 2 Konkursordnung ( KO ) auf einen vorläufigen Erben; Anfechtung der Bestellung einer Briefgrundschuld; Erbenstellung bei einem Nachlaßkonkurs sowie bei Nachlaßverbindlichkeiten
NJW 1969, 1349
MDR 1969, 650
WM 1969, 888
DB 1969, 1194
Die Überleitung des Verbraucherinsolvenzverfahrens in ein Nachlassinsolvenzverfahren würde bereits scheitern, sofern der Erbe oder einer der Erben als Schuldner des Nachlassinsolvenzverfahrens (BGH, Urt. v. 16. Mai 1969 - V ZR 86/68, NJW 1969, 1349) im Unterschied zu dem Erblasser diese persönlichen Voraussetzungen nicht erfüllt, weil er eine unternehmerische Tätigkeit ausübt oder es sich bei ihm um eine juristische Person handelt.
Dagegen hat der Beklagte zu 1, der als Erbe des ursprünglichen Beklagten Schuldner des Nachlaßinsolvenzverfahrens ist (vgl. Senat, Urt. v. 16. Mai 1969, V ZR 86/68, NJW 1969, 1349; Siegmann, Rpfleger 2001, 260 m.w.N.), die zur Insolvenztabelle angemeldete Forderung nicht bestritten.
In diesem Verfahren wäre auch die Beklagte berechtigt gewesen, die Forderung zu bestreiten, weil die Miterben einer Erbengemeinschaft im Nachlassinsolvenzverfahren die Stellung des Schuldners einnehmen (BGH, Urteil vom 16. Mai 1969 - V ZR 86/68, NJW 1969, 1349;… Holzer, aaO § 315 Rn. 5 f).
In dieser Hinsicht wäre der Antrag aber inhaltlich nicht genügend bestimmt, weil die Anfechtungsklage den Gegenstand der Anfechtung und die Tatsachen bezeichnen muß, aus denen die Anfechtungsberechtigung hergeleitet werden soll (…BGH, Urt. v. 19. Oktober 1983 - VIII ZR 156/82, WM 1983, 1313, 1315;… vgl. auch Urt. v. 29. März 1960 - VIII ZR 142/59, WM 1960, 546; Urt. v. 16. Mai 1969 - V ZR 86/68, WM 1969, 888).
a) Jede Anfechtungsklage hat allerdings den Gegenstand der Anfechtung und die Tatsachen zu bezeichnen, aus denen die Anfechtungsberechtigung hergeleitet wird (BGHZ 86, 349, 352 [BGH 26.01.1983 - VIII ZR 254/81]; BGH, Urt. v. 16. Mai 1969 - V ZR 86/68, WM 1969, 888; v. 17. Januar 1985 - IX ZR 29/84, ZIP 1985, 427, 429).
Unabhängig von etwaigen Ausführungen dazu hat der Richter zu prüfen, ob das Vorbringen den Klageantrag unter irgendeinem rechtlichen Gesichtspunkt rechtfertigt (RGZ 79, 390, 391;… BGH, Urt. v. 29. März 1960 - VIII ZR 142/59, WM 1960, 546; v. 16. Mai 1969, aaO.; v. 19. Oktober 1983 - VIII ZR 156/82, WM 1983, 1313, 1315;… v. 17. Januar 1985, aaO.).
Auch die vorausgegangene Beschwerde war nach § 6 Abs. 1 Satz 1, § 64 Abs. 3 InsO statthaft, denn der Erbe tritt im Nachlassinsolvenzverfahren an die Stelle des Schuldners (BGH, Urteil vom 16. Mai 1969 - V ZR 86/68, NJW 1969, 1349).
Wie der Bundesgerichtshof wiederholt entschieden hat, muß der Konkursverwalter bei der Konkursanfechtung innerhalb der Jahresfrist (§ 41 KO) sowohl das Rechtsgeschäft, gegen das sich die Anfechtung richtet, als auch den Sachverhalt angeben, aus dem das Anfechtungsrecht hergeleitet wird (Senatsurteil vom 29. März 1960 - VIII ZR 142/59 = WM 1960, 546; BGH Urteil vom 16. Mai 1969 - V ZR 86/68 = LM BGB § 1953 Nr. 1 = WM 1969, 888 = NJW 1969, 1349).
Nur darf dabei nicht der Anfechtungsgegenstand oder der Sachverhalt, der den Klagegrund bildet, willkürlich gewechselt werden; darin läge eine neue Anfechtung, die nach Fristablauf rechtlich ausgeschlossen ist (vgl. RGZ 132, 284, 286; BGH, Urteile vom 29. März 1960 - VIII ZR 142/59 = WM 1960, 546;vom 16. Mai 1969 - V ZR 86/68 = WM 1969, 888;vom 19. Oktober 1983 - VIII ZR 156/82 = WM 1983, 1313, 1315).
OLG Köln, 14.04.2005 - 2 Wx 43/04
Wegfall der Beschwerdeführungsbefugnis bei Eröffnung eines …
Mit der Eröffnung des Nachlassinsolvenzverfahrens nimmt der Erbe - bzw. hier die Mehrheit der Erben - als Träger der in der Masse vereinten Vermögenswerte und Nachlassverbindlichkeiten die verfahrensrechtliche Stellung eines Schuldners ein (BGH, NJW 1969, 1349 für den Nachlasskonkurs;… Frege/Keller/Riedel, Insolvenzrecht, 6. Auflage 2002, Rn. 2336;… MünchKomm/Siegmann, InsO, 2003, Anh zu § 315 Rn. 1 mit umfangreichen Nachweisen in FN 1;… Uhlenbruck/Lüer, InsO, 12. Auflage 2003, § 315 Rn. 10).
Diese kann sich zwar auch aus dem Zusammenhang des Klagevorbringens durch Auslegung ergeben (…BGH, Urt. v. 29.3.1960 - VIII ZR 142/59, LM KO § 31 Nr. 3; v. 16.5.1969 - V ZR 86/68, LM BGB § 1953 Nr. 1; v. 1.3.1982 - VIII ZR 75/81, WM 1982, 562, 563; v. 19.10.1983 - VIII ZR 156/82, WM 1983, 1313, 1315).