Source: http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/169509,0.html
Timestamp: 2019-01-23 00:01:46
Document Index: 14464010

Matched Legal Cases: ['§ 935', '§ 935', '§ 935', '§ 985', '§ 823', '§ 242', '§ 935']

Foren-Übersicht -> Jura-Forum -> Geld geklaut...
Verfasst am: 04 Jan 2008 - 19:08:18 Titel: Geld geklaut...
ich habe mal eine Frage, wenn Frank bei seinem Vater Geld klaut, und es dann M gibt, ist dieser dann Eigentümer?
Laut § 935 BGB gibt es ja keinen gutgläubigen Erwerb an von abhanden gekommenen Sachen außer Geld(Satz 2).
Hieße dass M wäre dann tatsächlich unmittelbarer Eigentümer???
Verfasst am: 04 Jan 2008 - 19:50:09 Titel:
Ja, M wäre in diesem Fall mit Übergabe des Geldes Eigentümer geworden, wenn Frank (F) und M sich über den Eigentumsübergang einig waren und M gutgläubig war. Die Regelung des § 935 II BGB ist auch nachvolllziehbar: § 935 I BGB schützt den Eigentümer, dem die Sache abhanden gekommen ist, damit dieser seine Sache nach § 985 BGB zurückerlangen kann.
Dieser Schutz ist bei Geld aber nicht erforderlich, da dem Vater ohnehin ein schuldrechtlicher Schadensersatzanspruch gegen F in Höhe des Geldbetrags zusteht (§ 823 II BGB iVm § 242 I StGB).
[Das wäre meine Erklärung gewesen. In Hemmer, Sachenrecht II, Rn. 87 lese ich: "§ 935 BGB soll die Umlauffähigkeit des Geldes schützen und greift daher selbstverständlich nur dann ein, wenn es objektiv die Funktion eine Zahlungsmittels hat, nicht also, wenn es sich bei Münzen um reine Sammlerstücke handelt."]
Verfasst am: 09 Jan 2008 - 22:54:06 Titel:
Danke schön, dann hatte ich ja gar nicht so falsch angesetzt mit dem lösen!!!
Jetzt habe ich ihn mal auf diese Weise fertig gemacht!