Source: https://www.gmoennichjr.de/Alters-Vorsorge-Unterstuetzungskasse.html
Timestamp: 2018-08-18 05:04:46
Document Index: 115793509

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 4', '§ 4', '§ 19', '§ 34', '§ 10']

Alters-Vorsorge / Unterstützungskasse - G. Mönnich jr. GmbH
Die Altersvorsorge über eine Unterstützungskasse kann Arbeitgeber- oder Arbeitnehmer finanziert erfolgen.
Der Arbeitnehmer erhält von der Unterstützungskasse eine schriftliche Zusage über die betriebliche Altersversorgung. Prinzipiell gibt es keine steuerliche Begrenzung über die Höhe der Zuwendungen. Allerdings ist in der Körperschaft- steuer-Durchführungsverordnung eine maximale Leistung an Versorgungsberechtigte geregelt (§ 2 KStDV).
Je nach Unterstützungskasse fallen unterschiedliche Verwaltungsgebühren an. Zudem sind Beiträge an den Pensions- Sicherungs-Verein (PSVaG) zu entrichten. Der PSVaG stellt sicher, dass die (unverfallbaren) Leistungen an ihre Mitarbeiter auch dann erfüllt werden können, wenn das Unternehmen insolvent werden sollte. Diese Kosten können ebenfalls abgesetzt werden.
Arbeitnehmer haben zudem die Möglichkeit, die Beiträge an die Unterstützungskasse aus eigenem Einkommen zu - finanzieren (Entgeltumwandlung). Auch hier ist der Arbeitgeber Vertragspartner der Unterstützungskasse. Im Rahmen der sog. Entgeltumwandlungsvereinbarung wird schriftlich festgelegt, welchen Betrag der Mitarbeiter monatlich einzahlen will. Die gewünschte Summe wird direkt vom Bruttogehalt abgezogen und vom Arbeitgeber an die Unterstützungskasse überwiesen. Der Arbeitnehmer spart sich somit die entsprechenden Sozialversicherungsbeiträge und die auf den Betrag anfallenden Steuern.
Arbeitnehmer finanzierte Unterstützungskasse mit Rückdeckungsversicherung
Selbstverständlich ist auch eine Kombination aus einer Arbeitgeber- und Arbeitnehmer Finanzierung möglich. Übrigens können auch Gesellschafter-Geschäftsführer ihre Versorgung unter bestimmten Bedingungen über eine Unterstützungskasse gestalten.
• Für die zugesagten Versorgungsleistungen sind keine Pensionsrückstellungen zu bilden.
• Zahlungen des Arbeitgebers an die Unterstützungskasse sind Betriebsausgaben (§ 4d Abs. 1 Satz 1 Nr. 1c EStG).
• Verwaltungskosten, die an die Unterstützungskasse gezahlt werden, und Beiträge an den PSV sind ebenfalls Betriebsausgaben (§ 4 Abs. 4 EStG).
Bei Arbeitgeber Finanzierung:
• Die Zuwendungen des Arbeitgebers an die Unterstützungskasse haben für den Arbeitnehmer keine lohnsteuerlichen Auswirkungen.
• Bei Bezug der Leistungen (Rente oder Kapital) sind diese mit dem dann gültigen persönlichen Steuersatz zu versteuern (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 EStG).
• Die erhaltenen Leistungen werden auch auf die Gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung angerechnet und erhöhen ggf. deren Beitrag (privat Vollversicherte sind davon nicht betroffen).
• Für Kapitalleistungen besteht die Fünftelungsmöglichkeit (§ 34 EStG). Bei Arbeitnehmer Finanzierung /
• Es fallen keine Steuern auf die umgewandelten Gehaltsbestandteile an, egal wie hoch der Umwandlungsbetrag ist.
• Die umgewandelten Beiträge sind zudem bis zu 4% der BBG GRV (West) sozialversicherungsfrei (in 2016: 2.976 € p.a. bzw. 248 € mtl.)
Durch die Einrichtung einer Arbeitgeber finanzierten Unterstützungskasse zeigen Sie nicht nur soziale Verantwortung gegenüber Ihren Mitarbeitern. Sie erhöhen auch die Attraktivität Ihres Unternehmens. Vor allem bei qualifizierten Arbeitskräften sind es neben der Vergütung immer mehr die freiwilligen Sozialleistungen, die bei der Wahl des Arbeitgebers den Ausschlag geben.
Zudem binden Sie Arbeitskräfte damit stärker an Ihr Unternehmen.
Für den Fall der Insolvenz des Trägerunternehmens (Arbeitgeber) besteht für gesetzlich unverfallbare Anwartschaften und laufende Versorgungsleistungen eine Absicherung durch den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG). Arbeitnehmer finanzierte Zusagen ab dem 01.01.2001 sind sofort gesetzlich unverfallbar. Arbeitgeber finanzierte Anwartschaften sind nach 5 Jahren Firmenzugehörigkeit seit Erteilung der Zusage unverfallbar, wenn der Arbeitnehmer mind. 25 Jahre alt ist. Für die Absicherung von Gesellschafter-Geschäftsführern greift der gesetzliche Insolvenzschutz nicht. Hier ist eine Verpfändung mit Gesell-schafterbeschluss erforderlich.
• Der Arbeitsvertrag muss steuerlich anerkannt sein
• Der Erdienbarkeitszeitraum (10 Jahre) muss eingehalten werden
• Die Höhe der Versorgung muss angemessen sein (75% der Jahresbruttobezüge möglich)
• Keine Überversorgung
• Maximales Pensionsalter 70 Jahre
• Bei einem beherrschenden GGF ist der Höchstbetrag für Vorsorgeaufwendungen nach § 10 Abs. 3 EStG (z.B. Beiträge für eine Rürup-Rente) um einen fiktiven Gesamtbeitrag zur GRV (BBG Ost) zu kürzen.
• Die Unterstützungskasse übernimmt die komplette Verwaltung
• Beiträge und Verwaltungskosten können als Betriebsausgaben steuerwirksam geltend gemacht werden
• Die Lohnkosten sinken durch die Sozialversicherungsersparnis
• Die von der Unterstützungskasse übernommenen Leistungsversprechen sind bilanzneutral; es sind keine Rückstellungen zu bilden
• Ihr Unternehmen wird als Arbeitgeber attraktiver (Mitarbeitergewinnung, /-bindung und Motivation)
• Höheres Versorgungsniveau als bei anderen Durchführungswegen absicherbar
• Während der Ansparphase sind die eingezahlten Beiträge Pfändungs- und Hartz-IV-sicher
• Mit anderen Vorsorgeformen gut kombinierbar (z.B. Direktversicherung)