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Timestamp: 2016-10-23 20:37:23
Document Index: 135810579

Matched Legal Cases: ['Art. 173', 'Art. 270', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 63', 'Art. 173', 'Art. 173', 'Art. 173', 'Art. 173', 'Art. 173', 'BGE', 'BGE', 'Art. 173', 'Art. 64', 'Art. 173', 'Art. 20', 'Art. 173', 'Art. 173', 'Art. 278', 'Art. 278']

6S.518/2001 (29.11.2002)
6S.518/2001 /pai
beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Ernst Brem, Milit�rstrasse 76, Postfach 3976, 8021 Z�rich,
Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Christoph Born, c/o Bratschi Emch & Partner, Bahnhofstrasse 106, Postfach 7689, 8023 Z�rich.
Ehrverletzung durch die Presse (Art. 173 Ziff. 4 StGB),
Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Strafkammer, vom 25. April 2001.
In der Ausgabe der "Weltwoche" vom 13. Mai 1999 erschien unter dem Titel "Die Gehilfenschaft der D.________" ein vom freischaffenden Journalisten Y.________ verfasster Artikel. Dieser ganzseitige Artikel, worin es im Wesentlichen um F.________ ging, enthielt folgende Textpassage "Einen ersten Erfolg konnte F.________ inzwischen bereits verbuchen: Die beiden Zuger Anw�lte A.________ und B.________ wurden verurteilt wegen ungetreuer Gesch�ftsf�hrung. Das Zuger Urteil best�tigte...". Y.________ versuchte mittels elektronischer Post, noch vor der Ver�ffentlichung des der Zeitungsredaktion per elektronischer Post zugesandten Textes die zitierte Passage durch folgende neue Fassung ersetzen zu lassen: "Eine von den Anw�lten A.________ und B.________ kontrollierte Firma, die von der C.________-Gruppe Lizenz- und Know-How-Vertr�ge �bernommen hatte, wurde vom Kantonsgericht Zug am 18. Januar 1996 u.a. wegen unlauteren Wettbewerbs verurteilt. Das Zuger Urteil best�tigte..." Der Artikel erschien schliesslich ohne die neue Passage in der Weltwoche, da die Zeitung wegen eines Feiertages fr�her in Produktion ging. Weder A.________ noch B.________ sind wegen ungetreuer Gesch�ftsf�hrung verurteilt worden.
Am 1. September 2000 sprach das Bezirksgericht Z�rich Y.________ der �blen Nachrede schuldig. Es nahm jedoch von einer Bestrafung Umgang.
Das Obergericht des Kantons Z�rich, I. Strafkammer, best�tigte dieses Urteil am 25. April 2001.
Mit Beschluss vom 17. April 2002 trat das Kassationsgericht des Kantons Z�rich auf die kantonale Nichtigkeitsbeschwerde von A.________ und B.________ nicht ein.
A.________ und B.________ f�hren gegen das Urteil des Obergerichts eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde. Sie beantragen die Aufhebung des obergerichtlichen Urteils und die R�ckweisung an die Vorinstanz zur Neuentscheidung.
In seinen Gegenbemerkungen beantragt der Beschwerdegegner Abweisung der Beschwerde.
Gem�ss Art. 270 lit. g BStP ist der Privatstrafkl�ger zur Nichtigkeitsbeschwerde legitimiert, wenn er nach den Vorschriften des kantonalen Rechts allein und ohne Beteiligung des �ffentlichen Ankl�gers die Anklage gef�hrt hat. Dies betrifft jene in einigen Kantonen vorkommenden F�lle, in denen der �ffentliche Ankl�ger nach dem kantonalen Prozessrecht nicht zur Anklage befugt ist und der Privatstrafkl�ger von Anfang an an die Stelle des �ffentlichen Ankl�gers tritt, weil die Verfolgung der Straftat wegen ihres geringen Unrechtsgehaltes und mit R�cksicht auf das vorwiegend private Interesse an der Bestrafung dem Gesch�digten �berlassen wird (so genanntes prinzipales Privatstrafklageverfahren; vgl. BGE 127 IV 236 E. 2b/aa S. 238).
Der vierte Abschnitt des Gesetzes vom 4. Mai 1919 betreffend den Strafprozess des Kantons Z�rich (StPO/ZH) unterscheidet zwei Formen des Ehrverletzungsverfahrens, n�mlich einerseits jenes bei Ehrverletzungen durch die Presse (� 294 - 308a) und anderseits jenes bei anderen Ehrverletzungen (� 309 - 316). Beiden Formen sind gemeinsame Bestimmungen (� 286 - 293) voran gestellt. Typisch f�r das z�rcherische Ehrverletzungsverfahren in beiden Formen ist, dass nicht der Staat die Strafverfolgung im Rahmen des Offizialverfahrens durchf�hrt, sondern dies der Verletzte in der Form des Privatstrafklageverfahrens und auf eigenes Kostenrisiko tun muss. Es handelt sich dabei um ein prinzipales Privatstrafklageverfahren, d.h. dieses Strafverfahren kann in keiner anderen Weise betrieben werden (Andreas Donatsch/Niklaus Schmid, Kommentar zum Strafprozess des Kantons Z�rich vom 4. Mai 1919, Z�rich 2000, Vorbemerkungen zu � 286 f. N. 1 und 2 mit Hinweis auf � 287 N. 1 f.; vgl. auch Robert Hauser/Erhard Schweri, Schweizerisches Strafprozessrecht, 5. Auflage, Basel 2002, N. 1 und 8 zu � 88). Die Beschwerdef�hrer haben im kantonalen Verfahren die Anklage allein und ohne Beteiligung des �ffentlichen Ankl�gers gef�hrt. Sie sind demnach als prinzipale Privatstrafkl�ger zur Nichtigkeitsbeschwerde legitimiert.
Sie haben in ihrer Ehrverletzungsklage beantragt, der Beschwerdegegner sei strafrechtlich wegen �bler Nachrede, eventualiter Verleumdung zu verurteilen und angemessen zu bestrafen. Die Vorinstanz hat von einer Bestrafung Umgang genommen. Dadurch sind die beiden Ankl�ger beschwert.
Die Beschwerdef�hrer richten sich zun�chst - wie schon vor Kassationsgericht - gegen die tats�chliche Feststellung der Vorinstanz, der Korrekturwunsch des Beschwerdegegners sei "vor der Publikation" erfolgt, und es sei "lediglich einer Verkettung ungl�cklicher Umst�nde" zuzuschreiben, dass diese Korrekturmeldung per elektronischer Post die Herausgabe der unkorrigierten Fassung nicht mehr habe verhindern k�nnen. Der Korrekturvorschlag sei nicht vor, sondern fr�hestens w�hrend der Publikation, zu der der Druckvorgang geh�re, eingetroffen. Er habe deshalb vom Redaktor gar nicht mehr ber�cksichtigt werden k�nnen. Angesichts des jedem Mitarbeiter bekannten Redaktionsschlusses um 14.00 Uhr und der Versendung des Korrekturwunsches fr�hestens mehrere Stunden nach diesem Zeitpunkt k�nne auch nicht von einer "Verkettung ungl�cklicher Umst�nde" gesprochen werden, die dazu gef�hrt h�tte, dass der Korrekturwunsch nicht mehr habe ber�cksichtigt werden k�nnen. Sollte die missverst�ndliche Formulierung der Vorinstanz im kantonalen Verfahren vom Z�rcher Kassationsgericht nicht entsprechend dem Antrag der Beschwerdef�hrer ersatzlos gestrichen und im Sinne des Bezirksgerichtes ausgelegt werden, so liege in der missverst�ndlichen Wortwahl ein offensichtliches Versehen der Vorinstanz.
2.1 F�r den Beschwerdegegner sind die Feststellungen der Vorinstanz, wonach die Korrektur zu sp�t bei der Redaktion eintraf, um noch vor der Publikation ber�cksichtigt werden zu k�nnen und dies auf eine Verkettung ungl�cklicher Umst�nde zur�ckzuf�hren sei, v�llig korrekt. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer sei die Vorverlegung des Redaktionsschlusses kein Routinevorgang; es gebe keinen anderen Bundesfeiertag, der stets auf den Donnerstag falle.
2.2 Das Kassationsgericht ist auf die Nichtigkeitsbeschwerde der Beschwerdef�hrer nicht eingetreten, weil der in Frage stehende obergerichtliche Entscheid nicht als angefochten gelten k�nne. Doch selbst wenn auf die Beschwerde h�tte eingetreten werden k�nnen, h�tte das Kassationsgericht die Beschwerde abgewiesen. Es hielt fest, das Obergericht gehe davon aus, die elektronische Post sei auf Grund der Vorverlegung des Redaktionsschlusses zu sp�t bei der Redaktion eingetreten, so dass sie beim Druck nicht mehr habe ber�cksichtigt werden k�nnen. Diese Sicht der Dinge decke sich mit derjenigen der Beschwerdef�hrer, weshalb die Beschwerde diesbez�glich fehl gehe. Folglich sei auch der damit zusammenh�ngenden Beschwerde, die Vorinstanz sei davon ausgegangen, die Publikation des inkriminierten Artikels sei auf die Verkettung ungl�cklicher Umst�nde zur�ckzuf�hren, die Grundlage entzogen.
2.3 Nur offensichtlich auf Versehen beruhende Feststellungen der kantonalen Beh�rde berichtigt der Kassationshof von Amtes wegen. Eine entsprechende R�ge - die nicht mit jener der willk�rlichen Beweisw�rdigung im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren verwechselt werden darf - ist bloss in sehr engem Rahmen und nur zul�ssig, wenn sie den n�tigen Zusammenhang mit einer in der Nichtigkeitsbeschwerde aufgeworfenen Rechtsfrage aufweist (BGE 121 IV 104 E. 2b S. 106, 118 IV 88 E. 2b S. 89). Keinesfalls kann sie dazu dienen, bereits in einem kantonalen Nichtigkeitsbeschwerdeverfahren oder in einem Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde aufgeworfene R�gen nochmals vorzubringen, wie die Beschwerdef�hrer dies tun. In diesem Punkt ist demnach auf die Nichtigkeitsbeschwerde nicht einzutreten.
Die Beschwerdef�hrer machen weiter geltend, ihr Hinweis auf die Vorstrafe des Beschwerdegegners sowie auf die Tatsache, dass er entgegen der journalistischen Sorgfaltspflichten bei der Berichterstattung �ber ein Gerichtsverfahren nur die Gegenpartei konsultiert habe, sei unber�cksichtigt geblieben. Damit machen sie eine Verletzung des in Art. 29 Abs. 2 BV verankerten Anspruchs auf rechtliches Geh�r geltend, woraus sich f�r den Richter die Pflicht ergibt, seinen Entscheid wenigstens in den wesentlichen Erw�gungen zu begr�nden. Diese R�ge w�re aber im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren vorzubringen gewesen. Auch in diesem Punkt ist auf die Nichtigkeitsbeschwerde nicht einzutreten.
Insofern die Beschwerdef�hrer mit dieser R�ge eine Verletzung der Begr�ndungspflicht im Sinne von Art. 63 StGB vorbringen, wird diese unter E. 4.6 gepr�ft.
Die Beschwerdef�hrer bestreiten den Schuldspruch der �blen Nachrede nicht. Sie r�gen jedoch, dass von einer Bestrafung in Anwendung von Art. 173 Ziff. 4 StGB Umgang genommen wurde. Die Entschuldigung sei unklar gewesen und nicht der eigenen Initiative des Beschwerdegegners entsprungen. Die vom Bundesgericht verlangte "anst�ndige Gesinnung" habe sich bloss darin ersch�pft, dem Medienunternehmer die Unwahrheit der ehrverletzenden �usserungen in einer undatierten und allenfalls auch zweideutigen elektronischen Post zu melden. Die Vorinstanz habe die Strafzumessung einzig gest�tzt auf Art. 173 Ziff. 4 StGB vorgenommen und habe sich einseitig auf die t�tige Reue nach vollendeter Tat konzentriert. Damit habe sie weder die Vorstrafe des Beschwerdegegners noch die Verletzung elementarer Sorgfaltspflichten bei der Abfassung des Berichtes gew�rdigt. Schliesslich suggeriere die Vorinstanz, die beiden Beschwerdef�hrer w�ren tats�chlich strafrechtlich wegen unlauteren Wettbewerbs verurteilt worden, wenn ein entsprechender Antrag gestellt worden w�re.
4.1 Der Beschwerdegegner wendet ein, dass der Vorschlag, eine Berichtigung und eine Entschuldigung zu publizieren, von ihm ausgegangen sei. Ob sein Name in der Berichtigung und Entschuldigung publiziert worden sei oder nicht, sei irrelevant, denn die Leserschaft achte nicht darauf. Es z�hle einzig, dass eine klare und deutliche Erkl�rung, ohne Umschweife und Einschr�nkung, abgegeben worden sei, wonach die Behauptung, die Beschwerdef�hrer seien strafrechtlich verurteilt worden, falsch sei und diejenigen, welche diese Behauptung verbreitet haben, sich daf�r entschuldigten. Weshalb - wie die Beschwerdef�hrer geltend machten - der Beschwerdegegner sich nicht vom gleichen Anwalt wie die "Weltwoche" habe vertreten lassen d�rfen und er den Beschwerdef�hrern pers�nlich eine kurze Entschuldigung h�tte zukommen lassen m�ssen, sei nicht ersichtlich. Die Vorstrafe des Beschwerdegegners und sein Vorgehen bei der Abfassung des Artikels seien zu Recht nicht ber�cksichtigt worden, da die inkriminierte Behauptung nie publiziert worden w�re, wenn alles nach seiner Vorstellung gegangen w�re. Schliesslich suggeriere die Vorinstanz nirgends, die Beschwerdef�hrer w�ren wegen unlauteren Wettbewerbs verurteilt worden, wenn Strafantrag gestellt worden w�re.
4.2 Die Vorinstanz f�hrte aus, die publizierte Entschuldigung umfasse auch den Beschwerdegegner. Dieser habe alles in seiner Macht Stehende getan, um sich so rasch wie m�glich zu entschuldigen, und insbesondere habe er die ehrenr�hrige Feststellung noch vor deren Ver�ffentlichung zur�ckgenommen. Die ehrenr�hrige Aussage enthalte insofern einen Bezug zu den Rechtstatsachen, als das Zuger Kantonsgericht in seinem Urteil vom 18. Januar 1996 einerseits sittenwidrige Gesch�fte und andererseits unlauteren Wettbewerb habe feststellen m�ssen, die ihren Ausgangspunkt bei den Beschwerdef�hrern, die damals Verwaltungsr�te gewesen seien, gehabt h�tten.
4.3 Gem�ss Art. 173 Ziff. 4 StGB kann der T�ter milder bestraft oder ganz von Strafe befreit werden, wenn er seine �usserung als unwahr zur�cknimmt.
Bei dieser R�cknahme handelt es sich um einen privilegierten Sonderfall der aufrichtigen Reue nach Vollendung der Tat (vgl. etwa Schubarth, Kommentar zum schweizerischen Strafrecht, Besonderer Teil, 3. Band, N. 122 zu Art. 173; Trechsel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kurzkommentar, 2. Auflage, N. 21 zu Art. 173; Stratenwerth, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Besonderer Teil, 5. Auflage N. 40 zu � 11; Corboz, Les infractions en droit suisse, Band I, S. 561f.). Die �usserung muss als unwahr und nicht bloss als nicht bewiesen zur�ckgenommen werden. Der T�ter muss ferner zu erkennen geben, dass er die Ehre des Betroffenen wiederherstellen m�chte (BGE 112 IV 25 E. 2 S. 28). Vorgesehen ist eine fakultative Milderung oder Strafbefreiung. Nach dem Sinn dieser Vorschrift sollte die R�cknahme in der selben Form vor dem selben Kreis erfolgen wie die verletzende �usserung (offen gelassen in BGE 112 IV 25 E. 3 S. 29 und Corboz, a.a.O., S. 562; im erw�hnten Sinn Trechsel, a.a.O., N. 21 zu Art. 173). Im Unterschied zur aufrichtigen Reue gem�ss Art. 64 Abs. 5 StGB muss diese nicht noch zus�tzlich durch einen Tatbeweis, n�mlich den Ersatz des Schadens, bet�tigt werden.
4.4 Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer trifft es nicht zu, dass der Beschwerdegegner keinen aufrichtigen Willen bekundet habe, ihre Ehre wieder herzustellen. Dem Text der Gegendarstellung kann klar das Gegenteil entnommen werden. Es wird darin n�mlich festgehalten, dass die Rechtsanw�lte A.________ und B.________ zu keiner Zeit strafrechtlich verurteilt worden seien und dass sich die "Weltwoche" bei ihnen f�r die falsche Behauptung, sie seien strafrechtlich verurteilt worden, entschuldige.
Die Vorinstanz h�lt fest, der Anwalt des Beschwerdegegners habe den als Gegendarstellung erschienenen Text formuliert. Das Bezirksgericht, worauf die Vorinstanz verweist, f�hrt in diesem Zusammenhang zutreffend aus, aus der Korrespondenz zwischen der Verlagsleitung der "Weltwoche" und dem Verteidiger einerseits sowie den Anklagevertretern andererseits sei ersichtlich, dass im Zusammenhang mit der Berichtigung und Entschuldigung immer sowohl der Beschwerdegegner als auch die "Weltwoche" oder die E.________ AG als Herausgeberin erw�hnt worden seien. Es ergebe sich klar, dass nach Auffassung des Beschwerdegegners sowohl die E.________ AG als auch der Angeklagte selber zu verstehen seien. Das Bezirksgericht stellte auch fest, dass der Name des Beschwerdegegners im Titel der Gegendarstellung erw�hnt sei. Bei dieser Sachlage kann offen bleiben, ob die Auffassung der Vorinstanz, dass "nicht jeder Leser auf den Namen des Journalisten achte", zutreffend sei, was von den Beschwerdef�hrern bestritten wird.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer durfte ferner der berichtigende Text von einer Verurteilung wegen unlauteren Wettbewerbs ausgehen. Dies ergibt sich aus den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die sich dabei auf den Entscheid des Zuger Kantonsgerichtes vom 18. Januar 1996 bezieht. Unerheblich ist weiter der Einwand der Beschwerdef�hrer, wann eine Vollmacht an den Rechtsvertreter des Beschwerdegegners erteilt worden ist; von Bedeutung ist einzig, dass dieser Rechtsvertreter f�r ihn gehandelt hat und er sich dessen Vorkehren anrechnen lassen darf.
4.5 Zu Recht hat die Vorinstanz festgehalten, der Beschwerdegegner habe die ehrenr�hrige Feststellung noch vor deren Ver�ffentlichung zur�ckgenommen, und es sei lediglich einer Verkettung ungl�cklicher Umst�nde zuzuschreiben, dass die zweite Mitteilung per elektronischer Post den Druck des ersten Textes in der Zeitung nicht mehr habe verhindern k�nnen. Der Beschwerdegegner sei freischaffender Journalist, weshalb bei ihm nicht die volle Kenntnis der internen Terminabl�ufe in der "Weltwoche" vorausgesetzt werden k�nne. Als freier Mitarbeiter sei er nicht in die Hierarchie des Zeitungsunternehmens eingebunden, und er habe ausser dem, was er bereits getan habe, n�mlich die korrigierte Sachdarstellung unverz�glich an die Redaktion zu schicken, nichts Weiteres unternehmen k�nnen. Im Weiteren f�hrt das Bezirksgericht, auf dessen Urteil das Obergericht verweist, aus, sowohl der Beschwerdegegner als auch die Redaktion der "Weltwoche" h�tten sich zwischen dem Erscheinen des inkriminierten Artikels und der Publikation der Gegendarstellung bem�ht, um mit den Beschwerdef�hrern eine aussergerichtliche Einigung zu erzielen. Es seien unter den Anw�lten Gespr�che gef�hrt worden, welche jedoch zu keiner Einigung gef�hrt h�tten. Die Vergleichsgespr�che seien auch der Grund, weshalb sich die Publikation der Gegendarstellung eine Woche, n�mlich vom 27. Mai 1999 - als fr�hstm�glicher Termin - auf den 3. Juni 1999 verschoben habe. Was die Beschwerdef�hrer vom Beschwerdegegner dar�ber hinaus verlangen (zum Beispiel, dass das Zuger Urteil teilweise ein Vers�umnisurteil gewesen sei und dass ein Strafverfahren vor den zust�ndigen Beh�rden des Kantons Tessin h�ngig sei), �bersteigt den von der Lehre und der Rechtsprechung f�r die R�cknahme der ehrverletzenden �usserung geforderten Umfang; ebenso, wenn sie meinten, der Beschwerdegegner h�tte auch ausserhalb der Kan�le des Medienunternehmens aktiv werden und sich an den Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis wenden sollen.
4.6 Bei der Pr�fung, ob die Voraussetzungen von Art. 173 Ziff. 4 StGB gegeben sind, finden Strafzumessungs�berlegungen grunds�tzlich keinen Platz. Zwar k�nnen bei der Frage der R�cknahme insbesondere auch die pers�nlichen Verh�ltnisse des T�ters ber�cksichtigt werden. �hnliches gilt etwa auch, wenn das Vorliegen eines Verbotsirrtums im Sinne von Art. 20 StGB zu pr�fen ist. Anders entscheiden hiesse, �berlegungen der Strafzumessung zweimal zu ber�cksichtigen, was dem Doppelverwertungsverbot widersprechen w�rde.
Das Bezirksgericht (auf dessen Urteil die Vorinstanz verweist) hat sich mit der Frage, ob die Strafe lediglich zu mildern sei oder ob das Verhalten des Beschwerdegegners ein Umgangnehmen rechtfertige, ausf�hrlich auseinander gesetzt, nachdem es grunds�tzlich von einer R�cknahme im Sinne von Art. 173 Ziff. 4 StGB ausgegangen war. Es hat ausgef�hrt, der Beschwerdegegner habe versucht, seine �usserungen im inkriminierten Artikel zur�ckzunehmen, bevor dieser in der "Weltwoche" erschienen sei. Dies sei ihm jedoch nicht gegl�ckt, weil er missachtet habe, dass in jener Woche der Redaktionsschluss infolge eines Bundesfeiertages um einen Tag vorverschoben worden sei. Der einzige Vorwurf, der dem Beschwerdegegner zu machen sei, best�nde darin, er h�tte bei pflichtgem�sser Sorgfalt merken m�ssen, dass der Erscheinungstag der "Weltwoche" in jener Woche auf einen Feiertag gefallen sei und er demzufolge allf�llige Korrekturen einen Tag fr�her h�tte anbringen m�ssen. Im �brigen habe er alles unternommen, um seine Aussage als unwahr zur�ckzunehmen und sich daf�r zu entschuldigen. Deshalb erscheine es als angemessen und gerechtfertigt, von einer Bestrafung des Beschwerdegegners Umgang zu nehmen.
Die Vorinstanz wog bundesrechtskonform ab, ob sie die Strafe bloss mildern oder von ihr Umgang nehmen soll. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer trug sie dem Verschulden des Beschwerdegegners durchaus Rechnung, indem sie dieses als nicht allzu schwer bezeichnete. Sie ber�cksichtigte ferner auch den Umstand, dass der Beschwerdef�hrer alles unternommen hat, um seine Aussage als unwahr zur�ckzunehmen und sich daf�r zu entschuldigen. Bei dieser Sach- und Rechtslage - geringes Verschulden; alle Anstrengungen, die Aussagen als unwahr zur�ckzunehmen und sich daf�r zu entschuldigen - durfte sie ohne Verletzung von Bundesrecht von einer Strafe Umgang nehmen. Auch die Ber�cksichtigung einer etwaigen Vorstrafe h�tte an diesem Resultat nichts �ndern m�ssen. Jedenfalls lag es im Ermessen der Vorinstanz, von der Strafe Umgang zu nehmen.
4.7 Schliesslich richten sich die Beschwerdef�hrer gegen tats�chliche Feststellungen der Vorinstanz, wenn sie r�gen, diese suggerierten, sie w�ren tats�chlich strafrechtlich wegen unlauteren Wettbewerbes verurteilt worden, wenn ein entsprechender Antrag gestellt worden w�re. Diese Auslegung l�sst sich der von den Beschwerdef�hrern angef�hrten Passage nicht entnehmen, zumal es sich bei dem von der Vorinstanz zitierten Urteil des Kantonsgerichtes Zug vom 18. Januar 1998 um ein Zivilurteil handelt. Wenn sie geltend machen, die Vorinstanz h�tte auch noch das Tessiner Verfahren erw�hnen und auf den Umstand hinweisen m�ssen, dass es sich beim Zuger Urteil teilweise um ein Vers�umnisurteil gehandelt habe, so werfen sie der Vorinstanz offenbar mangelnde Begr�ndung in der Strafzumessung vor. Sie legen aber nicht dar, inwiefern derartige Hinweise auf die Frage der R�cknahme der ehrverletzenden �usserungen im Sinne von Art. 173 Ziff. 4 StGB einen Einfluss h�tten haben k�nnen. In diesem Punkt ist auf die Nichtigkeitsbeschwerde nicht einzutreten.
Zusammenfassend ist die Nichtigkeitsbeschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Entsprechend diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdef�hrer die Kosten vor Bundesgericht unter solidarischer Haftung zu tragen (Art. 278 Abs. 1 BStP). Der Beschwerdegegner obsiegt in seinem Begehren und erh�lt daher aus der Bundesgerichtskasse eine Parteientsch�digung, f�r welche die Beschwerdef�hrer im Regress solidarisch haften (Art. 278 Abs. 3 BStP).
Den Beschwerdef�hrern wird unter solidarischer Haftung die Gerichtsgeb�hr von Fr. 3'000.-- auferlegt.
Dem Beschwerdegegner wird aus der Bundesgerichtskasse eine Parteientsch�digung von Fr. 3'000.-- ausgerichtet; die Beschwerdef�hrer haften der Bundesgerichtskasse solidarisch f�r diesen Betrag.