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Timestamp: 2020-02-21 08:07:58
Document Index: 168657835

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 11', '§ 80', 'BGH', '§ 54', 'Art. 4', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 11', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 11', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 286', '§ 398', 'BGH', '§ 118', '§ 363', 'BGH', 'BGH', '§ 244', 'BGH', '§ 377', '§ 377', '§ 286', 'BGH', 'BGH', '§ 285', 'BGH', 'BGH', '§ 286', 'BGH', '§ 118', '§ 363', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 1990, 3088 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 11.07.1990
https://dejure.org/1990,966
BGH, 26.04.1990 - VII ZR 218/89 (https://dejure.org/1990,966)
BGH, Entscheidung vom 26.04.1990 - VII ZR 218/89 (https://dejure.org/1990,966)
BGH, Entscheidung vom 26. April 1990 - VII ZR 218/89 (https://dejure.org/1990,966)
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Vertretungsmacht - Ständiger Vertreter - Englische Partnerschip - Niederlassung - Prozeßvollmacht - Geltendes Recht
EGBGB (1986) Art. 11; ZPO § 80
NJW 1990, 3088
MDR 1991, 236
WM 1990, 1847
DB 1990, 2217
BauR 1990, 769
ZfBR 1990, 288
Denn die erforderliche Vertretungsmacht des jeweils für die Klägerin handelnden Mitarbeiters hat sich allein schon aus dem hier nach dem Wirkungsstatut, das insoweit auf das Recht der Niederlassung der Klägerin und darüber auf das deutsche Recht verweist (vgl. BGH, Urteil vom 26. April 1990 - VII ZR 218/89, WM 1990, 1847 unter II 1 c), zur Anwendung kommenden § 54 Abs. 1 HGB ergeben, und zwar auch für die dem UN-Kaufrechtsübereinkommen unterfallenden Kaufverträge der Parteien (…Staudinger/Magnus, aaO, Art. 4 CISG Rn. 37 mwN).
Das Vollmachtsstatut bestimmt sich grundsätzlich nach dem Recht des Staats, in dem von der Vollmacht Gebrauch gemacht wird oder werden soll, also nach dem Recht des Wirkungsorts (vgl. BGH 17. November 1994 - III ZR 70/93 - zu II 2 b der Gründe, BGHZ 128, 41; 26. April 1990 - VII ZR 218/89 - zu II 1 c der Gründe, NJW 1990, 3088) .
Das Vollmachtsstatut bestimmt sich grundsätzlich nach dem Recht des Staats, in dem von der Vollmacht Gebrauch gemacht wird oder werden soll, also nach dem Recht des Wirkungsorts (vgl. BGH 17. November 1994 - III ZR 70/93 - zu II 2 b der Gründe, BGHZ 128, 41; 26. April 1990 - VII ZR 218/89 - zu II 1 c der Gründe) .
Denn Prozessvollmachten unterliegen in vollem Umfang dem am Gerichtsstand des jeweiligen Prozesses - hier England - geltenden Recht (vgl. BGH, Urteil vom 26. April 1990 - VII ZR 218/89, NJW 1990, 3088;… MünchKommBGB/Spellenberg, 6. Aufl., Vorbemerkung zu Art. 11 EGBGB Rn. 74 mwN).
(2) Für die Frage, ob die VAAP der Beklagten wirksam Verlagsrechte an den in Rede stehenden Kompositionen des Klägers einräumen konnte, ist - unabhängig davon, ob es sich um einen Fall der gesetzlichen Vertretung oder um eine Verfügungsermächtigung handelt - nach internationalem Privatrecht nicht auf das Vertragsstatut, sondern auf das Wirkungsstatut, also auf das Recht des Landes abzustellen, in dem von der Vertretungs- oder Verfügungsbefugnis Gebrauch gemacht werden sollte (vgl. BGHZ 64, 183, 192 - August Vierzehn; BGH, Urt. v. 26.4.1990 - VII ZR 218/89, NJW 1990, 3088; BGHZ 128, 41, 47;… zur Gleichbehandlung von Vollmacht und Einwilligung als Hilfsgeschäften MünchKomm/Spellenberg aaO vor Art. 11 EGBGB Rdn. 28 f.).
Auch für die Vollmachtserteilung gilt das Recht des Staates, in dem sie nach dem Willen des Vollmachtgebers rechtliche Wirkung entfalten soll (BGHZ 64, 183, 192; 128, 41, 47; BGH, Urteile vom 13. Mai 1982 - III ZR 1/80, WM 1982, 1132, 1133 und vom 26. April 1990 - VII ZR 218/89, WM 1990, 1847, 1848;… siehe auch Senatsurteil vom 3. Februar 2004, aaO Umdr. S. 10).
OLG Hamm, 20.01.2004 - 21 U 102/02
OLG Düsseldorf, 23.09.2003 - 23 U 218/02
Zur Wirksamkeit und den Folgen der Voll- und Vertretungsmacht nach italienischem …
OLG Köln, 14.01.2008 - 16 U 36/07
Maßgebliches Recht für die Wirksamkeit einer Vollmacht im Internationalen …
OLG München, 15.10.1992 - 25 W 2480/92
OVG Mecklenburg-Vorpommern, 25.08.2010 - 2 L 155/04
Beteiligtenfähigkeit der Zweigniederlassung einer ausländischen Gesellschaft; …
LG Kiel, 09.05.2006 - 13 T 22/06
Insolvenzverfahren: Beantragung der Versagung der Restschuldbefreiung für einen …
BPatG, 24.03.2011 - 8 W (pat) 310/06
Ein Streitpatent mit der Bezeichnung "Verfahren zum Herstellen einer Dichtung, …
BPatG, 10.09.2009 - 8 W (pat) 338/06
BPatG, 10.09.2009 - 8 W (pat) 339/06
BPatG, 12.11.2008 - 7 W (pat) 357/05
BPatG, 12.11.2008 - 7 W (pat) 343/05
BPatG, 12.11.2008 - 7 W (pat) 305/05
https://dejure.org/1990,2489
BGH, 11.07.1990 - VIII ZR 366/89 (https://dejure.org/1990,2489)
BGH, Entscheidung vom 11.07.1990 - VIII ZR 366/89 (https://dejure.org/1990,2489)
BGH, Entscheidung vom 11. Juli 1990 - VIII ZR 366/89 (https://dejure.org/1990,2489)
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Zeugenbeweis - Zeuge im Ausland - Erneute Vernehmung - Prozeßgericht
ZPO § 286, § 398
MDR 1991, 239
WM 1990, 2095
Sofern das LSG eine persönliche Vernehmung der Zeuginnen vor ihm selbst als erforderlich angesehen hat (vgl dazu BGH NJW 1990, 3088 f), durfte es zwar die Beweisaufnahme durch ein israelisches Gericht (vgl § 118 Abs. 1 Satz 1 SGG iVm § 363 der Zivilprozeßordnung ) für ungeeignet halten; es hätte dann jedoch zunächst versuchen müssen, die Zeuginnen zu einem eigenen Gerichtstermin in Deutschland zu laden, bevor es zu der Überzeugung kommen konnte, die Beweismittel seien gänzlich untauglich, da der Vernehmung tatsächliche oder rechtliche Hindernisse entgegenstünden (…vgl dazu BGH BGHR StPO § 244 Abs. 2 - Auslandszeuge 2; BGH NJW 1990, 1124; 1992, 1768;… Damrau in Münchener Komm zur ZPO, 2. Aufl, § 377 RdNr 5;… Chr. Berger in Stein/Jonas, ZPO, 21. Aufl, § 377 RdNr 33).
§ 286 Abs. 1 ZPO begründet für den Tatrichter die Pflicht zur möglichst vollständigen Aufklärung des Sachverhalts (BGH, Urteile vom 11. Juli 1990 - VIII ZR 366/89 - NJW 1990, 3088 unter II 1 und 3; vom 29. Januar 1992 - VIII ZR 202/90 - NJW 1992, 1768 unter II 2 a aa).
Es bedurfte deshalb auch nicht eines Glaubwürdigkeitsvermerks der die Beweisaufnahme durchführenden Richterin, zu dem die Parteien hätten Stellung beziehen können (vgl. BGH, Urteil vom 30.11.1999 - VI ZR 207/98 - NJW 2000, 1420 ff. = VersR 200, 610 ff. = ZIP 2000, 635 ff. = WM 2000, 686 ff. = R+S 2000, 261 ff.; Urteil vom 04.02.1997 - XI ZR 160/96 - NJW 1997, 1586 f. = MDR 1997, 592; Urteil vom 11.07.1990 - VIII ZR 366/89 - NJW 1990, 3088 ff. = WM 19990, 2095 ff. = MDR 1991, 239; Thomas/Putzo, ZPO;… 32. Auflage 2011, § 285 Rn. 2).
b) Jedenfalls dann, wenn sich die Richtigkeit der Bekundungen entweder des Zeugen T. oder des Zeugen Dr. V. nicht zuverlässig aus objektiven, nicht mit der Glaubwürdigkeit der Zeugen unmittelbar in Zusammenhang stehenden Umständen ergibt - wofür der bisherige Prozeßstoff spricht -, wird das Berufungsgericht beide Zeugen erneut vernehmen müssen (vgl. BGH, Urteil vom 8. Januar 1985 VI ZR 96/83 = VersR 1985, 341 unter II 2; vom 11. Juli 1990 - VIII ZR 366/89 = WM 1990, 2096 [BGH 11.07.1990 - VIII ZR 366/89] unter II 1.).
Da das Erscheinen des Zeugen vor dem Prozeßgericht somit noch in Betracht kam, entsprach das Oberlandesgericht nicht seiner durch § 286 Abs. 1 ZPO begründeten Pflicht zur möglichst vollständigen Aufklärung des Sachverhalts (vgl. Senatsurteil vom 11. Juli 1990 - VIII ZR 366/89, WM 1990, 2095, 2096 unter II 1), als es ohne weiteres von der Vernehmung des Zeugen absah und dies nur im Urteil begründete.
Sofern das LSG eine persönliche Vernehmung der Zeugen vor ihm selbst als erforderlich angesehen hat (vgl dazu BGH NJW 1990, 3088 f), durfte es zwar die Beweisaufnahme durch ein israelisches Gericht (vgl § 118 Abs. 1 Satz 1 SGG iVm § 363 der Zivilprozessordnung ) für ungeeignet halten.
Die vom Kläger in der Berufungsbegründung zitierten Urteile des BGH NJW 1990, 3088 und NJW 1995, 955 schließen das nicht aus.
Die Entscheidung BGH NJW 1990, 3088 betraf den Fall, dass die Tatsachengerichte einen im Wege der Rechtshilfe vernommenen Zeugen nicht glaubten, ohne sich von ihm einen persönlichen Eindruck zu verschaffen.
Die Entscheidung über unvereinbare Zeugenaussagen hängt in einem derartigen Fall von der persönlichen Glaubwürdigkeit der Zeugen ab (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 11. Juli 1990 - VIII ZR 366/89 - NJW 1990, 3088) bzw. führt, sofern der persönliche Eindruck der Zeugen nicht zu einer Entscheidung führt, zu einem non liquet, was im Rahmen der Beweislast zu berücksichtigen ist.
LG Osnabrück, 05.07.2018 - 4 S 420/17
Die Entscheidung über unvereinbare Zeugenaussagen hängt dann, wenn lediglich eine Aussage der Wahrheit entsprechen kann, von der persönlichen Glaubwürdigkeit der Zeugen ab (BGH, Urteil vom 11. Juli 1990, VIII ZR 366/89).