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Timestamp: 2016-10-23 03:24:07
Document Index: 150545574

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

Pr�sident Sch�n, Bundesrichterin Widmer und Bundesrichter Ursprung; Gerichtsschreiberin Keel Baumann
R.________, 1935, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Markus Bischoff, Walchestrasse 17, 8006 Z�rich,
A.- Der 1935 geborene R.________ arbeitete seit 1981 bei der Firma Y.________ als Polier und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Unf�lle versichert. Am 8. August 1996 war er bei der Einfahrt in den Gubristtunnel (Autobahn N 20) in einen Auffahrunfall verwickelt, an welchem insgesamt vier Autos beteiligt waren.
Dr. med. Z.________, Chirurgie FMH, diagnostizierte ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS) bei stark eingeschr�nkter Beweglichkeit und verspannter Muskulatur; radiologisch stellte er degenerative Ver�nderungen und eine Gestreckthaltung der HWS fest, wobei keine frischen traumatischen L�sionen vorhanden seien (Arztzeugnis vom 9. September 1996). Am 21. Oktober 1996 nahm R.________ seine Arbeit zu 50 % und am 2. Dezember 1996 vollumf�nglich wieder auf. Weil er weiterhin unter Kopf- und Nackenbeschwerden litt, erfolgten weitere spezial�rztliche Untersuche, anl�sslich welcher indessen keine neurologischen Ausf�lle erkannt werden konnten (Berichte des Dr. med. T.________, Orthop�dische Chirurgie FMH, vom 30. Mai 1997 und des Dr. med. F.________, Neurologie FMH, vom 5. August 1997). In einer am 29. August 1997 durchgef�hrten kreis�rztlichen Untersuchung wurde festgestellt, dass die Unfallfolgen abgeklungen seien und der Fall folgenlos abgeschlossen werden k�nne.
Am 2. Februar 1998 meldete sich der Versicherte erneut bei der SUVA wegen anhaltender starker Kopfschmerzen, wobei er angab, schon l�ngere Zeit nicht mehr in �rztlicher Behandlung zu stehen. Im August 1998 suchte er deswegen Dr. med. N.________, Innere Medizin und Rheumatologie FMH, Leitender Arzt Medizin am Spital X.________, auf, welcher ein chronisches zervikocephales Schmerzsyndrom mit Ausl�sung nach HWS-Schleudertrauma bei fortgeschrittener Osteochondrose, m�ssiger Spondylarthrose und Unkovertebralarthrose im Bereich der mittleren und unteren HWS diagnostizierte; aufgrund der Beschwerden und der degenerativen Ver�nderungen der HWS sch�tzte er die Arbeitsf�higkeit als Polier auf 50 % (Bericht vom 20. August 1998). Gegen�ber dem SUVA-Inspektor erkl�rte R.________ am 11. September 1998, dass er im Rahmen seines Einsatzes auf einer Grossbaustelle, wo er keine schwere k�rperliche Arbeit verrichten musste, immer voll gearbeitet habe und Schmerzen nun im Zusammenhang mit auf kleineren Baustellen vermehrt anfallender manueller T�tigkeit auftr�ten. Am 20. Oktober 1998 setzte er seine Arbeit deshalb vollumf�nglich aus.
Gest�tzt auf eine erneute kreis�rztliche Untersuchung vom 30. Oktober 1998, in welcher das fr�her festgestellte Beschwerdebild best�tigt und festgestellt wurde, dass die Unfallkausalit�t erloschen sei, verneinte die SUVA mit Verf�gung vom 6. November 1998 eine Leistungspflicht f�r die als R�ckfall gemeldeten Nackenbeschwerden. Die vom Versicherten hiegegen erhobene Einsprache, mit welcher ein weiterer Bericht des Dr. med. N.________ vom 4. Februar 1999 zu den Akten gegeben wurde, wies die SUVA - nach Einholung eines Gutachtens des Dr. med. E.________, �rzteteam Unfallmedizin der SUVA, vom 19. M�rz 1999 - ab (Einspracheentscheid vom 8. April 1999).
B.- Die von R.________ mit dem Antrag auf Weiterausrichtung der gesetzlichen Leistungen eingereichte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 28. M�rz 2000 ab.
C.- R.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und das im kantonalen Verfahren gestellte Rechtsbegehren erneuern.
W�hrend die SUVA auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichten das Bundesamt f�r Sozialversicherung und die als Mitinteressierte zum Verfahren beigeladene Intras Krankenkasse auf Vernehmlassung.
1.- Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang im Allgemeinen (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) und bei Schleudertraumen der HWS oder �quivalenten Verletzungsmechanismen im Besonderen (BGE 119 V 340 Erw. 2b/aa; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29) zutreffend dargelegt. Entsprechendes gilt f�r die von der Judikatur entwickelten Grunds�tze zum Erfordernis des ad�quaten Kausalzusammenhanges im Allgemeinen (vgl. auch BGE 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen) sowie insbesondere bei den Folgen eines Unfalles mit Schleudertrauma der HWS oder �quivalenten Verletzungen ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle (BGE 117 V 359), soweit nicht eine ausgepr�gte psychische Problematik vorliegt (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Darauf wird verwiesen.
2.- a) Die Vorinstanz hat erwogen, dass sich die Frage, ob es sich bei den fortdauernden Beschwerden des Versicherten um eine nat�rliche Folge des versicherten Unfalles handelt, nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 125 V 195 Erw. 2 mit Hinweisen) beantworten lasse. Indessen er�brige sich die Einholung eines Obergutachtens, weil es, selbst wenn aufgrund zus�tzlicher Abkl�rungen der nat�rliche Kausalzusammenhang zu bejahen w�re, an der nach den Kriterien gem�ss BGE 117 V 367 zu beurteilenden Ad�quanz des Kausalzusammenhangs fehle. Dieses Vorgehen l�sst sich nicht beanstanden (vgl. SVR 2000 UV Nr. 17 S. 58 Erw. 4b, 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c). Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdef�hrer namentlich in seinem Vorbringen, wonach die Rechtsprechung gem�ss BGE 117 V 367 keine Anwendung finde, weil die Schmerzen genau lokalisiert seien (im oberen Bereich der HWS) und somit nicht ein Fall eines Schleudertraumas ohne nachweisbare organische Funktionsausf�lle vorliege; denn gem�ss den medizinischen Akten konnte ein organisch nachweisbar behandlungsbed�rftiger Befund nicht festgestellt werden, woran nichts �ndert, dass die Beschwerden, wie geltend gemacht wird, klar abgegrenzt sind.
b) Soweit der Beschwerdef�hrer die f�r die Beurteilung der Ad�quanz des Kausalzusammenhanges rechtsprechungsgem�ss vorzunehmende Einteilung in leichte, mittelschwere und schwere Unf�lle (BGE 117 V 366 Erw. 6a) kritisiert mit der Begr�ndung, diese entspreche bei der ersten Kategorie nicht den neuesten Forschungsergebnissen, ist darauf hinzuweisen, dass vorliegend ein mittelschwerer Unfall zu beurteilen ist, wovon die Vorinstanz aufgrund des augenf�lligen Geschehensablaufs - der Beschwerdef�hrer musste, wie der vor ihm fahrende Lenker, stark abbremsen und wurde beim Wiederanfahren von hinten durch einen Personenwagen in das vor ihm befindliche Auto gedr�ckt - und der vom Versicherten erlittenen Verletzungen zutreffend ausgegangen ist. Im �brigen hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht seine Rechtsprechung wiederholt damit begr�ndet, dass die Orientierung am objektiv fassbaren Unfallereignis im Hinblick auf die Gebote der Rechtssicherheit und der Gleichbehandlung der Versicherten erfolgt und die Katalogisierung der Unf�lle einem praktischen Bed�rfnis entspricht (BGE 115 V 138 Erw. 6; nicht ver�ffentlichtes Urteil E. vom 21. Juni 1999, U 128/98), woran festzuhalten ist.
c) Handelt es sich vorliegend um einen Unfall aus dem mittleren Bereich, ist die Ad�quanz zu bejahen, wenn ein einzelnes der unfallbezogenen Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise gegeben ist oder die zu ber�cksichtigenden Kriterien insgesamt in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sind (BGE 117 V 367 f.).
Dem Auffahrunfall kann eine gewisse Eindr�cklichkeit nicht abgesprochen werden. Allerdings handelt es sich auch unter Ber�cksichtigung des in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hervorgehobenen Umstandes, dass er sich am Anfang eines Tunnels ereignete, um einen Schrecken, wie er �blicherweise bei einem Unfall auftritt (vgl. BGE 117 V 368 Erw. 7b). Von besonders dramatischen Begleitumst�nden oder einer besonderen Eindr�cklichkeit kann demnach nicht gesprochen werden. Schwere oder besondere Verletzungen m�ssen verneint werden in Anbetracht dessen, dass beim Beschwerdef�hrer im Wesentlichen bewegungsabh�ngige Nacken- und Kopfschmerzen auftraten und damit nicht eine H�ufung verschiedener, f�r das Schleudertrauma der HWS typischer Beschwerden mit schwerwiegenden Auswirkungen vorlag (vgl. BGE 117 V 369). Wie die Vorinstanz zutreffend ausgef�hrt hat, dauerte die �rztliche Behandlung nicht �berm�ssig lange, sondern beschr�nkte sich schon bald nach dem Unfall auf gelegentliche Kontrollbesuche. Sodann liegen keine Anhaltspunkte f�r eine �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, vor, was der Beschwerdef�hrer zu Recht nicht bestreitet. Bereits zehn Wochen nach dem Unfall (ab 21. Oktober 1996) war der Beschwerdef�hrer - der am 26. August 1996 zudem eine (mit dem Unfall in keinem Zusammenhang stehende) Dupuytren-Kontraktur an der linken Hand operieren liess, mit welcher bei Handwerkern offenbar gew�hnlich eine Arbeitsunf�higkeit von acht bis zehn Wochen einhergeht (�rztliche Beurteilung des Dr. med. E.________ vom 19. M�rz 1999) - wieder zu 50 % arbeitsf�hig und weitere sechs Wochen sp�ter (ab 2. Dezember 1996) zu 100 %, womit auch Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit nicht als ausserordentlich bezeichnet werden k�nnen. Da sodann die geschilderten Dauerbeschwerden in unterschiedlicher St�rke und mit Intervallen auftraten und der Versicherte mehrere Monate auf �rztliche Behandlung verzichtete, kann auch dieses Kriterium h�chstens als teilweise erf�llt gelten, dies selbst unter Ber�cksichtigung des Umstandes, dass der Beschwerdef�hrer von z�her Natur ist. Gleiches gilt mit Bezug auf dasjenige des schwierigen Heilungsverlaufes und der erheblichen Komplikationen.
Zusammenfassend ergibt sich, dass keines der f�r die Ad�quanzbeurteilung relevanten Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist und diese auch nicht in geh�ufter und auffallender Weise vorliegen. Mithin kommt dem Unfallereignis vom 8. August 1996 keine massgebende Bedeutung f�r die als R�ckfall gemeldeten Nackenschmerzen zu, weshalb die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zu verneinen ist.