Source: https://digi.bib.uni-mannheim.de/periodika/reichsanzeiger/ocr/film/tesseract-4.0.0-20181201/142-8061/0520.hocr
Timestamp: 2020-08-09 00:35:59
Document Index: 62298139

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§8']

1896 / 138 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 11 Jun 1896 18:00:01 GMT)
1896 / 138 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 11 Jun 1896 18:00:01 GMT) scan diff
Bewerbungen, welchen amtliche
_ besuchten Un 8anstalten, das Università
__ Sittenzeu niß, fowie ein Dekanat niß, d ew
den: empfeh ende Zeugnisse der Gewerbebeh e Unterrichts- ui er Vorschulanstalten und Lehrmeister beigefügt sein müssen, i s zum
29. d. M. hierher einzusenden.
Bonn, den 8. Juni 1896. : ; Das Kuratorium der von Mandt-Ackermann'shen. Stiftung bei der Rheinischen A D ihc m erkität.
Nicßtamlkliches. Deutsches Reich.
Preufßen. Berlin, 11. Juni.
Seine Majestät der Kaiser und König begaben Sich heute Voruittag vom Neuen Palais nach Charlotten- burg und wohnten in der Technischen MGlqule der Sigung der Institution of Naval Architects bei. Nachmittags um 3 Uhr empfingen Seine Majestät im hiesigen Ken ren Schlosse den neu ernannten Botschafter der Französischen Republik Marquis de Noailles in Antritts-Audienz und hierauf den serbischen Gesandten Pantélith zur Entgegennahme des Abberufungsschreibens. Alsdann empfingen Seine Majestät der Kaiser noch die Meldung des Kommandeurs der Luft- schiffer-Abtheilung, Majors Nieber.
Der Bundesrath versammelte sich heute zu einer Plenarfizung. Vorher beriethen die vereinigten Ausschüsse für das Landheer und die DLORE und für Rehnungs- wesen, sowie der Aus\huß für Händel und Verkehr.
Durch eine im „Marine-Verordnungsblatt“ vom 9. Juni veröffentlihte Allerhöchste Kabinets - Ordre vom 3. d. M. sind den E Sen der Rang der Oberst-Lieutenants und die Gradabzeichen des General-Arztes 9. Klasse der Marine, sowie: der Diensttitel „Statiönsarzt der Marine-Station der Ostsee bezw. Nordsee“ verliehen worden.
Der General der Artillerie von Hoffbauer, Inspekteur der Feld-Artillerie, ist von Berlin äbgereist.
Der Bevollmächtigte zum Bundesrath, Königlich bayerische Ministerial-Nath von Geiger ist hier angekommen.
Laut telegraphisher Meldung an das Ober-Kommando der Marine ift S A S. “Iltis, Kommandant Kapitän-
Lieutenant Braun, am 9. Juni in Shanghai angekommen.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Baden ist heute früh 71/2 Uhr in Stuttgart eingetroffen und von Seiner Majestät dem König und Seiner Hoheit dem Prinzen Her- mannvon Sachsen-Weimar am Bahnhof empfangen worden. Gestern Nachmittag ist der Statthalter in Elsaß-Lothringen, Fürst zu Hohenlohe-Langenburg in Stuttgart eingetroffen. —
eute Mittag 12 Uhr fand in Cannstatt in Gegenwart des Boni 8, des Großherzogs von Baden und des Statthalters in Elsaß-Lothringen ‘die "lid Eröffnung der Ausstellung der Deutschen Landwirthschaftlihen Gesellschaft statt.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog gedenkt, wie ,W. T. B.“ éus de rltrahe berichtet, der Winweihúng des Kyffhäuser-Denkmals am 18. d. M. beizuwohnen.
Die „Badische Landeszeitung“ i pra die Budget- kommission des Landtags habe gestern die Vorlage, be- treffend den Karlsruher Rheinkanal und Rheinhafen, mit 8 gegen 7 Stimmen angenommen unter der Bedingung, daß der Staatszushuß statt 21/4 Millionen nur 2 Millionen betrage und daß die Stadt Karlsruhe die Unterhaltungskosten Übernehme.
Seine Königliche Hoheit der B EOBITAM N ist gestern von. seiner Reise nach Îtalien wieder in Oldenburg ein- getroffen.
Im Bau ius der österreichischen Delega- tion trat bei der Verhandlung über das Ordinarium des Armeebudgets der Delegirte Kramarz für die Reform der Militär-Sträfgerichtsbärkeit ein; ferner spra derselbe den ens nah Einführung der ree en Dienstzeit aus, die sh in Deutschland nicht s{chlecht bewährt habe, und verlangte die Abschaffung des zweiten Dienstjahres bei den Freiwilligen sowie die Wahrung der Rechte der Nationalitäten im Heere, e dies “ ohne Schädigung der nothwendigen Armeeeinheit geshehen könne. Redner er- kaûnte indessen an, daß eine einzige Kommandosprache noth- wendig sei. Der Delegirte Dr. Pr o mber betonte, Desterreih könne nicht länger zu den gemeinsamen Ausgaben im Ver- hältniß von 70 gu 30 beitragen ; das Budget müsse jedo be- Uge: werden, denn ein starkes Heer sei „die Vorausseßung
} Dreibundes, an welchem fesigehation werden müsse. Jm erlaufe der Debatte erklärte der Kriegs-Minister von Krieg- ammer, der Entwurf einer Neform des Strafgerichtsverfahrens nde fich in der Bearbeitung. Verhandlungen mit den Landes-
as das Verlangen der Abschaffung; des zweiten
ältniß mit den Stiftern, beziehunt den 1g f: [Waser h fen amilien, e Schul- und Sitténzeügni e der bisher |-
eibständiges. Vorgehen in dieser Angel | Die Gens fi
sizung der Delegation wurden
weren ngs-Ministerien seien eingeleitet, um die wünschens- en Ve!
terungen des ehrenra de i i durh- enstiahres bei den Einjährig-Freiwi
igen angehe, so ge-
nössen die Einjährig
- Ein einiges Reich empfehle fich nicht nur aus
- Freiwilligen solche Begünstigung, 4 daß man gewisse Leitun en veriátt en könne. An De | ie allgemeine
rung der zweijährigen Dienstzeit im nen R nicht gedaëit werden. Hinsichtlich der Sprach- kenntnisse der Offiziere hob der Minister hervor, jeder ógling einer Militäranstalt müsse eine nationale rae ernen; überdies werde der Bestimmung, daßdie Offiziere, wenn sie in eine höhere Charge vorrücken wollten, der Regimentssprahe mächtig sein müßten, strenge nachgekommen. Bezüglich der Erhöhung der Offiziersgagen- würden Verhand- set mit den Ressort- Ministern E gert gen L Gn
et Uunmogti. Generaldebatte wurde darauf ge|chlo}sen. - Jn der Abend- odann das Ordinarium und das udgets in der Spezialdebatte
Extraordinarium des Armee l erledigt. ÄÂuf eine Anfrage des Delegirten Ruß, ob die Kon- ftruktion des Mannlicher-Gewehrs oder die Munition etwas zu wünschen übrig ließen, erwiderte der Kriegs-Minister von Krie e daß bezüglih der Mannlicher-Gewehre und der Munition nur günstige Erfahrungen gesammelt worden seien.
Der Staatssekretär für die Kolonien Chamberlain hielt estern Abend in London bei einem Bantkett ‘der Delegirten des Kon resses der englischen B iee an eine Rede, worin er, Dent „4D, L, B zufolge, unter anderem sagte: Der andel des britishen Reichs lasse die Wichtigkeit des Handels an sih klar hervortreten, ohne welchen das eih niht einen Tag bestchen könne. Die Zukunft werde aber niht allein von der Bevölkerung dieser kleinen Jnseln abhängen, sondern besonders von der des über- seeishen Britanniens. Redner legte den Kolonien ans Herz, die Bande mit dem Mutterlande immer enger zu knüpfen. efühlsrüsichten, sondern auch aus gemeinsamen Jnteressen. Es sei Pflicht der Staatsmänner in Ängland und in den Kolonien, eine dauernde
Vereinigung zu sichern. Frankreich.
Der deutsche Mie Graf zu Münster hat, wie „W. T. B.“ berichtet, folgenden Brief an die Wittwe Jules Simon's gesandt: : A
Paris, 10. Juni. Gnädige Frau! Seine Majestät der Kaiser, mein erhabener Ses hat, nachdem er die Nachricht von dem {weren Verlust, der Sie betroffen, empfangen hatte, als Aus- druck seiner innigen Sympathie mih beauftragt, in feinem Namen an der Bahre dieses großen Franzosen, der Ihr Gatte war, einen Kranz niederzulegen. Indem ih diesem mir gewordenen Befehl nahkomme und “s hre haben werde, meinen hohen E bei den Leichen- feierlihkeiten zu vertreten, bitte ih Sie, den usdruck meines persôn- lichen Beileids und meiner aufrihtigsten vollen Ergebenheit entgegen-
zunehmen. Münster. . ;
Der ‘Kranz besteht aus rothen und weißen Rosen mit grünen Zweigen und ist mit breitem schwarzem Flor umwunden.
Gestern fand ‘auf der deutschen Botschaft großer Empfang statt, zu welchem die Mitglieder der vornehmen Gesell- {haft und amtlicher Kreife zahlreih etshienen waren. Unter Atderen waren anwesend Madame Bergé und die Tochter des Präsidenten Lucie Faure, der frühere Präsident der Republik Casimir Perier nebst Gemahlin, der Minister-Präsident Méline, der Minister des Aeußern Hanotaux und andere Mitglieder des Ministeriums , ferner der Präsident der Deputirtenkammer Brisson, fast das gesammte diplomatishe Korps und viele Senatoren und Deputirte. i
Das Ergebniß der indirekten Steuern im Monat Mai weist einen Mindérbetrag von 6 Millionen Francs gegen den Monat Mai 1895 auf.
Nußland Der Kaiser hat zur Erinnerung an die Krönungs- [e 250 000 Rubel aus seiner Privatschatulle zur ertheilung als Geldspenden angewiesen.
Der Admiral Culme-Seymour ist aus Civita- vechia, wo das britishe Geschwader vor Anker liegt, estern Abend in Rom eingetroffen. gene fand auf der britischen Botschaft zu Ehren des Admirals ein Lunch ai an welhem der inister-Präsident di Rudini, er Marine - Minister Brin und der Minister des Aeußeren Herzog von Sermoneta theilnahmen. Am Sonnabend wird der Minister des Aeußeren ein Diner zu Ehren des Admirals veranstalten, Der König wird den Admiral morgen Mittag in Privataudienz empfangen. — Am Sonnabend gedenkt der Marine-Minister Brin das britishe Geschwader in Civitavecchia zn besuchen.
In Der gesrigen Sizung der Deputirtenkammer erklärte der Minister des Aeußern Herzog von Sermoneta in Beantwortung einer Anfrage des Deputirten Jmbriani über die Lage auf Kreta: Die italienishe Regierung habe sih wei Ziele gesteckt : den Schuß ihrer Staatsangehörigen und die Mieberherstellung der Ordnung. Zur Erreichung des ersten Zieles habe sie das Kriegs\chiff „Piemonte“ entsandt, zur Erreihung des zweiten habe sie sich mit den anderen Mächten ver- bunden und zur Mäßigung gerathen. Er dosfe: die Pforte werde Maßregeln ergreifen, um Kreta dauer aje Ruhe zu sihern. Jmbriani erwiderte, er hoffe, daß die g T nur der Pforte zur Mäßigung gerathen habe, denn Ztalien müsse die gerechte SU Lane der Kreter gegen die türkische Präpotenz unterstüßen. Bei der Berathung des Budgets Er Justiz und Kulte erwiderte der Minister Costa auf die
usführungen mehrerer Redner, die Regierung denke daran, gegenüber der fkirhlihen Gewalt anzubieten oder zu verlangen. Der des Staats gegenüber der Kirhe sei eigenen “ Grenzen Liner Macht * bestimmt; ‘(der Minister) der Asicht, daß sich“inmitten dér Gesellschaft ein wohlt ri Hauch von Versöhnlichkeit bemerkbar mache, und that is N EON mehrere ‘Anzeichen dafür, daß sich auch die kirhlihe Macht mit den großen! aktuellen Problemen R Es'würde kein geringer Vortheil fn wenn sich die weltliche und "die kirhlihe Gewalt i Lö ung ie Rede
keineswegs Transaktionen Wirkungskreis durch die
Lees sei er
der dringendsten sozialen Probleme vereinigten. wurde beifällig aufgenommen.
Spanien. E aoliniier-Präsident Canovas del Castillo und der Minister des Jnnern -Cos-G avo traten, wie dem W. T. B.“ aus Madrid berichtet wird, gestern u einer Be-
ich. f tung einer neuen Vorlag
fühlbar mache. Die transatlantishen Dampfer „Alphons XIIT.“ und „Mass E find gestern kriegsmäßig ausgerüstet der Regierung übergeben worden.
Schweiz. Der Nationalrath hat in namentlicher Abstimmung mit 68 gegen 54 Stimmen den Antrag abaelehnt, das Gese über die Errichtung der Bundesbank-hchufs Ausarbei- ‘an w Bundesrath zurück- es noch in dieser
Die- i irte von Aragonien verlangten von dem tioilerabri iben 4 fsmittel, um dem Elend zu steuern, das sh in Aragonien
S visen, und beschlossen, das ession fertigzustellen. Türkei.
Aus Konstantinopel berichtet „W. T. B.“, die Bot- [Matter hätten in ihrer vorgestern abgehaltenen Konferenz beschlossen, die Pforte nochmals mündlich an die Ernennung eines cristlihen Kaimakams in Zeitun zu mahnen. Gestern hätten die Botschaster bezüglich Kretas berathen.
Amtliche Berichte aus Kreta konstatieren eine E \hreitende Beruhigung der Zustände auf a e
Die „Times“ erfährt aus Canea vom 8. d. M., infolge der Zerstörung der Dörfer im Westen seien 5000 Flüchtlinge in das Gebirge beim Kap Spada gezogen, wo sie den größten Entbehrungen ausgeseßt seien.
Eine gestern in Athen abgehaltene, sehr zahlreich besuchte Versammlung \prahch sih, wie „W. T. B.“ erfährt, für energishe Maßregeln zu Gunsten der Kreter und für die Vereinigung Kretas mit Griechenland aus. Ein Zwischenfall kam niht vor; die Regierung hatte die erforderlichen Maßregeln zur Aufrechterhaltung der Ordnung getroffen.
Der Fürst von Montenegro wird am 27. Juni in Belgrad eintreffen, da der Prinz Mirko nunmehr außer Gefahr ist.
In St. Louis ist gestern das republikanische National-Comité zusammengetreten, um die Organisation der National-Konvention festzustellen. Viele Anhänger der Silberwährung sind dazu eingetroffen. Der Führer der kalifornischen Abordnung de Young, ein eifriger T der Silberwährung, äußerte, die Delegirten der Silberstaaten seien entschlossen, die Silberinteressen geltend zu machen. Einige Delegirte sprachen die Absicht aus, aus der Konvention auszutreten, wenn das Programm der freien Silberprägung nicht angenommen werden sollte ; diese Absicht soll aber keine allgemeine sein.
Nach einem in Berlin eingetroffenen amtlihen Bericht aus Peking hat der Unteroffizier Krause in Nanking bei einem Angriff, welchen alte Truppen wegen Benußung des Exerzierplaßes auf neugebildete Truppen unternahmen, eine nicht lebensgefährliche Stichwunde erhalten; im übrigen sind nur Chinesen verwundet worden. Troß einer Proklamation des Gene- ral-Gouverneurs und der getroffenen Shußmaßregeln ist es am 4. d. M. zu ‘einem neuen Zusammenstoß gekommen. Das Tsungli Yamen hat dem deutshen Gesandten um- bis strenge Bestrafung der Schuldigen zugesichert. Der Kommandant von S. M. S. „Prinzeß Wilhelm“ wird die Schußmaßregeln des General-Gouverneurs, wenn nöthig, militärish unterstüßen.
Der „Times“ wird aus Prätoria ‘berichtet, die Ver- handlungen zwishen der Südafrikanishen Republik und dem Oranzje-Freistaat über das Eisenbahnneß des leßteren seien noch im Gange. Wahrscheinlich werde in Deutschland und Holland eine Anleihe aufgenommen werden, um das Bahnney zu übernehmen und E /
Von den Führern des Reform-Comités seien auf eine Anregung hin, welhe nah ihrer Annahme von guter Quelle ausgehe, der Regierung von Transvaal 40/000 Pfund Sterling zu Wohlthätigkeitszwecken für ihre Freilassung an- geboten worden, Diese A und die erwähnte Anregung u derselben hätten eine Verstimmung im Ausführenden Rathe
Angelegenheit verzögern.
Parlamentaristhe Nachrichten.
Die Berichte über die gestrigen Sißungen des Rei cs- tags und des Hauses der Abgeordneten befinden sich in der Ersten Beilage.
— Jn der heutigen (102.) Sißung des Reichsta o welcher der Staatssekretär, Staats-Minister Dr. von Boetticher beiwohnte, wurde die dritte Berathung des Gesegentwurfs, betreffend die Abänderung der Gewerbeordnung,
ortgeseht. Ueber den Verlauf der Sißung wird morgen aus- abl berichtet werden.
— Jm Hause der Abgeordneten wurde in der heutigen (77.) Sigung, in welcher der Justiz - Minister Schönstedt zugegen war, der vom Herrenhause in abgeänderter Fassung zurücgelangte Geseßentwurf, betreffend die Regelung der Richhtergehälter und die Anstellung der Ge-
rihts-Assessoren, berathen. l Jn der eneec (diabasfton erhielt junächi das Wort der Abg. Hobrecht (nl.): Das Schicksal der Vorlage hängt un- zweifelhaft von dem § 8 ab, und so kann ich mi sofort zu diesem wenden, Durch die Berathung des Herrenhauses is die Streitfrage wesentlich begrenzt und O worden. err Struckmann war zweifelhaft, ob die jungen Leute, welhe das Assessoréxamen bestanden haben, cinen Anspruch darauf hätten, späterhin us Affessor ernann zu werden, Der Justiz-Minister / hat ausgeführt, daß ein ae Anspruch durchaus nicht existiert, und er konnte als bes sums der ganzen Verhandlung konstatieren, däß diefer Ÿ stehende Rechtszustand allseitig zur La gebracht ist, daß ad unserem Staatsrecht cine Ver flihtung zur Annahme in den e bereitungsdienst, eine Verpflichtung zur Ernennung defsen, der große Staatsprüfung. bestanden hat, zum Asse} ur Anstellung als Assessor niht besteht. erathungen ‘des ‘änderen Hauses hervorgegangen, daß
sprehung giammen und beschlossen, energishe Maßnahmen gegen die Anarchisten zu ergreifen
enigen, welche eine Bestimmung, wie den 8 wollen, nur die Absuht abei verfolgen, das bestehende cht z
ervorgerufen und würden möglicherweise die Erledigung der :
u bestätigen« |
Die Absicht, an dem verfassungsmäßigen Recht irgend etwas zu Me N m von keiner Seite angedeutet f beg Auch hat der Justiz-
dern, ister selbst betonen können: „wir wünschen, daß nach wie vor der
utritt zu dem Justizdienst jedem nah seinen Fähigkeiten zugänglich fi und bleibe. Ist es nun nothwendig eine neue geseßlihe Bestimmung zu bestätigen oder eventuell anders zu formulieren? Dieses Bedürfniß ist von dem anderen Hause aner- fannt auf Grund der Gefahr der Prers Rehts. Wo die Verdunkelung anfängt, darüber ist man sich nicht einig gewesen. Man hat gemeint, die Art und Meise, wie man bisher mit der Anstellung der Richter zu Werke gegangen ist, hat zur Folge gehabt, daß das bestehende Recht verdunkelt it: Andere meinten, daß durch Ablehnung des '§ 8 eine Verdunkelung des Rechts der Krone entstehen werde. So sagte T Drenkmann: Lehnen Sie den § 8 ab, fo wird man darin den Aus- druck des Wunsches erblicken, S es bei der bisherigen Uebung be- stehen bleibi und die Krone auf ihr Recht der freien Auswahl ver- hte. Herr von Leveßow hat ausgeführt, daß das Neht der freien Muswahl von keiner Seite bezweifelt sei, und M man daraus den Schluß wohl ziehen könne, dah § 8 überflüssig fei; auch daß der Paragraph für die Dienstalterszulagen nothwendig sei, vermochte er niht zu erkennen. Aber — meinte er — würde er abgelehnt, so würde dadurch unzweifelhaft eine Verdunkelung des Rechts der Krone eintreten. Dies leßtere ist eine ganz unhaltbare Annahme ; es wäre geradezu eine Gefahr für unser ganzes öffentlihes Reht, wenn man die Zulässigkeit einer solchen Interpretationskunst zugeben wollte. Der Justiz-Minister hat fih au keines diefer Argumente bedient. Bei der Begründung des § 8 ging man von der Auffassung aus, daß der preußische Richterstand niht auf der Höhe und in dem Ansehen tehe, wie in anderen Ländern und wie es auch früher bei uns der all war, und wie es im Interesse des Staats doch der Fall sein sollte, daß dur eine gewisse Konnivenz bei der Handhabung des Rechts der Auswahl minderwerthige Elemente hereingebraht seien und daß das eändert werden müsse. Ob diese Beurtheilung des preußischen Richterstandes richtig ist, weiß ih nit. Es läßt si ja nicht bestreiten, daß die Söhne aus „guten und besten Familien“, von welhen im anderen Haufe fo viel die Rede war, es vielfach vorziehen, lieber Lieutenant und Landrath zu werden, als Richter, und es ist auch begreiflich, daß diejenigen, -die ein lebendiges Gefühl für den Nichterstand haben, darin Wandel schaffen wollen, aber es ift ein Irr- thum zu glauben, daß das allein mit der Personalfrage zu erreichen ist. Die Wurzeln für diefe Erscheinung liegen viel tiefer und zum theil weit zurüdck. Es war vielfa eine Neigung vorhanden, die Kom- petenz des ordentlihen Richters einzuschränken, eine Frage des öffent- lihen Rehts nah der anderen wurde dem Richter entzogen; vom Nachtwächter bis zum Minister hinauf {heute man si, von seiner diskretionären Befugniß etwas abzugeben, und nah der Begrün- dung des Reichs hatten wir eine entgegengeseßte Strö- mung, der wir die Schöpfung der Verwaltungsgerichte verdanken. Man hat im Herrenhause für die Würde des Nichterstandes zu viel Gewicht auf rein perfönlihe Eigenschaften und darunter auch äußere Merkmale gelegt. Das Odium, von dem der Justiz-Minister ge- sprochen, fällt auf die Justizverwaltung, gleichviel, ob die \chärfere Auswahl der Aspiranten auf Grund des bestehenden Rechtsverhält- nisses oder eines neuen Gefeßesparagraphen getroffen wird. Wenn es sh wirklih um ein bestehendes Recht handelt, so haben die bisherigen Justiz-Minister seit zwanzig Jahren davon nur einen beschränkten Gebrauß gemacht, und zwar nicht etwa, weil sie zweifelhaft gewesen wären über die Grenzen ihrer Be- fugniß, sondern weil fle es für unmöglich hielten, weiter zu gehen, troy des lebhaftesten Wunsches, daß unser Richterstand aus der Elite zusammengeseßt sein möchte. Die s{hwerste Aufgabe ist, einen Menschen richtig zu beurtheilen. Mißgriffe bei der Auswahl kommen im privaten wie im öffentlichen Leben vor, und manchen bedeutenden Mann hat einmal der Baumeister als unnüyen Stein bei Seite werfen wollen.
; Nach amtlicher Lung erhielten bei der am 6. d, M. m dem 2. ittelfränkishen Wahlkreise (Ansbah-Schwabah) vorgenommenen Reichstags-S tich- wahl Dr. Conrad (Volksp.) 7778 und Hufnagel (kons.) 7000 Stimmen. Ersterer ijt somit gewählt.
In Wengebauer's Fabrik in Schweidniß sind, wie der „Frankf. Ztg.“ von dort ee wird, 350 Weber aus\tändig, 135% arbeiten. Aufregung herrsht unter den Webern desEulengebirg es. Die Ausf\tändigen haben eine Kommission für Ordnung und Abhal- tung von Ausschreitungen gewählt. Einem einstimmigen Beschluß zufolge soll der Ausstand bis zum äußersten durchgeführt werden.
Bei der Firma B. Neugebauer Söhne in Langenbielau (val, Nr. 136 d. Bl.) haben, wie die „Rh.-Westf. Ztg.“ aus
teihenbach erfährt, jeßt mehr als 1000 Weber und Färber die Arbeit niedergelegt.
In Dresden verlangten, der „Köln. Ztg.“ zufolge, die Maurer gestern bei sämmtlihen Großbauten einen Mindestlohn von 43 „4 die Stunde und machten einen Ausstand von der Bewilligung ab- hängig, Die Löhne waren erst kürzlih erhöht worden.
ci den Glasern Leipzigs (vergl. Nr. 129, 132 und 133 d. Bl.) find, der „Leipz. Ztg.“ zufolge, noch 100, bei den Schmieden (vergl. Nr. 130 d. Bl.) b 60 Gehilfen aus\ftändig. — Von den Sattlern (vergl. Nr. 133 d. Bl.) ift über einige Werkstellen, deren Inhaber die Gehilfenforderungen abgelehnt haben, die Sperre verhängt worden. — Die Töpfergehilfen haben in ihrer leßten Versammlung beschlossen, in jeder Werkstätte einen Delegirten zu wählen, der s mit der Lohukommission ins Vernehmen zu seßen hat, um die Regelung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse in besonders geeigneter Weise zu bewirken.
Der Ca L RALLIO in Neunkirchen (vgl. Nr. 132 und 133 d, Bl.) wird, wie der „Köln, Ztg.“ unter dem 8. d. M. aus Wien gemeldet wird, beiderseits fortgeseßt. Früh versammelten sich die Arbeiter vor den Fabriken, um zu matkieren, daß sie niht aus\tändig sind, und theilweise au), um fremden Zuzug abzuhalten. Die E bleiben gesperrt, bis die Arbeiter sh zur Beseitigung der Agitatoren entshlicßen. Es fanden Versammlungen der Fabri- kanten sowie der Arbeiter statt.
Die fünf Akademien bezro. Ce der Wissen - schaften ju Berlin, Wien, Sei paig, ünchen und Göt- lingen, die sih zu größeren wissenschaftlichen Unternehmungen ver- einigt haben, hielten in der Pfingstwohe in Wien ihre Jahres- konferenz ab. Das erste Unternehmen dieser Art ist die Herausgabe eines Thesaurus Latinitatis. Die \tändigen Vertreter desselben, r. Buecheler (Bonn), H. Diels Sen) W, von Hartel (Wien), r, Leo (Göttingen), O. Ribbeck (Leipzig), E. Woelfflein (München), onnten fonstatieren, daß die vorbereitenden Arbeiten einen un- gestörten Verlauf genommen haben und im nächsten Jahre be- reits eine Reihe von Spezial-Lexiken gelehrter Benußung zur Ver- fügung stehen werde. 3a lreihe Gelehrte Deutschlands und mehr als dreißig aus Oesterreich haben si bereitwillig in den Dienst der Gesellshaft gestellt, Ferner wurde die typographishe Einrichtung des Thesaurus berathen und erledigt. Da der Delegirte der Berliner Akademie, Professor H. Diels, welcher bisher die oberste Leitung des Thesaurus innehatte, seine Stelle niederlegte, wurde der Vertreter der Wiener Akademie, Wilhelm von Hartel, zum E der Kommission gewählt, Ebenso erfolgreich erledigten \ih die Arbeiten der mathematisch-
das bestehende Recht dur
des bestehenden -
Ober-Bergrath von Gümbel und Profeffor DyX (Münten) sowie“ Professor Klein (Göttingen) “ theilnahmen. Die R E „Encyklopädie der mathematischen Wissenschaften“ mit Unterstüßung der Akademien von Göttingen, Münrhen und Wien wurde endgültig festgestellt und der Vertrag mit der Verlagsbuhhandlung von Teubner (Leipzig) S ür die Ds des Besucbs des von der holländischen Regierung zu Buitenzorg (Java) errichteten botanishen Instituts dur europäische Forscher wurden Vorschläge gean, Ferner wurde die Einrichtung planmäßiger Pendel- etn gen zur Ermittelung der örilihen Abweichungen der Schwere des Crdkörpers in Berathung gegen. Endlich wurde die Be- adung des bibliographishen Kongresses beantragt, welchen ‘die Royal Society in London für den 14. Juli d. I. einberufen hat, um über die ean eines wissenshaftlihen Systems für die natur- wissenshaftlihe Literatur und die Publikation des Generalkatalogs dieser Disziplinen zu berathen. Die Akademie in Wien hat die sämmtlichen ihr von ihren Vertretern im Kartell vorgelegten Berichte und Anträge einstimmig gutgeheißen.
Washington, 10, Juni. (W. T. B.) Nach dem Bericht des Ackerbaubureaus betrug am 1, Juni d. J. die mit Baum- wolle bepflanzte Fläche 116,2 von der Anbauflähe des Vorjahres, Der Durchschnitts tand ist 97,2, der Je seit 15 Jahren. Die ganze mit Winterweizen bebaute Fläche betrug 22 794 000 Acres, die ganze mit Sommerweizen bestellte 11 825 000 Acres. Der Durh- s{nittsstand des Winterweizens is 77,9, des Sommerweizens 99,9, Die Anbaufläche von Hafer betrug 98,8, der Durchschnittsstand 98,8, die Anbaufläche von oggen 69,9, der Durchschnittsstand 85,2.
Egypten. In Alexandrien wurden vom 21. bis 29. Mai 247 Neuerkrankungen und 221 Todesfälle (von leßteren 96 außerhalb des Hospitals) festgestellt, in Kairo vom 21. bis 28, Mai 331 und 280 (225), in Tourah vom 21. bis 27. Mai 64 und 42 (18), in Ghizeh vom 20. bis 28. Mai 21 und 18 (14), in Mahmudieh vom 22. bis 27, Mai 5 und 4 (1), in Mehallet Abou Ali vom 22. bis 27. Mai 33 und 24 (15), in Beni Souef am 26. und 27. Mai 10 und 4 (4), in Choubrah Klut vom %. bis 27. Mai 15 und 4 (2). Außerdem wurden in den Saa vom 20. bis 27. Mai g je 2 Erkrankungen in Süd- B! ouan, Gamagnoun, Desouk el-Fanah, je 1 in Tantah,
uez, Masloub, Damanhour, eni Harun, ferner je 1 Todesfall in Hagar el-Nawatieh, Ezbeth-el-Kor\chid, Suez, Masloub, Gamagnoun, Desouk el-Fanah.
Ostindien, Kalkutta. Vom 19. April bis 2. Mai starben
926 Personen an Cholera, 5 an Pocken und 373 an Fiebern. : Gelbfieber.
Aus Campin as (Provinz Sao Paulo) wurden, den „Public health reports“ zufolge, am 7. April 115 Erkrankungen gemeldet. In Beo Novo, Uba und Leopoldina (ua Minas Geraes,
rasilien), sowie in Dores de Pirahy (Rio de Janeiro) ist zufolge Mittheilung vom 14. April die Seuche M, In Nio de Janeiro wurden vom 5. bis 11. O 137, vom 12. bis 18. April 98 Todesfälle festgestellt, auf Cuba in Havanna vom 1. bis 7. Mai 6 L8 etwa 13 Neuerkrankungen), vom 8. bis 14. Mai 9 (15), in Santiago vom 26. April bis 2. Mai 4, vom 3. bis 9, Mai 1, in Cienfuegos vom 27. April bis 3. Mai 1.
Podcken: Budapest 3, St. Petersburg 6, Warschau 3 Todesfälle, London 3 (Krankenhäuser), Paris 14, St. Petersburg 22 Erkran- kungen; Flecktyphus: St. Petersburg 8 Todesfälle und 14 Er- krankungen; Rückfallfieber: Moskau 2, St. Petersburg 6 Todes- fälle und 86 Erkrankungen; Genickstarre: New-York 6, Berlin, Regierungsbezirk Arnsberg, Hamburg, Kopenhagen, Wien vereinzelte Todesfälle; Ne Un gene rnsberg 4 Erkrankungen; Keuchhusten: London 83 Todesfälle; Influenza: Hamburg 3, London 6, Moskau 7, New - York 2 Todesfälle; Kopenhagen 27, Stock- holm 23 Erkrankungen. — Mehr als ein Zehntel aller Gestorbenen starb an Masern (Durchschnitt aller deutshen Berichtsorte 1881/90 1,30 9/0): in Bromberg, Köln, Krefeld, Potsdam — Erkrankungen wurden G in Berlin 79, Breslau 327, in den Regierungs- bezirken Arnsberg 321, Düsseldorf 149, Hildesheim 99, Posen 140, Schleswig 218, Stettin 147, Wiesbaden 169, in Hamburg 500, Budapest 214, Christiania 40, FON 66, St. Petersburg 183, Prag 66, Wien 431 — desgl. an charlach in Berlin 46, Breslau 38, Budapest 24, Edinburg 28, Kopenhagen 36, London 297 (Krankenhäuser), Paris 134, St. Petersburg 102, Wien 121 — deëgl. an Diphtherie und Croup in Berlin 69, im Regierungs- bezirk Arnskerg 94, in Budapest und Kopenhagen je 25, London 75 (Krankenhäufer), Paris 67, St. Petersburg 64, Wien 49 — desgl. an Unterleibstyphus in St. Petersburg 106.
Posen, 11. Juni. (W. T. B.) Wollmarkt. Vorbericht. Zu dem morgen beginnenden Wollmarkt betrugen die Zufuhren bis gestern Abend laut amtliher Meldung 1022 Zentner, haben aber gegenwärtig das Doppelte g überschritten, und noch immer kommen folhe reichlich an den Markt. Käufer haben ih ziemli zahlreich eingestellt. Die Nachfrage is lebhaft, doch halten die Ver- käufer infolge des günstigen Verlaufs des Breslauer Wollmarkts auf hohe Forderungen. Die Wäsche foll Zar ots gut, das Schur- gewicht dagegen etwas geringer sein. Das Wetter ist bewölkt.
Leipzig, 10. Juni, (W. T. B.) Die außerordentliche Generalversammlung der Kredit- und Sparbank zu Leipzig genebeiate Mng den Antrag «der Verwaltungsorgane auf Er: öhung des Aktienkapitals von 7} auf 10 Millionen Mark. Die neuen Aktien sollen f a Kurse von 1123 % den bisherigen Aktionären in der Weise zum Bezuge angeboten werden, daß auf drei alte Aktien eine neue entfällt, Die neuen Aktien nehmen vom 1. Januar 1897 ab gleihmäßig mit den alten Aktien an der Dividende theil.
Italien. 18, Juni, 11 Uhr. Artillerie- und Bewaffnungs-Direktion des ITL, Seedepartements in Neapel: Lieferung von Eisen- und Kurz- waaren. Sag 33 400 Fr. Kaution 3330 Fr. Unkosten 750 Fr. Endgü Boer Zuschlag am 11. Juli, Mittags. 9, Juni, 11 Uhr. Artillerie- und Bewaffnungs-Direktion des IT. Seedepartements in Neapel: Lieferung von Ble, Barren, Draht und Nägeln aus Kupfer und Messing. Voranschlag 33 500 Fr. Kaution 3350 Fr. Unkosten 700 Fr. Endgültiger ushlag am 13. Juli, Mittags. Spanien.
p 29, Junt, Stadtverwaltung in Madrid: Lieferun Dampfröhrenkessels und einer Dampfmaschine mit Pumpe für
9, Juli, 1 Uhr. General-Direktion der öffentlihen Arbeiten in Madrid: Lieferung von Paraffin für die Leuhtthürme der Halb- insel und anliegenden Inseln für das Jahr 1896/97. ZEUmas icher Voranschlag 158 212,54 Peseten. Kaution 1582 Peseten. Näheres bet obiger Behörde,
15. Juni, 1 r: Gesellsbait E Süd- und SüdosteEisenbahnen
in Lis ¿0 on; Lie Erna von 12 000 kg FVIIENER isendraht
r Te tgraphelinien. äheres in den Räumen der Gesellschaft,
04 ili: Mittags, Kortelis portugiefisde EisenbabnaefeUs@eft Sult, ags. n ortugtefishe Eisenha
in Lissabon: dieruna von 400 uit Kautschuk e Gange galt
eines afser-
naturwissenshaftlihen Gruppe, an welchen außer den Vertretern der Akademie und ihrem Forresponblerenden itgliede, Oberst von Sterne,
ten bezo, bedeckten Wagendecken und 200 Planen für Waggons, fowie
von verschiedenen Stahlsorten für Werkzeuge und Federn. Näbere3 in den Räumen der GeselGaft, P as, 28 Rue g a ederlande.
22. Juni, 104 Uhr. Ministerium Wasserba del ndustrie, bei der Provinzialregierung u De ri ga Rate erungsarbeiten der Maas unterhalb der Kommunen Bergen und
Maajhees. Voranschlag 29 000 Fl. Bedingungsheft bei van Cleef, Gebrüder, Spui 28 a. im Haag. L 1. Juli. Stadtverw E L karest: Einri B adtverwaltung in Bukarest: nriht der elektrischen Beleuhtung für den Boulevard Coltea, o fon der Chaussee Mogosoaea und der Romana-Straße. Voranschlag 92 000 Fr.
Bremen, 11. Juni. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Der Postdampfer „Crefeld “", von Baltimore kommend, hat am 9. Juni, 3 Uhr Nachmittags, Dover passiert. Der Postdampfer »„ H. H. Meier * if am 9. Juni, 3 Uhr Nachmittags, in New-York angekommen. Der Pesidaimpfer „Halle“, von New-York kommend, hat am 9. Juni, 5 Uhr Nachmittags, Lizard passiert. Der Dampfer „Silverdale“, vom La Plata kommend, hat am 9. Juni, 9 Uhr Vormittags, Las Palmas passiert. Der Schnelldampfer „Lahn“ ift am 9. Juni, 12 Uhr Mittags von New-York via Southampton na der Weser abgegangen. Der Schnelldampfer „Trave“, nah New- ge bestimmt, hat am 10. Juni, 6 Uhr Morgens, Dover passiert.
er Schnelldampfer „Spree“, von New-York kommend, ist am 10, Juni, 9 Uhr Vormittags, in Southampton angekommen und hat 10 Uhr Vormittags die Reise nah Bremen fortgeseßt. Derselbe überbringt 551 Passagiere und volle Ladung. Der Postdampfer «Hohenstaufen“ ist am 10. Juni, Morgens 8 Uhr, in Baltimore angekommen,
London, 10. Juni. (W. T. B,) Der Uniondampfer „Mextcan* ist heute auf der Ausreise in Kapstadt angekommen. Der Uniondampfer „Norman“ ist heute auf der Ausreise von Madeira abgegangen.
Im Königlichen Opernhause beginnt morgen ein Wagner- Cyclus. Zur Aufführung gelangt „MRienzi, der Legte der Tribunen" mit Herrn Sylva in der Titelrolle. Die übrige Beseßung lautet: Irene : Frl. Hiedler; Colonna : Herr Stammer; Adriano: Ban Goetze; Orsinkt: Herr Fränkel ; Raimondo: Herr Mödlinger. Friedensboten: die Damen Perzog: Dietrih, Weiß, Nothauser, Krainz, Deype. Kapellmeister Dr. Muck dirigiert.
Im] Neuen Königlichen Opern» Theater geht morgen Neßler's „Der Trompeter von Säkkingen“ in Scene. Bon 6 Uhr Nachmittags an findet im Garten großes Konzert, ausgeführt von der Kapelle des 2. Garde-Regiments z. F., statt.
Im Kön iglihen Schauspielhause wird morgen „Wallen- ftein's Tod“ gegeben.
Das Deutsche Theater eröffnet für das nähste, am 1. Sep- tember Ee Spieljahr wiederum ein unpersönlihes Abonnement auf 40 Vorstellungen zu ermäßigten Preisen. Der Spielplan soll möglihs abwechselungsreih gestaltet werden. Als Abonnementsta ist s Donnerstag festgeseßt. Näheres is an der Theaterkasfe zu erfahren.
_Im Berliner Theater wird in Verbindung mit der ersten Wiederholung des Lee’schen Lustspiels „Der Schlagbaum“ das vater- ländishe Schauspiel „Soldatenherzen“ von A. Rosée am Monta zum ersten Mal aufgeführt. Morgen Abend geht Sardou's Lustspie «Der leyte Brief“ in der Bearbeitung Laube's in Scene.
Im NResidenz-Theater wird der dev ver ven von Duval's Schwank „Der Stellvertreter“ am Sonnabend der Einakter „Er« lauben Sie, Madame“, aus dem Französischen des Labiche, mit Eugen Pansa in der Ps e, vorangehen.
Das Berliner Eis A Bie E wird im nächsten Frühjahr eine Konzertreise nah Paris unternehmen.
Die Mitglieder der „InstitutionofNaval Architects®, welhe am gestrigen Nachmittag in zwei Extrazügen von Hamburg hier angekommen waren, versammelten sih Abends um 7ck U r, einer Ein- ladung der deutschen Reichsregierung folgend, in den glänzend deko- rierten Räumen des Neuen Königlichen Opern-Theaters. Jn der jedem Seemann verständlichen Signalsprahe prangte über dem
ortal das Wort: „Willkommen!", während die Zusammenstellung der laggen über dem Hauptgebäude den Saß: „Navigares nocess0 egt“ verkündete. Der Empfan der englischen Gane an Zahl etwa 500 Herren und Damen, ging in dem fest ih geshmückten Ste lcE. vor \ich, wo an der Evine des Empfangs- comités der Staats|ekretär des Reichs-Marineamts dmiral Hollmann und seine Gemahlin die Honneurs machten. .-Grschienen waren ferner die Staats-Minister Freiherr von Vérlepsh, D. Dr. Bosse, Schön- \tedt und preihere von der Necke, der Minister des Königlichen Hauses von Wedel, der Staatssekretär des Reichs. Schazamts Dr. Graf von
osadowsky-Wehner und andere hohe Reichs- und Staatsbeamte,
itglieder des Bundesraths, des Reichstags und der beiden Diuser des, Landtags mit ihren Damen. Die Stadt Berlin war dur die Bürgermeister Zelle und Kirschner, sowie dur den Stadtverordneten - Vorsteher Dr. Langerhans u. A. vertreten, ebenso wohnte der Polizei-Präsident von Windheim nebs Gemahlin dem Fest bei. Mit den Mitgliedern der Institution erschien der PeIEO derselben, Earl of Hopetoun, in Begleitung der englischen Admirale Rowley, Bowden, Smith Un SIYgeral ; au der cilenische Admiral Uriba und der öôsterreihishe Marine-Attahó Kapitän Jeding waren als Ehrengäste bei dem Fest zugegen. Durch das empfan- ende Comitó wurden die Ankommenden nah der Degragung n den Theatersaal geleitet, wo dieselben in zwangloser Reihe im Parquet Play nahmen; nur - die ersten Neiben waren für die Se der englishen und der deutschen Gesellschaft reserviert. Die Festvorstellung, wee pünktlich um §8 Uhr ‘begann, bestand aus dem zweiten Akt von Richard par „Tannhäuser“ und dem einaktigen Ballet von Graeb und Steinmann „Phantasien im Bremer Rathskeller“, ersterer unter der Leitung des Kapellmeisters Dr. Mud, leßteres unter derjenigen des Komponisten. Im gesang- lihen -Theil leisteten namentli Fräulein Hiedler, Herr Sylya und Herr ulß Hervorragendes; aber aus die Ensemblesäte, die Chöre und der instrumentale Theil des Werks ge- langten bei den vortheilhaften akustishen Verhältnissen des Saales zu glänzender Wirkung. Begeisterter Beifall ersholl, als der Vorhang das bewegte Bild des Sängerkriegs den Blicken entz Nicht minder hien den Gästen das Ballet zu gefallen, dessen exakte Ausführung wiederholt zu starkem Beifall bei offener Scene Bere anlassung gab. Die geschmackvollen, in der Reichsdruckerei hergestellten Programme für die Festvorstellung waren in englisWher Sprache ah«
ft und enthielten außer dem Spiel- und Periinenverzeis
efa M des Gebotenen. un enen und allgemein
ni - Nes Schluß der aubèrockerttid wohl gelobten
Vorstellung treute ih die esellschaft in die angrenzenden Säle und“Terrafsen, wo opulent auf das geshmadckvollste dekorierte kalte uffets aufgestelit waren, Die Ehrentafel für den Vorstand der Tnstitution, das Ehrencomits und die anderen hohen Gäste befand sih an der Westseite des Nittersaals. Während des Soupers ko die Kapelle des 2. GAISLENRELS 3. F. im Theatersaale und nah demselben im festlich beleuhteten Garten, wo der Kaffee serviert wurde. Lange noch verweilten an dem herrlihen Sommerabend die englishen und die tuten Gäste plaudernd bei einander, und all« gemein wurde das Gelingen des Begrüßungsfestes gerühmt.
Die heutige Sihung der „Tnstitution of Naval Architects“ in der Tehnishen Hohschule erhielt durch die Anwesenheit Seiner 2 Alg des Kaisers eine besondere Weihe. 11 Empfange hatten der Ausschuß der Studierenden mii dem