Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=12.03.1996&Aktenzeichen=VI%20ZR%2012/95
Timestamp: 2013-05-20 13:36:49
Document Index: 149251076

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung BGH, 12.03.1996 - VI ZR 12/95 Sprung durch Gerichtsfenster� 823 BGB, Verfolgung, Herausforderung, Schutzbereich der Haftungsnorm, � 254 BGB
BGB � 823, 254
Zur Mithaftung des Verfolgenden bei einer Selbstgef�hrdung im Rahmen der sog. Herausforderungshaftung
Haftungsbegr�ndende Kausalit�t bei mittelbarer Verursachung und psychisch vermittelter Kausalit�t ("Verfolgerf�lle")
Haftung des Fl�chtenden f�r Verfolgungssch�den; Mitverschulden des Verfolgers
Wird zitiert von ... (16) BGH, 05.06.2009 - V ZR 144/08 Unbefugtes Abstellen von Fahrzeugen auf Privatgrundst�ckenDies l�sst die Ersatzpflicht des Kl�gers unber�hrt (vgl. nur BGHZ 57, 25, 29 f. ; 63, 189, 192 ; 132, 164, 166) .
BGH, 22.05.2007 - VI ZR 17/06 Schadensrecht - Haftung wegen Miterleben eines schweren UnfallsInsoweit hat der Senat entschieden, dass jemand, der durch vorwerfbares Tun einen anderen zu selbst gef�hrdendem Verhalten herausfordert, diesem anderen dann, wenn dessen Willensentschluss auf einer mindestens im Ansatz billigenswerten Motivation beruht, aus unerlaubter Handlung zum Ersatz des Schadens verpflichtet sein kann, der infolge des durch die Herausforderung gesteigerten Risikos entstanden ist (vgl. BGHZ 57, 25, 28 ff.; 63, 189, 191 ff.; 70, 374, 376; 101, 215, 219 ff.; 132, 164, 166 ff.).Eine auf solcher Grundlage beruhende deliktische Haftung ist insbesondere in F�llen bejaht worden, in denen sich jemand der (vorl�ufigen) Festnahme durch Polizeibeamte oder andere dazu befugte Personen durch die Flucht zu entziehen versucht und diese Personen dadurch in vorwerfbarer Weise zu einer sie selbst gef�hrdenden Verfolgung herausgefordert hat, wobei sie dann infolge der gesteigerten Gefahrenlage einen Schaden erlitten haben (vgl. Senatsurteile BGHZ 132, 164, 166 f.; vom 3. Juli 1990 - VI ZR 33/90 - VersR 1991, 111, 112 m.w.N.).
BGH, 11.01.2005 - X ZR 163/02 Zur Eile angetrieben - Reiseveranstalter haftet f�r SturzF�r den Bereich der unerlaubten Handlung hat der Bundesgerichtshof in st�ndiger Rechtsprechung in den sogenannten Herausforderungs- und Verfolgungsf�llen klargestellt, da� eine deliktische Haftung besteht, wenn das selbstgef�hrdende Verhalten durch vorwerfbares Tun herausgefordert wurde und der geltend gemachte Schaden infolge des durch die Herausforderung gesteigerten Risikos entstanden ist (BGHZ 132, 164;… BGH, Urt. v. 04.05.1993 - VI ZR 283/92, NJW 1993, 2234).
BGH, 31.01.2012 - VI ZR 43/11 Schadensrecht - Haftung bei Flucht per PKWa) Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats kann jemand, der durch vorwerfbares Tun einen anderen zu selbstgef�hrdendem Verhalten herausfordert, diesem anderen dann, wenn dessen Willensentschluss auf einer mindestens im Ansatz billigenswerten Motivation beruht, aus unerlaubter Handlung zum Ersatz des Schadens verpflichtet sein, der infolge des durch die Herausforderung gesteigerten Risikos entstanden ist (vgl. Senatsurteile vom 12. M�rz 1996 - VI ZR 12/95, BGHZ 132, 164, 166; vom 3. Juli 1990 - VI ZR 33/90, VersR 1991, 111, 112; vom 29. November 1977 - VI ZR 51/76, VersR 1978, 183, 184; vom 21. Februar 1978 - VI ZR 8/77, BGHZ 70, 374, 376 und vom 3. Oktober 1978 - VI ZR 253/77, VersR 1978, 1161, 1162).aa) Wesentlicher Gradmesser f�r eine Herausforderung zur Verfolgung mit der �berb�rdung des gesteigerten Verletzungsrisikos auf den Fliehenden ist insbesondere die angemessene Mittel-Zweck-Relation, nach der die Risiken der Verfolgung und der Beendigung der Flucht nicht au�er Verh�ltnis zu dem Ziel der Ergreifung des Fliehenden stehen d�rfen, weil ansonsten die Sch�digung nicht mehr in den Schutzbereich der Haftungsnorm f�llt (vgl. Senatsurteile vom 13. Juli 1971 - VI ZR 125/70, BGHZ 57, 25, 31 f.; vom 29. Oktober 1974 - VI ZR 168/73, BGHZ 63, 189, 192 f. und vom 12. M�rz 1996 - VI ZR 12/95, BGHZ 132, 164, 169).Die subjektive Seite der Haftung, d.h. der Vorwurf, eine Rechtsgutsverletzung seines Verfolgers schuldhaft herbeigef�hrt zu haben, setzt voraus, dass der Fliehende damit rechnen musste, verfolgt zu werden, und dass er auch voraussehen konnte, seine Verfolger k�nnten dabei m�glicherweise zu Schaden kommen (vgl. Senatsurteile vom 12. M�rz 1996 - VI ZR 12/95, BGHZ 132, 164, 171 und vom 3. Juli 1990 - VI ZR 33/90, VersR 1991, 111, 112, jeweils mwN).Wer sich der polizeilichen Festnahme durch Flucht unter Verwendung eines Kraftfahrzeuges entzieht, haftet f�r einen bei der Verfolgung eintretenden Sachschaden an den ihn verfolgenden Polizeifahrzeugen, wenn dieser Schaden auf der gesteigerten Gefahrenlage beruht und die Risiken der Verfolgung nicht au�er Verh�ltnis zu deren Zweck standen (vgl. Senatsurteile vom 12. M�rz 1996 - VI ZR 12/95, BGHZ 132, 164, 166 ff. und vom 29. Oktober 1974 - VI ZR 168/73, BGHZ 63, 189, 191 ff.).
BGH, 16.04.2002 - VI ZR 227/01 Deliktsrecht - selbstsch�digendes VerhaltenEine auf solcher Grundlage beruhende deliktische Haftung hat der Senat besonders in F�llen bejaht, in denen sich jemand der (vorl�ufigen) Festnahme durch Polizeibeamte oder andere dazu befugte Personen durch die Flucht zu entziehen versucht und diese Personen dadurch in vorwerfbarer Weise zu einer sie selbst gef�hrdenden Verfolgung herausgefordert hat, wobei sie dann infolge der gesteigerten Gefahrenlage einen Schaden erlitten haben (vgl. Senatsurteil BGHZ 132, 164, 166 m.w.N.).Das Berufungsgericht wird vielmehr unter Ber�cksichtigung der dargestellten Rechtsgrunds�tze die beiderseitigen Verursachungsbeitr�ge und ein eventuelles Mitverschulden des Kl�gers neu zu gewichten haben (vgl. BGHZ 132, 164, 172 ff.; OLG K�ln NJW 1982, 2260, 2261).
BGH, 19.02.2002 - VI ZR 394/00 Verfahrensrecht - Ordnungsgem��e Bezeichnung des Berufungsf�hrersDies bedeutet jedoch nicht, da� die erforderliche Klarheit �ber die Person des Berufungskl�gers ausschlie�lich durch dessen ausdr�ckliche Bezeichnung zu erzielen w�re; sie kann auch im Wege der Auslegung der Berufungsschrift und der etwa sonst vorliegenden Unterlagen gewonnen werden (vgl. Senatsbeschlu� vom 7. November 1995 - VI ZR 12/95 - aaO; BGH, Beschlu� vom 29. April 1982 - I ZB 2/82 - VersR 1982, 769, 770).
BGH, 08.01.2002 - VI ZR 364/00 VerkehrssicherungspflichtEine Nachpr�fung ist dem Revisionsgericht dahin m�glich, ob der Tatrichter alle in Betracht kommenden Umst�nde vollst�ndig und richtig ber�cksichtigt und nicht gegen Denkgesetze und Erfahrungss�tze versto�en hat (vgl. Senatsurteile vom 8. Dezember 1987 - VI ZR 82/87 - VersR 1988, 412, 413;… vom 12. Juli 1988 - VI ZR 283/87 - aaO; vom 12. Januar 1993 - VI ZR 75/92 - VersR 1993, 442, 443 und vom 12. M�rz 1996 - VI ZR 12/95 - VersR 1996, 715, 718).
OLG Koblenz, 24.04.2006 - 12 U 996/04 Verh�ltnism��igkeit zwischen Selbstgef�hrdung und HaftungIn der Rechtsprechung ist zwar anerkannt, dass jemand, der durch vorwerfbares Tun einen anderen zu selbstgef�hrdendem Verhalten herausfordert, diesem anderen dann, wenn dessen Willensentschluss auf einer mindestens im Ansatz billigenswerten Motivation beruht, aus unerlaubter Handlung zum Ersatz des Schadens verpflichtet sein kann, der infolge des durch die Herausforderung gesteigerten Risikos entstanden ist (BGHR BGB � 823 Abs. 1 Zurechnungszusammenhang 1, 3, 4, 5).Die angemessene Mittel-Zweck-Relation, dass n�mlich die Risiken der herausgeforderten Ma�nahme nicht au�er Verh�ltnis zu dem Ziel der Ergreifung oder des Festhaltens des Fliehenden stehen d�rfen, ist dabei der wesentliche Gradmesser f�r die Pr�fung der Voraussetzungen einer �berb�rdung des gesteigerten Verletzungsrisikos auf den Herausforderer (BGHZ 132, 164, 169).
OLG Bremen, 16.02.1999 - 3 U 95/98 Pr�fung deliktischer Haftung im Falle "herausgeforderter" Verletzung, die sich …Kontextvorschau leider nicht verf�gbar
AG Landstuhl, 23.02.2011 - 3 C 604/10 Derjenige, der durch vorwerfbares Tun einen anderen zu selbstgef�hrdendem Verhalten herausfordert, ist diesem anderen, wenn dessen Willensentschluss auf einer mindestens im Ansatz billigenswerten Motivation beruht, aus unerlaubter Handlung zum Ersatz des Schadens verpflichtet, der infolge des durch die Herausforderung gesteigerten Risikos entstanden ist (BGH, NJW 1996, 1533).Sollte eine Verantwortung f�r die Mitverursachung des Schadens rein rechtlich doch bejaht werden, w�re diese angesichts der eigentlichen Kollisionsverursachung durch den Fahrer des VW Golf als so geringf�gig anzusehen, dass eine Haftungsteilung oder gar Quotelung nicht in Betracht kommt (vgl. BGH NJW 1996, 1533, 1535).
OLG Brandenburg, 01.04.2009 - 12 W 51/08 Schadensersatz wegen Verkehrsunfall: Anspruch des Leasinggebers und Eigent�mers …
OLG K�ln, 20.10.2000 - 19 U 64/00 Herausforderungshaftung des fl�chtigen Autofahrers - Verletzung eines Beamten …
LG Dortmund, 28.09.2006 - 2 O 122/06 Unfallversicherung - Wann greifen die Ausschl�sse �Bei Begehung einer Straftat� …
OLG K�ln, 20.10.2000 - 19 U 64/99 LG Essen, 22.11.2006 - 30 Ns 202/06 Schadensersatz und Schmerzensgeld: Haftung des Sch�digers f�r eine fahrl�ssige …
LG Aachen, 10.06.2010 - 10 O 59/10 Zur Herausforderungshaftung bei einer polizeilichen Verfolgungsfahrt und zum …