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Timestamp: 2016-10-22 03:40:56
Document Index: 280890625

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 44', 'Art. 44', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

8C_907/2009 (12.02.2010)
8C_907/2009
P.________, vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Laube,
Unfallversicherung (Beweisw�rdigung),
Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 23. September 2009.
P.________, geboren 1959, war seit 2. April 1984 bei der Firma X.________ AG als Mitarbeiter angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 11. Mai 2004 rutschte er beim Versuch, als Zuschauer eines Fussballspiels den Ball ins Spielfeld zur�ckzuspielen, aus und verletzte sich dabei am linken Handgelenk. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Mit Verf�gung vom 26. Mai 2007, best�tigt mit Einspracheentscheid vom 25. November 2008, sprach ihm die SUVA eine Invalidenrente bei einer Erwerbsunf�higkeit von 21 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 10 % zu.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit Entscheid vom 23. September 2009 ab.
P.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, es seien der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben, ihm eine h�here Rente sowie eine h�here Integrit�tsentsch�digung zuzusprechen und die Angelegenheit zur vollst�ndigen Abkl�rung des medizinischen Sachverhalts an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
1.1 Das Bundesgericht hat sich in dem in der Amtlichen Sammlung noch nicht publizierten Urteil 8C_216/2009 vom 28. Oktober 2009 in E. 4 erneut einl�sslich zur Beweisw�rdigung �rztlicher Berichte und Gutachten ge�ussert und die in BGE 122 V 157 und BGE 125 V 351 entwickelten Grunds�tze best�tigt. Auch unter Ber�cksichtigung der neueren Rechtsprechung des Europ�ischen Gerichtshofs f�r Menschenrechte zu Art. 6 Abs. 1 EMRK ist es grunds�tzlich zul�ssig, dass ein Gericht auf die vom Versicherungstr�ger korrekt erhobenen Beweise abstellt und auf ein eigenes Beweisverfahren verzichtet. Die von versicherungsinternen �rztinnen und �rzten erstellten Stellungnahmen und Berichte sind keine Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG und es kommt ihnen nicht derselbe Stellenwert zu wie einem im Rahmen von Art. 44 ATSG in Auftrag gegebenen Gutachten. Aus Art. 6 Abs. 1 EMRK folgt nicht, dass die Berichte und Stellungnahme versicherungsinterner �rzte unbeachtlich w�ren. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverl�ssigkeit und Schl�ssigkeit der versicherungsinternen �rztlichen Feststellungen, sind erg�nzende Abkl�rungen vorzunehmen. Wird die Schl�ssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so gen�gt der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung nicht, um solche Zweifel auszur�umen. Ebenfalls kann nicht bloss darauf verwiesen werden, diese Berichte erf�llten die Anforderungen an Gutachten gem�ss BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 nicht oder nur unvollst�ndig. Um solche Zweifel auszur�umen, wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache zur weiteren Begutachtung an den Versicherungstr�ger zur�ckzuweisen haben.
1.2 Bei der W�rdigung von sich widersprechenden �rztlichen Berichten und Gutachten ist nicht allein die Diagnose massgebend, sondern unter welchen Beschwerden die versicherte Person leidet, ob diese objektiviert werden k�nnen und welche T�tigkeiten der versicherten Person trotz ihrer gesundheitlichen Einschr�nkungen noch zumutbar sind (vgl. zur Aufgabe des Arztes im Rahmen der Ermittlung des Invalidit�tsgrades BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 mit Hinweisen).
Objektiverbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar sind und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabh�ngig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativ//bildgebenden Abkl�rungen best�tigt wurden und die dabei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (SVR 2009 UV Nr. 30 S. 105 E. 2.1 mit Hinweisen [8C_413/2008]).
2.1 Im Austrittsbericht vom 18. Mai 2004 diagnostizierte die Orthop�dische Klinik, Spital Y.________, eine distale intraartikul�re Radiustr�mmerfraktur links fest. Am 30. August 2004 hielt sie Restbeschwerden mit beginnender leichter Sudeckdystrophie fest.
2.2 Am 14. Oktober 2004 best�tigte Dr. med. F.________, Facharzt f�r Neurologie, Klinik Z.________, die Entwicklung eines Morbus Sudeck links und schloss eine Nervenl�sion und eine Einklemmungsneuropathie des Nervus medianus im Bereich des Karpaltunnels aus.
2.3 Der Kreisarzt, Facharzt f�r Chirurgie, empfahl am 24. November 2004 eine gen�gende Schmerzmitteltherapie und f�hrte die aktuellen Beschwerden auf den abklingenden Morbus Sudeck zur�ck.
2.4 Die Rheumaklinik und Institut f�r Physikalische Medizin und Rehabilitation, Spital Y.________, best�tigte am 10. Dezember 2004 die Diagnose eines Morbus Sudeck resp. eines Complex Regional Pain Syndrom (CRPS) I. Am 15. Februar 2005 empfahl sie die weitere konservative Behandlung des CRPS I und attestierte im angestammten Beruf volle Arbeitsunf�higkeit, f�r leichte T�tigkeiten ohne Gewichtsbelastung und monotone Handarbeiten oder starre Handhaltungen links volle Arbeitsf�higkeit.
2.5 Die Klinik W.________, wo sich der Versicherte vom 13. Juli bis 10. August 2005 station�r aufhielt, diagnostizierte am 30. August 2005 eine distale, intraartikul�re Radiustr�mmerfraktur links mit Plattenosteosynthese am 14. Mai 2004 sowie im Verlauf CRPS I linker Arm, inzwischen szintigraphisch abgeklungen. Sie attestierte im angestammten Beruf als Dreher eine Arbeitsf�higkeit von 50 % (ganztags mit reduzierter Leistung und vermehrten Pausen) und in einer leichten bis mittelschweren T�tigkeit ohne repetitive Handgelenksbewegungen links, ohne grossen Kraftaufwand links, ohne Schl�ge und Vibrationen auf die linke Hand und ohne Arbeit auf Leitern/Ger�sten eine ganzt�gige Arbeitsf�higkeit. Die geklagten ausgepr�gten bewegungs- und belastungsabh�ngigen Schmerzen im Handgelenk und der Handgelenkswurzel links seien in diesem Ausmass schwerlich erkl�rbar.
2.6 Der Kreisarzt konstatierte am 11. Oktober 2005, neurologisch liessen sich keine Anhaltspunkte f�r eine Nervenkompressionsproblematik finden. Der Hausarzt habe die Frage der Depression zu evaluieren.
2.7 Der leitende Arzt der Plastischen, Wiederherstellungs- und Handchirurgie, Spital Y.________, erachtete am 12. Dezember 2005 den Zeitpunkt f�r eine operative Intervention bei einem momentan sudeck�hnlichen Zustandsbild als sehr ung�nstig. Es sei der Verlauf einer m�glichen posttraumatischen Arthrodese zu beobachten.
2.8 Nach Einsch�tzung von Prof. Dr. med. S.________, Facharzt f�r Chirurgie, speziell Handchirurgie, Klinik Z.________, vom 7. Februar 2006 lag eine erhebliche, auch nach zwei Jahren nicht ausgeglichene intraartikul�re Stufenbildung vor. Die deutlich zu lange Elle lege den Verdacht nahe, der Radius sei zu kurz rekonstruiert. Am 17. Februar 2006 berichtete er, die Beurteilung des Kreisarztes sei zutreffend. Erschwerend sei die �berzeugung des Versicherten, einen schweren Sudeck durchgemacht zu haben, obwohl es aktuell daf�r keine Anzeichen gebe.
2.9 Am 17. Mai 2006 hielt der Kreisarzt fest, objektiv sei die Situation klinisch ruhig und ohne Anhaltspunkte f�r einen Morbus Sudeck. R�ntgenologisch bestehe eine gewisse Inkongruenz im Bereich der Radiusgelenkfl�che sowie allgemein eine leichte Atrophie der Weichteile im Bereich des linken Armes und der linken Hand. Die Restbeschwerden seien objektivierbar, doch sei die Schmerzintensit�t nicht �berzeugend. Anhaltspunkte f�r ein psychiatrisches Leiden seien nicht vorhanden. Der Versicherte habe seine Arbeit nach einem halben Tag aufgegeben, obwohl diese zumutbar sei. Mit dem Restzustand an der linken adominanten Hand seien leichte bis mittelschwere Arbeiten ohne repetitive Handgelenksbewegungen links und ohne grossen Kraftaufwand links, ohne schlagende Belastungen und Vibrationen sowie ohne T�tigkeiten auf Leitern ganztags zumutbar. Da der Zustand als stabil bezeichnet werden k�nne und der Versicherte keine chirurgische Therapie w�nsche, sei der Fall abzuschliessen. Gest�tzt auf die Tabelle 5.2 beantragte er eine Integrit�tsentsch�digung von 10 %.
2.10 Dr. med. B.________, Facharzt f�r Chirurgie, speziell Handchirurgie, diagnostizierte in seinem Privatgutachten vom 6. Dezember 2006 den Status nach intraartikul�rer distaler Radiustr�mmerfraktur mit Dislokation des radialen Styloids, den Status nach offener Reposition und palmarer T-Platten-Osteosynthese links, Konsolidation der Fraktur in diskreter Fehlstellung, Verk�rzung mit relativem Ulnavorschub und diskreter, intraartikul�rer Stufenbildung auf H�he der Fossa lunata, ein CRPS I und Sympathetically Maintained Pain (SMP) sowie eine radiale TFCC-L�sion links. Das CRPS allein gen�ge als Erkl�rung f�r die geklagten Beschwerden. Der angestammte Beruf sei nicht mehr m�glich. In einer leichten oder mittelschweren T�tigkeit sei eine Arbeitsf�higkeit von 66 % (je drei Stunden morgens und nachmittags mit viertelst�ndigen Pausen zur Schmerzerholung) gegeben. Dabei bestehe eine Traglimite von 1.5 kg und eine beschr�nkte Greifkraft links. �berkopfarbeit und am Boden sei zu vermeiden. Geeignet seien T�tigkeiten ohne Einsatz des linken Armes oder solche, bei welchen die linke Hand nur Hilfshand sei. Zu empfehlen seien nur die (dominante) rechte Hand belastende manuelle Arbeit, optische oder akustische Kontrollvorg�nge, �berwachungs- oder Securitasfunktionen, Boteng�nge, Kurier- und Sicherheitsdienst. Dr. med. B.________ schloss auf eine Integrit�tseinbusse von 18 %.
2.11 Der Kreisarzt nahm am 5. Januar 2007 Stellung zur Einsch�tzung des Dr. med. B.________ und hielt dagegen, Prof. Dr. med. S.________ habe keine Anhaltspunkte f�r ein CRPS mehr gefunden, Dr. med. B.________ habe keine bildgebenden Abkl�rungen durchgef�hrt, um seine Diagnose zu st�tzen, weshalb das CRPS m�glich, aber nicht wahrscheinlich sei.
2.12 Dr. med. L.________, Facharzt f�r orthop�dische Chirurgie, SUVA, kam am 21. M�rz 2007 zum Schluss, dem Gutachten des Dr. med. B.________ liessen sich keine erheblichen neuen Erkenntnisse entnehmen. Es fehle an "harten Fakten" f�r das Vorliegen eines CRPS, an einer Auseinandersetzung mit anderslautenden �rztlichen Berichten sowie an einer radiologischen Untersuchung, welche ein Wiederaufflackern des CRPS untermauern k�nnte.
2.13 Dr. med. T.________, Abteilung f�r Wirbels�ulenmedizin und Schmerztherapie, Klinik Z.________, diagnostizierte am 23. Juli 2007 ein chronisches Schmerzsyndrom im linken Arm bei Status nach Fraktur sowie anamnestisch ein CRPS I des linken Arms. Anl�sslich der Untersuchung bestehe kein Temperaturunterschied, ein massives Schmerzsyndrom bei Handgelenksbewegungen, vermehrtes Schwitzen unter dem linken Arm, jedoch ein symmetrischer Haarwuchs und keine atrophischen Ver�nderungen.
2.14 Am 26. Juli 2007 best�tigte Dr. med. B.________ seine Diagnose, verneinte die Massgeblichkeit der Berichte des Prof. Dr. med. S.________ und warf dem Kreisarzt sowie Dr. med. L.________ vor, das "wirkliche Gesicht eines CRPS mit all seinen Aspekten und Folgen nicht ausreichend" zu kennen. Bez�glich der angezweifelten Kooperation des Versicherten bezichtigte er Dr. med. L.________ "v�lliger Ignoranz eines echten CRPS". Weiter hielt er fest, "nur ohne Kenntnisse �ber die klinischen Aspekte und die komplexen Zusammenh�nge der einzelnen Symptome ist es zu verstehen, dass Dr. med. L.________ �berhaupt zu einer solchen abstrusen Argumentation kommen kann". Radiologische Untersuchungen und eine Skelett-Szintigraphie seien nicht aussagekr�ftig. Die "Bezugnahme auf ein negatives Szintigramm vom 28.7.2005" sei "v�llig absurd" und zeuge "von wenig Kenntnis der Sache". Weder radiologische, skelettszintigraphische noch neurologische Abkl�rungen w�rden neue Erkenntnisse bringen oder ein CRPS ausschliessen k�nnen. Er schlug eine funktionelle Magnet-Enzephalographie (fMEG) und eine Positron Emission Tomography (PET) vor. Entgegen Dr. med. L.________ m�ssten keine "ggf. dahinter stehende Probleme" psychologisch oder psychiatrisch gekl�rt werden. Im Gegenteil "m�ssten solchermassen beurteilenden �rzten klinisch untermauerte Fortbildungskurse empfohlen werden". Wegen des somatischen Krankheitsgeschehens m�sse dem Versicherten "zwingend mit allen Mitteln" geholfen werden. Dass psychische Folgen aufgrund der st�ndigen Schmerzen auftreten k�nnten, sei hinl�nglich bekannt, k�nne aber nicht Ursache der Beschwerden sein. Es sei zu w�nschen, dass "auch SUVA-�rzte bis zur obersten Instanz diesen Symptomenkomplex im Anschluss an ein Trauma nicht nur vollumf�nglich anerkennen, sondern auch wissenschaftlich aufarbeiten" w�rden.
2.15 Am 9. November 2007 best�tigte Dr. med. T.________ das chronische Schmerzsyndrom, das sich auf den ganzen K�rper ausgeweitet habe. Klinisch best�nden aktuell kein Verdacht auf ein sympathisch unterhaltendes Schmerzsyndrom, keine atrophischen Ver�nderungen, keine �berw�rmung und keine Allodenie. Er empfehle eine Fortsetzung der medikament�sen Schmerztherapie.
2.16 Dr. med. L.________ verwies am 23. November 2007 auf Widerspr�che im zweiten Gutachten des Dr. med. B.________. Einerseits w�rden n�chtliche Schmerzsch�be verneint; andererseits sei von heftigen Schmerzsch�ben, vor allem nachts, die Rede. Bei der Hauttemperatur werde links eine sp�rbare leichtgradige Unterk�hlung beschrieben, bei den Messwerten finde sich aber eine minime, subjektiv nicht wahrnehmbare Differenz. Die geringe Differenz beim adominanten Arm sei noch nicht spezifisch f�r ein Krankheitsbild. Wie Dr. med. B.________ selber schreibe, betrage diese bei einem CRPS mindestens 2�. Weiter verwies er auf Widerspr�che bei den �demen und hielt fest, Dr. med. B.________ gehe mit keinem Wort darauf ein, dass bei konventionellen R�ntgenaufnahmen im akuten Stadium eines CRPS typische fleckf�rmige Ver�nderungen mit h�herer Strahlentransparenz in den befallenen Skelettabschnitten und im Sp�tstadium eines CRPS Abheilung der akuten dystrophen Phase, in der atrophen Phase eine deutliche Knochenatrophie im Sinne einer deutlichen Osteopenie mit erh�hter Strahlentransparenz, verst�rkter Zeichnung der gelenknahen Knochenteile und der Corticalis bestehe. R�ntgenaufnahmen seien somit aussagekr�ftig und ein CRPS klinisch und radiologisch abzukl�ren. Die festgestellten Hautver�nderungen h�tten von keinem anderen Arzt erhoben werden k�nnen, so auch k�rzlich von Dr. med. T.________ nicht. Entgegen Dr. med. B.________ habe die Klinik W.________ das andauernde Vorliegen des CRPS I verneint. Es w�rden keine eindeutigen Befunde eines CRPS vorliegen. Dass Patienten, speziell in Begutachtungssituationen, bei der Untersuchung oft ungen�gend kooperativ seien, ziehe Dr. med. B.________ auch nicht nur ansatzweise in Betracht.
2.17 Frau Dr. med. C.________, Fach�rztin f�r Neurologie, schloss sich am 27. November 2007 der Ansicht des Dr. med. L.________ an. Nebst dem Kreisarzt und der Klinik W.________ h�tten auch Prof. Dr. med. S.________ und Dr. med. T.________ den Versicherten untersucht und �bereinstimmend festgehalten, anamnestisch habe ein CRPS bestanden, aktuell l�gen jedoch keine Zeichen daf�r vor. Die von Dr. med. B.________ vorgeschlagenen Methoden w�rden wissenschaftlich diskutiert, seien aber f�r diagnostische Zwecke nicht geeignet. Das von Dr. med. T.________ diagnostizierte generalisierte Schmerzsyndrom sei �tiologisch nicht monokausal, weshalb der Unfall nur ein m�glicher Faktor sei.
2.18 Am 17. Dezember 2007 hielt Dr. med. B.________ fest, Dr. med. L.________ und Frau Dr. med. C.________ verm�chten seine Einsch�tzung eines CRPS II nicht umzustossen, da ihre Beurteilung nur auf den Akten, nicht aber einer klinischen Untersuchung beruhe.
2.19 Gem�ss Bericht der Eingliederungsst�tte A.________ vom 21. Mai 2008 sei der Versicherte bei den Dreherarbeiten aufgebl�ht. Die zus�tzlichen Pausen h�tten bis auf eine gestrichen werden k�nnen und er habe beinahe drei Stunden mit wenig Schmerzen arbeiten k�nnen. Momentan halte er ein 60 % Pensum im Bereich Drehen (drei Stunden Arbeit, drei Stunden Pause, drei Stunden Arbeit) f�r m�glich. Am 11. Juli 2008 berichtete die Eingliederungsst�tte A.________, die Erh�hung des Pensums auf 80 % habe sich infolge verst�rkter Schmerzen als unrealistisch gezeigt. Wegen verminderter Konzentrationsf�higkeit am Nachmittag h�tten sich beinahe zwei Unf�lle ereignet. Die Arbeitsf�higkeit sei wieder auf 45 % reduziert worden. Zwei Vorstellungen auf dem 1. Arbeitsmarkt h�tten gezeigt, dass der Versicherte keine Chance habe, die Anforderungen als Dreher zu erf�llen.
2.20 Am 10. September 2008 verwies Dr. med. B.________ darauf, die SUVA habe ihrer Verf�gung vom 26. Mai 2007 eine unrealistische zumutbare Arbeitsf�higkeit zugrunde gelegt, welche nicht mit seiner Einsch�tzung sowie den Abkl�rungsergebnissen der Eingliederungsst�tte A.________ �bereinstimme. Die von Dritten beobachtete verminderte Leistungsf�higkeit stehe in Einklang mit dem von ihm diagnostizierten CRPS.
3.1 Es bestehen unterschiedliche �rztliche Einsch�tzungen bez�glich der bestehenden Leiden und der noch zumutbaren T�tigkeiten. W�hrend Dr. med. B.________ auf ein schweres CRPS schloss (zuletzt ein CRPS II), verneinten der Kreisarzt, Dr. med. L.________ und Prof. Dr. med. S.________ aktuelle Anhaltspunkte f�r das Vorliegen eines CRPS. Dr. med. T.________ ging anamnestisch von einem CPRS I aus, diagnostizierte aber ein chronisches Schmerzsyndrom, welches sich auf den ganzen K�rper ausgeweitet habe. Auch bez�glich der noch zumutbaren T�tigkeiten gehen die Beurteilungen auseinander. Dr. med. B.________ erachtete gest�tzt auf die Berichte der Eingliederungsst�tte A.________ eine Arbeitsf�higkeit von 45 % als zumutbar und den Versicherten auf dem 1. Arbeitsmarkt f�r nicht mehr vermittelbar. Der Kreisarzt und Dr. med. L.________ erkl�rten eine leidensangepasste leichte T�tigkeit als voll zumutbar. Dr. med. T.________ �usserte sich nicht zur Frage der Arbeitsf�higkeit.
3.2 Die Gutachten und Berichte des Dr. med. B.________ verm�gen in Verbindung mit den Feststellungen der Eingliederungsst�tte A.________ zumindest geringe Zweifel an der Einsch�tzung der zumutbaren T�tigkeiten durch den Kreisarzt und Dr. med. L.________ zu wecken. Dennoch k�nnen der Beurteilung der Leistungsanspr�che nicht die Berichte und Gutachten des Dr. med. B.________ zugrunde gelegt werden, da sie ihrerseits nicht voll zu �berzeugen verm�gen. Einerseits kann Dr. med. B.________ die geklagten Beschwerden nicht im Sinne der Rechtsprechung objektivieren und st�tzt sich bei seiner Beurteilung vornehmlich auf die Schmerzangaben des Versicherten, welche verschiedene �rzten als unvereinbar mit den vorhandenen Befunden erachteten (vgl. etwa Berichte der Klinik W.________ vom 30. August 2005 und des Prof. Dr. med. S.________ vom 17. Februar 2006). Andererseits enth�lt das Gutachten des Dr. med. B.________ vom 26. Juli 2007 verschiedentlich diffamierende Aussagen gegen�ber anderen beteiligten �rzten, so dass seine Objektivit�t in Frage steht. Schliesslich ergeben sich - wie Dr. med. L.________ aufzeigt - auch aus den Berichten und Gutachten des Dr. med. B.________ Widerspr�che.
3.3 Bei dieser Sachlage ist die Angelegenheit unter Aufhebung des Einsprache- und des vorinstanzlichen Entscheids an die SUVA zur�ckzuweisen, damit sie nach Einholung eines (eventuell polydisziplin�ren) Gutachtens bei einer unabh�ngigen Stelle �ber die Anspr�che des Versicherten erneut entscheide.
Das Verfahren ist kostenpflichtig. Die unterliegende SUVA hat die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der Versicherte hat Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, dass der Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 23. September 2009 und der Einspracheentscheid der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) vom 25. November 2008 aufgehoben werden und die Sache an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) zur�ckgewiesen wird, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber den Anspruch auf eine Invalidenrente neu verf�ge. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Parteientsch�digung des vorangegangenen Verfahrens an das Versicherungsgericht des Kantons Aargau zur�ckgewiesen.