Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=21.03.1996&Aktenzeichen=4%20C%201.95
Timestamp: 2019-06-17 05:56:33
Document Index: 388962682

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 11', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 29', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 17', '§ 61']

BVerwG, 21.03.1996 - 4 C 1.95 - dejure.org
https://dejure.org/1996,1186
BVerwG, 21.03.1996 - 4 C 1.95 (https://dejure.org/1996,1186)
BVerwG, Entscheidung vom 21.03.1996 - 4 C 1.95 (https://dejure.org/1996,1186)
BVerwG, Entscheidung vom 21. März 1996 - 4 C 1.95 (https://dejure.org/1996,1186)
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Bundesfernstraße - Planfeststellung eines Abschnitts - Rechtsfehler - Autobahnabschnitt - Ablauf der Umsetzungsfrist - Umweltverträglichkeitsprüfung - Umweltauswirkungen - Naturschutzrechtliche Eingriffsregelung - Bedarfsplan
VGH Bayern, 21.12.1994 - 8 A 94.40115
NVwZ 1997, 493
DVBl 1996, 915
Eine nur abstrakte Möglichkeit einer anderen Entscheidung genügt nicht (BVerwG, Urteil vom 30. Mai 1984 - BVerwG 4 C 58.81 - BVerwGE 69, 256 [BVerwG 20.05.1984 - 4 C 58/81] ; Urteil vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 1.95 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 115 = DVBl 1996, 915).
Es besteht kein begründeter Anlaß, die bisherige Rechtsprechung zur Kausalitätsprüfung zu ändern (vgl. BVerwG, Urteil vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 1.95 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 115 = DVBl 1996, 915).
Beide Rechtsbereiche haben indes die inhaltlichen Anforderungen an die Abwägung materiellrechtlich nicht in der Weise verschärft, daß Umweltbelange generell höheres Gewicht als bisher oder generell Vorrang vor anderen Belangen hätten (BVerwG, Urteil vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 1.95 - a.a.O.;… Urteil vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 19.94 - a.a.O.).
Ein Verstoß gegen die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung führt auf die Klage eines durch enteignende Vorwirkung der straßenrechtlichen Planfeststellung betroffenen Grundeigentümers dann zur Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses, wenn naturschutzrechtliche Vorschriften mißachtet wurden und der Verstoß für die Eigentumsinanspruchnahme ursächlich ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 1.95 - a.a.O.).
Die von der Klägerin in diesem Zusammenhang aufgestellte Forderung einer umfassenden Detailuntersuchung ist weder durch das Abwägungsgebot des § 17 Abs. 1 FStrG noch durch §§ 11, 12 UVPG begründet (vgl. auch BVerwG, Urteil vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 1.95 - a.a.O.).
Unabhängig hiervon ist weder erkennbar noch von den Klägern dargetan, dass ein etwaiger Anhörungsmangel bei dieser Planänderung, die die Trassenführung unberührt ließ, für die Inanspruchnahme der Kläger kausal gewesen sein könnte (vgl. zu dieser Voraussetzung etwa Urteil vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 1.95 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 115 S. 131 f.).
im Osten und dem Anschluß an die Südtangente im Westen - als nicht bindend anzusehen (vgl. BVerwG, Urt. v. 21.03.1996 - 4 C 1.95 -, DVBl. 1996, 915).
Der Bedarfsplan setzt aber mit Bindungswirkung das zusammenhängende Verkehrsnetz nicht nur linienmäßig fest, sondern auch in bezug auf die Kapazität der Straßen, wie den zwei- oder vierspurigen Ausbau (vgl. BVerwG, Urt. v. 21.03.1996 - 4 C 1.95 - a.a.O.).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts kann sich ein Eigentümer gegen eine heranrückende Planung, die sein Grundstück noch nicht unmittelbar betrifft, zur Wehr setzen, wenn ein Zwangspunkt geschaffen wird, der im weiteren Planungsverlauf zwangsläufig dazu führen muss, dass er in seinen Rechten betroffen wird (vgl. Urteile vom 26. Juni 1981 - BVerwG 4 C 5.78 - BVerwGE 62, 342 und vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 1.95 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 115; Beschluss vom 2. November 1992 - BVerwG 4 B 205.92 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 92).
Sie können die Aufhebung bzw. Feststellung der Rechtswidrigkeit nur verlangen, soweit ein für die Setzung des Zwangspunktes kausaler Fehler in Rede steht (BVerwG, Urteil vom 21. März 1996 - 4 C 1.95 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 115 S. 131).
Sie sind jedoch im Rahmen der vorbeugenden Klage darauf beschränkt, solche Fehler im vorausgehenden Abschnitt - hier dem Abschnitt 8 - geltend zu machen, die für die Setzung des Zwangspunktes kausal geworden sind (BVerwG, Urteil vom 21. März 1996 - 4 C 1.95 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 115 S. 131).
Zwischen den einzelnen Teilabschnitten muß ein planerischer, insbesondere konzeptioneller Zusammenhang bestehen (vgl. BVerwG, Beschluß vom 26. Juni 1992 - BVerwG 4 B 1-11.92 - Buchholz 407.4 FStrG Nr. 89 = NVwZ 1993, 572 ; vgl. auch BVerwG, Urteil vom 25. Januar 1996 - BVerwG 4 C 5.95 - BVerwGE 100, 238 ; Urteil vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 1.95 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 115).
vgl. BVerwG, Urteile vom 26. Juni 1981 - 4 C 5.78 -, BVerwGE 62, 342 (353 f.), vom 21. März 1996 - 4 C 1.95 -, Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 115, S. 130 f., vom 24. Mai 1996 - 4 A 16.95 -, Buchholz 406.401 § 29 BNatSchG Nr. 10, S. 16 f., und vom 25. Januar 2012 - 9 A 6.10 -, UPR 2012, 306, sowie Beschluss vom 10. November 2000 - 4 B 47.00 -, NVwZ 2001, 800, jeweils m. w. N.
vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 21. März 1996 - 4 C 1.95 -, Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 115, S. 131.
vgl. BVerwG, Urteil vom 21. März 1996 - 4 C 1.95 -, Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 115, S. 131.
In diesem Sinne inzident BVerwG, Urteil vom 21. März 1996 - 4 C 1.95 -, Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 115, S. 131.
Er hat vielmehr nur einen Anspruch auf Planaufhebung, wenn und soweit ein Verstoß gegen die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung kausal für seine Eigentumsinanspruchnahme ist (vgl.Urteil vom 21. März 1996 - BVerwG 4 C 1.95 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 115).
Denn ein "Zwangspunkt" liegt nur dann vor, wenn bei einer abschnittsweisen Planung in einem den Kläger noch nicht unmittelbar berührenden Abschnitt Festlegungen getroffen werden, die im weiteren Planungsverlauf unvermeidbar dazu führen müssen, dass er in seinen Rechten betroffen wird (BVerwG…, Urteil vom 24.3.2004 - 9 A 34.03 - Beschluss vom 1.7.2003 - 4 VR 1.03 - Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 3, S. 21; grundlegend: BVerwG, Urteil vom 26.6.1981 - 4 C 5.78 - BVerwGE 62, 342 ; Beschluss vom 2.11.1992 - 4 B 205.92 - NVwZ 1993, 887; Urteil vom 21.3.1996 - 4 C 1.95 - NVwZ 1997, 493).
Obwohl insoweit ein Planungsfehler vorliegen dürfte, kann er deshalb im vorliegenden Zusammenhang keine Rolle spielen, weil er sich unter keinem denkbaren Gesichtspunkt auf die Rechtsstellung des Klägers 2 auswirken kann (zum Erfordernis der Kausalität des Planungsfehlers für die Rechtsstellung des jeweiligen Klägers vgl. BVerwG, Urteil vom 18.3.1983 - 4 C 80.79 - BVerwGE 67, 74; Urteil vom 21.3.1996 - 4 C 1.95 - NVwZ 1997, 493).