Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFH/NV%202017,%20300
Timestamp: 2019-12-08 13:14:19
Document Index: 306506738

Matched Legal Cases: ['§ 10', '§ 10', '§ 79', '§ 79', '§ 96', '§ 10', '§ 52', 'Art 3', '§ 3', '§ 187']

BFH, 24.08.2016 - X R 11/15 - dejure.org
https://dejure.org/2016,48644
BFH, 24.08.2016 - X R 11/15 (https://dejure.org/2016,48644)
BFH, Entscheidung vom 24.08.2016 - X R 11/15 (https://dejure.org/2016,48644)
BFH, Entscheidung vom 24. August 2016 - X R 11/15 (https://dejure.org/2016,48644)
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Keine Altersvorsorgezulage für Angehörige eines ausländischen Rentenversicherungssystems - Keine Bindungswirkung norminterpretierender Verwaltungsanweisungen - Anwendbarkeit von EU-Sekundärrecht im Verhältnis zur Schweiz
§ 10a Abs 1 S 1 EStG 2009, § 10a Abs 6 EStG 2009, § 79 S 1 EStG 2009, § 79 S 3 EStG 2009, § 96 Abs 1 S 2 EStG 2009
EStG § 10a Abs 1, EStG § 52 Abs 24c, GG Art 3 Abs 1
Altersvorsorgezulage, Rentenversicherung, Verfassung, Gleichheit, Grenzgänger, Ausland, Stichtag
BFH/NV 2017, 300
Es handelt sich dabei um eine norminterpretierende Verwaltungsanweisung, die lediglich Ausdruck der Rechtsmeinung der Verwaltungsbehörde ist und keine Bindungswirkung für die Gerichte entfaltet (ständige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile vom 24. August 2016 X R 11/15, BFH/NV 2017, 300, Rz 26; vom 5. September 2013 XI R 7/12, BFHE 242, 399, BStBl II 2014, 37, Rz 20).
Infolgedessen ist das FZA grundsätzlich bei der Auslegung und Anwendung nationalen Rechts --und damit im Streitfall des § 3 Nr. 28 EStG i.V.m. § 187a SGB VI-- zu beachten (vgl. z.B. Senatsurteile vom 9. Mai 2012 X R 3/11, BFHE 237, 223, BStBl II 2012, 585, Rz 26, und vom 24. August 2016 X R 11/15, BFH/NV 2017, 300, Rz 39 ff.).
Norminterpretierende Verwaltungsanweisungen, d. h. solche, die nicht die Ermessensausübung der Verwaltung leiten, sondern ohne gesetzlich vorgesehenes Ermessen die Gesetzesauslegung der Verwaltung bestimmen, binden die Gerichte auch dann nicht, wenn sie zugunsten des Steuerpflichtigen wirken (BFH, Urteil vom 24.08.2016 X R 11/15, BFH/NV 2017, 300, Juris Rn. 26).
Denn norminterpretierende Verwaltungsanweisungen binden die Gerichte auch dann nicht, wenn sie zugunsten des Steuerpflichtigen wirken (BFH, Urteil vom 24.08.2016 X R 11/15, BFH/NV 2017, 300, Juris Rn. 26).
Solche Verwaltungsanweisungen können ...soweit sie nicht der Bindung eines der Behörde durch Gesetz eingeräumten Ermessens dienen, was hier nicht der Fall ist... weder eine mit Rechtsverordnungen vergleichbare Bindung aller Rechtsanwender noch eine Bindung nach dem Grundsatz von Treu und Glauben herbeiführen (BFH-Urteil vom 24. August 2016 X R 11/15, juris, m.w.N.).