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Timestamp: 2016-10-25 10:20:49
Document Index: 153526902

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

U 242/00 (20.12.2000)
U 242/00 Vr
Bundesrichter Borella, R�edi und nebenamtlicher Richter Maeschi; Gerichtsschreiberin Weber Peter
A.________, 1957, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Urs Rudolf, Ober-Emmenweid 46, Emmenbr�cke,
ELVIA Versicherungen, Seestrasse 356, Z�rich, Beschwerdegegnerin,
A.- Die 1957 geborene A.________ war als Hausangestellte bei der B�rgenstock Hotels AG t�tig und bei den ELVIA Versicherungen (im folgenden ELVIA) obligatorisch gegen Unfall versichert gewesen. Am 28. Mai 1994 st�rzte sie bei der Arbeit und zog sich dabei eine HumerusschaftFraktur links zu, welche im Spital X.________ mit einem Hanging-Cast-Gips behandelt wurde. Wegen ungen�gender Knochenstabilisierung und Pseudarthrose wurde am 6. Januar 1995 eine Osteosynthese des Humerus links durchgef�hrt. Die ELVIA kam f�r die Heilbehandlung auf und richtete ein Taggeld aus. Gest�tzt auf ein Gutachten von Dr. med. B.________, Spezialarzt f�r Chirurgie FMH, vom 7. M�rz 1996 teilte sie der Versicherten am 11. M�rz 1996 mit, dass sie ab Ende Mai 1996 wieder als voll arbeitsf�hig gelte. Nach weiteren Abkl�rungen erliess sie am 12. Februar 1997 eine Verf�gung, mit welcher sie an der Einstellung des Taggeldes auf Ende Mai 1996 festhielt und die Heilbehandlung noch bis Ende 1996 �bernahm. Die hiegegen erhobene Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 30. September 1997 ab.
Am 5. Dezember 1995 hatte sich A.________ auch zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung angemeldet. Mit Verf�gung vom 26. M�rz 1998 sprach ihr die IV-Stelle Nidwalden ab 1. Juni 1995 eine halbe einfache Rente aufgrund einer Erwerbsunf�higkeit von 50 % zu. Am 4. September 1998 hob sie die Rente gest�tzt auf ein Gutachten von Dr. med. W.________, Spezialarzt f�r Orthop�dische Chirurgie FMH, vom 28. Juli 1998 mangels einer rentenbegr�ndenden Invalidit�t auf.
B.- Gegen den Einspracheentscheid vom 30. September 1997 beschwerte sich A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden und beantragte, in Aufhebung des Entscheids sei die ELVIA zu verpflichten, ab 1. Juni 1996 Taggeldleistungen und ab 1. Januar 1997 die weiteren gesetzlichen Leistungen zu erbringen.
Mit Entscheid vom 15. M�rz 1999, zugestellt am 3. Mai 2000, wies das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden die Beschwerde ab.
C.- A.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei die Sache an die ELVIA zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen; in prozessualer Hinsicht wird beantragt, der Versicherten sei die unentgeltliche Verbeist�ndung zu gew�hren und es sei ihr eine angemessene Parteientsch�digung zuzusprechen.
Die ELVIA beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung l�sst sich nicht vernehmen.
1.- Anfechtungs- und Streitgegenstand bildet der Einspracheentscheid vom 30. September 1997, mit welchem die Beschwerdegegnerin die Taggeldleistungen mit Wirkung ab 1. Juni 1996 und die Kosten�bernahme der Heilbehandlung auf den 31. Dezember 1996 eingestellt hat. Die Rechtm�ssigkeit dieses Entscheids beurteilt sich nach den tats�chlichen Verh�ltnissen, wie sie bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids bestanden haben (BGE 116 V 248 Erw. 1a). Nachtr�gliche Tatsachen und Beweismittel k�nnen ber�cksichtigt werden, wenn sie f�r den in zeitlicher Hinsicht massgebenden Sachverhalt bis zum Erlass des Einspracheentscheids von Bedeutung sind (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen).
2.- Mit dem streitigen Einspracheentscheid hat die ELVIA eine weitere Leistungspflicht mit der Begr�ndung verneint, dass die noch bestehenden Beschwerden nicht mehr auf den Unfall vom 28. Mai 1994 zur�ckzuf�hren seien.
a) Nach der Operation vom 6. Januar 1995 wurde die Beschwerdef�hrerin von Dr. med. G.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin FMH, weiter behandelt, welcher am 21. September 1995 einen guten Verlauf mit Schmerzfreiheit am Oberarm, jedoch belastungsabh�ngige Schmerzen im linken Schulterblatt angab. In einem weiteren Bericht vom 1. Dezember 1995 best�tigte er eine Arbeitsf�higkeit von 50 % ab 1. Juni 1995 mit der Feststellung, dass die Arbeitsf�higkeit sukzessive gesteigert werden k�nnte, wenn die Versicherte eine ad�quate Arbeit finden und ihren Arm zunehmend belasten w�rde. Der von der ELVIA mit einer gutachterlichen Beurteilung beauftragte Dr. med. B.________ diagnostizierte eine leichte bis m�ssige Einsteifung des linken Schultergelenks bei hochgradiger Schonungsatrophie am linken Arm sowie eine deutliche depressive Entwicklung. Der Heilverlauf sei durch eine psychogene Unfallverarbeitungsst�rung beeintr�chtigt. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sei die Versicherte ab 1. Februar 1996 als zu 66,6 % und ab Ende Mai 1996 wieder als voll arbeitsf�hig zu erachten. Es sei wichtig, dass sie den linken Arm bei den anfallenden Arbeiten vermehrt einsetze, damit es zu einer Kr�ftigung der stark atrophischen Muskulatur komme. Eine Behandlung sei noch w�hrend vier bis sechs Monaten angezeigt (Bericht vom 7. M�rz 1996). In einem Bericht an den behandelnden Arzt vom 26. April 1996 best�tigte Dr. med. S.________, Oberarzt Orthop�die am Spital X.________, diese Beurteilung unter Hinweis darauf, dass sich die Atrophie etwas gebessert habe, neu aufgetreten scheine eine leichte Sensibilit�tsst�rung im Radialis-Innervationsgebiet zu sein. Zu best�tigen sei auch die Annahme einer vollen Arbeitsf�higkeit, sofern ein stufenweiser Belastungsaufbau m�glich sei. Dr. med. G.________ meldete der ELVIA am 4. Juni 1996 eine volle Arbeitsf�higkeit ab 1. Juni 1996 mit der Feststellung, dass die Versicherte zur Zeit arbeitslos sei. In einem undatierten, am 7. August 1996 bei der Invalidenversicherung eingegangenen Bericht gab er an, die Versicherte habe am 1. Juli 1996 eine volle T�tigkeit in einer Pizzeria aufgenommen, in der Folge wegen massiver Armschmerzen aber nur zu 50 % arbeiten k�nnen; es sei m�glich, dass die Arbeitsf�higkeit mit zunehmender Belastung und entsprechendem Training gesteigert werden k�nne. Dr. med. B.________ erachtete die geltend gemachte Arbeitsunf�higkeit in einer Stellungnahme zuhanden der ELVIA vom 14. August 1996 nicht als unfallbedingt. Nach einer vom behandelnden Arzt veranlassten neurologischen Untersuchung, welche den Verdacht auf eine Irritation des Nervus radialis ergab (Bericht Dr. med. P.________ vom 23. August 1996), wurde die Versicherte erneut im Spital X.________ untersucht, wo eine Nervenl�sion nicht objektiviert werden konnte. In einem Bericht vom 25. Oktober 1996 f�hrte Oberarzt Dr. med. T.________ aus, im Vordergrund st�nden heute eher die thorakovertebralen Schmerzen als die linke Schulter, welche nur intermittierend Beschwerden verursache. F�r die geklagten R�cken/ Schulterbeschwerden finde sich in einer skoliotischen Fehlhaltung und deutlichen degenerativen Ver�nderungen im Bereich der Brustwirbels�ule ein Korrelat. Dar�ber hinaus teile er die Meinung von Dr. med. B.________, wonach es sich bei den geschilderten orthop�disch/posttraumatischen Problemen lediglich um Teilaspekte handle, welche im Gesamtzusammenhang zu interpretieren seien; die Versicherte sollte raschm�glichst wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden. Dr. med. G.________ bezeichnete die Versicherte am 30. Dezember 1996 weiterhin als zu 50 % arbeitsunf�hig und ordnete eine station�re Behandlung in der Rheuma- und Rehabilitationsklinik Y.________ an. In einer Stellungnahme zuhanden der ELVIA vom 20. Januar 1997 vertrat Dr. med. B.________ die Auffassung, eine allf�llige weitere Arbeitsunf�higkeit von 50 % ab 1. Juni 1996 sei nicht mehr auf die Unfallfolgen, sondern auf andere Gr�nde zur�ckzuf�hren, wobei Pers�nlichkeitsfaktoren und psychosoziale Ursachen die Hauptrolle spielten. Von den Unfallfolgen her sei die Versicherte ab 1. Juni 1996 zu mehr als 50 % arbeitsf�hig. Eine wesentliche Funktionseinschr�nkung im Bereich des linken Schultergelenks liege nicht vor. Zur Verbesserung der Muskelatrophie m�sse die Versicherte selbstt�tig etwas tun. Von einer operativen Behandlung mit Neurolyse sei abzusehen. Die station�re Kur in Y.________ verm�ge den Allgemeinzustand zu verbessern und k�nne durchaus bef�rwortet werden, sei aber vom Krankenversicherer zu �bernehmen. Die in der Zeit vom 11. M�rz bis 1. April 1997 durchgef�hrte physikalisch-balneologische Behandlung in Y.________ brachte subjektiv keine Besserung der Beschwerden; objektiv persistierten die Endphasenschmerzen im linken Schultergelenk; diagnostiziert wurden Dys�sthesien links im Ausbreitungsgebiet des Nervus radialis (Bericht vom 22. April 1997). Dr. med. G.________ schloss hieraus, dass die bestehenden Beschwerden eindeutig in Zusammenhang mit dem Unfall vom 28. Mai 1994 st�nden (Schreiben an den Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrerin vom 2. September 1997).
b) Die gutachterlichen Beurteilungen durch Dr. med. B.________ und die Berichte des Spitals X.________ lassen darauf schliessen, dass die Beschwerdef�hrerin in dem f�r die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids noch an gewissen Restbeschwerden litt, die weiterbestehende Teilarbeitsunf�higkeit jedoch nicht mehr mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit als unfallbedingt gelten kann. Nach den �bereinstimmenden �rztlichen Angaben w�re eine stufenweise Erh�hung der Arbeitsf�higkeit m�glich und zumutbar, ja sogar dringend geboten gewesen, insbesondere um der nach Auffassung von Dr. med. B.________ psychogen bedingten Muskelatrophie entgegenzuwirken. Diese Beurteilung teilte zun�chst auch der behandelnde Arzt Dr. med. G.________, welcher eine volle Arbeitsf�higkeit ab 1. Juni 1996 best�tigte. Die anders lautende sp�tere Beurteilung erfolgte, nachdem die Beschwerdef�hrerin sich ausserstande erkl�rt hatte, eine ganzt�gige Erwerbst�tigkeit auszu�ben und von Dr. med. P.________ die Verdachtsdiagnose einer Irritation bzw. L�sion des Nervus radialis erhoben worden war. Diese Diagnose konnte anl�sslich der Untersuchung im Spital X.________ vom 25. Oktober 1996 jedoch nicht best�tigt werden. Im Bericht der Rheuma- und Rehabilitationsklinik Y.________ vom 22. April 1997 werden zwar Dys�sthesien im Ausbreitungsgebiet des Nervus radialis und eine Hyposensibilit�t des linken Oberarmes im Versorgungsgebiet C4-C6 angegeben. Es werden jedoch keine Angaben gemacht, ob es sich dabei um Unfallfolgen handelte und inwieweit sich die Befunde auf die Arbeitsf�higkeit der Beschwerdef�hrerin auswirkten. Dass den Befunden keine erhebliche Bedeutung beizumessen ist, ergibt sich aus der von Dr. med. G.________ nach Erlass des Einspracheentscheids veranlassten Untersuchung durch Dr. med. L.________, Spezialarzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie. Laut dessen Bericht vom 4. Juni 1999 hatte die Versicherte anl�sslich der Untersuchung angegeben, keine Sensibilit�tsst�rungen an der linken oberen Extremit�t zu versp�ren und in den motorischen Funktionen nicht beeintr�chtigt zu sein; auch konnte der Befund einer Irritation des Nervus radialis nicht best�tigt werden. Anderseits steht fest, dass die Beschwerdef�hrerin an degenerativen Ver�nderungen litt, welche laut �rztlicher Beurteilung f�r die geltend gemachten Beschwerden zumindest teilweise als urs�chlich betrachtet werden k�nnen. Zudem wurde von den beteiligten �rzten wiederholt auf eine psychische �berlagerung der Beschwerden hingewiesen. Unter diesen Umst�nden sind Unfallversicherer und Vorinstanz zu Recht zum Schluss gelangt, dass die Arbeitsunf�higkeit ab dem 1. Juni 1996 nicht mehr mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 28. Mai 1994 zur�ckzuf�hren ist. Nicht zu beanstanden ist auch die Einstellung der Heilkostenleistungen auf den 31. Dezember 1996, da von einer weiteren Behandlung keine Besserung der Unfallrestfolgen mehr zu erwarten war.
c) An diesem Ergebnis verm�gen die vorhandenen Arztberichte aus der Zeit nach Erlass des Einspracheentscheids vom 30. September 1997 nichts zu �ndern. Vielmehr best�tigen sie die Richtigkeit des getroffenen Entscheids. Im Gutachten an die IV-Stelle vom 28. Juli 1998 f�hrt Dr. med. W.________ aus, es best�nden lediglich geringe Befunde mit Krankheitswert, insbesondere eine fast normale Beweglichkeit und nurmehr eine leichte Muskelatrophie. Die endphasige Bewegungsschmerzhaftigkeit und das diffuse Missempfindungsgef�hl begr�ndeten keine Invalidit�t. Die Versicherte sei voll arbeitsf�hig und bed�rfe keiner Behandlung. Auf Anordnung des behandelnden Arztes wurde am 15. September 1999 im R�ntgeninstitut des Spitals Z.________ eine MR-Schulterarthrographie links durchgef�hrt, wobei eine Ruptur der Sehne des Musculus subscapularis links festgestellt wurde. Dr. med. O.________, Chefarzt Orthop�die am Spital X.________, konnte diesen Befund indessen nur teilweise best�tigen (partieller Riss bei teilweiser Erhaltung der Scapularis-Funktion) und stellte fest, Sehnenrupturen f�hrten zwar zu einem Funktions- und Kraftverlust, in der Regel jedoch nicht zu erheblichen Schmerzen, sodass das von der Versicherten geklagte Beschwerdebild nicht objektivierbar sei. Dr. med. W.________ �usserte in einem Gutachten vom 8. Februar 2000 die Auffassung, dass die festgestellte Sehnenl�sion zu keiner andern Beurteilung Anlass gebe, die Versicherte f�r geeignete leichtere Arbeiten voll arbeitsf�hig sei und von weiteren medizinischen Massnahmen keine Besserung mehr zu erwarten sei.
Im �brigen haben die von der Invalidenversicherung vorgenommenen Abkl�rungen best�tigt, dass am bestehenden Beschwerdebild psychische Faktoren mitbeteiligt sind, worauf bereits Dr. med. B.________ und das Spital X.________ hingewiesen hatten. Nachdem auch Dr. med. W.________ eine psychische Komponente zur Diskussion gestellt hatte, beauftragte die IV-Stelle Dr. med. K.________, Facharzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, mit einer Untersuchung und Beurteilung. In seinem Bericht vom 18. Mai 2000 gelangte dieser Arzt zum Schluss, dass die Versicherte an einer posttraumatischen Anpassungsst�rung (ICD-10: F 43.2) bzw. an einer anhaltenden depressiven St�rung mit somatischen Symptomen (ICD-10: F 33.11) leide und deshalb nur zu 50 % arbeitsf�hig sei; gleichzeitig stellte er fest, das Hauptproblem liege derzeit nicht in einer funktionellen Einschr�nkung, sondern in der bestehenden depressiven St�rung. Voraussetzung f�r eine erfolgreiche Eingliederung sei eine vorg�ngige Behandlung der Depression. Soweit aber die Beschwerdef�hrerin aus psychischen Gr�nden in der Arbeitsf�higkeit beeintr�chtigt ist und einer Behandlung bedarf, hat hief�r nicht der Unfallversicherer aufzukommen. Denn selbst wenn der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beeintr�chtigungen und dem Unfall zu bejahen w�re, ist jedenfalls die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zu verneinen, weil der Unfall vom 28. Mai 1994 als leicht zu qualifizieren ist (BGE 115 V 139 Erw. 6a). Die Ad�quanz w�re selbst dann zu verneinen, wenn von einem mittleren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen ausgegangen w�rde, weil keines der massgebenden Beurteilungskriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist noch die zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben sind (BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb). Es muss daher bei der Feststellung bleiben, dass die verf�gte Einstellung der Leistungen zu Recht erfolgt ist, was zur Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hrt.
3.- Dem Begehren um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung kann entsprochen werden (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG), weil die Bed�rftigkeit aufgrund der eingereichten Unterlagen als ausgewiesen gelten kann, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht als aussichtslos zu bezeichnen ist und die Vertretung durch einen Rechtsanwalt geboten war (BGE 125 V 202 Erw. 4a mit Hinweisen). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
wird Rechtsanwalt Urs Rudolf f�r das Verfahren vor dem
Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus der Gerichts-
kasse eine Entsch�digung (einschliesslich Mehrwert-
richt des Kantons Nidwalden und dem Bundesamt f�r