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Timestamp: 2019-02-23 23:50:23
Document Index: 250523803

Matched Legal Cases: ['§53', '§3', '§4', '§61', '§7', '§56', '§7']

Leben in Gemeinschaftsunterkünften - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Gozzo Durrer Geändert vor über 4 Jahren
Präsentation zum Thema: "Leben in Gemeinschaftsunterkünften"— Präsentation transkript:
1 Leben in Gemeinschaftsunterkünften
Referat A. Lorentz & H. Siegle Eh Ludwigsburg
2 Ausschnitt aus „Monitor“
3 Gliederung Allgemeine Hintergründe zum Leben in Gemeinschaftsunterkünften (GU) Rechtliche Hintergründe Regelungen bundesweit bezüglich der GU Das Leben in einer GU in Baden-Württemberg Diskriminierung?! → Blick in die Zukunft
4 Allgemeine Hintergründe zum Leben in Gemeinschaftsunterkünften (GU)
5 Wer wird in GU untergebracht?
§53 (1) Asyl VfG „Ausländer, die einen Asylantrag gestellt haben und nicht oder nicht mehr verpflichtet sind, in einer Aufnahmeeinrichtung zu wohnen“
6 Das tägliche Leben in GU
Das Asylverfahrensgesetz (AsylVfG) regelt das Asylverfahren in der Bundesrepublik Deutschland. Das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) regelt die Versorgung der AsylbewerberInnen.
7 §3 AsylbLG - Grundleistungen
§4 AsylbLG - Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt §61AsylVfG - Erwerbstätigkeit §7AsylbLG - Einkommen und Vermögen §56AsylVfG - Räumliche Beschränkung
8 Allgemeine Hintergründe zum Leben in GU
Regelungen bundesweit bezüglich der GU
9 Der Weg in eine GU Aslysuchende werden nach dem „Königsteiner
Schlüssel“ an die Bundesländer verteilt. Erstunterbringung in den Bundesländern in sogenannten Erstaufnahmeeinrichtungen Verteilung auf die Kommunen Je nach Bundesland: Verteilung in Gemeinschaftsunterkünfte
10 Verteilung der AslybewerberInnen 2012 nach dem Königsteiner Schlüssel
11 „Die Verteilung und die Zuweisung darf die Rückführung der
Beispiel: Die Unterbringungspolitik in Bayern Die Unterbringung von AsylbewerberInnen in GU ist vorgeschrieben. §7 (5) 3 DVAsyl „Die Verteilung und die Zuweisung darf die Rückführung der betroffenen Personen nicht erschweren; sie soll die Bereitschaft zur Rückkehr in das Heimatland fördern.“
12 Das Leben in einer GU in Baden-Württemberg
13 Informationen zur befragten Sozialarbeiterin
Arbeitet seit 1 ½ Jahren in der GU Studierte in Esslingen Soziale Arbeit Beherrscht Englisch und Französisch Ist zu 90% angestellt Betreut 250 AsylbewerberInnen
14 Aufgabengebiete der Sozialarbeiterin
Sprechzeiten für die AsylbewerberInnen Infogespräche bezüglich: Hausbesuche Begleitet bei Bedarf die AsylbewerberInnen zu Arztterminen Briefe aufsetzten für Behörden aller Art Erläuterungen der Amtsabläufe Tel. Gespräche im Auftrag der AsylbewerberInnen führen
15 Rahmenbedingungen der GU
250 AsylbewerberInnen Diese kommen aus: Afghanistan, Irak, Iran, Pakistan, Indien, Afrika, Kamerun, Sudan, Tunesien, China, Serbien, Mazedonien, Kosovo, usw. Wohnverhältnisse: zwei Zimmer (a 18 m²), Küche und Bad a 8 Personen Nahrungsmittelgutscheine im Wert von 31€ wöchentlich Kleideraktionen Kinder gehen in Kitas oder in die Schule Ärztliche Untersuchungen
16 Was sich laut Sozialarbeiterin ändern sollte:
Sprach- und Integrationskurs von Beginn an Individuellerer Wohnraum ( im Moment noch 4,5 m²) Besser geschultes Personal auf den Ämtern, besonders in den Ausländerbehörden im Bezug auf die Sprache Bezahlte Dolmetscher sollten für Arzt oder Behörden Termine kostenfrei gestellt werden
17 Treffen mit AsylbewerberInnen
18 Interview mit einer Familie aus dem Iran
Anwesende: 35 jähriger Vater Mutter mit einer Tochter im Kindergartenalter Ein junger Mann als Übersetzer Die zweite Tochter schlief im Nebenzimmer Grund für das Verlassen der Heimat: Kontrolle und Probleme durch das Regime im Iran
19 Situation in Deutschland:
Seit 15 Monaten in Deutschland. Sie fühlen sich in Deutschland gut. Er darf nicht arbeiten. Sein Alltag gestaltet sich durch die Kinder. Deutschkurs Das Leben ist langweilig Wunsch für Veränderung: Wohnsituation (der Übersetzer wünscht sich das) Mehr Respekt von „Interviewern“
20 Interview mit einer Frau aus Kamerun
Anwesende: Eine Frau aus Kamerun Grund für das Verlassen der Heimat: „Soziale“ Probleme in Kamerun
21 Situation in Deutschland:
Sie fühlt sich in Deutschland gut: Deutschland ist sicher! Seit 2007 in Deutschland In Deutschland bekam sie ein Kind Seit Geburt ihres Kindes: Alltagsstruktur durch das Kind Sie möchte nicht dezentral untergebracht werden, für sie ist das Leben in der GU Sicherheit. Wunsch für Veränderung: Abschaffung der „Methode des „Wartens“ “ Durchsichtigeres und verständlicheres Asylverfahren
22 Diskriminierung?! → Blick in die Zukunft
Undurchschaubare Verfahren Einschränkungen der Unterbringungen in Notunterkünften, Lagern, Kasernen, Gemeinschaftsunterkünften und pensionsartigen Unterkünften Wohnmöglichkeit (in Baden Württemberg pro Person 4,5 m²) Einschränkung der Residenzpflicht Erschwerter Zugang zum Arbeitsmarkt Misstrauen und Ablehnung durch eine Mehrheit der Bevölkerung Politische Diskriminierung
24 Ein Beispiel der Unterstützungen
PRO ASYL: seit 1989 Sie setzen sich ein für: Flüchtlinge in DE, Europa sowie an besonderes gefährlichen Brennpunkten Hilfe durch: Förderverein Unterstützung und Organisation von Flüchtlingsprojekten Dokumentieren, recherchieren und einmischen im Interesse verfolgter Menschen in öffentliche Diskussionen Informieren per Pressemitteilungen, Pressekonferenzen, Flugblätter und Broschüren sowie Mitglieder- und Spenderinformationen
25 Veränderungspunkte Beziehungsaufbau zwischen BewohnerInnen, Personal, Behörden und Gesellschaft Rechtliche Hintergründe Interkulturelle Kompetenzen Politische, religiöse, gesellschaftliche Lage des jeweiligen Landes Sprache Pädagogische und psychologische Kenntnisse Hohe soziale Kompetenzen
27 Quellen BAMF: Asylantragstellung BAMF: Asylbewerberleistungsgesetz BAMF: Verteilung der Asylbewerber. Bundesministerium der Justiz/juris GmbH: Asylverfahrensgesetz Friedrich Blahusch: Zuwanderer & Freunde in DE, Freiburg/ Breisgau 1992 GWK Bonn: Königsteiner Schlüssel Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern: Richtline für den Betrieb von Gemeinschaftsunterkünften und die soziale Betreuung der Bewohner Kothen, Andrea: Die Unterbringungspolitik der Bundesländer
28 Monitor: Menschenunwürdig: wie Flüchtlinge in Deutschland kaserniert werden Monitor: Menschenunwürdig: wie Flüchtlinge in Deutschland kaserniert werden PRO ASYL: PRO ASYL Stoiber, Edmund: Verordnung zur Durchführung des Asylverfahrensgesetzes, des Asylbewerberleistungsgesetzes und des Aufnahmegesetzes UNHCR: Hintergrundinformation zur Gefährdung von Angehörigen religiöser Minderheiten im Irak UNHCR: Global Trends UNHCR: UNHCR-Report 2011: Menschen mussten aus Heimatland fliehen
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ARBEITSMARKTINTEGRATION VON ASYLBEWERBERINNEN: GOOD PRACTICE BEISPIELE AUS EU-LÄNDERN CHRISTIAN RÅBERGH ETG/NTG ASYLUM