Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=15.06.2010&Aktenzeichen=IV%20ZR%2021%2F09
Timestamp: 2019-04-24 13:12:59
Document Index: 261493071

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 2229', '§ 2270', '§ 2281', 'Art 103', '§ 2285', 'Art. 103', 'BGH']

BGH, 15.06.2010 - IV ZR 21/09 - dejure.org
§ 2229 BGB, § 2270 BGB, § 2281 BGB, Art 103 Abs 1 GG
Erbrecht - Erfolgreiche Gehörsrüge; Testierunfähigkeit und Testamentsnichtigkeit
Nachlassgericht muss substantiiertem Vorwurf einer eventueller Testierunfähigkeit nachgehen
Familienrecht - Anhaltspunkte für Demenz - Auf Frage der Testierfähigkeit ist einzugehen!
LG Düsseldorf, 10.05.2007 - 3 O 145/06
LG Düsseldorf, 25.08.2017 - 3 O 145/06
OLG Düsseldorf, 06.02.2018 - 10 W 4/18
Die erbvertragliche Vorschrift des § 2285 BGB ist auf die wechselbezüglichen Verfügungen des letztverstorbenen Ehegatten im gemeinschaftlichen Testament entsprechend anwendbar (Senatsbeschluss vom 15. Juni 2010 - IV ZR 21/09, ZEV 2010, 364 Rn. 7; Senatsurteile vom 15. Mai 1985 - IVa ZR 231/83, FamRZ 1985, 1123 unter IV 2; vom 18. Januar 1956 - IV ZR 199/55, FamRZ 1956, 83, 84).
Streiten die Parteien eines Rechtsstreits darum, wer von ihnen (testamentarischer) Erbe geworden ist, und geht das Tatsachengericht nicht auf die von der darlegungs- und beweisbelasteten Partei aufgeworfene Frage der Testier(un)fähigkeit des Erblassers ein, liegt darin eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör gem. Art. 103 Abs. 1 GG (vgl. BGH, ZEV 2010, 364 f.).