Source: https://www.frag-einen-anwalt.de/Offene-Rechnung-Barclaycard--f25330.html
Timestamp: 2019-10-21 01:13:53
Document Index: 8609060

Matched Legal Cases: ['§ 497', '§ 491', '§ 495', '§ 493', '§ 493', '§ 497']

Offene Rechnung Barclaycard (Vertragsrecht) - frag-einen-anwalt.de
www.frag-einen-anwalt.deVertragsrechtForderungOffene Rechnung Barclaycard
| 03.05.2007 18:32 |
Forderung Forderung Verjährung BGB Bank
Nachfrage vom Fragesteller	07.06.2007 | 19:24
Wenn diese frage weitere Kosten verursacht dann teilen sie mir dieses mit meine bankverbindung habe sie.
Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.06.2007 | 00:38
handelt es sich bei der Forderung der Barclay Bank um Ansprüche aus einem sogenannten Verbraucherdarlehen, bestimmt § 497 Abs. 3 Satz 3 BGB als Sonderregelung für den Fall des Verzuges
mit einer Tilgungs- oder Vertragszinszahlung, dass die Verjährung der Ansprüche auf Darlehensrückzahlung und Zinsen vom Verzugseintritt bis zur Titulierung gehemmt ist, jedoch nicht länger als 10 Jahre ab Entstehung der Ansprüche.
Die Argumentation des Inkassodienstes wird daher dann zutreffend sein, wenn ein Verbraucherdarlehensvertrag gemäß §§ 491 ff. BGB zu bejahen ist. So bedürfen Verbraucherkreditverträge der Schriftform, sie müssen im Allgemeinen mindestens enthalten: den Nettokreditbetrag, gegebenenfalls den Gesamtbetrag aller zu entrichtenden Teilzahlungen, die Art und Weise der Rückzahlung, den Zinssatz und alle Kosten des Kredits, den effektiven Jahreszins, die Sicherheiten. Bei Abzahlungs-/ Teilzahlungsgeschäften müssen Bar- und Teilzahlungspreis, Betrag, Zahl und Fälligkeit der Raten, der effektive Jahreszins, die Kosten einer Versicherung, Eigentumsvorbehalte und Sicherheiten genannt werden. Nach Abschluss des Vertrages kann der Verbraucher den Vertrag binnen zwei Wochen frei widerrufen (in Textform, §§ 495, 355 BGB). Handelt es sich um einen Überziehungskredit hat das Kreditinstitut den Darlehensnehmer nach § 493 BGB vor der Inanspruchnahme eines solchen Darlehens zu unterrichten über
Die Vertragsbedingungen nach den vorgenannten Ziffern Nr. 1 bis 4 sind dem Darlehensnehmer spätestens nach der ersten Inanspruchnahme des Darlehens zu bestätigen. Ferner ist der Darlehensnehmer während der Inanspruchnahme des Darlehens über jede Änderung des Jahreszinses zu unterrichten. Die Bestätigung und die Unterrichtung haben in Textform zu erfolgen; es genügt, wenn sie auf einem Kontoauszug erfolgen.Weiterhin bestimmnt § 493 Abs. 2 BGB: „ Duldet das Kreditinstitut die Überziehung eines laufenden Kontos und wird das Konto länger als drei Monate überzogen, so hat das Kreditinstitut den Darlehensnehmer über den Jahreszins, die Kosten sowie die diesbezüglichen Änderungen zu unterrichten; dies kann in Form eines Ausdrucks auf einem Kontoauszug erfolgen.“
Zwecks Feststellung der Anwendbarkeit des § 497 Abs. 3 Satz 3 BGB empfehle ich Ihnen, Ihre Vertragsunterlagen anwaltlich überprüfen zu lassen. Sollte der Einwand der Verjährung nicht greifen und Sie zur Darlehensrückzahlung verpflichtet sein, ist die Höhe der Ratenzahlungen in jedem Fall verhandelbar. Unter Darlegung Ihrer finanziellen Verhältnisse wird sich der Inkassodienst ggf. auch mit einer Ratenzahlung in Höhe von mtl. nur EUR 100,- einverstanden erklären.
"ich danke ihnen sehr für die hilfe ich werde sie weiter empfehlen. "