Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_25_02_2011_V_ZR_208_09_Vorliegen_eines_Ausbeutungsvorsat-d4373952.html
Timestamp: 2016-12-07 22:24:10
Document Index: 328030445

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1148', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138', '§ 812', '§ 818', '§ 894', '§ 985', '§ 138', '§ 138', '§ 138', 'BGH']

BGH, 25.02.2011 - V ZR 208/09 - Vorliegen eines Ausbeutungsvorsatzes bei fehlender Kenntnis des profitierenden Vertragsteils von dem Leistungsmissverhältnis; Feststellung eines besonders groben Missverhältnisses bei einer Wertrelation von 154.000 DM als Verkehrswert der verkauften Wohnungseigentumseinheit zu 80.000 DM als vereinbarter Kaufpreis | Urteile auf anwalt24.de
BGH, 25.02.2011 Suche
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BGH, 25.02.2011 - V ZR 208/09 - Vorliegen eines Ausbeutungsvorsatzes bei fehlender Kenntnis des profitierenden Vertragsteils von dem Leistungsmissverhältnis; Feststellung eines besonders groben Missverhältnisses bei einer Wertrelation von 154.000 DM als Verkehrswert der verkauften Wohnungseigentumseinheit zu 80.000 DM als vereinbarter Kaufpreis
BundesgerichtshofUrt. v. 25.02.2011, Az.: V ZR 208/09Gericht: BGHEntscheidungsform: UrteilDatum: 25.02.2011Referenz: JurionRS 2011, 12484Aktenzeichen: V ZR 208/09 Verfahrensgang:vorgehend:LG München II - 09.12.2008 - AZ: 4 O 2017/05OLG München - 02.11.2009 - AZ: 21 U 2185/09BGH - 14.10.2010 - AZ: V ZR 208/09Rechtsgrundlagen:§ 138 BGB§ 812 Abs. 1 S. 1 BGB§ 818 Abs. 1 BGB§ 894 BGB§ 985 BGBFundstellen:NJW-RR 2011, 880-881NZM 2012, 32-33RdW 2011, 538-539WuM 2011, 298-299Redaktioneller Leitsatz:1.§ 138 Abs. 2 BGB setzt voraus, dass der Wucherer Kenntnis von dem auffälligen Missverhältnis und der Ausbeutungssituation hat und sich diese Situation vorsätzlich zunutze macht.2.Bei Grundstücksgeschäften ist von einem besonders groben Missverhältnis von Leistung und Gegenleistung nach § 138 Abs. 1 BGB bereits dann auszugehen, wenn der Wert der Leistung knapp doppelt so hoch ist, wie der Wert der Gegenleistung.3.Das Vorliegen eines wucherähnlichen Geschäfts führt nach § 138 Abs. 1 BGB nur zur Nichtigkeit des schuldrechtlichen Geschäfts.Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 25. Februar 2011 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Krüger, die Richter Dr. Lemke, Dr. Schmidt-Räntsch und Dr. Czub und die Richterin Weinland für Recht erkannt: Tenor:Die Revision gegen das Urteil des 21. Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom 2. November 2009 wird auf Kosten des Beklagten mit der Maßgabe zurückgewiesen, dass der Beklagte verurteilt wird, den in dem bei dem Amtsgericht Dachau geführten Wohnungs- und Teileigentumsgrundbuch von R. , Band 42, Blatt 1564, eingetragenen 1.298/3.078 Miteigentumsanteil an dem Flurstück 1273 verbunden mit dem Sondereigentum an dem gesamten Dachraum im Obergeschoss und an zwei Kellerräumen - Nr. 2 im Aufteilungsplan - Zug um Zug gegen Zahlung von 23.008,13 € an den Kläger zurückzuübertragen. BGH, 24.02.2011