Source: http://www.juraforum.de/forum/t/stgb-253-straftatbestand-der-erpressung.383532/
Timestamp: 2017-01-19 13:07:41
Document Index: 14458676

Matched Legal Cases: ['§ 253', '§ 253', '§ 253', '§ 253', '§ 253', '§ 240', '§ 185']

StGB § 253 Straftatbestand der Erpressung? - Strafrecht / Strafprozeßrecht - JuraForum.de
StGB § 253 Straftatbestand der Erpressung?
Dieses Thema "StGB § 253 Straftatbestand der Erpressung? - Strafrecht / Strafprozeßrecht" im Forum "Strafrecht / Strafprozeßrecht" wurde erstellt von Baldanders, 28. Dezember 2011.
hier ein Fallbeispiel bzgl. StGB § 253 (Heroinabhängiger Sohn reicher Eltern) stellt B (Heroinabhängige alleinerziehende Mutter die A´s aufdringliche Annäherunsversuche abgewiesen hat) nach und deponiert (wiederholt über einen längeren Zeitraum) im Treppenhaus des Mietshauses (wo B eine Wohnung angemietet hat) öffentlich einsehbar Briefe mit rufschädigendem Inhalt bezgl. B. Des Weiteren bedroht und beleidigt A B persönlich per Brief und direkte Ansprache in der Öffentlichkeit. Nach mehreren Monaten gipfelt A´s vorgehen darin, dass er (geplant, vorbereitet und hinterrücks) über B öffentlich (in Anwesenheit von Zeugen) einen halb gefüllten Eimer Kot/Urin entleert. B, die über mehrere jüngst von A begannene Straftaten informiert ist (selber befürchten muss von A belastet zu werden dies aber in Kauf nimmt) und über entsprechende Beweise verfügt bietet (mit Inkenntnissetzung von A´s Vater, die Familie ist Lokal bekannt) A schriftlich eine aussergerichtliche Einigung an: B verzichtet auf Erstattung einer Strafanzeige wegen schwerer Körperverletztung u.a. gegen A. (Es kommt somit nicht zur Offenlegung A´s begannener Straftaten) Im Gegenzug soll sich A.(aufgrund des über B ausgeleerten Eimers Fäkalien)persönlich und schriftlich (unter dem Ausdruck des tiefsten Bedauerns) bei B entschuldigen, den entstandenen Sachschadens in Höhe von 600 Euro erstatten, ein Schmerzensgeld/Genugtuung in Höhe von 6.000 Euro an B zahlen und den Wohnort wechseln. Frage: Macht sich B durch sein Angebot (den darin enthaltenen finanziellen Forderungen an A) der Erpressung strafbar, ist die Höhe des Schmerzensgeldes angemessen?
Baldanders Baldanders
AW: StGB § 253 Straftatbestand der Erpressung?
Auf welche Anzeigen will sie verzichten? Nur wegen der an ihr selbst begangenen Taten, oder wegen anderer, von denen sie nur Kenntnis hat? Wenn letzteres, liegt wenigstens (versuchte) Nötigung vor, da der innere Tatzusammenhang zwischen den "anderen Straftaten" und der Forderung fehlt.
Hallo JHS, danke für deinen Beitrag. Sie will auf Anzeige der an ihr selbst begangenen Straftaten verzichten.
Dann liegt grds. erst mal keine Straftat vor. Ob davon abweichend doch eine vorliegt, käme darauf an, ob ein Gericht in Einzelfall die Höhe der Forderung und die Aufforderung die Stadt zu verlassen als "verwerflich" im Sinne des § 240, Abs. 2 ansehen würde. Das ist im Gesamtkontext zu entscheiden und nicht in einem Forum abschliessend lösbar.
Danke, dann ist doch alles im grünen Bereich. Dir einen guten Übergang ins neue Jahr!
Frohes Neues! Für das Zufügen einer Infektion ist ein Schmerzensgeld von 58.000 Euro in einem der verschiedenen "Schmerzensgeld-Katalogen" vorgesehen. Bei der von mir genannten Tat wurde eine mögliche Infektion mit z.B Hepatitis billigend in Kauf genommen. Von daher wäre ein wesentlich höheres Schmerzensgeld vorstellbar. Für ein in folge eines Auffahrunfalls verursachten Schädel-Hirn-Traumas sind 1000 Euro üblich. Have a nice day!
Aktuelle juristische Diskussionen und Themen 16. Februar 2014
Strafrecht / Strafprozeßrecht 3. Januar 2011
Straftatbestand nach § 185 StGb?
Strafrecht / Strafprozeßrecht 10. April 2008
Strafrecht / Strafprozeßrecht 24. Oktober 2007
Straftatbestand ?
Strafrecht / Strafprozeßrecht 18. April 2004