Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20113/11
Timestamp: 2016-06-28 15:00:30
Document Index: 317843687

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Rechtsprechung: VIII ZR 113/11 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 17.04.2012
Rechtsprechung BGH, 14.03.2012 - VIII ZR 113/11 Volltextver�ffentlichungen (14)
BGB � 157
�� 157, 133, 307 BGB; �� 30, 21 AVBGasV
� 133 BGB, � 157 BGB, � 307 BGB, � 812 Abs 1 S 1 Alt 1 BGBEnergieversorgungsvertrag mit Sonderkunden: Erg�nzende Vertragsauslegung bei Unwirksamkeit einer Preis�nderungsklausel
Erg�nzende Vertragsauslegung bei planwidriger Regelungsl�cke in einem Energieversorgungsvertrag mit einem Sonderkunden auf Grund der Unwirksamkeit einer formularm��ig vereinbarten Preis�nderungsklausel
R�ckforderungsanspruch des Kunden bei unwirksamer Preisanpassungsklausel auf drei Jahre beschr�nkt
Auslegung einer unwirksamen Preis�nderungsklausel in Energieversorgungsvertrag mit Sonderkunden; Dreijahresfrist f�r Gaskunden; Gaspreiserh�hung
Beanstandung einer Gaspreiserh�hung aufgrund unwirksamer Preisanpassungsklausel nur innerhalb von drei Jahren
BGB � 157Erg�nzende Vertragsauslegung bei unwirksamer Preis�nderungsklausel
Energierecht - Erg�nzende Vertragsauslegung in der Gasversorgung
Zu den Folgen unwirksamer Preisanpassungsklauseln in Erdgas-Sonderkundenvertr�gen
Kunden m�ssen Gaspreiserh�hungen widersprechen
Folgen unwirksamer Preisanpassungsklauseln in Erdgas-Sonderkundenvertr�gen
Der Bundesgerichtshof kippt Preis�nderungsrecht nach � 4 Abs. 1 und 2 AVBGasV
GASAG; Unwirksame Preisanpassungsklauseln in Erdgas-Sonderkundenvertr�gen - 3 Jahresfrist nach Jahresabrechnung
�� 157, 133, 307 BGBZeitliche Begrenzung einer r�ckwirkenden Geltendmachung unwirksamer Energiepreiserh�hungen
Unwirksame Preisanpassungsklauseln: R�ckforderungsanspr�che von Gaskunden begrenzt
Gaspreis: Wann ist der Versorger zu einer erg�nzenden Vertragsauslegung berechtigt? (IBR 2012, 1128)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 14.03.2012, Az.: VIII ZR 113/11 (Energieversorgungsvertrag mit Sonderkunden; Erg�nzende Vertragsauslegung bei Unwirksamkeit einer Preis�nderungsklausel)" von Prof. Dr. Kurt Markert, original erschienen in: ZMR 2012, 521 - 525.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 14.03.2012, Az.: VIII ZR 113/11 (Erdgas-Sonderkundenvertrag - unwirksame Preiserh�hung kann nur zeitlich begrenzt geltend gemacht werden)" von RA Dr. Lorenz Zabel, LL.M., original erschienen in: BB 2012, 1501 - 1504.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 14.03.2012, Az.: VIII ZR 113/11 (Zur zeitlichen Begrenzung von R�ckforderungsanspr�chen bei unwirksamer Preisklausel)" von RAin Franziska Lietz, LL.M., original erschienen in: RdE 2012, 195 - 200.
AG Wipperf�rth, 12.01.2010 - 1 C 251/09
LG K�ln, 16.03.2011 - 10 S 66/10
Wird zitiert von ... (58) BGH, 28.10.2015 - VIII ZR 158/11 �nderung der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zum Preisanpassungsrecht der …Etwas anderes gilt - sowohl im Falle der R�ckforderung als auch im Falle der Restforderung von Entgelt f�r Energielieferungen - allerdings unter bestimmten Voraussetzungen dann, wenn bei einem langj�hrigen Energielieferungsverh�ltnis der Kunde die Preiserh�hung nicht innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren nach Zugang der jeweiligen Jahresabrechnung, in der die Preiserh�hung erstmals ber�cksichtigt worden ist, beanstandet hat (Best�tigung und Fortf�hrung der Senatsurteile vom 14. M�rz 2012, VIII ZR 113/11, BGHZ 192, 372 Rn. 21, 25, und 14. M�rz 2012, VIII ZR 93/11, ZNER 2012, 265 Rn. 29 f.;… vom 25. M�rz 2015, VIII ZR 360/13, juris Rn. 33 und 25. M�rz 2015, VIII ZR 109/14, juris Rn. 34 …und vom 15. April 2015, VIII ZR 59/14, BB 2015, 1548 Rn. 37 mwN).Es geht daher darum zu ermitteln, was die Parteien bei einer angemessenen, objektiv-generalisierenden Abw�gung ihrer Interessen nach Treu und Glauben redlicherweise vereinbart h�tten, wenn sie bedacht h�tten, dass die Wirksamkeit der angewendeten Preis�nderungsbestimmung jedenfalls unsicher war (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, BGHZ 192, 372 Rn. 24 mwN;… Senatsbeschluss vom 17. Juli 2012 - VIII ZR 13/12, juris Rn. 10).
BGH, 23.01.2013 - VIII ZR 345/11 Gaslieferung: Unwirksamkeit einer Preis�nderungsklauselMit Recht - und von der Revision ebenfalls unbeanstandet - hat das Berufungsgericht auch angenommen, dass weder in der Zahlung der abgerechneten Betr�ge noch in dem Weiterbezug von Gas nach Ank�ndigung der Preiserh�hungen eine konkludente Zustimmung des Kl�gers zur Erh�hung der Gaspreise liegt (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, NJW 2012, 1865 Rn. 16 ff., zur Ver�ffentlichung in BGHZ 192, 372 bestimmt, und VIII ZR 93/11, ZNER 2012, 265 Rn. 22 f.;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, NJW 2011, 1342 Rn. 40 ff.;… vom 14. Juli 2010 - VIII ZR 246/08, BGHZ 186, 180 Rn. 57 ff.).Da die von den Parteien vereinbarte Preis�nderungsklausel der Inhaltskontrolle nach � 307 BGB (Art. 229 � 5 Satz 2 EGBGB) nicht standh�lt, ist daher im Regelungsplan der Parteien eine L�cke eingetreten (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 20, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 25; jeweils mwN).Wie der Senat - nach Erlass des Berufungsurteils - entschieden hat, ist diese L�cke im Vertrag im Wege einer erg�nzenden Vertragsauslegung gem�� �� 157, 133 BGB in der Weise zu schlie�en, dass der Kunde die Unwirksamkeit derjenigen Preiserh�hungen, die zu einem den vereinbarten Anfangspreis �bersteigenden Preis f�hren, nicht geltend machen kann, wenn er sie nicht innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren nach Zugang der jeweiligen Jahresabrechnung, in der die Preiserh�hung erstmals ber�cksichtigt worden ist, beanstandet hat (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 21 ff., und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 26 ff.; jeweils mwN).Dem entsprechend hat der Senat in den bereits entschiedenen F�llen die wegen der Unwirksamkeit der Preisanpassungsklauseln l�ckenhaften Vertr�ge nicht um eine Preisanpassungsregelung mit abweichendem - angemessenem - Inhalt erg�nzt, sondern unter Zugrundelegung des vollst�ndigen Wegfalls der unangemessenen Preisanpassungsklauseln darauf abgestellt, was die Parteien bei einer angemessenen, objektiv-generalisierenden Abw�gung ihrer Interessen nach Treu und Glauben redlicherweise vereinbart h�tten, wenn sie bedacht h�tten, dass die Wirksamkeit der verwendeten Preis�nderungsklausel jedenfalls unsicher war (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 24).Denn die erg�nzende Vertragsauslegung orientiert sich nicht nur an dem hypothetischen Parteiwillen, sondern auch an dem objektiven Ma�stab von Treu und Glauben und f�hrt zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO mwN).Diese Voraussetzungen hat der Senat in einer Reihe von F�llen verneint, die dadurch gekennzeichnet waren, dass das Energieversorgungsunternehmen es selbst in der Hand hatte, einer nach Widerspruch oder Vorbehaltszahlung des Kunden zuk�nftig drohenden unbefriedigenden Erl�ssituation durch Aus�bung des ihm vertraglich einger�umten K�ndigungsrechts in zumutbarer Weise zu begegnen (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 22 mwN).Der Senat nimmt jedoch - unter Ber�cksichtigung der weiteren Umst�nde des Einzelfalls (…vgl. BVerfG, aaO) - eine nicht mehr hinnehmbare St�rung des Vertragsgef�ges dann an, wenn es sich um ein langj�hriges Gasversorgungsverh�ltnis handelt, der betroffene Kunde den Preiserh�hungen und den darauf basierenden Jahresabrechnungen �ber einen l�ngeren Zeitraum nicht widersprochen hat und nunmehr auch f�r l�nger zur�ck liegende Zeitabschnitte die Unwirksamkeit der Preiserh�hungen geltend macht (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23).In diesen F�llen vermag die vertraglich vorgesehene, nur in die Zukunft wirkende K�ndigungsm�glichkeit des Energieversorgungsunternehmens die Regelungsl�cke im Vertrag nicht in einer f�r beide Seiten zumutbaren Weise zu schlie�en (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO), so dass nur die erg�nzende Vertragsauslegung zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung f�hrt und das von der Richtlinie verfolgte Ziel gew�hrleistet, Ausgewogenheit zwischen den Parteien herzustellen und dabei grunds�tzlich die Wirksamkeit des Vertrages in seiner Gesamtheit aufrechtzuerhalten (…vgl. EuGH, Urteile vom 15. M�rz 2012 - Rs. C-453/10, aaO Rn. 28, 31;… vom 14. Juni 2012 - Rs. C-618/10, aaO Rn. 40; jeweils mwN).Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts hat der Kl�ger den Preiserh�hungen nicht widersprochen, sondern die Preiserh�hungen und Jahresabrechnungen �ber die gesamte Vertragslaufzeit ohne Beanstandungen hingenommen und damit der Beklagten keine Veranlassung gegeben, eine Beendigung des (Norm-) Sonderkundenverh�ltnisses - etwa mit dem Ziel eines �bergangs in das Grundversorgungsverh�ltnis (vgl. dazu Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 37, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 32;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, aaO Rn. 39;… Senatsbeschluss vom 7. Juni 2011 - VIII ZR 333/10, juris Rn. 8; jeweils mwN) - in Erw�gung zu ziehen.Soweit die Revisionserwiderung meint, dass die Beklagte bereits durch Widerspr�che anderer Kunden Veranlassung gehabt h�tte, auch den mit dem Kl�ger geschlossenen (Norm-) Sonderkundenvertrag zu k�ndigen, verkennt sie, dass Anlass zur K�ndigung des individuellen Gasliefervertrages f�r den Versorger erst besteht, wenn er wegen eines Widerspruchs im konkreten Vertragsverh�ltnis Anlass hat, das bis dahin praktizierte Gleichgewicht von Leistung und Gegenleistung in Frage gestellt zu sehen (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 28).
BGH, 23.01.2013 - VIII ZR 79/12 R�ckzahlungsanspruch gezahlter Erh�hungsbetr�ge aus ungerechtfertigter …Mit Recht - und von der Revision ebenfalls unbeanstandet - hat das Berufungsgericht auch angenommen, dass weder in der Zahlung der abgerechneten Betr�ge noch in dem Weiterbezug von Gas nach Ank�ndigung der Preiserh�hungen eine konkludente Zustimmung des Kl�gers zur Erh�hung der Gaspreise liegt (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, NJW 2012, 1865 Rn. 16 ff., zur Ver�ffentlichung in BGHZ 192, 372 bestimmt, und VIII ZR 93/11, ZNER 2012, 265 Rn. 22 f.;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, NJW 2011, 1342 Rn. 40 ff.;… vom 14. Juli 2010 - VIII ZR 246/08, BGHZ 186, 180 Rn. 57 ff.).Da die von den Parteien vereinbarte Preis�nderungsklausel der Inhaltskontrolle nach � 307 BGB (Art. 229 � 5 Satz 2 EGBGB) nicht standh�lt, ist daher im Regelungsplan der Parteien eine L�cke eingetreten (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 20, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 25; jeweils mwN).Wie der Senat - nach Erlass des Berufungsurteils - entschieden hat, ist diese L�cke im Vertrag im Wege einer erg�nzenden Vertragsauslegung gem�� �� 157, 133 BGB in der Weise zu schlie�en, dass der Kunde die Unwirksamkeit derjenigen Preiserh�hungen, die zu einem den vereinbarten Anfangspreis �bersteigenden Preis f�hren, nicht geltend machen kann, wenn er sie nicht innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren nach Zugang der jeweiligen Jahresabrechnung, in der die Preiserh�hung erstmals ber�cksichtigt worden ist, beanstandet hat (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 21 ff., und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 26 ff.; jeweils mwN).Dem entsprechend hat der Senat in den bereits entschiedenen F�llen die wegen der Unwirksamkeit der Preisanpassungsklauseln l�ckenhaften Vertr�ge nicht um eine Preisanpassungsregelung mit abweichendem - angemessenem - Inhalt erg�nzt, sondern unter Zugrundelegung des vollst�ndigen Wegfalls der unangemessenen Preisanpassungsklauseln darauf abgestellt, was die Parteien bei einer angemessenen, objektiv-generalisierenden Abw�gung ihrer Interessen nach Treu und Glauben redlicherweise vereinbart h�tten, wenn sie bedacht h�tten, dass die Wirksamkeit der verwendeten Preis�nderungsklausel jedenfalls unsicher war (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 24).Denn die erg�nzende Vertragsauslegung orientiert sich nicht nur an dem hypothetischen Parteiwillen, sondern auch an dem objektiven Ma�stab von Treu und Glauben und f�hrt zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO mwN).Diese Voraussetzungen hat der Senat in einer Reihe von F�llen verneint, die dadurch gekennzeichnet waren, dass das Energieversorgungsunternehmen es selbst in der Hand hatte, einer nach Widerspruch oder Vorbehaltszahlung des Kunden zuk�nftig drohenden unbefriedigenden Erl�ssituation durch Aus�bung des ihm vertraglich einger�umten K�ndigungsrechts in zumutbarer Weise zu begegnen (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 22 mwN).Der Senat nimmt jedoch - unter Ber�cksichtigung der weiteren Umst�nde des Einzelfalls (…vgl. BVerfG, aaO) - eine nicht mehr hinnehmbare St�rung des Vertragsgef�ges dann an, wenn es sich um ein langj�hriges Gasversorgungsverh�ltnis handelt, der betroffene Kunde den Preiserh�hungen und den darauf basierenden Jahresabrechnungen �ber einen l�ngeren Zeitraum nicht widersprochen hat und nunmehr auch f�r l�nger zur�ck liegende Zeitabschnitte die Unwirksamkeit der Preiserh�hungen geltend macht (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23).In diesen F�llen vermag die vertraglich vorgesehene, nur in die Zukunft wirkende K�ndigungsm�glichkeit des Energieversorgungsunternehmens die Regelungsl�cke im Vertrag nicht in einer f�r beide Seiten zumutbaren Weise zu schlie�en (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO), so dass nur die erg�nzende Vertragsauslegung zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung f�hrt und das von der Richtlinie verfolgte Ziel gew�hrleistet, Ausgewogenheit zwischen den Parteien herzustellen und dabei grunds�tzlich die Wirksamkeit des Vertrages in seiner Gesamtheit aufrechtzuerhalten (…vgl. EuGH, Urteile vom 15. M�rz 2012 - Rs. C-453/10, aaO Rn. 28, 31;… vom 14. Juni 2012 - Rs. C-618/10, aaO Rn. 40; jeweils mwN).Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts hat der Kl�ger den Preiserh�hungen nicht widersprochen, sondern die Preiserh�hungen und Jahresabrechnungen �ber die gesamte Vertragslaufzeit ohne Beanstandungen hingenommen und damit der Beklagten keine Veranlassung gegeben, eine Beendigung des (Norm-) Sonderkundenverh�ltnisses - etwa mit dem Ziel eines �bergangs in das Grundversorgungsverh�ltnis (vgl. dazu Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 37, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 32;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, aaO Rn. 39;… Senatsbeschluss vom 7. Juni 2011 - VIII ZR 333/10, juris Rn. 8; jeweils mwN) - in Erw�gung zu ziehen.Soweit die Revisionserwiderung meint, dass die Beklagte bereits durch Widerspr�che anderer Kunden Veranlassung gehabt h�tte, auch den mit dem Kl�ger geschlossenen (Norm-) Sonderkundenvertrag zu k�ndigen, verkennt sie, dass Anlass zur K�ndigung des individuellen Gasliefervertrages f�r den Versorger erst besteht, wenn er wegen eines Widerspruchs im konkreten Vertragsverh�ltnis Anlass hat, das bis dahin praktizierte Gleichgewicht von Leistung und Gegenleistung in Frage gestellt zu sehen (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 28).
BGH, 23.01.2013 - VIII ZR 99/12 Anspruch gegen ein Gasversorgungsunternehmen auf R�ckzahlung von aufgrund einer …Mit Recht - und von der Revision ebenfalls unbeanstandet - hat das Berufungsgericht auch angenommen, dass weder in der Zahlung der abgerechneten Betr�ge noch in dem Weiterbezug von Gas nach Ank�ndigung der Preiserh�hungen eine konkludente Zustimmung der Kl�gerin zur Erh�hung der Gaspreise liegt (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, NJW 2012, 1865 Rn. 16 ff., zur Ver�ffentlichung in BGHZ 192, 372 bestimmt, und VIII ZR 93/11, ZNER 2012, 265 Rn. 22 f.;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, NJW 2011, 1342 Rn. 40 ff.;… vom 14. Juli 2010 - VIII ZR 246/08, BGHZ 186, 180 Rn. 57 ff.).Da die von den Parteien vereinbarte Preis�nderungsklausel der Inhaltskontrolle nach � 307 BGB (Art. 229 � 5 Satz 2 EGBGB) nicht standh�lt, ist daher im Regelungsplan der Parteien eine L�cke eingetreten (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 20, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 25; jeweils mwN).Wie der Senat - nach Erlass des Berufungsurteils - entschieden hat, ist diese L�cke im Vertrag im Wege einer erg�nzenden Vertragsauslegung gem�� �� 157, 133 BGB in der Weise zu schlie�en, dass der Kunde die Unwirksamkeit derjenigen Preiserh�hungen, die zu einem den vereinbarten Anfangspreis �bersteigenden Preis f�hren, nicht geltend machen kann, wenn er sie nicht innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren nach Zugang der jeweiligen Jahresabrechnung, in der die Preiserh�hung erstmals ber�cksichtigt worden ist, beanstandet hat (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 21 ff., und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 26 ff.; jeweils mwN).Dem entsprechend hat der Senat in den bereits entschiedenen F�llen die wegen der Unwirksamkeit der Preisanpassungsklauseln l�ckenhaften Vertr�ge nicht um eine Preisanpassungsregelung mit abweichendem - angemessenem - Inhalt erg�nzt, sondern unter Zugrundelegung des vollst�ndigen Wegfalls der unangemessenen Preisanpassungsklauseln darauf abgestellt, was die Parteien bei einer angemessenen, objektiv-generalisierenden Abw�gung ihrer Interessen nach Treu und Glauben redlicherweise vereinbart h�tten, wenn sie bedacht h�tten, dass die Wirksamkeit der verwendeten Preis�nderungsklausel jedenfalls unsicher war (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 24).Denn die erg�nzende Vertragsauslegung orientiert sich nicht nur an dem hypothetischen Parteiwillen, sondern auch an dem objektiven Ma�stab von Treu und Glauben und f�hrt zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO mwN).Diese Voraussetzungen hat der Senat in einer Reihe von F�llen verneint, die dadurch gekennzeichnet waren, dass das Energieversorgungsunternehmen es selbst in der Hand hatte, einer nach Widerspruch oder Vorbehaltszahlung des Kunden zuk�nftig drohenden unbefriedigenden Erl�ssituation durch Aus�bung des ihm vertraglich einger�umten K�ndigungsrechts in zumutbarer Weise zu begegnen (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 22 mwN).Der Senat nimmt jedoch - unter Ber�cksichtigung der weiteren Umst�nde des Einzelfalls (…vgl. BVerfG, aaO) - eine nicht mehr hinnehmbare St�rung des Vertragsgef�ges dann an, wenn es sich um ein langj�hriges Gasversorgungsverh�ltnis handelt, der betroffene Kunde den Preiserh�hungen und den darauf basierenden Jahresabrechnungen �ber einen l�ngeren Zeitraum nicht widersprochen hat und nunmehr auch f�r l�nger zur�ck liegende Zeitabschnitte die Unwirksamkeit der Preiserh�hungen geltend macht (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23).In diesen F�llen vermag die vertraglich vorgesehene, nur in die Zukunft wirkende K�ndigungsm�glichkeit des Energieversorgungsunternehmens die Regelungsl�cke im Vertrag nicht in einer f�r beide Seiten zumutbaren Weise zu schlie�en (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO), so dass nur die erg�nzende Vertragsauslegung zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung f�hrt und das von der Richtlinie verfolgte Ziel gew�hrleistet, Ausgewogenheit zwischen den Parteien herzustellen und dabei grunds�tzlich die Wirksamkeit des Vertrages in seiner Gesamtheit aufrechtzuerhalten (…vgl. EuGH, Urteile vom 15. M�rz 2012 - Rs. C-453/10, aaO Rn. 28, 31;… vom 14. Juni 2012 - Rs. C-618/10, aaO Rn. 40; jeweils mwN).Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts hat die Kl�gerin den Preiserh�hungen nicht widersprochen, sondern die Preiserh�hungen und Jahresabrechnungen �ber die gesamte Vertragslaufzeit ohne Beanstandungen hingenommen und damit der Beklagten keine Veranlassung gegeben, eine Beendigung des (Norm-) Sonderkundenverh�ltnisses - etwa mit dem Ziel eines �bergangs in das Grundversorgungsverh�ltnis (vgl. dazu Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 37, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 32;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, aaO Rn. 39;… Senatsbeschluss vom 7. Juni 2011 - VIII ZR 333/10, juris Rn. 8; jeweils mwN) - in Erw�gung zu ziehen.Soweit die Revisionserwiderung meint, dass die Beklagte bereits durch Widerspr�che anderer Kunden Veranlassung gehabt h�tte, auch den mit der Kl�gerin geschlossenen (Norm-) Sonderkundenvertrag zu k�ndigen, verkennt sie, dass Anlass zur K�ndigung des individuellen Gasliefervertrages f�r den Versorger erst besteht, wenn er wegen eines Widerspruchs im konkreten Vertragsverh�ltnis Anlass hat, das bis dahin praktizierte Gleichgewicht von Leistung und Gegenleistung in Frage gestellt zu sehen (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 28).
BGH, 23.01.2013 - VIII ZR 61/12 Gaslieferung: Unwirksamkeit einer Preis�nderungsklauselMit Recht - und von der Revision ebenfalls unbeanstandet - hat das Berufungsgericht auch angenommen, dass weder in der Zahlung der abgerechneten Betr�ge noch in dem Weiterbezug von Gas nach Ank�ndigung der Preiserh�hungen eine konkludente Zustimmung des Kl�gers zur Erh�hung der Gaspreise liegt (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, NJW 2012, 1865 Rn. 16 ff., zur Ver�ffentlichung in BGHZ 192, 372 bestimmt, und VIII ZR 93/11, ZNER 2012, 265 Rn. 22 f.;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, NJW 2011, 1342 Rn. 40 ff.;… vom 14. Juli 2010 - VIII ZR 246/08, BGHZ 186, 180 Rn. 57 ff.).Da die von den Parteien vereinbarte Preis�nderungsklausel der Inhaltskontrolle nach � 307 BGB (Art. 229 � 5 Satz 2 EGBGB) nicht standh�lt, ist daher im Regelungsplan der Parteien eine L�cke eingetreten (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 20, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 25; jeweils mwN).Wie der Senat - nach Erlass des Berufungsurteils - entschieden hat, ist diese L�cke im Vertrag im Wege einer erg�nzenden Vertragsauslegung gem�� �� 157, 133 BGB in der Weise zu schlie�en, dass der Kunde die Unwirksamkeit derjenigen Preiserh�hungen, die zu einem den vereinbarten Anfangspreis �bersteigenden Preis f�hren, nicht geltend machen kann, wenn er sie nicht innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren nach Zugang der jeweiligen Jahresabrechnung, in der die Preiserh�hung erstmals ber�cksichtigt worden ist, beanstandet hat (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 21 ff., und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 26 ff.; jeweils mwN).Dem entsprechend hat der Senat in den bereits entschiedenen F�llen die wegen der Unwirksamkeit der Preisanpassungsklauseln l�ckenhaften Vertr�ge nicht um eine Preisanpassungsregelung mit abweichendem - angemessenem - Inhalt erg�nzt, sondern unter Zugrundelegung des vollst�ndigen Wegfalls der unangemessenen Preisanpassungsklauseln darauf abgestellt, was die Parteien bei einer angemessenen, objektiv-generalisierenden Abw�gung ihrer Interessen nach Treu und Glauben redlicherweise vereinbart h�tten, wenn sie bedacht h�tten, dass die Wirksamkeit der verwendeten Preis�nderungsklausel jedenfalls unsicher war (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 24).Denn die erg�nzende Vertragsauslegung orientiert sich nicht nur an dem hypothetischen Parteiwillen, sondern auch an dem objektiven Ma�stab von Treu und Glauben und f�hrt zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO mwN).Diese Voraussetzungen hat der Senat in einer Reihe von F�llen verneint, die dadurch gekennzeichnet waren, dass das Energieversorgungsunternehmen es selbst in der Hand hatte, einer nach Widerspruch oder Vorbehaltszahlung des Kunden zuk�nftig drohenden unbefriedigenden Erl�ssituation durch Aus�bung des ihm vertraglich einger�umten K�ndigungsrechts in zumutbarer Weise zu begegnen (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 22 mwN).Der Senat nimmt jedoch - unter Ber�cksichtigung der weiteren Umst�nde des Einzelfalls (…vgl. BVerfG, aaO) - eine nicht mehr hinnehmbare St�rung des Vertragsgef�ges dann an, wenn es sich um ein langj�hriges Gasversorgungsverh�ltnis handelt, der betroffene Kunde den Preiserh�hungen und den darauf basierenden Jahresabrechnungen �ber einen l�ngeren Zeitraum nicht widersprochen hat und nunmehr auch f�r l�nger zur�ck liegende Zeitabschnitte die Unwirksamkeit der Preiserh�hungen geltend macht (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23).In diesen F�llen vermag die vertraglich vorgesehene, nur in die Zukunft wirkende K�ndigungsm�glichkeit des Energieversorgungsunternehmens die Regelungsl�cke im Vertrag nicht in einer f�r beide Seiten zumutbaren Weise zu schlie�en (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO), so dass nur die erg�nzende Vertragsauslegung zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung f�hrt und das von der Richtlinie verfolgte Ziel gew�hrleistet, Ausgewogenheit zwischen den Parteien herzustellen und dabei grunds�tzlich die Wirksamkeit des Vertrages in seiner Gesamtheit aufrechtzuerhalten (…vgl. EuGH, Urteile vom 15. M�rz 2012 - Rs. C-453/10, aaO Rn. 28, 31;… vom 14. Juni 2012 - Rs. C-618/10, aaO Rn. 40; jeweils mwN).Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts hat der Kl�ger den Preiserh�hungen nicht widersprochen, sondern die Preiserh�hungen und Jahresabrechnungen �ber die gesamte Vertragslaufzeit ohne Beanstandungen hingenommen und damit der Beklagten keine Veranlassung gegeben, eine Beendigung des (Norm-) Sonderkundenverh�ltnisses - etwa mit dem Ziel eines �bergangs in das Grundversorgungsverh�ltnis (vgl. dazu Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 37, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 32;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, aaO Rn. 39;… Senatsbeschluss vom 7. Juni 2011 - VIII ZR 333/10, juris Rn. 8; jeweils mwN) - in Erw�gung zu ziehen.Soweit die Revisionserwiderung meint, dass die Beklagte bereits durch Widerspr�che anderer Kunden Veranlassung gehabt h�tte, auch den mit dem Kl�ger geschlossenen (Norm-) Sonderkundenvertrag zu k�ndigen, verkennt sie, dass Anlass zur K�ndigung des individuellen Gasliefervertrages f�r den Versorger erst besteht, wenn er wegen eines Widerspruchs im konkreten Vertragsverh�ltnis Anlass hat, das bis dahin praktizierte Gleichgewicht von Leistung und Gegenleistung in Frage gestellt zu sehen (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 28).
BGH, 23.01.2013 - VIII ZR 100/12 Gaslieferung: Unwirksamkeit einer Preis�nderungsklauselMit Recht - und von der Revision ebenfalls unbeanstandet - hat das Berufungsgericht auch angenommen, dass weder in der Zahlung der abgerechneten Betr�ge noch in dem Weiterbezug von Gas nach Ank�ndigung der Preiserh�hungen eine konkludente Zustimmung des Kl�gers zur Erh�hung der Gaspreise liegt (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, NJW 2012, 1865 Rn. 16 ff., zur Ver�ffentlichung in BGHZ 192, 372 bestimmt, und VIII ZR 93/11, ZNER 2012, 265 Rn. 22 f.;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, NJW 2011, 1342 Rn. 40 ff.;… vom 14. Juli 2010 - VIII ZR 246/08, BGHZ 186, 180 Rn. 57 ff.).Da die von den Parteien vereinbarte Preis�nderungsklausel der Inhaltskontrolle nach � 307 BGB (Art. 229 � 5 Satz 2 EGBGB) nicht standh�lt, ist daher im Regelungsplan der Parteien eine L�cke eingetreten (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 20, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 25; jeweils mwN).Wie der Senat - nach Erlass des Berufungsurteils - entschieden hat, ist diese L�cke im Vertrag im Wege einer erg�nzenden Vertragsauslegung gem�� �� 157, 133 BGB in der Weise zu schlie�en, dass der Kunde die Unwirksamkeit derjenigen Preiserh�hungen, die zu einem den vereinbarten Anfangspreis �bersteigenden Preis f�hren, nicht geltend machen kann, wenn er sie nicht innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren nach Zugang der jeweiligen Jahresabrechnung, in der die Preiserh�hung erstmals ber�cksichtigt worden ist, beanstandet hat (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 21 ff., und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 26 ff.; jeweils mwN).Dem entsprechend hat der Senat in den bereits entschiedenen F�llen die wegen der Unwirksamkeit der Preisanpassungsklauseln l�ckenhaften Vertr�ge nicht um eine Preisanpassungsregelung mit abweichendem - angemessenem - Inhalt erg�nzt, sondern unter Zugrundelegung des vollst�ndigen Wegfalls der unangemessenen Preisanpassungsklauseln darauf abgestellt, was die Parteien bei einer angemessenen, objektiv-generalisierenden Abw�gung ihrer Interessen nach Treu und Glauben redlicherweise vereinbart h�tten, wenn sie bedacht h�tten, dass die Wirksamkeit der verwendeten Preis�nderungsklausel jedenfalls unsicher war (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 24).Denn die erg�nzende Vertragsauslegung orientiert sich nicht nur an dem hypothetischen Parteiwillen, sondern auch an dem objektiven Ma�stab von Treu und Glauben und f�hrt zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO mwN).Diese Voraussetzungen hat der Senat in einer Reihe von F�llen verneint, die dadurch gekennzeichnet waren, dass das Energieversorgungsunternehmen es selbst in der Hand hatte, einer nach Widerspruch oder Vorbehaltszahlung des Kunden zuk�nftig drohenden unbefriedigenden Erl�ssituation durch Aus�bung des ihm vertraglich einger�umten K�ndigungsrechts in zumutbarer Weise zu begegnen (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 22 mwN).Der Senat nimmt jedoch - unter Ber�cksichtigung der weiteren Umst�nde des Einzelfalls (…vgl. BVerfG, aaO) - eine nicht mehr hinnehmbare St�rung des Vertragsgef�ges dann an, wenn es sich um ein langj�hriges Gasversorgungsverh�ltnis handelt, der betroffene Kunde den Preiserh�hungen und den darauf basierenden Jahresabrechnungen �ber einen l�ngeren Zeitraum nicht widersprochen hat und nunmehr auch f�r l�nger zur�ck liegende Zeitabschnitte die Unwirksamkeit der Preiserh�hungen geltend macht (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23).In diesen F�llen vermag die vertraglich vorgesehene, nur in die Zukunft wirkende K�ndigungsm�glichkeit des Energieversorgungsunternehmens die Regelungsl�cke im Vertrag nicht in einer f�r beide Seiten zumutbaren Weise zu schlie�en (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO), so dass nur die erg�nzende Vertragsauslegung zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung f�hrt und das von der Richtlinie verfolgte Ziel gew�hrleistet, Ausgewogenheit zwischen den Parteien herzustellen und dabei grunds�tzlich die Wirksamkeit des Vertrages in seiner Gesamtheit aufrechtzuerhalten (…vgl. EuGH, Urteile vom 15. M�rz 2012 - Rs. C-453/10, aaO Rn. 28, 31;… vom 14. Juni 2012 - Rs. C-618/10, aaO Rn. 40; jeweils mwN).Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts hat der Kl�ger den Preiserh�hungen nicht widersprochen, sondern die Preiserh�hungen und Jahresabrechnungen �ber die gesamte Vertragslaufzeit ohne Beanstandungen hingenommen und damit der Beklagten keine Veranlassung gegeben, eine Beendigung des (Norm-) Sonderkundenverh�ltnisses - etwa mit dem Ziel eines �bergangs in das Grundversorgungsverh�ltnis (vgl. dazu Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 37, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 32;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, aaO Rn. 39;… Senatsbeschluss vom 7. Juni 2011 - VIII ZR 333/10, juris Rn. 8; jeweils mwN) - in Erw�gung zu ziehen.Soweit die Revisionserwiderung meint, dass die Beklagte bereits durch Widerspr�che anderer Kunden Veranlassung gehabt h�tte, auch den mit dem Kl�ger geschlossenen (Norm-) Sonderkundenvertrag zu k�ndigen, verkennt sie, dass Anlass zur K�ndigung des individuellen Gasliefervertrages f�r den Versorger erst besteht, wenn er wegen eines Widerspruchs im konkreten Vertragsverh�ltnis Anlass hat, das bis dahin praktizierte Gleichgewicht von Leistung und Gegenleistung in Frage gestellt zu sehen (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 28).
BGH, 23.01.2013 - VIII ZR 23/12 Gaslieferung: Unwirksamkeit einer Preis�nderungsklauselMit Recht - und von der Revision ebenfalls unbeanstandet - hat das Berufungsgericht auch angenommen, dass weder in der Zahlung der abgerechneten Betr�ge noch in dem Weiterbezug von Gas nach Ank�ndigung der Preiserh�hungen eine konkludente Zustimmung des Kl�gers zur Erh�hung der Gaspreise liegt (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, NJW 2012, 1865 Rn. 16 ff., zur Ver�ffentlichung in BGHZ 192, 372 bestimmt, und VIII ZR 93/11, ZNER 2012, 265 Rn. 22 f.;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, NJW 2011, 1342 Rn. 40 ff.;… vom 14. Juli 2010 - VIII ZR 246/08, BGHZ 186, 180 Rn. 57 ff.).Da die von den Parteien vereinbarte Preis�nderungsklausel der Inhaltskontrolle nach � 307 BGB (Art. 229 � 5 Satz 2 EGBGB) nicht standh�lt, ist daher im Regelungsplan der Parteien eine L�cke eingetreten (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 20, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 25; jeweils mwN).Wie der Senat - nach Erlass des Berufungsurteils - entschieden hat, ist diese L�cke im Vertrag im Wege einer erg�nzenden Vertragsauslegung gem�� �� 157, 133 BGB in der Weise zu schlie�en, dass der Kunde die Unwirksamkeit derjenigen Preiserh�hungen, die zu einem den vereinbarten Anfangspreis �bersteigenden Preis f�hren, nicht geltend machen kann, wenn er sie nicht innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren nach Zugang der jeweiligen Jahresabrechnung, in der die Preiserh�hung erstmals ber�cksichtigt worden ist, beanstandet hat (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 21 ff., und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 26 ff.; jeweils mwN).Dem entsprechend hat der Senat in den bereits entschiedenen F�llen die wegen der Unwirksamkeit der Preisanpassungsklauseln l�ckenhaften Vertr�ge nicht um eine Preisanpassungsregelung mit abweichendem - angemessenem - Inhalt erg�nzt, sondern unter Zugrundelegung des vollst�ndigen Wegfalls der unangemessenen Preisanpassungsklauseln darauf abgestellt, was die Parteien bei einer angemessenen, objektiv-generalisierenden Abw�gung ihrer Interessen nach Treu und Glauben redlicherweise vereinbart h�tten, wenn sie bedacht h�tten, dass die Wirksamkeit der verwendeten Preis�nderungsklausel jedenfalls unsicher war (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 24).Denn die erg�nzende Vertragsauslegung orientiert sich nicht nur an dem hypothetischen Parteiwillen, sondern auch an dem objektiven Ma�stab von Treu und Glauben und f�hrt zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO mwN).Diese Voraussetzungen hat der Senat in einer Reihe von F�llen verneint, die dadurch gekennzeichnet waren, dass das Energieversorgungsunternehmen es selbst in der Hand hatte, einer nach Widerspruch oder Vorbehaltszahlung des Kunden zuk�nftig drohenden unbefriedigenden Erl�ssituation durch Aus�bung des ihm vertraglich einger�umten K�ndigungsrechts in zumutbarer Weise zu begegnen (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 22 mwN).Der Senat nimmt jedoch - unter Ber�cksichtigung der weiteren Umst�nde des Einzelfalls (…vgl. BVerfG, aaO) - eine nicht mehr hinnehmbare St�rung des Vertragsgef�ges dann an, wenn es sich um ein langj�hriges Gasversorgungsverh�ltnis handelt, der betroffene Kunde den Preiserh�hungen und den darauf basierenden Jahresabrechnungen �ber einen l�ngeren Zeitraum nicht widersprochen hat und nunmehr auch f�r l�nger zur�ck liegende Zeitabschnitte die Unwirksamkeit der Preiserh�hungen geltend macht (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23).In diesen F�llen vermag die vertraglich vorgesehene, nur in die Zukunft wirkende K�ndigungsm�glichkeit des Energieversorgungsunternehmens die Regelungsl�cke im Vertrag nicht in einer f�r beide Seiten zumutbaren Weise zu schlie�en (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO), so dass nur die erg�nzende Vertragsauslegung zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung f�hrt und das von der Richtlinie verfolgte Ziel gew�hrleistet, Ausgewogenheit zwischen den Parteien herzustellen und dabei grunds�tzlich die Wirksamkeit des Vertrages in seiner Gesamtheit aufrechtzuerhalten (…vgl. EuGH, Urteile vom 15. M�rz 2012 - Rs. C-453/10, aaO Rn. 28, 31;… vom 14. Juni 2012 - Rs. C-618/10, aaO Rn. 40; jeweils mwN).Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts hat der Kl�ger den Preiserh�hungen nicht widersprochen, sondern die Preiserh�hungen und Jahresabrechnungen �ber die gesamte Vertragslaufzeit ohne Beanstandungen hingenommen und damit der Beklagten keine Veranlassung gegeben, eine Beendigung des (Norm-) Sonderkundenverh�ltnisses - etwa mit dem Ziel eines �bergangs in das Grundversorgungsverh�ltnis (vgl. dazu Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 37, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 32;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, aaO Rn. 39;… Senatsbeschluss vom 7. Juni 2011 - VIII ZR 333/10, juris Rn. 8; jeweils mwN) - in Erw�gung zu ziehen.Soweit die Revisionserwiderung meint, dass die Beklagte bereits durch Widerspr�che anderer Kunden Veranlassung gehabt h�tte, auch den mit dem Kl�ger geschlossenen (Norm-) Sonderkundenvertrag zu k�ndigen, verkennt sie, dass Anlass zur K�ndigung des individuellen Gasliefervertrages f�r den Versorger erst besteht, wenn er wegen eines Widerspruchs im konkreten Vertragsverh�ltnis Anlass hat, das bis dahin praktizierte Gleichgewicht von Leistung und Gegenleistung in Frage gestellt zu sehen (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 28).
BGH, 23.01.2013 - VIII ZR 59/12 Gaslieferung: Unwirksamkeit einer Preis�nderungsklauselMit Recht - und von der Revision ebenfalls unbeanstandet - hat das Berufungsgericht auch angenommen, dass weder in der Zahlung der abgerechneten Betr�ge noch in dem Weiterbezug von Gas nach Ank�ndigung der Preiserh�hungen eine konkludente Zustimmung des Kl�gers zur Erh�hung der Gaspreise liegt (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, NJW 2012, 1865 Rn. 16 ff., zur Ver�ffentlichung in BGHZ 192, 372 bestimmt, und VIII ZR 93/11, ZNER 2012, 265 Rn. 22 f.;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, NJW 2011, 1342 Rn. 40 ff.;… vom 14. Juli 2010 - VIII ZR 246/08, BGHZ 186, 180 Rn. 57 ff.).Da die von den Parteien vereinbarte Preis�nderungsklausel der Inhaltskontrolle nach � 307 BGB (Art. 229 � 5 Satz 2 EGBGB) nicht standh�lt, ist daher im Regelungsplan der Parteien eine L�cke eingetreten (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 20, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 25; jeweils mwN).Wie der Senat - nach Erlass des Berufungsurteils - entschieden hat, ist diese L�cke im Vertrag im Wege einer erg�nzenden Vertragsauslegung gem�� �� 157, 133 BGB in der Weise zu schlie�en, dass der Kunde die Unwirksamkeit derjenigen Preiserh�hungen, die zu einem den vereinbarten Anfangspreis �bersteigenden Preis f�hren, nicht geltend machen kann, wenn er sie nicht innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren nach Zugang der jeweiligen Jahresabrechnung, in der die Preiserh�hung erstmals ber�cksichtigt worden ist, beanstandet hat (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 21 ff., und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 26 ff.; jeweils mwN).Dem entsprechend hat der Senat in den bereits entschiedenen F�llen die wegen der Unwirksamkeit der Preisanpassungsklauseln l�ckenhaften Vertr�ge nicht um eine Preisanpassungsregelung mit abweichendem - angemessenem - Inhalt erg�nzt, sondern unter Zugrundelegung des vollst�ndigen Wegfalls der unangemessenen Preisanpassungsklauseln darauf abgestellt, was die Parteien bei einer angemessenen, objektiv-generalisierenden Abw�gung ihrer Interessen nach Treu und Glauben redlicherweise vereinbart h�tten, wenn sie bedacht h�tten, dass die Wirksamkeit der verwendeten Preis�nderungsklausel jedenfalls unsicher war (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 24).Denn die erg�nzende Vertragsauslegung orientiert sich nicht nur an dem hypothetischen Parteiwillen, sondern auch an dem objektiven Ma�stab von Treu und Glauben und f�hrt zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO mwN).Diese Voraussetzungen hat der Senat in einer Reihe von F�llen verneint, die dadurch gekennzeichnet waren, dass das Energieversorgungsunternehmen es selbst in der Hand hatte, einer nach Widerspruch oder Vorbehaltszahlung des Kunden zuk�nftig drohenden unbefriedigenden Erl�ssituation durch Aus�bung des ihm vertraglich einger�umten K�ndigungsrechts in zumutbarer Weise zu begegnen (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 22 mwN).Der Senat nimmt jedoch - unter Ber�cksichtigung der weiteren Umst�nde des Einzelfalls (…vgl. BVerfG, aaO) - eine nicht mehr hinnehmbare St�rung des Vertragsgef�ges dann an, wenn es sich um ein langj�hriges Gasversorgungsverh�ltnis handelt, der betroffene Kunde den Preiserh�hungen und den darauf basierenden Jahresabrechnungen �ber einen l�ngeren Zeitraum nicht widersprochen hat und nunmehr auch f�r l�nger zur�ck liegende Zeitabschnitte die Unwirksamkeit der Preiserh�hungen geltend macht (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23).In diesen F�llen vermag die vertraglich vorgesehene, nur in die Zukunft wirkende K�ndigungsm�glichkeit des Energieversorgungsunternehmens die Regelungsl�cke im Vertrag nicht in einer f�r beide Seiten zumutbaren Weise zu schlie�en (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO), so dass nur die erg�nzende Vertragsauslegung zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung f�hrt und das von der Richtlinie verfolgte Ziel gew�hrleistet, Ausgewogenheit zwischen den Parteien herzustellen und dabei grunds�tzlich die Wirksamkeit des Vertrages in seiner Gesamtheit aufrechtzuerhalten (…vgl. EuGH, Urteile vom 15. M�rz 2012 - Rs. C-453/10, aaO Rn. 28, 31;… vom 14. Juni 2012 - Rs. C-618/10, aaO Rn. 40; jeweils mwN).Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts hat der Kl�ger den Preiserh�hungen nicht widersprochen, sondern die Preiserh�hungen und Jahresabrechnungen �ber die gesamte Vertragslaufzeit ohne Beanstandungen hingenommen und damit der Beklagten keine Veranlassung gegeben, eine Beendigung des (Norm-) Sonderkundenverh�ltnisses - etwa mit dem Ziel eines �bergangs in das Grundversorgungsverh�ltnis (vgl. dazu Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 37, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 32;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, aaO Rn. 39;… Senatsbeschluss vom 7. Juni 2011 - VIII ZR 333/10, juris Rn. 8; jeweils mwN) - in Erw�gung zu ziehen.Soweit die Revisionserwiderung meint, dass die Beklagte bereits durch Widerspr�che anderer Kunden Veranlassung gehabt h�tte, auch den mit dem Kl�ger geschlossenen (Norm-) Sonderkundenvertrag zu k�ndigen, verkennt sie, dass Anlass zur K�ndigung des individuellen Gasliefervertrages f�r den Versorger erst besteht, wenn er wegen eines Widerspruchs im konkreten Vertragsverh�ltnis Anlass hat, das bis dahin praktizierte Gleichgewicht von Leistung und Gegenleistung in Frage gestellt zu sehen (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 28).
BGH, 23.01.2013 - VIII ZR 60/12 Gaslieferung: Unwirksamkeit einer Preis�nderungsklauselMit Recht - und von der Revision ebenfalls unbeanstandet - hat das Berufungsgericht auch angenommen, dass weder in der Zahlung der abgerechneten Betr�ge noch in dem Weiterbezug von Gas nach Ank�ndigung der Preiserh�hungen eine konkludente Zustimmung des Kl�gers zur Erh�hung der Gaspreise liegt (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, NJW 2012, 1865 Rn. 16 ff., zur Ver�ffentlichung in BGHZ 192, 372 bestimmt, und VIII ZR 93/11, ZNER 2012, 265 Rn. 22 f.;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, NJW 2011, 1342 Rn. 40 ff.;… vom 14. Juli 2010 - VIII ZR 246/08, BGHZ 186, 180 Rn. 57 ff.).Da die von den Parteien vereinbarte Preis�nderungsklausel der Inhaltskontrolle nach � 307 BGB (Art. 229 � 5 Satz 2 EGBGB) nicht standh�lt, ist daher im Regelungsplan der Parteien eine L�cke eingetreten (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 20, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 25; jeweils mwN).Wie der Senat - nach Erlass des Berufungsurteils - entschieden hat, ist diese L�cke im Vertrag im Wege einer erg�nzenden Vertragsauslegung gem�� �� 157, 133 BGB in der Weise zu schlie�en, dass der Kunde die Unwirksamkeit derjenigen Preiserh�hungen, die zu einem den vereinbarten Anfangspreis �bersteigenden Preis f�hren, nicht geltend machen kann, wenn er sie nicht innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren nach Zugang der jeweiligen Jahresabrechnung, in der die Preiserh�hung erstmals ber�cksichtigt worden ist, beanstandet hat (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 21 ff., und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 26 ff.; jeweils mwN).Dem entsprechend hat der Senat in den bereits entschiedenen F�llen die wegen der Unwirksamkeit der Preisanpassungsklauseln l�ckenhaften Vertr�ge nicht um eine Preisanpassungsregelung mit abweichendem - angemessenem - Inhalt erg�nzt, sondern unter Zugrundelegung des vollst�ndigen Wegfalls der unangemessenen Preisanpassungsklauseln darauf abgestellt, was die Parteien bei einer angemessenen, objektiv-generalisierenden Abw�gung ihrer Interessen nach Treu und Glauben redlicherweise vereinbart h�tten, wenn sie bedacht h�tten, dass die Wirksamkeit der verwendeten Preis�nderungsklausel jedenfalls unsicher war (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 24).Denn die erg�nzende Vertragsauslegung orientiert sich nicht nur an dem hypothetischen Parteiwillen, sondern auch an dem objektiven Ma�stab von Treu und Glauben und f�hrt zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO mwN).Diese Voraussetzungen hat der Senat in einer Reihe von F�llen verneint, die dadurch gekennzeichnet waren, dass das Energieversorgungsunternehmen es selbst in der Hand hatte, einer nach Widerspruch oder Vorbehaltszahlung des Kunden zuk�nftig drohenden unbefriedigenden Erl�ssituation durch Aus�bung des ihm vertraglich einger�umten K�ndigungsrechts in zumutbarer Weise zu begegnen (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 22 mwN).Der Senat nimmt jedoch - unter Ber�cksichtigung der weiteren Umst�nde des Einzelfalls (…vgl. BVerfG, aaO) - eine nicht mehr hinnehmbare St�rung des Vertragsgef�ges dann an, wenn es sich um ein langj�hriges Gasversorgungsverh�ltnis handelt, der betroffene Kunde den Preiserh�hungen und den darauf basierenden Jahresabrechnungen �ber einen l�ngeren Zeitraum nicht widersprochen hat und nunmehr auch f�r l�nger zur�ck liegende Zeitabschnitte die Unwirksamkeit der Preiserh�hungen geltend macht (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23).In diesen F�llen vermag die vertraglich vorgesehene, nur in die Zukunft wirkende K�ndigungsm�glichkeit des Energieversorgungsunternehmens die Regelungsl�cke im Vertrag nicht in einer f�r beide Seiten zumutbaren Weise zu schlie�en (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO), so dass nur die erg�nzende Vertragsauslegung zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung f�hrt und das von der Richtlinie verfolgte Ziel gew�hrleistet, Ausgewogenheit zwischen den Parteien herzustellen und dabei grunds�tzlich die Wirksamkeit des Vertrages in seiner Gesamtheit aufrechtzuerhalten (…vgl. EuGH, Urteile vom 15. M�rz 2012 - Rs. C-453/10, aaO Rn. 28, 31;… vom 14. Juni 2012 - Rs. C-618/10, aaO Rn. 40; jeweils mwN).Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts hat der Kl�ger den Preiserh�hungen nicht widersprochen, sondern die Preiserh�hungen und Jahresabrechnungen �ber die gesamte Vertragslaufzeit ohne Beanstandungen hingenommen und damit der Beklagten keine Veranlassung gegeben, eine Beendigung des (Norm-) Sonderkundenverh�ltnisses - etwa mit dem Ziel eines �bergangs in das Grundversorgungsverh�ltnis (vgl. dazu Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 37, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 32;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, aaO Rn. 39;… Senatsbeschluss vom 7. Juni 2011 - VIII ZR 333/10, juris Rn. 8; jeweils mwN) - in Erw�gung zu ziehen.Soweit die Revisionserwiderung meint, dass die Beklagte bereits durch Widerspr�che anderer Kunden Veranlassung gehabt h�tte, auch den mit dem Kl�ger geschlossenen (Norm-) Sonderkundenvertrag zu k�ndigen, verkennt sie, dass Anlass zur K�ndigung des individuellen Gasliefervertrages f�r den Versorger erst besteht, wenn er wegen eines Widerspruchs im konkreten Vertragsverh�ltnis Anlass hat, das bis dahin praktizierte Gleichgewicht von Leistung und Gegenleistung in Frage gestellt zu sehen (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 28).
BGH, 23.01.2013 - VIII ZR 24/12 Gaslieferung: Unwirksamkeit einer Preis�nderungsklauselMit Recht - und von der Revision ebenfalls unbeanstandet - hat das Berufungsgericht auch angenommen, dass weder in der Zahlung der abgerechneten Betr�ge noch in dem Weiterbezug von Gas nach Ank�ndigung der Preiserh�hungen eine konkludente Zustimmung des Kl�gers zur Erh�hung der Gaspreise liegt (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, NJW 2012, 1865 Rn. 16 ff., zur Ver�ffentlichung in BGHZ 192, 372 bestimmt, und VIII ZR 93/11, ZNER 2012, 265 Rn. 22 f.;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, NJW 2011, 1342 Rn. 40 ff.;… vom 14. Juli 2010 - VIII ZR 246/08, BGHZ 186, 180 Rn. 57 ff.).Da die von den Parteien vereinbarte Preis�nderungsklausel der Inhaltskontrolle nach � 307 BGB (Art. 229 � 5 Satz 2 EGBGB) nicht standh�lt, ist daher im Regelungsplan der Parteien eine L�cke eingetreten (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 20, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 25; jeweils mwN).Wie der Senat - nach Erlass des Berufungsurteils - entschieden hat, ist diese L�cke im Vertrag im Wege einer erg�nzenden Vertragsauslegung gem�� �� 157, 133 BGB in der Weise zu schlie�en, dass der Kunde die Unwirksamkeit derjenigen Preiserh�hungen, die zu einem den vereinbarten Anfangspreis �bersteigenden Preis f�hren, nicht geltend machen kann, wenn er sie nicht innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren nach Zugang der jeweiligen Jahresabrechnung, in der die Preiserh�hung erstmals ber�cksichtigt worden ist, beanstandet hat (vgl. Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 21 ff., und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 26 ff.; jeweils mwN).Dem entsprechend hat der Senat in den bereits entschiedenen F�llen die wegen der Unwirksamkeit der Preisanpassungsklauseln l�ckenhaften Vertr�ge nicht um eine Preisanpassungsregelung mit abweichendem - angemessenem - Inhalt erg�nzt, sondern unter Zugrundelegung des vollst�ndigen Wegfalls der unangemessenen Preisanpassungsklauseln darauf abgestellt, was die Parteien bei einer angemessenen, objektiv-generalisierenden Abw�gung ihrer Interessen nach Treu und Glauben redlicherweise vereinbart h�tten, wenn sie bedacht h�tten, dass die Wirksamkeit der verwendeten Preis�nderungsklausel jedenfalls unsicher war (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 24).Denn die erg�nzende Vertragsauslegung orientiert sich nicht nur an dem hypothetischen Parteiwillen, sondern auch an dem objektiven Ma�stab von Treu und Glauben und f�hrt zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO mwN).Diese Voraussetzungen hat der Senat in einer Reihe von F�llen verneint, die dadurch gekennzeichnet waren, dass das Energieversorgungsunternehmen es selbst in der Hand hatte, einer nach Widerspruch oder Vorbehaltszahlung des Kunden zuk�nftig drohenden unbefriedigenden Erl�ssituation durch Aus�bung des ihm vertraglich einger�umten K�ndigungsrechts in zumutbarer Weise zu begegnen (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 22 mwN).Der Senat nimmt jedoch - unter Ber�cksichtigung der weiteren Umst�nde des Einzelfalls (…vgl. BVerfG, aaO) - eine nicht mehr hinnehmbare St�rung des Vertragsgef�ges dann an, wenn es sich um ein langj�hriges Gasversorgungsverh�ltnis handelt, der betroffene Kunde den Preiserh�hungen und den darauf basierenden Jahresabrechnungen �ber einen l�ngeren Zeitraum nicht widersprochen hat und nunmehr auch f�r l�nger zur�ck liegende Zeitabschnitte die Unwirksamkeit der Preiserh�hungen geltend macht (vgl. Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23).In diesen F�llen vermag die vertraglich vorgesehene, nur in die Zukunft wirkende K�ndigungsm�glichkeit des Energieversorgungsunternehmens die Regelungsl�cke im Vertrag nicht in einer f�r beide Seiten zumutbaren Weise zu schlie�en (Senatsurteil vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO), so dass nur die erg�nzende Vertragsauslegung zu einer die beiderseitigen Interessen angemessen ber�cksichtigenden Regelung f�hrt und das von der Richtlinie verfolgte Ziel gew�hrleistet, Ausgewogenheit zwischen den Parteien herzustellen und dabei grunds�tzlich die Wirksamkeit des Vertrages in seiner Gesamtheit aufrechtzuerhalten (…vgl. EuGH, Urteile vom 15. M�rz 2012 - Rs. C-453/10, aaO Rn. 28, 31;… vom 14. Juni 2012 - Rs. C-618/10, aaO Rn. 40; jeweils mwN).Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts hat der Kl�ger den Preiserh�hungen nicht widersprochen, sondern die Preiserh�hungen und Jahresabrechnungen �ber die gesamte Vertragslaufzeit ohne Beanstandungen hingenommen und damit der Beklagten keine Veranlassung gegeben, eine Beendigung des (Norm-) Sonderkundenverh�ltnisses - etwa mit dem Ziel eines �bergangs in das Grundversorgungsverh�ltnis (vgl. dazu Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 37, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 32;… vom 9. Februar 2011 - VIII ZR 295/09, aaO Rn. 39;… Senatsbeschluss vom 7. Juni 2011 - VIII ZR 333/10, juris Rn. 8; jeweils mwN) - in Erw�gung zu ziehen.Soweit die Revisionserwiderung meint, dass die Beklagte bereits durch Widerspr�che anderer Kunden Veranlassung gehabt h�tte, auch den mit dem Kl�ger geschlossenen (Norm-) Sonderkundenvertrag zu k�ndigen, verkennt sie, dass Anlass zur K�ndigung des individuellen Gasliefervertrages f�r den Versorger erst besteht, wenn er wegen eines Widerspruchs im konkreten Vertragsverh�ltnis Anlass hat, das bis dahin praktizierte Gleichgewicht von Leistung und Gegenleistung in Frage gestellt zu sehen (Senatsurteile vom 14. M�rz 2012 - VIII ZR 113/11, aaO Rn. 23, und VIII ZR 93/11, aaO Rn. 28).
BGH, 06.04.2016 - VIII ZR 236/10 Gaslieferungsvertr�ge: Tarife mit Bestpreisabrechnung zul�ssig
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BGH, 25.03.2015 - VIII ZR 109/14 Zur Verbrauchereigenschaft der Wohnungseigent�mergemeinschaft
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OLG Hamm, 24.01.2014 - 19 U 77/13 Abgrenzung von Grundversorgungs- und Sonderkundenvertrag bei der Belieferung mit …
LG Freiburg, 27.04.2012 - 10 O 41/11 Ausschluss der Preis�nderungsklausel, welche die vertragliche Preisabrede …
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OLG Celle, 26.09.2013 - 13 U 30/13 Zur Frage der Wirksamkeit einer Klausel in Allgemeinen Gesch�ftsbedingungen eines …
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LG D�sseldorf, 05.06.2015 - 8 T 2/15 R�ckzahlungsbegehren des Darlehensnehmers bzgl. eines vertraglich vereinbarten …
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BGH, 06.04.2016 - VIII ZR 79/15 Haben Sie eine Ergänzung? Oder haben Sie einen Fehler gefunden? Schreiben Sie uns.
Rechtsprechung BGH, 17.04.2012 - VIII ZR 113/11 Volltextver�ffentlichungen (5)
Korrektur eines Urteils wegen offenbarer Unrichtigkeit im Tenor
Gaskunden: Nur mit Widerspruch gibt es Geld zur�ck