Source: http://www.ertel-hamburg.de/leitfaden.html
Timestamp: 2017-08-20 22:51:42
Document Index: 311133419

Matched Legal Cases: ['§18', '§1968', '§10', '§10', '§ 30', '§ 33', '§ 10', '§ 10', '§ 3']

Ertel | Beerdigungs-Institut | St. Anschar | Hamburg | Service | Leitfaden A–Z
Ertel Beerdigungs-Institut Hamburg | Service
Leitfaden A–Z
Die Abmeldung des Verstorbenen bei Meldebehörden und Kirche wird in der Regel durch das Bestattungsinstitut vorgenommen.
müssen entweder gekündigt oder auf eine andere Person übertragen werden. Zum Beispiel:
TV-Kanäle (Sky o.ä.)
Alle Aktenordner des Verstorbenen sollten einmal durchgesehen werden, um sich einen Überblick zu verschaffen, was alles erledigt werden muss.
Es werden in jedem Fall noch zwei volle Monatsgehälter gezahlt (§18 Abs. 1 BeamtVG).
Darüber hinaus werden bei verstorbenen Beamten noch Beihilfepauschalen gewährt:
€ 625,-, wenn noch eine andere gesetzliche Leistung erfolgt, die weniger als € 1000,– beträgt.
€ 333,–, wenn noch eine andere gesetzliche Leistung erfolgt, die mehr als € 1000,–, jedoch höchstens € 2.000,– beträgt.
Von der Beihilfe werden zusätzlich noch bis zu 70% der Kosten für die Überführung übernommen; diese müssen allerdings extra auf der Rechnung ausgewiesen werden.
Bei Ruhegeldempfängern (ehem. Arbeiter und Angestellte) wird keine Beihilfe gezahlt.
Die Beisetzung wird vom Beerdigungsinstitut organisiert und durchgeführt, und hier hilft man Ihnen auch in allen Fragen zur Form der Bestattung. Bei den verschiedenen Arten von Beerdigungen – ob Erd-, Feuer-, Seebestattung oder Anonyme Beisetzung – sind unterschiedliche Dinge zu bedenken, über die Sie der Bestatter informiert. Auch die Kosten der Beisetzung können stark differieren.
In Deutschland gilt der Friedhofszwang; d.h. alle sterblichen Überreste müssen auf einem Friedhof beigesetzt werden. Dies gilt generell sowohl für Erdbestattungen als auch für Urnenbeisetzungen. Einzige Ausnahme von dieser Regel ist die Seebestattung.
in unserem Kulturkreis die traditionelle Bestattungsform. Bereits in der Steinzeit vertraute man die Toten der Erde an. Noch heute gilt die Sargbeisetzung als die klassische Form der Bestattung. Hierbei wird der Sarg 1,80m tief in der Erde beigesetzt.
(Einäscherung, Kremation, Verbrennung) gibt es in Deutschland seit 1878, als in Gotha das erste Krematorium den Betrieb aufnahm.
Eine Verbrennung darf erst stattfinden, wenn davon ausgegangen werden kann, dass diese Bestattungsart dem Willen des Verstorbenen entspricht, eine amtsärztliche Leichenschau stattgefunden hat und ein Bestattungsschein vorliegt. Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, genehmigt die Friedhofsverwaltung die Verbrennung in den Anlagen des Krematoriums. Sie erfolgt immer nur einzeln und der Reihe nach.
Bei ca. 1000°C wird der Sarg, der aus Umweltschutzgründen die Vorschriften der Friedhofsverwaltung erfüllen muss, verbrannt. Durch diesen komplizierten Verwaltungsablauf und komplexen technischen Vorgang, vergeht zwischen Tod und Urnenbeisetzung manchmal ein längerer Zeitraum. Die Urne selbst kann dann in einem Wahl-, Reihen-, einem anonymen Grab, einer Gemeinschaftsanlage, einem Kolumbarium oder auf See beigesetzt werden.
Wer die Kosten für die Bestattung übernimmt, ist vom Gesetzgeber per Gesetz (BGB §1968) bestimmt: "Der Erbe trägt die Kosten der standesgemäßen Bestattung", da diese zum Nachlass zählen.
Werden die Bestattungskosten nicht durch die Höhe des Nachlasses gedeckt und ist auch der Erbe nicht in der Lage, sie zu übernehmen, tritt das zuständige Sozialamt dafür ein. Hierzu muss sich der Bestattungspflichtige eine Kostenübernahmebescheinigung vom Sozialamt besorgen und diesen Schein dann dem Bestattungsinstitut übergeben. Das Bestattungsinstitut ist verpflichtet, die Bestattung gemäß den Vorschriften des Sozialamtes durchzuführen.
Bestattungskosten und Erbschaftsteuer:
Nach §10 Abs. 5 Erbschaftsteuergesetz (ErbStG) kann der Erbe € 10.300,– für Bestattungskosten bei der Ermittlung der Erbschaftsteuerschuld geltend machen. Sind die Bestattungskosten höher als der Wert des Nachlasses, kommt für die Differenz außerdem der Abzug als außergewöhnliche Belastung bei der Einkommensteuererklärung in Frage.
Ebenso wie man sich für Eventualitäten des Lebens durch entsprechende Maßnahmen, Versicherungen, Testament oder Verträge vorbereitet, besteht auch die Möglichkeit, Anordnungen für den eigenen Todesfall oder den Tod betreuter Personen zu treffen.
Es empfiehlt sich nicht, diese Anordnungen im Testament festzuhalten, da dies unter Umständen erst zu spät gefunden und eröffnet wird, und die Beisetzung dann womöglich schon stattgefunden hat.
Besser ist es, alle Verfügungen zur Bestattung gesondert bei einem Bestattungsinstitut zu hinterlegen. Hier bekommt man eine fundierte Beratung über die verschiedenen Möglichkeiten und kann die eigenen Wünsche festhalten lassen. Zudem werden die erforderlichen Dokumente eingesehen, und die notwendigen Genehmigungen eingeholt – z. B. wenn die Beisetzung in einem Grab erfolgen soll, für das erst eine andere Person die Beisetzungsgenehmigung erteilen muss.
Wenn ein volljähriger Mensch aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht mehr selber in der Lage ist, seine Angelegenheiten ganz oder teilweise zu besorgen, kann der Vormundschaftsrichter einen gesetzlichen Betreuer bestellen. Diese rechtliche Betreuung kann man vermeiden, indem man rechtzeitig (solange man noch "geschäftsfähig" ist) für diesen Fall eine andere Person zur Regelung seiner Angelegenheiten ermächtigt, und zwar entweder durch Vollmacht oder Vorsorgevollmacht. Beide Vollmachten haben Vorrang vor der gesetzlichen Betreuung.
Wenn es niemanden gibt, dem Vollmacht erteilt werden kann, kann eine Betreuungsverfügung ausgestellt werden, die sich an das Vormundschaftsgericht mit vorsorglichen Anordnungen für den Fall einer späteren Betreuungsnotwendigkeit richtet. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie bei der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer, der Hamburgischen Notarkammer, der öRA und den Betreuungsstellen der Bezirke (siehe Wichtige Adressen in Hamburg).
Sind mehrere Erben vorhanden, wird häufig eine sog. "Erbauseinandersetzung" angestrebt. Das bedeutet, dass die Erben gemeinsam eine Regelung über die Aufteilung des Erbes finden. Eine solche Einigung ist meistens dann möglich, wenn keine entgegenlaufenden Interessen bestehen. Gibt es aber gravierende Interessengegensätze, kann eine einvernehmliche Regelung meist nur mit Hilfe von Fachleuten (Sachverständige für die Bewertung von Immobilien, Schmuck, Mobiliar usw.) gefunden werden. Ist eine solche nicht möglich, kommt es meist zu einer rechtlichen Auseinandersetzung, die sehr kostspielig sein kann (Anwälte, Gericht, Sachverständige usw.). Eine wesentlich schnellere und preiswertere Möglichkeit einer Regelung ohne Rechtsstreit besteht in der Einigung auf ein freiwilliges Schiedsverfahren bzw. Mediation.
Werden Immobilien vererbt, kann es zu Problemen kommen, wenn sich die Erben über die weitere Nutzung der Immobilie nicht einig sind, da eine reale Aufteilung zumeist nicht möglich ist. In diesen Fällen kann durch eine neutrale Beratung über Verwertungsmöglichkeiten der Immobilie eine interessengerechte und alle Parteien befriedigende Lösung gefunden werden.
Wer erbberechtigt ist, das Erbe jedoch nicht annehmen will (z.B. weil es mit Schulden belastet ist), kann es ausschlagen. Die Frist hierfür beträgt im Inland 6 Wochen, nachdem die Erben von dem Erbfall Kenntnis bekommen haben.
Erben mehrere Personen gemeinschaftlich, so bilden sie eine Erbengemeinschaft. Für diese gelten die Regeln für eine Gemeinschaft des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).
Hinterlässt der Erblasser mehrere Erben, so wird der Nachlass bis zur Auseinandersetzung gemeinschaftliches Vermögen der Erben. Die Erbengemeinschaft ist eine sog. "Gesamthandsgemeinschaft". Jeder Miterbe kann über seinen Anteil am Nachlass in der Form der gerichtlichen oder notariellen Beurkundung verfügen. Für diesen Fall haben die übrigen Miterben für zwei Monate ein Vorkaufsrecht, sofern der Erbteil an eine nicht zur Erbengemeinschaft gehörende Person verkauft werden soll.
Dagegen kann ein Miterbe auch bei Zustimmung der übrigen Miterben nicht über seinen Anteil an den einzelnen Nachlassgegenständen verfügen. Erforderlich ist vielmehr eine gemeinschaftliche Verfügung sämtlicher Miterben über den Nachlassgegenstand.
Bis zur Auseinandersetzung steht die Verwaltung des Nachlasses den Erben grundsätzlich gemeinschaftlich zu. Die zur Erhaltung des Nachlasses notwendigen Maßnahmen kann aber jeder Miterbe ohne Mitwirkung der anderen treffen. Die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft kann grundsätzlich jeder Miterbe jederzeit verlangen. Der Erblasser kann die Auseinandersetzung – allerdings nur mit schuldrechtlicher Wirkung – für in der Regel höchstens 30 Jahre ausschließen, so dass sich die Erben durch einstimmigen Beschluss darüber hinwegsetzen können.
Grundsätzlich geschieht die Auseinandersetzung durch freie Vereinbarung der Miterben, die auch dem Willen des Erblassers widersprechen kann. Kommt eine Vereinbarung nicht zustande, so greifen die gesetzlichen Bestimmungen ein.
Danach sind zunächst die Nachlassverbindlichkeiten zu berichtigen; der Rest gebührt den Erben nach dem Verhältnis ihrer Erbteile. Die Auseinandersetzung richtet sich nach den Vorschriften über die Gemeinschaft. Das bedeutet, dass grundsätzlich Teilung in Natur vorgenommen wird, soweit dies ohne Wertminderung möglich ist. Bei Grundstücken muss – sofern eine Einigung der Erben über den Verkauf nicht zustande kommt – die Auseinandersetzung durch eine so genannte Teilungsversteigerung (Zwangsversteigerung) und anschließender Teilung des Erlöses vorgenommen werden.
Wenn kein Testament vorhanden ist, gilt die gesetzliche Erbfolge. Sie sieht vor, dass neben dem Ehepartner (oder dem eingetragenem Lebenspartner) nur Verwandte erben, d.h. Personen, die gemeinsame Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, oder auch noch entferntere gemeinsame Vorfahren haben. Die Verwandten sind jedoch nicht alle in gleicher Weise erbberechtigt, sondern man unterscheidet hier Erben erster, zweiter, dritter und weiterer Ordnung. Eine Ausnahme hiervon ergibt sich durch Adoption.
Nach dem Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG) unterliegt jeder "Erwerb von Todes wegen" der Erbschaftsteuer.
Die Erbschaftsteuer wird jedoch nur erhoben, wenn das Erbe bestimmte Freibeträge übersteigt (siehe Tabelle 1). Die Höhe des Freibetrages richtet sich danach, unter welche der drei Steuerklassen der Erbberechtigte fällt. Diese Steuerklassen wiederum stimmen nicht mit den bei der Lohn- oder Einkommensteuer geltenden Steuerklassen überein, sondern orientieren sich am Verwandtschaftsgrad (siehe Tabelle 2).
Wert des steuerpflichtigen Erwerbs (§10) bis einschließlich EURO
5.113.000 19 27 35
12.783.000 23 32 41
25.565.000 27 37 47
über 25.565.000 30 40 50
Bei unbeschränkter Steuerpflicht sind die Freibeträge in den Steuerklassen:
Zu dieser Steuerklasse gehören
I. Ehegatte -307000 *)
02.12.12 Kinder (einschl. Adoptiv und nichtehelicher Kinder), Stiefkinder und die Kinder verstorbener Kinder und Stiefkinder -205000
03.12.12 übrige Personen (Enkel, Urenkel usw. Eltern und Voreltern bei Erwerben von Todes wegen) -51200
II. Eltern und Voreltern, soweit nicht zur Steuerklasse I gehören
02.12.12 Geschwister
03.12.12 Abkömmlinge ersten Grades von Geschwistern
04.12.12 Stiefeltern
05.12.12 Schwiegerkinder
06.12.12 Schwiegereltern
07.12.12 geschiedene Ehegatten -10300
III Alle übrigen Erwerber und die Zweckzuwendungen -5200
Bei beschränkter Steuerpflicht -1100
*) für Kinder je nach Alter gestaffelt von € 10.300,- (Alter zwischen 20 und 27 Jahren) bis € 52.000,- (Alter bis zu fünf Jahren)
Der Erbschein ist ein amtliches Zeugnis des Nachlassgerichts. Es bescheinigt, wer mit welchem Anteil erbt.
Bei testamentarischer Erbfolge wird der Erbschein nach Maßgabe des gültigen Testaments erteilt. Ist kein Testament oder Erbvertrag vorhanden, weist der Erbschein die gesetzliche Erbfolge aus.
Um ein Erbe zu eröffnen, muss zunächst ein Erbschein beantragt werden. Dafür wendet sich der Erbe oder Miterbe entweder an das zuständige Amtsgericht oder an einen Notar. Die Kosten dafür sind bei beiden Stellen gleich; der Notar darf jedoch den Antragsteller auch rechtlich beraten. Das Nachlassgericht dagegen ist zur Rechtsberatung nicht befugt und kann nur den Antrag selbst aufnehmen. Es ist daher empfehlenswert, den Antrag auf Erteilung eines Erbscheins über einen Notar zu stellen.
Bei gesetzlicher Erbfolge sind alle Personenstandsurkunden vorzulegen, die das gesetzliche Erbrecht nachweisen, d.h.: Sterbeurkunde, die Heiratsurkunden, die Geburtsurkunden etwaiger Kinder sowie Sterbeurkunden derjenigen Personen, die bereits vorverstorben sind. Bei Erbfolge aufgrund einer Verfügung von Todes wegen ist diese selbst vorzulegen sowie eine Sterbeurkunde.
Mit dem Erbschein weist sich der Erbe gegenüber allen Institutionen aus, z.B. Banken, Sparkassen, Grundbuchamt etc. Beim Grundbuchamt ist die Grundbuchberichtigung nach Maßgabe des Erbscheins zu beantragen. Wenn Haus- und Grundbesitz vorhanden ist, sollte der den Erbscheinsantrag beurkundende Notar bei der Beurkundung darauf hingewiesen werden, damit dieser gleichzeitig die Grundbuchberichtigung in die Wege leiten kann. Mit der Berichtigung des Grundbuches sollte man nicht zu lange warten, da diese innerhalb einer Frist von 2 Jahren seit dem Erbfall kostenfrei ist.
Der Erbvertrag ist – wie es schon das Wort sagt – ein "Testament" in Vertragsform, bei dem neben den Erblassern auch andere Personen, zum Beispiel die Kinder, mitwirken können. Durch die Mitwirkung an diesem Vertrag, der nur vor einem Notar abgeschlossen werden kann, sind die Kinder später daran gebunden und können den Eltern nicht mit Überraschungen, zum Beispiel der Geltendmachung eines Pflichtteilanspruchs beim Tode des Erstversterbenden, begegnen.
Die besondere Wirkung eines Erbvertrages liegt darin, dass der Erblasser nur eine sehr eingeschränkte Möglichkeit hat, sich nach Vertragsabschluss hiervon wieder zu lösen.
Jedes Erbe, das der Erbschaftsteuer unterliegt, muss dem zuständigen Finanzamt binnen einer Frist von drei Monaten nach erlangter Kenntnis des Erbfalls angezeigt werden.
Einzige Ausnahme: Wenn der Erbfall auf einer vor einem deutschen Gericht eröffneten Verfügung von Todes wegen beruht und sich daraus das Verwandtschaftsverhältnis des Erben zum Verstorbenen (Erblasser) unzweifelhaft ergibt (§ 30 Abs. 3 ErbStG). In diesem Fall kann der Erbe abwarten, bis das Finanzamt ihn zur Abgabe einer Erbschaftsteuererklärung auffordert. Gerichte, Banken, Behörden, Beamte, Notare und Versicherungen sind verpflichtet, dem für die Verwaltung der Erbschaftsteuer zuständigen Finanzamt fristgemäß Anzeige zu erstatten.
Das für die Erbschaftsteuer zuständige Finanzamt muss dem für die Besteuerung des Verstorbenen zuständigen Finanzamt den ermittelten Nachlass mitteilen, wenn dessen Reinwert mehr als € 250.000.- oder das zum Nachlass gehörende Kapitalvermögen mehr als € 50.000.- beträgt. Der Kontrollmitteilung sollen Zweitschriften der Anzeigen der Geldinstitute nach § 33 ErbStG beigefügt werden.
Für Schenkungen von Kapitalvermögen gilt die Wertgrenze von € 50.000.- entsprechend. Die Kontrollmitteilungen sind unabhängig davon zu erstellen, ob es zu einer Steuerfestsetzung gekommen ist.
Es bleibt den Erbschaftsteuer-Finanzämtern unbenommen, bei gegebenem Anlass, z. B. wenn eine Schenkung erst im Rahmen einer Außenprüfung oder Fahndung aufgedeckt wurde oder auch wenn die vorgenannten Beträge unterschritten werden, Kontrollmitteilungen zu übersenden.
Als Hinterbliebener sollte man überprüfen, ob der Verstorbenen Forderungen an Dritte hat. Das können zum Beispiel sein:
Tantiemen, Autorenhonorare
Abschreibungsgesellschaften/Steuersparmodelle
Darlehen und Kredite, die der Verstorbene Dritten gewährt hat
Kommandit- und GmbH-Anteile
Wertpapiere in Selbstverwaltung (Schließfächer)
Freistellungsaufträge bei Tode des Ehegatten
Mit dem Tode eines Ehegatten entfällt die Wirkung eines gemeinsam erteilten Freistellungsauftrages für Gemeinschaftskonten der Ehegatten sowie Konten und Depots, die auf den Namen des Verstorbenen lauten.
Da dem verwitweten Steuerzahler im Todesjahr noch der gemeinsame Sparerfreibetrag und der doppelte Werbungskosten-Pauschbetrag zustehen, bleibt der gemeinsame Freistellungsauftrag bis zum Ende des laufenden Veranlagungszeitraums noch für solche Kapitalverträge wirksam, bei denen die alleinige Gläubigerstellung des Verwitweten feststeht.
Die Finanzverwaltung akzeptiert, dass der verwitwete Steuerzahler Freistellungsaufträge, die er gemeinsam mit dem verstorbenen Ehegatten erteilt hatte, im Todesjahr ändert oder neue Freistellungsaufträge erstmals erteilt. In diesen Fällen sind anstelle der Unterschrift des verstorbenen Ehegatten Vorname, Name und Todestag des Verstorbenen einzutragen. Wird ein ursprünglich gemeinsam erteilter Freistellungsauftrag geändert, muss das Kreditinstitut prüfen, inwieweit das bisherige Freistellungsvolumen bereits durch Abstandnahme vom Steuerabzug ausgeschöpft ist. Durch die Änderung darf der bereits freigestellte und ausgeschöpfte Betrag nicht unterschritten werden. Für das auf das Todesjahr folgende Jahr dürfen unabhängig von der Gewährung des Ehegattensplitting-Tarifs Freistellungsaufträge nur über den Sparerfreibetrag und den Werbungskosten-Pauschbetrag des verwitweten Steuerzahlers erteilt werden, d. h. nur bis zur Höhe von € 3.202.-. Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 8. April 1997, AZ IV B 4-S 2404-5/97, Bundessteuerblatt I 1997, 561.
Hörfunk und Fernsehen müssen bei der GEZ abgemeldet werden.
Wenn Sie kirchliche Begleitung für die Trauerfeier wünschen und selbst keinen Kontakt zu einem Pastor haben, stellen wir selbstverständlich gern für Sie die Verbindung her und übernehmen auch die Terminabstimmung mit dem Geistlichen.
Beachten Sie, dass der Verstorbene unter Umständen bei verschiedenen Geldinstituten Konten und/oder Schließfächer unterhalten hat oder anderweitig Kunde war, z.B.
Gräber/Grabstätten
Hier finden Sie einen Überblick über die gängigen Arten von Grabstätten, die angeboten werden. Je nach Friedhof sind die Möglichkeiten allerdings unterschiedlich. Insbesondere auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf gibt es einige spezielle Angebote wie zum Beispiel das Kolumbarium, die auf anderen Friedhöfen nicht vorhanden sind. Wir informieren Sie gern über die Gegebenheiten auf dem Friedhof Ihrer Wahl.
Die Ruhezeit für die sterblichen Überreste beträgt auf den staatlichen Hamburger Friedhöfen 25 Jahre. In dieser Zeit darf grundsätzlich die Totenruhe nicht gestört werden. Bei einigen Grabstätten ist eine Verlängerung über diesen Zeitraum hinaus möglich.
Wahlgräber, oft auch als Erb- oder Familiengräber bezeichnet, gibt es in unterschiedlichen Größen als Einzel-, Doppel- oder Familiengrab. Man kann sich die Lage des Wahlgrabes auf dem Friedhof entsprechend Verfügbarkeit aussuchen. Eine Verlängerung der Laufzeit ist möglich. Bei Wahlgräbern, die man neu erwirbt, hat man die Wahl:
hinsichtlich seiner Lage
ob ein Grabmal aufgestellt werden soll oder nicht
wie dieses Grabmal im Rahmen gewisser Vorgaben aussehen soll
ob Sie Dauerbepflanzung oder ein Pflanzbeet möchten
ob die Laufzeit des Grabes nach Ablauf der Totenruhe von 25 Jahren verlängert werden soll und wenn ja: wer dort stattdessen bestattet werden soll und wer das Grab fortführt.
Wahlgräber gibt es als reine Urnenwahlgräber und als Sargwahlgräber. Bei letzteren kann man auch noch zwischen einer Sarg- oder Urnenbestattung wählen. Ein Urnen-Wahlgrab für mehrere Urnen kostet auf dem Ohlsdorfer Friedhof für 25 Jahre ab € 1.150.-, ein Sarg-Wahlgrab für einen Sarg und mehrere Urnen ab € 1.425.- für den gleichen Zeitraum.
Überlassungszeit, Grabverlängerung
Von der Friedhofsverwaltung erhält man das Nutzungsrecht an einer Wahlgrabstätte gegen Zahlung einer Überlassungsgebühr für 25 Jahre übertragen (Überlassungszeit, "Grabkauf"). Soll nun später eine weitere Bestattung in dieser Grabstätte erfolgen, muss das Nutzungsrecht um die Jahre verlängert werden, die seit der letzten Bestattung verstrichen sind (Ruhezeitverlängerung). Beispiel: Im Jahre 2000 wird eine Wahlgrabstätte für 25 Jahre erworben, also bis 2025. Im Jahre 2020 soll dort wieder eine Bestattung sein. Somit muss das Nutzungsrecht um die schon verstrichenen 20 Jahre wieder auf 25 Jahre, also bis 2045 ergänzt ("nachgekauft") werden.
haben den Vorteil, dass sie nicht individuell gepflegt werden müssen, da dies durch die Friedhofsgärtner erledigt wird. Daher fallen auch keine Pflegekosten an. Es besteht die Möglichkeit, einen Kissenstein in die Rasenfläche einzulassen. Ansonsten sind wie beim Wahlgräbern sowohl Sarg- als auch Urnenbeisetzungen möglich.
Die Kosten für die Überlassungszeit von 25 Jahren betragen ab € 1.125.- für Urnengrabstätten und ab 1.400,- für Särge. Die Nutzung der Grabstelle kann verlängert werden.
Reihengräber kann man sich nicht aussuchen; sie werden vom Friedhof vergeben, ohne dass man Einfluss auf die Lage hat. Sie sind nur für jeweils einen Verstorbenen vorgesehen; die Ruhezeit beträgt in der Regel 25 Jahre und kann nach Ablauf nicht verlängert werden. Ein Urnen-Reihengrab kostet ab € 849.-, ein Sarg-Reihengrab ab € 1.063.-
Auf vielen Friedhöfen gibt es die Möglichkeit einer anonymen Bestattung ohne Beisein der Angehörigen auf einer angelegten Rasenfläche. Die einzelnen Grabstellen dort sind nicht durch einen Grabstein oder Beete gekennzeichnet. Das bedeutet, dass die Hinterbliebenen die genaue Lage des Grabes nicht kennen. Die Fläche wird von der Friedhofsverwaltung gepflegt, die Ruhezeit ist begrenzt. Die Kosten betragen € 824,- für eine Laufzeit von 25 Jahren und sind identisch mit denen für Reihengräber.
Die vermeintlich niedrigen Kosten relativieren sich jedoch, wenn später einmal weitere Familienmitglieder beigesetzt werden sollen: Bei einer anonymen Bestattung fallen die Kosten nämlich für jede Grabstelle an. Entscheidet man sich dagegen für ein kleines Urnen-Wahlgrab, kann man darin eine weitere Urne beisetzen. Bereits bei einer zweiten Beisetzung innerhalb von 5 Jahren bedeutet dies einen Preisvorteil von € 523,-.
Die Kosten für 25 Jahre betragen € 1.000.- einschl. Grabmalsanteil. Eine Verlängerung der Laufzeit ist nicht möglich.
Auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg gibt es die Möglichkeit, Urnen nicht in der Erde beizusetzen, sondern im sog. Kolumbarium in der Kapelle 8 oder 11. Hier werden die Urnen in Nischen eingestellt, die auf Wunsch auch mit einer Glas- oder Steinplatte verschlossen und mit dem Namen des Verstorbenen versehen werden können. Ein Platz kostet für 25 Jahre ab € 3.625.-; eine Laufzeitverlängerung ist möglich.
Paar-Grabstätte
Hierbei handelt es sich um eine Gemeinschaftsanlage auf dem Ohlsdorfer Friedhof, in der Sarg- und Urnengräber für alle Formen von Lebensgemeinschaften angeboten werden. Auf den dort vorhandenen Grabsteinen können Namensinschriften erfolgen und Angehörige dürfen an der Beisetzung teilnehmen.
Ein Urnenwahlgrab kostet für 25 Jahre ab € 1.725.-, eine Sargwahlgrabstätte ab € 2.100,-; die Ruhezeit kann nach Ablauf verlängert werden.
Auf dem Ohlsdorfer Friedhof gibt es im Bereich der Kapelle 10, Lage BM/BL 58, Baumgräber. Dabei handelt es sich um Wahlgräber, in denen jeweils bis zu zwei Urnen beigesetzt werden können. Auf flachen in den Rasen eingelassenen Steinplatten, können Name, Geburts- und Sterbedatum eingraviert werden. Pflanzbeete sind nicht vorgesehen, um den landschaftlichen Charakter der Anlage nicht zu stören.
Ein Baumgrab kostet für 25 Jahre ab € 1.725.-; die Laufzeit kann verlängert werden.
Auch auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf ist eine Bestattung unter Bäumen möglich: Im Bereich der Kapelle 11 liegt der Ohlsdorfer Ruhewald; hier können in der Wiesenfläche zwischen den Baumstämmen Urnen beigesetzt werden. Eine gesonderte Bepflanzung einzelner Gräber ist nicht vorgesehen; Blumenschmuck kann nur auf speziell vorgesehenen Flächen entlang des Weges außerhalb der Anlage niedergelegt werden. Auf Wunsch können die Namen der Verstorbenen auf einer Schildertafel bei dem zugeordneten Baum einheitlich graviert werden.
Die Gräber kosten für 25 Jahre ab € 1.575,- und können nach Ablauf auch verlängert werden.
Wer selber keine Zeit oder Möglichkeit hat, die Grabstelle des Verstorbenen zu pflegen, kann dies auch durch eine Friedhofsgärtnerei erledigen lassen. Die Kosten dafür richten sich zum einen nach der Art der Grabstelle und dem gewünschten Aufwand und zum anderen können sie je nach Anbieter variieren.
Hat der Verstorbene verfügt, sein Grab zu pflegen und dafür ggf. sogar finanzielle Vorsorge getroffen (z. B. durch ein Sparbuch), können die Grabpflegekosten steuerlich geltend gemacht werden. Und zwar in Höhe der nachgewiesenen, der glaubhaft gemachten oder der üblich zu erwartenden Aufwendungen. Daneben können die Erben, obwohl ihnen im Ergebnis keine Kosten für die Grabpflege entstehen, den Pauschbetrag nach § 10 Abs. 5 Nr. 3 ErbStG, der u. a. auch die Grabpflege abgilt, voll in Anspruch nehmen (Erlass des Finanzministers Saarland vom 16.08.1988, DStR 88, S. 617).
Beim zuständigen Amtsgericht berichtigen.
Wenn man den Haushalt eines Verstorbenen auflöst, stellt sich die Frage: Was tun mit Möbeln, Hausrat und Kleidung, die keiner von den Hinterbliebenen übernehmen möchten?
Nachfolgend geben wir Ihnen Hinweise auf gemeinnützige Organisationen sowie kommerzielle Unternehmen im Raum Hamburg, die hier hilfreich sein können. Alle Angaben ohne Gewähr.
Möbel und Hausrat:
Möbelhilfe Süderelbe e.V.
Hamburg.de Behördenfinder – Möbelspende
Hinz&Kunzt – Umsonstläden und Sozialkaufhäuser
Invia Hamburg e.V.
Hausrat/Bücher:
Bücher, CDs, DVDs:
Kommerzielle Unternehmen:
Professionelle Firmen für Haushaltsauflösungen (s. Gelbe Seiten und Kleinanzeigen der örtlichen Tageszeitung)
www.textundtoene.com (Hamburg)
können beim Tierschutzverein untergebracht werden. Alternativ kann man versuchen, sie per Kleinanzeige in der Lokalzeitung an einen neuen Halter zu vermitteln.
War der Verstorbene Eigentümer von Immobilien, sind folgende Hinweise nützlich:
Grundstückspapiere sichten, in der Regel besteht kein eiliger Handlungsbedarf.
Wird das Grundstück von einem Verwalter verwaltet, muss dieser vom Ableben seines Auftraggebers informiert werden. Weisungen von mutmaßlichen Erben für Auszahlungen an diese kann der Verwalter erst vornehmen, wenn die Erben durch Vorlage des Erbscheines oder einer beglaubigten Abschrift des Testaments dazu legitimiert sind.
Hat der Verstorbene das Objekt selbst verwaltet, muss sichergestellt werden, dass die Verwaltung ordnungsgemäß weiterläuft. Bei mehreren mutmaßlichen Erben empfiehlt es sich, dass sich diese abstimmen und gemeinsam einen Miterben oder eine professionelle Hausverwaltung mit der Verwaltung beauftragen.
Bei der Erbauseinandersetzung können erfahrene Immobilienfachleute beratend, mit Gutachten oder im Rahmen eines Schiedsverfahrens hilfreich sein.
Ab- bzw. ummelden bei der örtlichen Kfz-Zulassungsstelle in Hamburg.
Z.B. American Express, Diners Club, Eurocard, Visa usw. umgehend kündigen.
z. B. in Automobilklubs (ADAC)
Bei Überschuldung des Nachlasses haben die Erben, der Nachlaßverwalter sowie der Testamentsvollstrecker die Pflicht, Nachlasskonkurs zu beantragen. Der Nachlasskonkurs dient (wie die Nachlassverwaltung) dazu, den Nachlass vom Eigenvermögen des Erben abzutrennen und die Erbenhaftung zu beschränken. Alleiniger Konkursgrund ist die Überschuldung des Nachlasses. Gemeinschuldner ist der Erbe. Konkursgericht ist das Amtsgericht des letzten Wohnsitzes des Verstorbenen. Für das Verfahren gelten die allgemeinen Vorschriften über das Konkursverfahren.
Bis zur Annahme der Erbschaft oder bis zur Ermittlung von unbekannten Erben hat das Nachlassgericht für die Sicherung des Nachlasses zu sorgen, insbesondere durch Bestellung eines Nachlasspflegers. Seine Aufgabe ist, den Nachlass zu sichern und zu verwalten sowie die Erben zu ermitteln.
Der Nachlasspfleger ist gesetzlicher Vertreter des oder der zukünftigen Erben. Die Nachlasspflegschaft dient nicht der Ausführung des letzten Willens des Erblassers oder der Befriedigung der Nachlassgläubiger, sondern einzig der Ermittlung der Erben und der Erhaltung des Nachlasses für diese.
Nach § 10 ErbStG sind bei der Ermittlung des Wertes einer Erbschaft die Kosten für die Bestattung des Verstorbenen, für ein angemessenes Grabdenkmal und für die übliche Grabpflege als Nachlassverbindlichkeiten abzugsfähig. Zivilrechtlich treffen die Kosten der standesgemäßen Beerdigung nur den Erben.
Bei der Erbschaftsteuer besteht jedoch grundsätzlich für jeden Erwerber, also z B. auch für den Vermächtnisnehmer oder den Pflichtteilsberechtigten, die Möglichkeit, die genannten Kosten steuermindernd zu berücksichtigen, wenn aus rechtlichen oder auch aus sittlichen Gründen eine Verpflichtung zur Kostenübernahme besteht.
Werden die Kosten nicht einzeln nachgewiesen, ist ein Pauschbetrag von € 10.300,- abzugsfähig. Dieser ist allerdings auch dann insgesamt nur einmal für den Erbfall zu berücksichtigen, wenn einzelne Erwerber jeweils einen Teil der Kosten der vorgenannten Art allein getragen haben. Die einzelnen Erwerber sind in diesen Fällen an der Pauschbetragsregelung zu beteiligen (Erlass des Finanzministeriums Baden-Württemberg vom 10.08.1987, S. 3810-7/80).
Die Nachlassverwaltung ist eine Nachlasspflegschaft zum Zwecke der Befriedigung der Nachlassgläubiger. Der Zweck ist – besonders bei unübersichtlichem Nachlass – eine Trennung des Eigenvermögens des Erben einerseits und dem Nachlass andererseits sowie eine Beschränkung der Erbenhaftung auf den Nachlass. Die Nachlassverwaltung wird auf Antrag der Erben oder der Nachlassgläubiger angeordnet, wenn nicht übersehen werden kann, ob der Nachlass überschuldet ist. Der Erbe kann sich dann gegenüber den Nachlassgläubigern auf die Dürftigkeit des Nachlasses berufen und haftet nur noch mit dem Nachlass, nicht jedoch mit dem eigenen Vermögen.
Mit Anordnung der Nachlassverwaltung verliert der Erbe die Befugnis, den Nachlass zu verwalten und über ihn zu verfügen. Der Nachlaßverwalter ist für die Führung seines Amtes sowohl den Erben als auch den Nachlassgläubigern gegenüber verantwortlich.
Die Nachlassverwaltung endet entweder durch die Eröffnung des Nachlasskonkursverfahrens bzw. des Nachlassvergleichsverfahrens oder durch Aufhebung seitens des Nachlassgerichts nach Befriedigung sämtlicher Nachlassverbindlichkeiten und Auskehrung des Restnachlasses an die Erben.
Wurde der Verstorbene Opfer einer Gewalttat, gelten besondere Regelungen für eine Entschädigung. Grundlage ist das Gesetz über die Entschädigung für Opfer von Gewalttaten (OEG) v. 11. Mai 1976. Die Anträge werden wie folgt gestellt:
Antragstellung beim Versorgungsamt.
Besonderheiten bei Gewalttaten, die mit Kraftfahrzeugen verursacht wurden: Antragstellung eim Verein Verkehrsopferhilfe e. V.
Besonderheiten, wenn das Opfer ein "Nothelfer" ist: Antragstellung bei der Landesunfallkasse.
Die Frage der Organspende sollte möglichst zu Lebezeiten getroffen, mit den Angehörigen besprochen und in rechtsverbindlicher Form festgelegt werden. Denn in der Situation des Todesfalls – z.B. bei einem plötzlichen Unfalltod – ist es für die Angehörigen eine große Belastung, wenn sie unter Zeitdruck und hoher emotionaler Belastung über eine Organspende entscheiden sollen.
Einen Muster-Organspenderausweis und weitere Informationen gibt es hier:
Arbeitskreis Organspende – Postfach 1562, 63235 Neu-Isenburg, Tel.: 06102/35 92 54
Oder bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Patiententestament (Patientenverfügung)
Mit einem Patiententestament kann man vorsorglich festlegen, welche medizinischen Behandlungen man für jenen Fall wünscht, dass man selber nicht mehr entscheidungsfähig ist bzw. sich nicht mehr äußern kann. Insbesondere kann man verfügen, ob und unter welchen Voraussetzungen Wiederbelebungsversuche oder lebensverlängernde Maßnahmen getroffen werden oder unterbleiben sollen. Es handelt sich hierbei nicht um eine – nach wie vor strafbare – Tötung auf Verlangen, sondern um eine humane medizinische Behandlung in den oben beschriebenen Situationen.
Sowohl die nächsten Angehörigen als auch die behandelnden Ärzte müssen über das Patiententestament informiert werden, um im Bedarfsfall den Wünschen Folge leisten zu können
Weitere Informationen sowie Mustervorlagen:
Verbraucher-Zentrale Hamburg – Kirchenallee 22, 20099 Hamburg, Tel. 040-2 48 32 -0
Bundesministerium der Justiz – Patientenverfügung
Damit Postsendungen an den Verstorbenen zeitnah an die Hinterbliebenen weitergeleitet werden und nichts verloren geht, muss bei der Post ein Nachsendeantrag gestellt werden. So vermeidet man auch, dass der Briefkasten überquillt, was wiederum die Einbruchsgefahr erhöhen würde.
Eingehende Rechnungen sollten unbedingt auf Richtigkeit kontrolliert werden. Es kommt immer wieder vor, dass aufgrund der in Zeitungen veröffentlichten Trauerannoncen von unseriösen Firmen Rechnungen über angebliche Leistungen oder Bestellungen an den Verstorbenen geschickt werden, die dieser niemals in Auftrag gegeben hatte. Solche Firmen bauen darauf, dass die Hinterbliebenen diese Rechnungen ohne genaue Prüfung begleichen.
Für rechtliche Beratung oder die Vermittlung eines Anwalts, Notars oder Mediators – z.B. bei Erbauseinandersetzungen – kann man sich an folgende Stellen wenden:
Öffentliche Rechtsauskunft und Vergleichsstelle Hamburg (öRA)
Zum Thema Rente sind zwei Themenkreise wichtig:
1. Die Rente der/des Verstorbenen muss storniert werden.
2. Hinterbliebenenrente für die Witwe bzw. den Witwer muss beantragt werden.
Vorschusszahlung/Sterbevierteljahr
Der Antrag auf Vorschusszahlung wird für Sie von uns als Ihrem Bestattungsinstitut gestellt. Die eigentliche Hinterbliebenenrente ist davon jedoch unberührt und muss gesondert beantragt werden ("Antrag auf Gewährung der Hinterbliebenenrente").
Zur Vorschusszahlung: Die Witwe oder der Witwer erhalten für die ersten drei Monate die Hinterbliebenenrente in voller Höhe der Versichertenrente (ohne Kinderzuschuss). Und zwar auch dann, wenn die Witwe/der Witwer in dieser Zeit eigenes Einkommen hat. Erst nach dem sog. Sterbevierteljahr wird eigenes Einkommen auf die Hinterbliebenenrente angerechnet.
Deshalb sollte auf jeden Fall ein Antrag auf Hinterbliebenenrente gestellt werden. Die Vorschusszahlung wird in einem Betrag gezahlt.
Für nach dem 31.12.2001 geschlossene Ehen sowie für Ehen, bei denen beide Partner am 01.01.2002 unter 40 Jahre alt sind, gilt seit dem 01. Januar 2002 ein neues Hinterbliebenenrecht.
Die Hinterbliebenenrente gibt es in verschiedenen Formen. Als Voraussetzung für alle gilt, dass der Verstorbene die Mindestversicherungszeit von 60 Monaten erfüllt hatte. Die Dauer der Ehe ist ohne Bedeutung (altes Hinterbliebenenrecht). Bei Eheschließungen ab dem 1.1.2002 (neues Hinterbliebenenrecht) gilt als Voraussetzung, dass die Ehe länger als 1 Jahr bestand.
Die so genannte kleine Witwen-/Witwerrente beträgt 25% der Versichertenrente des Verstorbenen. Gedacht ist sie vor allem für jüngere hinterbliebene Ehepartner ohne Kinder und wird in den Fällen, bei denen neues Hinterbliebenenrecht gilt, nur noch für 2 Jahre gezahlt.
Daneben gibt es die große Witwen-/Witwerrente. Sie beträgt 60% (altes Hinterbliebenenrecht) bzw. 55% (neues Hinterbliebenenrecht) der Versichertenrente des Verstorbenen. Anspruch darauf haben Witwen oder Witwer, die entweder mindestens 45 Jahre alt sind oder ein eigenes Kind unter 18 Jahren oder ein Kind des Verstorbenen unter 18 Jahren erziehen oder für ein behindertes Kind sorgen. Die Altersgrenze gilt ferner dann nicht, wenn der hinterbliebene Ehegatte erwerbsgemindert ist.
Bei Wiederheirat der Witwe/des Witwers fällt die Hinterbliebenenrente weg. Allerdings wird eine Abfindung von 24 Monatsrenten bei der ersten Wiederheirat gezahlt. Endet die neue Ehe, so lebt der Anspruch auf die vorherige Rente wieder auf. Sie heißt dann Witwen-/Witwerrente nach dem vorletzten Ehegatten. Allerdings werden Ansprüche auf Rente oder Unterhalt aus der zweiten Ehe darauf angerechnet.
Beziehern von Witwen-/Witwerrenten wird in der Regel eigenes Einkommen teilweise angerechnet. Allerdings greift diese Regelung nur, wenn ein bestimmter Freibetrag überschritten wird.
Die Hinterbliebenenrente beträgt 60% des Betrages, der dem verstorbenen Versicherten zustand, jedoch gekürzt um das anzurechnende Erwerbs- bzw. Erwerbsersatzeinkommen der Witwe/des Witwers.
Die Kürzungsbeträge errechnen sich wie folgt:
1. Das Gesamtbruttoeinkommen wird durch Abzug – abhängig von der Einkommensart bis 40% (bei Selbständigen bis 39,8%, bei Beamten bis 27%) in "Nettoeinkommen" umgerechnet.
2. Hiervon wird der aktuelle gültige Freibetrag von z. Zt. € 741,05 (neue Bundesländer € 657,89), gültig bis 30.6.2013, abgezogen. Dieser Freibetrag erhöht sich für jedes Kind des Berechtigten, das Anspruch auf Waisenrente hat, um das 5,6-fache des aktuellen Rentenwertes (z. Zt. € 28,07, neue Bundesländer € 24,92), also 5,6 × 28,07 = 157,92 für die alten bzw. 5,6 × 24,92 = 139,56 für die neuen Bundesländer.
3. Vom Restbetrag werden 40% auf die Hinterbliebenenrente angerechnet, wobei nur bestimmte Einkommensarten – wie schon oben erwähnt – auf die Rente angerechnet werden.
Ein Rentnerehepaar erhält zusammen € 3.500.- Altersrente: der Mann € 2.000.- und die Frau € 1.500.-.
Nach dem Tod des Ehemannes erhält die Frau ihre € 1.500.- weiter und theoretisch kommen 60% der Altersrente ihres Mannes, also € 1.200.-, hinzu.
Die Rente der Frau übersteigt jedoch den Freibetrag von € 718,08 um € 781,92 (Rente € 1.500.- minus Freibetrag € 718,08 = € 781,92).
Von diesen € 781,92 werden nun 40%, also € 312,77 auf die Witwenrente angerechnet, d. h. € 1.200.- minus € 312,77 = € 887,23.
Somit bekommt die Frau neben ihrer eigenen Altersrente in Höhe von € 1.500.- zusätzlich noch eine Witwenrente in Höhe von € 887,23. Macht zusammen also € 2.387,23.
Beispiel (alte Bundesländer): Witwe ist Rentnerin, verst. Ehemann war Rentner. Die Witwenrente wird ab 01.07.2009 in Höhe von 887,23 EUR gezahlt.
Beispiel (alte Bundesländer): Witwe ist Gehaltsempfängerin, verst. Ehemann war Rentner. Die Witwenrente wird ab 01.07.2009 in Höhe von 375,23 EUR gezahlt.
Freibetrag für Witwen-, Witwer- und Erziehungsrenten ab dem 01.07.2012
Alte Bundesländer 741,05 €
Neue Bundesländer 657,89 €
Aktueller Rentenwert ab dem 01.07.2012
Alte Bundesländer 28,07 €
Neue Bundesländer 24,92 €
Erhöhungsbeträge für waisenrentenberechtigte Kinder ab dem 01. 07.2012
Alte Bundesländer 157,19 €
Neue Bundesländer 139,55 €
Rente Ehemann beträgt 2.000,00 €
Rente Ehefrau beträgt 1.500,00 €
Rente Ehepaar beträgt 3.500,00 €
Beim Tod des Ehemannes:
Rente Ehefrau bleibt 1.500,00 € 1.500,00 €
Wenn Rente Ehefrau höher als Freibetrag
dann abzgl. Freibetrag -741,05 €
= 758,95 €
60% von Rente Ehemann 1.200,00 €
abzgl. 40% von B23 -303,58 €
Witwenrente beträgt 896,42 € 896,42 €
Gesamtrente 2.396,42 €
dann abzgl. Freibetrag -657,89 €
= 842,11 €
abzgl. 40% von F23 -336,84 €
Witwenrente beträgt 863,16 € 863,16 €
Gesamtrente 2.363,16 €
Witwe ist Gehaltsempfängerin
Witwenrente beträgt 400,00 €
Gehalt bleibt 1.300,00 €
abzgl. 40% -520,00 €
Nettoeinkommen 780,00 €
abzgl. Freibetrag -741,05 €
Anrechnung 38,95 €
abzgl. 40% -15,58 €
Witwenrente beträgt 384,42 €
Gräber werden für eine bestimmte Ruhezeit erworben (auf den staatlichen Hamburger Friedhöfen in der Regel 25 Jahre). Der Ablauf dieser Ruhezeit wird ein- bis zweimal jährlich unter den Amtlichen Bekanntmachungen in der regionalen Tageszeitung veröffentlicht.
Es ist sehr hilfreich, den Aufbewahrungsort und die Zugehörigkeit von Schlüsseln so eindeutig zu kennzeichnen, dass später die entsprechenden Schlösser geöffnet werden können, ohne sie beschädigen zu müssen.
Für den Grabstein und die Inschrift wendet man sich an einen Steinmetz-Betrieb. Dort kann man sich einen passenden Grabstein aussuchen oder bei einem vorhandenen Stein die Nachschrift veranlassen. Einen Betrieb vor Ort kann man zum Beispiel über die Innung oder die Gelben Seiten finden:
www.steinmetzinnung.de
Die Sterbeurkunde (oft fälschlich als Todesbescheinigung bezeichnet) ist das offizielle Dokument, mit dem allen Institutionen der Todesfall belegt wird. Sie wird vom zuständigen Standesamt ausgestellt und durch Ihr Bestattungsinstitut besorgt.
Üblicherweise werden mehrere gleichwertige Ausfertigungen der Sterbeurkunde benötigt. Diese können vom Standesamt gegen Kostenerstattung ausgestellt werden. Für Sie günstiger ist es jedoch, wenn die Institutionen, die ein Original einsehen möchten, sich davon selbst eine Kopie für ihren Bedarf anfertigen.
In Hamburg ist es nicht ungewöhnlich, dass vom Todesdatum die Fertigstellung der Sterbeurkunden durch das Standesamt zwei Wochen und länger dauert.
Für Beratung in steuerlichen Angelegenheiten wendet man sich am besten an einen Steuerberater: Hamburger Steuerberaterkammer
Durch eine sog. Teilungsanordnung kann man im Testament bestimmen, wie der Nachlass unter mehreren Erben verteilt werden soll: Zum Beispiel seine drei Kinder als Erben bestimmen und gleichzeitig anordnen, wer von ihnen was bekommt. Dabei ist allerdings zu beachten, dass alle drei Kinder wertmäßig in etwa das gleiche bekommen, da sonst eines der Kinder das Erbe ausschlagen und seinen Pflichtanteil verlangen könnte.
Festnetz- und Mobilanschluss müssen beim jeweiligen Anbieter gekündigt bzw. umgemeldet werden.
Ist ein Testament vorhanden, ist der Finder verpflichtet, es unverzüglich dem Nachlassgericht zu übergeben. Dieses legt dann einen Termin zur Testamentseröffnung fest und lädt die Erben dazu ein.
Mit einem Testament kann die gesetzliche Erbfolge außer Kraft gesetzt werden, z.B. kann man verfügen, dass zunächst der Ehepartner Alleinerbe ist.
Ein Testament muss zu Lebzeiten eigenhändig und handschriftlich verfasst und mit Datum und Unterschrift versehen werden. Entweder wird es zu Hause an einem sicheren Ort verwahrt oder gegen Gebühr beim Notar, Anwalt oder Amtsgericht hinterlegt. Folgende Möglichkeiten gibt es:
Privates Testament in privater Verwahrung.
Privates Testament beim Amtsgericht hinterlegt.
Öffentliches (notarielles) Testament beim Amtsgericht hinterlegt.
Insbesondere wenn größere Vermögenswerte vererbt werden sollen empfiehlt es sich, beim Aufsetzen eines Testaments juristischen Rat einzuholen.
Wer sicherstellen möchte, dass das eigene Testament gemäß seinen Verfügungen ausgeführt wird, kann zu Lebzeiten eine Vertrauensperson als Testamentvollstrecker bestimmen. Auch das Einsetzen mehrerer Personen für diese Funktion ist möglich.
Der Testamentsvollstrecker ist nicht gesetzlicher Vertreter des Erben, sondern Träger eines Amtes. Er wird – sofern er bereit ist, dieses Amt anzunehmen – vom Nachlassgericht offiziell eingesetzt. Da er vom Verstorbenen bestellt wurde, steht er (anders als Nachlasspfleger und Nachlassverwalter) nicht unter der ständigen Aufsicht des Nachlassgerichts.
Der Testamentsvollstrecker hat, soweit der Verstorbene nichts anderes bestimmt hat, dessen letztwillige Verfügungen auszuführen. An Weisungen der Erben ist er dabei nicht gebunden.
Er verwaltet den Nachlass bis zur Aufteilung kraft eigenen Rechts und übt alleinig die Eigentümerrechte aus. Die Erben haben kein Verfügungsrecht, zu jeder Verfügung über Nachlassteile bedürfen sie seiner Zustimmung. Natürlich ist der Testamentsvollstrecker andererseits den Erben gegenüber rechenschaftspflichtig
Sofern mehrere Erben vorhanden sind (Erbengemeinschaft), hat der Testamentsvollstrecker unter ihnen die Auseinandersetzung gemäß Testament bzw. den gesetzlichen Vorschriften zu bewirken. Er ist berechtigt, den Nachlass in Besitz zu nehmen, über Nachlassgegenstände zu verfügen, Nachlassverbindlichkeiten zu berichtigen, Erklärungen abzugeben und Rechte für den Nachlass geltend zu machen. Des Weiteren kann er im Rahmen einer ordnungsgemäßen Verwaltung auch neue Verbindlichkeiten für den Nachlass eingehen, denen der Erbe allerdings zustimmen muss. Über einen Nachlassgegenstand, welcher der Verwaltung des Testamentsvollstreckers unterliegt, kann der Erbe nicht verfügen.
Nachlassverbindlichkeiten können sowohl gegenüber dem Testamentsvollstrecker als auch gegenüber den Erben geltend gemacht werden. Zur Zwangsvollstreckung benötigen jedoch die Nachlassgläubiger einen Titel gegen den Testamentsvollstrecker.
Der Testamentsvollstrecker ist insbesondere zur Rechnungslegung und Herausgabe des durch seine Amtsführung Erlangten verpflichtet gegen Ersatz seiner Aufwendungen. Für die Führung seines Amtes kann der Testamentsvollstrecker aus dem Nachlass eine angemessene Vergütung verlangen.
Hat der Verstorbene für den Nachlass Testamentsvollstreckung angeordnet, ist es erste Aufgabe des Testamentsvollstreckers, den Nachlass in Besitz zu nehmen und ein Inventar aufzunehmen. Er sollte deswegen schnellstmöglich vom Ableben des Verstorbenen benachrichtigt werden. Rechtlich wird die Berufung zum Testamentsvollstrecker allerdings noch nicht mit dem Tode, sondern erst mit der Erteilung des Testamentsvollstrecker-Zeugnisses durch das Nachlassgericht wirksam, dann allerdings mit rückwirkender Kraft.
Das Amt des Testamentsvollstreckers endet regulär mit Erledigung seiner Aufgabe. Gründe für eine vorzeitige Beendigung können sein: Tod des Testamentsvollstreckers, Fortfall seiner Geschäftsfähigkeit oder Entlassung durch das Nachlassgericht auf Antrag eines Beteiligten bei Vorliegen eines wichtigen Grundes.
Wird vom Haus- oder Notarzt nach der gesetzlich vorgeschriebenen Leichenschau ausgestellt. Sie wird oft fälschlich als Sterbeurkunde bezeichnet. Ohne vorangegangene ärztliche Leichenschau und Ausstellung der Todesbescheinigung darf der Tote nicht überführt werden.
Die Schaltung einer Todesanzeige in der Tageszeitung erledigen wir gern für Sie. Vorab klären wir Ihre Vorstellungen zu Format, Text und Gestaltung und informieren Sie über die Kosten.
Das gleiche gilt auch für gedruckte Anzeigen zur individuellen Benachrichtigung auf dem Postwege sowie Danksagungen.
Möglicherweise hat der Verstorbene Verbindlichkeiten hinterlassen, die von den Erben geregelt werden müssen. Dies können zum Beispiel sein:
Das Mietverhältnis wird beim Tod des Mieters nicht automatisch beendet. Der Ehegatte oder andere Familienangehörige, mit denen ein gemeinsamer Hausstand geführt wurde, können ggf. in das Mietverhältnis eintreten, so dass der Vertrag einfach weitergeführt wird. Es besteht jedoch für beide Seiten – Vermieter und Erben – das Recht zur vorzeitigen Kündigung. In diesem Fall muss unverzüglich mit dreimonatiger Frist zum nächstmöglichen Termin gekündigt werden, weil sonst die normalen Kündigungsfristen gelten.
Grundsätzlich gilt für alle Versicherungen: Die Versicherungsgesellschaft muss möglichst umgehend über den Sterbefall informiert werden.
Hausrat-, Glasbruch-, private Haftpflicht- und Wohngebäudeversicherung:
Die Versicherungsgesellschaften müssen benachrichtigt werden, damit die Versicherung gekündigt bzw. der Name des Versicherungsnehmers geändert werden kann.
Die Kfz-Haftpflicht- und -Kaskoversicherung müssen innerhalb von sechs Monaten benachrichtigt werden, damit der Ehepartner den Schadenfreiheitsrabatt übertragen bekommt.
Gesetzliche Krankenversicherung: Nach dem Tode eines Versicherten der GKV besteht für seine mitversicherten Angehörigen der Krankenversicherungsschutz zunächst noch für die Dauer von vier Wochen. In dieser Zeit kann sich der hinterbliebene Ehegatte bei der Kasse des Verstorbenen auf Antrag auch weiterversichern.
Krankenversicherung der Rentenberechtigten: Wenn die Witwe in der gesetzlichen Krankenkasse des Mannes versichert bleiben will, muss sie sofort die Hinterbliebenenrente beantragen, da erst vom Moment der Antragstellung an der Krankenversicherungsschutz erneut einsetzt.
Private Krankenversicherung: Die Gesellschaft informieren, dass sich die Prämienberechnungsgrundlage geändert hat.
Der Versicherer muss unverzüglich vom Todesfall benachrichtigt werden, insbesondere wenn die Lebensversicherung weniger als zwei Jahren vor Eintritt des Todes abgeschlossen worden ist, damit er die Möglichkeit für weitergehende Ermittlungen über die Todesursache hat.
Die Lebensversicherung unterliegt im Normalfall gem. § 3 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG der Erbschaftsteuer, da es sich um einen Erwerb von Todes wegen handelt.
Versicherer über Tod des Versicherungsnehmers informieren und ggf. kündigen.<
Der Versicherer muss bei einem Unfalltod unverzüglich benachrichtigt werden, um ihm die Möglichkeit für weitergehende Ermittlungen hinsichtlich der Todesursache zu geben.
Ist die Wohnung des Verstorbenen nun unbewohnt, besteht Einbruchgefahr. Daher sollten entsprechende Vorkehrungen getroffen werden. Ein Nachsendeantrag für die Post (an die Erben/Hinterbliebenen) verhindert, dass der Briefkasten überquillt. Wertgegenstände sollten gesichert werden, z.B. indem man sie in ein Bankschließfach bringt.
Sofern die Wohnung des Verstorbenen nicht weiter bewohnt wird, müssen die Zähler für Gas, Heizung, Strom, Wasser abgelesen und die entsprechenden Versorger über den Sterbefall informiert werden.