Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=12%20U%20101/16
Timestamp: 2019-06-20 10:24:54
Document Index: 148659908

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 5', '§ 199', '§ 242', '§ 5', 'BGH', '§ 8', 'BGH', 'BGH', '§ 199', 'BGH', '§ 199', 'BGH', '§ 280', '§ 280', 'BGH']

Rechtsprechung: 12 U 101/16 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Hamm, 08.02.2017
https://dejure.org/2016,31004
OLG Karlsruhe, 29.09.2016 - 12 U 101/16 (https://dejure.org/2016,31004)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 29.09.2016 - 12 U 101/16 (https://dejure.org/2016,31004)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 29. September 2016 - 12 U 101/16 (https://dejure.org/2016,31004)
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Rücktritt von Altverträgen über eine private Rentenversicherung: Verjährung von Rückgewähransprüchen des Versicherungsnehmers
VVG § 8; VVG § 5a; BGB § 199; BGB § 242
Anwalt beauftragt: Keine Berufung auf ungewisse Rechslage!
Verjährungsbeginn bei Ausübung von Vertragslösungsrechten
Beginn der Verjährung nach Rücktritt vom Versicherungsvertrag
Unzulässiger Einwand gegen Verjährungseinrede
LG Karlsruhe, 25.05.2016 - 18 O 38/15
VersR 2017, 81
Die Berufung setzt dem keine neuen Argumente entgegen, so dass wegen der Einzelheiten auf die bisher ergangene Senatsrechtsprechung Bezug genommen wird (vgl. Senatsurteile vom 20. September 2016 - 12 U 104/16 unter II 1 a; vom 29. September 2016 - 12 U 101/16, VersR 2017, 81 [juris Rn. 35-43];… vom 6. Dezember 2016 - 12 U 134/16, r+s 2017, 176 [juris Rn. 21-29];… vom 21. Juli 2017 aaO Rn. 34-39).
Im Fall des Widerspruchs gemäß § 5a VVG a.F. entsteht ein etwaiger Rückabwicklungsanspruch erst mit der Ausübung des Widerspruchsrechts (BGH r+s 2015, 597; VersR 2015, 700; zum Rücktritt nach § 8 VVG a.F. auch BGH r+s 2015, 60; Senat, Urt. v. 29.09.2016 - 12 U 101/16, juris).
Der Senat hat dies für den beim Widerspruch anwaltlich vertretenen Versicherungsnehmer bereits entschieden (Urt. v. 29.09.2016 - 12 U 101/16, juris).
Im vorliegenden Fall kann sich die Klägerin nicht mit Erfolg darauf berufen, dass der Beginn der Verjährungsfrist wegen einer unsicheren Rechtslage bis zu den zuvor angeführten Entscheidungen des Bundesgerichtshofes hinausgeschoben gewesen ist (vgl. Senat, Urt. v. 29.09.2016 - 12 U 101/16, juris).
Sie hat so zum Ausdruck gebracht, dass sie trotz damals unterschiedlicher Einschätzung der Rechtslage in Literatur und Rechtsprechung einen Rechtsstreit über die geltend gemachten Ansprüche nicht scheut (Senat, Urt. v. 29.09.2016 - 12 U 101/16, juris).
Die Revision ist zuzulassen, weil der Senat im Hinblick auf den Verjährungsbeginn von der Rechtsauffassung des OLG Stuttgart im Urteil vom 28.02.2015 - 7 U 110/14 - abweicht (ebenso bereits Senat, Urt. v. 29.09.2016 - 12 U 101/16, juris).
Erforderlich sind vielmehr besonders gravierende Umstände (vgl. BGH r+s 2016, 230; Senat, Urt. v. 29.09.2016 - 12 U 101/16, juris Rn. 33).
Nach Ansicht des Berufungsgerichts, dessen Entscheidung in VersR 2017, 81 veröffentlicht ist, sind Ansprüche des nicht ordnungsgemäß über sein Rücktrittsrecht belehrten VN mit Ablauf des Jahres 2013 verjährt.
Ihm sind die Tatsachen, aus denen ein Anspruch auf Rückgewähr von Leistungen erfolgen konnte, bekannt gewesen i.S.v. § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB (Senat, Urteile vom 29. September 2016 - 12 U 101/16 - und 06. Dezember 2016 - 12 U 134/16 -).
Der Senat hält - trotz der von der Berufung aufgezeigten Gesichtspunkte - an seiner Rechtsprechung fest, wonach ein Versicherungsnehmer, der sein Recht, sich vom Vertrag zu lösen, anwaltlich vertreten ausübt, sich nicht darauf berufen kann, dass der Beginn der Verjährungsfrist auch anschließend noch bis zur Klärung der Rechtslage durch die Entscheidung des Bundesgerichtshofes Urteil vom 07. Mai 2014 - IV ZR 76/11 -, BGHZ 201, 101-121 oder bis zum Urteil des Bundesgerichtshofs vom 08.04.2015, IV ZR 103/15 hinausgeschoben gewesen sei (Senat, Urteile vom 29. September 2016 - 12 U 101/16 - und vom 06. Dezember 2016 - 12 U 134/16):.
Der Kläger hat durch die Ausübung des Widerrufsrechts die in § 199 Abs. 1 BGB vorausgesetzte Zumutbarkeitsschwelle als übergreifende Voraussetzung für den Verjährungsbeginn selbst überschritten und dokumentiert, dass er eine rechtliche Auseinandersetzung mit der Beklagten nicht scheut (Senat, Urteil vom 29. September 2016 - 12 U 101/16 -, Rn. 43, juris).
Erforderlich sind vielmehr besonders gravierende Umstände (vgl. BGH…, Beschluss vom 27.01.2016 - IV ZR 130/15, juris Rn. 16, r+s 2016, 230; Senat, Urt. v. 29.09.2016 - 12 U 101/16, juris Rn. 33).
OLG Hamm, 08.02.2017 - I-12 U 101/16
https://dejure.org/2017,6090
OLG Hamm, 08.02.2017 - I-12 U 101/16 (https://dejure.org/2017,6090)
OLG Hamm, Entscheidung vom 08.02.2017 - I-12 U 101/16 (https://dejure.org/2017,6090)
OLG Hamm, Entscheidung vom 08. Februar 2017 - I-12 U 101/16 (https://dejure.org/2017,6090)
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§§ 280 Abs. 1, 634 Nr. 4, 633 Abs. 2 Nr. 2 BGB
Fachwerkstatt, Hersteller, Rückruf, Überprüfungspflicht, sicherheitsrelevanter Mangel
Informationspflicht der Werkstatt über Rückrufaktionen wegen sicherheitsrelevanter Mängel
Kfz-Fachwerkstatt muss Rückrufaktion kennen
BGB §§ 280 Abs. 1, 634 Nr. 4, 633 Abs. 2 Nr. 2
Fachwerkstatt; Hersteller; Rückruf; Überprüfungspflicht; sicherheitsrelevanter Mangel
Kleine/große Inspektion ist egal, oder: Über eine Rückrufaktion muss sich die "Fachwerkstatt" schlau machen
Verkehrsrecht - Fachwerkstatt muss wissen, ob Rückrufaktion wegen sicherheitsrelevanter Mängel besteht!
Schraube an der Hinterachse locker - Kfz-Fachwerkstatt muss Kunden über Rückrufaktionen "ihres" Autoherstellers informieren
Was Fahrzeugeigentümer, die ihr Auto zur Inspektion geben, aber auch Inhaber von Fachwerkstätten die Inspektionen durchführen, wissen sollten
Inwieweit sich Werkstätten über Rückrufe informieren müssen - Pflichtverletzung in Bezug auf den Werkvertrag
LG Bochum, 16.06.2016 - 6 O 229/15
BGH - VII ZR 51/17 (anhängig)
ZIP 2017, 48
MDR 2017, 761
NZV 2017, 334
BB 2017, 962