Source: https://www.socialnet.de/lexikon/Anti-Aggressivitaets-Training
Timestamp: 2020-04-02 12:30:00
Document Index: 263985600

Matched Legal Cases: ['§\u202f27', '§\u202f10', '§\u202f27', '§\u202f29', '§\u202f35', '§\u202f34', '§\u202f32', '§\u202f10', '§\u202f27', '§\u202f7']

socialnet Lexikon: Anti-Aggressivitäts-Training | socialnet.de
Abkürzung: AAT
Synonyme: Anti-Aggressions-Training, Anti-Gewalt-Training
Marken: Wortmarke „AAT“ beim DPMA unter Aktenzeichen 399154809, Wortmarke „AAT Anti-Aggressivitäts-Training“ beim DPMA unter Aktenzeichen 3020130499239
Das Anti-Aggressivitätstraining (AAT) ist ein erzieherisch-interventionistisches Trainingsprogramm auf lerntheoretischer, verhaltenstherapeutischer und kognitionspsychologischer Basis. Es setzt delikt- und defizitspezifisch an und gilt als Ultima Ratio im Falle mehrfach gewalttätig auffällig gewordener junger Menschen im Alter von 16–21 Jahren, welche sozialpädagogisch und rehabilitativ schwer erreichbar sind (Weidner 2011).
Das AAT will verstehende, akzeptierend-begleitende, lebensweltorientierte Ansätze sinnvoll ergänzen und strebt die Beendung oder zumindest die Abschwächung beginnender oder verfestigter krimineller Karrieren an und dient so der Kriminalprävention.Das AAT unterscheidet sich von dem mit ihm eng verwandten Coolness-Training (CT). Während das AAT sich an gewalttätig auffällig gewordene junge Menschen richtet, ist das CT prophylaktisch angelegt und will auch potenzielle Opfer von Gewalthandlungen ansprechen.
2 Rechtlicher Anwendungsbereich
3 Entstehung und Verbreitung
4 Theoretische Verortung
5 Zielgruppe und Ausschlusskriterien
6 Pädagogischer Ansatz und pädagogische Ziele
7 Methodischer Ansatz, methodisches Setting und Qualifizierung der TrainerInnen
7.1 Das AAT-Curriculum
7.2 Phasenmodell und idealtypischer Ablauf
7.3 Trainingsstandards und Prinzipien
7.4 Der Heiße Stuhl
7.5 Trainingsvertrag
7.6 TrainerInnenqualifizierung
8 Empirische Evaluation
9 Kritische Würdigung
9.1 Pädagogische Problemstellungen
9.2 Rechtliche Problemstellungen
12 Informationen im Internet
Die Durchführung eines Anti-Aggressivitätstrainings ist innerhalb eines breiten rechtlichen Anwendungsbereichs möglich. Es kann im Rahmen der Hilfen zur Erziehung (§§ 27 ff. SGB VIII – Sozialgesetzbuch Achtes Buch), des Jugendgerichtsgesetz (§ 10 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 JGG) und des Jugendstrafvollzugs erfolgen. Hervorstechende pädagogische Merkmale sind das Setzen eindeutiger Grenzen, das Bestehen auf Verbindlichkeit und die Konfrontation abweichenden Verhaltens. Der Heiße Stuhl ist eine wesentliche konfrontative Technik des AAT. Als Grundsatz gilt, dass jede Konfrontation in sozialpädagogische Beziehungsarbeit einzubetten ist.
Dieses Sozialtraining verfügt über eine klare curriculare und methodische Struktur. Trainingsstandards sowie eine spezifische und geregelte Qualifizierung seiner TrainerInnen sichern eine verantwortliche Professionalität.
Das AAT ist durch mehrere Evaluationsstudien auf seine Wirksamkeit getestet. Diese sind aber nur eingeschränkt vergleichbar und bedingt generalisierbar. Gleichwohl ist von einer grundsätzlich positiven Wirkung dieses Trainings auszugehen, da es im Gegensatz zum sozial-isolierenden und repressiv-punitiven Strafvollzug eine sozialpädagogische Beziehung zu den KursteilnehmerInnen gestaltet.
Das AAT ist fachlich umstritten. Die Kritikpunkte beziehen sich u.a. auf den Vorwurf fachlicher Widersprüche zwischen Zielanspruch und konfrontativer Arbeitsweise, auf die Tatsache, dass bislang noch nicht alle emotionalen und sozialen Prozesse des Trainings umfassend genug verstanden sind sowie auf Fragen der Integration des AAT in Methodik und Ethik der Sozialpädagogik/Sozialen Arbeit. Rechtliche Bedenken bestehen in Bezug auf seine Verfassungsgemäßheit und Verhältnismäßigkeit.
Ein AAT ist in verschiedenen rechtlichen Anwendungsbereichen möglich. Es kann als Hilfe zur Erziehung gem. § 27 SGB VIII, als soziale Gruppenarbeit (§ 29 SGB VIII), in Zusammenhang mit einer Einzelbetreuung (§ 35 SGB VIII), einer stationären Unterbringung (§ 34 SGB VIII) oder einer Erziehung in einer Tagesgruppe (§ 32 SGB VIII) durchgeführt werden.
Zudem besteht die Option, das AAT auf Grundlage einer Weisung nach § 10 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 JGG als isolierte Erziehungsmaßregel oder auch Bewährungsweisung in Form eines sozialen Trainingskurses anzuordnen. Die Durchführung erfolgt im Rahmen der Jugendhilfe gem. §§ 27, 29 SGB VIII.
Darüber hinaus kann es auch im Jugendstrafvollzug als soziales Training verhängt werden. Nach § 7 Abs. 2 Nr. 6 StVollzG (Strafvollzugsgesetz) stellt es eine besondere Hilfs- und Behandlungsmaßnahme dar.
Eine Weisungsanordnung für die Teilnahme an einem sozialen Trainingskurs kann auch nach dem StGB (Strafgesetzbuch) erfolgen (Dreßing 2016, S. 34 ff.).
Das AAT wurde erstmals 1987 als ein spezielles soziales Training in der Jugendvollzugsanstalt Hameln durchgeführt und differenzierte sich über die Zeit inhaltlich und methodisch weiter aus. Sein Werdegang ist maßgeblich durch Jens Weidner bestimmt.
In den Folgejahren entwickelten sich Anti-Gewalttrainings zu einem prosperierenden Angebotssegment. Verschiedene Varianten haben sich dabei herausgebildet. Die Unübersichtlichkeit der Angebote, Ausrichtungen und Arbeitsweisen nimmt stetig zu. Angesichts dieser Tatsache ist das AAT aus Gründen der Qualitätssicherung markenrechtlich eingetragen.
Zu seiner tatsächlichen Verbreitung existieren keine belastbaren Zahlen, da aktuelle und umfassende Erhebungen fehlen. Schätzungen zufolge ist anzunehmen, dass sich die Zahl der jungen Menschen, die mit diesem Verfahren behandelt werden, im vierstelligen Bereich bewegt.
Die Fachdiskussion ordnet das AAT der Sozialpädagogik/Sozialen Arbeit zu. Seine Entwickler verstehen es als eine „sozialpädagogisch-psychologische Behandlungsmaßnahme“ (Weidner 2000) und als eine „Methodik“ der Konfrontativen Pädagogik (Weidner 2006, S. 20). Letztere wiederum begreifen sie als einen „sozialpädagogischen Handlungsstil“ (Weidner und Kilb 2011, S. 6).
Theoretisch folgt das Konzept des AAT dem Ansatz des sozial-kognitiven Lernens nach Bandura (1991). Unter einem lerntheoretischen Aspekt geht es in dem Training darum, pro-soziale Aktions- und Reaktionsformen als lohnende Alternative zu aggressiven Mustern aufzuzeigen und zu vermitteln.
Unter einem kognitionspsychologischen Gesichtspunkt wird darüber hinaus davon ausgegangen, dass jugendliche GewalttäterInnen sich innerlich von ihren gewalttätigen Verhaltensmustern distanzieren, wenn sie mit den negativen Folgen ihrer Gewalttaten konfrontiert werden und für deren Konsequenzen einstehen müssen.
Auch auf das Kohlberg’sche Stufenmodell der moralischen Entwicklung (Kohlberg und Turiel 1978) sowie den Positiven-Peer-Gruppen-Ansatz wird theoretisch rekurriert.
Methodisch folgt der Ansatz des AAT der Konfrontativen Therapie Corsinis (1983), welche gruppenorientiert und mit Elementen des Psychodrama arbeitet. Die schonungslosen Kommentare der Trainingsgruppenmitglieder sollen die Abwehr und Rechtfertigungen des einzelnen Mitgliedes kritisch hinterfragen und einen Veränderungsprozess anstoßen.
Die Technik des sog. Heißen Stuhls (siehe unten) ist durch die Psychodrama-Therapie (Moreno 2008), das konfrontative Vorgehen dieses Trainings durch die Arbeit der Glen Mills Schools angeregt.
Darüber hinaus ist die Methodik des AAT beeinflusst durch die Provokative Therapie (Farrelly und Brandsma 1986), besonders in Bezug auf Rolle und Verhalten der KursleiterInnen. Sie sollen mit Humor und Ironie provozieren, um in spezifischen Situationen Grenzerfahrungen zu evozieren, Blockaden zu entschärfen oder aufzulösen. Unter gewissen Umständen spielen sie dabei auch die Rolle eines „Advocatus diaboli“.
Das AAT wendet sich an junge gewalttätige WiederholungstäterInnen, eine vergleichsweise kleine, überwiegend männliche Population. Es erfolgt in aller Regel in Zusammenhang mit gefährlicher und schwerer Körperverletzung, Raub, räuberischer Erpressung sowie versuchten oder vollendeten Tötungsdelikten.
Die Personen dieser Zielgruppe neigen grundsätzlich zu einer sozial problematischen emotionalen Regulierung in spezifischen Reizsituationen sowie zur Überkompensation ihrer Selbstwertprobleme. Deren soziale Sensibilität und Einfühlungsvermögen bedürfen einer Schärfung und Differenzierung.
Potentielle AbsolventInnen müssen gewisse Voraussetzungen erfüllen, um an diesem Programm teilnehmen zu können. Ausschlusskriterien sind u.a. psychische Erkrankungen, Kindesmissbrauch, Kind-Eltern-Gewalt, sexuell assoziierte Gewalt, Stalking, Amok, Suizidgefährdung, Alkohol-, Drogen- und Medikamentenabhängigkeit, Zugehörigkeit zu organisierter Kriminalität.
Das AAT ist ein Spezialfall sozialen Trainings und akzentuiert zwei Aspekte: Es beabsichtigt in der sozialpädagogischen Arbeit mit wiederholt aggressiv agierenden jungen Menschen konfrontative Elemente der Erziehung neu zu beleben und darüber hinaus den bei dieser Klientel flagranten Mangel an emotionalen, sozialen und interaktiven Kompetenzen durch gezielte Förderung weitestgehend zu beseitigen.
In Anlehnung an das Kohlberg’sche Stufenmodell moralischer Entwicklung wird eine Reifung der für Mehrfachauffällige typischen präkonventionellen zu einer konventionellen Moral angestrebt (Kohlberg und Turiel 1978).
Das AAT orientiert sich in Abgrenzung zum autoritär-patriarchalischen am autoritativen Erziehungsstil im Sinne von „Wärme, Zuwendung, verständlich begründeten, klaren Strukturen und Grenzen, entwicklungsgerechten Aufgaben und Herausforderungen“ (Weidner 2006, S. 18).
Aber auch das Bestehen auf Verbindlichkeit, die Konfrontation abweichenden Verhaltensund das Aushandeln von Situationsbedeutungen innerhalb eines klar definierten Rahmens sind zentral.
Darüber hinaus will sich das AAT an Werte und Ziele des symbolischen Interaktionismus wie Empathie, Rollendistanz, Frustrations- und Ambiguitätstoleranz, ausrichten (Weidner 2006, S. 14).
In der vom Lebensalltag der ProbandInnen klar abgegrenzten Sondersituation eines sozialen Trainings entwickeln die KursleiterInnen in Auseinandersetzung mit den Gruppenmitgliedern eine pädagogisch inszenierte Konfliktkultur.
Die mittels spezifischer Techniken pädagogisch gestaltete Konfrontation dient im Wesentlichen dazu, gewaltaffine Einstellungen und Verhaltensmuster zu erschüttern, innere (Veränderungs-)Widerstände aufzubrechen, das Rollenverhalten in Peer-Kontexten zu verändern, gewaltfreie Verhaltensalternativen in Konfliktsituationen aufzuzeigen, Mitleid mit den Opfern, Schuld- und Verantwortungsgefühle zu wecken und zu fördern.
Dabei zielt das AAT besonders auf psychische Abwehrformen der Neutralisierung und Vermeidung von Schuld- und Verantwortungsgefühlen. Dieser Anspruch lässt erkennen, dass dieses Training auch therapeutische Effekte erzeugen will.
Eine verlässliche und belastbare pädagogische Beziehung zwischen den KursleiterInnen und den einzelnen Mitgliedern sowie deren aus freien Stücken erteilte Interventionserlaubnis für eine Konfrontation gelten hierfür als unverzichtbare Grundlage.
Die Herausforderung, in der „Zwangssituation“ eines angeordneten Trainings bei den einzelnen Absolventen eine intrinsische Motivation zur Verhaltensänderung aufzubauen, wird bewusst angenommen und pädagogisch gestaltet. Gruppendynamische Effekte und Wirkungen werden dabei gezielt genutzt. Angestrebt wird ein subkulturfreies Gruppenmilieu, welches die Normen der Gruppe mit den erzieherischen Vorstellungen zur Deckung bringt. Offen ist die Frage, ob bei jungen Menschen mit muslimischen Hintergrund die angenommenen Veränderungsmechanismen greifen.
Das AAT zeichnet sich durch eine klare curriculare und methodische Struktur, Trainingsstandards sowie eine spezifische und geregelte Qualifizierung seiner Trainer aus.
Da die curriculare Struktur des AAT nicht über die Qualitätsstandards abgesichert ist, variiert sie in der Praxis gelegentlich.
In einem AAT werden in aller Regel folgende curriculare Bausteine bearbeitet (vgl. auch Weidner und Sames 2011, 126 ff.):
Jedes Gruppenmitglied erkennt, welche Auslöser von Aggressionen bei ihm wirksam sind und eine soziale Situation gewaltförmig eskalieren lassen. Dabei identifiziert es alternative und gewaltfreie Verhaltens- und Reaktionsmöglichkeiten und nimmt diese für sich an.
Die gewaltaffine Einstellung, Probleme und Stresssituationen mit Aggression bewältigen oder lösen zu wollen, weicht der Einsicht, dass es vielmehr die Gewaltausübung ist, die Probleme auslöst und dass jede weitere Körperverletzung unweigerlich zu einer erneuten rechtlichen Sanktion führt. Darüber hinaus erkennen die KursteilnehmerInnen, dass die aggressive Einschüchterung anderer keinen echten Respekt oder wirkliche Anerkennung erzeugt, dass eine nachhaltige Selbstwertsteigerung über die gewalttätige Unterwerfung anderer nicht zu erzielen ist.
Durch veränderte Rollenerwartungen erfahren die AbsolventInnen einen inneren Ausgleich ihres dissonanten Selbsterlebens, welches charakterisiert ist durch eine signifikante Ambivalenz zwischen ihrem phantasierten unbesiegbaren, coolen und cleveren Idealselbst und ihrem unsicheren, leicht kränkbaren Realselbst. Auf diesem Wege gewinnen die Gruppenmitglieder Abstand von ihrer „Ideologie“, Härte würde unangreifbar machen.
Die TeilnehmerInnen erfahren in gezielt erzeugten provozierenden und emotional aufgeheizten Testsituationen die eigene Erregbarkeit sowie Aggressionsbereitschaft und die Grenzen ihrer Selbstkontrolle. Sie wenden in derartigen Situationen neu erworbene Reaktions- und Verhaltensweisen an und bleiben kontrolliert und gelassen. Diese Tests werden solange durchgehalten, wie die einzelnen Mitglieder die problematische Situation entschärfen oder deeskalieren können.
Die AbsolventInnen setzen sich schonungslos mit ihren begangenen Gewalttaten auseinander. Sie analysieren und erkennen selbstkritisch ihre vorgeschobenen Rechtfertigungsstrategien und Abwehrformen.
In Auseinandersetzung mit der Perspektive des Opfers entwickeln die KursteilnehmerInnen Gefühle der Betroffenheit, des Mitgefühls, der Empathie, der Schuld und Scham und übernehmen Verantwortung für ihr gewalttätiges Handeln. Ein Face-to-face-Gespräch mit den Opfern ist in der Regel nicht vorgesehen. Es findet nur auf deren ausdrücklichen Wunsch hin und vergleichsweise selten statt.
Subkulturelle Zwänge
Die Mitglieder analysieren kritisch die Struktur und Dynamik aggressiver subkultureller Peer-Groups, erkennen vorherrschende Rollenmuster sowie die Dynamik negativ wirkender und gewaltbereiter Führungsrollen. In Abgleich mit dem Modell einer positiven Peer-Gruppenkultur hinterfragen sie diese kritisch.
Die AbsolventInnen setzen sich mit gesellschaftlich-strukturellen Formen von Gewalt im lebensweltlichen Kontext als auch in Institutionen sozialer Kontrolle und mit der interaktionellen Dynamik von Konfliktsituationen auseinander, reflektieren und bewerten vor diesem Hintergrund empfundene Erniedrigungen sowie Angriffe auf die eigene Person und Identität.
Der Ablauf eines AAT ist in Phasen gegliedert. Die curricularen Bausteine werden den einzelnen Phasen zugeordnet. In aller Regel umfasst ein Anti-Aggressivitätstraining vier Phasen.
Beziehungsaufbau und Entwicklung des Gruppenzusammenhalts; Gewaltschilderungen der Mitglieder in der Rolle des Täters und/oder Opfers; Analyse provozierender Situationen und der Auslösemechanismen für Aggression und Gewalt; Erteilung einer Konfrontationserlaubnis
Darlegung biographischer Fakten; Beschreibung der Tathergänge; Konfrontation mit den Gewalthandlungen und ihren Folgen für die Opfer; Aufdecken und Hinterfragen der Rechtfertigungsstrategien; Diskussion über Provokation und Gewalt mit externen ExpertInnen wie z.B. Polizei, Notarzt
Coolness- und Kompetenzphase
Neubewertung gewalttätigen Verhaltens; Kosten-Nutzen-Analyse von Gewalt; Hinterfragen sub-kultureller Werte und Normen; kritische Beschäftigung mit Legendenbildungen; Selbstbeherrschungstraining; Entwicklung von Handlungskompetenz in schwierigen, bedrohlichen Situationen
Reflexions- und Nachbetreuungsphase
Reflexion des individuellen Veränderungsprozesses, der persönlichen Erfahrungen, Erlebnisse und Eindrücke im Verlauf des Trainings; Abschlussfeier und Übergabe des Zertifikats über die erfolgreiche Teilnahme; Zukunftsplanung und Klärung der Nachbetreuung sowie möglicher Risikofaktoren; Erfahrungsberichte Ehemaliger
Ein Vorgespräch geht diesem Prozess voran. In diesem werden im Wesentlichen allgemeine (Verhaltens-)Regeln und Ausschlusskriterien, die Folgen von Abbruch oder von unentschuldigtem Fehlen erörtert. Darüber hinaus werden die Rollen der TrainerInnen erklärt und ihre Kompetenzen dargelegt. Am Ende dieses Gesprächs steht der Abschluss eines Trainingsvertrags.
Die Trainingsstandards machen verbindliche Aussagen zur Zielgruppe (siehe oben), regeln die Ausschlusskriterien (siehe oben) und weitere inhaltliche Belange. Zu nennen sind:
Grundsätzliche Ausrichtung des Zeitrahmens eines Trainings an dem Fortgang des pädagogischen Prozesses (Beziehungsaufbau; konstruktives Arbeitsbündnis; angemessene individuelle Betreuungsintensität).
Empfehlungen zur Trainingsdauer (mindestens 4 bis zu 6 Monate), zur zeitlichen Intensität (pro Teilnehmer mindestens 12 Stunden) sowie zu Möglichkeiten des Verblockens eines Trainings im Rahmen von Wochenendsitzungen.
Angaben zur personellen Besetzung der Gruppenleitung (zwei professionelle GruppenleiterInnen mit abgeschlossenem Hochschulstudium in einschlägigen Fächern; eine Person muss über eine qualifizierte Zusatzausbildung zum AAT-Trainer sowie über Selbsterfahrungen auf dem Heißen Stuhl verfügen).
Akzeptanz einer sekundären Einstiegsmotivation (z.B. richterlicher Druck; anstehende Gerichtstermine; drohender Widerruf) verbunden mit dem Anspruch, dass die AbsolventInnen im Verlauf der Phase der Integration (siehe oben) eine primäre Motivation aufbauen.
Ausrichtung des AAT an den Prinzipien rückfallpräventiven Arbeitens (Risiko-, Bedürfnis- und Ansprechbarkeitsprinzip).
Non-touch-Gebot (Vermeidung von Berührungen; Körperkontakte dienen lediglich der Kontaktaufnahme, Vertrauensbildung, Beziehungsarbeit und der fachgerechten Umsetzung körperorientierter Verfahren).
Orientierung des AAT an einem „optimistischen Menschenbild“ (respektvoller Umgang der Gruppenmitglieder untereinander; die TrainerInnen zeigen ein professionelles Verständnis für die den Delikten zu Grunde liegende individuelle Bedürfnisstruktur ohne aber mit den Taten einverstanden zu sein; Offenheit der Persönlichkeit jedes Einzelnen, seinen Fertigkeiten und Fähigkeiten sowie schlummernden Potenzialen gegenüber).
Der Heiße Stuhl ist ein zentraler und verpflichtender Bestandteil des AAT. Diese Technik kommt im Verlauf der Konfrontationsphase zur Anwendung, ist von Kommunikation und Interaktion bestimmt und in einem hohen Maße auf Bedarf, Risiko und Ansprechbarkeit eines jeden Kursmitgliedes abgestimmt. Der Aufbau einer belastbaren Beziehungen zwischen TrainerIn und AbsolventIn ist Voraussetzung für eine Konfrontation auf dem Heißen Stuhl.
Im Rahmen vereinbarter klarer Grenzen findet zwischen den TrainerInnen und den jeweils Betroffenen ein konsequent und fair geführter verbaler Schlagabtausch statt, der – idealtypisch betrachtet – bewirken soll, dass die einzelne TeilnehmerIn in Auseinandersetzung auch mit der Gruppe sich mit der begangenen Gewalttat und den Folgen selbstkritisch auseinandersetzt, die eigenen Neutralisierungsversuche erkennt, Schuld- und Schamgefühl entwickelt und für ihr gewalttätiges Handeln und Verhalten Verantwortung übernimmt. Die Technik des Heißen Stuhls erfordert ein empathisches und respektvolles Vorgehen der KursleiterInnen.
Die Teilnahme an einem von einer freien TrägerIn angebotenen AAT ist vertraglich geregelt. Die Vertragsunterzeichnung ist Voraussetzung für die Durchführung des Trainings. Es handelt sich um einen zivilrechtlichen Vertrag zwischen der potentiellen AbsolventIn und der TrägerIn der AAT-Maßnahme, vertreten durch die jeweiligen GruppenleiterInnen, als Teil eines sozialrechtlichen Dreiecksverhältnisses. Der Vertrag beinhaltet die Teilnahmebedingungen und Kursregeln, teilweise auch die Berechtigung zur Intervention durch die TrainerInnen (Dreßing 2016, S. 254).
Das Deutsche Institut für Konfrontative Pädagogik (IKD) bietet für (sozial-)pädagogische Fachkräfte und LehrerInnen eine berufsbegleitende Zusatzqualifizierung an. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die AbsolventInnen ein Zertifikat als AAT/CT-TrainerIn. Aus Gründen der Qualitätssicherung ist diese Zertifizierung standardisiert und beim deutschen Marken- und Patentamt geschützt.
Ab 2017 ist die TrainerInnenlizenz spätestens drei Jahre nach Abschluss des Zusatzstudiums im Rahmen einer Nachqualifizierung zu aktualisieren.
Sozialpädagogik und Soziale Arbeit haben ihre Maßnahmen und Praktiken weitgehend empirisch und systematisch unhinterfragt habitualisieren und tradieren können. Insofern kann konstatiert werden, dass das AAT – in diesem Kontext betrachtet – als ein gut evaluiertes Verfahren einzustufen ist.
Eine empirische Sekundäranalyse der wichtigsten Evaluationsstudien, deren Ergebnisse in der Fachliteratur positionsabhängig interpretiert werden, zeigt jedoch, dass diese nur eingeschränkt vergleichbar und generalisierbar sind, da sich ihre Designs und Parameter unterscheiden und deren methodische Qualität grundsätzlich nicht an die üblicher Therapiestudien heranreicht.
Die Erfassung von Aggressivitätsfaktoren und interindividueller Persönlichkeitsunterschiede erweisen sich in ihrer Validität in Bezug auf die Feststellung einer Wirksamkeit des AAT als begrenzt, da sie lediglich Veränderungen in der Selbstwahrnehmung der Befragten messen, resp. keine unmittelbare Einstellungs- und Verhaltensänderung erfassen können (Dreßing 2016, 129 ff.).
Gleichwohl sind mit gutem Grund positive Trainingseffekte des AAT zu unterstellen, von denen allerdings, nach heutigem Erkenntnisstand, keine nachhaltigen gewaltreduzierenden Wirkungen per se ausgehen, allerdings aber auch keine kontraproduktiven.
Von daher ist von einer allgemeinen positiven Wirkung dieses Sozialtrainings auszugehen, auch und besonders seines Ansatzes wegen, der ganz im Gegensatz zum repressiv-punitiven und sozial isolierenden Strafvollzug eine professionelle sozialpädagogische Beziehung zu den einzelnen AbsolventInnen aufbaut.
Seit Einführung des AAT wird seine pädagogische Eignung kontrovers diskutiert. Das Konzept ist umstritten. Teilweise geht es dabei aber weniger um den Austausch differenzierender, wissenschaftlicher Argumente, sondern mehr um einen Disput konträrer Positionen.
Die Praxis vieler Jugendämter und Jugendgerichte sowie auch die weite Verbreitung des AAT lassen jedoch darauf schließen, dass diese Maßnahme als eine geeignete sozialpädagogisch ausgerichtete Gewaltprävention angesehen wird.
Dieses Sozialtraining richtet sich mit einem in Teilen differenziert ausformulierten Konzept, klarem Wirkversprechen sowie empirisch evaluiert an eine Zielgruppe, welche auf akzeptierende, auf dem Aushandlungsparadigma beruhende sozialpädagogische und rehabilitative Lern- und Förderangebote nur schwer oder überhaupt nicht anspricht. Dieses Trainingsverfahren eröffnet somit die Chance eines spezifischen Angebots für jugendliche und heranwachsende gewaltbereite IntensivtäterInnen, statt sie lediglich im Strafvollzug zu verwahren.
Die im Folgenden aufgeführten kritischen Einwendungen sind exemplarischer Natur und weisen auf wichtige Entwicklungsaufgaben in Bezug auf Ansatz und Methodik des AAT hin.
Das Konzept dieses sozialen Trainings setzt sich nicht systematisch mit den Ursachen und Kontexten gewaltförmigen Verhaltens auseinander. Gewaltbereitschaft wird vielmehr auf eine Eigenschaft der TäterIn reduziert und somit gesellschaftlich und sozial dekontextualisiert (Scherr 2018). Dieser Kritik steht die Tatsache gegenüber, dass es sich bei nicht wenigen AbsolventInnen dieser Maßnahme um sog. „Early Starters“ handelt, bei denen sich auf Grund ungünstiger Sozialisationsbedingungen bereits stabile aggressive Persönlichkeitsmuster und Verhaltensstörungen herausgebildet haben.
Durch das konfrontative Vorgehen und die Technik des Heißen Stuhls werden bei den TrainingsteilnehmerInnen bewusst intensive emotionale Prozesse ausgelöst, welche ganz essentiell für die Entwicklung einer Veränderungsmotivation sind. Jedoch werden diese nicht differenziert wissenschaftlich analysiert und reflektiert.
Das deutlich interventionistisch angelegte AAT will im Sinne interaktionistisch ansetzender Theorien (siehe oben) helfen die Interaktionskompetenz der jungen Menschen zu fördern und zu entwickeln. Ungeklärt ist bislang aber, wie mittels eines konfrontativen Verfahrens dieses Ziel angestrebt werden kann.
Angesichts des Umstandes, dass dem konfrontativen Sozialcharakter des AAT Qualitäten innewohnen wie z.B. Demütigungen oder ironische Sticheleien, die die Machtgelüste der AbsolventInnen bestätigen, dass Provokation und Konfrontation selbst Momente von Gewalt beinhalten können und den Aufbau vertrauensvoller Beziehungen zu konterkarieren vermögen, steht in Frage, ob dieses Training seine Ziele umfassend erreichen kann (u.a. Plewig 2007).
Es greift zu kurz, konfrontative Verfahren als eine Art gezielt eingesetztes „Medikament“ gegen gewaltförmiges Verhalten junger Menschen zu verstehen. Angesichts der bislang ungelösten Transferproblematik (Walkenhorst 2006) ist eine Integration des AAT in den sozialpädagogischen Methodenkontext zwingend, und das nicht nur aus Gründen einer umfassenden Nachsorge. Eine weit greifende sozialpädagogische Methodenstrategie scheint die beste Wahl zu sein, die Nachhaltigkeit dieses Trainings auch unter Milieubedingungen wahrscheinlich werden zu lassen (Krüger 2011).
Es ist zu klären, welchen systematischen und inhaltlichen Ort dem AAT in der Sozialpädagogik/Sozialen Arbeit zukommt. Als Maßnahme des KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz, SGB VIII) firmiert es als soziale Gruppenarbeit, kann aber auf Grund seines Ansatzes und hohen Spezialisierung nicht unreflektiert mit der sozialpädagogischen Basismethode Soziale Gruppenarbeit gleichgesetzt werden. Fachwissenschaftlich ist zu klären, ob dieses Training überhaupt eine besondere Form oder ein spezielles Verfahren der Sozialen Gruppenarbeit darstellen kann. Diesbezüglich ist zu prüfen, inwieweit das AAT mit der Philosophie und methodischen Arbeitsweise Sozialer Gruppenarbeit kommensurabel ist (Krüger 2011).
Mit der Anordnung und Durchführung eines AAT sind Rechtsfragen verbunden, die im Zuge der kontroversen Fachdiskussion um die konfrontative Pädagogik kritische Einwände evozieren (u.a. Plewig 2007). Beispielhaft lassen sich folgende Vorbehalte anführen:
Die im Rahmen staatlicher Gewaltausübung vom AAT explizit angestrebte Einstellungs- und Verhaltensänderung breche die Identität des Einzelnen und verstoße so gegen das Gebot der Unantastbarkeit der Würde des Menschen (Rzepka 2005).
Die Erzwingung eines Trainings in den mit einem Erziehungsauftrag versehenen Institutionen des Jugendstrafvollzugs und der Jugendhilfe sei rechtlich nicht vertretbar, da diese sich an rechtsfähige Personen wenden. Besonders bei konfrontativen Prozessen muss die Mitwirkungsbereitschaft der AbsolventInnen gewahrt bleiben, Zwang darf diese nicht unterlaufen.
Die rechtliche Analyse von Dreßing (2016) gelangt zu dem Ergebnis, dass die Anordnung eines AAT, als Soziale Gruppenarbeit, soziales Training oder sozialen Trainingskurs, verfassungsmäßig ist und das konfrontative Vorgehen keinen eigenständigen Grundrechtsverstoß darstellt.
Darüber hinaus sind die konzeptionellen Anforderungen des AAT an die Mitwirkungsbereitschaft rechtlich zu berücksichtigen. Ebenfalls begründen die rechtlichen Bedingungen einen „mehr oder weniger stark ausgeprägten Zwangsrahmen“ (Dreßing 2016, S. 196), welcher aber unter dem „Vorbehalt der erzieherischen Sinnhaftigkeit“ steht und auf „eine motivierende Wirkung zu begrenzen“ (Dreßing 2016, S. 197) ist.
Die Anordnung eines AAT ist grundsätzlich verhältnismäßig, allerdings muss die Erforderlichkeit dieser Maßnahme im Einzelfall gewährleistet sein, insbesondere auf Grund der „zu unspezifischen Zielgruppenbestimmung des AAT“ (Dreßing 2016, S. 301). Es bedarf einer genauen Prüfung, „für welche Teilnehmer das konfrontative Vorgehen geeignet ist.“ (Dreßing 2016, S. 324)
Dreßing, Claudia, 2016. Das Anti-Aggressivitätstraining als Maßnahme der Jugendhilfe und Jugendstrafrechtspflege [Dissertation]. Heidelberg: Universität Heidelberg, Lit.-Verlag. ISBN 978-3-643-13513-1 [Rezension bei socialnet]
Farrelly, Frank und Jeffrey M. Brandsma, 1986. Provokative Therapie. Berlin Heidelberg: Springer. ISBN 978-3-540-16666-5
Haug, Sonja, 2010. Jugendliche Migranten – muslimische Jugendliche: Gewalttätigkeit und geschlechterspezifische Einstellungsmuster [online]. Berlin: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugendliche [Zugriff am 18.05.2018]. PDF e-Book Verfügbar unter: https://www.bmfsfj.de/blob/jump/74634/gewalttaetigkeit-maennliche-muslimische-jugendliche-data.pdf
Kohlberg, Lawrence und Elliot Turiel, 1978. Moralische Entwicklung und Moralerziehung. In: Gerhard Heik Portele, Hrsg. Sozialisation und Moral. Neuere Ansätze zur moralischen Entwicklung und Erziehung. Weinheim: Beltz, S. 13–80. ISBN 978-3-407-51134-8
Krüger, Gerd, 2011. Soziale Gruppenarbeit und Konfrontative Pädagogik. In: Jens Weidner und Rainer Kilb, Hrsg. Handbuch konfrontative Pädagogik. Grundlagen und Handlungsstrategien zum Umgang mit aggressivem und abweichendem Verhalten. Weinheim: Juventa Verlag, S. 350–374. ISBN 978-3-7799-0796-1.
Moreno, Jacob L., 2008. Gruppenpsychotherapie und Psychodrama: Einführung in die Theorie und Praxis. 6. unveränderte Auflage. Stuttgart: Thieme. ISBN 978-3-13-378706-2
Plewig, Hans-Joachim, 2011. Neue deutsche Härte. Die ‚Konfrontativen Pädagogik‘ auf dem Prüfstand. In: Bernd Dollinger und Henning Schmidt-Semisch, Hrsg. Handbuch Jugendkriminalität. Kriminologie und Sozialpädagogik im Dialog. 2., durchgesehene Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften / Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH Wiesbaden, S. 427–439. ISBN 978-3-531-18090-8. Verfügbar unter: 10.1007/978-3-531-94164-6_29
Rzepka, Dorothea, 2005. Anti-Aggressivitäts-Training-Anmerkungen aus verfassungsrechtlicher und kriminologischer Sicht. In: Behindertenpädagogik – Vierteljahresschrift für Behindertenpädagogik und Integration Behinderter in Praxis, Forschung und Lehre, 44(4), S. 372–384.. ISBN 978-3-8980-6492-7
Scherr, Albert, 2018. Mit Härte gegen Gewalt? [online]. Kritische Anmerkungen zum Anti-Aggressivitäts- und Coolness-Training [Zugriff am: 10.04.2018]. PDF e-Book. Verfügbar unter http://www.sozialarbeit.ch/dokumente/haerte_und_gewalt.pdf
Walkenhorst, Philipp, 2006. Anmerkungen zu einer „Konfrontativen Pädagogik“. In: Jens Weidner und Rainer Kilb, Hrsg. Konfrontative Pädagogik. Konfliktbearbeitung in Sozialer Arbeit und Erziehung. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften / GWV Fachverlage GmbH Wiesbaden, S. 77–116. ISBN 978-3-531-15010-9.
Weidner, Jens, 2000. Stichwort AAT. In: Franz Stimmer, Hilde van den Boogaart und Günter Rosenhagen, Hrsg. Lexikon der Sozialpädagogik und der Sozialarbeit. 4., völlig überarb. und erw. Auflage. München: Oldenbourg, S. 33–37. ISBN 978-3-486-25369-6.
Weidner, Jens, 2006. Konfrontation mit Herz: Eckpfeiler eines neuen Trends in Sozialer Arbeit und Erziehungswissenschaft. In: Jens Weidner und Rainer Kilb, Hrsg. Konfrontative Pädagogik. Konfliktbearbeitung in Sozialer Arbeit und Erziehung. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften / GWV Fachverlage GmbH Wiesbaden, S. 11–25. ISBN 978-3-531-15010-9.
Weidner, Jens, 2011. Das Anti-Aggressivitäts-Training (AAT) in der Konfrontativen Pädagogik: Lerntheoretische Grundlagen und Forschungsergebnisse zur Behandlung gewalttätiger Intensivtäter. In: Jens Weidner und Rainer Kilb, Hrsg. Handbuch konfrontative Pädagogik. Grundlagen und Handlungsstrategien zum Umgang mit aggressivem und abweichendem Verhalten. Weinheim: Juventa Verlag, S. 13–29. ISBN 978-3-7799-0796-1.
Weidner, Jens und Rainer Kilb, Hrsg., 2011. Handbuch konfrontative Pädagogik. Grundlagen und Handlungsstrategien zum Umgang mit aggressivem und abweichendem Verhalten. Weinheim: Juventa Verlag. Handbuch. ISBN 978-3-7799-0796-1.
Weidner, Jens und Karl-Heinz Sames, 2011. Curriculum und Methodik des Anti-Aggressivitäts-Trainings. In: Jens Weidner und Rainer Kilb, Hrsg. Handbuch konfrontative Pädagogik. Grundlagen und Handlungsstrategien zum Umgang mit aggressivem und abweichendem Verhalten. Weinheim: Juventa Verlag, S. 126–131. ISBN 978-3-7799-0796-1.
Hyder, Bernd, 2016. Gewalt: Das Dilemma mit dem Selbstwert. Die Klientzentrierte-Gewalt-Analyse als neue Methode im Anti-Aggressivitäts-Training. Stuttgart: ibidem. ISBN 978-3-8382-0922-7 [Rezension bei socialnet]
Schawohl, Horst, 2013. Kommunikation als motivationaler Faktor für die Arbeit mit gewaltbereiten Jugendlichen: „Das ist der einzige Grund, warum Sie so mit uns reden dürfen“. Mönchengladbach: Forum Godesberg. ISBN 978-3-942865-07-4 [Rezension bei socialnet]
Deutsches Institut für Konfrontative Pädagogik (IKD) – Grundlagen: Konfrontative Pädagogik
Krüger, Gerd, 2018. Anti-Aggressivitäts-Training [online]. socialnet Lexikon. Bonn: socialnet, 24.05.2018 [Zugriff am: 02.04.2020]. Verfügbar unter: https://www.socialnet.de/lexikon/Anti-Aggressivitaets-Training