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Timestamp: 2020-03-31 20:20:41
Document Index: 384520021

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 3', '§ 25', '§ 25', '§ 38', '§ 11', '§ 17', '§ 2', '§ 8', '§ 10', '§ 11']

§ 26 - In-Kraft-Treten
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: Inhaltsübersicht, §§ 3, 5 und 13 geändert, § 25 aufgehoben durch Verordnung vom 27.01.2020 (Nds. GVBl. S. 26)
Inhaltsverzeichnis 07.02.2020
§ 25 - (aufgehoben) 07.02.2020
1 Für die Durchführung der Jägerprüfung wird bei der Jagdbehörde eine Prüfungskommission unter Vorsitz der Kreisjägermeisterin oder des Kreisjägermeisters gebildet. 2 Stellvertreterin oder Stellvertreter für den Vorsitz ist die nach § 38 Abs. 4 Satz 1 des Niedersächsischen Jagdgesetzes gewählte Person. 3 Die Kreisjägermeisterin oder der Kreisjägermeister beruft die weiteren Mitglieder der Prüfungskommission für die Dauer von fünf Jahren. 4 Die Mitglieder der Prüfungskommission müssen jagdpachtfähig sein. 5 Das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission sorgt für die Organisation und den Ablauf der Jägerprüfung, soweit nichts anderes bestimmt ist.
(1) 1 Für die jeweilige Jägerprüfung bildet das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission aus den Mitgliedern der Prüfungskommission für
jeweils einen Prüfungsausschuss. 2 Jeder Prüfungsausschuss besteht aus mindestens zwei Mitgliedern. 3 Wer bei der Ausbildung mitgewirkt hat, darf einem Prüfungsausschuss nicht angehören. 4 Das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission überträgt jeweils einem Mitglied des Prüfungsausschusses den Vorsitz. 5 Das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission kann die Zusammensetzung der Prüfungsausschüsse auch während der Jägerprüfung ändern.
(2) 1 Der Prüfungsausschuss entscheidet mit Stimmenmehrheit. 2 Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des vorsitzenden Mitglieds den Ausschlag.
(4) 1 Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission erhalten für jeden angefangenen Tag, an dem sie an einer Prüfung mitwirken, eine Vergütung in Höhe von 80 Euro. 2 Zusätzlich sind die Fahrtkosten in entsprechender Anwendung der für Landesbeamte geltenden reisekostenrechtlichen Vorschriften zu erstatten.
(2) 1 Zur Prüfung ist von der Jagdbehörde zuzulassen, wer
2 Andere Personen dürfen nicht zugelassen werden.
(3) 1 Die Jägerprüfung ist nicht öffentlich. 2 Bei der Jägerprüfung, ausgenommen die Beratung der Prüfungsausschüsse, dürfen anwesend sein
(1) 1 Im Jagdlichen Schießen hat der Prüfling auf einem Schießstand die sichere Handhabung der Schusswaffe und seine Schießfertigkeit nachzuweisen. 2 Er hat hierzu unter Beachtung der Schießvorschriften des Deutschen Jagdschutz-Verbandes die folgenden Leistungen zu erbringen:
3 Stehen einer Jagdbehörde nicht genügend Wurfscheibenschießstände zur Verfügung, so kann die oberste Jagdbehörde auf Antrag der Jagdbehörde zulassen, dass für einen bestimmten Zeitraum von höchstens zwei Jahren anstelle des Ziels Wurfscheibe das Ziel Kipphase verwendet wird; in diesem Fall beträgt das Mindestergebnis zehn Treffer.4 Werden die geforderten Leistungen nicht erbracht, so ist das Schießen in der betreffenden Disziplin einmal, auf Wunsch des Prüflings auch am selben Tage, zu wiederholen.
1 Der Prüfling hat in der schriftlichen Prüfung in jedem der in der Anlage 1 genannten Fachgebiete 20 Fragen im Multiple-Choice-Verfahren unter Aufsicht zu beantworten. 2 Die Bearbeitungszeit für die Fragen eines Fachgebiets beträgt 30 Minuten. 3 Die Fragen wählt das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission aus einem Fragenkatalog der obersten Jagdbehörde aus.
(1) 1 Die mündlich-praktische Prüfung wird in einem Jagdrevier abgehalten und erstreckt sich auf die in der Anlage 1 genannten Fachgebiete. 2 Zu Beginn werden auf dem Jagdhorn fünf Jagdsignale geblasen, aus denen der Prüfling die drei sicherheitsrelevanten Leitsignale "Anblasen des Treibens", "Treiber in den Kessel" und "Aufhören zu schießen" erkennen muss.
(1) 1 In der schriftlichen Prüfung wird die Antwort auf jede Frage mit 0, 1 oder 2 Punkten bewertet. 2 2 Punkte werden vergeben, wenn alle richtigen Antwortmöglichkeiten markiert sind. 3 1 Punkt wird vergeben, wenn nur eine von mehreren richtigen Antwortmöglichkeiten markiert ist. 4 0 Punkte werden vergeben, wenn eine falsche Antwortmöglichkeit markiert ist, und zwar unabhängig davon, ob auch eine richtige Antwortmöglichkeit oder mehrere richtige Antwortmöglichkeiten markiert sind, oder wenn keine Antwortmöglichkeit markiert ist.5 Daraus ergeben sich je Fachgebiet die Noten:
(3) 1 Die Leistungen in jedem Fachgebiet der mündlich-praktischen Prüfung sind mit folgenden Noten zu bewerten:
2 Zwischennoten werden nicht erteilt.
(4) 1 Die Leistungen in der mündlich-praktischen Prüfung werden von den hierfür eingeteilten Mitgliedern des Prüfungsausschusses bewertet. 2 Die Bewertenden entscheiden mit Stimmenmehrheit. 3 Bei Stimmengleichheit setzt das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses die Note für das Fachgebiet fest und begründet seine Entscheidung schriftlich.
(1) 1 Zur Ermittlung des Gesamtergebnisses der Jägerprüfung wird aus den Notenwerten der schriftlichen und der mündlich-praktischen Prüfung das arithmetische Mittel bis auf eine Dezimalstelle ohne Rundung errechnet. 2 Die Mittelwerte sind den Noten wie folgt zugeordnet:
1 Über den Verlauf der Jägerprüfung ist eine Niederschrift zu fertigen und vom vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen. 2 Die Leistungen im Jagdlichen Schießen sind in einer Schießliste festzuhalten, die Bestandteil der Niederschrift ist.
1 Wer die Jägerprüfung bestanden hat, erhält von der Jagdbehörde ein Zeugnis. 2 Wer die Jägerprüfung nicht bestanden hat, erhält hierüber einen Bescheid.
(2) 1 Wird der Rücktritt genehmigt, so gilt die Jägerprüfung oder der Prüfungsabschnitt als nicht unternommen. 2 Die Genehmigung darf nur erteilt werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, insbesondere wenn der Prüfling die Jägerprüfung oder den Prüfungsabschnitt wegen Krankheit nicht ablegen kann; die Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses kann verlangt werden.
1 Hat ein Prüfling die Jägerprüfung nach dieser Verordnung nicht bestanden, so kann er sie wiederholen. 2 Wird die Zulassung zur Wiederholung der Jägerprüfung innerhalb eines Jahres nach Bekanntgabe des Bescheides nach § 11 Satz 2 beantragt, so werden auf Verlangen des Prüflings auf die Wiederholungsprüfung angerechnet die Prüfungsleistungen
3 Bei einer weiteren Wiederholung können nur Leistungen aus einer unmittelbar vorangegangenen Prüfung angerechnet werden. 4 Ist die Prüfung bereits unter Inanspruchnahme des Satzes 2 einmal wiederholt worden, so ist die Jägerprüfung insgesamt zu wiederholen.
1 Versucht ein Prüfling, das Ergebnis der Jägerprüfung oder einzelner Prüfungsabschnitte durch Täuschung zu beeinflussen, so nimmt er zunächst weiter an der Prüfung teil. 2 Über die Folgen eines Täuschungsversuchs entscheidet der Prüfungsausschuss. 3 Je nach Schwere der Verfehlung kann von Maßnahmen abgesehen, die Wiederholung der betreffenden Prüfungsleistung angeordnet, die betreffende Prüfungsleistung mit "ungenügend" bewertet oder die Jägerprüfung insgesamt für nicht bestanden erklärt werden.
1 Es kann eine eingeschränkte Jägerprüfung durchgeführt werden. 2 Sie dient als Zulassungsvoraussetzung für die Falknerprüfung. 3 Auf sie sind die im Zusammenhang mit dem Schusswaffengebrauch und den Jagdsignalen stehenden Vorschriften nicht anzuwenden. 4 Die erfolgreich abgelegte eingeschränkte Jägerprüfung kann nicht durch eine spätere Zusatzprüfung zur Jägerprüfung erweitert werden.
1 Für die Durchführung von Falknerprüfungen wird bei der Landesjägerschaft eine Prüfungskommission gebildet. 2 Die oberste Jagdbehörde beruft auf Vorschlag der Falknerorganisationen, des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küstenschutz und Naturschutz und der Landesjägerschaft für die Dauer von fünf Jahren das vorsitzende Mitglied sowie das stellvertretende vorsitzende Mitglied und die weiteren Mitglieder der Prüfungskommission. 3 Die Falknerorganisationen haben das Vorschlagsrecht für die Hälfte der Mitglieder und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küstenschutz und Naturschutz und die Landesjägerschaft für je ein Viertel der Mitglieder. 4 Die Mitglieder der Prüfungskommission müssen jagdpachtfähig sein.
1 Die Falknerprüfung wird von einem Prüfungsausschuss abgenommen. 2 Das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission beruft aus den Mitgliedern der Prüfungskommission einen oder mehrere Prüfungsausschüsse unter Berücksichtigung der Vorschlagsanteile nach § 17 Satz 3. 3 § 2 Abs. 1 Sätze 3 und 5 sowie Abs. 2 bis 4 gilt entsprechend.
1 Zur Falknerprüfung ist von der Landesjägerschaft zuzulassen, wer die Jägerprüfung oder die eingeschränkte Jägerprüfung bestanden hat. 2 Die Zugelassenen sind spätestens eine Woche vor der Prüfung von der Landesjägerschaft zu laden.
(2) 1 Die Falknerprüfung ist nicht öffentlich. 2 Bei der Falknerprüfung dürfen anwesend sein
1 Der Prüfling hat in der schriftlichen Prüfung in jedem der in der Anlage 2 genannten Fachgebiete zehn Fragen zu beantworten. 2 Die Bearbeitungszeit für die Fragen eines Fachgebiets beträgt 30 Minuten. 3 Die Fragen bestimmt das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission.
1 Die mündlich-praktische Prüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 2 genannten Fachgebiete. 2 Die Prüfung kann als Gruppenprüfung durchgeführt werden. 3 Auf jeden Prüfling sollen je Fachgebiet etwa zehn Minuten entfallen.
(1) 1 In der schriftlichen Prüfung wird die Antwort auf jede Frage mit 0, 1 oder 2 Punkten bewertet. 2 Daraus ergeben sich je Fachgebiet die Noten:
3 § 8 Abs. 2 bis 4 gilt entsprechend.
1 Hat ein Prüfling die Falknerprüfung nicht bestanden, so kann er sie wiederholen. 2 Prüfungsleistungen werden auf eine Wiederholungsprüfung nicht angerechnet. 3 § 10 Satz 1 und die §§ 11, 12 und 14 gelten für die Durchführung der Falknerprüfung entsprechend mit der Maßgabe, dass das Prüfungszeugnis von der Landesjägerschaft ausgestellt wird.