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Timestamp: 2020-08-10 06:15:46
Document Index: 308825308

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§3', '§ 3', '§ 3', '§3', '§4', '§ 14']

Umwandlung selbstbewohnter Eigentumswohnung in Mietwohnung im Forum für Immobilienrecht
Umwandlung selbstbewohnter Eigentumswohnung in Mietwohnung
Beitrag von Redwood » 15.11.12, 20:22
In einem Mehrfamilienhaus wohnen die Wohnungseigentümer selbst.
Wenn jetzt ein Eigentümer seine Wohnung vermietet, so gelten plötzlich strengere Anforderungen, z.B:
- geeichte Heizkostenverteiler (bisher uralte Verdunster, deren Messergebnisse aber akzeptiert wurden)
- geeichte Warmwasserkostenverteiler (s.o.)
- Legionellenuntersuchung
Das alles ist mit enormen Anfangs- und laufenden Kosten verbunden.
Müssen dies die übrigen Eigentümer dulden, die ja keinerlei Vorteile haben?
Oder hat ggf. der Vermieter die Kosten zu tragen, nach dem Prinzip "wer anschafft, bezahlt"?
Re: Umwandlung selbstbewohnter Eigentumswohnung in Mietwohnu
Beitrag von RM » 15.11.12, 20:57
Redwood hat geschrieben: In einem Mehrfamilienhaus wohnen die Wohnungseigentümer selbst.
Durch die Vermietung einer Eigentumswohnung ändert sich die Rechtslage nicht.
- Die Verdunster sind nach wie vor zulässig. Geeichte Heizkostenverteiler gibt es nicht.
- Warmwasserzähler müssen nach HeizkV auch ohne Vermietung vorhanden sein.
- Die Pflicht zur Legionellenuntersuchung hängt ausschließlich von der Größe der Anlage ab. Vermietung oder Nutzung durch den Eigentümer ist irrelevant.
Jeder Eigentümer kann eine ordnungsgemäße Verwaltung verlangen. Dazu zählt eine Abrechnung, die der Heizkostenverordnung entspricht.
Beitrag von Redwood » 15.11.12, 22:40
Zitat: .. nur mit frischer,leistungsstarker Technik lässt sich eine den gültigen Normen entsprechende und rechtsichere Heizkostenrechnung erstellen
Zitat: Nutzen alle Eigentümer einer WEG die Wohnungen selbst, so können Sie gemeinsam bestimmen, wie die Heiz-/Warmwasserkosten verrechnet werden, d.h. sie müssen im Extremfall keine Messgeräte verwenden.
Also ändert sich die Rechtslage durch eine Vermietung
RM hat geschrieben: - Warmwasserzähler müssen nach HeizkV auch ohne Vermietung vorhanden sein.
RM hat geschrieben: - Die Pflicht zur Legionellenuntersuchung hängt ausschließlich von der Größe der Anlage ab. Vermietung oder Nutzung durch den Eigentümer ist irrelevant.
- wenn Warmwasserspeicher ein Volumen von über 400 Liter hat oder der Leitungsinhalt ......
-das Gebäude über mehr als zwei Wohnungen verfügt, von denen mindestens eine vermietet ist
Es ist also keinesfall irrelevant ob Vermietung oder Nutzung durch den Eigentümer
Beitrag von RM » 16.11.12, 14:01
Redwood hat geschrieben: Es ist also keinesfall irrelevant ob Vermietung oder Nutzung durch den Eigentümer
Wenn "Zitat: .. nur mit frischer,leistungsstarker Technik lässt sich eine den gültigen Normen entsprechende und rechtsichere Heizkostenrechnung erstellen" gilt, bleibt nur die Anschaffung frischer, leistungsstarker Technik und der Verfasser des zitierten Textes hat sein Ziel erreicht.
HIer gilt: selbst denken macht schlau...
Im übrigen verbessert ein Blick ins Gesetz regelmäßig die Rechtskenntnis...
Schon im § 3 Satz 1 HeizkV ist nachzulesen, dass die Aussage "Zitat: Nutzen alle Eigentümer einer WEG die Wohnungen selbst, so können Sie gemeinsam bestimmen, wie die Heiz-/Warmwasserkosten verrechnet werden, d.h. sie müssen im Extremfall keine Messgeräte verwenden." nur bei völliger Ahnungslosigkeit erklärbar ist.
Es gibt durchaus ein paar Ausnahmen von der Verpflichtung zur Abrechnung von Heiz- und Warmwasserkosten nach Heizkostenverordnung. Selbstnutzung von Eigentumswohnungen gehört allerdings nicht dazu.
Beitrag von Redwood » 16.11.12, 14:13
Klar ist leider nur, dass nichts klar ist und dass die Aussagen von RM zum großen Teil nicht stimmten.
Beitrag von ak » 19.11.12, 12:56
RM hat geschrieben: ...- Die Pflicht zur Legionellenuntersuchung hängt ausschließlich von der Größe der Anlage ab. Vermietung oder Nutzung durch den Eigentümer ist irrelevant. ...
Aus der TrinkwV 2001 i.d.F. vom 22.12.2011 entnehme ich nach meinem derzeitigen Verständnis dem §3(1)#10 das Gegenteil.
Beitrag von juggernaut » 19.11.12, 13:08
in § 3 X ist definiert, wann "gewerbliche tätigkeit" vorliegt. schön.
aber was hat das mit der untersuchungspflicht zu tun?
Beitrag von ak » 19.11.12, 16:59
juggernaut hat geschrieben: in § 3 X ist definiert, wann "gewerbliche tätigkeit" vorliegt. schön.
Weil den nach §3(1)#10 Bezeichneten §4(2, 3) obliegt.
Beitrag von juggernaut » 19.11.12, 17:50
die untersuchungspflicht regelt § 14.
Beitrag von pragmatiker » 28.11.12, 12:24
Redwood hat geschrieben:
hallo redwood, wenn man keine ahnung hat: einfach mal die klappe halten. wenn hier irgendjemand im forum wirklich ahnung vom wohn- und mietrecht hat, dann ist es RM.