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Timestamp: 2016-09-28 15:17:27
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Matched Legal Cases: ['§113', '§113', '§113', '§113', 'Art. 112', 'Art. 113', 'Art 113', 'Art. 113', 'Art. 113', 'Art. 112', 'Art. 112', 'Art. 113', 'Art 113', 'Art. 113', '§112', '§113', '§112', 'Art. 113', 'Art. 112', '§112', '§113', 'Art. 112', 'Art 113']

kaupthingforum.de: WIR. HELFEN. • Thema anzeigen - Meeting mit dem WuC 01.09.2011
Meeting mit dem WuC 01.09.2011
von k.o.pthing » Sa Sep 03, 2011 6:10 pm Margie und ich folgten einer Einladung des WuC zu einem informellen Gespräch zu dem derzeitigen Stand der Kaupthing-EDGE claims und einer Diskussion über den Fortgang des Verfahrens, d.h. unseren Forderungen und Standpunkten hinsichtlich der sich in Vorbereitung befindlichen Vergleichslösung (Composition).Der erste Punkt unserer Agenda war, offene Fragen hinsichtlich einer gegebenenfalls notwendig werdenden Bevollmachtung für ein Meeting zu klären, in welchem über einen vom WuC orgeschlagenen Vergleichsvorschlag abgestimmt werden würde.Der Vorsitzende des legal Councils des WuC klärte uns darüber auf, dass es hierfür dann standardisierte Vollmachtsformulare geben werde, jedoch alle Gläubiger mit Priority-Claims an der Abstimmung über den Vergleichsvorschlag gar nicht teilnehmen könnten, da sie ja vollständig ausbezahlt würden.Nach der derzeitigen Urteilslage in Island wären alle mit gültigem Widerspruch versehenen Claims ja als prioritär neu zu bescheiden, wobei natürlich noch das Urteil der Berufungsinstanz in den Landsbanki-Fällen abzuwarten sei. Wir regten daraufhin an, evtl. noch vor den Terminen der Hauptverhandlungen unserer Musterverfahren (Anfang November) die von uns beantragte Priorität zu gewähren und eine dementsprechende Neubescheidung anzukündigen, wenn die Landsbanki-Urteile vor dem Berufungsgericht (Supreme Court) Bestand haben. Das Hearing hier ist am Mittwoch (07.09.2011), Urteile vermutlich gegen Ende September zu erwarten. Die Ansicht, dass dieses so gehandhabt werden könnte, wurde von den WuC-Vertretern durchaus geteilt, wobei sie darauf hinwiesen, dass letzlich nur das WuC in einer solchen Frage die letzliche Entscheidung treffen kann.Dass wir diese Anregung so formulieren konnten (und das WuC in diesem Sinne überhaupt handeln könnte), ist alleine dem Umstand geschuldet, dass jetzt Mitte August alleine auf unseren Druck hin sämtliche Objections Dritter gegenüber den Bescheidung des WuC hinsichtlich der Kaupthing-EDGE Claims zurückgezogen wurden, s. hierzu mehr.Wir wiesen die WuC-Vertreter desweiteren darauf hin, dass alleine die Frage der Entscheidung für die Priorität unserer Ansprüche ja noch nicht bedeuten würde, dass kein EDGE-Kunde mehr Stimmrecht bei einer Composition-Versammlung hätte, da unserer Rechtsauffassung nach ja alle Festgeld-Gläubiger sowie die DZ-Bank Pfändungsbetroffenen ja nicht die Beträge anerkannt bekommen haben, die sich rechnerisch aus der Gutschrift der entsprechenden Zinsansprüche im Falle der Bildung eines Kontoabschlussguthabens ergeben. Diese würden ja trotz der Einräumung eines Prioritätsanspruches nicht 100% ihrer Forderung (gewährt wie alle anderen Ansprüche bis zum Winding-Up-Stichtag 22.04.2009) bekommen. Die WuC-Vertreter ließen sich dann noch einmal die von uns ja seit Beginn des Winding-Up Verfahrens geltend gemachte Rechtsauffassung, das Deutsche Vertragsrecht greife für die Berechung der Art und Höhe der Forderung durch, erläutern (es gibt Hinweise in den Landsbanki-Urteilen, dass dieses Isländische Gerichte derzeit genau so sehen) und die daraus folgernden Schlüsse hinsichtlich der AGB-Regelungen und BGB-Rechtsprechung bei Tagesgeld- und DZ-Bank-Fällen erklären.Wir regten daraufhin an, bezüglich der Verhandlungen über eine Vergleichslösung (Composition) zu bedenken, dass die bislang anerkannten Beträge bei den Festgeldkunden und den DZ-Bank-Pfändungsbetroffenen keine 100%-Entschädigung darstellen und von daher die derzeitig bezogene Rechtsposition des WuC auch jenseits der letzten Freitag (02.09.2011) fortgeführten Prozesse unserer Musterfälle in diesen beiden Fallgruppen noch einmal überdacht werden sollte. Schließlich diskutierten wir noch die Frage, ob es denn im Sinne der Großgläubiger vorstellbar sein könnte, dass neben den EDGE-Gläubigern, die bis heute auf die Einstufung ihrer Ansprüche als prioritär beharrt haben, alle anderen mit kleinsten Anteilen an einer Nachfolgekonstruktion aufgrund eines Vergleichsvorschlages (etwa Holding) beteiligt werden müssten. Dieses ließe sich in jedem Falle dadurch umgehen, dass für alle auch endgültig nach §113 anerkannten Ansprüche ein bestimmter Sockelbetrag zu 100% ausgezahlt würde (und damit diese Claiminhaber ja als vollständig Ausbezahlte ebenfalls kein Stimmrecht bei der Abstimmung über den Vergleichsvorschlag hätten). Im Falle des am weitest fortgeschrittenen Winding-Up-Verfahrens einer isländischen Bank (Straumur) ist dieser Weg wohl gewählt worden. Das WuC bestätigte, dass es genau diese Überlegungen gäbe, weil es natürlich wenig sinnvoll für evtl. das Geschäft der Bank später fortsetzen wollende große Anteilseigner sei, mit einer hohen Zahl von Miteigentümern kommunizieren zu müssen.Wir regten daraufhin an, dass bei einer Composition überlegt werden sollte, ob nicht für alle Gläubiger mit Ansprüchen nach §113 ein so hoher Sockelbetrag als 100%-Auszahlung vorgeschlagen werden könnte, dass möglichst viele (alle!) ehemaligen EDGE-Kunden, die einen Winding-Up-Claim anerkannt bekommen haben, ihre Ansprüche, berechnet zumindest bis zum Winding-Up Stichtag 22.04.2009, vollständig ausbezahlt bekämen.Wir haben den Eindruck gewonnen, dass diese Anregungen als "die Position" der EDGE-Gläubiger nun in die Beratungen von ResCom, WuC und ICC (Informal Creditors Committee, Gläubigervertreteung) einfließen werden.Nachdem noch zwei Einzelfälle durchgesprochen wurden (einer davon ist als letzter der bislang "übersehenen" Fälle unserer Bevollmachtungsliste für das erste Creditors Meeting seit gestern als der jetzt 5050. Fall der Musterfallliste (und damit als der 240. erfolgreiche "Complaint"-Fall) bestätigt, der andere betrifft einen nachweislich beim WuC eingegangenen Claim, der nie registriert wurde, hier dauern die "Ermittelungen" noch an...) bekamen wir dann noch die Gelegenheit, die Frage nach der Verantwortlichkeit für die Anteile unserer Restforderungen zu stellen, die nach dem Winding-Up-Stichtag entstanden sind. Hier kommen sowohl erneut die FME/der TIF (mit neuem Entschädigungsfall) als auch das WuC selbst (evtl. Verzugszinsanspruch) in Betracht.Am Ende besprachen wir dann noch die möglichen Effekte einer eventuellen Bestätigung des Straumur-Urteiles auf EDGE-Anspruchsteller. Das WuC wird sich mit der Frage dann aber erst konkret beschäftigen, wenn das Urteil in der Berufungsinstanz ergangen ist. (Nähere Infos Straumur-Urteil )
Re: Meeting mit dem WuC 01.09.2011
von Ice-Dealer » So Sep 04, 2011 5:30 pm Ich verstehe zwar die Hälfte Deines Berichts nicht, aber ich interpretiere die Ergebnisse als "Gutes Zeichen"?!Vielen Dank für Eure unermüdlichen Anstrengungen!
von k.o.pthing » So Sep 04, 2011 7:34 pm Hallo Ice-Dealer,bitte schreibe doch, was Du nicht verstehst, dann können wir versuchen, das zu klären.
von bankomat » Di Sep 06, 2011 11:07 am Margie und ich folgten einer Einladung des WuC zu einem informellen Gespräch zu dem derzeitigen Stand der Kaupthing-EDGE claims und einer Diskussion über den Fortgang des Verfahrens, d.h. unseren Forderungen und Standpunkten hinsichtlich der sich in Vorbereitung befindlichen Vergleichslösung (Composition).Der erste Punkt unserer Agenda war, offene Fragen hinsichtlich einer gegebenenfalls notwendig werdenden Bevollmächtigungung für ein Meeting zu klären, in welchem über einen vom WuC vorgeschlagenen Vergleichsvorschlag abgestimmt werden würde.Der Vorsitzende des legal Councils des WuC klärte uns darüber auf, dass es hierfür dann standardisierte Vollmachtsformulare geben werde, jedoch alle Gläubiger mit Priority-Claims an der Abstimmung über den Vergleichsvorschlag gar nicht teilnehmen könnten, da sie ja vollständig ausbezahlt würden.Nach der derzeitigen Urteilslage in Island wären alle mit gültigem Widerspruch versehenen Claims ja als prioritär neu zu bescheiden, wobei natürlich noch das Urteil der Berufungsinstanz in den (vergleichbaren) Landsbanki-Fällen abzuwarten sei. abzuwarten sei.Wir regten daraufhin an, evtl. noch vor den Terminen der Hauptverhandlungen unserer Musterverfahren (Anfang November) die von uns beantragte Priorität zu gewähren und eine dementsprechende Neubescheidung anzukündigen, wenn die Landsbanki-Urteile vor dem Berufungsgericht (Supreme Court) Bestand haben. Das Hearing hier ist am Mittwoch (07.09.2011), Urteile vermutlich gegen Ende September zu erwarten. Die Ansicht, dass dieses so gehandhabt werden könnte, wurde von den WuC-Vertretern durchaus geteilt, wobei sie darauf hinwiesen, dass letzlich nur das WuC in einer solchen Frage die letzliche Entscheidung treffen kann.Dass wir diese Anregung so formulieren konnten (und das WuC in diesem Sinne überhaupt handeln könnte), ist alleine dem Umstand geschuldet, dass jetzt Mitte August alleine auf unseren Druck hin sämtliche Einsprüche (Objections) Dritter gegen die Bescheidung des WuC hinsichtlich der Kaupthing-EDGE Claims zurückgezogen wurden, s. hierzu mehr.Wir wiesen die WuC-Vertreter desweiteren darauf hin, dass alleine die Frage der Entscheidung der Vorrangigkeit unserer Ansprüche ja noch nicht bedeuten würde, dass kein EDGE-Kunde mehr Stimmrecht bei einer Composition-Versammlung und der Abstimmung über Vergleichslösungen hätte, da unserer Rechtsauffassung nach ja alle Festgeld-Gläubiger sowie die DZ-Bank Pfändungsbetroffenen ja nicht die Beträge anerkannt bekommen haben, die sich rechnerisch aus der Gutschrift der entsprechenden Zinsansprüche im Falle der Bildung eines Kontoabschlussguthabens ergeben. Diese würden ja trotz der Einräumung eines Prioritätsanspruches nicht 100% ihrer Forderung (gewährt wie alle anderen Ansprüche bis zum Winding-Up-Stichtag 22.04.2009) bekommen.Die WuC-Vertreter ließen sich dann noch einmal die von uns ja seit Beginn des Winding-Up Verfahrens geltend gemachte Rechtsauffassung, das deutsche Vertragsrecht greife für die Berechung der Art und Höhe der Forderung durch, erläutern (es gibt Hinweise in den Landsbanki-Urteilen, dass dieses Isländische Gerichte derzeit genau so sehen) und die daraus folgernden Schlüsse hinsichtlich der AGB-Regelungen und BGB-Rechtsprechung bei Tagesgeld- und DZ-Bank-Fällen erklären.Wir regten daraufhin an, bezüglich der Verhandlungen über eine Vergleichslösung (Composition) zu bedenken, dass die bislang anerkannten Beträge bei den Festgeldkunden und den DZ-Bank-Pfändungsbetroffenen keine 100%-Entschädigung darstellen und von daher die derzeitig bezogene Rechtsposition des WuC auch jenseits der letzten Freitag (02.09.2011) fortgeführten Prozesse unserer Musterfälle in diesen beiden Fallgruppen noch einmal überdacht werden sollte.Schließlich diskutierten wir noch die Frage, ob es denn im Sinne der Großgläubiger vorstellbar sein könnte, dass neben den EDGE-Gläubigern, die bis heute auf die Einstufung ihrer Ansprüche als prioritär beharrt haben, alle anderen mit kleinsten Anteilen an einer Nachfolgekonstruktion aufgrund eines Vergleichsvorschlages (etwa Holding) beteiligt werden müssten. Dieses ließe sich in jedem Falle dadurch umgehen, dass für alle auch endgültig nach §113 anerkannten Ansprüche ein bestimmter Sockelbetrag zu 100% ausgezahlt würde (und damit diese Anspruchsteller ja als vollständig Ausbezahlte ebenfalls kein Stimmrecht bei der Abstimmung über den Vergleichsvorschlag hätten). Im Falle des am weitest fortgeschrittenen Winding-Up-Verfahrens einer isländischen Bank (Straumur) ist dieser Weg wohl gewählt worden.Das WuC bestätigte, dass es genau diese Überlegungen gäbe, weil es natürlich wenig sinnvoll für evtl. das Geschäft der Bank später fortsetzen wollende große Anteilseigner sei, mit einer hohen Zahl von Miteigentümern kommunizieren zu müssen.Wir regten daraufhin an, dass bei einer Vergleichslösung (composition) überlegt werden sollte, ob nicht für alle Gläubiger mit Ansprüchen nach §113 ein so hoher Sockelbetrag als 100%-Auszahlung vorgeschlagen werden könnte, dass möglichst viele (alle!) ehemaligen EDGE-Kunden, die einen Abspruch im Winding-Upanerkannt bekommen haben, ihre Ansprüche, berechnet zumindest bis zum Winding-Up Stichtag 22.04.2009, vollständig ausbezahlt bekämen.Wir haben den Eindruck gewonnen, dass diese Anregungen als "die Position" der EDGE-Gläubiger nun in die Beratungen von ResCom, WuC und ICC (Informal Creditors Committee, Gläubigervertreteung) einfließen werden.Nachdem noch zwei Einzelfälle durchgesprochen wurden (einer davon ist als letzter der bislang "übersehenen" Fälle unserer Bevollmächtigungsliste für das erste Creditors Meeting seit gestern als der jetzt 5050. Fall der Musterfallliste und damit als der 240. erfolgreiche "Complaint"-Fall) bestätigt, der andere betrifft einen nachweislich beim WuC eingegangenen Claim, der nie registriert wurde, hier dauern die "Ermittelungen" noch an...) bekamen wir dann noch die Gelegenheit, die Frage nach der Haftung für die Anteile unserer Restforderungen zu stellen, die nach dem Winding-Up-Stichtag entstanden sind. Hier kommen sowohl erneut die FME/der TIF (mit neuem Entschädigungsfall) als auch das WuC selbst (evtl. Verzugszinsanspruch) in Betracht.Am Ende besprachen wir dann noch die möglichen Effekte einer eventuellen Bestätigung des "Straumur"-Urteiles auf EDGE-Anspruchsteller. (Dieses Urteil läßt die Geltendmachung von Ansprüchen auch nach Verstreichen einer Anmelde- und Auschschlussfrist zu) Das WuC wird sich mit der Frage dann aber erst konkret beschäftigen, wenn das Urteil in der Berufungsinstanz ergangen ist. (Nähere Infos Straumur-Urteil )LAVCADIO: Formatierung sowie verlorene Links inline gefixed.
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von Engelsstrompete » Sa Sep 10, 2011 12:36 pm auch von mir ein recht herzliches Dankeschön für alles was da für uns gemacht wurde und wird. Die Hoffnung stirbt also zuletzt Engelsstrompete
von peterges » Sa Sep 10, 2011 4:19 pm Ihr seid großartig - dickes Kompliment und DANKE für Eure Arbeit
Beiträge: 12Registriert: Sa Okt 11, 2008 12:00 pm
von Friendship » Sa Sep 10, 2011 5:37 pm Zunächst einmal: Danke für a) Engagement, b) Bericht.Sodann ein paar Fragen bzw. Versuch die Ausführungen genauer zu verstehen:1. Großgläubiger haben nunmehr keine Mitsprache bezüglich unserer Entschädigungen mehr. Kann das aber noch von anderen Kleingläubigern passieren?2. Bei den meisten von uns (oder etwa von allen?) sind die Ansprüche gesplittet anerkannt nach Art. 112 und nach Art. 113. Heißt das nach dem Bericht: Alle werden nach einem entsprechenden Ausgang des Prozesses (Landsbanki) einheitlich in der Priorität (nach Art 113?) anerkannt? Oder werden alle außer Festgeld und DZ-Bank so anerkannt? Oder soll überlegt werden, ob die Festgeld- und DZ-Bank Fälle auch vollständig (bis 22.4.09) nach Art. 113 anerkannt werden?3. Was heißt "100%" entschädigt? Nach Art. 113? Oder unabhängig von Art. 112 oder 113? Oder einfach 100% bis 22.4.09 und alle weiteren Forderungen (Versäumniszuschlag o.ä.) entfallen?4. Ist damit zu rechnen, dass jeder sozusagen in einer neuen korrigierten Liste noch einmal neu aufgeführt wird? Oder wird jeder einzelne angeschrieben und ihm eine neue Entschädigungszuordnung mitgeteilt? 5. Was heißt "nicht mehr abstimmungsberechtigt" sein? Da kann ich nicht einmal konkret fragen. Wofür abstimmungsberechtigt? Zur Annahme des Vergleichs? Oder worfür sonst?6. Oder sind das alles nur angedachte Möglichkeiten, die überhaupt noch nicht genauer konkretisierbar sind?Sorry, das ist viel gefragt. Aber vielleicht bin ich nicht der einzige, der diese oder ähnliche Fragen hat.
von k.o.pthing » Sa Sep 10, 2011 10:31 pm Friendship hat geschrieben:Zunächst einmal: Danke für a) Engagement, b) Bericht.Sodann ein paar Fragen bzw. Versuch die Ausführungen genauer zu verstehen:Ich versuche einmal die Fragen zu beantworten...Friendship hat geschrieben:1. Großgläubiger haben nunmehr keine Mitsprache bezüglich unserer Entschädigungen mehr. Kann das aber noch von anderen Kleingläubigern passieren?Es stimmt nicht, dass die Großgläubiger kein Mitspracherecht mehr hätten, denn natürlich ist das ganze Verfahren in der Schwebe. Die Großgläubiger können jetzt lediglich nicht mehr gegen die ursprüngliche Bescheidung unserer Claims (mit) vor Gericht ziehen. Das kann/muss das Abwicklungskommittee (WuC) nun alleine machen.So weit wir es wissen, gibt es nur noch eine kleine Anzahl Widersprüche dritter Parteien gegen einzelne Bescheidungen vonKaupthing-EDGE-Kunden, die sich z.B. darauf beziehen, dass bestimmte deutsche Anwälte überhöhte Kosten abrechnen wollen. Da aber das WuC diese Kosten sowieso nicht anerkennt, dürfte hier letztlich auch alles sauber laufen.Friendship hat geschrieben:2. Bei den meisten von uns (oder etwa von allen?) sind die Ansprüche gesplittet anerkannt nach Art. 112 und nach Art. 113. Heißt das nach dem Bericht: Alle werden nach einem entsprechenden Ausgang des Prozesses (Landsbanki) einheitlich in der Priorität (nach Art 113?) anerkannt? Oder werden alle außer Festgeld und DZ-Bank so anerkannt? Oder soll überlegt werden, ob die Festgeld- und DZ-Bank Fälle auch vollständig (bis 22.4.09) nach Art. 113 anerkannt werden?Ich wüsste nicht, dass irgendeiner von uns schon einen Anteil gemäß §112 (Priorität) anerkannt bekommen hat.Viele haben gesplittet gefordert, anerkannt wurde durchweg bislang nur als allgemeine Forderung nach §113 mit Aussicht auf nur teilweise Zahlung.Die Landsbanki-Urteile können dazu führen, dass alles nach §112 anerkannt wird, die Frage der DZ-Bank-Betroffenen und der Festgeldkunden ist die Frage nach der Anerkennungshöhe. Das wird gerade vor Gericht geklärt.Friendship hat geschrieben:3. Was heißt "100%" entschädigt? Nach Art. 113? Oder unabhängig von Art. 112 oder 113? Oder einfach 100% bis 22.4.09 und alle weiteren Forderungen (Versäumniszuschlag o.ä.) entfallen?Derzeit haben wir 100% unabhängig von der Anerkennung nach §112 oder §113 angeregt.Friendship hat geschrieben:4. Ist damit zu rechnen, dass jeder sozusagen in einer neuen korrigierten Liste noch einmal neu aufgeführt wird? Oder wird jeder einzelne angeschrieben und ihm eine neue Entschädigungszuordnung mitgeteilt? Soweit wir das einschätzen können, wird jeder der 5050 Fälle, die auf der "Musterfallliste" steht, im Falle der Bestätigung des Landsbanki-Urteils einen neuen Bescheid bekommen. In diesem Zusammenhang werden dann sicherlich auch die Forderungshöhen korrigiert, so wie es jetzt bei den ersten "Testfällen" über die List of Corrections geschehen ist.Entgegen der Antwort des WuC auf eine unserer Fragen bei der letzten Gläubigerversammlung, sind unserer Kenntnis nach die Fälle, bei denen in der Liste lediglich "Registration Corrected" aufgeführt wurde keine Informationen über diese Korrektur an die Mitgläubiger verschickt worden.Friendship hat geschrieben:5. Was heißt "nicht mehr abstimmungsberechtigt" sein? Da kann ich nicht einmal konkret fragen. Wofür abstimmungsberechtigt? Zur Annahme des Vergleichs? Oder worfür sonst?Bei dem Verfahren, welches das WuC mit "Composition" (etwa: Vergleichslösung) bezeichnet, ist vorgesehen, dass über einen solchen Vorschlag nur solche Parteien abstimmen dürfen, die durch ihn beschwert werden, d.h. ihre Forderung im Gegensatz zu anderen nicht 100% erfüllt bekommen. Friendship hat geschrieben:6. Oder sind das alles nur angedachte Möglichkeiten, die überhaupt noch nicht genauer konkretisierbar sind?Wir haben es jetzt einmal "Anregungen" an das WuC genannt, weil wir deutlich vermitteln konnten, dass das WuC auch unseren Mitgläubigern eine Vergleichslösung vorschlagen kann, bei der dann keine weiteren Probleme mit aktiven (und/oder) renitenten ehemaligen EDGE-Kunden auftreten werden.Friendship hat geschrieben:Sorry, das ist viel gefragt. Aber vielleicht bin ich nicht der einzige, der diese oder ähnliche Fragen hat.Ich danke Dir für Deine Fragen, weil sie sicherlich dabei helfen, die inzwischen an manchen Stellen doch recht komplizierten Zusammenhänge besser durchschaubar zu machen.
von ulrich » So Sep 11, 2011 2:31 pm Zunächst einmal vielen Dank an Margie und an k.o.pthing für Eure Teilnahme an dem Meeting, für den Bericht und die unermüdliche Arbeit die Ihr und die anderen Moderatoren Euch für uns alle macht.Danke vor allen aber an k.o.pthing, für die stets prompten und versierten Kommentare und Antworten zu rechtlichen Beurteilungen und Fragen unserer Angelegenheit. Mein Dank aber auch an Friendship für die verschiedenen Fragen deren umfassende Beantwortung durch k.o.pthing für mich einiges verständlicher gemacht haben. Grußulrich
von juppk » So Sep 11, 2011 4:29 pm Chapeau! Dank an alle Beteiligten, eine stolze Leistung. Kann man noch etwas zum weiteren (zu erwartenden/ möglichen) Verlauf sagen?Wie ist der Status in den Musterklagen?Gruß juppk
von lavcadio » So Sep 11, 2011 5:28 pm Wir warten auf ein Urteil.
von Friendship » Mo Sep 12, 2011 12:00 pm Danke für die Antworten. Und sorry wegen meiner fehlerhaften Frage 2. Da habe ich nicht richtig hingeschaut. Der Betrag unter Art. 112 war nur "lodged", also als gestellter Anspruch (Claim) anerkannt. Unter "Decisions" steht in der Tat nur unter Art 113 ein Teilbetrag des "als gestellt und insoweit anerkannten" (=claim) Betrags. (Ich schreib´s nur noch mal, falls auch andere in gleicher Weise falsch gelesen haben könnten wie ich.)
von karinmuc » Do Sep 15, 2011 9:58 am Ich bin total begeistert von Margie's und k.o.phting's permanentem und unermüdlichem Einsatz und möchte Euch ein ganz ganz dickes Lob aussprechen! Über einen so langen Zeitraum und mit so viel Geduld und großer Professionalität die meist doch meist hilflosen "Opfer" zu unterstützen, das finde ich schon immens klasse! Ich weiß das zu schätzen und bin Euch sehr dankbar, selbst wenn bei meinem noch "offenen" Einzelfall (ich hoffe, dass das meiner ist) nichts rauskommen sollte, danke ich für Euer tolles Engagement.... und ich hoffe natürlich weiter...
Beiträge: 3Registriert: Mo Okt 13, 2008 12:00 pmWohnort: München
von kilomike » Mi Okt 12, 2011 1:07 pm karinmuc hat geschrieben:Ich bin total begeistert .... .... und ich hoffe natürlich weiter...Ich auch!!! Rührt sich jetzt was, wird's jetzt etwa richtig spannend? Kaupthing schrieb " there are 21 cases regarding disputed EDGE claims in proceedings before the District Court of Reykjavik" Dann bei den FAQWs "There are currently around 46 cases before the District Court of Reykjavik regarding EDGE claims". Einfach nur ein Fehler, die unterschiedlichen Zahlen?
von k.o.pthing » Mi Okt 12, 2011 4:14 pm @kilomikeDie unterschiedlichen Zahlen kommen meiner Ansicht nach daher, dass die entsprechenden Webseitenbereiche nur unzureichend gepflegt werden. Die höhere Zahl dürfte zutreffen, da es zu einigen Verfahren in solchen Fällen gekommen ist, wo Gläubiger es sich geleistet haben, die mit einer deutschsprachigen Übersetzung versehenen Einladungen zu angesetzten Settlement Meetings entgegen unseren Empfehlungen zu ignorieren. Eine Reaktion erst auf die Ladung von Gericht hat nicht mehr ausgereicht, unnötige Kosten zu vermeiden, da man dem Gericht gegenüber nach isländischem Prozessrecht wohl nur bei einem Verhandlungstermin selbst die Rücknahme erklären (lassen) kann.