Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=9%20U%20121/01
Timestamp: 2019-08-24 23:28:47
Document Index: 282046320

Matched Legal Cases: ['§ 123', '§ 1', '§ 5', '§ 1', '§ 4', '§ 3', '§ 9', '§ 150', '§ 278', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', '§ 6', '§ 32', '§ 37', '§ 37', 'BGH']

Rechtsprechung: 9 U 121/01 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Köln, 18.12.2001 | KG, 11.03.2003 | OLG Celle, 13.11.2002
https://dejure.org/2003,2155
OLG Frankfurt, 21.10.2003 - 9 U 121/01 (https://dejure.org/2003,2155)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 21.10.2003 - 9 U 121/01 (https://dejure.org/2003,2155)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 21. Januar 2003 - 9 U 121/01 (https://dejure.org/2003,2155)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2003,2155) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Kein Widerrufsrecht nach HWiG bei Abschluss des Darlehensvertrags erst acht Monate nach Überrumpelung in Haustürsituation
Immobilienanlage: Darlehensvertrag in einer Haustürsituation
Wirksamkeit eines Darlehensvertrags zur Finanzierung des Erwerbs einer Eigentumswohnung; Zurechnung des Verschuldens des Erfüllungsgehilfen bei gleichzeitiger Tätigkeit für verschiedene Geschäftsherren; Aufklärungspflicht der Bank im Hinblick auf eine durch ihren Kredit finanzierte Kapitalanlage; Darlehensvermittler als Dritter im Sinne von § 123 Abs. 2 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch); Vereinbarkeit mit dem Verbraucherkreditgesetz; Voraussetzungen für Widerruf nach dem Haustürwiderrufsgesetz; Kausalität der Überrumpelung im Sinne des § 1 Abs. 1 HTWG (Haustürwiderrufsgesetz) bei großem zeitlichem Abstand zwischen Gespräch und Erklärung; Voraussetzungen eines Umgehungsgeschäftes im Sinne des § 5 HTWG (Haustürwiderrufsgesetz)
HWiG § 1 Abs. 1; VerbrKrG § 4 Abs. 1 Satz 4, § 3 Abs. 2 Nr. 2, § 9
BGB § 150 Abs. 1, §§ 278, 312 ff.; HWiG a. F. §§ 1, 3
LG Frankfurt/Main, 24.04.2001 - 19 O 225/00
NJW-RR 2004, 60
ZIP 2004, 260
Wird der zeitliche Abstand zwischen Verhandlungen und Abgabe der Willenserklärung zu groß, kann eine tatsächliche Vermutung gegen die Kausalität sprechen (Senatsurteil vom 21.10.2003, NJW-RR 2004, 60).
Vor solchermaßen ökonomischen Zwängen schützt das Haustürwiderrufsgesetz den Verbraucher nicht (Senatsurteil vom 21.10.2003, a.a.O.).
Entfällt diese Indizwirkung für die Kausalität aber bei zunehmendem zeitlichem Abstand, ist es Aufgabe des Kunden , auf der Grundlage der konkreten Umstände des Einzelfalles den Nachweis der Ursächlichkeit zu führen (BGHZ 131, 385 ff; WM 2003, 483 f; 1370 f; 2372 f; WM 2004, 521 f; FamRZ 2004, 1865 f; DNotl-Report 2005, 14; OLG Frankfurt NJW-RR 2004, 60; OLG Jena OLGR 2005, 238; OLG Stuttgart OLGR 2005, 115; OLG Schleswig MDR 2005, 740; WM 2005, 2218).
Diese Indizwirkung für die Kausalität entfällt danach aber bei zunehmendem zeitlichem Abstand, wobei es dem Kunden nach wie vor unbenommen bleibt, auf der Grundlage der konkreten Umstände des Einzelfalles den Nachweis der Ursächlichkeit zu führen (BGHZ 131, 385 ff; WM 2003, 483 f; 1370 f; 2372 f; WM 2004, 521 f; FamRZ 2004, 1865 f; DNotl-Report 2005, 14; OLG Frankfurt NJW-RR 2004, 60; OLG Jena OLGR 2005, 238; OLG Stuttgart OLGR 2005, 115; OLG Schleswig MDR 2005, 740; WM 2005, 2218).
Eine solche Indizwirkung für die Kausalität entfällt danach aber bei zunehmendem zeitlichem Abstand, wobei es den Kunden nach wie vor unbenommen bleibt, auf der Grundlage der konkreten Umstände des Einzelfalles den Nachweis der Ursächlichkeit zu führen (BGHZ 131, 385 ff; WM 2003, 483 f; 1370 f; 2372 f; WM 2004, 521 f; FamRZ 2004, 1865 f; DNotl-Report 2005, 14; OLG Frankfurt NJW-RR 2004, 60; OLG Jena OLGR 2005, 238; OLG Stuttgart OLGR 2005, 115; OLG Schleswig MDR 2005, 740; WM 2005, 2218).
Eine solche Indizwirkung für die Kausalität entfällt danach aber bei zunehmendem zeitlichen Abstand, wobei es dem Kunden nach wie vor unbenommen bleibt, auf der Grundlage der konkreten Umstände des Einzelfalles den Nachweis der Ursächlichkeit zu führen (BGHZ 131, 385 ff; BGH WM 2003, 483 f; 1370 f; 2372 f; WM 2004, 521 f; FamRZ 2004, 1865 f; DNotl-Report 2005, 14; OLG Frankfurt NJW-RR 2004, 60; OLG Jena OLGR 2005, 238; OLG Stuttgart OLGR 2005, 115; OLG Schleswig, MDR 2005, 740; WM 2005, 2218).
Bei dieser Sachlage kann man nicht davon ausgehen, dass die nach § 1 I HWiG erforderliche Überrumpelungssituation, die durch die Besuche des Herrn B in der Wohnung des Klägers in 1993 ausgelöst worden sein soll, noch bis in den August 1994 fortgewirkt hat, als sich der Kläger dazu entschloss, den Vertrag zu unterschreiben (vgl. auch: OLG Frankfurt am Main, Urteil vom 21.10.03, Az.: 9 U 121/01 = OLGR 2004, 41; Urteil vom 6.10.04, Az.: 9 U 47/04).
OLG Frankfurt, 06.10.2004 - 9 U 47/04
Haustürgeschäft: Fortdauer der Überrumpelung bei längerem Zeitraum zwischen …
Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats (zuletzt Urteil vom 21.10.2003 - 9 U 121/01 - NJW-RR 2004, 60, bestätigt durch Beschluss des BGH vom 14.9.2004 - XI ZR 365/03).
Bei zunehmendem zeitlichen Abstand wird aber eine Indizwirkung für den Kausalzusammenhang entfallen müssen (vgl. dazu BGHZ 131, 385; WM 03, 483; OLG Frankfurt NJW-RR 04, 60; OLGR 05, 77; OLG Jena, OLGR 05, 238 mit Nichtzulassungsentscheidung des BGH vom 23.11.2004 - XI ZR 27/04; BGH WM 04, 521; WM 04, 1579; FamRZ 04, 1865; OLG Stuttgart, OLGR 05, 115; OLG Karlsruhe ZIP 06, 2074).
Diese Indizwirkung für die Kausalität entfällt danach aber bei zunehmendem zeitlichem Abstand, wobei es den Kunden nach wie vor unbenommen bleibt, auf der Grundlage der konkreten Umstände des Einzelfalles den Nachweis der Ursächlichkeit zu führen (BGHZ 131, 385 ff; WM 2003, 483 f; 1370 f; 2372 f; WM 2004, 521 f; FamRZ 2004, 1865 f; DNotl-Report 2005, 14; OLG Frankfurt NJW-RR 2004, 60; OLG Jena OLGR 2005, 238; OLG Stuttgart OLGR 2005, 115; OLG Schleswig MDR 2005, 740; WM 2005, 2218; OLG Braunschweig, Beschluss vom 23.2.2005, 7 W 2/05).
Fehlt ein solcher zeitlicher Zusammenhang, so entfällt indes die tatsächliche Vermutung der Ursächlichkeit der Beeinflussung für den Vertragsschluss, so dass es hierzu dann einer nachvollziehbaren Darlegung durch den Verbraucher bedarf (Senatsurteil vom 21.10.2003, NJW-RR 2004, 60).
https://dejure.org/2001,24741
OLG Köln, 18.12.2001 - 9 U 121/01 (https://dejure.org/2001,24741)
OLG Köln, Entscheidung vom 18.12.2001 - 9 U 121/01 (https://dejure.org/2001,24741)
OLG Köln, Entscheidung vom 18. Dezember 2001 - 9 U 121/01 (https://dejure.org/2001,24741)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2001,24741) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
LG Bonn, 29.05.2001 - 10 O 49/01
https://dejure.org/2003,41445
KG, 11.03.2003 - 9 U 121/01 (https://dejure.org/2003,41445)
KG, Entscheidung vom 11.03.2003 - 9 U 121/01 (https://dejure.org/2003,41445)
KG, Entscheidung vom 11. März 2003 - 9 U 121/01 (https://dejure.org/2003,41445)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2003,41445) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
KredWGÄndG 6, § 1 Abs 1 S 2 Nr 2 KredWG vom 22.01.1996, § 6 Abs 4 KredWG vom 22.01.1996, § 32 KredWG vom 22.01.1996, § 37 KredWG vom 22.01.1996
Beteiligung als stiller Gesellschafter an einem Kreditinstitut: Rechtsgrundlage für die Anordnung einer Einlagenrückgewähr durch das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen nach altem und neuen Recht; Amtspflichtverletzung des Bundesaufsichtsamtes für das Kreditwesen bzw. der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen
Im Übrigen hat auch das Kammergericht Berlin mit Urteil vom 11.03.2008, Az.: 9 U 121/01 ausgeführt, dass die Abwicklungsanordnung vom 12.05.1997 an die C. AG ihre Rechtsgrundlage in § 37 KWG a.F. gefunden hat und auch die sofort vollziehbare Rückzahlungsanordnung nicht gegen.
OLG Celle, 13.11.2002 - 9 U 121/01
https://dejure.org/2002,67267
OLG Celle, 13.11.2002 - 9 U 121/01 (https://dejure.org/2002,67267)
OLG Celle, Entscheidung vom 13.11.2002 - 9 U 121/01 (https://dejure.org/2002,67267)
OLG Celle, Entscheidung vom 13. November 2002 - 9 U 121/01 (https://dejure.org/2002,67267)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2002,67267) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Gerade darin unterscheidet sich die Situation bei einem Baumschaden zu anders gelagerten Verkehrssicherungspflichtverletzungen (z. B. OLG Celle, Urteil vom 13.11.2002, 9 U 121/01, für den Fall einer fehlenden Kanalabdeckung) und steht auch nicht im Widerspruch zu den vom Bundesgerichtshof hierzu aufgestellten Regeln (vgl. BGH, VersR 2004, 877 f., zitiert nach juris).