Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%20260/92
Timestamp: 2020-01-26 14:19:47
Document Index: 190831888

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 30', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', '§ 43', '§ 43', '§ 43', 'BGH', '§ 43', '§ 43', '§ 43', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 43', 'BGH']

BGH, 21.03.1994 - II ZR 260/92 - dejure.org
BGH, 21.03.1994 - II ZR 260/92
https://dejure.org/1994,2333
BGH, 21.03.1994 - II ZR 260/92 (https://dejure.org/1994,2333)
BGH, Entscheidung vom 21.03.1994 - II ZR 260/92 (https://dejure.org/1994,2333)
BGH, Entscheidung vom 21. März 1994 - II ZR 260/92 (https://dejure.org/1994,2333)
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Schadensersatz wegen Verletzung von Geschäftsführerpflichten - Gleichsetzung zweckwidriges Verhalten und Schädigung der Gesellschaft - Haftung des Alleingesellschafters bei Kapitalentzug außerhalb des Stammkapitals
Kein Schadensersatzanspruch einer GmbH gegen ihren Geschäftsführer wegen Verwendung von Baugeldern für Gesellschaftsverbindlichkeiten
GmbHG §§ 30 31 43 Abs. 2
Haftung des GmbH-Geschäftsführers bei zweckwidriger Verwendung von Baugeldern
Alleingesellschafter, Baugeld, Haftung 43 GmbHG, Innenhaftung, Pflichtverletzung nach 43 Abs. 2 GmbHG, Treuepflicht
Zweckwidrige Verwendung von Baugeldern - Schadensersatzpflicht des Geschäftsführers? (IBR 1994, 448)
NJW-RR 1994, 806
ZIP 1994, 872
Zwar hat der Senat in seinen Urteilen vom 9. Dezember 1991 (II ZR 43/91, ZIP 1992, 108) und vom 21. März 1994 (II ZR 260/92, ZIP 1994, 872) ausgeführt, die Gesellschaft müsse nachweisen, daß ihr infolge eines pflichtwidrigen Verhaltens ihres Geschäftsführers ein Schaden entstanden sei.
Werden Gesellschaftsmittel nicht zur Tilgung einer vorrangigen Verbindlichkeit, sondern zur Erfüllung anderer Forderungen oder zur Anschaffung von Vermögensgegenständen verwendet, kommt es nicht zu einem Schaden der Gesellschaft (BGH, Urteil vom 5. Oktober 1989 - IX ZR 233/87, ZIP 1989, 1407, 1408 f; vom 21. März 1994 - II ZR 260/92, ZIP 1994, 872, 873; Spliedt in FS Vallender, 2015, 613, 628;… Schaal, aaO S. 152 f).
BGH, 07.04.2003 - II ZR 193/02
Haftung des Gesellschafter-Geschäftsführers für Veruntreuung von Firmengeldern …
Im letzteren Fall wäre die E. -GmbH dadurch nicht geschädigt (vgl. Sen.Urt. v. 21. März 1994 - II ZR 260/92, ZIP 1994, 872).
Wird von der juristischen Person ein Dritter mit der Wahrnehmung bestimmter Aufgaben betraut, ist dessen Kenntnis dem zur Vertretung berufenen Organ der juristischen Person zuzurechnen, wenn der Dritte in umfassender Weise und selbständig die Angelegenheiten der juristischen Person wahrnimmt oder gerade zur Wahrnehmung dieser Interessen gegenüber dem Vertragspartner eingeschaltet wurde (BGH Urt. v. 21.3.1994 - II ZR 260/92, NJW-RR 1994, 806, 807).
BGH, 09.01.1997 - IX ZR 1/96
Verwertung von Sicherungsgut; Anfechtung einer nach Zahlungseinstellung zwischen …
Zwar können die Gesellschafter grundsätzlich, wenn sie sich einig sind, mit dem Gesellschaftsvermögen machen, was sie wollen (vgl. BGHZ 119, 257, 261; BGH, Urt. v. 21. März 1994 - II ZR 260/92, ZIP 1994, 872, 874; v. 24. August 1988 - 3 StR 232/88, WM 1989, 136, 137).
Insoweit ist die Schuldnerin nicht geschädigt (vgl. BGH, Urteil vom 21.03.1994 - II ZR 260/92, GmbHR 1994, 459-460, zitiert nach juris, Rn. 6).
d. Gesellschaften m. beschränkter Haftung (GmbHG) (BGHZ 119, 257, 261 f; zu möglichen Ausnahmen s zuletzt BGH ZIP 1994, 872 = NJW-RR 1994, 806 f [BGH 21.03.1994 - II ZR 260/92] mwN).
OLG Brandenburg, 21.02.2001 - 7 U 99/97
Verletzung der Pflichten eines Geschäftsführers durch Freigabe von Teilzahlungen …
Entgegen der Auffassung des Landgericht, das sich - was der Senat nicht verkennt - durchaus auf beachtliche Stimmen in der Literatur stützt (…Baumbach/Hueck, GmbHG, 17. Aufl., § 43 Rn. 30;… Scholz/Schneider, GmbHG, 8. Aufl., § 43 Rn. 168;… Rowedder u.a., GmbHG, 2. Aufl., § 43 Rn. 33), hält der Senat an seiner bislang vertretenen Auffassung hinsichtlich der Beweislastverteilung fest, wonach sämtliche objektiven Tatbestandsvoraussetzungen des § 43 GmbHG einschließlich der objektiven Pflichtverletzung von der Gesellschaft darzulegen und zu beweisen sind, während den Geschäftsführer lediglich die Darlegungs- und Beweislast für fehlendes Verschulden im subjektiven Sinne trifft (so auch BGH GmbHR 1992, 167; GmbHR 1994, 459; OLG Hamm GmbHR 1992, 376;… nicht ganz eindeutig Lutter/Hommelhoff, GmbHG, 15. Aufl., § 43 Rn. 26, Bartl u. a., GmbH-Recht, 4. Aufl., § 43 Rn. 63).
Der Gesellschafter/Geschäftsführer einer Einmann-GmbH haftet jedoch grundsätzlich nicht nach § 43 Abs. 2 GmbHG (BGH vom 28. September 1992, BGHZ 119, 257, 261 f; zu möglichen Ausnahmen s zuletzt BGH vom 21. März 1994, ZIP 1994, 872 = NJW-RR 1994, 806 f [BGH 21.03.1994 - II ZR 260/92] mwN).
OLG Köln, 01.03.1995 - 2 U 110/94
Der Beklagte hat als Geschäftsführer, der zugleich Alleingesellschafter ist, auch nicht deshalb pflichtwidrig gemäß § 43 GmbHG gehandelt, weil er mit der Darlehnsgewährung gegen die Kapitalerhaltungsvorschriften verstoßen hätte ( BGH NJW-RR 1994, 806 ).
OLG Düsseldorf, 27.06.2014 - 7 U 247/12