Source: http://www.buzer.de/gesetz/12740/index.htm
Timestamp: 2019-05-23 22:50:52
Document Index: 218812228

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 11', '§ 13', '§ 29', '§ 34', '§ 47', '§ 55', '§ 57', '§ 61', '§ 70', '§ 71', '§ 144', '§ 145', '§ 146', '§ 147', '§ 156', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 147', '§ 147', '§ 156', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 13', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 47', '§ 55', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 57', '§ 34', '§ 61', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 70', '§ 34', '§ 71', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 145', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 146', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 147', '§ 147', '§ 147', '§ 59', '§ 7', '§ 59', '§ 7', '§ 30', '§ 156', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 48', '§ 7', '§ 15', '§ 23', '§ 48', '§ 48', '§ 48', '§ 51', '§ 62', '§ 212', '§ 298', '§ 329', '§ 332', '§ 23', '§ 48', '§ 48', '§ 48', '§ 48', '§ 7', '§ 7', '§ 210', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 24', '§ 34', '§ 34', '§ 48', '§ 48', '§ 48', '§ 48', '§ 48', '§ 62', '§ 15', '§ 15', '§ 25', '§ 212', '§ 23', '§ 48', '§ 298', '§ 329', '§ 48', '§ 7', '§ 1', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 59', '§ 61', '§ 66', '§ 155', '§ 1', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 1', '§ 6', '§ 312', '§ 312', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 61', '§ 312', '§ 66', '§ 1', '§ 6', '§ 214', '§ 34', '§ 155', '§ 155', '§ 18', '§ 18', '§ 1', '§ 1', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 48']

VersVertrRÄndG Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/97 des Europäischen Parlaments und des Rates vom
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Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/97 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Januar 2016 über Versicherungsvertrieb und zur Änderung weiterer Gesetze (VersVertrRÄndG k.a.Abk.)
G. v. 20.07.2017 BGBl. I S. 2789 (Nr. 52); Geltung ab 23.02.2018, abweichend siehe Artikel 6
Artikel 4 Änderung des Außenwirtschaftsgesetzes
Artikel 5 Änderung des Gesetzes zur Einrichtung einer Abschlussprüferaufsichtsstelle beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
(ABl. L 26 vom 2.2.2016, S. 19), Link: Richtlinie (EU) 2016/97 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Januar 2016 über Versicherungsvertrieb
Artikel 1 wird in 4 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 29. Juli 2017 GewO § 34a, § 34e, § 34g, § 34i, § 34j, mWv. 23. Februar 2018 § 11a, § 13b, § 29, § 34d, § 47, § 55a, § 57, § 61a, § 70a, § 71b, § 144, § 145, § 146, § 147c (neu), § 156
Die Gewerbeordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Februar 1999 (BGBl. I S. 202), die zuletzt durch Artikel 2 Absatz 3 des Gesetzes vom 18. Juli 2017 (BGBl. I S. 2739) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
Der Angabe zu § 34d wird das Wort „, Versicherungsberater" angefügt.
Die Angabe zu § 34e wird wie folgt gefasst:
„§ 34e Verordnungsermächtigung".
Nach der Angabe zu § 147b wird folgende Angabe eingefügt:
„§ 147c Verstoß gegen Wohlverhaltenspflichten bei der Vermittlung von Versicherungsanlageprodukten".
„§ 156 Übergangsregelungen zu den §§ 34d und 34e".
In Absatz 1 Satz 1 werden die Wörter „§ 34d Abs. 7, auch in Verbindung mit § 34e Abs. 2," durch die Wörter „§ 34d Absatz 10 Satz 1," ersetzt.
In Absatz 3 Satz 2 werden die Wörter „§ 34d Abs. 1 oder § 34e Abs. 1 oder der Erlaubnisbefreiung nach § 34d Abs. 3" durch die Wörter „§ 34d Absatz 1 oder der Erlaubnisbefreiung nach § 34d Absatz 6" ersetzt.
In Absatz 4 werden die Wörter „§ 34d Absatz 7, auch in Verbindung mit § 34e Absatz 2," durch die Wörter „§ 34d Absatz 10 Satz 1" ersetzt.
In Absatz 6 Satz 1 Nummer 3 Satz 1 werden die Wörter „Soweit von dem betreffenden Mitglied- oder Vertragsstaat nach Artikel 6 Absatz 2 der Richtlinie 2002/92/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9. Dezember 2002 über Versicherungsvermittlung (ABl. L 9 vom 15.1.2003, S. 3) gefordert, teilt die Registerbehörde" durch die Wörter „Die Registerbehörde teilt" ersetzt.
In Satz 1 werden die Wörter „§ 34d Absatz 1 Satz 1, § 34e Absatz 1 Satz 1" durch die Wörter „§ 34d Absatz 1 Satz 1, Absatz 2 Satz 1" ersetzt.
„Die Registerbehörde richtet eine elektronische Zugriffsmöglichkeit für die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ein, die dieser eine unmittelbare Einsicht in die über Versicherungsvermittler gespeicherten Daten ermöglicht."
In § 13b Absatz 3 wird die Angabe „34e," gestrichen.
§ 29 Absatz 1 wird wie folgt geändert:
In Nummer 1 wird die Angabe „34e," gestrichen.
abweichendes Inkrafttreten am 29.07.2017
In Absatz 3 werden die Wörter „Absatz 1 Satz 4" durch die Wörter „Absatz 1a Satz 3" ersetzt und die Wörter „Auskünfte aus dem Bundeszentralregister nach § 30 Abs. 5, § 31 oder" gestrichen.
In Absatz 6 Satz 1 Nummer 4 werden nach dem Wort „Inhalt" die Wörter „und das Erlöschen" und nach dem Wort „Erlaubniserteilung" die Wörter „und des Erlöschens der Erlaubnis" eingefügt.
Die §§ 34d und 34e werden wie folgt gefasst:
„§ 34d Versicherungsvermittler, Versicherungsberater
(3) In der Rechtsverordnung nach Absatz 1 Satz 1 kann ferner bestimmt werden, dass die Einhaltung der Vorschriften über die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Versicherungsberaters auf seine Kosten regelmäßig oder aus besonderem Anlass zu überprüfen und der zuständigen Behörde der Prüfungsbericht vorzulegen ist, soweit es zur wirksamen Überwachung erforderlich ist; hierbei können die Einzelheiten der Prüfung, insbesondere deren Anlass, Zeitpunkt und Häufigkeit, die Auswahl, Bestellung und Abberufung der Prüfer, deren Rechte, Pflichten und Verantwortlichkeit, der Inhalt des Prüfberichts, die Verpflichtungen des Versicherungsberaters gegenüber dem Prüfer sowie das Verfahren bei Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Prüfer und dem Versicherungsberater, geregelt werden. Zur Überwachung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit kann in der Rechtsverordnung bestimmt werden, dass der Versicherungsberater über die Einnahmen aus seiner Tätigkeit Aufzeichnungen zu führen hat."
Dem § 34g Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 werden die Wörter „sowie die Pflicht des Gewerbetreiben, telefonische Beratungsgespräche und die elektronische Kommunikation mit Kunden in deren Kenntnis aufzuzeichnen und zu speichern," angefügt.
Dem § 34i Absatz 5 wird folgender Satz angefügt:
„Honorar-Immobiliardarlehensberater dürfen keine Tätigkeit als Immobiliardarlehensvermittler und Immobiliardarlehensvermittler dürfen keine Tätigkeit als Honorar-Immobiliardalehensberater ausüben."
In § 34j Absatz 2 Satz 1 wird die Angabe „§ 34i Absatz 1 und 4" durch die Angabe „§ 34i Absatz 1 und 5" ersetzt.
In § 47 wird die Angabe „34e," gestrichen.
§ 55a Absatz 1 Nummer 6 wird wie folgt gefasst:
Versicherungsverträge als Versicherungsvermittler im Sinne des § 34d Absatz 6 oder Absatz 7 Nummer 1 und 2 oder Bausparverträge vermittelt oder abschließt oder im Sinne des § 34d Absatz 2 Satz 1 in Verbindung mit § 34d Absatz 7 Satz 2 als Versicherungsberater über Versicherungen berät; das Gleiche gilt für die in dem Gewerbebetrieb beschäftigten Personen;".
In § 57 Absatz 2 werden die Wörter „, auch in Verbindung mit § 34e, der §§" gestrichen.
In § 61a Absatz 2 Satz 1 werden die Wörter „§ 34d Absatz 6 bis 10, § 34e Absatz 2 und 3" durch die Wörter „§ 34d Absatz 8 bis 10" und die Wörter „§ 34d Absatz 8, des § 34e Absatz 3" durch die Angabe „§ 34e" ersetzt.
In § 70a Absatz 2 werden die Wörter „des Versicherungsvermittlergewerbes, des Versicherungsberatergewerbes" durch die Wörter „des Gewerbes des Versicherungsvermittlers und Versicherungsberaters" und die Wörter „oder 34d, auch in Verbindung mit § 34e, der §§" durch die Angabe „, 34d," ersetzt.
In § 71b Absatz 2 Satz 1 werden die Wörter „§ 34d Absatz 6 bis 10, § 34e Absatz 2 und 3" durch die Wörter „§ 34d Absatz 8 bis 10" und die Wörter „§ 34d Absatz 8, des § 34e Absatz 3" durch die Angabe „§ 34e" ersetzt.
In Absatz 1 Nummer 1 werden die Buchstaben j und k wie folgt gefasst:
nach § 34d Absatz 2 Satz 1 über eine Versicherung oder Rückversicherung berät,".
In Nummer 1b werden die Wörter „§ 34d Absatz 8 Satz 1 Nummer 1, 3 oder 5, Satz 2 oder 3, § 34e Abs. 3 Satz 3 oder 4" durch die Wörter „§ 34e Absatz 1 Satz 1 Nummer 2, 4 oder 7, Absatz 2 oder 3" ersetzt.
In Nummer 3 werden die Wörter „§ 34d Abs. 1 Satz 2, auch in Verbindung mit Abs. 3 Satz 2, § 34e Abs. 1 Satz 2" durch die Wörter „§ 34d Absatz 4 Satz 1, auch in Verbindung mit Absatz 6 Satz 3," ersetzt.
Die Nummern 7 und 8 werden durch die folgenden Nummern 7 bis 8 ersetzt:
entgegen § 34d Absatz 10 Satz 1 oder § 34f Absatz 5 oder 6 Satz 1 eine Eintragung nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig vornehmen lässt,".
Nach dem Wort „entgegen" werden die Wörter „§ 34d Absatz 10 Satz 2," eingefügt.
Die Angabe „Satz 1" wird gestrichen.
In § 145 Absatz 2 Nummer 8 werden die Wörter „§ 34d Abs. 8 Satz 1 Nr. 1 oder 3, Satz 2 oder 3 oder § 34e Abs. 3 Satz 3 oder 4" durch die Wörter „§ 34e Absatz 1 Satz 1 Nummer 2, 4 oder 7, Absatz 2 oder 3" ersetzt.
In § 146 Absatz 2 Nummer 11 werden die Wörter „§ 34d Abs. 8 Satz 1 Nr. 1 oder 3, Satz 2 oder 3 oder § 34e Abs. 3 Satz 3 oder 4" durch die Wörter „§ 34e Absatz 1 Satz 1 Nummer 2, 4 oder 7, Absatz 2 oder 3" ersetzt.
Nach § 147b wird folgender § 147c eingefügt:
„§ 147c Verstoß gegen Wohlverhaltenspflichten bei der Vermittlung von Versicherungsanlageprodukten
entgegen § 59 Absatz 1 Satz 2 in Verbindung mit § 7c Absatz 1 Satz 1 des Versicherungsvertragsgesetzes eine Information nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erfragt oder
entgegen § 59 Absatz 1 Satz 2 in Verbindung mit § 7c Absatz 1 Satz 2 des Versicherungsvertragsgesetzes ein Versicherungsanlageprodukt empfiehlt.
(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünfhunderttausend Euro geahndet werden. § 30 Absatz 2 Satz 3 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten ist anzuwenden."
„§ 156 Übergangsregelungen zu den §§ 34d und 34e
(3) Versicherungsberater nach § 34d Absatz 2 Satz 1 dürfen abweichend von § 34d Absatz 2 Satz 4 Zuwendungen eines Versicherungsunternehmens auf Grund einer Vermittlung annehmen, die bis zur Erteilung der Erlaubnis nach § 34d Absatz 2 Satz 1 erfolgt ist."
Artikel 2 wird in 3 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 29. Juli 2017 VAG § 48b (neu), mWv. 23. Februar 2018 § 7, § 15, § 23, § 48, § 48a (neu), § 48c (neu), § 51, § 62, § 212, § 298, § 329, § 332
Das Versicherungsaufsichtsgesetz vom 1. April 2015 (BGBl. I S. 434), das zuletzt durch Artikel 11 des Gesetzes vom 17. Juli 2017 (BGBl. I S. 2446) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
Der Angabe zu § 23 werden ein Komma und das Wort „Produktfreigabeverfahren" angefügt.
„Abschnitt 5 Versicherungsvertrieb".
„§ 48 Anforderungen an den Versicherungsvertrieb".
Nach der Angabe zu § 48 werden die folgenden Angaben eingefügt:
„§ 48a Vertriebsvergütung und Vermeidung von Interessenkonflikten
§ 48c Durchleitungsgebot".
In § 7 werden nach Nummer 34 die folgenden Nummern 34a und 34b eingefügt:
Vertriebsvergütung: alle Arten von Provisionen, Gebühren, Entgelten oder sonstigen Zahlungen, einschließlich wirtschaftlicher Vorteile jeglicher Art, oder finanzielle oder nichtfinanzielle Vorteile oder Anreize, die in Bezug auf Versicherungsvertriebstätigkeiten angeboten oder gewährt werden, ausgenommen solcher aus Rückversicherungsvertriebstätigkeiten."
„(3) Der Versicherungsvertrieb im Sinne von § 7 Nummer 34a gehört zum Geschäftsbetrieb eines Versicherungsunternehmens."
Der Überschrift werden ein Komma und das Wort „Produktfreigabeverfahren" angefügt.
Nach Absatz 1 werden die folgenden Absätze 1a bis 1d eingefügt:
„(1a) Die Unternehmen, die Versicherungsprodukte zum Verkauf konzipieren, haben ein Verfahren für die interne Freigabe zum Vertrieb jedes einzelnen Versicherungsprodukts oder jeder wesentlichen Änderung bestehender Versicherungsprodukte zu unterhalten, zu betreiben und regelmäßig zu überprüfen (Produktfreigabeverfahren). Das Verfahren muss gewährleisten, dass für jedes Versicherungsprodukt, bevor es an Kunden vertrieben wird, ein bestimmter Zielmarkt festgelegt wird. Bei der Festlegung des Zielmarkts sind alle einschlägigen Risiken für den bestimmten Zielmarkt zu bewerten. Es ist sicherzustellen, dass die beabsichtigte Vertriebsstrategie dem bestimmten Zielmarkt entspricht. Die Unternehmen stellen im Rahmen einer angemessenen Geschäftsorganisation sicher, dass die Versicherungsprodukte an den bestimmten Zielmarkt vertrieben werden.
(1d) Die Absätze 1a bis 1c gelten nicht für Versicherungsprodukte, die aus einer Versicherung für Großrisiken im Sinne des § 210 Absatz 2 des Versicherungsvertragsgesetzes bestehen, und nicht für Rückversicherungsunternehmen."
In Nummer 1 werden die Angabe „§ 34d Absatz 3" durch die Angabe „§ 34d Absatz 6" und die Wörter „§ 34d Absatz 4 oder 9" durch die Wörter „§ 34d Absatz 7 Satz 1 Nummer 1 oder Absatz 8" ersetzt.
In Nummer 2 werden die Wörter „§ 34d Absatz 8 Satz 1 Nummer 1 Buchstabe b" durch die Wörter „§ 34e Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 Buchstabe b" ersetzt.
„(2) Die Versicherungsunternehmen müssen sicherstellen, dass ihre unmittelbar oder maßgeblich am Versicherungsvertrieb beteiligten Angestellten zuverlässig sind, in geordneten Vermögensverhältnissen leben und über die zur Vermittlung der jeweiligen Versicherung angemessene Qualifikation verfügen und sich regelmäßig fortbilden. Mit gewerbsmäßig tätigen Versicherungsvermittlern, die
dürfen die Versicherungsunternehmen nur zusammenarbeiten, wenn diese Versicherungsvermittler die in Satz 1 genannten Voraussetzungen erfüllen. Die Angemessenheit der Qualifikation richtet sich nach den Anforderungen im Zusammenhang mit den von ihnen vertriebenen Produkten. Die Sätze 1 bis 3 gelten nicht für Personen im Sinne von § 24, soweit diese die dort genannten Anforderungen an die Zuverlässigkeit und fachliche Eignung erfüllen. Inhalt, Umfang sowie Dokumentation von nachzuweisenden Qualifikationsmaßnahmen haben Abschnitt 1 der Versicherungsvermittlungsverordnung zu entsprechen."
„(2a) Versicherungsunternehmen stellen durch geeignete Maßnahmen der Geschäftsorganisation sicher, dass die Anforderungen nach den Absätzen 1 und 2 durch ihre Angestellten und Vermittler nach Absatz 1 Nummer 1 und 2 und deren am Versicherungsvertrieb unmittelbar oder maßgeblich beteiligten Angestellten erfüllt, überwacht und dokumentiert werden, soweit die Erfüllung dieser Anforderungen nicht bereits durch Erlaubnisverfahren nach der Gewerbeordnung gewährleistet wird. Zu diesem Zweck erlassen sie entsprechende interne Leitlinien, schaffen angemessene interne Verfahren und richten hierfür eine Funktion ein, die die ordnungsgemäße Umsetzung sicherstellt."
In Absatz 4 Satz 1 und 2 und Absatz 5 wird die Angabe „§ 34d Absatz 4" jeweils durch die Angabe „§ 34d Absatz 7 Satz 1 Nummer 1" ersetzt.
„(6) Die §§ 48a bis 50 gelten nicht für den Rückversicherungsvertrieb. Für den Rückversicherungsvertrieb im Zusammenhang mit Risiken, die nicht in einem Mitglied- oder Vertragsstaat belegen sind, gelten die §§ 48 und 51 nicht."
Nach § 48 werden die folgenden §§ 48a bis § 48c eingefügt:
(1) Die Vertriebsvergütung von Versicherungsunternehmen und deren Angestellten darf nicht mit ihrer Pflicht, im bestmöglichen Interesse der Kunden zu handeln, kollidieren. Versicherungsunternehmen dürfen keine Vorkehrungen durch die Vertriebsvergütung, Verkaufsziele oder in anderer Weise treffen, durch die Anreize für sie selbst oder Versicherungsvermittler geschaffen werden könnten, einem Kunden ein bestimmtes Versicherungsprodukt zu empfehlen, obwohl sie ein anderes, den Bedürfnissen des Kunden besser entsprechendes Versicherungsprodukt anbieten könnten.
(2) Ein Versicherungsunternehmen, das den Vertrieb von Versicherungsanlageprodukten betreibt, muss auf Dauer wirksame organisatorische und verwaltungsmäßige Vorkehrungen für angemessene Maßnahmen treffen, um zu verhindern, dass Interessenkonflikte den Kundeninteressen schaden. Diese Vorkehrungen müssen den ausgeübten Tätigkeiten und den verkauften Versicherungsprodukten angemessen sein.
(3) Zuwendungen im Sinne dieser Vorschrift sind die Kosten für die Versicherungsvermittlung, insbesondere Provisionen, Gebühren oder sonstige Geldleistungen sowie alle geldwerten Vorteile, unabhängig vom Zeitpunkt ihrer Fälligkeit. Die Zuwendungen sind mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns zu schätzen. Soweit gesetzliche Regelungen kalkulatorische Vorgaben zur Berücksichtigung von Kosten des Vertriebs im Rahmen eines Versicherungsproduktes enthalten, können abweichend von den Sätzen 1 und 2 diese zugrunde gelegt werden."
In Satz 1 werden nach dem Wort „Beschwerden" die Wörter „von Kunden" und nach dem Wort „Versicherungsvermittler" die Wörter „oder andere Versicherungsunternehmen" eingefügt.
„Das Recht zur Beschwerde steht auch Verbraucherschutzverbänden zu."
In § 62 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 wird die Angabe „48 und 51" durch die Wörter „48 bis 49 und 51" und die Angabe „§ 15a Absatz 1" durch die Wörter „§ 15a Absatz 1, § 25 Absatz 6" ersetzt.
§ 212 Absatz 2 wird wie folgt geändert:
In Nummer 1 werden nach dem Wort „Geschäftsorganisation" die Wörter „§ 23 Absatz 1a bis 1c," eingefügt.
von den Vorschriften über den Versicherungsvertrieb § 48 Absatz 2a,".
§ 298 Absatz 4 wird aufgehoben.
Dem § 329 wird folgender Absatz 5 angefügt:
„(5) Die Aufsichtsbehörde unterrichtet die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung über alle Verwaltungssanktionen und andere Maßnahmen nach Maßgabe von Artikel 32 Absatz 3 und Artikel 36 der Richtlinie (EU) 2016/97."
In Absatz 1 werden nach Nummer 2 die folgenden Nummern 2a und 2b eingefügt:
entgegen § 48c Absatz 1 Satz 1 die Auskehrung einer Zuwendung nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig veranlasst,".
In Nummer 3 wird nach den Wörtern „oder Absatz 2" die Angabe „Satz 2" eingefügt.
Nach Nummer 3 werden folgende Nummern 3a, 3b und 3c eingefügt:
entgegen § 7c Absatz 4 Satz 1 des Versicherungsvertragsgesetzes eine Aufzeichnung nicht erstellt,".
Die Wörter „und des Absatzes 2 Nummer 3" werden durch ein Komma und die Wörter „des Absatzes 2 Nummer 3 und des Absatzes 3 Nummer 3, 3a, 3b und 3c" ersetzt.
Nach den Wörtern „des Absatzes 3 Nummer 2 Buchstabe a" werden die Wörter „und Nummer 3" gestrichen.
„In den Fällen des Absatzes 3 Nummer 3 kann gegenüber einer juristischen Person oder Personenvereinigung über Satz 1 hinaus eine höhere Geldbuße von bis zu fünf Millionen Euro verhängt werden."
Nach Absatz 6c wird folgender Absatz 6d eingefügt:
„(6d) Gegenüber einer juristischen Person oder Personenvereinigung kann in den Fällen des Absatzes 3 Nummer 3, 3a, 3b und 3c über Absatz 5 hinaus eine höhere Geldbuße verhängt werden; diese darf den höheren der Beträge von fünf Millionen Euro oder 5 Prozent des Gesamtumsatzes, den die juristische Person oder Personenvereinigung im der Behördenentscheidung vorausgegangenen Geschäftsjahr erzielt hat, nicht übersteigen."
In Absatz 7 Satz 1 werden die Wörter „Absätzen 5, 6, 6a, 6b und 6c" durch die Wörter „Absätzen 5, 6, 6a, 6b, 6c und 6d" und die Wörter „Absatzes 4d und 4f" durch die Wörter „Absatzes 3 Nummer 3, 3a, 3b, 3c, 4d und 4f" ersetzt.
In Absatz 8 Satz 1 werden die Wörter „Absätze 6, 6a, 6b und 6c" durch die Wörter „Absätze 6, 6a, 6b, 6c und 6d" ersetzt.
In Satz 1 werden die Wörter „Absatz 4d, 4e, 4f und 4g" durch die Wörter „Absatz 3 Nummer 3, 3a, 3b, 3c, 4d, 4e, 4f und 4g" ersetzt.
In Satz 3 werden die Wörter „Absatz 4d, 4e, 4f und 4g" durch die Wörter „Absatz 3 Nummer 3, 3a, 3b, 3c, 4d, 4e, 4f und 4g" ersetzt.
Artikel 3 wird in 4 Vorschriften zitiert und ändert mWv. 23. Februar 2018 VVG § 1a (neu), § 6, § 6a (neu), § 7, § 7a (neu), § 7b (neu), § 7c (neu), § 7d (neu), § 59, § 61, § 66, mWv. 1. Juli 2018 § 155
Das Versicherungsvertragsgesetz vom 23. November 2007 (BGBl. I S. 2631), das zuletzt durch Artikel 6 Absatz 31 des Gesetzes vom 23. Mai 2017 (BGBl. I S. 1228) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
„§ 1a Vertriebstätigkeit des Versicherers".
„§ 6a Einzelheiten der Auskunftserteilung".
„§ 7a Querverkäufe
§ 7d Beratung, Information und Widerruf bei bestimmten Gruppenversicherungen".
„§ 1a Vertriebstätigkeit des Versicherers
(3) Alle Informationen im Zusammenhang mit der Vertriebstätigkeit einschließlich Werbemitteilungen, die der Versicherer an Versicherungsnehmer oder potenzielle Versicherungsnehmer richtet, müssen redlich und eindeutig sein und dürfen nicht irreführend sein. Werbemitteilungen müssen stets eindeutig als solche erkennbar sein."
„(2) Für die Übermittlung des erteilten Rats und der Gründe hierfür gilt § 6a."
„Handelt es sich um einen Vertrag im Fernabsatz im Sinn des § 312c des Bürgerlichen Gesetzbuchs, kann der Versicherungsnehmer in Textform verzichten."
In Absatz 4 Satz 1 werden vor dem Punkt am Ende ein Semikolon und die Wörter „Absatz 3 Satz 2 gilt entsprechend" eingefügt.
In Absatz 6 werden nach den Wörtern „vermittelt wird" die Wörter „oder wenn es sich um einen Vertrag im Fernabsatz im Sinne des § 312c des Bürgerlichen Gesetzbuchs handelt" gestrichen.
„§ 6a Einzelheiten der Auskunftserteilung
(4) Handelt es sich um einen telefonischen Kontakt, werden, selbst wenn sich der Versicherungsnehmer dafür entschieden hat, die Auskünfte gemäß Absatz 2 auf einem anderen dauerhaften Datenträger als Papier zu erhalten, die Auskünfte dem Versicherungsnehmer gemäß Absatz 1 oder Absatz 2 unmittelbar nach Abschluss des Versicherungsvertrags erteilt."
§ 7 Absatz 2 Satz 2 wird durch die folgenden Sätze ersetzt:
„Bei der Festlegung der Mitteilungen nach Satz 1 sind die vorgeschriebenen Angaben nach der Richtlinie 92/49/EWG des Rates vom 18. Juni 1992 zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Direktversicherung (mit Ausnahme der Lebensversicherung) sowie zur Änderung der Richtlinien 73/239/EWG und 88/357/EWG (Dritte Richtlinie Schadenversicherung) (ABl. L 228 vom 11.8.1992, S. 1) und der Richtlinie 2002/65/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. September 2002 über den Fernabsatz von Finanzdienstleistungen an Verbraucher und zur Änderung der Richtlinie 90/619/EWG des Rates und der Richtlinien 97/7/EG und 98/27/EG (ABl. L 271 vom 9.10.2002, S. 16) zu beachten. Bei der Festlegung der Mitteilungen nach Satz 1 sind ferner zu beachten:
die delegierten Rechtsakte, die von der Kommission nach Artikel 29 Absatz 4 Buchstabe b und Artikel 30 Absatz 6 der Richtlinie (EU) 2016/97, jeweils in Verbindung mit Artikel 38 der Richtlinie (EU) 2016/97, erlassen worden sind."
Nach § 7 werden die folgenden §§ 7a, 7b, 7c und 7d eingefügt:
Der Versicherungsnehmer eines Gruppenversicherungsvertrags für Restschuldversicherungen hat gegenüber der versicherten Person die Beratungs- und Informationspflichten eines Versicherers. Die versicherte Person hat die Rechte eines Versicherungsnehmers, insbesondere das Widerrufsrecht. Über dieses Widerrufsrecht ist eine Woche nach Abgabe der Vertragserklärung erneut in Textform zu belehren. Das Produktinformationsblatt ist mit dieser Belehrung erneut zur Verfügung zu stellen. Die Widerrufsfrist beginnt nicht vor Zugang dieser Unterlagen."
„Die §§ 1a, 6a, 7a, 7b und 7c gelten für Versicherungsvermittler entsprechend. Versicherungsvermittler ist auch, wer eine Vertriebstätigkeit im Sinne von § 1a Absatz 2 ausführt, ohne dass die Voraussetzungen des nachfolgenden Absatzes 2 oder 3 vorliegen."
„Die §§ 1a, 6a, 7a, 7b und 7c gelten für Versicherungsberater entsprechend."
Dem § 61 Absatz 2 wird folgender Satz angefügt:
„Handelt es sich um einen Vertrag im Fernabsatz im Sinn des § 312c des Bürgerlichen Gesetzbuchs, kann der Versicherungsnehmer in Textform verzichten".
„§ 66 Sonstige Ausnahmen
§ 1a Absatz 2, die §§ 6a, 7b, 7c, 60 bis 64, 69 Absatz 2 und § 214 gelten nicht für Versicherungsvermittler in Nebentätigkeit nach § 34d Absatz 8 Nummer 1 der Gewerbeordnung. Versicherungsvermittler in Nebentätigkeit haben dem Versicherungsnehmer vor Abschluss eines Versicherungsvertrags Informationen über ihre Identität und ihre Anschrift sowie über die Verfahren, nach denen die Versicherungsnehmer und andere interessierte Parteien Beschwerden einlegen können, zur Verfügung zu stellen. Das Informationsblatt zu Versicherungsprodukten haben sie dem Versicherungsnehmer vor Abschluss des Vertrags auszuhändigen."
§ 155 wird wie folgt gefasst:
„§ 155 Standmitteilung
(3) Hat der Versicherer bezifferte Angaben zur möglichen zukünftigen Entwicklung der Überschussbeteiligung gemacht, so hat er den Versicherungsnehmer auf Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von den anfänglichen Angaben hinzuweisen."
Artikel 4 wird in 1 Vorschrift zitiert und ändert mWv. 29. Juli 2017 AWG § 18
§ 18 des Außenwirtschaftsgesetzes vom 6. Juni 2013 (BGBl. I S. 1482), das zuletzt durch Artikel 6 Absatz 35 des Gesetzes vom 13. April 2017 (BGBl. I S. 872) geändert worden ist, wird wie folgt geändert:
„(4) Ebenso wird bestraft, wer gegen die Verordnung (EG) Nr. 1236/2005 des Rates vom 27. Juni 2005 betreffend den Handel mit bestimmten Gütern, die zur Vollstreckung der Todesstrafe, zu Folter oder zu anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe verwendet werden könnten (ABl. L 200 vom 30.7.2005, S. 1; L 79 vom 16.3.2006, S. 32), die zuletzt durch die Verordnung (EU) 2016/2134 (ABl. L 338 vom 13.12.2016, S. 1) geändert worden ist, verstößt, indem er
Soweit die in Satz 1 genannten Vorschriften auf die Anhänge II, III oder IIIa zur Verordnung (EG) Nr. 1236/2005 verweisen, finden diese Anhänge in der jeweils geltenden Fassung Anwendung."
„(5a) Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer gegen die Verordnung (EG) Nr. 1236/2005 verstößt, indem er
Soweit die in Satz 1 genannten Vorschriften auf den Anhang II zur Verordnung (EG) Nr. 1236/2005 verweisen, findet dieser Anhang in der jeweils geltenden Fassung Anwendung."
Artikel 5 wird in 1 Vorschrift zitiert und ändert mWv. 29. Juli 2017 APAEinrG § 1
In § 1 Absatz 6 Satz 3 des Gesetzes zur Einrichtung einer Abschlussprüferaufsichtsstelle beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle vom 31. März 2016 (BGBl. I S. 518, 549) werden die Wörter „die Befähigung für eine Laufbahn des höheren Dienstes" durch die Wörter „das Wirtschaftsprüfungsexamen abgelegt oder eine abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulbildung" ersetzt.
Dieses Gesetz tritt vorbehaltlich der Sätze 2 und 3 am 23. Februar 2018 in Kraft. Artikel 1 Nummer 5 § 34a, Nummer 6 § 34e, Nummer 7 § 34g, Nummer 8 § 34i und Nummer 9 § 34j, Artikel 2 Nummer 7 § 48b, die Artikel 4 und 5 treten am Tag nach der Verkündung*) in Kraft. Artikel 3 Nummer 10 tritt am 1. Juli 2018 in Kraft.
Anm. d. Red.: Die Verkündung erfolgte am 28. Juli 2017.
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