Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F05-07-2011-8C_340-2011
Timestamp: 2016-10-26 09:21:49
Document Index: 9096633

Matched Legal Cases: ['Art. 112', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 11', 'Art. 21']

8C_340/2011 (05.07.2011)
8C_340/2011
Die 1970 geborene E.________ war als Reinigerin der X.________ GmbH bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen versichert, als sie am 7. Oktober 2003 beim Reinigen einer Treppe stolperte und r�ckw�rts auf den R�cken fiel. Die SUVA anerkannte ihre Leistungspflicht f�r die Folgen dieses Ereignisses, stellte ihre Leistungen - neben Leistungen aus anderen Unf�llen - mit Verf�gung vom 4. Mai 2007 per 31. Mai 2007 ein. Diese Leistungseinstellung wurde letztinstanzlich vom Bundesgericht best�tigt (Urteil 8C_705/2009 vom 25. November 2009).
Am 7. November 2008 wurde bei E.________ ein chirurgischer Eingriff durchgef�hrt. Postoperativ kam es zu einer akuten Exazerbation der vorbestandenen Coccygodynie-Beschwerden. Die SUVA lehnte es mit Verf�gung vom 30. M�rz 2009 und Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2009 ab, die Exazerbation als R�ckfall anzuerkennen.
Die von E.________ hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 11. M�rz 2011 ab.
Mit Beschwerde beantragt E.________, die SUVA sei unter Aufhebung des Einsprache- und des kantonalen Gerichtsentscheides zu verpflichten, die am 7. November 2008 aufgetretene Schmerz-Exazerbation als R�ckfall anzuerkennen und f�r deren Folgen die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.
1.3 Gem�ss Art. 112 Abs. 1 lit. b BGG m�ssen die Entscheide, welche der Beschwerde ans Bundesgericht unterliegen, die massgebenden Gr�nde tats�chlicher und rechtlicher Art, insbesondere die Angabe der angewendeten Gesetzesbestimmungen enthalten. Auch wenn es sich beim vorinstanzlichen Entscheid um einen l�ngeren, schwer lesbaren "Dass-Entscheid" handelt, so erf�llt er doch die gesetzlichen Vorgaben (vgl. Urteil 8C_667/2010 vom 15. Dezember 2010 E. 1.3).
1.4 Gem�ss Art. 99 Abs. 1 BGG sind Noven im letztinstanzlichen Verfahren grunds�tzlich unzul�ssig (vgl. zur Geltung dieses Grundsatzes im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder Unfallversicherung: BGE 135 V 194 E. 3.4 S. 199 f.). Die Voraussetzungen, unter denen die von der Versicherten neu eingereichten Unterlagen ausnahmsweise zul�ssig w�ren, sind vorliegend nicht erf�llt, so dass diese unbeachtet bleiben m�ssen.
Streitig und zu pr�fen ist die Leistungspflicht der SUVA f�r die nach dem Eingriff vom 7. November 2008 aufgetretene Schmerz-Exazerbation.
Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt grunds�tzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). Gem�ss Art. 11 UVV werden die Versicherungsleistungen auch f�r R�ckf�lle und Sp�tfolgen gew�hrt, f�r Bez�ger von Invalidenrenten jedoch nur unter den Voraussetzungen von Art. 21 UVG.
Das kantonale Gericht hat erwogen, die Schmerzexazerbation sei �berwiegend wahrscheinlich auf eine Retraumatisierung des abgeknickten distalen Os Coccygis (Steissbeins) zur�ckzuf�hren. Da der Eingriff nicht zur Behandlung von Unfallfolgen durchgef�hrt worden und die Knickbildung des Steissbeins ebenfalls nicht unfallkausal entstanden sei, fehle es an einer Kausalit�t zwischen dem Unfall vom 7. Oktober 2003 und der Schmerzexazerbation. Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, die Knickbildung des Steissbeins sei sehr wohl als Unfallfolge zu betrachten. Damit stellt sie sich in Widerspruch zum Urteil des Bundesgerichts 8C_705/2009 vom 25. November 2009: In E. 4.1 dieses Urteils hat das Bundesgericht erwogen, der Os Coccygis weise zwar nach ventral, doch sei dies als Normvariante zu betrachten. Die von der Beschwerdef�hrerin erlittenen Unf�lle (unter anderem auch jener vom 7. Oktober 2003) h�tten keine strukturelle L�sionen hinterlassen. Gr�nde, um auf diese W�rdigung zur�ckzukommen, sind keine ersichtlich. Demnach kann offenbleiben, ob die geklagten Beschwerden tats�chlich durch eine Retraumatisierung der Steissbein-Knickbildung verursacht wurden, oder ob sich diese - wie der SUVA-Arzt Dr. med. S.________ in seiner Beurteilung vom 22. Oktober 2009 schreibt - somatisch nicht erkl�ren lassen. Eine Leistungspflicht der Unfallversicherung besteht so oder anders nicht; die Beschwerde der Versicherten ist abzuweisen.