Source: http://www.baum-kataster.at/leistungsverzeichnis.html
Timestamp: 2017-03-29 05:11:41
Document Index: 38678804

Matched Legal Cases: ['§ 295', '§259', '§1323', '§ 1323', '§ 1323', '§364', '§422', '§ 1319']

Berechnet wird der Wert Ihres Baumes / Hecken im Schadensfall
DER BAUMWERT
Der Sachverständige ermittelt den Wert eines Baumes, der als unselbständiger Bestandteil des Grundstückes ist. ABGB § 295
ABGB §259. Gras, Bäume, Stauden, Früchte und alle brauchbaren Dinge, welche die Erde auf ihrer Oberfläche hervorbringt, bleiben so lange ein unbewegliches Vermögen, als sie nicht vom Grund und Boden abgesondert worden sind. Selbst die Fische in einem Teich und das Wild im Walde werden dann ein bewegliches Gut, wenn im Teich gefischt, und das Wild gefangen oder erlegt worden ist.
Bäume müssen also rechtlich behandelt werden wie das Grundstück auf dem sie stocken.
Wird der Baum beschädigt, wird auch die Liegenschaft im Wert gemindert. Der Baum ist also ein weiterbildender Faktor des Grundstückes, auf dem er wächst. Er beeinflusst dessen Verkehr-und Nutzungswert. Werden Bäume zerstört oder beschädigt, so wird in die Substanz des Grundstücks eingegriffen.
Das Österreichische Recht (ABGB §1323) steht auf dem Standpunkt, dass der Ersatz eines Schadens grundsätzlich in Natur zu erfolgen hat. § 1323. Um Ersatz eines verursachten Schadens zu leisten, muss alles in den vorherigen Stand zurückversetzt, oder wen "dieses nicht tunlich ist", der Schätzungswert vergütet werden. Betrifft der Ersatz nur den erlittenen Schaden, so wird er eigentlich eine Schadloshaltung; sofern er sich aber auch auf den entgangenen Gewinn und die Tilgung der verursachten Beleidigung erstreckt, volle Genugtuung genannt.
Naturherstellung, d.h. Herstellung durch ein gleich großes Gehölze ist in den Fällen ausgeschlossen, in denen sie untunlich oder unverhältnismäßig ist.
Das ist z.B. bei größeren oder älteren Bäumen der Fall. In Fällen, wo eine Naturalherstellung nicht möglich bzw. unverhältnismäßig ist, ist von einer Teilwiederherstellung auszugehen und der Vergütung des Restes mit dem Schätzwert. Siehe dazu bei Klang Anm. 1.2 zu § 1323
"Ist der natürliche Ersatz nur teilweise unmöglich, so ist er, insoweit der Teilersatz von Wert ist, zu leisten und bezüglich des Restes der Schätzwert zu vergüten"
Baumschutz infolge von Bauarbeiten in der Nähe von Baumbeständen
Der Baumschutzbeauftragte
Bäume sind es wert sie zu schützen. Schon ein geringer Wurzelverlust bei Abgrabungen zerstört das lebende Gehölze.
Grundsätzlich liegt ein öffentliches Interesse vor, das sich aus landesgesetzlichen Regelungen über den Schutz von Baumbeständen und anderem Pflanzgut und Baumschutz ergeben soll. Es soll auch durch die nachbarrechlichen Bestimmungen des ABGB weder verfolgt noch beeinträchtigt werden (§364/3 §422/1) Der beeinträchtigte Baumeigentümers hat daher Unterlassungsansprüche nur soweit dieses im öffentlichen Interesse liegt.
Baumpflege und Handlungsbedarf
Erforderliche Maßnahmen am Baum, aus welchen Grund auch immer, sollten mit einer Baumkontrolle vorangegangen werden.
Der Sachverständige erstellt einen Kontrollbericht und die daraus ergebenen Maßnahmen nach den Regelwerken durchzuführen. Leider sind manche Baumpfleger, die einen Baum aus Sicherheitsgründen behandeln sollen, übereifrig und gehen mit der Schnittführung über die Grenzen des Baumes hinaus und verursachen weitgehende Baumschäden. (mit der Begründung: "sicher ist sicher")
Abgesehen von Ausschreibung und Preisangeboten sollte darauf geachtet, dass die Maßnahmen von einem Fach-Team durchgeführt werden. In Gemeinden ist es ohnehin empfehlenswert, Maßnahmen mittels eines Baumkatasters zu ermitteln. Verkehrssicherheit
Verkehrssicherheitsprüfung und Standfestigkeit von Einzelbäumen in Privaten und öffentlichen Bereichen im Zuge der Verkehrssicherheitspflicht § 1319 ABGB
Im nahen Verkehrsbereich, an Spielplätzen usw. sollte eine Baumkontrolle schon obligatorisch sein. Schon aufgrund der der Haftung. Wenn der Besitzer oder sonstiger Verantwortliche nicht beweisen kann, dass er alle zur Abwendung der Gefahr mit erforderlicher Sorgfalt abgewendet hat
Ob Pflege, Erhaltung, Sicherheit, biologischer oder mechanischen Schadsymptomen Ihres Baumes oder
gemeindeeigene Baumbeständen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Ansuchen zur Baumentfernung BGB 27 für Wien
Vorbereitung eines Fällungsansuchen (nur für die Bundeshauptstädte) Prüfung und protokollieren / vermessen des Baumes über die Notwendigkeit - gutachtliche Stellungnahme zum
entfernen, erstellen der
Standort- Skizze (Plan) 4fach- Formular des Fällungsansuchen erstellen - Ersatzpflanzung vorschlagen und Meldung an das MBA (BH)
Franz Maria Poperl
T.+43 (0) 664 / 43 04 057