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Timestamp: 2020-07-15 06:02:48
Document Index: 130966795

Matched Legal Cases: ['§ 4', 'Art. 63', '§ 2', '§ 6', '§ 4', '§ 6', '§ 19', '§ 9', '§ 18', '§ 10', '§ 11', '§ 11', '§ 18', '§ 14', '§ 18', '§ 20', '§ 18', '§ 18', '§ 10', '§ 18', '§ 18', '§ 18', '§ 14', '§ 21', '§ 21', '§ 1']

Ihre Suchkriterien : Fakultät für Ingenieurwissenschaften
Fakultät / Fachbereich Fakultät für Ingenieurwissenschaften
Promotionsfach / fächer Materialwissenschaft; Umwelt- und Bioingenieurwissenschaft
Sachgebiet(e) Ingenieurwissenschaften; Mathematik, Naturwissenschaften
Doktorgrad(e) Dr.-Ing.
§ 4 Voraussetzungen für die Annahme zur Promotion
(1) Für die Annahme zur Promotion muss die Bewerberin oder der Bewerber folgende Voraussetzungen erfüllen:
1. Sie bzw. er muss ein fachbezogenes wissenschaftliches Hochschulstudium abgeschlossen haben; Regelabschluss ist die universitäre Diplomprüfung oder die Masterprüfung in einem stärker forschungsorientierten Masterstudiengang oder eine vergleichbare Masterprüfung an einer Fachhochschule. Zur Promotion werden auch Bew...
1. Sie bzw. er muss ein fachbezogenes wissenschaftliches Hochschulstudium abgeschlossen haben; Regelabschluss ist die universitäre Diplomprüfung oder die Masterprüfung in einem stärker forschungsorientierten Masterstudiengang oder eine vergleichbare Masterprüfung an einer Fachhochschule. Zur Promotion werden auch Bewerberinnen und Bewerber angenommen, die die Abschlussprüfung in einem einschlägigen Diplomstudiengang an einer Fachhochschule mit einer Gesamtnote besser als 2,0 abgelegt und dabei die Regelstudienzeit um nicht mehr als zwei Semester überschritten haben. Zur Promotion werden auch Bewerberinnen und Bewerber angenommen, die die Abschlussprüfung in einem fachbezogenen wissenschaftlichen Bachelorstudiengang an einer Universität oder Fachhochschule mit einer Gesamtnote von 1,0 abgelegt und dabei die Regelstudienzeit nicht überschritten haben sowie den Nachweis erbringen, dass sie zu den besten 5% ihres Studienjahrgangs gehören. Die Promotionskommission kann auch Studienabschlüsse in den Ingenieurwissenschaften verwandten Fächern (z. B. Physik, Chemie, Biologie, Techno-Mathematik, Informatik, Wirtschaftsingenieurwissenschaft) als ausreichende Voraussetzung zur Promotion anerkennen. Die Anerkennung ausländischer Studienabschlüsse erfolgt im Übrigen nach dem Grundsatz der Gleichwertigkeit unter Beachtung von Art. 63 BayHSchG. Die Gleichwertigkeit wird durch die von Kultusministerkonferenz und Hochschulrektorenkonferenz gebilligten Äquivalenzvereinbarungen festgestellt; bei Zweifeln an der Gleichwertigkeit kann die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen gehört werden.
2. Die Promotionskommission kann die Annahme von der Erbringung zusätzlicher Leistungen aus den ingenieurwissenschaftlichen Fächern der Bachelor- und Masterstudiengänge der Fakultät für Ingenieurwissenschaften im Umfang von nicht mehr als 15 Leistungspunkten abhängig machen. Die Prüfungen in den Fächern, in denen zusätzliche Leistungen zu erbringen sind, sind entsprechend den Prüfungsordnungen bzw. den Prüfungs- und Studienordnungen der Bachelor- und Masterstudiengänge der Fakultät entweder mündlich oder schriftlich zu erbringen. Die Prüfungen müssen jeweils mit mindestens 4,0 bestanden werden. Nicht bestandene Prüfungen können einmal wiederholt werden.
3. Die Bewerberin oder der Bewerber darf sich nicht bereits einer einschlägigen Promotionsprüfung oder einer vergleichbaren Prüfung an einer anderen wissenschaftlichen Hochschule ohne Erfolg unterzogen haben.4. Die Bewerberin oder der Bewerber muss mit einer prüfungsberechtigten Lehrperson gemäß § 2 eine Betreuungsvereinbarung gemäß § 6 Abs. 2 oder 3 abgeschlossen haben; ein Anspruch auf das Zustandekommen einer Betreuungsvereinbarung besteht
(2) 1Die Annahme zur Promotion ist vor Begründung des Promotionsverhältnisses über die Dekanin oder den Dekan schriftlich bei der Promotionskommission zu beantragen. 2Dem Antrag sind die zum Nachweis der in Abs. 1 genannten Zulassungsvoraussetzungen erforderlichen Unterlagen und eine Erklärung der Bewerberin oder des Bewerbers, dass sie oder er nicht bereits an einer anderen Hochschule oder einer anderen promovierenden Einrichtung der Universität Bayreuth im gleichen Fach zur Promotion angenommen worden ist, beizufügen.
(3) Mit dem Antrag erfolgt eine Online-Registrierung als Bewerberin oder Bewerber bei der Fakultät für Ingenieurwissenschaften.
(4) Die Promotion beginnt mit Erhalt der schriftlichen Bestätigung der Annahme zur Promotion durch die Fakultät für Ingenieurwissenschaften.
(1) 1Die Dissertation muss eine eigenständige wissenschaftliche Leistung der Doktorandin oder des Doktoranden auf einem ingenieurwissenschaftlichen Gebiet sein und zur Lösung von wissenschaftlichen Problemen beitragen. 2Sie soll zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen führen. 3Sie muss die erzielten Ergebnisse in angemessener Form darstellen.
(2) 1Die Dissertation muss unterschrieben und in Maschinenschrift vorgelegt werden; sie muss gebunden, paginier...
(2) 1Die Dissertation muss unterschrieben und in Maschinenschrift vorgelegt werden; sie muss gebunden, paginiert und mit einem Inhaltsverzeichnis versehen sein und eine deutsche sowie eine englische Zusammenfassung enthalten, die über Problemstellung und Ergebnisse Auskunft geben. 2Die benutzte Literatur sowie sonstige Hilfsquellen sind vollständig anzugeben; wörtlich oder nahezu wörtlich dem Schrifttum entnommene Stellen sind kenntlich zu machen. 3Das Deckblatt der eingereichten Arbeit ist entsprechend dem Muster der Anlage 1 zu gestalten. 4Die Dissertation ist zusätzlich in elektronischer Fassung vorzulegen, um sie prüfungsberechtigten Mitgliedern der Fakultät für eine Überprüfung zugänglich zu machen. 5Diese Überprüfung muss das Urheberrecht und den Datenschutz beachten.
(3) 1Die Dissertation ist in deutscher Sprache abzufassen. 2Die Promotionskommission kann der Bewerberin oder dem Bewerber gestatten, sie in einer anderen als der deutschen Sprache vorzulegen. 3In diesem Falle ist eine ausführliche Zusammenfassung in deutscher Sprache beizufügen.
(4) 1Zusammen mit der Dissertationsschrift muss mindestens eine wissenschaftliche Veröffentlichung vorgelegt werden, zu deren Inhalt die Bewerberin oder der Bewerber allein oder überwiegend beigetragen hat und die nach wissenschaftlicher Begutachtung in einer anerkannten Fachzeitschrift oder an anderer gleichwertiger Stelle erschienen oder zur Veröffentlichung angenommen worden ist. 2Begründete Ausnahmen von der Regelung nach Satz 1 sind zulässig. 3Die Entscheidung über die Anerkennung der Veröffentlichung bzw. des Ausnahmetatbestandes trifft die Promotionskommission anhand von Qualitätskriterien. 4Diese werden vom Fakultätsrat auf Empfehlung der Promotionskommission festgelegt.
Abschnitt V: Binationale Promotion
(1) 1Der Doktorgrad kann auch im Rahmen einer gemeinsamen Betreuung mit einer ausländischen wissenschaftlichen Einrichtung (Partnereinrichtung) verliehen werden. 2Dies setzt voraus, dass
1. mit der Partnereinrichtung eine von der Promotionskommission genehmigte Vereinbarung über die grenzüberschreitende gemeinsame Betreuung der Promotion abgeschlossen wurde,
2. die Partnereinrichtung nach ihren nationalen Rechtsvorsc...
2. die Partnereinrichtung nach ihren nationalen Rechtsvorschriften das Promotionsrecht besitzt und der von ihr zu verleihende akademische Grad im Geltungsbereich des Hochschulrahmengesetzes anzuerkennen wäre,
3. die Doktorandin oder der Doktorand die Voraussetzungen für die Annahme zur Promotion und die Zulassung zum Promotionsprüfungsverfahren sowohl nach dieser Promotionsordnung (§§ 4, 7 und 8) als auch nach den entsprechenden Regelungen der Partnereinrichtung erfüllt,
4. die Doktorandin oder der Doktorand an jeder der beteiligten Einrichtungen mindestens
1 Jahr aktiv tätig ist.
3Auf Antrag eines Mitglieds der Promotionskommission wird für die Genehmigung der Vereinbarung nach Satz 2, Nr. 1 die erweiterte Promotionskommission hinzugezogen.
(2) 1Die Dissertation wird durch eine Betreuerin oder einen Betreuer gemäß § 6 Abs. 1 und ein nach den dortigen Bestimmungen prüfungsberechtigtes Mitglied der Partnereinrichtung gemeinsam betreut und kann an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth oder an der Partnereinrichtung vorgelegt werden. 2Die nähere Ausgestaltung der gemeinsamen Betreuung ergibt sich aus der Vereinbarung nach Abs. 1 Satz 2 Nr. 1. 3Eine Dissertation, die bereits vor Abschluss einer Vereinbarung nach Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 bei einer der beteiligten Bildungseinrichtungen eingereicht und angenommen oder abgelehnt wurde, kann nicht Gegenstand eines gemeinsamen Promotionsverfahrens sein.
(3) Die Benotung der Promotionsleistungen erfolgt nach den Bestimmungen derjenigen Einrichtung, an der die Dissertation vorgelegt wird; die jeweils andere Einrichtung stellt die nach ihrer Promotionsordnung äquivalenten Noten fest.
§ 19 Promotionsprüfungsverfahren an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth
(1) 1Soll die Dissertation an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth vorgelegt werden, gelten für die Dissertation und deren Beurteilung die §§ 9 und 10. 2Die Betreuerinnen und Betreuer der Dissertation nach § 18 Abs. 2 Satz 1 sollen in der Regel als Gutachterinnen und Gutachter bestellt werden.
(2) 1Ist die Dissertation im Verfahren nach § 10 angenommen, so wird sie der Partnereinrichtung zur Zustimmung über den Fortgang des Promotionsprüfungsverfahrens übermittelt. 2Erteilt die Partnereinrichtung diese Zustimmung, so findet die mündliche Prüfung gemäß §§ 11 und 12 statt. 3Soweit die Betreuerin oder der Betreuer der Dissertation aus der Partnereinrichtung dem Prüfungsausschuss nicht gemäß § 11 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 angehört, ist ihre bzw. seine Bestellung zum Mitglied des Prüfungsausschusses oder die ersatzweise Bestellung eines anderen nach den dortigen Bestimmungen prüfungsberechtigten Mitglieds der Partnereinrichtung in der Vereinbarung nach § 18 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 vorzusehen.
(3) 1Ist die Dissertation zwar an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth angenommen, die Zustimmung über den Fortgang der Prüfung aber von der Partnereinrichtung verweigert worden, so ist das gemeinsame Verfahren beendet; die Promotionsprüfung wird nach den Bestimmungen dieser Promotionsordnung fortgesetzt. 2Satz 1 gilt entsprechend, wenn die mündliche Prüfung seitens der Partnereinrichtung als nicht bestanden bewertet wird.
(4) Die Veröffentlichung der Dissertation und die Ablieferung der Pflichtexemplare richten sich nach § 14 sowie den gemäß § 18 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 getroffenen ergänzenden Vereinbarungen.
§ 20 Promotionsprüfungsverfahren an der Partnereinrichtung
(1) 1Soll die Dissertation an der Partnereinrichtung vorgelegt werden, findet das Prüfungsverfahren nach der Promotionsordnung der Partnereinrichtung Anwendung. 2In der Vereinbarung nach § 18 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 ist die Bestellung der Betreuerin oder des Betreuers nach § 18 Abs. 2 Satz 1 aus der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth oder, soweit diese oder dieser nicht herangezogen werden kann, einer anderen nach dieser Promotionsordnung prüfungsberechtigten Lehrperson aus der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth als Gutachterin oder Gutachter zur Beurteilung der Dissertation vorzusehen.
(2) 1Wurde die Dissertation von der Partnereinrichtung angenommen, so wird sie der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth zur Zustimmung über den Fortgang der Prüfung übermittelt. 2§ 10 Abs. 4 gilt entsprechend. 3Erteilt die Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth die Zustimmung, so findet die mündliche Prüfung an der Partnereinrichtung nach Maßgabe der dortigen Bestimmungen statt. 4In der Vereinbarung nach § 18 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 ist vorzusehen, dass in diesem Fall die Betreuerin oder der Betreuer nach § 18 Abs. 2 Satz 1 aus der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth oder, soweit dies nicht möglich ist, ersatzweise eine andere nach dieser Promotionsordnung prüfungsberechtigte Lehrperson aus der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth dem die mündliche Prüfung abnehmenden Gremium als Prüferin oder Prüfer angehören muss.
(3) 1Wird die Dissertation zwar an der Partnereinrichtung angenommen, verweigert jedoch die Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth die Zustimmung zum Fortgang der Prüfung, so ist das gemeinsame Verfahren beendet. 2Das Promotionsprüfungsverfahren kann nach den Bestimmungen der Partnereinrichtung fortgesetzt werden. 3Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend, wenn die mündliche Prüfung seitens der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth als nicht bestanden bewertet wird.
(4) 1Für die Veröffentlichung der Dissertation und die Ablieferung der Pflichtexemplare gelten die für die Partnereinrichtung maßgebenden Bestimmungen. 2Die Vereinbarung nach § 18 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 legt darüber hinaus fest, wie viele Exemplare der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth zur Verfügung zu stellen sind; alternativ kann einer Veröffentlichung der Dissertation analog § 14 Abs. 3 Sätze 1 und 3 zugestimmt werden. 3In jedem Fall bleibt ein Exemplar der Dissertation bei den Prüfungsakten. 4Die Ausfertigung der gemäß § 21 auszustellenden Promotionsurkunde ist von der Erfüllung der Ablieferungspflichten abhängig zu machen.
§ 21 Gemeinsame Urkunde
(1) 1Nach dem erfolgreichen Abschluss einer gemeinsamen Promotion wird von der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Bayreuth und der Partnereinrichtung eine gemeinsame Urkunde über die Verleihung des Doktorgrades ausgestellt, aus der sich ergibt, dass die Promotion in gemeinsamer Betreuung entstanden ist. 2Die Urkunde trägt die Unterschriften und Siegel, die nach den Bestimmungen dieser Promotionsordnung sowie den Bestimmungen der Partnereinrichtung erforderlich sind.
(2) Aus der gemeinsamen Promotionsurkunde geht hervor, dass die bzw. der Promovierte berechtigt ist, in Deutschland den Doktorgrad gemäß § 1 Abs. 1 und in dem ausländischen Staat den dort verliehenen Doktorgrad zu führen.
Fundstelle Amtliche Bekanntmachung 66/2017