Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=26.04.1990&Aktenzeichen=I%20ZR%20198%2F88
Timestamp: 2019-06-24 18:34:51
Document Index: 212746011

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 24', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 24', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 15', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.04.1990 - I ZR 198/88 - dejure.org
https://dejure.org/1990,636
BGH, 26.04.1990 - I ZR 198/88 (https://dejure.org/1990,636)
BGH, Entscheidung vom 26.04.1990 - I ZR 198/88 (https://dejure.org/1990,636)
BGH, Entscheidung vom 26. April 1990 - I ZR 198/88 (https://dejure.org/1990,636)
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Kraftfahrzeug - Warenzeichen - Austausch bestimmender Teile - Zustimmung des Herstellers
WZG § 24
BGHZ 111, 182
NJW-RR 1991, 38
MDR 1991, 27
GRUR 1990, 678
BB 1990, 1586
Eine solche Beeinträchtigung des Zeichenrechts ist dann anzunehmen, wenn durch die Veränderung die Eigenart der Ware berührt wird (st. Rspr., RGZ 103, 359, 363 - Singer; RGZ 161, 29, 37 - Zählerersatzteile; BGHZ 82, 152, 155 - Öffnungshinweis;… BGH, Urt. v. 28.10.1987 - I ZR 5/86, GRUR 1988, 213, 214 - Griffband; BGHZ 111, 182, 184 - Herstellerkennzeichen auf Unfallwagen).
Die Anschlußrevision verkennt dabei, daß die Hinweisfunktion der Marke auf die Beschaffenheit auch - möglicherweise bei Jeans gerade - für die Ware im gebrauchten Zustand fortwirkt (RGZ 103, 359, 361 - Singer; RGZ 161, 29, 37, 39 - Zählerersatzteile; BGHZ 111, 182, 184 - Herstellerkennzeichen auf Unfallwagen;… vgl. auch Loewenheim, Festschrift Vieregge, 1995, S. 570, 580 ff.).
In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist wiederholt ausgesprochen worden, daß der Vertrieb geänderter gebrauchter Waren dem zeichenrechtlichen Schutz unterfallen kann (vgl. RGZ 103, 359 - Singer; RGZ 161, 29 - Zählerersatzteile; BGHZ 111, 182 - Herstellerkennzeichen auf Unfallwagen).
Dies gilt um so mehr, wenn die Bezeichnung dem Verkehr - wie vorliegend - unmittelbar auf der Ware begegnet; denn selbst rein warenbeschreibende Bezeichnungen können die Funktion eines Herkunftshinweises gewinnen, wenn sie unmittelbar auf der Ware angebracht oder gar herausgestellt werden (…vgl. BGH, Urt. v. 10.5.1955 - I ZR 91/53, GRUR 1955, 484, 485 - Luxor/Luxus;… BGH aaO - Zwillingsfrischbeutel; BGH, Urt. v. 26.4.1990 -. I ZR 198/88, GRUR 1990, 678, 680 - Herstellerkennzeichen auf Unfallwagen).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs begründet eine Erstbegehungsgefahr, wer sich des Rechts berühmt, bestimmte Handlungen vornehmen zu dürfen (…vgl. BGH, Urt. v. 26.10.1951 - I ZR 8/51, BGHZ 3, 270, 276 - Constanze I;… ferner BGH, Urt. v. 9.10.1986 - I ZR 158/84, GRUR 1987, 125, 126 - Berühmung; BGH, Urt. v. 26.4.1990 - I ZR 198/88, GRUR 1990, 678, 679 - Herstellerkennzeichen auf Unfallwagen;… zuletzt BGH, Urt. v. 16.1.1992 - I ZR 20/90 - Systemunterschiede, Umdruck S. 6, 7).
BGH, 12.02.1998 - I ZR 241/95
"Rolex-Uhr mit Diamanten"; Verletzung einer Marke durch Verwendung einer …
Er kann sich vielmehr, wie § 24 Abs. 2 MarkenG zu entnehmen ist, der Veränderung der Eigenart seiner Markenware widersetzen (BGHZ 82, 152, 155 f. - Öffnungshinweis; 100, 51, 57 - Handtuchspender; 111, 182, 187 - Herstellerkennzeichen auf Unfallwagen; 131, 308, 316 - Gefärbte Jeans).
Allein Veränderungen an einer zur Weiterveräußerung im geschäftlichen Verkehr bestimmten Ware können markenrechtliche Verbotsansprüche auslösen (BGHZ 100, 51, 58 - Handtuchspender; 111, 182, 186 - Herstellerkennzeichen auf Unfallwagen).
Die Anbringung einer Bezeichnung unmittelbar auf der Ware oder ihrer Verpackung spricht - jedenfalls dann, wenn sie in irgendwie hervorgehobener Form nach Art einer Marke erfolgt - grundsätzlich für eine kennzeichenmäßige Benutzung (…vgl. BGH, Urt. v. 10.5. 1955 - I ZR 91/53, GRUR 1955, 484, 485 - Luxor/Luxus; BGH, Beschl. v. 21.6. 1967 - Ib ZB 8/66, GRUR 1968, 148, 149 f. - Zwillingsfrischbeutel; BGHZ 111, 182, 186 - Herstellerkennzeichen auf Unfallwagen).
Der anerkannte Erfahrungssatz, auf den die Revision sich insoweit bezieht, besagt, daß die Anbringung einer Bezeichnung unmittelbar auf der Ware oder ihrer Verpackung selbst - jedenfalls dann, wenn sie in irgendwie hervorgehobener Form nach Art einer Marke erfolgt - grundsätzlich gegen eine beschreibende Benutzung spricht (…vgl. BGH, Urt. v. 10.5.1955 - I ZR 91/53, GRUR 1955, 484, 485 = WRP 1955, 193 - Luxor/Luxus; Beschl. v. 21.6.1967 - Ib ZB 8/66, GRUR 1968, 148, 149 f. - Zwillingsfrischbeutel; BGHZ 111, 182, 186 - Herstellerkennzeichen auf Unfallwagen).
Jedoch gilt auch dies - wie der Bundesgerichtshof in den beiden zitierten Urteilen Ankündigungsrecht I und II unter Berufung auf die Rechtsprechung des Reichsgerichts und des Bundesgerichtshofs zur Frage der Erschöpfung des Zeichenrechts bei Veränderungen der Ware ausgeführt hat (vgl. zu letzteren auch BGHZ 111, 182, 183 ff. - Herstellerkennzeichen auf Unfallwagen sowie Baumbach/Hefermehl, WZG, 12. Aufl., § 15 Rdn. 47) - nicht ohne Einschränkungen.
Ein zeichenmäßiger Gebrauch liegt vor, wenn eine Bezeichnung zur Kennzeichnung der Ware in der Weise gebraucht wird, dass der Verkehr darin einen Hinweis auf die Herkunft der Ware aus einem bestimmten Geschäftsbetrieb und ein Unterscheidungsmerkmal gegenüber Waren anderer Herkunft sehen kann (st. Rspr.; vgl. etwa BGHZ 111, 182, 186 - Herstellerkennzeichen auf Unfallwagen).
Dabei ist zunächst anerkannt, dass die Anbringung einer Bezeichnung unmittelbar auf der Ware jedenfalls dann, wenn dies - wie vorliegend - in hervorgehobener Form nach Art einer Marke geschieht, grundsätzlich gegen eine beschreibende Benutzung spricht (BGHZ 111, 182 - Herstellerkennzeichen auf Unfallwagen; 1999, 992, 994 - "BIG PACK" m.w.N.).
Nach ständiger Rechtsprechung begründet ferner auch derjenige eine Erstbegehungsgefahr, der sich des Rechts berühmt, bestimmte Handlungen vornehmen zu dürfen (vgl. BGH, GRUR 1987, 125, 126 - Berühmung; GRUR 1990, 678, 679 - Herstellerkennzeichen auf Unfallwagen; GRUR 1992, 405 - Systemunterschiede).
Zwar kann eine Berühmung, zu einer bestimmten Handlung berechtigt zu sein, eine Erstbegehungsgefahr begründen, weil sie den Eindruck erwecken kann, es folgten auch entsprechende Handlungen (BGH, GRUR 1992, 404 - Systemunterschiede; BGH, GRUR 1990, 678 -Herstellerkennzeichen auf Unfallwagen).
BGH, 16.01.1992 - I ZR 20/90
Systemunterschiede - Erstbegehungsgefahr; Spitzen-/Alleinstellungsbehauptung
BGH, 12.02.1998 - I ZR 239/95
Kein Schutz von Markenwaren gegenüber Privatpersonen
OLG Köln, 31.10.2007 - 6 U 13/07
"Getunter Bentley" - Zur Rechtmäßigkeit der Verwendung der Originalmarke beim …
BGH, 12.02.1998 - I ZR 240/95
"Rolex"; Umfang des Rechts aus einer Marke
BGH, 12.02.1998 - I ZR 242/95
OLG Koblenz, 23.02.2006 - 6 U 1673/05
Markenzeichen: Kennzeichnung einer aus mehreren Teilen zusammengesetzten Ware; …
OLG Frankfurt, 11.03.2004 - 6 U 50/03
Markenrechtsverstoß: Versehen einer Uhr mit fremdem Brillantengitter als Eingriff …
LG Düsseldorf, 04.07.1995 - 4 O 211/95
Lehre von der internationalen Erschöpfung ist seit Inkrafttreten des MarkenG …
OLG Hamburg, 02.12.1993 - 3 U 220/93
Wettbewerbswidrigkeit durch Überdruckens von der Telekom herausgegebener …
OLG Stuttgart, 11.02.1994 - 2 U 155/93
Verletzung von Warenzeichen und Firmenrechten durch Vertrieb einer veränderten …