Source: https://www.haufe.de/finance/steuern-finanzen/zusammenfassende-meldungen-innerhalb-der-eu/pflichtangaben-und-berichtigungen-von-zm_190_148464.html
Timestamp: 2017-06-28 07:26:41
Document Index: 347227013

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 18', '§ 17', '§ 18', '§ 152', '§ 26']

Angaben in der Zusammenfassenden Meldung | Finance | Haufe
Top-Thema Zusammenfassende Meldungen innerhalb der EU
Zusammenfassende Meldung - Melde- und Abgabepflichten Angaben in der Zusammenfassenden Meldung
Welche Angaben müssen in der Zusammenfassenden Meldung gemacht werden?
Bestimmte Angaben müssen Unternehmer in ihren Zusammenfassenden Meldungen machen. Dabei wird unterschieden, ob es sich um eine Warenlieferung, eine Dienstleistung oder eine Verbringung handelt. Für den, der hier ohne Sorgfalt vorgeht und zu späte oder fehlerhafte Angaben macht, kann es teuer werden, denn Berichtigung ist Pflicht.
In der Zusammenfassenden Meldung müssen folgende Angaben gemacht werden:Angaben zum Meldepflichtigen (Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, Name, Anschrift usw.)Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Erwerbers bzw. LeistungsempfängersFür jeden einzelnen Erwerber oder Leistungsempfänger die Summe der Bemessungsgrundlagen der innergemeinschaftlichen Warenlieferungen oder der an ihn erbrachten steuerpflichtigen sonstigen Leistungen oder der Verbringung im Meldezeitraum (unabhängig davon, ob der Unternehmer seine Umsätze nach vereinbarten oder vereinnahmten Entgelten versteuert). Bei Warenlieferungen ist das der Betrag, der auch in der Umsatzsteuer-Voranmeldung und -Erklärung angemeldet wird.Bei sonstigen Leistungen zusätzlich ein Hinweis auf § 3a Abs. 2 UStGBeim Verbringen von Gegenständen des Unternehmers aus dem Inland in das übrige Gemeinschaftsgebiet zu seiner Verfügung zusätzlich die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Unternehmers im anderen Mitgliedstaat und ein Hinweis auf das Vorliegen eines innergemeinschaftlichen Dreiecksgeschäfts. Nachträgliche Änderungen bedürfen einer Berichtigung der Zusammenfassenden MeldungÄndert sich die Bemessungsgrundlage durchRabatte,Boni,Skonti,Rechnungsstornierungen oderaufgrund von uneinbringlichen Forderungen nachträglich, muss der Unternehmer eine berichtigte Meldung abgeben.Derartige Berichtigungen müssen in dem Meldezeitraum, in dem die Änderung eingetreten ist, gemeldet werden. Dabei wird die Änderung von der Summe der Bemessungsgrundlagen (der in diesem Meldezeitraum ausgeführten innergemeinschaftlichen Warenlieferungen oder sonstigen Leistungen oder Dreiecksgeschäfte) abgezogen (§ 18a Abs. 7 a. E. und § 17 UStG). Ergibt sich durch die Saldierung ein negativer Betrag, ist dieser mit einem Minuszeichen zu versehen.Berichtigungspflicht bei unrichtigen oder unvollständigen AngabenErkennen Unternehmer nachträglich, dass ihre Angaben in einer abgegebenen Zusammenfassenden Meldung unrichtig oder unvollständig waren, besteht eine besondere Berichtigungspflicht. In diesem Fall müssen sie die ursprüngliche Zusammenfassende Meldung innerhalb von einem Monat berichtigen (§ 18a Abs. 10 UStG). Die Monatsfrist beginnt mit dem Zeitpunkt, zu dem der Unternehmer seinen Fehler erkennt. Ab dann hat der Unternehmer einen Monat Zeit, die berichtigte ZM beim BZSt einzureichen. Für die Fristberechnung gilt der Zeitpunkt des Eingangs der berichtigten ZM beim BZSt.Praxis-Hinweis: Nur die zu berichtigenden Zahlen eintragenIn der berichtigten ZM dürfen die Angaben, die in der ursprünglichen ZM korrekt gemeldet worden sind, nicht wiederholt werden (sog. Netto-Berichtigung).Folgen verspäteter und falscher AbgabeEine Dauerfristverlängerung gibt es nicht. Da die Umsatzsteuer-Voranmeldung und die Zusammenfassende Meldung anhand der Buchhaltung erstellt werden, verkürzt sich eine für die Umsatzsteuer-Voranmeldung gewährte Dauerfristverlängerung somit faktisch auf den 25. des Vormonats.Wer eine Zusammenfassende Meldung nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig abgibt, handelt ordnungswidrig. Es drohen dann ein Verspätungszuschlag (maximal 2.500 EUR; ab Vz 2017 gilt § 152 AO nicht mehr für die ZM laut Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens v. 18.7.2016) und ein Bußgeld von bis zu 5.000 EUR (§ 26a UStG).Praxis-Hinweis: Zwangsgeld drohtDie Abgabe einer Zusammenfassenden Meldung kann erzwungen werden, wie etwa durch die Festsetzung von Zwangsgeldern bis zu einer Höhe von 25.000 EUR.Diese Informationen könnten Sie auch interessieren:Lieferungen aus der EU über inländisches Konsignationslager
Schlagworte zum Thema: Zusammenfassende Meldung, EU, EU-Kommission, EU-Bilanzrichtlinie, Organschaft, Meldepflicht
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