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Timestamp: 2018-04-20 00:51:12
Document Index: 82798240

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 54', 'Art. 6', 'Art. 31', 'Art. 37', '§ 5', 'Art. 3']

Anlage 2 Brandschutzkonzept für gewerblich genutzte Gebäude,...
Anlage 2 Brandschutzkonzept für gewerblich genutzte Gebäude, angelehnt an die vfdb Richtlinie 01/01
Anlage 2 Brandschutzkonzept für gewerblich genutzte Gebäude, angelehnt an die vfdb Richtlinie 01/01 – Seite 370 – 01.09.2015 >>
1. Allgemeine Angaben/Grundlagen der BS-Planung
Vorhaben/Festlegung des Geltungsbereiches der Nachweisführung
Beschreibung des Gebäudes, der baulichen Anlage und der örtlichen Situation im Hinblick auf den Brandschutz mit besonderen Brandgefahren und Randbedingungen
Darstellung der zu betrachtenden Schutzziele wie baurechtliche Schutzziele, ggf. arbeitsschutzrechtliche Schutzziele und Umweltschutz und insbesondere Beschreibung der Schwerpunkte der Schutzziele z.B. zum Personen-, Sachwert-, Denkmal-, Bestands- ggf. Unfallschutz
Risikobeurteilung Teil 2, mit Einstufung der Baumaßnahme nach Art. 2 Abs. 4 BayBO (Sonderbau oder nicht), bei nicht geregelten Sonderbauten können zusätzliche bzw. geringere Anforderungen erforderlich werden (Art. 54 Abs. 3 BayBO)
Risikobeurteilung Teil 4, Betrachtung im Einzelfall, wobei hier in Abhängigkeit von der Nutzung, Nutzerart oder Anzahl der Nutzer besondere Gefährdungen zu berücksichtigen sind und ggf. von den formal zutreffenden Anforderungen abweichende Anforderungen zulässig sind.
Ggf. Variantendiskussion
2. Festlegung der BS-Maßnahmen
2.1 Baulicher Brandschutz
In Bezug auf die baulichen Anforderungen gilt nicht der Nachweis der Umsetzung der Vorgaben, sondern die Erreichung der vorgegebenen
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Schutzziele im vorgegebenen Schutzniveau. Zu nennen sind z.B. die Tragfähigkeit, das Abschottungsprinzip, die Rettungswegsicherung.
Eine weitere Untergliederung ergibt sich aus den Anforderungen:
Einhaltung der Abstandsflächen (Art. 6 BayBO)
Darlegung, wo sich die Brandwände befinden (meist nur teilweise aus den Eingabeplänen ersichtlich). Z. B. Äußere Brandwände sind …, Innere Brandwände sind …
Ausbildung der Brandwände im Dachbereich, Abstände von Gauben oder anderen Öffnungen von den Brandwänden.
Erster und zweiter Rettungsweg und Rettungswegausbildung (Art. 31 bis 35 BayBO)
Z. B. führt der erste Rettungsweg über den Flur und den Treppenraum bis zur öffentlichen Straße. Der zweite Rettungsweg führt über tragbare Leitern oder Drehleitern.
Sicherung des Fluchtweges innerhalb eines Aufenthaltsraumes, z.B. bei einem Großraumbüro oder einer Gaststätte.
Nachweis der Anforderung an den Flur, an den Treppenraum und bis auf die öffentliche Verkehrsfläche.
Sicherung der Anleiterung über Flächen für die Feuerwehr oder bei Gebäuden geringer Höhe Möglichkeit der Aufstellung von tragbaren Leitern und Sicherung der Zugänglichkeit zu den Aufstellplätzen. Auch Überstiegshilfen von Dachflächenfenstern auf Leitern der Feuerwehr (z.B. Schneefanggitter) können erforderlich werden.
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2.2 Gebäudetechnischer Brandschutz (Art. 37 bis 43 BayBO, bzw. Sonderbauvorschriften)
Es ist eindeutig darzulegen, dass und ggf. wie die jeweils zutreffenden Vorschriften eingehalten werden und vor allem wie die Schutzziele, z.B. das Abschottungsprinzip, trotz der Verlegung von Leitungsanlagen unterschiedlichster Art, nicht zerstört wird. Das trifft vor allem auf die Sicherung von Rettungswegen zu. In Bezug auf die Verlegung der Leitungsanlagen ist die Sicherung der Energieversorgung von sicherheitstechnischen Anlagen ein weiteres zu erreichendes Schutzziel.
2.3 Anlagentechnischer Brandschutz
Im BS-Konzept ist darzulegen, ob und warum die Anlagentechnik erforderlich ist. In der Regel werden anlagentechnische Maßnahmen nur für Sonderbauten gefordert. Die Erforderlichkeit solcher Anlagen ergibt sich auch für nicht geregelte Sonderbauten auf Grund von offenen Gefährdungen, auf die in vorhandenen Standardbrandschutzkonzepten oder Sonderbauverordnungen nicht eingegangen wurde (besondere im Baurecht nicht geregelte Gefährdungen).
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Zur Übersichtlichkeit empfiehlt es sich, am Anfang dieses Punktes die geplante bzw. erforderliche Anlagentechnik aufzuzählen, um nachfolgend die erforderlichen Einzelheiten, vor allem die Schutzziele der jeweiligen Anlagentechnik darzustellen.
Löschanlagen/Sauerstoffreduzierung
Rauch- und Wärmeabzugsanlagen/Differenzdruckanlagen
Die erforderlichen sicherheitstechnischen Anlagen sind von einem Fachplaner zu planen. Zur Sicherung des Vieraugenprinzips sind in allen Sonderbauten diese Anlagen von einem Sachverständigen für diese sicherheitstechnischen Anlagen zu prüfen und die Wirksamkeit und Betriebssicherheit sind zu bescheinigen (SPrüfV).
2.4 Organisatorischer (betrieblicher) Brandschutz
Im BS-Konzept ist darzulegen, ob und warum zusätzliche betriebliche Maßnahmen erforderlich sind. In der Regel werden betriebliche BS-Maßnahmen nur für Sonderbauten gefordert. Die Erforderlichkeit solcher Maßnahmen ergibt sich auch für nicht geregelte Sonderbauten oder auf Grund von offenen Gefährdungen, auf die in vorhandenen Standardbrandschutzkonzepten oder Sonderbauverordnungen nicht eingegangen wird (besondere im Baurecht nicht geregelte Gefährdungen).
Zur Übersichtlichkeit empfiehlt es sich, am Anfang dieses Punktes die erforderlichen betrieblichen Maßnahmen aufzuzählen, um nachfolgend die erforderlichen Einzelheiten, vor allem die Schutzziele der jeweiligen Maßnahmen darzustellen.
Vor allem die betrieblichen Maßnahmen können schon wegen der sich ändernden Bedingungen nicht für alle Zeit in einem BS-Nachweis/Konzept oder in einer Baugenehmigung festgelegt werden. Es gibt auch keinen Bestandsschutz für diese Maßnahmen. Sie sind immer in Abhängigkeit der nach § 5 Arbeitsschutzgesetz obligatorischen Gefährdungsbeurteilungen festzulegen. Diese sind regelmäßig, spätestens bei jeder wesentlichen Änderung zu wiederholen.
Grundsätzlich gilt diese Aussage auch für die dauernde Sicherstellung des baulichen und anlagentechnischen Brandschutzes, vor allem bei der Sicherung des Abschottungsprinzips und der Rettungswege. Bei jeder Gefährdungsbeurteilung sind unter anderem alle Wände und Decken
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mit Brandschutzanforderungen (auch Flur und Treppenraumwände) auf Öffnungen zu überprüfen und diese ggf. zu verschließen (Nachbelegungen von Leitungen jeglicher Art werden oft nicht zulassungsgemäß verschlossen). Das bestehende BS-Konzept (soweit vorhanden) ist Grundlage der Gefährdungsbeurteilung bzw. ist die Wirksamkeit der vorgesehenen BS-Maßnahmen zu prüfen.
Die Aussagen in Bezug auf die Gefährdungsbeurteilungen treffen für alle Arbeitsstätten zu. Neben den Gefährdungen durch Brand, Explosion oder durch Gefahrstoffe sind auch alle anderen Gefährdungen zu berücksichtigen. Soweit Gefährdungen nicht mit den Brandgefahren vergleichbar sind, gehören diese nicht in die BS-Konzepte. Die Berufsgenossenschaften haben gut gegliederte Informationsschriften, welche den Arbeitgeber bei der Sicherung des Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutzes unterstützen.
Folgende betriebliche Anforderungen sind im Gewerbebau meist zu berücksichtigen:
Festlegung von Haupt- und Nebengängen und Sicherung der Freihaltung
Angabe über das Erfordernis einer Brandschutzordnung nach DIN 14096, einer Evakuierungsplanung und von Rettungswegplänen
Festlegen von Stellplätzen
Bereitstellung von Kleinlöschgeräten (Feuerlöschgeräte, Brandschutzdecken)
Hinweis auf Ausbildung des Personals in der Handhabung von Kleinlöschgeräten und auf die jährliche Einweisung der Mitarbeiter in die Brandschutzordnung
Bestellung eines Brandschutzbeauftragter oder anderer Beauftragter
Einrichtung einer Werkfeuerwehr, Betriebsfeuerwehr oder Selbsthilfekräfte
Regelung der Prüfung und Wartung von Anlagentechnik, Sicherheitstechnik einschließlich anderer Brandschutzeinrichtungen
2.5 Festlegung der Maßnahmen des abwehrenden Brandschutzes
Die Vorkehrungen des �Vorbeugenden Baulichen-, Anlagetechnischen- und Betrieblichen Brandschutzes� wirken nicht immer bzw. sind trotz aller Maßnahmen Brände nie vollständig auszuschließen. Aus diesem Grund sind für alle Standard- und Sonderbauten Maßnahmen des abwehrenden Brandschutzes obligatorisch.
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Dazu gehören in Abhängigkeit von der Gefährdung bzw. der vorgesehenen Anlagentechnik und weiterer Randbedingungen beispielsweise folgende Maßnahmen:
Erstellung eines Feuerwehrplanes nach DIN 14095, ggf. zusätzliche Einsatzunterlagen
Sicherung der Zugänglichkeit bzw. Zufahrtsmöglichkeit
Einrichtung eines Schlüsseldepots (Feuerwehrschlüsselkasten)
Beschilderung der Brandschutzeinrichtungen (BMZ, Sprinklerzentrale)
Die Maßnahmen des abwehrenden Brandschutzes sollten immer mit der zuständigen Feuerwehr oder Brandschutzdienststelle abgestimmt werden. Diese Maßnahmen sind immer abhängig von der Leistungsfähigkeit der Einsatzkräfte und auch von den vorhandenen Einsatzmitteln. Natürlich ergibt sich auch eine Abhängigkeit von den vorhandenen Nutzungen, den Nutzern bzw. den sich daraus ergebenden Gefährdungen und der Nachbarschaft.
3. Abweichungen von baurechtlichen oder anderen Vorschriften
Abweichungen sind grundsätzlich zulässig. Die Anzahl der Abweichungen sind nicht begrenzt, auch wenn das manche Behörden gern so hätten. Wichtig ist der Nachweis der Schutzzielerreichung im vorgegebenen Schutzniveau. Die Dokumentation der baurechtlichen Abweichungen im BS-Konzept ist obligatorisch.
warum kann das Baurecht (bzw. andere zutreffende Vorschriften) nicht eingehalten werden
Aufzählen des Schutzziels und der Kompensationsmaßnahme
Als Einleitung ist die Aussage zweckdienlich, dass keine Abweichungen von baurechtlichen Vorschriften geplant sind oder �bis auf nachfolgende Abweichungen wird das Baurecht eingehalten�.
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Die Abweichungsarten sollten einzeln bzw. untergliedert abgehandelt werden.
Abweichungen von Verwaltungsvorschriften (wie HHRL). Diese binden nur die Behörden.
Abweichungen von grundsätzlichen Schutzzielen (Art. 3 und 12 BayBO), einschließlich der speziellen Schutzziele aus den materiellen Anforderungen (in der Regel Abs. 1 der jeweiligen Anforderung aus Abschnitt IV BayBO)
In Abhängigkeit der Nutzung und sich daraus ergebenden Gefährdungen ergeben sich oft weitere Abweichungen von Technischen Regeln des Arbeitsschutz- oder Gefahrstoffrechtes (einschließlich Strahlenschutz, Biologische Arbeitsstoffe). Diese sind auch im BS-Nachweis zu berücksichtigen.
Es ist festzuhalten, dass in der Regel nur für die Abweichungen von Forderungen aus der Landesbauordnung und von Verordnungen des Baurechtes Anträge bei der Bauaufsichtsbehörde zu stellen sind. In Bayern gehören noch die Abweichungen von der IndBauRL dazu, obwohl es sich um eine Technische Baubestimmung handelt.
Die anderen Abweichungen sind im BS-Konzept aufzuzeigen mit Nachweis der Schutzzielerreichung und das mit dem vorgegebenen Schutzniveau.
4. Umsetzung des Brandschutzkonzeptes
Besondere Brandschutzmaßnahmen entsprechend dem Baufortschritt
Verantwortlichkeiten bzw. Zuständigkeiten definieren
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Hinweise zu Ausführungen ggf. mit Vorgabe der erforderlichen Nachweise
Gefahrerlaubnisscheinverfahren
5. Zusätzliche Dokumentationen (siehe auch BauVorlV):
Bestuhlungs- oder Lagepläne
Angaben zur notwendigen Dokumentation, z.B. Verwendbarkeitsnachweise
Dazu gehören weitere Bauvorlagen entsprechend den Sonderbauverordnungen.