Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202016,%20720
Timestamp: 2019-07-18 10:28:10
Document Index: 124687438

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 201', '§ 5', '§ 201', '§ 616', '§ 5', '§ 201', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 17.02.2016 - IV ZR 353/14 - dejure.org
https://dejure.org/2016,8531
BGH, 17.02.2016 - IV ZR 353/14 (https://dejure.org/2016,8531)
BGH, Entscheidung vom 17.02.2016 - IV ZR 353/14 (https://dejure.org/2016,8531)
BGH, Entscheidung vom 17. Februar 2016 - IV ZR 353/14 (https://dejure.org/2016,8531)
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VVG § 201; AVB Krankheitskostenversicherung (hier § 5 (1) b MB/KK 94)
§ 201 VVG, § 616 Abs. 2 BGB
§ 5 Abs 1 Buchst b MB/KK 1994, § 201 VVG
Krankheitskostenversicherung: Begriff der bedingungsgemäßen Krankheit; vorsätzliche Herbeiführung durch billigende Inkaufnahme der möglichen Krankheitsfolgen einer kosmetischen Operation
Erstattungsbegehren von Krankenversicherungsleistungen wegen einer durchgeführten Auswechslung von Brustimplantaten; Begründung der Notwendigkeit einer Heilbehandlung durch die mit einer nicht ganz unerheblichen Störung körperlicher oder geistiger Funktionen gekennzeichneten Krankheit; Vorsätzliche Herbeiführung einer Krankheit durch eine versicherte Person
Austausch von Brustimplantaten - und die private Krankenversicherung
Krankenversicherungen können Übernahme der Kosten für die Auswechslung von Brustimplantaten nicht grundsätzlich verweigern
Leistungsumfang der private Krankenversicherung und der Austausch von Brustimplantaten
Abgrenzung zwischen Krankheit und kosmetischem Eingriff
Kostenübernahme für Auswechslung von Brustimplantaten kann private Krankenversicherung nicht grundsätzlich ablehnen
Leistungsausschluss in der PKV: Brustimplantate sind keine Krankheit
LG Mannheim, 28.12.2012 - 1 O 56/12
NJW 2017, 88
MDR 2016, 768
VersR 2016, 720
a) Noch zutreffend ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, dass unter Krankheit im Sinne der Bedingungen nach dem maßgebenden Verständnis eines durchschnittlichen Versicherungsnehmers ein objektiv nach ärztlichem Urteil bestehender anormaler, regelwidriger Körper- oder Geisteszustand zu verstehen ist (Senatsurteile vom 17. Februar 2016 - IV ZR 353/14, VersR 2016, 720 Rn. 16;… vom 15. September 2010 - IV ZR 187/07, r+s 2011, 75 Rn. 11; vom 21. September 2005 - IV ZR 113/04, BGHZ 164, 122 unter II 1; vom 3. März 2004 - IV ZR 25/03, BGHZ 158, 166 unter II 2 a; vom 17. Dezember 1986 - IVa ZR 78/85, BGHZ 99, 228 unter II 2 a; st. Rspr.).
Dabei ergibt sich die Einstufung als "anormal" aus einem Vergleich mit der normalen biologischen Beschaffenheit des Menschen, die Einstufung als "regelwidrig" aus der ergänzenden medizinischen Bewertung eines anormalen Zustandes (Senatsurteil vom 17. Februar 2016 aaO).
Dies folgt schon daraus, dass eine Krankheit nach dem gewöhnlichen Sprachgebrauch auch dadurch gekennzeichnet ist, dass sie eine nicht ganz unerhebliche Störung körperlicher oder geistiger Funktionen mit sich bringt und deshalb die Notwendigkeit einer Heilbehandlung begründet (Senatsurteil vom 17. Februar 2016 aaO Rn. 17 m.w.N.).
Dabei kommt es auf die Verständnismöglichkeiten eines Versicherungsnehmers ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse an (Senatsurteile vom 17. Februar 2016 - IV ZR 353/14, VersR 2016, 720 Rn. 15; vom 23. Juni 1993 - IV ZR 135/92, BGHZ 123, 83, 85; st. Rspr.).
Dabei kommt es auf die Verständnismöglichkeiten eines Versicherungsnehmers ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse an (Senatsurteile vom 17. Februar 2016 - IV ZR 353/14, VersR 2016, 720 Rn. 15; vom 23. Juni 1993 - IV ZR 135/92, BGHZ 123, 83 unter III 1 b; st. Rspr.).
Vorsatz ist gekennzeichnet durch das Zusammentreffen eines Wissens- und eines Wollens-Elementes in der Vorstellung der handelnden Person (BGH, Urt. v. 17.02.2016, IV ZR 353/14, juris, Rn. 23 m. w. N.) .
Dabei kommt es auf die Verständnismöglichkeiten eines Versicherungsnehmers ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse an (BGH, Urteile vom 17. Februar 2016 - IV ZR 353/14, VersR 2016, 720 Rn. 15; vom 23. Juni 1993 - IV ZR 135/92, BGHZ 123, 83 unter III 1 b; st. Rspr.).
Dabei kommt es auf die Verständnismöglichkeiten eines Versicherungsnehmers ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse an (BGH-Urteile vom 17. Februar 2016 - IV ZR 353/14, VersR 2016, 720 Rn. 15; vom 23. Juni 1993 - IV ZR 135/92, BGHZ 123, 83 unter III 1 b; st. Rspr.).
Dabei erfordert das Vorliegen einer Krankheit auch eine nicht ganz unerhebliche Störung körperlicher oder geistiger Funktionen (BGH, Urteil vom 17.02.2016 - IV ZR 353/14, VersR 2016, 720, Rn. 17).
Unter einer bedingungsgemäßen Krankheit versteht ein Versicherungsnehmer entsprechend dem allgemeinen Sprachgebrauch, wie er sich auf der Grundlage allgemein bekannt gewordener medizinischer Erkenntnisse herausgebildet hat, einen objektiv nach ärztlichem Urteil bestehenden anormalen, regelwidrigen Körper- oder Geisteszustand (vgl. BGH VersR 2016, 720 - 722 RdNr 16).