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Timestamp: 2016-10-25 05:03:18
Document Index: 240011181

Matched Legal Cases: ['Art. 132', 'Art. 10', 'Art. 46', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 103', 'Art. 104', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 108', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 36', 'Art. 77', 'Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 3', 'Art. 1', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 156']

1A.212/2006 (31.05.2007)
1A.212/2006 /fco
Verwaltungsrechtliche Kammer, An der Aa 6,
des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug, Verwaltungsrechtliche Kammer, vom 29. August 2006.
Im Rahmen der Ortsplanungsrevision der Gemeinde Unter�geri f�hrte die Direktion des Innern des Kantons Zug ein Waldfeststellungsverfahren durch. Die festgestellten Waldgrenzen wurden provisorisch in die Grundbuchpl�ne eingetragen, den Grundeigent�mern zur Orientierung und �berpr�fung zugestellt und vom 13. April bis zum 12. Mai 2005 �ffentlich aufgelegt. Darin wurde u.a. ein baum- und buschbestandenes Landst�ck auf der Parzelle Nr. 37 westlich des Lutisbachs und s�d�stlich der Erlibergstrasse als Wald qualifiziert.
X.________ erhob am 12. Mai 2005 Einsprache und beantragte, einen nach Westen hin auslaufenden, im beigelegten Plan n�her markierten Teil der fraglichen Fl�che aus der Waldfeststellung zu entlassen. Die Direktion des Innern des Kantons Zug wies die Einsprache am 17. Februar 2006 ab und setzte die Waldgrenze entsprechend dem aufgelegten Plan fest. Das Verwaltungsgericht wies mit Urteil vom 29. August 2006 eine von X.________ eingereichte Beschwerde ab.
Mit Eingabe vom 6. Oktober 2006 f�hrt X.________ beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit den Antr�gen, das angefochtene Urteil aufzuheben, die strittige Teilfl�che aus der Waldfeststellung zu entlassen und festzustellen, dass diese Bestockung keinen Wald darstelle.
Das Verwaltungsgericht beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Direktion des Innern des Kantons Zug schliesst ausdr�cklich, das Bundesamt f�r Umwelt sinngem�ss auf Abweisung der Beschwerde.
Am 1. Januar 2007 ist das Bundesgesetz vom 17. Juni 2005 �ber das Bundesgericht (BGG, SR 173.110) in Kraft getreten. Dieses Gesetz ist auf ein Beschwerdeverfahren nur anwendbar, wenn der angefochtene Entscheid nach dem 1. Januar 2007 ergangen ist (Art. 132 Abs. 1 BGG). Diese Voraussetzung ist vorliegend nicht erf�llt, weshalb die Beschwerde nach der fr�heren Rechtsmittelordnung zu beurteilen ist.
2.1 Beim angefochtenen Entscheid des Verwaltungsgerichts handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Entscheid �ber eine Waldfeststellung nach Art. 10 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 �ber den Wald (Waldgesetz, WaG, SR 921.0), gegen den die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (Art. 46 Abs. 1 WaG in Verbindung mit Art. 97 und 98 lit. g OG; BGE 122 II 274 E. 1a S. 277). Aufgrund des Sachzusammenhangs mit dem anwendbaren Bundesrecht kann im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch die Anwendung des kantonalen Ausf�hrungsrechts mit�berpr�ft werden (BGE 131 II 470 E. 1.1 S. 474 mit Hinweisen). Es sind keine Ausschlussgr�nde gem�ss Art. 99-102 OG erf�llt. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist daher im Grundsatz zul�ssig.
2.2 Der Beschwerdef�hrer ist Adressat des angefochtenen Urteils und nach Feststellung der Vorinstanz Anst�sser des Grundst�cks, auf dem sich die strittige Bestockung befindet. Er ist deshalb, wie unbestritten ist, durch die Waldfeststellung mehr als die Allgemeinheit betroffen und somit zur Beschwerde legitimiert (Art. 103 lit. a OG).
2.3 Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 104 lit. a OG). Hat - wie hier - ein Gericht als Vorinstanz entschieden und den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt, so ist das Bundesgericht nach Art. 105 Abs. 2 OG an die dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegenden tats�chlichen Feststellungen gebunden. M�glich bleibt, dass das Bundesgericht selbst weitere tats�chliche Feststellungen trifft, wo dies zur Beurteilung der aufgeworfenen Fragen als n�tig erscheint (BGE 131 II 470 E. 2 S. 476 mit Hinweisen). In diesem Sinne hat der Beschwerdef�hrer denn auch einen Augenschein beantragt. Ob die Abnahme dieses Beweismittels erforderlich ist, ist im Sachzusammenhang zu entscheiden.
2.4 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren hat die Beschwerdeschrift nach Art. 108 Abs. 2 OG unter anderem die Begehren und deren Begr�ndung zu enthalten. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind an Begehren und Begr�ndung einer Verwaltungsgerichtsbeschwerde keine allzu hohen Anforderungen zu stellen. Aus den Beschwerdeschriften muss aber ersichtlich sein, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird. Die Begr�ndung der Beschwerde muss sich in minimaler Form mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzen. Die Begr�ndung braucht nicht zuzutreffen, sie muss aber immerhin sachbezogen sein (BGE 131 II 470 E. 1 S. 475 mit Hinweisen). So hat das Bundesgericht entschieden, dass in Streitigkeiten technischer Natur der Begr�ndung der Antr�ge zus�tzliche Bedeutung zukommt (BGE 131 II 533 E. 6.1 S. 538 mit Hinweis). �hnliches muss gelten, wo es wie hier wesentlich auf naturwissenschaftliche Fachfragen in Verbindung mit der W�rdigung �rtlicher Verh�ltnisse ankommt. Es kann diesfalls nicht ohne weiteres gen�gen, lediglich in den vorinstanzlichen Verfahren vorgetragene Behauptungen und Bestreitungen, zumal tats�chlicher Art, praktisch w�rtlich einfach zu wiederholen oder bloss vorinstanzliche Vorbringen anderer Verfahrensbeteiligter zu bestreiten, ohne sich mit den Feststellungen und der Begr�ndung des angefochtenen Entscheides ernsthaft auseinanderzusetzen. Auf die vorliegende Beschwerde kann nur eingetreten werden, soweit die erw�hnten Begr�ndungsanforderungen erf�llt sind. Darauf ist im Sachzusammenhang einzugehen.
Der Beschwerdef�hrer erhebt gegen�ber der vorinstanzlichen Sachdarstellung "keine grunds�tzlichen Einwendungen". Er r�gt aber, dass die Vorinstanz die Argumente des Beschwerdef�hrers "nicht wirklich gew�rdigt", insbesondere seine Eingabe vom 21. Juli 2006 (Stellungnahme zum vorinstanzlichen Augenschein) "nicht richtig beachtet und ber�cksichtigt" und ihm demzufolge das rechtliche Geh�r verweigert habe. Diese unspezifische und nirgends konkretisierte R�ge ist unbehelflich, soweit darauf �berhaupt einzutreten ist. Wie die tragenden Elemente seiner Vorbringen zeigen, geht es dem Beschwerdef�hrer vielmehr um die W�rdigung der sich stellenden Rechts- und vor allem auch Tatfragen in der Sache selbst.
4.1 Als Wald gilt nach Art. 2 Abs. 1 WaG jede Fl�che, die mit Waldb�umen oder -str�uchern bestockt ist und Waldfunktionen erf�llen kann. Waldfunktionen sind namentlich die Schutz-, Wohlfahrts- und Nutzfunktion (Art. 1 Abs. 1 lit. c WaG). Wohlfahrtsfunktionen erf�llt ein Wald, wenn er durch seine Lage, seinen Aufbau, seine Bestockung und Gestaltung dem Menschen als Erholungsraum dient, durch seine Form die Landschaft pr�gt, vor sch�dlichen Umwelteinfl�ssen wie L�rm oder Immissionen sch�tzt, Wasservorr�te qualitativ und quantitativ sichert sowie wildlebenden Tieren und Pflanzen einen unersetzlichen Lebensraum schafft. Zu den Wohlfahrtsfunktionen geh�rt insbesondere auch der Landschaftsschutz, das heisst die optisch-�sthetische Funktion der Bestockung und ihre biologische Bedeutung als Lebensraum f�r Fauna und Flora (BGE 124 II 85 E. 3d/bb S. 88; Urteile des Bundesgerichts 1A.40/2006 vom 27. September 2006, E. 2.1, sowie vom 20. M�rz 2002, in ZBl 104/2003 S. 377 E. 3.2). F�r die rechtliche Qualifikation als Wald sind Entstehung, Nutzungsart und Bezeichnung im Grundbuch nicht massgebend. Zum Waldareal geh�ren auch Weidw�lder, bestockte Weiden (Wytweiden) und Selven, unbestockte und ertragslose Fl�chen eines Waldgrundst�ckes und Aufforstungsfl�chen (Art. 2 Abs. 2 WaG). Nicht als Wald gelten isolierte Baum- und Strauchgruppen, Hecken, Alleen, Garten-, Gr�n- und Parkanlagen (vgl. BGE 124 II 85 E. 4d S. 92 f.), Baumkulturen, die auf offenem Land zur kurzfristigen Nutzung angelegt worden sind sowie B�ume und Str�ucher auf Einrichtungen zur Stauhaltung und auf deren unmittelbarem Vorgel�nde (Art. 2 Abs. 3 WaG).
Innerhalb eines vom Bundesrat festgelegten Rahmens k�nnen die Kantone bestimmen, ab welcher Breite, welcher Fl�che und welchem Alter eine einwachsende Fl�che sowie ab welcher Breite und welcher Fl�che eine andere Bestockung als Wald gilt (Art. 2 Abs. 4 WaG; BGE 125 II 440). Der Kanton Zug hat gest�tzt darauf in � 1 des kantonalen Einf�hrungsgesetzes zum Bundesgesetz �ber den Wald vom 17. Dezember 1998 (EG Waldgesetz, BGS 931.1) eine Mindestgr�sse von 800 m2, eine Mindestbreite von 12 m sowie bei Einwuchsfl�chen ein Mindestalter von 20 Jahren festgelegt.
4.2 Der Beschwerdef�hrer l�sst die vom Verwaltungsgericht zutreffend wiedergegebene Definition des Begriffs "Wald" nach Art. 2 WaG einschliesslich ihrer Konkretisierung durch die bundesgerichtliche Rechtsprechung einerseits und durch die im Rahmen von Art. 1 WaV erlassene kantonale Ausf�hrungsgesetzgebung andererseits unbestritten. Soweit er in diesem Zusammenhang dartut, die Vorinstanz habe die nach Art. 36 BV erforderlichen Voraussetzungen eines Eingriffs in die Eigentumsgarantie zu wenig beachtet und nicht nachgewiesen, verkennt er, dass mit dem Erlass der auf Art. 77 BV gest�tzten eidgen�ssischen Waldgesetzgebung eine gesetzliche Grundlage und ein �ffentliches Interesse am Schutz des Waldes und im Grundsatz auch die Verh�ltnism�ssigkeit der im Gesetz vorgesehenen Schutzmassnahmen ohne weiteres zu bejahen ist. Selbstverst�ndlich muss indes die Rechtsanwendung im Einzelfall in verfassungskonformer Weise erfolgen, worauf, soweit erforderlich, nachfolgend einzugehen ist.
4.3.1 Das Verwaltungsgericht stellt fest, dass die strittige Bestockung sich teilweise n�rdlich, teilweise s�dlich und teilweise westlich eines ehemaligen, heute weitgehend wieder durch Humus �berdeckten Steinbruchs befindet, zwischen 20 und 45 m breit und gut 50 m lang ist und somit eine Fl�che von 1'000 m2 ohne weiteres �berschreitet. Es nimmt aufgrund der aus den Jahren 1956, 1967 und 1996 stammenden Luftbilder ferner an, dass das fragliche Geh�lz bereits in diesen Jahren im gleichen Ausmass bestand und dass es nach diesen Bildern keine eigentliche Z�sur zwischen der Bestockung entlang des Lutisbachs und des hier strittigen westlichen Ausl�ufers gab. Wenn sich aus der Sicht der Liegenschaft des Beschwerdef�hrers in diesem Bereich heute "vielleicht eine L�cke bez�glich hochst�mmiger B�ume" ergebe, h�nge dies damit zusammen, dass in diesem "Grenzbereich" drei B�ume fehlten, die im Jahre 2001 auf Veranlassung des Beschwerdef�hrers gef�llt worden seien. Das Verwaltungsgericht stellt ferner fest, dass innerhalb der Bestockung ein sehr viel k�hleres Klima herrsche als ausserhalb.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Bestockung stelle keine Einheit dar, sondern sei gegliedert; sie umwachse auch nach Darstellung der Vorinstanz den Steinbruch. Es sei deshalb willk�rlich, von einer Gesamtfl�che und Gesamtbreite auszugehen. Der Beschwerdef�hrer beschr�nkt sich jedoch darauf, entsprechende Behauptungen aufzustellen. Dass und weshalb die Feststellungen der Vorinstanz nach Art. 105 Abs. 2 OG relevante M�ngel aufwiesen, wird aus seinen Ausf�hrungen nicht ersichtlich. Der Beschwerdef�hrer l�sst insbesondere die auf die Luftbilder seit 1956 gest�tzten Schl�sse der Vorinstanz unbestritten, die - wie die Vorinstanz f�glich annehmen durfte - den fraglichen Geh�lzausl�ufer als kompakte Bestockung erscheinen l�sst, zu dessen Dimensionierung (L�nge, Breite, Gesamtfl�che) eine Aussage durchaus m�glich scheint. Was die vom Beschwerdef�hrer behauptete Z�sur zwischen dem strittigen westlichen Ausl�ufer der Bestockung und dem entlang des Lutisbachs verlaufenden Teil sowie sein Vorbringen betrifft, dass die ganze Bestockung "�berall durchsichtig durchschaubar" sei, ergibt sich aus dem angefochtenen Urteil, dass nach Entfernung von rund 12 B�umen durch den Grundeigent�mer in Absprache mit dem Forstdienst im Winter 1998/99 sowie dreier Hochstammb�ume auf Veranlassung des Beschwerdef�hrers im Jahre 2003 - was der Beschwerdef�hrer vom Sachverhalt her nicht bestreitet - das Erscheinungsbild der Bestockung sich ver�ndert haben mag. Die Beschwerdevorbringen lassen die Sachverhaltsdarstellung der Vorinstanz insoweit nicht als im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG unhaltbar oder mangelhaft erscheinen. Dass innerhalb der fotografisch dokumentierten Bestockung sich das Klima zufolge der durch den dauernden Schattenwurf der B�ume und B�sche verringerten Sonneneinstrahlung an einem sommerlichen Augenschein k�hler pr�sentiert als ausserhalb, ist ohne weiteres nachvollziehbar. Jedenfalls ist weder dargetan noch ersichtlich, inwieweit die fraglichen Feststellungen der Vorinstanz an wesentlichen M�ngeln im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG kranken sollten.
4.3.2 Der Beschwerdef�hrer kritisiert die Feststellungen der Vorinstanz �ber die Zusammensetzung der Bestockung - namentlich Bergahorne, Eschen, Buchen, Kirschb�ume (prunus avium), einer Eiche sowie - am Rand - zahlreicher Haselb�sche nicht. Er bestreitet lediglich die Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass die konkrete Bestockung als Wald anzusehen sei, und erblickt in der Verwendung des Begriffs "Laubwald" eine petitio principii.
Die Vorinstanz r�umt zwar zu Recht ein, dass das Vorhandensein solcher B�ume allein noch nicht auf Wald schliessen l�sst. Sie sind indes in Anhang 9 ("Waldb�ume und Waldstr�ucher") zu Art. 3 der Verordnung vom 28. Februar 2001 �ber Pflanzenschutz (Pflanzenschutzverordnung, PSV, SR 916.20) aufgef�hrt und geh�ren zu den in hiesigen W�ldern typischerweise vorhandenen B�umen. Nach den Ausf�hrungen des kantonalen Forstdienstes sowie nach fachkundigen Aufnahmen �ber die Flora im fraglichen Geh�lz (�kologische Waldaufnahmen von F�rster Y.________) ist vom Vorhandensein zahlreicher typischer und teilweise seltener Waldpflanzen auszugehen. Gest�tzt darauf sowie auf vogelkundliche Aufnahmen durch den Ornithologen Z.________ zu denen sich der Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht nicht �ussert, kommt die Vorinstanz zum Ergebnis, dass diese B�ume zusammen mit den vorhandenen Str�uchern und sonstigen Pflanzen auch in diesem westlichen Bestockungsausl�ufer �kologisch sowie bez�glich Dichte, Ausmass und Bodenbeschaffenheit eine Bestockung mit Waldcharakter und auch eine gute Nahrungsgrundlage f�r eine Vielzahl von V�geln darstellen. Diese Bestockung bilde zusammen mit dem �stlich angrenzenden Wald optisch und �kologisch eine Einheit; die vom Beschwerdef�hrer behauptete Z�sur zwischen dem �stlichen und westlichen Teil sei marginal und n�hme sich ohne den vom Beschwerdef�hrer veranlassten Eingriff noch geringf�giger aus.
Der Beschwerdef�hrer setzt sich mit den differenzierten Erw�gungen der Vorinstanz und den Stellungnahmen der Fachorgane nicht ernsthaft auseinander; er beschr�nkt sich weitgehend auf pauschale Bestreitungen. Solch pauschale Bestreitungen, soweit darauf �berhaupt einzutreten ist, verm�gen gegen�ber den fundierten Darlegungen der Vorinstanz nicht aufzukommen. Im Hinblick auf die Zusammensetzung der Bestockung erweisen sich die Vorbringen des Beschwerdef�hrers als unbehelflich.
4.3.3 Die Vorinstanz pr�ft ferner, ob die fragliche Bestockung Waldfunktionen erf�llen kann (Art. 1 Abs. 1 lit. c WaG), und bejaht dies sowohl f�r die Nutz- als auch f�r die Wohlfahrtsfunktion. Die Nutzfunktion h�lt sie in Anbetracht der 1998 geschlagenen rund 28 m3 Holz sowie der zahlreichen Baumstr�nke als hinreichend gegeben. Die Wohlfahrtsfunktion erblickt sie in der landschaftspr�genden Wirkung, in der �kologischen Aufwertung der Umgebung durch Schaffung von Lebensr�umen f�r Flora und Fauna sowie im Umstand, dass der ehemalige Steinbruch durch Wurzelwerk stabilisiert, durch die zufolge jahrzehntelangen Blattwurf nat�rlich gewachsene Humusschicht isoliert und vor Verwitterung gesch�tzt werde, was zugleich auch Steinschlag vermeiden helfe.
Auch in diesem Zusammenhang setzt sich der Beschwerdef�hrer nicht mit den Erw�gungen der Vorinstanz zu den Waldfunktionen auseinander. Die Nutzfunktion bestreitet er an sich nicht. Er behauptet in anderem Zusammenhang zwar, dass nur "wenig Baumstr�nke" vorhanden seien, tut aber keine im Sinne des Art. 105 Abs. 2 OG relevanten M�ngel dar. Zudem setzt die Nutzfunktion, wie auch die Vorinstanz zutreffend ausf�hrt, nicht eine sehr intensive Nutzung voraus (vgl. etwa BGE 124 II 165 E. 11 S. 178 f.). Der Beschwerdef�hrer beschr�nkt sich im Wesentlichen darauf, einzelnen Aspekten der von der Vorinstanz genannten Wohlfahrtsfunktion entgegenzutreten, so der Erw�gung, dass die B�ume auch zur Stabilisierung des ehemaligen Steinbruchs beitr�gen. Auf die weiteren von der Vorinstanz zu dieser Funktion vorgebrachten �berlegungen geht er nicht ein.
Soweit auf die Beschwerdevorbringen, die sich nur mit einem Teil der insoweit voneinander unabh�ngigen Teile der vorinstanzlichen Erw�gungen befassen, �berhaupt einzutreten ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A.13/2006 vom 4. Juli 2006, E. 2.2; BGE 121 IV 94 E. 1b; 118 Ib 134 E. 2; 123 V 335 E. 1b, je mit Hinweisen), verm�gen die pauschalen Vorbringen des Beschwerdef�hrers gegen die plausiblen Ausf�hrungen der Vorinstanz nicht durchzudringen. Insbesondere liegen die gel�ndestabilisierende Funktion von Baumwurzeln und die isolierende, die Verwitterung des Untergrundes hindernde Wirkung einer Humusschicht auf der Hand; sie lassen sich zudem durchaus auch als Ausdruck der Schutzfunktion des Waldes sehen.
4.4 Der Beschwerdef�hrer kritisiert auch die Erw�gung der Vorinstanz, die fragliche Bestockung sei nicht ein gezielt angelegter Baumbestand, der als Gr�nanlage ohne Waldcharakter anzusehen w�re.
4.4.1 Damit eine Bestockung als Garten-, Gr�n- und Parkanlage gilt, muss es sich um einen eigens angelegten Bestand handeln. Das Anlegen einer Bestockung schliesst stets ein willentliches, gestalterisches Handeln oder zumindest ein willentliches Dulden einer aufkommenden Bestockung zu bestimmten Zwecken und mit bestimmtem Bezug zur Umgebung mit ein. Solche Baumbest�nde bezwecken die Versch�nerung des gestalteten Raums oder dienen der Erholung, nicht der forstlichen Nutzung. Das Willenselement kann bei Gr�nanlagen bereits als erf�llt betrachtet werden, wenn der Grundeigent�mer nat�rlich aufkommenden Waldwuchs bewusst duldet, das heisst in seine Arealplanung miteinbezieht. Die Gestaltung der Gr�nanlage muss einen Bezug zur Umgebung aufweisen, indem sie das Gebiet gezielt aufwertet. Sie muss einer planerischen Vorstellung entsprechen und Versch�nerungs- oder Erholungszwecken dienen. Die Anforderungen sind allerdings nicht sehr hoch anzusetzen, und gerade Begr�nungen von Industrielandreserven brauchen keinen besonderen �sthetischen Anspr�chen zu gen�gen. Dennoch muss ein gezieltes Gestalten mit Bezug zur Umgebung vorausgesetzt werden und auch feststellbar sein. Ist auf einer Parzelle bloss die Landpflege vernachl�ssigt und dadurch das Einwachsen von Waldb�umen erm�glicht worden, so liegt keine Gr�nanlage vor (Urteil 1A.141/2000 vom 20. M�rz 2002, E. 3.2; BGE 124 II 85 E. 4d S. 92 ff. mit Hinweisen).
4.4.2 Der Beschwerdef�hrer l�sst die Feststellung der Vorinstanz unbestritten, es habe sich nicht kl�ren lassen, wer die B�ume als obere Begrenzung des Steinbruchs gepflanzt habe, und er tritt der im angefochtenen Urteil getroffenen Annahme, dass vermutlich schon die fr�here Eigent�merin jeweils Tannen zur Abgrenzung und zum Schutz gesetzt habe, nicht entgegen, sondern bringt selber vor, dass die Bestockung gepflanzt wurde, um den Steinbruch abzugrenzen oder zu kaschieren. Mit der Erw�gung der Vorinstanz, auch der Kaufvertrag von 1905 belege die Existenz von Obstb�umen und eines Waldgeb�schs mit Hochst�mmen im fraglichen Bereich, und die relativ vielen im Bestand vorhandenen Baumstr�nke zeigten, dass aus dieser Bestockung jeweils nach Bedarf - �ber die Jahre hinweg insgesamt viele - B�ume gef�llt worden seien, setzt sich der Beschwerdef�hrer nur rudiment�r auseinander. Er macht geltend, dass Obstb�ume nicht Wald darstellten. Die Formulierung "relativ viele Baumstr�nke" erachtet er als unpr�zis und behauptet - ohne allerdings die Voraussetzungen des Art. 105 Abs. 2 OG darzutun -, dass nur "wenig Baumstr�nke" vorhanden seien; daraus leitet er ab, dass die Bestockung "immer wieder zur�ckgeschnitten und gepflegt" worden sei. Er legt aber weder dar, dass die Vorinstanz bez�glich dieser Rechtsfrage von unzutreffenden Abgrenzungskriterien ausgehe, noch dass ihre diesbez�glichen Feststellungen an nach Art. 105 Abs. 2 OG relevanten M�ngeln krankten. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass zufolge unterlassener regelm�ssiger Pflege der Bestockung hochst�mmige Waldb�ume eingewachsen seien, die nicht mehr als Gr�nanlage qualifiziert werden k�nnten, ist daher nicht zu beanstanden.
4.4.3 Der Beschwerdef�hrer behauptet schliesslich einen servitutarischen Anspruch auf R�ckschnitt der Bestockung. Soweit auf dieses im bundesgerichtlichen Verfahren nur mit einem einzigen Satz vorgetragene Argument �berhaupt einzutreten ist, ist zum einen die Substanziierung d�rftig. Der Beschwerdef�hrer hat bei der Vorinstanz einen Grundbuchauszug, der nebst einem nicht n�her erkl�rten Hinweis auf altrechtliche Servituten keinen expliziten Eintrag dieses Inhalts enth�lt, sowie ein Schreiben des Rechtsvertreters des damaligen Eigent�mers aus dem Jahr 1960 eingereicht, das zwar einen Grundbucheintrag behauptet, aber diesen ebenfalls nicht belegt. Dem Beschwerdef�hrer w�re, wenn er hieraus etwas ableiten wollte, eine detaillierte Substanziierung zuzumuten gewesen. Im �brigen ist zweifelhaft, ob und inwieweit dieser privatrechtliche Gesichtspunkt in einem �ffentlichrechtlichen Waldfeststellungsverfahren �berhaupt relevant sein k�nnte. Bei der Waldfeststellung ist einzig auf die tats�chlichen Verh�ltnisse (Wuchs, Dichte, Alter, Ausmasse und Funktion der Bestockung), den bundesrechtlichen Waldbegriff und die allenfalls nach Art. 2 Abs. 4 WaG durch kantonales Ausf�hrungsrecht bestimmten Waldkriterien abzustellen. Eine Abw�gung mit den ber�hrten privaten und anderen �ffentlichen Interessen ist nicht vorzunehmen (vgl. BGE 124 II 85 E. 3e S. 89, Urteil des Bundesgerichts 1A.44/2003 vom 19. August 2003 E. 2.1, in: ZBl 106/2005 S. 110).
4.5 Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass die Bestockung aufgrund ihrer Erscheinung, Zusammensetzung und Bodenbeschaffenheit und namentlich vor dem Hintergrund der aktenkundigen Luftfotografien von 1956, 1967 und 1995 eine gewachsene Einheit mit Waldcharakter darstellt, erscheint daher als begr�ndet. Die R�gen des Beschwerdef�hrers dringen nicht durch.
Demzufolge ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist. Der Beschwerdef�hrer hat daher die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu �bernehmen (Art. 156 Abs. 1 OG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Direktion des Innern und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zug, Verwaltungsrechtliche Kammer, sowie dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.