Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202017,%201846
Timestamp: 2019-06-16 03:51:32
Document Index: 151243925

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1684', '§ 1', '§ 277', '§ 1835', '§ 1684', '§ 1915', '§ 1915', '§ 1789', '§ 242', '§ 168', '§ 277', '§ 277', '§ 3', '§ 74', '§ 242', '§ 1684', '§ 1789', '§ 1915', '§ 168', 'BGH', 'BGH', '§ 168', '§ 1', '§ 1835', '§ 1915', 'BGH']

BGH, 30.08.2017 - XII ZB 562/16 - dejure.org
https://dejure.org/2017,36188
BGH, 30.08.2017 - XII ZB 562/16 (https://dejure.org/2017,36188)
BGH, Entscheidung vom 30.08.2017 - XII ZB 562/16 (https://dejure.org/2017,36188)
BGH, Entscheidung vom 30. August 2017 - XII ZB 562/16 (https://dejure.org/2017,36188)
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§ 1684 Abs. 3 Satz 6 BGB, § ... 277 Abs. 2 Satz 2 FamFG, §§ 1, 2, 3 Abs. 1 VBVG, § 277 Abs. 1 Satz 1 FamFG, § 1835 Abs. 1 BGB, § 1684 Abs. 3 Satz 3 BGB, §§ 1915 Abs. 1 Satz 1, 1779 BGB, 1789 Satz 1 BGB, § 1915 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 1789 Satz 1 BGB, § 242 BGB, § 168 Abs. 1 FamFG, § 277 FamFG, § 277 Abs. 5 Satz 1 FamFG, §§ 3 Nr. 2 a, 14 RPflG, § 74 Abs. 7 FamFG
§ 242 BGB, § 1684 Abs 3 S 6 BGB, § 1789 S 1 BGB, § 1915 Abs 1 S 1 BGB, § 168 Abs 1 FamFG
Festsetzung des Vergütungsanspruchs des Umgangspflegers im Vergütungsfestsetzungsverfahren ; Wirksame Bestellung des Umgangspflegers vor der Aufnahme seiner Tätigkeiten
Festsetzung des Vergütungsanspruchs des Umgangspflegers im Vergütungsfestsetzungsverfahren; Wirksame Bestellung des Umgangspflegers vor der Aufnahme seiner Tätigkeiten
Familienrecht - Vergütungsanspruch des Umgangspflegers ohne vorherige förmliche Bestellung
Vergütung des Umgangspflegers
AG Wetzlar, 24.02.2016 - 614 F 786/15
BGH, 30.08.2017 - XII ZB 562/17
NJW-RR 2017, 1350
MDR 2017, 1329
FamRZ 2017, 1846
Rpfleger 2018, 21
BGH, 13.12.2017 - XII ZB 436/17
Vergütungsanspruch des Vormunds: Tätigwerden auf Veranlassung des Gerichts ohne …
Erst mit der wirksamen Bestellung des Vormunds entstehen die Rechte und Pflichten aus der Vormundschaft und damit auch die mit einer berufsmäßig geführten Vormundschaft verbundenen Vergütungsansprüche (vgl. Senatsbeschluss vom 30. August 2017 - XII ZB 562/16 - FamRZ 2017, 1846 Rn. 11).
Jedoch liefe es dem Grundsatz der Rechtssicherheit und Rechtsklarheit zuwider, wenn dem nicht wirksam bestellten Vormund aufgrund von Billigkeitserwägungen ein Vergütungsanspruch zugebilligt werden könnte, für den es an einer gesetzlichen Grundlage fehlt (vgl. Senatsbeschluss vom 30. August 2017 - XII ZB 562/16 - FamRZ 2017, 1846 Rn. 12 ff.).
Ebenso wenig wie der Rechtspfleger im Vergütungsfestsetzungsverfahren dazu berufen ist, über Einwendungen zu entscheiden, die nicht im Vergütungsrecht wurzeln, ist ihm in diesem Verfahren die Entscheidung darüber eröffnet, ob dem Vormund außerhalb des Vergütungsrechts Zahlungsansprüche zustehen (vgl. Senatsbeschluss vom 30. August 2017 - XII ZB 562/16 - FamRZ 2017, 1846 Rn. 21).
Für eine ausnahmsweise rückwirkende Festsetzung auch für die Zeit vor der förmlichen Bestellung fehlt es an einer gesetzlichen Grundlage (vgl. Senatsbeschlüsse vom 30. August 2017 - XII ZB 562/16 - zur Veröffentlichung bestimmt zum Umgangspfleger …und vom 2. März 2016 - XII ZB 196/13 - FamRZ 2016, 1072 Rn. 10 mwN zur Betreuervergütung;… anders noch OLG Schleswig Beschluss vom 12. Dezember 2013 - 15 WF 301/13 - juris Rn. 11 mwN; OLG Hamm FamRZ 2014, 672; OLG Saarbrücken FamRZ 2012, 888, 889).
Denn im Festsetzungsverfahren nach § 168 FamFG können nur solche Ansprüche geltend gemacht werden, die auf den dort genannten Anspruchsgrundlagen beruhen (vgl. Senatsbeschlüsse vom 30. August 2017 - XII ZB 562/16 - zur Veröffentlichung bestimmt …und vom 2. März 2016 - XII ZB 196/13 - FamRZ 2016, 1072 Rn. 10 zur Betreuervergütung).
Danach folgt der Vergütungsanspruch des Umgangspflegers aus §§ 1, 2 und 3 Abs. 1 VBVG und der Anspruch auf Ersatz seiner Aufwendungen aus § 1835 Abs. 1 BGB (vgl. Senatsbeschluss vom 30. August 2017 - XII ZB 562/16 - FamRZ 2017, 1846 Rn. 10).
Der Umgangspfleger kann Aufwendungsersatz und Vergütung aber nur für solche Tätigkeiten verlangen, die er entfaltet hat, nachdem er gemäß § 1915 Abs. 1 Satz 1, 1789 BGB von dem Familiengericht durch Verpflichtung zu treuer und gewissenhafter Führung bestellt worden ist (vgl. BGH, NJW-RR 2017, 1350), wobei die Verpflichtung mittels Handschlags an Eides statt erfolgen soll.