Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F23-10-2003-I_85-2003
Timestamp: 2016-10-28 14:10:18
Document Index: 228254681

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 48', 'BGE', 'BGE']

I 85/03 (23.10.2003)
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter Ferrari und nebenamtlicher Richter Weber; Gerichtsschreiberin Hofer
Y.________, 1971, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Advokat Erik Wassmer, Fischmarkt 12, 4410 Liestal,
Die 1971 geborene t�rkische Staatsangeh�rige Y.________ arbeitete seit November 1997 als Betriebsarbeiterin in der R.________ AG. Am 9. November 1999 meldete sie sich unter Hinweis auf R�ckenprobleme bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Basel-Landschaft holte den Bericht des Hausarztes Dr. med. W.________, vom 23. Dezember 1999 ein, welchem der Bericht des Spitals X.________ vom 18. Dezember 1998 �ber eine station�re Behandlung vom 24. November bis 18. Dezember 1998 beilag. Des Weitern veranlasste sie eine Begutachtung durch das Spital Y.________, welche am 28. Februar 2000 erging. Zudem zog sie den Arbeitgeberfragebogen vom 2. Dezember 1999 bei. Mit Vorbescheid vom 9. Mai 2000 teilte sie der Versicherten mit, dass ihr aus medizinischer Sicht die bisherige T�tigkeit im Umfang von 70 % weiterhin zumutbar sei, weshalb das Leistungsbegehren abgewiesen werde. Da Y.________ geltend machte, sie sei seit Februar 1999 krankheitsbedingt nur noch zu 50 % erwerbst�tig, wobei sich ihr Gesundheitszustand seit April 2000 verschlechtert habe und sie nunmehr an Konzentrationsproblemen, Kopf-, Nacken- und R�ckenschmerzen leide, holte die IV-Stelle die Stellungnahme des Dr. med. W.________ vom 4. Juli 2000 ein und gab bei der Medizinischen Abkl�rungsstelle der Universit�tskliniken (MEDAS) ein Gutachten in Auftrag (Expertise vom 12. Juli 2001). Mit Verf�gung vom 16. November 2001 wies sie bei einem ermittelten Invalidit�tsgrad von 30 % das Leistungsbegehren ab.
Hiegegen liess Y.________ beim Kantonsgericht Basel-Landschaft Beschwerde erheben und die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente beantragen. In diesem Verfahren liess sie auch das Schreiben der R.________ AG vom 15. November 2001 einreichen, gem�ss welchem die Stelle auf Ende M�rz 2002 gek�ndigt und die Arbeit nach Thailand ausgelagert werde. Zudem legte sie unter anderem das dermatologische Zeugnis des Dr. med. G.________ vom 16. Dezember 2001 auf, in welchem auf ein bestehendes Handekzem hingewiesen wurde. Das kantonale Gericht wies die Beschwerde mit Entscheid vom 1. November 2002 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst Y.________ beantragen, es sei ihr eine ganze Invalidenrente entsprechend einem Invalidit�tsgrad von 100 % zuzusprechen; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. �berdies l�sst sie um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchen.
Die Vorinstanz hat den Invalidit�tsbegriff (Art. 4 Abs. 1 IVG), die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) und die gesetzliche Bestimmung �ber die Ermittlung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 104 V 136 Erw. 2a und b) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Richtig sind auch die Ausf�hrungen �ber die den �rztlichen Ausk�nften zur Arbeitsf�higkeit im Rahmen der Invalidit�tsbemessung zukommende Bedeutung (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen), zum Beweiswert und zur richterlichen W�rdigung von medizinischen Berichten und Gutachten (BGE 125 V 352) und zum Begriff des allgemeinen Arbeitsmarktes (BGE 110 V 276 Erw. 4b).
Zu erg�nzen ist, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verf�gung (hier: 16. November 2001) eingetretene Rechts- und Sachverhalts�nderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht ber�cksichtigt werden (BGE 127 V 467 Erw. 1, 121 V 366 Erw. 1b).
2.1 Gem�ss Gutachten der MEDAS vom 12. Juli 2001 werden ein chronisches Lumbovertebralsyndrom (ICD-10 M 54.5) mit seltener Schmerzausstrahlung in das rechte Bein, Knicksenkf�sse und eine leichtgradige depressive Episode (ICD-10 F 32.0) diagnostiziert. Es besteht ein lumboradikul�res Reizsyndrom mit geringgradigen motorischen Ausf�llen. Daneben leidet die Versicherte unter Spannungskopfschmerzen und einer rezidivierend auftretenden Migr�ne. Durch die R�cken- und Kopfschmerzen entwickelte sich ein depressives Zustandsbild, welches trotz Therapie leicht bis mittelschwer ausgepr�gt ist. Zur Arbeitsf�higkeit stellen die �rzte fest, diese sei bez�glich der ausge�bten T�tigkeit in der Uhrenfabrik zu 70 % gegeben. F�r leichte bis mittelschwere Arbeiten ohne Zwangshaltung, h�ufigem B�cken und langdauernden repetitiven T�tigkeiten, Tragen und Heben von Lasten �ber 10 kg betrage die Arbeitsf�higkeit ebenfalls 70 %.
2.2 Entgegen den Ausf�hrungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wurden im Gutachten der MEDAS Spannungskopfschmerzen, Migr�ne und depressive Verstimmungen nicht nur beschrieben, sie wurden bei der Beurteilung der Arbeitsf�higkeit auch mitber�cksichtigt. Dies ergibt sich daraus, dass sie in der Expertise unter dem Titel "Beurteilung der Arbeitsf�higkeit" ausdr�cklich Erw�hnung gefunden haben und somit in die Gesamtbeurteilung eingeflossen sind. Zudem halten die Neurologen im Bericht vom 30. Mai 2001 fest, aufgrund des lumboradikul�ren Reiz- und geringgradigen motorischen Ausfallsyndroms rechts, der intermittierend auftretenden Spannungskopfschmerzen und des Migr�neleidens sei aus rein neurologischer Sicht eine Einschr�nkung (wohl: Einsch�tzung) der Arbeitsf�higkeit auf 75 % gegeben. Die verschiedenen Leiden �berschneiden sich jedoch teilweise, weshalb die von den �rzten unterschiedlicher Fachrichtungen attestierte Arbeitsunf�higkeit nicht unbesehen addiert, sondern eine Gesamtw�rdigung vorzunehmen ist. So f�hren die Neurologen aus, dass bei ihrer Einsch�tzung eine m�gliche �berlagerung der Kopfschmerzsymptomatik durch eine depressive Verstimmung mit zu ber�cksichtigen sei, so dass eine allf�llige Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit aus psychiatrischer Sicht nur teilweise additiv zur fachspezifischen neurologischen Beurteilung zu werten sei. Die Experten haben denn auch im Rahmen einer multidisziplin�ren Konsens-Konferenz, an welcher sowohl Rheumatologen wie auch Psychiater und Neurologen teilnahmen, eine Gesamtbeurteilung vorgenommen. Es besteht kein Grund, von der Einsch�tzung der Experten abzugehen, wonach f�r leidensangepasste leichte bis mittelschwere T�tigkeiten eine Arbeitsf�higkeit von 70 % besteht. Was das Ekzem an der Handinnenfl�che betrifft, findet dieses im Bericht der Rheumatologen vom 22. Mai 2001 Erw�hnung. Ob und allenfalls inwieweit es in die Gesamtbeurteilung eingeflossen ist, l�sst sich dem Gutachten nicht entnehmen. Dies braucht indessen auch nicht weiter abgekl�rt zu werden. Gem�ss Zeugnis des Dr. med. G.________ vom 16. Dezember 2001 muss lediglich darauf geachtet werden, dass Arbeiten in trockenem Milieu, ohne grosse mechanische Handbelastung und ohne Zwang zu h�ufigem H�ndewaschen verrichtet werden. Da der Hautausschlag bei Ber�cksichtigung entsprechender Vorsichtsmassnahmen ruhig gehalten werden kann, wird er auch kaum Auswirkungen auf die Arbeitsf�higkeit haben. Der Dermatologe hat in diesem Zusammenhang jedenfalls keine Einschr�nkung attestiert.
Angesichts der auf eingehenden Abkl�rungen beruhenden Expertise der MEDAS, welche den von der Rechtsprechung aufgestellten Beweisanforderungen (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis) vollumf�nglich gen�gt, besteht - zumindest f�r den vorliegend massgebenden Zeitraum bis zum Erlass der Verwaltungsverf�gung vom 16. November 2001 (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) - kein Anlass zur Vornahme erg�nzender Erhebungen, wie sie die Versicherte mit dem Begehren um Anordnung einer medizinischen Oberexpertise beantragt. Seither allenfalls eingetretenen Ver�nderungen des Gesundheitszustandes w�re im Rahmen eines Revisionsverfahrens Rechnung zu tragen.
Dem in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ge�usserten Einwand, Dr. med. W.________ gehe von einer Arbeitsf�higkeit von 50 % aus, ist entgegenzuhalten, dass die im Zeugnis vom 4. Juli 2000 bescheinigte Arbeitsunf�higkeit mit den Angaben der Versicherten zum damals effektiv ausge�bten Arbeitspensum begr�ndet wird. Darauf kann angesichts der - hievor erw�hnten - schl�ssigen und umfassenden fach�rztlichen Abkl�rungen der MEDAS nicht abgestellt werden, zumal gerade Haus�rzte mitunter im Hinblick auf ihre Vertrauensstellung in Zweifelsf�llen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc mit Hinweisen).
Zu pr�fen sind die erwerblichen Auswirkungen der festgestellten Beeintr�chtigung in der Arbeitsf�higkeit.
3.1 Bei der Ermittlung des ohne invalidisierenden Gesundheitsschaden erzielbaren Einkommens (Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des Rentenbeginns aufgrund ihrer beruflichen F�higkeiten und pers�nlichen Umst�nde mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit ohne den Gesundheitsschaden, aber bei sonst unver�nderten Verh�ltnissen verdienen w�rde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b mit Hinweis). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie m�glich zu erfolgen. Es ist daher in der Regel vom letzten Lohn vor Eintritt der Gesundheitssch�digung auszugehen (ZAK 1980 S. 593 mit Hinweisen). Verwaltung und Vorinstanz haben gest�tzt auf die Angaben der Arbeitgeberin ein Valideneinkommen von Fr. 38'480.- f�r das Jahr 2001 ermittelt.
3.2 F�r die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung prim�r von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. �bt sie nach Eintritt der Invalidit�t eine Erwerbst�tigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverh�ltnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsf�higkeit in zumutbarer Weise voll aussch�pft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grunds�tzlich der tats�chlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tats�chlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbst�tigkeit aufgenommen hat, so k�nnen nach der Rechtsprechung Tabellenl�hne gem�ss den vom Bundesamt f�r Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 76 Erw. 3b mit Hinweisen).
Im Zeitpunkt des Verf�gungserlasses war die Beschwerdef�hrerin bei der R.________ AG im Rahmen eines Pensums von 50 % besch�ftigt und erzielte dabei im Jahre 2001 ein Einkommen von Fr. 19'240.-. Nach Beurteilung der Gutachter der MEDAS w�re ihr diese T�tigkeit indessen im Umfang von 70 % zumutbar. Da die Versicherte ihre Arbeitsf�higkeit somit nicht voll verwertete, rechnete die IV-Stelle den Verdienst von Fr. 19'240.- auf ein Pensum von 70 % um, was Fr. 26'936.- ergab. Die Gegen�berstellung mit dem Valideneinkommen von Fr. 38'480.- ergab einen Invalidit�tsgrad von 30 %. Das kantonale Gericht hat dargelegt, dass bei einer Berechnung des Invalideneinkommens gest�tzt auf die Tabellenl�hne der LSE selbst unter Ber�cksichtigung des h�chstzul�ssigen - im vorliegenden Fall indessen kaum gerechtfertigten - Abzuges von 25 % (vgl. BGE 126 V 80 Erw. 5b/cc) ein Invalidit�tsgrad von h�chstens 35.87 % resultieren w�rde. Es best�tigte daher im Ergebnis die Verf�gung vom 16. November 2001.
4.1 Die Beschwerdef�hrerin wendet ein, nachdem ihr die Stelle bei der R.________ AG auf Ende M�rz 2002 gek�ndigt worden sei, k�nne sie keine ihr zumutbare Erwerbst�tigkeit mehr finden. Die Verlagerung des bisherigen Arbeitsplatzes ins Ausland zeige die Ver�nderungen auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt, welche nicht nur konjuktureller und quantitativer Art, sondern vor allem struktureller und qualitativer Art seien. Die Tendenz weise auf eine generelle Abnahme der un- und angelernten Arbeitskr�ften offen stehenden Arbeitspl�tze im prim�ren Wirtschaftssektor hin, w�hrend im terti�ren Sektor eine Zunahme von Stellen zu verzeichnen sei, welche jedoch auch in den einfachen Aufgabenbereichen vielf�ltig ausgestaltet seien und minimale sprachliche und technische Kenntnisse voraussetzten. F�r eine ihr zumutbare leichte manuelle T�tigkeit bestehe auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt praktisch kein Angebot mehr. Die IV-Stelle habe denn auch keine konkreten Verweisungst�tigkeiten bezeichnet.
4.2 Aufgrund dieser Vorbringen gilt es festzuhalten, dass die Vorinstanz zu Recht auf den im Gesetz verankerten Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes (Art. 28 Abs. 2 IVG) abgestellt hat. Es handelt sich dabei um einen theoretischen und abstrakten Begriff, der einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen umschliesst und anderseits einen Arbeitsmarkt bezeichnet, der von seiner Struktur her einen F�cher verschiedenartiger Stellen offen h�lt, und zwar sowohl bez�glich der daf�r verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des k�rperlichen Einsatzes. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Frage der Erwerbsf�higkeit abstrakt, losgel�st von der Wirklichkeit der Arbeitswelt, zu beurteilen ist. Zu untersuchen ist, ob die behinderte versicherte Person, nachdem sie ihrer Schadenminderungspflicht nachgekommen ist, noch f�hig ist, eine ihr zumutbare Erwerbst�tigkeit auszu�ben. Ob indessen eine Realisierung aufgrund der herrschenden Konjunkturlage m�glich ist, bleibt f�r die Invalidit�tsbemessung unerheblich. Ob die aktuelle Arbeitsmarktlage ausgeglichen ist, muss nicht gepr�ft werden (Rudolf R�edi, Im Spannungsfeld zwischen Schadenminderungspflicht und Zumutbarkeitsgrundsatz bei der Invalidit�tsbemessung nach einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, in: Rechtsfragen der Invalidit�t in der Sozialversicherung, St. Gallen, 1999, S. 29 ff.). Mit dieser Begriffsumschreibung wird ein allf�lliger Strukturwandel des Arbeitsmarktes keineswegs verkannt. Dies kommt darin zum Ausdruck, dass die versicherte Person nicht auf "aussterbende" Berufe oder T�tigkeiten verwiesen werden darf, die auf dem Stellenmarkt nicht (mehr) nachgefragt werden. Da der fiktive Arbeitsmarkt s�mtliche wirtschaftlich verwertbaren Leistungen enth�lt, gilt er jedoch f�r gesunde und f�r behinderte Arbeitskr�fte, genauso wie er f�r Vollzeit- und f�r Teilzeitbesch�ftigte sowie f�r besser wie auch f�r weniger gut ausgebildete Stellenbewerbende massgebend ist.
Der Verwaltung und im Streitfall dem Gericht obliegt es, aufzuzeigen, welche T�tigkeiten der versicherten Person noch zumutbar sind. An die Konkretisierung d�rfen jedoch nicht �berm�ssige Anforderungen gestellt werden. Die Sachverhaltsabkl�rung hat vielmehr nur so weit zu gehen, dass im Einzelfall eine zuverl�ssige Ermittlung des Invalidit�tsgrades gew�hrleistet ist (AHI 1998 S. 290 f.), was vorliegend zutrifft. Je restriktiver die medizinischen Vorgaben gefasst sind, desto pr�ziser ist in der Regel die Verwertbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt abzukl�ren und nachzuweisen. In ihrer Vernehmlassung im vorinstanzlichen Verfahren wies die IV-Stelle zu Recht darauf hin, dass Stellen in der industriellen Montage, wie sie die Beschwerdef�hrerin bisher inne hatte, nach wie vor existieren. Die IV-Stelle f�hrte drei Firmen namentlich auf, welche solche Arbeitspl�tze anbieten w�rden. Die Versicherte bestreitet nicht, dass es sich dabei um zumutbare Arbeitspl�tze handeln w�rde, weist jedoch nach, dass sie sich bei zwei dieser Stellen erfolglos beworben hat. Wie die Verwaltung weiter ausf�hrt, w�re es der Beschwerdef�hrerin durchaus m�glich, leichte Lager- und Magazinerarbeiten auszuf�hren, sowie im Bereich Versand oder Verpackung t�tig zu sein. Weiter verwies sie darauf, dass f�r frauenspezifische T�tigkeiten - beispielsweise Stellen mit Betreuungsaufgaben - ein weites Bet�tigungsfeld offen stehe. Bei den beschriebenen T�tigkeiten handelt es sich keineswegs um realit�tsfremde Einsatzm�glichkeiten. Insbesondere kann nicht gesagt werden, die Auslagerung von gewissen Produktionst�tigkeiten ins Ausland habe dazu gef�hrt, dass derartige Stellen vom schweizerischen Arbeitsmarkt v�llig verschwunden sind. Ohne dass es der beantragten Expertise zur Ver�nderung und derzeitigen Struktur des schweizerischen Arbeitsmarktes bedarf, kann davon ausgegangen werden, dass auf dem der Versicherten offen stehenden allgemeinen Arbeitsmarkt durchaus ihrer Behinderung angepasste leichte Arbeiten angeboten werden.
5.1 Nach der Rechtsprechung ist f�r die Vornahme des Einkommensvergleichs grunds�tzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des allf�lligen Rentenbeginns abzustellen. Bevor die Verwaltung �ber den Leistungsanspruch befindet, muss sie indessen pr�fen, ob allenfalls in der dem Rentenbeginn folgenden Zeit eine erhebliche Ver�nderung der hypothetischen Bezugsgr�ssen eingetreten ist. Gegebenenfalls hat sie vor ihrem Entscheid einen weiteren Einkommensvergleich durchzuf�hren (BGE 128 V 174).
5.2 In der Anmeldung zum Leistungsbezug wird geltend gemacht, die Behinderung bestehe seit November 1998. Das Gesuch wurde am 9. November 1999 eingereicht, womit die Nachzahlung von Leistungen bis November 1998 m�glich w�re (Art. 48 Abs. 2 IVG). Der allf�llige Rentenbeginn f�llt daher in den Monat November 1998, weshalb grunds�tzlich die in diesem Zeitpunkt bestehenden Einkommensverh�ltnisse zu ber�cksichtigen sind. Nun wurde jedoch das bisherige Arbeitsverh�ltnis am 15. November 2001 auf den 31. M�rz 2002 aus wirtschaftlichen Gr�nden aufgel�st. Da die Invalidit�tsbemessung der voraussichtlich bleibenden oder l�ngere Zeit dauernden Erwerbsunf�higkeit zu entsprechen hat, ist auch die berufliche Weiterentwicklung mitzuber�cksichtigen, die eine versicherte Person normalerweise vollzogen h�tte (vgl. RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b). Selbst wenn jedoch aufgrund der Tatsache, dass der Versicherten seitens ihrer letzten Arbeitgeberin aus wirtschaftlichen Gr�nden per Ende M�rz 2002 gek�ndigt worden ist, nicht auf die entsprechenden Lohnangaben abgestellt wird, sondern Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom Tabellenlohn gem�ss LSE ermittelt werden, resultiert kein rentenbegr�ndender Invalidit�tsgrad, wie die nachstehende Berechnung zeigt.
5.3 Im vorliegenden Fall ist vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) von Arbeitnehmerinnen im privaten Sektor f�r T�tigkeiten im Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive T�tigkeiten) von Fr. 3505.- (LSE 1998, S. 25, Tabelle TA1) auszugehen. Umgerechnet auf die betriebs�bliche w�chentliche Arbeitszeit im Jahre 1998 von 41.9 Stunden (BGE 124 V 323 Erw. 3b/bb; Die Volkswirtschaft 2003 Heft 1, S. 94 Tabelle B 9.2) f�hrt dies zu einem Jahreseinkommen von Fr. 44'058.-.
F�r die Bestimmung des Invalideneinkommens ergibt sich, ausgehend vom hievor errechneten tabellarischen j�hrlichen Verdienst von Fr. 44'058.-, in Anbetracht der lediglich 70%igen Arbeitsf�higkeit, demnach ein relevantes Einkommen von Fr. 30'840.50. Zum Ausgleich lohnmindernder Faktoren kann nach der Rechtsprechung vom Tabellenlohn ein Abzug vorgenommen werden, welcher unter Ber�cksichtigung s�mtlicher pers�nlicher und beruflicher Umst�nde (leidensbedingte Einschr�nkung, Alter, Dienstjahre, Nationalit�t/Aufenthaltskategorie und Besch�ftigungsgrad) nach pflichtgem�ssem Ermessen zu sch�tzen ist, wobei der Abzug h�chstens 25 % betr�gt (BGE 126 V 79 Erw. 5b/aa-cc). Der Beschwerdef�hrerin sind nicht nur leichte, sondern auch mittelschwere T�tigkeiten zumutbar. Mit einer Reduktion der Arbeitsf�higkeit auf 70 % wird schmerzbedingten Arbeitsunterbr�chen und zus�tzlich einzulegenden Pausen bereits weitgehend Rechnung getragen. Nicht gegeben sind die Abzugskriterien des Alters und der Dienstjahre, ebenso wenig diejenigen der Nationalit�t/Aufenthaltskategorie (die Versicherte besitzt die Niederlassungsbewilligung C). Insgesamt erscheint ein Abzug von 10 % unter den gegebenen Umst�nden als angemessen, zumal sich eine Teilzeitbesch�ftigung bei Frauen gem�ss Statistik jedenfalls nicht lohnmindernd, sondern eher lohnerh�hend auswirkt (vgl. Tabelle 6* der LSE 1998, S. 20). Dies f�hrt zu einem Invalideneinkommen von Fr. 27'756.40 und im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr. 44'058.- zu einem Invalidit�tsgrad von 37 %.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Advokat Erik Wassmer f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung (einschliesslich Mehrwertsteuer) von Fr. 2500.- ausgerichtet.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Ausgleichskasse der Uhrenindustrie, Biel/Bienne, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.