Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81180000060.htm
Timestamp: 2018-11-21 19:03:18
Document Index: 139661561

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 64', '§ 2', 'Art;\n7', '§ 5', '§ 2']

Heinzenberg, Niedernberg und Hoher Berg/Braunhardt
1.18.060 Gebiete nördlich von Gemmrigheim, insbesondere Untere Au, Drachenloch, Kalb, Heinzenberg, Niedernberg und Hoher Berg/Braunhardt
Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Gebiete nördlich von Gemmrigheim, insbesondere Untere Au, Drachenloch, Kalb, Heinzenberg, Niedernberg und Hoher Berg/Braunhardt" vom 16.12.1988 (Ludwigsburger Kreiszeitung vom 22.12.1988).
Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21.10.1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrecht vom 6. Juni 1983 (GBl. S. 199), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Gemmrigheim werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Gebiete nördlich von Gemmrigheim, insbesondere Untere Au, Drachenloch, Kalb, Heinzenberg, Niedernberg und Hoher Berg/Braunhardt".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 141 ha und umfaßt die nachstehenden Landschaftsteile im Bereich des Neckartales nördlich und nordöstlich von Gemmrigheim:
· Auf dem Gebiet der Gemeinde Gemmrigheim: Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Untere Au, Drachenloch, Herrle, Kalb, Schörer, Tiergarten, Niedernberg, Kugelberg, Heinzenberg, Krabbenrain, Ulrichsbaum, Neusatz, Unter dem Scheidwegle, Brach und Braunhardt.
Schutzzweck ist die Erhaltung und Sicherung des ursprünglichen Charakters einer vielgestaltigen Kulturlandschaft in ihrer Funktion für den Naturhaushalt. Insbesondere soll die landschaftliche Vielfalt wegen ihrer ökologischen Bedeutung als Lebensraum für Tiere und Pflanzen sichergestellt und erhalten werden. Dazu gehört auch die Erhaltung der historischen Terrassenweinberge mit ihren Natursteinmauern und -treppen sowie des auwaldähnlichen Uferbewuchses am Neckar sowie die Erhaltung der Nutzungsstruktur und die Bewahrung des Gebietes vor störenden und beeinträchtigenden Veränderungen, sowie die Sicherung als Naherholungsraum für die ruhesuchende Bevölkerung. Der Wiesenstreifen entlang des Neckars sowie die Obstbaumbestände am Ortsrand von Gemmrigheim sowie am Heinzenberg sind als landschaftlich und ökologisch wertvolle Landschaftsbestandteile besonders schützenswert.
3. Verlegen und Verändern von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art;
7. Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel, einschließlich Motorsportanlagen sowie Anlagen für Modell- und Segelflugzeuge;
9. Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen, außerhalb der zugelassenen Plätze und das mehrtägige Zelten oder Abstellen von Kraftfahrzeugen;
10. Verankern von Wohnbooten und anderen schwimmenden Anlagen und die Errichtung von Stegen;
13. 1Kahlschlag von Wald auf einer Fläche von mehr als 0,5 ha;
15. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Hecken, Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Röhrichtbestände; Felsen und ähnlichen Naturerscheinungen, die Beseitigung von Natursteinmauern und -treppen sowie die Beseitigung von Obstbäumen und der Umbruch von Wiesen in den Tallagen.
1. a) für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke, mit der Ausnahme von Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 15;
b) für die Beseitigung von einzelnen absterbenden Obstbäumen, wenn anstelle des alten Baumes auf dem Grundstück ein junger Obstbaum (Hochstamm) gepflanzt wird;
· § 2 Abs. 3 Ziff. 17 der Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg über die einstweilige Sicherstellung von Schutzgebieten im Landkreis Ludwigsburg vom 25.03.1985, soweit diese das in der Anlage zu dieser Verordnung abgegrenzte Gebiet betrifft.
Ludwigsburg, den 16.12.1988