Source: http://thin-film-week.com/quellen/strahlenschutz/information/voraussetzungen_de.html
Timestamp: 2018-01-16 23:24:43
Document Index: 75237643

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 9', '§ 7', '§ 14']

Durchführung wissenschaftlicher Experimente in Kontrollbereichen des HZB
Tätigkeit als Fremdfirma in Kontrollbereichen des HZB
Wenn Sie als Messgast oder Mitarbeiter einer Fremdfirma in den Kontrollbereichen des HZB tätig werden wollen, benötigt Ihr entsendendes Institut oder Ihre Firma eine behördliche Genehmigung gemäß § 15 der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV), falls diese Tätigkeit mit einer Strahlenbelastung von mehr als 1 mSv pro Kalenderjahr verbunden sein kann. Die Genehmigung ist bei der zuständigen Aufsichts- und Genehmigungsbehörde zu beantragen. Voraussetzung ist, dass ein entsprechend fachkundiger Strahlenschutzbeauftragter bestellt ist.Für jeden betreffenden Mitarbeiter ist ein Strahlenpass zu führen, der behördlich registriert sein muss. Zur Anmeldung müssen Sie diesen Strahlenpass und ein amtliches Albedodosimeter vorlegen. Sie bekommen nach der Unterweisung zusätzlich ein selbst ablesbares, nichtamtliches, elektronisches Dosimeter.
Das oben genannte gilt auch für Studenten und Praktikanten. Ausgenommen sind Teilnehmer der Neutronenstreukurse und Sommerstudenten. Die Teilnehmer an diesen Veranstaltungen erhalten vom HZB amtliche und nicht amtliche Dosimeter. Außerdem ist eine Vordosisbescheinigung (Formular vom HZB) einzusenden. Sollten eigene Dosimeter und Strahlenpässe vorhanden sein, sind diese mitzubringen.
Hinweis: Für die Tätigkeit im HZB reicht die Einstufung als beruflich strahlenexponierte Person der Kategorie B. Eine ärztliche Untersuchung ist nicht erforderlich, es sei denn, sie wird in der Genehmigung gefordert. Ausnahmen sind im Einzelfall vorher mit der Personendosimetrie der Zentralabteilung Strahlenschutz abzusprechen. Ansprechpartner sind Hr. Dr. Waldmann (8062 42960) in dessen Abwesenheit Hr. Dr. Buchert (8062 42217) und für den Campus Wilhelm Conrad Röntgen Hr. Dr. Ott (8062 12988).
Ausländische Messgäste dürfen ohne Genehmigung tätig werden, wenn ihre Strahlenbelastung durch die Tätigkeit auch in Strahlenschutzbereichen anderer Einrichtungen weniger als 1mSv im Kalenderjahr beträgt.
Für das Erteilen von Genehmigungen gemäß § 15 StrlSchV und das Registrieren von Strahlenpässen zuständige Behörden für Berlin und Brandenburg:
Land Berlin: Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit (LAGetSi)
Referat ID
Telefon 90254-5829
Land Brandenburg: Landesamt für Arbeitsschutz
Telefon: (0331) 28891-61 (Frau Ryle)
Die Behörden anderer Länder bitte selbst erfragen!
Zuständige Strahlenmessstellen bundesweit:
Land Berlin: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Rubensstraße 111
Telefon: (030) 90166-415, 416, 410, 413
Fax: (030) 90166-444
Neue Bundesländer: Landesanstalt für Personendosimetrie und Strahlenschutzausbildung (LPS) des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Telefon: (030) 6576 3126
Hier sind auch Strahlenpässe erhältlich.
NRW, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Saarland, Bremen Personendosismessstelle
44285 Dortmund
Telefon: (0231) 4502 517
Auszug aus der Strahlenschutzverordnung:
§ 15 - Genehmigungsbedürftige Beschäftigung in fremden Anlagen oder Einrichtungen
§ 9 - Genehmigungsvoraussetzungen für den Umgang mit radioaktiven Stoffen
(1) Die Genehmigung nach § 7 Abs. 1 ist zu erteilen, wenn
1. keine Tatsachen vorliegen, aus denen sich Bedenken gegen die Zuverlässigkeit des Antragstellers, seines gesetzlichen Vertreters oder, bei juristischen Personen oder nicht rechtsfähigen Personenvereinigungen, der nach Gesetz, Satzung oder Gesellschaftsvertrag zur Vertretung oder Geschäftsführung Berechtigten ergeben, und, falls ein Strahlenschutzbeauftragter nicht notwendig ist, der Antragsteller die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz besitzt,
2. keine Tatsachen vorliegen, aus denen sich Bedenken gegen die Zuverlässigkeit der Strahlenschutzbeauftragten ergeben, und sie die erforderliche Fachkunde im Strahlenschutz besitzen,
3. die für eine sichere Ausführung des Umgangs notwendige Anzahl von Strahlenschutzbeaufragten vorhanden ist und ihnen die für die Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlichen Befugnisse eingeräumt sind,
4. gewährleistet ist, dass die bei dem Umgang sonst tätigen Personen die notwendigen Kenntnisse über die mögliche Strahlengefährdung und die anzuwendenden Schutzmaßnahmen besitzen,
5. gewährleistet ist, dass bei dem Umgang die Ausrüstungen vorhanden und die Maßnahmen getroffen sind, die nach dem Stand von Wissenschaft und Technik erforderlich sind, damit die Schutzvorschriften eingehalten werden.
(§ 14 lautet sinngemäß).