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Timestamp: 2017-04-29 16:28:56
Document Index: 63074719

Matched Legal Cases: ['Art. 111', 'Art. 14', 'OGH', 'OGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 276', 'Art. 276', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

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Was tue ich, wenn es zur Scheidung/ Trennung kommt? Rechtsratgeberin für Frauen
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1 Was tue ich, wenn es zur Scheidung/ Trennung kommt? Rechtsratgeberin für Frauen2 Was tue ich, wenn es zur Scheidung / Trennung kommt? Rechtsratgeberin für Frauen Wien, 20143 Impressum: Bundesministerin für Bildung und Frauen Minoritenplatz 5, 1010 Wien Autorin: Rechtsanwältin Doktorin Helene Klaar Redaktion: Magistra Bianca Schrittwieser, Magistra Sieglinde Stockinger Gestaltung: Martina Janich Herstellung (Druck): Friedrich VDV, Linz Wien, 2014; 7. Neuauflage Fotonachweis: Astrid Knie (3) Copyright und Haftung: Auszugsweiser Abdruck ist nur mit Quellenangabe gestattet, alle sonstigen Rechte sind vorbehalten.es wird darauf verwiesen, dass alle Angaben in dieser Publikation trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr erfolgen und eine Haftung des Bundesministeriums für Bildung und Frauen und der Autorin ausgeschlossen ist. Rechtausführungen stellen die unverbindliche Meinung der Autorin dar und können der Rechtssprechung der unabhängigen Gerichte keinesfalls vorgreifen. Rückmeldungen: Ihre Überlegungen zu vorliegender Publikation übermitteln Sie bitte an Bestellservice des BMBF-Frauensektion 1010 Wien, Minoritenplatz 5 Web: 4 Vorwort Dass nicht alle Liebesgeschichten mit einem Happy End enden, ist eine Tatsache, die sich aufgrund der Scheidungszahlen nicht leugnen lässt. Abgesehen von der emotionalen Belastung bedeutet eine Scheidung oder Trennung aber auch die Veränderung des rechtlichen Status mit allen damit zusammenhängenden Folgen. Um hier die eigenen Rechte wahren zu können, ist es unumgänglich seine Rechte und Pflichten zu kennen. Denn seine Rechte durchsetzen kann nur, wer sie kennt. Besonders in Gabriele Heinisch-Hosek Trennungssituationen tauchen für Frauen viele Fragen auf, und hier wollen wir ein nützliches Service anbieten. Die vorliegende Broschüre Was tue ich, wenn es zur Scheidung / Trennung kommt feiert mittlerweile ihren 30. Geburtstag. Diese 7. Auflage befasst sich mit den Neuerungen im Familienrecht 2013 und gibt einen aktuellen Überblick über die rechtliche Situation von Frauen rund um die Auflösung einer Ehe oder Lebensgemeinschaft. Bei der Vielfalt der in der Praxis möglichen Probleme ist es aber unmöglich, alle denkbaren Schwierigkeiten und Fragen, die sich im Einzelfall ergeben können, zu behandeln. Eine individuelle und umfassende Beratung und Betreuung durch Fachleute kann daher nicht ersetzt werden. Die Aktualisierung der Broschüre hat wieder Rechtsanwältin Dr. in Helene Klaar übernommen. Ihr gilt mein besonderer Dank. Gabriele Heinisch-Hosek Bundesministerin für Bildung und Frauent 35 6 Inhaltsverzeichnis Vorwort 3 1 Rechte und Pflichten während der aufrechten Gemeinschaft Familienrecht als Krisenmanagement Rechte und Pflichten der EhegattInnen Führung des Haushalts und Pflege der Kinder Anspruch auf Unterhalt Ehewohnung Vermögens- und Erbrecht Namensrecht Besonderheiten der eingetragenen PartnerInnenschaften Lebensgemeinschaften Wie kann man in der Ehe / PartnerInnenschaft seine Rechte durchsetzen? 37 2 Wie wird eine Ehe beendet? Wie wird eine Ehe beendet? Wann kann eine Ehe geschieden werden? 41 57 2.3 Bekommt der schuldige Teil Unterhalt? Scheidung wegen Verschuldens Scheidung aus anderen Gründen, die in der Person des anderen liegen Scheidung wegen mehrjähriger Trennung Witwenpensionsprivileg Einvernehmliche Scheidung Auflösung der eingetragenen PartnerInnenschaft Zusammenfassende Bemerkung 54 3 Was geschieht mit den Kindern? Obsorge und Kindeswohl Obsorge während Ehe und Lebensgemeinschaft Obsorge nach der Trennung / Scheidung Obsorge beider Eltern gegen den Willen eines Elternteils? Informations- und Äußerungsrecht Persönliche Kontakte Recht des Kindes, Pflicht der Eltern Wie läuft ein gerichtliches Verfahren betreffend die Kinder ab? 87 68 4 Wer bekommt Unterhalt? Unterhalt der geschiedenen Eheleute Kindesunterhalt Die Durchsetzung des Unterhaltsanspruches Die Durchsetzung des Ehegattinnenunterhalts Die Durchsetzung des Kindesunterhalts Wie kann der Wert des Unterhalts gesichert werden? Noch ein Wort zum Unterhaltsvergleich Wenn der Unterhalt nicht freiwillig bezahlt wird Was gilt für internationale Unterhaltsstreitigkeiten? Was geschieht mit dem Vermögen? Was mein ist, ist auch dein stimmt das wirklich? Was wird geteilt? Wie wird geteilt? Was geschieht mit der Ehewohnung? Was ist bei einer Einigung zu beachten? Wie wird das Aufteilungsverfahren durchgeführt? Vorsicht bei gemeinsamen Schulden! 160 79 5.8 Kann auf den Aufteilungsanspruch verzichtet werden? Die Teilung des partnerschaftlichen Vermögens Rechtsstellung von LebensgefährtInnen Wie wird die Scheidung durchgeführt? Einige Überlegungen vorher Vorbereitung der Scheidung Die einvernehmliche Scheidung nach 55 a EheG Die streitige Scheidung Was tun, wenn man nicht geschieden werden will? Ab wann ist man geschieden? Der Scheidungsvergleich Was tun, wenn man mit dem Partner nicht mehr zusammenleben kann? Braucht man eine Rechtsanwältin / einen Rechtsanwalt? Was kann eine Scheidung kosten? Was gilt für Scheidungen mit Auslandsbezug? Was gilt für die Auflösung eingetragener PartnerInnenschaften? 214 810 7 Sonstige Rechtsfolgen der Scheidung Namensrecht Sozialversicherungsrecht Hier können Sie sich Rat holen Hier finden Sie Zuflucht 263 911 1012 1 Rechte und Pflichten während der aufrechten Gemeinschaft 1.1 Familienrecht als Krisenmanagement Kann ein Gesetz zwischenmenschliche Beziehungen regeln? Diese Frage wird immer wieder gestellt, wenn Bestimmungen des Familienrechtes diskutiert und neu geregelt werden. Tatsächlich ist aber das geordnete Zusammenleben der Menschen in ihrem privaten Bereich von so großer Bedeutung für das Funktionieren des Gemeinwesens, dass die Regelung dieses Zusammenlebens nie der Beliebigkeit der Individuen überlassen blieb. Die staatlichen Regelungen des Familienrechts spiegeln die Gesellschaft wider: So war das im Jahr 1811 erlassene Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) dessen familienrechtliche Bestimmungen im Wesentlichen bis zur Familienrechtsreform der Jahre 1976 / 78 nahezu unverändert in Geltung standen streng patriarchalisch orientiert: Der Mann war laut gesetzlicher Definition das Haupt der Familie, dessen Anordnungen die Frau zu befolgen und befolgen zu machen hatte, die Aufgaben der Eheleute untereinander und gegenüber den Kindern waren geschlechtsspezifisch verteilt. 44 ABGB (nach wie vor im Wortlaut des Jahres 1811 in Geltung) besagt: Die Familienverhältnisse werden durch den Ehevertrag gegründet. In dem Ehevertrage erklären zwei Personen verschiedenen Geschlechtes gesetzmäßig ihren Willen, in unzertrennlicher Gemeinschaft zu leben, Kinder zu zeugen, sie zu erziehen und sich gegenseitigen Beistand zu leisten. Trotz ihres Alters ist diese Definition der Ehe als Vertrag, also als Rechtsgeschäft zwischen zwei gleichberechtigten Personen, überaus modern. 1113 12 Der Wortlaut des Gesetzes lässt allerdings keinen Zweifel daran zu, dass eine Ehe nur zwischen verschiedengeschlechtlichen Personen möglich ist. Erst mit trat das Bundesgesetz über die eingetragene Partnerschaft (EPG) in Kraft, mit dem die Begründung, die Wirkung und die Auflösung eingetragener PartnerInnenschaften zwischen gleichgeschlechtlichen PartnerInnen geregelt wird: Auf Grund des EPG können sich auch zwei Personen gleichen Geschlechts, sofern sie volljährig, geschäftsfähig, nicht miteinander verwandt und unverheiratet bzw. (noch) nicht verpartnert sind, zu einer Lebensgemeinschaft auf Dauer mit gegenseitigen Rechten und Pflichten verbinden. Die Rechte und Pflichten eingetragener PartnerInnen entsprechen, mit einigen Ausnahmen, den Rechten und Pflichten von EhegattInnen. Nahezu keine Rechtsfolgen hingegen ergeben sich aus einer bloßen Lebensgemeinschaft. Durch die Neuordnung der Rechtswirkungen der Ehe im Jahr 1976 sowie die Neuordnung des Kindschaftsrechts, des Ehegüterrechts und des Erbrechts im Jahr 1978 wurde das patriarchalische durch das partnerschaftliche Prinzip ersetzt. Seit 1976 sind daher die persönlichen Rechte und Pflichten der Eheleute zueinander, aber auch ihre Rechte und Pflichten gegenüber den Kindern, grundsätzlich gleich: Beide Eheleute sind, nach Maßgabe ihrer beruflichen Belastung die im beiderseitigen Einvernehmen geregelt werden sollte auch zur Haushaltsführung und Kindererziehung verpflichtet. Keine Ehepartnerin / Kein Ehepartner hat der / dem anderen Anweisungen zu geben, sondern über alle Entscheidungen, die das Zusammenleben betreffen, soll Einvernehmen hergestellt werden. Obgleich durch dieses Reformwerk eine Reihe anachronistischer Benachteiligungen der Frauen beseitigt wurde, ließ auch das 1976 / 78 geschaffene Ehe- und Familienrecht Zweifelsfragen offen und gab Anlass zu einschränkender oder unbefriedigender Judikatur: 165 Jahre Rückstand lassen sich eben nicht auf einmal aufholen. Mit dem Eherechtsänderungsgesetz 1999 (EheRÄG 1999), in Kraft getreten , wurden einige der Zweifelsfragen geklärt und einige wesentliche Verbesserungen für Frauen erreicht.14 Das 1997 neu geschaffene Gesetz zum Schutz vor Gewalt in der Familie wurde im Jahr 2009 maßgeblich verbessert und sein Anwendungsbereich erweitert. Mit dem am 01. Februar 2013 in Kraft getretenen Kindschaftsund Namensrechts-Änderungsgesetz (KindNamRÄG) wurden die Rechtsverhältnisse zwischen Eltern und Kindern neu geregelt, und dabei erstmals grundsätzlich auf eine Unterscheidung zwischen Kindern verheirateter und unverheirateter Eltern verzichtet, sowie eine detaillierte Umschreibung des Begriffs Kindeswohl im Gesetz aufgenommen. Nicht übersehen werden darf allerdings, dass gerade die Bestimmungen des Familienrechts weitgehend bedeutungslos bleiben, solange beide Partner / innen mit der Art ihres Zusammenlebens, wie immer es gestaltet sein mag, zufrieden sind. Die gesetzlichen Bestimmungen gewinnen erst im Konfliktfall an Bedeutung, erst dann, wenn ein Teil mit dem bestehenden Zustand unzufrieden wird und eine Änderung wünscht. Niemand kann und will eine berufstätige Ehefrau daran hindern, den Haushalt alleine ohne Mithilfe des Ehemannes zu führen. Ist sie jedoch eines Tages mit dieser Rollenteilung nicht mehr zufrieden, hat sie das Recht, eine Änderung zu verlangen. Wird diese vom Ehemann grundlos verweigert, kann seine Weigerung zur Scheidung führen. Trennen sich Eltern, so bleibt es ihnen überlassen, ob ihre Kinder bei der Mutter oder beim Vater leben, und wie oft der andere Elternteil die Kinder bei sich hat. Ist aber einer von ihnen oder aber ein mündiges, also zumindest 14 Jahre altes Kind mit dieser Regelung unzufrieden, so gibt es klare gesetzliche Vorgaben dahingehend, dass auch nach der Trennung ein dem Familienverhältnis entsprechender Kontakt des Kindes zu beiden Elternteilen wünschenswert ist, wobei dieser Kontakt nicht nur die Freizeit, sondern auch die Betreuung im Alltag umfassen soll. 1315 1.2 Rechte und Pflichten der EhegattInnen 90 Abs 1 ABGB besagt: Die Ehegatten sind einander zur umfassenden ehelichen Lebensgemeinschaft, besonders zum gemeinsamen Wohnen, sowie zur Treue, zur anständigen Begegnung und zum Beistand verpflichtet. Wie wirken sich nun diese generell gefassten Verpflichtungen der Eheleute auf die einzelnen Bereiche des Zusammenlebens aus? 1.3 Führung des Haushalts und Pflege der Kinder 91 ABGB sieht vor, dass die Eheleute ihre eheliche Lebensgemeinschaft, besonders die Haushaltsführung, Erwerbstätigkeit sowie die Leistung des Beistands und der Obsorge unter Rücksichtnahme aufeinander und auf das Wohl der Kinder mit dem Ziel der vollen Ausgewogenheit ihrer Beiträge einvernehmlich gestalten sollen. Das bedeutet, dass das Gesetz nicht vorgibt, ob Mann, Frau, oder beide in gleicher Weise berufstätig sein oder den Haushalt führen oder die Kinder erziehen sollen, sondern dass dies von den Eheleuten frei zu gestalten ist, wobei allerdings die Zielvorgabe der vollen Ausgewogenheit der Beiträge besteht. Gemäß 91 Abs 2 ABGB kann von einer einvernehmlichen Gestaltung auch abgegangen werden, sei es, weil eine Ehefrau, die sich zunächst bereit erklärt hat, den Haushalt alleine zu führen, nach der Geburt mehrerer Kinder und / oder der Wiederaufnahme ihrer Berufstätigkeit Mithilfe des Ehemannes in Anspruch nehmen will, sei es, weil ein Ehemann, der sich zunächst bereitgefunden hat, die Bedürfnisse der Familie aus seinem Einkommen alleine zu bestreiten, sich nach Heranwachsen der Kinder in der Rolle des Alleinverdieners überfordert fühlt. 1416 In einem solchen Fall sollen sich die EhegattInnen um ein Einvernehmen über die Neugestaltung der ehelichen Lebensgemeinschaft bemühen. Insbesondere der Wunsch der Ehegattin / des Ehegatten nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit wird aber als gewichtiger persönlicher Grund für die Abänderung der bisherigen Gestaltung der ehelichen Lebensgemeinschaft angesehen. Die Wiederaufnahme oder Aufnahme einer Erwerbstätigkeit steht also jedem der Eheleute frei. Der Wunsch eines überlasteten Managers nach einer Auszeit wird sich hingegen nur verwirklichen lassen, wenn ihm kein wichtiges Anliegen seiner Frau oder seiner Kinder (z. B. nach Beibehaltung des gewohnten Lebensstandards) entgegensteht. Leidet der Überlastete allerdings bereits an einem Burn-out, so wird sein Wunsch nach einer Auszeit gewichtiger sein als der Wunsch seiner Familie nach z. B. einem Schiurlaub in Lech. Bezüglich der Haushaltsführung besagt 95 ABGB, dass die EhegattInnen an der Führung des gemeinsamen Haushalts nach ihren persönlichen Verhältnissen, besonders unter Berücksichtigung ihrer beruflichen Belastung, mitzuwirken haben; ist jedoch die Ehegattin / der Ehegatte nicht erwerbstätig, so obliegt dieser / diesem die Haushaltsführung; die / der andere ist zur Mithilfe verpflichtet. Damit wird klargestellt, dass grundsätzlich Mann und Frau zur Haushaltsführung verpflichtet sind, und selbst im Fall einer Hausfrauenehe (oder Hausmannehe ) der alleinverdienende Teil keinen Anspruch darauf hat, rund um die Uhr bedient zu werden. Allerdings hat sich gezeigt, dass die jahrhundertelange alleinige Zuständigkeit der Frauen für den Haushalt im Bewusstsein vieler Menschen noch immer fest verwurzelt ist: Viele Männer ignorieren nach wie vor ihre Verpflichtung zur Mitwirkung im Haushalt, viele berufstätige Frauen glauben fälschlich, alleine für die Hausarbeit zuständig zu sein. 1517 1.4 Anspruch auf Unterhalt Wer hat Anspruch? Lag die Verpflichtung zur Haushaltsführung und Kindererziehung vor 1976 einseitig bei der Frau, so hatte der Mann ihr unabhängig von ihrem Vermögen den anständigen Unterhalt zu verschaffen. Nach der geltenden Rechtslage haben beide Eheleute zur Deckung der ihren Lebensverhältnissen angemessenen Bedürfnisse gemeinsam nach ihren Kräften beizutragen ( 94 ABGB). Im Gesetz steht jedoch auch, dass die Führung des gemeinsamen Haushalts als gleichwertiger Beitrag gilt. Bei Berufstätigkeit beider besteht nicht die Verpflichtung, gleich viel zum gemeinsamen Budget beizutragen; es hat vielmehr die / der Einkommensschwächere einen Unterhaltsanspruch gegen die / den besser Verdienende / n. Bei der Unterhaltsbemessung sind eigene Einkünfte der / des Unterhaltsberechtigten, egal ob Arbeitseinkommen oder Vermögenserträgnisse, jedenfalls zu berücksichtigen. Auch nach Aufhebung der Haushaltsgemeinschaft besteht der Unterhaltsanspruch der / des Haushaltsführenden bzw. schlechter Verdienenden weiter, es sei denn, die Geltendmachung des Unterhaltsanspruchs wäre auffallend unbillig (z. B. die Ehefrau verlässt ihren Mann grundlos, etwa um zu einem anderen Mann zu ziehen oder der Ehemann zieht aus, weil seine Ehegattin ihn zu ermorden versucht hat. In derart schwerwiegenden Fällen wäre der Unterhaltsanspruch der Ehefrau verwirkt). Weniger schwerwiegende Eheverfehlungen führen noch zu keiner Verwirkung des Anspruchs auf Unterhalt während aufrechter Ehe, auch wenn sie im Scheidungsverfahren zu einem beidseitigen 1618 Verschulden und damit zu einem Verlust des Unterhaltsanspruches nach der Scheidung führen können. Der Unterhalt ist der / dem bisher haushaltsführenden Ehefrau / Ehemann auch zu leisten, wenn ihr / ihm eine Berufstätigkeit zumutbar wäre anders verhält es sich nach der Scheidung (siehe 4. Kapitel) Natural- oder Geldunterhalt? Bei aufrechter Ehe ist der Unterhalt nach wie vor als Naturalleistung und nicht in Geld zu erbringen, jedoch gemäß Rechtsprechung in einer Art und Weise, dass die Unterhaltsleistung mit der Stellung und Würde der Frau als gleichberechtigter Partnerin vereinbar ist, also verlässlich, pünktlich und in dem Ausmaß, das der Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen entspricht, geleistet wird; ansonsten erwächst der unterhaltsberechtigten Ehefrau ein Anspruch auf Geldunterhalt. Bei Aufhebung der ehelichen Lebensgemeinschaft ist der Unterhalt grundsätzlich in Geld zu leisten. Teilweise Naturalleistungen, wie Tragung der Wohnungskosten, sind nur zulässig, wenn sie regelmäßig und verlässlich erbracht werden. Dass bei aufrechter Ehe der Unterhalt grundsätzlich eine Naturalleistung darstellt, ist nicht unumstritten. Vielen erschiene es zeitgemäßer, würde der Unterhalt in Form von Geld geleistet und wäre dafür der oder die Unterhaltsberechtigte verpflichtet, aus dieser Geldleistung einen Beitrag zu den Kosten des gemeinsamen Haushalts zu leisten. Angesichts der von der Rechtsprechung festgesetzten Höhe in Geld bestehender Unterhaltsleistungen (siehe unten) ergibt sich aber, dass die erbrachte Naturalleistung oft höher ist, als der von der Rechtsprechung gewährte Geldanspruch. 94 Abs 3 ABGB enthält daher eine Bestimmung, die es unterhaltsberechtigten EhegattInnen freistellt, ob sie, auch bei aufrechter Haushaltsgemeinschaft, den ihnen zustehenden Unterhalt ganz oder teilweise in Geld beziehen wollen. Wird an den Unterhaltspflichtigen ein derartiges Verlangen gerichtet, hat er diesem sofern dies nicht unbillig wäre zu entsprechen. 1719 1.4.3 Steht der Hausfrau Taschengeld zu? Auch bei Leistung des Unterhalts in natura, also durch Beistellung einer Wohnung, Übernahme der damit verbundenen Kosten, Leistung eines Wirtschaftsgeldes oder Tätigung der Einkäufe durch den Ehemann, steht der unterhaltsberechtigten Frau zusätzlich ein Taschengeld für Bedürfnisse wie Körperpflege, Kino, Sport, Kleider usw. zu (dieses Taschengeld sollte etwa 5 % des Einkommens des Unterhaltspflichtigen betragen). Würde die Frau über gar kein Bargeld verfügen, wäre dies mit ihrer Stellung und Würde als gleichberechtigte Partnerin unvereinbar. Der Unterhaltsanspruch umfasst nämlich nicht nur die elementarsten, sondern grundsätzlich alle Lebensbedürfnisse der Unterhaltsberechtigten, natürlich immer im Rahmen der Leistungsfähigkeit des Verpflichteten. Unter Umständen kann unter diesem Titel auch eine nicht in Geld bestehende Leistung erzwungen werden, wie z. B. die Herstellung eines Internetanschlusses, wenn der Ehemann grundlos die Zustimmung hierzu verweigert Was ist Wirtschaftsgeld? Etwas schwierig ist die Unterscheidung von Unterhalt und Wirtschaftsgeld: Mit Unterhalt sind die Leistungen gemeint, die für eine unterhaltsberechtigte Person erbracht werden müssen, damit sie angemessen leben kann. Wirtschaftsgeld wird in der Regel der / dem Haushaltsführenden für alle, die im gemeinsamen Haushalt leben, zur Verfügung gestellt und es werden damit auch Leistungen für die / den Unterhaltspflichtige / n selbst finanziert (Mahlzeiten, Instandhaltung von Wohnung, Kleidung usw.). Die an sich so simple Frage vieler Frauen: Wie viel Wirtschaftsgeld steht mir eigentlich zu? ist daher außerordentlich schwierig zu beantworten; einerseits ist zu berücksichtigen, wie hoch die Unterhaltsansprüche der Frau und der Kinder gegen den Gatten und Vater sind; davon sind anteilig die Leistungen abzuziehen, die der Mann selbst erbringt (Zahlung von Zins, Gas, Strom, Kreditraten für Anschaffungen, die der ganzen Familie zugutekommen, wie Wohnung, Einrichtung, Familien-PKW); hinzuzurechnen wäre nun noch der Betrag, der auf den Ehemann selbst für seine 1820 Mahlzeiten usw. entfällt. Nach diesen Richtlinien ließe sich also ungefähr das angemessene Wirtschaftsgeld errechnen. Frauen, die mit ihren Ehegatten die überaus häufige Vereinbarung getroffen haben, dass von seinem Einkommen die Fixkosten (Zins, Licht, Gas, allenfalls Kreditraten) gezahlt werden, von ihrem hingegen das Leben (Nahrung, Reinigungsmittel, Putzerei, Schuster usw.) sollten gelegentlich die beiderseitigen Ausgaben überprüfen: Die auf den ersten Blick so gerecht scheinende Ausgabenteilung ist nicht unbedingt zu ihrem Vorteil! Wie hoch ist der Unterhaltsanspruch? Leichter als die Errechnung des Wirtschaftsgeldes ist die Bestimmung des Unterhaltsanspruchs; wie hoch der angemessene Unterhalt zu sein hat, steht zwar nicht im Gesetz, doch gibt es zumindest ausreichend gerichtliche Entscheidungen. Diese gehen davon aus, dass der / dem Unterhaltsberechtigten zwar ein Anteil am Familieneinkommen zusteht, dieser jedoch niedriger zu sein hat, als der der / des Unterhaltspflichtigen. Sind beide Eheleute berufstätig, so werden bei Bestimmung des Unterhaltsanspruchs die beiden Einkommen zusammengerechnet und der / dem Einkommensschwächeren, also in der Regel der Ehefrau, 40 % dieses gemeinsamen Einkommens zuerkannt; ist ihr eigenes Einkommen wesentlich niedriger als das des Ehemannes und erreicht sie mit ihrem eigenen Einkommen nicht einmal die 40 % des Gesamteinkommens, so muss der Mann die Differenz auf 40 % an sie bezahlen (z. B. verdient der Mann EUR 1.800,, die Frau EUR 1.200,, so beträgt das gemeinsame Einkommen EUR 3.000,. 40 % hiervon, d.s. EUR 1.200, verdient die Frau selbst, der Mann muss daher an sie nichts bezahlen). Hat die Ehefrau kein Einkommen, so werden in der Regel 33 % des Einkommens des Mannes als Unterhalt zuerkannt. In beiden Fällen vermindert sich der Unterhaltsanspruch um ca. 4 % für jedes Kind, für das der Mann unterhaltspflichtig ist. Einer berufstätigen Frau mit zwei Kindern gebührt daher ein Anteil von ca. 32 % des gesamten Familieneinkommens; einer nicht erwerbstätigen Frau mit zwei Kindern ca. 25 % des Einkommens des Ehegatten (über die Höhe des Kindesunterhalts siehe 4. Kapitel). 1921 Ist der Mann noch für eine frühere Ehefrau unterhaltspflichtig, so sind dafür, je nach Höhe dieser Verpflichtung, zwischen 1 % und 3 % abzuziehen. Wie schon gesagt, sind die Unterhaltsobergrenzen von 33 % bzw. 40 % nicht gesetzlich verankert, sondern ergeben sich aus der Rechtsprechung der Gerichte; diese könnte sich theoretisch auch einmal zu Gunsten der Unterhaltsberechtigten ändern, z. B. dahingehend, dass der schlechter verdienenden Ehefrau insgesamt 50 % des Familieneinkommens zuerkannt würden. Ist das Einkommen der Ehefrau sehr gering und das Einkommen des Mannes sehr hoch, so könnte sich bei der Berechnung von 40 % des gemeinsamen Einkommens abzüglich Einkommen der Frau ein höherer Betrag ergeben, als 33 % des Einkommens des Mannes. In einem solchen Fall sprechen die Gerichte der Frau trotz ihres Eigeneinkommens 33 % des Einkommens des Mannes als Unterhalt zu, da die Berufstätigkeit der Frau nicht dazu führen soll, dass der Mann für sie mehr zahlen muss, als wenn sie zuhause wäre. Z. B.: Der Mann verdient netto monatlich EUR 4.500, die Frau EUR 420, das gemeinsame Monatseinkommen beträgt also EUR 4.920, 40 % hiervon sind EUR 1.968, abzüglich Eigeneinkommen der Frau EUR 420, EUR 1.548, 33 % von EUR 4.500, wären aber nur EUR 1.485, Der Frau würden also nur EUR 1.485, als Unterhalt zugesprochen werden. Das bedeutet: Ein geringes Einkommen der Frau wirkt sich, wenn der Mann ein hohes Einkommen hat, auf den Unterhaltsanspruch überhaupt nicht aus. Der unterhaltsberechtigten Ehegattin steht nicht nur nach dem Auszug des Ehemannes Unterhalt zu, sondern selbst nach seinem 2022 Tode. Der Unterhaltsanspruch ist gegen die Verlassenschaft geltend zu machen. Allerdings sind Erbteil, die Witwenpension und eigenes Vermögen oder Einkommen in diesen Anspruch einzurechnen, so dass die praktischen Anwendungsfälle eher gering sein dürften Mitwirkung im Erwerb Das Eherecht vor 1976 sah vor, dass die Ehefrau ihrem Ehemann in der Erwerbung nach Kräften beizustehen hatte; sie hatte dadurch jedoch keinen Anspruch auf Entgelt für ihre Tätigkeit, eine Anmeldung als Dienstnehmerin wurde aus Sparsamkeit oft unterlassen. Das geltende Eherecht sieht noch immer eine Verpflichtung von EhegattInnen zur Mitwirkung im Erwerb des anderen vor, allerdings nur, soweit es zumutbar und nach den Lebensverhältnissen der Eheleute üblich ist (z. B. in der Landwirtschaft, im Gastgewerbe, etc.). Diese Verpflichtung trifft allerdings gegebenenfalls auch den Ehemann. Die Mitwirkungspflicht kann durch Vereinbarung zwischen den Eheleuten ausgeschlossen werden; eine solche Vereinbarung ist zwar nicht notariatsaktpflichtig, sollte aber aus Gründen der leichteren Beweisbarkeit schriftlich getroffen werden. Die Mittätigkeit im Betrieb der / des anderen gibt zwar keinen Anspruch auf das Betriebsvermögen, welches, im Gegensatz zum Privatvermögen, auch nach einer Scheidung nicht der Aufteilung unterliegt. Für die mittätige Ehefrau / den mittätigen Ehemann gibt es aber einen Anspruch auf angemessene Abgeltung ( 98 ff ABGB), das ist ein der Art und Dauer der Leistungen einerseits und den Lebensverhältnissen der Eheleute andererseits angemessener Entgeltanspruch, der dem Wesen der Ehe als Lebens- und Risikogemeinschaft Rechnung tragen soll: Es handelt sich also nicht um einen Anspruch auf Vergütung geleisteter Arbeitszeit, sondern auf einen Gewinnbeteiligungsanspruch, der trotz aller erbrachten Leistungen nicht zusteht, wenn das Unternehmen keinen Gewinn hätte. 2123 Erbrachte Unterhaltsleistungen (also der anteilige Aufwand für Wohnung, Kleidung, Essen, Urlaub,...) sind in Abzug zu bringen. Der Anspruch kann rückwirkend für die letzten sechs Jahre gestellt werden, und zwar auch bei aufrechter Ehe. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass der Anspruch auf Abgeltung für Mitwirkung im Erwerb der / des anderen nur selten geltend gemacht wird, und nur dann, wenn die Ehe bereits in der Krise ist. Gerade bei über lange Jahre geleisteten Mittätigkeiten wäre dann ein Großteil des Abgeltungsanspruchs verjährt. Wer im Betrieb seiner Ehefrau / seines Ehemannes mitarbeiten muss oder möchte, sollte daher lieber von Anfang an auf finanzielle Absicherung bestehen, entweder durch Beteiligung am Betriebsvermögen (Abschluss eines Gesellschaftsvertrages, zumindest in Form einer stillen Gesellschaft) oder durch Abschluss eines sozialversicherungspflichtigen Dienstvertrages, der jedenfalls Versicherungszeiten und, im Fall einer Trennung, zumindest Anspruch auf Kündigungsentschädigung, Abfertigung usw. verschafft. Wer im Betrieb der Ehegattin / des Ehegatten nicht mitarbeiten möchte, obgleich dies für sie / ihn zumutbar und nach den Lebensverhältnissen üblich ist, sollte ausdrücklich vereinbaren, dass auf seine / ihre Mitwirkung verzichtet wird. 1.5 Ehewohnung Trotz der in 90 ABGB festgelegten Pflicht zum gemeinsamen Wohnen kann gemäß 92 ABGB die Ehegattin / der Ehegatte aus gerechtfertigten Gründen die Verlegung des Wohnsitzes verlangen (z. B. weil der Mann von seinem Dienstgeber in ein anderes Bundesland versetzt wird); der andere Teil muss diesem Verlangen entsprechen, es sei denn, sie / er hätte gerechtfertigte Gründe von zumindest gleichem Gewicht, nicht mitzuziehen (z. B. die Frau hat am ursprünglichen Wohnsitz einen guten Posten, dessen Aufgabe ihr nicht zuzumuten ist). 2224 1.5.1 Wann darf ich aus der Wohnung ausziehen? Darüber hinaus darf jede Ehegattin und jeder Ehegatte vorübergehend gesondert Wohnung nehmen, wenn es aus wichtigen persönlichen Gründen gerechtfertigt ist (z. B. zur Pflege eines nahen Angehörigen) oder wenn ihr / ihm das Zusammenleben mit der Ehefrau / dem Ehemann unzumutbar ist, insbesondere wegen körperlicher Bedrohung, aber auch wegen Psychoterrors, oder eigenen psychosomatischen Reaktionen auf das gestörte eheliche Zusammenleben. Für den Fall, dass sich die Eheleute über Wohnsitzverlegung oder vorübergehende gesonderte Wohnungsnahme nicht einigen können, kann jede / r von ihnen beim zuständigen Bezirksgericht (siehe 6. Kapitel) eine gerichtliche Entscheidung darüber beantragen, ob ihr / sein Verhalten bzw. das der / des anderen rechtmäßig ist. Es genügt, die gerichtliche Genehmigung dieses Schrittes nachträglich einzuholen. Im Fall eines körperlichen Angriffs, einer Drohung mit einer solchen oder eines die psychische Gesundheit erheblich beeinträchtigenden Verhaltens besteht auch die Möglichkeit, die aggressive Person zum Verlassen der Wohnung und deren unmittelbarer Umgebung zu verhalten und die Rückkehr dorthin zu verbieten (Näheres dazu im 6. Kapitel) Ehewohnung und Besitzesschutz Nach ständiger Rechtsprechung sind EhegattInnen Mitbesitzer der Wohnung, gleichgültig, wer HauptmieterIn, EigentümerIn, GenossenschafterIn usw. ist. Das heißt, dass beide Eheleute das Recht haben, die Wohnung und ihre Einrichtung so zu benützen, als gehörte sie ihnen. Die Regelung des Mitbesitzes ergibt sich durch die Praxis unter Berücksichtigung derjenigen Einengungen, die sich aus dem Zusammenleben ergeben. Da also Eheleute an der Ehewohnung, ihrer Einrichtung und dem Hausrat Mitbesitz haben, genießen auch beide Teile den gesetzlich sehr streng geregelten Schutz dieses Besitzes. Keine / r darf den sogenannten ruhigen Besitz der / des anderen eigenmächtig stören. So ist 2325 es z. B. nicht gestattet Einrichtungsgegenstände aus der Wohnung zu entfernen, den Telefonanschluss sperren zu lassen usw. Jede dieser Handlungen stellt eine Besitzstörung dar und kann mit Besitzstörungsklage verfolgt werden. Dabei ist zu beachten, dass eine Besitzstörungsklage unbedingt binnen 30 Tagen nach Kenntnis der Störung und der Störerin / des Störers beim Bezirksgericht am Ort der Störung eingebracht werden muss. Die Klage selbst ist gerichtet auf Feststellung der Störung, Wiederherstellung des früheren Zustandes und Unterlassung weiterer Störungen: Das Verfahren soll den bisherigen Zustand schnell wiederherstellen, ohne dass eingehend geprüft wird, wem die streitige Sache eigentlich gehört und wem sie letztlich verbleiben muss. Bringt also z. B. der Ehemann einen bemalten Bauernkasten, den er von seinen Eltern geschenkt bekommen hat, aus der Wohnung, so kann die Frau, sofern sie rechtzeitig die Besitzstörungsklage einbringt, den Mann dazu zwingen, den Kasten zumindest bis zum Ende des Scheidungsverfahrens wieder in die Wohnung zurückzubringen. Versäumt die Ehefrau die Frist oder scheut sie die Klage, so wird sie den Kasten voraussichtlich nicht wiedersehen, da sie nicht Eigentümerin des Möbelstückes ist, somit nicht auf Herausgabe klagen kann und überdies der Kasten als Geschenk von dritter Seite an den Ehemann nach der Scheidung nicht der Aufteilung des ehelichen Gebrauchsvermögens unterliegt (Näheres siehe 5. Kapitel) Darf ein Ehegatte ausgesperrt werden? Auch die Versuche vieler Eheleute, bei aufrechter Ehe die Ehepartnerin / den Ehepartner aus der Wohnung einfach auszusperren, stellen Besitzstörungen dar. Diese Vorgangsweise hat daher, längerfristig gesehen, keine Aussicht auf Erfolg: Ein / e ausgesperrte / r Ehegatte / in kann innerhalb der 30-tägigen Frist nicht nur eine Besitzstörungsklage einbringen, sie / er ist überdies innerhalb dieser 24 Mehr anzeigen
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