Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20L%20251.13
Timestamp: 2019-10-22 15:20:48
Document Index: 255748476

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 45', '§ 46', '§ 17', '§ 5', '§ 17', '§ 17', '§ 5']

VG Berlin, 23.10.2013 - 1 L 251.13 - dejure.org
VG Berlin, 23.10.2013 - 1 L 251.13
https://dejure.org/2013,29803
VG Berlin, 23.10.2013 - 1 L 251.13 (https://dejure.org/2013,29803)
VG Berlin, Entscheidung vom 23.10.2013 - 1 L 251.13 (https://dejure.org/2013,29803)
VG Berlin, Entscheidung vom 23. Januar 2013 - 1 L 251.13 (https://dejure.org/2013,29803)
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§ 5 WaffG, § 45 Abs. 2 Satz 1 WaffG, § 46 WaffG, § 17 BJagdG
"Jäger erschießt Islandpony"
Islandpony statt Wildschwein: Jäger verliert Waffenschein
Jäger verliert Waffenschein - Islandpony statt Wildschwein geschossen
Pferderecht - Schuss auf Islandpony
Islandpony statt Wildschwein - Jäger verliert Waffenschein
Jäger erschießt Islandpony - Er verwechselte es mit einem Wildschwein: Waffenschein futsch
Totes Islandpony kostet den Waffenschein
Jäger verwechselt Pony mit Wildschwein - Widerruf der waffenrechtlichen Erlaubnis gerechtfertigt - Verhalten des Jägers verstößt in erheblicher Weise gegen grundlegende Pflichten der Jagdausübung
Error in persona vel objecto einmal anders: Wenn das Wildschwein ein Pony ist
Das bedeutet, dass der Jäger das Tier vor der Schussabgabe jedenfalls nach seiner Art, eventuell auch nach Alter, Geschlecht und Körperzustand ansprechen - das "Ansprechen" bezeichnet in der Jägersprache die präzise Beobachtung, Identifizierung und Beurteilung von Wild vor der Schussabgabe durch den Jäger - muss, anderenfalls ein Schuss zu unterbleiben hat.(Vgl. VG Augsburg…, Urteil vom 25.03.2008 - Au 4 K 06.431 -, Rn. 55, juris.) Jede auch noch so geringe Unsicherheit und Unwägbarkeit verbietet den Schuss.(Vgl. VG Berlin, Beschluss vom 23.10.2013 - 1 L 251.13 -, BeckRS 2013, 57945, beck-online.).
Dabei kommt es nicht darauf an, ob es sich bei dem Fehlverhalten um eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit handelt und ob diese verfolgt und geahndet wurde.(Vgl. VG Berlin Beschluss vom 23.10.2013 - 1 L 251.13 -, BeckRS 2013, 57945, beck-online (m.w.N.).).
Eine leichtfertige Verwendung von Waffen wird damit jedoch nicht ausgeschlossen, zumal die strafrechtlichen und ordnungsrechtlichen Maßstäbe nicht identisch sind.(Vgl. VG Berlin, Beschluss vom 23.10.2013 - 1 L 251.13 -, BeckRS 2013, 57945, beck-online.).
Denn wie die gleichlautenden Formulierungen in § 5 Abs. 1 Nr. 2 lit. a WaffG und § 17 Abs. 3 Nr. 1 BJagdG sowie der Verweis in § 17 Abs. 1 Satz 2 BJagdG auf § 5 WaffG zeigen, besteht bei der Beurteilung dieses Verhaltens ein Gleichlauf der jagd- und waffenrechtlichen Bestimmungen, sodass ohne Weiteres gleichlaufende Maßnahmen auf der Grundlage beider Rechtsregime möglich sind.(Vgl. VG Berlin, Beschluss vom 23.10.2013 - 1 L 251.13 -, BeckRS 2013, 57945, beck-online.).