Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201985,%202945
Timestamp: 2020-07-06 10:06:46
Document Index: 195672642

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 538', '§ 537', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2303', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2325', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2332', '§ 13', '§ 39', '§ 2332', '§ 2332', '§ 538', '§ 538', 'BGH', 'BGH', '§ 208', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2303', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1587', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1587', 'BGH', '§ 1587', '§ 1587', 'BGH', '§ 1587', '§ 1587', 'BGH', '§ 1587', 'BGH', '§ 1587', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 1985, 2945 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 17.04.1985
https://dejure.org/1985,1191
BGH, 19.06.1985 - IVa ZR 114/83 (https://dejure.org/1985,1191)
BGH, Entscheidung vom 19.06.1985 - IVa ZR 114/83 (https://dejure.org/1985,1191)
BGH, Entscheidung vom 19. Juni 1985 - IVa ZR 114/83 (https://dejure.org/1985,1191)
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Verjährung eines Pflichttteilanspruchs und Pflichtteilergänzungsanspruchs - Unterbrechung der Verjährung wegen Anerkennung des Anspruchs durch den Verpflichteten - Anerkennung durch Auskunfterteilung über den Bestand des Nachlasses
BGHZ 95, 76
NJW 1985, 2945
MDR 1985, 1003
Rpfleger 1985, 401
BGH, 27.04.1994 - IV ZR 132/93
Begriff der Leistung; Berechnung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs
Sie kann nicht mit Zweckmäßigkeitserwägungen gerechtfertigt werden, etwa um den Parteien die Würdigung des gesamten Streitstoffs durch zwei Tatsacheninstanzen zu erhalten, eine Aufsplitterung der Beweisaufnahme in zwei Instanzen zu vermeiden oder die Oberlandesgerichte zu entlasten; denn § 538 ZPO ist eine Ausnahme vom Grundsatz des § 537 ZPO (st. Rspr., vgl. insbesondere BGH, Urteil vom 19. Juni 1985 - IVa ZR 114/83 - NJW 1985, 2945f. unter I 2; Urteil vom 24. November 1987 - VI ZR 42/87 - NJW 1988, 1984f. unter II 1 b, c und 2).
cc) In diesem Zusammenhang beruft sich die Revisionserwiderung ohne Erfolg auf das Senatsurteil vom 19. Juni 1985 (IVa ZR 114/83, BGHZ 95, 76).
Ebenso wie die für den Beginn der Anfechtungsfrist erforderliche Kenntnis von den gegen die Vaterschaft sprechenden Umständen wieder entfallen kann, fällt die frühere Kenntnis des Pflichtteilsberechtigten von der ihn enterbenden Verfügung fort, wenn er kurze Zeit darauf von einer weiteren Erklärung des Erblassers erfährt, durch die - allem Anschein nach - die Enterbung später wieder aufgehoben worden ist (Senatsurteil vom 19. Juni 1985 aaO 78 ff.).
Die Erteilung einer Auskunft im Zugewinnausgleichsverfahren stellt hinsichtlich des Leistungsanspruches grundsätzlich kein verjährungsunterbrechendes Anerkenntnis im Sinne von § 208 BGB dar (Abgrenzung zu BGH Urteil vom 19. Juni 1985 - IVa ZR 114/83 - FamRZ 1985, 1021, 1022).
Das bloße Bewußtsein, der Anspruch bestehe möglicherweise, reicht nicht aus (BGH Urteil vom 19. Juni 1985 - IVa ZR 114/83 - FamRZ 1985, 1021, 1022 m.Anm. Dieckmann aaO S. 1124;… Urteil vom 27. Juni 1990 aaO).
BGH, 09.03.1988 - IVa ZR 272/86
Rechtsnatur der beeinträchtigenden Verfügung; Beginn der Verjährung des …
Hat der Erblasser den Pflichtteilsberechtigten (allein) etwa durch ein Testament »beeinträchtigt«, d. h. so gestellt, daß dieser einen Pflichtteilsanspruch erlangt (§§ 2303-2307 BGB), dann ist dieses Testament die beeinträchtigende Verfügung, auf deren Kenntnis es für den Beginn der Verjährung ankommt (BGHZ 95, 76 [BGH 19.06.1985 - IVa ZR 114/83]; BGH Urteil vom 23. Februar 1972 - IV ZR 135/70 - NJW 1972, 760 und ständig).
Für einen solchen Fall, in dem der Pflichtteilsberechtigte zunächst von der beeinträchtigenden Schenkung und erst danach von der ihn ebenfalls beeinträchtigenden Verfügung von Todes wegen erlangt hatte, hat der Bundesgerichtshof angenommen, die Verjährung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs gegen den Erben (§ 2325 BGB) beginne nicht vor der des Anspruchs auf den ordentlichen Pflichtteil, sondern einheitlich und mit der letzten Kenntnis (BGH NJW 1972, 760; BGHZ 95, 76, 80) [BGH 19.06.1985 - IVa ZR 114/83].
Nach der im Schrifttum überwiegenden Meinung soll die kurze Verjährungsfrist des Pflichtteilsergänzungsanspruchs aber auch in Fällen dieser Art erst dann beginnen, wenn der Pflichtteilsberechtigte sowohl von der Verfügung von Todes wegen als auch von der beeinträchtigenden Verfügung unter Lebenden Kenntnis erlangt hat (vgl. BGHZ 95, 76, 80 [BGH 19.06.1985 - IVa ZR 114/83] m. w. Nachw.;… ferner Strohal, Erbrecht 3. Aufl. Bd. I S. 518 Fn. 29;… Planck/Greif, BGB 4. Aufl. § 2332 Anm. 2 a; Kipp/Coing, Erbrecht 13. Bearb. § 13 VII;… Lange/Kuchinke, Erbrecht 2. Aufl. § 39 X Fn. 330;… Brox, Erbrecht 8. Aufl. Rdn. 545;… Leipold, Erbrecht 6. Aufl. Rdn. 586; Johannsen WM 1970, 234, 236;… Jauernig/Stürner, BGB 4. Aufl. § 2332 Anm. 1;… Palandt/Edenhofer, BGB 47. Aufl. § 2332 Anm. 2, 2 b).
Der Bundesgerichtshof hat eine entsprechende Anwendung des § 538 Abs. 1 Nr. 2 ZPO in Fällen vom Landgericht bejahter, vom Berufungsgericht verneinter Verjährung des eingeklagten Anspruches abgelehnt; eine Zurückverweisung nach § 538 ZPO ist nur möglich, wenn das Berufungsgericht ein Grundurteil erläßt (Urteile vom 21. März 1968 - VII ZR 84/67, BGHZ 50, 25; vom 19. April 1978 - VIII ZR 39/77, BGHZ 71, 226, 231; vom 19. Juni 1985 - IVa ZR 114/83, NJW 1985, 2945, 2946 und vom 8. März 1989 - IV a ZR 221/87, NJW 1989, 3149).
Darin hat das Berufungsgericht mit Recht ein Anerkenntnis der gesamten Klageforderung jedenfalls dem Grunde nach und damit eine Unterbrechung der Verjährung nach § 208 BGB gesehen (vgl. BGH, Urteil vom 14. Mai 1975 - IV ZR 19/74 - NJW 1975, 1409; Urteil vom 19. Juni 1985 - IVa ZR 114/83 - NJW 1985, 2945 unter I 1, insoweit in BGHZ 95, 76 nicht abgedruckt; Urteil vom 27. Juni 1990 - IV ZR 115/89 - FamRZ 1990, 1107 unter 2).
Es macht keinen wesentlichen Unterschied, ob sich der Pflichtteilsberechtigte deshalb nicht beeinträchtigt sieht, weil er die enterbende Verfügung etwa durch eine spätere Erklärung des Erblassers für aufgehoben hält (BGHZ 95, 76, 78 f.), oder - wie im vorliegenden Fall - weil er das Testament schon gar nicht auf den eingetretenen Erbfall bezieht.
Hat der Erblasser den Pflichtteilsberechtigten (allein) durch ein Testament "beeinträchtigt", d.h. so gestellt, daß dieser einen Pflichtteilsanspruch erlangt (§§ 2303 - 2307 BGB ), dann ist dieses Testament die beeinträchtigende Verfügung, auf deren Kenntnis es für den Beginn der Verjährung ankommt (vgl. BGHZ 95, 76 = NJW 1985, 2946; BGH NJW 1972, 67).
Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung gilt insoweit folgendes: Erlangt der Pflichtteilsberechtigte zunächst von der beeinträchtigenden Schenkung und erst danach von der ihn ebenfalls beeinträchtigenden Verfügung von Todes wegen Kenntnis, beginnt die Verjährung des Pflichtteilsergänzungsanspruchs gegen den Erben nicht vor der des Anspruchs auf den ordentlichen Pflichtteil, sondern einheitlich und mit der letzten Kenntnis (vgl. BGH NJW 1972, 760; BGHZ 95, 76, 80 = NJW 1985, 2946).
BGH, 08.03.1989 - IVa ZR 221/87
BGH, 27.06.1990 - IV ZR 115/89
Unterbrechung der Verjährung durch Erteilung einer Auskunft im Bewußtsein eines …
KG, 13.04.2006 - 12 U 126/05
Kfz-Haftpflichtversicherung: Voraussetzungen einer schriftlichen Entscheidung des …
BGH, 10.06.1987 - IVa ZR 14/86
Bedingungen für die Verjährung eines Pflichteilsanspruchs - …
BGH, 17.04.1985 - IVb ZB 876/81
https://dejure.org/1985,1581
BGH, 17.04.1985 - IVb ZB 876/81 (https://dejure.org/1985,1581)
BGH, Entscheidung vom 17.04.1985 - IVb ZB 876/81 (https://dejure.org/1985,1581)
BGH, Entscheidung vom 17. April 1985 - IVb ZB 876/81 (https://dejure.org/1985,1581)
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Ermittlung der für den Versorgungsausgleich maßgeblichen ehezeitlich erlangten Versorgungsrente aus einer Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes - Herabsetzung des Ausgleichsbetrages - Ausgleich der Zusatzversorgung - Berücksichtigung der familienbezogenen ...
BGB § 1587 a Abs. 8
NJW 1985, 2945 (Ls.)
MDR 1985, 745
Nach der sogenannten VBL-Methode (vgl. z.B. BGH FamRZ 1985, 363; 1985, 797; Rechtsanwenderbroschüre des Bundesjustizministeriums, S. 239) ist dagegen zunächst pro rata temporis der Ehezeitanteil der Gesamtversorgung zu ermitteln.
Der BGH ist dieser Auffassung gefolgt (FamRZ 1985, 363; 1985, 797).
Ob die VBL-Methode auch auf private betriebliche Gesamtversorgungszusagen anzuwenden ist, ist allerdings bisher noch nicht höchstrichterlich entschieden worden (vgl. BGH FamRZ 1985, 363, 366; 1985, 797, 798).
BGH, 25.09.1991 - XII ZB 165/88
Versorgungsausgleich bei privater betrieblicher Altersversorgung
Das aber sei nicht der Fall, wenn die Anrechte der gesetzlichen Rentenversicherung mit einem persönlichen Vomhundertsatz - sei es aus dem letzten Monat vor dem Ende der Ehezeit, sei es aus den letzten drei, fünf oder mehr Kalenderjahren oder aus dem gesamten Versicherungsleben bis zum Ende der Ehezeit, hochgerechnet würde (…aaO. S. 366; vgl. ferner Senatsbeschluß vom 17. April 1985 - IVb ZB 876/81 - FamRZ 1985, 797 sowie - für den Fall der als Gesamtversorgung organisierten berufsständischen Versorgung der Seelotsen - Senatsbeschluß vom 23. September 1987 - IVb ZB 86/85 - FamRZ 1988, 51, 53).
OLG Köln, 17.04.1998 - 14 UF 210/97
Berechnung des fiktiven Nettoarbeitsentgeltes aus einer Zusatzversorgung des …
Daraus folgt, daß § 1587a VIII BGB der Berücksichtigung nicht entgegensteht (vgl. BGH FamRZ 1985, 797;… Johannsen/Henrich/Hahne, Eherecht, 2. Aufl., § 1587a Rn. 213, 246).
Lediglich über § 1587c BGB sind Billigkeitskorrekturen möglich (BGH FamRZ 1985, 797), deren Voraussetzungen im Streitfall aber nicht erfüllt sind.
Abhilfe kann hier allenfalls im Einzelfall durch Anwendung des § 1587c Nr. 1 BGB geschaffen werden, und zwar in der Form, daß der unter Berücksichtigung der Anwartschaft des ausgleichsberechtigten Ehegatten auf die statische Versicherungsrente ermittelte auszugleichende Betrag - zur Vermeidung grob unbilliger Ergebnisse - nach Maßgabe des § 1587c Nr. 1 BGB angemessen herabgesetzt wird (vgl. etwa Senatsbeschluß vom 17. April 1985 - IVb ZB 876/81 = FamRZ 1985, 797).
OLG Hamm, 16.08.2006 - 11 UF 184/05
Zur Berechnung des schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs, wenn eine der …
In der Entscheidung des BGH, auf die sich das Amtsgericht berufen hat (FamRZ 1985, S. 797, 798), ging es um einen auf der (zu scheidenden) Ehe beruhenden Ortszuschlag für Verheiratete, der für die Höhe der Zusatzversorgung eine Rolle spielte und durch die bevorstehende Scheidung nicht mehr beeinflusst werden konnte.
OLG Frankfurt, 12.10.1988 - 4 UF 129/85
Berechnung des Ehezeitanteils einer Altersversorgung bei der Nassauischen …
Bei der weiteren Berechnung der maßgeblichen Anwartschaft folgt der Senat der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Maßgeblichkeit der sogenannten "VBL-Methode" im Gegensatz zur sogenannten "Hochrechnungsmethode" (FamRZ 1985, 363 und FamRZ 1985, 797) auch im vorliegenden Fall, in dem der Beschwerdeführer keine Zusatzversorgungskasse ist (vgl. OLG Frankfurt/Main Beschluß vom 16.9.1987 - 3 UF 58/87, Beschluß vom 18.2.1982 - 3 UF 235/84; OLG Hamm FamRZ 1985, 1054; Johannsen/Henrich EheR § 1587 e Rn 202).
OLG Frankfurt, 09.09.1987 - 3 UF 230/84
Beamter; Ehescheidung; Ortszuschlag; Familienbezogener Leistungsbestandteil
Aus diesem Grunde sollen generell Leistungsbestandteile, die nicht zuverlässig auf Dauer, sondern nur für die Zeit einer persönlichen familiären Situation gewährt werden, von dem Ausgleich ausgeschlossen sein (BGH, FamRZ 1985, 797 [hier: I (166) 143 c];… Soergel/von Homhardt, BGB, § 1587 a Rz. 350, 352, jeweils m. w. N.).
OLG Frankfurt, 20.04.2004 - 6 UF 78/01
Familienbezogene Zuschläge, die für die Bemessung des gesamtversorgungsfähigen Entgelts eine Rolle spielen, sind für die Ermittlung der Versorgungsrente aus einer Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes zu berücksichtigen (BGH FamRZ 1985, S. 797).