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Timestamp: 2016-10-21 16:41:12
Document Index: 348755626

Matched Legal Cases: ['Art. 40', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 146', 'Art. 103', 'BGE', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 105', 'Art. 114', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 22', 'Art. 22', 'e contrario', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 1', 'Art. 23', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 22', 'Art. 22', 'Art. 22', 'Art. 22', 'Art. 22', 'Art. 1', 'Art. 22', 'Art. 112', 'Art. 1', 'Art. 33', 'Art. 47', 'Art. 24', 'Art. 22', 'BGE', 'Art. 21', 'BGE', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 33', 'in fine', 'Art. 23', 'Art. 28', 'Art. 22', 'Art. 73', 'Art. 72', 'BGE', 'Art. 73', 'BGE', 'Art. 26', 'Art. 19', 'Art. 22', 'Art. 7', 'Art. 27', 'Art. 7', 'e contrario', 'Art. 38', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 22', 'Art. 26', 'Art. 156', 'Art. 159']

2A.203/2005 (23.02.2006)
vom 8. M�rz 2005.
B.X.________ erlitt am 1. Februar 1998 unverschuldet einen Skiunfall; seither ist sie dauernd in ihrer Gesundheit eingeschr�nkt. Zum Unfallzeitpunkt war sie Hausfrau und Mutter und nicht erwerbst�tig. Die Haftpflichtversicherung leistete namhafte Beitr�ge an die damit verbundenen Zusatzauslagen (Spitex, Therapien, Transporte etc.) sowie von 1998 bis 2000 pro Jahr Fr. 15'000.-- an den Haushaltschaden. Die Invalidenversicherung errechnete einen Invalidit�tsgrad von 56 Prozent und sprach B.X.________ mit Verf�gung vom 11. Januar 2001 mit Wirkung ab 1. M�rz 1999 eine halbe IV-Rente (mit vier halben Kinderrenten) zu. Ende Januar 2001 wurden B.X.________ die bis dahin aufgelaufenen Renten im Gesamtbetrag von Fr. 38'198.-- ausgerichtet.
ln der Steuererkl�rung 2001 (Steuerjahr 2001) deklarierte das Ehepaar A.X.________ und B.X.________ sowohl f�r die direkte Bundessteuer wie auch f�r die Staats- und Gemeindesteuern ein steuerbares Einkommen unter Einbezug der erw�hnten IV-Leistungen. Die Steuerverwaltung des Kantons Bern erfasste die IV-Renten von Fr. 38'198.-- in der Veranlagungsverf�gung vom 20. November 2002 als (zum Rentensatz steuerbaren) Einkommensbestandteil. Einsprachen der Eheleute A.X.________ und B.X.________ mit dem Begehren, auf die Besteuerung der IV-Leistungen sei zu verzichten, blieben ohne Erfolg. Ein Rekurs und eine Beschwerde gegen die Einspracheentscheide vom 10. September 2003 wurden von der Steuerrekurskommission des Kantons Bern am 17. August 2004 abgewiesen. Schliesslich wies auch das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 8. M�rz 2005 eine Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer sowie eine Beschwerde betreffend die Staats- und Gemeindesteuern ab.
A.X.________ und B.X.________ haben am 8. April 2005 gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts sowohl mit Bezug auf die direkte Bundessteuer 2001 (Verfahren 2A.203/2005) als auch mit Bezug auf die Staats- und Gemeindesteuern 2001 (Verfahren 2A. 204/2005) Verwaltungsgerichtsbeschwerden an das Bundesgericht erhoben. Sie beantragen, die Veranlagungsverf�gung vom 20. November 2002 sowie die Einspracheentscheide vom 10. September 2003 seien teilweise (bez�glich Besteuerung der Invalidenrente), der Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 17. August 2004 sowie das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. M�rz 2005 seien vollumf�nglich aufzuheben. Die Beschwerdef�hrer machen sinngem�ss geltend, die fraglichen IV-Leistungen seien weder nach Bundessteuerrecht noch nach bernischem Steuerrecht als Einkommen steuerbar.
Die Steuerverwaltung des Kantons Bern, das Verwaltungsgericht des Kantons Bern sowie die Eidgen�ssische Steuerverwaltung beantragen, die Verwaltungsgerichtsbeschwerden abzuweisen.
Die im Wesentlichen gleich lautenden Beschwerden betreffen die gleichen Parteien, richten sich gegen die im selben Urteil ergangenen Entscheide und werfen gr�sstenteils �bereinstimmende Rechtsfragen auf. Es rechtfertigt sich deshalb, die Verfahren zu vereinigen und die Beschwerden in einem einzigen Urteil zu behandeln (vgl. Art. 40 OG in Verbindung mit Art. 24 BZP; BGE 126 II 377 E. 1 S. 381).
2.1 Das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern kann hinsichtlich der direkten Bundessteuer mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde (nach Art. 97 ff. OG) beim Bundesgericht angefochten werden (Art. 146 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer, DBG; SR 642.11). Die Beschwerdef�hrer sind im Sinn von Art. 103 lit. a OG zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde berechtigt. Allerdings bildet im vorliegenden Verfahren ausschliesslich das Urteil des Verwaltungsgerichts Anfechtungsobjekt (sog. Devolutiveffekt; BGE 125 II 29 E. 1c S. 33 mit Hinweisen). Soweit ebenfalls die Aufhebung der kantonalen vorinstanzlichen Entscheide beantragt wird, ist die Beschwerde unzul�ssig.
2.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde k�nnen die Beschwerdef�hrer die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens (Art. 104 lit. a OG) sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 104 lit. b OG) r�gen. Hat als Vorinstanz - wie hier - eine richterliche Beh�rde entschieden, ist das Bundesgericht an deren Sachverhaltsfeststellung gebunden, wenn der Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig oder unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften ermittelt worden ist (Art. 105 Abs. 2 OG).
Das Bundesgericht wendet im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an, ohne an die Begr�ndung der Parteibegehren gebunden zu sein; es kann die Beschwerde auch aus andern als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder abweisen (vgl. Art. 114 Abs. 1 zweiter Halbsatz OG; BGE 129 II 183 E. 3.4 S. 188; 128 II 145 E. 1.2.2 S. 150 f., je mit Hinweisen).
3.1 Der Einkommenssteuer unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen Eink�nfte (Art. 16 Abs. 1 DBG); insbesondere sind alle Eink�nfte aus der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung steuerbar (Art. 22 Abs. 1 DBG). Die von den Beschwerdef�hrern bezogenen IV-Leistungen sind damit nach dem Wortlaut dieser Bestimmungen grunds�tzlich steuerbar. Anders als beispielsweise Leibrenten und Eink�nfte aus Verpfr�ndung, die in Abs. 3 von Art. 22 DBG nur zu 40 Prozent als steuerbar erkl�rt werden, sind - e contrario - Leistungen nach Abs. 1 jener Bestimmung zudem grunds�tzlich zu 100 Prozent steuerlich zu erfassen.
Allerdings ist bei Versicherungsleistungen, wie bei jedem Verm�genszufluss, stets zu pr�fen, ob sie tats�chlich zu einem Verm�genszugang f�hren oder ob sie nur eingetretenen oder k�nftig entstehenden Verm�gensschaden ausgleichen und damit einkommenssteuerlich nicht relevant sind (Peter Locher, Kommentar zum DBG, 1. Teil, Therwil/ Basel 2001, Rz. 15 zu Art. 16, mit Hinweisen; Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Handkommentar zum DBG, Z�rich 2003, Rz. 8 Vorbemerkungen zu Art. 16-39; Rainer Zigerlig/Guido Jud, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, I/2a, Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer [DBG], Basel/Genf/M�nchen 2000, Art. 1-82, Rz. 12 zu Art. 23 und Rz. 3 zu Art. 24, mit Hinweisen; vgl. auch Marc Schaetzle, Der Schaden und seine Berechnung, in: Schaden - Haftung - Versicherung, Handb�cher f�r die Anwaltspraxis, Band V, Peter M�nch/Thomas Geiser [Herausgeber], Basel und Frankfurt am Main 1999, S. 434). Im gleichen Sinn entschied auch das Bundesgericht in konstanter Rechtsprechung (vgl. etwa: Urteile 2A.88 bzw. 89/2002 und 2P.55/2002 vom 20. Juni 2002, E. 3.8, mit Hinweisen; BGE 117 lb 1 E. 2e S. 3 f.; ASA 56, 61 E. 2b S. 64 f.). Die Steuerpraxis folgt ebenso dieser Betrachtungsweise, indem beispielsweise Sachleistungen und Kostenverg�tungen gem�ss Art. 8 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 �ber die Milit�rversicherung (MVG; SR 833.1) als nicht steuerbare Schadenersatzleistungen qualifiziert werden (vgl. Kreisschreiben der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung vom 8. Juni 1994, in: ASA 63, 33 S. 35). Das gilt gleichermassen f�r bestimmte Leistungen aus Vorsorgeeinrichtungen im Sinn von Art. 22 DBG, die spezifische Funktionen erf�llen (Schaetzle, a.a.O., S. 435; vgl. auch Locher, a.a.O., Rz. 7 und 14 zu Art. 22 DBG [Hilflosenentsch�digung der AHV und der IV]).
Wo hingegen ein solcher Zusammenhang nicht gegeben ist, sind Vorsorgeeink�nfte im Sinn von Art. 22 Abs. 1 DBG, namentlich IV-Leistungen, vollumf�nglich steuerbar (Locher, a.a.O., Rz. 12 zu Art. 22 DBG; Richner/Frei/Kaufmann, a.a.O., Rz. 8 und 21 zu Art. 22 DBG; Schaetzle, a.a.O., S. 435; Martin Steiner, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, I/2a, Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer [DBG], Basel/Genf/M�nchen 2000, Art. 1-82, Rz. 5 zu Art. 22; in diesem Sinn auch Wolfgang Maute/Martin Steiner/Adrian Rufener, Steuern und Versicherungen, 2. Aufl., Muri/Bern 1999, S. 71). Die Invalidenversicherung will n�mlich nicht prim�r einen individuellen Schaden ersetzen, sondern als Leistung der 1. S�ule die Folgen der Invalidit�t im Rahmen einer angemessenen Deckung des Existenzbedarfs ausgleichen (vgl. Art. 112 Abs. 2 lit. b BV; Art. 1a lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 �ber die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Allf�llige Krankheits-, Unfall- und Invalidit�tskosten, welche die steuerpflichtige Person selber tr�gt, sind im Rahmen eines anorganischen Abzugs in bestimmtem Ausmass absetzbar (vgl. Art. 33 Abs. 1 lit. h DBG). (Aufgrund des Behindertengleichstellungsgesetzes vom 13. Dezember 2002 [SR 151.3] gelten ab 1. Januar 2005 f�r behinderte Menschen zus�tzliche Erleichterungen, die hier allerdings noch nicht relevant sind.)
3.2 Die der Beschwerdef�hrerin zugesprochene IV-Rente dient unbestrittenermassen nicht dazu, einen durch den Unfall verursachten (eingetretenen oder k�nftig entstehenden) Verm�gensschaden oder - als Genugtuung f�r die erlittene K�rperverletzung (vgl. Art. 47 OR und Art. 24 lit. g DBG) - eine immaterielle Beeintr�chtigung auszugleichen; sie erf�llt mithin keine spezifische Funktion im hiervor umschriebenen Sinn. Damit ist die IV-Rente als Leistung der 1. S�ule zu qualifizieren, die nach dem Gesagten gem�ss Art. 22 Abs. 1 DBG ("Eink�nfte aus Invalidenversicherung") im vollen Umfang der Einkommenssteuer unterliegt.
Die Beschwerdef�hrer verweisen allerdings auf den so genannten Haushaltschaden, der nach der Lehre steuerfrei sei: Wegen der Verwandtschaft von Sozialversicherungsrenten an (teilweise) invalid gewordene Hausfrauen oder Hausm�nner einerseits und privatrechtlichen Ausgleichsleistungen f�r Haushaltschaden anderseits sei deren steuerliche Gleichbehandlung angebracht. Dies umso mehr, als die Invalidenversicherung in die Anspr�che der gesch�digten Person gegen den Haftpflichtigen subrogiere und die beiden Leistungen kongruent seien, d.h. ereignisbezogen, sachlich, personell und zeitlich �bereinstimmten.
4.1 Die Besonderheit des im Haftpflichtrecht anerkannten Haushaltschadens liegt darin, dass er auch zu ersetzen ist, wenn er sich nicht in zus�tzlichen Aufwendungen niederschl�gt: Der wirtschaftliche Wertverlust ist unabh�ngig davon auszugleichen, ob er zur Anstellung einer Ersatzkraft, zu vermehrtem Aufwand der teilinvaliden Person, zu zus�tzlicher Beanspruchung der Angeh�rigen oder zur Hinnahme von Qualit�tsverlusten f�hrt. Anspruchsberechtigt ist jede Person, die verletzt und in ihrer Haushaltf�hrung beeintr�chtigt worden ist, d.h. nicht nur die Hausfrau, sondern auch der Hausmann, die ledige, geschiedene oder verwitwete Person, die ihren eigenen Haushalt f�hrt. Die Gr�sse des Haushalts (Ein- oder Mehrpersonenhaushalt) spielt nur bei der Berechnung des Zeitaufwands und damit f�r die Schadensh�he eine Rolle (BGE 131 II 656 E. 6.4 S. 666, mit Hinweisen).
4.2 Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum alten Recht (Art. 21 Abs. 1 lit a BdBSt) stellte die vom haftpflichtigen Dritten erbrachte Haushaltentsch�digung kein steuerbares Einkommen dar. Dies wurde damit begr�ndet, dass der Wert der Arbeitsleistung im Haushalt nicht steuerbar sei. Zudem sei die Entsch�digung f�r die Beeintr�chtigung in der Haushaltf�hrung nicht Ersatz f�r entgangenen Gewinn, sondern f�r einen Verm�gensschaden, n�mlich f�r das Wegfallen von Naturalleistungen (BGE 117 Ib 1 E. 2e S. 3 f., mit Hinweisen. Zur Kritik der neueren Lehre an dieser Rechtsprechung siehe etwa: Adrian Rufener/Peter M�usli, Steuerfolgen beim Personenschaden, in: Personen-Schaden-Forum 2003, Verein Haftung und Versicherung [HAVE, Herausgeber], Z�rich/Basel/Genf 2003, S. 147 ff., insbesondere S. 153 f., mit Hinweisen).
Nach neuem Recht (DBG) hatte das Bundesgericht die einkommenssteuerliche Behandlung des Haushaltschadens bisher nicht zu beurteilen. Als Grundsatz gilt nach wie vor, dass die Haushaltentsch�digung des Haftpflichtversicherers steuerfrei ist, soweit damit zus�tzlicher Aufwand (aufgelaufener oder in Zukunft anfallender) ausgeglichen wird und deshalb insoweit gar kein Reinverm�genszugang vorliegt (vgl. dazu oben E. 3.1). Andere Erw�gungen des zitierten BGE 117 lb 1 treffen hingegen unter dem geltenden Recht nicht mehr gleichermassen zu. So etwa, wenn die Steuerfreiheit der Haushaltentsch�digung damit begr�ndet wird, dass sie an die Stelle von nicht steuerbaren Naturalleistungen trete (vgl. zur steuerlichen Behandlung von Eigenleistungen: Locher, a.a.O., Rz. 50 ff. zu Art. 16 DBG). Die Vorinstanz weist denn auch zu Recht darauf hin, dass beispielsweise Entsch�digungen f�r ausserh�uslich (d.h. in einem andern statt im eigenen Haushalt) verrichtete Haushaltarbeit steuerbar sind. Ferner ist der Wert der Haushaltarbeit im Ergebnis (mindestens indirekt) insoweit steuerbar, als der in Art. 33 Abs. 2 DBG vorgesehene Zweitverdienerabzug nicht geltend gemacht werden kann, wenn (nur) ein Ehegatte erwerbst�tig ist und der andere den Haushalt f�hrt.
Nach einer von der Lehre vertretenen Auffassung sprechen letztlich einzig Praktikabilit�ts�berlegungen f�r die Nichtbesteuerung des gesamten Haushaltschadens (vgl. etwa Locher, a.a.O., Rz. 29 in fine zu Art. 23 DBG; Schaetzle, a.a.O., S. 436). F�r den hier zu beurteilenden Fall brauchen indessen die Probleme, die sich aus einer undifferenzierten Nichterfassung von Zahlungen f�r Haushaltschaden insbesondere im Hinblick auf die steuerliche Gleichbehandlung ergeben k�nnen, nicht abschliessend er�rtert zu werden.
4.3 Vorliegend leistete die private Haftpflichtversicherung Zahlungen an die unfallbedingten Auslagen sowie von 1998 bis 2000 einen Betrag von Fr. 15'000.-- pro Jahr an den Haushaltschaden. Die Invalidit�t der vor dem Unfall nicht erwerbst�tigen Beschwerdef�hrerin wurde nach Art. 28 Abs. 2bis IVG bestimmt, wobei eine behinderungsbedingte Arbeitsunf�higkeit (im Haushalt bzw. bei der Kinderbetreuung) von 56 Prozent angenommen wurde. Ab dem 1. M�rz 1999 wurde der Beschwerdef�hrerin deshalb eine halbe IV-Rente (zuz�glich vier halbe Kinderrenten zur Rente der Mutter) ausgerichtet. Trotz der in der Beschwerdeschrift erw�hnten Kongruenz der Leistungen decken sich sozialversicherungs- und haftpflichtrechtliche Kriterien und Begriffe nur beschr�nkt (vgl. Schaetzle, a.a.O., S. 405), will doch die Invalidenversicherung nicht prim�r einen individuellen Schaden ersetzen (oben E. 3.1 letzter Absatz). Auch die der Beschwerdef�hrerin zugesprochene IV-Rente hat keine spezifische Ersatzfunktion, sondern dient dazu, die Folgen der Invalidit�t im Rahmen einer angemessenen Deckung des Existenzbedarfs auszugleichen. Als Leistung der 1. S�ule ist eine solche IV-Rente aber gem�ss Art. 22 Abs. 1 DBG unabh�ngig davon steuerbar, ob Bez�ger eine Hausfrau oder ein Hausmann oder ein erwerbst�tiger Ehegatte oder eine ledige Person ist. Nachdem im vorliegenden Fall die Entsch�digungen des Haftpflichtversicherers (als Ersatz f�r Auslagen und Haushaltschaden) nicht steuerbar sind, w�re es sachlich nicht gerechtfertigt, die f�r denselben Zeitraum erbrachten IV-Leistungen ebenfalls nicht zu besteuern, wie die Beschwerdef�hrer verlangen; daran vermag die Subrogation der Invalidenversicherung in die Anspr�che der Gesch�digten nichts zu �ndern. Vielmehr sind diese Leistungen, soll ein vertretbares Besteuerungsergebnis erzielt werden, zu deklarieren, wobei die nachgewiesenen, selber getragenen Kosten abgezogen werden k�nnen (sog. "Bruttoprinzip"), soweit das Gesetz dies vorsieht.
Die Vorinstanz hat es somit zu Recht abgelehnt, die der Beschwerdef�hrerin bezahlten Entsch�digungen f�r die Beeintr�chtigung in der Haushaltf�hrung einerseits und die ihr f�r den gleichen Zeitraum entrichteten Sozialversicherungsrenten anderseits steuerlich gleich zu behandeln.
Das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern betrifft ebenfalls die Einsch�tzung der Kantons- und Gemeindesteuern 2001, mithin eine im zweiten Titel des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14) geregelte Materie. Gegen einen solchen Entscheid kann Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht gef�hrt werden (Art. 73 StHG). Die Frist, die den Kantonen zur Anpassung ihrer Gesetzgebung an die Vorgaben des Steuerharmonisierungsgesetzes offen stand (vgl. Art. 72 Abs. 1 StHG) und w�hrend der die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht ergriffen werden konnte (BGE 123 II 588 E. 2d S. 592 f.), war im Steuerjahr 2001 abgelaufen. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich daher auch insoweit als zul�ssig. Allerdings hat sie lediglich kassatorische Wirkung, d.h. das Bundesgericht kann bei Gutheissung des Rechtsmittels das angefochtene Urteil bloss aufheben und die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckweisen (Art. 73 Abs. 3 StHG; BGE 131 II 1 E. 2.3 S. 5, mit Hinweisen). Soweit die Beschwerdef�hrer mehr oder anderes verlangen, kann daher auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.
6.1 F�r das kantonale Recht ergibt sich die Steuerbarkeit der von der Beschwerdef�hrerin bezogenen IV-Leistungen aus Art. 26 Abs. 1 (in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1) des Steuergesetzes des Kantons Bern vom 21. Mai 2000 (StG/BE), der gleich lautet wie Art. 22 Abs. 1 DBG. Nach Art. 7 Abs. 1 StHG unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen Eink�nfte (unter anderem) "aus Vorsorgeeinrichtungen" der Einkommenssteuer. Anders als Leibrenten und Eink�nfte aus Verpfr�ndungen sind die IV-Renten, gleich wie bei der direkten Bundessteuer, zu 100 Prozent steuerbar (vgl. Art. 27 StG/BE sowie Art. 7 Abs. 2 StHG, je e contrario). Ein allgemeiner Abzug ist gesetzlich vorgesehen f�r Invalidit�tskosten, welche die steuerpflichtige Person selber tr�gt (vgl. Art. 38 Abs. 1 lit. h StG/BE; Art. 9 Abs. 2 lit. h StHG). Im �brigen zogen die Bestimmungen �ber die berufliche Vorsorge f�r die meisten Kantone (nicht aber f�r den Kanton Bern) und f�r den Bund jedenfalls bei der 2. S�ule einen Systemwechsel nach sich zum sog. Waadtl�nder-Modell (d.h. volle Absetzbarkeit der Beitr�ge und volle Besteuerung der Leistungen; vgl. BGE 131 I 409 E. 5.1 S. 414 f., mit Hinweisen) und damit eine Gleichschaltung mit der f�r die 1. S�ule (AHV/IV) geltenden Regelung (BBI 1983 III 1 ff., S. 35, 165).
6.2 In materiellrechtlicher Hinsicht kann aufgrund der �bereinstimmenden Fragestellung und des gleichen Wortlauts der anwendbaren Gesetzesbestimmungen (Art. 22 Abs. 1 DBG bzw. Art. 26 Abs. 1 StG/BE) auf die Erw�gungen zu der direkten Bundessteuer verwiesen werden, die (mutatis mutandis) auch f�r die kantonalen Steuern gelten. Dass das kantonale Recht unrichtig ausgelegt worden sei oder gegen das Steuerharmonisierungsgesetz verstosse, wird in der Beschwerde zu Recht nicht behauptet.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerden sind nach dem Gesagten unbegr�ndet und damit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdef�hrer kostenpflichtig; sie haften f�r diese Kosten solidarisch (Art. 156 Abs. 1 und 7 OG). Eine Parteientsch�digung ist nicht auszurichten (vgl. Art. 159 OG).
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 2500.-- wird den Beschwerdef�hrern unter solidarischer Haftung auferlegt.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, der Steuerverwaltung und dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern sowie der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.