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Timestamp: 2020-03-29 18:59:10
Document Index: 374894516

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 460', 'BGH', 'BGH']

BGH 2 StR 105/03 - 17. Juni 2003 (LG Gera) · hrr-strafrecht.de
BGH 2 StR 105/03 - 17. Juni 2003 (LG Gera)
BGH 2 StR 105/03:
Zitiervorschlag: BGH, 2 StR 105/03, Beschluss v. 17.06.2003, HRRS-Datenbank, Rn. X
BGH 2 StR 105/03 - Beschluss vom 17. Juni 2003 (LG Gera)
Entgegen der Ansicht des Generalbundesanwalts ist die Angeklagte durch die fehlerhafte Gesamtstrafenbildung auch beschwert. Angesichts der Höhe der verhängten zwei Gesamtfreiheitsstrafen kann der Senat nicht ausschließen, daß das Landgericht bei sachgerechtem Vorgehen, auch unter Berücksichtigung der Möglichkeit einer etwaigen Gesamtstrafenbildung nach § 460 StPO, insgesamt einen geringen Freiheitsentzug angeordnet hätte. Dabei war auch zu berücksichtigen, daß bei der Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren zu besorgen ist, daß das Landgericht bei der erforderlichen zusammenfassenden Würdigung mehr auf die Summe der Einzelstrafen als auf die angemessene Erhöhung der Einsatzstrafe unter Berücksichtigung der Person der Angeklagten und ihrer Taten abgestellt hat (vgl. dazu ua BGHSt 24, 268, 269/270; BGH NStZ 2001, 365; Beschluß des Senats vom 3. Februar 1999 - 2 StR 678/98). Beide Gesamtfreiheitsstrafen mußten deshalb aufgehoben wer den. Die Feststellungen dazu können jedoch bestehen bleiben, da sie von dem Rechtsfehler nicht betroffen sind. Mit der Aufhebung der Gesamtfreiheitsstrafen entfällt auch die Grundlage für die Anordnung von Führungsaufsicht.