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Timestamp: 2016-12-05 15:17:24
Document Index: 78184781

Matched Legal Cases: ['Art. 130', 'Art. 41', 'Art. 6', 'Art. 6', 'BGH', 'BGH', 'Art. 1', 'Art. 9', 'BGH', 'BGH']

⭐REPUBLIK ÖSTERREICH BUNDESMINISTERIUM FÜR JUSTIZ DIE ÖSTERREICHISCHE JUSTIZ
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1 REPUBLIK ÖSTERREICH BUNDESMINISTERIUM FÜR JUSTIZ DIE ÖSTERREICHISCHE JUSTIZ 1. Oktober 20142 Herausgeber: Bundesministerium für Justiz, Museumstraße 7, 1070 Wien3 DIE ÖSTERREICHISCHE JUSTIZ4 5 VORWORT ÖVP Eine funktionierende und verlässliche Justiz ist die Visitenkarte jedes Rechtsstaates. Die Justiz schafft Rechtssicherheit und Rechtsfrieden in Österreich, und ist damit ein Grundpfeiler unserer Demokratie. Auch für jede und jeden einzelnen von uns ist die Justiz von großer Bedeutung; schließlich sorgt sie für die Durchsetzung unserer Rechte. Nicht nur im Konfliktfall, sondern auch in unserem Alltag haben wir häufiger mit der Justiz zu tun, als uns vielleicht bewusst ist. Sei es, wenn es einen Erbfall in der Familie gibt, Eigentum ins Grundbuch eintragen werden muss, oder eine Sachwalterschaft für Familienangehörige übernommen wird. Umso wichtiger ist es daher, zu verstehen, welche Aufgaben die Justiz übernimmt und welche Justizbehörden es gibt. Auf den folgenden Seiten der Broschüre Die österreichische Justiz finden Sie deshalb die wichtigsten Informationen über die Institutionen und Leistungen unseres Justizsystems. Ich wünsche der Broschüre möglichst viele interessierte Leserinnen und Leser, die gewiss Gewinn aus der Lektüre schöpfen können. Justizminister Dr. Wolfgang Brandstetter 36 INHALTSVERZEICHNIS 1. Die Republik Österreich Die österreichische Justiz Institutionen Gerichtsbarkeit Aufgaben Prinzipien Aufbau und Organisation der Gerichte und Staatsanwaltschaften Bezirksgerichte Landesgerichte (Gerichtshöfe erster Instanz) Oberlandesgerichte (Gerichtshöfe zweiter Instanz) Oberster Gerichtshof Instanzenzug in Zivilsachen Instanzenzug in Strafsachen Vollzugsgerichte Staatsanwaltschaften Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts Sonderstellung Verfassungsgerichtshof Verwaltungsgerichtshof Verwaltungsgerichte Schiedsgerichte Strafvollzug Allgemeines Strafvollzugsanstalten Anzahl und Art Freiheitsentzug Formen und Zweck Häftlinge Leitung des Strafvollzugs Zahl der Strafvollzugsbediensteten Budget des Strafvollzugs Start nach der Strafe Bundesministerium für Justiz Bundesminister für Justiz als oberstes Verwaltungsorgan Organisation Aufgaben Bundeskartellanwalt Aufsichtsbehörde für Verwertungsgesellschaften Rechtsberufe Bedienstete in der Justiz Allgemeines Juristische Ausbildung7 4.4. Studium des österreichischen Rechts Gerichtspraxis Richter Staatsanwalt Rechtsanwalt Allgemeines Tätigkeitsbereich Notar Diplomrechtspfleger Frauenförderung Leistungen der Justiz Geschäftsfälle der Gerichte und Staatsanwaltschaften Erledigungen durch die Gerichte und Staatsanwaltschaften in Strafsachen Diversion Verhängte Strafen Verfahrensdauer IT-Einsatz in der Justiz Grundbuch Grundbuch Kataster Grundstücksdatenbank Abfrage Kosten Firmenbuch Firmenbuch Firmenbuchdatenbank Abfrage Kosten Datenbankzugang Familiengerichtshilfe Budget Aufwand und Kostendeckung Budgetverantwortung (Budgetvollzug) Bürgerservice Zugang zur Justiz für sozial Schwache Justiz-Ombudsstellen Internationale Zusammenarbeit Quellen Abkürzungsverzeichnis8 1. DIE REPUBLIK ÖSTERREICH Die Republik Österreich ist ein Bundesstaat, bestehend aus den neun Bundesländern Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten, Steiermark und Burgenland. Die Österreich Staatsform ist die einer parlamentarischen Demokratie. Österreich umfasst eine Fläche von ,3 km². In Österreich leben rund 8,5 Mio. Einwohner (2013). Das Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2013 rund 323 Mrd. Euro (das entspricht rund Euro pro Einwohner). Bundesländer Regierungssystem Fläche Einwohner * Bruttoinlandsprodukt * pro Einwohner * Wien Niederösterreich Oberösterreich Salzburg Tirol Vorarlberg Kärnten Steiermark Burgenland parlamentarische Demokratie ,3 km² 8,5 Mio. 323 Mrd. Euro Euro * Stand laut Statistik Austria im März9 2. DIE ÖSTERREICHISCHE JUSTIZ Die Justiz gilt neben der Gesetzgebung und der Verwaltung als dritte Säule des Rechtsstaates. Das Bundes-Verfassungsgesetz ordnet die Justiz hinsichtlich der Aufgaben der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Zivil- und Strafsachen (einschließlich der Anklagevertretung in Strafsachen, des Strafvollzuges sowie der Justizverwaltung) ausschließlich der Kompetenz des Bundes zu. Für den Bereich der Verwaltung bestehen Verwaltungsgerichte sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene. Die Justiz ist in allen Instanzen von der Verwaltung getrennt. Die österreichische Justiz umfasst die ordentlichen Gerichte, die Staatsanwaltschaften, die Justizanstalten (Strafvollzugsanstalten und gerichtliche Gefangenenhäuser), die Einrichtung der Bewährungshilfe, den Bundeskartellanwalt und die Aufsichtsbehörde für Verwertungsgesellschaften. Gerichte sind staatliche Institutionen, die über zivilrechtliche Ansprüche und strafrechtliche Anklagen in einem förmlichen Verfahren entscheiden. Sie sind auf Grund der Gesetze eingerichtet und mit unabhängigen, unabsetzbaren, unversetzbaren, unparteiischen und nur an die Rechtsordnung gebundenen Richtern besetzt. Staatsanwaltschaften vertreten vor allem die Interessen des Staates in der Strafrechtspflege; ihnen obliegt die Leitung des Ermittlungsverfahrens, die Entscheidung über die Anklage und die Vertretung der Anklage vor den Gerichten. In Erfüllung dieser Aufgaben sind sie von den Gerichten unabhängig. Justizanstalten sind für den Vollzug von Freiheitsstrafen zuständig. Auch die Einrichtungen der Bewährungshilfe sind Teil des Justizsystems. Sie betreuen bedingt verurteilte und entlassene Strafgefangene. Diese Aufgaben sind weitgehend privaten Vereinigungen übertragen; trotzdem stehen sie unter der Aufsicht des Bundesministeriums für Justiz. Der Bundeskartellanwalt wurde mit der Kartellgesetznovelle 2002 im Wirkungsbereich des Bundesministeriums für Justiz eingerichtet und vertritt die öffentlichen Interessen in Angelegenheiten des Wettbewerbsrechts beim Kartellgericht. Seit 1. Oktober 2010 ist die Aufsichtsbehörde für Verwertungsgesellschaften eine eigenständige Behörde, die dem Bundesministerium für Justiz nachgeordnet ist. Die Aufsichtsbehörde für Verwertungsgesellschaften hat insbesondere darauf zu achten, dass die Verwertungsgesellschaften die ihnen nach dem Verwertungsgesellschaftengesetz 2006 obliegenden Aufgaben und Pflichten gehörig erfüllen. An der Spitze der Justizverwaltung steht der Bundesminister für Justiz; ihm ist das Bundes ministerium für Justiz beigeordnet. Der Bundesminister für Justiz gehört zu den obersten Verwaltungsorganen des Bundes und ist Mitglied der Bundesregierung. Ihm obliegen die politische Leitung, Koordination und oberste Aufsicht über das Ressort und alle dazugehörenden Dienststellen. 710 3. INSTITUTIONEN 3.1. GERICHTSBARKEIT Aufgaben Aufgabe der Gerichte und Staatsanwaltschaften ist die Erhöhung von Rechtssicherheit und Rechtszufriedenheit in Österreich. Sie erfüllen diese Aufgaben unparteiisch, fair und mit hohem Qualitätsanspruch. Zentrale Bedeutung im Rechtsschutz genießen eine angemessene Dauer gerichtlicher Verfahren und die Gesetzeskonformität gerichtlicher Entscheidungen. Dies verlangt eine wirkungsvolle Organisation zur effizienten Aufgabenerfüllung, gleichmäßigen Auslastung der Entscheidungsorgane und Beibehaltung des hohen, auf Gebühreneinnahmen beruhenden Kostendeckungsgrads. In die Zuständigkeit der österreichischen Gerichte fallen vornehmlich Zivilrechtssachen (wie etwa Streitigkeiten über vertragliche Ansprüche, Schadenersatzansprüche, Besitzstreitigkeiten), Arbeits- und Sozialrechtssachen, Außerstreitsachen (wie etwa Verlassenschaftssachen, Sorgerechtsregelungen, Unterhaltsansprüche minderjähriger Kinder), Exekutionssachen, Konkurs- und Ausgleichssachen sowie Strafsachen. Auch die Führung der für die Qualität Österreichs als Wirtschaftsstandort sehr bedeutenden Grundund Firmenbücher ist Aufgabe der Gerichte Prinzipien Recht auf ein Verfahren vor dem gesetzlichen Richter Das österreichische Bundes-Verfassungsgesetz (Artikel 83 Abs. 2 B-VG) gibt dem Einzelnen das Recht auf ein Verfahren vor dem gesetzlichen Richter. Das Gesetz legt nach sachlichen und örtlichen Kriterien (etwa nach dem Wohnsitz des Beklagten) fest, welches der 141 österreichischen Gerichte zur Entscheidung einer konkreten Sache zuständig ist. Innerhalb des zuständigen Gerichts bestimmt die sogenannte Geschäftsverteilung nach objektiven und sachlichen Kriterien, welcher Richter den Fall bearbeitet. Diese Geschäftsverteilung wird von einem Richtersenat jeweils für ein Jahr im Vorhinein festgelegt. Dieses Verfahren schließt sachfremde Einflüsse auf die Auswahl des für die einzelne Rechtssache konkret zuständigen Richters aus Entscheidungen sind im Instanzenzug anfechtbar Die ordentlichen Gerichte sind in mehreren Stufen organisiert. Der Richter ist in Ausübung seines richterlichen Amtes unabhängig, weisungsfrei und bei seinen Entscheidungen nur an die Rechtsordnung gebunden. Unser Recht sorgt dafür, dass jeder den Gerichten vertrauen kann. Entscheidungen von Gerichten können grundsätzlich mit Rechtsmitteln angefochten werden. Rechtsmittel sind etwa Berufung, Rekurs oder Beschwerde. Grundsätzlich entscheidet über Rechtsmittel das im Instanzenzug übergeordnete Gericht. In Zivilsachen ist gegen die Entscheidung des Rechtsmittelgerichts unter bestimmten Voraussetzungen noch ein weiteres Rechtsmittel an den Obersten Gerichtshof vorgesehen. In Strafsachen ist grundsätzlich nur ein zweistufiger Instanzenzug eingerichtet. Die volle Ausschöpfung aller Rechtsmittel kann zu einer wesentlichen Verlängerung eines Verfahrens führen; dies ist jedoch im Interesse der Richtigkeit der Entscheidungen in Kauf zu nehmen. 811 Die österreichische Bundesverfassung sieht neben der Entscheidung durch Berufsrichter auch eine Mitwirkung des Volkes an der Rechtsprechung vor. So entscheiden in Strafsachen Schöffengerichte, wenn das Höchstmaß der Strafdrohung fünf Jahre übersteigt. Geschworenengerichte sind zuständig für Verbrechen, die mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder einer Freiheitsstrafe mit einer Untergrenze von mindestens fünf Jahren und einer Obergrenze von mehr als zehn Jahren bedroht sind (z. B. Mord), und für politische Delikte (z. B. strafbare Handlungen nach dem Verbotsgesetz durch nationalsozialistische Wiederbetätigung). Im Zivilrechtsbereich sind Laienrichter in Arbeits- und Sozialrechtssachen sowie in Handelssachen tätig; sie entscheiden gemeinsam mit Berufsrichtern Gerichtsorganisation in Senaten Aufbau und Organisation der Gerichte und Staatsanwaltschaften GERICHTSORGANISATION OBERSTER GERICHTSHOF GENERALPROKURATUR 4 OBERLANDESGERICHTE OLG Wien OLG Graz OLG Linz OLG Innsbruck OStA Wien OStA Graz OStA Linz OStA Innsbruck 4 OBERSTAATSANWALTSCHAFTEN 20 GERICHTSHÖFE LGZ Wien LG Krems HG Wien StA Krems 17 STAATSANWALTSCHAFTEN 116 BEZIRKSGERICHTE BG Hietzing BG Döbling BG Gmünd BG Krems BG HS Die ordentlichen Gerichte sind in vier Stufen organisiert. Die Aufgaben der Rechtsprechung werden derzeit von 116 Bezirksgerichten (1. Juli 2014), 20 Landesgerichten, vier Oberlandesgerichten und dem Obersten Gerichtshof wahrgenommen, die öffentlichen Interessen in der Strafrechtspflege von 17 Staatsanwaltschaften, vier Oberstaatsanwaltschaften und der Generalprokuratur. 27 Justizanstalten obliegt die Durchführung des Strafvollzugs. 912 Bezirksgerichte Die Bezirksgerichte sind im Zivilrechtsbereich zur Entscheidung in erster Instanz für alle Rechtssachen mit einem Streitwert bis Euro sowie (unabhängig vom Streitwert) für bestimmte Arten von Rechtssachen (insbesondere familien- und mietrechtliche Streitigkeiten) zuständig. Die Bezirksgerichte sind weiters im Strafrechtsbereich zur Entscheidung über alle Vergehen, für die eine bloße Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe angedroht ist, deren Höchstmaß ein Jahr nicht übersteigt, zuständig (z. B. fahrlässige Körperverletzung, Diebstahl) Landesgerichte (Gerichtshöfe erster Instanz) Die Landesgerichte (Gerichtshöfe erster Instanz) sind in erster Instanz für alle nicht den Bezirksgerichten zugewiesenen Rechtssachen zur Entscheidung berufen. Sie sind ferner in zweiter Instanz für die Behandlung der Rechtsmittel gegen Entscheidungen der Bezirksgerichte zuständig Oberlandesgerichte (Gerichtshöfe zweiter Instanz) Auf der dritten Organisationsebene sind die vier Oberlandesgerichte eingerichtet. Sie befinden sich in Wien (für Wien, Niederösterreich und Burgenland), Graz (für Steiermark und Kärnten), Linz (für Oberösterreich und Salzburg) sowie Innsbruck (für Tirol und Vorarlberg). Diese Gerichtshöfe zweiter Instanz entscheiden in Zivil- und Strafsachen stets als Rechtsmittelgerichte. Daneben kommt diesen Gerichten besondere Bedeutung in der Justizverwaltung zu: Der Präsident des Oberlandesgerichts ist Leiter der Justizverwaltung aller in seinem Sprengel gelegenen Gerichte; er untersteht in dieser Funktion nur noch direkt dem Bundesminister für Justiz Oberster Gerichtshof Oberste Instanz in Zivil- und Strafsachen ist der Oberste Gerichtshof in Wien. Er wird neben dem Verfassungs- und Verwaltungsgerichtshof als Höchstgericht bezeichnet. Dies drückt aus: Gegen seine Entscheidungen ist kein weiterer (innerstaatlicher) Rechtszug mehr möglich. Die Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs trägt maßgeblich zur Wahrung der Rechtseinheit im gesamten Bundesgebiet bei. Obwohl die untergeordneten Gerichte nicht durch Gesetz an seine Entscheidungen gebunden sind, orientieren sie sich in der Regel an der höchstgerichtlichen Judikatur. 1013 Instanzenzug in Zivilsachen Ist in erster Instanz das Bezirksgericht zuständig, so geht eine Berufung an das übergeordnete Landes gericht. Dort entscheidet ein Berufungssenat in zweiter Instanz. Entscheidet das Landesgericht in erster Instanz (entweder durch einen Einzelrichter oder einen Senat), so wird mit einer Berufung das Oberlandesgericht in zweiter Instanz befasst. Instanzenzug Fällen, in denen Zivilrecht Rechtsfragen von erheblicher Bedeutung zu lösen sind, ist noch ein Rechtszug an den Obersten Gerichtshof möglich. Der Instanzenzug im Zivilverfahren ist daher dreistufig. INSTANZENZUG ZIVILRECHT OBERSTER GERICHTSHOF in wichtigen Fällen in wichtigen Fällen OBERLANDESGERICHT entscheidet als Berufungssenat LANDESGERICHT Einzelrichter entscheidet als Senat BEZIRKSGERICHT Streitwert bis Euro und bestimmte Rechtssachen z.b.: familienrechtliche oder mietrechtliche Angelegenheiten In 1. Instanz Streitwert über Euro und bestimmte Rechtssachen z.b.: Arbeits und Sozialrecht, Amtshaftung 1114 Instanzenzug in Strafsachen Entscheidet das Bezirksgericht in erster Instanz, ist gegen das Urteil wegen Nichtigkeit, des Ausspruchs über die Schuld und die Strafe oder über privatrechtliche Ansprüche eine Berufung an das übergeordnete Landesgericht möglich. Dieses entscheidet durch einen Dreirichter-Senat. Entscheidet das Landesgericht in erster Instanz durch einen Einzelrichter, also bei allen mit höchstens fünf Jahren Freiheitsstrafe bedrohten Verbrechen und Vergehen (z.b. falsche Beweisaussage vor Gericht), so gehen Berufungen wegen Nichtigkeit, Schuld und Strafe oder des Ausspruchs über privatrechtliche Ansprüche an das übergeordnete Oberlandesgericht. Ist das Landesgericht als Schöffengericht oder als Geschworenengericht in erster Instanz zuständig, so kann mit einer Nichtigkeitsbeschwerde wegen materiellen oder formellen Fehlern der Oberste Gerichtshof angerufen werden. Wird hingegen nur eine Berufung gegen den Strafausspruch oder Instanzenzug Strafrecht den Ausspruch über privatrechtliche Ansprüche erhoben, so entscheidet darüber das übergeordnete Oberlandesgericht. Im Strafverfahren ist der Instanzenzug zweistufig. INSTANZENZUG STRAFRECHT OBERSTER GERICHTSHOF OBERLANDESGERICHT Berufung wegen Schuld und/oder Strafe Berufung gegen den Ausspruch über die Strafe Nichtigkeitsbeschwerde Dreirichter-Senat LANDESGERICHT Einzelrichter Schöffengericht Geschworenengericht Berufung wegen Schuld und/oder Strafe BEZIRKSGERICHT Vergehen mit Freiheitsstrafe bis ein Jahr oder Geldstrafe bis 360 Tagsätze Verbrechen und Vergehen mit Freiheitsstrafe bis fünf Jahre Schwere Verbrechen mit bis zu lebenslanger Freiheitsstrafe 1215 Vollzugsgerichte Das in Strafsachen tätige Landesgericht, in dessen Sprengel die Freiheitsstrafe vollzogen wird, entscheidet als Vollzugsgericht insbesondere über den Beitrag des Verurteilten zu den Kosten des Strafvollzuges, die Nichteinrechnung von Unterbrechungs-, Ausgangs- oder Hausarrestzeiten in die Strafzeit, die Aufrechterhaltung bestimmter Sicherheitsmaßnahmen, die Anhaltung des Strafgefangenen gegen seinen Willen in Einzelhaft, wenn diese mehr als vier Wochen dauert, den nachträglichen Aufschub des Strafvollzuges und über die bedingte Entlassung. Über Beschwerden gegen Entscheidungen, Anordnungen oder ein Verhalten des Anstaltsleiters sowie wegen einer Verletzung der Entscheidungspflicht durch den Anstaltsleiter entscheidet das Vollzugsgericht am Sitz des Oberlandesgerichtes, in dessen Sprengel die Strafe vollzogen wird. Gegen dessen Entscheidungen kann Beschwerde wegen Rechtswidrigkeit an das Oberlandesgericht Wien erhoben werden Staatsanwaltschaften Die Staatsanwaltschaften sind besondere, von den Gerichten getrennte Organe, die vor allem die öffentlichen Interessen in der Strafrechtspflege wahrnehmen. Dazu gehört primär die Leitung des Ermittlungsverfahrens im Strafverfahren sowie die Anklageerhebung und -vertretung im Strafprozess. Obwohl die Staatsanwälte zu den Organen der Gerichtsbarkeit zählen, genießen sie anders als die Gerichte keine Unabhängigkeit. Sie sind hierarchisch organisiert und an die Weisungen der Oberstaatsanwaltschaft und letztlich des Bundesministers für Justiz gebunden. Das Weisungsrecht ist gesetzlich genau geregelt; Weisungen der Oberstaatsanwaltschaft und des Bundesministers für Justiz dürfen nur schriftlich und mit Begründung ergehen. Außerdem muss eine Weisung im Strafakt ersichtlich gemacht werden. Der Bundesminister für Justiz steht unter Ministerverantwortlichkeit und ist dem Parlament zur Auskunft und Rechenschaft verpflichtet. In den einzelnen Staatsanwaltschaften haben die Mitarbeiter die Weisungen des Behördenleiters zu befolgen, sie können jedoch wenn sie eine Weisung für rechtswidrig halten eine schriftliche Weisungserteilung verlangen und sich sogar von der Behandlung der betreffenden Strafsache entbinden lassen. Die Staatsanwaltschaften sind also in einem System der Über- und Unterordnung organisiert; dies ist auch deshalb erforderlich, weil deren Entscheidungen im Gegensatz zu gerichtlichen Entscheidungen mit Rechtsmitteln nicht anfechtbar sind. Die Organisationsebenen der Staatsanwaltschaften entsprechen im Wesentlichen den Stufen der Gerichtsorganisation. Bei jedem für Strafsachen zuständigen Landesgericht ist eine Staatsanwaltschaft eingerichtet. Den dort tätigen Staatsanwälten obliegt die Anklageerhebung und -vertretung sowohl vor dem Landesgericht als auch vor den Bezirksgerichten des jeweiligen Landesgerichtssprengels. Vor den Bezirksgerichten vertreten üblicherweise Bezirksanwälte die Anklage. Sie sind besonders, aber nicht akademisch ausgebildete Fachbeamte. Die österreichische Justiz ist seit mehr als zehn Jahren mit einer zunehmenden Anzahl besonders umfangreicher Wirtschaftsstrafsachen mit vermehrten internationalen Verflechtungen konfrontiert. 1316 Die gesteigerte Komplexität dieser Verfahren erfordert neue Konzepte und Strukturen für einen effizienten und erfolgreichen Einsatz der Ermittlungsbehörden. Mit der Zentralen Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption (WKStA) wurde mit 1. September 2011 eine Staatsanwaltschaft eingerichtet, in der die notwendige Kompetenz und Expertise für eine qualifizierte und effiziente Verfolgung großer Wirtschafts- und Korruptionsdelikte konzentriert ist. Die Oberstaatsanwaltschaften sind den Staatsanwaltschaften übergeordnet und bei den Oberlandesgerichten in Wien, Graz, Linz und Innsbruck eingerichtet. Neben der Vertretung der Anklage vor dem Oberlandesgericht führen sie die Dienstaufsicht und Fachaufsicht über alle Staatsanwaltschaften in ihrem Sprengel und unterstehen unmittelbar dem Bundesminister für Justiz. Eine Sonderstellung nimmt die beim Obersten Gerichtshof eingerichtete Generalprokuratur ein. Die Generalprokuratur ist unmittelbar dem Bundesminister für Justiz unterstellt und hat selbst keine Weisungsbefugnisse gegenüber den Staatsanwaltschaften und Oberstaatsanwaltschaften. Auch ist sie nicht Trägerin der Anklage, sondern mit der Unterstützung des Obersten Gerichtshofs betraut. Zur Erfüllung dieser Aufgabe ist sie vor allem befugt, auch in Strafsachen, in denen für die Parteien kein Rechtszug (mehr) zum Obersten Gerichtshof besteht, an diesen eine sogenannte Nichtigkeitsbeschwerde zur Wahrung des Gesetzes zu erheben. Sie erfüllt damit eine bedeutende Funktion bei der Wahrung der Rechtseinheit und Rechtssicherheit im Strafrecht GERICHTSHÖFE DES ÖFFENTLICHEN RECHTS Sonderstellung Eine Sonderstellung innerhalb der österreichischen Gerichtsbarkeit nehmen die Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts, nämlich der Verfassungsgerichtshof und der Verwaltungsgerichtshof, ein. Sie sind zwar ebenso unabhängige Gerichte, aber nicht in das Justizressort eingegliedert, sondern organisatorisch eigenständig. Beide haben ihren Sitz in Wien und sind für das gesamte Bundesgebiet zuständig. Auch funktionell sind sie von den ordentlichen Gerichten getrennt: Sie entscheiden nicht über Zivil- und Justizstrafsachen (auch nicht als übergeordnete Instanz), sondern haben spezielle Aufgaben auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts. Entscheidungen der ordentlichen Gerichte unterliegen daher nicht der Kontrolle durch die Gerichtshöfe des öffentlichen Rechts; vielmehr hat der Oberste Gerichtshof als oberste Instanz in Zivil- und Strafsachen auch über die Verfassungsmäßigkeit der gerichtlichen Entscheidungen zu wachen Verfassungsgerichtshof Der Verfassungsgerichtshof hat vor allem die Aufgabe, die Einhaltung der Verfassung, wozu auch die Grundrechte gehören, zu kontrollieren. Er ist insbesondere dazu berufen, Bundes- und Landesgesetze auf ihre Verfassungsmäßigkeit, Verordnungen von Verwaltungsbehörden auf ihre Gesetzmäßigkeit und letztinstanzliche Bescheide von Verwaltungsbehörden auf ihre Verfassungsmäßigkeit zu überprüfen und allenfalls aufzuheben. Daneben können z. B. auch Wahlen beim Verfassungsgerichtshof angefochten werden. 1417 Anders als bei den sonstigen Gerichten arbeiten beim Verfassungsgerichtshof nicht Berufs-, sondern Honoratiorenrichter. Mitglieder dieses Gerichts können nur Persönlichkeiten werden, die bereits eine erfolgreiche juristische Karriere in einer anderen Funktion absolviert haben. Die Richter des Verfassungsgerichtshofs üben ihr Richteramt überwiegend nur nebenberuflich aus und können ihren bisherigen Beruf (z. B. als Richter oder Universitätsprofessor, nicht allerdings als Verwaltungsbeamter dieser ist außer Dienst zu stellen) weiter ausüben. Der Verfassungsgerichtshof tritt nur in Sessionen zusammen, die üblicherweise viermal jährlich stattfinden Verwaltungsgerichtshof Der Verwaltungsgerichtshof ist zur Kontrolle der Gesetzmäßigkeit der gesamten öffentlichen Verwaltung berufen, mit Ausnahme von Verordnungen, die nur der Verfassungsgerichtshof prüfen und aufheben kann. Er entscheidet vor allem über Beschwerden gegen letztinstanzliche Bescheide von Verwaltungsbehörden; er überprüft diese auf ihre Rechtmäßigkeit und kann rechtswidrige Bescheide aufheben Verwaltungsgerichte Seit 1. Jänner 2014 entscheiden die Verwaltungsgerichte gemäß Art. 130 B-VG insbesondere über Beschwerden wegen Rechtswidrigkeit gegen den Bescheid einer Verwaltungsbehörde (Bescheidbeschwerde) und wegen Verletzung der Entscheidungspflicht einer Verwaltungsbehörde, also wenn die Verwaltungsbehörde einen Bescheid nicht in der gesetzlichen Frist erlassen hat (Säumnisbeschwerde) und über Beschwerden wegen rechtswidriger Ausübung unmittelbarer verwaltungsbehördlicher Befehls- und Zwangsgewalt (Maßnahmenbeschwerde). Mit der Schaffung der zweistufigen Verwaltungsgerichtsbarkeit durch die Verwaltungsgerichtsbarkeits-Novelle 2012, BGBl. I Nr. 51/2012, und das Verwaltungsgerichtsverfahrensgesetz VwGVG, BGBl. I Nr. 33/2013, wurde der administrative Instanzenzug, also das Recht, gegen einen Bescheid einer Verwaltungsbehörde Berufung bei der jeweils übergeordneten Behörde einzulegen, weitestgehend abgeschafft SCHIEDSGERICHTE Weiters sind von den ordentlichen Gerichten auch die Schiedsgerichte zu unterscheiden: Diese sind keine staatlichen Organe, sondern private Rechtsprechungseinrichtungen. Sie beruhen auf privatrechtlicher Vereinbarung, dem Schiedsvertrag, in dem sich die Beteiligten zur Entscheidung bestimmter Streitigkeiten einem solchen Schiedsgericht unterwerfen. Die Vorteile der privaten Schiedsgerichtsbarkeit liegen in der Möglichkeit der Nominierung von Schiedsrichtern durch die Parteien, in der Entscheidung durch besondere Spezialisten, in der Möglichkeit einer weitgehenden Rechtswahl, was das anwendbare Recht und das Verfahrensrecht betrifft, und in der Schnelligkeit des Verfahrens. Die Schiedsgerichtsbarkeit hat vor allem im Handelsverkehr größere Bedeutung. Die Entscheidung des Schiedsgerichts ( Schiedsspruch ) ist für die Beteiligten bindend. Allerdings kann bei schweren Mängeln des Verfahrens die Aufhebung des Schiedsspruchs bei den ordentlichen Gerichten beantragt werden. Außerdem sind der Kompetenz von Schiedsgerichten insofern Grenzen 1518 gesetzt, als ihnen keine Straf- und Vollstreckungsgewalt zukommt. Das heißt, Schiedsgerichte können keine Strafen verhängen und ihre Entscheidungen auch nicht unter Anwendung von Zwangsmitteln vollstrecken. Dies ist allein dem Staat, nämlich den ordentlichen Gerichten, vorbehalten STRAFVOLLZUG Allgemeines Das Justizministerium ist auch für den Strafvollzug zuständig. Die Bundesverfassung legt die Kompetenz des Bundes in Gesetzgebung und Vollzug fest. Primäre rechtliche Grundlage für den Strafvollzug in Österreich ist das Strafvollzugsgesetz Von den darauf aufbauenden generellen Vorschriften ist die Vollzugsordnung für Justizanstalten hervorzuheben Strafvollzugsanstalten Anzahl und Art Insgesamt stehen 27 Justizanstalten zur Verfügung: -- sieben Strafvollzugsanstalten für Männer zum Vollzug von Freiheitsstrafen von mehr als 18 Monaten; -- eine Strafvollzugsanstalt für Jugendliche; -- eine Strafvollzugsanstalt für Frauen; -- drei Einrichtungen für den Maßnahmenvollzug; gerichtliche Gefangenenhäuser am Sitz der für Strafsachen zuständigen Landesgerichte. Dazu kommt eine Reihe von Außenstellen, die zum Teil als landwirtschaftliche Betriebe geführt werden Freiheitsentzug Formen und Zweck Das österreichische Rechtssystem kennt drei verschiedene Formen strafgerichtlichen Freiheitsentzugs, und zwar Untersuchungshaft, Strafhaft und mit Freiheitsentziehung verbundene, vorbeugende Maßnahmen. Die Untersuchungshaft ist zu verhängen, wenn gegen eine Person der dringende Verdacht einer gerichtlich strafbaren Handlung besteht und einer der gesetzlich festgelegten Haftgründe (Fluchtgefahr, Verdunklungsgefahr und Tatbegehungs- bzw. Tatausführungsgefahr) vorliegt. Dies ist in der Strafprozessordnung 1975 geregelt. Die Strafhaft als Vollzug gerichtlich verhängter Freiheitsstrafen ist im Strafvollzugsgesetz geregelt. Nach 20 Strafvollzugsgesetz soll der Vollzug der Freiheitsstrafe den Verurteilten zu einer rechtschaffenen und den Bedürfnissen des Gemeinschaftslebens angepassten Lebenseinstellung verhelfen und sie abhalten schädlichen Neigungen nachzugehen. Der Vollzug soll außerdem den Unwert des der Verurteilung zugrundeliegenden Verhaltens aufzeigen. 1619 Das Strafgesetzbuch kennt zwei Arten von Strafen: Die Freiheitsstrafe und die Geldstrafe. Strafe ist eine Reaktion auf das vorausgegangene schuldhafte Verhalten des Verurteilten. Daneben sieht das Strafgesetzbuch mit Freiheitsentziehung verbundene vorbeugende Maßnahmen vor. Diese richten sich gegen die Gefährlichkeit des Täters. Sie werden auch eingesetzt, sofern die Besserung des Rechtsbrechers und der Schutz der Gesellschaft besser durch diese Maßnahmen erreicht oder wo Strafen mangels Schuld (etwa Zurechnungsunfähigkeit) nicht verhängt werden können. Die wichtigste dieser Maßnahmen ist die Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Diese wird auf unbestimmte Zeit angeordnet. Das Gericht hat zumindest jährlich zu prüfen, ob die Unterbringung noch notwendig ist. Vorbeugende Maßnahmen werden in eigenen Justizanstalten, in besonderen Abteilungen oder in bestimmten öffentlichen psychiatrischen Krankenhäusern vollzogen Häftlinge In den österreichischen Justizanstalten sind durchschnittlich Personen in Haft. Davon sind etwa Strafgefangene und Untersuchungshäftlinge sowie 900 im Maßnahmenvollzug untergebrachte Personen. Durchschnittlich 250 Personen befinden sich im elektronisch überwachten Hausarrest. Rund sechs Prozent der Insassen in den Justizanstalten sind Frauen, weniger als zwei Prozent jugendliche Straftäter und rund fünf Prozent junge Erwachsene (Personen im Alter von 18 bis 21 Jahren). Rund Insassen, das sind rund 50 Prozent aus über 100 Nationen, besitzen nicht die österreichische Staatsangehörigkeit. Jeder arbeitsfähige Strafgefangene ist verpflichtet Arbeit zu leisten. Das Arbeitsumfeld stellt einen wichtigen Bereich für das fachliche und soziale Lernen dar. Dafür stehen in den Justizanstalten verschiedene Werkstätten und Betriebe in rund 50 Sparten zur Verfügung. Der Strafgefangene erhält eine Arbeitsvergütung, die ihm auch die Rückkehr in geordnete Verhältnisse nach der Haft erleichtern soll Leitung des Strafvollzugs Die Leitung des Strafvollzugs obliegt dem Bundesministerium für Justiz. Dort ist zur Unterstützung und Beratung des Bundesministers für Justiz eine Abteilung eingerichtet, die die strategische Leitung und die dienst- und fachaufsichtsbehördliche Zuständigkeit in oberster Instanz im Strafvollzug wahrnimmt. Seit 1. Jänner 2007 ist die Vollzugsdirektion als dem Bundesministerium für Justiz nachgeordnete Dienstbehörde und operative Oberbehörde für den österreichischen Strafvollzug eingerichtet Zahl der Strafvollzugsbediensteten In den Justizanstalten sind rund Bundesbedienstete tätig, hiezu kommt insbesondere für 1720 Betreuungsaufgaben Personal, das seitens der Justizbetreuungsagentur bereitgestellt wird. Rund der Bediensteten gehören der Justizwache an. Das Berufsbild der Justizwachebediensteten ist das von Allroundern. Sie arbeiten nicht nur als Wache und in den Abteilungen, sondern auch in Werkstätten und Arbeitsbetrieben, eine abgeschlossene Berufsausbildung ist Aufnahmevoraussetzung. In den sogenannten Betreuungsdiensten sind Seelsorger, Anstaltsärzte, Psychiater, Psychologen, Soziologen und Lehrer (Pädagogen) tätig. Dazu kommen Sozialarbeiter, Krankenpfleger und Stationsgehilfen sowie anderes Anstaltspersonal mit besonderen Ausbildungen. Zur Fortbildung der Justizwachebediensteten gehören laufende Schulungen vor allem in den justizeigenen Einrichtungen, aber auch durch externe Bildungsträger Budget des Strafvollzugs Der budgetierte Aufwand für den Strafvollzug beträgt im Jahr 2014 rund 403 Mio. Euro, auf den Personalaufwand fallen davon ca. 199 Mio. Euro. Die Einnahmen für 2014 wurden mit rund 56 Mio. Euro veranschlagt Start nach der Strafe Die Durchführung der Bewährungshilfe hat die Republik Österreich bundesweit einem privaten Träger, dem Verein Neustart Bewährungshilfe, Konfliktregelung, Soziale Arbeit übertragen. Neustart ist österreichweit tätig und hat neben der Durchführung der Bewährungshilfe auch die Durchführung des außergerichtlichen Tatausgleichs, die Einrichtungen der Haftentlassenenhilfe und Wohneinrichtungen in seinem Angebots- und Leistungskatalog. Einrichtungen von Neustart gibt es in allen Bundesländern. Die Initiativen umfassen auch Entlassungsberatung, Kommunikationszentrum, Arbeitstraining, Vermittlung gemeinnütziger Leistungen, Clearing, Kriminalitätsprävention, Drogenberatung, Familienbetreuung, Schulsozialarbeit, Jugendhilfe und Verbrechensopferhilfe BUNDESMINISTERIUM FÜR JUSTIZ Bundesminister für Justiz als oberstes Verwaltungsorgan An der Spitze der Justizverwaltung steht der Bundesminister für Justiz; ihm ist das Bundesministerium für Justiz beigeordnet. Der Bundesminister für Justiz gehört zu den obersten Verwaltungsorganen des Bundes und ist Mitglied der Bundesregierung. Ihm obliegt die politische Leitung, Koordination und oberste Aufsicht über das Justizressort (samt Strafvollzug) und alle dazugehörenden Dienststellen Organisation An der Spitze des Bundesministeriums für Justiz steht der Bundesminister für Justiz. Im Justizministerium arbeiten derzeit rund 230 Mitarbeiter, die in vier Verwaltungsgliederungen ( Sektionen ) und 18 Mehr anzeigen
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3109 St. Pölten / Rennbahnstraße 29 Telefon: +43 2742 90590 / Fax: +43 2742 90590 15540 E-Mail: post@lvwg.noel.gv.at / www.lvwg.noel.gv.at DVR: 4011296 Geschäftszeichen: LVwG-AM-13-0235 06. Oktober 2014 Mehr 1. Mit welchen 3 Berufen dürfen Rechtsanwälte zusammenarbeiten?
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