Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=RVGReport%202009,%20392
Timestamp: 2020-01-19 10:55:24
Document Index: 115151114

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§ 103', '§ 122', '§ 91', '§ 122', '§ 126', 'BGH', 'BGH', '§ 126', 'BGH', 'BGH', '§ 126', 'BGH', '§ 59', 'BGH', '§ 122', 'BGH', '§ 126', 'BGH', 'BGH', '§ 126', '§ 126', '§ 122', '§ 126', 'BGH', 'BGH', '§ 126', 'BGH', '§ 122', 'BGH', '§ 126', '§ 126', 'BGH', 'BGH', '§ 122', '§ 122', 'BGH', '§ 126', 'BGH', '§ 126', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 15', '§ 60', 'Art. 7', '§ 15', 'BGH']

Rechtsprechung: RVGReport 2009, 392 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Frankfurt, 10.08.2009
BGH, 09.07.2009 - VII ZB 56/08
https://dejure.org/2009,2101
BGH, 09.07.2009 - VII ZB 56/08 (https://dejure.org/2009,2101)
BGH, Entscheidung vom 09.07.2009 - VII ZB 56/08 (https://dejure.org/2009,2101)
BGH, Entscheidung vom 09. Juli 2009 - VII ZB 56/08 (https://dejure.org/2009,2101)
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Anspruch einer bedürftigen Partei auf Kostenerstattung gegen die unterlegene Partei bei Bewilligung von zahlungsfreier Prozesskostenhilfe gem. § 91a Zivilprozessordnung (ZPO)
§ 103 ZPO, § 122 ZPO
Anspruch auf Kostenerstattung trotz Prozesskostenhilfe
ZPO § 91a; ZPO § 122 Abs. 1; ZPO § 126
Kostenerstattungsansprüche der obsiegenden Partei nach Bewilligung von Prozesskostenhilfe ohne Zahlungsbestimmung
Verfahrensrecht - Kostenerstattungsanspruch der bedürftigen Partei
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 09.07.2009, Az.: VII ZB 56/08 (Kostenfestsetzung zugunsten der bedürftigen Partei)" von Vors. RiLG Heinz Hansens, original erschienen in: RVGreport 2009, 392 - 393.
LG Hannover, 22.04.2008 - 1 O 64/05
NJW 2009, 2962
MDR 2009, 1182
NZV 2009, 552
NJ 2009, 433
FamRZ 2009, 1577
AnwBl 2009, 727
Rpfleger 2009, 685
Kostenerstattungsanspruch: Rangfolge des Beitreibungsrechts des beigeordneten …
Dem Rechtsanwalt ist damit die Einziehung des Kostenerstattungsanspruchs seiner Partei als Prozessstandschafter übertragen (…Senatsbeschluss vom 14. Februar 2007 - XII ZB 112/06 - FamRZ 2007, 710 Rn. 11; BGH Beschluss vom 9. Juli 2009 - VII ZB 56/08 - FamRZ 2009, 1577 Rn. 4).
Zwar steht der Partei der Kostenerstattungsanspruch trotz des ihrem Rechtsanwalt gemäß § 126 ZPO eingeräumten Beitreibungsrechts weiterhin zu (…Senatsbeschluss vom 14. Februar 2007 - XII ZB 112/06 - FamRZ 2007, 710 Rn. 11; BGH Beschluss vom 9. Juli 2009 - VII ZB 56/08 - FamRZ 2009, 1577 Rn. 4), weshalb er auch weiterhin der Forderungspfändung unterliegt.
Beitreibung des Kostenerstattungsanspruchs durch den beigeordneten Anwalt im …
Dem Rechtsanwalt ist damit die Einziehung des Kostenerstattungsanspruchs seiner Partei als Prozessstandschafter übertragen (Senatsbeschluss vom 14. Februar 2007 - XII ZB 112/06 - FamRZ 2007, 710 Rn. 11; BGH Beschluss vom 9. Juli 2009 - VII ZB 56/08 - FamRZ 2009, 1577 Rn. 4).
Zwar steht der Partei der Kostenerstattungsanspruch trotz des ihrem Rechtsanwalt gemäß § 126 ZPO eingeräumten Beitreibungsrechts weiterhin zu (Senatsbeschluss vom 14. Februar 2007 - XII ZB 112/06 - FamRZ 2007, 710 Rn. 11; BGH Beschluss vom 9. Juli 2009 - VII ZB 56/08 - FamRZ 2009, 1577 Rn. 4), weshalb er auch weiterhin der Forderungspfändung unterliegt.
OLG Hamm, 07.12.2018 - 6 WF 297/18
Sie verweist auf Entscheidungen des Bundesgerichtshofes vom 9.7.2009 (Aktenzeichen VII ZB 56/08, FamRZ 2009, 1577) und 11.11.2015 (Aktenzeichen XII ZB 242/15, FamRZ 2016, 208).
Dass grundsätzlich ein Vergütungsanspruch des beigeordneten Anwalts gegen seinen Mandanten besteht, ergibt sich mittelbar auch aus § 59 RVG, der einen Übergang des Anspruches auf die Staatskasse nach Befriedigung anordnet (BGH FamRZ 2009, 1577;… Musielak/Voit-Fischer, ZPO, 15. Auflage 2018, § 122 Rn. 7).
Es ist allerdings allgemein anerkannt, dass die Vergütungsforderung des beigeordneten Anwalts, solange dem Mandanten Verfahrenskostenhilfe gewährt wird, wie bei einer Stundung in ihrer Durchsetzbarkeit gehemmt ist (BGH FamRZ 2009, 1577;… Zöller-Geimer, ZPO, 32. Auflage 2018, § 126 Rn. 9).
Da ein Vergütungsanspruch besteht, kann ein bedürftiger Beteiligter die dadurch entstandenen Kosten auch im eigenen Namen festsetzen lassen (BGH FamRZ 2009, 1577; BGH FamRZ 2016, 206;… MükoZPO-Wache, 5. Auflage, 2016, § 126 Rn. 3;… Zöller-Geimer, ZPO, 32. Auflage 2018, § 126 Rn. 9;… Musielak-Fischer, 15. Auflage 2018, § 122 Rn. 8;… a.A. Dürbeck/Gottschalk, Prozess- und Verfahrenskostenhilfe, 8. Auflage 2016, Rn. 772).
Dieser Erstattungsanspruch der Antragsgegnerin steht selbständig neben dem Beitreibungsrecht ihres Verfahrensbevollmächtigten nach § 126 ZPO (BGH FamRZ 2009, 1577).
Denn ihr Kostenerstattungsanspruch besteht grundsätzlich unabhängig davon, ob der Honoraranspruch bereits erfüllt ist (vgl. BGH FamRZ 2009, 1577;… Zöller-Geimer, ZPO, 32. Auflage 2018, § 126 Rn. 9).
BGH, 20.11.2012 - VI ZB 64/11
Kostenfestsetzungsverfahren: Rückfestsetzung an einen gegnerischen …
Er kann von dem unterlegenen Gegner insbesondere auch seine Wahlanwaltsgebühren beitreiben, die er von seiner bedürftigen Partei gemäß § 122 Abs. 1 Nr. 3 ZPO nicht verlangen kann, solange ihr Prozesskostenhilfe gewährt wird (…vgl. BGH, Beschlüsse vom 14. Februar 2007 - XII ZB 112/06, NJW-RR 2007, 1147 Rn. 11; vom 9. Juli 2009 - VII ZB 56/08, NJW 2009, 2962 Rn. 7;… Bork in Stein/Jonas, ZPO, 22. Aufl., § 126 Rn. 1;… Musielak/Fischer, ZPO, 9. Aufl., § 126 Rn. 1).
OLG Celle, 20.05.2014 - 2 W 106/14
PKH-Bewilligung: Geltendmachung der auf die Staatskasse übergegangenen …
Daneben hat auch der obsiegende Prozessgegner, dem ratenfreie Prozesskostenhilfe gewährt worden ist, selbst das Recht, Kostenfestsetzung gegenüber der unterlegenen bedürftigen Partei zu beantragen und die Kosten beizutreiben (vgl. BGH NJW 2009, 2962).
Sie ist zwingend und greift selbst dann ein, wenn der Gebührentatbestand vor der Beiordnung erfüllt war (BGH, Beschl. v. 21. Februar 2008 - I ZR 142/06, FamRZ 2008, 982;… vom 9. Juli 2009 - VII ZR 56/08 Rn. 7; OLG Düsseldorf Rpfleger 2005, 267, 268; v. 9. Juli 2009 - VII ZB 56/08 Rn. 7;… Musielak/F. O. Fischer, ZPO 6. Aufl. § 122 Rn. 7;… Zöller/Philippi, ZPO, 27. Aufl. § 122 Rn. 11).
Ebenso wenig wie die Bewilligung von Prozesskostenhilfe den Kostenerstattungsanspruch gegen den Prozessgegner ausschließt (vgl. BGH, B.v. 9.7.2009 - VII ZB 56/08 - juris Rn. 7), führt eine geleistete, teilweise Kostenerstattung zum Nachrang oder zum Erlöschen des Vergütungsanspruchs im Rahmen der Prozesskostenhilfe.
§ 126 Abs. 1 ZPO begründet nämlich bloß eine gesetzliche Prozessstandschaft für den beigeordneten Rechtsanwalt (vgl. BGH FamRZ 1997, 1141; NJW 2009, 2962).
Der Kostenerstattungsanspruch der Partei und das Beitreibungsrecht ihres Anwalts stehen dabei - wie der Bundesgerichtshof in seinem nach Verkündung des hier angefochtenen Urteils ergangenen Beschluss vom 09.07.2009 (NJW 2009, 2962 = AnwBl. 2009, 727 = MDR 2009, 1182) klargestellt hat - auch dann selbständig nebeneinander, wenn der Partei Prozesskostenhilfe ohne Zahlungspflicht bewilligt worden war.
Die Vorschrift des § 126 Abs. 1 ZPO begründet lediglich eine gesetzliche Prozessstandschaft für den beigeordneten Rechtsanwalt (BGH-Beschluss vom 9.7.2009 - VII ZB 56/08, NJW 2009, 2962, FamRZ 2009, 1577; a.A. Müller, Anm. zu Beschluss des FG Düsseldorf vom 1.7.2008 - 18 Ko 382/08 KF, EFG 2008, 1665 mit der Erwägung, dass die bewilligte PKH einen Gebührenanspruch des Bevollmächtigten gegen seinen Mandanten ausschließe).
Man könnte wegen der bewilligten Prozesskostenhilfe allenfalls die Frage aufwerfen, ob bei Kostenfestsetzung auf den Namen der Partei überhaupt auch die Kosten des beigeordneten Anwalts festgesetzt werden können, da der Kläger des Ausgangsverfahrens seinem Anwalt wegen der bewilligten Prozesskostenhilfe nichts schulde (etwa Müller, Anm. zu Beschluss des FG Düsseldorf vom 1.7.2008 - 18 Ko 382/08 KF, EFG 2008, 1665; vgl. ferner Nachweise bei FG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 17.2.1997 - 3 Ko 2764/96, StB 1997, 357 unter Bezugnahme auf BGH-Urteil vom 22.6.1994 - XII ZR 39/93, NJW 1994, 3292; dagegen ausdrücklich BGH-Beschluss vom 9.7.2009 - VII ZB 56/08, , NJW 2009, 2962, FamRZ 2009, 1577).
LG München II, 25.10.2013 - 12 T 4318/13
Selbständiges Bestehen des Kostenerstattungsanspruchs der Partei und des …
Der Kostenerstattungsanspruch der Partei und das Beitreibungsrecht ihres Anwalts stehen selbständig nebeneinander (BGH, Beschluss vom 09.07.2009, Gz.: VII ZB 56/08; BGH, Beschluss vom 14.02.2007, Gz.. XII ZB 112/06) und beide Rechte konkurrieren miteinander.
Zudem ist der Kostenerstattungsanspruch nicht davon abhängig, dass die Partei die entsprechend ihrem Antrag festzusetzenden Kosten bereits bezahlt hat (BGH, Beschluss vom 09.07.2009, Gz.: VII ZB 56/08 m.w.N.).
OVG Berlin-Brandenburg, 24.11.2009 - 1 K 53.09
Kostenfestsetzungsbegehren von Beigeladenem gegenüber Kläger; Bedürftigkeit des …
OLG Frankfurt, 10.08.2009 - 12 W 91/09
https://dejure.org/2009,1275
OLG Frankfurt, 10.08.2009 - 12 W 91/09 (https://dejure.org/2009,1275)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 10.08.2009 - 12 W 91/09 (https://dejure.org/2009,1275)
OLG Frankfurt, Entscheidung vom 10. August 2009 - 12 W 91/09 (https://dejure.org/2009,1275)
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Anwendung des neugefassten § 15a RVG auf Altfälle
Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die Verfahrensgebühr in Übergangsfällen; Festsetzungsfähigkeit einer um die vorgerichtlich enstandene Geschäftsgebühr gekürzten Verfahrensgebühr eines Rechtsanwalts
LG Darmstadt, 02.06.2009 - 13 O 11/09
Wegen der Übergangsregelung in § 60 Abs. 1 Satz 1 RVG kommt ein Rückgriff auf den erst durch Art. 7 Abs. 4 Nr. 3 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 in das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz eingefügten § 15a RVG nicht in Betracht (vgl. BGH - 10. Senat -, Beschluss vom 29. September 2009, a.a.O.; Nds. OVG, Beschluss vom 27. Oktober 2009 - 13 OA 134/09 -, juris; Bay. VGH, Beschluss vom 21. Oktober 2009, a.a.O.; OLG Frankfurt, Beschluss vom 10. August 2009 - 12 W 91/09 -, juris; OLG Celle, Beschlüsse vom 26. August 2009 - 2 W 240/09 -, NdsRpfl.
Kostenfestsetzungsverfahren: (Nicht-)Anrechnung der Geschäftsgebühr auf die …