Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=JurB%C3%83%C2%BCro%202008,%20473
Timestamp: 2019-07-17 11:33:31
Document Index: 74834203

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 269', '§ 925', '§ 936', 'BGH', 'BGH']

KG, 07.05.2008 - 1 W 168/07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,7060
KG, 07.05.2008 - 1 W 168/07 (https://dejure.org/2008,7060)
KG, Entscheidung vom 07.05.2008 - 1 W 168/07 (https://dejure.org/2008,7060)
KG, Entscheidung vom 07. Mai 2008 - 1 W 168/07 (https://dejure.org/2008,7060)
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§ 2 Abs 2 S 1 Anl 1 Vorbem 3 Abs 3 RVG, § 2 Abs 2 S 1 Anl 1 Nr 3104 Abs 1 Nr 1 RVG, § 269 Abs 4 ZPO, § 925 Abs 1 ZPO, § 936 ZPO
Terminsgebühr bei anwaltlicher Besprechung nach Erlass einer einstweiligen Verfügung und vor Einlegung des Widerspruches
Entsteht Terminsgebühr bei anwaltlicher Besprechung?
Entstehung einer Terminsgebühr durch ein Gespräch zwischen den Rechtsanwälten der Parteien zur Erledigung des Verfahrens im Falle der Entbehrlichkeit einer mündlichen Verhandlung und Entscheidung des Gerichts durch Beschluss
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des KG v. 07.05.2008, Az.: 1 W 168/07 (Terminsgebühr für Besprechungen im Verfügungsverfahren; Berücksichtigung der Anrechnung der Geschäftsgebühr im...)" von H. Hansens, original erschienen in: RVGreport 2008, 313 - 314.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des KG Berlin vom 07.05.2008, Az.: 1 W 168/07 (Terminsgebühr bei anwaltlicher Besprechung nach Erlaß einer einstweiligen Verfügung und vor Einlegung des Widerspruches)" von RA Wolfgang Madert, original erschienen in: JurBüro 2008, 474 - 475.
LG Berlin, 05.02.2007 - 26 O 346/06
JurBüro 2008, 473
Die Festsetzung einer Terminsgebühr nach Vorbemerkung 3 Abs. 3 zu Teil 3 des Vergütungsverzeichnisses i. V. m. Nr. 3104 Abs. 1 Nr. 1 VV RVG scheidet im vorliegenden Fall deshalb aus, weil eine Terminsgebühr nicht entstehen kann, wenn für das gerichtliche Verfahren eine mündliche Verhandlung nicht vorgeschrieben ist und das Gericht durch Beschluss entscheidet (BGH NJW 2007, 2644 ; KG Berlin KGR 2008, 679).
Auch durch die Vorbemerkung 3 Abs. 3 VV RVG wird die Terminsgebühr nicht zu einer von den einzelnen Gebührentatbeständen losgelösten Gebühr für anwaltliche Besprechungen in Streitigkeiten, in denen eine mündliche Verhandlung vor Gericht nicht vorgesehen ist, umgestaltet (BGH NJW 2007, 2644 ; KG Berlin KGR 2008, 679).
Bei der Kostenfestsetzung begründet die Anrechnung daher einen materiell-rechtlichen Einwand, wenn der der Anrechnung unterliegende Teil der Verfahrensgebühr dadurch bereits "verbraucht" ist, dass der Anspruch auf Erstattung der Geschäftsgebühr anderweitig tituliert oder - etwa durch Erfüllung - erloschen ist (Senat, Beschluss vom 17.07.2007 - 1 W 256/07, AGS 07, 439 = OLGRep. 07, 974 = JurBüro 07, 584; Beschluss vom 07.05.2008 - 1 W 168/07, RVGreport 08, 313 (Hansens)).
Dem haben sich Teile der obergerichtlichen Rechtsprechung (KG JurBüro 2008, 473 f. ; OLG Brandenburg FamRZ 2009, 1089, 1090 ;… weitere Nachweise bei Gerold/Schmidt/ Müller-Rabe, RVG, 19. Auflage, VV Vorb. 3 Rdnr. 92) und der Literatur (…Bischof/Jungbauer/ Bräuer/Curkovic/Mathias/Usher, RVG, 3. Auflage, Vorbem. 3 VV Rdnr. 96d/e;… Hartmann, KostG, 40. Auflage, VV 3104 Rdnr. 15/16) angeschlossen.
Der vorliegende Sachverhalt unterscheidet sich grundlegend von demjenigen, der der Entscheidung des KG (KGR 2008, 679 = JB 2008, 473) zu Grunde lag.