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Timestamp: 2018-01-22 08:10:15
Document Index: 303134514

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 59', '§ 71', '§ 2', '§ 1', 'Art. 14', '§ 60', 'Art. 1', '§ 4', 'Art. 1', '§ 1', '§ 13', '§ 18', '§ 22', '§ 25', '§ 2', 'Art. 1', '§ 35', 'Art. 1', '§ 11', 'Art. 2', '§ 1', '§ 2', '§ 41', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 18', '§ 2', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 9', '§ 4', '§ 9', '§ 10', '§ 10', '§ 11', '§ 11', '§ 12', '§ 8', '§ 6', '§ 12', '§ 13', '§ 4', '§ 13', '§ 14', '§ 14', '§ 15', '§ 15', '§ 16', '§ 16', '§ 17', '§ 17', '§ 18', '§ 18', '§ 20', '§ 20', '§ 21', '§ 21', '§ 22', '§ 22', '§ 23', '§ 23', '§ 24', '§ 42', '§ 24', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 26', '§ 26', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 28', '§ 30', '§ 30', '§ 31', '§ 31', '§ 32', '§ 32', '§ 33', '§ 33', '§ 34', '§ 34', '§ 35', '§ 70', '§ 4', '§ 4', '§ 35', '§ 36', '§ 36', '§ 37', '§ 20', '§ 37', '§ 37', '§ 6', '§ 37', '§ 38', '§ 38', '§ 39', '§ 39', '§ 40', '§ 44', '§ 40', '§ 42', '§ 42', '§ 43', '§ 43', '§ 44', '§ 44', '§ 45', '§ 42', '§ 45', '§ 47', '§ 6', '§ 47', '§ 47', '§ 47', '§ 40', '§ 55', '§ 14', '§ 46', '§ 46', '§ 1', '§ 54', '§ 55', '§ 55', '§ 56', '§ 56', '§ 57', '§ 55', '§ 57', '§ 59', '§ 59', '§ 59', '§ 59', '§ 59', '§ 22', '§ 59', '§ 60', '§ 60', '§ 61', '§ 61', '§ 62', '§ 62', '§ 65', '§ 55', '§ 60', '§ 62', '§ 56', '§ 4', '§ 65', '§ 67', '§ 67', '§ 68', '§ 68', '§ 19', '§ 68', '§ 69', '§ 37', '§ 42', '§ 69', '§ 70', '§ 16', '§ 42', '§ 70', '§ 70', '§ 22', '§ 22', '§ 55', '§ 70', '§ 71', '§ 71', '§ 72', '§ 72', '§ 73', '§ 73']

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§ 11 [Sexualerziehung]
§ 59a Aufgaben der Betreuungskräfte
§ 71 Zweijähriger Bildungsgang Berufseingangstufe/Berufsfachschule
ab 28.07.2015
01.08.2014 - 27.07.2015
01.02.2014 - 27.06.2014
13.12.2011 - 31.01.2014
01.09.2009 - 12.12.2011
19.06.2008 - 31.07.2009
30.05.2006 - 18.06.2008
01.01.2006 - 29.05.2006
02.08.2005 - 31.12.2005
01.08.2005 - 01.08.2005
25.02.2004 - 31.07.2005
23.04.2003 - 24.02.2004
30.12.1994 - 22.04.2003
BremSchulG [Bremisches Schulgesetz] Text gilt seit 28.07.2015 Bremen
28. Juni 2005[1]
(Brem.GBl. S. 260, ber. S. 388, 398)
Sa BremR 223–a–5
Zuletzt geändert durch Nr. 2.1 iVm Anl. 1 ÄndBek. und Nr. 2.2 iVm Anl. 2 ÄndBek. vom 2. 8. 2016 (Brem.GBl. S. 434)
1. § 2 G zur Änd. des PrivatschulG und des SchulG 15. 11. 2005 Brem.GBl. S. 573 § 1 mWv 1. 1. 2006
2. Art. 14 Lebenspartnerschafts-AnpassungsG 16. 5. 2006 Brem.GBl. S. 271 § 60 mWv 30. 5. 2006
3. Art. 1 G zur Änd. schulrechtl. Vorschriften 10. 6. 2008 Brem.GBl. S. 151 §§ 4, 5, 12, 65 mWv 19. 6. 2008
4. Art. 1 G zur Änd. schulrechtl. Bestimmungen 23. 6. 2009 Brem.GBl. S. 237 Inhaltsübersicht, §§ 1, 2, 3, 4, 6a, 7, 9, 10, 12, Kap. 2 Überschr. Abschn. 1, §§ 13, 14, 15, 16, 17, Kap. 2 Überschr. Abschn. 2, §§ 18, 20, 21, Kap. 2 Überschr. Abschn. 3, §§ 22, 23, 24, Kap. 2 Überschr. Abschn. 4, §§ 25, 25a, 26, 28, 28a, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 37a, 38, 40, 42, 43, 44, 45, 47, 47a, 55, 57, 59, 59a, 59b, 61, 62, 67, 68, 69, 70, 70a, 71, 72, 73, geänd. mWv 1. 8. 2009
5. Nr. 2.1 i.V.m. Anl. 1 ÄndBek 24. 1. 2012 Brem.GBl. S. 24 §§ 2, 9, 13, 33, 36, 39, 40, 56a, 62, 65, 67, 70, 70a mWv 13. 12. 2011
6. Art. 1 ÄndG 28. 1. 2014 Brem.GBl. S. 72 Inhaltsübersicht, Überschrift Kapitel 2 Abschnitt 3, §§ 35, 55, 70a mWv 1. 2. 2014
7. Art. 1 ÄndG 24. 6. 2014 Brem.GBl. S. 322 § 11 mWv 28. 6. 2014
8. Art. 2 G zur Änd. des PrivatschulG und weiterer schulrechtlicher Gesetze 22. 7. 2014 Brem.GBl. S. 362 §§ 1, 57 mWv 1. 8. 2014
9. Nr. 2.1 iVm Anl. 1 ÄndBek. und Nr. 2.2 iVm Anl. 2 ÄndBek. 2. 8. 2016 Brem.GBl. S. 434 §§ 2, 7, 9, 11, 13, 33, 36, 39, 40, 56a, 62, 65, 67, 70, 70a mWv 28. 7. 2015
[1] Neubekanntmachung des BremSchulG vom 20. 12. 1994 (Brem.GBl. S. 327, 1995 S. 129) in der ab 1. 8. 2005 geltenden Fassung.
§ 41a [aufgehoben]
[1] Inhaltsübersicht geänd. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); geänd. mWv 1 . 2. 2014 durch G v. 28. 1. 2014 (Brem.GBl. S. 71).
[gültig ab 01.02.2014]
§ 1 [1] Geltungsbereich
(1) 1Dieses Gesetz gilt für alle öffentlichen Schulen. 2Öffentliche Schulen sind die Schulen, deren Träger das Land oder die Stadtgemeinden Bremen oder Bremerhaven sind. 3Öffentliche Schulen im Sinne von Satz 2 sind nicht
1.die Hochschulen;
2.die Einrichtungen der Weiterbildung und der Jugendbildung;
3.die Schulen der öffentlichen Verwaltung;
4.die Schulen für Gesundheitsfachberufe.
[1] § 1 Abs. 2 geänd. mWv 1. 1. 2006 durch G v. 15. 11. 2005 (Brem.GBl. S. 573); Abs. 2 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); Abs. 2 neu gef. mWv 1. 8. 2014 durch G v. 22. 7. 2014 (Brem.GBl. S. 362).
§ 2 [1] Begriffsbestimmungen
1.Allgemeine Schulen, alle allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen;
2.Bildungsgänge in allgemeinbildenden Schulen durch ihre Länge und ihre am Ende verliehene Berechtigung, in berufsbildenden Schulen zusätzlich durch den jeweiligen fachlichen Schwerpunkt bestimmt;
3.Lehrerinnen und Lehrer alle an einer Schule beschäftigten Bediensteten der Stadtgemeinden oder in ihrem Auftrag dort tätigen Personen, soweit jene verantwortlich unterrichten;
4.Lehrkräfte alle an einer Schule beschäftigten Bediensteten der Stadtgemeinden oder in ihrem Auftrag dort tätigen Personen, die unterrichten oder unterweisen;
5.Sozialpädagogische Fachkräfte und Betreuungskräfte alle an einer Schule beschäftigten sozialpädagogischen Fachkräfte, die an einer Schule erzieherisch und sozialpädagogisch tätig sind und die Schülerinnen und Schüler bilden und betreuen ohne zu unterrichten oder zu unterweisen sowie Personen, die im Rahmen von unterrichtsergänzenden und außerunterrichtlichen Angeboten Schülerinnen und Schüler betreuen;
6.Standards die von der Senatorin für Kinder und Bildung oder die im Rahmen gesetzter Freiräume von der Schule bestimmten Anforderungen an die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler sowie an die Qualität des Unterrichts und des übrigen Schullebens.
1.Bildungsweg der persönliche schulische Werdegang der Schülerin und des Schülers.
2.Eigenständigkeit der Schule der ihr durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeräumte, der Fachaufsicht unterliegende Handlungsfreiraum.
3.Satzungsbefugnis der Schule die Befugnis, nach Maßgabe des Bremischen Schulverwaltungsgesetzes verbindliches, der Fachaufsicht unterliegendes Recht für die Angelegenheiten der Schule zu setzen.
4.Schulart durch die in den §§ 18 bis 29 benannten übergreifenden gemeinsamen Inhalte und Aufträge bestimmt.
5.Schulform die Einheit, die mehrere Schularten organisatorisch zusammenfasst.
[1] § 2 Abs. 1 Nr. 1, 2 und 5 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); Abs. 1 Nr. 6 geänd. durch Geschäftsverteilung mWv 13. 12. 2011, vgl. Bek. v. 24. 1. 2012 (Brem.GBl. S. 24); Abs. 1 Nr. 6 geänd. mWv 28. 7. 2015 durch Geschäftsverteilung, vgl. Bek. v. 2. 8. 2016 (Brem.GBl. S. 434).
[gültig ab 28.07.2015]
§ 3 [1] Allgemeines
(4) 1Bremische Schulen haben den Auftrag, sich zu inklusiven Schulen zu entwickeln. 2Sie sollen im Rahmen ihres Erziehungs- und Bildungsauftrages die Inklusion aller Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Staatsbürgerschaft, Religion oder einer Beeinträchtigung in das gesellschaftliche Leben und die schulische Gemeinschaft befördern und Ausgrenzungen Einzelner vermeiden.
[1] § 3 Abs. 4 angef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
[gültig ab 01.08.2009]
§ 4 [1] Allgemeine Gestaltung des Schullebens
(2) 1Die Schule ist Lebensraum ihrer Schülerinnen und Schüler, soll ihren Alltag einbeziehen und eine an den Lebensbedingungen der Schülerinnen und Schüler und ihrer Familien orientierte Betreuung, Erziehung und Bildung gewährleisten. 2Schülerinnen und Schüler sollen altersangemessen den Unterricht und das weitere Schulleben selbst- oder mitgestalten und durch Erfahrung lernen.
(3) 1Die Schule hat die Aufgabe, gegenseitiges Verständnis und ein friedliches Zusammenleben in der Begegnung und in der wechselseitigen Achtung der sozialen, kulturellen und religiösen Vielfalt zu fördern und zu praktizieren. 2Die Schule hat im Rahmen ihres Erziehungs- und Bildungsauftrages die Integration der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in das gesellschaftliche Leben und die schulische Gemeinschaft zu befördern und Ausgrenzungen einzelner zu vermeiden. 3Sie soll der Ungleichheit von Bildungschancen entgegenwirken und soziale Benachteiligungen abbauen sowie Voraussetzungen zur Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter schaffen. 4Insbesondere im Rahmen der Berufsorientierung soll der geschlechsspezifischen Ausgrenzung beruflicher Bereiche entgegengewirkt werden.
(4) 1Die Schule ist so zu gestalten, daß eine wirkungsvolle Förderung die Schülerinnen und Schüler zu überlegtem persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Handeln befähigt. 2Grundlage hierfür sind demokratisches und nachvollziehbares Handeln und der gegenseitige Respekt aller an der Schule Beteiligten. 3Die Schule muss in ihren Unterrichtsformen und -methoden dem Ziel gerecht werden, Schülerinnen und Schüler zur Selbsttätigkeit zu erziehen.
(5) 1Der Unterricht und das weitere Schulleben sollen für behinderte und nicht behinderte Schülerinnen und Schüler gemeinsam gestaltet werden. 2Die Schule hat der Ausgrenzung von jungen Menschen mit Behinderungen entgegenzuwirken. 3Sie soll Beeinträchtigungen in der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen durch geeignete Maßnahmen vorbeugen sowie Auswirkungen von Behinderungen mindern und ausgleichen und auf die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Schülerinnen und Schüler am Schulleben unter Berücksichtigung ihrer Beeinträchtigungen hinwirken.
(6) 1Die Schule ist Teil des öffentlichen Lebens ihrer Region und prägt deren soziales und kulturelles Bild mit. 2Sie ist offen für außerschulische, insbesondere regionale Initiativen und wirkt im Rahmen ihrer Möglichkeiten an ihnen mit. 3Ihre Unterrichtsinhalte sollen regionale Belange berücksichtigen. 4Alle Beteiligten sollen schulische Angebote und das Schulleben so gestalten, daß die Schule ihrem Auftrag je nach örtlichen Gegebenheiten gerecht wird.
(7) 1Das Mitführen von Waffen ist an Schulen und auf schulischen Veranstaltungen grundsätzlich untersagt. 2Als Waffen gelten dabei alle Waffen im Sinne des Waffengesetzes in der jeweils geltenden Fassung, unabhängig von dort geregelten Einzelerlaubnissen oder von dortigen Regelungen, nach denen der Umgang erlaubnisfrei gestellt ist.
(8) Der Senat wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung vorzusehen, daß das Mitführen gefährlicher Gegenstände, die ihrer Art und den Umständen nach als Angriffs- oder Verteidigungsmittel mitgeführt werden, an Schulen und deren unmittelbaren räumlichem Umfeld und auf schulischen Veranstaltungen verboten werden kann.
[1] § 4 Abs. 7 und 8 angef. mWv 19. 6. 2008 durch G v. 10. 6. 2008 (Brem.GBl. S. 151); Abs. 3 Satz 2 und Abs. 4 Satz 1 geänd., Abs. 3 Satz 4 angef., Abs. 5 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 5 [1] Bildungs- und Erziehungsziele
(1) 1Schulische Bildung und Erziehung ist den allgemeinen Menschenrechten, den in Grundgesetz und Landesverfassung formulierten Werten sowie den Zielen der sozialen Gerechtigkeit und Mitmenschlichkeit verpflichtet. 2Die Schule hat ihren Auftrag gemäß Satz 1 gefährdenden Äußerungen religiöser, weltanschaulicher oder politischer Intoleranz entgegenzuwirken.
1.zur Bereitschaft, politische und soziale Verantwortung zu übernehmen;
2.zur Bereitschaft, kritische Solidarität zu üben;
3.zur Bereitschaft, sich für Gerechtigkeit und für die Gleichberechtigung der Geschlechter einzusetzen;
4.zum Bewusstsein, für Natur und Umwelt verantwortlich zu sein, und zu eigenverantwortlichem Gesundheitshandeln;
5.zur Teilnahme am kulturellen Leben;
6.zum Verständnis für Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Beeinträchtigungen und zur Notwendigkeit gemeinsamer Lebens- und Erfahrungsmöglichkeiten;
7.zum Verständnis für die Eigenart und das Existenzrecht anderer Völker sowie ethnischer Minderheiten und Zuwanderer in unserer Gesellschaft und für die Notwendigkeit friedlichen Zusammenlebens;
8.zur Achtung der Werte anderer Kulturen sowie der verschiedenen Religionen;
9.zur Bereitschaft, Minderheiten in ihren Eigenarten zu respektieren, sich gegen ihre Diskriminierung zu wenden und Unterdrückung abzuwehren,
10.zu Gewaltfreiheit und friedlicher Konfliktbearbeitung.
(3) 1Die Schule hat den Auftrag, Basiskompetenzen und Orientierungswissen sowie Problemlösefähigkeiten zu vermitteln, die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft von Schülerinnen und Schülern zu fördern und zu fordern und sie zu überlegtem persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Handeln zu befähigen. 2Die Schülerinnen und Schüler sollen insbesondere lernen,
1.Informationen kritisch zu nutzen, sich eigenständig an Werten zu orientieren und entsprechend zu handeln;
2.Wahrheit zu respektieren und den Mut zu haben, sie zu bekennen;
3.eigene Rechte zu wahren und die Rechte anderer auch gegen sich selbst gelten zu lassen;
4.Pflichten zu akzeptieren und ihnen nachzukommen;
5.eigene Verhaltensweisen einschätzen und verändern zu können und gegebenenfalls Hilfe anzunehmen;
6.das als richtig und notwendig Erkannte zu tun;
7.Toleranz gegenüber den Meinungen und Lebensweisen anderer zu entwickeln und sich sachlich mit ihnen auseinander zu setzen;
8.selbstkritisch selbstbewusst zu werden;
9.ihre Wahrnehmungs-, Empfindungs- und Ausdrucksfähigkeit zu entfalten, Kreativität und Eigeninitiative zu entwickeln sowie ständig lernen zu können;
[1] § 5 Abs. 2 Nr. 9 geänd., Nr. 10 angef. mWv 19. 6. 2008 durch G v. 10. 6. 2008 (Brem.GBl. S. 151).
[gültig ab 19.06.2008]
1Erziehung und Bildung in der Schule berücksichtigen die Verantwortung der Erziehungsberechtigten für die Erziehung ihrer Kinder. 2Die Erziehungsberechtigten sind daher so weit wie möglich in die Gestaltung des Unterrichts und des weiteren Schullebens einzubeziehen.
[gültig ab 02.08.2005]
§ 6a [1] Unterrichtung der Eltern volljähriger Schülerinnen und Schüler
(1) 1Die Eltern volljähriger Schülerinnen und Schüler haben das Recht, sich über deren Ausbildungsweg zu unterrichten. 2Auskünfte über den Leistungsstand darf die Schule den Eltern erteilen, wenn die Schülerin oder der Schüler dem nicht widersprochen hat. 3Über den Widerspruch einer volljährigen Schülerin oder eines volljährigen Schülers werden die Eltern unterrichtet.
(3) 1Absatz 2 findet keine Anwendung, soweit die Schülerin oder der Schüler das 21. Lebensjahr vollendet oder den bestehenden Bildungsgang nach Vollendung des 18. Lebensjahres begonnen hat. 2Stimmt die Schülerin oder der Schüler zu, können die Eltern auch in diesen Fällen unterrichtet werden.
[1] § 6a Abs. 3 Satz 2 angef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 7 [1] Biblischer Geschichtsunterricht
[1] § 7 Abs. 1 1. Halbs. geänd. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); Abs. 2 geänd. durch Geschäftsverteilung mWv 13. 12. 2011, vgl. Bek. v. 24. 1. 2012 (Brem.GBl. S. 24); Abs. 2 geänd. mWv 28. 7. 2015 durch Geschäftsverteilung, vgl. Bek. v. 2. 8. 2016 (Brem.GBl. S. 434).
(2) 1Die Schule öffnet sich den gesellschaftlichen, ökonomischen und demokratischen Anforderungen eines lebenslangen Lernens. 2Deshalb müssen bereits in der Schule Kompetenzen für spätere verantwortliche Teilhabe an einem kontinuierlichen Bildungsprozess vermittelt werden.
(3) 1Weiterbildung knüpft an schulische und berufliche Lernerfahrungen an. 2Die Schulen sollen zur Erfüllung der Ziele und Intentionen des Bremischen Weiterbildungsgesetzes mit den anerkannten und den kommunalen Einrichtungen der Weiterbildung kooperieren.
(4) 1Zur Abstimmung der Berufsausbildung und der Weiterbildung mit dem Beschäftigungssystem sollen die Schulen der Sekundarstufe II Perspektiven einer zukunftsträchtigen Profilierung als regionale Berufsbildungszentren in Zusammenarbeit mit den Betrieben und den anerkannten und den kommunalen Einrichtungen der Weiterbildung entwickeln. 2Diese Profilierung soll die Wahrnehmung des originären schulischen Erziehungs- und Bildungsauftrags stärken.
§ 9 [1] Eigenständigkeit der Schule
(1) 1Jede Schule ist eine eigenständige pädagogische Einheit und verwaltet sich selbst nach Maßgabe dieses Gesetzes und des Bremischen Schulverwaltungsgesetzes. 2Sie ist aufgefordert,
1.unter Nutzung der Freiräume für die Ausgestaltung von Unterricht und weiterem Schulleben eine eigene Entwicklungsperspektive herauszuarbeiten, die in pädagogischer und sozialer Verantwortung die Interessen der Schülerinnen und Schüler entsprechend den §§ 4 und 5 berücksichtigt und individuell angemessene Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet; das so zu entwickelnde Profil soll durch ein Schulprogramm gestaltet und fortgeschrieben werden. Das Schulprogramm ist mit den Verbundschulen, den zugeordneten und den benachbarten Schulen abzustimmen. Den örtlichen Beiräten ist vor der Entscheidung der Schule Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Die Senatorin für Kinder und Bildung genehmigt das Schulprogramm, wenn es geltenden Regelungen nicht widerspricht und nicht Ressourcen benötigt, die der Schule nicht zur Verfügung stehen;
2.die Ergebnisse schulischer Arbeit zu sichern und die Qualität von Unterricht und Schulleben systematisch weiter zu entwickeln. Dazu legt sie im Rahmen gesetzter Freiräume die notwendigen Qualitätsstandards für Unterricht und Schulleben fest. Sie sichert die Standards und die Vergleichbarkeit durch schulinterne Evaluation und schulübergreifende Beratungen. Die externe Evaluation und Qualitätssicherung wird in der Verantwortung der Senatorin für Kinder und Bildung durchgeführt;
3.die Angelegenheiten des Schulbetriebs im wirtschaftlichen Bereich und im Bereich der Personalauswahl und Personalentwicklung im Rahmen der ihr übertragenen Möglichkeiten als wichtiges Element der Weiterentwicklung selbständig durchzuführen;
4.die Schulentwicklung durch die demokratischen Prinzipien entsprechende Einbeziehung aller Beteiligten zu verstetigen.
3Die Schule wird hierbei von den Schulbehörden unterstützt und insbesondere hinsichtlich der Weiterentwicklung durch geeignete Angebote gefördert.
(2) 1Der Unterricht und das weitere Schulleben sollen für alle Schülerinnen und Schüler gemeinsam sein, eine Benachteiligung bestimmter sozialer, ethnischer oder kultureller Gruppen vermeiden und zum Abbau sozialer Schranken beitragen. 2Inklusive Unterrichtung und Erziehung sollen Maßnahmen der individuellen Förderung und Herausforderung sowie des sozialen Lernens ausgewogen miteinander verknüpfen. 3Die Förderung von behinderten Schülerinnen und Schülern soll im gemeinsamen Unterricht erfolgen.
(3) 1Die Durchlässigkeit zwischen den Bildungsgängen ist zu fördern auch mit dem Ziel bildungsgangsübergreifender Integration einschließlich einer möglichen eigenen Gestaltung eingerichteter und Entwicklung neuer Bildungsgänge. 2In den Schulen aller Schularten ist die integrative Vermittlung von allgemeinen und beruflichen Inhalten anzustreben.
[1] § 9 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 Satz 2 neu gef., Nr. 3 und Abs. 3 Satz 1 geänd., Abs. 2 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 Satz 4 und Nr. 2 Satz 4 geänd. durch Geschäftsverteilung mWv 13. 12. 2011, vgl. Bek. v. 24. 1. 2012 (Brem.GBl. S. 24); Abs. 1 Nr. 1 und 2 geänd. mWv 28. 7. 2015 durch Geschäftsverteilung, vgl. Bek. v. 2. 8. 2016 (Brem.GBl. S. 434).
§ 10 [1] Koedukation
1Im Unterricht findet eine Trennung nach Geschlechtern nicht statt; sofern es pädagogisch sinnvoll ist, kann in Teilbereichen nach Geschlechtern getrennt unterrichtet werden. 2Lerninteressen und Lernzugänge beider Geschlechter sind angemessen zu berücksichtigen.
[1] § 10 Satz 2 angef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 11 [1] [Sexualerziehung]
1Sexualerziehung ist nach verbindlichen Standards der Senatorin für Kinder und Bildung zu unterrichten. 2Die Erziehungsberechtigten sind über Ziel, Inhalt und Form der Sexualerziehung ihrer Kinder jeweils rechtzeitig und umfassend zu informieren. 3Sexualerziehung wird fächerübergreifend durchgeführt. 4Sie ist dem Prinzip der sexuellen Selbstbestimmung aller Menschen verpflichtet. 5Sie hat auch der Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung oder Identität entgegenzuwirken.
[1] § 11 neu gef. mWv 28. 6. 2014 durch G v. 24. 6. 2014 (Brem.GBl. S. 322); Satz 1 geänd. mWv 28. 7. 2015 durch Geschäftsverteilung, vgl. Bek. v. 2. 8. 2016 (Brem.GBl. S. 434).
§ 12 [1] Zusammenarbeit mit anderen Institutionen
(1) 1Zur Erfüllung ihres Auftrages arbeitet die Schule zusammen mit Institutionen, die allgemein für die Angebote und Hilfe in gesundheitlichen, sozialen, kriminalpräventiven und berufsbezogenen Fragen zuständig sind, insbesondere mit den außerschulischen Bildungs-, Förderungs- und Beratungsangeboten der Kinder- und Jugendhilfe, mit Institutionen des Gesundheitswesens, mit der Polizei, mit den örtlichen Beiräten sowie sozialen und kulturellen Einrichtungen der Region, einschließlich der Kirchen, der im Sinne von Artikel 61 der Landesverfassung anerkannten Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften und der Einrichtungen der Weltreligionen sowie mit der Arbeitswelt der Region. 2Die Schule soll sich auch bemühen, internationale Kontakte zu pflegen.
(2) 1Die Schulen sind berechtigt und sollen das Jugendamt über offenkundige Anhaltspunkte einer Gefährdung des Kindeswohls im Sinne des § 8a des Achten Sozialgesetzbuches SGB VIII unterrichten, soweit die Gefährdung nicht durch schulische Maßnahmen und die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten nach § 6 zu beheben ist. 2Die Erziehungsberechtigten sind über die Mitteilung in Kenntnis zu setzen. 3Eine Verpflichtung zur Kenntnisgabe besteht nicht, soweit dadurch eine zusätzliche Gefährdung des Kindes entsteht oder mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist. 4Die Schule wirkt in ihrem Rahmen an abgestimmten Hilfeplanmaßnahmen des Jugendamtes mit.
[1] § 12 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
Abschnitt 1 [1] Allgemeines
[1] Kap. 2 Überschr. Abschn. 1 eingef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 13 [1] Schulversuche und Reformschulen
(1) 1Schulversuche erproben neue Konzeptionen zur Weiterentwicklung der Schulen im Sinne der §§ 4 bis 6 sowie 8 und 9 oder neue Formen der Schulorganisation. 2Schulversuche weichen von den geltenden Vorschriften ab und werden befristet eingerichtet.
(2) Reformschulen sind Schulen, die einem geschlossenen reformpädagogischen Gesamtkonzept folgen. 2Sie können von den Regelungen für die eingerichteten Schularten insbesondere in ihrer Organisation und in der Gestaltung des Unterrichts abweichen und dauerhaft eingerichtet werden.
(3) 1Schulversuche und Reformschulen werden von der Senatorin für Kinder und Bildung eingerichtet und aufgelöst oder auf Antrag genehmigt. 2Die jeweiligen Abweichungen von den eingerichteten Schularten werden durch Ziel- und Leistungsvereinbarungen zwischen der Fachaufsicht und der Schule konkretisiert. 3Eingerichtete und genehmigte Reformschulen werden öffentlich bekannt gemacht. 4Der Besuch von Schulversuchen und Reformschulen ist freiwillig.
[1] § 13 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); Abs. 3 Satz 1 geänd. durch Geschäftsverteilung mWv 13. 12. 2011, vgl. Bek. v. 24. 1. 2012 (Brem.GBl. S. 24); Abs. 3 Satz 1 geänd. mWv 28. 7. 2015 durch Geschäftsverteilung, vgl. Bek. v. 2. 8. 2016 (Brem.GBl. S. 434).
§ 14 [1] Weiterentwicklung des Schulsystems
(2) 1Zur Weiterentwicklung des Schulwesens einschließlich der Schulorganisation werden von den zuständigen Schulbehörden für das Land oder für ihre Stadtgemeinde unter Berücksichtigung der durch dieses Gesetz definierten Schulstruktur, Ziele und Aufgaben Schulentwicklungspläne erstellt. 2Der Schulentwicklungsplan einer Stadtgemeinde soll zeigen, wie sich die Schulen und die Schulstruktur unter Berücksichtigung von Entscheidungen der Erziehungsberechtigten und der Schülerinnen und Schüler und von Diskussionsprozessen in den Schulen sowie in Abhängigkeit von der Schülerzahlentwicklung und den finanziellen und räumlichen Mitteln entwickeln werden.
[1] § 14 Abs. 2 Satz 3 aufgeh. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 15 [1] [aufgehoben]
[1] § 15 aufgeh. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 16 [1] Schularten
1.als allgemeinbildende Schulen
a)die Grundschule
b)die Oberschule
c)das Gymnasium
d)die Schule für Erwachsene
2.als berufsbildende Schulen
a)die Berufsschule
b)die Berufsfachschule
c)die Berufsaufbauschule
d)das Berufliche Gymnasium
e)die Fachoberschule
f)die Berufsoberschule
g)die Fachschule.
(2) 1Eine Schulart kann verschiedene Bildungsgänge umfassen. 2Werkschule, ausbildungsvorbereitende und doppelqualifizierende Bildungsgänge können einer Schulart zugeordnet werden.
[1] § 16 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 17 [1] Schulstufen
[1] § 17 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
Abschnitt 2 [1] Allgemeinbildende Schulen
[1] Kap. 2 Überschrift Abschn. 2 eingef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 18 [1] Grundschule
(2) 1Die Grundschule vermittelt ihren Schülerinnen und Schülern grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten und entwickelt die unterschiedlichen Fähigkeiten in einem für alle Schülerinnen und Schüler gemeinsamen Bildungsgang. 2Grundlage der Unterrichtsgestaltung sind die individuellen Entwicklungen der Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichen kognitiven, sozialen, emotionalen und motorischen Voraussetzungen. 3Eine enge Kooperation mit den Institutionen des Elementarbereichs soll einen bestmöglichen Übergang der einzelnen Schülerinnen und Schüler in den schulischen Bildungsweg sichern.
(4) 1Der Unterricht in der Grundschule kann jahrgangsstufenübergreifend erteilt werden. 2Er kann auch jahrgangsstufenunabhängig der individuellen Lernentwicklung der Schülerinnen und Schüler entsprechend organisiert werden.
(5) 1Die Grundschule soll verlässliche Schulzeiten im Umfang von 5 Stunden täglich mit einer gleichmäßigen Verteilung der Unterrichts-, Lern-, Spiel- und Betreuungszeiten vorsehen. 2Die Schule legt die nähere Ausgestaltung des Zeitrahmens in Wochenstrukturplänen in eigener Verantwortung fest.
[1] § 18 Abs. 1 Satz 2 aufgeh. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 20 [1] Oberschule und Gymnasium
(1) 1Die an die Grundschule anschließenden Schularten sind die Oberschule und das Gymnasium. 2Sie vermitteln ihren Schülerinnen und Schülern eine grundlegende, erweiterte und vertiefte allgemeine Bildung unter Einbeziehung der Bedingungen der Wirtschafts- und Arbeitswelt, ermöglichen eine individuelle Schwerpunktbildung und bieten an der persönlichen Leistungsfähigkeit orientierte Förderung und Herausforderungen. 3Damit unterstützen sie die Schülerinnen und Schüler beim Erreichen des jeweiligen Abschlusses an der gewählten Schule. 4Sie befähigen die Schülerinnen und Schüler, nach Maßgabe der Abschlüsse ihren Bildungsweg in einer Berufsausbildung, in berufs- oder studienqualifizierenden Bildungsgängen oder im Studium fortzusetzen. 5Mit der Unterrichtung mehrerer Fächer in einer Fremdsprache oder durch ein verstärktes Unterrichtsangebot in der jeweiligen Fremdsprache (bilinguale Profile) können weitere Berechtigungen verbunden sein.
(2) 1Die Oberschule führt in einem neunjährigen Bildungsgang zum Abitur, der einen sechsjährigen zur Erweiterten Berufsbildungsreife oder zum Mittleren Schulabschluss führenden Bildungsgang einschließt. 2Die Oberschule kann auch in einem achtjährigen Bildungsgang zum Abitur führen. 3Ihr Unterrichtsangebot ist auf die unterschiedlichen Abschlüsse ausgerichtet. 4Der Unterricht in der Oberschule berücksichtigt die Neigungen und die Lernfähigkeit der einzelnen Schülerinnen und Schüler durch eine zunehmende Differenzierung auf unterschiedlichen Anforderungsniveaus und führt zu den entsprechenden Abschlüssen. 5Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe I der Oberschule wird ermöglicht, mindestens zwei Fremdsprachen zu erlernen. 6Oberschulen können nach Entscheidung der Stadtgemeinden auch die Jahrgangsstufen 1 bis 4 umfassen. 7Das Nähere zu der Gestaltung der Bildungsgänge und zum Wechsel zwischen ihnen sowie das Maß und das Verfahren von Differenzierung und Individualisierung regelt eine Rechtsverordnung.
(3) 1Das Gymnasium führt in einem achtjährigen Bildungsgang zum Abitur. 2Sein Unterrichtsangebot ist auf das Abitur ausgerichtet. 3Der Unterricht im Gymnasium berücksichtigt die Lernfähigkeit der Schülerinnen und Schüler mit einem erhöhten Lerntempo auf einem Anforderungsniveau, ermöglicht aber auch den Erwerb der anderen Abschlüsse. 4Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I des Gymnasiums müssen mindestens zwei Fremdsprachen erlernen. 5Das Nähere zu der Gestaltung des Bildungsganges regelt eine Rechtsverordnung.
(4) 1Die Gymnasiale Oberstufe beginnt mit der einjährigen Einführungsphase. 2Ihr folgt die zweijährige Qualifikationsphase. 3Der Unterricht wird in einem System von verbindlichen und fakultativen Unterrichtsveranstaltungen mit individuell wählbaren Profilen und Schwerpunktbildungen organisiert. 4Die Gymnasiale Oberstufe schließt mit der Abiturprüfung, in bilingualen Profilen gegebenenfalls auch mit zusätzlichen Prüfungen für internationale Berechtigungen ab. 5Die Unterrichtsorganisation in der Einführungsphase und der Qualifikationsphase sowie das Nähere über Kursbelegungsverpflichtungen und die Höchstverweildauer regelt eine Rechtsverordnung.
[1] § 20 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 21 [1] Erwerb der Abschlüsse in den allgemeinbildenden Schulen
[1] § 21 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
Abschnitt 3 [1] Besondere Organisationsformen
[1] Kap. 2 Überschrift Abschn. 3 eingef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); geänd. mWv 1. 2. 2014 durch G v. 28. 1. 2014 (Brem.GBl. S. 72).
§ 22 [1] Zentrum für unterstützende Pädagogik
(1) 1Sonderpädagogische und weitere unterstützende pädagogische Förderung wird in den allgemeinen Schulen durch eingegliederte Zentren für unterstützende Pädagogik gewährleistet. 2Das Zentrum für unterstützende Pädagogik unterstützt die Schule bei der inklusiven Unterrichtung.
(2) 1Zentren für unterstützende Pädagogik haben die Aufgabe, die allgemeine Schule in allen Fragen sonderpädagogischer und weiterer unterstützender pädagogischer Förderung zu beraten und zu unterstützen. 2Sie fördern die Begegnung, gegenseitige Unterstützung sowie den Erfahrungsaustausch von den behinderten Schülerinnen und Schülern untereinander. 3Sie wirken an der Betreuung und Erziehung entsprechend der Behinderung, des sonderpädagogischen Förderbedarfs und der individuellen Problemlagen der Schülerinnen und Schüler mit. 4Soweit auf die jeweilige Behinderung bezogene spezielle Fertigkeiten und Kompetenzen vermittelt werden, können sie die Schülerinnen und Schüler auch unterrichten. 5Sie können dafür auch therapeutische, soziale und sonstige Hilfen außerschulischer Träger einbeziehen.
(3) 1In den allgemeinen Schulen können Zentren für unterstützende Pädagogik eingerichtet werden, die sich nach der Art ihrer sonderpädagogischen Förderschwerpunkte und nach dem Angebot an Bildungsgängen unterscheiden. 2Die einzelnen Förderschwerpunkte von Zentren für unterstützende Pädagogik, ihre jeweiligen Bildungsgänge und deren Dauer sowie das Nähere über die wegen der Form der Behinderung notwendigen Abweichungen von den Zeugnis- und Versetzungsbestimmungen regelt eine Rechtsverordnung.
[1] § 22 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 23 [1] Ganztagsschulen
(2) 1Die Ganztagsschule verbindet Unterricht und unterrichtsergänzende Angebote zu einer pädagogischen und organisatorischen Einheit (Lernzeit) an Vor- und Nachmittagen. 2Die Schule kann zusätzliche Betreuungsangebote vorhalten.
(3) 1Die Ganztagsschule verpflichtet alle Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme an der Lernzeit. 2Die Teilnahme an zusätzlichen Betreuungsangeboten kann ganz oder teilweise verpflichtend sein. 3Sie hält geeignete Unterstützungs- und Förderangebote für behinderte Schülerinnen und Schüler bereit.
[1] § 23 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 24 [1] Schule für Erwachsene
(1) 1Die Schule für Erwachsene gibt Gelegenheit, außerhalb des üblichen Weges der Schulbildung in erwachsenengerechter Weise die Erweiterte Berufsbildungsreife, den Mittleren Schulabschluss und das Abitur zu erreichen. 2Die Bildungsgänge können in Tages- und in Abendform eingerichtet werden; sie können in sich geschlossen oder, auch in integrierter Form, in einzelne sich ergänzende Teileinheiten strukturiert sein. 3Der unmittelbare Unterricht kann durch Formen des Fernunterrichts ersetzt werden.
(2) 1Die zum Erwerb der Erweiterten Berufsbildungsreife und zum Mittleren Schulabschluss führenden Bildungsgänge dauern je nach Vorbildung der Schülerinnen und Schüler und dem Ziel des Bildungsganges ein bis zwei Jahre. 2Der Unterricht der Bildungsgänge schließt mit einer Prüfung ab.
(4) 1Das Abendgymnasium und das Kolleg (Gymnasiale Oberstufe in Tagesform) umfassen je nach Vorbildung zwei- bis vierjährige Bildungsgänge. 2Sie gliedern sich in eine Einführungsphase und in eine Hauptphase, in der Unterricht in einem System von verbindlichen und fakultativen Grund- und Leistungsfächern organisiert ist. 3Je nach Vorbildung kann am Abendgymnasium der Einführungsphase eine Anfangsphase vorangestellt werden. 4Zur besseren Vorbereitung auf das Kolleg kann ein Wechsel in einen anderen Bildungsgang vorgeschrieben werden.
(5) 1Die Zulassung zu den Bildungsgängen ist so zu regeln, dass der jeweilige Abschluss nicht eher erreicht werden kann als auf dem üblichen Weg. 2Qualifizierte Absolventinnen und Absolventen der Bildungsgänge der Schule für Erwachsene können im Rahmen der vorhandenen Plätze unmittelbar in einen anderen Bildungsgang der Schule für Erwachsene wechseln.
(6) 1Das Nähere regeln Rechtsverordnungen. 2Sie müssen insbesondere regeln:
1.die Dauer und die Struktur der Bildungsgänge;
2.die Voraussetzungen für die Weiterführung oder die Beendigung der zum Erwerb der Erweiterten Berufsbildungsreife und zum Mittleren Schulabschluss führenden Bildungsgänge und gegebenenfalls besondere Formen der Weiterführung;
3.den Erwerb von Zwischenqualifikationen als Voraussetzung für den weiteren Besuch eines Bildungsganges und für die Zulassung zu Abschlussprüfungen;
4.die Zulassungsvoraussetzungen zu den einzelnen Bildungsgängen, insbesondere über die Berücksichtigung von Berufsausbildung und Berufstätigkeit sowie der Kenntnisse der deutschen Sprache, und die Leistungsanforderungen für den unmittelbaren Wechsel nach Absatz 5 Satz 2.
3Rechtsverordnungen können regeln:
1.Abweichungen von den Versetzungsbestimmungen des § 42, insbesondere über die Wiederholungsmöglichkeit eines Schuljahres oder Schulhalbjahres;
2.das Zuweisungsverfahren nach Absatz 5 Satz 2, wenn die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber die Anzahl der vorhandenen Plätze übersteigt.
(7) 1Der zum Erwerb der Erweiterten Berufsbildungsreife und des Mittleren Schulabschlusses führende Schulbereich ist im Sinne dienstrechtlicher Vorschriften der Sekundarstufe I zugeordnet, der gymnasiale Bereich der Sekundarstufe II. 2Die Erwachsenenschulen können eine Abteilung für außerschulische und schulische Prüfungen enthalten.
[1] § 24 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1, Abs. 3 und 4 Satz 1 sowie Abs. 6 Satz 2 Nr. 2 geänd., Abs. 7 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
Abschnitt 4 [1] Berufsbildende Schulen
[1] Kap. 2 Überschrift Abschn. 4 eingef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 25 [1] Berufsschule
(1) 1Die Berufsschule ist Teil der gemeinsam von ihr und den Ausbildungsbetrieben durchzuführenden Berufsausbildung. 2Das nach Berufsbereichen gegliederte Berufsgrundbildungsjahr ist im jeweiligen Berufsbereich Grundstufe der Berufsausbildung. 3Der Unterricht im Berufsgrundbildungsjahr wird in Vollzeitform erteilt. 4Der Unterricht in der Berufsschule hat die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern allgemeine und fachliche Kenntnisse und Kompetenzen unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen der Berufsausbildung zu vermitteln. 5Die Bildungsgänge können mit einer Prüfung abschließen.
(2) 1Die Länge der Bildungsgänge der Berufsschule entspricht der Dauer des jeweiligen betrieblichen Ausbildungsverhältnisses. 2Der Unterricht wird in Teilzeitform oder zusammengefasst als Blockunterricht erteilt. 3Er steht inhaltlich in enger Beziehung zum betrieblichen Teil der Berufsausbildung. 4Der Unterricht soll, bezogen auf ein Schuljahr von 40 Wochen, 12 Stunden wöchentlich betragen. 5Die Hälfte der Unterrichtszeit soll für fachübergreifenden und gesellschaftskundlichen Unterricht vorgesehen werden.
[1] § 25 Abs. 1 Satz 2 neu gef., Satz 3 eingef., bish. Sätze 3 und 4 werden Sätze 4 und 5 und neuer Satz 4 geänd., Abs. 2 Satz 5 aufgeh., bish. Satz 6 wird Satz 5 und geänd., Abs. 3 aufgeh., bish. Abs. 4 wird Abs. 3 und neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 25a [1] Werkschule
(1) 1Die Stadtgemeinden können Werkschulen einrichten, die an berufsbildenden Schulen angegliedert werden. 2Sie können ausnahmsweise als eigenständige Schulen organisiert werden.
(2) 1Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 können sich um Aufnahme in den Bildungsgang bewerben. 2Die Anwahl dieses Bildungsganges ist freiwillig. Eine Aufnahmekommission entscheidet über die Aufnahme.
(3) 1Der Bildungsgang dauert drei Jahre und umfasst die Jahrgangsstufen 9 bis 11. 2Mit einem bestimmten Notenbild kann am Ende der Jahrgangsstufe 10 die Einfache Berufsbildungsreife erlangt werden. 3Am Ende der Jahrgangsstufe 11 steht die Prüfung zur Erweiterten Berufsbildungsreife.
[1] § 25a eingef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 26 [1] Berufsfachschule
(1) 1Die Berufsfachschule umfasst Bildungsgänge von mindestens einjähriger Dauer, für deren Besuch keine Berufsausbildung oder berufliche Tätigkeit vorausgesetzt wird. 2Ihre Bildungsgänge umfassen allgemeine und fachliche Lerninhalte mit dem Ziel, die Schülerinnen und Schüler auf einen Beruf vorzubereiten, ihnen einen Teil der Berufsausbildung in einem oder mehreren anerkannten Ausbildungsberufen zu vermitteln oder sie zu einem Berufsabschluss zu führen. 3Die Bildungsgänge schließen mit einer Prüfung ab. 4Innerhalb der Bildungsgänge können einzelne Abschnitte oder Fächer mit einer Teilprüfung abgeschlossen werden.
(3) 1Setzt der Erwerb der Berufsqualifikation ein Praktikum voraus, schließt dieses in Form einer gelenkten fachpraktischen Ausbildung an die bestandene, den Vollzeitunterricht abschließende Prüfung an. 2Die Art und die Dauer des jeweiligen Bildungsganges, die Zulassungsvoraussetzungen sowie die Voraussetzungen des Abschlusses regelt eine Rechtsverordnung.
[1] § 26 Abs. 1 Satz 3 2. Halbs. und Abs. 2 aufgeh., bish. Abs. 3 und 4 werden Abs. 2 und 3 und Abs. 3 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
1Die Berufsaufbauschule wird neben der Berufsschule oder nach erfüllter Schulpflicht von Personen besucht, die in einer Berufsausbildung oder Berufstätigkeit stehen oder gestanden haben. 2Ihre Bildungsgänge vermitteln eine über das Ziel der Berufsschule hinausgehende allgemeine und fachtheoretische Bildung und führen zur Fachschulreife. 3Die Bildungsgänge umfassen in Vollzeitform ein Schuljahr, in Teilzeitform einen entsprechend längeren Zeitraum. 4Die Bildungsgänge schließen mit einer Prüfung ab.
§ 28 [1] Fachoberschule
(1) 1Die Fachoberschule baut auf dem Mittleren Schulabschluss auf und vermittelt vertiefte allgemeine, fachtheoretische und fachpraktische Kenntnisse und Kompetenzen und führt zur Fachhochschulreife. 2Die Fachoberschule gliedert sich in einen zweijährigen Bildungsgang mit den Jahrgangsstufen 11 und 12 sowie einen einjährigen Bildungsgang mit der Jahrgangsstufe 12. 3Die Bildungsgänge schließen mit einer Prüfung ab.
(2) 1Der Unterricht in dem zweijährigen Bildungsgang erfolgt in der Jahrgangsstufe 11 in Teilzeitform und wird von einer gelenkten fachpraktischen Ausbildung in geeigneten Betrieben oder anderen geeigneten außerschulischen Einrichtungen begleitet. 2Die fachpraktische Ausbildung kann in besonderen Fällen in schuleigenen Einrichtungen erfolgen. 3Der Unterricht in der Jahrgangsstufe 12 erfolgt in Vollzeitform.
(3) 1Der Unterricht in dem einjährigen Bildungsgang der Jahrgangsstufe 12 erfolgt in Vollzeitform oder zwei Jahre in Teilzeitform. 2Wird er mit einer einschlägigen Berufsausbildung verbunden, dauert er mindestens drei Jahre. 3Mischformen können zugelassen werden. 4Voraussetzung für die Aufnahme in den einjährigen Bildungsgang ist eine abgeschlossene, einschlägige Berufsausbildung oder eine einschlägige Berufserfahrung von mindestens fünf Jahren.
[1] § 28 Abs. 1 neu gef., Abs. 2 Satz 1 und Abs. 3 Sätze 1 und 4 geänd., Abs. 4 angef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 28a [1] Berufliches Gymnasium
(1) 1Das Berufliche Gymnasium gliedert sich in Fachrichtungen und vermittelt den Schülerinnen und Schülern allgemeine und berufsbezogene Unterrichtsinhalte und Kompetenzen. 2Der Bildungsgang dauert drei Jahre. 3Er beginnt mit einer einjährigen Einführungsphase. 4Ihr folgt die zweijährige Qualifikationsphase. 5Das Berufliche Gymnasium schließt mit einer Abiturprüfung ab. 6Das Nähere über die Zulassung, die Unterrichtsorganisation in den jeweiligen Fachrichtungen und die Höchstverweildauer regeln Rechtsverordnungen.
[1] § 28a Abs. 1 Satz 6 geänd. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
1Die Berufsoberschule umfasst Bildungsgänge, für deren Besuch der Abschluss der Fachoberschule (Fachhochschulreife) und der Abschluss einer einschlägigen Berufsausbildung oder der Nachweis einer einschlägigen Berufstätigkeit von mindestens fünf Jahren vorausgesetzt wird. 2Sie gliedert sich in Ausbildungsrichtungen und vermittelt eine allgemeine und fachtheoretische Bildung. 3Der Bildungsgang dauert ein Jahr. 4Die Berufsoberschule führt zur Fachgebundenen Hochschulreife und beim Nachweis der notwendigen Kenntnisse in einer zweiten Fremdsprache zur Allgemeinen Hochschulreife und schließt mit einer Prüfung ab.
1Die Fachschule umfasst Bildungsgänge, für deren Besuch der Abschluss einer einschlägigen Berufsausbildung und eine zusätzliche Berufsausübung oder der Nachweis einer einschlägigen Berufstätigkeit von mindestens fünf Jahren vorausgesetzt wird. 2Für Fachschulen besonderer Art können besondere berufspraktische Zugangsvoraussetzungen festgelegt werden. 3Ihre Bildungsgänge führen zu beruflicher Spezialisierung und zu stärkerer theoretischer Vertiefung des beruflichen Fachwissens und fördern die allgemeine Bildung. 4Die Bildungsgänge in Vollzeitform umfassen mindestens ein Schuljahr, in Teilzeitform einen entsprechend längeren Zeitraum. 5Die Bildungsgänge schließen mit einer Prüfung ab. 6Innerhalb der Bildungsgänge können einzelne Abschnitte oder Fächer mit einer Teilprüfung abgeschlossen werden.
§ 30 [1] Ausbildungsvorbereitende Bildungsgänge
1In den berufsbildenden Schulen können für Schulpflichtige ausbildungsvorbereitende Bildungsgänge eingerichtet werden. 2Sie sind, soweit sie Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation oder Lehrgänge zur Vorbereitung auf die berufliche Erstausbildung begleiten, als Teilzeitunterricht, im Übrigen als Vollzeitunterricht organisiert. 3Der Unterricht schließt mit einer Prüfung ab, wenn die Schülerin oder der Schüler dadurch einen gegenüber seinen oder ihren bisherigen Abschlüssen höherwertigen Abschluss erreichen kann. 4Die Art und die Dauer des jeweiligen Bildungsganges, die Zulassungsvoraussetzungen sowie die förderungsrechtliche Einstufung der Schülerinnen und Schüler regelt eine Rechtsverordnung.
[1] § 30 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 31 [1] Doppelqualifizierende Bildungsgänge
1Durch inhaltliche und organisatorische Verbindung zweier Bildungsgänge in der Sekundarstufe II können zwei schulische Abschlüsse oder durch Verbindung einer Berufsausbildung mit einem weiteren schulischen Bildungsgang eine Berufsqualifikation und ein weiterer schulischer Abschluss erworben werden. 2Der Unterricht schließt mit einer Prüfung oder zwei getrennten Prüfungen ab. 3Die Art der Bildungsgänge, die jeweiligen Zugangsvoraussetzungen zu ihnen, deren Dauer sowie die förderungsrechtliche Einstufung der Schülerinnen und Schüler regelt eine Rechtsverordnung.
[1] § 31 Satz 3 geänd. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 32 [1] Weiterführende Abschlüsse
1In den berufsbildenden Schulen können über ein Angebot von Ergänzungskursen und Zusatzprüfungen weiterführende Abschlüsse und Zusatzqualifikationen erworben werden. 2Das Nähere über die Art der Abschlüsse und Zusatzqualifikationen, die Art und Dauer der Zusatzprüfungen und Ergänzungskurse sowie deren Zulassungsvoraussetzungen regelt eine Rechtsverordnung
[1] § 32 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 33 [1] Zulassung und Ausbildung
(2) 1Erfordert der mit der Ausbildung angestrebte Beruf eine besondere gesundheitliche Eignung, kann die Zulassung versagt werden, wenn über die Eignung keine schulärztliche Bescheinigung vorgelegt wird. 2Die jeweilige Rechtsverordnung hat den Inhalt und den Zeitpunkt der ärztlichen Untersuchung im Einvernehmen mit der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz und der Senatorin für Kinder und Bildung festzulegen.
(4) 1Erwachsen während der Ausbildung Zweifel an der Eignung des Schülers oder der Schülerin nach Absatz 2, hat er oder sie sich auf Anordnung des Schulleiters oder der Schulleiterin ärztlich untersuchen zu lassen und die ärztliche Bescheinigung vorzulegen. 2Legt der Schüler oder die Schülerin diese nicht in angemessener Zeit vor, kann auf Antrag des Schulleiters oder der Schulleiterin eine schulärztliche Untersuchung angeordnet werden. 3Verweigert der Schüler oder die Schülerin diese oder ergibt das ärztliche Gutachten die fehlende Eignung, kann auf Antrag des Schulleiters oder der Schulleiterin die Fachaufsicht die Zulassung zur Ausbildung widerrufen.
[1] § 33 Abs. 1 und Abs. 4 Satz 3 geänd. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); Abs. 2 Satz 2 geänd. durch Geschäftsverteilung mWv 13. 12. 2011, vgl. Bek. v. 24. 1. 2012 (Brem.GBl. S. 24); Abs. 2 Satz 2 geänd. mWv 28. 7. 2015 durch Geschäftsverteilung, vgl. Bek. v. 2. 8. 2016 (Brem.GBl. S. 434).
§ 34 [1] Bildungsanspruch
(1) 1Mit Beginn der Schulpflicht haben alle Schülerinnen und Schüler nach Maßgabe ihrer Interessen und ihren Fähigkeiten das Recht, einen Bildungsweg einzuschlagen, der ihnen den Erwerb der von ihnen angestrebten abschließenden Berechtigung eröffnet. 2Der Bildungsanspruch erlischt nach Erfüllung der Schulpflicht grundsätzlich mit der Beendigung des Besuches des jeweiligen Bildungsganges.
(4) 1Schülerinnen und Schüler verlieren nach Erfüllung der Schulpflicht ihren Bildungsanspruch, wenn sie aus von ihnen zu vertretenden Gründen nicht regelmäßig am Unterricht teilnehmen und dadurch dem Unterricht ihrer Klasse oder Lerngruppe nicht mehr folgen können. 2Das Nähere bestimmt dieses Gesetz.
[1] § 34 Abs. 4 Satz 2 geänd. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 35 [1] Sonderpädagogische Förderung
(1) 1Behinderte und von Behinderung bedrohte Schülerinnen und Schüler haben einen Anspruch auf sonderpädagogische Förderung. 2Sie unterstützt und begleitet diese Schülerinnen und Schüler durch individuelle Hilfen zu einer angemessenen Schulbildung im Rahmen der Schulpflicht und zum Besuch weiterführender Bildungsgänge.
(2) 1Sonderpädagogischer Förderbedarf umschreibt individuelle Förderbedürfnisse im Sinne spezieller unterrichtlicher und erzieherischer Erfordernisse, deren Einlösung eine sonderpädagogische Unterstützung oder Intervention nötig macht. 2Sonderpädagogischer Förderbedarf besteht bei Kindern und Jugendlichen, die in ihren Bildungs-, Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten so beeinträchtigt sind, dass sie im Unterricht ohne sonderpädagogische Unterstützung nicht hinreichend gefördert werden können.
(3) 1Auf der Grundlage förderdiagnostischer Gutachten werden die individuellen Förderbedürfnisse ermittelt. 2Das Verfahren zur Feststellung des sonderpädagogischen Förderbedarfs bei Schülerinnen und Schülern wird vor der Einschulung oder während des späteren Schulbesuchs auf Antrag der jeweiligen Schule nach Beratung mit dem zuständigen Zentrum für unterstützende Pädagogik, der Erziehungsberechtigten, des zuständigen Gesundheitsamtes oder auf eigene Entscheidung in Verantwortung der Fachaufsicht durchgeführt. 3Die Ermittlung des sonderpädagogischen Förderbedarfs setzt die Beteiligung der Erziehungsberechtigten, ein förderdiagnostisches Gutachten, ein schulärztliches Gutachten und auf Wunsch der Erziehungsberechtigten auch ein schulpsychologisches Gutachten voraus. 4Die jeweiligen Schülerinnen und Schüler sind verpflichtet, an den notwendigen Untersuchungen, einschließlich schulischer Testverfahren, mitzuwirken und sich der schulärztlichen Untersuchung zu unterziehen. 5Widersprechen Erziehungsberechtigte dem Verfahren zur Ermittlung des sonderpädagogischen Förderbedarfs, kann bei Nachteilen für die Schülerin oder den Schüler die zuständige Schulbehörde auf der Grundlage einer weiteren Überprüfung, die durch Rechtsverordnung zu regeln ist, die Durchführung des Verfahrens veranlassen.
(4) 1Ein Entwicklungsplan des Landes zur schulischen Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an unterstützender Pädagogik und sonderpädagogischer Förderung soll einen Zeitrahmen für den Übergang nach § 70a, Perspektiven und Maßnahmen für die Realisierung des Auftrags nach § 4 Abs. 5 aufzeigen und fortschreiben. 2Die schulische Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an unterstützender Pädagogik und sonderpädagogischer Förderung ist Auftrag des gesamten Schulsystems. 3Alle Schulen müssen Perspektiven und Maßnahmen für die Realisierung des Auftrags nach § 4 Abs. 5 erarbeiten.
[1] § 35 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); Abs. 4 Satz 1 geänd. mWv 1 . 2. 2014 durch G v. 28. 1. 2014 (Brem.GBl. S. 71).
§ 36 [1] Einschulungsvoraussetzungen, Sprachförderung
(2) 1Kinder, deren deutsche Sprachkenntnisse nach der Sprachstandsfeststellung nicht ausreichen, um dem Unterricht sprachlich zu folgen, sind verpflichtet, im Jahr vor der Einschulung nach näherer Bestimmung durch die Senatorin für Kinder und Bildung an besonderen schulischen oder außerschulischen Sprachfördermaßnahmen teilzunehmen. 2Das Nähere, insbesondere zur Form und zu den Anforderungen der Sprachstandsfeststellung, Ort, Dauer und Trägerschaft der Maßnahmen regelt eine Rechtsverordnung.
(3) 1Schülerinnen und Schüler, die nicht über die für den Schulbesuch erforderlichen deutschen Sprachkenntnisse verfügen, beginnen ihre Schulzeit mit einem mehrmonatigen Sprachförderkurs, nach dessen erfolgreicher Teilnahme, spätestens mit Beendigung des Kurses, sie in die Jahrgangsstufe überwechseln, der sie bereits zu Beginn zugeordnet wurden. 2Das Nähere über die Anforderungen an die Sprachkenntnisse als Voraussetzung für die Einschulung regelt eine Rechtsverordnung.
(4) 1Im Jahr vor der Einschulung findet eine schulärztliche Untersuchung statt, an der teilzunehmen jedes Kind verpflichtet ist. 2Wenn Schülerinnen und Schüler, deren Einschulung in eine höhere als die 1. Jahrgangsstufe erfolgen soll, noch nicht in einem anderen Bundesland eine öffentliche Schule oder private Ersatzschule besucht haben, sind auch sie zur Teilnahme an einer schulärztlichen Untersuchung verpflichtet.
[1] § 36 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); Abs. 2 Satz 1 geänd. durch Geschäftsverteilung mWv 13. 12. 2011, vgl. Bek. v. 24. 1. 2012 (Brem.GBl. S. 24); Abs. 2 Satz 1 geänd. mWv 28. 7. 2015 durch Geschäftsverteilung, vgl. Bek. v. 2. 8. 2016 (Brem.GBl. S. 434).
§ 37 [1] Aufbauender Bildungsweg
(1) 1Der schulische Bildungsweg fängt mit Beginn der Schulpflicht in der Grundschule an. 2Schülerinnen und Schüler, die in einem anderen Land der Bundesrepublik zur Schule gegangen sind, werden in eine Jahrgangsstufe eines Bildungsganges aufgenommen, die dem bisherigen Schulbesuch entspricht.
(3) 1Das Überspringen und das freiwillige Wiederholen einer Jahrgangsstufe innerhalb eines Bildungsganges (Vorrücken und Zurückgehen) ist im Einvernehmen zwischen der Schule und der Schülerin oder dem Schüler, bei Minderjährigkeit ihrer Erziehungsberechtigten, zulässig, wenn zu erwarten ist, dass der Schüler oder die Schülerin in der neuen Jahrgangsstufe hinsichtlich seiner oder ihrer Fähigkeiten angemessener gefördert werden kann. 2Die Jahrgangsstufe am Ende eines Bildungsganges kann im Einvernehmen zwischen der Schule und der Schülerin oder dem Schüler, bei Minderjährigkeit ihrer Erziehungsberechtigten, freiwillig auch dann einmal wiederholt werden, wenn zu erwarten ist, dass die Schülerin oder der Schüler in der neuen Jahrgangsstufe seinen oder ihren Abschluss verbessern kann, um die Berechtigung zur Fortsetzung seines Bildungsweges in bestimmten weiterführenden Bildungsgängen zu erlangen.
(4) 1Die Abschlüsse, die in den in § 20 genannten Schularten erworben werden können, berechtigen je nach Art des Bildungsganges zum Eintritt in bestimmte weiterführende Bildungsgänge. 2Der Eintritt kann für einzelne Bildungsgänge von einem qualifizierten Abschluss sowie von außerschulischen Qualifikationen abhängig gemacht werden.
[1] § 37 Abs. 1 Satz 1 neu gef., Satz 2 geänd., Sätze 3 und 4 aufgeh., Abs. 3 Satz 2 angef., Abs. 4 und 6 aufgeh. bish. Abs. 5 wird Abs. 4 und Satz 1 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 37a [1] Übergang von der Grundschule in weiterführende Bildungsgänge
1Am Ende des Bildungsganges der Grundschule wählen die Erziehungsberechtigten nach Beratung durch die Grundschule den weiteren Bildungsgang für ihr Kind. 2Nehmen die Erziehungsberechtigten nicht an der Beratung teil, weist die Grundschule die Schülerin oder den Schüler einer Schulart zu. 3Die Aufnahme an der jeweiligen Schule erfolgt nach §§ 6 bis 6b des Bremischen Schulverwaltungsgesetzes.
[1] § 37a neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 38 [1] Leistungskontrollen, Zeugnisse
(2) 1Unter Berücksichtigung der Ergebnisse dieser Leistungskontrollen wird in jedem Fach am Ende eines bestimmten Zeitraums eine Beurteilung der Lernentwicklung und der Leistung des Schülers oder der Schülerin abgegeben. 2Diese Beurteilungen werden in Zeugnissen oder Lernentwicklungsberichten zusammengefasst und von der Zeugniskonferenz beschlossen.
(5) 1Das Nähere regelt eine Zeugnisordnung. 2Die Zeugnisordnung hat mindestens den Beurteilungszeitraum, den Inhalt, die Form und die Termine der Zeugnisse und Lernentwicklungsberichte, die Anforderungen für die ohne Prüfung zu erteilenden Abschlusszeugnisse sowie die Bewertungs- und Beurteilungsgrundlagen und die Zusammensetzung der Zeugniskonferenz zu regeln. 3Durch Rechtsverordnung kann auch bestimmt werden, dass Zeugnisse weitere Abschlüsse oder andere Berechtigungen einschließen. 4Die Zuerkennung weiterer Abschlüsse oder anderer Berechtigungen kann von zusätzlichen, vorher zu erfüllenden Qualifikationen oder Bedingungen abhängig gemacht werden.
[1] § 38 Abs. 1 und 4 geänd., Abs. 2 Satz 3 aufgeh. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
[gültig ab 01.09.2009]
§ 39 [1] Zeugnisse für Externe
(1) 1Personen, die keine öffentliche Schule besuchen, können, in der Regel auf Grund einer Prüfung, das Abschlusszeugnis einer öffentlichen Schule erhalten. 2In Ausnahmefällen kann ihnen ein mit dem Abschluss einer öffentlichen Schule vergleichbarer Bildungsstand zuerkannt werden, wenn der berufliche Werdegang oder sonstige Nachweise ihn zweifelsfrei erkennen lassen.
(2) 1Das Nähere kann eine Rechtsverordnung regeln. 2Die Rechtsverordnung kann insbesondere Anforderungen an das Lebensalter und an die Schulbildung regeln sowie, wenn es für den Erwerb des vergleichbaren Bildungsstandes erforderlich ist, Anforderungen an die Berufsausbildung, an Dauer und Inhalt einer Berufstätigkeit oder entsprechender Tätigkeiten und an zusätzliche Bildungsmaßnahmen. 3Darüber hinaus kann die Senatorin für Kinder und Bildung in Einzelfällen einen mit dem Abschluss einer öffentlichen Schule vergleichbaren Bildungsstand zuerkennen, wenn die Voraussetzungen nach Absatz 1 Satz 2 erfüllt sind.
[1] § 39 Abs. 2 Satz 3 geänd. durch Geschäftsverteilung mWv 13. 12. 2011, vgl. Bek. v. 24. 1. 2012 (Brem.GBl. S. 24); Abs. 2 Satz 3 geänd. mWv 28. 7. 2015 durch Geschäftsverteilung, vgl. Bek. v. 2. 8. 2016 (Brem.GBl. S. 434).
§ 40 [1] Prüfungen
(1) 1Prüfungen am Ende eines Bildungsganges oder innerhalb eines Bildungsganges haben den Zweck nachzuweisen, dass der Schüler oder die Schülerin das jeweilige Ziel erreicht hat. 2Ein Bildungsgang kann so strukturiert sein, dass das Bestehen mehrerer Teilprüfungen zu seinem Abschluss führt.
(3) 1Prüfungen werden von einem Ausschuss abgenommen, der mit Stimmenmehrheit entscheidet. 2Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des oder der Vorsitzenden.
(4) 1Versucht ein Prüfling, das Ergebnis der Prüfung durch Täuschung zu beeinflussen, ist die gesamte Prüfung für nicht bestanden zu erklären. 2In leichteren Fällen ist die betroffene Teilleistung für nicht bestanden zu erklären.
(5) 1Behindert ein Prüfling durch sein Verhalten die Prüfung so schwerwiegend, dass es nicht möglich ist, seine Prüfung oder die anderer Schülerinnen oder Schüler ordnungsgemäß durchzuführen, so kann er von der weiteren Prüfung ausgeschlossen werden. 2Die Prüfung ist dann für nicht bestanden zu erklären.
(6) 1Versäumt ein Prüfling aus von ihm zu vertretenden Gründen einen Prüfungstermin, sind die deswegen nicht erbrachten Prüfungsleistungen mit „ungenügend” oder null Punkten zu bewerten. 2In leichteren Fällen ist der entsprechende Prüfungsteil zu wiederholen. 3Versäumt der Prüfling aus von ihm zu vertretenden Gründen mehr als einen Prüfungstermin, ist die gesamte Prüfung für nicht bestanden zu erklären.
(7) 1Eine nicht bestandene Prüfung kann einmal wiederholt werden. 2Die Wiederholung kann sich auf einzelne Prüfungsteile beschränken. 3Eine zweite Wiederholung kann für Teilprüfungen ausgeschlossen werden. 4Die Senatorin für Kinder und Bildung kann auf Antrag eine zweite Wiederholung der Prüfung gestatten, wenn ihr Bestehen hinreichend wahrscheinlich ist. 5§ 44 Abs. 2 gilt entsprechend.
(8) 1Das Nähere regeln Prüfungsordnungen. 2Die Prüfungsordnungen haben mindestens die Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung, die Zusammensetzung des Prüfungsausschusses, das Prüfungsverfahren, die Berücksichtigung der besonderen Belange der Behinderten, die Einbeziehung der vor der Prüfung erbrachten Leistungen sowie die Bedingungen für das Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfungen zu regeln. 3Prüfungsordnungen können die Einsetzung von Teilprüfungsausschüssen regeln.
[1] § 40 Abs. 4 Satz 2 geänd. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); Abs. 7 Satz 4 geänd. durch Geschäftsverteilung mWv 13. 12. 2011, vgl. Bek. v. 24. 1. 2012 (Brem.GBl. S. 24); Abs. 7 Satz 4 geänd. mWv 28. 7. 2015 durch Geschäftsverteilung, vgl. Bek. v. 2. 8. 2016 (Brem.GBl. S. 434).
§ 42 [1] Versetzung, Nichtversetzung
(1) 1Am Ende der Sekundarstufe I der zum Abitur führenden Bildungsgänge wird über die Zuweisung einer Schülerin oder eines Schülers in die Gymnasiale Oberstufe entschieden. 2In der Gymnasialen Oberstufe, im Beruflichen Gymnasium, im doppelqualifizierenden Bildungsgang der Berufsfachschule für Assistenten mit dem Abschluss der Allgemeinen Hochschulreife, im Abendgymnasium und im Kolleg wird am Ende der Eingangsphase oder des ersten Ausbildungsjahres über die Zuweisung in die Qualifikationsphase oder in den nächsten Ausbildungsabschnitt entschieden. 3An den berufsbildenden Schulen, die nicht zum Abitur führen, mit Ausnahme der Berufsschule und der einjährigen beruflichen Bildungsgänge wird nach jedem Ausbildungsabschnitt über den Wechsel in den nächsthöheren Ausbildungsabschnitt entschieden. 4Der Ausbildungsabschnitt kann ein Schuljahr oder ein Schulhalbjahr umfassen.
(2) 1Die Zuweisung in die Gymnasiale Oberstufe, in die Qualifikationsphase der Gymnasialen Oberstufe oder in den nächsten Ausbildungsabschnitt erfolgt, wenn eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht der jeweils nächsten Stufe oder des nächsten Ausbildungsabschnitts zu erwarten ist (Versetzung). 2Entsprechen die Lernfortschritte nicht den Anforderungen und ist zu erwarten, dass die Versetzung die Entwicklung der Schülerin oder des Schülers beeinträchtigt, muss die Stufe oder der Ausbildungsabschnitt wiederholt werden (Nichtversetzung). 3Die Entscheidung trifft die Versetzungskonferenz, in Ausnahmefällen die Fachaufsicht.
[1] § 42 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 43 [1] Andere Formen der Anpassung des Bildungswegs an die Lernentwicklung
(1) 1In den Jahrgangsstufen, in denen der Unterricht leistungsdifferenziert erfolgt, entscheiden über die Ersteinstufung die Erziehungsberechtigten unter Berücksichtigung der Empfehlung der Schule. 2Über Umstufungen entscheidet die Zeugniskonferenz aufgrund der erbrachten Leistungen in den einzelnen Fächern unter angemessener Berücksichtigung der Lernentwicklung während des Schulhalbjahres und der Gesamtpersönlichkeit der Schülerin oder des Schülers.
(3) 1Hat eine Schülerin oder ein Schüler eine Prüfung am Ende oder während eines Bildungsganges nicht bestanden, ist sie oder er berechtigt, die letzte Jahrgangsstufe einmal zu wiederholen. 2Wird auch dann die Prüfung nicht bestanden, verlässt sie oder er die Schule ohne Abschluss. 4Ein Anspruch auf Wiederholung der Jahrgangsstufe besteht nicht, wenn der Schülerin oder dem Schüler bei der Aufnahme in den Bildungsgang bekannt war, dass mit ihrem Jahrgang der Bildungsgang ausläuft.
[1] § 43 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 44 [1] Verlassen des Bildungsganges
(2) 1Das Gleiche gilt, wenn eine Schülerin oder ein Schüler trotz eines Angebots von besonderen Fördermaßnahmen zweimal in derselben Jahrgangsstufe oder in zwei aufeinanderfolgenden Jahrgangsstufen eines Bildungsganges nicht versetzt werden konnte. 2In der Gymnasialen Oberstufe, im Beruflichen Gymnasium, im doppelqualifizierenden Bildungsgang der Berufsfachschule für Assistenten mit dem Abschluss der Allgemeinen Hochschulreife, im Abendgymnasium und im Kolleg muss die Schülerin oder der Schüler den Bildungsgang verlassen, wenn sie oder er wegen Nichterfüllung der Prüfungsvoraussetzungen innerhalb der Höchstverweildauer nicht zur Abiturprüfung zugelassen werden kann. 3Schülerinnen und Schüler von beruflichen Vollzeitbildungsgängen müssen den Bildungsgang ohne Anspruch auf Wiederholung verlassen, wenn sie nicht innerhalb des ersten Schulhalbjahres, bei zweijährigen Bildungsgängen des ersten Schuljahres, bestimmte Mindestleistungen erbracht haben.
(3) 1Bleibt eine nicht mehr schulpflichtige Schülerin oder ein nicht mehr schulpflichtiger Schüler im Verlauf eines Zeitraums von vier Unterrichtswochen mindestens drei Tage oder innerhalb eines Schulhalbjahres mindestens sechs Tage dem Unterricht unentschuldigt fern, entscheidet auf Antrag der Schulleiterin oder des Schulleiters die Fachaufsicht über die Entlassung; dies gilt auch, wenn die Schülerin oder der Schüler im Verlauf von vier Unterrichtswochen mindestens acht Unterrichtsstunden auf mehr als drei Tage verteilt oder innerhalb eines Schulhalbjahres mindestens 21 Unterrichtsstunden auf mehr als sechs Tage verteilt dem Unterricht unentschuldigt fernbleibt. 2Ein Anspruch auf Aufnahme in eine andere Schule besteht nicht. 3Hat die Schülerin oder der Schüler das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet, ist das Jugendamt zu beteiligen, wenn die Besonderheit des Falles dies angezeigt erscheinen lässt.
[1] § 44 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 45 [1] Verordnungsermächtigung
1Das Nähere zu den §§ 42 bis 44 regeln Rechtsverordnungen. 2Dabei sind die Zusammensetzung der Versetzungskonferenz und die Bedingungen für eine Versetzung sowie die jeweilige Dauer eines Ausbildungsabschnittes in Bildungsgängen an berufsbildenden Schulen festzulegen.
[1] § 45 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
1.gegen eine Rechtsnorm oder die durch Verwaltungsanordnung oder Beschluss der Schulkonferenz festgelegte Schulordnung verstoßen oder
2.Anordnungen der Schulleitung oder einzelner Lehrkräfte nicht befolgen, die zur Erfüllung des Unterrichts- und Erziehungsauftrages der Schule notwendig sind.
§ 47 [1] Arten der Ordnungsmaßnahmen
1.Beauftragung mit Aufgaben, die geeignet sind, den Schüler oder die Schülerin das eigene Fehlverhalten erkennen zu lassen;
2.Ausschluss von der Teilnahme am Unterricht bis zu höchstens einer Woche;
3.Ausschluss von Klassen- oder Schulveranstaltungen;
4.Erteilung eines schriftlichen Verweises;
5.Überweisung in eine parallele Klasse oder Lerngruppe;
6.Überweisung in eine andere Schule.
(2) 1Die Maßnahmen nach Absatz 1 Nr. 5 und 6 sollen nur bei schwerem oder wiederholtem Fehlverhalten der Schülerin oder des Schülers angewandt werden. 2Die Maßnahme nach Absatz 1 Nr. 6 setzt voraus, dass ihr nach wiederholtem Fehlverhalten und Erteilung eines schriftlichen Verweises eine schriftliche individuelle Verhaltensvereinbarung zwischen der Schülerin oder dem Schüler, in der Primarstufe und der Sekundarstufe I auch ihren oder seinen Erziehungsberechtigten, und der Schule vorausgegangen ist, in der die wechselseitigen Pflichten vereinbart werden (Androhung der Überweisung in eine andere Schule). 3In der Sekundarstufe II sind die Eltern über die abgeschlossene Verhaltensvereinbarung zu informieren; § 6a bleibt unberührt. 4Wird in der Sekundarstufe II in dieser Verhaltensvereinbarung ausdrücklich darauf hingewiesen, kann bei einem erheblichen Verstoß der Schülerin oder des Schülers gegen ihre oder seine Pflichten aus dieser Vereinbarung die Ordnungsmaßnahme nach Absatz 1 Nr. 6 durch die Schulleitung ausgesprochen werden, sofern die Schule ihre Verpflichtungen aus der Vereinbarung eingehalten hat. 5Kommt eine Vereinbarung nicht zustande, kann nach pflichtgemäßen Ermessen der Schule die Ordnungsmaßnahme nach Absatz 1 Nr. 6 im vom Verordnungsgeber nach Absatz 5 festgelegten regulären Verfahren ausgesprochen werden.
(3) 1Ordnungsmaßnahmen können mit Auflagen verbunden werden und müssen besonders pädagogisch begleitet werden. 2Erforderlich ist die besondere pädagogische Begleitung insbesondere in Fällen der Verletzung der Würde von Mädchen, Frauen, Homosexuellen und der von kulturellen, ethnischen und religiösen Gruppen durch alle Formen der Gewalt. 3In besonderen Fällen ist ein Schulpsychologe oder eine Schulpsychologin hinzuzuziehen.
(4) 1Bevor eine Ordnungsmaßnahme erlassen wird, ist dem Schüler oder der Schülerin Gelegenheit zu geben, sich zu den für die Entscheidung erheblichen Tatsachen zu äußern. 2Vor schwereren Maßnahmen soll den Erziehungsberechtigten diese Gelegenheit ebenfalls gegeben werden, in Fällen des Absatzes 1 Nr. 5 und 6 ist sie ihnen zu geben. 3Die zur Entscheidung befugte Stelle hat die Erziehungsberechtigten und den Schüler oder die Schülerin unverzüglich von einer getroffenen Ordnungsmaßnahme schriftlich in Kenntnis zu setzen. 4In Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 bis 3 kann dies auch mündlich geschehen.
[1] § 47 Abs. 3 Satz 2 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 47a [1] Maßnahmen zur Sicherheit der Schule
(1) 1Eine Schülerin oder ein Schüler, durch deren oder dessen Schulbesuch die Sicherheit von Menschen erheblich gefährdet wird, kann vom Besuch aller öffentlichen Schulen im Land Bremen ausgeschlossen werden, wenn eine Änderung des schulischen Verhaltens der Schülerin oder des Schülers auch für die Zukunft nicht erwartet werden kann. 2Der Ausschluss darf nur in der Sekundarstufe II und der Schule für Erwachsene angeordnet werden.
(2) 1Über den Ausschluss entscheidet die Fachaufsicht auf Antrag der Schulleiterin oder des Schulleiters. 2Bis zur Entscheidung kann die Schulleiterin oder der Schulleiter der Schülerin oder dem Schüler mit sofortiger Wirkung den Schulbesuch untersagen.
(5) 1Eine vom Schulbesuch ausgeschlossene Schülerin oder ein vom Schulbesuch ausgeschlossener Schüler ist von der Fachaufsicht auf Antrag wieder zum Schulbesuch zuzulassen, wenn Tatsachen die Erwartung rechtfertigen, dass durch den Schulbesuch der Schülerin oder des Schülers die Sicherheit von Menschen nicht mehr erheblich gefährdet wird. 2Der Antrag kann erstmalig sechs Monate nach der Entscheidung über den Ausschluss gestellt werden.
[1] § 47a Abs. 1 und 5 neu gef., Abs. 3 geänd. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
1.besondere Vorschriften für die Aufnahme in die Schule und die endgültige Zuordnung des Schülers oder der Schülerin erlassen werden;
2.Abweichungen von den Versetzungsbestimmungen getroffen werden;
3.unbeschadet anderer Regelungen über die Berücksichtigung der Sprache des Herkunftslandes die durch eine Prüfung festgestellte Note in der Sprache des Herkunftslandes an die Stelle der Note in einer Fremdsprache gesetzt werden, wenn in der Sprache des Herkunftslandes kein Unterricht erteilt werden kann. Für das Prüfungsverfahren finden die Bestimmungen des § 40 keine Anwendung.
(2) 1Die Beschulung und die Leistungsbeurteilung erfolgt in Absprache mit den Gastschülerinnen oder Gastschülern. 2Sie können durch die Schulleiterin oder den Schulleiter oder durch die Fachaufsicht jederzeit entlassen werden; der Angabe der Gründe für die Entlassung bedarf es nicht.
(1) 1Schülerzeitungen sind periodische Druckschriften, die von Schülerinnen und Schülern einer oder mehrerer Schulen für Schülerinnen und Schüler gestaltet und herausgegeben werden, aber nicht der Verantwortung einer Schule unterliegen. 2Schülerzeitungen dürfen in jeder Schule vertrieben werden. 3Ein Exemplar ist mit Beginn der Verteilung der Schulleiterin oder dem Schulleiter zur Kenntnis zuzuleiten.
(2) 1Für Schülerzeitungen gilt das Bremische Pressegesetz. 2Im Impressum müssen die im Sinne des Presserechts verantwortlichen Schülerinnen und Schüler in Verbindung mit ihrer Schule angegeben werden. 3Durch die Gestaltung oder Herausgabe einer Schülerzeitung dürfen der Schülerin oder dem Schüler keine schulischen Nachteile entstehen.
(1) 1Die Schulpflicht beginnt für alle Kinder, die bis zum Beginn des 30. Juni eines Jahres das sechste Lebensjahr vollenden, am 1. August desselben Jahres. 2Schulpflichtige Kinder können aus erheblichen gesundheitlichen Gründen für ein Jahr zurückgestellt werden. 3Die Entscheidung trifft die Fachaufsicht auf der Grundlage eines schulärztlichen Gutachtens.
(2) 1Auszubildende, die in einem Ausbildungsverhältnis in einem anerkannten oder gleichwertig geregelten Ausbildungsberuf stehen, sind für die Dauer des Ausbildungsverhältnisses schulpflichtig. 2Dies gilt nicht, wenn es sich um eine Maßnahme handelt, die als berufliche Umschulung gefördert werden kann. 3War die Schulpflicht beendet, lebt sie in den Fällen des Satzes 1 wieder auf.
(3) 1Die Schulpflicht endet vor Ablauf von 12 Jahren, wenn ein mindestens einjähriger beruflicher Bildungsgang erfolgreich abgeschlossen wurde. 2Sie endet spätestens zum Ende des Schuljahres, in dem das 18. Lebensjahr vollendet wird. 3Absatz 2 bleibt unberührt.
§ 55 [1] Erfüllung der Schulpflicht
(2) 1Die Schulpflichtigen besuchen mindestens 10 Jahre oder bis zum Erreichen der Erweiterten Berufsbildungsreife oder des Mittleren Schulabschlusses eine allgemeinbildende Schule oder die Werkschule (Vollzeitschulpflicht). 2Der Besuch der Primarstufe wird mit vier Jahren auf die Schulpflicht angerechnet.
(3) [2] 1Jugendliche können ihre Schulpflicht nach der 8. Jahrgangsstufe in der Werkschule an einer berufsbildenden Schule erfüllen. 2Der Besuch der Werkschule wird mit zwei Jahren auf die Vollzeitschulpflicht angerechnet.
(4) 1Schülerinnen und Schüler können von der Fachaufsicht zur Erfüllung ihrer Schulpflicht vorübergehend einem Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentrum nach § 14 Abs. 2 des Bremischen Schulverwaltungsgesetzes zugewiesen werden, wenn ihr oder sein Lern- und Sozialverhalten dies erforderlich macht oder von ihr oder ihm dauerhafte Störungen der Unterrichts- und Erziehungsarbeit in ihrer oder seiner Schule ausgehen und die Maßnahmen nach §§ 46, 47 zuvor erfolglos geblieben sind. 2Die Zuweisung kann angeordnet werden, ohne dass die Maßnahmen nach den §§ 46, 47 zuvor ergriffen wurden, wenn das Verhalten der Schülerin oder des Schülers während des Schulbesuchs die Sicherheit von Menschen erheblich gefährdet oder den Schulbetrieb nachhaltig und schwer beeinträchtigt. 3Ihre Dauer soll zwei Schuljahre nicht überschreiten. 4Das Nähere über das Verfahren der Zuweisung, der Rückführung und der Beteiligung der Erziehungsberechtigten regelt eine Rechtsverordnung.
(6) 1Die Schulpflicht wird ebenfalls erfüllt durch den Besuch einer Schule nach § 1 Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 und 4, wenn der im Rahmen einer Ausbildung vermittelte Unterricht von der Fachaufsicht als ausreichend angesehen wird. 2Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund können Teile ihrer Schulpflicht durch den Besuch eines Intensivsprachkurses anderer Träger erfüllen, wenn der Unterricht in diesem Sprachkurs von der Fachaufsicht als ausreichend angesehen wird.
(7) 1Schülerinnen und Schüler, die außerhalb des Landes Bremen schulpflichtig waren und nach den Bestimmungen des jeweiligen Landes die Schulpflicht erfüllt haben, wird die Zeit der Erfüllung auf die Schulpflicht im Lande Bremen angerechnet. 2Haben sie außerhalb des Landes Bremen nach neunjährigem Schulbesuch den Bestimmungen des jeweiligen Landes entsprechend bereits die Verpflichtung erfüllt, eine allgemeinbildende Schule besuchen zu müssen, können sie abweichend von Absatz 2 Satz 1 eine berufsbildende Schule besuchen. [3] 3Lässt sich die Dauer des Schulbesuchs außerhalb des Landes Bremen nicht hinreichend sicher feststellen, wird die Dauer der noch verbleibenden Schulpflicht nach dem Lebensalter festgelegt; wird der Schüler oder die Schülerin in einen Bildungsgang an einer berufsbildenden Schule eingeschult, beträgt die Dauer seiner oder ihrer Schulpflicht drei Jahre unbeschadet der Vorschriften des § 54 Abs. 2.
(8) 1Die Schulpflicht erstreckt sich auf die regelmäßige Teilnahme am Unterricht sowie auf die Teilnahme an Schulfahrten und an den übrigen verbindlichen Veranstaltungen der Schule. 2Die Schulpflicht verpflichtet ebenfalls zur Teilnahme an Maßnahmen der Qualitätsuntersuchung durch die Schulen und die zuständigen Schulbehörden sowie zur Angabe der von der Schule und den zuständigen Schulbehörden erhobenen Daten.
(9) 1Können Schulpflichtige wegen Krankheit oder aus sonstigen Gründen den in Absatz 7 [4] genannten Verpflichtungen vorübergehend nicht nachkommen, ist hierüber ein Nachweis zu führen. 2Bestehen Zweifel an gesundheitlichen Gründen für ein Schulversäumnis, kann die Schule eine schulärztliche Bescheinigung verlangen. 3Das Nähere regelt eine Rechtsverordnung.
[1] § 55 Abs. 2 Satz 1 geänd., Abs. 3 neu gef. Abs. 4 eingef., bish. Abs. 4–8 werden Abs. 5–9, neuer Abs. 6 Satz 2 und Abs. 7 Sätze 2 und 3 2. Halbs. geänd. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); Abs. 4 Satz 2 eingef., bish. Satz 2 wird Satz 3, neuer Satz 3 geänd., Satz 4 angef. mWv 1. 2. 2014 durch G v. 28. 1. 2014 (Brem.GBl. S. 72).
[2] ber. Brem.GBl. 2005 S. 388.
[3] ber. Brem.GBl. 2005 S. 388.
[4] Richtig wohl: „Absatz 8”.
(2) 1Die Pflicht zum Besuch einer Schule nach § 55 ruht ferner für die Dauer des Besuchs
1.einer anerkannten Ergänzungsschule,
2.des Wehr- und Zivildienstes,
3.eines freiwilligen sozialen oder freiwilligen ökologischen Jahres.
2Diese Zeit wird auf die Dauer der Schulpflicht angerechnet. 3Sie wird in den Fällen der Nummern 2 und 3 auf Antrag der Schülerin oder des Schülers nicht angerechnet.
§ 56a [1] Meldepflicht durch Privatschulen
1.der Senatorin für Kinder und Bildung, in Bremerhaven dem Magistrat die Schülerinnen und Schüler mitzuteilen, die den Schulpflichtbestimmungen dieses Gesetzes unterliegen;
2.die Senatorin für Kinder und Bildung, in Bremerhaven den Magistrat unverzüglich zu benachrichtigen, sobald Schülerinnen und Schüler, deren Schulpflicht ruht, die Einrichtung nicht regelmäßig besuchen oder sie verlassen haben.
[1] § 56a Nr. 1 und 2 geänd. durch Geschäftsverteilung mWv 13. 12. 2011, vgl. Bek. v. 24. 1. 2012 (Brem.GBl. S. 24); Nr. 1 und 2 geänd. mWv 28. 7. 2015 durch Geschäftsverteilung, vgl. Bek. v. 2. 8. 2016 (Brem.GBl. S. 434).
§ 57 [1] Ausnahmen
(1) 1Schulpflichtige, die mit Genehmigung der zuständigen Schulbehörde außerhalb des Landes Bremen eine Schule besuchen oder den Wehr- und Zivildienst oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr ableisten, haben auf Verlangen hierüber einen Nachweis zu führen. 2Ist ein regelmäßiger Besuch einer auswärtigen Schule nicht gesichert, haben sie innerhalb des Landes Bremen eine Schule gemäß § 55 zu besuchen. 3Wird der Wehr- und Zivildienst oder ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr abgebrochen, lebt die Schulpflicht wieder auf.
(2) 1Über die nur in besonderen Ausnahmefällen mögliche Befreiung von der Pflicht zum Besuch einer öffentlichen Schule oder einer staatlich genehmigten privaten Ersatzschule entscheidet die Fachaufsicht. 2Es besteht eine Schule für Krankenhaus- und Hausunterricht als besonderes Angebot für schulpflichtige Kinder und Jugendliche aller Schularten und Schulstufen, die aufgrund einer Krankheit nicht schulbesuchsfähig sind. 3Sie soll verhindern, dass Schulpflichtbefreiungen nach Satz 1 erteilt werden müssen. 4Ihre Organisationsform und die Zusammenarbeit mit Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren kann in einer Rechtsverordnung geregelt werden.
[1] § 57 Abs. 2 geänd. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); Abs. 2 Sätze 2–4 angef. mWv 1. 8. 2014 durch G v. 22. 7. 2014 (Brem.GBl. S. 362).
§ 59 [1] Aufgaben der Lehrerinnen und Lehrer
(1) 1Die Lehrerin und der Lehrer trägt die unmittelbare pädagogische Verantwortung für den Unterricht und die Erziehung der Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Gesetze, Rechtsverordnungen, Verwaltungsanordnungen und Entscheidungen der zuständigen schulischen Gremien und Personen, insbesondere der Schulleitung und der Schulleiterin oder des Schulleiters. 2Die Lehrerin und der Lehrer betreut die ihm anvertrauten Schülerinnen und Schüler, soweit dies untrennbarer Bestandteil ihres oder seines unterrichtlichen und erzieherischen Auftrages ist. 3Die Befugnisse der Fach- und Dienstaufsicht bleiben unberührt.
(3) 1Die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer soll in Teams erfolgen. 2Dies gilt auch für die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung des Unterrichts.
[1] § 59 Abs. 3 Satz 1 geänd. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 59a [1] Aufgaben der Betreuungskräfte
1Sozialpädagogische Fachkräfte und Betreuungskräfte unterstützen und ergänzen die pädagogische Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer, ohne selbst zu unterrichten. 2Sie sind verantwortlich für die Betreuung der Schülerinnen und Schüler außerhalb des Unterrichts und setzen den Erziehungsauftrag der Schule in den unterrichtsergänzenden und unterrichtsfreien Zeiten um.
[1] § 59a Satz 1 geänd. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 59b [1] Aufgaben des schulischen Personals insgesamt
(2) 1Die konkrete Wahrnehmung dieser Aufgaben erfolgt nach Maßgabe der für die jeweiligen Personen und Aufgaben geltenden Rechtsvorschriften, Verwaltungsanordnungen, verbindlichen überschulischen Absprachen und Konferenzbeschlüsse sowie dienstlicher Anweisungen. 2Referendarinnen und Referendare unterrichten sowie Lehrmeisterinnen und Lehrmeister unterweisen auch unter Anleitung von Lehrerinnen und Lehrern.
(4) 1Die öffentlichen Schulen haben religiöse und weltanschauliche Neutralität zu wahren. 2Dieser Verpflichtung muss das Verhalten der Lehr-, sozialpädagogischen Fach- und Betreuungskräfte in der Schule gerecht werden. 3Die Lehrkräfte, die sozialpädagogischen Fachkräfte und die Betreuungskräfte müssen in jedem Fach auf die religiösen und weltanschaulichen Empfindungen aller Schülerinnen und Schüler sowie auf das Recht der Erziehungsberechtigten Rücksicht nehmen, ihren Kindern in Glaubens- und Weltanschauungsfragen Überzeugungen zu vermitteln. 4Diese Pflichten der Lehrkräfte und des betreuenden Personals erstrecken sich auf die Art und Weise einer Kundgabe des eigenen Bekenntnisses. 5Auch das äußere Erscheinungsbild der Lehrkräfte und des betreuenden Personals darf in der Schule nicht dazu geeignet sein, die religiösen und weltanschaulichen Empfindungen der Schülerinnen und Schüler und der Erziehungsberechtigten zu stören oder Spannungen, die den Schulfrieden durch Verletzung der religiösen und weltanschaulichen Neutralität gefährden, in die Schule zu tragen.
(7) 1Die grundsätzlichen Aufgaben der verschiedenen Personengruppen können durch Rechtsverordnung geregelt werden. 2Die weitere Konkretisierung der einzelnen Aufgaben bleibt unter Berücksichtigung der Vorgaben des § 22 Abs. 3 des Bremischen Schulverwaltungsgesetzes Dienstanweisungen der Anstellungsbehörden vorbehalten.
[1] § 59b Abs. 4 Sätze 2 und 3 neu gef., Abs. 6 geänd. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 60 [1] Rechte und Pflichten der Erziehungsberechtigten
(1) 1Erziehungsberechtigte sind diejenigen Personen, denen das Personensorgerecht für das Kind zusteht. 2Als Erziehungsberechtigter gilt auch
1.die Person, die mit einem personensorgeberechtigten Elternteil verheiratet ist oder mit ihm in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft oder eheähnlichen Gemeinschaft zusammenlebt, wenn das Kind ständig im gemeinsamen Haushalt wohnt;
2.das nicht personensorgeberechtigte Elternteil;
3.die Person, die anstelle der Personensorgeberechtigten das Kind in ständiger Obhut hat und
4.die Person, die bei Heimunterbringung mit der Erziehung des Kindes betraut ist (Betreuungsperson),
sofern die Personensorgeberechtigten dem zugestimmt haben. 3Sind mehr als zwei Personen im Sinne dieser Vorschrift Erziehungsberechtigte, können nur zwei Wahlrechte nach dem Bremischen Schulverwaltungsgesetz wahrnehmen.
1.bei der Erziehung und Bildung ihrer Kinder mit den Lehrern und Lehrerinnen zusammenzuarbeiten;
2.sich über grundsätzliche und aktuelle Schulfragen durch die Lehrer und Lehrerinnen informieren zu lassen;
3.bei der Gestaltung des Schullebens mitzuwirken;
4.die für die Erfüllung der Aufgaben de jeweiligen Schule und der zuständigen Schulbehörde erforderlichen Angaben zu machen.
[1] § 60 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 geänd. mWv 30. 5. 2006 durch G v. 16. 5. 2006 (Brem.GBl. S. 271).
[gültig ab 30.05.2006]
§ 61 [1] Informations- und Hospitationsrecht der Erziehungsberechtigten
1.die Erziehungsberechtigten in den Klassen ihrer Kinder;
2.Mitglieder des Schulelternbeirats in jeder Klasse ihrer Schule;
3.Mitglieder der Zentralelternbeiräte in jeder Klasse der Schulen ihrer Stadtgemeinde.
(3) 1Bei Prüfungen von Schülern und Schülerinnen können jeweils ein Mitglied des Zentralelternbeirats und ein Mitglied des Elternbeirats zuhören. 2Bei der Prüfung des eigenen Kindes darf kein Elternvertreter und keine Elternvertreterin anwesend sein.
[1] § 61 Abs. 1 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 62 [1] Rechte und Pflichten der Ausbildenden
(1) 1Die Ausbildenden sowie deren Bevollmächtigte sind für die Erfüllung der Schulpflicht der von ihnen beschäftigten Jugendlichen verantwortlich. 2Sie haben ihre Schulpflichtigen nach Vertragsabschluss unverzüglich bei der zuständigen Berufsschule anzumelden.
(2) 1Sie sind berechtigt, bei der Gestaltung des Schullebens mitzuwirken. 2Das Nähere regelt die Senatorin für Kinder und Bildung.
(3) 1Der oder die Ausbildende sowie deren Bevollmächtigte haben ihren Schulpflichtigen die für den Besuch des Unterrichts und der übrigen verbindlichen Veranstaltungen der Schule erforderliche Zeit zu gewähren. 2Diese Zeit ist Teil der Ausbildungszeit. 3Satz 1 und 2 gelten auch für die Zeit, die ein Schüler oder eine Schülerin einer Berufsschule zur Wahrung seiner oder ihrer Mitwirkungsrechte benötigt, sofern sie drei Stunden in der Woche nicht überschreitet.
[1] § 62 Abs. 3 Satz 3 geänd. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); Abs. 2 Satz 2 geänd. durch Geschäftsverteilung mWv 13. 12. 2011, vgl. Bek. v. 24. 1. 2012 (Brem.GBl. S. 24); Abs. 2 Satz 2 geänd. mWv 28. 7. 2015 durch Geschäftsverteilung, vgl. Bek. v. 2. 8. 2016 (Brem.GBl. S. 434).
(2) 1Der Unterricht an den Vollzeitschulen kann nach Wahl der Schulen an sechs oder an fünf Tagen in der Woche durchgeführt werden. 2Die Rechte der Fachaufsicht und die des Magistrats Bremerhaven bleiben unberührt.
§ 65 [1] Ordnungswidrigkeiten
1.als Schulpflichtige oder Schulpflichtiger den ihm oder ihr nach § 55 obliegenden Pflichten zuwider handelt;
2.die ihr oder ihm nach § 60 Abs. 4 und § 62 obliegenden Pflichten verletzt oder
3.die ihr nach § 56a obliegenden Pflichten verletzt,
4.einer Rechtsverordnung nach § 4 Abs. 8 zuwiderhandelt, soweit die Rechtsverordnung auf diese Bußgeldvorschrift verweist.
2Die Ordnungswidrigkeit nach Nummer 1 kann mit einer Geldbuße bis zu 500 Euro, die nach Nummer 2 mit einer Geldbuße bis zu 1 000 Euro, die nach Nummer 3 mit einer Geldbuße bis zu 2 000 Euro und die nach Nummer 4 mit einer Geldbuße bis zu 10 000 Euro geahndet werden. 3Ist eine Ordnungswidrigkeit nach Nummer 4 begangen worden, so werden die gefährlichen Gegenstände eingezogen.
(2) 1Ordnungswidrig handelt auch, wer vorsätzlich Schulpflichtige, Erziehungsberechtigte sowie Ausbildende oder deren Bevollmächtigte dazu bestimmt, den Vorschriften über die Schulpflicht zuwiderzuhandeln. 2Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 2 000 Euro geahndet werden.
[1] § 65 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 geänd., Nr. 4 angef., Satz 2 neu gef., Satz 3 angef. mWv 19. 6. 2008 durch G v. 10. 6. 2008 (Brem.GBl. S. 151); Abs. 3 geänd. durch Geschäftsverteilung mWv 13. 12. 2011, vgl. Bek. v. 24. 1. 2012 (Brem.GBl. S. 24); Abs. 3 geänd. mWv 28. 7. 2015 durch Geschäftsverteilung, vgl. Bek. v. 2. 8. 2016 (Brem.GBl. S. 434).
§ 67 [1] Ermächtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen
[1] § 67 geänd. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); geänd. durch Geschäftsverteilung mWv 13. 12. 2011, vgl. Bek. v. 24. 1. 2012 (Brem.GBl. S. 24); geänd. mWv 28. 7. 2015 durch Geschäftsverteilung, vgl. Bek. v. 2. 8. 2016 (Brem.GBl. S. 434).
§ 68 [1] [2] Sechsjährige Grundschule
[1] § 68 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
[2] Gem. § 19 Abs. 2 der Verordnung über die Aufnahme von Schülerinnen und Schülern in öffentliche allgemeinbildende Schulen gilt § 68 für die Aufnahme von Schülerinnen und Schülern aus der sechsjährigen Grundschule in eine weiterführende Schule des Bremischen Schulgesetzes in der am 31. Juli 2009 geltenden Fassung fort.
§ 69 [1] Gymnasien
1Schülerinnen und Schüler, die zum Schuljahr 2003/2004 den gymnasialen Bildungsgang besuchten oder aus der Orientierungsstufe in den gymnasialen Bildungsgang übergingen, der am Ende der Jahrgangsstufe 13 mit dem Abitur abschließt, durchlaufen ihn noch bis einschließlich dieser Jahrgangsstufe. 2Müssen sie eine Jahrgangsstufe wiederholen, müssen sie in den Bildungsgang, der am Ende der Jahrgangsstufe 12 mit dem Abitur abschließt, wechseln, sofern keine Jahrgangsstufe mit dem längeren Bildungsgang nachfolgt, oder können freiwillig in den neunjährigen zum Abitur führenden Bildungsgang einer Oberschule wechseln. 3Auf Schülerinnen und Schüler, die am 31. Juli 2009 das Gymnasium besuchen, sind § 37 Abs. 4 und § 42 in der am 31. Juli 2009 geltenden Fassung bis zum Verlassen dieses Bildungsganges anzuwenden.
[1] § 69 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 70 [1] Sekundarschule, Gesamtschule, Gymnasium und Gymnasiale Oberstufe am Schulzentrum
1Allgemeinbildende Schulen, die sich nicht bereits am 1. August 2009 entsprechend der neuen Schulstruktur nach §§ 16 bis 21 neu organisieren, passen ihre Schulstruktur aufwachsend ab Jahrgang 5 des Schuljahres 2011/2012 den Bestimmungen dieses Gesetzes an. 2Für die anderen Jahrgangsstufen gelten die bisherigen Bestimmungen fort. 3Mit Genehmigung in der Stadtgemeinde Bremen durch die Senatorin für Kinder und Bildung und in der Stadtgemeinde Bremerhaven durch den Magistrat, können sich Schulen auch bereits ab dem Schuljahr 2010/2011 beginnend aufwachsend neu organisieren. 4Auf Schülerinnen und Schüler, die am 31. Juli 2009 die Sekundarschule besuchen, ist § 42 in der am 31. Juli 2009 geltenden Fassung bis zum Verlassen dieses Bildungsganges anzuwenden.
[1] § 70 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); Satz 3 geänd. durch Geschäftsverteilung mWv 13. 12. 2011, vgl. Bek. v. 24. 1. 2012 (Brem.GBl. S. 24); Satz 3 geänd. mWv 28. 7. 2015 durch Geschäftsverteilung, vgl. Bek. v. 2. 8. 2016 (Brem.GBl. S. 434).
§ 70a [1] Förderzentrum
(1) 1Abweichend von § 22 bestehen in den Stadtgemeinden Förderzentren übergangsweise bis zur bedarfsdeckenden Einführung von in den allgemeinen Schulen eingegliederten Zentren für unterstützende Pädagogik fort. 2Die Einführung von in den allgemeinen Schulen eingegliederten Zentren für unterstützende Pädagogik beginnt mit dem Schuljahr 2010/2011. 3Schülerinnen und Schüler, die sich am 31. Juli 2013 in einem Förderzentrum befinden, durchlaufen den Bildungsgang nach den bis zum Ablauf dieses Tages geltenden Bestimmungen. 4Bestehen bleiben als Wahlangebot für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf Hören die Schule für Hörgeschädigte An der Marcusallee, für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf Sehen die Schule für Sehgeschädigte An der Gete und für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf körperliche und motorische Entwicklung in Fällen einer schweren umfänglichen multiplen Beeinträchtigung die Schule für körperliche und motorische Entwicklung An der Louis-Seegelken-Straße.
(4) 1Abweichend von § 22 besteht bis zum 31. Juli 2018 das Förderzentrum für den Förderbedarf im Bereich sozial-emotionale Entwicklung. 2Schulpflichtige Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die durch ihr Verhalten während des Schulbesuchs die Sicherheit von Menschen erheblich gefährden oder den Schulbetrieb nachhaltig und schwer beeinträchtigen, können von der Fachaufsicht dem Förderzentrum für sozial-emotionale Entwicklung zugewiesen werden, wenn eine Änderung des schulischen Verhaltens für die Zukunft nicht erwartet werden kann und eine vorübergehende Zuweisung an ein Regionales Beratungs- und Unterstützungszentrum nach § 55 Absatz 4 zuvor erfolglos geblieben ist oder mit hoher Wahrscheinlichkeit voraussichtlich nicht erfolgreich sein wird. 3Der Fortbestand der Zuweisung ist mindestens jährlich zu überprüfen. 4Eine Rückführung in die allgemeine Schule ist anzustreben. 5Die Voraussetzungen und das Verfahren der Zuweisung und der Rückführung regelt eine Rechtsverordnung.
[1] § 70a eingef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237); Abs. 3 geänd. durch Geschäftsverteilung mWv 13. 12. 2011, vgl. Bek. v. 24. 1. 2012 (Brem.GBl. S. 24); Abs. 1 Satz 3 eingef., bish. Satz 3 wird Satz 4, Abs. 2 neu gef., Abs 4 angef. mWv 1. 2. 2014 durch G v. 28. 1. 2014 (Brem.GBl. S. 72); Abs. 3 geänd. mWv 28. 7. 2015 durch Geschäftsverteilung, vgl. Bek. v. 2. 8. 2016 (Brem.GBl. S. 434).
§ 71 [1] Zweijähriger Bildungsgang Berufseingangstufe/Berufsfachschule
1Schülerinnen und Schüler, die sich am 1. August 2009 in der Berufseingangsstufe der Berufsfachschule befinden, beenden ihren Bildungsweg nach den bisherigen Bestimmungen. 2Eine Wiederholungsmöglichkeit besteht nicht.
[1] § 71 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 72 [1] Werkschulen
[1] § 72 neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
§ 73 [1] Inkrafttreten
[1] § 73 Überschr. neu gef. mWv 1. 8. 2009 durch G v. 23. 6. 2009 (Brem.GBl. S. 237).
Text gilt seit 28.07.2015