Source: https://www.elo-forum.org/kdu-umzuege-/185576-umzug-mietbescheinigung-muesse-nur-mietvertrag-sondern-vermieterbescheinigung-vorlegen.html
Timestamp: 2018-07-22 09:18:03
Document Index: 188690583

Matched Legal Cases: ['§ 67', '§ 22', '§ 22', '§ 60', '§ 35', 'BGE']

Umzug-Mietbescheinigung, ich müsse nicht nur den Mietvertrag sondern auch die Vermieterbescheinigung vorlegen? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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25.07.2017, 15:54 #1
wir ziehen zum 01.08. um
Mietvertrag wurde vom Jobcenter kopiert (obgleich ich der Meinung war, sie dürften das gar nicht tun, wegen der Daten des Vermieters!)
2.) wurde mir dann heute mitgeteilt, ich müsse nicht nur den Mietvertrag und die KDU, sondern auch die Vermieterbescheinigung vorlegen
Die Vermieterbescheinigung bedeutet aber, dass der Vermieter erfährt, dass ich vom Jobcenter Geld bekomme. Da der Vermieter eine große Familie im Dorf hat, ist mir klar, dass ich
1. die Wohnung wahrscheinlich dann gar nicht mehr bekomme und
2. das ganze Dorf in Windeseile erfährt, dass ich eben bedürftig bin....
3. erzählte mir die entsprechende SB in Prüm, sie würde darauf bestehen, damit sie evtl. den Vermieter anrufen könnten....
Sie hat mir ebenfalls damit "gedroht", den Vermieter anzurufen und die Daten dort abzufragen - und wieder stelle ich die Frage, ob das rechtmässig ist!?!
Ich dachte, ich hätte gelesen, dass eben genau das nicht passieren soll, damit man nicht immer von vorneherein als "asozial" abgestempel würde.... - und eben auch aus datenschutzrechtlichen Gründen, denn viele Vermieter wollen gar nicht, dass man ihre Daten weitergibt.
was kann ich tun? Eilt!!!
Geändert von Seepferdchen (25.07.2017 um 16:25 Uhr) Grund: Bitte immer eine aussagekräftige Überschrift,Danke
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25.07.2017, 16:08 #2
AW: Umzug - Mietbescheinigung
Hallo, das habe ich gefunden:
https://www.elo-forum.org/alg-ii/122...etvertrag.html
Schade, da steht nicht wie es ausging, aber auf Daten von dritten hast du keinen einfluss, fragen kannst du aber ob du die bekommst ist dann fraglich.
25.07.2017, 18:06 #3
AW: Umzug-Mietbescheinigung, ich müsse nicht nur den Mietvertrag sondern auch die Vermieterbescheinigung vorlegen?
Die Vermieterbescheinigung brauchst du auch beim Anmelden beim Bürgeramt/Meldeamt.Ohne das keine Anmeldung beim Einwohnermeldeamt. Die Vermieterbescheinigung ist auch dafür da das der Vermieter weiß wer in seiner Wohnung wohnt.
Ausdrucken und eine Kopie an das JC, das bekommt der Vermieter dann nicht mit.
VWE_Vermieterbescheinigung_Muster_2015 (1).pdf (19,8 KB, 47x aufgerufen)
Geändert von Raffi (25.07.2017 um 18:11 Uhr) Grund: Anhang hinzugefügt
25.07.2017, 18:27 #4
WAS genau ist unter der geforderten "Vermieterbescheinigung" zu verstehen?
Frag mal nach, was die zu beinhalten hat.
Mach ihnen ARBEIT...
Ich kann mir vorstellen, daß das eine Bescheinigung ist, in der lediglich steht, daß du immer noch (ungekündigter) Mieter bist.
Wozu könnte der Leistungsträger die sehen wollen?
Mit einem Mietvertrag, der nicht mehr relevant ist, weil derjenige ausgezogen ist, könnte durchaus Schindluder getrieben werden.
Damit der Vermieter nicht gleich checkt, wofür die Bestätigung des noch andauernden Mietverhältnisses sein soll, würde ich mir "unkritischere" Institutionen raus suchen, die das selbe Recht haben, in Erfahrung zu bringen, ob jemand wirklich dort wohnt.
Z. B. will das Finanzamt nicht nur bei Freelancern stets Näheres zum Home Office wissen.
Oder ein Billig-Stromanbieter, der sich vorab vergewissern will, ob die Umstellung auf seine Dienstleistung statthaft ist?
Oder - für eine Bankdienstleistung werden laufende Kosten für eine Wirtschaftlichkeitsprüfung zusammen getragen.
Noch 'ne Workaround-Idee:
Gibt es keine Abrechnungen - ersatzweise vorzulegen und genau so aussagefähig?
Das wäre fürs Erste meine blond-mitwirkende "Vermieterbescheinigung".
Wo liegt denn hier der Hase im Pfeffer?
[...] ist mir klar, dass ich
1. die Wohnung wahrscheinlich dann gar nicht mehr bekomme [...]
Wie verträgt sich das mit:
[...] Mietvertrag wurde vom Jobcenter kopiert [...]
Dann ist doch zumindest ein Vertrag, in dem steht, daß dir die Wohnung ab dd.mm.yy vermietet wird, vorhanden.
Wie soll dem Mieter denn die Wohnung vorenthalten werden wenn ein Vertrag vorliegt?
[...] wir ziehen zum 01.08. um [...]
Sortier dich erst mal.
Das Beibringen der Bescheinigung kannst du sicher noch etwas verschleppen.
Sammle erst Informationen, mach dir dein Bild, und zwar EHE du reagierst.
Hauptsache der Antrag ist beizeiten gestellt worden.
Fehlende Dokumente nachliefern kannst du immer noch.
Und zwar nur das, was im Rahmen der Mitwirkungspflichten zumutbar ist.
Ein anderer User hat heute einen etwas älteren Link gepostet, der in diesem Zusammenhang interessant sein könnte:
2012 - Was Jobcenter kopieren dürfen (PDF)
25.07.2017, 18:58 #5
Laut neuem Meldegesetz gilt in ganz Deutschland seit Oktober 2016 das eine Vermieterbescheinigung das du in die Wohnung eingezogen bist, nichts anderes sagt die aus , erstellt werden muss für das Einwohnermeldeamt. Gerade um auch die ganzen illegalen Untermietverhältnisse ect. zu entdecken...Die sollst du beim Einwohnermeldamt vorlegen, eine Kopie von der Bescheid gibst du dem JC.. Ist doch kein Problem...
25.07.2017, 21:33 #6
pardon: Nicht Vermieterbescheinigung, sondern Mieterbescheinigung, nämlich diejenige, aus denen der Vermieter ersieht, dass sein Mieter "Kunde" beim Jobcenter ist... .
was dann eben häufig dazu führt, dass man die Wohnung doch nicht bekommt.
25.07.2017, 21:39 #7
also, es geht nicht um die Vermieterbescheinigung - diejenige, aus der hervorgeht, dass wir bei ihm einziehen, sondern um die Mieterbescheinigung, die der Vermieter für das Jobcenter ausfüllen soll - und die ihm sofort zeigt, dass wir eben Kunden des Jobcenters sind. Im Übrigen dürfen wir den Vertrag NICHT unterschreiben, sondern müssen den nur vom Vermieter unterschriebenen Vertrag zur Prüfung vorlegen - und erst nach Zusage des Jobcenters dürfen wir den Vertrag unterschreiben... Und zu der Zusage MÜSSEN wir laut SB die ausgefüllte Mietbescheinigung vorlegen... ansonsten könne man uns keine Leistung für Unterkunft gewähren, da man z.B. die Heizkosten nicht konkret prüfen könne. So die Argumentation der SB mit der Drohung, man würde ansonsten den Vermieter direkt anrufen und die Daten erfragen
25.07.2017, 22:02 #8
Das klingt nach einem Fall für den Datenschützer deines Bundeslandes.
Frag unverzüglich dort an und versuche, den in dein Boot zu bekommen.
Da SB bereits gedroht hat, dich bei Dritten zu outen, würde ich das Kundenreaktionsmanagement (Nürnberg) auch informieren und auf den Plan rufen.
Bei Datenerhebungen sind stets die mildesten Mittel zu wählen.
SB soll die Rechtsgrundlage nennen, mit der das Gesetz zur informationellen Selbstbestimmung ausgehebelt werden "darf".
Kannst du dieses auszufüllende Formular bitte mal anonymisiert hoch laden, damit für die Paragraphenreiter im Forum nachvollziehbar werden möge, ob es ein selbstgestricktes (Kommune) oder ein "legitimes" aus dem Online-Pool ist.
25.07.2017, 22:19 #9
Der Mietvertrag ist vollkommen ausreichend. Die Vermieterdaten hättet Ihr sogar schwärzen können. Die Mietbescheinigung ist obsolet.
Das Bundessozialgericht hat bereits im Januar 2012 entschieden, dass es keinerlei rechtliche Grundlage gibt, eine aktuelle Mietbescheinigung zu verlangen (Az: B 14 AS 65/11)
Dazu auch ein Auszug aus dem 24. Tätigkeitsbericht des BfDI - Übermittlung von Sozialdaten an Vermieter (Zutreffendes Fett markiert. Bitte scrollen)
S.163 rechte u. linke Spalte Quelle
"Jobcenter dürfen den Sozialleistungsbezug von Antragstellern
in der Regel nicht ohne deren Einwilligung an
Vermieter offenbaren.
Wiederholt gingen bei mir Beschwerden ein, die sich gegen
die Mitteilung des Sozialleistungsbezuges von Antragstellern
an Dritte durch Jobcenter bei der Leistungsbewilligung
richteten. Zum Teil wurde von Antragstellern
verlangt, eine Bescheinigung vom Vermieter ausfüllen
und unterzeichnen zu lassen, oder es wurden Sozialdaten
ohne Einwilligung der Betroffenen unmittelbar beim Vermieter
Nach § 67a Absatz 2 Satz 1 SGB X sind Sozialdaten
beim Betroffenen zu erheben. Das Jobcenter ist deswegen
verpflichtet, die für die Prüfung von Leistungen für Unterkunft
und Heizung (KdU) nach § 22 SGB II benötigten
Daten beim Betroffenen selbst zu erheben. Diese Leistungen
werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht,
soweit sie angemessen sind (§ 22 Absatz 1 Satz 1
SGB II). Für die Berechnung der KDU benötigt das Jobcenter
daher Angaben zu den Wohnverhältnissen der leistungsberechtigten
Die Art und Weise, wie der Betroffene die Daten zu erbringen
hat, wird vom Gesetz nicht näher bestimmt. Die
von Jobcentern verlangte Vermieterbescheinigung stellt
insofern lediglich ein Angebot für eine erleichterte Antragstellung
dar, sodass keine Verpflichtung des Betroffenen
zur Vorlage der ausgefüllten Bescheinigung des Vermieters
besteht. Mangels Qualität einer Beweisurkunde
i. S. v. § 60 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 SGB I können
dem Betroffenen bei Nichtvorlage auch keine Nachteile
aufgrund fehlender Mitwirkung entstehen.
Als alternativer Nachweis der Mietkosten bieten sich die
Vorlage des Mietvertrages und die Vorlage von Unterlagen
zu Neben-, Heiz- und sonstigen Kosten an. Bei dem
Mietvertrag können nicht leistungsrelevante Passagen geschwärzt
werden, um etwa Daten von Mitmietern oder
die des Vermieters nicht zu offenbaren. Wenn einzelne
Nachweise nicht erbracht werden können oder wenn im
Einzelfall der begründete Verdacht besteht, dass Angaben
unrichtig oder unvollständig sind, können weitere Nachweise
verlangt werden. Bei Untermietverhältnissen
besteht grundsätzlich keine Verpflichtung, den Hauptmietvertrag
vorzulegen. In besonders begründeten Einzelfällen
kann allerdings eine Aufforderung dazu erfolgen
Ohne eine Vermieterbescheinigung werden in der Regel
Angaben wie das Alter des Hauses fehlen. Sofern der Betroffene
insoweit benötigte Daten nicht vorlegt, kann das
Jobcenter das Alter eines Hauses beispielsweise beim Katasteramt
erfragen, ohne dass ein Bezug zum Betroffenen
hergestellt werden muss.
Diese Grundsätze zur Wahrung des Sozialgeheimnisses nach
§ 35 SGB I gegenüber einem Vermieter durch die Jobcenter
hat auch die aktuelle Entscheidung des Bundessozialgerichts
(BSG) vom 25. Januar 2012 (Az. B 14 AS 65/11 R) bestätigt.
Wie das BSG darin feststellt, ist der Bezug von Arbeitslosengeld
II ein Sozialdatum, dessen Offenbarung
durch ein Jobcenter nur zulässig ist, wenn der Leistungsbezieher
eingewilligt hat oder eine gesetzliche Offenbarungsbefugnis
vorliegt. An beiden Voraussetzungen fehlte
es bei den von mir geprüften Eingaben, sodass ich in diesen
Fällen einen Verstoß gegen das Sozialgeheimnis festgestellt
Quelle. Siehe Anhang
Was das anrufen beim Vermieter betrifft so gibbet dazu auch ein BSG Urteil.
B 14 AS 65/11 R (Kurzinfo)
Quelle: Bundessozialgericht: Jobcenter darf Vermieter nicht über Hartz IV Bezug informieren
Also lasse dich nicht unter Druck setzen und zeige denen das du deine Rechte kennst.
25.07.2017, 22:53 #10
Es wird verlangt, daß Dritte, die in keinem Rechtsverhältnis mit dem JC stehen, zu Sekretariats-Arbeiten verdonnert werden sollen.
Abgesehen von unzulässigen Outings - es steht gar nicht in der Macht des HE, den Vermieter zu zwingen, irgendwelche Wische auszufüllen, die den weder in seinen Geschäften tangieren noch sonst etwas angehen.
Der macht den Mietvertrag doch nicht mit dem JC sondern mit einem Bürger.
Ob der Vermieter Bock auf Fremdbestimmung hat oder nicht, soll auf das Mitwirkungkonto des HE gebucht werden?
Ich kann nur anraten, SOFORT ein ausdrückliches und unmißverständliches Verbot auszusprechen, unbeteiligte Dritte ohne dein Einverständnis zu involvieren und somit schützenswerte Daten zu offenbaren.
Was SB in Aussicht gestellt - nein - angedroht hat, wird den sozialen Frieden im Sprengel erheblich stören.
Das Verbot würde ich direkt an den Teamleiter adressieren.
Im Verteiler noch den GF?
Damit die Etage höher auch gleich was zu tun bekommt, wenn deren SBs tillen.
Such für das Verbot nach einer geeigneten Vorlage und passe sie auf deine Situation an.
Der Wortlaut ist wichtig.
In diesem Faden solltest du fündig werden.
Daß alles nachweisbar abgesetzt werden muß, ist dir sicher klar.
In dem Faden findest du noch die Methode "doppelt gemoppelt", die kostengünstiger als Einschreiben ist.
Geändert von Pixelschieberin (25.07.2017 um 23:04 Uhr) Grund: Feintuning
26.07.2017, 09:10 #11
Umzug-Mietbescheinigung, ich müsse nicht nur den Mietvertrag sondern auch die MIETbescheinigung vorlegen?
Erst einmal ganz herzlichen Dank. Ich muss bis morgen eine Lösung haben, weil ich dann wieder zum Jobcenter hin muss - eben mit dieser Bescheinigung.
Diese hab ich hier hochgeladen
Ich kann übrigens die Links auf der Seite "Sonstige Mustertexte/Vorlagen/Informationen nicht öffnen. Ich klicke sie an, aber werde immer wieder auf die Seite zurückgeleitet, ohne dass ich die wunderbaren Mustertexte zu Gesicht bekomme.
Ganz herzlichen Dank und viele Grüße an alle, die sich die Mühe machen, zu lesen, zu denken und zu versuchen, zu helfen....
Scan.pdf (176,8 KB, 39x aufgerufen)
Geändert von Newcomer (26.07.2017 um 09:16 Uhr) Grund: hatte etwas vergessen...
26.07.2017, 09:26 #12
Ich weiß nicht wo das Problem ist. Miete vom Staat zu erhalten ist doch eine sichere Einnahmequelle für den Vermieter besser gehts nicht.
Warum schämst du dich das du Bedürftig bist. Das ist heutzutage nun normal.
26.07.2017, 09:53 #13
Zitat von 2wie Pech u Schwefel
hallo, guten Morgen, nein, es ist nicht normal - und schon gar nicht hier in der Eifel, wo jeder über jeden tratscht... Bedürftigkeit wird hier mit "asozial" gleichgesetzt ... mit "zu faul zum arbeiten... rauchen, saufen und den ganzen Tag vor der Glotze hängen...
und man ist ganz schnell aus der Dorfgemeinschaft ausgeschlossen. Das ist nun einmal so.
Der andere Punkt ist der, dass hier viele Vermieter nicht so gute Erfahrungen mit dem Jobcenter gemacht haben, sie sind teilweise eben auf Nebenkosten sitzen geblieben, auf Heizkosten (weil die eben in der Eifel eigentlich höher sind als in der Stadt) usw. usf... ausserdem geht es darum, dass es
Datenschutzgesetze gibt, die hier vom JC einfach ausgehebelt werden - und die "Kunden" werden massiv unter Druck gesetzt.
26.07.2017, 14:32 #14
Ich hatte die Links vorm und nach dem Publizieren getestet.
Jetzt extra noch Mal. Die verlinkten Fäden springen in einem neuen Tab auf.
Versuchs mal mit einem erzwungenen Browser-Refresh - oder einem anderen Browser.
Falls dein Browser das nicht schafft, hangle dich über die Forenstartseite über "Allgemein" zu "Sonstige Mustertexte / Vorlagen / Informationen"
Dieser Faden wurde von "Aufgewachter" erstellt und wird moderiert.
Zur Not kannst du in seinem Benutzerprofil - unter dem Tab "Statistik" - "suche alle BEITRÄGE" anklicken und dort nach "Sonstige Mustertexte / Vorlagen / Informationen" durchforsten.
In DEM Faden findest du unter #10 die Methode "doppelt gemoppelt".
Daß dir die Zeit weg rennen soll, hat Methode.
Oder du hast dich etwas zu kurzfristig ans Forum gewandt...
Wie auch immer - mehr Ratschläge als dir bereits gegeben wurden, habe ich nicht auf der Pfanne.
Ich hätte höchstens noch etwas Coaching anzubieten.
Vorsicht - lang!
Für erfolgreiches Verhalten bei SBs brauchts eine Portion WILLEN, die Szene AKTIV zu bestimmen, den unumstößlichen Vorsatz, das Gespräch SELBST führen zu wollen und etwas Wendigkeit.
Ein angeknackstes Selbstbewußtsein kann durch umfassende Informiertheit wett gemacht werden.
Das stellt sich wie von allein ein - wenn ich dem Gegenüber nach (m)einem Präventivschlag die Felle weg schwimmen sehe.
Druck dir die zur Verfügung gestellten Urteile und wichtigsten Anmerkungen aus.
Mit großer Schrift.
Du wirst nervös sein.
Markiere dir die KO-Kernbegriffe.
Deine vorbereiteten Ausdrucke nimmst du in einem schicken Hefter mit und läßt den als erstes - und zwar SOFORT nach den Begrüßungsfloskeln - auf den Tisch fallen.
Bevor ich mich setze, rücke ich immer erst den Stuhl zurecht.
Egal ob das Not tut oder nicht. Steht mir einer im Weg, schiebe ich den woanders hin.
Botschaft: ICH bestimme, ob Licht auf mein Gesicht fällt und ob ich genug Raum habe.
Dann erst lasse ich mich nicht allzu lässig aber trotzdem dominant wirkend in den Stuhl gleiten.
Wie beiläufig sollte deren Barrikade zielstrebig eingenommen werden.
Flyer wegschieben?Irgendwas anfassen und bewegen.
Vorgeblich damit mein Gedöns ausreichend Platz findet.
Mach irgendetwas, was für die andere Tischseite nicht wirklich "faßbar" ist - aber Unbehagen schafft, indem es deren Schutzzone einreißt.
Stehe ruhig auf und gucke deren Bilder an wenn die anfangen zu tippen.
Kommentiere sie wohlwollend.
Geplant war, dich untätig in die Warteschleife zu verbannen.
Botschaft: Ich halte mich nicht an Spielregeln, die mich klein zu halten suchen.
Zieh dich wie für ein Vorstellungsgespräch an.
DU bist ein businessman!
Nimm Haltung an und behalte sie bei.
Bevor ich da rein gehe, straffe ich mich und sage mir vor:
- ICH bin der Kunde.
- Die Personen auf der anderen Tischseite sind während des Termins MEIN Personal.
- (Mein) Personal hat zu spuren.
Hier - im Rahmen der Gesetze.
Aus der vom Gesetzgeber gelegten Spur können sie vielleicht bei real sheeps ausscheren.
ICH bin aber keins!
Wenn die mich wie im vorliegenden Fall grundlos zu schikanieren suchen, werden die Krallen aus den vermeintlichen Samtpfötchen gefahren.
Laß sich deine Feinde gar nicht erst sortieren!
Bring sie sofort aus dem Tritt!
Störe deren Konzentration!
Meine SBs tippen immer ganz angestrengt und gucken mich nicht an.
Geplante Botschaft: Du bist ein Bittsteller.
Wenn ich mich beginne zu langweilen, frage ich mitfühlend interessiert, wie es sein kann, daß jemand ohne zehn Finger zu beherrschen einen derart textlastigen Beruf gewählt hat.
Ob das nicht sehr anstrengend sei? Der Job wäre doch mit Sekretärinnen vergleichbar.
Ob sich die Anforderungen in Bereich der Sekretäre (nein, du meinst nicht SB) auch schon so nach unten nivelliert hätten?
Dann könnte ich vielleicht dort einen Stich machen?
Botschaft: DU bist nur ein kleines Rädchen mit Minimalqualifikation, das warum auch immer das Glück hat, besser geharzt zu sein als deine Gegenüber.
Zwinge SB immer wieder, dich anzusehen!
Das kannst - und solltest - du keinesfalls befehlen oder thematisieren.
Betrachte es als Spiel.
Es ist nämlich eins.
Sobald dein Gegenüber weg guckt, stoppst du einfach.
Mitten im Satz. (Merke dir die Stelle oder mach dir gedankenverloren Notizen)
DU willst dir der vollen Aufmerksamkeit gewiß sein.
Dabei lächelst du stets unverbindlich-verbindlich.
Wenn es geht, wissend.
Wenn du diese Art Schlacht gewinnen willst, machst du sofort nach dem Begrüßungsgeplänkel 'ne tüchtige Welle.
Laß SB sich NICHT an ihrem roten Faden entlang hangeln.
Will sie dich woanders hin manipulieren - lege zu Not "die Platte mit Sprung auf".
Mach dir zuvor Stichpunkte, was genau du zu erreichen gedenkst.
Ehe die nicht ABGEHAKT, zu deiner Zufriedenheit gelöst sind, duldest du entweder keinen Themenwechsel oder greifst den noch fehlenden Punkt immer und immer wieder auf.
Am Besten, du ziehst dir einen Schnellkurs in "Manipulationen abwehren" rein.
Link zu meiner Liste abzuarbeitender Seiten
Erlaube dir die Einsicht, daß alle Normalos manipulierbar sind wenn jemand, der auf ein bestimmtes Ziel geschult ist, die Manipulations-Strippen zieht.
Ohne die verlinkte Lektüre hätte ich es nie und nimmer geschafft, SBs auf ihre Plätze zu verweisen.
Die wichtigsten Sätze habe ich mir notiert und lese sie mir in den Öffentlichen auf der Hinfahrt mantra-mäßig durch.
Mein Scheitern kalkuliere ich ein!
Es sind stets genug Vorräte vorhanden, eine 30% Sanktion ohne große Beeinträchtigung durchzustehen.
Mache ich mir das bewußt, steige ich angstfrei(er) in den Ring.
Genau DAS spüren die.
Angstfreie Gegner haben eine andere Ausstrahlung.
Mach dir vor deiner Angriffswelle klar:
Wer fragt FÜHRT das Gespräch.
Meine Eröffnung sähe so aus:
SB soll mir JETZT erklären, ob es Vorsatz war, mich völlig verkehrt informiert zu haben?!
Botschaft: Entweder DAS oder sie muß eingestehen, daß sie ihr Fach nicht beherrscht.
Was 'ne Zwickmühle!
SB wird vorgeben, nicht zu wissen, was du meinst:
Frag weiter.
Weshalb dir halbgare Empfehlungen als unumstößliche Bedingung vorgegaukelt wurden!?
SB weiß immer noch nicht, worauf genau du hinaus willst.
Wenn du es gut inszenierst, ist SB jetzt schon verunsichert.
Dann erst - wenn SB verärgert und aus dem Tritt ist - liest du die betreffende Passage (Textmarker, damit du es findest) aus dem Urteil vernehmlich vor.
Erwirke, daß SB aufmerksam zuhört.
DU bist der Kunde, der ein berechtigtes Anliegen hat!
Abschließend diktierst du SB das Aktenzeichen, damit sie sich das Urteil selbst finden, ausdrucken und gut sichtbar an die Wand klemmen möge.
Sie soll dir in ihren Worten wiederholen, was ihrer Auffassung nach im Urteil des höchsten Gerichtshofs? beschieden wurde.
Gute Ausbilder vergewissern sich stets, ob der Lehrling es wirklich ver-stan-den hat.
Nachdem DAS geklärt ist, soll sie dir einen für dich akzeptablen Weg aufzeichnen, damit sie zur gewünschten Information kommt.
Und zwar OHNE, daß deine schützenswerten Sozialdaten gegen deinen Willen an Dritte offenbart werden!
SB wird dafür bezahlt. SB soll sich mal 'ne Platte machen.
Wie alle wissen, viele Wege führen nach Rom.
Ach ja, da hast du noch was vorbereitet...
Mit den Worten schiebst du das Verbot der Datenweitergabe an Dritte rüber und läßt dir den Empfang auf deinem Duplikat quittieren!
Ach ja, da ist ja noch das Blatt, worauf dein Wunsch steht, daß die zur Leistungserbringung unnötig erhobenen Daten zu löschen seien.
SB kann dir sicher die Kopie reichen, damit die Daten Dritter geschwärzt werden können.
Stift mitnehmen!
Gibt sie nicht raus?
Ach sie will, daß das vor Gericht geht?
Okeee - ihre Entscheidung.
1) Im Gegensatz zu ihr bist du sowas von informiert und strukturiert.
2) Herzchen, komm nicht auf dumme Ideen! I warn you.
3) ich weiß mich mittlerweile zu wehren und werde es tun.
4) Ab heute bin ICH wieder der Regisseur in meinem Leben.
Ob SB dein Verbot sofort zur Kenntnis nimmt, ist dir in dem Moment wurscht. Hauptsache bei Gericht ist im Streifall erkennbar, daß DIESE Willenserklärung im Machtbereich des JC angekommen ist.
Die letzte Bemerkung solltest du fallen lassen, damit es hinsichtlich deiner Kampfbereitschaft kein Vertun gibt.
Botschaft: ICH habe keine Angst, dich vors Gericht zu zerren.
Und wenn es dazu kommt, hast DU viel mehr Arbeit als bis heute eingebildet.
Von Neugier geplagt, wird es meist hinterher gelesen.
Es droht dumm zu laufen?
Weigert SB sich, den Empfang zu bestätigen, brich nonchalant ab und erkundige dich nach dem Büro des Geschäftsführers.
Ja - immer oben ansetzen.
Runter kullern ist leichter als aufsteigen.
Du willst dir von dem gleich erklären lassen, wie das mit der Fachaufsichtsbeschwerde funktioniert.
SIE hieltest du bei diesem Ansinnen für befangen.
Lächle sehr höflich dabei. Aber keinesfalls unterwürfig!
Eine Mentorin hat mir zu Beginn meiner ersten Führungsposition beigebracht:
Du kannst die größten Gemeinheiten raushauen - wenn du dabei sibyllinisch lächelst, kann dir keiner was.
Das Gegenüber ist aus dem Tritt gebracht und weiß dich nicht auszurechnen
Sieh zu, dich NIE NIE auf die Palme bringen zu lassen.
Die Fassung soll - wenn überhaupt - NUR dein Gegenüber verlieren - NICHT du.
Du solltest bei hartnäckiger Gegenwehr fallen lassen, wenn sie das Spiel wie angekündigt betreiben sollte, setzts noch 'ne Anzeige obendrauf - und zwar neben der - noch nicht los getretenen - Fachaufsichtsbeschwerde.
Der Datenschützer eures Bundeslandes stünde - wie sie beim Lesen unschwer feststellen KÖNNTE - in dieser Angelegenheit so gar nicht hinter ihrem geplanten Ansinnen.
DER steht sogar über ihrem Geschäftsführer (GF).
Frag deine SB, ob es dem GF gefallen würde, Rede und Antwort stehen zu müssen.
Womöglich vor Gericht....
Bluffe.
Hau auf den Pudding.
Aber so, daß alles MACHBAR und realistisch erscheint.
Ziel deiner Auführung ist:
SBs soll erkennen, daß die Luft brennen wird, sollte der Vermieter gegen deinen erklärten Willen in Kenntnis gesetzt werden.
Dein Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist in diesem Punkt nicht verhandelbar!
DU willst es gewahrt wissen!
Ob Pech & Schwefel das so sehen oder nicht:
Ich verstehe sofort, daß du DAS nicht preis geben willst;
es schwächt deine Verhandlungsposition.
Erst nachdem du abgerotzt und SB auf Normalmaß zurecht gestutzt hast, zeigst du dich verhandlungsbereit.
SB möge dir jetzt SOFORT einen für DICH gangbaren und rechtskonformen Weg aufzeigen. Andernfalls wird ihr Verhalten an mehreren Stellen publik gemacht.
Sie soll bei ihrer Lösung einkalkulieren, daß das Angebot eines Vermieters nicht ewig besteht, sollten dir finanzielle Nachteile entstehen, mußt du über eine Schadensersatzklage nachdenken.
Du schlägst vor, das und das Dokument zeigt auf, welche KdU dir entstehen werden.
Sie soll die jetzt zur Kenntnis nehmen und gefälligst tun, was zu tun ist, um die Steine aus dem Weg räumen.
DAS sei ihr Job.
Und wieder lächelst du sehr freundlich-wissend.
Gut wäre es - für diesen Fall - du hast einen Beistand mit dem Gemüt eines Schaukelpferds dabei.
Einen, der die Klappe halten kann und eifrig mitkritzelt.
Nicht, daß du plötzlich einen zwei Fronten Krieg zu bestreiten hast.
Der kann Dich gern was fragen - z. B:
Soll ich ins Protokoll schreiben, Frau Merkbefreit weigert sich - selbst nach mehrmaliger Aufforderung - die Entgegennahme des Schriftstücks XY zu bestätigen?
Meine Beistände - von der selben Misere betroffen - nahmen Frechheiten der SBs viel zu persönlich und platzten mit dem raus, was sie schon immer mal los werden wollten.
Seit aufgebrachte Beistände meine Asse ohne Not aus dem Ärmel fallen ließen, steige ich lieber wieder allein in den Ring.
Ach ja, und als I-Tüpfelchen läßt du dir ihren Verbis Vermerk ausdrucken.
Sollten da Ungereimtheiten, Unterstellungen, gar Mutmaßungen stehen, hat SB gleich wieder Arbeit...
Da dürfen nur Fakten stehen.
Teamleiter und Admin werden der SB Fragen stellen, sofern du berechtigt auf Änderung bestehst.
Ohne Admin-Mitwirkung und jemandem, der den offiziell dazu beauftragt, lassen sich die Einträge nämlich nach dem finalen "Willy Go" nicht mehr korrigieren.
Good luck - mach was draus.
Geändert von Pixelschieberin (26.07.2017 um 14:52 Uhr) Grund: Feintuning
26.07.2017, 16:11 #15
Ich ernenne heute die Pixelschreiberin heute zur
# QUEEN DES TAGES #
26.07.2017, 22:28 #16
Die Story hat mich zornig gemacht.
Da ich das Gefühl von Fassungslosigkeit ob dreister Frechheiten und die damit verbundene Ohnmacht kennengelernt habe, ist halt das Nähkästchen umgekippt...
26.07.2017, 23:24 #17
Junge Junge, dich möchte ich keinesfalls als Gegenspieler haben :-)
Ich habe dann heute früh noch ein Schreiben an das Kundenmanagement des JC/Agentur für Arbeit per Mail geschickt, in welchem ich den Text des "Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit" zitiert habe "... Eine Mietbescheinigung darf vom Jobcenter nicht zwingend gefordert werden...." - Eine Stunde später bekam ich einen Anruf meiner ursprünglichen SB "Ich wollte Ihnen nur Bescheid geben, wir benötigen die Mietbescheinigung nicht.... Morgen weiß ich dann mehr, da gehe ich hin und versuche, eine Renovierungsbeihilfe zu bekommen, da die Wohnung in einem leicht katastrophalen Zustand ist... Drückt mir die Daumen und ganz herzlichen Dank
26.07.2017, 23:30 #18
29.07.2017, 22:56 #19
KAnn ja sein, aber trotzdem darf das doc bite jeder für sich selber entscheiden, ob er das offenlegt oder nicht.
ZUm Glück gibt es keinen "Judenstern" für Harzis.
30.07.2017, 00:02 #20
[...] ZUm Glück gibt es keinen "Judenstern" für Harzis.
Sozialpässe, vor Tafeln anstehen und womöglich Kassiererinnen Lebensmittelgutscheine zuschieben müssen, ist trotzdem stigmatisierend.
30.07.2017, 00:07 #21
Ein Grund mehr, sich nicht auch noch vor Vermietern outen zu müssen.
dass ich bedürftig bin, datenschutz, mietbescheinigung, Vermieter soll nicht erfahren, vermieterbescheinigung
Mietbescheinigung muß ich die ausfüllen für den bevorstehenden Umzug oder Mutter Ehnoah KDU - Miete / Untermiete 4 26.09.2016 13:00
Umzug, Mietbescheinigung, Mietvertrag, Verschleppung... Struwwelliese Allgemeine Fragen 4 02.03.2016 01:25
Mietbescheinigung zwingend nötig für Umzug bei Bezug von Grundsicherung ? late september Grundsicherung SGB XII 10 15.06.2015 14:45
Frage zur Mietbescheinigung bei nicht erforderlichen Umzug Sommer 06 KDU - Umzüge... 17 27.07.2011 14:21
Umzug ,Mietbescheinigung ,Holz u. Kohle 123mausi KDU - Umzüge... 1 14.08.2009 11:57