Source: https://www.dimb.de/fachberatung/die-rechtslage/sachsen/
Timestamp: 2019-11-20 22:54:10
Document Index: 396771332

Matched Legal Cases: ['§11', '§13', '§27', '§ 59', '§30', '§ 28', '§ 59', '§ 29', '§ 59', '§ 30', '§ 59', '§ 11']

Sachsen | DIMB
Waldgesetz für den Freistaat Sachsen (SächsWaldG) v. 10. April 1992, rechtsber. mit Stand v. 22. Juli 2013
§11 Betreten des Waldes
§13 Sperrung von Wald
Sächsisches Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Sächsisches Naturschutzgesetz – SächsNatSchG) idF v. 06. Juni 2013
Teil 7 Erholung in Natur und Landschaft
§27 Betreten der freien Landschaft (zu § 59 BNatSchG)
1. das Ski- und Schlittenfahren (ohne Motorkraft), das Spielen und ähnliche Betätigungen in der freien Landschaft,
2. auf dafür geeigneten Wegen das Radfahren und das Fahren mit Krankenstühlen; Fußgänger dürfen weder belästigt noch behindert werden.
§30 Betreten der freien Landschaft
(1) Die freie Landschaft darf von allen auf eigene Gefahr zum Zwecke der Erholung unentgeltlich betreten werden. Landwirtschaftlich genutzte Flächen dürfen während der Nutzzeit nicht betreten werden; als Nutzzeit gilt die Zeit zwischen Aussaat oder Bestellung und Ernte, bei Grünland die Zeit des Aufwuchses und der Beweidung. Sonderkulturen, insbesondere Flächen, die dem Garten-, Obst- und Weinbau dienen, dürfen ganzjährig nur auf Wegen betreten werden.
(2) Zum Betreten gehören auch 1. das Ski- und Schlittenfahren (ohne Motorkraft), das Spielen und ähnliche Betätigungen in der freien Landschaft, 2. auf dafür geeigneten Wegen das Radfahren ohne Motorkraft und das Fahren mit Krankenfahrstühlen. Fußgänger dürfen weder belästigt noch behindert werden.
§ 28 Schranken des Betretungsrechts (zu § 59 BNatSchG)
§ 29 Zulässigkeit von Sperren in der freien Landschaft (zu § 59 BNatSchG)
1. es sich bei einem mit einem Wohngebäude bebauten Grundstück um den Wohnbereich und die damit in räumlichem und sachlichem Zusammenhang stehenden bebauten oder nicht bebauten Grundstücksteile handelt; Entsprechendes gilt für gewerblich genutzte Grundstücke,
2. die Beschädigung des Grundstückes oder dessen Verunreinigung oder Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen in nicht unerheblichem Maß zu befürchten sind oder
3. Maßnahmen der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft, der Jagdausübung oder zulässiger sportlicher Veranstaltungen sowie sonstige zwingende Gründe eine Sperre erfordern.
§ 30 Durchgänge (zu § 59 BNatSchG)
Analog zu anderen Waldgesetzen wird auch in Sachsen ein verantwortungs- und rücksichtsvolles Verhalten gefordert:
“Wer den Wald betritt, hat sich so zu verhalten, dass die Lebensgemeinschaft Wald und die Bewirtschaftung des Waldes nicht gestört oder gefährdet, der Wald und die Einrichtungen im Wald nicht beschädigt, zerstört oder verunreinigt werden sowie die Erholung anderer Waldbesucher nicht beeinträchtigt wird.” (§ 11 Abs. 2 SächsWaldG)
Damit setzt Sachsen auf die Eigenverantwortung aller Waldbesucher, auf ein Miteinander und auf gegenseitige Rücksichtnahme. Mountainbiker können und sollten sich in der Praxis dabei an den DIMB Trail Rules orientieren.
Leider noch offen 🙁 Das aktuelle Landesrecht ist unter REVOSax kostenlos abrufbar.
Für den Bereich der Sächsischen Schweiz gibt einen sehr interessanten Artikel der Sächsische-Schweiz-Initiative über die Entstehung von Wegen und Wegenetzen.