Source: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrVbg&Gesetzesnummer=20000567
Timestamp: 2019-01-20 11:44:31
Document Index: 21097419

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 33', '§ 34', '§ 35', '§ 36', '§ 37', '§ 38', '§ 39', '§ 40', '§ 41', '§ 42', '§ 43', '§ 44', '§ 45', '§ 46', '§ 48', '§ 49', '§ 50', '§ 51', '§ 52', '§ 53', '§ 54', '§ 55', '§ 56', '§ 57', '§ 58', '§ 59', '§ 60', '§ 61', '§ 62', '§ 63', '§ 65', '§ 66', '§ 67', '§ 67', '§ 68', '§ 69', '§ 6', '§ 24', '§ 3', '§ 35', '§ 3', '§ 49', '§ 61', '§ 3', 'Art. 151', '§ 35', '§ 36', '§ 67', '§ 68', '§ 41', '§ 41', '§ 41', '§ 33', '§ 33', '§ 33', '§ 69']

RIS - Jagdgesetz - Landesrecht konsolidiert Vorarlberg, Fassung vom 20.01.2019
Landesrecht konsolidiert Vorarlberg: Gesamte Rechtsvorschrift für Jagdgesetz, Fassung vom 20.01.2019
§ 3 Grundsätze für die Ausübung des Jagdrechts
§ 4 Wild
§ 5 Jagdjahr
§ 6 Allgemeine Erfordernisse
§ 7 Eigenjagdgebiete
§ 8 Genossenschaftsjagdgebiete
§ 9 Abrundung der Jagdgebiete
§ 10 Festlegung der Jagdgebiete
3. Abschnitt: Jagdgenossenschaften
§ 11 Einrichtung, Organe, Satzung
§ 13 Jagdausschuss
§ 14 Obmann
§ 15 Geschäftsführung, Jahresrechnung
§ 16 Aufsichtsbehördliche Maßnahmen
4. Abschnitt: Jagdnutzung
§ 18 Jagdnutzung durch den Jagdverfügungsberechtigten
§ 19 Jagdverwalter
§ 20 Verpachtung der Jagd
§ 21 aufgehoben Fassung 54/2008
§ 22 Vorzeitige Beendigung des Jagdpachtverhältnisses
§ 23 Jagdgäste
5. Abschnitt: Vorschriften über das Jagen
1. Unterabschnitt: Jagdkarten
§ 24 Ausstellung und Entziehung von Jagdkarten
§ 25 Jagdliche Eignung
§ 26 Jagdliche Verlässlichkeit
2. Unterabschnitt: Gebote und Verbote für das Jagen
6. Abschnitt: Rücksichtnahme- und Duldungspflichten im Interesse der Jagd
§ 29 Jagdeinrichtungen
§ 30 Jägernotweg
§ 31 Wildfolge in fremdes Jagdgebiet
§ 32 Verhalten jagdfremder Personen im Jagdgebiet
§ 33 Wildruhezonen, Sperrgebiete
§ 34 Hunde und Katzen im Jagdgebiet
7. Abschnitt: Jagdwirtschaft
1. Unterabschnitt: Regulierung des Wildbestandes
§ 35 Wildbehandlungszonen
§ 36 Schonvorschriften
§ 37 Abschussplanung
§ 38 Erlassung der Abschusspläne
§ 39 Erfüllung des Mindestabschusses
§ 40 Hegeabschuss
§ 41 Abschuss von Schadwild
§ 42 Abschusskontrolle
2. Unterabschnitt: Vorschriften für Wildhege und Jagdbetrieb
§ 43 Verbesserung der Einstands- und Äsungsverhältnisse, Wildfütterung
§ 44 Futterplätze
§ 45 Wildwintergatter
§ 46 Aussetzen und Einfangen von Wild
§ 48 Ansteckende Tierkrankheiten
3. Unterabschnitt: Überprüfung der Jagdwirtschaft
§ 49 Beobachtung des Jagdgebiets
§ 50 Hegeschau
4. Unterabschnitt: Jagdschutzdienst
§ 51 Bestellung von Jagdschutzorganen
§ 52 Voraussetzungen für die Bestellung
§ 53 Aufgaben und Befugnisse
5. Unterabschnitt: Hegegemeinschaften
§ 54 Einrichtung, Organe, Aufgaben
§ 55 Mitgliederversammlung
§ 56 Obmann
§ 57 Voranschlag, Rechnungsabschluss, Verumlagung der Kosten
§ 58 Aufsichtsbehördliche Maßnahmen
8. Abschnitt: Ersatz von Jagd- und Wildschäden
§ 59 Schadenersatzpflicht
§ 60 Schlichtungsverfahren
9. Abschnitt: Jagdförderung
§ 61 Interessenvertretung der Jägerschaft
§ 62 Zweckbindung der Jagdabgabe, Jagdförderungsbeitrag
10. Abschnitt: Behörden, Verfahrens-, Straf- und Schlussbestimmungen
§ 63 Behörde
§ 65 Jagdaufsicht
§ 66 Anhörungsrechte
§ 67 Jagdkataster
§ 67a Dialog
§ 68 Strafbestimmungen
§ 69 Übergangsbestimmungen
Haarwild: das Rot-, Gams-, Reh-, Stein- und Schwarzwild (Schalenwild); der Feldhase, der Schneehase, das wilde Kaninchen, das Murmeltier, die Bisamratte; der Dachs, der Fuchs, der Baum- oder Edelmarder, der Stein- oder Hausmarder, der Iltis, das Hermelin, das kleine Wiesel, der Fischotter, die Wildkatze, der Luchs (Raubwild);
(1) Wenn die zur Bildung des Genossenschaftsjagdgebietes bestimmten Grundstücke nicht dem § 6 Abs. 2 entsprechend miteinander verbunden sind, ist eine solche Verbindung herzustellen, indem möglichst im Tauschwege Grundflächen aus angrenzenden Jagdgebieten zugeordnet werden. Diese Flächenverschiebungen müssen in einem angemessenen Verhältnis zu der zu verbindenden Fläche stehen und dürfen die angrenzenden Jagdgebiete in ihrer jagdlichen Nutzbarkeit nicht wesentlich beeinträchtigen. Wenn eine diesen Erfordernissen ensprechende Verbindung nicht möglich ist, sind die Grundflächen nach jagdwirtschaftlicher Zweckmäßigkeit angrenzenden Jagdgebieten zuzuordnen.
Jagdnutzung durch den Jagdverfügungsberechtigten
(1) Anderen Personen als dem Jagdnutzungsberechtigten sowie dem Jagdverwalter und dem Jagdschutzorgan im Rahmen ihrer dienstlichen Verpflichtungen ist das Jagen im Jagdgebiet nur nach Maßgabe einer vom Jagdnutzungsberechtigten erteilten Jagderlaubnis gestattet (Jagdgäste). Der § 24 Abs. 1 bleibt unberührt.
(3) Die Landesregierung kann durch Verordnung bestimmen, unter welchen Voraussetzungen die Behörde Ausnahmen von den gemäß Abs. 2 erlassenen Geboten und Verboten für das Jagen erteilen kann. Hiebei ist zu berücksichtigen, dass die Ausnahmen den Grundsätzen des Abs. 1 und dem ins Landesrecht umzusetzenden Recht der Europäischen Union nicht widersprechen dürfen.
*) Fassung LGBl.Nr. 67/1993, 35/2004, 70/2016
Rücksichtnahme- und Duldungspflichten im Interesse der Jagd
Wildruhezonen, Sperrgebiete
(2) Wenn es die besonderen Verhältnisse erfordern, hat die Behörde für den Verwaltungsbezirk oder für Teile desselben von der Verordnung nach Abs. 1 abweichende Schonzeiten mit Verordnung festzusetzen. Dabei ist zwingend umzusetzendes Recht der Europäischen Union zu beachten. Die Landesregierung kann diesbezügliche Erfordernisse mit Verordnung näher regeln.
Erlassung der Abschusspläne
(1) Die Landesregierung hat bis zum 31. März jedes Jahres mit Verordnung für jeden Rotwildraum den Mindestabschuss an Rotwild, aufgegliedert nach Geschlechtern und Altersklassen, sowie die Aufteilung dieser Abschüsse auf die einzelnen Wildregionen festzulegen. Mindestabschüsse, die zur Vorbeugung und Bekämpfung von ansteckenden Tierkrankheiten bzw. zur Erhaltung eines gesunden Wildbestandes im Sinne des § 3 lit. e oder aus sonstigen besonderen jagdwirtschaftlichen Erfordernissen festgelegt werden, sind ausdrücklich als solche zu bezeichnen.
(2) Die Abschusszahlen sind unter Berücksichtigung des § 35 Abs. 2 so festzulegen, dass im Rotwildraum und in den einzelnen Wildregionen ein Rotwildbestand erreicht und erhalten wird, der den Grundsätzen des § 3 entspricht. Örtlich und zeitlich begrenzte Engpässe der Tragfähigkeit des Lebensraumes können hiebei insoweit unberücksichtigt bleiben, als sie durch jagdwirtschaftliche Maßnahmen so ausgeglichen werden können, dass keine untragbaren Schäden, insbesondere keine waldgefährdenden Wildschäden (§ 49 Abs. 4), auftreten. Treten dennoch solche Schäden auf, so sind die Abschusszahlen gegenüber den vorangegangenen Jagdjahren angemessen zu erhöhen. Auf die jagdlichen Verhältnisse in den außerhalb des Landesgebietes liegenden Teilen des Lebensraumes einer Rotwildpopulation ist Bedacht zu nehmen.
(3) Zur Ermittlung der für die Abschussplanung maßgeblichen Verhältnisse hat die Landesregierung spätestens im März jedes Jahres gesondert für jeden Rotwildraum eine Besprechung durchzuführen. Zu dieser hat sie je einen von den Gemeinden, den Jagdverfügungsberechtigten und den Jagdnutzungsberechtigten jeder Wildregion namhaft gemachten Vertreter sowie je einen Vertreter der Landwirtschaftskammer, des forsttechnischen Dienstes der Wildbach- und Lawinenverbauung, der Vorarlberger Jägerschaft (§ 61), des als Fachverband der Forstwirtschaft anerkannten Vereins und der betroffenen Bezirkshauptmannschaften einzuladen.
(4) Die Behörde hat bis zum 30. April jedes Jahres mit Verordnung für jede Wildregion einen Abschussplan zu erlassen. Dieser hat für die einzelnen Wildarten, soweit erforderlich aufgegliedert nach Geschlecht und Altersklassen, die Abschüsse, die in der Wildregion insgesamt durchgeführt werden dürfen (Höchstabschuss) oder die mindestens durchgeführt werden müssen (Mindestabschuss), oder beides sowie die Aufteilung dieser Abschüsse auf die einzelnen Jagdgebiete zu enthalten. Mindestabschüsse, die zur Vorbeugung und Bekämpfung von ansteckenden Tierkrankheiten bzw. zur Erhaltung eines gesunden Wildbestandes im Sinne des § 3 lit. e oder aus sonstigen besonderen jagdwirtschaftlichen Erfordernissen festgelegt werden, sind ausdrücklich als solche zu bezeichnen. Beim Rotwild ist von dem gemäß Abs. 1 festgesetzten Mindestabschuss auszugehen. Dieser darf um höchstens 5 v.H. unterschritten werden. Für die Festsetzung der Abschusszahlen gilt der Abs. 2 sinngemäß.
(6) Zur Ermittlung der für die Abschussplanung maßgeblichen Verhältnisse hat die Behörde spätestens im April jedes Jahres gesondert für jede Wildregion eine Abschussplanbesprechung durchzuführen. Zu dieser hat sie die Jagdverfügungsberechtigten, die Jagdnutzungsberechtigten und ihre Jagdschutzorgane, die Gemeinden sowie die zuständige Dienststelle des forsttechnischen Dienstes der Wildbach- und Lawinenverbauung einzuladen und erforderlichenfalls Waldaufseher beizuziehen. Bei der Besprechung ist auch über Vorhaben zu berichten, die die Jagdausübung oder den Lebensraum des Wildes wesentlich beeinträchtigen können.
(7) Sofern die für die Abschussplanung maßgeblichen Verhältnisse für Steinwild aufgrund besonderer Umstände, wie beispielsweise Schneelage oder Seuchenzüge, im April nicht ermittelt werden können, hat die Behörde hinsichtlich Steinwild bis zum 31. Juli des Jahres die Abschussplanbesprechung (Abs. 6) durchzuführen und den Abschussplan (Abs. 4) zu erlassen.
(1) Die Behörde kann auf Antrag des Jagdnutzungsberechtigten den Abschuss von Wild, welches der ganzjährigen Schonung unterliegt, zulassen, wenn dies im Interesse der Hege gelegen ist. In der Bewilligung sind die Anzahl der Tiere festzulegen, die erlegt werden dürfen, die Merkmale zu bestimmen, nach welchen sie auszuwählen sind, und die Personen zu bezeichnen, die zum Abschuss ermächtigt sind.
Abschuss von Schadwild
(3) Futterplätze für Schalenwild dürfen nur mit Zustimmung des Jagdverfügungsberechtigten, der zuvor die Eigentümer der im Einflussbereich des Futterplatzes gelegenen Grundstücke zu hören hat, eingerichtet werden. Wenn der Jagdverfügungsberechtigte nicht zustimmt, ist die Bewilligung der Behörde einzuholen. Diese ist nach Anhörung des Jagdverfügungsberechtigten erforderlichenfalls unter Auflagen zu erteilen, wenn die Voraussetzungen der Abs. 1 und 2 erfüllt sind. Die Bewilligung ist zu widerrufen, wenn diese Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind.
Aussetzen und Einfangen von Wild
(2) Die Landesregierung kann, soweit es im Hinblick auf die Kriterien des Abs. 1 erforderlich erscheint, eine Bewilligungspflicht im Sinne des Abs. 1 auch für das Aussetzen von heimischem Wild festlegen; das Aussetzen von heimischem Schalenwild ist jedenfalls bewilligungspflichtig.
*) Fassung LGBl.Nr. 35/2004, 54/2008, 70/2016
Gemäß Art. 151 Abs. 9 B-VG in der Fassung des BVG BGBl. Nr. 504/1994 ist der Begriff „ordentlicher Wohnsitz“ mit Wirkung vom 1.1.1996 durch „Hauptwohnsitz“ zu ersetzen.
Voranschlag, Rechnungsabschluss,
Zweckbindung der Jagdabgabe,
Behörden, Verfahrens-, Straf- und Schlussbestimmungen
(2) Die Behörde hat vor Erlassung von Verordnungen gemäß den §§ 35 Abs. 3 und 36 Abs. 2 die im Abs. 1 lit. a bis c genannten Stellen zu hören. Vor der Erlassung einer Verordnung nach § 36 Abs. 2 hat sie überdies den Naturschutzanwalt zu hören, sofern die Verordnung Federwild betrifft.
§ 67a*)
§ 68*)
schälendes Wild nicht unverzüglich abschießt (§ 41 Abs. 1), einen Abschussauftrag gemäß § 41 Abs. 3 nicht erfüllt oder der Abschussverpflichtung nach § 41 Abs. 4 nicht entspricht,
eine Wildruhezone oder ein Sperrgebiet entgegen § 33 Abs. 4 betritt, die Kennzeichnung nicht gemäß § 33 Abs. 7 vornimmt oder die Hinweistafeln nicht gemäß § 33 Abs. 7 beseitigt,
*) Fassung LGBl.Nr. 58/2001, 54/2008, 44/2013, 70/2016
§ 69*)