Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2022,%20293
Timestamp: 2020-02-18 13:58:03
Document Index: 226681800

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', '§ 248', 'BGH', '§ 823', '§ 35', '§ 823', 'BGH', 'BGH', '§ 249', 'BGH', '§ 193', '§ 211', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', '§ 67', '§ 7', 'BGH', 'BGH', '§ 3', 'BGH', 'BGH']

BGH, 04.12.1956 - VI ZR 161/55 - dejure.org
https://dejure.org/1956,776
BGH, 04.12.1956 - VI ZR 161/55 (https://dejure.org/1956,776)
BGH, Entscheidung vom 04.12.1956 - VI ZR 161/55 (https://dejure.org/1956,776)
BGH, Entscheidung vom 04. Dezember 1956 - VI ZR 161/55 (https://dejure.org/1956,776)
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BGHZ 22, 293
NJW 1957, 500
DB 1957, 114
DB 1957, 115
In diesem Falle würde sich die Verpflichtung zur Erstattung der Aufwendung aus § 823 Abs. 2 BGB ergeben, da § 248 b StGB den an dem Tragen Gebrauchsberechtigten (meist mit dem Halter oder Eigentümer identisch) schützen will (BGHZ 22, 293, 296).
Ebenso wie bei der Deliktsnorm des § 823 Abs. 2 BGB kann § 35 Abs. 1 GWB nur dann als Grundlage eines Schadensersatz- oder Unterlassungsanspruch in Verbindung mit einer anderen Vorschrift in Betracht kommen, wenn die betreffende Vorschrift in Form eines bestimmten Gebots oder Verbots (GRUR 1962, 159, 162; NJW 1965, 2007) den Schutz eines bestimmten Personenkreises umfaßt und gegen eine näher bestimmte Art der Schädigung eines im Gesetz festgelegten Rechtsguts oder Individualinteresses gerichtet ist (vgl. zu § 823 Abs. 2 BGB: BGHZ 46, 17, 23 [BGH 29.07.1966 - V ZR 147/63] mit Nachweisen; 22, 293, 297; 40, 306, 307; Knöpfle NJW 1967, 697, 700; Hans Stoll, Kausalzusammenhang und Normzweck im Deliktsrecht, S. 15;… Palandt/Heinrichs BGB 34. Aufl., Vorbem. vor § 249, 5, c bb).
Daß sie die Wirkung hat, dem einzelnen zu nutzen, reicht nicht (BGHZ 22, 293, 297; 12, 146, 148).
Dieser Grundsatz hat angesichts der allgemein lautenden Passung des § 193 Satz 2 KO auch hinsichtlich der in § 211 Abs. 2 begünstigten persönlich haftenden Gesellschafter zu gelten, die selber die Gemeinschuldner im Konkurs der offenen Handelsgesellschaft sind (vgl. BGHZ 22, 293, 297 (1) ;… Jaeger/Lent a.a.O. § 211 Anm. 3); die dingliche Haftung ihnen gehörender Gegenstände muß vom Zwangsvergleich ebenso unberührt bleiben wie die dingliche Haftung eines zum Gesellschaftsvermögen gehörenden Gegenstandes.
Die gesetzliche Regelung hat hiernach nicht nur die Wirkung, andere, nämlich die Angehörigen der privaten Wirtschaft, vor einer drohenden Beeinträchtigung ihrer Interessen zu schützen, sondern verfolgt, wie es für die Annahme eines Schutzgesetzes zu fordern ist (BGHZ 22, 293, 297) [BGH 04.12.1956 - VI ZR 161/55] , bewußt diesen Zweck ; daß sie daneben andere Ziele im Auge hat - besonders das, die Gemeinden vor der Übernahme wirtschaftlicher Risiken zu bewahren das bei der früheren Regelung der Deutschen Gemeindeordnung allein in Betracht gezogen worden war (…s. die amtliche Begründung zu § 67 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935, Reichsanzeiger Nr. 25 bis 28, wiedergegeben bei Goetz, Deutsche Gemeindeordnung, 9. Aufl. S. 430 ff) -, ist für die Beurteilung nicht von Bedeutung.
Denn während es dort (wie für § 7 StVG) darauf ankommt, wer das Kraftfahrzeug für eigene Rechnung in Gebrauch hat und die tatsächliche Verfügungsgewalt besitzt, die ein solcher Gebrauch voraussetzt, ist das Halten nach dem Kraftfahrzeugsteuergesetz 1955 gleichbedeutend mit dem verkehrsgesetzlichen Recht, es auf öffentlichen Straßen zu benutzen, wie es regelmäßig durch die Zulassung erworben wird (einerseits BGHZ 13, 351; 22, 293, 300, [BGH 04.12.1956 - VI ZR 161/55]andererseits § 3 KraftStDVO 1955, RFH BStBl 1929, 563, BFH BStBl 1953, III, 213, 214).
BGH, 24.09.1957 - VI ZR 300/56
BGH, 09.01.1974 - V ZR 23/72