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Timestamp: 2016-10-01 03:10:32
Document Index: 170197465

Matched Legal Cases: ['Art. 18', 'Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 83', 'Art. 89', 'Art. 89', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 78', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 78', 'Art. 2', 'BGE', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 75', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 32', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 22', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 18', 'Art. 2', 'Art. 12', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 52', 'BGE', 'Art. 52', 'Art. 52', 'Art. 32', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 32', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 32', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 5', 'Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 18', 'Art. 32', 'BGE', 'BGE', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'Art. 111', 'BGE', 'Art. 26', 'Art. 18', 'Art. 13', 'Art. 32', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

1C_179/2015 (11.05.2016)
1C_179/2015, 1C_180/2015 � � Urteil vom 11. Mai 2016
1C_179/2015
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hans Hess,
1C_180/2015
Schweizerische Greina-Stiftung zur Erhaltung der alpinen Fliessgew�sser,
vertreten durch Gallus Cadonau,
Br�nigstrasse 66, 6078 Lungern,
Rathaus, Postfach 1562, 6061 Sarnen,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hans Hess.
Beschwerden gegen den Entscheid vom 24. Februar 2015 des Verwaltungsgerichts des Kantons Obwalden.
Mit Entscheid vom 10. Juni 2006 bewilligte der Einwohnergemeinderat Lungern A.________ den An- und Umbau einer bestehenden �konomiebaute auf dem Grundst�ck Nr. "..." in Lungern, das sich in der Landwirtschaftszone befindet.
Am 31. Mai 2011 reichte A.________ ein weiteres Baugesuch f�r die Errichtung einer 250 m
2�grossen Photovoltaikanlage mit integriertem Warmluftdach f�r die Heubel�ftung auf dem Dach der �konomiebaute ein. Dagegen erhob der Innerschweizer Heimatschutz Einsprache.
Die kantonale Kulturpflegekommission (KKPK) des Kantons Obwalden nahm am 5. Juli 2011 zum Projekt Stellung und verneinte dessen Bewilligungsf�higkeit mit der Begr�ndung, es beeintr�chtige das ISOS-Ortsbild "Weiler Obsee" und das Erscheinungsbild des gesch�tzten Wohnhauses "Feld" auf der Nachbarparzelle Nr. "...".
In der Folge legte A.________ dem Denkmalpfleger des Kantons Obwalden ein �berarbeitetes Baugesuch vor, das die Photovoltaikanlage neu vollst�ndig in die Dachfl�che integriert. Mit Stellungnahme vom 17. Januar 2012 verneinte die KKPK dessen Bewilligungsf�higkeit erneut.
Mit Verf�gung vom 6. Februar 2012 stellte das Bau- und Raumentwicklungsdepartement (BRD) des Kantons Obwalden gest�tzt auf die Stellungnahmen der KKPK fest, die Voraussetzungen f�r die Erteilung einer Baubewilligung gem�ss Art. 18a RPG (SR 700) seien nicht erf�llt.
Mit Beschluss vom 12. M�rz 2012 verweigerte der Einwohnergemeinderat Lungern die Baubewilligung f�r die Erstellung der Photovoltaikanlage.
Gegen diese beiden Entscheide erhob A.________, vertreten durch die Solar Agentur Schweiz und die Schweizerische Greina-Stiftung, Beschwerde an den Regierungsrat, der diese aus Gr�nden des Ortsbildschutzes am 4. Juli 2013 abwies.
Die dagegen von A.________ bzw. von der Solar Agentur Schweiz und der Schweizerischen Greina-Stiftung erhobenen Beschwerden wies das Verwaltungsgericht des Kantons Obwalden mit Entscheid vom 24. Februar 2015 ab, soweit darauf eingetreten werden konnte.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 1. April 2015 gelangt A.________ an das Bundesgericht (Verfahren 1C_179/2015) und beantragt, der Entscheid des Verwaltungsgerichts sei aufzuheben und ihm sei die Baubewilligung f�r die Errichtung der Photovoltaikanlage zu bewilligen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Zudem sei ein Augenschein durchzuf�hren und das vorliegende Verfahren sei mit dem Verfahren i.S. A.________ (wohl recte: Schweizerische Greina-Stiftung) zu vereinigen.
In gleicher Sache gelangt die Schweizerische Greina-Stiftung mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 31. M�rz 2015 an das Bundesgericht (Verfahren 1C_180/2015). Sie stellt dieselben Rechtsbegehren.
Der Einwohnergemeinderat Lungern und das Verwaltungsgericht schliessen auf Abweisung der Beschwerden. Das Bundesamt f�r Kultur BAK verzichtet auf eine Stellungnahme. Das Bundesamt f�r Raumentwicklung ARE hat sich vernehmen lassen, ohne einen f�rmlichen Antrag zu stellen. Der Regierungsrat, der vorerst auf eine Stellungnahme verzichtet hatte, f�hrt aus, die Photovoltaikanlage w�rde durch ihre ortsfremde Materialit�t und Farbgebung dominant in Erscheinung treten und dadurch das Ortsbild wesentlich beeintr�chtigen.
A.________ (Beschwerdef�hrer 1) und die Schweizerische Greina-Stiftung (Beschwerdef�hrerin 2) halten im weiteren Schriftenwechsel an ihren Antr�gen fest.
Die beiden identischen Beschwerden in den Verfahren 1C_179/2015 und 1C_180/2015 richten sich gegen denselben Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Obwalden; sie nehmen Bezug auf den gleichen Sachverhalt und es stellen sich die gleichen Rechtsfragen. Es rechtfertigt sich daher, die beiden Verfahren zu vereinigen.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid �ber die Verweigerung einer Baubewilligung f�r eine Photovoltaikanlage, d.h. eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit (Art. 82 lit. a und Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG). Dagegen steht die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten grunds�tzlich offen; ein Ausschlussgrund nach Art. 83 BGG ist nicht gegeben. Der Beschwerdef�hrer 1 ist als direkt betroffener Bauherr, der am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat, zur Beschwerdef�hrung befugt (Art. 89 Abs. 1 BGG). Eingehenderer Pr�fung bedarf dagegen, ob auch der Beschwerdef�hrerin 2 die Rechtsmittellegitimation zukommt.
2.1.�Organisationen sind zur Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten berechtigt, wenn ihnen ein Bundesgesetz dieses Recht einr�umt (Art. 89 Abs. 2 lit. d BGG). Gem�ss Art. 12 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) steht gesamtschweizerisch t�tigen Organisationen, die sich seit mindestens zehn Jahren statutarisch festgelegt dem Naturschutz, dem Heimatschutz, der Denkmalpflege oder verwandten Zielen widmen und rein ideelle Zwecke verfolgen, ein solches Beschwerderecht zu (sog. Verbandsbeschwerde). Der Bundesrat bezeichnet die zur Beschwerde legitimierten Organisationen (Art. 12 Abs. 3 NHG). Die Schweizerische Greina-Stiftung ist in der bundesr�tlichen Verordnung �ber die Bezeichnung der im Bereich des Umweltschutzes sowie des Natur- und Heimatschutzes beschwerdeberechtigten Organisationen (VBO; SR 814.076) aufgef�hrt (Nr. 25 des Anhangs zur VBO). Sie ist eine gesamtschweizerische Vereinigung, die sich statutengem�ss seit �ber zehn Jahren f�r eine rationelle Energienutzung und die F�rderung umweltvertr�glicher erneuerbarer Energien einsetzt. Indem sie f�r den Gew�sserschutz und die Erhaltung von unber�hrten und erhaltenswerten Landschaften eintritt (vgl. � 2 und 3 der Statuten), widmet sie sich dem Naturschutz. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts steht die Verbandsbeschwerde jedoch nur offen, soweit der angefochtene Entscheid die Erf�llung einer Bundesaufgabe im Sinne von Art. 78 Abs. 2 BV und Art. 2 NHG betrifft (BGE 139 II 271 E. 3 S. 272 f. mit Hinweis).
2.2.�Gem�ss Art. 78 Abs. 1 BV sind f�r den Natur- und Heimatschutz grunds�tzlich die Kantone zust�ndig. Der Bund nimmt jedoch bei der Erf�llung seiner Aufgaben R�cksicht auf die Anliegen des Natur- und Heimatschutzes und schont Landschaften, Ortsbilder, geschichtliche St�tten sowie Natur- und Kunstdenkm�ler; er erh�lt sie ungeschm�lert, wenn das �ffentliche Interesse es gebietet (Abs. 2).
Wann die R�cksichtsnahme- und Erhaltungspflicht als Bundesaufgabe zu verstehen ist, f�hrt Art. 2 Abs. 1 NHG in nicht abschliessender Weise aus. Nach der Rechtsprechung wird verlangt, dass die Verf�gung eine Rechtsmaterie betrifft, die in den Zust�ndigkeitsbereich des Bundes f�llt, bundesrechtlich geregelt ist und einen Bezug zum Natur-, Landschafts- und Heimatschutz aufweist. Das ist einerseits der Fall, wenn die bundesrechtliche Regelung (zumindest auch) den Schutz von Natur, Landschaft oder Heimat bezweckt; andererseits ist eine Bundesaufgabe zu bejahen, wenn der bundesrechtliche Auftrag die Gefahr der Beeintr�chtigung sch�tzenswerter Natur, Orts- und Landschaftsbilder in sich birgt (BGE 139 II 271 E. 9.3 f. S. 274 f. mit Hinweisen).
Das Bundesgericht hat verschiedentlich festgehalten, dass die Aufnahme einer Baute in das Bundesinventar der sch�tzenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) nicht bedeutet, dass ihr Schutz oder der Schutz der zugeh�rigen inventarisierten Baugruppe damit zur Bundesaufgabe wird (BGE 135 II 209 E. 2.1 S. 212 f.; Urteile 1C_700/2013 vom 11. M�rz 2014 E. 2.3 f.; 1C_470/2009 vom 3. Mai 2010 E. 3.3). Daher vermag eine Organisation ihre Beschwerdelegitimation aus der Verzeichnung einer Baute im ISOS nicht abzuleiten. Dar�ber hinaus k�nnte sich die Schweizerische Greina-Stiftung nicht auf den Denkmalschutz berufen, da dieser nicht ihrem statutarischen Zweck entspricht.
2.3.�Im Bereich der Energiepolitik setzen sich Bund und Kantone im Rahmen ihrer Zust�ndigkeiten f�r eine ausreichende, breit gef�cherte, sichere, wirtschaftliche und umweltvertr�gliche Energieversorgung sowie f�r einen sparsamen und rationellen Energieverbrauch ein (Art. 89 Abs. 1 BV). F�r Massnahmen, die den Verbrauch von Energie in Geb�uden betreffen, sind vor allem die Kantone zust�ndig (Abs. 4). Auch im Bereich des Bau- und Raumplanungsrechts sind grunds�tzlich die Kantone zust�ndig (Art. 75 Abs. 1 BV). Eine Bundesaufgabe liegt indessen dann vor, soweit es um (Teil-) Bewilligungen, Ausnahmen oder entscheidrelevante Gesichtspunkte geht, deren Voraussetzungen das Bundesrecht n�her regelt und die den notwendigen Bezug zum Natur-, Landschafts- und Heimatschutz haben. Dazu geh�ren zum Beispiel Ausnahmebewilligungen f�r Bauten ausserhalb von Bauzonen (Art. 24 ff. RPG; BGE 112 Ib 70 E. 4b S. 74 ff.).
2.4.�Hier stellt sich die Frage, ob der angefochtene Entscheid �ber die Baubewilligungsverweigerung f�r eine Solaranlage in Erf�llung einer Bundesaufgabe erging. Art. 18a RPG stellt sowohl in seiner alten als auch in der neuen Fassung (i.V.m. den Art. 32a und 32b der Raumplanungsverordnung [RPV; SR 700.1]) eine direkt anwendbare Bewilligungsnorm dar, die grunds�tzlich keiner kantonalen Umsetzung bedarf (vgl. CHRISTOPH J�GER, in: Kommentar zum RPG, 2010, N. 19 zu Art. 18a RPG; DERSELBE, Solaranlagen, Raum & Umwelt 6/2014, S. 19; HETTICH/PENG, Erleichterte Bewilligung von Solaranlagen in der Rechtspraxis, AJP/PJA 10/2015, S. 1437). In der am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen, mittlerweile �berarbeiteten Version von Art. 18a aRPG waren sorgf�ltig in Dach- und Fassadenfl�chen integrierte Solaranlagen in Bau- und Landwirtschaftszonen zu bewilligen, sofern keine Kultur- und Naturdenkm�ler von kantonaler oder nationaler Bedeutung beeintr�chtigt wurden (AS 2007 6095, S. 6107). Die Bestimmung f�hrte somit die f�r die Bewilligungserteilung erforderlichen Voraussetzungen auf, wobei den kantonalen oder kommunalen Bewilligungsbeh�rden aufgrund der unbestimmten Rechtsbegriffe (z.B. sorgf�ltige Integration, Kultur- und Naturdenkm�ler von kantonaler Bedeutung) immerhin ein nicht unerheblicher Beurteilungsspielraum verblieb. Wenngleich die aktuelle, am 1. Mai 2014 in Kraft getretene Fassung von Art. 18a RPG im Vergleich zur �lteren Version eine verfahrensrechtliche Privilegierung vorsieht, statuiert auch sie zusammen mit den Art. 32a und Art. 32b RPV die Voraussetzungen, unter denen Solaranlagen ohne Baubewilligung erstellt werden d�rfen. Danach bed�rfen in Bau- und in Landwirtschaftszonen auf D�chern gen�gend angepasste Solaranlagen keiner Baubewilligung nach Art. 22 Abs. 1 RPG; solche Vorhaben sind lediglich der zust�ndigen Beh�rde zu melden (Abs. 1). Demgegen�ber bed�rfen Solaranlagen auf Kultur- und Naturdenkm�lern von kantonaler oder nationaler Bedeutung weiterhin einer Baubewilligung und d�rfen solche Denkm�ler nicht wesentlich beeintr�chtigen (Abs. 3). Die Art. 32a und 32b RPV f�hren dabei n�her aus, wann eine Solaranlage auf einem Dach gen�gend angepasst ist bzw. welche Objekte als Kulturdenkm�ler von kantonaler oder nationaler Bedeutung gelten. Raum f�r eine kantonale Ausf�hrungsgesetzgebung besteht lediglich im Bereich der Ausgestaltung des Meldeverfahrens (Art. 32a Abs. 3 RPV); zudem k�nnen die Kantone im Sinne von Art. 18a Abs. 2 RPG gesetzgeberisch t�tig werden.
Insofern st�tzt sich der angefochtene Entscheid, mit dem die Baubewilligung f�r die Erstellung einer Solaranlage auf einem Kulturdenkmal ausserhalb der Bauzone verweigert wird, unmittelbar auf Bundesrecht. Soweit er einen Bezug zum Natur-, Landschafts- und Heimatschutz sowie zur Denkmalpflege aufweist, liegt eine Bundesaufgabe vor. Mithin k�nnte sich etwa der Schweizer Heimatschutz (SHS), der sich statutengem�ss f�r die Bewahrung des heimatlichen Landschafts- und Ortsbildes, von geschichtlichen St�tten sowie von Kultur- und Naturdenkm�lern einsetzt (vgl. Art. 2 Ziff. 1 der Statuten vom 21. April 1979), eine ungen�gende Ber�cksichtigung eines im ISOS verzeichneten Ortsbildes r�gen. Im hier zu beurteilenden Fall macht die Schweizerische Greina-Stiftung indes das Gegenteil geltend: Sie bem�ngelt eine unzureichende W�rdigung energiepolitischer Ziele, zumal sie in der Photovoltaik eine wichtige Technologie f�r eine rationelle Energienutzung und nachhaltige Energieversorgung erblickt. Diesbez�glich kommt ihr jedoch kein Beschwerderecht zu, bilden solche energiepolitischen Entscheide doch nicht Teil des Natur-, Landschafts- und Heimatschutzes im Sinne des NHG. Der angefochtene Entscheid ber�hrt zudem auch nicht den Natur- und Landschaftsschutz, f�r den sich die Schweizerische Greina-Stiftung nach ihren Statuten ebenfalls einsetzt. So hat die mit der vorliegenden Beschwerde angestrebte F�rderung der Solarenergie nicht zur Folge, dass zur Energiegewinnung auf einen bestimmten Eingriff in eine Naturlandschaft verzichtet wird. Es steht auch nicht fest, dass mit der Produktion von Solarenergie die Eingriffe in Naturlandschaften generell zur�ckgehen, d�rfte diese neue Energie doch eher an die Stelle des bisherigen Atomstroms treten. Die Beschwerdebefugnis der Schweizerischen Greina-Stiftung hinsichtlich der streitigen Baubewilligung ist somit nach Art. 12 NHG zu verneinen. Auf die Beschwerde im Verfahren 1C_180/2015 ist nicht einzutreten.
2.5.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zu Grunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Eine entsprechende R�ge ist substanziiert vorzubringen (Art. 42 Abs. 2 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG).
2.6.�Soweit im bundesgerichtlichen Verfahren der Antrag gestellt wird, es sei ein Augenschein durchzuf�hren, ist dieser abzuweisen, da sich der rechtlich relevante Sachverhalt mit hinreichender Klarheit aus den Akten ergibt, wozu auch die anl�sslich des Augenscheins vom 11. September 2012 erstellte Fotodokumentation geh�rt (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f.).
Streitig ist zun�chst, ob die in Frage stehende Baubewilligung nach der neuen oder alten Fassung von Art. 18a RPG zu beurteilen ist.
3.1.�Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf die �bergangsregelung in Art. 52 Abs. 2 RPV, wonach h�ngige Beschwerdeverfahren nach dem bisherigen Recht zu Ende gef�hrt werden, sofern das neue Recht f�r den Gesuchsteller nicht g�nstiger ist. Diese Bestimmung orientiert sich an den von der Rechtsprechung entwickelten intertemporalrechtlichen Grunds�tzen, die beim Fehlen einer �bergangsregelung gelten (vgl. Urteil 1A.248/2000 vom 15. Februar 2001 E. 2b). Auch die Vorinstanz erwog in �bereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Praxis (vgl. BGE 139 II 243 E. 11.1; 263 E. 6 S. 267 f.) und der Lehre, dass sich die Anwendung von neuem Recht ausnahmsweise dann rechtfertige, wenn es f�r die Bauwilligen die vorteilhafteren Regelungen enthalte. Wenngleich die Vorinstanz davon ausging, Art. 52 Abs. 2 RPV sei bloss sinngem�ss anwendbar, weil sich dieser auf die �nderungen des RPG vom 20. M�rz 1998 beziehe, wendet sie im Ergebnis denselben Grundsatz an, wie vom Beschwerdef�hrer verlangt wird. Ihr kann somit kein Vorwurf gemacht werden.
Die in Art. 52a Abs. 6 RPV vorgesehene �bergangsregelung f�r Kulturdenkm�ler von kantonaler Bedeutung im Sinne von Art. 32b lit. f RPV ist - wie nachfolgend aufgezeigt wird - vorliegend nicht einschl�gig.
3.2.�Der Beschwerdef�hrer bringt vor, das alte Recht sei g�nstiger, weil es den Beh�rden einen Ermessensspielraum bei der Definition von Kultur- und Naturdenkm�lern belassen habe. Da als solche nur Einzelobjekte oder kleine Gruppen von gesch�tzten Objekten gelten k�nnten, seien Ortsbilder als Teile ganzer Gemeinden nicht von Art. 18a aRPG erfasst worden; andernfalls k�nnten durch deren Ber�cksichtigung unz�hlige Solaranlagen verhindert werden. Auch schliesse Art. 18a aRPG ausdr�cklich regionale Kulturdenkm�ler aus.
Die �konomiebaute, auf der die strittige Solaranlage erstellt werden soll, befindet sich zwar ausserhalb der Ortsbildschutzzone aber innerhalb des Perimeters des Weilers "Lungern-Obsee", der bereits seit den 1980er Jahren als Gebiet im ISOS mit dem Erhaltungsziel A verzeichnet ist (vgl. Anhang zur Verordnung �ber das Bundesinventar der sch�tzenswerten Ortsbilder der Schweiz [VISOS; SR 451.12]). Es sind keine sachlichen Gr�nde ersichtlich, die es rechtfertigten, die Frage, ob einem Objekt nach Art. 18a aRPG die Qualit�t eines Kultur- und Naturdenkmals von nationaler oder kantonaler Bedeutung zukam, abweichend von den damals bekannten Begriffsverst�ndnissen, insbesondere solche des NHG, oder von den Inventaren des Bundes zu beurteilen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers konnten somit nach Art. 18a aRPG auch ganze Ortsteile als Kulturdenkm�ler von nationaler Bedeutung gelten. Gem�ss Wortlaut dieser Bestimmung sollte eine Beschr�nkung des Bewilligungshindernisses �ber den Ausschluss von Denkm�lern von geringerer, d.h. regionaler oder lokaler Bedeutung erreicht werden (vgl. z.B. Votum Germann, Amtl. Bull. S 2007 563; J�GER, in: Kommentar zum RPG, 2010, N. 27 zu Art. 18a RPG). Dieser Gedanke ist auch in der aktuellen Fassung von Art. 18a RPG in Abs. 3 erhalten geblieben, wobei Art. 32b RPV die Kulturdenkm�ler von kantonaler oder nationaler Bedeutung n�her umschreibt und u.a. ins ISOS aufgenommene Gebiete mit Erhaltungsziel A - wie dem vorliegenden - miteinschliesst (lit. b). Mithin erweist sich das alte Recht f�r den Beschwerdef�hrer in diesem Punkt nicht als vorteilhafter.
Soweit der Beschwerdef�hrer bem�ngelt, auch der neue Art. 18a Abs. 3 RPG spreche von Solaranlagen auf Kulturdenkm�lern, wobei "auf Ortsbildern" begriffsnotwendig keine solchen Anlagen errichtet werden k�nnten, vermag er bereits aus den vorgenannten Gr�nden nicht durchzudringen. �berdies greift deren Schutz dann, wenn ein Projekt - wie die Installation einer Solaranlage - ein Inventar-Objekt direkt betrifft und es innerhalb seines Perimeters realisiert werden soll bzw. sogar dort, wo einem Schutzobjekt durch eine Anlage, die an seiner Grenze erstellt werden soll, Schaden droht (BGE 115 Ib 311 E. 5e S. 322 mit Hinweisen). Insoweit bestehen keine Anhaltspunkte daf�r, den Begriff der Kulturdenkm�ler von nationaler Bedeutung im Sinne von Art. 18a Abs. 3 RPG auf Einzelobjekte zu beschr�nken. Inwiefern Art. 32b lit. b RPV dem Gesetzeswortlaut oder Bundesrecht widersprechen sollte, ist weder rechtsgen�glich dargetan noch ersichtlich. Da die �konomiebaute innerhalb des Perimeters des gesch�tzten Ortsbildes "Lungern-Obsee" liegt, ist ohne Bedeutung, dass sie selbst kein (spezielles) Schutzobjekt darstellt.
3.3.�Auch die �brigen vom Beschwerdef�hrer vorgebrachten Argumente verm�gen nicht darzutun, dass Art. 18a RPG in seiner alten Fassung f�r ihn vorteilhafter ist. Insbesondere l�sst seine Behauptung, auch unter altem Recht sei eine erhebliche Beeintr�chtigung der Kultur- und Naturdenkm�ler erforderlich gewesen, diesen Schluss nicht zu und widerspricht �berdies dem Wortlaut von Art. 18a aRPG, der bloss von einer einfachen Beeintr�chtigung spricht. Demgegen�ber d�rfen Solaranlagen nach dem neuen Art. 18a Abs. 3 RPG Kultur- und Naturdenkm�ler von kantonaler oder nationaler Bedeutung nicht wesentlich beeintr�chtigen, was eine Qualifizierung darstellt, die sich zu Gunsten des Beschwerdef�hrers auswirkt. Schliesslich vermag auch der in der Replik geltend gemachte Einwand, unter Art. 18a aRPG habe ein Bewilligungsanspruch bestanden, das j�ngere Recht nicht als ung�nstiger erscheinen lassen, denn es sind keine Anhaltspunkte daf�r ersichtlich, dass trotz Erf�llung der in Art. 18a Abs. 3 RPG genannten Voraussetzungen die Baubewilligung verweigert werden k�nnte.
3.4.�Nach dem Gesagten ist die vorinstanzliche Folgerung, wonach die Bewilligungserteilung nach neuem Recht zu beurteilen ist, insbesondere aufgrund des Erfordernisses der wesentlichen Beeintr�chtigung und des Begriffsverst�ndnisses eines Kulturdenkmals von nationaler Bedeutung nicht zu beanstanden. Ausserdem ist keine Geh�rsverletzung zu erkennen: Aus dem angefochtenen Entscheid gehen die �berlegungen, von denen sich die Vorinstanz leiten liess, mit gen�gender Klarheit hervor, so dass der Beschwerdef�hrer in der Lage war, das verwaltungsgerichtliche Urteil sachgerecht anzufechten (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236).
Solaranlagen auf Kultur- und Naturdenkm�lern von kantonaler oder nationaler Bedeutung bed�rfen nach Art. 18a Abs. 3 RPG stets einer Baubewilligung. Diese kann erteilt werden, sofern die Solaranlage solche Denkm�ler nicht�
wesentlich�beeintr�chtigt.
Gem�ss Art. 5 Abs. 1 NHG erstellt der Bund nach Anh�rung der Kantone Inventare von Objekten von nationaler Bedeutung. Gest�tzt auf diese Vorschrift hat der Bundesrat das Bundesinventar der sch�tzenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) erlassen. Dieses gilt bei der Erf�llung von Bundesaufgaben (Art. 2 und 3 NHG) in unmittelbarer Weise (Urteil 1C_130/2014 vom 6. Januar 2015 E. 3.2). Nach Art. 6 NHG kommt solchen Objekten verst�rkter Schutz zu: Durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler Bedeutung in ein Inventar des Bundes wird dargetan, dass es in besonderem Masse die ungeschm�lerte Erhaltung, jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen die gr�sstm�gliche Schonung verdient (Abs. 1). Kommt einem Inventar-Objekt das Erhaltungsziel A zu, bedeutet dies, dass alle Bauten, Anlageteile und Freir�ume in diesem Gebiet integral zu erhalten und st�rende Eingriffe zu beseitigen sind.
Nachfolgend ist deshalb zu pr�fen, ob der im ISOS mit Erhaltungsziel A verzeichnete und deshalb von Art. 18a Abs. 3 RPG (i.V.m. Art. 32b lit. b RPV) erfasste Weiler "Lungern-Obsee" durch die Errichtung der Solaranlage auf der �konomiebaute wesentlich beeintr�chtigt wird (vgl. E. 6 hiernach). Zun�chst ist aber auf den vom Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang erhobenen Einwand einzugehen, wonach die Vorinstanz infolge offensichtlicher M�ngel und triftiger Gr�nde nicht auf die Fachberichte der KKPK h�tte abstellen d�rfen (vgl. E. 5 hiernach).
5.1.�Der Beschwerdef�hrer erblickt im Umstand, dass die Vorinstanz die Fachberichte der KKPK als Entscheidgrundlage herangezogen hat, eine qualifiziert unrichtige Feststellung des Sachverhalts und eine falsche Beweisw�rdigung.
5.2.�Ob ein Gericht die in einem Gutachten oder Fachbericht enthaltenen Er�rterungen f�r �berzeugend h�lt oder nicht und ob es dementsprechend den Schlussfolgerungen der Experten folgen soll, ist eine Frage der Beweisw�rdigung, in die das Bundesgericht nur eingreift, sofern sie offensichtlich unrichtig ist (vgl. E. 2.5 hiervor; Urteil 1C_288/2012 vom 24. Juni 2013 E. 2.4.3). Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unber�cksichtigt gelassen oder wenn es auf der Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 137 III 226 E. 4.2 S. 234; je mit Hinweisen). Das Gericht darf in Fachfragen nicht ohne triftige Gr�nde von Gutachten abweichen und muss Abweichungen begr�nden (BGE 136 II 214 E. 5 S. 223 f.). Erscheint dem Gericht die Schl�ssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft, hat es n�tigenfalls erg�nzende Beweise zur Kl�rung dieser Zweifel zu erheben. Das Abstellen auf eine nicht schl�ssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen zus�tzlichen Beweiserhebungen kann gegen das Verbot willk�rlicher Beweisw�rdigung (Art. 9 BV) verstossen (BGE 130 I 337 E. 5.4.2 S. 345 f.).
5.3.�Die Vorinstanz st�tzt sich in ihrer Entscheidbegr�ndung auf mehrere Stellungnahmen der KKPK sowie ein Augenscheinprotokoll ab und setzt sich in inhaltlicher Hinsicht ausf�hrlich mit diesen auseinander. Wie aus ihren Erw�gungen hervorgeht (vgl. E. 4.5.2 f. des angefochtenen Entscheids), begr�ndete die KKPK die fehlende Bewilligungsf�higkeit der Photovoltaikanlage nicht haupts�chlich mit dem Umgebungsschutz des Wohnhauses "Feld"; vielmehr waren Bedenken hinsichtlich des Ortsbildschutzes des im Bundesinventar verzeichneten Weilers mindestens genauso von Bedeutung. Im Wesentlichen geht aus den Berichten hervor, dass die geplante Solaranlage aufgrund ihrer Gr�sse, der Farbe, dem gew�hlten Material und der Proportionen dominant wirke und die im Bauentscheid zur �konomiebaute im Jahr 2006 verf�gte heterogene Dachgestaltung hinsichtlich Form und Farbe damit r�ckg�ngig gemacht w�rde. Die Anlage st�re deshalb stark bzw. beeintr�chtige das ISOS-Ortsbild wesentlich. Die KKPK hat sich damit - entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers - unter Bezugnahme auf das gesch�tzte Ortsbild mit der auff�lligen Gr�sse der geplanten Anlage, der Beeintr�chtigung des Ortsbilds bzw. der kleingliedrigen Siedlungsstruktur und der Schwere der St�rung aufgrund des ortsfremden Materials auseinandergesetzt und eine fachspezifische Begr�ndung f�r die fehlende Bewilligungsf�higkeit angef�hrt. Zwar trifft es zu, dass sich die �konomiebaute gem�ss ISOS-Eintrag eher am Rande des Perimeters und nicht an zentraler Lage befindet. Dadurch erscheinen die Er�rterungen der KKPK indes nicht als geradezu unhaltbar. Wie die Vorinstanz ausf�hrte, stellt die KKPK eine auf Fragen des Kultur- und Denkmalschutzes spezialisierte Fachstelle dar (vgl. E. 4.6.1). Es oblag ihr deshalb nicht, Ausf�hrungen in energetischer Hinsicht zu machen resp. sich mit Vergleichsobjekten in der nahe gelegenen, aber r�umlich klar abgetrennten Industriezone und in der Gemeinde Meggen auseinanderzusetzen. Angesichts ihres Fachbereichs kann der KKPK ebenso wenig vorgeworfen werden, sie habe sich lediglich zu den Anliegen der Denkmalpflege ge�ussert. Demnach bestanden f�r die Vorinstanz keine triftigen Gr�nde, um von den schl�ssigen Stellungnahmen der Fachbeh�rde abzuweichen. Daran vermag auch der Umstand nichts zu �ndern, dass der Gemeinderat die geplante Solaranlage favorisiert h�tte, sich aber an den Entscheid des BRD vom 6. Februar 2012 gebunden sah. Die R�gen der unrichtigen Sachverhaltsfeststellung und willk�rlichen Beweisw�rdigung sind somit unbegr�ndet.
6.1.�Der Beschwerdef�hrer bringt weiter vor, die Vorinstanz habe einseitig auf die Interessen des Denkmalschutzes abgestellt und dem Willen des Bundesgesetzgebers zur F�rderung erneuerbarer Energien nicht angemessen Rechnung getragen. Sie h�tte eine Interessenabw�gung vornehmen und dabei zum Schluss kommen m�ssen, dass das �ffentliche Interesse an der Nutzung erneuerbarer Energien deutlich �berwiege. Da sie die verschiedenen Interessen nicht einander gegen�bergestellt habe, sei sie ihrer Begr�ndungspflicht nicht nachgekommen und habe eine Rechtsverweigerung begangen.
6.2.�Nach Art. 18a Abs. 3 RPG d�rfen Solaranlagen Kultur- und Naturdenkm�ler von kantonaler oder nationaler Bedeutung nicht�
wesentlich�beeintr�chtigen (Satz 2). Dadurch bringt der Gesetzgeber zum Ausdruck, dass dem Interesse an der Nutzung der Sonnenenergie gegen�ber dem Interesse am Schutz von Kultur- und Naturdenkm�lern vermehrtes Gewicht zukommen soll. Das bedeutet umgekehrt, dass die Schutzanliegen des Heimatschutzes und der Denkmalpflege im Vergleich zu den Interessen an der Nutzung erneuerbarer Energien weniger Gewicht beanspruchen k�nnen. Der Gesetzgeber hat mithin eine Gewichtung der verschiedenen auf dem Spiel stehenden Interessen bereits teilweise vorweggenommen, was sich auch auf die bei der Beurteilung eines Baugesuchs f�r Solaranlagen vorzunehmende G�terabw�gung auswirkt: W�hrend eine weniger weit gehende bzw. geringf�gige St�rung hinzunehmen ist, vermag eine wesentliche Beeintr�chtigung solcher Denkm�ler durch die Installation einer Solaranlage einer Bewilligungserteilung grunds�tzlich entgegenzustehen. Zwar sind auch erhebliche Beeintr�chtigungen von Schutzobjekten nicht ausgeschlossen: Nach Art. 6 Abs. 2 NHG darf ein Abweichen von der ungeschm�lerten Erhaltung im Sinne der Inventare bei Erf�llung einer Bundesaufgabe aber nur dann in Erw�gung gezogen werden, wenn ihr bestimmte gleich- oder h�herwertige Interessen ebenfalls von nationaler Bedeutung entgegenstehen, wie dies z.B. bei der Sicherstellung einer ausreichenden Energieversorgung der Fall ist (BGE 115 Ib 311 E. 5a S. 318 f.). Im Bereich der Installation von Solaranlagen auf D�chern von Denkm�lern d�rften indessen kaum je derart gewichtige Interessen von nationaler Bedeutung auf dem Spiel stehen. Es ist demnach nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz gepr�ft hat, ob die geplante Solaranlage auf der �konomiebaute das Ortsbild des Weilers "Lungern-Obsee" wesentlich beeintr�chtigen w�rde. Dadurch wird dem Willen des Gesetzgebers geb�hrend Rechnung getragen. Soweit die Beschwerdef�hrer in dieser Vorgehensweise eine Geh�rsverletzung erblicken, ist ihre R�ge unbegr�ndet.
6.3.�Die Frage, ob eine Beeintr�chtigung eines Kulturdenkmals wesentlich ist, stellt eine Rechtsfrage dar, deren Auslegung - im Gegensatz zur Ermessensaus�bung - grunds�tzlich einer uneingeschr�nkten gerichtlichen �berpr�fung unterliegt. Der unbestimmte Rechtsbegriff der "wesentlichen Beeintr�chtigung von Kultur- und Naturdenkm�lern" bel�sst der zust�ndigen Beh�rde jedoch einen gewissen Beurteilungsspielraum, in den ein Gericht nur mit Zur�ckhaltung eingreifen darf, insbesondere dann, wenn - wie hier - �rtliche Verh�ltnisse zu w�rdigen sind (vgl. BGE 137 I 235 E. 2.5 S. 239; 135 II 405 nicht publ. E. 2.2.2 mit Hinweisen). Ob das Verwaltungsgericht seine �berpr�fungsbefugnis in unzul�ssiger Weise unterschritten hat (vgl. � 66 Abs. 1 lit. a des Gesetzes �ber die Gerichtsorganisation des Kantons Obwalden [GOG; GDB 134.1]), indem es sich an die Beurteilung der Fachbeh�rde gebunden sah (vgl. E. 4.6.2), kann vorliegend jedoch offen bleiben, zumal es sich in E. 4.7.1 des angefochtenen Entscheids tats�chlich und unter Wahrung des Beurteilungsspielraums der zust�ndigen Beh�rde mit den Auswirkungen der geplanten Solaranlage auf das ISOS-Ortsbild auseinandergesetzt hat. Im Ergebnis hat es somit weder gegen das Rechtsverweigerungsverbot noch den Grundsatz der Einheit des Verfahrens nach Art. 111 Abs. 3 BGG verstossen.
6.4.�Ob eine wesentliche Beeintr�chtigung eines Kulturdenkmals vorliegt, ist im Einzelfall anhand der in der Bedeutung des Inventar-Objekts verankerten Schutzziele zu er�rtern (vgl. BGE 127 II 273 E. 4c S. 282; 123 II 256 E. 6a S. 263). Insoweit ist mithilfe der Inventarbl�tter zu pr�fen, was �berhaupt gesch�tzt ist und, soweit vorhanden, welche Schutzmassnahmen darin vorgeschlagen werden. Trifft eine geplante Solaranlage das Schutzobjekt in jenen Bereichen, die es einzigartig oder charakteristisch machen und aufgrund derer dem Objekt seine schutzw�rdige Eigenschaft zukommt, liegt eine Beeintr�chtigung vor, die, wenn sie wesentlich ist, einer Bewilligungserteilung entgegensteht. Dabei ist auf besonders verletzliche oder empfindliche (Teil-) Objekte R�cksicht zu nehmen. Demgegen�ber m�ssen Eingriffe, die das Denkmal in seiner gesch�tzten Beschaffenheit und Wirkung nicht oder nur unerheblich einschr�nken, aufgrund der im Gesetz vorgenommenen Gewichtung der auf dem Spiel stehenden Interessen geduldet werden.
6.5.�Der Weiler Obsee zeichnet sich gem�ss ISOS-Inventarblatt durch seine b�uerliche Altbebauung im Sinne lose angeordneter, trauf- und giebelst�ndiger Bauten entlang des verzweigten Wegnetzes aus. Obsee ist eine der raren intakt gebliebenen b�uerlichen Ortschaften mit nur wenigen nutzungsfremden Neubauten, die zwar volumenm�ssig an der oberen Grenze liegen, sich aber dank einer r�cksichtsvollen Eingliederung in die traditionelle Ortsstruktur einf�gen. Als Verdichtung der urspr�nglichen Streusiedlung gruppieren sich die eher schlichten Bauernh�fe aus dem 17.-19. Jahrhundert entlang des historischen, mehrfach verzweigten Wegnetzes. Sie bilden mit zunehmender N�he zur St. Beat-Kapelle ein r�umlich bewegtes Ganzes und die Siedlung verf�gt �ber ein ausgewogenes �usseres und inneres Erscheinungsbild, das vor allem auf den urspr�nglich erhaltenen, b�uerlichen Zwischenbereichen beruht. Im regionalen Vergleich weist das Ortsbild gewisse architektur-historische Qualit�ten auf, die insbesondere in der Gesamtheit der Siedlung als grosser, sowohl baulich wie landschaftlich intakter Bauernweiler liegen.
6.6.�Daraus und aus den in den Akten liegenden Fotos ergibt sich, dass sich der Weiler durch seinen intakten b�uerlichen Charakter und seine historisch gewachsene Ansammlung von in unregelm�ssigen Abst�nden stehenden Holzwohnh�usern und �konomiebauten auszeichnet, die als Ganzes ein traditionelles und ausgewogenes Ortsbild ergeben, das insbesondere vor nutzungsfremden und grossvolumigen Elementen zu sch�tzen ist. Vor diesem Hintergrund l�uft die auf dem oberen Teil des Daches der �konomiebaute geplante, 250 m
2�grosse Photovoltaikanlage aufgrund ihrer Dimension, der dunklen Farbe und dem Material genau jenen Schutzzielen zuwider, die den Weiler so einzigartig und unverkennbar machen. Die Erw�gungen der Vorinstanzen, die Solaranlage st�re das Ortsbild, sind somit nicht zu beanstanden. Dar�ber hinaus ist deren Folgerung, es liege sogar eine wesentliche Beeintr�chtigung vor, nachvollziehbar: Im Vergleich zu den umliegenden Geb�uden ist das Dach der �konomiebaute bereits heute relativ gross und wird durch die n�chstgelegenen Wohnh�user nicht abgeschirmt. Die geplante Photovoltaikanlage w�re auch von weitem gut einsehbar und verm�chte die Fernwirkung des Weilers - insbesondere bei einfallender Sonnenstrahlung - stark zu beeinflussen. Der Weiler vermittelt mit seinen in erdigen Farben gehaltenen Geb�uded�chern (braun/grau bis r�tlich/orange) ein einheitliches Erscheinungsbild. Es ist nicht ersichtlich und wird auch nicht geltend gemacht, dass im ISOS-Perimeter von Obsee bereits Photovoltaikanlagen genehmigt worden sind. Die geplante, aus dunklen Solarzellen bestehende Anlage w�rde sich nicht in die Dachlandschaft des Weilers einf�gen und d�rfte zudem eine negative Pr�judizierung f�r die Folgeentwicklung des Ortsbilds haben, da gleichartige Projekte ebenfalls zu bewilligen w�ren. �berdies ist zu ber�cksichtigen, dass bereits im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens f�r den An- bzw. Umbau des �konomiegeb�udes im Jahr 2006 Bedenken aus Sicht des Denkmalschutzes ge�ussert worden sind. Damals konnte aber mithilfe einer Auflage zur Baubewilligung insoweit eine L�sung gefunden werden, als die Gr�sse des Geb�udes durch einen gegliederten Dachaufbau und eine material- und farbm�ssig abgestufte Dacheinkleidung optisch reduziert werden konnte. Zwar w�rde die Installation der geplanten Solaranlage die Staffelung der Dachfl�chen nicht r�ckg�ngig machen; indes ginge die durch die differenzierte Material- und Farbwahl erzielte Wirkung verloren.
Die vorinstanzliche Schlussfolgerung, die geplante Solaranlage werde das gesch�tzte Ortsbild des Weilers "Lungern-Obsee" wesentlich beeintr�chtigen, h�lt somit vor Bundesrecht stand.
6.7.�Soweit der Beschwerdef�hrer der Vorinstanz eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs und des Untersuchungsgrundsatzes vorwirft, weil sie nicht gepr�ft habe, ob die Bewilligungsverweigerung im Sinne des Verh�ltnism�ssigkeitsprinzips durch eine Bewilligung mit Auflagen h�tte ersetzt werden k�nnen, ist ihnen entgegen zu halten, dass sie dies vor dem Verwaltungsgericht weder ger�gt noch mit einem entsprechenden Begehren verbunden haben. Selbst wenn sie dies jedoch gemacht h�tten, k�nnte ihnen nicht gefolgt werden, zumal die dunkle Farbe und das f�r den Weiler ortsfremde Material der Solaranlage mit einer Auflage nicht behoben werden k�nnten. �hnlich verh�lt es sich hinsichtlich des Vorbringens, die Vorinstanz habe es unterlassen, die Bewilligungsverweigerung unter dem Aspekt der Eigentumsgarantie gem�ss Art. 26 BV zu untersuchen: Hierzu finden sich keine Ausf�hrungen in der Beschwerdeschrift an das Verwaltungsgericht. Ausserdem l�ge nach dem bereits Ausgef�hrten auch kein unverh�ltnism�ssiger Eingriff in die Eigentumsgarantie vor.
6.8.�Da die geplante Solaranlage bereits aus Gr�nden des Ortsbildschutzes nicht realisierbar ist, kann vorliegend offen bleiben, ob das auf der Nachbarparzelle Nr. "..." liegende denkmalgesch�tzte Wohnhaus "Feld" ebenfalls einer Bewilligungserteilung entgegenst�nde. Die Vorinstanz stufte das Geb�ude als ein Kulturdenkmal im Sinne von Art. 18a Abs. 3 RPG ein, da es ein Kulturgut von regionaler Bedeutung sei, f�r das Bundesbeitr�ge im Sinne von Art. 13 NHG zugesprochen worden seien (Art. 32b lit. d RPV). Diese Erw�gung blieb von den Beschwerdef�hrern im bundesgerichtlichen Verfahren unbestritten.
6.9.�Schliesslich macht der Beschwerdef�hrer eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots (Art. 8 Abs. 1 BV) geltend, da in den Gemeinden Meggen (Kanton Luzern) und Wettingen (Kanton Aargau) vollfl�chige Solaranlagen in ISOS gesch�tzten Gebieten und in unmittelbarer N�he zu Schutzobjekten von nationaler Bedeutung bewilligt worden seien. Indes hat bereits das Verwaltungsgericht in Anlehnung an die bundesgerichtliche Rechtsprechung eine Verletzung der Rechtsgleichheit verneint, weil die Bewilligungsentscheide nicht von der gleichen, sondern von anderen, ausserkantonalen Beh�rden getroffen worden seien (vgl. E. 5.1 des angefochtenen Entscheids; vgl. BGE 138 I 321 E. 5.3.7 S. 330; 125 I 173 E. 6d S. 179; 121 I 49 E. 3c S. 51 f.). Ausserdem fehlen in Anbetracht des in E. 6.4 Ausgef�hrten jegliche Angaben �ber die Schutz- resp. Erhaltungsziele der Objekte und �ber die Solaranlage selbst, so dass eine Ungleichbehandlung mangels Vergleichbarkeit mit dem vorliegenden Projekt nicht dargetan ist.
Nach dem Gesagten ist auf das Rechtsmittel der Beschwerdef�hrerin 2 nicht einzutreten und jenes des Beschwerdef�hrers 1 abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Verfahrensausgang rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten von insgesamt Fr. 6'000.-- zu zwei Dritteln dem Beschwerdef�hrer 1 und zu einem Drittel der Beschwerdef�hrerin 2 aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Ihnen steht keine Parteientsch�digung zu (Art. 68 BGG).
Die Beschwerdeverfahren 1C_179/2015 und 1C_180/2015 werden vereinigt.
Auf die Beschwerde im Verfahren 1C_180/2015 wird nicht eingetreten.
Die Beschwerde im Verfahren 1C_179/2015 wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Gerichtskosten von Fr. 6'000.-- werden im Betrag von Fr. 4'000.-- dem Beschwerdef�hrer 1 und im Betrag von Fr. 2'000.-- der Beschwerdef�hrerin 2 auferlegt.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, dem Einwohnergemeinderat Lungern, dem Regierungsrat, dem Verwaltungsgericht des Kantons Obwalden, dem Bundesamt f�r Raumentwicklung und dem Bundesamt f�r Kultur schriftlich mitgeteilt.