Source: https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/823590_50a___1/
Timestamp: 2020-08-04 12:17:11
Document Index: 119388180

Matched Legal Cases: ['§ 50', '§ 49', '§ 49', '§ 49', '§ 50', '§ 49']

EStH H 50a.1 - NWB Datenbank
EStH H 50a.1 (Zu § 50a EStG)
Einkünfte aus der Überlassung von Kundenadressen zur Nutzung im Inland fallen auch dann nicht gem. § 49 Abs. 1 Nr. 9 EStG unter die beschränkte Steuerpflicht, wenn die Adressen vom ausländischen Überlassenden nach Informationen über das Konsumverhalten der betreffenden Kunden selektiert wurden. Es handelt sich nicht um die Nutzungsüberlassung von Know-how, sondern von Datenbeständen (> BFH vom 13.11.2002 – BStBl 2003 II S. 249).
Die entgeltliche Überlassung eines Rechts führt zu inländischen Einkünften, wenn die Rechteverwertung Teil einer gewerblichen oder selbständigen Tätigkeit im Inland (§ 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe a oder Nr. 3 EStG) ist oder die Überlassung zeitlich begrenzt zum Zwecke der Verwertung in einer inländischen Betriebsstätte oder anderen inländischen Einrichtung erfolgt (§ 49 Abs. 1 Nr. 6 EStG). Dies gilt auch dann, wenn das Recht vom originären beschränkt steuerpflichtigen Inhaber selbst überlassen wird, wie z. B. bei der Überlassung der Persönlichkeitsrechte eines Sportlers durch diesen selbst im Rahmen einer Werbekampagne (> BMF vom 2.8.2005 – BStBl I S. 844).
Zu einem ausnahmsweise möglichen Betriebsausgaben- und Werbungskostenabzug > BMF vom 17.6.2014 (BStBl I S. 887)
Zur grenzüberschreitenden Überlassung von Software und Datenbanken > BMF vom 27.10.2017 (BStBl I S. 1448)
Kein Steuerabzug nach § 50a Abs. 1 Nr. 3 EStG bei Vergütungen für die Platzierung oder Vermittlung von Onlinewerbung > BMF vom 3.4.2019 (BStBl I S. 256).
Auch ein rechtlich nicht geschütztes technisches Spezialwissen, wie es in § 49 Abs. 1 Nr. 9 EStG aufgeführt ist, kann wie eine Erfindung zu behandeln sein, wenn sein Wert etwa dadurch greifbar ist, dass es in Lizenzverträgen zur Nutzung weitergegeben werden kann (> BFH vom 26.10.2004 – BStBl 2005 II S. 167).
Eine ausländische Kapitalgesellschaft, die als Motorsport-Rennteam Rennwagen und Fahrer in einer internationalen Rennserie einsetzt, erbringt eine eigenständige sportliche Darbietung. Sie ist mit ihrer anteilig auf inländische Rennen entfallenden Vergütung für Werbeleistungen (auf den Helmen und Rennanzügen der Fahrer und auf den Rennwagen aufgebrachte Werbung) beschränkt steuerpflichtig (> BFH vom 6.6.2012 – BStBl 2013 II S. 430).