Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/arbeitsverweigerung
Timestamp: 2020-05-31 09:49:04
Document Index: 223956225

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 626', '§ 626', '§ 305', '§ 2', '§ 1', '§ 626']

Arbeitsverweigerung | Rechtslupe
Kein Zwang zum "Home Office"
Der Arbeit­ge­ber ist nicht allein wegen sei­nes arbeits­ver­trag­li­chen Wei­sungs­rechts berech­tigt, dem Arbeit­neh­mer einen Tele­ar­beits­platz ("Home Office") zuzu­wei­sen. Lehnt der Arbeit­neh­mer die Aus­füh­rung der Tele­ar­beit ab, liegt des­halb kei­ne beharr­li­che Arbeits­ver­wei­ge­rung vor. Eine aus die­sem Grund aus­ge­spro­che­ne Kün­di­gung ist unwirk­sam. In dem hier vom Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­­burg ent­schie­de­nen Fall beschäf­tig­te der Arbeit­ge­ber
Antrag auf gericht­li­che Auf­lö­sung des Arbeits­ver­hält­nis­ses – und die Arbeits­pflicht
Allein der Umstand, dass der Arbeit­neh­mer die gericht­li­che Auf­lö­sung des Arbeits­ver­hält­nis­ses gem. § 9 Abs. 1 Satz 1 KSchG erstrebt, lässt sei­ne Pflicht zur Arbeits­leis­tung nicht ent­fal­len, solan­ge dem Auf­lö­sungs­an­trag nicht – rechts­kräf­tig – statt­ge­ge­ben ist. Nach § 626 Abs. 1 BGB kann das Arbeits­ver­hält­nis aus wich­ti­gem Grund ohne Ein­hal­tung einer Kün­di­gungs­frist gekün­digt wer­den,
Weist der Arbeit­ge­ber dem Arbeit­neh­mer einen Arbeits­platz zu und erscheint der Arbeit­neh­mer ohne Grund nicht zur Arbeit, so kann dies jeden­falls nach Abmah­nung eine außer­or­dent­li­che Kün­di­gung wegen hart­nä­cki­ger Arbeits­ver­wei­ge­rung recht­fer­ti­gen. Der Arbeit­neh­mer unter­liegt inso­weit nicht einen unver­schul­de­ten Rechts­irr­tum, wenn er sich für sein Ver­hal­ten ledig­lich auf sei­ne eige­ne Prü­fung und
Die Wei­ge­rung des Arbeit­neh­mers zu arbei­ten – nach der frist­lo­sen Kün­di­gung
Gemäß § 626 Abs. 1 BGB kann das Arbeits­ver­hält­nis ohne Ein­hal­tung einer Kün­di­gungs­frist gekün­digt wer­den, wenn Tat­sa­chen vor­lie­gen, auf­grund derer dem Kün­di­gen­den unter Berück­sich­ti­gung aller Umstän­de des Ein­zel­falls und unter Abwä­gung der Inter­es­sen bei­der Ver­trags­tei­le die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses selbst bis zum Ablauf der Kün­di­gungs­frist nicht zuge­mu­tet wer­den kann. Dabei ist
Arbeits­ver­trag­li­che Ver­trags­stra­fen­klau­sel – und die unbe­rech­tig­te frist­lo­se Kün­di­gung des Arbeit­neh­mers
Auch die Ver­trags­stra­fen­klau­sel eines Arbeits­ver­tra­ges kann an den Maß­stä­ben der §§ 305 ff. BGB zu mes­sen sein. In dem hier vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­de­nen Fall ent­hielt der Arbeits­ver­trag der als "Mit­ar­bei­te­rin Ein­zel­han­del" ange­stell­ten Arbeit­neh­me­rin fol­gen­de Ver­trags­stra­fen­klau­sel: § 2 Pro­be­zeit In den ers­ten sechs Mona­te gel­ten als Pro­be­zeit. Wäh­rend die­ser Zeit kann das
Ein­mal zuviel ver­schla­fen
Eine Kün­di­gung ist durch Grün­de im Ver­hal­ten des Arbeit­neh­mers i. S. v. § 1 Abs. 2 Satz 1 KSchG "bedingt", wenn die­ser sei­ne ver­trag­li­chen Haupt- oder Neben­pflich­ten erheb­lich und in der Regel schuld­haft ver­letzt hat und eine dau­er­haft stö­rungs­freie Ver­trags­er­fül­lung in Zukunft nicht mehr zu erwar­ten steht . Ins­be­son­de­re kann ein wie­der­holt ver­spä­te­tes
Nach § 626 Abs. 1 BGB kann das Arbeits­ver­hält­nis ohne Ein­hal­tung einer Kün­di­gungs­frist gekün­digt wer­den, wenn Tat­sa­chen vor­lie­gen, auf­grund derer dem Kün­di­gen­den unter Berück­sich­ti­gung aller Umstän­de des Ein­zel­falls und unter Abwä­gung der Inter­es­sen bei­der Ver­trags­tei­le die Fort­set­zung des Arbeits­ver­hält­nis­ses bis zum Ablauf der Kün­di­gungs­frist nicht zuge­mu­tet wer­den kann. Dabei ist zunächst
Der Streit um Lohn­an­sprü­che berech­tigt den Arbeit­neh­mer nicht zur Arbeits­ver­wei­ge­rung. Wer sich beharr­lich wei­gert, sei­ne Arbeit aus­zu­füh­ren, weil er denkt, er sei nicht aus­rei­chend ver­gü­tet, ris­kiert daher eine frist­lo­se Kün­di­gung. Ein Irr­tum schützt ihn nicht. In dem hier vom Lan­des­ar­beits­ge­richt Schles­­wig-Hol­stein ent­schie­de­nen Fall war der 49-jäh­­ri­­ge Klä­ger bei der Beklag­ten
Arbeits­ver­wei­ge­rung wegen unzu­rei­chen­der Ver­gü­tung
Wei­gert sich ein Arbeit­neh­mer beharr­lich, sei­ne Arbeit zu ver­rich­ten, weil er der Mei­nung ist, sei­ne Ver­gü­tung ist unzu­rei­chend, kann ihm frist­los gekün­digt wer­den. Ein Irr­tum schützt ihn nicht. Mit die­ser Begrün­dung hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt Schles­­wig-Hol­stein in dem hier vor­lie­gen­den Fall die frist­lo­se Kün­di­gung eines Arbeit­neh­mers als gerecht­fer­tigt ange­se­hen und eine
Arbeit­ge­ber-Kün­di­gung wegen "men­schen­un­wür­di­ger Arbeits­be­din­gun­gen"
Das Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­­burg hat die außer­or­dent­li­che, frist­lo­se Kün­di­gung eines Bus­fah­rers durch die Ber­li­ner Ver­kehrs­be­trie­be für wirk­sam gehal­ten: Der Bus­fah­rer war mit einem zuge­stie­ge­nen Kol­le­gen in Streit gera­ten. Er hat­te dar­auf­hin den mit Fahr­gäs­ten besetz­ten Bus an der nächs­ten Hal­te­stel­le gestoppt und die Poli­zei ange­for­dert, obwohl sein Kol­le­ge den Bus bereits
Arbeits­ver­wei­ge­rung aus Glau­bens­grün­den
Wei­gert sich ein Arbeit­neh­mer aus reli­giö­sen Grün­den, eine Arbeits­auf­ga­be zu erfül­len, zu der er sich ver­trag­lich ver­pflich­tet hat, kann dies eine Kün­di­gung durch den Arbeit­ge­ber recht­fer­ti­gen. Vor­aus­set­zung hier­für ist aller­dings, dass kei­ne nahe­lie­gen­den ande­ren Beschäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten bestehen. Ein als "Laden­hil­fe" in einem Ein­zel­han­dels­markt beschäf­tig­ter Arbeit­neh­mer muss mit der Zuwei­sung von Arbeits­auf­ga­ben
Selbst­be­ur­lau­bung zur Pil­ger­fahrt
Grund­sätz­lich recht­fer­tigt zwar eine „Selbst­be­ur­lau­bung“ die frist­lo­se Kün­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses. Etwas ande­res gilt – im Rah­men der gebo­te­nen Inter­es­sen­ab­wä­gung – aus­nahms­wei­se dann, wenn der Arbeit­ge­ber den Urlaub hät­te geneh­mi­gen müs­sen, ins­be­son­de­re, so das Arbeits­ge­richt Köln in einem aktu­el­len Urteil, mit Rück­sicht auf die reli­giö­se Aus­rich­tung der Urlaubs­nah­me. Die Klä­ge­rin des