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Timestamp: 2016-10-21 13:05:11
Document Index: 76178660

Matched Legal Cases: ['Art. 114', 'in fine', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 11', 'Art. 105', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 156']

Bausektion der Stadt Z�rich, Amtshaus IV, Lindenhofstrasse 19, Postfach, 8021 Z�rich,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid VB.2004.00395 des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, 1. Kammer, vom 9. M�rz 2005.
Die Bausektion der Stadt Z�rich bewilligte der Orange Communications SA mit Beschluss vom 18. Juni 2003 die Errichtung einer Basisstation f�r die Mobilfunknetze GSM und UMTS auf dem Geb�ude In der Ey 85 in Z�rich-Albisrieden (Grundst�ck Kat.-Nr. AR6224).
Daraufhin erhob das Ehepaar X.________ Beschwerde an das Verwaltungsgericht Z�rich. Dieses wies die Beschwerde am 9. M�rz 2005 ab.
Die Orange Communications SA, die Bausektion der Stadt Z�rich, die Baurekurskommission I und das Verwaltungsgericht beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
Das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU; bisher: BUWAL) weist in seiner Vernehmlassung darauf hin, dass der im Standortdatenblatt angegebene Winkelbereich f�r die Senderichtung nicht seiner Vollzugsempfehlung entsprechend angegeben worden sei, und sich daraus eine �berschreitung des Anlagegrenzwertes ergeben k�nnte. Den Beteiligten wurde Gelegenheit gegeben, sich zur Vernehmlassung des BAFU zu �ussern.
Mit Schreiben vom 8. Februar 2006 stellte das Bundesgericht dem BAFU gewisse Zusatzfragen. Die Beschwerdef�hrer reichten hierzu am 6. M�rz 2006 eine Stellungnahme von H.-U. Jakob ("Fachstelle nichtionisierende Strahlung der Schweizerischen Interessengemeinschaft Elektrosmog-Betroffener Gigaherz.ch") ein. Das BAFU antwortete am 8. M�rz 2006 auf die Fragen des Bundesgerichts. Das Antwortschreiben wurde den Beteiligten zugestellt und ihnen Gelegenheit einger�umt, dazu sowie (beschr�nkt auf die Parteien i.e.S.) zu den �brigen Eingaben Stellung zu nehmen.
In ihrer Replik vom 1. Mai 2006 halten die Beschwerdef�hrer an ihren Antr�gen fest und reichen eine weitere Stellungnahme von H.-U. Jakob ein. Die Beschwerdegegnerin reichte mit Schreiben vom 27. April 2006 einen Auszug aus dem Standortdatenblatt mit einer Aufschl�sselung von elektrischem und mechanischem Winkelbereich gem�ss den Vorgaben des BAFU ein.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Entscheid, der sich u.a. auf die Verordnung vom 23. Dezember 1999 �ber den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV; SR 814.710) und damit auf Bundesverwaltungsrecht st�tzt. Dagegen steht grunds�tzlich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht offen. Da alle Sachurteilsvoraussetzungen vorliegen, ist auf die Beschwerde einzutreten.
2.1 Das Verwaltungsgericht ging, gest�tzt auf das von der Beschwerdegegnerin eingereichte Standortdatenblatt, davon aus, dass der massgebliche Anlagegrenzwert von 6 V/m (Anh. 1 Ziff. 64 lit. b NISV) an allen in Frage kommenden Orten mit empfindlicher Nutzung eingehalten werde.
2.2 Das BAFU bezweifelt in seiner Vernehmlassung, dass die vertikale Senderichtung ("down tilt") der Antennen richtig angegeben worden sei; werde mit einem steileren Winkel gerechnet, k�nne dies zu einer �berschreitung der Anlagegrenzwerte f�hren. Es erl�utert dies wie folgt:
Nach der Vollzugsempfehlung zur NISV, Mobilfunk- und WLL-Basisstationen (Ziff. 2.1.6 S. 18) sei es den Gesuchstellern freigestellt, einen Winkelbereich anstelle einer fixen Senderichtung zu deklarieren und bewilligen zu lassen. Die NIS-Berechnung m�sse dann unter Zugrundelegung der bez�glich der NIS-Belastung ung�nstigsten Senderichtung innerhalb des gew�hlten Winkelbereichs erfolgen.
Die Senderichtung lasse sich mechanisch (durch Kippen der Antenne) oder elektrisch (durch entsprechende Ansteuerung) ver�ndern. Die Summe von mechanischem und elektrischem Winkel ergebe die massgebende Senderichtung (gesamter Neigungswinkel). Die Bewilligung eines Winkelbereichs k�nne grunds�tzlich f�r den mechanischen, den elektrischen oder f�r beide Freiheitsgrade beantragt werden. F�r den gesamten Neigungswinkel sei der ganze Winkelbereich anzugeben, der sich aus der Kombination der m�glichen elektrischen und mechanischen Einstellungen ergebe (Vollzugsempfehlung Ziff. 3.4 S. 36).
Vorliegend habe die Gesuchstellerin sowohl f�r den mechanischen als auch f�r den elektrischen und den gesamten Neigungswinkel einen Bereich von 0� bis -8� eingetragen. Die Angaben zum gesamten Neigungswinkel stimmten deshalb nicht: Die Kombination des elektrischen und des mechanischen Winkelbereichs ergebe einen Bereich von 0� bis -16�. Falls die Gesuchstellerin beabsichtigen sollte, den gesamten Winkelbereich auf 0� bis -8� zu beschr�nken, dann m�sste sie dazu kompatible mechanische und elektrische Winkelbereiche angeben.
Lege man der NIS-Berechnung den Bereich von 0� bis -16� zugrunde, werde der Anlagegrenzwert beim OMEN Nr. 10 �berschritten; beim OMEN Nr. 4 werde er zu �ber 80% ausgesch�pft, was eine Abnahmemessung bedinge (Vollzugsempfehlung S. 20).
Zu pr�fen ist zun�chst, ob diese Ausf�hrungen des BAFU im bundesgerichtlichen Verfahren noch ber�cksichtigt werden d�rfen.
3.1 Das Bundesgericht wendet im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde das Bundesrecht von Amtes wegen an, d.h. es ist nicht an die Begr�ndung der Parteien gebunden (Art. 114 Abs. 1 OG in fine): Es kann die Beschwerde auch aus andern als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder den Entscheid mit einer Begr�ndung best�tigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (BGE 117 Ib 114 E. 4a S. 117 mit Hinweis). Neue rechtliche Einw�nde des BAFU k�nnen daher im Verfahren vor Bundesgericht unbeschr�nkt ber�cksichtigt werden, auch wenn die Beschwerdef�hrer bisher keine entsprechende R�ge erhoben haben.
Dagegen schr�nkt Art. 105 Abs. 2 OG die M�glichkeit ein, neue Tatsachen vor Bundesgericht zu ber�cksichtigen: Nach dieser Bestimmung ist das Bundesgericht an den festgestellten Sachverhalt gebunden, wenn - wie im vorliegenden Fall - eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden hat, es sei denn, der Sachverhalt sei offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden (Art. 105 Abs. 2 OG).
3.2 Im vorliegenden Fall geht es um die Frage, welche Senderichtung der Strahlungsprognose im Standortdatenblatt zugrunde zu legen ist. Hierbei handelt es sich um die Anforderungen, die an die Berechnung und Kontrolle der Immissionen i.S.v. Art. 11 f. NISV zu stellen sind. Insofern handelt es sich um eine Rechtsfrage, die auch im bundesgerichtlichen Verfahren noch gepr�ft werden kann. Sind zu ihrer Beantwortung erg�nzende Sachverhaltsabkl�rungen notwendig, so k�nnen diese vom Bundesgericht ohne Verstoss gegen Art. 105 Abs. 2 OG nachgeholt werden, da sich der Sachverhalt insofern als unvollst�ndig erweist.
3.3 Entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichts f�hrt dies nicht zu einer Ausweitung des Streitgegenstandes: Streitgegenstand ist und bleibt die angefochtene Baubewilligung. Diese kann vom Bundesgericht best�tigt oder aufgehoben werden oder (als Minus gegen�ber der Aufhebung) mit Auflagen erg�nzt werden, welche die Einhaltung der gesetzlichen Voraussetzungen gew�hrleisten.
Im Folgenden ist deshalb zu pr�fen, ob die Angaben zur Senderichtung der Antennen im Standortdatenblatt zutreffen und inwiefern sich dies auf die Bewilligungsf�higkeit der streitigen Mobilfunkantenne auswirkt.
4.1 Der Inhaber einer Mobilfunkanlage muss der Beh�rde im Bewilligungsverfahren ein Standortdatenblatt einreichen (Art. 11 Abs. 1 NISV). Dieses muss die aktuellen und geplanten technischen und betrieblichen Daten der Anlage enthalten, soweit sie f�r die Erzeugung von Strahlung massgebend sind, sowie Angaben �ber die von der Anlage erzeugte Strahlung (Art. 11 Abs. 2 lit. a und c NISV).
Wird bei den technischen Daten der Anlage ein Winkelbereich anstatt eines fixen Winkels f�r die vertikale Senderichtung eingetragen, muss die NIS-Berechnung unter Zugrundelegung der bez�glich der NIS-Belastung ung�nstigsten Senderichtung innerhalb des gew�hlten Winkelbereichs erfolgen (Vollzugsempfehlung Ziff. 2.1.6 S. 18), d.h. i.d.R. mit dem steilsten Winkel. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Anlagegrenzwert in allen bewilligten Einstellungen der Anlage eingehalten wird.
4.2 Im vorliegenden Fall vertreten die Beschwerdegegnerin und die Bausektion die Auffassung, bewilligt sei ein Gesamtwinkelbereich von 0� bis -8�, weshalb f�r die Immissionsprognose zutreffend ein maximaler Neigungswinkel von -8� eingesetzt worden sei. Nach der Z�rcher Praxis k�nne die Anlagenbetreiberin eine beliebige Kombination von elektrischem und mechanischem Winkel w�hlen, um auf den bewilligten Gesamtwinkel zu kommen, d�rfe diesen jedoch nicht �berschreiten. Da der auf der Mobilfunkanlage tats�chlich montierte gesamte Neigungswinkel dem im Standortdatenblatt f�r die Immissionsprognose eingesetzten entspreche, bestehe keine Gefahr einer �berschreitung des Anlagegrenzwertes.
Diese Auffassung kann sich auf die im Standortdatenblatt vom 30. April 2004 enthaltene "Erkl�rung der anlagenverantwortlichen Firma" st�tzen, die wie folgt lautet:
Diese Erkl�rung best�tigt, dass nach der Z�rcher Bewilligungspraxis die in den Kolonnen "mechanischer Neigungswinkel" und "elektrischer Neigungswinkel" angegebenen Bereiche zwar beliebig kombiniert werden d�rfen, jedoch zusammen genommen den bewilligten maximalen Neigungswinkel (hier: -8�) nicht �berschreiten d�rfen.
Darf somit die vertikale Senderichtung der Antennen gem�ss Baubewilligung maximal -8� betragen, ist es an sich zutreffend, diesen Neigungswinkel der Immissionsprognose zugrunde zu legen.
4.3 Die Bewilligungspraxis der Bausektion Z�rich, nur den gesamten Neigungswinkelbereich verbindlich festzulegen, entspricht allerdings nicht der Vollzugsempfehlung des BAFU. Diese sieht vor, dass die Bereiche f�r den elektrischen und den mechanischen Neigungswinkel unabh�ngig voneinander zu deklarieren und zu bewilligen seien; dem Bereich f�r den gesamten Neigungswinkel kommt in diesem System keine selbst�ndige Bedeutung zu, sondern dieser ergibt sich aus der Addition der bewilligten elektrischen und mechanischen Winkelbereiche.
4.3.1 Das BAFU h�lt die separate Bewilligung von elektrischem und mechanischem Winkelbereich im Hinblick auf eine transparente und praktikable Kontrolle der Sendeanlagen f�r erforderlich. Der mechanische und der elektrisch eingestellte Neigungswinkel liessen sich n�mlich nicht am gleichen Ort und zur gleichen Zeit kontrollieren: Der mechanische Winkel werde durch visuelle Inspektion der Anlage festgestellt, der elektrisch eingestellte Winkel sei hingegen vor Ort nicht ersichtlich, sondern m�sse auf der Netzzentrale eingesehen werden. Da es sich in der Regel bei diesen beiden Kontrollen um unabh�ngige Vorg�nge handle, sei es praxisgerecht, f�r jede der beiden Einstellungen auch einen jeweils zul�ssigen Wertebereich festzulegen.
Die Arbeitsgruppe NIS des Cercl'Air, in der Vertreter von zehn kantonalen bzw. kommunalen NIS-Fachstellen sowie von involvierten Bundes�mtern regelm�ssig den Vollzug der NISV im Bereich Mobilfunk koordinieren, habe am 16. Dezember 2004 bekr�ftigt, dass Standortdatenbl�tter, bei denen die Winkelbereiche f�r den elektrischen und den mechanischen Neigungswinkel vermischt werden, entweder durch die NIS-Fachstelle zu korrigieren oder an die Gesuchstellenden zur�ckzuweisen seien.
An dieser Praxis m�sse auch k�nftig festgehalten werden. Der mechanische Winkelbereich sei einer der wenigen, den die Vollzugsbeh�rde ohne Kenntnis des Netzbetreibers kontrollieren k�nne. Damit sie diese Kontrollm�glichkeit nicht verliere, sei sie darauf angewiesen, dass der Bereich f�r den mechanischen Neigungswinkel ausdr�cklich in der Bewilligung fixiert sei.
4.3.2 Die Beschwerdef�hrer haben hierzu eine Stellungnahme von H.-U. Jakob eingereicht. Dieser bezweifelt, dass sich der mechanische Neigungswinkel �berhaupt kontrollieren lasse: Eine Abweichung von 2 bis 3 Grad lasse sich auch mit einem guten Fernglas nicht ausmachen, und eine Inspektion aus der N�he sei bei laufender Antenne gesundheitsgef�hrlich. Ein Ausschalten von Antennen zu Inspektionszwecken lehnten die Betreiber stets kategorisch ab.
4.3.3 Es mag sein, dass eine �berpr�fung des mechanischen Neigungswinkels schwierig ist. Die Vollzugsbeh�rde ist allerdings zur Kontrolle der Emissionsbegrenzungen verpflichtet (Art. 12 Abs. 1 NISV) und kann, soweit dies zur Erf�llung ihrer Aufgabe erforderlich ist, auch eine kurzfristige Betriebseinstellung anordnen. Jedenfalls darf die von der NISV verlangte Kontrolle nicht noch zus�tzlich erschwert werden, indem bei der Bewilligung auf eine selbst�ndige Festlegung der mechanischen und elektrischen Neigungswinkelbereiche verzichtet und dem Betreiber eine beliebige Kombination (im Rahmen des bewilligten gesamten Neigungswinkels) gestattet wird.
Insofern ist mit dem BAFU zu verlangen, dass eine verbindliche Aufteilung des gesamten Neigungswinkels in einen elektrisch und einen mechanisch verstellbaren Bereich vorgenommen wird. Dies erscheint f�r die einzelnen Betreiber durchaus zumutbar: Wie das BAFU zutreffend dargelegt hat, verf�gen die Netzbetreiber, die schon Tausende von Sendeanlagen aufgebaut und in Betrieb genommen haben, �ber ein sehr grosses Erfahrungswissen �ber die technischen M�glichkeiten und Grenzen mechanischer bzw. elektrischer Einstellungen von Neigungswinkeln. Es ist deshalb nicht nachvollziehbar, weshalb sich die Netzbetreiber nicht bereits bei der Planung von neuen Anlagen darauf festlegen k�nnen, wie (mechanisch, elektrisch oder kombiniert) sie die vertikale Senderichtung innerhalb des geplanten (gesamten) Winkelbereichs konkret realisieren werden.
4.4 Mit Schreiben vom 27. April 2006 hat die Beschwerdegegnerin den Auszug eines neuen Standortdatenblatts eingereicht, mit einer Aufschl�sselung von elektrischem und mechanischem Winkelbereich gem�ss den Vorgaben des BAFU. Danach soll der Neigungswinkel der Antennen nur noch elektrisch verstellt werden: In der Rubrik "elektrischer Neigungswinkel" ist f�r alle Antennen ein Bereich von 0� bis -8� eingetragen, w�hrend in der Rubrik "mechanischer Neigungswinkel" 0� angegeben wird. Der gesamte Neigungswinkel betr�gt somit (wie schon im urspr�nglichen Standortdatenblatt) 0� bis -8�. Die Baubewilligung ist in diesem Sinne zu pr�zisieren, d.h. die Antennen sind mit einem fixen mechanischen Neigungswinkel von 0� zu bewilligen.
Eine andere Frage ist, ob weitere Vorkehrungen n�tig sind, um eine effektive Kontrolle der bewilligten Senderichtung sicherzustellen (vgl. hierzu Entscheid des Verwaltungsgerichts Luzern vom 18. August 2005 E. 9 sowie, f�r die vergleichbare Problematik bei der Sendeleistung, BGE 128 II 378 E. 4 S. 379 ff. und Urteil 1A.160/2004 vom 10. M�rz 2005 E. 3.3). Das Bundesgericht hat daher dem BAFU die Frage unterbreitet, ob es technisch m�glich sei, den Neigungswinkel einer Antennenanlage exakt auf den bewilligten Winkelbereich zu fixieren.
5.1 Das BAFU h�lt Einschr�nkungen des mechanischen oder elektrischen Verstellbereichs des Neigungswinkels durch Hardwarevorkehrungen wie z.B. Verriegelungen f�r theoretisch denkbar; es seien aber keine praxiserprobten L�sungen bekannt.
Stattdessen habe das BAFU mit Rundschreiben vom 16. Januar 2006 ein sog. Qualit�tssicherungssystem zur Anwendung empfohlen, das neben der Sendeleistung auch die aktuell eingestellten elektrischen und mechanischen Neigungswinkel erfassen solle. Das System werde diese Einstellungen t�glich mit den bewilligten Werten bzw. Wertebereichen vergleichen und den Betreiber bei unzul�ssigen Abweichungen sofort warnen. Das ordnungsgem�sse Funktionieren dieses Kontrollsystems m�sse durch eine externe Pr�fstelle auditiert und beglaubigt werden. Diese formalisierte Selbstkontrolle der Netzbetreiber werde erg�nzt durch regelm�ssige Rapporte an die Vollzugsbeh�rde, die ihrerseits Stichprobenkontrollen durchf�hren werde. Mit diesem System erachtet das BAFU die Einhaltung des bewilligten Winkelbereichs auch ohne Verriegelungen an der Hardware als gew�hrleistet.
5.2 Das vom BAFU empfohlene Qualit�tssicherungssystem st�tzt sich auf eine Expertise des BAKOM vom 30. September 2005 und auf Vorgaben der Arbeitsgruppe NIS des Cercl'Air vom 15. Dezember 2005.
Das BAKOM spricht sich in seiner Expertise gegen Hardwarekontrollen aus, die bei den heutigen Sendersystemen wenig zweckm�ssig seien und die Betriebskosten massiv ansteigen lassen k�nnten. Es empfiehlt vielmehr, die durch Software gesteuerten Einstellungen in den jeweiligen Netzkontrollzentren einzusehen und deren Zuverl�ssigkeit mit einem Qualit�tssicherungssystem sicherzustellen. Damit w�ren effiziente und umfassende Kontrollen m�glich, welche den Betrieb eines Netzes kaum einschr�nken w�rden.
Zu diesem Zweck soll jeder Netzbetreiber eine oder mehrere Datenbanken implementieren, in denen s�mtliche Hardware-Komponenten und Ger�teeinstellungen, welche die Sendeleistung und -richtung beeinflussen, erfasst und laufend aktualisiert werden. Das Qualit�tssicherungssystem muss �ber eine automatisierte �berpr�fungsroutine verf�gen, die einmal pro Arbeitstag die effektiv eingestellten Sendeleistungen und -richtungen s�mtlicher Antennen des betreffenden Netzes mit den bewilligten Werten bzw. Winkelbereichen vergleicht. Festgestellte �berschreitungen eines bewilligten Wertes m�ssen innerhalb von 24 Stunden behoben werden, falls dies durch Fernsteuerung m�glich ist, andernfalls innerhalb einer Arbeitswoche. Stellt das Qualit�tssicherungssystem solche �berschreitungen fest, wird automatisch ein Fehlerprotokoll erzeugt. Die Fehlerprotokolle m�ssen der Vollzugsbeh�rde alle zwei Wochen zugestellt und mindestens 12 Monate aufbewahrt werden. Die Netzbetreiber gew�hren den Vollzugsbeh�rden uneingeschr�nkte Einsicht in ihre Datenbanken (Rundschreiben des BAFU vom 16. Januar 2006, Ziff. 3).
F�r die �bergangszeit bis zur Inbetriebnahme der Kontrollsysteme sieht das Rundschreiben vor, das die anlageverantwortliche Firma best�tigen m�sse, dass die geplante Anlage in ihr Qualit�tssicherungssystem eingebunden werde. Den Bewilligungsbeh�rden wird empfohlen, diese Verpflichtung in der Baubewilligung in geeigneter Form festzuhalten, z.B. als Bedingung oder Auflage (Rundschreiben des BAFU vom 16. Januar 2006, Ziff. 5).
5.3 Angesichts der geplanten Einf�hrung der beschriebenen Qualit�tssicherungssysteme kann im gegenw�rtigen Zeitpunkt auf weitere Kontrollmassnahmen verzichtet werden. Allerdings ist mit einer Auflage sicherzustellen, dass die streitige Anlage in das Qualit�tssicherungssystem der Beschwerdegegnerin eingebunden wird. Auch in diesem Punkt ist die Baubewilligung zu erg�nzen.
Dagegen erweist sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde in den �brigen Punkten als unbegr�ndet:
Die in den GSM- und UMTS-Konzessionen enthaltenen Abdeckungsverpflichtungen sind Mindestvorgaben, verbieten jedoch einen dar�ber hinausgehenden Ausbau der Mobilfunknetze nicht.
Die Anlagegrenzwerte der NISV hat das Bundesgericht stets als gesetzes- und verfassungskonform beurteilt (vgl. aus j�ngerer Zeit die Entscheide 1A.218/2004 vom 29. November 2005 E. 3; 1A.280/2004 vom 27. Oktober 2005 E. 2; 1A.202/2004 vom 3. Juni 2005 E. 2; 1A.146/2004 vom 15. Februar 2005 E. 3; 1A.208/2004 vom 19. Januar 2005 E. 2; jeweils mit weiteren Hinweisen und unter Ber�cksichtigung der von den Beschwerdef�hrern erw�hnten Studien "Reflex", "Naila" und "TNO"). Im gegenw�rtigen Zeitpunkt sind keine neuen Erkenntnisse vorhanden, die eine andere Beurteilung rechtfertigen w�rden.
Das Verwaltungsgericht war verpflichtet, die angefochtene Baubewilligung auf seine Rechtm�ssigkeit hin zu �berpr�fen. F�r diese Pr�fung spielt es keine Rolle, wieviele Personen sich gegen die umstrittene Mobilfunkanlage wehren. Insofern brauchte sich das Verwaltungsgericht in seinem Entscheid nicht zu der von den Beschwerdef�hrern eingereichten Unterschriftsliste zu �ussern.
Nach dem Gesagten ist die Baubewilligung in zwei Punkten zu erg�nzen: Anstelle eines Bereichs f�r den mechanischen Neigungswinkel von 0� bis -8� ist ein fixer mechanischer Neigungswinkel von 0� vorzusehen, und die Baubewilligung ist mit der Auflage zu versehen, dass die Anlage in das Qualit�tssicherungssystem der Beschwerdegegnerin eingebunden wird, das bis Jahresende implementiert werden soll. Insoweit ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde gutzuheissen. Im �brigen ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegen die Beschwerdef�hrer und die Beschwerdegegnerin nur teilweise. Insofern rechtfertigt es sich, ihnen die Gerichtsgeb�hr zu gleichen Teilen aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 3 OG). Da weder die Beschwerdef�hrer noch die Beschwerdegegnerin durch einen unabh�ngigen Rechtsanwalt vertreten werden, sind praxisgem�ss keine Parteientsch�digungen zuzusprechen.
In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird die baurechtliche Bewilligung vom 18. Juni 2003 wie folgt erg�nzt:
- In Abweichung zum Standortdatenblatt vom 30. April 2003 wird die Anlage mit einem fixen mechanischen Neigungswinkel der Antennen Nrn. 1-6 von 0� bewilligt.
- Die Bauherrschaft wird verpflichtet, die bewilligte Mobilfunkanlage in ihr Qualit�tssicherungssystem einzubinden.
Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, 1. Kammer, vom 9. M�rz 2005 wird im Kostenpunkt aufgehoben und die Sache zur Neuverlegung der Kosten des kantonalen Verfahrens an das Verwaltungsgericht zur�ckgewiesen.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 4'000.-- wird je zur H�lfte (Fr. 2'000.--) den Beschwerdef�hrern und der Beschwerdegegnerin auferlegt.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Bausektion der Stadt Z�rich, der Baurekurskommission I und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, 1. Kammer, sowie dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.