Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202008,%20440
Timestamp: 2019-07-20 10:43:07
Document Index: 269659979

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 556', 'BGH', '§ 556', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 560', 'BGH', 'BGH', '§ 560', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 280', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 675', '§ 16', '§ 675', '§ 16', '§ 34', '§ 16', '§ 675', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 249', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 675', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 2008, 440 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 15.11.2007
BGH, 28.11.2007 - VIII ZR 243/06
https://dejure.org/2007,318
BGH, 28.11.2007 - VIII ZR 243/06 (https://dejure.org/2007,318)
BGH, Entscheidung vom 28.11.2007 - VIII ZR 243/06 (https://dejure.org/2007,318)
BGH, Entscheidung vom 28. November 2007 - VIII ZR 243/06 (https://dejure.org/2007,318)
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Grundsatz der Wirtschaftlichkeit als vertragliche Nebenpflicht eines Vermieters bei beeinflussenden Maßnahmen und Entscheidungen bzgl. der Höhe von Betriebskosten; Verstoß eines Vermieters gegen die mietvertragliche Nebenpflicht zur Rücksichtnahme eines angemessenen Kosten-Nutzen-Verhältnisses bei Abschluss eines Wärmelieferungsvertrages; Verletzung einer mietvertraglichen Nebenpflicht vor Abschluss eines Mietvertrages
Wirtschaftlichkeitsgrundsatz bei Betriebskosten als vertragliche Nebenpflicht bei bestehenden Mietverhältnissen; angemessenes Kosten-Nutzen-Verhältnis; unwirtschaftliche Betriebskostenverträge; Umstellung von Zentralheizung auf Wärmecontracting; Wärmelieferungsvertrag; keine vorvertragliche Verletzung vertraglicher Nebenpflichten
Rechtsfolgen einer Verletzung des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit bei dem Abschluss eines Vertrages über die Lieferung von Fernwärme
Wärmelieferungsvertrag: Grundsatz der Wirtschaftlichkeit
Bei Umstellung der Wärmeversorgung auf Kosten-Nutzen-Verhältnis achten
Vermieter müssen bei der Umstellung der Wärmeversorgung auf Wirtschaftlichkeit achten
Mietrecht - Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebots bei der Umstellung der Wärmeversorgung
Wärme zu teuer? - Mieter werfen dem Vermieter Verstoß gegen das Gebot der Wirtschaftlichkeit vor
Rücksichtnahme des Vermieters auf angemessenes Kosten-Nutzen-Verhältnis bei Betriebskosten
Bei Abschluss des Mietvertrages bestehende Energieversorgungsverträge des Vermieters muss der Mieter hinnehmen: Kein Verstoß gegen Wirtschaftlichkeitsgebot
Bei der Übertragung der Wärmeversorgung auf ein externes Unternehmen muss das Gebot der Wirtschaftlichkeit beachtet werden
Wärmecontracting vor Mietbeginn, Wirtschaftlichkeit
Vermieter müssen beim Abschluss von Wärmecontracting-Verträgen das Wirtschaftlichkeitsgebot beachten
Wärmeversorgung und Wirtschaftlichkeitsgebot
hoai-gutachter.de , S. 5 (Entscheidungsbesprechung)
Bei Umstellung der Wärmeversorgung ist Wirtschaftlichkeit zu beachten
Wärmelieferungsvertrag: Grundsatz der Wirtschaftlichkeit (IMR 2008, 40)
Zusammenfassung von "Verstoß gegen den Wirtschaftlichkeitsgrundsatz" von RiBayObLG Dr. Michael J. Schmid, original erschienen in: ZMR 2008, 599 - 601.
LG Dresden, 01.08.2006 - 4 S 460/05
NJW 2008, 440
MDR 2008, 257
NZM 2008, 78
ZMR 2008, 195
Zur Frage der Einhaltung des Wirtschaftlichkeitsgebots bei der Abrechnung von …
Eine Verletzung dieser Pflicht durch den Vermieter kann zu einem Schadensersatzanspruch des Mieters führen, der sich auf dessen Freihaltung von den unnötigen Kosten richtet (Senatsurteil vom 28. November 2007 - VIII ZR 243/06, NJW 2008, 440 Rn. 14).
c) Der Senat hat die Frage, wen im Prozess die Darlegungs- und Beweislast für eine Verletzung des Grundsatzes der Wirtschaftlichkeit trifft, bisher offen lassen können (…Senatsurteil vom 13. Juni 2007 - VIII ZR 78/06, NJW-RR 2007, 1242 Rn. 13), jedoch bereits entschieden, dass es sich bei der Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebots um eine vertragliche Nebenpflicht des Vermieters handelt (Senatsurteil vom 28. November 2007 - VIII ZR 243/06, aaO).
Soweit er einen Verstoß gegen das Gebot der Wirtschaftlichkeit vermutet, ist er voll darlegungs- und beweispflichtig (BGH NZM 2008, 78 = MietPrax-AK § 556 BGB Nr. 27 m. Anm. Eisenschmid; dazu Drasdo, NJW-Spezial 2008, 129; Pfeifer, MietRB 2008, 99; Schmid, ZMR 2008, 599; BGH NJW 2011, 3028 = MietPrax-AK § 556 BGB Nr. 77 m. Anm. Eisenschmid; dazu Schach, jurisPR-MietR 19/2011 Anm. 1; C, LMK 10/2011 Anm. 5; Pfeifer, MietRB 2011, 337; Drasdo, NJW-Spezial 2011, 642; Hinz, NZM 2012, 137; Peters, NZM 2012, 145; Timme/Günnewig, MietRB 2012, 83; N, NZM 2012, 657).
Dieses bezeichnet die auf Treu und Glauben beruhende vertragliche Nebenpflicht des Vermieters, den Mieter nur mit Nebenkosten zu belasten, die erforderlich und angemessen sind (vgl. BGH Urteil vom 28. November 2007 - VIII ZR 243/06 - NJW 2008, 440 Rn. 14).
Veranlasst der Vermieter den Anfall überhöhter Kosten, so verletzt er die aus dem Wirtschaftlichkeitsgebot folgende vertragliche Nebenpflicht und ist insoweit zur Freihaltung des Mieters verpflichtet (…Senatsurteile BGHZ 183, 299 = NJW 2010, 671 Rn. 11;… vom 4. Mai 2011 - XII ZR 112/09 - GuT 2011, 48 Rn. 19 …und vom 3. August 2011 - XII ZR 205/09 - NJW 2012, 54 Rn. 14; BGH Urteil vom 28. November 2007 - VIII ZR 243/06 - NJW 2008, 440 Rn. 14).
BGH, 13.10.2010 - XII ZR 129/09
Gewerberaummiete: Umlagefähigkeit einer Terrorschadensversicherung
a) Dieses Gebot bezeichnet die auf Treu und Glauben beruhende vertragliche Nebenpflicht des Vermieters, den Mieter nur mit Nebenkosten zu belasten, die erforderlich und angemessen sind (vgl. BGH, Urteil vom 28. November 2007 - VIII ZR 243/06 - NJW 2008, 440;… Schmidt-Futterer/Langenberg Mietrecht 9. Aufl. § 560 Rn. 73).
Maßgebend ist somit der Standpunkt eines vernünftigen Vermieters, der ein vertretbares Kosten-Nutzen-Verhältnis im Auge behält (vgl. BGH, Urteil vom 28. November 2007 - VIII ZR 243/06 - NJW 2008, 440; OLG Brandenburg WuM 2007, 510;… Schmid Handbuch der Mietnebenkosten 11. Aufl. Rn. 1055 ff.).
Der Vermieter darf den Mieter hiernach nur mit Nebenkosten belasten, die erforderlich und angemessen sind (BGH, NJW 2010, 3647; NJW 2011, 3208; NJW 2008, 440;… Schmidt-Futterer/Langenberg, a.a.O., § 560 Rdnr. 73).
Eine Verletzung dieser Pflicht durch den Vermieter kann zu einem Schadensersatzanspruch des Mieters führen, der sich auf dessen Freihaltung von den unnötigen Kosten richtet (BGH, NJW 2011, 3208; NJW 2008, 440).
Eine Verletzung dieser Pflicht durch den Vermieter kann zu einem Schadenersatzanspruch des Mieters führen, der sich auf dessen Freihaltung von den unnötigen Kosten richtet (vgl. BGH, NJW 2011, 3028 f.; 2008, 440 f.).
Nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot "trifft den Vermieter gegenüber seinem Mieter die vertragliche Nebenpflicht, bei Maßnahmen und Entscheidungen, die Einfluss auf die Höhe der letztlich von diesem zu tragenden Nebenkosten haben, auf ein angemessenes Kosten-Nutzen-Verhältnis Rücksicht zu nehmen" (BGH NJW 2008, 440).
Ein Verstoß gegen diese Nebenpflicht kann zu einem Schadensersatzanspruch führen, der sich auf Freihaltung des Mieters von den unnötigen Kosten richtet" (BGH NJW 2008, 440).
OLG Brandenburg, 05.06.2019 - 11 U 109/15
Die Beklagte hat nämlich gegen die Klägerin wegen Verletzung einer Nebenpflicht der Klägerin als Vermieterin durch Verstoß gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot einen Anspruch auf Schadensersatz gemäß § 280 Abs. 1 BGB, gerichtet auf die Freihaltung von den materiell zu Unrecht festgesetzten Grundsteuern (vergleiche hierzu BGH, GE 2008, 116).
Maßgeblich ist damit der Standpunkt eines vernünftigen Vermieters, der ein vertretbares Kosten-Nutzen-Verhältnis im Auge behält (BGH, GE 2008, 116).
AG Berlin-Mitte, 09.04.2018 - 18 C 46/17
Wie hoch dürfen Hauswartkosten sein?
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshof (vgl. BGH, Urteil vom 13.6. 2007 - VIII ZR 78/06 = NZM 2007, 563; BGH, Urteil vom 28.11.2007 - VIII ZR 243/06 = NZM 2008, 78) ist der Wirtschaftlichkeitseinwand des Mieters von der Betriebskostenabrechnung selbst abgekoppelt zu begreifen: Er steht in keinem direkten Zusammenhang mit der Abrechnung, insbesondere nicht mit der Frage ihrer Richtigkeit.
Er muss bei allen Maßnahmen und Entscheidungen, die Einfluss auf die Höhe der Betriebskosten haben, auf ein angemessenes Kosten-Nutzen-Verhältnis Rücksicht nehmen (…BGH, Urt. v. 06.07.2011, VIII ZR 340/10, NZM 2011, 705; Urt. v. 28.11.2007, VIII ZR 243/06, NZM 2008, 78).
Eine Verletzung dieser Pflicht durch den Vermieter kann zu einem Schadensersatzanspruch des Mieters führen, der sich auf dessen Freihaltung von den unnötigen Kosten richtet (…BGH, Urt. v. 06.07.2011, VIII ZR 340/10, NZM 2011, 705; Urt. vom 28.11.2007, VIII ZR 243/06, NZM 2008, 78).
Wärmecontracting und Wirtschaftlichkeitsgebot
OLG Frankfurt, 26.06.2009 - 2 U 54/09
Gewerberaummiete: Umlagefähigkeit der Prämien für eine Terrorversicherung
LG Berlin, 19.02.2016 - 63 S 189/15
Wohnraummiete: Formelle Wirksamkeit einer Betriebskostenabrechnung; Umlage von …
KG, 07.02.2011 - 8 U 147/10
Betriebskostenabrechnung bei einem Geschäftsraummietvertrag: Verstoß des …
OLG Rostock, 27.09.2012 - 3 U 65/11
Betriebskosten bei Geschäftsraummiete: Darlegungs- und Beweislast bei behaupteter …
AG Steinfurt, 13.02.2014 - 21 C 1668/12
Welche Kosten darf der Vermieter auf die Mieter umlegen?
AG Berlin-Schöneberg, 24.07.2015 - 8 C 149/15
Temperaturen bis zu 26°C wegen Einrohrheizung: Kein Mietmangel!
AG Leipzig, 26.03.2009 - 166 C 6508/08
LG Hamburg, 12.08.2010 - 307 S 30/10
AG Köln, 20.09.2011 - 205 C 112/11
Darlegungs- und Beweispflichtigkeit des Mieters für die Notwendigkeit eines …
AG Köln, 30.08.2011 - 205 C 117/11
Mieter ist hinsichtlich Vorwegabzuges wegen Gewerbes und Garagenflächen bei der …
LG Duisburg, 15.11.2011 - 13 S 185/11
Berücksichtigung des Wirtschaftlichkeitsgebotes in einem Mietverhältnis
https://dejure.org/2007,969
BGH, 15.11.2007 - IX ZR 34/04 (https://dejure.org/2007,969)
BGH, Entscheidung vom 15.11.2007 - IX ZR 34/04 (https://dejure.org/2007,969)
BGH, Entscheidung vom 15. November 2007 - IX ZR 34/04 (https://dejure.org/2007,969)
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BGB § 675 Abs. 1; EStG §§ 16, 34
Besteuerung des Gewinns aus einer Veräußerung von Unternehmensanteilen; Voraussetzungen für eine ermäßigte Besteuerung; Hinweispflicht des Steuerberaters bei Bestehen der Möglichkeit einer verbindlichen Auskunft durch das Finanzamt; Aus dem Zweck der Steuerberatung resultierende Pflichten des Steuerberaters; Voraussetzungen für die Vermutung beratungsgerechten Verhaltens; Maßgebliche Entscheidung für die Feststellung der Ursächlichkeit einer Pflichtverletzung des Steuerberaters für einen Vermögensschaden des Mandanten
Hinweispflicht für Steuerberater auf Finanzamtsauskunft
Zum Schadensersatzanspruch des Mandanten gegen den Steuerberater wegen eines unterlassenen Hinweises auf die Möglichkeit einer verbindlichen Auskunft des Finanzamts
BGB § 675 Abs. 1; EStG § 16 § 34
Pflicht des Steuerberaters zur Herbeiführung einer verbindlichen Auskunft des Finanzamts; Prüfungsmaßstab im Steuerberaterregress
Verbindliche Auskunft des Finanzamtes
Gebot des sichersten Weges - Steuerberater kann zur Einholung einer verbindlichen Auskunft verpflichtet sein
Entscheidungsgrundlage des Regressrichters bei Ermessen des Finanzamts
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Entscheidungsgrundlage des Reggressrichters bei Ermessen des Finanzamts
§§ 16, 34 EStG; § 675 Abs. 1 BGB
Rat zur Einholung einer verbindlichen Auskunft als Pflicht des Steuerberaters (RA Dr. Erich Waclawik; DStR 2008, 321)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 15.11.2007; Az.: IX ZR 34/04 (Rat zur Einholung einer verbindlichen Auskunft als Pflicht des Steuerberaters)" von RA/StB Dr. Erich Waclawik, original erschienen in: DStR 2008, 321 - 322.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 15.11.2007, Az.: IX ZR 34/04 (Entscheidungsgrundlage des Regressrichters bei Ermessen des Finanzamts)" von RA Bertin Chab, original erschienen in: BRAK-Mitt 2008, 57 - 58.
OLG Düsseldorf, 17.06.2008 - 23 U 28/03
BGH, 23.09.2010 - IX ZR 148/08
MDR 2008, 234
WM 2008, 41
DB 2008, 55
Durch eine fiktive Entscheidung, die gerade mit diesem Inhalt nicht hätte ergehen dürfen, wird kein schutzwürdiger Besitzstand begründet (BGH NJW 2008, 440, 442 Rn. 21).
Der Verlust einer tatsächlichen oder rechtlichen Position, auf die er keinen Anspruch hat, ist grundsätzlich kein erstattungsfähiger Nachteil (BGH, Urteil vom 6. Juli 2000 - IX ZR 198/99, WM 2000, 1814, 1816; vom 15. November 2007 - IX ZR 34/04, WM 2008, 41 Rn. 21;… vom 25. Oktober 2012 - IX ZR 207/11, WM 2012, 2242 Rn. 28;… vom 13. März 2014 - IX ZR 23/10, WM 2014, 858 Rn. 32).
Ebenso scheidet ein Schaden aus, wenn das Finanzamt rechtsirrig eine fehlerhafte verbindliche Auskunft erteilt und auf ihrer Grundlage einen rechtswidrigen Steuervorteil gewährt hätte (BGH, Urteil vom 15. November 2007 - IX ZR 34/04, WM 2008, 41 Rn. 13 ff).
Durch eine fiktive Entscheidung, die gerade mit diesem Inhalt nicht hätte ergehen dürfen, wird kein schutzwürdiger Besitzstand begründet (BGH, Urteil vom 15. November 2007 - IX ZR 34/04, WM 2008, 41 Rn. 21).
Durch eine fiktive Entscheidung, die gerade mit diesem Inhalt nicht hätte ergehen dürfen, wird kein schutzwürdiger Besitzstand begründet (st. Rspr., vgl. BGH, Urteil vom 15. November 2007 - IX ZR 34/04, NJW 2008, 440 Rn. 21;… Urteil vom 25. Oktober 2012 - IX ZR 207/11, NJW 2013, 540 Rn. 26 ff., jeweils mwN).
Falls sich die tatsächlich getroffene Entscheidung nicht im Rahmen des der Klägerin eingeräumten Ermessens gehalten hätte, ist darauf abzustellen, welche Entscheidung richtigerweise hätte ergehen müssen (vgl. BGH, Urteil vom 15. November 2007 - IX ZR 34/04, WM 2008, 41, Tz. 16).
Dies gilt auch in Fällen schwerwiegender wirtschaftlicher Bedeutung (s. hierzu BGH, Urt. v. 15. November 2007 - IX ZR 34/04, WM 2008, 41, 42 Rn. 10).
Nur für den Fall, dass sich die tatsächlich getroffene Entscheidung nicht im Rahmen des der Klägerin eingeräumten Ermessens gehalten hätte, ist darauf abzustellen, welche Entscheidung richtigerweise hätte ergehen müssen (…Senatsurteil vom 28. April 2009 - XI ZR 86/08, WM 2009, 1180 Rn. 45; BGH, Urteil vom 15. November 2007 - IX ZR 34/04, WM 2008, 41 Rn. 16).
Vielmehr beurteilt sich die Frage, ob und in welchem Umfang ein nach §§ 249 ff. BGB zu ersetzender Schaden vorliegt, grundsätzlich nach einem rechnerischen Vergleich der durch das schädigende Ereignis bewirkten Vermögenslage mit derjenigen, die ohne jenen Umstand eingetreten wäre (BGH NJW 2008, 440, 442; NJW 2001, 673, 674 m.w.N.).
Dabei soll ein Geschädigter grundsätzlich im Wege des Schadensersatzes nicht mehr erhalten als dasjenige, was er nach der materiellen Rechtslage hätte verlangen können (BGH NJW 2008, 440, 442).
Ohne Kenntnis der wirtschaftlichen Verflechtungen war der Kläger nicht in der Lage, eigenverantwortlich seine Rechte und Interessen zu wahren, was eine pflichtgemäße Steuerberatung indes verlangt hätte (vgl. BGH, Urteil vom 15. November 2007 - IX ZR 34/04, NJW 2008, 440 Rn. 10;… BeckOGK-BGB/Teichmann, 2018, § 675 Rn. 1064 mwN).
Die pflichtgemäße Steuerberatung verlangt daher sachgerechte Hinweise über die Art, die Größe und die mögliche Höhe eines Steuerrisikos, um den Auftraggeber in die Lage zu versetzen, eigenverantwortlich seine Rechte und Interessen zu wahren und Fehlentscheidungen zu vermeiden (BGH, Urteil vom 15. November 2007 - IX ZR 34/04).
OLG Frankfurt, 11.07.2018 - 4 U 116/17
Fehlerhafte steuerrechtliche anwaltliche Beratung (hier: fehlender Hinweis aus …