Source: https://www.buchalik-broemmekamp.de/aktuelles/newsletter/esug-sondernewsletter-2013/einfuehrung-in-das-neue-insolvenzrecht?print=1&cHash=6a8481a317497e794e985c2d5dc76a03
Timestamp: 2020-08-06 16:56:43
Document Index: 75534562

Matched Legal Cases: ['§ 268', '§ 56', '§ 56', '§ 56', '§ 270', '§ 270', '§ 270']

buchalik-broemmekamp.de: Einführung in das neue Insolvenzrecht
AktuellesESUG Sondernewsletter 2013Einführung in das neue Insolvenzrecht
ESUG Sondernewsletter 2013Einführung in das neue Insolvenzrecht
– 4,84 Mio. Euro Bilanzsumme nach Abzug eines auf der ­Aktivseite ausgewiesenen Fehlbetrages
i.S.v. § 268 Abs. 3 HGB,
– 9,68 Mio. Euro Umsatzerlöse sowie
– im Jahresdurchschnitt 50 Arbeitnehmer.
– Vor Bestellung des Verwalters ist dem vorläufigen Gläubigerausschuss Gelegenheit zu geben,
sich zu den Anforderungen zu äußern, die an den Verwalter zu stellen sind (§ 56a Abs. 1 InsO).
– Sofern sich der vorläufige Gläubigerausschuss einstimmig für eine bestimmte Person als
Verwalter ausspricht, ist diese Entscheidung für das Gericht bindend, es sei denn, die
vorgeschlagene Person ist für die Übernahme des ­Amtes nicht geeignet (§ 56a Abs. 2 Satz 1
– Hat das Gericht ohne Anhörung des vorläufigen Gläubiger­ausschusses einen Verwalter bestellt,
so kann der vor­läufige Gläubigerausschuss in seiner ersten Sitzung mit einem einstimmigen
Beschluss einen anderen Verwalter wählen (§ 56a Abs. 3 InsO).
– Vor der Entscheidung über einen Antrag auf Eigenverwaltung ist dem vorläufigen
Gläubigerausschuss Gelegenheit zur Äußerung zu geben (§ 270 Abs. 3 Satz 1 InsO).
– Ein Antrag des Schuldners auf Eigenverwaltung kann vom Gericht nur abgelehnt werden, wenn
Umstände bekannt sind, die erwarten lassen, dass die Anordnung zu Nachteilen für die
Gläubiger führen wird (§ 270 Abs. 2 Nr. 2 InsO). Wird aber der Antrag von einem einstimmigen
Beschluss des vorläufigen Gläubigerausschusses unterstützt, gilt die Anordnung als nicht
nachteilig für die Gläubiger (§ 270 Abs. 3 Satz 2 InsO).
Der Gesetzgeber wollte die Eigenverwaltung weiter stärken, um im Idealfall im Einvernehmen mit den Gläubigern die Kennt­nisse und Erfahrungen der bisherigen Geschäftsleitung bestmöglich nutzen zu können und eine zeit- und kostenintensive Einarbeitungszeit eines Insolvenzverwalters zu vermeiden.
RA Dr. Jasper Stahlschmidt, Buchalik Brömmekamp Rechtsanwälte | Steuerberater, Düsseldorf