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Timestamp: 2016-10-23 09:38:55
Document Index: 261390684

Matched Legal Cases: ['Art. 42', 'Art. 54', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE']

8C_408/2012 (22.08.2012)
8C_408/2012 {T 0/2}
S._________, vertreten durch Rechtsanwalt Nicolas Rouiller,
AXA Winterthur AG,
S._________, geboren 1954, war seit 1988 bei der Bank X.________ angestellt, arbeitete als Devisenh�ndler und war bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA) f�r die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen sowie Berufskrankheiten versichert, als er sich am 12. Oktober 2008 auf der Heimreise aus den Ferien in Italien auf der Autobahn in einem Stau stehend bei einer Auffahrkollision ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule zuzog. Am 2. Februar 2010 rutschte er im Badezimmer aus und erlitt verschiedene Prellungen. Mit Verf�gung vom 24. August 2010 und Einspracheentscheid vom 25. Oktober 2010 schloss die AXA den Fall ab und stellte die Versicherungsleistungen mit Wirkung ab dem 2. Mai 2010 ein.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 14. M�rz 2012 ab.
S._________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides seien ihm bei einer Arbeitsunf�higkeit von mindestens 50% auch weiterhin die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen, eventualiter seien weitere Abkl�rungen anzuordnen.
Der angefochtene Entscheid erging in deutscher Sprache. Das Verfahren wird daher in dieser Sprache gef�hrt und das Urteil in der Sprache des angefochtenen Entscheides ausgefertigt, auch wenn die Beschwerde zul�ssigerweise (Art. 42 Abs. 1 BGG) franz�sisch verfasst ist (Art. 54 Abs. 1 BGG; in BGE 136 IV 88 nicht publizierte E. 1 des Urteils 1C_163/2010 vom 13. April 2010; in BGE 135 V 26 nicht publizierte E. 1 des Urteils 9C_1019/2008 vom 10. Juni 2009; BGE 132 IV 108 E. 1.1 S. 110).
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers gem�ss Art. 6 Abs. 1 UVG vorausgesetzten nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (BGE 129 V 179 E. 3.1 u. 3.2 S. 181), insbesondere bei Schleudertraumen der Halswirbels�ule (HWS; BGE 134 V 109), sowie zum Beweiswert von Arztberichten und medizinischen Gutachten (BGE 135 V 465 E. 4.3 S. 468 ff.; 125 V 351 E. 3 S. 352 ff.) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Der Beschwerdef�hrer macht sinngem�ss im Wesentlichen geltend, dass er seit dem erlittenen Autounfall zufolge von kognitiven beziehungsweise Konzentrationsst�rungen in seiner beruflichen T�tigkeit als Devisenh�ndler auch weiterhin erheblich eingeschr�nkt und nur zu 50% arbeitsf�hig sei. Er beruft sich dabei auf das von ihm in Auftrag gegebene, im vorinstanzlichen Verfahren eingereichte Privatgutachten der Gutachterstelle U.________ vom 9. M�rz 2011, welches ihm, in Abweichung von dem von der AXA eingeholten Gutachten der Gutachterstelle Z.________ vom 22. Februar 2010 eine entsprechende Arbeitsunf�higkeit attestiert.
Entscheidwesentlich ist, dass bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden gesondert zu pr�fen ist, ob sie in einem ad�quaten Kausalzusammenhang mit dem erlittenen Unfall stehen (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112). Massgebend ist zun�chst die Tatfrage des Nachweises einer nat�rlich unfallkausalen Verletzung, welche die Anwendung der Schleudertrauma-Praxis rechtfertigt. Insoweit sind die medizinischen Akten relevant. Ausschlaggebend ist weiter, ob diese Beschwerden ad�quat-kausal auf den Unfall zur�ckzuf�hren sind; es kann praxisgem�ss auf weitere Beweisvorkehren zum nat�rlichen Kausalzusammenhang verzichtet werden, wenn der ad�quate Kausalzusammenhang zu verneinen ist (Urteil 8C_42/2007 vom 14. April 2008 E. 2 Ingress). Auch dabei sind die medizinischen Unterlagen insoweit von Bedeutung, als sie in Einzelfragen f�r die zuverl�ssige Beurteilung der Ad�quanz nach der Schleudertrauma-Rechtsprechung (etwa hinsichtlich der Unfallschwere oder der erlittenen Verletzungen, BGE 134 V 109 E. 10 S. 126 ff.) erforderlich sind (vgl. Urteil 8C_578/2007 vom 30. Mai 2008 E. 4.2). Im �brigen ist die Rechtsfrage nach der ad�quaten Kausalit�t (BGE 134 V 109 E. 6.2.1 in fine S. 117) allein mit der Stellungnahme der medizinischen Experten nicht zu beantworten.
Das kantonale Gericht hat die medizinischen Akten, namentlich die erw�hnten Gutachten der Gutachterstelle Z.________ vom 22. Februar 2010 sowie der Gutachterstelle U.________ vom 9. M�rz 2011, eingehend und sorgf�ltig gew�rdigt. S�mtliche Gutachter gehen �bereinstimmend davon aus, dass organisch objektiv ausgewiesene Beschwerden nicht vorliegen. Dies wird auch beschwerdeweise nicht bestritten.
Den ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem erlittenen Unfall hat die Vorinstanz unter Ber�cksichtigung der Unfallschwere (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 380/04 E. 5.1.2) und mit Blick darauf, dass keines der in Betracht zu ziehenden Kriterien (BGE 134 V 109 E. 10 S. 126 ff.) erf�llt war, verneint. Der Beschwerdef�hrer �ussert sich dazu nicht. Selbst wenn eine erhebliche Arbeitsunf�higkeit anzunehmen w�re, w�rde dies die ad�quate Kausalit�t nicht zu begr�nden verm�gen (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100, 8C_897/2009 vom 29. Januar 2010 E. 4.5; Urteil 8C_711/2010 vom 14. Januar 2011 E. 5.3).
Die Voraussetzungen f�r eine �ber den 1. Mai 2010 hinausgehende Leistungspflicht des Unfallversicherers sind damit nicht erf�llt. Der Beschwerdef�hrer wendet ein, dass er zuvor unter keinen kognitiven Einschr�nkungen gelitten habe und dass daf�r keine andere Ursache als die erlittenen Unf�lle ersichtlich seien, was an dieser Beurteilung jedoch nichts zu �ndern vermag, nachdem die fehlende Ad�quanz ausschlaggebend ist. Aus diesem Grund kann hier auch die R�ge, dass eine Arbeitsunf�higkeit gem�ss Privatgutachten ausgewiesen sei, unter Berufung auf die am bundesgerichtlichen Urteil BGE 136 V 279 ge�bte Kritik (Bettina Kahil-Wolff, Atteintes non objectivables � la sant�: l'ATF 136 V 279 et d'autres d�veloppements dans la jurisprudence du Tribunal F�d�ral, in: JdT 2011 I S. 18 ff.; Philip Stolkin, Von der Europ�ischen Menschenrechtskonvention, den ad�quaten Kausalzusammenh�ngen, den Normhypothesen und dem Gleichheitssatz oder: Warum die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Gesundheitsbegriff das Diskriminierungsverbot verletzt - Ein Erkl�rungsversuch, in: HAVE 2011 S. 378 ff.) unbeachtet bleiben; soweit diese auch die besondere Ad�quanzpr�fung nach der Schleudertrauma-Praxis betrifft (Stolkin, a.a.O., S. 393 f.), hat sich das Bundesgericht dazu bereits mit Urteil 8C_29/2010 vom 27. Mai 2010 (E. 6) ge�ussert, weshalb hier darauf nicht weiter einzugehen ist. Schliesslich sind bei diesem Ergebnis auch die beantragten Abkl�rungen am Arbeitsplatz nicht angezeigt.