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Timestamp: 2016-10-23 14:27:10
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Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 25', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 25', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 18', '§ 34', '§ 104', '§ 2', '§ 33', '§ 2', '§ 33', '§ 33', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 62']

Bäuerliche Obstverarbeitung Dienstag, 16. September 2008 Mag. Karl Portele. - ppt herunterladen
Veröffentlicht von:Eberhard Kershner
Präsentation zum Thema: "Bäuerliche Obstverarbeitung Dienstag, 16. September 2008 Mag. Karl Portele."— Präsentation transkript:
Bäuerliche Obstverarbeitung Dienstag, 16. September 2008 Mag. Karl Portele 2
Mag. Karl Portele, Stb 2 Inhalt Einkunftsarten im Steuerrecht Wann muss ich eine Steuererklärung abgeben? Betriebliche Einkünfte – außerbetriebliche Einkünfte Gewinnermittlungsarten in der Land- und Fortswirtschaft Vergleich Kapitalgesellschaft – Personengesellschaft Nebenbetrieb – Bearbeitung und Verarbeitung Nebentätigkeiten (Nebenerwerb) Urlaub am Bauernhof Betrugsbekämpfungsgesetz - Barbewegungsverordnung Sozialversicherungsrecht Rechtliche Grundlagen in der Branntweinherstellung 3
Mag. Karl Portele, Stb 3 Sachliche Steuerpflicht Einkunftsarten Betriebliche Einkunftsarten: (Gewinn = BEinnahme-BAusgaben) - Land- und Forstwirtschaft (§ 21 EStG) - Selbstständige Arbeit (§ 22 EStG) - Gewerbebetrieb (§ 23 EStG) Außerbetriebliche Einkunftsarten: (Überschuss über die WK) - Nichtselbstständige Arbeit (§ 25 EStG) - Kapitalvermögen (§ 27 EStG) - Vermietung und Verpachtung (§ 28 EStG) - Sonstige Einkünfte (§ 29 EStG) Außerhalb der Einkunftsarten keine Steuerpflicht 4
Mag. Karl Portele, Stb 4 Sachliche Steuerpflicht daher keine Steuerpflicht bei: - Spielgewinne - Veräußerung von Gegenständen des Privatvermögens Ausnahme: Spekulationsgewinn - Grund und Boden: innerhalb von 10 Jahren - bewegliche Gegenstände: innerhalb von 1 Jahr 5
Mag. Karl Portele, Stb 5 Sachliche Steuerpflicht 1.Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft (§ 21 EStG) 2.Einkünfte aus selbstständiger Arbeit (§ 22 EStG) 3.Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 23 EStG) 4.Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit (§ 25 EStG) 5.Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 27 EStG) 6.Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (§ 28 EStG) 7.sonstige Einkünfte ( § 29 EStG) Gesamtbetrag der Einkünfte - Sonderausgaben (§ 18 EStG) (z.B. Renten, Versicherungen, Steuerberatungs-Kosten, Verlustabzug) - Außergewöhnliche Belastungen (§ 34 EStG) - Freibeträge ( §§ 104 und 105 EStG) Einkommen gem. § 2 (2) EStG (=BMGl für Tarif nach § 33 (1) EStG) 6
Mag. Karl Portele, Stb 6 Sachliche Steuerpflicht Einkommen gem. § 2 (2) EStG (=BMGl für Tarif nach § 33 (1) EStG) Einkommensteuer nach § 33 (1) EStG - Absetzbeträge Einkommensteuerschuld - Entrichtete Lohnsteuer/Entrichtete Kapitalertragsteuer (sofern veranlagt!!) Veranlagte ESt lt Bescheid - Vorauszahlungen Gutschrift/Schlusszahlung 7
Mag. Karl Portele, Stb 7 Wann muss ich eine Steuererklärung abgeben? Steuererklärungspflicht wenn der Steuerpflichtige neben lohnsteuerpflichtige Einkommen von mehr als andere als lohnsteuerpflichtige Einkünfte von mehr als 730 enthalten wenn das Einkommen in dem keine lohnsteuerpflichtigen Einkünfte enthalten sind, mehr als betragen hat bei mehr als zwei lohnsteuerpflichtiger Einkünfte bei Aufforderung durch das Finanzamt 8
Mag. Karl Portele, Stb 8 Gewinnermittlung in der L&FW Vollpauschalierung – Teilpauschalierung Doppelte Buchführung nach § 4 (1) EStG Buchführungsgrenzen (steuerliche) - größer als , land- u. forstwirtschaftl. EW - größer als Jahresumsatz vollständige Einnahmen/Ausgaben - Rechnung Protokollierte Gewerbetreibende nach § 5 EStG Änderungen ab 9
Mag. Karl Portele, Stb 9 Pauschalierungsverordnung Vollpauschalierung - land- u. forstwirtschaftliche Einheitswert bis bzw. - Forsteinheitswert bis Weinbaufläche kleiner als 60 Ar (und Gesamteinheitswert bis ) (= einheitswertabhängige Gewinnermittlung) Gewinnsatz: 39 % Beispiel für Vollpauschalierung Lw Einheitswert % ,-- abzüglich Sozialversicherung, Schuldzinsen, Ausgedinge,…………… 5.300,-- Einkünfte aus L & FW…………… 2.500,-- (Veranlagungs-Grenze 2006: / Person nicht überschritten) 10
Mag. Karl Portele, Stb 10 Pauschalierungsverordnung Teilpauschalierung - land- u. forstwirtschaftliche Einheitswert – Weinbaufläche größer als 60 Ar auch wenn der Gesamteinheitswert unter (siehe nächste Folie) !!!! - Forsteinheitswert über (nur hinsichtlich des Forstbetriebes auch wenn der Gesamteinheitswert unter ) ( = Einnnahmen-Ausgaben-Rechnung mit pauschalen Betriebsausgaben) pauschale Betriebsausgaben: 70 % 11
Mag. Karl Portele, Stb 11 Pauschalierungsverordnung Beispiel für Teilpauschalierung lw Einheitswert der Eigenfläche: lw Einheitswert der Zupachtungen: Einheitswert in Summe: Einnahmen aus der Landwirtschaft: bezahlter Pachtzins: 6.000, Ausgedingelasten: 800, Beiträge Sozialversicherung der Bauern: Lösung: teilpauschaliert Landwirt (Einheitswert größer ) landw. Erlös minus 70% (Gewinngrundbetrag) abzüglich bezahlter Pachtzins… abzüglich Ausgedingelasten……… abzüglich Beiträge SV der Bauern… Einkünfte aus Land & Forstwirt 12
Mag. Karl Portele, Stb 12 Buchführungspflicht in der L&FW Doppelte Buchführung nach § 4 (1) EStG Zur (steuerlichen) Buchführung sind Unternehmer verpflichtet die folgende Buchführungsgrenzen nachhaltig überschritten haben: - größer als , land- u. forstwirtschaftlicher EW - größer als Jahresumsatz Übersteigt der Umsatz lw Betriebes in zwei aufeinander folgenden Kalenderjahren , ist er Beginn des zweitfolgenden Kalenderjahres buchführungspflichtig! 13
Mag. Karl Portele, Stb 13 Einnahmen – Ausgaben Rechnung Diese Gewinnermittlungsart lässt sich nur dann anwenden, wenn keine gesetzliche Verpflichtung zur Buchführung besteht und auch nicht freiwillig Bücher geführt werden. 14
Mag. Karl Portele, Stb 14 Personen- oder Kapitalgesellschaft Kapitalgesellschaft Gesellschafter halten Anteile am Stammkapital der Gesellschaft Stammkapital der GmbH mindestens EUR ,00 (/davon die Hälfte in bar einbezahlt) Geschäftsführer: Art der Einkunftsart der Geschäftsführerbezüge abhängig vom Ausmaß der Beteiligung an der Kapitalgesellschaft Geschäftsführer mit mehr als 25 % Anteile erzielt Einkünfte aus sonstiger selbständiger Arbeit; Pflichtversicherung in der GSVG Geschäftsführer mit bis zu 25 % Anteile (ohne Sperrminorität) erzielt Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, die dem Lohnsteuerabzug und den Bestimmungen des ASVG unterliegen Rechtsbeziehungen zwischen Gesellschafter / Geschäftsführer und Gesellschaft möglich Fremdüblichkeit bei solchen Geschäftsbeziehungen wird vorausgesetzt 15
Mag. Karl Portele, Stb 15 Personen- oder Kapitalgesellschaft Durchgriffsprinzip Gewinnzurechnung beim Gesellschafter Vergütung für Gesellschafter ist Gewinnvorab Steuersatz: bis zu 50 % ESt Trennungsprinzip Gewinnzurechnung bei der Gesellschaft Angemessene Vergütung für Gesellschafter mindert das steuerpflichtige Einkommen der Kapitalgesellschaft Steuersatz: 25 % KÖSt, die Ausschüttung unterliegt der KESt 16
Mag. Karl Portele, Stb 16 Urproduktion – Nebenbetrieb Urproduktion Nebenbetrieb be- und verarbeitet 17
Mag. Karl Portele, Stb 17 Urproduktion – Nebenbetrieb Urproduktion: die Herstellung eines Produktes mit Hilfe der Naturkräfte bis zur ersten marktfähigen Zustandsstufe, Steuerliche Behandlung bei der Vollpauschalierung: abpauschaliert Steuerliche Behandlung bei der Teilpauschalierung: Einnahmen sind zu erfassen, die Ausgaben sind mit 70 % anzunehmen Nebenbetrieb: - Be- und verarbeitete Produkte werden in einem Nebenbetrieb produziert - bei einem Nebenbetrieb handelt es sich um einen gewerblichen Betrieb, der einem land- und forstwirtschaftlichen Hauptbetrieb zu dienen bestimmt ist und deshalb einheitlich mit dem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb besteuert wird. - Die Einnahmen bei be- und verarbeitetet Produkte sind aufzuzeichnen und die Betriebsausgaben pauschal mit 70% der Einnahmen anzunehmen 18
Mag. Karl Portele, Stb 18 Urproduktion – Nebenbetrieb Voraussetzung für einen Nebenbetrieb: - ein Nebenbetrieb hat gegenüber den land- und forst- wirtschaftlichen Hauptbetrieb eine untergeordnete wirtschaftliche Bedeutung – Einnahmengrenze bis (ink. USt) - wenn der Einkaufswert der zugekauften fremden Erzeugnisse nicht mehr als 25 % des betrieblichen Umsatz ausmacht - bei Weinbaubetrieben, wenn nicht mehr als 2000 kg oder 1500 l Wein bzw. Traubenmost pro Hektar zugekauft werden bei Überschreitung der oben erwähnten Grenzen zählt der Gewinn steuerrechtlich zu den Einkünfte aus Gewerbebetrieb. 19
Mag. Karl Portele, Stb 19 Urproduktion – Nebenbetrieb Ob noch ein Urprodukt oder bereits ein be- oder verarbeitetes Produkt vorliegt, ist nach der Verkehrsauffassung zu beurteilen. Die Einkommensteuerrichtlinien enthalten dazu unter Rz 4220 einen Produktkatalog 20
Mag. Karl Portele, Stb 20 Abgrenzung Be- und/oder Verarbeitung zur Urproduktion Urprodukt Fische, Fleisch und Fleischwaren Fische, frisch Geflügel (Puten, Gänse, Enten, Hühner) Hasen, Kaninchen Lämmer und Schafe ungeteilt oder in Hälften Rinderfünftel Schnecken Schweine, Schweinehälften, Spanferkel Tauben, Wachteln Wild oder Fleischproduktionsgattern Be- u/o Verarbeitung Brathühner (roh) Fische, geräuchert, getrocknet, gebeizt Fleisch von Schweinen, Rindern, Ziegen, Pferden, Geflügel usw. (roh und tiefgefroren) Blutwürste Brat- und Dauerwürste, roh und geselcht Fleisch- und Grammel-, Leberknödel, Fleischlaibchen, Faschiertes Geselchtes, Grammeln, Haussulz, Hauswürste Innereien, Leberpasteten, Leberwürste, Presswurst, Saumaisen, Schinken Schmalz, Bratenfett, Schweinebraten (kalt), Speck, Surfleisch, Verhackert 21
Mag. Karl Portele, Stb 21 Abgrenzung Be- und/oder Verarbeitung zur Urproduktion Urprodukt Milch und Milchprodukte Kuhmilch, roh und pasteurisiert Schaf- oder Ziegenmilch Rahm, Sauerrahm, Schlagobers Schafkäse (Brimsen), Ziegenkäse (auch eingelegt in Öl) Almkäse und Almbutter Stutenmilch Be- u/o Verarbeitung Bierkäse Butter, Landbutter, Butteraufstriche Buttermilch, Butterschmalz Joghurt, Fruchtjoghurt, Mischgetränke, Kefir Liptauer, Quargel Schafmischkäse (auch eingelegt in Öl) Topfen und Topfenaufstriche Topfen- und Käseknödel Schnitt- und Hartkäse 22
Mag. Karl Portele, Stb 22 Abgrenzung Be- und/oder Verarbeitung zur Urproduktion Urprodukt Getränke Most (Obstwein aus Äpfeln oder Birnen) Obststurm Süßmost Traubenmost und Traubensturm Wein Beerenwein Be- u/o Verarbeitung Edelbrände Weinbrand Eierlikör, Liköre Essig Gemüsesäfte, Obst- und Beerensäfte Schaumwein, Sekt, Holundersekt, Met 23
Mag. Karl Portele, Stb 23 Abgrenzung Be- und/oder Verarbeitung zur Urproduktion Urprodukt Forstwirtschaftliche Erzeugnisse Brennholz, Hackschnitzel, Rindenabfälle Christbäume, Forstpflanzen Reisig, Schmuckreisig Be- u/o Verarbeitung Bretter Holzspäne Rundholz gefräst Schindeln 24
Mag. Karl Portele, Stb 24 Urproduktion – Nebenbetrieb Steuerliche Behandlung bei der Vollpauschalierung: - Verkauf von Urprodukten: keine Umsatz-Grenze, die Einnahmen aus dem Verkauf sind von der Pauschalierung erfasst - Verkauf von be- und verarbeiteten Produkten: Umsatzgrenze beachten, die Einnahmen aus dem Verkauf sind aufzuzeichnen und um die 70%ige Ausgabenpauschale zu kürzen Steuerliche Behandlung bei der Teilpauschalierung - Verkauf von Urprodukten: keine Umsatz-Grenze, die Einnahmen aus dem Verkauf sind zu erfassen und um die 70%ige Ausgabenpauschale zu kürzen - Verkauf von be- und verarbeiteten Produkten: Umsatzgrenze beachten, die Einnahmen aus dem Verkauf sind aufzuzeichnen und um die 70%ige Ausgabenpauschale zu kürzen 25
Mag. Karl Portele, Stb 25 Urproduktion – Nebenbetrieb Umsatzsteuerpauschaliert Be- und Verarbeitung als Gewerbebetrieb Übersteigen die Einnahmen aus Be- und Verarbeitung die Umsatzgrenze von ist die Be- und Verarbeitung steuerlich als Gewerbebetrieb einzustufen. Steuerliche Folgen: - kein Betriebsausgabenpauschalierung von 70 % sondern ein Betriebsausgabensatz von 12 % (bis zu einem Umsatz von GSVG - keine USt- Pauschalierung 26
Mag. Karl Portele, Stb 26 Urproduktion – Nebenbetrieb Beispiel Ein pauschalierter Landwirt hat 2006 einen Umsatz aus dem Verkauf von allgemeinen Backwaren und Hausbrot von erzielt. Lösung: Es handelt sich um bearbeitete bzw. verarbeitete Produkte. Es ist die Umsatzgrenze zu beachten und es ist pauschal 70 % als Betriebsausgabenpauschale geltend zu machen. Gewinn: Beispiel Ein pauschalierter Landwirt hat 2006 einen Umsatz von Edelbränden Einnahmen von erzielt. Lösung: Es handelt sich um bearbeitete bzw. verarbeitete Produkte. Es ist die Umsatzgrenze überschritten, daher ist der Betrieb steuerlich als Gewerbebetrieb einzustufen. 27
Mag. Karl Portele, Stb 27 Buschenschank Bäuerliche Buschenschank ohne Gewerbeschein Steuer: Einkünfte aus L&FW Sozialversicherung: Sozialversicherungsanstalt der Bauern Bäuerliche Buschenschank als Anmeldungsgewerbe Steuer: Einkünfte aus L&FW Sozialversicherung: Gewerbliche Sozialversicherung Große Gastgewerbekonzession mit Befähigungsnachweis Steuer: Einkünfte aus L&FW Sozialversicherung: Gewerbliche Sozialversicherung 28
Mag. Karl Portele, Stb 28 Gewinnermittlung in der L&FW Nebentätigkeit (Nebenerwerb) Unter land- und forstwirtschaftlichen Nebenerwerb sind jene Nebentätigkeiten eines Landwirtes zu verstehen, die ihrer Zweckbestimmung nach dem land- und forstwirtschaftlichen Hauptbetrieb wirtschaftlich untergeordnet sind und in engem Zusammenhand mit der Haupttätigkeit stehen Wirtschaftliche Unterordnung ist gegeben wenn: - land- und forstwirtschaftlich genutzte Fläche größer als fünf ha bzw. die weinbaulich genutzte Fläche größer als ein ha - Einnahmen aus den – aufzeichnungspflichtigen – Nebentätigkeiten (inkl. USt) zusammen mit Be- und Verarbeitung insgesamt nicht mehr als jährlich beträgt Wird die Grenze von überschritten liegt insgesamt ein Gewerbebetrieb vor. 29
Mag. Karl Portele, Stb 29 Gewinnermittlung in der L&FW Nebentätigkeit (Nebenerwerb) Der Gewinn aus der Nebentätigkeit ist immer mittels Einnahmen- Ausgaben-Rechnung zu ermitteln. Umsatzsteuerpauschaliert Beispiele für Nebentätigkeiten: - Urlaub am Bauernhof (Privatzimmervermietung) bis 10 Betten - Kommunaldienste (z.B.: Schneeräumung) - Mähen von Straßenrändern und Böschungen - öffentliche Grünflächen, Pflege von Biotopen - Dienstleistung als Holzakkordant - Dienstleistung und Vermietung land- und forstwirtschaftlicher Betriebsmittel im Rahmen der zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit bei Verrechnung auf reiner Selbstkostenbasis (ÖKL-Sätze) und ohne Verrechnung der eigenen Arbeitsleistung 30
Mag. Karl Portele, Stb 30 Gewinnermittlung in der L&FW Nebentätigkeit (Nebenerwerb) Folgende Nebentätigkeiten sind nicht in die Umsatzgrenze von einzubeziehen: - Urlaub am Bauernhof -Dienstleistung und Vermietung land- und forstwirtschaftlicher Betriebsmittel im Rahmen der zwischenbetrieblichen Zusammenarbeit bei Verrechnung auf reiner Selbstkostenbasis (ÖKL-Sätze) und ohne Verrechnung der eigenen Arbeitsleistung 31
Mag. Karl Portele, Stb 31 Gewinnermittlung in der L&FW Nebentätigkeit (Nebenerwerb) Beispiel Ein Landwirt verkauft ab Hof Wein sowie Obstsäfte. Im Winter ist er teilweise in der Schneeräumung tätig. Lösung: - Der Verkauf von Wein ist keine Be- oder Verarbeitung – keine Berücksichtigung bei der Umsatzgrenze von Der Verkauf von Obstsaft ist ein be- und verarbeitetes Produkt. Berücksichtigung bei der Umsatzgrenze von Die Einnahmen sind aufzuzeichnen, die Ausgaben sind pauschal mit 70 % anzunehmen. - Die Schneeräumung ist eine Nebentätigkeit. Der Gewinn ist durch Einnahmen-Ausgabenrechnung zu ermitteln. Berücksichtigung bei der Umsatzgrenze von Die Umsatzgrenze von gilt für Nebentätigkeit und Nebenerwerbe zusammen!! 32
Mag. Karl Portele, Stb 32 Gewinnermittlung in der L&FW Nebentätigkeit (Nebenerwerb) Tipp: Wir die Einnahmengrenze von durch Be- und Verarbeitung und Nebentätigkeit (z.B.: Schneeräumung) überschritten gelten die Einnahmen aus beiden Betriebszweigen als gewerblich. Lösung: - rechtzeitige Gründung eines selbständigen Gewerbebetriebes für die Be- und Verarbeitung (keine Gewerbeanmeldung erforderlich, weil überwiegend eigen Naturprodukte verarbeitet werden - Einnahmen aus der Nebentätigkeit bleiben weiterhin in der Land- und Forstwirtschaft 33
Mag. Karl Portele, Stb 33 Nebentätigkeit – Urlaub am Bauernhof Privatzimmer ohne jegliche Serviceleistung - Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung steuerliche Folgen: keine USt-Pauschalierung, sondern Ust für Wohnraumvermietung 10%, Kleinunternehmerregelung beachten Privatzimmer mit Serviceleistung bis 10 Betten - Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft – landwirtschaftliche Nebentätigkeit Einnahmen sind aufzuzeichnen 50 % können pauschal als Betriebsausgabe angesetzt werden Privatzimmer mit Serviceleistung mehr als 10 Betten - Einkünfte aus Gewerbebetrieb, E-A-Rechnung, USt für Wohnraumvermietung 10 %, Kleinunternehmerregelung beachten Gewerbeordnung verlangt für gewerblichen Vermieter einen Befähigungsnachweis für das nunmehrige Gewerbe. 34
Mag. Karl Portele, Stb 34 Betrugsbekämpfungsgesetz Neue Aufzeichnungspflichten Wer ist davon betroffen? - Bilanzierer - Einnahmen – Ausgabenrechner - teilpauschalierte Betriebe (z.B. Weinbau) Neue Einzelaufzeichnungspflicht für Barbewegungen (Barbewegungsverordnung)! – Was bedeutet das? - Barbewegungen (Bareingänge, Barausgänge) sollen - täglich einzeln festgehalten werden - nichtbetriebliche Einkünfte sind nicht zu erfassen. 35
Mag. Karl Portele, Stb 35 Betrugsbekämpfungsgesetz Neue Aufzeichnungspflichten Wer ist zur vereinfachten Losungsermittlung berichtigt? eine vereinfachte Losungsermittlung durch Kassasturz kann weiter in Anspruch genommen werden wenn - die Umsätze für den einzelnen Betrieb in den beiden vorangegangen Jahren nicht überschritten haben – das einmalige überschreiten der Umsatzgrenze um nicht mehr als 15 % ist unbeachtlich – oder - Umsätzen von Haus zu Haus (Lieferwagen) - die Umsätze – ohne Obergrenze – an öffentlichen Plätzen ausgeübt werden – Bauernmarkt, Kirtag In der Küche ist für die Umsatzsteuer eine Stricherliste für Essen und Getränke notwendig!! 36
Mag. Karl Portele, Stb 36 Betrugsbekämpfungsgesetz Neue Aufzeichnungspflichten Beispiel für Kassasturz: Kassastand bei Geschäftsabschluss: abzüglich Kassastand der Vortages: zuzüglich Zahlungen an - Lieferanten sonstige Ausgaben Privatentnahmen + 50 abzüglich Einlagen - 10 Tageslosung= 510 37
Sozialversicherung 38
Mag. Karl Portele, Stb 38 Sozialversicherung Betriebsbeitragsgrundlage vom Einheitswert oder Einkommensteuerbescheid - - Pauschale Beitragsgrundlage vom Versicherungswert(Pauschalsystem) Einheitswert der im Eigentum befindlichen land- und forst- wirtschaftlichen Fläche - Verpachtung / + Zupachtung) = Einheitswert der selbstbewirtschafteten Fläche x Einkommensfaktor (einem im Gesetz festgesetzten %-Satz= = Versicherungswert (Beitragsgrundlage) - Beitragsgrundlagenermittlung nach tatsächlichen Einkünften des Einkommensteuerbescheides (große Option) 39
Mag. Karl Portele, Stb 39 Sozialversicherung EINHEITSWERT der selbstbewirtschafteten Flächen (-Verpachtung, + Zupachtung) x einem im Gesetz festgesetzten %-Satz (Einkommensfaktor) = Versicherungswert BEITRAGSGRUNDLAGE = BEITRAGSGRUNDLAGE 1/1 1/2 1/3 1/6 BetriebsführerBetriebsführer Kinder Kind +Schwiegerkind (solo) (Ehepaar) +Schwiegerkind x Beitragssätze = BEITRAG 40
Mag. Karl Portele, Stb 40 Sozialversicherung Zupachtungen von FREMDEN kein geradliniges Verwandtschaftsverhältnis 2/3 des EW von "NAHEN ANGEHÖRIGEN" gerade Linie Eltern, Groß-, Wahl-, Stief-, Schwiegereltern; Kinder, Enkel, Wahl-, Stief-, Schwiegerkinder 3/3 des EW 41
Mag. Karl Portele, Stb 41 Sozialversicherung Zusammenfassung Pauschalsystem – große Option Pauschalsystem Beitragsgrundlage ist der Versicherungswert Mindestbeitragsgrundlage: - 349,01 /PV (2008) - 644,05 /KV/UV (2008) Große Option Beitragsgrundlage ist der ESt- Bescheid Mindestbeitragsgrundlage: - 349,01 PV (2008) ,23 KV, UV Zusatzbeitrag: 3 % (2008) geringe Beitragsgrundlage niedrige Beiträge geringere Pensionsleistung 42
Mag. Karl Portele, Stb 42 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Definition landwirtschaftlicher Nebentätigkeiten Rechnung und Gefahr Naheverhältnis zum Hauptbetrieb (Stammbetrieb) Unterordnung/ Naheverhältnis Ausübung durch Betriebsführer Ehepartner Kind Achtung: Neuer Selbständiger - Zuverdienstgrenze: 4.188,12 - Alleinverdienergrenze 6.453,36 43
Mag. Karl Portele, Stb 43 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Naheverhältnis zum Hauptbetrieb 1 - bei Einsatz von Maschinen aus dem landwirtschaftlichem Betrieb z.B. Winterdienst mit eigenem Traktor, Böschungen mähen mit eigenem Gerät 44
Mag. Karl Portele, Stb 44 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Naheverhältnis zum Hauptbetrieb 2 - bei überwiegender Ausübung der Tätigkeit auf dem Areal des Betriebes z.B. bäuerliche Tagesmutter, Heu-Erlebnisbäder, Wasser- oder Windkraftwerke 45
Mag. Karl Portele, Stb 45 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Naheverhältnis zum Hauptbetrieb 3 - bei Einsatz von in der Landwirtschaft erworbenen, bauernspezifischen Kenntnissen z.B. Seminarbäuerin, Produktbotschafterin 46
Mag. Karl Portele, Stb 46 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Beitragspflicht 1 Nebentätigkeiten ohne zusätzliche Beitragspflicht Weinbaubuschenschank Bäuerliche Buschenschank ohne Gewerbeschein Steuer: Einkünfte aus L&FW Sozialversicherung: Sozialversicherungsanstalt der Bauern Bäuerliche Buschenschank als Anmeldungsgewerbe Steuer: Einkünfte aus L&FW Sozialversicherung: Gewerbliche Sozialversicherung Große Gastgewerbekonzession mit Befähigungsnachweis Steuer: Einkünfte aus L&FW Sozialversicherung: Gewerbliche Sozialversicherung Abgabe von Speisen oder der Ausschank von Most und Schnaps – keine Beitragspflicht 47
Mag. Karl Portele, Stb 47 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Beitragspflicht 2 Nebentätigkeiten mit zusätzlicher Beitragspflicht ab einer bestimmten Höhe der Einnahmen Ein Freibetrag von für - Be- und Verarbeitung - Mostbuschenschank - Almausschank Separater Freibetrag von Urlaub am Bauernhof 48
Mag. Karl Portele, Stb 48 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Beitragspflicht 3 Beispiel Ein Landwirt produziert aus Zwetschken einen Schnaps sowie aus Marillen eine Marmelade. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Schnaps beträgt 6.000,-- und aus dem Verlauf von Marmelade 4.000,00. Lösung Nebentätigkeit ist sozialversicherungspflichtig. Bruttoumsatz minus Freibetrag = minus 70 % Ausgabenpauschale = jährliche Beitragsgrundlage monatliche Beitragsgrundlage: 1/12 157,5 Multiplikation mit dem Beitragssatz von 24,55 % 38,67 Jahressumme (jährliche Vorschreibung) 464,00 49
Mag. Karl Portele, Stb 49 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Beitragspflicht 4 Nebentätigkeiten mit zusätzlicher Beitragspflicht unabhängig von der Höhe der Einnahmen Fuhrwerksdienste für andere land (forst) wirtschaftliche Betriebe Dienstleistungen mit oder ohne Betriebsmittel für andere land- und forst wirtschaftliche Betriebe, Betriebshelfer (auch im Rahmen eines Maschinen oder Betriebshilferinges) sowie als Holzakkordant Beitragspflicht ab dem 1. Cent Wegfall der Freigrenze von ,-- 50
Mag. Karl Portele, Stb 50 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Beitragspflicht 5 Ausnahme!! Verrechnung von ÖKL Sätze (Selbstkosten) als Maschinenmiete keine Verrechnung von Arbeitszeit keine Aufzeichnungspflicht 51
Mag. Karl Portele, Stb 51 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Beitragspflicht 6 Verrechnung von Maschinenmiete und Arbeitszeit Maschinenmiete + Arbeitszeit = Basis für die Ausgabenpauschale - 70 % Ausgabenpauschale oder kleine Option (Steuersystem) Bei der kleinen Option ist ein jährlicher Wechsel möglich 52
Mag. Karl Portele, Stb 52 Sozialversicherung Nebentätigeiten Beitragspflicht 7 Kommunaldienstleistung - Kulturpflege im ländlichen Raum (Mähen von Straßenrändern, öffentlichen Grünflächen, Biotoppflege, Heckenschneiden, Sportanlagenpflege, Abtransport des Mähgutes) - Verwertung von organischen Abfällen (Kompostieren, etc.) - Winterdienst (Schneeräumung, Streuen landwirtschaftlicher Verkehrsflächen) 53
Mag. Karl Portele, Stb 53 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Beitragspflicht 8 Vermietung land(forst)wirtschaftlicher Betriebsmittel Sonstige Tätigkeiten, - Schweinetätowierer - Waldhelfer - Milchprobennehmer - Besamungstechniker im Sinne eines Landes-Tierzuchtgesetzes - Klauenpfleger - Fleischklassifizierer 54
Mag. Karl Portele, Stb 54 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Beitragspflicht 9 Tätigkeiten im Rahmen der Qualitätssicherung - Saatgut- und Sortenberater - Biokontrollor - Zuchtwart - Hagelschätzer und Hagelberater - Land- und forstwirtschaftlicher Sachverständiger - Tätigkeiten in eingeschränktem Umfang (Holzschnitzen, Korbflechten, Adventkränze, Bauern malerei, Holzhacken, Aushacken von Unterholz) - Rübenschätzer, Mostwäger, Wildschadenschätzer 55
Mag. Karl Portele, Stb 55 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Urlaub am Bauerhof 1 Privatzimmer mit Serviceleistung bis 10 Betten – Urlaub am Bauernhof - Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft – landwirtschaftliche Nebentätigkeit Einnahmen sind aufzuzeichnen 50 % können pauschal als Betriebsausgabe angesetzt werden 56
Mag. Karl Portele, Stb 56 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Urlaub am Bauerhof 2 Privatzimmer ohne jegliche Serviceleistung - Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung steuerliche Folgen: keine USt-Pauschalierung, sondern USt für Wohnraumvermietung 10%, Kleinunternehmerregelung beachten Privatzimmer mit Serviceleistung mehr als 10 Betten - Einkünfte aus Gewerbebetrieb, E-A-Rechnung, USt für Wohnraumvermietung 10 %, Kleinunternehmerregelung beachten Gewerbeordnung verlangt für gewerblichen Vermieter einen Befähigungsnachweis für das nunmehrige Gewerbe. 57
Mag. Karl Portele, Stb 57 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Urlaub am Bauernhof 3 SV Einnahmen - Freibetrag (3.700) - 70 % Ausgabenpauschale Beitragsgrundlage Steuer ( bis 10 Betten) - 50 % Ausgabenpauschale Beitragsgrundlage 58
Mag. Karl Portele, Stb 58 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Novellierung des Landarbeitsgesetzes Ausweitung der land(forst)wirtschaftl. Nebentätigkeiten Ausübung erfordert - weder eine Gewerbeanmeldung - noch eine berufliche Berechtigung Verhältnis zum Hauptbetrieb untergeordnet Beispiele: Kinderbetreung, Seminarbäuerin, Leitungen freischneiden, Böschung mähen Die SVB ist nicht verpflichtet eine eventuelle gewerbliche Voraussetzung zu prüfen. 59
Mag. Karl Portele, Stb 59 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Beitragsberechnung Für Nebentätigkeiten Beitragsberechnung anhand von pauschalen Ausgaben von 70 % Es steht ein Freibetrag von 3.700,- zu dieser vor Abzug der pauschalen Betriebsausgaben von 70 % Beitragsberechnung anhand der tatsächlichen Einkünfte lt Einkommensteuerbescheid (kleine Option) gilt nur für Nebentätigkeiten dann aber für alle 60
Mag. Karl Portele, Stb 60 Sozialversicherung Nebentätigkeiten Fristen stellen bis spätestens gültig für mind. ein Beitragsjahr = 2007 Antrag 2007 möglicher Widerruf bis für 2008 61
Mag. Karl Portele, Stb 61 Nebentätigkeiten Beispiele Beispiel 1: Jährl. Bruttoeinnahmen Einstellung von Pferden7.700,00 Jährl. Bruttoeinnahmen aus Winterdienst2.600,00 Summe ,00 minus 70 % Ausgabenpauschale ,00 = jährliche Beitragsgrundlage (30 %)3.090,00 monatliche Beitragsgrundlage: 1/12 257,50 Multiplikation mit Beitragssatz 24,55% 63,22 Jahressumme (jährliche Vorschreibung) 758,60 Die Meldung der Bruttoeinnahmen muss bis spätestens 31. März des Folgejahres erfolgen. 62
Mag. Karl Portele, Stb 62 Nebentätigkeiten Beispiele Beispiel 2: Einnahmen Be- und Verarbeitung5.600,00 minus Freibetrag ,00 =1.900,00 minus 70 % Ausgabenpauschale ,00 = jährliche Beitragsgrundlage (30 %) 570,00 Einnahmen Urlaub am Bauernhof12.500,00 minus Freibetrag ,00 = 8.800,00 minus 70 % Ausgabenpauschale ,00 = Beitragsgrundlage (30 %) 2.640,00 63
Mag. Karl Portele, Stb 63 Nebentätigkeiten Beispiele Beitragsgrundlage aus Be- und Verarbeitung und Privatzimmervermietung3.210,00 monatliche Beitragsgrundlage: 1/12 267,50 Multiplikation mit Beitragssatz v. 24,55% 65,67 Jahressumme (jährliche Vorschreibung) 788,06 64
Mag. Karl Portele, Stb 64 Sozialversicherung Zusammenfassung Flächenbetrieb Flächenbetrieb Pauschalsystem = Einheitswert Beitragsgrundlage ist der Versicherungswert Mindestbeitragsgrundlage: 644,05 KV/UV 349,01 PV Flächenbetrieb Große Option – Beitragsgrundlage sind sämtliche Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft lt Einkommensteuerbescheid und die Nebentätigkeiten Mindestbeitragsgrundlage: 349,01 KV/UV 1.210,23 PV 65
Mag. Karl Portele, Stb 65 Sozialversicherung Zusammenfassung Nebentätigkeiten Nebentätigkeiten Pauschale Beitragsgrundlagenermittlung Freibetrag von in gewissen Fällen beachten 70 % pauschale Betriebsausgaben 30 % der Bruttoeinnahmen als Beitragsgrundlage davon 24,55 % als Beitrag Mindestbeitragsgrundlage: 644,05 Nebentätigkeiten Einkommensteuerbescheid Mindestbeitragsgrundlage: 644,05 66
Rechtliche Grundlage in Branntweinherstellung – Schnapsbrennen 67
Mag. Karl Portele, Stb 67 Rechtliche Grundlage in Branntweinherstellung 1 Rechtsgrundlage ist das Alkoholsteuergesetz (AStG) sowie diverse Verordnungen wie z.B.: über Abfindungsmenge, Brenndauer. Für die Vollziehung des Alkoholsteuergesetzes sind seit die Zollämter zuständig. Herstellung von Branntwein Abfindungsbrennerei: steuerpflichtige Alkoholmenge pauschal aufgrund von Durchschnittsätzen errechnet Verschlussbrennerei wird in verschlusssicheren Anlagen Alkohol hergestellt, der dann gemessen und versteuert wird. 68
Mag. Karl Portele, Stb 68 Rechtliche Grundlage in Branntweinherstellung 2 Abfindungsbrennerei Stoffbesitzer - Land- und Forstwirte - Kleingarteninhaber können aus selbst gewonnenen alkoholbildenden Stoffen (z.B. Steinobst und Kernobst) mit einem zugelassenen einfachen Brenngerät Alkohol unter Abfindung herstellen. Bei der abfindungsweisen Branntweinherstellung wird die steuerpflichtige Alkoholmenge und der Zeitraum durch Verordnung pauschal aufgrund von Durchschnittssätzen festgelegt. Der Ausbeutesatz das ist die Alkoholmenge pro 100 Liter zur Destillation aufbereitete Stoffe beträgt z.B. bei Zwetschken 5,5 (Liter Alkohol) 69
Mag. Karl Portele, Stb 69 Rechtliche Grundlage in Branntweinherstellung 3 Der Abfindungsberechtigte - grundsätzlich pro Jahr 100 Liter (100%igen) Alkohol herstellen (100 Liter Brennrecht). Diese Abfindungsbrenner dürfen das Brenngerät vom Aufbewahrungsort entfernen und für andere im Wege der Lohnbrennerei verwenden - Ausnahme pro Jahr 300 Liter (100%igen) Alkohol (300 Liter Brennrechts) Diese dürfen das Brenngerät nicht vom Aufbewahrungsort entfernen und das Brenngerät darf ausschließlich vom Eigentümer zur Herstellung von Alkohol verwendet werden. Abfindungsberechtigten können jährlich bis zu 100 Liter zusätzliche Alkohol jedoch zu einem höheren Steuersatz zu erzeugen. 70
Mag. Karl Portele, Stb 70 Rechtliche Grundlage in Branntweinherstellung 4 Beispiel Ein Landwirt stellt mit abfindungsweisen Branntweinherstellung aus Liter sonstiger Steinobstmaische Alkohol her. Füllraum der Brennblase ist 40 Liter, Roh- und Feinbrand Wie hoch ist die Alkoholmenge? Lösung Mittels Formular VSt 4 Anmeldung zur Alkoholherstellung gemäß § 62 Alkoholsteuergesetz Ausbeutesatz: sonstige Steinobstmaische: 3 Füllraum der Brennblase in Liter: Konstante A: 7,9 Alkoholmenge: 1700 Liter : 100 x 3 = 51 Liter Alkoholmenge Brenndauer = Summe der Maischemenge x Konstante 17 hl x 7,9 = 134,3 Stunden : 12 h = 11 Tage und 2,2 Reststunden 71
Mag. Karl Portele, Stb 71 Rechtliche Grundlage in Branntweinherstellung 5 Höhe der Alkoholsteuer: - Für das 100 Liter bzw. 300 Liter umfassende Brennkontingent 5,40 je Liter Alkohol. - Für die zusätzlichen 100 Liter Alkohol 9,00 je Liter Alkohol. Entstehung der Steuerschuld: Beginn des Brennvorganges Fälligkeit: Am 25. des dem Beginn der Alkoholherstellung folgenden Kalendermonats Der Abfindungsbrenner hat mindestens 5 Werktage vor Beginn der Alkoholherstellung bei dem für seinen ordentlichen Wohnsitz zuständigen Zollamt die Anmeldung vorzunehmen. Die Anmeldung erfolgt mit dem Formular VSt 4. 72
Mag. Karl Portele, Stb 72 Rechtliche Grundlage in Branntweinherstellung 6 Verschlussbrennerei - In durch Plomben verschlusssicher eingerichteten Herstellungsanlagen wird Alkohol hergestellt. - Betriebsbewilligung erforderlich. bis 400 Liter Alkohol: ermäßigte Steuersatz von 5,4 je Liter ab 400 Liter Alkohol: 10 je Liter 73
Mag. Karl Portele, Stb 73 Rechtliche Grundlage in Branntweinherstellung 7 Verschlussbrennereien mit eingeschränkter Anlagensicherung. Seit 1. Jänner 2004 gilt für Brennereien mit einer durchschnittlichen Jahreserzeugung bis Liter Alkohol ein neuer Erlass. Folgende Voraussetzungen müssen unter anderem erfüllt werden: - Inhaber der Brennerei müssen den hergestellten Alkohol bis zur nächsten Alkoholfeststellung durch das Zollamt aufzubewahren. - als Überwachungsgeräte ein Brändezähler mit Brennzeitenzähler ohne Sichtfenster und ein Durchflusszähler - Zugelassen sind Brenngeräte mit Füllraum von mindestens 80 Liter. 74
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