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Timestamp: 2016-10-23 16:25:19
Document Index: 5276820

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 90', 'Art. 75', 'Art. 72', 'Art. 76', 'Art. 51', 'Art. 74', 'Art. 100', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 42', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 264', 'Art. 268', 'Art. 185', 'BGE', 'Art. 268', 'BGE', 'BGE', 'Art. 185', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 93', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 100', 'Art. 93', 'Art. 42', 'Art. 107', 'BGE', 'BGE', 'Art. 104', 'Art. 106', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 108', 'Art. 104', 'Art. 106', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 104', 'Art. 106', 'Art. 107', 'Art. 108', 'Art. 66', 'Art. 68']

4A_523/2013 (31.03.2014)
4A_523/2013; 4A_527/2013 � � Urteil vom 31. M�rz 2014
Bundesrichterin Klett, Pr�sidentin,
Bundesrichterin Niquille,
nebenamtlicher Bundesrichter Geiser Ch.,
Gerichtsschreiberin Reitze.
4A_523/2013
vertreten durch Rechtsanwalt Mathias Ammann,
Beklagter und Beschwerdef�hrer 1,
B.________ AG,
vertreten durch Rechtsanwalt Gerhard Schnidrig,
Kl�gerin und Beschwerdegegnerin,
4A_527/2013
Kl�gerin und Beschwerdef�hrerin 2,
Beklagter und Beschwerdegegner.
Auftrag, Werkvertrag, Kostenregelung,
Beschwerden gegen die Entscheide des Obergerichts des Kantons Bern, Zivilabteilung, 2. Zivilkammer,
vom 21. Dezember 2011 und 9. September 2013.
A.a.�A.________ (Beklagter, Beschwerdef�hrer 1; nachfolgend Beklagter) ist Eigent�mer der Liegenschaft Gbbl. Nr. xxx, auf welcher sich die "L.________" befindet. Er beabsichtigte, diese zu sanieren, in Stockwerkeinheiten aufzuteilen und an die Endabnehmer zu verkaufen. F�r das entsprechende Projekt erhielt er am 20. M�rz 2003 eine Baubewilligung, die im M�rz 2007 abzulaufen drohte. Im Herbst 2006 trat der Beklagte erstmals mit der B.________ AG (Kl�gerin, Beschwerdef�hrerin 2; nachfolgend Kl�gerin) in Kontakt. Am 15. Februar 2007 haben die Parteien eine Vereinbarung mit folgendem Inhalt unterzeichnet:
"Die B.________ AG erarbeitet f�r das Projekt 'Umbau L.________' ein Umbauprojekt mit Kostenvoranschlag auf Submissionsbasis.
Das Projekt wird �ber ein Projekt�nderungsverfahren zur Baubewilligung gebracht und dient als Basis zur Erstellung einer Generalunternehmerofferte.
Die approximativen Baukosten betragen nach einer ersten Kostensch�tzung ca. Fr. 4 Mio. (plus/minus Fr. 150'000.00).
Sollte die GU-Offerte diesen Kostenrahmen �berschreiten ist diese Vereinbarung gegenstandslos.
Die B.________ AG verpflichtet sich nach dem Einreichen der definitiven GU-Offerte das Projekt zum Pauschalpreis auszuf�hren.
Sollte es nach dem Erlangen der Baubewilligung f�r oben genanntes Objekt zu keinem GU-Vertragsabschluss zwischen den Parteien kommen, gehen die Projektpl�ne und die entsprechenden Kostenberechnungen f�r den Pauschalpreis von Fr. 150'000.00 in den Besitz von Herrn A.________ �ber."
A.b.�Am 14. Dezember 2007 unterbreitete die Kl�gerin den Eheleuten A.________ eine GU-Offerte f�r das Erstellen eines neuen schl�sselfertigen Geb�udes f�r pauschal Fr. 4'150'000.--; die Offertg�ltigkeit war auf 60 Tage befristet. Eine R�ckweisung des Projekts oder f�rmliche M�ngelr�gen wurden innerhalb der Offertg�ltigkeitsfrist keine erhoben. Am 9. Juni 2008 stellte die Kl�gerin dem Beklagten ihre Aufwendungen gem�ss Vereinbarung vom 15. Februar 2007 in Rechnung.
B.a.�Mit Klage vom 12. Januar 2009 beantragte die Kl�gerin dem Regionalgericht Bern-Mittelland (damaliger Gerichtskreis VIII Bern-Laupen), der Beklagte sei zu verurteilen, ihr einen Betrag von Fr. 150'000.-- nebst Zins sowie die Betreibungskosten von Fr. 200.-- zu bezahlen und es sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. yyy des Betreibungsamtes Bern-Mittelland im gleichen Umfang aufzuheben.
Mit Entscheid vom 8. April 2011 hiess das Regionalgericht Bern-Mittelland die Klage unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen zulasten des Beklagten gut.
B.b.�Gegen diesen Entscheid erhob der Beklagte Berufung an das Obergericht des Kantons Bern. Mit Entscheid vom 21. Dezember 2011 (Verfahren zzz) hob das Obergericht den Entscheid des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 8. April 2011 auf und wies dieses an, zur Frage, ob der Baubeschrieb vom 6. Dezember 2007 und die Leistungen gem�ss Kostenvoranschlag vom 14. Dezember 2007 betreffend Bauprojekt "L.________" dem Minimalstandard im Sinne eines Projekts f�r ein schl�sselfertiges Geb�ude entsprechen w�rden oder nicht, ein Gutachten erstellen zu lassen. Dabei verurteilte es die Kl�gerin zur Bezahlung der oberinstanzlichen Gerichtskosten des Berufungsverfahrens im Umfang von Fr. 7'500.-- (Ziffer 3) und zur Bezahlung einer Parteientsch�digung an den Beklagten in der H�he von Fr. 12'643.50 (Ziffer 4).
Gegen diesen Entscheid erhob die Kl�gerin am 30. Januar 2012 Beschwerde ans Bundesgericht, welches mit Urteil 4A_56/2012 vom 12. M�rz 2012 nicht auf die Beschwerde eintrat.
B.c.�Das Regionalgericht entschied nach Einholung eines Gutachtens und nach Durchf�hrung des Beweisverfahrens mit Urteil vom 4. Februar 2013 erneut. Es verpflichtete den Beklagten wiederum zur Zahlung von Fr. 150'000.-- nebst Zins an die Kl�gerin und hob in diesem Umfang den Rechtsvorschlag auf. Die Kosten auferlegte es dem Beklagten.
B.d.�Gegen diesen Entscheid erhob die Kl�gerin am 1. M�rz 2013 Beschwerde ans Bundesgericht und der Beklagte am 6. M�rz 2013 Berufung ans Obergericht des Kantons Bern.
Mit Urteil 4A_119/2013 vom 27. Juni 2013 wies das Bundesgericht das Sistierungsgesuch der Kl�gerin ab und trat nicht auf die Beschwerde ein.
Das Obergericht des Kantons Bern hiess mit Entscheid vom 9. September 2013 die Klage gut und verurteilte den Beklagten, der Kl�gerin Fr. 150'000.-- nebst Zins zu bezahlen und hob den Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. yyy des Betreibungsamtes Bern-Mittelland auf. Die Kosten des erstinstanzlichen sowie des oberinstanzlichen Verfahrens auferlegte es dem Beklagten und verpflichtete diesen, der Kl�gerin die Parteikosten zu ersetzen.
C.a.�Der Beklagte beantragt dem Bundesgericht mit Beschwerde in Zivilsachen (Verfahren 4A_523/2013), der Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 9. September 2013 sei aufzuheben und die Klage abzuweisen. Eventualiter sei der Entscheid der Vorinstanz aufzuheben und die Klage zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Kl�gerin beantragt die Abweisung der Beschwerde. Die Vorinstanz hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Der Beklagte hat unaufgefordert eine Replik, die Kl�gerin eine Duplik eingereicht.
C.b.�Die Kl�gerin ihrerseits beantragt dem Bundesgericht mit Beschwerde in Zivilsachen (Verfahren 4A_527/2013), Ziffern 3 und 4 des Entscheids des Obergerichts vom 21. Dezember 2011 seien aufzuheben und zur Neubeurteilung im Sinne der Ausf�hrungen an das Obergericht zur�ckzuweisen. Eventualiter sei der Beklagte zu verurteilen, die Gerichtskosten des Verfahrens zzz vor dem Obergericht des Kantons Bern zu bezahlen und der Kl�gerin f�r das Verfahren zzz eine angemessene Parteientsch�digung auszurichten.
Der Beklagte beantragt die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Vorinstanz hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Die Kl�gerin hat unaufgefordert eine Replik, der Beklagte eine Duplik eingereicht.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 31. Oktober 2013 wurde das Gesuch des Beklagten im Verfahren 4A_523/2013 um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen.
Den Beschwerden in den Verfahren 4A_523/2013 und 4A_527/2013 liegt derselbe Lebenssachverhalt zugrunde und am vorinstanzlichen Verfahren waren dieselben Parteien beteiligt. Es rechtfertigt sich damit, die Verfahren zu vereinigen und die Beschwerden in einem einzigen Urteil zu behandeln (BGE 128 V 124 E. 1 S. 126 mit Hinweisen).
Verfahren 4A_523/2013
Mit der Beschwerde 4A_523/2013 gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 9. September 2013 richtet sich der Beklagte gegen einen verfahrensabschliessenden Entscheid (Art. 90 BGG) einer oberen kantonalen Instanz, die auf ein Rechtsmittel hin kantonal letztinstanzlich in einer Zivilsache entschieden hat (Art. 75 i.V.m Art. 72 BGG), die Rechtsbegehren des Beklagten sind im kantonalen Verfahren nicht gesch�tzt worden (Art. 76 Abs. 1 BGG), der massgebende Streitwert betr�gt mehr als Fr. 30'000.-- (Art. 51 i.V.m. Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und die Beschwerdefrist ist eingehalten (Art. 100 Abs. 1 BGG).
Auf die Beschwerde kann somit - unter Vorbehalt einer rechtsgen�glichen Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG) - eingetreten werden.
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 135 III 397 E. 1.5 S. 401). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG).
Die Partei, welche die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 136 II 508 E. 1.2 S. 511 f.; 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.; 133 III 350 E. 1.3 S. 351, 393 E. 7.1 S. 398, 462 E. 2.4 S. 466). Soweit die Partei den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570; 4A_470/2009 vom 18. Februar 2010 E. 1.2). �berdies hat sie darzutun, inwiefern die Behebung des ger�gten Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2 S. 22). Dies gilt auch, wenn im Zusammenhang mit einer Sachverhaltsr�ge eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs ger�gt wird; es muss dargelegt werden, dass und inwiefern die Geh�rsverletzung f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann, wobei die Glaubhaftmachung eines anderen Entscheids in der Sache bei korrekter Vorgehensweise gen�gt (BGE 137 II 122 E. 3.4 S. 125 mit Hinweis, vgl. auch Urteil 4A_80/2013 vom 30. Juli 2013 E. 1.3). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, namentlich auf rein appellatorische Kritik an der Beweisw�rdigung, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.).
Der Beklagte r�gt, die Vorinstanz habe sich mit seinen Argumenten nicht in rechtsgen�glicher Hinsicht auseinandergesetzt und habe den Sachverhalt unrichtig und unter Verletzung seines rechtlichen Geh�rs festgestellt.
4.1.�Gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG hat die Rechtsschrift die Begehren und deren Begr�ndung zu enthalten; im Rahmen der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG), andernfalls wird darauf nicht eingetreten. Unerl�sslich ist im Hinblick auf Art. 42 Abs. 2 BGG, dass die Beschwerde auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt. Der Beschwerdef�hrer soll in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die er im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigen, sondern mit seiner Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ansetzen (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.).
Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem Recht gilt eine qualifizierte R�gepflicht. Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
Diese Grunds�tze �bergeht der Beklagte, indem er in seiner Beschwerde �ber mehrere Seiten den erstinstanzlichen Entscheid vom 4. Februar 2013 sowie den Inhalt der am 31. Mai 2012 erstellen Expertise kritisiert. Damit setzt er sich nicht mit dem angefochtenen Entscheid auseinander, womit er den genannten Begr�ndungsanforderungen nicht zu gen�gen vermag. Auf die entsprechenden Vorbringen kann deshalb von vornherein nicht eingetreten werden, womit sich weitere Ausf�hrungen diesbez�glich er�brigen.
4.2.�Die Vorinstanz hielt fest, Gegenstand des von den Parteien am 15. Februar 2007 abgeschlossenen Vertrages sei die Verpflichtung zur Herstellung eines pauschalpreistauglichen Umbauprojekts hinsichtlich eines "schl�sselfertigen" Geb�udes f�r maximal Fr. 4,15 Mio. mit Kostenvoranschlag auf Submissionsbasis gewesen, welches durch die zust�ndige Beh�rde bewilligt werden musste. Strittig sei, ob die Kl�gerin ein entsprechendes Projekt abgeliefert habe; dar�ber sei im Rahmen der Fortsetzung des erstinstanzlichen Verfahrens ein Gutachten eingeholt worden.
Dieses Gutachten erweise sich als vollst�ndig, nachvollziehbar und schl�ssig; die Kl�gerin habe die Leistungen erbracht, welche von ihr gem�ss Vereinbarung vom 15. Februar 2007 erwartet werden durften bzw. sie habe ein pauschalpreistaugliches Projekt f�r eine schl�sselfertige Baute vorgelegt.
4.3.1.�Wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren bem�ngelt der Beklagte, die Parteien h�tten im Rahmen der Erstellung dieses Gutachtens keine Gelegenheit erhalten, Expertenfragen zu formulieren. Im Einklang mit Art. 264 und Art. 268 der damals noch anwendbaren bernischen Zivilprozessordnung sowie Art. 185 Abs. 2 der neuen Schweizerischen ZPO und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 137 V 210) h�tte das erstinstanzliche Gericht ihm die M�glichkeit zur Stellungnahme von �nderungs- und Erg�nzungsantr�gen in schriftlicher und m�ndlicher Form einr�umen m�ssen. Das erstinstanzliche Gericht habe die Fragen an den Experten vielmehr eigenm�chtig formuliert und durch die Darstellung sowie die Wortwahl der Fragen, den Grundsatz einer neutralen und sachlichen Beantwortung verletzt. Eine tendenzi�se, einseitige und der notwendigen Neutralit�t ermangelnde Fragestellung durch das Gericht k�nne durch nachtr�glich zugelassene (und dazu m�ndlich beantwortete) Erg�nzungsfragen in keiner Weise geheilt werden.
4.3.2.�Die Vorinstanz hielt fest, auch wenn der erstinstanzliche Richter die Parteien vorg�ngig nicht zur Fragestellung aufgefordert bzw. die von ihm formulierten Fragen den Parteien nicht zur Stellungnahme unterbreitet habe, habe das erstinstanzliche Gericht im Lichte der einschl�gigen Bestimmung (Art. 268 ZPO/BE) und der Lehre keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs oder des Grundsatzes des "fair trials" begangen. Die Parteien h�tten n�mlich faktisch Gelegenheit gehabt, noch vor Erstattung des Gutachtens, sich schriftlich zur Fragestellung zu �ussern und h�tten anl�sslich der Fortsetzungsverhandlung vom 5. September 2012 Erg�nzungs- und Erl�uterungsfragen an den Experten stellen k�nnen. Eine allf�llige Pflichtverletzung sei dadurch geheilt worden.
4.3.3.�Soweit der Beklagte sich auf BGE 137 V 210 beruft und geltend macht, seine Mitwirkungsrechte seien nicht gewahrt worden bzw. ihm sei der vorgesehene Katalog der Expertenfragen nicht vorg�ngig zur Stellungnahme unterbreitet worden, geht seine R�ge fehl. BGE 137 V 210 befasst sich mit dem Einholen von Administrativ- und Gerichtsgutachten bei medizinischen Abkl�rungsstellen (MEDAS) im IV-Abkl�rungsverfahren. Vorliegend handelt es sich jedoch um eine privatrechtliche Streitigkeit, wobei im Rahmen der Frage, ob die Kl�gerin entsprechend der Vereinbarung vom 15. Februar 2007 ein Projekt f�r eine schl�sselfertige Baute abgeliefert hat, ein Gutachten einzuholen war.
Seine R�ge der Verletzung der Mitwirkungsrechte, ist jedoch auch aus einem anderen Grund unbegr�ndet: Der Beklagte bringt in seiner Beschwerdeschrift selber vor, sich zu der Fragestellung des erstinstanzlichen Richters an den Experten ge�ussert zu haben. Er macht geltend, das erstinstanzliche Gericht habe den Parteien mittels Verf�gung vom 23. M�rz 2012 den Namen des Experten mitgeteilt und festgehalten, dass ein "Gutachten zur Frage, ob der Baubeschrieb vom 6. Dezember 2007 und die Leistungen gem�ss Kostenvoranschlag vom 14. Dezember 2007 dem Minimalstandard im Sinne eines Projekts f�r ein schl�sselfertiges Geb�ude entsprechen oder nicht (...) " eingeholt werde. Daraufhin habe er dem Gericht mitgeteilt, dass die beabsichtigte Fragestellung nicht gen�gend und falsch sei, weshalb den Parteien Frist anzusetzen sei, Expertenfragen zu stellen. Das Gericht sei jedoch nicht auf sein Begehren eingetreten. Daraus geht hervor, dass der Beklagte - entgegen seinen Vorbringen - sehr wohl die M�glichkeit hatte, sich zu dem vom Gericht ausgearbeiteten Fragekatalog zu �ussern, wenn auch nur faktisch, so wie dies von der Vorinstanz festgestellt wurde. Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs ist damit weder dargetan noch ersichtlich. Dar�ber hinaus r�umt der Beklagte selber ein, dass die konkrete Fragestellung an den Experten nach Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs dem Richter obliegt. Daher kann ihm nicht gefolgt werden, wenn er im bundesgerichtlichen Verfahren (wiederum) vorbringt, er h�tte nach kantonalem Recht die Expertenfragen selber formulieren d�rfen, ohne jedoch in rechtsgen�glicher Hinsicht darzulegen, woraus sich ein solches Recht ergeben h�tte. Aus seiner zitierten Lehrstelle geht denn auch - wie er im �brigen selber hervorhebt - vielmehr hervor, dass nach Berner Praxis den Parteien Gelegenheit zu geben ist, sich zu "einem vom Richter erstellten Entwurf einer Frageliste zu �ussern". Inwiefern die Vorinstanz kantonales Verfahrensrecht willk�rlich angewendet haben soll, begr�ndet der Beklagte nicht. Schliesslich �bergeht er auch, dass nach Art. 185 ZPO (welcher vorliegend nicht anwendbar ist) der endg�ltige Entscheid �ber die Formulierung der Fragen stets dem Gericht obliegt (BGE 139 III 33 E. 4.3 S. 36 mit Hinweis).
4.3.4.�Soweit der Beklagte sodann die Art und den Wortlaut der Fragestellung des erstinstanzlichen Gerichts an den Experten bem�ngelt, ist seine R�ge ebenfalls unbegr�ndet. Die Vorinstanz hat in tats�chlicher Hinsicht festgehalten, aus dem Gutachten gehe hervor, dass es beim Bauen keine klaren Qualit�tsstandards gebe, womit definitionsgem�ss weder gesagt werden k�nne, was ein "Minimalstandard" noch was ein "Eigentumsstandard" sei. Auch wenn der erstinstanzliche Richter den Experten nach Minimalstandards gefragt habe (was letztlich auf den Wortlaut im R�ckweisungsentscheid zur�ckzuf�hren sei), habe dieser das Projekt gleichwohl auch unter dem Aspekt der Eigentumsstandards gepr�ft, womit die Expertise eine taugliche Beurteilungsgrundlage bilde. Hinzu komme, dass ein erfahrener Gutachter sich kaum durch die verwendete Fragestellung bzw. durch das Unterstreichen oder Hervorheben eines einzelnen Wortes ("Minimalstandard") zu einer Verletzung der gebotenen Neutralit�t/Objektivit�t habe verleiten lassen.
Anl�sslich der Fortsetzungsverhandlung vom 5. September 2012 hat der Beklagte die M�glichkeit erhalten, dem Experten nach Erarbeitung des Gutachtens Erg�nzungs- und Erl�uterungsfragen zu stellen. Der Beklagte hatte somit die Gelegenheit, den Experten auf seine Bedenken aufmerksam zu machen und ihn konkret nach dem geplanten Standard des Projekts zu fragen bzw. ihn darauf anzusprechen, ob das geplante Projekt auch einem "durchschnittlichen Standard" entsprechen w�rde. Ebenso h�tte er sich erkundigen k�nnen, inwiefern sich ein "Minimalstandard" von einem "Normalstandard" unterscheiden w�rde. Dem Beklagten kann daher nicht gefolgt werden, wenn er vorbringt, der Experte w�re bei anderer Fragestellung durch das Gericht zu einer anderen Schlussfolgerung gekommen. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Experte bei einer vorg�ngigen Fragestellung anders h�tte aussagen sollen, als er dies schliesslich im Beweisverfahren getan hat. Ebenso wenig ist ersichtlich, inwiefern die Antworten des Experten in schriftlicher Form anders als in m�ndlicher Form h�tten ausfallen sollen. Dar�ber hinaus hat die Vorinstanz festgehalten, der Experte habe das Projekt auch unter dem Aspekt der Eigentumsstandards gepr�ft. Zudem habe es keinen Sinn ergeben, an dem f�r das Projekt geplanten Ort - an einer Durchgangsstrasse in der Ebene in der N�he der Aare - Luxuswohnungen zu erstellen. So w�rde auch die vorgesehene teilweise gewerbliche Nutzung des Geb�udes gegen ein Hochpreissegment sprechen. Angesprochen werde daher vielmehr eine weniger anspruchsvolle K�uferschaft, womit sich das Projekt in objektiver Sicht an den entsprechenden Anforderungen zu orientieren habe. Im �brigen w�rden die aufgef�hrten Positionen in fast allen Punkten eine Ausf�hrung in einem normalen, durchschnittlichen Standard zulassen. Inwiefern die Vorinstanz damit in Willk�r verfallen ist, legt der Beklagte nicht dar. Entsprechend ist nicht ersichtlich, in welcher Hinsicht sich der Experte durch die Wortwahl und die Darstellung der Fragen h�tte beeinflussen lassen.
4.4.1.�Der Beklagte bringt weiter vor, aufgrund der Weigerung des erstinstanzlichen Gerichts, der Kl�gerin sowie dem Zeugen Q.________ nach Einholung des Gutachtens Erg�nzungsfragen zu stellen, h�tten rechtserhebliche Tatsachen im Zusammenhang mit der Schl�sselfertigkeit und der Vollst�ndigkeit (d.h. L�ckenlosigkeit) bzw. dem Ausbaustandard des Projekts nicht erstellt werden k�nnen. Entscheidend sei n�mlich, was die Parteien in ihrer Vereinbarung gewollt h�tten und nicht was der Experte darunter verstanden habe. Die Vorinstanz habe den abgewiesenen Beweisantrag durch die erste Instanz gesch�tzt und in willk�rlicher antizipierter Beweisw�rdigung angenommen, die Befragung der entsprechenden Personen h�tte keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse gebracht, ohne vertieft auf seine einzelnen Fragen einzugehen.
4.4.2.�Zu dem von der ersten Instanz abgewiesenen Beweisantrag auf Einvernahme von Zeugen und Parteien hielt die Vorinstanz fest, es sei davon auszugehen, dass eine Befragung der Beteiligten f�nf bis sechs Jahre nach dem massgeblichen Geschehen zu Fragen im Zusammenhang mit dem damaligen Verst�ndnis des Begriffs "Schl�sselfertigkeit", der Bedeutung von "Edelrohbau" von Gewerber�umlichkeiten oder den vorausgesetzten Ausf�hrungsvarianten unter den gegebenen Verh�ltnissen keine entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse gebracht h�tten. Die Weigerung des erstinstanzlichen Gerichts, nicht erhebliche Beweise abzunehmen, stelle keine Verweigerung des rechtlichen Geh�rs dar. Ohnehin w�rden die tats�chlichen Behauptungen in Bezug auf den Inhalt der Fragen weitgehend fehlen.
4.4.3.�Der Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) gew�hrt den Parteien insbesondere das Recht, mit rechtzeitig und formrichtig angebotenen erheblichen Beweismitteln geh�rt zu werden (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 129 II 497 E. 2.2 S. 505; 127 I 54 E. 2b S. 56). Keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt vor, wenn ein Gericht darauf verzichtet, beantragte Beweise abzunehmen, weil es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, dass seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 130 II 425 E. 2.1 S. 428 mit Hinweisen).
Das Bundesgericht greift in eine antizipierte Beweisw�rdigung nur ein, wenn sie willk�rlich und damit offensichtlich unhaltbar ist, namentlich wenn sie eine prozessuale Vorschrift oder einen unumstrittenen Grundsatz des Beweisrechts krass verletzt oder sonst wie in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 132 III 209 E. 2.1 S. 211; 131 I 57 E. 2 S. 61; 129 I 8 E. 2.1 S. 9; je mit Hinweisen).
4.4.4.�Der Beklagte f�hrt nicht aus, inwiefern eine erneute Befragung von der Kl�gerin und dem Zeugen Q.________ anl�sslich der Fortsetzungsverhandlung vom 5. September 2012 f�r den Ausgang des Verfahrens relevant gewesen w�re. Aus den hiervor erw�hnten Feststellungen der Vorinstanz geht hervor, dass das Projekt durchaus einem normalen, durchschnittlichen Standard entsprochen und der Experte das Projekt sowohl unter dem Aspekt des "Minimalstandards" als auch des "Eigentumsstandards" gepr�ft hat. Eine Luxusbaute konnte nicht erwartet werden. Daher kann dem Beklagten nicht gefolgt werden, was die Kl�gerin oder der Zeuge Q.________ anderes unter dem Ausbaustandard h�tten verstehen bzw. aussagen sollen.
Ebenso wenig legt der Beklagte dar, was die Kl�gerin oder der Zeuge bez�glich der "Schl�sselfertigkeit" und der "Vollst�ndigkeit" des Projektes h�tten ausf�hren k�nnen und inwiefern dies entscheidrelevant gewesen w�re. Soweit er auch diesbez�glich eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs geltend macht und ausf�hrt, die Vorinstanz sei ihren Begr�ndungsanforderungen nicht nachgekommen, begr�ndet er nicht, inwiefern ihm die angeblich ungen�gende Begr�ndung der Vorinstanz eine sachgerechte Anfechtung des Entscheids verunm�glicht h�tte (BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188; 130 II 530 E. 4.3 S. 540; 129 I 232 E. 3.2 S. 236; 126 I 97 E. 2b S. 102 f.; je mit Hinweisen).
4.5.�Schliesslich bringt der Beklagte vor, die Vorinstanz habe "den Sachverhalt bez�glich des Parteiwillens betreffend 'Schl�sselfertigkeit' und 'Edelrohbau' des Bauprojekts" willk�rlich festgestellt. Er besteht darauf, dass ihm infolge der im Projekt noch offenen Punkte - welche �berdies sowohl vom Experten wie auch von der Vorinstanz unbestrittenermassen festgehalten wurden - Mehrkosten entstanden w�ren, weshalb es sich seiner Meinung nach nicht um eine "schl�sselfertige Baute" habe handeln k�nnen. Falsch und unbelegt sei dar�ber hinaus, dass solche Mehrkosten aufgrund des vereinbarten Kostendachs von der Kl�gerin zu tragen gewesen w�ren.
Die Vorinstanz hielt in tats�chlicher Hinsicht fest, es sei nicht entscheidend, ob die Umsetzung des Projekts zu einer �berschreitung des Kostendachs von Fr. 4,15 Mio. gef�hrt h�tte, da sich ein solches Risiko im Projektierungsstadium f�r einen Generalunternehmer nie v�llig ausschliessen lasse. Der Experte habe denn auch festgehalten, dass die Projektpl�ne noch relativ viel offen lassen d�rften; dies entspreche einem dynamischen oder rollenden Planungsprozess, in welchem die noch offenen Punkte wie Materialisierungen, Farbenwahl, Bepflanzung, Lage von Aussenbeleuchtung, Realisierbarkeit des Heizsystems, Deckenst�rke der Gewerber�ume, Lage der Carports etc. gekl�rt werden m�ssten. Kostensicherheit w�rde demnach erst nach der Vergabe s�mtlicher Arbeiten bestehen. Folglich sei massgebend, ob die Kl�gerin gest�tzt auf die vorliegenden Projektunterlagen nach Treu und Glauben (d.h. unter Inkaufnahme tragbarer Risiken) eine Generalunternehmerofferte f�r ein Kostendach von Fr. 4,15 Mio. erstellen durfte. F�r die Schlussfolgerung des Beklagten, die Umsetzung des Projekts h�tte zwangsl�ufig zu Kosten�berschreitungen gef�hrt, w�rden sich keine Anhaltspunkte finden lassen.
Damit setzt sich der Beklagte kaum auseinander. Er legt weder dar, woraus sich solche konkrete Anhaltspunkte ergeben h�tten noch weshalb die Projektpl�ne keine offenen Punkte mehr zulassen durften. Er bringt vielmehr in unsubstanziierter Weise vor, der Schluss, dass im Rahmen einer rollenden Planung s�mtliche aufgezeigten L�cken und M�ngel der Generalunternehmerofferte nachgeholt werden k�nnten, sei eine reine Vermutung. Dabei �bergeht er auch, dass sowohl der Experte wie auch die Vorinstanz festgehalten haben, gewisse Punkte in den Planungsunterlagen w�rden fehlen. Es w�rden aber keine offenen Fragen vorliegen, die das Projekt als Ganzes in Frage gestellt oder offensichtlich die Einhaltung des Kostendachs gef�hrdet h�tten. Dem Beklagten h�tten somit keine Mehrkosten gedroht, welche die Annahme der Generalunternehmensofferte unzumutbar gemacht h�tte. Zudem m�sse auch der enge Zeitrahmen ber�cksichtigt werden, der gegeben war, da die Baubewilligung f�r das urspr�ngliche Bauprojekt zu verj�hren drohte, wof�r die Kl�gerin nicht verantwortlich gemacht werden durfte. Mit seinen Vorbringen vermag der Beklagte nicht, diese Feststellungen als willk�rlich auszuweisen.
Die Beschwerde des Beklagten erweist sich als unbegr�ndet. Die Vorinstanz hat ohne Verletzung von Bundesrecht festgehalten, dass die Kl�gerin die Leistungen erbracht hat, welche von ihr gem�ss der Vereinbarung vom 15. Februar 2007 erwartet werden durften. Indem der Beklagte aber keinen Generalunternehmervertrag abgeschlossen hat, sind die Fr. 150'000.-- geschuldet.
Verfahren 4A_527/2013
6.1.�Die Beschwerde der Kl�gerin 4A_527/2013 richtet sich gegen die Kosten- und Entsch�digungsfolgen gem�ss dem Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern vom 21. Dezember 2011 (R�ckweisungsentscheid). Eine direkte Anfechtung dieses strittigen Punkts war der Kl�gerin prozessual verwehrt, da die in einem R�ckweisungsentscheid getroffene Kosten- und Entsch�digungsregelung nach st�ndiger Praxis einen Zwischenentscheid darstellt (Art. 93 Abs. 1 BGG; BGE 135 III 329 E. 1.2 mit Hinweisen) der in der Regel keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit nicht selbstst�ndig beim Bundesgericht angefochten werden konnte. Ihre Anfechtung ist erst mit Beschwerde gegen den im Anschluss an den aufgrund des R�ckweisungsentscheid neu ergehenden Endentscheid in der Sache m�glich (Art. 93 Abs. 3 BGG; BGE 135 III 329 E. 1.2.1 S. 332; vgl. auch Urteil 4A_119/2013 vom 27. Juni 2013 E. 2.2).
6.2.�Der Endentscheid in der Sache wurde vom Obergericht des Kantons Bern am 9. September 2013 gef�llt. Mangels Interesse der Kl�gerin an der Anfechtung des Hauptentscheides aufgrund Obsiegens, kann der Zwischenentscheid betreffend die Kosten- und Entsch�digungsfolgen im R�ckweisungsentscheid vom 21. Dezember 2011 gem�ss Art. 93 Abs. 3 BGG nunmehr selbstst�ndig mit ordentlicher Beschwerde beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 137 V 57 E. 1.1 S. 59 mit Hinweisen).
6.3.�Der Beklagte macht geltend, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, weil die Kl�gerin die Beschwerde zu fr�h eingereicht habe bzw. bevor der Endentscheid in Rechtskraft erwachsen sei. Die Rechtskraft des Endentscheids sei gem�ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine positive Prozessvoraussetzung. Erst mit der Verf�gung des Bundesgerichts vom 31. Oktober 2013, in der sein Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen wurde, sei das Urteil des Obergerichts vom 9. September 2013 materiell und formell in Rechtskraft erwachsen.
Dieser Einwand ist unbegr�ndet. Die Kostenregelung in einem R�ckweisungsentscheid muss zusammen mit dem Endentscheid, der von einer Rechtsmittelinstanz ergangen ist, innerhalb der Beschwerdefrist von Art. 100 BGG beim Bundesgericht angefochten werden. Die gegenteilige Auffassung des Beklagten w�rde dazu f�hren, dass das Bundesgericht vorerst in der - ebenfalls angefochtenen - Hauptsache entscheiden m�sste und erst deren rechtskr�ftige Erledigung die Anfechtung des selbstst�ndigen Kostenentscheids erlauben w�rde. Der Beklagte verkennt die Bedeutung der von ihm zitierten Rechtsprechung. Das Ziel von Art. 93 Abs. 3 BGG besteht darin, dass sich das Bundesgericht nur einmal mit einer Streitsache zu befassen hat, worauf bereits im Urteil 4A_119/2013 vom 27. Juni 2013, das zwischen den gleichen Parteien erging, hingewiesen wurde. Anders ist die Ausgangslage, wenn ein erstinstanzliches Gericht, an welches die Sache zur�ckgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der beschwerdef�hrenden Person entscheidet. In diesem Fall ist abzuwarten, ob der erstinstanzliche Entscheid in Rechtskraft erw�chst, weil andernfalls nicht gew�hrleistet ist, dass sich das Bundesgericht nur einmal mit der Sache besch�ftigen muss.
Die Beschwerde hat ein Rechtsbegehren zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). Da die Beschwerde in Zivilsachen ein reformatorisches Rechtsmittel ist (Art. 107 Abs. 2 BGG), ist grunds�tzlich ein materieller, d.h. bezifferter Antrag erforderlich; Antr�ge auf R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung oder blosse Aufhebungsantr�ge gen�gen nicht und machen die Beschwerde unzul�ssig (BGE 133 III 489 E. 3.1 S. 489 f.). Ein blosser R�ckweisungsantrag reicht ausnahmsweise aus, wenn das Bundesgericht im Falle der Gutheissung in der Sache nicht selbst entscheiden k�nnte, weil die erforderlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz fehlen (BGE 133 III 489 E. 3.1 S. 490 mit Hinweisen).
Die Kl�gerin beantragt in ihrem Hauptbegehren Ziffern 3 und 4 des Entscheides des Obergerichts des Kantons Bern vom 21. Dezember 2011 (R�ckweisungsentscheid) seien aufzuheben und im Sinne der Ausf�hrungen an das Obergericht zur�ckzuweisen. In ihrem Eventualbegehren beantragt sie, den Beklagten zu verurteilen, die Gerichtskosten des Verfahrens zzz vor dem Obergericht des Kantons Bern zu bezahlen und ihr f�r das Verfahren zzz eine angemessene Parteientsch�digung auszurichten.
Aus den Ausf�hrungen der Kl�gerin kann geschlossen werden, dass sie damit geltend machen will, das Bundesgericht k�nnte bei Gutheissung der Beschwerde nicht selbst endg�ltig entscheiden, da die erforderlichen Feststellungen der Vorinstanz fehlen w�rden. Ob die Rechtsbegehren damit den hievor dargelegten gesetzlichen Anforderungen gen�gen, kann offen bleiben, da die Beschwerde jedenfalls in der Sache unbegr�ndet ist.
Mit Entscheid vom 21. Dezember 2011 hiess die Vorinstanz die Berufung des Beklagten im Sinne seines Eventualantrags gut und wies die Sache zur Neubeurteilung an das erstinstanzliche Gericht zur�ck. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werde die Kl�gerin (vollumf�nglich) kosten- und entsch�digungspflichtig, weshalb diese verurteilt wurde, dem Beklagten eine Parteientsch�digung in der H�he von Fr. 12'643.50 zu bezahlen und die Gerichtskosten in der H�he von Fr. 7'500.-- zu �bernehmen.
Die Kl�gerin macht geltend, die Vorinstanz habe damit Art. 104 und Art. 106 ZPO verletzt. Die Vorinstanz habe die Kl�gerin vollumf�nglich kostenpflichtig erkl�rt, obwohl das Hauptbegehren des Beklagten (auf Klageabweisung) abgewiesen wurde und dieser lediglich mit seinem Eventualantrag durchgedrungen sei. Die R�ckweisung sei zudem zwecks Beweiserg�nzung erfolgt; in diesem Fall w�ren die oberinstanzlichen Kosten gar nicht durch die obere Instanz zu verlegen gewesen.
8.1.�Art. 104 Abs. 4 ZPO bestimmt, dass die obere kantonale Instanz bei einem R�ckweisungsentscheid die Verteilung der Prozesskosten des Rechtsmittelverfahrens der Vorinstanz (ersten Instanz) �berlassen�
Die Kl�gerin bezieht sich zur Begr�ndung ihrer R�ge auf die Kommentarliteratur, insbesondere auf die Meinung von Viktor R�egg im Basler Kommentar sowie die Botschaft des Bundesrates zur ZPO und macht geltend, bei Art. 104 Abs. 4 ZPO handle es sich um eine Sonderregelung, wobei die Prozesskosten des Rechtsmittelverfahrens - insbesondere bei R�ckweisung infolge Erg�nzung des Beweisverfahrens - von der unteren Instanz zu verlegen seien:
Die Botschaft zur ZPO sieht vor, dass das Gericht �ber die Prozesskosten in seinem Urteil zu befinden hat. Diese Grunds�tze gelten auch f�r die Rechtsmittelinstanz, allerdings mit der Besonderheit, dass "wenn der Prozess an die erste Instanz zur�ckgewiesen werden muss (R�ckweisungsentscheid), weil die untere Instanz beispielsweise die Beweisf�hrung zu erg�nzen hat, ist oft nicht absehbar, welche Partei in welchem Umfange dann letztlich obsiegen oder unterliegen wird. In solchen F�llen kann es sich rechtfertigen, dass die obere Instanz nur die Kostenh�he des Rechtsmittelverfahrens festlegt, die konkrete Verteilung aber der Vorinstanz �berl�sst" (Botschaft ZPO, BBl 2006 7221 ff., insb. 7296; so auch Staehelin/ Staehelin/Grolimund, Zivilprozessrecht, 2. Aufl. 2013, � 16 Rz. 33; Gasser/Rickli, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2010, N. 5 zu Art. 104 ZPO; Hans Schmid, in: Oberhammer/Domej/ Haas [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kurzkommentar, 2. Aufl. 2014, N. 7 zu Art. 104 ZPO; Adrian Urwyler, in: Brunner/ Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, 2011, N. 6 zu Art. 104 ZPO). Gewisse Autoren pr�zisieren dies und machen geltend, die Oberinstanz solle grunds�tzlich im R�ckweisungsentscheid die Verteilung der Prozesskosten des Rechtsmittelverfahrens der Vorinstanz �berlassen, ausser es w�rden besondere Gr�nde vorliegen. Solche besonderen Gr�nde w�rden insbesondere unn�tige Prozesskosten im Sinne von Art. 108 ZPO und die endg�ltige Entscheidung �ber eine gesonderte Frage darstellen (David Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenb�hler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, N. 11 zu Art. 104 ZPO; Viktor R�egg, in: Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2013, N. 6 zu Art. 106 ZPO; Alexander Fischer, in: Baker & McKenzie [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, 2010, N. 19 zu Art. 104 ZPO). Martin H. Sterchi unterscheidet, ob die Rechtsmittelinstanz einen erstinstanzlichen Zwischenentscheid best�tige oder einen kassatorischen Entscheid f�lle; bei der Best�tigung eines Zwischenentscheides erscheine es gerechtfertigt, die Prozesskosten des Rechtsmittelverfahrens derjenigen Partei aufzuerlegen, die ein anderes Ergebnis - n�mlich einen Endentscheid - angestrebt habe, auch wenn diese Partei in einem sp�teren Endentscheid aus anderen Gr�nden doch noch obsiegen sollte. F�lle die Rechtsmittelinstanz mit dem R�ckweisungsentscheid hingegen ein kassatorisches Urteil, so dass der endg�ltige Ausgang der Streitsache offen bleibe und theoretisch auch eine reformatio in peius m�glich sei, rechtfertige es sich, auch die Prozesskosten des Rechtsmittelverfahrens in die definitive Kostenverteilung der unteren Instanz einzubeziehen, womit die Verteilung der Vorinstanz zu �berlassen sei (Martin H. Sterchi, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, 2012, N. 14 ff. zu Art. 104 ZPO). Schliesslich betont Denis Tappy, dass es sich bei Art. 104 Abs. 4 ZPO um eine blosse M�glichkeit und nicht um eine Pflicht handle, womit die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach Massgabe des Unterliegens von der Rechtsmittelinstanz zu verteilen seien (Denis Tappy, in: Bohnet/Haldy/Jeandin/Schweizer/Tappy [Hrsg.], Code de proc�dure civile comment�, 2011, N. 19 zu Art. 104 ZPO).
Sowohl aus dem Wortlaut der Norm, der Botschaft als auch aus der Kommentarliteratur geht eindeutig hervor, dass es sich bei Art. 104 Abs. 4 ZPO um eine "kann"-Bestimmung handelt. Aufgrund dieser fakultativen Bestimmung hat das Gericht somit die Wahl zwischen der direkten Verteilung der Prozesskosten in ihrem R�ckweisungsentscheid oder diese festzusetzen und die Verteilung der ersten Instanz zu �berlassen. Es liegt somit im Ermessen der Rechtsmittelinstanz, ob sie die f�r das Rechtsmittelverfahren ergangenen Prozesskosten selber verteilen will oder nicht. Entgegen der Auffassung der Kl�gerin kann nicht geschlossen werden, dass der Gesetzgeber explizit gewollt hat, die Kostenliquidation bis nach Abschluss des Beweiserg�nzungsverfahrens aufzuschieben. Eine solche Schlussfolgerung ergibt sich weder aus der Botschaft noch aus der Lehre. Die Vorinstanz durfte demnach die Verteilung und die Liquidation der Prozesskosten in ihrem R�ckweisungsentscheid vom 21. Dezember 2011 vornehmen. Eine Verletzung von Bundesrecht ist dabei nicht ersichtlich. Dar�ber hinaus bringt der Beklagte zu Recht vor, dass auch das Bundesgericht in seinen R�ckweisungsentscheiden regelm�ssig selber seine Kosten verteilt, auch wenn der Ausgang des Verfahrens in der Hauptsache vor den kantonalen Instanzen meist noch offen ist (statt vieler Urteile 4A_465/2013 vom 3. M�rz 2014 E. 3; 4A_234/2013 vom 20. Januar 2014 E. 4).
8.2.�Art. 106 ZPO basiert auf dem Erfolgsprinzip. Entsprechend werden die Prozesskosten im Allgemeinen nach Massgabe des Obsiegens und Unterliegens verteilt (Ausnahmen in Art. 107 und Art. 108 ZPO).
Der Beklagte hat in seiner ersten Berufung an das Obergericht beantragt, den Entscheid des erstinstanzlichen Gerichts aufzuheben und die Klage abzuweisen. In seinem Eventualbegehren beantragte er, der erstinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die Kl�gerin ihrerseits hat die Gutheissung ihrer Klage beantragt.
F�r die Parteien ist es schwierig vorherzusehen, ob ein Gericht reformatorisch entscheidet oder sich mit der Aufhebung und der R�ckweisung der Sache begn�gt; die Gerichte verlangen daher grunds�tzlich einen materiellen Antrag und es wird den Anw�lten empfohlen, R�ckweisungsantr�ge nur als Eventualantrag zu stellen (vgl. Urteil 1C_697/2013 vom 13. Januar 2014 E. 3.3 mit Hinweisen). In dieser Situation darf es der beschwerdef�hrenden Partei grunds�tzlich nicht zum Nachteil gereichen, wenn sich das Gericht f�r die R�ckweisung entscheidet und deshalb nur den Eventualantrag, nicht aber den Hauptantrag auf Abweisung der Klage gutheisst. Beizuf�gen ist auch hier, dass ebenfalls das Bundesgericht bei der Verteilung seiner Kosten grunds�tzlich keinen Unterschied macht, ob das Haupt- oder das Eventualbegehren gutgeheissen wurde. Entscheidend ist jedoch vielmehr, dass die Kl�gerin mit ihrem Antrag auf Gutheissung ihrer Klage vollst�ndig unterlegen ist. Entsprechend hat die Vorinstanz keine Verletzung von Bundesrecht begangen, indem sie der Kl�gerin die Verfahrenskosten auferlegt und sie verurteilt hat, dem Beklagten eine Parteientsch�digung auszurichten.
8.3.�Nach dem Gesagten, erweist sich auch die Beschwerde der Kl�gerin als unbegr�ndet.
Aus diesen Gr�nden sind beide Beschwerden abzuweisen, soweit �berhaupt darauf eingetreten werden kann. Dem Verfahrensausgang entsprechend werden die Parteien je f�r das von ihnen angestrengte Beschwerdeverfahren kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG). Nach Kompensation der gegenseitig geschuldeten Parteientsch�digungen verbleibt ein Betrag von Fr. 4'000.-- zugunsten der Kl�gerin.
Die Verfahren 4A_523/2013 und 4A_527/2013 werden vereinigt.
Die Beschwerden werden abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Gerichtskosten werden im Umfang von Fr. 5'500.-- dem Beklagten und im Umfang von Fr. 1'000.-- der Kl�gerin auferlegt.
Der Beklagte hat die Kl�gerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 4'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Zivilabteilung, 2. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 31. M�rz 2014
Die Pr�sidentin: Klett
Die Gerichtsschreiberin: Reitze