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Timestamp: 2020-02-25 13:13:20
Document Index: 22043023

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1']

Internationales Steuerrecht: Funktionsverlagerung im Überblick | Finance Office Professional | Finance | Haufe
Infolge der zunehmenden Internationalisierung und weltweiten Arbeitsteilung ist zunehmend festzustellen, dass Deutschland nicht nur der "Exportweltmeister" ist, sondern auch bereits kleinere und mittelständische Unternehmen mittels Direktinvestitionen (in ausländische Tochtergesellschaften) im Ausland tätig werden. Hierfür gibt es unterschiedliche Gründe. Zu nennen sind beispielsweise Standortvorteile, die Nähe zu Absatzmärkten, Rohstoffen oder Arbeitskräften, der Zwang eines Endkunden (just in time Lieferung) sowie Steuervorteile bzw. -anreize. Dies führt zwangsläufig dazu, dass betriebliche Einheiten und Aufgaben, die bislang in Deutschland ansässig waren bzw. hier getätigt wurden auf ausländische Töchter übertragen werden oder parallele Strukturen aufgebaut werden.
Funktionsverlagerungen sind gesetzlich geregelt in § 1 Abs. 3 AStG Sätze 9 und 10 AStG.
der mit dem Unternehmensteuereformgesetz 2008 eingeführten Norm des , wobei Einzel-Regelungen zur Funktionsverlagerungen bereits im März 2010 durch das Gesetzes zur Umsetzung steuerlicher EU-Vorgaben sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften mit einer Ergänzung der sog. Escaperegelungen in § 1 Abs. 3 Satz 10 AStG nachgebessert wurden als auch
Detailregelungen zur Funktionsverlagerung i. S. d. § 1 Abs. 3 AStG 2008 wurden in einer ergänzenden "Verordnung der Anwendung des Fremdvergleichsgrundsatzes nach § 1 Abs. 1 AStG in den Fällen der grenzüberschreitenden Funktionsverlagerung" vom 12.8.2008 (Funktionsverlagerungsverordnung; kurz: FVerlV) geregelt.
Im Rahmen des Im Rahmen des Amthilfe-Richtlinien-Umsetzungsgesetzes (dem Nachfolgegesetz zum Jahressteuergesetzes 2013) erfolgte mittelbar eine Ausweitung des Anwendungsbereichs, indem § 1 AStG "Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Kapitalgesellschaften" allgemein auf Personengesellschaften und Betriebsstätten ausgedehnt wurde.
Die Auffassung der Finanzverwaltung ergibt sich aus dem BMF, Schreiben v. 13.10.2010, IV B 5 – S-1341/08/10003, BStBl 2010 I S. 774, den Verwaltungsgrundsätzen Funktionsverlagerung; nachfolgend als VWGFVerl abgekürzt.
1 Anlass und Entstehungsgeschichte
2 Charakter und Wirkungsweise der Norm
Obwohl § 1 AStG nur gewinnerhöhend für Steuerinländer wirkt, gelten der Fremdvergleichsgrundsatz und damit auch die Regeln zur Bewertung einer Funktionsverlagerung für Outboundfälle wie Inboundfälle gleichermaßen. Im Inboundfall kann es damit zur Aktivierung immaterieller Wirtschaftsgüter und somit zu Abschrei...