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Timestamp: 2016-10-28 00:55:00
Document Index: 351807962

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 21', 'Art. 22', 'BGE', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE']

U 207/01 (22.11.2002)
U 207/01
P.________, 1949, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch die Beratungsstelle f�r Ausl�nder, Weinbergstrasse 147, 8006 Z�rich,
Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft, Bundesgasse 35, 3011 Bern, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Robert Geisseler, Badenerstrasse 21, 8004 Z�rich,
(Entscheid vom 27. April 2001)
Die 1949 geborene P.________ arbeitete seit 1986 als Backstubenhilfe in der Feinb�ckerei-Konditorei E._________ und war damit bei der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft (Mobiliar) obligatorisch gegen Unf�lle versichert. Am 23. Januar 1994 erlitt sie als Beifahrerin einen Auffahrunfall, als in einem Autobahntunnel ein PW von hinten in denjenigen ihres Ehemannes stiess, mit dem sie als Beifahrerin unterwegs war. In der Folge suchte die Versicherte am 1. Februar 1994 Frau Dr. med. M.________, auf, die ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS) diagnostizierte und volle Arbeitsunf�higkeit ab 7. Februar bis 8. M�rz 1994 angab. Am 10. Februar 1994 stellte Dr. med. S.________, Spezialarzt f�r Radiologie FMH, die Diagnose einer Fraktur des linksseitigen Wirbelbogens C7 mit diskreter Stufe bei Status nach Schleudertrauma. Die Klinik B.________, wo die Versicherte erstmals am 13. Februar 1994 untersucht wurde, diagnostizierte am 14. Februar und am 22. September 1994 ein HWS-Schleudertrauma sowie eine traumatisierte vorbestehende Spondylolyse C7 links. Die Versicherte blieb der Arbeit nur am 14. und 15. Februar 1994 fern. Die Mobiliar erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Am 24. Juni 1994 bescheinigte Frau Dr. med. M.________ die volle Arbeitsf�higkeit ab 9. M�rz 1994. Am 27. M�rz 1995 gab Frau Dr. med. M.________ der Mobiliar den Abschluss der Behandlung per November 1994 bekannt. Einzig im Januar 1995 habe die Versicherte noch einmal wegen Nackenbeschwerden behandelt werden m�ssen und sei seither beschwerdefrei. Am 16. M�rz 1996 meldete die Arbeitgeberin der Mobiliar einen R�ckfall ab 24. Januar 1996. Gem�ss Bericht der Frau Dr. med. M.________ vom 26. Juli 1996 bestand ab 24. Januar 1996 auf unbestimmte Zeit 100%ige Arbeitsunf�higkeit. Am 29. Juli 1996 k�ndigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverh�ltnis per Ende Oktober 1996. Die Mobiliar holte in der Folge weitere Arztberichte sowie ein Gutachten der Klinik Z._________ vom 11. Juni 1997 ein. Mit Verf�gung vom 10. Dezember 1997 sprach die IV-Stelle des Kantons Z�rich der Versicherten bei einem Invalidit�tsgrad von 100 % ab 1. Januar 1997 eine ganze Invalidenrente zu. Mit Verf�gung vom 19. Januar 1998 stellte die Mobiliar ihre Leistungen per Ende 1995 ein. Zur Begr�ndung wurde ausgef�hrt, die geklagten HWS-Beschwerden st�nden nicht in einem nat�rlichen Zusammenhang mit dem Unfall. Weiter bestehe zwischen diesem und den psychischen Beschwerden keine ad�quate Kausalit�t. Die gegen diese Verf�gung erhobene Einsprache wies die Mobiliar mit Entscheid vom 2. Februar 1999 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die Versicherte, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei die Mobiliar zu verpflichten, die eingestellten Versicherungsleistungen zu erbringen und ihr eine ganze Invalidenrente sowie eine entsprechende Integrit�tsentsch�digung auszurichten.
Die Mobiliar schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend die mitbeteiligte SUPRA Krankenkasse und das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung verzichten.
Am 24. Oktober 2001 legte der Versicherte einen Bericht der Frau Dr. med. M.________ vom 20. Oktober 2001 auf.
Das kantonale Gericht hat die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb, 119 V 337 Erw. 1, je mit Hinweisen), zur vorausgesetzten Ad�quanz des Kausalzusammenhangs im Allgemeinen (BGE 127 V 102 Erw. 5b/aa, 125 V 461 Erw. 5a) und bei psychischen Unfallfolgen im Besonderen (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb, 115 V 133 ff.) sowie zum Beweiswert eines Arztberichts (BGE 125 V 352 Erw. 3a; AHI 2001 S. 113 Erw. 3a) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Zu erg�nzen ist, dass bei der Beurteilung der Ad�quanz von organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgesch�den wie folgt zu differenzieren ist: Es ist zun�chst abzukl�ren, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, eine dem Schleudertrauma �quivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) oder ein Sch�del-Hirntrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gem�ss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abkl�rungen indessen, dass die versicherte Person eine der soeben erw�hnten Verletzungen erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung geh�renden Beeintr�chtigungen (vgl. dazu: BGE 119 V 337 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b) zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind f�r die Ad�quanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa f�r Unf�lle mit psychischen Folgesch�den aufgestellten Grunds�tze massgebend; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Ad�quanz gem�ss den in BGE 117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b festgelegten Kriterien (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb mit Hinweisen).
Nach Art. 11 UVV werden die Versicherungsleistungen auch f�r R�ckf�lle und Sp�tfolgen gew�hrt, f�r Bez�ger von Invalidenrenten jedoch nur unter den Voraussetzungen von Art. 21 des Gesetzes. R�ckf�lle und Sp�tfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbest�nde dar (Art. 22 UVG; BGE 118 V 297 Erw. 2d). Bei einem R�ckfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu �rztlicher Behandlung, m�glicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunf�higkeit kommt; von Sp�tfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe l�ngerer Zeit organische oder psychische Ver�nderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild f�hren k�nnen. R�ckf�lle und Sp�tfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend k�nnen sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur ausl�sen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitssch�digung ein nat�rlicher und ad�quater Kausalzusammenhang �berwiegend wahrscheinlich ist (BGE 126 V 360 Erw. 5b; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 Erw. 1 und 2).
Im Gutachten der Klinik Z.________ vom 11. Juni 1997 wurde folgende Diagnose gestellt: Status nach indirektem HWS-Distorsionstrauma am 23. Januar 1994 mit chronischem zervikal betonten panvertebralen Syndrom mit intermittierenden zervikozephalen Schmerzausstrahlungen beidseits, leichten neuropsychologischen Funktionsst�rungen mit erheblicher, haupts�chlich schmerzbedingter und depressiver Leistungseinschr�nkung sowie posttraumatischer Verarbeitungs- und Anpassungsst�rung mit im Vordergrund stehendem �ngstlich-agitiertem reaktiv depressivem Zustandsbild; intermittierend auftretende, leichte Epicondylopathie humeri lateralis links (DD: chronisches Zervikovertebral-Syndrom mit intermittierenden zervikospondylogenen Ausstrahlungen bei Status nach HWS-Distorsionstrauma). Aufgrund der rheumatologischen neurologischen und radiologischen Abkl�rungen liege keine nachweisbare organische Ursache der Beschwerden vor. Die degenerativen Ver�nderungen im Bereich der HWS seien altersentsprechend und nicht unfallbedingt. Es bestehe eine Bogenschlussanomalie des Wirbelbogens C7. Diese Ver�nderung habe mit Sicherheit bereits vor dem Unfall bestanden, vermutlich seit Geburt. Solche Abnormit�ten wie eine Bogenschlussanomalie h�tten vermutlich einen ung�nstigen Einfluss auf die Genesung nach einem HWS-Distorsionstrauma, obwohl eine strukturelle Sch�digung nicht nachgewiesen werden k�nne.
3.1 Vorab ist festzuhalten, dass sich der von Dr. med. S.________, Spezialarzt f�r Radiologie FMH, im Bericht vom 10. Februar 1994 erhobene Befund einer Fraktur des linksseitigen Wirbelbogens C 7 nicht best�tigt hat (Berichte der Klinik B.________ vom 14. Februar 1994, des PD Dr. med. L.________, Spezialarzt f�r Orthop�dische Chirurgie FMH, vom 23. Juli 1996 und des Dr. med. B.________ vom 26. Juli 1996).
3.2 Im Bericht des Spitals X.________ vom 29. August 1997 wurde dargelegt, die Beschwerdef�hrerin sei nach dem Unfall mehrfach mit lokalen Injektionen in den Nacken behandelt worden. Gleichzeitig seien offensichtlich Vergr�sserungen von zervikalen Lymphknoten aufgetreten. Computertomographisch zeigten sich zervikal beidseits vergr�sserte Lymphknoten, vor allem rechtsbetont. Die Feinnadelpunktion, die vom Mai 1997 datiere, zeige ein chronisch entz�ndlich ver�ndertes Zellbild. Da das Spital X.________ den Zusammenhang dieser Beschwerden mit den Injektionen jedoch nur als m�glich bezeichnet, ist eine Haftung der Mobiliar nach Art. 6 Abs. 3 UVG zu verneinen.
3.3 PD Dr. med. L._________ legte im Bericht vom 23. Juli 1996 dar, unter den gegebenen Voraussetzungen liessen sich kernspintomographisch im Bereich der skelett�ren Abschnitte keine posttraumatischen Ver�nderungen nachweisen. Objektiv best�nden Dehydratationen praktisch aller zervikalen Bandscheiben im Sinne einer vorbestehend degenerativen Komponente. Als m�gliche Unfallfolge k�nne eine narbenartige Ver�nderung im Bereich der dorsalen Weichteile C 6/7 in Betracht kommen, ohne dass im entsprechenden Bewegungssegment eine discogene Raumforderung im Sinne einer discoligament�ren L�sion nachgewiesen werden k�nne. Auf Grund der plurietageren degenerativen Ver�nderungen sei eine Unfallkausalit�t dieser Situation nicht beweisbar; dagegen sei eine Unfallkausalit�t der narbigen Ver�nderungen im Bereich der dorsalen Weichteile selbstverst�ndlich m�glich. Entsprechend d�rfe angenommen werden, dass der Unfall zu einer Verschlechterung eines degenerativen Vorzustandes gef�hrt habe.
Der letztgenannten Schlussfolgerung kann nicht beigepflichtet werden. Denn wenn die Unfallkausalit�t der narbigen Ver�nderungen der dorsalen Weichteile C6/7 nur als m�glich, nicht aber als �berwiegend wahrscheinlich taxiert wird, erlaubt dies nicht den Schluss auf eine unfallbedingte richtungweisende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes (vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw. 3a).
Streitig ist im Weiteren, ob die Beschwerdef�hrerin an einer psychischen Fehlentwicklung oder an den Folgen eines HWS-Schleudertraumas bzw. HWS-Distorsionstraumas (einer dem Schleudertrauma �quivalente Verletzungsform; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) leidet.
4.1 Zum typischen Beschwerdebild letztgenannter Verletzungen geh�rt eine H�ufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen, �belkeit, rasche Erm�dbarkeit, Visusst�rungen, Reizbarkeit, Affektlabilit�t, Depression oder Wesensver�nderungen usw. (BGE 117 V 360 Erw. 4b). Das Vorliegen eines Schleudertraumas oder einer �quivalenten Verletzung wie auch deren Folgen muss durch zuverl�ssige Angaben gesichert sein. Beschwerden und Befunde in der Halsregion oder an der HWS im Anschluss an eine solche Verletzung m�ssen binnen 24 bis h�chstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten, damit sie diesem zugerechnet werden k�nnen. Auf Grund der medizinischen Erkenntnisse �ber die Latenzzeit ist es somit wichtig, was sich am Unfalltag und in der darauf folgenden Zeit zugetragen hat, wie genau die Angaben der verunfallten Person wiedergegeben wurden und was die �rzte abgekl�rt oder sonst wie festgestellt und - auch zeitlich fixiert - festgehalten haben (RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29).
4.2 Die Versicherte suchte erst am 1. Februar 1994, mithin 9 Tage nach dem Unfall ihre Haus�rztin Frau Dr. med. M.________ auf. Diese diagnostizierte in den Berichten vom 8. April und 24. Juni 1994 ein Schleudertrauma und legte dar, es liege eine schmerzbedingt stark eingeschr�nkte Beweglichkeit der HWS vor; im erstgenannten Bericht f�gte sie an: "Sonst keine bes. Wahrnehmungen". Die Klinik B.________ legte am 14. Februar 1994 dar, die Versicherte sei zur Untersuchung vom Vortag ohne Halskragen erschienen und ihr Leidensdruck scheine nicht besonders gross. Die Beweglichkeit der HWS sei symmetrisch eingeschr�nkt und schmerzhaft in allen Richtungen; weiter liege ein m�ssiger paravertebraler Hartspann mit entsprechender Druckdolenz vor. Die Motorik, Kraft und Sensibilit�t der oberen Extremit�ten sei intakt. Es l�gen die typischen persistierenden Beschwerden eines HWS-Schleudertraumas vor. Im Bericht vom 22. September 1994 stellte die Klinik B.________ wiederum eine schmerzbedingt eingeschr�nkte HWS-Beweglichkeit in allen Richtungen fest; die Sensomotorik der oberen Extremit�ten sei intakt. Am 27. M�rz 1995 gab Frau Dr. med. M.________ einen guten Genesungsverlauf und den Abschluss der Behandlung per November 1994 an; im Januar 1995 habe die Versicherte nochmals wegen Nackenschmerzen behandelt werden m�ssen und sei seither beschwerdefrei. PD Dr. med. L._________ f�hrte am 6. Februar 1996 aus, nach dem Unfall sei es zu hartn�ckigen Beschwerden im Bereich der HWS gekommen. Die Versicherte habe w�hrend rund 3 Wochen einen Halskragen getragen und danach ihre Arbeit als Hilfskraft in einer B�ckerei fortgesetzt.
Aus diesen Berichten geht hervor, dass w�hrend langer Zeit nach dem Unfall mit Ausnahme von Nackenschmerzen und einer schmerzbedingten Einschr�nkung der HWS-Beweglichkeit nicht das f�r ein Schleudertrauma bzw. eine Distorsionsverletzung der HWS typische Beschwerdebild vorlag. Wenn erstmals in den medizinischen Akten ab 1996 (Bericht des Neurologen Dr. med. W.________ vom 26. Februar 1996) sowie im Gutachten vom 11. Juni 1997 auf Grund der Angaben der Versicherten angef�hrt wird, sie habe nach dem Unfall zus�tzlich an Kopfschmerzen, Schmerzen in der linken Halsregion, �belkeit, Erbrechen, Schwarzsein vor den Augen und Schlaflosigkeit gelitten, so kann darauf nicht abgestellt werden, da dies in den fr�heren �rztlichen Feststellungen keine Erw�hnung findet. H�tten diese nachtr�glich behaupteten Beschwerden bereits unmittelbar nach dem Unfall bestanden, so h�tten entsprechende Angaben fraglos Eingang in die damaligen Arztberichte gefunden.
Im Weiteren ist auf Grund der �rztlichen Angaben nicht erwiesen, dass die festgestellten Nackenschmerzen und die Einschr�nkung der HWS-Beweglichkeit innert der erforderlichen Latenzzeit von 24 bis h�chstens 72 Stunden nach dem Unfall aufgetreten sind.
Nach dem Gesagten kann nicht als erstellt gelten, dass die Versicherte beim Unfall tats�chlich ein Schleuder- oder ein Distorsionstrauma der HWS erlitten hat.
4.3 Gem�ss dem Gutachten der Klinik Z.__________ bestehen sicher unfallunabh�ngige Einfl�sse, die die Arbeitsf�higkeit negativ beeinflusst haben. Das ung�nstige Umfeld am Arbeitsplatz sei nicht geeignet gewesen, die Versicherte nach dem Unfall wieder in den Beruf zur�ckzuf�hren. Die physische und psychische Belastung sei dort vermutlich so gross gewesen, dass es zusammen mit den chronischen Schmerzen und der neu aufgetretenen, zunehmenden und wahrscheinlich zumindest teilweise reaktiven Depression zu einer un�berwindlichen �berlastungssituation gekommen sei, die dann praktisch in einem vollst�ndigen Zusammenbruch an Weihnachten/Neujahr 1995/96 geendet habe. Die Versicherte habe nie Zeit gehabt, ihre Beschwerden richtig auszukurieren und zu verarbeiten; dazu h�tte sie wieder langsam in die Arbeitswelt integriert werden m�ssen. Es sei zu einem reaktiven depressiven Krankheitsbild gekommen, das ihren Zustand haupts�chlich pr�ge.
Aus dieser �rztlichen Beurteilung geht hervor, dass bei der Versicherten im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per Ende 1995 die psychische Problematik im Vordergrund stand, und dass der Unfall zumindest Teilursache dieser Beeintr�chtigung ist, was f�r die Bejahung der nat�rlichen Kausalit�t praxisgem�ss gen�gt (BGE 121 V 329 Erw. 2a mit Hinweisen).
Die Ad�quanzbeurteilung hat deshalb nach den in BGE 115 V 133 ff. festgelegten Kriterien zu erfolgen.
Die Versicherte war Beifahrerin in dem von ihrem Ehemann gelenkten Auto. Als dieser in einem Autobahntunnel wegen eines auf der Fahrbahn stehenden Pannenfahrzeuges bremste, prallte ein nachfolgender PW auf seinen Wagen auf. In diesen nachfolgenden PW stiess noch ein drittes Fahrzeug, wovon aber die Versicherte und ihr Ehemann nicht betroffen waren. Keine der beteiligten Personen wurde sichtbar verletzt. Die involvierten Fahrzeuge wurden nicht schwer besch�digt; die Beschwerdef�hrerin mit ihrem Ehemann sowie ein weiterer Unfallbeteiligter konnten die Fahrt mit ihren PWs aus eigener Kraft fortsetzen. Unter diesen Umst�nden ist die Auffahrkollision praxisgem�ss als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichteren Unf�llen zu qualifizieren (in SZS 2001 S. 432 f. erw�hnte Urteile V. vom 30. Juni 1997, U 231/96, und A. vom 29. Dezember 1998, U 100/97; Urteil B. vom 22. Mai 2002 Erw. 4b/aa, U 339/01).
Auch wenn der Zusammenstoss in einem Tunnel geeignet war, ein Angstgef�hl auszul�sen, ereignete er sich weder unter besonders dramatischen Begleitumst�nden, noch war er objektiv gesehen von besonderer Eindr�cklichkeit.
Von einer schweren oder besonders gearteten Verletzung der Versicherten kann nicht gesprochen werden.
Ebenso wenig ist eine �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, oder ein hinsichtlich der somatischen Beschwerden schwieriger Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen ersichtlich. Denn gem�ss dem Bericht der Frau Dr. med. M.________ vom 27. M�rz 1995 war der Heilungsverlauf gut, und die Behandlung wurde per November 1994 grunds�tzlich abgeschlossen. Einzig im Januar 1995 musste die Versicherte noch einmal wegen Nackenbeschwerden behandelt werden und war danach beschwerdefrei.
Soweit eine ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung sowie Dauerbeschwerden angenommen werden m�ssten, w�ren sie auf die Ende 1995/anfangs 1996 einsetzende psychische Problematik zur�ckzuf�hren, die in diesem Zusammenhang ausser Acht zu lassen ist (RKUV 1993 Nr. U 166 S. 94 Erw. 2c mit Hinweisen; Urteil O. vom 10. Juli 2002 Erw. 5b, U 309/01). Bei der andauernden Arbeitsunf�higkeit ist ebenfalls zu ber�cksichtigen, dass diese nicht auf die direkten Unfallfolgen, sondern auf die im Vordergrund stehende psychische Fehlentwicklung zur�ckzuf�hren ist.
Demnach sind die nach der Rechtsprechung f�r die Ad�quanz psychischer Unfallfolgen massgebenden Voraussetzungen nicht erf�llt. Von weiteren Abkl�rungen ist abzusehen, da davon keine neuen verwertbaren Erkenntnisse zu erwarten sind (SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 124 V 94 Erw. 4b).
An diesem Ergebnis vermag der von der Beschwerdef�hrerin am 24. Oktober 2001 eingereichte Bericht der Frau Dr. med. M.________ vom 20. Oktober 2001, wonach die Versicherte vor dem Unfall keine Nacken- und Kopfbeschwerden gehabt habe, nichts zu �ndern (BGE 127 V 353).
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, dem Bundesamt f�r Sozialversicherung und der SUPRA Krankenkasse, Regionaldirektion, Z�rich, zugestellt.