Source: http://heroldsberg.de/service/rathaus-service-portal/2-uncategorised/150-info-offene-feuerstelle
Timestamp: 2018-03-20 06:02:53
Document Index: 184185607

Matched Legal Cases: ['§ 4', 'Art. 22', 'Art. 25', 'Art. 2', '§ 3', '§ 3', '§ 61', '§ 3', '§ 25', 'Art. 33', '§ 61', 'Art. 19']

Markt Heroldsberg Info offene Feuerstelle
Bitte beachten Sie, dass das Verbrennen von Abfällen aus Gärten gem. § 4 Abs. 3 PflAbfV innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile verboten ist.
Diese anfallenden pflanzlichen Abfälle sind ordnungsgemäß zu entsorgen (Grüngutsammelstellen o. ä.) oder unter bestimmten Umständen zur Verrotttung zu bringen.
Grill-, Lager- und Traditionsfeuer in der freien Natur - Rechtliche Hinweise -
Das Recht zum Betreten der freien Natur nach Art. 22 Abs. 1 und 2 BayNatSchG gilt nur für Betätigungen im Rahmen traditioneller Formen der Freizeitgestaltung und Sportausübung, die dem Naturgenuss und der Erholung dienen. Hierbei sind insbesondere die Verhaltensregeln der Art. 25 bis 27 BayNatSchG zu beachten.
Das Entzünden und Betreiben offener Feuer zum Grillen, als Lagerfeuer oder als Traditionsfeuer (Bergfeuer, Johanni- bzw. Sonnwendfeuer u.ä.) in der freien Natur außerhalb behördlich dafür bestimmter Plätze ist mehr als nur ein „normales Betreten" und wird daher nicht vom Betretungsrecht gedeckt; dafür ist stets die Zustimmung des Grundstücksberechtigten - für das Sammeln von Brennholz im Wald auch die Zustimmung des Waldbesitzers - erforderlich.
Auch beim erlaubten Feuermachen sollte die allgemeine Verpflichtung zum Schutz der Natur beachtet werden (Art. 2 Abs. 1 BayNatSchG). Danach hat jeder nach seinen Möglichkeiten in Verantwortung für die natürlichen Lebensgrundlagen zur Verwirklichung der Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege beizutragen und sich so zu verhalten, dass die Lebensgrundlagen für wild wachsende Pflanzen und wild lebende
Tiere soweit wie möglich erhalten, nicht mehr als nach den Umständen unvermeidbar beeinträchtigt und gegebenenfalls wiederhergestellt werden
Grundsätzlich verboten ist das Entzünden und Betreiben offener Feuer in
• Natur- und Landschaftsschutzgebieten*,
• als Naturdenkmal geschützten Flächen*,
• geschützten Landschaftsbestandteilen*,
• gesetzlich geschützten Biotopen,
• Wildschutzgebieten,
• geschützten Wildbiotopen und
• Wasserschutzgebieten
(* hier ist auch das Grillen mit mitgebrachtem Grillgerät = offenes Feuer nicht erlaubt.)
Was sollten Sie bei offenen Feuerstellen beachten?
Ganz allgemein gilt: Für die Umgebung dürfen keine Brandgefahren entstehen können
(§ 3 Abs. 2 Satz 1 VVB). Offene Feuerstellen sind erlaubnisfrei, wenn folgende Entfernungen eingehalten werden:
mindestens 5 Meter von Gebäuden aus brennbaren Stoffen, vom Dachvorsprung ab gemessen (§ 3 Abs. 2 Satz 2 VVB)
Auch bei erlaubten Feuerstellen sollten folgende Bestimmungen beachtet werden:
Als Brennstoff darf nur naturbelassenes Holz - keine imprägnierten oder behandelten Hölzer (z.B. alte Fenster und Türen), Spanplatten, Möbel, Altöle, Altreifen oder Kunststoffe (§ 61 Abs. 1 Nr. 2 KrW-/AbfG) - verwendet werden.
Zum Anzünden empfiehlt sich Stroh oder trockenes Reisig.
Das Feuer ist ständig unter Aufsicht zu halten (§ 3 Abs. 2 Satz 3 VVB). Für unverwahrtes Lagerfeuer im Freien bei Nacht ist eine Ausnahme der Gemeinde erforderlich (§ 25 VVB).
Übrig gebliebenes Brennmaterial ist - wie sonstige anfallende Abfälle - wieder mitzunehmen und ordnungsgemäß zu beseitigen (Art. 33a Abs. 1 BayNatSchG; § 61 Abs. 1 Nr. 2 KrW-/AbfG).
Die zuständige Gemeinde, die Polizei und die Feuerwehr sollten rechtzeitig vorher über geplante Sonnwendfeuer informiert werden.
Öffentliche Veranstaltungen sind in der Regel der Gemeinde spätestens eine Woche vorher schriftlich anzuzeigen oder bedürfen deren Erlaubnis, soweit nicht eine Gestattung nach anderen Vorschriften vorgeschrieben ist (Art. 19 LStVG). Die Anzeigepflicht besteht,
BayNatSchG = Bayer. Naturschutzgesetz
VVB = Verordnung über die Verhütung von Bränden
BayWaldG = Bayer. Waldgesetz
Krw-/AbfG = Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz
LStVG = Bayer. Landesstraf- und Verordnungsgesetz
Bei Fragen können Sie sich gerne an das Ordnungsamt unter 0911/51857-19 wenden.