Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20080826_OGH0002_0040OB00080_08F0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2019-11-15 18:09:51
Document Index: 303991366

Matched Legal Cases: ['OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 235', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 52', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 37', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 179', 'OGH', 'OGH', '§10', '§4', '§ 2', '§ 10', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1330', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1', '§ 1', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 11', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'EuG', 'EuG', 'OGH', 'OGH', 'Art 5', 'Art 5', 'OGH', 'OGH', 'Art 5', 'EuG', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'EuG', 'Art 5', 'EuG', 'OGH', 'OGH', 'EuG', 'Art 5', '§ 42', 'Art 5', 'EuG', 'OGH', 'OGH', 'EuG', 'Art 5', 'EuG', 'OGH', 'Art 5', 'Art 5', 'EuG', 'Art 5', 'OGH', 'Art 5', 'EuG', 'Art 5', 'EuG', 'OGH', 'Art 5', 'EuG', 'OGH', 'Art 6', 'Art 4', 'Art 6', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'Art 5', 'EuG', 'OGH', 'Art 5', 'EuG', 'OGH', 'OGH', '§ 5', 'Art 5', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 4Ob80/08f - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 1Ob364/47 1Ob3/86 6Ob50...
RS0035955
1Ob364/47; 1Ob3/86; 6Ob504/88; 1Ob577/92; 9ObA13/93; 1Ob23/93; 9ObA316/98f; 9Ob64/01d; 1Ob193/01s; 5Ob313/03w; 9ObA110/04y; 3Ob134/06m; 4Ob63/08f; 2Ob69/08y; 9Ob29/07s; 4Ob80/08f; 2Ob158/08m; 4Ob73/09b; 4Ob83/09y; 3Ob32/11v; 1Ob195/10y; 7Ob89/11f; 2Ob210/11p; 8Ob58/11d; 4Ob172/12s; 1Ob113/13v; 5Ob153/13f; 7Ob189/14s; 3Ob157/14f; 3Ob227/15a; 1Ob66/16m; 8ObA73/15s; 1Ob98/16t; 10Ob63/16m; 7Ob186/18f; 9ObA86/18i; 5Ob229/18i
Kostenzuspruch bei Erledigung des Zwischenstreits über die Zulässigkeit des Rechtswegs.
1 Ob 364/47
Entscheidungstext OGH 04.06.1947 1 Ob 364/47
Veröff: EvBl 1947/352 S 511
1 Ob 3/86
Entscheidungstext OGH 09.04.1986 1 Ob 3/86
6 Ob 504/88
Entscheidungstext OGH 28.01.1988 6 Ob 504/88
1 Ob 577/92
Entscheidungstext OGH 14.06.1992 1 Ob 577/92
9 ObA 13/93
Entscheidungstext OGH 19.05.1993 9 ObA 13/93
9 ObA 316/98f
Entscheidungstext OGH 09.12.1998 9 ObA 316/98f
Vgl auch; Beisatz: Es besteht ein vom Ausgang in der Hauptsache unabhängiger Kostenersatzanspruch. (T1)
Beisatz: Hier: Zulässigkeit einer Klagsänderung gemäß § 235 Abs 2 ZPO. (T2)
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Zuständigkeitsstreit. (T3)
Ähnlich; Beisatz: Hier: Abgesonderte Verhandlung über die Einrede der mangelnden internationalen Zuständigkeit. (T4)
9 ObA 110/04y
Entscheidungstext OGH 15.12.2004 9 ObA 110/04y
3 Ob 134/06m
Entscheidungstext OGH 26.07.2006 3 Ob 134/06m
Ähnlich; Beis wie T3; Veröff: SZ 2006/114
4 Ob 63/08f
Entscheidungstext OGH 08.04.2008 4 Ob 63/08f
Auch; Beisatz: Hier: Zwischenstreit über die Zulässigkeit eines Widerspruchs gegen ein Versäumungsurteil. (T5)
2 Ob 69/08y
Entscheidungstext OGH 28.04.2008 2 Ob 69/08y
Vgl; Beisatz: Hier: Zwischenstreit über die Zulässigkeit des Widerspruchs, dessen Kosten nicht das Schicksal der Hauptsache teilen. (T6)
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Zwischenstreit über die Frage der Partei- und Prozessfähigkeit (so bereits 1 Ob 22/01v). (T7)
Ähnlich; Beis wie T1; Beisatz: Hier: Abgesonderte Verhandlung über die Einreden der mangelnden internationalen und sachlichen Zuständigkeit. (T8); Veröff: SZ 2008/112
2 Ob 158/08m
Entscheidungstext OGH 17.12.2008 2 Ob 158/08m
Vgl; Beisatz: Hier: Zwischenstreit über die Zurückweisung einer Rekursbeantwortung. (T9)
Vgl; Beisatz: Hier: Zwischenstreit über die Zulässigkeit des Rechtswegs. (T10)
Entscheidungstext OGH 20.10.2009 4 Ob 83/09y
Vgl auch; Beisatz: Hier: „Infolge des amtswegigen Vorgehens des Berufungsgerichts (hier: Zurückweisung der Klage wegen Unzulässigkeit des Rechtswegs) liegt kein echter Zwischenstreit vor, weshalb die Kostenentscheidung gemäß § 52 Abs 1 ZPO vorzubehalten ist. (T11)
3 Ob 32/11v
Entscheidungstext OGH 22.03.2011 3 Ob 32/11v
7 Ob 89/11f
Entscheidungstext OGH 28.09.2011 7 Ob 89/11f
Auch; Beis wie T9; Veröff: SZ 2011/120
Vgl; Beis wie T4; Veröff: SZ 2012/8
4 Ob 172/12s
Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 172/12s
Auch; Beisatz: Hinsichtlich der allein diesem Streit zuzuordnenden Prozesshandlungen. (T12)
Vgl auch; Beisatz: Da die Antragsgegnerin in erster Instanz den Einwand der Unzulässigkeit des außerstreitigen Wohnrechtsverfahrens nicht erhob, liegt kein Zwischenstreit vor. Es entspricht daher der Billigkeit iSd § 37 Abs 3 Z 17 MRG, die Kosten des Revisionsrekursverfahrens der Endentscheidung vorzubehalten. (T13)
7 Ob 189/14s
Entscheidungstext OGH 26.11.2014 7 Ob 189/14s
3 Ob 157/14f
Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 157/14f
Auch; Veröff: SZ 2015/7
1 Ob 66/16m
Entscheidungstext OGH 28.04.2016 1 Ob 66/16m
8 ObA 73/15s
Entscheidungstext OGH 24.05.2016 8 ObA 73/15s
Auch; Beisatz: Hier: Frage der Streitanhängigkeit; Zwischenstreit erst im Revisionsrekursverfahren vor dem Obersten Gerichtshof. (T14)
9 ObA 86/18i
Entscheidungstext OGH 17.12.2018 9 ObA 86/18i
Vgl auch; Beisatz: Hier: Zwischenstreit über die Zulässigkeit ergänzenden Vorbringens nach § 179 ZPO. (T15)
ECLI:AT:OGH0002:1947:RS0035955
JJR_19470604_OGH0002_0010OB00364_4700000_001
Rechtssatz für 1Ob948/52 2Ob398/53 3Ob...
RS0045485
1Ob948/52; 2Ob398/53; 3Ob760/53 (3Ob761/53); 3Ob15/54; 3Ob33/55; 4Ob86/55; 2Ob499/56; 7Ob393/55; 7Ob39/56; 3Ob141/58; 4Ob170/60; 5Ob150/61; 5Ob212/61; 3Ob146/53; 1Ob235/53 (1Ob236/53); 6Ob252/63; 2Ob56/64 (2Ob57/64); 4Ob339/65 (4Ob340/65); 6Ob140/67; 8Ob250/67; 1Ob92/68 (1Ob93/68); 8Ob182/69; 4Ob11/72 (4Ob12/72); 4Ob28/72; 4Ob538/74; 4Ob59/74; 2Ob141/75; 2Ob215/78; 6Ob501/79; 1Ob11/79; 2Ob604/79; 4Ob382/81; 7Ob754/81; 5Ob10/82 (5Ob11/82); 5Ob12/82 (5Ob13/82); 7Ob743/82; 4Ob1010/94; 4Ob80/08f; 4Ob154/12v; 7Ob132/16m; 3Ob232/17i
LPfV §10 Abs2
USchG §4
Wenn ein und derselbe Tatbestand verschiedenen Gesetzesnormen unterstellt werden kann (§ 2 USchG) und § 10 Abs 2 LPfV) ist das angerufene Gericht zuständig, wenn es die Zuständigkeit auch nur hinsichtlich einer der anzuwendenden konkurrierenden Normen besitzt.
1 Ob 948/52
Entscheidungstext OGH 10.12.1952 1 Ob 948/52
Veröff: SZ 25/325
2 Ob 398/53
Entscheidungstext OGH 05.06.1953 2 Ob 398/53
3 Ob 760/53
Entscheidungstext OGH 13.01.1954 3 Ob 760/53
3 Ob 15/54
Entscheidungstext OGH 03.02.1954 3 Ob 15/54
Veröff: Arb 5902
3 Ob 33/55
Entscheidungstext OGH 25.05.1955 3 Ob 33/55
Beisatz: Dies gilt auch sinngemäß im Falle der Erweiterung auf einen weiteren Rechtsgrund im Zuge des Prozesses, wenn der ursprüngliche Klagsgrund nicht fallen gelassen wurde. (T1)
4 Ob 86/55
Entscheidungstext OGH 06.09.1955 4 Ob 86/55
Veröff: SZ 28/193
2 Ob 499/56
Entscheidungstext OGH 12.12.1956 2 Ob 499/56
Beisatz: Kläger muss sich nicht auf einen bestimmten Rechtsgrund festlegen. (T2)
Veröff: Arb 6558
7 Ob 393/55
Entscheidungstext OGH 21.09.1955 7 Ob 393/55
7 Ob 39/56
Entscheidungstext OGH 14.03.1956 7 Ob 39/56
3 Ob 141/58
Entscheidungstext OGH 03.07.1958 3 Ob 141/58
Beisatz: Unlauterer Wettbewerb auf § 1330 ABGB gestützt. (T3)
4 Ob 170/60
Entscheidungstext OGH 17.01.1961 4 Ob 170/60
Veröff: JBl 1961,433
5 Ob 150/61
Entscheidungstext OGH 10.05.1961 5 Ob 150/61
5 Ob 212/61
Entscheidungstext OGH 05.07.1961 5 Ob 212/61
3 Ob 146/53
Entscheidungstext OGH 18.03.1953 3 Ob 146/53
Beisatz: Wahlrecht des Klägers auch dann, wenn es sich um eine nicht prorogierbare Zuständigkeit handelt. (T4)
Veröff: JBl 1953,488
1 Ob 235/53
Entscheidungstext OGH 18.03.1953 1 Ob 235/53
6 Ob 252/63
Entscheidungstext OGH 30.10.1963 6 Ob 252/63
2 Ob 56/64
Entscheidungstext OGH 27.02.1964 2 Ob 56/64
Beisatz: Nur zu § 1 ArbGerG und §§ 1, 41 JN. (T5)
4 Ob 339/65
Entscheidungstext OGH 28.07.1965 4 Ob 339/65
8 Ob 250/67
Entscheidungstext OGH 03.10.1967 8 Ob 250/67
1 Ob 92/68
Entscheidungstext OGH 18.04.1968 1 Ob 92/68
Beisatz: AHG und EKHG (T6)
Veröff: ZVR 1969/149 S 131 (dort falsch mit 1 OB 62/68, 1 Ob 63/68 zitiert)
8 Ob 182/69
Entscheidungstext OGH 07.10.1969 8 Ob 182/69
Veröff: LwBetr 1970,123
4 Ob 11/72
Entscheidungstext OGH 14.03.1972 4 Ob 11/72
Veröff: Arb 8982 = SozM IA/e,957
4 Ob 28/72
Entscheidungstext OGH 09.05.1972 4 Ob 28/72
Veröff: Arb 9009 = DRdA 1973,133
4 Ob 538/74
Entscheidungstext OGH 28.05.1974 4 Ob 538/74
Veröff: Arb 9235
4 Ob 59/74
Entscheidungstext OGH 26.11.1974 4 Ob 59/74
Beisatz: § 11 UWG (T7)
Veröff: SZ 47/136 = Arb 9309
2 Ob 141/75
Entscheidungstext OGH 26.06.1975 2 Ob 141/75
Beisatz: Konkurrenz zwischen Anspruch aus unerlaubter Handlung (Arbeitsgericht) und aus Halterhaftung nach EKHG (ordentliches Gericht). (T8)
6 Ob 501/79
Entscheidungstext OGH 14.02.1979 6 Ob 501/79
1 Ob 11/79
Entscheidungstext OGH 02.05.1979 1 Ob 11/79
2 Ob 604/79
Entscheidungstext OGH 12.02.1980 2 Ob 604/79
Beisatz: Es genügt, dass das angerufene Gericht auch nur auf Grund eines der sich aus dem vorgetragenen Sachverhalt ableitbaren Rechtsgrunde zuständig ist. (T9)
4 Ob 382/81
Entscheidungstext OGH 29.09.1981 4 Ob 382/81
7 Ob 754/81
Entscheidungstext OGH 05.11.1981 7 Ob 754/81
Auch; Beisatz: Wird ein und derselbe Anspruch aus mehreren Rechtsgründen abgeleitet, von denen wenigstens einer die Zuständigkeit des angerufenen Gerichtes begründet, dann ist dieses Gericht zur Beurteilung des Sachverhaltes unter allen rechtlichen Gesichtspunkten berufen. (T10)
5 Ob 10/82
Entscheidungstext OGH 02.03.1982 5 Ob 10/82
Auch; nur: Wenn ein und derselbe Tatbestand verschiedenen Gesetzesnormen unterstellt werden kann ist das angerufene Gericht zuständig, wenn es die Zuständigkeit auch nur hinsichtlich einer der anzuwendenden konkurrierenden Normen besitzt. (T11)
Veröff: NZ 1983,172
5 Ob 12/82
Entscheidungstext OGH 02.03.1982 5 Ob 12/82
7 Ob 743/82
Entscheidungstext OGH 21.10.1982 7 Ob 743/82
nur T11; Beis wie T9; Beis wie T10
4 Ob 1010/94
Entscheidungstext OGH 15.02.1994 4 Ob 1010/94
Beisatz: Auch dann, wenn es sich um eine nicht prorogable Zuständigkeit handelt und seine Zuständigkeit nicht nach allen in Frage kommenden Rechtsgründen gegeben wäre. (T12)
Vgl aber; Beisatz: Hier macht die Klägerin indes unterschiedliche Klagegründe - also unterschiedliche rechtserzeugende Tatsachen - geltend. Dabei soll jeder dieser Klagegründe für sich dem Urteilsbegehren insgesamt zum Erfolg verhelfen können. (T13)
Veröff: SZ 2008/112
4 Ob 154/12v
Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 154/12v
nur T11; Beisatz: Maßgebliche Voraussetzung ist, dass über einen einheitlichen Sachverhalt zu entscheiden ist, in Ansehung dessen verschiedene Rechtsgründe das nach dem Urteilsbegehren angestrebte Ergebnis tragen könnten. (T14)
Veröff: SZ 2012/106
7 Ob 132/16m
Entscheidungstext OGH 03.08.2016 7 Ob 132/16m
Vgl; Beis wie T13; Beis wie T14; Beisatz: Vgl zu einstweiligen Verfügungen RS0130925. (T15)
3 Ob 232/17i
Entscheidungstext OGH 24.01.2018 3 Ob 232/17i
ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0045485
JJR_19521210_OGH0002_0010OB00948_5200000_001
Rechtssatz für 3Ob155/57 6Ob113/62 3Ob...
RS0039844
3Ob155/57; 6Ob113/62; 3Ob142/63; 3Ob96/50; 6Ob255/74; 5Ob312/74; 7Ob255/75 (7Ob256/75); 1Ob711/89; 7Ob604/94; 1Ob641/95; 8Ob83/97g; 7Ob67/01f; 6Ob41/03b; 2Ob53/04i; 7Ob64/06x; 10Ob10/07d; 4Ob80/08f; 6Ob84/14t; 9ObA53/15g; 5Ob251/15w; 3Ob90/16f; 6Ob195/17w; 4Ob29/18w; 18ONc2/18s; 6Ob213/18v
Der Schiedsvertrag bewirkt zwar nicht Unzulässigkeit des Rechtsweges, sondern nur eine verzichtbare sachliche Unzuständigkeit des ordentlichen Gerichtes; dennoch können Forderungen, über die vereinbarungsgemäß ein Schiedsgericht zu erkennen hat, beim ordentlichen Gericht nicht zur Prozessaufrechnung gestellt werden, es sei denn, dass sie vom Schiedsgericht schon rechtskräftig festgestellt worden wären.
3 Ob 155/57
Entscheidungstext OGH 03.04.1957 3 Ob 155/57
Veröff: JBl 1957 H24,647 = RZ 1957,107
6 Ob 113/62
Entscheidungstext OGH 02.05.1962 6 Ob 113/62
3 Ob 142/63
Entscheidungstext OGH 19.12.1963 3 Ob 142/63
3 Ob 96/50
Entscheidungstext OGH 01.03.1950 3 Ob 96/50
Vgl; Veröff: SZ 22/50
6 Ob 255/74
Entscheidungstext OGH 30.01.1975 6 Ob 255/74
nur: Der Schiedsvertrag bewirkt zwar nicht Unzulässigkeit des Rechtsweges, sondern nur eine verzichtbare sachliche Unzuständigkeit des ordentlichen Gerichtes. (T1)
Beisatz: Hier: Vereinsschiedsgericht (T2)
nur T1; Veröff: SZ 49/40 = EvBl 1976/273 S 630 = JBl 1976,541
Teilweise abweichend; Beisatz: Die Vereinbarung eines Schiedsgerichtes steht der einredeweisen Geltendmachung einer Gegenforderung im ordentlichen Verfahren nicht entgegen. (T3)
7 Ob 604/94
Entscheidungstext OGH 14.12.1994 7 Ob 604/94
Auch; nur T1; Beisatz: Wird ein ordentliches Gericht angerufen, obwohl über die Streitsache ein Schiedsvertrag vorliegt, begründet dies dessen prorogable Unzuständigkeit, die nach Streitanhängigkeit nicht mehr von Amts wegen wahrgenommen werden kann. (T4) Veröff: SZ 67/228
1 Ob 641/95
Entscheidungstext OGH 26.03.1996 1 Ob 641/95
Auch; nur T1; Beis wie T4; Veröff: SZ 69/73
8 Ob 83/97g
Entscheidungstext OGH 28.08.1997 8 Ob 83/97g
Ähnlich; nur T1; Beis wie T4 nur: Wird ein ordentliches Gericht angerufen, obwohl über die Streitsache ein Schiedsvertrag vorliegt, begründet dies dessen prorogable Unzuständigkeit. (T5)
2 Ob 53/04i
Entscheidungstext OGH 18.03.2004 2 Ob 53/04i
Vgl auch; Beisatz: Die schiedsgerichtliche Streitanhängigkeit begründet auch die prozessuale Folge der gerichtlichen Streitanhängigkeit. Soweit allerdings nichts anderes vereinbart wurde, ist auch erforderlich, dass die Schiedsklage dem Beklagten zugestellt wird. (T6)
10 Ob 10/07d
Entscheidungstext OGH 20.03.2007 10 Ob 10/07d
Auch; nur T1; Veröff: SZ 2008/112
6 Ob 84/14t
Entscheidungstext OGH 26.06.2014 6 Ob 84/14t
Vgl auch; Beisatz: Eine Schiedsklage bewirkt nur dann Streitanhängigkeit, wenn diese vom Schiedsgericht, nicht jedoch vom Vertreter der Schiedsklägerin zugestellt wird. (T7)
5 Ob 251/15w
Entscheidungstext OGH 18.05.2016 5 Ob 251/15w
6 Ob 195/17w
Entscheidungstext OGH 17.01.2018 6 Ob 195/17w
18 ONc 2/18s
Entscheidungstext OGH 30.11.2018 18 ONc 2/18s
6 Ob 213/18v
Entscheidungstext OGH 20.12.2018 6 Ob 213/18v
ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0039844
JJR_19570403_OGH0002_0030OB00155_5700000_001
Rechtssatz für 1Ob319/97m 7Ob132/00p 7...
RS0109737
1Ob319/97m; 7Ob132/00p; 7Ob127/01d; 7Nc45/04h; 8ObA68/06t; 4Ob80/08f; 2Ob222/14g; 4Ob137/16z; 4Ob55/18v; 4Ob185/18m; 5Ob240/18g; 6Ob239/18t; 9Ob8/19w; 10Ob36/19w; 8Ob30/19y
EuGVÜ Art5 Z3
LGVÜ Art5 Z3
LGVÜ II 2007 Art5 Z3
Verordnung (EG) Nr 44/2001 des Rates 32001R0044 Brüssel I-Verordnung (EuGVVO) Art5 Nr3
Als Ort, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist, ist auch jener zu verstehen, an dem die Vermögensverminderung eintrat.
1 Ob 319/97m
Entscheidungstext OGH 24.02.1998 1 Ob 319/97m
Veröff: SZ 71/31
7 Ob 132/00p
Entscheidungstext OGH 28.06.2000 7 Ob 132/00p
Vgl; Beisatz: Als "Ort, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist" kann nur ein Ort bezeichnet werden, an dem das haftungsauslösende Ereignis den unmittelbar Betroffenen direkt geschädigt hat. (T1); Beisatz: Art 5 Z 3 LGVÜ kann daher nicht derart ausgelegt werden, dass sie einem Kläger, der einen Schaden geltend macht, der angeblich Folge des Schadens sei, den andere Personen unmittelbar auf Grund des schädigenden Ereignisses erlitten haben, erlaubt, den Urheber dieses Schadens vor den Gerichten des Ortes zu verklagen, an dem er selbst den Schaden an seinem Vermögen festgestellt habt. Da der Ort, an dem ein Vermögensschaden eingetreten ist (Folgeschaden), keinen Gerichtsstand begründet und Art 5 Z 3 LGVÜ nicht auf Kosten des Beklagtenwohnsitzes zu einem Klägergerichtsstand ausgedehnt werden darf, fehlt im vorliegenden Fall eine Zuständigkeit nach dem LGVÜ. (T2); Veröff: SZ 73/106
7 Ob 127/01d
Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 127/01d
Beis wie T2; Beisatz: Die „Vermögensschäden in der Folge eines in einem anderen Vertragsstaat entstandenen und dort vom Kläger erlittenen Erstschadens" sind nicht zuständigkeitsbegründend. (T3); Beisatz: Hier: Vermögensschaden entstand durch Kreditschädigung und durch unbezahlte (weitere) Lieferung an den Aussteller nicht einlösbarer Schecks, wobei die beklagte bezogene Bank diese protestieren oder die Berechtigung zur Scheckausstellung bereits früher entziehen hätte müssen. (T4)
7 Nc 45/04h
Entscheidungstext OGH 04.10.2004 7 Nc 45/04h
Beis wie T2; Beisatz: Hier: Art 5 Z 3 EuGVVO. (T5)
8 ObA 68/06t
Entscheidungstext OGH 21.05.2007 8 ObA 68/06t
Auch; Beisatz: Nur der Ort des Eintritts des Erstschadens, nicht dagegen der Ort des Eintritts allfälliger Folgeschäden ist zuständigkeitsbegründend. (T6); Veröff: SZ 2008/112
2 Ob 222/14g
Entscheidungstext OGH 22.01.2015 2 Ob 222/14g
4 Ob 55/18v
Entscheidungstext OGH 22.03.2018 4 Ob 55/18v
5 Ob 240/18g
Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 240/18g
6 Ob 239/18t
Entscheidungstext OGH 27.02.2019 6 Ob 239/18t
Vgl auch; Beisatz: Hier: Zur Geldanlage in einen Schiffsfonds. Die Notifizierung des Prospekts im Wohn­sitzland des Anlegers ist keine unabdingbare Voraussetzung für die internationale Zuständigkeit. (T7)
9 Ob 8/19w
Entscheidungstext OGH 28.03.2019 9 Ob 8/19w
10 Ob 36/19w
Entscheidungstext OGH 28.05.2019 10 Ob 36/19w
8 Ob 30/19y
Entscheidungstext OGH 29.04.2019 8 Ob 30/19y
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0109737
JJR_19980224_OGH0002_0010OB00319_97M0000_002
Rechtssatz für 4Ob110/01g 4Ob273/01b 7...
RS0115357
4Ob110/01g; 4Ob273/01b; 7Ob127/01d; 4Ob122/03z; 4Ob174/06a; 17Ob2/07d; 1Ob74/07z; 17Ob22/07w; 4Nc3/08s; 4Ob80/08f; 6Ob133/08i; 4Ob203/08v; 17Ob13/10a; 9Ob18/10b; 17Ob6/11y; 4Ob12/11k; 4Ob2/12s; 3Ob14/12y; 4Ob82/12f; 4Ob33/12z; 2Ob222/14g; 4Ob78/15x; 1Ob237/15g; 4Ob185/18m; 5Ob240/18g; 9Ob8/19w; 8Ob30/19y; 6Ob218/18d; 8Ob45/19d
EUGVVO 2012 Art7 Nr2
Der EuGH definiert Klagen aus "unerlaubten Handlungen" als Klagen, "mit denen eine Schadenshaftung des Beklagten geltend gemacht wird und die nicht an einen 'Vertrag' im Sinne des Art 5 Z 1 anknüpfen". Darunter fallen insbesondere auch Ansprüche aus unlauterem Wettbewerb und aus der Verletzung von Immaterialgüterrechten. Örtlich zuständig für derartige Klagen ist das "Gericht des Orts, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist". Diese Bestimmung ist nach der Rechtsprechung des EuGH vertragsautonom dahin auszulegen, dass sie sowohl den Ort, an dem der Schaden eingetreten ist, als auch den Ort des ursächlichen Geschehens meint.
4 Ob 110/01g
Entscheidungstext OGH 29.05.2001 4 Ob 110/01g
4 Ob 122/03z
Entscheidungstext OGH 08.07.2003 4 Ob 122/03z
nur: Der EuGH definiert Klagen aus "unerlaubten Handlungen" als Klagen, "mit denen eine Schadenshaftung des Beklagten geltend gemacht wird und die nicht an einen 'Vertrag' im Sinne des Art 5 Z 1 anknüpfen". (T1)
Beisatz: Ansprüche auf eine angemessene Vergütung nach § 42b Abs 1 UrhG (Leerkassettenvergütung) sind nicht Ansprüche aus einer unerlaubten Handlung oder einer Handlung, die einer unerlaubten Handlung gleichgestellt ist; sie fallen daher nicht unter Art 5 Nr 3 EuGVVO. (T2)
17 Ob 2/07d
Entscheidungstext OGH 20.03.2007 17 Ob 2/07d
Veröff: SZ 2007/44
1 Ob 74/07z
Entscheidungstext OGH 03.05.2007 1 Ob 74/07z
nur: Örtlich zuständig für derartige Klagen ist das "Gericht des Orts, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist". Diese Bestimmung ist nach der Rechtsprechung des EuGH vertragsautonom dahin auszulegen, dass sie sowohl den Ort, an dem der Schaden eingetreten ist, als auch den Ort des ursächlichen Geschehens meint. (T3)
Beisatz: Hier: Geltendmachung einer Haftung als falsus procurator - Anwendbarkeit des Art 5 Nr 3 EuGVVO bejaht. (T4)
4 Nc 3/08s
Entscheidungstext OGH 20.02.2008 4 Nc 3/08s
Beisatz: Art 5 Z 3 LGVÜ entspricht in Aufbau und Inhalt weitgehend Art 5 Z 3 EuGVVO, weshalb die Literatur und Rechtsprechung zu letzterer Bestimmung auch für die Auslegung des Art 5 Z 3 LGVÜ übernommen werden kann. (T5)
Beisatz: Hier: Behaupteter Verstoß gegen UWG durch Schweizer Website. (T6)
6 Ob 133/08i
Entscheidungstext OGH 07.08.2008 6 Ob 133/08i
Vgl; Beisatz: Der zwischen der beklagten Partei und der Leasingnehmerin der Klägerin abgeschlossene Wartungsvertrag vermag einen vertraglichen Anspruch der klagenden Partei gegen die beklagte Partei im Sinne des Art 5 EuGVVO nicht zu begründen. (T7) Beisatz: Durch den nach den Klagsbehauptungen von der beklagten Partei verschuldeten Flugzeugabsturz wurde in das Eigentumsrecht der klagenden Partei, mithin ein absolut geschütztes Rechtsgut, eingegriffen. (T8)
Beisatz: Es handelt sich nicht um einen bloßen Folgeschaden, der zur Begründung des Gerichtsstands des Schadensorts nach Art 5 Nr 3 EuGVVO nicht ausreicht, sondern um einen unmittelbaren Schaden. (T9)
4 Ob 203/08v
Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 203/08v
Vgl auch; Beisatz: Der Begriff des schädigenden Ereignisses in Art 5 Nr 3 EuGVVO ist weit zu verstehen. Er erfasst im Bereich des Verbraucherschutzes unter anderem Angriffe auf die Rechtsordnung eines Mitgliedstaats durch die Verwendung missbräuchlicher Klauseln, deren Verhinderung die Aufgabe von klagebefugten Verbänden ist. (T10)
Beisatz: Hier: Klage der Bundesarbeitskammer gegen das Erwecken eines unrichtigen Eindrucks über die Unentgeltlichkeit der im Internetauftritt der Beklagten angebotenen Dienste und gegen das dortige Fehlen gesetzlich vorgesehener Informationen jeweils im Geschäftsverkehr mit in Österreich ansässigen Kunden: Damit liegt ein „Angriff" auf die österreichische Rechtsordnung vor. Auf welchem technischen Weg dieser „Angriff" erfolgt, ist unerheblich. (T11)
Entscheidungstext OGH 16.12.2010 17 Ob 13/10a
Vgl; Beisatz: Hier: Zum Erfolgsort nach Art 6 Abs 2 iVm Art 4 Abs 1 Rom II-VO bzw dem Marktortprinzip nach Art 6 Abs 1 Rom II-VO. (T12)
Vgl; Beis wie T12; Beisatz: Hier: Betriebsbezogene Lauterkeitsverstöße. (T13)
4 Ob 2/12s
Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 2/12s
Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 14/12y
4 Ob 82/12f
Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 82/12f
Vgl; Bem: Zur Zuständigkeit bei Markenrechtseingriffen bzw Wettbewerbsverstößen im Internet nach Art 5 Nr 3 EuGVVO siehe RS0127998. (T14)
Veröff: SZ 2012/69
4 Ob 33/12z
Entscheidungstext OGH 10.07.2012 4 Ob 33/12z
Auch; Beisatz: Für die Zuständigkeit nach Art 5 Nr 3 EuGVVO ist es grundsätzlich bedeutungslos, wo der Kläger seinen (Wohn‑)Sitz hat. (T15)
4 Ob 78/15x
Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 78/15x
1 Ob 237/15g
Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 237/15g
Beisatz: Die Zuhilfenahme gerichtlich vorgesehener Instrumente zur Durchsetzung einer vermeintlich zustehenden Forderung ist zulässig ‑ keine unerlaubte Handlung iSd § 5 Nr 3 LGVÜ 2007. (T16)
Beisatz: Die bloße Aufforderung einer Partei eine Forderung zu begleichen, ist ohne Hinzutreten weiterer Umstände, die eine unerlaubte Handlung bzw einen Eingriff in eine rechtlich geschützte Position nahelegen, keine unerlaubte Handlung iSd Art 5 Nr 3 LGVÜ II 2007. (T17)
Auch; Beisatz: Der Gerichtsstand differenziert grundsätzlich nicht danach, in welcher Rechtsschutzform Klage erhoben wird; er steht schon seinem klaren Wortlaut nach für (sämtliche) Ansprüche aus unerlaubten Handlungen zur Verfügung und unterscheidet insbesondere nicht danach, worauf die Ansprüche im Einzelnen gerichtet sind und welches Rechtsschutzziel sie verfolgen. (T18)
Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Grundsätzlich kann der Geschädigte seine Ansprüche alternativ am Handlungs- oder am Erfolgsort geltend machen. (T19)
6 Ob 218/18d
Entscheidungstext OGH 07.05.2019 6 Ob 218/18d
Vgl auch; Beis wie T18; Beisatz: Hier: Unterlassungsbegehren aus Eingriffen in Persönlichkeitsberchte. (T20)
8 Ob 45/19d
Entscheidungstext OGH 27.06.2019 8 Ob 45/19d
ECLI:AT:OGH0002:2001:RS0115357
JJR_20010529_OGH0002_0040OB00110_01G0000_002
Rechtssatz für 4Ob80/08f 6Ob178/17w
RS0123995
4Ob80/08f; 6Ob178/17w
UWG allg
Ist eine Schiedsvereinbarung in einem Vertrag auf „alle Streitigkeiten aus dieser Vereinbarung" beschränkt, so erfasst sie nicht außervertragliche Ansprüche auf rein wettbewerbs- und lauterkeitsrechtlicher Ebene, die mit Ansprüchen aus dem Vertrag zwar noch in einem weiten, funktionell indes nur noch illustrativen Sinnzusammenhang stehen. Ein bloß illustrativer Sinnzusammenhang von Ansprüchen aus dem Vertrag mit außervertraglichen Ansprüchen ist somit nicht mehr als einheitlicher Lebensvorgang zu beurteilen, innerhalb dessen eine auf Ansprüche aus dem Vertrag beschränkte Schiedsvereinbarung auch rein außervertragliche Ansprüche erfassen könnte.
ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123995
JJR_20080826_OGH0002_0040OB00080_08F0000_001
RS0123996
Schiedsvereinbarungen, die für „alle aus einem Vertrag entstehenden Streitigkeiten" geschlossen wurden, gelten auch für Schadenersatzansprüche wegen einer behaupteten Vertragsverletzung, für Ansprüche aus ungerechtfertigter Bereicherung oder für deliktische Ansprüche, insoweit das (konkret) schädigende Verhalten und eine bestimmte Vertragsverletzung einen einheitlichen Lebensvorgang bilden.
ECLI:AT:OGH0002:2008:RS0123996
JJR_20080826_OGH0002_0040OB00080_08F0000_002