Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2053,%20332
Timestamp: 2019-06-18 14:18:06
Document Index: 5263528

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 89', 'BGH', '§ 16', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 559', 'BGH', 'BGH', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 16.03.1970 - VII ZR 125/68 - dejure.org
https://dejure.org/1970,185
BGH, 16.03.1970 - VII ZR 125/68 (https://dejure.org/1970,185)
BGH, Entscheidung vom 16.03.1970 - VII ZR 125/68 (https://dejure.org/1970,185)
BGH, Entscheidung vom 16. März 1970 - VII ZR 125/68 (https://dejure.org/1970,185)
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Verbürgung für die Gegenseitigkeit als Voraussetzung für die Anerkennung eines ausländischen Gerichtsurteils - Schwerpunkt des Vertragsverhältnisses bei Handelsvertreterverträgen - Fristwahrung bei klageweiser Geltendmachung eines Ausgleichsanspruchs
BGHZ 53, 332
NJW 1970, 1002
NJW 1970, 2163 (Ls.)
MDR 1970, 500
DB 1970, 776
So hat der Bundesgerichtshof in seiner Rechtsprechung zu Handelsvertreterverhältnissen zwar bei der Frage, welches materielle Recht nach dem hypothetischen Parteiwillen anzuwenden ist, auf den Schwerpunkt des Schuldverhältnisses abgestellt (vgl. BGHZ 53, 332, 337).
So verhält es sich bei der Frist für die Geltendmachung des Ausgleichsanspruchs des Handelsvertreters nach § 89b Abs. 4 Satz 2 HGB, weil dem Gläubiger hier ausdrücklich die Möglichkeit gegeben sei, seinen Anspruch wahlweise gerichtlich oder außergerichtlich geltend zu machen (BGHZ 53, 332, 338), und bei der Frist zur Erklärung des Forderungsvorbehalts des Bauunternehmers gegenüber der Schlusszahlung des Bauherrn gemäß § 16 Nr. 3 Abs. 2 VOB/B (1973), weil der Sinn und Zweck der Fristbestimmung dies erfordere (BGHZ 75, 307, 313 ff.).
Eine anderweitig ergangene rechtskräftige Entscheidung über denselben Streitgegenstand ist aber auch in der Revisionsinstanz von Amts wegen zu beachten (BGH, Urteil vom 16. März 1970 - VII ZR 125/68 = BGHZ 53, 332, 334;… Stein/Jonas/Grunsky, ZPO, 20. Aufl., § 559 Rdn. 10).
Zum anderen wies der Vertrag, da der Geschäftsführer der Beklagten zu 2 danach in erster Hinsicht für die Klägerin Frachten gegen Zahlung einer Provision akquirieren sollte, die typischen Merkmale eines Handelsvertretervertrags auf und wurde als solcher durch die Leistung des Handelsvertreters geprägt (vgl. BGHZ 53, 332, 337;… BGH, Urt. v. 12.5.1993 - VIII ZR 110/92, NJW 1993, 2753, 2754;… Urt. v. 9.11.1994 - VIII ZR 41/94, NJW 1995, 318, 319;… Erman/Hohloch, BGB, 10. Aufl., Art. 28 EGBGB Rdn. 53;… Palandt/Heldrich aaO Art. 28 EGBGB Rdn. 15, jeweils m.w.N.).
Wäre das zu verneinen, so wäre für die hier zu beurteilende Fallgestaltung - ungeachtet allgemein anzuerkennender Gegenseitigkeit - diese nicht verbürgt (vgl. BGHZ 52, 251, 255 f; 53, 332, 335): Trotz der auch aus deutscher Sicht an sich vorliegenden internationalen Zuständigkeit des ausländischen Gerichts (s.o. III 2) wird diese aus Gründen der Gegenseitigkeit ausnahmsweise nicht anerkannt, wenn der Urteilsstaat exorbitante Zuständigkeiten nur für sich selbst beansprucht, sie aber anderen Staaten nicht in vergleichbarem Umfange zugesteht.
Bereits zur Zeit des früheren Rechts hat die Rechtsprechung stets auf das am Sitz des Handelsvertreters als dem Schwerpunkt des Vertragsverhältnisses geltende Recht abgestellt (BGHZ 53, 332, 337; BGH, Urteil vom 28. Oktober 1980 - I ZR 122/78 = NJW 1981, 1899, 1900 …und vom 11. Februar 1988 aaO).
Zwar ist es entgegen der Ansicht der Revision nicht schon im Hinblick auf BGHZ 53, 332, 336 allgemein ausgeschlossen, eine Widerklage vor dem ausländischen Gericht als Verzicht des Beklagten auf die Wahrnehmung seiner Rechte vor dem deutschen Gericht auszulegen.
Der VII. Zivilsenat (BGHZ 53, 332, 336) hat zwar einem im Ausland eröffneten Vergleichsverfahren mit allgemeinen Worten "eine Wirkung im Inland versagt".
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