Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%201956,%20666
Timestamp: 2019-09-22 23:51:39
Document Index: 258041465

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 38', 'Art. 12', '§ 616', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 843', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: MDR 1956, 666 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BAG, 24.02.1955
https://dejure.org/1956,74
BGH, 22.06.1956 - VI ZR 140/55 (https://dejure.org/1956,74)
BGH, Entscheidung vom 22.06.1956 - VI ZR 140/55 (https://dejure.org/1956,74)
BGH, Entscheidung vom 22. Juni 1956 - VI ZR 140/55 (https://dejure.org/1956,74)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1956,74) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BGHZ 21, 112
MDR 1956, 666
DB 1956, 712
Das Arbeitsverhältnis ist auf dem wirtschaftlichen Austausch der Arbeitsleistung des Arbeitnehmers gegen die Vergütung des Arbeitgebers aufgebaut (vgl. die zur Veröffentlichung in der Amtlichen Sammlung des Gerichts vorgesehene Entscheidung in Sachen 2 AZR 503/56 vom 8. Oktober 1959;… WestdtArbRechtspr. 1959, S. 181; BGHZ 21, 112 [114]; wohl auch BAG 4, 326 [330]; siehe ferner BAG 6, 170 [172]).
Der Gedanke des "normativen Schadens" (vgl. auch BGHZ 51, 109, 111) [BGH 26.11.1968 - VI ZR 189/67] hat, wie der Revision zuzugeben ist, auch bei der Rechtsprechung, daß ein Arbeitnehmer (oder Gesellschafter-Geschäftsführer) bei Verletzung seiner Arbeitsfähigkeit auch dann einen Schaden hat, wenn ihm sein Arbeitgeber (oder seine Gesellschaft) Lohn und Gehalt weiterzahlt (BGHZ 7, 30; 21, 112 [BGH 22.06.1956 - I ZR 198/54] ; BGH Urteil vom 5. Februar 1963 - VI ZR 33/62 - VersR 1963, 369), eine Rolle gespielt (vgl. BGHZ 43, 378, 381, 383) [BGH 27.04.1965 - VI ZR 124/64] .
Im vorliegenden Fall geht es aber nicht um die Frage, ob Leistungen eines Dritten (des Arbeitgebers: BGHZ 7, 30; 21, 112 [BGH 22.06.1956 - I ZR 198/54] - des Ehemannes: BGHZ 38, 55; 50, 306) [BGH 09.07.1968 - GSZ - 2/67] einem Schädiger zugute kommen können, weil sie dem Geschädigten als Vorteil anzurechnen seien, so daß sein Schaden im Sinne der Differenztheorie gleich Null sein könnte.
Dabei können ihm als dem Schädiger nach den hier über Art. 38 EGBGB (Art. 12 EGBGB a.F.) entsprechend dem Tatortprinzip anwendbaren Grundsätzen des deutschen Schadensersatzrechts die Leistungen des Dienstherrn (Krankenbehandlung und Soldfortzahlung) nicht zugute kommen (s. - für die Lohnfortzahlung nach § 616 BGB - BGHZ 7, 30, 47 ff. und 21, 112, 116 ff.; vgl. auch BGHZ 90, 334, 338 ff.).
Das gilt auch für den Fall, daß das britische Recht - was mithin offenbleiben kann - keinen gesetzlichen Forderungsübergang auf den Dienstherrn, sondern nur - wie der Kläger mit seiner Anschlußrevision geltend macht - einen der Höhe nach begrenzten (originären) Regreßanspruch des Staates vorsehen sollte und auch keine anderen Ausgleichsmechanismen eingreifen, etwa derart, daß der Geschädigte verpflichtet ist, das aufgrund seines Schadensersatzanspruches Erlangte in Höhe der von seinem Dienstherrn bezogenen Leistungen an diesen abzuführen oder ihm den Schadensersatzanspruch abzutreten (vgl. - für das deutsche Recht - etwa BGHZ 21, 119 f. [BGH 22.06.1956 - VI ZR 140/55]).
So entspricht es ständiger Rechtsprechung des erkennenden Senats, dass aufgrund gesetzlicher Anordnung erbrachte Leistungen Dritter, die den Geschädigten im Ergebnis schadensfrei stellen, seinen Ersatzanspruch nicht entfallen lassen, wenn es als ungerechtfertigt erscheint, die Drittleistungen dem Schädiger zugute kommen zu lassen (vgl. schon Senatsurteil BGHZ 21, 112, 116 f. unter Bezugnahme auf BGHZ 7, 30, insb. S. 47 ff., beide zur Lohnfortzahlung).
Maßgebend ist vielmehr der Grundsatz, daß Opfer anderer im allgemeinen den Schädiger nicht entlasten sollen (BGHZ 21, 112, 117) [BGH 22.06.1956 - VI ZR 140/55] .
Bei der Prüfung der Frage, ob sich Leistungen Dritter schadensmindernd bzw. schadensausschließend auswirken, ist auf den Zweck der Drittleistung abzustellen und der aus § 843 Abs. 4 BGB abgeleitete allgemeine Rechtsgedanke zu beachten, wonach Maßnahmen, die der sozialen Sicherung und Fürsorge gegenüber dem Geschädigten entspringen, dem Schädiger nicht zugute kommen dürfen (Senatsurteile BGHZ 10, 107, 108; 21, 112, 114 ff.; vom 29. November 1977 - VI ZR 177/76 - VersR 1978, 249, 250 …und vom 7. November 2000 - VI ZR 400/99 - aaO, jeweils m.w.N.).
BGH, 27.04.1965 - VI ZR 124/64
Umfang des Anspruchs auf Ersatz des Erwerbsschadens eines vorübergehend …
BGH, 18.05.1965 - VI ZR 262/63
Erwerbsschaden bei Fortzahlung des Arbeitseinkommens; Berechnung des "normativen …
BGH, 30.06.1964 - VI ZR 81/63
BGH, 05.07.1977 - VI ZR 44/75
BGH, 16.11.1965 - VI ZR 197/64
Schadensermittlung im Falle von Lohnfortzahlung - Ausgleichspflicht des …
BGH, 23.06.1965 - III ZR 185/62
Bemessung des einem verletzten Arbeitnehmer zu ersetzenden Erwerbsschadens
BGH, 12.07.1957 - VI ZR 190/56
Berechnung des Verdienstausfalls von Lohn- und Gehaltsempfängern
BAG, 23.06.1994 - 8 AZR 292/93
Wirksame Aufrechnung eines Lohnanspruchs gegen einen Schadensersatzanspruch - …
LG Frankfurt/Main, 03.11.1999 - 1 S 163/99
Forderung auf Ersatz von Lohnausfall aus abgetretenen Recht; Umfang der …
BGH, 30.06.1965 - III ZR 185/62
Ermittlung zu ersetzenden Arbeitseinkommens - Bruttoeinkommen eines Geschädigten …
BGH, 07.12.1965 - VI ZR 118/64
Anspruch der Witwe eines bei einem Jagdunfall tödlich verletzten Ehemannes auf …
OLG Düsseldorf, 03.04.1974 - 15 U 133/73
BGH, 22.06.1956 - VI ZR 262/55
BGH, 22.06.1956 - VI ZR 9/55
BGH, 22.06.1956 - VI ZR 187/55
BGH, 22.06.1956 - VI ZR 229/55