Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20ZR%20509/07
Timestamp: 2020-08-05 16:05:20
Document Index: 169538798

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 355', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.01.2009 - XI ZR 509/07 - dejure.org
https://dejure.org/2009,3418
BGH, 13.01.2009 - XI ZR 509/07 (https://dejure.org/2009,3418)
BGH, Entscheidung vom 13.01.2009 - XI ZR 509/07 (https://dejure.org/2009,3418)
BGH, Entscheidung vom 13. Januar 2009 - XI ZR 509/07 (https://dejure.org/2009,3418)
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Rückzahlung eines zur Finanzierung der Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds gewährten Darlehens; Umfassende, unmissverständliche und für den Verbraucher eindeutige Belehrung als Erfordernis für das den Verbraucher schützende Widerrufsrecht; ...
LG Waldshut-Tiengen, 06.04.2006 - 2 O 195/05
OLG Karlsruhe, 28.09.2007 - 4 U 71/06
Um die vom Gesetz bezweckte Verdeutlichung des Rechts zum Widerruf nicht zu beeinträchtigen, darf die Widerrufsbelehrung grundsätzlich keine anderen Erklärungen enthalten (BGH, Urteil vom 13.01.2009, XI ZR 509/07 - juris Tz. 12).
Dass es für die Wirksamkeit einer Widerrufsbelehrung unschädlich ist, wenn nach dem Inhalt der Belehrung - wie im vorliegenden Fall - eine Frist zugunsten des Verbrauchers verlängert oder der Fristlauf von zusätzlichen Voraussetzungen abhängig gemacht wird, hat der Bundesgerichtshof bereits durch Urteil vom 13.01.2009 (Az. XI ZR 509/07) klargestellt.
Die Verwendung des Wortes "Willenserklärung" in einer Belehrung nach § 355 BGB a. F. hat auch der Bundesgerichtshof daher unbeanstandet gelassen (BGH XI ZR 509/07, Urteil vom 13. Januar 2009, juris).
Denn es ist den Parteien unbenommen, die Voraussetzungen des Fristlaufs zugunsten des Verbrauchers strenger zu fassen und den Fristbeginn damit im Ergebnis hinauszuschieben (BGH MDR 2009, 1232 [BGH 13.01.2009 - XI ZR 118/08] ; BGH, Urteil vom 13. Januar 2009, XI ZR 509/07, Rn. 15; BGH…, Urteil vom 26. Mai 2009, XI ZR 242/08, Rn. 16; jeweils zitiert nach juris ).
Maßstab ist dabei, dass der mit dem Widerrufszweck bezweckte Schutz des Verbrauchers eine umfassende, unmissverständliche und eindeutige Belehrung erfordert (BGH Urteil vom 13.01.2009, Az. XI ZR 509/07, zit. nach juris Rz. 12: Urteil vom 10.03.2009, Az. XI ZR 33/08, zit. nach juris Rz. 14).
Ein Widerrufserklärung darf zwar grundsätzlich keine Zusätze enthalten, die den Verbraucher ablenken, verwirren und Missverständnisse führen können (vgl. BGH, Urteil vom 13. Januar 2009 - XI ZR 509/07 -, juris).
Denn durch die Veränderung werden die Voraussetzungen für den Fristlauf zulässig zugunsten des Verbrauchers verändert (vgl. BGH, Urteil vom 13.01.2009 zu Az. XI ZR 509/07, Rn. 15; BGH…, Urteil vom 26.05.2009, zu Az. XI ZR 242/08, Rn. 16; jeweils zitiert nach juris).
Dass eine Widerrufsbelehrung dann, wenn sie im Interesse des Kunden von den gesetzlichen Vorgaben abweicht, nicht als fehlerhaft einzustufen ist, hat der BGH - worauf bereits Bezug genommen wurde - bereits mehrfach entschieden (vgl. BGH, Urteil vom 13.01.2009 zu Az. XI ZR 509/07, Rn. 15; BGH…, Urteil vom 26.05.2009, zu Az. XI ZR 242/08, Rn. 16; jeweils zitiert nach juris).