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Timestamp: 2020-06-01 09:40:33
Document Index: 153222252

Matched Legal Cases: ['§ 311', '§ 311', '§ 311', '§ 311', '§ 311', '§ 311', '§ 311', '§ 311', '§ 311', '§ 311', '§ 311']

Verschmelzungen und Spaltungen als nachteilige Rechtsgeschäfte im Sinne von § 311 Abs. 1 AktG?<br/> | Duncker & Humblot
Verschmelzungen und Spaltungen als nachteilige Rechtsgeschäfte im Sinne von § 311 Abs. 1 AktG?
Pfeuffer, Frank
Konzern, Konzernrecht und Konzernfinanzierung, Teil XV. Hrsg. von Mathias Habersack / Peter O. Mülbert / Uwe H. Schneider
Untersuchungen über das Spar-, Giro- und Kreditwesen. Abteilung B: Rechtswissenschaft (SGK B), Band 171
2006. 299 S.
ISBN 978-3-428-12331-5
ISBN 978-3-428-52331-3
ISBN 978-3-428-82331-4
Die Beziehung zwischen abhängigen und herrschenden Unternehmen ist in §§ 311 - 318 AktG unvollkommen geregelt. Trotz zahlreicher Abhandlungen ist unklar, welche Risiken ein Einfluss auf eine abhängige Gesellschaft birgt. Vom herrschenden Unternehmen initiierte Umwandlungen sind bisher nur am Rande auf ihre Vereinbarkeit mit §§ 311 ff. AktG untersucht worden. Da derlei Vorgänge häufig sind, widmet sich Frank Pfeuffer in der vorliegenden Arbeit diesem Spannungsfeld zwischen den Schutzvorschriften des AktG und den Regelungen des UmwG.
Nach Darstellung der Grundlagen von Umwandlungen und der Anwendbarkeit der §§ 311 ff. AktG untersucht er Verschmelzungen und Spaltungen auf ihre Nachteiligkeit. Zunächst wird davon ausgegangen, dass neben dem herrschenden Unternehmen Minderheitsaktionäre vorhanden sind, ehe die Situation der 100-prozentigen Abhängigkeit betrachtet wird. Abschließend werden Schlussfolgerungen für die Praxis gezogen.
Kernthese der Arbeit ist, dass die Verschmelzung oder Spaltung als solche schon aufgrund der grundsätzlichen Kompetenz der Hauptversammlung und des Erfordernisses eines veranlassten Handelns des Vorstands der abhängigen Gesellschaft keine nachteilige Maßnahme i. S. d. § 311 AktG darstellen kann. Ein Nachteil ist aber denkbar, wenn und soweit der Vorstand der abhängigen Gesellschaft zur Ausarbeitung und zum Abschluss eines Umwandlungsvertrags mit unangemessenem Umtauschverhältnis veranlasst wird. Nachteilsausgleich und Anspruch auf Verbesserung des Umtauschverhältnisses stehen dann nebeneinander.
Inhaltsübersicht: Einleitung: Problemaufriss - Gegenstand und Gang der Untersuchung - 1. Teil: Umwandlungen und §§ 311 ff, AktG als mögliches Hindernis: Umstrukturierungen nach dem UmwG - Motivation für Umstrukturierungen im Konzern - §§ 311 ff. AktG als mögliches Hindernis im faktischen Konzern - 2. Teil: Voraussetzungen der §§ 311 ff. AktG im Allgemeinen: Tatbestandliche Voraussetzungen der §§ 311 ff. AktG - 3. Teil: Verschmelzung und Spaltung als Nachteil i. S. v. § 311 Abs. 1 AktG: Nachteiligkeit bei Verschmelzung und Spaltung - Konkrete Nachteilsermittlung bei Verschmelzung und Spaltung nach dem UmwG - 4. Teil: Umwandlungen im 100%-Konzernverhältnis: Verschmelzung und Spaltung auf Ebene einer 100%-Tochter AG - Verschmelzung und Spaltung auf Ebene einer 100%-Enkelgesellschaft - 5. Teil: Schlussfolgerungen und Empfehlungen für die Praxis: Durchführung einer Umwandlung auf 100%-Tochterebene oder im Vertragskonzern - Durchführung einer Umwandlung in sonstigen Fällen - Rechtsfolgen bei Nichtbeachtung - Mittel zur "Verpflichtung" zu Umwandlungsmaßnahmen - Ergebnisse und Thesen - Literatur- und Sachwortverzeichnis
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