Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202003,%20515
Timestamp: 2020-04-04 19:18:43
Document Index: 310201382

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 850', 'BGH', 'BGH', '§ 256', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 850', 'BGH', 'BGH', '§ 253', '§ 256', '§ 850', '§ 302', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 302', '§ 184', '§ 302', '§ 184', '§ 302', '§ 302', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 322', '§ 850', '§ 850', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 256', '§ 850', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 26.09.2002 - IX ZB 180/02 - dejure.org
https://dejure.org/2002,208
BGH, 26.09.2002 - IX ZB 180/02 (https://dejure.org/2002,208)
BGH, Entscheidung vom 26.09.2002 - IX ZB 180/02 (https://dejure.org/2002,208)
BGH, Entscheidung vom 26. September 2002 - IX ZB 180/02 (https://dejure.org/2002,208)
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Erforderlichkeit der Zustimmung des Schuldners für einen vom Gläubiger geführten Nachweis des Beruhens eines titulierten Anspruchs auf einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung bei Fehlen einer Anspruchsgrundlage in dem zu vollstreckenden Titel - Fehlen einer ...
Änderung des unpfändbaren Betrages wegen Forderung aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung im Vollstreckungsverfahren nur bei entsprechender Auslegungsfähigkeit des Titels
Keine Anwendung des § 850f Abs. 2 ZPO, wenn der Vollstreckungstitel keinen auf vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung beruhenden Schuldgrund nennt
Beweiskraft des zu vollstreckenden Titels
Gläubigertaktik: Ansprüche aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung
Zusätzliche deliktische Begründung des titulierten Anspruchs im Vollstreckungsverfahren ohne Zustimmung des Schuldners nicht mehr nachweisbar
Zusammenfassung von "Priviligierte Pfändung aus Vollstreckungsbescheiden und Verwaltungsakten" von Dr. Martin Ahrens, original erschienen in: JurBüro 2003, 401 - 407.
Zusammenfassung von "Durchsetzung von Deliktsforderungen bei der Forderungspfändung und im Insolvenzverfahren" von Prof. Johannes Behr, original erschienen in: Rpfleger 2003, 389 - 391.
Zusammenfassung von "Vollstreckungsbescheid ohne Vollstreckungsprivileg" von Prof. Dr. Martin Ahrens, original erschienen in: NJW Spezial 2008, 501 - 502.
BGH, 21.11.2002 - IX ZB 180/02
BGHZ 152, 166
NJW 2003, 515
MDR 2003, 290
MDR 2006, 964
VersR 2003, 620
WM 2002, 2385
BB 2002, 2468
Rpfleger 2003, 91
Denn die Klage auf Feststellung, dass eine Forderung aus einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung vorliegt, ist eine Feststellungsklage gemäß § 256 ZPO (vgl. BGH, Beschluss vom 26. September 2002 - IX ZB 180/02, BGHZ 152, 166, 171 f).
Allein das wird der Aufgabenverteilung zwischen Erkenntnis- und Vollstreckungsverfahren gerecht (BGH, Beschluß vom 26. September 2002 - IX ZB 180/02, BGHZ 152, 166, 170), nach der die materiell-rechtliche Beurteilung des geltend gemachten Anspruchs dem Prozeßgericht obliegt, während die Vollstreckungsorgane die formellen Voraussetzungen prüfen, von denen die Durchsetzung des vollstreckbaren Anspruchs abhängt.
Damit würden die Grenzen zwischen den beiden Verfahrensarten und zugleich die Aufgabenverteilung zwischen Richter und Rechtspfleger unzulässig verschoben (vgl. BGH, Beschluß vom 26. September 2002 - IX ZB 180/02, aaO).
Schon um dem Schuldner eine sachgerechte Verteidigung im Erkenntnisverfahren zu ermöglichen, muß ein Gläubiger, der nicht bereits neben dem Leistungsantrag die Feststellung des deliktischen Anspruchsgrundes begehrt hat, daher nachträglich Feststellungsklage erheben (BGH, Beschlüsse vom 26. September 2002 - IX ZB 180/02, aaO, 171 f.; vom 14. März 2003 - IXa ZB 52/03 - ZVI 2003, 301; vom 26. September 2002 - IX ZB 208/02 - ZVI 2002, 422).
c) Der Bundesgerichtshof hat bislang offengelassen (BGH, Beschluß vom 26. September 2002 - IX ZB 180/02, aaO, 168), ob der Gläubiger den für § 850f Abs. 2 ZPO erforderlichen Nachweis durch Vorlage eines Vollstreckungsbescheides erbringen kann, der als Anspruchsgrund eine Forderung aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung ausweist.
Ihnen bleibt vielmehr die Erhebung einer entsprechenden Feststellungsklage überlassen, welche nach einer Titulierung im Mahnverfahren als titelergänzende Feststellungsklage, im Übrigen durch Verbindung des auf Zahlung gerichteten Klagantrags mit einem Feststellungsantrag im Wege objektiver Klagehäufung anhängig gemacht werden kann (vgl. BGHZ 109, 275, 276 f; 152, 166, 169;… BGH, Urt. v. 18. Mai 2006 aaO S. 1348 Rn. 10; Gaul NJW 2005, 2894, 2896 f;… ders., Festschrift Gerhardt 2004 S. 259, 294 ff;… MünchKomm-ZPO/Becker-Eberhard, 3. Aufl. § 253 Rn. 74, § 256 Rn. 18;… Stein/Jonas/Brehm, aaO § 850f Rn. 13;… Braun/Lang, InsO 3. Aufl. § 302 Rn. 6).
Der Fall liegt nicht anders als bei einer selbständigen Feststellungsklage, die jedenfalls bei entsprechendem Interesse auch dann noch erhoben werden kann, wenn bereits eine Verurteilung des Beklagten zur Zahlung erfolgt ist oder aufgrund eines Vollstreckungsbescheides ihm gegenüber der Zahlungsanspruch rechtskräftig feststeht (BGHZ 152, 166, 171 f).
b) Diese Rechtsprechung (vgl. ferner BGHZ 152, 166, 171;… BGH, Urt. v. 18. Mai 2006 - IX ZR 187/04, ZVI 2006, 311) hat ganz überwiegend Zustimmung erfahren (…vgl. HK-InsO/Landfermann, 4. Aufl. § 302 Rn. 7;… HmbKomm-InsO/Herchen, § 184 Rn. 13;… HmbKomm-InsO/Streck, § 302 Rn. 11;… Braun/Kießner, InsO 2. Aufl. § 184 Rn. 6;… Braun/Buck, aaO § 302 Rn. 8;… Ahrens in Kohte/Ahrens/Grote, Verfahrenskostenstundung, Restschuldbefreiung und Verbraucherinsolvenzverfahren 3. Aufl. § 302 Rn. 11; Kahlert ZInsO 2006, 409, 410; Peters KTS 2006, 127, 128).
Es handelt sich bei der Feststellung der vorsätzlich unerlaubten Handlung als Rechtgrund der Haftung um ein Rechtsverhältnis und nicht nur um eine Vorfrage, wie wiederholt entschieden worden ist (BGH vom 30.11.1989, III ZR 215/88 - BGHZ 109, 275; BGH vom 26.9.2002, IX ZB 180/02 - BGHZ 152, 148;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 27.Aufl. 2009, § 322 Rz.9).
Um den Nachweis der Vollstreckungsprivilegierung eines Unterhaltsanspruchs gemäß § 850d Abs. 1 Satz 1 ZPO zu erbringen, muss der Gläubiger einen Titel vorlegen, aus dem sich - gegebenenfalls im Wege der Auslegung - ergibt, dass der Vollstreckung ein Unterhaltsanspruch der in § 850d Abs. 1 Satz 1 ZPO genannten Art zugrunde liegt (Anschluss an BGH, Beschluss vom 5. April 2005, VII ZB 17/05, NJW 2005, 1663; BGH, Beschluss vom 26. September 2002, IX ZB 180/02, BGHZ 152, 166, 169 f.).
Allein das wird der Aufgabenverteilung zwischen Erkenntnis- und Vollstreckungsverfahren gerecht, nach der die materiell-rechtliche Beurteilung des geltend gemachten Anspruchs dem Prozessgericht obliegt, während die Vollstreckungsorgane die formellen Voraussetzungen prüfen, von denen die Durchsetzung des vollstreckbaren Anspruchs abhängt (vgl. BGH, Beschlüsse vom 5. April 2005 - VII ZB 17/05, NJW 2005, 1663; vom 26. September 2002 - IX ZB 180/02, BGHZ 152, 166, 169 f.).
Auch hat die Antragstellerin ein berechtigtes Interesse im Sinne des § 256 ZPO daran festzustellen, dass es sich bei der Forderung um eine solche aus vorsätzlicher unerlaubter Handlung im Sinne des § 850f Abs. 2 ZPO, handelt, da die Inanspruchnahme dieses vollstreckungsrechtlichen Gläubigerprivilegs voraussetzt, dass dies im Vollstreckungstitel ausdrücklich festgestellt ist (BGHZ 152, 166-172 = NJW 2003, 515-516 Rn. 9).
Ist in dem zu vollstreckenden Titel keine auf eine vorsätzliche unerlaubte Handlung lautende Anspruchsgrundlage genannt, kann der Gläubiger im Vollstreckungsverfahren ohne Zustimmung des Schuldners nicht mehr nachweisen, dass der titulierte Anspruch auch auf einer vorsätzlich begangenen unerlaubten Handlung beruht (BGH, Beschluss vom 26. September 2002 - IX ZB 180/02, BGHZ 152, 166, 168 ff.).
In diesem Fall verdient das auf raschen Zugriff, nicht auf Verhandlung angelegte Vollstreckungsverfahren (BGHZ 152, 166, 171) gegenüber dem Erkenntnisverfahren den Vorzug.
In beiden Fällen nimmt das Vollstreckungsgericht originär vollstreckungsrechtliche Aufgaben wahr (vgl. BGHZ 36, 11, 17) und hat im Unterschied zu einer Interpretation des der Vollstreckung zugrunde liegenden Titels in keine materielle Prüfung (vgl. BGHZ 152, 166, 170 f) einzutreten.
Pfändung eines fingierten Vergütungsanspruchs: Prüfungskompetenz hinsichtlich der …
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Voraussetzungen einer bevorrechtigten Pfändung wegen Unterhaltsansprüchen
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Beruhen des titulierten Anspruchs auf einer vorsätzlich begangenen unerlaubten …
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Verwaltungsvollstreckung; Vollstreckungsvoraussetzungen; Forderungspfändung; …
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Herabsetzung des unpfändbaren Betrages wegen unerlaubter Handlung
Berücksichtigung der Mittellosigkeit der Nebenklägerin und der des Angeklagten …
Berücksichtigung der Vermögensverhältnisse des Schädigers und des Geschädigten …
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Materielle Rechtskraft: Rechtskrafterstreckung auf den Schuldgrund
LG Bonn, 06.12.2005 - 4 T 415/05
Zwangsvollstreckung, Ratenzahlungsvergleich, Kosten der Zwangsvollstreckung
OLG Brandenburg, 25.08.2010 - 12 W 37/10
Vorsätzliche, sittenwidrige Schädigung des Anlegers durch ein "Schneeballsystem" …
LG Rottweil, 13.07.2007 - 3 O 434/05
OLG Brandenburg, 20.12.2010 - 12 W 31/10
Prozesskostenhilfe: Erfolgsaussicht der Rechtsverteidigung bei einem Anspruch …
AG Hanau, 25.04.2008 - 81 M 2538/08
Kosten der Zwangsvollstreckung: Behandlung der Kosten eines unter Beteiligung des …
OLG Rostock, 13.06.2005 - 3 U 75/05
BGH, 14.03.2003 - IXa ZB 52/02