Source: https://www.juraforum.de/muster-vorlagen/manteltarifvertrag-metallverarbeitendes-handwerk-berlin
Timestamp: 2017-11-23 01:55:59
Document Index: 189272960

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 3', '§ 2', '§ 87', '§ 622', '§ 2', '§ 4', '§ 2', '§ 4', '§1', '§12', '§ 5', '§ 2']

Manteltarifvertrag metallverarbeitendes Handwerk Berlin: Muster / Vorlage zum Download
Manteltarifvertrag metallverarbeitendes Handwerk Berlin, 26.03.1986
§ 4 Mehrarbeit, Wechselschichtarbeit, Nachtarbeit, Sonntags- und Feiertagsarbeit
Anzahl der Zeichen: 38.765
Kategorie: Tarifvertrag Metallhandwerk Handwerk
{Manteltarifvertrag, metallverarbeitendes Handwerk, Berlin, 26.03.1986}
Innerhalb des Landes Berlin.
a) Metall- und Kunststofftechniker-Handwerks
b) Elektro-Handwerks
c) Schmiede-Handwerks
Für alle in diesen Betrieben beschäftigten gewerblichen Arbeitnehmer, die eine arbeiterrentenversicherungspflichtige Beschäftigung ausüben.
Er gilt nicht für Auszubildende.
1. Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt ausschließlich der Pausen 38,5 Stunden. Sie verteilt sich auf 5 zusammenhängende Tage (in der Regel Montag bis Freitag).
Für den Betrieb kann nur eine der nachfolgend aufgeführten Formen der Arbeitszeitregelungen gewählt werden.
Die betrieblichen Erfordernisse und die Interessen der Arbeitnehmer sind zu berücksichtigen.
Die regelmäßige tägliche Arbeitszeit beträgt von Montag bis Donnerstag 8 Stunden, am Freitag 6,5 Stunden.
Die regelmäßige tägliche Arbeitszeit kann anstelle des Freitags auch an einem anderen Arbeitstag dieser Woche 6,5 Stunden betragen, wenn betriebsbedingte Gründe dies erforderlich machen. Dann soll der Arbeitstag mit 6,5stündiger Arbeitszeit für jeden Arbeitnehmer gleichmäßig im Wechsel auf alle Wochenarbeitstage gelegt werden. Der Arbeitstag mit 6,5stündiger Arbeitszeit muß grundsätzlich dem Arbeitnehmer mindestens eine Woche vorher bekannt sein.
Die regelmäßige tägliche Arbeitszeit beträgt innerhalb von zwei aufeinander folgenden Kalenderwochen an 9 Arbeitstagen 8 Stunden und an einem Arbeitstag - vorzugsweise in Verbindung mit Wochenenden oder Feiertagen - 5 Stunden im wöchentlichen Wechsel.
Die bisher gültige Arbeitszeit von wöchentlich 40 Stunden und täglich 8 Stunden wird beibehalten. Der Zeitausgleich zur 38,5-Stunden-Woche wird in Form von freien Arbeitstagen gewährt.
In einem Kalendermonat kann in der Regel nur ein freier Arbeitstag gewährt werden. Ein Zusammenlegen von höchstens zwei freien Arbeitstagen kann nur in beiderseitigem Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer erfolgen.
Der Durchschnitt der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden muß innerhalb des jeweils festgelegten Ausgleichszeitraumes von zwei Monaten erreicht sein.
Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt für die Woche von Montag bis Freitag 37,0 Stunden oder 38,5 Stunden oder 40,0 Stunden.
Innerhalb dieser Festlegung sind die Arbeitszeitregelungen nach Ziffer 2.1 oder Ziffer 2.2 sinngemäß möglich.
Nur wenn die wöchentliche Arbeitszeit 37 Stunden beträgt, ist eine regelmäßige tägliche Arbeitszeitverkürzung möglich. Die Arbeitszeit beträgt dann 7,4 Stunden pro Tag.
Der Durchschnitt der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden muß grundsätzlich innerhalb eines Ausgleichszeitraumes von 2 Monaten erreicht werden.
Durch Betriebsvereinbarung kann geregelt werden, daß der Ausgleich in einem Drei-Monatszeitraum erfolgen kann, wobei der Ausgleichsanspruch aus einem Drei-Monatszeitraum in einen anderen, unmittelbar davorliegenden; oder anschließenden Drei-Monatszeitraum übernommen werden kann.
3. In einer Betriebsvereinbarung sind die erforderlichen Einzelheiten festzulegen.
4. Für Arbeitnehmer, bei denen regelmäßig und in erheblichem Umfange Arbeitsbereitschaft vorliegt, darf die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit einschließlich Arbeitsbereitschaft und Vorbereitungs-, Instandhaltungs- und Abschlußarbeiten bis zu 48,5 Stunden ausgedehnt werden. In erheblichem Umfange auftretende Arbeitsbereitschaft liegt dann vor, wenn ihr Anteil durchschnittlich etwa 25% der regelmäßigen Arbeitszeit ausmacht. Ob in die Arbeitszeit regelmäßig und in erheblichem Umfange Arbeitsbereitschaft fällt, wird gemeinsam von Arbeitgeber und Betriebsrat festgestellt.
5. Am 24. und 31. Dezember darf nicht mehr als je 6 Stunden gearbeitet werden. Von der an diesen Tagen ausfallenden Arbeitszeit sind jeweils 2 Stunden, die nicht vor- oder nachzuarbeiten sind, zu vergüten.
6. Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit und der Pausen werden entsprechend den betrieblichen Erfordernissen unter Beachtung der arbeitszeitrechtlichen Vorschriften im Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat festgesetzt.
7. Zeiten zum Umkleiden und Waschen sowie Frühstücks- und Mittagspausen sind keine Arbeitszeiten. Bei gesundheitsschädlichen und bei für den Gewerbezweig besonders schmutzigen Arbeiten hat der Arbeitnehmer Anspruch auf eine bezahlte Zeit zum Reinigen vor den Pausen und vor Arbeitsschluß, deren Dauer zwischen den Betriebsparteien zu regeln ist. Das gleiche gilt in besonders gelagerten Fällen hinsichtlich des Umkleidens.
Für die gegebenenfalls ausfallende Arbeitszeit, deren Dauer für den einzelnen Arbeitnehmer seine Schichtarbeitszeit nicht überschreiten darf, besteht ein Anspruch auf Vor- oder Nacharbeit, die im Einvernehmen mit dem Betriebsrat auf einen mit den arbeitszeitrechtlichen Vorschriften übereinstimmenden Zeitraum zu verteilen ist.
Die über die Dauer einer Schicht hinausgehende Ausfallzeit ist zu bezahlen.
2. Schließung aus anderen Anlässen erfolgt unter Beachtung der arbeitszeitrechtlichen Vorschriften im Einvernehmen mit dem Betriebsrat.
3. Wird der Betrieb an Werktagen vor und nach gesetzlichen Feiertagen geschlossen, so bleibt dessenungeachtet der Anspruch auf Bezahlung der gesetzlichen Feiertage bestehen.
§ 4 Mehrarbeit, Wechselschichtarbeit,
Nachtarbeit, Sonntags- und Feiertagsarbeit
1. Mehrarbeit ist nach Möglichkeit zu vermeiden. Bei dringenden betrieblichen Erfordernissen kann Mehrarbeit mit Zustimmung des Betriebsrates bis zu 2 Mehrarbeitsstunden über die jeweils vereinbarte regelmäßige tägliche Arbeitszeit hinaus, jedoch höchstens bis zu 10 Mehrarbeitsstunden in der Woche, vereinbart werden.
Freizeitgewährung bei geleisteter Mehrarbeit
Bei Vereinbarung von Mehrarbeit ist die geleistete Mehrarbeit grundsätzlich mit bezahlter Freistellung von der Arbeit abzugelten. Die Mehrarbeitszuschläge sind in dem Monat zu vergüten, in dem die Mehrarbeit geleistet wurde.
Zuschlagspflichtige Mehrarbeit liegt vor, wenn Arbeitnehmer mehr als die wöchentliche Arbeitszeit arbeiten.
Mehrarbeit liegt nicht vor, soweit es sich um Vor- oder Nacharbeit gemäß § 3 handelt.
Mehrarbeit liegt auch dann nicht vor, wenn zum Ausgleich der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit im Interesse des Arbeitnehmers entstehende unbezahlte Ausfallzeiten in der Woche des Ausfalls oder in der darauffolgenden Woche vor- oder nachgearbeitet werden.
2. Im Rahmen regelmäßig wechselnder Schichten geleistete Arbeit liegt dann vor, wenn der Arbeitnehmer, dem Schichtplan entsprechend, selbst regelmäßigem Schichtwechsel unterliegt oder aber ständig außerhalb der Normalschicht bzw. der ersten Schicht in den weiteren Schichten des Schichtplanes eingesetzt ist.
3. Nachtarbeit ist in der Zeit zwischen 20.00 und 6.00 Uhr geleistete Arbeit. Ständige Nachtarbeit ist Nachtarbeit, die für einen zusammenhängenden Zeitraum von mehr als zwei Wochen angeordnet wird.
4. Sonn- und Feiertagsarbeit ist die an Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen in der Zeit von 00 Uhr bis 24.00 Uhr geleistete Arbeit.
5. Notwendige Mehrarbeit, Wechselschichtarbeit, Nachtarbeit, Sonntags- und Feiertagsarbeit kann nur im Einvernehmen mit dem Betriebsrat angeordnet werden. Wenn in nicht voraussehbaren Fällen Arbeitnehmer zu solchen Arbeiten herangezogen werden müssen, ist der Betriebsrat, sofern das vorherige Einvernehmen aus Zeitmangel nicht herbeigeführt werden konnte, unverzüglich nachträglich zu verständigen.
Der Arbeitnehmer kann nur dann zur Arbeitsleistung in einer außerordentlichen Arbeitszeit im Sinne der Ziff. 1 bis 4 verpflichtet werden, wenn ihm dieses 24 Stunden vorher angekündigt wird.
b) Wechselschichtarbeit, die nach 18.00 Uhr endet,
für die gesamte Schicht 15%
ständige Nachtarbeit 15%
unregelmäßige Nachtarbeit, die zugleich
Mehrarbeit ist 60%
2. Angefangene Mehrarbeitsstunden, Sonntags- und Feiertagsstunden und zuschlagspflichtige unregelmäßige Nachtarbeitsstunden werden täglich auf halbe Arbeitsstunden aufgerundet.
bei Leistungslohnarbeitern der im Leistungslohn erzielte
der letzten abgerechneten 13
Wochen oder der diesem Zeitraum
annähernd entsprechenden
Lohnabrechnungszeiträume.
5. Zuschlagspflichtige Sonntags- und Feiertagsarbeit liegt nicht vor, wenn an Sonntagen Arbeitsstunden in regelmäßiger Dienstzeit geleistet werden und dafür ein entsprechender Freizeitausgleich erfolgt.
1. Wenn es die betrieblichen Verhältnisse erfordern, kann im Einvernehmen mit dem Betriebsrat Kurzarbeit ohne Rücksicht auf die Kündigungsfrist der Arbeitsverhältnisse mit einer Ankündigungsfrist von 7 Kalendertagen angeordnet werden.
2. Wird die Kurzarbeit vorübergehend bis zu höchstens 4 Wochen durch Vollarbeit unterbrochen, so ist die Wiedereinführung der Kurzarbeit nicht von einer vorherigen Ankündigung abhängig.
4. Liegt die wöchentliche Arbeitszeit bei angeordneter Kurzarbeit nicht mehr als 4 Stunden unter der im § 2Ziff. 1 festgelegten Grenze der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit, so ist hinsichtlich der Erstattung des Lohnausfalles zwischen den Betriebsparteien eine Vereinbarung zu treffen.
5. Eine Anordnung von Kurzarbeit ist nur möglich, wenn die Antragstellung auf Kurzarbeit beim Arbeitsamt nachgewiesen wird.
2. Lohnabrechnungszeitröume, Lohnzahltage, Art der Lohnzahlung und Form des für jeden einzelnen Arbeitnehmer zu führenden Arbeitszeit-Kontos werden durch Betriebsvereinbarung festgelegt.
4. Um Arbeitszeitverkürzungen, Aussetzen oder Entlassungen bei Mangel an geeigneter Arbeit zu vermeiden, sind die Arbeitnehmer - soweit sie im Betrieb verbleiben wollen - verpflichtet, auch andere, außerhalb ihrer bisherigen Tätigkeit liegende Arbeiten zu verrichten, die ihnen unter Berücksichtigung der betrieblichen Erfordernisse zugemutet werden können. Die Bezahlung dieser Arbeiten erfolgt entsprechend einer jeweiligen betrieblichen Vereinbarung, mindestens jedoch nach dem mit dem Arbeitnehmer vereinbarten Tariflohn.
2. Die Einführung der Leistungsentlohnung bedarf der Zustimmung des Betriebsrates. Entsprechend den Bestimmungen des Betriebsverfassungsgesetzes ist in einer Betriebsvereinbarung das Verfahren festzulegen, nach dem die vorzugebenden Zeiten ermittelt werden bzw. in welcher Form überbetriebliche Zeitwertkataloge o.ä. zur Anwendung kommen. Weiterhin sind - soweit nicht in diesem Tarifvertrag enthalten - Regeln für die Durchführung der Leistungsentlohnung zu vereinbaren.
6. Der Betriebsrat hat bei der Erstfestsetzung und der Änderung der Vorgabezeiten oder Geldbeträge ein Mitbestimmungsrecht (§ 87 Abs. 1 Ziffer 10 Betr. VG). Ergeben sich nach der Festsetzung bzw. Änderung von Vorgabezeiten bzw. Geldbeträgen Meinungsverschiedenheiten oder werden bestehende Vorgabezeiten oder Geldbeträge vom Arbeitnehmer reklamiert, so ist zunächst unter Hinzuziehung des Betriebsrates eine Klärung zu versuchen.
7. Der Arbeitnehmer im Leistungslohn erhält vor Beginn der Arbeit einen schriftlichen Arbeitsauftrag, auf dem die Art der Arbeit und die Vorgabezeit oder der Geldbetrag verzeichnet sein müssen. Die Bekanntgabe dieser Leistungslohnbedingungen kann auch durch Anschlag oder ein jedem Arbeitnehmer zugängliches Verzeichnis erfolgen. Solange dem Arbeitnehmer die Leistungslohnbedingungen nicht bekannt sind, gilt die Leistungslohnarbeit als nicht vereinbart.
8. Erhalten Arbeitnehmer trotz Mahnungen bei neuen oder geänderten Vorgabezeiten bzw. Geldbeträgen nicht rechtzeitig von den Leistungslohnbedingungen Kenntnis, so wird die Arbeit als vorübergehende Zeitlohnarbeit behandelt und bezahlt.
9. Leistungslöhner, die aus betrieblichen Gründen vorübergehend im Zeitlohn beschäftigt werden, haben während dieser Zeit Anspruch auf den im Leistungslohn erzielten Durchschnittsstundenverdienst der vorausgegangenen letzten 13 Wochen bzw. der diesem Zeitraum annähernd entsprechenden Lohnabrechnungsabschnitte.
12. Die Verteilung eines in Gruppenarbeit (Kolonnenarbeit) erzielten Mehrverdienstes unter den Beteiligten ist durch Betriebsvereinbarung festzulegen.
2. Arbeiten, die in den geltenden Arbeitssicherheits- bzw. Unfallverhütungsvorschriften wegen ihrer Eigenart als gesundheitsschädlich oder gefährlich für Leib und Leben Erwähnung finden und deshalb besondere Schutzmaßnahmen erfordern, können vom Arbeitnehmer verweigert werden, wenn diese Maßnahmen nicht nach den einschlägigen von den Berufsgenossenschaften erlassenen oder empfohlenen Regeln getroffen sind.
3. Erfolgt bei zuschlagspflichtigen Tätigkeiten gemäß Ziff. 2 auf witterungeschützten Arbeitsplätzen auf Anordnung des Arbeitgebers eine Weiterarbeit bei anhaltendem Regen oder diesem vergleichbaren Wettereinflüssen, so ist statt 10% ein Zuschlag von 15% auf den tariflichen Stundenlohn zu gewähren.
4. Erschwerniszuschläge werden für die Dauer der Erschwernis gewährt. Angefangene Stunden sind auf halbe Stunden aufzurunden.
1. Muß die Arbeit wegen Energiestörungen (Strom, Gas, Wasser), Maschinenstörungen, die der Arbeitgeber nicht zu vertreten hat oder infolge anderer unabwendbarer Ereignisse unterbrochen werden, so ist der Arbeitnehmer verpflichtet, auch andere als die sonst von ihm verrichteten Arbeiten ohne Verdienstminderung auszuführen.
3. Die ausgefallene Arbeitszeit kann im Einvernehmen mit dem Betriebsrat auf die Werktage von 5 zusammenhängenden, an die Ausfallzeit anschließenden Wochen verteilt werden.
1. Ist der Arbeitnehmer durch Krankheit oder sonstige unvorhergesehene Ereignisse an der Arbeitsleistung gehindert, so hat er dem Arbeitgeber unverzüglich - spätestens innerhalb von 3 Tagen - Mitteilung zu machen und dabei die Gründe seiner Verhinderung anzugeben. Bei Krankheit hat der Arbeitnehmer seine Arbeitsunfähigkeit durch Bescheinigung nachzuweisen.
Notwendige Wahrnehmung von Terminen als Antragsteller im Zusammenhang mit einer Berufskrankheit, mit einem Betriebsunfall oder mit der Anerkennung der Schwerbehinderteneigenschaft; notwendige Wahrnehmung von Gerichtsterminen im Zusammenhang mit Ordnungswidrigkeiten, die bei Dienstfahrten mit dem Kraftfahrzeug aufgetreten sind, soweit gerichtlich eigenes Verschulden nicht festgestellt ist.
Erfüllung gesetzlich auferlegter Pflichten in öffentlichen Ehrenämtern, soweit kein dem Verdienst entsprechender Anspruch auf anderweitige Entschädigung besteht, wobei die gewährte Entschädigung anzurechnen ist.
Teilnahme an Kursen und Sitzungen der vertragschließenden Gewerkschaft. Sofern die Teilnahme nicht im Zusammenhang mit gesetzlichen Rechten und Pflichten des Arbeitnehmers steht, ist unter Berücksichtigung betrieblicher Notwendigkeiten die erforderliche Freizeit ohne Anspruch auf Bezahlung zu gewähren.
Aufsuchen des Arztes und vom Arzt verordnete Ruhezeit nach der Behandlung infolge eines während der Arbeitszeit aufgetretenen Betriebsunfalles, der aufgrund der vorliegenden Umstände ein unverzügliches ärztliches Eingreifen erforderlich macht, höchstens aber bis zur Dauer von 8 Arbeitstunden.
a) eigener Eheschließung 2 Tage
f) Todes von Familienangehörigen
g) eines Umzuges, wenn der Arbeitnehmer einen
eigenen Hausstand (Mobiliar für mindestens ein Zimmer)
hat, einmal im Kalenderjahr 1 Tag
h) Stellungssuche nach erfolgter ordentlicher Kündigung
nach einer Betriebszugehörigkeit von 10 Jahren
ist diese Zeit auch bei Kündigung durch den
Arbeitnehmer zu gewähren.
8. Pflegeeltern und -kinder sind Personen, die sich zum Arbeitnehmer In einem Verhältnis im Sinne der Pflegevertragsvorschriften befinden bzw. befunden haben (Nachweis durch Vorlage des amtlichen Pflegevertrages oder einer Bestätigung des Jugendamtes).
9. Der Arbeitnehmer hat in den Fällen der Ziff. 2 dem Arbeitgeber die Arbeitszeitversäumnis vorher zur Kenntnis zu bringen, in den Fällen der Ziffer 3 beim Arbeitgeber um Arbeitsbefreiung nachzusuchen. In allen Fällen ist ein entsprechender Nachweis zu führen.
Lohnabrechnungszeiträume, in denen längere entschuldigte Fehlzeiten liegen, sind auszuklammern und durch entsprechende abgerechnete Lohnabrechnungszeiträume zu ersetzen.
für jeden Krankheitstag, für den der Arbeitnehmer den gesetzlichen Anspruch auf Lohnfortzahlung hat, so viele Stunden, wie der Arbeitnehmer an dem entsprechenden Tage in regelmäßiger Arbeitszeit, d. h. ohne Mehrarbeits-, Fahr- und Wegezeitstunden, zu arbeiten hätte.
2. Im übrigen gelten die längeren gesetzlichen Kündigungsfristen § 622 Abs. 2 Satz 2 BGB (Kündigungsfristen des Bürgerlichen Gesetzbuches- siehe letzte Seite).
Wird am letzten Arbeitstage dem Arbeitnehmer eine Abgangsbescheinigung im vorstehenden Sinne erteilt und ihm ein angemessener Abschlag auf den Restlohn gezahlt, so wirkt eine abverlangte Ausgleichsquittung nur gegen Beträge und Zeiten, über die der Arbeitnehmer bereits eine spezifizierte Abrechnung erhalten hat.
1. Bei der Beendigung eines dauernden Arbeitsverhältnisses kann der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber ein schriftliches Zeugnis, das auf Verlangen des Arbeitnehmers auf Führung und Leistung auszudehnen ist, fordern.
1. Entschädigungen für Reisen (außerhalb Berlins) einschließlich der außerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit liegenden Reisezeiten werden durch besondere Vereinbarung zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat geregelt.
2. Sind die Ansprüche rechtzeitig geltend gemacht, ist ihre Erfüllung jedoch abgelehnt worden, oder ist eine Erklärung hierzu innerhalb von 2 Wochen nicht erfolgt, so ist innerhalb weiterer 6 Wochen Klage beim Arbeitsgericht zu erheben oder die tarifliche Gütestelle anzurufen.
2. Das Tarifschiedsgericht setzt sich aus je zwei von den Vertragsparteien von Fall zu Fall zu benennenden Schiedsrichtern zusammen. Kommt das Schiedsgericht in dieser Besetzung zu keiner Entscheidung, so tritt es erneut unter dem Vorsitz eines Unparteiischen zusammen. Einigen sich die Vertragsparteien über die Person des Unparteiischen nicht, bestimmt ihn der Präsident des Landesarbeitsgerichtes Berlin, dessen Einverständnis hierzu vorliegt.
Dieser Manteltarifvertrag tritt am 1. Januar 1987 in Kraft. Er kann - mit Ausnahme des § 2 Ziffern 1 und 2 und § 4 Ziffer 1 - mit einmonatiger Frist, jeweils zum Quartalsende, gekündigt werden.
§ 2 Ziffern 1 und 2 und § 4 Ziffer 1 können mit einmonatiger Frist, erstmals zum 31.12.1988, gekündigt werden.
Bekanntmachung über die Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen für das Metall- und Kunststofftechnik-, Elektro- und Schmiedehandwerk
B-V-X c/6
der Manteltarifvertrag vom 26. März 1986 für die gewerblichen Arbeitnehmer
zu den Buchstaben k und l: im Berliner Metall- und Kunststofftechnik-, Elektro- und Schmiedehandwerk;
zu den Buchstaben k und l abgeschlossen: zwischen der Innung für Metall- und Kunststofftechnik Berlin, Köpenicker Straße 148/149, 1000 Berlin 36, der Elektro-Innung Berlin, Sponholzstraße 47, 1000 Berlin 41, der Schmiede-Innung Berlin, Potsdamer Straße 81c, 1000 Berlin 30, und der Industriegewerkschaft Metall, Verwaltungsstelle Berlin, Alte Jakobstraße 148 - 155, 1000 Berlin 61;
Zu Buchstabe l ergeht die Allgemeinverbindlicherklärung mit folgender Maßgabe:
Soweit Bestimmungen des Manteltarifvertrages (Tarifvertrag zu Buchstabe l) auf andere tarifliche Regelungen verweisen, bestehen insoweit Rechte und Pflichten nur, wenn Tarifbindung aus anderen Gründen gegeben ist.
Zu Buchstabe l ergeht die Allgemeinverbindlicherklärung mit folgendem Hinweis:
Die Allgemeinverbindlichkeit kann Bestimmungen nicht erfassen, die die Tarifvertragsparteien zu Tätigkeiten untereinander bzw. zu Tätigkeiten gegenüber Arbeitnehmern und Arbeitgebern verpflichten, die nicht ihre Mitglieder sind.
Zu Buchstabe l:
1. Januar 1987.
Der Senator für Wirtschaft und Arbeit
1. Geändert und teilweise außer Kraft getreten durch Änderungstarifvertrag vom 07.11.1997 mit Wirkung vom 07.11.1997 (§1 "Geltungsbereich"), vom 01.06.1997 (§12 Abs. 1 "Berech-nung des Entgelts für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall") und vom 01.10.1997 (§ 5 Nr. 1).
§ 2 ist mit Wirkung v. 01.07.1989 geändert worden. Der Änderungs-TV ist nicht für av erklärt worden.
Nachfolgen können Sie die Vorlage "Manteltarifvertrag metallverarbeitendes Handwerk Berlin" kostenlos im .docx Format zur Bearbeitung in Word herunterladen.
manteltarifvertrag-metallverarbeitendes-handwerk-berlin.docx herunterladen
manteltarifvertrag-metallverarbeitendes-handwerk-berlin.docx bearbeiten
Manteltarifvertrag metallverarbeitendes Handwerk Berlin: Muster / Vorlage zum Download © JuraForum.de — 2003-2017