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Timestamp: 2016-10-28 17:54:01
Document Index: 1967526

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 3', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 66']

1C_398/2012 (27.05.2013)
1C_398/2012 � � Urteil vom 27. Mai 2013
Katholische Kirchgemeinde Mettmenstetten,
6.�F.________,
Bundesamt f�r Energie, Abteilung Recht und Sicherheit, Postfach, 3003 Bern.
Die Nordostschweizerische Kraftwerke AG (NOK; seit 21. September 2009: Axpo AG; seit 31. August 2012: Axpo Power AG) reichte dem Eidgen�ssischen Starkstrominspektorat (ESTI) am 22. April 2008 das Plangenehmigungsgesuch f�r den Umbau und die Verlegung einer Teilstrecke der bestehenden 50 kV-Leitung von Altgass bzw. Horgen bis Obfelden ein. Die bestehende Leitung zwischen Mast Nr. 35 in Knonau und Mast Nr. 60 in Obfelden soll abgebrochen und durch eine neue, rund 4 km lange 110 kV-Betonmastleitung entlang der Nationalstrasse N4 ersetzt werden. In der Gemeinde Mettmenstetten weicht das neue Leitungstrassee um h�chstens 300 m vom urspr�nglichen ab und verl�uft um diese Distanz n�her zum Siedlungsgebiet.
Im Rahmen der �ffentlichen Auflage erhoben u.a. A.________, B.________, D.________, E.________, F.________ und die Katholische Kirchgemeinde Mettmenstetten (im Folgenden: die Einsprecher) Einsprache gegen das Projekt. Sie sprachen sich f�r die Beibehaltung der bisherigen Linienf�hrung der Masten Nrn. 36-58 aus ("Variante blau").
Am 27. Oktober 2009 genehmigte das Bundesamt f�r Energie (im Folgenden: BFE) die Planvorlage der Axpo AG. Dagegen erhoben die Einsprecher am 25. November 2009 Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht mit dem Antrag auf Aufhebung der Plangenehmigungsverf�gung. Sie verlangten in erster Linie die Beibehaltung des bisherigen Trassees im Sinne der "Variante blau"; eventualiter sei die Leitung an kritischen Stellen, namentlich im Bereich der Autobahn�berdeckung, zu verkabeln.
Das Bundesverwaltungsgericht f�hrte am 14. Juli 2010 einen Augenschein durch und wies die Beschwerde am 9. November 2010 ab.
Am 14. Juli 2011 wies das Bundesgericht die dagegen gerichtete Beschwerde der Einsprecher ab, soweit die Beschwerdef�hrer eine Linienf�hrung abseits der Nationalstrasse ("Variante blau") verlangten. Dagegen hiess es die Beschwerde hinsichtlich der Pr�fung der Teilverkabelung im Bereich der �berdeckung R�teli gut: Es ging davon aus, dass die diesbez�gliche Interessenabw�gung wesentliche L�cken und M�ngel aufweise, und wies die Sache daher zu neuer Pr�fung an das Bundesverwaltungsgericht zur�ck (Urteil 1C_560/2010, in: URP 2012 S. 27, E. 8).
Dagegen erhoben die Einsprecher am 23. August 2012 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht. Sie beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Sache sei an das BFE, eventualiter an das Bundesverwaltungsgericht, zur�ckzuweisen.
Die Axpo Power AG (im Folgenden: die Beschwerdegegnerin) schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesverwaltungsgericht hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Das BFE h�lt an seinem Plangenehmigungsentscheid vom 27. Oktober 2009 fest und verweist auf seine bisherigen Eingaben. Das Bundesamt f�r Raumentwicklung (im Folgenden: ARE) verweist auf seinen Fachbericht vom 22. November 2011 zuhanden des Bundesverwaltungsgerichts. Das Bundesamt f�r Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (im Folgenden: BAFU) kommt in seiner Vernehmlassung zum Ergebnis, dass die landschaftlichen Vorteile der Verkabelung durch die beiden Kabelendmasten empfindlich verringert werden; angesichts ihrer beachtlichen Mehrkosten verm�chten sie die landschaftlichen Nachteile der Freileitung mit den drei Masten 40 bis 43 nicht aufzuwiegen.
Mit Verf�gung vom 18. September 2012 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt.
Vorliegend ist ein Rechtsstreit zu beurteilen, der bereits Gegenstand eines R�ckweisungsurteils des Bundesgerichts war. Dieser Entscheid bindet nicht nur die untere Instanz, sondern auch das Bundesgericht selbst. Wie weit diese Bindung reicht, ergibt sich aus der Begr�ndung der R�ckweisung, die den Rahmen sowohl f�r die neuen Tatsachenfeststellungen als auch f�r die neue rechtliche Begr�ndung vorgibt (BGE 135 III 334 E. 2 S. 335 mit Hinweisen). Im Folgenden ist daher zun�chst zu pr�fen, welchen Spielraum der R�ckweisungsentscheid vom 14. Juli 2011 f�r den neuen Entscheid bel�sst.
1.1.�Das Bundesgericht wies die Sache zu neuer Beurteilung der Teilverkabelung im Gebiet der �berdeckung R�teli zur�ck. Damit war kein Ergebnis vorgegeben, d.h. es war offen, ob der Freileitung oder der Verkabelung in diesem Bereich der Vorzug gegeben werden sollte. Dagegen machte das Bundesgericht verschiedene Vorgaben, die bei der Interessenabw�gung zu ber�cksichtigen seien.
1.2.�Es verwies auf die in BGE 137 II 266 eingeleitete neue Praxis, wonach die Verkabelung nicht mehr nur auf absolute Ausnahmef�lle zu beschr�nken sei, sondern auch bei Landschaften von bloss mittlerer bzw. lokaler Bedeutung in Betracht fallen k�nne. Ob eine Verkabelung zur Schonung der Landschaft gem�ss Art. 3 NHG geboten sei, sei im Einzelfall aufgrund einer umfassenden Interessenabw�gung zu pr�fen.
Dabei m�ssten nicht nur die Investitionskosten, sondern�alle�w�hrend der Lebensdauer der Anlage anfallenden Kosten ber�cksichtigt werden; dazu geh�rten insbesondere auch die Betriebskosten und namentlich die Stromverlustkosten (BGE 137 II 266 E. 4.3 S. 277 und E. 7.1 S. 282). Der�Stromverlustanteil sei auch aus �kologischer Sicht ein wichtiges Kriterium, das bei einer umfassenden Interessenabw�gung nicht ausser Acht gelassen werden d�rfe (vgl. Art. 89 Abs. 1 BV und Art. 3 des Energiegesetzes vom 26. Juni 1998 [EnG; SR 730]�).
Zwar habe das Bundesverwaltungsgericht angenommen, dass eine Verkabelung aufgrund der augenf�lligen �bergangsbauwerke (zwei rund 20 m hohe Kabelentmastungen an jedem Tunnelportal) keine wesentliche Verbesserung der Aussicht bewirken w�rde; vielmehr w�rde die gesamte Anzahl der Masten im Vergleich zur genehmigten Variante sogar erh�ht. Allerdings betreffe die Erh�hung der Mastanzahl den von der Autobahn bereits beeintr�chtigten Landschaftsabschnitt; dagegen k�nnte die �berdeckung R�teli mit einer Teilverkabelung von st�renden Masten ganz freigehalten werden; diese L�sung sei vom ARE am Augenschein aus raumplanerischer Sicht als beste L�sung bezeichnet worden. Zudem sei bislang nicht gepr�ft worden, ob der �bergang zwischen Freileitung und Teilverkabelung landschaftsvertr�glicher gestaltet werden k�nnte, wenn z.B. der �bergang Kabel/ Freileitung direkt auf den Endmasten Nrn. 40 und 42 realisiert oder die Kabelstrecke etwas verl�ngert w�rde, um eine Ballung von Masten im Bereich der Tunnelportale zu vermeiden.
Schliesslich kritisierte das Bundesgericht, dass von der besonderen St�rungsanf�lligkeit kurzer Teilverkabelungen ausgegangen worden sei, ohne dies n�her zu belegen. Die Reparaturdauer bei Kabelanlagen k�nne durch bauliche und organisatorische Massnahmen reduziert werden. Sofern die Versorgungssicherheit eine Reparatur innert Tagesfrist bedingen sollte (was bislang nicht belegt worden sei), bestehe auch die M�glichkeit, vorsorglich eine zus�tzliche Kabell�nge mitzuverlegen. Insofern ging das Bundesgericht davon aus, dass dem Aspekt der Versorgungssicherheit bei der Interessenabw�gung keine ausschlaggebende Wirkung zukommen werde, ohne allerdings die Ber�cksichtigung neuer Tatsachen zu dieser Frage v�llig auszuschliessen.
1.3.�In diesem, durch den R�ckweisungsentscheid vorgegebenen Rahmen ist das Bundesgericht an den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt gebunden, soweit dieser nicht offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 BGG beruht (Art. 105 und Art. 97 Abs. 1 BGG). Zu ber�cksichtigen ist auch, dass das Bundesverwaltungsgericht einen Augenschein durchgef�hrt hat und daher die �rtlichen Verh�ltnisse besser kennt als das Bundesgericht.
Das Bundesverwaltungsgericht ging mit der Beschwerdegegnerin davon aus, dass der �bergang zwischen Kabel und Freileitung aus Gr�nden der Versorgungssicherheit und den Anforderungen eines sicheren Netzbetriebes �ber zwei unabh�ngige Kabelendmasten realisiert werden m�sse, und nicht direkt auf den Endmasten Nrn. 40 und 42. Diese L�sung entspreche sowohl dem nationalen als auch dem internationalen Stand der Technik in den Verteilnetzen. Mit dieser bew�hrten Massnahme falle im Unterhalts- und St�rfall nur ein Strang aus, der zweite k�nne weiter betrieben werden, was einen entscheidenden betrieblichen Vorteil bedeute. Im �brigen liessen sich bei der Variante mit separaten Kabelendmasten leichtere und weniger hohe Masten einsetzen, die landschaftlich weniger in Erscheinung treten w�rden.
Die Kabelendmasten Nrn. 42A und 42B k�nnten am Nordportal der �berdeckung, wo sie visuell wenig in Erscheinung treten, erstellt werden. Beim S�dportal k�nnten die Endmasten (Nrn. 40 und 41) in Richtung Mast Nr. 39 verschoben werden, so dass sie sich am B�schungsfuss bef�nden, was eine geringf�gige Verl�ngerung der Kabelstrecke zur Folge habe.
Diese Ausf�hrungen werden von den Beschwerdef�hrern nicht beanstandet. Im Folgenden ist daher davon auszugehen, dass f�r die Teilverkabelung insgesamt vier Kabelendmasten am B�schungsfuss erstellt werden m�ssten, zwei n�rdlich und zwei s�dlich des Tunnelportals.
Die Beschwerdegegnerin hat die Kosten einer Kabelanlage sowie einer Freileitung auf der Preisbasis Herbst 2011 neu ermittelt und dem Bundesverwaltungsgericht die Studie "Variantenvergleich Kabel - Freileitung 110-kV-Leitung Obfelden-Altgass/Horgen, Leitungsabschnitt Autobahn �berdeckung 'R�teli' Mettmenstetten" vom 28. September 2011 eingereicht. Darin werden die erwarteten Investitions- und Lebenszykluskosten von Kabel- und Freileitungsprojekt f�r den Leitungsabschnitt zwischen den Masten Nrn. 39 und 43 des Freileitungsprojekts verglichen. Die Studie kommt zum Ergebnis, das Verh�ltnis Freileitung - Kabel betrage im fraglichen Bereich bei den Investitionskosten 1:3.8, bei den diskontierten Verlustkosten 1:0.5 und bei den gesamten Lebenszykluskosten 1:2. Die gewichtigen Investitionskosten der Kabelvariante seien mit hohen Kapitalkosten verbunden, weshalb die Jahreskosten der Teilverkabelung in den ersten zwei Jahrzehnten signifikant �ber denen der Freileitung l�gen (bei Grundlast bis Faktor 2.7). Aufgrund der Strompreisteuerung w�rden aber die bei der Kabelvariante vorteilhaften Verlustkosten mit zunehmender Dauer mehr Gewicht erhalten und der Differenz entgegen wirken. Im Normalbetrieb k�nnten die eingesparten Verlustkosten die Kapitalkosten jedoch nicht kompensieren. Zudem m�sse nach 40 Jahren von einer Zweitinvestition ausgegangen werden, weil dannzumal das Kabel seine Lebensdauer erreicht haben d�rfte.
Das Bundesverwaltungsgericht hielt fest, dass die Neuaufstellung und -berechnung s�mtliche w�hrend der Lebensdauer der Anlage anfallenden Kosten ber�cksichtige. Sie st�tze sich hinsichtlich des Strompreises, der Teuerung, dem Zinssatz und der Lebensdauer des Materials auf realistische Annahmen und erweise sich als nachvollziehbar. Die von den Beschwerdef�hrern beantragte Teilverkabelung im Bereich der �berdeckung R�teli erweise sich damit �ber den gesamten Lebenszyklus als doppelt so teuer wie die genehmigte Freileitung.
Die Beschwerdef�hrer beanstanden diese Berechnung nicht, weshalb im Folgenden von ihr auszugehen ist. Sie machen zwar geltend, die Beschwerdegegnerin m�sse sich ein Teil der Mehrkosten anlasten lassen, weil sie es vers�umt habe, die Leitungsplanung auf den Bau der Nationalstrasse abzustimmen; sie legen jedoch nicht dar, inwiefern die Beschwerdegegnerin zu einer solchen Koordination verpflichtet gewesen w�re; dies ist auch nicht ersichtlich.
Gest�tzt auf die Ausf�hrungen der Beschwerdegegnerin ging die Vorinstanz davon aus, dass die insgesamt zw�lf Kabelendverschl�sse eine Schwachstelle der Kabelleitung darstellten, die das Risiko einer Teilverkabelung erh�hten (E. 6.1 des angefochtenen Entscheids). Zwar h�tten Freileitungen nach der von der Swissgrid AG in Auftrag gegebenen "Metastudie �ber Merkmale von Freileitungen und Erdkabelleitungen" der Technischen Universit�t Illmenau vom 12. Oktober 2011 eine leicht h�here Ausfallh�ufigkeit, daf�r aber dauere die Reparatur bei Kabelleitungen l�nger (E. 6.2 des angefochtenen Entscheids). Die Ausfallzeiten liessen sich zwar durch die Verlegung eines Reservekabels je Leitungsstrang im Schadensfall reduzieren resp. auf eine betrieblich unkritische Zeit verschieben; dies h�tte jedoch Mehrkosten von Fr. 210'000.-- zur Folge.
Die Beschwerdef�hrer sind der Auffassung, bei Mitverlegung eines Ersatzkabels sei die Verkabelung der Freileitung hinsichtlich Versorgungssicherheit und Reparaturzeiten ebenb�rtig, weshalb dieser Aspekt in die Interessenabw�gung nicht h�tte einfliessen d�rfen.
Im weiteren Schriftenwechsel machen die Beschwerdef�hrer weitere Ausf�hrungen zu St�rstatistiken und ihrer Relevanz f�r den vorliegenden Fall.
Ausschlaggebend f�r die Interessenabw�gung des Bundesverwaltungsgerichts zugunsten der Freileitung und zulasten der Teilverkabelung war, dass sich die Belastung f�r das kantonale Landschaftsschutzobjekt "Drumlinlandschaft Mettmenstetten-Uttenberg" bei einer Verkabelung im Verh�ltnis zur Freileitung nur unwesentlich vorteilhafter darstellen w�rde. F�r den Abspann w�ren je zwei Kabelendmasten erforderlich. Zudem best�nden im fraglichen Bereich bereits landschaftliche Vorbelastungen (Autobahn mit Nebenanlagen, grosse Landwirtschaftsbetriebe mit teilweise Hochsilos, Mobilfunkantennen, ein ungeordneter Siedlungsabschluss), weshalb sich der Mehrwert der kurzen Verkabelung f�r die Landschaft als gering erweise. Die bei der Drumlinlandschaft im Vordergrund stehende Erhaltung der Geomorphologie werde durch die Freileitung nicht wesentlich beeintr�chtigt. Insgesamt erweise sich deshalb die um den Faktor 2.01 teurere Verkabelungsvariante als nicht verh�ltnism�ssig.
5.1.�Die Beschwerdef�hrer sind dagegen der Auffassung, der unversehrte Schutz der Landschaft rechtfertige die bescheidenen Mehrkosten der Verkabelung.
Wie das Bundesgericht bereits in seinem Urteil vom 14. Juli 2011 (E. 5.3) festgestellt habe, befriedige die Freileitungsf�hrung im Bereich der �berdeckung R�teli, zwischen dem Dorf Mettmenstetten und der Drumlinlandschaft, aus Sicht des Landschaftsschutzes nicht: Die drei Masten k�men auf eine Kuppe zu stehen, d.h. an eine visuell exponierte Stelle. Sie beeintr�chtigten daher die Aussicht vom Dorf her auf die Landschaft wie auch in umgekehrter Richtung. Selbst wenn die Masten knapp ausserhalb des Schutzgebiets zu stehen kommen sollten, f�ge sich die �berdeckung als Erhebung topografisch in die Drumlinlandschaft ein und werde dieser optisch noch zugerechnet. Die im Untergrund verlaufende Nationalstrasse werde an dieser Stelle nicht wahrgenommen. Die B�ndelung von Freileitung und Nationalstrasse weise daher in diesem Bereich keine Vorteile auf. Vielmehr erscheine die neue Freileitung im Bereich der �berdeckung R�teli als neue Beeintr�chtigung der Landschaft am �stlichen Rand des Schutzgebiets. Diese Vorgaben h�tten im angefochtenen Entscheid keinen Niederschlag gefunden.
Sie verweisen auf die Bemerkung des BAFU in seiner Stellungnahme vom 31. Oktober 2011 (Ziff. 2), wonach die Kabelendmasten je am wenig einsehbaren s�dlichen B�schungsfuss der Autobahn zu liegen k�men. Diese l�gen deutlich tiefer und w�ren deshalb weniger augenf�llig als die Freileitungsmasten auf der �berdeckung R�teli, auch wenn die Gesamtanzahl Masten nicht kleiner w�re. Damit sei von einem erheblichen Gewinn der Landschaft auszugehen.
Die Ausf�hrungen des ARE, wonach die kurze Verkabelung nicht zu einem Mehrwert f�r die Landschaft f�hre und selbst f�r einen Grossteil der lokalen Bev�lkerung nicht klar erkenntlich sei, tr�fen nicht zu und st�nden auch im Widerspruch zu dessen fr�heren �usserungen am Augenschein: Damals habe das ARE die Verkabelung aus raumplanerischer Sicht als beste L�sung erachtet. Die geplante Freileitung beeintr�chtige den Blick von Westen und von Osten; dies gelte nicht nur von den Grundst�cken der Beschwerdef�hrenden aus gesehen, sondern im besonderem Masse mit Blick von Westen her.
Die Beschwerdef�hrer bestreiten, dass Vorbelastungen bestehen, die gegen eine Verkabelung sprechen w�rden: Der Siedlungsabschluss sei geordnet und die den Landwirtschaftsbetrieben dienenden, zonenkonformen Hochsilos seien nicht als landschaftliche Vorbelastung zu betrachten. Die angef�hrte Mobilfunkantenne liege in einer gewissen Entfernung zur �berdeckung R�teli und sei daher nicht relevant.
5.2.�Sowohl die Beschwerdegegnerin als auch das BFE halten eine Verkabelung aus Gr�nden des Landschaftsschutzes nicht f�r geboten. Die Zonenkonformit�t der bestehenden Hochsilos schliesse nicht aus, sie als landschaftliche Vorbelastung zu ber�cksichtigen. Die Behauptung der Beschwerdef�hrer, die �berdeckung sei mit grossem finanziellem Aufwand f�r die Rekonstruktion der urspr�nglichen Topografie der Drumlinlandschaft get�tigt worden, treffe nicht zu: Die Autobahn�berdeckung mit einer L�nge von 400 m sei prim�r aus Gr�nden des L�rmschutzes f�r Mettmenstetten sowie f�r die Erhaltung der �kologischen Vernetzung errichtet worden (vgl. Stellungnahme des BAFU vom 2. Juni 2010 und Kapitel 3.7a "Landschaftsverbindung" des kantonalen Richtplans).
5.3.�Das BAFU vertritt ebenfalls die Auffassung, dass die landschaftlichen Vorteile der Verkabelung, welche durch die vier Kabelendmasten empfindlich verringert werden, angesichts ihrer beachtlichen Mehrkosten die landschaftlichen Nachteile der Freileitung mit den drei Masten 40 - 43 nicht aufzuwiegen verm�chten. Es verweist zur Begr�ndung auf seine bisherigen Stellungnahmen vor Bundesverwaltungsgericht.
Zwar k�men die f�r die Verkabelung notwendigen vier Endmasten am wenig einsehbaren B�schungsfuss der Autobahn zu liegen; die Verkabelung w�rde deshalb im Bereich der �berdeckung R�teli zu einer leichten landschaftlichen Verbesserung f�hren. In Bezug auf das kantonale Landschaftsschutzobjekt "Drumlinlandschaft Mettmenstetten-Uttenberg" insgesamt, das westlich der Autobahn und der Freileitung liege und dessen Schutz im Vordergrund zu stehen habe, sei die Belastung durch die Verkabelungsl�sung jedoch nur unwesentlich vorteilhafter; insbesondere bleibe das Landschaftsschutzobjekt n�rdlich und s�dlich der �berdeckung R�teli von der Freileitung flankiert.
Ziel des kantonalen Landschaftsschutzobjekts sei vor allem der Schutz vor beeintr�chtigenden Gel�ndever�nderungen; d.h. im Vordergrund stehe die ungeschm�lerte Erhaltung der Geomorphologie. Dieser Zielaspekt werde durch den Bau der Freileitung nicht beeintr�chtigt.
Bei der Beurteilung der Zweckm�ssigkeit der Verkabelung der Leitung d�rften die bestehenden landschaftlichen Vorbelastungen nicht vernachl�ssigt werden: Die Autobahn mit Nebenanlagen wie Beleuchtungskandelabern, L�rmschutzw�nden und Wildz�unen wirke im Bereich der nur 400 m langen �berdeckung R�teli landschaftlich st�rend. Weiter seien in mittlerer Sichtdistanz grosse Landwirtschaftsbetriebe mit und ohne Hochsilos sowie eine Natel-Antennenanlage vorhanden, die ebenfalls als landschaftliche Beeintr�chtigungen einzustufen seien. Schliesslich sei der Siedlungsabschluss auf der Seite Mettmenstetten mit eher ungeordnet angesiedelten Ein- und Mehrfamilienh�usern, Kirche, Industrie- und Gewerbebauten aus landschaftlicher Sicht wenig abgestimmt auf das kantonale Landschaftsschutzobjekt. Ein darauf ausgerichteter qualit�tsvoll gestalteter Siedlungsrand, der durch die Leitungsverkabelung markant gewinnen w�rde, sei jedenfalls nicht vorhanden. Angesichts dieser Ausgangslage sei der landschaftliche Gewinn durch eine Verkabelung im Bereich der �berdeckung R�teli eher gering.
Eine Verkabelung dr�nge sich deshalb aus Verh�ltnism�ssigkeitsgr�nden nicht auf, auch wenn das Kostenverh�ltnis von 1:2 als eher moderat zu beurteilen sei. Damit sich die teurere Verkabelung einer Hochspannungsleitung landschaftlich rechtfertige, m�sste eine Freileitung zu einer erheblichen Verschlechterung des Landschaftsschutzgebietes oder der unbeeintr�chtigten Landschaft f�hren. Mit anderen Worten: Der Ausgangszustand der Landschaft und ihres unmittelbaren Umfeldes m�sse einen geringen Grad an Belastung aufweisen, so dass eine Freileitung die relative Unversehrtheit des betroffenen Landschaftsabschnittes in hohem Mass in Frage stellen w�rde. Die f�r den Landschaftsschutz aufzuwendenden Mittel seien beschr�nkt und m�ssten daher mit einem hohen Wirkungsgrad auf den Landschaftsschutz eingesetzt werden. Im vorliegenden Fall f�hre die Verkabelung jedoch in erster Linie dazu, dass die Situation bei den Beschwerdef�hrenden m�glichst unver�ndert bleibe, w�hrend der "landschaftliche Mehrwert" f�r das ganze Landschaftsschutzgebiet bescheiden bleibe.
5.4.��hnlich �usserte sich das ARE im vorinstanzlichen Verfahren: Angesichts der Tatsache, dass die geplante Freileitung der Autobahn folge und die sehr kurze Verkabelung im Bereich der �berdeckung die Einsparung von nur einem Masten bringe, aber jeweils zwei Doppelmasten f�r den Abspann ben�tigt w�rden, sei der Mehrwert f�r die Landschaft, selbst f�r den Grossteil der lokalen Bev�lkerung, nicht klar erkenntlich. F�r die Interessenabw�gung sollte auch eine Rolle spielen, ob die f�r diese Teilverkabelung aufgewandten finanziellen Mittel, welche schlussendlich von der gesamten Bev�lkerung mitgetragen werden, nicht raumwirksamer an einem anderen Ort eingesetzt werden k�nnten.
Im Urteil BGE 137 II 266 E. 4.2 S. 276 ging das Bundesgericht davon aus, dass Kabelanlagen aufgrund des technischen Fortschritts leistungsf�higer, zuverl�ssiger und kosteng�nstiger geworden seien; dies mindere das Gewicht der gegen eine (Teil) Verkabelung sprechenden Gr�nde und k�nne im Einzelfall dazu f�hren, dass das Interesse an der ungeschm�lerten Erhaltung einer Landschaft �berwiege, auch wenn es sich nicht um eine Landschaft von �berragender, nationaler oder kantonaler Bedeutung, sondern von mittlerer, regionaler oder nur lokaler Bedeutung handle. In diesem Zusammenhang sei die zunehmende Verbauung des Schweizer Mittellandes zu ber�cksichtigen, mit der Folge, dass unbeeintr�chtigte Landschaften immer seltener werden und das Interesse an ihrer Erhaltung zunehme.
Erforderlich ist allerdings eine sorgf�ltige Interessenabw�gung in jedem Einzelfall: Wie die Bundes�mter zu Recht darlegen, muss sich ein erheblicher Mehreinsatz finanzieller Mittel aufgrund der konkreten Umwelt- und Landschaftssituation rechtfertigen. Bei dieser Beurteilung kommt der Stellungnahme der Fachbeh�rden des Bundes f�r den Umwelt- und Landschaftsschutz sowie die Raumentwicklung grosses Gewicht zu.
Zwar belegt die Variantenstudie der Beschwerdegegnerin, dass die Verlustkosten der Freileitung doppelt so hoch sind wie diejenigen der Kabelanlage. Unter Ber�cksichtigung dieses Faktors bleibt die Verkabelung der streitigen Teilstrecke, �ber die gesamte Lebensdauer der Anlage gerechnet, noch rund doppelt so teuer wie die Freileitung. Auch wenn derartige Mehrkosten einer Verkabelung als eher moderat bezeichnet werden k�nnen, so dass eine Erdverlegung aus Gr�nden des Landschaftsschutzes nicht von vornherein ausgeschlossen erscheint, sind sie doch nicht so unbedeutend, dass sie bereits gegen�ber einem durchschnittlichen Interesse an der Freihaltung der Landschaft vor st�renden Objekten zur�ckzutreten h�tten.
Die Masten Nrn. 40, 41 und 42 der geplanten Freileitung kommen knapp ausserhalb des Perimeters der gesch�tzten Drumlinlandschaft zu stehen (vgl. die in den Akten liegende Karte des Z�rcher Natur- und Landschaftsschutzinventars. Diese wird im Inventar als "geologisches bzw. geomorphologisches Objekt" bezeichnet ), d.h. im Vordergrund steht die Erhaltung der Drumlins (w�hrend der letzten Eiszeit abgelagerte, langgezogene Mor�nenh�gel) als erdgeschichtliche Formen und die Verhinderung beeintr�chtigender Gel�nde�nderungen. Dieses Ziel wird durch die Freileitung nicht tangiert, zumal es sich bei der �berdeckung R�teli nicht mehr um ein vom Gletschereis geschaffenes Landschaftselement, sondern um eine k�nstliche Aufsch�ttung handelt.
Fraglich ist somit lediglich, ob sich die Mehrkosten der Verkabelung rechtfertigen, um die Umgebung des Landschaftsschutzobjekts vor st�renden Infrastrukturbauten freizuhalten. Dieses Interesse ist aufgrund der Vorbelastung des Gebiets stark reduziert: Negativ fallen die Nationalstrasse und ihre Nebenanlagen, die Siedlung Mettmenstetten (Industriegebiet und bis unmittelbar an die �berdeckung R�teli heranreichende Wohnsiedlung) ins Gewicht, wie auch die Mobilfunkantenne am Nordportal des Autobahntunnels. Zwar ist die �berdeckung R�teli selbst von Bauten frei (von der Maschwanderstrasse abgesehen); sie ist jedoch nur ca. 400 m breit. Beim Blick von Westen, d.h. aus dem Landschaftsschutzgebiet in Richtung Mettmenstetten, werden daher die Masten der Freileitung entlang der Autobahn (im offenen Teil) die Sicht beeintr�chtigen. Die streitige Verkabelung w�rde deshalb im Wesentlichen die freie Aussicht von den Grundst�cken der Beschwerdef�hrer (am westlichen Siedlungsrand von Mettmenstetten) auf die Drumlinlandschaft sicherstellen. Dagegen ist weder erstellt noch dargelegt, dass diese Aussicht f�r die �brigen Einwohner von Mettmenstetten besondere Bedeutung hat.
Unter diesen Umst�nden ist die Einsch�tzung der Vorinstanzen nicht zu beanstanden, wonach der Nutzen der streitigen Teilverkabelung f�r das Landschaftsschutzobjekt zu gering ist, um die Mehrkosten zu rechtfertigen.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 66 BGG). Da die Beschwerdegegnerin nicht anwaltlich vertreten ist, hat sie praxisgem�ss keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung.
Die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- werden den Beschwerdef�hrern�auferlegt.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesamt f�r Energie, dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, dem Bundesamt f�r Umwelt und dem Bundesamt f�r Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt.