Source: https://www.abfallmanager-medizin.de/recht/zuverlaessigkeit-und-fortbildungspflicht-fuer-abfallbeauftragte/
Timestamp: 2019-08-18 19:07:53
Document Index: 270251350

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 9', '§ 8', '§9', '§ 9', '§ 9', '§ 10', '§ 9', '§ 10']

Abfall­beauftragten­verordnung (AbfBeauftrV): Zuverlässigkeit und Fortbildungspflicht für Abfallbeauftragte – Abfallmanager Medizin
Abfall­beauftragten­verordnung (AbfBeauftrV) Zuverlässigkeit und Fortbildungspflicht für Abfallbeauftragte
Ein angehender Abfallbeauftragter muss als zuverlässig eingestuft werden, um die Stelle anzutreten.
Die Abfallbeauftragtenverordnung (AbfBeauftrV) konkretisiert die zentralen Anforderungen an den Abfallbeauftragten in Anlehnung an das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und das Bundes-Immissionsschutzgesetz: Zuverlässigkeit (§ 8 AbfBeauftrV) und Fachkunde (§ 9 AbfBeauftrV). Abfallmanager Medizin gibt einen ausführlichen Einblick in die zwei wesentlichen Abschnitte der Abfallbeauftragtenverordnung.
Ein angehender Abfallbeauftragter muss als zuverlässig eingestuft werden, um die Stelle anzutreten. Nach § 8 Abs. 1 AbfBeauftrV ist die erforderliche Zuverlässigkeit gegeben, wenn der Abfallbeauftragte aufgrund seiner persönlichen Eigenschaften, seines Verhaltens und seiner Fähigkeiten zur ordnungsgemäßen Erfüllung der ihm obliegenden Aufgaben geeignet ist. Die Zuverlässigkeit ist in der Regel nicht gegeben, wenn die betroffene Person eine der in Absatz 2 genannten Ausschlussgründe erfüllt:
Abfallbeauftragter muss Fachkunde mitbringen
Die zweite zentrale Anforderung an den Abfallbeauftragten, die in der AbfBeauftrV festgehalten wurde, besteht in der erforderlichen Fachkunde. Was dazu gehört, ist im §9 der AbfBeauftrV geregelt. Erst wenn die dort aufgeführten Punkte erfüllt sind, gelten die Bewerber als fachkundig und dürfen als Abfallbeauftragte berufen werden.
Anforderung 2: einschlägige Berufserfahrung über mindestens ein Jahr (z.B. über Vermeidung und Bewirtschaftung der anfallenden Abfälle)
Die Inhalte eines Lehrgangs für den Erwerb der erforderlichen Fachkunde sind folgende:
Abfallarten in Klinik und Labor
Abfallentsorgungskontrolle und Entsorgunsgdokumentation
Der Abfallbeauftragte ist nach § 9 Abs. 2 Satz 1 AbfBeauftrV zudem verpflichtet, über den aktuellen Wissensstand für seine Tätigkeit zu verfügen, indem er Fortbildungen besucht. Die Anforderungen finden Sie auch in unserem Download-Bereich . Der Arbeitgeber hat diese Fortbildung sicherzustellen.
Ob ein angebotener Lehrgang im Sinne der Verordnung anerkannt ist, können medizinische Einrichtungen bei ihrer zuständigen Abfallbehörde auf Landesebene erfragen. Es bietet sich hierbei an, eine Fortbildung wahrzunehmen, die sich nur an Abfallbeauftragte aus Einrichtungen des Gesundheitswesens richtet, so dass gezielt branchenspezifische Aspekte und Probleme der Abfallwirtschaft besprochen und erörtert werden können. Der Erfahrungsaustausch untereinander sollte hierbei nicht zu kurz kommen.
Auch die Anbieter von Seminaren für Abfallbeauftragte können nachweisen, wenn ihr Weiterbildungsangebot von der Behörde geprüft und bundesweit anerkannt wurde.
Bereits bestellte Abfallbeauftragte
Die Anforderungen des § 9 Abs. 1 AbfBeauftrV gelten nach § 10 Abs. 1 Satz 1 AbfBeauftrV nicht für Abfallbeauftragte, die vor dem 1. Juni 2017 bereits bestellt worden sind. Die Verpflichtung für bereits bestellte Abfallbeauftragte beschränkt sich daher auf die Aktualisierung ihres Wissensstandes durch Teilnahme an einem Fortbildungslehrgang nach § 9 Abs. 2 AbfBeauftrV.
Diese Pflicht zur Teilnahme an einem von der zuständigen Behörde anerkannten Lehrgang musste gemäß § 10 Abs. 1 Satz 2 AbfBeauftrV spätestens am 1.Juni 2019 erstmals erfüllt werden.
Abfallmanager Medizin: Neue Verordnung über Betriebsbeauftragte für Abfall. Anforderungen an Abfallbeauftragte ab 1. Juni 2017
kommunalwirtschaft.eu: Erweiterung der Pflicht zur Bestellung eines Abfallbeauftragten – Fortbildungspflicht erfüllen