Source: https://rd.springer.com/chapter/10.1007/978-3-322-89499-1_1
Timestamp: 2019-08-23 04:59:19
Document Index: 370210496

Matched Legal Cases: ['§ 242', '§ 264', '§ 249', '§ 246', '§ 252', '§ 17', '§ 5']

Umweltschutzrückstellungen im Bilanzrecht pp 1-4 | Cite as
Verpflichtungen zu Umweltschutzmaßnahmen können Unternehmen in erheblichem Maße wirtschaftlich belasten. Bedeutsam für Ausmaß und Intensität der Belastung ist, daß in den letzten zwei Jahrzehnten, insbesondere im öffentlichen Recht, ein “beachtliches Gesetzes- und Normgebungswerk zum Schutze der Umwelt geschaffen”1 wurde. Die Aktivität des Gesetzgebers ist zurückzuführen auf eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit durch Umweltkatastrophen, aber auch durch weniger spektakuläre Umweltverschmutzungen, die die Lebensqualität spürbar beeinträchtigen.2 Nicht nur das engmaschigere Netz von Rechtsvorschriften wirkt sich verschärfend auf Umweltschutzverpflichtungen aus, die ein Unternehmen treffen können. Durch verfeinerte Möglichkeiten der Meßbarkeit von Beeinträchtigungen der Umwelt kann eine genauere Kenntnis darüber gewonnen werden, wem die Verantwortung für Umweltschädigungen zuzurechnen ist.3 Die Verursacher bzw. die Verantwortlichen müssen in stärkerem Maße damit rechnen, daß sie zur Beseitigung der Schäden in Anspruch genommen werden. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um Unternehmen der Großindustrie handelt oder ob kleinere Betriebe wie Tankstellen oder Waschsalons betroffen sind.
Kloepfer (Umweltrecht, 1989): S. 22.Google Scholar
Vgl. Rürup (Rückstellungen, 1992): S. 521.Google Scholar
Vgl. SRU (Altlasten, 1990): S. 10 f.Google Scholar
Nach § 242 HGB hat der Kaufmann sowohl eine Bilanz als auch eine Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellen, die gemeinsam den Jahresabschluß bilden; für Kapitalgesellschaften wird nach § 264 Abs. 1 HGB der Jahresabschluß um einen Anhang erweitert. Zur Behandlung der grundsätzlichen Problematik wird im folgenden neben dem Begriff `Jahresabschluß` auch der allgemein übliche Sprachgebrauch `Bilanz` verwendet.Google Scholar
Vgl. § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB.Google Scholar
Vgl. Kloepfer (Umweltrecht, 1989): S. 19Google Scholar
vgl. zur Notwendigkeit eines interndiszi-plinären Informationsaustausches, Gasser (Umwelthaftungsrecht, 1992): S.153 – 165Google Scholar
vgl. zur Notwendigkeit eines interndiszi-plinären Informationsaustausches, Gasser (Umwelthaftungsrecht, 1992): S. 154 u. S. 165.Google Scholar
BFH v. 25 8.1989 III R 95/87, BFHE 158, 62, BStBl. II 1989, 894.Google Scholar
Vgl. § 246 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB.Google Scholar
Vgl. für Umweltschutzverpflichtungen BFH v. 19.10.1993 VIII R 14/92, BFHE 172, 376, BStBl. II 1991,891.Google Scholar
Vgl. im einzelnen das Zweite Kapitel der vorliegenden Untersuchung, insb. Abschn. A.V. und B.Google Scholar
Vgl. § 17 Abs. 2 a DMBilG v. 25.7.1994, BGBl. I 1994, 544 ff.Google Scholar
Darunter wird sowohl die Handelsbilanz als auch die aus ihr aufgrund des Maßgeblich-keitsprinzips nach § 5 Abs. 1 HGB abgeleitete Steuerbilanz verstanden, vgl. Beisse (Bilanzrecht, 1984): S. 3 f.Google Scholar
Friedemann B. (1996) Problemstellung. In: Umweltschutzrückstellungen im Bilanzrecht. nbf neue betriebswirtschaftliche forschung, vol 176. Gabler Verlag, Wiesbaden
DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-89499-1_1