Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81180000053.htm
Timestamp: 2018-12-15 03:02:24
Document Index: 299224521

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 58', '§ 64', '§ 2', '§ 5', '§ 5']

1.18.053 Kälbling und Umgebung
Verordnung des Landratsamtes Ludwigsburg als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Kälbling und Umgebung" vom 22.08.1988 (Ludwigsburger Kreiszeitung vom 05.09.1988).
Aufgrund von § 22, § 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21.10.1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die im § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Großbottwar, der Gemeinde Mundelsheim und der Stadt Steinheim an der Murr, Ortsteil Höpfigheim, werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Kälbling und Umgebung".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 600 ha und umfaßt die nachstehenden Landschaftsteile im Bereich des Kälblingwaldes zwischen Mundelsheim, Großbottwar, Steinheim (Höpfigheim) und den angrenzenden Gebieten:
Auf dem Gebiet der Stadt Großbottwar:
· Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne Stäudach, Eck, Unter dem Bärental, Geiernest, Beim See, Schmutzenhorn, Unter dem Kranzenberg, Hannenbach, Fichtengraben, Fichten, Galgenberg, Hinterer Hochberg, Vorderer Hochberg, Brennberg, Kälbling, Hannenbacher Höhe, Hochbergfeld und Beim Kälbling.
Auf dem Gebiet der Gemeinde Mundelsheim:
· Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne: Beim Fichtenwald, Seewiesen, Kälbling, Seeäcker, Stäudach.
Auf dem Gebiet der Stadt Steinheim an der Murr (Markung Höpfigheim):
· Die Gewanne bzw. Teile der Gewanne: Heiligenhölzle, Geißgraben, Jürgenhölzle, Herdweg, Täle, Viehweg, Häslach, Brunnenwiesen, Krummwiesen, Kiesgrube, Riedern, Kleiner Riedernweg, Kälbling, Großer Riedernweg, Lot, Öttlesbühl.
(3) Beide Karten enthalten die rechtsverbindliche Festsetzung des Landschaftsschutzgebietes und sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten ist bei der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Ludwigsburg verwahrt und kann während der Dienststunden eingesehen werden.
Schutzzweck ist die Erhaltung und Sicherung des ursprünglichen Charakters einer vielgestaltigen Kulturlandschaft in ihrer Funktion für den Naturhaushalt, als Lebensraum der heimischen Tier- und Pflanzenwelt, insbesondere auch als deren genetisches Reservoir und als größerer, zusammenhängender Erholungsraum mit überwiegend Waldanteil sowie als Naherholungsraum. Das Landschaftsschutzgebiet soll vor störenden und beeinträchtigenden Veränderungen bewahrt werden, wie dies z.B. durch die Errichtung weiterer Kleinbauten etc. und Einfriedigungen der Fall wäre. Die Obstbaumbestände des Schutzgebietes sind als landschaftlich und ökologisch wertvolle Landschaftsbestandteile besonders schutzwürdig.
14. Ausüben des Skilanglaufs, Skitreckings auf nicht zu diesem Zweck ausgewiesenen Flächen;
15. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsbestandteilen wie Hecken, Gebüschen, Feldgehölzen sowie die Beseitigung von Obstbäumen.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke, mit der Ausnahme von Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 15;
2. für die Beseitigung von einzelnen absterbenden Obstbäumen, wenn anstelle des alten Baumes auf dem Grundstück ein junger Obstbaum (Hochstamm) gepflanzt wird;
4. für die ordnungsgemäße Unterhaltung von Straßen, Wegen, Plätzen, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 15, sofern Unterhaltungsmaßnahmen nicht lediglich aus Verkehrssicherheitsgründen vorgenommen werden;
Ludwigsburg, den 22.08.1988
Landrat Dr. Hartmann