Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BFHE%20215,%20311
Timestamp: 2020-07-10 13:54:30
Document Index: 353720368

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 14', '§ 14', '§ 15', '§ 31', '§ 33', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 10', 'Art. 17', '§ 42', '§ 94', '§ 96', '§ 103', '§ 104', '§ 105', '§ 155', '§ 136', '§ 160', '§ 133', '§ 157', '§ 164', '§ 172', '§ 3', '§ 3', '§ 14', '§ 14', '§ 15', '§ 31', '§ 33', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 10', 'Art. 17', '§ 42', '§ 94', '§ 96', '§ 103', '§ 104', '§ 105', '§ 155', '§ 136', '§ 160', '§ 133', '§ 157', '§ 164', '§ 172', 'EuG', 'EuG']

BFH, 24.08.2006 - V R 16/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,1063
BFH, 24.08.2006 - V R 16/05 (https://dejure.org/2006,1063)
BFH, Entscheidung vom 24.08.2006 - V R 16/05 (https://dejure.org/2006,1063)
BFH, Entscheidung vom 24. August 2006 - V R 16/05 (https://dejure.org/2006,1063)
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UStG 1999 § 3 Abs. 1, § ... 3 Abs. 1b Nr. 2 und 3, § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3, § 14 Abs. 1 Satz 5, § 15 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 und 2; UStDV 1999 § 31 Abs. 1, § 33 Satz 1 Nr. 4; Richtlinie 77/388/EWG Art. 5 Abs. 1, Art. 5 Abs. 6 Satz 2, Art. 10 Abs. 2 Unterabs. 2, Art. 17 Abs. 1 und 2; AO 1977 § 42; FGO § 94, § 96 Abs. 1 Satz 3, § 103, § 104 Abs. 1 Satz 1, § 105 Abs. 2 Nr. 5, § 155; ZPO § 136 Abs. 4, § 160 Abs. 1 Nr. 2; BGB § 133, § 157, § 164 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2, § 172 Abs. 1
UStG 1999 § 3 Abs. 1, § 3 Abs. 1b Nr. 2 und 3, § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3, § 14 Abs. 1 Satz 5, § 15 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 und 2; UStDV 1999 § 31 Abs. 1, § 33 Satz 1 Nr. 4; Richtlinie 7... 7/388/EWG Art. 5 Abs. 1, Art. 5 Abs. 6 Satz 2, Art. 10 Abs. 2 Unterabs. 2, Art. 17 Abs. 1 und 2; AO 1977 § 42; FGO § 94, § 96 Abs. 1 Satz 3, § 103, § 104 Abs. 1 Satz 1, § 105 Abs. 2 Nr. 5, § 155; ZPO § 136 Abs. 4, § 160 Abs. 1 Nr. 2; BGB § 133, § 157, § 164 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2, § 172 Abs. 1
Leistungsempfänger bei der Lieferung von Waren gegen Vorlage eines Warengutscheins, Rechnungen über Anzahlungen, Vorsteuerabzug, Besetzungsrüge, Mitwirkung der ehrenamtlichen Richter, Urteilsbegründung
Bestimmung des Leistungsempfängers bei Übergabe der Leistung an einen Dritten; Auswirkungen der Zwischenschaltung eines Beauftragten auf die Leistungsempfängereigenschaft; Besteuerung von Geschenkgutscheinen; Voraussetzungen eines des Vorsteuerabzugs aus Rechnungen über ...
Leistungsempfänger bei der Lieferung von Waren gegen Vorlage eines Warengutscheins
Geschenkgutscheine an Arbeitnehmer und Kunden - Probleme bei Umsatzsteuer und Vorsteuerabzug
EuGH-Rechtsprechung zur Gutscheingewährung
An seiner früheren Rechtsprechung, wonach die Vorsteuer aus einer berichtigten Rechnung erst im Besteuerungszeitraum der Berichtigung abgezogen werden konnte (Senatsurteil vom 24. August 2006 V R 16/05, BFHE 215, 311, BStBl II 2007, 340, unter II.3.c), hält der Senat infolge der EuGH-Rechtsprechung nicht mehr fest.
Leistungsempfänger ist nach ständiger BFH-Rechtsprechung grundsätzlich derjenige, der aus dem der Leistung zugrunde liegenden Schuldverhältnis als Auftraggeber berechtigt und verpflichtet ist (vgl. BFH-Urteil vom 24. August 2006 V R 16/05, BFHE 215, 311, BStBl II 2007, 340, unter II. 2. b der Gründe;… BFH-Beschluss vom 22. Februar 2008 XI B 189/07, BFH/NV 2008, 830, jeweils m.w.N.).
aa) Ob ein Leistungsbezug dem Handelnden oder einem Anderen zuzurechnen ist, hängt grundsätzlich davon ab, ob der Handelnde gegenüber Dritten im eigenen Namen oder berechtigterweise im Namen eines Anderen beim Bezug einer Leistung aufgetreten ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 215, 311, BStBl II 2007, 340, unter II. 2. b der Gründe, m.w.N.).
Im Übrigen ist zwischen der Leistungserbringung und dem Leistungsbezug durch Treuhänder oder Strohmänner nicht zu differenzieren, da die Bestimmung von Leistenden und Leistungsempfänger nach einheitlichen Grundsätzen erfolgt (vgl. BFH-Urteile in BFH/NV 1996, 185, und in BFHE 215, 311, BStBl II 2007, 340).
Ob eine Rechnung keine "Rückwirkung" entfalten kann, wie der Kläger mit Bezug auf BFH, Urteil vom 24. August 2006 - V R 16/05 -, BFHE 215, 311, BStBl II 2007, 340 behauptet (Bl. 252 d.A.), ist bereits mehr als zweifelhaft.
Der BFH hat darin vielmehr entschieden, dass der Vorsteuerabzug aus Rechnungen über Lieferungen, auf die eine Anzahlung geleistet wurde, voraussetzt, dass alle maßgeblichen Elemente des Steuertatbestands, d.h. der künftigen Lieferung, bereits bekannt und somit insbesondere die Gegenstände der Lieferung zum Zeitpunkt der Anzahlung genau bestimmt sein müssten (vgl. BFH, Urteil vom 24. August 2006 - V R 16/05 -, BFHE 215, 311, BStBl II 2007, 340); denn Lieferungen von Gegenständen unterliegen der Mehrwertsteuer und nicht die als Gegenleistung erbrachten Anzahlungen für noch nicht klar bestimmte Lieferungen von Gegenständen.
Vielmehr soll der Vorsteuerabzug erst im Besteuerungszeitraum der Nachreichung bzw. Korrektur der Rechnung zulässig sein (z.B. BFH, Urteil vom 24. August 2006 - V R 16/05, BStBl. II 2007, 340;… vom 31. Juli 2007 - V B 156/06, BFH/NV 2008, 416).