Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=SozR%203800%20%C2%A7%201%20Nr.%204
Timestamp: 2019-10-18 10:14:58
Document Index: 49847191

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 113', '§ 1', '§ 113']

https://dejure.org/1984,2384
BSG, 28.03.1984 - 9a RVg 1/83 (https://dejure.org/1984,2384)
BSG, Entscheidung vom 28.03.1984 - 9a RVg 1/83 (https://dejure.org/1984,2384)
BSG, Entscheidung vom 28. März 1984 - 9a RVg 1/83 (https://dejure.org/1984,2384)
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Wie der Senat schon mehrfach entschieden hat, ist die Verletzungshandlung im OEG eigenständig und ohne Bezugnahme auf das Strafgesetzbuch ( StGB ) geregelt; es wird zwar nicht jede Gewalttat entschädigt, wohl aber der tätliche Angriff als eine in feindseliger Willensrichtung unmittelbar auf den Körper eines anderen zielende Einwirkung (vgl BSGE 49, 98 = SozR-2 3800 § 1 Nr. 1 und BSGE 56, 234 = BSG SozR-2 3800 § 1 Nr. 4 mit zahlreichen Nachweisen).
Wäre die Handlung als ein gefährlicher Scherz zu werten, würde dies eine Entschädigung nach dem OEG ausschließen (vgl BSG SozR 3800 § 1 Nr. 4).
Soweit auch das Strafrecht in dieser Weise formuliert, so in den §§ 113 und 121 StGB , genügt auch dort die Absicht körperlicher Einwirkung ohne Rücksicht auf den eingetretenen Erfolg (vgl die Nachweise bei BSG SozR 3800 § 1 Nr. 4 und Schönke/Schröder/Eser, Komm zum StGB , 23. Aufl, § 113 RdNr 46).