Source: https://rd.springer.com/chapter/10.1007/978-3-322-83941-1_8
Timestamp: 2019-08-17 23:27:11
Document Index: 383422889

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 1', '§ 6', '§ 7', '§ 9', '§ 9', '§ 4', '§3', '§ 6', '§ 7', '§ 7', '§ 2', '§ 5', '§ 7', '§ 5', '§ 7', '§ 28', '§ 8', '§ 7', '§ 7']

Die Genehmigung von Atomanlagen | Springer for Research & Development
Recht und Technik im Spannungsfeld der Kernenergiekontroverse pp 138-166 | Cite as
Die Genehmigung von Atomanlagen
Der Beitrag bietet eine Übersicht über die materiellen Vorschriften zur Genehmigung von Atomanlagen (Teil I.), die verfahrensrechtlichen Fragen sind in einem weiteren Beitrag behandelt. Der begrenzte Raum zwingt zur Konzentration auf die Atomanlagen iSd § 7 AtomG, so daß die Vorschriften des Atomendlagers, der Zwischenlager usw. nicht behandelt werden. Im zweiten Teil wird auf die Frage der erforderlichen Vorsorge, der wichtigsten Genehmigungsvorschrift, näher eingegangen.
Siehe dazu die eingehende Darstellung von Bieber, in: Gutachten der FEST, Bd. 3.Google Scholar
BT-DrS 2/3026.Google Scholar
Am 23.4.1963 — BGBl I, 201; am 28.8.1969 — BGBl I, 1429; am 19.12.1975 — BGBl I, 3162; am 30.8.1976 — BGBl I, 2573.Google Scholar
„Zweck dieses Gesetzes ist, 1. die Erforschung, die Entwicklung und die Nutzung der Kernenergie zu friedlichen Zwecken zu fördern, 2. Leben, Gesundheit und Sachgüter vor den Gefahren der Kernenergie und der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlen zu schützen und durch Kernenergie oder ionisierende Strahlen verursachte Schäden auszugleichen, 3. zu verhindern, daß durch Anwendung oder Freiwerden der Kernenergie die innere oder äußere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland gefährdet wird 4. die Erfüllung internationaler Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland auf dem Gebiet der Kernenergie und des Strahlenschutzes zu gewährleisten.“Google Scholar
BVerwG U. v. 16.3.1972 — DVB1 1972, 678, h. Rspr.Google Scholar
S. Fischerhof, § 1 AtomG, Anm. 5 ff.Google Scholar
S. insb. Bieber (Fn. 1).Google Scholar
Ebenso Hartkopf, Bulletin des Presse-und Informationsamts der Bundesregierung 1983, 238; a. A. Ronellenfitsch, Das atomrechtliche Genehmigungsverfahren, Speyer 1981, Manuskr. § 6 IV 3c-9g (334).Google Scholar
StrahlenschutzVO, DeckungsvorsorgeVO, Atomrechtliche VerfahrensVO, Atom-rechtl. KostenVO, RöntgenVO.Google Scholar
Dazu Lukes, Zweites Atomrechts-Symposium, 35 ff. mwN.Google Scholar
Vor allem § 7 für Atomanlagen, den Auffangtatbestand des § 9 für den Umgang mit Kernbrennstoffen außerhalb genehmigungsbedürftiger Anlagen, das Abfallendlager und die Landessammelstelle (§ 9 b und c), Beförderung (§ 4), die Ein-und Ausfuhr (§3) von Kernbrennstoffen und ihre Aufbewahrung (§ 6).Google Scholar
Vorbescheid (§ 7 a) und Präklusion bei Teilgenehmigung und Vorbescheid (§ 7b).Google Scholar
Das sind die „besonderen spaltbaren Stoffe“ iSv § 2 Abs. 1 AtomG.Google Scholar
DVB11978, 63.Google Scholar
Zust. Albers, in: Hülsmann/Tschiedel, Kernenergie und wissenschaftliche Veranstaltung, 1977, 79 ff.Google Scholar
Vgl. Backhaus ET 1977, 802 sowie Ronellenßtsch (Fn 8), § 5 II 2e-dd (188 ff.).Google Scholar
B. v. 8.8.1978 — BVerfGE 49, 89.Google Scholar
Fischerhof, § 7 AtomG, Rdn 4; Lukes/ Vollmer/ Mahlmann, Grundprobleme des atomrechtlichen Verwaltungsverfahrens, 1974, 22; Pfaffelhuber ET 1972, 216; Sternberg, Fünftes Atomrechts-Symposium, 53 ff.; Winters, Atom-und Strahlen-schutzrecht, 1978, 21.Google Scholar
Rengeling JZ 1977, 543; VGH Mannheim B. v. 8.10.1975 — DVB1 1976, 538 und U.v. 30.3.1982, ET 1982, 849.Google Scholar
Kühlturm als Teil der Atomanalge: z. B. SNR 300; nach BImSchG gesondert genehmigt: KKW Grohnde.Google Scholar
(Fn8), § 5 II 3c (231 ff.).Google Scholar
So gerade Ronellenßtsch selbst (Fn 8), 230.Google Scholar
= sicherheitstechnischer Anlagenbegriff.Google Scholar
Kimminich, Atomrecht, 1974, 78; Mahlmann, Erstes Atomrechts-Symposium, 270; Mutschier, Nebénbestimmungen zur Atomanlagengenehmigung und die Zulässig-keit der Verwendung zur Ausräumung von Versagungsgründen, 1974, 35; Beeretz, Fünftes Atomrechts-Symposium 112; Wagner ZRP 1980, 298.Google Scholar
Vgl. dazu meinen Beitrag zum Verfahrensrecht.Google Scholar
BVerfGE 49, 89 (144f.); BVerwG DVB1 1972, 679; Breuer NJW 1977, 1125; Fiscberhof § 7 AtomG, Rdn 24f.; Lukes atw 1980, 74; Mutschier (Fn 24), 39f.; Schnurer, Das atomrechtliche Genehmigungsverfahren in der Bundesrepublik Deutschland, 1974, 7; Winters DÖV 1978, 299.Google Scholar
Ronellenßtsch (Fn 8), 468 ff. m. eingehenden Nachweisen.Google Scholar
Mahlmann, Erstes Atomrechts-Symposium, 269 ff.; Schmitt Glaeser, Der Landkreis 1976, 443.Google Scholar
BVerfGE 49, 89 (146 f.).Google Scholar
So aber Ronellenfitsch (Fn 8), 447.Google Scholar
Verfassungsbeschwerden gegen das Zwischenlager Gorleben wurden nicht zur Entscheidung angenommen (nach Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes).Google Scholar
Roßnagel, Grundrechte und Kernkraftwerke, 1979, 39 f., hM u. hRspr.Google Scholar
Eingehend Roßnagel (Fn 33), 42 f.Google Scholar
Krit. zutreffend hierzu der Beitrag von Roßnagel.Google Scholar
Hofmann, Rechtsfragen der atomaren Entsorgung, 1981.Google Scholar
Wagner/ Ziegler/ Closs, Risikoaspekte der nuklearen Entsorgung, 1982.Google Scholar
Dazu grundlegend Marburger, Die Regeln der Technik im Recht, 1979.Google Scholar
Vgl. dazu die Beiträge auf dem Dritten Atomrechts-Symposium von Berg, Kuhnt, Birkenstock/Gabriel und Quirrenbach.Google Scholar
Siehe dazu unten 3.4.Google Scholar
Allgemeine Berechnungsgrundlage vom 15.8.1979, GMB1 1979, 371 in d. Fassg. v. 6.10.1982 (GMB1 1982, 735).Google Scholar
BAnZ Nr. 206 v. 3.11.1977.Google Scholar
GMB1 1981, 544; 1979, 161; 1980, 90.Google Scholar
BAnZ Nr. 10 v. 16.1.1981.Google Scholar
2. Ausgabe: BAnZ Nr. 167 a v. 6.9.1979; 3. Ausgabe: BAnZ Nr. 69 v. 14.4.1982.Google Scholar
Vgl. die Empfehlungen in: BMI (Hrsg.), Handbuch Reaktorsicherheit und Strahlenschutz.Google Scholar
Bekanntmachung vom 19.4.1974, BAnZ 1974, Nr. 92, 1; vgl. die Empfehlungen in BMI (Fn 47).Google Scholar
1. Neufassung der Bekanntmachung vom 1.12.1981, BAnZ Nr. 240 vom 23.12. 1981.Google Scholar
Vgl. KTA-Handbuch.Google Scholar
Vgl. die Aufstellung im Anhang von BMI (Fn 47).Google Scholar
Marburger (Fn 39), 330ff.Google Scholar
HM vgl. Karpen, Die Verweisung als Mittel der Gesetzgebungstechnik, 1970, 135 f.; Ossenbühl DVB1 1967, 401; Lukes NJW 1978, 243; das gilt auch für die Verweisung in § 28 Abs. 3 S. 4 StrlSchV.Google Scholar
Zu den Publizitätsanforderungen: Backhaus, Bericht der Enquete-Kommission, BT-DrS 8/4341, Mat. Bd. 2, 393 ff.Google Scholar
Ronellenfitsch (Fn 8), 271.Google Scholar
Ronellenfitsch (Fn 8), 274.Google Scholar
Backhaus (Fn 54), 400.Google Scholar
Die Konzentrationswirkung des § 8 Abs. 2 AtomG gilt nur, soweit die Anlage nach § 7 AtomG genehmigungsbedürftig ist.Google Scholar
Vgl. Fischerhof, § 7 Rdn 4, 20; Heuseier DVB1 1982, 390.Google Scholar
Kröncke, Die Genehmigung von Kernkraftwerken, 1982.Google Scholar
So Ronellenfitsch (Fn 8), 321.Google Scholar
Lukes ET 1975, 23Google Scholar
Zutreffend Ronellenfitsch (Fn 8), 369.Google Scholar
OVG Münster ET 1975, 222.Google Scholar
Hansmann, Fünftes Atomrechts-Symposium, 93 f.Google Scholar
Obenhaus und Rauschning, Fünftes Atomrechts-Symposium, 76, 83.Google Scholar
A.A. Ronellenfitsch (Fn 8), 381, der sich mit seinem Beispiel Fn 511 selbst widerlegt.Google Scholar
Sicherheitskriterien v. 21.10.1977, Def. 1.Google Scholar
Def. in Anl. 1 zur StrlSchV.Google Scholar
Auch hypothetische Störfälle genannt, s. z. B. Bundesregierung, Zur friedlichen zung der Kernenergie, Dokumentation, 2. Aufl. 1978, 278.Google Scholar
ET 1975, 220.Google Scholar
OVG Münster, U. v. 20.2.1975, Umdruck, 85.Google Scholar
BVerfGE 49, 89(138).Google Scholar
Das BVerfGE verweist hier auf Breuer DVBl 1978, 829 ff., 835.Google Scholar
BVerfGE 49, 89 (143); der letzte Satz des Zitats bedeutet positiv formuliert: Vorsorge ist zu treffen, soweit die menschliche Erkenntnis reicht. Ob das mit dem „praktischen“ Ausschluß gemeint ist, ist zweifelhaft.Google Scholar
VG Freiburg ET 1977, 634.Google Scholar
Ebenda, Umdruck, 29.Google Scholar
U. v. 30.3.1983, ET 1982, 849.Google Scholar
Ebenda, Umdruck, 111.Google Scholar
Ebenda, Umdruck, 117/118.Google Scholar
Nach DRS ca. 14.500 Soforttote und ca. 100.000 Tote infolge Spätschäden.Google Scholar
VG Oldenburg U. v. 15. 9. 1978,1 A 466/72, 50.Google Scholar
VerwA27(1919), Iff.Google Scholar
„Für die Frage, ob in der Möglichkeit eines Schadens eine Gefahr zu erblicken sei, fällt außer der Wahrscheinlichkeit seines Eintritts der Wert des Gutes, dem die Verletzung droht, ins Gewicht. Je größer dessen Wert ist, um so mehr bedarf es des Schutzes; um so eher sind wir daher geneigt, einer Möglichkeit der Verletzung die Bedeutung einer Gefahr beizumessen. Die Sorge für die Erhaltung von Menschenleben führt zur Berücksichtigung auch geringerer Möglichkeiten der Verletzung, während, wenn es sich um Zerstörung eines nicht all zu beträchtlichen Vermögenswerts handelt, eine derartige geringe Möglichkeit nicht als eine zu verhütende Gefahr betrachtet wird.“ — Scholz (Fn 86), 26.Google Scholar
Scholz (Fn 86), 28.Google Scholar
Plischka, Technisches Sicherheitsrecht, 1969.Google Scholar
Breuer DVBl 1978, 829.Google Scholar
Breuer DVBl 1978, 834.Google Scholar
Breuer DVBl 1978, 835.Google Scholar
Ebenso Wagner NJW 1980, 665.Google Scholar
Degenhart, Kernenergierecht, 1981.Google Scholar
Sellner in: Hosemann (Hrsg.), Risiko — Schnittstelle zwischen Recht und Technik, 1982, 183 ff.Google Scholar
praktisch = so gut wie.Google Scholar
Ronellenfitsch (Fn 8), 284 ff.Google Scholar
Ronellenfitsch (Fn 8), 330.Google Scholar
Ronellenfitsch (Fn 8), 334.Google Scholar
Ronellenfitsch (Fn 8), 344.Google Scholar
Prüß, Kernforschungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland, 1974; Traube/ Ullrich, Billiger Atomstrom? 1982.Google Scholar
Prüß (Fn 101); Bieter (Fn 1).Google Scholar
Mazur in: Conrad (Hrsg.), Gesellschaft, Technik und Risikopolitik, 1983, S. 141 ff.Google Scholar
Vgl. Lindackers in: Hosemann (Hrsg.) Risiko — Schnittstelle zwischen Recht und Technik, 1982, 98 ff.Google Scholar
Vgl. van Buiren u. a., Richterliches Handeln und technisches Risiko, 1981, XGoogle Scholar
Lindackers (Fn 104), 98 ff.Google Scholar
„Wird aber ein Kernkraftwerk trotz des in ihm verkörperten außerordentlichen Gefährdungspotentials im Allgemeininteresse an der Energieversorgung genehmigt, so bedeutet dies, daß die körperliche Integrität Dritter Gefährdungen ausgesetzt werden kann, die diese nicht beeinflussen und denen sie kaum ausweichen können. Damit übernimmt der Staat seinerseits eine eigene Mitverantwortung für diese Gefährdungen. Demgemäß erscheint es geboten, bei der verfassungsrechtlichen Beurteilung der materiell-und verfahrensrechtlichen Vorschriften für die Genehmigung von Kernkraftwerken nicht weniger strenge Maßstäbe anzulegen als bei der Prüfung staatlicher Eingriffsgesetze.“ BVerfGE 53, 30 (58).Google Scholar
Sellnr (Fn 95), 183 ff.Google Scholar
Zutreffend Ronellenfitsch (Fn 8), 334.Google Scholar
So fälschlich Ronellenfitsch (Fn 8), 334.Google Scholar
Vgl. hierzu den Beitrag von Saladin.Google Scholar
S. hierzu Roßnagel, Bedroht die Kernenergie unsere Freiheit? Das künftige Sicherungssystem kerntechnischer Anlagen, 1983.Google Scholar
Vgl. KWU, Möglichkeiten und Grenzen der Ölsubstitution, 1980.Google Scholar
Zur Differenzierung von Risikobestimmungen und Risikobewertung vgl. Rowe, in: Conrad (Hrsg.), Gesellschaft, Technik und Risikopolitik, 1983, 15 ff.Google Scholar
Methode der revealed preferences, vgl. Rowe (Fn 114), 20.Google Scholar
VGH Mannheim, U. v. 30.3.1982, ET 1982, 849, Umdruck, 13 ff.Google Scholar
VG Karlsruhe DVBl 1978, 858.Google Scholar
VGH Mannheim (Fn 116), Umdruck, 143.Google Scholar
de Witt S. (1984) Die Genehmigung von Atomanlagen. In: Roßnagel A. (eds) Recht und Technik im Spannungsfeld der Kernenergiekontroverse. VS Verlag für Sozialwissenschaften
DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-83941-1_8