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Timestamp: 2016-10-23 20:34:45
Document Index: 109660521

Matched Legal Cases: ['Art. 37', 'Art. 82', 'Art. 89', 'Art. 100', 'Art. 100', 'Art. 47', 'Art. 44', 'Art. 44', 'Art. 44', 'Art. 44', 'Art. 45', 'BGE', 'Art. 15', 'Art. 75', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 16', 'Art. 2', 'Art. 5', 'Art. 9', 'Art. 8', 'Art. 29', 'Art. 21', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 15', 'Art. 1', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 15', 'Art. 5', 'Art. 29', 'Art. 2', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 3', 'Art. 25', 'Art. 29', 'Art. 48', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 48', 'Art. 29', 'Art. 66', 'Art. 68']

1C_534/2012 (16.07.2013)
1C_534/2012 � � Urteil vom 16. Juli 2013
Stadt Maienfeld, Rathaus, 7304 Maienfeld,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter-Curdin Conrad,
Regierung des Kantons Graub�nden, Graues Haus, Reichsgasse 35, 7000 Chur,
handelnd durch das Departement f�r Volkswirtschaft und Soziales Graub�nden, Reichsgasse 35, 7001 Chur.
Beschwerde gegen das Urteil vom 3. Juli 2012 des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden, 5. Kammer.
X.________ ist Eigent�mer eines Bauernbetriebs auf der Parzelle Gbbl. Nr. 328 in Maienfeld. Im Norden der Parzelle befinden sich zwei �konomiegeb�ude (Geb. 59A und 59A-B). Im mittleren Bereich der Parzelle steht eine Reithalle (Geb. 59A-C) mit zwei Anbauten, n�mlich einer Remise (Geb. 59A-G) und einer F�hranlage f�r Pferde (Geb. 59A-F). In dieser F�hranlage h�lt X.________ 33 K�lber zur Grossviehmast. Das Grundst�ck Gbbl. Nr. 328 liegt in der Landwirtschaftszone mit �berlagerter Pferdeausbildungs- und Pferdepensionszone. In dieser �berlagerten Zone sind Bauten und Anlagen zul�ssig, die der Aufzucht und Ausbildung von Pferden dienen (vgl. Art. 37 des Baugesetzes der Stadt Maienfeld vom 9. November 2010). Im S�dosten grenzen die im Eigentum von A.________ stehenden und sich heute ebenfalls in der Landwirtschaftszone befindenden Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 an das Grundst�ck von X.________.
Die Stadt Maienfeld beabsichtigt eine Gesamtrevision des bisherigen Zonenplans 1997. W�hrend die Parzelle Gbbl. Nr. 328 unver�ndert in der Landwirtschaftszone mit �berlagerter Pferdeausbildungs- und Pferdepensionszone verbleiben soll, ist geplant, die Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 von der Landwirtschaftszone in die Wohnzone 1 umzuzonen und mit einer Quartierplanpflicht zu belegen.
Am 30. Juni 2010 nahm X.________ im Rahmen der Mitwirkungsauflage, welche vom 31. Mai 2010 bis zum 30. Juni 2010 durchgef�hrt wurde, zur neuen Ortsplanung Maienfeld (insb. Zonenplan und Genereller Gestaltungsplan) Stellung und wendete ein, die von seinem K�lbermast-Betrieb ausgehenden Geruchsemissionen st�nden der Einzonung der Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 in die Wohnzone 1 entgegen.
Am 22. Oktober 2010 beurteilte der Schweizerische Bauernverband (SBV) im Auftrag von X.________ die Problematik der Geruchsemissionen unter Anwendung der von der (ehemaligen) Eidgen�ssischen Forschungsanstalt f�r Agrarwirtschaft und Landtechnik (FAT) herausgegebenen Empfehlungen f�r Mindestabst�nde von Tierhaltungsanlagen (FAT-Richtlinie Nr. 476 von 1995). Der SBV folgerte, der K�lbermast-Betrieb in der F�hranlage f�r Pferde (Geb. 59A-F) halte den FAT-Mindestabstand zu den Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 nicht ein.
Am 3. Oktober 2010 reichte X.________ bei der Stadt Maienfeld ein Gesuch um nachtr�gliche Bewilligung der vorgenommenen Umnutzung der F�hranlage f�r Pferde (Geb. 59A-F) zur K�lberhaltung ein.
Am 9. November 2010 beschloss das Maienfelder Stimmvolk die Gesamtrevision der Ortsplanung in der geplanten Form.
Am 20. Dezember 2010 erhob X.________ gegen diesen Beschluss Planungsbeschwerde an die Regierung des Kantons Graub�nden und beantragte die Nichtgenehmigung der Umzonung der Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 von der Landwirtschaftszone in die Wohnzone 1; die Parzellen seien der Landwirtschaftszone zuzuweisen.
Am 6. Juni 2011 nahm das Amt f�r Natur und Umwelt (ANU) des Kantons Graub�nden gegen�ber der Regierung zur Planungsbeschwerde Stellung. Das ANU kam zum Schluss, sowohl bei einer Einzelbetrachtung der St�lle als auch bei Ber�cksichtigung der gegenseitigen Beeinflussung mehrerer St�lle seien die FAT-Mindestabst�nde im bewilligten Zustand gegen�ber den Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 eingehalten. Anders w�re es, wenn die nicht bewilligte Umnutzung der F�hranlage f�r Pferde (Geb. 59A-F) zur Haltung von 33 K�lbern zur Mast ber�cksichtigt w�rde.
Am 5. Juli 2011 wies die Regierung die Planungsbeschwerde von X.________ ab. Gleichzeitig genehmigte sie die Ortsplanungsrevision unter Bedingungen und Auflagen.
Am 8. September 2011 erhob X.________ Beschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden mit unver�ndertem Hauptantrag entsprechend seiner Planungsbeschwerde an die Regierung. Des Weiteren beantragte er, das Verfahren sei zu sistieren, bis das beim Verwaltungsgericht bereits h�ngige Verfahren R 11 38 betreffend die nachtr�gliche Umnutzung der F�hranlage f�r Pferde (Geb. 59A-F) zur K�lberhaltung behandelt und die Zul�ssigkeit der aktuellen Nutzung gekl�rt sei. Allenfalls seien die Verfahren zu vereinigen, und es sei im vorliegenden Verfahren vorfrageweise die materielle Rechtm�ssigkeit des aktuellen Betriebszustands zu kl�ren.
Die Stadt Maienfeld beantragte die Abweisung der Beschwerde. Sie f�hrte namentlich aus, es sei nachgewiesen, dass die FAT-Mindestabst�nde - ausser wenn die Umnutzung der F�hranlage f�r Pferde (Geb. 59A-F) zur K�lberhaltung nachtr�glich bewilligt w�rde - der Einzonung der beiden fraglichen Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 nicht entgegenst�nden.
Auch die Regierung stellte Antrag auf Beschwerdeabweisung. Sie hielt fest, falls die Umnutzung der F�hranlage f�r Pferde (Geb. 59A-F) zum K�lbermast-Betrieb ber�cksichtigt werden m�sste, w�rde gegen�ber einem grossen Teil des neu eingezonten Landes der FAT-Mindestabstand nicht einhalten, was bedeuten w�rde, dass die neue Wohnzone in Gutheissung der Beschwerde kaum genehmigt werden k�nnte. Andernfalls sei die neue Wohnzone "FAT-konform". Mangels erteilter Bewilligung k�nne die Umnutzung nicht zum legalen Ist-Zustand geschlagen werden. Ebenso wenig k�nne die Umnutzung nachtr�glich bewilligt werden, da sie gegen�ber der bestehenden Bauzone im Nordwesten des Betriebs die erforderlichen FAT-Abst�nde nicht einhalte. Die Neueinzonung der Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 sei somit zul�ssig.
Am 29. Juni 2012 f�hrte das Verwaltungsgericht einen Augenschein durch.
Mit Urteil vom 3. Juli 2012 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde ab (Verfahren R 11 80). Gleichentags hiess es im Verfahren R 11 38 die von X.________ gegen einen Nichteintretensentscheid der Stadt Maienfeld auf das nachtr�gliche Baugesuch zur Umnutzung der F�hranlage f�r Pferde (Geb. 59A-F) zur K�lberhaltung gef�hrte Beschwerde aus formellen Gr�nden (Rechtsverweigerung) teilweise gut und wies die Stadt Maienfeld unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids an, das Bewilligungsverfahren fortzusetzen. Die Angelegenheit ist zur Zeit noch bei der Stadt Maienfeld h�ngig.
Mit Eingabe vom 18. Oktober 2012 f�hrt X.________ Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht. Er beantragt, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 3. Juli 2012 (Verfahren R 11 80) sei aufzuheben, und es sei die an der Gemeindeversammlung der Stadt Maienfeld vom 9. November 2010 beschlossene und von der Regierung des Kantons Graub�nden am 5. Juli 2011 genehmigte Ortsplanungsrevision insoweit aufzuheben, als die Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 von der Landwirtschaftszone in die Wohnzone 1 umgezont worden seien. Mitaufzuheben seien auch der von den Stimmberechtigten der Stadt Maienfeld am 9. November 2010 beschlossene Zonenplan und der Generelle Gestaltungsplan 1:2'000, soweit dieser die Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 betreffe. Eventualiter sei die Sache zur erneuten Pr�fung und Entscheidung ans Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen. Subeventualiter sei das angefochtene Urteil aufzuheben und das Verwaltungsgericht anzuweisen, das Verfahren R 11 80 bis zum rechtskr�ftigen Entscheid �ber sein nachtr�gliches Baugesuch betreffend die Umnutzung der F�hranlage f�r Pferde (Geb. 59A-F) zum K�lbermast-Betrieb zu sistieren.
Das Verwaltungsgericht und die Stadt Maienfeld beantragen in ihren Vernehmlassungen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Die Regierung stellt Antrag auf Beschwerdeabweisung. Der Beschwerdef�hrer h�lt in einer weiteren Eingabe an seinem Standpunkt und an seinen Antr�gen fest.
1.1.�Gegen den kantonal letztinstanzlichen Entscheid der Vorinstanz steht grunds�tzlich die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen (Art. 82 ff. BGG). Der Beschwerdef�hrer ist Grundeigent�mer in der unmittelbaren Nachbarschaft des neu einzuzonenden Landes und f�rchtet um den Weiterbestand bzw. die Erweiterung seiner Tierhaltung (insbesondere der K�lbermast) aufgrund der neuen N�he zur Bauzone. Er ist damit grunds�tzlich zur Beschwerde legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG; vgl. auch Urteil 1C_306/2010 vom 2. Dezember 2010 E. 1.1).
1.2.�In ihrer Vernehmlassung im bundesgerichtlichen Verfahren macht die Stadt Maienfeld geltend, die Beschwerde sei versp�tet eingereicht worden, weshalb auf diese nicht einzutreten sei.
1.2.1.�Die Beschwerde gegen einen Entscheid ist innert 30 Tagen nach Er�ffnung der vollst�ndigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen (Art. 100 Abs. 1 BGG; vgl. die Ausnahmen in Art. 100 Abs. 2 ff. BGG). Diese Frist ist nicht erstreckbar (Art. 47 Abs. 1 BGG). Fristen, die durch eine Mitteilung oder den Eintritt eines Ereignisses ausgel�st werden, beginnen am folgenden Tag zu laufen (Art. 44 Abs. 1 BGG). Eine Mitteilung, die nur gegen Unterschrift des Adressaten oder einer anderen berechtigten Person �berbracht wird, gilt sp�testens am siebten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt (Art. 44 Abs. 2 BGG).
Die Bestimmung von Art. 44 Abs. 2 BGG regelt F�lle, in denen der Adressat einer eingeschriebenen Sendung oder Gerichtsurkunde nicht angetroffen und daher eine Abholungseinladung in seinen Briefkasten oder sein Postfach gelegt wird. Die Sendung gilt diesfalls in jenem Zeitpunkt als zugestellt, in welchem sie auf der Post abgeholt wird. Geschieht dies nicht innerhalb der Abholfrist, die sieben Tage betr�gt, gilt die Sendung als am letzten Tag dieser Frist zugestellt (Zustellungsfiktion). Die f�r die Zustellungsfiktion massgebende Frist von sieben Tagen beginnt am Folgetag des erfolglosen Zustellungsversuchs zu laufen, wobei es keine Rolle spielt, ob der letzte Tag der siebent�tigen Frist auf einen Samstag oder anerkannten Feiertag f�llt. Als erster Tag der Rechtsmittelfrist gilt sodann gest�tzt auf Art. 44 Abs. 1 BGG der Folgetag der (fingierten) Zustellung, wobei es wiederum keine Rolle spielt, ob dieser Tag auf einen Samstag, Sonntag oder anerkannten Feiertag f�llt, da sich Art. 45 Abs. 1 BGG nur auf das Fristende bezieht (BGE 134 V 49 E. 5 S. 52).
1.2.2.�Gem�ss dem vom Beschwerdef�hrer eingereichten "Track & Trace"-Auszug der Schweizerischen Post wurde die Abholungseinladung am 12. September 2012 ins Postfach des Rechtsanwalts des Beschwerdef�hrers gelegt ("Avisiert ins Postfach"), die Gerichtsurkunde, d.h. das ausgefertigte vorinstanzliche Urteil, von diesem aber am Postschalter nicht abgeholt. Am 21. September 2012 erfolgte eine zweite Avisierung ("Avisiert ins Postfach"), und am 24. September 2012 wurde die Gerichtsurkunde alsdann am Postschalter entgegengenommen ("Zugestellt Schalter"). Seine Beschwerde ans Bundesgericht �bergab der Beschwerdef�hrer am 18. Oktober 2012 der Post.
Die siebent�gige Abholfrist begann somit vorliegend am Folgetag der ersten Hinterlegung der Abholungseinladung im Postfach, d.h. am 13. September 2012, zu laufen und endete am 19. September 2012. Der erste Tag der 30-t�gigen Rechtsmittelfrist fiel auf den 20. September 2012, womit die Frist am 19. Oktober 2012 endete. Mit der Postaufgabe der Beschwerde am 18. Oktober 2012 wurde diese Frist gewahrt.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Zuweisung der Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 in die Wohnzone 1 sei aus raumplanungsrechtlicher Sicht unzul�ssig, weshalb die umweltrechtliche Frage der Einhaltung der FAT-Abst�nde offen gelassen werden k�nne.
Er f�hrt aus, dass in den kernnahen Siedlungsr�umen ein �ffentliches Interesse an der Freihaltung bestehe, sei unbestritten. Die Bauzone in Maienfeld sei jedoch auch nach der beschlossenen Ortsplanungsrevision noch �berm�ssig gross. Die Umzonung der beiden nicht baureifen Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 von der Landwirtschafts- in die Bauzone verletze deshalb Art. 15 RPG (SR 700) sowie die Grunds�tze der haush�lterischen Nutzung des Bodens und der Schonung der Landschaft (vgl. Art. 75 Abs. 1 und 3 BV; Art. 1 Abs. 1, Art. 3 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 sowie Art. 16 Abs. 1 RPG; Art. 2 Abs. 1 lit. a der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 [RPV; SR 700.1]). Zudem sei der Vorinstanz in diesem Zusammenhang eine willk�rliche, weil unvollst�ndige Feststellung des Sachverhalts anzulasten, da sie den Baulandbedarf und die Wohnbaukapazit�t nicht abgekl�rt habe. Sofern Realersatz �berhaupt zu leisten sei, w�re es mutmasslich m�glich gewesen, statt Landwirtschaftsland Ersatzgrundst�cke aus der angrenzenden "Zone f�r k�nftige bauliche Nutzung" in die Bauzone umzuzonen. Auch insoweit habe die Vorinstanz keine hinreichenden Sachverhaltsfeststellungen getroffen. Die Einzonung der beiden Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 als "Kompensationsleistung" verstosse �berdies gegen das Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip (Art. 5 Abs. 2 BV), weil die Grundeigent�mer in den kernnahen Quartieren keinen Rechtsanspruch auf Zuweisung eines Ersatzgrundst�cks h�tten; auch stehe die Einzonung in keinem vern�nftigen Verh�ltnis zum angestrebten Ziel (Schutz des Ortsbilds). Des Weiteren sei die Vorinstanz in Willk�r verfallen, da sie die Einzonung unter Bezugnahme auf das Rechtsgleichheitsgebot begr�ndet habe (Art. 9 i.V.m. Art. 8 Abs. 1 BV). Indem es die kommunalen Beh�rden unterlassen h�tten, eine umfassende Interessenabw�gung vorzunehmen und weniger einschneidende Planungseingriffe (wie eben die Einzonung von Land in der "Zone f�r k�nftige bauliche Nutzung") zu pr�fen, h�tten sie im Ergebnis ihr Planungsermessen �berschritten bzw. willk�rlich ausge�bt, weshalb die Vorinstanz korrigierend h�tte eingreifen m�ssen. Schliesslich habe die Vorinstanz seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt, da sie sich nicht mit seinem Einwand auseinandergesetzt habe, es handle sich nicht um eine Auszonung im rechtlichen Sinne, weil die Parzellen im Kernbereich mit einer Quartierplanpflicht belegt und damit nicht �berbaubar seien.
2.2.�Die Vorinstanz hat unter Hinweis auf die Ausf�hrungen der Regierung erwogen, mit der Ortsplanungsrevision setze die Stadt Maienfeld ihr Bestreben der dauernden Freihaltung der schutzw�rdigen kernnahen Siedlungsinnenr�ume "Marschallgut / Oberer Schellenberg", "Steiggasse / Spitalgasse / Vorstadt" und "Kruseggasse / Lurgasse / Vorstadt" um. In diesen Gebieten solle die bisherige Ausn�tzungsziffer halbiert und durch Nutzungstransport eine Konzentration des Baugebiets unter Schaffung von Freifl�chen erreicht werden. Die Neueinzonung der Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 diene einer rechtsgleichen Umsetzung dieser Freihaltebestrebungen. Die f�r die angestrebte Freihaltung erforderlichen Auszonungen k�nnten nicht zu 100 % durch Aufzonungen in unmittelbarer Nachbarschaft an den R�ndern der Siedlungsinnenr�ume erzielt werden. Zur Gleichbehandlung aller in den Siedlungsinnenr�umen betroffenen Grundeigent�mer habe die Stadt eine vertragliche Regelung treffen k�nnen, die die Einzonung der Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 bedinge. Die vom Beschwerdef�hrer zum Abtausch offerierte Parzelle Gbbl. Nr. 1'793 oder die gemeindeeigene Parzelle Gbbl. Nr. 4 k�men wegen ihrer peripheren Lage f�r eine Kompensationsvereinbarung nicht in Frage. Die Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 seien demgegen�ber zentrumsnah gelegen und geh�rten viel eher bereits zum weitgehend �berbauten Gebiet als die vom Beschwerdef�hrer genannten Ersatzgrundst�cke.
Die Einzonung der Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 sei zusammenfassend die einzige raumplanerisch vertretbare M�glichkeit zur Sicherstellung der rechtsgleichen Umsetzung des in einem grossen �ffentlichen Interesse liegenden Konzepts der Stadt zur Freihaltung wertvoller Innenr�ume.
2.3.�Verfahrensgegenstand bildet die vom Beschwerdef�hrer angefochtene Umzonung.
2.3.1.�Nach Art. 21 Abs. 2 RPG werden die Nutzungspl�ne �berpr�ft und n�tigenfalls angepasst, wenn sich die Verh�ltnisse wesentlich ge�ndert haben. Ein Zonenplan kann seinen Zweck nur erf�llen, wenn er eine gewisse Best�ndigkeit aufweist (BGE 120 Ia 227 E. 2b S. 231 mit Hinweisen). Andererseits sind Pl�ne revidierbar, da dem Grundeigent�mer kein Anspruch auf dauernden Verbleib seines Landes in derselben Zone zukommt und Planung und Wirklichkeit bei Bedarf in �bereinstimmung gebracht werden m�ssen (BGE 123 I 175 E. 3a S. 182 f.). F�r die Frage, ob die Ver�nderung der Verh�ltnisse erheblich ist und damit ein �ffentliches Interesse an einer Plan�nderung besteht, bedarf es einer Interessenabw�gung unter Ber�cksichtigung namentlich der Geltungsdauer des anzupassenden Zonenplans, seines Inhalts, des Ausmasses der beabsichtigten �nderung und deren Begr�ndung (vgl. BGE 128 I 190 E. 4.2 S. 198 f.). Je neuer ein Zonenplan ist, umso mehr darf mit seiner Best�ndigkeit gerechnet werden, und je einschneidender sich die beabsichtige �nderung auswirkt, umso gewichtiger m�ssen die Gr�nde sein, die f�r die Plan�nderung sprechen (BGE 120 Ia 227 E. 2c S. 233; 113 Ia 444 E. 5a S. 455). Nach Ablauf des Planungshorizonts, der f�r Bauzonen 15 Jahre betr�gt (Art. 15 lit. b RPG), sind Zonenpl�ne grunds�tzlich einer �berpr�fung zu unterziehen und n�tigenfalls anzupassen. Im Rahmen dieser Gesamtrevision k�nnen auch ver�nderte politische Vorstellungen zum Ausdruck kommen. Je n�her eine Planungsrevision dieser Frist kommt, desto geringer ist deshalb das Vertrauen auf die Best�ndigkeit des Plans, und umso eher k�nnen auch ge�nderte Anschauungen und Absichten der Planungsorgane als zul�ssige Begr�ndung f�r eine Revision ber�cksichtigt werden (Urteil 1C_306/2010 vom 2. Dezember 2010 E. 2.1).
Vorliegend soll mit der Ortsplanungsrevision 2010 der 13 Jahre zuvor beschlossene Zonenplan 1997 revidiert werden, womit der Planungshorizont beinahe erreicht ist.
2.3.2.�Im Rahmen der Nutzungsplanung sind die in Betracht fallenden �ffentlichen und privaten Interessen zu erfassen und im Hinblick auf die anzustrebende r�umliche Entwicklung und im Lichte der Ziele und Grunds�tze der Raumplanung gegeneinander abzuw�gen (Art. 1 und 3 RPG; Art. 2 und 3 RPV). Ob die Interessen vollst�ndig erfasst worden sind, ist Rechtsfrage. Die relative Gewichtung der potenziell widerstreitenden Interessen ist jedoch weitgehend Ermessensfrage, in welche das Bundesgericht nur eingreifen kann, wenn das Planungsermessen willk�rlich ausge�bt worden ist. Willk�rlich ist ein Entscheid nicht schon dann, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, sondern einzig, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Willk�r liegt sodann nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung eines Entscheids, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 125 I 166 E. 2a S. 168; 124 I 247 E. 5 S. 250; 123 I 1 E. 4a S. 5; je mit Hinweisen). Das Bundesgericht auferlegt sich insbesondere Zur�ckhaltung, soweit die Beurteilung von einer W�rdigung der �rtlichen Verh�ltnisse abh�ngt, wie namentlich bei der �berpr�fung von Raumpl�nen. Es ist nicht oberste Planungsinstanz, sondern hat den Beurteilungs- und Entscheidungsspielraum der kantonalen Instanzen zu beachten, soweit das Ermessen nach rechtlich zul�ssigen, sachlichen Kriterien ausge�bt worden ist (Art. 2 Abs. 3 RPG; BGE 119 Ia 362 E. 3a S. 366 und E. 5a S. 372).
2.4.�Im Planungs- und Mitwirkungsbericht zur Revision der Ortsplanung Maienfeld vom 10. November 2010 (Erstellung Mai / Oktober 2010), auf welchen sowohl der Beschwerdef�hrer als auch die Vorinstanz in ihrer Begr�ndung Bezug nehmen, wird, soweit f�r den zu beurteilenden Fall relevant, Folgendes ausgef�hrt: Mit der Revision der Ortsplanung werden die Kapazit�t und die Gr�sse der bisherigen Wohnbauzonenreserve in den kernnahen Quartieren "Marschallgut / Oberer Schellenberg", "Steiggasse / Spitalgasse / Vorstadt" und "Kruseggasse / Lurgasse / Vorstadt" reduziert. So wird die Bruttogeschossfl�che durch die Halbierung der Ausn�tzungsziffern in den bisherigen Anpassungszonen A und B sowie in der Wohnzone 3 zweiter Erschliessungsetappe um ca. 13'000 m2�herabgesetzt. Gleichzeitig wird eine Landfl�che von ca. 33'840 m2�aus der Bauzone entlassen und der Gr�nzone zugewiesen. Zudem wird im Gebiet "Lurgasse" eine Fl�che von ca. 4'275 m2�der Landwirtschaftszone zugeteilt. Des Weiteren wird eine Bauzonenfl�che von ca. 10'145 m2�neu mit einem Freihaltebereich �berlagert. Im Gegenzug werden die Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 mit einer Fl�che von 3'087 m2�neu der Wohnzone 1 zugewiesen. Somit wird mit der Ortsplanungsrevision gesamthaft eine Landfl�che von ca. 45'000 m2�der m�glichen �berbauung entzogen. Diese Zahl ist allerdings zu relativieren, weil die reduzierten Fl�chen bereits in der rechtskr�ftigen Ortsplanung weitgehend mit Pflichten zur Nutzungskonzentration und Freihaltung belastet sind (vgl. Planungs- und Mitwirkungsbericht zur Revision Ortsplanung Maienfeld vom 10. November 2010, S. 17 f.).
2.5.�Die umstrittene Umzonung ist im Gesamtzusammenhang der im Planungs- und Mitwirkungsbericht vom 10. November 2010 n�her umschriebenen Revision der Ortsplanung Maienfeld zu w�rdigen. Dass zur Erreichung des Ziels der Freihaltung der kernnahen Siedlungsr�ume als "Kompensationsmassnahme" mit der Einzonung der Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 eine Fl�che von 3'087 m2�neu der Bauzone zugewiesen wird, kann nicht isoliert beurteilt werden. Zwar k�nnte ohne diese Massnahme sogar eine Fl�che von rund 48'000 m2�statt, wie nun beschlossen, von rund 45'000 m2�der m�glichen �berbauung entzogen werden. Entscheidend aber ist, dass die Ortsplanungsrevision insgesamt zu einer deutlichen Verkleinerung der Bauzonenfl�che f�hrt, auch wenn diese Reduktion aus den im Planungs- und Mitwirkungsbericht vom 10. November 2010 dargelegten Gr�nden zu relativieren ist. Die R�ge des Beschwerdef�hrers, Art. 15 RPG und die Grunds�tze der haush�lterischen Nutzung des Bodens sowie der Schonung der Landschaft seien verletzt worden, ist deshalb nicht stichhaltig. Zugleich er�brigten sich insoweit f�r die Vorinstanz weitere Sachverhaltsfeststellungen zum k�nftigen Baulandbedarf und zur Wohnbaukapazit�t.
Die kommunalen und kantonalen Beh�rden haben das Interesse des Beschwerdef�hrers an der Beibehaltung der bisherigen Zonenordnung und das �ffentliche Interesse an der Freihaltung der kernnahen Siedlungsr�ume gegeneinander abgewogen. Dass sie dabei das �ffentliche Interesse als sehr erheblich und im Ergebnis als gewichtiger als das Interesse des Beschwerdef�hrers eingestuft haben, verletzt kein Bundesrecht. Zugleich hat die Vorinstanz nachvollziehbar dargelegt, weshalb die Einzonung der Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 eine raumplanerisch vertretbare M�glichkeit zur Umsetzung des Konzepts der Stadt zur Freihaltung wertvoller Innenr�ume darstellt. Die beiden Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 liegen vollst�ndig innerhalb des bestehenden Siedlungsgebiets und sind grob erschlossen. Mit der mit dem Eigent�mer der beiden Parzellen abgeschlossenen Vereinbarung konnte erreicht werden, dass dieser rund die H�lfte der eingezonten Landfl�che unentgeltlich an drei betroffene Eigent�mer aus den kernnahen Gebieten abtritt (vgl. den Vertrag "Eigentums�bertragung im Zusammenhang mit der Ortsplanungsrevision Maienfeld" vom 25. Mai 2010 sowie den Planungs- und Mitwirkungsbericht zur Revision der Ortsplanung Maienfeld vom 10. November 2010, S. 26). Wenn der Beschwerdef�hrer geltend macht, es w�re m�glich gewesen, statt Landwirtschaftsland Ersatzgrundst�cke aus der angrenzenden "Zone f�r k�nftige bauliche Nutzung" in die Bauzone umzuzonen, so ist klarstellend festzuhalten, dass mit der Umzonung als solcher noch keine Kompensation erfolgt, sondern dass es hierf�r ebenfalls einer entsprechenden Vereinbarung mit dem Grundeigent�mer bedurft h�tte. Ob eine solche Vertragsl�sung realisierbar gewesen w�re, ist unklar, letztlich aber deshalb nicht entscheidend, weil es zur Bejahung von Willk�r nicht gen�gt, dass eine andere L�sung - n�mlich die vom Beschwerdef�hrer vorgeschlagene Einzonung von Land in der "Zone f�r k�nftige bauliche Nutzung" verbunden mit einer teilweisen Abtretung - vorzuziehen w�re. Die Einzonung der beiden Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 kann jedenfalls angesichts der Lage im Siedlungsgebiet und der geringen Fl�che von 3'087 m2�nicht als offensichtlich unhaltbar bezeichnet werden.
Dass die entsprechenden Gebiete in den kernnahen Quartieren mit einer Quartierplanpflicht belegt waren, �ndert entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers nichts daran, dass es sich bei der Zuweisung dieser Parzellen zu den Gr�n- und Freihaltezonen um eine Auszonung handelt. Und auch wenn die Grundeigent�mer in den kernnahen Quartieren insoweit keinen Rechtsanspruch auf Zuweisung eines Ersatzgrundst�cks haben, bedeutet dies nicht, dass die kommunalen Beh�rden mit der Einzonung der beiden Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 als "Kompensationsleistung" f�r die erfolgte Auszonung ihr Planungsermessen geradezu willk�rlich ausge�bt oder gegen das Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip gem�ss Art. 5 Abs. 2 BV verstossen haben. Die beiden Grundst�cke weisen zudem, wie dargelegt, eine geringe Fl�che (3'087 m2�) auf, weshalb deren Einzonung durchaus in einem vern�nftigen Verh�ltnis zum angestrebten Ziel (Schutz des Ortsbilds, Reduktion der Bauzone um insgesamt rund 45'000 m2�) steht. Inwiefern die Ortsplanungsrevision das Rechtsgleichheitsgebot verletzen sollte, ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdef�hrer auch nicht substanziiert aufgezeigt. Schliesslich hat sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid in Bezug auf die raumplanungsrechtlichen Aspekte mit s�mtlichen entscheiderheblichen Vorbringen des Beschwerdef�hrers auseinandergesetzt. Eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV liegt nicht vor.
Die Einzonung der Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 in die Wohnzone 1 im Rahmen der Ortsplanungsrevision ist nach dem Gesagten aus raumplanungsrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden. Es stellt sich daher die Frage, ob die Einzonung auch unter umweltrechtlichen Aspekten rechtens ist, oder ob dieser die vom Landwirtschaftsbetrieb des Beschwerdef�hrers ausgehenden Geruchsemissionen entgegenstehen.
3.1.�Das Bundesgericht hat sich verschiedene Male mit der Geruchsproblematik beim Bau bzw. Ausbau von Tierhaltungsanlagen befasst. Beim Betrieb des Beschwerdef�hrers handelt es sich um eine station�re Anlage im Sinne von Art. 2 Abs. 1 der Luftreinhalte-Verordnung des Bundes vom 16. Dezember 1985 (LRV; SR 814.318.142.1). Der Betrieb erzeugt unter anderem Geruchsemissionen. F�r Tierhaltungsanlagen gelten die Anforderungen nach Anhang 2 Ziff. 512 LRV (vgl. Art. 3 Abs. 2 lit. a LRV). Bei der Errichtung derartiger Anlagen m�ssen die nach den anerkannten Regeln der Tierhaltung erforderlichen Mindestabst�nde zu bewohnten Zonen eingehalten werden. Als solche gelten nach Anhang 2 Ziff. 512 Abs. 1 LRV insbesondere die gem�ss den Empfehlungen der FAT berechneten Abst�nde. Die FAT-Richtlinien Nr. 476 befassen sich mit der vorsorglichen Emissionsbegrenzung, dienen aber auch als Hilfsmittel zur Beurteilung, ob die Tierhaltungsanlage �berm�ssige Immissionen verursacht (BGE 133 II 370 E. 6.1 S. 379; 126 II 43 E. 4a S. 45). Der Mindestabstand wird in einem dreistufigen Verfahren berechnet. In einem ersten Schritt wird die Geruchsbelastung nach der jeweiligen Tierart bestimmt. Danach wird basierend auf dieser Geruchsbelastung der Normabstand errechnet. Schliesslich wird der Normabstand durch Einflussfaktoren des Haltungssystems, der L�ftung, des Standorts und der Geruchsreduktion im Bereich der Stallluft korrigiert und auf diese Weise der Mindestabstand ermittelt.
Vorliegend geht es nicht in erster Linie um den Neu- oder Umbau einer Tierhaltungsanlage. Die kommunalen und kantonalen Instanzen haben sich aber bei der Frage der strittigen Einzonung von Ziff. 512 Anhang 2 LRV leiten lassen und dabei die FAT-Richtlinien Nr. 476 beigezogen, um beurteilen zu k�nnen, ob die Geruchsbel�stigungen gegen die Eignung der Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 als Wohngebiet sprechen k�nnten. Dieses Vorgehen ist im Rahmen der raumplanerischen Interessenabw�gung sinnvoll, dient doch die Mindestabstandsregelung der Aufrechterhaltung der Wohnqualit�t von an Landwirtschaftszonen angrenzenden Bauzonen (vgl. Art. 3 Abs. 3 lit. b RPG). Gleichzeitig sollte in der Landwirtschaftszone die Errichtung von Anlagen zu landwirtschaftlichen Zwecken nicht �berm�ssig erschwert werden (BGE 126 II 43 E. 4a S. 45; vgl. zum Ganzen Urteil 1C_306/2010 vom 2. Dezember 2010 E. 3.2 und 3.3, in: URP 2011 S. 38).
3.2.�Der Beschwerdef�hrer f�hrt aus, es werde nicht bestritten, dass f�r die Umnutzung der F�hranlage f�r Pferde (Geb. 59A-F) zum K�lbermast-Betrieb keine Bewilligung erteilt worden sei. Er habe deshalb am 3. Oktober 2010 bei der Stadt Maienfeld ein Gesuch um nachtr�gliche Bewilligung eingereicht. Die strittige Umnutzung habe er bereits im Winter 2009 / 2010 und damit zu einem Zeitpunkt vorgenommen, als er noch keine Kenntnis von der geplanten Einzonung der Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 gehabt habe. Von dieser habe er erst im Rahmen der Mitwirkungsauflage zur neuen Ortsplanung erfahren, welche vom 31. Mai 2010 bis zum 30. Juni 2010 stattgefunden habe. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sei bei der Pr�fung der Frage, ob eine Baute bei rechtzeitiger Einreichung des Baugesuchs h�tte bewilligt werden k�nnen, grunds�tzlich vom Rechtszustand auszugehen, der im Zeitpunkt der Errichtung der Baute gegolten habe, es sei denn, das sp�tere Recht sei milder. Vorliegend sei somit auf den bisherigen Zonenplan 1997 abzustellen. Da die Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 daher als Landwirtschaftsland gelten w�rden, st�nden die von seinem K�lbermast-Betrieb ausgehenden Geruchsemissionen einer nachtr�glichen Bewilligung der Umnutzung nicht entgegen.
Das nachtr�gliche Bewilligungsverfahren sei nach der R�ckweisung durch die Vorinstanz im Verfahren R 11 38 wieder bei der Stadt Maienfeld h�ngig. Sollte sein Gesuch um Umnutzung nachtr�glich bewilligt werden, hiesse dies, dass die Vorinstanz in ihrem Urteil R 11 80 die Geruchsemissionen bei der Beurteilung der Eignung der beiden Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 als Wohngebiet zu Unrecht nicht in die nach Art. 3 RPV vorzunehmende umfassende Interessenabw�gung miteinbezogen habe.�Denn sowohl im Gutachten des SBV als auch in jenem des ANU sei unabh�ngig der bestehenden Differenzen �bereinstimmend festgestellt worden, dass die nach den FAT-Richtlinien Nr. 476 berechneten H�llkurven und damit die von der K�lberhaltung ausgehenden Geruchsemissionen einen erheblichen Teil der neu der Wohnzone 1 zugewiesenen Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 beschlagen w�rden.�Die Vorinstanz w�re mithin bei dieser Verfahrenskonstellation gehalten gewesen, das Verfahren betreffend Ortsplanungsrevision bis zum rechtskr�ftigen Abschluss des nachtr�glichen Baubewilligungsverfahrens zu sistieren. Indem sie hiervon abgesehen habe, habe sie nicht nur gegen kantonales Verfahrensrecht, sondern auch gegen den Grundsatz der Verfahrenskoordination gem�ss Art. 25a RPG verstossen. Ferner habe sie durch die Nichtbehandlung seines Sistierungsantrags bzw. die stillschweigende Fortsetzung des Verfahrens R 11 80 eine formelle Rechtsverweigerung begangen (Art. 29 Abs. 1 BV).
3.3.�Die Vorinstanz hat erwogen, es sei erstellt, dass die FAT-Mindestabst�nde nicht eingehalten seien, wenn die F�hranlage f�r Pferde (Geb. 59A-F) zur K�lberhaltung verwendet werde. Diese Umnutzung aber sei nicht bewilligt worden und k�nne deshalb f�r die Beurteilung, ob die zwei Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 f�r Wohnzwecke geeignet seien, keine Rolle spielen. Hinzu komme, dass die Umnutzung sp�testens seit dem 9. November 2010 - dem Datum der Annahme der Ortsplanungsrevision durch die Stimmbev�lkerung von Maienfeld - nicht mehr h�tte bewilligt werden k�nnen, falls sie der neuen Zonenplanung widerspreche. Denn gem�ss Art. 48 Abs. 6 des Raumplanungsgesetzes f�r den Kanton Graub�nden vom 6. Dezember 2004 (KRG/GR; BR 801.100) entfalteten Beschl�sse �ber den Erlass oder die �nderung der Grundordnung bis zur Genehmigung der Vorlage die Wirkung einer kommunalen Planungszone.
3.4.�Die Erteilung einer nachtr�glichen Baubewilligung ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung m�glich, wenn die Baute materiell nicht baurechtswidrig ist. Bei der Beurteilung ist auf den Rechtszustand im Zeitpunkt der Errichtung der Baute abzustellen, es sei denn, das neue Recht sei milder (BGE 123 II 248 E. 3.a/bb S. 252; BGE 102 Ib 64 E. 4 S. 69), was hier nicht der Fall ist. Voraussetzung ist indes, dass der Bauherr nicht gezielt das strengere neue Recht durch Nichteinholung der Baubewilligung umgehen wollte (BGE 104 Ib 301 E. 5c S. 303 f.; vgl. auch�Peter H�nni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 5. Aufl. 2008, S. 343 f.).
Nach den im Verfahren unbestritten gebliebenen Angaben des Beschwerdef�hrers erfolgte die Umnutzung der F�hranlage f�r Pferde (Geb. 59A-F) zum K�lbermast-Betrieb im Winter 2009 / 2010. Die Mitwirkungsauflage zur Gesamtrevision der neuen Ortsplanung wurde vom 31. Mai 2010 bis zum 30. Juni 2010 durchgef�hrt, und die Volksabstimmung, bei welcher die Ortsplanungsrevision angenommen wurde, fand am 9. November 2010 statt (vgl. auch Sachverhalt lit. A. hiervor).
Ist aber bei der Beurteilung des nachtr�glichen Baubewilligungsgesuchs grunds�tzlich auf die Rechtslage zum Zeitpunkt der Umnutzung (Winter 2009 / 2010) abzustellen, steht Art. 48 Abs. 6 KRG/GR entgegen den Ausf�hrungen im angefochtenen Urteil der Bewilligungserteilung nicht entgegen, da die Ortsplanungsrevision erst am 9. November 2010 beschlossen wurde und der Beschluss folglich erst ab diesem Zeitpunkt die Wirkung einer kommunalen Planungszone entfaltet.
Die Frage, ob das nachtr�gliche Baubewilligungsgesuch nach bisherigem (Zonenplan 1997) oder neuem Recht (Zonenplan 2010) zu beurteilen ist, wird im nachtr�glichen Baubewilligungsverfahren, welches nach der R�ckweisung durch die Vorinstanz wieder bei der Stadt Maienfeld h�ngig ist, zu kl�ren sein. Die Stadt Maienfeld wird zu pr�fen haben, ob tats�chlich auf die Rechtslage zum Zeitpunkt der Umnutzung abzustellen ist, oder ob als erstellt gelten kann, dass der Beschwerdef�hrer im Wissen um die geplante Einzonung der Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 bewusst das strengere neue Recht durch Nichteinholung der Baubewilligung umgehen wollte, sodass aus diesem Grund neues Recht Anwendung findet.
Sollte die Umnutzung der F�hranlage f�r Pferde (Geb. 59A-F) zum K�lbermast-Betrieb nachtr�glich bewilligt werden, so hat dies Einfluss auf die Beurteilung der Eignung der Parzellen Gbbl. Nrn. 329 und 2'444 als Wohnzone 1, da diesfalls unbestrittenermassen die minimalen FAT-Abst�nde unterschritten w�rden. Das Verfahren betreffend Ortsplanungsrevision (R 11 80) war bzw. ist mit anderen Worten noch nicht entscheidungsreif, weil bei der gegebenen Sachlage nicht alle erheblichen Sachverhaltselemente in die umfassende Interessenabw�gung einbezogen werden konnten. Demzufolge w�re die Vorinstanz verpflichtet gewesen, das Verfahren betreffend Ortsplanungsrevision (R 11 80) bis zum rechtskr�ftigen Entscheid �ber das nachtr�gliche Baubewilligungsgesuch (Verfahren R 11 38) zu sistieren oder die Verfahren zu vereinigen. Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob die Vorinstanz �berdies kantonales Verfahrensrecht willk�rlich angewendet oder eine formelle Rechtsverweigerung (Art. 29 Abs. 1 BV) begangen hat.
Der Subeventualantrag des Beschwerdef�hrers ist demnach im Grundsatz gutzuheissen. Klarstellend ist nach dem Gesagten festzuhalten, dass die Vorinstanz die Sistierung nicht zwingend bis zum rechtskr�ftigen Entscheid �ber das nachtr�gliche Baubewilligungsgesuch aufrechterhalten muss. Sollte die Stadt Maienfeld das Gesuch um Umnutzung abweisen und der Beschwerdef�hrer diesen Entscheid bei der Vorinstanz anfechten, ist es dieser unbenommen, die Sistierung aufzuheben und die beiden Verfahren zu vereinigen.
Das angefochtene Urteil ist aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, das Verfahren betreffend Ortsplanungsrevision (R 11 80) bis zum rechtskr�ftigen Entscheid �ber das nachtr�gliche Baubewilligungsgesuch des Beschwerdef�hrers betreffend die Umnutzung der F�hranlage f�r Pferde (Geb. 59A-F) zum K�lbermast-Betrieb oder bis zu einer allf�lligen Verfahrensvereinigung zu sistieren.
Dem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens entsprechend sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 66 Abs. 4 BGG). Die Stadt Maienfeld hat dem Beschwerdef�hrer eine angemessene Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 3. Juli 2012 (Verfahren R 11 80) aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erw�gungen an das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden zur�ckgewiesen.
Die Stadt Maienfeld hat dem Beschwerdef�hrer f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 3'000.-- zu bezahlen.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Stadt Maienfeld, der Regierung des Kantons Graub�nden und dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden, 5. Kammer, schriftlich mitgeteilt.