Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BVerwG_12_07_2016_8_B_19_15_8_C_15_16_Redlichkeit_des_Eigent-d7614348.html
Timestamp: 2016-12-08 12:40:16
Document Index: 308198744

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 132', '§ 88', '§ 132', '§ 4', '§ 132', '§ 133', '§ 47', '§ 52', '§ 63']

BVerwG, 12.07.2016 - 8 B 19.15 (8 C 15.16) - Redlichkeit des Eigentumserwerb eines Grundstücks nach dem 8. Mai 1945 i.R.d. Erwerbsvorgangs | Urteile auf anwalt24.de
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BVerwG, 12.07.2016 - 8 B 19.15 (8 C 15.16) - Redlichkeit des Eigentumserwerb eines Grundstücks nach dem 8. Mai 1945 i.R.d. Erwerbsvorgangs
BundesverwaltungsgerichtBeschl. v. 12.07.2016, Az.: 8 B 19.15 (8 C 15.16)Gericht: BVerwGEntscheidungsform: BeschlussDatum: 12.07.2016Referenz: JurionRS 2016, 20987Aktenzeichen: 8 B 19.15 (8 C 15.16) Verfahrensgang:vorgehend:VG Chemnitz - 27.05.2015 - AZ: 1 K 1058/09Rechtsgrundlagen:§ 4 Abs. 2 S. 1 VermG§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGOIn der Verwaltungsstreitsache hat der 8. Senat des Bundesverwaltungsgerichtsam 12. Juli 2016durch den Vizepräsidenten des Bundesverwaltungsgerichts Dr. Christ und dieRichterinnen am Bundesverwaltungsgericht Dr. Held-Daab und Hoockbeschlossen:Tenor:Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Chemnitz über die Nichtzulassung der Revision gegen sein Urteil vom 27. Mai 2015 wird aufgehoben.Die Revision wird zugelassen.Die Entscheidung über die Kosten des Beschwerdeverfahrens folgt der Kostenentscheidung in der Hauptsache.Der Wert des Streitgegenstandes wird für das Revisionsverfahren vorläufig auf 20 000 € festgesetzt.Gründe1Die Beschwerde ist zulässig und begründet. Sie richtet sich bei sachgemäßer Auslegung gemäß § 88 VwGO auf die Zulassung der Revision (nur) hinsichtlich des nach Teilrücknahme der Klage und Teileinstellung des Verfahrens in der Vorinstanz noch anhängigen Begehrens der Restitution des hälftigen Bruchteilseigentums am 85 959 m2 großen Flurstück ... der Gemarkung H. an die Kläger.2Der Rechtssache kommt die geltend gemachte grundsätzliche Bedeutung zu (§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO). Die Beschwerdebegründung wirft sinngemäß die voraussichtlich im Revisionsverfahren zu klärende Frage auf, ob ein redlicher Eigentumserwerb nach dem 8. Mai 1945 gemäß § 4 Abs. 2 Satz 1 VermG bei Grundstücken voraussetzt, dass der gesamte Erwerbsvorgang nach dem 8. Mai 1945 stattgefunden hat, oder ob es - jedenfalls bei Formunwirksamkeit eines vor diesem Tag abgeschlossenen Kaufvertrages - genügt, dass die Auflassung und die Grundbuchumschreibung nach dem 8. Mai 1945 vorgenommen wurden.3Auf die prozessordnungsgemäße Darlegung und die Begründetheit der Divergenzrüge gemäß § 132 Abs. 2 Nr. 2, § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO kommt es danach nicht mehr an.4Die Streitwertfestsetzung beruht auf § 47 Abs. 1 und 3, § 52 Abs. 1, § 63 Abs. 1 Satz 1 GKG.Dr. ChristDr. Held-DaabHoockHinweis: Das Dokument wurde redaktionell aufgearbeitet und unterliegt in dieser Form einem besonderen urheberrechtlichen Schutz. Eine Nutzung über die Vertragsbedingungen der Nutzungsvereinbarung hinaus - insbesondere eine gewerbliche Weiterverarbeitung außerhalb der Grenzen der Vertragsbedingungen - ist nicht gestattet.