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Timestamp: 2016-10-24 01:43:52
Document Index: 256395501

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 82', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 16', 'Art. 41', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 31', 'BGE', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

I 210/04 (27.09.2004)
I 210/04
A.________, 1953, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Bauer, Pestalozzistrasse 2,
Der 1953 geborene spanische Staatsangeh�rige A.________ war seit seiner Einreise in die Schweiz 1987 bei der G.________ Bauunternehmung als Bauarbeiter t�tig. Am 21. Dezember 1998 rutschte er auf glitschigem Boden aus und st�rzte mit dem rechten Knie auf einen Stein. Er war bis 19. Januar 1998 zu 100 % arbeitsunf�hig, dann bis 22. Februar 1998 wieder zu 50 % arbeitsf�hig. Am 23. Februar 1998 erfolgte eine Bursektomie und eine erneute Arbeitsunf�higkeit von 100 %. Ab 4. Mai 1998 nahm A.________ seine T�tigkeit als Bauarbeiter wieder auf (bis 10. Mai 1998 zu 50 %, dann zu 100 %). Am 28. Mai 1998 erlitt er bei einem zweiten Unfall am linken Fuss diverse Frakturen und Weichteilverletzungen, als beim Fahren mit einem Kleinbagger das Fahrzeug seitw�rts kippte und beim Abspringen der linke Fuss unter den Bagger geriet.
Am 27. Januar 1999 meldete sich A.________ bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Thurgau (nachfolgend: IV-Stelle) kl�rte die medizinischen und erwerblichen Verh�ltnisse ab; sie zog die SUVA-Akten bei (unter anderem �ber die Aufenthalte in der Rehaklinik X.________ vom 14. April bis 28. Mai 1999 und vom 2. bis 30. Mai 2001), holte einen Arbeitgeberbericht vom 1. M�rz 1999 ein und veranlasste eine Begutachtung durch die MEDAS (Gutachten vom 6. November 2000) sowie eine berufliche Abkl�rung in der BEFAS vom 3. bis 18. Dezember 2001 (Bericht vom 24. Januar 2002). Mit Verf�gung vom 19. Mai 2003 sprach sie A.________ ab 1. Dezember 1998 bis 31. Dezember 1999 eine ganze und ab 1. Januar 2000 eine halbe Invalidenrente zu, woran sie mit Einspracheentscheid vom 20. Oktober 2003 festhielt.
Die SUVA hatte A.________ mit Verf�gung vom 1. Dezember 1999 mit Wirkung ab diesem Datum eine Rente gest�tzt auf eine Erwerbsunf�higkeit von 20 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung auf Grund einer Integrit�tseinbusse von 15 % zugesprochen und mit Einspracheentscheid vom 25. Februar 2000 daran festgehalten. Auf Beschwerde hin nahm sie diesen Einspracheentscheid zur�ck und erliess am 10. M�rz 2003 eine neue Verf�gung, mit welcher sie A.________ ab 1. M�rz 2003 eine Rente gest�tzt auf eine Erwerbseinbusse von 61 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung von 20 % zusprach.
Gegen den Einspracheentscheid der IV-Stelle vom 20. Oktober 2003 erhob A.________ Beschwerde mit dem Antrag auf Zusprechung einer ganzen Rente ab 1. Januar 2000 und wies unter Beilage einer R�ntgenaufnahme des linken Fusses vom 14. Januar 2003 auf eine neue Fraktur hin, worauf die IV-Stelle einen weiteren Bericht des Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH f�r Innere Medizin, einholte, eine erneute Begutachtung durch die MEDAS in Auftrag gab und in ihrer Vernehmlassung zur Beschwerde die R�ckweisung der Sache an die IV-Stelle beantragte.
Die AHV/IV-Rekurskommission des Kantons Thurgau hiess die erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 20. M�rz 2003 in dem Sinne gut, dass die Verf�gung vom 19. Mai 2003 sowie der angefochtene Einspracheentscheid vom 20. Oktober 2003 aufgehoben wurden und die Sache gem�ss den Erw�gungen der IV-Stelle zur Vornahme weiterer medizinischer Abkl�rungen f�r die Zeit ab Dezember 2002/ Januar 2003 und anschliessendem Erlass einer neuen Verf�gung betreffend Rentenanspruch ab vorgenanntem Zeitpunkt zur�ckgewiesen wurde. Die Beschwerde wurde insoweit abgewiesen, als damit die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Januar 2000 beantragt wurde.
A.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde erheben und beantragen, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben, soweit ihm f�r die Zeit ab 1. Januar 2000 bis Dezember 2002/Januar 2003 nur eine halbe Invalidenrente zugesprochen und die Ausrichtung einer ganzen Rente abgewiesen worden sei. Es sei ihm ab 1. Januar 2000 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen; eventualiter sei die Sache zur weiteren Abkl�rung und Neubeurteilung an die Vorinstanz, subeventualiter an die IV-Stelle zur�ckzuweisen.
Das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) und die IV-Stelle verzichten auf eine Vernehmlassung.
In Frage steht der Anspruch des Beschwerdef�hrers auf Rentenleistungen bis l�ngstens zum Erlass des Einspracheentscheides vom 20. Oktober 2003, welcher rechtsprechungsgem�ss die zeitliche Grenze der richterlichen �berpr�fungsbefugnis bildet (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweis; vgl. auch BGE 129 V 4 Erw. 1.2, 169 Erw. 1, 356 Erw. 1, je mit Hinweisen).
1.1 Diese Frage beurteilt sich mit dem kantonalen Gericht, stehen doch keine laufenden Leistungen im Sinne der �bergangsrechtlichen Ausnahmebestimmung des Art. 82 Abs. 1 ATSG, sondern Dauerleistungen im Streit, �ber welche noch nicht rechtskr�ftig verf�gt worden ist, - den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln folgend - f�r die Zeit bis 31. Dezember 2002 auf Grund der bisherigen Rechtslage und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen des auf den 1. Januar 2003 in Kraft getretenen ATSG und dessen Ausf�hrungsverordnungen (zur Publikation bestimmtes Urteil M. vom 5. Juli 2004, I 690/03, Erw. 1 mit Hinweis auf das ebenfalls zur Publikation bestimmte Urteil L. vom 4. Juni 2004, H 6/04). Keine Anwendung finden demgegen�ber die per 1. Januar 2004 in Kraft getretenen �nderungen des IVG vom 21. M�rz 2003 und der IVV vom 21. Mai 2003 (4. IV-Revision) sowie die damit einhergehenden Anpassungen des ATSG.
1.2 Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze zu den Voraussetzungen und zum Umfang des Anspruchs auf eine Rente der Invalidenversicherung (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG [je in der bis 31. Dezember 2003 g�ltig gewesenen Fassung]), zur Invalidit�tsbemessung bei erwerbst�tigen Versicherten nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (bis 31. Dezember 2002: Art. 28 Abs. 2 IVG; ab 1. Januar 2003: Art. 16 ATSG), zur Revision von Invalidenrenten und anderen Dauerleistungen (bis 31. Dezember 2002: Art. 41 IVG; ab 1. Januar 2003: Art. 17 Abs. 1 ATSG) sowie zur Aufgabe des Arztes oder der �rztin bei der Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 261 Erw. 4 mit Hinweisen), zur Beweisw�rdigung und zum Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten (125 V 352 Erw. 1) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
1.3 Zu pr�zisieren ist, dass sowohl die zum bisherigen Begriff der Invalidit�t in der Invalidenversicherung (Art. 4 Abs. 1 IVG [in der bis 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen Fassung]) ergangene Rechtsprechung (vgl. statt vieler BGE 119 V 470 Erw. 2b, 116 V 249 Erw. 1b mit Hinweisen) wie auch die zur allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs entwickelte Judikatur (Art. 28 Abs. 2 IVG [in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2002]; vgl. BGE 128 V 30 Erw. 1 mit Hinweisen) unter der Herrschaft des ATSG weiterhin ihre G�ltigkeit behalten (zur Publikation bestimmtes Urteil A. vom 30. April 2004, I 626/03).
Die Vorinstanz best�tigte die Zusprechung der ganzen Rente bis 31. Dezember 1999 und der halben Rente ab 1. Januar 2000 durch die IV-Stelle, kam jedoch - im Sinne des Antrages der IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung zur Beschwerde - auf Grund des mit der Beschwerde eingereichten R�ntgenbildes sowie des von der IV-Stelle hernach lite pendente eingeholten Arztberichtes des Dr. med. M.________ betreffend die im Januar 2003 festgestellte Fussfraktur zum Schluss, es sei unklar, ob und gegebenenfalls in welchem Ausmass sich der Gesundheitszustand und die Arbeitsf�higkeit des Beschwerdef�hrers Ende Dezember bzw. Anfang 2003 verschlechtert habe, weshalb f�r die Zeit ab Dezember 2002/Januar 2003 neue Abkl�rungen erforderlich seien. Der Beschwerdef�hrer macht demgegen�ber geltend, es stehe ihm auch f�r die Zeit ab 1. Januar 2000 eine ganze Rente zu, wendet sich aber nicht gegen die neuerlichen Abkl�rungen hinsichtlich des Rentenanspruchs ab Dezember 2002/Januar 2003.
2.1 In zeitlicher Hinsicht ist damit nurmehr die H�he des Rentenanspruchs vom 1. Januar 2000 bis Dezember 2002 zu pr�fen, zumal es nicht zu beanstanden ist, wenn die Vorinstanz auf Grund der vor Verf�gungserlass erlittenen Fussfraktur und der hiezu im Rahmen des kantonalen Beschwerdeverfahrens neu vorgebrachten Beweismittel weitere Abkl�rungen ab diesem Zeitpunkt als n�tig erachtet hat, da dar�ber noch keine ausreichenden medizinischen Unterlagen, insbesondere zur dadurch allenfalls ver�nderten Arbeitsf�higkeit, vorliegen.
2.2 Dar�ber hinaus ist hinsichtlich der invalidit�tsm�ssigen Voraussetzungen unbestritten, dass dem Versicherten auf Grund seiner gesundheitlichen Beeintr�chtigungen (Diagnosen mit Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit gem�ss MEDAS-Gutachten vom 6. November 2000: Mittelfussarthrose links nach Lisfranc-Luxationsfraktur, mediale Gonarthrose rechts bei Status nach Bursektomie pr�patell�r rechts sowie anhaltende somatoforme Schmerzst�rung mit konsekutiver Entwicklung eines depressiven Syndroms; Diagnosen ohne wesentliche Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit: Adipositas, hypertoner Blutdruckwert und leichte Erh�hung der Leberenzyme) die angestammte T�tigkeit als Bauarbeiter nicht mehr zumutbar ist. Uneinigkeit besteht hingegen bez�glich der verwertbaren Restarbeitsf�higkeit in einer leidensangepassten T�tigkeit.
3.1 Bez�glich der dem Beschwerdef�hrer zumutbaren Restarbeitsf�higkeit und deren Verwertbarkeit ergibt sich aus den Akten Folgendes:
3.1.1 Die MEDAS-Gutachter erachteten den Versicherten in einer angepassten, sitzenden T�tigkeit, bei welcher auch ein Aufstehen und Herumgehen, z.B. zum Holen von Werkzeugen oder Werkgegenst�nden, nicht erfolgen sollte, zu 50 % arbeitsf�hig. Weiter wurde angegeben, ob eine berufliche Reintegration gelingen werde, sei - wie schon im Bericht der Rehaklinik X.________ vom Juni 1999 vermerkt - fraglich, und zwar auf Grund der beruflichen Qualifizierung und der mangelnden Sprachkenntnisse, wobei diese Faktoren als invalidit�tsfremd g�lten.
3.1.2 Im Bericht der Berufserprobung der Rehaklinik X.________ vom 23. Mai 2001 als Bestandteil des Austrittsberichts vom 28. Juni 2001 wurde angegeben, der Versicherte besitze in keiner Hinsicht die pers�nlichen Voraussetzungen f�r berufliche Massnahmen. Hinzu k�men die medizinischen Faktoren, welche ihn zus�tzlich in der beruflichen Eingliederung stark einschr�nken w�rden. Ihre Empfehlung laute deshalb f�r das weitere Vorgehen in der angestammten T�tigkeit als Bauarbeiter zu 0 % arbeitsf�hig, f�r leichte, wechselbelastende, vorwiegend sitzende T�tigkeiten mindestens halbtags arbeitsf�hig. Zus�tzlich wurde angemerkt, diese theoretische Arbeitsf�higkeit in der freien Wirtschaft zu verwerten werde sich f�r den Versicherten sehr schwierig gestalten. Obwohl er einen sehr kompatiblen Charakter besitze, fehle es ihm an Antrieb. Auch die psychosozialen Faktoren in seinem Umfeld spielten bei der beruflichen Eingliederung eine hemmende Rolle. Dazu komme, dass er sich nur minimal arbeitsf�hig f�hle. Die zwei Vorderarmst�cke, welche er zum Gehen brauche, schr�nkten ihn sowohl bei der Arbeitssuche wie auch in der T�tigkeitswahl zus�tzlich ein.
3.1.3 Im Schlussbericht der BEFAS vom 24. Januar 2002 betreffend die Abkl�rung vom 3. bis 18. Dezember 2001 wurde ausgef�hrt, nach einigen F�higkeitstests habe er eine Woche lang als Handlanger ihrer Arbeitsinstruktorin gearbeitet, die einerseits ihre Abteilung neu gestaltet und andererseits f�r das Einpacken der Weihnachtsgeschenke f�r Kunden zust�ndig gewesen sei. F�r die dritte Woche seien Arbeiten in der Abteilung industrielle Montage vorgesehen gewesen. Der Versicherte habe dort zwei Tage dermassen unmotiviert gearbeitet, dass die Abkl�rung beendet worden sei. Sein Arbeitspensum sei in Absprache mit ihrem Arzt auf 6,5 Stunden pro Tag begrenzt worden, was er korrekt eingehalten habe. Ansonsten habe er mit seinem ganzen Verhalten deutlich erkennen lassen, dass er mit dem Arbeitsleben abgeschlossen habe. Er habe aber zufrieden stellend gearbeitet, wenn er als eine Art Handlanger eingesetzt worden sei und habe straff gef�hrt werden k�nnen. Sobald er mit einer T�tigkeit allein gelassen worden sei, sei kaum eine Leistung zustande gekommen. Betreffend seinen intellektuellen Ressourcen wurde angegeben, er k�nne Rechnungen der Oberstufe mit etwas verl�ngertem Zeitaufwand gut l�sen und mit durchschnittlichen Ergebnissen in seiner Muttersprache logische �berlegungen anstellen. Beim Raven Standard Matrizen-Test (logisch-kombinatorische F�higkeiten) habe er in 20 Minuten 41 der 60 Aufgaben richtig gel�st, was einem unterdurchschnittlichen Ergebnis entspreche, durch den geringen Zeitaufwand aber auch auf wenig Interesse bei der Durchf�hrung schliessen lasse. Der praktisch-mechanische Test, das Zusammensetzen der "Schutzpumpe" habe diesbez�glich auf gute F�higkeiten hingewiesen. Im handwerklichen Bereich h�tten die manuellen Testaufgaben (Drahtbiege- und L�t�bungen, ein Holzwerkst�ck nach Plan und ein Werkst�ck nach eigener Wahl herstellen) auf durchschnittlich gute feinmotorische F�higkeiten hingewiesen. Die qualitativen Ergebnisse seien recht gut gewesen, die quantitative Leistung sei zwischen 10 % (Drahtbiegen) und 90 % (Weichl�ten) gelegen. Der Versicherte habe die Gewohnheit gehabt, bei Arbeiten, die ihm offenbar weniger gefielen, immer wieder mit schmerzgeplagter Miene mit den H�nden den R�cken zu st�tzen. Seine Arbeiten in der zweiten Woche seien gewesen: Geschenkpakete packen, Schr�nke, Tablare und Schubladen aus- und nach dem Sortieren und Putzen wieder einr�umen, Staubsaugen etc. Zu Beginn seien ihm seine St�cke immer wieder in den Weg gekommen und er habe sich entschlossen, hin und wieder ohne ihre Hilfe auszukommen. Er habe sorgf�ltig und willig gearbeitet. Nachdem diese Arbeiten zufrieden stellend beendet gewesen seien, habe er aus verschiedenen Angeboten eine Arbeit ausw�hlen k�nnen, beispielsweise die Herstellung eines Aschenbechers aus Speckstein. Das Produkt sei ihm sowohl qualitativ wie quantitativ hervorragend gelungen. Im Eifer habe er sogar seine St�cke in die Ecke gestellt. Die serienm�ssig auszuf�hrenden T�tigkeiten der Folgewoche (Schaftregler montieren, Printplatten best�cken) h�tten offenbar keineswegs seinen Neigungen entsprochen, was sich in teilweise unbrauchbaren Ergebnissen ausgedr�ckt habe.
Zur Methodenkompetenz wurde im Bericht ausgef�hrt, der Versicherte habe recht selbstst�ndig arbeiten k�nnen, wenn ihm die T�tigkeit entsprochen habe. Auch bei den Arbeiten als Handlanger mit einer Vorgesetzten, die er respektierte, habe er gut mitgedacht und dabei gut brauchbare �berlegungen angestellt. Bei den anderen T�tigkeiten habe er mehrmalige und ausf�hrliche Instruktionen ben�tigt und keinerlei Initiative gezeigt, eigene �berlegungen anzustellen. Hinsichtlich sozialer und personaler Kompetenz habe er sich im Umgang mit den anderen Versicherten als Einzelg�nger verhalten. Man habe den Eindruck gehabt, er wolle mit seiner teilweise recht guten Arbeit w�hrend der zweiten Woche seiner Vorgesetzten Freude machen. Mit einer sehr engen Betreuung im Sinne einer Nacherziehung w�re der Versicherte deshalb wom�glich wieder f�r einen Arbeitseinsatz zu gewinnen.
Betreffend die Arbeitsf�higkeit wurde ausgef�hrt, in �bereinstimmung mit den Vorbeurteilungen seien k�rperlich belastende T�tigkeiten, insbesondere eine allf�llige Wiedereingliederung als Bauarbeiter, behinderungsbedingt nicht mehr m�glich. Die aktuelle medizinische Situation entspreche unver�ndert in etwa jener zum Zeitpunkt des Austritts nach dem station�ren Aufenthalt in X.________ am 30. Mai 2001. Unter Ber�cksichtigung der Abkl�rungsresultate k�nnten dem Versicherten, der beim freien Gehen immer noch zwei St�cke ben�tze, nur noch k�rperlich leichtere, ebenerdig, auf Tischh�he und sitzend zu verrichtende Arbeiten zugemutet werden, unter Gelegenheit zu kurzen Entlastungspausen mit etwas Umhergehen. Bei behinderungsadaptierten Arbeiten wie beispielsweise bei leichteren Montaget�tigkeiten im Metallbereich k�nne eine Arbeitsf�higkeit von 50 % aus medizinischer Sicht attestiert werden, je nach konkreter Situation g�nstig unter Verwertung bei etwas erh�htem Zeitaufwand. Der Versicherte zweifle bei Hinweis auf beklagte belastungsabh�ngige Schmerzen an einer beruflichen Wiedereingliederung, weshalb auch keine weitergehenden beruflichen Massnahmen vorgeschlagen werden k�nnten und im Rahmen der dritten Abkl�rungswoche der Aufenthalt beendet worden sei. F�r Beispiele einfachster Hilfst�tigkeiten, die ihrer Ansicht nach dem Versicherten mit einer Leistung von 50 % zugemutet werden k�nnten, verwies die BEFAS auf drei DAP-Formulare und bemerkte schliesslich, der Versicherte habe sich sehr erleichtert gezeigt, als ihm das vorzeitige Ende der Abkl�rung mitgeteilt worden sei. Im Schlussgespr�ch, das in italienischer Sprache und in Anwesenheit des BEFAS-Arztes gef�hrt worden sei, sei er jeder Stellungnahme zum von ihnen als zumutbar erachteten Arbeitspensum von 50 % ausgewichen.
3.1.4 Schliesslich erachtete es Dr. med. F.________ im Gutachten vom 22. November 2000 vor Abschluss der vorgeschlagenen Behandlung noch nicht als m�glich, zur Arbeitsf�higkeit des Versicherten in einer leidensangepassten T�tigkeit Stellung zu nehmen. Gem�ss seinem erg�nzenden Bericht vom 27. November 2001 sollte der Versicherte eine 50 % T�tigkeit sitzend in einer gesch�tzten Werkstatt durchf�hren k�nnen. Stehen und Gehen sei ihm wegen der Knie- und Fussproblematik nicht m�glich.
3.2 Die Vorinstanz hat dazu in einl�sslicher W�rdigung der Aktenlage ausf�hrlich dargelegt, weshalb f�r die in Frage stehende Zeitspanne von Januar 2000 bis Dezember 2002 gest�tzt auf das umfassende, den Anforderungen an eine beweiskr�ftige medizinische Stellungnahme (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c) gen�gende MEDAS-Gutachten vom 6. November 2000 wie auch gest�tzt auf den BEFAS-Bericht vom 24. Januar 2002 von einer Arbeitsf�higkeit des Versicherten von 50 % in einer k�rperlich leichten, wechselbelastenden T�tigkeit (wobei auch ein Aufstehen und Herumgehen, zum Beispiel zum Holen von Werkzeugen oder Werkgegenst�nden nicht erfolgen sollte) auszugehen ist. Auf diese zutreffenden Ausf�hrungen der Vorinstanz kann verwiesen werden.
Der Beschwerdef�hrer bestreitet denn auch nicht das Ausmass der Restarbeitsf�higkeit von 50 % an sich. Er macht vielmehr unter Berufung auf den erg�nzenden Bericht des Dr. med. F.________ vom 27. November 2001 geltend, diese Restarbeitsf�higkeit sei lediglich in einer gesch�tzten Werkstatt realisierbar. Er bringt vor, die Schlussfolgerung des Dr. med. F.________ entspreche grunds�tzlich auch den Beobachtungen der BEFAS. Allerdings nehme diese eine andere Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit vor, welcher nicht zu folgen sei, da die Abkl�rung auch ergeben habe, dass ihm die F�higkeiten f�r ein selbstst�ndiges Arbeiten fehlten. Deshalb w�rden weder DAP-L�hne noch die Tabellenl�hne der LSE seinen F�higkeiten und Neigungen gerecht. Er ben�tige bez�glich einer sitzenden und leichten T�tigkeit zus�tzlich der besonderen Beaufsichtigung und straffen F�hrung, weshalb ihm nur noch die Besch�ftigung in einer gesch�tzten Werkstatt zumutbar sei. Dabei k�nnte er ein Invalideneinkommen von lediglich Fr. 8255.- erzielen, was im Vergleich zum Valideneinkommen, welches entgegen der Auffassung der Vorinstanz unter Ber�cksichtigung der Nominallohnentwicklung Fr. 56'448.- betrage, einen Invalidit�tsgrad von rund 85,4 % ergebe.
3.3 Hinsichtlich der Frage, ob eine zumutbare Restarbeitsf�higkeit in der freien Wirtschaft, also auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder demgegen�ber nur noch in einer gesch�tzten Werkst�tte verwertet werden kann, ist festzuhalten, dass in Abgrenzung zum Leistungsbereich der Arbeitslosenversicherung von einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auszugehen ist, was einerseits ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Stellen beinhaltet und anderseits einen Arbeitsmarkt bezeichnet, der von seiner Struktur her einen F�cher verschiedenartiger Stellen offen h�lt. Nur so k�nnen die Risiken Arbeitslosigkeit und Invalidit�t voneinander abgegrenzt werden. Es geht beim ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht um reale, geschweige denn offene Stellen, sondern um (gesundheitlich zumutbare) Besch�ftigungsm�glichkeiten, welche der Arbeitsmarkt von seiner Struktur, jedoch abstrahiert von den konjunkturellen Verh�ltnissen, umfasst (Urteil C. vom 16. Juli 2003, I 758/02). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob ein Invalider die M�glichkeit hat, seine restliche Erwerbsf�higkeit zu verwerten und ob er ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 276 Erw. 4b; AHI 1998 S. 291 Erw. 3b, ZAK 1991 S. 320 Erw. 3b). Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt sodann ganz allgemein der aus der allgemeinen Schadenminderungspflicht fliessende Grundsatz "Selbsteingliederung vor Rente" (Selbsteingliederungspflicht), weshalb kein Rentenanspruch besteht, wenn der Versicherte selbst ohne Eingliederungsmassnahmen zumutbarerweise in der Lage w�re, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 123 V 233 Erw. 3c, 117 V 278 Erw. 2b, 400, 113 V 28 Erw. 4a, je mit Hinweisen). Weder gest�tzt auf die Pflicht zur Selbsteingliederung noch im Rahmen der dem Versicherten auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt offen stehenden M�glichkeiten zur Verwertung seiner Resterwerbsf�higkeit d�rfen von ihm Vorkehren verlangt werden, die unter Ber�cksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles nicht zumutbar sind (vgl. Art. 31 Abs. 2 IVG; BGE 113 V 28 Erw. 4a mit Hinweisen; Meyer-Blaser, Zum Verh�ltnism�ssigkeitsgrundsatz im staatlichen Leistungsrecht, Diss. Bern 1985, S. 134 f. und S. 138 f. mit zahlreichen Hinweisen auf die Rechtsprechung; Locher, Die Schadenminderungspflicht im IVG, in: Festschrift 75 Jahre EVG, Bern 1992, S. 425 f.; R�edi, Im Spannungsfeld zwischen Schadenminderungspflicht und Zumutbarkeitsgrundsatz bei der Invalidit�tsbemessung nach einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, in: Schaffhauser/Schlauri, Rechtsfragen der Invalidit�t in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 41). Namentlich darf bei der Bemessung des vom Versicherten trotz gesundheitlicher Beeintr�chtigung noch erzielbaren Invalideneinkommens nicht von realit�tsfremden und in diesem Sinne unm�glichen oder unzumutbaren Einsatzm�glichkeiten ausgegangen werden. Denn von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 28 Abs. 2 IVG kann dort nicht mehr gesprochen werden, wo die zumutbare T�tigkeit nur in so eingeschr�nkter Form m�glich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers ausge�bt werden kann (ZAK 1991 S. 320 f. Erw. 3b, 1989 S. 321 f. Erw. 4a, Urteil B. vom 16. Juni 2004, I 824/02).
3.4 Insbesondere aus dem BEFAS-Bericht vom 24. Januar 2002 ergibt sich, dass der Versicherte �ber durchschnittliche F�higkeiten sowie die entsprechenden intellektuellen und handwerklichen Ressourcen zur Aus�bung einer einfachen Hilfs- oder Handlangert�tigkeit verf�gt. Zudem hat die praktische Abkl�rung gezeigt, dass er auch mit seinen gesundheitlichen Einschr�nkungen ein qualitativ wie quantitativ gen�gendes Arbeitsresultat zu erbringen vermag. Anlass zur Annahme, dass ihm dies nur im gesch�tzten Rahmen m�glich w�re, weil die Aus�bung einer T�tigkeit bei ihm an derart viele Bedingungen gekn�pft w�re, dass er in der freien Wirtschaft keine entsprechende Stelle finden k�nnte, besteht hingegen nicht, auch nicht auf Grund der �brigen umfangreichen Abkl�rungsergebnisse. Als bestehende Einschr�nkung bei der Verwertung seiner Restarbeitsf�higkeit f�hrt der Versicherte denn auch nur seine mangelnde Selbstst�ndigkeit ins Feld. Aus den Abkl�rungsergebnissen wird indessen deutlich, dass er durchaus in der Lage ist, selbstst�ndig zu arbeiten, Initiative zu zeigen und eigene �berlegungen anzustellen, wenn ihm die T�tigkeit entspricht und vor allem zusagt. Entgegen seinen Vorbringen mangelt es ihm also nicht grunds�tzlich an der F�higkeit, selbstst�ndig zu arbeiten: Vielmehr ist das selbstst�ndige Arbeiten und die damit verbundene Notwendigkeit von straffer F�hrung eine Frage der Motivation und des Antriebs. Dies zeigt sich auch darin, dass verschiedene Gutachter feststellten, der Versicherte halte sich selbst nicht mehr f�r arbeitsf�hig. Dieser Umstand ist unter dem Gesichtspunkt der Schadenminderungspflicht (vgl. Erw. 3.3 hievor) dahingehend zu w�rdigen, dass unter Ber�cksichtigung dessen, was dem Versicherten bei Aufbietung allen guten Willens (BGE 102 V 165; AHI 2001 S. 228 Erw. 2b mit Hinweisen) noch m�glich ist (Urteile B. vom 16. Juni 2004, I 824/02, und B. vom 3. Juli 2002, I 537/01), davon auszugehen ist, dass es ihm zumutbar ist, auch ohne besondere �berwachung oder F�hrung eine gen�gende Leistung zu erbringen. Denn es ist inbesondere bei fehlender Motivation einer versicherten Person nicht ausgeschlossen, dass sie nicht mehr ihr ganzes verbliebenes Leistungsverm�gen aussch�pft (Urteil M. vom 5. August 2004, I 433/03). Unter diesen Umst�nden kann deshalb nicht davon ausgegangen werden, dass eine Einsatzm�glichkeit f�r den Beschwerdef�hrer ausserhalb eines gesch�tzten Rahmens nicht mehr m�glich und zumutbar ist.
3.5 Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn das kantonale Gericht beim Invalideneinkommen vom monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) m�nnlicher Arbeitnehmer im privaten Sektor f�r einfache und repetitive Arbeiten (Anforderungsniveau 4) gem�ss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE), Tabelle A1, ausgegangen ist. Allerdings ist beim Invalideneinkommen ebenso wie beim Valideneinkommen, wie der Beschwerdef�hrer richtig einwendet, f�r den Rentenanspruch ab 1. Januar 2000 die Lohnentwicklung gegen�ber 1998 zu ber�cksichtigen. Entgegen seiner Auffassung k�nnen jedoch nicht die Einkommen gem�ss Verf�gung der IV-Stelle ber�cksichtigt werden, da dort die entsprechenden Werte des Jahres 2002 eingesetzt wurden; massgebend sind vielmehr die Einkommen des Jahres 2000 (BGE 129 V 224 Erw. 4.3.1, SVR 2003 IV Nr. 11 S. 31):
F�r das Invalideneinkommen ist somit vom Tabellenwert der LSE im Jahr 2000 auszugehen, welcher monatlich Fr. 4437.- (inkl. 13. Monatslohn) bzw. j�hrlich Fr. 53'244.- betrug; aufgerechnet auf die betriebs�bliche Arbeitszeit von 41,8 Stunden (Die Volkswirtschaft 2002, Heft 12, S. 88, Tabelle B 9.2) resultiert ein Einkommen von Fr. 55'640.- oder Fr. 27'820.- bei einem Pensum von 50 %. Es kann mit der Vorinstanz dahingestellt bleiben, ob und in welcher H�he zus�tzlich ein Abzug von maximal 25 % (BGE 126 V 79 f. Erw. 5b/aa-cc) gerechtfertigt ist, denn selbst bei einem solchen w�rde ein Invalideneinkommen von Fr. 20'865.- resultieren, was verglichen mit dem Valideneinkommen, das gem�ss Auskunft des Arbeitgebers vom 10. September 1999 im Jahr 1998 wie auch die Jahre davor Fr. 53'560.- und unter Aufrechnung der Nominallohnentwicklung im Jahr 2000 (1999: 0,3 %, 2000: 1,3 %, a.a.O., S. 89, Tabelle B 10.2 ) Fr. 54'419.- betrug, einen Invalidit�tsgrad von 61,7 % ergibt, sodass f�r die hier in Frage stehende Dauer vom 1. Januar 2000 bis Dezember 2002 kein Anspruch auf eine ganze Rente besteht.
3.6 Zusammenfassend erweist sich der angefochtene Entscheid somit als rechtens, wobei im Hinblick auf das weitere Vorgehen festzuhalten ist, dass die IV-Stelle anl�sslich der R�ckweisung zur weiteren Abkl�rung bei der Festsetzung des Invalidit�tsgrades ab Dezember 2002 zu beurteilen haben wird, inwieweit die Invalidit�tssch�tzung der SUVA zu ber�cksichtigen ist (vgl. BGE 126 V 291 Erw. 2a mit Hinweisen).
Dieses Urteil wird den Parteien, der AHV/IV-Rekurskommission des Kantons Thurgau, der Ausgleichskasse des Schweizerischen Baumeisterverbandes und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.