Source: https://www.dgprivatpatienten.de/faq/6-versicherungsvertragsgesetz.html
Timestamp: 2018-11-18 06:17:29
Document Index: 211652790

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 6']

§ 6 Versicherungsvertragsgesetz| Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten
Was besagt § 6 Versicherungsvertragsgesetz?
Durch die Reform des Versicherungsvertragsgesetzes im Jahre 2008 haben sich für Versicherungsnehmer fundierende Änderungen ergeben.
Nach § 6 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) stehen Versicherer in Deutschland unter der sog. Beratungspflicht gegenüber ihren Versicherungsnehmern. Im Grunde bedeutet dies, dass sobald Anlass vom Versicherungsnehmer zur Beratung besteht, der Versicherer dazu verpflichtet ist, den Versicherungsnehmer nach seinen Wünschen und Bedürfnissen zu befragen und daraufhin zielgerecht zu beraten.
Welche Vorteile hat der § 6 VVG für Sie?
Die Gesetzeslage sieht es vor, dem Versicherungsnehmer intensivere Betreuung durch den Versicherer zu gewährleisten (neues VVG). Daher sind unter anderem Krankenversicherungsgesellschaften dazu verpflichtet, vor Abschluss der PKV eine Beratungsdokumentation anzufertigen, in der die Wünsche, Bedürfnisse und das Ergebnis der Beratung schriftlich dargelegt werden. Sämtliche Produktinformationen und allgemeinen Vertragsbedingungen sind in Schriftform auszuhändigen und deren Inhalt dem Versicherungsnehmer vor Abschluss des Vertrags klar und verständlich nahezubringen. Ein Verzicht auf diesen Ablauf kann vonseiten des Versicherungsnehmers durch eine gesonderte schriftliche Erklärung erfolgen, wenn der Versicherer den Hinweis auf mögliche Benachteiligungen und Wegfall von Schadensersatzansprüchen erteilt. Die DGFP - Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten mbH - ist jedoch in der Lage, durch diesen Verzicht den Umstellungsprozess für Sie zu beschleunigen. Die Beratung fällt für Sie natürlich nicht weg, sondern wird von unseren PKV-Speziallisten übernommen.
Mögliche Nachteile durch den § 6 VVG!
Das Versicherungsvertragsgesetz kann auf unterschiedliche Weise von Versicherern zum eigenen Vorteil genutzt werden. Es besteht die Gefahr, durch diese Beratungspflicht, mögliche Änderungen in einem bestehenden Vertrag (PKV-Tarifwechsel) hinauszuzögern. Hierbei handelt es sich nämlich um eine Gesetzeslücke. Solange der gewünschte Tarifwechsel mangels Beratung nach § 6 VVG nicht durchgeführt wurde, wird sich die Umstellung des Vertrages auf einen unbekannten Zeitpunkt verschieben und der Versicherer erhält bis zur Tarifumstellung den vollen Beitrag.
Daher besteht die Möglichkeit, dass der Versicherer in den Beratungsgesprächen selbst versucht, den Versicherungsnehmern von einer
Vertragsänderung aus unterschiedlichsten Gründen abzuraten, um so die höchsten Einnahmen erzielen zu können.
Welche weiteren Reformen beinhaltet das Versicherungsvertragsgesetz?
Entsprechend der Änderung des VVG haben sich ebenfalls die Laufzeiten von Versicherungsverträgen verändert. Die Laufzeiten werden nach wie vor zwischen Versicherer und Versicherungsnehmer vereinbart. Neu ist, dass ein Kündigungsrecht nach Ablauf von drei Jahren jährlich geltend gemacht werden kann, im Nachhinein nach Ablauf des aktuellen Versicherungsjahres.
DGFP - Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten mbH: Kompetente und von den wirtschaftlichen Interessen der Versicherer unabhängige Beratung beim Tarifwechsel.
Beim Tarifwechsel empfiehlt es sich, einen von den wirtschaftlichen Interessen der Versicherer unabhängigen Berater hinzuzuziehen. Die Fachberater der DGFP - Deutsche Gesellschaft für Privatpatienten mbH - unterstützen Kunden nicht nur bei der Auswahl passender Tarife sondern auch beim Wechsel selbst.