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Timestamp: 2016-10-26 11:21:02
Document Index: 98322053

Matched Legal Cases: ['Art. 16', 'BGE', 'Art. 6', 'BGE', 'Art. 10', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 25', 'BGE']

Unfallversicherung (Leistungseinstellung; R�ckforderung),
Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 22. M�rz 2012.
J.________, geboren 1953, war seit 1. Juli 2002 bei der K.________ GmbH, als Gipser t�tig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 10. Januar 2007 st�rzte er von einem Dreitritt und verletzte sich am rechten Ellenbogen. In der Folge war er arbeitsunf�hig und musste sich am 13. Mai 2008 einer Operation unterziehen. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Wegen Verdachts auf Versicherungsmissbrauchs beauftragte die SUVA die Z.________ Consulting, mit der Observation von J.________, was vom 4. August 2009 bis 10. Februar 2010 erfolgte. Mit Verf�gung vom 24. August 2009 setzte die SUVA ihre Leistungen bei einer Arbeitsunf�higkeit von 50 % ab 13. Oktober 2008 und von 0 % ab 19. Januar 2009 fest. Nachdem J.________ hatte Einsprache erheben lassen, hiess die SUVA diese am 29. Oktober 2009 teilweise gut und erbrachte auch nach dem 18. Januar 2009 Leistungen bei einer Arbeitsunf�higkeit von 50 %. Gest�tzt auf die Ergebnisse der Observation verf�gte die SUVA am 6. September 2010 den Fallabschluss und stellte ihre Leistungen per 24. September 2009 ein; gleichzeitig forderte sie zu viel bezahlte Taggelder in der H�he von Fr. 19'934.90 zur�ck. Dies best�tigte sie mit Einspracheentscheid vom 10. November 2010.
Das Versicherungsgericht des Kantons Aargau wies die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 22. M�rz 2012 ab.
J.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, die SUVA sei unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids zu verpflichten, ihm �ber den 24. September 2009 hinaus die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Anspruch auf Taggelder der Unfallversicherung (Art. 16 Abs. 1 und 2 UVG; BGE 135 V 287 E. 3.1 S. 288), Begriff der Arbeitsunf�higkeit (Art. 6 ATSG; BGE 135 V 287 E. 3.1 S. 288), den Anspruch auf Heilbehandlung (Art. 10 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4.1 S. 114) und den Beweiswert von �rztlichen Berichten (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469; 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352) zutreffend dargelegt. Dasselbe gilt f�r die Zul�ssigkeit einer Observation der versicherten Person (BGE 135 I 169 E. 4.3 S. 171), die antizipierte Beweisw�rdigung ( BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162) und die R�ckforderung zu viel bezogener Leistungen (Art. 25 Abs. 1 ATSG). Darauf wird verwiesen.
Die Vorinstanz hat die massgeblichen �rztlichen Berichte, namentlich den Bericht des Dr. med. D.________, Facharzt f�r Allgemeine Medizin, vom 13. M�rz 2007 und 13. M�rz 2009, des Universit�tsspitals X.________, vom 11. September 2007, des Dr. med. K.________, Facharzt f�r Radiologie, vom 7. Dezember 2007, des Kreisarztes, Facharzt f�r Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 19. November 2007, 9. Oktober 2008 sowie 27. April 2009, der Uniklinik Y.________, vom 13. Mai, 11. August, 13. Oktober und 12. Dezember 2008, einl�sslich wiedergegeben. Darauf wird ebenfalls verwiesen.
Der Versicherte r�gt eine willk�rliche W�rdigung des Observationsmaterials sowie eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts.
4.1 Es ist unbestritten, dass die Observation nicht rechtswidrig erfolgt ist; streitig sind jedoch die Schlussfolgerungen, welche aus dem Observationsmaterial gezogen werden k�nnen. Sofern sich die Leistungseinstellung bereits aus den �rztlichen Berichten ergibt, kann auf eine W�rdigung des strittigen Observationsmaterials verzichtet werden. Deshalb wird vorweg die zumutbare Arbeitsf�higkeit anhand der �rztlichen Berichte gepr�ft.
4.2 Die Uniklinik Y.________ nahm am 13. Mai 2008 eine Ellenbogenarthroskopie mit D�bridement ECRB, partiell ECRL und EDC rechts vor. Anl�sslich der Verlaufskontrolle vom 25. Juni 2008 hielt sie fest, es sei zu erwarten, dass in ca. 3 Wochen eine Wiederaufnahme der Arbeit zu 30 bis 50 % m�glich sein sollte (Bericht vom 11. August 2008). Mit Bericht vom 29. August 2008 attestierte sie volle Arbeitsunf�higkeit nach gescheitertem Arbeitsversuch bis zur n�chsten Kontrolle und am 13. Oktober 2008 volle Arbeitsunf�higkeit bis 12. Oktober 2008 und ab 13. Oktober 2008 eine solche von 50 %. Bei der n�chsten Verlaufskontrolle vom 24. November 2008 hielt sie fest, aktuell bestehe kein Anlass f�r eine weitere orthop�dische Therapie, und erachtete eine Arbeitsf�higkeit von 50 % ab Dezember 2008 sowie ab Januar 2009 parallel zum forcierten Belastungsaufbau eine Reduktion der Arbeitsunf�higkeit f�r zumutbar (Bericht vom 12. Dezember 2008). Die bereits anl�sslich der kreis�rztlichen Untersuchung vom 9. Oktober 2008 attestierte Arbeitsf�higkeit von 75 % ab 3. November 2008 und von 100 % ab 17. November 2008 wird durch das von der Uniklinik Y.________ im November 2008 empfohlene Vorgehen best�tigt. Weiter erfolgte die Beurteilung des Kreisarztes vom 27. April 2009, wonach trotz gewisser funktioneller Einschr�nkungen bei wiederholt starken Belastungen des rechten Ellenbogens eine zumutbare Arbeitsf�higkeit im angestammten Beruf als Gipser von 50 bis 80 % h�tte l�ngst realisierbar sein sollen, gest�tzt auf das MRI und die Feststellungen der Uniklinik Y.________ vom 16. April 2009 und steht mit den Einsch�tzungen dieser Klinik in Einklang. Nach Sichtung des Observationsmaterials sah der Kreisarzt seine fr�here Einsch�tzung, wonach keine Einschr�nkungen gegeben seien, best�tigt (Bericht vom 23. M�rz 2010). Wenn die SUVA angesichts dieser �rztlichen Aussagen von einer vollen Arbeitsf�higkeit ab 24. September 2009 ausging, ist dies nicht zu beanstanden. Auch die Berichte des Hausarztes verm�gen die kreis�rztlichen Schlussfolgerungen nicht in Zweifel zu ziehen, da - wie die Vorinstanz zu Recht festh�lt - Dr. med. D.________ sich bei der Festlegung der zumutbaren Arbeitsf�higkeit allein auf die subjektive Beschwerdeschilderung durch den Versicherten abst�tzt, aber weder eigene Befunde festh�lt noch eine Begr�ndung f�r seine Beurteilung resp. seine von der Uniklinik Y.________ und dem Kreisarzt abweichende Meinung angibt. Daran �ndert auch der Einwand des Versicherten, es sei durchwegs dieselbe Diagnose gestellt worden, nichts, weil mit der Diagnose allein noch nichts �ber das Ausmass ihrer Auswirkungen gesagt ist.
4.3 Bei dieser Sach- und Rechtslage braucht auf das Observationsmaterial nicht weiter eingegangen zu werden und es ist nicht zu beanstanden, dass die SUVA unter Verzicht auf Einholung weiterer Arztberichte im Rahmen der antizipierten Beweisw�rdigung (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162) ihre Leistungen per 24. September 2009 einstellte sowie die nach diesem Datum erbrachten Taggelder zur�ckforderte.