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Timestamp: 2018-03-24 07:52:53
Document Index: 250824383

Matched Legal Cases: ['§ 249', '§ 172', '§ 249', '§ 7', '§ 8', '§ 10', '§ 8', '§ 18']

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Bin ich bei 3h taeglich arbeitszeit automatisch krankenversichert?
Gepostet von am Mittwoch, 4. September 2013 in A&Q Versicherungen | 7 Kommentare
arbeitszeit automatisch Krankenversichert taeglich
Frage von Jane Riley: Bin ich bei 3h taeglich arbeitszeit automatisch krankenversichert?
Ich werde demnaechst meine erste Arbeitsstelle antreten, welche sich (leider nur) auf 3h taeglich, 5Tage die Woche belaeuft- Ich bin 22 und war bisher bei meiner Mutter mitversichert. Werde ich dann automatisch krankenversichert sein? Denn meine Mutter wird meine Versicherung definitiv kuendigen und ohne Versicherung dastehen geht ja nicht. Mich wuerde auch noch interessieren, zu welchen Konditionen ich dann versichert waere, oder gelten dafuer dann automatisch gesetzliche (Basis)Bestimmungen, sozusagen eine Grundversicherung? Ich kenne mich da leider ueberhaupt nicht aus und habe auch so keinen Ansprechpartner. Meinen zukuenftigen Arbeitgeber kann ich leider derzeit auch nicht erreichen, da er sich im Ausland befindet.
Vielen lieben Dank schonmal fuer eure Hilfe!
ja, wenn es kein 450 € Job ist
Bei 3h glaube ich das zwar nicht, aber frage doch Deinen Arbeitgeber wenn er wieder da ist !
Das ist der beste Ansprechpartner, da er ja einen Vertrag mit Dir abgeschlossen haben muss !
Und wenn kein Vertrag vorhanden ist, hast Du auch keine großartigen Rechte !
Es kommt darauf an wie viel du damit verdienst. Sofern das Einkommen unter 450,- Euro bleibt, bist du nicht versicherungspflichtig! Liegt das Einkommen unter 450,-Euro, muss der Arbeitgeber eines geringfügig entlohnten Beschäftigten neben bestimmten Umlagen, zwar auch Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung und zur Krankenversicherung zu tragen, obwohl der Beschäftigte in dieser Beschäftigung !!!nicht krankenversicherungspflichtig!!! ist. Die vom Arbeitgeber zu tragenden Beitragssätze liegen bei: 13 % bei der gesetzlichen Krankenversicherung (§ 249b Satz 1 SGB V) (entfällt bei privat krankenversicherten Minijobbern) und 15 % bei der gesetzlichen Rentenversicherung (§ 172 Abs. 3 SGB VI) (der Beschäftigte trägt zusätzlich 3,9 Beitragssatzpunkte).
§ 249b SGB V Beitrag des Arbeitgebers bei geringfügiger Beschäftigung
§ 7 SGB V – gesetzliche Krankenversicherung
(3) Personen, die am 31. Dezember 2012 in einer mehr als geringfügigen Beschäftigung versicherungspflichtig waren, die die Merkmale einer geringfügigen Beschäftigung in der ab 1. Januar 2013 geltenden Fassung der §§ 8 oder 8a des Vierten Buches erfüllt, bleiben in dieser Beschäftigung längstens bis zum 31. Dezember 2014 versicherungspflichtig, sofern sie nicht die Voraussetzungen für eine Versicherung nach § 10 erfüllen und solange das Arbeitsentgelt 400,00 Euro monatlich übersteigt. Sie werden auf ihren Antrag von der Versicherungspflicht nach Satz 1 befreit. § 8 Absatz 2 gilt entsprechend mit der Maßgabe, dass an die Stelle des Zeitpunkts des Beginns der Versicherungspflicht der 1. Januar 2013 tritt.
FAZIT: Heißt, verdienst du mehr als 450 Euro im Monat, bist du Pflichtversichert über deinen AG und leistest dafür auch die Beiträge. Verdienst du weniger als 450,- Euro bist du nicht versicherungspflichtig und kannst weiter Familienversichert bleiben.
Frage da deinen Arbeitgeber nach. Diese Frage hättest du wohl schon bei der Einstellung klären müssen. Es muss doch jemand im Betrieb da sein, der dafür die Verantwortung trägt.
In Deutschland bist du immer Krankenversichert egal wie viel du verdienst. Wenn du sehr gering verdienst werden die Beiträge vom Arbeitsamt übernommen. Brauchst also keine Angst haben, dass du nicht Krankenversichert bist. Das ist in Deutschland nicht möglich…
Du warst bisher durch deine Mutter familienversichert. Dies ist immer dann der Fall, wenn das regelmäßige Gesamteinkommen des Familienangehörigen im Jahr 2013 nicht den Betrag von 385 € im Monat (ein Siebtel der Bezugsgröße nach § 18 SGB IV) übersteigt. Bei Ausübung einer geringfügig entlohnten Tätigkeit (Minijob) liegt die Grenze bei 450 € im Monat.
Muss eine eigene Mitgliedschaft in einer Krankenversicherung begründet werden, so bemessen sich die Beiträge nach den Bruttoeinnahmen. Sind jedoch keine oder nur geringe beitragspflichtige Einnahmen vorhanden, so wird pauschal von Einnahmen in Höhe von 1/3 der Bezugsgröße ausgegangen, aus dem dann die Beitragshöhe berechnet wird. Bei einem einheitlichen Beitragssatz von 14,9 % ergibt sich hier für 2013 ein fiktives Einkommen von 898,33 € pro Monat und damit ein Beitrag für die GKV von 133,85 € pro Monat (zuzüglich Pflegeversicherung).
Dein zukünftiger Arbeitgeber meldet dich bei der Sozialversicherung an. Dazu ist er gesetzlich verpflichtet. Vorab solltest du bei einer gesetzlichen Krankenkasse deiner Wahl die Mitgliedschaft beantragen.
Die Zahl der Arbeitsstunden ist für die Sozialversicherung keine Bemessungsgrenze. Es gilt allein der monatliche Verdienst.
Wenn du bisher gesetzlich Krankenversichert warst, bist du mit deinem neuen Job krankenversichert wenn du über 450€ verdienst. Und dann bist du ganz normal krankenversichert, d.h. du musst nichts machen. (Solltest du max. 450€ kriegen, dass verzichte auf jeden Fall auf die Beitragsfreiheit in der Rentenversicherung – in dem Fall läge der Beitrag in der Gesetzlichen KV bei einer „Kopfpauschale“ von rd. 140€).
Mich macht nur stutzig, dass deine Mutter „deine Versicherung definitiv kündigen wird“ – entweder bist du in der Gesertlichen KV, dann wärst du noch ne Zeitlang beitragsfrei mitversichert (bis zu 23. Geburtstag), oder privat versichert, dann musst du sehen wo du deine Prämien herbekommst und wieweit du überhaupt in die gesetzliche wechseln kannst.
Im Zweifwelsfall wird dir jede Krankenkasse oder Jobcenter dazu mehr Auskunft geben können.
automatisch bist du nicht versichert
dein Arbeitgeber muß dich bei unter 450 € Verdienst bei der Mini-Job Zentrale anmelden und Krankenkassenbeiträge abführen ( an die Bundesknappschaft )
bei über 450 € muß er dich auch anmelden und es werden auch Beiträge von deinem Gehalt abgezogen , du mußt ihm dann auch mitteilen , bei welcher Krankenkasse du MItglied bist
ist die Anmeldung erfolgt bekommst du auch einen Nachweis über die Sozialversicherung ( Ausweis mit SV-Nummer )