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Timestamp: 2016-10-23 03:09:43
Document Index: 208365181

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'BGE', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 89', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 9', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 38', 'Art. 66', 'Art. 38', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 38', 'Art. 66', 'Art. 38', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 66', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 26', 'Art. 36', 'BGE', 'Art. 22', 'Art. 85', 'Art. 86', 'Art. 38', 'Art. 66', 'Art. 13', 'Art. 18', 'Art. 22', 'Art. 38', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

1C_486/2013 � � Urteil vom 11. Dezember 2013
Gemeinde Davos, Berglistutz 1, 7270 Davos Platz, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Otmar B�nziger, Bahnhofstrasse 7, 7001 Chur.
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden, 5. Kammer, vom 28. Februar 2013.
�Die Z.________ AG reichte am 21. April 2008 bei der Landschaft Davos Gemeinde (nachfolgend: Gemeinde Davos) ein Baugesuch f�r den Teilabbruch und den Neubau des Wohn- und Gesch�ftshauses auf der Parzelle Nr. 117 in Davos Platz ein. Gegen das Projekt erhob die Stockwerkeigent�mergemeinschaft W.________ Einsprache. Der Kleine Landrat Landschaft Davos Gemeinde wies die Einsprache am 16. September 2008 ab und erteilte die Baubewilligung, welche unter anderem mit der Auflage verkn�pft war, 49 Parkpl�tze zu errichten oder "in n�chster N�he" vertraglich zu sichern. Mit den Bauarbeiten durfte erst nach baubeh�rdlicher Genehmigung der Pl�ne, aus denen die Parkpl�tze ersichtlich sind, oder der im Grundbuch eingetragenen Vertr�ge �ber die langfristige Sicherung von Parkpl�tzen auf einer Drittliegenschaft begonnen werden. Im Falle des Fehlens der Parkpl�tze war vor Baubeginn eine Abgeltung von Fr. 702'000.-- an die Gemeinde zu leisten. Die von der Stockwerkeigent�merschaft und weiteren Stockwerkeigent�mern gegen die Baubewilligung erhobenen Beschwerden wiesen das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden am 28. April 2009 sowie das Bundesgericht am 17. Februar 2010 (Urteil 1C_388/2009) ab.
�Im Zusammenhang mit den Abbrucharbeiten entstanden Bedenken bez�glich der Stabilit�t jener Geb�udeteile, deren Abbruch nicht geplant war. Weitere Untersuchungen ergaben, dass f�r diese Geb�udeteile tats�chlich ein Sicherheitsrisiko bestand. Aus diesem Grund stellte die Bauherrin am 15. M�rz 2011 ein Gesuch um Abbruch und Neubau jener bisher vom Abbruch ausgesparten Geb�udeteile. Die Baubeh�rde pr�fte das Projekt�nderungsgesuch im vereinfachten Verfahren und bewilligte es am 1. April 2011. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden (Entscheid vom 1. November 2011) und das Bundesgericht (Urteil 1C_550/2011 vom 22. M�rz 2012) best�tigten diesen Entscheid.
�Die Z.________ AG begann im Sommer 2011 mit den Bauarbeiten, ohne die Auflage betreffend Parkpl�tze erf�llt zu haben, was von der Gemeinde erst im Fr�hjahr 2012 bemerkt wurde. Mit Beschluss vom 15. Mai 2012 setzte der Kleine Landrat der Gemeinde Davos der Gesellschaft Frist bis Ende Mai 2012, um anzugeben, ob sie der Parkplatzpflicht f�r das Bauprojekt real (mit Nachweis) oder durch Leistung einer Ersatzabgabe von Fr. 702'000.-- nachkomme. Nachdem die Z.________ AG den mit dem Nachbarn Y.________ abgeschlossenen Abtretungsvertrag vom 24. Mai 2012, mit welchem der Gesellschaft 30 Parkpl�tze der angrenzenden Parzelle Nr. 185 �bertragen wurden, vorgelegt hatte, anerkannte die Gemeinde Davos lediglich 13 der abgetretenen Parkpl�tze als Pflichtparkpl�tze f�r die Parzelle Nr. 117. Der Kleine Landrat verpflichtete deshalb die Z.________ AG zum Nachweis durch Grundbuchauszug von zus�tzlichen acht gedeckten und acht offenen Parkpl�tzen in der Form von Eigentum, Miteigentum oder Grunddienstbarkeiten, wobei er f�r den Fall der Nichterbringung des Nachweises bis 31. August 2012 die Erhebung einer Ersatzabgabe erwog und sich weitergehende Zwangsmassnahmen vorbehielt (Verf�gung vom 24. Juli 2012).
�Das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden wies die gegen die Verf�gung vom 24. Juli 2012 erhobene Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat (Entscheid vom 28. Februar 2013).
�Die Z.________ AG l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, die von Y.________ dienstbarkeitsrechtlich zur Verf�gung gestellten Parkpl�tze seien als Pflichtparkpl�tze f�r die Parzelle Nr. 117 zu best�tigen und es sei festzustellen, dass sie keine Ersatzabgabe schulde; eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen. Ferner wird um aufschiebene Wirkung der Beschwerde ersucht.
�Die Gemeinde Davos und das kantonale Gericht schliessen auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. In ihrer Stellungnahme zur Vernehmlassung der Gemeinde h�lt die Z.________ AG an ihrem Rechtsbegehren fest.
�Mit Verf�gung vom 10. Juni 2013 wurde der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkannt.
�Gest�tzt auf Art. 82 lit. a BGG beurteilt das Bundesgericht Beschwerden gegen Entscheide in Angelegenheiten des �ffentlichen Rechts. Dieses Rechtsmittel steht auch auf dem Gebiet des Raumplanungs- und Baurechts zur Verf�gung. Das Bundesgerichtsgesetz enth�lt dazu keinen Ausschlussgrund (BGE 133 II 249 E. 1.2 S. 251). Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen anfechtbaren kantonal letztinstanzlichen Endentscheid (vgl. Art. 86 Abs. 1 lit. d und Art. 90 BGG). Die Beschwerdef�hrerin ist als Bauherrin und direkte Adressatin des angefochtenen Entscheides zur Beschwerde an das Bundesgericht legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG).
�Die Vorinstanz vertritt mit Blick darauf, dass der Kleine Landrat in der Verf�gung vom 24. Juli 2012 die Erhebung einer Ersatzabgabe "erw�gt", falls der Nachweis (der gen�genden Anzahl Pflichtparkpl�tze) nicht bis zum 31. August 2012 erfolge, die Ansicht, gest�tzt auf diese Anordnung k�nne noch keine konkrete Ersatzabgabe erhoben und ziffernm�ssig gerichtlich vollstreckt werden. Vielmehr m�sste eine konkrete Ersatzabgabe neu und in der H�he exakt verf�gt werden, weshalb es der Beschwerdef�hrerin in diesem Zusammenhang an einer unmittelbaren Betroffenheit im Sinne von Art. 50 des Gesetzes �ber die Verwaltungsrechtspflege vom 31. August 2006 (VRG/GR; BR 370.100) fehle. Das kantonale Gericht ist diesbez�glich auf die Beschwerde nicht eingetreten.
�Nach der Rechtsprechung weist eine Beschwerdeschrift, welche sich bei Nichteintretensentscheiden lediglich mit der materiellen Seite des Falles auseinandersetzt, keine sachbezogene Begr�ndung auf und stellt damit keine rechtsgen�gliche Beschwerde dar (vgl. BGE 123 V 335; 118 Ib 134). Soweit die Beschwerdef�hrerin vor Bundesgericht beantragt, es sei festzustellen, dass sie keine Ersatzabgabe schulde, ohne sich jedoch mit dem vorinstanzlichen Nichteintreten auseinanderzusetzen, kann deshalb auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werden (Art. 42 Abs. 2 BGG; vgl. auch BGE 123 V 335 E. 1b S. 337 f.).
�Der angefochtene Entscheid st�tzt sich in der Sache auf kantonales bzw. kommunales Planungs- und Baurecht. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Dabei pr�ft es die Auslegung und Anwendung kantonaler und kommunaler baurechtlicher Vorschriften grunds�tzlich nur auf Willk�r hin (Art. 9 BV; Urteil 1A.57/2006 vom 6. September 2006 E. 4.4.1), sofern nicht eine schwerwiegende Grundrechtseinschr�nkung zur Diskussion steht (Urteil 1P.840/2006 vom 4. Juli 2007 E. 5.1). Die Beschwerde f�hrende Partei trifft eine qualifizierte R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG). Sie hat in Auseinandersetzung mit den Erw�gungen im angefochtenen Entscheid pr�zise darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid willk�rlich ist (BGE 138 I 171 E. 1.4 S. 176). Nach der Rechtsprechung liegt Willk�r in der Rechtsanwendung vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist; dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt nicht (BGE 137 I 1 E. 2.4 S. 5 mit Hinweisen). Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und Beweisw�rdigung pr�ft das Bundesgericht grunds�tzlich ebenfalls bloss unter dem eingeschr�nkten Blickwinkel des Willk�rverbots (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 136 II 101 E. 3 S. 104 f. mit Hinweisen; vgl. auch Art. 97 Abs. 1 BGG).
4.1.�Das kantonale Gericht geht gest�tzt auf die Baubewilligung f�r das Wohn- und Gesch�ftshaus X.________-Center auf der Nachbarparzelle Nr. 185 aus dem Jahr 1996, welches von Y.________, der Gemeinde Davos und der Schweizerischen Post (ehemals: PTT; nachfolgend: Post) erstellt worden war, und Art. 66 des damals in Kraft gestandenen Baugesetzes der Landschaft Davos vom 4. Dezember 1977 (nachfolgend: aBauG) davon aus, dass insgesamt 224 Parkpl�tze (211 gedeckte und 13 offene Abstellpl�tze) geplant waren und in der Folge auch erstellt wurden. Die Widmung der gem�ss Art. 66 aBauG errechneten 84 f�r das Bauvorhaben des Y.________ vorgeschriebenen Parkpl�tze gehe aus den �berbauungspl�nen eindeutig hervor. Diese seien als "vorgeschriebene Parkpl�tze" im Sinne von Art. 66 aBauG zu qualifizieren. Die Gemeinde habe deshalb zu Recht die (durch Y.________ erfolgte) Abtretung der Parkpl�tze von der benachbarten Parzelle Nr. 185 an die Beschwerdef�hrerin nicht als Erf�llung des gesetzlich verlangten Parkplatznachweises f�r das Bauprojekt auf Parzelle Nr. 117 anerkannt. Die Neuberechnung durch die Gemeinde gem�ss Art. 38 des Baugesetzes vom 4. M�rz 2001 der Gemeinde Davos (nachfolgend: BauG) ergebe 71 "Pflichtparkpl�tze" anstelle der nach Art. 66 aBauG "vorgeschriebenen" 84 Parkpl�tze. 13 Parkpl�tze der Parzelle Nr. 185 seien daher frei verf�gbar geworden. Indem die Gemeinde diese dem Bauprojekt auf Parzelle Nr. 117 anrechne, sei der Beschwerdef�hrerin kein rechtlicher Nachteil, sondern vielmehr ein faktischer wie auch wirtschaftlicher Vorteil erwachsen. Dies habe zur Konsequenz, dass eine allf�llige Geh�rsverletzung durch die Gemeinde wegen Nichtanh�rung der Beschwerdef�hrerin vor der Neuberechnung der verlangten Parkpl�tze nach Art. 38 BauG als geheilt taxiert werden k�nne.
5.1.�Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, die vorinstanzliche Begr�ndung lasse sich gerade in einer der zentralen Fragestellungen - ob es sich bei den zur Verf�gung gestellten Parkpl�tzen um Abstellpl�tze handle, welche in Erf�llung einer Verpflichtung zur Errichtung von Pflichtparkpl�tzen angelegt worden seien - nicht nachvollziehen. Zudem widerspreche sich das kantonale Gericht in seinen Erw�gungen. Einerseits stelle es n�mlich fest, dass f�r das X.________-Center mehr Parkpl�tze erstellt worden seien, als eine Berechnung nach damaligem Recht ergeben h�tte, und das Projekt sei mit dieser h�heren Anzahl von Parkpl�tzen bewilligt worden. Anderseits fehle der gedankliche Schritt von den bewilligten Parkpl�tzen zu den Pflichtparkpl�tzen v�llig und die Begr�ndung, weshalb es sich nun um vorgeschriebene Parkpl�tze handeln solle, sei auch sonst nicht stringent und offensichtlich widerspr�chlich. W�re zudem der damaligen Bauherrengemeinschaft X.________ eine Verpflichtung zur Errichtung von Pflichtparkpl�tzen auferlegt worden, so h�tte diese die Bauherrengemeinschaft insgesamt betroffen. So oder anders seien nicht mehr als 150 von 224 Abstellfl�chen des X.________-Centers als Pflichtparkpl�tze einzustufen. Die Zahl f�r den von der Post genutzten Teil des Centers stimme unabh�ngig von der Wahl der Berechnungsart weder mit der bei den Akten befindlichen Parkplatzaufstellung noch mit dem von der Vorinstanz thematisierten eingef�rbten Plan �berein. Indem sich der angefochtene Entscheid mit diesen Ungereimtheiten �berhaupt nicht auseinandersetze, sondern sich zu Ungunsten der Beschwerdef�hrerin einfach auf diese beiden Dokumente st�tze, werde in willk�rlicher Weise die Begr�ndungspflicht missachtet.
5.2.1.�Gegen diese Argumentation wendet die Beschwerdegegnerin zu Recht ein, aus dem Fehlen eines Hinweises auf die erforderliche Anzahl vorgeschriebener Parkpl�tze in der Baubewilligung f�r das X.________-Center vom 16. Januar 1996 k�nne nicht abgeleitet werden, dass die Bewilligungsnehmer von damals von der Parkplatzpflicht befreit gewesen w�ren.
�Die Vorinstanz zeigt gest�tzt auf die �berbauungspl�ne X.________ schl�ssig auf, dass Y.________ 84 Parkpl�tze zugeteilt waren und diese Zahl in Anwendung von Art. 66 aBauG seinem Anteil am X.________-Center (835 m� Ladenfl�che [54 Parkpl�tze], acht Wohnungen unter 80 m� [acht Parkpl�tze], zwei Wohnungen �ber 80 m� [vier Parkpl�tze], 317 m� B�rofl�che [16 Parkpl�tze], Kiosk zur H�lfte mit 30 m� [zwei Parkpl�tze]) entspricht. Nach dem Wortlaut von Art. 66 aBauG handelt es sich dabei um "vorgeschriebene Abstellpl�tze" (w�hrend Art. 38 BauG von "Pflichtparkpl�tzen" spricht). Wird dieser Begrifflichkeit bei der Lekt�re des vorinstanzlichen Entscheids Rechnung getragen, so l�sst sich entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin keine Widerspr�chlichkeit in der Begr�ndung erkennen.
�Ob die Parkpl�tze bereits im Zeitpunkt der Baubewilligung ausgeschieden waren, ist f�r die vorliegend umstrittene Frage nicht relevant. Das kantonale Gericht geht n�mlich unter Verweis auf das Urteil P.701/1985 des Bundesgerichts vom 8. April 1986 zutreffend davon aus, dass die Pflicht, f�r bestimmte Wohn- und Gesch�ftsr�umlichkeiten Autoabstellpl�tze zu schaffen, nicht nur die Pflicht zum Bauen dieser Pl�tze, sondern auch diejenige zur Aufrechterhaltung der Nutzungswidmung f�r das in der Baubewilligung vorgesehene Objekt umfasst (Urteil P.701/1985 vom 8. April 1986 E. 3). Die Aufrechterhaltung der Nutzungswidmung war zudem schon in Art. 66 aBauG ("Bei allen Neu-, Um- und Erweiterungsbauten sind Abstellpl�tze [...] anzulegen und stets offen zu halten.") ausdr�cklich vorgeschrieben (vgl. auch Art. 38 Abs. 1 BauG: "[...] zu erstellen und dauernd f�r die Parkierung offen zu halten."). Die Pflicht zur Erstellung und Erhaltung von Parkpl�tzen ist somit auch vorliegend gesetzlich vorgeschrieben. Sie gilt nicht nur im Falle einer entsprechenden Auflage in der Baubewilligung, sondern auch dann, wenn mit dem Baugesuch ein entsprechender Parkplatznachweis erbracht wurde (vgl. das Baugesuch der Bauherrengemeinschaft X.________ vom 27. November 1995). Die implizite Annahme der Vorinstanz, die Baubewilligung w�re wohl bei mangelnder Anzahl vorgeschriebener Parkpl�tze gar nicht erteilt worden, ist daher nicht willk�rlich. Die Beschwerdef�hrerin verkennt, dass es f�r eine Qualifikation von Abstellpl�tzen als "vorgeschriebene Parkpl�tze" im Sinne von Art. 66 aBauG keiner ausdr�cklichen Anordnung der Baubeh�rde im Baubewilligungsverfahren bedurfte.
5.2.2.�Aus der Behauptung der Beschwerdef�hrerin, von den insgesamt 224 Parkpl�tzen des X.________-Centers seien nicht mehr als 150 als Pflichtparkpl�tze zu qualifzieren, l�sst sich ebenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten. Denn das Projekt X.________ - unter Einschluss der Parkpl�tze - war und blieb auch sp�ter eigentums- und nutzungsm�ssig klar auf die drei Mitglieder der damaligen Bauherrengemeinschaft aufgeteilt. Ob f�r das X.________-Center insgesamt mehr Parkpl�tze erstellt wurden, als eine Berechnung nach damaligem Recht ergeben w�rde, und, gegebenenfalls, wie viele der f�r die Post und die Gemeinde erstellten Parkpl�tze �ber dem Pflichtanteil liegen, kann dahingestellt bleiben, denn der Zugriff von Y.________ beschr�nkte sich so oder anders auf die 84 seinem Anteil am X.________-Center zugeordneten Parkpl�tze, welche den "vorgeschriebenen Parkpl�tzen" gem�ss Art. 66 aBauG entsprechen. Die Beschwerdef�hrerin gibt die als falsch oder widerspr�chlich bem�ngelten Textpassagen aus dem angefochtenen Entscheid verk�rzt oder in einem falschen Kontext wieder. Weiterungen im Zusammenhang mit den dazu erhobenen R�gen er�brigen sich deshalb. Eine unrichtige Sachverhaltsfeststellung durch das kantonale Gericht liegt nicht vor.
5.2.3.�Ihren Einwand, die Gemeinde h�tte die vorgeschriebenen Parkpl�tze (f�r das X.________-Center) nicht nach Art. 66 Abs. 3 aBauG, sondern gem�ss Art. 66 Abs. 4 aBauG, wonach f�r �brige Bauten die Baubeh�rde die Anzahl der n�tigen Abstellpl�tze bestimmt, nachberechnen m�ssen, hatte die Beschwerdef�hrerin vor dem kantonalen Gericht nicht n�her begr�ndet, weshalb ihr Vorwurf, der angefochtene Entscheid setze sich damit nicht gen�gend auseinander, ins Leere zielt. Abgesehen davon erscheint die Subsumtion unter Art. 66 Abs. 3 aBauG nicht als offensichtlich unhaltbar, da es sich beim Anteil von Y.________ neben dem Kiosk und der Ladenfl�che von 835 m� um zehn Wohnungen und 317 m� B�rofl�che handelt, wobei die Mall nicht in die Bemessung der Pflichtparkpl�tze einbezogen wurde.
5.2.4.�Ob das kantonale Gericht die Bestimmung von Art. 66 Abs. 1 aBauG offensichtlich irref�hrend auslegt, indem sie davon ausgeht, dass gem�ss dieser Bestimmung zwei Drittel der vorgeschriebenen Parkpl�tze "real gedeckt" sein m�ssten, anstatt anzunehmen, zwei Drittel der Parkpl�tze m�ssten "unter Dach" erstellt werden, kann dahingestellt bleiben, da eine solche Fehlinterpretation keine Auswirkungen auf die vorliegende Streitsache h�tte.
5.2.5.�Die Beschwerdef�hrerin beruft sich auf eine Verletzung der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) und der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV).
�Die Pflicht, im Zusammenhang mit Bauten Parkpl�tze zu schaffen oder f�r Parkierungsm�glichkeiten zu sorgen, bedeutet einen Eingriff in die Eigentumsgarantie nach Art. 26 BV, somit in ein Grundrecht. Solche Einschr�nkungen sind nur zul�ssig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruhen, im �ffentlichen Interesse liegen und verh�ltnism�ssig sind (Art. 36 BV; BGE 125 II 129 E. 8 S. 141 mit Hinweis). Bei der baurechtlichen Parkplatzerstellungspflicht handelt es sich in der Regel nicht um einen schweren Eingriff in die Eigentumsgarantie, soweit dadurch der bisherige oder k�nftig m�gliche bestimmungsgem�sse Gebrauch des Eigentums nicht massgeblich erschwert oder sogar verunm�glicht wird. Eine klare und ausdr�ckliche Regelung in einem formellen Gesetz ist somit nicht erforderlich; es gen�gt eine materielle Rechtsgrundlage, die ihrerseits verfassungsm�ssig ist, sich im Rahmen der Delegation h�lt und von der zust�ndigen Beh�rde erlassen worden ist; deren Vorhandensein und Anwendung wird im bundesgerichtlichen Verfahren lediglich unter dem Gesichtswinkel des Willk�rverbots gepr�ft (Urteil 1P.840/2006 vom 4. Juli 2007 E. 5.1 mit Hinweisen). Dabei ist davon auszugehen, dass die Delegation von Rechtsetzungszust�ndigkeiten an die Exekutive oder ein anderes Organ zul�ssig ist, wenn sie in einem formellen Gesetz enthalten ist, nicht durch das kantonale Recht ausgeschlossen wird und sich auf ein bestimmtes Gebiet beschr�nkt (Urteil 1P.693/2004 vom 15. Juli 2005 E. 3.1 und 3.2 mit Hinweisen, in: ZBl 107/2006 S. 484).
�Gem�ss Art. 22 Abs. 1 und 2 des Raumplanungsgesetzes f�r den Kanton Graub�nden vom 6. Dezember 2004 (KRG/GR; BR 801.100) erlassen die Gemeinden die Grundordnung, welche aus dem Baugesetz, dem Zonenplan, dem Generellen Gestaltungsplan und dem Generellen Erschliessungsplan besteht. Nach Art. 85 Abs. 1 KRG ist das Bauwesen grunds�tzlich Sache der Gemeinden. Art. 86 Abs. 1 KRG/GR bestimmt, dass Bauten und Anlagen (Bauvorhaben) nur mit schriftlicher Baubewilligung der kommunalen Baubeh�rde errichtet, ge�ndert, abgebrochen oder in ihrem Zweck ge�ndert werden d�rfen. Der Baubewilligungspflicht unterliegen auch Zweck�nderungen von Grundst�cken, sofern erhebliche Auswirkungen auf die Nutzungsordnung zu erwarten sind. Eine hinreichende gesetzliche Grundlage f�r eine Einschr�nkung der Eigentumsgarantie findet sich im Baugesetz der Gemeinde sowohl in Bezug auf das Bauprojekt der Beschwerdef�hrerin (Art. 38 BauG) als auch im Zusammenhang mit der vorinstanzlich best�tigten grunds�tzlichen Nichtverf�gbarkeit der Parkpl�tze von Y.________ (Art. 66 aBauG in Verbindung mit Art. 13 und Art. 18 ff. sowie Art. 22 Ziff. 3 lit. b des damals geltenden Raumplanungsgesetzes f�r den Kanton Graub�nden); der ebenfalls angerufenen Wirtschaftsfreiheit kommt aufgrund der Vorbringen in der Beschwerde keine weitergehende Bedeutung zu. Ausser Diskussion steht das �ffentliche Interesse einerseits an der Parkplatzerstellungspflicht und andererseits an der Parkplatzerhaltungspflicht. Y.________ ben�tigte f�r seine Nutzfl�che insgesamt 84 Parkpl�tze. Diese Anzahl wurde ihm gem�ss den �berbauungspl�nen auch zugewiesen. Gest�tzt auf Art. 38 BauG nahm die Gemeinde eine Neuberechnung vor, welche eine Reduktion der erforderlichen Anzahl Parkpl�tze, nunmehr als "Pflichtparkpl�tze" bezeichnet, auf 71 ergab. Indem die Gemeinde die M�glichkeit des Transfers der frei gewordenen 13 Parkpl�tze auf die Nachbarliegenschaft bejahte, trug sie dem Verh�ltnism�ssigkeitsgrundsatz bereits in maximalem Ausmass Rechnung. Dies wird von der Beschwerdef�hrerin �bersehen. Ob ein solcher Transfer wegen der Pflicht zur Aufrechterhaltung der Nutzungswidmung f�r die Geb�ulichkeiten von Y.________ �berhaupt zul�ssig ist, steht vorliegend nicht zur Debatte und kann darum dahingestellt bleiben (vgl. immerhin Urteil P.701/1985 vom 8. April 1986 E. 3, wonach von einer Bindung der Autoabstellpl�tze an bestimmte Wohn- oder Gesch�ftsr�ume nur eine neue Baubewilligung ge�nderten Inhalts befreien kann). Fest steht jedenfalls, dass zumindest die nach aktuellem Recht notwendigen 71 Pflichtparkpl�tze weiterhin der Liegenschaft Nr. 185 zur Verf�gung gehalten werden m�ssen. Anders zu entscheiden hiesse, die gesetzlichen Vorgaben zu den Pflichtparkpl�tzen zu umgehen.
5.2.6.�Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin ist der Umstand, dass Y.________ einen Teil der Parkpl�tze geb�hrenpflichtig Dritten zur Verf�gung gestellt hatte, nicht von Belang. Es ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, dass die Vorschriften betreffend Pflichtparkpl�tze einer Erhebung von Parkgeb�hren nicht entgegensteht.
5.2.7.�Die Beschwerdef�hrerin macht schliesslich geltend, die Vorinstanz habe ihre Einw�nde (teilweise) nicht oder unzureichend zur Kenntnis genommen und damit ihre Begr�ndungspflicht verletzt. Die aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV; vgl. auch BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236 mit Hinweisen) fliessende grunds�tzliche Pflicht der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden, bedeutet allerdings nicht, dass sie sich mit jeder tatbest�ndlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken. Der B�rger soll wissen, warum die Beh�rde entgegen seinem Antrag entschieden hat, damit er gegebenenfalls den Entscheid sachgerecht anfechten kann (BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88; 133 I 270 E. 3.1 S. 277; je mit Hinweisen). Diesen Anforderungen gen�gt der vorinstanzliche Entscheid. Die R�ge der Verletzung des rechtlichen Geh�rs zufolge Missachtens der Begr�ndungspflicht ist damit nicht stichhaltig.
�Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der Gemeinde Davos, die in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt, ist keine Parteientsch�digung zuzusprechen (Art. 68 Abs. 3 BGG).