Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=24%20U%2012/05
Timestamp: 2020-01-21 02:50:02
Document Index: 284493913

Matched Legal Cases: ['§ 535', '§ 536', '§ 307', 'BGH', '§ 307', '§ 9', 'BGH', 'BGH', '§ 307', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 307', '§ 9', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: 24 U 12/05 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Düsseldorf, 31.05.2005
OLG Düsseldorf, 31.05.2005 - I-24 U 12/05
https://dejure.org/2005,2029
OLG Düsseldorf, 31.05.2005 - I-24 U 12/05 (https://dejure.org/2005,2029)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 31.05.2005 - I-24 U 12/05 (https://dejure.org/2005,2029)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 31. Mai 2005 - I-24 U 12/05 (https://dejure.org/2005,2029)
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Formularmäßige Vereinbarung von Minderungsausschluss und Aufrechnungsverbot; Gewerbliches Mietrecht
Wirksamer Ausschluß des Minderungsrechts im Geschäftsraummietvertrag
BGB § 535; BGB § 536; BGB § 307 Abs. 2
Gewerbliches Mietrecht: Minderungsausschluss zulässig!
Minderung und Aufrechung streichen? - Firmen / Gewerbe
Geschäftsräume - Verbot der Mietminderung ist zulässig
Gewerberaummiete: Sofortige Minderung kann vertraglich ausgeschlossen werden! (IMR 2006, 1010)
LG Duisburg, 30.12.2004 - 3 O 174/04
MDR 2005, 1045
Er muss zunächst die volle Miete zahlen und kann dann in Höhe des Minderungsbetrages die zuviel gezahlte Miete vom Vermieter zurückverlangen (vgl. BGH, NJW 1984, 2404 [2405]; OLG Düsseldorf, MDR 2005, 1045; OLG Hamm, NJW-RR 1998, 1020).
Eine solche Einschränkung des Minderungsrechts ist im gewerblichen Mietrecht nicht unangemessen, so dass die Klausel vor § 307 Abs. 2 BGB bzw. § 9 AGBG Bestand hat (vgl. BGH, NJW 1984, 2404; BGH, NJW-RR 1993, 519 [520]; OLG Hamm, NJW-RR 1998, 1020; OLG Düsseldorf, MDR 2005, 1045; KG, NZM 2002, 526).
Denn das Äquivalenzgefüge wird in derartigen Fällen nicht zerstört, sondern es wird lediglich dem rechtlich nicht zu beanstandenden Interesse des Vermieters an der zügigen Durchsetzung seiner Mietzinsforderung ohne Beweisaufnahme der Vorrang eingeräumt (KG, NZM 2002, 526; OLG Düsseldorf, MDR 2005, 1045).
Ist die Beschränkung der Aufrechnungsbefugnis auf unbestrittene oder rechtskräftig festgestellte Forderungen jedoch schon gegenüber einem Verbraucher bzw. Nichtkaufmann zulässig, kann eine derartige Einschränkung des Aufrechnungseinwandes gegenüber einem Unternehmer bzw. Kaufmann im Rahmen allgemeiner Geschäftsbedingungen erst recht nicht als treuwidrige unangemessene Benachteiligung im Sinne von § 307 BGB bzw. § 9 AGBG gewertet werden (vgl. BGH, NJW 1986, 1757; BGH, NJW 1984, 2404; BGH, NJW-RR 1993, 519 [520]; OLG Düsseldorf, ZMR 1997, 466; OLG Düsseldorf, MDR 2005, 1045).
Der Mieter wird insoweit in zulässiger Weise auf einen Bereicherungsanspruch verwiesen (BGH, NJW 1984, 2404; OLG Karlsruhe, OLGR 2006, 38; OLG Düsseldorf, GE 2005, 799 = MDR 2005, 1045; Senat WuM 1995, 392).
Die von der Beklagten zitierte Entscheidung des OLG Düsseldorf (MDR 2005, 1045) besagt nichts anderes; dass im dortigen Vertrag die Rechte wegen unbestrittener Mängel nicht ausgeschlossen waren, kam lediglich als zusätzliches Argument hinzu, das gegen eine Unwirksamkeit der Klausel sprach; entscheidend ist die Berücksichtigung unstreitiger oder rechtskräftig festgestellter Forderungen für die Wirksamkeit eines formularmäßigen Aufrechnungsverbots.
Es entspricht ständiger Rechtsprechung, dass derartige Minderungsbeschränkungen den Gewerberaummieter nicht unangemessen gemäß § 307 BGB (früher § 9 AGBG) benachteiligen und deshalb zulässig sind (BGHZ 91, 375 (382 f.); BGH NJW 1984, 2405; BGH NJW-RR 1993, 519 (520); BGH NZM 2008, 609 f. mit weiteren Nachweisen zum Schrifttum; OLG Hamm NZM 1998, 438 f. m.w.N.; KG NZM 2002, 526; Senat MDR 2005, 1045; OLG Karlsruhe MDR 2006, 745).