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Timestamp: 2020-02-24 15:08:31
Document Index: 179653220

Matched Legal Cases: ['Art. 65', 'Art. 67', 'Art. 77', 'Art. 7', 'Art. 19', 'Art. 77', 'Art. 76', 'Art. 77', 'Art. 67', 'Art. 69', 'Art. 57', 'Art. 60']

Statuten für deinen Verein – Vereinsverwaltung.ch
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Statuten für deinen Verein
6. Dezember 2016 8. März 2010 von Webling
Jeder Verein benötigt Statuten um zu existieren. Statuten sind quasi das Gesetz des Vereins, durch sie entsteht der Verein und wird zu einer juristischen Person. Wie in jedem guten Gesetz soll nur das wichtigste geregelt werden, aber keine wichtigen Sachen vergessen werden. Die Ungeduldigen könne sich gleich auf die Musterstatuten stürzen und eigene Statuten schreiben, für die anderen seien hier die wichtigsten Punkte von Vereinsstatuten erklärt.
Der Zweck umschreibt das Tätigkeitsgebiet eines Vereins, jedes Mitglied soll sich mit dem Zweck des Vereins identifizieren können. Der Zweck eines Vereins soll offen formuliert werden. Häufig sind Gebietsangaben wie „Im Gebiet der Stadt Zürich“ und ein Hinweis auf die Pflege der Kameradschaft unter den Mitgliedern. Der Zweck eines Vereins könnte folgendermassen lauten:
Der FC Webling bezweckt die Förderung des Fussballs in Webling insbesondere durch Nachwuchsförderungen sowie die Pflege der Kameradschaft und Geselligkeit unter den Mitgliedern.
Organe deines Vereins
Die Organe eines Vereins heissen nicht Milz, Lunge und Herz sondern Vorstand und Generalversammlung.
Der Vorstand erledigt die laufenden Geschäfte des Vereins, er organisiert das Vereinsleben, ist Ansprechpartner für Aussenstehende und Mitglieder. Ausserdem organisiert er die Generalversammlung und schliesst im Namen des Vereins Verträge ab.
Die GV ist das Parlament des Vereins, meist sind alle Mitglieder in der GV eingeladen und können mitbestimmen. Die Generalversammlung hat in allen Belangen eines Vereins das letzte Wort, kann die Statuten ändern und wählt den Vorstand. Ist in einem Verein nicht geregelt wer über eine Angelegenheit entscheiden kann, dann ist die GV zuständig – nicht verzagen, GV fragen.
Aufnahme und Austritt von Mitgliedern
Die Statuten sollen regeln wie neue Mitglieder aufgenommen werden und wie Mitglieder austreten können. Es ist sinnvoll den Vorstand über die Aufnahme neuer Mitglieder entscheiden zu lassen.
Auch für den schlimmsten Fall, also dass Mitglieder ausgeschlossen werden müssen, sollten die Statuten eine Regelung bereit haben. Darüber entscheidet üblicherweise die Generalversammlung.
Wir wünschen deinem Verein ein langes Bestehen mit vielen Mitgliedern, allerdings sollten Statuten auch die Auflösung des Vereins regeln. Mindestens sollte geregelt werden wie viele Mitglieder notwendig sind um den Verein aufzulösen und was mit dem Vereinsvermögen nach der Auflösung geschieht.
Wenn du bis jetzt durchgehalten hat, kannst du dir die Musterstatuten herunterladen und deine eigenen Statuten schreiben. Viel Spass!
Kategorien Vereine 244 Kommentare Beitrags-Navigation
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Wie gründet man einen Verein
244 Gedanken zu „Statuten für deinen Verein“
16. September 2013 um 10:08
Müss ein Verien eine Sitz haben? Ich meine mi Büro und address?
Freundlichen Grüss
18. September 2013 um 07:20
Guten Tag Hacene
Der Sitz eines Vereins ist am Sitz der Verwaltung (z.B. des Präsidenten). Dies ist normalerweise der Wohnsitz bzw die Adresse des Vereinspräsidenten, ein Büro, eine eigene Adresse oder auch nur ein angeschriebener Briefkasten ist nicht notwendig.
Das heisst, im Normalfall hat der Verein seinen Sitz dort, wo der Vereinspräsident wohnt. Dies ist automatisch so und man muss sich nicht darum kümmern.
Link dazu auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Sitz_(juristische_Person)
22. November 2013 um 16:50
Wie kann ein Verein seine Statuten ändern, wenn in den Statuten selbst nicht steht, wessen Unterschriften es braucht, um die Statuten ändern zu können?
13. Dezember 2013 um 15:46
Die Statuten eines Vereins werden von der Vereinsversammlung / Generalversammlung geändert. Um die Statuten gültig ändern zu können, muss die Statutenänderung als Traktandum in der Einladung zur GV aufgeführt werden.
Wenn die Generalversammlung der Statutenänderung zustimmt, werden die Statuten geändert.
4. September 2015 um 18:31
gibt es da eine rechtliche grundlage dazu?
7. September 2015 um 08:17
Hallo Gnom
Natürlich gibt es eine rechtliche Grundlage dazu. Gemäss Art. 65 Abs. 1 ZGB entscheidet die Vereinsversammlung über alle Angelegenheiten, die nicht anderen Organen übertragen wurden. Daraus folgt, dass die Statuenänderung von der Vereinsversammlung beschlossen wurde.
Gemäss Art. 67 Abs. 3 ZGB muss ein Entscheid vor der GV gehörig angekündigt werden. Ansonsten kann der Beschluss darüber nicht gefasst werden sondern auf eine andere Vereinsversammlung vertagt werden und vor dieser Vereinsversammlung gehörig angekündigt werden.
12. September 2015 um 07:37
Sase86
26. April 2018 um 12:26
Wenn ein Vorschlag zur Ergänzung der Statuten an ein ausserordentlichen Generalversammlung durch die Mitglieder angenommen wird. Und die Statuten werden nach der ausserordentlichen Generalversammlung bereinigt. Muss diese dann an der Ordentlichen Generalversammlung nochmals von den Mitgliedern abgesegnet werden?
3. Mai 2018 um 10:21
Vielen Dank für deine Frage. Wenn die Bereinigung darin besteht, dass einfach die Ergänzugen eingefügt werden, dann muss dies nicht mehr von der ordentlichen Generalversammlung abgesegnet werden. Wenn weitergehende Korrekturen vorgenommen wurden, müssen diese nochmals abgesegnet werden.
22. November 2013 um 17:19
Gegenüber einer Bank braucht der Kassier eine Einzelunterschrift, um das E-Banking nutzen zu können. Doch wo wird das geregelt? Was braucht die Bank, was akzeptiert sie?
13. Dezember 2013 um 15:44
Die Unterschriftsberechtigung ist in den Statuten geregelt, wie diese geändert werden, steht schon in der anderen Antwort.
Bei der Bank müssten die Statuten und das Protokoll der GV genügen. Aus dem Protokoll sollte hervorgehen, dass die Person mit Berechtigung zum E-Banking als Kassier gewählt wurde.
22. März 2014 um 15:19
ich möchte gerne einen Verein Gründen, habe aber noch ein paar Detail-Fragen, welchen in Standardlösungen nicht beantwortet werden… auch im OR oder ZGB habe ich nichts konkretes gefunden.
1. Wie lange darf die Amtsperiode eines Präsidenten betragen? Sind fünf Jahre zulässig?
2. Darf der Präsident gleichzeitig die Revision übernehmen?
3. Wir gründen zu dritt einen Verein, der später noch wachsen soll. Ist es ein Problem wenn der Vorstand gleichzeitig auch Kassier, Sekretär und Revisor ist?
4. Wie kann ich prüfen ob ein Vereins-Name schon vergeben ist oder noch zu verwenden ist?
5. Genügt es wenn sich der Präsident im Handelsregister einträgt? Oder braucht es den ganzen Vorstand?
Also wenn mir da jemand helfen könnte, wäre ich echt froh. Habe angst, dass man den Verein wieder auflösen kann, wenn ich da etwas falsch mache…
26. März 2014 um 09:20
Guten Tag Basti
In der Schweiz kann ein Verein sehr frei gestaltet werden:
1. 5 Jahre sind als Amtsperiode eines Präsidenten durchaus zulässig.
2. Ein Verein kann auf eine Revision verzichten, sofern er eine gewisse Grösse nicht überschreitet. Der Präsident darf auch die Revision übernehmen. Weitere Informationen findest du auf: revisionsaufsichtsbehörde.ch
3. Das ist vollkommen in Ordnung so.
4. Es ist grundsätzlich möglich, dass es zwei Vereine mit dem gleichen Namen gibt. Am besten suchst du im Internet ob der Name schon von anderen verwendet wird und schaust im Handelsregister ob schon eine Firma mit dem Namen existiert. Wenn du nichts gefunden hast, kannst du den Vereinsnamen verwenden.
5. Der Verein muss grundsätzlich nicht im Handelsregister eingetragen werden, ausser er betreibt ein kaufmännisches Gewerbe oder ist revisionspflichtig (siehe Nummer 2). Ich würde wenn möglich auf den Eintrag im Handelsregister verzichten, da er in der Regel nichts bringt.
Thomas Hagger
16. Juli 2014 um 07:08
Ich habe ein paar Fragen zur Vereinsauflösung:
Was heisst Vereinsauflösung von Gesetzes wegen, wenn der Vorstand nicht mehr bestellt werden kann (Art. 77 ZGB)? Nehmen wir ein Beispiel: der Vorstand möchte den Verein auflösen, dringt aber in der GV nicht durch. Er tritt in corpore zurück. Niemand stellt sich als Vorstandsmitglied zur Verfügung. Ist damit der Verein von Gesetzes wegen aufgelöst? Wenn nicht, wer führt beispielsweise die Kasse weiter?
17. Juli 2014 um 08:44
Dazu haben wir in der uns vorliegenden Literatur leider keine eindeutige Antwort gefunden.
Ich nehme an, dass ein Vereinsmitglied klagen muss um den Verein aufzulösen.
Sind keine Mittel mehr vorhanden oder wenn niemand für die Bezahlung von ausstehenden Rechnungen sorgt, kann der Verein auch durch Konkurs aufgelöst werden.
Die Kasse und die anderen Vereinsgeschäfte werden vermutlich von niemandem weitergeführt (ausser z.B. ein Treuhänder besorgt dies im Auftragsverhältnis). Dies kann ein Anreiz für die Vereinsmitglieder sein, sich auf eine Lösung zu einigen.
Susan Zimmerli
Guten Tag @Webling
Kann man auch einen internationalen Verein ONLINE mit Sitz in der Schweiz (wie die vielen bekannte internationalen Organisationen) gründen? Sozusagen einen Dachverband? Gelten für Online-Vereine dieselben Auflagen/Statuten/Rechte wie für offline Vereine?
24. Juli 2014 um 07:17
Es gibt meines Wissens keine internationalen Vereine. Sie können allerdings einen Verein in der Schweiz gründen und Mitglieder aus anderen Ländern aufnehmen.
In der Schweiz ist es ganz einfach, einen Verein zu gründen, mehr dazu finden Sie im Artikel Verein gründen.
Es gibt keine ‚online‘ Vereine, nur Vereine, Sie können einen ‚offline‘ Verein machen, in dem sich die Mitglieder hauptsächlich online treffen.
29. Mai 2015 um 11:22
Guten Tag, wir sind Angestellte eines Vereins und sind für die Betreuung und Erziehung der Kinder verantwortlich. Wir möchten uns weiterbilden und eine Qualitätsspielgruppe aufbauen. Damit verbunden auch eine Lohnerhöhung, bzw. Anpassung. Der Verein unterstützt uns nicht. Wie können wir diese Spielgruppe aus dem Verein auslösen, wenn in den Statuten nichts definiert ist bzgl. Spielgruppe. Insbesondere was haben wir für Rechte?
29. Mai 2015 um 13:44
Diese Frage ist zu komplex als dass wir diese hier beantworten könnte. Wir empfehlen euch, dies mit einem Anwalt genauer anzuschauen.
Wenn Ihr die Spielgruppe herauslösen möchtet, erstellt einen Businessplan um herauszufinden, ob es finanziell überhaupt aufgeht.
29. Juni 2015 um 10:31
Ich hätte eine Frage. Wo muss/ kann ich den Verein anmelden bzw. registrieren. (Gemeinde / Kanton usw) ?
1. Juli 2015 um 08:13
In der Schweiz muss ein Verein nicht angemeldet werden. Es müssen nur einige Leute einen Verein gründen wollen und die Statuten müssen schriftlich vorliegen. Eine Eintragung im Handelsregister ist nötig, wenn der Verein ein kaufmännisches Gewerbe (quasi ein Unternehmen) führt. Dies wird in bei eurem Verein wohl nicht der Fall sein. Deshalb müsst Ihr euren Verein nicht anmelden oder registrieren.
Wir wünschen euch viel Erfolg mit dem Verein.
Webling Vereinsverwaltung
15. Juli 2015 um 11:55
Nur ein Hinweis: der Link zu den Musterstatuten funktioniert nicht (mehr). Ansonsten vielen Dank für diese informative Seite!
15. Juli 2015 um 13:34
Vielen Dank für das Lob. Der Link zu den Musterstatuten funktioniert jetzt wieder.
26. Oktober 2015 um 11:47
Was muss beachtet werden, wenn man an einem Vereinsanlass Tagesmitgliedschaften ausstellen will? Reicht da eine Liste wo die Personen unterschreiben können?
27. Oktober 2015 um 09:02
Guten Tag Pascal
Tagesmitglieschaften sind meines Wissens eher ungewöhnlich, der Normalfall sind Jahresmitglieschaften. Gesetzlich steht einer Tagesmitgliedschaft jedoch nichts im Wege. Ich würde diese Art der Mitgliedschaft in den Statuten ausdrücklich aufführen. Insbesondere sollen dort die Rechte und Pflichten von Tagesmitgliedern aufgeführt werden.
Wenn das gemacht ist, genügt eine Liste, wo die Tagesmitglieder sich verpflichten dem Verein für einen Tag beizutreten und die Rechte und Pflichten zu übernehmen, die diese Tagesmitgliedschaft mit sich bringt. Wichtig ist, dass dort auch steht, dass die Tagesmitgliedschaft nach einem Tag wieder endet.
Webling Vereinssoftware
8. November 2015 um 08:29
In dem Verein in dem ich im Vorstand tätig bin, steht in den Statuten, dass man diesen verlassen muss wenn man heiratet. Gerne würde ich jedoch weiterhin im Verein tätig sein.
Könnte ich im Verein bleiben wenn alle Mitglieder das für OK befinden?
9. November 2015 um 08:06
Guten Tag Yan
Am sichersten ist, wenn du der GV einen Antrag auf Änderung der Statuten stellst, die Generalversammlung kann dem Antrag zustimmen und diese Bestimmung aus den Statuten streichen. Dann kannst du im Verein bleiben.
Die zweite Möglichkeit ist, die Zustimmung der Vereinsmitglieder einzuholen und dann einfach im Verein zu bleiben. Die Statuten können dagegen nichts machen. Wenn gegen die Statuten verstossen wird, passiert erst etwas wenn eine betroffene Person dagegen klagt. Wo kein Kläger, da kein Richter. Rein rechtlich gibt es natürlich ein Risiko, desshalb wäre die Variante mit der Statutenänderung besser.
14. November 2015 um 15:07
Vielen Dank für die sehr informative Seite! Hier habe ich schon viel Wichtiges gefunden.
Doch eine Frage habe ich: Ab wann gelten Statutenänderungen, die an einer GV beschlossen werden? Sofort? Oder erst nach einer bestimmten Frist?
16. November 2015 um 11:46
Guten Tag Alfred
In der Literatur habe ich nichts genaues über das Inkrafttreten der Statuten gefunden. Daher werden die Statuten im Normalfall sofort in Kraft treten. Wenn es wichtig ist, fügt man in den Beschluss ein Datum für das Inkrafttreten der Statutenänderungen: Die Generalversammlung beschliesst, Art. 7 der Statuten wie folgt zu ändern. Die Statutenänderungen tritt 30 Tage nach dem Beschluss der Generalversammlung in Kraft.
Damit ist man auf der sicheren Seite und kann unnötige Diskussionen vermeiden.
30. Dezember 2015 um 20:05
Unser Verein hatte 3 Mitglieder A, B und C (ich). Ich bin wegen Mobbings durch B aus dem Verein ausgetreten, weil A sich nicht aufraffen konnte, B aus dem Verein auszuschliessen.
Jetzt, ein Jahr später, hat B begonnen, auch A zu mobben. Nun möchte A das Mitglied B doch ausschliessen, zumal B auch sonst überhaupt nichts zum Verein beiträgt.
Gemäss den Statuten muss der Verein mindestens 2 Mitglieder haben (trifft zu). Für einen Beschluss braucht es jedoch „eine 3/4-Mehrheit“ (geht nicht). Wie weiter?
Ich (C) würde nach erfolgreichem Ausschluss von B wieder in den Verein eintreten.
Hoffentlich ist das einigermassen verständlich formuliert.
4. Januar 2016 um 14:41
Guten Tag Sven
Das tönt nach einer schwierigen Situation. Bei einem Verein mit 2 Mitgliedern kann eine 3/4 Mehrheit nur mit Zustimmung beider Mitglieder erreicht werden. Der Ausschluss von B ist also keine realistische Option. Bei einem Austritt von A würde nur noch B im Verein sein, es gibt meines Wissens keine eindeutige Regelung dazu. Eventuell könnte jemand mit einem Interesse daran dann auf Auflösung des Vereins klagen.
Ich kenne die genaue Situation nicht, ich nehme einfach mal an, dass der Verein kein grosses Vermögen, Sportplatz, Vereinslokal etc hat. Die einfachste Option ist, wenn du und A einen neuen Verein mit dem gleichen Zweck wie der alte gründet. Dann könnt ihr beide euren Interessen nachgehen ohne dass B euch stört. Eventuell findet ihr noch weitere Vereinskollegen.
7. Juni 2019 um 10:18
Wenn du (C) in den Verein eintrittst und eine 4. Person (D) dasselbe tut, könnten A, C und D zusammen den Beschluss fassen, B auszuschließen. Dafür müssten C und D aber eintreten, bevor der Beschluss gefasst ist.
Meier Diana
Reicht es wenn die Statuten durch die Generalversammlung genehmigt werden oder müssen diese bei einer offiziellen Stelle noch geprüft werden? Merci für die Antwort.
4. Januar 2016 um 09:12
Guten Tag Diana
Es gibt keine Pflicht in der Schweiz, die Statuten prüfen zu lassen. Je nach dem, was ihr für euren Verein braucht, lohnt es sich zu prüfen, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Wenn Ihr zum Beispiel ein Konto eröffnen möchtet, so ist meistens entweder ein Protokoll der Gründungsversammlung oder ein sonstiges Protokoll aus dem der aktuelle Vorstand ersichtlich ist notwendig. Zudem sind normalerweise die Statuten vorzuweisen, damit die Kompetenzen des Vorstands überprüft werden können.
Weitere Informationen dazu gibt es vom jeweiligen Partner, mit welchem Ihr zusammen arbeiten möchtet. Aus rechtlicher Sicht müssen eure Statuten aber nicht von einer offizielle Stelle geprüft werden.
Dein Webling Team
4. Januar 2016 um 14:43
Es genügt vollkommen, die Statuten von der Generalversammlung zu genehmigen zu lassen. Die einzige Ausnahme wäre, wenn die Statuten noch andere Erfordernisse auflisten.
7. Januar 2016 um 13:32
wir wollen einen einen Verein gründen, wobei 2 Mitglieder in Deutschland ansässig sind, und 2 Mitglieder in der Schweiz. Zum Vorstand soll eines der Mitgleider aus Deutschland gewählt werden. Wie verhält es sich denn hier mit der Vereinsadresse? Ist in dieser Konstellation vielleicht auch aus steuerlicher Sicht ewas zu beachten?
Freundliche Grüße, Michael
7. Januar 2016 um 16:33
Gemäss unseres Wissens genügt es, wenn der Verein in der Schweiz gegründet wird und den Sitz in der Schweiz hat. Zum Beispiel ist der Sitz am Wohnsitz eines Vorstandsmitglied. Dies ist die offizelle Postadresse des Vereins. Ein Vorstandsmitglied aus Deutschland schadet dem nicht.
Falls eine Steuerbefreiung in Deutschland oder in der Schweiz gewünscht ist, fragt beim zuständigen Finanzamt/Steueramt nach. Die Regelungen sind recht unterschiedlich. Speziell in Deutschland lohnt es sich, sich direkt bei der zuständigen Stelle zu informieren.
8. Januar 2016 um 06:06
Vielen Dank! Super Service!
19. Februar 2016 um 20:17
Guten tag..habe einen privatkonkurs angemeldet seit 4jahren..eingetragen leider ..
Kann ich trotzdem einen verein öffnen und im vorstand tätig sein sogar auch freizeitraum hobby raum verrag auf mich machen?
22. Februar 2016 um 09:57
Guten Tag Murat
Mit Konkursrecht kennen wir uns leider nicht gut aus. Wenn der Verein gegründet wird, um einen Hobbyraum für Sie selbst zu mieten, könnte es Ärger mit den Gläubigern geben. Um dies zu vermeiden, wäre es schlauer, den Hobbyraum durch den Verein selbst mieten zu lassen und ein anderes Vorstandsmitglied den Vertrag unterzeichnen zu lassen. Wichtig ist auch, dass der Hobbyraum für den Vereinszweck benötigt wird.
Ein Privatkonkurs ist kein Hindernis für die Tätigkeit in einem Vorstand. Damit die Gläubiger nicht an das Geld des Vereins wollen, sollten Sie die Vereinstätigkeit und das Private strikte trennen und gut dokumentieren.
6. März 2016 um 16:19
Genügt eine 3/4 Stimmen zur Statutenänderung. PS: Es wird ein Antrag gestellt, dass Passivmitglieder in den Vorstand gewählt werden
7. März 2016 um 12:24
Guten Tag Zeno
Die Statuten geben an, welche Mehrheit für eine Statuenänderung notwendig ist. Wenn nichts steht, ist es eine einfach Mehrheit, also mehr als 50%. Wichtig ist, dass die Statutenänderungen rechtzeitig (z.B. 10 Tage vor der Versammlung) als Traktandum angekündigt wird, so dass die Mitglieder vor der Vereinsversammlung wissen, worüber entschieden ist.
pro audito thun - oberland ost
31. März 2016 um 15:54
Kann man die Statutenänderung auch auf dem Zirkulationsweg genehmigen lassen oder braucht es unbedingt eine Hauptversammlung?
Zum voraus besten Dank für Ihre Auskunft.
1. April 2016 um 12:54
Guten Tag Monika
Gemäss der Literatur kann eine Statutenänderung wie ein anderer Beschluss auf dem Zirkulationsweg beschlossen wenn eine von zwei Voraussetzungen erfüllt sind:
1. Wenn der Beschluss einstimmig gefasst wird, ist der Beschluss auf dem Zirkulationsweg immer möglich. Wenn es nur eine Gegenstimme gibt, ist das nicht mehr möglich.
2. Wenn die Statuten einen Beschluss auf dem Zirkulationsweg erlauben, ist auch ein Mehrheitsbeschluss auf dem Zirkulationweg möglich.
Ich empfehle Ihnen, eine Hauptversammlung einzuberufen und dort eine Statutenänderung zu beantragen, welche besagt, dass in Zukunft Entscheide auch auf dem Zirkulationsweg gefasst werden, wenn eine Mehrheit der Vereinsmitglieder zustimmt.
Eine andere Variante wäre, zu verlangen, dass mindestens 50% der Vereinsmitglieder abstimmen müssen und dann die Mehrhheit dieser Mitglieder entscheidet.
Es gäbe noch viele andere Varianten, wichtig ist, dass die Statuten zwei Dinge sicherstellen:
a) Dass es realistisch ist, dass genügend Mitglieder die Stimme abgeben, so dass die erforderliche Quote erfüllt werden kann.
b) Dass nicht eine kleine Minderheit im Verein die Mehrheit mit einer Abstimmung auf dem Zirkulationsweg überraschen kann.
Simon Karin
29. April 2016 um 10:55
Unser Verein beabsichtigt, einem neu zu gründenden Dachverband beizutreten. Muss dieser Punkt an einer a.o. GV behandelt werden? Oder kann das der Vorstand entscheiden? An unseren eigenen Statuten ändert nichts. In unseren Statuten steht lediglich „Zusammenarbeit mit anderen Organisationen ähnlicher Zielsetzungen ist möglich.“
Es braucht 2 Delegierte. Darf so ein Vorschlag per Mail an die Mitglieder? Wenn ja, brauchen wir Einstimmigkeit? Was ist, wenn sich Leute enthalten?
2. Mai 2016 um 07:41
Guten Tag Karin
Ob der Vorstand das selber entscheiden kann, ist meiner Meinung nach zweifelhaft. Es hängt davon ab, wie eng die Zusammenarbeit mit dem Dachverband ist. Wenn die Mitgliedschaft im Dachverband nur wenig kostet, der Dachverband keinen Einfluss auf das Vereinsleben hat usw, dann könnte der Vorstand wohl selber entscheiden.
Wenn hingegen jedes Jahr ein Betrag pro Mitglied abgeführt wird, der Verein Vorschriften des Dachverbands einhalten muss usw, dann muss sicher die Vereinsversammlung entscheiden.
Ich empfehle, den Beitritt an einer GV zu behandeln, da der Beitritt zum Dachverband nicht das gleiche ist, wie die Zusammenarbeit mit einer Organisation ähnlicher Zielsetzung. Die Zusammenarbeit ist viel weniger verbindlich als ein Beitritt. Daher glaube ich nicht, dass dies von den Statuten gedeckt ist. Die Abstimmung per E-Mail ist nur möglich, wenn sie in den Statuten vorgesehen ist, oder alle Mitglieder zustimmen.
4. Mai 2016 um 15:21
Guten Tag, wir haben an der gleichen Mitgliederversammlung die Statuten angepasst und einen neuen Präsidenten gewählt. Wer muss die neuen Statuten unterschreiben, der neue oder der alte Präsident? Und mit dem Datum der Versammlung oder mit dem aktuellen Datum, also ein paar Tage später?
Die Statuten müssen von einem unterschriftsberechtigten Vorstand unterschrieben werden. Und zwar mit dem Datum der Versammlung. Diese Frage taucht immer wieder auf, deshalb haben wir dazu einen Blog geschrieben: http://www.vereinsverwaltung.ch/wer-unterzeichnet-protokoll-und-statuten/
Vreni Jörg
5. Mai 2016 um 13:57
in unserem Verein, möchten wir unsere Hauptversammlung in den Mai verschieben.
Hat dieses einen Einfluss auf den Bank Jahresabschluss
9. Mai 2016 um 08:17
Guten Tag Vreni
Der Zeitpunkt für den Jahresabschluss sollte immer gleich sein. Am einfachsten ist es, den Jahresabschluss per 31. Dezember zu machen. Der Zeitpunkt für die Hauptversammlung ändert den Stichtag für den Jahresabschluss nicht, ausser die Statuten bestimmen etwas anderes.
Macht den Jahresabschluss auf den gleichen Stichtag wie letztes Jahr.
Ursula Schmid
21. Juli 2016 um 11:33
Eine sehr wertvolle Seite, herzlichen Dank!
Der Verein wird nur aus mir als Präsidentin und einem Gründungsmitglied bestehen. Bin ich dann alleine der Vorstand? 😉
21. Juli 2016 um 12:43
Genau, wenn ihr zu zweit den Verein gründet, bist entweder kannst du alleine den Vorstand bilden oder ihr ihr macht das zusammen. Beide Lösungen sind zulässig. Wichtig ist nur, dass die Statuten diese Lösung zulassen.
Geta guptaupta
28. Juli 2016 um 16:20
gibt es eine Moeglichkeit das die Person welche die Idee und das Gedankengut des Vereins hatte eine Stimmenmehrheit von 51% fuer sich selbst in den Vereinsstatuten eintragen lassen kann, sodass diese Person auch in ferner Zukunft weiterhin die Kontrolle ueber den Verein hat?
Die Person moechte sowohl das Gedankengut als auch die Marke weiterhin unter ihrer Kontrolle behalten, und nicht durch eine andere Beschlussmoeglichkeit des Vereins herauskomplementiert werden. Gibt es da Schutzmoeglichkeiten.
Vielen Dank fuer die Information.
2. August 2016 um 07:37
Man könnte in den Statuten festlegen, dass eine Person ein Vetorecht oder ein alleiniges Bestimmungsrecht über die Angelegenheiten eines Vereins hat. Ob diese Bestimmung vor einem Gericht bestand hätte, kann ich nicht beurteilen. Es ist sicher grenzwertig, da die anderen Mitglieder auf wesentliche Rechte verzichten würden. Ich halte dies für eine schlechte Idee.
Wenn die Person das Gedankengut und die Marke für sich behalten will, würde ich eine GmbH oder ähnliche Gesellschaft gründen. Man benötigt dann ein bisschen Kapital, die GmbH ist dafür gut geeignet, dass eine einzelne Person die Kontrolle über die Gesellschaft hat. Ein Verein ist nicht dafür ausgelegt.
Nadine Käslin
23. August 2016 um 08:41
Am welchem Alter darf man ein Aktivmitglied sein und am wann darf man an einer Generalversammlung teilnehmen?
25. August 2016 um 12:32
Guten Tag Nadine
Alle Mitglieder dürfen selbstversändlich ab 18 Aktivmitglieder werden, an der GV Teilnehmen usw. Die Frage ist bei Minderjährigen ab wann diese Aktivmitglieder werden dürfen. Ab 7 Jahren sind Kinder und Jugendliche geschäftsfähig (dürfen im Prinzip Aktivmitglieder sein und an der GV Abstimmen), soweit die Art des Geschäfts für das Alter und die finanziellen Möglichkeiten passt: Kaugummi am Kiosk kaufen ist in Ordnung, ein Haus kaufen eher nicht. Übersteigt z.B. eine Aktivmitgliedschaft die Möglichkeiten eines Minderjährigen, ist die Zustimmung der Eltern notwendig.
An deiner Stelle würde ich in den Statuten ein Alter festlegen, ab dem die Mitglieder Aktivmitglieder mit allen Rechten und Pflichten werden.
Michael Nydegger
13. Oktober 2019 um 07:58
Ich habe kurz nachgeforscht, aber leider keine Artikel in Gesetzen oder Verordnungen zur „Geschäftsfähigkeit“ von Kindern gefunden (nur zur Urteils- und Handlungsfähigkeit). Habt ihr allenfalls noch eine Quelle für diese Angabe?
Grundsätzlich werden auch wir das Alter in den Statuten festlegen, um Klarheit zu schaffen.
28. Oktober 2019 um 10:08
Die Geschäftsfähigkeit ist die Fähigkeit durch eigenes rechtsgeschäftliche Handeln allein rechtliche Wirkungen zu begründen, das heisst, man kann z.B. einen Vertrag abschliessen. Dies steht im Gegensatz zur Deliktsfähigkeit, wo man belangt werden kann, wenn man z.B. etwas kaputt macht.
Bei Kindern ist der relevante Art. 19 Abs. 2 ZGB, Stichwort beschränkte Handlungsunfähigkeit.
30. August 2016 um 12:25
Können die Statuten vor der Vereinsauflösung noch geändert werden. Über beides – Statuten-Änderung und Vereinsauflösung – würde an der selben HV entschieden?
An der HV xy werden die Statuten geändert, dass bei Vereinsauflösung (würde an der selben HV xy entschieden) das Vermögen in einen neuen Verein überführt werden könnte.
Aktuell müsste gemäss Statuten das Vermögen bei der Gemeinde oder einem Verband hinterlegt werden, damit in Zukunft bei der Neugründung eines Vereins mit dem selben Namen und Zweck auf dieses Vermögen zurückgegriffen werden könnte.
Im aktuellen Fall ist es nun aber so, dass der Verein zwar aufgelöst werden würde, es aber zu einer Neugründung mit neuem Namen und selben Zweck käme. Da der neue Vereinsname nicht mehr identisch mit dem alten ist, könnte ohne Statuen-Änderung das alte Vereinsvermögen nicht in den neu gegründeten Verein überführt werden.
30. August 2016 um 13:02
Soweit ich weiss, kann man beides an der gleichen HV entscheiden. Wichtig ist, dass beides den Mitgliedern vorher in den Traktanden angekündigt wird. Die Klausel, dass das Vermögen einem anderen Verein mit gleichem Zweck zugute kommt, ist meistens in den Statuten, damit die Gemeinnützigkeit des Vereins anerkannt wird. Falls der Verein beim Kanton als gemeinnützig anderkannt ist, müsste man beim Kanton abklären, ob die Überführung des Vermögens in den neuen Verein mit der Gemeinnützigkeit vereinbar ist. Ansonsten könnten unerwartete Steuerforderungen auf den Verein zukommen.
Gordula
1. September 2016 um 10:11
sind in einem Sportverein der Vorstand und die Trainer automatisch Vereinsmitglieder, wenn in den Statuten nichts steht?
Danke Gordula
5. September 2016 um 07:30
Guten Tag Gordula
Vielen Dank für deine Frage. In einem Sportverein sind Vorstand und Trainer normalerweise Vereinsmitglieder. Zusätzlich haben diese Mitglieder noch die Funktion Trainer, Vorstand usw. Üblicherweise wird der Vorstand aus dem Kreis der Mitglieder gewählt, es ist selten, dass externe diese Funktionen direkt übernehmen. Nach der Wahl bleibt der Vorstand natürlich Vereinsmitglied.
In den Statuten muss dazu nichts stehen, es müsste eher etwas stehen, wenn Vorstand und Trainer nicht Vereinsmitglied sein müssten.
C. Palmers
7. September 2016 um 15:57
Wir möchten einen Non-profit Verein gruenden.
Der Verein unterstuetzt Nachhaltigkeitsprojekte.
Vom Aufwand her muessten mindestens 3 Personen vollberufstaetig den Verein leiten.
Ist es trotzdem dass der Verein Non-profit orientiert ist moeglich diesen 3 Personen einen vernuenftigen Lohn auszubezahlen, AHV und alle anderen Abzuege abrechnen?
Bevor der Verein wirklich gegruendet wird, das heisst fallen die Sitzungen, Besprechungen und Entscheide ueber die Vereinsstatuten und Reglement unter das Gesetz der Einfachen Gesellschaft und wir somit schon vor der Vereinsgruendung einen Einfache Gesellschaft eingegangen sind?
Vielen Dank fuer Ihre geschaetzte Antwort
8. September 2016 um 08:53
Vielen Dank für deine Fragen!
zu Frage 1: Ein Non-Profit Verein kann vernünftige Löhne, Sozialabgaben usw. bezahlen. Non-Profit bedeutet, dass der Verein das eingenommene Geld für den Vereinszweck einsetzt und nicht an die Mitglieder als Gewinn ausschüttet.
zu Frage 2: Das ist genau richtig. Vor der Gründung des Vereins sind die Gründungsmitglieder Teil einer einfachen Gesellschaft. Normalerweise ist der Gründungsprozess eines Vereins recht unkompliziert, daher ist dies eine gute Lösung.
Falls es bei diesem Verein umständlicher wird, könnt ihr einen Vertrag mit den Grundungsmitgliedern aufsetzen, wo Dinge wie Auslagen, Regeln für Entscheide und Sitzungen festgelegt werden.
Wir wünschen euch viel Erfolg bei dem Projekt.
Caroline Berchtold
14. November 2016 um 09:37
Unser Verband möchte die vorhanden Statuten anpassen und dann an der GV genehmigen. Ist es sinnvoll die Änderungen mit einem Rechtsanwalt anzuschauen oder kann man diese selber anpassen?
14. November 2016 um 15:50
Guten Tag Caroline
Die Statuten kann man selber anpassen, ohne sie einem Anwalt vorzulegen. Falls es sich um eine umstrittene oder heikle Änderung oder einen grossen Verband handelt, kann es sich lohnen, diese Änderung von einem Anwalt anschauen zu lassen, im Normalfall ist dies jedoch nicht nötig.
M. Walser
22. November 2016 um 20:28
Wir gründen einen Verein zur Förderung nachhaltiger Projekte. Ich und eine Kollegin werden dann Vollzeit dafür arbeiten, daneben haben wir noch Freiwillige.
Nun möchten wir beide uns nicht gleich Selbstständig machen (wollen uns nicht gleich aus den Sozialsystemen abmelden, öffentliche Pensionskasse praktischer/günster punkto Höhe der Abgaben). Ist es möglich, sich selbst vom Verein anstellen zu lassen , den wir gründen? Oder brauchen wir dazu nochmals eine übergeordnete Instanz?
23. November 2016 um 09:17
Erstmal vielen Dank für euer Engagement! Ein Verein kann Leute anstellen, Löhne auszahlen, Geld einnehmen usw. Praktisch wie eine normale Firma. Der Unterschied zu einer Firma ist, dass der Verein nicht den Zweck hat, Geld für die Aktionäre zu verdienen, sondern nachhaltige Projekte zu fördern. Ihr könnt euch also direkt vom Verein anstellen lassen, das ist die gute Nachricht.
Die schlechte Nachricht ist, dass ein Verein wie eine normale Firma einige weitere Dinge tun muss:
Geld organisieren, damit die Löhne und Rechnungen bezahlt werden können
Die Angestellten bei den AHV/Pensionskasse usw. anmelden und die Beiträge bezahlen. Ich weiss nicht ob die öffentlichen Pensionskassen Angestellte aus Vereinen nehmen.
Versicherungen wie Betriebsunfall usw. organisieren und bezahlen
Steuererklärung ausfüllen oder eine Steuerbefreiung erreichen
Geld organisieren
Wenn ihr Vollzeit für den Verein arbeitet, bleibt vermutlich alle diese Arbeit an euch hängen. Es gibt keinen netten Arbeitgeber der dies für euch erledigt, ihr seid quasi Selbständig. Mit allen schönen und weniger schönen Seiten.
Falls ihr jemanden habt, der alle diese Arbeiten für euch erledigt, so dass ihr euch auf die Projekte kümmern könnt, herzliche Gratulation!
23. November 2016 um 18:29
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Das ist sehr hilfreich.
Da wird wohl noch einiges auf uns zukommen.
M.Walser
Limacher Jo
2. Dezember 2016 um 11:03
Kann ein Verein an einer Generalversammlung aufgelöst werden, wenn in den Statuten nur gemäss Art. 77 ZGB steht? Wäre in einem solchen Fall zuerst eine Statutenänderung nötig mit Art. 76 ZGB? Vielen Dank für die Antwort.
2. Dezember 2016 um 14:18
Guten Tag Jo
Ich weiss leider nicht, was in den Statuten genau steht. Wenn dort steht, dass eine Verein nur nach Art. 77 aufgelöst werden kann, würde ich zur Sicherheit zuerst eine Statutenänderung machen, ob dies wirklich notwenig ist, müsste man mit einem Juristen abklären.
Wenn in den Statuten nichts steht, kann sich der Verein durch Vereinsbeschluss auflösen.
Wichtig ist in beiden Fällen, dass die Vereinsauflösung bei der Einladung zur Generalversammlung als Traktandum aufgeführt ist.
4. Dezember 2016 um 13:32
In den Statuten unseres Vereins steht geschrieben, dass der Name (auch von GV) nicht geändert werden darf. Darf man das und ist das nach dem Schweizer Gesetz durchsetzbar?
5. Dezember 2016 um 08:21
Guten Tag Elyo
Vielen Dank für deine Frage. Man darf solche Dinge in die Statuten schreiben, vermutlich würde man damit vor Gericht durchkommen. Die GV kann auch die Statuten ändern und diese Bestimmung streichen. Nachher kann der Name ganz normal geändert werden.
M. Kurmann
14. Dezember 2016 um 07:08
wir wollen zu 4. einen Verein gründen. (Kurse anbieten im künstlerischen Bereich). Wir möchten aber keine Mitglieder. Also quasi nur ein Verein bestehend aus 4 Personen. Geht das?
1. Wir möchten unteranderem auswärtige Personen anstellen, welche für den Verein arbeiten, darf man das? Muss ein normaler Arbeitsvertrag ausgefüllt werden? Muss diesbezüglich was spezielles in den Statuten festgelegt werden?
2. Muss man eine GV machen, wenn der Verein nur aus Vorstandsmitgliedern besteht?
Danke vorerst für die Antworten!
14. Dezember 2016 um 16:14
Vielen Dank für deine Fragen. Es ist ohne weiteres möglich, einen Verein mit nur 4 Personen zu gründen. Wie in jedem Verein muss man eine GV machen, diese kann man ganz kurz und umkompliziert während einer normalen Vorstandssitzung machen. Wenn man rasch arbeitet, ist eine solche GV mit 4 Personen in 10-30min erledigt.
Ein Verein ist ein normaler Arbeitgeber, er schliesst einen Arbeitsvertrag ab, bezahlt Sozialabgaben usw. Es muss nicht in den Statuten stehen, dass der Verein Leute anstellt, das Arbeitsverhältnis muss aber im Rahmen des Vereinszwecks sein. Wenn ihr Kurse anbietet, dürft ihr Kursleiter oder ein Sekretariat anstellen.
21. Januar 2017 um 22:15
Hallo, wenn ich ausgaben aus Zeiten VOR Vereinsgründung habe, müssen diese Nachversteuert werden wenn sie von mehreren Personen aus Privatvermögen Finanziert wurden?
Oder ist das dann egal?
3. Februar 2017 um 10:22
Ausgaben müssen normalerweise nicht versteuert werden. Versteuert werden Einnahmen von Privatpersonen oder beim Verein der Gewinn. Wenn es sich um kleine Beträge handelt, interessieren die normalerweise niemanden. Bei grossen Beträgen würde ich einen Experten fragen, wir kennen uns im Steuerrecht leider nicht so gut aus.
23. Januar 2017 um 09:49
Unser Vereinsvorstand besteht derweil aus 4 Personen: Präsident, Vizepräsident, Kassier und Schriftführer. Nun hat der Kassier angedeutet, dass er sich per 2018 aus dem Verein zurückziehen möchte. Wir werden daher eine neue Person suchen.
Meine Frage: Muss der Kassier im Vorstand sein? Oder könnte auch ein einfaches Mitglied diese Aufgabe übernehmen? In den Vereinsstatuten ist das nicht geregelt.
Vielen Dank für Ihre Hilfe und Liebe Grüsse…
3. Februar 2017 um 10:17
Guten Tag Alexandra
Vielen Dank für deine Frage. Der Kassier muss nicht im Vorstand sein, es kann ein normales Mitglied sein. Es gibt sogar Vereine, wo der Kassier nicht einmal Vereinsmitglied ist.
RW bitte nicht ganzen Namen aufführen: Wipf Ruedi
2. Februar 2017 um 07:46
Folgende fragen sind offen:
1. Muss immer ein Vizepräsiden bestimmt und gewählt werden oder ist dies automatisch immer der Amtsälteste oder irgend ein Vorstandsmitglied?
2. Wo müssen Vereinsmitgliederbeiträge festgehalten werden? In den Statuten oder in einem zusätzlichen Reglement oder nirgends? Muss dort klar hervorgehen, dass wenn man im Nov./Dez. in den Verein eintritt, dass man keinen Beitrag mehr bezahlen muss resp. wenn man zwischen Juli – Oktober einritt, man den halben Jahresbeitrag bezahlen muss und ab Januar den ganzen Jahresbetrag?
3. Müssen die Abrechnungen, Bilanzunterlagen etc. eine bestimmte Anzahl Tage vor der GV den Mitglieder zugestellt werden? Muss dies in den Statuten so festgelegt sein oder gilt dies aus einem anderen Grund (ZGB)?
4. Darf der Präsident ein gewähltes Vorstandsmitglied aus dem Vorstand entlassen oder muss der ganze Vorstand dies entscheiden oder sogar die GV?
5. Wäre es nicht sinnvoll, wenn jeder Bereich vom Vorstand ein Pflichtenheft besitzt, um klar zu regeln, wer was wann bis wann zu erledigen hat? Was kann unternommen werden, wenn sich der Präsident strikte dagegen wehrt, so etwas einzuführen?
6. Wenn Schadenfälle am Vereinsfahrzeug entstehen, ist der Vorstand verpflichtet, abzuklären, wer den Schaden verursacht hat, wenn sich der Fahrer nicht freiwillig meldet? Was kann unternommen werden, wenn weder der Wagenwart noch der Stv. Wagenwart Kenntnis vom Schaden haben, aber es im Vorstand nicht traktandieren, weil im Fahrrapport der Schaden vom Fahrer nicht deklariert wurde?
7. Was kann unternommen werden, wenn die Revisoren eine Rechnung abnimmt, die nicht korrekt ist, nur weil sie keine Ahnung von Buchhaltung haben? Was nützen dann solche Revisoren? Können bestimmte Anforderungen an die Revisoren gestellt werden bei der Wahl? Dasselbe gilt für die GV. Praktisch niemand schaut die Abrechnung genau an, weil die Abrechnung erst an der GV verteilt wird und daher keine Zeit dafür besteht oder dieses Jahr die Abrechnung erst einen Tag vor der GV versandt wurde. Ich kann nur dagegen stimmen und mich als „Motzer“ fühlen.
8. Muss der Eintritt eines Mitgliedes festgehalten werden, um auch klar zu bestimmen und von den Revisoren zu überprüfen, ob dieses Mitglied den ganzen, den halben Mitgliederbeitrag oder gar nichts bezahlen muss? Wie ist dies durchzusetzen, wenn es bis jetzt gemacht wurde?
3. Februar 2017 um 09:40
Das sind viele Fragen…
zu 1. Ob ein Vizepräsident gewählt wird, kann in den Statuten festgelegt werden. Der Vorstand kann auch selbst einen Vizepräsidenten bestimmen. Oder der Verein kann ganz auf einen Vizepräsidenten verzichten.
zu 2. Viele Vereine haben den Mitgliederbeitrag in den Statuten festgelegt, dies sichert das Mitspracherecht der Vereinsmitglieder und ist insgesamt eine gute Lösung. Die Höhe des Mitgliederbeitrags sollte einem eintretenden Mitglied vor dem Eintritt bekannt sein, ein Reglement ist sicher sinnvoll, wenn der Betrag nicht in den Statuten steht. Der Verein ist frei darin, wie detailiert dieses Reglement ist. Wichtig ist nur, dass es bei allen Mitgliedern gleich gehandhabt wird.
zu 3. Die Traktanden der Generalversammlung müssen vorher angemessen angekündigt werden. Die meisten Vereine, zeigen die Abrechnungen, Bilanzunterlagen etc erst an der Generalversammlung. Will man eine Pflicht, dass diese Unterlagen den Mitgliedern zugestellt werden müssen, muss dies in den Statuten festgelegt werden. Der Vorstand darf diese Unterlagen natürlich freiwillig den Mitgliedern vor der GV zusenden.
zu 4. Ein Vorstand ist von der Generalversammlung gewählt und kann normalerweise nicht von Präsident oder Vorstand entlassen werden. Dafür ist die Generalversammlung zuständig.
zu 5. Ein Pflichtenheft ist im Normalfall unnötige Bürokraktie, die notwendige Arbeit wird üblicherweise gemacht und je nach Situation aufgeteilt.
zu 6. Der Vorstand hat grundsätzlich die Pflicht, das Vereinsvermögen zu verwalten. Ob der Vorstand in diesem Fall etwas machen muss oder nicht hängt von der Grösse des Schadens und weiteren Dingen an. Vernachlässigt der Vorstand seine Pflichten und entsteht daraus ein Schaden, kann eine Verantwortlichkeitsklage erwogen werden.
zu 7. Häufig werden Vereinskassen nicht nach allen Regeln der Buchhaltung korrekt geführt. Dies stört selten jemanden, da nur selten ein Schaden entsteht und Buchhalter und Revisoren Freiwillige sind, die die Arbeit in ihrer Freizeit machen. Je grösser die Beträge sind, desto professioneller sollte die Buchhaltung geführt werden.
zu 8. Wie dies genau gehandhabt wird, wird entweder von den Statuten oder vom Vorstand so gehandhabt wie er es für sinnvoll erachtet.
Die meisten Vereine funktionieren nicht nach Recht und Gesetz, sondern sind eine Gruppe von Leute mit ähnlichen Interessen, die Spass haben, etwas gemeinsam zu machen.
Viele Grüsse Webling
Gérald Donzé Apfelseestrasse 19 4143 Dornach
19. Februar 2017 um 17:59
Wir sind Mitglieder in einem Verein. Nach dem Tod des jüngeren Präsidenten wurde die Vereinsführung neu bestimmt. Leider wurden nicht alle Mitglieder an der neue Mitgliederversammlung eingeladen, es wurde eine Kern von Freunden in der Verantwortung gewählt. Mit den könnten wir allenfalls noch leben. Jetzt aber wird eine ausser-ordentliche Versammlung einberufen… aber in Bled (SLO) Luftlinie ca. 497,28 km, die schnellste Strassenverbindung beträgt: 748,35 km soll die AGV stattfinden. Ist das statthaft?
Gérald Donzé 4143 Dornach.
N. B. Die eingeladenen Mitglieder werden mit einem Bus und eine 5-tägige Reise „belohnt“, offeriert zum Preise von rund CHF 695.00 pro Person.
21. Februar 2017 um 09:11
Guten Tag Gérald
Die Mitgliederversammlung muss an einem Ort und zu einer Zeit stattfinden, so dass für die Mitglieder die Teilnahme vernünftigerweise möglich ist. In diesem Fall ist dies vermutlich nicht erfüllt. Was die Beschlüsse dieser Mitgliederversammlung anfechtbar macht, das heisst man kann vor Gericht dagegen klagen.
Ob es sich lohnt das Geld und die Energie zu investieren musst du selbst entscheiden. Möglicherweise ist es schlauer mit Gleichgesinnten einen neuen Verein zu gründen anstatt gegen die neuen Herren im alten Verein zu kämpfen.
Miriam Künzli
4. April 2017 um 10:22
Wir sind 4 selbständige Personen und möchten einen Verein gründen zur Förderung Schweizer Fotografie. Dürfen wir uns selbst einen Lohn auszahlen? Auch unserem Vorstand? Auch wenn wir nicht gewinnorientiert sind; was passiert mit einem Überschuss? Freue mich auf eine Antwort. Herzliche Grüsse M Künzli
4. April 2017 um 12:36
Vielen Dank für deine Frage, ihr dürft euch einen Lohn auszahlen, dabei ist der Verein ein normaler Arbeitsgeber, der alle Sozialabgaben usw wie eine andere Firma abrechnet. Dies gilt auch, wenn der Vorstand angestellt ist. Allerdings sollte der Lohn immer in einem vernünftigen Verhältnis zur Arbeitsleistung stehen und maximal einem marktüblichen Lohn entsprechen.
Jeder Verein hat einen Zweck, dieser Verein hat die Förderung der schweizer Fotografie zum Zweck, der Überschuss muss dann zur Förderung der schweizer Fotografie eingesetzt werden. Es dürfen im sinnvollen Rahmen auch Reserven gebildet werden.
10. April 2017 um 19:45
Grüezi Gérald
Wir möchten gerne einen Verein gründen für die Öffentlichkeit.
Gerne möchten wir das mit möglichst wenig Personen machen, damit die Sitzungen unkompliziert verlaufen und dachten an 3 -4 Personen. Können wir ohne Mitglieder diesen Verein gründen, jedoch mit einem freiwilligem Kernteam eng zusammen arbeiten, dem verschiedene Ressort unterstellt sind? Können wir passive Mitglieder (eine Art Gönnerverein) suchen als Sponsoren (mit in der Höhe freiwilligen Beiträgen)? Ist es zulässig, die Begriffen passive Mitglieder oder Gönnerverein zu verwenden? Nennt man auch bei einem kleinen Verein von nur 4 Personen, in den Statuten dies den Vorstand?
Danke für Ihre Bemühungen und die guten Antworten die ich bereits gelesen habe.
Guten Tag Yvonne
Grundsätzlich ist dies möglich, man kann in den Statuten festlegen, dass passive Mitglieder kein Stimmrecht haben, die Begriffe dürfen auch verwendet werden. Es ist auch vorteilhaft, weil man in einem Verein mit nur vier Personen schnell entscheiden kann und sich meist einig ist.
Allerdings hat die traditionelle Struktur eines Vereins mit stimmberechtigten Mitgliedern den Vorteil, dass schlechte Entscheidungen des Vorstands auch mal korrigiert werden. Und es ist einfacher den Vorstand zu erneuern, wenn bestehenden Mitglieder nicht mehr so interessiert sind wie am Tag 1. Wenn der Vorstand im Sinne des Vereinszwecks handelt, werden die Mitglieder meist auch keine Schwierigkeiten machen sondern aktiver sein, wenn sie ein Mitbestimmungsrecht haben.
10. April 2017 um 20:52
Vielen Dank für dieses tolle Portal! Ganz viele Fragen sind schon beantwortet worden – echt super!
Uns interessiert, ob wir mit unserem Verein in der Schweiz ein Grundstück mit Haus in Deutschland für die Vereinsarbeit (Ferienobjekt) geschenkt annehmen können. Ist das überhaupt möglich? Was ist dabei zu beachten? Müssen darauf Steuern gezahlt werden? Muss es außer in Deutschland auch in der Schweiz extra angemeldet werden? Was passiert mit dem Objekt, wenn der Verein sich irgendwann mal auflöst?
Vielen Dank für Ihre Hilfe und liebe Grüße
13. April 2017 um 12:57
Erstmal herzliche Gratulation, nicht jeder Verein erhält ein Haus geschenkt! Es ist für einen schweizer Verein meines Wissens durchaus möglich ein Haus in Deutschland zu besitzen, allerdings kann ich die steuerliche Situation (Grundstücksteuer, Mehrwersteuer, sonstige Steuern) nicht abschätzen. Das beste ist, Sie beauftragen einen Steuerberater in Deutschland damit, alle diese Fragen abzuklären, damit es keine Überraschungen gibt.
Vermutlich muss das Haus in der Steuererklärung des Vereins aufgelistet werden, wie dies genau abläuft, weiss ich auch nicht genau, weil wir keine Experten im Steuerrecht sind. Ich würde einfach mal dem kantonalen Steueramt anrufen, die sind normalerweise freundlich und können vielleicht Auskunft geben.
Was mit dem Objekt passiert, wenn sich der Verein auflöst, legt man am besten in den Statuten fest.
15. Mai 2017 um 12:36
ab wann ist eine Statutenänderung gültig wenn die GV diese gemäss bisherigen Statuten (Stimmrecht) beschliesst? Nach einer Frist oder sofort NACH Beschluss? Mein Problem ist, dass ich gem. bisherigen Statuten zuwenige Mitglieder finde für den Vorstand (4-6). Ich muss die Anzahl anders in die Statuten nehmen. Kann dann nach eben nach dieser Änderung das Wahlprozedere gemäss neuer Definition angegangen werden an der gleichen GV?
22. Mai 2017 um 06:46
Vielen Dank für deine Frage. Wenn eine Statutenänderung in Kraft tritt, ist meistens nicht so klar und oft auch gar nicht wichtig. Ich würde in dem Statuen-Änderungsantrag festlegen, dass die Änderung per sofort gilt und das Wahlprozedere nach den neuen „Regeln“ fortführen.
Ich nehme an, dass die Änderung nur die notwendige Anzahl der Vorstandsmitglieder ändert. Wenn es noch zusätzliche Änderungen gibt, würde ich die nach Möglichkeit aufteilen, so dass Widerstand gegen andere Änderungen die Anpassung der Zahl der Vorstandsmitglieder nicht gefährdet.
Tina Hauri
24. Mai 2017 um 08:19
Wir haben vor einigen Jahren einen Verein gegründet mit Statuten und allem was dazu gehört. Im Handelsregister nicht eingetragen. Nun hat sich der Verein nicht so entwickelt wie wir es uns vorgestellt haben. Es braucht ihn eigentlich gar nicht. Wir haben ihn einfach weiter laufen lassen.
Nun hätte ich einen neuen Verwendungszweck für den Verein. Dazu müsste man allerdings den Namen ändern und den Zweck. Die Vorstandsmitglieder wären alle damit einverstanden. Der Verein würde anschliessend auch gebraucht und nicht einfach brach da liegen. Geht das? Können wir an der GV den Namen und den Zweck des Vereins ändern, wenn alle einstimmig dafür sind? Eventuell muss man noch weitere Anpassungen in den Statuten vornehmen. Mitgliederbeiträge etc…
Oder müssen wir den bestehenden Verein auflösen und einen neuen Gründen?
Danke für Ihre Antwort und Ihre Bemühungen.
30. Mai 2017 um 12:14
Man kann den Zweck eines Vereins schon ändern, wenn alle Mitglieder in einem Verein dafür sind. Allerdings bleiben allenfalls bestehende Verträge, Schulden usw bestehen, auch wenn der Verein einen Zweck, Namen usw hat.
Ich würde den alten Verein auflösen und einen neuen Verein gründen. Da man ganz einfach einen Verein gründen kann, ist der Aufwand in etwa der gleiche.
5. Juli 2017 um 20:00
wir Mitglieder unseres Schützenvereins haben an der GV im Februar mit grosser Mehrheit beschlossen, das Gespräch mit den Nachbardörfern zu suchen mit dem Ziel einer späteren Fusionierung.
Nun habe ich per Zufall erfahren, dass unser Vorstand gestern den anderen Vereinen mitgeteilt hat, dass von unserer Vereinsseite aus nun doch kein Interesse bestehe!
Kann der Vorstand über einen Beschluss der Mitglieder im nachhinein (ohne die Mitglieder zu informieren) anders entscheiden?
10. Juli 2017 um 11:38
Guten Tag Irene
Vielen Dank für deine Frage. Grundsätzlich muss der Vorstand den Entscheidungen der Generalversammlung folgen. Es kann sein, dass der Vorstand aufgrund von wichtigen Gründen entschieden hat, dass kein Interessa an einem Zusammenschluss bestehe. Es kann auch sein, dass der Vorstand eigenmächtig entschieden hat, dass er keine Lust auf einen Zusammenschluss hat. In diesem Fall wäre die nächste GV ein guter Zeitpunkt den Vorstand abzuwählen und durch einen neuen Vorstand zu ersetzen.
Wenn es dringend ist, kannst du auch mit dem Vorstand das Gespräch suchen um die Gründe zu erfahren. Wenn der Vorstand keine befriedigende Antwort gibt, könnt ihr auch eine ausserordentliche Generalversammlung verlangen um den Entscheid zu bekräfigten und bzw den Vorstand frühzeitig zu ersetzen (es ist etwas tricky, wenn der Vorstand wärend der Amtsdauer gegen seinen Willen ersetzt werden soll).
Ursi Furrer
1. Oktober 2017 um 11:05
Wir sind ein kleiner Verein mit einer Jagdhütte. Es Ist noch ein altes Hüttenreglement Vorhanden , das besagt das pro Familie nur 2 Hüttenrechte im Besitz sein dürfen ,nun haben sie im Feb. beschlossen das ein weiteres Mitglied einer Familie dazu kommt da sind es nun drei Hüttenrechte . Man hat an diese Sitzung einstimmig beschlossen das Familien Mitglied aufzunehmen, und das Reglement anzupassen , jetzt ist das Problem das alle zerstritten sind und nun beharren die anderen die das Familien Mitglied gewählt haben im Feb. auf das alte Hüttenreglement . Die Aktuarin hat eigenmächtig das Reglement so angepasst wie es für sie gut ist . Darf das die Aktuarin selber? Und darf man wenn ein Mitglied einstimmig angenommen ist auf einmal wieder auf das alte Reglement zugreifen obwohl man an dieser Sitzung gesagt wurde das das Reglement angepasst wird.
2. Oktober 2017 um 12:07
Vielen Dank für deine Frage, ob die Aktuarin das Reglement anpassen darf, müsste aus den Statuten ersichtlich sein. Normalerweise ist die Mitgliederversammlung dafür zuständig, die Statuten können aber auch etwas anderes festlegen.
Ich vermute, dass die Aktuarin das Reglement nicht selbst abändern darf, also gilt weiterhin das neue Reglement bis es von der Generalversammlung geändert wird.
Die Aktuarin könnte sich auf den Standpunkt stellen, dass das Reglement im Februar nicht gültig geändert wurde und folglich weiterhin das alte Reglement gilt. In dem Fall müsste man die Gründe genauer anschauen.
22. Oktober 2017 um 13:31
Hallo Webling
Als Verein sind wir Mitglied in unserem Schweizerischen Sportverband, der für den Meisterschaftsbetrieb verantwortliche ist.
An der nächsten GV will der Verband in seine Statuten einen Passus aufnehmen, dem es den Mitgliedsvereinen und seinen Mitgliedern untersagt, bei Streitigkeiten ein Zivilgericht anzurufen. Verlangt wird ebenfalls, dass die Mitgliedsvereine ihre Statuten mit einem gleichlautenden Artikel ergänzen.
1. Ist eine generelle Ausschlussklausel rechtlich überhaupt zulässig?
2. Kann der Verband uns zu einer Statutenänderung zwingen? Wir sind ja Mitglied im Verband und nicht er bei uns!
Beste Grüsse und danke für eine Antwort
7. November 2017 um 13:43
Die Klausel, die du ansprichst, ist eine Schiedsklausel. Diese Klausel wird häufig eingefügt, weil Streitigkeiten vor normalen Gerichten sehr langwierig und teuer sind.
Der Verband kann euren Verein nicht zu einer Statutenänderung zwingen. Aber er kann Vereine ausschliessen bzw Stautenänderunen auf den Weg bringen um die Vereine auszuschliessen, die diese Klausel nicht einfügen.
17. November 2017 um 18:43
Vielen Dank für diese tolle und informative Seite!
Wir wollen in den Statuten verschiedene Passagen ändern/streichen. Die Änderungen erhalten die Mitglieder schriftlich zwei Monate im Voraus und mit der Möglichkeit, online einzusehen.
– Muss an der GV auf jede Änderung/Passage eingegangen werden oder reicht die Aufforderung, die Statutenänderungen vorgängig zu studieren?
– Muss über jede Änderung abgestimmt werden oder kann man die Statutenänderungen mit 1 Abstimmung (seid ihr mit den Änderungen einverstanden ja-nein?) annehmen lassen?
Die Mitglieder haben im Vorfeld und während der GV die Möglichkeit Fragen zu stellen. Zudem erhalten sie bis zur GV Updates über Fragen und Antworten.
Und noch eine Frage zur ‚In-globo-Abstimmung‘:
– Dürfen Mitglieder des Vorstands zusammen gewählt werden oder muss über jede Charge einzeln abgestimmt werden? Z.B: Präsi, Kassier und Beisitzer. Muss evtl. zumindest der Präsident einzeln gewählt werden, bei den anderen spielt es keine Rolle?
Zu diesen drei Fragen habe ich keine erläuternden Passagen gefunden…
Danke für Ihre Hilfe und freundliche Grüsse
Die Tippse
23. November 2017 um 15:59
Guten Abend Tippse
Vielen Dank für deine Fragen:
– An der GV muss nicht zwingend auf jede Änderung eingegangen werden. Man sollte die wichtigsten Änderungen aufzeigen und den Mitgliedern die Gelegenheit geben, selbst Bemerkungen und Fragen zu anderen Änderungen vorzubringen.
– Man kann über die ganzen Änderungen zusammen abstimmen. Man kann auch darüber abstimmen, ob man über alle Änderungen separat abstimmen will oder eine Gesamtabstimmung genügt. Falls es wenige strittige Punkte gibt, lohnt es sich, über diese separat abzustimmen.
– Meistens werden die einzelnen Vorstandsmitglieder separat gewählt. Die Stauten können jedoch bestimmen, dass gesamthaft abgestimmt werden kann. Auch hier kann man darüber abstimmen, ob man einzeln abstimmen möchte. Vermutlich kann man auch den Vorstand ohne Bestimmung in den Statuten gesamthaft wählen. Ich persönlich würde eher einzeln abstimmen.
Marc Oehninger
21. November 2017 um 10:05
Müssen beim Presiwechsel die Statuten neu Unterschrieben werden?
Und braucht das eine zustimmung der HV
24. November 2017 um 08:00
Vielen Dank für deine Frage. Solange die Statuten nicht geändert werden, ist dies nach meinem Wissen nicht nötig.
Thomy Büsser
9. Dezember 2017 um 12:31
Tolle Seite, danke!
Ich plane eine Gründung einer freien Schule, an welcher die Kinder jederzeit selber bestimmen, womit sie sich wann, wo und mit wem beschäftigen möchten.
Ich kenne solche freien Schulen, eine hat eine AG gegründet, die andere ist ein Verein.
Da wir nicht eine non Profit Organisation sind (ausser den Löhnen der Lehrpersonen, Miete,…) ist mir ein Verein viel sympathischer als ein AG.
Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob ein Verein die richtige Lösung ist. Das Gedankengut, das ich und meine Kollegin tragen, die Philosophie des Freien Lernens und besonders die Umsetzung in der Praxis sind enorm wichtig. Die Eltern, welche ihr Kind zu uns schicken würden, wären dann Vereinsmitglieder. So könnten wir (Gründerteam) durch einen Mehrheitsbeschluss locker überstimmt werden. Natürlich haben sich die Eltern mit ihrem Entscheid, ihr Kind zu uns zu schicken auch für unsere Philosophie entschieden. Aber dennoch kann ein abweichendes Verständnis für andere Bedürfnisse, wenn auch nur kleine, sorgen.
Kann die pädagogische Leitung, das Konzept und deren Umsetzung irgendwie „gesichert“ werden? Oder kann der Vorstand gewisse Anträge ablehnen?
11. Dezember 2017 um 13:18
Guten Tag Thomy
Vielen Dank für deine Frage. Ihr könnt selber entscheiden, wen ihr als Vereinsmitglied zulasst, so könnt ihr bis zu einem gewissen Mass kontrollieren, wohin der Verein geht. So können zum Beispiel die Lehrpersonen Mitglied werden, aber dann können die euch immernoch überstimmen.
Die sicherste Variante die Kontrolle zu behalten ist wohl, eine AG zu gründen und die überwiegende Mehrheit der Aktien selbst zu halten. So habt ihr ein entsprechendes Stimmengewicht und könnt Anträge nach Gutdünken ablehnen.
Guido Waldispühl
11. Dezember 2017 um 13:36
Grüezi. Wir sind am Gründen eines geselligen, nicht kommerziellen Vereins. Darf in den Statuten bei Sitz und Adresse nur stehen: aktuelle Gemeinde des Präsidenten, bzw. bei Adresse des Vereins: Adresse des aktuellen Präsidenten.
14. Dezember 2017 um 12:16
Guten Tag Guido
Vielen Dank für deine Fragen. Die Adresse des Vereins muss in den Statuten nicht vermerkt sein, es wäre auch nicht nötig, dass in den Statuten in Sitz genannt wird. Dann wäre der Sitz automatisch am Sitz der Verwaltung.
An eurer Stelle würde ich in die Statuten schreiben, dass der Sitz des Vereins in der Wohngemeinde des Präsidenten liegt.
4. Januar 2018 um 22:03
Ich habe eine Frage, die ich biss jetzt noch nirgends eine Richtige Antwort gefunden habe. Wir sind 2 Leute die ein Verein gründen möchten. Können wir in den Statuten weitere Mitglieder vom Stimmrecht ausgeschlossen werden? Ich hab dies oft bei Passivmitgliedschaft gelesen. ist dies zulässig? ist es auch zulässig das es aus den 2 Mitglieder nur noch Passive Mitglieder gibt ohne Stimmrecht?
8. Januar 2018 um 14:38
Guten Tag Dani
Vielen Dank für deine Frage. Grundsätzlich könnt ihr per Statuten andere Mitglieder vom Stimmrecht ausschliessen. Allerdings müsst ihr euch überlegen, was passiert wenn ihr beiden unterschiedlicher Meinung seid und wie die Nachfolge geregelt werden soll.
Allerdings dürft ihr nicht unbedingt ein grosses Engagement und Treue der anderen Mitglieder erwarten, wenn ihr diktatorisch über den Verein herrschen könnt und die anderen nichts zu sagen haben. Im allgemeinen ist es besser, sich den anderen Meinungen zu stellen und eventuell auch einmal eine Abstimmungsniederlage zu risikieren. Dies ist Zeichen einer guten Vereinskultur und ein gutes Gegengewicht zur Macht des Vorstands.
5. Januar 2018 um 14:35
Grüezi. Braucht ein Verein zwingend einen ‚übergeordneten‘ Präsidenten oder kann der Vorstand auch anders organisiert werden?
8. Januar 2018 um 14:40
Guten Tag Alain
Vielen Dank für deine Frage. Ein Verein benötigt nicht zwingend einen Präsidenten, der Vorstand kann sich auch selbst organisieren. Wichtig ist, dass de Vorstand, die Mitglieder und andere Interessierte wissen wer Ansprechpartner wofür ist. Ein unorganisierter Vorstand ohne klare Aufgabenteilung führt schnell zu einem Chaos.
PetraPetra Mueller
12. Januar 2018 um 20:28
Ich bin in unserem Verein als Geschäftsleitung Kinderbetreuung angestellt. Nun steht ein Vorstandswechsel an. Darf ich als angestellte des Vereins auch Präsidentin oder Vizepräsidentin sein?
18. Januar 2018 um 11:25
Vielen Dank für deine Frage. Grundsätzlich ist das kein Problem, wichtig ist jedoch, dass bei möglichen Interessenkonflikten ein anderes Vorstandsmitglied zuständig ist. Es wäre zum Beispiel eher auffällig, wenn du dir deine eigene Lohnerhöhung genehmigst.
22. Januar 2018 um 14:28
Herzlichen Dank für das Betreiben dieser Seite! Habe schon viel davon profitiert. Trotzdem habe ich jetzt eine Frage, auf welche ich leider keine Antwort finde:
Wir sind ein Geschäft welches nebenbei noch einen Verein betreibt. In den Statuten wurde festgehalten, dass nur der Vorstand Stimmrecht (Mitarbeiter des Geschäfts) besitzt, da alles in den Räumlichkeiten & Verantwortung des Geschäft(führers) geschieht. Wir müssen jetzt dann bald die erste Generalversammlung durchführen. Da die Mitglieder sowieso kein Stimmrecht besitzen, müssen diese auch eingeladen werden oder kann diese GV auch nur aus dem Vorstand bestehen?
Herzlichen Dank für die Antowort
22. Januar 2018 um 15:55
Guten Tag Dominik
Vielen Dank für deine Frage. Im Idealfall würde in den Statuten stehen, dass nur der Vorstand für die Generalversammlung eingeladen wird. In der Literatur habe ich nichts dazu gefunden, so vermute ich, dass auch Mitglieder ohne Stimmrecht eingeladen werden müssten. Hundert Prozent sicher bin ich jedoch nicht. Zu den Mitgliederrechten haben unsere Kollegen von Vitamin B eine gute Zusammenstellung gemacht: https://www.vitaminb.ch/static/files/arbeitshilfen/Rechte_Pflichten_Mitglieder.pdf .
Hanspeter Javet
22. Januar 2018 um 22:11
Ich habe eine Frage: darf der Präsident gleichzeitig auch Kassier sein oder beisst sich das.
23. Januar 2018 um 13:29
Guten Tag Hanspeter
Vielen Dank für deine Frage. Das ist kein Problem, die meisten Vereine sind froh, wenn sie überhaupt jemanden finden, der ein Amt übernimmt.
Matthias Rüst
14. Februar 2018 um 13:15
Lieber Webling,
Wow, tolle Seite, vielen Dank für die professionelle Unterstützung. Ich habe folgende Frage: Dürfen die Vorstandsmitglieder auf unbestimmte Zeit gewählt werden? Im Zivilgesetzbuch habe ich dazu nichts gefunden. Unsere Idee wäre, dass Vorstandsmitglieder selber zurücktreten (und dann ersetzt werden), und ansonsten gäbe es einfach die allgemeine Mitglieder-Ausschluss-Klausel, falls jemand (also auch Vorstandsmitglieder die ja auch Vereinsmitglieder sind) der Integrität oder dem Ansehen des Vereins schaden, mit Rekursrecht an die Vereinsversammlung. Ist das eine legale und deines Erachtens praktikable Lösung?
Kleine Kontexterklärung: Unser Vereinszweck ist mehr im Stile einer internationalen NGO, zudem haben wir eine 5-jährige Vorgeschichte in einem anderen Land, somit geht es nicht um eine „demokratische“ Start-up Initiative, sondern um eine Weiterführung einer bereits bestehenden Idee (und Teams), deswegen die Idee, die Vorstandsmitglieder (=Gründungsmitglieder) auf unbestimmte Zeit zu wählen. Trotzdem wollen wir den Standards von „good governance“ gerecht werden. Vielen herzlichen Dank für deine Meinung…
16. Februar 2018 um 10:09
Guten Tag Matthias
Soweit ich weiss, ist es möglich, Vorstandsmitglieder auf Lebenszeit zu wählen und über ein Abberufungsverfahren / eine Ausschlussklausel aus dem Amt zu entfernen, sollte dies notwendig sein. Ich rate davon ab, denn eine jährliche Wiederwahl gibt einen gesunden Druck, eine akzeptable Leistung zu erbringen und die Macht als Vorstand nicht zu missbrauchen. Sobald sich Menschen in einem Amt bequem eingerichtet haben, ist es manchmal besser, wenn sie ersetzt werden.
Natürlich kann es sein, dass eure Mitglieder euch aus dem Vorstand werfen, dies könnt ihr zum Beispiel entschärfen, indem Ihr nicht jeden als Mitglied aufnimmt und eine Art Gönner/Spender ohne Stimmrecht einführt. Dann könnt ihr den Verein im bisherigen Team führen und werdet jedes Jahr wieder gewählt, falls alles gut weiterläuft. Ansonsten ist das eine gesunde Art, einen Streit zu entscheiden, es kann sein dass einige Personen mit dem Ergebnis unglücklich sind. Für die Sache ist es meisten besser einen Streit zu entscheiden und mit weniger Leuten weiterzumachen.
Viel Erfolg wünsche ich euch
3. März 2018 um 18:53
Wir sind ein Verein mit ca. 60 Mitglieder.
1. Betreffend der vor kurzem ausführten GV, habe ich eine Frage, die einige Mitglieder und mich beschäftigt.
Der Präsident hat die Wahlen geleitet.
Er begann mit der Wahl des Präsidenten.
Sein Wortlaut: „Ich stelle mich für weitere 2 Jahre zur Verfügung, wer damit einverstanden ist soll das mit Hand hoch bezeugen“. Er fragte nicht, ob sich eventuell ein Mitglied für dieses Amt zur Verfügung stellen wolle. Nun meine Frage. Ist das die Art und Weise einer Wahl, und ist das rechtlich in Ordnung?
2. in den Statuten steht: *in schriftlicher Form*
Dazu meine Frage: Gilt E-Mail, SMS. WhatsApp als schriftliche Form?
Für eine Antwort bedanke ich mich zum Voraus.
9. März 2018 um 08:23
Vielen Dank für deine Frage. Zuerst mal als Einleitung, in vielen Vereinen werden die rechtlichen Vorschriften regelmässig geritzt oder verletzt und niemanden interessiert es, weil niemand bereit ist, deswegen vor Gericht zu gehen.
zu 1. Soweit ich das beurteilen kann, ist das zwar etwas unschön, aber meiner Meinung nach in Ordnung. Ein Gegenkandidat könnte sich vor der Versammlung melden oder gleich im Anschluss einen Rückkommensantrag stellen.
zu 2. Mit schriftlich ist immernoch Papier oder Fax gemeint, da ist das Recht noch etwas hinter der Realität hinterher. Daher empfielt es sich, in den Statuten festzulegen, dass auch E-Mails verwendet werden können.
Famillionär
10. März 2018 um 16:14
Wir haben in unserem Verein ein kleines Problem. Gemäss Statuten muss die GV im ersten Kalenderhalbjahr sein. Wir konnten uns nun aber nicht auf ein Datum bis Juni einigen und müssen die GV im Juli abhalten. Es stehen leider, auch wegen dieser Passage, einige wichtige Entscheidungen an.
1. Was passiert, wenn wir keine GV bis Juni machen?
2. Können wir, um es zu umgehen, die GV im Juli als ausserordentliche deklarieren und die Statuten ändern?
1. Zuerst mal nichts, vermutlich könnte jemand vor Gericht gehen und eine GV im Juni durchsetzen.
2. Ich würde einfach mal nichts machen, wo kein Kläger ist, ist kein Richter. In den nächsten Jahren würde ich die GV etwas früher planen.
20. März 2018 um 14:09
Ich habe eine Frage bezüglich der Vereinsstruktur. Wir denken, dass eine Trennund von strategischem Vorstand und operativer Geschäftsleitung Sinn macht bei der Entwicklung unseres Vereins. Ist es möglich, dass Leute aus dem strategischen Board auch in der GL sind und umgekehrt? Gibt es da Restriktionen oder ist das alles in den Statuten festzuhalten? Und haben sie noch Tipps/Hinweise, auf die man achten soll bei einer solchen Umstrukturierung?
22. März 2018 um 16:08
Guten Tag Katharina
Vielen Dank für deine Frage. Grundsätzlich ist es kein Problem, dass Leute in mehreren Gremien sind und für den regelmässigen Austausch macht es wohl auch Sinn, dass z.B. jemand aus der Geschäftsleitung Einsitz im strategischen Vorstand hat.
Ich würde in den Statuten klar festhalten, welches Gremium der Vorstand im Sinne des Gesetzes ist und damit die Kompetenzen gemäss Gesetz hat. Auch macht es Sinn, die Aufgaben und Kompetenzen abzugrenzen, ansonsten könnte es zu Doppelspurigkeiten und Konflikten kommen.
Daniel Kellerhals
5. April 2018 um 08:01
Ich (Schweizer) bin Präsident eines Vereins nach Schweizer Recht (ZGB xx) im kulturellen Bereich. Die Statuten präzisieren: Anwendbares Recht: Schweiz. Die Mitglieder sind wiederum Vereine bzw. nicht gewinnstrebige Körperschaften aus Europa. Das Präsidium wechselt von einem Land zum anderen. Ich schlage vor, dass der Sitz des Vereins beim Präsidenten sei, der auch die Verwaltung besorgt..
Frage: Bestimmt der (geographische) Sitz des Vereins automatisch das anwendbare Recht oder kann in dem Fall „Sitz“ auch lediglich Kontaktadresse bedeuten?
Daniel A. Kellerhals
6. April 2018 um 06:26
Guten Tag Daniel
Vielen Dank für deine Frage. Leider kennen wir uns mit internationalen Verhältnissen nicht gut aus und können die Frage nicht so genau beantworten, da es normalerweise so läuft: Zuerst wird der Gerichtsstand bestimmt und anschliessend bestimmt das Recht des Gerichtsstandes, welches Recht anwendbar ist.
Grundsätzlich kann der Sitz eines Vereins in der Schweiz gewählt werden und muss meines Wissens nicht zwingend mit dem Ort der Verwaltung/Kontaktadresse übereinstimmen.
Je nach dem ob es um viel Geld / andere wichtige Sachen geht, würde ich es durch einen Anwalt abklären lassen oder einfach mal machen und hoffen, dass es zu keinen Problemen kommt. Der normale Weg für Vereine ist üblicherweise die zweite Möglichkeit.
6. April 2018 um 18:56
Ich bin Mitglied eines Vereins nach schweizereischem Recht.
Unser Präsident handelt seit geraumer Zeit im alleingang ohne wissen des Vorstands. Dabei sind vereinsschädigende Handlungen begangen worden, welche komplett gegen die Statuten des Vereins verstossen.
Der Vorstand hat eine ausserordentliche MV einberufen.
Wir wollen diesen Präsident nun anhören und danach absetzen. Wie geht man da korrekt vor.
Danke und liebe Grüsse RM
11. April 2018 um 07:11
Vielen Dank für deine Frage. Soweit ich das beurteilen kann, wäre folgendes Vorgehen richtig:
– zuerst das Gespräch mit dem Präsidenten suchen, vermutlich ist das jetzt schon etwas spät
– statutengemässe Einladung zu einer ausserordentlichen MV mit transparenter Ankündigung des Themas. Eventuell schon mit der Möglichkeit für den Präsidenten seine Position darzulegen
– an der Versammlung sollte wiederum auf die Einhaltung der Formalitäten geachtet werden
– Der Präsident sollte seine Position gleichberechtigt und ausführlich darlegen können
– evtl Stimmzettel vorbereiten, dass eine geheime Abstimmung möglich wäre
Wichtig ist, dass nicht nur alles korrekt abläuft, auch dass das ganze Prozedere respektvoll abläuft. So dass bei den beteiligten Mitgliedern ein Gefühl bleibt, dass das ganze fair war. Im Idealfall sollte dies beim Präsidenten auch so rüberkommen.
7. April 2018 um 18:06
Unser Samariterverein soll wegen zu wenig Mitgliedern und Lücken im Vorstand und TK, die nicht mehr geschlossen werden können, mit dem Verein im Nachbardorf fusioniert werden. Das Prozedere heisst „Integrationsfusion“. Bedingung für die Fusion ist gemäss Fusionsvertrag die Auflösung unseres Vereins durch Vereinsbeschluss. Gemäss unseren Statuten kann die Vereinsauflösung nur an einer speziell hierfür einberufenen ausserordentlichen Vereinsversammlung beschlossen werden. Der Beschluss zur Auflösung erfordert die Zustimmung von vier Fünfteln der abgegebenen Stimmen.
Auf der Einladung zur ausserordentlichen Vereinsversammlung, die rechtzeitig eingetroffen ist, sind folgende Traktanden:
2. Antrag zur Integrationsfusion mit dem Samariterverein XY
Im Begleitschreiben informiert der Vorstand, dass unser Verein in den Samariterverein XY integriert wird. Durch die Fusion gehe ein neuer, mitgliederstärkerer Verein hervor. Der so entstehende Verein erhalte einen neuen Namen.
Ich bin der Auffassung, dass diese ausserordentliche Vereinsversammlung gar nicht über die für die Fusion erforderliche Vereinsauflösung beschliessen kann, da die Vereinsauflösung als solches nicht explizit traktandiert ist. Dass unser Verein für diesen Akt aufgelöst werden muss, habe ich erst erfahren, als ich bei einem unserer Vorstandsmitglieder die Gelegenheit war nahm und die in der Einladung erwähnten Berichte sowie den Fusionsvertrag studiert habe.
Wie beurteilen Sie diese Situation?
11. April 2018 um 07:22
Guten Tag Kurt
Vielen Dank für deine Frage. Wenn ich dies richtig verstehe, geht es darum ob unter dem Titel „Antrag zur Integrationsfusion mit dem Samariterverein XY“ über eine Vereinsauflösung und gleich nachfolgende Integration in den Verein im Nachbardorf entschieden werden kann.
Das erste Kriterium der ausserordentlichen Vereinsversammlung scheint schon mal erfüllt zu sein. Ich würde sagen, dass es unschön ist, dass nicht angekündigt wird, dass der bestehenden Verein aufgelöst wird und wie genau der Verein in den neuen Verein überführt wird. Andererseits ist es meines Wissens keine Option, den Verein ohne nachfolgende Integration aufzulösen, von dem her ist der Hauptinhalt der Abstimmungen, ob die Integration stattfinden soll und die Auflösung des Vereins eher ein Verfahrensdetail.
Möglicherweise würde ein Gericht etwas anderes sagen, meine Meinung ist dies so in Ordnung, das Endresulat ist die Fusion und das ist schlussendlich das, worüber die Mitglieder abstimmen sollten.
11. April 2018 um 17:01
Guten Abend Webling
Ich bedanke mich für die prompte Antwort.
Jürg Messerli
21. April 2018 um 10:48
Wir sind eine geminnützigr Verein mit Statuten. Wir haben an der letzten Mitgliederversammlung 2 Änderungen beschlossen. Müssen nun die Statuten neu geschrieben werde, oder wie kommen die Änderungen in die Statuten?
Vielen Dank ür Ihre Bemühungen.
24. April 2018 um 15:18
Guten Tag Jürg
Vielen Dank für deine Frage. Wenn die Statuten geändert wurden, fertigt ein Vorstandsmitglied z.B. der Präsident ein neues Exemplar der Statuten an und unterzeichnet diese (siehe https://www.vereinsverwaltung.ch/wer-unterzeichnet-protokoll-und-statuten/). Anschliessend ist alles in Ordnung. Je nach dem macht es Sinn, die neuen Statuten an die Mitglieder zu versenden oder auf die Webseite zu laden, dass diese die neue Version verfügbar haben.
Wili Béatrice
24. April 2018 um 02:54
Guten Tag wir sind nicht nur ein Verein sondern eine AG mit Aktien. Meine Frage an euch, es gibt um stimmungs im Vorstand, ein Vorstands Mietglied will sich nicht zu wieder Wahl stellen, gibt es eine möglichkeit ihn doch zu Wählen. Lg.Béa
24. April 2018 um 15:06
Guten Tag Béa
Vielen Dank für deine Frage. Wir sind zwar keine Spezialisten für Aktienrecht, aber bei einer AG werden Mitglieder des Verwaltungsrats von den Aktionären gewählt, in vierlen grösseren Aktiengesellschaften ist es üblich, dass nicht alle mit dem Verwaltungsrat einverstanden sind und der Verwaltungsrat trotzdem gewählt wird. Die Stimmenmehrheit entscheidet.
Iris Zürcher
31. Mai 2018 um 18:39
hast Du meine anfrage betreffs vereinsgründung dessen beiträge steuerabzugsberechtigt sein sollte erhalten? es ging um die finanzierung einer Gästebetreuerin in einem B&B
1. Juni 2018 um 13:32
Manchmal dauert es ein paar Tage bis ich dazu komme, die Fragen zu beantworten. Du findest die Antwort sein ein paar Minuten unter deiner Frage.
31. Mai 2018 um 19:16
Hallo. Ich bin im Vorstand in unserem Verein und wir haben sowieso sehr viele Probleme im Verein. Unsere Präsidentin hat nichts mit dem Sport den wir betreiben zu tun, ist auch nie zu Turnieren anwesend . Jetzt will sie den Vorstand verkleinern. Angeblich weil Ehepaare im Vorstand nicht gut kommt wie sie sagt. Mein Mann ist stellvertretend Präsident und hatte seinen Rücktritt zu sofort gegeben, weil immer er der Ansprechpartner für alle ist, und seinen Kopf hinhalten muss,wenn sie mal wieder eine rechnung nicht überwiesen hat(SIE IST AUCH KASSENWART ).jetzt war eine V.s. und er sollte es sich überlegen ob er nicht doch bleibt 1 Woche Zeit. Er darf aber nur bleiben wenn ich aus dem Vorstand gehe. Wir sind seit 9 Jahren dabei. Gaben gemeinsam den Verein vor 7 Jahren gegründet. Eigentlich sind mein Mann und ich der Verein. Haben immer alles gemacht. Sie kennt kaum einer . Sie macht was ihr Grad gefällt. Wie können wir uns wehren.Keiner traut sich etwas gegen sie zu sagen.
1. Juni 2018 um 13:47
Guten Tag Sabi
Vielen Dank für deine Frage. So wie es tönt, macht die Präsidentin ihre Arbeit nicht richtig, hat aber viel Einfluss im Verein. Bei euch beiden scheint es umgekehrt zu sein, ihr macht viel Arbeit und habt wenig Einfluss.
Schlussendlich hat sie nur so viel Einfluss, wie ihr die Mitglieder der Vereinsversammlung geben. Also müsst ihr die Vereinsversammlung hinter euch bringen, so dass die Ideen der Präsidentin abgelehnt werden und eure Ideen angenommen werden. Wenn ihr eine Chance seht, dass die Vereinsversammlung die Ideen der Präsidentin ablehnt, könnt ihr eine Vereinsversammlung einberufen und abstimmen lassen / die Präsidentin abwählen lassen.
Ansonsten könnt ihr mit dem Rücktritt drohen oder den Rücktritt wahr machen und hoffen, dass die Mitglieder euch so sehr zurückwollen, dass sie dafür die Präsidentin abwählen.
Schlussendlich läuft es darauf hinaus, dass ihr euch gegen die Präsidentin zur Wehr setzt, eine bessere Idee habe ich nicht.
3. Juni 2018 um 19:37
Wir sind ein Familienverein und möchten gerne unseren Namen ändern. Wie müssen wir vorgehen damit wir danach auch das bestehende Bankkonto auf den neuen Namen ändern können?
Besten Dank für den super Service.
7. Juni 2018 um 09:43
Guten Tag Thomas
Vielen Dank für deine Frage. Eine Änderung des Namens kann meines Wissens per Statutenänderung beschlossen werden, nachher könnt ihr mit den geänderten Statuten und dem GV Protokoll zur Bank gehen und den Namen ändern lassen. Um ganz sicher zu gehen, könnt ihr auch zuerst bei der Bank nachfragen, welche Dokumente die Bank für eine Namensänderung benötigt.
Maik Selig
4. Juni 2018 um 06:27
Unser Vorstand besteht aktuell aus 7 Mitgliedern. Unser Präsident möchte diesen nun auf 6 Mitgliedern reduzieren. Obwohl das 7 Mitglied sich nicht zu Schulden hat kommen lassen und den Vorstand eigentlich nicht verlassen möchte. Der Präsident möchte dies jedoch wohl aus persönlichen Gründen durchboxen.
Der Vorstand ist für einen Zeitraum von 2 Jahren von den Mitgliedern gewählt worden.
Ist dies so einfach möglich ?
Darf ein Vorstand eigentlich Beschlüsse ohne Abstimmung der Vereinsmitglieder fassen ?
7. Juni 2018 um 09:49
Guten Tag Mike
Vielen Dank für deine Frage, das ist natürlich eine schwierige Situation. Der Präsident kann nicht einfach Vorstandsmitglieder entlassen, das ist Aufgabe der Vereinsversammlung. Das Mitglied ist auf 2 Jahre gewählt, ob es dem Präsident gefällt oder nicht.
Wenn der Präsident den Vorstand verkleinern möchte, muss er eine Vereinsversammlung einberufen und über den Vorschlag abstimmen lassen. Anschliessend müsste wohl noch darüber abgestimmt werden, welches Vorstandsmitglied aus dem Vorstand geworfen wird. Wobei es meines wissens, nicht so einfach ist, ein Vorstandsmitglied abzuwählen, obwohl es sich nichts zuschulden kommen lassen hat.
Der Vorstand ist für die Geschäftsführung im Verein zuständig und darf ziemlich viele Sachen, aber nicht die Beschlüsse an Stelle der Vereinsversammlung treffen.
Partymaenner
Wir sind 4 selbständig erwerbende Discjockeys und wollen Parties organisieren. Zu diesem Zweck gründen wir einen Verein. Der Verein darf nur aus 4 Personen bestehen, damit wir die Kontrolle behalten. Das Vereinskapital können wir mit Sponsoringbeiträgen aufbringen. Damit bezahlen wir die Location, Werbung, Technik, Vesicherung, Insfratruktur, Suisa, Getränke, Personal und den DiscJockey.
An jeder Party wird eines der 4 Mitglieder als Discjockey auflegen und ein Honorar erhalten (das er als selbständig Erwerbender versteuert).
Kann ein Verein mit 4 Mitgliedern ein eigenes Vereinsmitglied für die Parties anstellen und ihn bezahlen? Muss das in den Statuten erwähnt werden?
4. Juli 2018 um 06:33
Guten Tag Partymaenner
Vielen Dank für deine Frage. Ein Verein kann ein eigenes Vereinsmitglied als Discjockey beauftragen und ihn bezahlen. Dabei ist er als selbständig Erwerbender tätig, wie ihr geschrieben habt und nicht als Angestellter. Dies ist durchaus möglich. Allerdings scheint mir der Verein mehr auf Erwerb als auf einen Ideellen Zweck ausgerichtet, so dass es auch eine Variante wäre, eine GmbH zu gründen. Damit ist einfacher die Kontrolle zu behalten usw.
Herbert Luggen
22. Juli 2018 um 21:34
Wir müssen bei unserem Fussballverein die Statuten aktualisieren und anpassen. Müssen die angepassten Statuten zusammen mit der Einladung zur ordentlichen Generalversammlung beigelegt werden oder reicht die Traktandierung und Präsentation an der GV?
Könnten die angepassten Statuten auch nur vor der GV auf der Vereinshomepage aufgeschaltet werden? Gibt es da Formforschriften?
27. Juli 2018 um 13:43
Guten Tag Herbert
Vielen Dank für die Nachricht. Für die Mitteilung der neuen Statuten gibt es meines Wissens keine Formvorschriften. Für die Einladung hingegen schon. Damit sich die Mitglieder ordentlich vorbereiten können, sollten sie schon vor der GV die neuen Statuten einsehen können. Ich glaube es genügt, wenn in der Einladung ein Link angegeben wird, über den die angepassten Statuten erreichbar sind.
26. Juli 2018 um 17:32
Reicht es wenn Eltern von minderjährigen Mitgliedern schriftlich zustimmen das ihre Kinder an eine Mitgliederversammlung gehen dürfen und dort auch Abstimmen dürfen oder müssen die Eltern für jede einzelne Abstimmung zustimmen oder sogar selber anwesend sein?
27. Juli 2018 um 14:05
Guten Tag Peter
Vielen Dank für deine Frage. Die Regel ist in etwa, dass die Mitglieder abstimmen dürfen, wenn sie verstehen worum es geht und vernünftig darüber entscheiden können (eine etwas ausführlichere Erläuterung auf: https://de.wikipedia.org/wiki/Handlungsf%C3%A4higkeit_(Schweiz) ). Normalerweise ist dies bei Vereinen kein Problem, wenn ein Mitglied ein aufwändiges Amt übernimmt, grosse finanzielle Verpflichtungen eingeht oder bei dergleichen, ist eine Zustimmung der Eltern sicher ratsam.
29. Juli 2018 um 15:14
Guten Tag Webling
Eine tolle Webseite und eine wertvolle Unterstützung. Danke!!
Meine Frage: Wir sind ein Gartenverein und unser Kassier ist Vorstandsmitglied. Leider ist seine Arbeitsleistung nicht mehr akzeptabel (kommt nicht an Sitzungen, erledigt seine Aufträge unzuverlässig usw.). Dies sicher auch aus gesundheitlichen Gründen. Die Amtszeit des Kassier läuft im März 2019 ab und er will dann auch sein Amt abgeben.
Wir haben bereits einen Nachfolger gefunden, der an der nächsten GV auch problemlos gewählt werden wird.
Können wir den Nachfolger schon jetzt interimistisch einsetzen, d.h. er unterstützt den aktuellen Kassier und übernimmt nach und nach dessen Tätigkeiten?
Aus Rücksicht möchten wir den aktuellen Kassier nicht schon jetzt mittels einer ausserordentlichen GV absetzen.
Besten Dank für Deine Hilfe und viele Grüsse
17. August 2018 um 07:49
Guten Tag Ruth
Vielen Dank für deine Frage. Ich denke, es sollte ein Problem sein, wenn der zukünftige Kassier den aktuellen Kassier unterstützt, allenfalls ist es problematisch, wenn er die Aufgaben vollständig übernimmt und selbständig Zahlungen macht usw ohne von der GV gewählt zu sein.
Wenn man ganz sicher sein möchte, müsste man wohl eine ausserordentliche GV anberaumen und z.B. den neuen Kassier als zusätzlichen Kassier wählen, damit er vom Vorgänger die Geschäfte fliessend übernehmen kann. Ich glaube jedoch, dass es in den meisten Vereinen keine Probleme gibt, wenn der Vorstand das so beschliesst und durchführt.
11. September 2018 um 14:19
Vielen Dank, das hat uns weiter geholfen. Inzwischen haben wir im Vorstand den neuen Kassier gewählt – einfach für den Zeitraum bis zur nächsten GV. Dann wird er ordentlich zur Wahl gestellt. Eine ausserordentliche GV haben wir auf die Schnelle nicht organsieren können. Aber das dürfte in unserem Verein kein Problem sein.
Der Gesundheitszustand des bisherigen Kassiers hat uns zu diesem Schritt veranlasst; er kann das Amt leider nicht mehr weiter führen, auch nicht mit Unterstützung.
Wir haben auch eine Kassenrevision durchgeführt; es war alles tiptop.
Noch eine Nachfrage: müssen wir die Vereinsmitglieder bereits jetzt informieren oder genügt es, wenn wir dies anlässlich der GV im Februar 2019 tun?
Nochmals besten Dank und viele Grüsse
14. September 2018 um 06:29
Im Zweifelsfall würde ich lieber informieren, dies kommt viel besser an, als wenn man an der GV mitbekommt, dass es schon seit einem halben Jahr einen neuen Kassiert gibt.
Vili Saric
5. August 2018 um 10:37
Dies ist wirklich eine tolle, informative Seite, vielen Dank dafür, Sie sind uns eine grosse Hilfe.
1. Wir werden in naher Zukunft eine Schachakademie gründen, die die Rechtsform eines Vereins tragen wird. die Akademie selbst ist als non-profit Organisation aufgebaut. Können wir zusätzlich und separat noch eine Firma gründen, die Uebertragung der Lektionen im Internet anbietet und somit profitorientiert ist, aber unabhängig vom Verein arbeitet?
2. Müssen wir für die ausländischen Trainer auch die Sozialabgaben bezahlen, oder können wir es ihnen überlassen, sich in jeweiligen Ländern anzumelden und Ihre Einkommen zu versteuern?
Im Voraus bedanke ich mich für Ihre Antworten
17. August 2018 um 07:58
Guten Tag Vili
zu 1. Grundsätzlich ist das möglich, wobei es evtl problematisch ist, wenn die gewinnorientierte Firma die Lektionen des Non-Profit Vereins überträgt und damit Geld macht. Eventuell kann die Firma die Lektionen anbieten und quasi der Akademie günstig verkaufen.
zu 2. In der Schweiz müssen meines Wissens für ausländische Trainer Abgaben bezahlt werden, welche genau fragen Sie am besten bei der Sozialversicherungsbehörde und der Steuerbehörde(Quellensteuer) nach. Wie es in anderen Ländern ist, weiss ich nicht.
20. August 2018 um 08:20
Ich bin Existenzgründer eines neu zu gründenen Vereins. Sind die Statuten rechtsgültig, wenn darin steht Hr. XY ist als Existenzgründer im Vorstand und kann auf Lebzeit nicht abgewählt werden.
29. August 2018 um 07:01
Vielen Dank für deine Frage. Der Verein ist für ideelle Zwecke und nicht für eine Existenzgründung gemacht. Einzelfirma oder GmbH sind für eine Existenzgründung viel geeigneter, vermutlich ist eine GmbH die beste Wahl.
20. August 2018 um 15:48
vielen Dank für die Antworten, ich bitte um Verzeihung, dass ich meine 2. Frage noch ergänzen möchte.
Die Trainer kommen aus den EU Länder, werden zirkulieren und jeweils 2-3 Wochen jährlich in der Schweiz arbeiten-sie sind weltweit anerkannt und arbeiten auch global, es ist sozusagen ihr täglich Brot.
Muss ein Trainer aus Deutschland, von seinem Honorar 2 mal die gleichen Abgaben erbringen, und müssen wir als Verein die Gasttrainer sozusagen doppelversichern?
29. August 2018 um 07:03
Es gibt sicher Regelungen zwischen Deutschland und der Schweiz, die eine Doppelbesteuerung vermeiden bzw. abmildern. Leider sind wir keine Experten im Sozialversicherungs- und Steuerrecht und können die Frage mangels Kenntnissen nicht beantworten.
25. August 2018 um 23:27
Ist ein alleiniger Entscheid des
Präsident ein Vorstandsmitglied auf ende Jahr aus dem verein auszuschliessen (mögliche befangenheit) ?
Hab immer meiner Pflicht immer pünklich erledigt und hab imner bei Vereinstätigkeitet pinktlich erledigt die Nachwuchsarbeit alkeine gemacht…
Statt anständig mein Rücktritsgesuch einzureichen voll ich jetzt als schädigung des Vereinsklima ausgeschlossen werden was er dueche irgendwelche unglaubwürdigen Rechtfertigen will.
Nicht mal meine Vorstandskameraden wurden Informiert.. Wie sieht das Gesetzlich aus?
Müsste das nicht in deer Mitgliederversammlung entschieden werden?
Kann ich die Begründung als unrechtmässige Begründen??
Haben alle deb selber Grubd warum eäer nicht im Sinne des Vereins handelt
29. August 2018 um 07:10
Guten Tag Fabienne
Vielen Dank für deine Frage. Um den Ausschluss eines Vereinsmitglieds beurteilen zu können, ist ein Blick in die Statuten nötig. Wenn die Statuten dem Präsidenten das Recht geben, ein Vereinsmitglied auszuschliessen, dann ist dies erstmal in Ordnung. Wenn in den Statuten dazu nichts steht, ist die Mitgliederversammlung zuständig, der Präsident hatte gar nicht die Kompetenz, dich auszuschliessen.
Gegen die Begründung vorzugehen, ist meistens schwierig, denn da ist viel Ermessenssache. Wenn du denkst, dass du durch deine Arbeit genügend Rückhalt im Verein hast, wäre es eine Idee, das ganze an der Mitgliederversammlung zu traktandieren und eine Abstimmung zu erreichen.
15. September 2018 um 14:28
Danke, dass machen wir so. Wenn sich wieder eine Frage ergibt, weiss ich jetzt, wo ich eine kompetente Antwort erhalte!
Weiterhin viel Erfolg mit Eurer Webseite.
Sonja Braunschweiler
21. September 2018 um 07:25
Habe ein Frage:
Wir sind ein Verein in einer Gemeinde.
Dürfen wir in einer anderen Gemeinde uns auch als Verein eintragen lassen.
Grund: Probelokal gezügelt
Das heisst also in 2 Gemeinden angemeldet ?
28. September 2018 um 09:07
Vielen Dank für deine Frage. Ein Verein muss meines Wissens nicht in einer Gemeinde eingetragen werden, vermutlich meinst du den Sitz des Vereins. Dieser kann einfach gewechselt, dies kommt häufig vor. Zum Beispiel, wenn der Sitz des Vereins automatisch am Wohnsitz des Präsidenten ist und der Präsident wechselt.
Christain Dierberger
21. September 2018 um 20:48
Ich bin deutscher Staatsbürger und möchte gerne eine Verein nach schweizer Recht gründen. Können Sie mir sagen wie das geht.
Eine weitere Frage ist, ist es möglich ein Bankkonto in der Schweiz zu eröffnen? Danke für ihre Auskunft.
C. Dierberger
28. September 2018 um 09:10
Vielen Dank für deine Fragen. Wie du einen Verein in der Schweiz gründen kannst, haben wir hier beschrieben: https://www.vereinsverwaltung.ch/wie-grundet-man-einen-verein/ . Auch deutsche Staatsbürger können einen Verein in der Schweiz gründen, man braucht jedoch eine schweizer Postadresse.
Bezüglich des Bankkontos kann ich nichts sagen, da musst du direkt bei der Bank nachfragen, welche Anforderungen gestellt werden.
22. September 2018 um 13:30
Ich möchte eine Zweigstelle von einem Verein im Ausland hier in der Schweiz gründen,, wenn wir hier eine rechtliche Form haben wird es eine schriftliche Vereinbarung mit dem ausländischen Verein geben. Braucht es dazu eine normale Vereinsgründung? Das ganze würde wie eine Plattform funktionieren. Daher möchten wir auch eine keine Mitglieder im engen Sinne des Wortes aufnehmen, sondern wir brauchen nur den Vorstand. Welche Möglichkeiten stehen mir zu Verfügung?
28. September 2018 um 09:12
Liebe Regula
Vielen Dank für deine Frage. Eine Zweigstelle eines ausländischen Vereins ist ein normaler Verein und wird normal gegründet. Die Bindung an den ausländischen Verein kann man über Bedingungen in den Statuten oder schriftliche Verträge gestalten.
24. September 2018 um 17:52
Wir sind an einer Vereinsgründung und haben zwei Fragen:
1. Darf in einem Verein eine natürliche Person gleichzeitig Präsident und Vorstandsmitglied sein?
2. Ist an der Generalversammlung eine Stimmabgabe durch einen Stellvertreter möglich?
28. September 2018 um 09:21
1. Ja, das sollte kein Problem sein. Normalerweise ist der Präsident gleichzeitg Vorstandsmitglied.
2. Zur Stellvertretung habe ich auf die Schnelle in der Literatur nichts gefunden, ausser dass es möglich sei, wenn es in den Statuten so vorgesehen ist. Daher kann ich da keine definitve Antwort geben, ich würde jedoch eher davon Abstand nehmen.
1. Oktober 2018 um 16:40
Unser Präsident hat aus gesundheitlichen gründen sein Amt vorzeitig niedergelegt.
Die Kassierin/Aktuarin und Präsident interim will nun in einer aussergewöhnlichen GV. einen Präsidenten finden, dass ist ok.
Aber sie will zusätzlich die Statuten ändern das wieder von 3 auf 5 Mitgliedern aufgestockt wird damit sie den Aktuar nicht mehr machen muss. und das so neben bei. Geht das?
4. Oktober 2018 um 09:55
Guten Tag Marianne
Vielen Dank für deine Frage. Das geht durchaus, wenn für die ausserordentliche GV genügend früh und statutenkonform eingeladen wird. Auch müssen beide Traktanden in der Einladung enthalten sein. Dadurch sind die Mitglieder informiert und können sich eine Meinung bilden ob sie dies wollen oder nicht. Genau wie dies bei der ordentlichen Generalversammlung laufen würde.
7. November 2018 um 18:41
Wir beabsichtigen an der nächsten Vereinsversammlung einen Artikel aus den Statuten zu entfernen. In diesem Stand, dass die Gönner jeweils einen Gratiseintritt zum Jahreskonzert erhalten. Wir führen aber jetzt die Konzerte nur noch mit Kollekte durch.
Die Änderung wird in der nächsten Vereinsversammlung traktandiert und mit grösster Warscheinlichkeit angenommen.
Nun: Müssen die Statuten neu gedruckt werden oder reicht in diesem Fall ein Einlageblatt mit dem geänderten resp. entfernten Artikel sowie der Angabe über inkrafttreten der Änderung?
Grüsse, Seppi
8. November 2018 um 14:34
Guten Tag Seppi
Vielen Dank für deine Frage. Den Mitgliedern würde ich nur die Änderungen (alt/neu, inkrafttreten) zusenden. Am besten mit Hinweis zu den kompletten Statuten z.B. auf der Webseite. Für das Archiv/den Verein selbst sollte man die Statuten neu drucken.
7. Dezember 2018 um 14:27
Ich bin im Vorstand eines Vereins, bei dem die Statuen in der nächsten GV geändert werden sollen und habe dazu ein paar Fragen.
Im Verein können neue Mitglieder zu jeder Zeit beitreten (via Onlineformular), vor einer Statutenänderung müssen ja alle Mitglieder eines Vereins eine vorbestimmte Zeit zuvor über die Änderungen informiert werden. Wenn nun ein neues Mitglied kurz vor der GV dem Verein beitritt, kann man die Person ja gar nicht früh genug über die Statutenänderung informieren, ist das ein Problem, wenn diese Person dann einfach so früh wie eben möglich informiert wird? (dieser Passus soll, weil es im Moment nicht klar ist, ebenfalls geändert werden)
Wir möchten diverse Stellen in den Statuten ändern. Gibt es die Möglichkeit (z.B. wenn sich abzeichnet, dass nicht alle mit allem einverstanden sind) über die einzelne Passagen einzeln abzustimmen, ohne dies vorgängig anzukündigen?
Falls jemand eine andere Formulierung für eine Änderung vorschlägt, kann diese Änderung dann gleich beschlossen werden, oder muss man mit dieser Änderung dann wieder bis zur nächsten GV warten?
Darf man Rechtschreibfehler und grammatikalisch falsche Sätze (z.B. falscher Fall oder eine falsche Präposition) korrigieren ohne dies von der GV absegnen zu lassen, oder zumindest ohne die Vorlaufzeit dazu einhalten zu müssen?
10. Dezember 2018 um 12:09
Guten Tag Ladina
1. Der sofortige Beitritt der Mitglieder ist eine gute Sache, ich würde die Statuten so formulieren, dass Mitglieder, die nach Versand der Einladung beigetreten sind, erst an der nächsten GV teilnahmeberechtigt sind. So umgeht man das Problem, dass die neu eingetreten Mitglieder zu spät informiert werden. Eine zweite Variante wäre, in den Statuten anzuführen, dass das Erfordernis für die frühzeitige Einladung nur für Mitglieder gilt, die vor der Einladung beigetreten sind.
2. Den genauen Abstimmungsmodus muss man meiner Meinung nach nicht vorher ankündigen. Die Mitglieder können an der Versammlung auch Ordnungsanträge für einen bestimmten Abstimmungsmodus stellen, diese werden auch nicht angekündigt. Die Sache selbst muss angekündigt sein, damit die Mitglieder entscheiden können ob sie teilnehmen möchten oder nicht ob es nicht so wichtig ist.
3. In der Praxis werden andere Formulierungen direkt an der Verhandlung beschlossen und eingefügt. Sofern es sich um etwas komplett anderes als das Angekündigte handelt, müsste man vermutlich warten. Praktisch wird dies allerdings kaum gemacht und wo kein Kläger ist, ist kein Richter.
4. Ich würde sagen, Rechtschreibefehler und einfache Grammatikfehler dürfen korrigiert werden, sofern der Inhalt nicht geändert wird.
Jonas Anderegg
16. Dezember 2018 um 15:45
Ich bin Mitglied in einem Verein und vergesse mich manchmal in der App fürs Training abzumelden. Mein Verein drückt mir dann eine Strafe von 20 Franken in die Hand die ich zahlen muss. Ist das rechtens, wenn so vermute ich, diese Strafe nicht in unseren Statuten verankert ist? Und ist es erlaubt auf jeden weiteren Arbeitstag Verspätung der Zahlungsfrist einen Zins von 2 Franken zusätzlich zu verlangen. Oder gilt das bereits als Wucher?
3. Januar 2019 um 08:45
Guten Tag Jonas
Vielen Dank für deine Frage. Soweit ich weiss, sind solche Bussen üblich und meiner Meinung nach auch zulässig. Wenn du einem Verein beitrittst, sagst du, dass du mit den Statuten einverstanden bist. Wenn in den Statuten steht, dass solche Bussen erhoben werden, dann ist das quasi Pech.
Du kannst allerdings an der nächsten GV vorschlagen, dass diese Bussen abgeschafft oder reduziert werden.
7. Januar 2019 um 13:07
Wir haben alle Unterlagen für unsere GV fristgerecht versandt. Nach Ablauf der Frist, aber immer noch 8 Tage vor der GV, stellten wir fest, dass wir die falsche Version des Budgets versandt haben.
Ist es zulässig, die korrekte Version noch nachzureichen und an der GV zu Beginn abstimmen zu lassen, ob das revidierte Budget trotz zu spätem Versand zugelassen wird?
Danke für baldige Anwort
21. Januar 2019 um 15:12
Guten Tag Meary
Vielen Dank für deine Frage. Ich würde die korrekte Version nachreichen und an der GV trotzdem über das Budget abstimmen. Es kommt immer wieder vor, dass an der GV noch Änderungsanträge gemacht werden, also sollte ein etwas anderes Budget kein Problem sein.
9. Januar 2019 um 11:42
Ich bin Mitglied eines Vereins, welcher auf dem Areal einer Genossenschaft eine Bar in Zwischennutzung baut. Die Genossenschaft verlangt nun die Statuten und das Gründerprotokoll als Bestätigung.
Nun möchte ich gerne wissen, ob unser Verein rechtlich dazu verpflichtet ist?
21. Januar 2019 um 15:15
Guten Tag Francesco
Vielen Dank für deine Frage. Die Statuten und das Gründungsprotokoll sind notwendig, damit ein Verein tatsächlich existiert. Der Verein ist nicht rechtlich verpflichtet, die Unterlagen der Genossenschaft zur Verfügung zu stellen. Die Genossenschaft ist auch nicht verpflichtet, euch einen Teil des Areals zu vermieten. Wenn ihr euch handelseinig werden wollt, müsst ihr die Unterladen wohl liefern. Normalerweise steht in den Unterlagen auch nichts geheimes.
Susanne Knecht
12. Januar 2019 um 10:18
Ich bin Kassierin in einem Verein nach Schweizerrecht. Wir sind am Ändern unserer Satuten und möchten in Zukunft auf eine Kontrollstelle verzichten. Können wir einfach in den Statuten (welche an der GV für die Abnahme präsentiert werden) unter ‚Kontrollstelle‘ erwähnen, dass wir ‚auf eine Kontrollstelle verzichten gemäss neuem Aktienrecht und Revisionsgesetz in Kraft seit 1.1.2008‘?
Vielen herzlichen Dank für ein Feedback
Schönne Grüsse Susanne
21. Januar 2019 um 15:18
Guten Tag Susanne
Vielen Dank für deine Frage. Wenn die Bedingungen (Umsatz usw) erfüllt sind, kann der Verein in den Statuten erwähnen, dass der Vereine auf die Kontrollstelle verzichtet. Es ist jedoch ratsam, eine Art Kontrolle für die Kasse zu haben. Ansonsten sind unerfreuliche Überraschungen vorprogrammiert und sei es nur wegen Nachlässigkeit oder wichtigeren persönlichen Angelegenheiten eines Kassiers.
9. Februar 2019 um 09:53
Situation 1: Auf die nächste HV steht die alle zwei Jahre stattfindende Wahl des Vorstandes auf dem Programm. Unser Kassier hat auf die kommende HV den Rücktritt angekündigt. Wir haben bereits einen Ersatz gefunden. Die Frage dreht sich um den Wahlvorgang: Wie muss der Reihe nach gewählt werden, damit alles korrekt abläuft?
Ich wäre Ihnen sehr dankbar für eine Antwort.
20. Februar 2019 um 08:25
Guten Tag Hans
Vielen Dank für deine Frage. Die Reihenfolge spielt normalerweise keine Rolle, wählt einfach eine Person nach der anderen bis der gesamte Vorstand gewählt ist.
Ueli Schmid
16. Februar 2019 um 20:04
Zuerst – diese Webberatung ist so was von hilfreich – herzlichen Dank!
Ich habe zwei Fragen und hoffe, dass Sie diese beantworten können:
– ich habe an die Delegiertenversammlung eines schweizerischen Klubs einen Antrag gestellt. Dieser wird nun vom Vorstand dilettantisch und mit Scheinlogiken zerpflückt. Was, wenn ich an der Delegiertenversammlung meinen Antrag zurückziehe? Wird dann darüber nicht abgestimmt oder kann ihn der Vorstand dennoch behandeln und darüber abstimmen lassen?
– Seit einem Jahr hat der Verein keinen P räsidenten, auch an der bevorstehenden Delegiertenversammlung gibt es bisher keinen Kandidaten. Wenn sich an der Delegiertenversammlung nun jemand zur Wahl stellt und im 1. Wahlgang das absolute Mehr nicht erreicht, gibt es dann einen zweiten Wahlgang, beidem das relative Mehr für eine Wahl ins Amt reicht?
Im Voraus herzlichen Dank für die Antworten.
20. Februar 2019 um 08:50
Guten Tag Ueli
Vielen Dank für die Fragen:
– Ob der Vorstand darüber abstimmen lassen kann, hängt davon ob es irgendwelche Reglemente für die Delegiertenversammlung gibt, die diesen Fall behandeln. Wenn der Vorstand unbedingt darüber abstimmen lassen will, wird er wohl einen Weg finden.
– Falls es keine Regelung in den Statuten gibt, gilt das Mehr der Anwesenden (Art. 67 Abs. 2 ZGB). Eine Regelung wie von dir beschrieben müsste in den Statuten stehen. Wenn es keinen Präsidenten gibt, liegt vielleicht ein Mangel in der Organisation vor (Art. 69c ZGB).
21. Februar 2019 um 13:57
Besten Dank für die Ausführungen!
24. Februar 2019 um 20:11
Vielen Dank für die promte Antwort auf den Post vom 09. Februar. Habe noch eine weitere Unklarheit: Wenn wir einen neuen Kassier an der nächsten HV in den Vorstand wählen, wie sieht dann die Reihenfolge der Wahl für den Vorstand genau aus? Wäre das so richtig?
1. Rücktritt des abtretenden Kassiers verkünden, verdanken, etc.
2. Wahl des neuen Kassiers in den Vorstand
3. Wiederwahl des gesamten Vorstandes ohne Präsident in globo (mit neuem Kassier)
4. Wiederwahl des Präsidenten
Wäre Ihnen dankbar für eine kurze Rückmeldung.
19. März 2019 um 07:35
Ja, das wäre ein gutes Vorgehen. Vor der Wiederwahl des gesamten Vorstands wäre gut zu fragen, ob jemand einen einzelne Wahl wünscht. Wenn sich jemand meldet, sollten die Vorstandsmitglieder einzeln gewählt werden.
Kommentrfs
12. März 2019 um 09:38
In den Statuen unseres Vereins in der Schweiz ist geregelt, bis wann Anträge vor der GV eingereicht werden müssen. Wie ist die rechtliche Lage, wenn vor der GV ein Wahlvorschlag eingereicht wird und in den Statuten nichts dazu explizit geschrieben steht?
Guten Tag S
Die Anträge müssen rechtzeitig eingereicht werden, damit die Mitglieder informiert werden können. So können sich die Mitglieder entscheiden ob sie an der Versammlung teilnehmen wollen und sich entsprechend vorbereiten. Ist sowieso eine Wahl auf der Traktandenliste, gitbt es für einen Wahlvorschlag, also eine Kandidatur für ein Amt hat meines Wissens keine besonderen Einschränkungen. Ist keine Wahl angesetzt und der Wahlvorschlag würde eine neuen Punkt auf der Traktandenliste hinzufügen, würde ich dies wie einen Antrag behandeln.
Bruno Bosshard
15. März 2019 um 11:18
In unserem Verein muss das Vizepräsidiums neu besetzt werden. Kann der Kassier dieses Amt gleichzeitig ausüben oder ist das ein Problem.
19. März 2019 um 08:12
Guten Tag Bruno
Vielen Dank für deine Frage. Ob das zulässig ist, hängt davon ab, was in den Statuten steht. Wenn wirklich niemand zu finden ist, wird sich wohl niemand beklagen, dass jemand die Arbeit macht. Dauert der Zustand länger, muss man evtl das Amt des Vizepräsidenten abschaffen.
Kurt Haefeli
26. März 2019 um 21:31
müssen die Stimmen an einer GV (Statutenänderungen mit 2/3-Mehrheit) augezählt werden, wenn die Mitglieder grossmehrheitlich die Hand erheben und nur 4 Gegenstimmen ausgezählt werden?
8. April 2019 um 08:43
Vielen Dank für die Frage. Grundsätzlich müsste man Stimmen, Gegenstimmen und Enthaltungen zählen, alle zusammen müsste genau die Anzahl der Anwesenden geben. So kann man kontrollieren ob richtig gezählt wurde.
In Vereinen wird das mit den Abstimmungen nicht so genau genommen, weil die meisten Traktanden nicht umstritten sind. Bei einer wichtigen Abstimmung würde ich genau darauf achten, dass richtig gezählt wurde. Ansonsten würde ich bei nur 4 Gegenstimmen noch nach Enthaltungen fragen, diese zählen und dann die Ja-Stimmen ausrechnen.
27. März 2019 um 21:32
In unserem Verein ändern wir den Namen sowie die Statuten werden neu definiert. Was muss ich dafür der Bank vorlegen, damit der Name geändert wird? Wir möchten das Konto behalten, da alles darüber läuft, angestellten Verhältnisse, spenden usw. Zudem versuchen wir in diesem Jahr steuerfrei zu werden, was brauchen wir genau dafür. Vielen lieben Dank fuer ihre Hilfe. (Webseite ist grad am aufschalten deshalb gibt es die noch nicht)
8. April 2019 um 08:45
Hallo Rahel
Vielen Dank für deine Frage. Vermutlich wird die Bank die Statuten, das Protokoll der betreffenden GV verlangen. Am besten fragst du bei der Bank nach, welche Unterlagen verlangt werden, denn dies kann von Bank zu Bank unterschiedlich sein.
Unsere Kassierin möchte gerne ihr Ämtli weitergeben. Als wir auf der Bank waren betreffend des Vereinskontos wurde uns gesagt, dass es die Art Konto die wir bis anhin hatten nicht mehr gibt und wir dieses „umschreiben“ resp. neu eröffnen müssen. Dazu brauchen wir Statuten, welche wir bis anhin nicht haben.
Die Statuten sind jetzt erfasst. Die Frage dazu: Reicht es die Statuten an einer Mitgliederversammlung zu genehmigen oder müssen wir eine Gründungsversammlung machen und den Verein offiziell mit Statuten gründen?
8. April 2019 um 09:03
Hallo Corina
Vielen Dank für deine Frage. Es spielt keine Rolle, wie die Versammlung genannt wird. Wichtig ist, dass die Leute die Absicht haben, dass es in Zukunft einen Verein gibt und dass sie Mitglied sein wollen. Vermutlich wäre es nicht schlecht, das Thema mit der Gründung zumindest darzulegen, denn die Leute waren bisher nach Gesetz nicht in einem Verein und jetzt sind sie Vereinsmitglieder. Das ganze kann man gut so verpacken, dass man dies vorher nicht hatte und jetzt formell alles sauber regeln möchte.
5. April 2019 um 10:15
Wir möchten an der GV das Protokoll nicht vorlesen und auch nicht allen abgeben. Das Protokoll soll nach der GV kontrolliert werden und an der nächsten GV nur noch genehmigt werden. Dies muss vermutlich in die Statuten integriert werden. Wer soll das Protokoll prüfen? Vorstandsmitglieder, Mitglieder ???
8. April 2019 um 09:13
Vielen Dank für deine Frage. Heute ist es üblich, dass das Protokoll per E-Mail versandt wird. Manchmal wird es auch z.B. von den Revisoren oder Leuten geprüft, die sich dafür melden. Und selbstverständlich muss das Protokoll für interessierte Mitglieder zugänglich sein.
Man kann dies natürlich in die Statuten aufnehmen, soweit ich weiss wird dies nur selten gemacht. Ich würde das Protokoll per E-Mail an die Mitglieder versenden. Wer kein E-Mail hat, kann das Protokoll immernoch auf Papier verlangen.
2. Mai 2019 um 10:44
besteht die Möglichkeit einen Verein zu gründen, bei denen Gründungsmitglieder im Ausland (D, Griechenland) leben? (2 Personen leben in der CH)
Es ist ein wohltätiger Verein. Muss das ins Handelsregister eingetragen werden? Darf ohne Eintrag ins Handelsregister trotzdem ein Bankkonto für den Verein eröffnet werden?
15. Mai 2019 um 14:56
Guten Tag Mona
Vielen Dank für deine Fragen. Ja, du kannst einen Verein in der Schweiz gründen. Der Sitz muss in der Schweiz sein. Nachdem ihr den Verein gegründet habt (https://www.vereinsverwaltung.ch/wie-grundet-man-einen-verein/), könnt ihr mit dem Gründungsprotokoll und den Statuten zur Bank gehen und ein Bankkonto eröffnen. Ein Handelsregistereintrag ist erst bei einem grösseren Umsatz notwendig (https://www.vereinsverwaltung.ch/verein-ins-handelsregister-eintragen/).
3. Mai 2019 um 15:17
wenn ein Verein sich immer wieder als Erstes damit brüstet, ein Verein ohne Gewinnabsichten zu sein, erwarte ich eine gewisse Transparenz. Insbesondere, wenn dieser Verein sogar Personal vermittelt zu Familien, welche Hilfe nötig haben. Da werden dann ganz happige Tarife angewendet. Das Büropersonal (offenbar alle angestellt und bezahlt) ist in einer relativ hohen Zahl, v.a. auch, wenn man dann die behandelten „Fälle“ eines Jahres und die vermittelten Angestellten umrechnet. Fast mehr Büropersonal als Umsatz…..
Kommt dazu, dass dieser Verein ohne Gewinn und mit öffentlicher Anerkennung als Gründungsmiglieder sogar den Kanton und einie staatlich anerkannte Organisationen hat. Der Vorstand (nur mit allergrösster Mühe gefunden) setzt sich praktisch ausschliesslich aus Vertretern dieser Organisationen zusammen.
Meine Frage: muss dieser Verein einen Jahresbericht (v.a. genaue Zahlen) veröffentlichen und wer darf ihn dann auch einsehen?
Mir scheint im Moment, dass das Wort Transparenz in diesem gemeinnützigen Verein eher ein Fremdwort sei. Aber vielleicht täusche ich mich und er muss tatsächlich überhaupt nichts veröffentlichen, sondern kann alles unter dem Deckel halten.
Danke für eine entsprechende Antwort bezüglich Transparenz.
15. Mai 2019 um 15:02
Guten Tag Angelina
Vielen Dank für deine Frage. Aus deiner Frage geht nicht hervor, ob du in dem Verein Mitglied bist. Ein Mitglied des Vereins kann je nach dem gewisse Informationen fordern. Ansonsten ist die Gemeinnützigkeit etwas, was sich zwischen dem Verein und den Steuerbehörden abspielt, der normale Bürger hat keinen Anspruch dies zu prüfen. Eine Transparenzpflicht gegenüber der Öffentlichkeit gibt es nicht.
Nicht jeder „gemeinnützige Verein“ kommt ärmlich daher. Der Fussballverband FIFA ist ebenfalls ein gemeinnütziger Verein, setzt grössere Summen um, hat viele Angestelle und lässt es sich recht gut gehen. Ich nehme an, dagegen ist der beschriebene Verein eher harmlos.
Marco Ghielmetti
7. Mai 2019 um 11:10
Gibt es formelle Vorschriften darüber, ob bei einer Statutenänderung eines Vereins die alte Version resp. die vorgenommenen Änderungen in den neuen Statuten auch ersichtlich sein müssen ?
15. Mai 2019 um 15:03
Guten Tag Marco
Vielen Dank für die Frage. Nein, es gibt keine formellen Vorschriften, wie die neuen Statuten präsentiert werden müssen. Ich bin sicher, wenn du anständig nachfragst, bekommst du eine Kopie der alten Statuten, damit du die beiden vergleichen kannst.
Jana Schubert
8. Mai 2019 um 08:21
darf ein Verein aktive Mitglieder vom Stimmrecht ausschliessen?
15. Mai 2019 um 15:05
Guten Tag Jana
Vielen Dank für deine Frage, ein Verein darf Mitglieder in den Statuten vom Stimmrecht ausschliessen. Dies ist häufig bei grossen Vereinen wie Parteien usw. der Fall, wo eine Delegiertenversammlung entscheidet und die einzelnen Sektionen die Delegierten bestimmen. In diesem Fall haben die einzelnen Mitglieder kein Stimmrecht.
12. Mai 2019 um 10:52
Gerne würden wir im Verein gewisse Punkte in den Statuten ändern lassen. Wenn diese dann angenommen werden, müssen wir die Statuten neu drucken und an alle Mitglieder versenden, oder würde es auch ausreichen, wenn die Statuten online den Mitgliedern zu Verfügung stehen würde. Das neu drucken und versenden wäre ein ziemlich großer finanzieller Aufwand, der der Verein durch sein Verlust im 2018 nicht tragen könnte.
Mit bestem Dank und Gruss
15. Mai 2019 um 15:08
Guten Tag Daniela
Vielen Dank für deine Frage. Ich würde in der Einladung für GV auf die Onlineversion der Statuten verweisen und je nach dem das Angebot machen, die Statuten in gedruckter Form zuzusenden, damit jemand ohne Computer die Statuten auch anschauen kann. Vor allem für ältere Leute ohne Computerkenntnisse ist dies vermutlich hilfreich. Jüngere Leute schauen sich die Statuten lieber online an oder drucken sie selber aus.
24. Mai 2019 um 13:36
1. Ein Verein muss einen gemeinnützigen Zweck erfüllen. Wenn der Zweck das Beaknntmachen einer bestimmten Methode im Stressmanagement und die Werbung für entsprechende Seminare ist (mit denen einzelne Mitglieder dann Geld verdienen), ist damit die Gemeinnützigkeit trotzdem gewährleistet?
2. Wenn wir unseren Verein „Verband“ nennen, braucht es dann in den Statuten spezille Regelungen, die es ohne diese Bezeichnung nicht braucht?
3. Bei nur 2 oder drei Vorstandsmitgliedern: können die nötigen Ämter gemäss den Interessen und Fähigkeiten kummuliert werden?
4. Juni 2019 um 08:14
Guten Tag Sabine
1. Ein Verein muss einen ideellen Zweck verfolgen. Ein gemeinnützuiger Zweck ist nur notwendig, wenn der Verein von den Steuern befreit werden will. Ich würde sagen, der Zweck ist zwar kein klassicher Verein aus dem Bilderbuch, aber es gibt viele ähnliche Vereine. Einen Verein könnt ihr wohl machen, mit der Steuerbefreiung wird es wohl eher schwierig, vermutlich aber nicht unmöglich.
2. Man kann einen Verein problemlos als Verband bezeichnen, da sind keine zusätzlichen Vorkehrungen notwendig.
3. Ja, ein Vorstand mit 2 oder 3 Mitgliedern ist grundsätzlich kein Problem. Meistens sind die Vorstände etwas grösser, damit die Arbeit besser verteilt werden kann.
28. Mai 2019 um 11:37
Wir haben im Verein ein Kassier, der momentan die Kasse at interim bis zur nächsten GV im 2020 erledigt (Ursprünglich wollte er sich zur Wahl stellen an der GV 19 und hat sich aus Finanziellen Gründen umentscheiden und will die Kasse abgeben). Nun sind wir nicht mehr zufrieden mit der Leistung, die der Kassier erbringt. Im Vorstand hätten wir jemand, der die Kasse per sofort bis zur GV übernehmen könnte und sich dann zur Wahl als Kassier stellen würde. Wäre der wechsel zum jetzigen Zeitpunkt in Ordnung, obwohl an der diesjährigen GV oben genannten Sachverhalt den Mitgliedern mitgeteilt worden ist.
4. Juni 2019 um 08:21
Guten Tag Sandy
Vielen Dank für deine Frage. Wenn der aktuelle interims Kassier damit einverstanden ist, dann gibt es in der Praxis keine Probleme. Die GV hat zwar etwas anderes beschlossen, jedoch wird die Kasse offensichtlich nicht sauber genug geführt. Und meistens sind alle froh, wenn jemand die Kasse übernimmt.
Es kommt ein bisschen darauf an, wie es mit der Harmonie im Verein bestellt ist. Wenn alles unproblematisch ist, würde ich einfach eine Information an die Mitglieder senden, dass der Interimskassier bereits jetzt die Kasse abgibt an den neuen Kassier. Wenn es eher unruhig ist im Verein, kann man auch eine ausserordentliche GV machen um den neuen Kassier zu wählen.
Nicole Bärtschi
30. Mai 2019 um 09:43
In unseren Vereinsstatuten steht der Vorstand konstituiert sich selbst. Kann das auch bedeuten, dass der Vorstand neue Vorstandsmitglieder selbst wählt oder muss dies zwingen von der Vereinsversammlung gemacht werden? Bei uns wurde vergangene Woche ein Vorstandsmitglied vom Vorstand gewählt und ich bin mir nicht sicher ob dies so erlaubt ist.
Laut ZGB ist dies Sache der Vereinsversammlung.
Mit bestem Dank und lieben Grüssen
4. Juni 2019 um 08:35
Guten Tag Nicole
Vielen Dank für deine Frage. Der Ausdruck „konstituieren“ heisst, dass der Vorstand selbst bestimmt, wer Präsident, Kassier, Beisitzer usw. wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Vorstand sich selber wählen kann, dies müsste explizit in den Statuten stehen.
Es ist zwar denkbar, dass sich der Vorstand eines Verein selber wählt. Der Vereinsversammlung steht jedoch ein Abberufungsrecht zu, das nicht entzogen werden kann.
Fabiola Zurbriggen
13. Juni 2019 um 14:41
Wir überarbeiten die Statuten unseres Vereins. Muss die Amtsdauer der Vorstandsmitglieder in den Statuten beschränkt werden?
14. Juni 2019 um 06:49
Guten Tag Fabiola
8. Juli 2019 um 10:53
Unser Verein wird aufgelöst da der Vorstand geschlossen zurück tritt, es ist aber noch ein grösseres Guthaben vorhanden. Der Verein hat 3 Mitglieder, die alle im Vorstand sind, der zurücktritt.
Frage: Treten wir zurück und verwalten dann mit verbleibenden Befugnissen das Vermögen, oder müssen wir den Rücktritt aufschieben, bis das Vermögen aufgelöst ist?
Könnte es als Treuhandkonto weiter geführt werden, bis alles aufgebraucht ist (Verwendung ist in Statuten definiert)
9. Juli 2019 um 08:15
Guten Tag Andrew
Gemäss Art. 57 ZGB können Vereine in den Statuten bestimmten, wie das Vermögen nach der Auflösung verwendet wird. Die beste Lösung ist also, in den Statuten sehr detailiert zu regeln:
– Was mit dem Vermögen gemacht wird
– Wer das Geld verwaltet
– Wem dieser Jemand Rechenschaft schuldig ist
– Was die Entschädigung dieser Person ist
– Wer das Geld versteuert
Die einfachere Lösung wäre wahrscheinlich, den Betrieb als Verein quasi einzustellen und nur nach des verbleibende Geld auszugeben. Ihr könnt auch gleich einen Passus in die Statuten einfügen, dass der Verein aufgelöst wird, wenn das Vermögen aufgebraucht ist.
9. Juli 2019 um 09:54
Ich möchte einen Verein verlassen. In der Wegleitung des Vereines steht geschrieben, werden den Verein bis am 30.04.19, 30-tägige Frist verlässt hat keine Mehrkosten zu bezahlen, danach sind mit solchen zu rechnen. Jetzt wird an der GV am 11.06.19 bestimmt das sich die Beiträge erhöhen um 80.-. Was mir pers. zu viel ist. Ich gebe den Austritt. Nun ist die Frist für den „kostenlosen“ Austritt aber bereits verstrichen. Verlängert sich die Frist nun automatisch? Ich muss doch Zeit bekommen um reagieren zu können? Kann der Verein mich dazu zwingen die Mehrkosten zu bezahlen obwohl die Abstimmung erst nach der Frist war?
13. August 2019 um 08:25
Guten Tag Rico
Vielen Dank für eine Frage. Die Regelung des Vereins ist etwas unglücklich. Wenn der Beitrag nach Ende des „Austrittsfrist“ erhöht wird, dann ist dies natürlich nicht schön. Ich habe nicht speziell dazu gefunden, daher kann ich dir keine definitve Antwort geben. Es kommt meiner Meinung nach auch auf die Höhe der Erhöhung an. Ich würde sagen, dass eine Erhöhung von z.B. 200.- auf 280.- im Rahmen liegt. Bei einer Erhöhung von 10.- auf 90.- sollte der Verein eher eine Austrittsmöglichkeit anbieten.
Ich kann dir nicht sagen, ob du eine spezielle Austrittsmöglichkeit hast, ich würde auf jeden Fall mit den Verwantwortlichen reden um eine Lösung zu finden. Eine andere Möglichkeit ist, einfach den Betrag nicht zu bezahlen und so einen Ausschluss zu erwirken. Der Vereine kann dich dann betreiben, das heisst, diese Variante bringt auch einige Risiken mit sich.
Arne Schrag
wir sind ein schweizer Verein und mehr als ein fünftel der Mitglieder wollen eine ausserordentliche GV. Muss der ganze Vorstand die AGV in die Wege leiten oder reicht die Mehrheit (3 von 5 Personen)?
Können auch die Mitglieder unter Ausschluss des Vorstandes die AGV auf die Beine stellen?
A.Schrag
27. August 2019 um 07:53
Guten Tag Arne
Vielen Dank für deine Frage. Wenn mehr als ein fünftel der Mitglieder eine ausserordentliche GV verlangt, dann muss der Vorstand eine GV in die Wege leiten. Der Vorstand kann nicht entscheiden ob es ihm gefällt oder nicht. Wenn sich der Vorstand weigert, kann er von einem Gericht dazu gezwungen werden.
Genau kann ich es nicht sagen, ich würde sagen, es genügt, wenn eine Mehrheit des Vorstands die GV organisiert.
12. August 2019 um 16:25
Guten Abend Webling,
wir sind ein Verein nach ZGB Art. 60ff. In unseren Statuten steht, das bei einer GV nur die Aktivmitglieder Stimmberechtigt sind. Trotzdem werden auch die Passiven eingeladen, mit Stimmrecht, mit der begründing, das es immer schon so war. Was kann man da machen? Sind die Statuten dann überhaupt noch relevant? Besten Dank für eine schnelle Antwort. Arne Schrag
27. August 2019 um 07:56
Wenn in den Statuten steht, dass nur Aktivmitglieder stimmberechtigt sind und Passivmitglieder mitstimmen, dann kann man die Entscheide der GV anfechten, weil nicht stimmberechtigte Personen mitgestimmt haben. Es ist jedoch üblich, dass man in Vereinen das rechtliche nicht immer so genau nimmt.
Ich würde diese Regelung bei der nächsten Gelegenheit (mit den Stimmen der Aktivmitglieder) aus den Statuten entfernen, nachher ist alles wieder in Ordnung.
6. Oktober 2019 um 11:12
Ich hatte mich für eine zweijährige Amtsperiode mehr oder weniger freiwillig zum „Präsidenten ad interim“ wählen lassen.
Aufgrund eines Wegzugs in einen anderen Kanton möchte ich mein Amt nun bereits nach einem Jahr zur ordentlichen GV 2020 abgeben.
Bin ich verpflichtet einen Nachfolger zu finden oder wie verhält es sich als „ad interim“ Präsident, der die Amtszeit vorzeitig abgeben möchte?
Eine Nachfolge ist momentan nicht in Sicht, dürfte sich aber bis zur GV 2021 finden lassen.
Ich würde mich über Ihre Einschätzung freuen.
S. Dietrich
8. Oktober 2019 um 09:17
Vielen Dank für deine Frage. Der Rücktritt eines Vorstands ist jederzeit möglich (siehe z.B. hier: https://www.vitaminb.ch/vereinsglossar/ruecktritt-aus-dem-vorstand/). Dies steht nicht genau so im Gesetz, denn der Vorstand steht gegenüber dem Verein in einem Auftrags- oder Arbeitsverhältnis. Ein Arbeitsverhältnis ist es normalerweise nicht, daher ist es ein Auftragsverhältnis. Dieses kann gemäss Gesetz jederzeit gekündigt werden, der Vorstand muss jedoch für eine geordnete Übergabe besorgt sein.
Cyrill Reumer
13. Oktober 2019 um 15:11
Muss bei einer Statutenrevision über jeden Punkt Einzel abgestimmt werden, oder kann man über alles im Globo abstimmen?
C.Reumer
28. Oktober 2019 um 10:13
Guten Tag Cyrill
Vielen Dank für die Frage. Es gibt zwei gegenläufige Faktoren bei dieser Entscheidung. Man möchte den Mitgliedern die Möglichkeit geben, sich zu jedem Punkt separat zu äussern (oder auch nicht) und auf der anderen Seite möchte man schnell zum gemütlichen Teil übergehen und nicht den ganzen Abend lang die Hand heben.
Ich empfehle folgendes Vorgehen. Die Statutenrevision wird normal traktandiert und vor der Abstimmung fragt man, jemand über einen Punkt einzeln abstimmen möchte, wenn sich jemand meldet, dann stimmt man einzeln ab. Wenn nicht (kommt in Vereinen häufig vor), dann hat man das ganze schnell erledigt.
24. Oktober 2019 um 09:37
gibt es eine Homepage wo ich nachschauen kann, ob ein Vereins- oder Verbandsnamen rechtlich geschützt ist?
19. Dezember 2019 um 15:33
Guten Tag Stephane
Vielen Dank für die Nachricht und ich bitte um Entschuldigung für die späte Antwort. Schau mal auf ige.ch . Dort findest du geschützte Namen in der Schweiz. In der Praxis wird sich kaum jemand dafür interessieren wie du deinen Verein nennst, wenn er nicht gross ist. Wenn es ein grösserer Verband ist, ist es natürlich wichtig.
31. Oktober 2019 um 16:15
Wir sind ein kleinerer Musikverein. In den Statuten wird festgehalten, dass die Rechnungsrevisoren aus 2 Mitgliedern bestehen muss. Nun wird ein Rechnungsrevisor Vorstandsmitglied (Vize-Präsident). Darf/Kann er das Revisorenamt trotzdem weiterhin wahrnehmen?
6. Dezember 2019 um 10:15
Guten Tag Eveline
Vielen Dank für deine Nachricht. Grundsätzlich ist dies nicht verboten, ich würde jedoch einen neuen Revisor suchen, da dieser unabhängiger ist. Es ist generell eine gute Idee, die Revisoren alle paar Jahre auszutauschen, damit immer wieder ein neues Paar Augen auf die Rechnung schaut.
H. suter
9. Dezember 2019 um 12:21
Wenn im Vereinsarchiv keine Protokolle früherer Vorstandssitzungen gefunden werden können, kann man frühere Vorstandsmitglieder bzw. Präsidenten dazu zwingen, diese herauszugeben? Und: gibt es eine Aufbewahrungspflicht für Protokolle von Vorstandssitzungen eines Vereins?
19. Dezember 2019 um 15:39
Vielen Dank für die Frage. Ich nehme an, es gibt Mittel, die Herausgabe dieser Dokumente zu erzwingen, wie es praktisch genau funktionieren würde, weiss ich leider nicht genau. Bezüglich Aufbewahrung würde ich empfehlen die Dokumente mindestens 10 Jahre aufzubewahren und wichtige Dokumente evtl auch länger. Falls es den Verein in 50 Jahren noch gibt, werden sich die Mitglieder freuen so etwas im Archiv zu finden.
Ermaflo
Herzlichen Dank für Ihre Webberatung! Ich habe bereits viele Antworten auf meinen Fragen erhalten.
Unser Verein ist in den letzten 2 Jahren extrem gewachsen und wir wollen eine Geschäftsstelle per Mandat einrichten. In unseren Statuten steht:
„die Geschäftsstelle: Sofern es die Umstände und die Finanzen erlauben, kann der Verein eine Geschäftsstelle einrichten. “
Der Vertrag mit dem Mandant wird vom Vorstand erstellt und unterschrieben. Muss für der Mitgliederversammlung der ganze Vertrag offen dargelegt werden (Preis, Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortung), oder reicht es wenn im Budget klar ersichtlich ist, wie die Kosten aussehen werden? Und dann später beim Abschluss auch?
Sollten zu den Statuten ergänzende Dokumente (Reglemente) erstellt werden, Finanzkompetenzen, Spesenreglement, Ressorteinteilung, etc.?
Ich freue mich von Ihnen zu lesen.
17. Januar 2020 um 12:56
Lieber Ermaflo
Vielen Dank für deine Frage. Grundsätzlich muss der Vorstand den Vertrag ausarbeiten (lassen) und abschliessen. Die Mitgliederversammlung muss nicht jedes Detail kennen, es genügt, wenn die groben Aufgaben und Kosten bewilligt werden. Reglemente würde ich nur erstellen, wenn sie gebraucht werden. Ein Reglement, das nicht relevant ist, wird ignoriert und schadet mehr als es hilft.
Dieter Wyden
13. Januar 2020 um 17:15
Wir möchten an der nächsten GV den abtretenden Präsidenten zum Ehrenpräsident ernennen.Wir haben aber bereits einen Ehrenpräsidenten, der posthum vor 10 Jahren dazu gewählt wurde. Ist es möglich, oder üblich ,dass ein Verein zwei Ehrenpräsidenten hat? Ich bin der Meinung,dass das nicht geht, und der abtretende Präsident nur als Ehrenmittglied ernannt wird.
D.Wyden
17. Januar 2020 um 12:51
Lieber Dieter
Vielen Dank für deine Frage. Ein Ehrenpräsident ist nichts, was im Gesetz vorkommen würde oder sonst geregelt wäre. Der Verein kann mit den Ehrenpräsidenten machen, was er will. Und solange der Ehrenpräsident keine speziellen Kompetenzen hat, ist dies egal. Es wird höchstens lächerlich, wenn ein Verein ein paar dutzend Ehrenpräsidenten hat.
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