Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=5%20C%2027/12
Timestamp: 2020-08-14 00:51:45
Document Index: 281098208

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 51', '§ 41', '§ 3', '§ 20', '§ 27', '§ 49']

Rechtsprechung: 5 C 27/12 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OVG Sachsen, 21.03.2014
https://dejure.org/2014,55081
OVG Sachsen, 21.03.2014 - 5 C 27/12 (https://dejure.org/2014,55081)
OVG Sachsen, Entscheidung vom 21.03.2014 - 5 C 27/12 (https://dejure.org/2014,55081)
OVG Sachsen, Entscheidung vom 21. März 2014 - 5 C 27/12 (https://dejure.org/2014,55081)
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SächsGemO § 20 SächsStrG § 51
Straßenreinigungssatzung; Straßenreinigungspflicht; Anlieger; Straßen mit einseitigem Gehweg; Allgemeininteresse; landwirtschaftlich genutzte Grundstücke; Befangenheit; Erschließung; Willkürverbot
Zwar wäre es der Antragsgegnerin nicht verwehrt gewesen, nach § 41 Abs. 2 Satz 1 und 3 StrG auch die Gegenüberlieger zu verpflichten, um es bei der bisherigen Satzungslage zu belassen, und die gemeinsame Verpflichtung im Interesse der Rechtssicherheit und zur Vermeidung des von ihr angeführten Verwaltungsaufwands nunmehr durch eine alternierende Verpflichtung (etwa durch einen wöchentlichen oder jährlichen Turnus) praktikabel auszugestalten (vgl. Senatsbeschl. v. 23.05.1989 - 5 S 3298/88 -, BWVPr 1989, 272; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 04.11.1985 - 1 S 2439/84 - SächsOVG, Urt. v. 21.03.2014, - 5 C 27/12 -, juris Rn. 58;… auch OVG Rh.-Pf., Urt. v. 13.05.1987 - 10 C 41/86 -, juris: "Regelungsmodell" für eine entsprechende freiwillige Vereinbarung).
Die objektiv gerechteste Lösung musste sie nicht treffen (vgl. VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 24.02.1976 - X 1863/75 -, ESVGH 26, 51; SächsOVG, Urt. v. 21.03.2014, a.a.O., Rn. 60;… HessVGH, Urt. v. 18.08.1999 - 5 UE 871/95 -, NVwZ-RR 2000, 242).
Mit Urteil vom 21. März 2014 - 5 C 27/12 - hat der 5. Senat des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts auf den Antrag hin § 3 Abs. 2 der Straßenreinigungssatzung für unwirksam erklärt, im Übrigen aber den Antrag abgelehnt.
16 Der 5. Senat des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts hat in seinem Urteil vom 21. März 2014 (- 5 C 27/12 -, juris) folgende Ausführungen gemacht:.
OVG Sachsen, 01.07.2016 - 3 A 632/15
Straßenreinigungsgebühr; geschlossene Ortslage; Gartenbaubetrieb; …
Unabhängig davon hat der Senat die in seinem Urteil vom 28. März 2007 vertretene Auffassung zur Frage des Erschlossenseins von landwirtschaftlich genutzten Flächen i. S. des Straßenreinigungsrechts mit seinem Urteil vom 21. März 2014 - 5 C 27/12 - (…juris Rn. 62; nicht rechtskräftig) aufgegeben.
Das Merkmal der "Unmittelbarkeit" eines Vorteils oder Nachteils setzt nicht voraus, dass die fragliche Entscheidung Wirkungen dieser Art bereits in direkter Kausalität oder ohne Hinzutreten eines weiteren Umstands auslöst (vgl. SächsOVG, Urt. v. 21.3.2014 - 5 C 27/12 -, [...], Rn. 34;… VG Leipzig, Urt. v. 3.9.2003 - 6 K 233/03 -, , Rn. 25).
Eine Entscheidung ist dann individualisierbar, wenn sie sich auf den kommunalen Mandatsträger so "zuspitzt", dass er als Adressat der Entscheidung anzusehen ist (SächsOVG, Urt. v. 21.3.2014 - 5 C 27/12 -, [...], Rn. 39;… SächsOVG, Urt. v. 4.7.2008 - 5 B 65/06 -, [...], Rn. 96;… Blazek in: Quecke/Schmid, SächsGemO, § 20 Rn. 90 bis 94).
Die Überprüfung eines kommunalen Mitwirkungsverbots im Rahmen eines …
Dabei ist davon auszugehen, dass jeder individualisierbare materielle oder immaterielle Vorteil oder Nachteil zu einer Interessenkollision in dem hier maßgeblichen Sinn führen kann(siehe Sächsisches OVG, Urteil vom 21.03.2014 -5 C 27/12-, Rn. 36 juris).
Vielmehr ist beim Erlass von abstrakt-generellen Regelungen im gemeindlichen Bereich, mit Ausnahme des Bebauungsplanbeschlusses(vgl. hierzu OVG des Saarlandes…, Urteil vom 29.03.2012 -2 C 252/10-, a.a.O), anerkannt, dass dabei nur Gruppeninteressen betroffen sind und daher ein Mitwirkungsverbot trotz "Interessenstreits" nach § 27 Abs. 3 KSVG nicht gilt(vgl. insoweit zur wesensgleichen Regelung der sächs. GemO Sächsisches OVG, Urteil vom 21.03.2014 -5 C 27/12-, zit. nach juris, Rn. 40).
OVG Sachsen, 21.06.2016 - 5 A 435/14
Straßenreinigungsgebühr; geschlossene Ortslage; landwirtschaftliche Nutzung
Unabhängig davon hat der Senat die in seinem Urteil vom 28. März 2007 vertretene 17 Auffassung zur Frage des Erschlossenseins von landwirtschaftlich genutzten Flächen i. S. des Straßenreinigungsrechts mit seinem Urteil vom 21. März 2014 - 5 C 27/12 - (…juris Rn. 62; nicht rechtskräftig) aufgegeben.
VG Frankfurt/Oder, 28.04.2016 - 3 K 592/13
Dieser Rechtsprechung liegt ein bestimmtes Verständnis des in § 49 a Abs. 4 des Brandenburgischen Straßengesetzes verwendeten Begriffs der "erschlossenen" Grundstücke zu Grunde, das zu Ergebnissen führt, die von der Beurteilung der Straßenreinigungsgebührenpflicht landwirtschaftlich genutzter Grundstücke nach den in anderen Bundesländern geltenden straßenreinigungsrechtlichen Regelungen abweichen (für Sachsen: OVG Bautzen, Urteil vom 21. März 2014 - 5 C 27/12 -, juris Rn 66 f.; für Niedersachsen: OVG Lüneburg…, Beschluss vom 15. Dezember 2015 - 9 LA 95/15 -, juris Rn. 6 m.w.N.; für Mecklenburg-Vorpommern: OVG Greifswald…, Beschluss vom 31. Juli 2002 - 1 L 14/02 -, juris Rn. 7; für Thüringen: OVG Weimar…, Urteil vom 4. Juni 2014 - 1 KO 1343/2 -, juris Rn. 33).
VG Halle, 07.11.2016 - 4 A 139/16
Auch solche Grundstücke haben einen Vorteil von der regelmäßigen Reinigung der Straße, da sie über die bestehende Zugangsmöglichkeit zur Verunreinigung der Straßen beitragen (können) (für das jeweilige Landesrecht: OVG Lüneburg…, Urteil vom 16. Februar 2016 - 9 KN 288/13 - Juris Rn. 43; OVG Weimar…, Urteil vom 04. Juni 2014 - 1 KO 1343/10 - Juris Rn. 33; OVG Bauten, Urteil vom 21. März 2014 - 5 C 27/12 - Juris Rn. 66).