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Timestamp: 2016-10-23 12:12:29
Document Index: 223917502

Matched Legal Cases: ['Art. 80', 'Art. 97', 'Art. 5', 'Art. 98', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 45', 'Art. 101', 'Art. 45', 'BGE', 'Art. 84', 'Art. 103', 'BGE', 'Art. 56', 'BGE', 'BGE', 'Art. 80', 'Art. 88', 'Art. 86', 'Art. 88', 'BGE', 'Art. 88', 'Art. 39', 'Art. 45', 'Art. 37', 'Art. 19', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 21', 'Art. 156', 'BGE', 'Art. 157', 'Art. 56']

5A.19/2000 (25.07.2000)
Luzius Schmid, Villa Fontana, Obere Strasse 22B, Postfach, 7270 Davos Platz, Beschwerdef�hrer,
Stiftung Alpine Kinderklinik Pro Juventute Davos, c/o Zentralsekretariat der Pro Juventute, Seehofstrasse 15, 8008 Z�rich, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Christian Hew, Promenade 60, 7270 Davos Platz, Eidgen�ssisches Departement des Innern (EDI),
A.- Im Handelsregister des Kantons Z�rich ist unter dem Namen "Stiftung Alpine Kinderklinik Pro Juventute, Davos" - bekannt auch als "Alpine Kinderklinik Davos (AKD)" - eine Stiftung im Sinne der Art. 80 ff. ZGB eingetragen. Sie untersteht der Aufsicht durch das EDI und hat folgenden Zweck:
Die Stiftung unterh�lt in Davos eine "Alpine Kinderklinik",
dem In- und Ausland zur medizinischen Abkl�rung, Behandlung
und p�dagogischen Erkenntnissen ganzheitlich
M�glichkeit bietet die Klinik schulische Hilfe und
vielf�ltige Freizeitbesch�ftigung an."
Laut Bericht und Empfehlungen der Taskforce "Alpine Kinderklinik Davos" vom 10. M�rz 2000 soll die AKD auf einen weiteren Alleingang verzichten, der finanziell als auch nicht m�glich bezeichnet wird (Ziffer 1), die AKD mit der Stiftung "Schweizerisches Forschungsinstitut f�r Hochgebirgsklima und Medizin in Davos" (SFI) fusionieren (Ziffer 2), die neue Stiftung bzw. die um die AKD erg�nzte Stiftung eine Kooperationsm�glichkeit mit der Hochgebirgsklinik Davos-Wolfgang pr�fen unter Beibehaltung der Eigenst�ndigkeit und Erhaltung des urspr�nglichen Stiftungszwecks der AKD (Ziffer 3), die AKD auf weitere Kooperationsgespr�che mit der Alexanderhaus-Klinik und dem Spital Davos verzichten (Ziffer 4) und dem Kleinen Landrat Davos unverz�glich ein Umzonungsgesuch f�r das Areal der Klinik eingereicht werden verbunden mit dem Antrag, die bestehenden Bauten aus dem Verzeichnis der sch�tzens- und erhaltenswerten Bauten zu streichen (Ziffer 5).
Zur beabsichtigten Fusion gab das EDI am 23. M�rz 2000 eine positive Vormeinung ab, wobei klare Auflagen zu beachten seien und der Stiftungszweck der AKD voll �bernommen werden m�sse.
An seiner Sitzung vom 29. M�rz 2000 stimmte der Stiftungsrat der AKD den Empfehlungen der Taskforce zu mit neun Stimmen bei einer Enthaltung und der Gegenstimme des Stiftungsratsmitglieds Luzius Schmid.
B.- Am 23. Juni 2000 gelangte Luzius Schmid an das EDI und beantragte die aufsichtsrechtliche Feststellung, dass der Stiftungszweck der AKD fortgef�hrt werden m�sse und dass der AKD keine Verm�genswerte entzogen werden d�rften f�r einen Zweck ausserhalb des Klinikbetriebs; insbesondere sei die Fusion mit dem SFI zu verbieten und insbesondere seien die f�r den Klinikbetrieb erforderlichen Grundst�cke oder Grundst�ckteile in Davos Platz diesem Stiftungszweck zu erhalten (Ziffer 1). Dem gegenw�rtigen Stiftungsrat der AKD sei zu verbieten, den Liquidationsbeschluss betreffend die Alpine Kinderklinik Davos zu fassen; allen Verantwortlichen sei zu verbieten, weitere Liquidationsschritte zu unternehmen (Ziffer 2).
Dieses Verbot sei als vorsorgliche Massnahme sofort (superprovisorisch) zu verf�gen (Ziffer 4). Weiter verlangte Luzius Schmid die Abberufung der Mitglieder des Stiftungsrats, die die Liquidation der Klinik beschliessen wollten (Ziffer 3), und stellte den Verfahrensantrag auf Besichtigung der Klinik durch die Stiftungsaufsicht und insbesondere auf Anh�rung des Chefarztes der Klinik und einzelner Mitglieder des Klinikpersonals (Ziffer 5).
15. August 2000 mit (Zwischenverf�gung vom 27. Juni 2000).
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 30. Juni 2000 beantragt Luzius Schmid dem Bundesgericht, die Zwischenverf�gung vom 27. Juni 2000 aufzuheben und als vorsorgliche Massnahme dem gegenw�rtigen Stiftungsrat der AKD sofort zu verbieten, w�hrend des Stiftungsaufsichtsbeschwerdeverfahrens den Liquidationsbeschluss betreffend Alpine Kinderklinik Davos zu fassen und weitere Liquidationsschritte zu unternehmen und - neu - den Beschluss vom 28. Juni 2000 zu vollziehen, insbesondere Klinikpersonal oder Patienten zu entlassen.
Das Verbot sei superprovisorisch zu verf�gen. Sodann sei das EDI zu verpflichten, �ber die zu erhebenden Beweismittel erst nach Abschluss des Schriftenwechsels zu beschliessen.
Der Stiftungsrat der AKD und das EDI wurden eingeladen, sich zur Beschwerde und zum Gesuch um aufschiebende Wirkung vernehmen zu lassen, mit der Weisung: "Bis zum Entscheid �ber das Gesuch haben alle Vollziehungsvorkehrungen zu unterbleiben".
Das EDI beantragt die Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung, ohne zur Beschwerde selber Stellung zu nehmen. Die AKD schliesst auf Abweisung von Beschwerde und Gesuch und verlangt umgehend den Erlass einer Verf�gung, ob die K�ndigung von Arbeitsvertr�gen und anderweitige kostenrelevante Massnahmen unter "Vollziehungsvorkehrungen" fallen.
1.- Auf folgende Zul�ssigkeitsvoraussetzungen ist kurz einzugehen:
a) Gegen Verf�gungen des EDI als Aufsichtsbeh�rde �ber Stiftungen ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde zul�ssig (Art. 97 Abs. 1 OG i.V.m. Art. 5 VwVG und Art. 98 Abs. 1 lit. b OG; BGE 107 II 385 E. 2 S. 388 mit Hinweisen). Soweit das EDI das Begehren um Abberufung von Stiftungsratsmitgliedern abgewiesen hat, liegt entgegen der Bezeichnung eine Endverf�gung vor (Art. 5 Abs. 1 VwVG), und soweit Beweisanerbieten und der Erlass vorsorglicher Massnahmen abgelehnt worden sind, handelt es sich um selbstst�ndig anfechtbare Zwischenverf�gungen (Art. 5 Abs. 2 und Art. 45 Abs. 2 lit. f und g VwVG; Art. 101 lit. a OG). Der letzternfalls erforderliche nicht wieder gutzumachende Nachteil (Art. 45 Abs. 1 VwVG; BGE 125 II 613 E. 2a S. 619 mit Hinweis) ist bei vorsorglichen Massnahmen der verlangten Art regelm�ssig gegeben, da der Zweck der Sicherungsmassnahmen ein unverz�gliches T�tigwerden gerade bedingt und damit auch das schutzw�rdige Interesse an der sofortigen Beurteilung ihrer Gebotenheit begr�ndet (allgemein: Steinmann, Vorl�ufiger Rechtsschutz im Verwaltungsbeschwerdeverfahren und im Verwaltungsgerichtsverfahren, ZBl. 94/1993, S. 141 ff., S. 146 bei/in Anm. 20; H�ner, Vorsorgliche Massnahmen im Verwaltungsverfahren und Verwaltungsprozess, ZSR NF 116/1997 II 253 ff., S. 379 f.
N. 173); gegen�ber der Zwischenverf�gung �ber den Beweisantrag die sofortige Anfechtung ebenfalls zuzulassen, ist hier aus Gr�nden der Prozess�konomie gerechtfertigt, m�sste doch bei Verweigerung des rechtlichen Geh�rs andernfalls das ganze Verfahren nachtr�glich aufgehoben werden (vgl. Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2.A. Bern 1983, � 14 Z. 8, S. 142).
b) Als �berstimmtes Mitglied des Stiftungsrats ist der Beschwerdef�hrer zur Aufsichtsbeschwerde berechtigt (Riemer, Berner Kommentar, N. 119 zu Art. 84 ZGB; Sprecher/ von Salis-L�tolf, Die schweizerische Stiftung, Z�rich 1999, S. 143 N. 162) und damit praxisgem�ss zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert (Art. 103 lit. a OG; vgl. Gygi, a.a.O., � 15 Z. 4.1, S. 156; H�ner, a.a.O., S. 378 N. 169).
OG; Gygi, a.a.O., � 25 Z. 5, S. 246; H�ner, a.a.O., S. 382 N. 175-177). Soweit es um vorsorgliche Massnahmen geht, hat das Bundesgericht allerdings den Ermessensspielraum zu beachten, �ber den die zust�ndige Beh�rde verf�gt (BGE 99 Ib 215 E. 5 S. 221; 117 V 185 E. 2b S. 191 mit Hinweisen). Praktisch beschr�nkt sich seine �berpr�fungsbefugnis damit auf �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens (vgl. auch E. 2a hiernach).
2.- Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die AKD sei eine Unternehmensstiftung und die - zwischenzeitlich beschlossene - Liquidation des Unternehmens bedeute auch die Liquidation der Stiftung; die Einstellung des Klinikbetriebs vereitle die Erreichung des Stiftungszwecks, weshalb das EDI gegen darauf abzielende Beschl�sse des Stiftungsrats ohnehin aufsichtsrechtlich h�tte eingreifen m�ssen. Indem es sich nunmehr geweigert habe, f�r die Dauer des Stiftungsaufsichtsbeschwerdeverfahrens vorsorgliche Massnahmen zu treffen, werde ein "fait accompli" geschaffen; wenn die Klinik stillstehe, sei es - mit Blick auf die angespannte finanzielle Situation - gar nicht mehr m�glich, sp�ter erneut auf die Erf�llung des Stiftungszwecks, den Betrieb einer Kinderklinik, hinzuwirken.
Die Beschwerdegegnerin unterstreicht, �ber die Liquidation der Stiftung sei noch nichts beschlossen; der Verzicht auf eine Weiterf�hrung der Kinderklinik bedeute keine faktische Aufl�sung der Stiftung. In seiner Vernehmlassung erl�utert das EDI, Sinn der angefochtenen Verf�gung sei es, dem Stiftungsrat die von ihm eingeleiteten Liquidationsschritte zu erm�glichen; gleichzeitig werde er ausdr�cklich erm�chtigt, den Liquidationsbeschluss betreffend die Alpine Kinderklinik Davos fassen zu k�nnen.
a) Gem�ss Art. 56 VwVG kann die Beschwerdeinstanz nach Einreichung der Beschwerde von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei andere vorsorgliche Massnahmen ergreifen, um einen tats�chlichen oder rechtlichen Zustand einstweilen unver�ndert zu erhalten. Das Gesetz legt nicht n�her fest, unter welchen Voraussetzungen solche Massnahmen zu treffen sind. Der Entscheid ist unter Abw�gung der entgegenstehenden Interessen und unter Beachtung des Verh�ltnism�ssigkeitsprinzips zu f�llen, wobei der durch die Endverf�gung zu treffende Zustand weder pr�judiziert noch verunm�glicht werden darf (zuletzt: BGE 125 II 613 E. 7a S. 623). Dabei verf�gt die Beh�rde �ber einen gewissen Beurteilungsspielraum. In erster Linie wird sie ihren Entscheid auf den Sachverhalt gr�nden, der sich aus den vorhandenen Akten ergibt, ohne zeitraubende weitere Erhebungen anzustellen. Notwendigerweise verf�hrt das Bundesgericht gleich, wenn es die Beschwerde gegen die Zwischenverf�gung zu beurteilen hat; es urteilt gewissermassen "prima facie" (BGE 99 Ib 215 E. 5 S. 221; 117 V 185 E. 2b S. 191; Steinmann, a.a.O, S. 145 bei/in Anm. 15). "Prima-facie"-Entscheid bedeutet aber auch, dass keine umfassende rechtliche Pr�fung stattfindet, mithin sorgf�ltig, aber in bloss vorl�ufiger und summarischer Weise die Rechtslage gepr�ft wird (H�ner, a.a.O., S. 371 f. N. 157; vgl. f�r den Zivilprozess: Berti, Vorsorgliche Massnahmen im schweizerischen Zivilprozess, ZSR NF 116/1997 II 171 ff., S. 223 ff.
b) Gem�ss den vorgelegten Statuten hat die AKD zum Zweck, in Davos eine Alpine Kinderklinik zu unterhalten (missverst�ndlich: E. 3 S. 3 der Zwischenverf�gung). Der Beschwerdef�hrer hebt deshalb zu Recht hervor, die AKD sei als Unternehmensstiftung zu betrachten, und zwar als Unternehmenstr�gerstiftung (Weber, Juristische Personen, in:
Schweizerisches Privatrecht, II/4, Basel 1998, � 4 III/C/3, S. 65; Gr�ninger, Basler Kommentar, N. 15-18 der Vorbem. zu Art. 80-89bis ZGB), wie sie f�r Spit�ler eine verbreitete und alte Erscheinung ist (Riemer, Rechtsprobleme der Unternehmensstiftung, ZBJV 116/1980 S. 489 ff., S. 491 f. mit Beispielen).
Die satzungsm�ssige Umschreibung des Zwecks, wonach die AKD "eine "Alpine Kinderklinik" in Davos unterh�lt", verbietet an sich nicht, am vorgegebenen Ort die zur Zweckerf�llung notwendigen Mittel (Bauten, Einrichtungen, Fachpersonal usw.) frei zu bestimmen. Die gegenw�rtig betriebene Klinik darf - mit anderen Worten - aufgegeben werden, wenn eine Klinik mit den gleichen Zielsetzungen wieder aufgebaut und damit der Stiftungszweck weiterhin erreicht werden kann. Besteht diese M�glichkeit auf Grund der gegebenen Verh�ltnisse (fehlende finanzielle Mittel f�r den Neuaufbau, Mangel an Fachpersonal u.a.m.) hingegen von vornherein nicht, darf die Einstellung des Klinikbetriebs von den zust�ndigen Stiftungsorganen allein nicht beschlossen werden. Dies k�me einer unzul�ssigen Selbstaufl�sung der Stiftung gleich; entgegen offenbar abweichender Rechtsauffassung sind auch Beschl�sse der Stiftungsorgane rechtsunwirksam, die bloss indirekt - wie z.B. durch Ent�usserung des Stiftungsverm�gens - zur Vernichtung der Stiftung f�hren (Riemer, N. 4, und Gr�ninger, N. 2, je zu Art. 88/89 ZGB). Insoweit sind die Vorbringen des Beschwerdef�hrers zu pr�zisieren, aber auch die Aussage in der angefochtenen Verf�gung, nach Massgabe der Statuten der AKD sei es allein Sache des Stiftungsrats zu entscheiden, ob die Fortf�hrung der Kinderklinik auf Grund der Verm�genslage heute noch m�glich ist (E. 8 S. 5).
�nderung des Stiftungszwecks (Art. 86 ZGB) wie auch Aufhebung der Stiftung wegen Unerreichbarkeit des Zwecks (Art. 88 Abs. 1 ZGB) erfolgen durch beh�rdliche Verf�gung, die namentlich f�r die hier zur Diskussion stehende Fusion unabdingbar ist (BGE 115 II 415 E. 3a S. 420). Die zust�ndige Beh�rde kann daher nicht einfach durch Verweigerung vorsorglicher Sicherungsmassnahmen dem Stiftungsrat erm�glichen, sich beispielsweise des Stiftungsverm�gens zu ent�ussern oder das von der Stiftung getragene Unternehmen unwiederbringlich aufzugeben. Sie hat formell mitzuwirken, wenn sie Verschiebungen des Stiftungsverm�gens oder eines Teils desselben auf andere Tr�gerpersonen mit gleichem oder �hnlichem Zweck f�r zul�ssig erachtet (Riemer, N. 30 des Syst. Teils, S. 41/42; Spring, Der Inhalt einer Stiftungsurkunde, Basel 1995, S. 16 Z. 3.5; vgl. zur sog. organisatorischen Aufhebung: Gr�ninger, N. 13-16 zu Art. 88/89 ZGB, und zur Durchf�hrung der Fusion:
Sprecher/von Salis-L�tolf, a.a.O., S. 194 f. N. 243).
c) Vor dem gezeigten rechtlichen Hintergrund und mit Blick auf die unbestrittenermassen angespannte finanzielle Lage (dazu sogleich) kann die Schliessung des Klinikbetriebs nicht von der Liquidation der Stiftung selbst getrennt werden (unzutreffend: E. 9 S. 6 der Zwischenverf�gung). Der Wiederaufbau einer selbstst�ndigen Kinderklinik w�re nach Schliessung des heutigen Betriebs ausgeschlossen. Durch die Verweigerung der beantragten Sicherungsmassnahmen wird daher nicht nur das Stiftungsaufsichtsbeschwerdeverfahren gegenstandslos gemacht, sondern die Beendigung der Stiftungst�tigkeit und damit das Ende der Eigenst�ndigkeit der Stiftung bewusst in Kauf genommen, bevor �ber die beabsichtigte Fusion unter �bernahme des Stiftungszwecks rechtswirksam entschieden ist.
Umgekehrt ist bei der Interessenabw�gung zu ber�cksichtigen, ob die finanzielle Lage sich als derart angespannt zeigt, dass ein drohender Konkurs der Stiftung (vgl. Art. 39 Abs. 1 Ziffer 12 SchKG) abzuwenden ist, bevor �ber die Art der Weiterverfolgung und Erhaltung des Stiftungszwecks verbindlich entschieden werden kann. Dazu heisst es im Protokoll der Sitzung vom 23. M�rz 2000, dass der Personalabbau auf Oktober bis sp�testens Dezember 2000 geplant sei (S. 3), in der Zwischenverf�gung vom 27. Juni 2000, die Liquidit�t reiche l�ngstens bis November 2000, sofern die Auslastung der Klinik auf dem heutigen Niveau gehalten werden k�nne (E. 8 S. 5), im Protokoll der Sitzung vom 28. Juni 2000, dass bis Ende Jahr die liquiden Mittel noch vorhanden w�ren, je nach Ertr�gen (S. 4), bzw. die Liquidit�t bei einem Weiterbetrieb der Klinik noch l�ngstens bis November 2000 gesichert w�re (S. 5), und schliesslich in der Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin, dass gem�ss der vorliegenden Liquidit�tsplanung sp�testens im Dezember die vorhandene Liquidit�t vollst�ndig aufgebraucht sein werde (S. 10 Ziffer 5.3). In Anbetracht dessen kann jedenfalls von einer zeitlichen Dringlichkeit nicht ausgegangen werden, die es rechtfertigte, die vom Stiftungsrat eingeleiteten Liquidationsschritte zu erm�glichen statt den bestehenden Zustand und damit die Verwirklichung des Stiftungszwecks einstweilen, f�r die kurze Dauer des Stiftungsaufsichtsbeschwerdeverfahrens aufrechtzuerhalten.
Die "prima-facie"-Pr�fung zeigt, dass Sicherungsmassnahmen nicht h�tten verweigert werden d�rfen. Wenn das EDI die - allenfalls durchaus berechtigte - Ansicht vertritt, der Stiftungszweck sei durch die AKD als eigenst�ndige juristische Person nicht mehr erreichbar oder eine organisatorische Aufhebung durch Fusion mit einem st�rkeren Partner dr�nge sich auf, so hat es beschwerdef�hige Verf�gungen zu treffen und den Stiftungsorganen klare Vorgaben zu machen oder deren Vorschl�ge formell zu bewilligen. Ziffer 1 der Zwischenverf�gung muss aus den dargelegten Gr�nden aufgehoben und die geforderte Massnahme angeordnet werden. Nachdem es dem Stiftungsrat der AKD eine Vernehmlassungsfrist von �ber sechs Wochen einger�umt hat, wird das EDI noch vor Ende August �ber die Stiftungsaufsichtsbeschwerde entscheiden k�nnen. Es wird aufsichtsrechtlich einschreiten, wenn der Stiftungsrat der AKD Schritte zur Selbstaufl�sung im erw�hnten Sinne unternimmt, und gleichzeitig die Bem�hungen zur Rettung der AKD vorantreiben, n�tigenfalls - mangels Alternativen bzw. zur Verbesserung oder Rationalisierung des Stiftungszwecks - und vorsorglich ein von den jeweiligen Stiftungsr�ten beschlossenes Fusionsprojekt einverlangen, �ber das rechtzeitig beh�rdlich verf�gt werden kann.
3.- Eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r erblickt der Beschwerdef�hrer darin, dass das EDI seinen Beweisantrag vor Abschluss des Schriftenwechsels abgewiesen habe; erst anhand des abgeschlossenen Schriftenwechsels k�nne beurteilt werden, welche Beweiserhebungen notwendig seien.
Die Beschwerdegegnerin h�lt daf�r, die Abweisung des Beweisantrags betreffe ausschliesslich das Massnahmenverfahren und das EDI werde dazu im Rahmen des eigentlichen Aufsichts-Beschwerdeverfahrens noch abschliessend Stellung nehmen. Die Zwischenverf�gung gibt keinen genaueren Aufschluss. Lediglich im Dispositiv wird begr�ndet, dass Besichtigung der Klinik und Anh�rung des Chefarztes sowie einzelner Mitglieder des Klinikpersonals sich "auf Grund der Aktenlage er�brigen". Da die Ablehnung eines Beweisantrags zul�ssiger Gegenstand einer Zwischenverf�gung sein (Art. 45 Abs. 2 lit. f VwVG) und sich damit als prozessleitende Entscheidung auf das ganze Verfahren beziehen kann, ist sie aufzuheben, soweit die R�ge des Beschwerdef�hrers sich als stichhaltig erweist. Dies ist zu bejahen. Dass das Beweisverfahren geschlossen und auf weitere Beweisabnahmen verzichtet wird, wenn der rechtserhebliche Sachverhalt gekl�rt ist, verletzt den Anspruch auf rechtliches Geh�r nicht (vgl. Art. 37 BZP i.V.m. Art. 19 VwVG; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162 mit Hinweis, f�r Art. 4 aBV, heute Art. 29 Abs. 2 BV); vorausgesetzt ist lediglich, dass die Beh�rde ohne Willk�r davon ausgehen darf, weitere Abkl�rungen verm�chten am massgeblichen Beweisergebnis nichts mehr zu �ndern (BGE 124 I 208 E. 4a S. 211; 122 II 464 E. 4a S. 469, je mit Hinweisen). Die erforderliche �berzeugung kann eine Beh�rde jedoch von vornherein nicht gewinnen, solange das Behauptungsstadium nicht abgeschlossen ist und damit die Sachverhaltsdarstellungen der Parteien nicht vollst�ndig vorliegen, die f�r das Beweisthema massgebend sind (vgl. Gygi, a.a.O., � 4 Z. 2, S. 39 f.), geschweige denn im auf eine "prima-facie"-Pr�fung beschr�nkten Massnahmenverfahren (E. 2a hiervor). Das EDI wird �ber den Beweisantrag im Hauptverfahren neu zu entscheiden haben.
4.- Zum Gesuch auf Abberufung von Mitgliedern des Stiftungsrats hat das EDI festgehalten, gest�tzt auf die vorliegenden Unterlagen sei kein Grund ersichtlich, weshalb die - die Empfehlungen der Taskforce der AKD - bef�rwortenden "Stiftungsr�t/innen" umgehend abgesetzt werden sollten (E. 6 S. 4). Der Beschwerdef�hrer kritisiert auch diese Vorgehensweise des EDI und zeigt ausf�hrlich die Interessenkonstellation auf, die seiner Meinung nach das �bergewicht derjenigen Mitglieder ergibt, die die AKD liquidieren wollten. Bereits in seiner Stiftungsaufsichtsbeschwerde (S. 12 ff.) hatte der Beschwerdef�hrer dargelegt, dass die Vertreter der "Pro Juventute" im Stiftungsrat sich in einem gewissen Interessenkonflikt befinden k�nnten, zumal Art. 21 der Stiftungsurkunde unter anderem bestimmt: "Das nach der Liquidation verbleibende Verm�gen f�llt an die Stiftung Pro Juventute zur Verwendung f�r �hnliche soziale Zwecke". Die Feststellung, es sei kein Grund f�r eine Abberufung ersichtlich, l�sst sich gest�tzt auf die erw�hnten Vorbringen nicht halten. Ob sie eine Abwahl rechtfertigen oder eine Unvereinbarkeit mit Ausstandspflicht begr�nden (vgl. Sprecher/von Salis-L�tolf, a.a.O., S. 125 f. N. 136 und S. 133 f. N. 146), wird das EDI deshalb im Beschwerdeentscheid nochmals zu beurteilen haben.
5.- Aus den dargelegten Gr�nden muss die angefochtene Zwischenverf�gung aufgehoben werden. Das vorsorgliche Verbot ist gem�ss dem an den zwischenzeitlich gefassten Beschluss angepassten Beschwerdeantrag zu erlassen, w�hrend das Gesuch um Anordnung vorsorglicher Verf�gungen f�r die Dauer des bundesgerichtlichen Verfahrens mit dem Entscheid in der Sache gegenstandslos wird. Die unterliegende Beschwerdegegnerin wird kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG); eine Entsch�digung ist dem Beschwerdef�hrer mangels Nachweises von Auslagen und Substantiierung des Aufwandes nicht geschuldet (BGE 113 Ib 353 E. 6b S. 356 f.; 119 Ib 412 E. 3 S. 415; 125 II 518 E. 5b S. 519). Das EDI wird die Kosten des Massnahmenverfahrens neu zu verlegen haben (Art. 157 OG).
1.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird gutgeheissen, die Dispositiv-Ziffern 1 bis 3 und 5 der Zwischenverf�gung des Eidgen�ssischen Departements des Innern (EDI) vom 27. Juni 2000 werden aufgehoben und im Sinne einer vorsorglichen Massnahme (Art. 56 VwVG) wird f�r die Dauer des Stiftungsaufsichtsbeschwerdeverfahrens angeordnet, was folgt:
Dem gegenw�rtigen Stiftungsrat der Stiftung Alpine
Wirkung untersagt, w�hrend des Stiftungsaufsichtsbeschwerdeverfahrens
2.- Das Gesuch um vorsorgliche Verf�gungen f�r die Dauer des bundesgerichtlichen Verfahrens wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.
3.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 3'000.-- wird der Beschwerdegegnerin auferlegt.
4.- Die Sache wird zur Neuverlegung der Kosten f�r das Massnahmenverfahren und zur weiteren Durchf�hrung des Stiftungsaufsichtsbeschwerdeverfahrens im Sinne der Erw�gungen an das Eidgen�ssische Departement des Innern (EDI) zur�ckgewiesen.
5.- Dieses Urteil wird den Parteien und dem Eidgen�ssischen Departement des Innern (EDI) schriftlich mitgeteilt.