Source: http://atem-nlp.at/bundesgesetzblatt-fuer-lebens-und-sozialarbeiter.html
Timestamp: 2018-08-21 15:41:19
Document Index: 100417654

Matched Legal Cases: ['§1', '§94', '§ 2', '§ 4', '§ 119', '§5', '§ 3', '§ 4', '§ 2', '§ 4', '§ 4', '§2', '§1', '§ 3', '§1', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 119', '§ 5', '§4', '§ 7', '§ 1', '§ 1', '§ 3', '§ 119', '§ 4', '§ 1', '§ 5', '§ 3', '§ 6']

Bundesgesetzblatt - IANP Institut für Atem - NLP und Persönlichkeitsentwicklung
Bundesgesetzblatt für Lebens- und Sozialarbeiter
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ausgegeben am 14. Februar 2003 und Teil II herausgegeben am 14. März 2006
140. Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über die Zulassungsvoraussetzungen für das reglementierte Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung (Lebens- und Sozialberatungs-Verordnung)
§1. 1. Durch die im Folgenden angeführten Belege ist die fachliche Qualifikation zum Antritt des Gewerbes der Lebens- und Sozialberatung (§94 Z46 GewO 1994) als erfüllt anzusehen:
c) eine fachliche Tätigkeit gemäß § 2 im Ausmaß von mindestens 750 Stunden unter begleitender Supervision, insbesondere im Sinne einer Fallkontrolle durch eine ausbildungsberechtigte Person gemäß § 4 Abs. 4 oder
a) den erfolgreichen Abschluß einer der im Folgenden angeführten Ausbildungen:
ac) Pädagogosche, Berufspädagogische oder Religionspädagogische Akademie oder
ag) Human- oder sozialwissenschaftliche Studienrichtungen einschließlich Rechtswissenschaft, Psychologie, Pädagogik, Philosophie, Soziologie, Medizin/ Humanmedizin/ Zahnmedizin, Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Theologie oder der postgraduellen Ausbildungen zum klinischen Psychologen, zum Gesundheitspsychologen oder zum Psychotherapeuten oder Fachhochschul-Studiengang aus dem Bereich "Sozialarbeit" oder
ah) psychotherapeutisches Propädeutikum gemäß dem Psychotherapiegesetz, BGBl. Nr. 361/1990 und
be) mindestens 24 Stunden "Rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Lebens- und Sozialberatung" bei einer Ausbildungseinrichtung, deren Lehrgangsveranstaltung gemäß § 119 Abs. 5 GewO 1994 vom Allgemeinen Fachverband des Gewerbes genehmigt wurde (§5 Abs. 1), sofern diese Ausbildungsschritte nicht Teil der unter lit.a genannten Ausbildungsgänge waren, und
c) die bei einer ausbildungsberechtigten Person gemäß § 3 und § 4 Abs. 3 absolvierte Einzelselbsterfahrung im Ausmaß von mindestens 30 Stunden, sofern diese nicht Teil des vom Prüfungswerber gemäß lit.a abgeschlossenen Ausbildungsganges war, und
e) eine fachliche Tätigkeit gemäß § 2 im Ausmaß von mindestens 750 Stunden unter begleitender Supervision, insbesondere im Sinne einer Fallkontroll durch eine ausbildungsberechtigte Person gemäß § 4 Abs. 3 (nach Rücksprache mit der Zertifizierungsstelle der Lebens- und Sozialberater, handelt es sich hier um einen Druckfehler und soll § 4 Abs. 4 heißen)
§2. (1) Die fachliche Tätigkeit im Gesamtausmaß von 750 Stunden hat jedenfalls zu umfassen:
2. Teilnahme an Gruppen beruflich einschlägig tätiger Personen ("Peergroups zur Prozessreflexion, Vertiefung der Lehrinhalte, Diskussion über Literatur, Übungen) im Ausmaß von höchstens 100 Stunden
(3) Ein im Rahmen eines vom Bewerber abgeschlossenen Ausbildungsganges gemäß §1 Z 2 absolviertes Praktikum ist als eine fachliche Tätigkeit insoweit anzurechnen, als der Ausbildungsinhalt des genannten praktischen Teils/Praktikums beratungsspezifisch ist und den Abs. 1 und 2 entspricht.
Einzel- und Gruppenselbsterfahrung:
§ 3. Die Einzel- und Gruppenselbsterfahrung (§1 und § 4 Abs. 3) müssen den Erfordernissen einer beratungsspezifischen praktischen Ausbildung entsprechen und bei einer ausbildungsberechtigten Person gemäß § 4 Abs. 2 (nach Rücksprache mit der Zertifizierungsstelle der Lebens- und Sozialberater, handelt es sich hier um einen Druckfehler und soll § 4 Abs. 3 heißen)absolviert werden.
Ausbildungsberechtigte Personen:
§ 4 (1) Die Vermittlung der Methodik der Lebens- und Sozialberatung im Rahmen der Ausbildung für das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung hat durch eine natürliche Person zu erfolgen, die
2. seit mindestens 5 Jahren als Lebens- und SozialberaterIn tätig ist und regelmäßig an beruflichen Weiterbildungsveranstaltungen im Ausmaß von mindestens 16 Stunden im Jahr teilnimmt.
(2) Die Vermittlung der Krisenintervention im Rahmen der Ausbildung für das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung hat durch eine natürliche Person zu erfolgen, die
b) als Lebens- und Sozialberater oder Lebens- und Sozialberaterin, Gesundheitspsychologe oder Gesundheitspsychologin, als klinischer Psychologe oder klinische Psychologin oder Psychotherapeut oder Psychotherapeutin berechtigt ist und
2. seit mindestens 5 Jahren diesen Beruf ausübt und
(3) Die Leitung der Einzel- und Gruppenselbsterfahrung im Rahmen der Ausbildung für das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung hat durch eine natürliche Person zu erfolgen, die
2. a) als Gesundheitspsychologe oder Gesundheitspsychologin, klinischer Psychologe oder klinische Pschologin oder Psychotherapeut oder Psychotherapeutin oder Arzt oder Ärztin, die/der über ein "ÖAK-Diplom Psychotherapeutische Medizin" verfügt, berechtigt ist und
(4) Die Einzelsupervision und die Gruppensupervision im Rahmen der Ausbildung für das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung ist bei einer natürliche Person zu absolvieren, die
2. a) als Gesundheitspychologe oder Gesundheitspsychologin, klinischer Psychologe oder klinische Psychologin oder Psychotherapeut oder Psychotherapeutin oder Arzt oder Ärztin, die/der über ein "ÖAK-Diplom Psychotherapeutische Medizin" verfügt, berechtigt ist und
b) seit mind. 5 Jahren diesen Beruf ausübt und
c) regelmäßig an beruflichen Weiterbildungsveranstaltungen im Ausmaß von mind. 16 Stunden im Jahr teilnimmt.
Lehrgang für Lebens- und Sozialberatung (Anhang):
§ 5 (1) Der Lehrgang ist an einer Ausbildungseinrichtung zu absolvieren, deren Lehrgangsveranstaltung durch die beim Allgemeinen Fachverband des Gewerbes eingerichtete Zertifizierungsstelle (§ 119 Abs. 5 GewO 1994) genehmigt wurde. Durch diese Zertifizierungsstelle haben auch laufend Evaluierungen der Ausbildungseinrichtungen zu erfolgen.
(2) Die Ausbildunseinrichtungen verpflichten sich, im Sinne der Qualitätssicherung der Ausbildung schriftliche und nachprüfbare Evaluierungen des Lehrganges durchzuführen.
(3) Im Anhnag werden die Gegenstände des Lehrganges einschließlich der im betreffenden Gegenstand zu behandelnden Themen und die für den jeweiligen Gegenstand maßgebende Mindestanzahl von Stunden festgelegt.
(3) Personen, die als klinische Psychologen oder Psychotherapeuten gemäß § 5 Abs. 1 der Lebens- und SozialberaterInnen-Befähigungsnachweisverordnung, BGBl.II Nr. 221/1998, im Rahmen des Lehrganges für Lebens- und Sozialberatung zur Vermittlung der Methodik der Lebens- und Sozialberatung berechtigt waren und diese Ausbildungstätigkeit tatsächlich ausgeübt haben, sind weiterhin ausbildungsberechtigt, wenn sie die Voraussetzung des §4 Abs. 1 Z 1 erfüllen.
§ 7. § 1 Z 1 lit. a, b und c, § 1 Z 2 lit. b, c, d und e, § 3, 4, 5, 6 und 7 sowie die Änderungen im Anhang in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 112/2006, treten mit dem auf den Tag der Kundmachung folgenden Monatsersten in Kraft.
- historische Entwicklung der Lebens- und Sozialberatung
- gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen der Lebens- und
3. Grundlagen für die Lebens- und Sozialberatung in den
angrenzenden sozialwissenschaftlichen,
psychologischen, psychotherapeutischen
und medizinischen Fachbereichen
- Unterschiede, Abgrenzungen und Gemeinsamkeiten zwischen
Lebens- und Sozialberatung, Psychotherapie, Psychologie
Medizin (Fragen zu Schwangerschaft, Geburt und Empfängnis-
regelung und Psychiatrie), Seelsorge, Pädagogik, Sozialarbeit
und sonstigen Tätigkeiten im psychosozialen Umfeld
- anthropologische und philosophische Grundlagen in den
- psychologische und pädagogische sowie
- Überblick über verschiedene Beratungsmodelle der Einzel-, Paar- und Familienberatung
- Theorie und Praxis einer Methode der Lebens- und Sozialberatung
- psychosoziale Interventionsforman und prozessuale Diagnostik in der Beratung
- verschiedene Themen der Lebens- und Sozialberatung gemäß der Berufsumschreibung im
§ 119 GewO 1994-
- Einführung in spezielle Beratungsfelder wie Supervision, Selbsterfahrung, Coaching, Mediation
6. Rechtliche Fragen im Zusammenheng mit der Lebens- und Sozialberatung
- Marketing für Lebens- und Sozialberater
- Berufsidentität und Berufsorganisation
1. Der Lehrgang hat insgesamt mindestens 584 Stunden in mindestens 5 Semestern zu umfassen.
2. Dem Zeugnis über den erfolgreichen Abschluß des Lehrganges für Lebens- und Sozialberatung müssen Belege betreffend den Namen der Person, durch die Leitung der Gruppenselbsterfahrung erfolgt, samt Glaubhaftmachung ihrer Qualifikation gemäß § 4 Abs. 3 angeschlossen sein.
3. Das Abschlußzeugnis enthält deutlich sichtbar das Logo der Lebens- und SozialberaterInnen.
ausgegeben am 11. August 1998
160. Verordnung des Bundesminsters für wirtschaftliche Angelegenheiten über Standes- und Ausübungsregeln für das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung
§ 1. (1) Lebens- und Sozialberater haben sich in all ihren Entscheidungen und Beratungsschritten am Wohle der Klienten zu orientieren. Sie haben ihren Beruf nach bestem Wissen und Gewissen auszuüben und bei der Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen die Entwicklung der Kenntnisse der in Betracht kommenden Wissenschaften zu beachten.
(2) Um eine dem Absatz 1 entsprechende Berufsausübung zu gewährleisten, haben die Lebens- und Sozialberater regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen in der Mindestdauer von 16 Stunden jährlich zu besuchen und sich regelmäßig einer Einzel- und Gruppensupervision bei einer Person zu unterziehen, die die Voraussetzungen des § 5 Abs. 3 der Lebens- und SozialberaterInnen-Befähigungsnachweisverordnung, BGBl. II Nr. 221/1998 erfüllt.
§ 3. Ein Verhalten ist dann standeswidrig wenn es geeignet ist, das Ansehen des Berufsstandes zu beeinträchtigen oder Interessen des Berufsstandes zu schädigen. Ein standeswidriges Verhalten liegt insbesondere dann vor, wenn Lebens- und Sozialberater
1. im Rahmen der Beratung mit einer selbstständig erwerbstätigen Person zusammenarbeiten oder eine sonstige, die Ausübung des Beratergewerbes betreffende Geschäftsverbindung eingehen, obwohl sie wissen oder bei Anwendung der ihnen obliegenden Sorgfalt wissen müssen, dass diese Person keine Berufsberechtigung besitzt oder
2. ihre Dienste empfehlen, Aufträge annehmen oder die Betreuung odr Beratung fortsetzen, obwohl eine Krankheit vorliegt oder zu erwarten ist, das überhaupt Beratung oder Betreuung durch einen Lebens- und Sozialberater nicht geeignet sind, dem Klienten eine Hilfestellung zu geben, oder
3. Aufträge annehmen oder die Betreuung oder Beratung fortsetzen, obwohl das für die Arbeit notwendige Vertrauensverhältnis zum Klienten aus welchen Gründen immer nicht besteht oder
5. Angebote so formulieren, dass die Klienten sich kein inhaltlich vollständiges und umfassendes Bild von den zu erwartenden Leistungen sowie den dabei anfallenden Kosten machen können oder
§ 6. (1) Lebens- und Sozialberater dürfen insbesondere im Umgang und Geschäftsverkehr mit ihren Klienten und in Ankündigungen ihre Berufsbezeichnung nicht mit berufsfremden Zusätzen verbinden (z.B. esoterischer Lebensberater).
(4) Lebens- und Sozialberater dürfen nicht veranlassen oder dazu beitragen, dass Dritte gegen das im Abs. 3 festgelegte Gebot verstossen.
(2) Lebens- und Sozialberater haben dafür zu sorgen, dass geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, die eine ungestörte und diskrete Beratungstätigkeit ermöglichen.