Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201967,%20931
Timestamp: 2020-01-17 15:26:14
Document Index: 226188484

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 455', '§ 157', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 17', 'BGH', '§ 14', 'BGH', 'BGH', '§ 34', 'BGH', '§ 156', '§ 157', 'BGH', '§ 156', '§ 156', '§ 156', 'BGH', '§ 156', 'BGH', '§ 26', '§ 26', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 127', '§ 156', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 22.11.1966 - VI ZR 39/65 - dejure.org
BGH, 22.11.1966 - VI ZR 39/65
https://dejure.org/1966,445
BGH, 22.11.1966 - VI ZR 39/65 (https://dejure.org/1966,445)
BGH, Entscheidung vom 22.11.1966 - VI ZR 39/65 (https://dejure.org/1966,445)
BGH, Entscheidung vom 22. November 1966 - VI ZR 39/65 (https://dejure.org/1966,445)
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Abschluss und Durchführung des beurkundeten Rechtsgeschäfts - Niederlegung von Parteierklärungen - Vertrauenswürdigkeit und Kreditwürdigkeit der an einem Vertrag beteiligten Personen - Erforderlichkeit der Hinzuziehung eines Notars - Umfang der Beratungspflicht des ...
NJW 1967, 931
MDR 1967, 207
DNotZ 1967, 323
DB 1967, 158
DB 1967, 160
BGH, 11.11.1970 - VIII ZR 242/68
Vollstreckung gegen Vorbehaltsverkäufer - § 455 BGB <Fassung bis 31.12.01> …
Ob ihnen der Beklagte schadensersatzpflichtig wäre, soweit die vollstreckbaren Titel keinen Bestand gehabt haben, ist hier schon deshalb nicht zu entscheiden, weil dafür ausschließlich das Landgericht in dem Verfahren gemäß § 157 KostO zuständig wäre (BGH NJW 1967, 931, 933) [BGH 22.11.1966 - VI ZR 39/65].
Die Beurteilung der wirtschaftlichen Auswirkungen eines Geschäfts ist in erster Linie Sache der Parteien, wie ihnen auch die Beurteilung der Zuverlässigkeit des Vertragspartners überlassen bleibt (vgl. Senatsurteil vom 2. Juni 2005 - III ZR 306/04 - NJW 2005, 3495; BGH, Urteil vom 22. November 1966 - VI ZR 39/65 - NJW 1967, 931, 932;… Ganter aaO Rn. 1103, 1104, 1106;… Winkler aaO § 17 Rn. 237, 238;… Armbrüster in Armbrüster/Preuß/Renner, BeurkG und DONot, 5. Aufl. 2009, § 17 BeurkG Rn. 38, 66).
Zwar hat sich ein Notar grundsätzlich nicht mit Bedenken gegen eine bestimmte Person als Vertragspartner zu befassen; auch muss er auf Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit eines Beteiligten, die sich aus dem Notar konkret bekannten Umständen, etwa einer Vorstrafe, ergeben könnten, nur in Ausnahmefällen aufmerksam machen, weil er anderenfalls mit solchen Hinweisen in einen Interessenkonflikt geraten würde (vgl. z.B. BGH, Urteil vom 22. November 1966 aaO S. 932).
Von seinem Rechtsstandpunkt aus folgerichtig hat sich das Berufungsgericht nicht mit der Frage befasst, ob den Beklagten jedoch aufgrund der besonderen Umstände des Einzelfalls eine außerordentliche Hinweispflicht traf oder er seine Amtstätigkeit gemäß § 14 Abs. 2 BNotO zu versagen hatte, weil mit dem Geschäft erkennbar unerlaubte oder unredliche Zwecke verfolgt wurden (vgl. BGH, Urteil vom 7. Februar 1991 - IX ZR 24/90, DNotZ 1991, 759, 761), insbesondere das verfolgte Geschäftsmodell auf Betrug der (potentiellen) Käufer angelegt war (vgl. BGH, Urteil vom 22. November 1966 - VI ZR 39/65, NJW 1967, 931, 932).
Dieser Grundsatz gilt sowohl für die Regelung in § 34 Abs. 2 Satz 1 Halbsatz 1 ZDG, die seit dem 1. Januar 1993 durch das Neunte Gesetz zur Änderung dienstrechtlicher Vorschriften vom 11. Juni 1992 (BGBl I S. 1030) der beamtenrechtlichen Schadensersatzregelung angepasst worden ist, als auch im Bereich der Drittschadensliquidation (vgl. BGH, Urteil vom 22. November 1966 - VI ZR 39/65 - NJW 1967, 931 f. sowie BVerwG, Beschluss vom 30. Dezember 1998 - BVerwG 2 B 38.98 - ).
Der gegen den beklagten Notar geltend gemachte Anspruch auf Rückerstattung gezahlter Notarkosten kann nicht in einem Zivilprozeß verfolgt werden, sondern nur mit der für "Einwendungen gegen die Kostenberechnung" vorgesehenen Beschwerde im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit (§ 156 KostO; vgl. auch § 157 Abs. 1 Satz 1 KostO; BGH, Urteile vom 30. Januar 1961 - III ZR 215/59 - MDR 1961, 395, 22. November 1966 - VI ZR 39/65 - NJW 1967, 931, 933 und vom 22. Oktober 1987 - IX ZR 175/86 - NJW 1988, 563 f;… Hartmann, Kostengesetze 34. Aufl. § 156 KostO Rn. 3, 5, 6 ff;… Bengel/Tiedke, in: Korintenberg/Lappe/Bengel/Reimann, KostO 15. Aufl. § 156 Rn. 6;… Rohs, in Rohs/Wedewer, KostO 2. Aufl. [August 2004] § 156 Rn. 17, 17a).
In diesem Verfahren ist auch über solche Einwendungen zu entscheiden, die aus einer behaupteten Pflichtverletzung des Notars hergeleitet werden (BGH, Urt. v. 22. November 1966 - VI ZR 39/65, LM KostO § 156 Nr. 2).
Damit war aber nicht eine Aufklärung über die Werthaltigkeit des Kaufobjekts bzw. die Angemessenheit des Kaufpreises gemeint, um die sich der Notar grundsätzlich nicht zu kümmern hatte (Senatsurteil vom 25. Juni 1959 - III ZR 69/58 - VersR 1959, 743 f; BGH, Urteil vom 22. November 1966 - VI ZR 39/65 - DNotZ 1967, 323, 324).
Oft wird jedoch schon die rechtliche Anlage des von ihm beurkundeten Rechtsgeschäfts ihn veranlassen müssen, über daraus folgende Gefahren zu belehren (vgl. Senatsurteile vom 22. November 1966 - VI ZR 39/65 - LM BNotO Nr. 1 zu § 26 und vom 13. Dezember 1966 - VI ZR 59/65 - VersR 1967, 187 sowie vom 12. Juli 1968 - VI ZR 91/66 - LM RNotO Nr. 2 zu § 26).
OLG Hamm, 27.03.2019 - 11 U 137/18
Geltendmachung des Anspruchs auf Rückzahlung von Notarkosten aufgrund …
In Schrifttum und Rechtsprechung besteht Einigkeit, dass alle Einwendungen gegen die Festsetzung der Kosten und ihre Höhe, auch wegen unrichtiger Sachbehandlung oder wegen Amtspflichtverletzungen, nur in diesem Verfahren geltend gemacht werden können (vgl. BGH DNotZ 1961, 430, Zif. 1 A); vgl. BGH NJW 1967, 931, 933; BGH DNotZ 1988, 379, Tz.22 u. 23, zitiert nach juris; Korintenberg, GNotGK, 20. Aufl., § 127 Rn.36; vgl. auch die Entscheidung des BayObLG, Beschl. v. 12.10.2000, Az.: 3Z BR 171/00, juris).
OLG Düsseldorf, 28.05.2002 - 24 U 8/02
Zur Prüfung der Zulässigkeit des Rechtswegs durch Berufungsgericht - Rechtsweg …
§ 156 KostO weist die Entscheidung über solche Einwendungen gegen die Kostenrechnung des Notars einem besonders geregelten Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit zur ausschließlichen Zuständigkeit zu und schließt damit eine Entscheidung über denselben Gegenstand im Zivilprozess aus (BGH MDR 1988, 313, 314; 1967, 207).
BGH, 13.03.1986 - III ZR 114/84
BGH, 24.06.1975 - VI ZR 204/73
Umfang der Belehrungspflicht - Beurkundung eines Bürgschaftsversprechens - …
OLG Düsseldorf, 14.10.2003 - 24 U 8/02
Ausgestaltung des Verhältnisses zwischen freiwilliger Gerichtsbarkeit und …
BGH, 12.07.1968 - VI ZR 91/66
OLG Koblenz, 31.10.2002 - 1 W 634/02
Verhältnis von Amtshaftungsklage und Notarkostenbeschwerde
BGH, 13.12.1966 - VI ZR 59/65
Klage auf Schadensersatz gegen einen Notar wegen Vornahme einer …
LG Duisburg, 06.04.1995 - 1 T 1/95
Keine Aufklärungspflicht des Notars über Vermögensverhältnisse des …
BayObLG, 19.11.1984 - BReg. 3 Z 137/82
Zur Bewertung eines Geschäftsanteils an einer gemeinnützigen GmbH
LG Stuttgart, 11.08.2004 - 2 T 286/03
Kostenhaftung des Verkäufers; Zurückbehaltungsrecht des Notars für Einreichung …
BayObLG, 22.07.1982 - BReg. 3 Z 35/82
Zur Frage der Pflicht des Notars, ungefragt auf anfallende Hinterlegungsgebühren …