Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=19.04.2007&Aktenzeichen=III%20ZR%2075/06
Timestamp: 2019-08-20 04:08:02
Document Index: 112018660

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 280', '§ 675', '§ 280', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 19.04.2007 - III ZR 75/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,554
BGH, 19.04.2007 - III ZR 75/06 (https://dejure.org/2007,554)
BGH, Entscheidung vom 19.04.2007 - III ZR 75/06 (https://dejure.org/2007,554)
BGH, Entscheidung vom 19. April 2007 - III ZR 75/06 (https://dejure.org/2007,554)
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Kapitalanlagerecht - Beratungspflichten
Anwendbarkeit der für eine professionelle Anlageberatung geltenden Grundsätze im Falle des Anlegens eines größeren Geldbetrages innerhalb eines Familienkreises auf Wunsch eines anderen gegen Gewinnbeteiligung; Positive Vertragsverletzung eines "Geschäftsbesorgungsvertrages in Form eines Anlageberatungsvertrages"; Beratungspflichten und Auskunftsverpflichtungen im Zusammenhang mit der Anbahnung eines Geschäftsbesorgungsvertrags
Geringere Pflichten bei Anlageberatung im Familienkreis
Zur Anwendung der für die professionelle Anlageberatung geltenden Grundsätze auf eine Anlageberatung im Familienkreis
BGB § 280 § 675
Bankenrecht - Geltung der Grundsätze der profess. Anlageberatung in der Familie?
Für die Freundin des Bruders Geld angelegt - Familienmitglied haftet nicht wegen unzulänglicher Beratung für Verluste
Geringere Haftung bei Anlageberatung unter Freunden
Für Anlageberatungen im Familienkreis gelten weniger strenge Beratungspflichten als im professionellen Bereich
Keine umfassenden Beratungspflichten bei Börsengeschäften für Angehörige des erweiterten Familienkreises
Bankrecht - Vermögensanlage - Beratungspflichten innerhalb des Familienkreises
Zur Frage der Haftung bei einer Anlageberatung im (weiteren) Familienkreis
Für professionelle Anlageberatung geltende Grundsätze nicht ohne Weiteres auf "Anlageberatung" im Familienkreis anwendbar
BGB §§ 280, 611, 662, 675
Anlageberatung im Familienkreis; Risikoverteilung
LG Kiel, 18.02.2005 - 6 O 341/03
OLG Schleswig, 24.02.2006 - 14 U 83/05
NJW 2008, 80 (Ls.)
NJW-RR 2007, 1271
ZIP 2007, 1160
MDR 2007, 894
VersR 2007, 993
WM 2007, 1020
BB 2007, 1247
DB 2007, 1304
b) Im Rahmen der vom Anlageberater geschuldeten anlegergerechten Beratung müssen die persönlichen (wirtschaftlichen) Verhältnisse des Kunden berücksichtigt und insbesondere das Anlageziel, die Risikobereitschaft und der Wissensstand des Anlageinteressenten abgeklärt werden; die empfohlene Anlage muss unter Berücksichtigung des Anlageziels auf die persönlichen Verhältnisse des Kunden zugeschnitten sein (Senat, Urteil vom 19. April 2007 - III ZR 75/06, NJW-RR 2007, 1271, 1272 Rn. 9; BGH, Urteile vom 6. Juli 1993 - XI ZR 12/93, BGHZ 123, 126, 128 f …und vom 27. Oktober 2009 - XI ZR 337/08, NJW-RR 2010, 115, 117 Rn. 25).
Der Senat hat sich dieser Rechtsprechung zu den Anforderungen der Aufklärungspflicht hinsichtlich der Anlageberater grundsätzlich angeschlossen (vgl. Senatsurteil vom 19. April 2007 - III ZR 75/06 - NJW-RR 2007, 1271, 1272 Rn. 9).
Zum Vertragsschluss reicht es aus, wenn der Anleger die Dienste des Beraters in Anspruch nimmt und dieser mit seiner Tätigkeit beginnt (Senatsurteil vom 19. April 2007 - III ZR 75/06 - NJW-RR 2007, 1271, 1272 Rn. 10).
Es genügt, wenn der Anleger die Dienste des Beraters in Anspruch nimmt und dieser mit der Tätigkeit beginnt ( vgl. BGH mit Urteil vom 19. April 2007 - III ZR 75/06 - NJW-RR 2007, 1271, 1272 [10]; BGH mit Urteil vom 5. November 2009 - III ZR 302/08 - NJW-RR 2010, 349, 350 [13] ), also wie hier die Vorstellungen des Kunden erfragt und Vorschläge berechnet.
Im Rahmen der vom Anlageberater geschuldeten anlegergerechten Beratung müssen die persönlichen (wirtschaftlichen) Verhältnisse des Kunden berücksichtigt und insbesondere das Anlageziel, die Risikobereitschaft und der Wissensstand des Anlageinteressenten abgeklärt werden; die empfohlene Anlage muss unter Berücksichtigung des Anlageziels auf die persönlichen Verhältnisse des Kunden zugeschnitten sein (…BGH Urteil vom 24.04.2014, III ZR 389/12, Rz. 27 zitiert nach juris; BGH Urteil vom 6.12.2012, III ZR 66/12, NJW-RR 2013, 221; BGH Urteil vom 19.04.2007, III ZR 75/06, NJW-RR 2007, 1271, 1272 Rn. 9; BGH Urteil vom 06.07.1993, XI ZR 12/93, BGHZ 123, 126, 128 f;… BGH Urteil vom 27.10.2009, XI ZR 337/08, NJW-RR 2010, 115, 117 Rn. 25).
Im Rahmen der vom Anlageberater geschuldeten anlegergerechten Beratung müssen die persönlichen (wirtschaftlichen) Verhältnisse des Kunden berücksichtigt und insbesondere das Anlageziel, die Risikobereitschaft und der Wissensstand des Anlageinteressenten abgeklärt werden; die empfohlene Anlage muss unter Berücksichtigung des Anlageziels auf die persönlichen Verhältnisse des Kunden zugeschnitten sein (…BGH Urt. v. 6.12.2012, III ZR 66/12, NJW-RR 2013, 221; BGH, Urt. v. 19.04.2007, III ZR 75/06, NJW-RR 2007, 1271, 1272 Rn. 9;… BGH, Urt. v. 06.07.1993, XI ZR 12/93, BGHZ 123, 126, 128 f;… BGH Urt. v. 27.10.2009, XI ZR 337/08, NJW-RR 2010, 115, 117 Rn. 25).
Stehen jedoch zumindest für einen der Vertragspartner erkennbar wirtschaftliche Interessen, z. B. erhebliche Vermögenswerte auf dem Spiel, lässt dies auf einen Rechtsbindungswillen schließen (BGH, Urteil vom 19.04.2007 - III ZR 75/06, Rz. 7 bei juris).
Es ist zwar richtig, dass Inhalt und Umfang der Informations- und Beratungspflicht grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalls abhängen (BGH, Urteil vom 19.04.2007 - III ZR 75/06, Rz. 11 bei juris).
Ein solcher Vertrag wird nach ständiger Rechtsprechung stillschweigend abgeschlossen, wenn der Anlageinteressent die Dienste und Erfahrungen eines Vermögensverwalters, Anlageberaters oder Anlagevermittlers in Anspruch nehmen will und dieser mit der gewünschten Tätigkeit beginnt; dabei ist es ohne Bedeutung für den Vertragsschluss, von welcher Seite die Initiative zu dem Beratungsgespräch ausgegangen ist (BGHZ 100, 117, 118; 123, 126, 128;… Urt. v. 27. Oktober 2005, III ZR 71/05, NJW-RR 2006, 109; Urt. v. 19. April 2007, III ZR 75/06, NJW-RR 2007, 1271, 1272).