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Timestamp: 2016-10-24 21:52:53
Document Index: 211605862

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 321/01 (28.05.2002)
U 321/01 Vr
C._______, 1966, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanw�ltin Marianne Ott, Stadthausstrasse 39, 8400 Winterthur,
A.- C._______, geb. 1966, war seit 1991 - zuerst als Hilfsarbeiter, dann als Bohrmeister - bei der Firma T._______ AG angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Seit 1994 litt er an einer chronischen posttraumatischen Lumboischialgie. Nach einem Autounfall am 29. April 1999 trat eine Verschlimmerung der Beschwerden ein, die mit Wurzelinfiltrationen und einer Dekompression im September/November 1999 behandelt wurden. Mit Verf�gung vom 11. Mai 2000 stellte die SUVA ihre Leistungen per 31. Mai 2000 ein, da der Gesundheitszustand, wie er ohne das Ereignis vom 29. April 1999 bestehen w�rde, erreicht sei und daher kein Kausalzusammenhang zwischen der noch andauernden gesundheitlichen Beeintr�chtigung und dem Unfallereignis mehr vorliege. An dieser Auffassung hielt sie auch auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 5. Juli 2000).
B.- Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 17. August 2001 ab.
C.- C._______ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Entscheides und des Einspracheentscheides der SUVA vom 5. Juli 2000 sowie Zusprechung der gesetzlichen Leistungen (insbesondere Taggelder, Renten und eine Integrit�tsentsch�digung); eventualiter sei ein Gerichtsgutachten zur Frage der Unfallkausalit�t der R�ckenpathologie zu veranlassen.
W�hrend die SUVA auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichten die als Mitinteressierte beigeladene Helsana Versicherungen AG und das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung.
1.- Die Vorinstanz hat die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers zun�chst vorausgesetzten nat�rlichen (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) und ad�quaten (BGE 118 V 290 Erw. 1c; vgl. auch BGE 125 V 461 Erw. 5a, je mit Hinweisen) Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod), insbesondere auch bei Verschlimmerung oder Manifestierung eines krankhaften Vorzustandes durch einen Unfall (BGE 123 V 45 Erw. 2b; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. Erw. 3b; vgl. auch RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 Erw. 2, je mit Hinweisen), zutreffend dargelegt. Gleiches gilt in Bezug auf den Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 122 V 160 Erw. 1c; vgl. auch BGE 125 V 352 ff. Erw. 3, je mit Hinweisen) sowie hinsichtlich des im Sozialversicherungsrecht allgemein �blichen Beweisgrades der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 122 V 160 ff. Erw. 1c; vgl. auch BGE 126 V 360 Erw. 5b, je mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden.
2.- a) Gem�ss Bericht des Dr. med. P._______, Klinik X._______, vom 12. April 1996 und Gutachten des Spitals Y._______, Rheumaklinik und Institut f�r Physikalische Medizin, vom 5. September 1997 erlitt der Beschwerdef�hrer im Januar 1994 ein Verhebetrauma, das zu einer chronischen Lumboischialgie f�hrte und ihm die bisherige Arbeit als Bohrmeister verunm�glichte. Die �rzte des Spitals Y._______ stellten anl�sslich ihrer Untersuchung am 22. August 1997 fest, dass sich die Beschwerden des Patienten zwischenzeitlich deutlich zur�ckgebildet hatten, jedoch weiterhin ein belastungsabh�ngiges lumbospondylogenes Syndrom vorlag. Die Chancen einer 100%-igen Reintegration in einer Mischt�tigkeit ohne Heben von Gewichten �ber 30 kg und Tragen von Lasten �ber 40 kg erachteten sie als gut. Der Beschwerdef�hrer liess sich daraufhin im Jahr 1998 neben einer 50%-igen T�tigkeit als Maschinist/Lagerist im Rahmen der Eingliederung durch die Invalidenversicherung zum Dreher und Fr�ser ausbilden. Zu einem Einsatz in dieser T�tigkeit kam es jedoch nicht; vielmehr nahm der Versicherte im M�rz 1999 seine alte Arbeit als Bohrmeister, welche das Heben und Tragen von Gewichten von 40-50 kg erfordert, wieder zu 100 % auf.
b) Das kantonale Gericht ist mit der SUVA gest�tzt auf das Ergebnis der kreis�rztlichen Untersuchung des Dr. med. B._______, Facharzt FMH f�r Chirurgie, vom 16. M�rz 2000 zum Schluss gekommen, dass der Unfall vom 29. April 1999 die bestehenden R�ckenbeschwerden des Versicherten vor�bergehend verschlimmert h�tte, nun jedoch - Ende Mai 2000 - der Zustand, wie er vor dem Unfall bestanden habe, wieder erreicht sei. Zu Recht wurde ausgef�hrt, dass der Beschwerdef�hrer - entgegen seiner Darstellung im vorinstanzlichen Prozess und in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde - seine Arbeit als Bohrmeister anfangs 1999 unter Missachtung der �rztlichen Empfehlungen nicht wegen seines wieder erlangten guten Gesundheitszustandes erneut zu 100 % aufgenommen hat, sondern weil ihn seine neue Besch�ftigung offenbar nicht befriedigte. Gegen�ber der SUVA gab er am 23. Juli 1999 denn auch an, dass die T�tigkeit als Maschinist/Lagerist nicht minder strapazi�s als diejenige des Bohrmeisters gewesen sei, sein Arbeitgeber einen anderen Magaziner angestellt habe, die Werkstatt, in welcher er nach der Ausbildung zum Dreher/Fr�ser h�tte arbeiten sollen, nicht gen�gend eingerichtet worden sei und es zudem auf den Baustellen viel Arbeit gegeben habe.
3.- a) Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiergegen vorgebracht wird, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren. Gem�ss Berichten des Prof. Dr. med. G._______, Klinik X._______, vom 4. Februar 2000 sowie des Dr. med. U._______, Innere Medizin FMH, spez. Rheumaerkrankungen, vom 29. M�rz 2000 sind die Beschwerden seit den durchgef�hrten Wurzelinfiltrationen und der Operation am 12. November 1999 (Dekompression) deutlich zur�ckgegangen und besteht lediglich noch eine Wurzelreizung bei �berlastung, die jedoch unbedeutend ist im Vergleich zum pr�operativen Schmerz. Die erneute Untersuchung in der Klinik X._______ ergab gem�ss Bericht des Prof. Dr. med. G._______ vom 15. November 2000 keinen pathologischen Befund, der die vom Patienten geklagte Claudicationssymptomatik h�tte erkl�ren k�nnen. Entgegen der Annahme des Beschwerdef�hrers sind seine heute geklagten Schmerzen gem�ss der Beurteilung des SUVA-Arztes Dr. med. M._______, Facharzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, vom 19. November 2001 auch nicht operationsbedingt. Weitere medizinische Abkl�rungen er�brigen sich, da hiervon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27).
b) Die nach dem Unfall vom 29. April 1999 - einen Monat nach Wiederaufnahme des Einsatzes als Bohrmeister - verst�rkt aufgetretenen Beschwerden stellen unter diesen Umst�nden keine richtungweisende, sondern eine vor�bergehende Verschlechterung der bereits betr�chtlich angeschlagenen Gesundheit des Beschwerdef�hrers dar. Da der Zustand vor dem Unfall vom 29. April 1999 mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit Ende Mai 2000 wieder erreicht war, fehlt es an einem Kausalzusammenhang zwischen den seither noch andauernden Beeintr�chtigungen und dem Unfallereignis als Voraussetzung f�r die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin.
Der Pr�sident Die Gerichtsder
II. Kammer: schreiberin: