Source: http://www.wald-prinz.de/waldgesetz-fur-baden-wurttemberg
Timestamp: 2019-12-06 06:13:05
Document Index: 66393215

Matched Legal Cases: ['§ 64', '§ 5', '§ 7', '§ 8', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 30', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 33', '§ 34', '§ 36', '§ 38', '§ 39', '§ 40', '§ 41', '§ 42', '§ 43', '§ 44', '§ 46', '§ 47', '§ 48', '§ 49', '§ 50', '§ 51', '§ 52', '§ 53', '§ 54', '§ 55', '§ 56', '§ 57', '§ 58', '§ 59', '§ 60', '§ 62', '§ 63', '§ 64', '§ 64', '§ 64', '§ 65', '§ 65', '§ 66', '§ 67', '§ 68', '§ 69', '§ 70', '§ 71', '§ 72', '§ 73', '§ 74', '§ 75', '§ 76', '§ 77', '§ 78', '§ 79', '§ 80', '§ 81', '§ 82', '§ 84', '§ 85', '§ 86', '§ 88', '§ 89', '§ 90', '§ 30', '§ 1', '§ 62', '§ 1', '§ 25', '§ 21', '§ 9', '§ 9', '§ 53', '§ 1', '§ 8', '§ 56', '§ 504', '§ 510', '§ 512', '§ 1908', '§ 1099', '§ 510', '§ 8', '§ 30', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 32', '§ 12', '§ 7', '§ 32', '§ 36', '§ 46', '§ 4', '§ 34', '§ 7', '§ 54', '§ 113', '§ 49', '§ 9', '§ 25', '§ 56', '§ 18', '§ 22', '§ 22', '§ 18', '§ 57', '§ 57', '§ 61', '§ 29', '§ 70', '§ 49', '§ 232', '§ 234', '§ 383', '§ 80', '§ 67', '§ 41', '§ 41', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 37', '§ 41', '§ 70', '§ 37', '§ 9', '§ 11', '§ 9', '§ 15', '§ 29', '§ 16', '§ 27', '§ 34', '§ 38', '§ 38', '§ 70', '§ 75', '§ 36', '§ 83', '§ 84', '§ 111', '§ 118', '§ 121', '§ 118', '§ 121', '§ 122', '§ 79', '§ 83', '§ 85', '§ 56', '§ 86', '§ 24', '§ 24', '§ 32', '§33', '§ 14', '§ 21', '§ 37', '§ 83', '§ 27', '§ 14']

Waldgesetz für Baden-Württemberg (LWaldG) | Wald-Prinz.de
Erstellt von: Wald-Prinz on 20/Apr/12 • Kategorie Landeswaldgesetze / Forstgesetze
Waldgesetz für Baden Württemberg
Fundstelle GBl. 1995 S. 685, GBl. 2008 S. 313
Letzte berücksichtigte Änderung: § 64 geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 10. November 2009 (GBl. S. 645, 658)
ZWEITER TEIL: Forstliche Rahmenplanung; Erhaltung des Waldes
1. Abschnitt: Forstliche Rahmenplanung und Sicherung der Funktionen des Waldes bei Vorhaben von Behörden und Planungsträgern
§ 5 Ziele und Aufgaben der forstlichen Rahmenplanung
§ 7 Forstliche Rahmenpläne, Programme
§ 8 Sicherung der Funktionen des Waldes bei Planungen, Maßnahmen und sonstigen Vorhaben von Behörden und Planungsträgern
2. Abschnitt: Erhaltung des Waldes
§ 10 Besondere Fälle der Umwandlung von Wald
§ 11 Befristete Umwandlung von Wald
DRITTER TEIL: Pflege und Bewirtschaftung des Waldes
§ 12 Grundpflichten
§ 15 Beschränkung von Kahlhieben
§ 16 Schutz hiebsunreifer Bestände
§ 17 Wiederaufforstung
§ 18 Schutzmaßnahmen gegen Waldbrände und Naturereignisse
§ 19 Bau und Unterhaltung von Waldwegen
§ 20 Planmäßige Bewirtschaftung des Waldes
§ 22 Umweltvorsorge im Rahmen der Bewirtschaftung des Waldes
§ 23 Aufforstung nichtbewirtschafteter Flächen
§ 24 Teilung von Waldgrundstücken
§ 25 Vorkaufsrecht
§ 26 Forstnutzungsrechte
§ 27 Nachbarpflichten; Nachbarschutz
§ 28 Benutzung fremder Grundstücke; Duldung von Wegen
2. Abschnitt: Geschützte Waldgebiete
§ 30 Bodenschutzwald
§ 30a Biotopschutzwald
§ 31 Schutzwald gegen schädliche Umwelteinwirkungen
§ 32 Waldschutzgebiete
§ 33 Erholungswald
§ 34 Gehege im Wald
§ 36 Rechtsverordnungen
VIERTER TEIL: Betreten des Waldes
§ 38 Sperren von Wald
§ 39 Reiten auf ausgewiesenen Waldwegen (aufgehoben)
§ 40 Aneignung von Waldfrüchten und Waldpflanzen
§ 41 Waldgefährdung durch Feuer
FÜNFTER TEIL: Förderung der Forstwirtschaft
§ 42 Förderung der Forstwirtschaft
§ 43 Ersatz von Aufwendungen
§ 44 Verwendung der Walderhaltungsabgabe
SECHSTER TEIL: Besondere Vorschriften für den Staats-, Körperschafts- und Privatwald
1. Abschnitt: Staatswald
2. Abschnitt: Körperschaftswald
§ 46 Zielsetzung im Körperschaftswald
§ 47 Forsttechnische Betriebsleitung
§ 48 Forstlicher Revierdienst
§ 49 Übernahme von Aufgaben im Privatwald
§ 50 Periodischer Betriebsplan
§ 51 Jährlicher Betriebsplan
§ 52 Außerordentliche Nutzung
2a Abschnitt: Gemeinsame Vorschriften für Staats- und Körperschaftswald
§ 53 Rechtsverordnungen
3. Abschnitt: Kirchenwald
§ 54 Kirchenwald
4. Abschnitt: Privatwald; Zusammenschlüsse
§ 55 Fachliche Förderung des Privatwaldes
§ 56 Gemeinschaftswald
§ 57 Gestaltung der Rechtsverhältnisse im Gemeinschaftswald
§ 58 Umwandlung von Waldgenossenschaften mit öffentlich-rechtlicher Rechtspersönlichkeit
§ 59 Anwendung der für Körperschaftswald geltenden Vorschriften
§ 60 Gleichstellung mit Gemeinschaftswald
SIEBTER TEIL: Landesforstverwaltung
1. Abschnitt: Forstbehörden
§ 62 Forstbehörden
§ 63 Körperschaftsforstdirektion
§ 64 Zuständigkeit von Forstbehörden
§ 64a Fachliche Fortbildung
§ 64b Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologie
2. Abschnitt: Aufgaben der Forstbehörden
§ 65 Aufgaben der Forstbehörden
§ 65a Bewirtschaftung des Staatsforstbetriebs und Kostentragung
§ 66 Beratung und Unterstützung Dritter bei landschaftsbezogenen Maßnahmen
§ 67 Forstaufsicht
§ 68 Forstaufsichtliche Anordnungen
§ 69 Sicherheitsleistung
§ 70 Polizeiverordnungen
§ 71 Hoheitliche Wahrnehmung der dienstlichen Obliegenheiten
§ 72 Berufsbezeichnungen im Privatforstdienst
§ 73 Berufskleidung der körperschaftlichen Forstbediensteten und der Angestellten im Privatforstdienst
§ 74 Untersuchungen
§ 75 Forststatistik; Auskunftspflicht
3. Abschnitt: Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt
§ 76 Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt
4. Abschnitt: Landesforstwirtschaftsrat
§ 77 Landesforstwirtschaftsrat
ACHTER TEIL: Forstschutz
§ 78 Forstschutz
§ 79 Ausübung des Forstschutzes; Forstschutzbeauftragte
§ 80 Verpflichtung der Privatforstbediensteten
§ 81 Weitere Aufgaben der Forstschutzbeauftragten
§ 82 Örtliche Zuständigkeit der Forstschutzbeauftragten
NEUNTER TEIL: Ordnungswidrigkeiten
§ 84 Ordnungswidrigkeiten der Waldbesitzer
§ 85 Zuständigkeit zur Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten
§ 86 Verwarnung
ZEHNTER TEIL: Übergangs- und Schlußvorschriften
§ 88 Überleitungs- und Verwaltungsvorschriften
§ 89 Änderung bestehender Vorschriften
§ 90 Aufhebung von Rechtsvorschriften
Anlage zu § 30a Abs. 2
den Wald wegen seines wirtschaftlichen Nutzens (Nutzfunktion) und wegen seiner Bedeutung für die Umwelt, insbesondere für die dauernde Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, das Klima, den Wasserhaushalt, die Reinhaltung der Luft, die Bodenfruchtbarkeit, die Tier- und Pflanzenwelt, das Landschaftsbild, die Agrar- und Infrastruktur und die Erholung der Bevölkerung (Schutz- und Erholungsfunktion) zu erhalten, erforderlichenfalls zu mehren und seine ordnungsgemäße Bewirtschaftung nachhaltig zu sichern,
die Forstwirtschaft zu fördern und den Waldbesitzer bei der Erfüllung seiner Aufgaben nach diesem Gesetz zu unterstützen,
(1) Wald im Sinne dieses Gesetzes ist jede mit Forstpflanzen (Waldbäume und Waldsträucher) bestockte Grundfläche
Moore, Heiden und Ödflächen, soweit sie zur Sicherung der Funktionen des angrenzenden Waldes erforderlich sind, sowie weitere dem Wald dienende Flächen.
(1) Staatswald im Sinne dieses Gesetzes ist Wald, der im Alleineigentum des Landes Baden Württemberg steht. Für Staatswald des Bundes und anderer Bundesländer im Geltungsbereich dieses Gesetzes gelten die Vorschriften der §§ 1 bis 41 und der §§ 62 bis 91 entsprechend.
Waldbesitzer: Waldeigentümer sowie Nutzungsberechtigte, die unmittelbare Besitzer des Waldes sind;
Walderzeugnisse: pflanzliche Erzeugnisse des Waldes wie
c) Moose, Farne, Gräser Schilf, Blumen und Kräuter (Waldpflanzen),
Waldwege: die nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Wege im Staats-, Körperschafts- und Privatwald;
Erholungseinrichtungen: landschaftsbezogene Einrichtungen im und am Wald, die der Erholung der Bevölkerung dienen.
Wald ist nach seiner Fläche und räumlichen Verteilung so zu erhalten oder zu gestalten, daß er die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes möglichst günstig beeinflußt, dem Schutz vor natürlichen oder zivilisatorischen Gefahren dient und der Bevölkerung möglichst weitgehend für die Erholung zur Verfügung steht; zugleich sollen die natürlichen Gegebenheiten, die wirtschaftlichen und sozialen Erfordernisse in den an das Landesgebiet angrenzenden Räumen soweit wie möglich berücksichtigt werden.
Wenn geringe Grundstücksgrößen oder die Gemengelage von Grundstücken verschiedener Besitzer einer rationalen forstwirtschaftlichen Bodennutzung entgegenstehen, sollen forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse gebildet und, soweit erforderlich, die Zusammenlegung von Grundstücken angestrebt werden.
(1) Forstliche Rahmenpläne können für das ganze Land oder für Teile des Landes ausgearbeitet und fortgeschrieben werden. Sie sind bei der Bauleitplanung im Rahmen des § 1 Abs. 4 und 5 des Baugesetzbuches zu berücksichtigen.
(2) Die Träger öffentlicher Belange, deren Interessen durch die forstliche Rahmenplanung berührt werden, sind rechtzeitig zu unterrichten und anzuhören, soweit nicht nach sonstigen Vorschriften eine andere Form der Beteiligung vorgeschrieben ist. Dies gilt entsprechend für die beteiligten Wald und sonstigen Grundbesitzer und deren Zusammenschlüsse.
(3) Forstliche Rahmenpläne können ganz oder teilweise als fachliche Entwicklungspläne nach § 25 Abs. 1 Nr. 2 des Landesplanungsgesetzes aufgestellt werden. Der raumbedeutsame Inhalt forstlicher Rahmenpläne, die nicht als fachliche Entwicklungspläne aufgestellt sind, wird unter Abwägung mit den anderen raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen in den Landesentwicklungsplan und in die Regionalpläne aufgenommen.
die Forstbehörde bereits bei der Vorbereitung dieser Planungen, Maßnahmen und sonstigen Vorhaben zu unterrichten und anzuhören, soweit nicht nach diesem Gesetz oder sonstigen Vorschriften eine andere Form der Beteiligung vorgeschrieben ist.
(1) Wald darf nur mit Genehmigung der höheren Forstbehörde in eine andere Nutzungsart umgewandelt werden (Umwandlung). Bei Umwandlungen ab zehn Hektar Umfang ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung nach den Vorschriften des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen. Bei Umwandlungen von mehr als fünf Hektar bis weniger als zehn Hektar Umfang ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen, wenn eine standortbezogene Vorprüfung des Einzelfalls im Sinne des Landesgesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung ergibt, dass die Umwandlung erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen haben kann. Umwandlungen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Verwirklichung eines Vorhabens erfolgen, das einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen wird, werden in diese Umweltverträglichkeitsprüfung einbezogen. Die Entscheidung ergeht im Benehmen mit den beteiligten Behörden; weitergehende Vorschriften bleiben unberührt.
in der Nähe als Ersatz eine Neuaufforstung geeigneter Grundstücke innerhalb bestimmter Fristen vorzunehmen ist,
(4) Soweit die nachteiligen Wirkungen einer Umwandlung nicht ausgeglichen werden können, ist eine Walderhaltungsabgabe zu entrichten. Das Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum (Ministerium) regelt durch Rechtsverordnung) im Einvernehmen mit dem Innenministerium, dem Finanzministerium und dem Wirtschaftsministerium die Höhe der Walderhaltungsabgabe und das Verfahren ihrer Erhebung. Die Höhe ist nach der Schwere der Beeinträchtigung, dem Wert oder dem Vorteil für den Verursacher sowie nach der wirtschaftlichen Zumutbarkeit zu bemessen; in unbedeutenden Fällen kann von der Erhebung abgesehen werden. § 21 Abs. 5 des Naturschutzgesetzes bleibt unberührt.
(2) Soweit die Genehmigung der Umwandlung in Aussicht gestellt werden kann, erteilt die höhere Forstbehörde darüber eine Umwandlungserklärung. Wurde die Umwandlungserklärung erteilt, so darf die Genehmigung der Umwandlung nur versagt werden, wenn im Zeitpunkt des Antrages auf Umwandlungsgenehmigung eine wesentliche Änderung der Sachlage eingetreten ist und zwingende Grunde des öffentlichen Interesses eine Versagung rechtfertigen. Kann die Umwandlungserklärung nicht erteilt werden, so kann der Bauleitplan nicht genehmigt werden.
ein öffentliches Interesse oder ein besonderes wirtschaftliches Interesse des Waldbesitzers an einer vorübergehenden anderweitigen Nutzung der Fläche besteht,
andere öffentliche Interessen irrt Sinne des § 9 Abs. 2 der vorübergehenden anderweitigen Nutzung der Waldfläche nicht entgegenstehen und
sichergestellt wird, daß die Waldfläche bis zum Ablauf einer von der höheren Forstbehörde zu bestimmenden Frist nach den in Absatz 2 bezeichneten Plänen ordnungsgemäß wieder aufgeforstet wird. Bedingungen und Auflagen können erteilt werden.
Der Wald ist so zu bewirtschaften, daß die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes unter Berücksichtigung der langfristigen Erzeugungszeiträume stetig und auf Dauer erbracht werden (Nachhaltigkeit).
für die Erhaltung des Waldes erforderlichen Pflegemaßnahmen durchzuführen,
tierische und pflanzliche Forstschädlinge rechtzeitig und ausreichend zu bekämpfen, wobei biologische und biotechnische Maßnahmen Vorrang haben,
den Wald nach Leistungsfähigkeit des Waldbesitzers ausreichend mit Waldwegen zu erschließen und
flächenhafte Nutzungen,
Einzelstammentnahmen, welche den Holzvorrat eines Bestandes auf weniger als 40 vom Hundert des standörtlich möglichen maximalen Vorrats herabsetzen.
der Boden und die Bodenfruchtbarkeit nicht geschädigt,
der Wasserhaushalt weder erheblich noch dauernd beeinträchtigt oder
sonstige Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes nicht erheblich beeinträchtigt werden.
der Waldbesitzer seiner Verpflichtung zur Wiederaufforstung wiederholt nicht oder nicht ausreichend nachgekommen ist oder
Beeinträchtigungen und Gefährdungen im Sinne von Absatz 2 nicht durch Bedingungen und Auflagen verhütet oder ausgeglichen werden können.
die vorgesehene Nutzung zeitlich gestaffelt erfolgt oder
ein bestimmtes forsttechnisches Vorgehen eingehalten wird.
wenn er in einem von der Forstbehörde geprüften Betriebsplan vorgesehen ist,
auf Flachen, deren Umwandlung in eine andere Nutzungsart genehmigt oder sonst zulässig ist,
auf Flächen, die für die Anlage eines Waldweges, einer sonstigen forstbetrieblichen Einrichtung, einer Leitungsschneise oder zur Herstellung der räumlichen Ordnung im Wald erforderlich sind,
in Beständen mit gesicherter Naturverjüngung,
in Beständen, in denen andere Baumarten vorgebaut oder nachgebaut werden sollen und
in geschädigten Bestanden, in denen die Nutzung wirtschaftlich geboten oder aus Gründen des Waldschutzes erforderlich ist.
Nadelbaumbeständen unter 50 Jahren und
Laubbaumbeständen unter 70 Jahren, mit Ausnahme von Stockausschlag- und Laubweichholzbeständen (hiebsunreife Bestände) sind verboten.
(3) Die Nutzung hiebsunreifer Bestände kann abweichend von Absatz 1 durch die Forstbehörde genehmigt werden, wenn betriebliche Gründe oder die wirtschaftliche Lage des Waldbesitzers dies gebieten. Die Genehmigung kann mit Bedingungen und Auflagen verbunden werden; sie erlischt nach drei Jahren.
(2) Zur Sicherung der sachkundigen Bewirtschaftung obliegen im Staatswald und im Körperschaftswald Leitung und Durchführung des Betriebs in der Regel Beamten des Forstdienstes. Zum leitenden Fachbeamten der unteren Forstbehörde, zur Wahrnehmung von Aufgaben der forsttechnischen Betriebsleitung und zum Sachverständigen für die Aufstellung der forstlichen Rahmenpläne und der periodischen Betriebspläne kann nur bestellt werden, wer die für den höheren Forstdienst vorgeschriebene Ausbildung und Prüfung nachweist. Zum Leiter eines Forstreviers soll in der Regel nur bestellt werden, wer die für den gehobenen Forstdienst vorgeschriebene Ausbildung und Prüfung nachweist. Zum Leiter eines Forstreviers von geringer Größe oder mit einfachen forstlichen Verhältnissen kann auch bestellt werden, wer die für den mittleren Forstdienst vorgeschriebene Ausbildung und Prüfung nachweist.
wenn und soweit für Waldgrundstücke oder Teile davon eine Umwandlungsgenehmigung (§ 9 Abs. 1) vorliegt oder
wenn eine Teilung im Flurbereinigungsverfahren durchgeführt wird.
(5) Ist auf Grund eines nicht genehmigten Rechtsvorganges eine Eintragung in das Grundbuch vorgenommen worden, so kann die Genehmigungsbehörden falls die Genehmigung erforderlich war, das Grundbuchamt um die Eintragung eines Widerspruchs ersuchen; § 53 Abs. 1 der Grundbuchordnung bleibt unberührt. Der Widerspruch ist zu löschen, wenn die Genehmigungsbehörde darum ersucht oder wenn die Genehmigung erteilt ist.
an den Inhaber eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebs im Sinne von § 1 des Gesetzes über eine Altershilfe für Landwirte,
an Familienangehörige im Sinne von § 8 Nr. 2 des Grundstücksverkehrsgesetzes oder
zusammen mit einem landwirtschaftlichen Betrieb, mit dem es eine wirtschaftliche Einheit bildet oder
zum Zweck der Agrarstruktur an den Besitzer eines angrenzenden Waldgrundstücks verkauft wird.
(3) Das Vorkaufsrecht nach § 56 des Naturschutzgesetzes geht vor. Im übrigen geht das Vorkaufsrecht der Gemeinde dem Vorkaufsrecht des Landes, das Vorkaufsrecht nach Absatz 1 unbeschadet bundesrechtlicher Vorkaufsrechte anderen Vorkaufsrechten vor. Das Vorkaufsrecht bedarf nicht der Eintragung in das Grundbuch.
(4) Das Vorkaufsrecht ist nicht übertragbar. Das Vorkaufsrecht kann nur innerhalb von zwei Monaten nach der Mitteilung des Kaufvertrags ausgeübt werden. Die §§ 504 bis 509, § 510 Abs. 1, § 512, § 1908 Abs. 2 und die §§ 1099 bis 1102 des Bürgerlichen Gesetzbuches sind anzuwenden. Die Mitteilung gemäß § 510 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches ist gegenüber der Forstbehörde abzugeben; sie unterrichtet die Gemeinde.
(1) Forstnutzungsrechte im Sinne dieses Gesetzes sind dingliche Rechte auf wiederkehrende Entnahme oder wiederkehrende Lieferung von Walderzeugnissen, die auf Grund privaten Rechts zugunsten des jeweiligen Eigentümers eines anderen Grundstücks oder einer bestimmten Rechtspersönlichkeit an einem Grundstück bestehen. Nicht zu den Forstnutzungsrechten gehören der Nießbrauch an einem Waldgrundstück sowie Altenteilsrechte oder diesen entsprechende Rechte auf wiederkehrende Entnahme oder wiederkehrende Lieferung von Walderzeugnissen, die anläßlich der Veräußerung von land- oder forstwirtschaftlichen Betrieben zugunsten von Familienangehörigen des Veräußerers bestellt werden und nicht übertragbar oder vererblich sind. Familienangehörige sind die in § 8 Nr. 2 des Grundstücksverkehrsgesetzes genannten Personen.
(3) Forstnutzungsrechte, die 30 Jahre lang nicht ausgeübt worden sind, erlöschen. Das Erlöschen tritt frühestens zwei Jahre nach Inkrafttreten dieses Gesetzes1 ein.
(2) Will ein Waldbesitzer auf einer Waldfläche, die an einem fremden Waldbestand angrenzt, einen Kahlhieb vornehmen, so hat er dies der Forstbehörde spätestens zwei Monate vorher anzuzeigen. Die Forstbehörde hat auf eine Abstimmung der Maßnahme mit der Bewirtschaftung der benachbarten Waldflächen hinzuwirken. Sind erhebliche Schaden zu befürchten, so kann die Forstbehörde die geplante Nutzung ganz oder teilweise untersagen.
Bodenschutzwald (§ 30),
Biotopschutzwald (§ 30 a),
Schutzwald gegen schädliche Umwelteinwirkungen (§ 31).
rutschgefährdeten Hängen,
felsigen oder flachgründigen Steilhängen,
Standorten, die zur Verkarstung neigen, und
Flugsandböden.
naturnahe Schlucht-, Blockhalden und Hangschuttwälder,
regional seltene, naturnahe Waldgesellschaften,
in der in der Anlage zu diesem Gesetz beschriebenen Ausprägung. Der Schutz weiterer Biotope im Wald, insbesondere von naturnahen Bruch-, Sumpf- und Auewäldern sowie von naturnahen Wäldern trockenwarmer Standorte einschließlich ihrer Staudensäume, richtet sich nach § 32 des Naturschutzgesetzes.
(4) Die Pflege von Biotopschutzwald sowie von nach § 32 des Naturschutzgesetzes besonders geschützten Biotopen im Wald erfolgt unbeschadet der besonderen Zweckbestimmung im Rahmen der Bewirtschaftung des Waldes nach den Vorschriften des § 12. Zulässig ist weiterhin, Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen durchzuführen, die zur Erhaltung oder Wiederherstellung der Biotopschutzwälder notwendig sind..
(5) Die Forstbehörde kann Ausnahmen von den Verboten des Absatzes 3 Satz 1 zulassen, wenn
überwiegende Gründe des Gemeinwohls diese erfordern,
keine erheblichen oder nachhaltigen Beeinträchtigungen des Biotopschutzwaldes und der Lebensstätten gefährdeter Tier- und Pflanzenarten zu erwartenn sind oder
durch Ausgleichsmaßnahmen in angemessener Zeit ein gleichartiger Biotopschutzwald geschaffen wird.
(7) Biotopschutzwald wird durch die Waldbiotopkartierung (§ 7 Abs. 4) abgegrenzt und beschrieben sowie in Karten und Verzeichnisse mit deklaratorischer Bedeutung eingetragen, die fortgeschriebenn werden sollen. Die Karten und Verzeichnisse liegen bei der Forstbehörde und den Gemeinden zur Einsicht für jedermann aus. Die Forstbehörden weisen auf die Auslegung der Karten und Listen zur Einsicht für jedermann durch ortsübliche Bekanntmachung hin.
(8) Das Ministerium regelt das Verfahren zur Einbeziehung der nach § 32 des Naturschutzgesetzes besonders geschützten Biotope im Wald in die Waldbiotopkartierung sowie zur Beteiligung der Waldbesitzer bei der Abgrenzung dieser Biotope durch Verwaltungsvorschrift.
die Sicherung der Frischluftzufuhr für Siedlungen,
die Erhaltung oder Verbesserung der Schutzwirkungen für Sonderkulturen,
die Abwehr oder Verhütung der durch Emissionen bedingten Gefahren, erheblichen Nachteile oder erheblichen Belästigungen und
der Schutz von Siedlungen, Gebäuden, land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken, Verkehrsanlagen und sonstigen Anlagen vor Erosion durch Wasser und Wind, Austrocknung, schädlichem Abfließen von Niederschlagswasser und vor Lawinen.
bestimmte Handlungen oder Maßnahmen verboten,
die Bewirtschaftung des Waldes nach Art und Umfang vorgeschrieben und
die Waldbesitzer verpflichtet werden, die Anlage und Unterhaltung von Schutzvorrichtungen zu dulden.
(1) Wald kann mit Zustimmung des Waldbesitzers durch Rechtsverordnung der höheren Forstbehörde zum Waldschutzgebiet (Bannwald oder Schonwald) erklärt werden wenn es zur Sicherung der ungestörten natürlichen Entwicklung einer Waldgesellschaft mit ihren Tier- und Pflanzenarten oder zur Erhaltung oder Erneuerung einer bestimmten Waldgesellschaft mit ihren Tier- und Pflanzenarten oder eines bestimmten Bestandsaufbaus geboten erscheint, forstliche Maßnahmen zu unterlassen oder durchzuführen. Der Schutzzweck ist in der Rechtsverordnung festzulegen. Soweit die Rechtsverordnung Bestimmungen zum Artenschutz enthält, sind diese mit der höheren Naturschutzbehörde abzustimmen.
(6) Waldschutzgebiete, die durch Erklärung der höheren Forstbehörde festgesetzt wurden, sind innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren nach Inkrafttreten dieses Gesetzes1 durch Rechtsverordnung neu auszuweisen. Eine Beteiligung der Träger öffentlicher Belange oder benachbarter Waldbesitzer ist nicht erforderlich, wenn die Abgrenzung der Waldschutzgebiete nicht oder nur unwesentlich verändert wird. § 36 Abs. 2, 3 und 4 kommt in diesen Fällen nicht zur Anwendung.
die Jagdausübung zum Schutze der Waldbesucher beschränkt werden,
die Waldbesitzer verpflichtet werden, den Bau, die Errichtung und die Unterhaltung von Waldwegen und Erholungseinrichtungen sowie die Beseitigung von störenden Anlagen oder Einrichtungen zu dulden und
(1) Die Errichtung und die Erweiterung eines Geheges im Wald bedarf der Genehmigung der Forstbehörde. Sie entscheidet im Einvernehmen mit den beteiligten Behörden; § 46 Abs. 3 Satz 2 des Naturschutzgesetzes bleibt unberührt.
der Wald erheblich geschädigt wird,
die Unterbringung und Pflege der Tiere den Anforderungen der Tierhygiene und des Tierschutzes nicht entsprechen,
für die Allgemeinheit dringend erforderliche Waldflächen für den allgemeinen Zutritt gesperrt werden müssen oder
Landschaftspflege, Naturschutz und Umweltvorsorge wesentlich beeinträchtigt werden.
(3) Die Forstbehörde ist zuständige Landesbehörde im Sinne von § 4 Nr. 20 Buchst. a des Umsatzsteuergesetzes, sofern sie nach § 34 Abs. 1 Satz 1 Genehmigungsbehörde ist.
(4) Sofern bei Gehegen, die bei Inkrafttreten dieses Gesetzes1 bestehen, Versagungsgründe nach Absatz 2 vorliegen, kann die höhere Forstbehörde die erforderlichen Maßnahmen anordnen. Die Beseitigung des Geheges kann angeordnet werden, soweit nicht auf andere Weise rechtmäßige Zustände hergestellt werden können.
(4) Über Grund und Höhe der Entschädigung und des Ersatzanspruches entscheidet die höhere Forstbehörde. Für die Entschädigung gelten die §§ 7 bis 15 des Landesenteignungsgesetzes entsprechend.
(3) Der Entwurf der Rechtsverordnung ist mit den Karten, auf die verwiesen ist, in den betroffenen Gemeinden und bei der Forstbehörde für die Dauer eines Monats öffentlich auszulegen. Ort und Dauer der Auslegung sind mindestens eine Wochen vorher in der für amtliche Mitteilungen ortsüblichen Form bekanntzumachen mit dem Hinweis, daß Einwendungen während der Auslegungsfrist bei der Forstbehörde vorgebracht werden können.
die genaue Umschreibung des Gebiets oder
die grobe Umschreibung des Gebiets und einen Verweis auf Karten, die die Grenzen des Gebiets enthalten und die eine Anlage zur Rechtsverordnung bilden.
(4) Ohne besondere Befugnisse ist nicht zulässig
das Fahren und Abstellen von Kraftfahrzeugen oder Anhängern im Wald,
das Zelten und das Aufstellen von Bienenstöcken im Wald,
das Betreten von gesperrten Waldflächen und Waldwegen,
das Betreten von Waldflächen und Waldwegen während der Dauer des Einschlags oder der Aufbereitung von Holz,
das Betreten von forstbetrieblichen und jagdbetrieblichen Einrichtungen.
(1) Der Waldbesitzer kann aus wichtigem Grund, insbesondere aus Gründen des Forstschutzes, der Wald- und Wildbewirtschaftung, zum Schutze der Waldbesucher, zur Vermeidung erheblicher Schäden oder zur Wahrung anderer schutzwürdiger Interessen des Waldbesitzers das Betreten des Waldes einschränken (Sperrung). Die Sperrung bedarf der Genehmigung der Forstbehörde. Die Sperrung kann auch von Amts wegen erfolgen. Die höhere Forstbehörde wird ermächtigt, Waldgebiete aus den Gründen des Satzes 1 durch Rechtsverordnung zu sperren. § 54 Abs. 1 des Naturschutzgesetzes findet keine Anwendung.
(1) Soweit das Reiten im Wald beschränkt ist, sollen genügend geeignete, möglichst zusammenhängende und an entsprechende Wege auf Gemeindegebieten von Nachbargemeinden anschließende Waldwege für das Reiten ausgewiesen werden. Die Ausweisung erfolgt durch die Forstbehörde nach Anhörung der beteiligten Waldbesitzer und der Betroffenen.
(2) Aufwendungen des Waldbesitzers für die Beseitigung nicht unerheblicher Schäden, die durch das Reiten auf ausgewiesenen Waldwegen entstanden sind, werden vom Land ersetzt.
(3) Zur Abgeltung der Aufwendungen nach Absatz 2 erhebt das Land für das Reiten auf ausgewiesenen Waldwegen eine Abgabe. Sie ist so zu bemessen, daß die hieraus insgesamt erzielten Einnahmen langfristig die nach Absatz 2 zu leistenden Aufwendungen nicht übersteigen.
(4) Das Ministerium wird ermächtigt, im Einvernehmen mit dem Finanzministerium durch Rechtsverordnung die Entschädigung der Waldbesitzer, die Erhebung und Höhe der Abgabe sowie die Kennzeichnung der Pferde zu regeln.
außerhalb einer eingerichteten und gekennzeichneten Feuerstelle ein Feuer anzündet oder unterhält oder offenes Licht gebraucht,
d) Besitzer auf ihrem Grundstück, sofern der Abstand des Feuers zum Wald mindestens 30 Meter beträgt
(1) Das Land fördert die Forstwirtschaft nach dem Gesetz über die Gemeinschaftsaufgabe €žVerbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes€œ, dem Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz und im Rahmen von Verpflichtungen nach Vorschriften der Europäischen Gemeinschaften. Soweit es zur Sicherung der Funktionen des Waldes erforderlich ist, können vom Land weitere Maßnahmen gefördert werden.
die Sicherung der Schutzfunktionen des Waldes,
Maßnahmen und Einrichtungen, die der Erholung im Wald und in Naturparken dienen, sowie ihre Unterhaltung und
die Forstwirtschaft bei außergewöhnlichen Schäden durch Naturereignisse und Forstschädlinge.
(5) Außer den in § 113 Abs. 2 der Landeshaushaltsordnung genannten Einnahmen sind dem Forstgrundstück die Einnahmen aus Holznutzungen, die über die nachhaltige Nutzung hinausgehen, abzüglich der Ausgaben für den Einschlag des Holzes zuzuführen.
(1) Die forsttechnische Betriebsleitung im Körperschaftswald wird vom Land ausgeübt. Die forsttechnische Betriebsleitung obliegt der unteren Forstbehörde;- sie umfaßt Planung, Vorbereitung, Organisation, Leitung und Überwachung sämtlicher Forstbetriebsarbeiten. Im übrigen bleibt das Recht der Körperschaft, über die in ihrem Wald zu treffenden Maßnahmen nach Maßgabe der Gesetze selbst zu entscheiden, unberührt. Der Körperschaft obliegt insbesondere die Verwertung der Walderzeugnisse, die Begründung und Beendigung von Arbeitsverhältnissen, die Vergabe der Forstbetriebsarbeiten und die Beschaffung der für den Forstbetrieb notwendigen Geräte und Materialien.
(3) Die Körperschaft kann abweichend von Absatz 1 die forsttechnische Betriebsleitung selbst ausüben. In diesem Fall wird ein körperschaftliches Forstamt errichtet. Das körperschaftliche Forstamt nimmt die Aufgaben der unteren Forstbehörde für die Waldflächen auf dem Gebiet der Gemeinde mit Ausnahme der Staatswaldfläche wahr.
(3) Die Körperschaft hat über den periodischen Betriebsplan zu beschließen und den Beschluß mit den erforderlichen Unterlagen innerhalb von vier Monaten nach Übergabe, im Falle des Absatzes 2 Satz 2 nach Aufstellung der höheren Forstbehörde vorzulegen. Der periodische Betriebsplan kann innerhalb von drei Monaten nach Vorlage des Beschlusses beanstandet werden, wenn er gegen Vorschriften dieses Gesetzes oder einer auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnung verstößt.
(2) Über den jährlichen Betriebsplan ist von der Körperschaft zu beschließen. Der Beschluß ist innerhalb eines Monats der unteren Forstbehörde, bei körperschaftlichen Forstämtern der höheren Forstbehörde vorzulegen. Der jährliche Betriebsplan kann innerhalb eines Monats nach Vorlage des Beschlusses beanstandet werden, wenn er gegen Vorschriften dieses Gesetzes oder einer auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen verstößt.
Aufgaben der forsttechnischen Betriebsleitung und des forstlichen Revierdienstes, es sei denn, diese Aufgaben werden durch körperschaftliche Forstämter wahrgenommen,
Grundsätze für die räumliche Abgrenzung der Forstreviere,
Arbeitsaufwand und Aufwandsersatz für die nach § 49 übertragenen Aufgaben und
Grundsätze für die Betriebsplanung und ihren Vollzug; dabei kann in bestimmten Fällen eine vereinfachte Betriebsplanung oder die Verlängerung des Planungszeitraums vorgesehen werden.
(1) Der Privatwald wird durch Beratung (§ 9 des Landwirtschafts-und Landeskulturgesetzes) sowie fachliche Aus- und Fortbildung der Waldbesitzer gefördert. Die Belange des Bauernwaldes sind dabei besonders zu berücksichtigen.
(3) Gegenstand der Betreuung sind die überwiegend im betrieblichen Interesse des Waldbesitzers liegenden forstbetrieblichen Maßnahmen. Die Betreuung erfolgt fallweise oder ständig.
(4) Gegenstand der technischen Hilfe ist der überbetriebliche Einsatz von Maschinen und Geräten einschließlich des Bedienungspersonals bei Forstbetriebsarbeiten. Die Forstbehörde leistet die technische Hilfe im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten gegen Kostenersatz. Von dem Kostenersatz kann zur Vermeidung von Härtefällen teilweise und bei überwiegendem öffentlichem Interesse ganz abgesehen werden.
(5) Bei Waldbesitzern mit Fachkräften für den forstlichen Revierdienst kann die Forstbehörde die fallweise Betreuung oder im Rahmen der ständigen Betreuung die forsttechnische Betriebsleistung übernehmen.
Inhalt und Umfang von Beratung, Betreuung und technischer Hilfe zu bestimmen und
Kostenbeiträge für fallweise und ständige Betreuung festzulegen.
(2) Die Realteilung eines Gemeinschaftswaldes ist nicht zulässig. Im Falle der Auflösung hat unbeschadet der Vorschriften des Grundstücksverkehrsgesetzes die Gemeinde ein Vorkaufsrecht, soweit nicht ein Anteilsberechtigter die anderen Anteile geschlossen erwirbt. § 25 Abs. 3 und er gilt entsprechend.
(2) Nicht rechtsfähige Gemeinschaften im Sinne von § 56 Abs. 1 können sich eine Verfassung geben, die den Vorschriften des § 18 Abs. 1 des Bundeswaldgesetzes entspricht. In diesem Fall kann ihnen auf Antrag die Rechtsfähigkeit nach § 22 des Bürgerlichen Gesetzbuches durch die höhere Forstbehörde verliehen werden. Die Rechtsfähigkeit nach § 22 des Bürgerlichen Gesetzbuches darf nur verliehen werden, wenn eine andere Rechtsform, insbesondere die Rechtsform eines nichtwirtschaftlichen Vereins, einer Genossenschaft oder einer Kapitalgesellschaft, unzumutbar ist und gewährleistet ist, daß der wirtschaftliche Verein nach Umfang und Organisation seine Aufgaben zweckmäßig wahrnehmen kann.
Waldgenossenschaften, die nach Maßgabe des badischen Zweiten Konstitutionsedikts von 14. Juli 1807 (ReGBl. S. 125) die Rechtsstellung einer Körperschaft des öffentlichen Rechts erlangt haben, können vom Ministeriums aufgefordert werden, sich eine Verfassung zu geben, die den Vorschriften des § 18 Abs. 1 des Bundeswaldgesetzes entspricht. § 57 Abs. 2 Satz 2 und 3 sowie § 57 Abs. 3 gelten entsprechend.
§ 61 Bildung und fachliche Förderung forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse
Das Ministerium als oberste Forstbehörde,
das Regierungspräsidium Freiburg, zuständig auch für den Regierungsbezirk Karlsruhe, sowie das Regierungspräsidium Tübingen, zuständig auch für den Regierungsbezirk Stuttgart und die Körperschaftsforstdirektionen als höhere Forstbehörden,
3. die unteren Verwaltungsbehörden und die körperschaftlichen Forstämter als untere Forstbehörden.
(1) Für den Bereich jeder höheren Forstbehörde wird eine Körperschaftsforstdirektion gebildet.
der Leiter der höheren Forstbehörde als Leiter der Körperschaftsforstdirektion,
zwei Vertreter der höheren Forstbehörde,
je ein Vertreter des Regierungspräsidiums,
je drei Vertreter der waldbesitzenden Gemeinden aus jedem Regierungsbezirk.
Näheres regelt die Geschäftsordnung für die Körperschaftsforstdirektion.
Für jedes Mitglied ist ein Stellvertreter zu bestellen. Die Körperschaftsforstdirektion ist beschlußfähig wenn neben dem Leiter mindestens vier Mitglieder anwesend sind. Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefaßt.
(4) Die Vertreter des Regierungspräsidien und die Vertreter der waldbesitzenden Gemeinden sind vom Innenministerium im Benehmen mit dem Ministerium auf die Dauer von fünf Jahren zu berufen. Die Vertreter der waldbesitzenden Gemeinden werden auf Vorschlag des Gemeindetags Baden Württemberg und des Städtetags Baden Württemberg berufen.
(2) Für den Körperschaftswald nimmt die Körperschaftsforstdirektion die Aufgaben der höheren Forstbehörde nach diesem Gesetz wahr.
(5) Für die Übertragung der Bewilligungsfunktion sowie der Funktion des technischen Prüfdienstes auf die unteren Forstbehörden für Ausgaben zu Lasten des Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds Landwirtschaft (EAGFL), Abteilung Garantie, gilt § 29d des Landwirtschafts- und Landeskulturgesetzes.
a) zwischen den unteren Fachbehörden, den höheren Forstbehörden und der obersten Forstbehörde einheitliche Verfahren zum elektronischen Austausch von Dokumenten und Daten sowie für die gemeinsame Nutzung von Datenbeständen eingerichtet und weiterentwickelt werden,
die Verwaltung und Bewirtschaftung des Staatswaldes,
die forsttechnische Betriebsleitung und den forstlichen Revierdienst im Körperschaftswald einschließlich Beratung und Unterstützung bei der Verwaltung,
die Durchführung von forstlichen Förderungsmaßnahmen,
die Ausübung der Forstaufsicht und des Forstschutzes und
die Waldpädagogik als Bildungsauftrag.
(3) Die persönlichen Kosten der Waldarbeiter werden den Stadt- und Landkreisen entsprechend ihrem tatsächlichen Einsatz im Staatsforstbetrieb erstattet. Die Stadt- und Landkreise erhalten vierteljährlich im Voraus Abschlagszahlungen. Die Arbeitskapazität derjenigen Waldarbeiter, die am 1. Januar 2005 auf die Stadt- und Landkreise übergehen, wird vom Land übernommen.
(1) Die Forstbehörde leistet beim Naturschutz, bei der Landschaftspflege und der Erstellung von Erholungseinrichtungen, soweit sie nicht selbst zuständig ist, den zuständigen Behörden, Landkreisen, Gemeinden und sonstigen öffentlichen Stellen Amtshilfe; bei der Durchführung solcher Maßnahmen außerhalb des Waldes gewährt die Forstbehörde technische Unterstützung im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten gegen Kostenersatz. § 70 Abs. 1 Satz 3 des Naturschutzgesetzes bleibt unberührt.
(2) Die technische Unterstützung umfaßt insbesondere folgende Aufgaben
(3) Mit der Durchführung von Pflegemaßnahmen nach Absatz 2 Nr. 1 sollen an die Stelle der Forstbehörde nach Möglichkeit land- und forstwirtschaftliche Betriebe, land- und forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse sowie Betriebe des Garten- und Landschaftsbaues beauftragt werden.
darüber zu wachen, daß die Waldbesitzer ihre Verpflichtungen nach diesem Gesetz oder anderen auf die Erhaltung und Pflege des Waldes sowie die Abwehr von Waldschäden gerichteten Vorschriften erfüllen, und
(2) Die Bediensteten am forstlichen Revierdienst der Forstbehörden und die körperschaftlichen Bediensteten im forstlichen Revierdienst im Privatwald, in dem sie Aufgaben nach § 49 wahrnehmen, wirken bei der Ausübung der Forstaufsicht mit. Sie haben bei der Ausübung der forstaufsichtlichen Tätigkeit die Stellung von Polizeibeamten im Sinne des Polizeigesetzes. Sie sind verpflichtet, bei der Ausübung ihrer Tätigkeit Dienstkleidung zu tragen und einen Dienstausweis mit sich zu führen, der bei Vornahme einer Amtshandlung auf Verlangen vorzuzeigen ist. Das Ministerium wird ermächtigt, Vorschriften über die Dienstkleidung und den Dienstausweis zu erlassen.
(2) Auf Sicherheitsleistungen nach diesem Gesetz finden § 232 und die §§ 234 bis 240 des Bürgerlichen Gesetzbuches Anwendung.
zum Schutz der Waldbesucher und zur Regelung der Erholung erforderlich ist, können die Forstbehörden Polizeiverordnungen erlassen.
(1) Die Bediensteten und Beauftragten der Forstbehörden sind befugt, zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben Grundstücke zu betreten sowie Vermessungen, Bodenuntersuchungen und ähnliche Arbeiten durchzuführen, soweit dies zur Erfüllung der Aufgaben nach diesem Gesetz oder sonstiger forstrechtlicher Vorschriften erforderlich ist. Das Grundrecht der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 des Grundgesetzes) wird insoweit eingeschränkt.
(1) Der Waldbesitzer ist verpflichtet, zu statistischen Zwecken Angaben über seinen Forstbetrieb zu machen. Er hat ferner die Forstbehörde auf Verlangen die Auskünfte zu erteilen, die zur Durchführung dieses Gesetzes oder sonstiger forstrechtlicher Vorschriften erforderlich sind.
(2) Der Auskunftspflichtige kann die Auskunft auf solche Fragen verweigern, deren Beantwortung ihn selbst oder einen der in § 383 Abs. 1 Nr. 1-3 der Zivilprozeßordnung bezeichneten Angehörigen der Gefahr aussetzen würde, wegen einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit verfolgt zu werden.
(1) Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden Württemberg ist eine nichtrechtsfähige öffentliche Anstalt, die dem Ministerium untersteht. Sie hat als Betriebsforschungsinstitut die Aufgabe, insbesondere der Forst- und Holzwirtschaft rationelle Möglichkeiten zur Erfüllung der vielfältigen Funktionen des Waldes aufzuzeigen und die ökologischen Beziehungen zwischen Wald und Umwelt zu untersuchen.
(2) Vorschriften, die der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt weitere Aufgaben zuweisen, bleiben unberührt
die Bediensteten im forstlichen Revierdienst der unteren Forstbehörde und der Körperschaften,
Privatforstbedienstete, wenn sie nach § 80 verpflichtet sind.
(4) Die Forstschutzbeauftragten haben bei der Ausübung des Forstschutzes die Stellung von Polizeibeamten im Sinne des Polizeigesetzes. § 67 Abs. 2 Satz 3 und 4 gilt entsprechend.
(1) Die Forstschutzbeauftragten sind im Bezirk der Forstbehörde, der sie angehören, örtlich zuständig.
ein Vorhaben nach § 41 Abs. 1 ohne die erforderliche Genehmigung ausführt,
entgegen § 41 Abs. 4 brennende oder glimmende Gegenstände wegwirft oder sonst unvorsichtig handhabt,
ein genehmigtes offenes Feuer oder Licht, ein Feuer in einer eingerichteten und gekennzeichneten Feuerstelle, oder ein offenes Feuer oder Licht, das keiner Genehmigung bedarf, unbeaufsichtigt oder ohne ausreichende Sicherungsmaßnahmen läßt, oder Auflagen, die mit der Genehmigung verbunden sind, nicht befolgt.
entgegen § 37 Abs. 3 im Wald außerhalb von Straßen und Wegen oder auf gekennzeichneten Wanderwegen unter 3 Meter Breite, auf Fußwegen oder auf Sport- und Lehrpfaden reitet, oder im Wald außerhalb von Straßen und Wegen oder auf Wegen unter 2 Meter Breite oder auf Sport- und Lehrpfaden radfährt,
entgegen § 37 Abs. 1 im Wald die Erholung anderer Waldbesucher beeinträchtigt, insbesondere durch ungebührlichen Lärm, wie Schreien, Gröhlen, Mißbrauch von Musikinstrumenten oder Musikapparaten,
entgegen § 37 Abs. 4 Wald oder forstbetriebliche oder jagdbetriebliche Einrichtungen, deren Betreten nicht zulässig ist, unbefugt betritt,
entgegen § 37 Abs. 4 unbefugt fährt, Kraftfahrzeuge oder Anhänger abstellt, zeltet oder unbefugt Verkaufsstände aufstellt,
entgegen § 37 Abs. 2 organisierte Veranstaltungen ohne Genehmigung der Forstbehörde durchführt oder an solchen Veranstaltungen teilnimmt,
entgegen § 41 Abs. 3 in der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober im Wald unbefugt raucht,
einer auf Grund von § 70 Nr. 2 oder 3 ergangenen Polizeiverordnung zuwiderhandelt, wenn diese ausdrücklich auf diese Bußgeldvorschrift verweist,
Erholungseinrichtungen im Wald mißbräuchlich benutzt oder verunreinigt oder im Bereich von Kinderspielplätzen, Spiel- und Liegewiesen und Wassertretanlagen Hunde frei laufen läßt,
im Wald Vorrichtungen, die zum Sperren von Wegen oder die dem Schutz der Einrichtungen nach § 37 Abs. 4 Nr. 5 und 6 dienen, unbefugt öffnet, offenstehen läßt, entfernt oder unbrauchbar macht,
im Wald Zeichen oder Vorrichtungen, die zur Abgrenzung, Absperrung, Vermessung oder als Wegweiser dienen, oder Zeichen, die zur Kennzeichnung an Walderzeugnissen angebracht sind, unbefugt zerstört, beschädigt, unbrauchbar macht, verändert oder entfernt,
im Wald Zeichen oder Vorrichtungen der in Nummer 10 genannten Art unbefugt anbringt,
das zur Bewässerung eines Waldgrundstückes dienende Wasser unbefugt ableitet und dadurch dieses oder ein anderes Waldgrundstück nachteilig beeinflußt oder Gräben, Wälle, Rinnen oder andere Anlagen, die der Be- oder Entwässerung von Waldgrundstücken dienen, unbefugt verändert, beschädigt oder beseitigt,
im Wald Aufschüttungen oder Abgrabungen unbefugt vornimmt,
im Wald Ameisenhaufen zerstört oder beschädigt oder Ameisen oder deren Puppen unbefugt einsammelt,
im Wald unbefugt Vieh treibt, Vieh weidet oder weiden läßt.
(4) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 2 500 Euro, in besonders schweren Fällen bis zu 10 000 Euro, geahndet werden.
entgegen § 9 Abs. 1 oder § 11 Abs. 1 Wald ohne Genehmigung in eine andere Nutzungsart umwandelt; der Versuch kann geahndet werden,
entgegen § 9 Abs. 7 einen Baumbestand ohne Genehmigung beseitigt,
entgegen § 15 Abs. 3 oder § 29 Abs. 2 einen Kahlhieb ohne Genehmigung vornimmt,
entgegen § 16 hiebsunreife Bestände nutzt,
eine Anzeige nach § 27 Abs. 2 nicht vornimmt,
entgegen § 34 Abs. 1 ohne Genehmigung ein Gehege oder eine ähnliche Einrichtung im Wald errichtet oder erweitert,
entgegen § 38 Abs. 1 Wald ohne Genehmigung sperrt oder eine Anzeige nach § 38 Abs. 2 nicht vornimmt,
einer auf Grund von § 70 Nr. 1 ergangenen Polizeiverordnung zuwiderhandelt, wenn diese ausdrücklich auf diese Bußgeldvorschrift verweist,
Angaben oder Auskünfte nach § 75 Abs. 1 nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erteilt.
(2) Ordnungswidrig handelt auch, wer vorsätzlich oder fahrlässig Auflagen, unter denen eine Genehmigung oder Befreiung von Vorschriften dieses Gesetzes oder einer auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnung erteilt werden, nicht, nicht rechtzeitig oder nicht ordnungsgemäß erfüllt.
(3) Die Ordnungswidrigkeit nach Absatz 1 Nr. 1 kann mit einer Geldbuße bis zu 25 000 Euro, die übrigen Ordnungswidrigkeiten können mit einer Geldbuße bis zu 2 500 Euro, in besonders schweren Fällen bis zu 10 000 Euro, geahndet werden.
(1) Verwaltungsbehörden im Sinne des § 36 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten sind in den Fällen des § 83 die Forstbehörde und in den Fällen des § 84 die höhere Forstbehörde.
(2) Steht mit einer nach diesem Gesetz zu ahndenden rechtswidrigen Tat eine Ordnungswidrigkeit nach § 111, § 118 oder § 121 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang oder wird im Wald eine Ordnungswidrigkeit nach § 118, § 121 oder § 122 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten begangen, so findet auf diese Ordnungswidrigkeit dieses Gesetz Anwendung.
(1) Die Forstschutzbeauftragten (§ 79 Abs. 2) können bei Ordnungswidrigkeiten nach § 83 und bei Ordnungswidrigkeiten, auf die § 85 Abs. 2 dieses Gesetzes Anwendung findet, verwarnen und ein Verwarnungsgeld erheben. § 56 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten gilt entsprechend.
§ 86a Ersatz von Aufwendungen durch den Fahrzeughalter
ZEHNTER TEIL: Übergangs und Schlußvorschriften
(1) Verfahren, die beim Inkrafttreten dieses Gesetzes1 bereits eingeleitet waren, sind nach den bisherigen Verfahrensvorschriften weiterzuführen.
(3) Gemeinschaftswald, der bei Inkrafttreten dieses Gesetzes1 für Körperschaftswald geltenden Vorschriften unterliegt und bei dem die forsttechnische Betriebsleitung oder der forstliche Revierdienst vom Land wahrgenommen wird, behält diese Rechtsstellung, wenn die satzungsmäßigen Vertreter nicht innerhalb eines Jahres gegenüber der höheren Forstbehörde den Verzicht auf diese Rechtsstellung erklären.
(4) Soweit die forstliche Betriebsleitung im Körperschaftswald derzeit von Sachverständigen gemäß Artikel 7 und 8 des württembergischen Körperschaftsforstgesetzes vom 19. Februar 1902 (Reg.Bl. S. 45) wahrgenommenen wird, bleibt es bei dieser Regelung, sofern die Körperschaft das Vertragsverhältnis nicht löst.
1.1 Naturnahe Schlucht- und Blockwälder
1.2 Regional seltene, naturnahe Waldgesellschaften
1.2.1 Naturnahe Buchenwälder
1.2.2 Naturnahe Eichenwälder
1.2.3 Naturnahe Fichtenwälder
1.2.4 Naturnahe Tannenwälder
Die nach § 24 a Abs. 1 Naturschutzgesetz geschützten Biotope im Wald sind in der Anlage zu § 24 a Abs. 1 Naturschutzgesetz definiert.
3. Als regional selten werden naturnahe Waldgesellschaften bezeichnet, die von Natur aus selten oder ursprünglich regionaltypisch weit verbreitet waren, infolge menschlicher Tätigkeit jedoch selten geworden sind. Die regionale Seltenheit ergibt sich aus der vorhandenen Waldzusammensetzung auf der Grundlage der standortkundlichen regionalen Gliederung Baden Württembergs.
1.1 Naturnahe Schlucht-, Blockhalden- und Hangschuttwälder
Naturnahe Schlucht-, Blockhalden- und Hangschuttwälder sind edellaubbaumreiche Wälder an Steillagen und in Schluchten sowie Wälder auf Hangschutt und auf Stein- und Blockhalden.
Dazu gehören Schlucht- und Blockhaldenwälder mäßig frischer bis feuchter Standorte wie der Ahorn-Eschen-Schluchtwald, der Ahorn-Eschen-Blockwald, der Drahtschmielen-Bergahorn-Blockwald sowie Blockwälder mäßig frischer bis trockener Standorte wie der Traubeneichen-Linden-Blockwald, der Birken-Blockwald und der Fichten-Blockwald.
Der Ahorn-Linden-Blockwald ist als €žGebüsche, naturnahe Wälder und Staudensäume trockenwarmer Standorte€œ nach Nummer 3.6 der Anlage zu § 32 des Naturschutzgesetzes geschützt.
Besonders typische Arten der Schlucht- und Blockwälder mäßig frischer bis feuchter Standorte sind:
Bergahom (Acer pseudoplatanus), Spitz-Ahorn (Acer platanoides), Esche (Fraxinus excelsior), Sommer- Linde (Tilia platyphyllos), Winter-Linde (Tilia cordata), Trauben-Eiche (Quercus petraea), Berg-Ulme (Ulmus glabra), Mehlbeere (Sorbus aria), Berg-Johannisbeere (Ribes alpinum), Holunder (Sambucus spec.), Hasel (Coryllus avellana), Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum), Stachelbeere (Ribes uva-crispa), Drahtschmiele (Deschampsia flexuosa), Wald-Geißbart (Aruncus dioicus), Hirschzunge (Asplenium scolopendrium), Wildes Silberblatt (Lunaria rediviva), Dorniger Schildfarn (Polystichum aculeatum), Ruprechtskraut (Geranium robertianum), Gewöhnlicher Tüpfelfarn (Polypodium vulgare), Ruprechtsfarn (Gymnocarpium robertianum), Zerbrechlicher Blasenfarn (Cystopteris fragilis), diverse Moose und Flechten.
Besondere typische Arten der Blockwälder mäßig frischer bis trockener Standorte sind:
Birken (Betula spec.), Eberesche (Sorbus aucuparia), Mehlbeere (Sorbus aria), Fichte (Picea abies), Sommer-Linde (Tilia platyphyllos), Winter-Linde (Tilia cordata), Trauben-Eiche (Quercus petraea), Drahtschmiele (Deschampsia flexuosa), Gewöhnlicher Tüpfelfarn (Polypodium vulgare), Strichfarne (Asplenium spec.), Ruprechtsfarn (Gymnocarpium robertianum), Heidelbeere (Vacinium myrtillus), Zerbrechlicher Blasenfarn (Cystopteris fragilis), acidophile Moose und Flechten.
Buche (Fagus sylvatica), Esche (Fraxinus excelsior), Bergahorn (Acer pseudoplatanus), Traubeneiche (Quercus petraea), Weißtanne (Abies alba), Stechplame* (ilex aquifolium), Heckenkirsche (Lonicera spec.), Waldbingelkraut (Mercurialis perennis), Grauer Alpendost (Adenostyles alliariae), Hasenlattich (Prenanthes purpurea), Wald-Veilchen (Viola reichenbachiana), Drahtschmiele (Deschampsia flexuosa), Hainsimsen (Luzula spec.), Buschwindröschen (Anemone nemorosa), Waldmeister (Galium odoratum), Perlgras (Melica spec.), Waldgerste (Hordelymus europaeus).
Stieleiche (Quercus robur), Traubeneiche (Quercus petraea), Rotbuche (Fagus sylvatica), Hainbuche (Carpinus betulus), Süßkirsche (Prunus Avium), Feldahorn (Acer campestre), Feldulme Ulmus campestre), Schlehe (Prunus spinosa), Weißdorn (Crataegus spec.), Hasel (Corylus avellana), Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum), Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus), Rosen-Arten (Rosa spec.), Echter Kreuzdorn (Rhamnus catharticus), Liguster (Ligustrum vulgare), Holunder (Sambucus spec.).
landeswaldgesetz baden-württemberg (76)
lwaldg baden-württemberg (20)
landeswaldgesetz baden-wÃ¼rttemberg (15)
waldgesetz baden-wÃ¼rttemberg (12)
lwaldg bw (3)
wegegesetz baden württemberg (1)
Stichworte: Baden-Württemberg, LWaldG, Landeswaldgesetz, Waldgesetz
Knolmayer Sabine
23/08/2009 • 12:43
Ich bitte Sie mir klar und eindeutig mitzuteilen, ob in Baden Württemberg im Wald Anleinpflicht für den Hund besteht.
Sabine Knolmayer
24/08/2009 • 08:59
Liebe Frau Knolmayer, eine Anleinpflicht im Wald gibt es unseren Wissens nach für Baden-Württemberg nicht. Weder im Bundeswaldgesetz noch im Waldgesetz für Baden-Württemberg (LWaldG) findet sich ein Hinweis zum Umgang mit Hunden im Wald. In anderen Ländern ist die Anleinpflicht explizit geregelt. Beispiel: Niedersächsisches Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung §33 (1), dort heißt es: „In der freien Landschaft ist jede Person verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihrer Aufsicht unterstehende Hunde nicht streunen oder wildern und in der Zeit vom 1. April bis zum 15. Juli (allgemeine Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit) an der Leine geführt werden,..“. Eine generelle Anleinpflicht für Hunde im Wald besteht in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg Vorpommern und Schleswig Holstein. Diese oder eine ähnliche Regelung gibt es aber im Waldgesetz für Baden-Württemberg nicht. Daraus abzuleiten, dass alles erlaubt ist, was nicht verboten ist, würde ich allerdings nicht unbedingt empfehlen. Bin eben auch kein Jurist ;-)
12/09/2010 • 12:29
Sehr geerhrte Damen und Herren.
Kann ein Förster einem Selbstwerber der einen Schlagraum oder eine ihm zugewiesene Durchforstung aufarbeitet,verbieten mit einer Seilwinde zu arbeiten oder eine Rückegasse zu befahren,und anzuordnen das Holz mit einer Handkarre aus dem Bestand zu bringen.
Sägenlehrgang und Seilwindenlehrgang wurden am Forstbildungszentrum in Königbronn absolviert.
13/09/2010 • 13:36
hier könnte man an § 14 „Pflegliche Bewirtschaftung des Waldes“ denken, sowie § 21 „Sachkundige Bewirtschaftung des Waldes“ ((2) Zur Sicherung der sachkundigen Bewirtschaftung obliegen im Staatswald und im Körperschaftswald Leitung und Durchführung des Betriebs in der Regel Beamten des Forstdienstes.). Es ist davon auszugehen, dass ein Förster Vorgaben hinsichtlich der Art und Weise machen kann, wie ein Waldstück zu bearbeiten ist. Er vertritt ja in dem Sinne den Eigentümer. Es ist aus Ihrer Sicht sicher verständlich, dass Sie mit Gerät möglichst effizient arbeiten wollen. Andererseits sind bei der Befahrung mit schwerem Gerät immer auch mit Rückeschäden, verletztem Wurzelwerk etc. zu rechnen. Es ist die Entscheidung des Försters bzw. des Forstamtes, ob in einem Waldstück einen Harvester zum Einsatz gebracht wird, eine professionelle motormanuelle Truppe eingesetzt wird, oder das Stück für Selbstwerber ausgewiesen wird.
Christina Cronfoth
15/01/2011 • 17:45
mich würde es interessieren ob man im Wald denn mit Metaldetektoren suchen gehen darf…. theoretisch sollte dies ja so sein da man weder andere Waldbesucher in ihrer Erholung stört noch Tiere und Pflanzen beschädigt….
aber ist dann auch das „graben“ erlaubt… wobei selbstverstänglich die entstehenden Löcher wieder ordentlich zu gemacht werden! (Ein Loch ist ca. 20cm tief mit einem durchmesser von 40 cm)
Wenn Sie mir hierauf eine Antwort geben beziehungsweise ein Gestz nennen könnten wo ein Verbot ausgesprochen wird wäre ich ihnen sehr dankbar!
08/02/2011 • 18:35
Hallo Frau Cronfoth,
suchen dürfen Sie wahrscheinlich. Denn z.B. im Landeswaldgesetz Baden-Württemberg steht im VIERTER TEIL, Betreten des Waldes, § 37 Betreten des Waldes: (1) Jeder darf Wald zum Zwecke der Erholung betreten.
Aber graben könnte den Tatbestand einer Ordnungswidrigkeit erfüllen. Im Landeswaldgesetz Badem-Württemberg steht „NEUNTER TEIL, Ordnungswidrigkeiten, § 83 Allgemeine Ordnungswidrigkeiten, (2) Ordnungswidrig handelt auch, wer vorsätzlich oder fahrlässig 14. im Wald Aufschüttungen oder Abgrabungen unbefugt vornimmt.
Es ist allerdings auch nur eine Ordnungswidrigkeit ;-)
Aber ob das Waldgesetz jetzt wirklich das passende Gesetz darstellt, ist ohnehin zu bezweifeln.
02/03/2012 • 16:08
meine Frage ist ob es rechtlich zugelassen ist, dass die Privatwaldbesitzer in Ihrem Wald das dort gesägte Brennholz lagern dürfen als Meterware sowie auch vereinzelzt als Kaminholz?
Denn teilweise kann man vor lauter Holzstapel vom Weg nicht mehr in den Wald hineinsehen.
Und vereinzelt sind mir schon extra errichtete halboffene Schuppen mit Dach aufgefallen?
das ist selbstverständlich erlaubt. Bitte bedenken Sie, das ist deren Besitz! Die Schuppen-Sache ist in der landesspezifischen Bauordnung geregelt. Aber bei forstwirtschaftlichen Betrieben ist auch das i.d.R. erlaubt und genehmigungsfrei.
25/08/2012 • 18:20
wer und wie muss ein Waldrand gepflegt werden. Wir haben eine Wiese mehre hundert Meter entlang am Waldrand. Diesewird vom Besitzer nicht gepflegt. Die Äste ragen inzwische bis zu 8 m auf unser Grundstück bis 1m tief auf den Boden.
Gras wächst da nicht mehr, ständig fallen morsche Äste auf das Grundstück und mit dem Tracktor läst sich da auch nicht mehr fahren. Kann ich auf eine Beseitigung der Äste bestehen, kann ich dies auf Kosten des Besitzers veranlassen, kann ich Etschädigung bekommen oder iwe kann ich eine Lösung herbeiführen?
25/08/2012 • 19:36
Grundsätzlich sind Sie natürlich im Recht, aber bei Nachbarschaftsstreitigkeiten verlieren immer beide!
Im Waldgesetz für Baden-Württemberg gibt es im Zweifelsfall den Paragraphen 27:
„§ 27 Nachbarpflichten; Nachbarschutz
(1) Der Waldbesitzer hat bei der Bewirtschaftung seines Waldes auf die Bewirtschaftung benachbarter Grundstücke Rücksicht zu nehmen, soweit dies im Rahmen einer ordnungsgemäßen Forstwirtschaft ohne unbillige Härten möglich ist. In der Nähe der Grenzen haben die Waldbesitzer ihre forstbetrieblichen Maßnahmen aufeinander abzustimmen und die räumliche Ordnung zu sichern.“
Abgesehen davon gibt es bei herabfallenden Ästen natürlich eine Verkehrssicherungspflicht des Waldbesitzers.
09/01/2013 • 16:22
meine Frage ist, wenn im Herbst Fichtenholz eingeschlagen wird (Güte B und C, Klasse 1b und 2a)
wie lange kann das Holz ohne schaden zu nehmen am Waldrand gelagert werden.
16/09/2013 • 12:07
Bin seit 2 Jahren Pächter eines Gartengrundstücks was an einem Waldrand endet und 8 Meter vom Waldrand von Vorgänger eine Terasse exisitiert. Da vom Besizter alles abgerissen wurde bevor wir es pachten konnten, würden wir gerne einem Geräteschuppen hinstellen. Nur mit der hüred das dies unter landschaftsschutz steht und nicht die 30 Meter Waldrandabstand einhällt. Die komplette Genehmigung von der unteren Naturschutzbehörde ca 200€ und die vom Bauamt wegen dem Waldrandabstand 300€. Zusätzlich soll ich dann noch eine Verzichtserklärung dem Förster unterschreiben falls im Falle der unter 30 Waldrandabstad was passiert. Warum soll ich dem Bauamt 300€ für eine Rechtliche Genehmigung zahlen und noch eine Verzichtserklärung unterschreiben. Das passt nicht zusammen. Weil 500€ für einen Geräteschuppen der dann noch nicht mal eingekauft ist ist etwas viel des guten nur um seine nötigen Geräte im Trockenen zu lagern können. Gibt es da eine andere Lösung?
27/05/2014 • 11:50
können Sie mir sagen ob:
ich im Wald mit meinen zwei Hunden (angeleint) den Waldweg verlassen (kein Naturschutzgebiet)
darf um Pilze zu sammeln?
A. Gutekunst
27/02/2017 • 20:25
wie lange hat ein Privatwaldbesitzer Zeit, seine vom Borkenkäfer befallenen Tannen aus dem Wald zu entfernen. Gibt es eine Schonfrist?
Was für Argumente, Vorschriften, Gesetze gibt es, den Besitzer davon zu überzeugen, seiner Arbeit nachzukommen
Welcher Paragraph würde hier zutreffen?
01/03/2017 • 14:49
@ „wie lange hat ein Privatwaldbesitzer Zeit, seine vom Borkenkäfer befallenen Tannen aus dem Wald zu entfernen?“:
Wahrscheinlich sind es keine Tannen sondern Fichten. Erster Ansatzpunkt wäre im Waldgesetz für Baden-Württemberg der § 14, (1), 4.: Zur pfleglichen Bewirtschaftung gehört insbesondere […] tierische und pflanzliche Forstschädlinge rechtzeitig und ausreichend zu bekämpfen […]
Vielleicht wenden Sie sich zunächst an das zuständige Forstamt. Dort kann man am besten einschätzen, ob von den befallenen Bäumen tatsächlich eine Gefahr ausgeht. Im Wald stehen immer mal wieder einige von Rindenbrütern befallenen Bäume, ohne dass gleich eine Epidemie ausbricht. Der Buchdrucker z.B. hat bei gesunden Bäumen, die an einem ausreichend feuchten Standort stehen grundsätzlich keine Chance.