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Timestamp: 2016-10-26 07:40:35
Document Index: 8037599

Matched Legal Cases: ['Art. 63', 'Art. 97', 'Art. 9', 'Art. 95', 'Art. 109', 'Art. 64', 'Art. 65']

6B_502/2012 (15.10.2012)
6B_502/2012
Versuchte sexuelle N�tigung, Gef�hrdung des Lebens,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Strafkammer, vom 3. Juli 2012.
Das Obergericht des Kantons Z�rich sprach den Beschwerdef�hrer am 3. Juli 2012 der versuchten sexuellen N�tigung sowie der Gef�hrdung des Lebens schuldig und bestrafte ihn mit 39 Monaten Freiheitsstrafe. Das Gericht ordnete eine ambulante Behandlung im Sinne von Art. 63 StGB an. Der Beschwerdef�hrer wurde verpflichtet, der Beschwerdegegnerin 2 Fr. 15'000.-- als Genugtuung zu bezahlen.
Der Beschwerdef�hrer ficht das Urteil des Obergerichts vollumf�nglich an.
Als versuchte sexuelle N�tigung wird dem Beschwerdef�hrer vorgeworfen, er habe der Beschwerdegegnerin 2 gesagt, er werde sie in Zukunft in Ruhe lassen, wenn sie einmal im Monat mit ihm schlafe. Ansonsten werde er ihr weiter nachstellen (angefochtener Entscheid S. 10).
Demgegen�ber behauptet der Beschwerdef�hrer wie schon vor der Vorinstanz, er habe die Beschwerdegegnerin 2 nicht "wegen sexuellen Neigungen angegriffen", sondern es sei um Geld gegangen (Beschwerde S. 1). Er vermag indessen nicht darzulegen, inwieweit die Beweisw�rdigung der Vorinstanz, die auf die Schilderung der Beschwerdegegnerin 2 abstellte, offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV sein k�nnte.
Als Gef�hrdung des Lebens wird dem Beschwerdef�hrer vorgeworfen, er habe die Beschwerdegegnerin 2 mit einem K�chenmesser verfolgt, worauf sie zu Boden gefallen sei. Darauf habe er sich auf sie gekniet und ihr das Messer im Abstand von ungef�hr zehn Zentimetern an den Hals gehalten. Er sei dabei unter anderem wegen seiner Alkoholisierung von mindestens 1,42 Gewichtspromillen nicht in der Lage gewesen zu kontrollieren, welche Verletzungen sich die sich wehrende Beschwerdegegnerin 2 h�tte zuziehen k�nnen.
Es kann auf die Ausf�hrungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. angefochtenen Entscheid S. 11 - 16). Inwieweit diese willk�rlich sein oder gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen k�nnten, ergibt sich aus der Beschwerde nicht und ist auch nicht ersichtlich. Da dem Beschwerdef�hrer keine versuchte K�rperverletzung vorgeworfen wird, geht sein Vorbringen, er habe die Beschwerdegegnerin 2 nicht verletzen wollen (Beschwerde S. 1), an der Sache vorbei. Der Schuldspruch wegen Gef�hrdung des Lebens ist nicht zu beanstanden.
In Bezug auf die ambulante Behandlung kann ebenfalls auf die Ausf�hrungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. angefochtenen Entscheid S. 24/25). Ob der Beschwerdef�hrer die Massnahme selber gew�nscht hat, was er vor Bundesgericht bestreitet (Beschwerde S. 2), ist unerheblich.
In Bezug auf die H�he der Genugtuung stellt die Vorinstanz fest, die jahrelangen Nachstellungen des Beschwerdef�hrers, die schliesslich in der Bedrohung mit einem Messer gipfelten, h�tten f�r die Beschwerdegegnerin 2 eine schwere seelische Unbill bedeutet (angefochtener Entscheid S. 26). Was daran gegen das Recht verstossen k�nnte, ergibt sich aus der Beschwerde nicht und ist auch nicht ersichtlich. Das Vorbringen des Beschwerdef�hrers, die Summe sei genau an diejenige angepasst worden, welche die Beschwerdegegnerin 2 ihm schulde (Beschwerde S. 2), ist abwegig.
Schliesslich erhebt der Beschwerdef�hrer verschiedene Vorw�rfe gegen seinen fr�heren Anwalt (vgl. Beschwerde S. 3/4). Es ist indessen nicht ersichtlich, dass er im kantonalen Verfahren nicht hinreichend verteidigt worden w�re.
Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang sind die Gerichtskosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen. Soweit er auf seine finanzielle Lage verweist (Beschwerde S. 4 unten), kann dies als Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege angesehen werden. Das Gesuch ist indessen in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG). Der Beschwerdegegnerin 2 ist keine Entsch�digung auszurichten, weil sie vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte.