Source: http://blog.burhoff.de/2012/01/pflichtverteidiger-bei-153a-stpo/
Timestamp: 2017-06-24 06:59:52
Document Index: 121994078

Matched Legal Cases: ['§ 153', '§ 153', '§ 140', '§ 140', '§ 153', '§ 153', '§ 153', '§ 81', '§ 153', 'BGH']

Pflichtverteidiger bei § 153a StPO? – Burhoff online Blog
Der OLG Hamm, Beschl. v. 07.10.2011 – III-3 Ws 321/11 – sagt: Das geht grundsätzlich, und zwar auch noch nach Einstellung des Verfahrens. In der Sache hat es dann die Beschwerde des Angeklagten als unbegründet angesehen:
„Auch in dem Verfahrensstadium nach Einstellung des Verfahrens nach § 153a StPO kann die Mitwirkung eines Verteidigers – so z.B. zur Wahrung der Rechte des Angeklagten bei der Auflagen- und Weisungserfüllung oder auch zur Vorbereitung der neuen Hauptverhandlung bei drohendem Scheitern der vorläufigen Einstellung – geboten sein, so dass auch in diesem Verfahrensstadium die Bestellung eines Pflichtverteidigers in Betracht kommen kann. Eine schwierige Sachlage im Sinne des § 140 Abs. 2 Satz 1 StPO besteht nicht stets bei längerer Dauer der Hauptverhandlung oder bei einer komplexen Beweislage (Meyer-Goßner, a.a.O., § 140 Rdnr. 26a m.w.N.). Eine schwierige Sachlage ist erst dann anzunehmen, wenn die Gefahr besteht, dass der Angeklagte seine Rechte ohne die Mitwirkung eines Verteidigers nicht mehr ausreichend wahrnehmen kann, insbesondere weil er allein den Überblick über die Beweisaufnahme zu verlieren droht.“
Das Gute kommt (fast) zum Schluss – (Ausnahme)Kostenentscheidung bei § 153a StPO Wann tritt bei § 153a StPO die Sperrwirkung ein? „Reue und Einsicht“ bei § 153a StPO Doch kein Pflichtverteidiger bei Verletzung von § 81a Abs. 2 StPO? Abgelegt unter Entscheidung, Ermittlungsverfahren, Hauptverhandlung, Sonstiges, Verfahrensrecht.
Schlagwörter: § 153a StPO, Einstellung, OLG Hamm, Pflichtverteidiger.
Von Detlef Burhoff	– 30. Januar 2012
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