Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202008,%20S.%202907
Timestamp: 2013-06-18 07:53:28
Document Index: 15815565

Matched Legal Cases: ['Art. 5', 'Art. 21', 'Art. 5', 'Art. 21', 'Art. 5', 'Art. 23', 'BGH', 'Art. 5', 'Art. 12', 'Art. 14', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'BGH', 'Art. 5', 'Art. 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 5', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 2008, 2907
Rechtsprechung BVerfG, 12.03.2008 - 2 BvF 4/03 Volltextver�ffentlichungen (5)
Parteibeteilung an Rundunkunternehmen
GG Art. 5 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. Art. 21 Abs. 1; HPRG � 6 Abs. 2 Nr. 4Absolutes Verbot der Beteiligung an privaten Rundfunkanbietern f�r Parteien ist verfassungswidrig (Prof. Dr. Bernd Holznagel; MMR 2008, 591)
HPRG � 6 Abs. 2 Nr. 4; GG Art. 5Verfassungsrechtliche Grenzen der Beteiligung politischer Parteien an privaten Rundfunkunternehmen
Absolutes Verbot f�r politische Parteien, sich an privaten Rundfunkveranstaltungen zu beteiligen, verfassungswidrig
Privatrundfunk: Geringe Beteiligung von Parteien muss erlaubt sein
Totales Beteiligungsverbot f�r politische Parteien an privatem Rundfunk ist verfassungswidrig
� 6 HPRGPolitische Parteien d�rfen Minderheitsbeteiligungen an privaten Rundfunksendern halten
Art. 21 GG; Art. 5 GGParteilicher Rundfunk? Die politischen Parteien als Gegenstand und Faktor der Berichterstattung im Privatrundfunk (Prof. Dr. Matthias Cornils, Mainz)
Kurznachricht zu "Partei-TV? - Zur Vergewisserung der Dogmatik der Rundfunkfreiheit - Unter Ber�cksichtigung der neueren Rechtsprechung, insbesondere des 9. Rundfunkurteils des BVerfG vom 12.03.2008" von RA Dr. Michael M�ller, LL.M., original erschienen in: AfP 2009, 433 - 441.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BVerfG vom 12.03.2008, Az.: 2 BvF 4/03 (Absolutes Verbot der Beteiligung an privaten Rundfunkanbietern f�r Parteien ist verfassungswidrig)" von Prof. Dr. Bernd Holznagel, original erschienen in: MMR 2008, 596 - 597.
BVerfG, 30.07.2007 - 2 BvF 4/03
BVerfG, 19.09.2007 - 2 BvF 4/03
Wird zitiert von ... (22) BVerfG, 22.08.2012 - 1 BvR 199/11 Rundfunkgeb�hren auch f�r internetf�hige PCs // Verfassungsbeschwerde gegen …Die Rundfunkgeb�hr ist au�erdem dem der Gesetzgebungskompetenz der L�nder unterliegenden Bereich des Rundfunks (vgl. Art. 23 Abs. 6 Satz 1 GG, BVerfGE 90, 60 [105]; 92, 203 [238]; 121, 30 [46]) zuzuordnen.
BGH, 15.12.2011 - I ZR 129/10 Einkauf AktuellEr selbst darf sich jedoch nur in engen Grenzen auf dem Gebiet der Presse bet�tigen (vgl. BVerfGE 20, 162, 175; vgl. zur Rundfunkfreiheit BVerfGE 121, 30, 52 mwN).Das verfassungsrechtliche Gebot, dass die Presse von staatlichen Einfl�ssen freizuhalten ist, bezieht sich nicht nur auf manifeste Gefahren unmittelbarer Lenkung oder Ma�reglung der im Bereich der Presse t�tigen Unternehmen, sondern weitergehend auch auf die Verhinderung aller mittelbaren und subtilen Einflussnahmen des Staates (vgl. wiederum zur Rundfunkfreiheit BVerfGE 121, 30, 52 f. mwN).
VGH Bayern, 15.02.2012 - 7 BV 11.285 Klage der Axel Springer AG in Sachen ProSiebenSat.1 erfolgreichaa) Zwar ist die Verhinderung vorherrschender Meinungsmacht im Rundfunk nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ein aus Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG folgendes objektives Gebot und ein wichtiger Gemeinwohlbelang (z.B. BVerfG vom 16.6.1981 BVerfGE 57, 295/319, vom 4.11.1986 BVerfGE 73, 118/152, vom 18.12.1996 BVerfGE 95, 163/172 und vom 12.3.2008 BVerfGE 121, 30/63 f.).Allerdings stehen der Aufgabe des Gesetzgebers zur Ausgestaltung der Rundfunkordnung und zur Sicherung der Meinungsvielfalt im Rundfunk die unternehmerische Freiheit der Medienunternehmen (Art. 12 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1 und 2 GG) und deren Rundfunkfreiheit (Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG) gegen�ber (vgl. BVerfG vom 12.3.2008, a.a.O., S. 55).Dem Gesetzgeber kommt bei der Bestimmung und Gewichtung von Gefahren f�r die Verwirklichung der Rundfunkfreiheit und der Festlegung der f�r ihre Herstellung und Erhaltung zu w�hlenden Mittel ein weiter Gestaltungsspielraum zu (BVerfG vom 17.2.1998 BVerfGE 97, 228/267, vom 26.10.2005 BVerfGE 114, 371/387 und vom 12.3.2008, a.a.O., S. 50, 59 und 64).Vielmehr k�nnen grunds�tzlich auch mehrere Anbieter (…vgl. BVerfG vom 16.6.1981, a.a.O., S. 322, und vom 12.3.2008, a.a.O., S. 52: "einzelne gesellschaftliche Gruppen") die Schwellenwerte des � 26 Abs. 2 RStV 2005 knapp erreichen oder �berschreiten und damit vorherrschende Meinungsmacht im bundesweiten Fernsehen erlangen.
LSG Nordrhein-Westfalen, 21.11.2012 - L 12 AS 1702/11 Grundsicherung f�r ArbeitsuchendeDie Deutung darf nicht dazu f�hren, dass das gesetzgeberische Ziel in einem wesentlichen Punkt verfehlt oder verf�lscht wird (vgl. BVerfG Beschluss vom 21.12.2010 - 1 BvR 2760/08 Rn 16; Beschluss vom 21.12.2010 - 1 BvR 2742/08 Rn 16; Beschluss vom 16.11.2010 - 2 BvL 12/09 Rn 104; Beschluss vom 12.03.2008 - 2 BvR 4/03 Rn 140 - BVerfGE 121, 30 ff.; Beschluss vom 14.12.1999 - 1 BvR 1327/98 Rn 52 - BVerfGE 101, 312 ff.; Beschluss vom 22.10.1985 - 1 BvL 44/83 Rn 56 - BVerfGE 71, 81 ff; Beschluss vom 30.06.1964 - 1 BvL 16/62 Rn 50 - BVerfGE 18, 97 ff.; Beschluss vom 11.06.1958 - 1 BvL 149/52 Rn 29 - BVerfGE 8, 28 ff.).
BVerfG, 16.12.2010 - 2 BvL 16/09 Vereinbarkeit von � 104a Abs. 3 S. 1 Aufenthaltsgesetz ( AufenthG ) mit dem …Allerdings darf einem nach Wortlaut und Sinn eindeutigen Gesetz nicht im Wege der Auslegung ein entgegengesetzter Sinn verliehen, der normative Gehalt der auszulegenden Norm nicht grundlegend neu bestimmt oder das gesetzgeberische Ziel nicht in einem wesentlichen Punkt verfehlt werden (vgl. BVerfGE 18, 97 [111]; 54, 277 [299 f.]; 71, 81 [105]; 121, 30 [68]).
OLG M�nchen, 28.09.2011 - 7 U 711/11 Wirksamkeitspr�fung f�r das Squeeze out bei der Hypo Real Estate Holding AG: …Entscheidend ist, dass aus der Perspektive des Gesetzgebers eine hinreichende Ungewissheit �ber die Anwendungsf�lle einer Norm verbleibt, dass also ein Gesetz nicht nur einen einzelnen Fall regelt, sondern potentiell f�r alle vergleichbaren F�lle gilt (vgl. BVerfGE 7, 129, 150/151; 10, 234, 242; 13, 225, 228/229; 24, 33, 52; 25, 371, 396; 99, 367, 400; 121, 30, 49).
BVerwG, 11.07.2012 - 6 C 39.11 Fortsetzungsfeststellungsklage; Klage�nderung; privater Rundfunk; Anbieter; …Der Gesetzgeber muss beim privaten Rundfunk lediglich daf�r sorgen, dass die verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Vielfalt in der Berichterstattung im Ergebnis durch das Gesamtangebot aller Veranstalter erf�llt werden; f�r private Rundfunkveranstalter verlangt Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG keine binnenpluralistische Organisation, weil damit diese Form der Veranstaltung von Rundfunksendungen um das Grundelement privater autonomer Gestaltung und Entscheidung und damit um ihre eigentliche Substanz gebracht w�rde (BVerfG, Urteil vom 12. M�rz 2008 - 2 BvF 4/03 - BVerfGE 121, 30 ).Staatsfreiheit des Rundfunks bedeutet, dass der Staat weder selbst Rundfunkveranstalter sein noch bestimmenden Einfluss auf das Programm der von ihm unabh�ngigen Veranstalter gewinnen darf (BVerfG, Urteil vom 12. M�rz 2008 a.a.O. ).
OVG Niedersachsen, 20.10.2008 - 10 LA 101/07 Verletzung der Menschenw�rde durch TV-Nachrichten- und MagazinsendungNach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (vgl. j�ngst: Urteil vom 12. M�rz 2008 - 2 BvF 4/03 -, DVBl. 2008, 507 = NVwZ 2008, 658 m.w.Nachw.) enth�lt Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG einen Auftrag zur Gew�hrleistung der Rundfunkfreiheit, der auf eine Ordnung zielt, die sicherstellt, dass die Vielfalt der bestehenden Meinungen im Rundfunk in m�glichster Breite und Vollst�ndigkeit Ausdruck findet.
OVG Berlin-Brandenburg, 20.05.2008 - 11 B 2.08 Befreiung von den Rundfunkgeb�hren aus sozialen Gr�nden; ALG II-Empf�nger mit …Letztere kommt nur dann in Betracht, wenn der Wortlaut der Norm mehrere Auslegungsm�glichkeiten er�ffnet und der klar erkennbare Wille des Gesetzgebers nicht entgegen steht (vgl. BVerfG, Urteil vom 12. M�rz 2008 - 2 BvF 4/03 -, DVBl 2008, 507, sowie bei Juris, dort Rz. 140; BVerfGE 98, 17, 45; 101, 312, 329).
SG Reutlingen, 29.04.2008 - S 2 AS 2952/07 Grundsicherung f�r Arbeitsuchende - Leistungsausschluss f�r Ausl�nder bei …d) Ebenso ist f�r eine Auslegung des � 7 Abs. 1 Satz 2 SGB II in der jeweils geltenden Fassung dahingehend, dass er auf EU-Ausl�nder generell keine Anwendung findet (so aber Schreiber , ZESAR 2006, 423 [429]; bzgl. � 23 Abs. 3 Satz 1 SGB XII jedenfalls bei nicht ausreisepflichtigen Unionsb�rgern SG Wiesbaden…, Beschluss vom 15.01.2008, Az.: S 16 AS 690/07 ER, juris, Rdnr. 37) bereits aus methodischen Gr�nden kein Raum (so auch Urteil der 12. Kammer des SG Reutlingen vom 18.02.2008, Az.: S 12 AS 1077/07, n. v.), da die Auslegungsgrenze nicht nur durch den Wortlaut (siehe aus j�ngerer Zeit nur BVerfG, Beschluss vom 19.09.2007, Az.: 2 BvR 3/02, NVwZ 2007, 1396 [1401]), sondern auch durch den eindeutig erkl�rten Willen des Gesetzgebers gebildet wird (BVerfG, Urteil vom 12.03.2008, Az.: 2 BvF 4/03, juris, Rdnr. 140, insofern in DVBl. 2008, 507 ff. nicht abgedruckt; BVerfG, Beschluss vom 19.09.2007, Az.: 2 BvR 3/02, NVwZ 2007, 1396 [1401]; a. A. LSG Nordrhein-Westfalen…, Beschluss vom 04.09.2006, Az.: L 20 B 73/06 SO ER, juris, Rdnr. 11).
VG Berlin, 28.01.2009 - 27 A 61.07 Versto� gegen die JMStV-Bestimmungen durch Ausstrahlung einer Folge der …
VG Berlin, 09.11.2011 - 27 A 64.07 "Sex and the City" - Rechtliche Bedeutung von KJM-Jugendschutzbewertungen
VG Berlin, 09.11.2011 - 27 A 62.07 � 5 Abs 1 JMStVtr, � 5 Abs 4 S 3 JMStVtr, � 17 Abs 1 S 3 JMStVtr, � 17 Abs 1 S 4 …
VG Berlin, 09.11.2011 - 27 A 63.07 � 5 Abs 1 JMedienSchStVtr BE, � 5 Abs 4 S 3 JMedienSchStVtr BE, � 17 Abs 1 S 3 …
Rechtsprechung BVerfG, 25.03.2008 - 1 BvR 1753/03 Volltextver�ffentlichungen (6)
Art. 5 Abs. 1 GG; � 130 Abs. 1 Nr. 1 StGB; � 130 Abs. 1 Nr. 2 StGB; � 130 Abs. 3 StGBVolksverhetzung ("Heimatvertriebenenlied"); Meinungsfreiheit (Ermittlung des objektiven Sinngehalts; Beachtung des Kontexts von Meinungs�u�erungen; Offenlegung der richterlichen Abw�gung); Leugnung des Holocaust.
Verurteilung des S�ngers des "Heimatvertriebenenliedes" wegen Volksverhetzung
AG B�blingen, 22.11.2000 - 9 Ds 6 Js 88181/98
Wird zitiert von ... (10) BVerfG, 04.02.2010 - 1 BvR 369/04 Volksverhetzung ("Aktion Ausl�nderr�ckf�hrung - F�r ein lebenswertes deutsches …Ebenso hat das Bundesverfassungsgericht die Ma�st�be aufgestellt, welche f�r die Feststellung einer Verletzung des kollidierenden Rechtsguts der Menschenw�rde zu beachten sind (vgl. BVerfGE 93, 266 ; 107, 275 ;… speziell zu � 130 StGB: Beschl�sse der 1. Kammer des Ersten Senats vom 6. September 2000 - 1 BvR 1056/95 -, NJW 2001, S. 61 ; vom 25. M�rz 2008 - 1 BvR 1753/03 -, NJW 2008, S. 2907 ).Die Gerichte haben diesen die Belange der Meinungsfreiheit verdr�ngenden Effekt bei der Normauslegung insbesondere von Straftatbest�nden zu beachten (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 25. M�rz 2008 - 1 BvR 1753/03 -, NJW 2008, S. 2907 ).Diese Auslegung des Bundesgerichtshofs hat die Kammer f�r die Anwendung von � 130 StGB a.F. gebilligt (…vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 6. September 2000 - 1 BvR 1056/95 -, NJW 2001, S. 61 ; vom 25. M�rz 2008 - 1 BvR 1753/03 -, NJW 2008, S. 2907 ).Die Strafgerichte m�ssen jedoch im Interesse des materiellen Grundrechtsschutzes durch Offenlegung der f�r den Ausgang der Abw�gung ma�gebenden Gr�nde in einer der verfassungsgerichtlichen Pr�fung zug�nglichen Weise erkennen lassen, dass in die Abw�gung die daf�r erheblichen Umst�nde eingestellt worden sind oder warum hierf�r im Einzelfall etwa wegen einer Antastung der Menschenw�rde kein Raum mehr war (vgl. zuletzt: BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 25. M�rz 2008 - 1 BvR 1753/03 -, NJW 2008, S. 2907 ; vgl. auch die einschl�gige fachgerichtliche Rechtsprechung zur Subsumtion der Parole "Ausl�nder raus" unter � 130 StGB - Nachweise oben III 3 a bb a.E.).
BGH, 20.09.2011 - 4 StR 129/11 Anforderungen der Meinungsfreiheit an die strafjuristische Bewertung einer …Er wird vielmehr auch von dem sprachlichen Kontext, in dem die umstrittene �u�erung steht, und ihren Begleitumst�nden bestimmt, soweit diese f�r den Rezipienten erkennbar sind (vgl. BVerfGE 93, 266, 295; BVerfG NJW 2008, 2907, 2908).Diese m�ssen mit Art. 5 Abs. 1 GG vereinbar sein (vgl. BVerfGE 43, 130, 139; BVerfG NJW 2008, 2907, 2908).Hierf�r m�ssen die Gerichte die Umst�nde benennen, aus denen sich ein solches am Wortlaut der �u�erung nicht erkennbares abweichendes Verst�ndnis ergibt (BVerfG NJW 2008, 2907, 2908).Er wird vielmehr auch von dem sprachlichen Kontext, in dem die umstrittene �u�erung steht, und ihren Begleitumst�nden bestimmt, soweit diese f�r den Rezipienten erkennbar sind (vgl. BVerfGE 93, 266, 295; BVerfG NJW 2008, 2907, 2908).Diese m�ssen mit Art. 5 Abs. 1 GG vereinbar sein (vgl. BVerfGE 43, 130, 139; BVerfG NJW 2008, 2907, 2908).Hierf�r m�ssen die Gerichte die Umst�nde benennen, aus denen sich ein solches am Wortlaut der �u�erung nicht erkennbares abweichendes Verst�ndnis ergibt (BVerfG NJW 2008, 2907, 2908).
OLG Hamm, 11.02.2010 - 2 Ws 323/09 Anforderungen an die Auslegung von �u�erungenNach st�ndiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sind daher mehrdeutige Aussagen nur dann strafbar, wenn strafrechtlich irrelevante Auslegungsvarianten, die nicht v�llig fern liegen, mit schl�ssigen Argumenten ausgeschlossen werden k�nnen (BVerfG, NJW 2001, 61, 62; NJW 2003, 660, 661; NJW 2008, 2907, 2908 m. w. N.).NJW 2008, 2907, 2908; BVerfG, Beschluss vom 24. September 2009, 2 BvR 2179/09, zitiert nach Juris; LG Bochum, Urteil vom 09. September 2005, 1 KLs 33 Js 248/04, zitiert nach Juris), denn diese Umst�nde k�nnen Hinweise darauf geben, wie der durchschnittliche Zuh�rer die �u�erungen auffassen wird (BGH, Urteil vom.Ob bei der Auslegung, wie der Bundesgerichtshof meint, zu ber�cksichtigen ist, dass es sich um einen mehrheitlich gleichgesinnten dem Rechtsextremen politischen Spektrum zuzurechnenden Zuh�rerkreis handelt (BGH, a.a.O.) oder ob auf das Verst�ndnis des unvoreingenommenen verst�ndigen Zuh�rers abzustellen ist (BVerfG, NJW 2008, 2907), kann dahinstehen, da vorliegend auch nach dem Verst�ndnis eines objektiven, unvoreingenommenen Zuh�rers nur eine Deutung der �u�erungen in Betracht kommt, die den Straftatbestand erf�llt.Selbst eine plakative und heftige Beleidigung von Teilen der Bev�lkerung erf�llt nicht ohne weiteres die Voraussetzungen eines besonders qualifizierten, die Menschenw�rde verletzenden Angriffs auf die Pers�nlichkeit, wie er von � 130 Abs. 1 Nr. 2 StGB vorausgesetzt wird (BVerfG, NJW 2008, 2907, 2909; KG NJW 2003, 685, 686).
BVerfG, 24.09.2009 - 2 BvR 2179/09 Verfassungsbeschwerde gegen Untersagung einer Plakatierung im Rahmen der …Diesen die Belange der Meinungsfreiheit verdr�ngenden Effekt m�ssen die Gerichte beachten (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 25. M�rz 2008 - 1 BvR 1753/03 -, NJW 2008, S. 2907 ).
BVerfG, 09.07.2008 - 1 BvR 519/08 Beschlagnahme s�mtlicher Exemplare einer Jugendzeitschrift; Meinungsfreiheit …Das Landgericht durfte zum einen nicht offenlassen, an welchem der Tatbest�nde des � 130 StGB es die zitierten �u�erungen misst, da die unterschiedlichen Tatbestandsvoraussetzungen f�r die Konkretisierung der verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Auslegung und Anwendung der Norm von Bedeutung sind (…vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 12. November 2002 - 1 BvR 232/97 -, NJW 2003, S. 660 ; BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 25. M�rz 2008 - 1 BvR 1753/03 -, unter II 2 b).
BGH, 07.02.2012 - 3 StR 335/11 Inbegriffsr�ge (�berzeugungsbildung bei Gest�ndnis); Mitt�terschaft bei …Sollte das neue Tatgericht im Rahmen der Hauptverhandlung erneut das Senden von Liedern und �u�erungen feststellen, wird es - genauer als bisher - jedes Lied und jede �u�erung, die es zur Grundlage des Schuld- und Strafausspruchs macht, unter Beachtung der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG (vgl. insbesondere BVerfG, Beschl�sse vom 25. M�rz 2008 - 1 BvR 1753/03, NJW 2008, 2907; vom 15. September 2008 - 1 BvR 1565/05, NJW 2009, 908; vom 18. Mai 2009 - 2 BvR 2202/08, NJW 2009, 2805) und des Bundesgerichtshofs (vgl. BGH, Urteil vom 3. April 2008 - 3 StR 394/07, juris) daraufhin zu untersuchen haben, ob hierdurch �u�erungs- und Propagandadelikte verwirklicht worden sind.
VG Aachen, 04.11.2008 - 6 L 478/08 Demonstration am 08. November 2008: Verbot, als Redner und Versammlungsleiter …vgl. VG K�ln, Beschluss vom 9. November 2005 - Az. 20 L 1794/05 - , juris, m.N. aus der Rechtsprechung des BVerfG f�r die Zeit bis August 2005; vgl. ferner f�r den anschlie�enden Zeitraum: BVerfG, Beschl�sse vom 27. Januar 2006 - 1 BvQ 4/06 -, NVwZ 2006, 586-588; vom 26. Januar 2006 - 1 BvQ 3/06 -, NVwZ 2006, 585-586; vom 01. Dezember 2007 - 1 BvR3041/07 -, juris; vom 25. M�rz 2008 - 1 BvR 1753/03 -, NJW 2008, 2907-2909.
OVG Berlin-Brandenburg, 19.03.2012 - 3 B 2.11 Ermessensausweisung; �ffentliches Billigen oder Werben f�r terroristische Taten; …So sieht das Bundesverfassungsgericht bei der �berpr�fung zivilrechtlicher oder strafrechtlicher Sanktionen die Meinungsfreiheit als verletzt an, wenn ein Gericht bei mehrdeutigen �u�erungen die zur Verurteilung f�hrende Bedeutung zugrunde legt, ohne vorher andere m�gliche Deutungen, die nicht v�llig fern liegen, mit schl�ssigen Gr�nden ausgeschlossen zu haben (vgl. BVerfG, Beschluss vom 12. November 2002 - 1 BvR 232/97 -, NJW 2003, 660; Beschluss vom 25. M�rz 2008 - 1 BvR 1753/03 -, NJW 2008, 2907).
KG, 01.12.2011 - 1 Ss 395/11 Zum NPD-Wahlkampf: "5-Punkte-Plan zur Ausl�nderr�ckf�hrung"Bei mehrdeutigen Bekundungen m�ssen andere Auslegungsvarianten, die nicht zu einer strafrechtlichen Sanktion f�hren w�rden, mit nachvollziehbaren und tragf�higen Gr�nden ausgeschlossen werden k�nnen (vgl. zum Ganzen nur BVerfG NJW 2010, 2193; NJW 2008, 2907; KG JR 1998, 213, jeweils m.w.N.).