Source: https://www.datenschutzprofi24.de/datenpannen-pflichten-nach-der-dsgvo/
Timestamp: 2019-04-19 10:23:38
Document Index: 385810318

Matched Legal Cases: ['§ 42', '§ 42', '§ 3', 'Art. 33', 'Art. 34', 'Art 33', '§ 42']

Datenpannen - Pflichten nach der DSGVO
Schon bisher sind Unternehmen verpflichtet, die Aufsichtsbehörden oder die Betroffenen bei Datenschutzverstößen in Form von Datenpannen zu informieren. Diese Verpflichtungen werden mit der DSGVO deutlich verschärft.
Bisherige Regelung von Datenpannen im BDSG
Bisher sind Datenpannen nach § 42a BDSG unter zwei Voraussetzungen meldepflichtig. Es müssen sog. „Risikodaten“ betroffen sein. Diese sind in § 42a Satz 1 BDSG abschließend aufgezählt und beinhalten u.a. besondere Arten personenbezogener Daten nach § 3 Abs. 9 BDSG oder Daten zu Bank und Kreditkartenkonten. Darüber hinaus müssen durch die Datenpanne schwerwiegende Beeinträchtigungen für die Rechte oder schutzwürdigen Interessen des Betroffenen drohen, so dass die Anzahl meldepflichtigen Vorfälle bislang nicht sehr groß ist.
Regelung von Datenpannen in der DSGVO
Die DSGVO sieht ab Mai 2018 eine deutlich verschärftere Meldepflicht bei Datenpannen vor. Wann eine solche Verpflichtung besteht, richtet sich nach den Art. 33 DSGVO für Meldungen an die Aufsichtsbehörde und Art. 34 DSGVO für Meldungen an die Betroffenen.
Künftig muss grundsätzlich jede Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten an die zuständige Aufsichtsbehörde gemeldet werden. Eine Beschränkung auf die oben bezeichneten Risikodaten kennt die DSGVO nicht. Eine Ausnahme besteht nach Art 33 Abs. 1 DSGVO nur dann, wenn die Datenpanne voraussichtlich nicht zu einem Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen führt.
Entsprechend sind Meldungen an die Betroffenen unter Berücksichtigung der formalen Kriterien, innerhalb der Gesetzlichen Meldefrist durchzuführen. Das gleicht gilt für die Meldung an die Aufsichtsbehörde gem. § 42a BDSG.
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