Source: https://www.dhv-cgb.de/tarifarbeit/tarifinfos-branchen/versicherungen
Timestamp: 2017-10-21 06:25:01
Document Index: 197359826

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 19', '§ 19', '§ 22', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 21', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 22']

2,0 % mehr Gehalt ab 1. April 2018
1,7 % mehr Gehalt ab 1. Mai 2019
In der Tarifverhandlungsrunde am 7. September 2017 schlossen wir einen Tarifvertrag ab, der erneut einige Verbesserungen gegenüber dem doch ernüchternden Ergebnis des Flächentarifvertrags vorsieht.
Es wurden ein Zuschuss für die JAV-Kasse und die Aufstockung des Gesundheitskontos erreicht, sowie Tarifvereinbarungen zur Bargeldumwandlung und zur Beschäftigungssicherung geschlossen.
2,0 % Gehaltserhöhung ab dem 01.04.2018 für die Tarifgruppen 1a bis 6
1,7 % Gehaltserhöhung ab dem 01.05.2019 für die Tarifgruppen 1a bis 6
Erhöhung der Vergütungen für Auszubildende: ab 01.04.2018 und ab 01.05.2019 um je 22 EUR
Laufzeit des Gehaltstarifvertrages bis zum 31.01.2020
Aufstockung des Gesundheitskontos mit +25 Punkten für 2017 und +50 Punkten für 2018
Verlängerung des Altersteilzeitabkommens mit flexiblerer Ausgestaltung bis zum 31.12.2020
Tarifvereinbarungen zur Bargeldumwandlung und zur Beschäftigungssicherung
Darüber hinaus haben wir verabredet, dass die Themen im Zusammenhang mit den Veränderungen der Arbeitswelten in den bereits bestehenden Arbeitsgruppen auf betrieblicher Ebene weiter behandelt werden und eine stärkere Förderung der betrieblichen Altersversorgung geprüft wird.
Einigkeit besteht auch, dass die Übernahme der Ausgebildeten in ein anschließendes Arbeitsverhältnis im besonderen gemeinsamen Interesse der Tarifparteien ist.
Der Tarifabschluss ist erneut ein Erfolg, den Ihre Kolleginnen und Kollegen der Verhandlungskommission für Sie erreicht haben.
DHV-Tarifkommission bei der SV Sachsen
Kay Rakowski
Michael Scholz, DHV
Privates Versicherungsgewerbe: Warum wir nicht zu Streiks aufrufen!
Der Verhandlungsabbruch erfolgte angeblich, weil sich die Arbeitgeberseite weigerte, über den von verdi vorgelegten Zukunftstarifvertrag Digitalisierung zu verhandeln. Wir sind der Auffassung , dass über einen solchen Tarifvertrag nicht im Rahmen einer Gehaltstarifrunde verhandelt werden kann.
Das Thema ist von zentraler Bedeutung und äußerst komplex. Deshalb hatten wir am 02.06.2017 dem AGV vorgeschlagen, eine Verhandlungsverpflichtung zu vereinbaren, um in 2018 mit der gebotenen Sorgfalt einen Zukunftstarifvertrag Digitalisierung zu verhandeln. Mit dieser Forderung erklärte sich die Arbeitgeberseite einverstanden. Angesichts dieser Bereitschaft der Arbeitgeberseite, die auch der verdi-Tarifkommission gegenüber kommuniziert wurde, ist der Abbruch der Verhandlungen durch verdi nicht nachvollziehbar.
Für die Umsetzung der verdi-Forderung nach Einrichtung eines Qualifizierungsfonds soll eine gemeinsame Einrichtung gebildet werden, die paritätisch aus Mitgliedern von verdi und dem AGV bestehen soll. Diese Einrichtung soll die Qualifizierungsmaßnahmen und die Kooperation mit den Bildungsträgern organisieren. Eine solche Forderung, die darauf abzielt, die gewerkschaftliche Konkurrenz auszuschließen und auf Gewerkschaftsseite ein Monopol zur Förderung der Arbeit des verdi-Bildungswerks zu etablieren, lehnen wir ab! Deshalb verbietet es sich für uns schon allein aus diesem Grund, mit einem Aufruf zum Streik den Schulterschluss mit den verdi-Aktionen zu vollziehen .
verdi hätte am 25.06.2017 in Dortmund ein Zeichen setzen und sich an der Demonstration der Betriebsratsini-tiative „Bürgerversicherung? Nein Danke!“ der privaten Krankenversicherungen anlässlich des SPD-Parteitages beteiligen müssen. Aber ausgerechnet an diesem Tag war die ansonsten so streikbereite verdi unter den Demonstranten nicht zu sehen.
Im Gegensatz zu verdi zeigte die DHV aber am 25.06.2017 in Dortmund Flagge auf Seiten der Betriebsratsinitiative!
Bundesweit zu Streiks aufrufen, aber bei einer für die Existenz der Beschäftigten in der Versiche-rungswirtschaft wichtigen Protestaktion zu kneifen – das ist für uns nicht akzeptabel!
Privates Versicherungsgewerbe: Tarifverhandlungen abgebrochen - Bärendienst zu Lasten der Beschäftigten
Die 3. Verhandlungsrunde wurde in den Abendstunden des 02.06.2017 ergebnislos abgebrochen. Ein neuer Verhandlungstermin ist nicht vereinbart worden.
DHV und Arbeitgeberverband (AGV) verhandelten konstruktiv. Unsere DHV-Verhandlungskommission verdeutlichte in einer Präsentation die Notwendigkeit, in Tarifverhandlungen über die Weiterentwicklung des Manteltarifvertrages zu treten. Die Digitalisierung der Arbeitswelt erfordert einen zeitgemäßen und modernen Manteltarifvertrag, der u.a. Antworten auf folgende Herausforderungen gibt:
Sachgerechter Ausgleich zwischen Arbeitszeitsouveränität und Arbeitszeitflexibilität
Schutz vor Überforderung der Beschäftigten in der digitalisierten Arbeitswelt
Qualifizierung mit dem Ziel eines selbstbestimmten und lebensphasenorientierten Arbeiten
Flankieren von Arbeitsschutzvorschriften
Regelungen zu „virtuellen Betrieben“
Regelungen zu Arbeitszeitbegriff und Bereitschaftsdiensten/Rufbereitschaften
Für Sie verhandeln:
Peter Abend, Gothaer Krankenversicherung AG, Vorsitzender der Bundesfachgruppe Privates Versicherungsgewerbe
Martin Adam, Hallesche Krankenversicherung aG
Nicolé Benzinger-Henzler, Württembergische Versicherung AG
Michael Böhme, SIGNAL IDUNA Gruppe
Peter Daniel Forster, NÜRNBERGER Lebensversicherung AG
Manuela Franz-Fiedler, Sparkassenversicherung Sachsen AG
Rosemarie Henning, Gothaer Finanzholding AG
Ute Koser, NÜRNBERGER Lebensversicherung AG
Matthias Rickel, Talanx / HDI Konzern
Matthias Rottwinkel, Gothaer Krankenversicherung AG
Rose-Maria Sommer, Allianz Versicherung
Roland Maria Weigt, Allianz SE
Peter Heckel verstorben
Leider müssen wir Euch die traurige Mitteilung machen, dass unser lieber und geschätzter Kollege und Mitglied der DHV-Tarifkommission Peter Heckel nach längerer Krankheit verstorben ist.
Peter war ein Gewerkschafter von ganzem Herzen. Er war ein Mensch, der sich nicht in den Vordergrund spielte, sondern sich gerne für vielerlei Aufgaben in die Pflicht nehmen ließ. Wenn es galt, bei den Tarifverhandlungen dabei zu sein, war er stets zur Stelle, und mochten die Verhandlungen noch so weit weg sein und noch so lange bis in die Nacht dauern.
Eine Gewerkschaft ist so gut, wie sich ihre Mitglieder engagieren. Nur mit Hilfe von Mitgliedern, wie sie Peter vorbildlich repräsentierte, konnte die DHV das Landesarbeitsgericht Hamburg von ihrer Tariffähigkeit überzeugen. Dafür sind wir Peter zu Dank verpflichtet.
Peter war nicht nur ein lieber Kollege und Mitstreiter unserer Tarifkommission, sondern er war einer von uns, mit dem man sprichwörtlich Pferde stehlen konnte, und für manchen von uns ein wertvoller Freund.
Jede/r, der/die an der letzten Tarifkommissionssitzung im November 2016 in Pulheim teilnahm, erinnert sich an Peters leidenschaftliches Plädoyer für die Auszubildenden. Seine eindringliche Erinnerung, die Auszubildenden und damit die Zukunft nicht zu vernachlässigen, ist sein Vermächtnis, das für uns trauernde Tarifkommissionsmitglieder über sein Tod hinaus Verpflichtung ist.
Peter Abend Henning Röders
Vorsitzender Bundesfachgruppe DHV-Bundesvorsitzender
Private Versicherungen: Ergebnis der ersten Tarifrunde 2017 - Altersversorgung für Alle und nicht nur für Auserwählte!
Wie erwartet legte der Arbeitgeberverband in der ersten Runde der Tarifverhandlungen kein Angebot vor. Er stellte die wirtschaftliche Lage der Branche vielmehr in dramatischer Weise dar.
Unsere Meinung: Wie gewohnt spielt die Arbeitgeberseite das Klagelied vom fehlenden Geld für Gehaltserhöhungen!
Insbesondere verwies der Arbeitgeberverband auf das Niedrigzinsumfeld, die drohende Einführung der Bürgerversicherung, bevorstehende weitere regulatorische Auswirkungen (IDD, Solvency II) und die Herausforderungen der Digitalisierung.
Nach unserem Eindruck spielt für viele Konzerne die Digitalisierung und Agilität eine dem Menschen übergeordnete Rolle. Veränderungen in der Arbeitswelt sind nach Meinung der Arbeitgeberseite angesagt. Nur bei der Gehaltsentwicklung ist Stillstand ja sogar Rückschritt anstelle von Agilität angesagt!
Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland widerspricht grundlegend dem von den Arbeitgebern negativ gezeichnetem Bild. Die Arbeitslosenquote sinkt kontinuierlich bei einer noch nie da gewesenen Erwerbstätigenquote.
2 Einmalzahlungen für die Gehaltsgruppen A und B in Höhe von jeweils 300,00 €
Die Zukunftsfähigkeit der Tarifverträge
Altersversorgung für Alle und nicht für Auserwählte!
Wir erwarten für alle Kolleginnen und Kollegen in der Branche einen Zuschuss zur Altersversorgung in Höhe von 80.- € monatlich, anstelle eines unsolidarischen Zuschusses für Mitglieder von verdi.
Die Verhandlungen werden am 05.05.2017 in Düsseldorf fortgesetzt.
Privates Versicherungsgewerbe: Forderungspaket der DHV für die Tarifrunde 2017
Der Gehaltstarifvertrag für die ca. 220.000 Versicherungsangestellten ist gekündigt und endet am 31. März 2017. Die Tarifverhandlungen beginnen am 30. März 2017 und finden voraussichtlich mit der dritten Verhandlungsrunde am 02. Juni 2017 ihren Abschluss.
Anstelle von unrealistischen Wunschvorstellungen haben wir folgende Forderungen für die Tarifrunde 2017 beschlossen:
Zwrei Einmalzahlungen für die Gehaltsgruppen A und B in Höhe von jeweils € 300,00
Zahlreiche Unternehmen und Versicherungskonzerne haben weitreichende Umstrukturierungsmaßnahmen teilweise bereits umgesetzt, um Millionenbeträge im zwei- bis dreistelligen Bereich einzusparen. Viele Programme beinhalten Personaleinsparungen. Die Arbeit verringert sich dadurch allerdings nicht. Es gilt vielmehr: mehr Arbeit für weniger Personal. Dies ist zumindest auf der Vergütungsebene gebührend zu berücksichtigen.
Deshalb sind die Gehälter und Auszubildendenvergütungen angemessen zu erhöhen.
Die langanhaltende Niedrigzinsphase,
die Pflicht zur Eigenkapitalbildung nach Solvency II und auch die erneute Diskussion zur Einführung der Bürgerversicherung stehen unserem Forderungspaket nicht entgegen. In den Unternehmen und Versicherungskonzernen werden als Ergebnis ihrer erfolgreichen Arbeit regelmäßig die Gehälter der Vorstände erhöht. Es ist also genügend Kapital verfügbar, um auch die Kollegen/innen am Unternehmenserfolg zu beteiligen.
sind unser Markenzeichen. Es macht wenig Sinn, eine 6 %ige Gehaltsforderung zu stellen und sich dann mit weniger als der Hälfte davon zu begnügen.
ist ein wichtiger Bestandsteil für einen sozialverträglichen Übergang in den Ruhestand. Deshalb muss das Altersteilzeitabkommen in seiner jetzigen Form und Ausgestaltung verlängert werden.
muss gewahrt werden. Viele Versicherungsunternehmen erhöhen die Umsetzungsgeschwindigkeit, um die Arbeitswelt zu digitalisieren. Unter dem Stichwort Arbeit 4.0 entstehen völlig neue Denkmodelle einer zukünftigen Arbeitswelt. In einigen Versicherungsunternehmen hat der Robotereinsatz längst Einzug gehalten. Es erfolgen branchenübergreifende Kooperationen, um durch künstliche Intelligenz unter dem Stichwort „Watson“ Arbeiten im Leistungs- und Schadenbereich sowie dem Beschwerdemanagement auf Maschinen zu übertragen. Das hat Folgen, und zwar nicht nur für die Arbeitsplätze, sondern auch für die zukünftigen Arbeitsschutzbestimmungen. Über derartige Pläne und deren Auswirkungen müssen sich die Sozialpartner in gemeinsamen Verhandlungsrunden verständigen, nachdem die Gehaltstarifverhandlungen abgeschlossen sind.
Privates Versicherungsgewerbe: Tarifverhandlungen im Versicherungsaußendienst ohne Ergebnis vertagt
23. Dezmeber 2016
Am 22.12.2016 fanden in Wuppertal die Gehaltstarifverhandlungen für den Versicherungsaußendienst statt. Die DHV hatte den Gehaltstarifvertrag fristgerecht zum 31.12.2016 gekündigt.
Nach mehrstündigen Verhandlungen konnte kein Ergebnis erzielt werden. Die Arbeitgeberseite legte ein Angebotspa-ket in einem Umfang von lediglich rund 1 % vor. Die DHV-Verhandlungskommission wies dieses Angebot als nicht akzeptabel zurück. Sie hatte ein Forderungspaket mit Erhöhungen im Schnitt von 3,7 % vorgelegt. Die Verhandlungen wurden daraufhin ergebnislos in das Jahr 2017 vertagt.
Der aktuelle Verhandlungsstand im Überblick:
DHV-Forderung Arbeitgeberangebot
DHV-Forderung: Ab 01.01.2017 Erhöhung um Arbeitgeberangebot: 2 Erhöhungsstufen ab 04/2017 und ab 07/2018
Mindesteinkommen Stufe I (§ 3 Ziff. 1 GTV) 85 € monatlich (mtl.) 25 € mtl (1,24 %)
25 € mtl (1,00 %)
Mindesteinkommen Stufe II (§ 3 Ziff. 1 GTV) 70 € mtl. 20 € mtl. (1,01 %)
20 €mtl. (1,00 %)
Mindesteinkommen organisierender Werbeaußendienst (§ 3 Ziff. 2 GTV) 90 € mtl. 25 € mtl. (1,02 %)
25 € mtl. (1,01 %)
Unverrechenbarer Betrag des Mindesteinkommens (§ 19 Ziff. 1 MTV) 50 € mtl. 5 € mtl. (1,00 %)
5 € mtl. (0,99 %)
Monatliche Einkommensgrenze für Weihnachts- und Urlaubsgeld (§ 19 Ziff. 5, § 22 Ziff. 3 MTV) 180 € 50 € (1,02 %)
50 € (1,01 %)
Höchstbetrag Weihnachtsgeld Stufe I (§ 19 Ziff. 5 MTV) 70 € 20 € mtl. (1,06 %)
20 € mtl. (1,05 %)
Höchstbetrag Weihnachtsgeld Stufe II (§ 19 Ziff. 5 MTV) 85 € 25 € mtl. (1,08 %)
25 € mtl. (1,06 %)
Höchstbetrag Weihnachtsgeld organisierender Werbeaußendienst (§ 19 Ziff. 5 MTV) 100 € 30 € mtl. (1,16 %)
30 € mtl. (1,14 %)
Höchstbetrag Krankenzulage (§ 21 Ziff. 2 b) und c) MTV) 140 € mtl. 40 € mtl. (1,04 %)
40 € mtl. (1,03 %)
Provisionsausgleich für Eigengeschäft (§ 22 Ziff. 2 Abs. 2 MTV) 15 € pro Urlaubstag Kein Angebot
Höchstbetrag Urlaubsgeld Stufe I (§ 22 Ziff. 3 Abs. 2 MTV) 45 € 10 € (0,85 %)
10 € (0,85 %)
Höchstbetrag Urlaubsgeld Stufe II (§ 22 Ziff. 3 Abs. 2 MTV) 55 € 15 € (1,03 %)
15 € (1,02 %)
Höchstbetrag Urlaubsgeld organisierender Werbeaußendienst (§ 22 Ziff. 3 Abs. 2 MTV) 70 €
20 € (1,23 %)
20 € (1,21 %)
Darüber hinaus fordert die DHV die Verlängerung des bis zum 31.12.2017 geltenden Altersteilzeitabkommens bis zum 31.12.2019 und die Erweiterung des Abkommens auf den gesamten Versicherungsaußendienst. Die Arbeitgeberseite hat zu dieser Forderung keine Stellung genommen.
Peter Daniel Forster, NÜRNBERGER Lebensversicherung
Manuela Franz-Fiedler, Sparkassenversicherung Sachsen
Peter Heckel, Gothaer Allgemeine Sachversicherung AG
Ute Koser, NÜRNBERGER Lebensversicherung
Matthias Rickel, Talanx / HDI