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Timestamp: 2016-10-26 13:30:40
Document Index: 112596967

Matched Legal Cases: ['Art. 14', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 8', 'Art. 14', 'Art. 6', 'EGMR', 'EuG', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 61', 'BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 8', 'Art. 99', 'Art. 26', 'BGE', 'Art. 69', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66']

Rechtsanwalt und Notar Claude Wyssmann, Beschwerdef�hrerin,
Die 1981 geborene K.________, Mutter eines im November 2006 geborenen Sohnes, meldete sich im August 2009 erneut zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an, nachdem die IV-Stelle Bern mit Verf�gung vom 14. Februar 2005 ein erstes Leistungsgesuch abgewiesen hatte. Nach Abkl�rungen und Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens verneinte die IV-Stelle mit Verf�gung vom 22. April 2011 einen Anspruch auf eine Invalidenrente, wobei sie von einem Invalidit�tsgrad von 16 % ausging.
K.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit folgenden Rechtsbegehren:
"1. Das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Januar 2012 sei vollumf�nglich aufzuheben.
2. a) Es seien der Versicherten sp�testens mit Wirkung ab 1. Februar 2010 resp. ab wann rechtens die gesetzlichen Leistungen (Rente, berufliche Massnahmen) nach Massgabe eines Invalidit�tsgrades von mindestens 40 % zzgl. eines Verzugszinses zu 5 % ab wann rechtens ab wann rechtens zuzusprechen.
b) Eventualiter: Die Beschwerdesache sei an die Vorinstanz und die IV-Stelle Bern zur�ckzuweisen mit der Anweisung an das Vordergericht, dass eine externe psychiatrische, neurologische und neuropsychologische Begutachtung der Versicherten durchzuf�hren sei, worin dann zur Arbeitsf�higkeit im Erwerb und im Haushalt separat Stellung zu nehmen sei und auch zur Frage der Fr�hinvalidit�t und der Anweisung an die IV-Stelle Bern, dass diese - bei einem vorl�ufig zugestandenen Invalidit�tsgrad von 19 % - berufliche Eingliederungsmassnahmen und daran vorgehend Integrationsmassnahmen nach Art. 14a IVG umgehend einzuleiten habe."
Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das kantonale Gericht und das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichten auf eine Stellungnahme. Daraufhin l�sst K.________ eine weitere Eingabe einreichen.
Gegenstand der Verf�gung vom 22. April 2011 und des vorinstanzlichen Beschwerdeverfahrens war einzig der Anspruch der Beschwerdef�hrerin auf eine Invalidenrente. Auf die Begehren betreffend berufliche Massnahmen und Integrationsmassnahmen ist mangels eines Anfechtungsgegenstandes nicht einzutreten (vgl. BGE 125 V 413 E. 1 S. 414 f.).
3.1 Das kantonale Gericht hat die Versicherte als im Gesundheitsfall zu 50 % erwerbst�tig qualifiziert; folglich hat es den Invalidit�tsgrad nach der gemischten Methode ermittelt. Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung w�re sie nach der Geburt ihres Kindes zu 80 % erwerbst�tig gewesen. Bei dessen Erreichen des Kindergartenalters resp. bei Erlass der Verf�gung h�tte sie ihr Arbeitspensum auf 100 % gesteigert, weshalb die Invalidit�t nach der Einkommensvergleichsmethode zu bemessen sei.
3.2.1 Ob eine versicherte Person als ganzt�gig oder zeitweilig erwerbst�tig oder als nichterwerbst�tig einzustufen ist, ergibt sich aus der Pr�fung, was sie bei im �brigen unver�nderten Umst�nden t�te, wenn keine gesundheitliche Beeintr�chtigung best�nde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbst�tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden k�nnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbst�tig w�re (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 507; Urteil 9C_49/2008 vom 28. Juli 2008 E. 3.3; je mit Hinweisen). Bei im Haushalt t�tigen Versicherten im Besonderen sind die pers�nlichen, famili�ren, sozialen und erwerblichen Verh�ltnisse ebenso wie allf�llige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegen�ber Kindern, das Alter, die beruflichen F�higkeiten und die Ausbildung sowie die pers�nlichen Neigungen und Begabungen zu ber�cksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgem�ss nach den Verh�ltnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverf�gung entwickelt haben, wobei f�r die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausge�bten (Teil-)Erwerbst�tigkeit der im Sozialversicherungsrecht �bliche Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 130 V 393 E. 3.3 S. 396; 125 V 146 E. 2c S. 150 mit Hinweisen; Urteil 9C_406/2011 vom 9. Juli 2012 E. 5.1).
3.2.2 Die Invalidit�t bestimmt sich in der Folge dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Bet�tigungsvergleich vorgenommen wird (vgl. Art. 28a Abs. 1 und 2 IVG). Bei Teilerwerbst�tigkeit ergibt sich die Invalidit�t unter Anwendung der gemischten Methode aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvalidit�ten (vgl. Art. 28a Abs. 3 IVG; BGE 130 V 393 E. 3.3 S. 396; Urteil 9C_406/2011 vom 9. Juli 2012 E. 5.2).
3.2.3 Die auf eine W�rdigung konkreter Umst�nde gest�tzte Festsetzung des hypothetischen Umfanges der Erwerbst�tigkeit ist eine Tatfrage, welche das Bundesgericht nur in den genannten Schranken (E. 1) �berpr�ft. Eine Rechtsfrage l�ge nur vor, wenn die Festlegung des Umfangs der Erwerbst�tigkeit im Gesundheitsfall ausschliesslich gest�tzt auf die allgemeine Lebenserfahrung erfolgt w�re (Urteile I 708/06 vom 23. November 2006 E. 3.2; 9C_686/2008 vom 4. November 2008 E. 4.1; 9C_709/2009 vom 14. Dezember 2009 E. 3.2), was hier nicht zutrifft.
3.3 Die Vorinstanz legte plausibel dar, dass die Beschwerdef�hrerin im Gesundheitsfall nicht zu 80 %, sondern zu 50 % erwerbst�tig w�re. So war sie von der Arbeitslosenkasse des Kantons Bern in der Rahmenfrist vom 20. Januar 2006 bis 19. Januar 2008 als zu 50 % vermittlungsf�hig betrachtet worden. Dies ist ein gewichtiges Indiz daf�r, dass sie ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung in diesem Umfang erwerbst�tig w�re. Die Angaben der Arbeitslosenkasse des Kantons Bern wurden von der IV-Stelle eingeholt und die Frage nach dem Erwerbsstatus, insbesondere nach dem Umfang der Erwerbst�tigkeit, wurde bereits anl�sslich der Haushaltsabkl�rung und im Vorbescheidverfahren diskutiert. Es ist daher nicht einsichtig, inwiefern diesbez�glich die konkrete Begr�ndung der Vorinstanz eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) darstellen sollte. Zudem ist es - entgegen der Behauptung der Beschwerdef�hrerin - keineswegs so, dass damit die Statusfrage f�r ihren ganzen weiteren Lebensweg feststeht. Vielmehr ist sie f�r den massgebenden Zeitpunkt des Verf�gungserlasses, mithin f�r die Verh�ltnisse im April 2011, zu beurteilen. Die Betreuungsbed�rfnisse des zu diesem Zeitpunkt knapp viereinhalbj�hrigen Sohnes haben sich seit der f�r Januar 2008 durch die Arbeitslosenkasse festgelegten Vermittlungsf�higkeit nicht derart ge�ndert, dass allein deswegen eine erheblich h�here Erwerbst�tigkeit angenommen werden k�nnte. Vielmehr wies der die Beschwerdef�hrerin behandelnde Psychiater Dr. med. B.________ in seinem Bericht vom 17. November 2010 explizit darauf hin, dass sich der Betreuungsaufwand f�r das Kind im Verlaufe der Zeit sogar noch intensiviert habe.
3.4 In Bezug auf die Statusfrage macht die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung des Diskriminierungsverbotes von Art. 8 Abs. 3 BV sowie Art. 14 in Verbindung mit Art. 6 EMRK geltend und beruft sich dabei auf das Urteil des EGMR Schuler-Zgraggen gegen Schweiz vom 24. Juni 1993, in: EuGRZ 1996 S. 604 Ziff. 61 ff. (= Pra 1994 Nr. 24 S. 86). Zutreffend ist, dass eine erwerbst�tig gewesene Versicherte nach der Geburt ihres ersten Kindes nicht neu als Hausfrau eingestuft werden kann mit der einzigen Begr�ndung, nach der allgemeinen Lebenserfahrung w�rden zahlreiche Frauen ihre Erwerbst�tigkeit unterbrechen, solange die Kinder noch umfassende Pflege und Erziehung ben�tigen (Ulrich Meyer, Bundesgesetz �ber die Invalidenversicherung [IVG], 2. Aufl. 2010, S. 52, 289 und 376; vgl. auch Urteile I 554/05 vom 3. Januar 2006 E. 3.2.2 und I 15/99 vom 17. Januar 2001 E. 3c). Bei ihrem Einwand verkennt die Beschwerdef�hrerin jedoch, dass bei ihr - anders als beim Fall Schuler-Zgraggen - keine 100%ige T�tigkeit im Aufgabenbereich aufgrund des Argumentes, wonach M�tter gewordene Frauen ihre Erwerbst�tigkeit aufgeben, angenommen wurde. Denn bei ihr wurde lediglich von einer 50%igen T�tigkeit im Aufgabenbereich ausgegangen und dies auch sachlich begr�ndet. Im �brigen ist bez�glich EMRK-Konformit�t der gemischten Methode auf das Urteil BGE 137 V 334 E. 6 S. 346 ff. zu verweisen (Urteil 8C_843/2011 29. Mai 2012 E. 4.6). Das kantonale Gericht wendete diese somit zutreffend und richtig an. Daran �ndert nichts, dass die Versicherte laut Eingabe vom 16. Mai 2012 "willens und in der Lage" ist, an mittlerweile eingeleiteten Eingliederungsmassnahmen im Umfang eines Vollzeitpensums teilzunehmen.
4.1 Die Vorinstanz hat dem Gutachten des Dr. med. M.________, Facharzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 30. August 2010 Beweiskraft beigemessen und gest�tzt darauf f�r den erwerblichen Bereich eine Arbeitsf�higkeit von 60 % festgestellt. Im Aufgabenbereich sei die Versicherte in medizinisch-theoretischer Hinsicht in der Lage, den Haushalt zu erledigen und sich insgesamt angemessen um pers�nliche und famili�re Angelegenheiten zu k�mmern. Die Beschwerdef�hrerin stellt die Beweiskraft des Gutachtens in Abrede.
4.2.1 F�r die Beurteilung der Arbeits(un)f�higkeit st�tzt sich die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von �rztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verf�gung zu stellen sind. Aufgabe des Arztes oder der �rztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bez�glich welcher T�tigkeiten die versicherte Person arbeitsunf�hig ist. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden ber�cksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begr�ndet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352 mit Hinweis).
4.2.2 Bei den vorinstanzlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsf�higkeit der versicherten Person handelt es sich grunds�tzlich um Entscheidungen �ber eine Tatfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.), welche das Bundesgericht seiner Urteilsfindung zugrunde zu legen hat (E. 1). Die konkrete Beweisw�rdigung stellt ebenfalls eine Tatfrage dar. Dagegen ist die Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweisw�rdigungsregeln (Art. 61 lit. c ATSG; vgl. auch BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352) Rechtsfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 und 4 S. 397 ff.; Urteil I 865/06 vom 12. Oktober 2007 E. 4 mit Hinweisen), die das Bundesgericht im Rahmen der den Parteien obliegenden Begr�ndungs- bzw. R�gepflicht (Art. 42 Abs. 2 BGG und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.1 und 1.4.2 S. 254) frei �berpr�fen kann (Art. 106 Abs. 1 BGG).
4.3 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, Dr. med. M.________ habe Hirnleistungsdefizite nicht oder nicht hinl�nglich ber�cksichtigt. Der Experte konnte jedoch auf den Bericht des Spitals Y.________, Universit�tsklinik f�r Neurologie, vom 24. Juni 2009 abstellen. Darin wurde in umfassender Beurteilung des kognitiven Leistungsverm�gens und unter Ber�cksichtigung der Einsch�tzung des lic. phil. U.________, Fachpsychologe f�r Psychotherapie FSP, vom 4. Mai 2009 nachvollziehbar festgehalten, dass nicht von Teilleistungsst�rungen auszugehen sei, die �ber die Folgen der kongenitalen Entwicklungsst�rung und damit St�rung schulischer Fertigkeiten hinausgingen. Weiter wurde in diesem Bericht darauf hingewiesen, dass sich f�r ein ADHD keine Hinweise ergaben. Bei gleichzeitigem langj�hrigem Vorliegen eines massiven psychischen St�rungsbildes wurde die Zuschreibung zu neuroanatomischen Korrelaten und damit die Annahme einer rein hirnorganischen Ursache f�r gewagt erachtet. Weshalb sich aus diesen neurologischen Erkenntnissen eine gr�ssere als die durch Dr. med. M.________ attestierte Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit ergeben sollte, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht dargelegt. Es steht nicht im Widerspruch zum neurologischen Bericht, wenn der Experte in der Stellungnahme vom 14. Februar 2011 festhielt, die F�higkeiten der Beschwerdef�hrerin liessen erhebliche mental oder cerebral bedingte funktionelle Beeintr�chtigungen bez�glich alltagspraktischer Belange ausschliessen. Im �brigen nahm auch der behandelnde Psychiater Dr. med. B.________ im Bericht vom 24. Juli 2009 lediglich eine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit von 40-50 % ab 13. Januar 2009 an, womit er nicht in wesentlichem Umfang von der Arbeitsf�higkeitssch�tzung des Gutachters abwich.
4.4 Die Beschwerdef�hrerin verlangt eine erneute Begutachtung, weil sich ihr Gesundheitszustand nach der Untersuchung durch Dr. med. M.________ verschlechtert habe. Dr. med. B.________ stellte zwar im Bericht vom 17. November 2011 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes fest und attestierte neu eine Arbeitsunf�higkeit von 60-70%. Diese wurde indessen weder darin noch in seinem Bericht vom 29. April 2011 nachvollziehbar begr�ndet. Die Vorinstanz legte �berzeugend dar, dass die Verschlechterung der gesundheitlichen Situation nicht auf die angeblich neue Diagnose einer Pers�nlichkeitsst�rung zur�ckgef�hrt werden k�nne, da dazu bereits viel fr�her Anlass bestanden h�tte. �berdies hielt Dr. med. B.________ die Lebenssituation der Beschwerdef�hrerin "in den letzten Monaten" - mithin im Zeitraum, f�r welchen er die negative Entwicklung feststellte - f�r "sehr belastet", was er auf ihre "Unsicherheit in Bezug auf die durchgef�hrten IV-Abkl�rungen" und ihre "zunehmende Belastung in der Betreuung ihres nun vierj�hrigen Sohnes" zur�ckf�hrte. Wie der Gutachter Dr. med. M.________ jedoch zu Recht erkannte, k�nnen solche psychosoziale Aspekte bei Ermittlung der rechtlich relevanten Invalidit�t nicht ber�cksichtigt werden (vgl. SVR 2012 IV Nr. 22 S. 95, 8C_302/2011 vom 20. September 2011 E. 2.5.1), und Anhaltspunkte f�r eine andere Ursache der geltend gemachten Verschlechterung fehlen. Weiter geht es unter Beachtung des Unterschieds von medizinischem Behandlungs- und Abkl�rungsauftrag (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S. 353; 124 I 170 E. 4. S. 175; Urteil 9C_906/2011 vom 8. August 2012 E. 4.4) nicht an, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass f�r weitere Abkl�rungen zu nehmen, wenn die behandelnden �rzte nachher zu abweichenden Einsch�tzungen gelangen oder an vorg�ngig ge�usserten divergierenden Auffassungen festhalten (Urteile 8C_567/2010 vom 19. November 2010 E. 3.2.2; 9C_710/2011 vom 20. M�rz 2012 E. 4.5).
4.5 Nach dem Gesagten hat das kantonale Gericht in zul�ssiger antizipierender Beweisw�rdigung (vgl. BGE 137 V 64 E. 5.2 S. 69; 136 I 229 E. 5.3 S. 236; Urteil 8C_682/2011 E. 3.2.4) auf weitere medizinische Abkl�rungen verzichtet. Die vorinstanzliche Beweisw�rdigung und die darauf gest�tzten Sachverhaltsfeststellungen (E. 4.1) sind weder offensichtlich unrichtig, noch beruhen sie auf einer Rechtsverletzung. Sie bleiben daher f�r das Bundesgericht verbindlich (E. 1).
5.1 F�r die Invalidit�tsbemessung in erwerblicher Hinsicht hat die Vorinstanz gest�tzt auf Tabellenwerte ein Valideneinkommen von Fr. 32'276.- und ein Invalideneinkommen von Fr. 23'728.- ermittelt, woraus ein Invalidit�tsgrad von 26,5 % resultiert. In Bezug auf den Aufgabenbereich hat sie unter Verweis auf den Abkl�rungsbericht Haushalt vom 21. Oktober 2010 eine Einschr�nkung von 11,5 % festgestellt. Daraus ergibt sich insgesamt ein nicht rentenbegr�ndender (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG) Invalidit�tsgrad von 19 %.
5.2.1 Die Versicherte macht erstmals im Rahmen der Beschwerde vor Bundesgericht eine Fr�hinvalidit�t (vgl. Art. 8 Abs. 2 ATSG) geltend. Soweit diese Argumentation �berhaupt zul�ssig ist (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG), l�sst sie sich nicht halten: Einerseits wurde im genannten Bericht des Spitals Y.________ (E. 4.3) keine �ber die St�rung schulischer Fertigkeiten hinausgehende Teilleistungsst�rung attestiert. Anderseits konnte die Beschwerdef�hrerin trotz gewisser Schwierigkeiten normal die Volksschule absolvieren, wie sich namentlich aus den Schulzeugnissen des achten und neunten Schuljahres ergibt. Weiter wurde von Frau Dr. phil. N.________, Fachpsychologin FSP, die die Beschwerdef�hrerin aus ihrer Schulzeit kannte und auch danach behandelte, eine normale Intelligenz bei einer komplexen Perzeptionsst�rung, die sich als Legasthenie und Dyskalkulie manifestierte, festgestellt. Frau Dr. phil. N.________ betrachtete indessen die Kriterien f�r die Diagnose "Legasthenie im Sinne der IV" nicht als erf�llt. Insbesondere fehlen Anhaltspunkte f�r die Annahme eines Geburtsgebrechens im Sinne von Ziff. 404 des Anhangs zur Verordnung vom 9. Dezember 1985 �ber Geburtsgebrechen (GgV; SR 831.232.21), zumal eine entsprechende Diagnose und Behandlung vor dem neunten Lebensjahr der Versicherten nicht aktenkundig ist. Schliesslich war die Versicherte mehrere Jahre als kaufm�nnische Sachbearbeiterin t�tig; laut Arbeitszeugnis des Arbeitgebers, der sie von August 1999 bis 31. Januar 2003 besch�ftigte, galt sie als gewissenhafte Mitarbeiterin, die ihr Aufgabengebiet nach internen Vorgaben weitgehend selbstst�ndig bearbeiten konnte. Lediglich der Umstand, dass sie keinen Diplomabschluss im kaufm�nnischen Bereich erlangen konnte, gen�gt indessen nicht f�r die Annahme einer Fr�hinvalidit�t. F�r die verlangte Festsetzung des Valideneinkommens in Anwendung von Art. 26 IVV (SR 831.201) besteht keine Veranlassung.
5.2.2 Bei diesem Ergebnis werden die �brigen Faktoren der Invalidit�tsbemessung im Erwerbsbereich nicht angefochten. Es besteht kein Anlass f�r eine n�here Pr�fung von Amtes wegen (BGE 125 V 413 E. 1b und 2c S. 415 ff.; 110 V 48 E. 4a S. 53).
5.3.1 Im Zusammenhang mit den Einschr�nkungen im Haushalt ist nicht die medizinisch-theoretische Arbeitsunf�higkeit ausschlaggebend, sondern wie sich der Gesundheitsschaden in der nichterwerblichen Bet�tigung konkret auswirkt, was durch die Abkl�rung an Ort und Stelle (vgl. Art. 69 Abs. 2 Satz 2 IVV) zu erheben ist (Urteil 9C_121/2011 vom 31. M�rz 2011 E. 3.1.1 mit Hinweisen). Stimmen die Ergebnisse der Haushaltsabkl�rung nicht mit den �rztlichen Feststellungen �ber psychisch bedingte Behinderungen �berein, so haben letztere in der Regel mehr Gewicht als die im Haushalt durchgef�hrte Abkl�rung (SVR 2008 IV Nr. 17 S. 49, I 677/05 E. 5.1.1; Urteil 9C_406/2011 vom 9. Juli 2012 E. 7.1). Die Abkl�rung erstreckt sich im Haushalt auch auf den zumutbaren Umfang der Mithilfe von Familienangeh�rigen, welche im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu ber�cksichtigen ist und weiter geht als die ohne Gesundheitssch�digung �blicherweise zu erwartende Unterst�tzung (BGE 133 V 504 E. 4.2 S. 509 f. mit Hinweisen; Urteil 9C_39/2010 vom 25. M�rz 2010 E. 4.3.2).
5.3.2 F�r den Beweiswert eines diesbez�glichen Berichtes ist wesentlich, dass er von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der �rtlichen und r�umlichen Verh�ltnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeintr�chtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu ber�cksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext muss plausibel, begr�ndet und angemessen detailliert bez�glich der einzelnen Einschr�nkungen sein sowie in �bereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen (Urteil 9C_90/2010 vom 22. April 2010 E. 4.1.1.1; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 90/02 vom 30. Dezember 2002 E. 3.2.3, nicht publiziert in BGE 129 V 67, aber in AHI 2003 S. 215).
5.3.3 Im Abkl�rungsbericht Haushalt vom 21. Oktober 2010 finden sich Angaben �ber die Wohnverh�ltnisse, den Garten und die technische Einrichtung der Wohnung, und die F�higkeiten und Einschr�nkungen der Versicherten in den verschiedenen Aufgabenbereichen wurden nachvollziehbar dargelegt. Es fehlen konkrete Anhaltspunkte daf�r, dass die Wohnung der Versicherten anl�sslich des Hausbesuchs nicht besichtigt oder andere ausschlaggebende Aspekte ungen�gend ber�cksichtigt worden sein sollen. Warum aus angeblich "unerledigten Waschbergen in der Waschk�che" objektiv auf eine Einschr�nkung im Haushaltbereich zu schliessen sein soll, ist nicht nachvollziehbar, l�sst sich doch daraus nur ableiten, dass die entsprechenden Arbeiten noch nicht verrichtet wurden. Zudem wurde die Mitarbeit des Ehemannes lediglich beim Erledigen der Zahlungen, beim Einkaufen, beim Giessen der Zimmerpflanzen, beim Rasenm�hen und Schneiden der Str�ucher ber�cksichtigt. Inwiefern ihm diese Arbeiten trotz eigener gesundheitlicher Schwierigkeiten unzumutbar sein sollen, ist unerfindlich, gibt doch die Beschwerdef�hrerin selber an, dass diese vom Ehemann wahrgenommenen T�tigkeiten nicht eigentlich ins Gewicht fielen. Im �brigen vernachl�ssigt die Beschwerdef�hrerin in ihrer weitgehend appellatorischen Kritik an der Haushaltabkl�rung, dass der Gutachter Dr. med. M.________ laut Stellungnahme vom 14. Februar 2011 anl�sslich der Untersuchung keine Einbussen bez�glich komplexer mentaler und kognitiver Alltagsanforderungen feststellen konnte. Die F�higkeiten der Beschwerdef�hrerin liessen erhebliche mental oder cerebral bedingte funktionelle Beeintr�chtigungen bez�glich alltagspraktischer Belange ausschliessen. Entgegen dieser Einsch�tzung des psychiatrischen Experten bezifferte die Abkl�rungsperson zu Gunsten der Versicherten die Einschr�nkung im Haushalt auf 11,5 %. Nach dem Gesagten gen�gt der Abkl�rungsbericht Haushalt vom 21. Oktober 2010 den bundesrechtlichen Anforderungen an die Beweiskraft. Die darauf gest�tzte vorinstanzliche Invalidit�tsbemessung ist rechtens.
5.4 Resultiert - wie hier - weder im Erwerbsbereich noch insgesamt ein rentenbegr�ndender Invalidit�tsgrad, zielt die Beschwerdef�hrerin ohnehin ins Leere, wenn sie r�gt, es sei keine vorg�ngige Pr�fung der Eingliederungsfrage erfolgt, mithin der Grundsatz "Eingliederung vor Rente" verletzt. Daran �ndert nichts, dass allenfalls ein Anspruch aus (weitergehender) beruflicher Vorsorge besteht, bildet ein solcher doch nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Die Beschwerde ist unbegr�ndet.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).