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Timestamp: 2020-04-03 23:23:07
Document Index: 215635458

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 1', '§ 2', '§ 4', '§ 5', '§ 17', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 7', '§ 7', '§ 3', '§ 2', '§ 7', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 1', '§ 16', '§ 7', '§ 7', '§ 21', '§ 42', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', 'EuG', '§ 8', '§ 14', '§ 18', '§ 20', '§ 7']

AStG § 7 Steuerpflicht inländischer Gesellschafter - NWB Gesetze
AStG - Außensteuergesetz
§ 1 Berichtigung von Einkünften
Zweiter Teil: Wohnsitzwechsel in niedrigbesteuernde Gebiete
§ 2 Einkommensteuer
§ 4 Erbschaftsteuer
§ 5 Zwischengeschaltete Gesellschaften
Dritter Teil: Behandlung einer Beteiligung im Sinne des § 17 des Einkommensteuergesetzes bei Wohnsitzwechsel ins Ausland
§ 6 Besteuerung des Vermögenszuwachses
§ 7 Steuerpflicht inländischer Gesellschafter
§ 8 Einkünfte von Zwischengesellschaften
§ 9 Freigrenze bei gemischten Einkünften
§ 10 Hinzurechnungsbetrag
§ 11 Veräußerungsgewinne
§ 12 Steueranrechnung
§ 14 Nachgeschaltete Zwischengesellschaften
§ 15 Steuerpflicht von Stiftern, Bezugsberechtigten und Anfallsberechtigten
§ 16 Mitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen
§ 17 Sachverhaltsaufklärung
§ 18 Gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen
§ 20 Bestimmungen über die Anwendung von Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung
§ 21 Anwendungsvorschriften
§ 22 Neufassung des Gesetzes
AStG § 7 i.d.F. 25.03.2019
§ 7 Steuerpflicht inländischer Gesellschafter [1] [2]
(1) Sind unbeschränkt Steuerpflichtige an einer Körperschaft, Personenvereinigung oder Vermögensmasse im Sinne des Körperschaftsteuergesetzes, die weder Geschäftsleitung noch Sitz im Geltungsbereich dieses Gesetzes hat und die nicht gemäß § 3 Abs. 1 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftsteuerpflicht ausgenommen ist (ausländische Gesellschaft), zu mehr als der Hälfte beteiligt, so sind die Einkünfte, für die diese Gesellschaft Zwischengesellschaft ist, bei jedem von ihnen mit dem Teil steuerpflichtig, der auf die ihm zuzurechnende Beteiligung am Nennkapital der Gesellschaft entfällt.
(2) 1Unbeschränkt Steuerpflichtige sind im Sinne des Absatzes 1 an einer ausländischen Gesellschaft zu mehr als der Hälfte beteiligt, wenn ihnen allein oder zusammen mit Personen im Sinne des § 2 am Ende des Wirtschaftsjahres der Gesellschaft, in dem sie die Einkünfte nach Absatz 1 bezogen hat (maßgebendes Wirtschaftsjahr), mehr als 50 Prozent der Anteile oder der Stimmrechte an der ausländischen Gesellschaft zuzurechnen sind. 2Bei der Anwendung des vorstehenden Satzes sind auch Anteile oder Stimmrechte zu berücksichtigen, die durch eine andere Gesellschaft vermittelt werden, und zwar in dem Verhältnis, das den Anteilen oder Stimmrechten an der vermittelnden Gesellschaft zu den gesamten Anteilen oder Stimmrechten an dieser Gesellschaft entspricht; dies gilt entsprechend bei der Vermittlung von Anteilen oder Stimmrechten durch mehrere Gesellschaften. 3Ist ein Gesellschaftskapital nicht vorhanden und bestehen auch keine Stimmrechte, so kommt es auf das Verhältnis der Beteiligungen am Vermögen der Gesellschaft an.
(3) Sind unbeschränkt Steuerpflichtige unmittelbar oder über Personengesellschaften an einer Personengesellschaft beteiligt, die ihrerseits an einer ausländischen Gesellschaft im Sinne des Absatzes 1 beteiligt ist, so gelten sie als an der ausländischen Gesellschaft beteiligt.
(4) 1Einem unbeschränkt Steuerpflichtigen sind für die Anwendung der §§ 7 bis 14 auch Anteile oder Stimmrechte zuzurechnen, die eine Person hält, die seinen Weisungen so zu folgen hat oder so folgt, dass ihr kein eigener wesentlicher Entscheidungsspielraum bleibt. 2Diese Voraussetzung ist nicht schon allein dadurch erfüllt, dass der unbeschränkt Steuerpflichtige an der Person beteiligt ist.
(5) Ist für die Gewinnverteilung der ausländischen Gesellschaft nicht die Beteiligung am Nennkapital maßgebend oder hat die Gesellschaft kein Nennkapital, so ist der Aufteilung der Einkünfte nach Absatz 1 der Maßstab für die Gewinnverteilung zugrunde zu legen.
(6) 1Ist eine ausländische Gesellschaft Zwischengesellschaft für Zwischeneinkünfte mit Kapitalanlagecharakter im Sinne des Absatzes 6a und ist ein unbeschränkt Steuerpflichtiger an der Gesellschaft zu mindestens 1 Prozent beteiligt, sind diese Zwischeneinkünfte bei diesem Steuerpflichtigen in dem in Absatz 1 bestimmten Umfang steuerpflichtig, auch wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 im Übrigen nicht erfüllt sind. 2Satz 1 ist nicht anzuwenden, wenn die den Zwischeneinkünften mit Kapitalanlagecharakter zugrunde liegenden Bruttoerträge nicht mehr als 10 Prozent der den gesamten Zwischeneinkünften zugrunde liegenden Bruttoerträge der ausländischen Zwischengesellschaft betragen und die bei einer Zwischengesellschaft oder bei einem Steuerpflichtigen hiernach außer Ansatz zu lassenden Beträge insgesamt 80 000 Euro nicht übersteigen. 3Satz 1 ist auch anzuwenden bei einer Beteiligung von weniger als 1 Prozent, wenn die ausländische Gesellschaft ausschließlich oder fast ausschließlich Bruttoerträge erzielt, die Zwischeneinkünften mit Kapitalanlagecharakter zugrunde liegen, es sei denn, dass mit der Hauptgattung der Aktien der ausländischen Gesellschaft ein wesentlicher und regelmäßiger Handel an einer anerkannten Börse stattfindet.
(6a) Zwischeneinkünfte mit Kapitalanlagecharakter sind Einkünfte der ausländischen Zwischengesellschaft (§ 8), die aus dem Halten, der Verwaltung, Werterhaltung oder Werterhöhung von Zahlungsmitteln, Forderungen, Wertpapieren, Beteiligungen (mit Ausnahme der in § 8 Abs. 1 Nr. 8 und 9 genannten Einkünfte) oder ähnlichen Vermögenswerten stammen, es sei denn, der Steuerpflichtige weist nach, dass sie aus einer Tätigkeit stammen, die einer unter § 8 Abs. 1 Nr. 1 bis 6 fallenden eigenen Tätigkeit der ausländischen Gesellschaft dient, ausgenommen Tätigkeiten im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 6 des Kreditwesengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. September 1998 (BGBl I S. 2776), das zuletzt durch Artikel 3 Abs. 3 des Gesetzes vom 22. August 2002 (BGBl I S. 3387) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung.
(7) Die Absätze 1 bis 6a sind nicht anzuwenden, wenn auf die Einkünfte, für die die ausländische Gesellschaft Zwischengesellschaft ist, die Vorschriften des Investmentsteuergesetzes in der jeweils geltenden Fassung anzuwenden sind.
(8) Sind unbeschränkt Steuerpflichtige an einer ausländischen Gesellschaft beteiligt und ist diese an einer Gesellschaft im Sinne des § 16 des REIT-Gesetzes vom 28. Mai 2007 (BGBl I S. 914) in der jeweils geltenden Fassung beteiligt, gilt Absatz 1 unbeschadet des Umfangs der jeweiligen Beteiligung an der ausländischen Gesellschaft, es sei denn, dass mit der Hauptgattung der Aktien der ausländischen Gesellschaft ein wesentlicher und regelmäßiger Handel an einer anerkannten Börse stattfindet.
LAAAA-73574
1Anm. d. Red.: § 7 Abs. 2 und 6 i. d. F. des Gesetzes v. 20. 12. 2007 (BGBl I S. 3150) mit Wirkung v. 29. 12. 2007 ; Abs. 6a i. d. F. des Gesetzes v. 16. 5. 2003 (BGBl I S. 660) mit Wirkung v. 21. 5. 2003 ; Abs. 7 i. d. F. des Gesetzes v. 19. 7. 2016 (BGBl I S. 1730) mit Wirkung v. 1. 1. 2018 ; Abs. 8 i. d. F. des Gesetzes v. 28. 5. 2007 (BGBl I S. 914) mit Wirkung v. 1. 1. 2007 .
2Anm. d. Red.: Zur Anwendung des § 7 siehe § 21 Abs. 7 Sätze 1, 3 und 4, Abs. 10 Satz 2, Abs. 11 Satz 2, Abs. 12, 15, 17 Satz 1 und Abs. 24.
Gosch, Zum Verhältnis zwischen § 42 AO und §§ 7 ff. AStG, IWB 23/2017 S. 876
Cortez/Schmidt, Die Regelungen des deutschen Außensteuergesetzes - Teil IV, SteuerStud 3/2014 S. 163
Kraft/Beck, Subpart F und die §§ 7-14 AStG im konzeptionellen Vergleich und im Spiegel aktueller Entwicklungen (Teil II), IWB 18/2012 S. 682
Kraft/Beck, Subpart F und die §§ 7-14 AStG im konzeptionellen Vergleich und im Spiegel aktueller Entwicklungen (Teil I), IWB 17/2012 S. 629
Cortez, Die Regelungen der deutschen Hinzurechnungsbesteuerung der §§ 7 bis 14 AStG, SteuerStud 6/2011 S. 313
Cordewener, EG-rechtlicher Grundfreiheitsschutz in der Praxis - Auswirkungen der Kapitalverkehrsfreiheit auf Sachverhalte mit Drittstaatsberührung, IWB 10/2009 S. 497
Krogmann/Vitale, Kritische Würdigung des BMF-Schreibens zu „Cadbury Schweppes”, IWB 8/2007 S. 417
Intemann, Hinzurechnungsbesteuerung des AStG europarechtlich zweifelhaft, NWBdirekt 51/2006 S. 9
Gliniorz/Klattig, Das Ende der deutschen Hinzurechnungsbesteuerung?, NWB 47/2006 S. 3969
Schönfeld, Quo vadis Hinzurechnungsbesteuerung und EG-Recht - Bestandsaufnahme und neuere Entwicklungen, IWB 1/2006 S. 11
Fuhrmann, AStG, § 7
Mössner/Fuhrmann in Fuhrmann, AStG, § 7
BFH - I R 11/19, Verfahrensverlauf
BFH - I R 59/17, Verfahrensverlauf
EuGH - C-135/17, Verfahrensverlauf
BFH - I R 80/14, Verfahrensverlauf
BFH - I R 47/16, Verfahrensverlauf
BFH - I R 94/15, Verfahrensverlauf
BFH - I R 2/16, Verfahrensverlauf
BFH - I R 118/04, Verfahrensverlauf
BFH - I R 63/99, Verfahrensverlauf
Hinzurechnung passiver Einkünfte nach § 8 AStG i.V.m. § 14 AStG, Mustereinspruch
Zurechnung von negativen Einkünften einer ausländischen Zwischengesellschaft - Umfang des Prognosezeitraums für die Annahme einer Einkünfteerzielungsabsicht einer Stiftung hinsichtlich von Kapitaleinkünften, deren Quelle vor Erzielung eines Totalüberschusses unentgeltlich auf einen Rechtsnachfolger in einem Niedrigsteuerland übertragen werden soll, der als Kapitalgesellschaft gewerbliche Einkünfte erzielt, Mustereinspruch
Gesonderte und einheitliche Feststellungen nach § 18 Außensteuergesetz-AStG?, Mustereinspruch
Besteuerung von Einkünften mit Kapitalanlagecharakter aus ausländischer Betriebsstätte nach§ 20 AStG - Mustereinspruch, Mustereinspruch
Unionsrecht und Hinzurechnungsbesteuerung von Zwischeneinkünften mit Kapitalanlagecharakter im Drittstaatenfall, Mustereinspruch
AStG § 7 Steuerpflicht inländischer Gesellschafter ablegen in?