Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=24.10.1978&Aktenzeichen=X%20ZR%2042%2F76
Timestamp: 2018-06-19 18:07:31
Document Index: 254280757

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 8', 'BGH', '§ 8', 'BGH', '§ 8']

Sie haben vielmehr regelmäßig die Aufgabe, den durch das Patent geschützten Gegenstand dahin zu definieren, dass er nicht nur die räumlichkörperlichen Merkmale erfüllen, sondern auch so ausgebildet sein muss, dass er für den im Patentanspruch angegebenen Zweck verwendbar ist bzw. die im Patentanspruch angegebene Funktion erfüllen kann (vgl. BGHZ 112, 140, 155 f. = GRUR 1991, 436 - Befestigungsvorrichtung II; BGHZ 72, 236 = GRUR 1979, 149, 151 - Schießbolzen; BGH, GRUR 1981, 259, 260 - Heuwerbungsmaschine II; GRUR 2006, 923 Tz. 15 - Luftabscheider für Milchsammelanlage; GRUR 2009, 838 Tz. 15 - Bauschalungsstütze; BGH, Urt. v. 06.07.2010 - X ZR 115/07, Umdr.
Nichtberechtigte ist die Beklagte, wenn der Inhalt der Anmeldung von demselben Erfindungsakt herrührt, wie das Recht, auf das die Übertragungsklage gestützt wird (vgl. BGH GRUR 1979, 145 (147) - Aufwärmvorrichtung; Kraßer, Patentrecht, 6. Auflage 2009, 3.
Sie muss ferner darlegen und gegebenenfalls beweisen, dass der Anmelder nicht auch (Doppel-) Erfinder ist (vgl. BGH GRUR 1979, 145 (147) - Aufwärmvorrichtung; Benkard/Melullis, Patentgesetz, 10. Auflage 2006, § 8 Rn 16a).
Wenn dies feststeht, muss sich der Anmelder substantiiert dazu erklären, auf welche konkreten Tatsachen er seine unabhängige Erfinderschaft stützt (vgl. BGH GRUR 1979, 145 (147) - Aufwärmvorrichtung;… Benkard/Melullis, Patentgesetz, 10. Auflage 2006, § 8 Rn 16a).
In einer derartigen Konstellation muss dann der Beklagte, der sich auf eine eigene Erfindung beruft, Einzelheiten dazu vortragen, wie es zu der eigenen Erfindung gekommen ist (vgl. BGH GRUR 1979, 145 (147) - Aufwärmvorrichtung; Benkard/Melullis, Patentgesetz, 10. Auflage 2006, § 8 Rn 16a).