Source: http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsanwalt/strafrecht/strafmilderung
Timestamp: 2017-03-31 00:25:23
Document Index: 180465000

Matched Legal Cases: ['§ 249', '§ 249', '§ 253', '§ 27', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Strafmilderung - Infos und Rechtsberatung
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StrafmilderungStand: 31.08.2015 Strafmilderungsgründe bieten allgemein gesprochen die Möglichkeit, bei Vorliegen verschiedener erleichternder Umstände den Strafrahmen des gewöhnlich vorgesehenen Straftatbestandes zu unterschreiten.
Es gibt besondere Tatbestände für leichtere und schwerere Formen der Begehung einer Straftat. So sieht beispielsweise die Regelung in § 249 Abs. 2 Strafgesetzbuch (StGB) in einem minder schweren Fall eines Raubs eine Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 5 Jahren vor, statt Freiheitsstrafe von nicht unter 1 Jahr, wie er der Grundtatbestand des § 249 Abs. 1 StGB vorsieht. Umgekehrt beträgt das Strafmaß für den Grundtatbestand einer Erpressung nach § 253 Abs. 1 StGB Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahre oder Geldstrafe, während in einem besonders schweren Fall nach Abs. 4 Freiheitsstrafe nicht unter 1 Jahr normiert ist. Des Weiteren gibt es allgemeine Milderungsmöglichkeiten, die auf alle Straftatbestände angewendet werden können. Manche sind zwingend ausgestaltet, wie beispielsweise § 27 Abs. 2 Satz 2 StGB bei einer Beihilfetat, andere fakultativ, wie beispielsweise bei einem Verbotsirrtum gem. § 17 Satz 2 StGB. Davon abhängig ist die Art der Milderung der Strafe durch das ahndende Gericht. Liegen mehrere allgemeine oder einzelne obligatorische bzw. fakultative Strafmilderungsgründe vor, kann dies zur Ablehnung eines besonders schweren Falls oder zur Bejahung eines minder schweren Falls führen (BGHSt 4,8; 16,360; BGH NStZ 1986, 117). Schließlich kann man unter Strafmilderung auch Möglichkeiten der Vollstreckungserleichterung verstehen, wie Haftkrankenhäuser, die Möglichkeit des offenen Vollzuges, besondere Vollzugseinrichtungen, die Möglichkeit von Therapien statt Strafe und vieles andere mehr.Weitere Fragen hierzu beantworten Ihnen gerne die Rechtsanwälte der Deutschen Anwaltshotline!
1. Fakten sammelnUnsere erfahrenen Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen verschaffen sich zunächst einen Überblick über den Sachverhalt. Dazu werden Sie Ihnen möglicherweise folgende Fragen stellen:Liegt ein gerichtliches Strafverfahren vor, wobei ein minder schwerer Fall der Begehung einer Straftat in Betracht kommt? 2. Tatbeständen zuordnenAnhand des eben geklärten Sachverhalts werden die Telefonanwälte Ihr Anliegen einem Problemkreis zuordnen können. Dabei kommen die Berater unter anderem zu folgendem Ergebnis:Es gibt besondere Tatbestände für leichtere und schwerere Formen der Begehung einer Straftat. Daneben gibt es obligatorische bzw. fakultative Strafmilderungsgründe sowie allgemeine Milderungsmöglichkeiten, die auf alle Straftatbestände angewendet werden können.3. Rechtspositionen ableitenIn dieser Phase des Gesprächs werden Ihre ganz individuellen Rechte bestimmt. Jetzt kann Ihnen der Telefonanwalt genau sagen, was Ihnen zusteht und auf was Sie bestehen können. Dabei treffen die Berater auch ganz konkrete Aussagen wie zum Beispiel:Allgemeine Strafmilderungsgründe sind nicht im gesetzlichen Straftatbestand aufgeführt. Sie können das Maß einer Strafzumessung herabsetzen.4. Handlungsoptionen aufzeigenZum Abschluss des Gesprächs klärt der Telefonanwalt mit Ihnen, welche weiteren Schritte für Sie im konkreten Fall sinnvoll und notwendig sind. Mögliche Empfehlungen können sein:Man kann unter einer Strafmilderung auch Möglichkeiten der Vollstreckungserleichterung verstehen, wie Haftkrankenhäuser, die Möglichkeit des offenen Vollzuges, besondere Vollzugseinrichtungen, die Möglichkeit von Therapien statt Strafe und vieles andere mehr.
Liegen mehrere allgemeine oder einzelne obligatorische bzw. fakultative Strafmilderungsgründe vor, kann dies zur Ablehnung eines besonders schweren Falls oder zur Bejahung eines minder schweren Falls führen (BGHSt 4,8; 16,360; BGH NStZ 1986, 117).
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