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Timestamp: 2016-10-28 02:45:22
Document Index: 356571360

Matched Legal Cases: ['Art. 18', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 18', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 6', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 22', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 91', 'BGE', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 91', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 18', 'BGE', 'Art 28', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 28', 'in fine', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 91', 'in fine', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 28', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'in fine', 'Art. 18', 'Art. 91', 'Art. 18', 'Art. 18', 'Art. 28', 'Art. 22']

122 V 418
122 V 41864. Auszug aus dem Urteil vom 19. August 1996 i. S. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt gegen M. und Versicherungsgericht des Kantons Aargau
Art. 18 LAA, art. 28 al. 4 OLAA. - Si la cessation de l'activit� lucrative est due avant tout � la situation du march� du travail et, par cons�quent, seulement indirectement � l'�ge, la premi�re �ventualit� vis�e � l'art. 28 al. 4 OLAA n'est pas r�alis�e. - M�me dans le cas d'assur�s d'"�ge avanc�", il n'y a lieu d'examiner les conditions d'application de l'art. 28 al. 4 OLAA et de proc�der � une instruction approfondie que si l'on peut admettre, sur la base d'�l�ments concrets, que les atteintes dues � l'�ge rev�tent une importance pr�pond�rante par rapport aux autres causes invalidantes. - Selon l'art. 28 al. 4 OLAA, la situation d'un assur� d'�ge moyen sert de crit�re pour �valuer aussi bien le revenu sans invalidit� que le revenu d'invalide. Consid�rants � partir de page 419
BGE 122 V 418 S. 419
1. b) Gem�ss Art. 18 Abs. 3 UVG kann der Bundesrat erg�nzende Vorschriften �ber die Bestimmung des Invalidit�tsgrades erlassen. Von dieser Befugnis hat er mit dem Erlass von Art. 28 UVV Gebrauch gemacht, welche Bestimmung verschiedene Sonderf�lle der Invalidit�tsbemessung regelt. Gem�ss Art. 28 Abs. 4 UVV sind f�r die Bestimmung des Invalidit�tsgrades die Erwerbseinkommen massgebend, die ein Versicherter im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesundheitssch�digung erzielen k�nnte, wenn er nach dem Unfall die Erwerbst�tigkeit altershalber nicht mehr aufnimmt (Variante I) oder wenn sich das vorger�ckte Alter erheblich als Ursache der Beeintr�chtigung der Erwerbsf�higkeit auswirkt (Variante II). Nach der Rechtsprechung liegt das mittlere Alter im Sinne dieser Bestimmung bei etwa "42 Jahren" oder zwischen "40 und 45 Jahren" und das vorger�ckte Alter im Bereich von "rund 60 Jahren", wobei f�r letztes der Zeitpunkt des Rentenbeginns massgebend ist (RKUV 1990 Nr. U 115 S. 392 f. Erw. 4d und e). Die Gesetzm�ssigkeit dieser Sonderregel f�r die Invalidit�tsbemessung wurde in BGE 113 V 132 nach eingehender Pr�fung bejaht und seither in zahlreichen Anwendungsf�llen, sei es ausdr�cklich (Urteil M. vom 20. Februar 1995, ver�ffentlicht in SVR 1995 UV Nr. 35 S. 105; unver�ffentlichtes Urteil A. vom 6. Mai 1993) oder sinngem�ss (BGE 114 V 310; RKUV 1990 Nr. U 115 S. 389; unver�ffentlichte Urteile P. vom 27. Februar 1996 und G. vom 23. Mai 1995) erneut best�tigt.
2. a) Die hier streitige Invalidit�tsbemessung st�tzte sich in medizinischer Hinsicht auf die Ergebnisse der �rztlichen Abschlussuntersuchung vom 27. September 1993. Darin wurde eine verminderte Belastbarkeit des rechten dominanten Handgelenks festgehalten und im �brigen geschlossen, dass dem Beschwerdegegner eine schwere Arbeit mit der betroffenen Hand nicht mehr zugemutet werden k�nne. Nach Hinweis auf BGE 122 V 418 S. 420gewisse aggravierende Tendenzen und Schwierigkeiten in der Motivation folgerte der Kreisarzt, dass dem Beschwerdegegner rein medizinisch-theoretisch jede mittelschwere handwerkliche Arbeit zugemutet werden k�nne, wobei er aber nicht st�ndig Lasten von mehr als 10 bis 15 kg heben oder tragen sollte und auch Arbeiten mit monotonem Einsatz der rechten Hand ung�nstig seien. Am geeigneten Arbeitsplatz k�nne die normale Arbeitszeit eingehalten werden.
Ausgehend hievon schritt die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) zu einem Einkommensvergleich (Art. 18 Abs. 2 UVG), wobei sie als Valideneinkommen, mithin als das ohne Invalidit�t erzielbare Einkommen, Fr. 56'469.-- einsetzte, was dem Betrag entsprach, den der Beschwerdegegner bei seiner fr�heren Arbeitgeberin h�tte erzielen k�nnen. Verglichen mit dem trotz gesundheitlicher Beeintr�chtigung zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommen, das sie in ihrer Verf�gung vom 11. April 1994 auf Fr. 42'900.-- festsetzte, ergab sich ein Invalidit�tsgrad von 25 %. Dazu vermerkte die SUVA unter ausdr�cklichem Hinweis auf Art. 28 Abs. 4 UVV, dass bei der Rentenfestsetzung das fortgeschrittene Aktivit�tsalter, das sich ebenfalls auf die Erwerbsf�higkeit auswirke, nicht ber�cksichtigt werden k�nne.
Diese Invalidit�tsbemessung wurde im Rahmen des Einspracheentscheides vom 7. Februar 1995 insofern relativiert, als die SUVA zur Annahme eines h�heren Invalideneinkommens von Fr. 47'738.-- gelangte. Dabei handelte es sich um einen Durchschnittswert, der sich auf verschiedene konkrete Arbeitsplatzbeschreibungen mit entsprechenden Lohnangaben abst�tzte, die bereits anl�sslich der Rentenverf�gung vorgelegen hatten. Trotz des damit ermittelten geringeren Invalidit�tsgrades von rund 15% sah die SUVA davon ab, die ihrer Verf�gung zugrundeliegende Invalidit�tsbemessung zu berichtigen.
b) Weil sich der Beschwerdegegner im massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns bereits im vorger�ckten Alter gem�ss Art. 28 Abs. 4 UVV befand, hat das kantonale Gericht an diesem Einkommensvergleich bem�ngelt, dass darin weder die erwerblichen Verh�ltnisse eines Versicherten mittleren Alters noch die einem solchen zumutbaren Arbeitsleistungen ber�cksichtigt worden seien. Selbst die kreis�rztliche Arbeitsf�higkeitsbeurteilung enthalte keinen Hinweis darauf, ob der versicherte Gesundheitsschaden im Alter von 40 bis 45 Jahren zur gleichen Einschr�nkung des Leistungsverm�gens gef�hrt h�tte wie beim Beschwerdegegner. Schliesslich lasse sich auch den Angaben der SUVA �ber m�gliche Verweisungst�tigkeiten BGE 122 V 418 S. 421und den entsprechenden Lohnangaben nicht entnehmen, wie alt die betreffenden Vergleichspersonen im Zeitpunkt der Lohnrealisierung gewesen seien.
c) Hiegegen wendet die SUVA in ihrer Verwaltungsgerichtsbeschwerde im wesentlichen ein, dass die strittige Invalidit�tsbemessung entgegen den vorinstanzlichen Erw�gungen gerade nicht gest�tzt auf Art. 28 Abs. 4 UVV, sondern ohne R�cksicht auf das fortgeschrittene Alter gem�ss Art. 18 Abs. 2 UVG erfolgt sei. Inwiefern die Voraussetzungen f�r die Anwendbarkeit jener Bestimmung gegeben sein k�nnten, sei nicht ersichtlich und auch im angefochtenen Gerichtsentscheid nicht dargetan. Selbst wenn Art. 28 Abs. 4 UVV anwendbar w�re, h�tte dies - wenigstens vom Verordnungswortlaut her - nicht zwangsl�ufig zur Folge, dass auch das Valideneinkommen entsprechend dem im mittleren Alter m�glichen Verdienst festgelegt werden m�sste. Endlich sei auch die vorinstanzliche Kritik an den angegebenen Verweisungst�tigkeiten und den daraus abgeleiteten Einkommenszahlen unbegr�ndet. Dabei handle es sich um Anfangsl�hne, die keine Alterskomponente enthielten, wogegen die von der Vorinstanz geforderten n�heren Angaben zum Alter der betroffenen Versicherten im Vergleich zur ordentlichen Rentenfestsetzung zu einem unverh�ltnism�ssigen Aufwand f�hren w�rde.
3. a) Mit Art. 28 Abs. 4 UVV (vgl. Erw. 1b) wird bei der Invalidit�tsbemessung zum einen dem Umstand Rechnung getragen, dass nebst der - grunds�tzlich allein versicherten - unfallbedingten Invalidit�t (vgl. Art. 6 sowie auch Art. 18 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 2 UVG) auch das vorger�ckte Alter eine Ursache der Erwerbslosigkeit oder -unf�higkeit bildet (BGE 113 V 135 Erw. 4b mit Hinweis). Denn sehr oft ist ein und derselbe Gesundheitsschaden im Alter aus verschiedenen Gr�nden wie etwa schlechtere Umschulungs-, Wiedereingliederungs-, Anpassungs- und Angew�hnungsf�higkeit mit wesentlich erheblicheren Auswirkungen auf die Erwerbsf�higkeit verbunden als bei einem j�ngeren Versicherten (RKUV 1990 Nr. U 115 S. 391 oben Erw. 4c; vgl. ferner ZAK 1989 S. 315 Erw. 2b und - eingehender - PETER OMLIN, Die Invalidit�t in der obligatorischen Unfallversicherung, Freiburger Diss. 1995, S. 235 ff.). Anderseits muss in diesem Zusammenhang ber�cksichtigt werden, dass die Invalidenrenten der Unfallversicherung bis zum Tod der Versicherten zur Ausrichtung gelangen (Art. 19 Abs. 2 UVG), wobei sie nach Vollendung des Alters f�r die AHV-Rente nicht mehr revidiert werden k�nnen (Art. 22 Abs. 1 Satz 2 UVG). Bei BGE 122 V 418 S. 422Zusprechung an einen Versicherten im vorger�ckten Alter hat damit die Invalidenrente der Unfallversicherung in wesentlichen Teilen die Funktion einer Altersversorgung (BGE 113 V 136 Erw. 4b mit Hinweis). Mit Art. 28 Abs. 4 UVV soll demnach, kurz gesagt, zweierlei verhindert werden, n�mlich dass bei �lteren Versicherten zu hohe Invalidit�tsgrade angenommen werden (OMLIN, a.a.O., S. 249, 265) und dass dort Dauerrenten zugesprochen werden, wo sie mit Blick auf die unfallbedingte Invalidit�t eher die Funktion von Altersrenten aufweisen (MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 361 FN 907). Dementsprechend wirkt sich die Anwendung dieser Bestimmung im Vergleich mit der allgemeinen Methode gem�ss Art. 18 Abs. 2 UVG in aller Regel rentenvermindernd aus (OMLIN, a.a.O., S. 261).
b) Mit der Ausklammerung der auf das Alter entfallenden Erwerbslosigkeit bzw. Erwerbsunf�higkeit beschritt der Verordnungsgeber nicht Neuland (BGE 113 V 136 Erw. 4b). Bereits in der Rechtsprechung zu Art. 91 KUVG war diesem Umstand Rechnung getragen worden, indem physiologische Altersgebrechlichkeit mit Beeintr�chtigung der Erwerbsf�higkeit als Unfallfremder Zustand behandelt wurde und Anlass zu einer K�rzung der Leistungen bildete (EVGE 1967 S. 148 Erw. 3b). Allerdings wurde damals der Invalidit�tsgrad unter Ber�cksichtigung auch der unfallfremden Faktoren global festgesetzt und erst hernach die unfallfremde Komponente auf dem Wege der K�rzung ausgeschieden (BGE 105 V 207 Erw. 2 mit Hinweis). Demgegen�ber tr�gt das geltende neue Recht dem Alter unter den in Art. 28 Abs. 4 UVV genannten Voraussetzungen bereits bei der Ermittlung des Invalidit�tsgrades Rechnung, und zwar in der Weise, dass Massstab f�r die Ermittlung der hypothetischen Erwerbseinkommen mit und ohne Invalidit�t ein Versicherter im mittleren Alter ist (zum Ganzen vgl. BGE 113 V 136 Erw. 4b). Indes soll das in Art. 28 Abs. 4 UVV verankerte Vorgehen bei der Bemessung der Invalidit�t keinen wesentlich weiteren Anwendungsbereich haben als die fr�her �ber Art. 91 KUVG erfolgte Ber�cksichtigung des Altersfaktors. Folglich setzt seine Anwendung voraus, dass der physiologischen Altersgebrechlichkeit im gesamten Ursachenspektrum der Beeintr�chtigung der Erwerbsf�higkeit eine im Vergleich zur unfallbedingten K�rpersch�digung wesentliche Bedeutung zukommt (RKUV 1990 Nr. U 115 S. 390 Erw. 4b).
4. a) Im vorliegenden Fall besteht kein Zweifel, dass die SUVA die streitige Invalidit�tsbemessung gerade nicht nach Art. 28 Abs. 4 UVV BGE 122 V 418 S. 423vornahm, sondern unmittelbar gest�tzt auf Art. 18 Abs. 2 UVG, mithin aufgrund der tats�chlichen und hypothetischen Verh�ltnisse im Zeitpunkt des Einspracheentscheides (vgl. BGE 116 V 248 Erw. 1a). Daran �ndert der in der Rentenverf�gung enthaltene Hinweis auf Art 28 Abs. 4 UVV nichts, sollte doch damit offensichtlich nur der Grundsatz unterstrichen werden, dass die Unfallversicherung nicht daf�r einzustehen hat, wenn der oder die Versicherte aus invalidit�tsfremden Gr�nden, zu denen unter anderem auch das Alter geh�rt und durch die vor allem die Vermittelbarkeit auf dem realen Arbeitsmarkt beeintr�chtigt wird, keine entsprechende Arbeit findet (BGE 107 V 21 Erw. 2c; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 104 Erw. 5b; ZAK 1989 S. 315 Erw. 2b sowie das in der SUVA-Rechtsprechungsbeilage 1989 Nr. 3 S. 5 zusammenfassend publizierte Urteil R. vom 7. April 1989; vgl. ferner die �bersicht bei Alfred B�hler, Zur rechtlichen Bedeutung der invalidit�tsfremden Gr�nde der Erwerbsunf�higkeit f�r die Invalidit�tsbemessung, SZS 1993 S. 253 f.).
b) Nebst der fehlenden Motivation des Beschwerdegegners d�rfte es denn auch vor allem diese Arbeitsmarktsituation gewesen sein, die seiner Wiedereingliederung hinderlich war, nachdem er die Stelle bei der X AG verloren hatte. W�hrend das Fehlen der Motivation kaum auf das Alter, hingegen - wie insbesondere dem kreis�rztlichen Bericht vom 26. Juli 1993 zu entnehmen ist - haupts�chlich auf eine gewisse Anspruchshaltung zur�ckzuf�hren war, verh�lt es sich in bezug auf die Arbeitsmarktsituation anders. Insofern war die Vermittelbarkeit des Beschwerdegegners nicht nur wegen der Unfallfolgen, sondern naturgem�ss gerade auch aufgrund des Alters beeintr�chtigt. Dennoch, ja gerade deshalb w�re die Annahme verfehlt, der Beschwerdegegner h�tte die Erwerbst�tigkeit "altershalber" nicht mehr aufgenommen und damit den ersten der beiden in Art. 28 Abs. 4 UVV (Variante I) enthaltenen Tatbest�nde verwirklicht. Abgesehen davon, dass ein endg�ltiger R�ckzug aus dem Erwerbsleben trotz anhaltender Stellenlosigkeit nicht erstellt ist, kommt dem Altersfaktor unter den hier gegebenen Umst�nden nur mittelbare Bedeutung zu (RKUV 1996 Nr. U 244 S. 144). Denn anders als dort, wo der Entschluss zur Aufgabe der Erwerbst�tigkeit schon vor dem Unfall feststand, oder dort, wo ein Versicherter von sich aus eine innegehabte Stelle preisgibt, steht hier die Situation auf dem realen Arbeitsmarkt im Vordergrund, was gegen die Anwendung von Art. 28 Abs. 4 UVV (Variante I) spricht (OMLIN, a.a.O., S. 250).BGE 122 V 418 S. 424
c) Nach dem Gesagten kommt im vorliegenden Fall allein die Anwendung der Variante II von Art. 28 Abs. 4 UVV in Frage, die ihrerseits voraussetzt, dass sich das vorger�ckte Alter "erheblich als Ursache der Beeintr�chtigung der Erwerbsf�higkeit" auswirkt. Auch wenn die Anwendung der fraglichen Bestimmung ab rund 60 Jahren grunds�tzlich in Betracht zu ziehen ist, wie die Rechtsprechung im Zusammenhang mit der Konkretisierung des Begriffs des "vorger�ckten Alters" festgehalten hat (RKUV 1990 Nr. U 115 S. 393 Erw. 4d in fine), kann dies freilich nicht bedeuten, dass bei der Invalidit�tsbemessung ab jenem Alter stets nach Art. 28 Abs. 4 UVV zu verfahren w�re. Denn dergleichen widerspr�che nicht nur der bei der Anwendung von Art. 28 Abs. 4 UVV gebotenen Zur�ckhaltung (OMLIN, a.a.O., S. 252) sowie den bereits unter dem alten Recht von Art. 91 KUVG erarbeiteten Grunds�tzen (EVGE 1967 S. 148 sowie unver�ffentlichtes Urteil H. vom 10. Mai 1968), sondern f�nde vor allem auch in dem in allen sprachlichen Fassungen des Verordnungstextes ("erheblich"; "essentiellement"; "essenzialmente") klaren Wortlaut keine St�tze. Im Sinne der bereits zitierten Rechtsprechung (Erw. 3b in fine) ist daher die Anwendung von Art. 28 Abs. 4 UVV auch bei Versicherten im vorger�ckten Alter erst dann zu erw�gen und durch entsprechende Abkl�rungen zu ergr�nden, wenn Anhaltspunkte daf�r bestehen, dass der physiologischen Altersgebrechlichkeit verglichen mit den anderen Ursachen der Beeintr�chtigung der Erwerbsf�higkeit eine wesentliche Bedeutung zukommt (RKUV 1990 Nr. U 115 S. 390 Erw. 4b).
d) Nach Lage der Akten sind keine Anzeichen daf�r ersichtlich, dass sich das Alter in der dargelegten Weise erheblich ausgewirkt haben k�nnte:
aa) Dies betrifft zun�chst die �rztliche Abschlussuntersuchung vom 27. September 1993 mit der darin - nach einleitendem Hinweis auf den guten Allgemeinzustand des Beschwerdegegners und dessen mangelnde Kooperation - festgehaltenen verminderten Belastbarkeit des rechten dominanten Handgelenks. Obwohl dabei im Rahmen der abschliessenden Zumutbarkeitsbeurteilung auf eine gewisse Beeintr�chtigung des Leistungsverm�gens erkannt worden sein mag (vgl. Erw. 2a), lassen die kreis�rztlichen Ausf�hrungen keine Zweifel offen, dass der Beschwerdegegner namentlich mit Motivationsproblemen zu k�mpfen hat, die mit seinem Alter nichts zu tun haben und f�r die H�he des Rentenanspruchs - jedenfalls unter den hier gegebenen Umst�nden - nicht von Belang sind. Daneben ist zu erw�hnen, dass die beim Unfall erlittenen Verletzungen von verschiedenen BGE 122 V 418 S. 425�rzten als schwer und komplex gewertet wurden, was die Bedeutung des Altersfaktors naturgem�ss schwinden l�sst (RKUV 1990 Nr. U 115 S. 391 Erw. 4c). Aus all diesen Gr�nden bestand daher aus medizinischer Sicht kein Anlass zu der im angefochtenen Gerichtsentscheid geforderten Abkl�rung, wie sich derselbe Gesundheitsschaden bei einem Versicherten im mittleren Alter ausgewirkt h�tte.
bb) Was sodann die erwerblichen Auswirkungen anbelangt, kommt dem Altersfaktor ebenfalls keine erhebliche Bedeutung zu. Insbesondere liesse sich gegen�ber dem nach Massgabe des am letzten Arbeitsplatz real erzielten Verdienstes festgesetzten Valideneinkommen der Vorwurf nicht halten, es sei insofern von �berh�hten Werten ausgegangen worden. Denn der Beschwerdegegner war im Zeitpunkt seines Unfalles erst seit zwei Jahren f�r die X AG t�tig gewesen, weshalb sein Gehalt nicht durch langj�hrige Betriebstreue mitbestimmt gewesen sein konnte; ebensowenig bestehen Anzeichen daf�r, dass dies aufgrund langj�hriger oder besonders wertvoller Berufserfahrung der Fall gewesen w�re, nachdem der fr�her vor allem im Tunnelbau t�tige Beschwerdegegner nach relativ kurzer Zeit in der Fabrik offenbar nicht als Facharbeiter im Einsatz stand und infolge Arbeitsr�ckganges einige Monate vor dem Unfall gar von der Giesserei in die Dreherei versetzt werden musste.- In bezug auf das Invalideneinkommen ist sodann nicht zu beanstanden, dass sich die SUVA bei der Festsetzung an Vergleichswerten aus ihrer Praxis ausrichtete, die �ber das Alter der betreffenden Versicherten keinen Aufschluss vermitteln. Daf�r bestand schon deshalb keine Notwendigkeit, weil der Altersfaktor aus medizinischer Sicht keine wesentliche Rolle spielte. Abgesehen davon wurde gerade durch das gew�hlte Vorgehen vermieden, dass dem Beschwerdegegner - bedingt durch sein "vorger�cktes Alter" - ein zu tiefes Invalideneinkommen angerechnet wurde.
5. Zusammenfassend ergibt sich, dass das Vorgehen der SUVA unter Ber�cksichtigung von Art. 28 Abs. 4 UVV nicht zu bem�ngeln ist. Nachdem sich gegen die im Einspracheentscheid n�her begr�ndete Invalidit�tsbemessung durch Einkommensvergleich auch sonst nichts einwenden l�sst (vgl. Erw. 2a hievor), besteht f�r zus�tzliche Abkl�rungen kein Anlass. Desgleichen er�brigt es sich, auf die weiteren Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde n�her einzugehen. Am Rande sei jedoch erw�hnt, dass bei der Anwendung von Art. 28 Abs. 4 UVV - entgegen der von der SUVA vertretenen Auffassung und dem Anschein, der durch eine strikte BGE 122 V 418 S. 426dem Wortlaut verpflichtete Auslegung des Verordnungstextes entstehen k�nnte - gem�ss einhelliger Lehre und Rechtsprechung sowohl beim Validen- als auch beim Invalideneinkommen von den Verh�ltnissen eines Versicherten mittleren Alters auszugehen ist (BGE 114 V 312 Erw. 2 in fine, 315 Erw. 4a, BGE 113 V 136 Erw. 4b in fine; SVR 1995 UV Nr. 35 S. 105 Erw. 3; MAURER, a.a.O., S. 361 und OMLIN, a.a.O., S. 256). Dass sich diese Auslegung regelm�ssig in geringeren Invalidit�tsgraden und damit zu Ungunsten des Versicherten niederschl�gt, �ndert nichts, besteht doch hierin gerade der Sinn der betreffenden Bestimmung (vgl. Erw. 3a hievor).
113 V 136,
113 V 132,
114 V 310,
113 V 135 suite... ,
105 V 207,
116 V 248,
114 V 312
art. 28 al. 4 OLAA,
Art. 18 Abs. 2 UVG,
Art. 91 KUVG,
Art. 18 LAA suite... ,
Art. 18 Abs. 3 UVG,
Art. 28 UVV,
Art. 22 Abs. 1 Satz 2 UVG