Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/3/83370000021.htm
Timestamp: 2018-11-12 23:16:23
Document Index: 280925439

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 7']

3.37.021 Vogtsberg
Verordnung des Regierungspräsidiums Freiburg über das Natur‑ und Landschaftsschutzgebiet »Vogtsberg« vom 20.Januar 2000 (GBl. v. 27.03.2000, S. 187).
Auf Grund der §§ 21 und 58 Abs. 2 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) in der Fassung vom 29. März 1995 (GBl. S. 386) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Bonndorf, Gemarkung Gündelwangen, im Landkreis Waldshut werden zum Natur‑ und Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Natur‑ und Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung »Vogtsberg«.
(1) Das Natur‑ und Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rd. 104 ha. Davon entfallen rund 84 ha auf das Naturschutzgebiet und rund 20 ha auf das Landschaftsschutzgebiet.
(2) Das Naturschutzgebiet umfasst vor allem die Kuppe des Vogtsberges südlich des Ortsteils Gündelwangen. Es erstreckt sich im Wesentlichen zwischen der B 315 im Osten und dem Gewann »Mittelmatt« sowie der ehemaligen Bahnlinie Lenzkirch‑Bonndorf im Westen. Im Norden endet es nahe der Gündelwanger Kirche und im Süden am Gemeindewald.
Das abhängige Landschaftsschutzgebiet besteht aus zwei Teilflächen und erstreckt sich im Wesentlichen auf Wiesen, Äcker und junge Waldflächen in den wesentlichen Teilen der Gewanne »Waldäcker«, »Hinterm Berg«, »Kalkofenäcker« und »Klopfer«.
(3) Die Grenzen des Natur‑ und Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 sowie in einer Detailkarte im Maßstab 1 : 5 000 mit durchgezogener roter Linie (Naturschutzgebiet) und mit durchgezogener grüner Linie (Landschaftsschutzgebiet) eingetragen. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Freiburg und beim Landratsamt Waldshut auf die Dauer von zwei Wochen, beginnend am Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt. zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Wesentlicher Schutzzweck des Landschaftsschutzgebietes ist,
- die Sicherung des Naturschutzgebietes vor Beeinträchtigungen und schädlichen Einflüssen aus der Umgebung sowie die Verwirklichung des Schutzzweckes des Naturschutzgebietes nach § 3 der Verordnung und
- die Erhaltung einer offenen Kulturlandschaft mit Wiesen, Äckern, Waldrändern und Hecken, welche als Vernetzungsstrukturen den im Naturschutzgebiet vorkommenden Tierarten zum Nahrungserwerb oder als Brutgebiet dienen.
1. wesentliche Landschaftsbestandteile, wie Feldraine, Hecken, Gebüsche oder Bäume zu beseitigen, zu zerstören oder zu ändern;
4. Stätten für Sport und Spiel anzulegen oder zu verändern,
5. Flugplätze, Gelände für das Starten und Landen von Luftsportgeräten (z. B. Hängegleiter, Gleitflugzeuge, Gleitfallschirme) sowie Gelände für den Aufstieg von Flugmodellen, die der luftverkehrsrechtlichen Erlaubnis bedürfen, anzulegen oder zu verändern;6. fließende oder stehende Gewässer anzulegen, zu beseitigen oder zu verändern sowie Entwässerungs- oder andere Maßnahmen vorzunehmen, die den Wasserhaushalt verändern;
15. Gegenstände zu lagern, soweit sie nicht für die zulässige Nutzung des Grundstückes erforderlich sind.
1. ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung mit der Maßgabe, dass Grünland nicht umgebrochen werden darf;
Schutz- und Pflegemaßnahmen werden durch die höhere Naturschutzbehörde in einem Pflege- und Entwicklungsplan oder durch Einzelanordnung festgelegt. §§ 4, 7 und 8 dieser Verordnung sind insoweit nicht anzuwenden.
1. im Naturschutzgebiet nach §§ 4, 5 dieser Verordnung verbotene Handlungen vornimmt;
2. im Landschaftsschutzgebiet nach §§ 7, 8 dieser Verordnung verbotene Handlungen vornimmt.