Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=24.02.2015&Aktenzeichen=XI%20ZR%20202/13
Timestamp: 2019-08-22 05:49:21
Document Index: 102220517

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 2', '§ 2', '§ 551', '§ 561', '§ 562', '§ 563', '§ 563', '§ 2', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 24.02.2015 - XI ZR 202/13 - dejure.org
https://dejure.org/2015,10810
BGH, 24.02.2015 - XI ZR 202/13 (https://dejure.org/2015,10810)
BGH, Entscheidung vom 24.02.2015 - XI ZR 202/13 (https://dejure.org/2015,10810)
BGH, Entscheidung vom 24. Februar 2015 - XI ZR 202/13 (https://dejure.org/2015,10810)
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§ 2 Abs. 3 Satz 2 WpHG, § 2 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 WpHG, § 551 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2b ZPO, § 561 ZPO, § 562 Abs. 1 ZPO, § 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 563 Abs. 1 Satz 2 ZPO
Bankenhaftung bei Kapitalanlageberatung: Aufklärungspflichten bei Vorkenntnissen hinsichtlich des allgemeinen Emittentenrisikos
Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung einer Bank im Zusammenhang mit dem Erwerb von Zertifikaten
Zu den Grenzen der Aufklärungspflicht des Anlageberaters über das allgemeine Emittentenrisiko beim Erwerb von Zertifikaten
WpHG § 2 Abs. 3 S. 2
Erwerb von Zertifikaten und die Aufklärungspflicht der Bank
Grenzen der Aufklärungspflicht des Anlageberaters über das allgemeine Emittentenrisiko beim Erwerb von Zertifikaten
Kurznachricht zu "Aufklärung über das allgemeine Emittentenrisko bei Zertifikaten - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 24.02.2015" von RA Kai-Axel Faulmüller, original erschienen in: VuR 2015, 347 - 350.
LG Frankfurt/Main, 23.02.2012 - 10 O 463/10
OLG Frankfurt, 28.05.2013 - 3 U 92/12
WM 2015, 1055
Durch die Übergabe von schriftlichem Informationsmaterial wird für einen Anleger auch hinreichend deutlich, dass dieses der - ergänzenden - Aufklärung und Beratung für nachfolgende konkrete Anlagegeschäfte dienen soll, ohne dass es eines ausdrücklichen Hinweises auf bestimmte Seiten der schriftlichen Informationen und einer Aufforderung zu deren Lektüre bedarf (BGH WM 2015, 1055 [BGH 24.02.2015 - XI ZR 202/13] m.w.N.).
Soweit es um die Erfüllung der Aufklärungspflicht des Beraters geht, wird durch die Übergabe von schriftlichem Informationsmaterial hinreichend deutlich, dass diese Informationen der ergänzenden Aufklärung und Beratung für nachfolgende konkrete Anlagegeschäfte dienen soll, ohne dass es eines ausdrücklichen Hinweises auf bestimmte Seiten der schriftlichen Informationen und einer Aufforderung zu deren Lektüre bedarf (BGH WM 2015, 1055 [BGH 24.02.2015 - XI ZR 202/13] ).
Etwas anderes kann nur dann gelten, wenn der Berater später - ausdrücklich oder konkludent - den Eindruck erweckt hätte, den Anleger im Rahmen der Empfehlung erschöpfend mündlich aufgeklärt und beraten zu haben (BGH WM 2015, 1055 [BGH 24.02.2015 - XI ZR 202/13] ).
Durch die Übergabe von schriftlichem Informationsmaterial wird für einen Anleger auch hinreichend deutlich, dass dieses der - ergänzenden - Aufklärung und Beratung für nachfolgende konkrete Anlagegeschäfte dienen soll, ohne dass es eines ausdrücklichen Hinweises auf bestimmte Seiten der schriftlichen Informationen und einer Aufforderung zu deren Lektüre bedarf (BGH WM 2015, 1055 m.w.N.).
Die rechtzeitige Übergabe von schriftlichem Informationsmaterial ist zur Erfüllung der Aufklärungspflichten der Beklagten ausreichend (so auch BGH, Urteil vom 24.02.2015 - XI ZR 202/13, WM 2015, 1055 Rn 27 m.w.N.).
Vergegenwärtigt er sich dieses Wissen im Zeitpunkt der konkreten Anlageentscheidung nicht, so geht das grundsätzlich zu seinen Lasten (BGH, Urt. v. 24.2.2015, XI ZR 202/13 Rn.24).