Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=X%20B%2099/99
Timestamp: 2019-10-16 10:52:50
Document Index: 272995903

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art 19', '§ 69', '§ 361', 'Art. 3', 'Art. 19', '§ 69', '§ 361', '§ 361', '§ 69', '§ 69', '§ 69', '§ 8', '§ 69', '§ 69']

BFH, 24.01.2000 - X B 99/99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,3008
BFH, 24.01.2000 - X B 99/99 (https://dejure.org/2000,3008)
BFH, Entscheidung vom 24.01.2000 - X B 99/99 (https://dejure.org/2000,3008)
BFH, Entscheidung vom 24. Januar 2000 - X B 99/99 (https://dejure.org/2000,3008)
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GG Art. 3 Abs. 1, Art 19 Abs. 4; FGO § 69 Abs. 2 Satz 8; AO 1977 § 361 Abs. 2 Satz 4
GG Art. 3 Abs. 1, Art. 19 Abs. 4; FGO § 69 Abs. 2 Satz 8; AO 1977 § 361 Abs. 2 Satz 4
Steuerbescheid - Aussetzung der Vollziehung - Aufhebung der Vollziehung - Vorauszahlungen - Steuerfestsetzung
§ 361 AO; § 69 FGO
Abgabenordnung; Beschränkung der Vollziehungsaussetzung bei anzurechnenden Steuerabzugsbeträgen
BFHE 192, 197
NJW 2001, 847 (Ls.)
BB 2000, 2191
BStBl II 2000, 559
Diese Beschränkung ist mit dem GG vereinbar und nicht im Wege verfassungskonformer Auslegung zu korrigieren (BFH-Beschluss vom 24. Januar 2000 X B 99/99, BFHE 192, 197, BStBl II 2000, 559).
Diese Beschränkung ist mit dem Grundgesetz vereinbar und nicht im Wege verfassungskonformer Auslegung zu korrigieren (BFH-Beschluss vom 24. Januar 2000 X B 99/99, BFHE 192, 197, BStBl II 2000, 559).
Mit derselben Begründung hatten bereits zuvor der I. und der X. des BFH die Verfassungsmäßigkeit des § 69 Abs. 2 Satz 8 FGO bejaht (BFH-Beschlüsse vom 02.11.1999 I B 49/99, BFHE 190, 59, BStBl II 2000, 57; vom 24.01.2000 X B 99/99, BFHE 192, 197, BStBl II 2000, 559).
Denn zum einen sind bei Erlass eines Bescheides über die künftigen Vorauszahlungen die späteren Besteuerungsgrundlagen noch gar nicht bekannt und zum anderen nützt dem Steuerpflichtigen selbst eine Anfechtung und ein Antrag auf AdV eines Vorauszahlungsbescheides wegen ernstlicher Zweifel an dessen Rechtmäßigkeit letztlich nichts, weil eine AdV des nachfolgenden, den Vorauszahlungsbescheid ersetzenden Jahressteuerbescheides allein aufgrund rechtlicher Zweifel an dessen Rechtmäßigkeit gem. § 69 Abs. 2 Satz 8 FGO gleichwohl ausgeschlossen sein soll (BFH-Beschluss vom 24.01.2000 X B 99/99, BFHE 192, 197, BStBl II 2000, 559; BFH-Beschluss I B 111/11 vom 13.03.2012, BFHE 236, 501, BStBl II 2012, 611: AdV der Körperschaftsteuerbescheide 2008 und 2009 wegen ernstlicher Zweifel an der Rechtmäßigkeit des § 8a Abs. 2 Alternative 3 KStG, nicht aber des zum Verfahrensgegenstand gewordenen Körperschaftsteuerbescheides 2010, der den Vorauszahlungsbescheid 2010 ersetzte).
Der BFH hat nämlich ausdrücklich entschieden, dass die Beschränkung der AdV sogar dann gilt, wenn bezüglich der inzwischen durch Jahresbescheide ersetzten Vorauszahlungsbescheide bereits AdV durch das FA gewährt oder ggf. vom Steuerpflichtigen erstritten wurde (so BFH-Beschluss vom 24.1.2000 X B 99/99, BStBl II 2000, 559).
Diese Beschränkung ist mit dem Grundgesetz vereinbar und nicht im Wege verfassungskonformer Auslegung zu korrigieren (BFH-Beschlüsse vom 24. Januar 2000 X B 99/99, BFHE 192, 197, BStBl II 2000, 559, und vom 22. Dezember 2003 IX B 177/02, BFHE 204, 39, BStBl II 2004, 367).
BFH, 22.11.2001 - V B 100/01
In den Beschlüssen vom 2. November 1999 I B 49/99 (BFHE 190, 59, BStBl II 2000, 57) und vom 24. Januar 2000 X B 99/99 (BFHE 192, 197, BStBl II 2000, 559) habe der BFH die in § 69 Abs. 2 Satz 8 FGO enthaltenen Beschränkungen, denen die AdV unterliege, für mit dem GG vereinbar angesehen.
Im Übrigen schließt sich der erkennende Senat den Ausführungen in den erwähnten Beschlüssen in BFHE 190, 59, BStBl II 2000, 57 und in BFHE 192, 197, BStBl II 2000, 559 an.
Es sei kein Raum für eine engere Auslegung des § 69 Abs. 2 Satz 8 FGO, so dass AdV in Höhe der festgesetzten Vorauszahlungen nur gewährt werden könne, wenn es zur Abwendung wesentlicher Nachteile nötig erscheine (vgl. BFH-Beschluss X B 99/99, BStBl. II 2000, 559).
Unter Hinweis auf den Beschluss des BFH vom 24. Januar 2000 X B 99/99, BStBl II 2000, 559 sprach der Antragsgegner diesen Widerruf später aus.