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Timestamp: 2020-04-06 10:41:39
Document Index: 191168357

Matched Legal Cases: ['§ 704', '§ 766', '§ 835', '§ 771', '§ 767', '§ 11', '§ 731', '§ 805', '§ 878', '§ 717']

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Das Vollstreckungsrecht der §§ 704 ff. ZPO und das Anfechtungsrecht nach dem AnfG werden oft als Königsdisziplin des Zivilrechts bezeichnet. Sie sind zwar klar strukturiert, aber in sich stark verwoben. Zudem können sämtliche Problemstellungen des Erkenntnisverfahrens auftauchen. Ferner sind Inzidentprüfungen des materiellen Rechts erforderlich, oft aus als kompliziert empfundenen Bereichen.
Dieses Skript stellt das Vollstreckungsrecht nach Themenauswahl und Umfang so dar, wie es für das Assessorexamen erforderlich ist. Bezüge zu den erwähnten Rechtsgebieten werden erläutert. Der Palandt und der Thomas/Putzo werden engmaschig zitiert und gelegentlich kritisiert. Insbesondere die Ausführungen zur praktischen Umsetzung enthalten Formulierungsbeispiele.
Oberstes Prinzip der Darstellungsweise ist die Verständlichkeit. Diese wird gefördert durch eine Aufspaltung in zwei Teile von nahezu identischem Umfang:
Im 1. Teil werden das Vollstreckungsrecht und das AnfG rechtsbehelfsübergreifend dargestellt. So gelingt die zusammenhängende und strukturierte Darstellung auch solcher Regelungsbereiche, die mit mehreren Rechtsbehelfen verwoben sind, ohne langatmige Exkurse. Auf die jeweils einschlägigen Rechtsbehelfe wird knapp hingewiesen.
Erst im 2. Teil werden die Rechtsbehelfe – also die Klausurtypen – einzeln dargestellt, einschließlich ihrer Umsetzung in der Klausurpraxis. Es finden sich Examensklassiker wie die Vollstreckungserinnerung (§ 766 ZPO), die Drittschuldnerklage (aufgrund § 835 ZPO) oder die Drittwiderspruchs- (§ 771 ZPO) und die Vollstreckungsgegenklage (§ 767 ZPO), letztgenannte auch in ihrer verlängerten Form nach beendeter Vollstreckung. Der Blick richtet sich aber z.B. auch auf die Anfechtungsklage (§ 11 AnfG), die Klauselrechtsbehelfe (insbesondere §§ 731, 768 ZPO), die Vorzugsklage (§ 805 ZPO), die Widerspruchsklage (§ 878 ZPO) und die vollstreckungsrechtlichen Schadensersatzansprüche (insbesondere §§ 717 Abs. 2, 945 ZPO).
Dr. Jan Stefan Lüdde ist Rechtsanwalt und Repetitor.
Jan-Christian Thum-Raithel, Rechtsanwalt und Repetitor.
- Besondere Rechtsgebiete (Familienrecht, Erbrecht, Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht)
Frank Müller ist Rechtsanwalt und Repetitor.
Hierbei kann das Skript „Materielles Zivilrecht in der Assessorklausur“ als Leitfaden Orientierung bieten, um eventuelle eigene Wissenslücken rechtzeitig zu bemerken und die für das Assessorexamen relevanten Schwerpunkte zu setzen. Da im zweiten Examen andere Fähigkeiten abverlangt werden als in der ersten Prüfung, wird man diesen veränderten Anforderungen nicht gerecht, wenn man auf Unterlagen zurückgreift, die zur Vorbereitung auf das erste Examen dienen: Während im Studium das Erlernen des Gutachtenstils und das dogmatische Verständnis unterschiedlicher Streitmeinungen im Vordergrund steht, kommt es im Referendariat darauf an den Urteilsstil zu verinnerlichen und eine praktikable Lösung anhand der herrschenden Rechtsprechung zu entwickeln.
Das hier vorgestellte Skript aus der AlpmannSchmidt-Reihe S2 dient der gezielten Vorbereitung auf das zweite Examen. Auf Grund der Fülle des examensrelevanten Stoffs wurde die Darstellung auf nur 232 Seiten im DIN A4 Format stark vereinfacht und geht nicht in die Tiefe. Daher eignet es sich vor allem, um einen groben Überblick zu verschaffen und die vorhandene Kenntnisse zu strukturieren und auf Lücken abzuklopfen. Insofern richtet es sich in erster Linie an Referendare, die sich im Stadium der Zivilrechtsstation befinden. Noch empfehlenswerter ist es allerdings für Juristen, die Zeit haben sich nach dem ersten Examen auf ihren Eintritt in den juristischen Vorbereitungsdienst vorzubereiten. Insbesondere wenn zwischen Studium und Referendariat eine längere Pause liegt, ist eine Wiederauffrischung des materiellen Zivilrechts noch vor Beginn der Zivilrechtsstation anzuraten. Denn durch die Verkürzung der Zivilrechtstation bleibt währenddessen zu wenig Zeit, um parallel das materielle Recht zu wiederholen, während der Stundenplan durch Arbeitsgemeinschaft, Einzelausbildung, Lektüre eines Lehrbuchs zum Prozessrecht und das Erlernen der Fallbearbeitungstechnik schon ausgefüllt ist. Hinzu kommt, dass das Referendariat in vielen Bundesländern mit der Zivilrechtsstation beginnt, sodass eine Vielzahl organisatorischer Aufgaben hinzu kommt, mit denen sich die meisten Referendare auf Grund ihrer neuen Lebenssituation konfrontiert sehen.
Inhaltlich geht das Skript weit über ein stupides Wiederkäuen des materiellen Rechts hinaus: Vielmehr wird der Stoff aus dem ersten Examen didaktisch sinnvoll mit dem noch ungewohnten Prozessrecht verknüpft und zu den neuen Klausurtypen in Bezug gesetzt. Auch die Arbeitstechniken, die im Referendariat erlernt werden sollen, werden beim gründlichen Durcharbeiten des Skripts trainiert: Durch Nachschlagen der Fundstellen im Kommentar, auf die in den Fußnoten verwiesen wird, lässt sich der Umgang mit den im Examen zugelassenen Hilfsmitteln üben. Sofern eine bestimmte Prüfungsreihenfolge sich nicht bereits aus dem Kommentar beziehungsweise aus dem Gesetzestext ergibt, bekommt der Leser durchdachte Aufbauschemata an die Hand. Selbst wenn ein bestimmter Aufbau nicht logisch zwingend vorgegeben ist, lässt sich mit ihrer Hilfe das Erstellen von Lösungsskizzen beschleunigen und nachvollziehbar strukturieren. Komplexere dogmatische Grundlagen werden durch Schaubilder, Diagramme und Tabellen veranschaulicht.
Die Struktur des Skripts folgt dem aus Lehrbüchern bekannten System mit einem gleichermaßen übersichtlichen wie ausführlichen Inhaltsverzeichnis, Randnummern und anschließendem Stichwortverzeichnis. Die Formatierung des Textes erleichtert durch beschriftete Kopfzeilen, Hervorhebungen, Absätze und Zwischenüberschriften die Orientierung. Die Darstellung beginnt mit den Grundlagen jeder zivilrechtlichen Prüfung: Der Prüfungsreihenfolge und dem Anspruchsaufbau. Daran anschließend werden die wichtigsten examensrelevanten Rechtsmaterien systematisch entsprechend dieser Grundregeln abgehandelt. Erfasst sind alle examensrelevanten Felder des Zivilrechts: BGB - Allgemeiner Teil, Schuldrecht - Allgemeiner & Besonderer Teil, Deliktsrecht, Bereicherungsrecht, Sachenrecht, Familienrecht, Erbrecht, Handelsrecht, Gesellschaftsrecht und Arbeitsrecht. Nicht behandelt werden hingegen das Zivilprozessrecht, das Vollstreckungsrecht sowie die Klausurtypen in der zivilrechtlichen Assessorklausur. Diese Themen bleiben den ebenfalls im Alpmann Schmidt Verlag erschienen Skripten „Die zivilrechtliche Assessorklausur“ und „Vollstreckungsrecht in der Assessorklausur“ vorbehalten.
Das Skript ist im Jahr 2016 in 2. Auflage im Alpmann Schmidt Verlag in Münster erschienen und umfasst 232 Seiten im DIN A4 Format. Die gebundene Version ist zum Preis von 19,90 € erhältlich.