Source: https://community.beck.de/2014/04/12/nach-mollath-und-peggy-ein-weiteres-fehlurteil-der-doppelmord-in-babenhausen?page=14
Timestamp: 2018-11-19 14:10:08
Document Index: 332488713

Matched Legal Cases: ['§ 337', '§ 273', '§ 273', '§ 465', '§ 244', '§ 371']

Rechtsgebiete: StrafrechtStrafverfahrensrecht1770|108957 Aufrufe
Peppermint Patty kommentiert am Sa, 2018-06-16 10:20 Permanenter Link
GR kommentiert am Fr, 2018-06-15 22:50Permanenter Link
Wer so auch noch in die Köpfe der Richter glaubt schauen zu können ("ohne zu erkennen"), der sollte m.E. doch besser Wahrsager werden.
Im vorliegenden Fall scheint aber die Kammer einige Dinge aus den Ermittlungen bzw. aus der HV passend gemacht zu haben, die nicht genau in das Bild paßten, so wie es im Urteil vom Tatgeschehen am Tattag gezeichnet wurde. Fehler bei der Spurensicherung erkennt ein Gericht oft meiner Erfahrung nach, aber die machen eine Indiziendecke für ein Urteil dünn.
Gibt es denn nach Ihrer Erfahrung ein Inhaltsprotokoll, in dem sich der konkrete Verlauf der Hauptverhandlung bei erstinstanzlicher Zuständigkeit eines Landgerichts nachvollziehen lässt?
GR kommentiert am Mo, 2018-06-18 09:45 Permanenter Link
Ohne nun in unzulässiger Weise zu verallgemeinern, gebe ich einige Erfahrungen aus dem LG Darmstadt wieder, die sich auf eine Reihe von Verhandlungen mit verschiedenen Kammern und auch noch verschiedenen Vorsitzenden beziehen.
Es wurden dort keine Inhaltsprotokolle geführt, die Protokollführerinnen schrieben auf ihrem Computer, beisitzende Richter, Schöffen, Staatsanwälte, Verteidiger, Sachverständige und auch noch Referendare und Praktikanten machten sich überwiegend handschriftliche Notizen, Verteidiger meistens auf einem Laptop oder Tablet. Ebenfalls sitzen dann auch oft noch Pressevertreter oder andere interessierte Zuschauer im Saal, die sich handschriftliche Notizen machen, bis hin zu stenographischen Notizen, bei denen dann auch jedes Wort mitgeschrieben werden könnte + die genauen Zeitabläufe in der HV notiert.
So etwas hatte Herr RA Strate im Fall des WA-Verfahrens im Fall Mollath ja gemacht und auch ins Netz gestellt. Niemand hatte jemals die Richtigkeit dieser rein privaten Protokolle eines Verteidigers angezweifelt gehabt, aber sie sind ebens nicht das "offizielle Verhandlungsprotokoll" einer HV.
Bei den offiziellen Verhandlungsprotokollen einer HV bleibt es m.E. unklar, wie sehr die auch nach der unmittelbaren, zeitgleichen Erstellung im Gerichtssaal noch später überarbeitet werden, außerdem achten die Vorsitzenden manchmal sehr auf den Inhalt und diktieren auch den Wortlaut "für das Protokoll" der Protokollführerin, inklusive auch manchmal einer "Veränderung", die unverändert nämlich zu einer Revision führen könnte, wenn z.B. auch mal eine zweite Zeugenbelehrung (nach einer vorherigen Zeugenentlassung) nicht "ganz korrekt" gewesen ist, weil unterlassen .....
Siehe dazu auch "Revisionsgründe" in den §§ 337, 338 StPO.
So lassen sich manche mögliche Revisionsansätze eben noch (elegant?!) vermeiden .....
Das Thema "Protokoll" ist eben ein ganz großer Streitpunkt, aber das auch nur ganz am Rande bemerkt.
GR kommentiert am Mo, 2018-06-18 10:04 Permanenter Link
Bei großen Prozessen sind meistens auch noch Nebenkläger anwesen und durch Rechtsanwälte vertreten, auch mit Gehilfen, auch die machen sich Notizen, sowie manchmal Zeugenbeistände, ebenfalls Rechtsanwälte.
Früher wurde viel mehr mit der Hand geschrieben, da sind nachträgliche Korrekturen doch besser erkennbar, als wenn auf einem Computer geschreiben wird, so wie es sich nun immer mehr durchsetzt.
Kaum aber anzunehmen ist, daß alle diese Notizen sich ganz genau decken.
GR kommentiert am Mo, 2018-06-18 10:41 Permanenter Link
Woher kommt auch das Barium im Schmauch, Herr Steffler?
Von der Treibladung oder vom Anzündsatz?
Steffi kommentiert am Mo, 2018-06-18 10:52 Permanenter Link
schauen Sie sich einfach mal den Aufbau einer
Patrone an. Der Zünder wird mit der leeren
Patronenhülse ausgeworfen.
Blei, Barium und Antimon ist praktisch
in jeder Treibladung drin.
Abhängig von der Projektil~Ummantelung und dem
Waffenöl ist im Schmauch auch noch Waffen~Öl
und in diesem Fall Messing (Kupfer~Zink).
Das können Sie in jedem Fachbuch nachlesen.
Oder was glauben Sie passiert mit dem
Messingstaub der durch 6 Züge
gerieften Projektile im
Pistolenlauf ?
GR kommentiert am Mo, 2018-06-18 11:05 Permanenter Link
Herr Steffler, vor einem Schuß wird normalerweise ein Lauf immer entölt, und Messing "staubt" auch nicht im Lauf einer Pistole.
Es kann bei höheren Geschwindigkeiten - als sie in Pistolen auftreten - zu Reibverschweißungen mit dem Lauf kommen, also bei Langwaffen.
Zu Fachbüchern lesen Sie doch mal: "Basiswissen Rechtsmedizin" und weiter dann zu "Sinoxid-Sätze":
https://books.google.de/books?id=kbMfBAAAQBAJ&pg=PA137&lpg=PA137&dq=%E2%...
Und wer so wie Sie ajuch noch relativistische Effekte bei Pistolenschüssen ernsthaft berücksichtigt haben wollte, der müßte Physikbücher mit Verständigkeit lesen, statt solche ohne Verständigkeit zu schreiben.
Peppermint Patty kommentiert am Mo, 2018-06-18 10:46 Permanenter Link
Inhaltsprotokolle gibt es bekanntlich nur bei erstinstanzlicher Zuständigkeit des AG, da hier zwei Rechtsmittel zur Verfügung stehen, und neben der Revision mit der Berufung auch eine zweite Tatsacheninstanz eröffnet wird.
Bei erstinstanzlicher Zuständigkeit des LG/OLG bleibt ja dagegen – u.a. vor dem Hintergrund der (vermeintlich) höheren Richtigkeitsgewähr bei Entscheidungen eines Kollegialgerichts - nur die eben keine zweite Tatsacheninstanz eröffnende Revision als reine Rechtsinstanz. Und eine „Kastration“ des Inhaltsprotokolls auf ein bloßes Verlaufsprotokoll mit Protokollierung der wesentlichen Förmlichkeiten.
Da als Quelle insoweit lediglich das Urteil zur Verfügung steht, das Gericht die Feststellungen der eigenen Wahrheit zum Verlauf der Hauptverhandlung anschließend selbst würdigt, und sich hieraus ergibt, dass der Überschallcharakter der Tatmunition, also das Erzeugen nicht dämpfbarer Geschoss-/Überschallknalle, nicht erkannt wurde, habe ich, will man im Urteil keinen falschen Film unterstellen, die Frage aufgeworfen, ob es – und zwar völlig losgelöst vom WA-Vorbringen - nicht bereits einen Justizskandal darstellt, dass Andreas Darsow von einem Gericht verurteilt wurde, ohne zu erkennen, dass es sich bei der Tatmunition um Überschallmunition handelt, die überhaupt nicht dämpfbare Geschoss-/Überschallknalle erzeugt?
Finde, das ist weiterhin eine Frage wert.
Ging es hier doch darum, dass Andreas Darsow die Tat nach vorausgehender Recherche auf eine Bauanleitungsseite „silencer“ mit einem PET-Schalldämpfer Marke-Eigenbau begangen haben soll. Und selbst für einen gerichtlichen Waffenlaien innerhalb weniger Minuten bspw. durch ein Anklicken der Seite
https://de.wikipedia.org/wiki/Schalldämpfer_(Waffe)
in Erfahrung zu bringen gewesen wäre, dass für die schalldämpfende Wirkung die Munitionswahl von entscheidender Bedeutung ist, da sich lediglich der Mündungs-, nicht aber der Geschoss-/Überschallknall dämpfen lässt.
GR kommentiert am Mo, 2018-06-18 11:19 Permanenter Link
§ 273 StPO (Beurkundung der Hauptverhandlung) ist maßgeblich.
Peppermint Patty kommentiert am Mo, 2018-06-18 12:02 Permanenter Link
Eben. Und LG/OLG stehen in § 273 Abs. 2, S. 1 StPO nicht drin.
GR kommentiert am Mo, 2018-06-18 11:44 Permanenter Link
Herr Schulz, auch in der Justiz wird doch inzwischen über den angemessenen Umgang mit den eigenen Fehlern nachgedacht, aber das geht eben noch sehr langsam voran, siehe:
DAV-Symposium zur "Fehlerkultur in der Rechtspflege"
https://www.lto.de/recht/juristen/b/dav-symposium-fehlerkultur-rechtspfl...
Peppermint Patty kommentiert am Mo, 2018-06-18 14:38 Permanenter Link
Zu den Folgen u.a. überforderter “Sachverständiger”:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/nachruf-auf-monika-de-montgazon-wenn-...
gastleser kommentiert am Mo, 2018-06-18 12:55 Permanenter Link
Den Geschossknall (Überschallknall) hört prinzipiell nur derjenige, an dem das Geschoss vorbeifliegt.
"Erreicht dieser Kegelmantel beim Vorbeifliegen des Geschosses einen Beobachter, hört dieser den Geschoßknall. Sinkt die Fluggeschwindigkeit unter die Schallgeschwindigkeit, so löst sich die Kopfwelle vom Geschoß ab und eilt diesem voraus.
https://www.spektrum.de/lexikon/physik/geschossknall/5783
Und auch Folgendes sollte man lesen, wenn man sich schon auf angeblich ungedämmte Geschossknallgeräusche beruft, die bei einer mit 340 m/s Mündungsgeschwindigkeit Vo fliegenden 9mm enststehen:
"Geschossknall
Waffe Munition V0 Mach'scher Kegel Quellenwert Stgw57 GP11 748 m/s 54-68° 121.8 dB Stgw90 GP90 905 m/s 44-36° 118.9 dB
Bei den anderen Waffen ist V0 meist kleiner als 340 m/s und es entsteht kein Geschossknall."
(Quelle: http://www.laerm.ch/de/laermsorgen/laermarten-und-beurteilung/schiessen/...)
Man kann sich auch ein beliebiges Video zB über Truppen unter Beschuss in Afghanistan ansehen, da hört man das "zzzziiipp" (den peitschenartigen Geschossknall) der vorbeifliegenden Sturmgewehr- und MG-Munition, die ca. mit der doppelten V0 der Pistolenmunition - siehe die Webseite aus der Schweiz, oben verlinkt) startet. Von daher ist schon die Dämpfung des Mündungsknalls bei einem dann in einem Körper einschlagenden"supersonic"_Pistolengeschoss - der "vorauseilende" Schallkegel trifft bei einem Körpertreffer ja auch dämpfendes Gewebe- deutlich ausreichend, um die Geräusche insgesamt auf ein erträgliches Maß zu senken. Für jemanden, der mit Bordmitteln arbeiten muss und nicht wie mutmaßliche Höllenengel ggf. auf ein Waffenarsenal zugreifen kann, ein durchaus brauchbarer Kompromiss.
Die ganze Diskussion, die Herr Steffler hier wegen seiner "supersonic"-PMC und der angeblich undämmbaren, trommelfellzerreissenden Geschossknalle aufgerissen hat, dürfte weitgehend für die Katz sein.
Peppermint Patty kommentiert am Mo, 2018-06-18 22:42 Permanenter Link
Peppermint Patty kommentiert am Mi, 2018-06-20 01:03 Permanenter Link
„… Außerdem sagten alle Nachbarn aus, dass der Lärm, welcher zur Tat geführt haben soll, nicht so schlimm war und, dass der Lärm den die amerikanische Kaserne, welche gegenüber des Anwesens lag, verursachte weit mehr war. Es wurde von Motorengeräuschen, Geschrei und Schüssen berichtet. Ein unmittelbarer Nachbar der Opfer sagt aus, dass man von der Familie gelegentlich, ca. einmal täglich, Geräusche und auch Schreie hörte- stets tagsüber. Das Motiv scheint zu schwinden“.
Liest sich in der vom Gericht definierten Wahrheit über den Verlauf der HV und der darauf beruhenden Beweiswürdigung doch etwas anders. Aber: Wirklich wahr ist aber natürlich nur, was im Urteil eines gegen Irrtümer jeglicher Art per se gefeiten Kollegialgerichts steht. Wie gut, dass es keine Inhaltsprotokolle gibt.
Peppermint Patty kommentiert am Mi, 2018-06-20 01:15 Permanenter Link
„Der dritte Verhandlungstag verhielt sich ganz ähnlich. Als erstes sagte ein Mann aus, welcher Polizist i. Frührente ist. Dieser war übertrieben belastungsfreudig. Allerdings konnte er seine „Vermutungen“ nicht untermauern. Die Vernehmung kippte dann an der Stelle, als er zugeben musste, dass er den Angeklagten eigentlich nur von wenigen kurzen Zusammentreffen kennt und sich seine Einschätzungen aus Schilderungen seiner Frau zusammenreimt, welche eine Arbeitskollegin des Angeklagten war. Dabei stoß es der Verteidigung besonders auf, dass gerade dieser Belastungszeuge am Vortag von einem Polizisten vor dem Gerichtssaal angesprochen wurde, welcher den Prozess im Auftrag des Polizeipräsidiums mitschreibt, wovon die beteiligten Beamten aber angeblich keine Kenntnis erhielten.“
Peppermint Patty kommentiert am Di, 2018-06-19 16:30 Permanenter Link
Wenn deutsche Richter "feststellen", dass der Mann im Mond im Spiele war, dann war er es auch… Name kommentiert am Mo, 2014-04-14 23:03 PERMANENTER LINK
Zitat Polizeibeamter: "ich weiß dass es Ihr Mann war und wir werden ihn bekommen".
Das Urteil enthält so viele
- Schlampereien: es gibt kein Kaliber "9 mm Mauser", nur 9 mm Luger…
- der Beweisaufnahme krass widersprechende Unterstellungen: obwohl der selbstgebastelte Schalldämpfer bereits beim ersten Schuss abfiel, "erschließt sich der Kammer die Gewissheit", dass der Schalldämpfer bei allen 10 Schüssen fest auf der Pistole gesessen haben soll… Märchenstunde hoch zehn, verfasst von einem Richter!“ Von einer Kammer, die den Überschallcharakter der Tatmunition nicht erkannt und deshalb nicht fähig war, zu realisieren, dass der (vermeintlich) bei der Tat verwendete PET-Schalldämpfer Marke-Eigenbau von vornherein ungeeignet war, den Lärm der todbringenden (Überschall-) Schüsse erfolgreich auf ein Minimum zu reduzieren: UA. S. 18f:
„… An einem nicht mehr näher bestimmbar en Zeitpunkt vor dem 16.04.2009 führte der Angeklagte an einem unbekannt gebliebenen Ort einen geheim gebliebenen Beschusstest mit der Pistole durch, um zu sehen, ob der Schalldämpfer funktionierte. Im Verlaufe der Schussversuche verfeuerte er mehrere Projektile aus dem Lauf der ihm zur Verfügung stehenden Walther P 38, auf den zu diesem Zeitpunkt die mit Bauschaum gefüllte PET- Flasche aufgeschraubt bzw. aufgeklemrnt war. Der Angeklagte konnte dabei zu seiner Zufriedenheit feststellen, dass die Pistole samt dem selbstgebauten Schalldämpfer voll funktionstüchtig war: Die Befestigung hielt dem Druck stand, so dass der Schalldämpfer nicht von dem Lauf der Pistole fiel. Auch registierte der Angeklagte eine für ihn befriedigende den Schall dämpfende Wirkung seines Eigenbaus. Er gewann die Sicherheit, das so von ihm zusammengebaute Tatwerkzeug für seine Zwecke nutzen zu können…
… Weil die Souterraintür durch den Angeklagten bereits geschlossen worden war, und weil die Tat begangen wurde mittels dieses selbstgebauten Schalldämpfers, der auf der Waffe (ununterbrochen) befestigt gewesen war und bei allen Schüssen seine Funktion verrichtet hatte…“. Herr Dipl.-Ing. Ralf Steffler hatte dies indes schon vor Jahren realisiert: Dipl.-Ing. Ralf Steffler kommentiert am Sa, 2016-04-02 07:29 PERMANENTER LINK
Überschallmunition läßt sich nicht schalldämpfen.
Out~of~The Box Solutions UA S. 12:
„… Da er aufgrund seiner Bundeswehrzeit mit dem Schieß en von Waffen vertraut war , entschloss er sich, die Tat mit einer Schusswaffe zu begehen. Da er aber darauf bedacht war , nicht als Täter in Frage zu kommen und überführt zu werden, wollte er die Tat entsprechend seines gefassten Plane s so unauffällig wie möglich durchführen. Wegen der örtlichen Begebenheiten - es handelte sich um vier Reihenhäuser, die jeweils „Wand an Wand" lagen - entschloss er sich weiterhin , die Tat mit einem Schalldämpfer durchzuführen, um den bei den todbringenden Schüssen entstehenden Lärm auf ein Minimum zu reduzieren und um damit verhindern zu können , dass er bei der Tat entdeckt, oder die Nachbarn generell als Tatzeugen zur Verfügung stehen könnten…
Da er sein Problem nur dadurch lösen konnte, dass er das Leben aller Familienmitglieder auslöschte, musste er auch deshalb auffällige Geräusche bzw . Lärm verhindern. Er ging nämlich weiterhin davon aus, sich nach der Tötung des Klaus Toll noch durch das Haus der Familie Toll in das erste und zweite Obergeschoss begeben zu müsse n, um zunächst dort Petra Toll und anschließend noch Astrid Toll zu töten. Diese durften deshalb nicht wach werden, um sie ohne Gegenwehr töten zu können“ Dipl.-Ing. Ralf Steffler kommentiert am Fr, 2016-03-25 12:13 PERMANENTER LINK
… Überschallmunition läßt sich nicht schalldämpfen.
Peppermint Patty kommentiert am Di, 2018-06-19 23:36 Permanenter Link
@ nochsongast #9…
„… Am Tatort wurde ein Klumpen "Bauschaum" an einem Einschussloch gefunden. Dieser sei bei einer Untersuchung von der Wand gefallen und habe "plöpp" gemacht. Allerdings scheint diese Aussage falsch zu sein, da ein anderer Beamter, welcher vorher am Tatort war sagt, dass dieser nicht mehr an dem Türstock klebte als er ankam. Der andere Beamte hat diesen Klumpen dann an die Tür geklebt, weil er annahm, dass er da war… Es wäre ja noch schöner, wenn sich die Polizei den Tatort so herrichtet wie sie es wünscht.“
„… Bezüglich der Schalldämpfer-Theorie wurde ein Video vorgeführt. Es zeigte wie Waffentechniker des BKA versuchten den Schalldämpfer gemäß Anleitung zu verwenden. Das Ergebnis nannte der Verteidiger Lang "Slapstick" und man musste beipflichten: Bei jedem Schuss flog der Schalldämpfer zwei Meter und musste aufwändig neuinstalliert werden“.
Peppermint Patty kommentiert am Di, 2018-06-19 21:19 Permanenter Link
GR kommentiert am Mo, 2018-06-18 09:45Permanenter Link
Ohne nun in unzulässiger Weise zu verallgemeinern, gebe ich einige Erfahrungen aus dem LG Darmstadt wieder, die sich auf eine Reihe von Verhandlungen mit verschiedenen Kammern und auch noch verschiedenen Vorsitzenden beziehen…
GR kommentiert am Mo, 2018-06-18 11:44Permanenter Link
… zur "Fehlerkultur in der Rechtspflege"
Zur funktionierenden Fehlerkorrektur gegen Urteile des LG Darmstadt:
http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/mehrere-revisionen-gegen-darmstaedter-urteile-sind-2017-am-bundesgerichtshof-erfolgreich_18455819.htm
"… Die Beweiswürdigung hält rechtlicher Überprüfung nicht stand", "nicht nachvollziehbar", "lückenhaft", "nicht tragfähig belegt", "rechtsfehlerhaft": Es sind nicht gerade juristische Komplimente, die da aus Karlsruhe das Landgericht Darmstadt erreichen...“.
Zur ins Hellfeld gelangten, nicht funktionierenden Fehlerkorrektur gegen Urteile des LG Darmstadt:
https://www.rechtslupe.de/strafrecht/die-erfundene-vergewaltigung-383981
Das LG Kassel attestierte dem LG Darmstadt, „elementare Grundregeln der Wahrheitsfindung“ missachtet zu haben.
Ohne nun in unzulässiger Weise zu verallgemeinern:
Die vor dem Gerichtsgebäude beim LG Darmstadt präsentierte „Arkade der Grundrechte“ ist kein Garant, dass diese in den dortigen Gerichtssälen auch eingehalten werden. Leider.
Logiker kommentiert am Mi, 2018-06-20 02:47 Permanenter Link
Huh - so viele Fachleute hier...
Ich versuche noch immer, die Sachlogik zu verstehen, vielleicht kann mir da jemand helfen.
Mich interessiert folgendes Detail im WA-Antrag bzw. GA Winkelsdorf:
Peppermint Patty kommentiert am Mo, 2018-06-11 06:04
Peppermint Petty schrieb:
Gesucht wird die Länge des Laufs.
Gegeben werden zunächst die Geschwindigkeiten V0 nach Länge des Laufs (S. 6 GA).
Das hier relevante Minimum wird mit 347 m/s für einen 70-mm-Lauf angegeben.
Also: Auch bei einem nur 70 mm kurzen Lauf ist das Geschoß 347 m/s schnell.
Gegeben werden weiterhin die Grenzen des Überschall-Knalls in Zusammenhang mit der Temperatur (S. 12 GA), relevant dabei:
Bei 9° = 336,6 m/s
Bei 21° = 343,7 m/s
Behauptet wird: Die ersten zwei Schüsse überschritten die Schallgrenze (9° = 336,6 m/s), alle anderen unterschritten sie (21° = 343,7 m/s).
Die dem Lauf entsprechende physikalisch mögliche Geschoß-Geschwindigkeit muß demnach also diese Bedingungen erfüllen: bei 9° schneller oder gleich 336,6 m/s UND bei 21° langsamer als 343,7 m/s.
[Wieso auf S. 21 GA unten von einer Grenze 335 m/s bei 9° gesprochen wird, verstehe ich bereits nicht, ist vielleicht auch unerheblich.]
ALLE auf S. 6 GA genannten Lauf-Längen, selbst 70 mm (s.o.) geben das Geschoß schneller als 343,7 m/s ab, nämlich mindestens 347 m/s.
Also WIE kurz soll nun der Lauf gewesen sein, um das Geschoß NICHT überschall, sondern langsamer, also maximal 343,7 m/s (bei >21°) abgegeben zu haben?
Er müßte ja NOCH kürzer als 70 mm (347 m/s) sein, oder?
In der Argumentation auf S. 22 GA wird Bezug genommen auf 334,7 m/s bei 21,8°, die UNTERschritten sein sollen;
in der Ausgangs-Tabelle S. 6 GA und in der Bewertung S. 37 jedoch auf (maximal) 343,7 m/s.
Zahlendreher?]
Bitte: Ich versuche, den WA-Antrag samt GA zunächst "in sich" logisch zu verstehen. Erklärungen bitte daher auch nur innerhalb dieser Quellen.
Tim Beckhaus kommentiert am Mi, 2018-06-20 13:16 Permanenter Link
Die Länge des Laufs ist aus verschiedenen Gründen unerheblich. Möglicherweise werden Ihre Fragen beantwortet, wenn Sie die gutachterliche Stellungnahme des Dipl. Ing. Erbinger zum Gutachten des Herrn Winkelsdorf lesen.
Darin wird auch beschrieben, warum ein Schalldämpfer auch bei der Verwendung von Überschallmunition sinnvoll ist und was genau durch den Schalldämpfer gedämpft wird.
Interessant ist auch, dass Herr Erbinger erläutert, dass auch ein "herkömmlicher" Schalldämpfer mit Bauschaum "frisiert" werden kann.
Logiker kommentiert am Mi, 2018-06-20 15:26 Permanenter Link
Danke, ich habe alles gelesen. Mir geht es aber, wie gesagt, darum, das GA in sich zu verstehen.
Dort ist die Länge des Laufs einer der Kernpunkte:
"Ausweislich der Zeugenaussagen und der Situation bei Schussabgabe auf die Opfer ist es in den Zimmern nicht zum Auftreten eines Geschossknalles gekommen. Einzig denkbare Erklärung hierfür ist eine reduzierte Geschwindigkeit der Geschosse auf maximal 343,7 m/s. Mit einer P38 mit 127mm Lauflänge ist dies nicht zu erreichen, hierfür muss der Waffenlauf kürzer sein. ...
Da keine Unterschall-Laborierung verwendet wurde, ergibt sich hieraus zwingend der Schluss, dass es sich eben gerade nicht um eine Version der Walther P38 mit einem Lauf von 127mm gehandelt hat, sondern hier der Waffenlauf vielmehr gekürzt worden sein wird. ...
Die beschriebene Konstruktion einer PET-Flasche auf einem gekürzten Waffenlauf erforderte zwingend die Anbringung eines geeigneten Gewindes zur Aufnahme einer mit der Laufseelenachse fluchtenden Befestigung für einen solch improvisierten Schalldämpfer. Dies ist bereits eine Büchsenmacherarbeit und von einem Laien nicht mehr zu erzielen. " (S.36 f.)
Ich verstehe schlicht nicht, wie Herr Winkelsdorf auf der Basis seiner Angaben zu diesem Ergebnis kommt und würde es gerne verstehen.
Peppermint Patty kommentiert am Mo, 2018-06-25 22:33 Permanenter Link
Tim Beckhaus kommentiert am Mi, 2018-06-20 13:16Permanenter Link
Die Länge des Laufs ist aus verschiedenen Gründen unerheblich...
Nicht alles, was @Logiker sagt, ist unrichtig.
Peppermint Patty kommentiert am Mi, 2018-06-20 12:33 Permanenter Link
Schon wieder eine Nebelkerze. Sogar von der Nachtschicht. Und wieder mit anderem Nick. Also Herrn Winkelsdorfs Unterschrift finde ich im Urteil, das Herrn Darsow mit LL+ faktisch seit knapp 10 Jahren aus dem Leben gerissen hat, nicht. Direkt über den drei Unterschriften - auf der allerallerletzten Seite - steht vielmehr:
Die Angeklagten haben gemäß §§ 465, 472 StPO die Kosten des Verfahrens… zu tragen, weil sie verurteilt worden sind.
Sehr interessant. Bei einem Angeklagten. Der Unterschrift auf dem Kaufvertrag für die neue Spülmaschine wird wahrscheinlich mehr Aufmerksamkeit gewidmet.
Ungeachtet der weiteren Nebelkerzen. „Mein“ Thema lautet unverändert:
Stellt es - und zwar völlig losgelöst vom WA-Vorbringen - nicht bereits einen Justizskandal dar, dass Andreas Darsow von einem Gericht verurteilt wurde, das nicht erkannt hat, dass es sich bei der Tatmunition um Überschallmunition handelt, und der laut Urteil „bei allen Schüssen seine Funktion“ erfüllende PET-Schalldämpfer Marke-Eigenbau deshalb schon von vornherein ungeeignet war, „den bei den todbringenden Schüssen entstehenden Lärm auf ein Minimum zu reduzieren“?
Gilt in Strafverfahren nicht die Amtsermittlungspflicht? Oder findet § 244 Abs. 2 StPO in Südhessen keine Anwendung?
Logiker kommentiert am Mi, 2018-06-20 15:41 Permanenter Link
Schade, ich hatte gehofft, Sie könnten mir meine Frage beantworten. In Ihrem Beitrag oben schien es mir, Sie könnten die innere Logik des GA verstanden haben.
Nein. Gerade bei einem Laien wäre vorauszusetzen, daß er die tatsächliche Ungeeignetheit in Bezug auf den Geschossknall nicht kannte. Seine Funktion in Bezug auf den Mündungsknall soll er ja erfüllt haben.
Peppermint Patty kommentiert am Fr, 2018-06-22 17:35 Permanenter Link
Eine aufschlussreiche „Antwort“.
Grämen Sie sich nicht. Auch das Gericht hatte in puncto Logik (ohne, dass es hierbei darauf ankommt, dass das Gericht den Überschallcharakter der Tatmunition nicht erkannt, und deswegen auch nicht realisiert hat, dass der bei der Tat (angeblich) verwendete PET Schalldämpfer Marke-Eigenbau von vornherein ungeeignet war, eine schalldämpfende Wirkung zu entfalten, da sich der erst in der normalen Atmosphäre eintretende Geschossknall nicht dämpfen lässt) einen ähnlichen Burner auf der Pfanne:
10 Schüsse (Schüsse 3 bis 6 im Souterrain, UA S. 22, 24; Schüsse 7 und 8 im 1 OG, UA S. 24, 25; Schüsse 9 und 10 im 2. OG, UA S. 26, 27)
Zwei außerhalb des Hauses: Schüsse 1 und 2, von Zeugen gehört: UA S. 21, 22: „Trotz der Verwendung des selbstgebauten Schalldämpfers konnten (jedenfalls) diese beiden ersten Schüsse, die außerhalb des Hauses vor der Souterraintür abgeben wurden, von den Nachbarn Bachmann, Suznjevic sowie Susanne und Karl Müller wahrgenommen werden, die allesamt davon erwachten“.
UA. S. 24: „… und weil die Tat begangen wurde mittels dieses selbstgebauten Schalldämpfers, der auf der Waffe (ununterbrochen) befestigt gewesen war und bei allen Schüssen seine Funktion verrichtet hatte…“.
Übrigens: Letzte Woche hat ein Verfechter hiesiger Nebelkerzenfraktion, dessen Post gelöscht wurde, behauptet, aus dem Urteil ergebe sich „offensichtlich“, dass der PET-Schalldämpfer überhaupt nicht funktioniert habe.
Tim Beckhaus kommentiert am Fr, 2018-06-22 12:36 PERMANENTER LINK
…ist tatsächlich Blödsinn nach dem Motto: ich mache mir die Welt, widewidewid wie sie mir gefällt
Neben der Urteils- dürfte auch eine Lektüre der Moderationshinweise zur möglichen Erhellung beitragen:
https://community.beck.de/node/55350
„… Erklärtes Ziel ist es, Plattformen bereitzustellen, auf der alle Interessierten gerne mitdiskutieren. Dabei gilt wie so häufig: Qualität vor Quantität..“.
Schönes (Lese-) WE
Steffi kommentiert am Fr, 2018-06-22 19:12 Permanenter Link
die Tatmunition der Marke PMC Bronze, 124 Grain (FMJ)
ist ab +15°C Unterschallmunition.
Für den sog. Überschallknall war die Temperatur
im Kellerflur entscheidend.
Die Zeugen hörten nur das dumpfe,
wenn auch sehr laute Echo
Eigentlich nicht so schwer zu kapieren,
tja eigentlich !
Keine PET~Flasche hält 10 Schüssen stand !
(mit Testschießen sogar 20 !)
Logiker kommentiert am Fr, 2018-06-22 19:29 Permanenter Link
Ich verstehe Ihren Kommentar schlicht nicht.
Weder erkenne ich darin eine Antwort auf meine Frage noch eine Stellungnahme zu meiner Antwort auf Ihre Frage.
Insofern ist mir Ihr Hinweis auf die Moderationspraxis sehr willkommen, denn Ihr Beitrag erfüllt den von Ihnen zitierten Punkt m.E. leider nicht. Ich habe mich offensichtlich geirrt, als ich aufgrund Ihres Beitrags oben dachte, Sie hätten den Punkt im GA verstanden.
Jedenfalls sagt auch das GA von Winkelsdorf - wie auch das von Erbinger - daß ein Schalldämpfer (wenngleich lediglich wegen der Lauf-Länge (!) keinen, weil für einen Laien darauf nicht montierbaren, PET-Schalldämpfer) unter Verwendung von Bauschaum zum funktionsfähig schalldämpfenden (!) Einsatz gekommen sein muß. Insofern stützt das GA im Hinblick auf seine schalldämpfende Funktion sogar das Urteil, hält aber die Verwendung einer PET-Flasche aus anderen Gründen (Lauf-Länge der verwendeten Waffe) für unmöglich. Diese "Beweisführung" verstehe ich aus den o.g. Gründen rein logisch in sich nicht, würde sie gerne verstehen.
Die knalligen Behauptungen von Herrn Steffler nützen mir dabei übrigens auch nicht, weswegen ich darauf auch gar nicht eingehe.
Logiker kommentiert am Fr, 2018-06-22 20:13 Permanenter Link
vielleicht könnten Sie Ihre Ausdrucksweise ("Quatsch", "Revolver") ein wenig zügeln und rein sachlich bleiben. Dann werden vielleicht auch nicht so viele Ihrer Beiträge gelöscht.
Mir scheint in der Tat in der Beweisführung im GA der Bezug auf die Geschwindigkeit der bei der Tat verwendeten Munition zu fehlen.
Sie selbst hatten eine andere Geschwindigkeit genannt, jedoch weder Quelle noch einen hier relevanten Bezug zur Lauf-Länge der vermutlich verwendeten Tatwaffe genannt. Darum helfen auch Ihre Einlassungen in keiner Weise weiter.
Insbesondere Ihre Behauptungen bisher erklären im Gegensatz zum GA Winkelsdorf (abgesehen von der genannten "Argumentationslücke" - sofern sie besteht und ich nur etwas nicht verstanden habe) nicht, warum insbesondere Astrid nicht von den 2 Schüssen auf ihre Mutter erwacht ist. Insofern erscheint mir das GA durchaus interessant, sollte es in sich schlüssig sein.
Steffi kommentiert am Do, 2018-06-21 09:21 Permanenter Link
aus der ZDF~Reportage "Mein Mann ist kein Mörder" ensteht für die ZDF~Zuschauer der falsche Eindruck
Klaus Toll sei im Eingangsbereich des Erdgeschosses (Parterre) erschossen worden.
Klaus Tolls Büro lag im Kellergeschoß, das über eine Kellertreppe von außen zu erreichen war.
Das im Urteil und im Wiederaufnahmegesuch vielfach erwähnte "Souterrain" hat
das Reihenendhaus überhaupt nicht.
Die leere Patronen~Hülse des ersten Schuß wurde rechts im Gebüsch
neben der Eingangstür gefunden. Tatwaffe war vermutlich eine
moderne 9mm~Pistole, deren Magazin mindestens
10 Schuß faßt, rechtsauswerfend !
Die 4 Zeugen hörten lediglich das dumpfe Echo der Schüsse
aus dem unterirdich gelegenen Keller.
Klaus Tolls Mörder ist im kalten Keller garantiert
das rechte Trommelfell geplatzt.
"aus der ZDF~Reportage "Mein Mann ist kein Mörder" ensteht für die ZDF~Zuschauer der falsche Eindruck
Klaus Toll sei im Eingangsbereich des Erdgeschosses (Parterre) erschossen worden. Das ist unwahr !"
Der "falsche Eindruck" ist "unwahr"? Heißt das dann, dass der "falsche Eindruck" ricchtig ist und es somit heißen müsste "es entsteht der richtige Eindruck ..."?
Was die Zeugen gehörten haben, haben Sie als Zeugen vor Gericht mitgeteilt. Es ist im Urteil zu lesen. Was Sie nun darüber behaupten, was die Zeugen gehört ist, ist tatsächlich Blödsinn nach dem Motto: ich mache mir die Welt, widewidewid wie sie mir gefällt.
Steffi kommentiert am Fr, 2018-06-22 13:03 Permanenter Link
die Zeugen können unmöglich gehört haben,
daß die Schüsse aus dem "Souterrain"
kamen, weil es anders als im
Quatsch~Urteil steht, kein
"Souterrain" am Tatort
Warum hat eigentlich der Spürhund im Parterre gesucht,
wenn Klaus Toll im Kellerflur erschossen wurde ?
Wenn ich Hundeführer gewesen wäre, hätte ich
den Spürhund im Kellerflur auf die Fährte
Logiker kommentiert am Fr, 2018-06-22 19:52 Permanenter Link
https://www.duden.de/rechtschreibung/Souterrain
Neben vielem anderen haben Sie auch die Arbeitsweise und das Ziel des Einsatzes von Mantrailer-Hunden nicht verstanden.
Für alle, die es interessiert, hier eine recht aktuelle Studie:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0379073817304796?via=...
Steffi kommentiert am Sa, 2018-06-23 10:20 Permanenter Link
der Einsatz von Mantrailer~Hunden Wochen oder
gar Monate nach dem Verschwinden einer
Person ist großer physikalischer
Im unaufgeklärten Mordfall der Kneipenwirtin Barbara Rothe
haben die Mantrailer~Hunde die Polizei an den
Buchrainweiher geführt, obwohl die
Kneipenwirtin in der Nähe
im Wald lag.
Die Kosten, die solche unsinnigen Einsätze verursachen
gehen in die Millionen.
Ich rate, beim Suchen in erster Linie
das Hirn einzusetzen und nicht die
Logiker kommentiert am Sa, 2018-06-23 21:27 Permanenter Link
Steffi-aus-der-Kiste schrieb:
Na gut. Die Studie ist ja auch nur für Menschen mit Hirn gedacht...
In diesem Fall ging es nicht um eine verschwundene Person, sondern um eine anwesende. Anhand einer konservierten Geruchsprobe einer Patronenhülse, die sehr sicher vom Täter berührt wurde, fanden die Hunde dazu passende aktuelle Spuren. U.a. bei der Fa. Aumann, wie AD selbst bemerkte.
Steffi kommentiert am Sa, 2018-06-23 21:46 Permanenter Link
da die Versuche beweisen, daß die Mantraler~Hunde
nicht 100% erfolgreich sind, sind diese als
Beweis unzulässig.
Fruit of the poisonous Tree !
Logiker kommentiert am Sa, 2018-06-23 22:14 Permanenter Link
Soso, unzulässig. LOL!
Ich beende das nun hier. Meine ursprüngliche Frage ist beantwortet, weitere sachliche Beiträge dazu gab es auch nicht, die das GA retten könnten. Schade.
Tim Beckhaus kommentiert am So, 2018-06-24 00:12 Permanenter Link
"(...)da die Versuche beweisen, daß die Mantraler~Hunde nicht 100% erfolgreich sind, sind diese als Beweis unzulässig."
Ich denke, Sie machen sich einen Spaß aus dieser Diskussion, Herr Steffler oder wer auch immer Sie sind.
Rudolphi kommentiert am So, 2018-06-24 08:58 Permanenter Link
(war ein Zitat von Herrn Steffler)
Diesen Ausweg hält Herr Steffler sich sicher noch offen, denn sachlich wurde er in vielen Punkten seiner meistens per copy&paste wiederholten Behauptungen ja bereits widerlegt.
Für diejenigen Diskutanten, die aber an sachlichen Debatten interessiert sind, habe ich noch einige Informationen:
Eine Inauguraldissertation als PDF mit 95 Seiten aus der Rechtsmedizin Freiburg i. Brg.:
http://docplayer.org/56760645-Aus-dem-institut-fuer-rechtsmedizin-der-me...
Eine Dissertation als PDF mit 76 Seiten aus der Rechtsmedizin Hamburg-Eppendorf:
[PDF]UNIVERSITÄTSKLINIKUM HAMBURG-EPPENDORF Aus dem Institut ...
https://d-nb.info/1054422230/34
Da kann man sich auch über Zündsätze Sintox und Sinoxid (Sinoxyd) informieren.
Da über das Waffenreinigen:
http://lutzmoeller.net/Waffen/Lauf-reinigen.php
http://mittelkaliber.ch/waffenreinigung/
Da über echten Messing-Schmauch:
https://werkzeugforum.de/lasermikrobearbeitung/
Aber auf die Kommentare von Herrn Steffler gehe ich nicht mehr ein.
Tim Beckhaus kommentiert am Fr, 2018-06-22 14:20 Permanenter Link
"die Zeugen können unmöglich gehört haben, daß die Schüsse aus dem "Souterrain" kamen (...)"
Das haben die Zeugen auch gar nicht ausgesagt. Woher haben Sie diesen Unsinn?
"Warum hat eigentlich der Spürhund im Parterre gesucht, wenn Klaus Toll im Kellerflur erschossen wurde ?"
Hallo "Fachleute" Rudolphi und Steffler,
was ist Thema? Die Leichen sind nicht tot? ;-)
Mit den Schmauchspuren sind Sie beide doch bei einem Punkt, den sogar Strate nicht angriff.
Reibgeschweißtes (!) Messing im Lauf ist halt etwas anderes als Schmauch.
Im Schmauch der Hülsen wie auch an den Händen des Klaus Toll befand sich als typischer Bestandteil Aluminium. Das ist Fakt.
Diese Kombination fand sich auch in den Schmauchspuren auf den Kleidungsstücken von AD. Auch Fakt.
Man kann lediglich darüber diskutieren, wie die Teilchen da hin gekommen sein können, aber nicht, daß beide Aluminium enthielten. Das ist aber ohnehin alles so dünn, daß es sich m.E. nicht lohnt darüber zu diskutieren, so lange viel deutlichere Indizien weiterhin "gelten".
Vielleicht könnten Sie beide (!) sich einmal den nun von RA Strate beigebrachten neuen Informationen, den Gutachten nämlich, zuwenden und diese auf ihre Beweiskraft hin untersuchen, ohne einfach gegenbeweislos "alles Quatsch" zu rufen.
Das GA von Winkelsdorf halte ich inzwischen nicht nur aus den von mir bereits o.g. Gründen für nicht stichhaltig:
Die Mündungsgeschwindigkeit der verwendeten Munition PCM Bronze ist bei Händlern mit 338 m/s angegeben, es fehlt aber die Bezugsgröße der Lauflänge.
Wenn Winkelsdorf dann zirkelschlüssig aus der Annahme (!), die 2 Schüsse draußen seinen wegen (?) der Überschallgeschwindigkeit gehört worden, die drinnen aber wegen Unterschallgeschwindigkeit nicht, daraus dann eine Lauflänge der Tatwaffe folgern möchte, ist das m.E. schlicht unmöglich ohne Kenntnis genauerer Daten. Ein Vergleich mit der GEKO-Munition ist eben nicht möglich, auch rechnerisch unmöglich, da sich unterschiedliche Laborierungen selbst derselben Kaliber völlig unterschiedlich verhalten.
Interessante Versuchsreihen mehrerer Laborierungen z.B. hier:
Alleine die Standardabweichungen bei Laufkürzungen von identischen Läufen (!) und weitere praktische Probleme sprechen gegen eine Büchsenmacherarbeit, wie sie Winkelsdorf behauptet. Schönes Praxis-Beispiel hier (anhand eines Gewehr-Laufs): http://www.gunsandammo.com/gunsmithing/barrel-length-vs-velocity/
Es spricht im Grunde auch nichts dagegen, daß eine der P 38 systemgleiche Waffe mit kürzeren Lauf (und ggf. sogar vorhandenem SD-Außengewinde plus PET-Adapter) verwendet wurde (wie auch im Urteil als möglich dargestellt), so daß die mit 338 m/s beworbene "Überschallmunition" PMC insgesamt (auch draußen) als solche gar nicht zur Wirkung kam, einige (!) nicht im Tiefschlaf befindliche Nachbarn die 2 Schüsse trotzdem hörten UND Astrid durchaus davon erwachte, aber aus Angst in schlafender Position (!) verharrte, allerdings dann zuletzt den Arm zu ihrem Schutz hochnahm, weswegen der Täter diesen auch verletzte.
Die von Winkelsdorf angenommene Alternative (Bauschaum in einem professionellen Schalldämpfer) halte ich schon wegen der deutlich tropfenförmigen Bauschaum-Auswürfe für Unsinn.
Das Gericht hatte sich insbesondere mit der Struktur/Aussehen/Morphoplogie der am Tatort vorhandenen Partikel beschäftigt, die der im BKA-GA (und denen im Strate-GA von Cachée!) gleichen. (Urteil u.a. S. 112, 115, 119)
Sollte jemand das GA von Winkelsdorf dennoch in irgendeiner Weise für beweiskräftig halten, bitte ich um sachliche Argumentation FÜR dieses GA.
Steffi kommentiert am So, 2018-06-24 22:19 Permanenter Link
Sehr geehrter Herr Logiker,
im Schmauch der Tatmunition ist Messing und
kein Aluminium. Die winzigen Mengen an
Aluminium sind im Zünder, der mit
der Hülse ausgeworfen wird.
Die Aluminiumpartikel sind praktisch
Die Schüsse waren so extrem laut, daß
4 Zeugen und Astrid Toll aufwachten.
Babenhausen aufwacht.
GR kommentiert am So, 2018-06-24 22:09 Permanenter Link
Winkelsdorf vermutete doch einen Dichtscheiben-Schalldämpfer mit einem PUR-Element als Dichtscheibe zusammen mit einer Waffe mit verkürztem Lauf für Unterschall-Schüsse.
Eine etwas schwächere Laborierung als beim Original der PMC-Patronen allerdings wäre doch die bessere Alternative für die Geräuschdämpfung gewesen, und das ist auch sehr einfach zu machen.
Steffi kommentiert am So, 2018-06-24 22:22 Permanenter Link
wenn man den Lauf einer Walther P38 absägt,
funktioniert mit der Tatmunition der
Patronenauswurf nicht mehr.
(zuwenig Rückstoß!)
GR kommentiert am So, 2018-06-24 22:26 Permanenter Link
Ein Herr Steffler hat das auch selber ausprobiert bei einer P38 als "Waffenexperte", oder?
Gast kommentiert am So, 2018-06-24 23:00 Permanenter Link
Man muss eine Waffe des Typs P38/P1 nicht zwingend absägen, da auch Versionen mit kurzem Lauf hergestellt wurden. Siehe zB VISIER Special Nr. 68 zu P38 und P1. Die Seiten über die Spezialfertigungen kann man leider in der Leseprobe nicht sehen, aber das eine oder andere Foto mit einer Kurz(lauf)version.
Logiker kommentiert am Mo, 2018-06-25 00:05 Permanenter Link
Zu den haltlosen Behauptungen von Steffi ist nichts zu sagen.
@ GR: Winkelsdorf beachtet das Problem der faktischen Existenz von Bauschaum und versucht dafür eine Lösung zu finden. Allein: Seine Version trifft die Faktenlage auch nicht (s.o.). Der Täter, offenbar Laie (sonst hätte er ohnehin Subsonic benutzt, ja!), wollte sichtlich, daß der Schuß leiser ist und hat sich wenig Gedanken um die Differenzierung Geschoß- oder Mündungsknall gemacht. Hauptsache Schall gedämpft. Bezüglich des Mündungsknalls hat er das selbst ausweislich des WA-Antrages von Strate, insbesondere des GA von Winkelsdorf ja auch geschafft! Bei einer Waffe mit kurzem Lauf mußte er bei dieser Munition auch tatsächlich an gar nicht mehr als die Dämpfung des Mündungsknalls denken. Weil nur (!) 4 Nachbarn etwas hörten, liegt für mich viel näher, daß alle Schüsse die Schallgrenze unterschritten, weswegen man sich die unsinnige (weil einer Basis entbehrende, s.o.) Rechnerei wie bei Winkelsdorf auch einfach sparen kann.
@Gast: Ja, das schrieb ich ja oben. Ich gehe auch von der Verwendung einer Version mit kurzem Lauf aus, wie das Urteil es ja ebenfalls für möglich hält.
Also, GA Winkelsdorf auch bei Ihnen vom Tisch, weil nicht beweiskräftig?
Dann schreibe ich vielleicht morgen was zum Cachée-GA...
GR kommentiert am Mo, 2018-06-25 05:15 Permanenter Link
Der Täter, offenbar Laie (sonst hätte er ohnehin Subsonic benutzt, ja!), wollte sichtlich, daß der Schuß leiser ist und hat sich wenig Gedanken um die Differenzierung Geschoß- oder Mündungsknall gemacht. Hauptsache Schall gedämpft. Bezüglich des Mündungsknalls hat er das selbst ausweislich des WA-Antrages von Strate, insbesondere des GA von Winkelsdorf ja auch geschafft! Bei einer Waffe mit kurzem Lauf mußte er bei dieser Munition auch tatsächlich an gar nicht mehr als die Dämpfung des Mündungsknalls denken. Weil nur (!) 4 Nachbarn etwas hörten, liegt für mich viel näher, daß alle Schüsse die Schallgrenze unterschritten, weswegen man sich die unsinnige (weil einer Basis entbehrende, s.o.) Rechnerei wie bei Winkelsdorf auch einfach sparen kann.
Da wäre natürlich die spurenarme Beschaffung einer Waffe + Subsonic-Munition m.E. problematischer, weil vermutlich seltener zu finden. Aber eine P38 + Allerweltsmunition ist sicher leichter zu finden (z.b. über Haushaltsauflösungen) und sogar beides kann relativ einfach modifiziert werden und auch in einem Keller dann vorher noch ausprobiert werden, auch im Winter. Die relativ kalte Außentemperatur am Tattag um ca. 04 Uhr könnte dann aber die Überraschung gebracht haben, daß die ersten Schüsse doch lauter waren, als gedacht und vorher ausprobiert.
Damit wäre das m.W. ein bisher seltener (oder gar einzigartiger?) Fall, daß während eines Tatgeschehens mit 10 Schüssen sich die Lautstärke der Schüsse geändert hatte infolge der Temperaturen.
Steffi kommentiert am Mo, 2018-06-25 06:50 Permanenter Link
das Tatgeschehen wurde wie im Doppelmordfall
I. Tatwaffe war rechtsauswerfend (H&K P8)
II. Schüsse waren extrem laut, nicht leise
III. Tatort war der Kellerflur, nicht das Parterre
A.) 4 Zeugen und Astrid Toll, die von
den lauten Schüsen aufwachten;
B.) Leere Patronenhülse recht im Gebüsch
c.) Toilettentür mittig durchschlagen in 134cm Höhe
Das Gutachten des Lars Winkelsdorf basiert auf der
viel leistungsstärkeren Überschallmunition der
schweizer Marke Geco !
Die Munition der Marke Geco ist im Gegensatz zur
Tatmunition überladen !
Eine Heckler & Koch läßt sich vorne
auch nicht absägen.
Im Übrigen explodiert eine mit Bauschaum befüllte
PET~Flasche nach dem 3. Schuß !
Entscheidend für den Überschallknall
war die Temperatur im Kellerflur !
Ab +15°C wird aus der Tatmunition
Unterschallmunition !
Meine Gegenerklärung habe ich am 25.04.2018
dem LG Kassel zugestellt und beantragt,
Andreas Darsow gemäß § 371 StPO
freizusprechen!
GR kommentiert am So, 2018-06-24 22:19 Permanenter Link
Diese Motivlage, eine ganze Familie von 3 Personen mit insgesamt 10 Schüssen ermorden zu wollen, wobei erste Schüsse ja sogar noch von Zeugen gehört wurden, die wird das Urteil gegen AD m.E. schon beeinflußt haben. Und noch einige Indizien, die reine Zufälle wenig wahrscheinlich machten und auch nicht auf Rocker o.ä. Personen außerhalb deuten.
Logiker kommentiert am Mo, 2018-06-25 00:08 Permanenter Link
Insgesamt tendiere ich auch dazu, jedoch versuche ich derzeit zunächst, mich ernsthaft mit den Argumenten des WA-Antrags auseinanderzusetzen.