Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IV%20ZR%20160/53
Timestamp: 2019-06-25 16:39:33
Document Index: 161023993

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 829', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 829', '§ 857', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 829', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 18.03.1954 - IV ZR 160/53 - dejure.org
BGH, 18.03.1954 - IV ZR 160/53
https://dejure.org/1954,191
BGH, 18.03.1954 - IV ZR 160/53 (https://dejure.org/1954,191)
BGH, Entscheidung vom 18.03.1954 - IV ZR 160/53 (https://dejure.org/1954,191)
BGH, Entscheidung vom 18. März 1954 - IV ZR 160/53 (https://dejure.org/1954,191)
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Wirksamkeit eines Pfändungsbeschlusses und Überweisungsbeschlusses - Zum Erfordernis der Bestimmtheit bei einer Pfändung - Beweislast bezüglich des Eintritts eines Schadens
BGHZ 13, 42
NJW 1954, 881
Bei der Auslegung steht aus Gründen der Rechts- und Verkehrssicherheit die bestimmte Bezeichnung der Forderung im Vordergrund, die sich allein aus dem objektiven Inhalt des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses ergeben muss (BGHZ 13, 42, 44 ; 93, 82, 83 f. ;… BGH, Urt. v. 14. Januar 2000 aaO).
Fehlende Angaben zum Rechtsgrund schaden ebenso wie die nichtssagenden Bezeichnungen "aus jedem Rechtsgrund" oder "aus Verträgen oder sonstigen Rechtsgründen", die der Bundesgerichtshof im Anschluss an die Rechtsprechung des Reichsgerichts bereits früh für unzureichend gehalten hat (vgl. BGH, Urteil vom 18. März 1954 - IV ZR 160/53, BGHZ 13, 42, 43 f; ebenso etwa BGH, Urteil vom 7. April 2005 - IX ZR 258/01, WM 2005, 1037, 1038 mwN).
Ein Pfändungsbeschluß muß - wie schon das Pfändungsgesuch- zu seiner Wirksamkeit die Forderung und ihren Rechtsgrund so genau bezeichnen, daß sie von anderen unterschieden werden kann und ihre Identität gegenüber anderen Forderungen auch für Dritte feststeht (BGHZ 13, 42;… Zöller/Stöber, ZPO, 16. Aufl., § 829 Rdn. 8 und 9).
BGH, 08.05.2001 - IX ZR 9/99
Ungenauigkeiten sind unschädlich, wenn eine sachgerechte Auslegung ergibt, was in Wahrheit gemeint ist (u.a. BGHZ 13, 42, 43 f; 93, 82, 83 f;… BGH, Urt. v. 9. Juli 1987 - IX ZR 165/86, WM 1987, 1311, 1312; v. 28. April 1988 - IX ZR 151/87, NJW 1988, 2543, 2544; Beschl. v. 1. März 1990 - IX ZR 147/89, WM 1990, 1397, 1399;… Urt. v. 13. Juli 2000 - IX ZR 131/99, WM 2000, 1861, 1862).
Als Hinweis auf die Vorpfändung einer anderen Forderung der Schuldnerin gegen die Beklagte reicht die Angabe "Ansprüche und Rechte" auch deswegen nicht aus, weil sie dafür zu unbestimmt ist (vgl. BGHZ 13, 42, 43).
Deshalb muß der Rechtsgrund der gepfändeten angeblichen Forderung in der Regel wenigstens in allgemeinen Umrissen angegeben sein (BGHZ 13, 42; BGH Urteile vom 25. Januar 1961 - VIII ZR 22/60 = WM 1961, 348 = LM ZPO § 829 Nr. 5; vom 28. April 1965 - VIII ZR 113/63 = WM 1965, 517 = LM ZPO § 857 Nr. 8; vom 28. Februar 1975 - V ZR 146/73 = NJW 1975, 980, 981; vom 22. November 1979 - VII ZR 322/78 = NJW 1980, 584; RGZ 139, 97; 157, 321, 324).
Die gepfändete Forderung muß wenigstens in allgemeinen Umrissen angegeben werden, damit sie von anderen unterschieden werden kann (BGHZ 13, 42, 43 f; 93, 82, 83 f;… BGH, Urt. v. 8. Mai 2001 aaO S. 1224).
Der Bundesgerichtshof hat sowohl Umschreibungen, nach denen Forderungen aus allen Rechtsgründen gepfändet werden sollen, als nichtssagend und unbestimmt verworfen (BGHZ 13, 42, 43) als es auch im Interesse des sicheren Rechtsverkehrs als unerheblich angesehen, daß Gläubiger, Schuldner und Drittschuldner übereinstimmend wissen, der Schuldner verfüge nur über eine einzige Forderung gegen den Drittschuldner (vgl. BGHZ 13, 42, 44;… BGH, Urt. v. 28. Februar 1975 - V ZR 146/73, NJW 1975, 980, 981; v. 28. April 1988 - IX ZR 151/87, NJW 1988, 2543, 2544; v. 21. Februar 1991 - IX ZR 64/90, NJW-RR 1991, 1197, 1198; v. 14. Januar 2000 - V ZR 269/98, NJW 2000, 1268, 1269).
Fehlende Angaben zum Rechtsgrund schaden ebenso wie die nichtssagenden Bezeichnungen "aus jedem Rechtsgrund" oder "aus Verträgen oder sonstigen Rechtsgründen", die der Bundesgerichtshof im Anschluss an die Rechtsprechung des Reichgerichts bereits früh für unzureichend gehalten hat (vgl. BGH, Urteil vom 18. März 1954 - IV ZR 160/53, BGHZ 13, 42, 43.f; vom 7. April 2005 - IX ZR 258/01, WM 2005, 1037, 1038 mwN).
Der Ausgangspunkt des Berufungsgerichts, ein Pfändungsbeschluß gemäß § 829 ZPO müsse den zu pfändenden Anspruch so genau beschreiben, daß unzweifelhaft feststehe, welche Forderung Gegenstand der Zwangsvollstreckung sein soll, ist zwar zutreffend (vgl. BGHZ 13, 42, 43; 80, 172, 180; 93, 82, 83 [BGH 29.11.1984 - X ZR 39/83];… Urt. v. 9. Juli 1987 - IX ZR 165/86, WM 1987, 1311, 1312; v. 28. April 1988 - IX ZR 151/87, WM 1988, 950, 951; v. 21. Februar 1991 - IX ZR 64/90, WM 1991, 779, 781; v. 28. Februar 1975 - V ZR 146/73, WM 1975, 385, 386 und v. 26. Januar 1983 - VIII ZR 258/81, WM 1983, 217, 218 jew. m.w.N.).
aa) Geht man davon aus, daß in dem vom OLG Stuttgart entschiedenen Fall nur ein einzelner angeblicher Erstattungsanspruch habe gepfändet werden sollen, so ist selbst unter den vom OLG Stuttgart für den Anspruch in Betracht gezogenen Entstehungsgründen (Rückerstattung von Vorauszahlungen bei der Einkommensteuer, Vermögensteuer oder Umsatzsteuer) die Bezeichnung als "Steuererstattungsansprüche" nicht weniger nichtssagend und unbestimmt als die vom Bundesgerichtshof (BGH) im Urteil vom 18. März 1954 IV ZR 160/53 (BGHZ 13, 42) zu würdigende Angabe "(aus) jedem Rechtsgrunde".
Dies kann jedoch nur insoweit hingenommen werden, als in Beziehung auf die einzelne Forderung aussagekräftige Merkmale angegeben werden, die wirklich zur Identifizierung und Abgrenzung beizutragen vermögen und nicht etwa ähnlich nichtssagend sind wie die bereits angeführte Angabe "(aus) jedem Rechtsgrunde" im BGH-Urteil in BGHZ 13, 42.
Insoweit unterscheidet sich der vorliegende Fall von dem in BGHZ 13, 42, 43 f. entschiedenen, in welchem der Rechtsgrund überhaupt nicht näher umschrieben war; hier geht es hingegen um die Frage, ob der im einzelnen umschriebene Rechtsgrund theoretisch auf mehrere Einzelforderungen mit gleichartigem Entstehungsgrund und Inhalt zutreffen könnte.
BFH, 01.04.1999 - VII R 82/98
BGH, 25.01.1980 - V ZR 161/76
BGH, 29.11.1984 - X ZR 39/83
OLG Karlsruhe, 30.01.1997 - 4 U 154/96
Mangelnde Bezeichnung der Identität zu pfändender Forderungen
BGH, 22.01.1975 - VIII ZR 119/73
BAG, 15.01.1975 - 5 AZR 367/74
Arbeitsentgelt: Wirkung eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses
OLG Brandenburg, 10.07.2013 - 7 U 90/12
Ungerechtfertigte Bereicherung: Anspruch eines Besserberechtigten auf Abgabe der …
BGH, 28.04.1965 - VIII ZR 113/63
Voraussetzungen für die Wirksamkeit einer Pfändung - Vorliegen einer …
BayObLG, 22.12.1999 - 3Z BR 378/99
BAG, 10.02.1962 - 5 AZR 77/61
Arbeitseinkommen - Ansprüche eines Handelsvertreters - Fixum - Provision - …
LG Bochum, 28.11.2003 - 5 S 149/03
Zahlung des Rückkaufswertes der Sterbegeldversicherung; Umschreibung des der …
BGH, 26.04.1978 - VIII ZR 18/77
Ausschluss der Übertragbarkeit einer Forderung kraft Parteivereinbarung - …
KG, 15.07.2004 - 22 U 297/03
Haftungsverband der Grundschuld: Beachtlichkeit einer Vorausverfügung über …
BAG, 12.07.1962 - 5 AZR 423/61
Pfändungs- und Überweisungsbeschluss - Auslegung - Offenkundige Tatsachen