Source: https://www.derbauexperte.info/rechtsberatung/
Timestamp: 2019-11-22 11:21:41
Document Index: 343406608

Matched Legal Cases: ['§ 5', 'BGH', '§ 412', 'BGH', '§ 633', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 138']

Ärger auf der Baustelle ? Baustreit mit dem Handwerker ? - Baugutachter Bausachverständiger
Baumängel Bauschäden, Pfusch am Bau ?
Sie haben Ärger und Probleme mit dem Handwerker ? Warum sofort einen Rechtsanwalt einschalten ? Versuchen wir doch mit einem Fachgespräche vor Ort mit dem Handwerker und dem Bauherrn eine wirtschaftliche Lösung zu finden. Bei einem Rechtsstreit läuft es doch folgender Maßen ab :
Der Bauherr geht zum Rechtsanwalt und lässt sich beraten. Der wirft mit § § und Rechtsprechungen um sich und Sie glauben, der Bauprozess ist schon so gut wie gewonnen. Da täuschen Sie sich !
Bei Gericht wird das selbständige Beweisverfahren beantragt. Klägeranwalt und Beklagtenanwalt schreiben sich die Finger wund, aber ohne Ergebnis. Das Gericht beauftragt einen Bausachverständigen. Die eine Partei ist vom Gutachten begeistert, die andere Partei schreibt, so einen Quatsch habe ich noch nie gelesen . Es kommt zum Gerichtstermin. Alle sind gespannt und aufgeregt. Es sind jetzt mindestens 6 - 9 Monate vergangen. Dann kommt es in der Regel zu einem Vergleich ( beide Anwälte erhalten zusätzlich zu ihrem Honorar noch obendrauf 10/10tel Vergleichsgebühr ) den der Kläger aber so nie akzeptieren würde.
Fazit : lange Prozessdauer, hohe Anwalts- Sachverständigen- und Gerichtskosten.
Das können Sie auch einfacher, schneller und preiswerter haben ! Wir führen für Sie und mit Ihnen Verhandlungen auf der Baustelle durch. Auch dort kann man preiswertere Kompromisse schließen.
Rechtsdienstleistungsgesetzt RDG
Seit dem Jahr 2008 ist das neue Rechtsdienstleistungsgesetz in Kraft. Diese Gesetz regelt die Befugnis, außergerichtliche Rechtsdienstleitungen zu erbringen. Auch Architekten und Ingenieure ist die Rechtsberatung in bestimmten Grenzen gestattet. Nach § 5 RDG sind Rechtsdienstleistungen nur zulässig, wenn sie als Nebenleistungen zum Berufsbild oder zum Tätigkeitsbild des Architekten oder des Ingenieurs zählen und im Zusammenhang mit einer anderen Haupttätigkeit stehen.
Eine erlaubte Nebenleistung liegt vor, wenn die allgemein rechts-beratende oder rechtsbesorgende Handlung die Tätigkeit insgesamt nicht prägt, also die rechtliche Tätigkeit nicht im Vordergrund steht. In diesem Fall ist von einer zulässigen Annexleistung auszugehen.
( Annex : lat. Anhang, Anhängsel )
Werden z.B. Baugutachten erstellt, kann auf rechtliche Möglichkeiten hingewiesen werden. Eine Schlichtung könnte der schnelle und kostengünstige Weg sein.
Wichtiger Hinweis : wir führen keine Rechtsberatung durch !
Dies ist den zugelassenen Rechtsanwälten / Fachanwalt für Baurecht, vorbehalten. Aber sicherlich können wir außer unserem Fachwissen bei Mängel und Schäden an Gebäude als Haupttätigkeit weitere Dienstleistungen als Nebenleistung erbringen.
Ein Rechtsstreit kann langwierig und teuer werden.
Ein Fachwissen im Baubereich kann aber wirtschaftlich und kosten-günstig sein.
Ein Beispiel aus meiner Berufspraxis :
der Bauherr X reklamiert Bauleistungen. Der Auftragnehmer Y bestreitet den Baumangel.
Herr X und Fa. Y beauftragen je einen Rechtsanwalt / Fachanwalt.
Es wird ein selbständiges Beweisverfahren beantragt.
Der Richter/in kennt sich in der Bausache nicht aus und beauftragt einen Bausachverständigen. Das können Sie auch jetzt schon tun !
Warum so lange warten ? Ihr Anwalt kennt die Rechtslage - wir die Bauphysik. Lassen Sie sich direkt ein privates Baugutachten erstellen. Der bausachverständige Zeuge kann sicherlich schnell und kostengünstig helfen.
Baugutachten - Privatgutachten
Der BGH hat bereits in einem Urteil 1986 zur Bedeutung von Privatgutachten Stellung genommen.
Wird von einer Partei ein Privatgutachten in Auftrag gegeben, auf das sich dann die Partei bezieht, muss sich das Gericht damit ebenfalls sorgfältig auseinandersetzen, als wenn es sich um die abweichende Stellungnahme eines vom Gericht bestellten weiteren Gutachtens handelt.
ZPO §§ 412 + 286
(BGH Urteil vom 06. März 1986, III ZR 245/84 )
Ein Privatgutachten kann in einem eventuellen Rechtsstreit als Parteivortrag vom Rechts-beistand des Auftraggebers dem Gericht vorgelegt werden.
Der Sachverständige kann bei Gericht als sachverständiger Zeuge befragt werden.
Privatgutachten können erstattungsfähig sein, wenn ohne ein Privatgutachten die Beweise verloren gehen oder für einen späteren Rechtsstreit unausweichlich waren. Nach § 633 Abs. 2, Satz 2, BGB handelt es sich um einen Erfüllungsanspruch,kein Schadenersatzanspruch.
NJW RR 1999. 813 f
BGH Urteil vom 17.02.1999, Az.: XZR 40/96
Die unterliegende Partei hat die Kosten des Gutachtens zu tragen. Beim Vergleich, anteils-mäßig.
„ Schriftliche Gutachten in den Akten gelten ver-fahrensrechtlich nicht als Sachverständigen-beweis, sondern als Parteivortrag, wenn auch als fachlich qualifizierter Parteivortrag, der als solcher vom Gericht und natürlich auch vom Gerichtsgutachter so ernst genommen werden muss wie sachkundige Ausführungen der Partei selbst (vgl. BVerfG NJW 1997, 122; BGH NJW 1986, 1930 und 1993, 2382). Das Gericht darf sich aber beweismäßig nicht allein auf das Privatgutachten verlassen, auch wenn es dieses für überzeugend hält. Es hat vielmehr in solchen Fällen das Privatgutachten zum Anlass zu nehmen und ein Gerichtsgutachten einzuholen (vgl. BGH VersR 1981, 576; BGH NJW 1992 ,1459) „
Zu beachten ist allerdings, dass Tatsachen-feststellungen von Privatgutachten als Partei-vortrag dann als wahr (zugestanden) gelten, wenn die Gegenpartei diese nicht substantiiert bestreiten (§ 138 III ZPO). Im Privatgutachten sollen deshalb Tatsachenfeststellungen möglichst konkret und detailliert sein und möglichst klar von Schlussfolgerungen getrennt werden.
Aufsatz über Tatsachenfeststellung und Orts-besichtigung im Zivil- und Strafprozess.
Dr. Walter Bayerlein. Vorsitzender Richter am OLG München a.D.
Bauschäden Baumängel Gebäude-Energieberatung