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Timestamp: 2016-10-26 21:32:49
Document Index: 385810819

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 8', 'Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 16', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'Art. 61', 'BGE', 'Art. 66']

Der 1956 geborene H.________ war seit seiner Einreise in die Schweiz im Jahre 1983 als Hilfsmaurer bei der Firma Z.________ AG t�tig. Am 31. August 2007 erlitt er einen Arbeitsunfall, als ein gef�llter Betonk�bel auf seine Beine fiel. Er zog sich dabei Oberschenkelfrakturen beidseits und multiple Weichteilquetschverletzungen zu. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) erbrachte Leistungen und sprach H.________ mit Verf�gung vom 5. Februar 2010 ab 1. Mai 2010 eine Rente bei einem Invalidit�tsgrad von 22 % zu. Im anschliessenden Einspracheverfahren anerkannte die SUVA vergleichsweise einen Invalidit�tsgrad von 31 %.
Am 20. Juni 2008 meldete sich H.________ bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Diese holte nebst den Akten der SUVA verschiedene Arztberichte ein und liess den Versicherten beim medizinischen Abkl�rungsinstitut X.________ polydisziplin�r begutachten (Expertise vom 22. November 2010). Mit Verf�gung vom 5. Oktober 2011 sprach die IV-Stelle des Kantons Thurgau H.________ eine vom 1. August 2008 bis 31. August 2009 befristete ganze Invalidenrente zu.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst H.________ beantragen, der angefochtene Gerichtsentscheid und die Verf�gung vom 5. Oktober 2011 seien insoweit aufzuheben, als damit der Rentenanspruch per 31. August 2009 befristet worden sei. Die Beschwerdegegnerin habe ihm auch dar�ber hinaus eine Invalidenrente basierend auf einem Invalidit�tsgrad von mindestens 60 % auszurichten. Eventuell sei die Sache zur Durchf�hrung weiterer medizinischer Abkl�rungen an die IV-Stelle zur�ckzuweisen.
1.2 Mit Blick auf diese Kognitionsregelung ist aufgrund der Vorbringen in der Beschwerde an das Bundesgericht zu pr�fen, ob der angefochtene kantonale Gerichtsentscheid in der Anwendung der massgeblichen materiell- und beweisrechtlichen Grundlagen (u.a.) Bundesrecht, V�lkerrecht oder kantonale verfassungsm�ssige Rechte verletzt (Art. 95 lit. a-c BGG), einschliesslich einer allf�lligen rechtsfehlerhaften Tatsachenfeststellung (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 BGG). Hingegen hat unter der Herrschaft des BGG eine freie �berpr�fung des vorinstanzlichen Entscheids in tats�chlicher Hinsicht zu unterbleiben.
Streitig und zu pr�fen ist, ob der Versicherte ab 1. September 2009 weiterhin Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.
Das kantonale Gericht hat die f�r die Beurteilung der Streitsache massgeblichen Bestimmungen und Grunds�tze zutreffend dargelegt. Das betrifft namentlich den Invalidit�tsbegriff (Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG), den nach dem Grad der Invalidit�t abgestuften Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 2 IVG), die Bestimmung des Invalidit�tsgrades bei Erwerbst�tigen mittels Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG), die - auch bei Zusprechung einer befristeten Rente anzuwendende - Regelung der revisionsweisen Erh�hung, Herabsetzung oder Aufhebung einer Invalidenrente bei erheblicher �nderung des Invalidit�tsgrades (Art. 17 Abs. 1 ATSG; BGE 134 V 131 E. 3 S. 132 f.; 133 V 108) sowie die Anforderungen an beweiswertige �rztliche Berichte und Gutachten (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 134 V 231 E. 5.1 S. 232).
3.1 Gest�tzt auf das Gutachten des medizinischen Abkl�rungsinstituts X.________ vom 22. November 2010 stellte das kantonale Gericht fest, f�r den Beschwerdef�hrer bestehe in einer leichten, �berwiegend sitzenden T�tigkeit mit der M�glichkeit, je nach Bedarf aufzustehen und herumzugehen - ohne ausschliessliche Steh- und Gehbelastung und ohne h�ufige T�tigkeiten in kniender oder hockender Haltung sowie weder auf Leitern noch auf Ger�sten - eine volle Arbeitsf�higkeit. Unzutreffend sei die Kritik des Beschwerdef�hrers, im Gutachten des medizinischen Abkl�rungsinstituts X.________ w�rden die Berichte der behandelnden �rzte Dres. med. K.________, A.________ und V.________ nicht ber�cksichtigt. Vielmehr bestehe f�r das Gericht kein Anlass, der nachvollziehbaren Begr�ndung der Gutachter des medizinischen Abkl�rungsinstituts X.________ betreffend Beginn und Verlauf der Arbeitsunf�higkeit nicht zu folgen.
3.2 Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes und eine willk�rliche Beweisw�rdigung durch die Vorinstanz (Art. 61 lit. c ATSG). Es sei nicht nachvollziehbar, warum bis Ende Mai 2009 eine volle Arbeitsunf�higkeit in jeder T�tigkeit bestanden habe und ab 1. Juni 2009 eine volle Arbeitsf�higkeit in einer angepassten Arbeit attestiert werde. Der rechtserhebliche Sachverhalt sei in somatischer Hinsicht unvollst�ndig abgekl�rt. Insbesondere gehe es nicht an, einfach auf das Gutachten des medizinischen Abkl�rungsinstituts X.________ abzustellen und die divergierenden Berichte und Atteste �ber die zumutbare Arbeitsf�higkeit der behandelnden �rzte ohne weitere Abkl�rungen als nicht zutreffend zu beurteilen.
Die Vorinstanz hat in pflichtgem�sser W�rdigung der medizinischen Akten eingehend und nachvollziehbar begr�ndet, weshalb sie der Beurteilung der Gutachter am medizinischen Abkl�rungsinstitut X.________ vollen Beweiswert zuerkannte, hingegen derjenigen der behandelnden Psychiaterin Dr. med. V.________ nicht gefolgt ist. Von einer willk�rlichen Beweisw�rdigung im angefochtenen Entscheid kann nicht gesprochen werden. Willk�r setzt voraus, dass der Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenkundigen Fehler beruht; es gen�gt nicht, dass eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56).
4.1 Das kantonale Gericht hat insbesondere zutreffend erwogen, dass die Beurteilung der behandelnden Psychiaterin vom 20. Februar 2010 im Wesentlichen auf der subjektiven Schilderung des Beschwerdef�hrers beruht. Das ergibt sich auch aus der Wortwahl im genannten Bericht der Dr. med. V.________. Unter dem Titel "�rztlicher Befund, Psychostatus" werden vorwiegend die Angaben des Patienten wiedergegeben, ohne diese aus medizinischer Sicht zu reflektieren oder einzuordnen. Die Psychiaterin fasst zusammen, dass es sich bei der Erkrankung um unfallbedingte k�rperliche Leiden und den daraus resultierenden psychischen St�rungen im Sinne einer posttraumatischen Belastungsst�rung handelt. Die psychiatrische Behandlung habe st�tzenden Charakter und soll dem Patienten helfen, seine unfallbedingten k�rperlichen Einschr�nkungen ad�quat anzunehmen und zu optimieren. Dass der Patient aus physischer Sicht nicht auf die Gehhilfen angewiesen ist und die k�rperlichen Unfallfolgen weniger schwerwiegend sind, als sie der Beschwerdef�hrer schildert, findet im Bericht keinen Eingang.
Demgegen�ber wird im Gutachten des medizinischen Abkl�rungsinstituts X.________ berichtet, der Beschwerdef�hrer sei in der Lage gewesen, seine Konzentration und Aufmerksamkeit ohne Erm�dungszeichen �ber die ganze Untersuchungsl�nge hinweg aufrecht zu erhalten. Psychomotorisch habe er sich weder agitiert noch gehemmt pr�sentiert. Ebenso werde im rheumatologischen Teil darauf hingewiesen, dass er die Treppe in den zweiten Stock zum Untersuchungszimmer sowohl nach oben als auch nach unten im Wechselschritt gut habe bew�ltigen k�nnen, was sich nur schwer mit den von ihm selbst geschilderten Beschwerden vereinbaren lasse.
Die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsst�rung k�nne nicht gestellt werden.
Zwar macht der Beschwerdef�hrer zu Recht geltend, die Gutachter des medizinischen Abkl�rungsinstituts X.________ w�rden nicht n�her ausf�hren, weshalb sie von der von Dr. med. V.________ erhobenen Diagnose abweichen. Es ist indessen darauf hinzuweisen, dass eine posttraumatische Belastungsst�rung als ausl�senden Faktor ein traumatisierendes Ereignis von aussergew�hnlicher Schwere (Urteil 9C_865/2009 vom 3. Dezember 2009 E. 3.2 mit Hinweisen) verlangt, etwa die Verwicklung in kriegerische Ereignisse mit dem Erleben unmittelbar drohender Todesgefahr sowie existenzbedrohende Lager- und Foltererlebnisse. Nach der Umschreibung (ICD-10 F43.1) entsteht die posttraumatische Belastungsst�rung als eine Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation mit aussergew�hnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmass, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen w�rde (Urteil 9C_665/2010 vom 25. November 2010 E. 4.4). Zwar ist dem Unfall vom 31. August 2007 eine gewisse Eindr�cklichkeit nicht abzusprechen; von einem Ereignis aussergew�hnlicher Schwere ist er jedoch weit entfernt.
4.2 Aus rheumatologischer Sicht besteht hinsichtlich der Befunde des behandelnden Arztes Dr. med. K.________, Klinik f�r Orthop�die und Traumatologie am Spital Y.________, und dem entsprechenden Teilgutachten des medizinischen Abkl�rungsinstituts X.________ keine Differenz. Richtigerweise hat die Vorinstanz aber darauf hingewiesen, dass Dr. med. K.________ die von ihm trotz der gut durchgebauten Frakturen attestierte 100%ige Arbeitsunf�higkeit f�r jede T�tigkeit in keinem seiner Arztberichte erkl�rt oder begr�ndet. Es ist auch nicht ersichtlich, warum eine vorwiegend sitzende leichte Arbeit nicht sollte durchgef�hrt werden k�nnen. Die Vorbringen des Beschwerdef�hrers, soweit sie nicht als letztinstanzlich unzul�ssige appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung unbeachtlich sind, �ndern daran nichts.
4.3 Nach dem Gesagten verm�gen die vorbringen in der Beschwerde die Schl�ssigkeit des Administrativgutachtens nicht in Frage zu stellen. Das gilt auch hinsichtlich des Verlaufs der Arbeitsunf�higkeit. Das kantonale Gericht hat f�r das Bundesgericht verbindlich festgestellt, es bestehe kein Anlass, der auch diesbez�glich nachvollziehbaren Begr�ndung der Gutachter des medizinischen Abkl�rungsinstituts X.________ nicht zu folgen. Unter diesen Umst�nden ist der Verzicht der Vorinstanz auf weitere Abkl�rungen als Ergebnis pflichtgem�sser antizipierter Beweisw�rdigung von Bundesrechts wegen nicht zu beanstanden und der Vorwurf der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes somit unbegr�ndet (vgl. SVR 2009 EL Nr. 7 S. 19, 9C_724/2009 E. 3.2.3.1).
Der von der Vorinstanz vorgenommene Einkommensvergleich wird vom Beschwerdef�hrer nicht beanstandet und gibt daher keinen Grund zu Weiterungen. Es bleibt damit bei der Verneinung eines Rentenanspruchs ab September 2009.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die Gerichtskosten dem Beschwerdef�hrer als unterliegender Partei auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).