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Timestamp: 2017-10-23 17:22:21
Document Index: 21107381

Matched Legal Cases: ['Art. 10', 'Art. 16', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_1024/2009 01.03.2010
Die 1959 geborene M.________ war seit Juni 1991 als Krankenschwester beim Alters- und Pflegeheim X.________ tätig und damit bei der Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: National) obligatorisch unfallversichert. Am 25. März 2007 erlitt sie als Autolenkerin einen Unfall, bei welchem ihr Fahrzeug von einem andern Personenwagen seitlich gerammt wurde. In der Folge kam es zu persistierenden Wirbelsäulenbeschwerden. Die National übernahm die Taggeld- und Heilungskosten und stellte ihre Leistungen mit Verfügung vom 13. Dezember 2007, bestätigt mit Einspracheentscheid vom 18. August 2008, per 31. Dezember 2007 ein.
Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten lässt M.________ beantragen, die National sei unter Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheids zu verpflichten, ihr aufgrund des Unfallereignisses vom 25. März 2007 weiterhin die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen.
Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen und Grundsätze über den Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG), auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG) sowie auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. Richtig sind auch die Ausführungen zum für die Leistungspflicht vorausgesetzten natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und eingetretenem Schaden (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181 mit Hinweisen), zum im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 126 V 353 E. 5b S. 360, je mit Hinweisen) sowie zum Beweiswert und zur Beweiswürdigung ärztlicher Berichte und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a und b S. 352 mit Hinweisen).
Streitig und zu prüfen ist, ob die Anspruchsvoraussetzungen für Leistungen der Unfallversicherung auch ab dem 1. Januar 2008 noch gegeben sind. Unbestritten ist dabei, dass die Beschwerdeführerin an einer Diskushernie C5/6 leidet und dass die geklagten Nackenbeschwerden darauf zurückzuführen sind. Im vorliegenden Verfahren noch streitig ist jedoch der Kausalzusammenhang zwischen der Diskushernie und dem Unfallereignis vom 25. März 2007.
3.1 Die Vorinstanz hat in sorgfältiger Würdigung der Aktenlage überzeugend dargelegt, dass die anlässlich der MRT-Untersuchung vom 2. Juli 2007 erkannte Diskushernie C5/6 mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht unfallbedingt, sondern vorbestehend gewesen und durch den Unfall nur aktiviert worden sei. Indem die Unfallversicherung für diese Verschlimmerung mehr als neun Monate Leistungen erbracht habe - so das kantonale Gericht - sei sie ihrer Leistungspflicht genügend nachgekommen und der Fallabschluss per 31. Dezember 2007 somit nicht zu beanstanden. Auf die entsprechenden Erwägungen wird verwiesen.
3.2 Die Beschwerdeführerin bringt nichts vor, was zu einem vom angefochtenen vorinstanzlichen Entscheid abweichenden Ergebnis führen könnte. Insbesondere kann entgegen der Auffassung der Versicherten aus dem Umstand, dass die Unfallversicherung Leistungen erbracht hat, nicht abgeleitet werden, dass sie den Kausalzusammenhang zwischen Diskushernie und Unfallereignis anerkannt habe. Vielmehr ist die Beschwerdegegnerin - wie aus Verfügung und Einspracheentscheid hervorgeht - von einem degenerativen Vorzustand ausgegangen und hat eine Leistungspflicht lediglich für den durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub bis zum Erreichen des status quo sine vel ante anerkannt. In diesem Zusammenhang hervorzuheben ist, dass es - wie die Vorinstanz unter Hinweis auf die umfangreiche Rechtsprechung dargelegt hat - einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversicherungsrechts entspricht, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Aufgrund der Aktenlage ist mit dem kantonalen Gericht dem Vorfall vom 25. März 2007 ein Schweregrad abzusprechen, der ausnahmsweise geeignet wäre, eine Schädigung der Bandscheibe hervorzurufen, sondern - auch in Anbetracht der medizinischen Vorgeschichte der Versicherten - vielmehr davon auszugehen, dass degenerative Bandscheibenveränderungen vorbestanden haben und die Diskushernie durch das Unfallereignis höchstens aktiviert worden ist. In diesen Fällen hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen, was - wie das kantonale Gericht unter Hinweis auf die Rechtsprechung ebenfalls zutreffend dargelegt hat - mit der Leistungserbringung bis 31. Dezember 2007 erfüllt worden ist.