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Timestamp: 2016-10-28 08:44:38
Document Index: 80470093

Matched Legal Cases: ['Art. 28', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 26', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 962', 'Art. 28', 'Art. 34', 'Art. 35', 'Art. 957', 'Art. 47', 'Art. 46', 'BGE', 'Art. 37', 'Art. 159']

2A.546/2000 (31.05.2002)
Betschart, Hungerb�hler, Bundesrichterin Yersin, Bundesrichter Merkli und Gerichtsschreiber Wyssmann.
Eidgen�ssische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Mehrwertsteuer, Beschwerdef�hrerin,
A.- Die Garage X.________ AG handelt mit neuen und gebrauchten Motorfahrzeugen und f�hrt Service- und Reparaturarbeiten an Motorfahrzeugen aus. Sie ist im Register der Mehrwertsteuerpflichtigen bei der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung eingetragen. Gest�tzt auf die Ergebnisse einer im Betrieb der Steuerpflichtigen vorgenommenen Kontrolle stellte ihr die Eidgen�ssische Steuerverwaltung mit Erg�nzungsabrechnung Nr. 17938 vom 17. September 1997 f�r die Mehrwertsteuer 1. Quartal 1995 bis 2. Quartal 1997 Fr. 109'988.-- in Rechnung. Die Nachbelastung hat ihren Grund darin, dass die Steuerpflichtige beim Verkauf von gebrauchten Motorfahrzeugen in den Kundenrechnungen auf die Mehrwertsteuer hingewiesen hatte, obschon sie die Steuer aufgrund der Differenz zwischen Verkaufs- und Ankaufspreis abrechnete (sog. Differenzbesteuerung) und in diesen F�llen keine Hinweise auf die Steuer in den Rechnungen enthalten sein d�rfen. Mit Entscheid vom 28. Mai 1998, best�tigt auf Einsprache hin am 2. August 1999, hielt die Eidgen�ssische Steuerverwaltung an der Steuerforderung, mit einer geringf�gigen Korrektur beim Steuerbetrag, fest.
B.- Mit Entscheid vom 14. November 2000 hiess die Eidgen�ssische Steuerrekurskommission die Beschwerde der Garage X.________ AG im Sinne der Erw�gungen teilweise gut und wies die Sache zur Neubeurteilung an die Eidgen�ssische Steuerverwaltung zur�ck.
Die Steuerrekurskommission erwog, die Anwendung der Differenzbesteuerung beim Verkauf eines gebrauchten Fahrzeuges k�nne nicht davon abh�ngig gemacht werden, dass die Kundenrechnung keinen Hinweis auf die Mehrwertsteuer enthalte. Art. 28 Abs. 4 der Verordnung vom 22. Juni 1994 �ber die Mehrwertsteuer bestimme, wie die Rechnung bei einem nach der Differenzmethode besteuerten Gesch�ft abgefasst werden m�sse, nicht aber die Voraussetzungen f�r die Differenzbesteuerung.
Wohl m�sse der Gefahr begegnet werden, dass der Abnehmer eines nach der Differenzmethode abgerechneten Gesch�fts aufgrund des falschen Hinweises in der Rechnung auf die Mehrwertsteuer den Vorsteuerabzug vornehme. Diese Gefahr bestehe indessen nicht oder nicht mehr, wenn die fraglichen Rechnungen vor ihrer Verwendung durch den Abnehmer von der Garage wieder erlangt und vernichtet w�rden oder wenn die Lieferung an einen nicht der Mehrwertsteuer unterstehenden Abnehmer erfolgt sei. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung habe die Sache gem�ss diesen Grunds�tzen neu zu pr�fen.
C.- Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Rechtsbegehren, es sei der Entscheid der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission aufzuheben und der Einspracheentscheid vom 2. August 1999 zu best�tigen.
Die Garage X.________ AG schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Die Eidgen�ssische Steuerrekurskommission verzichtete auf Vernehmlassung.
1.- Anwendbar ist in materieller Hinsicht noch die Verordnung �ber die Mehrwertsteuer vom 22. Juni 1994 (MWSTV; SR 641. 201). Gem�ss Art. 26 Abs. 1 dieser Verordnung wird die Steuer vom Entgelt berechnet. F�r den Handel mit gebrauchten Fahrzeugen enthielt Art. 26 Abs. 7 MWSTV folgende Bestimmung:
f�r den Verkauf bezogen, so kann er f�r
durfte oder den m�glichen Vorsteuerabzug nicht
Die Vorschrift regelte die so genannte Differenz- oder Margenbesteuerung: Danach kann der steuerpflichtige Verk�ufer eines gebrauchten Motorfahrzeuges f�r die Berechnung der Steuer auf dem Verkauf den Ankaufspreis vom Verkaufspreis abziehen. Die Steuer ist somit nur auf dem Betrag zu entrichten, um den der Verkaufspreis den Ankaufspreis �bersteigt. Voraussetzung ist jedoch, dass der Steuerpflichtige beim Bezug des Motorfahrzeuges keine Vorsteuer abziehen konnte, namentlich beim Erwerb von einem nicht steuerpflichtigen Privaten, oder den m�glichen Vorsteuerabzug nicht geltend machte, wie Art. 26 Abs. 7 MWSTV festh�lt. Die Differenzbesteuerung ist daher f�r den Gebrauchtwagenh�ndler im Allgemeinen g�nstiger, als wenn er die Mehrwertsteuer, mit Recht auf Vorsteuerabzug, auf dem vollen Verkaufspreis berechnen m�sste.
Die Differenzbesteuerung, wie sie in Art. 26 Abs. 7 MWSTV vorgesehen ist, hat allerdings auch Auswirkungen auf das Vorsteuerabzugsrecht des (mehrwertsteuerpflichtigen) Abnehmers. Da bei der Differenzbesteuerung die Mehrwertsteuer nur auf dem Unterschiedsbetrag zwischen Verkaufspreis und Ankaufspreis berechnet wird und gar keine Steuer anf�llt, wenn der Verkaufspreis den Ankaufspreis nicht �bersteigt, k�nnte ein Abnehmer, sofern er der Mehrwertsteuer untersteht, nur die auf der Marge bezahlte Steuer als Vorsteuer in Abzug bringen. Die Mehrwertsteuerverordnung (vgl.
Art. 28 Abs. 4 MWSTV) und die Praxis der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schliessen indes bei einem nach der Differenzbesteuerung abgewickelten Gesch�ft jeglichen sp�teren Vorsteuerabzug aus. Das ist zul�ssig, wie das Bundesgericht bereits im Urteil 2A.416/1999 vom 22. Februar 2001 (E. 5a) erkannt hat. Um jeglichen unrechtm�ssigen oder missbr�uchlichen sp�teren Vorsteuerabzug auszuschliessen, darf aber der steuerpflichtige Garagist gegen�ber dem Kunden weder in seiner Rechnung noch sonstwie auf eine Steuer hinweisen.
Deshalb bestimmt Art. 28 Abs. 4 MWSTV unter dem Titel "Rechnungsstellung und �berw�lzung der Steuer" Folgendes:
2.- Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass Hinweise auf die Steuer in Angeboten, Ausschreibungen, Rechnungen usw. das Steueraufkommen gef�hrden k�nnten. Die Gefahr best�nde, dass ein mehrwertsteuerpflichtiger Abnehmer aufgrund des Hinweises in der Rechnung auf die Mehrwertsteuer versuchen k�nnte, die Vorsteuer abzuziehen, oder in den Irrtum versetzt sein k�nnte, er sei zum Vorsteuerabzug berechtigt. Dem will Art. 28 Abs. 4 MWSTV entgegenwirken.
In Frage steht, ob das Recht zur Anwendung der Differenzbesteuerung dahinf�llt, wenn der Steuerpflichtige entgegen der Vorschrift von Art. 28 Abs. 4 MWSTV in der Kundenrechnung auf die Steuer hinweist.
An dem im zitierten Urteil 2A.416/1999 vom 22. Februar 2001 aufgestellten Grundsatz, dass Art. 28 Abs. 4 MWSTV (Verbot des gesonderten Steuerausweises bei Anwendung der Differenzbesteuerung) G�ltigkeitsvorschrift f�r die Anwendung der Differenzbesteuerung bildet (E. 6), ist auch im vorliegenden Fall festzuhalten. Bei der Differenzbesteuerung muss verhindert werden, dass der Empf�nger auf Grund unrichtiger Rechnungsstellung einen Vorsteuerabzug geltend machen kann. Hat der Lieferant Art. 28 Abs. 4 MWSTV nicht befolgt und in der Kundenrechnung einen Hinweis auf die Mehrwertsteuer angebracht, so ist die Differenzbesteuerung ausgeschlossen und greift die Regelbesteuerung ein. Das gilt jedenfalls immer dann, wenn in der Kundenrechnung eine Mehrwertsteuer erw�hnt wird. Rechnungen mit dem Hinweis auf die Mehrwertsteuer oder mit separatem Ausweis der Mehrwertsteuer, sofern sie von einem Steuerpflichtigen ausgestellt wurden, berechtigen den Empf�nger zum Abzug der Vorsteuer. Sie sind mehrwertsteuerrechtliche Urkunden. Die Differenzbesteuerung kann daher nicht mehr gestattet werden, wenn dem Empf�nger eine solche Rechnung ausgestellt wird.
Dieser Formalismus ist streng, jedoch notwendig, um Fehlern bei der Steuerabrechnung vorzubeugen. Schon bei der Warenumsatzsteuer war die Eidgen�ssische Steuerverwaltung befugt, f�r die zuverl�ssige Ermittlung der Steuer Formvorschriften aufzustellen (statt vieler, vgl. ASA 55 S. 226 E. 1b, 53 S. 513 E. 1, f�r die Berechnung des Entgelts bei Eintauschgesch�ften). Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Eidgen�ssische Steuerverwaltung verlangt, dass das Recht zur Differenzbesteuerung dahinfalle und die Regelbesteuerung eingreife, wenn in Rechnungen auf die Steuer hingewiesen wird.
3.- Ist bei falscher Rechnungsstellung die Differenzbesteuerung nicht anwendbar, weil der Aussteller der Kundenrechnung auf die Mehrwertsteuer hingewiesen hat, stellt sich die Frage, ob die fehlerhafte Rechnung durch den Aussteller nachtr�glich berichtigt werden darf. Gegenstand des Urteils 2A.416/1999 vom 22. Februar 2001 war eine Feststellung der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung �ber die allgemeinen Voraussetzungen der Differenzbesteuerung und die Anforderungen an die Rechnungsstellung. Die Frage, ob bei fehlerhafter Rechnungsstellung die Berichtigung zul�ssig sei, musste nicht beantwortet werden, weil es nicht um konkrete Steuerabrechnungen ging. Sie wurde im Urteil (E. 6) ausdr�cklich offen gelassen.
Im vorliegenden Fall stehen indes konkrete Steuerabrechnungen in Frage. Die Beschwerdegegnerin wendete die Differenzbesteuerung an, obschon sie in ihren Rechnungen mehrheitlich auf die Mehrwertsteuer ("inkl. 6.5 % MWST") hingewiesen hat. Die Frage, ob die Berichtigung zul�ssig ist, ist somit zu entscheiden.
4.- Die Mehrwertsteuerverordnung und jetzt auch das Mehrwertsteuergesetz vom 2. September 1999 (MWSTG; SR 641. 20) enthalten keine Vorschriften dar�ber, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Rechnung, die ein Steuerpflichtiger ausgestellt hat, berichtigt werden darf.
Die Frage ist deshalb gest�tzt auf allgemeine Rechtsgrunds�tze und diejenigen des Mehrwertsteuerrechts zu l�sen.
Die Vorinstanz behandelte im angefochtenen Urteil die Frage unter dem Gesichtswinkel der Steuergef�hrdung und des Grundsatzes der Steuerneutralit�t. Sie erwog, es m�sse der Gefahr begegnet werden, dass der Abnehmer die Vorsteuer zur�ckverlange, wenn bei einem differenzbesteuerten Gesch�ft der Lieferant zu Unrecht auf die Steuer hingewiesen habe.
Diese Gefahr bestehe aber nicht, wenn die Lieferung an einen nicht der Mehrwertsteuer unterstehenden Abnehmer erfolge oder wenn der Lieferant die fehlerhafte Kundenrechnung vor ihrer Verwendung wiedererlange und vernichte. Versage man auch in solchen F�llen die Geltendmachung des Vorsteuerabzuges, komme es zu einer Steuerkumulation, weil der Wiederverk�ufer die im Wert des vom Privaten erworbenen Gebrauchtwagens enthaltene Mehrwertsteuer nicht zum Abzug bringen k�nne. Das verletze den Grundsatz der Steuerneutralit�t (angefochtenes Urteil E. 4).
Diese Argumentation ist widerspr�chlich, weil die Vorinstanz einerseits das Verbot des gesonderten Steuerausweises in der Rechnung gem�ss Art. 28 Abs. 4 MWSTV als blosse Ordnungsvorschrift behandelt - ohne Auswirkungen auf die Steuer f�r den Fall der Missachtung der Vorschrift -, andererseits aber dennoch die Differenzbesteuerung als nicht anwendbar erkl�rt, wenn die Gefahr von Missbrauch droht, das heisst, wenn entgegen Art. 28 Abs. 4 MWSTV die Steuer in der Faktur offen ausgewiesen wurde und zudem die Lieferung an einen mehrwertsteuerpflichtigen Abnehmer erfolgte. Die Begr�ndung vermag insoweit nicht zu befriedigen. Richtigerweise ist zu fragen, ob der Aussteller einer falschen Rechnung diese nachtr�glich noch berichtigen d�rfe, so dass statt der Regelbesteuerung die Differenzbesteuerung eingreift.
Nur unter diesem Gesichtswinkel ist zu pr�fen, ob eine Berichtigung, wie die Vorinstanz sie vorsieht, zul�ssig ist.
5.- Wie erw�hnt ist die Berichtigung von Rechnungen weder in der Mehrwertsteuerverordnung noch im neuen Mehrwertsteuergesetz vorgesehen. Sie wird aber durch diese Erlasse auch nicht ausdr�cklich ausgeschlossen.
a) Die Ausstellung einer Rechnung f�r eine Lieferung oder Dienstleistung ist handelsrechtlich nicht vorgeschrieben, sie entspricht jedoch den Gepflogenheiten im Gesch�fts- und Handelsverkehr. Das Doppel der Rechnung dient als Buchungsbeleg und unterliegt dann wie die Gesch�ftsb�cher der Aufbewahrungspflicht nach Art. 962 OR.
Im System der Mehrwertsteuer mit Vorsteuerabzug kommt der Rechnung indessen eine besondere, �ber den reinen Buchungsbeleg hinausgehende Bedeutung zu. Sie dient dem Empf�nger der Leistung als Beleg, dass der Leistungserbringer die Mehrwertsteuer abgerechnet hat, und soll dem steuerpflichtigen Empf�nger die M�glichkeit verschaffen, die Steuer als Vorsteuer von seiner Steuerschuld abzuziehen.
Art. 28 Abs. 1 MWSTV schreibt denn auch vor, dass auf Verlangen des steuerpflichtigen Empf�ngers der Steuerpflichtige �ber seine Lieferung oder Dienstleistung eine den Anforderungen f�r die Geltendmachung des Vorsteuerabzuges gen�gende Rechnung ausfertigen muss. Unterliegt der Leistungsempf�nger der Mehrwertsteuer nicht, geht die Mehrwertsteuerverordnung auch in diesem Fall davon aus, dass der Steuerpflichtige im Regelfall eine Rechnung ausstellt (vgl. Art. 34 lit. a Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 35 Abs. 1 MWSTV).
b) Es ist handelsrechtlich zul�ssig, Fehler der Buchhaltung zu berichtigen und eine neue Rechnung auszustellen, wenn sich ergibt, dass die Rechnung fehlerhaft ist. Zu beachten sind dabei die buchhalterischen Korrekturmethoden, bei denen es sich um �bung, teilweise um Gewohnheitsrecht handelt. Als Grundsatz gilt, dass die Korrektur aus der Buchhaltung ersichtlich bleiben muss. Die typischen buchhalterischen Korrekturmethoden sind die Umbuchung und die Gegenbuchung (Stornierung; vgl. K�fer, Berner Kommentar, N 523 ff. zu Art. 957 OR). Auf diese Weise lassen sich falsch oder irrt�mlich fakturierte Betr�ge korrigieren.
Auch die Eidgen�ssische Steuerverwaltung l�sst gem�ss ihrer Verwaltungspraxis die Berichtigung von Rechnungen f�r die Mehrwertsteuer zu. Die Wegleitung 1997 f�r Mehrwertsteuerpflichtige enth�lt diesbez�glich Vorschriften.
Danach hat der Kunde bei Erhalt der Rechnung zu kontrollieren, ob diese alle f�r die Geltendmachung des Vorsteuerabzugs notwendigen Angaben enth�lt. Ist die Rechnung mangelhaft, muss er sie zur�ckweisen, bevor er sie bezahlt hat.
Nach der Bezahlung d�rfen Rechnungen nicht mehr abge�ndert werden z.B. durch Stornierung und Neuerstellung, da es sich um einen abgeschlossenen Gesch�ftsfall handelt (Wegleitung 1997 Rz. 779a). Stellt sich nachtr�glich heraus, dass die dem Kunden fakturierte Mehrwertsteuer zu hoch oder zu niedrig berechnet worden ist, beispielsweise infolge eines Rechenfehlers, der Anwendung eines unrichtigen Steuersatzes oder einer falschen Berechnungsgrundlage, ist nach der Wegleitung 1997 eine Korrektur durch eine formell richtige Nachbelastung resp. Gutschrift m�glich. Diese bewirkt einen neuen Zahlungsfluss oder eine Verrechnung. In der Nachbelastung oder Gutschrift ist auf den urspr�nglichen Beleg hinzuweisen. Der steuerpflichtige Leistungsempf�nger hat eine entsprechende Korrektur des Vorsteuerabzugs vorzunehmen.
Unterbleibt die Berichtigung, sind allenfalls zu Unrecht oder zuviel berechnete Steuerbetreffnisse in voller H�he geschuldet (Wegleitung, a.a.O.).
c) Die durch die Verwaltung geschaffene Praxis, wonach fehlerhafte Rechnungen berichtigt werden k�nnen, erscheint sinnvoll und praktikabel. Sie gilt f�r Nachbelastungen wie auch f�r Gutschriften (Wegleitung 1997 Rz.
779b). Sie vermag sich formell auf Art. 47 Abs. 1 MWSTV abzust�tzen, wonach die Eidgen�ssische Steuerverwaltung f�r die Buchf�hrung n�here Bestimmungen aufstellen kann.
Diese d�rfen �ber die handelsrechtlich vorgeschriebenen Bestimmungen hinausgehen, dies aber nur, wenn es f�r die ordnungsgem�sse Erhebung der Mehrwertsteuer unerl�sslich ist.
6.- a) Um einen in der Wegleitung 1997 f�r Mehrwertsteuerpflichtige geregelten Fall, wo der Steuerpflichtige seine Rechnung berichtigen kann, geht es hier indessen nicht. Die Beschwerdegegnerin irrte nicht bei der Steuerberechnung oder beim anwendbaren Steuersatz: Sie hat die Rechnungen richtig ausgestellt mit dem Hinweis auf den angewendeten Steuersatz. Es handelt sich um Rechnungen, die zum Vorsteuerabzug berechtigen und bei denen folglich die ordentliche Besteuerung, nicht die Margenbesteuerung anzuwenden ist.
b) Der Beschwerdegegnerin geht es vielmehr darum, die Rechnungen derart abzu�ndern, dass sie anstelle der ordentlichen Besteuerung die Margenbesteuerung anwenden kann. Eine derartige M�glichkeit der nachtr�glichen �nderung der einmal gew�hlten Besteuerungsart ist in der Wegleitung 1997 f�r Mehrwertsteuerpflichtige nicht vorgesehen.
Es dr�ngt sich auch nicht auf, sie zuzulassen. Die Mehrwertsteuer wird nach dem Prinzip der Selbstveranlagung erhoben. Das bedeutet, dass die mehrwertsteuerpflichtige Person selbst die Verantwortung f�r die richtige und vollst�ndige Abrechnung der Steuer auf den in ihrem Gesch�ftsbetrieb vorkommenden Gesch�ftsvorf�llen tr�gt (Dieter Metzger, Kurzkommentar zum Mehrwertsteuergesetz, Muri/Bern 2000, N 1 zu Art. 46). Sie entscheidet auch, ob sie die ordentliche Besteuerung oder die Margenbesteuerung anwenden will.
Sie wird dabei versuchen, die steuerlich g�nstigste L�sung zu w�hlen. Das ist zul�ssig und von der Steuerverwaltung zu akzeptieren. Das Motiv f�r die gew�hlte Methode ist dabei unerheblich. Darauf, ob die Besteuerung sich f�r das Unternehmen steuerlich g�nstig oder ung�nstig auswirkt, kann es daher nicht ankommen. Ein Irrtum �ber die steuerlichen Folgen der gew�hlten Methode ist nur ein Motivirrtum, der an der Steuerbarkeit nichts �ndert. Er kann nicht zur Folge haben, dass das Gesch�ft storniert und neu abgewickelt werden kann.
Im vorliegenden Fall hatte die Beschwerdegegnerin die Wahl, die Steuer auf dem Bruttoverkaufspreis zum ordentlichen Satz unter Angabe der Steuer auf der Rechnung zu fakturieren oder die Steuer lediglich auf der Marge zu berechnen, sofern sie in der Rechnung jeglichen Hinweis auf die Steuer unterliess. Sie hat in den meisten Rechnungen auf die Steuer hingewiesen und damit zum Ausdruck gebracht, dass sie in diesen F�llen die ordentliche Besteuerung angewendet wissen will. Dabei ist sie zu behaften. Es kann nicht dem Belieben der Steuerpflichtigen anheim gestellt werden, r�ckwirkend die Abrechnungsart zu wechseln, wenn sich die Steuerfolgen nachtr�glich als ung�nstig erweisen. W�rden solche "Berichtigungen" zugelassen, w�re die Erhebung der Mehrwertsteuer in der Tat ernsthaft gef�hrdet, zumal mit dem Steuerausweis auf der Rechnung dem Abnehmer die M�glichkeit einger�umt wird, die Vorsteuer abzuziehen (s. auch BGE 126 II 443 E. 9 S. 460 f., f�r die Abrechnung nach Pauschalsteuers�tzen; aus der kantonalen Praxis f�r die direkten Steuern, vgl. StE 1997 B 93.1 Nr. 4 hinsichtlich der Erkl�rung �ber die Privatentnahme; StE 1997 B 24.4 Nr. 24 f�r die �nderung von Gesch�ftsabschl�ssen).
c) Es scheint zwar nicht zum Vornherein ausgeschlossen, dass einer steuerpflichtigen Person ein Irrtum bei der Rechnungsstellung unterlaufen kann, indem sie meint, das Gesch�ft nach der Margenbesteuerung abzuwickeln, w�hrend sie in der Rechnung versehentlich auf die Steuer hinweist.
Ob ein derartiges Versehen berichtigt werden kann, braucht hier indes nicht abschliessend beantwortet zu werden, da die Beschwerdegegnerin sich nicht in einem solchen Irrtum befand. Der �berwiegende Teil der von der Beschwerdegegnerin ausgestellten Rechnungen enth�lt den Hinweis auf die Steuer ("inkl. 6.5 % MWST"). Bei 17 Rechnungen wurde auf die Differenzbesteuerung hingewiesen ("differenzbesteuert") oder fehlte ein Hinweis auf die Steuer. In diesen F�llen hat die Eidgen�ssische Steuerverwaltung die Differenzbesteuerung richtigerweise anerkannt. Alle Rechnungen wurden durch die gleiche Person auf der gleichen Maschine ausgefertigt. Der Beschwerdegegnerin war der Unterschied zwischen der ordentlichen Besteuerung und der Differenzbesteuerung somit bekannt und ebenso, dass f�r die beiden Besteuerungsarten unterschiedliche Anforderungen f�r die Rechnungsstellung gelten. Der Grund, weshalb die Beschwerdegegnerin einzelne Gesch�fte nach der Differenzbesteuerung abwickelte und andere nicht, ist nicht bekannt. Sollte die Beschwerdegegnerin die Rechnungen in Unkenntnis der Sachlage und auf gut Gl�ck ausgestellt haben, h�tte sie die steuerlichen Folgen (auch nachteilige) bewusst in Kauf genommen. Sie befand sich somit allenfalls in einem Irrtum �ber die Steuerfolgen, auf den es nach dem Gesagten nicht ankommen kann, nicht aber dar�ber, dass ihr Handeln steuerrechtliche Konsequenzen haben w�rde.
Es geht hier um die Verantwortlichkeit des Steuerpflichtigen, der �ber die Steuer "in der vorgeschriebenen Form" (Art. 37 MWSTV) abrechnen muss. Der Irrtum �ber die steuerlichen Folgen, in welchem sich die Beschwerdegegnerin m�glicherweise befunden haben mag, kann daher nicht berichtigt werden.
d) Fragen kann sich allenfalls, ob im Jahre 1995 die Beschwerdegegnerin sich in einem Irrtum befand, weil die Branchenbrosch�re mit dem entsprechenden Hinweis auf die Steuerfolgen bei offenem Ausweis der Steuer in der Rechnung erst im Jahre 1996 erlassen wurde und die beiden Rechnungen mit dem Vermerk "differenzbesteuert" aus dem Jahre 1996 stammen. In der Wegleitung 1994 f�r Mehrwertsteuerpflichtige war die Folge der Nichteinhaltung der offenen �berw�lzung der Steuer noch nicht genannt (Wegleitung 1994 Rz. 775). Die bis Ende 1995 g�ltige Branchenbrosch�re Autogewerbe (Ziff. 4.2) enthielt ebenfalls keinen Hinweis auf die Konsequenzen. Erst die Branchenbrosch�re Motorfahrzeuggewerbe (Ziff. 5.3), g�ltig ab Anfang 1996, erw�hnt ausdr�cklich, dass bei offenem Ausweis der Steuer in der Rechnung die Differenzbesteuerung dahinf�llt.
Selbst wenn f�r das Jahr 1995 ein Irrtum der Beschwerdegegnerin zu bejahen w�re, k�nnte aber die Korrektur schon deshalb nicht zugelassen werden, weil die Beschwerdegegnerin es unterliess, ihre Rechnungen sofort zu berichtigen, sondern es darauf ankommen liess, ob die Kontrolle der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung die Unregelm�ssigkeiten hervorbringen w�rde.
7.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung ist nach dem Gesagten begr�ndet und der angefochtene Entscheid der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission aufzuheben. Der Einspracheentscheid der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung ist zu best�tigen.
Anspruch auf Parteientsch�digung besteht nicht (Art. 159 Abs. 1 OG).
1.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird gutgeheissen, der Entscheid der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission vom 14. November 2000 wird aufgehoben und der Einspracheentscheid der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung vom 2. August 1999 wird best�tigt.
2.- Die Kosten des Verfahrens vor der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission von Fr. 4'000.-- werden der Garage X.________ AG auferlegt.
3.- Die Gerichtsgeb�hr f�r das bundesgerichtliche Verfahren von Fr. 5'000.-- wird der Garage X.________ AG auferlegt.
4.- Dieses Urteil wird den Parteien sowie der Eidgen�ssischen Steuerrekurskommission schriftlich mitgeteilt.