Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F13-06-2001-I_90-2001
Timestamp: 2016-10-26 11:40:14
Document Index: 392528429

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 134', 'Art. 159', 'Art. 135', 'BGE']

I 90/01 (13.06.2001)
B.________, 1962, Beschwerdef�hrer, vertreten durch den Verband X.________,
A.- Der 1962 geborene B.________ absolvierte eine Kochlehre. Seit mindestens 1984 ist bei ihm ein Morbus Bechterew bekannt. Im Jahre 1989 meldete er sich erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an, worauf diese ihm eine kaufm�nnische Umschulung gew�hrte, die er im Sommer 1991 mit einem Handelsdiplom abschloss. Vom 1. Juli 1994 bis 30. Juni 1998 arbeitete er im Aussendienst der Versicherung X.________. Ab 26. Juni 1998 war er f�r die Versicherung Y.________ als Vermittler t�tig. Am 9. November 1998 meldete er sich erneut bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an. Nach Einholung verschiedener Arztberichte und Durchf�hrung einer beruflichen Abkl�rung liess die IV-Stelle den Versicherten durch Dr. med. L.________, Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen FMH, begutachten (Expertise vom 10. M�rz 2000). Gest�tzt auf diese Unterlagen sprach sie dem Versicherten ausgehend von einem Invalidit�tsgrad von 52 % ab
1. Dezember 1999 eine halbe Invalidenrente zu (Verf�gung vom 21. Juli 2000).
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden mit Entscheid vom 7. Dezember 2000 ab.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst der Versicherte beantragen, es sei ihm ab 1. Oktober 1999 eine ganze Invalidenrente auszurichten; eventuell sei die Sache zu weiteren Abkl�rungen an die Verwaltung zur�ckzuweisen.
1.- Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen und Grunds�tze �ber den Invalidit�tsbegriff (Art. 4 Abs. 1 IVG), den Umfang des Rentenanspruchs und die Ermittlung des Invalidit�tsgrades nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 1, 1bis und 2 IVG) sowie �ber den Beginn des Rentenanspruchs (Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) richtig dargelegt.
Zu erg�nzen ist, dass der Einkommensvergleich in der Regel in der Weise zu erfolgen hat, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernm�ssig m�glichst genau ermittelt und einander gegen�bergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidit�tsgrad bestimmen l�sst (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 136 Erw. 2a und b).
Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunf�higkeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 IVG liegt vor, wenn der Versicherte an mindestens dreissig aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsf�hig war (Art. 29ter IVV). Bei der Berechnung der durchschnittlichen Arbeitsunf�higkeit gem�ss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG gilt die einj�hrige Wartezeit in dem Zeitpunkt als er�ffnet, in welchem eine erhebliche Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit vorliegt. Als erheblich in diesem Sinne gilt bereits eine Arbeitsunf�higkeit von 20 % (AHI 1998 S. 124 Erw. 3c). Die durchschnittliche Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit w�hrend eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunf�higkeit m�ssen kumulativ und in der f�r die einzelnen Rentenabstufungen erforderlichen Mindesth�he gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden Umfang zugesprochen werden kann (BGE 121 V 274 Erw. 6b/cc).
2.- In medizinischer Hinsicht kann unbestrittenermassen auf das Gutachten des Dr. med. L.________ vom 10. M�rz 2000 abgestellt werden. Danach leidet der Beschwerdef�hrer an fortgeschrittener ankylosierender entz�ndlicher, weiterhin aktiver Spondylarthropathie/Morbus Bechterew, HLAB 27 negativ, mit konsekutiver, praktisch v�lliger Ankylose der Wirbels�ule in s�mtlichen Abschnitten, schwersten vertebralen Syndromen und Coxarthrose beidseits. Eine mindestens 50 %ige T�tigkeit im kaufm�nnischen Bereich sei ihm zumutbar. Empfehlenswert w�re eine Wechselbelastung des R�ckens, also eine Arbeitsm�glichkeit mit Wechsel der Positionen (Stehen, Sitzen, Herumgehen).
Die von der IV-Stelle vorgeschlagenen T�tigkeiten als B�roangestellter bei den Firmen A.________ AG und C.________ AG, bei denen eine sinnvolle Ver�nderung der K�rperstellung w�hrend der Arbeit m�glich sei, seien dem Beschwerdef�hrer bei Anpassung des Arbeitsplatzes mittels eines Standsitzes zu 50 % bis 75 % zumutbar.
3.- Zu pr�fen ist, wie sich diese Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
a) F�r die Bestimmung des Invalideneinkommens (hypothetisches Einkommen nach Eintritt der Invalidit�t) ist prim�r von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist - wie vorliegend - kein solches tats�chlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbst�tigkeit aufgenommen hat, so k�nnen nach der Rechtsprechung Tabellenl�hne oder die L�hne von noch in Frage kommenden T�tigkeiten in verschiedenen Betrieben in der Region des Versicherten herangezogen werden (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412 Erw. 4b/aa).
b) Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens sind Verwaltung und Vorinstanz unter Beizug der DAP-Zahlen (Dokumentation �ber Arbeitspl�tze) der SUVA von den - vom Gutachter als zumutbar bezeichneten - B�rostellen bei den Firmen A.________ AG (Industriebranche), und C.________ AG (Automobilbranche), ausgegangen. Danach betrug der durchschnittliche Jahresverdienst im Jahre 1999 bei der erstgenannten Firma Fr. 49'270.- (vorausgesetzte Berufslehre/ Fachschule; 42 Wochenstunden; inkl. 13. Monatslohn) und bei der zweitgenannten Firma Fr. 43'550.- (vorausgesetzte Anlehre; 41,5 Wochenstunden; inkl. 13. Monatslohn). Unter Ber�cksichtigung der durchschnittlichen Arbeitsf�higkeit des Beschwerdef�hrers von 62,5 % ermittelte die Verwaltung im ersten Fall ein Einkommen von Fr. 30'794.- und im zweiten Fall ein solches von Fr. 27'219.-.
Da die Ber�cksichtigung dieser DAP-Zahlen als Ausgangspunkt der Ermittlung des Invalideneinkommens grunds�tzlich unbestritten und nicht zu beanstanden ist, kann es dabei sein Bewenden haben (vgl. auch Erw. 3c/cc hiernach).
c) aa) Der Beschwerdef�hrer bringt vor, bei Abstellen auf diese DAP-T�tigkeiten und ausgehend von einem zumutbaren Arbeitspensum von 62,5 % sei zu ber�cksichtigen, dass Teilzeitarbeiten in der Regel schlechter entl�hnt w�rden, weshalb praxisgem�ss ein Teilzeitabzug vorzunehmen sei. Die Notwendigkeit der Anpassung des Arbeitsplatzes mit dem Standsitz und dem Stehpult d�rften das Finden einer entsprechenden Arbeit erheblich erschweren. Er werde daher aufgrund seiner Behinderung mit einem reduzierten Einkommen zu rechnen haben, sodass ein leidensbedingter Abzug zu veranschlagen sei.
bb) In BGE 126 V 75 hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht seine Rechtsprechung zu den Abz�gen vom Tabellenlohn bereinigt und weiterentwickelt. Dabei hat es zun�chst erkannt, dass der mit Blick auf die Behinderung gew�hrte Abzug, der nicht schematisch, sondern in Ber�cksichtigung der gesamten Umst�nde des Einzelfalles vorzunehmen ist, den Zweck hat, ausgehend von statistischen Werten ein Invalideneinkommen zu ermitteln, welches der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der noch m�glichen Verrichtungen im Rahmen der (Rest-)Arbeitsf�higkeit am besten entspricht. Dieser Gesichtspunkt verdient auch hinsichtlich der �brigen in Betracht fallenden einkommensbeeinflussenden Merkmale, des Lebensalters, der Anzahl Dienstjahre, der Nationalit�t/Aufenthaltskategorie und des Besch�ftigungsgrades, den Vorzug. Ein Abzug soll auch diesbez�glich nicht automatisch, sondern dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte daf�r bestehen, dass der Versicherte wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale seine gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsf�higkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Dabei rechtfertigt es sich aber nicht, f�r jedes zur Anwendung gelangende Merkmal separat quantifizierte Abz�ge vorzunehmen und diese zusammenzuz�hlen.
Vielmehr ist der Einfluss aller genannten Merkmale auf das Invalideneinkommen unter W�rdigung der Umst�nde von der Verwaltung im Einzelfall nach pflichtgem�ssem Ermessen gesamthaft zu sch�tzen. Der insgesamt zul�ssige Abzug vom statistischen Lohn ist unter Ber�cksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf h�chstens 25 % begrenzt (BGE 126 V 79 Erw. 5b).
cc) Das streitige Merkmal des Besch�ftigungsgrades f�llt vorliegend kaum ins Gewicht, zumal Teilzeitarbeit haupts�chlich eine weibliche Besch�ftigungsform bildet (LSE 1996 S. 14; vgl. auch LSE 1994 S. 30 und 1998 S. 19) und somit vor allem die Verdienstm�glichkeiten von Frauen durch eine Teilzeitarbeit reduziert werden (BGE 126 V 82 Erw. 7b).
Daf�r, dass der Beschwerdef�hrer wegen der notwendigen speziellen M�bel (Standsitz, erh�hter Arbeitstisch) eine Lohneinbusse hinnehmen m�sste, sind keine Anhaltspunkte ersichtlich. Die IV-Stelle weist diesbez�glich zu Recht darauf hin, dass die Invalidenversicherung dem Versicherten unter bestimmten Voraussetzungen Hilfsmittel am Arbeitsplatz finanziert oder ihm diese leihweise zur Verf�gung stellt.
Im �brigen ist zum geltend gemachten "Behindertenabzug" Folgendes festzuhalten: Gem�ss Tabelle TA 1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 1998 des Bundesamtes f�r Statistik (LSE) belief sich der monatliche Bruttolohn (Zentralwert bei einer w�chentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) f�r M�nner mit T�tigkeiten im privaten Sektor, welche Berufs- und Fachkenntnisse voraussetzen (Anforderungsniveau 3), im Jahre 1998 auf Fr. 5098.-. Auf der Basis der �blichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,8 Wochenstunden und der Nominallohnentwicklung von 0,3 % im Jahre 1999 (Die Volkswirtschaft, 3/2001, S. 100 f. Tabellen 9.2 und 10.2) ergibt dies ein Gehalt von monatlich Fr. 5343.- bzw. j�hrlich Fr. 64'116.-. Bei der durchschnittlichen Arbeitsf�higkeit des Beschwerdef�hrers von 62,5 % resultiert ein Einkommen von Fr. 40'072.-.
Mit der Heranziehung der gegen�ber diesem Tabellenlohn erheblich tieferen DAP-Zahlen von Fr. 30'794.- bzw.
Fr. 27'219.- (Erw. 3b hievor) wird dem verbliebenen Leistungsverm�gen des Beschwerdef�hrers geb�hrend Rechnung getragen.
Bei dieser Sachlage kann offen bleiben, ob bei DAP-L�hnen Abz�ge grunds�tzlich noch zuzulassen sind.
4.- Streitig und zu pr�fen ist im Weiteren die H�he des Valideneinkommens.
a) Bei der Ermittlung des ohne Invalidit�t vom Versicherten erzielbaren Einkommens ist entscheidend, was er im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder tats�chlich verdienen w�rde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b mit Hinweis). Die Einkommensermittlung hat so konkret wie m�glich zu erfolgen.
Es ist daher in der Regel vom letzten Lohn, welchen der Versicherte vor Eintritt der Gesundheitssch�digung erzielt hat, auszugehen. Dabei ist grunds�tzlich das durchschnittliche Lohnniveau in der betreffenden Branche und in der konkreten beruflichen Situation massgebend. Ein Spitzenlohn darf nur angenommen werden, wenn ganz besondere Umst�nde eindeutig hief�r sprechen (ZAK 1980 S. 593 mit Hinweisen). Fehlen aussagekr�ftige konkrete Anhaltspunkte, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte zur�ckzugreifen.
Die L�hne verschiedener Wirtschaftszweige und Anforderungsniveaus werden in der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes f�r Statistik (LSE) ermittelt. In diesen Durchschnittswerten schl�gt sich nieder, was eine Person mit gleichen beruflichen Voraussetzungen wie der Versicherte verdienen k�nnte. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invalidit�tsbemessung nur unter Mitber�cksichtigung der f�r die Entl�hnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten pers�nlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (Meyer-Blaser, Bundesgesetz �ber die Invalidenversicherung, Z�rich 1997, S. 205 f.; Omlin, Die Invalidit�t in der obligatorischen Unfallversicherung, Diss. Freiburg 1995, S. 180).
Da die Invalidit�tsbemessung der voraussichtlich bleibenden oder l�ngere Zeit dauernden Erwerbsunf�higkeit zu entsprechen hat (vgl. Art. 4 Abs. 1 IVG), ist auch die berufliche Weiterentwicklung mit zu ber�cksichtigen, die eine versicherte Person normalerweise vollzogen h�tte; dazu ist allerdings erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte daf�r bestehen, dass ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend h�heres Einkommen tats�chlich realisiert worden w�ren (BGE 96 V 30; AHI 1998 S. 171 Erw. 5a; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b).
b) aa) Der Beschwerdef�hrer arbeitete vom 1. Juli 1994 bis 30. Juni 1998 als angestellter Versicherungsberater im Aussendienst bei der Versicherung X.________. Er bezog hier folgende Einkommen: Fr. 56'377.- im Jahre 1995, Fr. 43'844.- im Jahre 1996, Fr. 70'862.- im Jahre 1997 und Fr. 44'926.- im Jahre 1998 (bis Ende Juni). F�r die Zeit ab
26. Juni 1998 schloss er mit der Versicherung Y.________ einen Vertrag als selbstst�ndiger Versicherungs-Vermittler ab. Bei dieser Firma erzielte er folgende Einkommen:
bb) Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, der Beschwerdef�hrer habe bei der Versicherung X.________ in den Jahren 1997/1998 einen nicht unerheblichen Anstieg des Einkommens verzeichnet. Ziehe man indessen seine Einkommen der Jahre 1995/1996 heran, sei die Lohnentwicklung nicht konstant steigend, sondern kurzfristigen Schwankungen unterworfen gewesen. Zudem habe er die Stelle bei der National-Versicherung Mitte 1998 aus invalidit�tsfremden Gr�nden gek�ndigt und danach bei der Versicherung Y.________ nur etwa einen Drittel des fr�heren Lohnes erzielt. Weshalb es bei der Versicherung Y.________ - wie der Beschwerdef�hrer ausf�hre - zwangsl�ufig zu einer gewissen Verdiensteinbusse gekommen sei, sei nicht nachvollziehbar. Denn gerade bei leistungsabh�ngiger Entl�hnung - wie dies dem Maklervertrag eigen sei - komme es vornehmlich auf den individuellen Einsatz an, mithin nicht in erster Linie auf die Tatsache, ob die Stelle gewechselt worden sei. Deshalb habe die IV-Stelle zu Recht auf den fr�heren Durchschnittsverdienst von Fr. 63'853.- abgestellt, womit ein Ausgleich der lohnschwachen und lohnstarken Jahre erzielt worden sei.
Wollte man der Argumentation des Beschwerdef�hrers folgen, m�sste an den letzten Lohn bei der Versicherung Y.________ angekn�pft werden, was ein tieferes Valideneinkommen ergeben h�tte.
Der Beschwerdef�hrer bringt vor, die Einkommenssteigerung bei der Versicherung X.________ zeige, dass er dort bei einem weiteren Verbleib im Jahre 1998 Fr. 89'851. 60 verdient h�tte. Der Beizug des Lohnes 1995 bedeute nicht, die Einkommenserh�hung sei nur eine vor�bergehende Schwankung gewesen. Insgesamt liege eine Steigerung vor, die sich mit den aufgebauten Gesch�ftsbeziehungen und der zunehmenden Berufserfahrung erkl�ren lasse. Er w�rde deshalb bei der Versicherung X.________ einen Jahreslohn von gegen Fr. 90'000.- erzielen. Der Wechsel zu der Versicherung Y.________ sei zwar aus invalidit�tsfremden Gr�nden erfolgt.
Dieses Arbeitsverh�ltnis habe jedoch nur wenige Monate gedauert, da sich die invalidisierenden Gesundheitsbeschwerden zunehmend bemerkbar gemacht h�tten. Aber auch in diesem neuen Arbeitsverh�ltnis habe er im Dezember 1998 wieder eine betr�chtliche Einkommenssteigerung verzeichnet.
Dies spreche daf�r, dass bei der Versicherung Y.________ mit dem Aufbau eines entsprechenden Kundenstamms eine �hnliche Verdiensterh�hung wie bei der Versicherung X.________ zu erwarten gewesen w�re. Dass die mutmassliche Lohnentwicklung letztlich zu einem tieferen Einkommen f�hren w�rde, als er es noch bei der Versicherung X.________ erzielt habe, sei nicht nachvollziehbar. Das Valideneinkommen sei nach dem Gesagten auf mindestens Fr. 80'000.- festzusetzen.
cc) F�r die Ermittlung des Valideneinkommens massgebend ist grunds�tzlich die T�tigkeit, die der Versicherte ohne Schadenseintritt wahrscheinlich aus�ben w�rde. Es ist anzunehmen und unbestritten, dass der Beschwerdef�hrer als selbstst�ndiger Vermittler f�r die Versicherung Y.________ weiter gearbeitet h�tte, wenn er nicht invalid geworden w�re. Das Valideneinkommen w�re daher grunds�tzlich anhand der konkreten Verh�ltnisse an dieser Arbeitsstelle zu bestimmen.
Da jedoch bei dieser Vermittlert�tigkeit zweifellos ein Kundenstamm aufgebaut werden muss und der Beschwerdef�hrer ab Ende Oktober 1998 bereits invalidit�tsbedingt eingeschr�nkt war, bildet diese sechsmonatige T�tigkeit mit einem Verdienst von total lediglich Fr. 16'658. 30 (bzw. von durchschnittlich Fr. 2776.- pro Monat) unbestrittenermassen keinen repr�sentativen Zeitraum f�r die Bemessung des Valideneinkommens.
Verwaltung und Vorinstanz haben daher als Validenlohn den vom Beschwerdef�hrer bei der Versicherung X.________ als Aussendienstmitarbeiter durchschnittlich erzielten Lohn von Fr. 63'853.- herangezogen. Der Vergleich dieses masslich unbestrittenen Durchschnittslohnes mit den ermittelten Invalideneinkommen von Fr. 30'794.- (Industriebranche) und von Fr. 27'219.- (Automobilbranche) ergibt einen Invalidit�tsgrad von 51,77 % bzw. von 57,37 %, womit der Anspruch auf eine halbe Rente ausgewiesen ist.
Es kann offen bleiben, ob dieses Vorgehen von Verwaltung und Vorinstanz korrekt ist. Denn selbst wenn auf den vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten Validenlohn von Fr. 80'000.- - �ber den hinaus zu gehen als nicht angemessen erscheint - abgestellt wird, gelangt man zu keinem anderen Ergebnis. Der Vergleich dieses Einkommens mit den Invalideneinkommen von Fr. 30'794.- und von Fr. 27'219.- ergibt n�mlich einen Invalidit�tsgrad von 61,5 % bzw. von 65,97 %, womit die f�r den Anspruch auf eine ganze Invalidenrente erforderliche Grenze von 66 2/3 % nicht erreicht wird.
5.- Zu pr�fen ist schliesslich der Zeitpunkt des Rentenbeginns, wobei dieser unbestrittenermassen nach lit. b von Art. 29 Abs. 1 IVG (langdauernde Krankheit) festzusetzen ist.
a) W�hrend Verwaltung und Vorinstanz dem Beschwerdef�hrer eine halbe Rente ab Dezember 1999 gew�hrt haben, beantragt dieser die Rentenzusprechung ab Oktober 1999. Er macht geltend, der Hausarzt Prof. Dr. med. O.________ habe ihm am 30. Oktober 1998 ab 28. Oktober 1998 f�r ca. zwei Wochen eine Arbeitsunf�higkeit von 100 % attestiert. Weiter habe Dr. med. F.________ im Bericht vom 17. M�rz 1999 festgehalten, dass eine �rztliche Untersuchung vom 28. November 1998 eine blockierte HWS bei Steifhaltung der LWS ergeben habe. Schliesslich habe er sich am 9. November 1998 wegen der gesundheitlichen Einschr�nkung infolge des Morbus Bechterew bei der Invalidenversicherung angemeldet. Die dauernde, ununterbrochene Arbeitsunf�higkeit von mindestens 40 % habe daher bereits im Oktober 1998 eingesetzt.
Die Vorinstanz legt dar, beim Beschwerdef�hrer sei eine ununterbrochene Arbeitsunf�higkeit von mindestens 40 % erst ab 3. Dezember 1998 ausgewiesen. Das Zeugnis von Dr.
med. O.________ vom 30. Oktober 1998 belege nur, dass er infolge eines Unfalls bis Mitte November 1998 arbeitsunf�hig gewesen sei. Indessen sei die wegen des Unfalls eingetretene Arbeitsunf�higkeit f�r die nachfolgende Erwerbsunf�higkeit nicht kausal und somit f�r den Beginn des Wartejahres irrelevant gewesen.
b) Es steht unbestrittenermassen fest, dass der Beschwerdef�hrer wegen eines Unfalls ab 28. Oktober 1998 bis Mitte November 1998 100 % arbeitsunf�hig war (Bericht des Dr. med. O.________ vom 30. Oktober 1998). Weiter war er ab
3. Dezember 1998 wegen des Morbus Bechterew grunds�tzlich zu 50 % bzw. vor�bergehend sogar zu 100 % arbeitsunf�hig (Bericht des Dr. med. F.________ vom 17. M�rz 1999). Er war daher ab 28. Oktober 1999 ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 50 % arbeitsunf�hig. Das Argument der Vorinstanz, die unfallbedingte Arbeitsunf�higkeit sei vorliegend irrelevant, ist unbehelflich, da die Invalidenversicherung als final konzipierte Versicherung auch im Rahmen von Art. 29 IVG nicht zwischen krankheits- oder unfallbedingter Invalidit�t unterscheidet (AHI 1999 S. 81 Erw. 2a), und der Beschwerdef�hrer sich bei ihr sowohl wegen des Unfalls als auch wegen des Morbus Bechterew angemeldet hat.
Da im Weiteren unbestritten ist, dass die Arbeitsunf�higkeit von durchschnittlich mindestens 50 % w�hrend eines Jahres (ab Oktober 1998) bestanden hat, sind die Voraussetzungen f�r den Beginn der halben Rente ab 1. Oktober 1999 (Art. 29 Abs. 2 Satz 1 IVG) erf�llt.
6.- Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Dem Prozessausgang entsprechend steht dem Beschwerdef�hrer eine reduzierte Parteientsch�digung zu (Art. 159 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 135 OG; BGE 122 V 280 Erw. 3e/aa).
des Kantons Graub�nden vom 7. Dezember 2000 und die
angefochtene Verf�gung vom 21. Juli 2000 aufgehoben,
und es wird festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer ab
hat. Im �brigen wird die Verwaltungsgerichtsbeschwerde
des Kantons Graub�nden, der Ausgleichskasse des
Kantons Graub�nden und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung