Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Dresden&Datum=30.07.2003&Aktenzeichen=6%20U%201/03
Timestamp: 2020-04-04 22:59:26
Document Index: 231557865

Matched Legal Cases: ['Art. 21', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

OLG Dresden, 30.07.2003 - 6 U 1/03 - dejure.org
https://dejure.org/2003,4070
OLG Dresden, 30.07.2003 - 6 U 1/03 (https://dejure.org/2003,4070)
OLG Dresden, Entscheidung vom 30.07.2003 - 6 U 1/03 (https://dejure.org/2003,4070)
OLG Dresden, Entscheidung vom 30. Juli 2003 - 6 U 1/03 (https://dejure.org/2003,4070)
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KommVerf-DDR
Kommunen in den neuen bundesländern sind weder identisch mit
Identität der aufgrund der Kommunalverfassung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) vom 17.05.1990 neu gegründeten Kommunen in den neuen Bundesländern mit den während der DDR aufgrund des "Gesetzes über die örtlichen Organe der Staatsmacht" vom 18.01.1957 ...
Kommune:Gebietskörperschaft; Kommunalverfassung; Gesamtrechtsnachfolger
Rechtliche Identität der Kommunen in den neuen Bundesländer nach der Kommunalverfassung der DDR vom 17.05.1990 mit den davor bestehenden Gebietskörperschaften
Rechtsnachfolge des Rates der Gemeinde
LG Dresden, 03.12.2002 - 5 O 697/02
aa) Die früheren Gemeinden der DDR existierten spätestens seit dem Gesetz über die örtlichen Organe der Staatsmacht vom 18. Januar 1957 (GBl. I S. 65) nicht mehr als rechtlich selbständige Gebietskörperschaften, die als eigene Rechtssubjekte am Rechtsverkehr teilnehmen konnten (OLG Dresden VIZ 2003, 585, 586).
Die Restitution gemäß Art. 21 Abs. 3 des Einigungsvertrages sieht dabei allenfalls eine gegenständlich beschränkte Rechtsnachfolge, nicht aber eine Gesamtrechtsnachfolge vor (Bundesministerium der Justiz, in: Infodienst Kommunal Nr. 65 S. 17 ff.; OLG Dresden VIZ 2003, 585, 587).
Zu Recht wird daher gesagt, das KVG bestätige, bezogen auf den Streitfall, den seinerzeitigen Untergang der früheren Stadt D und ändere an diesem nichts (BGH, a.a.O., OLG Dresden, U. v. 30.07.2003, 6 U 1/03; LG Dresden, U. v. 03.12.2002, 5 O 697/02).
Die Schuldübernahme kraft Vermögensübernahme setzt, übertragen auf den Streitfall, voraus, dass ein enger und unmittelbarer Zusammenhang zwischen den Aktiva der Betriebe und der Anleiheschuld besteht (BGHZ 145 [149], BGHZ 128, 140 ff; BGHZ 128, 393 [400]; BGHZ 128, 285 ff, BGH VIZ 1996, 461 ff.; BVerwG ZIP 1994, 1314 ff. ; OLG Dresden NJ 1993, 479 ; VIZ 2003, 585 f.).