Source: https://rewis.io/gesetze/stpo/p/stpo-143a/
Timestamp: 2020-03-28 09:25:31
Document Index: 359117482

Matched Legal Cases: ['§ 143', '§ 143', '§ 144', '§ 142', '§ 115', '§ 115', '§ 142', '§ 143', '§ 140', '§ 141', '§ 141', '§ 142', '§ 143', '§ 143', '§ 144', '§ 145', '§ 145', '§ 146', '§ 146']

§ 143a StPO - Verteidigerwechsel - rewis.io
§ 143a StPO
Allgemeine Vorschriften / Verteidigung
(1) 1Die Bestellung des Pflichtverteidigers ist aufzuheben, wenn der Beschuldigte einen anderen Verteidiger gewählt und dieser die Wahl angenommen hat. 2Dies gilt nicht, wenn zu besorgen ist, dass der neue Verteidiger das Mandat demnächst niederlegen und seine Beiordnung als Pflichtverteidiger beantragen wird, oder soweit die Aufrechterhaltung der Bestellung aus den Gründen des § 144 erforderlich ist.
(2) Die Bestellung des Pflichtverteidigers ist aufzuheben und ein neuer Pflichtverteidiger zu bestellen, wenn
der Beschuldigte, dem ein anderer als der von ihm innerhalb der nach § 142 Absatz 5 Satz 1 bestimmten Frist bezeichnete Verteidiger beigeordnet wurde oder dem zur Auswahl des Verteidigers nur eine kurze Frist gesetzt wurde, innerhalb von drei Wochen nach Bekanntmachung der gerichtlichen Entscheidung über die Bestellung beantragt, ihm einen anderen von ihm bezeichneten Verteidiger zu bestellen, und dem kein wichtiger Grund entgegensteht;
der anlässlich einer Vorführung vor den nächsten Richter gemäß § 115a bestellte Pflichtverteidiger die Aufhebung seiner Beiordnung aus wichtigem Grund, insbesondere wegen unzumutbarer Entfernung zum künftigen Aufenthaltsort des Beschuldigten, beantragt; der Antrag ist unverzüglich zu stellen, nachdem das Verfahren gemäß § 115a beendet ist; oder
das Vertrauensverhältnis zwischen Verteidiger und Beschuldigtem endgültig zerstört ist oder aus einem sonstigen Grund keine angemessene Verteidigung des Beschuldigten gewährleistet ist.
In den Fällen der Nummern 2 und 3 gilt § 142 Absatz 5 und 6 entsprechend.
(3) 1Für die Revisionsinstanz ist die Bestellung des bisherigen Pflichtverteidigers aufzuheben und dem Beschuldigten ein neuer, von ihm bezeichneter Pflichtverteidiger zu bestellen, wenn er dies spätestens binnen einer Woche nach Beginn der Revisionsbegründungsfrist beantragt und der Bestellung des bezeichneten Verteidigers kein wichtiger Grund entgegensteht. 2Der Antrag ist bei dem Gericht zu stellen, dessen Urteil angefochten wird.
(4) Beschlüsse nach den Absätzen 1 bis 3 sind mit der sofortigen Beschwerde anfechtbar.
Urteile zu § 143a StPO
Bundesgerichtshof: StB 6/20 vom 05.03.2020
§ 140 StPO (Notwendige Verteidigung)
§ 141 StPO (Zeitpunkt der Bestellung eines Pflichtverteidigers)
§ 141a StPO (Vernehmungen und Gegenüberstellungen vor der Bestellung eines Pflichtverteidigers)
§ 142 StPO (Zuständigkeit und Bestellungsverfahren)
§ 143 StPO (Dauer und Aufhebung der Bestellung)
§ 143a StPO (Verteidigerwechsel)
§ 144 StPO (Zusätzliche Pflichtverteidiger)
§ 145 StPO (Ausbleiben oder Weigerung des Pflichtverteidigers)
§ 145a StPO (Zustellungen an den Verteidiger)
§ 146 StPO (Verbot der Mehrfachverteidigung)
§ 146a StPO (Zurückweisung eines Wahlverteidigers)