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Timestamp: 2020-03-31 12:49:31
Document Index: 76686866

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 6', '§ 7', '§ 11', '§ 9', '§ 26', '§ 11', '§ 12', '§ 12', '§ 14', '§ 1', '§ 8', '§ 3', '§ 8', '§ 6', '§ 5', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 5', '§ 8', '§ 11', '§ 12', '§ 8', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 11', '§ 9', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 9', '§ 5', '§ 8', '§ 7']

Satzung 9
Satzung 10
Satzung 11
Satzung 12
Satzung 13
Satzung 14
Satzung 15
Satzung 16
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Die Satzung des BDG...
Wahlordnung...
Standesregeln der Föderation Europäischer Geologen (FEG / EFG)...
Die zehn Berufsregeln der beratend tätigen Freiberufler im BDG...
BERUFSVERBANDES DEUTSCHER GEOWISSENSCHAFTLER e. V. - BDG
beschlossen auf der 17. ordentlichen Mitgliederversammlung des BDG am 27. Oktober 2017 in Offenburg
(1) Der Berufsverband ist ein eingetragener Verein. Er führt den Namen „Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V.“, abgekürzt BDG.
(2) Der Sitz des Verbandes ist Bonn.
§ 2 Zweck und Aufgaben des ­Verbandes
(1) Zweck des Verbands ist der sinnvolle Einsatz geowissenschaftlichen Wissens und Schaffens in Verantwortung für die Allgemeinheit.
a) Vertretung der Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler in der Öffentlichkeit, vor dem Gesetzgeber und öffentlichen Körperschaften.
b) Schutz der geowissenschaftlichen Berufsbezeichnungen
c) Darstellung der Tätigkeitsfelder der Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler in ihrer Bedeutung für die Gesellschaft, insbesondere in ihren vielfältigen Ausprägungen im Staatsdienst, an der Hochschule, in der Wirtschaft und im freien Beruf.
d) Information der Öffentlichkeit über die Notwendigkeit und den Nutzen geowissenschaftlicher Arbeit.
e) Fortbildung der Mitglieder und Förderung des Nachwuchses, um die beruflichen Möglichkeiten der Geowissenschaftler zu verbessern und zu erweitern.
f) Förderung des Erfahrungsaustausches unter den Mitgliedern.
g) Aufstellung und Verbreitung eines Kodex des beruflichen Verhaltens.
h) Gestaltung von Honorarordnungen
i) Unterstützung der Mitglieder bei arbeits- und versicherungsrechtlichen Fragen
j) Pflege von Beziehungen zu und Zusammenarbeit mit benachbarten Berufsgruppen und zu Berufsverbänden der Geowissenschaftler im Ausland sowie zu nationalen und internationalen Verbänden.
(2) Diesem Zweck dienen u. a.:
a) Einrichtung eines Informationsdienstes, der intensive Öffentlichkeitsarbeit betreibt.
b) Information der Mitglieder über neue Entwicklungen im Berufsfeld und auf dem Arbeitsmarkt.
c) Festlegung der Anforderungen an Ausbildung und berufliche Leistungen.
d) Mitwirkung im Bildungswesen, insbesondere bei der Ausbildung sowie Fort- und Weiterbildung der Mitglieder.
e) Zusammenarbeit mit anderen berufsständischen und wissenschaftlichen Vereinigungen des In- und Auslandes.
§ 3 Verwendung der Mittel des Verbandes
Die Mittel des Verbandes dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Eigenwirtschaftliche oder sonstige gewerbliche Tätigkeiten sind ausgeschlossen.
Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Verbandes. Es darf keine Person durch unverhältnismäßig hohe oder dem Zweck des Verbandes fremde Vergütungen begünstigt werden.
(1) Der Verband hat ordentliche, studentische, außerordentliche sowie fördernde und korporative Mitglieder. Die Mitgliedschaft ist nicht an eine Nationalität gebunden.
a) Ordentliche Mitglieder können Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler mit Hochschulabschluss oder Absolventen anderer, einschlägiger und gleichwertiger Fachrichtungen werden.
b) Studentische Mitglieder sind Studierende geowissenschaftlicher Studiengänge.
c) Außerordentliche Mitglieder sind Personen, die nicht unter a) und b) fallen, bei denen ein gegenseitiges Interesse an der Mitgliedschaft im BDG besteht.
d) Fördernde Mitglieder können natürliche Personen, Firmen, Körperschaften, wissenschaftliche Institute und Vereine werden.
e) Korporative Mitglieder können Institutionen werden, die sich fachspezifisch betätigen.
f) Über einzelfallbezogene Ausnahmen zu den Regelungen der Absätze a) – e) entscheiden Vorstand und Beirat jeweils durch Einzelbeschluss.
(2) Vorstand und Beirat haben die Möglichkeit, besonders verdiente Mitglieder des BDG zu Ehrenmitgliedern zu ernennen.
(3) Die Mitgliedschaft beginnt mit der Annahme des schriftlichen Antrages durch das Präsidium und dem Eingang des ersten Jahresbeitrages. Über die Ablehnung eines Aufnahmeantrages entscheiden Vorstand und Beirat gemeinsam.
(4) Die Mitgliedschaft wird beendet
a) Durch schriftliche Austrittserklärung mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Geschäftsjahres.
b) Durch Ausschluss, der von Vorstand und Beirat bei verbandsschädigendem Verhalten beschlossen werden kann. Vor dem Beschluss ist das betroffene Mitglied zu hören. Gegen den Ausschluss ist Widerspruch innerhalb von 30 Tagen nach Bekanntgabe möglich. Er bedarf der Schriftform und ist an die Geschäftsstelle zu richten. Über den Widerspruch entscheiden Vorstand und der Beirat in geheimer Abstimmung. Verbandsschädigendes Verhalten liegt insbesondere vor bei Schädigung des Ansehens und der Interessen des Verbandes, bei groben Satzungsverletzungen, bei Verstoß gegen den Kodex des beruflichen Verhaltens und bei Nichtbezahlung des Beitrages trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung.
c) Bei natürlichen Personen durch den Tod.
d) Bei juristischen Personen mit ihrer Auflösung.
(5) Das Ende der Mitgliedschaft befreit nicht von bestehenden Verpflichtungen gegenüber dem Verband.
(1) Die Mitglieder haben
a) Sitz und Stimme in der Mitgliederversammlung;
b) das Recht, an die Mitgliederversammlung oder den Vorstand Anträge zu stellen;
c) das Recht, an den Vorstand schriftlich Anträge zu stellen und Kandidaten für die Wahl des Vorstandes oder des Beirates vorzuschlagen;
d) das Recht, die satzungsgemäßen Leistungen des Verbandes in Anspruch zu nehmen;
(2) Ordentliche Mitglieder haben das Recht, bei mindestens 5-jähriger Berufserfahrung hinter ihrem Namen die Buchstaben „BDG“ zu führen. Eine Abweichung davon bedarf der Genehmigung des Vorstandes.
(3) Die Mitglieder unterstützen Vorstand und Beirat bei der Erfüllung ihrer satzungsgemäßen Aufgaben.
(4) Die Mitglieder verpflichten sich zur Einhaltung des Kodex des beruflichen Verhaltens.
(5) Die Mitglieder sind verpflichtet, die Beiträge gemäß der Beitragsordnung zu leisten.
(6) Ehrenmitglieder werden wie ordentliche Mitglieder behandelt, sind jedoch von der Entrichtung des Jahresbeitrages befreit.
§ 6 Mittel des Verbandes
(1) Der Verband verfügt für seine satzungsgemäßen Zwecke über
b) Zuwendungen, Spenden, Schenkungen,
c) eigenes Vermögen und seine Erträge.
(2) Die Höhe der Jahresbeiträge wird durch die Mitgliederversammlung auf Vorschlag von Vorstand und Beirat festgesetzt.
(3) Die Jahresbeiträge sind innerhalb der ersten drei Monate gebührenfrei zu entrichten.
(4) Der Jahresbeitrag für das Geschäftsjahr des Eintritts und des Ausscheidens ist in voller Höhe zu entrichten.
(5) Näheres regelt die Beitragsordnung.
§ 7 Organe und Gremien des Verbandes
· die Mitgliederversammlung;
· das Präsidium;
· der Vorstand;
· der Beirat;
(2) Darüber hinaus können Gremien und Funktionen nach Maßgabe der §§ 11 – 14 in Form von Ausschüssen, Arbeitskreisen, Foren und Beauftragten eingesetzt werden.
(3) Die Tätigkeit in den Organen und Gremien des BDG ist ehrenamtlich (Ausnahme: die Geschäftsführung).
(1) Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des Verbandes. Sie
· wählt die Mitglieder des Präsidiums, des Vorstand, des Beirats sowie die Rechnungs- und Kassenprüfer; Wahl per elektronischer Medien ist zulässig; Näheres regelt die Durchführungsordnung für die Mitgliederversammlung;
· erteilt Entlastung nach Entgegennahme der Berichte von Vorstand und Beirat, der Geschäftsführung sowie der Rechnungs- und Kassenprüfer;
· beschließt über Anträge, Satzungsänderungen und ggf. über die Auflösung des Verbands;
· gibt sich eine Durchführungsordnung für die Mitgliederversammlung.
(2) Die Mitgliederversammlung wird in der Regel alle zwei Jahre durch den Vorstand einberufen. Die Einladung erfolgt in Textform unter Beifügung der Tagesordnung und Beschlussvorschläge spätestens vier Wochen vorher.
(3) Anträge zur Mitgliederversammlung müssen dem Vorstand spätestens sechs Wochen vor dem Termin schriftlich vorliegen. Über die Behandlung von auf der Mitgliederversammlung ergänzend zur Tagesordnung gestellten Anträge entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der Anwesenden.
(4) Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind auf schriftliches Verlangen von mindestens 1/10 der Verbandsmitglieder oder 2/3 der Mitglieder von Vorstand und Beirat einzuberufen.
(5) Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig. Sie beschließt mit einfacher Mehrheit der persönlich abgegebenen gültigen Stimmen, ausgenommen Beschlüsse über Satzungsänderungen oder die Auflösung des Verbandes, die eine Dreiviertel-Mehrheit erfordern.
§ 9 Präsidium und Vorstand
(1) Das Präsidium vertritt den Verband im Sinne des § 26 BGB. Ihm gehören an:
· der oder die Vorsitzende;
· der oder die erste stellvertretende Vorsitzende;
· der Schatzmeister oder die Schatzmeisterin.
· Der Verband wird durch zwei Mitglieder des Präsidiums gerichtlich und außergerichtlich vertreten.
(2) Mitglieder des Präsidiums können nur ordentliche Mitglieder des Verbandes sein. Dem Präsidium obliegen die Erfüllung des satzungsgemäßen Auftrages und die Leitung des Verbandes. Es ist für sämtliche Angelegenheiten zuständig, die nicht ausdrücklich der Mitgliederversammlung oder anderen Gremien vorbehalten sind.
(3) Der Vorstand besteht aus
· den Mitgliedern des Präsidiums;
· dem oder der zweiten, dritten und vierten stellvertretenden Vorsitzenden;
· dem Pressereferenten oder der Pressereferentin;
· dem Redakteur oder der Redakteurin;
· dem Protokollführer oder der Protokollführerin.
Der Vorstand soll sich aus den Bereichen Hochschule, Wirtschaft, Ämter/Behörden sowie Freiberufler/Geobüros zusammensetzen.
(4) Die Mitglieder des Vorstands werden auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich. Bei Präsidiumsmitgliedern ist nur die einmalige Wiederwahl möglich.
(5) Bei vorzeitigem Ausscheiden des Vorsitzenden tritt bis zur nächsten Mitgliederversammlung der erste stellvertretende Vorsitzende an seine Stelle. Bei vorzeitigem Ausscheiden des ersten stellvertretenden Vorsitzenden oder des Schatzmeisters übernimmt einer der weiteren stellvertretenden Vorsitzenden in der gewählten Reihenfolge das Amt des Ausscheidenden kommissarisch bis zur nächsten Mitgliederversammlung. Bei vorzeitigem Ausscheiden oder dauernder Verhinderung eines der Mitglieder von Vorstand und Beirat, das nicht dem Präsidium angehört, berufen Vorstand und Beirat bis zur nächsten Mitgliederversammlung ein Mitglied des Verbandes an Stelle des ausgeschiedenen Mitgliedes.
(1) Der Beirat unterstützt und begleitet die inhaltliche Arbeit des BDG, gibt Impulse und berät den Vorstand.
(2) Beiratsmitglieder sind auf den Sitzungen von Vorstand und Beirat voll stimmberechtigt.
(3) Der Beirat besteht aus je zwei Angehörigen der Hochschulen / Forschungseinrichtungen, der Industrie / Wirtschaft, der Freiberufler / Geobüros und der Ämter / Behörden, sowie zwei studentischen Mitgliedern.
(4) Die Mitglieder des Beirates können nur ordentliche, studentische und außerordentliche Mitglieder sein. Sie werden von der Mitgliederversammlung auf vier, studentische Vertreter auf zwei Jahre gewählt; Wiederwahl ist möglich.
(5) Nach Beschluss von Vorstand und Beirat werden kooptierte Mitglieder in den Beirat berufen. Kooptierte Mitglieder des Beirates haben Sitz- und Rederecht.
Kooptionen werden für Organisationen ausgesprochen, die mit dem BDG durch eine schriftliche Kooperationsvereinbarung verbunden sind.
§ 11 Gremien
(1) Die Mitglieder eines Gremiums (§§ 12 und 13) wählen aus ihrer Mitte einen Sprecher oder eine Sprecherin. Er bzw. sie koordiniert die Arbeit, leitet die Sitzungen und berichtet dem Vorstand. Er bzw. sie hat in dieser Funktion bei Sitzungen von Vorstand und Beirat Rederecht, aber kein Stimmrecht.
(2) Die Veröffentlichung von Stellungnahmen eines Gremiums im Namen des BDG bedarf der vorherigen Zustimmung des Präsidiums.
§ 12 Arbeitskreise und Foren
Vorstand und Beirat entscheiden über die Einsetzung von Arbeitskreisen und Foren für bestimmte Aufgabengebiete oder Fragestellungen. Die Arbeitskreise und Foren erstatten Vorstand und Beirat in regelmäßigen Abständen Bericht über den Verlauf und die Ergebnisse ihrer Arbeit.
Die Berufsgruppen innerhalb des BDG haben das Recht, zur Wahrnehmung ihrer gruppenspezifischen Interessen Ausschüsse des BDG zu bilden. Jedes Mitglied kann in den Ausschüssen mitarbeiten. Die Ausschüsse bedürfen zu ihrer Tätigkeit der Genehmigung von Vorstand und Beirat. Die Ausschüsse erstatten Vorstand und Beirat in regelmäßigen Abständen Bericht über den Verlauf und die Ergebnisse ihrer Arbeit.
§ 14 Beauftragte
Zur Bearbeitung bestimmter Aufgaben können von Vorstand und Beirat Beauftragte ernannt werden. Sie sind unmittelbar gegenüber Vorstand und Beirat berichts- und rechenschaftspflichtig.
Die Beauftragung kann von Vorstand und Beirat jederzeit aufgehoben werden.
(1) Rechnungsprüfer darf nur sein, wer nicht Mitglied von Vorstand und Beirat ist.
(2) Das Nähere regelt die Durchführungsordnung der Mitgliederversammlung.
(1) Zur Verwaltung und Durchführung seiner Geschäfte richtet der Verband eine Geschäftsstelle ein, an deren Spitze eine hauptamtliche Geschäftsführung steht. Die Anstellung der Geschäftsführung obliegt dem Präsidium. Die Geschäftsführung führt die Geschäfte und leitet die Geschäftsstelle in Absprache mit dem Präsidium. Sie ist dem Präsidium gegenüber verantwortlich. Die Anstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die Festlegung einer Geschäftsordnung für die Geschäftsstelle erfolgen auf Vorschlag der Geschäftsführung durch das Präsidium. Die Geschäftsführung ist an die Geschäftsordnung gebunden.
(2) Die Geschäftsführung ist verpflichtet, an den Sitzungen des Präsidiums, des Vorstands und von Vorstand und Beirat teilzunehmen.
Sie hat das Recht, an den Sitzungen aller sonstigen Gremien teilzunehmen.
(3) Ist die Geschäftsführung Mitglied des Verbandes, so ruht ihr passives Wahlrecht.
Vorgesehene Satzungsänderungen sind den Mitgliedern mindestens vier Wochen vor der ordentlichen Mitgliederversammlung schriftlich vorzulegen. Satzungsänderungen können von Vorstand und Beirat oder von mindestens 1/10 der Gesamtzahl der Mitglieder beantragt werden. Sie gelten als angenommen, wenn sie von der ordentlichen Mitgliederversammlung mit Dreiviertel-Mehrheit der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.
(1)Die Auflösung des Verbandes kann von Vorstand und Beirat oder mindestens 1/10 der Gesamtzahl der Mitglieder beantragt und von einer ausschließlich zu diesem Zweck acht Wochen vorher einberufenen Mitgliederversammlung mit Dreiviertel-Mehrheit der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.
(2)Nach Auflösung des Verbandes fällt das Vermögen an die Geo-Union Alfred-Wegener-Stiftung oder deren Rechtsnachfolger. Liquidatoren sind die amtierenden Vorstandsmitglieder. Jede Zuwendung von Vermögen oder Vermögensteilen an Mitglieder des Verbandes ist ausgeschlossen.
Diese Satzung des BDG Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler wurde auf der Mitgliederversammlung am 27. Oktober 2017 beschlossen. Sie tritt an die Stelle der Satzung vom 23. Juni 1984 mit letzten Änderungen von November 2005.
§ 1 Einberufung der Mitgliederversammlung
Für die Einberufung der Mitgliederversammlung gelten die Vorschriften der Satzung gemäß § 8.
2.1 Die Tagesordnung wird der Mitgliederversammlung vom Vorstand vorgeschlagen. Der Vorstand muß in die Tagesordnung alle Anträge, Anfragen und Erklärungen von Antragsberechtigten aufnehmen, die der Mitgliederversammlung unterbreitet werden sollen. Die endgültige Tagesordnung wird von der Mitgliederversammlung genehmigt.
2.2 Die Tagesordnung der ordentlichen Mitgliederversammlung wird wie folgt aufgestellt:
a) Feststellung der Anwesenheit und der Beschlußfähigkeit
c) Genehmigung des Protokolls
d) Berichte des Vorstandes und Beirates
e) Kassenbericht
g) Anträge und Besprechungen, Anfragen
2.3 Die außerordentliche Mitgliederversammlung hat folgende Tagesordnung:
b) Grund der Einberufung, Diskussion, Beschluß
§ 3 Beschlußfähigkeit
3.1 Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig, wenn sie satzungsgemäß einberufen wurde (s. § 8.4 der Satzung).
3.2 Die Beschlußfassung erfolgt mit einfacher Stimmenmehrheit, soweit die Satzung nicht eine andere Mehrheit vorschreibt.
4.1 Die Sitzungen sind grundsätzlich öffentlich, es sei denn, daß der Vorstand zu einer nichtöffentlichen Sitzung einberufen hat.
4.2 Die Öffentlichkeit kann mit einfacher Stimmenmehrheit ausgeschlossen werden.
4.3 Mit Zustimmung der Versammlung kann der Versammlungsleiter weiteren Personen die Anwesenheit gestatten.
4.4 Personaldebatten sind vertraulich und nicht öffentlich.
5.1 Der Vorsitzende des Verbandes oder einer seiner Stellvertreter eröffnet, leitet und schließt die Mitgliederversammlung nach Maßgabe dieser Geschäftsordnung. Er übt sein Amt unparteiisch aus.
5.2 Der Versammlungsleiter wird in folgenden Punkten vom Protokollführer unterstützt:
beim Führen des Protokolls,
beim Verlesen von Schrift­stücken,
beim Führen der Rednerliste,
beim Sammeln und Zählen der Stimmen.
5.3 Der Versammlungsleiter übt das Hausrecht aus.
§ 6 Rede-, Antrags- und Stimmrecht
6.1 Jedes Mitglied hat auf der Mitgliederversammlung Rederecht; Antrags- und Stimmrecht regelt § 5 der Satzung.
6.2 Der Versammlungsleiter kann in besonderen Angelegenheiten das Wort erteilen.
6.3 Der Versammlungsleiter führt eine Rednerliste und erteilt das Wort in der Reihenfolge der Meldun­gen.
6.4 Der Versammlungsleiter unterbricht die Rednerliste bei dem Ruf "Zur Geschäftsordnung".
§ 7 Redezeit
Die Redezeit kann vom Versammlungsleiter begrenzt werden, jedoch nicht unter drei Minuten. Die Redezeit ist für alle Mitglieder gleich.
§ 8 Anträge auf Schluß der Rednerliste und Schluß der Debatte
8.1 Der Antrag auf Schluß der Rednerliste bzw. auf Schluß der Debatte ist zu begründen.
8.2 Diese Anträge kann nur ein Mitglied stellen, das noch nicht zu diesem Tagesordnungspunkt gesprochen hat.
8.3 Der Versammlungsleiter gibt der Mitgliederversammlung die noch auf seiner Rednerliste stehenden Red­ner bekannt. Eine Gegenrede ist möglich.
8.4 Über die Anträge muß sofort abgestimmt werden. Sie gelten bei einfacher Stimmenmehrheit als angenommen.
8.4 Abgestimmt wird in der Regel durch Handzeichen.
§ 9 Anträge "Zur Sache"
9.1 Es gelten § 5 und § 8, Abs. 6 der Satzung.
9.2 Jeder zusätzlich zu den in der Tagesordnung aufgeführten Anträge während der Mitgliederversammlung eingebrachte Antrag muß vor Behandlung von mindestens 15 Stimmberechtigten gestützt werden und bedarf der Schriftform (Eingangsformel: "Die Mitgliederversammlung möge beschließen ...").
9.3 Sachanträge werden in folgender Weise behandelt:
Verlesen des Antrages,
Begründung und Stützung durch Antragsteller,
Schluß der Debatte,
Verlesen des Antrages in der letzten Fassung,
Abstimmung; abgestimmt wird in der Regel durch Handzeichen; auf Antrag erfolgt die Abstimmung geheim,
Bekanntgabe des Ergebnisses.
9.4 Liegen mehrere Anträge zur gleichen Sache vor, wird zunächst über den weitestgehenden Antrag abgestimmt.
9.5 Soweit in der Satzung nicht anders vorgesehen, ist ein Antrag angenommen, wenn die Zahl "Ja-Stimmen" die der "Nein-Stimmen" übersteigt (einfache Mehrheit).
9.6 Bei Stimmengleichheit, oder wenn mehr als die Hälf­te der Stimmen als Enthaltungen abgegeben werden, ist der Antrag gefallen.
9.7 Nach Abstimmung über einen Antrag darf auf derselben Mitgliederversammlung nicht mehr über diesen Antrag verhandelt werden.
9.8 Die Aufhebung eines Beschlusses bedarf der Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten.
10.1 Der Versammlungsleiter kann Redner, die vom Verhandlungsgegenstand abschweifen, zur Sache rufen.
10.2 Ist ein Redner dreimal in derselben Rede zur Sache gerufen worden, so muß ihm der Versammlungsleiter das Wort entziehen, wenn er ihn beim zweiten Verstoß auf diese Folge hingewiesen hat. Die Entziehung des Wortes gilt als Ordnungsruf.
10.3 Der Ordnungsruf und der Anlaß hierzu dürfen von den folgenden Rednern nicht behandelt werden.
10.4 Der Versammlungsleiter kann Anwesende, die die Ordnung verletzen, zur Ordnung rufen. Wegen grober Verletzung der Ordnung kann der Versammlungsleiter den Urheber aus dem Saal weisen.
10.5 Bei dreimaligem Ordnungsruf in derselben Sache kann der Versammlungsleiter den Betreffenden von den weiteren Verhandlungen ausschließen.
10.6 Alle Ordnungsrufe und Verweisungen zur Sache werden im Protokoll vermerkt.
10.7 Bei Unruhe, die den Fortgang der Verhandlungen unmöglich macht, und die auf andere Weise nicht zu beheben ist, kann der Versammlungsleiter die Mitgliederversammlung aussetzen.
10.8 Ordnungsmaßnahmen kann der Versammlungsleiter nur allein treffen. Die Mitglieder können Anträge auf Ordnungsmaßnahmen an den Versammlungsleiter richten.
§ 11 Einspruch gegen Ordnungsmaßnahmen
11.1 Gegen einen Ordnungsruf oder gegen den Ausschluß ist Einspruch zulässig. Er ist unverzüglich beim Versammlungsleiter einzulegen.
11.2 Über den Einspruch sowie den entsprechenden Ordnungsruf entscheidet die Mitgliederversammlung ohne Debatte mit einfacher Mehrheit.
11.3 Der Einspruch hat aufschiebende Wirkung.
§ 12 Einspruch gegen sonstige Maßnahmen des Versammlungsleiters
12.1 Gegen alle Ermessensentscheidungen des Versammlungsleiters kann unverzüglich Einspruch eingelegt werden.
12.2 Über den Einspruch entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit.
13.1 Über die Mitgliederversammlung wird ein Protokoll angefertigt (s. § 8, Abs. 5 der Satzung).
13.2 Aus dem Protokoll müssen Tag, Ort, Beginn und Ende der Mitgliederversammlung, Zahl der anwesenden Mitglieder, die genehmigte Tagesordnung und ihr wesentlicher Inhalt (Ergebnisse, Anregungen, Beschlüsse, Änderungen des Protokolls) zu ersehen sein, wobei Anträge und die gefaßten Beschlüsse wörtlich aufzunehmen sind.
13.3 Das Protokoll ist vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer zu unterschreiben. Für die Ausfertigung des Protokolls ist der Vorstand verantwortlich.
13.4 Das Protokoll der Mitgliederversammlung wird in seinen wesentlichen Teilen im Mitteilungsblatt des Verbandes veröffentlicht. Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind im veröffentlichten Protokoll besonders hervorzuheben.
14.1 Eine Änderung dieser Geschäftsordnung kann nur mit Zwei-Drittel-Mehrheit der Mitgliederversammlung beschlossen werden.
14.2 Über während einer Sitzung auftauchende Zweifel über die Auslegung dieser Geschäftsordnung entscheidet der Versammlungsleiter mit Begründung.
Diese Geschäftsordnung ist Bestandteil der Satzung. Sie ist durch Beschluß der Mitgliederversammlung am 18. Mai 1985 in Kraft getreten.
1.1 Aktives und passives Wahlrecht auf der Mitgliederversammlung des Berufsve-bandes Deutscher Geowissenschaftler e. V. haben ordentliche und Junior-Mitglieder gemäß § 5, Abs. 1 der Satzung.
1.2 Aktives Wahlrecht haben studentische, außerordentliche und fördernde Mitglieder gemäß § 5, Abs. 2 und Abs. 3 der Satzung. Studentische und außerordentliche Mitglieder haben außerdem das passive Wahlrecht für den Beirat gemäß § 5 Abs. 2 und § 11 Abs. 1 der Satzung.
1.3 Vorschlagsrecht haben die ordentlichen, Junior-, außerordentlichen, studentischen und die fördernden Mitglieder gemäß § 9 Abs. 2 der Satzung.
§ 2 Wahlausschuß
2.1 Zur Durchführung und Überwachung der Wahl setzt die Mitgliederversammlung einen Wahlausschuß ein.
2.2 Mitglieder des Vorstandes und Beirates dürfen dem Wahlausschuß nicht angehören.
2.3 Der Wahlausschuß besteht aus dem Wahlleiter, zwei Wahlhelfern und dem Schriftführer. Wahlleiter, Wahlhelfer und Schriftführer dürfen nicht gleichzeitig Kandidaten sein.
2.4 Der Wahlleiter übt für die Dauer der Wahl die Rechte und Pflichten des Versammlungsleiters nach Maßgabe der Geschäftsordnung aus.
§ 3 Personaldebatte
3.1 Nur die vorgeschlagenen und vom Wahlleiter bekanntgegebenen Kandidaten können gewählt werden.
3.2 Zwischen Schließung der Kandidatenliste und Durchführung der Wahl kann nach Vorstellung der Kandidaten auf Verlangen eine Personaldebatte stattfinden. Für die Dauer der Personaldebatte ist die Mitgliederversammlung nicht öffentlich.
§ 4 Wahlvorgang
4.1 Alle Mitglieder des geschäftsführenden Vorstandes werden in geheimer Wahl gewählt. Die anderen Mitglieder von Vorstand und Beirat werden auf Antrag geheim, sonst per Handzeichen gewählt. Es gilt § 9 Abs. 1 der Satzung.
4.2 Nach Feststellung der Beschlußfähigkeit wird in jeweils getrennten Wahlgängen die Wahl
des Vorsitzenden,
der stellvertretenden Vorsitzenden,
des Schatzmeisters,
des Protokollführers,
des Pressereferenten,
des Redakteurs der BDG-Mitteilungen,
der Mitglieder des Beirates, bestehend aus je zwei Angehörigen der Hochschule, zwei Angehörigen der Wirtschaft,zwei Angehörigen der freiberuflich Tätigen, zwei Angehörigen der Ämter und Behörden undzwei außerordentlichen bzw. studentischen Mitgliedern, wobei mindestens einer Student ist, und die Wahl
In einem zweiten Wahlgang wird aus dem Kreis aller gewählten stellvertretenden Vorsitzenden der 1. Stellvertretende Vorsitzende gewählt.
Das Abstimmungsergebnis regelt die weitere Vertretungsfolge.
Die Vertretungsfolge des Vorsitzenden wird alle zwei Jahre auf einer ordentlichen Mitgliederversammlung neu bestimmt.
4.3 Der Wahlleiter prüft die Stimmberechtigung, eröffnet und schließt die Kandidatenliste und stellt fest, ob die Vorgeschlagenen die Kandidatur annehmen.
4.4 Die Mitglieder des Wahlausschusses verteilen die Stimmzettel und sammeln diese zur sofortigen Auszählung ein.
4.5 Der Wähler tut seinen Willen kund, indem er den (bzw. die) Namen des (bzw. der) zur Wahl stehenden Kandidaten auf dem Stimmzettel vermerkt, markiert oder mit „nein" ablehnt.
4.6 Da die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen entscheidet, sind die Stimmzettel, die auf einen in dem Wahlgang nicht vorgeschlagenen Kandidaten lauten, ungültig.
4.7 Hat im ersten Wahlgang kein Kandidat die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erreicht, so entscheidet eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen.
4.9 Die Wahl gilt dann als rechtskräftig, wenn der Gewählte dem Wahlleiter auf Anfrage öffentlich erklärt, daß er die Wahl annimmt.
§ 5 Mehrheiten
5.1 Drei-Viertel-Mehrheit bedeutet, daß die Zahl der "Ja-Stimmen" mindestens ¾ der Zahl der anwesenden Mitglieder erfordert.
5.2 Absolute Mehrheit bedeutet, daß die Zahl der "Ja-Stimmen" größer als die Hälfte der Zahl der anwesenden Mitglieder ist.
5.3 Einfache Mehrheit bedeutet, daß die Zahl der "Ja-Stimmen" die der "Nein-Stimmen" überwiegt und nicht mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen Enthaltungen sind. Sind mehr als die Hälfte aller Stimmen Enthaltungen, so ist kein Entschluß zu­stande gekommen.
5.4 Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. Dies gilt nicht bei geheimen Abstimmungen und bei Stimmenthaltungen des Vorsitzenden. In diesen Fällen gilt ein Beschluß als nicht gefaßt.
5.5 Wird keine Mehrheit ausdrücklich genannt, ist die einfache Mehrheit gemeint (s. § 8, Abs. 4 der Satzung)
6.1 Über den Wahlgang ist ein genaues Protokoll aufzunehmen, das vom Wahlleiter, und dem Schriftführer zu unterzeichnen ist.
6.2 Der Inhalt von Personaldebatten wird nicht pro­tokol­liert und ist streng vertraulich.
§ 7 Ordnungsbestimmungen
7.1 Wahlvorgänge dürfen nicht unterbrochen werden.
7.2 Bei Zweifel an der Richtigkeit des Verfahrens entscheidet mit Begründung der Wahlleiter.
8.1 Die Wahlordnung ist Bestandteil der Satzung und der Geschäftsordnung des Berufsverbandes Deutscher Geowissenschaftler e. V. Sie kann nur mit einer Drei-viertel-Mehrheit der Mitgliederversammlung geändert werden.
8.2 Diese Wahlordnung trat mit der Annahme durch die Mitgliederversammlung des Berufsverbandes Deutscher Geowissenschaftler e.V. am 18. Mai 1985 in Kraft.
Vorliegende Fassung berücksichtigt einen Beschluß der 12. ordentlichen Mitgliederversammlung vom 9. November 2007.
Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V. (BDG)
Lessenicher Straße 1, 53123 Bonn
Tel.: 0228/696601, Fax: 0228/696603
Standesregeln der Föderation Europäischer Geologen (FEG / EFG)
Der unten aufgeführte Kodex des beruflichen Verhaltens (Code de Déontologie professionelle) ist vom europäischen Dachverband der nationalen Berufsverbände für Geologen im Jahre 1986 verabschiedet worden. Er ist für alle Mitgliedsverbände bindend, somit auch für alle BDG-Mitglieder.
Geologie ist die Wissenschaft, welche sich mit der Erforschung von Aufbau und Entwicklung der Erde, ihrer nutzbaren Bodenschätze und der natürlichen Umwelt befaßt und welche die darauf gewonnenen Kenntnisse in die Praxis umsetzt.
1. Alle Mitglieder verpflichten sich, ihr berufliches Verhalten nach den Regeln und dem Geist dieses Ehrenkodex auszurichten und das Ansehen ihres Berufsverbandes zu wahren.
2. Die Berufsausübung erfordert ein Höchstmaß an Redlichkeit, Moral, beruflicher Gewissenhaftigkeit und an gesellschaftlicher Verantwortung.
3. Jeder Geowissenschaftler ist verantwortlich für das Bild seines Berufsstandes, welches er seiner Umgebung und der weiteren Öffentlichkeit vermittelt.
4. Jeder Geowissenschaftler ist verpflichtet, das Berufsgeheimnis zu wahren.
Beziehung zu anderen Geowissenschaftlern
5. Jeder Geowissenschaftler soll gegenüber seinen Kollegen, Arbeitgebern und Dritten aufrichtig und loyal handeln. Er ist insbesondere verpflichtet, keine Unwahrheiten zu verbreiten, die einen Kollegen in Verruf bringen.
6. Der Geowissenschaftler erteilt keine Gefälligkeitsunterschriften, handelt nicht gegen die Interessen seiner Auftraggeber und tritt nicht in unredlichen Wettbewerb.
Beziehungen zu Auftraggebern
7. Der Geowissenschaftler muß seine Auftraggeber über die Grenzen von ihm gemachter Aussagen unterrichten.
8. Der Geowissenschaftler muß in Ausübung seines Berufs jede Nachlässigkeit vermeiden. Er ist verpflichtet, seinen Klienten oder die Umwelt vor materiellen und immateriellen Schäden zu bewahren.
9. Der Geowissenschaftler darf keine Tatsachen verändern oder eindeutig technisch-wissenschaftliche Erkenntnisse zurückhalten, um einen Klienten zu begünstigen.
10. A) Der Geowissenschaftler darf keine Beratung anbieten, die nicht naturwissenschaftlich nachprüfbar ist. Er darf auch keine berufliche Qualifikation anbieten, die er nicht besitzt.
B) Der Geowissenschaftler soll andere Spezialisten hinzuziehen, wenn dies der Erfüllung seines Auftrages dient. In Gutachten und Berichten soll er die Ergebnisse anderer eindeutig kennzeichnen.
C) Der Geowissenschaftler muß in seinen Gutachten auch eindeutig auf die Gefahren und folgen hinweisen, die sich daraus ergeben können, wenn seine Empfehlungen nicht beachtet werden.
11. Der Geowissenschaftler soll sich nicht als unabhängiger Experte in Streitsachen einschalten, für die er fachlich nicht zuständig ist. Er soll sich auch nicht als unabhängiger Experte ausgeben, wenn er vorher in derselben Streitsache schon tätig war.
Anwendung dieser Standesregeln
12. Diese Standesregeln sind für jeden Geowissenschaftler, der einem der Mitgliedsverbände der Federation of European Geologists angehört, verbindlich.
13. Diese Standesregeln gelten für jeden der unter 12. genannten Geowissenschaftler an jedem Einsatzort, es sei denn, es bestehen vergleichbare nationale Standesregeln.
Die zehn Berufsregeln der beratend tätigen Freiberufler im BDG
Die Freiberufler im BDG sind selbständige und unabhängige Berater und Planer.
Sie wahren die Interessen ihrer Auftraggeber und informieren diese, wenn sie mit Ausführungs- oder Lieferfirmen geschäftlich, z. B. über Lizenzverträge oder Geschäftsbeteiligungen, verbunden sind oder Interessenskonflikte denkbar sind.
Sie nehmen für sich bei ihrer Beratungstätigkeit keine Provisionen, Rabatte oder ähnliche Vergünstigungen und benennen Kooperationspartner und Subunternehmer.
Sie sind integer, fördern das Ansehen ihres Berufsstandes und verstoßen nicht gegen gesetzliche oder vertragliche Verpflichtungen.
Sie übernehmen von Auftraggebern, als Berater deren Vertrauens, nur Aufträge, die sie auf Grund ihrer Erfahrungen, qualifizierten Mitarbeitern und technischer Ausstattung erfolgreich bearbeiten können. Sie sind gewissenhaft und streben eine hohe Qualität ihrer Beratung und durch besondere bürointerne Strukturen eine hohe Qualitätssicherheit an.
Sie und ihre Mitarbeiter nehmen an externen und firmeninternen Fortbildungs- oder Vortragsveranstaltungen teil und halten sich durch Lektüre von Fachliteratur auf dem aktuellen Wissensstand.
5. Lösungsoptimierung
Ihr Beratungs- oder Planungsziel sind ausschließlich sachliche Lösungen, die
- auf dem Stand gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse beruhen,
- sicher und umweltschonend,
- technisch, naturwissenschaftlich und
- wirtschaftlich optimiert sind.
6. Sachlichkeit
Sie präsentieren Ihr Unternehmen korrekt und ausschließlich durch sachliche Informationen. Angaben über Qualifikation und Erfahrung der Inhaber und Mitarbeiter, Mitarbeiterzahl, technische Ausstattung, Tätigkeitsbereiche, Umsätze und sonstiges entsprechen dem derzeitigen Stand; auch Angaben über andere Personen und Institutionen sind sachlich. Ihre Aussagen und Feststellungen sind objektiv und unparteiisch.
Sie geben private, betriebliche oder geschäftliche Informationen über Projekte ihrer Auftraggeber oder über diese selbst, die sie im Rahmen ihrer Beratung erfahren, nur mit Zustimmung des Auftraggebers an Dritte weiter.
8. Angemessenheit von Leistung und Honorar
Sie vereinbaren Honorare, die Art und Umfang der von ihnen zu erbringenden Leistungen angemessen sind. Honorar-Basis ist, soweit anwendbar, die jeweils aktuelle Fassung der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure). Sie befürworten Leistungswettbewerbe und keine Preiswettbewerbe.
9. Versicherungsschutz und Haftung
Sie haben eine mindestens den Forderungen der "Richtlinie für die Durchführung von Bauaufgaben des Bundes..." (RBBau) genügende Berufshaftpflicht-Versicherung und haften nach BGB.
Sie sind berufsständisch durch den BDG Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler e.V., Bonn, vertreten, unterrichten ihre Mitarbeiter über die Berufsregeln und verpflichten sich, diese zu befolgen.
Halle Geostammtisch, Wenzel Prager Bierstuben (07.04.2020)