Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=16.10.2014&Aktenzeichen=7%20VR%202.14
Timestamp: 2019-10-23 12:03:55
Document Index: 391390004

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 5', '§ 4', 'Art. 28', '§ 4', '§ 4']

BVerwG, 16.10.2014 - 7 VR 2.14, 7 VR 3.14, 7 VR 4.14 - dejure.org
BVerwG, 16.10.2014 - 7 VR 2.14, 7 VR 3.14, 7 VR 4.14
https://dejure.org/2014,29999
BVerwG, 16.10.2014 - 7 VR 2.14, 7 VR 3.14, 7 VR 4.14 (https://dejure.org/2014,29999)
BVerwG, Entscheidung vom 16.10.2014 - 7 VR 2.14, 7 VR 3.14, 7 VR 4.14 (https://dejure.org/2014,29999)
BVerwG, Entscheidung vom 16. Januar 2014 - 7 VR 2.14, 7 VR 3.14, 7 VR 4.14 (https://dejure.org/2014,29999)
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VerkPBG § 1 Abs. 1 S. 1 Nr. 5; VerkPBG § 5 Abs. 1
Volltextmonitor: Jüngst veröffentlichte Volltexte (15.01.2014 - 28.01.2015)
BVerwG, 22.08.2014 - 7 VR 2.14
Dass diese Verkehre auf den beiden Bestandsgleisen nicht in angemessener Betriebsqualität abgewickelt werden können, ist nachvollziehbar und zwar unabhängig davon, ob die Strecke - wie im Planfeststellungsbeschluss (S. 80) angenommen - eine Kapazität von 240 Zügen oder - wie im Eilverfahren von der Beigeladenen vorgetragen ("Fachliche Stellungnahme zu Schreiben des BVerwG vom 01.10.2014 (BVerwG 7 VR 2.14, 7 VR 3.14 und 7 VR 4.14 )" vom 8. Oktober 2014, S. 6 f.) - eine Nennleistung von 324 Zügen/24 Stunden bzw. 211 Zügen (6 bis 22 Uhr) hat.
Bei Erlass des Planfeststellungsbeschlusses vom 30. Januar 2014 war absehbar, dass ab der für Dezember 2017 geplanten Inbetriebnahme der Neubaustrecke Ebensfeld - Erfurt unabhängig von der Realisierung des Güterzugtunnels mindestens 32 ICE-Züge/ 0 bis 24 Uhr verkehren würden (vgl. "Fachliche Stellungnahme zu Schreiben des BVerwG vom 01.10.2014 7 VR 3.14 und 7 VR 4.14 >", S. 4 f.).
Die Beigeladene hat in der mündlichen Verhandlung zwar nachvollziehbar dargelegt, dass die Möglichkeit, Güterzugverkehr abzuwickeln, nicht durch die Bestandsstrecke im PFA 16, sondern durch den Knoten Fürth begrenzt werde; im Eilverfahren hat sie jedoch selbst angegeben, dass ab 2019 120 Güterzuge / 0 bis 24 Uhr auf der Bestandsstrecke verkehren sollten und zwar zusätzlich zum Personenfern- und -nahverkehr und zum S-Bahn-Verkehr ("Fachliche Stellungnahme zu Schreiben des BVerwG vom 01.10.2014 7 VR 3.14 und 7 VR 4.14 > S. 6).
Dass diese Verkehre auf den beiden Bestandsgleisen nicht in angemessener Betriebsqualität abgewickelt werden können, ist nachvollziehbar und zwar unabhängig davon, ob die Strecke - wie im Planfeststellungsbeschluss (S. 80) angenommen - eine Kapazität von 240 Zügen oder - wie im Eilverfahren von der Beigeladenen vorgetragen ('Fachliche Stellungnahme zu Schreiben des BVerwG vom 01.10.2014 7 VR 3.14 und 7 VR 4.14 >'… vom 8. Oktober 2014, S. 6 f.) - eine Nennleistung von 324 Zügen/24 Stunden bzw. 211 Zügen (6 bis 22 Uhr) hat.
Die Beigeladene hat in der mündlichen Verhandlung zwar nachvollziehbar dargelegt, dass die Möglichkeit, Güterzugverkehr abzuwickeln, nicht durch die Bestandsstrecke im PFA 16, sondern durch den Knoten Fürth begrenzt werde; im Eilverfahren hat sie jedoch selbst angegeben, dass ab 2019 120 Güterzuge / 0 bis 24 Uhr auf der Bestandsstrecke verkehren sollten und zwar zusätzlich zum Personenfern- und -nahverkehr und zum S-Bahn-Verkehr ('Fachliche Stellungnahme zu Schreiben des BVerwG vom 01.10.2014 7 VR 3.14 und 7 VR 4.14 >' S. 6).
§ 4a Abs. 3 UmwRG modifiziert diesen Prüfungsmaßstab nur bezogen auf die gebotene Berücksichtigung der Erfolgsaussichten des Rechtsbehelfs, an dem Erfordernis einer umfassenden Interessenabwägung ändert sich hingegen nichts (…BVerwG, Beschlüsse vom 16. September 2014 - 7 VR 1.14 - juris Rn. 10 f. und vom 16. Oktober 2014 - 7 VR 2.14 u.a. - Rn. 10).
Eine Entscheidung im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes kann derzeit nicht mehr tragend auf das Rechtsinstitut der Präklusion gestützt werden (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 16. Oktober 2014 - 7 VR 2.14 u.a. - Rn. 13 …und vom 29. Oktober 2014 - 7 VR 4.13 - juris Rn. 8).
Auf den von ihr und weiteren Antragstellern gestellten Eilantrag hat das Bundesverwaltungsgericht mit Beschluss vom 16. Oktober 2014 (BVerwG 7 VR 2.14 u.a., juris) die aufschiebende Wirkung der Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss angeordnet.
Ebenso wenig lässt sich bezweifeln, dass die Trassenführung der S-Bahn erhebliche Auswirkungen für die Klägerin hat und sie durch den hierzu gefassten Planfeststellungsbeschluss in ihren (einfachrechtlichen) Eigentumsrechten (vgl. hierzu BVerwG, Beschluss vom 16. Oktober 2014 - BVerwG 7 VR 2.14 - juris Rn. 8) und in ihrem Recht aus Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG betroffen sein kann.
Denn es bestehen keine ernstlichen Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Planfeststellungsbeschlusses (vgl. zum Prüfungsmaßstab BVerwG…, Beschluss vom 16. September 2014 - 7 VR 1.14 -, juris, Rn. 10 f., und vom 16. Oktober 2014 - 7 VR 2.14 u.a. -, juris, Rn. 10).
§ 4a Abs. 3 UmwRG modifiziert diesen Prüfungsmaßstab nur bezogen auf die gebotene Berücksichtigung der Erfolgsaussichten des Rechtsbehelfs, an dem Erfordernis einer umfassenden Interessenabwägung ändert sich hingegen nichts (…Beschlüsse vom 16. September 2014 - BVerwG 7 VR 1.14 - juris Rn. 10 f. und vom 16. Oktober 2014 - BVerwG 7 VR 2.14 u.a. - Rn. 10).
§ 4a Abs. 3 UmwRG modifiziert diesen Prüfungsmaßstab nur bezogen auf die gebotene Berücksichtigung der Erfolgsaussichten des Rechtsbehelfs, an dem Erfordernis einer umfassenden Interessenabwägung ändert sich hingegen nichts (vgl. BVerwG, Beschluss vom 16.10.2014 - 7 VR 2.14 u. a. -, juris; Beschluss vom 29.10.2014 - 7 VR 4.13 -, juris; Beschluss vom 23.01.2015 - 7 VR 6.14 -, NVwZ-RR 2015, 250).
Die Kammer wird sich bemühen, das Hauptsacheverfahren nach der Durchführung eines etwaigen Beschwerdeverfahrens im vorliegenden Eilverfahren zeitnah abzuschließen (…vgl. zum Vorstehenden die st. Rspr. der fachplanungsrechtlichen Senate des BVerwG, etwa Beschluss vom 14. April 2005 - 4 VR 1005/04 -, Rn. 16;… Beschluss vom 22. September 2010 - 9 VR 2/10 -, Rn. 6; Beschluss vom 16. Oktober 2014 - 7 VR 2/14 u. a. -, Rn. 14, jeweils juris).