Source: https://findok.bmf.gv.at/findok/ilink?bereich=RL&id=82300&ida=KStR2013&gueltig=20180329&hz_gz=BMF-010216%2F0009-VI%2F6%2F2013&dz_VonRandzahl=498
Timestamp: 2020-07-12 20:04:04
Document Index: 19435951

Matched Legal Cases: ['§ 72', '§ 23', '§ 73', '§ 174', '§ 8', '§ 3', '§ 2', '§ 3', '§ 73', '§ 41']

Unter die offenen Einlagen fallen zunächst die im Gesellschaftsrecht ausdrücklich geregelten Einlagen im Austausch gegen Gesellschaftsrechte, wie das den Kapitalgesellschaften anlässlich Gründung oder Kapitalerhöhung zugeführte Nominalkapital inklusive Ausgabeaufgeld, Nachschüsse gemäß §§ 72 ff GmbHG, die Aufnahme von Partizipationskapital gemäß § 23 Abs. 4 BWG idF vor BGBl. I Nr. 184/2013 und § 73c VAG idF vor BGBl. I Nr. 34/2015 sowie Genussscheinkapital gemäß § 174 AktG und Kapital aus sonstigen Finanzierungsinstrumenten, das die Voraussetzungen des § 8 Abs. 3 Z 1 KStG 1988 erfüllt, die Aufnahme von Genossenschaftskapital, Nachschüsse gemäß § 3 Abs. 2 Genossenschaftsinsolvenzgesetz, RGBl. Nr. 105/1918, die Kapitalausstattung von Sparkassen gemäß § 2 Abs. 2 und § 3 Abs. 2 SpG und Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit gemäß §§ 73a41 ff VAG 2016 und die Kapitalausstattung anderer juristischen Personen des privaten Rechts. Nicht ausdrücklich geregelt, aber ebenfalls als offene Einlage gilt die Kapitalausstattung eines Betriebes gewerblicher Art durch die Trägerkörperschaft.
Bei einer Buchwerteinbringung nach Art. III UmgrStG ist das steuerliche Einbringungskapital entscheidend, das unternehmensrechtliche Einbringungskapital ist hingegen ohne Bedeutung (VwGH 1.9.2015, Ro 2014/15/0002).
§§ 41 ff VAG 2016, Versicherungsaufsichtsgesetz 2016, BGBl. I Nr. 34/2015
VwGH 01.09.2015, Ro 2014/15/0002
Findok-Nr: 64333.5, aufgenommen am: 10.04.2018 09:43:26, zuletzt geändert am: 22.10.2019, Dokument-ID: 3da2403a-c3e7-47a7-9864-0c27da557602, Segment-ID: 2f7f341e-b092-4575-a079-644899bb1c69