Source: https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/archiv/detail/anrechnung-kindererziehungszeit.html
Timestamp: 2018-12-19 16:37:05
Document Index: 176181986

Matched Legal Cases: ['§ 74', '§ 66', '§ 43', '§ 70', '§ 70', '§ 70']

Anrechnung Kindererziehungszeit | Ihre Vorsorge < content="">
Anrechnung Kindererziehungszeit
Mein Sohn ist 4 Jahre. Ich bin arbeitslos ohne Leistung. Eine Mitarbeiterin des AA sagte mir, dass ich bis zum 10. Lebensjahr meines Sohnes Rente angerechnet bekomme und dafür nicht arbeitslos gemeldet sein muss. Wenn dies nicht massig viel ausmacht, würde ich mich gern beim AA abmelden, da die sowieso keinen Job für mich haben. Lieber such ich mir selber was auf 400-Euro-Basis. Wer weiß wieviel das ausmacht? Muss ich einen Antrag bei der Rentenversicherung stellen oder was muss ich sonst noch beachten?
die Kinderberücksichtigungszeit in der Rentenversicherung dauert bis zum 10. Geburtstag des Kindes. Diese Zeit zählt als Versicherungszeit und in dieser Zeit geht der Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung nicht verloren.
Somit ist es aus Rentensicht nicht nötig parallel dazu arbeitslos zu sein, zumal die Arbeitslosigkeit ohne Leistungen die Rente nicht steigert.
Wegen der Komplexität der Materie, vor allem wenn auch noch ein 400 &#8364; Job ins Spiel kommt, empfehle ich ein Gespräch bei einer Beratungsstelle der RV, dort kann die Berücksichtigungszeit auch im Computer vorgemerkt werden.
Wissen Sie heute schon, wie der gleiche Sachverhalt in 20 Jahren bewertet wird? Ich würde der Arbeitsamtstatistik keinen Gefallen tun und mich weiterhin melden. Der einzige Gewinner ist die Agentur für Arbeit, welche eine Person weniger als arbeitslos melden muß.
Wenn Sie Hausfrau und Mutter sind, müssen Sie sich nicht arbeitslos melden. Sie wollen ja eh keine Vollzeit-Job, oder? Warum sich also dann arbeitssuchend melden?
Der Sachverhalt ist nicht halb so kompliziert, wie er auf den ersten Blick wirkt.
Übrigens, um Schade zu verbessern: Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung (bis zum 10. Lebensjahr des Kindes) erhalten NICHT den Anspruch auf EM-Rente. Aber Kindererziehungszeiten (die ersten drei Lebensjahre des Kindes) erhalten den Anspruch wohl. Im Moment sind Sie noch voll gegen EM gesichert (da Ihr Kind erst 4 Jahre ist und die drei Jahre davor als Pflichtbeitragszeiten anerkannt wurden). Wenn Sie darauf hinaus wollen, Ihren Versicherungsschutz vor Erwerbsminderung zu erhalten, empfehle ich Ihnen einen Minijob auf 400 &#8364; anzunehmen und auf Ihre Versicherungsfreiheit zu verzichten. Diese Zeit wird dann als vollwertige Pflichtbeitragszeit anerkannt und sichert Ihren Versicherungsschutz.
Wenn Sie die Kindererziehungs- und -berücksichtigungszeiten anerkannt haben wollen, müssen Sie einen entsprechenden Antrag bei Ihrer DRV stellen. Der Vordruch dazu ist der V 800. Sie können Ihn im Internet herunterladen (www.deutsche-rentenversicherung.de) oder bei Ihrer Auskunfts- und Beratungsstelle ausfüllen (oder Stadt-/Gemeindeverwaltung).
Selbstverständlich erhalten die Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung den Anspruch auf eine EM Rente. Denn die wirken zeitraum verlängernd und vor dem Zeitraum der Berücksichtigungszeit liegen dann die geforderten 3 Jahre Pflichtbeiträge durch die Kindererziehungszeit.
Ergänzend dieser Sachverhalt ergibt sich aus $43 Abs.4 Nr.2 SGB VI. Verlängerungstatbestand Berücksichtigungszeiten
Wie Karl-Heinz schon vorgeschlagen sollten Sie sich weiterhin arbeitslos melden.
Bereits nach heutigem Rentenrecht können Anrechnungszeiten, die neben Berücksichtigungzeiten wegen Kindererziehung liegen auch dann zu einer höheren Rente führen, wenn die Anrechnungszeiten selbst nicht zu bewerten sind. Dies liegt daran, das auch unbewertete Anrechungzeiten neben Berücksichtigungzeiten bei der Ermittlung des Gesamtleitungswerts im Rahmen der Vergleichsbewertung (§ 74 Nr. 2 SGB VI) als nicht belegungsfähige Monate abzusetzen sind.
Auch Berücksichtigungszeiten sind nicht belegungsfähige Monate im Rahmen der Gesamtleistungsbewertung. Vielleicht warten wir die Expertenantwort ab.
18.12.2007, 13:50
Entschuldigen Sie. Ich haben den Verlängerunstatbestand nicht bedacht.
Ich dachte, nur rein von der 36/60-Belegung. Da braucht man ja Pflichtbeitragszeiten und Berücksichtigungszeiten helfen da nicht viel (außer natürlich zum verlängern).
die gleiche Anfrage wie Sonnenschein hab´ ich gerade ständig, weil bei der Agentur für Arbeit offensichtlich gerade wieder Statistikdruck herrscht. Die versuchen derzeit alle Nichtleistungsempfänger loszuwerden und dadurch Ihre arbeitslosenzahlen zu drücken.
Aus rentenrechtlicher Sicht gibt es nach derzeitiger Rechtslage aber tatsächlich keinen Grund, neben anrechenbaren Berücksichtigungszeiten arbeitslos gemeldet zu sein. Man sollte nur nicht vergessen, sich rechtzeitig zum 10. Geburtstag des Kindes wieder areitslos zu melden.
Abern nein! Berücksichtgungszeiten werden doch im Rahmen der Ermittlung des Gesamtleistungswerts bewertet;zählen somit zu den belegten Monaten. Als nicht belegungsfähig zählen sie nur bei der Vergleichsbewertung, wenn sie mit beitragsfreien Zeiten oder Rentenbezug zusammenfallen!
Das Beste, was Sie für Ihre Rentenanwartschaften machen können ist es, eine geringfügige Beschäftigung aufzunehmen und GLEICHZEITIG auf die Versicherungsfreiheit zu verzichten. Diese Zeiten erlangen nämlich - wegen der Kindererziehung - mit niedrigstem Beitragsaufwand später bei der Rentenberechnung eine enorme Höherbewertung. Näheres erfahren Sie hierzu unter
http://www.ihre-vorsorge.de/Kindererziehung-steigert-die-Rente.html
Das Procedere über den Verzicht auf die Versicherungsfreiheit können Sie hier nachlesen.
http://www.ihre-vorsorge.de/Lexikon-Verzicht-auf-die-Versicherungsfreiheit.html
Vergessen Sie nicht, das nach Vollendung des 10- Lebensjahres Ihres jüngsten Kindes nochmals ein Antrag auf Anerkennung von Berücksichtigungszeiten gestellt werden muss. Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung können nämlich nicht für die Zukunft, sondern naturgemäss eben nur für abgeschlossene Zeiträume anerkannt werden.
Wenn die Arbeitsagentur mitspielt, melden Sie sich weiter arbeitslos und lassen sich diese Zeit dann auch unbedingt bescheinigen. Sollte man Sie aber &#34;schikanieren&#34;, lassen Sie es mit der Abmeldung bei der Arbeitsagentur bewenden. Die Wahrscheinlichkeit, das Anrechnungszeiten wegen Arbeitslosigkeit in der Zukunft wieder besser bewertet werden, ist äusserst gering, eher liegt das Gegenteil nahe.
Die Agenturen unternehmen zur Zeit wieder mal alles, um zum Jahreswechsel wunderbar niedrige (-BEREINIGTE-) Zahlen präsentieren zu können.
So sinkt die Zahl der Arbeitslosen ohne dass auch nur einer vermittelt wurde...
Für die Erziehung eines Kindes bis zu desen dritten Lebensjahr erhält man drei Jahre Pflichtbeiträge, sogen. Kinderziehungszeiten.
Diese werden dem Grunde nach so bewertet, als wenn in dem jeweiligen Jahr der Durschschnittsverdienst aller in der gesetzl. Rv versicherten erzielt worden wäre - ergo gibt es für drei Jahre Kindererziehung drei sogen. Entgeltpunkte (derzeit ca. 80 Euro monatl. Bruttoanwartschaft).
Darüber hinaus wird die Zeit der Erziehung eines Kindes bis zu dessen 10. Lebensjahr mit einer weiteren Zeit, der sogen. Kinderberücksichtigungszeit (KIBÜZ), bewertet.
Diese Zeiten erhalten unmittelbar keinen festen Wert für die spätere Rentenberechnung - werden jedoch mittelbar für die Gesamtleistungsbewertung (Grundbewertung) so bewertet, als ob es Kindererziehungszeiten wären - ergo erhält man für die ersten drei Jahre der Kindererziehung &#34;nur Pflichtbeiträge wegen Kinderererziehung und keine zusätzliche Bewertung der KIBÜZ.
Zeiten der Kinderberücksichtigung haben damit nur insgesamt (positiven) Einfluss auf die Bewertung aller beitragsfreien Zeiten in einer Rentenberechnung.
sind deshalb nicht Bestandteil der Entgeltpunkte im Sinne des § 66 I SGB VI.
Die Aufstockung beim 400 Euro Job muss im Hinblick auf die Anrechnung der KIBÜZ für den weiteren Versicherungsschutz gegen Erwerbsminderung (§ 43 I Nr.2 SGB VI) nicht veranlasst werden.
Der Verzicht gegenüber dem Arbeitgeber auf die Versicherungsfreiheit führt aber letztlich dazu, dass auch außerhalb der Kindererziehungszeit eine unittelbare Riester Berechtigung ergibt sowie die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für Rehaleistungen vorliegen.
Rein was die spätere Rentenhöhe angeht, so entstehen dadurch keine Reichtümer.
Ganze 4,28 EURO monatl. Rentenanwartschaft entstehen derzeit durch ein Jahr 400 Job mit Aufstockung.
PS: Zeiten der ALo meldung ohen Leistungsbezug werden derzeit unmittelbar nicht bewertet.
Ist ein Verzicht auf die Versicherungsfreiheit in diesem Fall wegen des Aspekts der HÖHERBEWERTUNG der niedrigen Pflichtbeiträge nicht doch ratsam? Die zusätzlichen Entgeltpunkte, die ohne Verzicht auf die Versicherungsfreiheit zu gewähren wären, würden doch nicht höher bewertet oder doch?
Kommt mit der Variante &#34;Verzicht auf die Versicherungsfreiheit&#34; nicht wesentlich mehr als mtl. 4,28 EURO für ein Jahr Ausübung eines Mini-Jobs unter Verzicht auf die Versicherungsfreiheit plus Zusammentreffen mit einer BÜZ wegen Kindererziehung heraus?
Siehe Zitat aus dem angegebenen link:
&#34;HÖHERBEWERTUNG BEI NIEDRIGEM VERDIENST
Wer bei Rentenbeginn 25 Versicherungsjahre auf dem Konto hat, profitiert darüber hinaus von den ab 1992 höher bewerteten Zeiten, in denen man wegen der Kindererziehung nur niedrig verdient hat. Während der Berücksichtigungszeit werden geringe Verdienste für die Rentenberechnung um 50 Prozent angehoben - höchstens aber bis zum Durchschnittsverdienst aller Versicherten. Wer wegen der Erziehung von mindestens zwei Kindern nicht erwerbstätig sein konnte, bekommt eine rentenrechtliche Gutschrift.&#34;
Herzlichen Dank im voraus für die nochmalige Prüfung bzw. nähere Erläuterung des Sachverhalts.
Zuvor wurden isoliert die Auswirkungen des Verzichts bei einem Minijob auf die Rente sowie die Bewertung von KEZ dargestellt.
In der Summe käme es dann zu einer additiven Bewertung (§ 70 II SGB VI), wenn KEZ und Minijob zusammentreffen.
Die von Ihnen angesprochene Regelung des § 70 Abs.3a SGB VI führt (soweit für 25 Jahre rentenrechtliche Zeiten vorliegen) vorliegend dazu, dass Zeiten des Minijobs mit Verzichts - neben Zeiten der Kindererziehung ab dem 4. Lebensjahr des Kindes - besser bewertet werden (maximal um 0,0278 EP/Monat angehoben werden).
Dies wird deshalb erst ab dem Zeitpunkt der Vollendung des 4. Lebensjahres berücksichtigt, weil der vorherige Zeitraum ja pro Jahr mit 0,0833 EP für Kindererziehung bewertet wurde, vgl. § 70 Abs.3a Satz 3 SGB VI.
&#34;Zeiten der Kinderberücksichtigung haben damit nur insgesamt (positiven) Einfluss auf die Bewertung aller beitragsfreien Zeiten in einer Rentenberechnung.&#34;
Da die Summe Entgeltpunkte aus der Kinderberücksichtigungszeit vor Ermittlung der Leistungsbewertung der Summe Entgeltpunkte aus dem Berufsleben zugeschlagen und erst danach der Gesamtleistungswert ermittelt wird, wirken sie sich gleichermaßen auch für die Ermittlung zusätzlicher Entgeltpunkte für beitragsgeminderte Zeiten rentensteigernd aus.
Die Reduzierung der Wirkung auf nur &#34;beitragsfreie Zeiten&#34; ist nicht korrekt.
Ich denke mal, dass der Experte deutlich erklärt hat, wie es läuft !!
19.12.2007, 06:51
Nur noch eine kurze Anmerkung (wegen der dauernden Arbeitslos-Meldung):
Zeiten der Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug werden derzeit nur als Anrechnungszeiten anerkannt, wenn die Leistung nur wegen Einkommens/Vermögens nicht bezogen wurde.
(Dass der auch laufend seine Nicknamen ändern muss........
Ts,ts,ts, !!!!!!!!)