Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202012,%201050
Timestamp: 2019-06-24 09:59:37
Document Index: 26102385

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 823', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 12.06.2012 - VI ZR 138/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,17271
BGH, 12.06.2012 - VI ZR 138/11 (https://dejure.org/2012,17271)
BGH, Entscheidung vom 12.06.2012 - VI ZR 138/11 (https://dejure.org/2012,17271)
BGH, Entscheidung vom 12. Juni 2012 - VI ZR 138/11 (https://dejure.org/2012,17271)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2012,17271) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Glatteisunfall eines Fußgängers: Grenzen der Streupflicht eines Grundstückseigentümers
Zur Verkehrssicherungspflicht des Grundstückseigentümers bei Glatteisbildung
Streupflicht - Glättestellen, vereinzelte
BGB § 823 Abs. 1 Dc, Eb
Bei vereinzelten Glättestellen keine Streupflicht
Anforderungen an das Vorliegen einer Streupflicht bei nur vereinzelten Glättestellen auf einem Grundstück ohne erkennbare Anhaltspunkte für eine ernsthaft drohende Gefahr
Keine Streupflicht bei Vorhandensein nur einzelner Glättestellen auf Grundstücksweg
Keine Streupflicht bei nur vereinzelten Glättestellen; Winterdienst; Verkehrssicherungspflicht
Verkehrsssicherungspflicht: Eisglätte und Räumungspflicht
Einzelne Glättestellen: Streupflicht?
Streupflicht bei allgemeiner Glättebildung
Mietrecht - Streupflicht - nur bei allgemeiner Glättebildung
Keine Streupflicht bei nur vereinzelten Glättestellen auf einem Grundstück
Einzelne Glätteflächen bedingen keine Streupflicht
Streupflicht bei Glättebildung
Keine Streupflicht bei vereinzelten Glättestellen ohne Anhaltspunkte für eine ernsthaft drohende Gefahr
Zur winterlichen Streu- und Räumpflicht - Beweislast bei Glatteisunfall
Streupflicht nur bei allgemeiner Glättebildung
Bei Schnee und Eis wird weder geräumt noch gestreut
Räum- und Streupflichten bei Schnee und Eis
Keine Streupflicht bei einzelnen glatten Stellen
Winterdienst: Einzelne Glättestellen begründen keine Streupflicht - Räum- und Streupflicht besteht für die Zeit des normalen Tagesverkehrs
OLG Hamm, 18.03.2011 - 9 U 158/10
BGH, 07.08.2012 - VI ZR 138/11
NJW 2012, 2727
NZM 2012, 650
NZV 2012, 532
VersR 2012, 1050
Bezüglich des erforderlichen Umfangs des Winterdienstes sind neben der Art und Wichtigkeit des Verkehrsweges und der Gefährlichkeit und Stärke des Verkehrs auch Gesichtspunkte der Zumutbarkeit für die Sicherungspflichtigen zu berücksichtigen (…BGH, Urteile vom 23. Juli 2015 - III ZR 86/15, VersR 2016, 63 Rn. 10; vom 12. Juni 2012 - VI ZR 138/11, NJW 2012, 2727 Rn. 10 mwN).
BGH, 14.02.2017 - VI ZR 254/16
Verkehrssicherungspflichten der Straßenanlieger: Voraussetzungen der winterlichen …
Grundvoraussetzung für die Räum- und Streupflicht auf Straßen oder Wegen ist das Vorliegen einer "allgemeinen Glätte" und nicht nur das Vorhandensein einzelner Glättestellen (vgl. Senatsurteil vom 12. Juni 2012 - VI ZR 138/11, VersR 2012, 1050 Rn. 10; BGH, Beschlüsse vom 21. Januar 1982 - III ZR 80/81, VersR 1982, 299, 300;… vom 26. Februar 2009 - III ZR 225/08, NJW 2009, 3302 Rn. 4 mwN; Thüringer OLG NZV 2009, 599, 600 mwN; Carl, VersR 2012, 414, 415;… Geigel/Wellner, Der Haftpflichtprozess, 27. Aufl., Kap. 14 Rn. 147;… Staudinger/Hager, BGB [2009], § 823 Rn. E 128).
Auch bestand nach dem eigenen Vortrag der Klägerin keine allgemeine Glättegefahr, die eine allgemeine Streupflicht begründet hätte (vgl. hierzu BGH, NJW 2012, 2727), vielmehr hat die Klägerin lediglich die Existenz einzelner Glättestellen aufgrund überfrierender Nässe aus der Waschplatznutzung im Bereich unmittelbar vor dem Waschplatz behauptet.
Soweit das Bestehen einer Streupflicht eine allgemeine Glättebildung und nicht nur das Vorhandensein ganz vereinzelter Glättestellen voraussetzt (vgl. nur Senat, Beschlüsse vom 21. Januar 1982 - III ZR 80/81, VersR 1982, 299 f …und vom 26. Februar 2009 - III ZR 225/08, NJW 2009, 3302 Rn. 4 f; BGH, Urteil vom 12. Juni 2012 - VI ZR 138/11, NJW 2012, 2727 Rn. 10), hat das Berufungsgericht in tatrichterlicher Würdigung - unter Berücksichtigung der Aussage des Zeugen H. und des Gutachtens des Deutschen Wetterdienstes - rechtsfehlerfrei festgestellt, dass der Geschädigte bei allgemeiner Glätte gestürzt ist.
Er muss deshalb den Sachverhalt dartun und gegebenenfalls beweisen, aus dem sich ergibt, dass zur Zeit des Unfalls aufgrund der Wetter-, Straßen- oder Wegelage bereits oder noch eine Streupflicht bestand und diese schuldhaft verletzt worden ist (vgl. BGH, Urteil vom 12. Juni 2012, VI ZR 138/11, in VersR 2012, 1050, zitiert nach juris Tz 8-im Folgenden: juris Tz),während der Streupflichtige für das Vorliegen einer Ausnahmesituation, die das Streuen unzumutbar machte, beweispflichtig ist (vgl. OLG Karlsruhe, Urteil vom 7. November 2012, 7 U 32/12, juris Tz 13; OLG München, Urteil vom 28. Juli 2011, 1 U 3579/10, juris Tz 44).
Bei Auftreten von Glätte im Laufe des Tages ist allerdings dem Streupflichtigen ein angemessener Zeitraum zuzubilligen, um die erforderlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Glätte zu treffen (vgl. BGH, Urteil vom 12. Juni 2012, a.a.O., Tz 10; OLG Karlsruhe…, Urteil vom 7. November 2012, a.a.O., Tz 8/9).
Das Erfordernis einer allgemeinen Glättebildung als Grundvoraussetzung für eine Räum- und Streupflicht auf Straßen, Wegen und Plätzen (BGH NJW 2009, 3302 Tz. 4 m.w.N.; 2012, 2727; VersR 1982, 299, 300) gilt auch für Bahnsteige.
Er muss deshalb den Sachverhalt dartun und gegebenenfalls beweisen, aus dem sich ergibt, dass zur Zeit des Unfalls aufgrund der Wetter-, Straßen- oder Wegelage bereits oder noch eine Streupflicht bestand und diese schuldhaft verletzt worden ist (vgl. BGH, Urteile vom 29.09.1970 - VI ZR 51/69, VersR 1970, 1130, 1131; vom 27.11.1984 - VI ZR 49/83, VersR 1985, 243, 245; vom 12.06.2012 - VI ZR 138/11, NJW 2012, 2727 f.).
Grundvoraussetzung für die Räum- und Streupflicht auf Straßen oder Wegen ist das Vorliegen einer allgemeinen Glätte und nicht nur das Vorhandensein einzelner Glättestellen (vgl. BGH, Urteil vom 12.06.2012 - VI ZR 138/11, NJW 2012, 2727 f.: 20 - 30 cm große Eisfläche in der Mitte eines nicht gestreuten Zugangswegs; Beschlüsse vom 21.01.1982 - III ZR 80/81, VersR 1982, 299, 300;… vom 26.02.2009 - III ZR 225/08, NJW 2009, 3302 Rn. 4 mwN; OLG Jena NZV 2009, 599, 600 mwN).
Er muss deshalb den Sachverhalt dartun und gegebenenfalls beweisen, aus dem sich ergibt, dass zur Zeit des Unfalls aufgrund der Wetter-, Straßen- oder Wegelage bereits oder noch eine Streupflicht bestand und diese schuldhaft verletzt worden ist (vgl. BGH, Urt. v. 6.12.2012, VI ZR 138/11, NJW 2012, 2727; VersR 1970, 1130; VersR 1985, 243, 245; NZV 2005, 578).
LG Köln, 31.05.2016 - 11 S 158/15
Schadensersatzanspruch wegen der Verletzung von Räumpflichten und Streupflichten …
Zwar setzt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes eine Streu- und Räumpflicht im Rahmen der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht (§ 823 Abs. 1 BGB) grundsätzlich eine allgemeine Glättebildung und nicht nur das Vorhandensein vereinzelter Glättestellen voraus (vgl. BGH, Urt. v. 12.6.2012 - VI ZR 138/11, NJW 2012, 2727; Beschl. v. 26.2.2009 - III ZR 225/08, NJW 2009, 3302).
Auf die Frage, ob die konkrete Glättestelle bereits angesichts ihrer Größe einen erkennbaren Anhaltspunkt für eine ernsthaft drohende Gefahr darstellte, welche auch ohne allgemeine Glättebildung zur Annahme der Streupflicht führt (BGH, Urteil vom 12.06.2012 - VI ZR 138/11, amtl. Leitsatz), kommt es demnach nicht entscheidungserheblich an.
LG Coburg, 13.05.2014 - 41 O 675/13
Zur Räum- und Streupflicht auf einem Fußweg
Von allgemeiner Glätte ist dann zu sprechen, wenn eben nicht nur vereinzelte Glättestellen vorhanden sind und eine konkrete Gefährdung durch Schnee- und Eisbelag gegeben ist, vgl. Urteil des BGH vom 12.06.2012, Az.: VI ZR 138/11; Urteil des OLG München vom 10.10.2012, Az.: 1 U 2853/12.
(b) Eine Streupflicht besteht zunächst dann, wenn es zu einer allgemeinen Glättebildung und nicht lediglich zu vereinzelten Glättestellen kommt oder zu kommen droht (vgl. BGH, Urt. v. 12.06.2012 - VI ZR 138/11, NJW 2012, 2727 f., juris Rn. 10 m.w.Nachw.).
OLG Hamm, 22.12.2016 - 6 U 107/15
Verkehrssicherungspflicht; Winterdienst; Delegation
OLG München, 07.12.2012 - 1 U 3512/12
Verkehrssicherungspflicht: Umfang der Räum- und Streupflicht auf dem …
OLG Köln, 24.11.2016 - 7 U 96/16
Umfang der Räum- und Streupflicht hinsichtlich öffentlicher Straßen außerhalb …
OLG Schleswig, 01.09.2017 - 7 W 29/17
Wann bestehen Räum- und Streupflichten?
AG Wipperfürth, 31.03.2015 - 9 C 249/13
Winterliche Räum- und Streupflicht
LG Köln, 31.01.2017 - 5 O 275/16
Zahlung von Schmerzensgeld wegen Sturzes bei Glätte aufgrund der Verletzung der …
LG Nürnberg-Fürth, 26.03.2013 - 12 O 8248/12
Beschränkung der Streupflicht eines Anliegers auf satzungsgemäß vorgesehenen …