Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerwGE%2057,%20130
Timestamp: 2019-06-20 12:29:00
Document Index: 210395494

Matched Legal Cases: ['§ 68', '§ 68', 'Art. 28', 'Art. 80', '§ 13', 'Art. 12', '§ 68', '§ 161']

BVerwG, 01.12.1978 - VII C 68.77 - dejure.org
BVerwG, 01.12.1978 - VII C 68.77
https://dejure.org/1978,31
BVerwG, 01.12.1978 - VII C 68.77 (https://dejure.org/1978,31)
BVerwG, Entscheidung vom 01.12.1978 - VII C 68.77 (https://dejure.org/1978,31)
BVerwG, Entscheidung vom 01. Dezember 1978 - VII C 68.77 (https://dejure.org/1978,31)
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Notenbildung - Anrechnung von Vornoten
Ausbildungsnote - Anrechnung auf Gesamtnote - Zweite juristische Staatsprüfung - Arithmetische Ermittlung - Allgemeine Bewertungsgrundsätze - Juristenausbildungsrecht Berlin - Ausbildungsstationen - Arbeitsgemeinschaften - Widerspruchsverfahren
VG Berlin, 22.10.1975 - 7 A 36.75
BVerwGE 57, 129
BVerwGE 57, 130
NJW 1979, 2417
DVBl 1979, 424
DÖV 1979, 413
Die Widerspruchsbehörde hat jedoch gemäß § 68 Abs. 1 VwGO grundsätzlich die gleiche Entscheidungsbefugnis wie die Erstbehörde; sie ist nicht wie die Gerichte - auf eine Rechtskontrolle beschränkt (BVerwGE 57, 130 ff., 145; Urteile vom 17. Mai 1979 BVerwG 2 C 4.78 - , vom 9. Mai 1985 BVerwG 2 C 5.83 - ).
Die genannten Vorschriften sind keine Gesetze im Sinne des § 68 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 2 VwGO, die eine Beschränkung des Prüfungsumfangs des Präsidenten des Bundeseisenbahnvermögens in seiner Funktion als Widerspruchsbehörde anordnen (vgl. dazu BVerwGE 52, 33 ff., 40/41; BVerwGE 57, 130 ; Urteil vom 17. Mai 1979 BVerwG 2 C 4.78 - ).
Auf diesem Fehler beruht der Widerspruchsbescheid; er ist deshalb aufzuheben (BVerwGE 57, 130 ), so daß erneut über den Widerspruch des Klägers zu entscheiden ist.
Dies gilt aufgrund des Homogenitätsgebots gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 1 GG auch für die Landesgesetzgebung, für die Art. 80 Abs. 1 GG nicht unmittelbar anwendbar ist (BVerfG, Beschluss vom 27. Januar 1976 - 1 BvR 2325/73 - BVerfGE 41, 251 und Urteil vom 22. Februar 1994 - 1 BvL 30/88 - BVerfGE 90, 60 ; BVerwG, Urteil vom 1. Dezember 1978 - BVerwG 7 C 68.77 - BVerwGE 57, 130 ).
Soweit der Kläger mit Bezug auf die in § 13 Abs. 3 Satz 2 BörsO vorgesehene Prüfung weiter geltend macht, daß durch förmliches Gesetz ein näher konkretisierbarer Raster zur Eingrenzung und Ausfüllung des Beurteilungsspielraums hätte aufgestellt werden müssen, wird in Wirklichkeit nicht eine Verletzung des Art. 12 Abs. 1 GG, sondern, wie sich aus dem vom Kläger angeführten Urteil des Bundesverwaltungsgerichtsvom 1. Dezember 1978 - BVerwG 7 C 68.77 - (BVerwGE 57, 130 = NJW 1979, 2417 ) ergibt, ein Verstoß gegen das Rechtsstaats- und das Demokratieprinzip gerügt.
Sie haben durch die Rechtsprechung eine hinreichend scharfe Umgrenzung erfahren, so daß es hierzu einer gesetzgeberischen Leitentscheidung ebenfalls nicht bedarf (vgl. BVerwGE 57, 130 [BVerwG 01.12.1978 - 7 C 68/77]).
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts kommt dieses Grundrecht als unmittelbarer Prüfungsmaßstab darüber hinaus auch für Regelungen über die Durchführung berufsrelevanter Prüfungen in Betracht (BVerwGE 38, 105 [113]; NJW 1979, S. 2417 [2418] für Vorschriften über die juristische Staatsprüfung).
Die Klageabweisung "im übrigen" bedeutet nur, daß der ursprüngliche Bescheid zur Zeit nicht aufzuheben ist (vgl. auch Urteil vom 1. Dezember 1978 - BVerwG 7 C 68.77 - [DVBl. 1979, 424]).
Sie hat vielmehr im Vorverfahren grundsätzlich die gleiche Entscheidungsbefugnis wie die Erstbehörde (vgl. auch Urteil vom 1. Dezember 1978 - BVerwG 7 C 68.77 -, a.a.O.;… Kopp, VwGO, 4. Aufl., § 68 RdNr. 9;… Wolff, Verwaltungsrecht 111, 4. Aufl., § 161 RdNr. 25).
Zwar mag sich, wie der 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts in dem erwähnten Urteil vom 1. Dezember 1978 - BVerwG 7 C 68.77 - ausgeführt hat, eine Prüfungsbeschränkung der Sache nach ergeben, wenn die Widerspruchsbehörde aus tatsächlichen Gründen eine Leistung nicht oder nur eingeschränkt bewerten kann, etwa weil die in einer einmaligen und nicht wiederholbaren Prüfungssituation, zum Beispiel in einem Prüfungsgespräch, erbrachte Leistung zu bewerten ist.
Die hiernach der Widerspruchsbehörde grundsätzlich übertragenen Befugnisse im Widerspruchsverfahren sind auch nicht - ausnahmsweise - durch eine andere gesetzliche Vorschrift eingeengt (vgl. hierzu BVerwGE 52, 33 [BVerwG 27.01.1977 - II C 70/73] [40 f.] und auch insoweit das Urteil vom 1. Dezember 1978 - BVerwG 7 C 68.77 - [a.a.O.] m.w.N.).
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