Source: http://gelbe-sammlung.kultus-bw.de/jportal/portal/bs/21/page/sammlung.psml?doc.hl=1&doc.id=jlr-WaldorfAbiPrVBW2011V4P2&documentnumber=15&numberofresults=1952&doctyp=Norm&showdoccase=1&doc.part=X&paramfromHL=true
Timestamp: 2019-02-17 16:43:40
Document Index: 123740317

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 15', '§ 24', '§ 6', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 29', '§ 20', '§ 20', '§ 7', '§ 7']

Stand: letzte berücksichtigte Änderung: mehrfach geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 19. Oktober 2018 (GBl. S. 388, 410)
Verordnung des Kultusministeriums über die Abiturprüfung für Schülerinnen und Schüler an Freien Waldorfschulen vom 28. April 2011 07.06.2011
§ 1 - Zweck der Prüfung 17.11.2018
§ 2 - Meldung und Zulassung zur Prüfung 17.11.2018
§ 3 - Ort und Zeit der Prüfung 17.11.2018
§ 4 - Form der Prüfung 17.11.2018
§ 5 - Prüfungsfächer 17.11.2018
§ 6 - Durchführung der Prüfung 17.11.2018
§ 7 - Gesamtqualifikation, Ergebnis der Abiturprüfung 17.11.2018
§ 8 - Erwerb des schulischen Teiles der Fachhochschulreife 17.11.2018
§ 9 - Inkrafttreten, Übergangsbestimmung 17.11.2018
Anlage 1 - Ermittlung des Prüfungsergebnisses bei einer Kommunikationsprüfung in der modernen Fremdsprache 17.11.2018
Anlage 2 - Übersicht über die im Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife erreichbare Höchstzahl von Punkten für Schülerinnen und Schüler an Waldorfschulen 17.11.2018
Die Prüfung dient dem Erwerb der allgemeinen Hochschulreife an staatlich anerkannten Freien Waldorfschulen.
wer die Jahrgangsstufe 13 einer staatlich anerkannten Freien Waldorfschule ordentlich besucht,
Die Abiturprüfung für Schülerinnen und Schüler Freier Waldorfschulen findet einmal jährlich gleichzeitig mit der Abiturprüfung an den öffentlichen Gymnasien im Gebäude der Waldorfschule statt.
(1) Die Prüfung gliedert sich in vier schriftliche und vier mündliche Prüfungsfächer. Die schriftlichen Prüfungsfächer werden nach den Anforderungen eines Kurses in einem Leistungsfach gemäß der Abiturverordnung Gymnasien der Normalform (AGVO) in der jeweils geltenden Fassung geprüft. Die mündlichen Prüfungsfächer werden nach den Anforderungen eines Kurses in einem Basisfach oder einer spät beginnenden Fremdsprache nach der Abiturverordnung Gymnasien der Normalform geprüft.
(2) In den Fächern der schriftlichen Prüfung kann zusätzlich mündlich geprüft werden; die Entscheidung trifft das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses im Benehmen mit der oder dem Beauftragten des Lehrerkollegiums. Darüber hinaus werden die Schülerinnen und Schüler in den weiteren Fächern der schriftlichen Prüfung mündlich geprüft, die sie spätestens am nächsten auf die Bekanntgabe der Ergebnisse der schriftlichen Prüfung folgenden Schultag schriftlich gegenüber der durch das Kollegium beauftragten Person benennen.
(3) In zwei mündlichen Prüfungsfächern wird auf eine Prüfung verzichtet, wenn eine Vertreterin oder ein Vertreter der oberen Schulaufsichtsbehörde bei einem Unterrichtsbesuch im zweiten Schulhalbjahr der Jahrgangsstufe 13 zu der Überzeugung gelangt, dass der Unterricht den geforderten Leistungsstand erreicht und die Leistungsbewertung gymnasialen Anforderungen entspricht. Trifft dies zu, wird in diesen Hospitationsfächern die Leistungsbeurteilung der Fachlehrkraft übernommen, falls die Schülerin oder der Schüler keine mündliche Prüfung verlangt. In diesem Fall ist allein die Prüfungsleistung zu berücksichtigen. An Schulen, die bereits wiederholt die Prüfung durchgeführt haben, ist die Überprüfung nach Satz 1 nicht in jedem Schuljahr erforderlich.
(1) Prüfungsfächer können Deutsch, Englisch, Französisch, Latein, Griechisch, Russisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, evangelische und katholische Religionslehre, Ethik, Geographie, Geschichte, Gemeinschaftskunde, Wirtschaft, Mathematik, die Naturwissenschaften (Physik, Chemie, Biologie), Sport, Musik und Bildende Kunst sein. Das Kultusministerium kann weitere Fächer zulassen.
(2) Aus den möglichen Prüfungsfächern wählen die Schülerinnen und Schüler die jeweils vier schriftlichen und mündlichen Prüfungsfächer. Für die Wahl gelten folgende Bestimmungen:
eine zu wählende Fremdsprache,
nach Wahl eine weitere Fremdsprache, Geschichte, Geographie, Gemeinschaftskunde, Wirtschaft, eine Naturwissenschaft, Musik, Sport oder Bildende Kunst, wobei die Wahl einer weiteren Fremdsprache im Einzelfall aus Gründen der Prüfungsorganisation ausgeschlossen sein kann;
unter den schriftlichen Prüfungsfächern und den mündlichen Prüfungsfächern, die keine Hospitationsfächer sind, müssen zwei Fremdsprachen und eines der Fächer Geschichte, Geographie, Gemeinschaftskunde oder Wirtschaft sein;
unter den schriftlichen oder mündlichen Prüfungsfächern muss sich eine Naturwissenschaft befinden.
(3) Eine besondere Lernleistung ist nach Wahl im Rahmen des Unterrichtsangebots möglich. § 15 Absatz 1 bis 3 AGVO findet mit der Maßgabe Anwendung, dass die durch das Kollegium beauftragte Person an die Stelle der Schulleitung tritt.
(4) Für die schriftliche Prüfung in den modernen Fremdsprachen gilt § 24 Absatz 2 und 3 AGVO in der jeweils geltenden Fassung mit der Maßgabe, dass die Gewichtung der beiden Teile der Prüfung nach Anlage 1 erfolgt und die Kommunikationsprüfung im zweiten Schulhalbjahr der Jahrgangsstufe 13 von der Fachlehrkraft der Schülerin oder des Schülers und einer weiteren von der durch das Kollegium beauftragten Person bestimmten Fachlehrkraft abgenommen wird.
Für die Prüfung gelten im Übrigen § 6 Absatz 1, § 18 Satz 4, § 19 Absatz 2 und 3, §§ 20, 23, 24, 26 Absatz 3 bis 9, §§ 29 und 30 AGVO entsprechend mit folgenden Maßgaben:
§ 20 Absatz 1 Satz 3 AGVO findet auch auf sämtliche Mitglieder des Prüfungsausschusses Anwendung;
§ 20 Absatz 3 Satz 2 AGVO findet keine Anwendung; das leitende Mitglied eines Fachausschusses muss, die übrigen Mitglieder sollen die beiden Staatsprüfungen für das gymnasiale Lehramt abgelegt haben oder über eine entsprechende Lehrbefähigung verfügen und die Lehrbefähigung für die gymnasiale Oberstufe und für das betreffende Fach besitzen;
die Leiterin oder der Leiter der schriftlichen Prüfung und das stellvertretend vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses werden von der oberen Schulaufsichtsbehörde bestimmt; die obere Schulaufsichtsbehörde kann damit die durch das Kollegium beauftragte Person betrauen.
(1) Im Anschluss an die mündliche Prüfung ermittelt das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses das Ergebnis der Abiturprüfung (Gesamtqualifikation) und stellt fest, wer die Mindestqualifikation erreicht hat. Ferner ermittelt sie oder er die Gesamtnote nach der als Anlage 3 beigefügten Tabelle.
unverzüglich nach der mündlichen Prüfung entscheidet die Schülerin oder der Schüler, ob sie oder er die besondere Lernleistung in die Gesamtqualifikation einbringt; in der besonderen Lernleistung sind höchstens 15 Punkte in vierfacher Wertung erreichbar; die Berücksichtigung der besonderen Lernleistung im Rahmen der Gesamtqualifikation hat zur Folge, dass sich der Multiplikationsfaktor nach Nummer 1 von 11 auf 10 oder im Falle einer zusätzlichen mündlichen Prüfung von 5,5 auf 5 verringert.
in den Fächern der schriftlichen Prüfung kein Fach mit 0 Punkten abgeschlossen wurde, in mindestens zwei Prüfungsfächern jeweils mindestens 5 Punkte ohne Rundung in einfacher Wertung und insgesamt mindestens 220 Punkte erreicht wurden, wobei das Ergebnis der besonderen Lernleistung entsprechend Absatz 2 Satz 2 Nummer 3 berücksichtigt werden kann, und
in den Fächern der mündlichen Prüfung kein Fach mit 0 Punkten abgeschlossen wurde, in mindestens zwei Fächern, darunter einem Fach, das kein Hospitationsfach ist, jeweils mindestens 5 Punkte in einfacher Wertung und insgesamt mindestens 80 Punkte erreicht wurden.
(4) Wer die Mindestqualifikation erreicht hat, erhält die allgemeine Hochschulreife zuerkannt und hierüber ein Zeugnis. Wem die allgemeine Hochschulreife nicht zuerkannt wurde, kann nach Wiederholung der Jahrgangsstufe 13 die Abiturprüfung einmal wiederholen.
(5) Über die Feststellung ist ein Protokoll zu fertigen, das vom vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses und dem Mitglied, von dem das Protokoll angefertigt wurde, zu unterschreiben ist.
(2) Für Schülerinnen und Schüler, die der oberen Schulaufsichtsbehörde bis zum 15. Oktober 2019 für eine voraussichtliche Teilnahme an der Prüfung gemeldet werden, gilt die Verordnung über die Abiturprüfung für Schüler an Freien Waldorfschulen vom 28. April 2011 (GBl. S. 209), die zuletzt durch Artikel 5 der Verordnung vom 9. April 2018 (GBl. S. 155, 156) geändert worden ist, in der am 31. Juli 2018 geltenden Fassung, bis zum Abschluss der Abiturprüfung im Schuljahr 2019/2020 fort. § 7 Absatz 4 bleibt unberührt.
Die Ergebnisse des schriftlichen Teils der Prüfung, multipliziert mit zwei, und der Kommunikationsprüfung werden addiert und die Summe wird durch drei dividiert.
Der ermittelte Quotient wird nach Maßgabe von § 7 Absatz 2 Satz 2 Nummer 1 und 3 mit dem jeweiligen Multiplikationsfaktor multipliziert; er wird bei Bruchteilen von Punkten vor der Multiplikation auf eine volle Punktzahl gerundet.
schriftliches Fach (Anforderungen eines Kurses in einem Leistungsfach)
mündliches Fach (Anforderungen eines Kurses in einem Basisfach)
mündliches Fach (Anforderungen eines Kurses in einem Basisfach)2
mit besonderer Lernleistung: