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Timestamp: 2016-10-23 03:24:26
Document Index: 172497372

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 128', 'Art. 97', 'Art. 97', 'Art. 5', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 5', 'Art. 61', 'Art. 96', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 68', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 36', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 36', 'Art. 36', 'in fine', 'Art. 134', 'Art. 159', 'Art. 135']

U 287/02 (18.02.2003)
U 287/02
Pr�sident Borella, Bundesrichter Lustenberger und nebenamtlicher Richter B�hler; Gerichtsschreiberin Fleischanderl
S.________, 1950, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Rolf Vogler, Seefeldstrasse 9a,
8630 R�ti,
Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft, General Guisan-Strasse 40, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Guy Reich, M�nchhaldenstrasse 24, 8008 Z�rich
Die 1950 geborene S.________ war seit 1987 bei der Firma O.________ AG als Buchhalterin angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: "Winterthur") gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen obligatorisch versichert. Am 29. Dezember 1998 stolperte sie beim Aussteigen aus dem Bus und st�rzte. Wegen heftigen Lumbalschmerzen konsultierte sie gleichentags ihre Haus�rztin Frau Dr. med. G.________, welche eine Kontusion der Lendenwirbels�ule (LWS) diagnostizierte, eine konservative Behandlung einleitete sowie eine r�ntgenologische Untersuchung der LWS veranlasste, die eine Discopathie L5/S1, angedeutet auch L4/L5, bei ung�nstiger Wirbels�ulenstatik ergab. Die "Winterthur" anerkannte ihre Leistungspflicht, verg�tete die Kosten der Heilbehandlung und richtete Taggelder aus. In der Folge holte sie ein Gutachten des Dr. med. C.________, Spezialarzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, vom 12. Mai 1999 sowie ein Erg�nzungsgutachten vom 16. Februar 2000 ein und zog Berichte der Orthop�dischen Klinik X.________ vom 8. und 25. Juni 1999 sowie 15. und 21. September 1999, des Neuroradiologen PD Dr. med. W.________ vom 24. September 1999, der die Versicherte ab September 1999 behandelnden Haus�rztin Frau Dr. med. P.________, Allgemeine Medizin FMH, vom 29. Oktober 1999, der Neurologischen Poliklinik des Spitals Y.________ vom 11. November 1999, 3. Februar und 19. Juli 2000, des Orthop�den Dr. med. E.________, Abteilung Wirbels�ulenchirurgie der Klinik Z.________, vom 15. Oktober 1999 sowie des Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH f�r Otorhinolaryngologie, Hals- und Gesichtschirurgie, vom 17. M�rz 2000 bei. Ausserdem liess sie S.________ durch ihren Schadeninspektor zu ihren pers�nlichen, beruflichen und gesundheitlichen Verh�ltnissen befragen (Bericht vom 17. Dezember 1999). Gest�tzt darauf stellte die Direktion Z�rich der "Winterthur" mit Verf�gung vom 25. August 2000 ihre Leistungen r�ckwirkend ab 1. Januar 2000 ein. Die dagegen erhobene Einsprache hiess die Generaldirektion der "Winterthur" mit Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2001 in dem Sinne teilweise gut, dass sie die angefochtene Verf�gung aufhob und die Sache hinsichtlich der "R�ckenproblematik (LWS)" an die Direktion Z�rich zum Erlass einer neuen Verf�gung nach erg�nzender Sachverhaltsabkl�rung zur�ckwies; ausserdem stellte sie fest, dass die Versicherte beim Unfall vom 29. Dezember 1998 keinen "Kopfanprall mit entsprechenden Folgen" erlitten habe. Zur Begr�ndung wurde im Wesentlichen angef�hrt, bei der Einholung des Gutachtens des Dr. med. C.________ vom 12. Mai 1999 sowie des Erg�nzungsgutachtens vom 16. Februar 2000) seien die Geh�rs- und Mitwirkungsrechte der Versicherten verletzt worden, was einen nicht heilbaren Verfahrensmangel darstelle. Der die "R�ckenproblematik (LWS)" betreffende Sachverhalt sei daher durch Einholung eines neuen Gutachtens unter Wahrung der Mitwirkungsrechte der Versicherten erneut abzukl�ren. Hingegen seien weder erg�nzende neurologische noch neuropsychologische Abkl�rungen durchzuf�hren, weil beim Unfall vom 29. Dezember 1998 kein Kopfanprall stattgefunden und die Versicherte weder eine commotio cerebri noch ein Sch�del-Hirn-Trauma noch ein Distorsionstrauma der Halswirbels�ule (HWS) erlitten habe.
Die hiegegen erhobene Beschwerde, mit welcher S.________ beantragen liess, der Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2001 sei hinsichtlich der Beschr�nkung der R�ckweisung auf die "R�ckenproblematik (LSW)" insoweit aufzuheben, als festgestellt worden sei, sie habe beim Unfall vom 29. Dezember 1998 keinen "Kopfanprall mit entsprechenden Folgen" erlitten. Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies die Beschwerde mit Entscheid vom 27. August 2002 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst S.________ ihr vorinstanzliches Rechtsbegehren erneuern.
Die "Winterthur" beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Die als Mitinteressierte beigeladene Krankenkasse Q.________ und das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichten auf eine Vernehmlassung.
1.1 Nach st�ndiger Rechtsprechung pr�ft das Eidgen�ssische Versicherungsgericht von Amtes wegen die formellen G�ltigkeitserfordernisse des Verfahrens, insbesondere auch die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht auf eine Beschwerde oder Klage eingetreten ist. Hat die Vorinstanz �bersehen, dass es an einer Prozessvoraussetzung fehlt, und hat sie materiell dennoch entschieden, ist dies im Rechtsmittelverfahren von Amtes wegen zu ber�cksichtigen mit der Folge, dass der angefochtene Entscheid aufzuheben ist (BGE 123 V 283 Erw. 1, 122 V 322 Erw. 1 und 373 Erw. 1, je mit Hinweisen; RKUV 1998 KV Nr. 37 S. 315 Erw. 2).
1.2 Gem�ss Art. 128 OG beurteilt das Eidgen�ssische Versicherungsgericht letztinstanzlich Verwaltungsgerichtsbeschwerden gegen Verf�gungen im Sinne von Art. 97, 98 lit. b-h und 98a OG auf dem Gebiet der Sozialversicherung. Hinsichtlich des Begriffs der mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbaren Verf�gungen verweist Art. 97 OG auf Art. 5 VwVG. Nach Art. 5 Abs. 1 VwVG gelten als Verf�gungen Anordnungen der Beh�rden im Einzelfall, die sich auf �ffentliches Recht des Bundes st�tzen (oder richtigerweise h�tten st�tzen sollen; BGE 116 Ia 266 Erw. 2a) und zum Gegenstand haben: Begr�ndung, �nderung oder Aufhebung von Rechten oder Pflichten, Feststellung des Bestehens, Nichtbestehens oder Umfanges von Rechten oder Pflichten, Abweisung von Begehren auf Begr�ndung, �nderung, Aufhebung oder Feststellung von Rechten oder Pflichten, oder Nichteintreten auf solche Begehren (BGE 124 V 20 Erw. 1, 123 V 296 Erw. 3a, je mit Hinweisen).
Im System der nachtr�glichen Verwaltungsrechtspflege bildet demgem�ss der vorausgehende Erlass einer Verf�gung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 VwVG oder eines der Verf�gung gleichgestellten Einspracheentscheides (Art. 5 Abs. 2 VwVG) eine unabdingbare Sachurteilsvoraussetzung des nachfolgenden Verwaltungs- oder Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahrens, ohne die auf ein Rechtsmittel nicht eingetreten werden darf (Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 73 Ziff. 2.2. und S. 127). Fehlt es an einer Verf�gung oder einem Einspracheentscheid, welcher die Begriffsmerkmale von Art. 5 Abs. 1 VwVG erf�llt, und ist die Vorinstanz auf eine Beschwerde gleichwohl eingetreten, ist demgem�ss auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht einzutreten und der angefochtene Entscheid der Vorinstanz sowie der von ihr zu Unrecht materiell beurteilte Verwaltungsakt von Amtes wegen aufzuheben.
1.3 Gegenstand von Feststellungsverf�gungen im Sinne von Art. 5 Abs. 1 VwVG k�nnen - gleich wie von Gestaltungs- und Leistungsverf�gungen - nur individuelle und konkrete Rechte und Pflichten, d.h. Rechtsfolgen sein. Auch mit Feststellungsverf�gungen k�nnen stets nur Rechtsfragen gekl�rt, nicht aber Tatsachenfeststellungen getroffen werden (Gygi, a.a.O., S. 144 Ziff. 10; K�lz/H�ner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Z�rich 1998, Rz 209). Ob - als Ergebnis der Beweisw�rdigung - eine Tatsache oder ein Tatsachenkomplex rechtsgen�glich nachgewiesen ist oder nicht, kann daher ebenfalls nicht Gegenstand einer Feststellungsverf�gung sein.
1.4 Im Dispositiv des Einspracheentscheides vom 1. Oktober 2001 hat die "Winterthur" u.a. festgestellt, es sei nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit "erstellt", dass die Versicherte beim Unfallereignis vom 29. Dezember 1998 "einen Kopfanprall mit entsprechenden Folgen" erlitten habe. Diese Feststellung beinhaltet zwei negative Tatsachenfeststellungen (fehlender Kopfanprall und fehlende gesundheitliche Folgen eines Kopfanpralles) sowie die entsprechende Beweisw�rdigung. Weder das eine noch das andere kann nach dem Gesagten Gegenstand einer rechtsverbindlichen Feststellungsverf�gung bilden, weshalb insoweit beh�rdliche Feststellungen ohne Verf�gungscharakter vorliegen. Der Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2001 wie auch der kantonale Entscheid sind somit diesbez�glich bereits von Amtes wegen aufzuheben. Auf die entsprechenden Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist folglich nicht einzugehen.
2.1 Anfechtungsgegenstand der Verf�gung vom 25. August 2000 bildete das Dahinfallen der gesetzlichen Leistungsanspr�che r�ckwirkend ab 1. Januar 2000. Mit Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2001 hat die "Winterthur" ihre Verf�gung aufgehoben und die Streitsache zur Neubeurteilung nach erg�nzender Sachverhaltsabkl�rung versicherungsintern an den Schaden- und Rechtsdienst der Direktion Z�rich zur�ckgewiesen. Dies mit der Weisung, Neubeurteilung und erg�nzende Sachverhaltsabkl�rung auf die "R�ckenproblematik (LWS)" zu beschr�nken.
2.2 F�r das bundesrechtlich geregelte, verwaltungsinterne Beschwerdeverfahren ist in Art. 61 Abs. 1 VwVG ausdr�cklich statuiert, dass die Beschwerdeinstanz statt eine Beschwerde gutzuheissen oder abzuweisen "ausnahmsweise" die Streitsache "mit verbindlichen Weisungen" an die Vorinstanz zur�ckweisen kann. Es ist kein sachlicher Grund ersichtlich, welcher einer analogen Anwendung dieser Art der Rechtsmittelerledigung im Einspracheverfahren der nicht dem VwVG unterstellten (vgl. Art. 96 UVG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 lit. e und Art. 3 lit. a VwVG), zur Durchf�hrung der obligatorischen Unfallversicherung zugelassenen Versicherer im Sinne von Art. 68 Abs. 1 UVG entgegenst�nde. Im Gegenteil, eine R�ckweisung an die innerhalb der Unternehmensorganisation des Unfallversicherers mit der Abkl�rung der Versicherungsf�lle und dem Verf�gungserlass betraute Dienststelle ist bei einer Verfahrenslage, wie sie hier gegeben ist, zwingend. Die mit der Einsprachebeurteilung befasste Generaldirektion der "Winterthur" hat festgestellt, dass bei der Einholung des entscheidwesentlichen Gutachtens des orthop�dischen Spezialarztes Dr. med. C.________ vom 12. Mai 1999 (samt Erg�nzungsgutachten vom 16. Februar 2000) das Mitwirkungs- und Geh�rsrecht der Versicherten in unheilbarer Weise verletzt worden sind. Dieser Verfahrensmangel kann nur durch Wiederholung der mangelhaften Verfahrensschritte behoben werden, was eine versicherungsinterne R�ckweisung der Streitsache unabdingbar macht.
2.3 Formellrechtliche Rechtsfolge eines R�ckweisungsentscheides im Einspracheverfahren gem�ss Art. 105 UVG ist, dass dieser gleich wie ein Einspracheentscheid mit materieller Beurteilung des Anfechtungsgegenstandes selbstst�ndig anfechtbar ist. Streitgegenstand im nachfolgenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren bildet einerseits die Zul�ssigkeit der R�ckweisung als solche und anderseits die Verbindlichkeit der mit dem R�ckweisungsentscheid verbundenen Weisungen (K�lz/H�ner, a.a.O., S. 246 Rz 695). Hingegen werden dadurch die von der R�ckweisung nicht betroffenen Teilelemente des verf�gungsweise festgelegten Rechtsverh�ltnisses (Anfechtungsgegenstand) nicht rechtskr�ftig entschieden. Nach Erlass der neuen Verf�gung k�nnen auf dem Rechtsmittelweg vielmehr erneut alle Teilaspekte des streitigen Rechtsverh�ltnisses angefochten werden (BGE 125 V 414 f. Erw. 1b mit Hinweisen).
Im vorliegenden Fall bestreitet die Beschwerdef�hrerin die formellrechtliche Zul�ssigkeit des R�ckweisungsentscheides vom 1. Oktober 2001 an sich nicht, sondern nur die Rechtm�ssigkeit der damit verbundenen Weisung, die Neubeurteilung und erg�nzende Sachverhaltsabkl�rung auf die "R�ckenproblematik (LWS)" zu beschr�nken. Dieses Teilelement des Anfechtungsgegenstandes bildet den im letztinstanzlichen Verfahren materiell zu beurteilenden Streitgegenstand.
Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche Bestimmungen im Unfallversicherungsbereich ge�ndert worden. Weil in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1), und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grunds�tzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheides (hier: 1. Oktober 2001) eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 121 V 366 Erw. 1b), sind im vorliegenden Fall die bis zum 31. Dezember 2002 geltenden Bestimmungen anwendbar.
4.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gem�ss UVG setzt zun�chst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des nat�rlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umst�nde, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher St�rungen ist; es gen�gt, dass das sch�digende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die k�rperliche oder geistige Integrit�t der versicherten Person beeintr�chtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche St�rung entfiele (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen).
4.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als ad�quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuf�hren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als beg�nstigt erscheint (BGE 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen).
Bei k�rperlichen Gesundheitssch�den spielt die Ad�quanz als rechtliche Beschr�nkung der aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, weil die Unfallversicherung auch f�r seltenste, schwerwiegendste Komplikationen haftet, welche nach der unfallmedizinischen Erfahrung im Allgemeinen gerade nicht einzutreten pflegen (BGE 118 V 291 f. Erw. 3a mit Hinweis).
4.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder �berhaupt erst manifest, entf�llt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die nat�rliche und ad�quate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht (Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 474). Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsm�ssigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall fr�her oder sp�ter eingestellt h�tte (status quo sine), erreicht ist (Morger, Zusammentreffen verschiedener Schadensursachen [Art. 36 UVG], in: Versicherungskurier 42/1987 S. 133). Ebenso wie der leistungsbegr�ndende nat�rliche Kausalzusammenhang (BGE 117 V 360 Erw. 4a und 376 Erw. 3a je mit Hinweisen) muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse M�glichkeit nunmehr g�nzlich fehlender urs�chlicher Auswirkungen des Unfalles gen�gt nicht (BGE 117 V 360 Erw. 4a und 376 Erw. 3a, 115 V 42 Erw. 8b mit Hinweisen). Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegr�ndender nat�rlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76 Erw. 4b).
4.4 Gem�ss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenverg�tungen sowie die Taggelder und Hilflosenentsch�digungen nicht gek�rzt, wenn die Gesundheitssch�digung nur teilweise Folge eines Unfalles ist. Diese Bestimmung beinhaltet eine Durchbrechung des Kausalit�tsprinzips f�r F�lle, in denen ein Gesundheitsschaden durch das Zusammenwirken konkurrierender, teils unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen bewirkt worden ist (Botschaft des Bundesrates zum UVG vom 18. August 1976, BBl 1976 III 175 und 197). Ihre Anwendung setzt indes voraus, dass der Unfall und die unfallfremden Ursachen einen bestimmten Gesundheitsschaden gemeinsam verursacht haben. Haben demgegen�ber teils unfallbedingte, teils unfallfremde Einwirkungen einander nicht beeinflussende Sch�den verursacht - so etwa, wenn der Unfall und ein nicht versichertes Ereignis verschiedene K�rperteile betreffen, sodass sich die Krankheitsbilder nicht �berschneiden, kommt die Anwendung von Art. 36 Abs. 1 UVG nicht in Frage. In diesem Fall sind die Folgen des versicherten Unfalles f�r sich allein zu bewerten (BGE 113 V 58 mit Hinweisen). F�r den Unfallversicherer besteht deshalb auch gest�tzt auf Art. 36 Abs. 1 UVG keine Leistungspflicht f�r vorbestandene oder nach dem Unfall aufgetretene Krankheiten, auf die der Unfall keinerlei Einfluss auszu�ben vermocht hat (Urteil S. vom 22. Oktober 2002, U 227/01).
5.1 Die Beschwerdef�hrerin erlitt beim Unfall vom 29. Dezember 1998 eine Kontusion/Distorsion der LWS und klagte in der Folge �ber massive, permanente R�ckenschmerzen vor allem in der Kreuzgegend und mit gelegentlichen Schmerzausstrahlungen in beide Beine dorsal bis zu den Knien. Im Zuge der von ihrer damaligen Haus�rztin Frau Dr. med. P.________ veranlassten computertomografischen Untersuchung des Sch�dels machte sie erstmals am 24. September 1999 geltend, sie leide seit dem Unfallereignis an rezidivierenden Kopfschmerzen, insbesondere rechtsseitig, sowie an Schwindelanf�llen mit starker Nausea (�belkeit). Bei der Untersuchung in der Neurologischen Poliklinik des Spitals Y.________ vom 9. November 1999 gab die Beschwerdef�hrerin anamnestisch zus�tzlich an, sie habe beim Sturz vom 29. Dezember 1998 mehrere Prellmarken lumbal sowie frontal links erlitten und sei danach w�hrend zehn Minuten bewusstlos gewesen. Die seither intermittierend auftretenden Kopfschmerzen lokalisierte sie nun im Bereich des Nackens beidseits, wobei diese selten auch mit Erbrechen verbunden seien. Ausserdem leide sie an Phono- und Photophobie, "Verschwommensehen", brennenden Augen, Konzentrationsschwierigkeiten und "Abnahme des Ged�chtnisses". Im M�rz 2000 wurden diese anamnestischen Angaben gegen�ber Dr. med. M.________ dahingehend ge�ndert und erg�nzt, dass der Sturz vom 29. Dezember 1998 auch zu einer anterograden Amnesie von etwa einer halben Stunde und zus�tzlich zu einer retrograden Amnesie von einigen Minuten gef�hrt habe. Die dabei am Kopf erlittenen Sch�rfungen und Prellungen siedelte die Beschwerdef�hrerin nunmehr "rechts hochfrontal" an. Die Schwindelanf�lle seien als "Schwank- bzw. kurzer Drehschwindel" bereits einen Tag nach dem Unfall aufgetreten und auch beim Umdrehen im Bett erfolge ein "sekundenlanger" Schwindel. In Kaufh�usern und "in der Menge" leide sie �berdies unter Gangunsicherheit und Desorientierungsgef�hl. Ausser der Phono- und Photophobie trete intermittierend auch ein Tinnitus in Form eines Rauschens links auf. Bei der Untersuchung vom 21. Juli 2000 in der Schmerzsprechstunde der Neurologischen Klinik des Spitals Y.________ hat die Beschwerdef�hrerin die Anamnese schliesslich dahingehend erg�nzt, dass auch die dumpfen Schmerzen im Bereich des Nackens, der Schultern und des Hinterkopfes bereits am Tag nach dem Unfall aufgetreten und von Lichtempfindlichkeit begleitet gewesen seien. Ab der zweiten Woche nach dem Unfall habe sie - mehr links als rechts - ein "Gef�hl wie Ameisenlaufen" auf der Innenseite der Ober- und Unterarme "zu den Fingern ziehend" und begleitet von Kraftlosigkeit versp�rt. Aktuell best�nden diese Beschwerden etwa einmal pro Woche w�hrend einer halben Stunde zusammen mit starken Kopfschmerzen und Schwindelattacken. Den Tinnitus im linken Ohr beschrieb die Beschwerdef�hrerin nun als "tiefer, brummender und pfeifender Ton". Die Schmerzausstrahlungen in beide Beine h�tten sich im Laufe des Jahres 1999 von den Oberschenkelunterseiten in die Waden bis zu den Fusssohlen (mehr links als rechts) ausgedehnt; sie tr�ten bis zu viermal t�glich w�hrend einer halben Stunde auf. Seit Februar 2000 leide sie zudem ca. einmal pro Woche an Bewusstseinsverlust mit kurzer retrograder Amnesie von jeweils etwa einer Minute. Seit Januar 2000 m�sse sie fast nach jedem Essen erbrechen.
Diese Beschwerdebilder und alle gest�tzt darauf von Dr. med. M.________ und den �rzten der Neurologischen Poliklinik des Spitals Y.________ gestellten Diagnosen lassen sich, soweit sie die Kopf-, Hals-, Schulter- und Nackenregion betreffen, klar von der beim Unfall vom 29. Dezember 1998 erlittenen Kontusion/Distorsion im Bereich der LWS abgrenzen. Sie begr�nden somit keine Durchbrechung des Kausalit�tsprinzips im Sinne von Art. 36 Abs. 1 UVG (vgl. Erw. 4.4 hievor). Demgem�ss hat die "Winterthur" f�r alle im Bereich des Kopfes, der HWS, des Nackens und der Schultern lokalisierten oder von diesen K�rperteilen ausgehenden Beschwerden nur einzustehen, sofern es sich dabei um nat�rlich kausale Unfallfolgen handelt.
5.2 Es f�llt auf, dass die Beschwerdef�hrerin erstmals am 24. September 1999, also rund neun Monate nach dem Unfall, �ber Kopfschmerzen und Schwindelanf�lle klagte und den Beginn dieser Beschwerden in der Folge pr�zis auf den Tag nach dem Unfall zur�ckdatierte. Dass sie beim Unfall Prellungen oder Sch�rfungen am Kopf sowie eine anterograde Amnesie erlitten habe, gab die Beschwerdef�hrerin sodann erstmalig bei der Untersuchung vom 9. November 1999 an. In der Folge wechselte die Lokalisierung der Prellungen (und Sch�rfungen) von frontal links nach frontal rechts, die anterograde Amnesie wurde von zehn Minuten auf ca. eine halbe Stunde ausgedehnt und es kam eine retrograde Amnesie hinzu. Gegen�ber Dr. med. M.________ beklagte die Beschwerdef�hrerin im M�rz 2000 schliesslich zum ersten Mal einen Tinnitus links. Im Juli 2000 gab sie den �rzten der Neurologischen Poliklinik des Spitals Y.________ zus�tzlich noch Synkopen (Bewusstseinsverluste) und Erbrechen nach fast jeder Mahlzeit an. Diese beiden Beschwerdebilder hatte die Beschwerdef�hrerin gegen�ber Dr. med. M.________ noch nicht erw�hnt, obschon sie als deren Beginn Januar bzw. Februar 2000 angab.
Weder die die Beschwerdef�hrerin am Unfalltag behandelnde Haus�rztin noch Dr. med. B.________, Spezialarzt f�r Radiologie FMH, der die Versicherte am 4. Januar 1999 untersuchte, haben Sch�rfungen oder Prellungen am Kopf frontal oder eine retro- bzw. anterograde Amnesie festgestellt. Ebenso wenig hat die Beschwerdef�hrerin in den ersten neun Monaten nach dem Unfall je �ber Kopfschmerzen und Schwindelattacken geklagt. Dasselbe gilt f�r die Seh-, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen, welche am 9. November 1999, also 10 � Monate nach dem Unfall erw�hnt wurden. Der Tinnitus im linken Ohr wurde erstmalig 1 � Jahre, die Synkopen und die neurologischen St�rungen in beiden Armen sogar erst mehr als 1 � Jahre nach dem Unfall vorgebracht. Allein diese langen Latenzzeiten bis zur anamnestischen Erfassung aller in der Sch�del-, Hals-, Nacken- und Schulterregion lokalisierten oder von dort ausgehenden Beschwerden sind ein gewichtiges Indiz f�r ihre fehlende Unfallkausalit�t. Hinzu kommt, dass keiner der die Beschwerdef�hrerin unmittelbar nach dem Unfall behandelnden �rzte je einen objektiven k�rperlichen Befund erhoben hat, der einem dieser Beschwerdebilder urs�chlich zugeordnet werden k�nnte. Insgesamt kommt man um den Eindruck nicht herum, die Beschwerdef�hrerin habe ab September 1999 ein immer bunteres und ausgedehnteres, die Sch�del- und Nackenregion betreffendes Beschwerdebild zielgerichtet so dargestellt, dass daraus auf das Vorliegen von Folgen eines Schleudertraumas der HWS oder eines �hnlichen Verletzungsmechanismus geschlossen werden konnte. Dr. med. M.________ und die �rzte der Neurologischen Poliklinik des Spitals Y.________ haben denn auch eine "commotio cerebri et labyrinthi" und ein "HWS-Hyperextensionstrauma" bzw. ein "leichtes Sch�del-Hirn-Trauma" sowie ein "HWS-Distorsionstrauma" diagnostiziert. Im vorliegenden Fall fehlt es aber sowohl an unmittelbar nach dem Unfall erhobenen Befunden als auch an einem nachgewiesenen Unfallgeschehen, das eine solche Diagnose erlauben w�rde. Somit ist auch die Unfallkausalit�t des dazu passenden, von der Beschwerdef�hrerin beklagten bunten, in der Kopf-, Nacken-, Hals- und Schulterregion angesiedelten oder von dort seinen Ausgang nehmenden Beschwerdebildes zu verneinen.
5.3 Die mit der R�ckweisung der Streitsache im Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2001 verbundene Weisung, die erg�nzende Sachverhaltsabkl�rung und die Neubeurteilung auf die "R�ckenproblematik (LWS)" zu beschr�nken, beinhaltet eine Haftungsbeschr�nkung zufolge fehlender Unfallkausalit�t f�r alle von der Beschwerdef�hrerin geklagten, nicht die "R�ckenproblematik (LWS)" betreffenden gesundheitlichen St�rungen. Diese Beschr�nkung der Haftung auf die von der Beschwerdef�hrerin unmittelbar nach dem Unfall im Bereich der LWS lokalisierten und von dort ausgehenden Beschwerden beruht nach dem Gesagten auf einer rechtskonformen Beweisw�rdigung des f�r die Frage, welche der von der Beschwerdef�hrerin nach dem Unfall vom 29. Dezember 1998 beklagten Gesundheitsst�rungen nat�rlich kausale Unfallfolgen sind und welche nicht, rechtserheblichen medizinischen Sachverhaltes. Sie steht �berdies in Einklang mit der Regelung der Konkurrenz unfallbedingter und unfallfremder Ursachen eines Gesundheitsschadens in Art. 36 Abs. 1 UVG (vgl. Erw. 4.4 und 5.1 in fine hievor). Da bei der Beschwerdef�hrerin als Vorzustand eine Diskopathie L5/S1 und L4/L5 bei ung�nstiger Wirbels�ulenstatik r�ntgenologisch ausgewiesen ist, wird im Rahmen der von der "Winterthur" im Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2001 angeordneten Neubeurteilung der nat�rlichen Unfallkausalit�t richtigerweise lediglich die Frage zu kl�ren sein, ob und bis zu welchem Zeitpunkt der beim Sturz vom 29. Dezember 1998 erlittenen Kontusion/Distorsion der LWS kausale Bedeutung f�r den Verlauf des vorbestandenen R�ckenleidens zukam und der status quo ante oder quo sine im Bereich der LWS wieder erreicht war.
Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Der bei diesem Prozessausgang teilweise obsiegenden Beschwerdef�hrerin steht eine reduzierte Parteientsch�digung zu (Art. 159 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 135 OG).
In teilweiser Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 27. August 2002 und der Einspracheentscheid der Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft vom 1. Oktober 2001 insoweit aufgehoben, als damit festgestellt worden ist, dass die Beschwerdef�hrerin beim Unfall vom 29. Dezember 1998 mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit keinen "Kopfanprall mit entsprechenden Folgen" erlitten hat. Im �brigen wird die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abgewiesen.
Die Winterthur Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft hat der Beschwerdef�hrerin f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich, dem Bundesamt f�r Sozialversicherung und der Krankenkasse Q.________ zugestellt.