Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BauR%201995,%20540
Timestamp: 2020-04-02 10:50:35
Document Index: 379168450

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 633', '§ 13', '§ 633', 'BGH', 'BGH', '§ 633', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.02.1995 - VII ZR 235/93 - dejure.org
https://dejure.org/1995,934
BGH, 23.02.1995 - VII ZR 235/93 (https://dejure.org/1995,934)
BGH, Entscheidung vom 23.02.1995 - VII ZR 235/93 (https://dejure.org/1995,934)
BGH, Entscheidung vom 23. Februar 1995 - VII ZR 235/93 (https://dejure.org/1995,934)
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Nachbesserung - Baukostensteigerung
BGB § 633 Abs. 2 S. 2; VOB/B § 13 A Nr. 6
Minderung: Bewertung des Nachbesserungsaufwandes
Wann ist Nachbesserungsaufwand unverhältnismäßig? (IBR 1995, 328)
NJW 1995, 1836
MDR 1995, 796
VersR 1995, 920
WM 1995, 1286
BB 1995, 1107
BauR 1995, 540
ZfBR 1995, 197
Auch zu § 633 II BGB a.F. vertritt der BGH die Auffassung, dass für die Bewertung des zur Nachbesserung erforderlichen Aufwands auf den Zeitpunkt abzustellen ist, In dem die vertragsgemäße Erfüllung geschuldet war; eine Erhöhung des Aufwands aufgrund späteren Baukostensteigerungen war daher nicht zu berücksichtigen ( BGH , Urt . v. 23.03.1995 - VII ZR 235/93, juris Rn . 12).
Auch zu § 633 II BGB a.F. vertritt der BGH die Auffassung, dass für die Bewertung des zur Nachbesserung erforderlichen Aufwands auf den Zeitpunkt abzustellen ist, in dem die vertragsgemäße Erfüllung geschuldet war; eine Erhöhung des Aufwands aufgrund späterer Baukostensteigerungen war daher nicht zu berücksichtigen ( BGH , Urt . v. 23.03.1995 - VII ZR 235/93, juris Rn . 12).
Damit berücksichtigt es nicht hinreichend, dass bei der Abwägung aller Umstände auch ein nicht auf Vorsatz beruhendes grobes Verschulden, nämlich ein grob fahrlässiges Verhalten entscheidend ins Gewicht fallen kann (vgl. BGH, Urteil vom 23. Februar 1995 - VII ZR 235/93, BauR 1995, 540 = ZfBR 1995, 197).
Ohne Bedeutung ist auch das Verhältnis von Nachbesserungsaufwand und den zugehörigen Vertragspreisen, ebensowenig allein das Verhältnis von Nachbesserungsaufwand und der dadurch zu erreichenden Wertsteigerung (BGH, Urteil vom 23. Februar 1995 - VII ZR 235/93 = BauR 1995, 540 = ZfBR 1995, 197 = NJW 1995, 1836).
Vielmehr ist der Einwand der Unverhältnismäßigkeit nur dann gerechtfertigt, wenn das Bestehen auf ordnungsgemäßer Vertragserfüllung sich mit Rücksicht auf das objektive Interesse an ordnungsgemäßer Erfüllung im Verhältnis zu dem dafür erforderlichen Aufwand unter Abwägung aller Umstände als Verstoß gegen Treu und Glauben dar stellt (BGH, Urteil vom 26. Oktober 1972 - VII ZR 181/71 = BGHZ 59, 365, 367 = BauR 1973, 112 = NJW 1973, 138, BGH, Urteil vom 23. Februar 1995 - VII ZR 235/93 = BauR 1995, 540 = ZfBR 1995, 197 = NJW 1995, 1836).
Bei der danach gebotenen Abwägung ist unter anderem auch zu berücksichtigen, ob und in welchem Ausmaß der Unternehmer den Mangel verschuldet hat (BGH Urteil vom 23. Februar 1995 - VII ZR 235/93 = BauR 1995, 540 = ZfBR 1995, 197 = NJW 1995, 1836).
Ohne Bedeutung ist auch das Verhältnis von Nachbesserungsaufwand zum Vertragspreis (Senatsurteil vom 23. Februar 1995 - VII ZR 235/93 = BauR 1995, 540 = ZfBR 1995, 197).
Das Berufungsurteil läßt zudem nicht erkennen, ob die Kosten zum Zeitpunkt der vertragsgemäß geschuldeten Leistung (Senatsurteil vom 23. Februar 1995 - VII ZR 235/93 aaO) zugrunde gelegt werden.
OLG Hamm, 24.03.2003 - 17 U 88/02
Abnahmefähigkeit trotz optischen Mangels
OLG Hamm, 10.02.2005 - 21 U 94/04
Zur Abweichung der Ist- von der Sollbeschaffenheit bei vertraglichen …