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Timestamp: 2016-10-26 02:34:00
Document Index: 170765832

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'Art. 15', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

C 187/00 (08.02.2001)
C 187/00 Vr
Bundesrichter Borella, R�edi und Bundesrichterin Leuzinger; Gerichtsschreiberin Fleischanderl
K.________, 1942, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Eliano Mussato, Am Marktplatz, Rorschach,
Amt f�r Arbeit, Unterstrasse 22, St. Gallen, Beschwerdegegner,
A.- Der 1942 geborene K.________ meldete sich am 21. Dezember 1998 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zum Bezug von Arbeitslosenentsch�digung an. Mit Verf�gung vom 5. Februar 1999 verneinte das Amt f�r Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA; ab 1. Juli 1999: Amt f�r Arbeit, nachfolgend: Afa) St. Gallen seine Vermittlungsf�higkeit und damit die Anspruchsberechtigung ab 16. Dezember 1998.
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen ab (Entscheid vom 10. Mai 2000).
C.- K.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, es seien der angefochtene Entscheid aufzuheben und seine Vermittlungsf�higkeit ab 16. Dezember 1998 zu bejahen.
W�hrend das Afa auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, hat sich das Staatssekretariat f�r Wirtschaft nicht vernehmen lassen.
1.- Das kantonale Gericht hat die f�r die Vermittlungsf�higkeit massgebenden gesetzlichen Bestimmungen (Art. 8 Abs. 1 lit. f und Art. 15 Abs. 1 AVIG) sowie die hierzu ergangene Rechtsprechung (BGE 120 V 388 Erw. 3a; ARV 1992 Nr. 2 S. 75 Erw. 3, 1991 Nr. 3 S. 24 Erw. 2b und 3a; SZS 1999 S. 251 ff.; vgl. auch BGE 125 V 58 Erw. 6a, 123 V 216 Erw. 3; ARV 1993/94 Nr. 8 S. 54 Erw. 1; SVR 2000 AlV Nr. 1 S. 1 Erw. 2a und b) zutreffend dargelegt, worauf verwiesen wird. Zu erg�nzen ist, dass eine versicherte Person, die auf einen bestimmten Termin anderweitig disponiert hat und deshalb f�r eine neue Besch�ftigung nur noch w�hrend relativ kurzer Zeit zur Verf�gung steht, in der Regel als nicht vermittlungsf�hig gilt. In einem solchen Fall sind n�mlich die Aussichten, zwischen dem Verlust der alten und dem Antritt der neuen Stelle von einem andern Arbeitgeber angestellt zu werden, verh�ltnism�ssig gering. Entscheidend f�r die Beurteilung des Einzelfalles ist dabei, ob mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass ein Arbeitgeber die versicherte Person f�r die konkret zur Verf�gung stehende Zeit noch einstellen w�rde (BGE 110 V 208 Erw. 1; ARV 1991 Nr. 3 S. 24 Erw. 2b, 1990 Nr. 14 S. 84 Erw. 2a; SVR 2000 AlV Nr. 1 S. 1 Erw. 2b; noch nicht ver�ffentlichtes Urteil L. vom 7. Dezember 2000, C 338/99; Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, S. 86 Rz 216).
2.- a) Aus den Akten ist ersichtlich, dass eine dem Beschwerdef�hrer am 12. Januar 1999 durch das RAV zugewiesene Anstellung als Mechaniker/Dreher Automaten/Fr�ser nicht zu Stande kam, da dieser - gem�ss schriftlicher Auskunft der X.________ AG vom 18. Januar 1999 - "in sechs Wochen wieder ins Ausland" gehe und aus diesem Grunde keinen Vertrag abschliessen wolle. Die auf Zuweisung des RAV vom 15. Januar 1999 hin kontaktierte Y.________ AG begr�ndete die nicht erfolgte Anstellung des Beschwerdef�hrers als Betriebsmechaniker/Mechaniker mit den Worten, "Herr K.________ geht f�r ca. 2-3 Monate ins Ausland und wird sich nachher wieder bei uns melden" (Meldung vom 21. Januar 1999). Im Weiteren best�tigte der Beschwerdef�hrer gegen�ber einer Mitarbeiterin des RAV, dass er sich vom M�rz (Datum noch nicht definiert) bis Ende Mai 1999 im Ausland aufhalte (Notiz vom 28. Januar 1999). Der Beschwerdef�hrer flog am 26. M�rz 1999 nach Asien.
b) Nach sorgf�ltiger Auseinandersetzung mit der Rechtsprechung des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts ist die Vorinstanz zu Recht zum Schluss gekommen, dass die f�r eine allf�llige Vermittlung zur Verf�gung stehende Zeit von drei Monaten und zehn Tagen (16. Dezember 1998 bis 25. M�rz 1999) im konkreten Fall zu kurz war, um mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen zu k�nnen, der Beschwerdef�hrer w�re von einem Arbeitgeber tempor�r angestellt worden. Erschwerend f�llt hiebei namentlich ins Gewicht, dass einer Arbeitssuche wenige Tage vor den Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen erfahrungsgem�ss wenig Erfolg beschieden sein d�rfte, sodass sich die Vermittlungszeit faktisch zus�tzlich um rund einen halben Monat verk�rzte. Die Annahme, dass die Anstellungschancen des Beschwerdef�hrers unter den gegebenen Umst�nden als gering zu bezeichnen sind, ist insbesondere auch in Ber�cksichtigung des noch nicht ver�ffentlichten Urteils L. vom 7. Dezember 2000, C 338/99, nicht zu beanstanden, wonach die Vermittlungsf�higkeit im Falle eines Finanz- und Anlageberaters f�r eine Dauer von acht Kalenderwochen und drei Arbeitstagen verneint wurde. Wie vom kantonalen Gericht ferner festgestellt, vermag an diesem Ergebnis der Einwand des Beschwerdef�hrers nichts zu �ndern, der Auslandaufenthalt habe letztendlich nur vier Wochen gedauert und h�tte im Rahmen eines Dauerarbeitsverh�ltnisses als Ferien bezogen werden k�nnen, da vor der Abreise stets von einer zwei- bis dreimonatigen Abwesenheit die Rede gewesen war. Ein Arbeitgeber wird in der Regel kaum bereit sein, bei einer neu zu besetzenden Dauerstelle eine zum Vornherein nur f�r k�rzere Zeit zur Verf�gung stehende bzw. bereits wenige Wochen nach Arbeitsbeginn f�r mehrere Monate verreisende Arbeitskraft zu ber�cksichtigen. Ebenfalls nicht stichhaltig ist sodann das Argument des Beschwerdef�hrers, er w�re bereit gewesen, jede "branchenverwandte" Stelle, so etwa in einem metallverarbeitenden Betrieb als "Metaller", anzunehmen, zeigen doch die Formulare seiner pers�nlichen Arbeitsbem�hungen der Monate Dezember 1998 bis August 1999 auf, dass er einzig Stellen als Mechaniker/Maschinenmonteur suchte. Auch aus dem Umstand, dass der Beschwerdef�hrer sich aus famili�ren Gr�nden im Ausland aufhielt, kann nichts zu seinen Gunsten abgeleitet werden, da Vermittlungsunf�higkeit u.a. gerade vorliegt, wenn eine versicherte Person aus pers�nlichem oder famili�rem Anlass ihre Arbeitskraft nicht so einsetzen kann oder will, wie es ein Arbeitgeber normalerweise verlangt (BGE 120 V 388 Erw. 3a mit Hinweisen).
Afa und Vorinstanz haben demzufolge zu Recht die Vermittlungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers verneint und den geltend gemachten Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung ab 16. Dezember 1998 abgelehnt.
III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsge-
richt des Kantons St. Gallen, der Kantonalen Arbeits-
losenkasse St. Gallen und dem Staatssekretariat f�r