Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20160127_OGH0002_0040OB00119_15A0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-02-24 00:08:15
Document Index: 347356509

Matched Legal Cases: ['OGH', '§1', '§ 1042', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'Art 137', '§ 14', '§ 1042', 'OGH', 'OGH', '§ 1042', '§ 415', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1041', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§1041', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1042', '§ 1042', 'OGH', 'OGH', '§ 1042', '§ 1042', '§ 1042', 'OGH', 'OGH', '§ 1042', 'OGH', '§ 1042', '§ 918', '§ 1042', 'OGH', 'OGH', '§ 1042', '§ 1042', 'OGH', '§ 1042', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1041', '§ 1437', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 417', '§ 417', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§1041', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§1042', '§ 1042', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1486', '§ 1042', '§ 1042', '§ 16', '§ 1042', '§ 1042', '§ 16', '§ 15', '§ 1042', '§ 1042', '§ 1042', '§ 1042', '§ 1042', '§ 16', '§ 15', '§ 1042', '§ 1042', '§ 1042', '§ 1041', '§ 52', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 4Ob119/15a - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 2Ob591/50 2Ob269/67 1Ob...
RS0019882
2Ob591/50; 2Ob269/67; 1Ob134/72; 2Ob550/78; 1Ob18/79; 2Ob218/80; 1Ob8/86; 8Ob54/86; 2Ob573/88; 1Ob9/89; 1Ob41/93; 1Ob335/97i; 1Ob195/10y; 6Ob173/13d; 4Ob119/15a
JN §1 A
Das Begehren nach § 1042 ABGB ist auch dann im Rechtsweg geltend zu machen, wenn die gesetzliche Verpflichtung des Beklagten zu dem Aufwand öffentlich - rechtlicher Natur ist.
2 Ob 591/50
Entscheidungstext OGH 07.03.1951 2 Ob 591/50
Veröff: SZ 24/59 = ähnlich SZ 8/97
2 Ob 269/67
Entscheidungstext OGH 23.11.1967 2 Ob 269/67
1 Ob 134/72
Entscheidungstext OGH 21.06.1972 1 Ob 134/72
1 Ob 18/79
Entscheidungstext OGH 15.05.1979 1 Ob 18/79
Veröff: SZ 52/79
2 Ob 218/80
Entscheidungstext OGH 24.03.1981 2 Ob 218/80
Veröff: ZVR 1982/136 S 109
1 Ob 8/86
Entscheidungstext OGH 25.06.1986 1 Ob 8/86
Veröff: SZ 59/111
8 Ob 54/86
Entscheidungstext OGH 22.01.1987 8 Ob 54/86
Auch; Veröff: ZVR 1986/126 S 371
2 Ob 573/88
Entscheidungstext OGH 11.10.1988 2 Ob 573/88
Beisatz: Doch setzt dies voraus, daß ein Dritter einen Aufwand machte, den der Beklagte aufgrund einer öffentlich - rechtlichen Verpflichtung hätte machen müssen. (T1)
1 Ob 9/89
Entscheidungstext OGH 05.07.1989 1 Ob 9/89
Veröff: SZ 62/130
1 Ob 41/93
Entscheidungstext OGH 19.04.1994 1 Ob 41/93
1 Ob 335/97i
Entscheidungstext OGH 30.06.1998 1 Ob 335/97i
1 Ob 195/10y
Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 195/10y
Beisatz: Hier: Ausführliche Auseinandersetzung mit der bisherigen Rechtsprechung und den hiezu ergangenen Lehrmeinungen. (T2)
Beisatz: Daran hat der Oberste Gerichtshof unter Auseinandersetzung mit Lehrmeinungen zumindest für die Fälle festgehalten, in denen weder eine verwaltungsbehördliche Zuständigkeit noch die Zuständigkeit des Verfassungsgerichtshofs nach Art 137 B‑VG besteht und somit die Rechtsordnung keinen anderen Weg eröffnet, eine ungerechtfertigte Vermögensverschiebung wie die behauptete rückgängig zu machen. (T3)
Beisatz: Hier: Die Berechtigung des geltend gemachten Anspruchs kann im vorliegenden Fall jedoch nicht von den ordentlichen Gerichten überprüft werden. § 14 Abs 4 TGSG sieht nämlich unterschiedslos für alle Arten der Grundsicherung, also auch für eine solche, die im Rahmen der Privatwirtschaftsverwaltung gewährt wird, die Geltendmachung von Ersatzansprüchen im Verwaltungsweg vor. (T4)
Auch; Beisatz: Die Übernahme allgemeiner öffentlicher Pflichten, bezüglich derer kein subjektives Recht einer bestimmten Person besteht, berechtigt den Leistenden nicht zu Ersatzforderungen nach § 1042 ABGB. (T5); Veröff: SZ 2016/6
ECLI:AT:OGH0002:1951:RS0019882
JJR_19510307_OGH0002_0020OB00591_5000000_001
Rechtssatz für 1Ob71/68 8Ob35/75 6Ob74...
RS0028060
1Ob71/68; 8Ob35/75; 6Ob744/78; 1Ob18/79; 1Ob580/81; 3Ob553/86; 2Ob671/86; 1Ob697/86; 9ObA1/90; 5Ob1592/94; 4Ob518/96; 3Ob135/99w; 2Ob149/03f; 2Ob157/12w; 6Ob173/13d; 2Ob236/13i; 10Ob8/15x; 4Ob119/15a; 5Ob166/15w; 4Ob209/17i
Mittels Klage nach § 1042 ABGB kann nicht nur Ersatz des Aufwandes zu dem ein anderer auf einer gesetzlichen Vorschrift, sondern aus welchem Rechtsgrund immer, verpflichtet war, gefordert werden (wie Stanzl in Klang 2. Auflage IV 927, Ehrenzweig, Schuldverhältnisse § 415, S 729, entgegen den Gründen des Judikates 81, denen keine bindende Wirkung zukommt).
1 Ob 71/68
Entscheidungstext OGH 04.04.1968 1 Ob 71/68
Veröff: SZ 41/39 = EvBl 1968/401 S 631 = RZ 1968,157
8 Ob 35/75
Entscheidungstext OGH 12.03.1975 8 Ob 35/75
Veröff: EvBl 1975/253 S 573 = ÖA 1976,70
6 Ob 744/78
Entscheidungstext OGH 15.12.1978 6 Ob 744/78
Beisatz: Ausgedingsleistungen (T1)
Veröff: SZ 52/79 = MietSlg 31142
1 Ob 580/81
Entscheidungstext OGH 03.06.1981 1 Ob 580/81
3 Ob 553/86
Entscheidungstext OGH 30.04.1986 3 Ob 553/86
Auch; Beisatz: Hier: Erfüllung fremder Vertragspflichten. (T2) Veröff: SZ 59/77
2 Ob 671/86
Entscheidungstext OGH 28.10.1986 2 Ob 671/86
1 Ob 697/86
Entscheidungstext OGH 04.03.1987 1 Ob 697/86
Veröff: SZ 60/34 = JBl 1987,652
9 ObA 1/90
Entscheidungstext OGH 31.01.1990 9 ObA 1/90
Beisatz: § 1041 ist auch bei Erfüllung fremder Vertragspflichten anwendbar. (T3) Veröff: JBl 1991,127
5 Ob 1592/94
Entscheidungstext OGH 22.11.1994 5 Ob 1592/94
nur: Ersatz des Aufwandes zu dem ein anderer auf einer gesetzlichen Vorschrift, sondern aus welchem Rechtsgrund immer, verpflichtet war. (T4)
Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 69/40
3 Ob 135/99w
Entscheidungstext OGH 26.04.2000 3 Ob 135/99w
2 Ob 149/03f
Entscheidungstext OGH 23.09.2004 2 Ob 149/03f
Vgl; nur T4; Vgl Beis wie T3; Beisatz: Hievon ist jede vom Gesetz anerkannte Verpflichtung, auch eine solche vertraglicher Natur, erfasst. (T5); Veröff: SZ 2012/135
Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T5
Auch; Veröff: SZ 2016/6
5 Ob 166/15w
Entscheidungstext OGH 23.02.2016 5 Ob 166/15w
Beis insb T5
ECLI:AT:OGH0002:1968:RS0028060
JJR_19680404_OGH0002_0010OB00071_6800000_002
Rechtssatz für 3Ob200/74 7Ob775/78 3Ob...
RS0020148
3Ob200/74; 7Ob775/78; 3Ob532/78; 1Ob578/80; 4Ob119/15a
ABGB §1041 A4
Ein "Nutzen" liegt vor, wenn die Verhältnisse beim Geschäftsherrn bzw Bereicherten "bei vernünftiger Beurteilung verbessert" wurden (Stanzl in Klang 2. Auflage IV/1, 901, 919).
3 Ob 200/74
Entscheidungstext OGH 19.11.1974 3 Ob 200/74
Veröff: SZ 47/130
7 Ob 775/78
Entscheidungstext OGH 11.01.1979 7 Ob 775/78
3 Ob 532/78
Entscheidungstext OGH 17.01.1979 3 Ob 532/78
Veröff: SZ 52/9
1 Ob 578/80
Entscheidungstext OGH 16.04.1980 1 Ob 578/80
Beisatz: Instandhaltung eines öffentlichen Güterwegs; Anspruch verneint. (T1); Veröff: SZ 2016/6
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0020148
JJR_19741119_OGH0002_0030OB00200_7400000_003
Rechtssatz für 1Ob18/79 4Ob518/96 1Ob1...
RS0019908
1Ob18/79; 4Ob518/96; 1Ob122/00y; 10Ob51/04d; 7Ob151/05i; 2Ob157/10t; 1Ob239/13y; 3Ob42/14v; 10Ob8/15x; 4Ob119/15a
Das Wesen des Anspruchs nach § 1042 ABGB ist es, dass jemand (ein anderer, der Bereicherte,) aus dem Rechtsgut des Eigentümers (des Verkürzten, des Verletzten,) ohne Rechtsgrund einen Vorteil zieht; der Vorteil fließt dem Berechtigten aber nicht unmittelbar, sondern durch Abnahme einer Last durch eine Leistung des Verkürzten an eine Mittelsperson (den Berechtigten, Dritten), an die nach dem Gesetz der Bereicherte zu leisten hatte zu.
Vgl; Beisatz: Auch wenn an die Stelle der freiwilligen Zahlung ein (passives) prozessuales Verhalten des Verkürzten trat, das letztlich zur zwangsweisen (teilweisen) Eintreibung der Forderung des Dritten geführt hat, besteht ein Rückersatzanspruch gemäß § 1042 ABGB des Verkürzten gegenüber dem Bereicherten, der durch die Exekutionsführung in das Vermögen des Verkürzten von (einem Teil) seiner Schuld befreit wurde. (T1) Veröff: SZ 69/40
10 Ob 51/04d
Entscheidungstext OGH 14.09.2004 10 Ob 51/04d
7 Ob 151/05i
Entscheidungstext OGH 11.07.2005 7 Ob 151/05i
Vgl; nur: Das Wesen des Anspruchs nach § 1042 ABGB ist es, dass jemand (ein anderer, der Bereicherte,) aus dem Rechtsgut des Eigentümers (des Verkürzten, des Verletzten,) ohne Rechtsgrund einen Vorteil zieht. (T2); Vgl Beis wie T1; Beisatz: Dass der Aufwand der Verkürzten nicht unmittelbar auf einer freiwilligen Leistung derselben beruht, steht einem Anspruch nach § 1042 ABGB nicht entgegen. (T3); Veröff: SZ 2011/60
Auch; Beisatz: Voraussetzung einer Klage nach § 1042 ABGB ist die Erfüllung eines Anspruchs eines bestimmten Dritten, der gegen den Beklagten besteht. (T4); Veröff: SZ 2016/6
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0019908
JJR_19790515_OGH0002_0010OB00018_7900000_007
Rechtssatz für 1Ob18/79 3Ob542/84 5Ob1...
RS0104150
1Ob18/79; 3Ob542/84; 5Ob1592/94; 4Ob518/96; 1Ob122/00y; 6Ob129/02t; 9ObA178/02w; 4Ob201/07y; 4Ob119/15a; 2Ob226/16y; 4Ob209/17i; 5Ob69/19m
Die Bestimmung des § 1042 ABGB kommt nur zur Anwendung, wenn weder zwischen dem Kläger und dem Beklagten noch zwischen dem Kläger und dem Dritten, an den geleistet wurde, sondern nur zwischen dem Beklagten und dem Dritten, eine Rechtsbeziehung, die jenen zum Aufwand verpflichtet hätte, bestand. Entstand der Aufwand in Erfüllung einer Nebenverpflichtung aus einem Bestandvertrag, können Rückersatzansprüche der Bestandnehmer nur aus dem Vertragsverhältnis gegen den Bestandgeber geltend gemacht werden.
3 Ob 542/84
Entscheidungstext OGH 30.05.1984 3 Ob 542/84
nur: Die Bestimmung des § 1042 ABGB kommt nur zur Anwendung, wenn weder zwischen dem Kläger und dem Beklagten noch zwischen dem Kläger und dem Dritten, an den geleistet wurde, sondern nur zwischen dem Beklagten und dem Dritten, eine Rechtsbeziehung, die jenen zum Aufwand verpflichtet hätte, bestand. (T1)
nur T1; Beisatz: Die Rechte des Gläubigers bei Nichterfüllung des Vertrags durch den Schuldner sind in den §§ 918, 921 ABGB geregelt. Für einen Anspruch des Gläubigers gegen den Schuldner nach § 1042 ABGB ist daneben kein Raum. (T2)
6 Ob 129/02t
Entscheidungstext OGH 29.08.2002 6 Ob 129/02t
9 ObA 178/02w
Entscheidungstext OGH 04.12.2002 9 ObA 178/02w
nur T1; Veröff: SZ 2007/193
Auch; Beisatz: Die Übernahme allgemeiner öffentlicher Pflichten, bezüglich derer kein subjektives Recht einer bestimmten Person besteht, berechtigt den Leistenden nicht zu Ersatzforderungen nach § 1042 ABGB. (T3)
Beisatz: Voraussetzung einer Klage nach § 1042 ABGB ist die Erfüllung eines Anspruchs eines bestimmten Dritten, der gegen den Beklagten besteht. (T4); Veröff: SZ 2016/6
2 Ob 226/16y
Entscheidungstext OGH 28.09.2017 2 Ob 226/16y
nur T1; Beisatz: Besteht eine eigene Schuld des Handelnden, ist § 1042 ABGB nur anwendbar, soweit diese Schuld gegenüber der Schuld des anderen subsidiär war. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0104150
JJR_19790515_OGH0002_0010OB00018_7900000_011
Rechtssatz für 4Ob406/81 4Ob369/83 7Ob...
RS0020150
4Ob406/81; 4Ob369/83; 7Ob710/87; 1Ob511/92; 1Ob607/95; 2Ob218/97s; 6Ob280/98i; 3Ob54/98g; 3Ob323/98s; 4Ob114/02x; 1Ob39/03x; 3Ob190/04v; 4Ob286/04v; 7Ob265/05d; 2Ob95/06v; 5Ob168/08d; 2Ob248/08x; 2Ob199/09t; 5Ob212/10b; 2Ob169/10g; 4Ob119/15a; 5Ob98/16x; 7Ob48/18m; 2Ob102/18s; 6Ob52/19v
Die Höhe des zu leistenden Ersatzes hängt von der Redlichkeit oder Unredlichkeit des Bereicherten ab. Der redliche Benützer hat den Vorteil zu vergüten, der ihm nach seinen subjektiven Verhältnissen entstanden ist. Dieser Vorteil orientiert sich in der Regel am gewöhnlichen Benützungsentgelt, das aber zugleich die Obergrenze des Ersatzes bildet.
4 Ob 406/81
Entscheidungstext OGH 02.03.1982 4 Ob 406/81
Veröff: SZ 55/12 = ÖBl 1983,118 = GRURInt 1984,367, hiezu siehe auch Nowakowski in ÖBl 1983,97
4 Ob 369/83
Entscheidungstext OGH 06.09.1983 4 Ob 369/83
Zweiter Rechtsgang zu 4 Ob 406/81; Veröff: ÖBl 1984,141 (Schönherr)
7 Ob 710/87
Entscheidungstext OGH 12.11.1987 7 Ob 710/87
nur: Der redliche Benützer hat den Vorteil zu vergüten, der ihm nach seinen subjektiven Verhältnissen entstanden ist. Dieser Vorteil orientiert sich in der Regel am gewöhnlichen Benützungsentgelt. (T1)
Vgl auch; nur: Die Höhe des zu leistenden Ersatzes hängt von der Redlichkeit oder Unredlichkeit des Bereicherten ab. (T2)
Beisatz: Der Wertersatz gemäß § 1041 richtet sich grundsätzlich nach § 1437 ABGB, der zwischen redlichem und unredlichem Bereicherten unterscheidet. (T3)
Veröff: SZ 65/5 = EvBl 1992/99 S 444 = RdW 1992,305 = JBl 1992,388
1 Ob 607/95
Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 607/95
Vgl auch; nur T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 69/19
2 Ob 218/97s
Entscheidungstext OGH 25.09.1997 2 Ob 218/97s
6 Ob 280/98i
Entscheidungstext OGH 28.01.1999 6 Ob 280/98i
nur T1; Beisatz: Bei wissentlicher Inanspruchnahme fremden Gutes ist ohne konkreten Nutzen des (im Gebrauch liegenden) Vorteils des Bereicherten ein angemessenes Entgelt zu zahlen. (T4)
Veröff: SZ 72/14
3 Ob 54/98g
Entscheidungstext OGH 25.08.1999 3 Ob 54/98g
Vgl auch; Veröff: SZ 72/125
3 Ob 323/98s
Entscheidungstext OGH 24.05.2000 3 Ob 323/98s
4 Ob 114/02x
Entscheidungstext OGH 28.05.2002 4 Ob 114/02x
Auch; Veröff: SZ 2002/75
1 Ob 39/03x
Entscheidungstext OGH 28.02.2003 1 Ob 39/03x
nur: Der redliche Benützer hat den Vorteil zu vergüten, der ihm nach seinen subjektiven Verhältnissen entstanden ist. (T5)
3 Ob 190/04v
Entscheidungstext OGH 22.12.2004 3 Ob 190/04v
Vgl auch; nur T2; Beisatz: Entsprechend § 417 ABGB schuldet der Unredliche - und zwar ohne dass es auf die in § 417 ABGB nicht erwähnte Wissentlichkeit ankäme - das höchste erzielbare Benützungsentgelt. (T6)
4 Ob 286/04v
Entscheidungstext OGH 26.04.2005 4 Ob 286/04v
nur T1; Beisatz: Benützungsentgelt ist daher nur für jenen Zeitraum zuzusprechen, in dem der Kläger die Anlage und die Kleingeräte tatsächlich genutzt hat. (T7)
nur T1; Veröff: SZ 2007/109
2 Ob 248/08x
Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 248/08x
Veröff: SZ 2009/86
Beisatz: Neuerliche Bejahung bereicherungsrechtlicher Ansprüche gegen titellose, wenngleich redliche Benützer eines (ehemaligen) Bestandobjekts. (T8)
Auch; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T8
2 Ob 169/10g
Entscheidungstext OGH 30.05.2011 2 Ob 169/10g
Auch Beis wie T6
Auch; Beisatz: Instandhaltung eines öffentlichen Güterwegs; Anspruch verneint. (T9)
5 Ob 98/16x
Entscheidungstext OGH 01.03.2017 5 Ob 98/16x
7 Ob 48/18m
Entscheidungstext OGH 20.06.2018 7 Ob 48/18m
6 Ob 52/19v
Entscheidungstext OGH 29.08.2019 6 Ob 52/19v
Beis wie T6; Beisatz: Beim redlichen Bereicherten bildet der objektive Wert die Grenze für die Herausgabe des Erlöses, den der Bereicherte aus der Sache durch ihre Veräußerung gezogen hat. (T10)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0020150
JJR_19820302_OGH0002_0040OB00406_8100000_003
Rechtssatz für 4Ob114/02x 7Ob265/05d 4...
RS0116468
4Ob114/02x; 7Ob265/05d; 4Ob163/09p; 4Ob126/10y; 4Ob133/13g; 5Ob216/13w; 4Ob119/15a
ABGB §1041 A1
Als Bereicherungsanspruch steht der Verwendungsanspruch nur zu, wenn und soweit ein Nichtberechtigter Vorteile aus der Sache gezogen hat. War die Verwendung der Sache für den davon Betroffenen auch bei objektiver Betrachtung nicht von Nutzen, so steht dem Eigentümer der Sache unabhängig davon kein Verwendungsanspruch zu, ob die Sache redlich oder unredlich verwendet wurde.
Veröff: SZ 2002/75
Vgl; Beisatz: Ist der Nichtberechtigte jedoch objektiv bereichert, kann er sich als unredlicher Besitzer nach hM nicht darauf berufen, tatsächlich keinen Nutzen gehabt zu haben. (T1)
4 Ob 163/09p
Entscheidungstext OGH 19.11.2009 4 Ob 163/09p
Vgl auch; nur: Als Bereicherungsanspruch steht der Verwendungsanspruch nur zu, wenn und soweit ein Nichtberechtigter Vorteile aus der Sache gezogen hat. (T2)
4 Ob 126/10y
Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 126/10y
Auch; nur: War die Verwendung der Sache für den davon Betroffenen auch bei objektiver Betrachtung nicht von Nutzen, so steht dem Eigentümer der Sache unabhängig davon kein Verwendungsanspruch zu, ob die Sache redlich oder unredlich verwendet wurde. (T3)
4 Ob 133/13g
Entscheidungstext OGH 20.01.2014 4 Ob 133/13g
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0116468
JJR_20020528_OGH0002_0040OB00114_02X0000_001
Rechtssatz für 4Ob119/15a
RS0130591
4Ob119/15a
ABGB §1042 D
Die Übernahme allgemeiner öffentlicher Pflichten, bezüglich derer kein subjektives Recht einer bestimmten Person besteht, berechtigt den Leistenden nicht zu Ersatzforderungen nach § 1042 ABGB.
ECLI:AT:OGH0002:2016:RS0130591
JJR_20160127_OGH0002_0040OB00119_15A0000_001
Entscheidungstext 4Ob119/15a
Jus-Extra OGH-Z 5972 = bbl 2016,117/120 - bbl 2016/120 = RZ 2016,144 EÜ119 - RZ 2016 EÜ119 = ecolex 2016/203 S 470 - ecolex 2016,470 = SZ 2016/6
Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Dr. Vogel als Vorsitzenden und durch die Hofräte Dr. Jensik, Dr. Musger, Dr. Schwarzenbacher und Dr. Rassi als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei J***** R*****, vertreten durch Mag. Dr. Nikolaus Friedl, Rechtsanwalt in Wien, gegen die beklagte Partei Marktgemeinde L*****, vertreten durch Onz-Onz-Kraemmer-Hüttler Rechtsanwälte GmbH in Wien, wegen 18.738,04 EUR sA, über die Revision der beklagten Partei gegen das Teilurteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht vom 16. Februar 2015, GZ 11 R 94/14w-51, womit das Urteil des Landesgerichts Korneuburg vom 4. April 2014, GZ 1 Cg 74/12v-47, teilweise bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:
Die Entscheidungen der Vorinstanzen werden im Umfang des angefochtenen Teilurteils dahin abgeändert, dass das Begehren, die beklagte Partei sei schuldig, der klagenden Partei 10.786,04 EUR samt 4 % Zinsen seit 28. 3. 2012 zu zahlen, abgewiesen wird.
Der Kläger betreibt ein Unternehmen, das ihm 2003 von seiner Mutter geschenkt wurde. Zufahrt zur Unternehmensliegenschaft gewährt ein 1994 von der beklagten Gemeinde angelegter und in ihrem Eigentum stehender Güterweg. Es handelt sich um eine Gemeindestraße, auf die das NÖ Landesstraßengesetz anwendbar ist. Die Mutter des Klägers traf 1995 eine Vereinbarung mit der Beklagten, wonach die Kosten der Instandhaltung der Straße zwischen ihr und der Beklagten im Verhältnis 40:60 zugunsten der Beklagten aufzuteilen seien. In Unkenntnis dieser Vereinbarung erbrachte der Kläger zehn Jahre lang Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten.
Der Kläger begehrt von der Beklagten die Zahlung des auf sie entfallenden Anteils der Erhaltungskosten von 18.742,04 EUR.
Die Beklagte wendete ein, der Kläger habe sie nicht vor der Durchführung der Arbeiten in Kenntnis gesetzt. Die mehr als drei Jahre zurückliegenden Aufwendungen seien überdies verjährt. Im Übrigen seien die Arbeiten nicht notwendig gewesen. Dem Kläger fehle auch die Aktivlegitimation, weil er nur Einzelrechtsnachfolger seiner Mutter und nicht Gesamtrechtsnachfolger sei.
Im ersten Rechtsgang wiesen die Vorinstanzen jenen Teil des Begehrens, das sich auf Arbeiten bis 2009 bezieht, mit Teilurteil wegen Verjährung ab. Der Senat hob diese Entscheidungen zu 4 Ob 181/13s auf und hielt fest, dass der Verjährungseinwand unberechtigt ist. Ein synallagmatisches Rechtsverhältnis, welches für die Anwendbarkeit des § 1486 ABGB Voraussetzung ist, besteht nicht, weil nach der genannten Vereinbarung keine Verpflichtung der Beklagten besteht, dem Kläger 40 % der Erhaltungskosten zu ersetzen. Vielmehr sieht die Vereinbarung (nur) vor, dass die Mutter des Klägers zur Leistung eines 60 % übersteigenden Anteils an den Erhaltungsarbeiten nicht verpflichtet ist. Die Rechtssache wurde daher zwecks weiterer Feststellungen zu Grund und Höhe des Anspruchs an das Erstgericht zurückverwiesen.
Im zweiten Rechtsgang brachte der Kläger vor, die seinerzeitige Vereinbarung zwischen seiner Mutter und der Beklagten sei nicht der Rechtsgrund der anteiligen Ersatzpflicht der Beklagten. Der Kläger habe vielmehr - in Unkenntnis der Rechtspflicht der Beklagten - einen Aufwand gemacht, den nach dem Gesetz die Beklagte hätte tätigen müssen. Ihm komme daher ein Aufwandersatz nach § 1042 ABGB zu. Das Klagebegehren werde darüber hinaus auf „jeden sonstigen erdenkbaren Rechtsgrund“ gestützt.
Das Erstgericht stellte den Aufwand des Klägers für die Erhaltungsarbeiten mit 46.855,11 EUR fest und gab dem Klagebegehren mit dem Zuspruch von 18.738,04 EUR statt. Der Kläger könne diesen Betrag - auch wenn er nicht aus der Vereinbarung von 1995 berechtigt sei, weil die daraus erfließenden Rechte nicht auf ihn übergegangen seien - nach § 1042 ABGB ansprechen. § 16 NÖ Landesstraßengesetz aF verpflichte die Gemeinde nämlich zur Erhaltung der Gemeindestraßen und zur Übernahme der Kostenlast. Der Kläger habe somit einen Aufwand für die Beklagte gemacht, den sie nach dem Gesetz selbst hätte tragen müssen.
Das Berufungsgericht hob das Ersturteil im Umfang eines Zuspruchs von 7.952 EUR sA auf. Hinsichtlich dieses Teils bestünden Mängel in der Beweisaufnahme und -würdigung. Ansonsten sei die rechtliche Beurteilung des Erstgerichts zutreffend, weshalb das Berufungsgericht den Zuspruch von 10.786,04 EUR sA mit Teilurteil bestätigte. Die ordentliche Revision ließ es über Antrag der Beklagten nachträglich zu, weil Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs zur Anwendbarkeit des § 1042 ABGB zwischen privatem Straßennutzer und öffentlichem Straßenerhalter fehle.
Die Revision der Beklagten gegen das angefochtene Teilurteil ist zulässig und berechtigt.
1. Die Beklagte bemängelt zutreffend, dass Ansprüche nach § 1042 ABGB nicht auf die in § 16 NÖ Landesstraßengesetz aF (= § 15 NÖ Landesstraßengesetz nF) normierte Verpflichtung zur Kostentragung gestützt werden können.
2. Nach § 1042 ABGB ist der Aufwand zu ersetzen, den ein anderer nach dem Gesetze hätte machen müssen. Nur soweit die Pflicht des anderen reicht, kann Ersatz gefordert werden (RIS-Justiz RS0104142). Auf die Art des Rechtsgrundes kommt es nicht an (RIS-Justiz RS0028060), dieser kann auch im öffentlichen Recht begründet sein (RIS-Justiz RS0019882; 1 Ob 195/10y mit ausführlicher Begründung). Die Bestimmung des § 1042 ABGB kommt aber nur zur Anwendung, wenn weder zwischen dem Kläger und dem Beklagten, noch zwischen dem Kläger und einem Dritten, an den geleistet wurde, sondern nur zwischen dem Beklagten und einem Dritten eine Rechtsbeziehung bestand, die jenen zum Aufwand verpflichtet hätte (RIS-Justiz RS0104150; 4 Ob 201/07y). Der Umfang des Anspruchs richtet sich nach der fremden Schuld (2 Ob 114/03h betreffend die Herstellungs- und Sanierungskosten einer Zufahrtsstraße).
3. Voraussetzung einer Klage nach § 1042 ABGB ist daher die Erfüllung eines Anspruchs eines bestimmten Dritten, der gegen den Beklagten besteht (vgl RIS-Justiz RS0019908; RS0104150), mag dieser Anspruch auch öffentlich-rechtlicher Natur sein. Die Übernahme allgemeiner öffentlicher Pflichten, bezüglich derer kein subjektives Recht einer bestimmten Person besteht, berechtigt den Leistenden hingegen nicht zu Ersatzforderungen nach § 1042 ABGB. Dies würde es jedermann ermöglichen, durch tatsächliche Erfüllung öffentlicher Aufgaben die Kompetenz des zuständigen Rechtsträgers zu arrogieren und den getätigten Aufwand von diesem ersetzt zu verlangen (vgl Kerschner, „Naturale“ Bereicherungsansprüche im öffentlichen Recht?, JBl 1986, 702 [704]; ihm folgend Apathy in Schwimann/Kodek, ABGB4 § 1042 Rz 1).
4. Aus der in § 16 Abs 2 NÖ Landesstraßengesetz aF bzw § 15 Abs 1 nF normierten Straßenbaulast der Gemeinde lässt sich nicht ableiten, dass die Gemeinde verpflichtet wäre, eine Leistung gegenüber einer bestimmten dritten Person zu erbringen. Es fehlt daher an einem anspruchsberechtigten Dritten. Für den Kläger ist auch daraus nichts zu gewinnen, dass § 1042 ABGB in bestimmten Konstellationen auch auf zweipersonale Verhältnisse anwendbar ist (vgl RIS-Justiz RS0018290), da die zuvor zitierten landesgesetzlichen Bestimmungen ihm selbst keinen subjektiven Anspruch gewähren. Ein Anspruch des Klägers nach § 1042 ABGB muss daher scheitern.
5. Der Kläger stützte sein Begehren auf § 1042 ABGB und auf „jeden sonstigen erdenkbaren Rechtsgrund“. Das Berufungsgericht gründete seine Entscheidung mit Hilfsbegründung auch auf § 1041 ABGB. Zu diesem Anspruchsgrund ist daher kurz auszuführen, dass ein Nutzen im Sinn dieser Bestimmung nur vorliegt, wenn sich die Verhältnisse beim vermeintlich Bereicherten bei vernünftiger Beurteilung verbessert haben (RIS-Justiz RS0020148). War die Verwendung auch bei objektiver Betrachtung nicht von Nutzen, steht kein Bereicherungsanspruch zu (RIS-Justiz RS0116468). Überdies hat der Redliche nur den Vorteil zu vergüten, der ihm nach seinen subjektiven Verhältnissen entstanden ist (RIS-Justiz RS0020150).
Im vorliegenden Fall ist von der Redlichkeit der Beklagten auszugehen (der Kläger hat nichts Gegenteiliges behauptet). Ihr subjektiver Nutzen aus den Instandhaltungsarbeiten des Klägers am Güterweg ist nach den hier getroffenen Feststellungen nicht erkennbar.
6. Der vom Kläger geltend gemachte Anspruch besteht daher nicht zu Recht. Die Klage ist im Umfang des Teilurteils des Berufungsgerichts abzuweisen. Die Urteile der Vorinstanzen sind insoweit abzuändern.
7. Der Kostenvorbehalt gründet sich auf § 52 Abs 3 ZPO.
E113554
ECLI:AT:OGH0002:2016:0040OB00119.15A.0127.000
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