Source: http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20090702_2bvr222508.html
Timestamp: 2017-10-22 20:53:51
Document Index: 348470606

Matched Legal Cases: ['Art 13', 'Art 2', 'Art. 20', '§ 93', '§ 93', 'Art. 3']

Bundesverfassungsgericht - Entscheidungen - Keine Verletzung von Art 13 Abs 1 GG und Art 2 Abs 1 iVm Art. 20 Abs 3 GG durch die Verwertung von Beweismitteln nach einer rechtswidrigen Wohnungsdurchsuchung
StartseiteEntscheidungen Beschluss vom 02. Juli 2009 - 2 BvR 2225/08
- 2 BvR 2225/08 -
1. Rechtsanwalt Dr. Ralf Ritter,
Schulterblatt 124, 20357 Hamburg,
gegen a) den Beschluss des Hanseatischen Oberlandesgerichts vom 16. September 2008 - 2 - 10/08 (REV) -,
b) das Urteil des Landgerichts Hamburg vom 5. Oktober 2007 - 704 Ns 72/07 -
gemäß § 93b in Verbindung mit § 93a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 2. Juli 2009 einstimmig beschlossen:
Unter diesem Gesichtspunkt ist lediglich zu prüfen, ob ein rechtsstaatlicher Mindeststandard gewahrt ist (vgl. BVerfGE 57, 250 <275 f.>) und weiter, ob die maßgeblichen strafrechtlichen Vorschriften unter Beachtung des Fairnessgrundsatzes und in objektiv vertretbarer Weise, also ohne Verstoß gegen das allgemeine Willkürverbot (Art. 3 Abs. 1 GG), ausgelegt und angewandt worden sind (vgl. BVerfGE 18, 85 <92 f.>; BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 27. Januar 1987 - 2 BvR 1133/86 -, NJW 1987, S. 2662 <2663>). Hier liegen jedoch - wie oben dargelegt - keine Anhaltspunkte für eine willkürliche, den Fairnessgrundsatz ignorierende Handhabung der strafprozessualen Grundsätze über Beweisverwertungsverbote vor. In Fällen wie dem vorliegenden ist daher die Annahme eines Beweisverwertungsverbotes unter dem Gesichtspunkt des rechtsstaatlichen Mindeststandards nicht geboten.
ECLI:DE:BVerfG:2009:rk20090702.2bvr222508
BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 02. Juli 2009
- 2 BvR 2225/08 - Rn. (1-25),
http://www.bverfg.de/e/rk20090702_2bvr222508.html
Nr. 85/2009 vom 28. Juli 2009