Source: https://www.travenetz.de/einspeisen/weiterfuehrende-informationen/einspeisemanagement/
Timestamp: 2020-08-13 12:01:52
Document Index: 149415050

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 9', '§ 9', '§ 25', '§ 17', '§ 15']

Einspeisemanagement - TraveNetz GmbH
Unser Einspeisemanagement
Nach § 14 EEG 2014 sind Netzbetreiber berechtigt und verpflichtet die Einspeiseleistung von EEG- und KWK-Anlagen bei Netzüberlastung zu reduzieren, wenn andernfalls im jeweiligen Netzbereich oder im Übertragungsnetz Netzengpässe entstehen würden.
Abschaltvorgänge im ehemaligen Gebiete der Schleswig-Holstein Netz AG, welche im Rahmen einer Dienstleistungskommission netzwirtschaftlich durch die Schleswig-Holstein Netz AG durchgeführt und betreut werden, sind unter dem folgenden Link veröffentlicht:
https://www.sh-netz.com/de/energie-einspeisen/einspeisemanagement/veroeffentlichungen.html
Die technischen Vorrichtungen zur Einspeisereduzierung müssen vom Anlagenbetreiber entsprechend der Vorgaben in § 9 EEG 2014 vorgehalten werden:
Technische Vorgaben nach § 9 EEG 2014
Instal­lier­te Leis­tung
PV-Anla­gen
Sons­ti­ge EEG-Anla­gen und KWK-Anla­gen
Über 100 kW Tech­ni­sche Ein­rich­tung zur Redu­zie­rung der Ein­spei­se­leis­tung
Ein­rich­tung zur Abru­fung der Ist-Ein­spei­sung Gilt hier eben­falls.
30 bis 100 kW Tech­ni­sche Ein­rich­tung zur Redu­zie­rung der Ein­spei­se­leis­tung Gilt hier nicht.
bis 30 kW Tech­ni­sche Ein­rich­tung zur Redu­zie­rung der Ein­spei­se­leis­tung
Begren­zung der Wirk­leis­tungs­ein­spei­sung auf 70% der instal­lier­ten Leis­tung Gilt hier nicht.
Werden die gesetzlichen Vorgaben vom Anlagenbetreiber nicht umgesetzt, wird - in Abhängigkeit von der Inbetriebnahme der Anlage - die Einspeisevergütung auf den Monatsmarktwert reduziert (§ 25 Abs. 2 Nr. 1 EEG 2014) oder ganz ausgesetzt (§ 17 Abs. 1 EEG 2012).
Die Übertragung der Signale zur Leistungsreduzierung erfolgt mittels Tonrundsteueranlage über das Stromnetz. Die Reduzierung erfolgt dabei in Abhängigkeit der Netzsituation auf die Stufen 0 %, 30 % und 60 % der elektrischen installierten Nennleistung. Dabei entsprechen 100 % der vollständigen installierten Einspeiseleistung (Formular Anschlussplan)
Die Rundsteuerempfänger werden durch die TraveNetz GmbH parametriert und dem Anlagenbetreiber bei Zählermontage entgeltlich zum bauseitigen Anschluss an die Anlage zur Verfügung gestellt.
Zur Zeit sind keine Netzengpässe zu erwarten:
Die Stromnetze der TraveNetz sind technisch so konzipiert und ausgelegt, dass sie dezentral erzeugten EEG- bzw. KWK-Strom jederzeit aufnehmen können. Die in unser Netz dezentral eingespeiste Energie wird innerhalb des Netzes durch unsere Netzkunden verbraucht.
Netzengpässe, die den Einsatz des Einspeisemanagements erforderlich machen würden, sind derzeit nicht bekannt und nicht zu erwarten. Sofern zukünftig durch starken Zubau der installierten Einspeiseleistung punktuelle Netzengpässe im Niederspannungsnetz drohen würden, können schnelle Netzverstärkungsmaßnahmen ergriffen werden.
Sofern trotz des guten Netzausbaus dennoch eine Einspeisemanagementmaßnahme im Sinne des EEG erforderlich wird, haben Sie gem. § 15 EEG 2014 einen gesetzlichen Anspruch auf Entschädigung.