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Timestamp: 2019-10-14 16:26:15
Document Index: 160365133

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 82', 'Art. 89', 'Art. 82', 'Art. 89', 'Art. 89', 'Art. 82', 'Art. 82', 'BGE', 'BGE', 'Art. 82', 'Art. 86', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 78', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 82', 'Art. 89', 'Art. 123']

BGE-138-II-506 - 2012-09-25 - BGE - Verwaltungsrecht und internationales öffentliches Recht - Art. 82 lit. a, Art. 89 Abs. 1 BGG; Legitimation einer Kantonsregierung zur Anfechtung eines...
34. Auszug aus dem Urteil der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung i.S. Regierung des Kantons Graubünden gegen X. (Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten) 2C_100/2012 vom 25. September 2012
Art. 82 lit. a , Art. 89 Abs. 1 BGG; Legitimation einer Kantonsregierung zur Anfechtung eines Entscheides betreffend die Rückerstattungsforderung im Rahmen der unentgeltlichen Rechtspflege. Zulässigkeit des Rechtsweges der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (E. 1). Zusammenfassung der Rechtsprechung zur Beschwerdebefugnis des Gemeinwesens im Rahmen der allgemeinen Beschwerdelegitimation (Art. 89 Abs. 1 BGG; E. 2.1-2.3). Der angefochtene Entscheid, der die Verjährung des Rückerstattungsanspruchs des Kantons für zuvor erteilte unentgeltliche Rechtspflege bejaht hat, wirkt sich zwar auf die Kantonsfinanzen aus. Es ist aber nicht ersichtlich, inwiefern der Kanton über die finanziellen Auswirkungen hinaus in der Erfüllung seiner öffentlichen Aufgaben tangiert sein könnte; die Legitimation des Kantons ist zu verneinen (E. 2.4).
Art. 82 let. a, art. 89 al. 1 LTF; qualité pour recourir d'un gouvernement cantonal contre une décision relative à une demande en restitution dans le cadre de l'assistance judiciaire. La voie du recours en matière de droit public est ouverte (consid. 1). Résumé de la jurisprudence concernant la qualité pour recourir des collectivités publiques fondée sur la clause générale de légitimation (art. 89 al. 1 LTF; consid. 2.1-2.3). La décision attaquée, qui a considéré que le droit du canton au remboursement de l'assistance judiciaire préalablement accordée était prescrit, a certes des répercussions sur les finances du canton. Il n'en découle toutefois pas que le canton puisse être affecté, au-delà de ces répercussions, dans l'accomplissement de ses tâches publiques; la qualité pour recourir lui est déniée (consid. 2.4).
Art. 82 lett. a, art. 89 cpv. 1 LTF; legittimazione a ricorrere di un governo cantonale contro una decisione concernente una domanda di restituzione nell'ambito dell'assistenza giudiziaria. La via del ricorso in materia di diritto pubblico è aperta (consid. 1). Riassunto della giurisprudenza concernente la legittimazione a ricorrere degli enti pubblici fondata sulla clausola generale di legittimazione (art. 89 cpv. 1 LTF; consid. 2.1-2.3.). La decisione impugnata, secondo la quale il diritto del Cantone al rimborso dell'assistenza giudiziaria concessa in precedenza era prescritto, ha effettivamente delle conseguenze sulle finanze del Cantone. Tuttavia non ne discende che il Cantone sia leso, oltre a queste ripercussioni, nell'adempimento dei suoi compiti pubblici; la legittimazione a ricorrere gli è quindi negata (consid. 2.4).
C. Die Regierung des Kantons Graubünden erhebt Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag, das Urteil des Verwaltungsgerichts sei aufzuheben und die Verfügung der Steuerverwaltung sei zu bestätigen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zurückzuweisen. (...) Das Bundesgericht tritt auf die Beschwerde nicht ein.
öffentlich-rechtlichen Rechtsverhältnis (BGE 132 V 200 E. 5.1.4 S. 205). Demzufolge ist auch der Anspruch auf Rückerstattung der Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege eine öffentlich-rechtliche Forderung des Staates gegenüber der Partei, welcher die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde. Wird über die Rückerstattung im Rahmen der Hauptsache entschieden, kann sie mit dem für die Hauptsache vorgesehenen Rechtsmittel angefochten werden (vgl. BGE 135 I 91). Wird die Rückerstattung jedoch in einem selbständigen Verfahren angeordnet, so ist gegen den kantonal letztinstanzlichen Entscheid die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zulässig (Art. 82 lit. a , Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG), auch wenn das Ausgangsverfahren, in welchem die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ein Zivilprozess war.
2.1.1 Nach dieser Bestimmung ist zur Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat. Diese Regelung ist in erster Linie auf Privatpersonen zugeschnitten, doch kann sich auch das Gemeinwesen darauf stützen, falls es durch einen angefochtenen Entscheid gleich oder ähnlich wie ein Privater oder aber in spezifischer Weise in der Wahrnehmung einer hoheitlichen Aufgabe betroffen wird und nicht bloss das allgemeine Interesse an der richtigen Rechtsanwendung geltend macht (BGE 138 I 143 E. 1.3.2 S. 149; BGE 137 IV 269 E. 1.4 S. 273 f.; BGE 136 I 265 E. 1.4 S. 268 f.; BGE 136 II 274 E. 4.1 und 4.2 S. 278 ff., BGE 136 II 383 E. 2.3 und 2.4 S. 385 ff.; BGE 135 II 156 E. 3.1 S. 157 ff.; BGE 134 II 45 E. 2.2.1 S. 47). Das Bundesgericht hat die allgemeine Beschwerdebefugnis des Kantons namentlich bejaht in Fällen, in denen einem Entscheid präjudizielle Bedeutung für die öffentliche Aufgabenerfüllung zukam, so etwa wenn er zur Folge haben könnte, dass Beamte in einer Vielzahl von künftigen Fällen vor ungerechtfertigter Strafverfolgung entgegen der Absicht des kantonalen Gesetzgebers keinen besonderen Schutz geniessen, was sich nachteilig auf das Funktionieren staatlicher
2.1.2 Geht es um Entscheide mit finanziellen Auswirkungen, hat die Rechtsprechung in verschiedenen Konstellationen die Legitimation von Kanton oder Gemeinde bejaht, so in der Eigenschaft als Subventionsgesuchsteller (BGE 122 II 382 E. 2b S. 383 f.; Urteil 2C_461/2011 vom 9. November 2011 E. 1), bezüglich der Kostenersatzpflicht gemäss dem Bundesgesetz über die Zuständigkeit für die Unterstützung Bedürftiger (BGE 136 V 346 E. 3.5 S. 350, BGE 136 V 351 E. 2.3 S. 353) oder der Berechtigung zur Drittauszahlung in der Sozialversicherung (BGE 135 V 2 E. 1.1 S. 4). Ebenfalls bejaht hat das Bundesgericht die Legitimation mit der Begründung, der Kanton sei in Bezug auf den Schutz seines Verwaltungs- oder Finanzvermögens wie ein Privater betroffen, so etwa als öffentlicher Arbeitgeber (BGE 134 I 204 E. 2.3 S. 207 f.; BGE 124 II 409 E. 1e/dd S. 419), in Fällen der Staatshaftung (Urteil 2C_111/2011 vom 7. Juli 2011 E. 1.3, in: RDAF 2011 I S. 594) oder als Schuldner einer Enteignungsentschädigung (BGE 103 Ib 210 E. 1f S. 216; unter Hinweis auf Art. 78 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Juni 1930 über die Enteignung [EntG; SR 711]: BGE 132 II 475 E. 1 S. 477; 131 II 137 E. 1.1 S. 140). In anderen Fällen wurde die Legitimation des Gemeinwesens damit begründet, es seien zentrale hoheitliche Interessen berührt, so in Bezug auf den interkommunalen Finanzausgleich und ähnliche Regelungen (BGE 135 I 43 E. 1.3 S. 47; BGE 135 II 156 E. 3.3 S. 160), als Gläubiger von Kausalabgaben (BGE 119 Ib 389 E. 2e S. 391; Urteil 2C_712/2008 vom 24. Dezember 2008 E. 1.3)
Entscheid : 138 II 506
Publiziert : 12. Februar 2013
Status : 138 II 506
Regeste : Art. 82 lit. a, Art. 89 Abs. 1 BGG; Legitimation einer Kantonsregierung zur Anfechtung eines...
EntG: 78
ZPO: 123
ZPO Art. 123 Nachzahlung SR 272 Schweizerische Zivilprozessordnung - Zivilprozessordnung
103-IB-210 • 119-IB-389 • 122-II-382 • 123-II-425 • 124-II-409 • 131-II-137 • 132-II-475 • 132-V-200 • 133-II-400 • 134-I-204 • 134-II-45 • 134-V-53 • 135-I-43 • 135-I-91 • 135-II-12 • 135-II-156 • 135-V-2 • 136-I-265 • 136-II-204 • 136-II-274 • 136-II-383 • 136-V-346 • 136-V-351 • 137-IV-269 • 138-I-143 • 138-I-196 • 138-II-506
1C_220/2009 • 1C_79/2011 • 2C_100/2012 • 2C_1016/2011 • 2C_111/2011 • 2C_444/2008 • 2C_461/2011 • 2C_712/2008 • 8C_1025/2009
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2006/7299
2011 I 594