Source: https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/archiv/detail/umschulung-wieder-aufnehmen-greift-69-sgb-ix-in-meinem-fall.html
Timestamp: 2020-02-19 02:27:03
Document Index: 358998954

Matched Legal Cases: ['§69', '§69', '§69', '§68', '§69', '§ 68', '§68', '§68']

Umschulung wieder aufnehmen, greift §69 SGB IX in meinem Fall? | Ihre Vorsorge
Umschulung wieder aufnehmen, greift §69 SGB IX in meinem Fall?
Stefan Dittler
Liebe Experten und Foren-User
Ich lehne meinen Beitrag an folgendes Thema an, das hier schon existiert.
https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/forum/detail/rueckkehr-in-umschulung-nach-krankheit-jetzt-neues-teilhabegesetz.html
Auch ich war bis Dezember 2012 in einem Beschäftigungsverhältnis und wurde dann krank. Nach medizinischer Reha und einigen Hürden wurde mir eine Umschulung als Mediengestalert genehmigt mit einem entsprechenden Vorkurs, um Schulkenntnisse wieder aufzufrischen. Dieser Kurs begann im September 2015, also innerhalb der 3-Jahres-Frist, in der das Gehalt noch in die ÜBG-Berechnung mitgenommen werden konnte. Allerdings stellte sich damals heraus, dass ich mit der Tarifberechnung, die damals noch galt, 4 Cent pro Tag mehr bekommen wurde. Also wurde der Tarif genommen und nicht mein tatsächlicher Verdienst.
Nun bin ich während des Praxisteils im 3. Semester wieder erkrankt und musste ein Semester pausieren. Fange jetzt in 3 Wochen an und werde das 3. Semester wiederholen.
Gilt bei mir nun der §69 SGB IX, also werde ich wieder das gleiche ÜBG wie vorher bekommen? Ich bin im Krankengeldbezug bis zur Fortsetzung der Maßnahme.
Meiner Meinung nach nicht, da der letzte Entgeltzeitraum über 3 Jahre her ist.
Hallo Stefan Dittler,
wie bereits ??? richtig ausgeführt hat, liegt der maßgebliche Bemessungszeitraum außerhalb des 3-Jahreszeitraumes. Daher erfolgt die Berechnung des Übergangsgeldes für den neuen Maßnahmestart ausschließlich nach §68 SGB IX (Qualifikationsgruppen). §69 SGB IX greift in Ihrem Fall nicht.
Können Sie mir die aktuellen Zahlen für diese Qualifikationsgruppen nennen? Oder richten sich diese nach den Werten, die bereits die Agentur für Arbeit bei ihren Berechnungen beim ALG I verwendet?
zur Berechnung der Qualigruppen möchte ich § 68 Abs. 2 SGB 9 n. F. zitieren:
"Für die Festsetzung des fiktiven Arbeitsentgelts ist der Leistungsempfänger der Qualifikationsgruppe zuzuordnen, die seiner beruflichen Qualifikation entspricht. Dafür gilt folgende Zuordnung:
1.	für eine Hochschul- oder Fachhochschulausbildung (Qualifikationsgruppe 1) ein Arbeitsentgelt in Höhe von einem Dreihundertstel der Bezugsgröße,
2.	für einen Fachschulabschluss, den Nachweis über eine abgeschlossene Qualifikation als Meisterin oder Meister oder einen Abschluss in einer vergleichbaren Einrichtung (Qualifikationsgruppe 2) ein Arbeitsentgelt in Höhe von einem Dreihundertsechzigstel der Bezugsgröße,
3.	für eine abgeschlossene Ausbildung in einem Ausbildungsberuf (Qualifikationsgruppe 3) ein Arbeitsentgelt in Höhe von einem Vierhundertfünfzigstel der Bezugsgröße und
4.	bei einer fehlenden Ausbildung (Qualifikationsgruppe 4) ein Arbeitsentgelt in Höhe von einem Sechshundertstel der Bezugsgröße.
Maßgebend ist die Bezugsgröße, die für den Wohnsitz oder für den gewöhnlichen Aufenthaltsort der Leistungsempfänger im letzten Kalendermonat vor dem Beginn der Leistung gilt."
Im Jahr 2018 beträgt die jährliche Bezugsgröße (West) 36540 Euro und die jährliche Bezugsgröße (Ost) 32340 Euro.
Hallo und erneut vielen Dank.
Ich habe eine abgeschlossene Ausbildung in einem Beruf, das heisst, ich komme in die Gruppe 3.
NAch meiner Berechnung ergibt das einen Betrag von 81,20 Eur/Tag
Nach §68 "(1) Für die Berechnung des Übergangsgeldes während des Bezuges von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben werden 65 Prozent eines fiktiven Arbeitsentgelts zugrunde gelegt"
Wie berechnet sich das dann? Denke, ein Experte kann das schnell ausrechnen oder?
Spielt es bei diesem fiktiven Gehalt überhaupt noch eine Rolle, ob man Kinder hat oder nicht?
"Nach §68 "(1) Für die Berechnung des Übergangsgeldes während des Bezuges von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben werden 65 Prozent eines fiktiven Arbeitsentgelts zugrunde gelegt"
Wie berechnet sich das dann?"
81,20 € x 0,65 (= 52,78 €)
"Spielt es bei diesem fiktiven Gehalt überhaupt noch eine Rolle, ob man Kinder hat oder nicht?"
Ja, wie bisher auch. Mit Kinder 75%, ohne Kinder 68 % der täglichen Berechnungsgrundlage (52,78 €)