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Timestamp: 2019-10-20 06:30:06
Document Index: 368284696

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 1', '§ 9', '§ 10', '§ 23', '§ 28', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 33', '§ 34', '§ 36', '§ 12', '§ 12', '§ 20', '§ 15', '§ 2', '§ 12', '§ 29', '§ 12', '§ 1', '§ 6', '§ 9', '§ 37']

715 Archiv Prüfungsordnung für die Erste und Zweite Theologische Prüfung - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
715 Archiv Prüfungsordnung für die Erste und Zweite Theologische Prüfung
Prüfungsordnung für das Erste Theologische Examen in der Evangelischen Kirche im Rheinland
§§ 2 bis 10 (gegenstandslos)
Prüfungsordnung für die Erste und Zweite Theologische Prüfung in der Evangelischen Kirche im Rheinland In der Fassung der Bekanntmachung vom 24. September 1999
§ 1 – § 9
§ 10 – § 23
§ 28 Prüfungsbereiche
§ 30 Anfertigung der Hausarbeiten
§ 31 Wissenschaftliche Hausarbeit
§ 32 Predigt
§ 33 Entwurf einer Unterrichtseinheit
§ 34 Praxisprojekt
§ 36 Feststellung des Prüfungsergebnisses
Geltungszeitraum bis: 14.12.2007
geändert durch Beschluss vom 2. Oktober 2007 (KABl. 2007 S. 453)
Aufgrund von § 12 des Rheinischen Ausführungsgesetzes1# zum Pfarrerausbildungsgesetz vom 11. Januar 1984 (KABl. S. 22) hat die Kirchenleitung am 30. April 2004 beschlossen, die nachstehende Neufassung der Prüfungsordnung für die Erste und Zweite Theologische Prüfung in der Evangelischen Kirche im Rheinland zu veröffentlichen:
der/dem Präses und von der Kirchenleitung beauftragten Mitgliedern der Kirchenleitung und des Landeskirchenamtes.
( 1 ) Die Kandidatin/Der Kandidat hat das Recht, innerhalb von vier Wochen nach Zustellung des Prüfungsergebnisses auf Antrag bei der oder dem Vorsitzenden des Theologischen Prüfungsamtes seine schriftlichen Prüfungsarbeiten im Theologischen Prüfungsamt persönlich einzusehen.
wenn der nach Absatz errechnete Gesamtdurchschnitt der Prüfungsleistungen nicht wenigstens die Note ausreichend ergibt oder
( 3 ) Eine Nachprüfung ist – unter der Voraussetzung, dass kein Sachverhalt nach Absatz 3 vorliegt – erforderlich,
Ökumene/Weltmission,
( 2 ) § 12 wird erstmals für die Erste Theologische Prüfung, die mit der mündlichen Prüfung im Frühjahr 2006 abschließt, angewandt. Für Kandidatinnen und Kandidaten, die erstmals bis zu der Ersten Theologischen Prüfung, die mit den mündlichen Prüfungen im Herbst 2005 abschließen, zugelassen werden, gelten die Zulassungsvoraussetzungen nach der am 30. September 1999 geltenden Prüfungsordnung6#.
( 3 ) Für Kandidatinnen und Kandidaten, die den kirchlichen Vorbereitungsdienst vor dem 1. April 2005 begonnen haben, gelten Abschnitt III der am 30. September 2004 geltende Prüfungsordnung7# und der dazugehörige Stoffplan8# weiter. Das Theologische Prüfungsamt kann in diesen Fällen im Einvernehmen mit der Kandidatin/dem Kandidaten festlegen, dass die Prüfung nach der ab 1. Oktober 2004 geltenden Prüfungsordnung durchgeführt wird.
Ökumene/Mission
In der Prüfung sollen ausgehend von der gegenwärtigen Praxis (Kirchengemeinde und Kirchenkreis der Kandidatin/des Kandidaten, Landeskirche, EKD, Ökumenischer Rat) die ökumenische und missionarische Dimension kirchlichen Lebens und Handelns in der Gegenwart aufgezeigt und Begründungen und Zielsetzungen der Kirche dargestellt und beurteilt werden können. Dabei werden Kenntnisse vorausgesetzt über:
die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland, die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (LKG),
die Geschichte der Mission, der Missionswerke EMW und VEM und des Kirchlichen Entwicklungsdienstes,
Dialog mit Israel und Mission unter den Völkern.
für das Erste Theologische Examen
Vom 6. Mai 1971
Aufgrund des § 20 des Pfarrerausbildungsgesetzes der Evangelischen Kirche der Union vom 2. Dezember 1965 (ABl. EKD 1966 S. 206) und des § 15 des rheinischen Ausführungsgesetzes zum Pfarrerausbildungsgesetz vom 12. Januar 1967 (KABl. S. 17) hat die Kirchenleitung folgende Prüfungsordnung erlassen:
( 1 ) (gegenstandslos).
( 2 ) Das Gesuch um Zulassung ist über den zuständigen Superintendenten an das Landeskirchenamt zu richten. Dem Antrag sind folgende Unterlagen – soweit diese nicht bereits bei der Beantragung der Aufnahme in die Liste der Theologiestudenten eingereicht worden sind – beizufügen:
handschriftlicher Lebenslauf bzw. Ergänzung des Lebenslaufs, gegebenenfalls mit Angaben über die Motivation zum Studium und über dessen Verlauf,
Lichtbild (Passbild genügt),
je eine beglaubigte Abschrift oder Fotokopie der Geburtsurkunde, des Taufscheins, der Bescheinigung der Konfirmation, des Reifezeugnisses eines Gymnasiums, gegebenenfalls der Ersatzzeugnisse und Zeugnisse über Sprachprüfungen (Latinum, Graecum, Hebraicum),
ein amtlich beglaubigtes chronologisches Verzeichnis über die in den einzelnen Semestern belegten Vorlesungen und Seminare,
ein nach den theologischen Disziplinen geordnetes Verzeichnis über die belegten Vorlesungen und Seminare,
Bescheinigungen über die Teilnahme an Seminaren und Übungen,
Bescheinigung des die obligatorische Studienberatung abschließenden Kolloquiums (Zwischenprüfung) einer Evangelisch-theologischen Fakultät (Kirchlichen Hochschule),
Nachweise über die Teilnahme an den Kirchlichen Praktika (Gemeinde-, Diakonie-, Industriepraktikum) und die dazugehörigen Tagungen,
(gegenstandslos).
( 3 ) (gegenstandslos).
( 4 ) (gegenstandslos).
§§ 2 bis 10
In der Fassung der Bekanntmachung vom 24. September 1999
Aufgrund von § 12 des Rheinischen Ausführungsgesetzes zum Pfarrerausbildungsgesetz vom 11. Januar 1984 (KABl. S. 22) hat die Kirchenleitung am 24. September 1999 beschlossen, die nachstehende Neufassung der Prüfungsordnung für die Erste und Zweite Theologische Prüfung in der Evangelische Kirche im Rheinland vom 24. Mai 1984 (KABl. S. 113) zu veröffentlichen:
In der Zweiten Theologischen Prüfung führt der Prüfling den Nachweis, dass er sich die für den Dienst als Pfarrer in der Kirche erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten angeeignet hat.
Zur Zweiten Theologischen Prüfung kann zugelassen werden, wer der Evangelischen Kirche im Rheinland angehört und den Vorbereitungsdienst ordnungsgemäß abgeleistet hat. In Ausnahmefällen können Prüflinge zugelassen werden, die einer anderen evangelischen Kirche angehören. Die Zulassung nach anderen Rechtsvorschriften bleibt unberührt.
( 1 ) Die Meldung zur Zweiten Theologischen Prüfung ist an das Landeskirchenamt zu richten. Die Meldung zum Frühjahrstermin muss bis zum 10. Juli des Vorjahres, die Meldung zum Herbsttermin bis zum 10. Januar des Jahres beim Landeskirchenamt eingehen.
handschriftliche Ergänzung des Lebenslaufs,
Hausarbeit Praxisprojekt.
Predigt – Gottesdienst – Kasualien,
Seelsorge – Beratung – Gespräch,
Kirchliche Bildungs- und Erziehungsarbeit,
Gemeindeleitung – Kirchliche Organisation – Kirchenrecht,
Ökumene/Mission und Diakonie.
dem Entwurf einer Unterrichtseinheit,
dem Praxisprojekt.
( 1 ) Die Hausarbeit „Praxisprojekt“ ist bei der Meldung zur Zweiten Theologischen Prüfung einzureichen.
( 2 ) Nach der Meldung zur Zweiten Theologischen Prüfung erhält der Prüfling
drei Themen (zur Auswahl) für die Wissenschaftliche Hausarbeit,
zwei Texte (zur Auswahl) für die Predigt,
zwei Themen (zur Auswahl) für den Entwurf einer Unterrichtseinheit.
Für die Anfertigung der vorgenannten Arbeiten stehen neun Wochen zur Verfügung.
( 3 ) Wenn der Prüfling an der Anfertigung der Wissenschaftlichen Hausarbeit, der Predigt und des Entwurfs einer Unterrichtseinheit aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, verhindert ist, kann der Vorsitzende des Theologischen Prüfungsamtes eine Fristverlängerung gewähren.
( 4 ) Während der Anfertigungszeit der in § 29 Nr. 1 bis 3 genannten schriftlichen Hausarbeiten ist der Prüfling für einen zusammenhängenden Zeitraum von fünf Wochen von den übrigen Diensten in der Gemeinde zu befreien.
( 1 ) Die Wissenschaftliche Hausarbeit ist über ein Thema aus den Bereichen
Praktische Theologie (Predigt-Gottesdienst-Kasualien/
Seelsorge-Beratung-Gespräch)
anzufertigen. Aus den drei Bereichen wird je ein Thema gestellt, von denen eines zu wählen ist. Die Themen sollen aus der gegenwärtigen theologischen Diskussion der Kirche gewählt werden.
( 2 ) Die Wissenschaftliche Hausarbeit soll 15 bis 25 Halbseiten (einschließlich der Anmerkungen) umfassen.
( 3 ) Aufgrund einer von einer evangelisch-theologischen Fakultät oder einem evangelisch-theologischen Fachbereich einer deutschsprachigen Universität oder einer deutschen Kirchlichen Hochschule angenommenen Doktorarbeit oder Magisterarbeit kann die Wissenschaftliche Hausarbeit erlassen werden, sofern die Arbeit nicht schon bei der Ersten Theologischen Prüfung berücksichtigt wurde. Die Note einer solchen Arbeit wird nicht in das Zeugnis übernommen und bleibt bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses der Zweiten Theologischen Prüfung außer Betracht.
( 1 ) Es ist eine Predigt über einen gestellten Text vorzulegen. Dabei ist der Weg vom Text zur ausgeführten Predigt unter exegetischen, hermeneutischen und homiletischen Gesichtspunkten darzustellen und zu begründen.
( 2 ) Die Predigt (einschließlich der Vorarbeiten) soll 15 Halbseiten (einschließlich Anmerkungen) umfassen.
( 1 ) Es ist der Entwurf einer Unterrichtseinheit mit näher ausgeführter Einzelstunde aus dem Bereich Konfirmandenarbeit oder Religionsunterricht vorzulegen.
( 2 ) Der Entwurf einer Unterrichtseinheit (einschließlich der Vorarbeiten) soll 15 Halbseiten (einschließlich Anmerkungen) umfassen.
( 1 ) Der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, Planung und Durchführung seiner gemeindlichen Arbeit zu reflektieren und die dabei gewonnenen Erfahrungen im Blick auf die weitere Gemeindearbeit auszuwerten. Zu diesem Zweck hat er ein Arbeitsvorhaben eigener Wahl aus dem Bereich „Kirchliches Handeln“ zu beschreiben, aus der Gemeindesituation heraus zu erläutern und theologisch zu begründen. „Kirchliches Handeln“ umfasst dabei die Bereiche: Gottesdienst, Amtshandlungen, Konfirmandenarbeit, Jugend- bzw. Freizeitarbeit und Erwachsenenbildung.
( 2 ) Der Umfang der Arbeit, einschließlich eventuell beigefügter Unterlagen, soll 15 bis 30 Halbseiten umfassen.
Kirchengeschlichte,
Zu dem Bereich „Biblische Theologie“ gibt der Prüfling ein dem Alten und Neuen Testament gemeinsames Thema an, von dem das Prüfungsgespräch ausgeht.
Im Bereich „Seelsorge – Beratung – Gespräch“ soll das Prüfungsgespräch von einem konkreten Beispiel ausgehen. Dem Prüfling soll Gelegenheit gegeben werden, Bezüge zur eigenen Praxis herzustellen.
Zu dem Bereich „Systematische Theologie unter den Bedingungen kirchlichen Handelns“ kann der Prüfling aus dem Bereich der dogmatischen bzw. sozialethischen Diskussion der Gegenwart ein Thema eigener Wahl angeben, das in der Prüfung zusätzlich zu dem vom Prüfer in das Prüfungsgespräch eingeführten Thema berücksichtigt wird.
Im Bereich „Gemeindeleitung – Kirchliche Organisation – Kirchenrecht“ geht das Prüfungsgespräch von einer konkreten Situation der Gemeindeleitung oder der kirchlichen Organisation aus.
Zu dem Bereich „Kirchengeschichte“ kann der Prüfling einen Themenbereich angeben, von dem das Prüfungsgespräch ausgeht.
Zu dem Bereich „Ökumene/Mission und Diakonie“ kann der Prüfling in einem der beiden Bereiche gemäß der in dem „Stoffplan für die Zweite Theologische Prüfung“ vorgegebenen Differenzierung des Prüfungsstoffes den Gesprächseinstieg wählen. Die mündliche Prüfung erstreckt sich auf beide Teilbereiche.
( 4 ) Die in Absatz 3 Buchstabe a, c und e vorgesehenen Wahlthemen, hat der Prüfling innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe der Themen für die Hausarbeit einzureichen. Die Wahlthemen müssen inhaltlich voneinander unterschieden sein. Das gewählte Thema der Wissenschaftlichen Hausarbeit darf nicht als Wahlthema angegeben werden. Wenn das Theologische Prüfungsamt nicht innerhalb von zwei Monaten widerspricht, gelten die genannten Wahlthemen als angenommen.
( 5 ) Die mündliche Prüfung in dem Bereich Biblische Theologie (Absatz 2 Ziffer 1) dauert 30 Minuten. Die mündlichen Prüfungen in den in Absatz 2 Ziffer 2, 4, 5 und 8 genannten Bereichen dauern je 20 Minuten. Die mündlichen Prüfungen in den in Absatz 2 Ziffer 3, 6 und 7 genannten Bereichen dauern je 15 Minuten.
( 1 ) Zur Feststellung des Gesamtergebnisses der Prüfung werden die Wissenschaftliche Hausarbeit, die Predigt, der Entwurf einer Unterrichtseinheit und das Praxisprojekt doppelt bewertet.
( 2 ) Die Ergebnisse der mündlichen Prüfung werden bei der Feststellung des Gesamtergebnisses einfach bewertet.
( 3 ) Die Einzelleistungen werden in zwei Gruppen aufgeteilt:
aus der mündlichen Prüfung:
Predigt – Gottesdienst – Kasualien;
Wissenschaftliche Hausarbeit,
Entwurf einer Unterrichtseinheit;
( 4 ) Genügen die Einzelleistungen des Prüflings insgesamt den Anforderungen, so ist die Prüfung für bestanden zu erklären, und zwar:
mit dem Gesamtprädikat „ausreichend“ bei einem Notendurchschnitt von 3,25 bis 4,00,
mit dem Gesamtprädikat „befriedigend“ bei einem Notendurchschnitt von 2,50 bis 3,24,
mit dem Gesamtprädikat „sehr gut“ bei einem Notendurchschnitt von 1,00 bis 1,74.
( 5 ) Eine Nachprüfung muss der Prüfling ablegen, wenn in drei Einzelleistungen die Note mangelhaft oder ungenügend gegeben wurde, oder wenn im Bereich der Gruppe A zwei Einzelleistungen mangelhaft oder ungenügend bewertet worden sind. Die Prüfungskommission setzt fest, in welchem Fach und nach welchem Zeitraum die Nachprüfung abzulegen ist. Der Zeitraum für die Ablegung der Nachprüfung ist auf ein halbes Jahr begrenzt. Wenn die in der Nachprüfung geforderte Leistung nicht mit wenigstens ausreichend bewertet wird, ist die Prüfung nicht bestanden. Bei einer Nachprüfung kann kein besseres Gesamtergebnis als ausreichend zuerkannt werden.
( 6 ) Die Prüfung ist nicht bestanden,
wenn der Gesamtdurchschnitt der Prüfungsleistungen nicht mindestens die Note ausreichend ergibt,
wenn in mehr als drei Einzelleistungen die Note mangelhaft oder ungenügend gegeben wurde,
wenn im Bereich der Gruppe A mehr als zwei Einzelleistungen mit mangelhaft oder ungenügend bewertet wurden,
wenn mehr als eine Einzelleistung mit ungenügend benotet wurde.
( 7 ) Im Falle einer Wiederholung der Prüfung entscheidet die Prüfungskommission, ob die schriftlichen Arbeiten, die mindestens die Note ausreichend erhalten haben, angerechnet werden.
Aufgrund von § 12 des Rheinischen Ausführungsgesetzes zum Pfarrerausbildungsgesetz vom 11. Januar 1984 (KABl. S. 22) hat die Kirchenleitung am 24. Mai 1984 folgenden Stoffplan für die Zweite Theologische Prüfung der Evangelischen Kirche im Rheinland erlassen:
Das Prüfungsgespräch im Bereich „Biblische Theologie“ soll zeigen, wie der Prüfling seine Kenntnisse biblischer Theologie auf Zeugnis und Dienst der Kirche heute und auf die Berufspraxis des Pfarrers beziehen kann. Dabei werden unter Einbeziehung eines biblischen Textes (Urtext) aus dem Alten und Neuen Testament gemeinsame Themenbereiche behandelt.
Predigt – Gottesdienst – Kasualien
In der Prüfung soll der Prüfling zeigen, dass er Begründung und Zielsetzung der Predigt in Gottesdiensten, bei Amtshandlungen und bei anderen Anlässen sowie die Ordnung und Gestaltung der Gottesdienste und Amtshandlungen darstellen und beurteilen kann.
Aufgrund seiner Erfahrungen soll er darstellen und begründen können, wie er unterschiedliche homiletische und gottesdienstliche Konzeptionen und Modelle in seiner Predigt- und Gottesdienstpraxis aufgreift.
Dabei wird die Kenntnis neuerer homiletischer Ansätze, der Agende, neuer Gottesdienstmodelle und des Gesangbuches vorausgesetzt.
Seelsorge – Beratung – Gespräch
Im Bereich Seelsorge – Beratung – Gespräch soll der Prüfling nachweisen, dass ihm die unterschiedlichen Seelsorge- und Beratungskonzeptionen bekannt sind. Die Kenntnis eines Lehrbuches aus der neueren Geschichte der Seelsorge wird vorausgesetzt.
Kirchliche Bildungs- und Erziehungsarbeit
Der Prüfling soll in der Prüfung zeigen, dass er die Begründung und Zielsetzung kirchlicher Bildungs- und Erziehungsarbeit (in Konfirmandenarbeit, Religionsunterricht, Kindergarten, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung) im Kontext des Gemeindeaufbaus darstellen und beurteilen kann.
Aufgrund seiner Erfahrung soll er hierbei insbesondere religionspädagogische Konzeptionen und Modelle im Bereich der Konfirmandenarbeit und des Religionsunterrichts sowie der Erwachsenenbildung erläutern.
Die Kenntnis didaktischer Grundfragen eines in der rheinischen Kirche gebrauchten Katechismus und seiner didaktischen Grundfragen, der Rahmenordnung und der Arbeitshilfe für den kirchlichen Unterricht sowie der Bedeutung von Stoff- und Lehrplänen für den Religionsunterricht und den kirchlichen Unterricht wird dabei vorausgesetzt.
Systematische Theologie unter den Bedingungen kirchlichen Handelns
In der Prüfung soll der Prüfling zeigen, dass er kirchliche Praxis anhand systematisch-theologischer Problemstellungen begründen und befragen kann. Der Prüfling soll ferner nachweisen, dass er in der Lage ist, seine Kenntnisse in Systematischer Theologie auf Fragen aus Kirche und Gesellschaft – wie sie an ihn in seiner Berufspraxis herangetragen werden – zu beziehen. Dabei wird die Kenntnis der entsprechenden Fragestellungen und Antworten aus anderen christlichen Kirchen gewünscht.
Gemeindeleitung – Kirchliche Organisation – Kirchenrecht
In der Prüfung soll der Prüfling Verständnis für Grundprobleme des Kirchenrechts und der kirchlichen Verwaltung nachweisen.
Kenntnisse der für die pfarramtliche Praxis wichtigen Bestimmungen der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland, des Pfarrerdienstrechts, der Presbyterwahlordnung und des kirchlichen Mitarbeiterrechts sowie wichtiger Bestimmungen der Verwaltungsordnung sind erforderlich.
Die Prüfung soll zeigen, dass der Prüfling Entwicklungen und Probleme der Kirchengeschichte des Rheinlandes darstellen und theologisch beurteilen kann. Genaue Kenntnis des Kirchenkampfes wird vorausgesetzt.
Der Prüfling soll kirchengeschichtliche Entwicklungen des 19. und 20. Jahrhunderts darstellen und beurteilen können. Kenntnis der entsprechenden Geschichte der katholischen Kirche, der Freikirchen und der Sekten ist erwünscht.
Ökumene/Mission und Diakonie
Im Teilbereich „Mission und Ökumene“ soll der Prüfling nachweisen, dass er die missionarische und ökumenische Dimension der Kirche in der Gegenwart aufzeigen und Begründungen und Zielsetzungen für entsprechendes Handeln der Kirche darstellen und beurteilen kann.
Dafür sind Kenntnisse über
den Ökumenischen Rat der Kirchen, seine Geschichte und die Bedeutung seiner Programme für die Gemeindearbeit,
Weltmission, Volksmission, Geschichte der Mission, Kirchlichen Entwicklungsdienst und ihr Verhältnis zueinander,
Probleme und Aufgaben der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Bundesrepublik Deutschland sowie ökumenische Praxis auf örtlicher Ebene,
die Besonderheit des Verhältnisses zwischen Kirche und Judentum und
ökumenische Kirchenkunde erforderlich.
Im Teilbereich „Diakonie“ soll der Prüfling den Standort der Diakonie in der Kirche und die Rolle der Diakonie im Sozialgefüge des Staates beschreiben und bewerten können. Dazu sind Kenntnisse der geschichtlichen Wurzeln der Diakonie – insbesondere im 19. Jahrhundert – sowie über Arbeitsgebiete der Diakonie in der Gegenwart (Gemeindediakonie, Anstaltsdiakonie, Ausbildungsdiakonie und ökumenische Diakonie) erforderlich.
2 ↑ § 1 Abs. 2 Buchst. b neugefasst durch Beschluss vom 30. April 2004 (KABl. 2007 S. 453).
3 ↑ § 6 Abs. 1 geändert durch Beschluss vom 30. April 2004 (KABl. 2007 S. 453).
4 ↑ § 9 neugefasst durch Beschluss vom 30. April 2004 (KABl. 2007 S. 453).
5 ↑ Siehe § 37 Absatz 2.
6 ↑ Siehe Anlage 3
7 ↑ Siehe Anlage 4
8 ↑ Siehe Anlage 5