Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20R%2037/13
Timestamp: 2020-02-27 12:18:59
Document Index: 210264000

Matched Legal Cases: ['§ 20', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 14', '§ 32', '§ 23', '§ 126', 'Art. 14', '§ 52', '§ 23', '§ 52', '§ 3', '§ 52', '§ 3', '§ 20', '§ 22', '§ 52', '§ 3', '§ 23', '§ 3', '§ 93', '§ 3', '§ 52', '§ 52', '§ 20', '§ 52', '§ 20', '§ 20', '§ 2', '§ 32', '§ 32', '§ 43', '§ 20', '§ 20', '§ 32', '§ 20', '§ 135', '§ 23', '§ 52', '§ 52', '§ 52', '§ 3', '§ 3', '§ 52']

BFH, 03.11.2015 - VIII R 37/13 - dejure.org
https://dejure.org/2015,47694
BFH, 03.11.2015 - VIII R 37/13 (https://dejure.org/2015,47694)
BFH, Entscheidung vom 03.11.2015 - VIII R 37/13 (https://dejure.org/2015,47694)
BFH, Entscheidung vom 03. November 2015 - VIII R 37/13 (https://dejure.org/2015,47694)
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§ 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG), § ... 23 Abs. 3 Satz 9 EStG, Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG), Art. 3 Abs. 1 GG, Art. 14 GG, § 32d Abs. 1 EStG, § 23 EStG, § 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung, Art. 14 Abs. 1 GG, § 52a Abs. 11 Satz 4 EStG, § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG, § 52a Abs. 3 Satz 2 EStG, § 3 Nr. 40 Satz 1 Buchst. j EStG, § 52a Abs. 4 Satz 2 EStG, § 3c Abs. 2 EStG, § 20 Abs. 2 EStG, § 22 Nr. 2 EStG, § 52a Abs. 3 Satz 2, Abs. 4 Satz 2 EStG, § 3c Abs. 2 Satz 1 EStG, § 23 Abs. 3 EStG, § 3 Nr. 40 EStG, §§ 93a, 93b des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes, § 3c Abs. 2 Satz 1 2. Halbsatz EStG, § 52a Abs. 3 Satz 1 EStG, § 52a Abs. 10 Satz 1 EStG, Abs. 4 Satz 2, Abs. 11 EStG, § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1, § 52a Abs. 11 Satz 11 EStG, § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG, § 20 Abs. 6 Satz 2 EStG, § 2 EStG, § 32a EStG, § 32d Abs. 1 Satz 1, § 43 Abs. 5 Satz 1 EStG, § 20 Abs. 9 EStG, § 20 Abs. 9, § 32d Abs. 6 EStG, § 20 Abs. 6 EStG, Abs. 10, § 135 Abs. 2 FGO
§ 23 Abs 3 S 9 EStG 2002 vom 14.08.2007, § ... 52a Abs 3 S 2 EStG 2002 vom 14.08.2007, § 52a Abs 4 S 2 EStG 2002 vom 14.08.2007, § 52a Abs 10 EStG 2002 vom 14.08.2007, § 52a Abs 11 EStG 2002 vom 14.08.2007
Ertragsteuerliche Behandlung von Verlusten aus der Veräußerung von vor dem 01. Januar 2009 angeschafften Wertpapieren; Verfassungsmäßigkeit der Übergangsregelung zur Verrechnung von sog. Altverlusten
Ertragsteuerliche Behandlung von Verlusten aus der Veräußerung von vor dem 01. Januar 2009 angeschafften Wertpapieren
Dem Halbeinkünfteverfahren unterliegende Veräußerungsverlusten - und ihre Verrechnung nach Einführung der Abgeltungsteuer
Hälftiges Verlustausgleichsverbot beim Übergang zur Abgeltungsteuer
Unter das Halbeinkünfteverfahren fallende Tatbestände
BFHE 252, 274
DB 2016, 747
BStBl II 2016, 273
Einnahmen und Ausgaben aus solchen Geschäften werden jeweils nur zur Hälfte erfasst (§ 3 Nr. 40 Satz 1 Buchst. j EStG a.F.; § 3c Abs. 2 EStG a.F.; Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 3. November 2015 VIII R 37/13, BFHE 252, 274, BStBl II 2016, 273).
Aus diesem Blickwinkel hat der Gesetzgeber Altverluste für eine gewisse Dauer privilegiert, indem er zusätzlich die Verrechnung mit Neugewinnen zugelassen hat (so auch BFH-Urteil in BFHE 252, 274, BStBl II 2016, 273, Rz 21).
Aufgrund der Übergangsregelung des § 52a Abs. 3 Satz 2, Abs. 4 Satz 2, Abs. 10 und Abs. 11 EStG i.d.F. des UntStRefG 2008 gilt hinsichtlich der Besteuerung von Gewinnen und Verlusten aus der Veräußerung von Wertpapieren, die vor dem 1. Januar 2009 angeschafft wurden, die alte Rechtslage auch nach der Einführung der Abgeltungsteuer fort (vgl. BFH-Urteil in BFHE 252, 274, BStBl II 2016, 273, Rz 31).
Bei der Verlustverrechnung hat das FA zu berücksichtigen, dass Verluste aus der Veräußerung von Wertpapieren, die vor dem 1. Januar 2009 angeschafft wurden, auch nach dem Inkrafttreten der Abgeltungsteuer dem Halbeinkünfteverfahren unterliegen (Senatsurteil vom 3. November 2015 VIII R 37/13, BFHE 252, 274, BStBl II 2016, 273).
Der Senat sieht die Fortgeltung der Verlustverrechnungsbeschränkung für Altverluste jedoch vor dem Hintergrund des weiten Gestaltungsspielraumes des Gesetzgebers bei der gesetzlichen Ausgestaltung des Übergangs von der Besteuerung der Termingeschäfte als private Veräußerungsgeschäfte zur Besteuerung als Kapitaleinkünfte nach der Abgeltungsteuer als gerechtfertigt an (vgl. BFH-Urteil vom 3. November 2015 VIII R 37/13, BFHE 252, 274, BStBl II 2016, 273).
Ungeachtet der Tatsache, dass insoweit das Halbeinkünfteverfahren zu berücksichtigen wäre (vgl. BFH, Urteil vom 03. November 2015 VIII R 37/13, BFHE 252, 274, BStBl II 2016, 273), kommt es somit für die Frage der Steuerbarkeit des geltend gemachten Veräußerungsverlustes darauf an, wann die Anschaffung der Wertpapiere erfolgt ist.
Auch sieht der BFH die Fortgeltung der Verlustverrechnungsbeschränkung für Altverluste vor Einführung der Abgeltungssteuer vor dem Hintergrund des weiten Gestaltungsspielraumes des Gesetzgebers bei der gesetzlichen Ausgestaltung des Übergangs von der Besteuerung der Termingeschäfte als private Veräußerungsgeschäfte zur Besteuerung als Kapitaleinkünfte nach der Abgeltungsteuer zu Recht als gerechtfertigt an (zur Übergangsregelung BFH, Urteil vom 03. November 2015 - VIII R 37/13, BFHE 252, 274, BStBl II 2016, 273; BFH, Urteil vom 20. Oktober 2016 - VIII R 55/13, BFHE 256, 56, BStBl. II 2017, 264).
(Näher dazu BFH-Urteil vom 03.11.2015 VIII R 37/13, FR 2016, 1000).