Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=18.05.2000&Aktenzeichen=IX%20ZR%20119/99
Timestamp: 2020-01-23 19:15:32
Document Index: 168068105

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 11', 'BGH', '§ 3', '§ 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 129', '§ 129', '§ 129', '§ 129', '§ 129', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 18.05.2000 - IX ZR 119/99 - dejure.org
BGH, 18.05.2000 - IX ZR 119/99
https://dejure.org/2000,1189
BGH, 18.05.2000 - IX ZR 119/99 (https://dejure.org/2000,1189)
BGH, Entscheidung vom 18.05.2000 - IX ZR 119/99 (https://dejure.org/2000,1189)
BGH, Entscheidung vom 18. Mai 2000 - IX ZR 119/99 (https://dejure.org/2000,1189)
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AnfG § 1 a. F.
Schuldner - Erwerb - Weiterveräußerung - Gläubigerbenachteiligung
Anfechtbarkeit eines Rechtsgeschäfts trotz eines von allen Beteiligten beabsichtigten Durchgangserwerbs
Zur Frage, ob in der Veräußerung einer Sache eine anfechtbare Gläubigerbenachteiligung liegt, wenn der Schuldner die Sache in der dem Verkehr bekannten Absicht erworben hat, sie sofort an den Dritten weiterzuveräußern
AnfG § 1 (a. F.)
AnfG a. F. §§ 1, 3, 7
Gläubigerbenachteiligung durch Weiterveräußerung
NJW-RR 2001, 44
ZIP 2000, 1550
MDR 2000, 973
MDR 2000, 974
DNotZ 2000, 756
NZI 2000, 468
NZI Beilage 2001, 46
WM 2000, 1459
DB 2001, 33
Folgerichtig hat der Senat in früheren Entscheidungen die Vorschriften der §§ 11, 12 AnfG ohne weitere Begründung angewandt (vgl. etwa BGH, Urteil vom 18. Mai 2000 - IX ZR 119/99, NZI 2000, 468, 469 f unter III.2 zu § 3 Abs. 1 Nr. 4, § 7 AnfG a.F.).
Die Frage des ursächlichen Zusammenhangs zwischen der Rechtshandlung des Schuldners und der Gläubigerbenachteiligung ist aufgrund des realen Geschehens zu beurteilen (BGHZ 104, 355, 359 f; 121, 179, 187; 123, 183, 190 f; 123, 320, 325 f; 128, 184, 192; BGH, Urt. v. 18. Mai 2000 - IX ZR 119/99, ZIP 2000, 1550, 1551).
Das hindert jedoch die Anfechtung gegenüber dem unmittelbaren Empfänger ebenfalls nicht (vgl. Senatsurteil vom 18. Mai 2000 - IX ZR 119/99, WM 2000, 1459, 1460 f.).
Denn der Beklagte war nicht Treuhänder für die BG in diesem Sinne (zur Abgrenzung vgl. Senatsurteil vom 18. Mai 2000 - IX ZR 119/99, WM 2000, 1459, 1461).
Derartige hypothetische Ursachen sind aber grundsätzlich nicht zu berücksichtigen (BGH ZIP 00, 1550, 1551; Z 123, 320 = ZIP 93, 1653 [II 3 b];… Kirchhof a.a.O. § 129, 181;… Hirte a.a.O. § 129, 123;… de Bra a.a.O. § 129, 36;… Nerlich a.a.O. § 129, 70;… Breutigam a.a.O. § 129, 25;… Gerhardt/Kreft a.a.O. S. 18/19).
Demnach kann es für den erhobenen Anspruch grundsätzlich nicht erheblich sein, ob der eingetretene Rechtserfolg auch ohne Zwischenschaltung der Schuldnerin hätte bewirkt werden können (so BGH ZIP 2000, 1550, 1551 [dort zum AnfG] m.N.; vgl. auch BGH NJW 99, 2669, 2670).
Dies ist unter Zugrundelegung des tatsächlichen Geschehens zu beurteilen (BGHZ 104, 355 [360] = ZIP 1988, 1060 = NJW 1988, 3265; BGH ZIP 2000, 1550 = NJW-RR 2001, 44 = NZI 2000, 468).
OLG Hamm, 06.02.2001 - 27 U 125/00
Anfechtung einer Grundstückübertragung - Rückauflassungsvormerkung zugunsten der …
Auch ohne - unzulässige - Berücksichtigung hypothetischer Kausalverläufe (dazu BGH in ZIP 2000, 1550/1 unter Hinweis auf BGH ZIP 1988, 1060/1) muss zur Feststellung der Gläubigerbenachteiligung notwendig das dem Vollstreckungszugriff ohne die angefochtene Rechtshandlung unterlegene Vermögen des Schuldners mit dem verglichen werden, was als Zugriffsmasse nach der Handlung verblieben ist.