Source: https://online-immoberater.de/doc/Info_min1.html
Timestamp: 2019-03-24 11:27:33
Document Index: 236483678

Matched Legal Cases: ['§ 194', '§194', 'Art 14', '§ 192', '§ 21', '§ 17', '§ 15', '§ 192', '§ 21', '§ 22', '§22', '§ 23', '§ 21', '§ 21', '§ 21', '§ 8', '§ 8', '§ 15', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 18', '§ 17', '§ 20', '§ 8', '§42', '§42', '§ 21', '§ 21']

Immobilienbewertung Schwertverfahren, Ertragswertverfahren,ImmoWertV, WoflV, SW-RL , www.online-immoberater.de
Grundlagen Grundstückswertermittlung
Ziel einer Grundstücks-Wertermittlung i.S.v. § 194 BauGB, ist die Ermittlung des Verkehrswertes (Marktwert), d.h. des Preises, der zu einem bestimmten Zeitpunkt im gewöhn­lichen Geschäfts­verkehr, ohne Rücksicht auf persön­liche oder ungewöhnliche Verhältnisse, zu erzielen wäre. Wertermittlungen, gem. §194 BauGB, werden u. a. im privaten Grundstücksverkehr(z.B. für Kreditsicherungen), bei Ermittlung von Enteignungsentschädigungen ( z.B. Art 14 III GG) etc.., benötigt.
Normierte Wertermittlungsgrundlagen
Baugesetzbuch ( §§ 192 ff. BauGB)
ImmobilienwertermittlungsVO (ImmoWertV)
Wertermittlungsrichtlinien 2006 (WertR)
Ertragswertrichtlinien (EW-RL)
Verfahrensarten Grundstückswertermittlung
Folgende maßgebliche Bewertungs­verfahren sind in der ImmoWertV normiert:
Sachwertverfahren - §§ 21 ff ImmoWertV
Ertragswertverfahren - §§ 17 ff ImmoWertV
Vergleichswertverfahren - § 15 ImmoWertV
Der Gutachter­ausschuss i.S.v. § 192 BauGB, ist ein selbständiges, unabhängiges Gremium, mit dem gesetzlichen Auftrag , für die notwendige Transparenz auf dem Grundstücksmarkt, zu sorgen.
Das Erfassen von Grund­stücks­kauf­preisen
Die Ver­öffent­lichung von Boden­richt­werten, Liegen­schafts­zinsen, Markt­anpassungs­faktoren..
Sach-, Ertrags-, Vergleichswertverfahren
Kurzübersicht Grundstückswertermittlungsnormen
Sachwertverfahren - §§ 21-23 ImmoWertV
Anwendung: Wertermittlung von bebauten Grundstücken ohne direkten Renditebezug
Herstellungskosten baul. Anlagen
= Brutto-Grundfläche x Normalherstellungskosten
§ 22 III ImmoWertV i.V.m. Anlage 1 SW-RL
§22 III ImmoWertV
nutzbarer baul. Anlagen
Alterswertminderung(..linear)
§ 23 III ImmoWertV
Bodenwert ( §§ 21, 16 ImmoWertV ) u.
Herstellungswert Außenanlagen
§ 21 II ImmoWertV
Marktanpassungfaktor
§§ 21,14 Nr.1 ImmoWertV
Merkmale(Bauschäden..) § 8 II Nr.2 ImmoWertV
§ 8 I ImmoWertV
Vergleichswertverfahren - §§ 15 - 16 ImmoWertV
Anwendung: Wertermittlung bebauter u. unbebauter Grundstücke
Verfahren: Kaufpreisanalysen anderer Grundstücke, die in Größe, etc. .. hinlänglich mit dem Bewertungsobjekt übereinstimmen.
Allgm. Ertragswertverfahren §§ 17-20 ImmoWertV
Anwendung: Wertermittlung von Rendite­objekten wie Geschäfts­häuser, etc. ..
Rohertrag Grundstück = Summe
Nettokaltmieten pro Jahr(§ 18 II ImmoWertV)
= Instandhaltung, Verwaltung.. § 19 ImmoWertV
§ 18 I ImmoWertV
= Bodenwert x Liegenschaftszins/100
(§ 17 II Nr.1 ImmoWertV)
Reinertragsanteil der baul. Anlagen
Kapitalisierung des Reinertagsanteil
= Multiplikation mit Vervielfältiger
. § 20 i.V. m. Anlage 1 ImmoWertV
Ertragswert der baul. Anlagen
Sonstige wertbeeinflussende
Umstände § 8 III ImmoWertV
Quelle Sachwertverfahren: www.bmub.bund.de/themen/stadt-wohnen/
Quelle Ertragswertverfahren:juris Gmbh, Gesezte im Internet
Wohnflächenermittlung - WoFlV, II.BV..
Normenübersicht Wohn­flächen­berechnung :
» Wohnflächenermittlung - Allgemeines
Für den Begriff der Wohnfläche existiert derzeit weder eine all­gemein­gültige Definition, noch ein einheitliches Berechnungs­schemata. Zwar kann die Wohnfläche für den öffentl. geförderten Wohnraum nach der Wohn­flächen­verordnung ermittelt werden, es fehlt jedoch eine verbindliche Regelung für die Wohn­flächen­berechnung im frei finan­zier­ten Wohnungbau. Mangels all­gemein­verbindlicher Regelung für eine Wohn­flächen­berechnung und aufgrund verschiedener angewandter Berechnungs­grundlagen, resultieren Unterschiede beim Ergebnis einer Wohn­flächen­ermittlung , ins­be­sondere bei Dachschrägen, Winter­gärten etc. .
Quelle: Merkblatt Nr.685, Wohn­flächen­be­rechnung, Archi­tekten­kammer BaWü: ➥ www.akbw.de
» Mögliche Normen für eine Wohn­flächen­be­rech­nung :
Wohnflächenverordnung ( WoFlV)
II. BV (Zweite BerechnungsVO, Teil IV)
DIN 283 Teil 2
Zweck und Anwendungsgebiet:
Die Wohn­flächen­ver­ordnung ( WoFlV) dient der Wohn­flächen­ermitt­lung im öffentl. geförderten Wohnungs­bau.
» Zur Wohnfläche gehören die anrechenbaren * Grundflächen folgender Räume:
die Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu einer Wohnung gehören.
Wintergärten, Schwimmbäder u. ähnliche nach allen Seiten geschlossene Räume, wenn sie ausschließlich zu einer Wohnung gehören.
Balkone, Loggien, Dachgärten, Terrassen, wenn sie Wohnzwecken dienen
» Nicht zur Wohnfläche gehören Grundflächen von Zu­behör­räumen wie:
Abstellräume u. Keller­ersatz­räume außerhalb der Wohnung,
Waschküchen,Heizungs.-Trocken­räume,
Räume, die bzgl. ihrer Nutzung, nicht dem Bau­ord­nungs­recht ent­sprechen
Die WoFlV, trat am 01.01.2004 in Kraft und ersetzt die Wohn­flächen­ermittlung nach der II. BV
Quelle:➥ WoFlV - juris Gmbh, Gesezte im Internet
* Anrechenbare Grundfläche : Siehe Punkt 5
Berechnungsmodul Wohnflächen:
...Link:➥ Modul Wohnflächenermittlung
2. II. Berechnungsverordnung
Zweck und Anwendungsgebiet
Die II. BV , Teil IV- Wohn­flächen­be­rech­nung, war bis zur Ablösung durch die WoFlV, 2004, die gültige Verordnung für Wohn­flächen­ermittlung im öffentl. geförderten Wohnungsbau.
Die Grundflächen der Räume, die ausschließlich Wohnzwecken dienen
Wintergärten, Schwimmbäder und ähnliche nach allen Seiten geschlossene Räume, wenn sie ausschließlich zu der Wohnung gehören.
Balkone, Loggien, Dachgärten, Terrassen, wenn sie Wohnzwecken dienen.
» Nicht zur Wohnfläche gehören die Grundflächen folgender Räume:
Zubehör­räume wie Kellerräume, Waschküchen, Abstellräume außerhalb der Wohnung, Dachböden, Trockenräume, Schuppen (Holzlegen), Garagen und ähnliche Räume.
Wirt­schafts­räume wie Vorratsräume, Scheunen und ähnliche Räume.
Räume, dessen Nutzungsart, dem Bau­ordnungs­recht widerspricht
Seit 01.01. 2004, ist die II. BV ,Teil IV-Wohn­flächen­berechnung, durch die WoFlV ersetzt worden , wobei folgendes zu beachten ist:
Gibt es keine anders­lautende vertrag­liche Vereinbarung, ist bei Miet­vertrags­abschlüssen bis 31.12.2003, die II. BV anzuwenden,
bei Miet­vertrags­abschlüssen ab 1.1.2004 hingegen die WoFlV
Quelle: II.BV §42 ff neue Fassung: ➥ gesetze-im-internet.de ; sowie
Quelle: II.BV §42 ff alte Fassung; Bundes­gesetz­blatt Nr.55, 18.10.1990, S.2178 ff ➥ https://www.bgbl.de
3. DIN 283
Die DIN 283 Teil 2, dient der Berechnung von Wohn- u. Nutz­flächen und kommt nur dann zur Anwendung, wenn diese, von den Parteien, ausdrücklich vereinbart wurde.
» Zur Wohnfläche gehören hiernach die anrechenbaren * Grundflächen folgender Räume:
Wohn/Schlaf­räume (auch Wohn­dielen und aus­reichend beheizbare Wintergärten). Abhängig von der Größe wird unterschieden in, Wohn- und Schlafzimmer (mind. 10 m²), sowie Wohn-/ Schlafzimmer (mind. 6 m² und weniger als 10 m²).
Küchen, die in Wohnküchen (mind. 12 m²) und Kochküchen unterteilt werden.
Nebenräume, z.B. Dielen, Schrankräume Abstellräume, Windfänge, Vorräume, Flure, Treppen innerhalb der Wohnung einschließlich Treppen­absätze, Galerien, Aborte, Wasch-, Dusch- u.Baderäume, Spülküchen, Speisekammern, Besen­kammern, Veranden, nicht ausreichend beheizbare Winter­gärten, Haus­lauben (Loggien), Balkon, gedeckte Freisitze.
Die DIN 283 wurde 1983 zurückgezogen
Quelle: Sprengnetter, Immobilienbewertung - Marktdaten und Praxishilfen Band 1-4, Stand 2016
4. DIN 277
Die DIN 277 dient in erster Linie, für Bau­kosten­kalkulat­ionen, einheitliche und vergleichbare Grundlagen zu schaffen.
Die DIN-Norm 277 ermittelt keine Wohnflächen , sondern dient der Flächen­ermittlung von Nutz-, Verkehrs- und Funktions­flächen eines Gebäudes
Flächenermittlung nach Din 277:
Augangspunkt ist die Brutto-Grundfläche (BGF) , die über die Außenmaße eines Gebäudes bestimmt wird.
Hierbei sind alle nutzbaren Grundflächen, der Brutto-Grundfläche (BGF) zuzurechnen , dies gilt auch für nicht genutzte Grundflächen (z. B. nicht ausgebaute Dachräume), wenn diese Flächen nutzbar sind.
Grundflächen sind entsprechend ihrer unter­schied­lichen Raum­um­schließung nach den folgenden Bereichen getrennt zu ermitteln.
Regelfall (R): vollständig umschlossene Grundflächen u. Räume, wie Innenräume, sowie Räume mit Öffnungen ( z.B. Garage mit Kipptor)
Sonderfall (S): nicht vollständig umschlossene Grundflächen u. Räume, die jedoch mit dem Bauwerk konstruktiv (durch Baukonstruktionen) fest verbunden sind, wie Loggien, Balkone, Terrassen auf Flachdächern..
Nicht zur Brutto-Grundfläche gehören die Flächen von:
Flächen z. B. im Dachraum, die keinen Zugang haben, nicht begehbar sind oder aus anderen Gründen nicht nutzbar sind
Flächen der außerhalb des Bauwerks befindlichen und nicht mit dem Bauwerk konstruktiv verbundenen Bau­kon­struktionen (z. B. Außen­treppen, Außen­rampen, Pergolen, Terrassen).
Flächen, die aus­schließlich der Wartung, Inspektion und Instandsetzung von Bau­konstruktionen und technischen Anlagen dienen (z. B. nicht nutzbare Dachflächen, fest installierte Dachleitern und Dachstege, Wartungsstege in abgehängten Decken, Kriechkeller)
Derzeit aktuell ist die Fassung vom Januar 2016
Quelle: Merkblatt Nr.687 Architektenkammer BaWü: ➥ www.akbw.de ...sowie
http://www.bauoekonomie.uni-stuttgart.de
5. Übersicht, Anrechenbare Grundflächen zur Wohnfläche nach II.BV, WoflV, Din283
Die Wohnfläche bezeichnet die Summe der anrechenbaren Grund­flächen der Räume, die aus­schließlich zu einer Wohnung gehören. Die tatsächliche Grund­fläche stimmt dabei nicht mit der Wohn­fläche überein, da nur bestimmte Räume bzw.Raumteile und deren Grundflächen, nach den oben genannten Wohn­flächen­normen , als Wohnfläche anzurechnen sind.
Anrechenbare Grundfläche zur Wohnfläche
lichte Höhe :
≥ 2 m 100 % 100 % 100 %
Wohnräume ,
≥ 1 m u. < 2 m 50 % 50 % 50 %
Zubehörräume: Keller
Dachboden.. 0% 0% 0%
Allseits umhüllende
ausreichend beheizbare
Wintergärten 100 % 50 % 100 %
Allseits umschlossene
ungenügend beheizbare
Wintergärten 50 % keine
Regel 50 %
nicht beheizbare
Wintergärten keine
Regel. 50 %
Gedeckte Terrassen,
Loggien, Balkone 25 % ≤ 50 % (i.d.R.) 25% ; (max.) 50%
Ungedeckte Terras-
sen, Loggien, Balkone 0 % ≤ 50 % (i.d.R.) 25% ; (max.) 50%
Dachterrasse keine
Regel ≤ 50% (i.d.R.) 25% ; (max.) 50%
< 3 Steigungen 100 % 100% 100%
> 3 Steigungen
(Treppenhaus) 0 % 0% 0%
Quelle: Sprengnetter (Hrsg.), Immobilienbewertung - Marktdaten und Praxishilfen Band 1-4, Stand 2016 ..sowie
die einschlägigen Normen zur Wohnflächenermittlung
www.online-immoberater.de
Flächenermittlung -Sachwertverfahren
» Normen Flächenermittlung bzgl. Wertermittlungen im Sachwertverfahren
Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV 19.05.2010) https://www.gesetze-im-internet.de/
sowie ergänzend folgende Richtlinien
Wertermittlungsrichtlinien 2006 ( WertR 2006 vom 01.03.2006 ) 'http://www.bmub.bund.de/
Sachwertrichtlinie ( SW-RL vom 05.09.2012 )http: www.bundesanzeiger-verlag.de
DIN 277-1:2005-02 (Grundflächen und Rauminhalte im Bauwesen- Teil 1 )
Gem. §§ 21,22 ImmoWertV i.V.m. Nr. 4.1. III SW-Rl, ist bei einer Sach­wert­ermittlung, für die Berechnung des Flächen- oder ggf. des Rauminhalts der baul. Anlagen , die den Her­stellungs­kosten zu Grunde gelegten Be­rechnungs­vorschriften anzuwenden. Nach SW-RL NR.4.1.1.4. ist für die Her­stellungs­kosten­ermittlung, als Bezugs­grundlage , die Brutto-Grundfläche (BGF), in besonderen Fällen, der Brutto-Rauminhalt (BRI), heranzuziehen. Die Brutto-Grundfläche ist hierbei im Wesentlichen, in Anlehnung der DIN 277-1:2005-02, definiert, besitzt aber im Regelungs­inhalt der SW-Rl, einige Besonderheiten.
» Synopse : Brutto-Grundfläche, DIN 277-1:2005 | SW-RL NR.4.1.1.4
Brutto-Grundfläche: DIN 277-1:2005
Ausgangspunkt für eine Flächen­ermittlung nach DIN 277-1:2005-02, ist die Brutto-Grundfläche (BGF) , die über die Außen­maße eines Gebäudes bestimmt wird.
Hierbei sind alle nutzbaren Grund­flächen, der BGF zuzurechnen , dies gilt auch für nicht genutzte Grundflächen (z. B. nicht ausgebaute Dachräume), wenn diese Flächen nutzbar sind.
Grundflächen sind entsprechend ihrer unter­schied­lichen Raum­umschließung nach den folgenden Bereichen getrennt zu ermitteln.
Bereich c: nicht überdeckt (wie Loggien, Balkone, Terrassen auf Flachdächern..
Sie sind ferner getrennt nach Grundriss­ebenen, z. B. Geschossen und getrennt nach unterschiedlichen Höhen zu ermitteln. Dies gilt auch für Grundflächen unter oder über Schrägen.
Flächen der außerhalb des Bauwerks befindlichen und nicht mit dem Bauwerk konstruktiv verbundenen Bau­konstruktionen (z. B. Außen­treppen, Außenrampen, Pergolen, Terrassen).
Flächen, die ausschließlich der Wartung, Inspektion etc.. dienen (z. B. nicht nutzbare Dach­flächen, War­tungs­stege in abgehängten Decken, Kriech­keller)
Brutto-Grundfläche i.S.d. SW-RL
Bezugs­maß­stab für die Flächen­ermittlung nach der Sach­wert­richt­linie ist die Brutto-Grundfläche(BGF).
Die BGF ist die Summe der bezogen auf die jeweilige Gebäudeart marktüblich nutzbaren Grundflächen aller Grundriss­ebenen eines Bauwerks.
»Unterschied BGF: DIN 277-1:2005 | SW-RL
Für die Anwendung der NHK sind im Rahmen der Ermittlung der BGF nur die überdeckten Grund­flächen anzusetzen ( Bereiche a und b der DIN 277-1:2005)
Überdeckte Balkone bleiben jedoch hierbei unberücksichtigt.
Flächen von Spitzböden und Kriech­kellern, Flächen, die ausschließlich der Wartung, Inspektion und In­stand­setzung von Bau­konstruktionen und technischen Anlagen dienen, sowie Flächen unter konstruktiven Hohlräumen, z. B. über abgehängten Decken.
Quelle: SW-RL vom 05.09.2012 http: www.bundesanzeiger-verlag.de
Brutto-Grundfläche | SW-RL (Sachwertrichtl.)
Die unter, 4.1.1.4 Sach­wertricht­linie, festgelegte Flächen­ermittlung, dient als Be­rechnungs­grundlage, für die Ermittlung der Her­stellungs­kosten(=Normal­herstellungs­kosten "NHK") eines Gebäudes.
Bezugs­maßstab für die Flächen­ermittlung ist dabei die Brutto-Grundfläche, die in der Sach­wertricht­line explizit definiert ist.
Für die Anwendung der NHK, sind im Rahmen der Ermittlung der BGF, nur die überdeckten Grundflächen anzusetzen (Bereiche a und b der DIN 277-1:2005-02).
Überdeckte Balkone bleiben jedoch unberücksichtigt.
Die BGF ist die Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen eines Bauwerwerks, die nach nachfolgenden Bereichen, getrennt zu ermitteln ist
Bereich a : überdeckt und allseitig in voller Höhe umschlossen
Bereich b : überdeckt, jedoch nicht allseitig in voller Höhe umschlossen
Bereich c : nicht überdeckt
Im Rahmen der SW-RL sind für die Ermittlung der BGF, nur die Grund­flächen der Bereiche a und b zu Grunde zu legen.
Für die Berechnung der Bruttogrundfläche sind die äußeren Maße der Bauteile einschließlich Bekleidung, z.B. Putz, in Fußbodenhöhe anzusetzen.
Somit umfasst die BGF im Gegensatz zur Geschossfläche (GF) sämtliche Geschosse eines Gebäudes einschließlich nicht als Vollgeschosse geltender Dachgeschosse und der unterirdischen Flächen (Kellerräume, Tiefgaragen etc.). Ausgenommen sind jedoch die Grundflächen von nicht nutzbaren Dachräumen.
Nicht zur BGF gehören :
Der Bereich c wird für die NHK-Ermittlung nicht gesondert erfasst, da dieser in der Regel kosten­anteils­mäßig unbedeutsam ist. Sofern dieser Bereich von Bedeutung (Kostenanteil > 1%) ist, muß er zusätzlich ( als gesondertes Bauteil ) erfasst werden.
Balkone, auch wenn sie überdeckt sind, sind dem Bereich c zuzuordnen .
Kriechkeller , Spitzböden im Dachboden, konstruktive Hohlräume, z. B. über abgehängten Decken ... sind dem Bereich c zuzuordnen .
Neben der Sachwertrichtlinie ist die WertR(2006), derzeit noch !! gültig .
- Siehe dazu www.bmub.bund.de » " Städtebaurecht- WertR 2006" -
Skizze: Brutto-Grundfläche | SW-Rl
Brutto-Grundfläche ist die Summe der Grundflächen die laut nachstehender Skizze, aus den Grundflächen der Bereiche a und b , zu ermitteln ist:
Bereich a : Grundflächen überdeckt und allseitig umschlossen =
1.u 2.Obergeschoß,
nicht ausgeb. nutzbares, DG
Bereich b : Grundflächen überdeckt jedoch nicht allseitig umschlossen =
überdeckte Loggia im 1.OG
überdeckte Teil der Terrasse im 2.OG.
Nicht zur BGF gehört der Bereich c : Grundflächen nicht überdeckt =
nicht überdeckte Terrasse im 2.OG
Nicht zur BGF gehören weiterhin
Kriechkeller( Höhe < 1,25 m )
Balkon im 1.OG u.2.OG
Beispiel : Berechnung, Brutto-Grundfläche, Grundrissebene Erdgeschoß(EG)
Grundrissebene: EG
Raum Maße in m Grund-
fläche in m² BGF
i. m²
Wohnzi.,Küche,
Flur, WC 10,8 x 5,6 60,48 60,48
Erker 1 2,0 x 1,0 2,0 2,0
Erker 2 1,0 x 0,3 0,3 0,3
Wintergarten 2,65 x 2,58 6,83 6,83
(ungedeckt) 2,72 x 2,58 7,2 - !!!
76,81 69,62
Brutto-Rauminhalt | SW-RL (Sachwertrichtl.)
Brutto-Rauminhalt i.S.d. SW-RL
Gem. §§ 21,22 ImmoWertV i.V.m. Nr. 4.1. III SW-Rl, ist bei einer Sach­wert­ermittlung, für die Berechnung des Flächen- oder des Rauminhalts der baul. Anlagen , die den Her­stellungs­kosten zu Grunde gelegten Be­rechnungs­vor­schriften anzuwenden. Die unter, 4.1.1.4 Sach­wert­richt­linie, festgelegte Flächen­ermittlung, dient als Be­rechnungs­grund­lage , für die Ermittlung der Herstellungs­kosten(= Normal­herstellungs­kosten "NHK") eines Gebäudes.
Bezugs­maßstab für die Flächen­ermittlung ist dabei die Brutto-Grundfläche, die in der Sach­wert­richt­line explizit definiert ist.
Für die Anwendung der NHK, sind im Rahmen der Ermittlung der BGF, nur die überdeckten Grundflächen anzusetzen (Bereiche a und b der DIN 277-1:2005).
Überdeckte Balkone bleiben jedoch un­berück­sichtigt.
Berechnung des Brutto-Rauminhalts (BRI)
Der BRI ist aus der Summe der BGF aller Grundriss­ebenen eines Bau­werks, multipliziert mit den dazugehörigen Höhen, getrennt, nach den nachfolgenden Bereichen, zu ermitteln:
Als Höhen, für die Ermittlung des Brutto-Rauminhalts, gelten die vertikalen Abstände zwischen den Decken­belags­ober­kanten der jeweiligen Grund­riss­ebenen, bzw. bei Dächern die Dach­belags­ober­kanten.
Bei untersten Geschossen, gilt als Höhe, der Abstand von der Unterkante der konstruktiven Bauwerks­sohle, bis zur Decken­belags­ober­kante der darüber liegenden Grund­riss­ebene.
Tief- und Flachgründungen, Lichtschächten, Außentreppen, Außenrampen,
Dachüberständen, Eingangsüberdachungen, auskragende Sonnen­schutz­anlagen,
über den Dachbelag aufgehende Schorn­stein­köpfen, Lüftungsrohren u.-schächten
Aktuelle Be­rechnungs­grundlage für die Ermittlung des Brutto-Rauminhalts, ist NR. 4.1.1.4 SW-RL i.V.m. DIN 277-1, Stand 2005 , die streng von der Volumen­ermittlung nach DIN 277-1 , Stand 1950 abzugrenzen ist.
Die DIN 277-1 (2005), ersetzt den Begriff, Umbauter Raum(UR), der für die DIN 277(1950) als Bezugs­maßstab galt, durch die neue Bezeichnung, Brutto­rauminhalt (BRI). Bei älteren Plan­unter­lagen, ist daher darauf zu achten, ob der Begriff "Umbauter Raum(UR)" oder "Brutto-Rauminhalt(BRI)" benützt wird.
Unterschiede DIN 277-1-2005 | DIN 277(1950):
UR: Außenmaße sind Rohbaumaße(= ohne Putz)
BRI: Außenmaße sind Fertigmaße(= inkl. Putz), . gem. 6.1.2 DIN 277-1-2005
Nicht ausgebaute Dachräume
UR: nur zu 1/3 als Rauminhalt angrechnet ..siehe: BewR Gr Anlage 12 (zu den Abschnitten 37 und 38) : datenbank.nwb.de
BRI: volle Anrechnung als Rauminhalt, gem. 4.7.1. DIN 277-1-2005
UR: nur bis Oberkante Dach­konstruktion(z.B. Sparren) als UR anrechenbar
BRI: bis Oberfläche Dachbelag als Rauminhalt anrechenbar, gem. 7.1.2 DIN 277-1-2005
Merkblatt Nr.687 Architektenkammer BaWü: ➥ www.akbw.de ...sowie
DIN 277-1 , Stand 2016 :siehe.. ➥ http://www.bauoekonomie.uni-stuttgart.de
DIN 277-1 , Stand 1950...siehe: BewR Gr Anlage 12 (zu den Abschnitten 37 und 38) : datenbank.nwb.de
»» Beispiel: Berechnung des Brutto-Rauminhalts nach NR. 4.1.1.4 SW-RL
Ebene: Fertig-Maße
(+Putz,Dachbelag) in m BRI
L x B x H 20+0,03
x 28+0,03
x 2,6+0,3 1628,18
x 2,75 1543,96
DG(ausgebaut!)
L x B x 1/2 H 20+0,03
x (5,2+0,05)*1/2 1473,78
Insgesamt: 4645,92 m³
Gebäudestandards | Roh.- u. Innenausbau
Gebäudestandards EFH/ZFH | SW-RL Anl.2
Außenwände | Wägungsanteil : 23%
Holzfachwerk, Ziegelmauer, Fugen­glattstrich, Putz, Faser­zement­platten, Bitumenschindeln
Wärmeschutz < 1980
ein-/zweischal. Mauer, Gitterziegel, Hohlblocksteine, Holzverkleidung;
Wärmeschutz < 1995
ein-/zweischal. Mauer, Leichtziegel, Kalksand.-Gas­beton­stein, Edelputz; Wärmedämm­verbundsystem od Wärme­dämmputz
Wärmeschutz > 1995
Verblend­mauer­werk zweischalig, hinterlüftet, Vorhang­fassade Wärmeschutz: > 2005
Sichtbeton- Fertig­teile, Naturstein­fassade, Edel­stahl­verblendung, Glas­fassaden; Dämmung i. Passiv­haus­standard
Fenster | Wägungsanteil : 11%
Zweifach­verglasung (vor ca. 1995);
2-fach Verglasung (nach 1995), Rollläden (manuell)
3-fach Verglasung, Sonnen­schutz­glas, Rollläden (elektr.)
große Fenster­flächen, Spezial­verglasung (Schall.-Sonnen­schutz)
Dach | Wägungsanteil : 15%
Dachpappe, Faserzement­platten/ Well­platten; keine od. geringe Dach­dämmung
einfache Beton­dach­steine od. Ton­Dachziegel, Bitumen­schindeln;
Dachdämmung < 1995
Faserzement-Schindeln, beschichtete Betondach­steine u. Tondach­ziegel, Folien­abdichtung; Dach­ent­wässerung aus Zink­blech;
Dach­dämmung > 1995
glasierte Tondachziegel, Flachdach als Dach­terrasse; schweres Massiv­flachdach; besondere Dachformen, z.B.Walmdach; Auf­sparren­dämmung,
Dach­dämmung > 2005
hochwertige Eindeckung wie Schiefer, Kupfer; Dach­begrünung, befahrbares Flachdach; Dach­entwässerung aus Kupfer;
Dach­dämmung Passiv­haus­standard
Sanitär | Wägungsanteil : 9%
einfaches Bad mit Stand- WC, Installation auf Putz, Ölfarben­anstrich, einfache PVC-Bodenbeläge
1 Bad mit WC, Dusche od. Badewanne; einfache Wand- u. Bodenfliesen, teilw. gefliest
1 Bad mit WC, Dusche und Badewanne, Gäste-WC; Wand- und Bodenfliesen, raumhoch gefliest
1-2 Bäder mit tlw. zwei Waschbecken, tlw. Bidet/ Urinal, Gäste-WC, bodengleiche Dusche; Wand- u. Boden­fliesen; hochwertige Ausführung
mehr als 2 hochwertige Bäder, Gäste-WC; sehr hochwertige Wand- u. Boden­platten (Einzel- u. Flächen­dekors)
Heizung | Wägungsanteil : 9%
Einzelöfen, Schwer­kraft­heizung
Fern- od. Zentral­heizung, einfache Warmluft­heizung, Gas­außenwand­thermen, Nacht­strom­speicher, Fußboden­heizung (vor 1995)
elektronisch gesteuerte Fern- od. Zentral­heizung, Nieder­temperatur-od. Brenn­wert­kessel
Fußboden­heizung, Solar­kollektoren für Warmwasser, zusätzl. Kamin­anschluss
Solar­kollek­toren für Warm­wasser­erzeugung und Heizung, Block­heizkraf­twerk, Wärmepumpe, Hybrid­Systeme; aufwendige zusätzliche Kaminanlage
Bodenbeläge | Wägungsanteil : 5%
Linoleum-, Teppich-, Laminat- und PVC-Böden einfache Ausführung
Linoleum-, Teppich-, Laminat- u. PVC-Böden besserer Ausführung, Fliesen, Kunst­stein­platten
Natur­stein­platten, Fertigparkett, hochwertige Fliesen, Terrazzo­belag, hochwertige Massiv­holzböden auf gedämmter Unter­konstruktion
hochwertiges Parkett, hochwertige Natur­stein­platten, hochwertige Edel­holzböden auf gedämmter Unter­konstruktion
Innenwände u. -türen | Wägungsanteil : 11%
Fachwerkwände, einfache Putze/Lehmputze, einfache Kalk­anstriche; Füllungs­türen, gestrichen, mit einfachen Beschlägen ohne Dichtungen
massive tragende Innenwände, nicht tragende Wände in Leicht­bauweise (Holz­ständer­wände Gipskarton), Gipsdielen; leichte Türen, Stahlzargen
nicht tragende Innenwände in massiver Ausführung bzw. mit Dämmung gefüllte Ständer­konstruk­tionen; schwere Türen, Holz­zargen
Sicht­mauer­werk, Wand­vertäfelung (Holz­paneele); Massiv­holztüren, Schiebe­türen, Glastüren, strukturierte Türblätter
gestaltete Wandabläufe Vertäfelungen (Edelholz), Akustikputz, Brand­schutz­verkleidung; raumhohe aufwendige Türelemente
Deckenkonstruktion u. Treppen | Wägungsanteil : 11%
Holz­balken­decken ohne Füllung, Spalierputz; Weich­holz­treppen einfache Aus­führung; kein Tritt­schall­schutz
Holz­balken­decken mit Füllung, Kappen­decken; Stahl- od. Hart­holz­treppen einfache Ausführung
Beton- u. Holzbalkendecken mit Tritt- u.Luftschallschutz (z. B. schwimmender Estrich); geradläufige Treppen a. Stahlbeton od. Stahl, Harfentreppe, Tritt­schall­schutz
Decken mit größerer Spannweite, Deckenverkleidung (Holzpaneele); gewendelte Treppen aus Stahlbeton od. Stahl; Hart­holz­treppen besserer Ausführung
Decken mit großen Spannweiten, gegliedert, Decken­vertäfelung (Edelholz); breite Stahlbeton-, Metall- od. Hart­holz­treppen; hochwertiges Geländer
Elektroinstallation | Wägungsanteil : 6%
sehr wenige Steckdosen, Schalter und Sicherungen, kein Fehler­stromschutz­schalter (FI-Schalter), Leitungen teilw. auf Putz
zeitgem. Anzahl an Steckdosen u. Licht­auslässen, Zähler­schrank (ab ca. 1985) mit Unter­verteilung u. Kipp­sicherungen
zahlreiche Steckdosen u. Lichtauslässe; dezentrale Lüftung mit Wärme­tauscher; mehrere LAN-Anschlüsse
Video- u.zentrale Alarm­anlage, zentrale Lüftung mit Wärme­tauscher, Klimaanlage, Bussystem
Beschreibung relevanter Bauelemente bzgl. SW-RL Anl.2
putz ..Beschichtung der Außenmauer mit 2 Putzarten, d.h. dem Unterputz als wärmedämmende Schicht (versetzt mit Zuschlägen aus Polysterol, Blähton etc.) und dem Oberputz als Feuchtgikeitsschutz. Die Putzsärke beträgt meist 100 mm.
system ..Dämmmaterial (Styropor,Steinwolle etc.) wird an der Außenmauer befestigt und mit einem Unterputz (Armierungsschicht) und einer Schutzschicht(Putz, Klinker etc.) verbunden.
mauerwerk ..Außenmauer (Kalksandstein, Naturstein etc.) nicht verputzt oder verkleidet. Kennzeichen ist eine saubere Verfugung.
mauerwerk .Zweischaliges Mauerwerk d.h. vor der Außenmauer befindet sich ein Verblendmauerwerk, meist aus frostbeständigen Materialien wie, Klinker, Kalksandstein etc., das entweder direkt mit dem Mauerwerk verbunden wird oder separat, als (hinterlüftete )Vorsatzschale, gemauert wird.
fassade ..Mehrschalige Außenwandkonstruktion, bei der vor die Außenmauer, Baumaterialien wie Marmorplatten, Glaselemente etc. mittels Verankerung, meist in Skelettbauweise, gehängt werden.
dachstein ..Umgangssprachlich Dachstein, wird auf Zementbasis hergestellt und ist vergleichsweise zum Tondachziegel, kostengünstiger und robuster jedoch schwerer und neigt zur Vermoosung.Bekannte Modelle sind die Frankfurter-Pfanne, Harzer..etc.
Tondachziegel Dachziegel, werden aus einem Lehm/Tongemisch hergestellt. Flachziegel (Bieberschwanz) und Formziegel (rundrum verfalzt) sind Hauptgruppen der Ziegelarten. Vorteilhafte Eigenschaft ist u.a., daß Tauwasser bzw. Kondenswasser auf der Unterseite des Ziegels, wegen seiner hygroskopischen Eigenschaft,schnell verdunstet.
eindeckung ..Umgangssprachlich Eternit, ist ein Verbundwerkstoff aus Zement und zugfesten Fasern, die früher aus Asbest gefertigt wurden und nunmehr durch andere Fasern ersetzt wurde. Kostengünstiger Werkstoff, der eine nur geringe Dachneigung erfordert.
eindeckung ..Naturstein der füher sehr viel verwendet wurde,jedoch durch kostengünstigere Industrieprodukte,aufgrund seiner anspruchsvollen Verlegeart, verdrängt wurde. Schiefereindeckungen findet man häufig bei historischen Bauten,Villen, Landhäuser .
eindeckung wird meist aus architektonischen Gründen oder wenn die Dachform bzw.die Eigenart des Gebäudes aufgrund seiner Statik (z.B. Sakralbauten)einen Einsatz von Metallen erfordert.Bei der Ausführung stehen,Titanzink, Aluminium, Kupfer und Edelstahl im Vordergrund.Langfristig sind Metalleindeckungen kostengünstig, da sie eine wartungsfreie und hohe Lebensdauer aufweisen.
abdichtung ..Verwendungszweck: hauptsächlich wasserdichte Abdichtung bei Bitumenschweißbahnen Flach.-oder Pultdächern werden an den Rändern mittels Gasbrenner verschweißt und sind nicht zu verwechseln mit Dachpappe,die nur loose verlegt wird. Weitere Alternativen einer Flachdachabdichtung sind Kunstoffbahnen die mittels spezieller Schweißgeräten verbunden werden.
verglasung ..nur ein Fensterflügel ist verglast. Sehr geringe Wärmedämmwirkung und bei heutigen Neubauten nicht mehr zulässig. Meist bei Gebäudejahrgängen vor 1978 anzutreffen. Erkennungsmerkmale: Verfugung der Scheibe mit Kitt.
zweifach bestehend aus zwei Glastafeln, die durch einen umlaufenden Abstandshalter und einer Dichtmasse luftdicht verbunden sind. Der Zwischenraum beider Glastafeln, beträgt ca.12-16mm und ist ab den Baujahren 1995, mit einem Edelgas,als Wärmedämmschicht, gefüllt.
dreifach ..bestehend aus 3 Glastafeln, die durch einen umlaufenden Abstandshalter und einer Dichtmasse fest verbunden sind. Die Zwischenräume der Glastafeln sind mit einem Wärmedämmgas gefüllt.
verglasung ..Aufbau wie bei der Isolierverglasung zweifach, jedoch hat die raumseitige Glastafel zusätzlich eine Metalldampfbeschichtung. Effekt der Beschichtung ist, daß kurzwelliges sichtbares Licht in den Raum gelangt, während die langwellige Wärmestrahlung, die von den Raumgegenständen zwischengespeichert wurde und wieder abgeführt wird, durch das beschichtete Glas reflektiert wird und somit im Raum verbleibt.
verglasung Aufbau wie bei der Wärmeschutzverglasung, jedoch ist zusätzlich die aussenseitige Glastafel mit einer Metallschicht eingefärbt. Die eingefärbte Scheibe bewirkt eine Absorbtion der Sonneneinstrahlung und somit eine geringere Strahlungstransmission.
verglasung ..Aufbau wie oben, zusätzlich Schalldämmung durch unterschiedlich dicke Glasplatten und spezieller Schalldämmgasfüllung im Zwischenraum des Glasplattenverbundes.
Fenster.-Rahmen/u.-Flügel
Holzfenster Rahmen/Flügelkonsrtruktion der Fenster aus Holz haben eine gute Wärmmedämmung jedoch geringe Witterungsbeständigkeit. Guter Luftwechsel, da Holz im Sommer schwindet und im Winter quillt.
Holz/Kunsstoff-
fenster ..äußere Rahmen und Flügelteile erhalten eine Kunsstoffverkleidung, die Innenseiten bestehen aus Holz.Gute Witterungsbesändigkeit.
fenster ..reine Kunstofffenster neuern Datums, haben im Rahmen und Flügelaufbau, Verstärkungen aus Aluminium etc. um deren Statik zu verbessern. Hohe Witterungsbestänigkeit, gute Wärmedämmeigenschaften.
fenster ..Rahmen und Flügelkonstruktionen komplett aus Aluminium sind äußerst witterungsbeständig und haben sehr gute statische Eigenschaften. Nachteil dieser Ausführung ist die hohe Wärmeleitfähigkeit des Werkstoffes Aluminium und die damit verbundene schlechte Wärmedämmwirkung. Vorteilhafter sind aus diesem Grund, Rahmenkonstruktionen in Kombination mit Holz
heizung Bis Ende der 1960er Jahre wurden Zentralheizungsanlagen als Schwerkraftheizungen ausgeführt. Diese Anlagen benötigt keine Umwälzpumpe, da deren Zirkulation alleine durch den Dichteunterschied des Wassers in den Steigesträngen erfolgt.
kessel Bis ca. 1980 wurden Konstanttemperaturkesseln hergestellt und montiert. Die Kesseltemperatur ist bei diesen Anlagen stets gleich hoch und die sogenannte Vorlauftemperatur beträgt rund 70 Grad. Seit 1998 gilt, dass Heizkessel, deren Vorlauftemperatur bauartbedingt 70 °C nicht unterschreiten darf, nicht mehr installiert werden dürfen. Seit den 1980er Jahren werden Niedertemperaturheizsysteme angeboten, die niedrige Vorlauftemperaturen(30 °C) benötigen. Damit eine ausreichend hohe Raumtemperatur erreicht wird, ist ein Zentralheizungssystem mit einer großflächigen Wärmeabgabe notwendig.
kessel Die Kesselwassertemperatur ist entweder konstant auf nicht mehr als 55 °C eingestellt oder sie gleitet entsprechend den Witterungsverhältnissen automatisch zwischen 30 und 70 °C. Die Abgase verlassen den Kessel mit ca. 100 °C
kessel Brennwertkessel nutzen die im Abgas enthaltene Wärme und führen zusätzlich auch die bei der Kondensation des Wasserdampfes freigesetzte latente Wärme dem Heizkreislauf zu. Auf diese Weise verwenden die modernen Kessel Energie, die bei herkömmlichen Heizungen ungenutzt verloren geht. Die Heizleistung der Brennwertgeräte lässt sich flexibel an den jeweiligen Wärmebedarf anpassen.
heizung Holzpellets besitzen einen hohen Energieinhalt: 1.000 Liter Öl entsprechen dem Heizwert von ca. zwei Kubikmetern Pellets. Pellet-Zentralheizungen kommen für Nennwärmeleistungen ab 3,9 kW aufwärts in Betracht und eignen sich insbesondere für den Einsatz in Ein- und Zweifamilienhäusern. Brennstoffzufuhr und die Regelung der Verbrennung werden automatisch gesteuert.
heizung Wärmepumpen nutzen die Sonnenenergie, die in Erde, Wasser und Luft gespeichert ist. Sie nehmen dabei Umweltwärme auf und führen die Wärme dann dem Heiz- und Brauchwasser zu. Im Prinzip funktioniert die Wärmepumpe dadurch wie ein Kühlschrank - nur umgekehrt.Voraussetzung für einen effektiven Einsatz einer Wärmepumpe ist aber, daß eine Heizung mit einer möglichst niedrigen Vorlauftemperaturen vorhanden ist.Das wichtigste Contra der Wärmepumpe ist ihr hoher Strom-Verbrauch.
Qualitätsunterschiede bei Innnentüren ergeben sich insbesondere aus dem Innenleben des Türblattes. Gängiger Türblattaufbau ist ein Verbundsystem(Füllungstür) aus merhreren Werkstoffen bezüglich Türblattkern und Türblattbeschichtung.Generell gilt, je dichter eine Innenlage(Türblattkern) ist, desto besser ist Schallschutz, Brandschutz, Wärmeschutz etc.
Hohltür ..Türblattkern besteht aus Wabenkarton, der beidseitig mit einer Hartfaserplatte überdeckt ist.Geringer Schall.-und Wärmeschutz.
Röhrenspantür ..ca.40 mm dicke Füllung, mittels einer röhrenartig ausgehöhlten Spanplatte, die beidseitig mit einer Hartfaserplatte bekleidet ist. Schallschutz u. Wärmeschutz etwas höher als bei Hohltür.
Volltür ..Türblattkern aus Spanplatte oder Mineralfaserplatte, der mit einem Rahmen aus Hartholz umleimt ist.Beschichtung meist mit Edelholzfurnieren. Gute Schall.- , -Wärme.- u.-Feuerschutzwirkung.
Vollholz(Stil)tür ..die Innenlage besteht meist aus mehrlagig verleimten Massivholz. Gute Schallschutz und Wärmeschutzwirkung etc.
Online-Rechner Baukosten (Modernisierung)
Nachstehend sind Baukostenkennwerte, markanter Modernisierungsmaßnahmen, aufgeführt. Alle Kostenwerte sind dem Baupreisindex (2010 = 100) zugeordnet. Deshalb können sie mit Hilfe des Index fortgeschrieben werden.
Baupreisindex 2010 (ø): 100,0
Baupreisindex am Stichtag: 116,4 (Stand 2/2017)
Faktor: 116,4 / 100,0 = 1,164
» Datenquelle der Kostennwerte:
Schmitz/Krings/Dahlhaus/Meisel, Baukosten 2010/2011-Instandsetzung/Sanierung/Modernisierung/Umnutzung.
sowie eigene Werte
Für eine Online-Einzelpreisauskunft empfiehlt sich weiterhin das Baupreislexion (https://www.baupreislexikon.de/)
I. Kostenschätzung Voll-Modernisierung
Bauten 1920-1939 :
[Baukosten auswählen!] - Minimum 750 €/m² Wfl - Mittelwert 900 €/m² Wfl - Maximum 1050 €/m² Wfl
gewählte Baukosten pro m²/Wfl : €/m²
Wohnfläche eingeben : m²
Baukostenindex | 2017~116,4 : 2010~100= 1.164
Gesamte Baukosten in € :
Bauten 1950-1959 :
[Baukosten auswählen!] - Minimum 700 €/m² Wfl - Mittelwert 850 €/m² Wfl - Maximum 1000 €/m² Wfl
gewählte Baukosten : €/m²/Wfl
Baukostenindex | 2017~116,4: 2010~100= 1.164
Quelle:Schmitz/Krings/Dahlhaus/Meisel,Baukosten 2010/11-Instandsetzung/
Sanierung/Modernisierung/Umnutzung
II. Kostenschätzung Teil-Modernisierung
Dacheindeckung - Baukosten auswählen - Betondachstein Ø 64 €/m² - Tonpfannendeckung Ø 76 €/m² - Biberschwanz-Tonziegel Ø 106 €/m² - Zinkblechdeckung 178 Ø €/m² - 3 lagig Bitumendachbahn Ø 69 €/m² - 3 lagig Bitumendachbahn/Kies Ø 87 €/m² - 3 lagig Bitumendb./Dämmung/Kies Ø 128 €/m² - Kunststoffdachbahn/Kies Ø 110 €/m² - Umkehrdach(16cm Dämm.) Ø 152 €/m²
gewählte Baukosten in € pro m²:
benötigte Fläche(i.m²) eingeben :
Kosten Dacheindeckung in € :
Dachdämmung - Kosten wählen - Mineralfaser Ø 30 €/m² - Schaumkunststoff Ø 29 €/m² - Holzfaserplatten Ø 45 €/m² - Zelluloseschüttung Ø 20 €/m² - Schaumkunststoff Ø 200 €/m²
gewählte Baukosten in € pro m² :
Kosten Dachdämmung in € :
Fassadendämmung - Kosten auswählen -WDVS Hartschaum Ø 90€/m² - WDVS Mineralfaser Ø 100 €/m² - Dämmfassade(Klinker) Ø 206 €/m²
Kosten Fassadendämmung in € :
Fensteraustausch - Kosten auswählen - Holzfenster-Wärmeschutzglas Ø 415 €/m² - Kunstofffenster-Wärmeschutzglas Ø 345 €/m² - Alufenster-Wärmeschutzglas Ø 670 €/m²
benötigte Fenster-Fläche (i.m²) eingeben :
Kosten Fenster in € :
Haustürwechsel(2-3m²)- Kosten wählen - Eingangstür Holz/Kunststoff-einfach Ø 1825€/St - Eingangstür Holz/Kunststoff-gehoben Ø 3650€/St - Eingangstür Alu/Stahl-einfach Ø 2125€/St - Eingangstür Alu/Stahl-gehoben Ø 4250€/St
gewählte Kosten in € pro Stück :
Anzahl eingeben : Stück
Kosten Eingangstür in € :
Außenputz - Kosten wählen - Kalkzementputz Ø 37 €/m² - Kunstharzputz Ø 40 €/m² - Edelputz Ø 44 €/m² - Putzausbesserung(bis 5m²) Ø 54 €/m²
Kosten Putzsanierung in € :
Heizungsanlage - Kosten auswählen - Gasbrennwertkessel(bis44kW) Ø 4300€ St. - Gasbrennwertkessel m.WW(-44kW)Ø 6300€ St. - Ölbrennwertkessel(-44kW) Ø 5700€ St. - Ölbrennwertkessel m.WW(-44kW) Ø 715€ St. - Pelletheizkessel(-34kW) Ø 10000€ St. - Pelletheizkessel m.WW(-34kW)ab 12000€ St. - Luf-Wasser Wärmepumpe ab 12000€ St. - Brenner erneueren Ø 1350€ St.
Kosten Heizungsanlage in € :
Heizkörper pro m²/Wfl -Kosten wählen - Stahlradiator Ø 35 € m²/Wfl. - Gußradiator Ø 50 € m²/Wfl. - Flachheizkörper gehoben Ø 44 € m²/Wfl. -Fußbodenheizung Ø 106€ m²/Wfl.
gewählte Baukosten in € pro m²/Wfl :
Wohnfläche (i.m²) eingeben :
Kosten Heizkörper in € :
Sanitärinstallation - Kosten pro Raum wählen - WC, Waschbecken,einfach Ø 2400€ - Dusche,Waschb.,WC,einfach Ø 3050€ - Dusche,Waschb.,WC,gehoben Ø 3475€ - Dusche+Wanne, Waschb.,WC,einfach Ø 4350€ - Dusche+Wanne,Waschb.,WC,gehoben Ø 4950€
gewählte Kosten in € pro Raum :
Stückzahl Zimmer eingeben :
Kosten Sanitärinstallation in € :
Wasserleitung Kosten pro Strang/Geschoß wählen -Wasserinstal. EG,OG ; mit Anschluß Ø 870€ -Wasserinstal. EG,OG ; ohne Anschluß Ø 174€ -Wasserinstal. KG , 5m Leitung Ø 390€
gewählte Kosten in € pro Geschoß :
Stückzahl Geschoße eingeben :
Kosten Wasserinstallation in € :
Bodenbeläge - Kosten wählen - PVC-Belag, mittlere Preiskl.Ø 42 €/m² - Teppichboden, mittlere Preiskl. Ø 35 €/m² - Parkett, mittlere Preiskl.Ø 46 €/m² - Bodenfliesen, mittlere Preiskl.Ø 87 €/m² - Natursteinbelag, mittlere Preiskl.Ø 118 €/m²
gewählte Kosten in € pro m² :
Fläche(m²) eingeben :
Kosten Bodenbeläge in € :
Trennwände - Baukosten auswählen - Trennwände Vollgipsplatten, Ø 64€/m² - Trennwände Kalksandsteinplatten,Ø 64€/m² - Mauerwerkstrennwand Kalksandstein,Ø 55€/m² - Mauerwerkstrennwand Ziegel, Ø 61€/m²
Kosten Trennwände in € :
Öffnung Innenwand -Baukosten auswählen -Öffnung nichttrag. Trennwand(6cm),Ø 110€/m² -Öffnung nichttrag. Trennwand(12cm),Ø 162€/m²
Kosten Öffnung Innenwand i. €:
Elektroinstallation - Kosten pro m²/Wfl wählen - Elektroinstallation komplett-einfach,Ø 55 €/m² - Elektroinstallation komplett-gehoben,Ø 78 €/m²
Fläche Wohn.-/Nutzfläche(m²) eingeben :
Kosten Elektroinstallation i. € :
Außenanstrich - Kosten auswählen - Anstrich -einfache Ausführung,Ø 23 €/m² - Anstrich -mittlere Ausführung,Ø 28 €/m² - Anstrich -gehobene Ausführung,Ø 36 €/m²
benötigte Fläche (m²) eingeben :
Kosten Außenanstrich i. € :
Gesamte Kosten (Preisstand 2010) : €
Baukostenindex | 2017~116,4 : 2010~100 = 1.164
Gesamte Kosten (Preisstand 2017) : €
Quelle:Schmitz/Krings/Dahlhaus/Meisel,Baukosten 2010/11-Instandsetzung/Sanierung/ Modernisierung/ Umnutzung
Links: Baupreisindex, Preise Bauland...
Nachstehend sind Links zu externen Websites, die Ihnen weitere interessante Informationen bereit stellen: .
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) > http://www.bbsr.bund.de
z.B. » Baualtersklassen-Typische Merkmale S.13 ff
Statistisches Bundesamt > https://www.destatis.de
z.B. »Baupreisindex
z.B. »Statistik, Kaufwerte für baureifes Bauland (Statistisches Bundesamt-Regionaldatenbank )