Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHSt%2025,%20293
Timestamp: 2019-02-18 17:46:11
Document Index: 259781560

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 6', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Vom Überholen (§ 5 StVO) unterscheidet sich das Vorbeifahren gemäß § 6 StVO vor allem darin, dass das auf der Fahrbahn befindliche Hindernis sich weder in derselben Richtung bewegt noch lediglich verkehrsbedingt warten muss (vgl. BGH, Beschluss vom 28. März 1974 - 4 StR 3/74, BGHSt 25, 293; OLG Köln, Schaden-Praxis 1999, 189;… Heß, a.a.O., § 5 StVO Rn. 2).
Mit dem Verbotsinhalt des Verkehrszeichens 276 hat sich der Senat bereits in seinem Beschluß vom 26. März 1974 (BGHSt 25, 293) befasst.
Ein Verbotszeichen ist aber sofort, d.h. von der Stelle an zu befolgen, an der es angebracht ist (BGHSt 25, 293, 296/297 mit weiteren Hinweisen).
Bei der notwendigen Gesamtbetrachtung der das Aneinandervorbei- bzw. das Nebeneinanderfahren regelnden gesetzlichen Bestimmungen (vgl. BGHSt 25, 293 ff, insbes. 296 bis 299) kann nicht zweifelhaft sein, daß auch beim Nebeneinanderfahren überholt werden kann, und zwar rechts oder links (…BGH a.a.O.; OLG Hamburg DAR 1973, 25 ff = VRS 43, 385 ff, bezogen allerdings auf die Frage des Einordnens vor dem "überholten" Fahrzeug; OLG Frankfurt NJW 1972, 548, 549 mit Anm. Lueken; Bouska VD 1972, 326; Mühlhaus VD 1972, 328 und VOR 1972, 27 ff, insbes.
Maßgeblich ist vielmehr eine am Sinn der Vorschrift orientierte Auslegung, welche den Anforderungen entspricht, die an Verkehrszeichen gestellt werden müssen, nämlich, daß sie eindeutige und aus sich heraus sofort verständliche Gebote und Verbote aussprechen (vgl. BGH VRS 47, 218, 221; BGHSt 34, 127).
OLG Düsseldorf, 23.04.1997 - 5 Ss OWi 103/97
OLG Hamburg, 30.06.1982 - 2 Ss 52/80
OLG Zweibrücken, 31.01.1977 - Ss 8/77