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Timestamp: 2019-07-17 03:06:01
Document Index: 111903190

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 57', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein WestSpätNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Wester-Spätinge" vom 9. Februar 1978 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Wester-Spätinge"...
juris-Abkürzung: WestSpätNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 09.02.1978
Fundstelle: GVOBl. 1978 50
Gliederungs-Nr: 791-4-19
über das Naturschutzgebiet "Wester-Spätinge"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Wester-Spätinge" vom 9. Februar 1978 01.01.2003
Aufgrund des § 14 und des § 57 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes vom 16. April 1973 (GVOBl. Schl.-H. S. 122), zuletzt geändert durch Gesetz vom 20. Dezember 1977 (GVOBl. Schl.-H. S. 507) wird verordnet:
(1) Die Wester-Spätinge, Kreis Nordfriesland, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet "Wester-Spätinge" wird unter Nummer 85 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist 26,6824 ha groß und umfaßt in der Gemarkung Simonsberg, Flur 8, folgende Flurstücke: 4/2, 87/4 tlw., 25/3 tlw., 25/4 tlw., 23/2 und 90/3 tlw.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in der topographischen Karte im Maßstab 1:25.000 und der Katasterkarte im Maßstab 1:2.000 rot eingetragen. Die Karten sind beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde, beim Landrat des Kreises Nordfriesland als unterer Landschaftspflegebehörde und zusätzlich beim Amtsvorsteher des Amtes Treene und beim Bürgermeister der Gemeinde Simonsberg niedergelegt. Sie können dort während der Dienststunden von jedermann eingesehen werden.
Das Naturschutzgebiet dient dem Schutz eines küstennahen Feuchtgebietes mit Sumpf- und Wasserflächen sowie salzliebenden Pflanzengesellschaften. Es ist Brut-, Rast- und Nahrungsraum einer artenreichen Vogelwelt sowie Lebensraum der wirbellosen Tiere dieses Landschaftstyps. In ihm ist die Natur in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit erforderlich, zu entwickeln und wiederherzustellen.
das Naturschutzgebiet ohne amtlichen Ausweis des Landrates des Kreises Nordfriesland als untere Landschaftspflegebehörde zu betreten,
jede Art von landwirtschaftlicher Nutzung einschließlich landeskultureller Vorhaben und landwirtschaftlicher Folgemaßnahmen auf den Flächen auszuüben, die vom Kreis Nordfriesland mit öffentlichen Mitteln für Zwecke des Naturschutzes angekauft worden sind,
zu zelten; dem Zelten nach dieser Verordnung steht das ein oder zweimalige Übernachten in einem Zelt gleich und
die Bewirtschaftung des Grünlandes durch Mähen und Nachweide innerhalb eines Zeitraumes, der jeweils zwischen dem Eigentümer oder Nutzungsberechtigten und dem Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege festzusetzen ist,
die sich aus der Satzung des Sielverbandes Reimersbude ergebenden Verpflichtungen zur Unterhaltung des Sielzuges auf dem Teil des Flurstückes 23/2, der nicht an den Kreis Nordfriesland veräußert worden ist,
die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd bis zum Ablauf der zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung geltenden Jagdpachtverträge,
nach Ablauf der geltender Jagdpachtverträge
die Bejagung von Raubwild und Kaninchen während der geltenden Jagdzeiten,
von Wildenten in der Zeit vom 1. Oktober bis 31. Dezember,
von Fasanen und Hasen in der Zeit vom 16. Oktober bis 31. Dezember,
von Rebhühnern in der Zeit vom 1. Oktober bis 30. November,
die Bekämpfung von wildernden Hunden und Katzen,
die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei durch den Fischereiberechtigten,
die Maßnahmen des Küstenschutzes, der Deichverkürzung, der Deichverstärkung und der Wasserwirtschaft einschließlich deren Forschungs- und Vermessungsarbeiten im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und
das Betreten der Vogelwärterhütte einschließlich eines Gebietes von 20 m im Umkreis.
entgegen § 4 Nr. 1 das Naturschutzgebiet ohne amtlichen Ausweis des Landrates des Kreises Nordfriesland als untere Landschaftspflegebehörde betritt,
entgegen § 4 Nr. 3 Tiere aussetzt, wildlebenden Tieren nachstellt, sie durch Lärm oder anderweitig mutwillig beunruhigt, sie fängt, verletzt oder tötet oder Puppen, Larven, Eier oder Nester oder sonstige Brut-, Wohn- oder Zufluchtstätten dieser Tiere fortnimmt oder beschädigt.
entgegen § 4 Nr. 4 Bodenbestandteile abbaut oder die Bodengestalt oder die Wasserflächen auf andere Weise verändert oder beschädigt oder Gebilde von wissenschaftlicher, ökologischer, naturgeschichtlicher oder landeskundlicher Bedeutung beschädigt, sammelt oder verunstaltet,
entgegen § 4 Nr. 5 eine landwirtschaftliche Nutzung einschließlich landeskultureller Vorhaben und landwirtschaftlicher Folgemaßnahmen auf den Flächen ausübt, die vom Kreis Nordfriesland mit öffentlichen Mitteln für Zwecke des Naturschutzes angekauft worden sind,
entgegen § 4 Nr. 7 Bild- oder Schrifttafeln anbringt, ausgenommen landfeste Schiffahrtszeichen und amtliche Hinweis- und Warntafeln,
entgegen § 4 Nr. 11 zeltet oder in Zelten übernachtet oder