Source: https://www.rechtslupe.de/strafrecht/die-misshandlung-vor-der-erpressung-397229
Timestamp: 2020-07-08 15:02:13
Document Index: 69073083

Matched Legal Cases: ['§ 250', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 177', '§ 225']

Die Misshandlung vor der Erpressung | Rechtslupe
Das Tat­be­stands­merk­mal "bei der Tat" (§ 250 Abs. 2 Nr. 3 Buchst. a StGB) bezieht sich auf die fina­le Ver­knüp­fung von Gewalt und Ver­mö­gens­ver­fü­gung, durch die die Erpres­sungs­de­lik­te geprägt sind.
Es ist daher nur dann erfüllt, wenn die schwe­re kör­per­li­che Miss­hand­lung zur Erzwin­gung der Ver­mö­gens­ver­fü­gung oder zumin­dest zur Siche­rung der Beu­te ver­übt wird. Ein schlich­ter räum­lich­zeit­li­cher Zusam­men­hang zwi­schen einer räu­be­ri­schen Erpres­sung und einer schwe­ren Miss­hand­lung genügt hier­für hin­ge­gen nicht [1].
Dies gilt sowohl in dem Fall, in der die Miss­hand­lung der Erpres­sung unmit­tel­bar nach­folgt, als auch dann, wenn sie ihr – wie hier – unmit­tel­bar vor­an­geht [2].
Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 30. Juni 2015 – 3 StR 193/​15
vgl. BGH, Urteil vom 25.03.2009 – 5 StR 31/​09, BGHSt 53, 234, 236 f.[↩]
vgl. auch BGH, Beschluss vom 16.07.2009 – 4 StR 241/​09, NStZ 2010, 150 zu § 177 Abs. 4 Nr. 2 Buchst. a StGB[↩]
Baby-Schü­t­­teln – durch Unter­las­sen Der Tat­be­stand der Miss­hand­lung Schutz­be­foh­le­ner (§ 225 Abs. 1 StGB) kann in den Tatal­ter­na­ti­ven des Quä­lens und des rohen Miss­han­delns auch durch Unter­las­sen ver­wirk­licht wer­den…
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