Source: https://www.international.uni-mainz.de/aufenthaltstitel/
Timestamp: 2018-12-18 18:08:45
Document Index: 32232484

Matched Legal Cases: ['§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 18', '§ 5']

Aufenthaltstitel | JGU International
Für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Nicht-EU-Staaten gibt es am häufigsten folgende zwei Aufenthaltstitel:
Seit dem 22.02.2010 können Forscherinnen und Forscher an der JGU, die aus Nicht-EU-Staaten kommen, unter Vorlage einer wirksam abgeschlossenen Aufnahmevereinbarung zur Durchführung eines Forschungsvorhabens eine Aufenthaltserlaubnis nach § 20 AufenthG beantragen.
Vorteile des § 20 AufenthG sind:
Mobilitätsrecht innerhalb der Europäischen Union
erleichterter Ehegattennachzug:
Ehegatten von ForscherInnen müssen keine deutschen Sprachkenntnisse nachweisen, wenn die Ehe bereits bestand, als die Forscherin / der Forscher ihren / seinen Lebensmittelpunkt in das Bundesgebiet verlegt hat.
Ehegatten von ForscherInnen sind zur Ausübung einer Beschäftigung berechtigt, wenn die Bundesagentur für Arbeit überprüft hat, dass sie / er nicht zu ungünstigeren Arbeitsbedingungen als vergleichbare deutsche ArbeitnehmerInnen beschäftigt wird und die Zustimmung erteilt hat. Eine Prüfung, ob andere ArbeitnehmerInnen einen bevorrechtigten Zugang zum Arbeitsmarkt haben, findet nicht statt.
Promovierende, die ihre Dissertation im Rahmen einer Forschungstätigkeit erstellen, für die mit einer Forschungseinrichtung eine Aufnahmevereinbarung abgeschlossen wurde, fallen in den Anwendungsbereich der Forscherrichtlinie und können eine Aufenthaltserlaubnis nach § 20 Aufenthaltsgesetz erhalten.
Auch Vollstipendiaten können einen Aufenthaltstitel für ForscherInnen nach § 20 Aufenthaltsgesetz erhalten, sofern ihnen der geforderte Mindestbetrag zur Sicherung des Lebensunterhalts zur Verfügung steht.
Die Einreise erfolgte mit einem erforderlichen Visum für Forschungsaufenthalte und die Angaben, die für die Erteilung des Visums maßgeblich waren, wurden bereits im Visumantrag gemacht.
Der Lebensunterhalt ist gesichert, z.B. Gehalt, Stipendien, Ersparnisse.
Die Identität und Staatsangehörigkeit sind geklärt.
Die Passpflicht ist erfüllt.
Sofern § 20 AufenthG nicht möglich oder erwünscht ist, können Forscherinnen und Forscher aus Nicht-EU-Staaten für einen mehr als dreimonatigen Aufenthalt in Deutschland eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Erwerbstätigkeit nach § 18 AufenthG in Verbindung mit § 5 Beschäftigungsverordnung erhalten.
Die Einreise erfolgte mit einem erforderlichen Visum für Forschungsaufenthalte und die Angaben, die für die Erteilung des Visum maßgeblich waren, wurden bereits im Visumantrag gemacht.
Der Lebensunterhalt ist gesichert, d.h. die Forscherin / der Forscher verfügt monatlich über einen Nettomindestbetrag in BAföG-Höchstsatz derzeit bei 735 Euro (mehr dazu hier), der sich aus verschiedenen Quellen - z.B. Gehalt, Stipendien, Ersparnisse - zusammensetzen kann. Die von der Ausländerbehörde geforderte monatliche Summe kann höher liegen, wenn die Höhe der Miete und Unterbringung über 60% des Mindestbetrags liegen.
Visum und Einreise (euraxes)
HRK-Deutsches Aufenthaltsrechts für Wissenschaftler/innen aus Nicht-EU-Staaten
Aufnahmevereinbarung-Formular
Mitteilungsformular Mobilität-Forscher
Letzte Aktualisierung:September 14, 2018