Source: https://kikreukreu.blogspot.de/search/label/Das%20Konzil%20umsetzen
Timestamp: 2017-06-23 17:07:50
Document Index: 225737360

Matched Legal Cases: ['§ 1', 'Art. 36', '§ 2', '§ 3', '§ 2', 'Art. 101', '§1']

Zwischen Kirche, Kreuz und Kreuzkümmel : Das Konzil umsetzen
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Das Konzil umsetzen VIII
Aus der Er­klä­rung über die christ­li­che Er­zieh­ung »Gra­vissi­mum edu­ca­tio­nis« Nr. 2: »Alle Chri­sten, die, durch die Wie­der­ge­burt aus dem Was­ser und dem Hei­li­gen Geist zu ei­ner neu­en Schöpf­ung ge­wor­den, Söhne Got­tes hei­ßen und es auch sind, ha­ben das Recht auf ei­ne christ­li­che Er­zieh­ung. Die­se er­strebt nicht nur die eben um­rissene Rei­fung der mensch­li­chen Per­son, son­dern zielt haupt­sächl­ich dar­auf ab, daß die Ge­tauf­ten, in­dem sie stu­fen­weise in die Er­kennt­nis des Heils­my­ste­ri­ums ein­ge­führt wer­den, der empfan­ge­nen Ga­be des Glau­bens im­mer mehr be­wußt wer­den. Sie sol­len ler­nen, Gott den Va­ter im Geist und in der Wahr­heit (vgl. Joh 4,23) vor­nehm­lich durch die Mit­feier der Li­turgie an­zube­ten und ihr ei­ge­nes Le­ben nach dem neu­en Men­schen in Ge­rech­tig­keit und wah­rer Hei­lig­keit (vgl. Eph 4,22-24) zu ge­stal­ten. So sol­len sie zur Man­nes­rei­fe ge­lan­gen, zum Voll­maß des Al­ters Christi (Eph 4,13), und so zum Auf­bau des my­sti­schen Lei­bes ih­ren Bei­trag leis­ten. Über­dies sol­len sie sich im Bewußt­sein ih­rer Be­ruf­ung dar­in einü­ben, Zeug­nis ab­zu­legen für die Hoff­nung, die in ihn­en ist (1 Petr 3,15), und an der christ­li­chen Welt­ge­stal­tung mit­zu­hel­fen; hier­bei sol­len ja die na­türli­chen Wer­te, die in die Ge­samt­schau des von Chri­stus er­lös­ten Men­schen ein­be­zo­gen sind, zum Wohl der gan­zen Ge­sell­schaft wirk­sam wer­den. De­shalb er­in­nert die Hei­li­ge Sy­no­de die Ober­hir­ten an die schwe­re Ver­antwor­tung, al­les dar­anzuset­zen, daß alle Gläu­bi­gen die­se christ­li­che Er­zie­hung ge­nießen, vor al­lem die jun­gen Men­schen, die die Hoff­nung der Kir­che sind.«
Das Konzil umsetzen VII
Aus dem Dekret über die Ausbildung der Priester »Optatam totius«: »II. Die stärkere Förderung der Priesterberufe2. Be­ru­fe zu för­dern ist Auf­gabe der ge­sam­ten christ­li­chen Ge­mein­de. Sie er­füllt sie vor al­lem durch ein wirk­lich christ­li­ches Le­ben. Den wich­tig­sten Bei­trag dazu lei­sten ein­mal die Fa­mili­en; durch­drun­gen vom Geist des Glau­bens, der Liebe und der Fröm­mig­keit wer­den sie gleich­sam zum er­sten Se­mi­nar; zum an­de­ren die Pfarr­ge­mein­den, an de­ren blü­hen­dem Le­ben die Ju­gend­li­chen selbst teil­neh­men. Die Leh­rer und alle, die mit der Er­zie­hung von Kin­dern und Ju­gend­li­chen in ir­gend­ei­ner Wei­se be­traut sind – be­son­ders die ka­tholi­schen Ver­bän­de –, sol­len die ihnen an­ver­trau­ten jun­gen Men­schen so zu er­zie­hen su­chen, daß sie den gött­li­chen Ruf wahr­neh­men und ihm be­reitwil­lig fol­gen kön­nen. Alle Prie­ster sol­len ih­ren apo­sto­li­schen Ei­fer vor al­lem in der För­de­rung der Beru­fe zei­gen. Sie sol­len das Herz der­je­ni­gen Men­schen durch ihr ei­genes, be­schei­de­nes, ar­beits­ames und von inne­rer Freu­de er­füll­tes Le­ben für das Prie­ster­tum ge­winnen so­wie durch die ge­gen­sei­ti­ge prie­sterli­che Lie­be und die brü­der­li­che Ge­mein­schaft in der Ar­beit.Auf­gabe der Bi­schöfe ist es, ihre Her­de in der För­de­rung von Beru­fen an­zu­ei­fern und für den Zu­sam­men­schluß al­ler Kräf­te und An­strengun­gen zu sor­gen; auch sol­len sie die­je­nigen, die nach ih­rem Ur­teil zum An­teil des Herrn beru­fen sind, väter­lich un­ter­stüt­zen, ohne da­bei ir­gend­ein Op­fer zu scheuen.…«
Das Konzil umsetzen VI
Die Blog­bei­trä­ge un­ter dem Stich­wort »Das Kon­zil um­set­zen« be­zo­gen den Be­griff »Kon­zil« bis­her im­mer auf das letz­te Kon­zil, al­so das zwei­te Va­ti­ka­ni­sche Kon­zil.Fol­gen­der Text nun stam­mt nicht von dort, son­dern er ist vom er­sten Va­ti­ka­ni­schen Kon­zil aus dem vier­ten Ka­pi­tel der dog­ma­ti­schen Kon­sti­tu­ti­on »Pas­tor Ae­ter­nus«. Er mag hier auch mit Blick auf die dem­nächst statt­fin­den­de Syn­ode im Ok­to­ber ge­le­sen wer­den:»Um die­sem Hir­ten­amt zu ent­spre­chen, ha­ben Un­se­re Vor­gän­ger bis­her kei­ne Mühe ge­scheut, der heil­s­pen­den­den Leh­re Chris­ti bei al­len Völkern der Er­de Ein­gang zu ver­schaf­fen. Und mit nicht ge­rin­ge­rer Sor­ge wach­ten sie darüber, dass die­se Leh­re über­all, wo sie Auf­nah­me ge­fun­den, auch un­ver­fälscht und rein er­hal­ten blie­be. Des­we­gen ha­ben die Bischöfe der gan­zen Er­de, bald ein­zeln bald auf Syn­oden, nach al­ter Ge­wohn­heit al­ler Kir­chen und nach seit al­ter Zeit be­folg­tem Grund­satz ge­ra­de je­ne Ge­fah­ren stets an den Apo­sto­li­schen Stuhl be­rich­tet, die sich im Be­reich des Glau­bens er­ho­ben. Sie ta­ten das in der Ab­sicht, dass die Glau­bens­schä­den vor al­lem an der Stel­le ge­heilt wer­den, wo dem Glau­ben ei­ne Fäl­schung nicht wi­der­fah­ren kann.Die rö­mi­schen Päps­te aber ha­ben dann das als fest­zu­hal­ten­de Leh­re er­klärt, was sie un­ter gött­li­chem Bei­stand als mit der Hei­li­gen Schrift und den apo­sto­li­schen Über­lie­fe­run­gen im Ein­klang ste­hend er­kannt hat­ten. Zu dem Zweck be­rie­fen sie, je nach­dem Zeit­um­stän­de und Welt­la­ge es na­he leg­ten, ent­we­der all­ge­mei­ne Kon­zi­li­en, oder be­frag­ten die auf dem gan­zen Erd­kreis ver­brei­te­te Kir­che über ih­re Glau­bens­an­sicht; an­de­re Ma­le wie­der ge­sch­ah es auf klei­nem Syn­oden, oder sie be­dien­ten sich and­rer Hilfs­mit­tel, wie sie die gött­li­che Vor­se­hung ih­nen ge­ra­de dar­bot.Denn Pe­tri Nach­fol­gern ward der Hei­li­ge Geist nicht da­zu ver­heißen, dass sie aus sei­ner Ein­ge­bung her­aus neue Leh­ren ver­kün­de­ten. Ih­re Auf­ga­be ist viel­mehr, die von den Apo­steln über­lie­fer­te Of­fen­ba­rung oder das an­ver­trau­te Glau­bens­gut un­ter dem Bei­stand des Hei­li­gen 'Gei­stes ge­wis­sen­haft zu hü­ten und ge­treu aus­zu­le­gen.«
I Vatikanisches Konzil,
Das Konzil umsetzen V
Aus der Liturgiekonstitution »Sacrosanctum Concilium« Nr. 101: »§ 1. Gemäß jahr­hun­der­te­al­ter Über­lie­fe­rung des la­tei­ni­schen Ri­tus sol­len die Kle­ri­ker beim Stun­den­ge­bet die la­tei­ni­sche Spra­che bei­be­hal­ten. Je­doch ist der Or­di­na­ri­us ermächtigt, in ein­zel­nen Fällen je­nen Kle­ri­kern, für die der Ge­brauch der la­tei­ni­schen Spra­che ein erns­tes Hin­der­nis für den rech­ten Voll­zug des Stun­den­ge­be­tes be­deu­tet, die Be­nützung ei­ner nach Maßga­be von Art. 36 ge­schaf­fe­nen mut­ter­sprach­li­chen Über­set­zung zu ge­stat­ten. § 2. Der zuständi­ge Obe­re kann den Chor­frau­en so­wie den Mit­glie­dern der Or­den und or­densähn­li­chen Ge­mein­schaf­ten al­ler Art, sei­en es Män­ner, die nicht Kle­ri­ker sind, sei­en es Frau­en, ge­stat­ten, daß sie für das Stun­den­ge­bet auch im Chor die Mut­ter­spra­che be­nut­zen kön­nen, so­fern die Über­set­zung ap­pro­biert ist.§ 3. Je­der zum Stun­den­ge­bet ver­pflich­te­te Kle­ri­ker, der zu­sam­men mit ei­ner Grup­pe von Gläubi­gen oder mit den in § 2 Ge­nann­ten das Stun­den­ge­bet in der Mut­ter­spra­che fei­ert, erfüllt sei­ne Pflicht, so­fern der Text der Übert­ra­gung ap­pro­biert ist.«In die­sem Zu­sam­men­hang sei auch die von der Ri­ten­kon­gre­ga­ti­on am 26. Sep­tem­ber 1964 her­aus­ge­ge­be­ne »In­struk­ti­on zur ord­nungs­gemäßen Durchführung der Kon­sti­tu­ti­on über die Hei­li­ge Li­tur­gie« erwähnt. Bezüglich der Er­laub­nis­se für den Ein­zel­fall sagt sie in Nr. 87: »Bei der Be­ur­tei­lung des „erns­ten Hin­der­nis­ses“, das Vor­aus­set­zung zur Er­tei­lung der oben erwähren Er­laub­nis ist, soll die phy­si­sche, mo­ra­li­sche, geis­ti­ge und geist­li­che La­ge des An­trag­stel­lers er­wo­gen wer­den. Die­se Er­laub­nis wird nur gewährt, um das Stun­den­ge­bet zu er­leich­tern und die An­dacht zu fördern; sie zielt kei­nes­wegs dar­auf ab, die Ver­pflich­tung ab­zu­schaf­fen, daß die Pries­ter des la­tei­ni­schen Ri­tus La­tein ler­nen.«Und bezüglich der Bre­vie­re liest man in Nr. 89: »Die Bre­vie­re für Kle­ri­ker, de­nen gemäß Art. 101 §1 der Kon­sti­tu­ti­on beim Stun­den­ge­bet der Ge­brauch der Mut­ter­spra­che ge­stat­tet wird, müßen außer der mut­ter­sprach­li­chen Über­set­zung auch den la­tei­ni­schen Text ent­hal­ten.«Am 6. No­vem­ber 1964 er­teil­te die Ri­ten­kon­gre­ga­ti­on dann in ei­nem Re­s­cript… »…der im Ver­lag Fried­rich Pus­tet in Re­gens­burg er­schei­nen­den Aus­ga­be des römi­schen Bre­viers, die bei­ge­bun­den zum vol­len la­tei­ni­schen Text als Sup­ple­ment die deut­sche Über­set­zung von Schenk enthält die Ap­pro­ba­ti­on für den li­tur­gi­schen Ge­brauch.«In der »WDR Lo­kal­zeit OWL« vom 11. Juni 2014 er­klärte der neue Dom­probst am Ho­hen Dom zu Pa­der­born, Msgr. Joachim Gö­bel in dem an­son­sten gu­ten Inter­view, daß Gläubige aber auch Prie­ster er­heb­liche Pro­bleme mit dem La­tein ha­ben. Schon zur Zeit des Stu­di­ums sei die la­tei­ni­sche Ves­per am Sonn­tag ei­ni­gen schwer ge­fallen. Aus die­sem Grunde wur­de schon seit Januar die­sen Jah­res die lat­einische, zwei­te Vesper am Sonn­tag im Hohen Dom ab­ge­schafft und durch ei­ne deutsche, er­ste Ves­per am Sams­tag er­setzt.Den Laien kann man si­cher kei­nen Vor­wurf ma­chen, wenn sie kein La­tein kön­nen. Bei den Prie­stern hin­ge­gen kann man schon kri­tisch fra­gen, ob sie sich mit sol­chen Aus­sa­gen nicht selbst ein Ar­muts­zeug­nis aus­stel­len.Link zum Video in der WDR-Mediathek (eine Woche abrufbar): KLICK
Das Konzil umsetzen III
Dekret über die Hirtenaufgabe der Bischöfe »Christus Dominus« ist unter Nr. 14 zu lesen: »Die katechetische Unterweisung trachtet danach, daß in den Menschen der Glaube, durch die Lehre erleuchtet, lebendig wird, sich entfaltet und zu Taten führt. Die Bischöfe sollen darüber wachen, daß dieser Unterricht sowohl den Kindern und Heranwachsenden als auch den Jugendlichen und ebenso den Erwachsenen mit Eifer und Sorgfalt erteilt wird; daß bei dieser Unterweisung eine geeignete Ordnung und eine Methode eingehalten werden, die nicht nur dem zu behandelnden Stoff, sondern auch der Eigenart, den Fähigkeiten, dem Alter und den Lebensbedingungen der Zuhörer entsprechen; daß diese Unterweisung auf der Heiligen Schrift, der Überlieferung, der Liturgie, dem Lehramt und dem Leben der Kirche aufbaut. Ferner mögen sie dafür sorgen, daß die Katecheten für ihre Aufgabe gebührend vorbereitet werden, indem sie die Lehre der Kirche gründlich kennenlernen und auch die psychologischen Gesetze und pädagogischen Fächer theoretisch und praktisch erlernen. Sie seien auch bemüht, daß der Unterricht für erwachsene Katechumenen wieder eingeführt oder besser angepaßt wird.«