Source: http://matthias-gruenberg.de/gr%C3%BCne/entwurf-m%C3%A4nnerstatut-m%C3%B6glicher-antrag-zur-bdk/
Timestamp: 2019-02-24 00:05:43
Document Index: 385267835

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 7', '§ 8', '§ 10', '§ 11']

MATTHIAS GRÜNBERG - Entwurf Männerstatut - möglicher Antrag zur BDK
!!!!! ENTWURF !!!!! ﻿
Das Männerstatut von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Wahllisten sind grundsätzlich alternierend mit Männer und Frauen zu besetzen, wobei den Männer die geraden Plätze zur Verfügung stehen (Mindestparität).
Männer können auch auf den ungeraden Plätzen kandidieren.
Reine Männerlisten sind möglich.
Sollte keine Mann für einen Männer zustehenden Platz kandidieren bzw. gewählt werden, entscheidet die Wahlversammlung über das weitere Verfahren. Die Männer der Wahlversammlung haben diesbezüglich ein Vetorecht entsprechend § 4 des Männerstatuts.
(1) Präsidien von Bundesversammlungen werden paritätisch besetzt. Die Versammlungsleitung übernehmen Männer und Frauen abwechselnd. Redelisten werden getrennt geführt, Männer und Frauen reden abwechselnd. Ist die Redeliste der Männer erschöpft, ist die Versammlung zu befragen, ob die Debatte fortgesetzt werden soll.
§ 4 MÄNNERABSTIMMUNG UND VETORECHT
(1) Eine Abstimmung unter Männer (Männervotum) wird auf einer Bundesversammlung auf Antrag von mindestens 10 stimmberechtigten Männer vor der regulären Abstimmung durchgeführt. Für ein Männervotum beim Länderrat sowie allen anderen Gremien genügt der Antrag eines stimmberechtigten Mannes für ein Männervotum.
(2) Die Mehrheit der Männer einer Bundesversammlung, eines Länderrates und anderer Gremien hat ein Vetorecht mit aufschiebender Wirkung. Eine von den Männern abgelehnte Vorlage kann erst auf der nächsten Bundesversammlung erneut eingebracht bzw. von der Versammlung mehrheitlich an den Länderrat überwiesen werden.
§ 5 EINSTELLUNG VON ARBEITNEHMERN/INNEN
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wird als Arbeitgeberin die Gleichstellung von Frauen und Männern sicherstellen.
Bezahlte Stellen werden auf allen Qualifikationsebenen mindestens zur Hälfte an Männer vergeben. In Bereichen, in denen Männer unterrepräsentiert sind, werden so lange bevorzugt Männer eingestellt, bis die Mindestparität erreicht ist. Bei der Vergabe von Aufträgen wird analog verfahren.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gestaltet in Zusammenarbeit mit anderen Trägern der Erwachsenenbildung auf Bundesebene Angebote zur politischen Weiterbildung für Männer und Jungs.
§ 7 BUNDESMÄNNERKONFERENZ (BFK)
(1) BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lädt jährlich zu einer BundesMännerkonferenz ein und stellt die dafür notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung. Die BMK ist öffentlich für alle Männer. Sie hat u.a. die Aufgabe, den Dialog mit der Männeröffentlichkeit herzustellen.
(2) Der Männerrat bereitet die BMK vor.
§ 8 MÄNNERRAT
(1) Der Männerrat beschließt über die Richtlinien der Männerpolitik der Partei zwischen den Bundesversammlungen. Er koordiniert die Arbeit zwischen den Gremien der Bundespartei, den Fraktionen und den Landesverbänden. Er entwickelt und plant gemeinsame politische Initiativen. Er berät den Bundesvorstand und befasst sich mit Angelegenheiten, die die Bundesversammlung an ihn delegiert. Der Männerrat kontrolliert die Einhaltung und die Umsetzung des BundesMännerstatuts.
(2) Dem Männerrat gehören an:
1. die männlichen Mitglieder des Bundesvorstandes,
2. je zwei männliche Delegierte der Landesverbände, von denen einer von der LAG Männer vorzuschlagen ist; Landesverbände mit mehr als 4.000 Mitgliedern entsenden eine weiteren weiblichen Delegierten, Landesverbände mit mehr als 8.000 Mitgliedern zwei weitere männliche Delegierte; gegen das Votum der Männer einer Landesversammlung kann keine Mann in den Männerrat gewählt werden,
3. zwei männliche Mitglieder der Bundestagsfraktion und zwei männliche Mitglieder der Gruppe von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Europaparlament, die von der Fraktion bzw. der Gruppe entsandt werden,
4. je zwei Delegierte der Bundesarbeitsgemeinschaften Männerpolitik und Schwulenpolitik, die von den BAGen bestimmt werden,
5. der BundesMännerreferent, die LandesMännerreferenten sowie einen Männerreferent der Bundestagsfraktion mit beratender Stimme.
(3) Die Amtszeit der Mitglieder im Männerrat beträgt zwei Jahre; Wiederwahl ist möglich.
(4) Der Männerrat tagt mindestens zweimal jährlich. Er wird vom Bundesvorstand einberufen. Zu weiteren Sitzungen tritt der Männerrat zusammen, wenn ein Fünftel der Mitglieder oder der Bundesvorstand dies verlangen.
(5) Der Männerrat tagt in der Regel Männeröffentlich; er kann die Öffentlichkeit mit einfacher Mehrheit ausschließen.
(6) Der Männerrat gibt sich eine Geschäftsordnung.
Zu den innerparteilichen Männerstrukturen gehören weiter die Bundesarbeitsgemeinschaften Männerpolitik und Schwulenpolitik. Näheres regelt das Statut der Bundesarbeitsgemeinschaften.
§ 10 BUNDESMÄNNERREFERAT
(1) In der Bundesgeschäftsstelle wird ein Männerreferat eingerichtet. Hierzu stellt der Bundesvorstand einen
Männerreferenten ein.
Die Auswahl des BundesMännerreferenten trifft eine Kommission, die vom Männerrat eingesetzt wird. Sie besteht aus zwei Ländervertretern, zwei Männer des Bundesvorstandes und je einem Vertreter der BAGen Männer- und Schwulenpolitik.
(2) Das BundesMännerreferat wird finanziell und materiell angemessen ausgestattet. Es wird ein eigener Haushaltstitel eingerichtet. Über die Verwendung der Mittel entscheidet der Männerreferent in Absprache mit dem Bundesvorstand.
(3) Das BundesMännerreferat entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Bundesvorstand und den Männerpolitischen Gremien Maßnahmen, die zur politisch und satzungsmäßig angestrebten Verbesserung der Situation von Männer innerhalb von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und in der Gesellschaft beitragen.
(4) Der Männerreferent hat in Abstimmung mit den Männer des Bundesvorstandes ein eigenes Öffentlichkeitsrecht. Er hat Zutritts-, Einsichts- und Mitspracherecht in allen bundesweiten Gliederungen von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN.
(5) Der BundesMännerreferent legt dem Männerrat jährlich einen Arbeitsbericht vor.
§ 11 GELTUNG DES MÄNNERSTATUTES
Das Männerstatut ist Bestandteil der Satzung des Bundesverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Es tritt am Tag seiner Beschlussfassung in Kraft.
Anhang zum Männerstatut
Entwurf Geschlechter-Statut
Kritik zu Wegweiser Grün Weimarer Erklärung vom 13.01.2012
Anträge zur LDK 2011
Die Präambel zum Parteiprogramm der Grünen
Auszug aus der Präambel zum Thema Basisdemokratie
Satzung KV Würzburg
Satzung LV Bayern nach Bad Windsheim
08.12.2010 Bewerbung zur Bezirksversammlung
Entwurf Männerstatut - möglicher Antrag zur BDK
Termine GRÜNE Unterfranken
Termine und Veranstaltungen der GRÜNEN Würzburg-Stadt