Source: http://webot.org/info/de/?search=Kirchenaustritt
Timestamp: 2019-12-08 19:26:00
Document Index: 350747639

Matched Legal Cases: ['Art. 4', 'Art. 136', 'Art. 140', 'Art. 3', '§ 3', '§ 4', 'EGMR', '§ 1901', 'Art. 3']

KIRCHENAUSTRITT - Information
Kirchenaustritt Information
Der Kirchenaustritt ist die vom Mitglied veranlasste Beendigung der staatlich registrierten Mitgliedschaft in einer Kirche. In diesem Sinne ist er nur dort erforderlich, wo das staatliche Recht Folgen an eine Mitgliedschaft knüpft, aber nicht alle Gemeinschaften einen Austritt zulassen. In Deutschland gelten die Landesgesetze über den „Kirchenaustritt“ daher nur für öffentlich-rechtliche Religionsgesellschaften, für diese allerdings unabhängig davon, ob sie sich selbst als „Kirche“ bezeichnen.
Leider so überhaupt keine Informationen über den Umfang der Kirchenaustritte. Sind im Laufe der hier bezeichneten Austrittswellen 50%, 5%, 0,5% oder gar nur 0,05% der Kirchenmitglieder ausgetreten? Ein paar Zahlen würden dem Abschnitt sehr helfen.
In Österreich wurde der Status der Konfessionslosigkeit und die damit verbundene Möglichkeit eines Kirchenaustritts mit dem Interkonfessionellen Gesetz von 1868 eingeführt. [1] Kinder unter sieben Jahren folgten ihren Eltern, uneheliche Kinder ihrer Mutter. Ab 14 Jahren konnten Jugendliche selbst über ihre Religionszugehörigkeit entscheiden, auch gegen den Willen der Eltern.
Bis 1932 und zwischen 1936 und 1940 waren in Deutschland und Österreich ähnlich viele Kirchenaustritte wie nach 1968 und nach 1989 zu verzeichnen. Von 1933 bis 1936 und nach 1945 in Westdeutschland ( Adenauer-Zeit) gab es Kircheneintrittsbewegungen.
1936 wurde auf den Melde- und Personalbögen der Einwohnermeldeämter sowie den Personalpapieren der Begriff „ gottgläubig“ eingeführt. Da die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft wie auch „Freidenkertum“ im Nationalsozialismus nicht als karrierefördernd galt, bot die amtliche Bezeichnung „gottgläubig“ für konfessionslose Nationalsozialisten einen Ausweg, um so zu dokumentieren, dass man durch einen Kirchenaustritt nicht automatisch „ungläubig“ wurde. [2]
Kirchenaustritt von 1937 bis 1940 war stark von der „ Gottgläubigkeit“ der Nationalsozialisten und Diskussionen rund um kirchenkritische Schriften von Autoren wie Alfred Rosenberg (Bekenntnis: „gottgläubig“ oder „deutsch-gottgläubig“) und Mathilde Ludendorff („ Bund für Deutsche Gotterkenntnis)“ getragen.
Eine Studie des Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der deutschen katholischen Bischöfe 1992/93 kam zu dem Ergebnis, dass die Kirchensteuer meist nur noch Anlass sei. So würden sich Katholiken nicht mit der Institution identifizieren, hätten kein Verständnis für die Sexualmoral und würden ihren Vertretern oftmals „Heuchelei“ vorwerfen. [3]
Nach einer vom Kirchenamt der EKD veröffentlichten Studie aus dem Jahr 1992 gab es damals in Deutschland signifikante Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Die drei häufigsten Gründe für den Kirchenaustritt im Westen waren demnach in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit die Einsparung der Kirchensteuer, die Aussage Ich kann auch ohne Kirche christlich sein sowie die Gleichgültigkeit gegenüber der Kirche. Die drei häufigsten Gründe für den Kirchenaustritt im Osten waren dagegen Gleichgültigkeit gegenüber der Kirche an erster Stelle, dann folgten die Aussagen Ich brauche keine Religion in meinem Leben und Ich kann mit dem Glauben nichts mehr anfangen. [4] Nach einer neueren Studie der EKD war dieser Ost-West-Unterschied auch 2006 noch deutlich zu erkennen. Bei drei Vierteln der Konfessionslosen in Westdeutschland handelte es sich um frühere Protestanten, die in den letzten 25 Jahren aus ihrer Kirche ausgetreten waren, während in den neuen Bundesländern viel häufiger die Konfessionslosigkeit seit Generationen bestand und eine grundsätzliche Ablehnung von Religion geäußert wurde. [5] Statistisch eher selten seien Übertritte zu einer anderen großen Konfession oder noch seltener der Wechsel in kleinere Glaubensgemeinschaften wie Sekten oder Freikirchen.
Der Religionssoziologe Detlef Pollack führte 2012 die Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche an. Hinzu käme die demografische Entwicklung und Säkularisation der Gesellschaft. [6]
Die ebenfalls 2012 u. a. von Michael Ebertz, Professor am Zentrum für kirchliche Sozialforschung an der Katholischen Hochschule Freiburg, verfasste Studie Austritt oder Verbleib in der Kirche sieht dagegen den Austritt als Endpunkt eines längeren Prozesses, der schließlich zum Austritt führe. Demnach sei der Kirchenaustritt nicht Indikator für einen aktuellen Dissens der Mitglieder mit ihrer Kirche, sondern Ergebnis einer langfristigen, oft mehrjährigen Entwicklung, wobei insbesondere dem Zeitraum von Pubertät, Konfirmation und Firmung eine wichtige Rolle zukomme, während dessen sich Jugendliche verstärkt mit der Sinnsuche beschäftigten. Daher konstatiert die Studie: „Junge Erwachsene werden von den herkömmlichen Angeboten der Kirche kaum angesprochen und empfinden diese nicht als attraktiv.“ [7]
In einer Studie der EKD aus 2014 waren die drei Gründe mit der höchsten Zustimmung Kirche unglaubwürdig, Kirche gleichgültig und brauche keine Religion fürs Leben. [8] [9]
Der Kirchenaustritt hat in Deutschland zur Folge, dass der Staat keine Rechtsfolgen mehr an eine Mitgliedschaft knüpfen darf (z. B. Kirchensteuereinzug, Teilnahme am Religionsunterricht), was aus der negativen Religionsfreiheit des Art. 4 Abs. 1 Grundgesetz und aus Art. 136 WRV in Verbindung mit Art. 140 GG folgt; aus seinem Blickwinkel gilt das Mitglied unabhängig vom jeweiligen kirchenrechtlichen Standpunkt als ausgetreten.
In einem Urteil aus dem Jahre 2003 sah der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg die Kündigung einer leitenden Krankenschwester in einem evangelischen Krankenhaus als gerechtfertigt an, die aus der katholischen Kirche ausgetreten war. Beklagt war in diesem Fall der Landeswohlfahrtsverband, welcher nach dem Schwerbehindertengesetz seine Zustimmung zur Kündigung geben muss. [10] In einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Rheinland-Pfalz in Mainz aus dem Jahre 2008 [11] erklärten die Richter es für zulässig, dass ein kirchliches Altenheim eine Pflegerin entlassen durfte, die aus der Kirche ausgetreten war. Im Fall eines Bewerbers auf eine Pflegerstelle hingegen entschied das Arbeitsgericht Aachen am 14. Dezember 2012, dass die Ablehnung auf Grund seiner Konfessionslosigkeit trotz fachlicher Eignung eine Diskriminierung darstellt. Dem Pfleger wurden 3.000 EUR Schadenersatz zugesprochen. [12]
Mit dem Urteil (2 AZR 579/12) vom 25. April 2013 bestätigte das Bundesarbeitsgericht die Möglichkeit der außerordentlichen Kündigung eines Arbeitnehmers, wenn er mit seinem Kirchenaustritt gegen seine arbeitsvertraglichen Pflichten (Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR)) verstoße. Dem Arbeitgeber werde damit die weitere Durchführung des Arbeitsverhältnisses unmöglich gemacht. Der Arbeitnehmer werde dadurch auch nicht nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) diskriminiert. [13]
Von der Wirkung des Kirchenaustritts im staatlichen Bereich („Bürgerliche Wirkung“) zu unterscheiden ist die Frage, ob die jeweilige Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft den vor einer staatlichen Stelle erklärten Austritt für sich anerkennt. Das Mitgliedschaftsrecht der einzelnen Gemeinschaften ( Kirchenrecht) unterscheidet sich hier stark.
Die katholische Kirche kennt keinen Austritt aus der Glaubensgemeinschaft Kirche, [14] da eine Taufe nicht rückgängig gemacht werden kann und sich die katholische Kirche als die Gemeinschaft der Getauften versteht. Dennoch knüpft sie an eine „Austrittserklärung“, dem Kirchenaustritt im staatlichen Bereich, kirchenrechtliche Folgen.
Nach ständiger Praxis bewirkt die Austrittserklärung nicht den Ausschluss aus der Kirche, sondern die Beugestrafe der Exkommunikation und damit den Verlust bestimmter Mitgliedschaftsrechte. In der 1970 veröffentlichten „Erklärung der Diözesanbischöfe zu Fragen des kirchlichen Finanzwesens“ [15] und in der „Erklärung der deutschen Bischofskonferenz zum Austritt aus der katholischen Kirche“ [16] vom 24. April 2006 wird die Erklärung des Kirchenaustritts als Apostasie, Häresie oder Schisma im Sinne einer öffentlichen Lossagung von der Kirche gewertet und ist somit eine gegen den Glauben und die Einheit der Kirche gerichtete (kirchliche) Straftat: „Der Apostat, Häretiker oder der Schismatiker ziehen sich die Exkommunikation als Tatstrafe zu (…)“ (vlg. Can.1364 CIC). Nach den oben genannten Erklärungen der Diözesanbischöfe kommt es dabei auf den Grund dieser Erklärung nicht an. Insbesondere wertet die Erklärung das Motiv, Kirchensteuer sparen zu wollen, als grobe Verletzung der Solidaritätspflicht eines jeden Katholiken und insofern als schwer schuldhaftes Vergehen gegen die Gemeinschaft und die Einheit der Kirche, das der Exkommunikation nicht entgegenstehe, wenn es sie auch nicht selbst begründet: Die kirchenrechtliche Straftat wird mit der Erklärung begangen, sich nicht mehr als Mitglied der Kirche anzusehen – die Voraussetzung dafür ist, von der Kirchensteuer befreit zu sein. Diese Anwendung ist jedoch umstritten, da – wie behauptet wird – nicht feststeht, dass der Austritt tatsächlich ein äußerer Ausdruck für einen vollständigen oder teilweisen Glaubensabfall ist. Hier ist allerdings zu bemerken, dass ein Glaubensabfall für eine Exkommunikation gar nicht nötig ist, sondern auch eine bloße Verweigerung der kirchlichen Ein- und Unterordnung – eben das erwähnte Schisma – ausreicht.
Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht allgemeinverständlich formuliert. Die Mängel sind unter Diskussion:Kirchenaustritt beschrieben. Wenn du diesen Baustein entfernst, begründe dies bitte auf der Artikeldiskussionsseite und ergänze den automatisch erstellten Projektseitenabschnitt Wikipedia:Unverständliche Artikel#Kirchenaustritt um {{ Erledigt|1=~~~~}}.
Folgendes sollte noch verbessert werden: vgl. Nachfragen im Quelltext
Die Austrittserklärung hat noch weitere kirchenrechtliche Folgen. Es ist jedoch insoweit umstritten [17], ob der Kirchenaustritt ein actus formalis ist, der im Gegensatz zum staatlichen Kirchenaustritt grundsätzlich vor dem Ortsbischof oder dem Pfarrer zu machen und ins Taufbuch einzutragen ist. Andererseits wird die Austrittserklärung von der staatlichen Behörde den kirchlichen Behörden zugesandt und dann im Taufbuch eingetragen. Jedenfalls wird die Umstrittenheit, die den actus formalis betrifft, bisweilen auch übertragen und mit der Behauptung verbunden, es finde auch die Exkommunikation nicht statt. Hier ist immerhin zu bemerken, dass der actus formalis defectionis gemäß explizitem kirchlichen Gesetzestext ein Schisma, eine Apostasie oder Häresie zwar voraussetzt, aber nicht alle Fälle dieser Kirchenstraftaten umfasst.
Am 24. September 2012 ist ein „Allgemeines Dekret der Deutschen Bischofskonferenz zum Kirchenaustritt“ [18] in Kraft getreten, mit dem die innerkirchlichen Rechtsfolgen des Kirchenaustritts nach staatlichem Recht geklärt werden sollen. Das Dekret wurde vom Vatikan gebilligt (laut Veröffentlichung ist es bereits am 15. März 2011 von der Bischofskonferenz angenommen worden, aber erst am 28. August 2012 von der Kongregation für die Bischöfe „rekognosziert“ worden). Darin werden die kirchenrechtlichen Folgen des Austritts wie folgt aufgezählt:
Diese kirchlichen Rechtsfolgen sollen dem Ausgetretenen in einem „pastoralen Schreiben“ mitgeteilt werden, in dem ihm auch nahegelegt wird, den Austritt rückgängig zu machen, falls er „die Tragweite [dieser] Entscheidung nicht ermessen“ haben sollte.
Unabhängig davon werden mit Personen, die aus der katholischen Kirche ausgetreten sind, in Deutschland laut der sog. Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse keine Arbeitsverträge mit den Rechtsträgern der katholischen Kirche abgeschlossen (Art. 3 Abs. 4) [19]. Wer bei bestehendem Arbeitsvertrag im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse aus der katholischen Kirche austritt, muss mit einer zivilrechtlichen Kündigung des Arbeitsverhältnisses rechnen.
Bescheinigung des Austritts aus der evangelischen Kirche
Nr. 3 knüpft also an den mit bürgerlicher Wirkung erklärten Austritt nach den Kirchenaustrittsgesetzen der Länder an; die Kirchenmitgliedschaft endet dann kraft Gesetzes. Trotzdem macht auch nach evangelischem Verständnis die Beendigung der Kirchenmitgliedschaft die Taufe nicht rückgängig – bei einem Wiedereintritt erfolgt also keine erneute Taufe. Die Folgen eines Austritts sind in den Grundordnungen, den Lebensordnungen bzw. im Arbeitsrecht der einzelnen Landeskirchen geregelt. So gehen mit dem Kirchenaustritt die Zulassung zum Abendmahl und die daran anknüpfenden Rechte verloren, wie etwa das Wahlrecht zu kirchlichen Leitungsgremien oder die Fähigkeit ein Patenamt zu übernehmen. [20] Daneben ist die Kirchenmitgliedschaft auch im evangelischen Bereich Voraussetzung zur Eingehung eines Arbeitsverhältnisses (vgl. etwa § 3 lit. a des Kirchlichen Gesetzes über das Dienstverhältnis der kirchlichen Mitarbeiter im Bereich der Landeskirche und des Diakonischen Werkes der Evangelischen Landeskirche in Baden; allerdings mit Ausnahmen in § 4).
So besteht beispielsweise bei den christlichen Kirchen übereinstimmend die Auffassung, dass die Taufe nicht rückgängig gemacht werden kann, ein evangelisch oder katholisch getaufter Christ also stets getauft bleibt.
Unerheblich ist, ob es sich um einen Austritt aus Kirchen oder aus anderen als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannten Religionsgemeinschaften (z. B. jüdischen Gemeinden) oder Weltanschauungsgemeinschaften (einige bfgs, regional HVD) handelt. [21]
Der Austritt muss in Deutschland je nach Bundesland entweder vor dem Amtsgericht (in Berlin, [22] Brandenburg und Nordrhein-Westfalen) oder vor dem Standesamt/Bürgeramt (andere Bundesländer) erklärt werden. Ein Austritt per Brief ist nur mit notarieller Beglaubigung möglich. In Bremen kann der Austritt alternativ auch bei kirchlichen Stellen erklärt werden. [23] Es muss ein Lichtbildausweis mitgebracht werden. Bei Verheirateten wird teilweise auch die Heiratsurkunde oder das Familienstammbuch verlangt.
Wie das Kirchenrecht solche Erklärungen behandelt, möchte der Staat dagegen nicht regeln. So ist es katholisch-kirchenrechtlich gerade wieder in der Diskussion, wie die kirchenrechtliche Situation ist, wenn ein Austretender ausdrücklich erklärt, in der Kirche als Glaubensgemeinschaft bleiben zu wollen. Der emeritierte Professor Hartmut Zapp focht einen Präzedenzfall. Er trat vor dem Standesamt aus der „katholischen Kirche, Körperschaft des öffentlichen Rechts“ aus. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg entschied am 4. Mai 2010, dass ein Kirchenaustritt unwirksam ist, der isoliert nur diejenigen Rechtsfolgen beseitigen will, die eine Kirchenmitgliedschaft im Bereich des staatlichen Rechts hat. [24] Die Revision gegen dieses Urteil war am 26. September 2012 vor dem Bundesverwaltungsgericht formal erfolgreich, da das Gericht in dem schlichten Zusatz „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ keinerlei Einschränkung der Austrittserklärung erkennen konnte. Damit ist Zapps Kirchenaustritt gültig. Zugleich stellte das Bundesverwaltungsgericht aber klar, dass der Staat keinen Unterschied zwischen „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ und „Glaubensgemeinschaft“ machen kann. Wer formal aus der Kirche austrete und keine Kirchensteuern mehr zahle, sei nicht mehr Mitglied der Glaubensgemeinschaft, weil diese mit der Körperschaft des öffentlichen Rechts identisch sei. [25] Somit ist zwar im konkreten Fall Zapps Kirchenaustrittserklärung gültig, aber inhaltlich hat sich das Gericht dem von der römisch-katholischen Kirche verfochtenen Standpunkt angeschlossen, dass es keinen Unterschied zwischen der Körperschaft des öffentlichen Rechts und der Glaubensgemeinschaft gibt.
in Baden-Württemberg zwischen 6,50 und 75 € [26] [27]
in Bayern 35 € [28]
in Berlin 30 € [29]
in Brandenburg wird keine Gebühr erhoben [30]
in Bremen 5,50 € (Standesamt), ansonsten wird keine Gebühr erhoben, wenn der Austritt bei der Kirche erklärt wird [31]
in Hamburg 31 € [32]
in Hessen 30 € [33]
in Mecklenburg-Vorpommern 12 € [34]
in Niedersachsen 25 € [35]
in Rheinland-Pfalz 30 € [36]
im Saarland 32 € [37]
in Sachsen 26 € [38] [39] [40]
in Sachsen-Anhalt 30 € [41]
in Schleswig-Holstein 20 € [42]
in Thüringen 30 € [43]
Die Gemeinde Unterreichenbach, Landkreis Calw in Baden-Württemberg, gilt mit 75 € als bundesweite Spitzenreiterin. [44]
Mit Beschluss vom 2. Juli 2008 (Az. 1 BvR 3006/07) [45] hat das Bundesverfassungsgericht sowohl das staatliche Verwaltungsverfahren zum Kirchenaustritt als auch die Erhebung der Gebühr von 30 Euro in Nordrhein-Westfalen für verfassungsgemäß erklärt, weil dieses Verfahren für die staatliche Mitwirkung bei der Erhebung der Kirchensteuer erforderlich sei. Dabei verneinte es, dass die Gebühr von 30 Euro eine vom Kirchenaustritt abhaltende Wirkung habe, da in Nordrhein-Westfalen im Fall der Bedürftigkeit des Antragstellers von der Erhebung der Gebühr abgesehen werde. Für 15 Minuten Arbeit seien 30 Euro gerechtfertigt. „Der Austrittswillige veranlasst das Verfahren und zieht überdies in der Regel aus seiner Sicht Nutzen daraus“. Der Beschwerdeführer hatte gegen diese Entscheidung Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ( EGMR) eingelegt. [46] Diese Beschwerde wurde ohne Begründung als unzulässig zurückgewiesen. [47]
Für einen volljährigen Geschäftsunfähigen kann sein Betreuer den Austritt erklären, soweit sein Aufgabenkreis reicht. Er ist allerdings nach § 1901 BGB an die Wünsche des Betroffenen gebunden. Dies ist in den Kirchenaustrittsgesetzen der Bundesländer geregelt, nur Bayern verbietet eine entsprechende Stellvertretung (siehe unter Literatur).
Eine Austrittbescheinigung wird entweder sofort übergeben oder einige Tage nach der Austrittserklärung zugesandt, mit der beim Einwohnermeldeamt – seit Anfang 2011 ist ausschließlich das zuständige Finanzamt für die Streichung zuständig – die Streichung der Religionszugehörigkeit auf der Lohnsteuerkarte veranlasst werden kann, damit keine Kirchensteuer mehr erhoben wird. Die Austrittsbescheinigung sollte nicht verloren gehen, weil nach einem Umzug häufig bewiesen werden muss, dass man der Religionsgemeinschaft nicht mehr angehört, damit man nicht erneut zur Zahlung von Kirchensteuer herangezogen wird.
Weimarer Republik 1919–1932: [48]
1922 154.810
1923 18.075 95.005 113.080
Deutsches Reich 1933–1944 (abgerundet auf volle Tausend): [49]
Bundesrepublik Deutschland (Bonner Republik) 1950–1989: [50] [51]
1950 33.536
1955 21.292 35.427 56.719
Bundesrepublik Deutschland (Berliner Republik) seit 1990: [50] [51] [52] [53]
2015 181.925 211.264 393.189
2016 162.093 190.284 352.377
2017 167.504 197.207 364.711
2018 216.078 220.000 436.078
Die Zahl der Wiedereintritte und Übertritte liegt in der Evangelischen Kirche erheblich höher (ca. 25–30.000 pro Jahr) als in der Römisch-Katholischen Kirche (ca. 10.000 pro Jahr). In den Jahren 1990–2017 traten 4,0 Millionen Menschen aus der katholischen Kirche aus. [54] Im selben Zeitraum traten ca. 0,27 Millionen in die Kirche ein. Die Evangelische Kirche, die im Jahr 1990 mit 29,4 Millionen Mitgliedern noch 36,9 Prozent der Bevölkerung repräsentierten, hat sich ähnlich entwickelt. In den Jahren 1990–2017 traten 5,5 Millionen Menschen aus der evangelischen Kirche aus. [54] Im selben Zeitraum traten ca. 1 Million in die Kirche ein.
Laut einer im Dezember 2011 durchgeführten repräsentativen Umfrage waren ca. eine Million Deutsche entschlossen, aus der Kirche auszutreten, 1,6 % der Katholiken und 3,2 % der Protestanten. Gedanken über einen Austritt machten sich laut Umfrage 4,5 Mio. Deutschen, so dass es insgesamt ein „Schwundpotential“ von 5,5 Mio. Kirchenmitgliedern gäbe. [55] [56]
Die Austrittszahlen haben zusammen mit Faktoren wie der demografischen Entwicklung und Ein- oder Auswanderungsbewegungen dazu geführt, dass Ende 2015 Angaben der Evangelischen Kirche in Deutschland [57] rund 56,0 % der Gesamtbevölkerung einer der beiden Großkirchen angehörten. Der Anteil von Katholiken lag bei 28,9 % und jener der Protestanten bei 27,1 %, während Konfessionslose nach Angaben der Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland rund 36 % der Gesamtbevölkerung stellten. [58]
Straßenabbildung mit Aufforderung zum Kirchenaustritt
In Österreich muss der Austritt bei der Bezirksverwaltungsbehörde (die Bezirkshauptmannschaft bzw. in Statutarstädten der Magistrat) erklärt werden. Es muss ein Lichtbildausweis vorgelegt (oder die Identität auf andere Weise belegt) werden. Der Taufschein ist, sofern vorhanden, zweckmäßig (jedoch nicht erforderlich [59]), da die Behörden in der Regel die Zugehörigkeit zur Religionsgemeinschaft überprüfen wollen. Der Austretende erhält auf Wunsch eine schriftliche Bestätigung, die jedoch mit Verwaltungsabgaben verbunden sein kann.
Ist der Austretende jünger als 14 Jahre, benötigt er die Zustimmung beider Erziehungsberechtigten. Ist er jünger als zwölf Jahre, so können die Erziehungsberechtigten auch gegen seinen Willen einen Austritt erklären. [60]
Die Erklärung des Austritts aus einer Religionsgemeinschaft ist prinzipiell gebührenfrei. Falls jedoch ein Nachweis über den Austritt aus der Religionsgemeinschaft gewünscht wird, kann die Behörde Gebühren und Verwaltungsabgaben erheben. In Wien etwa fällt für eine unbeglaubigte Abschrift der Niederschrift eine Gebühr von 2,10 Euro an, für eine beglaubigte Kopie der Niederschrift zusätzlich 14,30 Euro. [61]
Dieser Abschnitt beschreibt die Entwicklung der österreichischen Kirchenaustritte in der Zweiten Republik. [62] [63] [64] [65] Für weitere statistische Informationen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung Österreichs siehe die Entwicklung der Katholischen und Evangelischen Kirchen auch im Vergleich zu anderen Religionsgemeinschaften Österreichs.
Entwicklung der Kirchenaustritte in Österreich seit 1990
1945 1.132 - - -
1950 10.482 - - -
1955 8.961 - - -
1960 9.113 - - -
1965 10.572 - - -
1970 18.483 - - -
1975 20.723 - - -
1980 24.700 - - -
1985 32.746 - - -
1990 32.381 - - -
1995 44.304 2.843 - 47.147
2000 35.711 3.332 - 39.043
2005 42.624 3.208 - 45.832
2006 36.715 2.943 - 39.658
2007 36.293 2.975 - 39.268
2008 40.224 3.020 - 43.244
2009 53.269 3.122 - 56.391
2010 85.960 3.931 - 89.891
2011 59.023 4.251 - 63.274
2012 52.336 3.812 - 56.148
2013 54.869 3.985 - 58.854
2014 55.003 4.262 - 59.265
2015 56.599 4.264 - 60.863
2016 54.969 4.536 287 59.792
2017 53.698 4.603 247 58.548
2018 58.378 4.318 231 62.927
Die Entwicklung der Austritte aus der Katholischen Kirche wurde in regelmäßigen Abständen immer wieder durch markante Anstiege geprägt. So kam es im Jahr 1995 im Rahmen der Affäre Groer zu einer damals signifikant hohen Zahl von 44.304 Austritten, die sich im Jahr 1999 aufgrund einer innerkirchlichen Kontroverse [66] mit 43.629 Austritten annähernd wiederholte. Im Jahr 2004 führte ein Pornoskandal [67] im Priesterseminar St. Pölten zu einem erneuten Maximum von 52.177 Kirchenaustritten. Der in den letzten drei Jahren erreichte Durchschnittswert von rund 55.000 Austritten liegt jedoch mittlerweile wesentlich höher als diese in der Vergangenheit erreichten Maximalwerte.
Im Jahr 2010 kam es nach Aussage von Kardinal Christoph Schönborn in Österreich zur größten Austrittswelle aus der katholischen Kirche seit der Nazizeit. [68] Die wesentliche Ursache für den Anstieg waren jedoch Skandale um den sexuellen Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche, die Verknüpfung dieses Austrittsmotivs mit der Zeit des Nationalsozialismus wurde von Betroffenen kritisiert. [69] Ein direkter Zahlenvergleich zeigt außerdem, dass der nach dem Anschluss für das gesamte Deutsche Reich ermittelte Wert von 97.000 Austritten im Jahr 1938 offensichtlich nicht mit dem 2010 alleine in Österreich erreichten bisherigen Höchstwert von 85.960 Austritten zu vergleichen ist.
Im Vergleich dazu kann man in der Evangelischen Kirche ohne besondere Anlässe einen stetigen Anstieg der Austrittszahlen beobachten, die im Jahr 2018 insgesamt 4.549 Austritte erreicht haben. Diese Zahl ist auch insofern relativ hoch, da damit rund 1,54 % der evangelischen Mitglieder ausgetreten sind, verglichen mit den zuletzt rund 1,14 % in der katholischen Kirche. Die Zahl der Kirchenaustritte in Österreich ist auch im Vergleich zu Deutschland signifikant höher, wo zuletzt im Jahr 2017 nur rund 0,90 % der Protestanten und 0,71 % der Katholiken ausgetreten sind.
Zusammenfassend hat die Evangelische Kirche seit ihrem Maximalstand im Jahr 1971 rund 34,9 % ihrer Mitglieder verloren, im Vergleich zu den rund 22,8 % Verlust in der römisch-katholischen Kirche im gleichen Zeitraum. Mit Ende des Jahres 2018 betrug der Anteil der Katholiken rund 57,0 % und jener der Protestanten rund 3,3 % der österreichischen Gesamtbevölkerung.
Um aus einer Landeskirche auszutreten, wird in der Schweiz ein Brief mit dem Wunsch nach Austritt an die Kirchengemeinde geschickt, der keine Begründung enthalten muss. Eine Kopie des Briefes kann an die staatliche Gemeinde geschickt werden, um sicherzustellen, dass der Vorgang nicht verschleppt wird: Die Kirchensteuer wird bis zum Datum des Austrittsschreiben anteilsmäßig auf das Jahr berechnet.
Im Kanton St. Gallen ist die Unterschrift auf der Gemeinde (gegen Gebühr von 20 Schweizer Franken) amtlich zu beglaubigen.
Seit dem Entscheid des Bundesgerichts im Jahr 2012 ist in allen Kantonen die Mitgliedschaft in der röm.-kath. Kirche als Glaubensgemeinschaft von der Mitgliedschaft in den staatskirchenrechtlichen Körperschaften zu unterscheiden [70]. Mitglieder der röm.-kath. Kirche als Glaubensgemeinschaft, die nicht Mitglied einer staats-kirchenrechtlichen Körperschaft sind, vereinbaren mit dem zuständigen Bischof nach eigenem Ermessen ihre „materielle Solidarität“ gemäss kirchlichem Recht (Canon 222 CIC). In allen Bistümern steht ein entsprechender Solidaritätsfonds zur Verfügung. Bei der Erklärung des Kirchenaustritts kann man diesen Weg mit einer formlosen Erklärung wählen (z. B. „Ich trete aus den staatskirchenrechtlichen Körperschaften aus und bleibe Mitglied der röm.-kath. Kirche“). Die Zahl der Mitglieder der röm.-kath. Kirche, die nicht Mitglied einer staatkirchenrechtlichen Körperschaft sind, wächst auf niedrigem Niveau [71]. Am 3. September 2016 erklärt Nationalrätin Natalie Rickli ihren Austritt aus der Körperschaft. Gleichzeitig bekräftigt sie ihre Mitgliedschaft in der katholischen Kirche als Glaubensgemeinschaft. Damit hat sich erstmals eine Person aus dem öffentlichen Leben der Schweiz ausschliesslich für eine kirchenrechtliche Mitgliedschaft entschieden.
In Liechtenstein können Jugendliche ab 14 Jahren ohne Zustimmung der Erziehungsberechtigten den Kirchenaustritt erklären. [72]
In Belgien kann man aus der römisch-katholischen Kirche austreten, indem man ein Austrittsschreiben mit den nötigen Angaben über die Taufe an die für den Wohnort zuständige Diözese richtet. Die Austrittserklärung wird dann im Taufregister vermerkt. Kirchenaustritte schwanken zwischen einigen Hundert und mehreren Tausend pro Jahr; die römisch-katholische Kirche veröffentlicht keine Zahlen. [73] [74] [75] Mehrere humanistische und freigeistige Vereine, wie z. B. der Humanistisch-Freigeistiger Verein Flanderns (Humanistisch-Vrijzinnige Vereniging), der Studiekring Vrij Onderzoek in Brüssel und die Fédération des Amis de la Morale Laïque (FAML), stellen Modellbriefe für das Austrittsschreiben oder Leitfaden zur Verfügung; dies führt nicht zu großflächigen Austritten. [76] [77] [78] [79]
Nachdem 2010 mehrere Fälle sexuellen Missbrauchs bekannt wurden und Bischof Roger Vangheluwe wegen solchen Vorwürfen zurücktrat, verzehnfachte sich zeitweilig die Zahl der Rücktritte in Flandern: 2010 gab es 6.382 Austritte, 2011 noch 1.827. [80] 2011 startete die Diözese Antwerpen eine Werbekampagne für die Taufe. [81] Spätestens 2014 war die Zahl wieder auf das alte Niveau zurückgesunken. [74] [75]
In Luxemburg [82] ist bei der römisch-katholischen Kirche die Praxis so, dass ein Austrittsschreiben mit den nötigen Angaben über die Taufe an das für den Wohnort zuständige Generalvikariat zu richten ist. Die Austrittserklärung wird dann im Taufregister vermerkt und dem Ausgetretenen vom Generalvikariat bestätigt.
In Polen wird die Kirchenmitgliedschaft nicht staatlich registriert. Allerdings ergeben sich für die römisch-katholische Kirche besondere staatlich anerkannte Vorrechte in Bezug auf die eigenen Mitglieder, die ausschließlich kirchlich registriert werden. Insbesondere betrifft das den Datenschutz, von dem die katholische Kirche aufgrund einer Vereinbarung mit dem Generalinspektor für Personendatenschutz (GIODO) [83] größtenteils praktisch ausgenommen ist, da die kirchlichen Datensammlungen keiner Kontrolle durch den GIODO unterliegen. [84]
Beschwerden von polnischen Bürgern, die gegenüber der katholischen Kirche ihren Austritt erklärt haben und es erfolglos verlangt haben, von dieser fortan datenschutzrechtlich als Nichtmitglieder behandelt zu werden, wurden zunächst am 11. Januar und 7. Mai 2012 vom Verwaltungsgericht Warschau als unzulässig abgewiesen. Die Begründung war, dass eine Willenserklärung nach den Vorschriften des Zivilgesetzbuches nicht zum Kirchenaustritt ausreiche. Die Anwendung des Rechtsinstitutes der Willenserklärung würde als eine durch den Staat regulierte Bestimmung, wen die Kirche als ihr Mitglied betrachten darf, eine unzulässige Einmischung des Staates in die innenkirchlichen Angelegenheiten bedeuten. [85] [86] [87] Aus kirchlicher Sicht, die somit bezogen auf den Datenschutz vom polnischen Staat explizit anerkannt wurde, ist der Kirchenaustritt nicht möglich. [85] [87] Die Zulässigkeit einer Verfassungsklage wurde vom Gericht verneint. [87]
Diese Ansicht wurde jedoch in den drei am 24. Oktober 2013 gefallenen Präzedenzurteilen des Obersten Verwaltungsgerichts (NSA) nicht geteilt. Das NSA ist der Meinung, dass dem GIODO die sachliche Prüfungspflicht obliege, ob ein aus staatlicher Sicht wirksamer Austritt erfolgt ist. Er solle hierfür die öffentlich-rechtlichen Maßstäbe, insbesondere das Gesetz über die Gewissens- und Konfessionsfreiheit, und nicht die innerkirchlichen Bestimmungen ansetzen. Der Ausgang der Prüfung durch GIODO, ob die Willenserklärungen der Kläger wirksame Kirchenaustritte darstellen, ist zurzeit (November 2013) offen. [88]
Mit einer weiteren Anordnung des Verwaltungsgerichts Oppeln vom 21. Januar 2013 wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine gemäß dem kanonischen Recht durchgeführte Apostasie keinen für die staatliche Seite wirksamen Kirchenaustritt mit öffentlich-rechtlichen (z. B. datenschutzrechtlichen) Folgen darstellt. [89]
Mitgliederentwicklung in den Religionsgemeinschaften
Georg Bier (Hrsg.): Der Kirchenaustritt: Rechtliches Problem und pastorale Herausforderung. Herder 2013, ISBN 3-451-30903-3. [90]
Horst Deinert: Kirchenaustritt und Betreuung. In: FamRZ. 2006, S. 243, aktualisiert abgedruckt im Online-Lexikon Betreuungsrecht, http://www.bundesanzeiger-verlag.de/betreuung/wiki/Kirchenaustritt
Andreas Feige: Kirchenaustritte. Eine soziologische Untersuchung von Ursachen und Bedingungen, Burckhardthausverlag Gelnhausen/Berlin 1976
Stephan Haering: Kann man aus der Kirche austreten? Ekklesiologische und kirchenrechtliche Aspekte eines bedrängenden Themas, in: Karl Wallner (Hrsg.): Fünf-vor-Elf, Schriftenreihe des Instituts für Dogmatik und Fundamentaltheologie an der Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. 2, Heiligenkreuz 2010, ISBN 978-3-902694-20-1, S. 115–136.
Commons: Kirchenaustritt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Evangelische Kirche in Deutschland: speicherbare jährliche Statistiken
Deutsche Bischofskonferenz: Kirchliche Statistik – Zahlen und Fakten (speicherbar, jahresbezogen).
Statistik der Kirchenaustritte
Kirchenaustritt in Österreich inkl. Formulare und Infos für jeden Bezirk in Österreich
freidenker.at Informationen zum Kirchenaustritt in Österreich inkl. einer Hotline und Statistik der Kirchenaustritte seit 1958
Kirchenaustrittsgesetz Hamburg
Hessen: Gesetz zur Regelung des Austritts aus Kirchen, Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaften des öffentlichen Rechts (KRWAG)
Kirchenaustrittsgesetz Nordrhein-Westfalen
Religionsaustrittsgesetz Schleswig-Holstein
Gesetz betreffend die interkonfessionellen Verhältnisse der österreichischen Staatsbürger
Kirchenaustrittsverordnung Österreich
↑ Maren Seliger, 2010: Scheinparlamentarismus im Führerstaat: „Gemeindevertretung“ im Austrofaschismus und Nationalsozialismus: Funktionen und politische Profile Wiener Räte und Ratsherren 1934–1945 im Vergleich. Band 6 von Politik und Zeitgeschichte. LIT Verlag Münster, ISBN 3-643-50233-8, ISBN 978-3-643-50233-9. S. 234 ( online)
↑ Schon die Jugend läuft davon, Focus Magazin Nr. 38 (1993) von Eugen Georg Schwarz.
↑ Kirchenaustrittsgründe 1992, Evangelische Kirche ( Memento des Originals vom 20. Januar 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. @1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/fowid.de (PDF; 40 kB)
↑ Pressemeldung „Evangelische Kirche will sich verstärkt Konfessionslosen zuwenden“
↑ Kirchenaustritt als Hilfeschrei: Tutzinger Tagung untersucht Motive und Gründe für den Kirchenaustritt ( Memento des Originals vom 15. August 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. @1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/www.sonntagsblatt-bayern.de, Sonntagsblatt vom 8. Juli 2012
↑ Studie: Entscheidung für Kirchenaustritt ist langer Prozess ( Memento des Originals vom 8. Februar 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. @1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/www.epd.de. Pressemitteilung des Evangelischen Pressedienstes. Abgerufen am 22. September 2012.
↑ Engagement und Indifferenz. (PDF) EKD, März 2014, abgerufen am 6. März 2014. Seite 81
↑ Deutsche verlieren ihren Glauben an Gott. Die Welt, 6. März 2014, abgerufen am 6. März 2014.
↑ Kündigung einer Krankenschwester wegen Kirchenaustritt ( Memento vom 17. Dezember 2013 im Internet Archive), vonderwehl.de zu VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 26. Mai 2003, Az. 9 S 1077/02, Volltext.
↑ LAG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 2. Juli 2008 ( Memento vom 7. März 2016 im Internet Archive), Az. 7 Sa 250/08, Volltext
↑ ArbG Aachen: Kirche darf konfessionslosen Bewerber nicht einfach abweisen, siehe auch Az. 2 Ca 4226/11
↑ Bundesarbeitsgericht.de: Pressemitteilung Nr. 29/13 - Kündigung wegen Kirchenaustritts vom 25. April 2013
↑ Was bedeutet „Kirchenaustritt“? Hirtenwort des Bischofs von Mainz Karl Kardinal Lehmann zur Österlichen Bußzeit 2011. 11. März 2011, S. 6, abgerufen am 21. November 2018: „Vor diesem Hintergrund wird verständlich, dass die katholische Kirche theologisch und spirituell keinen „Kirchenaustritt“ kennt“
↑ Erklärung der Diözesanbischöfe zu Fragen des kirchlichen Finanzwesens
↑ Erklärung der deutschen Bischofskonferenz zum Austritt aus der katholischen Kirche (PDF; 18 kB)
↑ Vatikankommentar zum Motu proprio 'Omnium in mentem' . kath.net. 17. Dezember 2009. Abgerufen am 15. April 2012.
↑ Allgemeines Dekret der Deutschen Bischofskonferenz zum Kirchenaustritt (PDF)
↑ Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse
↑ Gesetzlich geregelt ist das beispielsweise in Bayern im Kirchensteuergesetz Art. 3 Abs. 4. Eine Liste der Kirchen, Religionsgemeinschaften und weltanschaulichen Gemeinschaften, die als Körperschaften des öffentlichen Rechts anerkannt sind, ist beim Bayerischen Behördenwegweiser zu finden.
↑ — ( Memento des Originals vom 11. September 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. @1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/www.berlin.de
↑ Keine Beschränkungen des Kirchenaustritts auf die „Körperschaft des öffentlichen Rechts“ – Urteil des VGH Baden-Württemberg des vom 4. Mai 2010 – Zusammenfassung bei kostenlose-urteile.de
↑ Pressemitteilung des BVerwG vom 26. September 2012 - Az.: BVerwG 6 C 7.12 @1 @2 Vorlage:Toter Link/www.bverwg.de ( Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., aufgerufen am 26. September 2012.
↑ www.kirchenaustritt.de/bw
↑ Standesamt Lauda-Königshofen ( Memento des Originals vom 22. Februar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. @1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/www.lauda-koenigshofen.de
↑ www.kirchenaustritt.de/bayern (25 € für den Austritt + 10 € für die Austrittsbescheinigung)
↑ www.kirchenaustritt.de/brandenburg
↑ www.kirchenaustritt.de/bremen
↑ Kirchenaustritt Hamburg.de
↑ www.kirchenaustritt.de/hessen
↑ www.kirchenaustritt.de/mv
↑ www.kirchenaustritt.de/niedersachsen persönlich beim Standesamt oder bei einem Notar
↑ www.kirchenaustritt.de/rp
↑ www.kirchenaustritt.de/saar
↑ www.kirchenaustritt.de/sachsen
↑ Anliegen „Kirchenaustritt“ auf www.dresden.de ( Memento des Originals vom 8. Februar 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. @1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/www.dresden.de
↑ Gebühren gemäß www.leipzig.de ( Memento des Originals vom 11. August 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. @1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/www.leipzig.de
↑ www.kirchenaustritt.de/anhalt
↑ Zuständigkeitsfinder Schleswig-Holstein: Kircheneintritt/Kirchenaustritt
↑ www.kirchenaustritt.de/th
↑ [6], [7]
↑ Antonius Liedhegener: Kirchenaustritte in Deutschland 1862 bis 2010. (PDF; 29 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) 31. August 2012, ehemals im Original; abgerufen am 24. Juli 2015. @1 @2 Vorlage:Toter Link/www.liedhegener.info ( Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
↑ Sven Granzow, Bettina Müller-Sidibé, Andrea Simml: Gottvertrauen und Führerglaube, in: Götz Aly (Hrsg.): Volkes Stimme, Skepsis und Führervertrauen im Nationalsozialismus, Frankfurt am Main 2006, 38–58, S. 40, 207
↑ a b Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz: Eintritte, Austritte, Wiederaufnahmen 1950-2018. (PDF; 61 kB) Abgerufen am 23. Juli 2019.
↑ a b Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland: Kirchenaustritte und Kirchenaufnahmen Westdeutsche evangelische Landeskirchen 1953-2004. (PDF; 249 kB) 30. August 2006, abgerufen am 23. Juli 2019.
↑ Deutsche Bischofskonferenz: Kirchliche Statistik. Abgerufen am 23. Juli 2019.
↑ Evangelische Kirche in Deutschland: Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben. Abgerufen am 23. Juli 2019.
↑ a b Statistik auf kirchenaustritt.de
↑ Millionen Deutsche erwägen Kirchenaustritt. In: Focus, 21. Dezember 2011. Abgerufen am 29. Dezember 2011.
↑ Umfrage: Eine Million Menschen wollen aus Kirche austreten ( Memento des Originals vom 17. Januar 2012 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. @1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/www.epd.de. Evangelischer Pressedienst. Abgerufen am 29. Dezember 2011.
↑ Kirchenmitgliederzahlen am 31.12.2015. (PDF 624 kB) Evangelische Kirche in Deutschland, Januar 2017, abgerufen am 26. April 2017.
↑ Religionszugehörigkeiten in Deutschland 2015, Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland, am 20. Dezember 2016
↑ VwGH 88/10/0014 (PDF; 29 kB), wonach für die Vorlage eines Taufscheins oder Meldezettels keine Formvorschrift besteht
↑ Bundesgesetz über die religiöse Kindererziehung 1985
↑ Religionsaustritt – Erklärung . In: Stadt Wien . Abgerufen am 1. Dezember 2017.
↑ Katholische Kirche Österreich: Statistik. Abgerufen am 12. Januar 2016.
↑ Evangelische Kirche in Österreich: Zahlen und Fakten. Abgerufen am 12. Oktober 2019.
↑ René Meintz: Kirchenaustritte in Österreich. Abgerufen am 5. Januar 2014.
↑ Max Preglau, Postmodernes Österreich?: Konturen des Wandels in Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und Kultur, Seite 333
↑ Wieder mehr Kirchenaustritte, ORF.at am 25. Juni 1999
↑ Bubendummheiten im Priesterseminar, Frankfurter Allgemeine am 13. Juli 2004
↑ Kirche: Größte Austrittswelle seit Nazizeit, Der Standard am 18. Dezember 2010
↑ Frau bleibt katholisch trotz Kirchenaustritt Tages-Anzeiger, Artikel vom 3. August 2012
↑ 22 Gläubige spenden, statt Steuern zu zahlen suedostschweiz.ch, Artikel vom 15. August 2012
↑ Jugendliche mit 14 Jahren religionsmündig, Liechtensteiner Vaterland, 20. Dezember 2012
↑ Liems, K. Laura; Thewissen, Femmy: “ Ontdoping in de lift?”, Mo, 8. März 2010.
↑ a b " Tien keer meer ontdopingen in Vlaanderen", Gazet van Antwerpen, 21. Februar 2011.
↑ a b " Tien keer minder Vlamingen ontdoopt", Gazet van Antwerpen, 29. Januar 2014.
↑ Humanistisch-Vrijzinnige Vereniging: " Kerkuittreding".
↑ Studiekring Vrij Onderzoek: " Ontdoping: hoe & waarom", 10. April 2009.
↑ Fédération des Amis de la Morale Laïque (FAML): " Apostasie".
↑ " Humanisten België knagen aan rooms bolwerk", Trouw, 25. Februar 2000.
↑ " Aantal ontdopingen duidelijk toegenomen sinds zaak-Vangheluwe", Knack, 18. August 2012.
↑ " Kerk maakt reclame voor het doopsel", Knack, 24. März 2011.
↑ Archevêché de Luxembourg / Äerzbistum Lëtzebuerg: Kirchenmitgliedschaft ( Memento des Originals vom 23. September 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. @1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/www.cathol.lu.
↑ Generalny Inspektor Ochrony Danych Osobowych (GIODO), polnische Wikipedia
↑ OCHRONA DANYCH OSOBOWYCH W DZIAŁALNOŚCI KOŚCIOŁA KATOLICKIEGO W POLSCE (PDF; 108 kB)
↑ a b O formalnym wystąpieniu z Kościoła ( Memento des Originals vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. @1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/ekai.pl
↑ II SA/Wa 2026/11 - Wyrok WSA w Warszawie. 11. Januar 2012, abgerufen am 29. Januar 2013 (polnisch).
↑ a b c II SA/Wa 2767/11 - Wyrok WSA w Warszawie. 7. Mai 2012, abgerufen am 29. Januar 2013 (polnisch): „[P]rzetwarzanie tych danych wynika z faktu, że akt chrztu, sporządzony zgodnie z wymogami prawa kanonicznego, jest dowodem przyjętego chrztu. W myśl prawa kanonicznego, W.G. pozostaje katolikiem (członkiem Kościoła katolickiego). Dt. Übersetzung: Das Verarbeiten dieser Daten ergibt sich aus der Tatsache, dass die entsprechend den Anforderungen des kanonischen Rechts ausgefertigte Taufurkunde ein Nachweis über die angenommene Taufe ist. Gemäß dem kanonischen Recht, W.G. verbleibt ein Katholik (Mitglied der katholischen Kirche).“
↑ Katarzyna Żaczkiewicz-Zborska: NSA: oświadczenia o wystąpieniu z kościoła są prawnie wiążące. In: lex.pl. 25. Oktober 2013, abgerufen am 24. November 2013 (polnisch).
↑ II SAB/Op 59/12 - Postanowienie WSA w Opolu. 21. Januar 2013, abgerufen am 12. Februar 2013 (polnisch): „Działanie lub bezczynność biskupa diecezji w sprawach dotyczących wystąpienia z Kościoła wiąże się natomiast ze sferą władzy kościelnej, której jest organem, regulowaną przez prawo kanoniczne. W odniesieniu do aktu apostazji, będącej wewnętrzną procedurą Kościoła, nie wkracza on tym samym w sferę należącą do zakresu administracji publicznej (…). Dt. Übersetzung: Tätigkeit oder Untätigkeit des Diözesanbischofs hinsichtlich des Kirchenaustritts gehört aber zum Bereich der kirchlichen Machtausübung, deren Behörde er ist und die vom kanonischen Recht geregelt ist. In Bezug auf den Akt der Apostasie, die eine innerkirchliche Angelegenheit ist, greift er somit nicht in den Bereich der öffentlicher Verwaltung ein (…).“
↑ Mit Beiträgen von Rainer Bucher, Monika Eberhardt, Michael N. Ebertz, Martin Grichting, Gerald Gruber, Stephan Haering, Michael Himmelsbach, Stephanie Klein, Anna Lang, René Löffler, Martin Löhnig, Norbert Lüdecke, Stefan Muckel, Elke Pahud de Mortanges, Mareike Preisner, Jörg Winter, Andreas Wollbold. Leseprobe (google), Leseprobe (herder) @1 @2 Vorlage:Toter Link/www.herder.de ( Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
Abgerufen von „ https://de.wikipedia.org/?title=Kirchenaustritt&oldid=194105544“