Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20ZR%2080/93
Timestamp: 2019-12-16 14:10:32
Document Index: 30348163

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 270', '§ 369', 'Art. 10', 'Art. 11', '§ 3', '§ 14', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 30.11.1993 - XI ZR 80/93 - dejure.org
https://dejure.org/1993,109
BGH, 30.11.1993 - XI ZR 80/93 (https://dejure.org/1993,109)
BGH, Entscheidung vom 30.11.1993 - XI ZR 80/93 (https://dejure.org/1993,109)
BGH, Entscheidung vom 30. November 1993 - XI ZR 80/93 (https://dejure.org/1993,109)
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Unwirksame Gebührenklauseln für Zahlungsverkehr von Girokunden am Bankschalter ("Servicepaket" der Deutschen Bank)
Inhaltskontrolle - Bank-AGB - Preisnebenabreden - Girovertrag - Gebührenklauseln für Bargeschäfte - Verbraucherschutzverein - Verbandsklage - Urteil - Veröffentlichung
Unwirksamkeit von Gebührenklauseln für Ein- und Auszahlungen auf ein Girokonto ("â€šServicepaketâ€˜ der Deutschen Bank")
Zur Gebührenpflicht von Barein- und -auszahlungen am Bankschalter
Bankrecht; Unzulässigkeit von Ein- und Auszahlungsgebühren bei privaten Girokonten
BGHZ 124, 254
NJW 1994, 318
NJW-RR 1994, 435 (Ls.)
ZIP 1994, 21
MDR 1994, 155
WM 1993, 2237
BB 1994, 102
DB 1994, 272
Soweit der Senat dies bislang nur im Rahmen von Verbraucherverbandsklagen entschieden hat (vgl. Senatsurteile vom 30. November 1993 - XI ZR 80/93, BGHZ 124, 254, 256 f., vom 7. Mai 1996 - XI ZR 217/95, BGHZ 133, 10, 13 …und vom 27. Januar 2015 - XI ZR 174/13, WM 2015, 519 Rn. 13), gilt im Geschäftsverkehr der Banken gegenüber Unternehmern nichts anderes.
Dies hat der Senat für private Girokonten entschieden (vgl. Senatsurteile vom 30. November 1993 - XI ZR 80/93, BGHZ 124, 254, 256 ff. und vom 7. Mai 1996 - XI ZR 217/95, BGHZ 133, 10, 12 ff.) und gilt für Geschäftsgirokonten gleichermaßen.
Durch eine allgemeine Postenpreisklausel werden auch Ein- und Auszahlungen bepreist, die indes als Akte zur Begründung oder Erfüllung von Darlehens- oder Verwahrungsverhältnissen zu werten sind, für die nach den gesetzlichen Regelungen des Darlehens und der unregelmäßigen Verwahrung kein Entgelt vorgesehen ist (vgl. Senatsurteile vom 30. November 1993 - XI ZR 80/93, BGHZ 124, 254, 257 und vom 7. Mai 1996 - XI ZR 217/95, BGHZ 133, 10, 15).
Dabei handelt es sich um eine Abweichung von dispositivem Recht, die mit wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung nicht zu vereinbaren ist, weil das Bürgerliche Gesetzbuch als selbstverständlich davon ausgeht, dass in Bezug auf Bareinzahlungen - was § 270 Abs. 1, § 369 Abs. 1 BGB, Art. 10 Satz 2, Art. 11 Satz 3 der Verordnung (EG) Nr. 974/98 des Rates vom 3. Mai 1998 über die Einführung des Euro (ABl. EG 1998 Nr. L 139 S. 1), § 3 Abs. 1 MünzG, § 14 Abs. 1 Satz 2 BBankG belegen - jede Geldschuld durch Barzahlung des Nennwertbetrags erfüllt werden und der Gläubiger für die Entgegennahme von Bargeld keine gesonderte Vergütung verlangen kann (vgl. Senatsurteile vom 30. November 1993 - XI ZR 80/93, BGHZ 124, 254, 259 f. und vom 7. Mai 1996 - XI ZR 217/95, BGHZ 133, 10, 14 ff.).
In Bezug auf Barauszahlungen gilt nichts anders; auch hier gehen das Bürgerliche Gesetzbuch und die Verkehrserwartung als selbstverständlich davon aus, dass ein Schuldner für die Erfüllung seiner Barleistungspflicht nicht eine gesonderte Vergütung verlangen oder von seiner Schuld einen Betrag für die Auszahlungshandlung absetzen kann (vgl. Senatsurteil vom 30. November 1993, aaO, S. 261).
Deutsche Bank: Zwangsentgelt für Kontoauszüge unzulässig
Ähnlich zur Frage des Entgelts für automatenfähige Abhebungen am Schalter bei Vereinbarung der Benutzung von Geldautomaten gegen Reduzierung der Kontogebühr (BGH NJW 1994, 318), erfülle die Beklagte hiermit nicht nur eigene Interessen, sondern auch Interessen des Kunden und damit ein Mehr gegenüber der gesetzlichen Nebenpflicht, was ein Entgelt rechtfertige.
Nach BGH NJW 1994, 318 kann ein berechtigtes Bedürfnis dafür nicht aus der Zielsetzung hergeleitet werden, Kunden durch die Gebührengestaltung zu veranlassen, die mit erheblichem personellen und sachlichen Aufwand verbundenen Bankschalter weniger in Anspruch zu nehmen und so eine auch den Kunden zugute kommende Einsparung von Kosten zu ermöglichen.
BGH, 07.05.1996 - XI ZR 217/95
BGH für Zulässigkeit sog. Postenpreise bei privaten Girokonten
BGH, 05.12.2006 - X ZR 165/03
Klauseln in Allgemeinen Beförderungsbedingungen eines Luftfahrtunternehmens
LG Köln, 19.11.2008 - 26 O 125/07
Unterlassung der Verwendung bestimmter Vertragsklauseln; Abschluss von Verträgen …
OLG Köln, 11.04.2003 - 6 U 206/02
Durch Luftfahrtunternehmen verwendete Beförderungsbedingungen; Zugänglichkeit der …
OLG Karlsruhe, 29.06.2007 - 15 U 271/06
OLG Frankfurt, 11.05.1995 - 1 U 67/94
OLG Köln, 23.06.2004 - 13 U 224/03
Unwirksame Entgeltklausel für Wertpapierübertragung bei Depotauflösung
LG Essen, 18.01.2011 - 15 S 277/10
"Tierschutzverein" hat keinen Anspruch auf Zahlung von Vertragsstrafe in Höhe von …
Allgemeine Geschäftsbedingungen: Wirksamkeit einer Gebührenklausel für …
LG Bamberg, 09.10.2012 - 1 O 91/12
LG Köln, 16.08.2000 - 26 O 30/00
LG Stuttgart, 23.04.2002 - 20 O 578/01
Allgemeine Geschäftsbedingungen eines Sportstudios: Vorfälligstellung der …
LG Siegen, 09.05.2006 - 6 O 197/05
Anspruch auf Auszahlung aus einem Girovertrag; Girovertrag als unregelmäßiger …
OLG Frankfurt, 17.06.1998 - 13 U 348/96
BayObLG, 19.10.1995 - 2Z BR 101/95
OLG Dresden, 30.01.1998 - 3 U 1874/97
Leistungsentgelte und Leistungsbeschreibungen für den Telefondienst; Änderung von …