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Timestamp: 2020-08-04 19:24:16
Document Index: 283639998

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 10', '§ 2', '§ 2', '§ 22', '§ 23', '§ 10', '§ 2', '§ 10', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 10', '§ 2', '§ 2', '§ 10', '§ 8', '§ 8', '§ 12', '§ 4']

OFD Frankfurt/M. v. 16.07.2013 - S 2225 A - 12 - St 213 - NWB Datenbank
OFD Frankfurt/M. v. 16.07.2013 - S 2225 A - 12 - St 213
2.2 Hinzurechnung zuvor abgezogener ausländischer Betriebsstättenverluste nach § 2a Abs. 3 EStG a.F. oder § 2 AuslInvG
Auswirkungen des Beschlusses des Großen Senats des Bundesfinanzhofs vom 17.12.2007 (GrS 2/04; BStBl 2008 II S. 698) auf den Verlustausgleich; Übertragbarkeit des Beschlusses auf andere Verlustverrechnungskreise
Bezug: HMdF-Erlass vom 28.04.2011 - S2225 A - 016 - II31 BMF v. 19.10.2011 - IV C 2 - S 2741/10/10002 BStBl 2011 I S. 974
In Ergänzung der BMF-Schreiben vom 24.07.2008 (BStBl 2008 I S. 809) und vom 29.11.2004 (BStBl 2004 I S. 1097) zur Anwendung des o. g. Beschlusses gelten die nachfolgenden Ausführungen:
Für den Verlustabzug nach § 10d EStG gilt gem. R 10d Abs. 9 Sätze 4-8 EStR Folgendes:
Anwendbarkeit der Grundsätze des BFH-Beschlusses
§ 2a Abs. 3 EStG a.F. oder § 2 AuslInvG
§ 22 Nr. 2 i.V.m. § 23 Abs. 3 Satz 7 bis 10 EStG
4 Die Grundsätze des Beschlusses des Großen Senats zur Nichtvererblichkeit von Verlusten nach § 10d EStG sind auch auf die Regelungen des § 2a Abs. 1 EStG anzuwenden, da diese wie § 10d EStG an das Prinzip der individuellen Leistungsfähigkeit anknüpfen und insoweit vergleichbar sind. Eine Differenzierung der einzelnen, in § 2a Abs. 1 EStG genannten Tatbestände kommt nicht in Betracht.
2.2.1 § 2a Abs. 3 EStG a.F.
5 Hingegen ist beim Erben gemäß § 2a Abs. 3 EStG a.F. eine Hinzurechnung der vom Erblasser erzielten Verluste vorzunehmen (Nachversteuerungsregelung). Denn bei § 2a Abs. 3 EStG a.F. handelt es sich um eine Nachversteuerungsregelung, die einen anderen Rechtscharakter als § 10d EStG hat. Dieser kommt daher eine Sonderstellung bei den Verlustverrechnungsvorschriften zu.
6 Dem entsprechend ist auch nach § 2 AuslInvG – der Vorgängervorschrift von § 2a Abs. 3 EStG a.F. – eine Hinzurechnung der vom Erblasser erzielten Verluste beim Erben vorzunehmen ( BFH-Beschluss vom 25.08.2010, BStBl 2011 II, 113).
BMF-Schreiben vom 19.10.2011 (BStBl II 2011 S. 826)
Der Bundesfinanzhof hat mit Beschluss 26.08.2010 - I B 49/10 - (BStBl 2011 II S. 974) entschieden, dass es ernstlich zweifelhaft ist, ob die sog. Mindestgewinnbesteuerung gemäß § 10d Abs. 2 Satz 1 EStG 2002 n.F. verfassungsrechtlichen Anforderungen auch dann standhält, wenn eine Verlustverrechnung in späteren Veranlagungszeiträumen aus rechtlichen Gründen (hier: nach § 8c KStG) endgültig ausgeschlossen ist.
des schädlichen Beteiligungserwerbs nach § 8c KStG in den Fassungen vor dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz vom 22.12.2009 (BStBl 2010 I S. 2),
der Umwandlung beim übertragenden Rechtsträger (§ 12 Abs. 3 i.V.m. § 4 Abs. 2 Satz 2 UmwStG),
EAAAE-42154