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Timestamp: 2020-02-21 23:04:48
Document Index: 251119206

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 7', '§ 8', '§ 7', '§ 8', '§ 7', '§ 8', '§ 42', '§ 8']

OVG Schleswig-Holstein, 15.09.1998 - 4 L 139/98 - dejure.org
https://dejure.org/1998,2491
OVG Schleswig-Holstein, 15.09.1998 - 4 L 139/98 (https://dejure.org/1998,2491)
OVG Schleswig-Holstein, Entscheidung vom 15.09.1998 - 4 L 139/98 (https://dejure.org/1998,2491)
OVG Schleswig-Holstein, Entscheidung vom 15. September 1998 - 4 L 139/98 (https://dejure.org/1998,2491)
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Begriffsbestimmung, Beratungsgeheimnis (behördlicher Entscheidungsprozess)
Vertraulichkeit; Vertraulichkeit von Beratungen; Abwägungsvorgang; Beratungsgegenstand
VG Schleswig, 07.04.1998 - 3 A 180/96
NVwZ 1999, 670
DVBl 1999, 250
vgl. zur engen Auslegung der Ablehnungsgründe bereits OVG Schl.-H., Urteil vom 15. September 1998 - 4 L 139/98 -, NVwZ 1999, 670 (zur Vorgängerrichtlinie 90/313/EWG, die noch keine ausdrückliche Regelung enthielt).
vgl. mit ausführlicher Begründung OVG Schl.-H., Urteil vom 15. September 1998 - 4 L 139/98 -, DVBl. 1999, 250 = NVwZ 1999, 670 (zu § 7 Abs. 1 Nr. 1 3. Alt. UIG a.F.); auf diese Entscheidung bezieht sich ausdrücklich der Gesetzentwurf zur Neufassung des UIG (BT-Drs. 15/3406, S. 19).
Ausschließlich in diesem engen Sinne: Fluck/ Theuer, a.a.O., § 7 UIG (a.F.) Rn. 164; wohl auch OVG Schl.-H., Urteil vom 15. September 1998 4 L 139-98 -, NVwZ 1999, 670 (…= juris Rn. 56).
Vielmehr genügt angesichts der gebotenen engen Auslegung der Ausschlussgründe nicht jede allgemein in Betracht zu ziehende, nachteilige Auswirkung, sondern nur eine ernsthafte, konkrete Gefährdung der in § 8 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 4 LUIG geschützten Belange (vgl. OVG SH, NVwZ 1999, 670, 674).
vgl. OVG Schl.-H., Urteil vom 15. September 1998 - 4 L 139/98 -, DVBl. 1999, 250 = NVwZ 1999, 670; Fluck/Theuer, a.a.O., § 7 UIG Rn. 58; Reidt/Schiller, a.a.O., § 8 UIG Rn. 21; Schrader, in: Schomerus/Schrader/Wegener, UIG-Handkommentar, 2. Aufl. 2002, § 7 Rn. 9.
Ausnahmen von dem Grundsatz des freien Zugangs zu Umweltinformationen mussten danach eng ausgelegt und angewandt werden, um die beabsichtigte Wirkung des Grundsatzes nicht zu beeinträchtigen; das Regel-Ausnahme-Verhältnis von Zugangsanspruch und Ausnahmetatbeständen durfte nicht in sein Gegenteil verkehrt werden (OVG Schleswig, Urteil vom 15. September 1998 - 4 L 139-98 -, NVwZ 1999, S. 670).
In Anbetracht der gebotenen engen Auslegung der im UIG RP enthaltenen Ausschlussgründe ist das Vorliegen einer "ernsthaften konkreten Gefahr" der in § 8 Abs. 1 S 1 Nr. 1 UIG RP geschützten Belange erforderlich (vgl. OVG Koblenz, Urteil vom 02.06.2006 - 8 A 10267/06 - NVwZ 2007, 351-354; OVG Schleswig, Urteil vom 15.09.1998 - 4 L 139/98 - NVwZ 1999, 670-674).
Am Vorliegen der gemäß § 42 Abs. 2 VwGO im Falle der hier vorliegenden Verpflichtungsklage (vgl. hierzu VG Frankfurt/M., Urteil vom 10. Mai 2006 - 7 E 2109/05 - VG Trier, Urteil vom 18. Januar 2006 - 5 K 923/05.TR - VG Darmstadt, Urteil vom 16. Dezember 2004 - 8 E 159/01 - OVG Schleswig, Urteil vom 15. September 1998 in NVwZ 1999, 670; a.A.: Allgemeine Leistungsklage, VG Stuttgart, Beschluss vom 12. Dezember 2005 - 16 K 379/05 -) erforderlichen Klagebefugnis bestehen keine Bedenken.
29 In Anbetracht der gebotenen engen Auslegung der im LUIG enthaltenen Ausschlussgründe ist insoweit allerdings das Vorliegen einer ernsthaften konkreten Gefahr der in § 8 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 LUIG geschützten Belange erforderlich (vgl. hierzu OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 2. Juni 2006 - 8 A 10267/06.OVG - OVG Schleswig, Urteil vom 15. September 1998 - 4 L 139/98 - in NVwZ 1999, 670, 674).
Der Senat schließt sich insoweit den zutreffenden Ausführungen des Verwaltungsgerichts, die sich an den Grundsätzen der zitierten Senatsrechtssprechung (Urt. v. 15.09.1998 - 4 L 139/98 -, DVBl. 1999, 250 ff) orientieren, voll inhaltlich an.
Daß sie in schriftlicher Form verfaßt sind, ist zum einen für die praktische Funktionsfähigkeit der Kabinettsarbeit unerläßlich und ändert zum anderen nichts daran, daß es sich um die Betätigung des regierungsinternen Willensbildungsprozesses handelt; daß dieser sowohl auf mündlichem als auch auf schriftlichem Wege erfolgen kann, hat der Senat in seiner den Beteiligten bekannten, oben angegebenen Entscheidung dargelegt (Urt. v. 15.09.1998 aaO, S. 251).
Der angefochtene Beschluß des Verwaltungsgerichts weicht entgegen der Auffassung des Antragstellers nicht von dem zitierten Urteil des Senats vom 15.09.1998 (a.a.O.) ab.
VG Minden, 24.03.2004 - 3 K 1965/02
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VG Frankfurt/Oder, 13.11.2007 - 3 K 2480/03
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