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Timestamp: 2018-07-20 03:41:08
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DER BAUANTRAG DER ERFOLGREICHE WEG ZUR BAUGENEHMIGUNG - PDF
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1 DER BAUANTRAG DER ERFOLGREICHE WEG ZUR BAUGENEHMIGUNG
2 VORWORT 0 VORWORT Die Abteilung Bauen, Wohnen und Immissionsschutz der Kreisverwaltung Soest möchte mit dem Handbuch Der Bauantrag, der erfolgreiche Weg zur Baugenehmigung eine Hilfestellung zur Bauantragstellung geben. Viele Fragen, die den Mitarbeitern einer Bauaufsicht täglich gestellt werden, soll dieses Handbuch beantworten. Die wesentlichen Informationen für die Antragstellung sind in leicht verständlicher Form und einer umfangreichen Bebilderung zusammengestellt. Eine persönliche Beratung für einen individuellen Bauantrag kann dieses Buch nicht ersetzen. Es erleichtert aber den Einstieg in das Baurecht und bietet Ihnen Informationen, die Sie sich sonst aus vielen unterschiedlichen Quellen zusammenstellen müssen. Im Hinblick auf den sparsamen Umgang mit Steuergeldern steht dieses Handbuch nur im Internet zum Download zur Verfügung. Zusätzlich ermöglicht diese virtuelle Form auch schnelle Änderungen, Ergänzungen und Korrekturen des Handbuches. Dem interessierten Leser steht somit immer eine aktuelle Ausgabe zur Verfügung. Wir freuen uns über Anregungen und Verbesserungsvorschläge, damit wir dieses Handbuch ihren Wünschen anpassen können und dem Ziel gerecht werden, Ihnen die Bauantragstellung zu erleichtern. Auf der Internetseite https://www.kreis-soest.de/buergerservice/bauen/sp_auto_5409.php erhalten sie neben den Bauantragsformularen weitere Information rund um das Baurecht. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, den Bauantrag parallel via Internet zu stellen, um die Bearbeitung zusätzlich zu beschleunigen. Michael Joswig Leiter der Abteilung Bauen, Wohnen und Immissionsschutz Version 2 Mai
3 IMPRESSUM 0 IMPRESSUM Herausgeber: Kreisverwaltung Soest Abteilung Bauen und Wohnen Hoher Weg Soest Mai 2010 Version 2 Konzeption und Gestaltung: Verena Büker Inhaltliche Beratung: Rebecca Meyer Wolfgang Flecke Frank Hoffmann Zeichnungen und Musterpläne: Thorsten Müller Verena Büker Redaktion Michael Joswig Dieses Handbuch finden sie im Internet unter https://www.kreis-soest.de/buergerservice/bauen/handbuch-architekten1.pdf Nachdruck auch auszugsweise nur mit der Genehmigung der Kreisverwaltung Soest Version 2 Mai
4 INHALTSVERZEICHNIS 0 INHALTSVERZEICHNIS A. VOR ANTRAGSTELLUNG... 5 A.01 BEBAUBARKEIT VON GRUNDSTÜCKEN... 5 A.02 AM ANTRAG BETEILIGTE:... 7 B. VERSCHIEDENE GENEHMIGUNGSVERFAHREN... 8 B.01 GENEHMIGUNGSFREIE VORHABEN ( 65 BAUO NRW)... 8 B.02 GENEHMIGUNGSFREIE WOHNGEBÄUDE, STELLPLÄTZE UND GARAGEN ( 67 BAUO NRW)... 9 B.03 VORHABEN NACH DEM VEREINFACHTEN GENEHMIGUNGSVERFAHREN ( 68 (1) SATZ 1 BAUO NRW) B.04 GROßE SONDERBAUTEN ( 68 (1) SATZ 3 BAUO NRW) B.05 DER BAUHERR ALS ENTWURFSVERFASSER ( 70 (2) BAUO NRW) C. BAUVORLAGEN ALLGEMEIN C.01 DAS BAUANTRAGSFORMULAR C.02 DER ERHEBUNGSBOGEN FÜR DIE BAUSTATISTIK C.03 DER AUSZUG AUS DER DEUTSCHEN GRUNDKARTE C.04 DER AUSZUG AUS DER LIEGENSCHAFTSKARTE C.05 DIE BAUBESCHREIBUNG C.06 DIE BETRIEBSBESCHREIBUNG C.07 DIE ABSTANDFLÄCHENBERECHNUNG C.08 BERECHNUNG DES MAßES DER BAULICHEN NUTZUNG C.09 ANGABEN ZUR KOSTENERMITTLUNG C.10 HÖHE DES FUßBODENS DES HÖCHSTGELEGENEN AUFENTHALTSRAUMES.. 26 C.11 STELLPLATZNACHWEIS C.12 LAGEPLAN C.13 BAUZEICHNUNGEN C.13.1 GRUNDRISSE C.13.2 SCHNITTE C.13.3 ANSICHTEN C.14 BAUTECHNISCHE NACHWEISE (STANDSICHERHEIT, SCHALLSCHUTZ, WÄRMESCHUTZ) C.15 BRANDSCHUTZ C.16 ABWEICHUNGSANTRAG C.17 ANTRAG AUF BEFREIUNG D. BAUVORLAGEN FÜR BESONDERE VORHABEN D.01 DER VORBESCHEID D.02 GENEHMIGUNGSFREIE WOHNGEBÄUDE, STELLPLÄTZE UND GARAGEN D.03 DER ABBRUCH D.04 WERBEANLAGEN D.05 ABGESCHLOSSENHEITSBESCHEINIGUNGEN E. TABELLARISCHE ÜBERSICHT DER ERFORDERLICHEN UNTERLAGEN F. MUSTERPLÄNE G. STICHWORTVERZEICHNIS H. ANHANG MUSTERFORMULARE Version 2 Mai
5 VOR ANTRAGSTELLUNG BEBAUBARKEIT VON GRUNDSTÜCKEN A A. VOR ANTRAGSTELLUNG A.01 BEBAUBARKEIT VON GRUNDSTÜCKEN - Wenn Sie einen Bauantrag stellen möchten, benötigen Sie einen qualifizierten Entwurfsverfasser/eine qualifizierte Entwurfsverfasserin. Nach der Bauordnung des Landes Nordrhein-Westfalen sind das in der Regel Architekten und Bauingenieure. GRUNDSTÜCK - Den Bauantrag reichen Sie bitte bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde der Kreisverwaltung Soest ein. Sollten Sie Fragen zu Ihrem Antrag haben, können Sie diese persönlich mit Ihrem zuständigen Sachbearbeiter besprechen. Sprechzeiten: Montag - Mittwoch Donnerstag Freitag 8:00 h - 12:30 h 13:30 h - 16:00 h 8:00 h - 17:00 h 8:00 h - 12:30 h - Grundstückseigentümer bzw. Grundstückskäufer sollten sich zunächst einmal bei ihrer Stadt- und Gemeindeverwaltung oder bei der Kreisverwaltung erkundigen, ob das Grundstück nach den planungsrechtlichen Eigenschaften und dem Stand der Erschließung tatsächlich ein Baugrundstück ist und bebaut werden kann. - In den folgenden aufgeführten Fällen ist die Bebauung eines Grundstücks zulässig: 1. wenn a) es im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes oder Vorhaben- und Erschließungsplanes liegt, der mindestens Festsetzungen über die Art und das Maß der baulichen Nutzung, über die überbaubaren Flächen und über die örtlichen Verkehrsflächen enthält (qualifizierter Bebauungsplan) b) das Vorhaben im Einklang mit diesen Festsetzungen steht und c) die Erschließung gesichert ist. Version 2 Mai
6 VOR ANTRAGSTELLUNG BEBAUBARKEIT VON GRUNDSTÜCKEN A 2. wenn a) es zwar nicht im Geltungsbereich eines qualifizierten Bebauungsplanes liegt, aber innerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils b) es sich nach Art und Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt, das Ortsbild nicht beeinträchtigt und Festsetzungen etwaiger einfacher Bebauungspläne nicht widerspricht und c) die Erschließung gesichert ist. 3. wenn a) es im Außenbereich (außerhalb des Geltungsbereiches eines Bebauungsplanes und außerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteils) liegt, b) einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb oder anderen privilegierten Zwecken dient und c) die Erschließung gesichert ist. Version 2 Mai
7 VOR ANTRAGSTELLUNG AM ANTRAG BETEILIGTE: A A.02 AM ANTRAG BETEILIGTE: - Die Antragsteller sind die Verantwortlichen gegenüber der Behörde. Sie sind Ansprechpartner und Empfänger von Bescheiden und Verfügungen. ANTRAGSTELL- ER - Treten mehrere Personen als Bauherr auf (z.b. bei Wohnungseigentums- oder Erbengemeinschaften) muß eine Vertreterin oder ein Vertreter benannt werden. Beachten Sie jedoch, dass für die Vertretung eine ausreichend formulierte Vollmacht vorgelegt wird, die von allen Antragstellerinnen und Antragstellern unterzeichnet ist. VERTRETER - Zur Erstellung von Bauantragsunterlagen und deren Unterzeichnung müssen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, Entwurfsverfasser herangezogen werden. Dies sind: ENTWURFSVER- FASSER - Architekten/Architektinnen, die aufgrund des Architektengesetzes diese Berufsbezeichnung führen und in der Architektenliste eingetragen sind - Ingenieure/Ingenieurinnen, die aufgrund des Ingenieurgesetzes als Angehörige der Fachrichtung Architektur, Hochbau- oder Bauingenieurwesen die Berufsbezeichnung Ingenieur führen dürfen und eine praktische Tätigkeit von mindestens zwei Jahren ausgeübt haben - Bauingenieure/Bauingenieurinnen, die Mitglied einer Ingenieurkammer sind und die mindestens zwei Jahre in der Überwachung und Planung von Gebäuden praktisch tätig waren. Version 2 Mai
8 VERSCHIEDENE GENEHMIGUNGSVERFAHREN GENEHMIGUNGSFREIE VORHABEN ( 65 BAUO NRW) B B. VERSCHIEDENE GENEHMIGUNGSVERFAHREN B.01 GENEHMIGUNGSFREIE VORHABEN ( 65 BAUO NRW) - Die im folgenden beispielhaft aufgeführten Bauvorhaben bedürfen keiner Baugenehmigung: GENEHMI- GUNGSFREI - Gebäude bis zu 30m³ (außer im Außenbereich) ohne Aufenthaltsräume, Ställe, Aborte oder Feuerstätten siehe 65 Abs. 1 Satz 1 - Gartenlauben in Kleingartenanlagen - Einfriedungen bis zu 2,0 m Höhe, an öffentlichen Verkehrsflächen bis zu 1,0 m Höhe über vorhandenem Gelände - Solarenergieanlagen auf oder an Gebäuden oder als untergeordnete Nebenanlagen - Werbeanlagen und Hinweiszeichen bis zu einer Größe von 1 m². - Genauere Erläuterungen finden Sie im 65 der BauO NRW. Version 2 Mai
9 VERSCHIEDENE GENEHMIGUNGSVERFAHREN GENEHMIGUNGSFREIE WOHNGEBÄUDE, STELLPLÄTZE UND GARAGEN ( 67 BAUO NRW) B B.02 GENEHMIGUNGSFREIE WOHNGEBÄUDE, STELLPLÄTZE UND GARAGEN ( 67 BAUO NRW) - Die Errichtung oder Änderung von Wohngebäuden im Geltungsbereich qualifizierter Bebauungspläne oder Vorhaben- und Erschließungspläne bedürfen keiner Baugenehmigung. Folgende Bedingungen müssen jedoch erfüllt sein: GENEHMI- GUNGSFREI- STELLUNG 1) Das Vorhaben darf den Festsetzungen des jeweiligen Bebauungsplanes nicht widersprechen und 2) die Erschließung, also Straßenanbindung sowie Ver- und Entsorgung des Baugrundstücks muss gesichert sein und 3) Es liegt keine Erklärung der Gemeinde/ Stadt vor, dass ein Genehmigungsverfahren durchgeführt werden soll. - Sind diese Kriterien eingehalten ist das Bauvorhaben genehmigungsfrei und es handelt sich dann um ein Freistellungsverfahren. - Vorher muss bei der Gemeinde / Stadt der Antrag in 1-facher Ausfertigung eingereicht werden. - Genauere Erläuterungen finden Sie im 67 der BauO NRW Version 2 Mai
10 VERSCHIEDENE GENEHMIGUNGSVERFAHREN VORHABEN NACH DEM VEREINFACHTEN GENEHMIGUNGSVERFAHREN ( 68 (1) SATZ 1 BAUO NRW) B B.03 VORHABEN NACH DEM VEREINFACHTEN GENEHMIGUNGSVERFAHREN ( 68 (1) SATZ 1 BAUO NRW) - Alle nicht genehmigungsfreien Bauvorhaben unterliegen dem vereinfachten Genehmigungsverfahren, mit Ausnahme der Großen Sonderbauten. VEREINFACHTES VERFAHREN - Kleine Sonderbauten (z.b. kleinere gewerbliche Bauvorhaben) unterliegen ebenfalls dem vereinfachten Genehmigungsverfahren. B.04 GROßE SONDERBAUTEN ( 68 (1) SATZ 3 BAUO NRW) - Die Errichtung und Änderung der im folgenden aufgeführten Vorhaben unterliegen den Vorschriften für große Sonderbauten: SONDER- BAUTEN - Hochhäuser - Bauliche Anlagen mit mehr als 30 m Höhe - Bauliche Anlagen und Räume mit mehr als 1600 m² Grundfläche - Verkaufsstätten mit mehr als 700 m² Verkaufsfläche - Messe- und Ausstellungsbauten - Büro- und Verwaltungsgebäude mit mehr als 3000 m² Geschossfläche - Kirchen und Versammlungsstätten mit Räumen für mehr als 200 Personen - Sportstätten mit mehr als 1600 m² Grundfläche oder mehr als 200 Zuschauerplätzen - Freisportanlagen mit mehr als 400 Tribünenplätzen - Sanatorien und Krankenhäuser, Entbindungs-, Säuglings-, Kinderund Pflegeheimen - Kindergärten und horten mit mehr als 2 Gruppen oder mit dem Aufenthalt für Kinder dienenden Räume außerhalb des Erdgeschosses - Tageseinrichtungen für Menschen mit Behinderung und alte Menschen - Gaststätten mit mehr als 40 Gastplätzen - Beherbergungsbetriebe mit mehr als 30 Betten - Vergnügungsstätten - Schulen, Hochschulen und ähnliche Einrichtungen - Abfertigungsgebäude von Flughäfen und Bahnhöfen Version 2 Mai
11 VERSCHIEDENE GENEHMIGUNGSVERFAHREN DER BAUHERR ALS ENTWURFSVERFASSER ( 70 (2) BAUO NRW) B - Justizvollzugsanstalten und bauliche Anlagen für den Maßregelvollzug - Bauliche Anlagen und Räume, deren Nutzung mit Explosionsgefahr oder erhöhter Brand-, Gesundheits- oder Verkehrsgefahr verbunden ist - Anlagen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz - Garagen mit mehr als 1000 m² Nutzfläche - Camping- und Wochenendplätze - Regale mit mehr als 9 m Lagerhöhe (Oberkante Lagergut) - Zelte, soweit sie nicht fliegende Bauten sind (fliegende Bauten sind Bauten die nur dem vorübergehenden Gebrauch dienen, die an verschiedenen Orten wieder aufgestellt werden können) B.05 DER BAUHERR ALS ENTWURFSVERFASSER ( 70 (2) BAUO NRW) - Folgende Bauvorlagen können, von dem Bauherrn selbst eingereicht werden. Sie bedürfen keiner Unterschrift eines Bauvorlageberechtigten/einer Bauvorlageberechtigten: Garagen und überdachte Stellplätze bis zu 100 m 2 Nutzfläche sowie überdachte Fahrradabstellplätze, Behelfsbauten und untergeordnete Gebäude ( 53), eingeschossige Wintergärten mit einer Grundfläche von bis zu 25 m 2, eingeschossige Gebäude mit einer Grundfläche von bis zu 250 m 2, in denen sich keine Aufenthaltsräume, Ställe, Aborte oder Feuerstätten befinden, Dachgauben, wenn ihre Breite insgesamt höchstens ein Drittel der Breite der darunter liegenden Außenwand beträgt, Terrassenüberdachungen, Balkone und Altane, die bis zu 1,5 m vor die Außenwand vortreten, Aufzugschächte, die an den Außenwänden von Wohngebäuden geringer Höhe errichtet werden. Anträge für den Abbruch von baulichen Anlagen Anträge zur Nutzungsänderung von Gebäuden, bei Nutzungsänderungen ohne bauliche Änderungen Anträge von Abgeschlossenheitsbescheinigungen Version 2 Mai
12 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN DAS BAUANTRAGSFORMULAR C C. BAUVORLAGEN ALLGEMEIN - Im Folgenden sind alle Unterlagen aufgeführt, welche für die Einreichung eines Bauantrages benötigt werden. Die notwendigen Formulare sind erhältlich im Büro Auskunft und Information der Abteilung Bauen und Wohnen oder im Internet unter - Das Antragsformblatt muss von der Entwurfsverfasserin/dem Entwurfsverfasser sowie von allen Antragstellern (bzw. deren Bevollmächtigten) unterschrieben sein. Alle Bauvorlagen müssen von der Entwurfsverfasserin/dem Entwurfsverfasser unterschrieben sein. C.01 DAS BAUANTRAGSFORMULAR - Kreuzen Sie die gewünschte Antragsart an BAUANTRAGS- FORMULAR - Antragsteller/in: Geben Sie Vor- und Zuname und vollständige Anschrift aller Antragsteller/innen an. - Bevollmächtigte/r: Geben Sie Vor- und Zuname und vollständige Anschrift an. - bei Unterschrifts- oder Empfangsberechtigung legen Sie eine ausreichende Vollmacht bei - Entwurfsverfasser/in: Geben Sie Vor- und Zuname und vollständige Anschrift an. - Baugrundstück: Geben Sie Straße, Ort, Gemarkung, Flur und Flurstück sowie Eigentümer/in des Baugrundstücks an. - Bezeichnung des Vorhabens: Geben Sie die genaue Bezeichnung des Vorhabens an; z.b. Neubau eines Einfamilienwohnhauses oder Errichtung einer Doppelgarage. - Füllen Sie den jeweiligen Abschnitt (siehe Antragsart) aus. MUSTERVORLAGE SIEHE ANHANG H FORMULARE Version 2 Mai
13 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN DER ERHEBUNGSBOGEN FÜR DIE BAUSTATISTIK C C.02 DER ERHEBUNGSBOGEN FÜR DIE BAUSTATISTIK - Legen Sie dem Antrag einen vollständig ausgefüllten Erhebungsbogen zur Baustatistik bei. ERHEBUNGS- BOGEN MUSTERVORLAGE SIEHE ANHANG H FORMULARE C.03 DER AUSZUG AUS DER DEUTSCHEN GRUNDKARTE - Der Auszug aus der deutschen Grundkarte muss das Baugrundstück, die Umgebung im Umkreis von 500 m und den Standort des Bauvorhabens enthalten (erhältlich in der Abteilung Landesvermessung und Liegenschaftskataster des Kreises Soest). Im Allgemeinen im Maßstab: 1:5000 GRUNDKARTE C.04 DER AUSZUG AUS DER LIEGENSCHAFTSKARTE - Der Auszug aus der Liegenschaftskarte (Flurkarte) muss das Baugrundstück, die benachbarten Grundstücke im Umkreis von 50 m und den Standort des Bauvorhabens enthalten. Er darf nicht älter als 6 Monate sein (erhältlich in der Abteilung Liegenschaftskataster und Geodatenmanagement des Kreises Soest). Im Allgemeinen im Maßstab: 1:500 FLURKARTE - Die Flurkarte kann auch durch eine öffentlich bestellte Vermessungsingenieurin bzw. einen öffentlich bestellten Vermessungsingenieur erstellt werden. Als zweite und dritte Ausfertigung reicht eine einfache Kopie. Version 2 Mai
14 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN DIE BAUBESCHREIBUNG C C.05 DIE BAUBESCHREIBUNG - In der Baubeschreibung ist das Vorhaben insbesondere hinsichtlich der Bauprodukte und Bauarten, die verwendet werden sollen, seine äußere Gestaltung (Baustoffe, Farben) und seine Nutzung zu erläutern. Legen Sie dem Antrag eine, soweit möglich, vollständig ausgefüllte, unterschriebene Baubeschreibung bei. BAUBESCHREI- BUNG MUSTERVORLAGE SIEHE ANHANG H FORMULARE C.06 DIE BETRIEBSBESCHREIBUNG - Zur besseren Beurteilung muss für gewerbliche sowie landwirtschaftliche Vorhaben zusätzlich eine Betriebsbeschreibung eingereicht werden. Legen Sie dem Antrag eine vollständig ausgefüllte, unterschriebene Betriebsbeschreibung bei. BETRIEBS- BESCHREIBUNG MUSTERVORLAGE SIEHE ANHANG H FORMULARE Version 2 Mai
15 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN DIE ABSTANDFLÄCHENBERECHNUNG C C.07 DIE ABSTANDFLÄCHENBERECHNUNG - Die Abstandflächenberechnung bestimmt den Abstand eines Gebäudes zu den Grundstücksgrenzen oder anderen Gebäuden auf dem Baugrundstück. Die Tiefe der Abstandsflächen bemisst sich nach den Wandhöhen einzelner Bauteile sowie den Dächern. Die Wandhöhe HW ergibt sich aus dem Abstand vom vorhandenen Gelände, und nicht vom geplanten Gelände, bis zum Schnittpunkt der Außenwand mit der Dachhaut oder bis zum oberen Abschluss der Wand. WANDHÖHE AB Detail A Version 2 Mai
16 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN DIE ABSTANDFLÄCHENBERECHNUNG C - Hinzugerechnet werden die Giebelhöhen G von Dächern mit einer Dachneigung > 70 voll, Dächer mit einer Dachneigung > 45 zu einem Drittel, Giebelflächen (wenn nicht beide Dachteile > 70 sind) ebenfalls zu einem Drittel. Das sich ergebende Maß H ist ausschlaggebend für die weitere Berechnung. ERMITTLUNG DER WANDHÖHE DN > 70 DN > 45 DN < 45 Version 2 Mai
17 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN DIE ABSTANDFLÄCHENBERECHNUNG C - Die Berechnung der Tiefe einer Abstandfläche wird berechnet durch den Multiplikationsfaktor des Maßes H mit : - 0,8 grundsätzlich - 0,5 in Kerngebieten - 0,25 in Gewerbegebieten und Industriegebieten - 0,4 zu öffentlichen Verkehrsflächen - 0,25 zu öffentlichen Verkehrsflächen innerhalb eines Kern-, Gewerbe- oder Industriegebietes TIEFE DER ABSTAND- FLÄCHEN 0,8 x H 0,5 x H 0,25 x H In allen Fällen muss die Tiefe der Abstandsflächen jedoch mindestens 3,00 m betragen. Version 2 Mai
18 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN DIE ABSTANDFLÄCHENBERECHNUNG C 16 m - Privileg - Auf einer Länge der Außenwände und von Teilen der Außenwände von nicht mehr als 16 m genügt gegenüber jeder Grundstücksgrenze und gegenüber jedem Gebäude auf demselben Grundstück als Tiefe der Abstandflächen 0,4 H, in Kerngebieten 0,25 H, mindestens jedoch 3 m. 16 M -PRIVILEG Entspricht dem Normalfall der offenen Bauweise. Das Gebäude nimmt zu allen Seiten das 16 m Privileg in Anspruch. Dieses Privileg kann in einem zusammenhängenden Teilbereich dann auch für längere Gebäudewände angewandt werden. - Bei hintereinander liegenden Außenwänden wird nur die Außenwand mit der größten Länge auf die Länge nach Satz 1 angerechnet. Version 2 Mai
19 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN DIE ABSTANDFLÄCHENBERECHNUNG C - Zu öffentlichen Verkehrsflächen, öffentlichen Grünflächen und öffentlichen Wasserflächen beträgt die Tiefe der Abstandfläche - 0,4 H, - 0,25 H in Kerngebieten, Gewerbegebieten und Industriegebieten (Vergleich siehe Seite 17, Multiplikationsfaktor) - Die Abstandfläche darf bis zur Mitte der o. g. Flächen reichen REDUZIERUNG - Ohne Abstandflächen, d.h. direkt auf der Grenze bzw. in den Abstandflächen eines Gebäudes sind zulässig: GRENZ- BEBAUUNG 1. Garagen, Gewächshäuser und Gebäude, die zu Abstellzwecken genutzt werden Mittlere Wandhöhe beträgt bis zu 3,00 m über der vorhandenen Geländeoberfläche an der Grenze ohne Öffnungen in den der Nachbargrenze zugekehrten Wänden, einschließlich darauf errichteter untergeordneter Anlagen zur Gewinnung von Solarenergie und Antennenanlagen jeweils bis zu 1,5 m Höhe, auch, wenn sie nicht an die Grundstücksgrenze oder an ein Gebäude angebaut werden, auch, wenn das Gebäude über einen Zugang zu einem anderen Gebäude verfügen Die Höhe von Giebelflächen ist bei der Berechnung der mittleren Wandhöhe zu berücksichtigen. Die Höhe von Dächern und Dachteilen mit einer Dachneigung von mehr als 30 werden der mittleren Wandhöhe hinzugerechnet. Die Gesamtlänge der Bebauung nach Satz 1 darf je Nachbargrenze 9 m und auf einem Grundstück zu allen Nachbargrenzen insgesamt 15 m nicht überschreiten. 2. Anlagen, die nicht Gebäude sind bis zu einer Höhe von 2,00 m über vorhandener Geländeoberfläche, bis zu m über Geländeoberfläche, wenn Sie von Menschen betreten werden können. Version 2 Mai
20 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN DIE ABSTANDFLÄCHENBERECHNUNG C - Die Wandhöhe HW der Gebäude auf einer Grenze darf im Mittel nicht mehr als 3,00 m betragen, gemessen von Oberkante vorhandenem Gelände des Baugrundstückes. GRENZ- BEBAUUNG Diese Vorschriften gelten für Garagen, Gewächshäuser und Gebäude, die zu Abstellzwecken genutzt werden und deren Abstand zur Nachbargrenze weniger als 3,00 m beträgt. Version 2 Mai
21 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN DIE ABSTANDFLÄCHENBERECHNUNG C BERECHNUNGSBEISPIEL: Bauvorhaben: Es handelt sich um den Neubau eines Zweifamilienwohnhauses mit Doppelgarage. Das Dach des Wohnhauses hat eine Dachneigung von 42. Die Wandhöhe HW wird in den einzelnen Ansichten angegeben, da das vorh. Gelände jeweils verschieden ist. LAGEPLAN: BERECHNUNG VON ABSTAND- FLÄCHEN NORD-ANSICHT: Traufseite HW = H = 5,26 m A1 = 5,26 m x 0,8 = 4,21 m Version 2 Mai
22 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN DIE ABSTANDFLÄCHENBERECHNUNG C OST-ANSICHT: HW = 5,26 m Giebelseite G = 5,10 m 1/3 G = 1,70 m H = 5,26 m + 1,70 m = 6,96 m BERECHNUNG VON ABSTAND- FLÄCHEN A2 = 6,96 m x 0,8 = 5,57 m SÜD-ANSICHT: Traufseite HW = H = 5,26 m A3 = 5,26m x 0,8 x 0,5 = 2,10m = 3,00m 0,5, da 16 m -Pivileg mind. 3,00 m WEST-ANSICHT: HW = 5,26 m Giebelseite G = 5,10 m 1/3 G = 1,70 m H = 5,26 m + 1,70 m = 6,96 m A4 = 6,96m x 0,4 = 2,78 m =3,00m 0,4, da zur öffentlichen Straße Version 2 Mai
23 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN BERECHNUNG DES MAßES DER BAULICHEN NUTZUNG C C.08 BERECHNUNG DES MAßES DER BAULICHEN NUTZUNG - Die Berechnung des Maßes der baulichen Nutzung ist nur im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes einzureichen. Sie beinhaltet die Berechnung der Grundfläche, der Geschossfläche, der Baumasse sowie die Anzahl der Vollgeschosse eines Bauvorhabens. Im Bebauungsplan sind zulässige Kennwerte angegeben, welche nicht überschritten werden dürfen. Diese Berechnung stellt einen Vergleich der zulässigen zu den vorhandenen Werten dar. - Stehen in einem Bebauungsplan z.b. die Zahlen 0,4/0,8, so bedeutet das, dass 40% der Grundstücksfläche überbaut werden darf (= Grundflächenzahl GRZ) und dass 80% der Grundstücksfläche an Geschossflächen errichtet werden darf. Es werden in der Regel nur die Vollgeschosse gerechnet. Die Summe der Geschossfläche darf nicht mehr als 80% der Grundstücksfläche betragen (= Geschossflächenzahl GFZ). GRUNDFLÄCHE/ GESCHOSS- FLÄCHE Grundflächenzahl (GRZ) = überbaute Grundstücksfläche in m² Grundstücksfläche in m² Geschossflächenzahl (GFZ) = Summe der Geschossflächen in m² Grundstücksfläche in m² Hinweis: siehe 19, 20 der BauNVO - Vollgeschosse sind in den Bebauungsplänen in Form von römischen Zahlen angegeben (z.b. II = 2 Vollgeschosse) Sie sind Geschosse, deren Deckenoberkante im Mittel mehr als 1,60 m über die Geländeoberfläche hinausragt und die eine Höhe von mind. 2,30m haben. Die Höhe der Geschosse wird von Oberkante Fußboden bis Oberkante Fußboden der darüber liegenden Decke, bei Geschossen mit Dachflächen bis Oberkante Dachhaut gemessen. VOLLGESCHOSSE Hinweis: siehe 2 der BauO NRW Version 2 Mai
24 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN BERECHNUNG DES MAßES DER BAULICHEN NUTZUNG C - Ein gegenüber den Außenwänden des Gebäudes zurückgesetztes Geschoss (= Staffelgeschoss) ist nur dann ein Vollgeschoss, wenn es diese Höhe über mehr als zwei Drittel des darunter liegenden Geschosses hat. VOLLGESCHOSSE - Ein Geschoss mit geneigten Dachflächen ist ein Vollgeschoss, wenn es diese Höhe über mehr als drei Viertel seiner Grundfläche hat. Version 2 Mai
25 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN ANGABEN ZUR KOSTENERMITTLUNG C - Auch die gültige Baumasse kann im Bebauungsplan festgelegt werden. Ist diese begrenzt, sind als Nachweis die m³ umbauten Raum der zu errichtenden Gebäude zu berechnen. MUSTERVORLAGE SIEHE ANHANG H FORMULARE C.09 ANGABEN ZUR KOSTENERMITTLUNG - Für die Berechnung der Verwaltungsgebühren bei der Errichtung von Gebäuden ist eine nachprüfbare Berechnung des Bruttorauminhalteses (nach DIN 277 Teil 1), d.h. die m³ des umbauten Raums, vorzulegen. Bei An- und Umbauten genügt die Angabe der hinzugekommenen Baumasse in m³. Für bauliche Anlagen die keine Gebäude sind (z. B. Werbeanlagen, Silos, Einfriedungen, etc.) ist die Herstellungssumme anzugeben. UMBAUTER RAUM MUSTERVORLAGE SIEHE ANHANG H FORMULARE Version 2 Mai
26 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN HÖHE DES FUßBODENS DES HÖCHSTGELEGENEN AUFENTHALTSRAUMES C C.10 HÖHE DES FUßBODENS DES HÖCHSTGELEGENEN AUFENTHALTSRAU- MES - Zur Einstufung eines Gebäudes nach seiner Höhe, ist die Berechnung des höchstgelegenes Aufenthaltsraumes über der Geländeoberfläche vorgesehen. Sie gibt an wie viel Meter der fertige Fußboden des obersten Geschosses mit Aufenthaltsraum über dem vorhandenen Gelände des Grundstücks liegt. - Folgende Einteilungen sind festgelegt: - Bis zu 7,00 m Gebäude geringer Höhe GEBÄUDE- HÖHEN - 7,00 m bis 22,00 m Gebäude mittlerer Höhe Version 2 Mai
27 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN HÖHE DES FUßBODENS DES HÖCHSTGELEGENEN AUFENTHALTSRAUMES C - über 22,00 m Hochhaus GEBÄUDE- HÖHEN Die Notwendigkeit dieser Einstufung ergibt sich aus den unterschiedlichen brandschutztechnischen Anforderungen an diese Gebäude. MUSTERVORLAGE SIEHE ANHANG H FORMULARE Version 2 Mai
28 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN STELLPLATZNACHWEIS C C.11 STELLPLATZNACHWEIS - Jedes Bauvorhaben bringt die Notwendigkeit von einer gewissen Zahl an Stellplätzen mit sich. Die folgende Tabelle gibt Richtzahlen für die Berechnung der Stellplatzanzahl an. EINSTELL- PLÄTZE Nutzungsart Wohngebäude und Wohnheime Zahl der Stellplätze Anteil für Besucher in v.h. Gebäude mit Wohnungen 1 je Wohnung - Kinder- und Jugendwohnheime 1 je 20 Plätze 75 Altenwohnheime, Altenheime, Wohnheime für Menschen mit Behinderungen Sonstige Wohnheime 1 je Plätze jedoch mind. 3 1 je 2-5 Plätze jedoch mind Gebäude mit Büro, Verwaltungs- und Praxisräumen Büro- und Verwaltungsräume allgemein 1 je m² Nutzfläche 20 Räume mit erheblichem Besucherverkehr (Schalter-, Abfertigungsoder Beratungsräume, Arztpraxen, o.ä.) 1 je m² Nutzfläche, jedoch mind Verkaufsstätten Verkaufsstätten bis 700 m² Verkaufsfläche Verkaufsstätten mit mehr als 700 m² Verkaufsfläche 1 je m² Verkaufsnutzfläche, jedoch mind. 2 1 je m² Verkaufsnutzfläche Versammlungsstätten, Kirchen Versammlungsstätten 1 je 5-10 Sitzplätze 90 Kirchen 1 je Sitzplätze 90 Version 2 Mai
29 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN STELLPLATZNACHWEIS C Sportstätten Sportplätze Spiel- und Sporthallen 1 je 250 m² Sportfläche, zusätzlich 1 je Besucherplätze 1 je 50 m² Hallenfläche, zusätzlich 1 je Besucherplätze - - Freibäder und Freiluftbäder - Reitanlagen 1 je 4 Pferdeeinstellplätze - Hallenbäder 1 je 5-10 Kleiderablagen, zusätzlich 1 je Besucherplätze - Fitnesscenter 1 je 15 m² Sportfläche - Tennisanlagen 4 je Spielfeld, zusätzlich 1 je Besucherplätze - Minigolfplätze 6 je Minigolfanlage - Kegel-, Bowlingbahnen 4 je Bahn - Bootshäuser und Bootsliegeplätze 1 je 2-5 Boote - Gaststätten und Beherbergungsbetriebe Gaststätten 1 je 6-12 m² Gastraum 75 Hotels, Pensionen, Kurheime und andere Beherbergungsbetriebe Spiel- und Automatenhallen 1 je 2-6 Betten, für zugehörigen Restaurationsbetrieb Zuschlag 1 je m² Spielhallenfläche, jedoch mind Tanzlokale, Discotheken 1 je 4-8 m² Gastraum - Jugendherbergen 1 je 10 Betten 75 Krankenanstalten Universitätskliniken und ähnliche Lehrkrankenhäuser 1 je 2-3 Betten 50 Krankenhäuser, Kliniken und Kureinrichtungen Pflegeheime 1 je 2-6 Betten, zusätzlich 1 je m² Nutzfläche 1 je Plätze, jedoch mind Version 2 Mai
30 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN STELLPLATZNACHWEIS C Schulen, Einrichtungen der Jugendförderung Grundschulen 1 je 30 Schüler - Sonstige allgemeinbildende Schulen, Berufsschulen, Berufsfachschulen 1 je 25 Schüler, zusätzlich 1 je 5-10 Schüler über 18 Jahre - EINSTELL- PLÄTZE Sonderschulen für Behinderte 1 je 15 Schüler - Fachhochschulen, Hochschulen 1 je 2-4 Studierende - Kindergärten, Kindertagesstätten und dergleichen 1 je Kinder, jedoch mind. 2 - Jugendfreizeitheime und dergleichen 1 je 15 Besucherplätze - Gewerbliche Anlagen Handwerks- und Industriebetriebe Lagerräume, Lagerplätze, Ausstellungs- und Verkaufsplätze Kraftfahrzeugwerkstätten 1 je m² Nutzfläche oder 1 je 3 Beschäftigte 1 je m² Nutzfläche oder 1 je 3 Beschäftigte 6 je Wartungs- oder Reparaturstand Tankstellen mit Verkaufsstätte 3, zusätzlich 1 je m² Verkaufsnutzfläche - Verschiedenes Kleingartenanlagen Friedhöfe Sonnenstudios Waschsalons 1 je 3 Kleingärten 1 je 2000 m² Grundstücksfläche, jedoch mind je 4 Sonnenbänke, jedoch mind. 2 1 je 6 Waschmaschinen, jedoch mind. 2 - Bei besonders guter Erreichbarkeit durch öffentliche Verkehrsmittel, oder bei besonderer Art oder Nutzung einer baulichen Anlage (z.b. Altenwohnheime, Studentenwohnheime), kann die Forderung der Stellplätze verringert werden. Dies wird im Einzelfall geprüft und in einer Nebenbestimmung von der Bauaufsicht festgelegt. - Für Bauvorhaben, die in der o.a. Tabelle nicht aufgeführt sind, werden Ausgangszahlen für Nutzungsarten mit vergleichbarem Stellplatzbedarf sinngemäß herangezogen. Version 2 Mai
31 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN LAGEPLAN C C.12 LAGEPLAN - Der Lageplan ist im Maßstab 1:500 auf der Grundlage des Auszuges aus der Liegenschaftskarte zu erstellen. LAGEPLAN - Folgende Eintragungen sind erforderlich: - Maßstab - Nordpfeil - Gemarkung, Flur, Flurstück - Eigentümerangaben des Baugrundstücks sowie der Nachbargrundstücke - Größe des Baugrundstücks - Kennzeichnung der Grenzen des Baugrundstücks - Darstellung der vorhandenen und geplanten baulichen Anlagen - Angabe der Außenmaße, der Grenzabstände, der Geschosszahl, der Dachform sowie der Abstandflächen der geplanten baulichen Anlage - Höhenlage der Eckpunkte des Grundstücks, der angrenzenden öffentlichen Verkehrsfläche sowie der Gebäudeecken des geplanten Vorhabens über NN. - Angabe der Kfz-Stellplätze sowie Feuerwehrzufahrten - Im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes Angaben zu Festlegungen in diesem (z.b. überbaubare Flächen, Baugrenzen, GRZ/GFZ, Anzahl der Vollgeschosse, etc.) - Denkmäler - Geschützte Baumbestände - Baulastflächen - Der Lageplan ist, wie die restlichen Bauzeichnungen von der Entwurfsverfasserin/vom Entwurfsverfasser zu unterzeichnen. VORLAGE SIEHE KAPITEL F MUSTERPLÄNE Version 2 Mai
32 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN BAUZEICHNUNGEN C C.13 BAUZEICHNUNGEN - Die Bauzeichnungen sind im Maßstab 1:100 auf dauerhaftem Papier zu erstellen. Die Pläne sind auf DIN A 4 Größe (210 x 297 mm) mit Heftrand zu falten. Auf der Außenseite sollte das Schriftfeld mit Angabe des Bauherrn/der Bauherrin, des Bauvorhabens sowie der Planbezeichnung ersichtlich sein. Weiterhin sind die Bauzeichnungen von der Entwurfsverfasserin/vom Entwurfsverfasser zu unterzeichnen. BAUZEICH- NUNGEN C.13.1 GRUNDRISSE - Folgende Eintragungen sind erforderlich: - Maßstab - Darstellung aller von der Baumaßnahme betroffenen Grundrisse - Angabe der Schnittführungen - Außen- und Innenmaße des Gebäudes, incl. Balkone, Terrassen, Dachaufbauten, Gauben, etc. - Vermassung der Öffnungen - Laufrichtung und Steigungsverhältnis der Treppen - Genaue Nutzung der Räume sowie Flächenangaben GRUNDRISSE VORLAGE SIEHE KAPITEL F MUSTERPLÄNE Version 2 Mai
33 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN BAUZEICHNUNGEN C C.13.2 SCHNITTE - Folgende Eintragungen sind erforderlich: - Maßstab - Darstellung aller erforderlichen Schnitte, die zur Beurteilung des Bauvorhabens notwendig sind (besonders durch Treppen, Gauben, etc.) - Bezeichnung der Schnitte entsprechend den Schnittführungen im Grundriss - Höhenlage des vorh. und geplanten Geländes über NN - Höhenlage des Erdgeschossfußbodens sowie des höchstgelegenen Aufenthaltraumes über NN (siehe Punkt 10) - Geschosshöhen, lichte Raumhöhen - Drempelhöhen ( Kniestock ) - Wand- und Firsthöhen von der vorh. Geländeoberfläche zur Berechnung der Abstandflächen (siehe Abschnitt C) 7.) - Dachneigung SCHNITTE VORLAGE SIEHE KAPITEL F MUSTERPLÄNE C.13.3 ANSICHTEN - Folgende Eintragungen sind erforderlich: - Maßstab - Darstellung aller betroffenen Ansichten - bei geschlossener Bebauung Darstellung der Nachbargebäude - Höhenlage des vorh. und geplanten Geländes über NN - Wand- und Firsthöhen von der vorh. Geländeoberfläche zur Berechnung der Abstandflächen ( siehe Abschnitt C) 7.) ANSICHTEN VORLAGE SIEHE KAPITEL F MUSTERPLÄNE Version 2 Mai
34 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN BAUTECHNISCHE NACHWEISE (STANDSICHERHEIT, SCHALLSCHUTZ, WÄRMESCHUTZ) C C.14 BAUTECHNISCHE NACHWEISE (STANDSICHERHEIT, SCHALLSCHUTZ, WÄRMESCHUTZ) - Der Standsicherheitsnachweis beinhaltet die Darstellung des gesamten statischen Systems einschließlich der Gründung, den erforderlichen Berechnungen, Konstruktionszeichnungen, Bewehrungs- und Schalplänen. STATIK - Bei 1. Gebäuden geringer Höhe, 2. 1-geschossigen Gebäuden bis 200 m² Grundfläche 3. freistehenden landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden bis zu 2 Geschossen über Gelände sind die Nachweise erst bei Baubeginn einzureichen. In diesen Fällen sind sie nicht zwingend vom staatlich anerkannten Sachverständigen aufzustellen oder zu prüfen. - Bei 1. Gebäuden mittlerer Höhe, 2. Gebäuden mit mehr als 2 Wohnungen 3. kleinen Sonderbauten sind die Nachweise von einem/einer staatlich anerkannten Sachverständigen zu prüfen und mit der Baubeginnanzeige einzureichen. - Bei großen Sonderbauten sind die Nachweise von einem /einer staatlich anerkannten Sachverständigen zu prüfen und zusammen mit den Bauantragsunterlagen in 2-facher Ausfertigung einzureichen. Version 2 Mai
35 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN BRANDSCHUTZ C C.15 BRANDSCHUTZ - Bei 1. Gebäuden geringer Höhe (außer Sonderbauten) 2. 1-geschossigen Gebäuden bis 200 m² Grundfläche 3. freistehenden landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden bis zu 2 Geschossen über Gelände 4. kleinen Sonderbauten BRANDSCHUTZ ist der Entwurfsverfasser/die Entwurfsverfasserin selbst verantwortlich für die Einhaltung der vorgeschriebenen Brandschutzanforderungen. Entsprechende Brandschutzeintragungen sowie eine Erklärung des Entwurfsverfassers/der Entwurfsverfasserin sind mit dem Bauantrag einzureichen. - Bei 1. Gebäuden mittlerer Höhe 2. Gebäuden mit mehr als 2 Wohnungen ist die Einhaltung der Brandschutzanforderungen von einem/einer staatlich anerkannten Sachverständigen zu bescheinigen. - Bei großen Sonderbauten ist ein Brandschutzkonzept eines/einer staatlich anerkannten Sachverständigen in 3-facher Ausfertigung mit dem Bauantrag einzureichen. Es soll den vorbeugenden baulichen und anlagentechnischen Brandschutz, den betrieblichen Brandschutz, sowie den abwehrenden Brandschutz von Gebäuden beinhalten. Version 2 Mai
36 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN ABWEICHUNGSANTRAG C C.16 ABWEICHUNGSANTRAG - Die Genehmigungsbehörde kann Abweichungen von bauaufsichtlichen Anforderungen der Landesbauordnung zulassen. Voraussetzung ist, dass diese Abweichung mit den öffentlichen Belangen vereinbar ist und dass nachbarliche Interessen gewürdigt werden. - Gemarkung, Flur und Flurstück des betroffenen, sowie des Nachbargrundstücks ABWEICHUN- GEN - Der Antrag soll mit dem entsprechenden, vollständig ausgefüllten Antragsformular eingereicht werden. MUSTERVORLAGE SIEHE ANHANG H FORMULARE - Die Bauaufsichtsbehörde kann in bestimmten Fällen die Unterschriften der betroffenen Nachbarn verlangen. Diese Unterschrift kann entweder direkt auf der entsprechenden Bauzeichnung oder in einem formlosen Schreiben getätigt werden. Dieses Schreiben sollte enthalten: NACHBAR- ZUSTIMMUNG - Eigentümerangaben des betroffenen, sowie des Nachbargrundstücks - Die Art der Abweichung - Die Bestätigung, dass entsprechende Bauzeichnungen eingesehen wurden Version 2 Mai
37 BAUVORLAGEN ALLGEMEIN ANTRAG AUF BEFREIUNG C C.17 ANTRAG AUF BEFREIUNG - Die Genehmigungsbehörde kann Befreiungen von Festsetzungen eines Bebauungsplanes zulassen, wenn die Grundzüge der Planung nicht berührt werden. Mögliche Begründungen sind: BEFREIUNGEN - Gründe des Wohls der Allgemeinheit die Befreiung erfordern - Abweichungen, die städtebaulich vertretbar sind - oder wenn die Durchführung des Bebauungsplanes zu einer offenbar nicht beabsichtigten Härte führen würde. - Weitere Voraussetzung ist, dass die Abweichung mit den öffentlichen Belangen vereinbar ist und dass nachbarliche Interessen gewürdigt werden. - Der Antrag soll mit dem entsprechenden, vollständig ausgefüllten Antragsformular eingereicht werden. MUSTERVORLAGE SIEHE ANHANG H FORMULARE - Die Bauaufsichtsbehörde kann in bestimmten Fällen die Unterschriften der betroffenen Nachbarn verlangen. Diese Unterschrift kann entweder direkt auf der entsprechenden Bauzeichnung, oder in einem formlosen Schreiben getätigt werden. Dieses Schreiben sollte enthalten: - Gemarkung, Flur und Flurstück des betroffenen, sowie des Nachbargrundstücks NACHBAR- ZUSTIMMUNG - Eigentümerangaben des betroffenen, sowie des Nachbargrundstücks - Die Art der Befreiung - Die Bestätigung, dass entsprechende Bauzeichnungen eingesehen wurden Version 2 Mai
38 BAUVORLAGEN FÜR BESONDERE VORHABEN DER VORBESCHEID D D. BAUVORLAGEN FÜR BESONDERE VORHABEN D.01 DER VORBESCHEID - Vor Einreichung eines Bauantrages kann zu Fragen des Bauvorhabens ein Vorbescheid, der 2 Jahre Gültigkeit hat, beantragt werden. Mit einem Antrag auf Vorbescheid kann man sich eine rechtsverbindliche Auskunft darüber einholen, ob ein Grundstück wirklich nach eigenen Vorstellungen bebaut werden kann. Ein positiver Bescheid bindet die Bauaufsichtsbehörde während der Gültigkeitsdauer, d.h. sie kann nicht mehr ein Bauvorhaben aus Gründen ablehnen, die schon im Vorbescheidsverfahren zu prüfen waren. BAUVOR- ANFRAGE - Mindestens einzureichende Unterlagen für die sogenannte Bauvoranfrage (die Erläuterungen zu den einzelnen Punkten finden Sie in Kapitel C Bauvorlagen allgemein ): - Antragsformular (erhältlich im Büro Auskunft und Information der Abteilung Bauen und Wohnen) - Baubeschreibung - Betriebsbeschreibung (bei gewerblichen oder landwirtschaftlichen Vorhaben) - Lageplan - Gegebenenfalls Bauentwurfsskizzen, sofern sie zur Beurteilung der baurechtlichen Zulässigkeit erforderlich sind Version 2 Mai
39 BAUVORLAGEN FÜR BESONDERE VORHABEN GENEHMIGUNGSFREIE WOHNGEBÄUDE, STELLPLÄTZE UND GARAGEN D D.02 GENEHMIGUNGSFREIE WOHNGEBÄUDE, STELLPLÄTZE UND GARAGEN - Einzureichende Unterlagen für die Genehmigungsfreistellung (die Erläuterungen zu den einzelnen Punkten finden Sie in Kapitel C. Bauvorlagen allgemein ): - Antragsformular - Erhebungsbogen - Berechnung des Maßes der baulichen Nutzung GENEHMI- GUNGSFREI- STELLUNG - Rechnerischer Nachweis über die Höhe des Fußbodens des höchstgelegenen Aufenthaltsraumes über der Geländeoberfläche - Stellplatznachweis - Lageplan - Bauzeichnungen - Erklärung des Entwurfsverfassers/der Entwurfsverfasserin, dass das Bauvorhaben den Anforderungen an den Brandschutz entspricht - Es gibt nun drei mögliche Verfahrensabläufe zu Ihrem Antrag: - Die Stadt bzw. Gemeinde teilt Ihnen innerhalb eines Monats schriftlich mit, dass kein Genehmigungsverfahren durchgeführt werden soll, woraufhin Sie unverzüglich mit dem Bau beginnen dürfen. Der Baubeginn ist der zuständigen Bauaufsichtsbehörde schriftlich anzuzeigen! - Die Stadt bzw. Gemeinde erklärt innerhalb eines Monats, dass das vereinfachte Baugenehmigungsverfahren durchgeführt werden soll und reicht Ihnen mit dieser Erklärung die Bauvorlagen zurück. Dann müssen Sie die entsprechenden Unterlagen für einen Bauantrag im vereinfachten Genehmigungsverfahren bei der Bauaufsichtsbehörde einreichen. Version 2 Mai
40 BAUVORLAGEN FÜR BESONDERE VORHABEN GENEHMIGUNGSFREIE WOHNGEBÄUDE, STELLPLÄTZE UND GARAGEN D - Auch wenn die Stadt bzw. Gemeinde die Monatsfrist verstreichen lässt, dürfen Sie nach vorheriger Information der Angrenzer mit dem Bauvorhaben beginnen. Auch hier ist der Baubeginn der zuständigen Bauaufsichtsbehörde anzuzeigen. - Des Weiteren besteht aber auch die Möglichkeit, auf Ihren Wunsch hin ein Baugenehmigungsverfahren durchzuführen. Für diese Variante wählen Sie das Bauantragsformular und entscheiden sich für Antragsart Nr. 3 (vereinfachtes Genehmigungsverfahren für ein Vorhaben nach 67 BauO NRW). Die Unterlagen sind dann wieder entsprechend den Vorlagen für das vereinfachte Genehmigungsverfahren einzureichen. - Auch im Freistellungsverfahren müssen für Gebäude mit mehr als 2 Wohnungen sowie Gebäude mittlerer Höhe vor Baubeginn eine vom staatlich anerkannten Sachverständigen geprüfte Statik und die von einem Sachverständigen aufgestellten Nachweise für Schall- und Wärmeschutz vorliegen. GENEHMI- GUNGSFREI- STELLUNG - Für Mittelgaragen (100 m² m² Nutzfläche) muss ebenfalls ein geprüfter Standsicherheitsnachweis bei Baubeginn vorhanden sein. - Für Wohngebäude mittlerer Höhe, sowie Mittelgaragen ist zusätzlich die Einhaltung der Brandschutzanforderungen von einem / einer staatlich anerkannten Sachverständigen zu bescheinigen. - Der Ausführungsbeginn ist der Bauaufsichtsbehörde eine Woche vorher schriftlich anzuzeigen. Mit dieser Anzeige sollen auch die Namen des Bauleiters/der Bauleiterin, des Fachbauleiters/der Fachbauleiterin und der Sachverständigen mitgeteilt werden. MUSTERVORLAGE SIEHE ANHANG H FORMULARE - Die Fertigstellung des Bauvorhabens ist der zuständigen Bauaufsichtsbehörde ebenfalls mitzuteilen. Version 2 Mai
41 BAUVORLAGEN FÜR BESONDERE VORHABEN DER ABBRUCH D D.03 DER ABBRUCH - Einzureichende Unterlagen für den Abbruch von baulichen Anlagen (die Erläuterungen zu den einzelnen Punkten finden Sie in Kapitel C Bauvorlagen allgemein ): ABBRUCH - Antragsformular - Abgangsbogen - Auszug aus der Liegenschaftskarte - Lageplan mit Darstellung der Lage des Abbruchvorhabens - Zum Antragsformular: Vor Erteilung der Abbruchgenehmigung muss gemäß VV BauO NRW der Abbruchunternehmer/die Abbruchunternehmerin benannt werden. Weiterhin sind zur Beurteilung Angaben über die Gebäudehöhe sowie den umbauten Raum notwendig. Die weiteren Punkte des Antragsformulars zur genaueren Beschreibung des Vorgangs sind vollständig auszufüllen. - Der Abgangsbogen ist ähnlich dem Erhebungsbogen zu Zwecken der Baustatistik vollständig auszufüllen (erhältlich im Büro Auskunft und Information der Abteilung Bauen und Wohnen). - Abbruchanträge bedürfen nicht der Unterschrift eines Bauvorlageberechtigten, sie können vom Bauherrn/von der Bauherrin in Eigenregie eingereicht werden. - Der Abbruch folgender Anlagen oder Einrichtungen bedarf keiner Genehmigung durch die Bauaufsichtsbehörde: - genehmigungsfreie Vorhaben - Gebäude bis zu 300 m³ umbauten Raum - Ortsfeste Behälter - luftgetragene Überdachungen - Mauern und Einfriedigungen - Schwimmbecken - Regale - Stellplätze für Kraftfahrzeuge - Lager- und Abstellplätze - Fahrradabstellplätze - Camping- und Wochenendplätze Version 2 Mai
42 BAUVORLAGEN FÜR BESONDERE VORHABEN WERBEANLAGEN D D.04 WERBEANLAGEN - Einzureichende Unterlagen für Werbeanlagen (die Erläuterungen zu den einzelnen Punkten finden Sie in Kapitel C. Bauvorlagen allgemein ): WERBE- ANLAGEN - Bauantragsformular für Werbeanlagen - Auszug aus der Liegenschaftskarte - Abstandflächenberechnung - Lageplan - Zeichnung der Werbeanlage - Beschreibung der Werbeanlage (im Antragsformular enthalten) - Ein farbiges Lichtbild oder eine farbige Lichtbildmontage - Veranschlagte (geschätzte) Herstellungskosten (Im Antragsformular enthalten) - Zum Antragsformular: Abweichend vom allgemeinen Bauantragsformular müssen bei Werbeanlagen die Herstellungskosten angegeben werden, sowie eine genaue Beschreibung der Anlage nach Abständen, verwendeten Werkstoffen und der Art der Beleuchtung gemacht werden. - Für die Zeichnung der Werbeanlage sollte ein Maßstab nicht kleiner als M 1:50 gewählt werden. Sie muss folgende Komponenten enthalten: - Vollständig vermasste Darstellung der Werbeanlage, auch bezogen auf ihren Anbringungsort - Farben mit Angabe der Nummer und Hilfsbezeichnung aus dem RAL- Register Version 2 Mai
43 BAUVORLAGEN FÜR BESONDERE VORHABEN WERBEANLAGEN D - Das farbige Lichtbild oder die Lichtbildmontage sollen enthalten: - Darstellung der Werbeanlage in Verbindung mit der baulichen Anlage, vor deren oder in deren Nähe sie errichtet oder an der sie angebracht werden soll WERBE- ANLAGEN - Darstellung der Werbeanlage auf dem Grundstück und den angrenzenden Grundstücken - Darstellung und Bezeichnung der Werbeanlagen die beseitigt werden sollen (z.b. bei Änderung von Werbeanlagen) - Das Antragsformblatt muss von der bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasserin/dem bauvorlageberechtigten Entwurfsverfasser, von allen Antragstellern (bzw. deren Bevollmächtigten), sowie auch vom Grundstückseigentümer/von der Grundstückseigentümerin unterschrieben sein. - Folgende Werbeanlagen sind genehmigungsfrei: - Werbeanlagen und Hinweiszeichen bis zu einer Größe von 1m² - Werbeanlagen in Gewerbe-, Industrie- und vergleichbaren Sondergebieten, an der Stätte der Leistung - Werbeanlagen an und auf Flugplätzen, Sportanlagen, abgegrenzten Versammlungsstätten, Ausstellungs- und Messegeländen, soweit sie nicht in die freie Landschaft wirken - Werbeanlagen im Geltungsbereich einer Satzung, wenn diese Festsetzungen über Art, Größe und Anbringungsort enthält, und die Werbeanlagen diesen Festsetzungen entsprechen - Werbeanlagen für zeitlich begrenzte Veranstaltungen, an der Stätte der Leistung (z.b. Ausverkäufe, Schlussverkäufe, etc.) - Werbeanlagen, die an der Stätte der Leistung vorübergehend angebracht oder aufgestellt sind, soweit sie nicht fest mit dem Boden oder baulichen Anlagen verankert sind - Warenautomaten Version 2 Mai
44 BAUVORLAGEN FÜR BESONDERE VORHABEN ABGESCHLOSSENHEITSBESCHEINIGUNGEN D D.05 ABGESCHLOSSENHEITSBESCHEINIGUNGEN - Einzureichende Unterlagen für die Abgeschlossenheitsbescheinigung: - Formloser Antrag - Lageplan ABGESCHLOS- SENHEITSBE- SCHEINIGUNG - Grundrisse - Schnitte - Ansichten - Der formlose Antrag auf Ausstellung einer Abgeschlossenheitsbescheinigung nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) muss folgende Angaben enthalten: - Antragsteller/in bzw. Grundstückseigentümer/in: Name und genaue Anschrift - Objekt mit genauen Angaben: Ort, Straße, Hausnummer, Gemarkung, Flur, Flurstück - Anzahl der gewünschten Bescheinigungen - Der Lageplan ist im Maßstab 1:500, mindestens jedoch M 1:1000, mit genauer katastermäßiger Bezeichnung in 2-facher Ausfertigung einzureichen. Im Lageplan sind alle auf dem Flurstück bestehenden bzw. geplanten und bereits beantragten Gebäude darzustellen. - Es sind die Grundrisse sämtlicher Geschosse, von allen auf dem Flurstück bestehenden bzw. geplanten Gebäude (auch Garagen etc.), in 2-facher Ausfertigung einzureichen. Auch Spitzboden, welche eine Höhe von mehr als 1,00 m haben, sowie Kellergeschosse müssen dargestellt werden. - Es sind Schnitte von allen auf dem Flurstück bestehenden, bzw. geplanten Gebäuden, in 2-facher Ausfertigung einzureichen. - Es sind alle Ansichten aller auf dem Flurstück bestehenden, bzw. geplanten Gebäuden, in 2-facher Ausfertigung einzureichen. Version 2 Mai
45 BAUVORLAGEN FÜR BESONDERE VORHABEN ABGESCHLOSSENHEITSBESCHEINIGUNGEN D - Jeder Einzelraum einer Wohnung und die dazugehörigen Nutzräume (Keller, Garage etc.) muss mit der jeweils gleichen Nummer gekennzeichnet werden. Es genügt nicht, die Ziffer nur einmal in die Wohnung zu setzen. Hinweis: Der Zugang zu allen Neben- bzw. Kellerräumen darf nur durch eigene oder Gemeinschaftsräume führen. - Aus der Bauzeichnung muss erkennbar sein, wie die Abgrenzung der Garagenstellplätze durch dauerhafte Markierung erstellt wurde bzw. wird, z.b. Wände, festverankerte Geländer, Begrenzungsschwelle, in den Fußboden eingelassene Markierungssteine oder Metallzeichen (evtl. im Grundriss der Bauzeichnung schriftlich zu benennen). ABGESCHLOS- SENHEITSBE- SCHEINIGUNG - Wirtschaftsräume wie Heizungs- oder Hausanschlussräume (Wasser-, Stromoder Gasuhren) sind nicht sondereigentumsfähig, sondern zwingend vorgeschriebene Gemeinschaftsräume (einschl. Zugang zu diesen Räumen). Diese Räume sind im Grundriss zu benennen und als Gemeinschaftsräume mit einem G zu kennzeichnen. - Die Bauzeichnungen sind im M 1:100 und in mindestens 2-facher Ausfertigung vorzulegen, da eine Ausfertigung in der Bauakte verbleibt. Für jede zusätzliche Bescheinigung ist ein vollständiger Satz Bauzeichnungen erforderlich. - Bei Vorhaben die im Freistellungsverfahren eingereicht wurden, ist eine Kopie der Bauerlaubnis der Gemeinde bzw. Stadt beizufügen. In dieser Bauerlaubnis müssen folgende Punkte enthalten sein: - Bestätigung, dass es sich um ein freigestelltes Vorhaben nach 67 BauO NRW handelt - Genauer Titel des Bauvorhabens - Bauort, Baustraße, Hausnummer - Flur und Flurstück - Antragsteller/in bzw. Grundstückseigentümer/in mit genauer Anschrift - Weiterhin muss der Bauherr/die Bauherrin eine schriftliche Erklärung abgeben, dass das in den vorgelegten Bauzeichnungen dargestellte Bauvorhaben mit den Bauvorlagen übereinstimmt, die der zuständigen Gemeinde/Stadt für ein nach 67 BauO NRW freigestelltes Vorhaben vorgelegen haben. Version 2 Mai
46 TABELLARISCHE ÜBERSICHT DER ERFORDERLICHEN UNTERLAGEN E E. TABELLARISCHE ÜBERSICHT DER ERFORDERLICHEN UNTERLAGEN Übersicht Vorbescheid Freistellungsverfahren erforderlicher Unterlagen/ Wohngebäude Wohngebäude Wohngebäude Mittelgaragen Anzahl geringer Höhe/ mit mehr als mittlerer Höhe Kleingaragen 2 Wohnungen Bauantragsformular/Antragsformular Erhebungsbogen / Berechnung des Maßes der baulichen Nutzung / Berechnung höchstgelegener Aufenthaltsraum / Stellplatznachweis / Lageplan M 1: Bauzeichnungen 3 (ggf.) geprüfte Statik bei Baubeginn / / Schall-/Wärmeschutznachweis bei Baubeginn / / 1 1 / Erklärung Brandschutz / 1 1 / / (Entwurfsverfasser) Bescheinigung Sachverständiger Brandschutz / / / 1 1 Version 2 Mai
3. Sonstiges AKTEURE. 3.1 Bauvoranfrage
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