Source: https://www.peterlang.com/view/9783653967265/12_Chapter1.html
Timestamp: 2018-03-18 12:15:11
Document Index: 305093875

Matched Legal Cases: ['§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 116', '§ 116', '§ 116', '§ 116', '§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 116', '§ 116', '§ 116', '§ 116', '§ 116', '§ 116', '§ 115', '§ 116', '§ 115', '§ 116', '§ 115', '§ 6', '§ 11', '§ 115', '§ 126', '§ 115', '§ 115', '§ 116', '§ 115', '§ 116', '§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 116', '§ 115', '§ 116', '§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 115', 'EuG', '§ 126', '§ 115', '§ 543', '§ 126', '§ 116', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', '§ 6', '§ 79', '§ 115', '§ 116', '§ 115', '§ 116', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 20', 'Art. 3', '§ 115', '§ 116', '§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 126', '§ 115', '§ 115', 'BGH', '§ 543', 'BGH', 'BGH', '§ 26', '§ 115', '§ 115', '§ 116', '§ 115', '§ 115', '§ 116', '§ 115', '§ 116', '§ 115', '§ 116', '§ 115', '§ 116']

1. Abschnitt: Die historische Entwicklung des finanzgerichtlichen Rechtsmittelzulassungsverfahrens : Die Revisionszulassungsgründe gemäß § 115 Abs. 2 Nrn. 1 und 2 FGO und ihre Darlegung im Rahmen der Nichtzulassungsbeschwerde
1. Abschnitt: Die hist...
Die Revisionszulassungsgründe gemäß § 115 Abs. 2 Nrn. 1 und 2 FGO und ihre Darlegung im Rahmen der Nichtzulassungsbeschwerde
Pascal Thebrath
Gegenstand des Buches ist die Nichtzulassungsbeschwerde (NZB), der in einer nur zweistufigen Finanzgerichtsbarkeit erhebliche Bedeutung zukommt und deren Zahl in der Gerichtspraxis die der Revisionen seit Jahren deutlich übertrifft. Gleichzeitig stehen einer enorm hohen Zahl erfolgloser NZBen über Jahre hinweg aber durchschnittlich nur ca. 13 % erfolgreiche NZBen gegenüber. Die daraus ersichtliche äußerst restriktive Zulassungspraxis des BFH ist dem Autor zufolge jedoch im Hinblick auf einen effektiven zweitinstanzlichen Finanzrechtsschutz nicht hinnehmbar. Vielmehr besteht das Bedürfnis und die Notwendigkeit einer erweiterten sowie individualrechtsschutzgewährenden verfassungskonformen Auslegung der Revisionszulassungsgründe des § 115 Abs. 2 Nrn. 1 und 2 FGO und einer Lockerung der Anforderungen an das Begründungsniveau einer NZB.
9783653967265
http://dx.doi.org/10.3726/978-3-653-05525-2
CHF** SFr.134.85EURD** €126.74EURA** €127.80EUR* €106.50GBP* £85.00USD* $138.95
Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2015. XXXII, 646 S.
I. Die Ausgestaltung des Rechtsmittelverfahrens nach der Reichsabgabenordnung 1919
II. Die Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung von Wirtschaft und Finanzen vom 01.12.1930
I. Die Statthaftigkeit der Rechtsbeschwerde nach der Reichsabgabenordnung 1931
II. Der Erlass des Führers und Reichskanzlers über die Vereinfachung der Verwaltung vom 28.08.1939
III. Aufhebung des Führererlasses durch das Kontrollratsgesetz Nr. 36
IV. Die Durchführung des Kontrollratsgesetzes Nr. 36 und die Errichtung einer Rechtsbeschwerdeinstanz in den einzelnen Besatzungszonen
V. Das Gesetz über den Bundesfinanzhof vom 29.06.1950 und das Steueränderungsgesetz 1961
I. Kombination von Streitwert- und Zulassungsrevision unter Erweiterung der Zulassungsgründe (§ 115 I u. II FGO 1965)
II. Erstmalige Einführung des Rechtsinstituts der Nichtzulassungsbeschwerde (§ 115 III bis V FGO 1965)
III. Die zulassungsfreie Revision nach § 116 FGO 1965
1. Die zulassungsfreie Verfahrensrevision nach § 116 I FGO 1965
2. Die zulassungsfreie Revision gegen Urteile in Zolltarifsachen nach § 116 II FGO 1965
I. Der Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Rechts der Revision in Zivilsachen und in Verfahren vor Gerichten der Verwaltungs- und Finanzgerichtsbarkeit vom 04.04.1973
II. Das Gesetz zur Entlastung des Bundesfinanzhofs vom 08.07.1975
III. Das Gesetz zur Beschleunigung verwaltungs- und finanzgerichtlicher Verfahren vom 04.07.1985
E. Der Entwurf einer Verwaltungsprozessordnung
I. Der Entwurf eines Gesetzes zur Änderung der Finanzgerichtsordnung und anderer Gesetze
II. Das Gesetz zur Änderung der Finanzgerichtsordnung und anderer Gesetze (FGO-Änderungsgesetz) vom 21.12.1992
G. Der Entwurf eines AO-Änderungsgesetzes 1994
H. Die Vorschläge der Arbeitsgruppe zur Reform des finanzgerichtlichen Revisionszulassungs- und Revisionsrechts 1998/1999
I. Abschaffung der zulassungsfreien Revision gemäß § 116 FGO 1965
II. Abschaffung der Streitwertrevision
III. Die Neufassung der §§ 115, 116 FGO durch das 2. FGOÄndG
1. Neufassung des § 115 FGO
a) § 115 I FGO – Zulassungsprinzip
b) § 115 II FGO – Abschließender Kanon der Revisionszulassungsgründe
c) § 115 III FGO – Bindung an die Zulassung
2. Neufassung des § 116 FGO
a) Einführung einer verlängerbaren zweimonatigen Begründungsfrist – § 116 III 1 u. 4 FGO
b) Automatische Überleitung des NZB-Verfahrens in das Revisionsverfahren – § 116 VII FGO
c) Die weiteren Änderungen im Überblick
aa) Abschaffung der Abhilfebefugnis des FG – §§ 116 II 1, III 2, (IV), V 1 FGO
bb) Begründungserfordernis – § 116 V 2 FGO
cc) Aufhebung des FG-Urteils und Zurückverweisung des Rechtsstreits – § 116 VI FGO
I. Ausgangslage: Rechtsschutzdefizit
II. Die Intention des 2. FGOÄndG ‚im engeren Sinne‘
III. Die Umsetzung der Intention des 2. FGOÄndG durch Gesetz und Rechtsprechung
I. Allgemeine Ausführungen zu den Revisionszulassungsgründen i.S.d. § 115 II FGO
1. Abschließender Kanon der Revisionszulassungsgründe: Enumerationsprinzip
2. Keine Revisionszulassung bei bloßer materieller Unrichtigkeit des angefochtenen finanzgerichtlichen Urteils
3. Besonderheiten bei Mehrfachbegründung des angefochtenen finanzgerichtlichen Urteils
4. Maßgeblicher Zeitpunkt für das Vorliegen eines Revisionszulassungsgrundes
5. Entscheidung über die und Wirkung der Revisionszulassung
II. Allgemeine Ausführungen zur NZB und ihrer Begründung
1. Die NZB als Rechtsmittel zur Eröffnung der Revisionsinstanz
2. Begründungszwang der NZB – Hinreichende Begründung als Zulässigkeitsvoraussetzung
3. Vergleich der Anforderungen an die ordnungsgemäße Begründung einer NZB gemäß § 116 III 3 FGO mit dem bis zum 31.12.2000 geltenden Recht
4. Anforderungen an den Inhalt der Begründung einer NZB hinsichtlich sämtlicher Zulassungsgründe
a) Der Begriff des „Darlegens“
b) Darlegungserfordernis erfordert Vertretungszwang
c) Mindestmaß an Klarheit, Geordnetheit, Verständlichkeit und Überschaubarkeit
aa) Unzulässigkeit pauschaler Verweisungen und Bezugnahmen
bb) Umfangreiche Beschwerdebegründung bietet keine Gewähr für die Zulässigkeit einer NZB
cc) Unzulässigkeit formelhafter Wendungen
d) Keine Darlegung eines Revisionszulassungsgrundes durch Rüge fehlerhafter materieller Rechtsanwendung
e) Unzulässigkeit des Vorbringens neuer Tatsachen
f) Besonderheiten hinsichtlich der Begründung einer NZB bei Mehrfachbegründung des angefochtenen finanzgerichtlichen Urteils
I. Der Revisionszulassungsgrund der ‚Grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache‘ gemäß § 115 II Nr. 1 FGO und die Anforderungen an seine Darlegung i.R.d. Begründung einer NZB gemäß §§ 116 III 3, 115 II Nr. 1 FGO
1. Die ‚Grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache‘ – § 115 II Nr. 1 FGO
a) Der Begriff der ‚Grundsätzlichen Bedeutung‘ in der FGO
aa) § 6 FGO – Übertragung des Rechtsstreits auf den Einzelrichter
bb) § 11 FGO – Zuständigkeit des Großen Senats
b) ‚Grundsätzliche Bedeutung‘ als unbestimmter Rechtsbegriff
c) Das Tatbestandsmerkmal der Rechtssache
d) Das Tatbestandsmerkmal des (abstrakten) Allgemeininteresses
aa) ‚Betroffenheit einer Vielzahl gleichartiger Fälle‘ und ‚Breitenwirkung einer Rechtsfrage‘ als maßgebliche Kriterien zur Bestimmung des (abstrakten) Allgemeininteresses
bb) Forderung nach einer erweiterten Auslegung des § 115 II Nr. 1 FGO
(1) Finanzielle/Wirtschaftliche sowie soziale Auswirkungen der Entscheidung über die aufgeworfene Rechtsfrage
(2) Gravierende/Schwerwiegende Fehler des FG bei der Auslegung und Anwendung des materiellen Rechts
e) Das Tatbestandsmerkmal der Klärungsbedürftigkeit
f) Das Tatbestandsmerkmal der Klärungsfähigkeit und Entscheidungserheblichkeit
aa) Klärungsfähigkeit der Rechtsfrage
bb) Entscheidungserheblichkeit der Rechtsfrage
cc) Ausschluss der Entscheidungserheblichkeit wegen Ergebnisrichtigkeit analog § 126 IV FGO (BFH-Rechtsprechung)
g) Ausgewählte Einzelfälle und ‚Grundsätzliche Bedeutung‘
aa) Ausgelaufenes, auslaufendes und übergangsweises Recht
bb) Vorläufiger Rechtsschutz
cc) Verfassungsmäßigkeit eines Steuergesetzes bzw. einer Steuergesetzesnorm
(1) Vernünftige verfassungsrechtliche Zweifel an einer steuerrechtlichen Vorschrift
(2) Klärungsfähigkeit trotz evtl. Vorlageverpflichtung im Revisionsverfahren
(3) Verweigerung der Revisionszulassung trotz vernünftiger verfassungsrechtlicher Zweifel (BFH-Rechtsprechung)
dd) Auslegung und Gültigkeit Europäischen Unionsrechts
(1) Vernünftige Zweifel an der Auslegung oder Gültigkeit einer unionsrechtlichen Vorschrift als zentrale Voraussetzung für die Revisionszulassung wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache gemäß § 115 II Nr. 1 FGO
(2) Zulassung der Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung wegen eines gravierenden/schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehlers des FG gemäß § 115 II Nr. 2 Alt. 2 FGO bei eindeutiger, offenkundiger Verletzung des Unionsrechts
2. Die Darlegung der ‚Grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache‘ i.R.d. Begründung einer NZB – §§ 116 III 3, 115 II Nr. 1 FGO
a) Die Darlegung der Rechtssache
b) Die Darlegung des (abstrakten) Allgemeininteresses an der Klärung der Rechtsfrage
aa) Darlegung des (abstrakten) Allgemeininteresses bei ausgelaufenem, auslaufendem und übergangsweisem Recht
bb) Darlegung des (abstrakten) Allgemeininteresses bei der Geltendmachung von Verfassungsverstößen
cc) Darlegung des (abstrakten) Allgemeininteresses bei der Geltendmachung von Unionsrechtsverstößen
c) Die Darlegung der Klärungsbedürftigkeit der Rechtsfrage
d) Die Darlegung der Klärungsfähigkeit und Entscheidungserheblichkeit der Rechtsfrage
e) Fazit – Unverändert strenge Anforderungen der Rechtsprechung an die Darlegung der ‚Grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache‘
f) Begründungserleichterungen bei Offenkundigkeit der ‚Grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache‘
II. Der Revisionszulassungsgrund der ‚Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts‘ gemäß § 115 II Nr. 2 Alt. 1 FGO und die Anforderungen an seine Darlegung i.R.d. Begründung einer NZB gemäß §§ 116 III 3, 115 II Nr. 2 Alt. 1 FGO
1. Die ‚Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts‘ – § 115 II Nr. 2 Alt. 1 FGO
a) Verhältnis zum Revisionszulassungsgrund der ‚Grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache‘ gemäß § 115 II Nr. 1 FGO und Zweck der Rechtsfortbildungsrevision
aa) Verhältnis zur Grundsatzrevision gemäß § 115 II Nr. 1 FGO
bb) Zweck der Rechtsfortbildungsrevision
b) Veranlassung zur Aufstellung von Leitsätzen für die Gesetzesauslegung oder zur Ausfüllung von Gesetzeslücken als zentrale Tatbestandsvoraussetzung der Rechtsfortbildungsrevision
c) Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH
2. Die Darlegung der ‚Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts‘ i.R.d. Begründung einer NZB – §§ 116 III 3, 115 II Nr. 2 Alt. 1 FGO
III. Der Revisionszulassungsgrund der ‚Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung‘ gemäß § 115 II Nr. 2 Alt. 2 FGO und die Anforderungen an seine Darlegung i.R.d. Begründung einer NZB gemäß §§ 116 III 3, 115 II Nr. 2 Alt. 2 FGO
1. Die ‚Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung‘ – § 115 II Nr. 2 Alt. 2 FGO
a) Verhältnis zu den Revisionszulassungsgründen der ‚Grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache‘ gemäß § 115 II Nr. 1 FGO sowie der ‚Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts‘ gemäß § 115 II Nr. 2 Alt. 1 FGO und Zweck der Rechtsprechungsvereinheitlichungsrevision
bb) Verhältnis zur Rechtsfortbildungsrevision gemäß § 115 II Nr. 2 Alt. 1 FGO
cc) Zweck der Rechtsprechungsvereinheitlichungsrevision
b) Voraussetzungen einer Revisionszulassung wegen Divergenz
aa) Das Spektrum möglicher Divergenzentscheidungen
(1) Abweichung des finanzgerichtlichen Urteils von einer Entscheidung des BFH, des BVerfG und des GmSOGB – § 115 II Nr. 2 FGO 1965
(2) Abweichung des finanzgerichtlichen Urteils von einer Entscheidung eines anderen Gerichts – Ausdehnung des Divergenztatbestandes
(a) Abweichung von einer Entscheidung des RFH
(b) Abweichung von einer Entscheidung anderer oberster Bundesgerichte und des EuGH
(c) Abweichung von einer Entscheidung anderer FGe sowie anderer Spruchkörper desselben FG und anderer unterinstanzlicher Gerichte
(3) Beschlüsse des IX. Senats zum Spektrum der möglichen Divergenzentscheidungen
bb) Der Begriff der ‚Abweichung (Divergenz)‘
(1) Abweichung in einer Rechtsfrage
(2) Identität der Rechtsfrage
(3) Objektives Abweichen ausreichend
cc) Erfordernis divergierender Rechtssätze als zentrales Tatbestandsmerkmal des Divergenztatbestandes
dd) Maßgeblicher Beurteilungszeitpunkt für das Vorliegen einer Divergenz
ee) Abweichung bei Entscheidung im zweiten Rechtsgang
ff) Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH
(1) Allgemeininteresse an der Beseitigung der Divergenz und Klärungsbedürftigkeit der divergierend beurteilten Rechtsfrage
(a) Allgemeininteresse und Klärungsbedürftigkeit grds. gegeben
(b) Besonders sorgfältige Prüfung der ‚Erforderlichkeit‘ bei Abweichungen von Entscheidungen anderer unterinstanzlicher Gerichte im Hinblick auf das Bedürfnis der Allgemeinheit nach einheitlicher Rechtsprechung
(c) Ausnahmen vom regelmäßig bestehenden Allgemeininteresse
(2) Klärungsfähigkeit und Entscheidungserheblichkeit der divergierend beurteilten Rechtsfrage
(a) Keine divergenzbegründende Wirkung mangels Entscheidungserheblichkeit bei nur beiläufig geäußerten Rechtsansichten, sog. obiter dicta
(b) Ausschluss der Entscheidungserheblichkeit wegen Ergebnisrichtigkeit analog § 126 IV FGO
c) Voraussetzungen einer Revisionszulassung wegen eines gravierenden/schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehlers des FG
aa) Einschlägiger Revisionszulassungsgrund
bb) Definition eines gravierenden/schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehlers des FG
(1) Unklare Ausgangs-/Gesetzeslage
(a) Gesetzeswortlaut des und Gesetzesbegründung zu § 115 II FGO
(b) Gesetzeswortlaut des und Gesetzesbegründung zu § 543 II 1 ZPO
(2) Bislang noch keine allgemeingültige Definition eines gravierenden/schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehlers des FG
(a) Berücksichtigung sowohl materieller als auch formeller Rechtsanwendungsfehler des FG?
(b) ‚Objektive Willkür‘ und ‚Greifbare Gesetzwidrigkeit‘ als Eckpfeiler der Definition eines gravierenden/schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehlers des FG durch den BFH
(c) Uneinheitliche sowie unklare BFH-Rechtsprechung – Undurchsichtiges und verworrenes Verhältnis zwischen ‚Objektiver Willkür‘ und ‚Greifbarer Gesetzwidrigkeit‘
(d) Definition der ‚Objektiven Willkür‘ als Tatbestandsmerkmal eines gravierenden/schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehlers des FG
(e) Definition der ‚Greifbaren Gesetzwidrigkeit‘ als Tatbestandsmerkmal eines gravierenden/schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehlers des FG
(f) Fazit – Uneinheitliche sowie unklare und äußerst restriktive Rechtsprechung des BFH zum gravierenden/schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehler des FG i.S. einer objektiv willkürlichen bzw. greifbar gesetzwidrigen Entscheidung
cc) Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH
(1) Grundsätzlich keine gesonderte Prüfung der Erforderlichkeit
(2) Jedoch stets gesonderte Prüfung der Entscheidungserheblichkeit
(3) Analoge Anwendung des § 126 IV FGO auch bei der Revisionszulassung wegen eines gravierenden/schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehlers des FG
(4) BFH-Beschluss vom 07.07.2004, VII B 344/03, BStBl. II 2004, 896 ff.
2. Die Darlegung der ‚Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung‘ i.R.d. Begründung einer NZB – §§ 116 III 3, 115 II Nr. 2 Alt. 2 FGO
a) Die Darlegung der Divergenz
aa) Genaue Angabe/Bezeichnung der angeblichen Divergenzentscheidung
bb) Herausarbeitung und Gegenüberstellung divergierender Rechtssätze als zentrale Darlegungsanforderung der Divergenzrüge
cc) Darlegungsanforderungen bei sog. nachträglicher Divergenz und bei künftig zu erwartender Rechtsprechungsdivergenz
(1) Anforderungen an die Darlegung bei sog. nachträglicher Divergenz
(2) Anforderungen an die Darlegung bei künftig zu erwartender Rechtsprechungsdivergenz
dd) Darlegung der Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH
(1) Grundsätzliche Entbehrlichkeit von Darlegungen zur Erforderlichkeit einer BFH-Entscheidung
(2) Ausnahme: Ausführliche Darlegung der Entscheidungserheblichkeit
b) Die Darlegung eines gravierenden/schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehlers des FG
aa) Darlegung der qualifizierten Fehlerhaftigkeit – Darlegung einer objektiv willkürlichen bzw. greifbar gesetzwidrigen FG-Entscheidung
bb) Entbehrlichkeit der Darlegung bei offensichtlicher Willkür?
cc) Darlegung der Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH
(2) Besondere Darlegungsanforderungen bei einem ausgelaufenes Recht betreffenden gravierenden/ schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehler des FG?
(3) Ausführungen zur Entscheidungserheblichkeit
I. Allgemeiner Justizgewährungsanspruch und Rechtsschutzgarantie des Art. 19 IV 1 GG als Ausgangspunkt jeglicher Überlegungen zur Ausgestaltung des Rechtsschutzes und v.a. zur Gestaltung des Zugangs zum Revisionsgericht
1. Der allgemeine Justizgewährungsanspruch
2. Die Rechtsschutzgarantie des Art. 19 IV 1 GG als spezielle Ausprägung des allgemeinen Justizgewährungsanspruchs für den Bereich des öffentlichen Rechts
3. Der Gewährleistungsgehalt der Rechtsschutzgarantie des Art. 19 IV 1 GG
a) Gebot des effektiven/wirkungsvollen gerichtlichen Rechtsschutzes
b) Anspruch auf einen mehrstufigen Instanzenzug?
4. Verfassungsimmanente Schranken der Rechtsschutzgarantie des Art. 19 IV 1 GG – Abwägung zwischen der ‚Funktionsfähigkeit der Rechtspflege‘ sowie der ‚Rechtssicherheit‘ einerseits und einer effektiven/wirkungsvollen Rechtsschutzgewährung andererseits unter Berücksichtigung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes
II. Rechtsschutzdefizit durch Abschaffung der Streitwertrevision?
1. Einbuße des Individualrechtsschutzes ohne Gewinn an Funktionsfähigkeit der Rechtspflege
2. Korrelation zwischen der Existenz der Streitwertrevision und der Zweistufigkeit der Finanzgerichtsbarkeit
a) Die Finanzgerichtsbarkeit als nur zweistufig aufgebaute Gerichtsbarkeit
b) Wegfall der Geschäftsgrundlage für die Zweistufigkeit der Finanzgerichtsbarkeit durch Streichung der Streitwertrevision und praktisch einstufiger Instanzenzug im finanzgerichtlichen Verfahren
3. Verschärfung der Situation bei Übertragung des Rechtsstreits auf den Einzelrichter
a) Kollegialprinzip und Senatsverfassung als Vorgabe der FGO 1965 und Grundprinzip der Finanzgerichtsbarkeit
b) Einführung des sog. fakultativen Einzelrichters – § 6 FGO
c) Einführung des sog. konsentierten Einzelrichters – § 79a III, IV FGO
III. Kompensation des Rechtsschutzdefizits durch das Rechtsmittel der NZB?
IV. Bedürfnis und Notwendigkeit einer erweiterten individualrechtsschutzgewährenden Zulassungspraxis ‚im engeren Sinne‘
1. Bedürfnis nach einer erweiterten sowie individualrechtsschutzgewährenden verfassungskonformen Auslegung der Revisionszulassungsgründe des § 115 II Nrn. 1 u. 2 FGO und einer Lockerung der Anforderungen an das Begründungsniveau einer NZB nach § 116 III 3 FGO mit Blick auf die Zweistufigkeit der Finanzgerichtsbarkeit und die Möglichkeit einer Einzelrichterentscheidung in erster Instanz
2. Notwendigkeit einer erweiterten sowie individualrechtsschutz-gewährenden verfassungskonformen Auslegung der Revisions-zulassungsgründe des § 115 II Nrn. 1 u. 2 FGO und einer Lockerung der Anforderungen an das Begründungsniveau einer NZB nach § 116 III 3 FGO konkret mit Blick auf die Rechtsschutzgarantie des Art. 19 IV 1 GG i.V.m. dem Rechtsstaatsprinzip gemäß Art. 20 III GG sowie dem aus Art. 20 III GG i.V.m. dem allgemeinen Gleichheitssatz nach Art. 3 I GG hergeleiteten verfahrensrechtlichen Willkürverbot
a) Keine Überspannung der Darlegungsanforderungen i.R.d. Begründung einer NZB – Verfahrensrecht als dienendes Recht
b) Forderung nach einem berechenbaren, kalkulierbaren und vorhersehbaren Instanzenzug
c) Forderung nach einem willkürfreien Instanzenzug
d) Beurteilung der Erfolgsaussichten einer NZB und damit Revisionszulassung zum BFH als ‚Lotterie‘, ‚Poker‘ und ‚Roulette‘ mit einem nicht unerheblichen Prozesskostenrisiko
e) Fazit und Vergleich mit den Anforderungen an den Inhalt einer Klage vor dem FG
3. Untermauerung der Notwendigkeit einer erweiterten sowie individualrechtsschutzgewährenden verfassungskonformen Auslegung der Revisionszulassungsgründe des § 115 II Nrn. 1 u. 2 FGO und einer Lockerung der Anforderungen an das Begründungsniveau einer NZB nach § 116 III 3 FGO durch einige weitere Aspekte
a) Revisionszwecke
b) Komplexität und Kompliziertheit des materiellen Steuerrechts als Recht der Eingriffsverwaltung
c) Rechtsprechung des BVerfG zur Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde
I. Grundsatzrevision, §§ 115 II Nr. 1, 116 III 3 FGO
1. Kritik an der Rechtsprechung des BFH zum (abstrakten) Allgemeininteresse an der Klärung der aufgeworfenen Rechtsfrage und den entsprechenden Darlegungsanforderungen
a) ‚Betroffenheit einer Vielzahl gleichartiger Fälle‘ vs. ‚Breitenwirkung einer Rechtsfrage‘ – Unklare Kriterien zur Bestimmung des (abstrakten) Allgemeininteresses
b) Fehlplatzierung der Kriterien zur Bestimmung des (abstrakten) Allgemeininteresses
c) ‚Bedeutsamkeit der Rechtsfrage aus rechtssystematischen Gründen und Wichtigkeit der Rechtsfrage für die einheitliche Rechtsanwendung‘ als weiteres fehlplatziertes und unklares Kriterium zur Bestimmung des (abstrakten) Allgemeininteresses
2. Kritik an der Rechtsprechung des BFH zum (abstrakten) Allgemeininteresse an der Klärung der aufgeworfenen Rechtsfrage und den entsprechenden Darlegungsanforderungen mit Blick auf die seitens des Gesetzgebers geforderte Stärkung des Individualrechtsschutzes – Forderung nach einer erweiterten Auslegung der §§ 115 II Nr. 1, 116 III 3 FGO
a) Argumente für eine erweiterte Auslegung des § 115 II Nr. 1 FGO
aa) Gesetzesmaterialien zum 2. FGOÄndG
bb) Rechtsbegriffliche Erwägungen
cc) Rechtssystematische Erwägungen
b) Fallgruppen einer Revisionszulassung wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache bei entsprechend erweiterter sowie individualrechtsschutzgewährender Auslegung des § 115 II Nr. 1 FGO
aa) Finanzielle/Wirtschaftliche sowie soziale Auswirkungen der Entscheidung über die aufgeworfene Rechtsfrage
bb) Gravierende/Schwerwiegende Fehler des FG bei der Auslegung und Anwendung des materiellen Rechts
3. Kritik an der Rechtsprechung des BFH zur Klärungsbedürftigkeit der aufgeworfenen Rechtsfrage und den entsprechenden Darlegungsanforderungen
a) Strenge und überspannte/überzogene Anforderungen an die Darlegung der Klärungsbedürftigkeit
b) Lockerung der Anforderungen – Revisionszulassung bei fehlender höchstrichterlicher Rechtsprechung
aa) Zulassung der Revision gemäß § 115 II Nr. 1 FGO wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache
bb) Zulassung der Revision gemäß § 115 II Nr. 2 Alt. 1 FGO zur Fortbildung des Rechts
c) Lockerung der Anforderungen – Revisionszulassung und ‚Musterprozess‘
4. Kritik an der Rechtsprechung des BFH zur ‚Fehlenden Ergebnisrichtigkeit‘ analog § 126 IV FGO
5. Kritik an der Rechtsprechung des BFH zur Zulassung der Revision wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtssache bei behaupteten Verfassungsverstößen und den entsprechenden Darlegungsanforderungen
II. Rechtsfortbildungsrevision, §§ 115 II Nr. 2 Alt. 1, 116 III 3 FGO
III. Rechtsprechungsvereinheitlichungsrevision, §§ 115 II Nr. 2 Alt. 2, 116 III 3 FGO
1. Zulassung der Revision wegen Divergenz
a) Ausdehnung des Spektrums möglicher Divergenzentscheidungen als positives Signal für einen effektiven zweitinstanzlichen Rechtsschutz i.R.d. Divergenztatbestandes
b) Eklatante Rechtsschutzverkürzung durch das Erfordernis divergierender Rechtssätze
aa) Kritik an der engen Divergenz-Doktrin des BFH
bb) Stärkung und Verbesserung des Individualrechtsschutzes durch Revisionszulassung bei Divergenz im Entscheidungsergebnis
cc) Begründung einer Divergenzrüge auch mit nur beiläufig geäußerten Rechtsansichten, sog. obiter dicta
2. Zulassung der Revision wegen eines gravierenden/schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehlers des FG
a) Kritik im Hinblick auf die äußerst uneinheitliche sowie unklare Rechtsprechung des BFH bzw. der einzelnen Senate zum gravierenden/schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehler des FG
aa) Unvereinbarkeit mit der Forderung nach einem berechenbaren, kalkulierbaren und vorhersehbaren Instanzenzug
bb) Unvereinbarkeit mit der Forderung nach einem willkürfreien Instanzenzug
cc) Doppelter Widerspruch der BFH-Rechtsprechung zum gravierenden/schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehler des FG ‚zu sich selbst‘
b) Fehlendes Anschauungsmaterial angesichts restriktiver Zulassungsrechtsprechung zum gravierenden/schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehler des FG i.S. einer objektiv willkürlichen bzw. greifbar gesetzwidrigen Entscheidung
c) Kritik im Hinblick auf den eng begrenzten Anwendungsbereich der Rechtsfigur des ‚Gravierenden/Schwerwiegenden Rechtsanwendungsfehlers des FG‘ und die insoweit überaus restriktive Handhabung dieses Zulassungstatbestandes durch die Rechtsprechung des BFH – Bedürfnis und Notwendigkeit einer erweiterten Auslegung
aa) Keine Beschränkung auf objektiv willkürliche und greifbar gesetzwidrige FG-Entscheidungen
bb) Grundzüge der einschlägigen BGH-Rechtsprechung zu §§ 543 II 1 Nr. 2 Alt. 2, 574 II Nr. 2 Alt. 2 ZPO
(1) Erfassung objektiv willkürlicher Entscheidungen der Vorinstanz
(2) Keine Erfassung greifbar gesetzwidriger Entscheidungen der Vorinstanz
(3) Symptomatischer Rechtsanwendungsfehler, Wiederholungsgefahr und Nachahmungseffekt
(4) BGH-Beschluss vom 23.03.2011, IX ZR 212/08, NJW 2011, 2443 f.
(5) Beurteilung und Bewertung der einschlägigen BGH-Rechtsprechung
d) Berücksichtigung des Verhaltens der Beteiligten zur Fehler-/Irrtumsvermeidung i.R.d. Revisionszulassung wegen gravierender/schwerwiegender Rechtsanwendungsfehler des FG? – Kritische Würdigung des BFH-Beschlusses vom 07.07.2004, VII B 344/03, BStBl. II 2004, 896 ff.
e) Gravierender/Schwerwiegender Rechtsanwendungsfehler des FG und Europäisches Unionsrecht
I. Wiedereinführung der Streitwertrevision
II. Einführung eines materiell-akzessorischen Abwägungskriteriums als Zulassungsmaßstab: Überwiegende oder ernstliche Zweifel an der Richtigkeit der angefochtenen finanzgerichtlichen Entscheidung
Gesamtfazit und Ausblick
1. Abschnitt: Die historische Entwicklung des finanzgerichtlichen Rechtsmittelzulassungsverfahrens
Im preußischen Recht gewährte zunächst die Allgemeine Gerichtsordnung für die preußischen Staaten v. 06.07.1793 4 zur Anfechtung noch nicht rechtskräftiger Endurteile die Rechtsmittel der Appellation und letztinstanzlich der Revision. Ihr folgte die Verordnung über das Rechtsmittel der Revision und der Nichtigkeitsbeschwerde v. 14.12.1833 5, die in § 26 Satz 1 für die Entscheidung über die Revision und die Nichtigkeitsbeschwerde als nunmehr zwei Rechtsmittel höchster Instanz ausschließlich das Preußische Geheime Obertribunal für zuständig erklärte.
Da im deutschen Kaiserreich ein einheitliches Steuerrecht noch nicht existierte, soll vorliegend – zumal es sich um eine steuerrechtliche Arbeit handelt – die historische Entwicklung jedoch erst ab der Reichsabgabenordnung 1919 6 als erstem einheitlichen steuerrechtlichen Mantelgesetz7 aufgezeigt werden8.
A. Die Reichsabgabenordnung 1919
B. Die Reichsabgabenordnung 1931
C. Die Finanzgerichtsordnung vom 06.10.1965
D. Die Gesetze zur Entlastung des Bundesfinanzhofs
F. Das Gesetz zur Änderung der Finanzgerichtsordnung und anderer Gesetze
2. Abschnitt: Die Reform des finanzgerichtlichen Revisionszulassungsrechts durch das 2. FGOÄndG – §§ 115, 116 FGO ‚n.F.‘
A. Die wesentlichen Änderungen des finanzgerichtlichen Revisionszulassungsverfahrens durch das 2. FGOÄndG
B. Die Intention des 2. FGOÄndG und ihre Umsetzung durch Gesetz und Rechtsprechung
3. Abschnitt: Die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zu den Revisionszulassungsgründen des § 115 II Nrn. 1 u. 2 FGO und den Anforderungen an ihre Darlegung i.R.d. Begründung einer NZB gemäß § 116 III 3 FGO
A. Allgemeine Ausführungen zu den Revisionszulassungsgründen i.S.d. § 115 II FGO sowie zur NZB und ihrer Begründung
B. Die einzelnen Revisionszulassungsgründe des § 115 II Nrn. 1 u. 2 FGO und die jeweiligen Anforderungen an ihre Darlegung i.R.d. Begründung einer NZB gemäß § 116 III 3 FGO
4. Abschnitt: Kritische Würdigung der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zu den Revisionszulassungsgründen des § 115 II Nrn. 1 u. 2 FGO und den Anforderungen an ihre Darlegung i.R.d. Begründung einer NZB gemäß § 116 III 3 FGO unter dem Blickwinkel der Gewährung eines effektiven zweitinstanzlichen Finanzrechtsschutzes
A. Herausarbeitung des Bedürfnisses und der Notwendigkeit einer erweiterten sowie individualrechtsschutzgewährenden verfassungskonformen Auslegung der Revisionszulassungsgründe des § 115 II Nrn. 1 u. 2 FGO und einer Lockerung der Anforderungen an das Begründungsniveau einer NZB nach § 116 III 3 FGO anhand der einschlägigen verfassungsrechtlichen Vorgaben sowie unter Berücksichtigung der entsprechenden einfachrechtlichen Bezüge und ‚Besonderheiten/Eigenarten‘ der Finanzgerichtsbarkeit
B. Ansatzpunkte einer Lockerung der Zulassungspraxis mit Blick auf die einzelnen Revisionszulassungstatbestände des § 115 II Nrn. 1 u. 2 FGO und die jeweiligen Anforderungen an ihre Darlegung i.R.d. Begründung einer NZB gemäß § 116 III 3 FGO
C. Appell an den Gesetzgeber zur Herbeiführung eines gestärkten und verbesserten Individualrechtsschutzes im finanzgerichtlichen Revisionszulassungsrecht