Source: https://codeforsu.org/gesundheit-recht-referat/
Timestamp: 2019-01-24 08:34:55
Document Index: 91165351

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 19', 'Art. 79', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 73']

Gesundheit & Recht - Referat - Frei Aufsatz auf Codeforsu
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Folgend ein Referat über die Beziehung von Gesundheit und Recht – aus soziologischer Sicht. Das Referatsthema lautet konkret:
Ist das eigentlich gerecht?– Gesundheit und Recht
1.) Was ist der Fall?
1.1 Recht auf Gesundheit
Grundgesetz garantiert einklagbare Menschen- und Grundrechte:
– „Menschenwürde“,
– „Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ sowie
– „Gleichheit vor dem Gesetz“ (Rechtsstaatprinzip)
– u.a.(Art. 1 bis 19 Grundgesetz)
1.2 Gesundheit und Recht
inkohärente Fallbeispiele:
– „Kosten-Nutzen-Frage“ (Arztauftrag kontra Ressourcenverteilung)
– Organtransplantation, Privatpatientenvorzug, Patientenchip
– Ab wann „Recht auf Leben“?
2.) Was steckt dahinter?
eigenständiges Funktionssystem mit: – eigenem Code (recht/unrecht),- eigenem Medium (Recht), – eigenen Programmen (Gesetzen) und- eigener Leitprofession (Juristen)
EINLEITUNG Referat „Gesundheit und Recht“:
Heute zeigen, dass und wie Recht bzw. gesetzliche Bestimmungen in das Gesundheitsweisen „reinfunken“, also wo sich Rechts-und Gesundheitslogik „beißen“
Wir werden sehen: ist es eine Sache, alles „schön“ rechtlich zu regeln, aber eine völlig andere Sache, das dann umzusetzen, zu finanzieren oder auch politisch „durchzusetzen“.
Wir werden uns also zunächst der Beziehung „Gesundheit&Recht“ widmen um zu schauen: was ist der Fall?
Und ein zweiter, wissenschaftlich-soziologischer Blick gilt dann der Frage, was ist eigentlich „das Recht“, was steckt dahinter?
1. Gesundheit auf Recht
Das GG bestimmt ja komplett & grundsätzlich die rechtliche & politische Grundordnung der BRD
Ursprünglich 1. Satz: „Der Staat ist um des Menschen willen da, nicht der Mensch um des Staates willen“
STATTDESSEN: Einstieg Zitat, GG 1 (1) VORLESEN
Es ist also die Würde eines jeden, die der Staat als oberstes Rechtsgut vorgibt und mit „aller Gewalt“ zu schützen vermag
Weiter geht es im Absatz 2 & 3, wo Menschen und Grundrechte garantiert werden
Diese jederzeit einklagbaren Menschen- & Grundrechte werden nun nach und nach bis Art. 19 ausdiff. & dargelegt
Hierbei wichtig: diese Grundrechte selbst durch Verfassungsänderung nicht aufhebbar (Art. 79 Abs. 3 GG)
Interessant für uns bzg. Recht & Gesundheit: Art. 2 & 3Art. 2: „Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung […], auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“UND Art. 3 beginnt: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“
Die öffentliche Fürsorge wird bemerkenswerterweise erst relativ spät in Art. 73 & 74 angesprochen
Das Medizinrecht im Einzelnen nochmals detailliert ausstaffiert (Arzthaftung, Regelung Privatpat., Pflegerecht usw.)
Nachdem wir also festgestellt: Staat garantiert rechtlich jedem Menschen würdevolles Leben mit körperlicher Unversehrtheit
Werden nun feststellen: dieses „Recht auf Gesundheit“ beißt sich in realpraktischer Umsetzung
Daher: an BSP‘s veranschaulichen
zB: Auftrag des Arztes:liegt ja im Heilen, im Lindern von Schmerzen UND in der Wiederherstellung verminderter oder schwindender Körperfunktionen
hat ja eigentlich den hippokratischen Eid geschworen, ist im Handeln aber ökonomischen Zwängen unterlegen
Stichwort „Kosten-Nutzen-Frage“ & bestmögl. Ressourcenverteilung:
Hierzu hat eine Untersuchung über eine Prävention koronarer Herzerkrankungen durch die Einführung der Statine (Cholesterin senkendes Medikament) ergeben, dass eine Behandlung aller therapiebedürftiger Menschen mehr als das Budget aller deutschen Universitätskliniken erfordert.
Der Anspruch auf Leben und körperliche Unversehrtheit ist auch von finanziellen Schranken..
Kirchhof fordert daher Ausdiff. der Leistungen in :- Notwendige (akute Beschwerden)- Wünschenswerte (Ausbesserung) – Hilfreiche (Pflege & Betreuung)- sowie überflüssige
Ein anderes Beispiel ist die Organtransplantation ..
Organentnahme nur bei Einwilligung des Spenders erlaubt,allein ethisch fundierte Spendenbereitschaft kann kranken Menschen helfen
Da nun aber tatsächlich nur wenige Menschen zu einer Spende bereit sind, versucht das deutsche Recht bei fehlender Willenserklärung automatisch Spendenbereitschaft vorauszusetzen
Kirchhof sieht hier das GG-garantierte Freiheitsrecht berührt, wenngleich Österreich diese Widerspruchsreglung führt (genau wie DDR) (selbst Ausländer!)
Eine andere spannende Frage ist in diesem Zus.hang dann auch: wann beginnt eigentlich das garantierte Recht auf Leben und Menschenwürde; kurz wann beginnt Leben?
Hierzu Bundesverfassungsgericht:
„Der Schutz des ungeborenen menschlichen Lebens kommt ihm seit der Nidation (Phase nach 1. Schwangerschatfswoche) zu, weil es sich bei dem ungeborenen um individuelles, bereits festgelegtes Leben handelt, das sich nicht erst zum Menschen, sondern als Mensch entwickelt“
Als letztes Beispiel des Gesundheit-Recht-Konfliktes: Streit um neue Patienten-Chipkarte
Hier beißt sich Recht auf informationelle Selbstbestimmung mit Logik der staatlichen Fürsorgepflicht
Sprich: aus Datenschutzgründen wird die Einführung des Patientenchips (und damit enormer Arbeitserleichterung sowie Kostenersparnis für alle) mind. verzögert
Was sich hinter diesen Fällen verbirgt, … (Überleitung zum Referatspartner, wessen Text momentan leider nicht verfügbar ist)
Literatur des Referats GESUNDHEIT UND RECHT:
Kirchhof (2006): Medizin zwischen Ethik, Recht und Vorbehalt des Möglichen; in: Kern/Wadle/Schroeder/Katzenmeier: Humaniora. Medizin – Recht – Geschichte; Heidelberg; S. 931-952.
Luhmann (1976): Ausdifferenzierung des Rechtssystems; in: Luhmann: Ausdifferenzierung des Rechts; Frankfurt; S. 35-52.
Handout Kopf:
Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche FakultätSommersemester 2012
Seminar: Gesundheit! Soziologische Perspektiven auf ein absonderliches System
Dozent: Dr. rer. pol. Dipl.-Verw.wiss. Philipp Männle, M.A.
Referenten: xyz, zyx
Recht, Juristik, Gesundheit, Referat, Soziologie