Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/prodtechausbv
Timestamp: 2020-01-19 05:42:36
Document Index: 202989104

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 1', '§ 6', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

ProdTechAusbV
Verordnung über die Berufsausbildung zum Produktionstechnologen/zur Produktionstechnologin
Der Ausbildungsberuf Produktionstechnologe/Produktionstechnologin wird nach § 4 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.
(2) Die Berufsausbildung zum Produktionstechnologen/zur Produktionstechnologin gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):
Betreiben von Produktionsanlagen:
Einrichten und Warten von Produktionsanlagen:
Prüfen und Inspizieren von Produktionsanlagen;
Konfigurieren von Produktionsanlagen:
Anfahren von Produktionsanlagen:
Gestalten und Sichern von Produktionsprozessen:
Organisieren von Logistikprozessen;
Information, Kommunikation und Organisation:
Betriebliche Kommunikation und Teamarbeit,
Planen der Arbeit,
Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement,
IT-Systeme und Vernetzung,
Produkt- und Prozessdatenmanagement;
Produktionstechnologien und -prozesse;
Arbeitsorganisation und Produktionssysteme.
(3) Die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach Absatz 2 sind prozessbezogen in einem der folgenden Einsatzgebiete zu vermitteln:
Produktionsmittelherstellung,
Produktionsunterstützende Dienstleistung.
Das Einsatzgebiet wird vom Ausbildungsbetrieb festgelegt. Andere Einsatzgebiete sind zulässig, wenn in ihnen die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten nach Absatz 2 vermittelt werden können.
(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Abs. 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 6 und 7 nachzuweisen.
(1) Die Abschlussprüfung besteht aus den zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2. Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschlussprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen. Dabei sollen Qualifikationen, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Abschlussprüfung waren, in Teil 2 der Abschlussprüfung nur insoweit einbezogen werden, als es für die Feststellung der Berufsbefähigung erforderlich ist.
(3) Teil 1 der Abschlussprüfung besteht aus dem Prüfungsbereich Produktionsauftrag. Hierfür bestehen folgende Vorgaben:
produktionstechnische Aufträge analysieren, technische Lösungsvarianten erarbeiten, bewerten und abstimmen, Arbeitsabläufe planen und abstimmen,
Betriebsmittel und Werkzeuge disponieren, Produktionsanlagen, insbesondere Fertigungs-, Montage- oder Handhabungseinheiten, umrüsten und ihre Sicherheit beurteilen,
Prozessparameter ermitteln, technische Abläufe strukturieren, die Produktionsanlage testen sowie
mit der Produktionsanlage produzieren, die Qualität der Produkte beurteilen und die Auftragsdurchführung dokumentieren
der Prüfling soll einen betrieblichen Auftrag durchführen und mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren sowie ein auftragsbezogenes Fachgespräch führen; das Fachgespräch wird auf der Grundlage der praxisbezogenen Unterlagen des bearbeiteten betrieblichen Auftrags geführt; unter Berücksichtigung der praxisbezogenen Unterlagen sollen durch das Fachgespräch die Anforderungen nach Nummer 1 bewertet werden; dem Prüfungsausschuss ist vor der Durchführung des Auftrags die Aufgabenstellung einschließlich des geplanten Bearbeitungszeitraums zur Genehmigung vorzulegen;
die Prüfungszeit für die Durchführung des betrieblichen Auftrags beträgt neun Stunden; für das auftragsbezogene Fachgespräch höchstens 30 Minuten.
Produktionssysteme sowie
(3) Für den Prüfungsbereich Produktionsprozesse bestehen folgende Vorgaben:
Produktionsprozesse analysieren, technische und organisatorische Schnittstellen klären, bewerten und dokumentieren,
Maßnahmen zur Prozessoptimierung erarbeiten, bewerten, abstimmen und dokumentieren sowie Änderungsdaten einpflegen,
Normen und Spezifikationen zur Produktqualität und Prozesssicherheit beachten, Gefährdungsbeurteilungen berücksichtigen sowie
Maßnahmen real oder simulativ testen, die Maschinen- und Prozessfähigkeit beurteilen und Technologie- und Prozessdaten dokumentieren
dem Prüfungsbereich sind folgende Gebiete zugrunde zu legen: Fertigungs-, Montage- oder Logistikprozesse oder Kombinationen dieser Prozesse;
der Prüfling soll einen betrieblichen Auftrag durchführen und mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren sowie darüber ein auftragsbezogenes Fachgespräch führen; das Fachgespräch wird auf der Grundlage der praxisbezogenen Unterlagen des bearbeiteten betrieblichen Auftrags geführt; unter Berücksichtigung der praxisbezogenen Unterlagen sollen durch das Fachgespräch die prozessrelevanten Qualifikationen im Bezug zur Auftragsdurchführung bewertet werden; dem Prüfungsausschuss ist vor der Durchführung des Auftrags die Aufgabenstellung einschließlich des geplanten Bearbeitungszeitraums zur Genehmigung vorzulegen;
die Prüfungszeit für die Durchführung des betrieblichen Auftrags beträgt 19 Stunden; für das auftragsbezogene Fachgespräch höchstens 30 Minuten.
(4) Für den Prüfungsbereich Produktionssysteme bestehen folgende Vorgaben:
Produktionssysteme analysieren, Prozessabläufe und Produktionsdaten auswerten und beurteilen,
Produktionstechnologien, -strukturen und -abläufe festlegen, Produktionsanlagen und Produktionsmittel auswählen, Lösungsvarianten unter technischen, qualitativen, betriebswirtschaftlichen und ökologischen Vorgaben erarbeiten, bewerten und dokumentieren, Prozessparameter festlegen sowie
die Einführung von Lösungen in die Produktion planen und entsprechende Planungsunterlagen erstellen
der Prüfling soll eine ganzheitliche Aufgabe schriftlich bearbeiten und die Ergebnisse in praxisüblicher Form dokumentieren; dabei soll das Einsatzgebiet als thematische Grundlage berücksichtigt werden;
die Prüfungszeit beträgt 240 Minuten.
der Prüfling soll fallorientierte Aufgaben schriftlich lösen;
1. Prüfungsbereich Produktionsauftrag 35 Prozent,
2. Prüfungsbereich Produktionsprozesse 30 Prozent,
3. Prüfungsbereich Produktionssysteme 25 Prozent,
in mindestens zwei Prüfungsbereichen von Teil 2 der Abschlussprüfung mit mindestens „ausreichend“ und
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der in Teil 2 der Abschlussprüfung mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche, in denen Prüfungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2 : 1 zu gewichten.
Anlage 1 (zu § 3 Abs. 1 Satz 1)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Produktionstechnologen/zur Produktionstechnologin – Sachliche Gliederung –
(Fundstelle: BGBl. I 2008, 1037 - 1043)
Ausbildungsberufsbildes Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten,
Durchführens und Kontrollierens zu vermitteln sind
1 Betreiben von Produktions-
1.1 Planen und Vorbereiten von
Produktionsaufträgen
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 1.1)
Informationen über technische und technologische Bedingungen sowie über Vorgaben der Produktionsplanung, insbesondere Stückzahlvorgaben, beschaffen
auftragsbezogene Unterlagen beschaffen und auf Vollständigkeit prüfen, Aktualität von Prozessvorschriften kontrollieren
die Bereitstellung benötigter Werkzeuge, Prüfeinrichtungen, Vorrichtungen und Arbeitsstoffe sichern
Werkzeuge, Prüfeinrichtungen und Vorrichtungen auf Einsatzfähigkeit prüfen
Produktionsanlagen entsprechend den Prozessvorschriften einstellen, Prozessparameter abrufen, eingeben und sichern, Produktionsfähigkeit herstellen
1.2 Durchführen von Produktionsaufträgen
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 1.2)
Werkstoffe und Bauteile abrufen, bereitstellen und hinsichtlich Qualität beurteilen
Produktionsanlagen beschicken und bedienen, Stückzahlvorgaben sicherstellen
Qualität der Produkte überwachen
Produkte gegen Beschädigungen schützen, transportieren und lagern
überzählige und fehlerhafte Produkte sowie Reststoffe entsprechend den betrieblichen Vorgaben leiten
Störungen im Prozess erkennen, Maßnahmen zur Fehlervermeidung einleiten, Anlagenverfügbarkeit sicherstellen
1.3 Abschließen von Produktionsaufträgen
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 1.3)
Produkte übergeben, Abnahmeprotokolle und Prüfprotokolle erstellen
Leistungen und Aufwendungen dokumentieren
IT-Systeme zur Auftragsverfolgung nutzen
2 Einrichten und Warten von
2.1 Umrüsten und Wiederinbetrieb-
nehmen von Produktionsanlagen
Anlagenteile sowie Bearbeitungsprogramme an geänderte Prozessabläufe und unterschiedliche Produkte anpassen
Änderungen und Prüfungen der Produktionsanlagen dokumentieren
2.2 Beurteilen der Sicherheit von
Sicherheitseinrichtungen auf ihre Wirksamkeit prüfen
Arbeitsmittel einschließlich elektrischer Betriebsmittel und Anlagen prüfen
wiederkehrende Prüfungen nach Vorschriften und technischen Bestimmungen sowie betriebsspezifischen Vorgaben durchführen, Prüfprotokolle anfertigen
2.3 Prüfen und Inspizieren von
Produktionsanlagen nach Vorgaben inspizieren
Bauteile und Signale an Schnittstellen prüfen, Test- und Diagnosesoftware einsetzen
Störungen feststellen und beschreiben, Fehlersuche durchführen
vorbeugende Wartung unter Berücksichtigung spezifischer Produktionsbedingungen durchführen
3 Konfigurieren von Produktionsanlagen
3.1 Ermitteln, Testen und Einstellen
von Prozessparametern
Produkte im Hinblick auf Produktionsprozesse analysieren
Produktionsverfahren, Prozessschritte, Produktionsanlagen, Werkzeuge, Spannmittel, Vorrichtungen, Arbeitsstoffe und Fertigungsparameter auswählen
Testreihen fahren, Prozessparameter anpassen, Ergebnisse dokumentieren sowie zur Erstellung und Optimierung von Prozessvorschriften nutzen
Prüfverfahren und -mittel auswählen, Messungen und Prüfungen planen, Anweisungen zur Probennahme sowie Prüfpläne erstellen
3.2 Strukturieren und Programmieren
von technischen Abläufen
technische Abläufe analysieren, strukturieren und darstellen
Steuerungsprogramme erstellen sowie eingeben, testen, ändern und optimieren
Muster und Prototypen testen
4 Anfahren von Produktionsanlagen
4.1 Aufstellen von Produktionsanlagen
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 4.1)
Aufstellung von Produktionsanlagen unterstützen, vorgegebene Aufstellungsbedingungen sicherstellen
technische Prüfungen veranlassen
4.2 Einrichten der Eingangs- und
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 4.2)
Transport- und Lagersysteme einrichten
Handhabungs- und Materialflusssysteme einrichten
Materialfluss organisieren, Materialien, Bauteile und erstellte Produkte nach logistischen und Qualitätskriterien lagern
Arbeitsstoffe für den Produktionsprozess kennzeichnen, nach logistischen, Haltbarkeits-, Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltkriterien den Vorschriften entsprechend lagern, bereitstellen und auf Einsatzfähigkeit prüfen
4.3 Erproben von Produktionsabläufen
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 4.3)
Produktionsverfahren und Prozessschritte, logistische Abläufe sowie Werkzeuge, Spannmittel, Vorrichtungen, Arbeitsstoffe und Fertigungsparameter erproben
Prozesse kontrollieren, überwachen und protokollieren, prozessbegleitende Maßnahmen der Qualitätssicherung durchführen
Prozessabläufe durch Nutzung von Eingriffsmöglichkeiten in die Prozesskette sichern
Probebetrieb unter Nenn- und Grenzbedingungen sowie Dauertests durchführen
Prozessvorschriften an die Ergebnisse der Erprobung anpassen
4.4 Übergeben oder Übernehmen
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 4.4)
in Pflichtenheften vereinbarte Referenzprozesse fahren
Fehler und Mängel dokumentieren und Maßnahmen zur Beseitigung ergreifen
Arbeits- und Wartungsanweisungen erstellen
Übernahmen dokumentieren
5 Gestalten und Sichern von
5.1 Analysieren von Produktionsprozessen
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 5.1)
Prüfergebnisse analysieren und mit Werkzeugen der statistischen Qualitätskontrolle auswerten
Produktrückläufe analysieren
Produktionsprozesse anhand von Kennziffern vergleichen und beurteilen
Bestände, Liege- und Transportzeiten, Rüstzeiten sowie ungerichtete Abläufe in Produktionslinien erfassen und analysieren
interne und externe Leistungserbringung unter terminlichen und kalkulatorischen Gesichtspunkten vergleichen
Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Produktionsanlagen feststellen, Ausfälle und Störungen von Produktionseinrichtungen analysieren
Ergebnisse von Analysen dokumentieren, Ergebnisse unter Berücksichtigung vor- und nachgelagerter Prozesse und Bereiche bewerten
5.2 Simulieren von Produktionsprozessen
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 5.2)
Produktionsprozesse hinsichtlich der Ablauffolge, Vollständigkeit und Qualität überprüfen
technische Abläufe modellhaft nachbilden oder rechnergestützt simulieren sowie Abläufe erproben, optimieren und dokumentieren
Verhalten von Werkstoffen unter Prozessbeanspruchungen überprüfen und erproben
5.3 Optimieren von Produktionsprozessen
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 5.3)
anhand von Qualitätskennzahlen und Prüfergebnissen auf Prozessfehler und auf zu verändernde Prozessabläufe und Prozessparameter schließen
Versuche zur Optimierung vorbereiten, durchführen, dokumentieren und auswerten
Vorschläge zur Verbesserung der IT-Unterstützung bereichsübergreifender Prozesse erarbeiten
Verbesserungsmaßnahmen mit Produkt- und Prozessentwicklern, mit Produktionsmittelzulieferern und dem Produktionsteam besprechen und umsetzen
Bedienpersonal über Prozessänderungen unterrichten und einweisen
bei der Erstellung von Bedienungs- und Wartungsanleitungen für Produktionsanlagen mitwirken
5.4 Organisieren von Logistikprozessen
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 5.4)
technische Funktionen der Logistikkette für erforderliche Werkstoffe, Arbeitsstoffe, Werkzeuge und Spannmittel sicherstellen
Daten der Bewegungs- und Lagerungsvorgänge erfassen, verarbeiten und ausgeben
Logistik der Entsorgung der Reststoffe und für das Recycling sicherstellen
1.1 Berufsbildung, Arbeits- und
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 1.1)
1.2 Aufbau und Organisation des
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 1.2)
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 1.3)
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 1.4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
2 Information, Kommunikation
2.1 Betriebliche Kommunikation und
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 2.1)
Informationsquellen, insbesondere Dokumentationen, Handbücher, Fachberichte und Firmenunterlagen, in deutscher und englischer Sprache recherchieren, Datenbankabfragen durchführen, Informationen auswerten
Informationen bewerten, Sachverhalte darstellen, Grafiken erstellen
Aufgaben im Team planen und abstimmen, Entscheidungen im Team erarbeiten, Konflikte im Team lösen, kulturelle Identitäten berücksichtigen
Teambesprechungen organisieren und moderieren, Daten und Sachverhalte sowie Lösungsvarianten visualisieren und präsentieren, Gesprächsergebnisse dokumentieren, deutsche und englische Fachbegriffe anwenden
2.2 Erstellen und Anwenden von
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 2.2)
Betriebs- und Gebrauchsanleitungen, Montage- und Wartungspläne, Zeichnungen, Fließbilder und Schaltungsunterlagen in deutscher und englischer Sprache anwenden
technische Zeichnungen und Schaltungsunterlagen auswerten und anwenden
technische Skizzen und Zeichnungen erstellen
Datensätze handhaben und anpassen
Daten IT-gestützt auswerten und visualisieren
2.3 Kundenorientierte Kommunikation
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 2.3)
Kommunikation mit vor- und nachgelagerten Bereichen und externen Partnern sicherstellen
Übergabeprozesse abstimmen
2.4 Planen der Arbeit
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 2.4)
Auftragsunterlagen sowie technische Durchführbarkeit von Aufträgen prüfen und mit den betrieblichen Möglichkeiten abstimmen
Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung des betrieblichen Gesamtzusammenhangs planen, Arbeitsschritte festlegen und erforderliche Abwicklungszeiten einschätzen
erforderliche Materialien, Verschleißteile, Werkzeuge sowie Betriebsmittel für den Arbeitsablauf feststellen, auswählen und bereitstellen
Ist-Zustand ermitteln und analysieren, Ursachen-Wirkungszusammenhänge ermitteln,
Lösungsvarianten entwickeln und bewerten, Lösungen erproben und optimieren
Lösung implementieren und organisatorisch absichern
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 2.5)
Produktionsaufgaben analysieren
Abläufe strukturieren und Arbeitspläne erstellen
Arbeitspakete unter Beachtung rechtlicher, wirtschaftlicher und terminlicher Vorgaben definieren
Netzpläne lesen und erstellen, Meilensteine festlegen, Prioritäten setzen
IT-Systeme zum Projektmanagement anwenden
3 Produktionsmanagement
3.1 Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 3.1)
betriebliches Qualitätsmanagementsystem anwenden
betriebliches Umweltmanagementsystem anwenden
Arbeitssicherheitsvorschriften und ergonomische Vorgaben bei der Gestaltung von Arbeitsprozessen beachten
3.2 IT-Systeme und Vernetzung
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 3.2)
Standard-, Hilfs- und Testprogramme installieren, konfigurieren und nutzen
Daten und Dokumente pflegen, schützen, sichern und archivieren, Vorschriften zum Datenschutz anwenden
bei der Einbindung von Produktionsanlagen in IT-Netzwerke mitwirken
3.3 Produkt- und Prozessdatenmanagement
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 3.3)
datenbankgestützte Produktdaten zur Prozessoptimierung nutzen
Konfigurationsmanagement und Änderungsmanagement nutzen und pflegen, Kundenapplikationen berücksichtigen
Produkt- und Prozessdaten nutzen und pflegen
technische Dokumentationen abrufen und einstellen
4 Produktionstechnologien und
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 4)
Fertigungsverfahren hinsichtlich der zu erzielenden Qualität der Teilebeschaffenheit, insbesondere Werkstoffeigenschaften, Maß-, Form- und Oberflächengenauigkeit, sowie hinsichtlich der Flexibilität, Mengenausbringung, Kosten und Ressourcenschonung beurteilen
Werkstoffverhalten beurteilen, insbesondere bezüglich der Produktionsverfahren und der geforderten Qualität
Produktionsmaschinen beurteilen, insbesondere hinsichtlich Funktion, Aufbau, Antrieb, Kinematik und Steuerung sowie hinsichtlich Flexibilität, Mengenausbringung und Kosten
Roboter oder andere Handhabungssysteme beurteilen, insbesondere hinsichtlich Einsatzmöglichkeiten, Aufbau, Kinematik und Steuerung
Werkzeuge beurteilen, insbesondere hinsichtlich Werkstoff, Geometrie, Komposition, Standzeiten, Kühlung und Schmierung sowie Kosten
Spannmittel beurteilen, insbesondere hinsichtlich Werkstoffeigenschaften und Form der Werkstücke, Belastung durch die Bearbeitung sowie Flexibilität des Einsatzes
Montageverfahren beurteilen, insbesondere hinsichtlich Anzahl der zu fügenden Teile, Mengen, Kosten, Flexibilität und Qualität
Werkstoffe hinsichtlich ihrer Handhabbarkeit beurteilen, insbesondere Lagerfähigkeit, Oberflächenschutz und Korrosion
5 Arbeitsorganisation und
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 5)
Produktionsorganisationstypen, insbesondere Werkstatt- und Fließfertigung, Lager- und Auftragsproduktion, identifizieren
Produktionstypen, insbesondere Einzel-, Serien- und Massenproduktion, identifizieren
zentrale und dezentrale sowie vorbeugende und ereignisgesteuerte Instandhaltung in Produktionsanlagen unterscheiden
Qualifikationsdefizite feststellen, Qualifizierungsdefizite nutzen sowie unterschiedliche Lerntechniken anwenden
Arbeitsorganisationsformen, insbesondere Einzelarbeit und Gruppenarbeit, prozessorientierte und funktionsorientierte Organisationen, Projektorganisation, unterscheiden und zuordnen
Methoden und Verfahren der Programmplanung, Produktionsplanung, Materialsteuerung und Fertigungssteuerung anwenden
Anlage 2 (zu § 3 Abs. 1 Satz 2)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Produktionstechnologen/zur Produktionstechnologin – Zeitliche Gliederung –
(Fundstelle: BGBl. I 2008, 1044 - 1051 (2009, 3850))
Durchführens und Kontrollierens zu vermitteln sind Zeitrahmen
Ausbildungszeit zu vermitteln
(Zeitrahmen 1: Betreiben von Produktionsanlagen)
1 Planen und Vorbereiten
von Produktionsaufträgen
2 Durchführen von Produktionsaufträgen
3 Abschließen von Produktionsaufträgen
4 Betriebliche Kommunikation
5 Erstellen und Anwenden
von technischen Unterlagen
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 2.2) Betriebs- und Gebrauchsanleitungen, Montage- und Wartungspläne, Zeichnungen, Fließbilder und Schaltungsunterlagen in deutscher und englischer Sprache anwenden
6 Qualitäts-, Umwelt- und
(Zeitrahmen 2: Einrichten und Warten von Produktionsanlagen)
1 Umrüsten und Wiederinbetriebnehmen von
2 Beurteilen der Sicherheit von Produktionsanlagen
3 Prüfen und Inspizieren
6 Planen der Arbeit
Ist-Zustand ermitteln und analysieren, Ursachen- Wirkungszusammenhänge ermitteln
7 Qualitäts-, Umwelt- und
8 IT-Systeme und Vernetzung
(Zeitrahmen 3: Konfigurieren von Produktionsanlagen)
1 Ermitteln, Testen und
Einstellen von Prozessparametern
2 Strukturieren und
3 Betriebliche Kommunikation
4 Erstellen und Anwenden
5 Produkt- und Prozessdatenmanagement
(Zeitrahmen 4: Anfahren von Produktionsanlagen)
1 Aufstellen von Produktionsanlagen
2 Einrichten der Eingangs- und Ausgangslogistik
3 Erproben von Produktionsabläufen
4 Übergeben oder Übernehmen von Produktionsanlagen
5 Kundenorientierte
7 Produktionstechnologien und -prozesse
(Zeitrahmen 5: Gestalten und Sichern von Produktionsprozessen)
1 Analysieren von Produktionsprozessen
2 Simulieren von Produktionsprozessen
3 Optimieren von Produktionsprozessen
4 Organisieren von Logistikprozessen
5 Qualitäts-, Umwelt- und
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 3.1) bei Gefährdungsbeurteilungen mitwirken sowie Vorschläge zur Verbesserung der Arbeitssicherheit erarbeiten
6 Produktionstechnologien und -prozesse
Montageverfahren hinsichtlich Anzahl der zu fügenden Teile, Mengen, Kosten, Flexibilität und Qualität beurteilen
Werkstoffe hinsichtlich ihrer Handhabbarkeit, insbesondere Lagerfähigkeit, Oberflächenschutz und Korrosion, beurteilen
7 Arbeitsorganisation und Produktionssysteme
2008, 1034 (2009 I 3850): BGBl I