Source: http://m.hensche.de/Einvernehmlicher_Austritt_aus_dem_Arbeitgeberverband_kann_in_der_Satzung_vorgesehene_Kuendigungsfristen_verkuerzen_BAG_4AZR457-09-u.html
Timestamp: 2018-06-25 05:56:23
Document Index: 137207892

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 74', '§ 419', '§ 308', '§ 308', '§ 551', 'BGH', '§ 3', '§ 4', '§ 308', 'BGH', '§ 551', '§ 5', '§ 3', '§ 3', '§ 5', '§ 26', '§ 156', '§ 5', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 5', '§ 39', '§ 26', '§ 11', '§ 145', '§ 150', 'Art. 9', '§ 3', '§ 3', '§ 3', 'Art. 9', '§ 134', '§ 4', '§ 1', '§ 559', '§ 97']

Schlag­worte: Arbeitgeberverband
Akten­zeichen: 4 AZR 457/09
Ent­scheid­ungs­datum: 18.05.2011
Vor­ins­tan­zen: Arbeitsgericht Solingen, Urteil vom 6.05.2008, 1 Ca 1681/07
hat der Vier­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf­grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 18. Mai 2011 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Prof. Be­p­ler, den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Dr. Tre­ber, die
Rich­te­rin am Bun­des­ar­beits­ge­richt Dr. Win­ter so­wie den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Pie­per und die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin Plautz für Recht er­kannt:
1. Die Re­vi­si­on der Kläge­rin ge­gen das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Düssel­dorf vom 17. März 2009 - 17 Sa 848/08 - wird zurück­ge­wie­sen.
Die Par­tei­en strei­ten über Zah­lungs­ansprüche der Kläge­rin und in die
sem Zu­sam­men­hang über die Gel­tung ei­nes ta­rif­ver­trag­li­chen Ent­gelt-ab­kom­mens für das zwi­schen ih­nen be­ste­hen­de Ar­beits­verhält­nis.
Die Kläge­rin, Mit­glied der IG Me­tall, ist bei der Be­klag­ten als Ma­schi-
nen­ar­bei­te­rin beschäftigt. Die Be­klag­te, ein in So­lin­gen ansässi­ges Un­ter­neh­men der me­tall­ver­ar­bei­ten­den In­dus­trie, war zunächst Mit­glied im für die Ei­sen-, Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie zuständi­gen Ar­beit­ge­ber­ver­band So­lin­gen e.V. (nach­fol­gend: AGV), ei­nem ta­rif­sch­ließen­den Mit­glieds­ver­band der Ver­ei­ni­gung Ber­gi­scher Un­ter­neh­mer­verbände e.V. - VBU (nach­fol­gend: VBU). Zu Be­ginn des Mo­nats März 2007 be­an­trag­te sie beim AGV die ein­ver­nehm­li­che Be­en­di­gung ih­rer Mit­glied­schaft zum 30. April 2007. Mit Schrei­ben vom 23. April 2007 teil­te der Vor­stand des Ver­ban­des ihr ua. mit:
„... der Vor­stand un­se­res Ver­ban­des hat Ih­rem An­trag auf ein­ver­nehm­li­ches Aus­schei­den zum 30.04.2007 zu­ge­stimmt. Vor­aus­set­zung ist al­ler­dings, dass Sie mit Wir­kung zum 01.05.2007 ei­nem Ar­beit­ge­ber­ver­band oh­ne Ta­rif­bin­dung bei­tre­ten, der eben­falls Mit­glied der Ver­ei­ni­gung Ber­gi­scher Un­ter­neh­mer­verbände ist.
Wir dürfen Sie da­her höflich bit­ten, die bei­gefügte Bei­tritts­erklärung zur Un­ter­neh­mer­schaft Rhein-Wup­per e.V. in Le­ver­ku­sen aus­gefüllt an uns zurück­zu­sen­den. Wir wer­den für ei­ne Wei­ter­lei­tung an den Ver­band in Le­ver-
ku­sen Sor­ge tra­gen.
Ih­re Mit­glied­schaft en­det dann im Ar­beit­ge­ber­ver­band So­lin­gen mit Ab­lauf des 30.04.2007. ...“
Un­ter dem Da­tum des 24. April 2007 gab die Be­klag­te mit ei­nem dem
AGV über­sand­ten Schrei­ben ei­ne Bei­tritts­erklärung zur Un­ter­neh­mer­schaft Rhein-Wup­per e.V., ei­nem Ver­band oh­ne Ta­rif­bin­dung, der wie der AGV der VBU an­gehört, zum 1. Mai 2007 ab.
Am 8. Mai 2007 wur­de ein ta­rif­li­ches Ent­gel­tab­kom­men für die Me­tall-
und Elek­tro­in­dus­trie Nord­rhein-West­fa­len ge­schlos­sen, wo­nach die mo­nat­li­chen Ent­gel­te ab dem 1. Mai 2007 stei­gen und ei­ne Ein­mal­zah­lung vor­ge­se­hen ist. Mit Schrei­ben vom 10. Ju­li 2007 mach­te die Kläge­rin die Ein­mal­zah­lung so­wie die sich aus der Ent­gel­terhöhung er­ge­ben­de Dif­fe­renz für den Mo­nat Mai 2007 ge­genüber der Be­klag­ten gel­tend. Die Be­klag­te lehn­te dies un­ter Hin­weis auf ih­re am 30. April 2007 be­en­de­te Mit­glied­schaft im AGV ab.
Mit der beim Ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­ge­nen und später um die Ent­gelt-
dif­fe­renz­ansprüche für die Mo­na­te Ju­ni bis ein­sch­ließlich Au­gust 2007 er­wei­ter­ten Kla­ge ver­langt die Kläge­rin die sich aus dem Ent­gel­tab­kom­men er­ge­ben­den Dif­fe­renz­ansprüche. Die Be­klag­te ha­be auf­grund der in der Sat­zung des AGV vor­ge­se­he­nen sechs­mo­na­ti­gen Kündi­gungs­frist ih­re Mit­glied­schaft nicht zum 30. April 2007 be­en­den können. Die Möglich­kei­ten der Be­en­di­gung der Mit­glied­schaft sei­en in § 5 der Sat­zung des AGV ab­sch­ließend ge­re­gelt und sähen ei­ne ein­ver­nehm­li­che Auf­he­bung der Mit­glied­schaft nicht vor. Darüber hin­aus feh­le dem Vor­stand für sol­che Ver­ein­ba­run­gen die sat­zungs­recht­li­che Kom­pe­tenz.
die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, an sie 721,20 Eu­ro brut­to nebst Zin­sen in Höhe von fünf Pro­zent­punk­ten über dem je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz aus 480,30 Eu­ro ab dem 31. Ju­li 2007 und aus 240,90 Eu­ro ab dem 15. April 2008 zu zah­len.
Die Be­klag­te hat be­an­tragt, die Kla­ge ab­zu­wei­sen. Sie ha­be ih­re Mit-
glied­schaft mit Ab­lauf des 30. April 2007 und da­mit vor dem Ta­rif­ab­schluss wirk­sam be­en­det. Es sei zwi­schen ei­nem Aus­tritt und der ein­ver­nehm­li­chen Be­en­di­gung der Mit­glied­schaft zu un­ter­schei­den.
ar­beits­ge­richt zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­on ver­folgt die Kläge­rin ihr Be­geh­ren wei­ter. Die Be­klag­te be­an­tragt, die Re­vi­si­on zurück­zu­wei­sen.
Die zulässi­ge Re­vi­si­on ist un­be­gründet. Die Vor­in­stan­zen ha­be die Kla-
ge zu Recht ab­ge­wie­sen.
I. Die Re­vi­si­on ist zulässig. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Be­klag­ten ist
die Re­vi­si­on nicht als un­zulässig zu ver­wer­fen. Die Kläge­rin hat die Frist zur Ein­le­gung der Re­vi­si­on nach § 74 Abs. 1 Satz 1 ArbGG ge­wahrt. Das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts wur­de dem Pro­zess­be­vollmäch­tig­ten der Kläge­rin aus­weis­lich des Emp­fangs­be­kennt­nis­ses am 2. Ju­ni 2009 zu­ge­stellt. Die Re­vi­si­on ging in­ner­halb der Frist von ei­nem Mo­nat am 2. Ju­li 2009 beim Bun­des­ar­beits­ge­richt ein. An­halts­punk­te dafür, die vor­lie­gend die Be­weis­kraft des Emp­fangs­be­kennt­nis­ses nach § 419 ZPO min­dern könn­ten (vgl. BAG 29. April 2004 - 1 ABR 30/02 - zu B I 2 a der Gründe, BA­GE 110, 252) sind we­der vor­ge­tra­gen noch er­sicht­lich. Die Be­weis­kraft des Emp­fangs­be­kennt­nis­ses wird nicht al­lein durch den Um­stand ge­min­dert, dass der Be­klag­ten das Be­ru­fungs­ur­teil be­reits am 20. April 2009 zu­ge­stellt wur­de.
II. Die Re­vi­si­on ist in der Sa­che oh­ne Er­folg. Das Zah­lungs­be­geh­ren der
Kläge­rin ist un­be­gründet.
1. Das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts ist al­ler­dings in­so­weit rechts-
feh­ler­haft und auf­grund ei­nes von Amts we­gen zu be­ach­ten­den Ver­s­toßes ge­gen § 308 Abs. 1 Satz 1 ZPO zu kor­ri­gie­ren, als es ei­nen An­spruch der
Kläge­rin auf­grund in­di­vi­du­al­ver­trag­li­cher Be­zug­nah­me der maßge­ben­den ta­rif­li­chen Vor­schrif­ten ab­ge­lehnt hat.
a) Der An­trags­grund­satz nach § 308 Abs. 1 Satz 1 ZPO ist nicht nur dann
ver­letzt, wenn ei­ner Par­tei et­was zu­ge­spro­chen wird, oh­ne dass sie dies be­an­tragt hat, son­dern auch dann, wenn ihr ein An­spruch ab­er­kannt wird, den sie nicht zur Ent­schei­dung ge­stellt hat (BAG 24. Fe­bru­ar 2010 - 4 AZR 657/08 - Rn. 28 mwN, AP ZPO § 551 Nr. 68; 16. De­zem­ber 1970 - 4 AZR 98/70 - BA­GE 23, 146; BGH 29. No­vem­ber 1990 - I ZR 45/89 - zu I 2 a der Gründe mwN, NJW 1991, 1683).
b) Die Kläge­rin hat, wie die Aus­le­gung ih­res Kla­ge­an­tra­ges er­gibt, kei­nen
An­spruch auf Zah­lung auf­grund ei­ner ver­trag­li­chen In­be­zug­nah­me der ta­rif­li­chen Vor­schrif­ten er­ho­ben. Auf die­sen Le­bens­sach­ver­halt, der ei­nen an­de­ren Streit­ge­gen­stand dar­stellt, hat sie ihr Be­geh­ren nicht gestützt.
aa) Der Streit­ge­gen­stand wird be­stimmt durch den Kla­ge­an­trag, in dem
sich die von der Kläge­rin in An­spruch ge­nom­me­ne Rechts­fol­ge kon­kre­ti­siert, und durch den zu­gehöri­gen Le­bens­sach­ver­halt, aus dem die Kläge­rin die be­gehr­te Rechts­fol­ge her­lei­tet. Der Le­bens­sach­ver­halt um­fasst das gan­ze, dem Kla­ge­an­trag zu­grun­de lie­gen­de tatsächli­che Ge­sche­hen, das bei natürli­cher, vom Stand­punkt der Par­tei­en aus­ge­hen­der Be­trach­tungs­wei­se zu dem durch den Vor­trag der Kläge­rin zur Ent­schei­dung ge­stell­ten Tat­sa­chen­kom­plex gehört oder gehört hätte. Ei­ne ver­ein­bar­te ar­beits­ver­trag­li­che dy­na­mi­sche Be­zug­nah­me auf ei­nen Ta­rif­ver­trag ei­ner­seits und des­sen nor­ma­ti­ve Gel­tung kraft un­mit­tel­ba­rer Ta­rif­ge­bun­den­heit an­de­rer­seits sind un­ter­schied­li­che Le­bens­sach­ver­hal­te und da­mit ver­schie­de­ne Streit­ge­genstände (BAG 27. Ja­nu­ar 2010 - 4 AZR 549/08 (A) - Rn. 103 mwN, AP TVG § 3 Nr. 46 = EzA TVG § 4 Ta­rif­kon­kur­renz Nr. 23).
bb) Die Kläge­rin hat ihr Be­geh­ren stets mit der un­mit­tel­ba­ren und zwin­gen-
den Wir­kung der ta­rif­li­chen Nor­men des Ent­gel­tab­kom­mens auf­grund bei­der­sei­ti­ger Ta­rif­ge­bun­den­heit der Par­tei­en be­gründet. Ein an­de­res er­gibt sich nicht aus dem Um­stand, dass das Ar­beits­ge­richt der Kläge­rin auf­ge­ge­ben hat­te, den
Ar­beits­ver­trag vor­zu­le­gen und die­se dar­auf­hin vor­ge­tra­gen hat, ein sol­cher exis­tie­re nicht. Hier­aus kann eben­so we­nig wie aus dem Um­stand, dass die Be­klag­te ei­nen An­spruch aus ei­ner in­di­vi­du­al­ver­trag­li­chen Be­zug­nah­me be­strit­ten hat, ge­fol­gert wer­den, die Kläge­rin wol­le ihr Be­geh­ren auf ei­nen wei­te­ren Streit­ge­gen­stand stützen.
c) In­dem das Lan­des­ar­beits­ge­richt ei­nen An­spruch auf­grund ei­ner In­be-
zug­nah­me ab­lehn­te, hat es ge­gen § 308 Abs. 1 Satz 1 ZPO ver­s­toßen. Das kla­ge­ab­wei­sen­de Ur­teil ist in­so­weit zu be­rich­ti­gen, um ei­ne sonst ein­tre­ten­de Rechts­kraft (da­zu BGH 28. Mai 1998 - I ZR 275/95 - zu II 2 a der Gründe, NJW 1999, 287) zu ver­hin­dern, oh­ne dass es in­so­weit ei­nes förm­li­chen Ent­schei­dungs­aus­spruchs be­darf (BAG 24. Fe­bru­ar 2010 - 4 AZR 657/08 - Rn. 29 mwN, AP ZPO § 551 Nr. 68).
2. Die Kla­ge ist gleich­wohl un­be­gründet. Die Be­klag­te ist nicht an das
Ent­gel­tab­kom­men ta­rif­recht­lich ge­bun­den.
a) Die Be­klag­te hat ih­re Mit­glied­schaft im AGV vor Ab­schluss des Ent­gelt-
ab­kom­mens wirk­sam durch ei­ne Ver­ein­ba­rung mit dem Ver­band be­en­det. Da­von ist das Lan­des­ar­beits­ge­richt zu­tref­fend aus­ge­gan­gen.
aa) Die Be­klag­te konn­te ih­re Mit­glied­schaft in dem AGV durch ein­ver­nehm-
li­che Auflösungs­ver­ein­ba­rung be­en­den. An­ders als bei ei­nem Aus­tritt durch Kündi­gung, der nach § 5 Abs. 1 Buchst. a der Sat­zung des AGV nur un­ter Wah­rung ei­ner sechs­mo­na­ti­gen Frist zum En­de des Ka­len­der­jah­res er­fol­gen kann, ist für die zwei­sei­ti­ge Be­en­di­gungs­ver­ein­ba­rung ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Kläge­rin ei­ne Frist nicht ein­zu­hal­ten (vgl. ausf. BAG 4. Ju­ni 2008 - 4 AZR 419/07 - Rn. 46 mwN, BA­GE 127, 27; 20. Fe­bru­ar 2008 - 4 AZR 64/07 - BA­GE 126, 75; 20. Mai 2009 - 4 AZR 179/08 - Rn. 30, AP TVG § 3 Ver­bands­zu­gehörig­keit Nr. 27 = EzA TVG § 3 Nr. 31).
bb) Ein an­de­res er­gibt sich ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Kläge­rin auch
nicht aus der Sat­zung des AGV. Aus der Fest­le­gung ein­zel­ner ein­sei­ti­ger Be­en­di­gungs­tat­bestände in § 5 der Sat­zung des AGV folgt nicht, dass die­se
ei­ne ein­ver­nehm­li­che Auf­he­bungs­ver­ein­ba­rung zwi­schen dem Mit­glied und dem hierfür nach § 26 Abs. 2 BGB zuständi­gen Vor­stand - we­der ins­ge­samt noch oh­ne Ein­hal­tung ei­ner der Kündi­gungs­frist ent­spre­chen­den Auflösungs­frist - un­ter­sagt. Das er­gibt die Aus­le­gung der Sat­zung, die den Re­geln über die Aus­le­gung von Nor­men folgt. Sie hat zunächst vom Wort­laut aus­zu­ge­hen und sich dann an dem sys­te­ma­ti­schen Zu­sam­men­hang, der Ent­ste­hungs­ge­schich­te und dem Norm­zweck, so­weit er in der Norm er­kenn­ba­ren Aus­druck ge­fun­den hat, aus­zu­rich­ten (BAG 4. Ju­ni 2008 - 4 AZR 419/07 - Rn. 49 mwN, BA­GE 127, 27).
(1) In der Sat­zung des AGV (idF vom 4. April 2001) heißt es ua.:
1. Die Mit­glied­schaft en­det durch:
a) Kündi­gung
Ein Mit­glied kann mit sechs­mo­na­ti­ger Frist zum En­de ei­nes je­den Ka­len­der­jah­res kündi­gen.
Wenn ein Un­ter­neh­men auf­gelöst wird, en­det die Mit­glied­schaft mit Be­en­di­gung der Li­qui­da­ti­on.
c) In­sol­venz, un­abhängig von der Ein­stel­lung der Be­triebstätig­keit
wenn nach Eröff­nung des In­sol­venz­ver­fah­rens die Gläubi­ger­ver­samm­lung im Be­richts­ter­min gemäß §§ 156, 157 In­sol­venz­ord­nung nicht die Fortführung des Un­ter­neh­mens be­sch­ließt so­wie bei Ab­leh­nung der Eröff­nung oder Ein­stel­lung des In-sol­venz­ver­fah­rens man­gels Mas­se.
d) Aus­schluß
Ein Mit­glied kann durch Be­schluß des Vor­stands­ra­tes aus­ge­schlos­sen wer­den:
- Aus wich­ti­gem Grund, z. B. wenn es die Sat­zung grob ver­letzt oder die Ver­bands­zwe­cke schädigt,
- wenn es trotz drei­ma­li­ger Mah­nung die Ver­bands­beiträge nicht zahlt.
Vor­stands­rat
4. Der Vor­stands­rat hat fol­gen­de Auf­ga­ben: ...
h) über ei­ne vom Vor­stand ver­wei­ger­te Mit­glieds­auf­nah­me zu ent­schei­den
i) über den Aus­schluß ei­nes Mit­glie­des erst­in­stanz-lich zu be­sch­ließen.
3. Der Vor­stand hat fol­gen­de Auf­ga­ben:
a) Lei­tung des AGV So­lin­gen
b) Über­wa­chung der lau­fen­den Ver­bands­geschäfte
c) Ver­wal­tung des Ver­bands­vermögens
d) Er­rich­tung ei­ner Geschäfts­stel­le
e) Ein­stel­lung und Ent­las­sung des Geschäftsführers
f) Vor­la­ge des Buch­prüfungs­be­rich­tes an den Vor­stands­rat
g) Ent­schei­dung über die Auf­nah­me ei­nes Mit­glie­des.“
(2) Da­nach steht die Sat­zung der Möglich­keit ei­ner Be­en­di­gung der Mit-
glied­schaft durch ein­ver­nehm­li­che Ver­ein­ba­rung zwi­schen dem Ver­band und ei­nem Mit­glied nicht - auch nicht mit so­for­ti­ger Wir­kung - ent­ge­gen. Die grundsätz­li­che Zulässig­keit ei­ner sol­chen Ver­ein­ba­rung folgt be­reits aus dem Grund­satz der Ver­trags­frei­heit (s. nur Oet­ker ZfA 1998, 41, 46 f. mwN).
Ein an­de­res, al­so die Be­schränkung ei­ner sol­chen ein­ver­nehm­li­chen
Be­en­di­gungsmöglich­keit, er­gibt sich nicht aus § 5 der Sat­zung. Die Sat­zung re­gelt in die­ser Be­stim­mung ent­ge­gen der in­halt­lich wei­ter­ge­hen­den Über­schrift nicht ab­sch­ließend al­le Möglich­kei­ten der Be­en­di­gung der Mit­glied­schaft, son­dern er­sicht­lich nur die­je­ni­gen Fall­ge­stal­tun­gen, die oh­ne Wil­lensübe­r­ein­kunft zwi­schen Mit­glied und AGV die Be­en­di­gung der Mit­glied­schaft her­bei-
führen sol­len (vgl. auch Oet­ker ZfA 1998, 41, 49 f.). Die Re­ge­lung über ei­ne ein­sei­ti­ge Kündi­gungsmöglich­keit des Mit­glieds un­ter Wah­rung ei­ner Kündi­gungs­frist dient er­kenn­bar dem Schutz des Ver­ban­des und sei­ner - ver­blei­ben­den - Mit­glie­der vor ei­nem kurz­fris­ti­gen Ver­lust von Mit­glie­dern und Mit­glied­schafts­beiträgen durch ein­sei­ti­ge Aus­trit­te. Eben­falls dem Schutz des Ver­ban­des die­nen die wei­te­ren ge­nann­ten Be­en­di­gungs­tat­bestände. Ei­ne an­de­re In­ter­es­sen­la­ge be­steht bei der grundsätz­lich von der Ver­bands­au­to­no­mie er­fass­ten Möglich­keit ei­ner ein­ver­nehm­li­chen Be­en­di­gung der Mit­glied­schaft, die auch im In­ter­es­se des Ver­ban­des und der ver­blei­ben­den Mit­glie­der lie­gen kann. Die Be­stands­in­ter­es­sen der Ko­ali­ti­on sind da­durch ge­wahrt, dass sie an die­ser Form der Be­en­di­gung not­wen­di­ger­wei­se mit­wir­ken muss (Däu-bler/Lo­renz TVG 2. Aufl. § 3 Rn. 52).
Oh­ne wei­te­re be­son­de­re An­halts­punk­te in der Sat­zung kann nicht da-
von aus­ge­gan­gen wer­den, ei­ne ein­ver­nehm­li­che Auf­he­bungs­ver­ein­ba­rung sol­le un­ter­sagt oder nur un­ter Ein­hal­tung ei­ner Frist möglich sein (s. nur Krau­se GS Za­chert S. 605, 610 mwN; Oet­ker ZfA 1998, 41, 50; wei­ter­hin ErfK/Fran­zen 11. Aufl. § 3 TVG Rn. 11; Löwisch/Rieb­le TVG 2. Aufl. § 3 Rn. 59; Wie­de-mann/Oet­ker TVG 7. Aufl. § 3 Rn. 55; aA - Be­schränkung auf die in der Sat­zung aus­drück­lich be­nann­ten Be­en­di­gungsmöglich­kei­ten - Plan­der NZA 2005, 897; Pe­ter FS Däubler S. 479, 485 f.). Da­her kann die Sat­zung ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Re­vi­si­on nicht da­hin aus­ge­legt wer­den, die Mit­glied­schaft könne nur durch die in § 5 aus­drück­lich ge­re­gel­ten Tat­bestände be­en­det wer­den. Es ver­bleibt dann bei dem all­ge­mei­nen Grund­satz, dass die Par­tei­en ei­nes Rechts­verhält­nis­ses die­ses je­den­falls mit Wir­kung für die Zu­kunft grundsätz­lich durch ei­ne bei­der­sei­ti­ge Ver­ein­ba­rung auch wie­der auf­he­ben können.
cc) Aus den von der Kläge­rin an­geführ­ten Ent­schei­dun­gen des Reichs-
ge­richts folgt ent­ge­gen ih­rer Auf­fas­sung kein an­de­res Er­geb­nis. Bei­de Ent­schei­dun­gen sind vor­lie­gend nicht ein­schlägig.
(1) Das Ur­teil des Reichs­ge­richts vom 5. Mai 1924 (- IV 467/23 - RGZ 108,
160) han­delt von der Ver­ein­bar­keit ei­ner Sat­zungs­be­stim­mung mit § 39 Abs. 2 BGB, die den an sich mögli­chen „frei­wil­li­gen Aus­tritt“ un­ter­sagt, so­lan­ge ge­gen
das be­tref­fen­de Mit­glied „sei­tens des Ver­ein­seh­ren­ge­richts ein Ver­fah­ren anhängig ge­macht ist“. Das Reichs­ge­richt be­fasst sich we­der mit der vor­lie­gen­den Fra­ge­stel­lung noch können aus dem Ur­teil Schluss­fol­ge­run­gen für sie ge­zo­gen wer­den.
(2) Glei­ches gilt für das wei­te­re Ur­teil vom 5. No­vem­ber 1928 (- IV 16/28 -
RGZ 122, 266), wel­ches die Zulässig­keit ei­nes Ver­eins­be­schlus­ses nach ei­nem er­folg­ten Aus­tritt zum Ge­gen­stand hat, das Mit­glied wäre aus­ge­schlos­sen wor­den, wenn es nicht schon aus­ge­tre­ten wäre.
dd) Das Lan­des­ar­beits­ge­richt ist ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Kläge­rin
zu­tref­fend von ei­ner Zuständig­keit des Vor­stan­des nach § 26 Abs. 2 BGB aus­ge­gan­gen, weil sich aus der Sat­zung des AGV kei­ne Be­schränkun­gen der rechts­geschäft­li­chen Ver­tre­tungs­macht des Vor­stan­des er­ge­ben und ihm nach § 11 Abs. 3 Buchst. a der Sat­zung des AGV die Lei­tung des Ver­ban­des ob­liegt. Dies wird auch von der Re­vi­si­on nicht mehr gerügt.
ee) Ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Kläge­rin ist die Auf­he­bungs­ver­ein­ba­rung
auch wirk­sam zu­stan­de ge­kom­men. Das hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt auch zu­tref­fend dar­ge­legt. Sei­ne Ausführun­gen wer­den von der Re­vi­si­on nicht an­ge­grif­fen. Da­bei kann es mit dem Lan­des­ar­beits­ge­richt da­hin­ste­hen, ob die Be­klag­te in ih­rem Schrei­ben aus dem Mo­nat März 2007, wel­ches zu­gleich ei­nen An­trag iSd. § 145 BGB auf ein­ver­nehm­li­che Be­en­di­gung der Mit­glied­schaft zum ge­nann­ten Zeit­punkt enthält, oder auf­grund vor­an­ge­gan­ge­ner Gespräche mit dem Vor­stand zum Aus­druck ge­bracht hat­te, ihr Aus­schei­den aus dem AGV sei auf mit der Be­gründung ei­ner neu­en, sich zeit­lich un­mit­tel­bar an­sch­ließen­den Mit­glied­schaft in ei­nem Ver­band oh­ne Ta­rif­bin­dung un­ter dem Dach des VBU ver­bun­den. Soll­te dies nicht der Fall ge­we­sen sein, stellt sich das Schrei­ben des AGV vom 23. April 2007 je­den­falls nach § 150 Abs. 2 BGB als Ab­leh­nung des ursprüng­li­chen An­tra­ges ver­bun­den mit ei­nem neu­en auf Auf­he­bung der Mit­glied­schaft im AGV zu den im Schrei­ben ge­nann­ten Be­din­gun­gen dar, wel­ches die Be­klag­te durch Über­sen­dung der Bei­tritts­erklärung zur Un­ter­neh­mer­schaft Rhein-Wup­per e. V. vom 24. April 2007 an den AGV wirk­sam an­ge­nom­men hat.
b) Die Be­klag­te ist auch nicht des­halb an das Ent­gel­tab­kom­men ge-
bun­den, weil die Be­en­di­gung ih­rer Mit­glied­schaft im AGV trotz grundsätz­li­cher Zulässig­keit und sich dar­aus er­ge­ben­der ver­eins­recht­li­cher Wirk­sam­keit ta­rif­recht­lich nach Art. 9 Abs. 3 Satz 2 GG als ei­ne die Funk­ti­onsfähig­keit der Ta­rif­au­to­no­mie be­ein­träch­ti­gen­de Ab­re­de un­wirk­sam ist. Das kann der Fall sein, wenn der Wech­sel nach Be­ginn der Ta­rif­ver­hand­lun­gen, aber vor Un­ter­zeich­nung des Ta­rif­ver­tra­ges er­folg­te und für die an der Ver­hand­lung be­tei­lig­te Ge­werk­schaft vor dem endgülti­gen Ta­rif­ab­schluss nicht er­kenn­bar war. Un­ter die­sen Vor­aus­set­zun­gen führt ein sog. Blitz­aus­tritt trotz ver­eins­recht­lich wirk­sa­men Aus­tritt zu ei­ner Bin­dung des Ar­beit­ge­bers nach § 3 Abs. 1 TVG an den Ta­rif­ver­trag, der Ge­gen­stand der Ta­rif­ver­hand­lun­gen war (vgl. zum Blitz­wech­sel in ei­ne Gast- oder OT-Mit­glied­schaft im sel­ben Ver­band BAG 26. Au­gust 2009 - 4 AZR 285/08 - Rn. 25 ff., AP TVG § 3 Nr. 45 = EzA TVG § 3 Nr. 32; 4. Ju­ni 2008 - 4 AZR 419/07 - Rn. 57 ff., BA­GE 127, 27; vgl. auch 20. Fe­bru­ar 2008 - 4 AZR 64/07 - Rn. 41 ff., BA­GE 126, 75). Die­se Vor­aus­set­zun­gen hat die Kläge­rin aber nicht vor­ge­tra­gen.
aa) Der Ver­s­toß ge­gen das ge­setz­li­che Ver­bot des Art. 9 Abs. 3 Satz 2 GG,
§ 134 BGB ist nach den Re­geln ei­ner ab­ge­stuf­ten Dar­le­gungs- und Be­weis­last fest­zu­stel­len. Da der Aus­tritt aus dem Ver­band im Grund­satz rechtmäßig ist und nur im Ein­zel­fall un­ter den be­schrie­be­nen Umständen ge­gen ein ge­setz­li­ches Ver­bot verstößt, liegt die Dar­le­gungs- und Be­weis­last für die ei­nen sol­chen Ver­s­toß be­gründen­den Tat­sa­chen nach den all­ge­mei­nen Grundsätzen bei dem­je­ni­gen, der sich auf die ta­rif­recht­li­che Un­wirk­sam­keit des Aus­schei­dens aus dem Ta­rif­bin­dung ver­mit­teln­den Ver­band be­ruft. Macht der Ar­beit­neh­mer sie gel­tend, hat er zunächst vor­zu­tra­gen, dass die Ta­rif­ver­trags­ver­hand­lun­gen bei dem Aus­tritt be­reits be­gon­nen hat­ten und sich zu die­sem Zeit­punkt in ei­nem Sta­di­um be­fan­den, in dem ei­ne Störung der Funk­ti­onsfähig­keit der Ta­rif­au­to­no­mie in Be­tracht kommt. Die Be­stim­mung die­ses Zeit­punk­tes ist ei­ne Fra­ge des Ein­zel­fal­les. Darüber hin­aus muss der Ar­beit­neh­mer dar­le­gen, dass der Aus­tritt des Ar­beit­ge­bers für die an­de­re Ta­rif­ver­trags­par­tei nicht trans­pa­rent war. Der Ar­beit­ge­ber hat so­dann sub­stan­ti­iert dar­zu­le­gen, aus wel­chen Umständen sich ei­ne Trans­pa­renz des Ver­hal­tens für die Ge­werk­schafts­sei­te
er­ge­ben ha­be. Nach ei­ner sol­chen Dar­le­gung ist es wie­der­um Auf­ga­be des Ar­beit­neh­mers, die­se Be­haup­tun­gen im We­ge des Be­wei­ses zu ent­kräften (zum Wech­sel in ei­ne OT-Mit­glied­schaft BAG 4. Ju­ni 2008 - 4 AZR 419/07 - Rn. 73 ff., BA­GE 127, 27; wei­ter­hin 17. Fe­bru­ar 2010 - 5 AZR 191/09 - Rn. 17, EzA TVG § 4 Me­tall­in­dus­trie Nr. 135).
bb) Die­sen An­for­de­run­gen ent­spricht das Vor­brin­gen der Kläge­rin nicht. Sie
hat trotz des aus­drück­li­chen Hin­wei­ses des Lan­des­ar­beits­ge­richts vom 23. De­zem­ber 2008 - und da­mit über zwei­ein­halb Mo­na­te vor der münd­li­chen Ver­hand­lung in der Be­ru­fungs­in­stanz - auf die Ent­schei­dung des Se­nats vom 4. Ju­ni 2008 (- 4 AZR 419/07 - BA­GE 127, 27) zu den „ta­rif­recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für den Blitz­wech­sel ei­nes Ar­beit­ge­bers in ei­ne OT-Mit­glied­schaft“ nicht dar­ge­legt, wann die Ta­rif­ver­hand­lun­gen für das Ent­gel­tab­kom­men vom 8. Mai 2007 be­gon­nen ha­ben, dass der Aus­tritt der Be­klag­ten aus dem ta­rif­ver­trag­schließen­den Ar­beit­ge­ber­ver­band so kurz­fris­tig er­folg­te, dass ei­ne Störung der Funk­ti­onsfähig­keit der Ta­rif­au­to­no­mie in Be­tracht kommt, und auch nicht, dass die IG Me­tall hier­von kei­ne Kennt­nis hat­te.
Die Kläge­rin hat le­dig­lich gel­tend ge­macht, der Aus­tritt der Be­klag­ten
zum En­de des Mo­nats April 2007 sei ver­eins­recht­lich auf­grund ent­ge­gen­ste­hen­der Sat­zungs­be­stim­mun­gen un­wirk­sam ge­we­sen und die Be­klag­te da­her an das Ent­gel­tab­kom­men auf­grund fort­be­ste­hen­der Mit­glied­schaft im AGV ge­bun­den. Ein wei­te­rer Vor­trag er­folg­te nicht.
Die Vor­aus­set­zun­gen für ei­ne Be­weis­last­um­kehr oder die­je­ni­gen ei­ner
Be­wei­ser­leich­te­rung nach den Re­geln des An­scheins­be­wei­ses (da­zu BAG 6. Ju­ni 2007 - 4 AZR 573/06 - Rn. 24 mwN, AP TVG § 1 Ta­rif­verträge: Luft­han­sa Nr. 37) lie­gen nicht vor. Es gibt ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Kläge­rin kei­ne all­ge­mei­ne Le­bens­er­fah­rung auf ei­nen be­stimm­ten zeit­li­chen Ab­lauf und ei­ne Min­dest­dau­er von Ta­rif­ver­trags­ver­hand­lun­gen. Das zei­gen bei­spiels­wei­se Ta­rif­ver­trags­ver­hand­lun­gen, die zunächst nur in ei­nem sog. Pi­lot-Be­zirk geführt und de­ren Er­geb­nis­se an­sch­ließend zeit­nah für an­de­re räum­li­che Gel­tungs­be­rei­che über­nom­men wer­den. Des­halb kann al­lein aus den vor­lie­gen­den Da­ten nicht zu­guns­ten der Kläge­rin an­ge­nom­men wer­den, zum Zeit­punkt des
Aus­tritts der Be­klag­ten aus dem AGV ge­gen En­de des Mo­nats April 2007 sei im All­ge­mei­nen von be­reits be­gon­ne­nen Ta­rif­ver­trags­ver­hand­lun­gen aus­zu­ge­hen ge­we­sen. Zu­dem würde es selbst dann an ei­nem Vor­trag der Kläge­rin zu den wei­te­ren oben ge­nann­ten Vor­aus­set­zun­gen feh­len.
So­weit die Kläge­rin nun­mehr in ih­rer Re­vi­si­ons­be­gründung ua. vorträgt,
die Ta­rif­ver­trags­ver­hand­lun­gen hätten be­reits am 12. März 2007 be­gon­nen, sei­en am 2. April 2007 und am 16. April 2007 fort­ge­setzt wor­den und die IG Me­tall sei über den Aus­tritt nicht un­ter­rich­tet wor­den, han­delt es sich um ei­nen in der Re­vi­si­ons­in­stanz nach § 559 Abs. 1 ZPO un­be­acht­li­chen neu­en Sach­vor­trag.
III. Die Kläge­rin hat nach § 97 Abs. 1 ZPO die Kos­ten der er­folg­lo­sen
Pie­per Plautz
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