Source: https://www.rechtslupe.de/strafrecht/aussage-gegen-aussage-und-die-besonderen-anforderungen-an-die-beweiswuerdigung-3109554
Timestamp: 2020-01-25 02:55:08
Document Index: 120006566

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 261', '§ 55', '§ 261', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 261', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 261', 'BGH', 'BGH', '§ 261', 'BGH', 'BGH', '§ 177', 'BGH', 'BGH', '§ 261', 'BGH', 'BGH']

Aus­sa­ge gegen Aus­sa­ge – und die beson­de­ren Anfor­de­run­gen an die Beweis­wür­di­gung | Rechtslupe
Aussage gegen Aussage - und die besonderen Anforderungen an die Beweiswürdigung
17. Mai 2016 Rechtslupe
Aus­sa­ge gegen Aus­sa­ge – und die beson­de­ren Anfor­de­run­gen an die Beweis­wür­di­gung
Die Beweis­wür­di­gung ist Sache des Tat­ge­richts. Ihm allein obliegt es, das Ergeb­nis der Haupt­ver­hand­lung fest­zu­stel­len und zu wür­di­gen 1. Sei­ne Schluss­fol­ge­run­gen brau­chen nicht zwin­gend zu sein, es genügt, dass sie mög­lich sind 2.
Die revi­si­ons­ge­richt­li­che Prü­fung ist dar­auf beschränkt, ob dem Tat­ge­richt Rechts­feh­ler unter­lau­fen sind. Das ist in sach­lich­recht­li­cher Hin­sicht der Fall, wenn die Beweis­wür­di­gung wider­sprüch­lich, unklar oder lücken­haft ist oder gegen die Denk­ge­set­ze oder gesi­cher­te Erfah­rungs­sät­ze ver­stößt 3.
Dar­über hin­aus hat der Bun­des­ge­richts­hof in Fäl­len, in denen im Kern "Aus­sa­ge gegen Aus­sa­ge" steht, beson­de­re Anfor­de­run­gen an die Trag­fä­hig­keit einer zur Ver­ur­tei­lung füh­ren­den Beweis­wür­di­gung for­mu­liert. Die Urteils­grün­de müs­sen in einem sol­chen Fall erken­nen las­sen, dass das Tat­ge­richt alle Umstän­de, wel­che die Ent­schei­dung zuguns­ten oder zuun­guns­ten des Ange­klag­ten zu beein­flus­sen geeig­net sind, erkannt, in sei­ne Über­le­gun­gen ein­be­zo­gen 4 und auch in einer Gesamt­schau gewür­digt hat 5. Dabei sind gera­de bei Sexu­al­de­lik­ten die Ent­ste­hung und die Ent­wick­lung der belas­ten­den Aus­sa­ge auf­zu­klä­ren 6.
Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 6. April 2016 – 2 StR 408/​15
Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen Geset­zes­än­de­run­gen Rein redak­tio­nel­le Ände­run­gen eines Geset­zes, die den mate­ri­el­len Gehalt und den Anwen­dungs­be­reich einer Norm nicht berüh­ren, set­zen die Frist zur Ein­le­gung einer Ver­fas­sungs­be­schwer­de nicht neu…
Lücken in der Beweis­wür­di­gung Lücken­haft ist eine Beweis­wür­di­gung nament­lich dann, wenn sie wesent­li­che Fest­stel­lun­gen nicht erör­tert ((vgl. BGH, Urteil vom 03.12 2015 – 4 StR 387/​15, Rn. 13, Stra­Fo…
Die Lücken in der Beweis­wür­di­gung Auf die Sach­rü­ge hin prüft das Revi­si­ons­ge­richt, ob die tatrich­ter­li­che Beweis­wür­di­gung so, wie sie sich aus den Urteils­grün­den ergibt, den Beweis­stoff lücken­los aus­ge­schöpft hat ((vgl.…
Die ein­zi­ge Belas­tungs­zeu­gin Die Beweis­wür­di­gung ist Sache des Tatrich­ters (§ 261 StPO). Spricht das Gericht einen Ange­klag­ten frei, weil es Zwei­fel an sei­ner Täter­schaft nicht zu über­win­den ver­mag,…
Frei­spruch aus tat­säch­li­chen Grün­den – und die Anfor­de­run­gen… Wird der Ange­klag­te aus tat­säch­li­chen Grün­den frei­ge­spro­chen, so müs­sen nach der Mit­tei­lung des Ankla­ge­vor­wurfs im Urteil zunächst die­je­ni­gen Tat­sa­chen fest­ge­stellt wer­den, die das Tat­ge­richt für…
Wahr­heits­wid­ri­ges Ent­las­tungs­vor­brin­gen Die Beweis­wür­di­gung ist Sache des Tat­ge­richts. Ihm allein obliegt es, das Ergeb­nis der Haupt­ver­hand­lung fest­zu­stel­len und zu wür­di­gen. Die revi­si­ons­ge­richt­li­che Prü­fung ist dar­auf beschränkt, ob…
Der Zeu­ge – und sei­ne Gefahr der Straf­ver­fol­gung Gemäß § 55 Abs. 1 StPO ist ein Zeu­ge berech­tigt, die Aus­kunft auf Fra­gen zu ver­wei­gern, wenn er bei wahr­heits­ge­mä­ßer Aus­sa­ge auch Anga­ben machen müss­te,…
Beweis­wür­di­gung – und die Urteils­grün­de Die Beweis­wür­di­gung ist vom Gesetz dem Tatrich­ter über­tra­gen (§ 261 StPO). Es obliegt allein ihm, sich unter dem umfas­sen­den Ein­druck der Haupt­ver­hand­lung ein Urteil über…
BGH, Urteil vom 07.10.1966 – 1 StR 305/​66, BGHSt 21, 149, 151[↩]
BGH, Beschluss vom 07.06.1979 – 4 StR 441/​78, BGHSt 29, 18, 20[↩]
st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 06.11.1998 – 2 StR 636/​97, BGHR StPO § 261 Beweis­wür­di­gung 16; BGH, Urteil vom 27.07.1994 – 3 StR 225/​94, StV 1994, 580[↩]
vgl. BGH, Beschluss vom 22.04.1987 – 3 StR 141/​87, BGHR StPO § 261 Beweis­wür­di­gung 1; BGH, Beschluss vom 22.04.1997 – 4 StR 140/​97, BGHR StPO § 261 Beweis­wür­di­gung 13; BGH, Urteil vom 03.02.1993 – 2 StR 531/​92, BGHR StGB § 177 Abs. 1 Beweis­wür­di­gung 15[↩]
st. Rspr.; vgl. nur BGH, Beschluss vom 18.06.1997 – 2 StR 140/​97, BGHR StPO § 261 Beweis­wür­di­gung 14; BGH, Beschluss vom 12.11.1998 – 4 StR 511/​98, NStZ-RR 1999, 139[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 16.05.2002 – 1 StR 40/​02, NStZ 2002, 656, 657[↩]
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