Source: https://zu-schnell-gefahren.de/schmerzensgeld/
Timestamp: 2018-12-11 15:36:15
Document Index: 261243546

Matched Legal Cases: ['§ 253', '§ 253', '§ 847', '§ 253', '§ 195', '§ 199', '§ 253', '§ 2', '§ 847', '§ 253']

Schmerzensgeld & Schmerzensgeldtabelle: Anspruch & Höhe
Schmerzensgeld: Wie viel könnte Ihnen laut Schmerzensgeldtabelle zustehen?
Was ist Schmerzensgeld? Mehr erfahren Sie in diesem Ratgeber.
Bereits ein unachtsamer Moment kann dazu führen, dass es zum Unfall kommt. Der Schock ist meistens groß. Die Folgen eines Verkehrsunfalls sind häufig Blechschäden. Eine Beule hier, ein Kratzer dort und eventuell eine abgefallene Stoßstange müssen in der Regel vom Unfallverursacher bzw. von seiner Versicherung beglichen werden.
Zusätzlich zur Reparatur der Sachschäden am Fahrzeug zahlt die gegnerische Versicherung in der Regel auch eine Nutzungsausfallentschädigung oder einen Mietwagen für die Dauer der Reparatur. Aber was ist mit immateriellen Schäden? Können sie die auch geltend machen?
Haben Sie sich beim Unfall verletzt, dann kann Ihnen auch ein Schmerzensgeld zustehen. Wie hoch dieses laut Schmerzensgeldtabelle sein kann, wann für Schmerzensgeld die Verjährung greift sowie die Frage “Was ist Schmerzensgeld?” beantworten wir Ihnen im folgenden Ratgeber.
Übersicht: Weiterführende Themen zum Schmerzensgeld
Wählen Sie hier ein passendes Thema aus:
Schmerzensgeldanspruch Beantragung von Schmerzensgeld Schmerzensgeld einklagen Dauer der Auszahlung Anwalt für Schmerzensgeld
1 Schmerzensgeld per Definition
1.1 Wann stehen Ihnen nach einem Unfall Schadensersatz und Schmerzensgeld zu?
1.2 Wann greift die Verjährung vom Schmerzensgeld?
1.3 Schmerzensgeld in Deutschland einklagen: Mit Rechtsanwalt oder ohne?
1.4 Ist Schmerzensgeld steuerpflichtig oder steuerfrei?
2 Wie viel Schmerzensgeld steht Ihnen zu?
2.1 Welche Schmerzensgeldtabellen gibt es?
2.2 Tabelle für Schmerzensgeld: So viel könnte Ihnen zustehen
2.3 Schleudertrauma: Wie hoch ist das Schmerzensgeld laut Tabelle?
2.4 Urteile zum Schmerzensgeld bei Kindern
3 Fazit zum Schmerzensgeld
Schmerzensgeld per Definition
In § 253 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) wird das Schmerzensgeld als immaterieller Schaden bezeichnet. Das Schmerzensgeld soll beispielsweise bei einem Unfall den immateriellen Schaden, der in einer körperlichen oder gesundheitlichen Beeinträchtigung bestehen kann, begleichen. Zusätzlich besitzt es eine Genugtuungsfunktion. Das Schmerzensgeld soll sowohl körperliche als auch seelische Schmerzen sowie mögliche Dauerschäden abdecken.
So heißt es zum Schmerzensgeld in § 253 BGB:
Dementsprechend ist es meistens vom Einzelfall abhängig, ob und inwiefern einem Geschädigten ein Schmerzensgeld zugesprochen wird. Tragen Sie am Unfall beispielsweise eine Teilschuld, müssen Sie damit rechnen, dass das Schmerzensgeld geringer ausfallen kann, als wenn Ihnen keine Schuld zugesprochen wird.
Übrigens: Der lange Zeit geltende § 847 BGB zum Schmerzensgeld wurde mit dem neu gefassten § 253 BGB zum immateriellen Schaden aufgehoben.
Wann stehen Ihnen nach einem Unfall Schadensersatz und Schmerzensgeld zu?
Schmerzensgeld steht Ihnen beispielsweise nach einem unverschuldeten Unfall zu.
Einen Anspruch auf Schmerzensgeld haben Sie, wenn eine Verletzung des Körpers, der Seele oder der Gesundheit vorliegt. Sie haben in diesen Fällen daher die Möglichkeit, ein Schmerzensgeld zu beantragen. Dies kann auch der Fall sein, wenn Sie teilweise schuld am Unfall waren.
Zusätzlich zum Schmerzensgeld soll der Schadensersatz Kosten für eine Heilbehandlung, einen Verdienstausfall durch eine Arbeitsunfähigkeit sowie eine Erwerbsminderung decken.
Teilweise kommt die eigene Krankenkasse oder Berufsunfallversicherung sowie der Arbeitgeber für die Kosten auf. Diese können sich den Schadensersatz allerdings vom Schädiger bzw. seiner Versicherung zurückholen.
Das Schmerzensgeld dient ebenfalls dem Schadensersatzanspruch des Geschädigten. Es soll die Schäden, die durch den Unfall an Körper und Seele entstanden sind, durch Geld begleichen. Oftmals sind Personenschäden zwar nicht in Geld aufzuwiegen, allerdings kann so das Leben des Geschädigten etwas erleichtert werden.
Damit Sie Schmerzensgeld einklagen können, sollten Sie in jedem Fall direkt nach dem Unfall einen Arzt aufsuchen. Dieser kann Ihre Verletzungen dokumentieren und zudem beweisen, dass die Schäden, die Sie erlitten haben, eine Folge des Verkehrsunfalls waren. Dies ist besonders wichtig, da die gegnerische Versicherung oftmals anzweifelt, dass die Verletzungen durch den Unfall entstanden sind.
Ohne ein ärztliches Attest ist es im Nachhinein kaum möglich, Schmerzensgeld gegenüber dem Unfallverursacher zu verlangen, da keine hinreichenden Beweise vorliegen. Der Arzt dokumentiert nicht nur die Verletzungen an sich, sondern auch die Schwere dieser und weitere mögliche Folgeschäden, die daraus entstehen können. So kann die Höhe des Schmerzensgeldes besser ermittelt werden.
Wann greift die Verjährung vom Schmerzensgeld?
Die Verjährung vom Schmerzensgeld greift nach drei bis maximal zehn Jahren.
Schmerzensgeld kann nur über einen bestimmten Zeitraum hinweg beantragt werden. Gemäß § 195 BGB gilt eine Verjährungsfrist von drei Jahren, sofern keine Ausnahmeregelungen gelten. Diese Vorschrift gilt sowohl für Schmerzensgeld nach einem Verkehrsunfall als auch für den Schadensersatz, den Sie nach einer Körperverletzung erhalten.
Gemäß § 199 BGB beginnt die Verjährungsfrist mit dem Ende des Jahres zu laufen, in welchem der Anspruch auf Schmerzensgeld entstanden ist und der Geschädigte Kenntnis über die Identität des Schädigers erlangt hat.
Wurden Sie beispielsweise im Mai 2016 in einen Verkehrsunfall verwickelt und wollen Schmerzensgeld beantragen, dann beginnt die Verjährungsfrist am 31.12.2016 zu laufen. Sie haben am diesem Zeitpunkt drei Jahre Zeit, um Ihre Ansprüche gegenüber dem Schädiger durchzusetzen. Die Verjährungsfrist endet dementsprechend am 31.12.2019.
Die Verjährung kann allerdings auch maximal 30 Jahre betragen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Unfallgeschädigter erst mehrere Jahre nach einer Operation von einem Behandlungsfehler im Krankenhaus erfährt. Hier besteht dann weiterhin ein Anspruch auf Schmerzensgeld.
Schmerzensgeld in Deutschland einklagen: Mit Rechtsanwalt oder ohne?
Es ist zwar keine Pflicht, einen Anwalt zu beauftragen, um Schmerzensgeld einzuklagen, allerdings kann dies durchaus ratsam sein. Ein Rechtsanwalt, der sich für Ihr Schmerzensgeld einsetzt, schätzt genau ab, welche Summe er ansetzen muss, damit Sie hinreichend entschädigt werden können.
Das Schmerzensgeld wird in § 253 Abs. II BGB erläutert.
Sie haben auch ohne Anwalt die Möglichkeit, bei der gegnerischen Versicherung einen Antrag auf Schmerzensgeld zu stellen.
Allerdings wollen die Versicherungen die zu zahlende Summe möglichst gering halten. Ohne einen Anwalt ist es daher meistens nicht möglich, einen angemessenen Betrag an Schmerzensgeld zu erzielen.
Zudem kann ein Rechtsanwalt abwägen, ob eine eventuelle Klage auf Schmerzensgeld Aussicht auf Erfolg hat. Durch seinen fachmännischen Blick weiß er, wann eine Weigerung der Versicherung, das Schmerzensgeld zu zahlen, berechtigt ist oder nicht und was in diesem Fall weiterhin zu tun ist.
Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung haben, kommt diese für die Kosten des Anwalts auf. Sollte der Unfallgegner der alleinige Verursacher des Zusammenstoßes sein, muss die gegnerische Haftpflichtversicherung die Anwaltskosten tragen.
Ist Schmerzensgeld steuerpflichtig oder steuerfrei?
Viele Geschädigte fragen sich, ob für Schmerzensgeld eine Steuerpflicht gilt. Muss das Schmerzensgeld bei der Einkommenssteuer berücksichtigt werden? Laut Einkommenssteuergesetz (EstG) gelten in § 2 Abs. 1 sieben Gruppen von Einkünften als steuerpflichtig.
Das Schmerzensgeld kann diesen Gruppen allerdings nicht zugeordnet werden. Daher gilt für das Schmerzensgeld keine Steuerpflicht. Wenn Sie als Geschädigter eine Summe erhalten haben, müssen Sie diese also nicht von der Steuer absetzen. Das liegt daran, dass immaterielle Entschädigungen steuerlich nicht berücksichtigt werden. Sie müssen den Betrag nachträglich nicht beim Finanzamt angeben.
Schmerzensgeld: Im BGB fiel § 847 mit dem neuen § 253 weg.
Je nach Schwere der Verletzungen steht dem Geschädigten rechtlich eine angemessene Entschädigung zu. Aber wie hoch kann das Schmerzensgeld sein? Dies ist grundsätzlich vom Einzelfall abhängig und kann nicht genau bestimmt werden. Es gibt keine gesetzlichen Vorgaben zur Höhe des Schmerzensgeldes.
Ein Maßstab für die Berechnung der Entschädigung kann ein Schmerzensgeldkatalog sein. Dieser basiert auf verschiedenen Rechtsprechungen und Urteilen der deutschen Gerichte. Grundsätzlich berücksichtigen die Richter bei der Höhe des Schmerzensgeldes Vor- sowie Folgeschäden, sodass die Summe, die Ihnen im Einzelfall zusteht, durchaus abweichen kann.
Folgende Punkte finden bei der Berechnung Berücksichtigung:
Umfang der unmittelbaren Verletzungen
Psychische und soziale Folgen, die durch den Unfall entstanden sind
Mögliche Folgeschäden sowie bleibende körperliche Beeinträchtigungen und ein eventueller Grad der Behinderung
Eventuelles Mitverschulden sorgt für eine Minderung des Schmerzensgeldes
Besonders bei schweren körperlichen Beeinträchtigungen können zahlreiche Krankenhaus- und Rehaaufenthalte folgen, die dafür sorgen, dass sich der Schmerzensgeldanspruch erhöht. Das Gericht berücksichtigt dabei immer die individuelle Situation des Geschädigten und versucht, alle Faktoren zu berücksichtigen, die sich aus den Unfallschäden eventuell ergeben könnten.
Anhand der Hacks-Tabelle können Sie das Schmerzensgeld für Kinder ermitteln.
Wie bereits im Abschnitt zuvor erläutert, ist die Höhe des Schmerzensgeldes vom individuellen Einzelfall abhängig. Es existieren allerdings verschiedene Schmerzensgeldtabellen, die auf Urteilen der deutschen Gerichte basieren. Folgende Schmerzensgeldtabellen sind die bekanntesten:
“Hacks / Ring / Böhm-Schmerzensgeldtabelle”
Die eine oder andere Schmerzensgeldtabelle können Sie kostenlos im Internet einsehen. Die Celler Schmerzensgeldtabelle sowie die Beck’sche Schmerzensgeldtabelle gibt’s online zum Beispiel kostenlos. Die Schmerzensgeldtabelle von Hacks, Ring und Böhm ist jedoch kostenpflichtig. Der Schadensersatz ist neben Schmerzensgeld in der Tabelle übrigens nicht ersichtlich.
Tabelle für Schmerzensgeld: So viel könnte Ihnen zustehen
Wie viel Schmerzensgeld Ihnen nach einem Verkehrsunfall eventuell zustehen könnte, entnehmen Sie der folgenden Tabelle:
Schwere Schädelfraktur mit Geschmacks- und Geruchssinnverlust 11.03.2015 4 U 93/14 OLG Brandenburg an der Havel 100.000 Euro
Schwere Gehirnerschütterung mit vorrübergehender Gehirnleistungsschwäche 29.10.2013 123 C 774/13 AG Aschaffenburg 1.400 Euro
Rückenmarksverletzung mit Funktionsbeeinträchtigung der Beine und der Blase 18.04.2007 9 O 361/01 LG Magdeburg 50.000 Euro
Bandscheibenverletzung mit Rückenschmerzen 29.09.2014 3 U 54/14 OLG Hamm 20.000 Euro
Handverletzung und Handfraktur 25.02.2014 4 W 9/14 OLG Saarbrücken 5.000 Euro
Rippenfrakturen 29.03.2011 63 O 2223/08 LG Würzburg 15.000 Euro
Doppelte Beckenfraktur sowie Kopfplatzwunde und Gesichts- bzw. Augenverletzung 30.07.2009 5 C 30/08 AG Villingen-Schwenningen 3.000 Euro
Kniegelenkverletzung 07.04.2009 13 C 8696/08 AG Nürnberg 2.000 Euro
Blutergüsse an Unter- und Oberschenkeln mit Blutungen 24.06.2005 263 C 579/04 AG Köln 250 Euro
Schwere Schienbeinverletzung 27.09.2005 14 U 59/05 OLG Celle 0 Euro
Die obige Schmerzensgeldtabelle zeigt, wie unterschiedlich hoch die Summe bei verschiedenen Verletzungen sein kann. Um ein möglichst hohes Schmerzensgeld zu erhalten, sollten Sie unbedingt einen Rechtsanwalt kontaktieren. Dieser kennt sich mit den Gepflogenheiten bestens aus und kann Sie fachlich beraten sowie vor Gericht unterstützen.
Schleudertrauma: Wie hoch ist das Schmerzensgeld laut Tabelle?
In der Tabelle für Schmerzensgeld sind verschiedene Urteile zusammengeführt.
Besonders bei einem Auffahrunfall kann es schnell zu einem Schleudertrauma oder einer Gehirnerschütterung kommen.
Symptome sind meistens starker Schwindel und Übelkeit sowie Wahrnehmungsstörungen oder gar Bewusstlosigkeit.
Daher können Sie auch bei einem Schleudertrauma Schmerzensgeld beantragen.
Folgende Tabelle bietet Ihnen einen ersten Überblick über das eine oder andere Urteil zum Schmerzensgeld:
Schleudertrauma ersten Grades 21.03.2014 10 U 3341/13 OLG München 13.000 Euro
Schleudertrauma mit erheblichem Dauerschaden 09.09.1993 6 U 58/89 OLG Hamm 13.000 Euro
Schleudertrauma des ersten oder zweiten Grades mit dauerhafter Erwerbstätigkeitsminderung von 10 Prozent 11.08.1994 19 O 23912/92 LG München 2.500 Euro
Schweres Schleudertrauma mit teilweiser Instabilität der Halswirbelsäule und Erwerbstätigkeitsminderung von 10 Prozent 23.01.1998 10 U 2663/97 OLG München 5.000 Euro
Leichtes Schleudertrauma mit achttägiger Arbeitsunfähigkeit 11.08.1994 19 S 6068/94 LG München 250 Euro
Schleudertrauma ersten Grades 18.04.1990 11 U 136/89 OLG Stuttgart 4.000 Euro
Auch bei einem Schleudertrauma kann das Schmerzensgeld von Fall zu Fall unterschiedlich hoch ausfallen. Wichtig ist allerdings, dass Sie die Verletzungen von einem Arzt dokumentieren und sich auch eventuelle Folgeschäden auflisten lassen. Besonders letztere können den Schmerzensgeldanspruch deutlich in die Höhe treiben.
Urteile zum Schmerzensgeld bei Kindern
Sind Sie im Auto mir Ihren Sprösslingen unterwegs, können auch diese beim Unfall Verletzungen davontragen. Brüche, Prellungen, Platzwunden oder Quetschungen sind nur ein paar der möglichen Schäden. Aber wie viel Schmerzensgeld steht einem Kind nach einem Verkehrsunfall zu? Unsere folgende Schmerzensgeldtabelle des OLG Celle gibt Ihnen einige Anhaltspunkte:
Schwere Beckenverletzung mit Trümmerfraktur, Kopfplatzwunden, Prellungen an Thorax und Kiefer sowie Lungen- und Nierenquetschungen 17 Jahre 23.05.2002 14 U 219/01 10.000 Euro
Amputation des Zeige- und Mittelfingerendgliedes, Funktionsminderung der linken Hand 10 Jahre 10.01.2001 20 U 24/00 20.000 Euro
Falsche Mukoviszidose-Diagnose, überflüssige Behandlung 9 Jahre 17.09.2001 1 U 3/01 7.670 Euro
Oberschenkelfraktur, Prellung der linken Schulter und des anderen Oberschenkels, Hautabschürfungen 2 Jahre 05.02.2004 14 U 163/03 20.000 Euro
Schweres Schädelhirntrauma mit offener Keilbeinfraktur / Kind kann weder sprechen noch laufen und leidet an einer linksseitigen Lähmung 5 Jahre 13.02.2003 14 U 11/01 255.646 Euro
Fazit zum Schmerzensgeld
Der Schmerzensgeldkatalog dient nur als Richtlinie. Über die Höhe wird immer im Einzelfall entschieden.
Schmerzensgeld dient der Deckung eines immateriellen Schadens, welcher beispielsweise durch einen Verkehrsunfall entstanden ist. Als Geschädigter können Sie gegenüber dem Schädiger oder seiner Versicherung Schmerzensgeld geltend machen, sofern Sie Verletzungen vom Unfall davongetragen haben.
Grundsätzlich gilt für das Schmerzensgeld nach einem Unfall, dass es immer vom Einzelfall abhängig ist. Vor Gericht prüft der Richter verschiedene Faktoren, die wichtig für die Höhe der Summe sind. Die ungefähre Höhe kann anhand einer Schmerzensgeldtabelle abgelesen werden.
Nach einem Unfall sollten Sie unverzüglich einen Arzt aufsuchen, der Ihnen die Verletzungen dokumentiert. Nur so haben Sie Beweismittel, die Sie für den Antrag auf Schmerzensgeld bei der gegnerischen Versicherung benötigen.
Wenn Sie Schmerzensgeld einklagen wollen, sollten Sie sich einen versierten Rechtsanwalt nehmen, der Ihnen dabei zur Seite steht. Anwälte kennen sich mit der Schmerzensgeldberechnung genauestens aus und können am besten abwägen, ob eine Weigerung auf Zahlung von der Versicherung gerechtfertigt ist.
Schmerzensgeld ist grundsätzlich steuerfrei und kann zudem auch vererbt werden. Außerdem kann Schmerzensgeld nicht auf Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe angerechnet werden.