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Timestamp: 2016-10-22 08:50:10
Document Index: 117239687

Matched Legal Cases: ['Art. 114', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 36', 'Art. 36', 'BGE', 'Art. 36', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'BGE', 'Art. 152']

U 492/06 (16.05.2007)
U 492/06
nebenamtlicher Richter B�hler,
F.________, 1964, Beschwerdef�hrer,
vertreten durch Rechtsanwalt Matthias H�fliger,
Ober-Emmenweid 46, 6020 Emmenbr�cke,
Der 1964 geborene, aus dem Kosovo stammende F.________ war seit Oktober 2001 bei der Firma Q.________ AG als Maschinist angestellt und gest�tzt auf dieses Arbeitsverh�ltnis bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch unfallversichert. In der Nacht vom 18. auf den 19. Juli 2003 erlitt er auf der Fahrt nach Serbien auf der Autobahn bei L.________/Ungarn mit dem von ihm gelenkten Personenwagen einen Selbstunfall, weil er auf den Pannenstreifen neben der Fahrbahn geriet und die Herrschaft �ber sein Fahrzeug verlor, welches danach mit der Mittelleitplanke kollidierte, sich �berschlug und auf dem linken Fahrstreifen der Gegenfahrbahn liegen blieb. Dabei wurde F.________ aus dem Fahrzeug geschleudert. Nach der Erstversorgung im Spital von K.________/Ungarn wurde er am 26. Juli 2003 in die Chirurgische Klinik des Spitals X.________ �berf�hrt, wo eine traumatische H�ftkopfluxation mit Acetabulumabriss dorsal rechts (Status nach Reposition in Narkose am 19. Juli 2003 in Ungarn), ein stumpfes Bauchtrauma mit Milzruptur, eine initiale commotio cerebri sowie multiple Sch�rfwunden Schulter links, Thorax rechts, H�fte rechts, Unterschenkel rechts und multiple H�matome Becken beidseits, Oberschenkel rechts medial und Knie rechts diagnostiziert wurden, welche vom 26. Juli bis 4. August 2003 station�r behandelt wurden.
Die SUVA richtete die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlungskosten und Taggeld) aus, zog die Verlaufsberichte der Chirurgischen Klinik des Spitals X.________ (vom 15. September, 23. Oktober und 4. Dezember 2003) sowie des Hausarztes Dr. med. U.________ (vom 3. November 2003 und 29. April 2004) bei und liess den Versicherten vom 17. Dezember 2003 bis 4. Februar 2004 in der Rehaklinik Y.________ station�r behandeln, wo auch ein psychosomatisches Konsilium durchgef�hrt wurde. Zwei am 11. und 29. M�rz 2004 in der angestammten Arbeitgeberfirma durchgef�hrte Arbeitsversuche scheiterten. Die SUVA reduzierte daraufhin mit Verf�gung vom 1. April 2004 ihre Taggeldleistungen mit Wirkung ab 29. M�rz 2004 und liess F.________ vom 12. Juli bis 2. August 2004 erneut in der Rehaklinik Z.________ station�r behandeln. Gest�tzt auf die Ergebnisse der kreis�rztlichen Abschlussuntersuchung vom 14. Oktober 2004 und der durchgef�hrten erwerblichen Abkl�rungen stellte die Anstalt per 31. M�rz 2005 ihre Heilkosten- und Taggeldleistungen ein und sprach F.________ mit Verf�gung vom 23. M�rz 2005 ab 1. April 2005 eine Invalidenrente von 33 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung von 10 % im Betrage von Fr. 10'680.- zu. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 23. September 2005 fest.
Beschwerdeweise liess F.________ die Zusprechung einer Invalidenrente von 80,25 % und einer h�heren Integrit�tsentsch�digung beantragen. Mit Entscheid vom 8. September 2006 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, die Beschwerde ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst F.________ seine vorinstanzlichen Rechtsbegehren erneuern, wobei er neu die Zusprechung einer Invalidenrente von "mindestens 81,66 %" beantragt. Ausserdem ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung.
1.3 Bei der Beurteilung von Verwaltungsgerichtsbeschwerden, in welchen es um Versicherungsleistungen geht, ist das Bundesgericht an die Begr�ndung der Begehren nicht gebunden (Art. 114 Abs. 1 OG). Es gilt das Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen (iura novit curia). Dieses verpflichtet das Gericht, auf den festgestellten Sachverhalt jenen Rechtssatz anzuwenden, den es als den zutreffenden ansieht, und ihm die Auslegung zu geben, von der es �berzeugt ist. Das Bundesgericht darf sich deshalb nicht darauf beschr�nken, den Streitgegenstand bloss im Hinblick auf die von den Parteien aufgeworfenen Rechtsfragen zu �berpr�fen (Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212). Es kann daher eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde ohne R�cksicht auf die von den Parteien vorgetragenen und vom vorinstanzlichen Gericht angerufenen Rechtsgr�nde gutheissen oder abweisen (BGE 132 II 257 E. 2.5 S. 262, 131 II 1 E. 2.3 S. 4, 656 E. 6.3 S. 665, 130 III 707 E. 3.1 S. 709, 129 V 335 E. 1.1 S. 337, je mit weiteren Hinweisen).
Streitgegenstand bildet der Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integrit�tsentsch�digung, wobei jeweils nur die Anspruchsh�he streitig ist.
3.1 Mit Bezug auf den Invalidenrentenanspruch hat die SUVA im Einspracheentscheid die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden.
Zu erg�nzen ist, dass bei k�rperlichen Gesundheitssch�den die Ad�quanz als rechtliche Einschr�nkung der sich aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung praktisch keine Rolle spielt, weil der Unfallversicherer auch f�r seltenste, schwerwiegendste Komplikationen haftet, welche nach unfallmedizinischer Erfahrung im Allgemeinen gerade nicht einzutreten pflegen (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103, 123 V 98 E. 3b S. 102, 118 V 286 E. 3a S. 291, 117 V 359 E. 5d/bb S. 365).
3.2 Das kantonale Gericht und die SUVA haben die nat�rliche Unfallkausalit�t f�r alle von Kreisarzt Dr. med. B.________ in seinem Bericht �ber die Abschlussuntersuchung vom 14. Oktober 2004 unter dem Titel "Bleibender Nachteil" festgehaltenen k�rperlichen Gesundheitssch�den bejaht. Der Beschwerdef�hrer ficht den vorinstanzlichen Entscheid insoweit nicht an, sondern macht bloss geltend, Vorinstanz und SUVA h�tten zu Unrecht verneint, dass er beim Unfall vom 19. Juli 2003 ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS) oder eine HWS-Distorsion erlitten habe.
3.3 Bei Schleudertraumata der HWS oder diesen �quivalenten Verletzungen, bei welchen keine organische Gesundheitssch�digung nachweis- und objektivierbar ist, wird der nat�rliche Kausalzusammenhang bereits gest�tzt auf das im Anschluss an den Unfall aufgetretene typische Beschwerdebild mit einer H�ufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen, �belkeit, rasche Erm�dbarkeit, Visusst�rungen, Reizbarkeit, Affektlabilit�t, Depression, Wesensver�nderung usw. bejaht (BGE 117 V 359 E. 4b S. 360). Voraussetzung dieser besonderen, nur f�r Schleudertraumata oder �quivalente Verletzungen ohne nachweisbaren organischen Befund massgebenden Kausalit�tsbeurteilung ist aber einerseits, dass das Vorliegen eines Schleudertraumas (oder einer �quivalenten Verletzung) und seine typischen Beschwerdefolgen durch zuverl�ssige �rztliche Angaben gesichert sind (BGE 119 V 335 E. 2b/aa S. 340) sowie andererseits, dass innert einer Latenzzeit von 24 bis h�chstens 72 Stunden nach dem Unfall Kopf- bzw. Nackenschmerzen aufgetreten sind (RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29 E. 5e, U 264/97; Urteil U 215/05 vom 30. Januar 2007, E. 5). An beiden Voraussetzungen fehlt es im vorliegenden Fall.
In keinem der unmittelbar nach dem Unfall vom 19. Juli 2003 erstellten �rztlichen Berichte ist festgehalten worden, der Beschwerdef�hrer habe einen Schleudermechanismus an der HWS oder eine Distorsion der HWS erlitten. Der Beschwerdef�hrer selbst hat nach Lage der Akten erstmals am 10. September 2003, also sechs Wochen nach dem Unfall, �ber Schmerzen im Bereich der HWS und des Nackens geklagt und dann am 3. Dezember 2003, 4 � Monate nach dem Unfall, erstmals Schwindelbeschwerden angegeben, was Assistenzarzt Dr. med. S.________ von der Chirurgischen Klinik des Spitals X.________ veranlasst haben d�rfte, im Verlaufsbericht vom 4. Dezember 2003 die bisherigen Diagnosen durch diejenige einer "HWS-Distorsion" zu erg�nzen. Eine solche erst nach Monaten nachgeschobene medizinische Diagnose und die ihr zugrunde liegenden Angaben des Versicherten �ber Schwindelbeschwerden verm�gen weder den Beweis einer entsprechenden Verletzung im HWS-Bereich noch des Vorliegens unmittelbar nach dem Unfall aufgetretener spezifischer Beschwerden mit dem erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360, 125 V 193 E. 2 S. 195, je mit Hinweisen) zu erbringen. Kantonales Gericht und SUVA haben daher die nat�rliche Unfallkausalit�t zu Recht nicht nach den besonderen, hief�r bei Schleudertraumata (oder �quivalenten Verletzungen) massgebenden Anforderungen beurteilt.
3.4 Das f�r die obligatorische Unfallversicherung grundlegende Kausalit�tsprinzip kommt in Art. 36 Abs. 2 Satz 1 UVG zum Ausdruck, wonach die Invalidenrenten (sowie Integrit�tsentsch�digungen und Hinterlassenenrenten) angemessen gek�rzt werden, wenn die Gesundheitssch�digung oder der Tod nur teilweise die Folge eines Unfalles ist. Der Unfallversicherer haftet danach nur f�r die durch unfallkausale, nicht aber f�r die durch unfallfremde (vorbestandene oder interkurrent aufgetretene) Gesundheitsst�rungen verursachte Erwerbsunf�higkeit (und Integrit�tsbeeintr�chtigung).
Das Kausalit�tsprinzip wird zwar in Art. 36 Abs. 2 Satz 2 UVG f�r vorbestandene Gesundheitssch�digungen durchbrochen, die zu keiner Verminderung der Erwerbsf�higkeit gef�hrt haben. Solche Gesundheitssch�den begr�nden keine K�rzung der Invalidenrenten (und Integrit�tsentsch�digungen sowie Hinterlassenenrenten). Die Bestimmung von Art. 36 Abs. 2 Satz 2 UVG kommt aber lediglich dann zur Anwendung, wenn ein und derselbe Gesundheitsschaden durch das Zusammentreffen konkurrierender, teils unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen bewirkt worden ist. Sie setzt demgem�ss voraus, dass der Unfall und unfallfremde Faktoren eine bestimmte Gesundheitssch�digung gemeinsam verursacht haben. Dagegen ist diese Norm nicht anwendbar, wenn die beiden Einwirkungen einander nicht beeinflussende, namentlich verschiedene K�rperteile betreffende Sch�den verursacht haben, die Krankheitsbilder sich somit nicht �berschneiden. Diesfalls sind die Folgen des versicherten Unfalles f�r sich allein zu bewerten (BGE 126 V 116 E. 3a S. 117, 121 V 326 E. 3c S. 333, 113 V 54 E. 2 S. 58 mit Hinweisen).
3.5 Kreisarzt Dr. med. B.________ hat in seinem Bericht �ber die Abschlussuntersuchung vom 14. Oktober 2004 die folgenden somatischen Gesundheitsst�rungen des Beschwerdef�hrers als "Bleibender Nachteil" qualifiziert, f�r welche SUVA und Vorinstanz die nat�rliche Unfallkausalit�t sinngem�ss bejaht haben:
- Beschwerden an der rechten H�fte bei Status nach Luxation mit erh�htem Arthroserisiko;
- Bewegungseinschr�nkung sowie Kraftminderung im H�ft-/Oberschenkelbereich rechts;
- leichte Restbeschwerden im Schulter-/Nackenbereich v.a. links;
- Kopfschmerzen "m�glicherweise bis zu einem gewissen Grad ...., mindestens in n�chster Zeit auch unter Schmerzmedikation".
Es leuchtet ohne weiteres ein, dass es sich bei den Beschwerden, Bewegungseinschr�nkungen und der Kraftminderung im Bereich der rechten H�fte und des rechten Oberschenkels um nat�rlich kausale Folgen der beim Unfall vom 19. Juli 2003 erlittenen H�ftkopfluxation mit Acetabulumabriss dorsal rechts handelt. Hingegen ist nicht nachvollziehbar, ob und weshalb die Restbeschwerden des Beschwerdef�hrers im Schulter-/Nackenbereich und die von ihm geklagten Kopfschmerzen zumindest teilurs�chlich auf den Unfall zur�ckzuf�hren sein sollen. Der Beschwerdef�hrer hat am 19. Juli 2003 - wie dargelegt (E. 3.3) - weder ein Schleudertrauma der HWS oder eine �quivalente HWS-Distorsion noch einen nachweis- und objektivierbaren organischen Gesundheitsschaden im Bereich der Halswirbels�ule und der Schultern erlitten. Im Gegenteil, Kreisarzt Dr. med. B.________ hat die r�ntgenologischen Untersuchungsergebnisse vom 18. Dezember 2003 im Bereich der Halswirbels�ule im Rahmen der von ihm erhobenen klinischen Befunde wie folgt als eindeutig unfallfremd interpretiert: "Leichte degenerative Ver�nderungen ohne posttraumatische Ver�nderungen. Alignement regelrecht." Ebenso fehlt in den medizinischen Akten ein Anhaltspunkt daf�r, dass der Beschwerdef�hrer beim Unfall vom 19. Juli 2003 eine organische Verletzung im Bereich einer oder beider Schultern erlitten haben k�nnte. Einzig mit Bezug auf die von ihm geklagten Kopfschmerzen ist denkbar, dass es sich dabei nicht um eine psychogene Gesundheitsst�rung, sondern um eine Sp�tfolge der beim Unfall vom 19. Juli 2003 erlittenen commotio cerebri handeln k�nnte. Im kreis�rztlichen Bericht �ber die Abschlussuntersuchung vom 14. Oktober 2004 wird aber zu dieser (Kausalit�ts-)Frage nicht Stellung genommen. Hingegen hat Kreisarzt Dr. med. B.________ im Bericht �ber die Untersuchung vom 24. M�rz 2004 festgehalten, es best�nden keine "sicheren Residuen" der erlittenen commotio cerebri mehr, was dagegen spricht, dass der Beschwerdef�hrer unter unfallbedingten Kopfschmerzen leidet.
Der Bericht von Kreisarzt Dr. med. B.________ �ber die Abschlussuntersuchung vom 14. Oktober 2004, dem Vorinstanz und SUVA volle Beweiskraft beigemessen haben, erweist sich somit mit Bezug auf die nat�rliche Unfallkausalit�t des objektivierbaren organischen Gesundheitsschadens des Beschwerdef�hrers sowie der von ihm geklagten Beschwerden im Nacken-/Schulterbereich und der Kopfschmerzen teils als widerspr�chlich, teils als unvollst�ndig und unschl�ssig. Es fehlt ihm die erforderliche Beweiskraft, weshalb die nat�rliche Unfallkausalit�t der vom Beschwerdef�hrer geklagten Nacken-, Schulter- und Kopfschmerzen erg�nzender medizinischer Abkl�rungen bedarf. Falls die zus�tzlichen Abkl�rungen ergeben, dass f�r die vom Beschwerdef�hrer geklagten Nacken-, Schulter- und Kopfbeschwerden nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest teilurs�chlich ein nat�rlicher Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 19. Juli 2003 bejaht werden kann, besteht auch kein Raum f�r eine Durchbrechung des Kausalit�tsprinzips nach Massgabe von Art. 36 Abs. 2 Satz 2 UVG. Denn ein unfallfremder Gesundheitsschaden im Nacken-/Schulter- oder Kopfbereich �berschneidet sich nicht mit der unfallkausalen Sch�digung des rechten H�ftgelenkkopfes und stellt einen davon isolierbaren, selbst�ndigen Gesundheitsschaden dar, f�r welchen die SUVA auch nicht nach der Ausnahmeregel von Art. 36 Abs. 2 Satz 2 UVG haftet.
3.6 Die mangelnde Beweiskraft der kreis�rztlichen Beurteilung der nat�rlichen Unfallkausalit�t der somatischen Restbeschwerden hat zur Folge, dass auch die darauf beruhende Einsch�tzung der Restarbeitsf�higkeit durch den Kreisarzt nicht vollst�ndig zu �berzeugen vermag und keine hinreichende Grundlage f�r die Invalidit�tsbemessung bilden kann. Dr. med. B.________ hat folgende T�tigkeiten als dem Beschwerdef�hrer nicht mehr zumutbar erachtet:
- T�tigkeiten mit Schl�gen und Vibrationen auf die rechte H�fte sowie den Nacken- und Schulterg�rtelbereich v.a. links;
- Gewichtslimite von 12-15 kg beim Tragen von Lasten;
- h�ufiges Begehen von Leitern und Treppen sowie von unebenem Gel�nde;
- nur ausnahmsweise T�tigkeiten in der Hocke;
- Gehstrecke von maximal 2-3 km;
- keine T�tigkeiten mit Zwangshaltungen f�r Schulter-/Nackenbereich;
- tiefere Gewichtslimite f�r �berkopfarbeiten.
Von diesen Einschr�nkungen der Arbeits- und Leistungsf�higkeit sind diejenigen f�r die Invalidit�tsbemessung irrelevant, welche auf den vom Beschwerdef�hrer geklagten Nacken-, Schulter- und Kopfbeschwerden beruhen, sofern es sich dabei um unfallfremde Gesundheitsst�rungen handelt; dies betrifft namentlich die nicht mehr zumutbaren T�tigkeiten, die mit Belastungen/Vibrationen des Nacken- und Schulterg�rtels vor allem links oder mit Zwangshaltungen in diesem Bereich verbunden sind. Fraglich erscheint diesfalls auch, ob �berkopfarbeiten dem Beschwerdef�hrer tats�chlich nur noch beschr�nkt zumutbar sind. Abgesehen davon ist nicht einsichtig und im Abschlussuntersuchungsbericht vom 14. Oktober 2004 nicht n�her begr�ndet, weshalb Kreisarzt Dr. med. B.________ im Rahmen der zwecks (umsichtiger) Vorbereitung des Arbeitsversuchs vom 29. M�rz 2004 durchgef�hrten Untersuchung einen Einsatz des Beschwerdef�hrers als Baumaschinenf�hrer wieder als zumutbar erachtete, rund sieben Monate sp�ter aber eine Wiedereingliederung im angestammten Beruf sinngem�ss als unzumutbar ausschloss. In der Zwischenzeit war beim Beschwerdef�hrer ausweislich der medizinischen Akten keine Verschlimmerung seines somatischen und unfallkausalen Gesundheitsschadens eingetreten.
Die SUVA wird deshalb auch die den organischen Unfallfolgen entsprechende Restarbeitsf�higkeit des Beschwerdef�hrers neu zu beurteilen haben.
4.1 Bei der Ad�quanzbeurteilung des psychischen Gesundheitsschadens des Beschwerdef�hrers (somatoforme Schmerz- und Anpassungsst�rung [ICD F 45.4] mit labilisierten Affekten und Stimmungsschwankungen) ist das kantonale Gericht vom Vorliegen eines mittelschweren Unfalles ausgegangen. Es hat von den bei solchen Unf�llen rechtsprechungsgem�ss (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140 f.) massgebenden objektiven, unfallbezogenen Ad�quanzkriterien lediglich dasjenige des Grades und der Dauer der Arbeitsunf�higkeit als gegeben erachtet. Dementsprechend wurde der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 19. Juli 2003 und der beim Beschwerdef�hrer eingetretenen psychischen Gesundheitsst�rung verneint.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, es liege ein mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den schweren Unf�llen vor und es seien mehrere der massgebenden Ad�quanzkriterien erf�llt.
4.2 Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hat im Zusammenhang mit Verkehrsunf�llen bei folgenden Geschehensabl�ufen einen mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den schweren Unf�llen angenommen:
- Herausschleudern eines PW-Lenkers durch das Fenster eines Autos nach Frontalzusammenstoss, wobei der Versicherte mit einem Bein bis zur H�fte im umgest�rzten PW eingeklemmt blieb und sich eine Gehirnersch�tterung, eine Kopfverletzung, einen Mittelhandbruch und Verletzungen in der Leistengegend zuzog (nicht ver�ffentlichtes Urteil B. vom 8. April 1991, U 47/90; Sachverhaltszusammenfassung in der in RKUV 2005 Nr. U 555 S. 325 E. 3.4.1 [U 458/04] publizierten Kasuistik).
- Reifenplatzer auf der Autobahn bei ca. 95 km/h mit anschliessendem �berschlagen auf das Dach (RKUV 2003 Nr. U 481 S. 204 E. 3.3.2 [U 161/01], nicht in BGE 129 V 323).
- �berschlagen eines Fahrzeuges infolge Reifenplatzers, wobei die Versicherte Kontusionen an Thorax, Schultern und Halswirbels�ule erlitt (nicht ver�ffentlichtes Urteil G. vom 10. November 1992, U 68/91; Sachverhaltszusammenfassung in der in RKUV 2005 Nr. U 555 S. 325 E. 3.4.1 [U 458/04] publizierten Kasuistik).
Demgegen�ber wurde folgender Verkehrsunfall nicht als schwererer Unfall im mittleren Bereich qualifiziert:
- Ins Schleudern geratenes Fahrzeug kam von der Strasse ab und �berschlug sich eine Grasb�schung hinab, was beim Versicherten mehrere Rippenfrakturen rechts und eine Rissquetschwunde im Bereich der rechten Beckenschaufel sowie einen Schl�sselbeinbruch zur Folge hatte (nicht ver�ffentlichtes Urteil A. vom 29. Oktober 1991, U 62/90; Sachverhaltszusammenfassung in RKUV 2003 Nr. U 481 S. 204 E. 3.3.2 [U 161/01], nicht in BGE 129 V 323).
Diese Gegen�berstellung der relevanten Pr�judizien zeigt, dass der Verkehrsunfall des Beschwerdef�hrers vom 19. Juli 2003 n�her bei der letztgenannten Kategorie der nicht besonders qualifizierten mittelschweren Unf�lle liegt. Wohl �berschlug sich auch der PW des Beschwerdef�hrers bei einer von ihm mit ca. 90 km/h angegebenen Geschwindigkeit auf einer Autobahn �ber die Mittelleitplanke hinweg und blieb mit Totalschaden auf der Gegenfahrbahn und auf dem Dach liegen. Der Beschwerdef�hrer wurde ebenfalls aus dem Fahrzeug geschleudert. Es erfolgte aber keine Sekund�rkollision mit anderen Fahrzeugen und der Beschwerdef�hrer wurde weder im Fahrzeug eingeklemmt noch erlitt er lebensbedrohliche Verletzungen, die besonders geeignet gewesen w�ren, eine unfallbedingte psychische Fehlentwicklung auszul�sen. Die Vorinstanz hat daher das Unfallereignis vom 19. Juli 2003 zu Recht nicht als schwereren Unfall im mittleren Bereich eingestuft, sodass mehrere der massgebenden Ad�quanzkriterien oder eines davon in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt sein m�ssten, damit der ad�quate Kausalzusammenhang f�r den beim Beschwerdef�hrer eingetretenen psychischen Gesundheitsschaden bejaht werden k�nnte.
4.3.1 Mit Bezug auf die einzelnen Ad�quanzkriterien behauptet der Beschwerdef�hrer, dasjenige der besonders "traumatischen" (recte: dramatischen) Begleitumst�nde oder der besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalles sei erf�llt. Er verweist hief�r auf das nicht publizierte Urteil O. vom 20. Oktober 2005, U 185/05, in welchem das Eidgen�ssische Versicherungsgericht das Kriterium der Eindr�cklichkeit f�r folgenden Verkehrsunfall in besonders ausgepr�gter Form als erf�llt erachtete:
Beim Ausweichen wegen eines auf der Fahrbahn liegenden toten Tieres (Dachs) verlor ein PW-Lenker bei einer Geschwindigkeit von 110-120 km/h auf der Autobahn die Herrschaft �ber sein Fahrzeug, welches sich zweimal um die eigene Achse drehte, sich �berschlug und auf dem Dach gegen die rechte Fahrbahn schlitterte, dort mit einem Zweitauto kollidierte und auf dem Dach liegend auf der linken Fahrbahn zum Stillstand kam. Die versicherte Mitfahrerin und der Lenker wurden nicht aus dem Fahrzeug geschleudert und befanden sich noch im auf dem Dach liegenden Unfallfahrzeug, als ein drittes Auto mit diesem kollidierte und es nochmals einige Meter wegschleuderte.
Dieses Unfallgeschehen ist bez�glich �usserem Ablauf und lebensbedrohlichen Einwirkungen auf die Fahrzeuginsassen mit dem Unfall des Beschwerdef�hrers vom 19. Juli 2003 nicht vergleichbar. In jenem Fall war die versicherte Mitfahrerin in dem ausser Kontrolle geratenen und auf dem Dach liegenden Fahrzeug "gefangen" und in dieser Lage zwei Folgekollisionen mit weiteren Autos ausgesetzt. Demgegen�ber kollidierte der PW des Beschwerdef�hrers nicht mit anderen Fahrzeugen und er selbst war nicht in seinem PW eingeschlossen, als dieser auf dem Dach liegend zum Stillstand kam. Unter diesen Umst�nden kann das Kriterium der besonderen Eindr�cklichkeit zwar - angesichts des spektakul�ren Unfallverlaufs - als erf�llt gelten; es erreicht jedoch, im Gegensatz zum zitierten Urteil U 185/05, keine besonders intensive Auspr�gung.
4.3.2 Soweit der Beschwerdef�hrer das Kriterium der k�rperlichen Dauerschmerzen f�r sich beansprucht, ist ihm entgegenzuhalten, dass dabei psychogen bedingte K�rperschmerzen nicht ber�cksichtigt werden k�nnen. Solche und nicht die durch den unfallkausalen organischen Gesundheitsschaden im Bereich der rechten H�fte verursachte Beschwerden stehen aber beim Beschwerdef�hrer aufgrund seiner somatoformen Schmerz- und Anpassungsst�rung im Vordergrund.
4.3.3 Schliesslich ist es unbehelflich, wenn der Beschwerdef�hrer aus dem Umstand, dass sein Hausarzt ihm als Unfallfolge zweimal einen kleinen Glassplitter mittels Stichinzision entfernen musste, eine ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung ableitet. Durch diese beiden harmlosen Eingriffe, die selbst in den Augen von Dr. med. U.________ "ohne jegliche medizinische Bedeutung" sind, wurde die �rztliche Behandlung nicht verl�ngert. Deren Dauer wurde vielmehr in ausschlaggebender Weise dadurch bestimmt, dass der Beschwerdef�hrer sich nie dazu bewegen liess, auf seine Gehst�cke zu verzichten, obschon ihm dies die �rzte der Chirurgischen Klinik des Spitals X.________ bereits im Dezember 2003 empfohlen haben und in der Folge die diesbez�glichen monatelangen Bem�hungen des Hausarztes, der �rzte der Rehaklinik Y.________, der Rehaklinik Z.________ und des Kreisarztes sowie des Physiotherapeuten allesamt erfolglos geblieben sind. Da es sich dabei ebenfalls um eine psychogen bedingte Selbsteinschr�nkung handeln d�rfte, welche den Grad und die relativ lange Dauer der Arbeitsunf�higkeit wesentlich mitbeeinflusst hat, erscheint es auch als zweifelhaft, ob das kantonale Gericht das letztere Ad�quanzkriterium zu Recht bejaht hat. Die Frage kann jedoch offen bleiben, denn die Ad�quanz ist auch bei Erf�llung dieses Merkmals zu verneinen, nachdem daneben nur ein Kriterium (besondere Eindr�cklichkeit) in nicht besonders ausgepr�gter Weise vorliegt.
5.1 Mit Bezug auf den Integrit�tsentsch�digungsanspruch macht der Beschwerdef�hrer geltend, bei dessen Bemessung seien auch die "psychischen Beschwerden" mitzuber�cksichtigen, weil es sich dabei um ad�quat kausale Unfallfolgen handle. Ausserdem leide er immer noch an Kopfschmerzen, Schwindelanf�llen und Konzentrationsst�rungen; diesbez�glich l�gen dauerhafte sowie erhebliche Beschwerden vor.
5.2 Wie dargelegt, hat die Vorinstanz den ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 19. Juli 2003 und der danach beim Beschwerdef�hrer eingetretenen somatoformen Schmerz- und Anpassungsst�rung in bundesrechtskonformer Anwendung der daf�r massgebenden Regeln verneint. Mit Bezug auf die geltend gemachten Kopfschmerzen ist schon deren nat�rliche Unfallkausalit�t nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen (vgl. vorne Erw. 3.5). Daf�r, dass der Beschwerdef�hrer zus�tzlich und dauerhaft an Schwindelanf�llen und Konzentrationsst�rungen leidet, finden sich in den medizinischen Akten keinerlei zuverl�ssige Angaben; ebenso wenig ist medizinisch belegt, dass es sich dabei um Gesundheitsst�rungen handelt, die auf unfallkausalen organischen Ver�nderungen beruhen. Ein Integrit�tsentsch�digungsanspruch gem�ss Art. 24/25 UVG f�llt hief�r ausser Betracht.
Zusammenfassend ergibt sich, dass sowohl die Frage der Ad�quanz und damit der Haftung der SUVA f�r den psychischen Gesundheitsschaden des Beschwerdef�hrers als auch sein Integrit�tsentsch�digungsanspruch vom kantonalen Gericht bundesrechtskonform beurteilt bzw. bemessen worden sind und die Verwaltungsgerichtsbeschwerde insoweit unbegr�ndet ist. Hingegen ist der medizinische Sachverhalt mit Bezug auf die nat�rliche Unfallkausalit�t der beim Beschwerdef�hrer vorhandenen organischen Gesundheitsst�rungen ungen�gend abgekl�rt, weshalb es an einer �berzeugenden, f�r eine rechtskonforme Invalidit�tsbemessung aber unabdingbaren �rztlichen Einsch�tzung seiner Restarbeitsf�higkeit fehlt. Diesbez�glich ist die Sache gest�tzt auf den Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen (vgl. E. 1.3) zur erg�nzenden Sachverhaltsfeststellung an die SUVA zur�ckzuweisen.
7.1 Wird eine Streitsache unter Aufhebung des angefochtenen kantonalen Entscheides sowie des Einspracheentscheides zur erg�nzenden Sachverhaltsfeststellung und neuen Beurteilung an die Verwaltung zur�ckgewiesen, gilt die blosse M�glichkeit einer Schlechterstellung der beschwerdef�hrenden Partei im neu zu f�llenden Einspracheentscheid rechtsprechungsgem�ss nicht als reformatio in peius (ARV 1995 Nr. 23 S. 138 E. 3a mit Hinweis auf ZAK 1988 S. 615 E. 2b). Anders verh�lt es sich nur, wenn die R�ckweisung an die Verwaltung mit Sicherheit eine Verschlechterung der Rechtsstellung des Beschwerdef�hrers zur Folge hat (ARV 1995 Nr. 23 S. 139 E. 3b).
7.2 Zwar ist f�r den Umfang des Anspruchs des Beschwerdef�hrers auf eine Invalidenrente das Ergebnis der notwendigen erg�nzenden Sachverhaltsabkl�rungen von rechtserheblicher Bedeutung. Es ist daher m�glich, dass dem Beschwerdef�hrer im neu zu treffenden Einspracheentscheid eine geringere Rente als eine solche f�r einen Invalidit�tsgrad von 33 % zugesprochen wird. Mit Sicherheit steht aber dieser Ausgang des R�ckweisungsverfahrens nicht fest, weshalb dem Beschwerdef�hrer nicht Gelegenheit zum R�ckzug der Verwaltungsgerichtsbeschwerde infolge drohender reformatio in peius gegeben werden muss.
Dem Gesuch um unentgeltliche Verbeist�ndung kann entsprochen werden, weil die Bed�rftigkeit ausgewiesen ist, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht als aussichtslos zu bezeichnen und die Vertretung durch einen Rechtsanwalt geboten war (BGE 125 V 371 E. 5b S. 372 mit Hinweisen). Der Beschwerdef�hrer wird ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird im Sinne der Erw�gungen abgewiesen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 8. September 2006 und der Einspracheentscheid der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt vom 23. September 2005 werden aufgehoben und die Sache wird an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt zur�ckgewiesen, damit sie nach erg�nzender Sachverhaltsabkl�rung im Sinne der Erw�gungen 3.4-3.6 �ber den Anspruch auf eine Invalidenrente neu entscheide.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Rechtsanwalt Matthias H�fliger, Emmenbr�cke, f�r das letztinstanzliche Verfahren aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.