Source: https://gesetze-in-app.de/BUrlG/7
Timestamp: 2019-03-19 09:35:49
Document Index: 226036515

Matched Legal Cases: ['EuG', '§ 7', 'EuG', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 78', '§ 7', '§ 47', '§ 7', 'BGH', '§ 11', '§ 7', '§ 87', 'EuG', 'EuG', '§ 7', 'EuG', '§ 7', 'Art. 7', 'Art. 7', '§ 7', 'EuG', 'Art. 7', '§ 7', '§ 7', '§ 5', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 935', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 935', 'EuG', '§ 7', 'EuG', '§ 7', 'Art. 7', '§ 24']

LAG Düsseldorf, Urteil vom 3.2.2010, Az. 12 Sa 1512/09 Indessen verfängt dieser Einwand schon deswegen nicht, weil nach den EuGH-Urteilen vom 20.01.2009 - C-350/06 Schultz-Hoff - und vom 10.09.2009 - C-277/08 Vicente Pereda - der Ausgangspunkt der BAG-Rechtsprechung, dass der gesetzliche Urlaubsanspruch gemäß § 7 Abs.3 BUrlG befristet sei, nicht mehr zu verteidigen ist (vgl. Schlachter RdA 2009, Sonderbeilage zu Heft 5, 33 f.).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 3.2.2010, Az. 12 Sa 1512/09 27a) Allerdings wird die EuGH-Entscheidung vom 20.01.2009 in der Instanzrechtsprechung (LAG München 03.12.2009 - 4 Sa 564/09 - Juris Rn. 26, 27 'minimalinvasiver Eingriff') sowie im Schrifttum (z. B. Genenger, An. LAGE § 7 BUrlG Abgeltung Nr. 22, Seite 42) so verstanden, dass es außerhalb der Fälle langandauernder Arbeitsunfähigkeit bei dem 'Fristenregime, wie es sich aus § 7 Abs.3 Satz 1 BUrlG [Ende des Urlaubsjahres] und aus § 7 Abs.3 Satz 3 BUrlG [bei Übertragung aus dringenden betrieblichen oder in der Person liegenden Gründen bis zu dem 31. März] ergibt', bleibe (Düwell dbr 2010, 11/13, MüArbR/Düwell, 3. Aufl., § 78 Rn. 26, ErfK/Dörner, 10. Aufl., § 7 BUrlG Rn. 391, 46a, Preis, Arbeitsrecht, 3. Aufl., § 47 III 3 b).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 3.7.2010, Az. 12 Sa 650/10 Andererseits hätte die auf den Beginn des Urlaubsjahres verlegte Fälligkeit des Anspruchs nicht nur mit Blick auf mögliche Ausschlussfristen groteske Konsequenzen (zutr. AnwK-ArbR/Düwell, § 7 Rn. 125), sondern liefe praktisch auf eine Verkürzung der Verjährungsfrist und damit auf 'wenig sinnvolle und unbefriedigende Ergebnisse' hinaus (vgl. BGH 05.05.2010 - III ZR 209/09 - Juris Rn. 21, ferner Bamberger/Roth/Henrich/ Spindler, BGB, 2. Aufl., § 11 Rn. 4 f.), weil nach der Intention des Gesetzgebers der Urlaubsanspruch nicht beginnend mit dem ersten Werktag des Urlaubsjahres, sondern erst im Laufe des Jahres und dann im Konsens (§ 7 Abs. 1 BUrlG, § 87 Abs. 1 Nr. 5 BetrVG) erfüllt werden soll.
ArbG Oberhausen, Urteil vom 3.11.2009, Az. 1 Ca 2212/09 Nachdem der EuGH entschieden hat, dass es mit europäischem Recht nicht vereinbar ist, wenn der Urlaubsabgeltungsanspruch bei Arbeitsunfähigkeit bis zu dem Ende des Übertragungszeitraums nach gesetzlichen Vorschriften verfällt (EuGH, Urt. v. 20.1.2009 - C-350/06, AP Nr. 1 zu Richtlinie 2003/88/EG), hat sich die Rechtsprechung dieser Rechtsauffassung angeschlossen und zugleich klargestellt, dass eine richtlinienkonforme Auslegung des gesetzlichen Urlaubsrechts möglich ist (BAG, Urt. v. 24.3.2009 - 9 AZR 983/07, AP Nr. 39 zu § 7 BUrlG; LAG Düsseldorf, Urt. v. 2.2.2009 - 12 Sa 486/06, NZA-RR 2009, 242).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 2.1.2011, Az. 16 Sa 1574/10 86Nach Auffassung des LAG Hamm (Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH v. 15.04.2010 - 16 Sa 1176/09 - LAGE § 7 BUrlG Abgeltung Nr. 27) erfordert der mit Art. 7 der Richtlinie 2003/88/EG verfolgte Zweck keine Ansammlung von Urlaubsansprüchen für mehrere Jahre, vielmehr ist danach Art. 7 der Richtlinie 2003/88/EG einer Auslegung zugänglich, wonach der Anspruch auf einen bezahlten Mindestjahresurlaub von vier Wochen zeitlich befristet ist.
LAG Düsseldorf, Urteil vom 5.1.2011, Az. 9 Sa 258/10 Das LAG Hamm hat mit Beschluss vom 15.04.2010 (16 Sa 1176/09 - LAGE Nr. 27 zu § 7 BUrlG Abgeltung) dem EuGH die Frage vorgelegt, ob Art. 7 Abs. 1 der RL 2003//88/EG dahin auszulegen ist, dass er einzelstaatlichen Rechtsvorschriften und/oder Gepflogenheiten, nach denen der Anspruch auf bezahlten Mindestjahresurlaubs bei Ablauf des Bezugszeitraums und/oder Übertragungszeitraums erlischt, auch dann entgegensteht, wenn der Arbeitnehmer längerfristig arbeitsunfähig ist und deshalb Mindesturlaubsansprüche für mehrere Jahre ansammeln könnte, wenn diese nicht begrenzt würden und würde die zeitliche Begrenzung mindestens 18 Monate betragen müssen.
LAG Düsseldorf, Urteil vom 3.1.2002, Az. 3 Ca 4915/01 Gleichwohl bleibt es letztlich Sache des Arbeitgebers, den Urlaub zu erteilen (GK-BUrlG/Bachmann, § 7 Rz. 9, Leipold, An. zu BAG AP Nr. 10 zu § 7 BUrlG, zu 1, Staudinger/Rieble, BGB (2001), § 5 Rz. 164).
LAG Hamm, Urteil vom 3.4.2004, Az. 18 Sa 964/04 46Nach herrschender Meinung (vgl. BAG, Urteil vom 22.01.1998 - 2 ABR 19/97 - NZA 1998, 708; LAG Köln, Urteil vom 17.03.1995 - 13 Sa 1282/94 - AR-Blattei ES 'Saisonarbeit' Nr. 2; LAG Hamburg, Urteil vom 15.09.1989 - 3 Sa 17/89 - LAGE § 7 BUrlG Nr. 26; LAG Ber-lin, Urteil vom 20.05.1985 - 9 Sa 38/85 - LAGE § 7 BUrlG Nr. 9; ErfK-Dörner, 3. Aufl., § 7 BUrlG Rz. 55; anderer Auffassung z.B. Leinemann/Linck, 2. Aufl., § 7 BUrlG Rz. 93 ff mit einem Überblick über den Meinungsstand) ist der Arbeitnehmer nach §§ 935, 940 ZPO be-rechtigt, seinen Urlaubsanspruch im Wege der einstweiligen Verfügung durchzusetzen.
LAG Hamm, Urteil vom 3.5.2004, Az. 18 Sa 981/04 46Nach herrschender Meinung (vgl. BAG, Urteil vom 22.01.1998 - 2 ABR 19/97 - NZA 1998, 708; LAG Köln, Urteil vom 17.03.1995 - 13 Sa 1282/94 - AR-Blattei ES 'Saisonarbeit' Nr. 2; LAG Hamburg, Urteil vom 15.09.1989 - 3 Sa 17/89 - LAGE § 7 BUrlG Nr. 26; LAG Berlin, Urteil vom 20.05.1985 - 9 Sa 38/85 - LAGE § 7 BUrlG Nr. 9; ErfK-Dörner, 2. Aufl., § 7 BUrlG Rz. 55; anderer Auffassung z.B. Leinemann/Linck, 2. Aufl., § 7 BUrlG Rz. 93 ff mit einem Überblick über den Meinungsstand) ist der Arbeitnehmer nach §§ 935, 940 ZPO berechtigt, seinen Urlaubsanspruch im Wege der einstweiligen Verfügung durchzusetzen.
LArbG Nürnberg, Urteil vom 5.2.2012, Az. 8 Sa 303/11 Zugrunde zu legen ist dabei die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 24.03.2009 (NZA 09, 538), die im Hinblick auf das Urteil des EuGH vom 20.01.2009 Rs C-350/06 und C-520/06 - „Schultz-Hoff“ § 7 Abs.3 Satz 3 BUrlG richtlinienkonform theologisch reduziert hat und klargestellt hat, dass die zeitliche Beschränkung des Urlaubsanspruchs bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit jedenfalls bis zu dem Ende des Urlaubsjahres bzw. des Übertragungszeitraums keinen Bestand haben kann.
VG Ansbach, Urteil vom 3.4.2010, Az. 11 K 10.00486 Mit Schreiben vom 12. Juli 2009 (Bl. 1 der Verfahrensakte = VA) meldete der Kläger einen Anspruch auf Abgeltung seines Erholungsurlaubs des Jahres 2008 sowie seines Arbeitszeitguthabens unter Verweisung auf das EuGH-Urteil vom 20.1.2009 und das BAG-Urteil vom 24.3.2009 sowie § 7 BUrlG, Art. 7 der Arbeitszeitrichtlinie 2003/88/EG und § 24 PostPersRG an.