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Timestamp: 2016-10-24 12:29:18
Document Index: 236006034

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 89', 'BGE', 'BGE', 'Art. 24', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 99', 'Art. 99', 'Art. 29', 'Art. 33', 'Art. 111', 'Art. 111', 'Art. 111', 'Art. 89', 'Art. 103', 'Art. 89', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 103', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 95', 'Art. 66', 'Art. 68', 'BGE']

1C_528/2009 (13.09.2010)
1C_528/2009
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Heinz Macchi,
Politische Gemeinde Bussnang, vertreten durch den Gemeinderat, Schulstrasse 1, 9565 Bussnang,
Amt f�r Raumplanung des Kantons Thurgau, Verwaltungsgeb�ude, 8510 Frauenfeld,
Departement f�r Bau und Umwelt des Kantons Thurgau, Generalsekretariat, Rechtsdienst, Verwaltungsgeb�ude, Postfach, 8510 Frauenfeld.
Beschwerde gegen den Entscheid vom 21. Oktober 2009 des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau.
Die Y.________ AG beabsichtigt, eine auf dem Gebiet der Politischen Gemeinde Bussnang (nachfolgend Gemeinde Bussnang) liegende Lagerhalle zu erweitern. Der bestehende Betrieb der Y.________ AG und das Baugrundst�ck liegen in der Landwirtschaftszone. Auf ein entsprechendes Baugesuch der Y.________ AG hin erhoben BX.________ und AX.________ Einsprache gegen das Bauprojekt. Mit Entscheid vom 3. Oktober 2008 stellte das Amt f�r Raumplanung des Kantons Thurgau (ARP) fest, dass das Bauvorhaben in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform sei, jedoch unter Einhaltung von Auflagen eine Ausnahmebewilligung erteilt werden k�nne.
Mit Entscheid vom 2. April 2009 erkl�rte das Departement f�r Bau und Umwelt des Kantons Thurgau (DBU) eine von der Gemeinde Bussnang f�r die Erweiterung der Lagerhalle erteilte Baubewilligung f�r nichtig, weil die Gemeinde als Eigent�merin eines Teils des Baugrundst�cks zum Entscheid nicht zust�ndig gewesen sei. Gleichzeitig erteilte das Departement selbst die Baubewilligung f�r das Bauprojekt (mit Auflagen) und trat auf die Einsprache von BX.________ und AX.________ nicht ein, weil diese nicht zur Einsprache legitimiert seien.
Gegen den Entscheid des DBU gelangten BX.________ und AX.________ mit Beschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau. Dieses wies die Beschwerde mit Urteil vom 21. Oktober 2009 ab, weil das DBU die Einsprachelegitimation von BX.________ und AX.________ zurecht verneint habe.
Gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts haben BX.________ und AX.________ am 2. Dezember 2009 beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erhoben. Sie beantragen die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie der Entscheide des DBU vom 2. April 2009 und des ARP vom 3. Oktober 2008. Die Bau- bzw. Ausnahmebewilligung f�r die Lagerhalle sei zu verweigern. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Verwaltungsgericht, das DBU, das ARP sowie die Y.________ AG schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Die Gemeinde Bussnang teilt mit, sie halte an ihrer Stellungnahme zu Handen der Vorinstanz fest. Mit Stellungnahme vom 8. M�rz 2010 hat sich das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU) zur Frage der Legitimation der Beschwerdef�hrer zur Anfechtung des Bauprojekts ge�ussert.
Im weiteren Schriftenwechsel halten die Verfahrensbeteiligten an ihren Antr�gen fest.
1.1 Der angefochtene Entscheid des Verwaltungsgerichts ist ein letztinstanzlicher kantonaler Endentscheid in einer �ffentlich-rechtlichen Angelegenheit (vgl. Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 sowie Art. 90 BGG). Die Beschwerdef�hrer sind nach Art. 89 Abs. 1 BGG zur Beschwerde gegen den verwaltungsgerichtlichen Entscheid, mit dem ihnen die Einsprachelegitimation abgesprochen wurde, ungeachtet ihrer Legitimation in der Sache befugt. Auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde ist daher grunds�tzlich einzutreten.
1.2 Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit die Aufhebung der Entscheide des DBU und des ARP beantragt wird. Diese Entscheide sind durch den Entscheid des Verwaltungsgerichts ersetzt worden (Devolutiveffekt) und gelten als inhaltlich mitangefochten (BGE 134 II 142 E. 1.4 S. 144 mit Hinweis).
1.3 Die Beschwerde ist nur im Rahmen des Streitgegenstands zul�ssig. Dieser wird durch den Gegenstand des angefochtenen Entscheids und durch die Parteibegehren bestimmt, wobei der angefochtene Entscheid den m�glichen Streitgegenstand begrenzt (BGE 133 II 181 E. 3.3 S. 189). Gegenstand des vorinstanzlichen Entscheids war einzig die Frage, ob das DBU die Einsprachelegitimation von BX.________ und AX.________ zu Recht verneint hatte. Nicht einzutreten ist deshalb auf Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrer zur Sache selber und insbesondere zur Frage, ob das Bauvorhaben die Voraussetzungen von Art. 24 RPG f�r die Erteilung einer Ausnahmebewilligung f�r Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen erf�lle.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begr�ndung in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Dies setzt voraus, dass sich der Beschwerdef�hrer wenigstens kurz mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt. Gen�gt die Beschwerdeschrift diesen Begr�ndungsanforderungen nicht, so ist darauf nicht einzutreten. Zwar wendet das Bundesgericht das Recht grunds�tzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Dies setzt aber voraus, dass auf die Beschwerde �berhaupt eingetreten werden kann, diese also wenigstens die minimalen Begr�ndungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG erf�llt.
Strengere Anforderungen gelten, wenn die Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der willk�rlichen Anwendung von kantonalem oder kommunalem Recht und Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung, vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255) geltend gemacht wird. Dies pr�ft das Bundesgericht nicht von Amtes wegen, sondern nur insoweit, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Beschwerdeschrift muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen; auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein. Wird eine Verletzung des Willk�rverbots geltend gemacht, muss anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261 mit Hinweisen). Demzufolge gen�gt es insbesondere auch nicht, einen von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten. Vielmehr ist in der Beschwerdeschrift darzulegen, inwiefern diese Feststellungen willk�rlich zustande gekommen sind. Andernfalls k�nnen Vorbringen mit Bezug auf einen Sachverhalt, der von den Feststellungen im angefochtenen Entscheid abweicht, nicht ber�cksichtigt werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255).
Im Rahmen der nachfolgenden Ausf�hrungen zu den behaupteten Rechtsverletzungen ist zu pr�fen, ob die Beschwerde den genannten R�ge- und Begr�ndungspflichten entspricht.
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Vorbehalten bleibt die Erg�nzung oder Berichtigung des Sachverhalts wenn er offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).
3.1 Der Beschwerdef�hrer hat vor Bundesgericht verschiedene Fotografien zur Situation des Betriebs der Beschwerdegegnerin in der Landwirtschaftszone, zur Sichtsituation zwischen den Parzellen der Beschwerdef�hrer und der Beschwerdegegnerin sowie zur Strassensituation im Bereich der Liegenschaft der Beschwerdef�hrer eingereicht.
Im bundesgerichtlichen Verfahren d�rfen neue Tatsachen und Beweismittel nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt, was in der Beschwerde n�her darzulegen ist (Art. 99 Abs. 1 BGG). Nicht zu den Tatsachen, zu deren Vorbringen erst der angefochtene Entscheid Anlass gibt, geh�ren Tatsachenbehauptungen und Beweismittel, die der Beschwerdef�hrer im kantonalen Verfahren vorzutragen unterlassen hat, und die deshalb von der Vorinstanz auch nicht ber�cksichtigt werden konnten. Der Beschwerdef�hrer kann nicht mit neuen tats�chlichen Vorbringen, die er schon vor der Vorinstanz h�tte vorbringen k�nnen und m�ssen, nachzuweisen versuchen, dass die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung offensichtlich unrichtig oder die Beweisw�rdigung willk�rlich sei. Soweit die von den Beschwerdef�hrern eingereichten Fotografien �berhaupt geeignet w�ren, rechtserhebliche Tatsachen zu belegen, handelte es sich dabei um unzul�ssige, und damit nicht zu beachtende Noven im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG.
3.2 Der rechtlich relevante Sachverhalt ergibt sich mit hinreichender Klarheit aus den Akten, weshalb der Antrag der Beschwerdef�hrer auf die Durchf�hrung eines Augenscheins und einer Expertise zu den Strassenverh�ltnissen im Bereich der Liegenschaft der Beschwerdef�hrer abzuweisen ist.
Die Beschwerdef�hrer r�gen, die Vorinstanz habe angebotene Beweise, insbesondere das Einholen einer Expertise zu den zu erwartenden L�rmemissionen sowie die Befragung eines Vertreters des Arbeitsinspektorats und einer Vertreterin der Gemeinde, nicht abgenommen. Sie machen damit sinngem�ss eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) geltend.
Es ist indessen nicht ersichtlich und wird von den Beschwerdef�hrern nicht dargetan, dass die Vorinstanz durch die Abnahme der beantragten Beweise neue, entscheidwesentliche Erkenntnisse h�tte gewinnen k�nnen, welche sich nicht bereits aus den Akten und dem durchgef�hrten Augenschein ergaben. Die R�ge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r erweist sich damit als unbegr�ndet.
Mit der Abweisung der Beschwerde st�tzte die Vorinstanz den Entscheid des DBU, welches gest�tzt auf � 90 des kantonalen Planungs- und Baugesetzes vom 16. August 1995 (PBG) mangels Legitimation nicht auf die Einsprache der Beschwerdef�hrer eintrat.
5.1 Gem�ss Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG gew�hrleistet das kantonale Recht gegen Verf�gungen betreffend die Raumplanung die Legitimation mindestens im gleichen Umfang wie f�r die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht. Ferner schreibt Art. 111 BGG die Einheit des Verfahrens vor: Wer zur Beschwerde an das Bundesgericht berechtigt ist, muss sich am Verfahren vor allen kantonalen Vorinstanzen als Partei beteiligen k�nnen (Art. 111 Abs. 1 BGG); die unmittelbare Vorinstanz des Bundesgerichts muss grunds�tzlich mindestens die R�gen nach den Artikeln 95-98 BGG pr�fen k�nnen (Art. 111 Abs. 3 BGG). Aus diesen Bestimmungen ergibt sich, dass die kantonalen Beh�rden die Rechtsmittelbefugnis nicht enger fassen d�rfen, als dies f�r die Beschwerde an das Bundesgericht vorgesehen ist (Urteil des Bundesgerichts 1C_212/2009 vom 2. Juni 2010 E. 2.1 mit Hinweis). Zur Beurteilung, ob die Vorinstanzen die Beschwerdef�hrer vom Rechtsmittel ausschliessen durften, ist im vorliegenden Fall die Beschwerdeberechtigung nach den Grunds�tzen von Art. 89 Abs. 1 BGG, welche mit denjenigen des fr�heren Art. 103 lit. a OG �bereinstimmen, zu pr�fen. Sind die Beschwerdef�hrer befugt, gegen einen Sachentscheid �ber das umstrittene Vorhaben beim Bundesgericht Beschwerde zu f�hren, so m�ssen die Vorinstanzen auf ihr Rechtsmittel eintreten, soweit die �brigen formellen Voraussetzungen erf�llt sind.
5.2 Zur Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine M�glichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch den angefochtenen Entscheid besonders ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder �nderung besitzt (Art. 89 Abs. 1 BGG). Verlangt ist somit neben der formellen Beschwer (lit. a), dass der Beschwerdef�hrer �ber eine spezifische Beziehungsn�he zur Streitsache verf�gt (lit. b) und einen praktischen Nutzen aus der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids zieht (lit. c). Die N�he der Beziehung zum Streitgegenstand muss bei Bauprojekten insbesondere in r�umlicher Hinsicht gegeben sein. Ein schutzw�rdiges Interesse liegt vor, wenn die tats�chliche oder rechtliche Situation des Beschwerdef�hrers durch den Ausgang des Verfahrens beeinflusst werden kann (BGE 133 II 409 E. 1.3 S. 413 mit Hinweisen). Die Voraussetzungen von Art. 89 Abs. 1 lit. b und lit. c BGG h�ngen eng zusammen. Insgesamt kann insoweit an die Grunds�tze, die fr�her zur Legitimationspraxis bei der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nach Art. 103 lit. a OG entwickelt worden sind, angekn�pft werden (BGE 133 II 249 E. 1.3.1 S. 252 f., 353 E. 3 S. 356 f., 400 E. 2.2 S. 404 f.).
5.3 Die Behauptung allein, jemand sei von den Folgen einer Baubewilligung betroffen, gen�gt nicht, um die Beschwerdebefugnis zu begr�nden. Vielmehr m�ssen aufgrund des konkreten Sachverhalts das besondere Ber�hrtsein und das schutzw�rdige Interesse glaubhaft erscheinen.
5.3.1 Ein Kriterium f�r die Beurteilung der Beschwerdebefugnis ist die r�umliche Distanz des Nachbarn zum umstrittenen Bauvorhaben, wobei es nicht auf abstrakt bestimmte Distanzwerte ankommt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_212/2009 vom 2. Juni 2010 E. 2.3.1 mit Hinweis). Das Beschwerderecht wird in der Regel anerkannt, wenn der Bau oder Betrieb einer projektierten Anlage mit Sicherheit oder grosser Wahrscheinlichkeit zu Immissionen f�hrt und der Beschwerdef�hrer durch diese - seien es L�rm-, Staub-, Ersch�tterungs-, Licht- oder andere Einwirkungen - betroffen wird. Sind solche Beeintr�chtigungen zu erwarten, �ndert auch der Umstand, dass eine grosse Anzahl von Personen betroffen ist, nichts an der Beschwerdebefugnis. Wird die Einsprache- und Rechtsmittelbefugnis aus den Immissionen des Zubringerverkehrs abgeleitet, so m�ssen diese f�r den Beschwerdef�hrer deutlich wahrnehmbar sein, damit er zur Beschwerde legitimiert ist (BGE 113 Ib 225 E. 1c S. 228 f.; 110 Ib 99 E. 1c S. 102).
5.3.2 In Grenzf�llen besteht ein Beurteilungsspielraum, bei dessen Aus�bung einerseits eine kaum mehr zu begrenzende �ffnung des Beschwerderechts zu vermeiden ist und andererseits die Schranken auch nicht zu eng gezogen werden d�rfen, um nicht die vom Gesetzgeber gewollte �berpr�fung der richtigen Rechtsanwendung in F�llen, in denen der Beschwerdef�hrer ein aktuelles und sch�tzenswertes Interesse besitzt, auszuschliessen (BGE 112 Ib 154 E. 3 S. 159 mit Hinweis). Das Bundesgericht pr�ft die Legitimationsvoraussetzungen in einer Gesamtw�rdigung anhand der im konkreten Fall vorliegenden tats�chlichen Verh�ltnisse. Es stellt nicht schematisch auf einzelne Kriterien (wie z.B. Distanz zum Vorhaben, Sichtverbindung etc.) ab (BGE 136 II 281 E. 2.3.2 S. 285 f.).
Die Vorinstanz hat festgehalten, aus rein optischer Sicht k�nne nicht von einer besonderen Betroffenheit der Beschwerdef�hrer ausgegangen werden, zumal deren Liegenschaft in einer Entfernung von etwa 500 m vom Baugrundst�ck l�ge.
Die Beschwerdef�hrer bestreiten nicht, dass wegen fehlender N�he ihrer Liegenschaft zum Baugrundst�ck aus optischer Sicht eine besondere Betroffenheit fehlt. In der blossen Erkl�rung der Beschwerdef�hrer, das Baugrundst�ck liege in Sichtweite ihrer Liegenschaft, was der Sachverhaltsdarstellung der Vorinstanz nicht widerspricht, ist jedenfalls keine rechtsgen�gend begr�ndete R�ge zu sehen.
Weiter hat die Vorinstanz ausgef�hrt, eine besondere Betroffenheit seitens der Beschwerdef�hrer sei auch bez�glich der zu erwartenden Emissionen aus dem Betrieb der Anlage nicht ersichtlich. Anl�sslich eines Augenscheins bei Vollbetrieb auf dem Areal der Beschwerdegegnerin seien bei der Liegenschaft der Beschwerdef�hrer praktisch keine oder zumindest keine st�renden L�rmger�usche wahrzunehmen gewesen. Auf dem Baugrundst�ck seien keine zus�tzlichen Produktionsanlagen, sondern lediglich eine Erweiterung der Lagerhalle geplant. Vom zus�tzlichen Lagerraum seien keine zus�tzlichen L�rmemissionen zu erwarten, zumal der Trocknungsvorgang und damit die L�rmemissionen mit der M�glichkeit, zus�tzliches Trockenmaterial zu lagern, gem�ss den nachvollziehbaren Aussagen des Vertreters der Beschwerdegegnerin gar reduziert werden k�nnten.
Die Beschwerdef�hrer bezeichnen die Feststellungen der Vorinstanz, mit der M�glichkeit, zus�tzliches Trockenmaterial zu lagern, k�nnten die Ventilatorenger�usche verringert werden, als falsch und unglaubw�rdig. Damit verm�gen sie allerdings nicht rechtsgen�gend aufzuzeigen, inwiefern die vorinstanzliche Sachverhaltsdarstellung offensichtlich unrichtig sein sollte. Die Beschwerdef�hrer f�hren zudem aus, der Vertreter der Beschwerdegegnerin habe zugestanden, dass bei Vollbetrieb der Anlage und entsprechenden Windverh�ltnissen bei der Liegenschaft der Beschwerdef�hrer Ger�usche zu h�ren seien. Ein Vertreter des Arbeitsinspektorats habe best�tigt, dass derartige Immissionen m�glich seien, und auch eine Vertreterin der Gemeinde habe erkl�rt, dass sie bei entsprechender Windlage die Ger�usche des Betriebs steigernd h�re. Selbst wenn man diesen Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrer folgt, kann deshalb die Feststellung der Vorinstanz, dass auf der Liegenschaft der Beschwerdef�hrer zumindest keine st�renden L�rmger�usche wahrzunehmen seien, nicht als offensichtlich unrichtig bzw. willk�rlich betrachtet werden. Soweit die Beschwerdef�hrer schliesslich geltend machen, die Erweiterung der Lagerhalle w�rde eine Steigerung der Produktion erm�glichen, k�nnen sie auch daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Dies zumal nach der nicht offensichtlich unrichtigen Sachverhaltsdarstellung der Vorinstanz bei der Liegenschaft der Beschwerdef�hrer selbst bei Vollbetrieb der Produktionsanlagen zumindest keine st�renden L�rmger�usche wahrzunehmen und auf dem Baugrundst�ck keine zus�tzlichen Produktionsanlagen geplant sind.
Die Vorinstanz hat somit zu Recht verneint, dass die Beschwerdef�hrer bez�glich der vom Betrieb der Anlage zu erwartenden Emissionen besonders betroffen sind.
Bez�glich der Strasse entlang der s�dlichen Grenze des Grundst�cks der Beschwerdef�hrer hat die Vorinstanz festgestellt, der Ausbau der Lagerhalle f�hre zu einem Mehrverkehr von 0.57 Lastwagen pro Arbeitstag, womit der Lastwagenverkehr an Arbeitstagen um lediglich 7.6 % zunehme. Die Beschwerdef�hrer k�nnten auch daraus keine Einsprachelegitimation ableiten.
Ohne sich mit den Ausf�hrungen der Vorinstanz zum zu erwartenden Mehrverkehr n�her auseinanderzusetzen, weisen die Beschwerdef�hrer auf den durch den Ausbau der Lagerhalle zu erwartenden Mehrverkehr auf der Strasse entlang ihres Grundst�cks hin. Das BAFU h�lt dazu in seiner Stellungnahme vom 8. M�rz 2010 fest, die Zunahme um 0.57 Lastwagen pro Tag f�hre zu einer Zunahme der Immissionen von h�chstens 0.1 dB(A). Erfahrungsgem�ss werde beim Strassenverkehrsl�rm grunds�tzlich eine Erh�hung des Beurteilungspegels um 1 dB(A) gerade noch wahrgenommen. Besonders bei geringer Verkehrsdichte k�nne auch eine Ver�nderung des L�rms um weniger als 1 dB(A) wahrgenommen werden, wenn dadurch eine �nderung der Zeit- und Frequenzstruktur des Verkehrsaufkommens bewirkt werde. Vorliegend falle die Zunahme des Verkehrsaufkommens um 0.57 Lastwagen pro Tag sowie die �nderung der akustischen Qualit�t des L�rms jedoch �usserst gering aus, weshalb davon auszugehen sei, dass die Zunahme des Verkehrsaufkommens von den Beschwerdef�hrern nicht wahrgenommen werde.
Bei L�rmimmissionen des Verkehrs zu einem regionalen Einkaufszentrum bezeichnete das Bundesgericht die Bejahung der Legitimation bei einer Verkehrszunahme von 10 % als recht- und zweckm�ssig. Dabei wurde davon ausgegangen, dass eine Steigerung des durchschnittlichen t�glichen Verkehrs (DTV) um 25 % zu einer Erh�hung des Verkehrsl�rmpegels um 1dB(A) f�hrte und eine solche gerade noch wahrgenommen werden k�nne (Urteil des Bundesgerichts 1A.148/2005 vom 20. Dezember 2005 E. 3.5 f., in: ZBl 107/2006 S. 609; URP 2006 S. 144; vgl. auch BGE 136 II 281 E. 2.3.2 S. 286). Die von der Vorinstanz prognostizierte Verkehrszunahme von 7.6 % bezieht sich nicht auf den gesamten Verkehr (durchschnittlich 250 Fahrzeuge pro Tag), sondern nur den Lastwagenverkehr. Die zu erwartende prozentuale Zunahme des Verkehrs insgesamt f�llt somit noch deutlich tiefer aus. Der Ausbau der Lagerhalle f�hrt nach der grunds�tzlich verbindlichen Sachverhaltsdarstellung der Vorinstanz lediglich zu einem zus�tzlichen Verkehrsaufkommen von 0.57 Lastwagen pro Arbeitstag, was nach der �berzeugenden Darstellung des BAFU eine Zunahme der Immissionen von h�chstens 0.1 dB(A) zur Folge hat und f�r die Beschwerdef�hrer nicht wahrnehmbar ist. Unter diesen Umst�nden hat die Vorinstanz zu Recht verneint, dass die Beschwerdef�hrer wegen des zu erwartenden Mehrverkehrs besonders betroffen sind.
Schliesslich hat die Vorinstanz festgehalten, die Beschwerdef�hrer seien auch nicht deshalb besonders betroffen, weil die vor ihrem Grundst�ck durchf�hrende Strasse nicht genug breit sei, damit Lastwagen und Sattelschlepper gefahrlos darauf kreuzen k�nnten. Hierbei handle es sich um ein allgemeines Problem der Gemeindestrassen in der betroffenen Gemeinde. Diesbez�glich seien die Beschwerdef�hrer nicht mehr betroffen als die �brigen Anwohner, deren Liegenschaften an die Gemeindestrassen angrenzen. Der zu erwartende Mehrverkehr f�hre nicht zu einem derartigen zus�tzlichen Sicherheitsrisiko, welches geeignet sei, eine besondere Betroffenheit der Beschwerdef�hrer zu begr�nden.
Die Beschwerdef�hrer sind der Ansicht, die Vorinstanz habe die Strassensituation im Bereich ihrer Liegenschaft nicht richtig dargestellt und beurteilt. Sie wenden ein, die durch die Gemeinde f�hrende Strasse gen�ge schon dem heutigen Verkehrsaufkommen im Zusammenhang mit dem Produktionsbetrieb der Beschwerdegegnerin nicht, umso weniger gen�ge sie einem noch gr�sseren Verkehrsaufkommen. Die Verkehrssicherheit sei im Bereich ihrer Liegenschaft gef�hrdet. Es komme zudem vor, dass Lastwagen beim Kreuzen die an die Strasse angrenzende Fl�che ihrer Liegenschaft in Anspruch n�hmen.
Soweit nach den Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrer im Bereich ihrer Liegenschaft offenbar schon heute und somit unabh�ngig vom geplanten Ausbau der Lagerhalle Probleme beim Kreuzen von Lastwagen bestehen und es vorkommt, dass Lastwagen die an die Strasse angrenzende Fl�che ihrer Liegenschaft in Anspruch nehmen, l�sst sich in Bezug auf das vorliegend bewilligte Bauprojekt keine besondere Betroffenheit f�r die Beschwerdef�hrer ableiten. Da mit der Realisierung des Projekts mit einer Zunahme des Lastwagenverkehrs um lediglich 7.6 % zu rechnen ist, was 0.57 zus�tzlichen Lastwagen pro Arbeitstag entspricht, gilt das hinsichtlich der erforderlichen Betroffenheitsschwelle bei L�rmimmissionen durch den zus�tzlichen Verkehr Gesagte (vgl. E. 8) auch bei Fragen der Verkehrssicherheit. Eine so minimale Versch�rfung der bestehenden Situation reicht nicht aus, um eine besondere Betroffenheit der Beschwerdef�hrer zu bejahen.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz mit der Verneinung der Einsprachelegitimation der Beschwerdef�hrer keine Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 ff. BGG begangen hat. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tragen die Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die nicht anwaltlich vertretene Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 133 III 439 E. 4 S. 446 mit Hinweis).
Dieses Urteil wird den Parteien, der Politischen Gemeinde Bussnang, dem Amt f�r Raumplanung, dem Departement f�r Bau und Umwelt und dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau sowie dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.
F�raud Mattle