Source: http://kennzeichenwelt.de/bundesrepublik-seit-1956/kurzzeit-kennzeichen
Timestamp: 2020-02-23 22:45:46
Document Index: 390026482

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 29', '§ 10', '§ 16', '§ 16', '§ 17', '§ 19']

Kennzeichenwelt - Kurzzeit-Kennzeichen (03 und 04)
Das rote 04-Kennzeichen (1956 bis 1998)
Das "5-Tage-Kennzeichen" (seit 1. Mai 1998)
Das rote 04-Kennzeichen (1956 bis 1998) [nach oben]
Mit den DIN-Kennzeichen zum 1. Juli 1956 waren auch wieder rote Überführungs- und Probefahrt-Kennzeichen eingeführt worden. Diese trugen in roter Beschriftung auf weißem Untergrund das Unterscheidungszeichen der Zulassungsbehörde und daraufhin nach einem Bindestrich eine drei- bis sechsstellige Ziffernfolge, die meist mit den Ziffern "04" begann.
Insbesondere in den 1950er und 1960er Jahren wurden jedoch in verschiedenen Zulassungsbezirken auch rote Kennzeichen ausgegeben, die beispielsweise mit Ziffernfolgen "01", "03" oder "05" begannen.
Dieses Kennzeichen wurde von der Zulassungsbehörde für Überführungsfahrten kurzzeitig ausgegeben und musste nach Nutzungsende wieder dort abgegeben werden (Privatsammlung).
Zu unterscheiden sind hierbei die roten 04-Kennzeichen, die beispielsweise für Autohändler zu Probefahrt-Zwecken ausgegeben worden waren, und diejenigen, die bei der Zulassungsbehörde von Privatpersonen für Überführungsfahrten kurzzeitig ausgeliehen werden konnten.
Zum 21. Juni 1988 wurde für Fahrzeughersteller, -Händler und -Werkstätten das rote 06-Kennzeichen eingeführt, so dass die 04-Kennzeichen nur noch bei den Zulassungsbehörden für Überführungsfahrten seitens Privatpersonen vorlagen.
Auch als Magnet-Schilder gab es die roten Kennzeichen. Dies ist z. B. dann sinnvoll, wenn das zu überführende Fahrzeug baulich bedingt im Frontbereich keine Nummernschild-Halterung vorweisen kann. Bei ausländischen Autos ist das bisweilen der Fall (Privatsammlung).
Gibt eine Zulassungsstelle für die Stadt und den Landkreis dasselbe Unterscheidungszeichen aus, werden in der Regel die Kurzzeit-Kennzeichen mit unterschiedlichen Zahlenbereichen ausgegeben, je nachdem, ob sie von der Stadt oder dem Landkreis verausgabt wurden.
Dies lässt sich an einem Beispiel verdeutlichen: Jeweils von kleinen Ausnahmen abgesehen gab die Landeshauptstadt Schwerin im Jahr 1991 die Kennzeichen von "SN-AA 1" bis "SN-ZZ 999" aus, der ehemalige Landkreis Schwerin hingegen die Kennzeichen "SN-A 1" bis "SN-Z 999". Dieser Landkreis gehört heute u. a. zu dem Landkreis Ludwigslust-Parchim und ist damit auslaufend. Die Landeshauptstadt Schwerin vergab die roten Kurzzeitkennzeichen "SN-04000" bis "SN-04999", der Landkreis hingegen "SN-0400" bis "SN-0499".
Für kurze Zeit (15. Januar 1995 bis 30.04.1998) gab es die roten 04-Kennzeichen auch als EURO-Schilder. Das abgebildete Exemplar fand im ehemaligen Landkreis Aschersleben-Staßfurt Verwendung (Privatsammlung).
Das "5-Tage-Kennzeichen" (seit 1. Mai 1998) [nach oben]
Die roten Kurzzeit-Kennzeichen wurden zur Überführung eines Fahrzeuges für einen begrenzten Zeitraum von der Zulassungsbehörde bereitgestellt und mussten anschließend wieder per Post an diese zurückgeschickt oder direkt abgegeben werden.
Da dies jedoch viele Fahrzeughalter nicht taten und trotz Versäumnis-Gebühren von damals 20 DM sowie Androhung weiterer Maßnahmen auch ab und zu rote Nummernschilder verschwanden, wurden zum 1. Mai 1998 so genannte 5-Tage- oder Kurzzeit-Kennzeichen eingeführt, die der einmaligen Überführung eines bestimmten Fahrzeuges dienen und anschließend entsorgt werden können, da sie nach Ablauf des Gültigkeitsdatums, das auf dem Nummernschild eingeprägt ist, ungültig sind.
Diese Kennzeichen sind ausschließlich in schwarzer FE-Schrift auf weißem Grund gehalten und tragen am rechten Rand ein gelb unterlegtes Feld, das in schwarzer DIN-Schrift das genaue Ablaufdatum zeigt. Die genauen Ausgestaltungsvorschriften sind in der Anlage 4 Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV) definiert und finden sich auf dieser Seite auch unter den Rechtsgrundlagen.
Der Aufbau der Erkennungsnummern dieser Kennzeichen ist dem der "roten Vorgänger" gleich: Nach dem Unterscheidungszeichen der Zulassungsbehörde folgt eine drei- bis sechsstellige Ziffernfolge, die stets mit "04" bzw. seit dem 1. März 2007 mit der Einführung der FZV optional auch mit "03" beginnt.
Kurzzeit-Kennzeichen aus dem Saarpfalz-Kreis, Ablaufdatum: 24.03.08 (Privatsammlung)
Das Dienstsiegel der Zulassungsbehörde ist optisch in der alten Machart der 35-mm-Zulassungssiegel gehalten, zeigt das jeweilige Dienstsiegel, ist farblich allerdings komplett in blau mit schwarzer Beschriftung ausgestaltet.
Kurzzeit-Kennzeichen aus dem Landkreis Göppingen, Ablaufdatum: 15.09.06 (Privatsammlung)
Nahaufnahme des blauen Zulassungssiegels. In diesem Fall handelt es sich um eine HöKo-Kunststoffplakette, die in einen Metalltopf gesteckt wird. (Privatsammlung)
§ 16a Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV): Probefahrten und Überführungsfahrten mit Kurzzeitkennzeichen
6. den Ablauf der Frist für die nächste Hauptuntersuchung und Sicherheitsprüfung, soweit diese nach § 29 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung erforderlich sind,zur Speicherung in den Fahrzeugregistern mitzuteilen und auf Verlangen nachzuweisen.
Anlage 4 Abschnitt 6 FZV (zu § 10 Absatz 2, § 16 Absatz 5 Satz 1, § 16a Absatz 3 Satz 2, § 17 Absatz 2, § 19 Absatz 1 Nummer 3): Ausgestaltung der Kennzeichen
c) Die Vorschrift bezüglich der Plakette nach Abschnitt 1 Nummer 6 Satz 1 Buchstabe b ist nicht anzuwenden.In dem Feld, das das Ablaufdatum angibt, kennzeichnet die obere Zahl den Tag, die mittlere Zahl den Monat und die untere Zahl das Jahr des Ablaufdatums. Die Farbe dieses Feldes ist gelb mit schwarzer Beschriftung.