Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=09.07.2015&Aktenzeichen=I%20ZR%20224/13
Timestamp: 2019-01-20 12:03:54
Document Index: 38068556

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 8', '§ 7', '§ 12', '§ 253', '§ 7', '§ 4', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 3', '§ 8', '§ 3', '§ 3', '§ 3', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 25', 'Art. 5', 'Art. 12', 'Art. 15', 'Art. 15', 'Art. 267', '§ 7', '§ 133', '§ 280', '§ 281', '§ 281', '§ 92', '§ 97', '§ 4', '§ 7', 'Art 12', 'Art 15', '§ 157', '§ 7', '§7', '§ 7', '§ 4', '§ 7', '§ 7', '§ 7', '§ 7', 'BGH', '§ 307', '§ 340', 'BGH', '§ 309', 'BGH', 'BGH', '§ 339', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 253', 'BGH', 'BGH', '§ 280', '§ 281', 'BGH', 'BGH']

BGH, 09.07.2015 - I ZR 224/13 - dejure.org
§§ 8, ... 3, 4 Nr. 11 UWG, § 7 Satz 1 ElektroG, § 12 Abs. 1 Satz 2 UWG, § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, § 7 ElektroG, § 4 Nr. 11 UWG, § 14 Abs. 5 Satz 7 ElektroG, § 14 Abs. 5 Satz 3 Nr. 1 ElektroG, § 14 Abs. 5 Satz 3 Nr. 2 ElektroG, § 3 Abs. 1 UWG, § 8 Abs. 3 Nr. 1 UWG, § 3 Abs. 11 Nr. 3 Fall 1 ElektroG, § 3 Abs. 12 Satz 2 ElektroG, § 3 Abs. 12 Satz 1 ElektroG, Art. 11 Abs. 2 Satz 1 der Richtlinie 2002/96/EG, Art. 11 Abs. 2 Satz 3 der Richtlinie 2002/96/EG, Richtlinie 2002/96/EG, Richtlinie 2012/19/EU, Art. 25, 26 der Richtlinie 2012/19/EU, Art. 5 Abs. 2 der Richtlinie 2012/19/EU, Art. 12 Abs. 3 Unterabs. 2 Satz 1 der Richtlinie 2012/19/EU, Art. 15 Abs. 2 der Richtlinie 2012/19/EU, Art. 15 Abs. 2 Satz 2 der Richtlinie 2012/19/EU, Art. 267 AEUV, § 7 Satz 3 ElektroG, §§ 133, 157 BGB, § 280 Abs. 1, § 281 Abs. 1, 2 BGB, § 281 Abs. 2 BGB, § 92 Abs. 1, § 97 Abs. 1 ZPO
Kopfhörer-Kennzeichnung
§ 4 Nr 11 UWG, § 7 S 1 ElektroG, Art 12 Abs 3 UAbs 2 S 1 EURL 19/2012, Art 15 Abs 2 EURL 19/2012, § 157 BGB
Wettbewerbsverstoß im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Kopfhörern: Zuwiderhandlung gegen eine Markverhaltensregelung bei unzureichender Kennzeichnung der Elektrogeräte; Vereinbarkeit des Erfordernisses einer dauerhaften Herstellerkennzeichnung mit Unionsrecht; Auslegung eines Unterlassungsantrages hinsichtlich der Wertung mehrerer Zuwiderhandlungen gegen ein Vertragsstrafeversprechen - Kopfhörer-Kennzeichnung
Zur Hersteller- und Symbolkennzeichnung von Kopfhörern durch Klebefähnchen
Wettbewerbsverstoß bei nicht genügender Kennzeichnung nach dem ElektroG
Marktverhaltensregelung zum Schutz der Mitbewerber vor einer Belastung mit höheren Entsorgungskosten infolge nicht gekennzeichneter Elektrogeräte durch andere Marktteilnehmer; Erfordernis der Dauerhaftigkeit der Kennzeichnung eines Elektrogerätes
Anforderungen an dauerhafte Kennzeichnung eines Elektro- oder Elektronikgeräts nach § 7 Satz 1 ElektroG
Klebefähnchen an Kopfhörern stellen keine dauerhafte Kennzeichnung dar
Unterlassungsverpflichtungserklärung: Nur eine Vertragsstrafe bei einheitlichem Verstoß
Klebefähnchen am Kopfhörer erfüllen nicht das Merkmal der Dauerhaftigkeit nach §7 ElektroG
§ 7 Satz 1 ElektroG ist eine Marktverhaltensregelung im Sinne von § 4 Nr. 11 UWG - Dauerhafte Kennzeichnung erfordert Mindestmaß an Unzerstörbarkeit
Zur Dauerhaftigkeit der Kennzeichnung nach § 7 ElektroG
Kennzeichnungspflicht nach ElektroG ist Marktverhaltensregel
§ 7 S. 1 ElektroG: Dauerhafte Kennzeichnung von Elektrogeräten setzt Mindestmaß an Unzerstörbarkeit voraus
Unterlassene ausreichende "Kopfhörer-Kennzeichnung" nach dem ElektroG kann wettbewerbswidrig sein
Klebefähnchen an Kabeln sind nicht "dauerhaft"
Klebefähnchen am Kopfhörer sind keine ausreichende ElektroG-Kennzeichnung = Wettbewerbsverstoß
Verstoß gegen § 7 ElektroG wettbewerbswidrig !
§ 7 ElektroG ist wettbewerbsschützend
Klebefähnchen an Kabel von Kopfhörern nicht ausreichend für Herstellerkennzeichnung gemäß Elektrogesetz - Keine Dauerhafte Kennzeichnung aufgrund Leichtigkeit der Entfernung
Mangelnde Kennzeichnung eines Kopfhörers
Kurznachricht zu "Erfordernis der Dauerhaftigkeit der Kennzeichnung von Elektrogeräten - Kopfhörer-Kennzeichnung - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 09.07.2015" von Dr. Mariya Dimitrova, original erschienen in: MMR 2015, 721 - 726.
NJW 2016, 574
NJW-RR 2016, 155
GRUR 2015, 1021
MMR 2015, 721
K&R 2015, 661
c) Nach dieser Maßgabe bedarf es keiner Entscheidung, ob die Vertragsstrafenklausel auch deshalb gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB unwirksam ist, weil eine Klausel, die eine kumulative Geltendmachung der Ansprüche auf Vertragsstrafe und pauschalierten Schadensersatz ermöglicht, gegen das Anrechnungsgebot des § 340 Abs. 2 BGB verstößt und deshalb wegen unangemessener Benachteiligung des Vertragspartners auch im Verhältnis unter Kaufleuten unwirksam ist (…BGH, Urteile vom 24. Juni 2009 - VIII ZR 332/07, NJW-RR 2009, 1404 Rn. 12; vom 21. November 1991 - I ZR 87/90, NJW 1992, 1096 unter II 2; vom 29. Februar 1984 - VIII ZR 350/82, NJW 1985, 53 unter II 2 g;… vom 27. November 1974 - VIII ZR 9/73, aaO S. 258 ff.;… Dammann in Wolf/Lindacher/Pfeiffer, AGB-Recht, 6. Aufl., § 309 Nr. 6 BGB Rn. 64, 104) und die hier verwendete Formularbestimmung zudem ausdrücklich auf jeden Auftrag "unter Ausschluss des Fortsetzungszusammenhangs" abstellt (…vgl. BGH, Urteile vom 3. April 1998 - V ZR 6/97, aaO unter II 3 c aa; vom 10. Dezember 1992 - I ZR 186/90, BGHZ 121, 13, 18 f.; vom 28. Januar 1993 - I ZR 294/90, NJW 1993, 1786 unter III 3; vom 17. Juli 2008 - I ZR 168/05, NJW 2009, 1882; vom 9. Juli 2015 - I ZR 224/13, GRUR 2015, 1021 Rn. 29;… Palandt/Grüneberg, aaO, § 339 Rn. 18;… Dammann in Wolf/Lindacher/Pfeiffer, aaO Rn. 73).
Wenn keine solche Handlungseinheit vorliegt, kann die Auslegung des Unterlassungsvertrags ergeben, dass mehrere fahrlässig begangene und zeitlich nicht zu weit auseinanderliegende Zuwiderhandlungen, die in der Weise zusammenhängen, dass sie gleichartig und unter Außerachtlassung derselben Pflichtenlage begangen worden sind, nur als ein Verstoß zu werten sind (vgl. BGHZ 33, 163, 168 - Krankenwagen II; 146, 318, 329 ff. - Trainingsvertrag; BGH, Urteil vom 9. Juli 2015 - I ZR 224/13, GRUR 2015, 2021 Rn. 29 = WRP 2015, 1214 - Kopfhörer-Kennzeichnung).
- I ZR 224/13, GRUR 2015, 1021 Rn. 34 = WRP 2015, 1214 - Kopfhörer-Kennzeichnung, jeweils mwN).
Anders als etwa in dem der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 9. Juli 2015 (I ZR 224/13, NJW-RR 2016, 155 Rn. 34) zugrundeliegenden Sachverhalt hat die Klägerin nicht auf Zahlung angetragen.
Wenn keine solche Handlungseinheit vorliegt, kann die Auslegung des Unterlassungsvertrags ergeben, dass mehrere fahrlässig begangene und zeitlich nicht zu weit auseinanderliegende Zuwiderhandlungen, die in der Weise zusammenhängen, dass sie gleichartig und unter Außerachtlassung derselben Pflichtenlage begangen worden sind, nur als ein Verstoß zu werten sind (BGH (U.v. 09.07.2015 - I ZR 224/13) - Kopfhörer-Kennzeichnung, juris, Leitsatz 1 sowie Rn. 29;… vgl. auch BGH (U.v. 18.09.2014 - I ZR 76/13) - CT-Paradies, juris, Rn. 57).
Ein Unterlassungsantrag, der einen gesetzlich geregelten Gebots- oder Verbotstatbestand wiederholt, ist zwar grundsätzlich nicht hinreichend bestimmt im Sinne von § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 9. Juli 2015 - I ZR 224/13, GRUR 2015, 1021 Rn. 12 = WRP 2015, 1214 - Kopfhörer-Kennzeichnung, mwN).
Eine Ausnahme gilt aber dann, wenn der Kläger hinreichend deutlich macht, dass er kein Verbot im Umfang des Gesetzeswortlauts beansprucht, sondern sich mit seinem Unterlassungsbegehren an der konkreten Verletzungshandlung orientiert und ein zwischen den Parteien etwa bestehender Streit, ob das beanstandete Verhalten das fragliche Tatbestandsmerkmal erfüllt, sich auf die rechtliche Qualifizierung der angegriffenen Verhaltensweise beschränkt (vgl. BGH, GRUR 2015, 1021 Rn. 12 - Kopfhörer-Kennzeichnung, mwN).
Dementsprechend hat der Bundesgerichtshof (Urteil vom 9. Juli 2015 - I ZR 224/13 Tz. 15, 16 - Kopfhörer-Kennzeichnung m.w.N.).
Zum einen ist der Zahlungsfluss an die Rechtsanwälte m... belegt worden (Anlage K 8) und zum anderen ist die Leistung seitens der Beklagten ernsthaft und endgültig verweigert worden, weshalb sich ein bei fehlender Begleichung nur bestehender Freistellungsanspruch mittlerweile gemäß § 280 Abs. 1 und 3, § 281 Abs. 1 und 2 BGB in einen Zahlungsanspruch umgewandelt hat (vgl. BGH GRUR 2015, 1021 Rn. 34 - Kopfhörer-Kennzeichnung).
aa) Grundsätzlich genügen die Wiederholung eines gesetzlichen Gebots- oder Verbotstatbestandes oder gar die bloße Verweisung auf einen solchen Tatbestand den an einen Klageantrag zu stellenden Bestimmtheitsanforderungen nicht (vgl. BGH, Urteil vom 09.07.2015 - I ZR 224/13 - [Kopfhörer-Kennzeichnung] m.w.N.).
Angebot von Elektrogroßgeräten ohne Erfüllung der Informationspflichten
AG Saarlouis, 01.12.2017 - 28 C 891/17
Unfallregulierung, Sachverständigenkosten, Teilnahme Nachbesichtiogung