Source: http://bravors.brandenburg.de/de/verordnungen-211910
Timestamp: 2019-02-16 18:12:05
Document Index: 221699559

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 4', '§ 11', '§ 31', '§ 20', '§ 37']

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Flutgrabenaue Waltersdorf“
(GVBl.II/98, [Nr. 09], S.233)
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen in den Gemeinden Schulzendorf, Waltersdorf, Kiekebusch und Zeuthen, Ortsteil Miersdorf im Landkreis Dahme-Spreewald werden als Naturschutzgebiet festgesetzt. Das Naturschutzgebiet trägt die Bezeichnung "Flutgrabenaue Waltersdorf".
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von ca. 288 Hektar. Es umfaßt folgende Flächen in den Gemarkungen
Schulzendorf Flur 1 Flurstücke 11-22, 47-77, 23 anteilig (Nordteil des Mittenwalder Weges);
Flur 3 Flurstücke 1-20, 23, 25-28, 38-48, 51 anteilig (Weg), 52, 53-64, Flurstücke 32, 37, 65-67 anteilig (jeweils nur Grünlandanteile);
Flur 4 Flurstücke 3-59, 61, 94, 108, Flurstück 2/5 anteilig (10 Meter Streifen entlang des Grabens am Nordrand), 60 (Weg), Flurstücke 95, 96, 99-104 anteilig (jeweils 15 Meter Streifen am Nordrand der Flurstücke), 106 (Weg, anteilig);
Flur 5 Flurstücke 1-4;
Waltersdorf Flur 2 Flurstücke 103, 231-280, 281 anteilig (ohne die Ackeranteile am Nordwestrand);
Flur 3 Flurstücke 222, 258, 271-291, 293-318, Flurstücke 260-262, 264 -270 jeweils anteilig (nur die Grünlandanteile am Südrand der Flurstücke);
Kiekebusch Flur 1 Flurstücke 77-93;
Miersdorf Flur 19 Flurstücke 1, 2/1, 2/2, 3-35.
als Standort seltener, in ihrem Bestand bedrohter, ökologisch bedeutsamer Pflanzengesellschaften, insbesondere der Feuchtwiesengesellschaften mit eingelagerten Röhrichten, Weidengebüschen und Niederungswäldern, des Fließgewässersystems mit den gut ausgebildeten Uferpflanzen- und Tauchblattgesellschaften, der die Niederungen besiedelnden Erlenbrüche und der das Landschaftsbild prägenden Feldgehölze, Kopfweiden und Alleen;
zur Erhaltung von Lebensstätten bestandsbedrohter wildlebender Tierarten, insbesondere der an reich strukturierte Offenlandschaften mit hohem Grünlandanteil sowie an Fließgewässer und Bruchwaldbereiche gebundenen Arten;
aus ökologischen Gründen zum Erhalt der abwechslungsreichen Kulturlandschaft der Flutgrabenaue durch die unterschiedlichen, vorrangig extensiv betriebenen Landnutzungsformen sowie zum Erhalt eines durch zunehmenden Besiedlungsdruck gefährdeten naturnahen Lebensraumes in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ballungsraum Berlin;
wegen der besonderen Eigenart und Schönheit des Gebietes als eine weitestgehend unverbaute typische märkische Niederungslandschaft.
20. Schmutzwasser, Gülle, Dünger, Gärfutter oder Klärschlamm auszubringen, einzuleiten, zu lagern oder abzulagern; die §§ 4 und 5 der Klärschlammverordnung bleiben unberührt;
Kirrungen auf nährstoffarmen Standorten (Moorböden) anzulegen.
die im Sinne des § 11 Abs. 4 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes ordnungsgemäße fischereiwirtschaftliche Flächennutzung;
(3) Soweit diese Verordnung keine weitergehenden Vorschriften enthält, bleiben die Regelungen über gesetzlich geschützte Teile von Natur und Landschaft (nach den §§ 31 bis 36 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes) und über den Schutz und die Pflege wildlebender Tier- und Pflanzenarten (§§ 20 bis 26c des Bundesnaturschutzgesetzes, §§ 37 bis 43 des Brandenburgischen Naturschutzgesetzes) unberührt.
Potsdam, den 12. Februar 1998