Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=IV%20R%2072/06
Timestamp: 2019-10-20 04:48:25
Document Index: 388927064

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 10', '§ 10', '§ 36', '§ 2', '§ 15']

BFH, 27.11.2008 - IV R 72/06 - dejure.org
https://dejure.org/2008,5408
BFH, 27.11.2008 - IV R 72/06 (https://dejure.org/2008,5408)
BFH, Entscheidung vom 27.11.2008 - IV R 72/06 (https://dejure.org/2008,5408)
BFH, Entscheidung vom 27. November 2008 - IV R 72/06 (https://dejure.org/2008,5408)
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KapErhG § 19 Abs. 1 S. 2 Nr. 1; GewStG § 10a S. 1
Anspruch auf Kürzung eines Gewerbeertrags gem. § 10a Gewerbesteuergesetz ( GewStG ); Anforderungen an das Merkmal der Unternehmeridentität und Unternehmensidentität; Gewerbesteuerrechtliche Organschaft mit Gewinnabführungsvertrag; Zusammenschluss zu einer Gesellschaft ...
Gewerbesteuerrechtlicher Verlustabzug bei einer Organgesellschaft
BFH - VIII R 6/06
Allerdings gilt im Rahmen der gewerbesteuerrechtlichen Organschaft die Besonderheit, dass Verluste der Organgesellschaft, die während der Dauer der Organschaft entstanden sind, auch nach deren Beendigung nur von dem maßgebenden Gewerbeertrag des Organträgers abgesetzt werden können (z.B. BFH-Urteil vom 27. November 2008 IV R 72/06, BFH/NV 2009, 791, unter II.1.b, m.w.N.).
Ob diese die gleiche geblieben ist, muss nach dem Gesamtbild der Tätigkeit unter Berücksichtigung ihrer wesentlichen Merkmale, wie insbesondere der Art der Betätigung, des Kunden- und Lieferantenkreises, der Arbeitnehmerschaft, der Geschäftsleitung, der Betriebsstätten sowie der Zusammensetzung des Aktivvermögens beurteilt werden (z.B. BFH-Urteile vom 12. Januar 1978 IV R 26/73, BFHE 124, 348, BStBl II 1978, 348; vom 14. September 1993 VIII R 84/90, BFHE 174, 233, BStBl II 1994, 764, und vom 27. November 2008 IV R 72/06, BFH/NV 2009, 791).
Die Frage des Endes der sachlichen Steuerpflicht und damit der Unternehmensidentität ist daher in Bezug auf den (ehemaligen) Organträger --hier die B-KG-- zu prüfen (vgl. BFH-Urteil vom 27. November 2008 IV R 72/06, BFH/NV 2009, 791, unter II.1.b).
Ob diese die gleiche geblieben ist, muss nach dem Gesamtbild der Tätigkeit unter Berücksichtigung ihrer wesentlichen Merkmale beurteilt werden, wie insbesondere der Art der Betätigung, des Kunden- und Lieferantenkreises, der Arbeitnehmerschaft, der Geschäftsleitung, der Betriebsstätten sowie der Zusammensetzung des Aktivvermögens (z.B. BFH-Urteile vom 12. Januar 1978 IV R 26/73, BFHE 124, 348, BStBl II 1978, 348; vom 14. September 1993 VIII R 84/90, BFHE 174, 233, BStBl II 1994, 764, und vom 27. November 2008 IV R 72/06, BFH/NV 2009, 791).
Dies folgt aus der Entscheidung des Bundesfinanzhofs vom 27. November 2008 - IV R 72/06 -, DStR 2009, S. 849, die sich auf die Rechtslage vor 1999 bezieht und insoweit auch nicht die Rückwirkung in § 36 Abs. 2 Satz 2 GewStG i.d.F. des UntStFG zur Anwendung bringt.
Dabei ist unter Gewerbebetrieb die tatsächlich ausgeübte gewerbliche Betätigung i.S.v. § 2 Abs. 1 S. 2 GewStG i.V.m. § 15 Abs. 2 EStG zu verstehen (BFH-Urteil v. 27.11.2008 - IV R 72/06, BFH/NV 2009, 791).
(BFH-Urteile v. 27.11.2008 - IV R 72/06, BFH/NV 2009, 791, und v. 27.6.1990 - I R 158/87, BFH/NV 1991, 116.).
Dies ist sowohl seitens des BFH durch seine Urteile vom 14.03.2006 I R 1/04 (BStBl II 2006, 549), und vom 27.11.2008 IV R 72/06 (BFH/NV 2009, 791) als auch durch das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Sachen 1 BvR 1138/06 zumindest für die Zeit vor dem Ergehen der Urteile des Bundesfinanzhofs vom 09.06.1999 so entschieden worden.