Source: https://www.zvi-online.de/heft-12-2019/zvi-2019-468-keine-hinweispflicht-weder-des-insolvenzgerichts-noch-des-insolvenzverwalters-auf-moeglichkeit-vorzeitiger/
Timestamp: 2020-03-29 02:22:59
Document Index: 34321356

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 300', '§ 4', '§ 139', '§ 300', '§ 4', 'BGH', 'BGH']

Keine Hinweispflicht weder des Insolvenzgerichts noch des Insolvenzverwalters auf Möglichkeit vorzeitiger Restschuldbefreiung (BGH, Beschl. v. 19.09.2019 – IX ZB 23/19) – ZVI 2019, 468 | ZVI online
ZVI 2019, 468
RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG, Köln RWS Verlag Kommunikationsforum GmbH & Co. KG, Köln 1619-3741 Zeitschrift für Verbraucher- und Privat-Insolvenzrecht ZVI 2019 RechtsprechungEröffnetes VerfahrenInsO § 300 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2, § 4 i. V. m. ZPO § 139Keine Hinweispflicht weder des Insolvenzgerichts noch des Insolvenzverwalters auf Möglichkeit vorzeitiger Restschuldbefreiung InsO§ 300 InsO§ 4 BGH, Beschl. v. 19.09.2019 – IX ZB 23/19 (LG Neuruppin)BGHBeschl.19.9.2019IX ZB 23/19LG Neuruppin
1. Der Schuldner kann den Antrag auf vorzeitige Restschuldbefreiung wirksam außerhalb der Dreijahresfrist stellen.
2. Zur Glaubhaftmachung der Verkürzungstatbestände kann die Bezugnahme auf Berichte des Insolvenzverwalters ausreichen.
3. Bei der Berechnung des Geldbetrages, welcher dem Insolvenzverwalter im eröffneten Insolvenzverfahren zufließen muss, sind die Kosten des Verfahrens und die sonstigen Masseverbindlichkeiten zum Stichtag zu berücksichtigen.
4. Die Mindestbefriedigungsquote muss innerhalb von drei Jahren nach Insolvenzeröffnung an den Insolvenzverwalter gezahlt worden sein.
5. Weder der Insolvenzverwalter noch das Insolvenzgericht müssen den Schuldner von Amts wegen auf die Möglichkeit der Antragstellung und die Höhe des Fehlbetrages hinweisen, dessen rechtzeitige Zahlung zu einer vorzeitigen Restschuldbefreiung führen würde.