Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20N%C3%BCrnberg&Datum=09.12.2013&Aktenzeichen=7%20UF%201195/13
Timestamp: 2019-07-19 17:40:16
Document Index: 214134199

Matched Legal Cases: ['§ 1626', '§ 1626', '§ 1626', '§ 1666', '§ 1680', '§ 1626']

OLG Nürnberg, 09.12.2013 - 7 UF 1195/13 - dejure.org
https://dejure.org/2013,40741
OLG Nürnberg, 09.12.2013 - 7 UF 1195/13 (https://dejure.org/2013,40741)
OLG Nürnberg, Entscheidung vom 09.12.2013 - 7 UF 1195/13 (https://dejure.org/2013,40741)
OLG Nürnberg, Entscheidung vom 09. Dezember 2013 - 7 UF 1195/13 (https://dejure.org/2013,40741)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2013,40741) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BGB § 1626a; BGB § 1626a; § 1626a II BGB; § 1666 BGB; § 1680 II Satz 2, III BGB
Gemeinsames Sorgerecht nicht miteinander verheirateter Eltern: Antrag des bisher nicht sorgeberechtigten Vaters auf Einräumung des Mitsorgerechts
Voraussetzungen für eine Ablehnung der Übertragung der elterlichen (Mit-)Sorge auf den bisher nicht sorgeberechtigten Vater
Regel-Ausnahme-Verhältnis zu Gunsten gemeinsamer elterlicher Sorge
AG Nürnberg, 17.07.2013 - 101 F 2821/12
FamRZ 2014, 571
Während das OLG Nürnberg davon ausgeht, aus der Neuregelung des § 1626a Abs. 2 BGB ergebe sich ein Regel-Ausnahme-Verhältnis zu Gunsten der gemeinsamen elterlichen Sorge (vgl. OLG Nürnberg, FamRZ 2014, S. 571), will das OLG Stuttgart dem nicht folgen.
Der Antrag auf Übertragung der gemeinsamen Sorge kann keineswegs nur dann abgewiesen werden, wenn mit erheblicher Gewissheit festgestellt werden kann, dass die gemeinsame Sorge dem Kindeswohl widersprechen würde (so OLG Nürnberg, FamRZ 2014, 571, 572).
Dabei ist nicht auf die verbalen Äußerungen der Beteiligten im Verfahren, sondern auf die tatsächlichen Verhältnisse abzustellen, die sich insbesondere durch eine Wertung der Verhaltensweisen in der Vergangenheit beurteilen lassen (OLG Nürnberg FamRZ 2014, 571).
Beide Elternteile sind berufen, persönliche Konflikte und Kommunikationsprobleme auf der Paarebene, selbst wenn diese bereits manifest geworden sind, beiseite zu lassen und im Sinne des Kindes konstruktiv miteinander umzugehen, notfalls unter Inanspruchnahme fachkundiger Hilfe von außen (BT-Drs. 17/11048, 17, 23; OLG Nürnberg, Beschluss vom 09.12.2013 - 7 UF 1195/13 - FamRZ 2014, 571).