Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=08.11.1993&Aktenzeichen=IX%20R%2042/92
Timestamp: 2019-08-25 06:31:18
Document Index: 267376419

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 21', '§ 21', '§ 52', '§ 21', '§ 52', '§ 68', '§ 21', '§ 21']

BFH, 08.11.1993 - IX R 42/92 - dejure.org
https://dejure.org/1993,1428
BFH, 08.11.1993 - IX R 42/92 (https://dejure.org/1993,1428)
BFH, Entscheidung vom 08.11.1993 - IX R 42/92 (https://dejure.org/1993,1428)
BFH, Entscheidung vom 08. November 1993 - IX R 42/92 (https://dejure.org/1993,1428)
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EStG §§ 8 Abs. 2, 21, 21 a, 52 Abs. 21
Eigentümer - Liebhaberei - Vermietung
EStG § 8 Abs. 2 § 21 § 21a § 52 Abs. 21
§§ 21, 21a EStG
Einkommensteuer; Nutzungswertbesteuerung bei teilweise eigengenutztem Zweifamilienhaus
BFHE 174, 313
BB 1994, 2057
DB 1994, 1649
BStBl II 1995, 102
Wie der Senat zwischenzeitlich im Urteil vom 8. November 1993 IX R 42/92, BFHE 174, 313 entschieden hat, sind die Grundsätze der sog. Liebhaberei bei Zweifamilienhäusern, bei denen eine Wohnung selbst genutzt und die andere vermietet ist, regelmäßig bis zum Auslaufen der Übergangsregelung in § 52 Abs. 21 EStG nicht anzuwenden.
Wird dieser Bescheid während eines laufenden Klageverfahrens durch den Einkommensteuerbescheid ersetzt, tritt dieser nach § 68 der Finanzgerichtsordnung (FGO) an die Stelle des ursprünglich angefochtenen Bescheids (vgl. BFH Urteil vom 8. November 1993 IX R 42/92, Sammlung amtlich veröffentlichter Entscheidungen des BFH -BFHE- 174, 313).
Nutzt der Eigentümer eines Zweifamilienhauses eine Wohnung selbst und vermietet er die zweite, so sind die Einkünfte für die vermietete Wohnung nach § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG zu ermitteln (Senatsurteil vom 8. November 1993 IX R 42/92, BFHE 174, 313).
Es muss vielmehr aus weiteren Beweisanzeichen die Feststellung möglich sein, dass der Steuerpflichtige die verlustbringende Tätigkeit nur aus im Bereich der Lebensführung liegenden persönlichen Gründen oder Neigungen ausübt (Bundesfinanzhof -BFH-, BStBl II 1995, 102, 103 Nr. 1 Buchst. a, bb m.w.N.).
Unerfindlich ist, was die Urteile vom 26. Januar 1999 IX R 17/95 (BStBl II 1999, 360; zur gemeinsamen Vermietung eines Wohn- und Geschäftshauses durch Miteigentümer) und vom 8. November 1993 IX R 42/92 (BStBl II 1995, 102 ; zur Kostenmiete) mit dem Streitfall zu tun haben sollen.
Nutzen Eigentümer eines Zweifamilienhauses, wie die Kl, in diesem eine Wohnung selbst und vermieten sie die zweite Wohnung, so sind die Einkünfte aus dem Zweifamilienhaus für die erste Wohnung nur dann nach der sog. Nutzungswertbesteuerung im Rahmen der großen Übergangsregelung nach § 21 Abs. 2 Satz 1 EStG zu ermitteln, wenn bezüglich der zweiten Wohnung die erforderliche Überschußabsicht vorliegt (vgl. BFH-Urteil vom 8. November 1993 IX R 42/92, BStBl II 1995, 102 ).