Source: https://www.lecturio.de/jura/erstes-staatsexamen/nichtanzeige-geplanter-straftaten.vortrag
Timestamp: 2019-10-22 06:49:27
Document Index: 327773219

Matched Legal Cases: ['§ 138', '§ 138', '§ 138', '§ 138', '§ 138', '§ 138', '§ 138', '§ 138', '§ 138', '§ 138', '§ 138', '§ 139', '§ 139', '§ 138', '§ 211', '§ 138']

Strafrecht: Nichtanzeige geplanter Straftaten – Jura online lernen | Lecturio
Nichtanzeige geplanter Straftaten (§ 138 StGB) von RA Stefan Koslowski
Der Vortrag „Nichtanzeige geplanter Straftaten (§ 138 StGB)“ von RA Stefan Koslowski ist Bestandteil des Kurses „1. Staatsexamen | von Lilien & Kraatz | Studio-Rep“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Nichtanzeige gezeigter Straftaten
Fallbeispiel: Der Todesplan
Falllösung: Der Todesplan
Kreuzen Sie bitte die zutreffenden Antworten an:
Bei § 138 StGB handelt es sich um ein echtes Unterlassungsdelikt.
Das Delikt ist ein unechtes Unterlassensdelikt
Die Nichtanzeige von Verbrechen ist strafbar gemäß § 138 StGB, die von Vergehen hingegen nicht.
Nur die Nichtanzeige der in § 138 StGB ausdrücklich genannten Straftaten ist strafbar.
Ist die Nichtanzeige einer Straftat i.S.d. § 138 StGB stets strafbar?
Nein, nur dann, wenn weiterer Schaden durch die Anzeige möglicherweise noch verhindert werden kann.
Nein, nur dann, wenn weiterer Schaden durch die Anzeige mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch verhindert werden kann.
Ja, die Nichtanzeige einer Straftat i.S.d. § 138 StGB ist stets strafbar?
Ja, aber es muss ein Schaden von besonderer Intensität drohen.
Wann hat der Täter von einer Straftat i.S.d. § 138 StGB "erfahren"?
Es ist nötig, dass der Täter von dem Vorhaben oder der Ausführung einer Katalogtat iS.d. § 138 StGB erfahren hat und der Durchführung Glauben schenkt.
Es ist notwendig, dass der Täter von dem Vorhaben oder der Ausführung einer Katalogtat i.S.d. § 138 StGB erfahren hat, unabhängig davon, ob er der Durchführung Glauben schenkt oder nicht.
Es ist notwendig, dass der Täter von dem Vorhaben oder der Ausführung eines Verbrechens erfahren hat und sicher um die Durchführung Bescheid weiß.
Es ist nötig, dass der Täter von dem Vorhaben oder der Ausführung eines Verbrechens erfahren hat und dem Vorhaben Glauben schenkt.
Was ist im Rahmen der Prüfung der Rechtswidrigkeit bei § 138 StGB zu beachten?
Es gibt einen besonderen Rechtfertigungsgrund für Geistliche, § 139 II StGB.
Es gibt einen besonderen Rechtfertigungsgrund für Berufsgeheimnisträger i.S.d § 139 III S. 2 und S. 3 StGB.
Es sind lediglich die allgemeinen Rechtfertigungsgründe zu prüfen. Bei Geistliche und andere Geheimnisträger können schon gar nicht Täter des § 138 StGB sein.
Allerdings sind Berufsgeheimnisträger verpflichtet, einen geplanten Mord nach § 211 StGB anzuzeigen.
Dozent des Vortrages Nichtanzeige geplanter Straftaten (§ 138 StGB)