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Timestamp: 2018-11-14 06:52:03
Document Index: 245282281

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 12', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 2']

Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein OldenSeeNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Oldenburger See und Umgebung" vom 24. September 1986 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Oldenburger...
juris-Abkürzung: OldenSeeNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 24.09.1986
Fundstelle: GVOBl. 1986, 205
Gliederungs-Nr: 791-4-78
über das Naturschutzgebiet "Oldenburger See und Umgebung"
Vom 24. September 1986
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Oldenburger See und Umgebung" vom 24. September 1986 01.01.2003
(1) Der Oldenburger See und Umgebung im Bereich der Gemeinden Lehmrade, Brunsmark und Horst, Kreis Herzogtum Lauenburg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Oldenburger See und Umgebung" unter Nummer 127 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 123 ha groß und umfaßt in den Gemarkungen Lehmrade, Neu-Horst und Brunsmark einen Landschaftsteil unmittelbar nördlich des Dorfes Lehmrade. In der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25.000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes schwarz punktiert dargestellt.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1 : 5.000 rot eingetragen. Die maßgebende Ausfertigung der Karte ist beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberster Landschaftspflegebehörde verwahrt. Weitere Ausfertigungen sind beim
Amtsvorsteher des Amtes Gudow-Sterley 2411 Gudow und
Gemeinde Lehmrade 2411 Lehmrade,
Gemeinde Brunsmark 2411 Brunsmark,
Gemeinde Horst 2411 Horst
In dem geschützten Gebiet soll ein Lebensraum nachhaltig gesichert werden, der durch eine verlandende Seefläche mit einzelnen noch offenen Wasserflächen und einem fließenden Übergang zur umgebenden Bruchwaldzone geprägt wird und der mit den angrenzenden Hochmooren, den feuchten Laubwäldern und dem umgebenden Feuchtgrünland eine ökologische Einheit bildet. Die Natur ist hier in ihrer Ganzheit zu erhalten und, soweit es zur Erhaltung bestimmter, bedrohter Pflanzen- und Tierarten erforderlich ist, durch planvolle Maßnahmen zu entwickeln und wiederherzustellen.
die Flächen anders als bei Inkrafttreten dieser Verordnung zu entwässern,
das Naturschutzgebiet mit Ausnahme der in der Örtlichkeit und in den Karten zu dieser Verordnung gekennzeichneten Wege zu betreten oder mit dem Fahrrad oder Krankenfahrstuhl zu befahren,
im Naturschutzgebiet mit sonstigen Fahrzeugen zu fahren oder zu reiten.
bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Grünland genutzten Flächen in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang (in der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1 : 5.000 in waagerechter Schraffur dargestellt),
Ackerflächen in vollem Umfang (in der Deutschen Grundkarte im Maßstab 1 : 5.000 kariert dargestellt),
die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes,
der Jagdschutz und die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß der Landrat als Jagd- und untere Landschaftspflegebehörde Einschränkungen anordnen kann, wenn diese zum Schutz besonders geschützter Tierarten erforderlich sind,
die mit der unteren Landschaftspflegebehörde abgestimmte Unterhaltung der Vorflut dienenden Gewässer nach Maßgabe des § 12 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes; chemische Stoffe dürfen dabei nicht verwendet werden,
die Anlage und der Betrieb von Klärteichen auf den Flurstücken 169/82 und 170/79 der Flur 2, Gemarkung Lehmrade,
das Betreten und Befahren der eigenen Grundstücke durch die Grundstücksbesitzer oder deren Beauftragte zur Wahrnehmung berechtigter Interessen, des Naturschutzgebietes durch Personen, die von den zuständigen Behörden dazu ermächtigt worden sind.
(1) Die untere Landschaftspflegebehörde kann im Einzelfall von den Verboten des § 4 Abs. 1 Nr. 11, 12, 14, 15, 17 und 18 Ausnahmen zulassen, die nicht zu einer nachhaltigen Störung führen und auch sonst den Schutzzweck nicht beeinträchtigen können.
§ 4 Abs. 1 Nr. 7 die Flächen anders als bei Inkrafttreten dieser Verordnung entwässert,
§ 4 Abs. 1 Nr. 10 die Lebens- und Zufluchtstätten der Tiere und die Standorte der Pflanzen beseitigt oder nachteilig verändert, insbesondere durch chemische Stoffe und mechanische Maßnahmen,
§ 4 Abs. 1 Nr. 17 das Naturschutzgebiet mit Ausnahme der in der Örtlichkeit und in den Karten zu dieser Verordnung gekennzeichneten Wege betritt oder mit dem Fahrrad oder Krankenfahrstuhl befährt,
§ 4 Abs. 1 Nr. 18 im Naturschutzgebiet mit sonstigen Fahrzeugen fährt oder reitet.
Ordnungswidrig handelt in Fällen des Satzes 1 auch, wer fahrlässig meint, nicht im Naturschutzgebiet gehandelt zu haben.
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Kreise Herzogtum Lauenburg vom 13. Juli 1971 (Amtsbl. Schl.-H. AAz. S. 168), zuletzt geändert durch Kreisverordnung vom 30. Juli 1986 (Amtl. Kreisblatt für den Kreis Herzogtum Lauenburg Nr. 32/33 vom 15. August 1986), im Bereich des Naturparks "Lauenburgische Seen", außer Kraft, soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Landesverordnung beschriebene Gebiet betrifft.