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Timestamp: 2020-08-13 11:18:36
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Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 4', '§ 2', '§ 4', '§ 28', '§ 4']

Hat Trennung Auswirkung auf Aufenthaltserlaubnis? - frag-einen-anwalt.de
| 23.09.2009 13:37 |
Guten Tag,ich habe folgende Frage:
ich komme aus Polen und kam im Jahr 2002 als Gastarbeiter nach Deutschland.Im Jahr 2003 habe ich in Deutschland geheiratet (mein Mann ist Deutscher).Ich habe nach der Heirtat einen Aufenthaltserlaubnis für einen Jahr erhalten und dann für 5 Jahre (Aufenthaltserlaubnis für Angehörige eines Mitgliedstaates der EU)
Im Jahr 2008 haben wir uns getrennt.
Ich habe jetzt einen neuen Aufethaltserlaubnis beantragt.Kann ich dadurch,dass ich von meinem Mann getrennt lebe Probleme haben einen Aufenthaltserlaubnis zu erhalten? Ich habe einen unbefriesteten Arbeitserlaubnis und ich bin auch berufstätig.
Aufenthaltserlaubnis Aufenthaltserlaubnis Arbeitserlaubnis
Bei Unionsbürgern und ihren Familienangehörigen finden bezüglich des Aufenthaltsrechts in der Bundesrepublik nicht die Vorschriften des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG), sondern des Gesetzes über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern (FreizügG/EU ) Anwendung.
Unionsbürger, die sich seit fünf Jahren ständig rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten haben, haben unabhängig vom weiteren Vorliegen der Voraussetzungen des § 2 Abs. 2 FreizügG/EU ein Daueraufenthaltsrecht (§ 4a Abs. 1 FreizügG/EU ). Dies bedeutet, dass die Rechtmäßigkeit des mindestens fünfjährigen Aufenthalts nicht davon abhängt, dass die freizügigkeitsrechtlichen Voraussetzungen des § 2 Abs. 2 FreizügG/EU (z.B. Aufenthalt als Arbeitnehmer, Arbeitssuchender oder selbstständiger Erwerbstätiger) vorgelegen haben. Es genügt vielmehr jeder rechtmäßige Aufenthalt, also zum Beispiel auch ein Aufenthalt aufgrund der Eheschließung mit einem Deutschen.
Die Voraussetzungen für ein Daueraufenthaltsrecht nach § 4a Abs. 1 FreizügG/EU sind in Ihrem Fall gegeben, da Sie jedenfalls im Jahre 2003, also vor mehr als fünf Jahren, eine Aufenthaltserlaubnis aus familiären Gründen (zum Zwecke des Familiennachzugs) gemäß § 28 Abs. 1 AufenthG und im Anschluss daran, offenbar im Hinblick auf den Beitritt Polens zur EU, eine weitere Aufenthaltserlaubnis erworben haben. Sie halten sich somit seit mindestens fünf Jahren rechtmäßig im Sinne des § 4a Abs. 1 FreizügG/EU in der Bundesrepublik auf und sind zudem seit dem Beitritt Polens zur EU Unionsbürgerin.
Für Ihr Daueraufenthaltsrecht nach dem für Unionsbürger geltenden Freizügigkeitsgesetz ist es ohne Bedeutung, ob Sie von Ihrem Ehemann getrennt leben oder ob die Ehe geschieden wird.
Bewertung des Fragestellers 25.09.2009 | 07:46
FRAGESTELLER 25.09.2009 4,2/5,0