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Timestamp: 2016-10-21 18:30:17
Document Index: 282399998

Matched Legal Cases: ['Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 29', 'Art. 32', 'Art. 6', 'Art. 87', 'BGE', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 152']

1P.772/2001 (15.01.2002)
1P.772/2001/bie
S.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch
Rechtsanwalt Christoph Suter, Bahnhofstrasse 6, Postfach 1124, 5610 Wohlen AG 1,
Simon K�ch, Sonnengut 4, Postfach 323, 5620 Bremgarten AG,
Bezirksamt Bremgarten, Rathausplatz 3, 5620 Bremgarten AG,
Art. 29 Abs. 3 und 32 Abs. 2 BV, Art. 6 EMRK
(Wechsel des amtlichen Verteidigers)
(Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen vom 24. Oktober 2001)
Das Bezirksamt Bremgarten f�hrt gegen den von Rechtsanwalt Simon K�ch amtlich verteidigten S.________ ein Strafverfahren wegen mehrfachen, qualifizierten Raubes.
Mit Verf�gung vom 27. August 2001 lehnte das Bezirksamt Bremgarten das Gesuch ab, Rechtsanwalt K�ch als amtlichen Verteidiger zu entlassen und dieses Mandat Rechtsanwalt Christoph Suter zu �bertragen.
Die von S.________ dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Aargau am 24. Oktober 2001 ab.
Mit staatsrechtlicher Beschwerde vom 6. Dezember 2001 wegen Verletzung von Art. 29 Abs. 3 und Art. 32 Abs. 2 BV sowie von Art. 6 EMRK beantragt S.________ diesen obergerichtlichen Entscheid aufzuheben.
Das Bezirksamt Bremgarten h�lt in seiner Vernehmlassung an seiner Verf�gung vom 27. August 2001 fest. Das Obergericht verzichtet auf Stellungnahme. Rechtsanwalt K�ch teilt mit, dass er am bundesgerichtlichen Verfahren nicht teilnehme.
Beim angefochtenen Entscheid des Obergerichts, der das Verfahren nicht abschliesst, handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 87 Abs. 2 OG, gegen den die staatsrechtliche Beschwerde zul�ssig ist, wenn er einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken kann.
Die Ablehnung eines Gesuchs um einen Wechsel des amtlichen Verteidigers hat, besondere Umst�nde vorbehalten, keinen nicht wiedergutzumachenden Nachteil zur Folge, da dem Gesuchsteller auf jeden Fall ein Verteidiger zur Seite steht, welcher die Waffengleichheit und damit ein faires Verfahren sicherstellt (BGE 126 I 207 E. 2b).
Der Beschwerdef�hrer macht zwar geltend, sein Fall liege anders als derjenige im zitierten Bundesgerichtsentscheid, legt aber nicht dar, inwiefern ihm ein nicht wiedergutzumachender Nachteil droht, wenn das Verfahren mit seinem bisherigen amtlichen Verteidiger durchgef�hrt wird. Er bringt insbesondere nicht vor, dieser sei seinen Pflichten nicht nachgekommen, sodass er bisher nicht wirksam verteidigt gewesen sei; dies ist auch nicht ersichtlich. Nach der in BGE 126 I 207 eingehend begr�ndeten Praxis ist somit auf die Beschwerde nicht einzutreten.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten (Art. 156 Abs. 1 OG). Er hat zwar ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung gestellt, welches indessen abzuweisen ist, da die Beschwerde aussichtslos war (Art. 152 OG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, Rechtsanwalt Simon K�ch, dem Bezirksamt Bremgarten sowie dem Obergericht des Kantons Aargau (Beschwerdekammer in Strafsachen) schriftlich mitgeteilt.