Source: http://www.strassenverkehrsrecht.net/fahrerlaubnisvo/anlage-7-zu-s-16-abs-2-s-17-abs-2-und-3-fahrerlaubnispruefung
Timestamp: 2013-05-25 07:56:57
Document Index: 132630231

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 17', '§ 30', '§ 5', '§ 6', '§ 17']

Anlage 7	Bewertung: / 0
Geschrieben von N.N.	Anlage 7 (zu § 16 Absatz 2, § 17 Absatz 2 und 3)Fahrerlaubnisprüfung
Gegenstand der Prüfung sind Kenntnisse in den Sachgebieten der Nummern 2 bis 4 des Abschnitts A des Anhangs II der Richtlinie 91/439/EWG des Rates vom 29. Juli 1991 über den Führerschein (ABl. L 237 vom 24.8.1991, S. 1) in der Fassung der Richtlinie 2008/65/EG (ABl. L 168 vom 28.6.2008, S. 36) und in folgenden Sachgebieten: 1.
Der Prüfungsstoff bildet die Grundlage für den Fragenkatalog. Der Fragenkatalog wird vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Einvernehmen mit den zuständigen obersten Landesbehörden in der jeweils geltenden Fassung im Verkehrsblatt oder bei Fragen mit bewegten Situationsdarstellungen im Bundesanzeiger als Richtlinie bekannt gemacht.
Ersterwerb KlasseZahl der FragenSumme der PunkteZulässige Fehlerpunkte
*) Es sei denn, zwei Fragen mit Wertigkeit 5 falsch beantwortet. Einzelheiten siehe Anlage 1 Nummer 3.2.1, 3.6, 3.7.1 und 3.7.2 zur Prüfungsrichtlinie.
Erweiterung KlasseZahl der FragenSumme der PunkteZulässige Fehlerpunkte
*) Es sei denn, zwei Fragen mit Wertigkeit 5 falsch beantwortet. Einzelheiten siehe Anlage 1 Nummer 3.2.2 bis 3.5, 3.7.1 und 3.7.2 zur Prüfungsrichtlinie.
Die Zusammenstellung der Fragen im Einzelnen ergibt sich aus der Prüfungsrichtlinie, die vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Einvernehmen mit den zuständigen obersten Landesbehörden in der jeweils geltenden Fassung im Verkehrsblatt bekannt gemacht wird.
Die theoretische Prüfung ist nicht bestanden, wenn die unter Nummer 1.2.2 bei den einzelnen Klassen jeweils aufgeführte Zahl der zulässigen Fehlerpunkte überschritten wird oder zwei Fragen mit Wertigkeit 5 falsch beantwortet werden.
Die theoretische Prüfung ist in deutscher Sprache abzulegen und erfolgt anhand von Fragen. Für Bewerber, die nicht ausreichend lesen oder schreiben können, besteht auf Antrag über Kopfhörer die Möglichkeit der Audio-Unterstützung. Der Nachweis hat gegenüber der Fahrerlaubnisbehörde insbesondere durch die Bescheinigung eines Arztes oder durch die Schule zu erfolgen. Bei Prüfung von Gehörlosen ist ein Gehörlosen-Dolmetscher zuzulassen. Abweichend von Satz 1 kann die Prüfung auch in folgenden Fremdsprachen abgelegt werden: –
Abfahrtkontrolle (nur bei den Klassen C, C1, D, D1 und T)
Verbinden und Trennen von Fahrzeugen (nur bei den Klassen BE, CE, C1E, DE, D1E und T)
Bei den Klassen A und A1
Obligatorisch –
Alternativ, wobei aus a) und b) je eine Aufgabe auszuwählen ist a)
Slalom oder
Stop and Go oder
Alternativ, wobei eine Aufgabe geprüft werden muss –
2.1.4.2a
Bei der Klasse S –
Fahren nach rechts rückwärts unter Ausnutzung einer Einmündung, Kreuzung oder Einfahrt (falls Rückwärtsgang vorhanden)
Rückwärtsfahren und Versetzen nach rechts an eine Rampe zum Be- oder Entladen (nur Klasse C, C1) bzw.
Halten zum Ein- oder Aussteigen (nur Klasse D, D1)
Bei den Klassen BE, C1E, DE und D1E –
Zusätzlich bei Klasse C1E –
Summe der zu fahrenden Grundfahraufgaben bei Klasse C1E: zwei Summe der zu fahrenden Grundfahraufgaben bei Klassen BE, DE und D1E: eine
Gliederzüge (keine Kombinationen mit Starrdeichselanhänger) –
Umkehren durch Rückwärtsfahren nach links
Sattelkraftfahrzeuge und Gliederzüge mit Starrdeichselanhänger –
Bei der Klasse T –
Für Klasse A ohne Leistungsbeschränkung bei direktem Zugang:
Krafträder der Klasse A –
Motorleistung mindestens 44 kW.
Für Klasse A mit Leistungsbeschränkung:
Motorleistung mindestens 20 kW, aber nicht mehr als 25 kW
Verhältnis Leistung/Leermasse von nicht mehr als 0,16 kW/kg
Hubraum mindestens 250 cm3
durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit mindestens 130 km/h.
Krafträder der Klasse A1 –
Hubraum mindestens 95 cm3
durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit mindestens 100 km/h.
Personenkraftwagen –
mindestens vier Sitzplätze
Fahrzeugkombinationen bestehend aus einem Prüfungsfahrzeug der Klasse B und einem Anhänger gemäß § 30a Absatz 2 Satz 1 StVZO, die als Kombination nicht der Klasse B zuzurechnen sind –
Anhänger mit eigener Bremsanlage
Aufbau des Anhängers kastenförmig oder damit vergleichbar, mindestens 1,2 m Breite in 1,5 m Höhe
Für Klasse S:
Fahrzeuge der Klasse S mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mindestens 40 km/h.
Fahrzeuge der Klasse C –
Mindestlänge 8 m
Mindestbreite 2,4 m
zulässige Gesamtmasse mindestens 12 t
tatsächliche Gesamtmasse mindestens 10 t
durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit mindestens 80 km/h
mit Anti-Blockier-System (ABS)
Getriebe mit mindestens acht Vorwärtsgängen
mit EG-Kontrollgerät
Aufbau kastenförmig oder vergleichbar, mindestens so breit und so hoch wie die Führerkabine
Fahrzeugkombinationen bestehend aus einem Prüfungsfahrzeug der Klasse C mit selbsttätiger Kupplung und einem Anhänger mit eigener Lenkung oder mit einem Starrdeichselanhänger mit Tandem-/Doppelachse –
Länge der Fahrzeugkombination mindestens 14 m
zulässige Gesamtmasse der Fahrzeugkombination mindestens 20 t
tatsächliche Gesamtmasse der Fahrzeugkombination mindestens 15 t
durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit der Fahrzeugkombination mindestens 80 km/h
Anhänger mit Anti-Blockier-System (ABS)
Länge des Anhängers mindestens 7,5 m
Mindestbreite des Anhängers 2,4 m
Aufbau des Anhängers kastenförmig oder vergleichbar, mindestens so breit und so hoch wie die Führerkabine des Zugfahrzeugs
Sattelkraftfahrzeuge –
Länge mindestens 14 m
Mindestbreite der Sattelzugmaschine und des Sattelanhängers 2,4 m
zulässige Gesamtmasse mindestens 20 t
tatsächliche Gesamtmasse mindestens 15 t
Sattelzugmaschine und Sattelanhänger mit Anti-Blockier-System (ABS)
Fahrzeuge der Klasse C1 –
Länge mindestens 5,5 m
zulässige Gesamtmasse mindestens 5,5 t
Fahrzeugkombinationen bestehend aus einem Prüfungsfahrzeug der Klasse C1 und einem Anhänger –
Länge der Fahrzeugkombination mindestens 9 m
Aufbau des Anhängers kastenförmig oder vergleichbar, mindestens so hoch und etwa so breit wie die Führerkabine des Zugfahrzeugs (der Aufbau kann geringfügig weniger breit sein)
Fahrzeuge der Klasse D –
Länge mindestens 10 m
mit EG-Kontrollgerät.
Fahrzeugkombinationen bestehend aus einem Prüfungsfahrzeug der Klasse D und einem Anhänger –
Länge der Fahrzeugkombination mindestens 13,5 m
Aufbau des Anhängers kastenförmig oder vergleichbar, mindestens 2 m breit und hoch
Fahrzeuge der Klasse D1 –
Länge mindestens 5 m, maximale Länge 8 m
zulässige Gesamtmasse mindestens 4 t
Fahrzeugkombinationen bestehend aus einem Prüfungsfahrzeug der Klasse D1 und einem Anhänger –
Länge der Fahrzeugkombination mindestens 8,5 m
Für Klasse M:
Fahrzeugkombinationen bestehend aus einer Zugmaschine der Klasse T und einem Anhänger –
Anhänger mit mindestens geschlossener Ladefläche (Fahrgestell ohne geschlossenen Boden nicht zulässig)
Weitere Anforderungen an die Prüfungsfahrzeuge
Die Prüfungsfahrzeuge müssen ausreichende Sitzplätze für den amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr, den Fahrlehrer und den Bewerber bieten; das gilt nicht bei Fahrzeugen der Klassen A, A1, M, S und T. Es muss gewährleistet sein, dass der amtlich anerkannte Sachverständige oder Prüfer alle für den Ablauf der praktischen Prüfung wichtigen Verkehrsvorgänge beobachten kann.
Bei der Prüfung auf Prüfungsfahrzeugen der Klassen A, A1, M, S und T muss eine Funkanlage zur Verfügung stehen, die es mindestens gestattet, den Bewerber während der Prüfungsfahrt anzusprechen (einseitiger Führungsfunk). Das gilt nicht für Prüfungsfahrzeuge der Klasse T, wenn auf diesen geeignete Plätze für den amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer und den Fahrlehrer vorhanden sind.
Als Prüfungsfahrzeuge für die Zweiradklassen dürfen nur Fahrzeuge verwendet werden, für die eine Helmtragepflicht besteht. Prüfungsfahrzeuge der Klassen B, C, C1, D und D1 müssen mit akustisch oder optisch kontrollierbaren Einrichtungen zur Betätigung der Pedale (Doppelbedienungseinrichtungen) ausgerüstet sein.
Die Kennzeichnung der zu Prüfungsfahrten verwendeten Kraftfahrzeuge als Schulfahrzeuge (§ 5 Absatz 4 der Durchführungsverordnung zum Fahrlehrergesetz vom 18. August 1998 (BGBl. I S. 2307), die zuletzt durch Artikel 6 der Verordnung vom 18. Juli 2008 (BGBl. I S. 1338) geändert worden ist, muss entfernt sein. Alle vom Fahrzeughersteller lieferbaren Ausstattungen und Systeme sind grundsätzlich unter Berücksichtigung der Anlage 12 der Prüfungsrichtlinie zugelassen. Dies gilt auch für den nachträglichen Einbau gleicher oder ähnlicher Produkte.
Bei Zweiradprüfungen muss der Bewerber geeignete Schutzkleidung (Schutzhelm, Handschuhe, anliegende Jacke, mindestens knöchelhohes festes Schutzwerk – z. B. Stiefel) tragen.
Bei Prüfungsfahrten mit Fahrzeugen der Klasse S mit offenem Aufbau und ohne Sicherheitsgurte ist ein Schutzhelm zu tragen.
Die Prüfungsdauer und die reine Fahrzeit1) betragen mindestens beiPrüfungsdauer insgesamtdavon reine Fahrzeit1)
In folgenden Fällen verkürzt sich die Dauer der praktischen Prüfung um ein Drittel: a)
bei der Aufhebung der Beschränkung einer Fahrerlaubnis auf das Führen von Kraftfahrzeugen mit automatischer Kraftübertragung,
bei der Erweiterung einer leistungsbeschränkten Fahrerlaubnis der Klasse A auf eine unbeschränkte Klasse A vor Ablauf der zweijährigen Frist nach § 6 Absatz 2 Satz 1.
Etwa die Hälfte der reinen Fahrzeit soll für Prüfungsstrecken außerhalb geschlossener Ortschaften, möglichst auch unter Einschluss der Autobahnen oder Kraftfahrstraßen mit Fahrbahnen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind und mindestens zwei Fahrstreifen je Richtung haben, verwendet werden. Abweichend hiervon sind Prüfungen für die Klassen M und S überwiegend innerhalb geschlossener Ortschaften durchzuführen. Die Prüfung für die Klasse T kann auch an Orten durchgeführt werden, die nicht Prüforte im Sinne von § 17 Absatz 4 sind.
Für die Durchführung der praktischen Prüfung sind a)
Zum Nichtbestehen einer Prüfung führen –
erhebliche Fehler
Weitere Einzelheiten der praktischen Prüfung werden in der Prüfungsrichtlinie geregelt, die vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Einvernehmen mit den zuständigen obersten Landesbehörden in der jeweils geltenden Fassung im Verkehrsblatt bekannt gemacht wird.