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Timestamp: 2016-10-28 12:23:15
Document Index: 53581369

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 82', 'BGE', 'Art. 83', 'Art. 89', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 29', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 46', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 29', 'Art. 6', 'Art. 24', 'Art. 26', 'Art. 3', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 65', 'Art. 68']

1C_320/2011 (30.05.2012)
1C_320/2011
Einwohnergemeinde Steffisburg, vertreten durch das Bauinspektorat, Gemeindeverwaltung, H�chhusweg 5, 3612 Steffisburg,
Beschwerde gegen das Urteil vom 15. Juni 2011
Y.________ und Z.________ sind Eigent�mer des in der Landwirtschaftszone gelegenen Grundst�cks V.________weg ... (Grundbuchblatt Nr. ...) in der Gemeinde Steffisburg/BE. Auf dem Grundst�ck lagern die Grundeigent�mer und ihr Bruder X.________ seit l�ngerer Zeit Maschinen, Fahrzeuge, Ersatzteile und Altmaterial. Eine fr�here R�umungs- und Wiederherstellungsverf�gung wurde letztinstanzlich vom Bundesgericht mit Urteil vom 6. Dezember 1993 (1A.137/1992) best�tigt. Nachdem die Baupolizeibeh�rde der Einwohnergemeinde Steffisburg festgestellt hatte, dass auf dem Grundst�ck erneut Maschinen, Fahrzeuge, Ger�te und Altmaterialien verschiedenster Herkunft gelagert wurden, verpflichtete sie Y.________, Z.________ und X.________ mit "Wiederherstellungs-, R�umungs- und Dauerverf�gung" (kurz Wiederherstellungsverf�gung) vom 1. Dezember 2009, die illegal auf dem Grundst�ck gelagerten Gegenst�nde und Anlagen zu r�umen und das Grundst�ck mit den zugeh�rigen Geb�uden k�nftig nur noch zonenkonform zu nutzen. Als Grundlage der Wiederherstellungsverf�gung diente eine Inventarliste vom 10. Juli 2008, welche die Gemeinde anl�sslich einer Begehung in Anwesenheit der Gebr�der Y.________ und Z.________ sowie Fachpersonen erstellt hatte und die eine Zusammenstellung der landwirtschaftlich ben�tigten sowie der zu r�umenden Gegenst�nde enth�lt. Parallel dazu traf die Einwohnergemeinde Steffisburg f�r verschiedene Teile des Hofraumes Vorgaben f�r die zuk�nftige Nutzung (Ziffern 9 und 13 der Wiederherstellungsverf�gung sowie Nutzungskonzept vom 18. Juni 2009). F�r den Fall, dass die Gebr�der Y.________ und Z.________ innert angesetzter Frist der R�umungsanordnung nicht nachk�men, ordnete die Einwohnergemeinde Steffisburg Ersatzvornahmen an.
Die Gebr�der Y.________ und Z.________ machten von der ihnen einger�umten M�glichkeit, ein nachtr�gliches Baugesuch einzureichen, keinen Gebrauch. X.________ focht die Wiederherstellungsverf�gung vom 2. Dezember 2010 bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) an, welche die Beschwerde am 23. Juni 2010 abwies. Das von X.________ hierauf angerufene Verwaltungsgericht des Kantons Bern wies die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.
Dagegen f�hrt X.________ beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten. Er beantragt, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 15. Juni 2011 aufzuheben. Eventuell sei eine l�ngere R�umungsfrist zu gew�hren. Die Aktennotiz der Inventarliste vom 10. Juli 2010 (recte 2008) sei zu berichtigen. Die Einwohnergemeinde Steffisburg sowie das Verwaltungsgericht des Kantons Bern beantragen die Abweisung der Beschwerde. Die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern hat Verzicht auf eine Vernehmlassung erkl�rt. Z.________ liess sich nicht vernehmen. Y.________ ersucht um Aufhebung des angefochtenen Entscheides. Das Bundesamt f�r Raumentwicklung ARE enthielt sich in seiner Stellungnahme eines Antrages. In der Replik h�lt der Beschwerdef�hrer an seinen Rechtsbegehren fest.
1.1 Das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts ist ein Endentscheid einer letzten kantonalen Instanz (Art. 82 lit. a i.V.m. Art. 86 Abs. 1 lit. d und Art. 90 BGG). Ihm liegt ein Beschwerdeverfahren �ber eine Wiederherstellungsverf�gung und damit eine �ffentlich-rechtliche Angelegenheit zugrunde. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 lit. a BGG steht auf dem Gebiet des Raumplanungs- und Baurechts zur Verf�gung (BGE 133 II 249 E. 1.2 S. 251, 400 E. 2.1 S. 404). Ausnahmegr�nde im Sinne von Art. 83 ff. BGG liegen nicht vor. Der Beschwerdef�hrer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen und ist nach Art. 89 Abs. 1 BGG zur Beschwerde legitimiert.
1.2 Vorbehalten bleibt, dass die einzelnen vorgebrachten R�gen vom Beschwerdef�hrer rechtsgen�glich begr�ndet worden sind.
1.2.1 Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begr�ndung in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Dies setzt voraus, dass sich der Beschwerdef�hrer wenigstens kurz mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt. Strengere Anforderungen gelten, wenn die Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der willk�rlichen Anwendung von kantonalem oder kommunalem Recht und Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung; siehe BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255) geltend gemacht wird. Dies pr�ft das Bundesgericht nicht von Amtes wegen, sondern nur insoweit, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Beschwerdeschrift muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurz gefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Erlass oder Entscheid verletzt worden sind. Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen; auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein. Wird eine Verletzung des Willk�rverbots geltend gemacht, muss anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 262 mit Hinweisen).
1.2.2 Der Beschwerdef�hrer beantragt, die Aktennotiz der Inventarliste vom 10. Juli 2010 (recte 2008) sei zu berichtigen, ohne indessen darzulegen, inwiefern diese mit Rechtsfehlern behaftet sei. Die Beschwerde enth�lt diesbez�glich keine rechtsgen�gende Begr�ndung, sodass in diesem Punkt nicht darauf einzutreten ist.
Gem�ss Art. 99 Abs. 1 BGG d�rfen neue Tatsachen und Beweismittel vor Bundesgericht nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt. Der Beschwerdef�hrer reicht im Verfahren vor Bundesgericht ein Gutachten der A.________GmbH vom 22. Juli 2011 ein, welches sich mit dem baulichen Zustand eines Schopfes auf dem Grundst�ck Steffisburg (Grundbuchblatt Nr. ...) befasst. Der Beschwerdef�hrer begr�ndet die Zul�ssigkeit damit, dass das Verwaltungsgericht das vom Architekten B.________ mitunterzeichnete Schreiben vom 28. Juli 2010 nicht ber�cksichtigt habe. Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid zwar die Beweiskraft des Schreibens als fraglich bezeichnet, letztlich aber nicht darauf abgestellt. Indessen kann dahingestellt bleiben, ob die neu eingereichte Expertise ein zul�ssiges Beweismittel im Sinne dieser Bestimmung bildet, denn sie vermag ohnehin nichts am Ausgang des Verfahrens zu �ndern.
3.1 Die Feststellung und W�rdigung der tats�chlichen Verh�ltnisse �berpr�ft das Bundesgericht im Rahmen der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nach Massgabe der Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG, d.h. insbesondere nur auf offensichtliche Unrichtigkeit hin.
3.2 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, das Verwaltungsgericht habe entschieden, dass der betroffene Unterstand mit Fahrzeuglift bauf�llig sei und eine Gef�hrdung der Umwelt darstelle, ohne dabei auf ein Fachgutachten zur�ckzugreifen. Es h�tte aber den Sachverhalt nur durch Expertise oder durch einen Augenschein richtig feststellen k�nnen. Folglich habe es den Sachverhalt nicht korrekt ermittelt, was eine Rechtsverletzung darstelle.
3.3 Zun�chst ist festzuhalten, dass der Beschwerdef�hrer im Verfahren vor Verwaltungsgericht weder einen Antrag auf Durchf�hrung eines Augenscheins noch um Einholung einer entsprechenden Expertise gestellt hat. Das Verwaltungsgericht ging zumindest sinngem�ss davon aus, dass die �rtlichen Verh�ltnisse sowie der Zustand des Unterstandes mit Fahrzeuglift aus den Akten, insbesondere aus der von der Gemeinde Steffisburg anl�sslich der Begehung vom 10. Juli 2008 in Anwesenheit des Beschwerdef�hrers sowie mehrerer fachkundiger Personen erhobenen, mit zahlreichen Bildern belegten Dokumentation, in rechtsgen�gender Weise ersichtlich seien. Wenn es deshalb auf einen Augenschein sowie eine Expertise verzichtete, so ist dies nicht zu beanstanden und stellte keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs dar, wie der Beschwerdef�hrer implizit r�gt. Es besteht damit kein Anlass, vom Sachverhalt abzuweichen, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG).
4.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt in mehrfacher Hinsicht eine Verletzung seiner Parteirechte, insbesondere seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV. Diese R�gen sind unbegr�ndet.
4.2 Der Beschwerdef�hrer bringt zun�chst vor, das Verwaltungsgericht habe ihm die Beschwerdeantwort der Gemeinde Steffisburg und die Vernehmlassung der Bau, Verkehrs- und Energiedirektion weder zugestellt noch ihm Gelegenheit zur entsprechenden Stellungnahme einger�umt, was eine unzul�ssige Einschr�nkung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r bedeute. Der Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) und die darin enthaltene beh�rdliche Begr�ndungspflicht gebieten es, Entscheide den direkt betroffenen Personen zu er�ffnen (BGE 133 I 201 E. 2.1 S. 204). Aus Art. 29 Abs. 2 BV geht ausserdem der Anspruch des Betroffenen hervor, im Verfahren �ber Eingaben orientiert zu werden und sich vor dem Entscheid �ussern zu k�nnen. Wie sich aus den Akten ergibt, wurden die beiden Vernehmlassungen dem Beschwerdef�hrer entgegen seinen Behauptungen mit Verf�gung des instruierenden Richters des Verwaltungsgerichts vom 22. Oktober zur Kenntnisnahme zugestellt. Der Beschwerdef�hrer h�tte in der Folge hinreichend Gelegenheit gehabt, sich zu den beiden Stellungnahmen zu �ussern (BGE 133 I 98 E. 2.2 S. 99 f.). Seine diesbez�gliche R�ge zielt somit ins Leere.
4.3 Der Beschwerdef�hrer r�gt weiter, das rechtliche Geh�r sei verletzt worden, weil Z.________ und Y.________ erst in einem sehr sp�ten Zeitpunkt, n�mlich vor Verwaltungsgericht, in das Verfahren einbezogen worden seien. Da vorliegend unter anderem die Einhaltung von (R�umungs-) Fristen strittig seien, sei eine Heilung des Verfahrensfehlers durch das Verwaltungsgericht nicht m�glich.
4.3.1 Auf eine Geh�rsverletzung kann sich nur berufen, wer selbst davon betroffen ist. Richtete sich der behauptete Verstoss gegen den Anspruch auf rechtliches Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV gegen Dritte, kann dies nicht geltend gemacht werden. Daf�r fehlt es an der Grundrechtstr�gerschaft wie auch an der erforderlichen prozessualen Legitimation. Die vom Beschwerdef�hrer erhobene R�ge geht dahin, dass den beiden Br�dern Z.________ und Y.________ durch den versp�teten Einbezug ins Verfahren des Geh�r verweigert worden sei. Diese beiden haben jedoch keine Beschwerde erhoben, weswegen eine eventuelle Geh�rsverletzung ihnen gegen�ber nicht massgeblich ist und vom Beschwerdef�hrer nicht geltend gemacht werden kann.
4.3.2 Selbst wenn sich der Beschwerdef�hrer auf eine Geh�rsverweigerung berufen k�nnte, verf�gte die Vorinstanz im �brigen im Beschwerdeverfahren unbestrittenermassen �ber die volle �berpr�fungsbefugnis hinsichtlich aller Rechts- und Sachfragen, weshalb sie grunds�tzlich Verfahrensm�ngel, die nicht sehr schwer wiegen, heilen konnte (vgl. BGE 135 | 279 E. 2.6.1 S. 285). Das Verwaltungsgericht gelangte implizit zum Ergebnis, die festgestellten Geh�rsverletzungen seien nicht so gravierend, dass dies einer Heilung im Beschwerdeverfahren entgegenst�nde. Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, inwiefern der Geh�rsanspruch so schwerwiegend verletzt worden sein soll, dass dies eine Heilung des Mangels im Beschwerdeverfahren ausschl�sse. Sodann wird vom Beschwerdef�hrer auch nicht aufgezeigt und ist auch nicht ersichtlich, inwiefern ihm durch die Heilung des Verfahrensfehlers im Beschwerdeverfahren ein Nachteil entstanden w�re.
4.4 Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers hat das Verwaltungsgericht schliesslich im umgekehrten Sinne den Kreis der Verfahrensbeteiligten im verwaltungsgerichtlichen Verfahren auch nicht unzul�ssig erweitert, zumal Y.________ und Z.________ bereits aufgrund von Art. 46 Abs. 2 des Baugesetzes des Kantons Bern vom 9. Juni 1988 Verf�gungsadressaten der Wiederherstellungsverf�gung vom 2. Dezember 2009 waren und ihnen daher auch im Verfahren vor der Bau, Verkehrs- und Energiedirektion sowie vor Verwaltungsgericht Parteistellung zukam. Im �brigen ist nicht ersichtlich, inwiefern dem Beschwerdef�hrer aus diesem Vorgehen ein Nachteil entstehen konnte.
5.1 In der Sache macht der Beschwerdef�hrer geltend, dass der Unterstand mit Fahrzeuglift bereits seit �ber 60 Jahren an seinem Platz stehe. Der Anspruch der Beh�rden auf Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands verwirke sp�testens nach 30 Jahren. Da die Rechtssicherheit st�rker zu gewichten sei als die Wahrung des objektiven Rechts und der Unterstand mit Fahrzeuglift seit �ber 60 Jahren unver�ndert an Ort und Stelle stehe, habe die Gemeinde ihren allf�lligen Anspruch auf Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands verwirkt.
5.2 Nach der Rechtsprechung ist die Befugnis des Gemeinwesens, den Abbruch eines baugesetzwidrigen Geb�udes oder Geb�udeteils anzuordnen, befristet. Die Frist betr�gt 30 Jahre. Sie beginnt mit der Fertigstellung des baugesetzwidrigen Geb�udes bzw. Geb�udeteils zu laufen (BGE 107 Ia 121 E. 1a und b S. 123 f.). Die Frist von 30 Jahren ist unbeachtlich, wenn die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustandes aus baupolizeilichen Gr�nden im engeren Sinne geboten ist. Wird durch den Fortbestand eines baugesetzwidrigen Geb�udes oder Geb�udeteils eine konkrete, d.h. ernsthafte und unmittelbare Gefahr f�r Leib und Leben der Bewohner oder der Passanten geschaffen, so k�nnen die Beh�rden den Abbruch dieses Geb�udes oder Geb�udeteils unbek�mmert um den Zeitablauf verf�gen (BGE 107 Ia 121 E. 1a S. 123).
5.3 Wie das Verwaltungsgericht f�r das Bundesgericht verbindlich festgestellt hat (Art. 105 BGG), handelt es sich beim Unterstand um ein schlecht unterhaltenes, zonenwidriges und das Ortsbild beeintr�chtigendes "Werkstatt-Provisorium". Der Autolift hinterlasse einen von Alter und Rost gezeichneten desolaten Eindruck. Die ganze Anlage entspreche offenkundig nicht (mehr) dem Stand der Technik und gef�hrde die �ffentliche Ordnung in hohem Mass. Die von der Wiederherstellungsverf�gung betroffene Parzelle liegt in der Gew�sserschutzzone Au. Diese gilt als besonders gef�hrdeter Gew�sserschutzbereich und bezweckt den Schutz nutzbarer unterirdischer Gew�sser (Art. 29 Abs. 1 lit. a der Gew�sserschutzverordnung vom 28.Oktober 1998 (GSchV; SR 814.201). Wie das Verwaltungsgericht festgestellt hat, verf�gt der Unterstand nicht �ber geeignete bauliche Massnahmen, um eine Gef�hrdung des Trinkwassers zu verhindern. Hinzu kommt, dass auch von den im Fahrzeuglift eingestellten Fahrzeugen wie auch von der Lagerung von Materialien, landwirtschaftlichen Ger�ten und Fahrzeugen auf dem �brigen Gel�nde selbst Gefahren f�r das Grundwasser ausgehen k�nnen. Da aufgrund des Betriebes des Lagerplatzes sowie des Unterstandes mit Autolift sowohl eine potentielle Gef�hrdung des Grundwassers wie auch eine ernsthafte und unmittelbare Gefahr f�r Leib und Leben der Bewohner oder der Passanten besteht, hat das Verwaltungsgericht daher zu Recht erwogen, dass sich der Beschwerdef�hrer nicht auf den Vertrauensgrundsatz und die Rechtssicherheit berufen kann.
5.4 Weiter f�hrt der Beschwerdef�hrer ins Feld, es bestehe kein �ffentliches Interesse an der Einhaltung baurechtlicher Bestimmungen f�r Innenr�ume. Die Verpflichtung, beinahe s�mtliche Fahrzeuge, Maschinen usw. aus der Heub�hne zu r�umen, entbehre daher jeglichen �ffentlichen Interesses und sei unverh�ltnism�ssig. Der Beschwerdef�hrer �bersieht, dass die latent vorhandene Gefahr einer gravierenden Gew�sserverschmutzung und das daraus resultierende Risiko einer Gesundheitsbeeintr�chtigung an Leib und Leben f�r eine Vielzahl von Menschen in der Nachbarschaft sowie das �ffentliche Interesse an der konsequenten Verhinderung von Bauten und Anlagen, die nicht zonenkonform sind, weit h�her zu gewichten ist als das rein private Interesse des Beschwerdef�hrers, in der Landwirtschaftszone weiterhin ausgediente Fahrzeuge, landwirtschaftlich nicht mehr nutzbare Ger�te und Maschinen sowie Altmaterialien zu lagern. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers besteht auch ein �berwiegendes Interesse an der Einhaltung der baurechtlichen Bestimmungen f�r Innenr�ume. �berdies ergibt sich aus dem Fotodossier der Einwohnergemeinde Steffisburg der Handlungsbedarf aus feuer-, sicherheits- und gew�sserschutzpolizeilicher Hinsicht sowie aus Gr�nden der Raumplanung und �sthetik ohne Weiteres.
Soweit der Beschwerdef�hrer vorbringt, seine Wirtschaftsfreiheit sei verletzt, weil er gezwungen werde, neue Maschinen und Fahrzeuge anzuschaffen, l�sst er es bei einer appellatorischen Kritik am vorinstanzlichen Urteil bewenden und bringt er nichts vor, was geeignet w�re, die verwaltungsgerichtlichen Erw�gungen verfassungswidrig erscheinen zu lassen. Darauf ist nicht einzutreten (oben E. 1.2).
7.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, im vorliegenden Fall handle es sich bei den auf dem fraglichen Grundst�ck bestehenden Bauten (wie Baubaracken, Gartenh�uschen, Taubenschlag usw.) entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichtes nicht um Bauten, die einer Baubewilligung bed�rften und deshalb dem Baupolizeirecht unterst�nden. Selbst wenn eine Bewilligung notwendig w�re, k�nnte diese erteilt werden. Soweit es insbesondere um den Taubenschlag gehe, so z�chte und verkaufe er ohnehin seit jeher unter Nutzung der entsprechenden Baute Tauben. Dabei handle es sich um eine landwirtschaftliche T�tigkeit, weshalb der Taubenschlag so oder so zonenkonform sei.
7.2 Das Verwaltungsgericht best�tigte die Erw�gungen der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion, wonach die Befreiung von der Bewilligungspflicht gem�ss Art. 6 Abs. 1 lit. b des Dekretes vom 22. M�rz 1994 �ber das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret) nur die Nutzungsart betreffe, der Taubenschlag aber die Gr�sse einer Baubaracke habe und somit wie die �brigen Kleinbauten nicht mehr bewilligungsfrei sei. Das Verwaltungsgericht f�hrte weiter aus, dass die fraglichen Bauten auch in materieller Hinsicht nicht bewilligungsf�hig seien, da sie in der Landwirtschaftszone l�gen und dem Zweck der Nutzungszone nicht entspr�chen. Eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 �ber die Raumplanung (RPG; SR 700) k�nne mangels Standortgebundenheit nicht erteilt werden. Das Verwaltungsgericht erwog weiter, dass aufgrund des im Fotodossiers festgehaltenen Zustands ausser Zweifel stehe, dass die strittigen Bauten, Anlagen und Materialien schon nur unter �sthetischen und sicherheitstechnischen, aber wohl auch unter gew�sserschutzrechtlichen und feuerpolizeilichen Gesichtspunkten zu einer St�rung f�hren w�rden, welche hinzunehmen die kommunalen und kantonalen Beh�rden zu Recht nicht bereit seien.
7.3 Was der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringt, ist nicht geeignet, eine willk�rliche Anwendung der kantonalen Normen oder eine Verletzung von Bundes- oder Verfassungsrecht aufzuzeigen, soweit seine R�ge �berhaupt als rechtsgen�glich begr�ndet erachtet werden kann. Insbesondere ist nicht ersichtlich, inwiefern die Taubenzucht als landwirtschaftliche Nutzung einzustufen ist. Aus den Akten ergibt sich n�mlich, dass der Beschwerdef�hrer gem�ss Amt f�r Landwirtschaft des Kantons Bern nicht mehr als Landwirt gef�hrt wird, dass die Parzelle Steffisburg (Grundbuchblatt Nr. ...) an einen Dritten verpachtet ist und dass die Gebr�der Y.________ und Z.________ anl�sslich des Augenscheins vom 10. Juli 2008 mitgeteilt haben, der Taubenschlag sei im Besitze von W.________, der die Tauben als Hochzeitsattraktion verwende.
8.1 Weiter r�gt der Beschwerdef�hrer, das Nutzungskonzept greife in die Eigentumsgarantie ein. Da er sein Eigentum nicht mehr so nutzen k�nne, wie er es wolle und wie es ihm zustehe und ihm zudem neben den allgemeing�ltigen gesetzlichen Vorschriften noch individuelle Vorschriften auferlegt w�rden, werde Art. 26 BV verletzt. Notwendig w�re daher eine gesetzliche Grundlage, welche jedoch nicht bestehe.
8.2 Das Verwaltungsgericht hielt in seinen Erw�gungen fest, die fragliche Parzelle habe bereits im Jahre 1990 Gegenstand eines vergleichbaren Wiederherstellungsverfahrens gebildet, das mit Bundesgerichtsurteil vom 6. Dezember 1993 (1A.137/1992) durch Beschwerdeabweisung abgeschlossen worden sei. Die Haltung der Einwohnergemeinde Steffisburg, den Gebr�dern Y.________ und Z.________ die k�nftige Nutzung der Parzelle Steffisburg (Grundbuchblatt Nr. ...) mittels eines Konzepts vorzugeben, erscheine daher nachvollziehbar und zur Vermeidung oder mindestens Vereinfachung sp�terer Baupolizeiverfahren geeignet und erforderlich und damit verh�ltnism�ssig.
8.3 Das Bundesgericht entschied bereits im erw�hnten Urteil vom 6. Dezember 1993 (1A.137/1992), die Ablagerung von Altwaren, die errichtete Bauschutt - und Kehrichtdeponie sowie der auf Parzelle Steffisburg (Grundbuchblatt Nr. ...) betriebene autoabbruch�hnliche Betrieb seien rechtswidrig. Die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands liege im �ffentlichen Interesse und sei ohne Weiteres zumutbar. In der Zwischenzeit hat sich erneut ein �hnlicher rechtswidriger Zustand auf der fraglichen Parzelle eingestellt. Die im Rahmen des Nutzungskonzepts vorgesehenen Massnahmen zur Verhinderung weiterer rechtswidriger Zust�nde auf dem Areal scheinen daher aus baupolizeilichen Gr�nden im engeren Sinn, insbesondere zum Schutz des Grundwassers sowie zur Wahrung der Zonenkonformit�t angebracht. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers besteht f�r das angeordnete Nutzungskonzept auch eine gesetzliche Grundlage. Nach Art. 3 GSchG ist jedermann verpflichtet, alle nach den Umst�nden gebotene Sorgfalt anzuwenden, um nachteilige Einwirkungen auf die Gew�sser zu vermeiden. Wer in den besonders gef�hrdeten Bereichen sowie in Grundwasserschutzzonen und -arealen T�tigkeiten, die eine Gefahr f�r die Gew�sser darstellen, aus�bt, muss die nach den Umst�nden gebotenen Massnahmen zum Schutz der Gew�sser treffen (Art. 31 Abs. 1 GSchG). Gem�ss Art. 31 Abs. 2 GSchG sorgen die Beh�rden daf�r, dass bei bestehenden Anlagen in den Gebieten nach Absatz 1, bei denen die konkrete Gefahr einer Gew�sserverunreinigung besteht, die nach den Umst�nden gebotenen Massnahmen zum Schutz der Gew�sser getroffen werden. Die fragliche Parzelle Steffisburg (Grundbuchblatt Nr. ...) befindet sich in der hochsensiblen Grundwasserschutzzone Au. Die bisherige Erfahrung hat gezeigt, dass es immer wieder zu grundwassergef�hrdenden Ablagerungen darauf kam, weshalb das Nutzungskonzept als geeignete Massnahme erscheint, um insk�nftig entsprechende Gef�hrdungen zu vermeiden. Die Beschwerde erweist sich damit auch in diesem Punkt als unbegr�ndet.
Das Verwaltungsgericht pr�fte sodann die Verh�ltnism�ssigkeit der angeordneten Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands. Es hielt fest, dass die Fristansetzung nicht zuletzt auf den Beschwerdef�hrer zur�ckging, welcher im erstinstanzlichen Verfahren beantragt hatte, die anf�nglich in Aussicht gestellte Frist von drei Monaten pro Etappe sei beizubehalten. Von einer unverh�ltnism�ssig kurzen Wiederherstellungsfrist k�nne in W�rdigung der Umst�nde nicht die Rede sein. Soweit der Beschwerdef�hrer dies bestreitet, l�sst er es bei einer appellatorischen Kritik am vorinstanzlichen Urteil bewenden und bringt nichts vor, was geeignet w�re, die verwaltungsgerichtlichen Erw�gungen verfassungswidrig erscheinen zu lassen. Darauf ist nicht einzutreten (oben E. 1.2).
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang tr�gt der unterliegende Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten (Art. 65 f. Abs. 1 BGG). Den nicht anwaltlich vertretenen weiteren Beteiligten ist praxisgem�ss keine Parteientsch�digung zuzusprechen. Eine Entsch�digung an die Gemeinde f�llt ausser Betracht (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Einwohnergemeinde Steffisburg, der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion und dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern sowie den weiteren Beteiligten und dem Bundesamt f�r Raumentwicklung schriftlich mitgeteilt.