Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_12_04_2011_X_ZR_72_10_Der_eine_Diensterfindung_machende_-d4395978.html
Timestamp: 2016-12-08 02:29:17
Document Index: 60661781

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 43', '§ 5', 'BGH', 'BGH']

BundesgerichtshofUrt. v. 12.04.2011, Az.: X ZR 72/10Gericht: BGHEntscheidungsform: UrteilDatum: 12.04.2011Referenz: JurionRS 2011, 15936Aktenzeichen: X ZR 72/10 Verfahrensgang:vorgehend:LG Mannheim - 30.09.2008 - AZ: 2 O 317/06OLG Karlsruhe - 28.04.2010 - AZ: 6 U 147/08Rechtsgrundlagen:§ 4 Abs. 2 ArbNErfG§ 5 Abs. 1 ArbNErfG a.F.§ 6 Abs. 2 S. 2 ArbNErfG a.F.§ 43 Abs. 3 S. 1 ArbNErfGFundstellen:ArbRB 2011, 306-307BlPMZ 2011, 300DB 2011, 1396DB 2011, 6-8GRUR 2011, 7-8GRUR 2011, 733-737 "Initialidee"GRUR-Prax 2011, 269GWR 2011, 458Mitt. 2011, 377-381 "Initialidee"NZA-RR 2011, 479-482WRP 2011, 904-909 "Initialidee"Redaktioneller Leitsatz:1.Ein Verstoß gegen die in § 5 ArbNErfG a.F. geregelte Pflicht zur schriftlichen Erfindungsmeldung kann nur dann ohne Nachteile für den Arbeitnehmererfinder bleiben, wenn in einer der ordnungsgemäßen Meldung vergleichbaren anderweitigen Form dokumentiert ist, dass der Arbeitgeber das Wissen und die Erkenntnismöglichkeiten hat, die ihm nach dieser Vorschrift vermittelt werden müssen.2.Die bloße Bekanntgabe eines Arbeitnehmers von Versuchsergebnissen und dergleichen ist nicht geeignet, den Arbeitgeber auf eine Erfindung aufmerksam zu machen.Der X. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 12. April 2011 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Meier-Beck, den Richter Keukenschrijver, die Richterin Mühlens sowie die Richter Dr. Grabinski und Dr. Bacher für Recht erkannt: Tenor:Auf die Revision der Klägerin wird das am 28. April 2010 verkündete Urteil des 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe aufgehoben. Der Rechtsstreit wird zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zurückverwiesen. BGH, 12.04.2011BGH, 12.04.2011