Source: https://www.bibukurse.de/einkommensteuer/einkuenfte/sonstige-einkuenfte/private-veraeusserungsgeschaefte.html
Timestamp: 2017-12-13 09:31:09
Document Index: 287361044

Matched Legal Cases: ['§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 23', '§ 41', '§ 313', '§ 125', '§ 23']

Private Veräußerungsgeschäfte - Einkommensteuer
Einkommensteuer - Private Veräußerungsgeschäfte
Kursangebot | Einkommensteuer | Private Veräußerungsgeschäfte
Video: Private Veräußerungsgeschäfte
Bei privaten Veräußerungsgeschäften wird die Veräußerung von Vermögensgegenständen aus dem Privatvermögen des Steuerpflichtigen besteuert. Es findet insofern ein Durchbruch des Prinzips der Quellentheorie statt, denn es wird vielmehr nach der Reinvermögenszugangstheorie „wie bei den Gewinneinkünften auch“ besteuert.
Hier klicken zum Ausklappen Zu unterscheiden ist, dass bei Umschichtungen aus dem betrieblichen Bereich des Vermögens immer eine Besteuerung stattfindet, bei Veräußerungen aus dem privaten Bereich hingegen nur bei den ausdrücklich gesetzlich geregelten Fällen.
Man unterscheidet folgende Arten privater Veräußerungsgeschäfte:
Veräußerungsgeschäfte bei Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten, sofern der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre beträgt (§ 23 I 1 Nr. 1 EStG) und
die Veräußerung von anderen Wirtschaftsgütern, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt (§ 23 I 1 Nr. 2 EStG).
Wichtig ist also, insbesonders für die Berechnung des zugrundeliegenden Zeitraums, dass man die Begriffe
Anschaffung und
korrekt definiert.
Unter Anschaffung gilt auch die Überführung von Wirtschaftsgütern aus dem Betriebs– in das Privatvermögen (§ 23 I 2 EStG). Wichtig ist, dass die Rückübertragung von enteignetem Grundbesitz bzw. der unentgeltliche Erwerb eines Wirtschaftsguts, z.B. durch Erbschaft, Vermächtnis oder Schenkung, keine Anschaffung im Sinne des § 23 EStG darstellt. Hingegen ist eine Anschaffung insbesondere auch gegeben bei der Abgabe eines Meistgebots in einer Zwangsversteigerung bzw. dem Erhalt kostenloser Bezugsrechte oder von Gratisaktien im Rahmen einer Kapitalerhöhung (H 23 [Anschaffung] EStH).
Veräußerungen sind:
eine Einlage eines Wirtschaftsgutes in das Betriebsvermögen, wenn die Veräußerung aus dem Betriebsvermögen innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren seit der Anschaffung dieses Wirtschaftsgutes erfolgt und
eine verdeckte Einlage in eine Kapitalgesellschaft (§ 23 I 2 Nr. 2 EStG).
Unter Veräußerung versteht man insbesondere auch
unter besonderen Umständen die Abgabe eines bindenden Angebots,
den Abschluss eines bürgerlich-rechtlich wirksamen, beide Vertragsparteien bindenden Vorvertrags,
unter den Voraussetzungen des § 41 i AO der Abschluss eines unvollständig beurkundeten und deswegen nach den § 313 1 BGB, § 125 HGB formunwirksamen Kaufvertrags,
die Übertragung aus dem Privatvermögen eines Gesellschafters in das betriebliche Gesamthandsvermögen einer Personengesellschaft gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten und
die Veräußerung des rückübertragenen Grundstücks bei entgeltlichem Erwerb des Restitutionsanspruchs nach dem VemG (H 23 [Veräußerung] EStH).
Es lässt sich damit folgende grundsätzliche Berechnungsvorschrift für den privaten Veräußerungsgewinn bzw. den privaten Veräußerungsverlust ermitteln:
Hier klicken zum Ausklappen Veräußerungspreis
- (fortgeführte) Anschaffungs- oder Herstellungskosten
= privater Veräußerungsgewinn/- verlust.
Entscheidend für die Veräußerungsfrist des § 23 I EStG ist das der Anschaffung oder der Veräußerung zugrundeliegende obligatorische Geschäft (H 23 [Veräußerungsfrist] EStH).
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Mit welcher der folgenden Berechnungsvorschrift lässz sich der private Veräußerungsgewinn bzw. der private Veräußerungsverlust ermitteln?
Welche der folgenden Aussagen zum privaten Veräußerungsgeschäft ist richtig?
Unter Anschaffung versteht man die Überführung von Wirtschaftsgütern aus dem Betriebs– in das Privatvermögen.
Unter Veräußerung versteht man die Überführung von Wirtschaftsgütern aus dem Betriebs– in das Privatvermögen.
Eine Anschaffung ist u.a. eine verdeckte Einlage in eine Kapitalgesellschaft.
Zu unterscheiden ist, dass bei Umschichtungen aus dem betrieblichen Bereich des Vermögens immer eine Besteuerung stattfindet, bei Veräußerungen aus dem privaten Bereich hingegen nur bei den ausdrücklich gesetzlich geregelten Fällen.
Zu unterscheiden ist, dass bei Umschichtungen aus dem betrieblichen Bereich des Vermögens in keinem Fall eine Besteuerung stattfindet, bei Veräußerungen aus dem privaten Bereich hingegen nur bei den ausdrücklich gesetzlich geregelten Fällen.
Zu unterscheiden ist, dass bei Umschichtungen aus dem privaten Bereich des Vermögens immer eine Besteuerung stattfindet, bei Veräußerungen aus dem betrieblichen Bereich hingegen nur bei den ausdrücklich gesetzlich geregelten Fällen.