Source: https://sichere-schule.de/aula/betrieb/brandschutz-offenes-feuer
Timestamp: 2019-11-17 23:48:55
Document Index: 9222659

Matched Legal Cases: ['§ 29', '§ 29', '§ 29', '§ 29', '§ 29', '§ 35', '§ 35', '§ 17']

Sichere Schule - Offenes Feuer
A Offenes Feuer
Im bühnentechnischen und darstellerischen Bereich sind Rauchen, Feuer und offenes Licht verboten. Hiervon darf nur abgewichen werden, wenn dies aus szenischen Gründen unumgänglich ist und besondere Brandschutzmaßnahmen getroffen sind.
Im Zuschauerraum von Veranstaltungsstätten ist die Verwendung von offenem Feuer, brennbaren Flüssigkeiten und Gasen, pyrotechnischen Gegenständen und anderen explosionsgefährlichen Gegenständen verboten. Ausnahmen hiervon sowie die in diesem Fall zu treffenden besonderen Brandschutzmaßnahmen sind vor der Veranstaltung zwischen dem Veranstalter und dem Betreiber sowie der zuständigen Brandschutzdienststelle abzustimmen.
Die Verwendung von Kerzen und ähnlichen Lichtquellen als Tischdekorationen sowie die Verwendung von offenem Feuer in dafür vorgesehenen Kücheneinrichtungen zur Zubereitung von Speisen ist zulässig. Dabei ist jedoch je nach Art der Veranstaltung zu berücksichtigen, ob ggf. geeignete Kerzenhalter, z. B. sand- oder wassergefüllte Windlichter bzw. Kücheneinrichtungen, z. B. Speisenwärmer mit Brennpaste zu verwenden sind. Als sichere Alternative zu Kerzen als Tischdekoration bietet sich auch der Einsatz von batteriebetriebenen Teelichtern an.
Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung, DGUV Vorschrift 18
§ 29. Vorbeugender Brandschutz
(1) Rauchen, Feuer und offenes Licht sind in bühnentechnischen, darstellerischen und produktionstechnischen Bereichen verboten.
(2) Der Schutz der mit Einrichtungen der Obermaschinerie beförderten Personen kann auch durch dekorativ gestaltete Förderkörbe erreicht werden. Flugeinrichtungen sind mit einer Notabsenkeinrichtung auszustatten.
(3) Von den Absätzen 1 und 2 darf nur abgewichen werden, wenn dies aus szenischen Gründen unumgänglich ist und besondere Brandschutzmaßnahmen getroffen sind.
Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung, DGUV Regel 115-002, § 29
§ 29 Vorbeugender Brandschutz
DGUV Vorschrift 17 und 18
(2) Aufbauten und Dekoration, mit Ausnahme von Möbeln und Requisiten, müssen mindestens schwer entflammbar sein.
zu § 29 Abs. 2: Zur Bewertung der Eigenschaft "schwer entflammbar" können Brandschutznachweise, z. B. nach DIN 4102-1 "Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen: Baustoffe; Begriffe, Anforderungen und Prüfungen" und DIN EN 13501-1 "Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus den Prüfungen zum Brandverhalten von Bauprodukten" herangezogen werden. Kriterien für die Bewertung sind auch die Rauchentwicklung und das Abtropfverhalten.
zu § 29 Abs. 3: Damit der vorbeugende Brandschutz gewährleistet wird, sind die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen so zu wählen, dass die nachfolgend aufgeführten Schutzziele erreicht werden:
Brandausbreitung minimieren
Rauchentwicklung minimieren
Flucht, Rettung und Brandbekämpfung ermöglichen.
Besondere Brandschutzmaßnahmen sind mit der für den vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz zuständigen Stelle (in der Regel ist das die Feuerwehr) abzustimmen. Bei der Festlegung der besonderen Brandschutzmaßnahmen sind die vorhandenen baulichen Brandschutzeinrichtungen mit zu berücksichtigen.
Zum vorbeugenden Brandschutz siehe auch DGUV Information 215-316 "Brandschutz im Dekorationsbau". Die ASR A2.2 "Maßnahmen gegen Brände" regelt das Ausstatten und Betreiben von Arbeitsstätten mit Feuerlöscheinrichtungen sowie für weitere Maßnahmen zur Erkennung von Entstehungsbränden, zur Alarmierung sowie Bekämpfung von Entstehungsbränden. Der Arbeitgeber hat eine ausreichende Anzahl von Beschäftigten durch Unterweisung und Übung im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden vertraut zu machen (Brandschutzhelfer).
Verordnung über Bau und Betrieb von Sonderbauten - Sonderbauverordnung (SBauVO), § 35
§ 35 Rauchen, Verwendung von offenem Feuer
(1) Auf Bühnen und Szenenflächen, in Werkstätten und Magazinen ist das Rauchen verboten. Das Rauchverbot gilt nicht für Darstellerinnen und Darsteller und Mitwirkende auf Bühnen- und Szenenflächen während der Proben und Veranstaltungen, soweit das Rauchen in der Art der Veranstaltungen begründet ist.
(2) In Versammlungsräumen, auf Bühnen- und Szenenflächen und in Sportstadien ist das Verwenden von offenem Feuer, brennbaren Flüssigkeiten und Gasen, pyrotechnischen Gegenständen und anderen explosionsgefährlichen Stoffen verboten. § 17 Absatz 1 bleibt unberührt. Das Verwendungsverbot gilt nicht, soweit das Verwenden von offenem Feuer, brennbaren Flüssigkeiten und Gasen sowie pyrotechnischen Gegenständen in der Art der Veranstaltung begründet ist und der Veranstalter die erforderlichen Brandschutzmaßnahmen im Einzelfall mit der Brandschutzdienststelle abgestimmt hat. Die Verwendung pyrotechnischer Gegenstände muss durch eine nach Sprengstoffrecht geeignete Person überwacht werden.
Die Verordnung über den Betrieb von baulichen Anlagen (Betriebs-Verordnung - BetrVO), Abschnitt 4