Source: http://www.jurablogs.com/2013/02/25/lg-koeln-deutsche-post-ag-darf-haftung-versand-ausgenommene-gueter-z-b-drogen-per-agb
Timestamp: 2017-01-17 05:44:57
Document Index: 208308668

Matched Legal Cases: ['§ 309', '§ 3', '§ 4', '§ 278', '§ 249', '§ 252', '§ 29', 'BGH']

BlogsDr. Damm & Partner RechtsanwälteFebruar 2013LG Köln: Die Deutsche Post AG darf die Haftung für vom Versand ausgenommene Güter (z.B. Drogen) nicht per AGB-Klausel ausschließenLG Köln, Urteil vom 23.01.2013, Az. 26 O 88/12§ 309 Nr. 7 b) BGB, § 3 UWG, § 4 Nr. 11 UWGDas LG Köln hat entschieden (Volltext s. unten), dass eine AGB-Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Post AG unwirksam ist, nach welcher die Haftung für von der Beförderung ausgenommene Güter vollständig ausgeschlossen ist. Zu den nach den Bedingungen der Deutschen Post AG nicht beförderungsfähigen Gütern gehören u.a. Gefahrenstoffe, Drogen, aber auch Geld und Wertpapiere. Die Klausel, so die Kammer, schließe die Haftung rechtswidrig auch für solche Schäden aus, die von Post-Mitarbeitern vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht würden. Was wir davon halten? Gesetzt den Fall, dass Mitarbeiter der Deutschen Post AG das vom Kunden verschickte Marihuana in der Logistikhalle wegrauchen, heißt dies ganz konkret, dass die Deutsche Post AG dem Kunden zu Schadensersatz verpflichtet ist, zumal sie auch für das Wirken ihrer Erfüllungsgehilfen haftet (§ 278 S.1 BGB). Der Schadensersatz richtet sich dann nach dem Marktwert der Drogen (§ 249 BGB) und dem entgangenen, “auf der Straße zu erzielenden” Gewinn (§ 252 BGB), was alles notfalls durch einen Sachverständigen (Dealer?) zu bestimmen ist, wenn das Gericht nicht von sich aus über entsprechende Sachkunde verfügt. Dies alles ist eher unproblematisch. Was wir uns aber nun fragen: Macht sich die Deutsche Post AG bei Zahlung des Schadensersatzes an den Kunden gemäß § 29 Abs. 1 Nr. 13 BtMG strafbar? Schließlich werden “Geldmittel … einem anderen für eine rechtswidrige Tat nach Nummern 1, 5, 6, 7, 10, 11 oder 12″ bereitgestellt?Diese Frage erweist sich keinesfalls als abwegig, nachdem die Deutsche Post AG zuvor die Unterlassung einer AGB-Klausel erklärt hatte, nach welcher ein Beförderungsvertrag für ausgeschlossene Güter überhaupt nicht zustande kommen sollte. Da eine Individualvereinbarung stets Vorrang habe, so die Kammer, sei die Klausel unwirksam ...Zum vollständigen Artikel10 verwandte ArtikelUnzulässiger Haftungsausschluss bei BriefversandLG Köln: AGB der Deutschen Post AG wettbewerbswidrigWertvolle PostBGH: Verlinkung auf AGB ist zulässigOLG Düsseldorf: Transportunternehmen darf in AGB keine gesetzlichen Sorgfaltspflichten einschränkenOLG Frankfurt a.M.: AGB-Klausel einer Fluggesellschaft unwirksam, die Reiseantritt nur bei Vorlage der Kreditkarte, mit der das Ticket
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