Source: http://www.neu.uni-bayreuth.de/de/Uni_Bayreuth/Zentrale_Einrichtungen/international-office/de/04_On_Site/1_Arrival/1_Visa___Residence_Permit/index.html
Timestamp: 2018-02-18 07:02:15
Document Index: 229014534

Matched Legal Cases: ['§16', '§18', '§19', '§20', '§16', '§18', '§20']

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Checkliste Wissenschaftler
Zwischen einem Visum und einem Aufenthaltstitel bestehen grundlegende Unterschiede.
Ein Visum ist eine Erlaubnis, nach Deutschland einzureisen. Es wird von deutschen Botschaften und Konsulaten auf der ganzen Welt erteilt. Wer beabsichtigt, sich länger als drei Monate in Deutschland aufzuhalten um zu studieren oder zu arbeiten, muss das korrekte Visum beantragen. Das Visum leitet sich immer von dem Zweck des Aufenthaltes ab: Studierendenvisum (§16), Erwerbstätigkeit (§18), Niederlassungserlaubnis für Hochqualifizierte (§19), Forschervisum (§20).
Wer beabsichtigt, in Deutschland zu studieren oder zu arbeiten, sollte nicht mit einem Touristenvisum einreisen, da es nachträglich nicht in einen Aufenthaltstitel überführt werden kann.
Ein Aufenthaltstitel (bzw. Aufenthaltserlaubnis) ist die Erlaubnis, sich zu einem bestimmten Zweck in Deutschland aufzuhalten. Diese Erlaubnis wird von den lokalen Ausländerbehörden ausgesprochen und muss innerhalb von drei Monaten nach der Einreise nach Deutschland beantragt werden. Ein Aufenthaltstitel ist immer mit a) einem bestimmten Aufenthaltszweck und b) einem bestimmten Aufenthaltsort verbunden.
Eine Verlängerung des Aufenthaltstitels sollte mindestens einen Monat vor seinem Ablauf beantragt werden.
Alle Nicht-EU-Bürger müssen vor der Einreise ein Visum zur Aufnahme eines Studiums in Deutschland beantragen. Der erste notwendige Schritt ist die Bewerbung um einen Studienplatz an der Universität Bayreuth. Wenn Studierende alle Zulassungskriterien erfüllen, erhalten sie eine Zulassung. Danach können sie an der ihrem Wohnort nächstgelegenen deutschen Botschaft ein Studierendenvisum beantragen. Wer ohne Visum nach Deutschland einreist, wird umgehend abgeschoben!
Von der Einreise mit einem Touristenvisum wird dringend abgeraten, da es nicht in einen Aufenthaltstitel zu Studienzwecken umgewandelt werden kann!
Das Zulassungsschreiben der Universität Bayreuth
Ein Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel für den Lebensunterhalt
In bestimmten Fällen: Nachweis von Deutschkenntnissen
Ausreichende finanzielle Mittel für das Studium können wie folgt nachgewiesen werden:
Durch eine Stipendiumszusage
Durch private Mittel. In diesem Fall müssen Antragsteller eine Bestätigung vorlegen, dass sie die benötigte Summe auf ein Sperrkonto eingezahlt haben.
Alle zum Studium an der Universität Bayreuth zugelassenen Nicht-EU-Bürger müssen sich innerhalb einer Woche nach der Ankunft in Bayreuth beim Einwohnermeldeamt registrieren. Erst danach beantragen sie beim Ausländeramt einen Aufenthaltstitel.
Ein gültiger Reisepass mit einem korrekten Visum
Eine gültige deutsche Krankenversicherung (gesetzlich oder privat) für die gesamte Dauer des Aufenthaltes
Ein Nachweis ausreichender finanzieller Mittel für den Lebensunterhalt (Stipendiumszusage oder Beleg des Sperrkontos).
1 Passphoto nach biometrischen Vorgaben.
Gebühren: a) Aufenthalt bis zu einem Jahr: 100 €, b) Aufenthalt über ein Jahr: 110 €.
Ein Wechsel von einem Aufenthaltstitel für Studierende (§16) zu einem Aufenthaltstitel zur Erwerbstätigkeit (§18) ist nur möglich, wenn der ursprüngliche Aufenthaltszweck, nämlich ein Studienabschluss (Bachelor, Master, Doktorat) erreicht ist.
Sobald der Zweck des Aufenthaltes in Deutschland, d.h. der Studienabschluss, erreicht ist, muss grundsätzlich die Ausreise aus Deutschland vorbereitet werden. Absolventen haben allerdings die Möglichkeit, eine Verlängerung ihres Aufenthaltstitels zu beantragen, um einen Arbeitsplatz zu suchen oder ein weiterführendes Studium anzustreben. Dazu ist es notwendig, die Verlängerung des Aufenthaltstitels vor Abschluss des Studiums, d.h. kurz vor den letzten Prüfungen, die zur Exmatrikulation führen, beim Ausländeramt zu beantragen.
Doktoranden müssen bei der Planung ihres Aufenthaltes und ihrer Finanzierung darauf achten, dass sie nach dem Einreichen der Dissertation und dem Rigorosum ihre Doktorarbeit publizieren müssen. Auf das Rigorosum folgt aber automatisch die Exmatrikulierung. Dies bedeutet, dass Doktoranden schon vor dem Rigorosum eine Verlängerung ihres Aufenthaltstitels beantragen müssen, um ihre Dissertation in Deutschland für die Publikation vorbereiten zu können. Sie müssen auch sicherstellen, dass sie für die gesamte verbleibende Aufenthaltsdauer über ausreichende finanzielle Mittel verfügen.
Weitere Informationen zum Visum für Deutschland
Visumsverfahren für internationale Gastwissenschaftler/innen
a) Wissenschaftler/innen aus Europa sowie der Schweiz, Norwegen und Liechtenstein benötigen kein Visum, um nach Deutschland einzureisen. Wenn sie länger als drei Monate in Deutschland bleiben, müssen sie sich innerhalb einer Woche nach ihrer Ankunft beim Einwohnermeldeamt im Rathaus registrieren. Danach müssen sie beim Ausländeramt eine Freizügigkeitsbescheinigung beantragen.
b) Wissenschaftler/innen aus den USA, Israel, Australien, Kanada, Südkorea, Neuseeland und Japan benötigen kein Visum, um nach Deutschland einzureisen. Wenn sie länger als drei Monate in Deutschland bleiben, müssen sie sich innerhalb einer Woche nach Ihrer Ankunft beim Einwohnermeldeamt im Rathaus registrieren. Danach müssen sie beim Ausländeramt eine Aufenthaltserlaubnis beantragen.
Gastwissenschaftler/innen sollten beachten, dass sie zur Unterzeichnung ihres Arbeitsvertrages an der Universität Bayreuth einen gültigen Aufenthaltstitel vorlegen müssen! Daher sollten sie rund 10 Tage zwischen ihrer Anreise und dem ersten Arbeitstag einplanen, damit sie ihren Aufenthaltstitel beantragen können und das Ausländeramt genügend Zeit hat, den Antrag zu bearbeiten.
c) Wissenschaftler/innen aller anderen Nationalitäten müssen vor ihrer Einreise ein Visum bei einer deutschen Auslandsvertretung beantragen.
Für einen Visumsantrag werden folgende Unterlagen benötigt:
Ein Einladungsschreiben der Personalabteilung der Universität Bayreuth.
Gastwissenschaftler/innen, die an der Universität Bayreuth eine Arbeitsstelle antreten werden, müssen bei der Botschaft ein Einladungsschreiben der Personalabteilung der Universität Bayreuth vorlegen.
Gastwissenschaftler/innen, die mit einem Stipendium an die Universität Bayreuth kommen, müssen ein Einladungsschreiben ihres gastgebenden Lehrstuhls und die Stipendiumszusage in der Botschaft vorlegen.
Gastwissenschaftler/innen, die einen kurzen Aufenthalt an der Universität Bayreuth planen (drei Monate bis sechs Monate), müssen ein Einladungsschreiben ihres gastgebenden Lehrstuhls in der Botschaft vorlegen.
Mehrere Passbilder nach biometrischen Standards
Kopien der Studienabschlüsse oder Bestätigung des Stipendiums, ins Englische oder Deutsche übersetzt und beglaubigt
Gastwissenschaftler/innen, die in Deutschland für länger als ein halbes Jahr ein Auto fahren wollen, sollten einen Internationalen Führerschein mitbringen
Gastwissenschaftler/innen, die von ihrer Familie begleitet werden, benötigen für den Visumsantrag:
Einen gültigen Reisepass für jedes Familienmitglied.
Eine Heiratsurkunde, ins Deutsche oder Englische übersetzt und beglaubigt.
Geburtsurkunden ihrer Kinder, ins Deutsche oder Englische übersetzt und beglaubigt
Passbilder für alle Familienmitglieder nach biometrischen Standards
Eine Reisekrankenversicherung für jedes Familienmitglied
Für den Visumsantrag muss die Reisekrankenversicherung die ersten Wochen des Aufenthaltes in Bayreuth abdecken. Viele deutsche Botschaften verlangen grundsätzlich eine für drei Monate gültige Reisekrankenversicherung.
Gastwissenschaftler/innen, die einen Arbeitsvertrag an der Universität Bayreuth erhalten, werden nach Ihrer Ankunft in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert.
Wer als Stipendiat an die Universität Bayreuth kommt, hat die Möglichkeit, für den Aufenthalt eine private Krankenversicherung abzuschließen. Das Welcome Centre bietet hierfür gerne Unterstützung an.
Gastwissenschaftler/innen sollten ihren Visumsantrag rechtzeitig stellen und für das Verfahren zwei bis drei Monate einkalkulieren.
Von der Einreise mit einem Touristen- oder einem Schengen-Visum ist dringend abzuraten. Es besteht keine Möglichkeit, nach der Einreise eine Aufenthaltserlaubnis zur Erwerbstätigkeit zu beantragen.
Falls der Ehegatte/die Ehegattin in Deutschland berufstätig sein will, ist dies beim Visumsantrag anzugeben.
d) Die europäische Forscherrichtlinie erleichtert die Aufnahme international mobiler Wissenschaftler/innen aus nicht-europäischen Ländern in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft, indem das Visumsverfahren erleichtert und beschleunigt wird.
Wissenschaftler/innen, die mit einem Forschervisum nach Deutschland einreisen möchten, benötigen eine Aufnahmevereinbarung, die das Welcome Centre der Universität Bayreuth ausstellt. Dazu werden folgende Unterlagen benötigt:
Die aktuelle Postadresse.
Die Daten des Aufenthaltes (erster und letzter Tag)
Eine kurze Beschreibung des Forschungsprojektes, an dem der/die Gast-wissenschaftler/in mitarbeiten wird, verfasst durch den/die Gastgeber/in an der Universität Bayreuth. Zu dieser Beschreibung gehört auch eine Aussage zu den Qualifikationen und den Aufgaben im Rahmen des Forschungsprojektes.
Mindestens 1.200 € netto pro Monat, die Gastwissenschaftler/innen entweder durch ihren Arbeitsvertrag oder durch ihre Stipendiumszusage nachweisen müssen. Wenn Wissenschaftler mit ihrer Familie nach Deutschland kommen, erhöht sich der notwendige Betrag zur Sicherung des Lebensunterhaltes entsprechend.
Ein Forschervisum gemäß §20 des deutschen Aufenthaltsgesetzes bietet folgende Vorteile:
Bei Vorlage einer Aufnahmevereinbarung in der Botschaft besteht ein Rechtsanspruch auf ein Visum, das die Botschaft ohne Zustimmungsverfahren mit der lokalen Ausländerbehörde in Bayreuth erstellen kann. Dies beschleunigt das Visumsverfahren beträchtlich.
Mitreisende Ehegatten sind vom Nachweis deutscher Sprachkenntnisse befreit und haben uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt.
Im Zusammenhang mit ihrem Forschungsprojekt haben Gastwissenschaft-ler/innen bis zu drei Monate Reisefreiheit im Schengen-Raum.