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Timestamp: 2017-01-20 07:56:50
Document Index: 234191979

Matched Legal Cases: ['Art. 435', 'Art 436', 'Art 437', 'Art 437', 'Art. 438', 'Art. 442', 'Art. 444', 'Art. 452', 'Art. 439', 'Art. 447', 'Art. 445', 'Art. 448', 'Art. 449', 'Art. 446', 'Art. 443', 'Art 437', 'Art. 435', 'Art. 435', 'Art. 437', 'Art. 437', 'Art. 437', 'Art. 437', 'Art. 80', 'Art. 80', 'Art. 80']

⭐Offenlegungsbericht zum Nach Teil 8 der Capital Requirements Regulation (CRR) weitsicht durch nähe
Offenlegungsbericht zum Nach Teil 8 der Capital Requirements Regulation (CRR) weitsicht durch nähe
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1 Nach Teil 8 der Capital Requirements Regulation (CRR) 2014 Offenlegungsbericht zum Die deutsch-französische Regionalbank La banque régionale franco-allemande weitsicht durch nähe2 Vorbemerkung... 3 Risikomanagementziele und -politik (Art. 435 CRR)... 4 Grundlagen der Risikosteuerung und -überwachung 4 Gremien 5 Vergütungsmanagement 8 Management Adressenrisiko 8 Management Marktpreisrisiko 12 Management Liquiditätsrisiko 13 Management operationelles Risiko 15 Management Strategisches Risiko und Geschäftsrisiko 16 Management Immobilienrisiko 17 Management Reputationsrisiko 18 Anwendungsbereich (Art 436 CRR) Eigenmittel (Art 437 CRR) Aufsichtsrechtliche Kapitaladäquanz (Solvabilität) 22 Struktur der Eigenmittel (Art 437 Abs. 1 Buchstaben d und e i.v.m. 492 Abs. 3 CRR) 22 Hauptmerkmale der von dem Institut begebenen Instrumente 25 Vollständige Abstimmung der Eigenmittelbestandteile mit dem geprüften Abschluss 26 Angemessenheit der Eigenmittelausstattung (Art. 438 CRR) 27 Anforderungen zu den Risikoarten Adressausfallrisiko: Allgemeine Ausweispflichten für alle Institute (Art. 442 CRR) 29 KSA-Forderungsklassen (Art. 444 CRR) 37 Offenlegung bei Risikopositionsklassen, für die der IRBA verwendet wird (Art. 452 CRR) 38 Derivative Adressausfallrisikopositionen und Aufrechnungspositionen (Art. 439 CRR) 41 Beteiligungen im Anlagebuch (Art. 447 CRR) 42 Marktpreisrisiko (Art. 445 CRR) 44 13 Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch (Art. 448 CRR) 44 Verbriefungen (Art. 449 CRR) 45 Operationelles Risiko (Art. 446 CRR) 49 Unbelastete Vermögenswerte (Art. 443 CRR) Erläuterungen zur Bedeutung der Encumbrance /Qualitative Angaben 50 Quantitative Angaben 51 Anlage zu den Hauptmerkmalen der Kapitalinstrumente gem. Art 437 Abs. 1 Buchstabe b CRR4 Vorbemerkung In der Säule III der Baseler Rahmenvereinbarungen ( Basel III") sind die Anforderungen an die regelmäßige Offenlegung qualitativer und quantitativer Informationen definiert. Die Schaffung von Transparenz bezüglich der durch die Institute eingegangenen Risiken und die damit einhergehende Stärkung der Marktdisziplin ist hierbei das Ziel. Mit dem Inkrafttreten der Verordnung (EU) Nummer 575/2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen (Capital Requirements Regulation, kurz CRR) und der Richtlinie 2013/36/EU über den Zugang zur Tätigkeit von Kreditinstituten und die Beaufsichtigung von Kreditinstituten und Wertpapierfirmen (Capital Requirements Directive, kurz CRD IV) am 1. Januar 2014 wurden die Basel-III- Vorschriften innerhalb Europa umgesetzt. Hierdurch wurde der Großteil der bislang geltenden Solvabilitätsverordnung (SolvV) sowie Teile des Kreditwesensgesetzes (KWG) abgelöst. Der vorliegende Offenlegungsbericht basiert auf den Anforderungen aus Teil 8 CRR. Für den vorliegenden Bericht nicht relevante Artikel 440, 441, 451, werden im Folgenden nicht thematisiert. Zusätzlichen Pflichten gemäß 26a KWG werden im Rahmen des Jahresabschlussberichtes erfüllt. Die Landesbank Saar (SaarLB) hat die aufsichtsrechtliche Genehmigung in Form der Zulassung zum Internal Rating Based Approach (IRBA) zur Nutzung von internen Ratingverfahren für die Eigenkapitalunterlegung der Kreditrisiken gemäß Basisansatz zum 1. Januar 2007 erhalten. Der Offenlegungsbericht der SaarLB-Gruppe wird parallel zum Jahresabschluss der SaarLB nach HGB-Rechnungslegung sowie dem Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) im Internet als eigenständiger Bericht veröffentlicht. 1 Eine Abgrenzung der Konsolidierungskreise nach IFRS und 10 a KWG ist unter Punkt 5 dargestellt. Basis des Berichts ist das HGB-Zahlenwerk, da dieses derzeit die Grundlage für die Erstellung der COREP-Meldungen in der SaarLB-Gruppe ist. Nach der Waiver-Regelung können Einzelinstitute bei der Erfüllung organisatorischer und prozessualer Bedingungen von bestimmten Regelungen zur Eigenmittelausstattung sowie zu Meldepflichten auf Institutsebene ausgenommen werden. Die SaarLB hat entschieden, die Waiver-Regelung nach 2a KWG derzeit nicht anzuwenden. Der vorliegende Bericht unterliegt hinsichtlich der Prozesse und Systeme der Prüfung durch den Abschlussprüfer. Eine Prüfung der quantitativen Angaben durch den Abschlussprüfer findet nicht statt. Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen Rundungsdifferenzen +/- einer Einheit auftreten. 1 Vor dem Hintergrund, dass sich der Konsolidierungskreis nur unwesentlich zwischen dem Aufsichtsrecht und den IFRS unterscheidet, werden im Folgenden die Begriffe Gruppe (aus dem Aufsichtsrecht) und Konzern (in der IFRS-Definition) synonym verwendet. 35 Risikomanagementziele und -politik (Art. 435 CRR) Grundlagen der Risikosteuerung und -überwachung Die Risikosteuerung und -überwachung im SaarLB-Konzern erfolgt nach einheitlichen Grundsätzen. Im Folgenden beziehen sich die Angaben, sofern nicht explizit anders dargestellt, auf den SaarLB-Konzern. Die Steuerung der Tochter- bzw. At-Equity- Unternehmen erfolgt im Rahmen des Beteiligungscontrollings. Die zentralen Grundsätze der Risikosteuerung und -überwachung sind in der Risikostrategie der SaarLB festgelegt. Der Vorstand regelt hier im Einklang mit der Geschäftsstrategie den Umgang mit den für die SaarLB wesentlichen Risikoarten Adressenrisiko (Adressenausfallrisiko, 2 Credit Spread-Risiko), Marktpreisrisiko, Operationelles Risiko, Liquiditätsrisiko, Immobilienrisiko aus dem eigenen Immobilienbestand, Reputationsrisiko und Strategisches Risiko/Geschäftsrisiko. Er verantwortet und überwacht die Umsetzung dieser Vorgaben. Oberstes Ziel aller Geschäftsaktivitäten der SaarLB ist die Erwirtschaftung eines angemessenen und nachhaltigen Ertrags nach Risiken. Risiken dürfen nur insoweit eingegangen werden, wie dies die Risikotragfähigkeit der SaarLB erlaubt. Auf Basis des internen Risikotragfähigkeitsmodells wird zum einen die Risikoneigung festgelegt und zum anderen das Risikoprofil der SaarLB bestimmt. In Bezug auf die Risikoneigung wird festgelegt, dass maximal 80% der verfügbaren (ökonomischen) Deckungsmasse für den Risikokapitalbedarf unter der Annahme des ICAAP allokiert werden dürfen. Das Risikoprofil der SaarLB gemäß aktueller Risikostrategie stellt sich wie folgt dar: Risikoart Risikoprofil Adressenrisiko (Ausfall) 33% Adressenrisiko (Credit Spread Risiko) 17% Marktpreisrisiko 25% Strategisches Risiko / geschäftsrisiko 15% Immobilienrisiko 3% Operationelles Risiko 2% Reputationsrisiko 1% Die gemäß Risikoneigung nicht allokierbaren oder durch das Risikoprofil nicht allokierten Anteile der Risikodeckungsmasse sind als Kapitalpuffer frei zu halten, um für Stress- Szenarien sowie für Kapitalbedarfe aus nicht wesentlichen oder nicht quantifizierbaren Risikoarten gewappnet zu sein. Die Angemessenheit dieser Puffer wird regelmäßig überprüft. Demgemäß werden im Rahmen der Risikostrategie sachgerechte Limite für die wesentlichen Risikoarten gesetzt sowie entsprechende Verfahren für deren Identifikation, Messung und Steuerung definiert. Ein institutionalisierter Überwachungs- und Berichtsprozess stellt sicher, dass die relevanten Entscheidungsträger und Gremien zeitnah über die Risikotragfähigkeitssituation und die Erreichung der risikostrategischen Ziele informiert werden. Die Vorgaben der Risikostrategie 2 Das Adressenausfallrisiko beinhaltet Länder- und Beteiligungsrisiko. 46 sind hinsichtlich Ihrer Zielerreichung zu überprüfen und das Ergebnis ist regelmäßig im Rahmen des Risikoreportings zu berichten. Mit der Veröffentlichung des Offenlegungsberichts geht implizit die durch den Art. 435 (1) e CRR geforderte Erklärung zur Angemessenheit der Risikomanagementverfahren einher. Es bestehen klar definierte Organisationsstrukturen und Prozesse, an denen sich die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortungen der Beteiligten ausrichten. Dabei trägt die Aufbauorganisation den aufsichtsrechtlichen Vorschriften der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) und der CRR an die Funktionstrennung zwischen Markt und Handel (Geschäftsbereiche) einerseits sowie Marktfolge, Handelsabwicklung und Risikocontrolling andererseits Rechnung. Während die Geschäftsbereiche dem Geschäftsmodell der SaarLB entsprechend ausgerichtet sind, wurden bei der Organisation von Marktfolge und Handelsabwicklung Kernkompetenzen gebündelt. Der Unternehmensbereich Gesamtbanksteuerung verantwortet das Risikocontrolling aller Risikoarten auf Portfolioebene. Für die Risikosteuerung und Überwachung der Adressenrisiken auf Einzelengagement- und Teilportfolioebene ist der Unternehmensbereich Marktfolge zuständig. Dabei erfolgt eine integrierte Berichterstattung über alle Risikoarten hinweg im Rahmen eines gemeinsamen MaRisk-Risikoberichtes. Die Interne Revision ist unmittelbar dem Vorstand unterstellt und disziplinarisch dem Vorsitzenden des Vorstandes zugeordnet. Sie prüft und beurteilt als unabhängiger unternehmensinterner Bereich grundsätzlich alle Aktivitäten und Prozesse der SaarLB, das interne Kontrollsystem sowie das Risikomanagement und -controlling auf der Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes. Dies gilt auch für ausgelagerte Aktivitäten und Prozesse. Die Interne Revision führt ihre Tätigkeiten unter Berücksichtigung der jeweils geltenden gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen (z. B. KWG, MaRisk) aus. Gremien Vorstand Der Präsidialausschuss ermittelt Bewerber für die Besetzung einer Stelle in der Geschäftsleitung und unterstützt die Hauptversammlung bei der Vorbereitung von Wahlvorschlägen für die Wahl der Mitglieder des Verwaltungsrats; hierbei berücksichtigt der Ausschuss die Ausgewogenheit und Unterschiedlichkeit der Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen aller Mitglieder des betreffenden Organs. Die Hauptversammlung ist zuständig für die Bestellung, Abberufung und Anstellung der Vorstandsmitglieder, des Vorstandsvorsitzenden und des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Der Präsidialausschuss bewertet regelmäßig mindestens einmal jährlich Struktur, Größe, Zusammensetzung und Leistung der Geschäftsleitung und spricht der Hauptversammlung gegenüber diesbezügliche Empfehlungen aus; der Präsidialausschuss achtet dabei darauf, dass die Entscheidungsfindung innerhalb der Geschäftsleitung durch einzelne Personen oder Gruppen nicht in einer Weise beeinflusst wird, die dem Unternehmen schadet. Darüber hinaus führt der Ausschuss regelmäßig mindestens einmal jährlich eine Bewertung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrung sowohl der einzelnen Geschäftsleiter als auch des jeweiligen Organs in seiner Gesamtheit durch. 57 Der Vorstand der SaarLB per setzt sich aus Herrn Thomas Christian Buchbinder als Vorsitzendem des Vorstandes, Herrn Werner Severin als stellvertretendem Vorsitzenden des Vorstandes und Herrn Frank Eloy zusammen. Alle Vorstandsmitglieder sind bereits langjährige Angehörige der Geschäftsleitung der Bank. Innerhalb des Vorstands verantwortet Herr Severin die Überwachung der Ergebnissteuerung sowie der Kapitalausstattung und hat die Ressortverantwortung für die Marktfolgefunktionen im Sinne der einzelgeschäftsbezogenen Risikoüberwachung, Intensivbetreuung und Problemkreditbearbeitung inne. Ebenso liegen das Compliance- Risiko und das Risikocontrolling in seinem Verantwortungsbereich; Herr Severin nimmt auch die Risikocontrolling-Funktion gem. MaRisk wahr. Die wesentlichen Rechtsrisiken sind im Ressort von Herrn Buchbinder angesiedelt. Dem Gesamtvorstand obliegt das Management der geschäftsstrategischen Risiken sowie der Reputationsrisiken. Tabelle: Leitungs- und Aufsichtsfunktionen von Mitgliedern des Vorstandes per Mitglieder des Vorstandes Anzahl der Leitungsfunktionen in Instituten und Unternehmen, darunter auch Tochtergesellschaften der SaarLB Anzahl der Aufsichtsfunktionen Herr Christian Buchbinder 2 2 Herr Werner Severin 2 1 Herr Frank Eloy 2 0 Verwaltungsrat und Ausschüsse Gemäß der Satzung der SaarLB gehören dem Verwaltungsrat der Bank 12 Mitglieder an, wobei dem Saarland darin 5 Sitze, dem Sparkassenverband Saar 2 Sitze und der BayernLB 1 Sitz zustehen. Die übrigen 4 Vertreter werden von den Beschäftigten der SaarLB gewählt. Die Mitglieder des Verwaltungsrats müssen zuverlässig sein und die zur Wahrnehmung der Kontrollfunktion sowie zur Beurteilung und Überwachung der Geschäfte, die die Bank betreibt, erforderliche Sachkunde besitzen und der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausreichend Zeit widmen. Der Präsidialausschuss erarbeitet eine Zielsetzung zur Förderung der Vertretung des unterrepräsentierten Geschlechts im Verwaltungsrat und spricht den Trägern eine entsprechende Empfehlung aus. Die Mitglieder des Verwaltungsrates üben oder übten in vielen Fällen eine leitende Funktion in Kreditinstituten oder mittelständischen Unternehmen aus. Mindestens ein Mitglied des Verwaltungsrates erfüllt die Voraussetzungen eines unabhängigen Sachverständigen auf den Gebieten der Rechnungslegung oder Abschlussprüfung. Darüber hinaus muss der Vorsitzende des Prüfungsausschusses über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung verfügen. Der Präsidialausschuss bewertet regelmäßig mindestens einmal jährlich Struktur, Größe, Zusammensetzung und Leistung des Verwaltungsrats und spricht der Hauptversammlung gegenüber diesbezügliche Empfehlungen aus. Weiterhin führt er regelmäßig mindestens einmal jährlich eine Bewertung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrung sowohl der einzelnen Mitglieder des Verwaltungsrats als auch des jeweiligen Organs in seiner Gesamtheit durch. Die SaarLB setzt angemessene personelle und finanzielle Ressourcen ein, um den Mitgliedern des Verwaltungsrates die Einführung in ihr Amt zu erleichtern und die 68 Fortbildung zu ermöglichen, die zur Aufrechterhaltung der erforderlichen Sachkunde notwendig ist. Im Jahr 2014 haben ein Risikoausschuss und ein Prüfungsausschuss den Verwaltungsrat in der Wahrnehmung seiner Aufgaben unterstützt. Während der Prüfungsausschuss sich vornehmlich mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements, der Compliance und der Abschlussprüfung befasst, berät der Risikoausschuss den Verwaltungsrat zur aktuellen und zur künftigen Gesamtrisikobereitschaft und -strategie der Bank und unterstützt ihn bei der Überwachung der Umsetzung dieser Strategie durch den Vorstand. Weiterhin nimmt der Risikoausschuss in seinen Sitzungen Berichte des Vorstandes über die Entwicklung der Bank und ihre Zahlungsbereitschaft, die vierteljährlich zu erstellenden Risikoberichte der Bank und der LBS gemäß MaRisk und die Portfolioentwicklung vor dem Hintergrund der festgelegten Geschäfts- und Risikostrategie sowie die dem Verwaltungsrat vorzulegenden Reportings und Portfolioanalysen entgegen und erörtert sie mit dem Vorstand. Der Risikoausschuss tagte im Jahr 2014 viermal. Der Vorstand berichtet dem Verwaltungsrat bzw. dem Risikoausschuss regelmäßig oder aus besonderem Anlass zeitnah und in der Regel in Textform umfassend über alle wesentlichen Fragen der Geschäftsentwicklung, der Unternehmensplanung, der Geschäfts- und Risikostrategie, der Erträge und Rentabilität sowie der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Compliance. Über besondere Vorkommnisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung der Bank von wesentlicher Bedeutung sind, werden der Vorsitzende und im Vertretungsfall der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats unverzüglich durch den Vorstandsvorsitzenden informiert. Diese unterrichten entsprechend den Verwaltungsrat bzw. den Risikoausschuss spätestens in der nächsten Verwaltungsratssitzung bzw. Risikoausschusssitzung. Jedes Mitglied des Verwaltungsrates hat das Recht, die an den Risikoausschuss geleitete Berichterstattung einsehen zu können. Die Vorsitzenden von Prüfungs- und Risikoausschuss sind berechtigt, direkt bei dem Leiter der Internen Revision und bei dem Leiter des Risikocontrollings Auskünfte einzuholen. Der Vorstand muss hierüber unterrichtet werden. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates sowie der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sind unter Einbeziehung des Vorstandes berechtigt, direkt bei dem Compliance-Beauftragten bzw. Geldwäschebeauftragten Auskünfte einzuholen. Tabelle: Leitungs- und Aufsichtsfunktionen von Mitgliedern des Verwaltungsrates per Mitglieder des Verwaltungsrates Anzahl der Leitungsfunktionen in Instituten und Unternehmen, darunter auch Tochtergesellschaften des Mutterunternehmens Herr Jan-Christian Dreesen, 1 2 Vorsitzender N.N., - - stellvertretender Vorsitzender Herr Dr. Michael Braun - 2 Herr Thomas Klein - 1 Herr Clemens Lindemann - 17 Herr Klaus Meiser Anzahl der Aufsichtsfunktionen (inkl. SaarLB)9 Herr Fred Metzken 8 8 Frau Ministerin Anke Rehlinger - 6 Herr Thomas Roß - 1 Herr Ralph Singer - 1 Herr Minister Stephan Toscani - 3 Frau Luzia Welter - 1 Diese Angaben enthalten auch Mandate, die gem. 25d KWG kumuliert angerechnet werden können, gem. 64r Abs. 14 KWG Bestandschutz genießen. Vergütungsmanagement Das Vergütungssystem der Bank ist auf die Erreichung der in den Strategien des Instituts niedergelegten Ziele ausgerichtet. Die Strategie der Bank wird jährlich in der Geschäfts- und Risikostrategie festgelegt und mit dem Verwaltungsrat erörtert. Hier sind die Ziele und risikopolitischen Leitlinien definiert, welche über die Mitarbeitergespräche von oben nach unten für den einzelnen Mitarbeiter heruntergebrochen werden. Die Vergütungssysteme sind so ausgerichtet, dass Anreize zur Eingehung hoher Risikopositionen vermieden werden. Der Schwerpunkt der Vergütung liegt bei den Mitarbeitern auf dem Fixgehalt. Die variable Vergütung kann auf Null gekürzt werden, wenn die Dividendenfähigkeit der Bank nicht gegeben ist. Die Überprüfung der Angemessenheit und gegebenenfalls Anpassung des Vergütungssystems erfolgt mindestens einmal pro Jahr bzw. anlassbezogen bei Änderung der Geschäftsstrategie durch die Organisationseinheit UE HR und wird dem Vorstand jeweils zur Beschlussfassung vorgelegt. Management Adressenrisiko Definition Unter Adressenausfallrisiko versteht die SaarLB das Risiko, dass sich die Bonität eines Geschäftspartners so weit verschlechtert, dass er seinen Zahlungs- oder Lieferverpflichtungen gegenüber der Bank gar nicht oder nicht termingerecht nachkommen kann. Das Adressenausfallrisiko umfasst das Länderrisiko sowie das Beteiligungsrisiko. Weitere Adressenrisiken (Credit Spread-Risiken) resultieren aus bonitätsinduzierten Kursänderungen des Wertpapierbestandes (inkl. Wertpapierpositionen in Spezialfonds, Kreditderivaten und Verbriefungen). Organisation Das Management des Adressenrisikos ist eine gemeinschaftliche Aufgabenstellung der Markt- und der Marktfolgeeinheiten. In der SaarLB als maßgeblichem Konzernunternehmen ist die Marktfolgefunktion im Bereich Marktfolge gebündelt, die Marktbereiche sind anhand der jeweils betreuten Geschäfte wie folgt in Geschäftssegmenten organisiert: 810 Das Segment Firmenkunden umfasst das gesamte Mittelstandsgeschäft der SaarLB in seinen Zielmärkten. Hierzu zählen in Deutschland das Saarland, Rheinland-Pfalz und angrenzende Regionen. In Frankreich konzentriert sich die SaarLB mit dem Firmenkundengeschäft auf den Grand Est und hier insbesondere auf das benachbarte Elsass-Lothringen, wo die Bank mit ihrer Niederlassung in Metz sowie ihrem Vertriebsbüro in Straßburg vertreten ist. Das Segment Immobilien verantwortet in der SaarLB die Finanzierungen gewerblicher Immobilien. Die geschäftlichen Aktivitäten beschränken sich auf die Zielmärkte der SaarLB. Geschäftsabschlüsse erfolgen auf bilateraler Basis oder in der Form von Club Deals unter Federführung der Bank. Im Fokus der Marktbearbeitung, die in Frankreich im Wesentlichen aus dem der SaarLB France angegliederten Centre d Affaires Paris erfolgt, stehen professionell agierende bzw. institutionelle Investoren als Zielkunden, die ihrerseits primär in Büro- oder Handelsimmobilien investieren. Im deutschen Zielmarkt begleitet die SaarLB als Finanzdienstleister auch Developer- Maßnahmen sowie Public Private Partnership (PPP)-Maßnahmen für Investitionen in Infrastruktur, Bildung oder sonstige öffentliche Baumaßnahmen. Der regionale Fokus des Geschäftssegmentes Immobilien liegt auf der deutschen Seite im Großraum Rhein-Main, in Frankreich im Ballungsraum Île-de-France. Das Segment Projekte verantwortet in der SaarLB die Finanzierung von Projekten primär im Sektor Erneuerbarer Energien (EE), aber auch im Bereich Public Private Partnership auf dem französischen Markt. Im EE-Sektor begleitet die SaarLB als Finanzdienstleister mittelständische Projektinitiatoren und Hersteller, die in Windund/oder Solarparks an guten Standorten und mit ausgereifter Technik investieren. Viele Kunden des Geschäftssegmentes werden grenzüberschreitend betreut. Hierbei ist das Segment regional im Saarland und in Rheinland-Pfalz sowie bedingt durch seine sehr gute Marktstellung landesweit in Frankreich vertreten. Offshorewindparks finanziert die Bank nicht. Im Segment Sparkassen, Institutionelle & Vermögende erfolgt die Vermögensberatung und -verwaltung für Sparkassen, institutionelle Anleger und vermögende Privatkunden. Der Schwerpunkt des Segmentes Sparkassen und Institutionelle liegt in der Intensivierung bestehender Kundenverbindungen sowie im Ausbau der Kontakte zu Versicherungen und Versorgungswerken in der Region und den Geschäftsbeziehungen zu Sparkassen in Rheinland-Pfalz. Gleichzeitig wird in diesem Segment die Finanzierung von Sparkassen und Kommunen in der Region abgebildet. Im Teilsegment Vermögende Private steht die ganzheitliche Betreuung und Beratung von vermögenden Privatkunden im Vordergrund. Schließlich unterstützt es als Kompetenzzentrum aktiv die übrigen Segmente bei der Kundenbetreuung, insbesondere beim Anlage- sowie beim Zins- und Währungsmanagement. Im Segment Treasury und Portfoliomanagement ist das Treasury zuständig für die Steuerung des Zinsbuchs, die Handelsaktivitäten der Bank, das Deckungsstockund Collateral Management sowie die Liquiditätssteuerung und -bepreisung. Daneben obliegen dem Portfoliomanagement die Steuerung der Liquiditätsdepots (Depot A, Collateral-Depot und LCR-Portfolio), die Betreuung der strategischen Eigenanlagen der Bank (Direktanlagen und Spezialfonds) sowie das Management der nicht mehr zum Kerngeschäft der SaarLB zählenden Portfolien, die systematisch zurückgeführt werden (Abbauportfolien). 911 Die Landesbausparkasse Saar ist eine rechtlich unselbstständige Einheit der SaarLB. Die LBS Saar ist gemeinsam mit den Tochterunternehmen als Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum rund um die Immobilie integraler Bestandteil der Sparkassen-Finanzgruppe Saar. Kernleistungen sind das Bausparen und die Finanzierung von Wohnimmobilien. Ein weiterer geschäftspolitischer Fokus liegt auf der Finanzierung von energetischen Maßnahmen bei Immobilien sowie Investitionen im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wie beispielsweise Photovoltaikanlagen. Zusatzleistungen sind die Verwaltung und Vermittlung von Wohn- und Gewerbeimmobilien, Erstellung von Immobilienbewertungen, Energiegutachten oder Schadensgutachten sowie die Vermittlung von ausgewählten Verbundprodukten. Der Unternehmensbereich Gesamtbanksteuerung verantwortet das Risikocontrolling aller Risikoarten (und somit auch des Adressenrisikos) auf Portfolioebene. Für Steuerung und Überwachung des Adressenrisikos auf Einzelengagement- und Teilportfolioebene ist der Unternehmensbereich Marktfolge zuständig. Risikomessung und -limitierung Der Rahmen für das Eingehen von Adressenausfallrisiken wird in der Risikostrategie festgelegt. Im jährlichen Strategieprozess wird aus der Risikotragfähigkeit ein Limit für Adressenausfallrisiken festgelegt. Zur Steuerung von Konzentrationsrisiken sowie zur Operationalisierung werden Limitierungen nach der Bonität von Kreditnehmern bzw. Transaktionen, geographischen Märkten und Branchen vorgenommen. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden Konzentrationen in einem gesonderten Szenario abgebildet, außerdem kommt ein Portfoliomodell zur Anwendung, welches einer Verklumpung auf Kreditnehmerebene im Portfolio mit entsprechend höheren Risikokapitalbedarfen Rechnung trägt. Die gesamten Abläufe im Kreditgeschäft einschließlich der Steuerungs- und Überwachungssysteme sind umfassend im Anweisungswesen der SaarLB dokumentiert. Die hier definierten Masterprozesse sind segmentübergreifend und einheitlich in allen Marktfolgebereichen implementiert. Das Anweisungswesen wird fortlaufend den sich verändernden internen und externen Anforderungen angepasst. Die Beurteilung der Adressenausfallrisiken erfolgt zunächst auf Ebene einzelner Kreditnehmer und (aufsichtsrechtlicher) Gruppen verbundener Kunden. Hierbei finden die Ratingverfahren Banken, Corporates (inkl. kommunalnaher Unternehmen), Internationale Gebietskörperschaften, Leasing (Leasinggesellschaften sowie Immobilienleasing), Versicherungen, International Commercial Real Estate, Projektfinanzierungen, Länder- und Transferrisiko sowie DSGV-Haftungsverbund der RSU Rating Service Unit GmbH & Co. KG, München, Anwendung. Ergänzend werden die Module Sparkassen Standard Rating und Sparkassen Immobiliengeschäfts-Rating der Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH, Berlin, eingesetzt. Alle genannten Ratingverfahren wurden von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Verwendung im Rahmen des auf internen Ratings basierten Ansatzes (IRBA) bei der Berechnung der Eigenmittelanforderungen nach CRR anerkannt. Sie werden seitens der Bank in Zusammenarbeit mit den genannten Partnern jährlich auf Basis des aktuellen Kreditportfolios validiert. Wesentliche Eingabeparameter für den quantitativen Teil der innerhalb der Ratingverfahren vorgenommenen Bonitätsanalyse stammen dabei aus einem Bilanzanalysesystem, das die wesentlichen Rechnungslegungsstandards (u. a. HGB, IFRS, US-GAAP) unterstützt und 1012 Peergruppen- sowie Branchenvergleiche ermöglicht. Darüber hinaus werden neben dem Bonitätsrating eines Kreditnehmers dort, wo es erforderlich ist, auch Objekt- und Projektrisiken sowie Länder- und Transferrisiken in der Risikobeurteilung berücksichtigt. Im Ergebnis erfolgt auf Basis von Ausfallwahrscheinlichkeiten eine Zuordnung zu einer Ratingklasse auf einer 25-stufigen Ratingskala. Die Ratingklassen sind damit zwischen den unterschiedlichen Ratingverfahren vergleichbar. Zur Risikominderung werden gemäß den Vorschriften der SaarLB bankübliche Sicherheiten, v. a. Grundpfandrechte, Verpfändungen, Zessionen, Sicherungsübereignungen und schuldrechtliche Verpflichtungserklärungen hereingenommen. Sicherheitenbearbeitung und -bewertung sind im Anweisungswesen der SaarLB geregelt. Die Berechnung und Festsetzung der ermittelten Sicherheitenwerte wird nachvollziehbar dokumentiert. Im Handelsgeschäft mit Derivaten werden Rahmenverträge zur Verrechnung gegenseitiger Risiken (Close-Out- Netting) geschlossen. Mit bestimmten Geschäftspartnern bestehen Sicherheitenvereinbarungen, die das jeweilige Ausfallrisiko auf einen vereinbarten Höchstbetrag begrenzen. Anhand eines in geeigneter Weise ausgestalteten Frühwarnsystems u. a. durch jährlich zu aktualisierende Ratings werden möglicherweise gefährdete Engagements identifiziert und in die Intensivbetreuung überführt. Diese ist, ebenso wie die Bearbeitung von Problemkrediten, grundsätzlich in der Marktfolge angesiedelt. Den MaRisk Rechnung tragend werden die Adressenausfallrisiken aus Handelsgeschäften täglich durch die Handelsabwicklung überwacht. Diese Überwachung umfasst insbesondere das gesamte Geschäft mit derivativen Finanzinstrumenten (Kontrahentenrisiko). Systemunterstützt und bankweit einheitlich werden alle mit einem Kunden getätigten Handelsgeschäfte in Anlehnung an die Vorschriften zur Marktbewertungsmethode nach CRR auf die ihm eingeräumten Kontrahentenlimite, die auch ein Settlement-Limit umfassen, angerechnet. Bei der Steuerung und Überwachung von Adressenausfallrisiken auf Gesamtbankebene ist das interne Rating von zentraler Bedeutung, während eine Berücksichtigung von Sicherheiten vor allem auf Einzelengagementebene im Rahmen der Beschlussfassung stattfindet. Insbesondere bei der Berechnung der Eigenmittelunterlegung nach CRR werden Sicherheiten (über Kreditrisikominderungstechniken) weitgehend noch nicht berücksichtigt. Über die Risikostrategie sind die Bruttoengagementgrenzen für Gruppen verbundener Kunden in Abhängigkeit von Ratingklassen, aus der Geschäftsstrategie abgeleiteten Märkten, Kundentypen und Branchen klar definiert. Strenge Nebenbedingung ist schließlich eine am Risiko orientierte Preisgestaltung, die durch ein entsprechendes Kalkulationsinstrument unterstützt wird. Die Einhaltung der Risikostrategie wird im Rahmen jeder Kreditentscheidung einzelfallbezogen durch die zuständigen Markt- und Marktfolgebereiche überprüft. Der wenigstens vierteljährlich erstellte MaRisk-Risikobericht beinhaltet eine Analyse des Kreditportfolios, vor allem unter den Gesichtspunkten Ratingklassen-, Branchen- und Ländergliederung, sowie einen zusammenfassenden Soll-Ist-Abgleich mit der Risikostrategie. Zur Risikoanalyse auf Portfolioebene verwendet die SaarLB darüber hinaus insbesondere für die Risikotragfähigkeitsrechnung das Kreditportfoliomodell CreditRisk+. Im Kreditportfoliomodell wird der gesamte mit Adressenausfallrisiken behaftete Forderungsbestand des SaarLB-Konzerns betrachtet, jeweils gewichtet mit den individuellen, aus den Ratingklassen abgeleiteten Ausfallwahrscheinlichkeiten der einzelnen Kreditnehmer. 1113 Wesentliche Ausgabegröße ist der Credit-Value at Risk, der sich aufteilt in einen erwarteten Verlust (expected loss), der über die risikoorientierte Preisgestaltung berücksichtigt wird, und in einen unerwarteten Verlust (unexpected loss), der im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung durch Risikokapital zu decken ist. Management Marktpreisrisiko Definition Das Marktpreisrisiko bezeichnet das Risiko von (Bewertungs-) Verlusten in offenen (Handels-) Positionen durch ungünstige Marktpreisveränderungen. Für die SaarLB relevante Marktpreise sind insbesondere EUR-Zinssätze, Aktienkurse und Währungskurse. Offene Positionen resultieren aus Kassa-, Termin- und Optionsgeschäften. Organisation Die Aufbauorganisation des Handelsgeschäfts entspricht den Anforderungen der MaRisk. Der Bereich Treasury und Portfoliomanagement umfasst das Aktiv-Passiv-Management, das die Zinsrisiken aus dem Bankbuch aktiv steuert; der Bereich Sparkassen, Institutionelle und Vermögende verantwortet das Sales-Geschäft in Zinsprodukten und Devisen. Die Abwicklung der Handelsgeschäfte erfolgt im Bereich Services. Für die Überwachung und Steuerung der Marktrisiken sowie für die methodische Entwicklung des hierzu erforderlichen Instrumentariums ist die Organisationseinheit Risikocontrolling verantwortlich. Risikomessung und -limitierung Die SaarLB limitiert bereits seit Einführung der Mindestanforderungen an das Betreiben von Handelsgeschäften 1996 sowohl Marktpreisrisiken des Handelsbuches als auch Marktpreisrisiken des Anlagebuches, insbesondere Zinsänderungsrisiken, nach einem einheitlichem Value at Risk (VaR)-Ansatz. Das Risikocontrolling überwacht die Risiken in insgesamt fünf Teilportfolien und berücksichtigt dabei nicht nur die Risiken aus dem Handel im engeren Sinne, sondern auch aus den Positionen des Aktiv-Passiv-Managements, welche wesentliche Zinsänderungsrisiken der Bank beinhalten können. Die Parameterfestlegung für die VaR-Berechnung spiegelt die Zurückhaltung der Bank beim Eingehen von Marktrisiken wider: Die Risiken aller Sparten fließen in die Risikotagesmeldung mit einer Haltedauerannahme von 10 Handelstagen und einem einseitigen Konfidenzniveau von 99,95 % ein. Bei der Zusammenfassung der Risiken werden außerdem Korrelationen außer Acht gelassen, die eine risikoreduzierende Darstellung ermöglichen würden. Für die Handelsbuchsparten werden Risikoparameter aus eigenen, teilweise weit in die Vergangenheit reichenden Zeitreihen ermittelt. In den Bankbuchsparten werden die Risikokennzahlen grundsätzlich mittels einer historischen Simulation berechnet, wobei die verwendeten Zeitreihen regelmäßig aktualisiert werden. Die in Spezialfonds gegebenenfalls enthaltenen Aktienkursrisiken werden dabei anhand von skalierten Risikokennzahlen der Fondsgesellschaft beurteilt. Die Zinsrisiken der LBS wurden per in die Berechnung integriert. Abgeleitet aus der Risikodeckungsmasse legt der Vorstand je Teilportfolio eine Verlustpotenzialobergrenze (VaR-Limit) und eine Verlustobergrenze (Planabweichungslimit) 1214 fest. Zu keinem Zeitpunkt darf der in einem Teilportfolio täglich errechnete Value at Risk das zugeordnete VaR-Limit überschreiten. Gleichzeitig darf eine negative Abweichung des operativen Ergebnisses vom jeweiligen zeitanteiligen Planwert in einem Teilportfolio dessen Planabweichungslimit nicht übersteigen. Das Planabweichungslimit beträgt regelmäßig jeweils 50 % des Planwertes eines Teilportfolios. Die VaR-Limite können durch vom Handelsvorstand festgelegte Richtwerte für Bestandsobergrenzen und sonstige restriktive Vereinbarungen fallweise ergänzt werden. Die Systematik zur Ermittlung des Netto-VaR wurde zum umgestellt. Der Spielraum der Handelsbereiche wird seither durch negative operative Ergebnisse eingeschränkt (vorher: Abweichungen vom zeitanteiligen Planwert). Hierdurch wird weiterhin verhindert, dass etwaige Handelsverluste die auf die Marktrisiken allokierten Verlustobergrenzen übersteigen. Die Berichterstattung an alle am Risikoüberwachungs- und -steuerungsprozess beteiligten Bereiche einschließlich Gesamtvorstand erfolgt jeweils zu Beginn eines Handelstages. Die Darstellung umfasst realisierte Ergebnisse und Bewertungsergebnisse sowie VaR und Limitauslastung des vorangegangenen Handelstages. Speziell für das Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch wurden nach Vorgabe der Deutschen Bundesbank monatlich Zinsänderungen von +/-200 Basispunkten quantifiziert. Das beschriebene Instrumentarium wird laufend den sich verändernden Gegebenheiten angepasst. Insbesondere werden die verwendeten Risikoquantifizierungsmethoden im Rahmen eines Backtesting-Verfahrens halbjährlich validiert und entsprechend fortentwickelt. Die Risikoparameter werden turnusgemäß quartalsweise aktualisiert. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden die Verlustpotenziale der täglichen Steuerung auf SaarLB-einheitliche Werte von Konfidenzniveau und Haltedauer skaliert. Über die Quantifizierung des ICAAP-Risikokapitalbedarfs hinaus erfolgen hier auch zukunftsorientierte Analysen unter Annahme außergewöhnlicher Marktpreisänderungen (Stressszenarien). Management Liquiditätsrisiko Definition Unter Liquiditätsrisiko versteht die SaarLB das Risiko, fällige Zahlungsverpflichtungen nicht vollständig oder zeitgerecht erfüllen oder im Falle einer Liquiditätskrise Refinanzierungsmittel nur zu erhöhten Marktsätzen beschaffen oder Aktiva nur mit Abschlägen auf die Marktpreise veräußern zu können. Organisation Die strategischen Grundsätze des Umgangs mit Liquiditätsrisiken in der SaarLB sind in der Risikostrategie und der Liquiditätssicherungsplanung festgelegt. Übergeordnetes Ziel von Liquiditätsrisikosteuerung und -controlling ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsund Refinanzierungsfähigkeit der SaarLB. Die Liquiditätssteuerung liegt in der Verantwortung der Organisationseinheit Treasury, zu der auch der Geldhandel gehört, der für den Liquiditätsausgleich am Markt in Fristigkeiten 1315 bis zu einem Jahr zuständig ist. Das Liquiditätsrisikocontrolling erfolgt in der Organisationseinheit Risikocontrolling. Risikomessung und -limitierung In die Messung von Liquiditätsrisiken gehen alle Liquiditätsabläufe (Zahlungseingänge und -ausgänge) der Bank ein. Diese umfassen neben deterministischen Zahlungsströmen auch die auf Basis von Annahmen modellierten, relevanten nichtdeterministischen Zahlungsströme (z. B. aus unwiderruflichen Kreditzusagen oder Beteiligungen). Das dem gegenüberstehende Fundingpotenzial beinhaltet u. a. den frei verfügbaren Zugang zu Zentralbankgeld bei der EZB, kurzfristig veräußer- bzw. beleihbare Wertpapiere sowie das Potenzial für kurzfristig platzierbare Pfandbriefemissionen und quantifiziert damit die Möglichkeit zur Abdeckung von (negativen) Liquiditätsabläufen. Die SaarLB quantifizierte ihr Liquiditätsrisiko bis Februar 2014 mit Hilfe der Integrierten Zinsbuchsteuerung Plus (ZiBu Plus) der FinanzInformatik. Im ersten Quartal 2014 wurde das Verfahren zur Berechnung der Liquiditätsrisiken weiterentwickelt. Die neue Darstellungsweise zeigt nun eine getrennte Darstellung der Liquiditätsablaufbilanz und des Fundingpotenzials, wodurch Auslastungsgrade errechnet werden können. Zur Ermittlung dieser Auslastungsgrade und der Größe Time-to-Illiquidity werden die beiden Abläufe gegenübergestellt und in vier verschiedenen Szenarien analysiert: Szenario Basis (Planungssicht): Abbildung der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit durch die Berücksichtigung der vertraglichen Kapitalfälligkeiten und Annahme von gleichwertigem Neugeschäft bei Fälligkeit. Szenario Bankstress: Abbildung eines signifikanten Downgrades der SaarLB um mehrere Notches, welcher zu Liquiditätsabflüssen durch den Abzug von Sichteinlagen und Tagesgeldern sowie fehlender Prolongationen im Bereich der Kunden- Termineinlagen und Eigenemissionen führt. Daneben kommt es zu erschwerten Refinanzierungsmöglichkeiten durch den fehlenden Absatz von geplantem ungedecktem Funding. Szenario Marktstress: Abbildung einer Kapitalmarktstörung (Vertrauensverlust auf dem Interbankenmarkt), welche sich auf die Liquiditätsbeschaffung auswirkt und zu Liquiditätsabflüssen durch die Valutierung der offenen Zusagen von gewerblichen Kunden führt. Szenario Kombination: Simultane Abbildung der Effekte der Szenarien Bankstress und Marktliquiditätskrise. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit auch in Krisensituationen verfügt die SaarLB u.a. über ein angemessenes Portfolio hochliquider Wertpapiere sowie Beleihungsmöglichkeiten bei der EZB. Diese Beleihungsmöglichkeiten gewährleisten, dass etwaige ungeplante Zahlungsanforderungen bei Bedarf taggleich abgedeckt werden können. Dabei hat die SaarLB ihren kurzfristigen Liquiditätsbedarf so limitiert, dass der Überhang aus Passivfälligkeiten im Overnight-Bereich auf den in diesem Zeitpunkt frei verfügbaren Zugang zu Zentralbankgeld begrenzt ist. Die Liquiditätssteuerung und -überwachung für den Zeitraum der jeweils kommenden 180 Tage erfolgt anhand der Auslastungsgrade des Fundingpotentials. Auch für die einen Zeitraum von 180 Tagen übersteigenden Laufzeiten geben die Auslastungsgrade die entscheidenden Steuerungsimpulse. Mittels geeigneter Funding-Instrumente wird auf eine 1416 ausgewogene Refinanzierungsstruktur hingewirkt, um die Zahlungs- und Refinanzierungsfähigkeit der Bank auch mittel- und langfristig sicherzustellen. Alle dargestellten Instrumentarien sind Bestandteil der regelmäßigen Berichterstattung an den Vorstand und sind in den MaRisk-Risikobericht integriert. Schließlich werden zur Messung von kurzfristigen Liquiditätsrisiken das aufsichtsrechtliche Instrumentarium sowie die tägliche Liquiditätsberichterstattung nach BTR 3.2 MaRisk eingesetzt. Letzteres stellt dabei gestresste Liquiditätsabläufe und hochliquide Wertpapierbestände gegenüber. In dieser Sichtweise wird intern eine Time-to-Illiquidity von mindestens zehn Handelstagen gefordert, die die aufsichtsrechtliche Anforderung von fünf Handelstagen übersteigt. Die Liquiditätskennziffer, als Instrument der Liquiditätsverordnung zeigt das Verhältnis von Aktiv- zu Passivfälligkeiten innerhalb des nächsten Monats, welches aus aufsichtsrechtlicher Sicht einen Wert größer eins annehmen muss. In ihren internen Regelungen geht die SaarLB dabei durch die Festlegung eines Warnwerts über die aufsichtsrechtliche Anforderung hinaus. Dabei werden bereits durch das Unterschreiten der Schwelle von 1,25 Gegensteuerungsmaßnahmen auslöst. Management operationelles Risiko Definition Operationelles Risiko ist das Risiko eines unerwarteten Schadens, der durch menschliches Verhalten, Prozess- und Kontrollschwächen, technologisches Versagen, Katastrophen oder durch externe Einflüsse hervorgerufen wird. Organisation Die SaarLB verpflichtet sich zu einem effizienten Management operationeller Risiken, um das Unternehmen, seine Mitarbeiter und seine Kunden sowohl vor finanziellem Verlust als auch vor Verlust des Vertrauens oder des öffentlichen Ansehens zu bewahren. Die Methoden und Prozesse des Controllings und Managements operationeller Risiken sind im OpRisk-Handbuch der SaarLB detailliert beschrieben. Die Steuerung Operationeller Risiken erfolgt dezentral in den einzelnen Geschäftsbereichen, wobei jeder Bereich eigenverantwortlich für den Umgang mit den in seine Zuständigkeit fallenden Operationellen Risiken ist. Dies umfasst insbesondere die Vorbeugung gegen Risiken aus möglicherweise unvollkommenen Geschäftsprozessen sowie menschlichem Fehlverhalten. Durch Notfallpläne und den Einsatz paralleler Systeme sollen Beeinträchtigungen aus unvorhergesehenen Ereignissen insbesondere auch im technischen Bereich vermieden oder zumindest gemildert werden. Die Notfallpläne werden regelmäßig den sich ändernden aufbau- und ablauforganisatorischen Gegebenheiten angepasst und die Systeme fortlaufend modernisiert. Zu den Aufgaben der Rechtsabteilung der SaarLB gehört die Minimierung rechtlicher Risiken aus Vertragsgestaltungen, Normen des nationalen und internationalen Rechts sowie Prozessen und Gerichtsentscheidungen. Schwebende Rechtsstreitigkeiten werden im Jahresabschluss angemessen berücksichtigt. 1517 Die Überwachung der Operationellen Risiken erfolgt zentral durch die Organisationseinheit Risikocontrolling im Bereich Gesamtbanksteuerung. Risikomessung und -limitierung Die Beurteilung operationeller Risiken erfolgt quantitativ über eine Schadenfalldatenbank, ergänzt um das qualitative Instrumentarium des Self Assessment: Schadenfalldatenbank: Operationelle Schadenfälle werden systematisch in einer Schadenfalldatenbank erfasst. Um eine möglichst vollständige Erhebung zu gewährleisten, wurde in jedem Bereich ein Operational Risk Manager benannt. Dieser ist für die Meldung aller in diesem Bereich auftretenden operationellen Schadenfälle oberhalb einer Bagatellgrenze (Schadenhöhe von 500 EUR) nach einem schriftlich fixierten Prozess verantwortlich. Self Assessment: Durch eine strukturierte Expertenbefragung auf OE-Ebene werden interne Kontrollsysteme, Arbeitsprozesse und Organisation im Hinblick auf operationelle Risiken analysiert und bewertet. Die Ergebnisse des Assessment bilden die Basis für die Feststellung von Stärken und Schwächen der Bank in Bezug auf operationelle Risiken. Eine unmittelbare Limitierung von Verlusten aus operationellen Risiken ist nicht möglich. Die Zuweisung von Risikodeckungsmasse in der Risikotragfähigkeitsanalyse basiert auf den im ICAAP erwarteten Verlusten. In erster Linie gilt es jedoch, Verluste so weit wie möglich durch angemessene Maßnahmen zu vermeiden, zu mindern oder zu übertragen (Versicherung). Bestimmte operationelle Risiken müssen (nicht versicherbare Katastrophen u. a.) oder können (wie bei Bagatellfällen ökonomisch geboten) bewusst hingenommen werden. Bei jeder Schadenfallmeldung sowie bei im Self-Assessment erkannten, wesentlichen operationellen Risiken sind geeignete Maßnahmen zu erarbeiten. Im Risikobericht wird der Vorstand über die Schadenfälle der jeweiligen Berichtsperiode sowie über Ergebnisse aus Self Assessments unterrichtet. Darüber hinaus werden Fälle, deren Schadenhöhe voraussichtlich EUR übersteigt, unmittelbar an das jeweils zuständige Vorstandsmitglied gemeldet. Auch über das Berichtswesen werden angemessene Maßnahmen zur Beherrschung operationeller Risiken sichergestellt. Es gelten (ökonomisch) die Limitierungen durch das Risikoprofil der SaarLB sowie (aufsichtsrechtlich) durch die Eigenmittel der SaarLB. Management Strategisches Risiko und Geschäftsrisiko Definition Unter strategischem Risiko versteht die SaarLB unerwartete, nachhaltig negative Auswirkungen auf Kapital und Ertrag der Bank (resp. den Unternehmenswert), die durch unerwartete Veränderungen der regulatorischen und sonstigen exogenen Markt- und Umfeldbedingungen oder durch falsche bzw. unzureichende Managemententscheidungen zur geschäftspolitischen Positionierung hervorgerufen werden. 1618 Das Geschäftsrisiko bezeichnet unerwartete Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld, die zu negativen Veränderungen des Geschäftsvolumens oder der Margen führen und nicht auf die anderen Risikoarten zurückzuführen sind. Es quantifiziert Abweichungen zwischen geplanten und tatsächlichen Kosten bzw. Erträgen. Organisation Der Umgang mit Geschäfts- und strategischen Risiken (Identifizierung, Limitierung, Steuerung) ist in der Geschäftsstrategie der SaarLB dokumentiert. Dort sind das Geschäftsmodell, die strategische Positionierung der Bank sowie der jährlich neu aufzusetzende integrierte Strategie- und Planungsprozess detailliert beschrieben. Risikomessung und -limitierung Die Identifizierung und Messung der Risiken erfolgt durch Analyse von Plan-/Ist- Abweichungen auf Gesamtbank- sowie Geschäftsfeldebene im Rahmen des Strategie- und Planungsprozesses. Eine (qualitative) Limitierung der Risiken wird im Rahmen des Geschäftsprinzips Verstehen und Gestalten durch den Regionalbezug der Bank, die nahezu ausschließliche Verwendung von Standardprodukten und die Einbindung in die Sparkassen-Finanzgruppe gewährleistet. Die Steuerung erfolgt im Rahmen des Strategie-/Planungsprozesses, u.a. auch durch die Vorgabe strategischer Kennzahlen sowie die Verwendung der sogenannten Geschäftsfeldanalyse-Blätter, die insbesondere die Geschäftsrisiken auf Ebene der einzelnen Geschäftsfelder behandeln. Es gelten die Limitierungen durch das Risikoprofil der SaarLB. Management Immobilienrisiko Definition Immobilienrisiken sind definiert als potenzielle negative Wertveränderungen des SaarLBeigenen Immobilienbestands durch eine Verschlechterung der allgemeinen Immobiliensituation oder eine Verschlechterung der speziellen Eigenschaften der einzelnen Immobilie (Leerstände, veränderte Nutzungsmöglichkeiten, Bauschäden etc.). Organisation Der ehemals eigene Immobilienbestand der SaarLB wurde 2005 in einen geschlossenen Immobilienfonds (damals: LB Immo Invest / heute: Patrizia AG) eingebracht. Die SaarLB ist 100%iger Anteilseigner des Fonds und Mieter in den selbstgenutzten Flächen. Die technische Objektbetreuung wird durch die SaarLB (Organisationseinheit Organisation und Logistik im Bereich Services), die kaufmännische Immobilienverwaltung durch die Firma ABIG Immobilien und Verwaltung GmbH in Saarbrücken erbracht. Entsprechende Verträge sind mit der Patrizia AG geschlossen. Es erfolgt eine regelmäßige jährliche Bewertung aller Immobilien durch einen unabhängigen Gutachterausschuss, die Gutachten werden der SaarLB zur Kenntnisnahme und ggfs. 1719 Stellungnahme vorgelegt. Hierbei werden aktuelle Marktgegebenheiten und Entwicklungen von Mietpreisen ebenso berücksichtigt wie die jeweilige Vermietungs-Situation in den Gebäuden und durchgeführte Maßnahmen in den Objekten. Zuschreibungen auf Grund wertsteigernder Maßnahmen in den Objekten erfolgen unter Berücksichtigung der stabilen Werterhaltung in Abstimmung mit dem Bereich Gesamtbanksteuerung der SaarLB. Risikomessung und -limitierung Für Zwecke der Risikotragfähigkeitsrechnung wird das Immobilienrisiko durch Verfall des Buchwertes eigener Immobilien quantifiziert und von der verfügbaren Deckungsmasse abgezogen. Durch die ständige Tätigkeit der technischen Objektbetreuung wird dem Auftrag des Anlageausschuss nach Wertstabilität Rechnung getragen. Zur umsichtigen Steuerung der Werterhaltung der Immobilien wird jährlich ein Wirtschaftsplan für alle Immobilien erstellt und dem Fonds zur Genehmigung vorgelegt. Laufende Maßnahmen werden im Rahmen dieses Wirtschaftsplanes durchgeführt und in Abhängigkeit vertraglich definierter Betragsgrenzen dem Fonds jeweils zur Genehmigung vorgelegt. Für die Durchführung nicht im Vorfeld geplanter Maßnahmen ist in jedem Fall eine Sonderfreigabe des Fonds erforderlich. Der Wirtschaftsplan wird dem Fonds monatlich als Reporting zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der kaufmännischen Immobilienverwaltung erfolgt eine ständige Steuerung und Überwachung der Vermietungen mit dem Ziel der Vollvermietung, der frühzeitigen Gegensteuerung bei auslaufenden Mietverhältnissen und der Optimierung des Branchenmix. Die Dokumentation des Vermietungsstandes wird monatlich als Reporting dem Fonds zur Verfügung gestellt. Der Anlageausschuss legt mindestens einmal jährlich Ziele und Strategie fest, die SaarLB ist durch den Fachvorstand des Bereiches Services sowie die Bereichsleitung Services vertreten. Ziele sind Generelle Reflexion des Immobilienmarktes Deutschland und Region Saarland Reflexion der Entwicklung der Immobilien im Fonds Analyse der kritischen Punkte sowie gemeinsame Erstellung von Maßnahmenkatalogen (sofern erforderlich) Es gelten die Limitierungen durch das Risikoprofil der SaarLB. Management Reputationsrisiko Definition Reputationsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass negative Publizität über die SaarLB, ob zutreffend oder nicht, das Vertrauen (von Teilen) der Öffentlichkeit in die Kompetenz, Integrität oder Vertrauenswürdigkeit der SaarLB beeinträchtigt. 1820 Organisation Die Publizität über die SaarLB ( eigen- und fremdgesteuert ) wird in der Organisationseinheit UE KV überwacht und gesteuert. Es gelten u.a. die Regelungen im Anweisungswesen der SaarLB zu Markenstrategie, Internetauftritt und Pressearbeit. Risikomessung und -limitierung Durch das institutionalisierte Beschwerdemanagement werden Wirkungen auf die Reputation gemessen und gesteuert. Zusätzlich ist in diesem Zusammenhang auch auf die enge Verknüpfung von Geschäfts- und Markenstrategie der Bank hinzuweisen, sodass auch das Reputationsrisiko durch die Faktoren Regionalbezug, Standardprodukte und Einbindung in die Sparkassen- Finanzgruppe begrenzt wird. Es gelten die Limitierungen durch das Risikoprofil der SaarLB. 19 Mehr anzeigen
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