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Timestamp: 2019-01-19 16:41:37
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Linguistik HF (Fachbereich 10 – Neuere Philologien, Bachelor) – Philosophische Promotionskommission an der Goethe Universität Frankfurt/Main
Ein-Fach-Studiengang Linguistik, Hauptfach, Fachbereich 10 - Neuere Philologien, Bachelor
Linguistik hf (fachbereich 10 – neuere philologien, bachelor)
Ein-Fach-Studiengang Linguistik, Hauptfach, Fachbereich 10 – Neuere Philologien, Bachelor
Anhang: Paragraphenteil Ein-Fach-Studiengang Linguistik HF
I.2.4 Auslandsaufenthalte
I.2.6 Studienfachberatung
II.2.2 Prüfungsformen: Leistungsnachweise
III.3 Berechnung der einzelnen Prüfungsleistungen/Bachelor-Arbeit für die Berechnung der Gesamtnote
IV. In-Kraft-Treten des fachspezifischen Anhangs und Übergangsregelung
Anhang: Modulbeschreibungen Ein-Fach-Studiengang Linguistik HF
V.1 MODULE DES PFLICHTBEREICHS
V.2 MODULE DES WAHLPFLICHTTBEREICHS
V.3 MODULE DES OPTIONALBEREICHS
Anhang: Exemplarischer Studienverlaufsplan Ein-Fach-Studiengang Linguistik HF
Die Linguistik ist eine wissenschaftliche Disziplin, deren Gegenstandsbereich die menschliche Sprache ist. Sie befasst sich mit diesem Phänomenbereich mit dem Ziel, theoretische und praktische Aspekte von Sprache und Sprechen zu beschreiben und zu erklären. Die Erforschung der Sprachfähigkeit umfasst somit die Untersuchung der Verwendung von Sprache im Kommunikationsprozess, der biologischen und physiologischen Grundlagen von Sprache im menschlichen Gehirn, der historischen Entwicklung und typologischen Variation der Sprachen sowie der Prozesse des muttersprachlichen (und fremdsprachlichen) Spracherwerbs. Hinzu kommen ferner die Analysen sprachpathologischer Phänomene sowie kommunikativer Bedingungen und Auswirkungen sprachlichen Verhaltens. Ausgehend vom Zeichencharakter der Sprache lassen sich folgende Hauptgebiete der Linguistik unterscheiden:
Der Studiengang integriert den Erwerb wichtiger, fächerübergreifender Schlüsselkompetenzen in die fachwissenschaftlichen Lehrveranstaltungen. Das hochschuldidaktische Konzept fördert sowohl die Grundlagenkompetenz, als auch Informations-, Text-, Vermittlungs-, Team- und Medienkompetenz. Zudem vermittelt der Studiengang Fremdsprachenkenntnisse.
Grundlagenkompetenz: Im Studiengang entwickeln die Studierenden die Fähigkeit, fächer-, theorie- und sprach-übergreifend Zusammenhänge herzustellen und in Zusammenhängen zu denken. Sie erwerben damit auch die Fähigkeit, die weiteren spezifischen Kompetenzen adäquat und zielführend einzusetzen.
Informationskompetenz: Die Studierenden üben in Vorlesungen mit Gesprächsanteilen, Tutorien und Seminaren die effiziente, selbstständige Erschließung von Informationen. Basis für den Wissenserwerb sind wissenschaftliche Literatur, Datencorpora und Kontakt zu den Lehrenden.
Textkompetenz: Einen Schwerpunkt bildet die zunächst angeleitete, dann selbstständig Prioritäten setzende und übersichtliche, schriftliche Präsentation von Information in Thesenpapieren und Hausarbeiten.
Vermittlungskompetenz: Die Studierenden verwenden für ihre mündliche Präsentation verschiedene Medien. Die Eignung unterschiedlicher Präsentationstechniken wird in der Vorbereitung mit den Lehrenden diskutiert und die Präsentation in der Lehrveranstaltung offen und produktiv evaluiert.
Kooperationskompetenz: Die Erarbeitung von Thesenpapieren und Referaten in Kleingruppen fördert Teamarbeit, Kommunikations- und Integrationsfähigkeit. Die Studierenden erwerben überdies Strategien, Konfliktpotentiale im Vorfeld zu entschärfen bzw. entstandene Konflikte positiv und kreativ zu bewältigen.
Medienkompetenz: Elektronische Datenverarbeitungssysteme und Internet sind integrierte Bestandteile von Forschung (Recherche, Text-/ Informationsverarbeitung und Auswertung von Daten) und Lehre (Lehrmaterialien, virtuelle Lehrveranstaltungen).
Der Abschluss im BA-Studiengang Linguistik oder einem vergleichbaren Studiengang bildet die formale Voraussetzung für die wissenschaftliche Weiterqualifizierung im Masterstudiengang Linguistik.
Mögliche Berufsfelder ergeben sich in vielen Tätigkeitsbereichen, in denen die Struktur und der Aufbau sprachlicher Äußerungen eine Rolle spielt. Linguisten arbeiten in der industriellen Forschung, in der Kommunikations- und Informations-technologie, bei der Lektorierung wissenschaftlicher und nichtwissenschaftlicher Texte und in den Massenmedien.
Darüber hinaus bildet die Sprachwissenschaft die theoretische Grundlage für jede intensive Beschäftigung mit Einzelsprachen, sei es bei der redaktionellen Bearbeitung von Sprachlehrwerken oder von Lexika oder in der Sprachvermittlung. Sprachwissenschaftliche Grundlagenforschung bringt sich außerdem in der Pädagogik und im Bereich der Sprachtherapie zur Geltung. Sprachwissenschaftler finden daher Beschäftigungsmöglichkeiten in Forschung und Lehre (hier bildet zumindest ein Masterabschluss die Voraussetzung), in Bibliotheken und Archiven, bei Dokumentationsstellen, bei Redaktionen, Verlagen, Rundfunk- und Fernsehanstalten, in der IT und Internetbranche, in Ministerien (Bund und Länder), in der sachverständigen Begutachtung bei Gericht, der Spracherkennung im kriminalistischen Bereich sowie der Sprachberatung in der Gesetzgebung, bei internationalen Behörden, Einrichtungen der Erwachsenenbildung, bei entsprechender Spezialisierung auch in therapienahen Arbeitsbereichen oder im Umfeld der Darstellenden Künste.
Ein Großteil der Lehrbücher und der Forschungsliteratur zur Linguistik ist auf Englisch verfasst. Für das Studium sind daher mindestens ausreichende Englischkenntnisse erforderlich, die bei der Anmeldung zur Bachelorprüfung (§ 14 Abs.2 der Rahmenordnung) nachzuweisen sind. Der Nachweis erfolgt durch:
1. Abiturzeugnis; oder
2. entsprechende Oberstufenzeugnisse, wobei die Benotung nicht schlechter als „ausreichend (4,0)“ bzw. fünf Punkte sein darf; oder
3. Zertifikate über erfolgreich absolvierte Sprachkurse von deutschen und/oder ausländischen Universitäten, wobei mindestens 120 Stunden Unterricht nachzuweisen sind; oder
4. Fachgutachten bzw. Lektorenprüfungen über Sprachkenntnisse, die durch Auslandsaufenthalte, Universitätssprachkurse oder im Selbststudium erworben wurden; oder
5. Zertifikate über einen anderen vom Prüfungsausschuss als gleichwertig anerkannten Nachweis. Weitere Fremdsprachenkenntnisse können im Rahmen des Optionalbereichs erworben werden (vgl. die Modulbeschreibung in IV.3). Studierende anderer Fächer können an einzelnen Lehrveranstaltungen des Studiengangs in Absprache mit der jeweiligen Lehrkraft auch ohne die oben genannten Englischkenntnisse teilnehmen.
Der Bachelor-Studiengang Linguistik kann nur zum Wintersemester aufgenommen werden.
Es wird dringend empfohlen, Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte zu Studienzwecken zu nutzen. Hierzu zählen auch die Teilnahme an Sprachkursen, an Austauschprogrammen oder sonstige Aufenthalte. Es ist ratsam, für mindestens ein Semester an einer Universität des Auslands zu studieren. Dafür können die Verbindungen der Goethe-Universität mit ausländi-schen Universitäten genutzt werden, über die in den Studienfachberatungen Auskunft erteilt wird. Studiensemester an ausländischen Universitäten können angerechnet werden, sofern die dort erbrachten Leistungen den von dieser Studienordnung geforderten Leistungen vergleichbar sind. Studienaufenthalte an nicht-deutschsprachigen Universitäten können zudem für das Modul Fremdsprachenerwerb im Rahmen des Optionalbereichs angerechnet werden (vgl. IV.3).
Besonders befähigten Absolventinnen und Absolventen steht nach dem Abschluss des Bachelor-Studiengangs der Master-Studiengang Linguistik offen.
Es wird empfohlen, zu Beginn des Studiums die Studienfachberatung aufzusuchen.
Das Bachelorstudium der Linguistik ist ein Ein-Fach-Studium. Er gliedert sich in eine Basisphase (Pflichtbereich) und eine Qualifizierungsphase (Wahlpflichtbereich und Optionalbereich). Die Basisphase erstreckt sich in der Regel vom 1.-4. Semester, die Qualifizierungsphase erstreckt sich in der Regel vom 4.-6. Fachsemester.
Die Basismodule des Pflichtbereichs bieten eine Einführung in Methoden, Theorien und Probleme der Linguistik und machen mit den verschiedenen Arbeitsgebieten des Fachs vertraut; zum Pflichtbereich gehört auch die im Abschlussmodul zu erstellende Bachelorarbeit. Im Wahlpflichtbereich müssen insgesamt zwei der angebotenen Qualifizierungsmodule gewählt und abgeschlossen werden. Die Qualifizierungsmodule des Wahlpflichtbereichs unterscheiden sich von den Basismodulen dadurch, dass in ihnen um-fangreichere theoretische Kenntnisse erworben werden. Sie fördern die Anwendung des bereits Gelernten auf die Untersuchung neuer Probleme, sie geben den Studierenden in höherem Maße die Möglichkeit, Aufgabenstellung und Arbeitsablauf der Seminare mitzugestalten, sie dienen so einer Spezialisierung im Studium und bereiten damit auf die Lösung individuell gestellter wissenschaftlicher Aufgaben am Ende des Studiums vor.
Das Bachelorstudium der Linguistik besteht aus den acht Basismodulen (1. Linguistische Grundlagen, 2. Logik, 3. Mathematik und Methodenlehre, 4. Phonetik und Phonologie, 5. Historische Sprachwissenschaft und Typologie, 6. Syntax und Morphologie, 7. Semantik und Pragmatik sowie 8. Psycho- und Neurolinguistik) und dem Abschlussmodul des Pflichtbereichs, in dem die Bachelorarbeit verfasst wird, zwei Qualifizierungsmodulen – je nach Verfügbarkeit (s.u.) – aus dem Wahlpflichtbereich sowie zwei bzw. drei Optionalmodulen des Optionalbereichs.
Voraussetzung für die Zulassung zu den Qualifizierungsmodulen des Wahlpflichtbereichs ist die erfolgreiche Teilnahme an entsprechenden Pflichtmodulen. Näheres regeln die Modulbeschreibungen in IV.2.
Im Wahlpflichtbereich können die folgenden Schwerpunkte angeboten werden: 1. Syntax, 2. Semantik und Pragmatik, 3. Phonologie, 4. Historische Sprachwissenschaft, 5. Typologie und 6. Psycho- und Neurolinguistik. Auf Antrag des Prüfungsausschusses kann durch Beschluss des Fachbereichsrates das Angebot der Qualifizierungsmodule im Wahlpflichtbereich beschränkt werden, sofern diese nicht ausreichend vertreten sind, oder die Wahl weiterer Qualifizierungsmodule zugelassen werden. Im Falle einer Einschränkung stellt der Prüfungsausschuss sicher, dass Prüfungen zu dem betreffenden Qualifizierungsmodul über einen Zeitraum von zwei Semestern abgenommen werden.
Der Bachelor ist erfolgreich abgeschlossen, wenn insgesamt 180 Kreditpunkte (CP) erreicht worden sind. Dabei entfallen 120 CP auf die Pflichtmodule (einschließlich 12 CP für das Abschlussmodul, in dem die Bachelorarbeit zu verfassen ist) und 24 CP auf den Wahlpflichtbereich. Die restlichen 36 CP müssen im Optionalbereich erbracht werden.
Das Kommentierte Vorlesungsverzeichnis des Instituts für Linguistik informiert darüber, welche Lehrveranstaltungen innerhalb der Module belegt werden können. Einzelne Lehrveranstaltungen können aufgrund ihres Themas für mehrere Arbeitsgebiete des Fachs einschlägig sein und daher auch mehreren Modulen zugeordnet werden. Die in diesen Lehrveranstaltungen erworbenen CP dürfen nur für jeweils ein Modul angerechnet werden Lehrveranstaltungen, die nicht ausdrücklich im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis des Instituts für Linguistik aufgehrt werden, können nur nach Absprache mit den jeweiligen Modulbeauftragten besucht und angerechnet werden.
Die im Bachelor-Studiengang Linguistik zu erwerbenden Kenntnisse und Fertigkeiten werden in den Lehrveranstaltungsformen, die im § 8 der Rahmenordnung aufgelistet sind, und darüber hinaus in zwei zusätzlichen Lernformen erarbeitet:
V+G (Vorlesung mit Gesprächsanteil): Dabei handelt es sich um eine aufgelockerte Form des Frontalunterrichts mit aktiver Beteiligung der Studierenden.
P (Praktikum): Im Rahmen des Optionalbereichs können bis zu zwei Praktika absolviert werden. Ein Praktikum bietet als ausbildungsorientierte Teilnahme am Berufsleben den Studierenden die Möglichkeit, die im Studium erworbenen Kompetenzen zu erweitern und erste berufspraktische Erfahrungen zu sammeln. Über das Praktikum ist ein Praktikumsbericht zu verfassen. Näheres zu den Praktika findet sich in der entsprechenden Modulbeschreibung in IV.3.
In Vorlesungen mit Gesprächsanteil werden 3–4 CP vergeben. In Seminaren werden 4 CP vergeben. In Tutorien werden 2–3 CP erworben.
Die im Bachelor-Studiengang Linguistik vorgesehenen Prüfungsleistungen werden in den Formen, die im § 15 der Rah-menordnung aufgelistet sind, erbracht. Darüber hinaus ist eine zusätzliche Prüfungsform vorgesehen:
Hausaufgabenportfolio:
Ein „Hausaufgaben-Portfolio“ ist eine zielgerichtete Sammlung von kleineren, schriftlichen Arbeitsleistungen (vgl. § 31 allgemeine Bestimmungen), die regelmäßig über den Zeitraum der Veranstaltung angefertigt wird und die eine andere Prüfungsform ergänzt. Soweit die Modulbeschreibung es zulässt, dass das „Hausaufgaben-Portfolio“ eine in der Modulbeschreibung vorgesehene andere Prüfungsform ergänzen kann, legt die Veranstaltungsleitung spätestens zu Beginn der Lehrveranstaltung fest, ob die Modulprüfung ein „Hausaufgaben-Portfolio“ umfasst und in welchem Umfang die Note für das „Hausaufgaben Portfolio“ in die Gesamtnote für das Modul einfließt. Das „Hausaufgaben-Portfolio“ soll in einer seinem Arbeitsaufwand angemessenen Form einfließen, höchstens aber von bis zu 50 %. Für das „Hausaufgaben-Portfolio“ gilt § 22 Abs.6 bis 8 entsprechend.
Für die Prüfungsformen „Hausarbeit“ und „Klausur“ gelten im Bachelor-Studiengang Linguistik darüberhinaus folgende Richtwerte:
Der Umfang beträgt maximal 15 Seiten (2.500 – 3.500 Wörter, 2 CP).
Die Dauer der Klausuren liegt in der Regel bei 90 Minuten. Die Klausuren werden mit 1 CP bzw 2 CP gewertet. Bei Klausuren, die mit 2 CP bewertet werden, ist der Vorbereitungs- und Arbeitsaufwand größer. Bei großem Vorbereitungsaufwand (z.B. im Basismodul Logik, Klausurdauer 180 Minuten) können für eine Klausur bis zu 4 CP vergeben werden.
Für die Zulassung zur Bachelorprüfung ist über die in der Rahmenordnung in Abschnitt IV § 14 genannten Erklärungen und Nachweise hinaus der Nachweis der Sprachkenntnisse nach I.2.1 vorzulegen.
III.2 Umfang der Bachelor-Prüfung
a. den Modulprüfungen zu den Basismodulen (1. Linguistische Grundlagen, 2. Logik, 3. Mathematik und Methoden-lehre, 4. Phonetik und Phonologie, 5. Historische Sprachwissenschaft und Typologie, 6. Syntax und Morphologie, 7. Semantik und Pragmatik, sowie 8. Psycho- und Neurolinguistik) sowie zu den zwei nach Maßgabe von Absatz (2) gewählten Qualifizierungsmodulen des Wahlpflichtbereichs (1. Syntax, 2. Semantik und Pragmatik, 3. Phonologie, 4. Historische Sprachwissenschaft, 5. Typologie und 6. Psycho- und Neurolinguistik);
b. dem Abschlussmodul, in dem die Bachelorarbeit zu verfassen ist;
c. den Modulen aus dem Optionalbereich.
Aus dem Optionalbereich sind 36 CP in die Bachelor-Prüfung einzubringen. Der Optionalbereich umfasst die folgenden Wahlpflichtmodule:
O1: Fremdsprachenerwerb
O2: Praktikum
O3: Fachfremdes Studium
Aus jedem dieser Wahlbereiche können maximal zweimal 12 CP in die Bachelorprüfung eingebracht werden. Mindestens zwei Wahlbereiche müssen kombiniert werden.
Die Note der Bachelorprüfung setzt sich wie folgt zusammen:
b. zu 25% aus dem Mittel der beiden Noten für die Modulprüfungen der gewählten Qualifizierungsmodule des Wahlpflichtbereichs;
c. zu 50% aus der Note für die BA-Abschlussarbeit.
Der fachspezifische Anhang für den Bachelor-Studiengang Linguistik tritt nach der Genehmigung durch das Präsidium der Johann Wolfgang Goethe-Universität und am Tage nach seiner Bekanntgabe im UniReport der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Kraft. Studierende, die zum Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens des fachspezifischen Anhangs Linguistik bereits im Bachelor-Studiengang Kognitive Linguistik studieren, setzen ihr Studium und ihre Bachelorprüfung nach der Ordnung der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main, für die Bachelor- und Master-Prüfungen in kognitiver Linguistik“ vom 02.05.2007 (veröffentlicht im UniReport am 01.10.2007) sowie nach der Studienordnung für die Bachelor- und Master-Studiengänge Kognitive Linguistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main vom 02.05.2007 (ebenfalls veröffentlicht im Uni-Report vom 01.10.2007) fort und müssen diese bis spätestens Ende des Sommersemesters 2015 beendet haben; über Ausnahmen entscheidet der Prüfungsausschuss.
Basismodul B1 – Linguistische Grundlagen
Voraussetzungen für die Vergabe der Kreditpunkte
Veranstaltungsbezogene Modulprüfung zu Einführung in die Sprachwissenschaft II (Klausur, 90 min, 2 CP).
Einf. i.d. Sprachwissenschaft I + Tutorium zur Einführung I V+G
Einf. i.d. Sprachwissenschaft II + Tutorium zur Einführung II V+G
+2 3 + 2
Basismodul B2 – Logik
In dem Modul werden die Grundlagen in Logik für die Basismodule B6 und B7 gelegt
Veranstaltungsbezogene Modulprüfung (Klausur, 180 min, 4 CP) in der Einführung in die Logik
+Tutorium zur Logik V
+2 6 + 4
Basismodul B3 – Mathematik und Methodenlehre
In dem Modul werden die mathematischen Grundlagen für das Linguistikstudium gelegt.
Bestandene Modulprüfung; Besuch des Tutoriums zu der Veranstaltung, in der die Klausur geschrieben wird. Abgabe von drei Hausaufgaben in der Veranstaltung, in der die Klausur nicht geschrieben wird.
Veranstaltungsbezogene Modulprüfung (Klausur – 90 min, 2 CP oder – nach Festlegung durch die Ver-anstaltungsleitung – Klausur und Hausaufgaben-Portfolio, 2 CP) in einer der beiden Lehrveranstaltungen Mathematische Grundlagen oder Statistik und Methodenlehre.
+Tutorium Math. Grundlagen V+G
+2 4(+2)
+Tut. Statistik u. Methodenlehre V+G
Basismodul B4 – Phonetik und Phonologie
Gegenstandsbereich des Moduls ist die Beschreibung sprachlautlicher Phänomene hinsichtlich
a) ihrer phonetischen Eigenschaften und
b) ihrer Funktion innerhalb des einzelsprachlichen Systems.
Nach Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage, Sprachlaute hinsichtlich ihrer phonetischen Eigenschaften zu analysieren, ins International Phonetic Alphabet zu transkribieren, und systematische Gemein-samkeiten und Unterschiede natürlicher Sprachen auf der Basis universeller phonologischer Prinzipien zu erklären.
Bestandene Modulprüfung; Leistungsnachweis (Klausur – 90 min) zu der Lehrveranstaltung, in der keine Prüfungsleistung erbracht wird; aktive Teilnahme in allen Veranstaltungen des Moduls.
Veranstaltungsbezogene Modulprüfung (Klausur – 90 min, 2 CP oder – nach Festlegung durch die Ver-anstaltungsleitung – Klausur und Hausaufgaben-Portfolio, 2 CP) in einer der beiden Lehrveranstaltungen Phonetik I oder Phonologie I
Phonetik I
+Tutorium Phonetik I V+G
+Tutorium Phonologie I V+G
Basismodul B5 – Historische Sprachwissenschaft und Typologie
Gegenstandsbereich des Moduls bilden die Methoden grammatischer Beschreibung, Typologisierung und Do-kumentation natürlicher Sprachen in synchroner und diachroner Perspektive
Nach Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage, die grammatischen Eigenschaften natürlicher Sprachen zu beschreiben, Sprachen typologisch einzuordnen sowie die historische Veränderung natürlicher Spra-chen zu analysieren.
Veranstaltungsbezogene Modulprüfung (Klausur – 90 min, 2 CP oder – nach Festlegung durch die Ver-anstaltungsleitung – Klausur und Hausaufgaben-Portfolio, 2 CP) in einer der beiden Lehrveranstaltungen Historische Sprachwissenschaft I oder Typologie I.
+Tut. Hist. Sprachwissenschaft I V+G
+2 4 (+2)
+Tutorium Typologie V+G
Basismodul B6 – Syntax und Morphologie
Pflichtmodul – XX CP
Nach Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage, im Rahmen moderner syntaktischer und morphologischer Theorien Strukturanalysen von Wörtern und Sätzen natürlicher Sprachen vorzunehmen und die Zusammenhänge zwischen Syntax, Morphologie und anderen Teilbereichen der Grammatik zu erkennen
Abschluss des Basismoduls B1. Empfohlen wird zudem der Abschluss der Basismodule B2 und B3
Veranstaltungsbezogene Modulprüfung (Klausur – 90 min, 2 CP oder – nach Festlegung durch die Veranstaltungsleitung – Klausur und Hausaufgaben-Portfolio, 2 CP) in einer der beiden Lehrveranstaltungen Syntax I oder Morphologie I
+Tutorium Syntax I V+G
+Tutorium Morphologie I V+G
Basismodul B7 – Semantik und Pragmatik
+Tutorium Semantik I V+G
+Tutorium Pragmatik I V+G
Basismodul B8 – Psycho- und Neurolinguistik
Gegenstandsbereich des Moduls bildet die Beschreibung und Erklärung der Prozesse der Produktion, des Ver-stehens und des Erwerbs von Sprache einschließlich der Struktur und Funktion des Gehirns sowie die Aneignung von Methoden zum Aufbau und zur Evaluation psycho- und neurolinguistischer Versuche.
Nach Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage, grundlegende Zusammen-hänge von zerebralen Strukturen und Sprachfähigkeit zu benennen und Prozesse der Verarbeitung und des Erwerbs von Sprache auf der Basis wissenschaftlichen Methodenwissens zu analysieren
Abschluss des Basismoduls B1und B3
Bestandene Modulprüfung; Leistungsnachweis (Klausur – 90 min) zu der Lehrveranstaltung, in der keine Prüfungsleistung erbracht wird; aktive Teilnahme in allen Veranstaltungen des Moduls
Veranstaltungsbezogene Modulprüfung (Klausur – 90 min, 2 CP oder – nach Festlegung durch die Ver-anstaltungsleitung – Klausur und Hausaufgaben-Portfolio, 2 CP) in einer der beiden Lehrveranstaltungen Psycholinguistik I oder Neurolinguistik I.
Psycholinguistik I
+Tut. Psycholinguistik I V+G
Neurolinguistik I
+Tut. Neurolinguistik I V+G
Abschlussmodul – Bachelorarbeit
Die Bachelorarbeit ist eine wissenschaftliche Arbeit zu einem Thema aus dem Bereich eines der gewählten Qua-lifizierungsmodule. Das Thema wird von der oder dem Studierenden in Absprache mit der Betreuerin oder dem Betreuer festgelegt.
Die Zulassung zur Bachelorarbeit kann beantragen, wer die erfolgreiche Absolvierung von insgesamt mindestens 90 CP und den erfolgreichen Abschluss aller Basismodule nachweist
Lehrveranstaltung Semester/CP
V.2 Module des Wahlpflichtbereichs
Im Wahlpflichtbereich müssen insgesamt zwei der angebotenen Qualifizierungsmodule gewählt und abgeschlossen werden.
Qualifizierungsmodul Q1 – Syntax
In diesem Modul werden die im Basismodul B6 erworbenen Kenntnisse vertieft und um weitere Methoden und Phänomene aus dem Bereich der Syntax erweitert
Abschluss der Veranstaltung Syntax I aus dem Basismodul B6
Leistungsnachweis (Klausur – 90 min oder Hausarbeit – max. 15 S. oder mündliche Prüfung – 30 min) zu der Lehrveranstaltung, in der keine Prüfungsleistung erbracht wird; aktive Teilnahme in allen Veranstaltungen des Moduls, bestandene Modulprüfung
Veranstaltungsbezogene Modulprüfung (Hausarbeit, 15 S., 2 CP) in einer der beiden Lehrveranstaltungen Syntax II oder Seminar zur Syntax.
+Tutorium Syntax II V+G
Seminar zur Syntax S 2 4 (+2)
Qualifizierungsmodul Q2 – Semantik und Pragmatik
In diesem Modul werden die im Basismodul B7 erworbenen Kenntnisse vertieft und um weitere Methoden und Phänomene aus dem Bereich der Semantik und Pragmatik erweitert
Abschluss der Veranstaltung Semantik I aus dem Basismodul B7
Leistungsnachweis (Klausur – 90 min oder Hausarbeit – max. 15 S. oder mündliche Prüfung – 30 min) zu der Lehrveranstaltung, in der keine Prüfungsleistung erbracht wird; aktive Teil-nahme in allen Veranstaltungen des Moduls, bestandene Modulprüfung.
Veranstaltungsbezogene Modulprüfung (Hausarbeit, 15 Seiten, 2 CP) in einer der beiden Lehrveranstaltungen Semantik II oder Seminar zur Semantik
+Tutorium Semantik II V+G
+2 4 (+2) +2
Seminar zur Semantik oder Seminar zur Pragmatik S 2 4 (+2)
Qualifizierungsmodul Q3 – Phonologie
Nach Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage, komplexe sprachliche Ausdrücke mit phonologischen Methoden zu analysieren
Abschluss des Basismoduls B4
Veranstaltungsbezogene Modulprüfung (Hausarbeit, 15 Seiten, 2 CP) in einer der beiden Lehrveranstal-tungen Phonologie II oder Seminar zur Phonologie oder Seminar zur Phonetik.
+Tutorium Phonologie II V+G
Seminar zur Phonologie oder Seminar zur Phonetik S 2 4 (+2)
Qualifizierungsmodul Q4 – Historische Sprachwissenschaft
Nach Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage, komplexe sprachliche Ausdrücke im Hinblick auf ihre diachrone Genese zu analysieren
Abschluss des Basismoduls B5
Veranstaltungsbezogene Modulprüfung (Hausarbeit 15 S., 2 CP) in einer der beiden Lehrveranstaltungen Historische Sprachwissenschaft II oder Seminar zur Historischen Sprachwissenschaft
Hist. Sprachwissensschaft II
+Tutorium Hist. Sprachwissenschaft II V+G
historischen Sprachwissenschaft S 2 4 (+2)
Qualifizierungsmodul Q5 – Typologie
In diesem Modul werden die im Basismodul B5 erworbenen Kenntnisse vertieft und um weitere Methoden und Phänomene aus dem Bereich der Sprachtypologie erweitert.
Nach Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage, komplexe sprachliche Ausdrücke typologisch zu analysieren
Leistungsnachweis (Klausur – 90 min oder Hausarbeit – max. 15 S. oder mündliche Prüfung – 30 min) zu der Lehrveranstaltung, in der keine Prüfungsleistung erbracht wird; aktive Teilnahme in allen Veranstaltungen des Moduls, , bestandene Modulprüfung.
Veranstaltungsbezogene Modulprüfung (Hausarbeit, 15 S., 2 CP) in einer der beiden Lehrveranstaltungen Typologie II oder Seminar zur Typologie
+Tutorium Typologie II V+G
Seminar zur Typologie S 2 4 (+2)
Qualifizierungsmodul Q6 – Psycho- und Neurolinguistik
Abschluss der Veranstaltung Psycho/Neurolinguistik I aus dem Basismodul B8
Veranstaltungsbezogene Modulprüfung (Hausarbeit, 15 S., 2 CP)) in einer der beiden Lehrveranstaltungen Psycho/Neuroling II oder Seminar zur Psycholinguistik oder Seminar zur Neurolinguistik.
+Tutorium Neuroling II V+G
Seminar zur Psycholinguistik oder Seminar zur Neurolinguistik S 2 4 (+2)
Aus jedem dieser Module können maximal zweimal 12 CP in die Bachelorprüfung eingebracht wer-den. Mindestens zwei Wahlbereiche müssen kombiniert werden. Diese Module bleiben unbenotet.
Optionalmodul O1 – Fremdsprachenerwerb
Das Modul Fremdsprachenerwerb dient dem Erwerb von Kenntnissen in einer Fremdsprache. Die Fremdsprachen sind frei wählbar, wobei Deutsch, Englisch und die jeweilige Mutter-/Erstsprache(n) ausscheiden. Die Kenntnisse können entweder (a) durch den Besuch von Fremdsprachenkursen aus dem Angebot aller Fachbereiche der Goethe-Universität oder (b) durch einen Studienaufenthalt im nicht-deutschsprachigen Ausland erworben werden.
Nach Abschluss des Moduls besitzen die Studierenden grundlegende Grammatikkenntnisse in der gewählten Sprache. Das Lernen von Fremdsprachen gestattet einen Einblick in die Vielfalt grammatischer Variation und bietet zudem Bewerbungsvorteile im Berufsleben
Bescheinigung über aktive und erfolgreiche Teilnahme durch den Modulbeauftragten
Optionalmodul O2 – Praktikum
Das Praktikum gibt Studierenden Gelegenheit, erste für die Berufspraxis relevante Erfahrungen in einem der Anwendungsbereiche der Linguistik zu machen
Die Vergabe der Kreditpunkte richtet sich nach dem Zeitaufwand für Praktikum und anschließenden Bericht. Entsprechende Nachweise sind dem Modulbeauftragten vorzulegen. Wird das Modul zweimal gewählt, darf der Aufwand für ein einziges Praktikum kumuliert werden
Praktikumsnachweis, Praktikumsbericht
Praktikum 10+2
Optionalmodul O3 – Freies Studium, Gremien, Versuchspersonenstunden
In diesem Modul können Inhalte beliebiger Lehrveranstaltungen anderer Fächer gewählt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, universitäre Gremienarbeit und die Teilnahme als Versuchsperson bei linguistischen Experimenten einzubringen.
Lehrveranstaltungen der Goethe-Universität und anderer Hochschulen sind grundsätzlich anrechenbar. Zugang und Kreditpunktevergabe richten sich nach dem Anbieter.
Wird das Modul zweimal gewählt, muss die Gesamtzahl der erworbenen Kreditpunkte 24 CP betragen. Dabei darf eine beliebige Anzahl von Lehrveranstaltungen auch verschiedener Fächer besucht werden, solange insgesamt eine Mindestpunktzahl von 24 CP nachgewiesen wird.
Es wird empfohlen, die Auswahl der Lehrveranstaltungen im Rahmen der fachlichen Studienberatung abzusprechen. Studentische Mitarbeit als gewähltes oder nominiertes, stimmberechtigtes oder vertretendes Mitglied universitärer Selbstverwaltungsgremien auf Instituts-, Fachbereichs- oder Universitätsebene kann auf Antrag und im Rahmen des nachzuweisenden Zeitaufwands (workload) als Leistung im Rahmen des fachfremden Studiums angerechnet werden. Das Gleiche gilt für die Teilnahme als Versuchsperson bei linguistischen Experimenten
Die aktive Teilnahme nach Maßgabe der gewählten Lehrverans-taltungen bzw. der Zeitaufwand für die Versuchspersonenstunden muss vom Modulbeauftragten bescheinigt werden.
(nach Angebot) 12
Teil VI: Studienverlaufsplan
Ling. Grundlagen
14 CP (8 SWS) Einführung in die Sprachwissenschaft I (V; 2 SWS / T; 2 SWS) 6 CP
Einführung in die Sprachwissenschaft II (V; 2 SWS / T; 2 SWS) 8 CP
12 CP (8 SWS) Statistik und Methodenlehre (V+G; 2 SWS/T; 2 SWS) 4 (+4) CP
Mathematische Grund-lagen (V+G; 2 SWS/T; 2 SWS) 4 (+4) CP
14 CP (8 SWS) Phonetik I (V+G; 2 SWS/T; 2 SWS) 7 CP
Phonologie I (V+G; 2 SWS/T; 2 SWS) 7 CP
12 CP (6 SWS) Einführung in die Logik (V; 4 SWS / T; 2 SWS) 12 CP 29 CP (+4)
Historische Sprachwissen-
schaft/Typologie
14 CP (8 SWS)
Sprachwissenschaft (V+G; 2 SWS/T; 2 SWS) 7 CP
Typologie I (V+G; 2 SWS/T; 2 SWS) 7 CP
26 CP (+4)
Syntax I (V+G; 2 SWS/T; 2 SWS)
(V+G; 2 SWS/T;
14 CP (8 SWS) Semantik I (V+G; 2 SWS/T; 2 SWS)
(V+G; 2 SWS/T; 2 SWS)
Psycho / Neurolinguistik
Psycholinguistik I (V+G; 2 SWS/T;
Neurolinguistik I (V+G; 2 SWS/T;
12 CP (8 SWS)
thematisches Seminar (S; 2 SWS/T; 2 SWS) 5 CP
Seminar II (V+G;
2 SWS/T; 2 SWS)
(S; 2 SWS/T; 2 SWS) 5 CP
12 CP 17 CP
Linguistik (HF), Bachelor (ab WS 2011/12)*