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Timestamp: 2018-06-19 03:24:32
Document Index: 208211496

Matched Legal Cases: ['§ 140', '§ 140', '§ 157', '§ 137', '§ 137', '§ 140', '§ 159', '§ 159', '§ 140', '§ 137', '§ 151']

Fragen zu AGL 1 und der EGV - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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13.06.2017, 22:32 #1
Fragen zu AGL 1 und der EGV
ich habe nun schon in einigen Themen gestöbert, bin aber nicht wirklich zu einer Antwort gelangt.
Mein Fall nun wie folgt:
Ich bin ab dem 1.9. arbeitslos, habe mich telefonisch arbeitssuchend gemeldet und war bereits zum Erstgespräch.
Dort wurde auch diese EGV gebastelt (ab dem 1.9. soll ich 8-10 Bewerbungen / Monat schreiben etc) und in meinem Profil hochgeladen, der SB meinte die sei somit "wie von mir unterschrieben" -> stimmt das? Soweit ich weiss muss sowas handschriftlich gemacht werden oder? (EGV geschwärzt im Anhang)
Zweite Frage, ich habe im meinem Job eine Führungsposition ausgeführt, ich bekomme nun aber auch VV für normale Sachbearbeitung, teilweise würde ich in dem Job sogar weniger oder gleichviel Geld erhalten wie mir unter ALG 1 zusteht,
Hier wird ja gesagt, dass ich mich nicht auf alle Jobs bewerben muss, kann ich das dann einfach mit der Begründung "zu wenig Gehalt" ablehnen?
PS: ich habe beim Termin zwei Vorschläge erhalten, Online habe ich insgesamt nun fünf, habe mich allerdings noch auf keine beworben -> schlimm?! Es war auch keine Rechtsbelehrung anbei, wie ich nun schon mehrfach gelesen habe.
Dritte Frage und jetzt wirds kompliziert (für mich bisher)
Ich habe im September schon vor der Kündigung relativ viel geplant gehabt, in der ersten Woche fliege ich mit meiner Freundin in den Urlaub, in der dritten Woche bin ich auch Weg und die Woche danach bin ich auch schon für Montag und Dienstag/ Mittwoch verplant.
Ich könnte mich regulär am 1.9. arbeitslos melden, allersding habe ich jetzt schon mehrfach gelesen, dass das Amt nicht verpflichtet ist mir den Urlaub zu gewähren.
Ich hab also wenig Lust dahin zu gehen und dann auf alle meine Termine zu verzichten, daher bin ich schon am überlegen ob ich mich nicht erst zum 1.10. arbeitslos melden sollte und den September einfach mal überbrücke.
Fraglich ist nur wie das Amt dann reagiert, da die sich ja vorgemerkt haben, dass ich eventuell am 1.9. auftauche und Geld verlange.
Vorrangig geht es mir aktuell nur um den September, da ich theoretisch keine Probleme haben werde einen neuen Job zu finden, sollte ich also demnächst einen Job zum 1.10. bekommen, könnte ich mich für den September trotzdem arbeitslos melden und meine Termine problemlos wahrnehmen oder kommt das am Ende ganz auf den Sachbearbeiter an?
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AW: Fragen zu AGL 1 und der EGV
Frag doch die Vermittlerin mal, ob das Unterschriftenfeld zur Dekoration da ist.
14.06.2017, 03:17 #3
Man hat es halt eilig dich zu "nerven", hast du auch deine Telefon-Nummer angegeben, vielleicht noch Handy mit "Erinnerungsdienst an Termine (per SMS)" und natürlich Mail, sonst könnte man ja nicht erwarten, dass du was per Mail regeln sollst ... ???
Dann solltest du alle diese freiwilligen Kontaktdaten umgehend wieder löschen lassen, es genügt völlig auf dem Postwege an der Melde-Anschrift erreichbar zu sein.
Das "meinen " die SB im ALGI öfter mal, ein "öffentlich / rechtlicher Vertrag" (EGV) ist aber KEIN verbindlicher Vertrag OHNE die Unterschriften BEIDER Vertragspartner.
Das hast du also schon mal völlig richtig erkannt.
Das war doch auch nur "ein Schuss ins Blaue" mit den VV, damit es zunächst danach aussieht als hätte die AfA tatsächlich Arbeit anzubieten ... ob das "passt" ist doch gar nicht wichtig und OHNE RFB brauchst du dich darauf sowieso NICHT bewerben ...
Der Rest steht im § 140 SGB III, den du ja (als Auszug, leider ohne die vorgeschriebene Quellen-Angabe) bereits gefunden hast ...
So hole ich das mal nach ...
Richtig und das ist den SB durchaus bekannt, die hoffen eben, dass du davon keine Ahnung hast und dich direkt bereit bist, weit "unter Wert" anzubieten ...
Deine Begründung ist allerdings nicht "zu wenig Gehalt", sondern "Nicht beworben weil unzumutbar nach § 140 SGB III", so lernt die SB das auch noch, falls sie den § nicht kennen sollte ...
Was sie dir vorschreibt als "Bewerbungsrahmen" ist ohnehin egal, du kannst und darfst dich auf ALLES bewerben, was für dich in Frage kommen könnte, denn der AG wird entscheiden, ob er dich einstellen möchte (auch als Führungskraft) und nicht die SB.
Vergiss was du so online finden wirst, verbindlich ist NUR was per Post kommt und Rechts-Folgen-Belehrungen hat, die gibt es online sowieso NICHT ... es gibt auch keine echte Verpflichtung, das Online-Portal überhaupt zu nutzen, nur weil man dir Zugangsdaten dafür gegeben hat ...
Schon merkwürdig wenn du dann notwendige Änderungen an deinem Profil nicht mal selber vornehmen kannst, wozu dann bitte die Zugangsberechtigung ... ???
Deine EGV hat zwar keinerlei rechtliche Bedeutung (eben weil du NICHT unterschrieben hast) aber ich werde sie trotzdem noch "sezieren", da ist so Einiges nicht zulässig was da drin steht, daher ist es auch gut, dass du den Kram nicht unterschrieben hast.
Das kann aber hilfreich sein wenn man mal wieder eine EGV mit dir zusammen "erarbeitet", wie das ja eigentlich vorgesehen ist ...
"Blöde Frage" hast du dafür deinen Urlaub verplant gehabt, was wird mit deinem Urlaubs-Anspruch ... bekommst du den noch (vor Ablauf der Kündigungsfrist) oder wird der finanziell "abgegolten" ???
Bei einer "Urlaubs-Abgeltung" würde sich dein ALGI ohnehin um die Anzahl der bezahlten Urlaubstage "verschieben", ansonsten solltest du mit der AfA klären, dass du dein ALGI erst ab dem 01.10. in Anspruch nehmen willst, sofern du bis dahin noch keine neue Anstellung gefunden hast.
Â§ 157 SGB III Ruhen des Anspruchs bei Arbeitsentgelt und Urlaubsabgeltung
Das wäre wohl die einfachste Lösung, um deine Pläne im September ungestört durchführen zu können, dafür gibt es sogar eine Rechtsgrundlage im SGB III ...
Â§ 137 SGB III Anspruchsvoraussetzungen bei Arbeitslosigkeit
Das ist korrekt, du hast keinen Anspruch darauf direkt "Urlaub" (OAW) zu verlangen wenn du gerade erst arbeitslos geworden bist, schon weil man noch immer der irrigen Ansicht ist, dass Anfangs die Chancen der Vermittlung am Höchsten sein sollen.
Also kläre das ordentlich und rechtzeitig nach § 137 SGB III, dass du ALGI erst zum 01.10. in Anspruch nehmen möchtest ...
Mach dir darum keine Gedanken weiter, die machen sich um dich auch keine ... wichtig ist nur, dass du deine Krankenversicherung in der Zeit selber regeln musst, eventuell über Familienversicherung bei deiner Frau ... ???
Mach das auf jeden Fall schriftlich und nachweislich mit der AfA klar, dann dürfte deinen / euren Plänen nichts mehr im Wege stehen, dein Anspruch auf ALGI bleibt in vollem Umfang erhalten ...
... einen Job zum 1.10. bekommen, könnte ich mich für den September trotzdem arbeitslos melden und meine Termine problemlos wahrnehmen oder kommt das am Ende ganz auf den Sachbearbeiter an?
Das geht nur "entweder /oder" und es kommt natürlich auf den SB an, ohne sein OK darfst du nicht einfach "Urlaub" machen, dann bekommst du auch kein Geld von der AfA, weil du der Vermittlung nicht zur Verfügung stehen willst.
Nun mal noch zu deiner EGV, auch wenn es (fast) überflüssig ist sich damit zu befassen ... sehe ich doch Manches als ziemlich kritisch wenn das nun schon so "geballt" ins ALGI "rüber-schwappt", was man bisher meist erst in Hartz 4 kennenlernen musste.
Sieh es als Orientierung an, was man dir da so alles aus Verlass auf deine Unkenntnis "unterjubeln" will ...
Gültigkeit von 6 Monaten wäre OK, allerdings ist da NIX wirklich "gültig" ohne deine Unterschrift ...
Die "Unterstützung durch die AfA" enthält direkt den ersten "Knaller" ... hat man dir erklärt was die "Call me Funktion" bedeutet, die man hier mit deiner Zustimmung (Unterschrift ?) "aktivieren" möchte ???
Da solltest du ganz fix mal nachfragen und die Weitergabe / Veröffentlichung deiner Telefon-Nummer zur Nutzung für AG verbieten.
Es sei denn du möchtest von diversen AG sehr bald zu Hause angerufen werden ... weil man im Online-Portal gelesen habe , dass du bald Arbeitslos wirst ...
Ich sehe es zumindest als fraglich an, dass die SB das nicht einfach macht, wo sie doch der Ansicht ist, deine Unterschrift sei gar nicht erforderlich ... ehe sie deine Telefon-Nummer zum "Freiwild" erklärt allerdings schon.
Die "gemeinsame Verwaltung" des Bewerber-Profils klingt gut, ist aber nichts wert, wenn du Änderungen / Korrekturen gar nicht selbst vornehmen kannst wenn da was nicht stimmt.
Ansonsten korrekt ausgedrückt Sie "können sich anmelden" (Sie "MÜSSEN aber NICHT"), dazu gibt es keine Rechtsgrundlage, du bist dazu also nicht zu verpflichten.
Schön wenn man dir mal VV zusenden will wenn "Passende vorhanden sind", in der Regel ist das eine "Luft-Nummer", was natürlich die Frage aufwirft, wo du die geforderten 8 - 10 (passenden) Arbeitsangebote hernehmen sollst für deine Bewerbungen ???
Was die für "passend" halten möchten hast du ja schon bekommen, aber "passend" kann nur sein was mit § 140 SGB III in Einklang zu bringen wäre ...
Wenn die Vermittlung Vorrang hat, dann müssen die sich aber noch ganz schön anstrengen, bis sie mal was "Passendes" für dich haben werden ... die bisherigen VV passen ja irgendwie so gar nicht ...
Der nächste Absatz heißt "übersetzt" eigentlich nur, wir wollen KEIN Geld für irgendeine sinnvolle Fortbildung ausgeben (müssen)...
Dafür bietet man dir an, dass du "Fachkenntnisse innerhalb eines Betriebs-Praktikums" erwerben darfst, als MAG (Maßnahme bei einem AG) "getarnt" sollst du dann ohne Bezahlung Probe-Arbeiten "dürfen" ...
Bis zu 6 Wochen inzwischen, darfst du dich anbieten Personal-Engpässe bei den umliegenden AG zu "überbrücken", die AfA zahlt während dieser Ausbeutung "gnädig" das ALGI weiter, sonst wäre es ja "Schwarz-Arbeit" ...
Ist es irgendwie trotzdem, denn in Arbeit kommt damit (in der Regel) Niemand und Praktika ohne Bezahlung sind in D inzwischen verboten, wenn sie nicht zu einer regulären Ausbildung / Weiterbildung gehören ...
Für Probe-Arbeit gibt es die gesetzliche Probezeit gegen reguläre Bezahlung und "legale Schwarzarbeit" heißt jetzt "MAG", wenn du das brav bei der AfA "genehmigen" lässt, haben ALLE was davon, nur DU NICHT ...
Denn der AG kann dich nicht nur ohne Bezahlung ausnutzen, der bekommt auch noch Kohle von der AfA für deine "Teilnahme an dieser Maßnahme" ...
Weiterer Effekt, du bist während der MAG nicht mehr als ELO in der Statistik ...
Wozu braucht ein AG dann noch einen "Eingliederungs-Zuschuss", da stehen noch nicht mal die Rechtsgrundlagen bei nach denen der AG das beantragen könnte.
Zu deinen "Aktivitäten" gibt es oben schon teilweise Hinweise, dass hier ein Ungleichgewicht (zu deinem Nachteil) herrscht, das in einem Vertrag nichts zu suchen hat ...
Die AfA bietet dir eigentlich NICHTS, wozu sie nicht OHNE EGV auch verpflichtet wäre, dafür braucht man nur das SGB III zu lesen und keinen "Eingliederungs-Vertrag" aufzusetzen.
Kaschierte Schwarzarbeit wird davon auch nicht besser ...
Die "aufgezeigten Wege zur Stellensuche" ... sind WELCHE bitte genau ???
Die JobBörse hat sie doch gerade selber "abgegrast" und NICHTS "Passendes" gefunden ... du suchst auf dem gleichen Arbeitsmarkt, sollst aber deutlich fündiger werden (können) ...
"Andere JobBörsen" wollen deine Daten haben und wem du die geben möchtest entscheidest du immer noch selber ...
Wenn in der (schriftlichen) Einladung zum Termin steht, dass du diese Nachweisliste mitbringen sollst, dann machst du das natürlich, sofern du mehr "Passendes" finden konntest, als die AfA dir bieten konnte.
Verbindliche VV haben eine eigene RFB, sofern sie zumutbar sind bist du zur Bewerbung verpflichtet (auch ohne EGV), in dem Zeitraum der dort drauf steht ... für die Rückmeldung gibt es dabei das Formular.
Überprüfen solltest du dein Online-Profil besser sehr bald mal, schon um deine Telefon-Nummer wieder löschen zu lassen (und die "Call me Funktion" abzulehnen), es wurden schon Wohnorte "verlegt" und besondere Fähigkeiten "erfunden" von den SB, um den Bewerber für die AG interessanter zu machen ...
Die notwendigen Korrekturen / Löschungen solltest du allerdings nachweislich per FAX und / oder per Übergabe - Einschreiben verlangen, auch Mails gehen gerne mal verloren oder werden einfach ignoriert von den SB.
Verlange bloß keine sinnvolle "Arbeitsförderung", was das mit deinen "Aktivitäten" zu tun haben soll weiß ich nicht, aber das scheint sehr wichtig zu sein, sind die Kassen jetzt schon leer ???
Du bist NICHT verpflichtet deine Arbeitskraft irgendwo als "Praktikant oder Probearbeiter" ohne Bezahlung "anzubieten", dafür gibt es KEINE Rechtsgrundlagen ... ich denke du sollst vorrangig in bezahlte ARBEIT vermittelt werden ... ???
In der Regel kennen sich die AG mit den Möglichkeiten der Eingliederungshilfen schon viel zu gut aus, es gibt genug die schon Niemanden mehr einstellen möchten, der nicht "was mitbringt" von der AfA ... beantragen MUSS das ohnehin der AG ...
Telefon-Nummer und Mail gehen die AfA gar nichts an, also brauchst du auch keine Änderungen bekannt geben, damit dich AG "besser erreichen" können, die sollen dir schreiben, wenn du dich beworben hast, damit du was "in der Hand hast" dazu.
Bei "vermittlungsrelevanten Änderungen" bist du schon aus dem SGB III verpflichtet deiner Informationspflicht nachzukommen, das gehört überhaupt nicht in eine EGV.
Bei Aufnahme einer neuen Beschäftigung gilt das Gleiche, dafür gibt es das Formulatr "Veränderungs-Mitteilung" und das sollte man dann ebenfalls schriftlich und nachweislich der AfA zukommen lassen, telefonisch ist ganz schlecht, das kannst du nie beweisen.
Zum AG teilst du mit wann du die Arbeit aufnehmen wirst, der Arbeitsvertrag geht die AfA NIX an und der Aufhebungs-Bescheid (deine "Abmeldung") kommt dann von ganz alleine ... auch das gehört NICHT in eine EGV sondern gehört zu deinen regulären Mitwirkungs- und Informationspflichten.
Die "Rechtsfolgenbelehrung" ist auch nur die Wiederholung der letzten Absätze, denn echte "Rechtsfolgen" sind bereits (abschließend) im § 159 SGB III erfasst und ergeben sich aus einer ALGI-EGV separat nicht.
Trotzdem muss man solchen Unsinn nicht noch mit seiner Unterschrift "verzieren" ... soll sie weiter glauben, das hätte irgendeine Bedeutung ... auch ohne deine Unterschrift ...
Hefte es weg und warte auf die Dinge die noch so kommen könnten von der AfA ...
15.06.2017, 17:08 #4
wow, mit so einer ausführlichen Antwort hatte ich gar nicht gerechnet. Ich versuch mal ebenso zu Antworten.
Ja ich habe Handynummer und Emailadresse angegeben, sollte ich meinem SA eine Nachricht schicken die zu entfernen und macht er das einfach so?
Das ist super, ich hatte schon einige Beitrage bezüglich des EGV gelesen und direkt Panik bekommen, da ich aber nichts unterschrieben hatte konnte ich mich aber doch etwas beruhigen
Wie sieht so eine RFB denn eigentlich aus? Ich vermute mal sowas hängt erst an den VV dran, wenn ich auch ALG beziehen sollte oder?
Ich hab inzwischen Online zwei weitere erhalten, kann ich irgendwo nachlesen, bzw mich absichern das ich die ignorieren kann? Ich hab auch schon zwei "Aufforderungen zur Bewerbung" von Arbeitgebern direkt erhalten, wie sieht es damit aus?
Das was ich postalisch bekomme, muss ich aufjedenfall beantworten/zurück ans Amt schicken, richtig?
Kann ich da auch eine Zurückweisung bekommen, wenn ich eine Unzumutbarkeit angebe und das dem Arbeitsamt gemäß aber zumutbar ist?
Ja ich hatte meinen Urlaub dafür verplant, vom AG aus kann ich mir den auszahlen lassen oder dann im August nehmen.
Ich werde meinen SA dann wohl informieren, dass ich mich wenn erst zum 1.10. melden werde.
Ansonsten schonmal Daumen hoch und vielen Dank, du hast mir sehr geholfen!
16.06.2017, 04:32 #5
1. Ja ich habe Handynummer und Emailadresse angegeben, sollte ich meinem SA eine Nachricht schicken die zu entfernen und macht er das einfach so?
Das ist ein Sachbearbeiter (SB) damit wir hier mal bei den gewohnten Abkürzungen bleiben ...
Oben habe ich doch gerade erklärt wie wenig solche Mails wert sind, das gilt natürlich besonders wenn du Rechte einforderst (Löschung unnötig erhobener Kontaktdaten), die der SB nicht unbedingt auch "einfach so" machen möchte.
Das macht man also generell schriftlich und nachweislich per Fax und/ oder Übergabe-Einschreiben ODER mit Empfangsbestätigung auf einer Kopie, wenn du das bei der AfA abgeben solltest.
Macht ja wenig Sinn per Mail mitzuteilen, dass man per Mail NICHT kommunizieren möchte mit der AfA ...
Passe die folgende Vorlage auf deine persönlichen Angaben an (Kunden-Nummer nicht vergessen) und dann mach das bitte "wasserdicht", du brauchst auch keine Erklärungen abgeben, es ist dein "gutes Recht" und man hätte dich darauf hinweisen müssen, dass diese Angaben freiwillig sind.
2. Das ist super, ich hatte schon einige Beitrage bezüglich des EGV gelesen und direkt Panik bekommen, da ich aber nichts unterschrieben hatte konnte ich mich aber doch etwas beruhigen
Ein Vertrag KANN generell nicht gültig sein, wenn ein Vertragspartner nicht unterschreibt, das gilt auch bei der AfA ...
3. Wie sieht so eine RFB denn eigentlich aus? Ich vermute mal sowas hängt erst an den VV dran, wenn ich auch ALG beziehen sollte oder?
In den Rechts-Folgen-Belehrungen (RFB) steht drin was dir (nach § 159 SGB III) "blühen" kann, wenn du keine Bewerbung schreibst zu einem VV und keinen triftigen Grund dafür vorbringen kannst ...
"Nicht zumutbar" nach § 140 SGB III ist aber ein triftiger Grund, es ist Aufgabe der SB das VOR einer Zusendung / Ausgabe von VV selbst zu prüfen, ob die überhaupt "zumutbar" sind.
Während Bezug von ALGI ist generell schon KEIN VV zumutbar, wo du weniger Einkommen (Netto) erzielen würdest (nach Abzug der Arbeitsbedingten Aufwendungen) als du aktuell ALGI bekommst ...
Es wird ja seinen Grund haben, dass man die "Kunden" auch darüber nicht informiert und sie sich oft frühzeitig auf schlechter bezahlte Tätigkeiten bewerben sollen ... unbezahlte Praktika und "Probearbeiten" zu verlangen / anzubieten ist daher auch nicht zulässig ...
Ich hab inzwischen Online zwei weitere erhalten, kann ich irgendwo nachlesen, bzw mich absichern das ich die ignorieren kann?
Weil "online" kein rechtssicherer Postweg ist haben die NIEMALS RFB, du bist auch nur verpflichtet täglich deinen Hausbriefkasten zu kontrollieren, du bist NICHT verpflichtet deine Mails zu lesen, was machst du denn wenn dein PC defekt ist ... dann siehst du (leider) gar nicht was in der JobBörse passiert, "wie schade aber auch" ...
Ich hab auch schon zwei "Aufforderungen zur Bewerbung" von Arbeitgebern direkt erhalten, wie sieht es damit aus?
Zur Bewerbung kann dich NUR die AfA auffordern, woher haben die deine Mail und deine Kontakt-Daten, bisher wählt man sich noch selber die AG aus, um sich zu bewerben oder folgt den VV der AfA ... ein AG hat dir NICHTS vorzuschreiben, so lange du dort nicht mit Arbeitsvertrag beschäftigt bist ...
NUR wenn es RFB gibt musst du das, ansonsten können die dir schreiben was sie wollen ... aktuell bist du noch nicht mal im Leistungsbezug, was will man dir da "antun" können ...
Wenn es keine RFB gibt ist es IMMER "wurscht", du kannst dich bewerben, musst es aber nicht, wenn eine Unzumutbarkeit klar gegeben ist kann auch ein SB nicht das Gegenteil behaupten (wollen) ... er hat die Zumutbarkeit schließlich selber zu prüfen ... und dir unzumutbare Stellen gar nicht erst anzubieten.
4. Ja ich hatte meinen Urlaub dafür verplant, vom AG aus kann ich mir den auszahlen lassen oder dann im August nehmen.
Mit Urlaubs-Abgeltung bekommst du ohnehin erst später ALGI, das solltest du also unbedingt rechtzeitig klären, damit du deinen Urlaub dann auch genießen kannst.
Mach das unbedingt schriftlich und verweise auf deine Möglichkeiten nach § 137 SGB III, den Anspruch erst später wahrzunehmen, ich kenne mich damit nur theoretisch aus also pass auf, dass du auch dabei alles schriftlich bekommst ...
Ohne Antrag auf ALGI bekommst du sowieso kein Geld von der AfA, also brauchst du nichts weiter machen falls du doch zum 01.10. wieder in Arbeit bist, da genügt dann (ausnahmsweise) auch mal ein Anruf, dass du Leistungen aktuell nicht mehr beantragen wirst.
Mach dich nicht jetzt schon verrückt mit den "Forderungen" der AfA, noch besteht dein Arbeitsverhältnis, da kannst du ohnehin noch keine neue Stelle antreten (müssen) ... so sind im Prinzip aktuell schon Angebote unzumutbar, die eine sofortige Arbeitsaufnahme "wünschen" ... du stehst erst (frühestens) ab dem 01.10. zur Verfügung und damit werden die AG dann wohl leben müssen.
Antrag Datenlöschung-AfA Blanko.doc (26,5 KB, 17x aufgerufen)
13.07.2017, 17:22 #6
soo es gibt Neuigkeiten, und zwar habe ich problemlos eine neue Arbeitsstelle gefunden.
Ich habe denen gesagt, dass ich ab dem 1.10. dort anfangen kann/möchte.
Da ich im September ja einiges vorhabe nun folgende Frage.
Wenn ich für den September ALG 1 beantragen würde, könnte der SA meine neue Arbeit kontaktieren und fragen wieso die mich erst zum 1.10. einstellen?
Würde mir das AA für diesen einen Monat auf die nerven gehen oder könnte ich das ALG 1 einfach beantragen und gleichzeitig sagen das ich schon einen neuen Job habe?
Ich meine es wäre vorteilhafter wenn ich meinen SA jetzt schon darüber informiere, ich frag mich halt nur wie das dann mit dem September ablaufen wird.
13.07.2017, 20:07 #7
Wenn bei Beginn der Arbeitslosigkeit bereits eine Einstellungszusage vorliegt, müssen für die Dauer der Arbeitslosigkeit trotzdem alle Regelungen beachtet werden. Selbst dann, wenn man bspw. nur 10 Tage arbeitslos ist, muss also ein Urlaub von wenigen Tagen gemeldet werden. Natürlich ist in der kurzen Zeit von 10 Tagen nicht mit Vorschlägen, aber eher mit Genehmigung des Urlaubs zu rechnen. Sowieso, wenn der Urlaub bereits vor der Kündigung fest geplant (gebucht) war.
Ich bin immer der Meinung, bei nicht passenden Vorschlägen sollte man den SB über die Gründe der Nichtbewerbung (Beispiel zu geringe Bezahlung) informieren. Ein vernünftiger SB wird dies ohne Probleme verstehen. Es sind halt nicht alle vernünftig. Aber keine Rückmeldung zu geben, ist m. E. eine schlechte Lösung. Es sollten halt die allgemeinen Gepflogenheiten des Geschäftsverkehrs beachtet werden. Auch von den SB.
Anlage 1: Arbeitsangebot
Anlage 2: Eigenbemühungen
Man kann sich nicht nur zum 01.07., 01.08., 01.09. usw. arbeitslos melden. Sondern z.B. 20.. 25, 29 . usw. eines Monats. Das mag sowieso angezeigt sein, wenn man bspw. am nächsten ersten schon eine Arbeit aufnimmt. Mit einem Alg-Antrag für den letzten Tag des Vormonats kann man sich evtl. einen hohen Alg-Anspruch für bis zu 2 Jahre sichern (§ 151 Abs. 4 SGB III), falls Arbeitslosigkeit wieder eintreten sollte.