Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%20120,%20376
Timestamp: 2019-09-22 13:13:32
Document Index: 199997439

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 839', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 301', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 08.12.1992 - VI ZR 349/91 - dejure.org
https://dejure.org/1992,197
BGH, 08.12.1992 - VI ZR 349/91 (https://dejure.org/1992,197)
BGH, Entscheidung vom 08.12.1992 - VI ZR 349/91 (https://dejure.org/1992,197)
BGH, Entscheidung vom 08. Dezember 1992 - VI ZR 349/91 (https://dejure.org/1992,197)
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Versäumnisse einer ambulanten Behandlung - Deliktshaftung des Arztes - Verweisungsprivileg des § 839 BGB - Haftung eines beamteten Arztes
BGHZ 120, 376
MDR 1993, 426
VersR 1993, 357
DVBl 1993, 387
DÖV 1993, 348
Ist der leitende Abteilungsarzt eines Universitätsinstituts zur genetischen Beratung kassenärztlich ermächtigt worden und wird eine derartige Beratung bei einem Kassenpatienten ambulant durchgeführt, so ist er im Fall eines Beratungsfehlers Haftungsschuldner (Fortführung von Senat BGHZ 100, 363 [BGH 28.04.1987 - VI ZR 171/86] = VersR 87, 990; 105, 189 = VersR 88, 1270; 120, 376 = VersR 93, 357).
Das Berufungsgericht hat auch nicht festgestellt, daß das Institut der Beklagten zu 3) etwa selbst zur ambulanten Versorgung von Versicherten ermächtigt gewesen wäre (sog. Institutsambulanz, dazu Senatsurteil BGHZ 120, 376, 383).
a) Nach ständiger höchstrichterlicher Rechtsprechung darf ein Teilurteil gemäß § 301 ZPO nicht ergehen, wenn die Gefahr einander widersprechender Entscheidungen besteht (BGHZ 107, 236, 242; 120, 376, 380).
Unzulässig ist ein Teilurteil nach ständiger Rechtsprechung dann, wenn es ganz oder zum Teil davon abhängt, wie der Streit über den Rest ausgeht, so dass die Gefahr einander widerstreitender Erkenntnisse, auch durch das Rechtsmittelgericht, besteht (vgl. BGHZ 120, 376, 380).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes darf ein Teilurteil nur ergehen, wenn es einen quantitativen, zahlenmäßig oder sonst bestimmten Teil eines teilbaren Streitgegenstandes unabhängig von der Entscheidung über den Rest des Anspruchs abschließend so bescheidet, daß die Gefahr widerstreitender Entscheidungen ausgeschlossen ist (vgl. BGHZ 20, 311, 312; 107, 236, 242, 244; 108, 256, 260;… BGH, Urt. v. 13.2.1992 - III ZR 28/90, NJW 1992, 2080), wobei für die Annahme einer den Erlaß eines Teilurteils ausschließenden Divergenzgefahr die Möglichkeit abweichender Entscheidungen im Instanzenzug genügt (vgl. BGHZ 107, 236, 242; 120, 376, 380).
OLG Köln, 09.01.1997 - 7 U 85/96
OLG Düsseldorf, 30.01.2003 - 8 U 192/01