Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BAG_23_06_2009_2_AZR_532_08_Verhaltensbedingte_Kuendigung_be-d3827647.html
Timestamp: 2016-12-02 22:55:59
Document Index: 314707676

Matched Legal Cases: ['§ 62', '§ 68', '§ 77', '§ 1', '§ 1', '§ 62', '§ 68']

BAG, 23.06.2009 - 2 AZR 532/08 - Verhaltensbedingte Kündigung bei Vortäuschung einer Krankheit; Mitbestimmung des Personalrats; Anforderungen an die Zustimmungsverweigerung des Personalrats | Urteile auf anwalt24.de
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BAG, 23.06.2009 - 2 AZR 532/08 - Verhaltensbedingte Kündigung bei Vortäuschung einer Krankheit; Mitbestimmung des Personalrats; Anforderungen an die Zustimmungsverweigerung des Personalrats
BundesarbeitsgerichtUrt. v. 23.06.2009, Az.: 2 AZR 532/08Gericht: BAGEntscheidungsform: UrteilDatum: 23.06.2009Referenz: JurionRS 2009, 21876Aktenzeichen: 2 AZR 532/08 Verfahrensgang:vorgehend:ArbG Neubrandenburg - 25.02.2007 - AZ: 1 Ca 1404/06ArbG Neubrandenburg - 23.05.2007 - AZ: 1 Ca 1404/06LAG Mecklenburg-Vorpommern - 30.05.2008 - AZ: 3 Sa 195/07Rechtsgrundlagen:§ 62 Abs. 2 PersVG M-V§ 68 Abs. 5 PersVG M-V§ 77 PersVG M-V§ 1 Abs. 2 KSchGFundstellen:DB 2009, 2723-2724EzA-SD 20/2009, 12FA 2009, 394NZA-RR 2009, 622-624PersV 2010, 36-39RiA 2010, 74-75ZBVR online 2010, 24 (red. Leitsatz)ZfPR 2010, 9 (red. Leitsatz)ZfPR online 2009, 16 (red. Leitsatz)ZTR 2010, 98-100Redaktioneller Leitsatz:1. Es kann einen verhaltensbedingten Kündigungsgrund im Sinne von § 1 Abs. 2 KSchG darstellen, wenn der Arbeitnehmer unter Vorlage eines Attests der Arbeit fernbleibt und sich Lohnfortzahlung gewähren lässt, obwohl es sich in Wahrheit nur um eine vorgetäuschte Krankheit handelt.2. Die Zustimmung des Personalrats zu einer verhaltensbedingten ordentlichen Kündigung gilt nach § 62 Abs. 2 Satz 5 PersVG M-V als erteilt, wenn sich der Personalrat in seiner Stellungnahme nicht mit den Verweigerungsgründen des § 68 Abs. 5 PersVG M-V auseinandersetzt, sondern lediglich das Vorliegen eines Kündigungsgrundes bzw. die Verhältnismäßigkeit der Kündigung in Abrede stellt.In SachenKlägerin, Berufungsbeklagte und Revisionsklägerin,pp.beklagtes, berufungsklagendes und revisionsbeklagtes Land,hat der Zweite Senat des Bundesarbeitsgerichts aufgrund der mündlichen Verhandlung vom 23. Juni 2009 durch den Vorsitzenden Richter am Bundesarbeitsgericht Dr. Fischermeier, den Richter am Bundesarbeitsgericht Schmitz-Scholemann, die Richterin am Bundesarbeitsgericht Berger sowie die ehrenamtlichen Richter Söller und Löllgen für Recht erkannt:Tenor:Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts Mecklenburg-Vorpommern vom 30. Mai 2008 - 3 Sa 195/07 - wird auf Kosten der Klägerin zurückgewiesen.Von Rechts wegen!
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