Source: http://kirchenrecht-evpfalz.de/document/14540
Timestamp: 2017-04-24 15:01:29
Document Index: 260612047

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 4', '§ 6', '§ 7', '§ 3', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14']

241.00 Gesetz über den Lektorendienst - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
241.00 Gesetz über den Lektorendienst
.Gesetz über den Lektorendienstvom 15. Mai 1988(ABl. 1988 S. 81)####§ 1
Lektorendienst ist Verkündigungsdienst in der Gemeinde.
Durch die Lektoren/Lektorinnen sollen die Mitarbeit der Gemeinde am und im Gottesdienst gefördert und der regelmäßige Gottesdienst in den Gemeinden gewährleistet werden.
Für das Halten eines Gottesdienstes ist der Lektor/die Lektorin an die vom Landeskirchenrat zur Verfügung gestellte Lesepredigt gewiesen.#§ 2
Die Lektoren/Lektorinnen sind an die landeskirchlichen und kirchengemeindlichen Ordnungen gebunden.
Der zuständige Pfarrer bespricht mit dem Lektor/der Lektorin den Dienst.#§ 3
Zum Lektor/zur Lektorin kann berufen werden, werGlied der Landeskirche ist,die Voraussetzungen für die Wählbarkeit zum Presbyteramt besitzt undan der landeskirchlichen Ausbildung erfolgreich teilgenommen hat.
Von dem Erfordernis des Absatzes 1 Nr. 3 kann abgesehen werden, wenn der/die zu Berufende bereits in einer anderen Landeskirche zum Lektor/zur Lektorin berufen war.
Zum Lektor/zur Lektorin kann nicht berufen werden, wer hauptamtlich im Verkündigungsdienst tätig ist oder in der Ausbildung für diesen Dienst steht.#§ 4 1 Das Presbyterium schlägt dem Landeskirchenrat Gemeindeglieder für die Berufung zum Lektor/zur Lektorin vor. 2 Dem Vorschlag ist eine Erklärung beizufügen, aus der hervorgeht, dass der/die Vorgeschlagene bereit ist, den Lektorendienst zu übernehmen und ihn nach den Vorschriften dieses Gesetzes zu führen. 3 Der Dekan nimmt zu dem Vorschlag Stellung.#§ 5
1 Der Landeskirchenrat beruft den Lektor/die Lektorin. 2 Über die Berufung wird eine Urkunde ausgestellt.
1 Die Berufung erfolgt auf fünf Jahre. 2 Sie kann erneuert werden; die Vorschriften des § 4 gelten entsprechend.
1 Die Berufung erfolgt für den Bereich einer Kirchengemeinde. 2 In begründeten Fällen kann der Lektor/die Lektorin auch außerhalb dieses Bereiches eingesetzt werden.
Der Lektor/die Lektorin wird in einem Gottesdienst der Gemeinde, für die er/sie berufen ist, durch den Gemeindepfarrer eingeführt und zu seinem/ihrem Dienst verpflichtet.
Der Lektor/die Lektorin ist zur Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen verpflichtet.#§ 6Die Lesepredigten werden den Lektoren/Lektorinnen vom Landeskirchenrat zur Verfügung gestellt.#§ 7
1 Die Berufung zum Lektor/zur Lektorin endet mit Ablauf der Zeit, für die er/sie berufen ist. 2 Der Lektor/die Lektorin kann jederzeit den Dienstauftrag zurückgeben.
Die Berufung zum Lektor/zur Lektorin endet auch, wenn die Voraussetzungen des § 3 nicht mehr gegeben sind.
Bei Wohnsitzwechsel bedarf der Dienst in der neuen Gemeinde der Zustimmung des zuständigen Presbyteriums.#§ 8
Die Berufung zum Lektor/zur Lektorin ist zu widerrufen, wenn der Lektor/die Lektorin sich nicht an die landeskirchlichen und kirchengemeindlichen Ordnungen hält.
Die Berufung zum Lektor/zur Lektorin kann widerrufen werden, wenn Umstände eintreten, die die Ausübung des Amtes ernsthaft behindern.
Der Widerruf wird vom Landeskirchenrat ausgesprochen.
Endet die Berufung zum Lektor/zur Lektorin nicht durch Fristablauf, ist die Urkunde über die Berufung an den Landeskirchenrat zurückzugeben.#§ 9Der Lektor/die Lektorin hält Gottesdienst in angemessener Kleidung.#§ 10 1 Der Dienst der Lektoren/Lektorinnen wird vom Gemeindepfarrer mit dem Lektor/der Lektorin vereinbart. 2 Der Dienstplan soll sich in der Regel auf einen längeren Zeitraum erstrecken. 3 Die Vereinbarung bedarf der Genehmigung des zuständigen Dekans.#§ 11Der Dekan führt die Dienstaufsicht über die Lektoren/Lektorinnen.#§ 12Lektoren/Lektorinnen erhalten für ihren Dienst von der Landeskirche eine angemessene Aufwandsentschädigung.#§ 13Die Berufung zum Lektor/zur Lektorin soll im zuständigen Kirchenbezirk bekannt gegeben werden.#§ 14Der Landeskirchenrat erlässt die durch Durchführung dieses Gesetzes erforderlichen Durchführungsvorschriften.