Source: http://www.priorfd.ch/home/?page=particulier&pg=gezin&it=begrippenlijst
Timestamp: 2020-06-06 22:46:25
Document Index: 51516254

Matched Legal Cases: ['Art. 76', 'Art. 77', 'Art. 111', 'Art. 198', 'Art. 15', 'Art. 12']

Die Versicherungssumme wird während der vereinbarten Versicherungsdauer schrittweise reduziert (jedes Jahr um einen gleich hohen Betrag). Entsprechend nimmt das Todesfallkapital ab, das dem Begünstigten im Todesfall des Versicherten ausbezahlt wird.
Zustandekommen des Versicherungsvertrages durch Annahme des Antrages durch den Versicherer.
Siehe Ausgleichskasse.
Persönlicher Ausweis, auf welchem die Nummern aller Ausgleichskassen aufgedruckt sind, denen ein Versicherter angehört hat.
Bruttolohn der Lohnabrechnung, der "AHV-pflichtig" ist. Ausgangspunkt für die Ermittlung des koordinierten Lohns.
Abkürzung für "Arbeitslosen- und Insolvenzversicherung"
Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) regeln die für alle Vertragsparteien in gleicher Weise gültigen Bestimmungen. Sie sind ein integrierter Bestandteil des Versicherungsvertrages. Bei der Ausgestaltung der AVB sind die Gesellschaften an das Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) gebunden. Dieses Gesetz enthält gewisse Bestimmungen, die durch Vertragsabrede überhaupt nicht, andere, die nicht zuungunsten des Versicherungsnehmers oder Anspruchsberechtigten abgeändert werden dürfen. So sind die AVB vielfach der Niederschlag gesetzlicher Bestimmungen. Zudem unterliegen die AVB der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde, dem Bundesamt für Privatversicherungen (BPV). Durch diese strenge Kontrolle sind die Interessen des Versicherten in jedem Fall bestens gewährleistet. Da die AVB zum Vertragsinhalt gehören, müssen sie vorgängig oder spätestens vor Einreichung des Antrages dem Versicherungsnehmer abgegeben werden. Nachdem dies meistens in separater Form geschieht, lassen sich die Gesellschaften Empfang und Annahme der AVB durch den Versicherungsnehmer im Antragsformular bestätigen.
"Die Eidgenössische Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist seit 1948 in Kraft. Sie wurde mehrmals revidiert. Die AHV stellt zusammen mit der IV die sogenannte 1. Säule des Drei-Säulen-Konzepts dar. Sie dient der Existenzsicherung. Die AHV gehört zu den obligatorischen Versicherungen. Obligatorisch versichert sind alle, die in der Schweiz wohnen oder arbeiten. Die AHV entrichtet Alters- und Hinterlassenenrenten, sowie Hilflosenentschädigungen und Hilfsmittel an Altersrentner. Anspruchsberechtigt sind alle Versicherten und deren Hinterlassenen. Für Ausländer gelten Sonderbestimmungen. "
Im Rahmen der beruflichen Vorsorge wird jedem Versicherten ein bestimmter Prozentsatz seines koordinierten Lohnes gutgeschrieben, sog. Altersgutschriften, die das Altersguthaben bilden. Das Altersguthaben setzt sich zusammen aus den individuellen Altersgutschriften, den eingebrachten Freizügigkeitsleistungen und den allfälligen Einlagen sowie auf diesen Beträgen vergüteten Zinsen. Für die Verzinsung ist der vom Bundesrat festgelegte Mindestzinssatz massgebend.
Altersrenten oder auch Leibrenten genannt werden in jährlichen, halbjährlichen, vierteljährlichen oder monatlichen Raten ausbezahlt und zwar so lange, als die versicherte Person lebt. Bei Altersrenten mit Rückgewähr werden beim Tod der versicherten Person die einbezahlten Prämien, abzüglich der bereits bezogenen Renten, ohne Zins, an die im Vertrag Begünstigten zurückbezahlt. Ist die Altersrente ohne Rückgewähr abgeschlossen, verfallen beim Tod der versicherten Person die einbezahlten Prämien. Dafür ist die versicherte Rente entsprechend grösser. Die Leistungsdauer kann je nach Produktekonstellation temporär oder lebenslang erfolgen. Bei der lebenslänglichen Zahlung sind die Leistungen geschuldet solange der Versicherte lebt, auch wenn die einbezahlten Prämien bereits durch die Rentenzahlungen aufgebraucht sind. Eine Altersrente kann als "Pension" für Selbständigerwerbende, aber auch als Ergänzung zur beruflichen Vorsorge von Unselbständigen angesehen werden. Allfällige Lücken in der AHV können mit einer privaten Altersrente geschlossen werden. Oft ist die Ehefrau gegenüber dem Mann bei dessen Tod nach der Pensionierung schlechter gestellt, mit der Altersrente auf das Leben der Frau kann dies korrigiert werden. Eine privat finanzierte Altersrente geniesst nicht unwesentliche Steuerprivilegien.
Person, die das Eidg. Diplom als Pensionsversicherungsexperte besitzt oder durch das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) als solcher anerkannt worden ist sowie eine juristische Person, die solche Experten beschäftigt. Der Experte prüft die Sicherheit der Vorsorgeeinrichtung insbesondere bezüglich der Leistungen und deren Finanzierung.
"Mit der Annahme des Lebensversicherungsantrages durch die entsprechende Gesellschaft ist diese an die im Antrag festgehaltenen Leistungen und Prämien gebunden. Sie hält diese in der Police fest. Spätere Änderungen des Risikos, z.B. des Gesundheitszustandes, des Berufes oder des Wohnortes spielen keine Rolle. Der Versicherungsnehmer bestätigt durch seine Unterschrift auf dem Antrag, dass er mit den darin vereinbarten Leistungen und Prämien einverstanden ist, und dass er die damit verbundenen Bedingungen annimmt. "
"Der Anwendungsbereich entspricht den festgelegten Grenzen, innerhalb welcher sich eine Versicherung bewegen darf. Diese Grenzen können sich pro Versicherung beziehen auf: - die minimale und maximale Versicherungssumme, - das tiefste und höchste Eintrittsalter, - das tiefste und höchste Endalter, - die geringste und die längste Versicherungsdauer etc. Unter den Anwendungsbereich fallen auch andere Bestimmungen. Beispielsweise - maximale Höhe von Zusatzversicherungen zur Hauptversicherung, - Möglichkeit, eine zweite, evtl. dritte Person einzuschliessen, - ob der gewünschte Tarif als gebundene Vorsorgepolice zulässig ist etc. "
Anzeigepflichtverletzung besteht dann, wenn der anzeigepflichtige Versicherungsnehmer oder versicherte Person beim Abschluss der Versicherung eine erhebliche Gefahrstatsache, die er kannte oder hätte kennen müssen, unrichtig mitgeteilt oder verschwiegen hat. Die Versicherungsgesellschaft ist in diesem Falle nicht an den Versicherungsvertrag gebunden, wenn sie innert vier Wochen, nachdem sie von der Verletzung der Anzeigepflicht Kenntnis erhalten hat, vom Vertrag zurücktritt. Diese Bestimmung gilt auch dann, wenn die falschen Angaben im Antrag von einem Dritten gemacht wurden. Mit seiner Unterschrift im Antrag bestätigt der Antragsteller, dass alle Fragen richtig beantwortet wurden. Siehe auch Gesundheitsprüfung.
Schweizer Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, Versicherungsbeiträge für die Erste und Zweite Säule zu entrichten. Die auf einen Arbeitnehmer entfallenden AHV/IV/EO-Beiträge müssen zur Hälfte vom Arbeitgeber getragen werden. Das BVG verlangt, dass der Arbeitgeber mindestens gleich viele Beiträge leistet wie alle seine Mitarbeiter zusammen.
Eine Voraussetzung für eine Arbeitslosenentschädigung. Der Arbeitsausfall ist anrechenbar, wenn er einen Verdienstausfall zur Folge hat und mindestens zwei aufeinanderfolgende volle Arbeitstage dauert.
"Obligatorisch versichert durch die Arbeitslosen- und Insolvenzversicherung (AIV) sind alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die AIV soll den Arbeitnehmer wenigstens teilweise für den Einkommensverlust entschädigen, den er durch eine nicht selbstverschuldete Arbeitslosigkeit (Stellenverlust, Kurzarbeit, schlechtes Wetter) oder wegen Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers erleidet. Die Entschädigung des Arbeitslosen besteht in der Bezahlung eines Taggeldes. An der Durchführung der AIV sind die Arbeitgeber, die AHV und die Ausgleichsstelle der Arbeitslosenversicherung beteiligt. Zur Verhütung und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit leistet die AIV zudem finanzielle Beiträge an Massnahmen zur Umschulung, Weiterbildung und Eingliederung und an Versicherte, die ausserhalb ihres Wohnorts Arbeit annehmen. "
Leistung der Arbeitslosenversicherung (ALV) beim Ausfall des Erwerbseinkommens wegen unverschuldeter Arbeitslosigkeit.
Bei einer privaten Altersrentenversicherung mit aufgeschobenem Beginn wird ein bestimmter (späterer) Zeitpunkt vereinbart, zu dem die Rentenleistung des Versicherers einsetzt. Der Versicherungsnehmer baut in der Zwischenzeit das notwendige Rentenkapital auf (in Form von Jahresprämien) oder er macht eine Einmaleinlage oder er kombiniert beide Möglichkeiten miteinander.
Jeder Kanton bezeichnet eine Behörde, welche alle Personalvorsorgeeinrichtungen mit Sitz in seinem Gebiet beaufsichtigt. Sie wacht darüber, dass die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden und führt das Register für die berufliche Vorsorge. Die Aufsichtsbehörden unterstehen der Oberaufsicht des Bundesrates. Diese wird durch das Bundesamt für Privatversicherungen oder das Bundesamt für Sozialversicherung wahrgenommen.
Zahl, die im Rahmen der AHV-Rentenberechnung verwendet wird und die Teuerung während der Dauer der Beitragspflicht berücksichtigt.
Geldreserve, um Schwankungen der Mittelzuflüsse zur Deckung der AHV-, IV- und ALV-Leistungen abzufangen.
Abkürzung für "Allgemeine Versicherungs-Bedingungen"
Abkürzung für "Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung" vom 25. Juni 1982 (SR 837.1).
Prämie, die dem Kunden in Rechnung gestellt wird (Bruttoprämie plus Zuschläge abzüglich allfälliger Rabatte).
Finanzierungsmethode, bei der der Versicherer die eingehenden Prämien eines Jahres zur Bezahlung der Schäden desselben Jahres und zur Bildung von Schadenreserven und Rückstellungen verwendet. Dieses Finanzierungsverfahren wird bei den meisten Privatversicherungen angewendet (mit Ausnahme der Lebensversicherung). siehe auch: Kapitaldeckungsverfahren / Umlageverfahren.
Der Versicherungsnehmer kann in einer sogenannter Begünstigung bestimmen, wer nach Eintritt des versicherten Ereignisses in den Genuss der ganzen oder teilweisen Versicherungsleistung gelangen soll. Eine Begünstigung im Versicherungsvertrag ist also eine Verfügung über die Versicherungsleistung. Eine Begünstigung ist nur in der Personenversicherung möglich. Die Begünstigung ist grundsätzlich unabhängig vom Erbrecht. Der Versicherungsnehmer ist befugt, einen Dritten als Begünstigten zu bezeichnen (Art. 76 Abs. 1 VVG). Der Begünstigte wird dadurch aber keineswegs Vertragspartei. Er schuldet deshalb auch keine Prämien, hat aber im Versicherungsfall verschiedene Obliegenheiten zu erfüllen, da er Anspruchsberechtigter ist. Der Versicherungsnehmer kann die Begünstigung, die er ausgesprochen hat, jederzeit widerrufen, sofern er auf das Widerrufsrecht nicht verzichtet hat (Art. 77 Abs. 2 VVG). Begünstigt werden können sowohl natürliche wie juristische Personen oder beliebige Institutionen. Die Begünstigung wird normalerweise bereits im Antrag festgelegt und von dort in die Police übernommen. Oft enthalten auch die Allgemeinen Versicherungsbedingungen eine Begünstigungsregel, die gilt, falls nichts anderes bestimmt wird. Besteht keine Begünstigung, so fällt beim Tod des Versicherten die Versicherungsleistung in die Erbmasse. Da die Begünstigung entscheidend ist für die Leistung im Ereignisfall und zu den besonderen rechtlichen Privilegien der Lebensversicherung im Bereich der Familien-Vorsorge gehört, lohnt es sich, diese mit dem Lebensversicherungsfachmann offen und gründlich zu besprechen und von Zeit zu Zeit zu überprüfen, ob sie noch den Vorstellungen und Bedürfnissen im gegenwärtigen Zeitpunkt entspricht. In der beruflichen Vorsorge und in der gebundenen Selbstvorsorge wie auch bei Freizügigkeitspolicen ist die Begünstigung gesetzlich nur beschränkt möglich.
Prinzip der Leistungserbringung im Rahmen der beruflichen Vorsorge. Die Versicherungsleistungen werden aufgrund des individuell erreichten Altersguthabens (= verzinste Beträge) erbracht.
Bezug einer Vorauszahlung zu Lasten der Versicherungsleistungen im Rahmen des Rückkaufswertes. Diese Vorauszahlung wird jährlich vorschüssig verzinst, muss aber nicht zwingend zurückbezahlt werden. Wird sie es nicht, so zieht man die Belehnung/den Vorbezug/die Vorauszahlung bei Fälligkeit der Leistung vom frei werdenden Betrag ab.
"Das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) regelt als obligatorische 2. Säule des Drei-Säulen-Konzepts die berufliche Vorsorge für Arbeitnehmer. Die berufliche Vorsorge soll Betagten, Hinterlassenen und Invaliden, zusammen mit den Leistungen der AHV / IV, die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise ermöglichen. Versichert sind alle AHV-pflichtigen Arbeitnehmer ab einem bestimmten minimalen AHV-Lohn pro Arbeitgeber. Die wichtigsten Leistungen des BVG: Ausrichtung von Alters-, Witwen- und Waisenrenten sowie Invalidenrenten. "
Als Berufskrankheit gilt eine Krankheit, die ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit oder anlässlich der Ausübung des Berufs durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht wurde. Die SUVA führt eine Liste aller anerkannten Berufskrankheiten.
Berufunfall (BU)
Unfall eines Arbeitnehmers, wenn dieser im Auftrag oder im Interesse seines Arbeitgebers arbeitet bzw. tätig ist.
Die Vermögenswerte einer Lebensversicherung können in einem Betreibungsverfahren verpfändet bzw. im Konkursfall zur Konkursmasse geschlagen werden. Hat der Versicherte aber seinen Ehegatten und/oder seine Kinder an erster Stelle begünstigt, kann die Lebensversicherung nicht betrieben werden.
Betrag, der im Rahmen der AHV-Rentenberechnung gut geschrieben wird und die Pflege von nahestehenden, hilfsbedürftigen Personen bei sich zu Hause während der Dauer der Beitragspflicht berücksichtigt.
Gesetzlich geregelte Dauer der Bindung des Antragsstellers (Versicherungsnehmers) an seinen Antrag. Im Normalfall beträgt die Bindungsfrist 14 Tage; ist eine ärztliche Untersuchung notwendig, beträgt die Bindungsfrist vier Wochen.
Bonus ist eine Form von Überschussbeteiligung; die Überschussanteile werden beim Bonussystem zur Erhöhung der Versicherungsleistung verwendet.
Abkürzung für "Bundesamt für Sozialversicherung".
Abkürzung für "Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge" vom 25. Juni 1982). Siehe auch berufliche Vorsorge.
Betrag, der im Rahmen des Rückkaufswertes als verzinsliches Darlehen bezogen werden kann.
Deckungszusage, provisorische
Provisorische oder vorläufige Deckungszusage liegt vor, wenn der Versicherer Versicherungsschutz gewährt, bevor er die Annahme des gestellten Versicherungsantrages erklärt. In der Regel hat die vorläufige Deckung den Umfang des gestellten Antrages. Sie wird regelmässig befristet und fällt normalerweise dahin, wenn der Versicherer den Antrag annimmt oder ablehnt. Die vorläufige Deckung stellt nach herrschender Lehre einen selbständigen Versicherungsvertrag dar, der an keine Form gebunden ist.
System der schweizerischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge. Dieses System ist seit 1972 in der Bundesverfassung (Art. 111) verankert und ruht auf drei Säulen. Die erste Säule bildet die AHV / IV, eine allgemeine, die Existenz sichernde staatliche Versicherung. Die zweite Säule wird durch die berufliche Vorsorge gebildet. Sie hat zusammen mit der ersten Säule zum Ziel, die Fortführung der gewohnten Lebenshaltung zu gewährleisten. Die dritte Säule ist die freiwillige Selbstvorsorge. Sie ergänzt die erste und die zweite Säule entsprechend den persönlichen Bedürfnissen. Die dritte Säule wird unterteilt in die freie (3b) und in die gebundene (3a) Vorsorge.
Private Vorsorge als dritter Pfeiler des schweizerischen Sozialversicherungssystems. Die dritte Säule ist freiwillig und umfasst die gebundene Vorsorge (Säule 3a) sowie die freie Vorsorge (Säule 3b).
Drittlebens-Versicherung
Siehe Versicherung auf fremdes Leben.
"Eigengut sind von Gesetzes wegen (Art. 198 ZGB): - Gegenstände zum ausschliesslich persönlichen Gebrauch - Vermögenswerte, die einem Ehegatten schon vor der Ehe oder sonstwie unentgeltlich zufallen - Genugtuungsansprüche - Ersatzanschaffungen für Eigengut "
Individuelle Massnahmen im Rahmen der Invalidenversicherung, um invalide Personen in den Arbeitsprozess zu integrieren. Dazu gehören berufliche, schulische und medizinische Massnahmen zur Wiedererlangung der Erwerbsfähigkeit, Taggelder während dieser Massnahmen und unterstützende Hilfsmittel, die im Berufs- oder Privatleben benötigt werden.
Siehe Splitting.
Der Eintrittsgeneration gehören die Personen an, die bei Inkrafttreten des BVG (1. Januar 1985) das 25. Altersjahr vollendet und das Rentenalter noch nicht erreicht hatten.
Eintrittsprämie
Erste zu entrichtende periodische Prämie (Leben).
Einzelkapital-Versicherung
Lebensversicherung nach Einzeltarif. Sie bildet während der Vertragsdauer durch den Sparteil der Versicherungsprämie ein Deckungskapital, das während der Vertragsdauer verzinst und spätestens bei Ablauf der Versicherung fällig wird.
Lebensversicherung für Einzelpersonen.
Einzelversicherung (Private Unfallversicherung)
Versicherung einer einzelnen Person im Rahmen der privaten Unfallversicherung.
Abkürzung für "Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur AHV / IV" vom 19. März 1965.
Alter des Versicherten bei Ablauf des Versicherungsvertrages.
Als Endtermin bezeichnet man den Zeitpunkt, in dem der Lebensversicherungsvertrag abläuft.
Im Gegensatz zum Barwert werden die Prämienzahlungen und Versicherungsleistungen auf den Vertragsablauf mit dem technischen Zinssatz aufgezinst.
Abkürzung für "Erwerbsersatzordnung"
Abkürzung für "Bundesgesetz über die Erwerbsersatzordnung" für Wehr- und Zivilschutzpflichtige vom 3.Oktober.1975.
Erbschaftsprivileg
Vgl. Erbvorteile
Bei der Erlebensfallversicherung wird das vereinbarte Kapital fällig, wenn der Versicherte einen bestimmten Zeitpunkt erlebt. In dieser reinen Form existiert der Vertrag jedoch kaum mehr. In der Regel ist die Prämienrückgewähr eingeschlossen. Dadurch werden im Todesfall die einbezahlten Prämien ohne Zins ganz oder teilweise an den Begünstigten zurückbezahlt. Da eine Erlebensfallversicherung für die Versicherungsgesellschaft keine Risikoleistung enthält, kann auf eine Gesundheitsprüfung verzichtet werden. Sie eignet sich daher auch für jene Fälle, in denen der Abschluss einer anderen Lebensversicherung aus Gesundheitsgründen nicht möglich ist. Die Erlebensfallversicherung kann als Form der Kapitalanlage angesehen werden, besonders wenn sie mit einer Einmaleinlage - Prämie abgeschlossen wird. Finanziert mit periodischen Prämien und unter Mitversicherung der Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit stellt sie ein sicheres und interessantes Mittel zur Kapitalbildung dar.
Bei einem allfälligen Tod vor dem Schlussalter werden die bis dahin bezahlten Prämien ohne Zins von der Versicherungsgesellschaft zurückerstattet.
Ersatzkasse (BU)
Auffangbecken der Privatversicherer, die eine berufliche Unfallversicherung anbieten.
Mit Erschwerungen können auch Versicherungen abgeschlossen werden, die ein erhöhtes oder anomales Risiko beinhalten. Die erschwerten Bedingungen können in einer abgekürzten Versicherungsdauer bestehen (bei jüngerem Endalter ist das Risiko im allgemeinen kleiner und auch statistisch besser berechenbar), oder in einer gegenüber der Tarifprämie erhöhten Prämie. Der Prämienzuschlag kann für die ganze Vertragsdauer oder nur für eine bestimmte Zeit vereinbart werden. Räumt die Gesellschaft eine Revisionsmöglichkeit ein, kann die versicherte Person später aufgrund einer neuen Gesundheitsprüfung den Wegfall oder die Reduktion des Zuschlages beantragen. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Staffelung der Todesfallsumme, indem zum Beispiel bei Tod im ersten Versicherungsjahr nur ein Teil und in jedem weiteren Versicherungsjahr weitere Teile der Versicherungssumme ausbezahlt werden. Die Art des Risikos kann auch eine Kombination der verschiedenen Erschwerungen bedingen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, besondere Risiken oder die Folgen einer durchgemachten Erkrankung oder eines erlittenen Unfalls von der Deckung auszuschliessen (Vorbehalt).
Staatliche Vorsorge als erster Pfeiler des schweizerischen Sozialversicherungssystems. Die erste Säule ist für die gesamte Bevölkerung obligatorisch und umfasst die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), die Invalidenversicherung (IV) sowie die Ergänzungsleistungen (EL).
Die Erwerbsausfallversicherung erbringt Leistungen bei Erwerbsunfähigkeit zufolge Krankheit, Unfall oder Gebrechen der versicherten Person in Form von Prämienbefreiung, Renten oder Kapitalien. Die Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit bewirkt je nach dem Grad der Erwerbsunfähigkeit die volle oder teilweise Befreiung von der Prämienzahlungspflicht. Die versicherten Vorsorgeleistungen bleiben dabei in vollem Umfang erhalten. Die Leistungen beginnen nach Ablauf der vertraglichen Wartefrist und dauern solange die Erwerbsunfähigkeit besteht, längstens bis zum Vertragsende. Da sich die Zeit der Erwerbstätigkeit am AHV-Alter misst, wird die Prämienbefreiung in der Regel längstens bis zum Tarifalter 65 bei Männern und 62 bei Frauen gewährt. Die Erwerbsausfall-Renten sichern bei Erwerbsunfähigkeit der versicherten Person ein Ersatzeinkommen. Auch hier ist die Leistungshöhe abhängig vom Grad der Erwerbsunfähigkeit. Die Wartefrist, ab welcher die Versicherungsgesellschaft leistungspflichtig wird, kann frei gewählt werden, z.B. zwischen 30 Tagen und 2 Jahren, damit der persönlichen Situation des Versicherten Rechnung getragen werden kann. Die Rente wird bezahlt, solange die versicherte Person erwerbsunfähig ist, längstens bis zum vereinbarten Endtermin. Das normalerweise maximale Tarifalter beträgt auch hier 65 bzw. 62 Jahre. Beim Erwerbsausfall-Kapital besteht die Leistung in Form einer einmaligen Kapitalzahlung.
"Die Erwerbsersatzordnung (EO, seit 1. Januar 1953 in Kraft) regelt die Erwerbsausfallentschädigung an Wehr- und Zivilschutzpflichtige. Anspruch auf Entschädigung haben insbesondere Personen, die in der schweizerischen Armee oder im Zivilschutz Dienst leisten. Die EO gewährt folgende Entschädigungen: Haushaltungsentschädigung, Entschädigung für Alleinstehende, Kinderzulagen, Unterstützungszulagen und Betriebszulagen. "
Erwerbsunfähigkeit nach den Regeln der Lebensversicherungsgesellschaften liegt vor, wenn die versicherte Person wegen Krankheit, Unfall oder eines Gebrechens vorübergehend oder dauernd nicht mehr imstande ist, ihren angestammten Beruf oder eine andere ihr zumutbare Tätigkeit auszuüben. Als zumutbar ist dabei eine Tätigkeit anzusehen, die den Kenntnissen und Fähigkeiten sowie der bisherigen Lebensstellung des Versicherten entspricht. Bei den Erwerbsausfallversicherungen wird ein Leistungsanspruch davon abhängig gemacht, dass tatsächlich ein Einkommensausfall aus Erwerbsunfähigkeit eintritt. Der Grad der Erwerbsunfähigkeit wird bei Erwerbstätigen anhand des effektiven Verdienstausfalls berechnet. Dabei wird das Erwerbseinkommen der versicherten Person vor Eintritt der Erwerbsunfähigkeit mit demjenigen Einkommen verglichen, das diese nach Eintritt der Erwerbsunfähigkeit in ihrem Beruf oder einer anderen zumutbaren Erwerbstätigkeit noch erzielt oder allenfalls erzielen könnte. Die Differenz, in Prozenten des Einkommens ausgedrückt, ergibt den Grad der Erwerbsunfähigkeit. Für Nichterwerbstätige (z.B. Hausfrauen und Jugendliche) wird das Ausmass der Einschränkung im Aufgaben- und Tätigkeitsbereich der versicherten Person herangezogen. Insbesondere unselbständig Erwerbende müssen darauf achten, dass durch entsprechende Wartefristen bei Erwerbsausfall-Renten Lohnzahlungspflicht (gesetzliche oder vertragliche) und Beginn der Rentenzahlung koordiniert werden.
Betrag, der im Rahmen der AHV-Rentenberechnung gut geschrieben wird und das Aufziehen von Kindern während der Dauer der Beitragspflicht berücksichtigt.
Innerhalb des Sozialversicherungssystems übergeordnetes Ziel der staatlichen Vorsorge bzw. der Ersten Säule: Sicherung eines menschenwürdigen Lebensstandards.
Folgeprämien
Alle der Eintrittsprämie folgenden periodischen Prämien.
Jährlicher Betrag, den der Versicherte der obligatorischen Krankenpflegeversicherung selbst an die Behandlungskosten bezahlen muss. Wer die gesetzliche Möglichkeit nutzt, die Franchise zu erhöhen, profitiert von tieferen Prämien. Siehe Kostenbeteiligung, Selbstbehalt.
Als freie Vorsorge werden alle im Rahmen der Säule 3b des Drei-Säulenkonzepts getroffenen Massnahmen der individuellen Selbstvorsorge bezeichnet. Dazu gehören in erster Linie Lebensversicherungen, aber auch Kapitalanlagen, Erwerb von Wohneigentum usw.
Die gebundene Vorsorge verkörpert das steuerprivilegierte Sparen im Hinblick auf die Altersvorsorge. Sie ist gedacht zur Ergänzung der 1. und 2. Säule. Weil die zurückgelegten Mittel ausschliesslich und unwiderruflich der Vorsorge dienen müssen, wird diese Form als "gebunden" bezeichnet. Da das Sparen steuerprivilegiert ist, sind aufgrund gesetzlicher Vorschriften, Einschränkungen beim Abschluss, der Gestaltung und bei der Verfügung der Ansprüche vorhanden. Neben der Altersvorsorge lassen sich auch Tod und Invalidität individuell und bedarfsgerecht gestalten und kombinieren. Als anerkannte Vorsorgeformen gelten die gebundene Vorsorgeversicherung bei einer Versicherungsgesellschaft und die gebundene Vorsorgevereinbarung bei einer Bankstiftung.
Krankheit, die bei vollendeter Geburt besteht. Versichertes Risiko der obligatorischen Krankenpflegeversicherung.
Das GWG schreibt vor, dass in der Lebensversicherung bei der Antragsprüfung und der Entgegennahme von Geldern für vermögensbildende Versicherungen im Rahmen der Säule 3b bestimmte Sorgfaltspflichten eingehalten werden müssen.
Die gemischte Versicherung kann als die klassischste Form der Lebensversicherung angesehen werden. Im Gegensatz zur reinen Todesfallrisiko-Versicherung wird bei der gemischten Versicherung nicht nur bei vorzeitigem Tod, sondern auch bei Erleben des Endtermins eine Leistung erbracht. Die Prämie für eine gemischte Versicherung enthält neben dem Risiko- und Kostenteil im wesentlichen einen Sparteil. Der Sparteil der Prämie wird zum technischen Zins angelegt.
Gesamtberatung in der Lebensversicherung muss den ganzen Bereich der Personenversicherung umfassen. Es genügt nicht mehr, eine «einfache Lebensversicherung» zu erwerben. Vielmehr soll die Lebensversicherung mithelfen, die finanziellen Probleme, die der Einkommensausfall bei vorübergehender Erwerbsunfähigkeit, der vorzeitige Tod oder Rücktritt aus dem aktiven Erwerbsleben mit sich bringen, zu lösen und die damit verbundenen Kosten abzudecken. Diese globale Sicherung erfolgt in der Schweiz nach dem Drei-Säulen-Konzept durch das Gemeinwesen (AHV / IV) den Betrieb (berufliche Vorsorge)-, Unfallversicherung, Krankenversicherung) und die private Vorsorge (Lebensversicherung, Krankenkasse/Krankenversicherung, Unfallversicherung). Alle diese Leistungen sind nicht a priori genau aufeinander abgestimmt. Um den Prämienfranken optimal einzusetzen, braucht es daher eine sorgfältige Analyse des bestehenden Versicherungsschutzes, eine genaue Abklärung des Vorsorgebedarfs und die Ausarbeitung einer Lösung, die sowohl den Wunschvorstellungen als auch den finanziellen Möglichkeiten Rechnung trägt. Die Beratung durch den Lebensversicherungsfachmann ist unentgeltlich und in jedem Fall zu empfehlen.
"Eine Gesundheitsprüfung ist grundsätzlich immer dann erforderlich, wenn bei einem Lebensversicherungsantrag Todesfall- und/oder Invaliditätsrisiken zu übernehmen sind. Beim Normalrisiko ist die Prämie für eine vollständig gesunde Person berechnet worden und bedingt folgendes: - Guter Gesundheitszustand - Normale Berufstätigkeit - Normale Sportart - Normaler Aufenthaltsort Weichen der gegenwärtige Gesundheitszustand oder die erbliche Veranlagung von dieser Norm ab, oder sind Folgen einer durchgemachten Krankheit zu erwarten (erhöhtes Risiko), so müssen unter Umständen Prämienzuschläge (Erschwerungen) verlangt werden, um das erhöhte Risiko übernehmen zu können. Bis zu einer gewissen Versicherungssumme, die nach Gesellschaft und Eintrittsalter variiert, wird die Gesundheitsprüfung durch Befragung der zu versichernden Person über ihre Gesundheitsverhältnisse durchgeführt. Diese Fragen sind ein wesentlicher Bestandteil des Lebensversicherungsantrages; von deren richtiger Beantwortung ist unter Umständen die Gültigkeit des Vertrages abhängig (Anzeigepflichtverletzung). Bei höheren Versicherungssummen oder Erwerbsausfallrenten reichen diese Selbstangaben für die Beurteilung nicht mehr aus. Die Gesellschaft verlangt dann ein ärztliches Attest, allenfalls mit zusätzlichen Untersuchungen. Die Kosten für das Attest sowie die zusätzlich angeordneten Untersuchungen übernimmt die Gesellschaft. Der Arzt sendet seinen Bericht an den ärztlichen Dienst der Direktion der betreffenden Gesellschaft. Der Antragsteller entbindet den Untersuchungsarzt wie auch andere Ärzte, Spitäler und Sanatorien gegenüber der Gesellschaft vom Arztgeheimnis. Andererseits sind aber die zuständigen Organe der Gesellschaft durch strenge Vorschriften an das Arztgeheimnis gebunden. "
Gewohnte Lebensführung
Innerhalb des Sozialversicherungssystems übergeordnetes Ziel der beruflichen Vorsorge bzw. der 2. Säule: Fortführung der gewohnten Lebensführung in angemessener Weise.
Kostensparendes Versicherungsmodell, bei dem der Versicherte einen Hausarzt auswählt und sich verpflichtet, im Krankheitsfall immer zuerst diesen aufzusuchen. Im Unterschied zum HMO-Modell stellt der Hausarzt für jede Behandlung eine Rechnung.
Kostenkomponente bei Personenschäden für die Heilung einer verletzten Person; dazu gehören z.B. Behandlungskosten, Spitalkosten, Kosten für die Anschaffung von Prothesen, Brillen Apparate und anderer Hilfsmittel sowie Transport- und Rettungskosten.
Erblichkeit der zu versichernden Person, um das Gesundheitsrisiko abzuschätzen.
"HMO = Health Maintenance Organization (wörtl.: Gesundheitserhaltungsorganisation) Kostensparendes Versicherungsmodell, bei dem der Versicherte aus einer Liste seiner Krankenkasse einen Arzt oder eine Praxisgemeinschaft auswählt und sich verpflichtet, im Krankheitsfall immer zuerst diese(n) aufzusuchen. Der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Praxis erhält für die eingeschriebenen HMO-Patienten eine monatliche Fallpauschale. "
Methode zur Amortisation von Hypotheken. Statt direkter Amortisation der Hypothek mittels laufend erbrachten Teilrückzahlungen wird eine Spar-/Risikoversicherung geäufnet und die Hypothek mit Ablauf des Versicherungsvertrags bzw. mit der Auszahlung des Erlebensfallkapitals in einem Betrag amortisiert. Die steuerlichen Vor- oder Nachteile dieser Methode sind umstritten.
Konto, das die AHV-Ausgleichskasse für jeden Versicherten führt und auf dem die jeweiligen Jahreseinkommen vermerkt sind.
Die Integritätsentschädigung stellt eine Geldleistung an einen Behinderten dar. Sie will damit einen gewissen Ausgleich bieten für körperliche Schmerzen, Leid, verminderte Lebensfreude, Beeinträchtigung des Lebensgenusses und ähnliche Ursachen seelischen Unbehagens.
"Zusammen mit der AHV stellt die Invalidenversicherung (IV) die erste Säule des Drei-Säulen-Konzepts dar. Wie die AHV ist auch die IV obligatorisch. Versichert sind alle in der Schweiz wohnhaften, diejenigen, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben oder die im Ausland für einen schweizerischen Arbeitgeber tätig sind. Das Gesetz über die eidgenössische Invalidenversicherung trat am 1. Januar 1960 in Kraft. Erster Zweck der Invalidenversicherung ist die Wiedereingliederung des invalid gewordenen Versicherten. Anspruch auf Invalidenrente besteht nach erfolgtem Eingliederungsverfahren und wenn die Erwerbsunfähigkeit ununterbrochen während 365 Tagen bestand. Die Höhe der Invalidenrente hängt u. a. vom Grad der Invalidität ab. Neben den einfachen und Ehepaar-Invalidenrenten richtet die IV auch Zusatzrenten für die Ehefrau sowie Kinderrenten aus. Zusammen mit der AHV stellt die Invalidenversicherung (IV) die erste Säule des Drei-Säulen-Konzepts dar. Wie die AHV ist auch die IV obligatorisch. Versichert sind alle in der Schweiz wohnhaften, diejenigen, die in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben oder die im Ausland für einen schweizerischen Arbeitgeber tätig sind. Das Gesetz über die eidgenössische Invalidenversicherung trat am 1. Januar 1960 in Kraft. Erster Zweck der Invalidenversicherung ist die Wiedereingliederung des invalid gewordenen Versicherten. Anspruch auf Invalidenrente besteht nach erfolgtem Eingliederungsverfahren und wenn die Erwerbsunfähigkeit ununterbrochen während 365 Tagen bestand. Die Höhe der Invalidenrente hängt u. a. vom Grad der Invalidität ab. Neben den einfachen und Ehepaar-Invalidenrenten richtet die IV auch Zusatzrenten für die Ehefrau sowie Kinderrenten aus. "
Invaliditätskapital (Private Unfallversicherung)
Baustein der privaten Unfallversicherung (Summenversicherung), der eine bleibende Beeinträchtigung der Gesundheit finanziell absichert.
Abkürzung für "Invalidenversicherung"
Die reglementarischen Bestimmungen in der beruflichen Vorsorge können vorsehen, dass die Anspruchsberechtigten anstelle einer Alters-, Witwen- oder Invalidenrente eine Kapitalabfindung verlangen können. Für die Altersleistung hat der Versicherte mindestens drei Jahre vor Entstehung des Anspruchs eine Erklärung abzugeben.
Form der Versicherung, bei welcher die versicherte Leistung in der Auszahlung eines bestimmten, im Versicherungsvertrag festgelegten Kapitals (= einmaliger Beitrag) besteht.
Als Karenzzeit bezeichnet man jene Zeit, während welcher die Gesellschaft in einem Ereignisfall ab Vertragsbeginn keine Leistungen zu erbringen hat. Die Karenzzeit kommt nur einmal zum Zuge, nämlich ab Vertragsbeginn für die vereinbarte Dauer. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Wartefrist. Karenzzeiten kennt man in der Lebensversicherung kaum mehr (ausser z.B. Selbsttötung).
Komplementärrente (UV)
Leistung der obligatorischen Unfallversicherung, welche die Leistungen der IV-Rente auf 90% des versicherten Jahresverdiensts ergänzt (max. 90 % des UVG-Maximums).
Gemäss VVG erlischt die Begünstigung mit der Pfändung des Versicherungsanspruches und mit der Konkurseröffnung über den Versicherungsnehmer. Sie lebt wieder auf, wenn die Pfändung dahinfällt oder der Konkurs widerrufen wird. Eine wichtige Ausnahme bildet das Konkursprivileg. Das heisst, dass die Lebensversicherung nicht in die Konkursmasse fällt, wenn die Begünstigung an erster Stelle auf den Ehegatten oder die Kinder lautet. Auf diese Weise kann der Versicherungsschutz für die Familie erhalten werden.
Organ, welches die jährliche Prüfung der Geschäftsführung, des Rechnungswesens und der Vermögensanlage einer Vorsorgeeinrichtung prüft; sie muss unabhängig von der Vorsorgeeinrichtung und dem Arbeitgeber sein.
"Dies ist der Lohnteil, der gemäss BVG zu versichern ist. Er liegt zwischen 87.5% (7/8) der maximalen AHV-Rente (Koordinationsabzug) und 300% der maximalen AHV-Rente (BVG-Lohnmaximum). Zum koordinierten Lohn gelangt man, indem man bei Löhnen über dem BVG-Lohnmaximum den Koordinationsabzug vom BVG-Lohnmaximum abzieht, bei Löhnen unter dem BVG-Lohnmaximum den Koordinationslohn vom Bruttolohn abzieht. Ist der koordinierte Lohn kleiner als 1/8 der maximalen AHV-Rente (bei Löhnen zwischen der maximalen AHV-Rente und der Eintrittsschwelle), so wird er auf den Minimalbetrag aufgerundet. "
Versicherte der obligatorischen Krankenpflegeversicherung müssen einen Teil der Behandlungskosten selbst übernehmen. Die Kostenbeteiligung leistet einen wichtigen Beitrag zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen und besteht aus einer Franchise und einem Selbstbehalt.
Siehe Obligatorische Krankenpflegeversicherung.
Krankentaggeldversicherung (nach KVG)
Teil der Sozialversicherung, der mögliche Erwerbsausfälle während einer krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit versichert. Die Versicherung ist freiwillig, ihre Ausgestaltung ist aber im KVG geregelt.
Krankentaggeldversicherung (nach VVG)
Freiwillige private Personenversicherung, die Erwerbsausfälle wegen krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit versichert.
Siehe soziale Krankenversicherung.
Freiwillige private Personenversicherung, die den Basisschutz der sozialen Krankenversicherung erweitert und im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) geregelt wird. Sie umfasst Ergänzungen zur obligatorischen Krankenpflegeversicherung und eine Krankentaggeldversicherung nach VVG.
Der Anspruch aus einer Personenversicherung kann mit Ansprüchen aus anderen Versicherungen, aus Haftpflicht oder sonstigen Rechtsverhältnissen nebeneinander geltend gemacht werden. Ein Regress des Versicherers gegen den haftpflichtigen Dritten ist ausgeschlossen. Ein Teil der Personenversicherung (Heilungskosten, schadenabhängiger Erwerbsersatz) wird allerdings der Schadenversicherung zugewiesen, wo das Entschädigungsprinzip herrscht (Anspruchskonkurrenz und Regress des Versicherers).
Leistung der Arbeitslosenversicherung (ALV) bei Reduktion des Erwerbseinkommens wegen Kurzarbeit, die vom Arbeitgeber wegen schlechten Arbeitsgangs angeordnet werden muss.
Statistisch erhobene Lebensdauer für Personen eines bestimmten Alters.
Altersrente mit lebenslanger Dauer, d.h. der Versicherer zahlt die Renten bis zum Tod des Versicherten (auch: Leibrente).
Versicherung zum Schutz vor den finanziellen Folgen der Lebensrisiken Alter, Tod und Invalidität bzw. Erwerbsunfähigkeit. Das Angebot umfasst die Einzellebensversicherung und die kollektive Lebensversicherung und wird v. a. im Rahmen der Dritten Säule genutzt.
Eine Leibrente wird an den jeweiligen Fälligkeitsterminen ausbezahlt, solange die versicherte Person lebt. Der Vertrag zur Begründung einer Leibrente bedarf der Schriftlichkeit. Vielfach werden die aufgeschobenen Altersrenten als Leibrenten, die sofort beginnenden als Altersrenten bezeichnet. In der Praxis werden beide Begriffe synonym gebraucht. Als Rentenversicherung ist sie von der Leibrente nach Obligationenrecht (OR) zu unterscheiden.
Der Leistungskatalog enthält alle vorgeschriebenen Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und stellt eine einheitliche, qualitativ hoch stehende medizinische Grundversicherung der Schweizer Bevölkerung sicher.
Bei Vorsorgeeinrichtungen, die nach Leistungsprimat aufgebaut sind, richtet sich die Höhe der einzelnen Beiträge nach den vorgesehenen Leistungen. Die Leistungen werden dabei in Prozenten des versicherten Lohnes festgesetzt oder seltener nach Versichertenkategorien in festen Beträgen. Die zu erhebenden Beiträge werden für die Leistungen hierauf individuell aufgrund der Tarife unter Berücksichtigung des Alters des Versicherten berechnet. Leistungsprimatkassen kennen Einkaufsgelder, Nachzahlungen bei Lohnerhöhungen oder höhere Durchschnittsprämien, da sich die Leistung meistens auf den letzten Lohn bemisst.
Leistungsverweigerung/ -kürzung (UV)
Die Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung können in bestimmten Fällen verweigert oder gekürzt werden.
Kostensparendes Versicherungsmodell, bei dem sich der Versicherte verpflichtet, im Krankheitsfall einen kostengünstigen Arzt auszusuchen, der auf der Ärzteliste seiner Krankenkasse verzeichnet ist. Je nach Kasse nimmt der Versicherte ggf. weitere Einschränkungen in Kauf (z.B. Generika statt Originalmedikamente).
Siehe AHV-Lohn.
Wenn ein Arbeitnehmer wegen Krankheit, Unfall, Schwangerschaft oder Mutterschaft unverschuldet ausfällt, muss der Arbeitgeber dessen Lohn für eine beschränkte Zeit (abhängig vom Dienstalter) weiterhin ausbezahlen. Die Lohnfortzahlungspflicht besteht bei unbefristeten Arbeitsverhältnissen, die länger als drei Monate gedauert haben, und bei befristeten Arbeitsverhältnissen, die länger als drei Monate dauern (OR 324).
"Die Militärversicherung (MV) beruht auf dem Bundesgesetz vom 20. September 1949 und wird durch das Bundesamt für Militärversicherung verwaltet. Die MV deckt grundsätzlich jede Gesundheitsschädigung, die während des Dienstes auftritt. Die Leistungen bestehen insbesondere in: Krankenpflege, Leistung für Sachschäden, Krankengeld, Invalidenrenten, Hinterlassenenrenten. Versichert sind im wesentlichen alle Personen, die Militärdienst leisten und an ausserdienstlichen Schiessübungen, an Massnahmen der militärtechnischen Vorbildung oder an freiwilligen ausserdienstlichen militärischen Anlässen teilnehmen. Die private Lebensversicherung kann wegen Leistungen aus der Militärversicherung ihre eigenen Leistungen nicht kürzen; ebensowenig kann die Militärversicherung ihre Leistungen kürzen, weil eine private Lebensversicherung Leistungen erbringt. In Kriegszeiten oder bei Unruhen ist dagegen der Versicherungsschutz eingeschränkt. Führt die Schweiz selbst Krieg oder wird sie in kriegsähnliche Handlungen hineingezogen, so wird vom Kriegsbeginn an ein einmaliger Kriegsumlagebeitrag geschuldet und zwar unabhängig davon, ob der Versicherte am Krieg teilnimmt oder nicht. Nimmt der Versicherte dagegen an einem Krieg oder an kriegsähnlichen Handlungen teil, ohne dass die Schweiz selbst beteiligt ist, so ist im Fall des Todes des Versicherungsnehmers nur das auf den Todestag berechnete Deckungskapital geschuldet. "
Mindestzins (-satz)
Vorgeschriebene Verzinsung der Altersgutschriften im Rahmen der beruflichen Vorsorge.
Die Morbiditätstafel liefert die statistischen Erfahrungswerte für versicherungstechnische Berechnungen im Zusammenhang mit Erkrankungen.
Sozialversicherungsleistung, die in der Erwerbsersatzordnung (EO) geregelt wird. Die MSE wird beim Ausfall des Erwerbseinkommens selbstständig erwerbender oder angestellter Mütter in Form eines Taggelds für maximal 14 Wochen nach der Geburt des Kindes ausgezahlt.
Versicherungsschutz der beruflichen Vorsorge für die Gefahren Tod und Invalidität über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses hinaus.
Nachschüssig heisst, dass eine Leistung am Ende einer Zahlungsperiode fällig wird.
Verschiedene Versicherer bieten ihren Kunden ohne Prämienzuschlag eine Nachversicherungs-Garantie (auch Garantie der Versicherungsfähigkeit genannt) an. Der Versicherungsnehmer kann dabei in bestimmten Zeitabständen oder bei in den AVB festgehaltenen Ereignissen wie Heirat, Geburt, Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit die Versicherungsleistung ohne Gesundheitsprüfung erhöhen lassen. Einschränkungen können für den Fall bestehen, dass das versicherte Ereignis kurz nach der Erhöhung eintritt. Ist der Versicherte erwerbsunfähig, werden keine Leistungen auf dem erhöhten Teil gewährt.
Unfälle, die sich ausserhalb der Arbeit im Privatleben eines Versicherten ereignen.
Teil der Sozialversicherung, der Behandlungs- und Heilungskosten bei Krankheiten, Unfällen (nicht dem UVG unterstellte Personen) und Mutterschaft versichert. Teil der sozialen Krankenversicherung.
"Das Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) trat am 1. Januar 1984 in Kraft. Obligatorisch versichert sind die in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmer; in der Schweiz wohnhafte, selbständig Erwerbende und deren Familienmitglieder können sich freiwillig gemäss UVG versichern. Die Leistungen des UVG werden bei Berufsunfällen, Nicht-Berufsunfällen und Berufskrankheit gewährt. Dabei sieht das UVG Pflegeleistungen und Kostenvergütungen vor und richtet Taggelder und Renten aus. Als versicherter Verdienst gilt der nach der Bundesgesetzgebung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) massgebende Lohn. Die Unfallversicherung (UVG) wird entweder durch die Schweiz. Unfallversicherungsanstalt (SUVA) oder durch andere zugelassene Versicherer durchgeführt. Die Prämie für die obligatorische Versicherung trägt der Arbeitgeber; diejenige für die obligatorische Nicht-Berufsunfallversicherung darf dem Arbeitnehmer überbunden werden. "
Aktienähnliches Wertpapier, beinhaltet im Gegensatz zur Aktie aber keine Mitgliedschaftsrechte, sondern lediglich Vermögens- und gewisse Informationsrechte. Dient zur Beschaffung von Grundkapital. Der Mindestnominalwert beträgt Fr. 10.-. Hat aufgrund des revidierten Aktienrechts an Bedeutung verloren.
Organisation des Arbeitgebers, die sich um die berufliche Vorsorge seiner Arbeitnehmer kümmert.
Personenschäden umfassen alle durch Körperverletzung oder Tötung eines Menschen verursachten materiellen Einbussen (Bsp.: Arzt- und Heilungskosten, Invaliditätsentschädigungen, Versorgerschäden).
"Lebensversicherungspolicen der Säule 3b unterliegen grundsätzlich der Zwangsvollstreckung. Sie können somit gepfändet oder im Konkurs zur Konkursmasse gezählt werden. Sind Ehegatte oder Kinder an erster Stelle begünstigt, ist die Zwangsvollstreckung des Versicherungsanspruches nicht möglich (Konkursprivileg). Vorsorgeleistungen der Säule 3a und der 2. Säule (BVG) sind vor ihrer Fälligkeit nicht pfändbar, ausser es liegt ein Barauszahlungsbegehren und ein Barauszahlungsgrund vor. Nach Eintritt der Fälligkeit ist eine beschränkte Pfändbarkeit möglich, und zwar nach Ermessen des Betreibungbeamten. "
Ein Pfandrecht ist ein Sicherungsmittel für eine Forderung. [Beispiel: Hypothekarvertrag = Kreditvertrag, der durch eine Liegenschaft (Pfand) gesichert ist.] Wird diese Forderung nicht erfüllt, kann sich der Gläubiger am Wert des Pfandes schadlos halten.
Pflegeleistungen (KV)
Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung, die die Kosten für die Behandlung und Heilung eines Versicherten bei Krankheit, Unfall nach KVG, Geburtsgebrechen und Mutterschaft umfassen.
Pflegeleistungen (UV)
Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung, die die Kosten für die Behandlung der Unfallfolgen und die Pflege des Verunfallten umfassen.
Derjenige Teil des Vermögens, über das der Erblasser testamentarisch nicht verfügen kann. Bestimmte gesetzliche Erben werden speziell geschützt und erhalten in jedem Fall einen Erbanteil.
Die Police ist eine private Urkunde über Rechte und Pflichten der Parteien, die der Versicherer dem Versicherungsnehmer auszuhändigen hat (VVG 11). Die Police dient dem Beweis des Abschlusses und des Inhalts (VVG 12) eines Versicherungsvertrages. Sie ist nicht Voraussetzung für das Zustandekommen der Versicherung, sondern vielmehr ein Ausfluss daraus. Sie ist kein Wertpapier, wird jedoch hinsichtlich der Kraftloserklärung diesen gleichgestellt (VVG 13).
Kreditaufnahme durch Belehnung des Sparkapitals einer Lebensversicherung der Säule 3b.
Policenverpfändung
Eine Lebensversicherung kann verpfändet werden (z. B. als Sicherheit für einen Kredit). Bei Fälligkeit der Versicherungsleistungen (z. B. im Todesfall) erhält der Pfandgläubiger (z. B. die Bank) das Vermögen. Eine Police der gebundenen Vorsorge (Säule 3a) darf nur für selbst genutztes Wohneigentum verpfändet werden. Bei einer Police der freien Vorsorge (Säule 3b) gibt es bezüglich der Verpfändung keine Einschränkungen.
Prämiendepot (oder Prämienkonto)
Das Prämiendepot ist ein von der Versicherungsgesellschaft spesenfrei geführtes verzinsliches Konto, das zur Finanzierung von künftigen Prämien eines Lebensversicherungsvertrages dient. Die Prämien werden jeweils bei Fälligkeit abgebucht. Reicht das Depot nicht zur Deckung der Prämien bis zum Ablauf der Prämienzahlungsdauer, so muss die laufende Prämienzahlung wieder aufgenommen oder das Depot erhöht werden. Der Saldo des Depots darf nicht die Höhe der zukünftigen Prämie übersteigen. Je nach Gesellschaft wird zwischen einem unwiderruflichen und einem widerruflichen Prämiendepot unterschieden. Der Vorteil des unwiderruflichen Prämienkontos ist, dass ein höherer Zins gewährt wird, jedoch können nur in bestimmten Fällen Rückzüge getätigt werden. Zudem unterstehen die Zinsen nicht der Verrechnungssteuer. Der erwirtschaftete Zins muss als Einkommen versteuert werden und der Saldo muss im Vermögen deklariert werden. Beim widerruflichen Prämiendepot kann der Prämiendepotinhaber in jedem Fall Rückzüge tätigen und das Prämiendepot kündigen. Der Zinssatz ist jedoch bedeutend tiefer als beim unwiderruflichen. Auf dem Zins muss die Verrechnungssteuer abgezogen werden. Ansonsten ist die Besteuerung gleich wie beim unwiderruflichen Prämiendepot. Die Steuerämter haben jederzeit die Möglichkeit, seit dem Bundesgerichtsentscheid vom 09.12.1994, von den Versicherunsgesellschaften die Offenlegung aller Prämienkontoinhaber zu verlangen.
Prämienfreier Teil
Die Versicherungssumme kann aus einem prämienpflichtigen und einem prämienfreien Teil bestehen. Für den prämienfreien Teil muss der Kunde keine Prämien bezahlen. Entweder ist der prämienfreie Teil zu Beginn der Versicherung mittels einer Einmaleinlage oder während der Laufzeit infolge einer Vertragsänderung (z.B. Herabsetzung der Versicherungssumme) errichtet worden.
Durch die Prämienfreistellung einer Versicherung wird die Versicherungssumme reduziert und alle Zusatzversicherungen erlöschen. Technisch wird der im Zeitpunkt der Prämienfreistellung vorhandene Rückkaufswert als Einmaleinlage für eine Versicherung mit den vorhandenen technischen Daten verwendet. Aus dieser Berechnung resultiert die prämienfreie, reduzierte Versicherungssumme, welche der Kunde per Ablauf (je nach Tarif auch beim Tode) erhält. Der Kunde zahlt vom Moment der Prämienfreistellung an keine Prämien mehr für seinen Vertrag. Ausgelöst wird die Prämienfreistellung durch Kundenwunsch oder bei Nichtbezahlung der Prämien nach erfolgter Mahnung. Voraussetzung: Die Versicherung muss rückkaufsfähig sein.
siehe Prämiendepot
Prämiensperrdepot
Möglichkeit der Prämienvergünstigung in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. Nach dem KVG können Versicherte in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen Prämienverbilligungen durch Zuschüsse beantragen. Dabei legt der Kanton die Einkommensgrenze sowie die zuständige Behörde fest.
Jeder Versicherte der obligatorischen Krankenpflegeversicherung kann seine Prämienbelastung senken, indem er die Franchise erhöht oder ein kostengünstiges Versicherungsmodell wählt. Versicherte in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen können zudem Prämienverbilligungen durch staatliche Zuschüsse verlangen.
Als Prämienzahler wird diejenige natürliche oder juristische Person bezeichnet, welche dem Versicherer die Prämien bezahlt. In der Regel ist der Prämienzahler identisch mit dem Versicherungsnehmer.
Siehe Dritte Säule.
"Darunter wird das hypothetische Altersguthaben (BVG) im reglementarisch vorgesehenen Schlussalter verstanden. Der Gesamtbetrag bestehend aus Altersgutschriften und Zins wird auch projiziertes Altersguthaben mit Zins genannt. Anhand dieses Werts wird mit einem Umwandlungssatz die BVG-Altersrente berechnet. "
siehe Deckungszusage, vorläufige.
Öffentliches Amt für die Vermittlung von Arbeitsstellen in der Region. Die Zusammenarbeit mit den Beratern des RAV ist eine Voraussetzung für eine Arbeitslosenentschädigung. Das RAV kann Stellenbewerbungen verlangen und die Teilnahme an Informationsveranstaltungen sowie Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsmarktfähigkeit vorschreiben.
Reglement zur Personalvorsorge
Gesetzlich vorgeschriebenes Regelwerk einer Personalvorsorgeeinrichtung, das Einzelheiten zur beruflichen Vorsorge seiner Mitarbeiter festlegt (z. B. die Höhe der Versicherungsbeiträge und -leistungen).
Bei aufgeschobenen Renten sammelt sich während der Aufschubszeit nach dem ersten Versicherungsjahr der sogenannte Rentenbonus an, der dann (nach der Aufschubszeit) in Form einer Bonusrente (zusammen mit der Grundrente und der Überschussrente) ausbezahlt wird.
Einmaleinlage für eine sofort beginnende Rente.
Form der Lebensversicherung, die die Gefahren Tod oder Erwerbsunfähigkeit (wegen Invalidität) versichert. Entsprechend unterscheidet man zwischen Todesfallrisikoversicherung und Erwerbsunfähigkeitsversicherung.
Risikoprämie (BV)
Prämienbestandteil, der bei der beruflichen Vorsorge für die Risiken Tod und Invalidität erhoben wird.
Prüfung der deklarierten Risiken und allfälliger zusätzlicher Erhebungen wie medizinische Untersuchungen, um zu entscheiden, ob ein Antrag überhaupt, und wenn ja, ob zu normalen oder zu erschwerten Bedingungen, angenommen werden kann. Die Bindungsfrist des Antragstellers gibt dem Versicherer Zeit für diese Prüfung.
Bei einer Risikoversicherung wird der Versicherer überhaupt nicht leistungspflichtig, wenn sich das versicherte Risiko (Todesfall oder Erwerbsunfähigkeit) während der Vertragsdauer nicht verwirklicht hat. Im Gegensatz zu einer Erlebensfall-Versicherung, ist sie nicht mit einem Sparvorgang verbunden.
Rückgewähr siehe Prämienrückgewähr
Der Rückkauf ist eine besondere Art, den Versicherungsvertrag vor Ablauf der Vertragsdauer vorzeitig aufzulösen. Das Rückkaufsbegehren des Versicherungsnehmers bewirkt die sofortige Auflösung des Vertrages. Der Versicherer hat den Rückkaufswert zu ermitteln und zu entrichten. Laut Gesetz muss der Versicherer diejenigen Lebensversicherungen zurückkaufen, bei denen der Eintritt des versicherten Ereignisses gewiss ist und die Prämien wenigstens für 3 Jahre bezahlt worden sind. Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen sind bei praktisch allen Gesellschaften kundenfreundlicher. Der Rückkauf ist meistens schon nach 1 oder 2 Jahren möglich.
Rückkaufswert weisen nur so genannte gemischte Versicherungen auf, die aus einer Risiko- und einer Sparkomponente bestehen und daher ein Deckungskapital bilden. Das Gesetz spricht von Versicherungen mit gewissem Versicherungsfall (VVG 90.2). Von jeder für eine gemischte Versicherung bezahlten Prämie legt die Gesellschaft einen Teil als Sparprämie zinstragend an. Einen anderen Teil der Prämie benötigt sie für die Risikodeckung, einen weiteren Teil für die laufenden Kosten. Die beim Vertragsabschluss entstehenden, einmaligen Abschlusskosten werden auf alle folgenden Prämien verteilt; sie sind daher erst am Ende der Prämienzahlungsdauer getilgt. Die allgemeinen Versicherungsbedingungen enthalten die Regeln, nach denen der Rückkaufswert auf dem Deckungskapital berechnet wird. Der Versicherungsnehmer hat das Recht, im Zweifelsfall die Richtigkeit der Berechnung durch das Bundesamt für Privatversicherungen unentgeltlich überprüfen zu lassen.
Teil der privaten Vorsorge des schweizerischen Sozialversicherungssystems (Dritte Säule), der die gebundene Vorsorge beinhaltet. Hier nimmt der Versicherte gesetzliche Auflagen in Kauf, dafür profitiert er von einem Steuerprivileg.
Teil der privaten Vorsorge des schweizerischen Sozialversicherungssystems (Dritte Säule), der die freie Vorsorge beinhaltet. Hier hat der Versicherte keine gesetzlichen Auflagen, dafür sind seine Steuerprivilegien eingeschränkt.
Leistung der Arbeitslosenversicherung (ALV) bei Reduktion des Erwerbseinkommens wegen schlechten Wetters für bestimmte Branchen (z. B. für das Baugewerbe).
Der Sicherheitsfonds ist eine nationale Einrichtung in der Rechtsform einer Stiftung. Er hat die Aufgabe, Zuschüsse an Vorsorgeeinrichtungen auszurichten, die eine ungünstige Alterstruktur aufweisen. Ausserdem stellt er die gesetzlichen Leistungen von zahlungsunfähig gewordenen Vorsorgeeinrichtungen sicher. Der Sicherheitsfonds wird von den Vorsorgeeinrichtungen finanziert. Massgebend für den Finanzierungsanteil ist die Summe der koordinierten Löhne aller Versicherten, die für die Altersleistungen Beiträge zu entrichten haben.
Die Lebensversicherungseinrichtungen sind verpflichtet bei der Betriebsaufnahme eine Anfangsgarantie von Fr. 500'000.- zu leisten, welche in einem Sicherungsfonds geäufnet werden muss. Der Sicherungsfonds soll die Ansprüche der Versicherungsnehmer aus den abgeschlossenen Lebensversicherungen decken. Der Sollbetrag entspricht den technischen Rückstellungen einer Lebensversicherungsunternehmung.
Bei einer vollständigen Beitragsdauer für die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) wird eine Vollrente ausbezahlt. Die Höhe dieser Vollrente kann der Skala 44 entnommen werden. Bei Beitragslücken kommt eine Teilrente nach den Skalen 1 bis 43 zur Auszahlung.
Bei einer privaten Altersrentenversicherung (Leibrente) mit sofortigem Beginn übergibt der Versicherungsnehmer das notwendige Rentenkapital in Form einer Einmaleinlage und die Rentenleistung des Versicherers setzt sofort nach dem Vertragsabschluss ein.
Jede Vorsorgeeinrichtung hat grundsätzlich eine bestimmte jährliche Summe (1 Prozent der koordinierten Löhne aller Versicherten, die Sparbeiträge zu entrichten haben) bereitzustellen. Dies sind die Mittel für die Sondermassnahmen, die insbesondere für die Verbesserung der Leistungen der Eintrittsgeneration sowie für die Anpassung der laufenden Altersrenten an die Teuerung zu verwenden sind.
Sozialversicherung, die im Krankenversicherungsgesetz (KVG) geregelt wird. Sie umfasst die obligatorische Krankenpflegeversicherung und die freiwillige Krankentaggeldversicherung (nach KVG).
Obligatorische Personenversicherungen, deren Versicherungsleistungen gesetzlich festgelegt sind. Ziel der Sozialversicherungen ist ein Basisschutz für die finanziellen Folgen der Gefahren Alter, Tod, Krankheit, Unfall, Invalidität, Arbeitslosigkeit, Dienstpflicht und Mutterschaft. Die soziale Ausgestaltung zeigt sich insbesondere im Solidaritätsgedanken und im gesetzlichen Anspruch. Versichert ist die ganze Wohnbevölkerung (z.B. AHV/IV) oder ein eingeschränkter Personenkreis (z.B. UVG, EO).
"Teil der gesamten Prämie bei kapitalbildenden Versicherungen, welcher mit den Zinsen den jährlichen Zuwachs des Deckungskapitals bestimmt. Bei dieser Art von Versicherungen hat der Versicherer grundsätzlich selbst dann eine Leistung zu erbringen, wenn der Versicherungsvertrag vorzeitig aufgelöst wird, d.h. bevor ein Versicherungsfall eingetreten ist und sofern die Mindestprämienzahlungsdauer eingehalten wird. "
Die Versicherungsleistung der Arbeitslosenentschädigung besteht aus Taggeldern. Der Anspruch auf Arbeitslosentaggeld kann bei einem Verschulden des Versicherten sistiert werden. Je nach Schwere des Verschuldens können die Behörden des Arbeitsamts bis zu 60 Sperrtage aussprechen.
Spitaltaggeld (Private Unfallversicherung)
Baustein der privaten Unfallversicherung, der Kosten für Mehrauslagen im Spital (z. B. Telefongebühren, Fernsehmiete) übernimmt.
Splitting (Einkommenssplitting)
Besonderheit bei der Berechnung der Altersrenten von Ehepaaren. Zur Ermittlung des durchschnittlichen Erwerbseinkommens wird jedem Ehepartner für die gemeinsamen Ehejahre das halbe Jahreseinkommen des anderen Ehepartners gutgeschrieben.
Splitting-Vorsorgelösung
Organisationsform der überobligatorischen Versicherung in der beruflichen Vorsorge, bei der die BVG-Minimalleistungen und die überobligatorischen Leistungen getrennt versichert werden.
Die Prämien für eine Lebensversicherung der Säule 3b (Versicherung, freie) können zusammen mit den Prämien für andere Versicherungen (z.B. für die Krankenkasse) bis zu einem gewissen Betrag vom Einkommen abgezogen werden (Pauschalabzug). Die Prämien für eine gebundene Vorsorge-Police können vollständig vom Einkommen abgezogen werden, sofern die maximalen Abzugslimiten nicht überschritten werden.
Steuervorteil, der z.B. aus dem Abschluss einer Lebensversicherung resultiert. Der Staat gewährt für Vorsorgelösungen, die bestimmten gesetzlichen Bestimmungen entsprechen, steuerliche Vorzüge. Man unterscheidet punkto Privilegierung die Säulen 3a (Versicherung, gebundene) und 3b (Versicherung, freie).
"Siehe Steuerabzug. Siehe Steuerprivileg."
Summenversicherung liegt vor, wenn die Versicherungsleistung unabhängig davon geschuldet ist, ob das versicherte Ereignis eine Vermögenseinbusse bewirkt hat und wie hoch diese effektiv ausgefallen ist. Die Lebensversicherung ist grundsätzlich eine Summenversicherung. Die übrigen Personenversicherungen können sowohl als Summenversicherung (feste Taggelder, Invaliditätskapitalien) als auch als Schadenversicherung (Heilungskosten, konkreter Erwerbsausfall) ausgestaltet sein.
Abk. für: Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Anbieter der obligatorischen Unfallversicherung. Bestimmte Unternehmen (z.B. Baugewerbe, Industriebetriebe) müssen die Unfallversicherung ihrer Mitarbeiter bei der SUVA abschliessen.
Versicherungsleistung, die im Falle einer Arbeits- oder Erwerbsunfähigkeit erbracht wird. Man unterscheidet Unfalltaggeld und Krankentaggeld.
Taggeld (Private Unfallversicherung)
Baustein der privaten Unfallversicherung, der den Ausfall des Erwerbseinkommens während einer unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit kompensiert.
Tarifalter
Das Tarifalter ist das versicherungstechnische Eintrittsalter des Versicherten im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses.
Zinssatz, der den versicherungsmathematischen Berechnungen zugrunde liegt. Er muss so angelegt werden, dass der effektiv erzielbare Zins möglichst nie kleiner ist.
Änderung am Vertrag, wobei nicht der ganze Rückkaufswert, sondern nur ein Teil davon, ein sogenannter Teilrückkaufswert, zur Auszahlung gelangt. Durch die Verminderung der Substanz der Versicherung (Rückkaufswert, Deckungskapital) werden die versicherten Leistungen herabgesetzt.
Herabsetzung der versicherten Leistungen, ohne dass dabei ein Teilrückkaufswert frei wird. Bei Hauptversicherungen, die noch keinen Rückkaufswert aufweisen. Dies ist in der Regel der Fall, solange die Prämien für die Mindestprämienzahlungsdauer noch nicht fällig geworden und bezahlt sind. Bei der Herabsetzung von Zusatzversicherungen spricht man ebenfalls von einem Teilverzicht.
Kostensparendes Versicherungsmodell, bei dem sich der Versicherte verpflichtet, im Krankheitsfall immer zuerst eine Hotline seiner Krankenkasse anzurufen, bevor er einen Arzt aufsucht. Am Telefon wird der Versicherte von Fachpersonen so beraten, dass ggf. unnötige Arztbesuche vermieden werden können.
Temporäre Leibrenten
Diese Versicherungsform (auch zeitliche Leibrente genannt) gewährleistet die Auszahlung einer zum voraus festgelegten Anzahl jährlicher Renten, unter Voraussetzung, dass der Versicherte lebt. Die Rentenzahlungen enden unmittelbar mit dem Tode des Versicherten, bzw. nach Auszahlung der festgelegten Anzahl jährlicher Renten. Die Finanzierung dieser Versicherung kann über periodische Prämien oder durch eine Einmaleinlage erfolgen. Die temporäre Leibrenten-Versicherung interessiert Personen, die sich nur für den Erlebensfall, und dies für einen begrenzten Zeitabschnitt, ein Einkommen sichern wollen. (Beispiel: finanzielle Brücke zwischen einer vorzeitigen Pensionierung und der Fälligkeit der AHV-Leistungen.)
Private Altersrente mit begrenzter Dauer, d.h. der Versicherer zahlt die Renten nur bis zum Ablauf der vereinbarten Versicherungsdauer.
"Bei der Terminversicherung wird die vereinbarte Versicherungssumme auch bei vorzeitigem Tod des Versicherten erst zu dem im voraus bestimmten Zeitpunkt ausbezahlt. Die Terminversicherung ist eine vermögensbildende Versicherung. Sie hat daher grundsätzlich auch einen Rückkaufswert. Diese Versicherungsart wird daher auch Versicherung auf festen Termin genannt oder in Anlehnung an den französischen Ausdruck, Termefix-Versicherung. Stirbt die versicherte Person während der Vertragsdauer, entfallen die für die restliche Dauer noch geschuldeten Prämien. Trotzdem wird aber die vereinbarte Versicherungssumme im festgesetzten Zeitpunkt voll ausbezahlt. Mit dieser Versicherung können planmässig auf einen im voraus festgesetzten Zeitpunkt Mittel bereitgestellt werden. Sie eignet sich daher besonders in der Kombination mit der Kinderversicherung (Ausbildungs- und Aussteuerversicherung). "
Anpassung laufender Renten an die Teuerung. Für Hinterlassenen- und Invalidenrenten vom BVG vorgeschrieben. Über Teuerungszulagen an Altersrenten hat der Stiftungsrat zu beschliessen.
Todesfallkapital (Private Unfallversicherung)
Baustein der privaten Unfallversicherung (Summenversicherung), der Hinterbliebene im Todesfall finanziell entschädigt.
Todesfallrisiko-Versicherung
Die Versicherungsgesellschaft zahlt das vereinbarte Kapital aus, falls der Versicherte vor dem vereinbarten Endtermin stirbt. Erlebt der Versicherte den Vertragsablauf, so werden keine Leistungen fällig. Da bei dieser Versicherung kein Sparprozess wie bei einer gemischten Versicherung eingeschlossen ist, liegt die Prämie entsprechend tiefer. Sie dient vor allem der Deckung der Todesfallzahlungen. Wenn das versicherte Kapital während der Vertragsdauer gleich hoch bleibt, handelt es sich um eine Todesfallrisiko-Versicherung mit gleichbleibenden Kapital. Es ist dies die übliche Risiko-Versicherung; sie dient vorab dem Schutz der Familie beim Tod des Versicherten. Sie kann aber auch zur Sicherstellung einer Schuld eingesetzt werden. Wird die Schuld jährlich amortisiert, kann vereinbart werden, dass die Risikoabdeckung jährlich um einen gleichbleibenden Teil abnimmt. Bei der Todesfallrisiko-Versicherung mit abnehmenden Kapital vermindert sich das im ersten Versicherungsjahr vereinbarte Kapital um einen Bruchteil der Vertragsdauer. Bei Tod des Versicherten vor dem Endtermin wird das im Zeitpunkt des Todes noch versicherte Kapital an die Begünstigten ausbezahlt. Erlebt der Versicherte den Ablauf der Versicherung, werden auch hier keine Leistungen fällig. Diese Art Risiko-Versicherung wird oft auch zur Abdeckung einer amortisierbaren zweiten Hypothek eingesetzt. Durch die jährliche Abnahme der versicherten Leistungen und des geringeren Risikos für die Gesellschaft ist die Prämie äusserst günstig. Die Todesfallrisiko-Versicherung mit abnehmenden Kapital eignet sich daher auch besonders gut für Personen, die kurzfristig einen sehr hohen Vorsorgeschutz brauchen, aber nur wenig Prämien aufwenden können. In Kombination mit einer gemischten Versicherung kann ein bedarfsgerechter Vorsorgeschutz zu tragbaren Prämien und einer Erlebensfall-Leistung, die die gesamten aufgewendeten Prämien zurückbringt, erreicht werden.
Die Todesfall-Zeitrente erbringt anstelle eines Kapitals (Todesfallrisiko-Versicherung) bei Tod der versicherten Person vor Ablauf der vereinbarten Frist jährlich wiederkehrende Renten und zwar bis zum vereinbarten Endtermin. Der Begünstigte erhält somit ein regelmässiges Ersatzeinkommen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Stirbt er ebenfalls vor dem Endtermin der Versicherung, geht sein Anspruch an den Nächstbegünstigten (Begünstigung) über, allenfalls an seine Erben. Die Lebensversicherungsgesellschaft muss also in jedem Fall die durch den Tod der versicherten Person fällig werdenden Renten bezahlen. Daher ist der "Wert" genau berechenbar und der Begünstigte hat das Recht, sofern der Versicherungsnehmer nichts anderes bestimmt hat, sich den diskontierten Wert aller zukünftigen Zeitrenten als Kapital auszahlen zu lassen.
Überobligatorium (BV)
Teil des Versicherungsschutzes der beruflichen Vorsorge, der über den gesetzlich vorgeschriebenen Minimalschutz hinausgeht.
"Leistungen und Prämien eines Lebensversicherungs-Vertrages sind während der ganzen Versicherungsdauer garantiert. Daher müssen die Prämien bezüglich Sterblichkeit, Erwerbsunfähigkeitsrisiko, Zinsverlauf und Kosten vorsichtig berechnet werden. In der Regel verläuft aber die tatsächliche Entwicklung des Risikos und des Zinsertrages besser als angenommen. Die Lebensversicherungs-Gesellschaften gewähren daher zum Ausgleich eine Überschussbeteiligung, indem die gewissermassen zuviel verlangte Prämie dem Kunden wieder zurückerstattet wird. Der Anspruch auf eine Überschussbeteiligung beginnt nach einem bis drei Versicherungsjahren. Die Beteiligung des Versicherungsnehmers an den Überschüssen der Gesellschaft kann aufgrund verschiedener Systeme erfolgen. Die Überschussanteile können wie folgt verwendet werden: -Verzinsliche Ansammlung -Erhöhung der Versicherungsleistung -Prämienermässigung "
Rente, die nur aus Überschüssen finanziert wird. Die Überschussrente erhöht die vertragliche Rente und wird zusammen mit dieser ausbezahlt.
Umhüllende Vorsorgelösung
Organisationsform der überobligatorischen Versicherung in der beruflichen Vorsorge, bei der die BVG-Minimalleistungen und die überobligatorischen Leistungen als Einheit zusammengefasst werden.
Die Leistungen für die Rentner werden jedes Jahr unmittelbar durch die Beiträge der aktiven Versicherten finanziert, d.h. es sammelt sich kein Deckungskapital an, da die Einnahmen gerade den jeweiligen Ausgaben zu entsprechen haben.
Bei der Umwandlung eines bestehenden Vertrages wird dessen Deckungskapital als Teil-Einmaleinlage in eine neue Versicherung eingebaut. Bei diesem Vorgang erlischt der alte Versicherungsvertrag.
Prozentsatz, dessen Höhe vom Bundesrat aufgrund der durchschnittlichen Lebenserwartung festgelegt wird. Der Umwandlungssatz dient zur Berechnung der Altersrente aufgrund des im Rücktrittsalters vorhandenen Altersguthabens (Altersguthaben multipliziert mit dem Umwandlungssatz = jährliche Altersrente). Er wird ebenfalls verwendet für die Berechnung der Invalidenrenten nach BVG.
Wurden die Prämien einer Lebensversicherung für mindestens 3 Jahre bezahlt und stellt der Versicherungsnehmer die Prämienzahlung ein oder verlangt er die Umwandlung, wird die Versicherungssumme nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf die Höhe des Umwandlungssatzes herabgesetzt. Die Versicherung wird prämienfrei weitergeführt.
Unfallähnliche Körperschädigung (UV)
Körperlicher Schaden, der nicht auf einen Unfall (im Sinne von: ungewöhnliche Einwirkung eines äusseren Faktors) zurückzuführen ist, aber durch die obligatorische Unfallversicherung nach UVG versichert ist.
Personenversicherung, die das Ereignis Unfall versichert. Man unterscheidet die obligatorische und die private Unfallversicherung.
Massgebliche Unterstützung. Eine Person kann im Rahmen der 2. Säule oder der Säule 3a begünstigt werden, wenn sie von der verstorbenen (versicherten) Person massgeblich unterstützt worden ist. Dies kann in der Regel dann angenommen werden, wenn die Unterstützung mehr als 50 % des Unterhalts der begünstigten Person ausmachte und sie länger als 5 Jahre dauerte und im Zeitpunkt des Todes noch andauerte. Unterhalb dieser Grenzen ist im Einzelfall eine sachgerechte Lösung zu finden.
Abkürzung für "Bundesgesetz über die Unfallversicherung" vom 20. März 1981
Obere Einkommensgrenze, die im Rahmen der obligatorischen Unfallversicherung versichert wird.
Erweiterung des obligatorischen Unfallschutzes nach UVG um zusätzliche Leistungen, die von Privatversicherern angeboten werden.
Verfügung: Letztwillige Verfügung mit Vollmacht
Bei Drittlebensversicherungen kann der Versicherungsnehmer regeln, wer nach seinem Tod neuer Versicherungsnehmer wird. Durch den Tod des Versicherungsnehmers wird keine Versicherungsleistung fällig, und der Vertrag erlischt nicht. Die Regelung über den neuen Versicherungsnehmer erfolgt in einer letztwilligen Verfügung. Die dazugehörige Vollmacht ermächtigt den Versicherer, sofort nach Kenntnisnahme des Todes den Übergang des Versicherungsnehmers durchzuführen. Fehlt eine letztwillige Verfügung, so fällt der Versicherungsvertrag in die Erbmasse des Verstorbenen. Alle vorhandenen Erben werden gemeinsam neue Versicherungsnehmer.
Eine Voraussetzung für eine Arbeitslosenentschädigung. Arbeitslos ist nur jemand, der in der Lage und bereit ist, eine zumutbare Stelle anzutreten. Vermittlungsfähigkeit bedeutet also Arbeitsfähigkeit und Arbeitswilligkeit.
Vermögensbildende Versicherungen, auch kapitalbindende genannt, sind Lebensversicherungen, mit denen ein Sparprozess in irgendeiner Form verbunden ist.
Steuer auf Kapitalerträgen (Zinsen, Dividenden: 35%), Renten (15%) und Kapitalleistungen aus Versicherung (8%). Sie ist vom Leistenden (Bank, Versicherung) direkt an den Fiskus abzuliefern. Wenn der Empfänger die erhaltene Leistung in der Steuererklärung deklariert, wird die erhobene Verrechnungssteuer zurückerstattet. Von diesem Prinzip (Erhebung der Steuer bei Auszahlung der Leistung und Rückerstattung bei Deklaration der Leistung) wird bei Versicherungsleistungen abgewichen. Ein Abzug der Verrechnungssteuer bei der Auszahlung der Leistung erfolgt nur dann, wenn die Ausrichtung der Leistung gemäss ausdrücklicher Anweisung des Leistungsempfängers nicht dem Fiskus (Eidgenössische Steuerverwaltung) gemeldet werden darf.
Der Versicherte ist der Vertragspartner des Versicherers. Er bezahlt die Prämie und erhält dafür von der Versicherung die im Versicherungsvertrag vereinbarte Gegenleistung.
Versicherung auf ein Leben
Lebensversicherung mit einer Police, in der eine einzige Person versichert ist.
Bei der Versicherung auf fremdes Leben schliesst der Versicherungsnehmer eine Lebensversicherung nicht auf sein eigenes Leben, sondern auf das Leben einer Drittperson ab. Versicherungsnehmer und versicherte Person sind somit nicht identisch, weshalb man auch von einer Fremd- oder Drittlebensversicherung spricht. Die Rechte und Pflichten aus dem Versicherungsvertrag stehen nur dem Versicherungsnehmer, nicht aber der versicherten Person zu. Der Abschluss einer Versicherung auf fremdes Leben braucht die vorgängige schriftliche Zustimmung des versicherten Dritten, damit er gültig ist (VVG 74).
Versicherung auf zwei Leben
Lebensversicherung mit einer Police, in der zwei Personen versichert sind.
Versicherung zu Gunsten Dritter
Eine Personenversicherung, bei welcher der Versicherungsnehmer einen Begünstigten bezeichnet, dem die Versicherungsleistung ganz oder teilweise zustehen soll.
Versicherung, freie
Eine freie Versicherung (Säule 3b) ist im Gegensatz zu einer gebundenen Versicherung (Säule 3a) ein Vertrag, der steuerlich nur mässig privilegiert ist, über den der Kunde dafür aber frei verfügen kann. Siehe auch Vorsorge.
Versicherung, gebundene
Die gebundene Vorsorge-Police (Säule 3a) ist steuerlich stark privilegiert, die Verfügungsgewalt des Versicherungsnehmers über einen solchen Vertrag ist allerdings auch sehr stark eingeschränkt. Siehe auch Vorsorge.
Versicherung, prämienfreie
Eine prämienfreie Versicherung ist ein Vertrag, für den der Kunde keine Prämien mehr bezahlt. Bei der Prämienfreistellung wird der vorhandene Rückkaufswert dazu verwendet (als Einmaleinlage), die Versicherungssumme neu (normalerweise tiefer als zu Beginn) zu bestimmen.
Die vertragliche Leistung des Versicherers nach einem Versicherungsfall. Sie kann eine Geldleistung oder eine Dienstleistung sein.
Das KVG bietet einen Spielraum für kostensparende Versiche-rungsmodelle. Verbreitet sind das HMO-Modell, das Hausarzt-Modell, das Light-Modell und das Telemed-Modell.
Versorgerschäden
Ein Versorgerschaden ist derjenige Schaden, der durch die Tötung oder Verletzung eines Versorgers ( z.B.: Ehemann und -frau, Vater, Mutter) entsteht, weil die unterstützungspflichtigen Personen ihren Versorger verlieren.
Der Zeitpunkt, in welchem der Vertragsschluss durch Annahme eines verbindlichen Antrages herbeigeführt wird.
Diejenige Person, die für eine handlungsunfähige Person (Unmündige, Bevormundete, Entmündigte) die Handlungen vornehmen kann bzw. muss, die letztere zur Begründung von Rechten und Pflichten benötigt.
Verwertbarkeit (bei Konkurs/Pfändung)
Bei Zahlungsunfähigkeit des Kunden kann der Rückkaufswert einer Lebensversicherung nach vorgängiger Pfändung bzw. im Rahmen des Konkursverfahrens verwertet werden. Das Rückkaufsbegehren stellt das Betreibungs- bzw. das Konkursamt. Mit dem Rückkaufswert werden die Forderungen des/der Gläubiger/s ganz oder teilweise befriedigt. Eine Verwertung kann aber nur erfolgen, wenn der Vertrag nicht durch das Konkursprivileg geschützt ist oder wenn es sich nicht um eine gebundene Vorsorge-Police handelt.
Gemäss Art. 15 Abs. 2 BVG legt der Bundesrat den Mindestzinssatz auf Altersguthaben fest. Er beträgt gegenwärtig (Stand 2005) 2.5 Prozent (Art. 12 BVV 2).
Siehe Belehnung.
Zins für auf Versicherungspolicen gewährte "Darlehen". Er ist vorschüssig zu Beginn des Versicherungsjahres zu bezahlen.
Speziell in der Personenversicherung kann ein erhöhtes Risiko wegen vorbestandener Krankheit/Unfälle oder schlechtem Gesundheitszustand im Zeitpunkt des Abschlusses zu einem Vorbehalt führen; als Vorbehalt wird eine Einschränkung im Versicherungsschutz bezeichnet. Als Alternative zum Vorbehalt kann allenfalls eine Mehrprämie vereinbart werden. Siehe auch Erschwerungen.
Vorschüssig heisst, dass eine Leistung vor Beginn einer Zahlungperiode fällig ist.
"1. Freie Vorsorge: Unter freier Vorsorge verstehen wir alle Vorkehren, die im Hinblick auf Vorsorge getroffen werden. Dazu gehören in erster Linie Lebensversicherungen, aber auch Kapitalanlagen, Erwerb von Wohneigentum usw. 2. Gebundene Vorsorge: In der Schweiz steuerpflichtige Erwerbstätige haben die Möglichkeit, mit zusätzlichen steuerlichen Erleichterungen Selbstvorsorge zu betreiben. Die zurückgelegten Mittel müssen jedoch ausschliesslich und unwiderruflich der Vorsorge dienen. Den steuerlichen Vergünstigungen stehen andererseits einschränkende Vorschriften bezüglich Abschluss, Gestaltung und Verfügung gegenüber. Die gebundene Vorsorge kann sowohl über die gebundene Lebensversicherung wie auch über Banksparpläne getroffen werden. "
Der Vorsorgeausweis ist ein Informationsdokument für die versicherte Person und enthält Angaben über persönliche Ansprüche und Verpflichtungen sowie deren konkrete Höhe z.B. Pensionskassenausweis, AHV-Ausweis.
Das BVG verpflichtet die Arbeitgeber, die obligatorisch zu versichernde Arbeitnehmer beschäftigen, einen verselbständigten Vorsorgeträger, eine sogenannte Vorsorgeeinrichtung, zu schaffen - gewöhnlich Pensionskassen genannt - oder sich einer bestehenden Vorsorgeeinrichtung anzuschliessen. Dahinter steckt die Absicht des Gesetzgebers, das Vorsorgevermögen im Falle eines Konkurses des Arbeitgebers zu schützen und somit für die Personalvorsorge zu sichern. Die Vorsorgeeinrichtung muss in das Register für berufliche Vorsorge eingetragen sein und die Rechtsform einer Stiftung, Genossenschaft oder einer Einrichtung des öffentlichen Rechts aufweisen.
Der Vorsorgefall entspricht dem Versicherungsfall im Rahmen des BVG.
Die Vorsorgepolice ist ein breitgefächertes Angebot der Lebensversicherung im Rahmen der steuerbegünstigten, gebundenen Vorsorge.
Das Vorsorgereglement regelt die berufliche Vorsorge der Vorsorgeeinrichtung und hält die Rechte und Pflichten aller Beteiligten fest. Es wird vom zuständigen Organ der Vorsorgeeinrichtung erlassen.
Wagnis (NBU)
Private Aktivität, durch die sich ein Versicherter freiwillig einer besonders grossen Unfallgefahr aussetzt und die zur Kürzung oder Verweigerung der Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung führt.
Die Wartefrist ist diejenige Zeit, die zwischen dem Eintritt des Versicherungsfalles und dem Beginn der Leistungspflicht der Gesellschaft liegt. Sie gilt bei den Erwerbsausfallrenten und bei den Taggeldern der Lebensversicherung. Die Wartefristen erlauben eine Koordination mit anderen Versicherungsträgern, die das gleiche Risiko ebenfalls decken. Auch kann damit der Lohnzahlungspflicht durch den Arbeitgeber Rechnung getragen werden. Nicht verwechselt werden darf die Wartezeit mit der Karenzzeit.
Als Zeitrenten werden für eine bestimmte Zeit vereinbarte, regelmässige Rentenzahlungen bezeichnet; im Gegensatz zu lebenslänglichen Renten.
Stelle, die das zentrale Versichertenregister führt und die letzte Ausgleichskasse im Versicherungsfall bei der Zusammenstellung der individuellen Konten eines Versicherten unterstützt.
Berufliche Vorsorge als zweiter Pfeiler des schweizerischen Sozialversicherungssystems. Die zweite Säule umfasst die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (BV, obligatorisch für Arbeitnehmende ab einem bestimmten Einkommen) sowie die obligatorische Unfallversicherung (UV, obligatorisch für alle Arbeitnehmenden).