Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20K%2035/12
Timestamp: 2019-07-18 14:29:08
Document Index: 287902666

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 27', '§ 164', '§ 129', 'Art 14', '§ 27', '§ 27', '§ 27', '§ 27']

FG Schleswig-Holstein, 28.11.2013 - 1 K 35/12 - dejure.org
https://dejure.org/2013,42859
FG Schleswig-Holstein, 28.11.2013 - 1 K 35/12 (https://dejure.org/2013,42859)
FG Schleswig-Holstein, Entscheidung vom 28.11.2013 - 1 K 35/12 (https://dejure.org/2013,42859)
FG Schleswig-Holstein, Entscheidung vom 28. November 2013 - 1 K 35/12 (https://dejure.org/2013,42859)
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§ 27 Abs 5 S 2 KStG 2002 vom 07.12.2006, § 27 Abs 2 S 1 KStG 2002, § 164 AO, § 129 AO, Art 14 GG
Keine Änderung des Feststellungsbescheides über das steuerliche Einlagenkonto - Verfassungsmäßigkeit der Ausschlussfrist in § 27 Abs. 5 Satz 2 KStG
Anspruch auf Änderung des Feststellungsbescheides über das steuerliche Einlagekonto - Haftungsanspruch wegen nicht abgeführter Kapitalertragsteuer
Gesetzliche Fiktion zur Vermeidung der Verzögerungen durch verspätete Bescheinigungen einer Einlagenrückgewähr auf Grundlage des § 27 Abs. 5 S. 2 KStG; Änderung eines Feststellungsbescheides über ein steuerliches Einlagekonto; Haftungsanspruch des Finanzamts wegen nicht abgeführter Kapitalertragsteuer
BB 2014, 1562
EFG 2014, 581
Im Urteil des Finanzgerichts Schleswig-Holstein vom 28. November 2013 ( 1 K 35/12, nachfolgend Urteil des Bundesfinanzhofes vom 11. Februar 2015 - I R 3/14, a.a.O.) wird lediglich angesprochen, dass es Stimmen in der Literatur gibt, die dies so tun, aufgrund des unterschiedlichen Sachverhaltes kam es aber dann in der Entscheidung nicht auf diese Rechtsfrage an.
Denn die von der Körperschaft angestrebte steuerliche Rechtsfolge ist bei zumutbarer Sorgfalt unter Einhaltung der - unkompliziert ausgestalteten - formellen gesetzlichen Anforderungen auf einfache Weise und auch innerhalb eines ausreichend bemessenen Zeitkorridors - im Streitfall liegen zwischen dem Tag der Ausschüttung am 17.09.2007 und dem Tag der Bekanntgabe des Feststellungsbescheids vom 09.06.2009 nahezu zwei Jahre - zu erreichen (so auch Urteil des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts vom 28. November 2013 1 K 35/12, EFG 2014, 581, m.w.N., Revision anhängig unter I R 3/14).
Denn dem stünde die als materiellrechtlich wirkende Ausschlussfrist ausgestaltete Fiktion des § 27 Abs. 5 Satz 2 KStG entgegen (vgl. Urteil des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts vom 28. November 2013 1 K 35/12, a.a.O.).
Der Gesetzgeber hat durch die Festschreibung einer Verwendung von 0 Euro eine klare und eindeutige Regelung getroffen und dabei Härten absichtlich in Kauf genommen (vgl. Urteil des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts vom 28. November 2013 1 K 35/12, EFG 2014, 581 m.w.N., insbesondere Frotscher/Maas, KStG, § 27 Rn. 88c und 88d und Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 18. Juli 2014 1 K 1338/12, juris-web).).