Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20001024_OGH0002_0040OB00204_00D0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-02-28 12:51:54
Document Index: 296242662

Matched Legal Cases: ['OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 28', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1330', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§9', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 1', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 9', 'OGH', 'OGH', '§9', '§ 9', '§ 9', 'OGH', '§ 9', '§ 9', 'OGH', 'OGH', '§ 9', '§ 9', '§ 9', 'OGH', '§ 9', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 9', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 9', '§ 9', '§ 2', '§ 9', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 4Ob204/00d - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 4Ob17/91 4Ob16/91 4Ob22...
RS0037733
4Ob17/91; 4Ob16/91; 4Ob22/91; 4Ob66/92 (4Ob67/92); 4Ob48/93; 4Ob47/94; 4Ob39/94; 4Ob1150/94; 4Ob33/95; 4Ob90/95; 4Ob2100/96v; 4Ob8/97y; 4Ob58/98b; 4Ob364/97a; 4Ob78/98v; 4Ob87/98t; 4Ob123/98m; 4Ob44/98v; 5Ob227/98p; 4Ob73/99k; 4Ob162/99y; 4Ob169/99b; 4Ob155/99v; 5Ob33/99k; 4Ob304/99f; 4Ob54/00w; 4Ob113/00x; 4Ob144/00f; 4Ob103/00a; 4Ob248/00z; 4Ob204/00d; 6Ob109/00y; 4Ob278/00m; 6Ob13/01g; 6Ob96/01p; 4Ob70/01z; 4Ob28/01y; 4Ob174/02w; 4Ob280/02h; 4Ob75/03p; 4Ob159/03s; 4Ob182/03y; 4Ob194/03p; 4Ob230/04h; 7Ob207/04y; 6Ob273/05y; 4Ob180/06h; 17Ob5/07w; 4Ob29/07d; 9ObA104/07w; 4Ob105/08g; 4Ob144/08t; 4Ob171/08p; 17Ob40/08v; 17Ob44/08g; 4Ob95/09p; 4Ob164/09k; 4Ob154/09i; 4Ob62/10m; 17Ob1/10m; 4Ob93/10w; 4Ob88/10k; 17Ob15/10w; 17Ob16/11v; 17Ob27/11m; 4Ob79/12i; 4Ob158/13h; 4Ob87/14v; 6Ob200/14a; 4Ob80/15s; 4Ob184/15k; 4Ob95/16y; 4Ob97/16t; 1Ob100/17p; 4Ob175/17i; 6Ob116/17b; 4Ob166/19v (4Ob187/19g)
Ein Weg, dem Verpflichteten die Umgehung von Unterlassungsgeboten nicht allzu leicht zu machen, liegt darin, die tatsächlich verübte Handlung bei ihrer Beschreibung allgemeiner zu fassen und ihr so einen breiteren Rahmen zu geben. Dabei muss der Kern der Verletzungshandlung so erfasst sein, dass unter den Schutzumfang des Unterlassungsanspruches nicht nur völlig gleichartige Handlungen, sondern auch alle anderen fallen, die diesen Kern unberührt lassen. Besteht die dringende Befürchtung, der Verletzer werde bei einem Verbot dessen, was er tatsächlich begangen hat, das gleiche auf andere Weise wiederholen, dann wäre es nahezu sinnlos, ihm nur die konkrete Verletzungshandlung im engsten Sinn zu untersagen; hier wird vielmehr das weitere Unterlassungsbegehren auch aus dem Gedanken der "vorbeugenden" Unterlassungsklage gerechtfertigt sein. Hat jedoch der Beklagte schon eine Verletzungshandlung begangen, ist für die allgemeinere Fassung des Verbotes nicht das Vorliegen der strengen Voraussetzungen einer vorbeugenden Unterlassungsklage erforderlich.
Entscheidungstext OGH 12.03.1991 4 Ob 17/91
Veröff: ÖBl 1991,105 = WBl 1991,265
Veröff: ÖBl 1991,108
4 Ob 22/91
Entscheidungstext OGH 09.04.1991 4 Ob 22/91
Auch; nur: Ein Weg, dem Verpflichteten die Umgehung von Unterlassungsgeboten nicht allzu leicht zu machen, liegt darin, die tatsächlich verübte Handlung bei ihrer Beschreibung allgemeiner zu fassen und ihr so einen breiteren Rahmen zu geben. Dabei muss der Kern der Verletzungshandlung so erfasst sein, dass unter den Schutzumfang des Unterlassungsanspruches nicht nur völlig gleichartige Handlungen, sondern auch alle anderen Fallen, die diesen Kern unberührt lassen. (T1)
Veröff: WBl 1991,264
Auch; nur T1; Veröff: MR 1992,252 = ÖBl 1992,273
4 Ob 48/93
Entscheidungstext OGH 18.05.1993 4 Ob 48/93
4 Ob 47/94
Entscheidungstext OGH 10.05.1994 4 Ob 47/94
Beisatz: Aus dem geltend gemachten Verstoß der Beklagten gegen das gesetzliche Gebot, in bestimmten Fällen Warnhinweise an Produkten anzubringen, kann die Klägerin nicht den Anspruch ableiten, der Beklagten ganz allgemein den Vertrieb kosmetischer Produkte zu untersagen, "die den dafür jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften nicht entsprechen". "Lancaster Sonnenkosmetik". (T2)
4 Ob 39/94
Entscheidungstext OGH 19.09.1994 4 Ob 39/94
4 Ob 1150/94
Entscheidungstext OGH 17.01.1995 4 Ob 1150/94
4 Ob 33/95
Entscheidungstext OGH 09.05.1995 4 Ob 33/95
4 Ob 90/95
Entscheidungstext OGH 21.11.1995 4 Ob 90/95
nur: Ein Weg, dem Verpflichteten die Umgehung von Unterlassungsgeboten nicht allzu leicht zu machen, liegt darin, die tatsächlich verübte Handlung bei ihrer Beschreibung allgemeiner zu fassen und ihr so einen breiteren Rahmen zu geben. (T3)
4 Ob 8/97y
Entscheidungstext OGH 11.02.1997 4 Ob 8/97y
4 Ob 58/98b
Entscheidungstext OGH 24.02.1998 4 Ob 58/98b
4 Ob 364/97a
Entscheidungstext OGH 27.01.1998 4 Ob 364/97a
4 Ob 78/98v
Entscheidungstext OGH 31.03.1998 4 Ob 78/98v
4 Ob 87/98t
Entscheidungstext OGH 31.03.1998 4 Ob 87/98t
4 Ob 123/98m
Entscheidungstext OGH 05.05.1998 4 Ob 123/98m
4 Ob 44/98v
Entscheidungstext OGH 05.05.1998 4 Ob 44/98v
Auch; nur: Besteht die dringende Befürchtung, der Verletzer werde bei einem Verbot dessen, was er tatsächlich begangen hat, das gleiche auf andere Weise wiederholen, dann wäre es nahezu sinnlos, ihm nur die konkrete Verletzungshandlung im engsten Sinn zu untersagen. (T4)
Beisatz: Nach der Natur des Verstoßes und dem bisherigen Verhalten des Verbotspflichtigen ist aber auch eine weitere, allgemeinere Fassung des Verbots oder aber eine enge Fassung des Unterlassungsgebots mit dem Verbot gleicher Verstöße gerechtfertigt. (T5)
Beisatz: Hier: § 28 Abs 2 KSchG. (T6)
4 Ob 73/99k
Entscheidungstext OGH 13.04.1999 4 Ob 73/99k
4 Ob 162/99y
Entscheidungstext OGH 22.06.1999 4 Ob 162/99y
Auch; nur: Dabei muss der Kern der Verletzungshandlung so erfasst sein, dass unter den Schutzumfang des Unterlassungsanspruches nicht nur völlig gleichartige Handlungen, sondern auch alle anderen fallen, die diesen Kern unberührt lassen. (T7)
4 Ob 155/99v
Entscheidungstext OGH 13.09.1999 4 Ob 155/99v
5 Ob 33/99k
Entscheidungstext OGH 07.12.1999 5 Ob 33/99k
nur: Ein Weg, dem Verpflichteten die Umgehung von Unterlassungsgeboten nicht allzu leicht zu machen, liegt darin, die tatsächlich verübte Handlung bei ihrer Beschreibung allgemeiner zu fassen und ihr so einen breiteren Rahmen zu geben. Dabei muss der Kern der Verletzungshandlung erfasst sein. (T8)
4 Ob 304/99f
Entscheidungstext OGH 18.01.2000 4 Ob 304/99f
4 Ob 54/00w
Entscheidungstext OGH 14.03.2000 4 Ob 54/00w
4 Ob 113/00x
Entscheidungstext OGH 12.04.2000 4 Ob 113/00x
Ähnlich; nur T3
4 Ob 144/00f
Entscheidungstext OGH 23.05.2000 4 Ob 144/00f
4 Ob 103/00a
Entscheidungstext OGH 23.05.2000 4 Ob 103/00a
4 Ob 248/00z
Entscheidungstext OGH 14.11.2000 4 Ob 248/00z
4 Ob 204/00d
Entscheidungstext OGH 24.10.2000 4 Ob 204/00d
Auch; nur: Hat jedoch der Beklagte schon eine Verletzungshandlung begangen, ist für die allgemeinere Fassung des Verbotes nicht das Vorliegen der strengen Voraussetzungen einer vorbeugenden Unterlassungsklage erforderlich. (T9)
Veröff: SZ 73/162
Entscheidungstext OGH 23.11.2000 6 Ob 109/00y
nur T7; Beisatz: Bei der Frage, auf welcher Stufe der Verallgemeinerung die konkrete Verletzungshandlung zu umschreiben ist, ist eine gewisse Großzügigkeit notwendig, könnte doch sonst der Beklagte durch ein ähnliches, aber dem Titelwortlaut nicht völlig gleiches Zuwiderhandeln die Vollstreckung des Urteiles und der Unterlassungsgebot umgehen. (T10)
Veröff: SZ 73/181
6 Ob 13/01g
Entscheidungstext OGH 29.03.2001 6 Ob 13/01g
Auch; Beisatz: Hier: § 1330 ABGB. (T11)
6 Ob 96/01p
Entscheidungstext OGH 26.04.2001 6 Ob 96/01p
4 Ob 70/01z
Entscheidungstext OGH 03.04.2001 4 Ob 70/01z
Vgl auch; nur T1; Veröff: SZ 74/52
4 Ob 174/02w
Entscheidungstext OGH 15.10.2002 4 Ob 174/02w
Auch; Veröff: SZ 2002/134
4 Ob 280/02h
Entscheidungstext OGH 17.12.2002 4 Ob 280/02h
4 Ob 75/03p
Entscheidungstext OGH 29.04.2003 4 Ob 75/03p
4 Ob 159/03s
Entscheidungstext OGH 07.10.2003 4 Ob 159/03s
4 Ob 182/03y
Entscheidungstext OGH 23.09.2003 4 Ob 182/03y
Auch; nur: Ein Weg, dem Verpflichteten die Umgehung von Unterlassungsgeboten nicht allzu leicht zu machen, liegt darin, die tatsächlich verübte Handlung bei ihrer Beschreibung allgemeiner zu fassen und ihr so einen breiteren Rahmen zu geben. (T12)
4 Ob 194/03p
Entscheidungstext OGH 07.10.2003 4 Ob 194/03p
4 Ob 230/04h
Entscheidungstext OGH 09.11.2004 4 Ob 230/04h
Auch; Beisatz: ........ oder mit allgemeiner Fassung des Unterlassungsgebots mit konkreten Einzelverboten. (T13)
Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 273/05y
Beisatz: Der durch eine herabsetzende Äußerung Betroffene hat nur Anspruch auf Untersagung der konkreten Äußerung und ähnlicher Äußerungen. Gegenstand des Urteilsantrags (Sicherungsantrags) ist demnach nur die konkrete Verletzungshandlung. (T14)
4 Ob 180/06h
Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 180/06h
17 Ob 5/07w
Entscheidungstext OGH 24.04.2007 17 Ob 5/07w
Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Verbot der Verwendung verwechselbar ähnlicher Marken für Waren, für welche die Marken eingetragen sind, und „gleichartige Waren" stellt keine grobe Fehlbeurteilung dar. (T15)
4 Ob 144/08t
Entscheidungstext OGH 23.09.2008 4 Ob 144/08t
nur T12
Vgl auch; Beisatz: Siehe auch RS0037607. (T16)
17 Ob 40/08v
Entscheidungstext OGH 24.03.2009 17 Ob 40/08v
Auch; Veröff: SZ 2009/34
4 Ob 95/09p
Entscheidungstext OGH 14.07.2009 4 Ob 95/09p
4 Ob 164/09k
Entscheidungstext OGH 19.11.2009 4 Ob 164/09k
Vgl; nur ähnlich T3; Veröff: SZ 2010/1
4 Ob 62/10m
Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 62/10m
17 Ob 1/10m
Entscheidungstext OGH 13.07.2010 17 Ob 1/10m
Vgl; Beisatz: Ein seinem Umfang nach berechtigtes Begehren ist aber als Minus im zu weiten Sicherungsantrag enthalten. (T17)
4 Ob 93/10w
Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 93/10w
4 Ob 88/10k
Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 88/10k
Auch; nur T1; Beis wie T13
17 Ob 15/10w
Entscheidungstext OGH 17.11.2010 17 Ob 15/10w
17 Ob 16/11v
Entscheidungstext OGH 19.09.2011 17 Ob 16/11v
17 Ob 27/11m
Entscheidungstext OGH 12.06.2012 17 Ob 27/11m
4 Ob 79/12i
Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 79/12i
4 Ob 158/13h
Entscheidungstext OGH 23.09.2013 4 Ob 158/13h
Vgl auch; ähnlich nur T1
4 Ob 87/14v
Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 87/14v
6 Ob 200/14a
Entscheidungstext OGH 19.03.2015 6 Ob 200/14a
4 Ob 184/15k
Entscheidungstext OGH 17.11.2015 4 Ob 184/15k
4 Ob 95/16y
Entscheidungstext OGH 24.05.2016 4 Ob 95/16y
4 Ob 97/16t
Entscheidungstext OGH 15.06.2016 4 Ob 97/16t
1 Ob 100/17p
Entscheidungstext OGH 28.06.2017 1 Ob 100/17p
Auch; Ähnlich nur T1; nur T9; Beis wie T10
4 Ob 166/19v
Entscheidungstext OGH 24.10.2019 4 Ob 166/19v
Vgl aber; Beisatz: Hier: Zu weit formuliertes, auf das UrhG gestütztes Unterlassungsbegehren, wenn der Beklagten allgemein die Verwendung von Allgemeinen Lieferbedingungen, soweit es sich um Sprachwerke handle, untersagt werden soll, wenn nur zwei Passagen der Lieferbedingungen Werkcharakter haben. (T18)
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0037733
JJR_19910312_OGH0002_0040OB00017_9100000_004
Rechtssatz für 4Ob87/92 4Ob120/92 4Ob7...
RS0081417
4Ob87/92; 4Ob120/92; 4Ob77/93; 3Ob146/93; 4Ob24/94 (4Ob25/94); 4Ob22/94; 4Ob57/94; 4Ob126/94; 4Ob15/95; 4Ob32/95; 4Ob35/95; 4Ob51/95; 3Ob90/95 (3Ob91/95); 4Ob86/95 (4Ob87/95); 4Ob2053/96g; 4Ob2062/96f; 4Ob2120/96k; 4Ob2240/96g; 4Ob7/97a; 4Ob326/97p; 4Ob109/98b; 4Ob133/98g; 4Ob203/98a; 4Ob211/98b; 4Ob221/98y; 4Ob227/98f; 4Ob332/98x; 4Ob95/99w; 4Ob203/99b; 4Ob156/99s; 4Ob290/99x; 4Ob7/00h; 4Ob45/00x; 4Ob46/00v; 4Ob36/00y; 4Ob102/00d; 4Ob140/00t; 4Ob204/00d; 4Ob278/00m; 4Ob170/01f; 4Ob13/02v; 4Ob35/03f; 4Ob250/05a; 4Ob162/06m; 4Ob110/07s; 4Ob237/07t; 4Ob17/08s; 4Ob57/08y; 4Ob154/08p; 4Ob158/08a; 4Ob87/09m; 4Ob34/11w
UWG §9a
Zugabe ist nach ständiger Rechtsprechung ein zusätzlicher Vorteil, der neben der Hauptware (Hauptleistung) ohne besondere Berechnung angekündigt wird, um den Absatz der Hauptware oder die Verwertung der Hauptleistung zu fördern. Dieser Vorteil muss mit der Hauptware (Hauptleistung) in einem solchen Zusammenhang stehen, dass er objektiv geeignet ist, den Kunden in seinem Entschluss zum Erwerb der Hauptware (Hauptleistung) zu beeinflussen, also Werbemittel oder Lockmittel sein.
4 Ob 87/92
Entscheidungstext OGH 20.10.1992 4 Ob 87/92
Veröff: MuR 1993,69 = ÖBl 1993,24
4 Ob 120/92
Entscheidungstext OGH 12.01.1993 4 Ob 120/92
Veröff: EvBl 1993/130 S 530 = WBl 1993,197 = ecolex 1993,326 = ÖBl 1993,111
4 Ob 77/93
Entscheidungstext OGH 27.07.1993 4 Ob 77/93
nur: Zugabe ist nach ständiger Rechtsprechung ein zusätzlicher Vorteil, der neben der Hauptware (Hauptleistung) ohne besondere Berechnung angekündigt wird, um den Absatz der Hauptware oder die Verwertung der Hauptleistung zu fördern. (T1) Veröff: MuR 1993,196 = ÖBl 1993,250 = WBl 1994,33
3 Ob 146/93
Entscheidungstext OGH 24.11.1993 3 Ob 146/93
4 Ob 24/94
Entscheidungstext OGH 22.03.1994 4 Ob 24/94
Beisatz: "Kika-Gratis-Tag" (T2)
4 Ob 22/94
Entscheidungstext OGH 22.03.1994 4 Ob 22/94
4 Ob 57/94
Entscheidungstext OGH 31.05.1994 4 Ob 57/94
Beisatz: Hier: Michelfeit-Gratis-Tag (T3)
4 Ob 126/94
Entscheidungstext OGH 22.11.1994 4 Ob 126/94
4 Ob 15/95
Entscheidungstext OGH 07.03.1995 4 Ob 15/95
4 Ob 32/95
Entscheidungstext OGH 25.04.1995 4 Ob 32/95
4 Ob 35/95
Entscheidungstext OGH 09.05.1995 4 Ob 35/95
nur T1; Beisatz: So schon 4 Ob 310/69 zu § 1 ZugG (EvBl 1969/261) (T3) Veröff: SZ 68/88
4 Ob 51/95
Entscheidungstext OGH 13.06.1995 4 Ob 51/95
Entscheidungstext OGH 31.08.1995 3 Ob 90/95
4 Ob 2053/96g
Entscheidungstext OGH 26.03.1996 4 Ob 2053/96g
nur T1; Beisatz: CA-Tausender. (T4)
4 Ob 2062/96f
Entscheidungstext OGH 29.05.1996 4 Ob 2062/96f
4 Ob 2120/96k
Entscheidungstext OGH 09.07.1996 4 Ob 2120/96k
Beisatz: Vorhangnähen gratis. (T5)
4 Ob 2240/96g
Entscheidungstext OGH 01.10.1996 4 Ob 2240/96g
4 Ob 7/97a
Entscheidungstext OGH 11.02.1997 4 Ob 7/97a
4 Ob 326/97p
Entscheidungstext OGH 12.11.1997 4 Ob 326/97p
Vgl; Beisatz: Keine Zugabe, wenn die Ankündigung der Gewinnmöglichkeit nur gegenüber jenen Zeitungsverschleißern gemacht wird, die die Zeitung bisher schon vertrieben haben. (T6)
4 Ob 109/98b
Entscheidungstext OGH 21.04.1998 4 Ob 109/98b
4 Ob 133/98g
Entscheidungstext OGH 30.06.1998 4 Ob 133/98g
4 Ob 203/98a
Entscheidungstext OGH 12.07.1998 4 Ob 203/98a
4 Ob 211/98b
Entscheidungstext OGH 12.08.1998 4 Ob 211/98b
4 Ob 221/98y
Entscheidungstext OGH 28.09.1998 4 Ob 221/98y
4 Ob 227/98f
Entscheidungstext OGH 20.10.1998 4 Ob 227/98f
4 Ob 332/98x
Entscheidungstext OGH 26.01.1999 4 Ob 332/98x
4 Ob 95/99w
Entscheidungstext OGH 27.04.1999 4 Ob 95/99w
4 Ob 203/99b
Entscheidungstext OGH 13.09.1999 4 Ob 203/99b
4 Ob 156/99s
Entscheidungstext OGH 19.10.1999 4 Ob 156/99s
4 Ob 290/99x
Entscheidungstext OGH 14.12.1999 4 Ob 290/99x
4 Ob 7/00h
Entscheidungstext OGH 15.02.2000 4 Ob 7/00h
Beisatz: Hier: Die Ankündigung, ein Mobiltelefon samt Gebührengutschrift bei Abschluss eines Zeitungsabonnements gratis abzugeben. (T7)
4 Ob 102/00d
Entscheidungstext OGH 23.05.2000 4 Ob 102/00d
4 Ob 140/00t
Entscheidungstext OGH 23.05.2000 4 Ob 140/00t
Auch; nur T1; Veröff: SZ 73/162
Auch; nur: Dieser Vorteil muss mit der Hauptware (Hauptleistung) in einem solchen Zusammenhang stehen, dass er objektiv geeignet ist, den Kunden in seinem Entschluss zum Erwerb der Hauptware (Hauptleistung) zu beeinflussen, also Werbemittel oder Lockmittel sein. (T9)
4 Ob 170/01f
Entscheidungstext OGH 12.09.2001 4 Ob 170/01f
4 Ob 13/02v
Entscheidungstext OGH 12.02.2002 4 Ob 13/02v
nur: Zugabe ist nach ständiger Rechtsprechung ein zusätzlicher Vorteil, der neben der Hauptware (Hauptleistung) ohne besondere Berechnung angekündigt wird, um den Absatz der Hauptware oder die Verwertung der Hauptleistung zu fördern. (T10)
4 Ob 35/03f
Entscheidungstext OGH 08.07.2003 4 Ob 35/03f
Vgl auch; Beisatz: Hier: Autobahn-Jahresvignette, bestimmt für einen neugewonnenen Abonnenten, als kostenlose Zugabe in einem Zeitungsabonnement. (T11)
4 Ob 250/05a
Entscheidungstext OGH 14.02.2006 4 Ob 250/05a
Beisatz: Hier: Beklagte kündigt im Internet einen „AboClub" an, dem jeder kostenlos beitreten kann, der ein Jahresabonnement einer ihrer Zeitschriften erwirbt. Die Mitgliedschaft beim „AboClub" berechtigt zum vergünstigten Bezug von Waren und/oder Dienstleistungen Dritter sowie zur Teilnahme an Gewinnspielen; - unzulässige Zugabe. (T12)
4 Ob 162/06m
Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 162/06m
Beisatz: Hier: Pay-TV-Jahresabonnement und Digitalreceiver - „Funktionseinheit Premiereabonnement- Receiver". (T13)
4 Ob 110/07s
Entscheidungstext OGH 12.06.2007 4 Ob 110/07s
4 Ob 237/07t
Entscheidungstext OGH 22.01.2008 4 Ob 237/07t
4 Ob 17/08s
Entscheidungstext OGH 14.02.2008 4 Ob 17/08s
4 Ob 57/08y
Entscheidungstext OGH 08.07.2008 4 Ob 57/08y
Veröff: SZ 2008/96
4 Ob 154/08p
Entscheidungstext OGH 18.11.2008 4 Ob 154/08p
4 Ob 87/09m
Entscheidungstext OGH 14.07.2009 4 Ob 87/09m
Vgl; Beisatz: Zur richtlinienkonformen Auslegung von § 9a Abs 1 Z 1 UWG siehe RS0126589. (T14)
ECLI:AT:OGH0002:1992:RS0081417
JJR_19921020_OGH0002_0040OB00087_9200000_009
Rechtssatz für 4Ob86/95 (4Ob87/95) 4Ob2...
RS0090653
4Ob86/95 (4Ob87/95); 4Ob2317/96f; 4Ob204/00d
UWG §9a Abs2 Z5
Ist ein Gutschein nicht in Geld einzulösen, dann kann er auch keine Geldzugabe im Sinne der Ausnahmebestimmung des § 9a Abs 2 Z 5 UWG sein. Gutscheine können nur dann erlaubte Geldzugaben sein, wenn sie gegen Geld eingelöst werden, nicht aber dann, wenn ein darin genannter Betrag vom Kaufpreis einer (anderen) Ware abgezogen wird. Der mit dem Gutschein verbriefte Preisnachlaß beim Bezug einer anderen Ware fällt daher nicht unter die Ausnahmebestimmung des § 9 a Abs 2 Z 5 UWG.
4 Ob 2317/96f
Entscheidungstext OGH 29.10.1996 4 Ob 2317/96f
nur: Ist ein Gutschein nicht in Geld einzulösen, dann kann er auch keine Geldzugabe im Sinne der Ausnahmebestimmung des § 9a Abs 2 Z 5 UWG sein. Gutscheine können nur dann erlaubte Geldzugaben sein, wenn sie gegen Geld eingelöst werden. (T1) Beisatz: Auch wenn § 9a Abs 1 Z 5 UWG nicht bloß den "üblichen Barrabatt" freigibt, kann daraus nicht abgeleitet werden, daß jeder dem Käufer (Abonnenten) versprochene Vorteil davon erfaßt wird, wenn sein Wert nur in einem bestimmten Geldbetrag ausgedrückt ist. Ein Warengutschein ist auch dann kein bestimmter Geldbetrag, wenn der Gutscheininhaber aus einem großen Sortiment wählen kann. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0090653
JJR_19951121_OGH0002_0040OB00086_9500000_004
RS0090654
4Ob86/95 (4Ob87/95); 4Ob2317/96f; 4Ob70/00y; 4Ob204/00d; 4Ob254/02k; 4Ob102/06p; 4Ob106/07b; 4Ob130/07g; 4Ob128/07p
Mit § 9a Abs 2 Z 5 UWG soll nur ein bestimmter oder auf bestimmte Art zu berechnender, der Ware nicht beigefügter Geldbetrag vom Zugabentatbestand ausgenommen werden, also die als Zugaben gewährten Rabatte, die den Preis der Hauptware klar erkennen lassen. Das Ankündigen eines Preisnachlasses beim Bezug einer anderen Ware führt aber zur Verschleierung des Preises der Hauptware. Ein mit einem Gutschein verbriefter Preisnachlaß beim Bezug einer anderen Ware fällt daher nicht unter die Ausnahmebestimmung des § 9a Abs 2 Z 5 UWG.
Vgl auch; Beisatz: Auch wenn § 9a Abs 1 Z 5 UWG nicht bloß den "üblichen Barrabatt" freigibt, kann daraus nicht abgeleitet werden, daß jeder dem Käufer (Abonnenten) versprochene Vorteil davon erfaßt wird, wenn sein Wert nur in einem bestimmten Geldbetrag ausgedrückt ist. Ein Warengutschein ist auch dann kein bestimmter Geldbetrag, wenn der Gutscheininhaber aus einem großen Sortiment wählen kann. (T1)
4 Ob 70/00y
Entscheidungstext OGH 14.03.2000 4 Ob 70/00y
Vgl auch; nur: Mit § 9a Abs 2 Z 5 UWG soll nur ein bestimmter oder auf bestimmte Art zu berechnender, der Ware nicht beigefügter Geldbetrag vom Zugabentatbestand ausgenommen werden, also die als Zugaben gewährten Rabatte, die den Preis der Hauptware klar erkennen lassen. (T2)
Auch; Veröff: SZ 73/162
4 Ob 254/02k
Entscheidungstext OGH 19.11.2002 4 Ob 254/02k
4 Ob 102/06p
Entscheidungstext OGH 09.08.2006 4 Ob 102/06p
Auch; Beisatz: Hier: „Tankgutscheine" als Zugabe zu einem Zeitungsabonnement als zulässig erachtet. (T3)
4 Ob 106/07b
Entscheidungstext OGH 12.06.2007 4 Ob 106/07b
Auch; Beisatz: Nach nunmehr ständiger Rechtsprechung des Senats fallen Gutscheine, die zu einem verbilligten Bezug von Waren oder Dienstleistungen berechtigen, nur dann unter den Ausnahmetatbestand des § 9a Abs 2 Z 5 UWG, wenn der Markt für diese Waren oder Dienstleistungen so transparent ist, dass der Verbraucher leicht Vergleichspreise ermitteln und so den tatsächlichen Wert der Gutscheine abschätzen kann. (T4)
4 Ob 130/07g
Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 130/07g
Auch; Bem: Auf die Frage, ob die zu Wertgutscheinen angestellten Erwägungen auch auf reine Sachzugaben übertragen werden können, wird hier mangels Behauptungen in erster Instanz nicht eingegangen. (T5)
4 Ob 128/07p
Entscheidungstext OGH 07.08.2007 4 Ob 128/07p
Auch; Beisatz: Hier: Gutschein für eine Autobahnvignette als Zugabe zu einem Zeitungsabonnement als zulässig erachtet. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0090654
JJR_19951121_OGH0002_0040OB00086_9500000_005
Rechtssatz für 4Ob2053/96g 4Ob2317/96f...
RS0104485
4Ob2053/96g; 4Ob2317/96f; 4Ob204/00d
Der Gesetzgeber des Wettbewerbsderegulierungsgesetzes BGBl 1992/147 - mit dem § 9 a UWG eingeführt wurde - hat die Ausnahme nach § 9 a Abs 2 Z 5 UWG bewußt - anders als bisher in § 2 Abs 1 lit a ZugG - nicht dadurch beschränkt, daß der Geldbetrag im unmittelbaren Verkehr mit den Verbrauchern lediglich im Verhältnis zur Menge oder zum Preis der gekauften Ware berechnet werden dürfe. Der Ausnahmetatbestand ist sohin nicht mehr - wie früher für Letztverbraucher - auf den "üblichen Barrabatt" beschränkt. Die Ankündigung einer Zugabe in der Form eines bestimmten Geldbetrages ist daher grundsätzlich zulässig. - CA-Tausender
Auch; Beisatz: Auch wenn § 9a Abs 1 Z 5 UWG nicht bloß den "üblichen Barrabatt" freigibt, kann daraus nicht abgeleitet werden, daß jeder dem Käufer (Abonnenten) versprochene Vorteil davon erfaßt wird, wenn sein Wert nur in einem bestimmten Geldbetrag ausgedrückt ist. Ein Warengutschein ist auch dann kein bestimmter Geldbetrag, wenn der Gutscheininhaber aus einem großen Sortiment wählen kann. (T1)
Auch; nur: Der Ausnahmetatbestand ist sohin nicht mehr - wie früher für Letztverbraucher - auf den "üblichen Barrabatt" beschränkt. (T2); Veröff: SZ 73/162
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0104485
JJR_19960326_OGH0002_0040OB02053_96G0000_001
Rechtssatz für 4Ob204/00d 4Ob254/02k
RS0114359
4Ob204/00d; 4Ob254/02k
Die Möglichkeit zum verbilligten Bezug einer Ware reicht für eine Gleichstellung des Gutscheins mit Bargeld nicht aus, weil sich sein Wert (mag er auch auf einen bestimmten Geldbetrag lauten) danach bestimmt, ob Interesse am Bezug der entsprechenden Ware besteht und zu welchem Preis der angesprochene Kunde die Ware ohne diesen Gutschein erhalten hätte.
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114359
JJR_20001024_OGH0002_0040OB00204_00D0000_001