Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Brandenburg&Datum=19.12.2013&Aktenzeichen=3%20Wx%205/12
Timestamp: 2019-10-23 01:29:00
Document Index: 234267758

Matched Legal Cases: ['§ 2361', '§ 286', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 69', '§ 68', '§ 68']

OLG Brandenburg, 19.12.2013 - 3 Wx 5/12 - dejure.org
OLG Brandenburg, 19.12.2013 - 3 Wx 5/12
https://dejure.org/2013,40018
OLG Brandenburg, 19.12.2013 - 3 Wx 5/12 (https://dejure.org/2013,40018)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 19.12.2013 - 3 Wx 5/12 (https://dejure.org/2013,40018)
OLG Brandenburg, Entscheidung vom 19. Dezember 2013 - 3 Wx 5/12 (https://dejure.org/2013,40018)
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Erbrecht: Anforderungen an den Nachweis der Echtheit eines handschriftlichen Testaments
BGB § 2361 Abs. 1; ZPO § 286
Hohe Wahrscheinlichkeit der Urheberschaft des Testamentstexts lässt Rückschluss auch auf eigenhändige Unterschrift zu
Bei hoher Wahrscheinlichkeit der Urheberschaft eines Testamentstexts ist auch von eigenhändiger Unterschrift auszugehen
Wie sicher muss sich ein Gericht hinsichtlich der Urheberschaft bei einem Testament sein?
AG Luckenwalde, 24.11.2011 - 40 VI 480/10
Eine solche Gewissheit liegt auch in Amtsverfahren - wie dem Erbscheinsverfahren - vor, wenn diese einen Grad erreicht hat, "der den Zweifeln Einhalt gebietet", ohne sie völlig ausschließen zu können (vgl. BGH NJW 1993, 935; BGH NJW 1994, 1348; BGH NJW-RR 1994, 567; BayObLG FamRZ 2005, 1414 f.; BayObLG FamRZ 2005, 1782 f.; OLG Frankfurt am Main OLGR Frankfurt 1994, 93, 94; OLG Düsseldorf FamRZ 2013, 1841; OLG Brandenburg Beschluss vom 19.12.2013 - 3 Wx 5/12 - und Beschluss vom 20.03.2014 - 3 Wx 62/13 -).
Der 3. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf (vgl. OLG Düsseldorf, 3. Zivilsenat, FamRZ 2013, 1841 f.) und das OLG Brandenburg (vgl. OLG Brandenburg ErbR 2014, 341) haben entschieden, dass bei einer "überwiegenden Wahrscheinlichkeit" (90 %) oder bei einer "hohen Wahrscheinlichkeit" (95 %) der Beweis im eingangs genannten Sinne noch als geführt angesehen werden könne.
Eine solche Gewissheit liegt auch in Amtsverfahren (wie dem Erbscheinsverfahren) vor, wenn diese einen Grad erreicht hat, "der den Zweifeln Einhalt gebietet", ohne sie völlig ausschließen zu können (vgl. BGH NJW 1993, 935; 1994, 1348; NJW-RR 1994, 567; BayObLG FamRZ 2005, 1014 f; FamRZ 2005, 1782 f; OLG Düsseldorf, Beschl. v. 8.5.2013 - 3 Wx 47/12, zit. nach: juris; Senatsbeschluss vom 19.12.2013 - 3 Wx 5/12-).
Weist das Nichtabhilfeverfahren schwere Mängel auf, beispielsweise grobe Verfahrensmängel wie die Verletzung rechtlichen Gehörs durch Nichtberücksichtigung erheblichen Beschwerdevorbringens, so kann das Beschwerdegericht die Sache - in entsprechender Anwendung von § 69 Abs. 1 Satz 2 FamFG - unter Aufhebung der getroffenen Nichtabhilfeentscheidung an das Erstgericht zur erneuten Durchführung des Abhilfeverfahrens zurückgeben (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 13. August 2014 - I-3 Wx 172/14, 3 Wx 172/14 -, juris Tz. 30; Brandenburgisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 19. Dezember 2013 - 3 Wx 5/12 -, juris Tz. 28; OLG München, Beschluss vom 04. Februar 2010 - 31 Wx 13/10, 31 Wx 013/10 -, juris Tz. 7;… Sternal in: Keidel, FamFG, 18. Auflage 2014 § 68 Rn. 34;… Abramenko in: Prütting/Helms, FamFG, 3. Auflage 2014, § 68 Rn. 12).