Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZfS%202003,%20503
Timestamp: 2019-12-07 16:55:34
Document Index: 244797211

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 12', '§ 543', '§ 12', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 24', 'BGH', '§ 12', 'BGH', 'BGH', '§ 142', '§ 142', '§ 142']

Rechtsprechung: zfs 2003, 503 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Hamm, 09.04.2003
https://dejure.org/2003,787
BGH, 25.06.2003 - IV ZR 322/02 (https://dejure.org/2003,787)
BGH, Entscheidung vom 25.06.2003 - IV ZR 322/02 (https://dejure.org/2003,787)
BGH, Entscheidung vom 25. Juni 2003 - IV ZR 322/02 (https://dejure.org/2003,787)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2003,787) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Motorschaden durch falsche Kraftstoffwahl als Betriebs- oder Unfallschaden
Kraftfahrzeugversicherung - falscher Kraftstoff getankt
Betanken eines Kraftfahrzeugs mit falschem Kraftstoff als Vollkaskoversicherungsschaden; Erfordernis eines Tatbestands wegen Statthaftigkeit der Revision; Deckungsschutz für Bedienungschäden; Verständnis des durchschnittlichen Versicherungsnehmers
Motorschaden durch falschen Kraftstoff - versicherter Unfallschaden
Schaden durch falsche Kraftstoffwahl kein Unfallschaden, sondern nicht versicherter Betriebsschaden
Tanken des falschen Kraftstoffes
Kfz-Versicherung - Schaden wegen falscher Betankung nicht versichert
Wenn Sie versehentlich Diesel statt Benzin oder Benzin statt Diesel tanken, folgt auch noch versicherungsrechtlich ein Debakel
Verkehrsrecht - Falsch getankt - Versicherungsschutz weg!
Motorschaden: Benzin statt Diesel
Schäden aufgrund eines "Bedienungsfehlers" beim Tanken werden nicht von der Vollkaskoversicherung ersetzt
Falsch tanken ist nicht versicherbar // Wer Benzin statt Diesel tankt ist selbst schuld
Kaskoversicherung; Tanken des falschen Kraftstoffs
AKB § 12 Abs. 1 II lit. e; ZPO § 543 Abs. 2 Nr. 2 Alt. 1
Nicht versicherter Betriebsschaden im Falle eines Motorschadens durch Wahl des falschen Kraftstoffes
NJW-RR 2003, 1248
NZV 2003, 469
VersR 2003, 1031
zfs 2003, 503
Es entspricht inzwischen höchstrichterlich bestätigter Rechtsprechung, dass die Versorgung eines Kraftfahrzeuges mit den für die Fortsetzung der Fahrt notwendigen Betriebsmitteln zu den Bedienvorgängen gehört und die Wahl des falschen Kraftstoffs ein nach § 12 Nr. 1 Abs. 2 lit. e) AKB nicht versicherter Bedienungsfehler ist (BGH, Urteil vom 25. Juni 2003, IV ZR 322/02, VersR 2003, 1031; OLG Rostock, Urteil vom 09. Februar 2004, 3 U 85/03, OLGR Rostock 2004, 247).
Als allgemeine Geschäftsbedingungen des Versicherers ist für den Sinn- und Regelungsgehalt der AKB das Verständnis eines durchschnittlichen Versicherungsnehmers ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse maßgebend (BGH, Urteil vom 05. November 1997, IV ZR 1/97, VersR 1998, 179, BGH, Urteil vom 25. Juni 2003, IV ZR 322/02, aaO.).
Dem steht die zitierte Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 25. Juni 2003, IV ZR 322/02, aaO.) nicht entgegen.
Die Definition des Unfallbegriffs wird jedoch in den nachfolgenden Sätzen 2 und 3 der A.2.3.2 AKB im Hinblick auf (insbesondere) Betriebsvorgänge einschränkend konkretisiert (BGH…, Urteil vom 14. Januar 2015 - XII ZR 176/13 -, juris Rn. 25; vgl. BGH Urt. v. 25. Juni 2003 - IV ZR 322/02 -, juris Rn. 11).
Ob es sich nach den Versicherungsbedingungen um einen versicherten Unfallschaden oder um einen nicht versicherten Betriebsschaden handelt, ist anhand der Umstände des Einzelfalles zu beurteilen (BGH, Urt. v. 25. Juni 2003 - IV ZR 322/02 -, juris Rn. 10).
Diese umfasst lediglich unfallbedingte Schäden, jedoch nicht Bedienungsfehler, wozu eine Falschbetanken zu zählen ist (vgl. BGH Urteil vom 25.06.2003 IV ZR 322/02).
1) Das Befüllen eines Fahrzeugs mit den für die Fahrt notwendigen Betriebsmitteln gehört zu den Bedienvorgängen (vgl. BGH VersR 2003, 1031 f. - zitiert nach juris: Rdnr. 12 - zu AKB).
Das Befüllen eines Fahrzeugs mit den für die Fahrt notwendigen Betriebsmitteln gehört zu den Bedienvorgängen (vgl. BGH VersR 2003, 1031 f. - zitiert nach juris: Rdnr. 12).
LG Duisburg, 05.07.2006 - 11 O 105/05
Anforderungen an den "Gebrauch" eines Fahrzeugs im Sinne der sog. Benzinklausel …
Die Versorgung eines Kraftfahrzeuges mit den notwendigen Betriebsmitteln gehört zu den Bedienungsvorgängen ( BGH VersR 2003, 1031ff) und damit zu den Tätigkeiten, die zum Kreis der Verrichtungen eines Fahrers zu rechnen sind.
Die Wahl des falschen Kraftstoffs erweist sich daher als Bedienungsfehler, der gleich nach dem Neustart die Beschädigung der Motorteile herbeigeführt hat (BGH IV ZR 322/02, Urteil vom 25.06.2003, Rd. 12, BGH IV ZR 243/92, Urteil vom 27.10.1993 = Versicherungsrecht 1994, 83, KG Berlin 6 U 13/11, Urteil vom 02.12.2011 Rd. 12, Beckmann/Matuschke-Beckmann, Versicherungshandbuch 3. Auflage 2015 § 24 Rd. 102 a, Prölss/Martin, 29. Auflage, 220, Ziffer 3 BBPHV Rd. 12).
Denn Betriebsschäden sind auch Schäden, die allein durch Bedienungsfehler, worunter beispielsweise das Einfüllen falschen Kraftstoffes fällt, entstanden sind ( BGH VersR 2003, 1031;… Prölls/Martin- Knappmann , VVG, 27. Aufl., AKB § 12, Rn. 59).
Ein solcher Versicherungsnehmer geht vom Wortlaut der Klausel aus (BGH, IV ZR 322/02, Urteil v. 25 Juni 2003).
LG München I, 10.05.2016 - 13 S 13503/15
Betankung eines Leihfahrzeugs mit dem falschen Kraftstoff
Der durch die Wahl des falschen Kraftstoffs entstandene Motorschaden ist kein Unfallschaden, sondern ein Betriebsschaden, der nicht der vertraglichen Haftungsfreistellung unterfällt (vgl. BGH, Urteil vom 25.06.2003 - IV ZR 322/02).
https://dejure.org/2003,2791
OLG Hamm, 09.04.2003 - 20 U 212/02 (https://dejure.org/2003,2791)
OLG Hamm, Entscheidung vom 09.04.2003 - 20 U 212/02 (https://dejure.org/2003,2791)
OLG Hamm, Entscheidung vom 09. April 2003 - 20 U 212/02 (https://dejure.org/2003,2791)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2003,2791) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Geltendmachung eines Anspruchs auf Erstattung eines PKW-Schadens aus einem Verkehrsunfall gegen eine Vollkaskoversicherung; Leistungsfreiheit des Versicherers wegen Verletzung der Aufklärungsobliegenheiten; Verwirklichung des Tatbestandes des unerlaubten Entfernens vom ...
Verkehrsrecht - Bei Nachtunfall erst am nächsten Morgen den Geschädigten informieren?
Unterrichtung des Geschädigten am Folgemorgen eines Nachtunfalls ausreichend
123recht.net (Kurzinformation, 23.10.2003)
Fahrerflucht: "Unverzügliche" Benachrichtigung auch am nächsten Morgen // Unfallverursacher war nicht verpflichtet, noch in der Nacht Polizei zu rufen
LG Bochum, 25.09.2002 - 6 O 306/02
NJW-RR 2003, 1189
VersR 2004, 104
So wurde bei einem nächtlichen Unfall in einem Gewerbegebiet eine Wartezeit von 30 Minuten als ausreichend angesehen (vgl. OLG Hamm, VersR 2004, 104 ), ebenso bei einem Unfall auf einer wenig frequentierten Straße (vgl. OLG Karlsruhe, r+s 2002, 187).
Damit wartete er eine nach den Umständen (früher Morgen, gerichtsbekanntermaßen geringer Verkehrsfluss um diese Uhrzeit und im Bereich dieser Unfallstelle, reiner Sachschaden) angemessene Zeit, ohne dass jemand bereit war, die Feststellungen im Sinne des § 142 Abs. 1 Nr. 1 StGB zu treffen (zur regelmäßig ausreichenden Zeitspanne von 20 bis 30 Minuten vgl. OLG Hamm, VersR 2004, 104;… Mer Kommentar/Zopfs, § 142 StGB, Rn. 87;… Stiefel/Maier, 18. Aufl., E.1 AKB 2008, Rn. 136).
AG Homburg, 31.05.2006 - 7 C 327/05
Diese Benachrichtigung war noch unverzüglich i.S.d. § 142 Abs. 2 StGB (vergl. hierzu OLG Hamm ZfS 2003, 503 ff.).