Source: https://www.ocp-darmstadt.de/praevention/
Timestamp: 2020-08-14 00:23:04
Document Index: 110821558

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 5', '§ 40', '§ 35', '§ 39', '§ 9', '§ 10', '§ 74', '§ 28']

Prävention - Orthopädisch-Chirurgische-Praxis in Darmstadt, Dres. Behr Erben Rau Riemenschneider
Knorpelprotektive Therapie
Einleitung und Begleitung von medizinischer Rehabilitation
In unserer Praxis bieten wir Ihnen mit unserem Team verschiedene unterschiedliche Maßnahmen der orthopädischen und chirurgischen Primär- und Sekundärprävention an.
Unter Knorpelprothektiver Therapie verstehen wir mehr als nur die Injektion mit sogenannter Gelenkschmiere (Hyaluronsäure) in die betroffenen Gelenke. Es geht um die Betrachtung des gesamten Stütz- und Bewegungsapparates, Beurteilung von Fehlstellungen, Erfassen einen persönlichen Risikoprofils, Labor- und Entzündungsdiagnostik und die Beratung bei Sport und Lebensführung.
Wir sind zugelassen für die Beantragung und Begleitung von medizinischer Rehabilitation und Ansprechpartner für Ihre Fragen.
Allgemeine Regelungen für das Recht der Rehabilitation und der Teilhabe behinderter Menschen sind im Neuntem Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) geregelt.
Reha-Träger können gem. § 6 SGB IX die gesetzlichen Krankenkassen, die Bundesagentur für Arbeit, die gesetzliche Unfallversicherung , die gesetzliche Rentenversicherung, die Träger der Kriegsopferversorgung und der Kriegsopferfürsorge, die Träger der öffentlichen Jugendhilfe sowie die Sozialhilfeträger sein.
Mögliche Leistungen sind gem. § 5 SGB IX Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, zur Teilhabe am Arbeitsleben, unterhaltssichernde und andere ergänzende Leistungen sowie Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.
Welcher Träger für welche Leistung im Einzelfall zuständig ist, hängt von dem Grund und dem Ziel der jeweiligen Reha-Maßnahme ab. Reicht beispielsweise eine ambulante Krankenbehandlung nicht aus, erbringt die Krankenkasse nach § 40 SGB V Leistungen zur ambulanten oder stationären Rehabilitation.
Nach einem Arbeitsunfall ist die gesetzliche Unfallversicherung für Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zuständig (§ 35, § 39 SGB VII).
Um den Auswirkungen einer Krankheit auf die Erwerbsfähigkeit entgegenzuwirken, erbringt die gesetzliche Rentenversicherung Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (§ 9, § 10 SGB VI).
Die sogenannte stufenweise Wiedereingliederung wird im Hausgebrauch auch oft „Hamburger Modell“ genannt (§ 74 SGB V, § 28 SGB IX). Oft wird diese Maßnahme nach einer länger andauernden Arbeitsunfähigkeit für die Zeit danach empfohlen. So wird eine stufenweise Wiedereingliederung in das Arbeitsleben nach längerer krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit ermöglicht. Es kann sowohl von Arbeitern und Angestellten als auch von Beamten in Anspruch genommen werden.
Die Sportmedizin befasst sich mit den medizinischen Fragen von Bewegung, Training und Sport.
Sport und sportliches Training führen, richtig angewandt, zu einer verbesserten Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit des menschlichen Organismus und stellt damit einen wesentlichen Baustein zur Prävention von Erkrankungen dar.
Sportverletzungen und deren Behandlung stellen einen wichtigen Schwerpunkt der Sportmedizin dar. Die Prävention möglicher Schäden mittels Untersuchung und Beratung von Freizeit und Leistungssportlern ist die wesentliche Grundlage der Arbeit des Sportmediziners.
Typische Sportlererkrankungen sind zum Beispiel die Achillodynie (Achillessehnenentzündung), der Tennisellenbogen, das Läufer-, Jumper- bzw. Fußballerknie, sowie Ermüdungsfrakturen und alle Formen der Sportverletzungen.
In unserer Orthopädisch Chirurgischen Praxis werden zur Vorsorge (Prävention) verschiedene Untersuchungsverfahren bei den oben genannten Erkrankungen durchgeführt.
Zusätzlich werden trainingswissenschaftliche Beratungen für Freizeit (auch Neueinsteiger, Wiedereinsteiger und Patienten) bis Leistungssportler angeboten.
Unterstützt werden wir hierbei von einem erfahrenen Sportwissenschaftler.
Konservative und operative Therapieverfahren bei chronischen Überlastungsschäden, sowie bei akuten Verletzungen runden das Spektrum der Sportmedizin ab.
Arbeitsunfälle sind die Unfälle, die versicherte Personen infolge der versicherten Tätigkeit erleiden. Und die gesetzliche Unfallversicherung bietet Schutz bei der Ausübung dieser Tätigkeiten.
Grundsätzlich gilt: Nach einem Arbeits- oder Wegeunfall müssen Verletzte einen Durchgangsarzt (D-Arzt) aufsuchen. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass unsere Versicherten schnell die bestmögliche Behandlung erhalten. Wir als Durchgangsärzte sind Fachärzte für Chirurgie oder Orthopädie mit besonderen Kenntnissen und Erfahrungen auf dem Gebiet der Unfallmedizin. Sie müssen neben der erforderlichen personellen, räumlichen und medizinisch-technischen Praxisausstattung eine ständige unfallärztliche Bereitschaft gewährleisten.
Wir führen die fachärztliche Erstversorgung durch und entscheiden, ob eine Weiterbehandlung durch den Hausarzt ausreicht oder ob eine fachärztliche Behandlung notwendig ist oder ob wir eine in eine entsprechend ausgestattete Klinik veranlassen.
Wer nach einem Arbeitsunfall jedoch länger als eine Woche behandelt wird oder auch am Tag nach dem Unfall noch arbeitsunfähig ist, muss zum Durchgangsarzt überwiesen werden. Auch wenn Heil- oder Hilfsmittel verordnet werden müssen oder es sich um eine Wiedererkrankung aufgrund von Unfallfolgen handelt, muss der Verletzte einen D-Arzt aufsuchen.
Vorbeugen ist besser als Leiden ?
Die nachfolgende Info beinhaltet allgemeine Empfehlungen und Tipps und ersetzt natürlich nicht die ärztliche Untersuchung und Beratung beim Facharzt.
Soweit möglich: viel gehen. So flott und gleichmäßig gehen, wie die Schmerzen es erlauben. Evtl. auch leichte Gymnastikübungen (siehe unser Übungsblatt) und Schwimmen. Keine Bewegungen durchführen, die Schmerzen, Kribbeln oder Unbehagen auslösen.
Keine Hitze, sondern angenehme wohlige Wärme. Z.B. mittels aufgewärmtem Körnerkissen, elektrischer Heizdecke auf niedriger Stufe, Rotlichtlampe in genügendem Abstand zur Haut von ca. 50 cm, warm duschen oder warm baden, Sauna und natürlich warm anziehen, d.h. die Schulter- Nackenregion und/oder den Lendenwirbelbereich bis zum Gesäß warm und geschützt halten.
Wärmende Salben und wärmende Pflaster, Heilwärmer u.Ä. können auch helfen, haben den Vorteil, dass man sich mit ihnen bewegen kann, den Nachteil der Kosten und selten auftretender Hautunverträglichkeiten. Keine Wärme anwenden bei Hautverletzungen, Verbrennungen oder Hautausschlägen!
Schlecht für den Rücken:
Bücken, Heben, Tragen, vor allem, wenn mit gestreckten Beinen und krummen Rücken getragen wird.
Sitzen, vor allem langes Sitzen. Beim Sitzen wird der untere Teil der Wirbelsäule ungünstig belastet, im oberen Bereich der Wirbelsäule neigen wir dazu „einzusacken”.
Kälte, Durchzug, Wind. Also mit den oben genannten Maßnahmen schützen!
Einseitige Körperhaltung, sich wiederholende Bewegungsabläufe ohne Ausgleichs-bewegungen.
Vorsorge / Prophylaxe:
Stärkung der Bauch- und Rückenmuskulatur durch gezielte Übungen, Rückenschule, Wirbelsäulengymnastik, Schwimmen, Fitnesstraining, Walken/Joggen, rückengerechtes Arbeiten und Berücksichtigung der o.g. günstigen Maßnahmen.
Normgewicht halten / erreichen
Lähmungen: Kraftverlust oder Verlust der Kontrolle, z.B. im Bereich eines Fußes, des Oberschenkels oder der Hand.
Kein Empfinden in einer Region der Haut: d.h. Berührungen oder Temperatur werden auf der Haut nicht erkannt.
Unkontrollierter Stuhlabgang oder Wasserlassen
In diesen Fällen sollte sofort ein orthopädischer Facharzt oder eine orthopädische Klinik aufgesucht werden.