Source: http://www.juris.de/purl/gesetze/_ges/UVPG
Timestamp: 2017-08-23 06:18:26
Document Index: 152631468

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 32', '§ 33', '§ 34', '§ 35', '§ 36', '§ 37', '§ 38', '§ 39', '§ 40', '§ 41', '§ 42', '§ 43', '§ 44', '§ 45', '§ 46', '§ 47', '§ 48', '§ 49', '§ 50', '§ 51', '§ 52', '§ 53', '§ 54', '§ 55', '§ 56', '§ 57', '§ 58', '§ 59', '§ 60', '§ 61', '§ 62', '§ 63', '§ 64', '§ 65', '§ 66', '§ 67', '§ 68', '§ 69', '§ 70', '§ 71', '§ 72', '§ 73', '§ 74', 'Art. 12', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 14', 'Art. 2', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 14', 'Art. 14', '§ 8', '§ 25', '§ 25', '§ 6', '§ 7', '§ 17', '§ 55', '§ 21', '§ 29', '§ 34', '§ 35', '§ 35', '§ 37', '§ 35', '§ 36', '§ 35', '§ 13', '§ 9', '§ 52', '§ 41', '§ 61', '§ 40', '§ 16', '§ 13', '§ 6', '§ 1', '§ 1', '§ 54', '§ 55', '§ 6', '§ 7', '§ 74', '§ 10', '§ 72', '§ 65', '§ 48', '§ 28']

Neugefasst: 24.02.2010
Fundstelle: BGBl I 2010, 94
Gesamtausgabe in der Gültigkeit vom 29.07.2017 bis 28.11.2017
Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung 12.02.1990
Inhaltsübersicht 20.07.2017
Teil 1 Allgemeine Vorschriften für die Umweltprüfungen 24.02.2010
§ 1 Anwendungsbereich 20.07.2017
§ 2 Begriffsbestimmungen 20.07.2017
§ 3 Grundsätze für Umweltprüfungen 20.07.2017
Teil 2 Umweltverträglichkeitsprüfung 20.07.2017
Abschnitt 1 Voraussetzungen für eine Umweltverträglichkeitsprüfung 20.07.2017
§ 4 Umweltverträglichkeitsprüfung 20.07.2017
§ 5 Feststellung der UVP-Pflicht 20.07.2017
§ 6 Unbedingte UVP-Pflicht bei Neuvorhaben 20.07.2017
§ 7 Vorprüfung bei Neuvorhaben 20.07.2017
§ 8 UVP-Pflicht bei Störfallrisiko 20.07.2017
§ 9 UVP-Pflicht bei Änderungsvorhaben 20.07.2017
§ 10 UVP-Pflicht bei kumulierenden Vorhaben 20.07.2017
§ 11 UVP-Pflicht bei hinzutretenden kumulierenden Vorhaben, bei denen das Zulassungsverfahren für das frühere Vorhaben abgeschlossen ist 20.07.2017
§ 12 UVP-Pflicht bei hinzutretenden kumulierenden Vorhaben, bei denen das frühere Vorhaben noch im Zulassungsverfahren ist 20.07.2017
§ 13 Ausnahme von der UVP-Pflicht bei kumulierenden Vorhaben 20.07.2017
§ 14 Entwicklungs- und Erprobungsvorhaben 20.07.2017
Abschnitt 2 Verfahrensschritte der Umweltverträglichkeitsprüfung 20.07.2017
§ 15 Unterrichtung über den Untersuchungsrahmen 20.07.2017
§ 16 UVP-Bericht 20.07.2017
§ 17 Beteiligung anderer Behörden 20.07.2017
§ 18 Beteiligung der Öffentlichkeit 20.07.2017
§ 19 Unterrichtung der Öffentlichkeit 20.07.2017
§ 20 Zentrale Internetportale; Verordnungsermächtigung 20.07.2017
§ 21 Äußerungen und Einwendungen der Öffentlichkeit 20.07.2017
§ 22 Erneute Beteiligung der Öffentlichkeit bei Änderungen im Laufe des Verfahrens 20.07.2017
§ 23 Geheimhaltung und Datenschutz sowie Schutz der Rechte am geistigen Eigentum 20.07.2017
§ 24 Zusammenfassende Darstellung 20.07.2017
§ 25 Begründete Bewertung der Umweltauswirkungen und Berücksichtigung des Ergebnisses bei der Entscheidung 20.07.2017
§ 26 Inhalt des Bescheids über die Zulassung oder Ablehnung des Vorhabens 20.07.2017
§ 27 Bekanntmachung der Entscheidung und Auslegung des Bescheids 20.07.2017
§ 28 Überwachung 20.07.2017
Abschnitt 3 Teilzulassungen, Zulassung eines Vorhabens durch mehrere Behörden, verbundene Prüfverfahren 20.07.2017
§ 29 Umweltverträglichkeitsprüfung bei Teilzulassungen 20.07.2017
§ 30 Erneute Öffentlichkeitsbeteiligung bei Teilzulassungen 20.07.2017
§ 31 Zulassung eines Vorhabens durch mehrere Behörden; federführende Behörde 20.07.2017
§ 32 Verbundene Prüfverfahren 20.07.2017
Teil 3 Strategische Umweltprüfung 20.07.2017
Abschnitt 1 Voraussetzungen für eine Strategische Umweltprüfung 20.07.2017
§ 33 Strategische Umweltprüfung 20.07.2017
§ 34 Feststellung der SUP-Pflicht 20.07.2017
§ 35 SUP-Pflicht in bestimmten Plan- oder Programmbereichen und im Einzelfall 20.07.2017
§ 36 SUP-Pflicht aufgrund einer Verträglichkeitsprüfung 20.07.2017
§ 37 Ausnahmen von der SUP-Pflicht 20.07.2017
Abschnitt 2 Verfahrensschritte der Strategischen Umweltprüfung 20.07.2017
§ 38 Vorrang anderer Rechtsvorschriften bei der SUP 20.07.2017
§ 39 Festlegung des Untersuchungsrahmens 20.07.2017
§ 40 Umweltbericht 20.07.2017
§ 41 Beteiligung anderer Behörden 20.07.2017
§ 42 Beteiligung der Öffentlichkeit 20.07.2017
§ 43 Abschließende Bewertung und Berücksichtigung 20.07.2017
§ 44 Bekanntgabe der Entscheidung über die Annahme oder Ablehnung des Plans oder Programms 20.07.2017
§ 45 Überwachung 20.07.2017
§ 46 Verbundene Prüfverfahren 20.07.2017
Teil 4 Besondere Verfahrensvorschriften für bestimmte Umweltprüfungen 20.07.2017
§ 47 Linienbestimmung und Genehmigung von Flugplätzen 20.07.2017
§ 48 Raumordnungspläne 20.07.2017
§ 49 Raumordnungsverfahren 20.07.2017
§ 50 Bauleitpläne 20.07.2017
§ 51 Bergrechtliche Verfahren 20.07.2017
§ 52 Landschaftsplanungen 20.07.2017
§ 53 Verkehrswegeplanungen auf Bundesebene 20.07.2017
Teil 5 Grenzüberschreitende Umweltprüfungen 20.07.2017
Abschnitt 1 Grenzüberschreitende Umweltverträglichkeitsprüfung 20.07.2017
§ 54 Benachrichtigung eines anderen Staates 20.07.2017
§ 55 Grenzüberschreitende Behördenbeteiligung bei inländischen Vorhaben 20.07.2017
§ 56 Grenzüberschreitende Öffentlichkeitsbeteiligung bei inländischen Vorhaben 20.07.2017
§ 57 Übermittlung des Bescheids 20.07.2017
§ 58 Grenzüberschreitende Behördenbeteiligung bei ausländischen Vorhaben 20.07.2017
§ 59 Grenzüberschreitende Öffentlichkeitsbeteiligung bei ausländischen Vorhaben 20.07.2017
Abschnitt 2 Grenzüberschreitende Strategische Umweltprüfung 20.07.2017
§ 60 Grenzüberschreitende Behördenbeteiligung bei inländischen Plänen und Programmen 20.07.2017
§ 61 Grenzüberschreitende Öffentlichkeitsbeteiligung bei inländischen Plänen und Programmen 20.07.2017
§ 62 Grenzüberschreitende Behördenbeteiligung bei ausländischen Plänen und Programmen 20.07.2017
§ 63 Grenzüberschreitende Öffentlichkeitsbeteiligung bei ausländischen Plänen und Programmen 20.07.2017
Abschnitt 3 Gemeinsame Vorschriften 20.07.2017
§ 64 Völkerrechtliche Verpflichtungen 20.07.2017
Teil 6 Vorschriften für bestimmte Leitungsanlagen (Anlage 1 Nummer 19) 20.07.2017
§ 65 Planfeststellung; Plangenehmigung 20.07.2017
§ 66 Entscheidung; Nebenbestimmungen; Verordnungsermächtigung 20.07.2017
§ 67 Verfahren; Verordnungsermächtigung 20.07.2017
§ 68 Überwachung 20.07.2017
§ 69 Bußgeldvorschriften 20.07.2017
Teil 7 Schlussvorschriften 20.07.2017
§ 70 Ermächtigung zum Erlass von Verwaltungsvorschriften 20.07.2017
§ 71 Bestimmungen zum Verwaltungsverfahren 20.07.2017
§ 72 Vermeidung von Interessenkonflikten 20.07.2017
§ 73 Berichterstattung an die Europäische Kommission 20.07.2017
§ 74 Übergangsvorschrift 20.07.2017
Anlage 1 Liste "UVP-pflichtige Vorhaben" 20.07.2017
Anlage 2 Angaben des Vorhabenträgers zur Vorbereitung der Vorprüfung 20.07.2017
Anlage 3 Kriterien für die Vorprüfung im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung 20.07.2017
Anlage 4 Angaben des UVP-Berichts für die Umweltverträglichkeitsprüfung 20.07.2017
Anlage 5 Liste "SUP-pflichtiger Pläne und Programme" 20.07.2017
Anlage 6 Kriterien für die Vorprüfung des Einzelfalls im Rahmen einer Strategischen Umweltprüfung 20.07.2017
Stand: Neugefasst durch Bek. v. 24.2.2010 I 94
zuletzt geändert durch Art. 12 G v. 27.6.2017 I 1966
Hinweis: Änderung durch Art. 1 G v. 20.7.2017 I 2808 (Nr. 52) textlich nachgewiesen, dokumentarisch noch nicht abschließend bearbeitet
Änderung durch Art. 2 Abs. 14b G v. 20.7.2017 I 2808 (Nr. 52) mWv 29.11.2017 durch juris vorab textlich nachgewiesen, dokumentarisch noch nicht abschließend bearbeitet
(+++ Textnachweis ab: 21.2.1990 +++)
(+++ Zur Anwendung vgl. G v. 12.2.1990 I 205 Art. 14 Abs. 2 u. 3 +++)
EWGRL 337/85 (CELEX Nr: 31985L0337)
EWGRL 337/85 (CELEX Nr: 31985L0337) vgl. Art. 2 G v. 17.8.2012 I 1726 +++)
Das G wurde als Artikel 1 d. G v. 12.2.1990 I 205 vom Bundestag mit Zustimmung des Bundesrates beschlossen. Die Vorschriften d. G, die zum Erlass von Rechtsverordnungen und allgemeinen Verwaltungsvorschriften ermächtigen, treten gem. Art. 14 Abs. 1 Satz 1 nach Maßgabe d. Art. 14 Abs. 2 u. 3 am 21.2.1990 in Kraft; im übrigen tritt das G gem. Art. 14 Abs. 1 Satz 2 nach Maßgabe d. Art. 14 Abs. 2 u. 3 G v. 12.2.1990 I 205 am 1.8.1990 in Kraft.
(5) 1Windfarm im Sinne dieses Gesetzes sind drei oder mehr Windkraftanlagen, deren Einwirkungsbereich sich überschneidet und die in einem funktionalen Zusammenhang stehen, unabhängig davon, ob sie von einem oder mehreren Vorhabenträgern errichtet und betrieben werden. 2Ein funktionaler Zusammenhang wird insbesondere angenommen, wenn sich die Windkraftanlagen in derselben Konzentrationszone oder in einem Gebiet nach § 8 Absatz 7 des Raumordnungsgesetzes befinden.
1Für ein Neuvorhaben, das in Anlage 1 Spalte 1 mit dem Buchstaben „X“ gekennzeichnet ist, besteht die UVP-Pflicht, wenn die zur Bestimmung der Art des Vorhabens genannten Merkmale vorliegen. 2Sofern Größen- oder Leistungswerte angegeben sind, besteht die UVP-Pflicht, wenn die Werte erreicht oder überschritten werden.
(1) 1Bei einem Neuvorhaben, das in Anlage 1 Spalte 2 mit dem Buchstaben „A“ gekennzeichnet ist, führt die zuständige Behörde eine allgemeine Vorprüfung zur Feststellung der UVP-Pflicht durch. 2Die allgemeine Vorprüfung wird als überschlägige Prüfung unter Berücksichtigung der in Anlage 3 aufgeführten Kriterien durchgeführt. 3Die UVP-Pflicht besteht, wenn das Neuvorhaben nach Einschätzung der zuständigen Behörde erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen haben kann, die nach § 25 Absatz 2 bei der Zulassungsentscheidung zu berücksichtigen wären.
(2) 1Bei einem Neuvorhaben, das in Anlage 1 Spalte 2 mit dem Buchstaben „S“ gekennzeichnet ist, führt die zuständige Behörde eine standortbezogene Vorprüfung zur Feststellung der UVP-Pflicht durch. 2Die standortbezogene Vorprüfung wird als überschlägige Prüfung in zwei Stufen durchgeführt. 3In der ersten Stufe prüft die zuständige Behörde, ob bei dem Neuvorhaben besondere örtliche Gegebenheiten gemäß den in Anlage 3 Nummer 2.3 aufgeführten Schutzkriterien vorliegen. 4Ergibt die Prüfung in der ersten Stufe, dass keine besonderen örtlichen Gegebenheiten vorliegen, so besteht keine UVP-Pflicht. 5Ergibt die Prüfung in der ersten Stufe, dass besondere örtliche Gegebenheiten vorliegen, so prüft die Behörde auf der zweiten Stufe unter Berücksichtigung der in Anlage 3 aufgeführten Kriterien, ob das Neuvorhaben erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen haben kann, die die besondere Empfindlichkeit oder die Schutzziele des Gebietes betreffen und nach § 25 Absatz 2 bei der Zulassungsentscheidung zu berücksichtigen wären. 6Die UVP-Pflicht besteht, wenn das Neuvorhaben nach Einschätzung der zuständigen Behörde solche Umweltauswirkungen haben kann.
(1) 1Sofern ein in Anlage 1 Spalte 1 mit einem „X“ gekennzeichnetes Vorhaben ein Entwicklungs- und Erprobungsvorhaben ist und nicht länger als zwei Jahre durchgeführt wird, besteht für dieses Vorhaben eine UVP-Pflicht abweichend von § 6 nur, wenn sie durch die allgemeine Vorprüfung festgestellt wird. 2Für die Vorprüfung gilt § 7 Absatz 1 und 3 bis 7 entsprechend. 3Bei der allgemeinen Vorprüfung ist die Durchführungsdauer besonders zu berücksichtigen.
2Die Erarbeitung erfolgt auf der Grundlage des UVP-Berichts, der behördlichen Stellungnahmen nach § 17 Absatz 2 und § 55 Absatz 4 sowie der Äußerungen der betroffenen Öffentlichkeit nach den §§ 21 und 56. Die Ergebnisse eigener Ermittlungen sind einzubeziehen.
(1) 1In Verfahren zur Vorbereitung eines Vorbescheids und zur Erteilung einer ersten Teilgenehmigung oder einer sonstigen ersten Teilzulassung hat sich die Umweltverträglichkeitsprüfung vorläufig auf die nach dem jeweiligen Planungsstand erkennbaren Umweltauswirkungen des Gesamtvorhabens zu erstrecken und abschließend auf die Umweltauswirkungen, die Gegenstand der Teilzulassung sind. 2Dem jeweiligen Umfang der Umweltverträglichkeitsprüfung ist bei der Unterrichtung über den Untersuchungsrahmen und beim UVP-Bericht Rechnung zu tragen.
(2) 1Bei weiteren Teilzulassungen soll die Umweltverträglichkeitsprüfung auf zusätzliche erhebliche oder andere erhebliche Umweltauswirkungen des Vorhabens beschränkt werden. 2Absatz 1 gilt entsprechend.
(1) 1Ist für ein Vorhaben bereits eine Teilzulassung nach § 29 erteilt worden, so ist im Verfahren zur Erteilung der Zulassung oder weiterer Teilzulassungen eine erneute Beteiligung der Öffentlichkeit erforderlich. 2Sie ist jedoch auf den Gegenstand der weiteren Teilzulassung zu beschränken. 3Hierauf weist die zuständige Behörde in der Bekanntmachung hin.
(2) 1Die zuständige Behörde kann von einer erneuten Beteiligung der Öffentlichkeit absehen, soweit zusätzliche erhebliche oder andere erhebliche Umweltauswirkungen nicht zu besorgen sind. 2Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn solche Umweltauswirkungen durch die vom Vorhabenträger vorgesehenen Vorkehrungen ausgeschlossen werden.
1Für ein Vorhaben, das einzeln oder im Zusammenwirken mit anderen Vorhaben, Projekten oder Plänen geeignet ist, ein Natura 2000-Gebiet erheblich zu beeinträchtigen, wird die Verträglichkeitsprüfung nach § 34 Absatz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes im Verfahren zur Zulassungsentscheidung des Vorhabens vorgenommen. 2Die Umweltverträglichkeitsprüfung kann mit der Prüfung nach Satz 1 und mit anderen Prüfungen zur Ermittlung oder Bewertung von Umweltauswirkungen verbunden werden.
(1) Die zuständige Behörde stellt frühzeitig fest, ob nach den §§ 35 bis 37 eine Verpflichtung zur Durchführung einer Strategischen Umweltprüfung (SUP-Pflicht) besteht.
(2) 1Die Feststellung der SUP-Pflicht ist, sofern eine Vorprüfung des Einzelfalls nach § 35 Absatz 2 oder § 37 vorgenommen worden ist, der Öffentlichkeit nach den Bestimmungen des Bundes und der Länder über den Zugang zu Umweltinformationen zugänglich zu machen; soll eine Strategische Umweltprüfung unterbleiben, ist dies einschließlich der dafür wesentlichen Gründe bekannt zu geben. 2Die Feststellung ist nicht selbständig anfechtbar.
1Werden Pläne und Programme nach § 35 Absatz 1 und § 36 nur geringfügig geändert oder legen sie die Nutzung kleiner Gebiete auf lokaler Ebene fest, so ist eine Strategische Umweltprüfung nur dann durchzuführen, wenn eine Vorprüfung des Einzelfalls im Sinne von § 35 Absatz 4 ergibt, dass der Plan oder das Programm voraussichtlich erhebliche Umweltauswirkungen hat. 2Die §§ 13 und 13a des Baugesetzbuchs sowie § 9 Abs. 2 des Raumordnungsgesetzes bleiben unberührt.
1Unbeschadet des § 52 finden die Vorschriften dieses Abschnitts Anwendung, soweit Rechtsvorschriften des Bundes und der Länder die Strategische Umweltprüfung nicht näher bestimmen oder in ihren Anforderungen diesem Gesetz nicht entsprechen. 2Rechtsvorschriften mit weitergehenden Anforderungen bleiben unberührt.
1Die zuständige Behörde übermittelt den Behörden, deren umwelt- und gesundheitsbezogener Aufgabenbereich durch den Plan oder das Programm berührt wird, den Entwurf des Plans oder Programms sowie den Umweltbericht und holt die Stellungnahmen dieser Behörden ein. 2Die zuständige Behörde setzt für die Abgabe der Stellungnahmen eine angemessene Frist von mindestens einem Monat.
(1) 1Nach Abschluss der Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung überprüft die zuständige Behörde die Darstellungen und Bewertungen des Umweltberichts unter Berücksichtigung der ihr nach den §§ 41, 42, 60 Absatz 1 und § 61 Absatz 1 übermittelten Stellungnahmen und Äußerungen. 2Bei der Überprüfung gelten die in § 40 Absatz 3 bestimmten Maßstäbe.
(1) 1Die Annahme eines Plans oder Programms ist öffentlich bekannt zu machen. 2Die Ablehnung eines Plans oder Programms kann öffentlich bekannt gemacht werden.
(1) 1Für die Linienbestimmung nach § 16 Absatz 1 des Bundesfernstraßengesetzes und für die Linienbestimmung nach § 13 Absatz 1 des Bundeswasserstraßengesetzes sowie im Verfahren zur Genehmigung von Flugplätzen nach § 6 Absatz 1 des Luftverkehrsgesetzes wird bei Vorhaben die Umweltverträglichkeit nach dem jeweiligen Planungsstand des Vorhabens geprüft. 2In die Prüfung der Umweltverträglichkeit sind bei der Linienbestimmung alle ernsthaft in Betracht kommenden Trassenvarianten einzubeziehen.
1Besteht für die Aufstellung eines Raumordnungsplans nach diesem Gesetz die SUP-Pflicht, so wird die Strategische Umweltprüfung einschließlich der Überwachung nach dem Raumordnungsgesetz durchgeführt. 2Auf einen Raumordnungsplan nach Anlage 5 Nummer 1.5 oder 1.6, der Flächen für die Windenergienutzung oder für den Abbau von Rohstoffen ausweist, ist § 1 Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes nicht anzuwenden.
1Bei bergbaulichen Vorhaben, die in der Anlage 1 aufgeführt sind und dem Bergrecht unterliegen, werden die Umweltverträglichkeitsprüfung und die Überwachung des Vorhabens nach den Vorschriften des Bundesberggesetzes durchgeführt. 2Teil 2 Abschnitt 2 und 3 in Verbindung mit Anlage 4 findet nur Anwendung, soweit das Bundesberggesetz dies anordnet.
(2) 1Bei der Verkehrswegeplanung auf Bundesebene nach Nummer 1.1 der Anlage 3 werden bei der Erstellung des Umweltberichts in Betracht kommende vernünftige Alternativen, die die Ziele und den geographischen Anwendungsbereich des Plans oder Programms berücksichtigen, insbesondere alternative Verkehrsnetze und alternative Verkehrsträger ermittelt, beschrieben und bewertet. 2Auf die Verkehrswegeplanung auf Bundesebene ist § 1 Absatz 1 Satz 1 Nummer 4 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes nicht anzuwenden.
(1) 1Wenn ein Vorhaben, für das eine UVP-Pflicht besteht, erhebliche grenzüberschreitende Umweltauswirkungen haben kann, benachrichtigt die zuständige deutsche Behörde frühzeitig die von dem anderen Staat benannte Behörde durch Übersendung geeigneter Unterlagen über das Vorhaben. 2Wenn der andere Staat keine Behörde benannt hat, so wird die oberste für Umweltangelegenheiten zuständige Behörde des anderen Staates benachrichtigt.
(1) 1Für die grenzüberschreitende Behördenbeteiligung bei Strategischen Umweltprüfungen gelten die Vorschriften über die Benachrichtigung eines anderen Staates nach § 54 und für die grenzüberschreitende Behördenbeteiligung nach § 55 entsprechend. 2Bei der Benachrichtigung der zuständigen Behörde eines anderen Staates ist ein Exemplar des Plan- oder Programmentwurfs und des Umweltberichts zu übermitteln.
(2) 1Die zuständige deutsche Behörde übermittelt den beteiligten Behörden des anderen Staates die Benachrichtigung in einer Amtssprache des anderen Staates. 2Bei der Durchführung der grenzüberschreitenden Behördenbeteiligung übermittelt sie zumindest folgende Unterlagen in der Amtssprache des anderen Staates:
Weitergehende Regelungen zur Umsetzung völkerrechtlicher Verpflichtungen von Bund und Ländern bleiben unberührt.
(1) Vorhaben, die in der Anlage 1 unter den Nummern 19.3 bis 19.9 aufgeführt sind, sowie die Änderung solcher Vorhaben bedürfen der Planfeststellung durch die zuständige Behörde, sofern dafür nach den §§ 6 bis 14 eine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht.
(2) 1Sofern keine Verpflichtung zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht, bedarf das Vorhaben der Plangenehmigung. 2Die Plangenehmigung entfällt in Fällen von unwesentlicher Bedeutung. 3Diese liegen vor, wenn die Prüfwerte nach § 7 Absatz 1 und 2 für Größe und Leistung, die die Vorprüfung eröffnen, nicht erreicht werden oder die Voraussetzungen des § 74 Abs. 7 Satz 2 des Verwaltungsverfahrensgesetzes erfüllt sind; die §§ 10 bis 12 gelten entsprechend. 4Die Sätze 2 und 3 gelten nicht für Errichtung, Betrieb und Änderung von Rohrleitungsanlagen zum Befördern wassergefährdender Stoffe sowie für die Änderung ihres Betriebs, ausgenommen Änderungen von unwesentlicher Bedeutung.
Regelungen entsprechend Absatz 6 Satz 1 Nummer 1 bis 4, 6 oder entsprechend Absatz 6 Satz 2 und 7 zu erlassen.
1Für die Durchführung des Planfeststellungsverfahrens und des Plangenehmigungsverfahrens gelten die §§ 72 bis 78 des Verwaltungsverfahrensgesetzes. 2Die Bundesregierung wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates weitere Einzelheiten des Planfeststellungsverfahrens, insbesondere zu Art und Umfang der Antragsunterlagen, zu regeln.
(1) 1Die zuständige Behörde hat durch geeignete Maßnahmen zu überwachen, dass Vorhaben, die in Anlage 1 unter den Nummern 19.3 bis 19.9 aufgeführt sind, im Einklang mit den umweltbezogenen Bestimmungen des Zulassungsbescheids nach § 65 durchgeführt werden. 2Bei UVP-pflichtigen Vorhaben gilt dies insbesondere für die im Planfeststellungsbescheid festgelegten Merkmale des Vorhabens und des Standorts, für die Maßnahmen, mit denen erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen ausgeschlossen, vermindert oder ausgeglichen werden sollen, sowie für die Ersatzmaßnahmen bei Eingriffen in Natur und Landschaft.
(2) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 1 Nummer 3 Buchstabe b mit einer Geldbuße bis zu zwanzigtausend Euro, in den übrigen Fällen mit einer Geldbuße bis zu fünfzigtausend Euro geahndet werden.
(9) 1Pläne und Programme, deren erster förmlicher Vorbereitungsakt vor dem 21. Juli 2004 erfolgt ist und die später als am 20. Juli 2006 angenommen oder in ein Gesetzgebungsverfahren eingebracht werden, unterliegen den Vorschriften des Teils 3. 2§ 48 dieses Gesetzes sowie § 28 Absatz 1 und 3 des Raumordnungsgesetzes bleiben unberührt.
(Fundstelle: BGBl. I 2017, 2827)
(Fundstelle: BGBl. I 2017, 2829 – 2830)