Source: http://www.steuerlinks.de/richtlinie/erbstr-2003/r74.html
Timestamp: 2018-10-18 23:13:53
Document Index: 24320728

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 17', '§ 107', '§ 210', '§ 13', '§ 14', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 15', '§ 17', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 19', '§ 19']

Richtlinie 74 ErbStR 2003 hier in der aktuellen Fassung
> R 74 ErbStR 2003 Besonderer Versorgungsfreibetrag Zu § 17 ErbStG
R 74 ErbStR 2003
Besonderer Versorgungsfreibetrag Zu § 17 ErbStG
[ R 73 ErbStR 2003 ]
[ R 75 ErbStR 2003 ]
Der besondere Versorgungsfreibetrag für den überlebenden Ehegatten und für Kinder ist um den Kapitalwert der nicht der Erbschaftsteuer unterliegenden Versorgungsbezüge zu kürzen. Zu den nicht der Erbschaftsteuer unterliegenden Bezügen (> R 8 ) gehören insbesondere
Hinterbliebenenbezüge aufgrund eines zwischen dem Erblasser und seinem Arbeitgeber geschlossenen Einzelvertrags, soweit diese angemessen sind (> R 8 Abs. 3 ).
Bei der Kürzung des Versorgungsfreibetrags sind alle von der Erbschaftsteuer nicht erfassten Versorgungsleistungen zu berücksichtigen und zwar unabhängig davon, ob es sich bei den Versorgungsleistungen um lebenslängliche Leistungen, um Leistungen auf eine bestimmte Zeit oder um Leistungen in einem Einmalbetrag handelt.
Bei der Berechnung des Kapitalwerts der Versorgungsbezüge ist von der Höhe der jährlichen Bruttobezüge auszugehen, die dem Hinterbliebenen unmittelbar nach dem Tod des Erblassers gezahlt werden. Handelt es sich dabei um eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung, ist grundsätzlich auf den Rentenbetrag abzustellen, der dem Berechtigten nach Ablauf des Sterbevierteljahrs zusteht. Dieser kann den Rentenberechnungen der Rentenversicherungsträger entnommen werden. Zusätzliche Leistungen (z.B. 13. Monatsgehalt) sind zu berücksichtigen. Anzurechnen sind auch Einmalbeträge (z.B. Sterbegelder), Kapitalabfindungen sowie Leistungen nach § 107 SGB VI (Abfindung bei Wiederverheiratung) und § 210 SGB VI (Beitragserstattung bei nicht erfüllter Wartezeit). Der Umstand, dass die Versorgungsbezüge beim Hinterbliebenen dem Lohnsteuerabzug oder der Einkommensteuer unterliegen, bleibt bei der Ermittlung der jährlichen Bruttobezüge unberücksichtigt. Spätere Änderungen in der Höhe dieser Bezüge sind nur zu berücksichtigen, wenn sie schon zur Zeit des Todes des Erblassers mit Sicherheit vorauszusehen waren. Soweit auf die Versorgungsbezüge des Hinterbliebenen eigenes Einkommen anzurechnen ist, ruhen für einen ungewissen Zeitraum die Bezüge in Höhe des angerechneten Einkommens. Als jährliche Bruttobezüge sind die entsprechend geminderten Bezüge anzusetzen, die dem Hinterbliebenen unmittelbar nach dem Tod des Erblassers bzw. nach Ablauf des Sterbevierteljahrs zustehen.
R 69 ErbStR 2003 - Begünstigte Erwerbe bei Familienstiftungen Zu § 13a ErbStG
R 70 ErbStR 2003 - Berücksichtigung früherer Erwerbe; Grundsatz Zu § 14 ErbStG
R 71 ErbStR 2003 - Berücksichtigung früherer Erwerbe; Zusammentreffen mit Entlastungen nach §§ 13a , 19a ErbStG Zu § 14 ErbStG
R 72 ErbStR 2003 - Steuerklassen Zu § 15 ErbStG
R 73 ErbStR 2003 - Maßgebliche Steuerklasse bei der Errichtung von Familienstiftungen Zu § 15 ErbStG
R 74 ErbStR 2003 - Besonderer Versorgungsfreibetrag Zu § 17 ErbStG
R 75 ErbStR 2003 - Steuersätze Zu § 19 ErbStG
R 76 ErbStR 2003 - Begünstigte Erwerbe und Erwerber Zu § 19a ErbStG
R 77 ErbStR 2003 - Begünstigtes Vermögen Zu § 19a ErbStG
R 78 ErbStR 2003 - Folgen einer Weitergabeverpflichtung Zu § 19a ErbStG
R 79 ErbStR 2003 - Berechnung des Entlastungsbetrags Zu § 19a ErbStG