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Timestamp: 2016-10-23 09:36:03
Document Index: 32160015

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 106', 'Art. 42', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 8', 'Art. 29', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 8', 'Art. 7', 'Art. 3', 'Art. 8', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 15', 'Art. 8', 'Art. 17', 'Art. 8', 'Art. 29', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 18', 'Art. 14', 'Art. 30', 'Art. 1', 'Art. 8', 'Art. 30', 'Art. 8', 'Art. 20', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 3', 'Art. 2', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 10', 'Art. 17', 'Art. 9', 'Art. 2', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 30', 'Art. 20', 'Art. 8', 'Art. 3', 'Art. 29', 'Art. 8', 'Art. 29', 'Art. 20', 'Art. 29', 'Art. 20', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 30', 'Art. 8', 'Art. 2', 'Art. 20', 'Art. 29', 'Art. 8', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 65', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 65', 'Art. 65', 'Art. 68']

8C_919/2014 (17.07.2015)
8C_919/2014 � � Urteil vom 17. Juli 2015
SOLIDA Versicherungen AG,
Saumackerstrasse 35, 8048 Z�rich,
vertreten durch F�rsprecher Martin B�rkle,
vertreten durch Rechtsanwalt Dominique Chopard.
Die 1956 geborene A.________ war ab 1. Juni 2001 als Krankenpflegerin f�r das private Alters- und Pflegeheim B.________ t�tig. Aufgrund dieses Arbeitsverh�ltnisses war sie bei der SOLIDA Versicherungen AG (nachfolgend: Solida) gegen Unf�lle versichert. Nachdem die Arbeitgeberin das Arbeitsverh�ltnis am 19. Oktober 2004 fristlos aufgel�st hatte, meldete sich A.________ am 25. Oktober 2004 bei der Arbeitslosenkasse des Kantons Z�rich zur Arbeitsvermittlung an. Mit Verf�gung vom 16. Dezember 2004 stellte sie die Arbeitslosenkasse ab 20. Oktober 2004 f�r die Dauer von vierzig Tagen wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit in der Anspruchsberechtigung ein. Im Rahmen eines gerichtlichen Vergleichs vom 23. November 2009 verpflichtete sich die Arbeitgeberin zur Bezahlung von Fr. 15'000.- an die ehemalige Arbeitnehmerin.
Am 15. November 2004 teilte A.________ der Arbeitslosenkasse mit, dass sie ab 28. November 2004 ferienabwesend sei. Gem�ss Unfallmeldung der Arbeitslosenkasse an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) vom 18. April 2005 erlitt sie am 22. Januar 2005 in der Republik der Philippinen eine Schussverletzung und musste medizinisch behandelt werden. F�r die Monate Januar und Februar 2005 zahlte die Kasse Taggelder aus, nachdem sie in den Monaten November und Dezember 2004 mangels Geltendmachung des Anspruchs keine Leistungen erbracht hatte. Am 22. April 2006 teilte das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) A.________ mit, dass sie mit diesem Datum von der Arbeitsvermittlung abgemeldet worden sei.
Da die SUVA ihre Zust�ndigkeit f�r das Unfallereignis verneinte, wandte sich A.________ an die Solida. Diese lehnte mit Verf�gung vom 10. Juni 2010 und Einspracheentscheid vom 6. September 2010 einen Anspruch auf Versicherungsleistungen f�r die Folgen des Unfalls ab. Die von der Versicherten erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 31. Januar 2010 gut, indem es einen Anspruch auf Versicherungsleistungen gegen�ber der Solida bejahte, unter der Voraussetzung, dass nicht gleichzeitig eine Versicherungsdeckung der SUVA als Unfallversicherer der Arbeitslosenversicherung f�r das Unfallereignis besteht.
Die SUVA verneinte mit Verf�gung vom 28. September 2009 einen Leistungsanspruch f�r die Folgen des Unfalls vom 22. Januar 2005 und best�tigte dies mit Einspracheentscheid vom 6. August 2013.
Die von der Solida gegen den Einspracheentscheid der SUVA erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 12. November 2014 gut mit der Feststellung, dass A.________ gegen�ber der SUVA Anspruch auf Versicherungsleistungen f�r die Folgen des Unfalls vom 22. Januar 2005 habe und die SUVA ausschliesslich f�r deren Ausrichtung zust�ndig sei.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragt die SUVA, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben, und der Einspracheentscheid vom 6. August 2013 sei zu best�tigen.
Die Solida schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Mitbeteiligte A.________ und das kantonale Gericht verzichten auf eine Vernehmlassung. Das Bundesamt f�r Gesundheit hat sich nicht vernehmen lassen.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind.
1.2.�Im Streit, ob f�r ein Unfallereignis Versicherungsdeckung besteht, kommt die Ausnahmeregelung des Art. 105 Abs. 3 (in Verbindung mit Art. 97 Abs. 2) BGG ungeachtet dessen, dass von der Beurteilung der Streitfrage auch Anspr�che auf Geldleistungen der obligatorischen Unfallversicherung abh�ngen k�nnen, nicht zur Anwendung. Das Bundesgericht kann somit die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen nur im Rahmen von Art. 105 Abs. 1 und 2 (in Verbindung mit Art. 97 Abs. 1) BGG �berpr�fen (BGE 135 V 412). Demnach legt es seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG) und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
Arbeitslose Personen, welche die Anspruchsvoraussetzungen gem�ss Art. 8 AVIG erf�llen oder Entsch�digungen nach Art. 29 AVIG beziehen, sind bei der SUVA obligatorisch gegen Unf�lle versichert (Art. 2 Satz 1 der Verordnung �ber die Unfallversicherung von arbeitslosen Personen vom 24. Januar 1996 [UVAL], SR 837.171, erlassen durch den Bundesrat gest�tzt auf Art. 3 Abs. 5 UVG und Art. 2a Abs. 4 AVIG; BGE 133 V 161 E. 2.2.1 S. 163 f.). Vorbehalten bleiben gem�ss Art. 2 Satz 2 UVAL die Artikel 6 bis 8 UVAL, welche abweichende Regelungen bei Erzielung eines Zwischenverdienstes (Art. 6 UVAL) und bei Teilarbeitslosigkeit (Art. 8 UVAL; Art. 7 UVAL wurde auf Ende 1999 ausser Kraft gesetzt) enthalten. Die Versicherung beginnt nach Art. 3 Abs. 1 UVAL mit dem Tag, an welchem die arbeitslose Person erstmals die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 AVIG erf�llt oder Entsch�digungen nach Art. 29 AVIG bezieht (vgl. BGE 127 V 458 E. 2 S. 460). Nicht (mehr) erf�llt sind die Anspruchsvoraussetzungen unter anderem bei fehlender Vermittlungsf�higkeit (Art. 8 Abs. 1 lit. f in Verbindung mit Art. 15 Abs. 1 AVIG). Voraussetzung f�r den Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung ist zudem die Erf�llung der Kontrollvorschriften (Art. 8 Abs. 1 lit. g in Verbindung mit Art. 17 AVIG). Die Versicherung endet mit dem 30. Tag nach dem Tag, an dem die arbeitslose Person letztmals die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 AVIG erf�llt hat oder Entsch�digungen nach Art. 29 AVIG bezogen hat (Art. 3 Abs. 2 UVAL). Das Taggeld der Unfallversicherung wird gem�ss Art. 4 UVAL unabh�ngig von zu bestehenden Wartezeiten (Art. 18 Abs. 1 AVIG; Art. 14 Abs. 4 AVIG wurde aufgehoben) oder Einstelltagen (Art. 30 AVIG) ausgerichtet. Soweit die UVAL keine spezielle Regelung enth�lt, richtet sich die Unfallversicherung der arbeitslosen Personen nach den Vorschriften des UVG und der UVV (Art. 1 UVAL).
3.1.�Die Vorinstanz ging davon aus, dass die Arbeitslosenversicherung der Versicherten nach der Anmeldung zum Leistungsbezug am 25. Oktober 2004 eine Rahmenfrist f�r den Leistungsbezug (vom 25. Oktober 2004 bis 24. Oktober 2006) er�ffnet und damit ab diesem Datum s�mtliche Anspruchsvoraussetzungen im Sinne von Art. 8 Abs. 1 AVIG als erf�llt erachtet hat. Aufgrund der am 16. Dezember 2004 gest�tzt auf Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG verf�gten 40-t�gigen Einstellung in der Anspruchsberechtigung ab 20. Oktober 2004 wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit sei die Vermittlungsf�higkeit - und damit die grunds�tzliche Anspruchsberechtigung - der Versicherten nicht in Frage gestellt worden. An der grunds�tzlichen Anspruchsberechtigung nach Art. 8 AVIG habe auch der Umstand nichts ge�ndert, dass der Entsch�digungsanspruch f�r die Monate November und Dezember 2004 mangels Geltendmachung durch die Versicherte innerhalb der dreimonatigen Frist gem�ss Art. 20 Abs. 3 AVIG verwirkt sei. Weiter ging die Vorinstanz davon aus, dass die Arbeitslosenkasse der Versicherten mit Taggeldabrechnungen vom 20. April 2005 f�r 6 kontrollierte Tage im Januar 2005 und f�r 14 kontrollierte Tage im Februar 2005 Arbeitslosenentsch�digung ausrichtete. Offen liess sie, ob es sich dabei um Taggeld bei vor�bergehender fehlender oder verminderter Arbeitsf�higkeit im Sinne von Art. 28 AVIG oder um Arbeitslosenentsch�digung bei Zweifel �ber Anspr�che aus Arbeitsvertrag im Sinne von Art. 29 AVIG handelt. Unabh�ngig davon, unter welchem Titel die Leistungen erbracht wurden, war die Versicherte laut kantonalem Gericht im Zeitpunkt des Unfalls vom 22. Januar 2005 gegen dessen Folgen gem�ss Art. 3 Abs. 2 UVG bei der Solida und gest�tzt auf Art. 2 und Art. 3 UVAL bei der SUVA obligatorisch versichert. Da bei einer solchen Konstellation praxisgem�ss (BGE 127 V 458) ausschliesslich die SUVA als Unfallversicherer der Arbeitslosenversicherung f�r die Ausrichtung der Versicherungsleistungen zust�ndig ist, bejahte es deren Leistungspflicht f�r die Folgen des Unfallereignisses.
3.2.�Die Beschwerde f�hrende SUVA wendet ein, die Vorinstanz habe ihre Zust�ndigkeit f�r das Unfallereignis vom 22. Januar 2005 zu Unrecht bejaht. Zur Begr�ndung f�hrt sie aus, das kantonale Gericht habe f�lschlicherweise angenommen, dass die Anspruchsvoraussetzungen gem�ss Art. 8 Abs. 1 AVIG im Zeitpunkt des Unfalls vom 22. Januar 2005 erf�llt gewesen seien. Sobald zu einem bestimmten Zeitpunkt innerhalb der zweij�hrigen Rahmenfrist f�r den Leistungsbezug die Voraussetzungen gem�ss Art. 8 AVIG nicht mehr gegeben seien, bestehe keine Deckung seitens der Arbeitslosenversicherung mehr und ende die Unfallversicherung mit dem 30. Tag nach dem Tage, an dem der Anspruch erl�sche. Die Versicherte sei in der Zeit vom 29. Oktober 2004 bis zum Unfall vom 22. Januar 2005 auch nach Ansicht der Arbeitslosenkasse nicht anspruchsberechtigt gewesen. Am 28. November 2004 sei sie f�r unbestimmte Zeit in die Philippinen abgereist. F�r die Monate November/Dezember 2004 und Januar 2005 (bis zum Unfall) habe sie der Beh�rde keine Unterlagen eingereicht. Zudem habe sie der Kasse f�r die Kontrollperioden November und Dezember kein Formular "Angaben der versicherten Person" vorgelegt und somit formell keinen Anspruch auf Leistungen geltend gemacht. F�r die Beh�rde der ALV habe daher kein Anlass bestanden, die Anspruchsberechtigung zu pr�fen. Aus dem Umstand, dass die Arbeitslosenkasse ab dem Unfalldatum wieder Leistungen ausgerichtet hat, kann laut Beschwerdef�hrerin nicht auf eine vorher bestandene Anspruchsberechtigung geschlossen werden. W�hrend des Auslandaufenthalts habe die Versicherte zudem weder im Sinne von Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG in der Schweiz gewohnt, noch sei sie vermittlungsf�hig (Art. 8 Abs. 1 lit. f AVIG) gewesen.
4.1.�Die Arbeitslosenkasse legt den Beginn der Rahmenfrist individuell f�r jede versicherte Person fest. Stichtag f�r die Berechnung der Rahmenfristen ist der erste Tag, f�r den s�mtliche Anspruchsvoraussetzungen, somit die in Art. 8 Abs. 1 AVIG aufgez�hlten und in Art. 10 bis 15 und Art. 17 AVIG konkretisierten Erfordernisse, erf�llt sind (Art. 9 Abs. 2 AVIG). Als Stichtag kommt demgem�ss fr�hestens der Tag der Anmeldung bei der zust�ndigen Amtsstelle in Frage, sp�testens der Zeitpunkt, in welchem alle Anspruchsvoraussetzungen erf�llt sind. Die Rahmenfrist f�r den Leistungsbezug beginnt mit dem Stichtag und ist in die Zukunft gerichtet (SVR 2015 UV Nr. 2 S. 5, 8C_78/2014 E. 3.2.1; SVR 2011 UV Nr. 2 S. 5, 8C_1010/2009 E. 6.1).
4.2.�Nach der Rechtsprechung kann der Unfallversicherer im Rahmen der Abkl�rung der Versicherungsdeckung gem�ss Art. 2 UVAL keine eigene Pr�fung der Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 AVIG vornehmen, wenn die zust�ndigen Beh�rden der Arbeitslosenversicherung den Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung in nachvollziehbarer Weise bejahen (SVR 2015 UV Nr. 2 S. 5, 8C_78/2014 E. 3.3.1; SVR 2011 UV Nr. 2 S. 5, 8C_1010/2009 E. 6.2).
4.3.�Vorliegend hat die Kasse der Versicherten eine Rahmenfrist f�r den Leistungsbezug vom 25. Oktober 2004 bis 24. Oktober 2006 er�ffnet. Damit steht fest und ist unbestritten, dass sie ab 25. Oktober 2004 s�mtliche Anspruchsvoraussetzungen im Sinne von Art. 8 Abs. 1 AVIG als erf�llt erachtete. Am 16. Dezember 2004 verf�gte die Kasse eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG zufolge selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit, ohne die Anspruchsberechtigung an sich in Frage zu stellen. Auf die Anfrage der SUVA vom 20. April 2005, ob das Datum in der Unfallmeldung, wonach vor dem Unfall letztmals am 29. Oktober 2004 die Anspruchsvoraussetzungen erf�llt gewesen seien, definitiv sei oder ob es dar�ber hinaus noch zu Taggeldzahlungen kommen k�nne, antwortete die Kasse gleichentags, die Versicherte habe f�r die Monate November und Dezember 2004, w�hrend denen sie sich im Ausland aufgehalten habe, das Formular "Angaben der versicherten Person" nicht eingereicht. Vermutlich habe sie nicht bedacht, dass der Versicherungsschutz (Unfall) bei der Arbeitslosenkasse auch nach 30 Tagen erl�sche, wenn kein Anspruch mehr vorhanden sei oder kein Anspruch gestellt werde. Sie h�tte sich also �ber die Krankenversicherung gegen Unfall versichern m�ssen oder eine separate Unfallversicherung oder Reiseversicherung abschliessen m�ssen. Das Datum der letzten Auszahlung am 29. Oktober 2004 sei definitiv. Es kann offen bleiben, welcher Bedeutungsgehalt dieser Mitteilung beizumessen ist. Denn laut Abkl�rungsprotokoll der Arbeitslosenkasse vom 1. April 2005 rechnete diese nach rechtzeitig erfolgter Unfallmeldung ab 22. Januar 2005 wieder ab. Am 1. April 2005 stellte die Versicherte der Kasse f�r die Monate Januar und Februar 2005 das Formular "Angaben der versicherten Person" zu. Mit Abrechnung vom 20. April 2005 richtete die Beh�rde f�r diese beiden Monate Taggelder aus.
4.4.�Arbeitslosenversicherungsrechtlich ist zwischen Entstehung und Geltendmachung des Entsch�digungsanspruchs zu unterscheiden ( GERHARD GERHARDS, Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz [AVIG], Band I, 1988, N. 1 zu Art. 20 AVIG). Der Entsch�digungsanspruch entsteht, wenn die versicherte Person die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 Abs. 1 AVIG erf�llt. Das Erf�llen dieser Anspruchsvoraussetzungen ist gem�ss Art. 3 UVAL - alternativ zu den Entsch�digungsleistungen nach Art. 29 AVIG - massgebend f�r die Bestimmung von Beginn und Ende der Unfallversicherungsdeckung arbeitsloser Personen bei der SUVA. Vorliegend stellten die Beh�rden der Arbeitslosenversicherung die Anspruchsberechtigungen nach Art. 8 Abs. 1 AVIG bis zum Unfallzeitpunkt an sich nicht in Frage. Die Versicherte hatte sich auch nicht bei der Arbeitslosenversicherung abgemeldet, bevor sie ins Ausland reiste, sondern dieser am 15. November 2004 lediglich mitgeteilt, sie sei ab dem 28. November ferienabwesend. Die Kasse richtete vor�bergehend nur deshalb keine Leistungen aus, weil die Versicherte im November und Dezember 2005 die gem�ss Art. 29 Abs. 2 AVIV f�r die Geltendmachung des Leistungsanspruchs einer jeweiligen Kontrollperiode erforderlichen Formulare nicht eingereicht hatte. Gem�ss Art. 20 Abs. 3 Satz 1 AVIG erlischt der Anspruch auf Arbeitslosenentsch�digung, wenn er nicht innert dreier Monate nach dem Ende der Kontrollperiode, auf die er sich bezieht, durch Einreichung der in Art. 29 AVIV genannten Unterlagen geltend gemacht wird. Wegen dieser Verwirkungsfolge stellt die in Art. 20 AVIG geregelte Geltendmachung eine formelle Anspruchsvoraussetzung dar ( THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit Bd. XIV, 2. Aufl. 2007, S. 2278 Rz. 333), die von Kontrollperiode zu Kontrollperiode erf�llt sein muss. Wird f�r eine sp�tere Kontrollperiode der Anspruch wieder geltend gemacht, werden - wie vorliegend - wieder Leistungen ausgerichtet, sofern die Anspruchsvoraussetzungen gem�ss Art. 8 Abs. 1 AVIG weiterhin erf�llt sind.
4.5.�W�hrend ihres Auslandaufenthalts hat die Versicherte m�glicherweise die gesetzliche Schadenminderungspflicht verletzt. Eine solche Pflichtverletzung f�hrt jedoch in aller Regel nicht zur Verneinung der Anspruchsberechtigung im Sinne von Art. 8 Abs. 1 AVIG. Die Nichtbefolgung der Kontrollvorschriften ohne entschuldbaren Grund nach der Meldung beim Arbeitsamt zieht lediglich eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung nach sich (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG).
4.6.�Die Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 Abs. 1 AVIG und damit der Versicherungsschutz gegen Unf�lle gem�ss Art. 2 UVAL h�ngen nach der Meldung beim Arbeitsamt nicht von der Geltendmachung des Anspruchs auf Arbeitslosenentsch�digung ab. Bei der Geltendmachung des Entsch�digungsanspruchs f�r jede Kontrollperiode im Sinne von Art. 20 AVIG in Verbindung mit Art. 29 Abs. 2 AVIV handelt es sich nicht um eine Anspruchsvoraussetzung im Sinne von Art. 8 Abs. 1 AVIG, auf welche Bestimmung Art. 2 und Art. 3 UVAL verweisen. Beginn und Ende der Versicherung richten sich vielmehr nach der
erstmaligen�(Art. 3 Abs. 1 UVAL) bzw. der�
letztmaligen�(Art. 3 Abs. 2 UVAL) Erf�llung der Anspruchsvoraussetzungen nach Art. 8 AVIG. Es w�re auch nicht praktikabel, wenn die Versicherungsdeckung der Unfallversicherung w�hrend der Einstellung der Leistungen ruhen w�rde. Die Betroffenen m�ssten w�hrend dieser Zeit jeweils eine Abredeversicherung abschliessen. Waren die Voraussetzungen von Art. 8 Abs. 1 AVIG erf�llt, erlischt der Versicherungsschutz der SUVA nach Wegfall der Arbeitslosigkeit (zufolge Aufnahme einer neuen Arbeitsstelle, Abmeldung bei der Arbeitslosenversicherung usw.) oder bei dauernder Vermittlungsunf�higkeit (vgl. dazu SVR 2011 UV Nr. 2 S. 5). Um die Rechtssicherheit zu gew�hrleisten, muss dieser Umstand eingestanden oder durch Verf�gung festgestellt worden sein. Dies war vorliegend nicht der Fall. Erst mit Schreiben vom 22. April 2005 und damit nach dem Unfallereignis teilte das RAV der Versicherten mit, dass sie per 22. April 2005 (wohl infolge unfallbedingter Arbeitsunf�higkeit) von der Arbeitsvermittlung abgemeldet worden sei.
4.7.�Im Zeitpunkt des Unfalls vom 22. Januar 2005 wurden von der Arbeitslosenkasse unbestrittenermassen Leistungen ausgerichtet. Dies setzt voraus, dass entweder die Anspruchsvoraussetzungen von Art. 8 AVIG als erf�llt erachtet wurden (vgl. auch Art. 28 Abs. 1 AVIG), oder eine Arbeitslosenentsch�digung bei Zweifel �ber Anspr�che aus Arbeitsvertrag im Sinne von Art. 29 AVIG ausgerichtet wurde. Die Ausrichtung der Entsch�digungsleistungen an die Versicherte erscheint aus arbeitslosenversicherungsrechtlicher Sicht nicht offensichtlich unrichtig. Am 22. Januar 2005 war die Versicherte somit nach Art. 2 UVAL bei der SUVA obligatorisch gegen die Folgen des an diesem Tag erlittenen Ereignisses versichert.
4.8.�Dass die SUVA gegen�ber der Nachdeckung der Solida vorleistungspflichtig ist, entspricht der Rechtsprechung (BGE 127 V 458) und wird nicht bestritten.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 BGG). Dem Prozessausgang entsprechend sind die Gerichtskosten der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG). Da sich zwei Versicherer gegen�berstehen, gilt f�r die Gerichtsgeb�hr der ordentliche Rahmen nach Art. 65 Abs. 3 BGG, w�hrend Art. 65 Abs. 4 lit. a BGG keine Anwendung findet. Der Solida steht keine Parteientsch�digung zu, da sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt (Art. 68 Abs. 3 BGG). Die beigeladene Versicherte hat sich nicht vernehmen lassen.
Dieses Urteil wird den Parteien, A.________, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich und dem Bundesamt f�r Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 17. Juli 2015