Source: https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulrecht/rs/1997-2017/1997_58.html
Timestamp: 2020-02-19 11:28:37
Document Index: 21854451

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 131', '§ 131', '§ 131', '§ 131', '§ 6']

Allgemeinbildende öffentliche Pflichtschulen;Allgemeine Richtlinien für die Beantragung vonSchulversuchen im Schuljahr 1998/99
Allgemeine Richtlinien für die Beantragung von
Schulversuchen im Schuljahr 1998/99
Geschäftszahl: 39.407/71-I/1/97
Sachbearbeiter:Dr. Wilhelm WolfTel.:53120-4447
Individueller Verteiler: Landesschulräte, Landesschulinspektoren für das allgemeinbildende Schulwesen, Zentrum für Schulentwicklung
Rundschreiben Nr. 58/1997
Bezüglich empfehlenswerter Schwerpunktsetzung bei der Durchführung von Schulversuchen sowie der Berücksichtigung besonderer Planungsgesichtspunkte für die Beantragung an den einzelnen Schularten wird in Speziellen Richtlinien gesondert informiert werden.
Mit einer Entscheidung des Ministeriums vor Beginn des neuen Schuljahres kann in diesen Fällen nicht gerechnet werden. Gleiches gilt bei der Einrichtung neuer, komplexer
Schulversuchsvorhaben, die im Hinblick auf die Kürze der für die Prüfung zur Verfügung stehenden Zeit nicht schon mit Beginn des Schuljahres 1998/99, sondern womöglich erst im darauffolgenden Schuljahr durchgeführt werden können.
Es wird daher ausdrücklich hingewiesen, daß in diesen Fällen auch nicht mit der Führung derartiger Schulversuche begonnen werden darf.
§§ 7, 131 a, 131b, 131c, 131e des Schulorganisationsgesetzes,
Es wird daher ausdrücklich darauf hingewiesen, daß wesentliche bzw. kostenrelevante Versuchselemente, die in diesen Formularen nicht aufscheinen, auch nicht Gegenstand der Genehmigung sein können.
§ 131a SchOG: soviel Klassen, wie 20 % der Sonderschulklassen im Bundesland im Schuljahr 1991/92 entsprechen
§ 131b SchOG: 10 % der Klassen an öffentlichen Hauptschulen im Bundesland
§ 131c SchOG: 20 % der Klassen an öffentlichen Pflichtschulen im Bundesland (auslaufend)
§ 131e SchOG: 10 % der Klassen an öffentlichen Volksschulen im Bundesland
§ 6 SchZG: 5 % der Klassen an gleichartigen Schulen um Bundesgebiet.
Vor der Einführung eines Schulversuches an einer Schule ist das Schulforum bzw. der Schulgemeinschaftsausschuß zu hören.
Schulversuche im Bereich der allgemeinbildenden Pflichtschulen sind von der Schulbehörde zweiter Instanz zu betreuen, zu kontrollieren und auszuwerten, wobei Einrichtungen der Lehreraus- und -fortbildung herangezogen werden können und den Abteilungen bzw. "Bereichen" des Zentrums für Schulentwicklung dabei beratende Tätigkeit zukommt.
Unter Hinweis auf die Vereinbarung zwischen Bund und Ländern gem. Artikel 15a B-VG und die hiezu ergangenen Rundschreiben betreffend die Erstellung der Stellenpläne der Länder wird darauf hingewiesen, daß alle aufgrund der gegenständlichen Richtlinien beantragten stellenplanwirksamen Schulversuche im genehmigten endgültigen Stellenplan ihre Bedeckung finden müssen. Die Genehmigung von Planstellen über die geltenden Richtlinien hinaus aus Anlaß der Führung von Schulversuchen ist grundsätzlich nicht möglich. Mit der Genehmigung eines Schulversuches wird jedenfalls keine Aussage über zusätzliche Planstellen getroffen. Bei der Planstellenbewirtschaftung ist der aus Schulversuchen resultierende Mehrbedarf an Lehrerstunden mitzubedenken. Sofern die diesbezüglichen Kompetenzen bei der Landesregierung liegen, ist daher vor der Antragstellung das Einvernehmen herzustellen.
Für das Schuljahr 1998/99 gilt das für die Sonderschule bestehende Berechnungsmodell.
Bei der Erstellung wurde auch der als Konstante eingehende allfällige Mehrbedarf für Schulversuche bereits berücksichtigt, sodaß mit dem errechneten Planstellenkontingent auch für Schulversuche das Auslangen gefunden werden muß.
Damit sind auch planstellenmäßige Vorgaben in diesem Erlaß für einzelne Schulversuche entbehrlich, und es obliegt den zuständigen Landesbehörden, innerhalb der planstellenmäßigen Vorgabe die sonderpädagogische Förderung zu gewährleisten und Schwerpunkte in der Schulversuchsarbeit zu setzen.
Zielgruppe sind schulpflichtige Kinder, die sich vorübergehend in Österreich aufhalten und aufgrund mangelnder Kenntnis der Unterrichtssprache oder aus anderen maßgeblichen Gründen nicht im Rahmen der bestehenden Regelungen in den Unterricht integriert werden können.
Dient der Kennzeichnung der Projekte. Die Liste der aktuellen Kürzel ist in der Schulversuchsübersicht 1997/98 zu finden.
Kurze Projektdarstellung (inkl. Angaben über Abweichung vom Lehrplan, Klassenschülerzahlen/ Gruppengrößen):
· die Möglichkeit der Generalisierbarkeit (z.B. Stundenbelastung der Schüler/innen, Finanzierbarkeit) und
Bei neuen Schulversuchsvorhaben ist grundsätzlich nicht damit zu rechnen, daß eine Durchführung schon zu Beginn des Schuljahres 1998/99 ins Auge gefaßt werden kann.
Schulversuchsanträge von Privatschulen sind über den Landesschulrat (Stadtschulrat für Wien) an Abteilung III/4 des Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten zu richten.
Es wird nochmals daran erinnert, daß unvollständig ausgefüllte Formblätter ausnahmslos retourniert werden und mit Beginn des Schuljahres 1998/99 nur jene Schulversuche zur Durchführung gelangen können, die bis dahin bereits durch das Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten genehmigt wurden.
Alle Schulversuchsanträge sind grundsätzlich (vgl. hiezu auch die Speziellen Richtlinien) unter Berücksichtigung des Postweges bis spätestens
Wien, 31. Oktober 1997