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Timestamp: 2016-10-22 03:36:43
Document Index: 376329003

Matched Legal Cases: ['Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 68', 'Art. 68', 'Art. 121', 'Art. 127', 'e contrario', 'Art. 68', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 66', 'Art. 68']

2F_2/2015 (30.01.2015)
2F_2/2015 � � Urteil vom 30. Januar 2015
vertreten durch Rechtsanwalt Vijay Singh,
Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich.
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 2C_445/2014 vom 2. Dezember 2014.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich wies mit Urteil vom 19. M�rz 2014 die Beschwerde von A.________ betreffend den Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung ab. Dagegen gelangte der Betroffene am 12. Mai 2014 mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht; er beantragte die Aufhebung des verwaltungsgerichtlichen Urteils und den Verzicht auf den Widerruf der bestehenden Niederlassungsbewilligung,�
unter Kosten- und Entsch�digungsfolge f�r alle Instanzen zu Lasten der Staatskasse.
Mit Urteil 2C_445/2014 vom 2. Dezember 2014 hiess das Bundesgericht die Beschwerde gut; es hob das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 19. M�rz 2014 auf und wies die Sache zur weiteren Sachverhaltsabkl�rung und zur F�llung eines neuen Entscheids an die Vorinstanz zur�ck (Ziffer 1 des Dispositivs). Gerichtskosten wurden nicht erhoben (Ziffer 2 des Dispositivs). E. 3 des Urteils lautet wie folgt: "Bei diesem Verfahrensausgang sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es werden keine Parteientsch�digungen ausgerichtet (Art. 68 BGG)."
Mit Eingabe vom 28. Januar 2015 weist der Rechtsvertreter von A.________ darauf hin, dass im Dispositiv des bundesgerichtlichen Urteils nicht �ber seinen Antrag auf Parteientsch�digung entschieden worden sei; den Urteilserw�gungen lasse sich entnehmen, dass keine Parteientsch�digungen ausgerichtet w�rden, wobei ohne n�here Begr�ndung und Angabe eines einschl�gigen Absatzes auf Art. 68 BGG verwiesen werde.
Zwar wird in E. 3 des Urteils 2C_445/2014 erw�hnt, dass keine Parteientsch�digungen ausgerichtet w�rden; der allgemeine Hinweis auf Art. 68 BGG �ndert nichts daran, dass sich dem Urteil keine Begr�ndung f�r die (im Dispositiv nicht festgehaltene) Ablehnung des Antrags auf Parteientsch�digung entnehmen l�sst. Dieser Antrag ist vielmehr - versehentlich - unbeurteilt geblieben, womit der Revisionsgrund von Art. 121 lit. c BGG vorliegt. Die Eingabe vom 28. Januar 2015 ist als Revisionsgesuch entgegenzunehmen und, ohne Schriftenwechsel oder andere Instruktionsmassnahmen (Art. 127 BGG e contrario), gutzuheissen. Nachfolgend ist revisionsweise �ber die allf�llige Ausrichtung einer Parteientsch�digung f�r das bundesgerichtliche Verfahren nach Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG zu befinden. Was die Kosten- und Entsch�digungsregelung f�r das kantonale Verfahren betrifft, er�brigte sich ein Entscheid des Bundesgerichts, nachdem die Sache an das Verwaltungsgericht zur�ckgewiesen worden ist, das nach Abschluss des zweiten Verfahrens unter Ber�cksichtigung aller Umst�nde �ber die Kostenfolgen zu befinden haben wird.
Mit der Gutheissung der Beschwerde wurde zwar den Begehren des Gesuchstellers in der Sache selbst nicht vollst�ndig entsprochen. Vielmehr wurde die Sache an die Vorinstanz zur�ckgewiesen, damit diese die unterlassenen notwendigen Abkl�rungen vornehme. Der Ausgang des kantonalen Verfahrens ist dabei offen, namentlich f�llt eine Gutheissung der kantonalen Beschwerde im zweiten Umgang in Betracht. Nach der Rechtsprechung gilt eine R�ckweisung zu erneutem Entscheid mit offenem Ausgang f�r die Verteilung der Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66 und 68 BGG) als Obsiegen (Urteil 2C_60/2011 vom 12. Mai 2011 E. 2.4, mit Hinweisen). Der Gesuchsteller hat damit f�r das Verfahren 2C_445/2014 gest�tzt auf Art. 68 Abs. 2 BGG Anspruch auf Zusprechung einer Parteientsch�digung. Unter den gegebenen Umst�nden rechtfertigt es sich, dass die Entsch�digung aus der Bundesgerichtskasse entrichtet wird. Das Dispositiv des Urteils 2C_445/2014 ist entsprechend zu erg�nzen.
F�r das vorliegende Revisionsverfahren werden keine Kosten erhoben (Art. 66 Abs. 1 und Abs. 4 BGG). Anlass f�r die Ausrichtung einer separaten Parteientsch�digung f�r das vorliegende Revisionsverfahren selbst besteht im Lichte von Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG nicht.
Die Eingabe vom 28. Januar 2015 wird als Revisionsgesuch entgegengenommen.
Das Revisionsgesuch wird gutgeheissen.
Das Dispositiv des Urteils 2C_445/2014 vom 2. Dezember 2014 wird durch folgende Ziffer 3 erg�nzt: "Dem Beschwerdef�hrer ist f�r das bundesgerichtliche Verfahren aus der Bundesgerichtskasse eine Parteientsch�digung von Fr. 2'000.-- auszurichten".
Es werden keine Gerichtskosten erhoben und keine Parteientsch�digung zugesprochen.
Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, dem Migrationsamt, der Sicherheitsdirektion und dem Verwaltungsgericht (4. Abteilung) des Kantons Z�rich sowie dem Staatssekretariat f�r Migration schriftlich mitgeteilt.