Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=21.09.2000&Aktenzeichen=1%20BvR%20661/96
Timestamp: 2019-07-23 03:57:08
Document Index: 34013083

Matched Legal Cases: ['Art. 12', '§ 6', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art 12', 'Art. 12', '§ 6', '§ 213', '§ 1', '§ 26', 'Art. 12', '§ 1', '§ 14', '§ 7']

BVerfG, 21.09.2000 - 1 BvR 661/96, 1 BvR 514/97 - dejure.org
BVerfG, 21.09.2000 - 1 BvR 661/96, 1 BvR 514/97
https://dejure.org/2000,1355
BVerfG, 21.09.2000 - 1 BvR 661/96, 1 BvR 514/97 (https://dejure.org/2000,1355)
BVerfG, Entscheidung vom 21.09.2000 - 1 BvR 661/96, 1 BvR 514/97 (https://dejure.org/2000,1355)
BVerfG, Entscheidung vom 21. September 2000 - 1 BvR 661/96, 1 BvR 514/97 (https://dejure.org/2000,1355)
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DDR-Kreisgerichtsdirektorin
Art. 12 GG, § 6 RNPG, (hier: verfassungswidrige) Amtsenthebung einer Notarin wegen menschenrechs- oder rechtsstaatswidrigen Verhaltens in der DDR-Justiz, keine Anwendung von BRD-Maßstäben, individuelle Beurteilung, Berücksichtigung des Verhaltens nach der Wende in der DDR;
Ausreisefreiheit kein unverbrüchliches individuelles Menschenrecht, Art. 11 GG, Art. 12 IPBPR
Verletzung des Grundrechts aus GG Art 12 Abs 1 durch Amtsenthebung einer Notarin allein wegen früherer DDR-Strafrichtertätigkeit ohne konkrete und einzelfallbezogene Würdigung der gesamten Persönlichkeit
Art. 12 Abs. 1, 33 Abs. 2 GG; § 6 ReNotPrüfG; §§ 213, 214 StGB/DDR; § 1 BNotO; § 26 GVG/DDR
Notar/Amtsenthebung/Tätigkeit als DDR-Richterin in politischen Strafsachen/Prognose/einzelfallbezogene Würdigung/Berufsfreiheit
Rechtsanwalt - DDR - Strafverfahren - Verfassungsbeschwerde - Berufsfreiheit - Berufsausübung - Berufsverbot - Notar
GG Art. 12 Abs. 1; RNPG § 1
Zulassung ehem. DDR-Richter als Rechtsanwalt bzw. Notar
Berufsrecht; Zulassung ehemaliger Strafrichter in der DDR als Rechtsanwalt oder Notar
NJW 2001, 670
DNotZ 2000, 937
NJ 2001, 28
DVBl 2000, 1768
Der Hinweis auf den Beschluss des BVerfG vom 21. September 2000 (1 BvR 661/96) ändere daran nichts.
Die hier mit der Verfassungsbeschwerde aufgeworfenen Fragen sind durch die Rechtsprechung geklärt (vgl. BVerfGE 92, 140; 93, 213; vgl. auch die Beschlüsse vom heutigen Tage in den Verfahren 1 BvR 661/96 und 1 BvR 514/97).
Auf die Verfassungsbeschwerde der Antragstellerin hat die 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts mit Beschluß vom 21. September 2000 (1 BvR 661/96) den Bescheid des Antragsgegners und den Beschluß des Bundesgerichtshofs aufgehoben und die Sache zur Entscheidung über die Kosten an den Bundesgerichtshof zurückverwiesen.
Die Verfassungsmäßigkeit der gesetzlichen Verknüpfung der Berufsausübung mit der Würdigkeit des Berufsinhabers ist - ungeachtet der im konkreten Einzelfall eventuell verfassungswidrigen Handhabung der gesetzlichen Bestimmungen - auch vom Bundesverfassungsgericht bisher nicht ersichtlich in Frage gestellt worden (vgl. etwa BVerfG, Beschl. v. 21.9.2000 - 1 BvR 661/96 -, NJW 2001, 670 ff. (zu § 14 Abs. 3 Satz 1 BNotO); Beschl. v. 8.3.1983 - 1 BvR 1078/80 -, BVerfGE 63, 266 ff. (zu § 7 Nr. 5 BRAO)).
Hierin liegt ein für die Beurteilung ihrer Person und ihrer Vergangenheit bedeutsamer Umstand (vgl. BVerfG - Kammer - NJW 2001, 670, 673).