Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202007,%20720
Timestamp: 2020-02-25 06:30:20
Document Index: 258644209

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art 3', 'Art 5', 'Art 12', 'Art. 12', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'Art. 12', 'Art. 5', '§ 11', 'BGH', '§ 11', '§ 4', 'Art. 12', 'Art. 5', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 10', '§ 11', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 8', 'Art. 21', 'Art. 44', '§ 1', 'Art. 130', '§ 1', '§ 1', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 8', 'Art. 8', 'EuG', 'BGH', 'EuG', '§ 9', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

Rechtsprechung: GRUR 2007, 720 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: EuG, 07.09.2006 | EuG, 16.05.2007 | EuG, 22.03.2007 | EuG, 17.10.2006
https://dejure.org/2007,2382
BVerfG, 20.03.2007 - 1 BvR 1226/06 (https://dejure.org/2007,2382)
BVerfG, Entscheidung vom 20.03.2007 - 1 BvR 1226/06 (https://dejure.org/2007,2382)
BVerfG, Entscheidung vom 20. März 2007 - 1 BvR 1226/06 (https://dejure.org/2007,2382)
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Eingriff in die Berufsausübungsfreiheit durch Werbebeschränkung bzgl des Internetauftritts von "Geistheilern" nach dem Gesetz über Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens verhältnismäßig - keine Verletzung von Art 3 Abs 1 GG, Art 5 Abs 1 GG und Art 12 Abs 1 GG
Verfassungsbeschwerde gegen Entscheidungen hinsichtlich der Unterlassung bestimmter Werbeaussagen im Internetauftritt von Geistheilern aufgrund der Verletzung des Grundrechts auf Berufsausübungsfreiheit; Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) in ...
Das Heilmittelwerberecht gilt auch für sog. Geistheiler
GG Art. 12 Abs. 1; HWG § 1 Abs. 1 Nr. 2
"Geistheiler" werben im Internet - Gerichte schränkten vor allem die bildlichen Darstellungen ein
"Geistheiler" dürfen nicht im Internet werben
LG Bad Kreuznach, 08.12.2005 - 5 O 121/04
OLG Koblenz, 31.03.2006 - 4 U 20/06
BVerfGK 10, 464
NJW-RR 2007, 1048
GRUR 2007, 720
Der Schutzbereich umfasst jede Tätigkeit, die mit der Berufsausübung zusammenhängt und dieser dient, mithin auch die Außendarstellung von selbständig Berufstätigen, soweit sie auf die Förderung des beruflichen Erfolgs gerichtet ist (vgl. BVerfGE 85, 248, 256; NJW-RR 2007, 1048 f.).
Die Werbeverbote des Heilmittelwerbegesetzes sollen verhindern, dass kranke Menschen durch eine unangemessene Werbung zu Fehlentscheidungen beim Arzneimittelgebrauch verleitet werden (vgl. BVerfG, Kammerbeschl. v. 20.3.2007 - 1 BvR 1226/06, GRUR 2007, 720, 721; BGHZ 140, 134, 139 f. - Hormonpräparate;… BGH, Urt. v. 26.9.2002 - I ZR 101/00, GRUR 2003, 255, 256 = WRP 2003, 389 - Anlagebedingter Haarausfall, m.w.N.).
Ob die betreffende Werbung letztlich nach einem der Werbeverbote des Heilmittelwerbegesetzes unzulässig ist, ergibt sich dann aus der gebotenen Gesamtabwägung zwischen dem Gewicht der das betreffende Werbeverbot rechtfertigenden Gründe und der Schwere des Eingriffs in die Berufsausübungs- sowie Werbe- und gegebenenfalls Meinungsfreiheit des Werbenden unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls (vgl. BVerfG, Kammerbeschl. v. 30.4.2004 - 1 BvR 2334/03, GRUR 2004, 797, 798; BVerfG GRUR 2007, 720, 722).
Zwar stellen die für die Werbeverbote des Heilmittelwerbegesetzes maßgebenden gesetzlichen Ziele des Gesundheitsschutzes hinreichende Gründe des gemeinen Wohls dar, die Einschränkungen von Grundrechten des Werbenden wie insbesondere der Berufsausübungs- und der Meinungsfreiheit rechtfertigen können (BVerfG GRUR 2007, 720, 721, 722 f.).
Anders als die Revision meint, steht dies der Beurteilung, dass die Anwendung dieser Vorschrift im hier vorliegenden Einzelfall zu einer spezifischen Verletzung des Grundrechts der Beklagten auf Meinungsäußerung führte, jedoch nicht entgegen (vgl. BVerfG GRUR 2007, 720, 722 f.).
Da das Berufungsgericht die konkrete Gefahr einer unsachlichen Beeinflussung des angesprochenen Verkehrs ohne Rechtsfehler bejaht hat, unterliegt seine Beurteilung auch im Blick auf die durch Art. 12 Abs. 1 GG geschützte Berufsausübungsfreiheit der Beklagten und auf deren Recht auf Meinungsfreiheit gemäß Art. 5 Abs. 1 GG keinen Bedenken (vgl. BVerfG, Beschl. v. 20.3.2007 - 1 BvR 1226/06, GRUR 2007, 720, 721 f. [zu § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 HWG];… BGH, Urt. v. 6.5.2004 - I ZR 265/01, GRUR 2004, 799, 800 = WRP 2004, 1163 - Lebertrankapseln [zu § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 10 HWG];… Köhler in Hefermehl/Köhler/Bornkamm a.a.O. § 4 Rdn. 11.133).
Die Beschränkung der Werbeaussagen hinsichtlich der Verwendung bildlicher Darstellungen oder der Wiedergabe von lobenden Äußerungen Dritter ist geeignet, den Schutz behandlungsbedürftig Kranker vor wirtschaftlicher Übervorteilung zu sichern; die einschlägigen Werbeverbote sind auch generell erforderlich, ein milderes Mittel zur Erreichung des angestrebten Ziels, behandlungsbedürftig Kranke wirksam vor wirtschaftlicher Übervorteilung zu schützen, ist nicht ersichtlich (BVerfG, GRUR 2007, 720, 722 - Geistheiler).
Wenn Tätigkeiten nicht mehr den Eindruck erwecken, Ersatz für eine medizinische Behandlung sein zu können, weil sie nur auf eine spirituelle Wirkung angelegt sind, unterfallen sie nicht mehr dem Erlaubniszwang des Heilpraktikergesetzes (vgl. zu sog. Geist- oder Wunderheilern BVerfG, Kammerbeschlüsse vom 2. März 2004 - 1 BvR 784/03 - NJW-RR 2004, 705 f. und vom 3. Juni 2004 - 2 BvR 1802/02 - NJW 2004, 2890 f.; s. hingegen zum Heilmittelwerbeverbot auch für Geistheiler BVerfG, Kammerbeschluss vom 20. März 2007 - 1 BvR 1226/06 - NJW-RR 2007, 1048).
OLG Köln, 12.01.2018 - 6 U 92/17
Werbung für Arznei gegen Hundeflöhe bei Facebook
Allerdings stellt das Werbeverbot des Heilmittelwerbegesetzes im Grundsatz einen Eingriff in die verfassungsrechtlich geschützte Berufsfreiheit (Art. 12 GG) und die Meinungsfreiheit (Art. 5 GG) der Hersteller von Tierarzneimitteln dar (vgl. BGH, Urteil vom 26.03.2009 - I ZR 213/06, BGHZ 180, 355 - Festbetragsfestsetzung; BVerfG, Beschluss vom 20.03.2007, BvR 1226/06, GRUR 2007, 720 - Geistheiler; Beschluss vom 30.04.2004 - 1 BvR 2334/03, GRUR 2004, 797 - Faltenbehandlung).
Danach ist die gesetzliche Bestimmung mit den vorgenannten Vorschriften aufgrund ausreichender Gründe des Gemeinwohls gerechtfertigt und trägt auch dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit Rechnung (vgl. BVerfG, GRUR 2007, 720 - Geistheiler).
Diese dem Gesetz zugrundeliegenden Ziele des Gesundheitsschutzes und des Schutzes gegen wirtschaftliche Übervorteilung besonders schutzbedürftiger Privater stellen hinreichende Gründe des gemeinen Wohls dar, die die Einschränkung der Berufsausübungsfreiheit und der Meinungsäußerungsfreiheit rechtfertigen können (zum nationalen Verfassungsrecht BVerfG (Kammer), GRUR 2007, 720, 721 - Geistheiler;… BGHZ 180, 355 Rn. 17, 19 ff. - Festbetragsfestsetzung, mwN).
Mit weiterem Beschluss vom 20. März 2007 (- 1 BvR 1226/06 -, BVerfGK 10, 464 ff.) hat das Bundesverfassungsgericht ergänzend klargestellt, dass sich die vorgenannten Beschlüsse auf heilkundlich tätige Personen beziehen, deren Behandlung gerade nicht auf (behaupteten) naturwissenschaftlichen Erkenntnissen beruht.
Die Einschränkungen, denen die Werbung für Heilmittel nach dem Heilmittelwerbegesetz unterliegt, sind als solche verfassungsrechtlich ebenfalls nicht zu beanstanden (vgl. BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 20. März 2007 - 1 BvR 1226/06 -, sowie zu § 10 Abs. 1 HWG Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 30. April 2004 - 1 BvR 2334/03 -, NJW 2004, S. 2660, zu § 11 HWG Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 9. September 1992 - 1 BvR 175/88 -, JURIS).
BGH, 30.04.2009 - I ZR 117/07
OLG Schleswig, 10.06.2010 - 6 U 42/09
Irreführung durch Werbung für therapeutische Erfolge von "Geist-Chirurgie" auf …
LG Dortmund, 04.12.2018 - 25 O 301/18
https://dejure.org/2006,4746
EuG, 07.09.2006 - T-133/05 (https://dejure.org/2006,4746)
EuG, Entscheidung vom 07.09.2006 - T-133/05 (https://dejure.org/2006,4746)
EuG, Entscheidung vom 07. September 2006 - T-133/05 (https://dejure.org/2006,4746)
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Gemeinschaftsmarke - Widerspruchsverfahren - Ältere nationale Wort- und Bildmarken PAM-PAM - Anmeldung der Gemeinschaftswortmarke PAM-PIM'S BABY-PROP - Relatives Eintragungshindernis - Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 40/94
'Meric / OHMI - Arbora & Ausonia (PAM-PIM''S BABY-PROP)'
Gemeinschaftsmarke - Widerspruchsverfahren - Ältere nationale Wort- und Bildmarken PAM-PAM - Anmeldung der Gemeinschaftswortmarke PAM-PIM"S BABY-PROP - Relatives Eintragungshindernis - Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung (EG) Nr. 40/94
Meric / OHMI - Arbora & Ausonia (PAM-PIM'S BABY-PROP)
Eintragung des Wortzeichens PAM-PIM'S BABY-PROP als angemeldete Gemeinschaftsmarke vor dem Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (HABM); Zeichenähnlichkeit und Warenähnlichkeit zwischen der angemeldeten Marke und den älteren Marken ; Beurteilung der Ähnlichkeit der ...
Kurznachricht zu "Analyse zum Urteil des EuG vom 07.09.2006, Az.: T-133/05 (PAM-PIM'S BABY-PROB verwechselbar mit PAM-PAM)" von RA Dr. Michael Loschelder, original erschienen in: MarkenR 2006, 467 - 468.
Klage von Gérard Meric gegen das Harmonisierungsamt für den Binnemarkt (HABM), eingereicht am 17. März 2005
Gemeinschaftsmarke - Klage des Anmelders der Wortmarke "PAM-PIM"S BABY-PROP" für Waren der Klasse 16 auf Aufhebung der Entscheidung R 250/2004-1 der Ersten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (HABM) vom 17. Januar 2005 über die Zurückweisung der ...
GRUR 2007, 720 (Ls.)
GRUR Int. 2007, 412
Il en va de même lorsque les produits ou les services de la marque antérieure sont inclus dans une catégorie plus générale visée par la marque demandée [voir, en ce sens, arrêts du 23 octobre 2002, 1nstitut für Lernsysteme/OHMI - Educational Services (ELS), T-388/00, EU:T:2002:260, point 53, et du 7 septembre 2006, Meric/OHMI - Arbora & Ausonia (PAM-PIM'S BABY-PROP), T-133/05, EU:T:2006:247, point 29 et jurisprudence citée].
En outre, des produits peuvent être considérés comme identiques lorsque les produits que désigne la marque antérieure sont inclus dans une catégorie plus générale visée par la demande de marque, ou lorsque les produits visés par la demande de marque sont inclus dans une catégorie plus générale visée par la marque antérieure [voir arrêt du 7 septembre 2006, Meric/OHMI - Arbora & Ausonia (PAM-PIM'S BABY-PROP), T-133/05, EU:T:2006:247, point 29 et jurisprudence citée].
EuG, 26.04.2018 - T-554/14
Lionel Messi kann seine Marke "MESSI" für Sportartikel und Sportbekleidung …
En effet, dès lors que ces produits sont inclus dans une catégorie plus générale visée par la demande de marque, ils peuvent être considérés comme identiques [voir, en ce sens, arrêt du 7 septembre 2006, Meric/OHMI - Arbora & Ausonia (PAM-PIM'S BABY-PROP), T-133/05, EU:T:2006:247, point 29 et jurisprudence citée].
En premier lieu, en ce qui concerne les « véhicules et appareils de locomotion par terre, à savoir : voitures ; motocyclettes ; scooters », visés par la demande de marque, il ressort d'une jurisprudence constante que des produits peuvent être considérés comme identiques lorsque les produits que désigne la marque antérieure sont inclus dans une catégorie plus générale visée par la demande de marque ou lorsque les produits visés par la demande de marque sont inclus dans une catégorie plus générale visée par la marque antérieure [voir arrêt du 7 septembre 2006, Meric/OHMI - Arbora & Ausonia (PAM-PIM'S BABY-PROP), T-133/05, EU:T:2006:247, point 29 et jurisprudence citée].
Diese Kontrolle ist daher anhand der Rechtsfragen vorzunehmen, mit denen die Beschwerdekammer befasst wurde (Urteile des Gerichts vom 7. September 2006, Meric/HABM - Arbora & Ausonia [PAM-PIM"S BABY-PROP], T-133/05, Slg. 2006, II-2737, Randnr. 22, und vom 22. März 2007, Saint-Gobain Pam/HABM - Propamsa [PAM PLUVIAL], T-364/05, Slg. 2007, II-0000, Randnr. 83).
EuG, 21.11.2019 - T-527/18
K.A. Schmersal Holding/ EUIPO - Tecnium (tec.nicum)
À cet égard, il y a lieu d'observer qu'il ressort de la jurisprudence que des services peuvent être considérés comme étant identiques lorsque les services que désigne la marque antérieure sont inclus dans une catégorie plus générale visée par la marque demandée [voir, en ce sens, arrêt du 7 septembre 2006, Meric/OHMI - Arbora & Ausonia (PAM-PIM'S BABY-PROP), T-133/05, EU:T:2006:247, point 29 et jurisprudence citée].
Nach ständiger Rechtsprechung können nämlich Waren als identisch angesehen werden, wenn die von der älteren Marke erfassten Waren in einer allgemeineren Kategorie, auf die sich die Markenanmeldung bezieht, enthalten sind oder wenn die Waren, auf die sich die Markenanmeldung bezieht, in einer von der älteren Marke erfassten allgemeineren Kategorie enthalten sind (vgl. Urteil des Gerichts vom 7. September 2006, Meric/HABM - Arbora & Ausonia [PAM-PIM"S BABY-PROP], T-133/05, Slg. 2006, II-2737, Randnr. 29 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Il en va de même lorsque les produits ou les services de la marque antérieure sont inclus dans une catégorie plus générale visée par la marque demandée [voir arrêt du 7 septembre 2006, Meric/OHMI - Arbora & Ausonia (PAM-PIM'S BABY-PROP), T-133/05, EU:T:2006:247, point 29 et jurisprudence citée ; voir également, en ce sens, arrêt du 23 octobre 2002, 1nstitut für Lernsysteme/OHMI - Educational Services (ELS), T-388/00, EU:T:2002:260, point 53].
Dies gilt, wie das Gericht wiederholt entschieden hat, umso mehr, als der Verbraucher dem Anfang einer Marke im Allgemeinen mehr Aufmerksamkeit widmet als deren Ende (vgl. Urteil des Gerichts vom 7. September 2006, Meric/HABM - Arbora & Ausonia [PAM-PIM"S BABY-PROP], T-133/05, Slg. 2006, II-2737, Randnr. 51, und Urteil l"Altra Moda, oben in Randnr. 44 angeführt, Randnr. 43).
EuG, 14.12.2018 - T-46/17
TDH Group / EUIPO - Comercial de Servicios Agrigan (Pet Cuisine) - Unionsmarke - …
EuG, 28.10.2015 - T-576/13
Verus / OHMI - Joie International (MIRUS)
EuG, 16.10.2018 - T-644/17
DNV GL/ EUIPO (Sustainablel) - Unionsmarke - Anmeldung der Unionswortmarke …
https://dejure.org/2007,7273
EuG, 16.05.2007 - T-158/05 (https://dejure.org/2007,7273)
EuG, Entscheidung vom 16.05.2007 - T-158/05 (https://dejure.org/2007,7273)
EuG, Entscheidung vom 16. Mai 2007 - T-158/05 (https://dejure.org/2007,7273)
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Gemeinschaftsmarke - Widerspruchsverfahren - Angemeldete Gemeinschaftswortmarke ALLTREK - Ältere nationale Wortmarke TREK - Relatives Eintragungshindernis - Fehlende Verwechslungsgefahr - Fehlende Produktähnlichkeit - Art. 8 Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 40/94
Trek Bicycle / OHMI - Audi (ALLTREK)
Bestehen einer Verwechslungsgefahr zwischen den Wortmarken "TREK" und "ALLTREK"; Erhebung eines Widerspruchs gegen die Anmeldung einer Gemeinschaftsmarke; Anmeldung einer Gemeinschaftsmarke in Form des Wortzeichens "ALLTREK" beim Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt ...
Klage der Trek Bicycle Corporation gegen das Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle), eingereicht am 22. April 2005
Gemeinschaftsmarke - Klage des Inhabers der nationalen Wortmarke "TREK" für Waren der Klassen 6, 9, 11, 12 und 21 auf Aufhebung der Entscheidung R 587/2004-4 der Vierten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (HABM) vom 2. Februar 2005, mit der die ...
GRUR Int. 2007, 1014
GRUR-RR 2007, 230
Troisièmement, la requérante conteste l'importance qui a été accordée à l'élément «veri», commun aux marques en conflit, en faisant valoir que le principe selon lequel le consommateur moyen attache plus d'importance au début d'un signe est une présomption qui ne serait pas toujours applicable, ainsi qu'en attesteraient les arrêts du 16 mai 2007, Trek Bicycle/OHMI - Audi (ALLTREK) (T-158/05, non publié, EU:T:2007:143), et du 3 mai 2018, Gall Pharma/EUIPO - Pfizer (Styriagra) (T-662/16, non publié, EU:T:2018:242).
Die Klägerin beruft sich zum anderen auf das Urteil vom 16. Mai 2007, Trek Bicycle/HABM - Audi (ALLTREK) (T-158/05, EU:T:2007:143), in dem das Gericht zu dem Schluss kam, dass der Bestandteil "trek" die Aufmerksamkeit des Verbrauchers nicht weniger auf sich zog als das Element "all", eine in der deutschen Sprache gängige Vorsilbe.
Damit betraf auch das Urteil ALLTREK (EU:T:2007:143) andere Umstände als der vorliegende Fall und ist für die Entscheidung des vorliegenden Rechtsstreits unerheblich.
In Bezug auf das Vorbringen der Klägerin, die Beurteilung der Beschwerdekammer laufe der Rechtsprechung zuwider, nach der die Verbraucher sich im Allgemeinen den Anfang eines Zeichens besser merken als dessen Ende, ist darauf hinzuweisen, dass dieser Gesichtspunkt nicht in allen Fällen gelten (vgl. Urteil des Gerichts vom 16. Mai 2007, Trek Bicycle/HABM - Audi [ALLTREK], T-158/05, nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 70 und die dort angeführte Rechtsprechung) und jedenfalls nicht den Grundsatz in Frage stellen kann, dass die Prüfung der Ähnlichkeit der Marken den von ihnen hervorgerufenen Gesamteindruck berücksichtigen muss, da der Verbraucher eine Marke normalerweise als Ganzes wahrnimmt und nicht auf ihre verschiedenen Einzelheiten achtet.
Wie sich aus der Rechtsprechung ergibt, ist die Regelung über die Gemeinschaftsmarken ein autonomes System, das aus einer Gesamtheit von Vorschriften besteht, mit dem ihm eigene Ziele verfolgt werden und dessen Anwendung von jedem nationalen System unabhängig ist (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 16. Mai 2007, Trek Bicycle/HABM - Audi [ALLTREK], T-158/05, EU:T:2007:143, Rn. 63).
Außerdem muss nach Art. 21 der Satzung des Gerichtshofs der Europäischen Union und nach Art. 44 § 1 Buchst. c der Verfahrensordnung des Gerichts, der nach deren Art. 130 § 1 und 132 § 1 in Rechtsstreitigkeiten betreffend die Rechte des geistigen Eigentums gilt, die Klageschrift eine kurze Darstellung der Klagegründe enthalten, und ferner muss diese Darstellung so klar und genau sein, dass sie dem Beklagten die Vorbereitung seiner Verteidigung und dem Gericht die Entscheidung über die Klage ermöglicht (vgl. Urteil des Gerichts vom 16. Mai 2007, Trek Bicycle/HABM - Audi [ALLTREK], T-158/05, nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 34 und die dort angeführte Rechtsprechung).
Par ailleurs, s'il a déjà été jugé, comme le relève d'ailleurs la chambre de recours au point 31 de la décision attaquée, que la partie initiale d'une marque verbale était susceptible d'attirer davantage l'attention du consommateur que les parties suivantes [voir, en ce sens, arrêts du 17 mars 2004, El Corte Inglés/OHMI - González Cabello et Iberia Líneas Aéreas de España (MUNDICOR), T-183/02 et T-184/02, EU:T:2004:79, point 81, et du 16 mars 2005, L'Oréal/OHMI - Revlon (FLEXI AIR), T-112/03, EU:T:2005:102, points 64 et 65], il a également été jugé qu'une telle considération ne saurait valoir dans tous les cas [voir arrêt du 16 mai 2007, Trek Bicycle/OHMI - Audi (ALLTREK), T-158/05, non publié, EU:T:2007:143, point 70 et jurisprudence citée].
À cet égard, la chambre de recours est fondée, ainsi qu'elle le fait au point 41 de la décision attaquée, à distinguer les circonstances en l'espèce de celles qui étaient pertinentes dans l'affaire ayant donné lieu à l'arrêt du 16 mai 2007, ALLTREK (T-158/05, non publié, EU:T:2007:143).
Dies gilt jedoch nicht in jedem Fall (vgl. in diesem Sinne Urteile des Gerichts vom 6. Juli 2004, Grupo El Prado Cervera/HABM - Héritiers Debuschewitz [CHUFAFIT], T-117/02, Slg. 2004, II-2073, Randnr. 48, und vom 16. Mai 2007, Trek Bicycle/HABM - Audi [ALLTREK], T-158/05, nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 70).
Im Übrigen ist zu dem Argument der Klägerin, dass dem Anfang eines Zeichens in dem von diesem hervorgerufenen Gesamteindruck besonderes Gewicht zukomme (Urteile des Gerichts vom 16. März 2005, L"Oréal/HABM - Revlon [FLEXI AIR], T-112/03, Slg. 2005, II-949, Randnrn. 64 und 65, und vom 16. Dezember 2008, Focus Magazin Verlag/HABM - Editorial Planeta [FOCUS Radio], T-357/07, nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 36), zu bemerken, dass dieser Gesichtspunkt nicht in allen Fällen gelten und jedenfalls nicht den Grundsatz entkräften kann, dass die Prüfung der Ähnlichkeit der Marken den von ihnen hervorgerufenen Gesamteindruck berücksichtigen muss, da der Verbraucher eine Marke normalerweise als Ganzes wahrnimmt und nicht auf ihre verschiedenen Einzelheiten achtet (vgl. Urteile des Gerichts vom 16. Mai 2007, Trek Bicycle/HABM - Audi [ALLTREK], T-158/05, nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 70, und PORTO ALEGRE, Randnr. 29).
Nach der Rechtsprechung ist der Anfang von Wortmarken zwar geeignet, die Aufmerksamkeit des Verbrauchers stärker auf sich zu ziehen als die folgenden Bestandteile, doch gilt dies nicht in allen Fällen (Urteile vom 16. Mai 2007, Trek Bicycle/HABM - Audi [ALLTREK], T-158/05, EU:T:2007:143, Rn. 70, …und vom 12. November 2008, ecoblue/HABM - Banco Bilbao Vizcaya Argentaria [Ecoblue], T-281/07, EU:T:2008:489, Rn. 32).
Zum anderen erlaubt der Umstand, dass sich der kennzeichnungskräftige Bestandteil "mbp" am Ende des älteren Zeichens befindet, nicht den Schluss, dass er notwendig nur geringere Aufmerksamkeit auf sich zieht (vgl. Urteil des Gerichts vom 16. Mai 2007, Trek Bicycle/HABM - Audi [ALLTREK], T-158/05, nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 70 und die dort angeführte Rechtsprechung).
EuG, 12.11.2009 - T-438/07
Spa Monopole / OHMI - De Francesco Import (SpagO) - Gemeinschaftsmarke - …
EuG, 28.04.2016 - T-267/14
Zehnder Group International / EUIPO - Stiebel Eltron (comfotherm) - Unionsmarke - …
EuG, 03.05.2018 - T-662/16
Gall Pharma / EUIPO - Pfizer (Styriagra)
EuG, 07.03.2017 - T-622/14
Lauritzen Holding / EUIPO - DK Company (IWEAR)
Zweirad-Center Stadler/ EUIPO - Triumph Designs (Triumph) - Unionsmarke - …
https://dejure.org/2007,19222
EuG, 22.03.2007 - T-322/05 (https://dejure.org/2007,19222)
EuG, Entscheidung vom 22.03.2007 - T-322/05 (https://dejure.org/2007,19222)
EuG, Entscheidung vom 22. März 2007 - T-322/05 (https://dejure.org/2007,19222)
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Gemeinschaftsmarke - Widerspruchsverfahren - Anmeldung der Gemeinschaftswortmarke 'Terranus' - Gemeinschaftsmarke und ältere nationale Bildmarke 'terra' - Relatives Eintragungshindernis - Verwechslungsgefahr - Ähnlichkeit der Waren und Zeichen - Art. 8 Abs. 1 Buchst. ...
Brinkmann / OHMI - Terra Networks (Terranus)
Gemeinschaftsmarke - Widerspruchsverfahren - Anmeldung der Gemeinschaftswortmarke "Terranus" - Gemeinschaftsmarke und ältere nationale Bildmarke "terra" - Relatives Eintragungshindernis - Verwechslungsgefahr - Ähnlichkeit der Waren und Zeichen - Art. 8 Abs. 1 Buchst. b ...
Carsten Brinkmann gegen Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (HA
Auf eine Verwechslungsgefahr gestützter Widerspruch des Inhabers der Bildmarke TERRA gegen die Eintragung der Wortmarke TERRANUS als Gemeinschaftsmarke; Begründung einer Zeichenähnlichkeit durch den dominierenden Wortbestandteil "terra" in beiden Marken; Identität der ...
Klage, eingereicht am 18. August 2005 - Carsten Brinkmann / HABM
Gemeinschaftsmarke - Klage des Anmelders der Wortmarke "Terranus" für Waren der Klasse 36 auf Aufhebung der Entscheidung R 1145/2004-1 der Ersten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (HABM) vom 10. Juni 2005, die Beschwerde gegen die Entscheidung ...
GRUR Int. 2007, 597
46 Vgl. u. a. Urteile vom 22. Juni 2004, PICARO (…T-185/02, EU:T:2004:189, Rn. 56 und 58), vom 22. März 2007, Brinkmann/HABM - Terra Networks (Terranus) (T-322/05, nicht veröffentlicht, EU:T:2007:94, Rn. 40), vom 3. Juni 2015, GIOVANNI GALLI (…T-559/13, EU:T:2015:353, Rn. 94 bis 98), vom 1. Juni 2016, Wolf Oil/EUIPO - SCT Lubricants (CHEMPIOIL) (…T-34/15, nicht veröffentlicht, EU:T:2016:330, Rn. 46 bis 48), und vom 10. Oktober 2017, 1841 (…T-233/15, nicht veröffentlicht, EU:T:2017:714, Rn. 110 bis 112).
83 Vgl. u. a. Urteile vom 8. Dezember 2005, Castellblanch/HABM - Champagne Roederer (CRISTAL CASTELLBLANCH) (…T-29/04, EU:T:2005:438, Rn. 29), vom 22. März 2007, Brinkmann/HABM - Terra Networks (Terranus) (T-322/05, nicht veröffentlicht, EU:T:2007:94, Rn. 41), vom 27. Februar 2014, QTA S. JOSÉ DE PERAMANCA (…T-602/11, nicht veröffentlicht, EU:T:2014:97, Rn. 61), und vom 4. Dezember 2014, BSH/HABM - LG Electronics (compressor technology) (…T-595/13, nicht veröffentlicht, EU:T:2014:1023, Rn. 28).
Mit seinem Rechtsmittel begehrt Herr Brinkmann die Aufhebung des Urteils des Gerichts erster Instanz der Europäischen Gemeinschaften vom 22. März 2007, Brinkmann/HABM - Terra Networks (Terranus) (T-322/05, Slg. 2007, II-0000, im Folgenden: angefochtenes Urteil), mit dem das Gericht die Klage auf Aufhebung der Entscheidung der Ersten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle) (HABM) vom 10. Juni 2005 abgewiesen hat, durch die die Anmeldung des Wortzeichens "Terranus" als Gemeinschaftsmarke zurückgewiesen worden war (im Folgenden: streitige Entscheidung).
Geht man von den Grundsätzen aus, dass einerseits Wortanfänge werden stärker beachtet werden als Wortenden und andererseits das Erinnerungsbild der betreffenden Verkehrskreise verschwimmt, sofern sie die Marken nicht nebeneinander sehen, hält das jüngere Zeichen den erforderlichen weiten Abstand zum älteren Zeichen nicht ein (vgl. EuG GRUR Int. 2007, 597 - terra/Terranus; BPatG 24 W (pat) 185/87 - Maximat/Maximator; BPatG 27 W (pat) 370/03 - POWDER-JECT/Powderjector; HABM R 0115/00-1 22.03.2002 - MUNDICOR/MUNDICO-LOR).
Erstens ist im vorliegenden Fall zwischen den Verfahrensbeteiligten unstreitig, dass die Beschwerdekammer angesichts der Tatsache, dass es sich bei den älteren Marken um eine Gemeinschaftsmarke und eine spanische Marke handelt, in Randnr. 12 der angefochtenen Entscheidung zu Recht festgestellt hat, dass auf die Wahrnehmung der fraglichen Marken durch den Nachfrager der Dienstleistungen im gesamten Gemeinschaftsgebiet abzustellen ist (vgl. in diesem Sinne Urteil des Gerichts vom 22. März 2007, Brinkmann/HABM - Terra Networks [Terranus], T-322/05, nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnrn. 29 und 30).
Erstens ist im vorliegenden Fall zwischen den Verfahrensbeteiligten unstreitig, dass die Beschwerdekammer angesichts der Tatsache, dass es sich bei den älteren Marken um eine Gemeinschaftsmarke und eine spanische Marke handelt, in Randnr. 16 der angefochtenen Entscheidung zu Recht festgestellt hat, dass auf die Wahrnehmung der fraglichen Marken durch den Nachfrager der Dienstleistungen im gesamten Gemeinschaftsgebiet abzustellen ist (vgl. in diesem Sinne Urteil des Gerichts vom 22. März 2007, Brinkmann/HABM - Terra Networks [Terranus], T-322/05, nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnrn. 29 und 30).
Das gilt insbesondere in Fällen, in denen die Endungen nicht markant in Erscheinung treten oder wenig einprägsam gebildet sind (vgl. BGH GRUR 1992, 110, 112 - dipa/dib; GRUR 1993, 118, 120 - Corvaton/Corvasal; GRUR 1995, 50, 53 - Indorektal/Indohexal; GRUR 1998, 924, 925 - salvent/Salventerol; GRUR 2003, 1047, 1049 - Kellog"s/Kelly"s;… EuG GRUR Int 2006, 510, 512 (Nr. 54) - FERRÓ; GRUR Int 2007, 597, 599 (Nr. 37) - TERRANUS;… GRUR Int 2007, 842, 844 (Nr. 39) - COR).
Das gilt besonders in Fällen, in denen, wie hier, die Endungen nicht markant in Erscheinung treten (…vgl. Hacker, Hacker/Ströbele, Markenrecht, 9. Aufl., Rdn. 194 zu § 9 unter Verweis auf BGH GRUR 1975, 370, 371 Protesan; GRUR 1992, 110, 112 dipa/dib; GRUR 1992, 550, 551 ac-pharma; GRUR 1993, 118, 120 Corvaton/Corvasal; GRUR 1995, 50, 53 Indorektal/Indohexal; GRUR 1998, 924, 925 salvent/Salventerol; GRUR 1999, 735, 736 MONOFLAM/POLYFLAM; GRUR 2002, 1067, 1070 DKV/OKV; GRUR 2003, 1047, 1049 Kellogg's/Kelly's;… vgl. auch EuG GRUR Int. 2006, 510, 512 (Nr. 54) FERRÓ;… GRUR Int. 2007, 412, 415 (Nr. 51) PAM-PIM'S BABY-PROP; GRUR Int. 2007, 597, 599 (Nr. 37) TERRANUS;… GRUR Int. 2007, 842, 844 (Nr. 39) COR; RKGE sic! 2002, 756, 757 Bally/Ball).
https://dejure.org/2006,16138
EuG, 17.10.2006 - T-483/04 (https://dejure.org/2006,16138)
EuG, Entscheidung vom 17.10.2006 - T-483/04 (https://dejure.org/2006,16138)
EuG, Entscheidung vom 17. Januar 2006 - T-483/04 (https://dejure.org/2006,16138)
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Gemeinschaftsmarke - Widerspruchsverfahren - Anmeldung der Gemeinschaftswortmarke GALZIN - Ältere nationale Wortmarke CALSYN - Relatives Eintragungshindernis - Verwechslungsgefahr - Ähnlichkeit der Waren und der Zeichen - Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe b der Verordnung ...
Armour Pharmaceutical / OHMI - Teva Pharmaceutical Industries (GALZIN)
Auf die Eintragung der älteren nationalen Wortmarke CALSYN gestützter Widerspruch gegen die Eintragung der Gemeinschaftswortmarke GALZIN; Beurteilung einer Verwechslungsgefahr; Nachweis einer ernsthaften Benutzung der älteren Marke nur für einen Teil der Produkte und ...
Klage der Armour Pharmaceutical Company gegen das Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Marken, Muster und Modelle), eingereicht am 8. Dezember 2004
Gemeinschaftsmarke - Klage der Inhaberin der nationalen Wortmarke "CALSYN" für Waren der Klasse 5 gegen die Entscheidung R 295/2003-4 der Vierten Beschwerdekammer des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt (HABM) vom 7. September 2004 über die Aufhebung der Entscheidung ...
GRUR Int. 2007, 416
Le juge de l'Union a d'ailleurs eu l'occasion de considérer, s'agissant de médicaments ayant des indications thérapeutiques pourtant différentes, à l'existence d'une similitude entre ces produits aux motifs qu'ils étaient « de même nature (produits pharmaceutiques), [avaient] la même finalité ou destination (traitement de problèmes de santé humaine), s'adress[ai]ent aux mêmes consommateurs (professionnels du secteur médical et patients), emprunt[ai]ent les mêmes canaux de distribution (en règle générale, les pharmacies) et présent[ai]ent un caractère potentiellement complémentaire » [arrêt du 17 octobre 2006, Armour Pharmaceutical/OHMI - Teva Pharmaceutical Industries (GALZIN), T-483/04, Rec, EU:T:2006:323, points 70 et 71 ; voir également, en ce sens, s'agissant de « spécialités pharmaceutiques ; produits pharmaceutiques utilisés dans le domaine de l'immunologie et de l'oncologie » et de «préparations diététiques à usage médical», arrêt du 15 décembre 2009, Trubion Pharmaceuticals/OHMI - Merck (TRUBION), T-412/08, EU:T:2009:507, point 32].
Il convient d'ajouter que l'existence d'un niveau d'attention accru du public pertinent ne suffit pas, compte tenu des similitudes constatées, à exclure que ce public puisse croire que les produits en cause proviennent de la même entreprise ou d'entreprises liées économiquement (voir, en ce sens, s'agissant de produits pharmaceutiques d'indications thérapeutiques distinctes et des signes GALZIN et CALSYN, arrêt GALZIN, point 66 supra, EU:T:2006:323, points 80 et 81).
Cette conclusion n'est nullement infirmée par l'arrêt du 17 octobre 2006, Armour Pharmaceutical/OHMI - Teva Pharmaceutical Industries (GALZIN) (T-483/04, Rec, EU:T:2006:323), dans lequel le Tribunal a jugé, au point 79 dudit arrêt, que le niveau d'attention du consommateur moyen de produits pharmaceutiques doit être déterminé au cas par cas, en fonction des circonstances du dossier et notamment des indications thérapeutiques des produits en question.
Les arrêts du 17 octobre 2006, Armour Pharmaceutical/OHMI - Teva Pharmaceutical Industries (GALZIN) (T-483/04, Rec, EU:T:2006:323), et du 16 juin 2010, Kureha/OHMI - Sanofi-Aventis (KREMEZIN) (T-487/08, EU:T:2010:237), dont la requérante se prévaut, n'aboutissent pas à une conclusion différente.
En revanche, dans ces arrêts, le Tribunal n'a pas qualifié le degré d'attention dont le public pertinent serait susceptible de faire preuve, dans l'absolu, à l'égard de cette seconde catégorie de produits pharmaceutiques (voir, en ce sens, arrêts GALZIN, point 32 supra, EU:T:2006:323, point 79, et KREMEZIN, point 32 supra, EU:T:2010:237, point 69).
Deuxièmement, selon la jurisprudence, quand bien même le public pertinent serait composé de personnes dont le degré d'attention pourrait être considéré comme élevé, comme l'a constaté, en l'espèce, la chambre de recours, cela ne suffirait pas, compte tenu de la similitude existant entre les produits et les signes en conflit, à exclure que ledit public puisse croire que ces produits proviennent de la même entreprise ou, le cas échéant, d'entreprises liées économiquement [arrêt du 17 octobre 2006, Armour Pharmaceutical/OHMI - Teva Pharmaceutical Industries (GALZIN), T-483/04, Rec, EU:T:2006:323, point 80].
Drittens steht diesem Ergebnis wegen der soeben festgestellten hohen Verwechslungsgefahr nicht der erhöhte Aufmerksamkeitsgrad der betreffenden Verbraucher entgegen (vgl. in diesem Sinne Urteile des Gerichts vom 17. Oktober 2006, Armour Pharmaceutical/HABM - Teva Pharmaceutical Industries [GALZIN], T-483/04, Slg. 2006, II-4109, Randnr. 80, und vom 22. Mai 2012, Retractable Technologies/HABM - Abbott Laboratories [RT], T-371/09, nicht in der amtlichen Sammlung veröffentlicht, Randnr. 43).
À cet égard, il convient de rappeler que le Tribunal a déjà constaté que les lettres «z» et «s» présentent des ressemblances [arrêt du 17 octobre 2006, Armour Pharmaceutical/OHMI - Teva Pharmaceutical Industries (GALZIN), T-483/04, EU:T:2006:323, point 74].
Der Umstand, dass die maßgeblichen Verkehrskreise einen höheren Aufmerksamkeitsgrad an den Tag legen als der Durchschnittsverbraucher, genügt jedoch in Anbetracht der Identität der Waren und Dienstleistungen, die mit den einander gegenüberstehenden Marken gekennzeichnet werden, und des Grades der zwischen diesen bestehenden Ähnlichkeit nicht, um auszuschließen, dass die betreffenden Verkehrskreise glauben könnten, dass die mit diesen Marken gekennzeichneten Waren und Dienstleistungen dieselbe betriebliche Herkunft haben (vgl. in diesem Sinne Urteil des Gerichts vom 17.Oktober 2006, Armour Pharmaceutical/HABM - Teva Pharmaceutical Industries [GALZIN], T-483/04, Slg. 2006, II-4109, Randnr. 80).
EuG, 27.03.2014 - T-47/12
Intesa Sanpaolo / OHMI - equinet Bank (EQUITER) - Gemeinschaftsmarke - …
Falls der Nachweis der Benutzung nur für einen Teil der Waren oder Dienstleistungen erbracht wird, die zu einer Gruppe gehören, für die die ältere Marke eingetragen ist und auf die der Widerspruch gestützt wird, hat die Beschwerdekammer in diesem Zusammenhang auch zu prüfen, ob diese Gruppe selbständige Untergruppen einschließt, zu denen die Waren und Dienstleistungen gehören würden, für die die Benutzung nachgewiesen wird, so dass davon auszugehen ist, dass der Nachweis nur für diese Untergruppe von Waren oder Dienstleistungen erbracht worden ist, oder ob sich im Gegenteil solche Untergruppen nicht bilden lassen (vgl. in diesem Sinne Urteil des Gerichts vom 17. Oktober 2006, Armour Pharmaceutical/HABM - Teva Pharmaceutical Industries [GALZIN], T-483/04, Slg. 2006, II-4109, Rn. 26 und 27).
Aber auch wenn der Buchstabe "y" des angemeldeten Zeichens die Aufmerksamkeit auf sich lenkt, da es sich um eine wenig gebräuchliche Buchstabenkombination handelt, genügt diese Besonderheit allein noch nicht, um jede Ähnlichkeit zwischen den beiden Zeichen zu verneinen (vgl. in diesem Sinne Urteil vom 17. Oktober 2006, Armour Pharmaceutical/HABM - Teva Pharmaceutical Industries [GALZIN], T-483/04, EU:T:2006:323, Rn. 74).
EuG, 23.09.2009 - T-27/08
Wellcome Foundation / OHMI - Serono Genetics Institute (FAMOXIN)
En l'espèce, il y a lieu de relever que, ainsi qu'il ressort de la jurisprudence, la catégorie des produits pharmaceutiques constitue une catégorie suffisamment vaste pour que l'on puisse distinguer en son sein différentes sous-catégories susceptibles d'être envisagées de manière autonome [arrêts du Tribunal du 17 octobre 2006, Armour Pharmaceutical/OHMI - Teva Pharmaceutical Industries (GALZIN), T-483/04, Rec.
EuG, 23.09.2009 - T-26/08
Laboratórios Wellcome de Portugal / OHMI - Serono Genetics Institute (FAMOXIN)