Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=7%20A%2010976/11
Timestamp: 2019-03-24 12:30:15
Document Index: 316902619

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 45', '§ 45', '§ 45', '§ 45', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 11', '§ 10', '§ 10']

OVG Rheinland-Pfalz, 25.04.2012 - 7 A 10976/11.OVG - dejure.org
OVG Rheinland-Pfalz, 25.04.2012 - 7 A 10976/11.OVG
§ 11 Abs 3 S 1 StrG RP, § 45 Abs 1 S 1 StVO, § 45 Abs 1b Nr 3 StVO, § 45 Abs 1b Nr 4 StVO, § 45 Abs 9 S 1 StVO
Verkehrsberuhigende Maßnahmen; Klagbefugnis von Anwohnern; Verkehrsdichte
Klagebefugnis von Anwohnern gegen verkehrsberuhigende Maßnahmen
LStrG § 11 Abs. 3 S. 1
Schutz der Interessen einzelner Personen durch § 11 Abs. 3 S. 1 Landesstraßengesetz ( LStrG )
Schutz der Interessen einzelner Personen durch § 11 Abs. 3 S. 1 Landesstraßengesetz (LStrG)
Keine weiteren verkehrsberuhigenden Maßnahmen in Pater-Fröhlich-Straße in Koblenz-Arenberg
Notwendigkeit verkehrsberuhigender Maßnahmen
§ 11 Abs. 3 Satz 1 LStrG (juris: StrG RP) konkretisiert nur die öffentliche Aufgabe der Straßenbaulast und dient nicht auch dem Schutz der Interessen einzelner Personen (s. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 24. Mai 2012, 7 A 10976/11, AS RP SL 41, 334).
Ein subjektives öffentliches Recht liegt dann vor, wenn ein Rechtssatz des öffentlichen Rechts nicht nur öffentlichen Interessen, sondern zumindest auch dem Schutz von Individualinteressen derart zu dienen bestimmt ist, dass die Träger der Individualinteressen die Einhaltung des Rechtssatzes sollen verlangen können (s. z.B. OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 24. Mai 2012 - 7 A 10976/11 -, AS RP-SL 41, 334 m.w.N.).
Nicht dem Schutz von Interessen des Antragstellers dient die Vorschrift des § 11 Abs. 3 Satz 1 LStrG; diese kann daher kein subjektives Recht zu seinen Gunsten begründen (OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 24. Mai 2012 - 7 A 10976/11 -, AS RP-SL 41, 334).
Als öffentliche Aufgabe besteht die Straßenbaulast ausschließlich im Interesse der Allgemeinheit (OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 24. Mai 2012 - 7 A 10976/11 -, AS RP-SL 41, 334;… Tegtbauer, in: Kodal, Straßenrecht, 7. Auflage 2010, Kapitel 13 Rn. 5).
Zwar sind diese Vorschriften grundsätzlich auf den Schutz der Allgemeinheit und nicht auf die Wahrung der Interessen Einzelner gerichtet (OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 24. Mai 2012 - 7 A 10976/11 -, AS RP-SL 41, 334).
Dazu gehört ferner im Vorfeld der Grundrechte der Schutz vor Einwirkungen des Straßenverkehrs, die das nach allgemeiner Anschauung zumutbare Maß übersteigen (OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 24. Mai 2012 - 7 A 10976/11 -, AS RP-SL 41, 334).
Da § 10 Abs. 1 Satz 2 BremLStrG nur die öffentliche Aufgabe der Straßenbaulast nach § 10 Abs. 1 BremLStrG konkretisiert und nicht auch dem Schutz der Interessen einzelner Personen zu dienen bestimmt ist, begründet die Vorschrift keinen Anspruch darauf, dass und wie die Straßenbaulast wahrgenommen wird (vgl. Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 24. Mai 2012 - 7 A 10976/11, Rn. 18-24 -, juris).
Ein subjektiv öffentliches Recht des einzelnen behinderten Menschen vermittelt diese Vorschrift ersichtlich nicht (vgl. zu entsprechenden Regelungen in anderen Landessstraßengesetzen nur OVG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 24.05.2012 - 7 A 10976/11, LKRZ 2012, 346 juris Rn. 24).
OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 24.05.2012 - 7 A 10976/11 -, AS RP-SL 41, 334 = LKRZ 2012, 34; Bayerischer VGH, Beschluss vom 31.10.2012 - II ZB 11.2195 - OVG Schleswig-Holstein, Urteil vom 26.03.2015 - 3 LB 4/15 -, jew. zit. nach juris.
Maßgeblich für die Notwendigkeit einer Anordnung zur Erhaltung der Sicherheit oder Ordnung in diesem verkehrsberuhigten Bereich ist allein, ob aufgrund der Umstände des Einzelfalles auch bei Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit eine solche Gefahr begründet wird (vgl. OVG Rh.-Pf., Urt. v. 24.05.2012 - 7 A 10976/11.OVG -, juris, Rn. 43).
Die Wahrnehmung der Aufgabe der Straßenbaulast besteht als öffentliche Aufgabe ausschließlich im Interesse der Allgemeinheit und ist nicht dem Schutz privater Rechte zu dienen bestimmt (vgl. OVG RP, Urteil vom 24.05.2012, 7 A 10976/11.OVG, juris).
Dieser erfordert in der Regel einen niveaugleichen Ausbau für die gesamte Straßenbreite (OVG Rheinland-Pfalz U. v. 24.05.2012 - 7 A 10976/11 -).
vgl. auch OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 24. Mai 2012 - 7 A 10976/11 - juris, Rn. 37 ff.
So im Ergebnis wohl auch: OVG R-P, Urteil vom 24.5.2012 - 7 A 10976/11 -, juris Rn. 34, 36.