Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20100/08
Timestamp: 2019-07-21 01:29:20
Document Index: 313964360

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 249', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 249', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 03.03.2009 - VI ZR 100/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,405
BGH, 03.03.2009 - VI ZR 100/08 (https://dejure.org/2009,405)
BGH, Entscheidung vom 03.03.2009 - VI ZR 100/08 (https://dejure.org/2009,405)
BGH, Entscheidung vom 03. März 2009 - VI ZR 100/08 (https://dejure.org/2009,405)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2009,405) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Zur Feststellung eines Totalschadens muss der Wiederbeschaffungswert mit den Brutto-Reparaturkosten verglichen werden
Zuerkennung von über dem Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs liegender Reparaturkosten bei den Wiederbeschaffungswert des Fahrzeugs übersteigenden Kraftfahrzeugschäden; Befriedigung des Integrationsinteresses des Geschädigten durch die Reparatur des ihm vertrauten Fahrzeugs
Bruttoreparaturkosten bei Bemessung des wirtschaftlichen Totalschadens massgeblich, auch wenn keine Mehrwertsteuer anfällt, § 249 BGB
Schadensrecht - Abstellen auf Bruttoreparaturkosten?
Totalschaden - Es kommt auf die Bruttokosten an
Verkehrsrecht - 130%-Abrechnung - Mehrwertsteuer ist zu berücksichtigen!
Bruttoreparaturkosten für "130 Prozent-Abrechnung" maßgeblich
Auf die Bruttoreparaturkosten kommt es an - Zum Umfang des Schadenersatzes nach einem Autounfall
Unfallschadensregulierung - Auf die Brutto-Reparaturkosten kommt es an
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 03.03.2009, Az.: VI ZR 100/08 (Heranziehung der Bruttoreparaturkosten bei Beurteilung der fiktiven Abrechnungsmöglichkeit)" von RA Nils von Hagen, FAVerkR, original erschienen in: DAR 2009, 641 - 642.
Zusammenfassung von "Die Ermittlung der Schwellwerte bei 100 und 130% - und der Einfluss des Kfz-Sachverständigen" von Prof. Dr. Christian Huber, original erschienen in: NZV 2009, 322 - 324.
AG Fulda, 29.11.2007 - 32 C 203/07
LG Fulda, 29.02.2008 - 1 S 200/07
NJW 2009, 1340
MDR 2009, 561
NZV 2009, 333
VersR 2009, 654
Nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. Senatsurteil vom 3. März 2009 - VI ZR 100/08, VersR 2009, 654) ist aber für die Vergleichsbetrachtung im Rahmen des Wirtschaftlichkeitsgebots grundsätzlich auf die Bruttoreparaturkosten abzustellen, die im Streitfall mit 23.549,33 EUR über dem Wiederbeschaffungsaufwand liegen.
Fällt für die Beschaffung einer gleichwertigen Ersatzsache - etwa beim Kauf von Privat - keine Umsatzsteuer an, ist sie auch nicht zu ersetzen (vgl. Gesetzesbegründung BT-Drucks. 14/7752 S. 13 f., 23 f.; Senat BGHZ 158, 388, 389 ; 162, 270, 272 f. ; 164, 397, 399 f. ; vom 18. Mai 2004 - VI ZR 267/03 -VersR 2004, 927, 928; vom 9. Mai 2006 - VI ZR 225/05 - VersR 2006, 987, 988; vom 3. März 2009 - VI ZR 100/08 - VersR 2009, 654 Rn. 12).
Bei dem insoweit anzustellenden Vergleich zwischen Reparaturkosten und Wiederbeschaffungswert sind ein etwaig verbleibender merkantiler Minderwert in die Reparaturkosten einzubeziehen und beide Positionen brutto anzusetzen (BGH, NJW 1992, 302, NJW 2009, 1340; Senat, DAR 2008, 268).
Die in dem Sachverständigengutachten berechneten Reparaturkosten von 2.647,40 EUR einschließlich Mehrwertsteuer - bei dem Vergleich zwischen den von einem Sachverständigen kalkulierten Reparaturkosten und dem Wiederbeschaffungswert ist in der Regel von den Bruttoreparaturkosten auszugehen, vgl. BGH NJW 2009, 1340 - übersteigen hier nämlich den Wiederbeschaffungswert des geschädigten Fahrzeugs, der nach den Urteilsfeststellungen 1.150,00 EUR beträgt, um 130 %, so dass ein wirtschaftlicher Totalschaden gegeben ist.
Die Qualität der Reparatur steht hier außer Streit, weil sie in dem Umfang durchgeführt wurde (vgl. Bl. 18 f. und Bl. 15 f. d. A.), wie sie der Sachverständige zur Grundlage seiner Schätzung gemacht hat (s. BGH, Urteil vom 3. März 2009 VI ZR 100/08, VersR 2009, 654, Rdnr. 6 des Urteils. Palandt/Heinrichs, BGB, 68. Aufl., § 249, Rdnr. 28 m. w. N.).
Danach ergibt sich folgende Abrechnung, der die Bruttobeträge zugrunde zu legen sind (vgl. BGH, Urteil vom 3. März 2009 - VI ZR 100/08 a. a. O., Rdnr. 11):.
Somit sind grundsätzlich die jeweiligen Bruttowerte miteinander zu vergleichen (BGH NJW 2009, 1340).
cc) Im Rahmen der danach durchzuführenden Vergleichsberechnung sind die Brutto-Reparaturkosten (vgl. BGH, Urteil vom 3. März 2009 - VI ZR 100/08, NJW 2009, 1340 f.) zuzüglich der Wertminderung den Wiederbeschaffungskosten gegenüberzustellen, wobei der Restwert außer Betracht zu lassen ist (vgl. BGH, Urteil vom 15. Oktober 1991 - VI ZR 314/90, NJW 1992, 303).
Im Rahmen der hier durchzuführenden Vergleichsberechnung geht es aber um die wertende Betrachtung, unter welchen Umständen die Reparatur eines total beschädigten Fahrzeuges noch als ausreichend wirtschaftlich angesehen werden kann (vgl. BGH, Urteil vom 3. März 2009 - VI ZR 100/08, NJW 2009, 1340 f.).
Vergleichsmaßstab dieser Berechnung sind die Bruttoreparaturkosten einschließlich der Mehrwertsteuer (BGH, Urteil vom 3. März 2009 - VI ZR 100/08, VersR 2009, 654).
Fällt für die Beschaffung einer gleichwertigen Ersatzsache - etwa beim Kauf von Privat - keine Umsatzsteuer an, ist sie auch nicht zu ersetzen (vgl. Gesetzesbegründung BT-Drucks. 14/7752 S. 13 f., 23 f.; BGHZ 158, 388, 389; 162, 270, 272 f. ; 164, 397, 399 f.; BGH VersR 2004, 927, 928; VersR 2006, 987, 988; VersR 2009, 654 Rn. 12).
AG Moers, 15.05.2014 - 558 C 231/13
Zum Kostenvoranschlag als Schadensnachweis
AG Halle/Saale, 07.07.2010 - 93 C 436/10
Schadensersatz bei Verkehrsunfall: Ersatzfähigkeit des Wiederbeschaffungsaufwand …
AG Cham, 01.03.2010 - 9 C 32/08