Source: https://www.rechtslupe.de/verwaltungsrecht/beamtenrecht/truppendienstliche-massnahmen-erledigung-und-fortsetzungsfeststellungsantrag-390877
Timestamp: 2020-01-23 11:15:32
Document Index: 367215300

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 19', '§ 19', '§ 3', '§ 19', '§ 113', '§ 113']

Trup­pen­dienst­li­che Maß­nah­men – Erle­di­gung und Fort­set­zungs­fest­stel­lungs­an­trag | Rechtslupe
Truppendienstliche Maßnahmen - Erledigung und Fortsetzungsfeststellungsantrag
Trup­pen­dienst­li­che Maß­nah­men – Erle­di­gung und Fort­set­zungs­fest­stel­lungs­an­trag
Hat sich eine trup­pen­dienst­li­che Maß­nah­me, die kei­nen Befehl im Sin­ne von § 2 Nr. 2 WStG dar­stellt, oder die Ableh­nung eines Antrags auf Erlass einer trup­pen­dienst­li­chen Maß­nah­me vor der gericht­li­chen Ent­schei­dung erle­digt, so ent­schei­det das Wehr­dienst­ge­richt gemäß § 19 Abs. 1 Satz 3 WBO, ob die Maß­nah­me bzw. Ent­schei­dung rechts­wid­rig gewe­sen ist, wenn der Antrag­stel­ler ein berech­tig­tes Inter­es­se an die­ser Fest­stel­lung hat.
§ 19 Abs. 1 Satz 3 WBO in der seit dem 1.02.2009 gel­ten­den Fas­sung 1 ver­langt zwar von dem jewei­li­gen Antrag­stel­ler nicht mehr das Stel­len eines förm­li­chen Fest­stel­lungs­an­tra­ges 2; der Antrag­stel­ler muss aber das Fest­stel­lungs­in­ter­es­se sub­stan­ti­iert gel­tend machen 3.
Das erfor­der­li­che Fest­stel­lungs­in­ter­es­se kann sich nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts aus einem Reha­bi­li­tie­rungs­in­ter­es­se, aus einer Wie­der­ho­lungs­ge­fahr oder aus der Absicht erge­ben, einen Scha­den­er­satz­an­spruch gel­tend zu machen, sofern die­ser nicht von vorn­her­ein als aus­sichts­los erscheint. Zusätz­lich kommt auch ein berech­tig­tes Fest­stel­lungs­in­ter­es­se in Betracht, wenn die erle­dig­te Maß­nah­me eine fort­dau­ern­de fak­ti­sche Grund­rechts­be­ein­träch­ti­gung nach sich zieht 4.
Die Annah­me einer Wie­der­ho­lungs­ge­fahr setzt die kon­kret abseh­ba­re Mög­lich­keit vor­aus, dass in naher Zukunft eine glei­che oder gleich­ar­ti­ge Ent­schei­dung oder Maß­nah­me zu Las­ten des Antrag­stel­lers zu erwar­ten ist 5.
Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt, Beschluss vom 25. Sep­tem­ber 2014 – 1 WB 6.2014
Bekannt­ma­chung vom 22.01.2009, BGBl I S. 81[↩]
vgl. BVerwG, Beschlüs­se vom 17.02.2009 – 1 WB 76.08, Rn. 23; und vom 24.03.2009 – 1 WB 46.08, Rn.20, inso­weit nicht ver­öf­fent­licht in Buch­holz 449 § 3 SG Nr. 52[↩]
stRspr, z.B. BVerwG, Beschlüs­se vom 17.02.2009 – 1 WB 76.08, Rn. 25; vom 24.03.2009 a.a.O. Rn. 22; vom 25.03.2010 – 1 WB 42.09, Buch­holz 450.1 § 19 WBO Nr. 3 = NZWehrr 2010, 161 m.w.N. zu § 113 Abs. 1 Satz 4 VwGO; und vom 26.07.2011 – 1 WB 13.11, Rn. 18[↩]
vgl. z.B. BVerwG, Beschluss vom 26.07.2011 – 1 WB 13.11, Rn.19[↩]
stRspr, vgl. z.B. BVerwG, Beschlüs­se vom 29.04.2008 – 1 WB 11.07, Buch­holz 310 § 113 Abs. 1 VwGO Nr. 31 Rn. 21 m.w.N.; und vom 29.01.2013 – 1 WB 53.12, Rn. 23[↩]
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