Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/sorgerecht/page/2
Timestamp: 2020-07-15 09:04:14
Document Index: 255842887

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 12', '§ 78', '§ 1629', '§ 1628', '§ 1629', '§ 1712', '§ 1671', '§ 1671', '§ 1632', '§ 7', '§ 39', '§ 158', '§ 1629', '§ 1712', '§ 1629', '§ 1795']

Sorgerecht 2 | Rechtslupe
Das aus Ita­li­en nach Deutsch­land ent­führ­te Kind
Die Ent­schei­dung eines Gerichts des ita­lie­ni­schen Her­kunfts­staa­tes eines im Sin­ne von Art. 3 HKÜ wider­recht­lich nach Deutsch­land ver­brach­ten Kin­des, die des­sen Haupt­wohn­sitz vor­läu­fig bei dem ent­füh­ren­den Eltern­teil im Zufluchts­staat anord­net, steht einer Rück­ga­be­an­ord­nung (Art. 12 Abs. 1 HKÜ) ent­ge­gen, da eine sol­che das Kind in eine unzu­mut­ba­re Lage im Sin­ne von Art.
Ver­ein­fach­tes Sor­ge­rechts­ver­fah­ren – und die Ver­fah­rens­kos­ten­hil­fe
Dem dem Antrag auf gemein­sa­me elter­li­che Sor­ge ent­ge­gen tre­ten­den Antrags­geg­ner ist – bei Vor­lie­gen der per­sön­li­chen Vor­aus­set­zun­gen – Ver­fah­rens­kos­ten­hil­fe zu bewil­li­gen und ein Rechts­an­walt bei­zu­ord­nen. Ist eine Ver­tre­tung durch einen Rechts­an­walt nicht vor­ge­schrie­ben, wird dem Betei­lig­ten gemäß § 78 Abs. 2 FamFG auf sei­nen Antrag ein zur Ver­tre­tung berei­ter Rechts­an­walt sei­ner
In Lite­ra­tur und Recht­spre­chung ist umstrit­ten, ob in der ver­fah­rens­ge­gen­ständ­li­chen Kon­stel­la­ti­on, bei der die Kindes­el­tern die gemein­sa­me elter­li­che Sor­ge inne haben und von­ein­an­der getrennt leben, Kin­des­un­ter­halts­an­sprü­che durch die Kin­der, ver­tre­ten durch einen Bei­stand, gel­tend gemacht wer­den kön­nen. Dies wird zum Teil unter Hin­weis auf § 1629 Abs. 3 Satz 1 BGB ver­neint
Gemein­sa­mes Sor­ge­recht, Wech­sel­mo­dell – und der gel­tend gemach­te Bar­un­ter­halt
Wenn die gemein­sam sor­ge­be­rech­tig­ten Kindes­el­tern ein ech­tes Wech­sel­mo­dell prak­ti­zie­ren und der eine Eltern­teil Ansprü­che des Kin­des auf Bar­un­ter­halt gegen den ande­ren Eltern­teil gericht­lich gel­tend zu machen beab­sich­tigt, hat er die Wahl, ob er ent­we­der die Bestel­lung eines Pfle­gers für das Kind her­bei­führt oder ob er nach § 1628 BGB bei
Getrennt leben­de Eltern – und die Bei­stand­schaft des Jugend­am­tes für das ehe­li­che Kind
Auch bei getrennt­le­ben­den, ver­hei­ra­te­ten und gemein­sam sor­ge­be­rech­tig­ten Eltern ist eine Ver­tre­tung des Kin­des durch das Jugend­amt als Bei­stand zur gericht­li­chen Gel­tend­ma­chung von Kin­des­un­ter­halt zuläs­sig. Der Bei­stand das Kind auch dann in einem Unter­halts­ver­fah­ren ver­tre­ten, wenn die Vor­aus­set­zun­gen des § 1629 Abs. 3 Satz 1 BGB vor­lie­gen. Gemäß § 1712 Abs. 1 Nr. 2 BGB
Gemein­sa­me elter­li­che Sor­ge nach Tren­nung der Eltern
Allein aus der norm­tech­ni­schen Gestal­tung von § 1671 BGB kann kein Regel-/Aus­­nah­­me­­ver­­häl­t­­nis zuguns­ten des Fort­be­stan­des der gemein­sa­men elter­li­chen Sor­ge her­ge­lei­tet wer­den. Eben­so wenig besteht eine gesetz­li­che Ver­mu­tung dafür, dass die gemein­sa­me elter­li­che Sor­ge nach der Tren­nung der Eltern im Zwei­fel die für das Kind bes­te Form der Wahr­neh­mung elter­li­cher Ver­ant­wor­tung
Die strei­ten­den Eltern – und die Über­tra­gung der elter­li­chen Sor­ge
Nach § 1671 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 2 BGB ist dem Antrag eines Eltern­teils auf Über­tra­gung der elter­li­chen Sor­ge oder eines Tei­les der elter­li­chen Sor­ge statt­zu­ge­ben, wenn zu erwar­ten ist, dass die Auf­he­bung der gemein­sa­men Sor­ge bzw. eines Teil­be­reichs und die Über­tra­gung auf den antrag­stel­len­den Eltern­teil dem Wohl des Kin­des am
Spä­te­re Hei­rat – und die elter­li­che Sor­ge
Dass ein Kin­des­va­ter, der spä­ter mit der Mut­ter eines gemein­sa­men Kin­des die Ehe geschlos­sen hat, Mit­in­ha­ber der elter­li­chen Sor­ge für die­ses Kind ist, auch wenn die förm­li­che Vater­schafts­an­er­ken­nung erst nach der Hei­rat erfolg­te, stellt ins­be­son­de­re nach dem im Rah­men der Ver­fah­rens­kos­ten­be­wil­li­gung kei­ne "schwie­ri­ge Rechts­fra­ge" (mehr) dar. Die im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren
Der Ent­zug der elter­li­chen Sor­ge – und die Tren­nung von Eltern und Kin­dern mit­tels "Inob­hut­nah­me"
Die Pfle­ge­fa­mi­lie, das Sor­ge­recht der Eltern – und das Ver­fah­ren zur Ver­blei­bens­an­ord­nung
Der Eltern­teil, dem u.a. das Auf­ent­halts­be­stim­mungs­recht ent­zo­gen wor­den ist, der aber noch über Teil­be­rei­che des Sor­ge­rechts ver­fügt, ist in dem von den Pfle­ge­el­tern und dem Ergän­zungs­pfle­ger geführ­ten Ver­fah­ren auf Anord­nung des Ver­bleibs des Kin­des in der Pfle­ge­fa­mi­lie nach § 1632 Abs. 4 BGB grund­sätz­lich zu betei­li­gen. Gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 1 FamFG
Geschie­de­ne Beam­te, Kin­der im Wech­sel­mo­dell – und der Fami­li­en­zu­schlag
Bei geschie­de­nen Beam­ten, deren Kind bei bei­den Eltern­tei­len zu glei­chen Antei­len im wöchent­li­chen Wech­sel wohnt, kann der jeweils ent­ste­hen­de Mehr­be­darf die Gewäh­rung des vol­len kin­der­be­zo­ge­nen Fami­li­en­zu­schlags recht­fer­ti­gen. Rechts­grund­la­ge für den Anspruch auf den vol­len kin­der­be­zo­ge­nen Fami­li­en­zu­schlag im Zeit­raum von 1.08.2010 bis zum 31.03.2011 sind §§ 39 Abs. 1, 40 Abs.
Sor­ge­rechts­ver­fah­ren und Ver­fah­rens­bei­stand – wenn die Toch­ter einen Rechts­an­walt beauf­tragt
Die Ver­tre­tung eines Kin­des durch einen beauf­trag­ten Rechts­an­walt geht im Kind­schafts­ver­fah­ren der Unter­stüt­zung durch einen Ver­fah­rens­bei­stand vor. Im Fal­le der nach­träg­li­chen Beauf­tra­gung eines Rechts­an­wal­tes ist die Bestel­lung eines zuvor bestimm­ten Ver­fah­rens­bei­stan­des gemäß § 158 Abs. 5 FamFG auf­zu­he­ben. Im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren bean­trag­te die Mut­ter die Über­tra­gung der elter­li­chen Sor­ge für ihre
Das Sor­ge­recht und Tei­le des Sor­ge­rechts sind für Eltern nicht dis­po­ni­bel, wes­halb es zu deren Ver­än­de­rung stets einer gericht­li­chen Ent­schei­dung bedarf. Nicht aus­rei­chend ist dei Bil­li­gung einer Ver­ein­ba­rung der Eltern. Eine Ver­ein­ba­rung der Eltern, die unter ande­rem zum Inhalt hat, dass die Gesund­heits­sor­ge für die Kin­der zukünf­tig allein durch die
Gemein­sa­mes Sor­ge­recht – und die Gel­tend­ma­chung des Kin­des­un­ter­halts
Leben die gemein­sam sor­ge­be­rech­tig­ten Eltern von­ein­an­der getrennt, kann das Kind sei­nen Unter­halts­an­spruch nicht im eige­nen Namen, ver­tre­ten durch den Bei­stand (das Jugend­amt), gel­tend machen; § 1629 Abs. 3 BGB wird nicht von §§ 1712 ff BGB ver­drängt. § 1629 Abs. 3 S. 1 BGB kann der Kin­des­un­ter­halt nur vom Vater im eige­nen Namen
Begehrt der nicht ehe­li­che Vater die Fest­stel­lung, dass das Kind nicht sein Kind sei, so legt es die indi­zier­te Kon­flikt­la­ge nahe, der allein sor­ge­be­rech­tig­ten Mut­ter die gesetz­li­che Ver­tre­tungs­macht im Ver­fah­ren zu ent­zie­hen und einen Ergän­zungs­pfle­ger zu bestel­len. Zwar ist zwei­fel­haft, ob die Mut­ter, wovon das Fami­li­en­ge­richt aus­geht, gemäß § 1795