Source: https://www.schleswig-holstein.de/DE/Justiz/OLG/Oberlandesgericht/Justizpruefungsamt/Pruefung/Akkordeon_Pruefung.html
Timestamp: 2020-08-05 00:18:31
Document Index: 297092278

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 2', '§ 2']

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Zulassungs- und Prüfungsverfahren für die staatliche Pflichtfachprüfung
Aktuelle Hinweise (Corona-Krise / Gesetzestexte)
In dieser Rubrik möchten wir Sie unter anderem über den Prüfungsablauf, die Zulassungsvoraussetzungen und die Möglichkeit des Freiversuchs informieren:
Prüfungsverfahren für die staatliche Pflichtfachprüfung
Hinweis Abgabe von Unterlagen (Stand 12.05.2020) (PDF 214KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Merkblatt (PDF 415KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Zulassungsantrag (PDF 99KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Zulassungsformular (PDF 94KB, Datei ist nicht barrierefrei)
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Belehrung Geheimhaltung
Belehrung Klausuren
Belehrung Hilfsmittel bis 31.07.2020
Nutzung von Gesetzestextsammlungen
In Schleswig-Holstein werden, wie bereits in allen anderen Bundesländern und auch hier im zweiten Staatsexamen, ab dem 01.01.2021 für die Anfertigung von Aufsichtsarbeiten vom Justizprüfungsamt keine Gesetzestextsammlungen mehr gestellt.
Entsprechend wurde die Hilfsmittelverfügung geändert.
Die Prüflinge müssen zu den Klausuren der staatlichen Pflichtfachprüfung ab Januar 2021 die dort aufgeführten Gesetzestextsammlungen selber mitbringen.
Hilfsmittelverfügung (PDF 398KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 JAVO müssen die Studierenden als Zulassungsvoraussetzung für die staatliche Pflichtfachprüfung an einer Lehrveranstaltung zur Vermittlung von Schlüsselqualifikationen teilgenommen haben.
Schlüsselqualifikationen sind zum Beispiel Verhandlungsmanagement, Gesprächsführung, Rhetorik, Streitschlichtung, Mediation, Vernehmungslehre und Kommunikationsfähigkeit.
Das Justizprüfungsamt kann von diesem Erfordernis aus wichtigem Grund Befreiung erteilen (§ 2 Absatz 3 JAVO).
Als wichtiger Grund wird es insbesondere anzusehen sein, wenn der Studierende diese Qualifikationen bereits anderweitig erworben hat. In Betracht kommt hier zum Beispiel die Teilnahme an einem von einem Volljuristen begleiteten Moot Court.
Die Befreiung wird auch dann erteilt, wenn das betreffende Semester bei der Berechnung der Freiversuchsfrist unberücksichtigt bleibt.
Nach § 2 Absatz 1 Nummer 2, Absatz 2 Nummer 1 JAVO müssen die Studierenden als Zulassungsvoraussetzung für die staatliche Pflichtfachprüfung einen Leistungsnachweis in Form einer Klausur oder einer mündlichen Prüfung in einer Lehrveranstaltung zur Vermittlung von fachspezifischen Fremdsprachenkenntnissen erbringen.
Das Justizprüfungsamt kann auf Antrag von diesem Erfordernis aus wichtigem Grund Befreiung erteilen (§ 2 Absatz 3 JAVO). Als wichtiger Grund wird insbesondere anzuerkennen sein:
Die Teilnahme an einem fremdsprachigen Moot Court
Ein im Rahmen eines rechtswissenschaftlichen Studiums im Ausland erworbener fremdsprachiger Leistungsnachweis in einer juristischen Disziplin.
Die erfolgreiche Teilnahme an einem FFA-Kurs
Hinweis betreffend praktische Studienzeit im März 2020 (PDF 215KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Hinweis betreffend praktische Studienzeit im Oktober 2020 (PDF 216KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Bekanntmachung des Ministeriums für Inneres und Bundesangelegenheiten vom 16. Februar 2016 – IV 1615 – 0363.11 –
Verfügung über die Ausgestaltung der praktischen Studienzeiten bei einem Gericht oder einer Wahlstation (PDF 246KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Musterformular Teilnahmebescheinigung (PDF 6KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Bestätigung Pflichtpraktika (PDF 238KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Verwaltungspraktikum bei der Polizei (PDF 66KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Verwaltungspraktikum bei der Geschäftsführung Präsidium der CAU (PDF 7KB, Datei ist nicht barrierefrei)
Freiversuch gemäß § 22 JAVO
Nach § 22 Absatz 3 Nummer 2 JAVO können bis zu zwei Semester eines wissenschaftlichen Studiums im Ausland bei der Berechnung der Studiendauer unberücksichtigt bleiben, wenn in jedem Semester mindestens ein fremdsprachiger Leistungsnachweis in einer juristischen Disziplin erworben wurde.
Studierende, die an ausländischen Universitäten neben einem fremdsprachigen Leistungsnachweis weitere Leistungsnachweise als Zulassungsvoraussetzungen erworben haben, müssen sich entscheiden, ob sie die Anerkennung der weiteren Leistungsnachweise oder die Nichtberücksichtigung der Studienzeit wählen wollen. Die Möglichkeit, einen im Ausland erworbenen Leistungsnachweis als Zulassungsvoraussetzung anzuerkennen und gleichzeitig das Semester, in dem der Leistungsnachweis erworben worden ist, bei der Berechnung der Frist für den Freiversuch unberücksichtigt zu lassen, besteht grundsätzlich nicht (§ 22 Absatz 4 Satz 4 JAVO). Entscheidet sich der Studierende für die Nichtberücksichtigung der ausländischen Studienzeiten, müssen die Leistungsnachweise anderweitig erbracht werden.
Für die Beurteilung, ob die Lehrveranstaltung oder der Leistungsnachweis der ausländischen Fakultät im Schwierigkeitsgrad den Lehrveranstaltungen oder Leistungsnachweisen nach § 2 Absatz 1 JAVO gleichwertig ist, ist die juristische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zuständig.
Ein im Ausland erworbener fremdsprachiger Leistungsnachweis in einer juristischen Disziplin führt auf Antrag zu einer Befreiung von der erfolgreichen Teilnahme an einer fremdsprachigen rechtswissenschaftlichen Veranstaltung nach § 2 Absatz 1 Nummer 2 JAVO. Die Befreiung wird auch dann erteilt, wenn das betreffende Auslandssemester bei der Berechnung der Frist für den Freiversuch unberücksichtigt bleibt.
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