Source: https://www.elo-forum.org/alg-ii/67722-wirtschaftlich-medikamentenzuzahlung-22-euro-pro-monat-beantragen.html
Timestamp: 2017-12-13 00:01:32
Document Index: 258826767

Matched Legal Cases: ['§ 61', '§ 31', '§ 61', '§ 32', '§ 61', '§ 39', '§ 61', '§ 62']

Wirtschaftlich Medikamentenzuzahlung von 22 Euro pro Monat - Wie beantragen ? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Post #758841 (1)
Wirtschaftlich Medikamentenzuzahlung von 22 Euro pro Monat - Wie beantragen ?
unser Sohn erhält seit Dezember ein Medikament für das wir selber noch 22 Euro dazubezahlen müssen. Das Medikament wurde von einem Arzt verschrieben und ist gegen ADHS. Es hilft ihm sehr gut, was er auch selber schon merkt und wir an seiner schulischen Leistung unteranderem.
Nun haben wir nach einer Befreiung bei der Krankenkasse gefragt und uns wurde mitgeteilt, das das medikament nicht befreiungsfähig ist, das es sich bei den 22 Euro nicht um die gesetzliche Zuzahlung handelt sondern um eine wirtschaftliche.
Kann ich nun diese 22 Euro als Sonderbedarf irgendwie beim Jobcenter benatragen ??
19.01.2011, 14:52 #2
AW: Wirtschaftlich Medikamentenzuzahlung von 22 Euro pro Monat - Wie beantragen ?
Einfach versuchen... und schriftlichen Bescheid verlangen. Sind ja dauerhafte Kosten...
Bei ADHS ist auf jeden Fall ein längerer Zeitraum für die Behandlung.
Auf jeden Fall erstmal einen Antrag stellen!
Hier geht es um die Zukunft deines Kindes, vorallem beim lernen usw.
Lasse dir die Aussage von der Kasse schriftlich geben. Dieses Schriftstück dient dann als Grundlage für den Antrag auf Übernahme beim SGB-II-Leistungsträger. Und lasse dir am besten vom Arzt auch noch schriftlich geben, dass dieses Medikament unverzichtbar ist und über einen längeren Zeitraum angewendet werden muss.
19.01.2011, 16:11 #5
Und dann einfach las Mehrbedarf beantragen ? Oder nach einem bestimmten § beantragen oder formlos ??
19.01.2011, 16:18 #6
Mach's einfach schriftlich und formlos. Du bist doch nicht der Rechtsanwalt der ARGE. Die ARGE hat Anträge im Sinne des Beantragenden auszulegen.
20.01.2011, 11:22 #7
L 1 B 7/07 AS ER · LSG NRW · Beschluss vom 22.06.2007 · rechtskräftig
http://www.fluechtlingsinfo-berlin.de/fr/docs/C2158.pdf
sind kinder nicht eh von der zuzahlung befreit ?
Zuzahlungen und Belastungsgrenze, §§ 61 und 62 SGB V:
Die Praxisgebühr gilt als neue "Zuzahlung". Daneben gibt es die bisherigen Zuzahlungspflichten bei Arzneimitteln, bei Heilmitteln (Krankengymnastik, Massage, Ergotherapie) und bei stationärer Behandlung, die aber allesamt neu geregelt wurden. Ganz neu ist ferner die Zuzahlung bei Hilfsmitteln, speziell dazu dann das nächste Rundschreiben. Kurz gefasst gelten am 1.1.2004 folgende Zuzahlungsregelungen: Bei den Arzneimitteln (§ 31 Abs. 3 i.V.m. § 61 Satz 1 SGB V): 10 % des Abgabepreises, mindestens jedoch 5 Euro und höchstens 10 Euro, allerdings jeweils nicht mehr als die Kosten des Mittels, bei den Heilmitteln (§ 32 Abs. 2 i.V.m. § 61 Satz 3 SGB V): 10 % der Kosten sowie 10 Euro pro Verordnung, bei der stationären Behandlung (§ 39 Abs. 4 i.V.m. § 61 Satz 2 SGB V): 10 Euro pro Tag bis maximal 28 Tage. Ausgenommen von der Zuzahlung sind alle Leistungen an Minderjährige. Bei den Erwachsenen unterliegen jetzt aber auch die Sozialhilfeempfänger den Zuzahlungs- pflichten. Die Obergrenze für die Belastungen mit Zuzahlungen innerhalb eines Kalenderjahres (§ 62 SGB V) beträgt 2 % der jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt (zu denen das Blindengeld natürlich nicht zählt) bzw. bei chronisch kranken Patienten 1 %. Der Betrag der maßgeblichen Einnahmen wird gemindert, wenn im Haushalt der Ehegatte und/oder weitere Angehörige leben. Bei Sozialhilfeempfängern gilt als maßgebliches Einkommen pauschal der Regelsatz des Haushaltsvorstandes nach der Regelsatzverordnung. Wie bisher gilt: Um die Überschreitung der Obergrenze belegen zu können, muss man alle Quittungen über die geleisteten Zuzahlungen aufbewahren!
20.01.2011, 12:12 #9
Da hast Du Recht Kinder, unter 14 Jährige aber nur sind von Zuzahlungen befreit.
Da liegt ja auch die Begründung für den Widerspruch.
Aufwendungen für die Anschaffung nicht verschreibungspflichtiger Medikamente bei chronisch Kranken angeht, kann dies nur in bestimmten Ausnahmefällen in Betracht kommen und muss jeweils krankheitsspezifisch begründet sein (vgl. LSG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 22.06.2007 - L 1 B 7/07 AS ER Rn. 28 f.,
Für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr ändert sich durch die Gesundheitsreform kaum etwas. Sie müssen mit Ausnahme der Fahrkosten keinerlei Zuzahlungen leisten. Dies gilt auch für die Praxisgebühr. Bei Kindern, die jünger als 12 Jahre sind oder bei Jugendlichen mit Entwicklungsstörungen erstatten die Krankenkassen alle rezeptfreien Arzneimittel. Darüber hinaus besteht für Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr ein Leistungsanspruch bei Sehhilfen. Kinder und Jugendliche bleiben zudem auch weiterhin in der gesetzlichen Krankenversicherung kostenfrei mitversichert.
INTAKT: Zuzahlung fr Hilfsmittel und Medikamente - Internetplattform fr Eltern von Kindern mit Behinderung
20.01.2011, 12:36 #11
Das gilt leider nur für die gesetzlichen Zuzahlungen.....Wenn ein Medikamentenhersteller für sein Produkt 80 Euro haben will, die Krankenkassen aber nur 60 erstatten sind die restlichen 20 euro eine wirtschaftliche Zuzahlung von der man sich nicht befreien lassen kann, auch nicht für Kinder egal welchen Alters....
20.01.2011, 14:52 #12
Zu dem meisten Medikamenten gibt es auch Alternativ-Medikamente.
Sollte es keines geben oder der Patient dieses nicht vertragen würde, dann ein Attest vom Arzt holen.
Dann sollte es voll erstattet werden.
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17 Euro im Monat. Ich brauch Hilfe! lia8 ALG II 10 19.08.2009 14:36
Medikamentenzuzahlung, Geld sparen bogenede Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege 3 29.10.2007 23:09