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Timestamp: 2018-08-20 01:43:41
Document Index: 26661377

Matched Legal Cases: ['§ 612', '§ 256', '§ 612', '§ 1', '§ 3', '§ 612', '§ 612']

arbeiten ohne Arbeitsvertrag - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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30.05.2014, 09:22 #1
ich habe Probleme mit einem potenziellen Arbeitgeber. Ich hoffe, mein langer Text findet Beachtung.
Ich, 33, arbeitslos, bin durch einen Bekannten auf eine Stelle aufmerksam geworden. Dort habe ich angerufen. Auskunft: die Stelle ist noch frei. Ich habe meine schriftlichen Unterlagen fertig gemacht und gleichzeitig meinem Sachbearbeiter Bescheid gegeben. Er sagte, die Stelle wäre auch in der Jobbörse zu finden und er hat sie mir gleich ausgedruckt und zugeschickt (VV). Die Eckdaten der Stelle habe ich also schriftlich: Bürokauffrau, Teilzeit, Arbeitsort XY.
Jetzt arbeite ich seit Montag in der Firma am Standort XY. Ich habe zwar eine Stechkarte, aber noch keine Infos darüber bekommen, wie meine Arbeitszeiten (bzw. wie viele Stunden es werden sollen) sind oder wie viel ich verdiene. Mein Chef ist sich noch nicht sicher, ob er mich in Teilzeit oder Vollzeit haben möchte, ob er mir eine ¾-Stelle oder mir einen Minijob anbietet...
Ich ordne das alles mal chronologisch:
- Am 15. wurde mir mitgeteilt, dass ich am 26. meinen ersten Arbeitstag hätte. Bis dahin bin ich davon ausgegangen, es handele sich um die ausgeschriebene Stelle „Bürokauffrau, Teilzeit, Arbeitsort XY“
- Am 26., das war letzten Montag, bin ich hingekommen und habe angefangen zu arbeiten. Eine Stechkarte habe ich schon bekommen. Mir wurde gesagt, den Arbeitsvertrag würde ich Dienstag erhalten.
- Am 27., das war der Dienstag, habe ich keinen Arbeitsvertrag erhalten. Kurz vor Feierabend sagte mir der Chef lediglich, dass ich ab Morgen für die ersten 6 Monate am Standort Z arbeiten würde (nach den 6 Monaten sollte ich wieder an den Standort XY wechseln sollte), und dass ich die Arbeitszeiten mit dem dortigen Chef besprechen solle, und dass ich genausoviel verdienen würde wie seine ehemalige Angestellte Frau X. Auf meine Frage, wie viel das denn ist, hat er gesagt, er wüsste es nicht aus dem Kopf. Ich habe dann meine Büroleiterin gefragt, doch die konnte es mir auch nicht sagen. Dafür sagte er mir zu, die Fahrkarte zu bezahlen, weil Standort Z ein weiter entfernt ist.
Da ich keine weiteren Infos bekommen habe, habe ich meinem Sachbearbeiter im Jobcenter Bescheid gegeben. Er sagte, er rufe in der Firma an, um sich selbst zu informieren.
- Ich war am Mittwoch am Standort Z und habe dort gearbeitet. Über meine Arbeitszeiten habe ich erfahren, dass ich am Freitag (das ist heute!) erstmal um 9 Uhr anfangen soll und bis 18 Uhr arbeiten soll. Ob das immer so bleibt, würde ich am nächsten Montag erfahren.
Was das arbeiten angeht, habe ich gesehen, dass ich etwas völlig anderes machen soll als in der Stellenbeschreibung steht. Ich soll Gefahrgut bearbeiten. Ich kenne mich damit nicht aus. Und unterschreiben darf ich die Papiere aus rechtlichen Gründen auch nicht. Mir wurde ein Handbuch in die Hand gedrückt und man sagte: mach mal irgendwie.
Abends habe ich gesehen, dass mir mein Sachbearbeiter eine E-Mail geschickt hat, in der stand, dass mein Chef ihm mitgeteilt hatte, ich würde am Montag meinen Vertrag erhalten, dass ich 6 Monate lang am Standort Z arbeiten würde und VORAUSSICHTLICH nach Ablauf der 6 Monate an den Standort XY versetzt würde.
- Heute am Freitag, ich war schon aus dem Haus, hat mich mein Chef vom Standort Z auf dem Handy angerufen um mit mitzuteilen, dass ich heute nicht kommen muss. Wenn er mich braucht, würde er mich vielleicht später nochmal anrufen. Ich soll dann „schnell“ vorbeikommen. Von schnell kann keine Rede sein, weil ich fast 2 Stunden Anfahrt habe...
- Vor 10 Minuten habe ich einen zweiten Anruf von meinem Chef am Standort Z erhalten. Er sagte, ich solle am Montag um 9 Uhr dort sein. Ich sagte, ich werde am Montag erstmal zum Standort XY fahren, um mir dort meinen Arbeitsvertrag zu holen. Daraufhin hat er einfach aufgelegt.
Um ehrlich zu sein, habe ich überhaupt keine Lust, weiterhin dort zu arbeiten, bevor ich einen Arbeitsvertrag habe. Das ist auch eine Kostenfrage. Die Monatskarte würde mich immerhin 160 EUR kosten! Ohne Vertrag kann ich nicht sicher sein, dass ich das Geld wieder reinarbeite.
Kann ich das tun, ohne Ärger mit dem Jobcenter zu bekommen?
Und wie gesagt: ich habe keinen Plan, was für eine Stelle ich bekommen soll.
PS: Ich habe in dieser Firma letztes Jahr schon 6 Wochen Praktikum gemacht und wurde dann doch nicht genommen. Mein Bekannter in dieser Firma hat mich dann darauf aufmerksam gemacht, dass wieder eine Stelle dort frei ist und ich mich bewerben kann, was ich auch getan habe.
Ich fühle mich hängen gelassen und möchte eigentlich auch nicht, dass man mir kurz vor Arbeitsbeginn sagt, dass ich doch nicht kommen soll. Damals nach dem Praktikum wars genauso. Es kam ein Anruf, dass ich nicht mehr vorbeikommen soll und dann gabs statt einem Arbeitsvertrag einen Tritt in den Hintern. Damals war ich wohl nur eine kostenlose Urlaubsvertretung.
30.05.2014, 09:29 #2
Ohne Arbeitsvertrag würde ich da gar nicht hinfahren! Das würde ich auch meinen SB schriftlich mitteilen.
Du bist doch gar nicht versichert! Und sollst Dinge machen die du nicht machen darfst. Willst du dir das wirklich antun?
Wenn du den Arbeitsvertrag hast, kannst du ihn hier ja mal einstellen, unterschreiben würde ich ihn allerdings nicht.
Hast du mal nach dieser Dubiosen Firma gegoogelt?
30.05.2014, 09:34 #3
Naja, das ist ja das Problem. Es war doch geplant, dass ich am ersten Tag erscheine und den Arbeitsvertrag unterschreibe. Dann wurde ich auf den nächsten Tag vertröstet und dann sofort versetzt.
Das Jobcenter weiß, dass ich dort arbeite. Daher nehme ich an, ich bin übers Jobcenter versichert?
Googlen muss ich nach der Firma nicht. Die existiert wirklich. Habe ich mit eigenen Augen gesehen. ;-)
30.05.2014, 09:37 #4
Wie lange hätte ich denn Zeit, den Arbeitsvertrag zu unterschreiben?
30.05.2014, 09:56 #5
Es gibt ja auch mündlich vereinbarte Arbeitsverträge! Allerdings kann man aus solchen Arbeitsverträgen in der Regel nur schwer seine Ansprüche geltend machen, weil ja nur Arbeitgeber und Arbeitnehmer selbst den Inhalt des mündl. "Arbeitsvertrages" kennen.
Das Einigste was bekannt ist, dass es sich um eine Teilzeitstelle handelt. Mithin sind Probleme in Sachen korrekter und fairer Entlohnung aus meiner Sicht schon vorprogrammiert.
Ich würde an Deiner Stelle keinen Tag weiter dort arbeiten bevor ich nichts Schriftliches habe. Es ist auch nicht zumutbar hier zu arbeiten ohne überhaupt die Arbeitszeit und die hieraus resultierende Vergütung zu kennen.
30.05.2014, 10:03 #6
Fakt ist nur, dass ich dort mit Erlaubnis des Jobcenters dort arbeite und alle Kosten selbst trage.
Ich nehme den Tipp an, nicht mehr dorthin zu gehen, bevor ich nicht was schriftliches in der Hand habe. Um eventuelle Sanktionen mache ich mir dann einen Kkopf, wenn es so weit ist. Sonst werde ich noch verrückt.
Am MO stelle ich den Vertrag hier mal ein.
Und es sollte auch eine ganz klare Stellenbeschreibung geben!
Und wenn der "Alte" wortlos auflegt...........könnte der mich mal Kreuzweise.
Sucht der für sich eine Pflegerin?
Der gehört doch in Behandlung! Würde mich an seinen Betreuer wenden............vielleicht weiß die SB wer das ist.
30.05.2014, 11:05 #8
Es ist fraglich, ob ich überhaupt einen mündlichen Arbeitsvertrag habe
Den mündl. Arbeitsvertrag hast Du in jedem Fall bzw. kannst ihn schon aufgrund des Vermittlungsvorschlages glaubhaft machen.
Das Abstreiten des "Arbeitgebers" hätte ja sonst zur Konsequenz, dass er sich strafbar gemacht hätte. (Schwarzarbeit)
30.05.2014, 11:29 #9
schick ein fax an den ag, dass du gerne arbeiten kommst, aber vorher bis zum xx.xxx deinen arbeitsvertrag ausgehändigt haben möchtest, damit du weißt, zu welchen bedingungen er dich einstellt.
davon eine kopie an den sachbearbeiter mit nachweis für deine unterlagen.
warum? weil man so seine arbeitskraft anbieten kann und sich den weg offen hält, zu arbeiten, wenn der arbeitsvertrag doch noch kommt. manche arbeitgeber sind einfach nicht so schnell.
für mich hat es jedoch den anschein,als ob der ag dumme sucht, die seine arbeitsspitzen als aushilfe abfangen helfen und später sich dann an keine vereinbarung erinnern wird.
ohne schriftlichen arbeitsvertrag ist das rechte einklagen so eine sache, auch die entlohnung scheint noch nirgendwo vereinbart zu sein.
ein (mündlicher oder schriftlicher) arbeitsvertrag enthält meines wissens immer eine regelung zu arbeitszeiten und entlohnung, sonst kann man sich doch nicht einig werden?
unter diesen umständen kann man jedenfalls nicht davon ausgehen, dass ein vollzeit oder teilzeit arbeitsvertrag zu stande gekommen ist.
deshalb ist es super, dass du den kontakt zum sachbearbeiter aufgenommen hast.
wenn nämlich etwas passiert auf der arbeit und nicht klar ist, ob du nun dort arbeitest, kommen dicke versicherungsrechtliche probleme auf alle zu.
also, immer alles dem amt melden und immer auch für sich selbst einen nachweis haben, damit alle bescheid wissen.
richtig ärger kann eigentlich nur der arbeitgeber bekommen, wenn er nämlich leute beschäftigt, die er nicht angemeldet hat. das ist dann schwarzarbeit... und das kann und darf die arbeitsagentur nicht unterstützen.
30.05.2014, 17:39 #10
Einige Leute verstehe ich nicht, warum tust du ohne Arbeitsvertrag dort malochen? Und noch schlimmer das du auf eigene Kosten da noch hinfährst.
Hättest dem Chef mal sagen sollen das du erst ein Vertrag haben möchtest dann lässt du dich auch wieder blicken und sag Ihm er soll dir die Fahrkosten erstatten.
30.05.2014, 17:43 #11
Ich habe jahrelang ohne schriftlichen Arbeitsvertrag gearbeitet, alles kein Problem, nur alles wesentliche sollte geklärt sein
30.05.2014, 18:09 #12
Ich denk mal die letzten Tage waren auf Probe.
Schau das Du am Montag einen Vertrag bekommst
30.05.2014, 18:49 #13
War klar, dass so etwas von Dir kommen musste. Nur sind nicht alle solche Supermänner wie Du.
30.05.2014, 18:55 #14
Nönö, ich habe dort letztes Jahr 6 Wochen "Praktikum" (hat sich als kostenlose Urlaubsvertretung rausgestellt) gemacht und der versprochene Arbeitsvertrag kam damals schon nicht.
Probearbeiten muss ich nicht mehr. Ich bin schon voll eingearbeitet. Zumindest für den ersten Firmenstandort.
Läge die Sache anders oder wäre es ein anderer Arbeitgeber, hätte ich gerne ein paar Tage probegearbeitet oder auch noch ein Weilchen auf den Vertrag gewartet.
Ich bin gutmütig, aber nicht vollverblödet (hoffe ich ;-) ).
30.05.2014, 23:06 #15
habe auch 17 Jahre ohne AV gearbeitet und hat funktioniert.
Manche Chefs brauchen eben länger.
31.05.2014, 10:02 #16
ich wünsche mir auch so einen unkomplizierten Arbeitgeber, bei dem ein Handschlag und ein Versprechen noch etwas Wert sind.
Die gesetzlichen Regelungen sind mir bekannt. Die Infos im Link beziehen sich allerdings auf einen mündlich geschlossenen Arbeitsvertrag. In meinem Fall trifft das leider nicht auf mich zu, da mein Arbeitgeber klar sagte, er sei sich nicht sicher, welche Stelle er anbietet. Das ist ein arbeitsrechtlicher Unterschied. Ich habe demnach keinen mündlichen Arbeitsvertrag, auf den die gesetzliche Regelung anzuwenden ist. Nur das Versprechen, dass eine Stelle geschaffen werden soll, über die man sich noch nicht im Klaren ist. Das ist unabhängig von einem Lohnanspruch.
Zur Erklärung: Im für mich schlimmsten Fall könnte mein Chef behaupten, ich sei nur eine zweiwöchige Urlaubsaushilfe. Demnach hätte ich zwar einen Anspruch auf Bezahlung, aber mit einem Festvertrag ist es Essig. Das möchte ich nicht.
Es ist nicht so, dass ich einfach ins Blaue hineinarbeiten kann, weil ich auch noch das Jobcenter im Nacken habe, das mich derzeit bezahlt. Und was passiert, wenn ich von einem anderen Arbeitgeber eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalte? Das müsste ich von Seiten des Jobcenters wahrnehmen, dürfte es aber von Seiten meines derzeitigen Chefs nicht. - Was ist denn das für eine Logik?
Außerdem kann ich ohne schriftlichen Arbeitsvertrag beim Jobcenter keine Erstattung meiner Fahrtkosten beantragen. Und die kann ich mir ab Montag definitiv nicht mehr leisten. Ich habe schon genug aus eigener Tasche bezahlt.
Daher warte ich ab, was am Montag im Vertrag steht.
31.05.2014, 19:57 #17
Dein Chef ist ganz schön am Fuß, wenn er denkt, er könne sich so einfach aus der Affäre stehlen. Zumindest wenn du dir einen Anwalt nimmst. Dieser würde sich anbieten, wenn dein Chef dich nicht bezahlen will oder dich anderweitig entsorgen möchte.
AV können wie alle Verträge auch "konkludent" geschlossen werden - d.h durch schlüssiges handeln.
Ferner besteht die Möglichkeit, der Begründung eines "faktischen Arbeitsverhältnisses", welches zur Annahme eines AV führt.
Aus deinem vorangegangenem Praktikum (6 Wochen) besteht evtl. noch ein Lohnanspruch - i.S.d § 612 BGB. Der solange er nicht verjährt ist, noch durchsetzbar ist.
Alles in allem, Ruhe bewahren und ggf. ohne zu zögern zum nächsten Anwalt rennen.
31.05.2014, 20:05 #18
Ich habe meine Fahrtkosten auch ohne Arbeitsvertrag bewilligt bekommen, die SB hat erst gezickt sowas gäbe es nicht, aber der Vorgesetzte hat dieser dann erklärt das es früher allgemeinüblich war nur mündliche Verträge zu machen und es auch heute noch legitim ist
31.05.2014, 20:15 #19
Wie sollte ohne schriftl. Arbeitsvertrag das Wesentliche rechtsverbindlich geklärt werden?
Auch ist alles solange kein Problem, bis man dank seiner Blauäugigkeit irgendwann mal ganz gewaltig auf die Schnute gefallen ist!
Ich halte es für grob fahrlässig, anderen auch noch einen mündlichen Arbeitsvertrag als das "Normalste" der Welt verkaufen zu wollen!
Oder bist Du auch nur einer von diesen abartigen Sozialfaschisten, die hier nur als Maulwurf für den asozialen und diffamierenden Gesetzgeber agieren? Sorry ist ja nur ne Frage!
31.05.2014, 20:18 #20
Das macht das Gesetz und / oder die Rechtsprechung schon von alleine.
31.05.2014, 20:35 #21
Deine Beiträge haben mir sehr weitergeholfen. Dankeschön. :-)
Da schließt sich jetzt allerdings eine Frage an:
Angenommen, ich würde am Montag keinen Vertrag bekommen und mich auf die gültige Rechtsprechung berufen... Das würde auch bedeuten, ich könnte meinem Arbeitgeber nicht die Pistole auf die Brust setzen und sagen "hey, ich komme nicht mehr, bis ich einen Vertrag habe", weil ich mich in der Arbeitspflicht befinde?
Es wird halt grade wirklich sehr seeehr eng mit den Fahrtkosten. Und wie schon geschrieben, erhalte ich die vom Jobcenter erst (es geht hier um den Grundfreibetrag, den ich für die Fahrkarte aufwenden muss), wenn ich etwas Schriftliches vorlege. Bzw. wenn es eine Vollzeitstelle wird, bekomme ich mein Gehalt und kann sie mir selbst leisten. Die Fahrkarte aus dem Regelsatz zu bestreiten ist nahezu unmöglich. Daher meine Idee mit der "vorläufigen Arbeitsverweigerung".
31.05.2014, 20:55 #22
Angenommen, ich würde am Montag keinen Vertrag bekommen und mich auf die gültige Rechtsprechung berufen... Das würde auch bedeuten, ich könnte meinem Arbeitgeber nicht die Pistole auf die Brust setzen und sagen "hey, ich komme nicht mehr, bis ich einen Vertrag habe", weil ich mich in der Arbeitspflicht befinde?[...]
Nun. Das wäre doof, dann wüsstest du aber immerhin, wie du stehst.
Es bietet sich dann vielmehr an, ihm die Pistole auf die Brust setzen zu lassen - durch eine Feststellungsklage (§ 256 Abs. 1 ZPO).
Wobei dafür bestimmt Voraussetzungen vorliegen müssen, die auf ein AV schließen lassen - wie z.B: Eingliederung in den Betriebsablauf; Unterordnung unter die Dispositionsbefugnis des "AG" etc. Bei dem vorgehen kann dir aber nur ein Anwalt vor Ort helfen.
Daher meine Idee mit der "vorläufigen Arbeitsverweigerung".
Wenn es dir ernst ist, sollte das nicht mal ansatzweise in Erwägung gezogen werden.
31.05.2014, 21:28 #23
Was für einen Floskel!
Hier dürfte allenfalls der Arbeitgeber obsiegen, wenn er nur 2,- € / Std. zahlt, weil der Arbeitnehmer mangels Arbeitsvertrages nicht nachweisen kann, dass in etwa 10,50 € + 2,- € Schichtzuschlag mündl. vereinbart worden waren.
Irgendwie haben einige immer noch nicht begriffen, dass das Recht in einer Kapitaldiktatur nur in Ausnahmefällen auch "Im Namen des Volkes" gesprochen wird.
Die Gesetze schreiben doch letztlich nur die Lobbyisten des Kapitals. Die Marionetten, welche insbesondere in der KroKo sitzen, winken die Ass.i-Gesetze doch nur noch zum Schein einer „Demokratie“ durch.
Ich kann ja mal mit der Latte von Urteilen anfangen, die der europäische Gerichtshof für Menschenrechte aber auch der Europäische Gerichtshof hier schon gegen Deutschland, wegen der Missachtung der Menschenrechte durch die deutsche Gerichtsbarkeit insbesonder zu unfairen Verfahren aber auch in etwa wegen der Befangenheit der Landesdatenschutzbeauftragten ect pp., verhängte. Von den Verurteilungen der vereinten Nationen usw. hier mal ganz zu schweigen.
31.05.2014, 21:56 #24
§ 612 Abs. 2 BGB - Vergütung
§ 1 BurlG - Urlaubsanspruch
§ 3 Abs. 1 BUrlG - Dauer des Urlaubs
Bezüglich der Rechtsprechung:
Der § 612 Abs. 2 BGB z.B, wird durch die Rechtsprechung ausgelegt. Letztendlich erzählt der Richter dem AG, was er zu zahlen hat. Das dabei vorrangig Tarifverträge herangezogen werden, ist selbsterklärend - siehe Wortlaut § 612 Abs. 2 BGB.
01.06.2014, 07:08 #25
Hier ist ein unbefristeter Arbeitsvertrag entstanden, der den Kündigungsfristen des BGB unterliegt. In der Probezeit sind das zwei Wochen. Es wurde nichts zu einer Probezeit gesagt, daher könnte man auch von vier Wochen Kü-Frist ausgehen.
Jeder Tag, an dem du keine Kündigung erhälst, verlängert die Zeit, in der dir Gehalt gezahlt werden muss.
Der Arbeitsvertrag ist konkludent durch die Aufnahme der Beschäftigung und Durchführung von Arbeitsaufträgen entstanden.
Zweimal lässt man sich nicht vom selben Verein verarschen, mein VorrednerIn hat das weitere dazu geschrieben.
Wenn man sich ein bisschen mit Gesetzen beschäftigt, dann sollte man nicht sofort auf was schriftlichem bestehen, Gesetze kann man auch zu seinen eigenen Gunsten nutzen (auch wenn es sich als H4-Bezieher oft nicht so anfühlt)
Die wesentlichen Bedingungen des AV sind übrigens spätestens nach vier Wochen schriftlich festzulegen, was nicht bedeutet, dass der gesamte AV schriftlich sein muss.
Wenn der Arbeitgeber von seinem Glück erfährt, könnte es sinnvoll sein, wenn du Kontakt zur Gewerkschaft aufnimmst, das ganze wird ggf. vorm Arbeitsgericht landen... (vorausgesetzt, du gehst morgen arbeiten und der AG ist wirklich so böse wie vermutet)
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