Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%202008,%201023
Timestamp: 2019-11-20 01:16:33
Document Index: 376890549

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 723', '§ 736', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 723', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 07.04.2008 - II ZR 3/06 - dejure.org
https://dejure.org/2008,685
BGH, 07.04.2008 - II ZR 3/06 (https://dejure.org/2008,685)
BGH, Entscheidung vom 07.04.2008 - II ZR 3/06 (https://dejure.org/2008,685)
BGH, Entscheidung vom 07. April 2008 - II ZR 3/06 (https://dejure.org/2008,685)
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Allgemeine Fortsetzungsklausel in Gesellschaftsvertrag gilt auch, wenn die Mehrheit der Gesellschafter kündigt
Anwendung einer gesellschaftsvertraglichen allgemeinen Fortsetzungsklausel bei Kündigung durch mehrere Gesellschafter oder "Altgesellschafter" bzw. durch die Mehrheit der Gesellschafter; Anspruch der verbliebenen Gesellschafter gegen die kündigenden Gesellschafter auf ...
Auslegung und Anwendung einer gesellschaftsvertraglichen Fortsetzungsklausel in einem Sozietätsvertrag
Zur Anwendung einer allgemeinen Fortsetzungsklausel, nach der die Gesellschaft nach Kündigung eines Gesellschafters unter den verbleibenden Gesellschaftern fortgesetzt wird, auf den Fall der Kündigung mehrerer oder der Mehrheit der Gesellschafter
BGB § 723 Abs. 3 § 736 Abs. 1
Geltungsbereich einer Fortsetzungsklausel im Gesellschaftsvertrag einer Anwaltssozietät
Kündigung "eines" Gesellschafters
Sozietätsrecht - Ausscheiden mehrerer Sozien auf einmal
Wirksame Fortsetzungsklausel in Gesellschaftsvertrag
Fortsetzungsklausel, Gesellschaftsvertrag, Kündigung
Wirksamkeit einer Fortsetzungsklausel auch beim Ausscheiden der Mehrheit der Gesellschafter
Fortsetzungsklausel auch bei Kündigung der Mehrheit der Gesellschafter anwendbar
Fortsetzungsklausel in Gesellschaftsvertrag auch bei Kündigung durch mehrere Gesellschafter wirksam
Kooperationen - BGH: Abfindungen werden auch bei Kollektivkündigungen fällig
Fortsetzungsklausel bei Kündigung der Gesellschaftermehrheit
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 07.04.2008, Az.: II ZR 3/06 (Fortsetzungsklausel in einem Gesellschaftsvertrag)" von RA Marcus Strunk, original erschienen in: BB 2008, 1307 - 1309.
LG Hamburg, 26.07.2004 - 322 O 168/03
OLG Hamburg, 25.11.2005 - 11 U 198/04
NJW 2008, 1943
ZIP 2008, 1075
MDR 2008, 834
VersR 2009, 506
WM 2008, 1023
BB 2008, 1308
DB 2008, 1203
NZG 2008, 463
Unwirksam sind nicht nur Regelungen, die das Kündigungsrecht schlechthin ausschließen, sondern auch solche, die es faktisch entwerten, indem sie an eine Kündigung derart nachteilige Rechtsfolgen knüpfen, dass der Vertragspartner vernünftigerweise von dem ihm formal zustehenden Kündigungsrecht keinen Gebrauch machen wird (BGH…, Urteil vom 8. Oktober 2009, aaO Rn. 23; zu § 723 Abs. 3 BGB vgl. BGH…, Urteil vom 13. März 2006 - II ZR 295/04, WM 2006, 776 Rn. 11; vom 7. April 2008 - II ZR 3/06, WM 2008, 1023 Rn. 13).
Der Senat hat in seinem Urteil vom heutigen Tag in der die gleiche Rechtsanwaltssozietät betreffenden Rechtssache II ZR 3/06 - die Parteirollen waren allerdings umgekehrt, die hier beklagten Rechtsanwälte waren dort also die Kläger - hierzu ausgeführt:.
Im Übrigen ist auch der Bundesgerichtshof in seiner Entscheidung vom 7. April 2008 (- II ZR 3/06 - NJW 2008, 1943) ohne nähere Begründung als selbstverständlich davon ausgegangen, dass Rechtsanwälte, die sich zur gemeinsamen Berufsausübung und zur Betreibung einer Anwaltskanzlei in einer Sozietät in der Rechtsform einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts verbunden haben, diese Gesellschaft durch Kündigung des Gesellschaftsvertrages auflösen dürfen (so auch: OLG Hamm vom 22. August 2005 - 8 U 189/04 - MDR 2006, 360).
Ein übereinstimmender Wille der an dem Abschluss eines Vertrages beteiligten Parteien geht dem Vertragswortlaut oder einer anderweitigen Auslegung vor (BGH, Urteil vom 7. April 2008 - II ZR 3/06, ZIP 2008, 1075 Rn. 12; BGH, Urteil vom 29. März 1996 - II ZR 263/94, ZIP 1996, 750, 752 m.w.N.).
Ob die Klägerin und der Beigeladene zu 1. sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auf eine Unwirksamkeit der Abfindungsklausel hätten berufen können (vgl. Urteile vom 07.04.2008 II ZR 181/04, DB 2008, 1485; vom 07.04.2008 II ZR 3/06, DB 2008, 1203; vom 20.09.1993 II ZR 104/92, BGHZ 123, 281; vom 24.05.1993 II ZR 36/92, GmbHR 1993, 505; vom 29.01.1962 II ZR 172/60, juris, BB 1962, 465; jeweils m. w. N.) und warum sie bejahendenfalls davon abgesehen haben, ist für das vorliegende Verfahren im Hinblick auf die eigenständig bewertungsrechtliche Berechnung des Steuerwerts für Erbschaftsteuerzwecke unerheblich.