Source: http://www.wolfsped.de/ueber-uns/agb/montrealer-uebereinkommen/
Timestamp: 2017-10-23 22:39:13
Document Index: 369146414

Matched Legal Cases: ['Art. 24', 'Art. 17', 'Art. 21', 'Art. 19', 'Art. 22', 'Art. 24', 'Art. 19', 'Art. 22', 'Art. 19', 'Art. 24', 'Art. 17', 'Art. 22', 'Art. 24', 'Art. 18', 'Art. 22', 'Art. 24', 'Art. 20', 'Art. 25', 'Art. 24']

Montrealer Übereinkommen- Spedition Wolf Hannover
Das Montrealer Übereinkommen ist in arabischer, chinesischer, englischer, französischer,
russischer und spanischer Sprache abgefasst, wobei jeder Wortlaut gleichermaßen verbindlich ist. Das bedeutet, dass die deutsche Übersetzung keine verbindliche Fassung des Vertrages darstellt.
Bis zu einem Höchstbetrag von 113.100 Sonderziehungsrechten pro Fluggast besteht eine
verschuldensunabhängige Haftung (Anmerkung: Anhebung der Haftungshöchstgrenze von 100.000 auf 113.100 SZR im Jahre 2009 nach Art. 24 MÜ).[2][3] Für den darüber hinausgehenden Schaden besteht eine unbegrenzte Haftung des Luftfrachtführers für vermutetes Verschulden. Der Luftfrachtführer kann einer unbegrenzten Haftung nur entgehen, wenn er nachweist, dass sein Verhalten nicht zum Schadenseintritt beigetragen hat (Art. 17 Abs. 1 und Art. 21 MÜ).
Für Schäden durch Verspätung bei der Beförderung von Personen haftet der
Luftfrachtführer aus vermutetem Verschulden bis zu einem Betrag von 4.694
Sonderziehungsrechten je Reisendem (Art. 19 und Art. 22 Abs. 1 MÜ) (Anmerkung:
Anhebung der Haftungshöchstgrenze von 4.150 auf 4.694 SZR im Jahre 2009 nach
Art. 24 MÜ).
Bei der Beförderung von Reisegepäck haftet der Luftfrachtführer bei Verspätung bis zu einem Betrag von 1.131 SZR (Art. 19 und Art. 22 Abs. 2 MÜ) (Anmerkung:
Anhebung der Haftungshöchstgrenze von 1.000 auf 1.131 SZR im Jahre 2009 nach
Die Haftungshöchstgrenze Verspätung beim Gütertransport beträgt nach Art. 19 und
22 Abs. 3 MÜ nunmehr 19 SZR je Kilogramm des Gesamtgewichts der unmittelbar betroffenen Frachtstücke (Anmerkung: Anhebung der Haftungshöchstgrenze von 17 auf 19 SZR im Jahre 2009 nach Art. 24 MÜ).
Die Haftungshöchstgrenze für Zerstörung, Verlust oder Beschädigung von Reisegepäck beträgt 1.131 SZR je Reisendem (Art. 17 Abs. 2–4 und Art. 22 Abs. 2
MÜ) (Anmerkung: Anhebung der Haftungshöchstgrenze von 1.000 auf 1.131 SZR im Jahre 2009 nach Art. 24 MÜ). Für Zerstörung, Verlust oder Beschädigung von aufgegebenem Reisegepäck haftet das Luftfahrtunternehmen verschuldensunabhängig (außer der Schaden ist auf die Eigenart des Reisegepäcks oder einem ihm innewohnenden Mangel zurückzuführen). Die Haftungsgrenze für Reisegepäck entfällt, wenn der Passagier nachweisen kann, dass der Schaden durch Vorsatz oder Fahrlässigkeit des Luftfrachtführers herbeigeführt wurde.
Die Haftungshöchstgrenze für Zerstörung, Verlust, Beschädigung und Verspätung beim Gütertransport beträgt nach Art. 18 und Art. 22 Abs. 3 MÜ nunmehr 19 SZR je Kilogramm des Gesamtgewichts der unmittelbar betroffenen Frachtstücke (Anmerkung: Anhebung der Haftungshöchstgrenze von 17 auf 19 SZR im Jahre 2009
nach Art. 24 MÜ).
Vollständige oder teilweise Haftungsbefreiung ist möglich, wenn der Luftfrachtführer
nachweist, dass die Person, die den Schadenersatzanspruch erhebt, oder ihr
Rechtsvorgänger den Schaden durch eine unrechtmäßige Handlung oder Unterlassung, sei es auch nur fahrlässig, verursacht oder dazu beigetragen hat, und diese Handlung
oder Unterlassung den Schaden verursacht oder dazu beigetragen hat (Art. 20 MÜ).
Die Haftungshöchstgrenze von 19 SZR/kg gilt bei Lufttransport von Gütern auch bei
Vorsatz und Leichtfertigkeit/ Grobem Verschulden des Schädigers oder seiner Leute
[Anm.: anders als bei den anderen internationalen Verträgen zur
grenzüberschreitenden Beförderung von Gütern: CMR für den internationalen
Straßengüterverkehr, CMNI für den internationalen Transport auf Binnenschiffen und
COTIF für den internationalen Transport auf Eisenbahnen]. Allerdings kann die
Haftungshöchstgrenze des MÜ durch Vereinbarung zwischen den Vertragsparteien
angehoben werden (Art. 25 MÜ).
Im Gegensatz zu den anderen bestehenden internationalen Beförderungsabkommen (s.o.) können beim MÜ die Haftungshöchstbeträge angepasst werden, ohne dabei gleich den ganzen Vertrag neu verhandeln zu müssen (Art. 24 MÜ). Die letzte Anpassung erfolgte 2009.