Source: https://www.gaspreisvergleicher.com/gas-grundversorgung/
Timestamp: 2019-06-25 23:55:18
Document Index: 86330641

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 4', '§ 6', '§ 111', '§ 6', '§ 36']

Gas Grundversorgung (Gasgrundversorgungsverordnung)
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Gas Grundversorgung in Deutschland
Die Grundversorgung mit Strom und Gas ist in Deutschland und anderen Staaten gesetzlich geregelt. In Deutschland ist hierfür das Energiewirtschaftsgesetz zentral, welches erstmals 1935 in Kraft trat. Natürlich wurde es seither mehrmals verändert. Aus diesem Gesetz werden zahlreiche Verordnungen wie die Gasgrundversorgungsverordnung abgeleitet, welche die Energieversorgung für Unternehmen und private Verbraucher sichern.
Im Mittelpunkt der Gesetzesintentionen stehen die sichere Grundversorgung und ebenso der marktwirtschaftliche Wettbewerb, der für angemessene und weitgehend stabile Preise sorgt.
Preisschwankungen sollten sich grundlegend nur wichtige Steuer- und Abgabenänderungen sowie Änderungen der Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt, nicht aber durch die Willkür von Energieunternehmen ergeben. Allerdings muss die Grundversorgung mit einem bestimmten Preisniveau operieren, um langfristig die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Energieunternehmen und ihrer Leitungsnetze zu sichern.
Was besagt die Gasgrundversorgungsverordnung (GasGVV) im Wesentlichen?
Es handelt sich hierbei um eine Verordnung zu allgemeinen Bedingungen für eine Grund- und Ersatzversorgung der Gaskunden. Sie regelt den Bezug aus dem Gas-Niederdrucknetz. Es gibt in Abgrenzung dazu auch ein Gas-Hochdrucknetz für den Transport von Gas über sehr weite Strecken und Ländergrenzen. Der Anwendungsbereich der GasGVV wird in § 1 geregelt, die dort aufgeführten Bestimmungen gehören zu jedem Grundversorgungsvertrag zwischen einem Grundversorgungsunternehmen und seinen Kunden.
Entsprechende Verträge müssen in Textform vorliegen, es herrschen Mitteilungspflichten auf beiden Seiten, die entsprechenden Verträge müssen alle nötigen Angaben zum Versorger und dem Gasunternehmen enthalten. Dazu gehören auch Angaben zum Gaszähler sowie zum Energiegehalt des gelieferten Gases, zum Netzbetreiber, zu den Preisen und zu einzelnen Preisbestandteilen wie der Energiesteuer (§ 2 Energiesteuergesetz) und der Konzessionsabgabe (§ 4 Konzessionsabgabenverordnung). Grundversorger sind auch verpflichtet, ihre Preise online zu veröffentlichen.
Ein wichtiger Bestandteil des Vertrages ist die dem Kunden eingeräumte Möglichkeit, Ansprüche wegen Versorgungsstörungen auch gegen den Netzbetreiber durchzusetzen (§ 6 Abs. 3). Ebenso können Kunden bei Streitigkeiten mit dem Versorger eine Schlichtungsstelle anrufen (§ 111b).
Sicherheiten für den Kunden durch die GasGVV
Die Gasgrundversorgungsverordnung schafft für den Kunden die absolute, juristische Sicherheit der Gasversorgung. Selbst bei Zahlungsrückständen vorheriger Anschlussnutzer muss der Versorger weiter liefern. Allerdings muss der Kunde dafür im Wesentlichen seine Zahlungspflichten erfüllen (er würde sonst gepfändet werden, die Versorgung wird aber nur bei Unpfändbarkeit ausgesetzt), außerdem muss er für die Vertragsdauer sein Gas ausschließlich vom Grundversorger beziehen.
Hiervon gibt es seit der letzten Gesetzesnovelle 2006 eine Ausnahme: Wer Gas aus Eigenanlagen der regenerativen Energiegewinnung bezieht, kann dieses zusätzlich zur Grundversorgung nutzen. Die Gasart und der Brennwert des Gases ergeben sich aus den technischen Bedingungen am Ort des Grundversorgers sowie den Erzeugungs- und Bezugsverhältnissen. Es entsteht dabei immer eine Schwankungsbreite, die der Kunde hinnehmen muss. Solche technischen Details, die unter anderem auch den Ruhedruck des Gases betreffen, schmälern aber nicht den prinzipiellen Fakt, dass die Grundversorgung für die Endverbraucher Sicherheit schafft.
Der Grundversorger kann natürlich seine Preise ändern, wenn das aufgrund von technischen Bedingungen, veränderten Einkaufskosten am Rohstoffmarkt oder geänderten gesetzlichen Bedingungen nötig wird. Er muss solche Preisänderungen aber nach der GasGVV rechtzeitig (mindestens sechs Wochen im Voraus) kommunizieren, erst danach dürfen sie wirksam werden. Die Bekanntgabe solcher Änderungen muss sowohl öffentlich (Print- und Online-Medien) als auch per individuellem Schreiben an jeden Kunden erfolgen.
Preisgestaltung des Grundversorgers und Möglichkeiten des Kunden
Kunden können ihren Vertrag mit dem Grundversorger bei einer Preisänderung oder einer Änderung der ergänzenden Bedingungen fristlos kündigen. Der Grundversorger muss seine Preise an Änderungen der Belastungen durch die Einkaufspreise oder gesetzliche Rahmenbedingungen anpassen. Das betrifft auch sinkende Preise.
Der Umfang der Grundversorgung
Der Umfang der Grundversorgung ist im § 6 GasGVV geregelt. Demnach sind Grundversorger dazu verpflichtet, alle nötigen Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung durchzuführen. Dazu gehört unter anderem der Abschluss der erforderlichen Verträge mit den Netzbetreibern. Auch muss der Grundversorger den Gasbedarf seiner Kunden stets vollständig decken (§ 36 Energiewirtschaftsgesetz), es sei denn, es gäbe zeitliche Beschränkungen aus technischen Gründen oder durch höhere Gewalt. Über solche Beschränkungen hat der Grundversorger seine Kunden unverzüglich zu informieren.
Erweiterungen und Änderungen von Anlagen oder Verbrauchsgeräten beim Kunden
Mitteilungspflichten ergeben sich für den Kunden, wenn er seine Anlage oder Verbrauchsgeräte so ändert, dass sich dadurch die preislichen Bemessungsgrößen ändern. Der Grundversorger stellt Messeinrichtungen für die abgenommene Gasmenge zur Verfügung und muss auf Verlangen von Kunden deren Überprüfung vornehmen lassen. Diese erfolgt durch eine staatlich anerkannte Stelle oder eine Eichbehörde. Sollte die Prüfung eine Abweichung über die gesetzlichen Verkehrsfehlergrenzen hinaus ergeben, muss der Grundversorger die Kosten für diese Prüfung übernehmen. Ansonsten trägt der Kunde die Kosten.
Wer Gas aus der Grundversorgung bezieht, muss ausgewiesenen Mitarbeitern des Versorgers und auch des Netzbetreibers Zutritt zu den eigenen Anlagen gewähren, wenn das zur Ablesung von Messeinrichtungen oder zur Ermittlung von preislichen Bemessungsgrundlagen erforderlich ist. Hierüber hat der Versorger oder Netzbetreiber den Kunden mindestens eine Woche im Voraus zu informieren.
Fazit zur GasGVV
Die insgesamt noch umfänglichere Gasgrundversorgungsverordnung sorgt für Sicherheit bei der Gasversorgung durch einen Grundversorger. Ihre Regelungen schützen den Kunden ebenso wie den Versorger. Die erforderlichen Sicherheitsstandards führen allerdings zu höheren Preisen. Noch mehr Infos rund ums Thema Grundversorgung findet man übrigens auch auf Wikipedia.
Wer einen Gasvergleich durchführt, um einen günstigeren Anbieter zu finden, muss zunächst seinen Gasverbrauch ermitteln. Erst wenn Sie Ihren Jahresverbrauch kennen, können Sie ihn auch wirksam reduzieren. Sie finden mit dieser Information im Gasanbietervergleich sofort den billigsten Anbieter. Die einfachste Ermittlung Ihres Gasverbrauchs ist über die letzte Jahresabrechnung möglich. Schon auf der ersten Seite sehen Sie den Verbrauch des Vorjahres in kWh (Kilowattstunden) oder in m³ (Kubikmeter). Artikel hier weiter lesen.
So kündigt man seinen Gasanbieter
Viele Verbraucher finden über einen Gaspreisvergleich einen günstigen Anbieter, zu dem sie gern wechseln würden. Wenn Sie den teuren Gasanbieter kündigen, entgehen Sie künftig den hohen Rechnungen für Ihr Gas. Sie können zum Ende Ihrer Vertragslaufzeit den Gasanbieter kündigen, spätestens aber dann, wenn dieser eine Preiserhöhung ankündigt. Die Ersparnis durch einen neuen Vertrag kann mehrere Hundert Euro pro Jahr betragen. Diese stehen künftig Ihrer Haushaltskasse zusätzlich zur Verfügung.
Ratgeber hier weiter lesen.
Gasvertrag: Tipps für den Umzug
Wer umzieht, muss auch an die Ummeldung von Strom, Gas, Telefon und Post denken. Gerade die Belieferung mit Strom und Gas sollte im neuen Heim pünktlich mit einem passablen Vertrag beginnen. An dieser Stelle sei eingefügt, dass natürlich die Grundversorgung in jedem Fall funktioniert. Wer umzieht und nicht rechtzeitig seine Lieferverträge ummeldet (oder neue abschließt), wird automatisch Kunde des Grundversorgers am neuen Wohnort.
Hier geht´s zum Artikel.
Wie viel Gasverbrauch ist normal?
Haushalte, die auf der Suche nach einem neuen Gasanbieter sind, werden in Vergleichsportalen stets nach ihrem durchschnittlichen Jahresverbrauch gefragt. Dieser dient dem neuen Anbieter, wenn es zum Wechsel kommt, unter anderem zur Berechnung der Abschläge im ersten Jahr. Genauigkeit ist hierbei also gefragt. Viele Haushalte haben gerade nicht die letzte Jahresrechnung zur Hand, auch nach einem Umzug ist der neue Gasverbrauch nur schwer einzuschätzen. Daher stellt sich die Frage:
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Preisgarantie: Schutz gegen steigende Gaspreise?
Die Einkaufspreise für Gas sind an den Energiebörsen in den letzten Jahren leicht gesunken, davon profitieren die Gasunternehmen. An die Verbraucher geben sie ihren Kostenvorteil leider nur geringfügig oder gar nicht weiter, für diese bleibt das Gas in Deutschland zu teuer. Eine Entlastung ist kaum in Sicht. Jedoch können sich Gaskunden mit einer Preisgarantie vor steigenden Kosten schützen. Das hört sich zunächst einmal gut an, jedoch müssen die Kunden auf das Kleingedruckte achten.
Wie sieht die Gaspreisentwicklung in Zukunft aus?
Die Gaspreisentwicklung ist Ende des Jahres 2019 in Deutschland nicht unbedingt beunruhigend, in den meisten Regionen bleiben die Gaspreise stabil oder sinken sogar leicht. Doch das muss nicht so bleiben, Verbraucher beobachten daher die Gaspreisentwicklung sehr genau. Immerhin heizen 50 % der deutschen Haushalte (rund 20 Millionen) mit Gas. Der Gaspreis ist daher sehr bedeutsam. Inzwischen gibt es weit über 850 Gasanbieter in Deutschland, die sich nun verstärkt die Kunden bemühen. Sie locken mit günstigen, intelligenten Tarifen und mit Neukundenboni, doch immer noch wechseln viel zu wenig Haushalte zu einem günstigeren Versorger. Gerade Kunden der teuren Grundversorgung sollten dringend einen Gaspreisvergleich durchführen.
Tipps für Mieter & Vermieter rund ums Thema Gas
Von den rund 40 Millionen Haushalten in Deutschland heizen rund die Hälfte mit Gas. Auch beim Kochen oder für die Warmwasseraufbereitung wird Gas genutzt, jedoch befinden sich fast 90 % aller Gasnutzer in der teuren Grundversorgung. Nur etwas über zehn Prozent aller Verbraucher haben inzwischen zu einem günstigeren Gasanbieter gewechselt, obwohl es diese Möglichkeit seit 2006 gibt. Damit verschenken die Deutschen bei ihrer Gasrechnung über drei Milliarden Euro pro Jahr – so hoch ist im Ganzen die Differenz zwischen der teuren Grundversorgung und den alternativen Angeboten.
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