Source: https://www.leasing.at/Leasing_Home/glossar/213610/glossar.html
Timestamp: 2019-04-21 14:46:49
Document Index: 272282855

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 33', '§ 33', '§ 6', '§ 57']

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Alle wichtigen Leasing Begriffe schnell erklärt.
Hier finden Sie Erklärungen für alle Begriffe rund um das Thema Leasing.
Absatzfinanzierung Leasing als Instrument der Verkaufsförderung für Hersteller und Händler, die ihren Kunden zu den Produkten gleichzeitig auch eine Leasingfinanzierung anbieten möchten.
Absatzleasing Leasing als Instrument der Verkaufsförderung für Hersteller und Händler, die ihren Kunden zu den Produkten gleichzeitig auch eine Leasingfinanzierung anbieten möchten.
Abschreibung Wirtschaftsgüter, deren Verwendung oder Nutzung sich auf einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erstreckt, sind entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abzuschreiben. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten sind gleichmäßig auf die Gesamtdauer der Verwendung oder Nutzung zu verteilen. Zur AfA berechtigt ist nur der Eigentümer, also nicht der Pächter, Mieter oder sonstige Nutzungsberechtigte. Entscheidend ist das wirtschaftliche Eigentum. An Hand der Nutzungsdauer wird die mögliche Leasingdauer eines Leasingvertrages festgesetzt. Bei PKW/Kombi (ausgenommen Fahrschulkraftfahrzeuge und Fahrzeuge, die zu mindestens 80 % der gewerblichen Personenbeförderung dienen) ist eine Nutzungsdauer von mindestens 8 Jahren zugrunde zu legen (§ 8 Abs. 6 Z 1 EStG).
AfA Ist die gebräuchliche Abkürzung für 'Absetzung für Abnutzung'. Wirtschaftsgüter, deren Verwendung oder Nutzung sich auf einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erstreckt, sind entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abzuschreiben. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten sind gleichmäßig auf die Gesamtdauer der Verwendung oder Nutzung zu verteilen. Zur AfA berechtigt ist nur der Eigentümer, also nicht der Pächter, Mieter oder sonstige Nutzungsberechtigte. Entscheidend ist das wirtschaftliche Eigentum. An Hand der Nutzungsdauer wird die mögliche Leasingdauer eines Leasingvertrages festgesetzt. Bei PKW/Kombi (ausgenommen Fahrschulkraftfahrzeuge und Fahrzeuge, die zu mindestens 80 % der gewerblichen Personenbeförderung dienen) ist eine Nutzungsdauer von mindestens 8 Jahren zugrunde zu legen (§ 8 Abs. 6 Z 1 EStG).
Aktivierung des Leasingobjektes
Der Leasinggeber verbucht den Nettoanschaffungswert des Wirtschaftsgutes in seinem Anlagevermögen. Die ihm angelastete Umsatzsteuer macht er als Vorsteuer gegenüber dem Finanzamt geltend. Soweit der Leasingkunde Unternehmer ist und die Nutzung des Leasingobjekts durch das Unternehmen erfolgt, verbucht der Leasingnehmer die Leasingentgelte als Betriebsausgabe. Ist er vorsteuerabzugsberechtigt, kann er die Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen. Hier sind jedoch zahlreiche, steuerliche Sonderbestimmungen für PKW/Kombi hinsichtlich der Geltendmachung des Leasingentgeltes als Betriebsausgabe sowie beim Abzug der Vorsteuer zu beachten.
Aktivpostenbildung
Der Aktivposten ist nur im Zusammenhang mit KFZ-Leasing (PKW und Kombi) relevant. Der bei Finanzierungsleasing im Leasingentgelt enthaltene Kapital - Tilgungsanteil wird nur insoweit als Betriebsausgabe anerkannt, als er nicht höher als die beim Kauf zulässige AfA ist. Überschreitet der im Leasingentgelt enthaltene Kapitaltilgungsanteil jedoch die bei Kauf zulässige AfA, ist zunächst die Leasingrate zur Gänze als Betriebsausgabe zu verbuchen. Sie ist jedoch durch einen Korrekturposten, den Aktivposten, anzupassen.
Aktivposten Der Aktivposten ist nur im Zusammenhang mit KFZ-Leasing (PKW und Kombi) relevant. Der bei Finanzierungsleasing im Leasingentgelt enthaltene Kapital - Tilgungsanteil wird nur insoweit als Betriebsausgabe anerkannt, als er nicht höher als die beim Kauf zulässige AfA ist. Überschreitet der im Leasingentgelt enthaltene Kapitaltilgungsanteil jedoch die bei Kauf zulässige AfA, ist zunächst die Leasingrate zur Gänze als Betriebsausgabe zu verbuchen. Sie ist jedoch durch einen Korrekturposten, den Aktivposten, anzupassen.
Andienungsrecht Vereinzelt in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Leasinggesellschaften enthalten, nicht jedoch in den Verträgen der BAWAG P.S.K. LEASING GmbH. Grundsätzlich behält sich im Falle eines Andienungsrechts der Leasinggeber das Recht vor - meist zu Vertragsende - den Leasingnehmer zum Ankauf des Leasingobjektes (zum vereinbarten Restwert) zu verpflichten.
Anlagegüter Unterschieden wird zwischen beweglichen und unbeweglichen Anlagegütern. Bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens sind Güter, welche ohne Substanzverletzung von Ort zu Ort bewegt werden können, wie z.B. Maschinen. Unbewegliche Güter des Anlagevermögens sind zum Beispiel Grundstücke und Gebäude.
Anlagevermögen Zum Anlagevermögen gehören jene Wirtschaftsgüter, die dazu bestimmt sind, dauernd, d.h. auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer oder zumindest einen größeren Zeitraum davon, dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Typisches Anlagevermögen sind Betriebsgebäude, Geschäftseinrichtung und Maschinen.
Anmeldung Das KFZ wird auf Namen und Adresse des Leasingnehmers (Zulassungsbesitzer) angemeldet und die Anmeldung im Zulassungsschein und im Datenauszug (früher Typenschein bzw. Einzelgenehmigung) eingetragen. Als Nachweis der erfolgten Anmeldung wird seitens der Zulassungsbehörde ein Zulassungsschein (eine Zulassungsbescheinigung) ausgestellt, der Datenauszug verbleibt bei der Leasing­gesellschaft. Bei Leasingfahrzeugen wird auch in der Zulassungsbescheinigung vermerkt, dass es sich um ein Leasingfahrzeug handelt. Die für die Anmeldung notwendigen Unterlagen sind:
- Überlassungserklärung seitens des Leasinggebers
- Versicherungsbestätigung (zur Übernahme der Versicherungsdeckung im Haftpflichtschadensfall)
- Vollmacht des Leasingnehmers für den Anmelder
- Datenauszug (eventuell Einzelgenehmigung, Interimsbescheinigung und Zollausweiskarte)
- Firmenbuchauszug vom Leasingnehmer (bei protokollierter Firma), Gewerbeschein (bei selbständig Erwerbstätigen), Meldezettel (bei Privatpersonen)
- Weitere Unterlagen können bei Anmeldungen für bestimmte Verwendungszwecke erforderlich sein.
Anschaffungswert/Anschaffungskosten Ist der Kaufpreis des Leasingobjektes laut Lieferantenrechnung (der Rabatt wird berücksichtigt) zuzüglich etwaiger NoVA.
Ansparkaution Eine Kautionszahlung je Periode.
Summe der Ansparkautionen: bei ordnungsgemäßer Zahlweise am Ende Vertragsdauer erreichter Gesamtbetrag der Ansparkautionen.
Antrag Der Leasingantrag ist rechtlich gesehen ein an die Leasinggesellschaft gerichtetes Angebot des Kunden, zu den vereinbarten Bedingungen einen Leasingvertrag abzuschließen. An den Antrag ist der Kunde für einen bestimmten Zeitraum entsprechend den Antragsbestimmungen gebunden. Mit der Annahme des Kundenangebotes durch die Leasinggesellschaft wird der Leasingantrag zum Leasingvertrag.
Baumanagement Das Baumanagement ist ein Begriff des Immobilienleasings und umfasst in der Regel:
- Die Führung der notwendigen Verhandlungen mit den Behörden und sonstigen mit der Planung und Bauausführung im Zusammenhang stehenden Dritten.
- Die Vergabe von Lieferungen und Leistungen.
- Die Prüfung der Schlussrechnung.
- Die Schlussabnahme des Bauwerkes.
- Beratung bei Förderungsanträgen
Beginn Mit vollständiger Lieferung des Leasingobjektes beginnt die Laufzeit des Leasingvertrages. Mit Übersendung der Erstvorschreibung (Rechnung) und einer Kopie des seitens der Leasinggesellschaft gegengezeichneten Leasingvertrages wird das erste Leasingentgelt zur Zahlung fällig. Zweckmäßig ist die Erteilung eines Bankeinziehungsauftrages.
Bestandvertragsgebühr Leasingverträge als Bestandverträge unterliegen gemäß § 33 Tarifpost 5 des Gebührengesetzes 1957 einer Rechtsgeschäftsgebühr in Höhe von 1 %. Bemessungsgrundlage ist grundsätzlich die Summe aller Leasingentgelte einschließlich einer Leasingentgeltvorauszahlung (bzw. alles, was der Leasingnehmer aufwenden muss, um in den Genuss des Gebrauches des Leasingobjekts zu kommen). Bei der Gebührenbemessung ist zu unterscheiden, ob der Leasingvertrag auf bestimmte oder unbestimmte Leasingdauer abgeschlossen wurde. Die Leasinggesellschaft ist in der Regel verpflichtet, die Gebühr selbst zu berechnen und an das Finanzamt abzuführen. Die Gebühr wird an den Leasingnehmer weiterverrechnet.
Bestelleintritt Der Kunde schließt mit dem Händler einen Kaufvertrag. Die Leasinggesellschaft tritt in die Bestellung des Kunden beim Händler ein.
Betriebsaufwand Aufwendungen, die der betrieblichen Nutzung eines Unternehmens dienen, können im Regelfall im Ausmaß der betrieblichen Nutzung als steuerwirksame Betriebsausgabe geltend gemacht werden.
Bewilligungsverfahren Als Grundlage für die Genehmigung einer Leasingfinanzierung dient die Bonitätsprüfung. D.h., der Leasinggeber informiert sich über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Leasingkunden.Bei Privatpersonen erfolgt eine Anfrage bei einer dafür vorgesehenen Stelle. Weiters muss ein Einkommensnachweis (Lohn-/oder Gehaltszettel, Pensionsbescheid), sowie eine persönlich unterschriebene Selbstauskunft beigebracht werden. Bei Personengesellschaften erfolgt in der Regel die Einholung einer Handels- und/oder Bankauskunft. Weiters kommt es zu einer Anfrage bei einer dafür vorgesehenen Stelle, es kann zur Vorlage von Bilanzen kommen und muss eine persönlich unterschriebene Selbstauskunft vorgelegt werden. Für Kapitalgesellschaften wird im Normalfall eine Handels- und/oder Bankauskunft eingeholt, auch hier kann es zur Vorlage von Bilanzen kommen.
Bezahlung Die Bezahlung der Rechnung (an den Händler) erfolgt nach Erhalt des Datenauszuges, Rechnung und Übernahmebestätigung durch den Leasingnehmer, unter Abzug eines allfälligen Depots oder einer Vorauszahlung.
Bilanz Es handelt sich hierbei um einen Vermögensvergleich innerhalb eines Wirtschaftsjahres (12 Monate). Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch ein kürzerer Zeitraum (Rumpfwirtschaftsjahr) zur Gewinnermittlung herangezogen werden.
Bonitätsprüfung Als Grundlage für die Genehmigung einer Leasingfinanzierung dient die Bonitätsprüfung. D.h., der Leasinggeber informiert sich über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Leasingkunden.Bei Privatpersonen erfolgt eine Anfrage bei einer dafür vorgesehenen Stelle. Weiters muss ein Einkommensnachweis (Lohn-/oder Gehaltszettel, Pensionsbescheid), sowie eine persönlich unterschriebene Selbstauskunft beigebracht werden. Bei Personengesellschaften erfolgt in der Regel die Einholung einer Handels- und/oder Bankauskunft. Weiters kommt es zu einer Anfrage bei einer dafür vorgesehenen Stelle, es kann zur Vorlage von Bilanzen kommen und muss eine persönlich unterschriebene Selbstauskunft vorgelegt werden. Für Kapitalgesellschaften wird im Normalfall eine Handels- und/oder Bankauskunft eingeholt, auch hier kann es zur Vorlage von Bilanzen kommen.
Buchwert Wert, mit welchem ein Wirtschaftsgut in der Bilanz ausgewiesen wird.
Cash-Flow Innerhalb einer Abrechnungsperiode (meist ein Wirtschaftsjahr) in einem Unternehmen erwirtschafteter Nettoüberschuss an flüssigen Mitteln.
Cross-Border Leasing Leasingnehmer und Leasinggeber haben ihren Sitz in verschiedenen Staaten (Cross-Border Leasing im engeren Sinn). Als Cross-Border Leasing im weiteren Sinn versteht man, wenn eine Leasinggesellschaft über ihre Tochtergesellschaft im Ausland mit einem ausländischen Leasingnehmer einen Leasingvertrag schließt.
Depot Ein Depot ist eine Sicherstellungsleistung des Leasingnehmers, welche verzinst oder unverzinst sein kann. Es wird zwischen folgenden Varianten unterschieden:
• variables Depot (VD): Dieses wird während der Vertragslaufzeit aufgebraucht.
• fixes Depot (FD): Wird am Vertragsende an den Leasingnehmer zurückbezahlt oder mit Forderungen des Leasinggebers (insbesondere dem Restwert) gegen verrechnet.
• anteiliges Depot: Nennt man den periodischen Verbrauch des variablen Depots.
Depotleasingvertrag Ein Depotleasingvertrag ist ein Leasingvertrag, in den der Leasingnehmer ein Depot einbringt. Das Depot führt zu einer Verringerung der Gesamtkosten. Die Art der Einbringung und der Verrechnung des Depots ist vor Vertragsbeginn zu vereinbaren. Die Berücksichtigung eines Depots erfolgt in der Regel bei der Berechnung des Leasingentgelts. Das Depot soll im Regelfall aus steuerlichen Überlegungen 50 % der Nettoanschaffungskosten des Leasingobjekts nicht überschreiten. Darüber hinaus ist auch zu beachten, dass das Depot nicht höher angesetzt werden kann, als der kalkulierte Restwert des Leasingobjekts exklusive Umsatzsteuer.
Eigenleistung Unter Eigenleistung wird jede Geldleistung verstanden, die der Leasingnehmer zur Besicherung und/oder als Refinanzierungsbeitrag leistet. Übliche Eigenleistungsformen sind das fixe Depot, das variable Depot, die Vorauszahlung sowie Einmal- und Ansparkautionen.
Einkommenssteuer-Richtlinien 2000 Es handelt sich um einen Erlass des Finanzministeriums vom 8. November 2000 der auch zahlreiche Details des Leasinggeschäftes regelt. Die EStR 2000 geben die ertragssteuerlichen Rahmenbedingungen für Leasinggeber und Leasingnehmer vor und tragen damit zur Rechtssicherheit des Leasinggeschäftes wesentlich bei. Ziel der Richtlinien ist es u.a., durch die Festlegung von Zurechnungsregeln, Leasing insbesondere vom Kauf abzugrenzen.
Erfüllungsgarant Verpflichtet sich ein Dritter, den Gläubiger zu befriedigen, wenn der Schuldner seine Verbindlichkeit nicht erfüllt, kann er Erfüllungsgarant genannt werden. Er kann eine natürliche oder eine juristische Person sein.
EURIBOR Ist jener Zinssatz zu dem die europäischen Banken untereinander Geld leihen und verleihen. Der EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate) wird aufgrund von Meldungen der 57 größten Banken innerhalb des EWU-Geldmarktes für verschiedene Laufzeiten errechnet. In Österreich ersetzte der EURIBOR mit Anfang 1999 als Zinsenanpassungsindikator den bis dahin herangezogenen VIBOR (Vienna Interbank Offered Rate).
Begriff Erkärung
Finanzierungskosten Das Leasingentgelt enthält neben der Kapitaltilgung auch Finanzierungskosten. Die Finanzierungskosten beinhalten Refinanzierungs- Verwaltungs- und Risikokosten sowie Gewinnspanne und Steuern.
Finanzierungsleasing Ganz allgemein wird unter Finanzierungsleasing eine mittel- bis langfristige, zeitlich(e) begrenzte Gebrauchsüberlassung von Investitionsgütern gegen Entgelt verstanden. Die Laufzeit von Leasingverträgen orientiert sich an dem Kundenbedarf sowie der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Leasingobjektes. Beim Finanzierungsleasing wird zwischen Voll- und Teilamortisationsleasing unterschieden.
Finanzierungszusage Darunter versteht man die Zusage der Leasinggesellschaft, für einen Leasingkunden die Finanzierung des von ihm gewünschten Leasingobjektes zu den vereinbarten Bedingungen vorzunehmen.
Firmenbuch Das Firmenbuch wird auf Grund des Firmenbuchgesetzes 1991 in Form einer Datenbank geführt. Es ist ein öffentliches, von jedermann einsehbares Verzeichnis, in dem alle Vollkaufleute eingetragen sind.
Fixes Depot Ist ein Betrag, der vom Leasingnehmer an den Leasinggeber am Vertragsbeginn bezahlt wird und am Vertragsende verrechnet wird.
Full-Pay-Out-Leasing Englischer Begriff für Vollamortisationsleasing.
Fungibilität Heißt in der Rechtssprache „Austauschbarkeit“. Im Leasingbereich bedeutet Fungibilität des Leasingobjekts, dass es nicht speziell nur auf die Bedürfnisse eines Leasingnehmers zugeschnitten sein darf.
Garantie Im Garantievertrag übernimmt der Garant gegenüber dem Begünstigten die Haftung für einen noch ungewissen Erfolg oder für einen eventuell entstehenden Schaden aus einem Rechtsgeschäft (z.B. Herstellergarantie, Bankgarantie, Erfüllungsgarantie).
Gebührengesetz Leasingverträge als Bestandverträge unterliegen gemäß § 33 Tarifpost 5 des Gebührengesetzes 1957 einer Rechtsgeschäftsgebühr in Höhe von 1 %. Bemessungsgrundlage ist grundsätzlich die Summe aller Leasingentgelte einschließlich einer Leasingentgeltvorauszahlung (bzw. alles, was der Leasingnehmer aufwenden muss, um in den Genuss des Gebrauches des Leasingobjekts zu kommen). Bei der Gebührenbemessung ist zu unterscheiden, ob der Leasingvertrag auf bestimmte oder unbestimmte Leasingdauer abgeschlossen wurde. Die Leasinggesellschaft ist in der Regel verpflichtet, die Gebühr selbst zu berechnen und an das Finanzamt abzuführen. Die Gebühr wird an den Leasingnehmer weiterverrechnet.(auch: Leasingvertragsgebühr, Mietvertragsgebühr)
Gefahrtragung Dabei handelt es sich um die Tragung des wirtschaftlichen Risikos bei einerseits gänzlichem Untergang der Sache oder andererseits bei Verminderung über die Hälfte des Wertes einer Sache. Wobei aber keine der Parteien diesen Untergang oder diese Verminderung verschuldet hat.
Gesamtinvestitionskosten (GIK) exkl. USt. Ist die Berechnungsbasis für das Leasingentgelt, d.h. die Summe sämtlicher Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Nebenkosten (NoVA, Provisionen, Gebühren, eventueller Zwischenfinanzierungskosten, usw.).
Gewinn- und Verlustrechnung Periodenbezogene Gegenüberstellung von Aufwendungen und Erträgen (eine Periode umfasst nicht mehr als 12 Monate), abgekürzt GuV.
Grundbuch Ein von den Gerichten geführtes öffentliches Register, in das Grundstücke und die an ihnen bestehenden Rechtsverhältnisse eingetragen werden. Das Register ist jedermann zugänglich und darf man auf seine Richtigkeit und Vollständigkeit vertrauen. Das Grundbuch wird von den Bezirksgerichten geführt, in dessen Sprengel sich die Liegenschaft befindet. Der Grundbuchstand ist auch über eine Datenbank zugänglich.
Es handelt sich grundsätzlich um jene Zeitperiode, für die ein Leasingvertrag abgeschlossen wird. In der Regel ist der Leasingvertrag während der Grundmietzeit seitens der Vertragsparteien nicht kündbar (private Leasingnehmer können jedoch auf Grund der Verbraucherkreditverordnung ihre Verpflichtungen aus einem Leasingvertrag zur Gänze vorzeitig erfüllen). Gemäß den Einkommensteuerrichtlinien 2000 ist die Grundmietzeit beim Vollamortisationsleasing mit mindestens 40% / maximal 90% und bei Teilamortisationsleasing mit maximal 90% der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt. Die Einhaltung dieser Richtlinie ist von großer Bedeutung, andernfalls die Zurechnung des Leasingobjektes beim Leasingnehmer erfolgt.
Da der Begriff „betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer“ mit dem Begriff „Abschreibungsdauer“ gleichzusetzen ist, hängt daher die mögliche Leasingvertragsdauer von der Abschreibungsdauer (AfA-Dauer) ab. Bei PKW und Kombis beträgt die Regelabschreibungsdauer 8 Jahre.
Sich daraus ergebenden Laufzeit-Obergrenzen für verschiedene Kfz:
- Vorsteuerabzugfähige Fahrzeuge und Motorräder: 60 Monate
- Autobusse: 72 Monate
- Alle übrigen, wie z.B. PKW, Campingbusse uvm.: 84 Monate
(auch: Laufzeit, Leasingdauer, Vertragsdauer)
Hypothek Im Grundbuch eingetragenes Pfandrecht an einer Liegenschaft zur Besicherung. Eine Hypothek wird durch Einverleibung im Lastenblatt (C-Blatt) der Grundbuchseinlage begründet.
Immobilien-Leasing Leasing von unbeweglichen Wirtschaftsgütern, das sind Gebäude (z.B. Fabrikgebäude, Werkstätten, Bürogebäude, Wohngebäude, kommunale Objekte etc.). Sie haben im Vergleich zu Mobilien eine längere Nutzungsdauer. Die Gebäude können auf Eigengrund sowie auf fremden Grund errichtet werden. In letzterem Fall jedoch nur in Verbindung mit Abschluss eines Baurechtsvertrages oder in Form eines Superädifikates.
Instandhaltung Der Leasingnehmer hat die Pflicht, das Leasingobjekt instand zu halten, zu pflegen und zu warten.
Investitions-Begünstigungen Das Ertragssteuerrecht bietet nur mehr sehr wenige Investitionsbegünstigungen, die dem Leasinggeber zustehen, da das Leasingobjekt in der Bilanz des Leasinggebers aktiviert wird. Gegenüber dem Leasingnehmer wirken sie sich in der Gestaltung der Höhe des Leasingentgeltes aus.
Kaufoption Unter Kaufoption versteht man das vertraglich vereinbarte Recht des Leasingnehmers, das Leasingobjekt, in der Regel am Vertragsende, zu einem bereits im Voraus bestimmten Preis anzukaufen. Die Kaufoption führt dann zu einer Zurechnung des Leasingobjekts beim Leasingnehmer, wenn er das Recht hat, das Leasingobjekt zu einem wirtschaftlich nicht gerechtfertigten Preis anzukaufen. D.h. zu einem Preis, der erheblich unter dem Marktwert liegt. In diesem Fall wird der Leasingvertrag zu einem Mietkaufvertrag, bei dem die Umsatzsteuer sofort zu Vertragsbeginn zur Gänze fällig wird. Und das „Leasingobjekt“ ist somit beim „Leasingnehmer“ (falls er Unternehmer ist) zu bilanzieren. Selbst eine nur mündlich gegebene Zusage führt zu den beschriebenen Folgen.
Kaution Wird die Eigenleistung des Leasingnehmers genannt. Zu unterscheiden:
• die Einmalkaution zu Vertragsbeginn
• die Ansparkaution während der Vertragslaufzeit
KFZ-Leasing Leasing von Kraftfahrzeugen (PKW, LKW, Motorräder usw.).
Kommunalleasing Unter Kommunalleasing sind Leasingverträge mit Bund, Ländern, Gemeinden oder Gemeindeverbänden zu verstehen. Von Gemeinden werden Kraftfahrzeuge (einschließlich Sonderkraftfahrzeuge wie Kehrmaschinen, Schneefräsen, Kommunaltraktoren, Feuerwehrfahrzeuge, Pistenraupen), Mobilien (wie Datenverarbeitungsgeräte, Kopierer oder Büroeinrichtungen) und Immobilien (Gemeindeämter, Bauhöfe, Kindergärten, Schulen, Feuerwehrhäuser, Krankenhäuser und Sporthallen) geleast.
Kündigung Leasingverträge sind während der Grundmietzeit unkündbar. Sie können nur im beidseitigen Einverständnis oder seitens des Leasinggebers aus wichtigen Gründen (z.B.: Nichtzahlung des Leasingentgelts, Konkurs, etc.) gekündigt werden. Zu beachten ist jedoch, dass private Leasingnehmer ihre Verpflichtungen aus einem Leasingvertrag entsprechend den Bestimmungen der Verbraucherkreditverordnung jederzeit vollständig erfüllen können.
Leaseurope Ist der europäische Dachverband der nationalen Leasingverbände. Sitz der Leaseurope ist Brüssel. Auch der Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL) ist Mitglied der Leaseurope.
Leasingantrag Der Leasingantrag ist rechtlich gesehen ein an die Leasinggesellschaft gerichtetes Angebot des Kunden, zu den vereinbarten Bedingungen einen Leasingvertrag abzuschließen. An den Antrag ist der Kunde für einen bestimmten Zeitraum entsprechend den Antragsbestimmungen gebunden. Mit der Annahme des Kundenangebotes durch die Leasinggesellschaft wird der Leasingantrag zum Leasingvertrag.
Leasingaufwand Im Unternehmensbereich stellen bei betrieblicher Nutzung der geleasten Objekte die Leasingzahlungen (Leasingentgelte) Leasingaufwand und damit steuerwirksamen Betriebsaufwand dar. Soweit es sich um Leasingentgelte handelt, die aus einem steuerlich anerkannten Leasingvertrag resultieren, ist das Leasingentgelt NICHT in einen AfA-Teil und einen Finanzierungsteil zu trennen. Ausnahmeregelungen und Teileinschränkungen gibt es jedoch vor allem im Bereich betrieblich genutzter PKW und Kombis.
Das Leasingentgelt ist der Preis, den der Leasinggeber dem Leasingnehmer (im Regelfall monatlich) für die Zur-Verfügung-Stellung des Leasingobjekts verrechnet. Es wird auf Basis der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (GIK), der Leasingvertrags­laufzeit, der Art des Leasingvertrages und der Höhe des angenommenen Restwertes unter Berücksichtigung allfälliger Eigenleistungen und der Geld- bzw. Kapitalmarktverhältnisse, vereinbart. Es ist während der Vertragsdauer vom Leasingnehmer zu entrichten. Das Leasingentgelt unterliegt im Regelfall keiner Wertsicherung, kann jedoch an eine Zinsenschwankungsklausel gebunden werden. In diesem Fall wird in der Regel als Maßstab der EURIBOR herangezogen.
• Einmaliges (erhöhtes) Leasingentgelt am Vertragsbeginn (Leasingentgeltvorauszahlung).
• Laufender, periodisch für die Nutzung des Leasingobjektes zu zahlender Betrag, ohne Berücksichtigung von Eigenmitteln.
Leasinggeber Ist die Leasinggesellschaft, die einem Kunden das von ihm ausgewählte Leasingobjekt für eine vereinbarte Leasingdauer gegen ein vereinbartes Leasingentgelt zur Verfügung stellt. Es gibt produkt- oder markenabhängige Leasinggesellschaften und produkt- oder markenunabhängige Leasinggesellschaften.
Leasingnehmer Ist der Kunde der Leasinggesellschaft, also derjenige, der die Finanzierungsform Leasing in Anspruch nimmt.
Leasingobjekt Ist das Investitionsgut - auch Wirtschaftgut genannt - welches Gegenstand einer Leasingfinanzierung ist.
Leasingverband Der Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL) wurde 1983 gegründet und bezweckt die Förderung des Leasinggedankens in Österreich sowie gemeinsamer Interessen der Leasinggesellschaften im Allgemeinen. Er wird vom Vorstand geführt, der auf jeweils zwei Jahre gewählt wird. Der Leasingverband ist Mitglied der Leaseurope - Dachverband der (europäischen) Leasingverbände.
Leasingvertrag Der Leasinggeber und der Leasingnehmer schließen einen Leasingvertrag ab. Gegenstand dieses Vertrages ist die zeitliche Gebrauchsüberlassung eines Leasingobjektes gegen Entgelt. Meist werden am Leasingvertrag die individuellen Daten des einzelnen Geschäftsfalles vermerkt sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen - welche dem Leasinggeschäft zugrundegelegt werden - vereinbart.
Lieferung Die Auslieferung des Leasingobjektes erfolgt in der Regel durch den Händler an den Leasingnehmer. Der Leasingnehmer hat die ordnungsgemäße Übernahme des Leasingobjektes im Namen der Leasinggesellschaft zu bestätigen. Darüber hinaus hat er zu prüfen, ob offenkundige Mängel vorliegen und diese gegebenenfalls sofort zu rügen. Die Rechnung wird auf den Leasinggeber ausgestellt.
Liquidität Unter Liquidität versteht man die Fähigkeit insbesondere von Unternehmen, ihren finanziellen Verpflichtungen ohne Störung des betrieblichen Ablaufes jederzeit nachkommen zu können.
Luxustangente Der Begriff bezieht sich auf das Ertragssteuerrecht, das unter anderem auch bei PKW und Kombi, die zur Gänze betrieblich eingesetzt sind, eine Einschränkung der Höhe der Betriebsausgaben vorsieht, wenn diese auch die Lebensführung des Steuerpflichtigen berühren, und zwar insoweit, als sie „nach allgemeiner Verkehrsauffassung unangemessen hoch sind“. Die Grenze für den Ansatz einer „Luxustangente“ liegt nach Meinung des Finanzministeriums derzeit bei Anschaffungskosten in Höhe von € 40.000,- inkl. aller Extras, ausgenommen Mobiltelefone. Eine entsprechende Kürzung der Betriebsausgaben durch Überschreitung der „Luxustangente“ findet auch bei Leasing statt.
Mängel Sachmängel sind gegenstandsbezogene Mängel an der gelieferten Sache. Als Mangel kann das Fehlen ausdrücklich vereinbarter Eigenschaften, als auch das Fehlen der verkehrsüblichen Eigenschaften, die man nach der Natur und dem Zweck des Geschäftes üblicherweise erwarten darf, angenommen werden. Der Mangel ist offenkundig, wenn er bei Übernahme offensichtlich (ins Auge fällt) zu ersehen ist.
Mietkauf Ratenweise Bezahlung des Kaufpreises des Mietobjektes mit automatischem Eigentumsübergang am Ende der Mietzeit auf den Mieter. Ein Mietkaufobjekt wird nicht im Anlagevermögen der Leasinggesellschaft bilanziert.
Mitantragsteller Man könnte ihn auch „Mit-Leasingnehmer“ nennen. Er hat seine Rechte und Pflichten im Einvernehmen mit dem Leasingnehmer auszuüben.
Mobilien-Leasing Vermietung von beweglichen Wirtschaftsgütern (EDV-Anlagen, Kopiergeräte, Produktionsmaschinen etc.), ausgenommen KFZ.
MVEG-Verbrauchszyklus MVEG ist die Abkürzung für Motor Vehicle Emission Group. Dieser Wert gibt den Treibstoffverbrauch von Kraftfahrzeugen nach einer standardisierten Berechnungsmethode an. Er wird aus den Emissionen von Kohlenwasserstoff, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid errechnet. Der errechnete Gesamtverbrauch dient als Basis für die Ermittlung der Höhe der Normverbrauchsabgabe.
NoVA - Abkürzung für Normverbrauchsabgabe.
Sie wurde mit dem Normverbrauchsabgabegesetz 1991 eingeführt. Wesentlicher Zweck war die Kompensation der Steuerausfälle, resultierend aus der Senkung des 32%-igen USt.-Satzes bei PKW, Kombi und Motorrädern auf 20%.
Die Normverbrauchsabgabe ist eine einmalig zu entrichtende Steuer, auf Personenkraftwagen, Kombinationskraftwagen (einschließlich Klein- und Campingbussen) sowie Motorräder die in Österreich bei Ihrem zuständigen Finanzamt unter bestimmten Voraussetzungen fällig wird.
Die im Folgenden angeführten Vorgänge unterliegen der Normverbrauchsabgabe:
Die NoVA wird bei Leasingverträgen durch die Leasinggesellschaft berechnet und abgeführt. Bemessungsgrundlage bei Leasing ist der ohne USt.- Komponente ermittelte gemeine Wert des KFZ.
NoVA-pflichtig sind Krafträder sowie Personenkraftwagen und andere hauptsächlich zur Personenförderung gebaute Kraftfahrzeuge.
Als Lastkraftwagen zugelassene Fahrzeuge unterliegen nicht dem NoVAG.
Oldtimer, die als Sammlerstücke von geschichtlichem Wert gelten, sind von der NoVA befreit.
Gewisse Gruppen wurden von der NoVA-Pflicht befreit bzw. ausgenommen.
Ausschließlich elektrisch oder elektrohydraulisch betriebene Fahrzeuge
Miet-, Taxi- und Gästewagen
Kraftfahrzeuge, zur kurzfristigen Vermietung
Kraftfahrzeuge zur Krankenbeförderung und im Rettungswesen
Begleitfahrzeuge für Sondertransporte
Fahrzeuge von Botschaften, Konsulaten, internationalen Organisationen und Diplomatinnen/Diplomaten
Hier dargestellt finden Sie die Rechtslage ab 1. März 2014 und die dadurch entstandenen Änderungen aufgrund des Abgabenänderungsgesetzes 2014.
Motorräder Berechnungsformel
(Hubraum in cm3 - 100) x 2 = NoVA in % (kaufmännisch gerundet auf volle Prozent)
Personenkraftwagen Berechnungsformel
Die Berechnung erfolgt auf Basis des CO2 Emissionswertes in Gramm pro km aus dem kombinierten Verbrauch laut Typenschein.
(CO2 - 90) / 5 = NoVA in % (kaufmännisch gerundet auf volle Prozent)
Der NoVA Höchststeuersatz ist 32%. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 250 g/km.
Hat ein Fahrzeug einen höheren CO2-Ausstoß als 250 g/km, erhöht sich die Steuer für den, die Grenze von 250 g/km übersteigenden CO2-Ausstoß um 20 Euro je Gramm CO2/km.
Für die Jahre 2014, 2015 und 2016 kommen weiters Abzugsposten gemäß § 6 Abs. 3 NoVAG 1991 zum Tragen.
2014 für Dieselautos 350 Euro, für andere Autos 450 Euro
2015 für alle Autos 400 Euro
2016 für alle Autos 300 Euro
Zusammengefasst ist folgende Formel zur Ermittlung des Steuersatzes ist anzuwenden:
(CO2 - 90) / 5 (+ 20 Euro je Gramm CO2 über 250g/km) - entsprechenden Abzugsposten = NoVA in %
Nutzungsrecht Das Recht der Nutzung steht grundsätzlich dem Leasingnehmer zu.
Ombudsstelle Eine Schlichtungsstelle im Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften für den Fall, dass ein Konsument mit einem Verbandsmitglied Differenzen haben sollte. Mittels E-Mail sind die VÖL-Mitarbeiter direkt für Sie erreichbar.
Pflegliche Behandlung Der Leasingnehmer verpflichtet sich, den Leasinggegenstand zu pflegen, instand zu halten und für Reparaturen aufzukommen.
Prime Rate Ist der Zinssatz, der Kreditnehmern mit erstklassiger Bonität von Banken verrechnet wird.
PKW / Kombi Verordnung Das Strukturanpassungsgesetz 1996 hat mit der Änderung des Einkommensteuergesetzes 1988 eine Verlängerung der (Mindest)-abschreibedauer von PKW und Kombis (ausgenommen Fahrschul-KFZ und KFZ, die zu mindestens 80 % der gewerblichen Personenbeförderung dienen) auf 8 Jahre gebracht. Es enthält auch eine Verordnungsermächtigung für den Bundesminister für Finanzen, die Begriffe Personenkraftwagen und Kombinationskraftwagen näher zu bestimmen. Der Finanzminister hat von dieser Verordnungsermächtigung Gebrauch gemacht und mit Verordnung vom 20. Juni 1996 die Begriffe PKW und Kombi aus Sicht des Steuerrechts neu definiert. Ein detaillierter Überblick über die Inhalte der PKW/Kombi-Verordnung ist an dieser Stelle nicht möglich. Wichtig ist jedoch der Hinweis, dass die steuerliche Einordnung eines Kraftfahrzeuges unter den Begriff 'PKW/Kombi' durchaus sowohl von der zoll-tariflichen Einstufung wie auch von der kraftfahrrechtlichen Einstufung abweichenkann. Infolge eines Urteils des Europäischen Gerichtshofes vom 8.1.2002 wird es voraussichtlich zu einer Änderung dieser Verordnung kommen.
Ratenkauf Beim Ratenkauf wird der Kaufpreis in Teilbeträgen abgezahlt. Der Käufer genießt den Vorteil, dass er vorzeitig in den Genuss der Sache kommt, ohne sofort die gesamte Kaufpreissumme aufzubringen.
Reserven Von stillen Reserven spricht man, wenn der Buchwert eines Wirtschaftsgutes geringer als jener ist, der bei einem allfälligen Verkauf erzielt werden könnte.
Restwert Der Restwert ist der vom Leasingkunden während der Vertragslaufzeit nicht bezahlte Teil der Investitionskosten beim Teilamortisationsleasing. Er wird während der Vertragslaufzeit lediglich verzinst. Der Restwert wird in Abhängigkeit des Leasingobjektes, der Leasingdauer, der Nutzungsintensität und der voraussichtlichen Marktentwicklung festgesetzt. Er sollte dem Wert entsprechen, der bei Leasingvertragsende am Markt zu erzielen ist. Als Grundprinzip gilt: Je höher der angesetzte Restwert, desto niedriger das Leasingentgelt und umgekehrt!
Restverpflichtung Die Restverpflichtung am Ende der Vertragslaufzeit von Finanzierungsleasingverträgen entspricht dem vertraglichen Restwert, vermindert um ein allfälliges fixes Depot.
Risiko Das Risiko der technischen und wirtschaftlichen Entwertung, sowie des Untergangs der Sache (Totalschaden) wird auf den Leasingnehmer übertragen (ähnlich wie bei einem Eigentümer).
Sale and Lease-Back Der bisherige Eigentümer eines Objektes verkauft dieses an eine Leasinggesellschaft, die es an den Verkäufer zur weiteren Nutzung rückverleast.
Selbstauskunft In der Selbstauskunft gibt der Leasingnehmer schriftlich jene persönlichen Daten bekannt, welche für die Bonitätsprüfung erforderlich sind. Sie muss persönlich unterschrieben sein und die Angaben müssen der Wahrheit entsprechen.
Vornehmlich werden Serviceverträge mit Unternehmen abgeschlossen, die einen größeren Fuhrpark unterhalten. Es wird zwischen Full-Service-Vertrag und abrechenbarem Servicevertrag unterschieden. Beim Full-Service zahlt der Kunde eine fixe monatliche Rate und hat keine weiteren Kosten zu berücksichtigen. Das abrechenbare Service unterscheidet sich dadurch, dass bei Vertragsende die Ausgaben den Serviceraten gegenübergestellt werden und ein etwaiger Saldo verrechnet wird.
- § 57a KFG 1967 Überprüfungen (Pickerl)
- wahlweise Sommer und/oder Winterreifen mit Felgen
- wahlweise Tankabwicklung mittels Tankkarte
Die Vorteile durch Abschluss eines Servicevertrages sind:
- gleichmäßige Aufteilung des Fuhrparkaufwandes
- leichtere Finanzplanung
- Reparaturfreigabe durch Spezialisten
- Auslagerung der Rechnungskontrolle
- Auswertung und Controlling durch Spezialisten
SMR Abkürzung für Sekundärmarktrendite. Sie ist die Durchschnittsrendite aller umlaufenden Anleihen, die täglich berechnet und veröffentlicht wird. Es gibt mehrere SMR's , am geläufigsten ist die 'SMR Emission gesamt'. Da darin alle Anleihen (kurzlaufende und langlaufende) enthalten sind, ist die SMR eine Maßzahl, wie hoch die Verzinsung bei mittelfristigen Geldveranlagungen ist. Tab. 5.2. der OeNB.
Spezialleasing Vermietung von Wirtschaftsgütern, welche so speziell auf die Bedürfnisse eines Leasingnehmers zugeschnitten sind, dass sie nur bei diesem eine wirtschaftlich sinnvolle Verwendung finden können. Liegt gemäß den Einkommensteuerrichtlinien Spezialleasing vor, ist der Leasingnehmer wirtschaftlicher Eigentümer und hat das Objekt in seinem Anlagevermögen zu aktivieren.
Superädifikat Superädifikate sind Bauwerke, die auf fremdem Grund stehen. Das heißt, das Gebäude kann aufgrund eines zeitlich begrenzten Benutzungsrechtes errichtet werden oder es handelt sich um Objekte, die aufgrund ihrer Bauweise eine „Ortsveränderung“ zulassen (z.B. Markt- und Praterhütten). Liegenschaftseigentümer und Eigentümer des Bauwerkes sind nicht ident. Für den Eigentumserwerb an Superädifikaten ist grundsätzlich eine Urkundenhinterlegung im Grundbuch erforderlich.
Tankabwicklung Mittels Tankkarte besteht für Fuhrparks ab einer bestimmten Größenordnung die Möglichkeit, bargeldlos Treibstoff u.v.m. zu beziehen. Die Vorgehensweise ist analog einer Bankomatkarte. Aufgrund der Abwicklung durch die Leasinggesellschaft werden diese Daten statistisch ausgewertet und analysiert. Der Kunde erhält eine monatliche Gesamtrechnung.
Teilamortisationsleasing Innerhalb der vereinbarten Grundmietzeit werden nicht die gesamten Investitionskosten amortisiert (bezahlt), es verbleibt ein Restwert. Der Restwert sollte dem voraussichtlichen Objektwert bei Vertragsende entsprechen. Teilamortisationsleasing zeichnet sich insbesondere durch besonders günstige Leasingentgelte aus.
Totalschaden Wenn die Wiederherstellungskosten nach einem Unfall so hoch sind, dass die Reparatur unwirtschaftlich ist, wenn also die Reparaturkosten den Wert der Sache im Zeitpunkt der Schädigung („Zeitwert“) erheblich übersteigen, spricht man von einem (wirtschaftlichen) Totalschaden. Dieser führt zur Auflösung und Abrechnung des betreffenden Leasingvertrages.
Übernahmebestätigung Der Leasingnehmer prüft bei Übergabe des Leasingobjektes, ob offenkundige Mängel vorliegen. Ist dies nicht der Fall, bestätigt er die ordnungsgemäße Übernahme im Namen der Leasinggesellschaft. Dem Händler wird der Kaufpreis bezahlt, die Leasinggesellschaft erwirbt Eigentum am Leasingobjekt.
Umsatzsteuer Leasingentgelte unterliegen als Dienstleistungsentgelte grundsätzlich der Umsatzsteuer. Ist der Leasingkunde Unternehmer, kann er - im Rahmen der allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen - die auf den Leasingentgelten lastende Umsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen.
Unkündbarkeit Der Leasingvertrag ist während der Grundmietzeit seitens des Leasingnehmers unkündbar. Ist der Leasingnehmer jedoch Konsument, kann er gemäß den Vorschriften der Verbraucherkreditverordnung seine Verpflichtungen jederzeit zur Gänze vorzeitig erfüllen.
Variables Depot Ist ein Betrag, der vom Leasingnehmer am Vertragsbeginn erlegt wird und an den Leasingnehmer nach Maßgabe seiner sich laufend verringernden Verpflichtungen zurückbezahlt wird.
Verkehrswert Der Verkehrswert repräsentiert jenen Wert, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit der Sache bei einer Veräußerung erzielbar ist.
Vertragsbeginn Mit vollständiger Lieferung des Leasingobjektes beginnt die Laufzeit des Leasingvertrages. Mit Übersendung der Erstvorschreibung (Rechnung) und einer Kopie des seitens der Leasinggesellschaft gegengezeichneten Leasingvertrages wird das erste Leasingentgelt zur Zahlung fällig. Zweckmäßig ist die Erteilung eines Bankeinziehungsauftrages.
Am Vertragsende stehen dem Leasingnehmer grundsätzlich folgende Möglichkeiten offen:
- Verlängerung des Leasingvertrages
- Abschluss eines Folge (Leasing-)Vertrages
- Rückgabe des Objektes in vertragsgemäßem Zustand
- Verhandlung mit der Leasinggesellschaft über einen eventuellen Ankauf des Leasingobjekts
Vinkulierung Ein Vinkulum, auch Sperrschein genannt, hat den Zweck, dass im Schadensfall eine Entschädigungssumme seitens der Versicherung nur mit Zustimmung des Begünstigten (meist der Leasinggeber) ausbezahlt wird. Weiters werden vom Versicherungsnehmer weder eine Kündigung noch ein Antrag auf Einschränkung des Versicherungsvertrages ohne Zustimmung des Leasinggebers angenommen. Jede Vertragsunterbrechung wegen unterbliebener Prämienzahlung wird dem Leasinggeber bekannt gegeben.
Vollamortisationsleasing Der Anschaffungswert des Wirtschaftsgutes wird während der Laufzeit bis auf ein zuletzt gültiges Leasingentgelt bezahlt.
Vorauszahlung Die Leasingentgeltvorauszahlung wird in der Leasingberechnung berücksichtigt und verringert das monatlich zu bezahlende Leasingentgelt. Sie darf nicht mehr als 30% der Anschaffungskosten betragen und ist umsatzsteuer- und gebührenpflichtig.
VÖL Abkürzung für Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften.
Wirtschaftliches Eigentum Für die Zuordnung von Wirtschaftsgütern zum Betriebsvermögen ist das wirtschaftliche Eigentum entscheidend: Wirtschaftsgüter, über die jemand die Herrschaft gleich einem Eigentümer ausübt, sind diesem zuzurechnen. Mietrechte begründen im allgemeinen kein wirtschaftliches Eigentum des Mieters. Beim klassischen Leasingvertrag wird das wirtschaftliche Eigentum dem Leasinggeber zugerechnet und das Leasingobjekt auch in seine Bilanz als Anlagevermögen aufgenommen.
Wirtschaftsgüter Eine Definition des Begriffs „Wirtschaftsgut“ fehlt im Gesetz, die Judikatur vertritt einen sehr weiten Begriff: Wirtschaftgüter sind alle im wirtschaftlichen Verkehr nach der Verkehrsauffassung selbständig bewertbaren Güter jeder Art. Unterschieden wird zwischen „körperlichen und unkörperlichen“ Wirtschaftsgütern. Als Beispiele „körperlicher“ Wirtschaftsgüter können Waren, Bargeld, Erzeugnisse genannt werden. Zu „unkörperlichen“ Wirtschaftsgütern zählen insbesondere Erfindungen, Know-how und Software.
Zinsenklausel Werden variable Leasingentgelte vereinbart, kann der Zinsenbestandteil des Leasingentgelts entsprechend der Veränderung des im Leasingvertrag vereinbarten Indikators - im Regelfall der EURIBOR - nach unten oder nach oben schwanken. Der Indikator zeigt die Veränderungen der Verhältnisse auf dem Geldmarkt an.
Zivilrechtliches Eigentum Eigentum als subjektives Recht ist die (grundsätzlich) unbeschränkte Befugnis über die Sache rechtlich wie tatsächlich zu walten und jeden anderen davon auszuschließen.
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