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Timestamp: 2016-10-26 00:31:41
Document Index: 210330885

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 25', 'BGE', 'Art. 57', 'Art. 73', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'in casu', 'Art. 38', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 35', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 25', 'Art. 49', 'BGE', 'BGE', 'Art. 49', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 49', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 28', 'BGE', 'Art. 49', 'Art. 65', 'Art. 65', 'Art. 66']

8C_177/2015 (14.10.2015)
8C_177/2015 � � Urteil vom 14. Oktober 2015
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 22. Januar 2015.
Die 1966 geborene A.________ ist Mutter von zwei S�hnen (B.________, geboren 1992, und C.________, geboren 1997) und seit 2008 vom Vater der beiden Kinder geschieden. Seit Juli 2002 bezieht sie eine Rente der Invalidenversicherung, zun�chst bis September 2005 eine halbe und ab Oktober 2005 eine Dreiviertelsrente, je zuz�glich Kinderrente f�r ihre beiden S�hne. Der Vater der Kinder bezieht mindestens seit 1. April 2009 ebenfalls eine Dreiviertelsrente der Invalidenversicherung, wobei die zwei Kinderrenten zu dieser Rente direkt der Mutter ausbezahlt wurden. Vom 7. Januar bis 7. April 2013 absolvierte B.________ ein unentgeltliches Praktikum bei "Radio D.________", um - gem�ss Praktikumsvertrag vom 7./10. Januar 2013 - die eigene Motivation und F�higkeit zum Berufswunsch Journalist zu erkennen, die Chance f�r eine Anstellung bei einem anderen Medium zu erh�hen und um Praxis zu bekommen, z.B. in Erg�nzung zum Theorieteil beim Studium.
Die IV-Stelle Z�rich k�ndigte mit Vorbescheid vom 13. Juni 2013 die teilweise R�ckforderung der Kinderrente an und vermerkte, die Versicherte habe Gelegenheit, sich innert 30 Tagen seit Zustellung des Schreibens schriftlich dazu zu �ussern. Anl�sslich einer telefonischen Nachfrage wurde dem Rechtsvertreter von A.________ zugesichert, dass die Frist f�r die Erhebung von Einw�nden bis 15. August 2013 dauere. Trotzdem forderte die IV-Stelle bereits mit Verf�gung vom 23. Juli 2013 die A.________ von Januar bis Mai 2013 ausgerichtete Kinderrente f�r den Sohn B.________ in der H�he von Fr. 2'565.- (zu ihrer Invalidenrente) und Fr. 2'700.- (zur Invalidenrente des Kindsvaters), insgesamt Fr. 5'265.-, zur�ck.
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich wies die dagegen erhobene Beschwerde ab, auferlegte die Gerichtskosten aber zufolge Verletzung des rechtlichen Geh�rs durch die Verwaltung der IV-Stelle und verpflichtete diese, A.________ eine Prozessentsch�digung von Fr. 900.- zu bezahlen (Entscheid vom 22. Januar 2015).
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und das Rechtsbegehren stellen, die Kinderrente sei durchgehend bis zur Beendigung der Berufslehre zu gew�hren; eventualiter sei die Sache an die IV-Stelle zur�ckzuweisen und diese sei zu verpflichten, erg�nzende Abkl�rungen vorzunehmen, das rechtliche Geh�r zu gew�hren und anschliessend neu zu verf�gen.
Die IV-Stelle schliesst ohne weitere Ausf�hrungen auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichtet auf eine Stellungnahme.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann deren Sachverhaltsfeststellung nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (BGE 137 II 313 E. 1.4 S. 317 f. mit Hinweis). Trotzdem obliegt es der Beschwerde f�hrenden Partei, sich in ihrer Beschwerde sachbezogen mit den Darlegungen im angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG). Das Bundesgericht pr�ft unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht - vorbeh�ltlich offensichtlicher Fehler - nur die in seinem Verfahren geltend gemachten Rechtswidrigkeiten. Es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden.
2.1.�Die Vorinstanz stellte fest, die IV-Stelle habe durch den Erlass der Verf�gung vom 23. Juli 2013 das rechtliche Geh�r verletzt, nachdem sie der Versicherten eine Frist bis zum 16. August 2013 zugesichert habe, um zur am 13. Juni 2013 in Aussicht gestellten R�ckforderung Stellung zu nehmen. Nachdem sich die Beschwerdef�hrerin aber im Verfahren vor dem kantonalen Gericht, wo sowohl Sachverhalt als auch Rechtslage frei �berpr�fbar seien, zur Frage der R�ckforderung habe �ussern k�nnen, sei die Verletzung des rechtlichen Geh�rs als geheilt zu betrachten und von einer R�ckweisung der Sache an die IV-Stelle sei Abstand zu nehmen; dies umso mehr, als die Versicherte die Angelegenheit nunmehr selber als beurteilbar betrachte, womit eine R�ckweisung einem formalistischen Leerlauf gleichkommen und zu unn�tigen Verz�gerungen f�hren w�rde. In der Folge pr�fte das kantonale Gericht, ob die R�ckforderung der Kinderrente zu Recht erfolgt war, und gelangte zum Ergebnis, dass es sich bei dem von B.________ vom 7. Januar bis 7. April 2013 beim Radiosender absolvierten Praktikum nicht um eine Ausbildung im Sinne von Art. 25 Abs. 5 AHVG handle, und dass der Sohn im �brigen unbestrittenermassen auch im Monat Mai 2013 keiner Ausbildung nachgegangen sei. Deshalb sei nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle die f�r 1. Januar bis 31. Mai 2013 f�r B.________ zu Unrecht ausgerichtete Kinderrente zur�ckgefordert habe.
2.2.�Die Beschwerdef�hrerin teilt grunds�tzlich die Ansicht, dass der Mangel des vorzeitigen Verf�gungserlasses durch die �usserungsm�glichkeiten im kantonalen Beschwerdeverfahren einer Heilung zug�nglich war. Sie macht jedoch geltend, dass zum Anspruch auf rechtliches Geh�r auch die Begr�ndungspflicht der IV-Stelle geh�re, welcher diese nicht nachgekommen sei. B.________ habe von Januar bis April 2013 bei "Radio D.________" ein Praktikum als Journalist, anschliessend bei E.________ (Fernsehsender der F.________ gmbh) eine Schnupperlehre als Videojournalist im Bereich Produktion von Fernsehberichten sowie ab Juli 2013 f�r zw�lf Monate ein Praktikum bei der F.________ gmbh absolviert. Diese Stellen w�rden seine Chancen auf eine Lehrstelle massiv erh�hen, weshalb sie faktisch notwendig gewesen seien, um in dieser Branche eine Lehrstelle zu finden. Damit sei seine Situation zu vergleichen mit dem Sachverhalt, wie er dem Urteil 8C_90/2013 vom 10. April 2013 (publiziert in BGE 139 V 209) zugrunde liege. Alle drei Anstellungen seien in der Journalismusbranche erfolgt, was zeige, dass er gewillt sei, in diesem Bereich einen Beruf zu erlernen.
3.1.�Gem�ss Art. 57a Abs. 1 IVG teilt die IV-Stelle der versicherten Person den vorgesehenen Endentscheid �ber ein Leistungsbegehren oder den Entzug oder die Herabsetzung einer bisher gew�hrten Leistung mittels Vorbescheid mit (Satz 1); die versicherte Person hat Anspruch auf rechtliches Geh�r im Sinne von Artikel 42 ATSG (Satz 2). Die Parteien k�nnen innerhalb einer Frist von 30 Tagen Einw�nde zum Vorbescheid vorbringen (Art. 73ter Abs. 1 IVV). Der Sinn und Zweck des Vorbescheidverfahrens besteht darin, eine unkomplizierte Diskussion des Sachverhalts zu erm�glichen und dadurch die Akzeptanz des Entscheids bei den Versicherten zu verbessern (BGE 134 V 97 E. 2.7 S. 106). Die IV-Stelle darf sich nicht darauf beschr�nken, die von der versicherten Person vorgebrachten Einw�nde tats�chlich zur Kenntnis zu nehmen und zu pr�fen. Sie hat ihre �berlegungen dem Betroffenen gegen�ber auch namhaft zu machen und sich dabei ausdr�cklich mit den (entscheidwesentlichen) Einw�nden auseinanderzusetzen, oder aber zumindest die Gr�nde anzugeben, weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht ber�cksichtigen kann (BGE 124 V 180 E. 2b S. 183). Das Vorbescheidverfahren geht �ber den verfassungsrechtlichen Mindestanspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) hinaus, indem es Gelegenheit gibt, sich nicht nur zur Sache, sondern auch zum vorgesehenen Endentscheid zu �ussern (BGE 134 V 97 E. 2.8.2 S. 107 mit Hinweisen).
Der verfassungsm�ssige Anspruch auf rechtliches Geh�r umfasst unter anderem das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Akts zur Sache �ussern zu k�nnen. Er verlangt von der Beh�rde, dass sie seine Vorbringen tats�chlich h�rt, ernsthaft pr�ft und in ihrer Entscheidfindung angemessen ber�cksichtigt. Dies gilt f�r alle form- und fristgerechten �usserungen, Eingaben und Antr�ge, die zur Kl�rung der konkreten Streitfrage geeignet und erforderlich erscheinen (BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188 mit Hinweisen; 112 Ia 1 E. 3c).
3.2.�Die IV-Stelle sicherte der Beschwerdef�hrerin in casu auf telefonische Anfrage im Rahmen des Vorbescheidverfahrens hin unbestrittenermassen zu, dass sie (wohl in Ber�cksichtigung des Fristenstillstandes vom 15. Juli bis und mit 15. August gem�ss Art. 38 Abs. 4 ATSG) bis am 15. (oder gem�ss Vorinstanz: 16.) August 2013 Einw�nde werde vorbringen k�nnen. Der Verf�gungserlass bereits am 23. Juli 2013 beruhte nach Aussage der Verwaltung auf einem internen Versehen. Durch den unerwartet fr�hen Verf�gungserlass konnte die Versicherte im Vorbescheidverfahren keine Einwendungen mehr erheben. In diesem Punkt liegt eine Geh�rsverletzung (Art. 29 Abs. 2 BV) vor. Diese f�hrt jedoch zu keiner formellrechtlich begr�ndeten R�ckweisung der Streitsache an die Verwaltung: Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Geh�rs ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die M�glichkeit erh�lt, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu �ussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei �berpr�fen kann. Unter dieser Voraussetzung ist dar�ber hinaus - im Sinne einer Heilung des Mangels - selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Geh�rs von einer R�ckweisung der Sache an die Verwaltung abzusehen, wenn und soweit die R�ckweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unn�tigen Verz�gerungen f�hren w�rde, die mit dem (der Anh�rung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer bef�rderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren w�ren (BGE 137 I 195 E. 2.3.2; 136 V 117 E. 4.2.2.2; je mit Hinweisen). Weil die Beschwerdef�hrerin schon im kantonalen Gerichtsverfahren eine bef�rderliche Verfahrenserledigung einem formell richtigen Verfahren vorgezogen hatte (BGE 132 V 387 E. 6.1 S. 391 mit Hinweis), rechtfertigte es sich - ungeachtet des Schweregrades der Geh�rsverletzung -, dass die Vorinstanz einen abschliessenden Entscheid in der Sache f�llte. Auch letztinstanzlich m�chte die Versicherte - konsequenterweise - in erster Linie einen Entscheid in der Sache.
Soweit die Versicherte eine Verletzung der - aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r fliessenden - Begr�ndungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88) durch die IV-Stelle geltend macht, muss ihr entgegengehalten werden, dass diesem Mangel in der vorliegenden Konstellation neben der vom kantonalen Gericht bejahten Geh�rsverletzung keine separate Bedeutung zukommt.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen zur R�ckerstattung unrechtm�ssig bezogener Leistungen zutreffend wiedergegeben. Darauf wird verwiesen.
Die R�ckforderungsverf�gung bezieht sich auf die Kinderrente im Zeitraum Januar bis Mai 2013. Soweit die Beschwerdef�hrerin dar�ber hinaus die Gew�hrung der Kinderrente "bis zur Beendigung der Berufslehre" beantragt, kann auf ihre Beschwerde nicht eingetreten werden. Zu beurteilen ist demgem�ss einzig die Besch�ftigung von B.________ f�r den Radiosender D.________ vom 7. Januar bis 7. April 2013. �ber die Qualifikation der nachfolgenden T�tigkeiten (Schnupperlehre als Videojournalist vom 15. bis 19. Juli 2013 und Praktikum vom 22. Juli 2013 bis 21. Juli 2014 bei der F.________ gmbh, w�hrend welchem er in alle Aufgaben im Zusammenhang mit der Produktion von Fernsehberichten f�r verschiedene Sendegef�sse sowie von eigenen Studioproduktionen eingef�hrt werden sollte), ist in diesem Verfahren nicht zu entscheiden.
5.1.1.�M�nner und Frauen, denen eine Invalidenrente zusteht, haben in Anwendung von Art. 35 Abs. 1 IVG f�r jedes Kind, das im Falle ihres Todes eine Waisenrente der Alters- und Hinterlassenenversicherung beanspruchen k�nnte, Anspruch auf eine Kinderrente. Anspruch auf eine Waisenrente haben nach Art. 25 Abs. 1 AHVG Kinder, deren Vater oder Mutter gestorben ist. Der Anspruch auf die Waisenrente erlischt gem�ss Art. 25 Abs. 4 AHVG mit der Vollendung des 18. Altersjahres oder mit dem Tod der Waise. F�r Kinder, die noch in Ausbildung sind, dauert der Rentenanspruch nach Art. 25 Abs. 5 AHVG bis zu deren Abschluss, l�ngstens aber bis zum vollendeten 25. Altersjahr.
Art. 25 Abs. 5 Satz 2 AHVG beauftragt den Bundesrat, den Begriff der Ausbildung zu regeln, was dieser mit den auf den 1. Januar 2011 in Kraft getretenen Art. 49bis und 49ter AHVV getan hat. Unter den Begriff der Ausbildung fallen danach ordentliche Lehrverh�ltnisse sowie T�tigkeiten zum Erwerb von Vorkenntnissen f�r ein Lehrverh�ltnis, aber auch Kurs- und Schulbesuche, wenn sie der berufsbezogenen Vorbereitung auf eine Ausbildung oder sp�teren Berufsaus�bung dienen. Bei Kurs- und Schulbesuchen sind Art der Lehranstalt und Ausbildungsziel unerheblich, soweit diese im Rahmen eines ordnungsgem�ssen, (faktisch oder rechtlich) anerkannten Lehrganges eine systematische Vorbereitung auf das jeweilige Ziel bieten. Danach gilt nur als Bestandteil der Ausbildung, wenn zwischen diesem und dem Berufsziel ein Zusammenhang besteht. Die Wegleitung des Bundesamtes f�r Sozialversicherungen (BSV) �ber die Renten in der Eidgen�ssischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (RWL in der vorliegend relevanten Fassung vom 1. Januar 2013, teilweise �berholt durch neuere Rechtsprechung) h�lt zudem fest, dass die systematische Vorbereitung erfordert, dass das Kind die Ausbildung mit dem objektiv zumutbaren Einsatz betreibt, um sie innert n�tzlicher Frist abschliessen zu k�nnen. Ein Praktikum wird als Ausbildung anerkannt, wenn es gesetzlich oder reglementarisch eine Voraussetzung bildet f�r die Zulassung zu einem Bildungsgang oder zu einer Pr�fung, oder wenn es zum Erwerb eines Diploms oder eines Berufsabschlusses verlangt wird (RWL Rz. 3361). Wenn diese Voraussetzungen nicht erf�llt sind, wird ein Praktikum dennoch als Ausbildung anerkannt, wenn es f�r eine bestimmte Ausbildung faktisch geboten ist und mit dem Antritt des Praktikums tats�chlich die Absicht besteht, die angestrebte Ausbildung zu realisieren (BGE 139 V 209 E. 5.3 S. 211, vgl. den entsprechend abge�nderten Abschnitt in Rz. 3361.1 der RWL in der Fassung vom 1. Januar 2015) und das Praktikum im betreffenden Betrieb h�chstens ein Jahr dauert (BGE 140 V 299; RWL Rz. 3361.1). Die Anerkennung eines Praktikums als Ausbildung im Sinne von Art. 49bis Abs. 1 AHVV h�ngt nicht davon ab, ob im Anschluss an das Praktikum im selben Betrieb eine Lehrstelle angetreten werden kann (vgl. BGE 139 V 209 S. 211 E. 5.2 und RWL Rz. 3361.1 in der Fassung vom 1. Januar 2012), sondern davon, ob das Praktikum f�r die Ausbildung faktisch notwendig ist (BGE 139 V 209 S. 211 E. 5.3). Zudem muss bei Antritt des Praktikums tats�chlich die Absicht bestehen, die angestrebte Ausbildung zu realisieren (BGE 139 V 209 S. 211 f. E. 5.3). �bt das Kind jedoch lediglich eine praktische T�tigkeit aus, um sich dabei einige Branchenkenntnisse und Fertigkeiten anzueignen, um die Anstellungschancen bei schwieriger Besch�ftigungssituation zu verbessern oder um eine Berufswahl zu treffen, liegt keine Ausbildung vor (Urteil 9C_223/2008 vom 1. April 2008 E. 1.2; RWL Rz. 3362).
5.1.2.�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, alle drei Besch�ftigungen, also sowohl das Praktikum beim Radiosender als auch die Schnupperlehre und das Praktikum bei F.________ gmbh, seien faktisch notwendig gewesen, um eine Lehrstelle zu finden. Zur Begr�ndung gibt sie an, dass diese T�tigkeiten die Chancen auf eine Lehrstelle massiv erh�ht h�tten und "in dieser Branche" praktisch immer Praktika verlangt w�rden. Sie l�sst aber v�llig offen, welche Lehrstelle B.________ gesucht hat bzw. auf welchem Weg er damals sein Berufsziel "Journalist" erreichen wollte. Diese Angaben w�ren - zus�tzlich zum genannten Berufsziel - aber notwendig gewesen und konnten weder durch Abkl�rungen der IV-Stelle noch Nachforschungen des kantonalen Gerichts ersetzt werden. Denn Journalismus ist ein frei zug�nglicher Beruf und ausbildungsm�ssig nicht geregelt. Damit bleibt der Stellenwert des Praktikums beim Radiosender unklar. Um Ausbildung geht es zwar unter anderem auch dort, wo von vornherein kein spezieller Berufsabschluss beabsichtigt und nur die Aus�bung des betreffenden Berufs angestrebt wird. Dabei ist aber unter allen Umst�nden - und ganz besonders dort, wo es sich nicht um eine Berufsausbildung im engeren Sinn handelt - eine systematische Vorbereitung auf das Bildungsziel (Berufsaus�bung ohne Abschluss bzw. Bereitstellung berufsbezogener Vorkenntnisse) hin erforderlich, und zwar auf der Grundlage eines ordnungsgem�ssen, rechtlich oder zumindest faktisch anerkannten (�blichen) Lehrgangs (vgl. Art. 49bis Abs. 1 AHVV; Urteil 9C_223/2008 vom 1. April 2008 E. 1.1 mit Hinweis). Die Versicherte bleibt Erl�uterungen dar�ber, welche Schritte B.________ unternehmen wollte und musste, um sein Berufsziel zu erreichen, durchwegs schuldig. Das Argument, durch ein Praktikum w�rden die Chancen auf eine Lehrstelle erh�ht, ist in diesem Zusammenhang nicht stichhaltig, denn jede zus�tzlich erworbene Berufserfahrung ist grunds�tzlich geeignet, die Chance auf eine Anstellung zu steigern. Nicht jedes Praktikum kann jedoch automatisch als Ausbildung verstanden werden (BGE 139 V 209 E. 5.3 S. 211). Eine Verbesserung der Anstellungschancen allein reicht nicht, um das Praktikum beim Radiosender als Ausbildung zu qualifizieren (vgl. Urteil 9C_223/2008 vom 1. April 2008 E. 1.2).
Die Beschwerdef�hrerin ist der Meinung, ihr Sohn habe seine Absicht, auch tats�chlich eine Ausbildung im Journalismusbereich zu absolvieren, mit seinen drei Anstellungen deutlich zum Ausdruck gebracht. Dabei verkennt sie, dass sich der Streit im vorliegenden R�ckforderungsprozess auf das dreimonatige Praktikum beim Radiosender bzw. den Kinderrentenanspruch im Zeitraum Januar bis Mai 2013 beschr�nkt. Im damaligen Zeitpunkt musste somit die Absicht, Journalist zu werden, bereits bestanden haben, und das Praktikum musste Teil der systematischen Vorbereitung auf das Berufsziel bilden. Diesbez�glich ist jedoch einzig bekannt, dass B.________ gem�ss seinem formulierten Ziel im Praktikumsvertrag beim Radiosender die eigene Motivation und die F�higkeit zum Berufswunsch Journalist erkennen, die Chance f�r eine Anstellung "bei einem anderen Medium" erh�hen und Praxis erwerben wollte (Praktikumsvertrag "Radio D.________" vom 7./10. Januar 2013). Es l�sst sich entgegen der Ansicht der Versicherten nicht als willk�rlich beanstanden, dass die Vorinstanz gest�tzt auf diese Zielsetzung darauf schliesst, der Sohn der Versicherten habe damals (noch) nicht die Absicht gehabt, eine bestimmte Ausbildung zu absolvieren. Die Beschwerdef�hrerin verkennt, dass die Absicht, eine bestimmte Ausbildung zu absolvieren, bereits bei Antritt des Praktikums bestanden haben muss. Sie weist nicht nach (und behauptet auch nicht), dass eine solche Absicht am 7. Januar 2013 schon manifest gewesen w�re.
5.1.3.�Der Sachverhalt, welcher BGE 139 V 209 (in der Beschwerde zitiertes Urteil 8C_90/2013 vom 10. April 2013) zugrunde liegt, ist mit der vorliegenden Situation nicht zu vergleichen. Dort absolvierte die Tochter der rentenberechtigten Person ein einj�hriges Praktikum in einem Kinderhort, um anschliessend eine Lehre als Kleinkinderzieherin anzutreten. Das Bundesgericht hielt dazu fest, bereits die Dauer des Praktikums zeuge von der Ernsthaftigkeit, die angestrebte Ausbildung zu absolvieren (BGE 139 V 209 E. 5.3 S. 211 f.). Im Gegensatz dazu hatte vorliegend das dreimonatige Praktikum - wie bereits erw�hnt - namentlich zum Ziel, sich �ber Motivation und F�higkeit im Hinblick auf den Berufswunsch Journalist klar zu werden. Demzufolge war der Entscheid zur Realisierung der Ausbildung bei Antritt des Praktikums am 7. Januar 2013 eben gerade noch nicht gefallen. Im zitierten Urteil hielt das Bundesgericht ausdr�cklich fest, dass nicht jedes Praktikum automatisch im Sinne einer Ausbildung verstanden werden kann, sondern nur dann, wenn mit dem Antritt eines Praktikums tats�chlich die Absicht besteht, die angestrebte Ausbildung zu realisieren (BGE 139 V 209 E. 5.3 S. 211 f.). Im angefochtenen Entscheid wird in diesem Zusammenhang nicht die RWL zitiert, in welche diese bundesgerichtliche Rechtsprechung Eingang gefunden hat. Aus der Argumentation der Beschwerdef�hrerin, wonach das Sozialversicherungsgericht an Verwaltungsweisungen nicht gebunden sei, l�sst sich daher von vornherein nichts zu ihren Gunsten ableiten.
5.1.4.�Soweit die Versicherte auf die Abkl�rungspflicht der IV-Stelle verweist, ist ihr entgegenzuhalten, dass sie ebenfalls eine Mitwirkungspflicht trifft. Gem�ss Art. 28 Abs. 2 ATSG muss, wer Versicherungsleistungen beansprucht, alle Ausk�nfte erteilen, die zur Abkl�rung des Anspruchs erforderlich sind. Es w�re somit ihre Aufgabe gewesen, der IV-Stelle, bzw. im Beschwerdeverfahren dem kantonalen Gericht, darzulegen, wann ihr Sohn den Entschluss gefasst hatte, Journalist zu werden und auf welchem Weg er sein Berufsziel erreichen wollte. Es kann nicht angehen, von der Verwaltung Mutmassungen �ber den ausbildungsm�ssig nicht geregelten Berufsbildungsweg anzustellen, wenn einzig das Berufsziel "Journalist" angegeben wird.
5.1.5.�Da das Praktikum mangels (bereits) bei Antritt am 7. Januar 2013 manifester Absicht des B.________, eine Ausbildung zum Journalisten zu absolvieren, nicht als Ausbildung qualifiziert werden kann, er�brigen sich Er�rterungen dar�ber, ob das Praktikum faktisch notwendig war, und �ber den Stellenwert des im Juli 2013 angetretenen Praktikums bei der F.________ gmbh (vgl. BGE 139 V 122). Die Frage nach einer unmittelbaren Fortsetzung der Ausbildung innerhalb von l�ngstens vier Monaten gem�ss Art. 49ter Abs. 3 lit. a AHVV bzw. einer Weiterausrichtung der Kinderrente w�hrend der Zeit ohne Anstellung von 8. April bis Ende Mai 2013 kann sich folglich entgegen der Auffassung der Versicherten gar nicht stellen. Die R�ckforderung der Kinderrente f�r die Monate Januar bis Mai 2013 ist rechtens.
6.1.�Kostenm�ssig trug die Vorinstanz der Geh�rsverletzung Rechnung, indem sie die Gerichtskosten der IV-Stelle auferlegte und der Versicherten eine Prozessentsch�digung von Fr. 900.- zusprach, welche die zus�tzlichen Aufwendungen wegen Ausf�hrungen zu prozessualen Fragen und zum rechtlichen Geh�r abgelten sollten, w�hrend sie f�r die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Stellungnahme zur R�ckforderung, welche ohnehin entstanden w�ren, keine Verg�tung vorsah. Gegen diese Kostenverteilung vermag die Beschwerdef�hrerin keine stichhaltigen Gr�nde vorzubringen. Entgegen ihrer Ansicht �ndert daran nichts, dass die Geh�rsverletzung im Vorbescheidverfahren schwer wiegt. Denn in der Sache h�tte die Versicherte auch ohne Verletzung des rechtlichen Geh�rs durch die IV-Stelle eine Beschwerde ans kantonale Gericht erheben m�ssen.
6.2.�Das Verfahren vor Bundesgericht ist kostenpflichtig (Art. 65 Abs. 4 lit. a BGG). Die Gerichtskosten werden der unterliegenden Beschwerdef�hrerin auferlegt (Art. 65 Abs. 4 lit. a in Verbindung mit Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).