Source: https://lnv-bw.de/lnv-infobrief-juli-2019/
Timestamp: 2019-08-23 05:16:25
Document Index: 2371995

Matched Legal Cases: ['§13', '§13', '§ 13', '§13', '§ 13', '§ 13', '§ 9']

LNV-Infobrief Juli 2019 › Landesnaturschutzverband
Im Blickpunkt: Chance für die Innenentwicklung
seit Jahren wird über eine Reform der Grundsteuer diskutiert, weil jeder weiß, dass die zu Grunde liegenden Boden- und Gebäudewerte völlig veraltet sind. Bund, Land und Gemeinden konnten sich jedoch nicht einigen. In 2018 sprach das Bundesverfassungsgericht ein Machtwort: Bis Ende 2019 muss eine Neuregelung da sein, sonst ist die Steuer weg. Den Kommunen würde dann eine wichtige Finanzie-rungsquelle fehlen.
Der LNV setzt sich gemeinsam mit vielen anderen Organisationen für das Modell einer reinen Bodenwertsteuer ein (www.grundsteuerreform.net). Statt mühsam den Wert eines Gebäudes zu ermitteln, was objektiv kaum möglich ist, soll einfach der Bodenwert gelten. Ein bebautes und ein unbebautes Grundstück in benachbarter Lage würden gleich bewertet. Das hätte viele Vorteile:
–	Die Wertermittlung wäre viel einfacher und verlässlicher. Es würde eine riesige Bürokratie entfallen.
–	Die Hortung von Bauland würde teurer und unattraktiver, weil der Boden stärker belastet würde.
–	Dadurch würden Impulse für die Innenentwicklung und gegen den Flächenverbrauch gesetzt.
–	Der innerörtliche Wohnungsbau würde angekurbelt.
–	Wertsteigernde Investitionen in Gebäude würden nicht mehr mit einer höheren Steuer bestraft.
Keine Partei stellte sich bisher uneingeschränkt hinter dieses System – aus den verschiedensten Gründen. Die nun beschlossene Öffnungsklausel erlaubt es den Ländern, eigene Regeln zu treffen. Der LNV hat alle Landtagsabgeordneten angeschrieben, sich dafür einzusetzen. Im Inhalt dieses Infobriefs erfahren Sie, wie auch Sie die Bodenwertsteuer unterstützen können.
Es gibt aber auch noch eine Hiobsbotschaft für die Innenentwicklung: Die Baulandkommission, die auf Bun-desebene Vorschläge für eine Beschleunigung des Wohnungsbaus machen sollte, hat ihren Abschlussbe-richt vorgelegt. Und sie schlägt eine Verlängerung des unseligen §13b BauGB vor, nach dem „kleine“ Be-bauungspläne (bis 4 ha!) ohne Umweltbericht und ohne Ausgleich realisiert werden können. Das ist ein Dammbruch für den Flächenverbrauch und gegen den Naturschutz. Unter dem Vorwand der Wohnungsnot sollen elementare Umweltprinzipien geopfert werden. Denn in Anspruch genommen wird der Paragraph bisher vorwiegend für den Luxusbedarf Gutsituierter in Form von großzügigen Einfamilienhausgebiete im ländlichen Raum. Hoffen wir, dass die EU-Kommission diesen Unsinn in letzter Minute noch stoppt. Andern-falls wäre das eine Steilvorlage für das nächste „Rezo-Video“.
LNV-Infobrief als pdf zum Herunterladen: LNV-Infobrief Juli 2019
Petition Grundsteuer Zeitgemäß
Bodenwertsteuer für eine gerechte und nachhaltige Bodenordnung unterstützen
Das Bündnis „Grundsteuer Zeitgemäß!“ hat Mitte Juni die Petition „Für eine gerechte und nachhaltige Bodenordnung mithilfe einer Bodenwertsteuer“ gestartet. Die Petition fordert u. a. die Finanzminister/-innen von Bund und Ländern auf, sich für die Einführung einer Bodenwertsteuer starkzumachen. Die konkreten Forderungen sind u. a. eine Abkehr vom komplizierten Vorschlag von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (mit Gebäudewertkomponente) zugunsten eines neuen Gesetzentwurfs, der die Grundsteuer zu einer Bodenwertsteuer reformiert. Der LNV ist Mitglied im Bündnis.
Weitere Informationen und Link zur Unterschrift: http://chng.it/DkhQxpMqqx
Bloß nicht – keine Verlängerung des §13b BauGB!
LNV widerspricht der Handlungsempfehlung der Baulandkommission
Neben einigen sinnvollen Vorschlägen empfiehlt der am 02.07.2019 vorgelegte Abschlussbericht der Kommission „Nachhaltige Baulandmobilisierung und Bodenpolitik – Baulandkommission“ beim Bundesinnenministerium auch die Verlängerung des umstrittenen § 13b BauGB bis 2022. Dem widerspricht der LNV vehement: Eine Analyse des LNV hatte eindeutig gezeigt, dass der §13b meist dort angewendet wird, wo der Wohnungsmarkt vergleichsweise entspannt ist (z. B. Regierungsbezirk Tübingen). Oft werden eben keine bezahlbaren Wohnungen für finanziell Schwächere (etwa im Geschosswohnungsbau) geplant, sondern es wird die Nachfrage Gutsituierter nach Einfamilienhäusern bedient. Logr
LNV-Info 2-2019 über die Anwendungspraxis des § 13b BauGB I LNV-PM Keine Verlängerung des Betonparagraphen § 13b Baugesetzbuch!
Schotter raus, Blüten rein
LNV und NABU fordern Kommunen auf, gegen Schottergärten vorzugehen
Anlässlich des Tages des Gartens am 10.06.2019 haben LNV und NABU die Städte und Gemeinden dazu aufgerufen, mehr für den Erhalt der Artenvielfalt im Siedlungsgrün zu tun. Die Gemeinden sollen konsequent das Grünflächengebot (§ 9 Abs.1 der Landesbauordnung (LBO) durchsetzen. Darin heißt es: „Die nicht überbauten Flächen der bebauten Grundstücke müssen Grünflächen sein, soweit diese Flächen nicht für eine andere zulässige Verwendung benötigt werden. […]“. Tausende Schottergärten in Baden-Württemberg widersprechen somit geltendem Recht. Logr
LNV und NABU drängen auf CO2 Abgabe
Zumeldung zur Pressemitteilung Nr. 79 der CDU Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg vom 02.07.2019
LNV-Rems-Murr: Nordostring – Verkehrsflut im Remstal?!
16.07.2019, 19:30 Uhr , Foyer der Wilhelm- Enßle-Halle in Geradstetten n
Bereits jetzt beeinträchtigt die B 29 und damit der zunehmende Verkehr die Lebensqualität im Remstal drastisch. Verschärft würde die Situation durch den von einigen Bundes- und Landespolitikern forcierten Nordostring Stuttgart, der die B 29 im Norden um Stuttgart herum 4-spurig direkt an die B 10 und die A 81 anschließen würde. Bürger, Umweltschützer, Landwirte und Kommunen kämpfen vor Ort seit Jahrzehnten gemeinsam dagegen. Der LNV-AK und die BUND und NABU Kreisverbände Rems-Murr laden zu einer Informationsveranstaltung mit Joseph Michl (LNV-AK-Sprecher Stuttgart) von der ARGE Nord-Ost e. V herzlich ein. Logr
Neue Forstpräsidentin im RP Freiburg
Dr. Anja Peck folgt Meinrad Joos
Zur Jahresmitte tritt Ministerialrätin Dr. Anja Peck die Nachfolge von Meinrad Joos an, der Ende März in den Ruhestand verabschiedet wurde. Die geborene Südbadenerin blickt auf eine langjährige und vielfältige Forst- und Verwaltungslaufbahn zurück, unter anderem als Leiterin des Personal- und Organisationsreferats in der Forstabteilung MLR und als leitende Fachbeamtin in den Landkreisen Konstanz und Ludwigsburg. Davor nahm sie verschiedene Aufgaben in den Bereichen Grundsatzfragen Ländlicher Raum und Forstpolitik wahr. Der LNV gratuliert und hofft auf eine gute Zusammenarbeit. Logr
Artenreiche Blühwiesen statt Rasen um die Staatlichen Schlösser und Gärten
Mindestens 20 % der kurz geschorenen Rasenflächen der Staatlichen Vermögensverwaltung, insbesondere des Landesbetriebs Schlösser und Gärten, sollten in ökologisch hochwertige und optisch ansprechende Blühflächen umgewandelt werden, fordert Landwirtschaftsminister Peter Hauk. Insgesamt müsse Baden-Württemberg bunter und blütenreicher werden. Dies diene der Biodiversität, senke Pflegekosten und erfreue die Menschen Logr
Schutz der Mopsfledermaus
Projekt im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt
Die Mopsfledermaus ist eine der 124 Waldzielarten im Artenschutzkonzept des Staatsforstbetriebs ForstBW. Zum Schutz der stark gefährdeten Art startet ein Bundes-Projekt, das den Erhalt naturnaher Wälder unterstützt – Lebensräume, auf die die Mopsfledermaus angewiesen ist. Es sollen u. a. in BW auf Flächen des Nationalen Naturerbes Wälder naturnäher bewirtschaftet, alte Bäume gesichert und Flächen nicht länger forstwirtschaftlich genutzt werden. Verbundpartner sind u. a. die Stiftung FLEDERMAUS (Projektkoordination), der NABU BW und Niedersachsen sowie die Universität Greifswald, Laufzeit bis 31.12.2024, Finanzvolumen: 5,44 Mio. €. Tr
NABU PM
Kabinett beschließt Landesstrategie
Die Landesstrategie „Nachhaltige Bioökonomie für Baden-Württemberg“ ist Anfang Juni vom Kabinett beschlossen worden. BW soll zu einem Beispielland für eine nachhaltige und kreislauforientierte Wirtschaftsform werden. Innovative biologische Konzepte sollen erneuerbare und recycelbare Rohstoffquellen erschließen, die Treibhausgasemissionen senken, natürliche Ressourcen schonen und die Biodiversität stärken. Die Landesregierung will im Zeitraum von 2020 bis 2024 zur Umsetzung der geplanten Maßnahmen 50 Mio. Euro bereitstellen. Flo
Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken in BW
Land ist zur Förderung von Wiederinbetriebnahmen bereitn
Das Land will das Angebot im ÖPNV deutlich steigern, auch durch Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken. Oft sind reaktivierte Strecken viel attraktiver, als prognostiziert, etwa das Seehäsle (Radolfzell – Stockach) oder die Schönbuchbahn (Böblingen – Dettenhausen). Das Land hat daher eine vergleichende Machbarkeitsuntersuchung für 41 Strecken in Auftrag gegeben, für die bis Ende 2020 das Fahrgastpotential sowie die erforderlichen Investitionen untersucht werden. Am Ende bleiben voraussichtlich 15 Strecken übrig. Bau und Betrieb müssten kommunal finanziert werden, allerdings können Fördermittel vom Land beantragt werden. Tr
Liste übernommene Strecken Mögliche Reaktivierungsstrecken für SPNV Reaktivierung von Schienenstrecken (Präsentation)
Stadtgrün hilft auch gegen Hitzewellen
Das Bundeskabinett hat Anfang Juni den von Bundesumweltministerin Svenja Schulze vorgelegten Masterplan Stadtnatur beschlossen. Mit insgesamt 26 Maßnahmen will die Bundesregierung Kommunen dabei unterstützen, die Arten- und Biotopvielfalt in den Städten zu erhöhen. So sollen natürliche, grüne Lebensräume geschaffen werden, die nicht nur Pflanzen und Insekten nützen, sondern den Stadtbewohner/-innen grüne Oasen der Erholung bieten. Flo
Nachhaltigkeitskriterien für Pensionsfonds
BW und drei weitere Länder werden die Mittel ihrer Pensionsfonds künftig nach miteinander abgestimmten nachhaltigen Kriterien anlegen. Mit der Umstellung werden die Länder ihr Aktienvermögen nur noch in Unternehmen investieren, die in den Bereichen Ökologie, Soziales und Unternehmensführung auf Basis zahlreicher Kennzahlen zu den am besten bewerteten zählen. Dabei gelten insbesondere internationale Normen und Standards zum Schutz der Umwelt sowie ethische und soziale Kriterien, die von der UN formuliert wurden. Ausgeschlossen sind Geschäftsfelder und Praktiken, die sozialen oder ethischen Grundsätzen widersprechen. Tr
Landwirtschaft: Der dritte Weg
Die Universität Hohenheim koordiniert ein 5,3-Mio.-Euro-Verbundprojekt für eine komplette Neuorientierung in der landwirtschaftlichen Produktion: Im Projekt „LaNdwirtschaft 4.0 Ohne chemisch‐synthetischen PflanzenSchutz“ (NOcsPS) wollen die Verbundpartner eine neue Ackerbaustrategie entwickeln – vom Feld bis auf den Markt. Die NOcsPS‐Anbausysteme verzichten auf chemische Pflanzenschutzmittel, setzen aber Mineraldünger ein. Das „Agrarsystem der Zukunft“ soll die Vorteile der konventionellen und der ökologischen Landwirtschaft vereinen und die jeweiligen Nachteile reduzieren. LNV-Vorsitzender Dr. Gerhard Bronner begleitet das Projekt im Beirat. Logr
Torfschutz = Klimaschutz
Grundwasserstände anheben! Torfzersetzung stoppen!
Ende 2018 wurde der erste Bodenzustandsbericht Landwirtschaft (BZE-LW) vorgelegt. Der Corg-Vorrat in landwirtschaftlich genutzten Böden reicht im oberen Meter von weniger als 30 t/ha in flachgründigen und sehr sandigen Böden bis über 500 t/ha in Moor- und moorähnlichen Böden. Der Mittelwert beträgt unter Ackernutzung 101 t/ha, unter Dauergrünland 200 t/ha. Für Waldböden wurde ein mittlerer Corg-Vorrat von rund 100 t/ha (119 t/ha mit Streuauflage) in 0-90 cm Bodentiefe ermittelt. Je tiefer der mittlere Grundwasserstand ist und je höher die Corg- und Nt-Vorräte sind, desto höher ist der gesamte Corg-Verlust. Tr
Pro Tempolimit – Klimaschutz sofort
Breites Bündnis der Deutschen Umwelthilfe fordert Tempolimit
Das breit aufgestellte Bündnis fordert ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen, 80 km/h außerorts und 30 km/h innerorts noch in diesem Jahr. Ein Tempolimit ist unverzichtbar, um die Klimaziele 2020 zu erreichen und für die Verkehrssicherheit zur Verringerung der Zahl der Verkehrsopfer. Pro Jahr könnten bis zu 5 Mio. t CO2 eingespart werden. Zu den Unterstützern zählt unter anderem die Polizeigewerkschaft NRW. Nach einer aktuellen Meinungsumfrage von Forsa sprachen sich erstmals 57 % der Bürger/-innen für ein Tempolimit aus, 42 % sind noch dagegen. Außer Deutschland verzichten nur noch Somalia, Nordkorea und Afghanistan auf eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung. Logr
„Erfunden“ und patentiert – vom Saatgut bis zur Milch?
Steigende Zahl von Patentanträgen auf landwirtschaftliche Nutzung von Tieren
Eine aktuelle Recherche zeigt eine neue Strategie zur Patentierung von landwirtschaftlichen Nutztieren. Das europäische Patentrecht verbietet Patente auf Tierarten und die konventionelle Züchtung von Tieren. Um diese Verbote zu umgehen, beanspruchen Konzerne Futtermittel und deren Verwendung bei Kühen, Schweinen, Geflügel und Fisch als ihre „Erfindung“. Von diesen Patentmonopolen umfasst sind auch Lebensmittel wie Fleisch und Milch, die von diesen Tieren stammen. Logr
Einigung zwischen NABU und Zweckverband beim Schutz der Fledermäuse
Der NABU BW und der Zweckverband Hermann-Hesse-Bahn haben sich auf einen öffentlich rechtlichen Vertrag zur Reaktivierung und zum Teilausbau der Hermann-Hesse-Bahn bei gleichzeitigem Schutz der Fledermauspopulation geeinigt. Ermöglicht wurde dies vor allem durch die innovative technische „Kammerlösung“: In die Tunnel werden Trennwände eingezogen, die eine Nutzung der Tunnel durch die Bahn auf der einen Seite und durch die Fledermäuse auf der anderen Seite der Trennwand ermöglichen. Logr
Regionalisierte Bevölkerungsvorausrechnung
Bis 2035 Zuwachs in allen Kreisen in BW
Nach den Ergebnissen der regionalisierten Bevölkerungsvorausrechnung (Basis 2017) dürfte BW bis zum Jahr 2035 auf 11,37 Millionen Einwohner (+ 3,1 % gegenüber 2017) wachsen. Laut Statistischem Landesamt BW wächst die Bevölkerung in allen Kreisen, am stärksten in den Stadtkreisen Ulm (+ 5,8 %), Karlsruhe (+ 5,6 %) und Mannheim (+ 4,8 %) sowie im Landkreis Tübingen (+ 4,7 %). Zuwanderung und ein Geburtenhoch bewirken dieses anhaltende Bevölkerungswachstum. Tr
Bundesweite Dachorganisationen fordern sichere Rahmenbedingungen
Angesichts diverser Vorstöße zur Einschränkung der Gemeinnützigkeit von Verbänden haben große Dachorganisationen, darunter der Deutsche Naturschutzring (DNR) und der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) auf die enorme Bedeutung der zivilgesellschaftlichen Organisationen für die Demokratie hingewiesen. „Anstatt diese Zivilgesellschaft zu attackieren, sollte die Politik uns als Partner im Ringen um eine bessere Zukunft akzeptieren […]“, appellierte DNR-Präsident Prof. Dr. Kai Niebert. Die Dachorganisationen stellen sich gegen die wachsende Bedrohung der Gemeinnützigkeit und setzen sich für sichere Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement ein. Logr
DUH erstreitet Umweltinformationen
Bundesverkehrsministerium muss Unterlagen zum Abgasskandal herausgeben
Nach dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg muss das Bundesverkehrsministerium (BMVI) der Deutschen Umwelthilfe e. V. Umweltinformationen zum sog. Volkswagen-Abgasskandal zugänglich machen. Das BMVI hatte zuvor eine Informationspflicht nach dem UIG verneint. Dies sah das OVG anders: Das öffentliche Informationsinteresse überwiege u. a. wegen des Nichterreichens der Klimaziele und des Verbraucherinteresses an umwelteffizienten Fahrzeugen das entgegenstehende Geheimhaltungsinteresse. (Urteil v. 29.3.2019 – 12 B 13.18, 12 B 14.18). Flo
BUND: Regionalgeschäftsführer/in Südlicher Oberrhein
Vollzeitstelle (40 Std) in Freiburg ab 1.1.2020
Schwäbisches Streuobstparadies: Projektmanager/in
Teilzeit (50 %), Elternzeitvertretung zunächst bis zum 31.04.2021 befristet; ab sofort.
21.09.2019: Fortbildung „Wie schreibe ich eine Stellungnahme“, Stuttgart;
Bitte melden Sie sich bei Interesse schnell an, es sind nur noch wenige Plätze frei
28.09.2019: Fortbildung „Wie schreibe ich eine Stellungnahme“, Freiburg
Ganztägige Seminare in Stuttgart und Freiburg
Der LNV bietet erneut ganztägige Fortbildungen zum Schreiben von Stellungnahmen an: Am 21.09.2019 in Stuttgart sowie am 28.09.2019 in Freiburg. Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf dem praktischen Erarbeiten von Stellungnahmen. Teilnahme-Voraussetzung ist deshalb, dass die Teilnehmer/-innen sich anhand der vorab verschickten Seminarunterlagen mit Hintergrundinformationen zu Beteiligungsrechten etc. entsprechend vorbereiten. Die Fortbildung ist für Aktive in den LNV-Arbeitskreisen kostenlos, es sind nur noch wenige Plätze frei. Anmeldung unter julia.flohr@lnv-bw.de
Bitte angeben, ob vegetarisches Essen gewünscht wird.
Vorträge der LNV-Referent/-innen zu verschiedenen Fachthemen
Einige der LNV-Referent/-innen bieten an, für einen Vortrag in ihrem Fachgebiet mit anschließender Diskussion zu Ihnen in die LNV-Arbeitskreise zu kommen. Zur Auswahl stehen Themen wie Fragen des Waldnaturschutzes, Wirtschaftswachstum und Wohlfahrtsmessung, Genehmigungsverfahren nach BImSchG, Rückkehr von Wolf und Luchs, Spurenstoffe in Gewässern oder der Zustand unserer Bäche, Flüsse und Seen – was bringt die Wasserrahmenrichtlinie? Eine E-Mail mit weiteren Informationen wurde bereits an die LNV-Arbeitskreise geschickt. Bei Interesse an einem (oder mehreren) der Vorträge melden Sie sich bitte in der LNV-Geschäftsstelle unter info@lnv-bw.de. Flo
Tipps zur Planung von Landesgartenschau
Vorbildliche Beteiligung des Naturschutzes bei Landesgartenschau Rottweil
Bei manchen Landesgartenschauen (LGA) der letzten Jahre gab es erhebliche Friktionen mit dem Naturschutz. Ganz anders lief das in Rottweil, das den Zuschlag für die LGA 2028 erhalten hat. Frühzeitig wurde der Naturschutz einbezogen, und seine Ideen wurden sehr ernst genommen. Raymund Holzer von der Agenda-Gruppe Rottweil berichtet, wie die Beteiligung abgelaufen ist. Gerne ist Herr Holzer bereit, andere Naturschützer, die sich in LGA-Planungen einklinken wollen, zu beraten. Bronner
Jörg Klüber (LNV-AK Ortenau 3) beendet stellvertretende Sprecherfunktion
Seit April 2008 war Jörg Klüber stellvertretender Sprecher des LNV-Arbeitskreises Ortenau 3 (Renchtal). Aus Frustration über die nicht funktionierende Zusammenarbeit mit dem Landratsamt im Ortenaukreis hat er Mitte Juni sein Amt aufgeben. Er tat dies auch in Solidarität mit Dieter Kempf, der aus gleichem Grunde bereits im Mai von seiner Sprecherfunktion des LNV-Arbeitskreises Ortenau 4 (Appenweier) zurückgetreten ist (wir berichteten). Der LNV dankt Herrn Klüber herzlich für seine langjährige Tätigkeit im LNV und für Natur und Umwelt. Tr
Schwarzwaldverein positioniert sich in Wolfsfrage
Für die Zukunft der Kulturlandschaft
Für den Schwarzwaldverein (SWV) kann es kein Nebeneinander von Wolf und Weidetieren geben. Er fürchtet einen Rückgang der Höhenlandwirtschaft aufgrund steigenden Aufwands und Verlust von insbesondere Nebenerwerbs-Betrieben. Frei laufende Hütehunde würden die Wanderer verschrecken, Zäune die Wanderwege unterbrechen, wo sie bislang Weidegebiete durchqueren. Der Schwarzwaldverein fordert die Ausweisung von Wolfsgebieten, die Aufnahme des Wolfes in das Jagd- und Wildtiermanagement zur erleichterten Bestandsregulation und einen Vorrang der Weidetierhaltung vor dem Wolf. Tr
SWV-Pressemitteilung
BNO: Neues Jahresheft „Oberschwaben Naturnah“
68 Seiten über die Natur, Umwelt und Menschen in Oberschwabens
Die Ansiedlung von Wildbienen im Garten, die Rekultivierung von Kiesgruben, die Vorstellung des Naturparks Obere Donau, Moor-Kiefern als Zeitzeugen der Klima- und Vegetationsgeschichte und die Moorschutzkonzeption sind nur einige Themen des 16., lesenswerten und hervorragend gestalteten Jahresheftes des Bund für Naturschutz in Oberschwaben (BNO). Sie sind unter den Rubriken Schutzgebiete, Artenschutz, Geologie, Naturschutz & Archäologie zu finden. Das Heft ist für 8,00 € erhältlich und kann ausschließlich im Naturschutzzentrum Wurzacher Ried gekauft oder angefordert werden: naturschutzzentrum@wurzacher-ried.de Logr
NaturVision-Filmfestival in Ludwigsburg
Filme über Natur, Wildlife und Nachhaltigkeit vom 11.-14.07.2019, Ludwigsburg
Im Fokus der rund 130 Filme stehen hochaktuelle Themen wie das Artensterben, die Vermeidung von Plastik oder nachhaltiges Bauen und Wohnen. Aber auch für Freunde schöner Naturbilder und unvergesslicher Kinomomente ist einiges geboten. Abgerundet wird das Programm durch liebevoll ausgewählte Kinderfilme, wie die Dokumentation „Der Bach“ des vielfach preisgekrönten Naturfilmers Jan Haft. Das Filmfestival will neugierig machen auf die kleinen und großen Wunder unseres Planeten Sch
6. Aktionstag der Initiative „Unser Neckar“
„Lebendige Begegnung am Fluss“ am 29. September 2019
Das Veranstaltungsspektrum entlang des Neckars reicht von Festen an und auf dem Neckar bis zu Bildungsangeboten, Exkursionen und Arbeitseinsätzen. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der BuGa und dem Regionalverband Heilbronn-Franken statt und will auf den Neckar als wichtigen und schützenswerten Lebensraum aufmerksam machen. Zentrales Thema ist dieses Jahr das „Upcycling“, die gezielte Aufwertung ausgedienter Produkte und deren weitere Nutzung. Anmeldefrist zur Teilnahme am „Markt am Fluss“ ist der 13.07.2019. Logr
Start am 1. Juli, Bewerbungsfrist 31.12.2019
Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu deren Lösung Jede und Jeder einen Beitrag leisten kann, so Landwirtschaftsminister Hauk/MLR. Startschuss für den Landeswettbewerb „Baden-Württemberg blüht“ war am 01.07.2019. Bewerben können sich u. a. Gruppen, Vereine, Verbände, Gemeinden, Unternehmen, Schulen und Kindergärten. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 25.000 € dotiert. Die Preisverleihung wird im Frühsommer 2020 stattfinden. Tr
Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter www.bwblüht.de
Wertstoffe aus Elektro-Geräten
UM-Informationsbroschüre über das Recycling von Elektroschrott
Die neue Broschüre „Unsere Elektrogeräte – Wertstoffe aus Elektro-Geräten“ des UM zeigt anschaulich, warum Elektro- und Elektronik-Altgeräte so wertvoll sind und wie die umweltgerechte Verwertung funktioniert. Z. B. enthalten IT-Geräte wie Smartphones, Tablets und Co. wertvolle Rohstoffe wie Gold, Eisen oder Aluminium, die zu über 80 % recycelt werden können. Die Broschüre liefert ferner Hintergrundwissen zum Elektro-Schrott und den Gefahren für Mensch und Umwelt, wenn Altgeräte unsachgemäß entsorgt werden. Logr
Broschüre „Unsere Elektrogeräte“ I Erklärfilm in der Mediathek
Schreiadler-TV
Aufzucht eines Schreiadlerkükens live erleben
In diesem Jahr können Sie wieder die Aufzucht eines Schreiadlerkükens in freier Wildbahn live im Internet verfolgen. Der Nachwuchs ist am 11.06.2019 geschlüpft. Der männliche Adler in diesem estländischen Horst ist ein alter Bekannter: „Magnus“ wurde bereits 2012 mit einem GPS-Sender ausgestattet, und bisher konnten seine Flugrouten bis ins südliche Afrika verfolgt werden. Nun ist es also auch möglich, seine Rolle bei der Aufzucht eines Jungvogels zu beobachten. Der Livestream wird vom Adler Club Estland produziert und ins Internet gestellt.
Beiträge: Dr. Gerhard Bronner (Bronner), Julia Flohr (Flo), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Dr. Anke Trube (Tr), Annette Schade-Michl (Sch)