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Timestamp: 2016-10-25 05:14:28
Document Index: 60825391

Matched Legal Cases: ['Art. 97', 'Art. 98', 'Art. 103', 'Art. 33', 'Art. 98', 'Art. 103', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 103', 'Art. 33', 'Art. 98', 'Art. 2', 'Art. 11', 'Art. 4', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 11', 'Art. 4', 'Art. 29', 'Art. 15', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 156', 'Art. 159']

1A.44/2006 (20.09.2006)
1A.44/2006 /scd
Beschwerdef�hrer, beide vertreten durch Rechtsanwalt Urs Schlegel,
Politische Gemeinde Mels, Rathaus, 8887 Mels,
vertreten durch den Gemeinderat, Rathaus, 8887 Mels,
Baubewilligung (Stall),
AZ.________ ist Eigent�mer der Parzelle Nr. 741, Weisstannen, Grundbuch Mels. Das 48'638 m2 grosse Grundst�ck liegt gem�ss Zonenplan Weisstannen/Schwendi vom 4./22. Mai 1988 in der Landwirtschaftszone. Eine kleine Fl�che der Parzelle ist dem �brigen Gemeindegebiet zugewiesen, eine weitere Fl�che ist Wald. In s�d�stlicher Richtung befindet sich das Grundst�ck zun�chst in der Ebene, dann steigt es mit mittlerem Gef�lle an. Es grenzt im S�dwesten an das teils der Kernzone Dorf, teils der Landwirtschaftszone zugeteilte Grundst�ck Nr. 3757, das sich im Eigentum von X.________ befindet. Im Nordosten grenzt die Parzelle Nr. 741 an das un�berbaute Grundst�ck Nr. 52 von Y.________, das der Landwirtschaftszone und zu einem kleinen Teil dem �brigen Gemeindegebiet zugeordnet ist. Die nord�stliche Parzellengrenze verl�uft teilweise einer Friedhofmauer entlang. Friedhof und Kirche liegen auf der Parzelle Nr. 48 in der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen.
Am 1. Juli 2002 reichte das Ehepaar Z.________ ein Baugesuch ein. Danach sollen auf dem flachen, der Friedhofmauer vorgelagerten Teil der Parzelle Nr. 741 ein Stallgeb�ude, eine Remise sowie eine Zufahrt erstellt werden. Im Stall ist die Haltung von 12 K�hen, 7 Rindern, 8 ein- bis zweij�hrigen Jungrindern (M�sen), 8 Aufzuchtk�lbern und 20 Mastk�lbern (Alter bis 4 Monate, Gewicht bis 200 kg) vorgesehen. W�hrend der Auflagefrist erhoben unter anderem X.________ und Y.________ Einsprache beim Gemeinderat Mels. X.________ beanstandete die vom Bauvorhaben ausgehenden L�rm- und Geruchsbel�stigungen, w�hrend Y.________ geltend machte, es verunstalte das Ortsbild und st�re die Friedhofsruhe.
Am 1. Dezember 2003 erteilte der Gemeinderat Mels die Baubewilligung und wies die �ffentlich-rechtlichen Einsprachen im Sinn der Erw�gungen ab. Die Abweisung der Einsprachen wurde unter anderem damit begr�ndet, ein Gutachten von Konrad H�hener, Landwirtschaftliche Schule Rheinhof, Salez, vom 1. September 2003 (Gutachten H�hener I) zeige auf, dass die Vorschriften der Luftreinhalte-Verordnung des Bundes vom 16. Dezember 1985 (LRV; SR 814.318.142.1) eingehalten seien. Am 12. Dezember 2003 widerrief der Gemeinderat Mels die Baubewilligung und die Einspracheentscheide vom 1. Dezember 2003. Der Widerruf wurde damit begr�ndet, das Gutachten H�hener I beruhe auf einem Fehler, indem f�r die Mastk�lber ein falscher Faktor verwendet worden sei. Die korrigierte Berechnung des Experten vom 8. Dezember 2003 (Gutachten H�hener II) ergebe, dass die Baute den geforderten Mindestabstand zum benachbarten Wohnhaus deutlich unterschreite.
Am 15. Juli 2004 erteilte der Gemeinderat Mels die Baubewilligung erneut und wies die �ffentlich-rechtlichen Einsprachen von X.________ und Y.________ betreffend Verunstaltung des Ortsbilds, Luftreinhaltung und L�rmschutz im Sinn der Erw�gungen ab. Gleichzeitig hiess er die Einsprachen, soweit privatrechtlicher Natur, im Sinn der Erw�gungen gut. Der Einspracheentscheid wurde unter anderem damit begr�ndet, Richard Schwendener, Landwirtschaftliche Beratung, Fachstelle Betriebswirtschaft, habe im Auftrag der Bauherrschaft am 29. M�rz 2004 ein weiteres Gutachten erstellt. Dieses Gutachten (Gutachten Schwendener) zeige auf, dass der Mindestabstand zwar leicht unterschritten werde, aber zumutbar sei.
Gegen die Einspracheentscheide des Gemeinderates erhoben X.________ und Y.________ Rekurs beim Baudepartement des Kantons St. Gallen. Zudem reichten sie gegen die Baubewilligung bei der Regierung des Kantons St. Gallen Rekurs ein und beantragten, die beiden Rekursverfahren seien zu koordinieren. Dieser Rekurs wurde dem Baudepartement zur Bearbeitung �berwiesen. Die Rekurrenten machten die Verletzung von Verfahrensvorschriften geltend und r�gten, das Vorhaben verunstalte das Orts‑ und Landschaftsbild und halte den Mindestabstand zur bewohnten Zone nicht ein. Das Baudepartement wies den Rekurs am 6. Juli 2005 ab, nachdem es Stellungnahmen der kantonalen �mter f�r Raumentwicklung und f�r Umweltschutz eingeholt und einen Augenschein durchgef�hrt hatte. Die Baubewilligung des Gemeinderats Mels vom 15. Juli 2004 erg�nzte es wie folgt: "Die Entl�ftung erfolgt mittels einer Unterdruck-L�ftung �ber die S�dostfassade des Bauvorhabens sowie mit Hilfe eines Rollvorhangs" (Ziff. 2 des Entscheids des Baudepartements).
Auf eine Beschwerde von X.________ und Y.________ gegen den Entscheid des Baudepartements trat das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen mit Urteil vom 24. Januar 2006 gegen�ber Y.________ nicht ein. Die Beschwerde von X.________ wies es ab, soweit es darauf eintrat.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 3. M�rz 2006 beantragen X.________ und Y.________ im Wesentlichen, der Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 24. Januar 2006 sei aufzuheben und die Baubewilligung sei zu verweigern.
Die Politische Gemeinde Mels beantragt die Abweisung der Beschwerde und die Best�tigung der Baubewilligung. Das Verwaltungsgericht stellt den Antrag, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Das Baudepartement und die privaten Beschwerdegegner schliessen auf Abweisung der Beschwerde.
Das Bundesamt f�r Raumentwicklung (ARE) verzichtet auf eine Stellungnahme zur vorliegenden Angelegenheit. Das Bundesamt f�r Umwelt (BAFU) stellt keinen ausdr�cklichen Antrag zum Verfahrensausgang. Es h�lt den im vorliegenden Fall angewendeten Geruchsbelastungsfaktor von 0.15 je Grossvieheinheit (GVE) f�r plausibel und bezeichnet den erforderlichen Mindestabstand von 14 m als eingehalten. Gegen�ber der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen mit Kirche und Friedhof bestehe ein Minimalabstand von nur 10 m, der den umweltrechtlichen Grundlagen nicht gen�ge, wenn die Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen einer Wohnzone gleichgestellt w�rde.
Der angefochtene, kantonal letztinstanzliche Entscheid st�tzt sich inhaltlich auf eidgen�ssisches Umweltschutzrecht und unterliegt daher grunds�tzlich der Verwaltungsgerichtsbeschwerde (Art. 97 und Art. 98 lit. g OG). Die Beschwerdef�hrer sind als vom angefochtenen Urteil betroffene unmittelbare Nachbarn des Baugrundst�cks zur Beschwerde legitimiert (Art. 103 lit. a OG; vgl. nachfolgende E. 2.1.2). Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist einzutreten.
2.1 Das Verwaltungsgericht hat die Beschwerdelegitimation von Y.________ im verwaltungsgerichtlichen Verfahren g�nzlich verneint, und es ist auch auf die Beschwerde von X.________ mangels Legitimation insoweit nicht eingetreten, als er geltend machte, das umstrittene Bauvorhaben halte den Mindestabstand zu Kirche und Friedhof (Grundst�ck Nr. 48) nicht ein. Die Beschwerdef�hrer machen geltend, diese Beurteilung sei mit dem Bundesrecht nicht vereinbar.
2.1.1 Die Legitimation im Verfahren vor dem kantonalen Verwaltungsgericht beurteilt sich grunds�tzlich nach kantonalem Recht. Wenn - wie hier - eine Baubewilligung im Sinne des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 �ber die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG, SR 700) zur Diskussion steht und zudem materiell Bundesverwaltungsrecht anzuwenden ist, ist die Beschwerdelegitimation jedoch mindestens im gleichen Umfang wie f�r die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht zu gew�hrleisten (Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG und Art. 98a Abs. 3 OG), also mindestens im Sinne von Art. 103 lit. a OG. Soweit es um diese Minimalanforderung geht, �berpr�ft das Bundesgericht die Legitimation im kantonalen Verfahren mit freier Kognition (Urteil des Bundesgerichts 1A.108/2004 in URP 2005 S. 243 ff. E. 2.1).
2.1.2 Die Beschwerdef�hrer sind Eigent�mer von Grundst�cken, die unmittelbar an das Baugrundst�ck angrenzen. Das Verwaltungsgericht hat die Distanz des umstrittenen Stalls zu den Grundst�cken der Beschwerdef�hrer nicht festgestellt, doch ergibt sich aus der in den Akten liegenden Kopie des Grundbuchplans, dass das Bauvorhaben weniger als 30 m von den Grundst�cken der Beschwerdef�hrer entfernt liegt. Im Zusammenhang mit Umweltbeeintr�chtigungen ist die Beschwerdelegitimation nicht erst dann gegeben, wenn die Belastung festgelegte Grenzwerte erreicht, sondern auch schon vorher, sofern die Beschwerdef�hrer mehr als jedermann betroffen sind (vgl. bzgl. Flugl�rm BGE 124 II 293 E. 3a S. 303 f.; bzgl. Schiessl�rm BGE 110 Ib 99 E. 1d S. 102; bzgl. Strassenl�rm BGE 124 II 517 E. 1 und 3a S. 519; bzgl. nicht-ionisierende Strahlen BGE 128 II 168 E. 2.3 S. 171). Ist dies zu bejahen, k�nnen die Beschwerdef�hrer generell die Rechtm�ssigkeit des Vorhabens in Frage stellen und somit auch die �berschreitung von Grenzwerten auf anderen Grundst�cken r�gen (BGE 128 II 168 E. 2.6 S. 172). Im Bereich von Tierst�llen hat das Bundesgericht die Legitimation abgelehnt bei einem Abstand von 600 Metern (Urteil 1A.179/1996 vom 8. April 1997, E. 3a, in: Pra 1998 S. 32), hingegen anerkannt bei einem Abstand von 45 Metern (Urteil 1A.86/2001 vom 21. Mai 2002 E. 1.3, in: RDAF 2003 I S. 223). Im Urteil 1A.70/2001 vom 3. Oktober 2001, E. 1a, hat es bei einem Abstand von 70 Metern die Legitimation als offensichtlich bezeichnet (Urteil des Bundesgerichts 1A.108/2004 in URP 2005 S. 243 ff. E. 2.4). Im Lichte dieser Praxis ist die besondere Betroffenheit der Beschwerdef�hrer zu bejahen. Diese k�nnen somit den Erlass emissionsbeschr�nkender Massnahmen verlangen und gegen die Weigerung, solche Massnahmen zu treffen, Verwaltungsgerichtsbeschwerde erheben (Art. 97 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 103 lit. a OG). Sie m�ssen daher nach Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG und Art. 98a Abs. 3 OG auch zur kantonalen Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert sein. Insoweit ist das Verwaltungsgericht zu Unrecht auf die Beschwerde nicht eingetreten.
2.1.3 Der Umstand, dass das Verwaltungsgericht die Beschwerdelegitimation zu Unrecht verneint und damit Bundesrecht verletzt hat, f�hrt nicht ohne weiteres zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Das Verwaltungsgericht hat die meisten von Y.________ erhobenen R�gen bei der Behandlung der Beschwerde von X.________ materiell gepr�ft. Die einzige im bundesgerichtlichen Verfahren umstrittene R�ge, welche das Verwaltungsgericht nicht pr�fte, betrifft die Frage der Einhaltung des Mindestabstands zu Kirche und Friedhof. Aus prozess�konomischen Gr�nden erscheint es gerechtfertigt, auch diese R�ge im vorliegenden Verfahren materiell zu pr�fen, anstatt die Sache zur Entscheidung dieser Frage an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen. Den Beschwerdef�hrern entsteht durch dieses Vorgehen kein Nachteil, da der diesbez�gliche Sachverhalt hinreichend abgekl�rt ist und dem Bundesgericht dieselbe Kognition wie dem Verwaltungsgericht zusteht.
Das geplante Vorhaben ist eine Tierhaltungsanlage und damit eine station�re Anlage im Sinne von Art. 2 Abs. 1 LRV, deren Betrieb u. a. Geruchsstoff-Emissionen erzeugt. Die von der Anlage verursachten Emissionen sind auf der ersten Stufe des Immissionsschutzes so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich m�glich sowie wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 1983 [USG, SR 814.01]). Neue station�re Anlagen m�ssen so ausger�stet und betrieben werden, dass sie die im Anhang 1 LRV und allenfalls die in den Anh�ngen 2 bis 4 LRV festgelegten Emissionsbegrenzungen einhalten. Emissionen, f�r welche die Luftreinhalte-Verordnung keine Emissionsbegrenzung festlegt oder eine bestimmte Begrenzung als nicht anwendbar erkl�rt, sind von der Beh�rde vorsorglich so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich m�glich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 4 Abs. 1 LRV). F�r Tierhaltungsanlagen gelten die speziellen Anforderungen nach Anhang 2 Ziff. 512 LRV (Art. 3 Abs. 2 lit. a LRV). Bei der Errichtung derartiger Anlagen m�ssen die nach den anerkannten Regeln der Tierhaltung erforderlichen Mindestabst�nde zu bewohnten Zonen eingehalten werden. Als solche gelten nach Anhang 2 Ziff. 512 Abs. 1 LRV insbesondere die gem�ss den Empfehlungen der Eidgen�ssischen Forschungsanstalt f�r Betriebswirtschaft und Landtechnik (FAT) berechneten Abst�nde. Die FAT-Richtlinien befassen sich mit der vorsorglichen Emissionsbegrenzung, dienen aber auch als Hilfsmittel zur Beurteilung, ob die Tierhaltungsanlage �berm�ssige Immissionen verursacht (BGE 126 II 43 E. 4a S. 45; Urteil des Bundesgerichts 1A.58/2001 in URP 2002 S. 97 ff. E. 2d).
3.1 Die Beschwerdef�hrer machen eine Verletzung von Art. 11 Abs. 2 USG und Art. 4 LRV geltend. Sie begr�nden diese R�ge damit, dass kein Alternativstandort und auch nicht die Frage gepr�ft wurde, ob durch die Entl�ftung �ber die S�dostfassade wegen der Hanglage ein Geruchsstau oder ein Kaltluftabfluss entstehen k�nnte, was dem Vorsorgeprinzip widerspreche.
Aus der Stellungnahme des Baudepartements des Kantons St. Gallen vom 27. April 2006 ergibt sich, dass verschiedene Ersatzstandorte intensiv diskutiert und gegeneinander abgewogen wurden. Es soll sich dabei ergeben haben, dass es aufgrund der Topographie des Weisstannentals und derjenigen der Bauparzelle keinen besser geeigneten Ersatzstandort gab. Die R�ge, es sei kein Alternativstandort gepr�ft worden, geht daher fehl.
Das Baudepartement h�lt in seiner Stellungnahme zudem in �bereinstimmung mit dem angefochtenen Entscheid fest, dass die Parzelle Nr. 741 in s�d�stlicher Richtung zuerst w�hrend einigen Metern eben verlaufe, bevor sie mit mittlerem Gef�lle ansteige, weshalb sich durch die angeordnete Entl�ftung weder ein Kaltluftsee noch ein Geruchsstau bilden k�nne. Das BAFU bezeichnet diese Argumentation, gest�tzt auf die aktenkundige Beschreibung der fraglichen Parzelle, als nachvollziehbar und plausibel. Diese Ausf�hrungen der Fachstelle des Bundes erscheinen zutreffend, und es besteht aufgrund der R�gen der Beschwerdef�hrer kein Grund, von deren Beurteilung abzuweichen.
3.2 Die Beschwerdef�hrer r�gen weiter, dass die Mindestabstandsberechnung auf falschen Annahmen beruhe, weil f�lschlicherweise von einer b�uerlichen Tierhaltung und zudem von einem falschen Emissionspunkt ausgegangen worden sei.
3.2.1 Das Verwaltungsgericht erachtet es, im Gegensatz zu den Beschwerdef�hrern, als gerechtfertigt, die 20 unter den Begriff "Mastk�lber" fallenden Tiere unter die Kategorie "K�lber, Rinder, K�he, Pferde" mit einem Geruchsbelastungsfaktor von je 0.15 je Grossvieheinheit (GVE) zu erfassen und nicht unter die Kategorie "Mastk�lber (ab 10 Tieren)" mit einem Geruchsbelastungsfaktor von je 0.2 bzw. 0.25 je Tier. Es begr�ndet seine Auffassung damit, dass die Mastk�lberhaltung im vorliegenden Fall nicht als intensive, sondern als rein b�uerliche Tierhaltung einzustufen sei. Da von der b�uerlichen Haltung deutlich weniger Emissionen ausgingen, als von einer Mastk�lberhaltung im klassischen Sinn, sei diese Einstufung korrekt.
Diese Erw�gung, welcher das BAFU zustimmt, beruht auf einer Auskunft der FAT, welche das kantonale Amt f�r Umweltschutz am Augenschein des Baudepartements vom 25. Februar 2005 vorgetragen hat. Die Beschwerdef�hrer beanstanden die Bezeichnung der Mastk�lberhaltung als "b�uerlich" und nicht "intensiv" sowohl in formeller als auch in materieller Hinsicht.
Als Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) r�gen sie den Umstand, dass sie bei der Instruktion des Sachverst�ndigen (der FAT) nicht mitwirken konnten und keine Gelegenheit erhielten, Zusatzfragen zu stellen. Sie legen indessen nicht dar, welche Zusatzfragen zu Unrecht nicht abgekl�rt worden sein sollen und inwiefern die Nachfrage des Amtes f�r Umweltschutz bei der FAT auf einer mangelhaften Instruktion beruht haben soll. Hingegen stand ihnen mit der Beschwerde an das Verwaltungsgericht die M�glichkeit offen, eine Erg�nzung der Auskunft der FAT zu beantragen. Dass sie einen solchen Antrag gestellt h�tten oder ein solcher zu Unrecht abgewiesen worden w�re, machen die Beschwerdef�hrer nicht geltend. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r ist somit nicht ersichtlich.
Soweit die Beschwerdef�hrer die Berechnung des Mindestabstands inhaltlich kritisieren, so kann diesbez�glich auf die Vernehmlassung des BAFU als Umweltfachbeh�rde des Bundes verwiesen werden. Danach ist der angewendete Geruchsbelastungsfaktor von 0.15 je Grossvieheinheit bei den vorliegenden Verh�ltnissen nicht zu beanstanden.
3.2.2 Die Beschwerdef�hrer r�gen weiter, den Abstandsberechnungen sei der falsche Emissionspunkt zu Grunde gelegt worden. Massgebend sei nach den FAT-Richtlinien nicht der Stallmittelpunkt, sondern die n�chstgelegene Austritts�ffnung der Abluft.
Gem�ss der FAT-Empfehlung Nr. 476 gilt f�r einen Stall auf einem Areal mit weiteren Geb�uden in einem Abstand von weniger als 50 Metern die n�chstgelegene Austritts�ffnung der Abluft als Emissionspunkt. Den Beschwerdef�hrern ist somit insofern zuzustimmen, als nach der FAT-Empfehlung Nr. 476 der Mindestabstand nicht vom Schnittpunkt der Stallgrundfl�chendiagonalen zu messen ist. Dieser Umstand f�hrt jedoch im Ergebnis nicht zu einer anderen Beurteilung. Aus dem angefochtenen Entscheid ergibt sich, dass der erforderliche Mindestabstand von rund 14 Metern auch dann eingehalten ist, wenn die n�chstgelegene Austritts�ffnung der Abluft als Emissionspunkt bezeichnet wird. Der grunds�tzlich berechtigte Einwand der Beschwerdef�hrer �ndert somit nichts am Ergebnis der Beurteilung durch das Verwaltungsgericht.
3.3 Schliesslich r�gen die Beschwerdef�hrer, dass der erforderliche Mindestabstand gegen�ber der Kirche und dem Friedhof (Grundst�ck Nr. 48) nicht eingehalten sei.
Nach der Stellungnahme des kantonalen Amts f�r Umweltschutz vom 22. Februar 2006 betr�gt der nach der FAT-Empfehlung Nr. 476 errechnete Mindestabstand gegen�ber reinen Wohnzonen im vorliegenden Fall ca. 20 Meter. Gegen�ber bewohnten Zonen, die neben der Wohnnutzung auch noch m�ssig st�rende Betriebe zulassen, sind noch 70 % des Mindestabstandes zu reinen Wohnzonen einzuhalten, was vorliegend ca. 14 Metern entspricht. Nach den Angaben der Beschwerdef�hrer und einer in den Akten liegenden Kopie des Grundbuchplans betr�gt der Abstand des Friedhofs an der �stlichen Spitze der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen zum geplanten Stall nur 10 Meter.
Gem�ss Anhang 2 Ziff. 512 Abs. 1 LRV sowie der FAT‑Empfehlung Nr. 476 m�ssen die erforderlichen Mindestabst�nde zu bewohnten Zonen eingehalten werden. Unter bewohnten Zonen sind Bauzonen gem�ss Art. 15 RPG wie Wohn-, Kern- oder Mischzonen, grunds�tzlich aber nicht Gewerbe-, Industrie- oder Landwirtschaftszonen zu verstehen (vgl. BGE 126 Il 43 E. 4a S. 45; Urteil des Bundesgerichts 1A.58/2001 in URP 2002 S. 97, E. 2; FAT-Bericht Nr. 476 S. 16). Die Kirche sowie der Friedhof befinden sich in der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen. Es stellt sich die Frage, ob diese Zone als bewohnte Zone im Sinne des FAT-Berichts Nr. 476 gilt.
Hierzu ist zun�chst zu beachten, dass Zonen f�r �ffentliche Bauten und Anlagen f�r sehr viele unterschiedliche Nutzungen ausgeschieden werden k�nnen, so dass die Beurteilung im Einzelfall nach der Art der Nutzung der betroffenen Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen erfolgen muss. Steht eine Zone zur Diskussion, in welcher Einrichtungen wie Schulh�user, Krankenh�user oder Alters- und Pflegeheime zul�ssig sind, d�rften sie unter dem Gesichtspunkt des Mindestabstands in der Regel gleich zu behandeln sein wie eine Wohnzone. Zonen f�r Werkh�fe, Abfallsammelanlagen und dergleichen d�rften im Hinblick auf den Mindestabstand indessen gleich wie Gewerbe-, Industrie- oder Landwirtschaftszonen zu beurteilen sein.
Vorliegend steht der Mindestabstand gegen�ber Kirche und Friedhof zur Diskussion, wobei der Mindestabstand gem�ss FAT-Bericht Nr. 476 lediglich gegen�ber dem Friedhof unterschritten ist. Es handelt sich dabei zwar nicht um eine Anlage, die dem l�ngeren Aufenthalt von Personen dient. Er kann indessen mit R�cksicht auf seine Zweckbestimmung als Ort der Besinnung grunds�tzlich auch nicht den Gewerbe-, Industrie- oder Landwirtschaftszonen gleichgestellt werden. Aus dem FAT-Bericht Nr. 476 S.6 ergibt sich, dass in l�ndlichen, vorwiegend von der Landwirtschaft gepr�gten D�rfern bei bestehenden Anlagen der zonenkonforme Mindestabstand gegen�ber bewohnten Zonen unterschritten werden kann. Vorliegend handelt es sich um eine neue Anlage, die jedoch wegen der topographischen Verh�ltnisse keinen gr�sseren Abstand zum Friedhof einhalten kann. Weisstannen erscheint als ausgesprochen l�ndliches, von der Landwirtschaft gepr�gtes Dorf. Unter Ber�cksichtigung dieser Gesichtspunkte ist es im Lichte der Ausf�hrungen im FAT-Bericht Nr. 476 vertretbar, auch in Bezug auf den vorliegend umstrittenen neuen Stall eine Unterschreitung des Mindestabstands auf 10 m zuzulassen. Damit wird immerhin noch der halbe Mindestabstand eingehalten, der auch gegen�ber Bauten in der Landwirtschaftszone zur Vermeidung �berm�ssiger Immissionen nach Art. 2 Abs. 5 LRV nicht unterschritten werden darf (vgl. FAT-Bericht Nr. 476, S. 7). Die Beschwerde erweist sich somit auch diesbez�glich im Ergebnis als unbegr�ndet.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen ist. Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens sind den Beschwerdef�hrern aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Den privaten Beschwerdegegnern, die nicht anwaltlich vertreten sind, ist keine Parteientsch�digung zuzusprechen (Art. 159 OG).
Dieses Urteil wird den Parteien, der Politischen Gemeinde Mels, dem Baudepartement und dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen sowie dem Bundesamt f�r Raumentwicklung und dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.