Source: http://www.stiftung-immobilienkauf.de/category/buchstabe-i
Timestamp: 2016-07-23 21:11:20
Document Index: 166692103

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 8', '§ 4', '§ 21', '§ 21', '§ 6', '§ 4', '§ 15', '§ 9', '§ 15', '§ 9', '§ 23', '§ 4', '§ 1', '§ 151', '§ 182', '§ 188', '§ 189', '§ 13', '§ 16', '§ 17', '§ 13', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§2042', '§753', '§ 906', '§ 906', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 467', '§ 463', 'BGH', 'BGH', '§ 311']

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Artikel unter 'Buchstabe I'
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Tipps zum immobilienkauf von Rechtsanwalt Prof Dr Thieler:siehe you tube unter volker thieler
Immobilien als sichere Kapitalanlagen
Für viele Kapitalanleger stehen ein Sicherheit und Wertzuwachs als Anlagemotive neben einer Rendite im Vordergrund. Die letzten Jahre haben insoweit deutlich gezeigt, dass weder Instrumente des sog. grauen Kapitalmarks (geschlossene Immobilien-, Medien- und Schiffsfonds) diese Ziele erreichen, noch Kapitalanlagen aus dem regulierten Bereich (offene Immobilienfonds, Wertpapiere). Viele Kapitalanlagen, beispielsweise auch atypisch stille Gesellschaftsbeteiligungen, führen nicht nur zum Totalverlust, sondern auch zu Nachzahlungsrisiken. Immobilien stellen insoweit eine gute Alternative dar, wenn man wesentliche Kriterien achtet. Zum einen ist es notwendig, zu günstigen Preisen zu kaufen. Dies ist u. a. im Rahmen von Zwangsversteigerungen oder bei Erbengemeinschaften möglich. Natürlich muss die Werthaltigkeit der Immoilie, beispielsweise mit Blick auf den Standort geprüft werden, ebenso die Bausubstanz. Die häufig mit Blick auf sog. Mietnomaden befürchtete ausbleibende Rendite lässt sich im Regelfall durch Maßnahmen im Vorfeld des Mietvertragsabschlusses vermeiden, jedenfalls durch eine effektive Prozessführung stark eingrenzen.
Hier handelt es sich um ein interessantes Objekt. Einfamilienhaus in Gräfelfing.
Wenn Sie nähere Informationen hierzu, oder wie man ein derartiges Objekt ersteigert, haben wollen, können Sie sich gerne mit der Senator Vermögensverwaltung GmbH, Telefon 0176/62249653 in Verbindung setzen.
Instandsetzung/ Schadenersatzpflicht
Der Vermieter muss dem Mieter grundsätzlich alle Schäden ersetzen, die aufgrund von Renovierungsmaßnahmen an bzw. in der Mietsache entstanden sind. Des Weiteren muss der Vermieter gegebenenfalls für Kosten aufkommen, die durch die Umräumung von Gegenständen anfallen. Auch die Reinigungskosten, die durch die Renovierungsmaßnahmen entstehen sind vom Vermieter zu tragen.
Instandsetzung/ Duldungspflicht
Sie müssen alle Maßnahmen Dulden, die dazu dienen, Verschleißerscheinung an der Mietsache zu beseitigen. Dabei kommt es im Wesentlichen darauf an, dass der Grundriss oder der Charakter der Mietsache nicht verändert wird. Der Vermieter muss solche Maßnahmen jedoch rechtzeitig ankündigen und Ihnen einen angemessen Zeitraum zu benennen. Zusätzlich bedarf es einer Genehmigung von ihrer Seite. Diese können Sie beispielweise verweigern, wenn die Arbeiten aufgrund von Ihren gesundheitlichen Problemen oder sonstigen Gründen nicht in einem bestimmten Zeitraum durchgeführt werden können, denn der Vermieter ist verpflichtet, auf Ihre Belange Rücksicht zu nehmen.
Instandhaltung/ Ersatzbeschaffung, bzw. Ersatzvornahme
Nach allgemeiner Auffassung sind Instandhaltungskosten diejenigen Kosten, die während der Nutzungsdauer zur Erhaltung des vertragsgemäßen Zustands anfallen, um die durch Abnutzung, Alterung und Witterungseinwirkung entstehenden baulichen Mängel zu beseitigen. Soweit diese durch AGB-Klausel auf den Mieter übertragen worden sind, stellt sich die Frage nach der Reichweite der AGB-Klausel.
Steuern-Immobilien
•	Grunderwerbsteuer gemäß § 11 Abs. 1 GrEStG 3,5% der Wertes der Gegenleistung § 8 GrEStG
•	Keine Umsatzsteuer: Befreiung nach § 4 Nr.9a UStG Nutzung der Immobilie
•	Vermietung 	Einkommensteuer
Einnahme sind steuerpflichtig § 21 EStG
Werbungskosten können abgezogen werden § 21 EStG
z. B. Abschreibung 2%, Schuldzinsen und sonstige Kosten der Finanzierung, Erhaltungsaufwendungen, Grundsteuer. sonst. lfd. Kosten Nicht zu Werbungskosten gehören Kosten im Zusammenhang mit der Herstellung oder Anschaffung der Immobilien,
z. B. Notarkosten für Kaufvertrag, Grundbuchkosten für Auflassungsvormerkung und Eigentumsübertragung, Grunderwerbsteuer, anschaffungsnaher Aufwand (Grundsatz: Aufwendungen innerhalb von 3 Jahren nach Anschaffung, wenn die Aufwendungen (ohne USt) 15% der Anschaffungskosten übersteigen. Hierzu auch § 6 Abs. 1 Nr. 1 a EStG und BMF-Schreiben vom 18.07.2003)
-Verluste aus der Vermietung sind mit anderen positiven Einkünften verrechenbar. Problem: Nachweis der Überschusserzielungsabsicht bei andauernden Verlusten
à Nachweis durch Überschussprognose über einen Zeitraum von in der Regel 30 Jahren (BMF vom 08. 10. 2004) à gelingt der Nachweis nicht, werden die Verluste bei der Einkommenssteuer nicht angesetzt.
Mieteinnahmen sind von der Umsatzsteuer befreit § 4 Nr. 12 UStG
Kein Vorsteuerabzug § 15 Abs. 2 Nr. 1 UStG
Optionsmöglichkeit zur Umsatzsteuerpflicht gem. § 9 UStG, wenn Vermietung an anderen Unternehmer für dessen Unternehmen à allerdings muss der Mieter ausschließlich Umsätze ausführen, die den Vorsteuerabzug nicht ausschließen
Bei Option zur Steuerpflicht besteht auch Berechtigung zum Vorsteuerabzug
•	Gewerbesteuer
Fällt nicht an (Ausnahme gewerblicher Grundstückshandel) •	Verbilligte Überlassung an Angehörige oder fremde Dritte Überlassung zu 75% und mehr der ortsüblichen Vergleichsmiete:
Behandlung wie bei ,,normaler´´ Vermietung. Einkunftserzielung wird unterstellt keine Prognose erforderlich.
Überlassung zu 56 % bis 75% der ortsüblichen Vergleichsmiete:
Aufteilung in einen entgeltlichen Teil und einen unentgeltlichen Teil.
Werbungskosten sind nur anteilig abziehbar
Überschussprognose ggf erforderlich.
Überlassung zu weniger als 56% der ortsüblichen Vergleichsmiete Vermietung wird steuerlich nicht anerkannt.
Siehe auch BMF-Schreiben vom 08.10.2004
Kein Vorsteuerabzug § 15 2 Nr. 1 UStG
Optionsmöglichkeit zur Umsatzsteuerpflicht gem. § 9 UStG, wenn Vermietung an anderen Unternehmer für dessen Unternehmen à allerdings muss der Mieter ausschließen
Beispiel: Vermietung einer Wohnung an Unternehmer zur Unterbringung von auswärtig beschäftigten Arbeitnehmern -Gewerbesteuer
fällt nicht an Ausnahme gewerblicher Grundstückshandel:
Das Vorliegen eines gewerblichem Grundstückshandels ist dann zu prüfen, wenn innerhalb eines Fünfjahreszeitraums mehr als drei Objekte verkauft werden (so genannte Drei-Objekt-Grenze)
Das Überschreiten dieser Grenze ist jedoch nur ein Indiz für das Vorliegen eines gewerblichen Grundstückhandels.
Zur Frage welche Objekte bei der Ermittlung der Drei-Objekt-Grenze einbezogen werden (z. B. nicht Grundstücke, die vor dem Verkauf eigenen Wohnzwecken dienten) und unter welchen Umständen es auch bei Unterschreiten der Drei-Objekt-Grenze bereits zu einem gewerblichen Grundstückshandel kommen kann (Auftreten wie Grundstückshändler) hat sich das BMF in einem Schreiben vom 26.03.2004 ausführlich geäußert.
Verkauf/Veräußerung der Immobilie
Grundsätzlich keine steuerliche Berücksichtigung von Veräußerungsgewinnen- oder –verlusten
Verkauf innerhalb der Spekulationsfrist von 10 Jahren
•	Steuerpflichtiges privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG
•	Veräußerungsgewinn ist steuerpflichtig bei überschreiten der Freigrenze von 600 Euro (kein Freibetrag!)
•	Veräußerungsverlust ist können nur mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften verrechnet werden
es liegt ein gewerblicher Grundstückshandel vor, dann volle Steuerpflicht und volle Verlustverrechnung
Steuerbefreiung gem. § 4 Nr. 9a UStG
Grundsätzlich keine Steuerpflicht mit Ausnahme des gewerblichen	Grundstückshandel
•	Schenkung unter Lebenden/Erwerb von Todes wegen
Steuerpflichtiger Vorgang gem. § 1 ErbStG
Steuerpflichtiger Erwerb in Höhe des Grundbesitzwertes.
Grundbesitzwert wird zum Bewertungsstichtag (Todeszeitpunkt, Zeitpunkt der Ausführung der Schenkung) gem. § 151 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BewG (Bewertungsgesetz) festgestellt.
3 verschiedene Verfahren: Vergleichswertverfahren, Sachwertverfahren, Ertragswertverfahren
	Welches Verfahren angewendet wird hängt dvon ab, welche Art von Grundstück vorliegt § 182 BewG
Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser werden nach dem Sachenwertverfahren bewertet
Sonstige Mietwohngrundstücke und gemischt genutzte Grundstücke für die sich eine ortsübliche Miete ermitteln lässt werden nach dem Ertragswertverfahren bewertet
Bei beiden Verfahren erfolgt eine getrennte Bewertung von Grund und Boden sowie den Gebäuden:
Bodenwert + Gebäudeertragswert = Ertragswert
Bodenwert + Gebäudesachwert = Sachwert
Bodenwert= Bodenrichtwert lt. Gutachterausschuss x Fläche (m²)
Gebäudeertragswert=
Reinertrag des Grundstücks (Rohertrag./.Bewirtschaftungskosten)
./. Verzinsung Bodenwert (auf der Grundlage des Liegenschaftszinses § 188 BewG)
X Vervielfältigter gem. Anlage 21 zum BewG
Gebäudesachwert=
./. Alterswertminderung (Verhältnis des Alters des Gebäudes zum Bewertungsstichtag zur Gesamtnutzungsdauer gem. Anlage 22 BewG)
=Zwischensumme (mindestens 40% der Regelherstellungskosten)
X Sachwertfaktor gem. § 189 Abs. 3 BewG
Bei der Erbschafts- und Schenkungssteuer wird der ermittelte Wert grundsätzlich mit 100% angesetzt.
Ausnahme: inländische Grundstücke die zu Wohnzwecken vermietet werden nur mit 90% (§ 13c ErbStG)
-Nachlassverbindlichkeiten, z.B. vom Erblasser/Schenker übernommene Baufinanzierung
-Verbindlichkeiten aus Vermächtnissen, Auflagen und geltend gemachten Erbersatzansprüchen
-Kosten der Bestattung des Erblassers, eines angemessenen Grabmales und der Regelung des Nachlasses à aber Freibetrag bis 10.300 Euro
Im Ergebnis erhalten wir den steuerpflichtigen Erwerb
Von dem so ermittelten Erwerb können ggf. noch abgezogen werden:
§ 16 EStG: 500.000 Euro für Ehegatten und Lebenspartner
400.000 Euro für Kinder
200.000 Euro für Enkelkinder
alle weiteren Personen 20.000 bis 100.000 Euro je nach Steuerklasse
§ 17 ErbStG 256.000 Euro für Ehegatten und Lebenspartner 10.300 Euro bis 52.000 Euro für Kinder bis zum 27. Lebensjahr, Höhe ist gestaffelt nach Lebensalter
aus dem dann verbleibenden Betrag wird dann mit dem Steuersatz die zu entrichtende Erbschafts-/Schenkungsteuer ermittelt.
Die Höhe des Steuersatzes (7 bis 50 %) richtet sich nach dem Wert des steuerpflichtigen Erwerbs und der Steuerklasse des Erwerbers. Es gilt der Grundsatz, je höher der Wert und die Steuerklasse umso höher der Steuersatz.
Handelt es sich um Grundvermögen nach § 13c ErbStG (Ansatz nur mit 90 % des Grundbesitzwertes) besteht die Möglichkeit die Erbschaftssteuer bis zu 10 Jahre zu stunden, soweit der Erbe die Steuer nur durch Veräußerung dieses Grundbesitzes aufbringen kann (Möglichkeiten der Kreditaufnahme sind auszuschöpfen).
-bei Erwerb von Todes wegen und Schenkung unter Lebenden keine Steuerpflicht § 3 Nr. 2 und Nr. 3 GrEStG
-keine Steuerpflicht mangels Leistungsaustausch
Leider haben viele Zeichner von Immobilienfonds im Vertrauen auf sichere Geldanlagen Immobilienfonds gezeichnet ,ohne ueber die tatsächlichen Risiken von den Vermittlern aufgeklärt zu werden.So wurde bei geschlossenen Fonds in Form einer Gesellschaft des bürgerlichen Rechts über die mögliche unbeschränkte Haftung des einzelnen Fondszeichner nicht aufgeklärt oder bei offenen Fonds über die gesetzliche Möglichkeit für einen gewissen Zeitraum die Einlösung der Fondsanteile auszusetzen(siehe hierzu die Dokumentation HAFTTUNG DER VERMITTLER zu bezihen über die Stiftung):Eine umfangreiche Rechtsprechung hat sich zu der Haftung für Prospektfehler entwickelt.Nach den von der Rechtsprechung entwickelten Prospekthaftungsgrundsätzen hat der Prospekt über ein Beteiligungsangebot der für einen Beitrittsinteressenten im Allgemeinen die einzige Unterrichtungsmöglichkeit darstellt,den Anleger über alle Umstände ,die für seine Entschließung von wesentlicher Bedeutung sind oder sein könnedn,sachlich richtig und vollständig zu unterrichten.(vergl.BGHZ 79,337und 116 Seite7,12 )Dazu gehört eine Aufklärung über Umstände,die den Vertragszweck vereiteln oder den vom Anleger verfolgten Zeck gefährden könnten.(BGHZ79 Seite337)(ausführliche Dokumentation bei der S tiftung erhältlich)
Insolvenz (Gewerberaummietrecht)
Das der Sicherung des Mietzinsanspruchs dienende Vermieterpfandrecht kann insolvenzrechtlich nicht in weiterem Umfang angefochten werden als die Mietzinszahlung selbst. Dem Vermieter steht deshalb in der Insolvenz des Mieters ein anfechtungsfreies Absonderungsrecht zu, soweit die von dem Pfandrecht erfassten Gegenstände bereits vor der Krise eingebracht wurden.
Immobiliennebenkosten
Im Kaufvertrag sollte dringen geregelt werden, dass der Käufer der Immobilie sich verpflichtet Nebenkosten auszugleichen, soweit der Verkäufer mit diesen noch belastet wurde. Die Gemeinde darf nämlich die Umstellung der Gebührenschuld erst ab Eigentumsübergang vornehmen - in den meisten Kaufverträgen wird aber ab Zahlung des Kaufpreises der Übergang der Zahlungspflicht für Nebenkosten vereinbart.
Vetragsübergang
Beim Verkauf einer Immobilie geht der bestehende Mietvertrag mit allen Rechten und Pflichten ab Eigentumsumschreibung = Auflassung auf den neuen Eigentümer über. Eine neue Ausfertigung ist nicht nötig. Versicherungsverträge gehen dann nicht über, wenn sie einen Monat nach Eigentumsübergang gekündigt wurden. Achtung alle anderen Verträge -wie Wartungsvertrag, Hausmeistervertrag usw. bleiben beim ehemaligen Eigentümer.
Schenkung - Immobilienrückforderung
Ein Immobilienschenkungsvertrag kann unter Umständen vom Sozialhilfeträger bei Verarmung des Schenkers zurückgefordert werden, wenn bei der vertraglichen Gestaltung dieses Problem nicht beachtet wurde. Eine Schenkung kann bei Verarmung des Schenkers dazu führen, dass der Schenker mit seinen Mitteln seine Unterbringung und Pflege im Alter nicht mehr erbringen kann.
Hausübertragung gegen Wohnrecht mit Kost und Pflege
Dass in einem Vertrag als Gegenleistung für die Übertragung eines Hausgrundstücks vereinbarten Versorgungsleistungen nur so lange geschuldet sein sollen, wie sie von dem Verpflichteten in dem übernommenen Haus erbracht werden können, führt nicht ohne Weiteres zur Sittenwidrigkeit der vereinbarten Regelung. (BGH Urteil vom 6.2.2009 - V ZR 130/08 NJW 2009, 1346).
Als Altersversorgung drängt sich der Kauf einer Immobilie geradezu auf, weil hier langfristig die größte Absicherung vor Inflation und Wertverlust gegeben ist. Die Inormationen zu dieser Erkenntnis sind in der Öffentlichkeit entweder falsch oder sie sind - weil die entsprechenden Medien sich aus Anzeigen finanzieren zielgerichtet auf Kapitalanlagen der Banken gerichtet sind, um die entsprechenden Verdienste diesen zu sichern.
Beispiel: Eine Eigentumswohnung, die sie in guter Lage vor 20 Jahren in München gekauft haben dürfte heute das 3-4 an Wert haben - eine entsprechende Geldanlage im Bereich Festgeld dürfte heute nach Kaufkraftentwertung nicht mal den Ursprungswert haben.
Leben die Immobilienkäufer unverheiratet zusammen, so kann der Erwerb einer Immobilie ungeheure Probleme mit sich bringen. Eine Beratung durch einen im Immobilienrecht erfahrenen Anwalt ist dringend erforderlich. Die Probleme können hier nur kurz erwähnt werden:
1. Trennung während der Partnerschaft - jeder Partner kann die Teilungsversteigerung verlangen, falls der andere Partner nicht verkaufen will. Die Teilungsversteigerung kann vertraglich und durch Grundbucheintragung ausgeschlossen werden.
Immobilienkauf - Eheleute
Wenn Eheleute eine Immobilie gemeinsam kaufen oder während der Ehe eine Immobilie ganz oder teilweise auf den anderen Ehegatten übertragen wird, sollten sie sich unbedingt über die Formulierung im Kaufvertrag rechtlich beraten lassen. Die Übertragung kann nämlich rechtlich entweder eine Schenkung oder eine ehebedingte Zuwendung sein. mehr lesen... Haben Sie Fragen? E-Mail an die Stiftung
Bauzeitüberwachung
Eine dringende Empfehlung aufgrund allgemeiner Praxiserfahrung ist, dass Bauherren während der Bauphase den Neubau von einem Sachverständigen überprüfen lassen sollten. Viele Mängel lassen sich nach Fertigstellung des Baus schwer feststellen, ohne dass Aufbrecharbeiten
Immobilie in Erbmasse
Hat eine Erbengemeinschaft eine Immobilie geerbt, dann kann die Immobilie, falls die Erben sich über einen freihändigen Verkauf nicht einigen können, die Immobilie zum Zecke der Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft versteigern lassen §2042BGB Abs.11, Abs.2 i.V mit §753 Abs.1 Satz 1 BGB.
Nachbarlärm und Schmutz
Gemäß § 906 BGB kann der Grundstückseigentümer die Zuführung von Lärm und Schmutz von einem anderen Grundstück insoweit nicht verbieten, als die Einwirkung die Benutzung seines Grundstücks nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigt. Eine unwesentliche Beeinträchtigung liegt nach § 906 BGB in der Regel vor, wenn die in Gesetzen oder Rechtsverordnungen festgelgten Grenz- oder Richtwerten von den nach diesen Vorschriften ermittelten und bewerteten Einwirkungen nicht überschritten werden.
Arglist des Verkäufers
Arglistig handelt ein Verkäufer, wenn er den Fehler wenigstens für möglich hält oder damit rechnet und billigend in Kauf nimmt, dass sein Vertragspartner den Mangel nicht kennt und bei Offenbarung den Vertrag nicht oder nicht mit dem vereinbarten Inhalt geschlossen hätte. BGH Urteil vom 3.März 1995 V ZR 43/94, NJW 1995, 1554, BGH Urteil vom 14. Juni 1996 VZR 105/95, NJW RR 1996, 1332; BGH Urteil vom 22. Nov.1996 V ZR 196/95; NJW RR 1997, 270).
Aufklärungspflicht - Fehler der Kaufsache
Eine Aufklärungspflicht besteht regelmässig nur bei nicht erkennbaren Umständen, die nach der Lebenserfahrung auf das Entstehen bestimmter Mängel schliessen lassen oder bei verborgenenwesentlichen Mängeln (BGH Urteil vom 23.März 199o V ZR 233/88, NJW R,847R-1990.
Kaufvertrag - Schadensersatzanspruch bei arglistig verschwiegenen Fehler
Es gibt einen vom Gewährleistungsausschluss nicht berührten (§ 467 BGB a.F.) Schadensersatzanspruch wegen eines vom Verkäufer arglistig verschwiegenen Fehlers § 463 Satz 2BGB a F: Bei diesem Schadensersatzanspruch ist es dem Käufer möglich, den Kaufgegenstand zurückzuweisen und Ersatz des gesamten ihm durch die Nichterfüllung entstandenen Schadens zu verlangen. (Großer Schadensersatz so auch BGH Urteil vom 14. Juni 1996 V ZR 1o5/95, NJW RR 1996, 1333).
Kaufvertrag - Darlegungs- und Beweislast
Die in den Kaufvertrag aufgenommene Erklärung des Verkäufers, ihm sei “vom Vorhandensein wesentlicher unsichtbarer Mängel nichts bekannt”, rechtfertigt keine Abweichung von dem Grundsatz, dass den Käufer die Darlegungs-und Beweislast dafür trifft, das der Verkäufer ihn über offenbarungspflichtige Umstände nicht aufgeklärt hat. BGH Urteil vom 30. April 2003,V ZR 100/02.
Zahlungs- und Räumungsklage
Es ist nicht empfehlenswert gleichzeitig gegen einen Mieter Zahlungs- und Räumungsklage einzureichen, da die Zahlungsklage ein schnelles Räumungsurteil verhindern kann.
Abstka. = Abstellkammer
App. = Appartements
Ein Vertrag durch den das Eigentum an einer Immobilie übertragen wird, muss notariell beurkundet werden. Dies gilt für sämtliche Nebenvereinbarungen zu den Immobilienvertrag. Ein ohne Beachtung dieser Form geschlossener Vertrag ist solange nichtig, bis die Eigentumsumschreibung im Grundbuch eingetragen ist. § 311b BGB.
Vielfach wird von Notaren vorgeschlagen die Kaufpreisabwicklung über ein Notaranderkonto abzuwickeln. Man sollte sich hierzu unbedingt beraten lassen, weil oftmals diese Regelungen aus Gebührengründen abwegig sind. Die Absicherung der vorzeitigen Kaufpreiszahlung kann auf kostengünstigere Weise erfolgen - wie beispielsweise über Bankbürgschaften - oftmals ist die Zahlung über Notaranderkonten überhaupt nicht nötig.
Der Käufer einer Immobilie hat derzeit 3,5% Steuer aus dem Kaufpreis zu zahlen.
Achtung: Oftmals werden Einrichtungsgegenstände oder Zubehör extra im Kaufpreis betragsmässig ausgewiesen, um Grunderwerbsteuer zu sparen, da für bewegliche Gegenstände keine Grunderwerbsteuer anfällt. Empfehlenswert sind derartige Vereinbarungen nicht, weil eventuell in diesem Bereich für den Verkäufer zusätliche Haftungsmöglichkeiten entstehen können.
Instandsetzungsrücklagen
Im Wohnungseigentumsrecht gibt es den Begriff Instandsetzungsrücklage. Darunter versteht man die Summe der Beträge, die die Wohnungseigentümer monatlich bezahlen, um die Reparaturen am Gemeinschagtseigentum zu finanzieren. Die Werthaltigkeit einer Immobilie kann oft auch an der Höhe der Instandhaltungsrücklage ermessen werden.