Source: https://www.juracademy.de/strafrecht-bt1/toetungsdelikte/2-teil-straftaten-gegen-das-leben/e-geschaeftsmaessige-foerderung-der-selbsttoetung-217/v-persoenlicher-strafausschliessungsgrund-gem-217-abs-2.html
Timestamp: 2019-04-18 13:32:07
Document Index: 380145460

Matched Legal Cases: ['§ 217', '§ 217', '§ 217', '§ 217', '§ 26', '§ 217', '§ 28']

V. Persönlicher Strafausschließungsgrund gem. § 217 Abs. 2
Strafrecht Besonderer Teil 1 - V. Persönlicher Strafausschließungsgrund gem. § 217 Abs. 2
Kursangebot | Grundkurs Strafrecht BT I | V. Persönlicher Strafausschließungsgrund gem. § 217 Abs. 2
Hier werden Angehörige und andere nahestehende Personen von einer Strafbarkeit wegen Teilnahme an § 217 ausgenommen. Wichtig ist, dass sich die Teilnahme (§§ 26 oder 27) auf § 217 Abs. 1 bezieht und dass diese selber nicht geschäftsmäßig erfolgt. Die oben genannten Restriktionen werden also auch an dieser Stelle relevant.
Bringt der Enkel seinen Großvater zu einem Sterbehilfeverein und behält er sich vor, selbiges auch für andere Angehörig zu tun, dann könnte er geschäftsmäßig Beihilfe geleistet haben, so dass der Strafausschließungsgrund nicht greift.
Der Suizident selber ist nach den Grundsätzen der notwenigen Teilnahme straflos.
BT-Drucks. 18/5375, S. 20; BVerfG medstra 2016, 99.
Eine normale Teilnahme von sonstigen Dritten ist möglich. Zu beachten ist dabei aber § 28 Abs. 1. Die Geschäftsmäßigkeit ist ein besonderes persönliches Merkmal, welches strafbegründend ist, so dass eine Strafmilderung in Betracht kommt.