Source: https://www.bafin.de/DE/Aufsicht/BoersenMaerkte/Unternehmensuebernahmen/unternehmensuebernahmen_node.html;jsessionid=D446508729CE88E27558474953FA97BE.2_cid390
Timestamp: 2018-03-19 20:14:44
Document Index: 136843617

Matched Legal Cases: ['§ 39', '§ 14', '§ 10', '§ 39', '§ 10', '§ 29', '§ 35']

BaFin - Unternehmensübernahmen
Bör­sen & Märk­te :
Thema Unternehmensübernahmen Unternehmensübernahmen und Delisting
Für die Übernahme börsennotierter Unternehmen existieren drei verschiedene Angebotsverfahren. Diese überwacht seit 2002 die Wertpapieraufsicht der BaFin. Grundsätzlich erstreckt sich die Aufsicht auf inländische Unternehmen, die in Deutschland börsennotiert sind.
Seit 2002 überwacht die Wertpapieraufsicht der BaFin Übernahmen von Unternehmen, deren Aktien zum Handel an einem regulierten Markt zugelassen sind. Ihre Aufsichtsaufgaben erstrecken sich grundsätzlich auf alle inländischen Unternehmen, die in Deutschland börsennotiert sind. Es existieren drei Angebotsverfahren: das sonstige Erwerbsangebot, das Übernahmeangebot und das Pflichtangebot. Darüber hinaus existiert seit dem 26. November 2015 das sogenannte Delisting-Erwerbsangebot als Spezialfall des sonstigen Erwerbsangebots.
Beim sonstigen Erwerbsangebot will der Bieter entweder Anteile kaufen, ohne die Kontrolle über die Gesellschaft zu erlangen, oder er will die Kontrollposition, über die er bereits verfügt, weiter ausbauen. Hierfür ist kein Mindestpreis vorgeschrieben; auch Teilangebote sind zulässig. Die Kontrolle über ein Unternehmen hat derjenige, der mindestens 30 % der Stimmrechte an der Zielgesellschaft hält.
Ein Delisting-Erwerbsangebot ist dann abzugeben, wenn der Widerruf der Zulassung der Aktien der Zielgesellschaft am regulierten Markt angestrebt wird. § 39 BörsG sieht vor, dass eine Angebotsunterlage nach den Vorschriften des WpÜG veröffentlicht und den Aktionären ein bedingungsfreies Angebot mit einer Geldleistung in EUR unterbreitet werden muss. Die vom Bieter mindestens zu bietende Geldleistung richtet sich nach dem gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der vorangegangen sechs Monate und etwaigen Vorerwerben in diesem Zeitraum. Ein Delisting-Erwerbsangebot kann auch in Kombination mit einem Übernahmeangebot abgegeben werden.
Beim Übernahmeangebot will der Bieter so viele Aktien der Zielgesellschaft erwerben, dass er die Kontrollschwelle erreicht oder überschreitet. Er kann sein Angebot davon abhängig machen, dass er eine Erfolgsquote erreicht. Dabei muss er jedoch Mindestpreise bieten, die sich am gewichteten durchschnittlichen Börsenkurs der vorangegangenen drei Monate und an möglichen Vorerwerben orientieren.
Ein Pflichtangebot an alle übrigen Aktionäre muss der Bieter in dem Fall unterbreiten, wenn er erstmalig die Kontrolle an der Gesellschaft erlangt. Auch hier gelten die Mindestpreisregelungen.
Verfahren nach dem WpÜG
Die Wertpapieraufsicht der BaFin überwacht die Übernahme- und Delistingverfahren. Sie prüft die Angebotsunterlagen auf Vollständigkeit und auf offensichtliche Verstöße gegen das Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG). Dabei ist sie befugt, gegebenenfalls ein Angebot zu untersagen. Außerdem entscheidet die Wertpapieraufsicht über Befreiungsanträge.
Unterstützt wird die BaFin bei ihrer Tätigkeit vom Übernahmebeirat. Dieser besteht aus Vertretern der Wirtschaft, Politik und Wissenschaft und berät in Fragen des Übernahmerechts. Über Widersprüche gegen besonders bedeutsame übernahmerechtliche Entscheidungen der Aufsicht entscheidet der Widerspruchsausschuss, der ebenfalls bei der BaFin angesiedelt ist.
Das WpÜG schreibt ferner vor, welche Pflichten Bieter zu erfüllen haben, wie die BaFin das Verfahren überwacht und welche Informationen von der BaFin veröffentlicht werden müssen.
geändert am 16.01.2018
WpÜG-An­ge­bots­ver­ord­nung (WpÜ­GAn­gebV) - Ver­ord­nung über den In­halt der An­ge­bo­ts­un­ter­la­ge, die Ge­gen­leis­tung bei Über­nah­me­an­ge­bo­ten und Pflicht­an­ge­bo­ten und die Be­frei­ung von der Ver­pflich­tung zur Ver­öf­fent­li­chung und zur Ab­ga­be ei­nes An­ge­bots
WpÜG-Ge­büh­ren­ver­ord­nung (WpÜG­GebV) - Ver­ord­nung über Ge­büh­ren nach dem Wert­pa­pie­rer­werbs- und Über­nah­me­ge­setz
WpÜG-Wi­der­spruchs­aus­schuss-Ver­ord­nung (WpÜG­WidV) - Ver­ord­nung über die Zu­sam­men­set­zung und das Ver­fah­ren des Wi­der­spruchs­aus­schus­ses bei der Bun­des­an­stalt für Fi­nanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht
Format: Artikel Auf­sicht über Wert­pa­pie­rer­werbs-, Über­nah­me- und Pflicht­an­ge­bo­te nach dem WpÜG
Format: Artikel Min­dest­prei­se
Format: Meldung Ac­ting in Con­cert: ES­MA ver­öf­fent­licht Whi­te List
Statistiken/Listen
Über­nah­me­bei­rat
Wi­der­spruchs­aus­schuss
Com­pa­ny ta­keo­vers
Format:Statistik/Liste Erscheinungvom 1. Januar 2016Stand, geändert am 11.01.2018Ver­öf­fent­lich­te An­ge­bo­ts­un­ter­la­gen (§ 14 WpÜG)
Format:Statistik/Liste Erscheinungvom 1. Januar 2016Stand, geändert am 13.03.2018Ver­öf­fent­lich­te Kon­trol­ler­lan­gun­gen über Ziel­ge­sell­schaf­ten, Wert­pa­pier-Er­werbs-, De­lis­ting-Er­werbs- und Über­nah­me-An­ge­bo­te
Nach dem WpÜG bzw. BörsG sind Bieter verpflichtet, Entscheidungen zur Abgabe eines Wertpapier-Erwerbs-Angebotes (§ 10 WpÜG), eines Delisting-Erwerbs-Angebotes (§ 39 BörsG, § 10 WpÜG), eines Übernahme-Angebotes (§§ 29, 34, 10 WpÜG) oder über die Kontrollerlangung über eine Zielgesellschaft (§ 35 WpÜG) der BaFin zu veröffentlichen.
Format:Artikel Erscheinungvom 1. August 2014 Un­ter­neh­mens­über­nah­men: Ba­Fin-Stu­die - Deut­li­che Preis­re­ak­tio­nen auf Über­nah­me­mel­dun­gen
Unternehmensübernahmen gehören zum Alltagsgeschäft an der Börse. Diese sind für die Aktionäre der Unternehmen, die übernommen werden, oft gewinnbringend, da in der Regel eine Prämie auf den letzten Börsenpreis der Aktien vor Veröffentlichung der Übernahmemeldung gezahlt wird. Denn nur, wenn dieser Angebotspreis attraktiv ist, kann die übernehmende Gesellschaft davon ausgehen, dass die …
Format:Meldung Erscheinungvom 4. Juni 2014 Ba­Fin for­dert Guos­hi As­sets In­vest­ment Ma­nage­ment Li­mi­ted zu An­ge­bot an Ak­tio­näre der Pa­na­max AG auf
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat die Guoshi Assets Investment Management Limited am 19. Mai 2014 aufgefordert, ihrer Pflicht zur Abgabe eines Angebots an die Aktionäre der Panamax AG nachzukommen. Der Bescheid ist sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig.
Anordnungs- und Zwangsgeldandrohungsbescheid der BaFin (PDF, 59KB, nicht barrierefrei)
Format:Meldung Erscheinungvom 26. Januar 2011 Ba­Fin-Prü­fung: Kei­ne Ab­stim­mung zwi­schen Sou­theas­tern und ACS fest­ge­stellt
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat nicht nachweisen können, dass die Southeastern Asset Management Incorporated (Southeastern, USA) und die in Spanien ansässige Actividades de Construcción y Servicios S.A. (ACS) beim Übernahmeangebot der ACS an die Aktionäre der Hochtief Aktiengesellschaft, Essen (Hochtief AG), als gemeinsam handelnde Person aufgetreten sind. Das …
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