Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%202002,%20446
Timestamp: 2019-03-19 23:57:30
Document Index: 6542891

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 177', '§ 15', '§ 16', '§ 261', 'in dubio', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 261', 'in dubio', 'BGH', '§ 261']

BGH, 06.02.2002 - 2 StR 507/01 - dejure.org
§ 177 Abs. 2 StGB; § 15 StGB; § 16 StGB; § 261 StPO
Vergewaltigung; Vorsatz (Beweiswürdigung; Anwendung des Grundsatzes in dubio pro reo; Irrtum; Gleichgültigkeit)
Sachrüge - Zweifelssatz - Beweisregel - Innere und äußere Tatmerkmale - Vorsatzausschließender Irrtum
NStZ 2002, 446
Die Anforderungen an eine umfassende Würdigung der festgestellten Tatsachen sind nicht geringer als im Fall der Verurteilung (vgl. BGH NStZ 2002, 446).
Die Anforderungen an eine umfassende Würdigung der festgestellten Tatsachen sind beim freisprechenden Urteil nicht geringer als im Falle der Verurteilung (BGH, Urt. v. 06.02.02 - 2 StR 507/01 - = NStZ 2002, 446;… BGH, Urt. v. 23.07.2008 - 2 StR 150/08 - = NJW 2008, 2792, 2793).
Für ein freisprechendes Urteil gilt, dass die Anforderungen an eine umfassende Würdigung der festgestellten Tatsachen nicht geringer sind als im Falle der Verurteilung (BGH NStZ 2002, 446).
Indes hat auch ein freisprechendes Urteil die Beweise erschöpfend zu würdigen (BGHR StPO § 261 Beweiswürdigung 27).
Der Grundsatz "in dubio pro reo" ist keine Beweis-, sondern eine Entscheidungsregel, die das Gericht erst dann zu befolgen hat, wenn es nach abgeschlossener Beweiswürdigung nicht die volle Überzeugung vom Vorliegen einer für den Schuld- und Rechtsfolgenausspruch unmittelbar entscheidungserheblichen Tatsache zu gewinnen vermag (vgl. BGHR StPO § 261 Beweiswürdigung 24, 27).