Source: https://www.fachportal-hochbegabung.de/bundeslaender/laenderdaten/sn/
Timestamp: 2018-12-10 05:31:43
Document Index: 241384919

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 2', '§ 1', '§ 1', '§ 35', '§ 7', '§ 1', '§ 35', '§ 7', '§ 19', '§ 19', '§ 17']

Begabtenförderung in Sachsen | KARG Fachportal Hochbegabung
Keine Orientierungs- oder Förderstufe.
Gemäß § 4 Abs. 3 Schulgesetz haben aber an der Mittelschule und am Gymnasium die Klassenstufen 5 und 6 orientierende Funktion.
Die Mittelschule verbindet Hauptschul- und Realschulbildungsgang (umfasst die Klassenstufen 5 bis 10).
Der Sächsische Bildungsplan zielt darauf ab, die Wahrnehmung individueller Fähigkeiten und Besonderheiten von Kindern zu sichern. Der Sächsische Bildungsplan ist gemäß § 2 Abs. 1 des Sächsischen Gesetzes zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen die Grundlage für die Gestaltung der pädagogischen Arbeit in den Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege.
Die schulische Begabtenförderung im Freistaat Sachsen ist gesetzlich verankert. Den Rahmen bilden in erster Linie die §§ 1, 7 und 35a Schulgesetz:
§ 1 Abs. 2 macht im Zusammenhang mit dem Erziehungs- und Bildungsauftrag verbindlich, dass "bei der Gestaltung der Lernprozesse ... die unterschiedliche Lern- und Leistungsfähigkeit der Schüler inhaltlich und didaktisch-methodisch berücksichtigt ... (wird)."
Dieser Gedanke wird mit Blick auf die Wege der individuellen Förderung durch § 35a präzisiert. Dort wird u. a. gefordert, dass "die Ausgestaltung des Unterrichts und anderer schulischer Veranstaltungen (sich) ... an den individuellen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen der Schüler (orientiert)".
Mit Blick auf die Schulart Gymnasium schließlich schreibt § 7 Abs. 4 vor, dass "zur Förderung besonders begabter Schüler ... an ausgewählten Gymnasien besondere Bildungswege angeboten (werden)".
Mit dem Beginn des Schuljahres werden alle Kinder, die bis zum 30. Juni des laufenden Kalenderjahres das sechste Lebensjahr vollendet haben, schulpflichtig. Als schulpflichtg gelten auch Kinder, die bis zum 30. September des laufenden Kalenderjahres das sechste Lebensjahr vollendet haben und von den Eltern in der Schule angemeldet wurden.
Hinsichtlich der Verzahnung von Schulvorbereitungsjahr und Schuleingangphase flächendeckend.
Zur Verzahnung von Schulvorbereitungsjahr und Schuleingangsphase vgl.:
www.sachsen-macht-schule.de/schule/2562.htm
www.sachsen-macht-schule.de/kita/10603.htm
Klassenstufen: Klassenstufe 10 des Gymnasiums und Klassenstufen 9 und 10 der Mittelschule
An Grundschule, Mittelschule und Gymnasium darf nur eine Klassenstufe auf einmal übersprungen werden.
An Grundschule, Mittelschule und Gymnasium erfolgt ein Beschluss der Klassenkonferenz und ein Vermerk im Zeugnis.
Unterschiedliche, schulindividuell ausgeprägte Varianten des Drehtürmodells
Die Konsultationseinrichtungen sind nicht speziell auf die Thematik der Begabtenförderung ausgerichtet, diese wird aber in den Einrichtungen mit berücksichtigt.
Konsultationseinrichtungen - ein Unterstützungssystem für die pädagogische Praxis von Kindertageseinrichtungen, 2. Projektphase.
www.kita-bildungsserver.de/praxis/beratung-und-unterstuetzung/[...]
Referat 45 (Gymnasien, Abendgymnasien, Kollegs)
Tel.: 0351 564-2950
Leitung: Dr. Heike Petereit
Tel.: 03521 412756
heike.petereit@smk.sachsen.de
Schulische Begabtenförderung im Freistaat Sachsen
1) Der gesetzliche Rahmen
-- § 1 Abs. 2 macht im Zusammenhang mit dem Erziehungs- und Bildungsauftrag verbindlich, dass "bei der Gestaltung der Lernprozesse ... die unterschiedliche Lern- und Leistungsfähigkeit der Schüler inhaltlich und didaktisch-methodisch berücksichtigt ... (wird)."
-- Dieser Gedanke wird mit Blick auf die Wege der individuellen Förderung durch § 35a präzisiert. Dort wird u. a. gefordert, dass "die Ausgestaltung des Unterrichts und anderer schulischer Veranstaltungen (sich) ... an den individuellen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen der Schüler (orientiert)".
-- Mit Blick auf die Schulart Gymnasium schließlich schreibt § 7 Abs. 4 vor, dass "zur Förderung besonders begabter Schüler ... an ausgewählten Gymnasien besondere Bildungswege angeboten (werden)".
2) Die Konzeption
Das Sächsische Staatsministerium für Kultus und Sport verfolgt ein differenziertes Konzept der Begabtenförderung. Dies umfasst vorrangig vier programmatische Gesichtspunkte:
-- Die Begabtenförderung ist keine inselartige Erscheinung innerhalb der Bildungspolitik, sondern ein sorgfältig reflektiertes Element im Zusammenhang der individuellen Förderung auf der Grundlage des gesetzlichen Auftrages;
-- die Begabtenförderung ist eine Aufgabe, die nur schulartübergreifend umzusetzen und weiterzuentwickeln ist - dies betrifft vor allem die Grundschule und das Gymnasium;
-- die Begabtenforderung soll in allgemein bildenden Schulen im Freistaat Sachsen in einem gestuften System ablaufen, um in differenzierter Weise den individuellen Neigungen und Begabungen gerecht zu werden. Der Begriff der Differenzierung umfasst dabei sowohl die äußere Differenzierung nach Schularten und Bildungsgängen als auch die innere oder Binnendifferenzierung nach Anforderungsniveau innerhalb von heterogenen Lerngruppen;
-- die Hochbegabtenförderung ist ein Teilbereich der Begabtenförderung.
3) Die Institutionen
Der schulischen Begabtenförderung dienen in erster Linie die folgenden Institutionen:
-- Die derzeit 36 Grundschulen, die besonders begabte Schüler integrativ durch individualisierte Lernangebote fördern;
-- die derzeit 24 Gymnasien mit vertiefter Ausbildung bzw. mit einer Klasse zur vertieften Ausbildung; hier werden besondere Schülerbegabungen in einzelnen Domänen gefördert (mathematisch-naturwissenschaftlich: 6 Gymnasien, musisch: 5, sportlich: 6 sprachlich: 7);
-- das Landesgymnasium St. Afra zur Hochbegabtenförderung dient der Förderung von Schülern, deren Begabungen sich auf mehrere Domänen erstrecken.
Eine besondere, weil Grenzen überschreitende Form der schulischen Begabtenförderung stellt der binational-bilinguale Bildungsgang an zwei Gymnasien mit vertiefter Ausbildung in Pirna bzw. Görlitz dar. An diesen werden deutsche und tschechische bzw. polnische Schüler ab Klassenstufe 7 in einer Klasse gemeinsam unterrichtet.
4) Die Umsetzung des Konzepts
Schulische Begabtenförderung ist ein komplexes Gebilde, das - je nach Lebensalter der besonders Begabten und Art ihrer Begabungen - durch verschiedene Größen bestimmt wird.
Diese Parameter sind in erster Linie struktureller, inhaltlicher und organisatorischer Natur.
Inwieweit diese Größen miteinander verzahnt werden müssen, um eine gleichermaßen effektive wie ökonomische Art von schulischer Begabtenförderung zu erbringen, soll am Beispiel der Gymnasien mit vertiefter Ausbildung aufgezeigt werden:
-- Nicht alle der derzeit 24 Gymnasien dieser Art fördern besonders Begabte in allen Domänen, sondern die Aufgaben sind verteilt: jeweils 6 Gymnasien fördern besonders Begabte der mathematisch-naturwissenschaftlichen und sportlichen Domäne, 5 Gymnasien die der musischen Domäne sowie 7 Gymnasien Schüler, deren besondere Begabung auf sprachlichem Gebiet liegt.
-- Die Begabtenförderung erfolgt nach den Grundsätzen der Anreicherung, der Akzeleration sowie der Förderung der Selbstständigkeit; diese Grundsätze sind sowohl in pädagogischer als auch in lern- und entwicklungspsychologischer Hinsicht wissenschaftlich fundiert und müssen domänenbezogen umgesetzt werden.
-- Der Schulbesuch setzt das Bestehen eines domänenspezifischen Aufnahmeverfahrens voraus, das gleichermaßen der Qualitätssicherung wie der Schülerfürsorge verpflichtet ist. Dieses Aufnahmeverfahren erfolgt im Interesse der Vergleichbarkeit teilweise auch nach zentralen Vorgaben.
-- Das einzelne Gymnasium mit vertiefter Ausbildung hat im Bereich der Sekundarstufe I eine begrenzte curriculare Autonomie sowie das Recht, die staatliche Stundentafel zugunsten von Unterricht im Bereich der jeweiligen Domäne begrenzt zu modifizieren.
-- Außerhalb der Domäne verlaufen vertiefte Ausbildung und reguläre Ausbildung (z. B. im Fach Geschichte) für alle Schüler gemeinsam ab, soweit es die Schulorganisation erfordert.
Die vertiefte Ausbildung wird evaluiert, um aus der Analyse des Ist-Standes Kriterien für die qualitative Weiterentwicklung ableiten zu können.
Im Bereich der Grundschulen arbeiten derzeit 36 Schulen im Projekt "Förderung von besonders begabten Schülern durch individualisierte Lernangebote – Impuls für Schul- und Unterrichtentwicklung in der Grundschule" mit.
Mit Beginn des Schuljahres 2002/03 wurde der Schulversuch "Grundschule mit erweitertem Angebot für Schüler mit besonderer Begabung" an der 16. Grundschule "Josephine" in Dresden installiert und mit Ende des Schuljahres 2006/07 beendet.
Ergebnisse des Schulversuchs sind die Dokumentation "Integrative Begabtenförderung – ein Beitrag zu Schul- und Unterrichtsentwicklung an Sachsens Grundschulen", ein Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitung, das oben genannte Weiterführungsprojekt und die Durchführung von Fachtagungen.
5) Die Stellung des Landesgymnasiums St. Afra
Das Landesgymnasium St. Afra zur Hochbegabtenförderung ist in das gestufte Konzept der Förderung besonders Begabter eingebunden. Es dient der Förderung von Schülern, deren besondere Begabungen sich auf mehrere Domänen erstrecken. Die Hochbegabtenförderung wird damit als Teilbereich der Begabtenförderung angesehen.
St. Afra ist im Laufe der letzten Jahre zu einer Art von Schrittmacher in der Szene der sächsischen Begabtenförderung avanciert. Grund dafür ist v. a. das erhebliche geistige, pädagogische und didaktische Potential des Kollegiums der Schule.
So hat das Landesgymnasium die sächsische Bildungslandschaft z. B. auf den Feldern des fächerverbindenden Arbeitens, der sogenannten services und der adressatenspezifischen Bildungsberatung in gewinnbringender Weise bereichert.
Andersherum ist St. Afra in Sachen der Begabtenförderung durchaus Nutznießerin von Entwicklungen, die sich derzeit im sächsischen Bildungssystem vollziehen.
So profitiert das Landesgymnasium von der gestiegenen Sensibilität für die Begabtenförderung im Bereich der Grundschule und dem entstehenden Netz von Grundschulen, die besonders begabte Schüler durch individualisierte Lernangebote in integrativer Weise fördern. Außerdem wird die angestrebte konzeptionelle Weiterentwicklung der Diagnostik zum Nutzen der Begabtenförderung auch St. Afra zu Gute kommen.
St. Afra braucht also die Gesamtentwicklung im Bereich der sächsischen Begabtenförderung in genau der gleichen Weise wie es umgekehrt der Fall ist. Dadurch entsteht ein interessantes Feld fruchtbarer Spannungen im Dienste der Begabtenförderung.
6) Die Beratungsstelle zur Begabtenförderung (BzB)
Institutionelle Begabtenförderung ist nicht nur schulische Begabtenförderung. Zu Fragen der Begabtenförderung werden seit Februar 2008 interessierte Schüler, Eltern, Lehrer und Schulen durch die BzB in Meißen beraten. Zu den Aufgaben der BzB zählen u. a. die Einzelfallberatung, die Schulberatung, ein Schnittstellen- und Vernetzungsmanagement, die Unterstützung der Lehreraus- und -fortbildung und die forschungsorientierte Zusammenarbeit mit den einschlägigen Universitätsdisziplinen im Dienste der konzeptionellen Weiterentwicklung der Begabtenförderung.
Siehe Angaben zum Rahmenkonzept der schulischen Begabtenförderung; weitere Angaben enthalten die Beschreibungen der Angebotsformen in der schulischen Begabtenförderung.
Zahlreiche Maßnahmen im Bereich der Kooperation zwischen den 36 Grundschulen, die besonders begabte Schüler integrativ durch individualisierte Lernangebote fördern, und deren Partnern im Elementarbereich (z. B. Drehtür Kita- Grundschule).
1) TU Dresden
2) Hochschule für Musik "Carl Maria Weber" Dresden
3) Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH)
4) Hochschule Zittau/Görlitz (FH)
5) Technische Universität Chemnitz
1) TU Dresden: Zentrale Studienberatung
2) Hochschule für Musik "Carl Maria Weber" Dresden: Sekretariat Fakutät II
3) Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH): Dezernat Studierende
4) Hochschule Zittau/Görlitz (FH): Referat des Rektors
5) Technische Universität Chemnitz: Studentensekretariat
Referat 35 - Gymnasien, Abendgymnasien und Kollegs
Gemäß § 19 Abs. 2 Satz 1 Sächsisches Hochschulgesetz:
Einvernehmliches Urteil von Schule und Hochschule über besondere Begabung des Schülers
Gemäß § 19 Abs. 2 Satz 5 Sächsisches Hochschulgesetz sind erzielte Studien- und Prüfungsleistungen auf Antrag in einem späteren Studium anzuerkennen, wenn sie dortigen Erfordernissen gleichwertig sind.
Förderung von besonders begabten Schülern durch individualisierte Lernangebote - Impuls für Schul- und Unterrichtentwicklung in der Grundschule
Netzwerk von 36 Grundschulen (Projektschulen)
Bei besonders begabten Schülern sind in der Regel das Verarbeitungstempo von Informationen sowie die Geschwindigkeit von Denken, Arbeiten und Erinnern außerordentlich hoch. Die Begabungen können z. B. im mathematisch- naturwissenschaftlichen, sprachlichen, musischen oder sportlichen Bereich liegen. Die Projektschulen stellen sich der Herausforderung der begabungsgerechten Förderung, erproben und entwickeln individualisierte Lernangebote. In einer anregenden Lernumgebung lernen die Schüler ihre Begabungen anzunehmen, zu entfalten und für Mitschüler sinnvoll einzusetzen.
Wissen und Kompetenzen auf dem Feld der schulischen Begabtenförderung durch zweitägige Fortbildungsveranstaltungen und eine Auftaktveranstaltung pro Schuljahr
Ausbildung der Lehrkräfte im Rahmen der Impulskreisfortbildungen im Grundschulbereich
www.sachsen-macht-schule.de/schule/12831.htm
Besonders begabten Schülern mit Bildungsempfehlung für die Mittelschule stehen nach erfolgreich bestandenem Aufnahmeverfahren spezielle Einrichtungen offen: die Sportmittelschulen und die Palucca-Hochschule für Tanz Dresden - Mittelschule.
Eignungsprüfung, im Falle der Sportmittelschulen unter Einbeziehung des Landesfachverbandes im Landessportbund Sachsen
Netzwerk von vier Sportmittelschulen und der Palucca-Hochschule für Tanz Dresden - Mittelschule
Maßgeblich sind die Grundsätze der Begabtenförderung: Anreicherung, Beschleunigung und Förderung der Selbstständigkeit. Die Eigenverantwortung der einzelnen Mittelschule erstreckt sich auf die inhaltliche Ausgestaltung nach den Prinzipien der Begabtenförderung und die Modifikation der Stundentafel im Bereich Sport.
Wissen und Kompetenzen auf dem Feld der schulischen Begabtenförderung
Fachbereichspezifische Angebote der regionalen und überregionalen Fortbildung, bildungswissenschaftliche Workshops und Tagungen
Personelle Ausstattung im Domänenbereich
GIFted - Förderung von besonders begabten Schülern durch individualisierte Lernangebote und Vernetzung - Impuls für Schul- und Unterrichtsentwicklung an Gymnasien
Netzwerk von 22 Gymnasien
Integrative Begabtenförderung durch individualisierte Lernangebote im Rahmen eines Schulnetzwerkes von 22 Gymnasien
Wissen und Kompetenzen auf dem Feld der schulischen Begabtenförderung durch schulinterne Fortbildung, jährliches Kolloquium zur Begabtenförderung und angebotsformspezifische Fortbildung
Jährlich eine Netzwerktagung zum Erfahrungsaustausch und zur Vermittlung bildungswissenschaftlicher Grundlagen der schulischen Begabtenförderung. Die Netzwerktagungen werden von der Beratungsstelle zur Begabtenförderung des SMK konzipiert und von der Karg-Stiftung und der erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig unterstützt.
Anrechnungsstunden für Personal, Mittel für Ausstattung der Netzwerkschulen mit Fachliteratur; Fortbildungsmittel
www.sachsen-macht-schule.de/schule/12833.htm
Besonders begabten Schülern mit Bildungsempfehlung für das Gymnasium stehen nach erfolgreich bestandenem Aufnahmeverfahren spezielle Einrichtungen offen: Gymnasien mit vertiefter Ausbildung fördern besondere Begabungen in einzelnen Domänen. Sachsen verfügt über Gymnasien mit vertiefter mathematisch-naturwissenschaftlicher, musischer, sportlicher, sprachlicher und binationaler-bilingualer Ausbildung.
Feststellung der Domänenbegabung im mathematisch-naturwissenschaftlichen, sprachlichen und binationalen-bilingualen Bereich durch zentrale schriftliche und dezentrale mündliche Eignungsprüfung, im musischen Bereich durch dezentrale fachpraktische Prüfung und im sportlichen Bereich durch dezentrale fachpraktische Prüfung unter Einbeziehung des Landesfachverbandes im Landessportbund Sachsen.
Netzwerk von 24 Gymnasien
Maßgeblich sind die Grundsätze der Begabtenförderung: Anreicherung, Beschleunigung und Förderung der Selbstständigkeit. Die Eigenverantwortung des einzelnen Gymnasiums erstreckt sich auf die inhaltliche Ausgestaltung nach den Prinzipien der Begabtenförderung und die Modifikation der Stundentafeln in der Sekundarstufe I nach Rahmenvorgaben.
an ausgewählten Gymnasien
Wissen und Kompetenzen auf dem Feld der schulischen Begabtenförderung durch schulinterne Fortbildung und jährliches Kolloquium zur Begabtenförderung
Fachbereichsspezifische Angebote der regionalen und überregionalen Fortbildung; bildungswissenschaftliche Workshops und Tagungen
Personelle Ausstattung im Domänenbereich, Sachausstattung mit Fachliteratur
www.sachsen-macht-schule.de/schule/2840.htm
Landesgymnasium zur Hochbegabtenförderung St. Afra
Als Hochbegabte werden Schüler mit besonderen Begabungen in mehreren Domänen angesehen.
Zweitägiges Assessmentcenter mit psychologischer und mehrteiliger pädagogischer Diagnostik
Insgesamt 302 Schüler in den Klassen- und Jahrgangsstufen 7-12
Die Konzeption des Landesgymnasiums St. Afra befähigt hoch- bzw. mehrfachbegabte Kinder und Jugendliche ab Klassenstufe 7, Wissen und Können weitgehend selbstständig zu erwerben. Schule und Internatserziehung sind dabei eng verbunden. Bildungs- und Erziehungsziel von St. Afra ist die Förderung von Mehrfachbegabungen, die schon in der Schulzeit in den Dienst der Gemeinschaft gestellt werden sollen – auch über Schule und Internat hinaus. So gehören Dienste für das kommunale Umfeld der Schule, beispielsweise für Krankenhäuser, Altenheime oder die Feuerwehr, zur Ausbildung. Wochenstundenpläne und Lehrpläne sind direkt auf die generalistische Förderung dieser Schülerinnen und Schüler zugeschnitten. Jeder Jahrgang der Klassenstufen 7 bis 10 weist dabei einen spezifischen Schwerpunkt auf. Die siebte Klassenstufe orientiert sich verstärkt an Fragen der Lerntechnik, die achte sprachlich, die neunte mathematisch- naturwissenschaftlich. Die Klassenstufe 10 verfolgt ein interkulturelles Konzept. Zwei neue und eine alte Fremdsprache sind für alle Pflicht, interessierte Schülerinnen und Schüler können vier Fremdsprachen lernen.
Die Internatsunterbringung ist Bestandteil der Förderkonzeption und daher obligatorisch.
Wissen und Kompetenzen auf dem Feld der Hochbegabtenförderung durch schulinterne Fortbildung und jährliches Kolloquium zur Begabtenförderung
Personelle Ausstattung mit Lehrern als Internatsmentoren; Internat; bildungswissenschaftliche Fachliteratur; Bibliothek
www.sachsen-macht-schule.de/schule/216.htm
- Auf dem Bildungsserver wird unter
über zahlreiche Wettbewerbe informiert. Ausgewählte Wettbewerbe werden jährlich zu Schuljahresbeginn im Ministerialblatt veröffentlicht.
- Über ausgewählte sächsische, bundesweite und internationale Wettbewerbe wird in der Broschüre "Wettbewerbe in Sachsen" informiert.
- Für Wettbewerbe, die in Kooperation mit dem Kultusministerium veranstaltet bzw. durch das Kultusministerium finanziert werden, wird aktiv Medienarbeit betrieben.
Sächsische Schüler nehmen an zahlreichen Wettbewerben auf verschiedenen Ebenen teil. Eine zentrale Koordinierung erfolgt nicht. Es liegt in der pädagogischen Verantwortung der Lehrer und Schulleiter, an welchen Wettbewerben sich Schulen bzw. Schüler beteiligen. Das Kultusministerium unterstützt zahlreiche Wettbewerbe bzw. die Teilnahme der Schüler an diesen.
Alle Wettbewerbe fördern Begabungen. Landesspezifische Wettbewerbe, die das Kultusministerium unterstützt, sind u. a. BandClash (Schülerbandwettbewerb), Jugendjournalistenpreis, Informatikolympiade, Adam-Ries-Wettbewerb.
Die Ausbildung von Erziehern/innen ist landesrechtlich geregelt. Der Abschluss "Staatlich anerkannter Erzieher/Staatlich anerkannte Erzieherin" an der Fachschule, Fachbereich Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik, in Sachsen entspricht der Rahmenvereinbarung über Fachschulen (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 07.11.2002 i. d. F. vom 09.10.2009). Grundlage der Ausbildung an allen Fachschulen mit der Fachrichtung Sozialpädagogik (z. Zt. 54 Fachschulen) ist der sächsische Lehrplan für die Fachschule, Fachbereich Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik, Erzieher/Erzieherin, von August 2008.
Speziell das Lernfeld "Bildungs- und Entwicklungsprozesse anregen und unterstützen" (360 Stunden) vermittelt Kompetenzen, Kinder und Jugendliche individuell zu fördern.
Sie wenden die Beobachtung in ihren verschiedenen Formen zielgerichtet an. Sie erkennen, analysieren, beurteilen und dokumentieren die Bedürfnisse, Kompetenzen und Entwicklungsverläufe der Heranwachsenden. Mit Hilfe geeigneter Verfahren schätzen sie diese Entwicklungsstände und –verläufe differenziert ein und sind so in der Lage, Lernprozesse zu individualisieren.
Mit den Vorgaben der Kultusministerkonferenz mit Beschluss zu den "Standards für die Lehrerbildung: Bildungswissenschaften" (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 16.12.2004) werden die Kompetenzen beschrieben, die die Länder im Rahmen der jeweiligen Ausbildungsgänge zu berücksichtigen haben.
In Punkt 2.2 (Inhaltliche Schwerpunkte der Ausbildung) sowie in den Standards für die praktischen Ausbildungsabschnitte werden u. a. folgende curriculare Schwerpunkte und Kompetenzbereiche der Bildungswissenschaften in der Lehrerausbildung für alle Schularten festgelegt:
- Heterogenität und Vielfalt als Bedingungen von Schule und Unterricht,
- Diagnose und Förderung individueller Lernprozesse; Leistungsmessungen und Leistungsbeurteilungen,
- Formen von Hoch- und Sonderbegabungen, Lern- und Arbeitsstörungen,
- Grundlagen der Lernprozessdiagnostik.
Die polyvalenten Bachelorstudiengänge und schulformspezifischen Masterstudiengänge für alle Lehrämter an der TU Dresden und der Universität Leipzig berücksichtigen diese Anforderungen. Gleiches gilt für den ab 2012 beginnenden zwölfmonatigen Vorbereitungsdienst.
In der zentralen Lehrerfortbildung durch das Sächsische Bildungsinstitut (SBI) so wie auch in der regionalen Lehrerfortbildung durch die Sächsische Bildungsagentur (SBA) werden Veranstaltungen zum Thema "Begabtenförderung" angeboten, so z. B.
Zentral (SBI):
- Jährliches Kolloquium "Hochbegabtenförderung"
- Begabtenförderung vernetzen
- Begabtenförderung im Blickfeld von Schulaufsicht als Chance für Schul- und Unterrichtsentwicklung
- Reflexion Impulskreismoderatoren Begabtenförderung
Regional (SBA):
- fachspezifische Begabtenförderung
- Möglichkeiten der Begabtenförderung für Grundschulkinder
- Begabtenförderung - Versuch einer komplexen Betrachtung
- Begabtenförderung an sächsischen Grundschulen – Situation, Erfahrungen, Probleme und Herausforderungen
- Begabtenförderung an sächsischen Mittelschulen und Gymnasien – Situation, Erfahrung, Probleme und Herausforderungen
- Begabtenförderung – Impulskreis: Potentiale unter der Lupe - Hochbegabung und Diagnostik
Weiterhin können Lehrkräfte an vom SMK anerkannten Veranstaltungen externer Anbieter zum Themenbereich Begabtenförderung teilnehmen. Es wurden u. a. folgende Veranstaltungen vom SMK als Lehrerfortbildung anerkannt:
- Hochbegabtenförderung weltweit
- Forum für Begabtenförderung in Mathematik
- Begabtenförderung als Teil der individuellen Förderung
Diese Veranstaltungen werden nur in Ausnahmefällen durch das SMK mitfinanziert. Es erfolgt jedoch bei der Teilnahme eine Freistellung vom Unterricht und die teilnehmenden Lehrkräfte erhalten Dienstunfallschutz.
- Hochbegabtendiagnostik und –förderung als ein Teilbereich innerhalb der aktuellen Qualifizierung von Beratungslehrern
- jedoch keine zentral angebotenen (SBI) spezifischen Fortbildungen für Beratungslehrer zum Thema Begabtenförderung in den letzten drei Jahren
- Es wird Fortbildung für Lehrer schulartübergreifend (GS, MS, GY) zum Thema Hochbegabung und differenzierte Förderung im Unterricht angeboten.
- Das Schulprojekt "Begabte Kinder an Grundschulen" wird begleitet.
- Schulpsychologische Diagnostik und Beratung von Eltern, Schülern und Lehrern wird angeboten.
Eine Handreichung für Lehrer und Eltern: "Im Labyrinth – hochbegabte Kinder in der Schule erkennen, verstehen, begleiten und fördern" wird erarbeitet.
Die in den Angeboten tätigen Schulpsychologen sind Diplompsychologen mit Kenntnis des Systems Schule. Diese haben sich zu dieser Thematik in überregionalen und regionalen Veranstaltungen weitergebildet und die gewonnenen Kenntnisse im Team multipliziert. Spezifische Qualifizierungen liegen nicht vor.
Es sind 34 Schulpsychologen mit einer Ressource von 30,6 Vollzeitäquivalenten tätig. 1 Schulpsychologe ist dabei für 14.239 Schüler zuständig (Stand: Juni 2011).
Schulpsychologen sind in den fünf Regionalstellen der Sächsischen Bildungsagentur strukturell verortet. Sie werden auf Anforderung der Schulaufsichtsbehörde und auf Anforderung von Schulleitern, Beratungslehrern, Eltern und Schülern tätig.
Schulpsychologische Beratung ist als Unterstützungsleistung im § 17 Schulgesetz (Bildungsberatung) für den Freistaat Sachsen verankert. Zur Tätigkeit und den Aufgaben von Schulpsychologen gibt es eine separate Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport.
Die Beratungsstelle zur Begabtenförderung (BzB) des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport wurde im Februar 2008 eingerichtet.
In der Beratungsstelle arbeiten vier Pädagogen, zwei aus dem Primar- und zwei aus dem Sekundarschulbereich, sowie eine Psychologin mit 20 Stunden. Hinzu kommen zwei Psychologen, die auf Honorarbasis in der Diagnostik und Beratung tätig sind.
Das Sächsische Staatsministerium für Kultus und Sport hat die Beratungsstelle eingerichtet, um Schülern, Eltern und Lehrern Unterstützung beim Erkennen und Fördern besonderer Begabungen zu geben. Anliegen der Beratung ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Es werden keine "fertigen" Lösungen für Probleme angeboten. Es soll Schülern und deren Eltern die Möglichkeit gegeben werden, eigene Potentiale zu erkennen und Probleme schrittweise zu lösen. Durch das Zusammenwirken von psychologischen und pädagogischen Sichtweisen im Beratungsprozess können gemeinsam differenzierte Lösungswege erarbeitet werden. Ziel ist es, die individuellen Begabungen eines Kindes/ Jugendlichen zu erkennen und Ansatzpunkte für eine begabungsgerechte schulische Entwicklung zu finden.
Angebote für Schüler und Eltern:
- psychologische Diagnostik,
- pädagogische Diagnostik,
- Beratung zu Fragen der schulischen Entwicklung,
- konkrete Absprachen mit Lehrern zu Möglichkeiten individueller Förderung in der Schule,
- Vermittlung weiterer Beratungspartner.
- Unterstützung für Lehrer und Erzieher bei der Begleitung begabter Schüler,
- Impulse zum begabungsgerechten Unterrichten,
- Fortbildung,
- Koordination schulischer Netzwerke.
Im Rahmen der Einzelfallberatung nahmen seit Gründung der BzB mehr als 900 Klienten aus allen Schularten das Diagnostik- und Beratungsangebot wahr. Dabei handelt es sich teilweise um eine intensive Einzelfallförderung bzw. –begleitung in Kooperation mit der jeweiligen Schule vor Ort.
In den schulischen Netzwerken arbeiten 36 Grundschulen sowie 22 Gymnasien mit. Darüber hinaus werden sachsenweit Grund-, Mittel- und Förderschulen sowie Gymnasien in Fragen der integrativen Begabtenförderung unterstützt.
Liste von Beratungsstellen Hochbegabung in Sachsen
Im Modul Beratung des Karg Fachportals Hochbegabung sind Beratungsstellen in Sachsen aufgeführt, die sich auf das Thema Hochbegabung spezialisiert haben und die über strukturelle Voraussetzungen professioneller Beratung verfügen.
www.fachportal-hochbegabung.de/beratungsstellen/sn/
Es bestehen Unterstützungsmöglichkeiten für hochbegabte Underachiever im Rahmen der Einzelfall- und Schulberatung durch die Mitarbeiter der Beratungsstelle zur Begabtenförderung (BzB) des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus und Sport.
Auf der Grundlage von psychologischer und pädagogischer Diagnostik werden von Pädagogen und Psychologen der BzB in enger Kooperation mit den jeweiligen Schulen individuelle Förderkonzepte entwickelt und in ihrer Umsetzung begleitet.
Fragestellungen, die mit dem Problemfeld Underachievement verbunden sind, gehören zu den häufigsten Beratungsanlässen in der BzB (ca. 55% der Einzelfälle).
Frau Kathrin Jäger (kathrin.jaeger@smk.sachsen.de) für den Grundschulbereich,
Frau Dr. Heike Petereit (heike.petereit@smk.sachsen.de) für den weiterführenden Schulbereich
Unterstützungsmöglichkeiten für weitere Zielgruppen werden im Rahmen der Einzelfall- und Schulberatung durch die Mitarbeiter der Beratungsstelle zur Begabtenförderung angeboten. Dabei werden ausgehend von den jeweiligen Fragestellungen im Zusammenwirken von pädagogischen und psychologischen Sichtweisen individuelle Lösungswege entwickelt.
Prof. Dr. Heinz-Werner Wollersheim,
Professur Allgemeine Pädagogik der erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig
GIFted – Förderung von besonders begabten Schülern durch individualisierte Lernangebote und Vernetzung – Impuls für Schul- und Unterrichtsentwicklung an Gymnasien (Kofinanzierung durch Karg-Stiftung und Sächsisches Staatsministerium für Kultus und Sport)
- Sächsisches Staatsministerium für Kultus (Hrsg.): Integrative Begabtenförderung. Ein Beitrag zur Schul- und Unterrichtsentwicklung an sächsischen Grundschulen, Dresden 2008 (Bezugsquelle: Zentraler Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung, Hammerweg 30, 01127 Dresden).
- Korn, Matthias/Rohrmann, Tim: Übergang Grundschule - Sekundarstufe I: Begabtenförderung am Übergang - Kooperation als Herausforderung. Ergebnisse eines Projekts in Sachsen. In: Karg-Hefte. Beiträge zur Begabtenförderung und Begabtenforschung 1 (2011), S. 31ff.
- 10. Sächsisches Kolloquium zur Begabtenförderung (30.01.2009 – 31.01.2009) –
Akzeleration. Formen, Chancen, Risiken beschleunigter Bildungsgänge
- 11. Sächsisches Kolloquium zur Begabtenförderung (29.01.2010 – 30.01.2010) –
Integration begabter Lernender im Schulalltag – Bereicherung oder Belastung?
- 12. Sächsisches Kolloquium zur Begabtenförderung (28.01.2011 – 29.01.2011) –
Theorie trifft Praxis – Wie schulische Begabtenförderung von der Forschung profitiert
- "Fair Talent" der Roland-Berger-Stiftung
- Stipendien von Esther und Silvius Dornier Stiftung,
- Mathias Kleyboldt-Stiftung,
- Melanchthon-Stiftung