Source: https://www.haufe.de/oeffentlicher-dienst/tvoed-office-professional/urlaub-105-entgelt-uebertragbarkeit-abgeltung-des-zusatzurlaubs-nach-tvoed_idesk_PI13994_HI1437526.html
Timestamp: 2020-07-03 11:26:05
Document Index: 244274965

Matched Legal Cases: ['§ 27', '§ 26', '§ 27', '§ 26', '§ 7', '§ 26']

Urlaub / 10.5 Entgelt, Übertragbarkeit, Abgeltung des Zusatzurlaubs nach TVöD | TVöD Office Professional | Öffentlicher Dienst | Haufe
Der Zusatzurlaub nach § 27 TVöD hat keinen selbstständigen Charakter, sondern er hängt von der Gewährung eines Erholungsurlaubs ab. Er teilt daher grundsätzlich das Schicksal des Erholungsurlaubs nach § 26 TVöD, etwa beim Urlaubsentgelt, bei der Abweichung von der 5-Tage-Woche, der Übertragbarkeit oder der Abgeltung.
Mit Urteil vom 23.11.2017 hat das BAG ausdrücklich bestätigt, dass entstandener Zusatzurlaub gem. § 27 Abs. 5 i. V. m. § 26 Abs. 1 Satz 5 TVöD im laufenden Kalenderjahr gewährt werden muss und auch in Teilen genommen werden kann. Geschieht dies nicht, bestimmt sich seine Übertragung auf das nächste Kalenderjahr nach § 7 Abs. 3 BUrlG i. V. m. § 26 Abs. 2 Buchst. a TVöD.
Im Falle langandauernder Krankheit unterliegt der Zusatzurlaub nach TVöD den Übertragungsfristen und damit dem Verfall wie der über den Mindesturlaub nach BUrG hinausgehende tarifliche Erholungsurlaub. Die Richtlinie 2003/88/EG enthält keine Vorgaben für die Gewährung eines Zusatzurlaubs für Schichtarbeit. Der Zusatzurlaub geht deshalb mit Ablauf der tariflichen Übertragungszeiträume (31.3. bzw. 31.5. des Folgejahres) unter.