Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHSt+3,+370
Timestamp: 2018-12-11 14:47:14
Document Index: 150300802

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BGH, 09.01.1953 - 1 StR 628/52 - dejure.org
BGH, 09.01.1953 - 1 StR 628/52
BGHSt 3, 370
NJW 1953, 1480 (Ls.)
NJW 1953, 475
Das Oberlandesgericht sieht sich jedoch an der beabsichtigten Entscheidung gehindert durch das Urteil des Senats vom 9. Januar 1953, BGHSt 3, 370 und hat daher die Sache dem Bundesgerichtshof vorgelegt.
Die bloße Tatsache, daß die Sache vom Täter auf strafbare Weise erlangt wurde und insofern mit einem "sittlichen Makel" behaftet ist, reicht hierbei nicht aus (BGHSt 1, 92; 3, 370; 15, 83;… BGH GA 1956, 181; 1956, 182; BGH, Urteile vom 22. Februar 1963 - 4 StR 503/62 - und vom 9. Oktober 1964 - 2 StR 300/64).
Allein dieses Pfandrecht hatte nicht den wirtschaftlichen Wert, den ein vom Eigentümer erworbenes, in seinem rechtlichen Bestand unangreifbares Pfandrecht gehabt hätte, zumal sich M. den für den Anhänger ausgestellten Kraftfahrzeugbrief nicht hatte aushändigen lassen (BGHSt 3, 370).
Zwar ist die Verwertung einer durch Betrug erlangten Sache nicht als Unterschlagung, sondern als straflose Nachtat anzusehen, wenn bei Begehung des Betrugs der Täter bereits die Absicht der Zueignung hatte (RGSt 39, 239; 43, 17; 61, 38; BGHSt 3, 370 a.E.; vgl auch BGHSt 6, 67 [BGH 22.04.1954 - 4 StR 807/53]).
BGH, 13.03.1956 - 2 StR 70/56
Unterschlagung durch Verpfändung einer gemieteten Schreibmaschine - Ausschluss …
Das Gericht nahm in dem Eröffnungsbeschluß zwar nur an, der Angeklagte habe sich dadurch einer Unterschlagung schuldig gemacht, und übersah, daß er auch einen Betrug gegenüber dem gutgläubigen J. begangen haben konnte (BGHSt 3, 370; 9, 90) [BGH 07.03.1956 - 6 StR 92/55] .
Es bedarf daher keines Eingehens auf die Frage, wieweit an dieser Rechtsprechung festgehalten werden kann, nachdem anerkannt ist, daß auch der gutgläubige Erwerber von Eigentum im Sinne des § 263 StGB geschädigt sein kann, weil er dem Herausgabeverlangen des früheren Eigentümers ausgesetzt ist und Gefahr lauft, in einem gegen ihn angestrengten Rechtsstreit zu unterliegen, unter Umständen sogar auch der strafbaren Hehlerei beschuldigt zu werden (vgl. u.a. BGHSt 1, 92, 93 f; 3, 370, 372; 9, 90, 91; ferner 3 StR 608/52 vom 11. Juni 1953 und 4 StR 455/53 vom 19. November 1953).
Darlehnshingabe erkennbar gerade ankam (BGHSt 1, 92, 94 [BGH 04.04.1951 - 1 StR 92/51]; 3, 370 [BGH 09.01.1953 - 1 StR 623/52]; RGSt 73, 61), sondern erst zu dessen Anerkennung einen langwierigen Rechtsstreit führen mußte.
Wie der Revision zuzugeben ist, kann eine Vermögensschädigung des gutgläubigen Erwerbers einer unterschlagenen Sache allerdings schon dann vorliegen, wenn er im Zeitpunkt der Verfügung der Gefahr ausgesetzt ist, daß der Voreigentümer ihm sein Eigentum streitig machen und er genötigt sein wird, sein Recht gerichtlich oder außergerichtlich zu verteidigen (BGHSt 1, 92 ff; 3, 370 ff [BGH 09.01.1953 - 1 StR 623/52]).
BGH, 26.01.1956 - 4 StR 494/55
BGH, 29.01.1954 - 1 StR 330/53
BGH, 11.06.1953 - 3 StR 608/52
BGH, 19.11.1953 - 4 StR 455/53
BGH, 13.03.1962 - 5 StR 17/62
BGH, 10.11.1961 - 4 StR 410/61
BGH, 14.10.1958 - 5 StR 382/58
BGH, 11.03.1958 - 5 StR 622/57
BGH, 21.06.1955 - 1 StR 222/55
BGH, 16.12.1954 - 3 StR 157/54
BGH, 05.01.1954 - 1 StR 371/53
BGH, 16.10.1953 - 2 StR 251/53