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Timestamp: 2016-10-26 21:27:17
Document Index: 300501371

Matched Legal Cases: ['Art. 145', 'Art. 50', 'BGE', 'Art. 72', 'Art. 218', 'Art. 69', 'Art. 97', 'Art. 98', 'Art. 1', 'Art. 16', 'Art. 26', 'Art. 25', 'Art. 27', 'Art. 27', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 669', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 29', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 57', 'Art. 58', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 957', 'Art. 959', 'Art. 959', 'Art. 959', 'Art. 959', 'Art. 959', 'Art. 957', 'Art. 959', 'Art. 960', 'Art. 957', 'Art. 958', 'Art. 960', 'Art. 958', 'Art. 960', 'Art. 958', 'Art. 837', 'Art. 839', 'Art. 957', 'Art. 58', 'Art. 156', 'Art. 153', 'Art. 153', 'Art. 159']

2A.99/2004 (27.10.2004)
2A.99/2004 /grl
Steuerverwaltung des Kantons Thurgau, Abteilung Direkte Bundessteuer, Schlossm�hlestrasse 15, 8510 Frauenfeld,
A.X.________und B.X.________,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons Thurgau vom 10. Dezember 2003.
A.X.________ f�hrt als Einzelunternehmer ein Bau- und Transportgesch�ft sowie einen Schweinemastbetrieb, je mit separater Buchhaltung. F�r Tiefbauarbeiten stellte er der Wohnbaugenossenschaft Z.________ in ........ einen Betrag von insgesamt 380'311.95 Franken in Rechnung (am 8. Juli 1996 294'164.70, am 19. Mai 1997 72'632.25 und am 16. Dezember 1997 13'515 Franken). Weil diese Rechnungen teilweise unbezahlt blieben, setzte A.X.________ am 30. Oktober 1998 den ausstehenden Restbetrag von 170'698 Franken in Betreibung. Am 15. Mai 2001 wurde �ber die Wohnbaugenossenschaft Z.________ der Konkurs er�ffnet; am 10. April 2003 erhielt A.X.________ einen Verlustschein in der H�he von 184'111.35 Franken.
Gest�tzt auf die Eink�nfte der Gesch�ftsjahre 1997 und 1998 hat A.X.________ in der Steuererkl�rung 1999A f�r sich und seine (nicht berufst�tige) Ehefrau ein Reineinkommen von durchschnittlich rund 600'000 Franken deklariert. Der Wechsel im System der zeitlichen Bemessung, welchen der Kanton Thurgau auf Beginn des Jahres 1999 vorgenommen hat, f�hrte dazu, dass dieses Einkommen in eine Bemessungsl�cke fiel. F�r die direkte Bundessteuer des Jahres 1999 wurden die Ehegatten X.________ alsdann aufgrund der Steuererkl�rung 1999B und den darin ausgewiesenen Eink�nften des Gesch�ftsjahres 1999 veranlagt, und zwar mit einem steuerbaren Einkommen von 73'800 Franken.
In der Buchhaltung f�r das Jahr 2000 hat A.X.________ ausserordentliche Abschreibungen auf Debitoren in der H�he von 185'519.10 Franken vorgenommen, so dass er in der Erfolgsrechnung des Bau- und Transportunternehmens einen Verlust von �ber 250'000 Franken auswies. Diese Abschreibungen, welche insbesondere die Forderung gegen�ber der Wohnbaugenossenschaft Z.________ betrafen, betrachtete die Steuerverwaltung des Kantons Thurgau als �berwiegend "periodenfremd". Sie reduzierte deshalb den Verlust aus dem Bau- und Transportgesch�ft um 170'458 Franken. Unter Ber�cksichtigung der Eink�nfte aus dem Schweinemastbetrieb ergab sich f�r die direkte Bundessteuer 2000 ein steuerbares Einkommen der Ehegatten X.________ von 235'100 Franken (Veranlagungsverf�gung vom 7. Februar 2003).
Nach erfolglosem Einspracheverfahren gelangten die Ehegatten X.________ an die Steuerrekurskommission des Kantons Thurgau, welche ihre Beschwerde bez�glich der streitigen Abschreibungen guthiess und die Sache zur Neuveranlagung an die kantonale Steuerverwaltung zur�ckwies (Entscheid vom 10. Dezember 2003).
Am 16. Februar 2004 hat die Eidgen�ssische Steuerverwaltung beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht mit dem Antrag, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und das steuerbare Einkommen f�r die direkte Bundessteuer 2000 auf 233'900, das satzbestimmende Einkommen auf 235'100 und den Steuerbetrag auf 18'737 Franken festzulegen.
Die Steuerverwaltung des Kantons Thurgau schliesst auf Gutheissung der Beschwerde, w�hrend die Vorinstanz deren Abweisung beantragt. Die Beschwerdegegner haben sich nicht vernehmen lassen.
Die Verpflichtung der Kantone zur Harmonisierung des Rechtsmittelwegs, welche die Rechtsprechung aus Art. 145 DBG und Art. 50 StHG ableitet (vgl. BGE 130 II 65), erfasst nur Streitigkeiten betreffend die Steuerperioden ab 2001 (zuvor gilt noch die achtj�hrige Anpassungsfrist von Art. 72 Abs. 1 StHG). Der angefochtene Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons Thurgau hat die direkte Bundessteuer 2000 zum Gegenstand, weshalb er - trotz Zweifel der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung - von der erw�hnten Praxis nicht ber�hrt wird. Von der Frage der verfahrensrechtlichen Harmonisierung zu unterscheiden ist jene nach dem zul�ssigen Rechtsmittel: Aus dem Umstand, dass die eidgen�ssische Verwaltungsgerichtsbeschwerde punktuell - so im Bereich des Wechsels der zeitlichen Bemessung gem�ss Art. 218 DBG und Art. 69 StHG - schon f�r Streitigkeiten betreffend die Kantonssteuern der Jahre 1999 und 2000 zul�ssig ist (vgl. Urteil 2P.202/2002, 2A.455/2002 vom 16. September 2003, E. 2), ergibt sich keine Verpflichtung der Kantone, den Rechtsmittelweg bereits vor der Steuerperiode 2001 zu harmonisieren. Nach dem Gesagten kann vorliegend das kantonale Verwaltungsgericht nicht angerufen werden, weshalb es sich beim angefochtenen Urteil der Steuerrekurskommission um den Entscheid einer letzten kantonalen Instanz handelt, gegen welchen die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht offen steht (vgl. Art. 97 ff. OG, insb. Art. 98 lit. g).
Der Bund erhebt von den nat�rlichen Personen eine Einkommenssteuer (Art. 1 lit. a DBG). Zu diesem Zweck wird das Reineinkommen des Steuerpflichtigen ermittelt, indem von seinen gesamten steuerbaren Eink�nften (Art. 16-24 DBG) die Aufwendungen und allgemeinen Abz�ge (Art. 26-33 DBG) subtrahiert werden (Art. 25 DBG). Bei Selbst�ndigerwerbenden sind die "gesch�fts- oder berufsm�ssig begr�ndeten Kosten" abzuziehen (Art. 27 Abs. 1 DBG), welche insbesondere auch Abschreibungen und R�ckstellungen umfassen (vgl. Art. 27 Abs. 2 lit. a DBG). Gem�ss Art. 29 Abs. 1 DBG sind R�ckstellungen zulasten der Erfolgsrechnung zul�ssig f�r im Gesch�ftsjahr bestehende Verpflichtungen, deren H�he noch unbestimmt ist (lit. a); Verlustrisiken, die mit Aktiven des Umlaufverm�gens, insbesondere mit Waren und Debitoren, verbunden sind (lit. b); andere unmittelbar drohende Verlustrisiken, die im Gesch�ftsjahr bestehen (lit. c) und - unter gewissen Bedingungen - f�r k�nftige Forschungs- und Entwicklungsauftr�ge (lit. d). Der R�ckstellungsbegriff von Art. 29 DBG erfasst damit neben eigentlichen R�ckstellungen (vgl. Art. 669 OR) zus�tzlich auch Wertberichtigungen und R�cklagen zu Sonderzwecken. Die R�ckstellungen gem�ss dieser Bestimmung unterscheiden sich von den Abschreibungen nach Art. 28 DBG dadurch, dass Erstere eine vor�bergehende und Letztere eine endg�ltige Wertkorrektur eines Aktivums betreffen (vgl. Peter Locher, Kommentar zum Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer, N 2 f. zu Art. 29; Markus Reich/Marina Z�ger, in: Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a: Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer, Basel 2000, N 4 zu Art. 29).
Der Beschwerdegegner hat im Zusammenhang mit seinem Guthaben bei der Wohnbaugenossenschaft Z.________ keine Wertberichtigung vorgenommen, bevor er den offen gebliebenen Teil der Forderung im Jahr 2000 als Verlust abschrieb. Die Vorinstanz erachtete dieses Vorgehen f�r zul�ssig: Im Unterschied zu einer Aktiengesellschaft brauche ein buchhaltungspflichtiger Selbst�ndigerwerbender drohende Verluste nicht auszuweisen, bevor sich diese tats�chlich eingestellt h�tten. Erst ab dem 15. Mai 2001, dem Zeitpunkt, in welchem der Konkurs �ber die Wohnbaugenossenschaft Z.________ er�ffnet worden sei, habe definitiv mit einem Verlust gerechnet werden m�ssen; dessen H�he sei mit Auflage des Kollokationsplans am 7. September 2001 festgestanden. Die Eidgen�ssische Steuerverwaltung macht demgegen�ber geltend, die offene Forderung h�tte Anfang des Jahres 2000 nicht mehr zum Nominalwert bilanziert werden d�rfen, weil bereits fr�her im Umfang ihrer H�he ein Delkredere h�tte gebildet werden m�ssen. Der Verlust, den der Beschwerdegegner auf dem betreffenden Guthaben erlitten habe, betreffe deshalb nicht das Gesch�ftsjahr 2000, so dass die streitige Aufrechnung im steuerpflichtigen Einkommen gerechtfertigt sei.
3.1 Grundlage f�r die Ermittlung des steuerbaren Einkommens eines buchf�hrungspflichtigen Selbst�ndigerwerbenden bilden - wie bei den juristischen Personen - die nach den handelsrechtlichen Vorschriften ordnungsm�ssig gef�hrten B�cher (sog. Massgeblichkeit der Handelsbilanz; Karl K�fer, in: Berner Kommentar, Die kaufm�nnische Buchf�hrung, Grundlagen, Rz 5.53; Markus Reich, in: Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a: Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer, Basel 2000, N 21 zu Art. 18). Die Handelsbilanz bleibt f�r die Steuerbeh�rden massgebend, solange sie nicht gegen zwingende Bestimmungen des Handels- oder Steuerrechts verst�sst (BGE 119 Ib 111 E. 2c S. 115; Urteil 2P.184/2003, E. 2.2; Peter Locher, Kommentar zum Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer, N 82 zu Art. 57 und N 11 ff. zu Art. 58; vgl. auch K�fer, a.a.O., Rz 5.54 ff., insb. 5.56). In diesem Zusammenhang stellt sich hier - mit Blick auf die bestehende Bemessungsl�cke - die Frage, ob der Beschwerdegegner, welcher unbestrittenermassen einen Verlust erlitten hat, diesen erst im Jahr 2000 erfolgswirksam ber�cksichtigen durfte.
3.2 Als zul�ssig erachtet die steuerrechtliche Praxis R�ckstellungen dann, wenn sie gesch�ftsm�ssig begr�ndet sind. Dies setzt voraus, dass sie zur Sicherung von unmittelbar drohenden Verlustgefahren und nicht bloss mit Blick auf zuk�nftige Risiken vorgenommen werden (BGE 103 Ib 366 E. 4 S. 370, mit Hinweisen). Demnach h�tte der Beschwerdegegner mit Sicherheit in den Jahren 1998 und 1999 eine Wertberichtigung auf seinem Guthaben bei der Wohnbaugenossenschaft Z.________ vornehmen k�nnen. Indessen l�sst sich nicht abschliessend beurteilen, ob er - wie die Eidgen�ssische Steuerverwaltung annimmt - allenfalls auch schon in der Buchhaltung des Gesch�ftsjahres 1997 ein Delkredere h�tte bilden d�rfen. Diese Frage kann letztlich offen bleiben, zumal vorliegend nicht die Zul�ssigkeit von get�tigten R�ckstellungen zu beurteilen ist; vielmehr ist zu pr�fen, ob eine handelsrechtliche Verpflichtung des Beschwerdef�hrers bestanden h�tte, vor der definitiven Abschreibung der Forderung im Jahre 2000 wertberichtigende R�ckstellungen zu bilden. Es stellt sich mithin nicht die Frage nach der Begr�ndetheit, sondern nach der Notwendigkeit von R�ckstellungen, wobei als gesch�ftsm�ssig notwendig nur die vom Handelsrecht zwingend verlangten R�ckstellungen zu gelten haben (vgl. Locher, a.a.O., N 6 zu Art. 29).
4.1 Die Buchhaltung dient gem�ss Art. 957 OR dazu, die Verm�genslage des Gesch�fts und die mit diesem zusammenh�ngenden Schuld- und Forderungsverh�ltnisse sowie die Ergebnisse der einzelnen Gesch�ftsjahre festzustellen. Art. 959 OR schreibt diesbez�glich vor, dass die Buchhaltung nach allgemein anerkannten kaufm�nnischen Grunds�tzen vollst�ndig, klar und �bersichtlich aufzustellen ist, damit die Beteiligten einen m�glichst sicheren Einblick in die wirtschaftliche Lage des Gesch�fts erhalten (sog. Bilanzwahrheit und -klarheit). Bilanz und Jahresrechnung haben demnach vollst�ndig zu sein (formelle Wahrheit), wobei die ausgewiesenen Positionen angemessen bewertet sein m�ssen (materielle Wahrheit; vgl. Markus Neuhaus, in: Basler Kommentar, N 13 zu Art. 959). Eingeschr�nkt wird das Gebot der materiellen Bilanzwahrheit durch den kaufm�nnischen Buchhaltungsgrundsatz der Vorsicht (vgl. K�fer, a.a.O., N 131 zu Art. 959), gem�ss dem Aktiven und Ertr�ge eher tiefer zu bewerten sind, w�hrend Verbindlichkeiten und Aufwendungen eher h�her anzusetzen sind (K�fer, a.a.O., N 428 zu Art. 959; vgl. auch Ernst Bosshard, in: Z�rcher Kommentar, N 60 der Vorbemerkungen zum 32. Titel des Obligationenrechts). Ob auch das aus dem Vorsichtsprinzip abgeleitete Imparit�tsprinzip - nach dem Verluste schon vor, Gewinne dagegen erst nach ihrer Realisierung zu verbuchen sind - zu den allgemein anerkannten kaufm�nnischen Grunds�tzen im Sinne von Art. 959 OR z�hlt, ist umstritten (bejahend: Bosshard, a.a.O., N 244 zu Art. 957; Cagianut/H�hn, a.a.O., Rz 50 f. zu � 4; verneinend: K�fer, a.a.O., N 77 zu Art. 959).
4.2 Art. 960 Abs. 2 OR enth�lt eine allgemeine Bewertungsregel f�r die Aktiven der Bilanz, welche allerdings nur das zul�ssige Maximum vorschreibt: Die Aktiven d�rfen h�chstens zum Wert bilanziert werden, der ihnen am Bilanzstichtag f�r das Gesch�ft zukommt. Mangels Sondervorschriften sind auch die Guthaben des Unternehmens nach dieser allgemeinen Regel zu bewerten. Mithin sind Geldforderungen zu jenem Wert zu bilanzieren, der dem zu erwartenden Geldzufluss entspricht. Die Bewertung am Bilanzstichtag setzt deshalb eine Absch�tzung des Risikos voraus, dass die Zahlung ausbleibt. Im Rahmen dieser Bewertung sind f�r �berf�llige und in Betreibung gesetzte Guthaben sowie f�r besonders grosse Betr�ge (Klumpenrisiko) Einzelabkl�rungen vorzunehmen und ist alsdann �ber eine Wertberichtigung dem vorsichtig gesch�tzten Minderwert Rechnung zu tragen (vgl. Bosshard, a.a.O., N 230 zu Art. 957, N 79 zu Art. 958 und N 62 ff. zu Art. 960; K�fer, a.a.O., N 545 f. zu Art. 958 und 211 ff. zu Art. 960). So wird eine korrekte und periodengerechte Beurteilung des Aufwands sichergestellt (vgl. Bosshard, a.a.O., N 143 zu Art. 958).
4.3 Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, der Beschwerdegegner sei erst zur Verbuchung des Verlusts auf dem streitigen Guthaben verpflichtet gewesen, als dessen Eintritt definitiv festgestanden sei. Zu diesem Schluss kam sie, weil sie das Imparit�tsprinzip zwar f�r eine Aktiengesellschaft, nicht aber f�r einen buchhaltungspflichtigen Selbst�ndigerwerbenden als verbindlich erachtete. Wieweit das Imparit�tsprinzip in F�llen wie dem vorliegenden zu beachten ist, kann offen bleiben: Bereits aus dem Gebot der Bilanzwahrheit, dem Vorsichtsprinzip und den allgemeinen Bewertungsvorschriften, welche f�r alle Buchf�hrungspflichtigen gleichermassen Geltung haben, ergibt sich, dass der Beschwerdegegner das Guthaben in der Eingangsbilanz des Jahres 2000 nicht mehr zum Nominalwert f�hren durfte, sondern bereits fr�her Wertberichtigungen auf der offenen Restforderung h�tte vornehmen m�ssen. Die Wohnbaugenossenschaft Z.________ hat ihm offenbar lediglich knapp 210'000 Franken �berwiesen, was bedeutet, dass sie nicht einmal die erste Rechnung vom 8. Juli 1996 �ber 294'164.70 Franken g�nzlich bezahlt hat. Selbst wenn mit der Vorinstanz angenommen wird, dass Zahlungsfristen von zwei bis vier Monaten in der Baubranche �blich sind, wartete der Beschwerdegegner Ende des Jahres 1999 seit mehr als drei Jahren auf die Bezahlung des Restbetrags der ersten Rechnung in der H�he von rund 84'000 Franken; die Begleichung der j�ngeren Rechnungen - 72'632.25 Franken vom 19. Mai 1997 und 13'515 Franken vom 16. Dezember 1997 - war zu diesem Zeitpunkt seit fast zweieinhalb bzw. seit mehr als eineinhalb Jahren �berf�llig. So hat der Beschwerdegegner die Restforderung denn auch schon �ber ein Jahr fr�her, im Herbst 1998, in Betreibung gesetzt. Angesichts der massiven �berschreitungen der Zahlungsfristen und des Umstands, dass er die Schuldnerin betreiben musste, h�tte der Beschwerdegegner zumindest in der Bilanz 1998 eine erste Wertberichtigung vornehmen m�ssen. Nachdem die Einleitung eines Betreibungsverfahrens auch 15 Monate sp�ter noch keinen Erfolg gebracht hatte, h�tte der Forderung bei Erstellung der Bilanz 1999 ein besonderes Augenmerk geb�hrt; dies umso mehr, als der Beschwerdegegner nicht geltend macht, er habe ein Bauhandwerkerpfandrecht eintragen lassen (vgl. Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 und Art. 839 ZGB) und deshalb mit einer gen�genden Deckung rechnen k�nnen. Anl�sslich der gebotenen Risikoeinsch�tzung (vgl. E. 4.2) h�tte der Beschwerdegegner den Bedarf nach Wertberichtigung erkennen m�ssen. Zu einer entsprechenden Einzelbewertung des Zahlungsrisikos w�re er umso mehr gehalten gewesen, als es sich bei der streitigen Forderung um einen wesentlichen Posten in der Buchhaltung seines Bau- und Transportgesch�fts handelte: In der Bilanz per 31. Dezember 1999 betrugen die Debitorenguthaben knapp 260'000 Franken bzw. 26 Prozent der Aktiven. Das Guthaben bei der Wohnbaugenossenschaft Z.________ machte davon zwei Drittel aus und entsprach damit f�r sich allein genommen mehr als 17 Prozent der gesamten Aktiven des Bau- und Transportgesch�fts (bereits in der Bilanz 1998 waren es im �brigen knapp 13 Prozent der gesamten Aktiven).
4.4 Am Gesagten �ndert der Umstand nichts, dass die offene Forderung offenbar ein nach dem Eidgen�ssischen Wohnbau- und Eigentumsf�rderungsgesetz (WEG; SR 843) staatlich unterst�tztes Bauprojekt betraf: Die Finanzhilfe des Bundes zielt auf die Schaffung g�nstigen Wohnraums, wobei dem Bauherrn zu diesem Zweck insbesondere verbilligte Kredite gew�hrt werden. Zwar f�hrt dies zu einer gewissen Senkung der gesamten Baukosten; es ist aber nicht ersichtlich, inwiefern die F�rderungsleistungen, welche der Bund dem Bauherren erbringt, die Bonit�t der Guthaben der Gl�ubiger im Allgemeinen wesentlich erh�hen sollten. Jedenfalls entbindet der Umstand, dass vorliegend ein unterst�tztes Bauprojekt betroffen ist, den Beschwerdegegner nicht von seiner Verpflichtung, eine gewissenhafte Absch�tzung des Zahlungsrisikos vorzunehmen. Aufgrund einer solchen durfte er nach dem Gesagten bereits 1998 nicht mehr ohne weiteres davon ausgehen, dass seine Forderung von der Wohnbaugenossenschaft Z.________ noch (g�nzlich) getilgt werde. Er h�tte vielmehr damals eine Wertberichtigung vornehmen m�ssen und sp�testens in der Buchhaltung 1999 die Forderung bis auf eine vorsichtig gesch�tzte Konkursdividende weiter abschreiben m�ssen. Weil der Beschwerdegegner dies unterlassen hat, war seine Buchhaltung in den Gesch�ftsjahren 1998/99 handelsrechtswidrig: Sie bringt die mangelnde Werthaltigkeit eines Bilanzpostens, der 13 bzw. 17 Prozent der gesamten Aktiven ausmacht, nicht zum Ausdruck und gibt deshalb weder die Verm�genslage noch die Schuld- und Forderungsverh�ltnisse des Unternehmens noch die Ergebnisse der betreffenden Gesch�ftsjahre korrekt wieder (vgl. Art. 957 OR).
4.5 Durch die ausserordentlichen Abschreibungen auf dem streitigen Guthaben im Gesch�ftsjahr 2000 bringt der Beschwerdef�hrer zwar letztlich seine Handelsbilanz in Ordnung. F�r Steuerzwecke sind diese Abschreibungen jedoch aufzurechnen, weil die Wertberichtigung nach dem Gesagten bereits zuvor (sp�testens in den Jahren 1998 und 1999) h�tte erfolgen m�ssen. Der entsprechende Verlust betrifft demnach gem�ss zwingender handelsrechtlicher Regelung fr�here Gesch�ftsjahre, weshalb es das steuerrechtliche Periodizit�tsprinzip verletzt, wenn er erst im Jahr 2000 verbucht wird (anstelle vieler vgl. Felix Richner/Walter Frei/Stefan Kaufmann, Handkommentar zum DBG, Z�rich 2003, N 21 ff. zu Art. 58).
Mithin ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung begr�ndet und der Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons Thurgau - unter Best�tigung des Einspracheentscheids der kantonalen Steuerverwaltung - aufzuheben; �ber die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens hat die Steuerrekurskommission neu zu entscheiden.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdegegner kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 und Abs. 7 in Verbindung mit Art. 153 Abs. 1 und Art. 153a OG). Parteientsch�digung ist keine auszurichten (vgl. Art. 159 OG).
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird gutgeheissen, der Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons Thurgau vom 10. Dezember 2004 aufgehoben und der Einspracheentscheid der Steuerverwaltung des Kantons Thurgau vom 4. Juni 2003 best�tigt.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'500.-- wird den Beschwerdegegnern unter Solidarhaft auferlegt.
Die Steuerrekurskommission des Kantons Thurgau hat �ber die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens neu zu befinden.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Steuerverwaltung und der Steuerrekurskommission des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.