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Timestamp: 2019-08-26 04:31:12
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Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 7', '§ 179', '§ 180', '§ 182', '§ 155', '§ 165', '§ 351', '§ 15', '§ 180', '§ 180', '§ 180', '§ 2', '§ 180', '§ 180', '§ 30', '§ 2', '§ 180', '§ 182', '§ 155', '§ 165', '§ 180', '§ 30', '§ 180', '§ 180', '§ 155', '§ 7', '§ 17', '§ 17', '§ 15']

BFH, 11.12.1997 - III R 14/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,216
BFH, 11.12.1997 - III R 14/96 (https://dejure.org/1997,216)
BFH, Entscheidung vom 11.12.1997 - III R 14/96 (https://dejure.org/1997,216)
BFH, Entscheidung vom 11. Dezember 1997 - III R 14/96 (https://dejure.org/1997,216)
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EStG § 15; GewStG §§ 7, 14; AO 1977 §§ 179 Abs. 1, 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a
Einkünftezuordnung - Verbindliche Entscheidung des FA
Einkommensteuer; Bindungswirkung von Feststellungsbescheiden im Hinblick auf die Einkünftezuordnung
Sonderfall: Bilanzierung der Beteiligung
BFHE 184, 177
BFHE 185, 177
NJW 1998, 3224 (Ls.)
NZM 1998, 537
BB 1998, 734 (Ls.)
DB 1998, 907
BStBl II 1999, 401
Eine gesonderte Ermittlung der auf den betrieblich beteiligten Gesellschafter entfallenden Einkünfte im Gewinnfeststellungsverfahren der Gesellschaft nach § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a i.V.m. § 182 Abs. 1 AO 1977 sei, so wie es das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 11. Dezember 1997 III R 14/96 (BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401) vorsehe, verfahrensrechtlich nicht zwingend und auch nicht verfahrensökonomisch.
Die gegenläufige, im BFH-Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401 vertretene Auffassung werfe schwierige Fragen auf, die Rechtsunsicherheit zur Folge haben und bei Steuerpflichtigen und Beratern zu Irritationen führen würden.
Ungeklärt sei ferner die Frage, ob der von dem Gesellschafts-FA zu erlassende Feststellungsbescheid zunächst vorläufig i.S. des § 155 Abs. 2 AO 1977 sein müsse --so das BFH-Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401-- oder ob der Bescheid ggf. auch vorläufig i.S. des § 165 AO 1977 erlassen werden könnte, was einerseits eine bessere maschinelle Überwachung durch das FA ermöglichen würde, andererseits aber auch den Rechtsschutz des Steuerpflichtigen mit Blick auf die Präklusionsvorschrift des § 351 Abs. 2 AO 1977 verbessern würde.
Unabhängig von den hierdurch aufgeworfenen Fragen erweise sich die verfahrensmäßige Behandlung durch das FA selbst unter Anwendung der verfahrensrechtlichen Grundsätze im BFH-Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401 als zutreffend, da sämtliche beteiligten Gemeinschaften, deren einzige Gesellschafter jeweils ausschließlich die Kläger waren, bei dem beklagten FA geführt und dort veranlagt worden seien.
Der III. Senat hat in seinem Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401 eine verfahrensrechtliche Lösung gesucht, die sowohl der Rechtsprechung des VIII. Senats (Urteil in BFHE 163, 66, BStBl II 1991, 345) als auch der des IV. Senats (Urteil in BFHE 181, 45, BStBl II 1997, 39) gerecht wird.
a) Nach den Ausführungen im Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401 ist über das "ob" der Umqualifizierung vom Gesellschafter-FA im Steuerbescheid für den Gesellschafter zu entscheiden und über das "wie" der Umqualifizierung (d.h. über die Höhe der umzuqualifizierenden Einkünfte) vom Gesellschafts-FA im Feststellungsbescheid für die Gesellschaft.
b) Der XI. Senat des BFH hat sich in einem AdV-Verfahren der Rechtsauffassung des III. Senats im BFH-Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401 angeschlossen, wonach bei einer sog. "Zebra-Gesellschaft" die Ermittlung der Höhe gemeinsam erzielter Einkünfte dem Gesellschafts-FA obliegt, während die Art der Einkünfte durch das Gesellschafter-FA bestimmt wird (…BFH-Beschluss vom 4. November 1999 XI B 25/99, BFH/NV 2000, 306).
Der Rechtsprechung des III. Senats (grundlegend: BFH-Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401) und des IV. Senats (BFH-Urteile in BFHE 181, 45, BStBl II 1997, 39, und in BFHE 193, 311) wird in der finanzgerichtlichen Rechtsprechung zugestimmt (FG Köln, Urteil vom 8. Februar 2001 13 K 2732/96, EFG 2001, 1472; FG Münster, Urteil vom 22. September 2000 11 K 6162/97 E,G,EW, EFG 2001, 194; FG Münster, Urteil vom 23. August 2000 10 K 2637/97 F, EFG 2002, 173; FG des Saarlandes, Urteil vom 15. Mai 2000 1 K 291/95, EFG 2000, 944; FG Baden-Württemberg, Urteil vom 17. Dezember 1998 14 K 373/94, EFG 1999, 338; FG Nürnberg, Urteil vom 15. September 1994 VI 233/92, EFG 1995, 219; a.A. noch FG Düsseldorf…, Beschluss vom 28. Dezember 1998 11 V 6660/98 A (E), EFG 1999, 291, aufgehoben durch BFH-Beschluss in BFH/NV 2000, 827).
Die Auffassungen im steuerrechtlichen Schrifttum waren bis zum Ergehen des BFH-Urteils in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401 geteilt (s. zusammenfassend Altenbeck, Die Ermittlung der Einkünfte aus einer im Betriebsvermögen gehaltenen Beteiligung an einer immobilienverwaltenden Personengesellschaft im geltenden Steuerrecht, Frankfurt a.M. u.a. 2002, 81 ff.; Krüger, Die vermögensverwaltende Personengesellschaft im Ertragsteuerrecht, Frankfurt a.M. u.a. 1995, 148 ff.; Lothmann, Die vermögensverwaltende Personengesellschaft im Bereich der Einkommensteuer, Köln 1986, 565 ff.).
Nach Ergehen der sog. "Ping-Pong-Entscheidung" in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401 fiel das Echo im steuerrechtlichen Schrifttum unterschiedlich aus.
Insbesondere stelle sich die Frage nach Wahrung des Steuergeheimnisses; hierauf sei der III. Senat in seinem Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401 nicht eingegangen (…Blümich/Stuhrmann, Einkommensteuergesetz, Körperschaftsteuergesetz, Gewerbesteuergesetz, Kommentar, § 15 EStG Rz. 576;… Kunz in Beermann, Steuerliches Verfahrensrecht, § 180 AO Rz. 46.1; von Wedelstädt, Betrieb und Wirtschaft --BuW-- 2000, 575, 583; Kohlhaas, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 1998, 1458; ders., DStR 1997, 93; ders., DStR 1999, 1722; Söffing, DB 1998, 896; Paus, FR 1998, 696;… kritisch hinsichtlich einer möglichen Verletzung des Steuergeheimnisses auch Tipke/Kruse, a.a.O., § 180 AO Tz. 61).
Daher wendet die Finanzverwaltung die Grundsätze des BFH-Urteils in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401 im Hinblick auf das noch anhängige, diesem Vorlagebeschluss zugrunde liegende Revisionsverfahren über den entschiedenen Einzelfall hinaus nicht an (s. BMF-Schreiben in BStBl I 1999, 592).
Deshalb ist die getrennte Zurechnung der Wirtschaftsgüter der Gesellschaft und --unbeschadet der Einkünftequalifizierung bei der Gesellschaft-- die anteilige Erfassung der Gewinne aus der Veräußerung von Wirtschaftsgütern durch die Personengesellschaft bei diesen Gesellschaftern erforderlich (BFH-Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401, unter II. 1. b cc).
Auch der III. Senat geht in seinem Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401 (unter II. 1. b cc) davon aus, "dass § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO 1977 wortwörtlich eine gesonderte Feststellung von Einkünften und nicht die gesonderte Feststellung eines einzelnen Besteuerungsmerkmals wie der Rechtsqualität von dem Steuerpflichtigen erzielter Einkünfte vorsieht".
Er hat hieraus auch zu Recht gefolgert, dass im gesonderten und einheitlichen Feststellungsverfahren das Gesellschafts-FA keine verbindliche Entscheidung über die Einkünftezuordnung nach Maßgabe des § 2 Abs. 1 EStG aufgrund von einem Gesellschafter außerhalb der Gesellschaft verwirklichter Besteuerungsmerkmale zu treffen hat (BFH-Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401, unter II. 1. b bb).
Abweichend hiervon hält der III. Senat, um die verfahrensrechtlichen Probleme bei der Ermittlung der Einkünfte einer sog. "Zebra-Gesellschaft" zu bewältigen, die wechselbezügliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen auf zwei Ebenen für erforderlich (BFH-Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401, unter II. 1. b cc).
Er hat daher in seinem Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401 eine teleologische Auslegung der einschlägigen Vorschriften des Feststellungsverfahrens dahin für geboten erachtet, dass nicht das Gesellschafter-FA, sondern das Gesellschafts-FA die verbindliche Entscheidung über die Einkünfteermittlung als solche --d.h. über das "Wie" der Umqualifizierung-- zu treffen habe.
a) Diese Auslegung der einschlägigen Vorschriften zielt darauf, die verbindliche Entscheidung über eine Umqualifizierung von Einkünften dem Grunde sowie der Höhe nach jeweils dem FA mit der größten Sachnähe zuzuordnen (…s. hierzu Klein/Brockmeyer, a.a.O., § 180 Rz. 10); sie soll sicherstellen, dass ein und derselbe Sachverhalt nicht durch verschiedene, für die Besteuerung der einzelnen Gesellschafter zuständige Finanzämter in unterschiedlicher Weise gewürdigt werden (BFH-Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401, unter II. 1. b cc).
Werden persönliche Besteuerungsmerkmale des betrieblich Beteiligten in der dargestellten Weise den anderen Gesellschaftern der vermögensverwaltenden Personengesellschaft mitgeteilt, kommt eine Verletzung des Steuergeheimnisses in Betracht (…vgl. Tipke/Kruse, a.a.O., § 180 AO Tz. 61, § 30 AO Tz. 10; Kohlhaas, DStR 1997, 93, 96; ders., DStR 1998, 1458, 1460).
- des III. Senats in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401; in BFHE 187, 526, BStBl II 1999, 390, sowie in BFH/NV 2000, 827,.
Nach dem Urteil des BFH vom 11. Dezember 1997 III R 14/96 (BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401) komme Bescheiden, durch die von einer Personengesellschaft erzielte Einkünfte festgestellt würden, hinsichtlich der Einkünftezuordnung nach Maßgabe des § 2 Abs. 1 EStG keine Bindungswirkung zu, wenn bei einzelnen Gesellschaftern aufgrund außerhalb der Gesellschaft liegender Umstände die Einkünfte abweichend zu qualifizieren seien.
Beide Bescheide stünden zueinander in wechselseitiger Abhängigkeit als jeweilige Grundlagen- und Folgebescheide (Urteile in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401; vom 10. Dezember 1998 III R 61/97, BFHE 187, 526, BStBl II 1999, 390;… Beschluss vom 13. Dezember 1999 III B 15/99, BFH/NV 2000, 827).
Eine gesonderte Ermittlung der auf den betrieblich beteiligten Gesellschafter entfallenden Einkünfte im Gewinnfeststellungsverfahren der Gesellschaft nach § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a i.V.m. § 182 Abs. 1 AO 1977 sei, so wie es das Urteil des BFH in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401 vorsehe, verfahrensrechtlich nicht zwingend und auch nicht verfahrensökonomisch.
Die gegenläufige, im BFH-Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401 vertretene Auffassung werfe schwierige Fragen auf, die Rechtsunsicherheit zur Folge hätten und bei Steuerpflichtigen und Beratern zu Irritationen führten.
Ungeklärt sei ferner die Frage, ob der von dem Gesellschafts-FA zu erlassende Feststellungsbescheid zunächst vorläufig i.S. des § 155 Abs. 2 AO 1977 sein müsse --so das BFH-Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401-- oder ob der Bescheid ggf. auch vorläufig i.S. des § 165 AO 1977 erlassen werden könne.
Sie sind diesem Gesellschafter getrennt zuzurechnen und --unbeschadet der Einkünftequalifizierung bei der Gesellschaft-- sind die Gewinne aus der Veräußerung von Wirtschaftsgütern durch die Personengesellschaft bei ihm anteilig zu erfassen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401, unter II. 1. b cc).
Mithin wird die einschränkende Auslegung des § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO 1977 den mit dem Steuergeheimnis verbundenen Zielsetzungen am ehesten gerecht (…ebenso Drüen in Tipke/Kruse, a.a.O., § 30 AO Tz. 17, 20;… Brandis, a.a.O., § 180 AO Tz. 60 ff. unter Hinweis auf das verfassungsrechtliche Übermaßverbot; Kohlhaas, DStR 1997, 93, 96; derselbe, DStR 1998, 1458, 1460).
Allerdings wären diese Verfahrensziele möglicherweise besser durch wechselbezügliche verbindliche Feststellungen zu erreichen, wie sie im Wege einer teleologischen Auslegung der III. Senat (und dem folgend der X. Senat) des BFH für geboten hält (Urteile in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401;… in BFH/NV 2003, 457).
§ 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO 1977 sieht im Gegenteil eine gesonderte Feststellung von Einkünften und nicht die gesonderte Feststellung eines einzelnen Besteuerungsmerkmals wie die Zuordnung der von dem Steuerpflichtigen erzielten Einkünfte zu einer bestimmten Einkunftsart vor (so ausdrücklich auch der III. Senat in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401).
Dass "die materiell-rechtlichen Vorschriften, ..., mit den verfahrensrechtlichen Erfordernissen, ..., anders als durch eine Wechselbezüglichkeit der vorgenannten Bescheide nicht zuverlässig in Einklang zu bringen sind" (so der III. Senat in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401), ändert daran nichts.
BFH, 13.12.1999 - III B 15/99
Umqualifikation von im Rahmen einer Zebragesellschaft erzielten Einkünften
Das FA Z hob dann unter Hinweis auf den Nichtanwendungserlass vom 8. Juni 1999 (Der Betrieb --DB-- 1999, 1352) bezüglich des Urteils des BFH vom 11. Dezember 1997 III R 14/96 (BFHE 185, 177) mit Bescheid vom 15. Juli 1999 den geänderten Feststellungsbescheid für 1990 vom 15. Dezember 1998 auf und stellte den ursprünglichen Feststellungsbescheid vom 13. Februar 1992, der für den Antragsteller Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von 2 345 DM sowie Einkünfte aus Kapitalvermögen in Höhe von 2 115 DM festgestellt hatte, wieder her.
Dem Urteil des BFH in BFHE 185, 177, wonach --übertragen auf den Streitfall-- das FA die Art der streitigen Einkünfte festzusetzen habe und dies insoweit Grundlagenbescheid für das FA Z hinsichtlich der von diesem festzustellenden Höhe der Einkünfte sei, könne nicht gefolgt werden.
Das FG billige dem FA zudem unter Verkennung der vom BFH in seinem Urteil in BFHE 185, 177 aufgestellten verfahrensrechtlichen Grundsätze die Befugnis zu, Art und Höhe der streitigen Einkünfte bereits vor dem Ergehen eines geänderten Feststellungsbescheides durch das FA Z gemäß § 155 Abs. 2 AO 1977 vorläufig im Rahmen der Einkommensteuerfestsetzung für 1990 festzustellen.
Dem BFH-Urteil in BFHE 185, 177 lasse sich nicht entnehmen, dass das FA befugt gewesen wäre, den Veräußerungsgewinn zumindest vor Erlass eines geänderten Feststellungsbescheides durch das FA Z zu erfassen.
Halte man das BFH-Urteil in BFHE 185, 177, wie das FG, für anwendbar, so stelle der geänderte Einkommensteuerbescheid für 1990 keinen rechtswirksamen Bescheid dar, der Grundlagenbescheid für einen Feststellungsbescheid des FA Z sein könnte.
Das FG habe sich, wie auch das FA, dagegen auf das Urteil des BFH in BFHE 185, 177 gestützt.
Der erkennende Senat hat mit Urteil in BFHE 185, 177 nach Beteiligung des BMF für die verfahrensmäßige Abwicklung der Umqualifizierung von im Rahmen sog. Zebragesellschaften erzielter Einkünfte Grundsätze aufgestellt.
Der Grund für diese Aufhebung liegt darin, dass das FA Z in Übereinstimmung mit dem Nichtanwendungserlass zu dem Senatsurteil in BFHE 185, 177 der Auffassung ist, das beklagte FA sei endgültig für die Feststellung auch der Höhe des Veräußerungsgewinns zuständig.
BFH, 20.04.2006 - III R 1/05
Gewerblicher Grundstückshandel: durchgehandelte und erschlossene Objekte sind …
b) Bei der Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrages war der Gewerbeertrag des Klägers nach § 7 GewStG selbständig und ohne Bindung an einen Einkünftefeststellungsbescheid zu ermitteln (BFH-Urteile vom 11. Dezember 1997 III R 14/96, BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401, und vom 17. Dezember 2003 XI R 83/00, BFHE 205, 390, BStBl II 2004, 699).
Nach Auffassung des Bundesfinanzhofs (BFH) sind in derartigen Fällen die Einkünfte des betrieblich beteiligten Gesellschafters im Rahmen der einheitlichen und gesonderten Feststellung der Einkünfte der Gesellschaft auch insoweit zu erfassen, als sie bei einer bloßen Vermögensverwaltung nicht steuerpflichtig wären, was insbesondere für Gewinne aus der Veräußerung von Gesellschaftsvermögen gilt (BFH-Urteile vom 11. Juli 1996 IV R 103/94, BFHE 181, 45, BStBl II 1997, 39; vom 11. Dezember 1997 III R 14/96, BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401).
Auch nach Auffassung des BFH ist die Frage, ob die aus der Beteiligung an der Personengesellschaft resultierenden Einkünfte aufgrund außerhalb der Gesellschaft verwirklichter Besteuerungsmerkmale dem betrieblichen Bereich des Gesellschafters zuzuordnen sind, mit Bindungswirkung für das Gesellschafts-FA zu entscheiden (Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401).
Hinsichtlich der verfahrensrechtlichen Abwicklung wird das FG ggf. die vom erkennenden Senat in seinem Urteil vom 11. Dezember 1997 III R 14/96 (BFHE 185, 177) aufgestellten Grundsätze zu beachten haben.
b) Angesichts der hierfür tragenden Erwägungen --keine gemeinsame Erzielung der Einkünfte nach § 17 EStG; keine Teilhabe des Unterbeteiligten an den vom Hauptbeteiligten erzielten Veräußerungsgewinnen-- weicht der erkennende Senat nicht von den Grundsätzen des BFH-Urteils vom 11. Dezember 1997 III R 14/96 (BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401) ab, nach dem das für eine vermögensverwaltende Zebra-Personengesellschaft zuständige Feststellungs-FA auch über die Höhe der umzuqualifizierenden Einkünfte zu entscheiden habe (vgl. hierzu auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 8. Juni 1999, BStBl I 1999, 592: Nichtanwendungs-Erlass).
d) Demgemäß wird das FG nach Aufnahme des ausgesetzten Klageverfahrens die Rechtmäßigkeit des angefochtenen Einkommensteuerbescheids 1984 zu überprüfen und dabei --ggf.-- auch darüber zu entscheiden haben, ob der Feststellungsbescheid vom 8. Oktober 1985 (betr. Feststellung der Kapitaleinkünfte) Bindungswirkung mit Rücksicht auf den Ansatz eines Veräußerungsgewinns gemäß § 17 EStG entfaltet (vgl. hierzu allgemein BFH-Urteil in BFHE 185, 177, BStBl II 1999, 401).
Bei der Festsetzung des Gewerbesteuermeßbetrags besteht keine Bindung an einen Gewinnfeststellungsbescheid (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteil vom 11. Dezember 1997 III R 14/96, BFHE 184, 177; Finanz-Rundschau --FR-- 1998, 607).
BFH, 05.12.2002 - IV R 58/01
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BFH, 23.08.2000 - X R 63/96
BFH, 19.03.2018 - VI B 97/17
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FG Niedersachsen, 05.03.2003 - 9 K 4/99
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FG Münster, 23.08.2000 - 10 K 2637/97
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