Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VerfGH%20Bayern&Datum=27.07.2011&Aktenzeichen=25-VII-10
Timestamp: 2019-11-18 11:13:30
Document Index: 302298859

Matched Legal Cases: ['Art 95', 'Art 118', 'Art 3', 'Art. 95', 'Art. 95', 'Art. 3', 'Art. 98', 'Art. 3', 'Art. 118']

VerfGH Bayern, 27.07.2011 - 25-VII-10 - dejure.org
https://dejure.org/2011,13614
VerfGH Bayern, 27.07.2011 - 25-VII-10 (https://dejure.org/2011,13614)
VerfGH Bayern, Entscheidung vom 27.07.2011 - 25-VII-10 (https://dejure.org/2011,13614)
VerfGH Bayern, Entscheidung vom 27. Juli 2011 - 25-VII-10 (https://dejure.org/2011,13614)
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Reisekostenvergütung der Beamten und Richter
Unbegründete Popularklage: Keine Verletzung des in Art 95 Abs 1 S 2 Verf BY verbürgten Fürsorgeprinzips, des Gleichheitssatzes iSv Art 118 Abs 1 Verf BY und des Erfordernisses der Normenbestimmtheit iSv Art 3 Abs 1 S 1 Verf BY durch Neuregelung der landesrechtlichen ...
NVwZ-RR 2011, 794
Darüber hinaus schützt Art. 95 Abs. 1 Satz 2 BV die Beamten, soweit die Strukturen des Berufsbeamtentums ihnen zugutekommen (VerfGH vom 27.7.2011 VerfGHE 64, 124/130;… vom 9.9.2014 - Vf. 2-VII-14 - juris Rn. 43;… Wolff in Lindner/Möstl/Wolff, Verfassung des Freistaates Bayern, 2009, Art. 95 Rn. 8).
Mittel dazu bilden die grammatikalische, die systematische, die teleologische und schließlich die historische Auslegung, wobei sich diese Methoden nicht gegenseitig ausschließen, sondern ergänzen (VerfGH vom 27.7.2011 VerfGHE 64, 124/134 m. w. N.).
Bedenken unter dem Gesichtspunkt des aus dem Rechtsstaatsgebot (Art. 3 Abs. 1 Satz 1 BV) folgenden Erfordernisses der Normenbestimmtheit sind daher nicht ersichtlich (vgl. VerfGH vom 28.3.2003 VerfGHE 56, 28/45; VerfGHE 64, 124/134).
Die verfassungsgerichtliche Überprüfung von Landschaftsschutzverordnungen hat sich daher im Sinn einer Ergebniskontrolle mit dem objektiven Erklärungsinhalt der Rechtsnormen, wie er sich aus dem Wortlaut und Sinnzusammenhang ergibt, zu befassen (ständige Rechtsprechung; vgl. VerfGH vom 23.4.1982 = VerfGH 35, 39/45; VerfGH vom 23.9.1985 = VerfGH 38, 118/124; VerfGH vom 14.7.1994 = VerfGH 47, 165/171; VerfGH vom 27.7.2011 = BayVBl 2012, 144/145; VerfGH BayVBl 2013, 301/303).
Die verfassungsgerichtliche Überprüfung von Landschaftsschutzverordnungen hat sich daher im Sinn einer Ergebniskontrolle mit dem objektiven Erklärungsinhalt der Rechtsnormen, wie er sich aus dem Wortlaut und Sinnzusammenhang ergibt, zu befassen (ständige Rechtsprechung; vgl. VerfGH vom 23.4.1982 = VerfGH 35, 39/45; VerfGH vom 23.9.1985 = VerfGH 38, 118/124; VerfGH vom 14.7.1994 = VerfGH 47, 165/171; VerfGH vom 27.7.2011 = BayVBl 2012, 144/145).
Mittel dazu bilden die grammatikalische, die systematische, die teleologische und schließlich die historische Auslegung, wobei sich diese Methoden nicht gegenseitig ausschließen, sondern ergänzen (ständige Rechtsprechung; vgl. VerfGH vom 14.7.1994 VerfGHE 47, 165/171; vom 22.6.2010 VerfGHE 63, 71/77; vom 27.07.2011 VerfGHE 64, 124/134;… Wolff in Lindner/Möstl/ Wolff, Verfassung des Freistaates Bayern, Art. 98 Rn. 28, 32).
Im Hinblick auf das aus dem Rechtsstaatsgebot des Art. 3 Abs. 1 Satz 1 BV folgende Erfordernis der Normenbestimmtheit ist der Gesetzgeber zur Verwendung unbestimmter Rechtsbegriffe berechtigt, wenn sich mithilfe der üblichen Auslegungsmethoden eine zuverlässige Grundlage für die Auslegung und Anwendung der Vorschrift gewinnen lässt (ständige Rechtsprechung; vgl. VerfGH vom 30.9.2004 VerfGHE 57, 113/127; vom 22.6.2010 VerfGHE 63, 71/76 f.; vom 27.7.2011 VerfGHE 64, 124/134;… vom 9.5.2016 BayVBl 2016, 625 Rn. 131).
Vielmehr ist der Gleichheitssatz nur dann verletzt, wenn der Normgeber die äußersten Grenzen seines Ermessens überschritten hat und seine Entscheidung jedes sachlich einleuchtenden Grundes entbehrt (ständige Rechtsprechung; vgl. VerfGH vom 15.11.2006 = VerfGH 59, 219/228; VerfGH vom 19.4.2007 = VerfGH 60, 80/90; VerfGH vom 23.10.2008 = VerfGH 61, 248/257; VerfGH vom 27.7.2011 Vf. 25-VII-10; Lindner in Lindner/Möstl/Wolff, Verfassung des Freistaates Bayern, 2009, RdNr. 83 zu Art. 118 m. w. N.).
Hiernach besteht für jeden Bediensteten reisekostenrechtlich nur eine Dienststelle, die in erster Linie nach der ständigen oder überwiegenden Dienstleistung, ersatzweise nach der organisatorischen Zuordnung eindeutig bestimmbar ist (BayVerfGH, E.v. 27.7.2011 - Vf. 25-VII-10 - BayVBl 2012, 144).
VG Weimar, 27.01.2016 - 3 K 204/15
Auch der Bayerische Verfassungsgerichtshof gehe in seiner Entscheidung vom 27.07.2011 (Vf. 25-VII-10) von einer grundsätzlichen Anwesenheitspflicht von Betriebsprüfern an der Dienstelle aus.
VG München, 10.11.2011 - M 17 K 11.636
Diese Neuregelung ist mit der Bayerischen Verfassung vereinbar (BayVerfGH v. 27.7.2011, NVwZ-RR 2011, 794 - 196).
VG München, 10.11.2011 - M 17 K 11.150
Reisekostenvergütung; Wegstreckenentschädigung, Begrenzung