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Timestamp: 2016-07-29 17:53:18
Document Index: 177644584

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 3', 'Art. 62', 'Art. 62', '§ 11', '§ 10', '§ 1', '§ 2', '§ 1', '§ 2', 'Art. 3', 'Art. 11', 'Art. 11', 'Art. 15', '§ 33', '§ 33', '§ 26', '§ 33', '§ 33', 'Art. 50', '§ 1', '§ 1', '§ 1']

2Die Regelstudienzeit an der Universität beträgt neun Semester einschließlich der Prüfungen des Ersten und Zweiten Prüfungsabschnitts und einer innerhalb von sechs Monaten anzufertigenden wissenschaftlichen Abschlussarbeit.3Die Dauer der berufspraktischen Ausbildung beträgt einschließlich der Prüfungen des Dritten Prüfungsabschnitts zwölf Monate.
(1) 1Im Universitätsstudium werden die für die Ausübung des Berufs Lebensmittelchemikerin und Lebensmittelchemiker erforderlichen naturwissenschaftlichen Kenntnisse und Fähigkeiten sowie die dazu notwendigen Rechtskenntnisse vermittelt.2Das Universitätsstudium ist mit dem Bestehen des Zweiten Prüfungsabschnitts abgeschlossen.
(2) 1Der zeitliche Gesamtumfang aller Lehrveranstaltungen beträgt höchstens 235 Semesterwochenstunden.2Einzelheiten zur Organisation der Lehrveranstaltungen und zur Erbringung der in Anlage 1 Abschnitte I und II aufgeführten Leistungsnachweise regelt die Universität durch Satzung.3Dabei müssen die besonderen Belange behinderter Studierender zur Wahrung ihrer Chancengleichheit berücksichtigt werden.
(1) 1Während der berufspraktischen Ausbildung nach § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 sollen die im Studium erworbenen Kenntnisse angewandt, vertieft und erweitert werden.2Die Ausbildung umfasst folgende Ausbildungsbereiche:
(2) 1Die berufspraktische Ausbildung muss spätestens zwei Jahre nach dem Bestehen des Zweiten Prüfungsabschnitts begonnen werden.2Auf die Frist von zwei Jahren werden nicht angerechnet:
(3) 1Die berufspraktische Ausbildung erfolgt am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, im Ausbildungsbereich Verwaltungstätigkeit im Rahmen einer sechswöchigen Hospitation bei einer Behörde für Gesundheit, Veterinärwesen, Ernährung und Verbraucherschutz.2Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit erstellt für jeden Berufspraktikanten einen Ausbildungsplan und bescheinigt die berufspraktischen Tätigkeiten.3Die Bescheinigung über Dauer und Inhalt der Tätigkeit nach Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 erteilt die jeweilige Behörde für Gesundheit, Veterinärwesen, Ernährung und Verbraucherschutz.
(4) 1Eine nach Beendigung des Zweiten Prüfungsabschnitts durchgeführte wissenschaftliche oder praktische Tätigkeit am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, an einem Universitätsinstitut der Lebensmittelchemie, am Zentralen Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, an einer Einrichtung der Wirtschaft oder an einer geeigneten Forschungseinrichtung gemäß Anlage 10 von mindestens vier Monaten kann auf die berufspraktische Ausbildung bis zu vier Monate angerechnet werden.2Voraussetzung dafür ist, dass die dortige Tätigkeit mit der berufspraktischen Ausbildung nach Abs. 3 vergleichbar ist.3Die Vergleichbarkeit bewertet die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses für den Dritten Prüfungsabschnitt auf der Grundlage einer von der jeweiligen Stelle nach Satz 1 erteilten Bescheinigung über Dauer und Inhalte der Tätigkeit.
(5) 1Die Anrechnung einer Tätigkeit nach Abs. 4 kann nur auf Antrag erfolgen.2Der Antrag auf Anrechnung ist mit dem Gesuch auf Zulassung zur berufspraktischen Ausbildung am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit einzureichen.3Dem Antrag sind Nachweise beizufügen,
(6) 1Auf die berufspraktische Ausbildung werden Urlaubszeiten nach Maßgabe des Bundesurlaubsgesetzes angerechnet.2Bei der Gewährung von Urlaub sind die Ausbildungsinhalte und -ziele zu berücksichtigen.3Näheres entscheidet die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses für den Dritten Prüfungsabschnitt.4Krankheitszeiten werden bis zu insgesamt drei Wochen auf die Ausbildungszeit angerechnet.5Übersteigt die Krankheitszeit drei Wochen, so entscheidet die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses für den Dritten Prüfungsabschnitt über eine Verlängerung der Ausbildungszeit.
(1) 1Für den Ersten und Zweiten Prüfungsabschnitt wird jeweils ein Prüfungsausschuss bei den Universitäten gebildet, an denen die für das Studium der Lebensmittelchemie erforderlichen Lehrveranstaltungen belegt werden können.2Die Zahl der Mitglieder und Stellvertreter regelt die Universität durch Satzung.
(2) 1Für den Dritten Prüfungsabschnitt wird ein Prüfungsausschuss beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gebildet.2Er besteht aus einer bzw. einem Vorsitzenden sowie zwei weiteren Mitgliedern.3Die bzw. der Vorsitzende wird durch ein Mitglied, die Mitglieder werden durch mindestens ein stellvertretendes Mitglied vertreten.
(3) 1Die Mitglieder der Prüfungsausschüsse und ihre Stellvertreter werden von dem für die amtliche Lebensmittelüberwachung zuständigen Staatsministerium auf die Dauer von vier Jahren bestellt.2Es übt die Aufsicht über die Prüfungsausschüsse aus.3Vorschläge für die Bestellung der Mitglieder der Prüfungsausschüsse des Ersten und Zweiten Prüfungsabschnitts unterbreiten die Universitäten, für die Bestellung der Mitglieder des Prüfungsausschusses des Dritten Prüfungsabschnitts das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.
(5) 1Die bzw. der Vorsitzende eines Prüfungsausschusses organisiert die Prüfungen, bestimmt die Prüfungstermine sowie den Prüfungsort und trifft alle mit den Prüfungen im Zusammenhang stehenden Entscheidungen, soweit in dieser Verordnung nichts Abweichendes bestimmt ist.2Die Vorsitzenden können ihre Befugnisse auf die Stellvertreter übertragen.3Die Vorsitzenden und ihre Stellvertreter werden bei der Erledigung ihrer Aufgaben vom Prüfungsamt der jeweiligen Hochschule unterstützt.
(6) 1Ein Prüfungsausschuss ist mit der bzw. dem Vorsitzenden oder der Stellvertreterin bzw. dem Stellvertreter und mindestens zwei weiteren Mitgliedern oder deren Stellvertretern beschlussfähig.2Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit gefasst; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der bzw. des Vorsitzenden oder der Stellvertreterin bzw. des Stellvertreters den Ausschlag.
(1) 1Zuständig für Prüfungen des Ersten und Zweiten Prüfungsabschnitts ist der jeweilige Prüfungsausschuss an der Universität, an der die Prüfungsbewerber zum Zeitpunkt der Meldung zur Prüfung im Studiengang Lebensmittelchemie studiert oder zuletzt studiert haben.2Zuständig für die Erteilung der Zeugnisse über den Ersten und Zweiten Prüfungsabschnitt ist die bzw. der Vorsitzende des jeweiligen Prüfungsausschusses an der Universität, an der der jeweilige Prüfungsabschnitt beendet wird.3Zuständig für Wiederholungsprüfungen ist der Prüfungsausschuss, unter dessen Zuständigkeit eine Prüfung zum ersten Mal abgelegt worden ist.
(2) 1Für jede mündliche Prüfung bestellen die Prüfer eine Beisitzende bzw. einen Beisitzenden.2Zu Beisitzenden dürfen nur Personen bestellt werden, die Staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerinnen bzw. Staatlich geprüfte Lebensmittelchemiker sind oder in den Fächern, die Gegenstand der jeweiligen Prüfung sind, die Diplomprüfung oder eine vergleichbare Prüfung abgelegt haben.3Die Beisitzenden haben nur beratende Funktion und besitzen kein Stimmrecht.4Sie sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.
(1) 1Die Prüfungen des Ersten und des Zweiten Prüfungsabschnitts sollen zweimal jährlich im Anschluss an die Lehrveranstaltungen des vierten und achten Semesters abgehalten werden.2Die Prüfungen des Dritten Prüfungsabschnitts sollen im zwölften Monat der berufspraktischen Ausbildung stattfinden.3Die Prüfungen aller Prüfungsabschnitte können auch ausbildungsbegleitend durchgeführt werden.
(1) 1Der Antrag auf Zulassung zum Ersten und Zweiten Prüfungsabschnitt ist spätestens sechs Wochen vor Semesterschluss, zum Dritten Prüfungsabschnitt spätestens zwei Monate vor Ende der berufspraktischen Ausbildung schriftlich bei der bzw. dem Vorsitzenden des jeweiligen Prüfungsausschusses zu stellen.2Der Zeitraum für die Antragstellung ist vom Prüfungsausschuss zusammen mit den Prüfungsterminen rechtzeitig bekannt zu geben.
(3) 1Über die Zulassung entscheidet die bzw. der Vorsitzende des jeweiligen Prüfungsausschusses.2Die Zulassung ist zu versagen, wenn
abgelegt hat, so gelten diese Prüfungen als erstmals abgelegt und nicht bestanden.
2Die Frist verlängert sich jeweils um die für die Wiederholung von Prüfungen aus den vorangehenden Prüfungsabschnitten benötigten Semester.
(1) 1Mündliche Prüfungen werden vor einer Prüferin bzw. einem Prüfer in Gegenwart einer bzw. eines Beisitzenden als Einzelprüfung abgelegt.2Die Prüfungen sollen innerhalb von vier Wochen abgeschlossen sein.3Eine mündliche Prüfung dauert in der Regel 30 Minuten.
(2) 1Die mündlichen Prüfungen sind nicht öffentlich.2Studierende des Studiengangs Lebensmittelchemie und Berufspraktikanten gemäß § 3 können als Zuhörer zugelassen werden, sofern der Prüfling nicht widerspricht.3Mitglieder der Prüfungsausschüsse sind stets zuzulassen.4Bei den Beratungen dürfen Prüfling und Zuhörer, bei der Bekanntgabe der Prüfungsleistung dürfen Zuhörer nicht anwesend sein.
(1) 1Die wissenschaftliche Abschlussarbeit wird von einer nach Art. 62 Abs. 1 Satz 2 BayHSchG zur Abnahme von Hochschulprüfungen befugten Person ausgegeben und betreut.2Das Thema der Arbeit muss in enger Beziehung zu den Studieninhalten stehen und bedarf der Zustimmung der bzw. des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Zweiten Prüfungsabschnitts.
(2) 1Die wissenschaftliche Abschlussarbeit kann auch außerhalb der Universität durchgeführt werden.2Dazu bedarf es der Zustimmung der bzw. des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Zweiten Prüfungsabschnitts.
(3) 1Die Frist zur Anfertigung der wissenschaftlichen Abschlussarbeit beträgt sechs Monate nach Ausgabe des Themas.2Im Einzelfall kann auf begründeten Antrag hin die vorgeschriebene Bearbeitungszeit durch die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses des Zweiten Prüfungsabschnitts angemessen verlängert werden.
(4) 1Die wissenschaftliche Abschlussarbeit wird von der Betreuerin bzw. dem Betreuer nach Abs. 1 und einer nach Art. 62 Abs. 1 Satz 2 BayHSchG zur Abnahme von Hochschulprüfungen befugten Person unabhängig bewertet.2Letztere wird von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses für den Zweiten Prüfungsabschnitt bestimmt.3Für die Bewertung und Benotung gilt § 11 entsprechend.4Die Bewertung erfolgt innerhalb von sechs Wochen nach Abgabe der Arbeit.
(1) 1Für die Bewertung der Prüfungsleistungen sind die Notenstufen von 1 bis 5 zu verwenden.2Zur differenzierten Bewertung können die Werte der Einzelnoten um 0,3 erhöht oder verringert werden; die Notenwerte 0,7, 4,3, 4,7 und 5,3 dürfen nicht vergeben werden.3Dabei entspricht
(2) 1Eine Prüfungsleistung ist bestanden, wenn sie mit mindestens „ausreichend“ (4,0) bewertet wird.2Die wissenschaftliche Abschlussarbeit und die Gutachtenerstellungen im Dritten Prüfungsabschnitt werden von zwei Prüfern unabhängig voneinander bewertet; die Bewertung muss schriftlich begründet werden.3Die Note errechnet sich aus dem Durchschnitt der von den Prüfern festgesetzten Einzelnoten.4Weichen die Einzelnoten in der Differenz um mehr als 1,0 voneinander ab und einigen sich die Prüfer nicht, wird die Note vom Prüfungsausschuss nach Anhörung der Prüfer festgesetzt.
(3) 1Bei dem Errechnen der Durchschnittsnote wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen.2Für die Benennung der Durchschnittsnote gilt Abs. 1 Satz 3 entsprechend.
(4) 1Ein Prüfungsabschnitt ist bestanden, wenn alle Prüfungsleistungen dieses Prüfungsabschnitts mit mindestens „ausreichend“ (4,0) bewertet sind.2Die Bewertungen der Prüfungsleistungen sind bei nicht ausreichender Leistung schriftlich zu begründen.
(3) 1Zur Errechnung der Gesamtnote des Dritten Prüfungsabschnitts werden aus den Noten der Gutachtenerstellungen und der thematisch zugehörigen Prüfplanerstellungen nach Anlage 4 Nrn. 1 und 2 je eine Durchschnittsnote im Verhältnis 60 zu 40 errechnet.2Die drei Durchschnittsnoten nach Satz 1 und die Note im Fach „Lebensmittelrecht und Lebensmittelüberwachung“ nach Anlage 4 Nr. 3 werden zusammengezählt und die Summe durch 4 geteilt.
(1) 1Bleibt der Prüfling einer Prüfung aus von ihm zu vertretendem Grund fern oder tritt er ohne Genehmigung des Prüfungsausschusses von ihr zurück, erhält er die Note „nicht ausreichend“ (5,0).2Dasselbe gilt, wenn die wissenschaftliche Abschlussarbeit nicht innerhalb der Bearbeitungszeit gemäß § 10 Abs. 3 erbracht wird.
(2) 1Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe sind der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unverzüglich anzuzeigen und glaubhaft zu machen.2Die Vorsitzenden können, wenn als Grund eine Krankheit des Prüflings angegeben wird, die Vorlage eines amtsärztlichen Attests fordern.3Die Geltendmachung eines Grundes darf keine Bedingung enthalten und kann nicht zurückgenommen werden.4Erkennen die Vorsitzenden die Gründe an, so gilt die jeweilige Prüfung als nicht unternommen und ein neuer Termin wird anberaumt.
(2) 1Stört ein Prüfling den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung, kann er von der prüfenden oder aufsichtsführenden Person von der Fortsetzung der Prüfung ausgeschlossen werden.2In diesem Fall wird die betreffende Prüfungsleistung mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet.3Der Prüfungsausschuss kann den Prüfling von den weiteren Prüfungen des laufenden Prüfungsabschnitts ausschließen.
(2) 1Auf Antrag des Prüflings können einzelne Prüfungen des Ersten Prüfungsabschnitts wiederholt werden, wenn sie vor Beginn des vierten Semesters abgelegt wurden.2Entsprechendes gilt für den Zweiten Prüfungsabschnitt, wenn die Prüfungen vor Beginn des achten Semesters abgelegt wurden.3In den genannten Fällen gilt für eine Prüfungsleistung die bessere Note.4Eine vor dem vierten bzw. achten Semester abgelegte und nicht bestandene Prüfung gilt als nicht abgelegt (Freiversuch).
(3) 1Die zweite Wiederholung einer nicht bestandenen Prüfung eines Prüfungsabschnitts ist nur im Härtefall auf schriftlichen Antrag bei der bzw. dem Vorsitzenden des jeweiligen Prüfungsausschusses möglich.2Über diesen Antrag entscheidet der jeweilige Prüfungsausschuss.3Eine zweite Wiederholung der wissenschaftlichen Abschlussarbeit ist ausgeschlossen.
(4) 1Der Prüfling wird von der bzw. dem Vorsitzenden des zuständigen Prüfungsausschusses zur Wiederholungsprüfung geladen.2Die Wiederholungsprüfung kann frühestens zwei Monate und muss spätestens innerhalb von zwölf Monaten nach der nicht bestandenen Prüfung abgelegt werden.3Wird die in Satz 2 zuletzt genannte Frist überschritten, erlischt der Prüfungsanspruch, es sei denn, der Prüfling hat die Fristüberschreitung nicht zu vertreten.
(1) 1Nach Abschluss eines Prüfungsabschnitts wird dem Prüfling sein Ergebnis schriftlich mitgeteilt.2Ist der Prüfungsabschnitt bestanden, erhält der Prüfling von der bzw. dem Vorsitzenden des jeweiligen Prüfungsausschusses innerhalb einer Frist von einem Monat nach der letzten Prüfung ein Zeugnis nach den Anlagen 5 bis 7.
(3) 1Innerhalb eines Jahres nach Abschluss jedes Prüfungsabschnitts wird dem Prüfling auf schriftlichen Antrag Einsicht in seine schriftlichen Prüfungsarbeiten, die darauf bezogenen Bewertungen der Prüfer und die Niederschriften der mündlichen Prüfungen gewährt.2Das Anfertigen von Kopien ist nicht zulässig.
(1) 1Der Erste Prüfungsabschnitt dient der Feststellung, ob der Prüfling die im Grundstudium vermittelten fachlichen und methodischen Grundlagen der Naturwissenschaften beherrscht und eine systematische Orientierung erworben hat.2Er umfasst mündliche oder schriftliche Prüfungen in jedem der in Anlage 2 aufgeführten Prüfungsfächer mit den dort genannten inhaltlichen Schwerpunkten.
(2) 1Die schriftlichen Prüfungen können studienbegleitend vor dem in § 1 Abs. 2 genannten Zeitpunkt abgelegt werden, soweit jeweils die für die einzelnen Prüfungsleistungen erforderlichen Leistungsnachweise nach Anlage 1 Abschnitt I erbracht worden sind.2Nähere Einzelheiten ergeben sich aus der von der Hochschule zu erlassenden Satzung (vgl. § 2 Abs. 2 Satz 2).
(1) 1Im Zweiten Prüfungsabschnitt hat der Prüfling nachzuweisen, dass er wissenschaftliche Kenntnisse auf den Gebieten der Lebensmittelchemie, der Lebensmitteltechnologie, der Bedarfsgegenstände, der kosmetischen Mittel, der Futtermittel, der Mikrobiologie von Lebensmitteln und Futtermitteln, auf den mit Lebensmitteln zusammenhängenden Gebieten der Biochemie (einschließlich der Ernährungslehre) sowie der chemischen Toxikologie und der Umweltanalytik besitzt.2Die Prüfungen sollen zeigen, dass der Prüfling fähig ist, in seinen künftigen beruflichen Tätigkeitsfeldern wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse auf den in Satz 1 genannten Gebieten selbständig anzuwenden.
(2) 1Der Zweite Prüfungsabschnitt umfasst je eine mündliche oder schriftliche Prüfung in jedem der in Anlage 3 Abschnitt I aufgeführten Prüfungsfächer sowie im Anschluss daran die wissenschaftliche Abschlussarbeit nach Anlage 3 Abschnitt II.2Die wissenschaftliche Abschlussarbeit darf erst nach Bestehen aller Prüfungen dieses Prüfungsabschnitts aufgenommen werden.
(3) 1Die schriftlichen Prüfungen in den Fächern der Anlage 3 können studienbegleitend vor dem in § 1 Abs. 2 genannten Zeitpunkt abgelegt werden, soweit jeweils die für die einzelnen Prüfungsleistungen erforderlichen Leistungsnachweise nach Anlage 1 Abschnitt II erbracht worden sind.2Nähere Einzelheiten ergeben sich aus der von der Hochschule zu erlassenden Satzung (vgl. § 2 Abs. 2 Satz 2).
(4) 1Die Prüfung im Fach „Lebensmittelrecht und amtliche Überwachung von Erzeugnissen und Tabakerzeugnissen“ gemäß Anlage 4 Nr. 3 wird im zwölften Monat der berufspraktischen Ausbildung durchgeführt.2Die Bearbeitungszeit beträgt im Fall einer schriftlichen Prüfung mindestens zwei Stunden.
(1) 1Auf Antrag wird als Prüfung für Staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerinnen bzw. Staatlich geprüfte Lebensmittelchemiker ein Ausbildungsnachweis anerkannt, der in einem anderen Mitgliedstaat erforderlich ist, um in dessen Hoheitsgebiet die Erlaubnis zur Aufnahme oder Ausübung eines dem Beruf der Staatlich geprüften Lebensmittelchemikerin bzw. des Staatlich geprüften Lebensmittelchemikers entsprechenden Berufs zu erhalten.2Ist ein solcher entsprechender Beruf in einem anderen Mitgliedstaat nicht reglementiert, so wird der Ausbildungsnachweis nur anerkannt, wenn die Antragsteller diesen Beruf vollzeitlich zwei Jahre lang in den vorhergehenden zehn Jahren in diesem anderen Mitgliedstaat ausgeübt haben und der Ausbildungsnachweis bescheinigt, dass der Inhaber auf die Ausübung des betreffenden Berufs vorbereitet wurde.3Die zweijährige Berufserfahrung gemäß Satz 2 darf nicht gefordert werden, wenn der Ausbildungsnachweis der Antragsteller eine reglementierte Ausbildung im Sinn des Art. 3 Abs. 1 Buchst. e der Richtlinie 2005/36/EG der Qualifikationsniveaus gemäß Art. 11 Buchst. b, c, d oder e dieser Richtlinie abschließt.4Als reglementierte Ausbildungen gelten die in Anhang III der Richtlinie 2005/36/EG aufgeführten Ausbildungsgänge des Niveaus nach Art. 11 Buchst. c der Richtlinie 2005/36/EG.
2Von einem Anpassungslehrgang oder einer Eignungsprüfung im Sinn des Satzes 1 ist abzusehen, wenn die Berufsqualifikationen der Antragsteller die Kriterien erfüllen, die in den gemäß Art. 15 Abs. 2 der Richtlinie 2005/36/EG angenommenen Maßnahmen vorgegeben sind.3Die Antragsteller haben das Recht, zwischen dem Anpassungslehrgang und der Eignungsprüfung zu wählen.
(2) 1Im Sinn des Abs. 1 Nrn. 2 und 3 sind „Fächer, die sich wesentlich unterscheiden“ jene Fächer, deren Kenntnis eine wesentliche Voraussetzung für die Ausübung des Berufs ist (Anlagen 2 bis 4) und bei denen die bisherige Ausbildung der Antragsteller bedeutende Abweichungen hinsichtlich Dauer oder Inhalt gegenüber der im Aufnahmemitgliedstaat geforderten Ausbildung aufweist.2Im Rahmen der Entscheidung nach Abs. 1 Satz 1 ist insbesondere zu prüfen, ob die von den Antragstellern im Rahmen ihrer Berufsausbildung oder Berufspraxis in einem Mitgliedstaat oder einem Drittland erworbenen Kenntnisse den wesentlichen Unterschied ganz oder teilweise ausgleichen können.
(1) 1Auf Antrag wird als Prüfung für Staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerinnen und Lebensmittelchemiker eine in einem Drittland erworbene abgeschlossene Ausbildung in einem dem Beruf der Staatlich geprüften Lebensmittelchemikerin bzw. des Staatlich geprüften Lebensmittelchemikers entsprechenden Beruf anerkannt, wenn die Gleichwertigkeit des Ausbildungsstandes gegeben ist.2Ist die Gleichwertigkeit des Ausbildungsstandes nicht gegeben oder ist sie nur mit unangemessenem zeitlichen oder sachlichen Aufwand feststellbar, ist ein gleichwertiger Kenntnisstand nachzuweisen.3Der Nachweis wird durch das Ablegen einer Prüfung erbracht, die sich auf die Inhalte des Ersten, Zweiten und Dritten Prüfungsabschnitts bezieht.
(1) 1Bei Stellung eines Antrags auf Anerkennung der Berufsqualifikation sind die in Anlage 11 aufgeführten Unterlagen und Bescheinigungen vorzulegen.2Die Vertraulichkeit der übermittelten Angaben ist zu gewährleisten.
(2) 1Der Antrag und die beizufügenden Unterlagen sind, soweit sie von den Antragstellern stammen, in deutscher Sprache vorzulegen.2Sonstige Unterlagen sollen mit einer beglaubigten Übersetzung vorgelegt werden.
(5) 1Die nach § 33 zuständige Behörde kann die Antragsteller auffordern, Informationen zu ihrer Ausbildung vorzulegen, soweit dies erforderlich ist, um festzustellen, ob diese möglicherweise von der nach dieser Verordnung geforderten Ausbildung erheblich abweicht.2Sind die Antragsteller nicht in der Lage, diese Informationen vorzulegen, so wendet sich die nach § 33 zuständige Behörde an die Kontaktstelle, die zuständige Behörde oder an eine andere einschlägige Stelle des Herkunftsstaates.
(2) 1Das Verfahren für die Prüfung eines Antrags auf Zulassung zum Beruf der Staatlich geprüften Lebensmittelchemikerin bzw. des Staatlich geprüften Lebensmittelchemikers muss innerhalb kürzester Frist abgeschlossen werden, spätestens jedoch drei Monate nach Einreichung der vollständigen Unterlagen im Sinn des § 26 Abs. 1, 2 und 5 Satz 1.2Die nach § 33 zuständige Behörde kann die Frist in Ausnahmefällen um einen Monat verlängern.3Die Entscheidung über den Antrag muss von der nach § 33 zuständigen Behörde begründet werden.
(1) 1Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der Europäischen Union, die zur Ausübung eines dem Beruf der Staatlich geprüften Lebensmittelchemikerin bzw. des Staatlich geprüften Lebensmittelchemikers entsprechenden Berufs in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union rechtmäßig ansässig sind (nachstehend „Herkunftsmitgliedstaat“ genannt), dürfen als Dienstleister im Sinn des Art. 50 des EG-Vertrages vorübergehend und gelegentlich ihren Beruf im Geltungsbereich dieser Verordnung ausüben.2Der vorübergehende und gelegentliche Charakter der Erbringung von Dienstleistungen wird im Einzelfall beurteilt, insbesondere anhand der Dauer, der Häufigkeit, der regelmäßigen Wiederkehr und der Kontinuität der Dienstleistung.
(2) 1Wenn der dem Beruf der Staatlich geprüften Lebensmittelchemikerin bzw. des Staatlich geprüften Lebensmittelchemikers entsprechende Beruf im Herkunftsmitgliedstaat nicht reglementiert ist, müssen die Dienstleister diesen Beruf während der vorhergehenden zehn Jahre mindestens zwei Jahre im Herkunftsmitgliedstaat ausgeübt haben, wenn sie sich zur Erbringung der Dienstleistung in den Geltungsbereich dieser Verordnung begeben.2Die Bedingung, dass die Dienstleister den Beruf zwei Jahre ausgeübt haben müssen, gilt nicht, wenn entweder der Beruf oder die Ausbildung zu diesem Beruf reglementiert ist.
1Die Dienstleistung wird unter der Berufsbezeichnung des Herkunftsmitgliedstaates erbracht, sofern in diesem Mitgliedstaat für die betreffende Tätigkeit eine solche Berufsbezeichnung existiert.2Die Berufsbezeichnung wird in der Amtssprache oder einer der Amtssprachen des Herkunftsmitgliedstaates geführt, und zwar so, dass keine Verwechslung mit der Berufsbezeichnung des Aufnahmemitgliedstaates möglich ist.3Falls die genannte Berufsbezeichnung im Herkunftsmitgliedstaat nicht existiert, geben die Dienstleister ihren Ausbildungsnachweis in der Amtssprache oder einer der Amtssprachen dieses Mitgliedstaates an.
1Studierende, die sich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung im Grund- oder Hauptstudium der Lebensmittelchemie befinden, schließen dieses nach den bisherigen Vorschriften ab.2Wer sich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung in der berufspraktischen Ausbildung befindet, schließt diese nach den bisherigen Vorschriften ab.
1Diese Verordnung tritt am 1. Oktober 2008 in Kraft.2Mit Ablauf des 30. September 2008 tritt die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für staatlich geprüfte Lebensmittelchemiker (APOLmCh) vom 11. Juni 1975 (BayRS 2125-1-3-UG), zuletzt geändert durch Verordnung vom 7. Oktober 2005 (GVBl S. 520), außer Kraft.
1. Chemie und Analytik der Lebensmittel einschließlich Wasser für den menschlichen Gebrauch, der kosmetischen Mittel, der Bedarfsgegenstände, der Tabakerzeugnisse nach § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und der Futtermittel
2. Technologie der Lebensmittel einschließlich Wasser für den menschlichen Gebrauch, der kosmetischen Mittel, der Bedarfsgegenstände, der Tabakerzeugnisse nach § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und der Futtermittel
3. Angewandte Biochemie einschließlich Ernährungslehre
4. Mikrobiologie und Lebensmittelhygiene
5. Toxikologie und Umweltanalytik
6. Grundlagen des Lebensmittelrechts und der amtlichen Überwachung von Erzeugnissen und Tabakerzeugnissen nach § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2