Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202005,%20355
Timestamp: 2019-04-19 05:28:17
Document Index: 300944931

Matched Legal Cases: ['BGH', 'Art. 1', '§ 1', '§ 4', '§ 4', '§ 3', 'Art. 1', '§ 1', 'Art. 1', '§1', '§ 1', '§ 4', 'Art. 1', '§ 1', 'BGH', 'Art. 1', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.11.2004 - I ZR 182/02 - dejure.org
Art. 1 § 1 RBerG zählt zu den Vorschriften i.S. des § 4 Nr. 11 UWG
Tätigkeit des Testamentsvollstreckers als Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten im Sinne des Rechtsberatungsgesetzes; Unlauterkeit der Werbung eines Steuerberaters für die Übernahme von Testamentsvollstreckungen; Abgrenzung erlaubnisfreier Geschäftsbesorgung von erlaubnispflichtiger Rechtsbesorgung; Aufgaben des Testamentsvollstreckers
Zulässigkeit der Testamentsvollstreckung durch Steuerberater
Rechtsberatungsgesetz - Testamentsvollstreckung durch Steuerberater
Zur Zulässigkeit einer Testamentsvollstreckung durch Steuerberater
Wettbewerbsrecht - Steuerberater dürfen ab sofort mit Testamentsvollstreckung werben
Verstoß gegen RBerG ist Wettbewerbswidrigkeit
Verstoß gegen RBerG wettbewerbswidrig
UWG § 4 Nr. 11, § 3; RBerG Art. 1 § 1
Testamentsvollstreckung keine Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten i.S. von Art. 1 §1 Abs. 1 Satz 1 RBerG
Die Tätigkeit eines Testamentsvollstreckers ist keine unzulässige Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten
Insoweit kommt vorliegend ein Verstoß gegen § 1 UWG a.F., § 4 Nr. 11 UWG in Betracht, weil Art. 1 § 1 RBerG zu den Vorschriften zählt, die dazu bestimmt sind, im Interesse der Marktteilnehmer das Marktverhalten zu regeln (vgl. BGH, Urt. v. 11.11.2004 - I ZR 182/02, WRP 2005, 330, 331 - Testamentsvollstreckung durch Steuerberater;… Urt. v. 11.11.2004 - I ZR 213/01, WRP 2005, 333, 334 - Testamentsvollstreckung durch Banken, jeweils m.w.N.).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs liegt eine erlaubnispflichtige Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten i.S. des Art. 1 § 1 Abs. 1 RBerG vor, wenn eine geschäftsmäßige Tätigkeit darauf gerichtet und geeignet ist, konkrete fremde Rechtsangelegenheiten zu verwirklichen oder konkrete fremde Rechtsverhältnisse zu gestalten (BGH, Urt. v. 11.11.2004 - I ZR 182/02, GRUR 2005, 355, 356 = WRP 2005, 330 - Testamentsvollstreckung durch Steuerberater;… Urt. v. 5.10.2006 - I ZR 7/04, GRUR 2007, 245 Tz 16 = WRP 2007, 174 - Schulden Hulp).
Zwar ist es auch Steuerberatern und Banken erlaubt, Testamentsvollstreckungen zu übernehmen und dafür Werbung zu machen (vgl. BGH GRUR 2005, 353 - Testamentsvollstreckung durch Banken; BGH GRUR 2005, 355 - Testamentsvollstreckung durch Steuerberater).
BFH, 07.04.2006 - XI B 64/05
Der Bundesgerichtshof (BGH) habe in dem Urteil vom 11. November 2004 I ZR 182/02 (Anwaltsblatt --AnwBl-- 2005, 287) festgestellt, dass die Tätigkeit des Testamentsvollstreckers keine Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten sei.
Das Recht werde fortgebildet, wenn der BFH unter Berücksichtigung des BGH-Urteils in AnwBl 2005, 287 eine Entscheidung darüber treffe, nach welcher Vorschrift die Tätigkeit eines Rechtsanwalts in seiner Eigenschaft als Testamentsvollstrecker zu erfolgen habe.
Nur Verstöße gegen solche Normen sind erfasst, die zumindest auch das Marktverhalten im Interesse der Marktbeteiligten regeln (BT-Drucks 15/1487 S 19; BGH GRUR 05, 355, 356 - Testamentsvollstreckung durch Steuerberater).
Zum anderen ist der Klageantrag als in die Zukunft gerichteter Unterlassungsantrag aber auch nach dem jetzt geltenden Recht zu beurteilen (vgl. BGH WRP 2005, 88 -Puppenausstattungen; BGH WRP 2005, 330, 331 -Testamentsvollstreckung durch Steuerberater).