Source: https://kanzlei-kerner.de/elterngeld/
Timestamp: 2019-04-24 17:58:07
Document Index: 335825439

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 3', '§ 20', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Arbeitsrecht Elterngeld | Kanzlei Kerner
Das Elterngeld ist eine staatliche Transferleistung, die einem Elternteil während der Elternzeit gewährt wird. Durch die Zahlung eines Elterngelds für junge Familien, kann sich die berufstätige Mutter oder Vater für einen bestimmten Zeitraum von der Arbeit freistellen lassen, um das neugeborene Kind zu betreuen, ohne schwere finanzielle Einbußen zu erleiden. Der Zweck des Elterngelds besteht somit darin, die Lebensgrundlage einer Familie zu sichern. Das Elterngeld kann über den Zeitraum des Mutterschutzes beansprucht werden und für bis zu 14 Monaten (12 Monate zzgl. 2 Partnermonate) gewährt. Das Elterngeld wurde am 29.09.2006 durch Beschluss des Bundestages eingeführt.
Die Höhe des Elterngelds nach § 2 Abs. 1 BEEG beträgt 67 % des durchschnittliche Einkommens aus den letzten zwölf Monate vor der Geburt des Kindes. Die Obergrenze des gewährten Elterngelds liegt bei 1.800,- € monatlich.
Beträgt das durchschnittlich erzielte Einkommen der letzten zwölf Monate vor der Geburt des Kindes weniger als 1.000,- € nach § 2 Abs. 2 Satz 1 BEEG, erhöht sich der prozentuale Anspruch auf Elterngeld von 67 % auf bis zu 100 % um 0,1 % je 2 €, die das Durchschnittseinkommen von 1000,- € abweicht. Ab einem Betrag von 1.200,- € Durchschnittseinkommen sinkt der prozentuale Bezugswert des Elterngelds nach § 2 Abs. 2 Satz 2 BEEG um 0,1 % je 2 € von 67 % auf 65 % ab.
Sollte die bezugsberechtigte Person bis zu 30 Stunden erwerbstätig sein, hat sie weiterhin Anspruch auf Elterngeld. Dieses gleicht nach wie vor den Einkommensverlust vor der Geburt in Höhe von bis zu 67 % im Verhältnis aus. Je nach Verdienst verbleibt somit keine Elterngeldzahlung mehr.
Die Anrechnungen anderer Leistungen auf das Elterngeld erfolgt nach § 3 BEEG. Angerechnet werden u.a. Mutterschaftsleistungen (Mutterschaftsgeld und Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach § 20 MuSchG) und das Elterngeld für ein älteres Kind.
Das Elterngeld kann grundsätzlich ab der Geburt des Kindes gem. § 4 Abs. 1 Satz 1 BEEG bis zu einer Dauer von 14 Monate beansprucht werden. Dies gilt nach § 4 Abs. 1 Satz 2 BEEG auch für angenommene Kinder ab der Aufnahme in den eigenen Haushalt. Nach § 4 Abs. 2 Satz 1 BEEG haben Eltern einen Anspruch auf 12 Monate Elterngeld. Beide Elternteile haben die Möglichkeit nach § 4 Abs. 2 Satz 2 BEEG diesen Zeitraum untereinander aufzuteilen. Wobei ein Elternteil das Elterngeld für mindestens zwei und höchstens zwölf Monate nach § 4 Abs. 3 BEEG erhält. In dem Fall, dass auch der andere Partner vom Elterngeldanspruch Gebrauch macht und den Eltern aus diesem Grund für mindestens zwei weitere Monate das Einkommen zum Teil oder komplett wegfällt, wird das Elterngeld für zwei weitere Monate gewährt. Ausnahmsweise kann nach § 4 Abs. 3 Satz BEEG eine Elternteil 14 Monate das Elterngeld beanspruchen, wenn ansonsten ab dem 12. Monat das Kindswohl gefährdet wäre.
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