Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZInsO%202016,%20335
Timestamp: 2020-07-03 10:45:15
Document Index: 87782885

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 574', '§ 1060', '§ 1065', '§ 574', '§ 574', '§ 1060', '§ 1059', '§ 1059', '§ 1059', 'Art. 103', '§ 280', '§ 242', '§ 490', '§ 1025', '§ 1051', '§ 287', '§ 287', '§ 1042', '§ 97', '§ 287', '§ 1042', '§ 1051', '§ 1059', '§ 1060', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 287', 'BGH', 'Art. 103', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 287', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 16.12.2015 - I ZB 109/14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,43604
BGH, 16.12.2015 - I ZB 109/14 (https://dejure.org/2015,43604)
BGH, Entscheidung vom 16.12.2015 - I ZB 109/14 (https://dejure.org/2015,43604)
BGH, Entscheidung vom 16. Dezember 2015 - I ZB 109/14 (https://dejure.org/2015,43604)
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§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § ... 1062 Abs. 1 Nr. 4 Fall 2 ZPO, §§ 1060 ff. ZPO, § 1065 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 574 Abs. 2 Nr. 1 ZPO, § 574 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, § 1060 Abs. 2 Satz 1 ZPO, § 1059 Abs. 2 ZPO, § 1059 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. b ZPO, § 1059 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. d ZPO, Art. 103 Abs. 1 GG, §§ 280, 276, 249 ff. BGB, § 242 BGB, § 490 Abs. 1 BGB, §§ 1025 bis 1066 ZPO, § 1051 Abs. 3 Satz 1 ZPO, § 287 ZPO, § 287 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 1042 Abs. 4 Satz 2 ZPO, § 97 Abs. 1 ZPO
§ 287 Abs 1 S 1 ZPO, § 1042 Abs 4 S 2 ZPO, § 1051 Abs 3 S 1 ZPO, § 1059 Abs 2 ZPO, § 1060 ZPO
Rechtsbeschwerde gegen Vollstreckbarerklärung eines inländischen Schiedsspruchs: Aufhebung eines Schiedsspruchs bei Unvereinbarkeit mit dem inländischen ordre public; gerichtliche Schadensschätzung durch das Schiedsgericht als Tatsachenermittlung
Antrag betreffend die Vollstreckbarerklärung des Schiedsspruchs; Vereinbarkeit des Ergebnisses der Anerkennung oder Vollstreckung mit wesentlichen Grundsätzen des deutschen Rechts; Entscheidung des Schiedsgerichts nach Billigkeit
OLG Düsseldorf, 21.10.2014 - 4 Sch 9/13
ZInsO 2016, 335
Eine solche wäre mit erheblichen Rechtsunsicherheiten behaftet, da eine Schadensschätzung durch das Gericht dann unzulässig ist, wenn sie mangels hinreichender Anknüpfungstatsachen in der Luft hinge (statt aller BGH I ZB 109/14 Rn 30 - juris).
Eine solche wäre mit erheblichen Rechtsunsicherheiten behaftet, da eine Schadensschätzung durch das Gericht dann unzulässig ist, wenn sie mangels hinreichender Anknüpfungstatsachen in der Luft hinge (statt aller BGH I ZB 109/14 Rn 30 - juris;… Kammer a.a.O.).
BGH, 05.03.2020 - I ZB 49/19
Vielmehr muss es sich um eine nicht abdingbare Norm handeln, die Ausdruck einer für die Rechtsordnung grundlegenden Wertentscheidung des Gesetzgebers ist (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschluss vom 16. Dezember 2015 - I ZB 109/14, ZinsO 2016, 335 Rn. 10;… Beschluss vom 10. März 2016 - I ZB 99/14, NJW-RR 2016, 892 Rn. 29;… Beschluss vom 11. Oktober 2018 - I ZB 9/18, NJW-RR 2019, 762 Rn. 5, jeweils mwN).
Im Verfahren auf Vollstreckbarerklärung eines Schiedsspruchs kann nicht überprüft werden, ob die herangezogenen Grundlagen ausreichen und das Ergebnis auch materiell richtig ist (vgl. BGH, Beschluss vom 16. Dezember 2015 - I ZB 109/14; ZInsO 2016, 335 Rn. 30, mwN).
Vielmehr muss es sich um eine nicht abdingbare Norm handeln, die Ausdruck einer für die Rechtsordnung grundlegenden Wertentscheidung des Gesetzgebers ist (vgl. BGH…, Beschluss vom 30. Oktober 2008 - III ZB 17/08, SchiedsVZ 2009, 66 Rn. 5 mwN;… Beschluss vom 28. Januar 2014 - III ZB 40/13, SchiedsVZ 2014, 98 Rn. 8; BGH, ZInsO 2016, 335 Rn. 10, mwN).
Eine Billigkeitsentscheidung zeichnet sich dadurch aus, dass sich das Schiedsgericht nicht von rechtlichen Maßstäben leiten lässt (BGH, Beschluss v. 16.12.2015, I ZB 109/14, Rn. 30;… Beschluss v. 10.03.2016, I ZB 99/14, Rn. 27, jeweils zit. nach juris).
Eine solche Schätzung nach dem Maßstab des § 287 ZPO stellt sich nicht als Billigkeitsentscheidung dar und kann im Verfahren auf Vollstreckbarerklärung eines Schiedsspruchs nicht darauf überprüft werden, ob die herangezogenen Grundlagen ausreichen und das Ergebnis auch materiell richtig ist (BGH, Beschluss v. 16.12.2015, I ZB 109/14, Rn. 30;… Beschluss v. 10.03.2016, I ZB 99/14, Rn. 27).
Ein Verstoß gegen den Grundsatz des rechtlichen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 GG) stellt zugleich einen Verstoß gegen den inländischen (verfahrensrechtlichen) ordre public dar (zum Ganzen: BGH, Beschluss v. 16.12.2015, I ZB 109/14, Rn. 10 m.w.N.).
Maßgebend ist auch insoweit, dass im Verfahren auf Vollstreckbarerklärung eines Schiedsspruchs nicht überprüft werden kann, ob die von einem Schiedsgericht für eine Schätzung herangezogenen Grundlagen ausreichen und das Ergebnis auch materiell richtig ist (BGH, Beschluss v. 16.12.2015, I ZB 109/14, Rn. 30;… Beschluss v. 10.03.2016, I ZB 99/14, Rn. 27).
Vielmehr muss es sich um eine nicht abdingbare Norm handeln, die Ausdruck einer für die Rechtsordnung grundlegenden Wertentscheidung des Gesetzgebers ist (BGH WM 2009, 573; WM 2014, 1151; ZInsO 2016, 335).
Eine solche wäre auch mit erheblichen Rechtsunsicherheiten behaftet gewesen, da eine Schadensschätzung durch das Gericht unzulässig ist, sofern sie mangels hinreichender Anknüpfungstatsachen in der Luft hinge (vgl. z.B. BGH (U.v. 16.12.2015 - I ZB 109/14), juris, Rn. 30 m.w.N.).
Nach diesen Maßstäben stellt die Entscheidung des Schiedsgerichts, den Antrag der Antragsgegnerin, ein Sachverständigengutachten zum (prozentualen) Anteil des in Rede stehenden Softwaremoduls an der Gesamtsoftware einzuholen, abzulehnen und statt dessen auf der Grundlage der vorgelegten Privatgutachten insofern eine Schätzung gemäß § 287 ZPO vorzunehmen (vgl. dazu auch: BGH, Beschluss vom 16.12.2015 - I ZB 109/14, in: ZInsO 2016, 335 ff.; OLG München, Beschluss vom 14.11.2011 - 34 Sch 10/11, in: SchiedsVZ 2012, 43 ff.; OLG Köln, Beschluss vom 23.11.2011 - 19 Sch 27/10, abrufbar bei juris), keinen Verstoß gegen den ordre public, sondern eine zulässige - jedenfalls vertretbare - Ermessensentscheidung des Schiedsgerichts dar, das sich ausweislich des Schiedsspruchs eingehend mit dem wechselseitigen Parteivortrag und den zu dessen Untermauerung vorgelegten Privatgutachten auseinander gesetzt hat.
Im Verfahren auf Vollstreckbarerklärung eines Schiedsspruchs kann nicht überprüft werden, ob die herangezogenen Grundlagen ausreichen und das Ergebnis auch materiell richtig ist (vgl. BGH, Beschluss vom 16. Dezember 2015 - I ZB 109/14, ZInsO 2016, 335 Rn. 30, mwN).
Vielmehr muss es sich um eine nicht abdingbare Norm handeln, die Ausdruck einer für die Rechtsordnung grundlegenden Wertentscheidung des Gesetzgebers ist (vgl. BGH…, Beschluss vom 30. Oktober 2008 - III ZB 17/08, WM 2009, 573 Rn. 5, mwN; Beschluss vom 16. Dezember 2015 - I ZB 109/14, ZInsO 2016, 335 Rn. 10).