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Timestamp: 2018-08-18 21:14:46
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Matched Legal Cases: ['§ 16', '§ 45', '§ 16', '§ 45', '§ 46', '§ 16', '§ 6', '§ 46', '§ 46', '§ 16']

Umzug für Arbeit / Bewerbungkosten - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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19.09.2007, 12:10 #1
der_nette_kleine->Emailproblem
Umzug für Arbeit / Bewerbungkosten
Endlich habe ich eine Anlaufstelle gefunden für meine Fragen da meine Sachbearbeiterinnicht sehr auskunftsfreudig ist.
1. Ich habe mit einem Bildungsgutschein eine theoretische Ausbildung zum Rettungsassistenten gemacht. Jetzt habe ich mich kräftig für das noch benötigte Anerkennungsjahr beworben.
Erst einmal hatte ich 30 Bewerbungen Bundesweit geschrieben. Diese habe ich dann auch eingereicht.
Aber von meinen Bewerbungen scheinen wohl nur 26 erstattet zu werden mit dem Verweis auf § 16 Abs. 1 Sozialgesetzbuch - Zweites Buch - Grundsicherung für Arbeitsuchende - (SGB 2) in Verbindung mit § 45 Sozialgesetzbuch - Drittes Buch - (SGB 3) das maximal 130,00 Euro jährlich erstattet werden.
Ich kenne es von früheren Bescheiden das 5,- Euro pro Bewerbung erstattet werden nach § 16 Abs. 1 Sozialgesetzbuch - Zweites Buch - Grundsicherung für Arbeitsuchende - (SGB 2) in Verbindung mit § 45 Sozialgesetzbuch - Drittes Buch - (SGB 3). In dem Bescheid vom 26. September 2006 war noch von maximal 260,00 Euro im Jahr die Rede.
Hat sich da was geändert? Muß ich Widerspruch einlegen? Ist zwar nur ein kleiner Betrag aber der fehlt mir :(
2. Habe ich eine Stelle für mein Annerkennungsjahr gefunden aber leider 130 km weit weg. Ich bin bereit umzuziehen aber aus eigenen Finanzen ist das unmöglich! Zusätzlich ist der neue Job sehr kurzfristig zum 01.10 zustande gekommen.
Wie oder was kann die ARGE für mich tun? Übernehmen die die Umzugskosten, Renovierungskosten der neuen Wohnung?
Weil alles so kurzfristig ist konnte ich meine "alte" Wohnung noch nicht kündigen und habe eine Kündigungsfrist von 3 Monaten.
Ich habe keine Ahnung wie ich das alles machen soll aber irgendwie wird das schon funktionieren. Brauche nur etwas Hilfe und Informationen was mir zusteht bzw. was ich beantragen kann.
1.Wohne noch 130 km von der Arbeitstelle weg (kann kurzfristig beim Freund unterkommen)
2. Habe 3 Monate Kündigungsfrist für die alte Wohnung und brauche eine neue im Einzugsgebiet der neuen Arbeitstelle.
3. Alte Wohnung wird von der ARGE bezahlt und die neue muß leider auch noch bezahlt werden.
Habe ein wenig Angst was falsch zu machen bei dem ganzen Stress weil ich ja dann auch noch arbeiten gehe.
der_nette_kleine
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19.09.2007, 12:33 #2
Zitat von der_nette_kleine
Da hat sich nicht viel geändert. Ich zitiere mal § 46 SGB III (i.V.m. § 16 SGB II):
"(1) Bewerbungskosten können bis zu einem Betrag von 260 Euro jährlich übernommen werden.
(2) Als Reisekosten können die berücksichtigungsfähigen Fahrkosten übernommen werden. Berücksichtigungsfähig sind die bei Benutzung eines regelmäßig verkehrenden öffentlichen Verkehrsmittels anfallenden Kosten der niedrigsten Klasse des zweckmäßigsten öffentlichen Verkehrsmittels, wobei mögliche Fahrpreisermäßigungen zu berücksichtigen sind. Bei Benutzung sonstiger Verkehrsmittel ist ein Betrag in Höhe der Wegstreckenentschädigung nach § 6 Abs. 1 des Bundesreisekostengesetzes berücksichtigungsfähig. Bei mehrtägigen Fahrten können zusätzlich für jeden vollen Kalendertag ein Betrag von 16 Euro und für den Tag des Antritts und den Tag der Beendigung der Fahrt ein Betrag von jeweils 8 Euro erbracht werden. Daneben können die Übernachtungskosten erstattet werden. Übersteigen die nachgewiesenen Übernachtungskosten je Nacht den Betrag von 16 Euro, können sie erstattet werden, soweit sie unvermeidbar sind. Übernachtungskosten, die die Kosten des Frühstücks einschließen, sind vorab um 5 Euro zu kürzen."
Das Problem ist die Abrechnung. Es gibt einige ARGES, die 5 Euro pro Bewerbung erstatten. Die meisten ARGES erstatten aber nur noch die Belege. D.h., Quittung für Fotokopien, Büromaterial, Porto, Fotos, und das war es auch schon. Die Fahrtkosten für Bewerbungsgespräche sind separat und nicht in den 260 Euros enthalten (s. Absatz 2).
Da die meisten Bewerbungen ja per e-mail abgeschickt werden, entfallen die meisten Kosten. Das e-mail und die Zeitungen werden auch nicht erstattet, weil es ja angeblich nichts kostet.
Bitte trotzdem immer die Korrespondenz mit möglichen Arbeitgebern aufbewahren! Es ist ein Nachweis für die Bewerbungsbemühungen.
Und wegen der Kostenerstattung: Austricksen ist erwünscht.
Wenn die behaupten, dass lt. Gesetz nur 130 Euros jährlich erstattet werden, dann lege einen Widerspruch ein und beziehe ich auf § 46 SGB III.
Bei dem 2. Punkt kann ich dir nicht weiterhelfen.
19.09.2007, 12:45 #3
Da hat sich nicht viel geändert. Ich zitiere mal § 46 SGB III (i.V.m. § 16 SGB II):[..]
Danke Dir für Deine Antwort. Dann werde ich mal Widerspruch einlegen.
Austricksen ist erlaubt???
Bleibt nur noch Punkt 2 und ich hoffe das Ihr mir auch dabei etwas "zur Seite" stehen könnt :)
19.09.2007, 12:59 #4
Ist das Anerkennungsjahr Teil des Bildungsgutschein?(Ich würde mal sagen ja sonst macht die Ausbildung ja keinen Sinn)
Wenn ja muss die ARGE zumindestens für die Zeit die auswärtigen Unterkunftskosten übernehmen.
In wie weit die sich auf einen Umzug einlassen ist schwer zu sagen,da es sich ja hier nicht um eine Arbeitsaufnahme handelt.
19.09.2007, 13:26 #5
Ist das Anerkennungsjahr Teil des Bildungsgutschein? ?(Ich würde mal sagen ja sonst macht die Ausbildung ja keinen Sinn)
Nein komischerweise ist es kein Teil des Bildungsgutscheines obwohl es nach dem Rettungsassistentengesetz zwingend zur Ausbildung gehört. Kein Anerkennungsjahr -> keine staatliche Anerkennung. Meine Sachbearbeiterin hat mir aber schon was von Umzugskostenbeihilfe erzählt bzw. anklingen lassen.
Für ein Jahr plus meine Wohnung. Das glaube ich eher weniger...
Aber wissen tue ich es nicht ...
So wie ich das mitbekommen habe lassen die sich auf einen Umzug ein nur wenn was darf / kann ich beantragen...
19.09.2007, 13:38 #6
Vielleicht besteht die Möglichkeit einen neuen Bildungsgutschein auszustellen für das Anerkennungsjahr.
Ist ja merkwürdig das der nur für die theoretische Ausbildung ausgestellt wurde.
19.09.2007, 14:54 #7
Nein laut ARGE ist nur der theoretische Teil Bestandteil des Fortbildungsangebotes.
Ein erneuter Bildungsgutschein ist also leider nicht möglich da der praktische Teil für die ARGE nicht zur Forbildung gehört.
Ich weiß das das keinen Sinn macht aber irgendwie will man mir das nicht glauben.
19.09.2007, 15:04 #8
Ich glaube das schon.....ARGE Entscheidungen sind oft bizzar und nicht nachvollziehbar.
Was die sich dabei gedacht haben dir eine halbe Ausbildung zu finanzieren?
19.09.2007, 15:20 #9
Weil das Anerkennungsjahr normalerweise mit einem Praktikanten Entgelt von ca. 1000,- brutto bezahlt wird. Diese Umsetzung ist aber Jahre alt und heutzutage bekommt man garnichts mehr oder muß sogar draufzahlen.
Ich bekomme etwas vom Arbeitgeber aber das ist zu wenig zum Leben und zuviel um zu Sterben...
Ich hatte mir das auch anders vorgestellt. Endlich mal wieder raus aus ALG2 ..
19.09.2007, 19:43 #10
Keiner eine Idee wegen dem Umzug??
Ich befürchte das das von deiner SB jetzt abhängt was bewilligt wird und was nicht.
Aber man sollte ihr klar machen das die Ausbildung ohne Anerkennungsjahr keinen Sinn macht.
So wären deine Job Chancen gleich Null.
Ich würde mir auf jedenfall eine Bescheinigung geben lassen wo du dein Anerkennungsjahr machst wo drin steht das du kein Geld bekommst für die Zeit.
Und das du das alleine eben nicht schaffen kannst finanziell.
Bei einer Arbeitsaufnahme würde das so aussehen:
Umzugskosten werden bezahlt
eventuelle Wohnungsbeschaffungskosten.
Jetzt ist das Problem bei dir das du jetzt die ARGE wechselst.
Die neue ARGE muss sich bereit erklären ALG II und KDU zu übernehmen.
Du hast es jetzt also mit zwei ARGEn zu tun.
Das kann unter Umständen einige Zeit dauern bis alles rund läuft.
Verweigern können sie dir den Wohnortwechsel nicht.Vor allem hast du ja einen triftigen Grund dazu.
Aber wie gesagt ....da musst du Geduld haben und beharrlich sein.
19.09.2007, 20:49 #12
Ich habe ja einen Vertrag mit dem neuen Arbeitgeber in dem auch steht was ich bekomme monatlich.
Ich habe gelesen das auch Renovierungskosten übernommen werden.
Nicht das hier der Eindruck entsteht ich möchte alles abschöpfen was möglich ist. So ist das nichtaber ich möchte schon das was mir zusteht bzw. was ich auch brauche.
Habe gerade ein Urteil hier gelesen z.B das die Erstausstattung mit 1100 Euro ausreichend ist.
Ich habe mit 724,- Euro Erstausstattung meinen damaligen Umzug , Renovierung der Wohnung und ein paar Einrichtungsgegenstände realisiert. Dementsprechend fehlt mir heute auch noch die Hälfte ... aber wird schon ^^
19.09.2007, 21:39 #13
Man kann so einiges von der Steuer absetzen habe ich letztens noch gelesen. Im Klartext heißt das Umzug(wenn sich die Fahrzeit zur Arbeitsstelle um mindestens eine Stunde verkürzt) Renovierungskosten, Maklergebühren im üblichen Rahmen, neuen Herd/Ofen in der neuen Wohnung, die Kaution selbiger, die restlichen Monatsmieten Miete für die alte Wohnung etc. pp. und noch was. Aber das müsste man alles erstmal vorstrecken. In deinem Fall sieht das alles aber wohl anders aus, da du ja noch nicht in einem "richtigen" Arbeitsverhältnis stehst nach dem Umzug.
Sorry war keine allzu große Hilfe, aber vielleicht kannst du es ja mal irgendwann gebrauchen.
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