Source: https://www.deubner-steuern.de/produkte/umsatzsteuer-praxis/p/vorsteuerrueckforderung-gemaess--14c-ivm--17-abs-1-ustg---vertrauensschutz-nach--176-ao-797169
Timestamp: 2019-11-14 23:29:10
Document Index: 197293577

Matched Legal Cases: ['§ 176', '§ 15', '§ 17', '§ 15', '§ 17', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 17', '§ 176', '§ 176']

FG Niedersachsen - Urteil vom 24.11.2014
5 K 238/13
AO § 176 ; UStG 1993 § 15 Abs. 1 ; § 17 Abs. 1; UStG 1999 § 15 Abs. 1 ; UStG 1999§ 17 Abs. 1 ; UStG 1999§ 14; UStG 2005 § 14c;
FG Niedersachsen, Urteil vom 24.11.2014 - Aktenzeichen 5 K 238/13
DRsp Nr. 2015/18449
Vorsteuerrückforderung gemäß § 14c i.V.m. § 17 Abs. 1 UStG – Vertrauensschutz nach § 176 AO
Bei der Frage der Berichtigung eines zu hohen Vorsteuerabzugs ist zu unterscheiden, ob der erstmalige USt-Bescheid, in dem der Vorsteuerabzug teilweise zu Unrecht vorgenommen wurde, vor oder nach Freigabe der Entscheidung des BFH vom 2.4.1998 – V R 34/97 , BStBl II 1998, 695 – zur Veröffentlichung erfolgte oder nicht. Der Änderung eines USt-Bescheids wegen der Rspr.-Änderung des BFH zum Vorsteuerabzug bei unrichtigem Steuerausweis (BFH-Urteil V R 34/97 ) steht § 176 Abs. 1 Nr. 3 AO entgegen. Der Stpfl. ist dann so zu behandeln, wie er ohne die Änderung der Rspr. gestanden hätte. Eine unklare Rechtslage verhindert das Entstehen eines Vertrauenstatbestands und zerstört diesen für die Zukunft.