Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20StR%20321/13
Timestamp: 2020-08-15 03:19:14
Document Index: 203618481

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 20', '§ 21', '§ 176', '§ 176', 'BGH', 'BGH', '§ 21', 'BGH']

BGH, 10.09.2013 - 2 StR 321/13 - dejure.org
BGH, 10.09.2013 - 2 StR 321/13
https://dejure.org/2013,26065
BGH, 10.09.2013 - 2 StR 321/13 (https://dejure.org/2013,26065)
BGH, Entscheidung vom 10.09.2013 - 2 StR 321/13 (https://dejure.org/2013,26065)
BGH, Entscheidung vom 10. September 2013 - 2 StR 321/13 (https://dejure.org/2013,26065)
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Rechtfehlerhafte Ablehnung einer verminderten Schuldfähigkeit bei festgestellter Pädophilie (Krankheitswert; seelische Abartigkeit)
§ 20 StGB, § 21 StGB, § 176 StGB, § 176a StGB
Schuldfähigkeit: Devianz im Sexualverhalten in Form einer Pädophilie
Verminderung der Schuldfähigkeit durch das Merkmal der anderen seelischen Abartigkeit bzgl. des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern; Nachhaltige Veränderung des Wesens eines Täters durch eine Persönlichkeitsstörung im sexuellen Bereich (Pädophilie)
LG Frankfurt/Main, 14.02.2013 - 3 KLs 13/12
NStZ-RR 2014, 8
Überdies fehlt es an der Auseinandersetzung mit der Frage, ob sich die Kombination von Intelligenzminderung und Spielsucht auf das Hemmungsvermögen in rechtlich relevanter Weise auswirkte, mithin ob die Minderbegabung den Angeklagten in seiner Fähigkeit beeinträchtigte, seine Spielsucht vor Begehung der Taten zu beherrschen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 10. September 2013 - 2 StR 321/13, juris Rn. 6 und vom 23. September 2003 - 4 StR 272/03, StraFo 2004, 19, 20).
Dies ist im Wege einer Gesamtbetrachtung der Persönlichkeit des Täters unter Einbeziehung seiner Entwicklung, seines Charakterbildes sowie der ihm zur Last gelegten Tat einschließlich der ihr zugrunde liegenden Motive festzustellen (BGH, Beschluss vom 10.09.2013, 2 StR 321/13, juris, Rn. 6;… Urteile vom 06.01.1998, 5 StR 446/97 und 582/97, jeweils juris, Rn. 8 f.).
Es kann auch nur eine gestörte sexuelle Entwicklung vorliegen, die als allgemeine Störung der Persönlichkeit, des Sexualverhaltens oder der Anpassung nicht den Schweregrad einer anderen seelischen Abartigkeit im Sinne des § 21 StGB erreicht (BGH Beschluss vom 10. September 2013 - 2 StR 321/13, NStZ-RR 2014, 8, 9).