Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=08.05.2013&Aktenzeichen=4%20StR%20336/12
Timestamp: 2020-02-24 15:32:08
Document Index: 251689349

Matched Legal Cases: ['§ 121', 'BGH', 'BGH', '§ 77', 'BGH', 'BGH']

Vorlageverfahren (entsprechende Anwendung des § 121 Abs. 2 GVG für die Rechtsbeschwerde im Sinne des OWiG); Protokollurteil (Ordnungswidrigkeitsverfahren: Entbehrlichkeit der schriftlichen Begründung im Sitzungsprotokoll); keine nachträgliche Ergänzung von Gründen nach ...
Eine nach Eingang der Rechtsbeschwerde des Betroffenen vom 28. September 2016 infolge der Zustellungsfehler weiterhin denkbare nachträgliche Ergänzung der Urteilsgründe wäre nach nunmehr höchstrichterlicher und obergerichtlicher Rechtsprechung (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Mai 2013, 4 StR 336/12, abgedruckt in: BGHSt 58, 243; OLG Saarbrücken, Beschluss vom 06. September 2016, Ss Bs 53/2016 (24/16 OWi); OLG Bamberg, Beschluss vom 06. Juni 2016, 3 Ss OWi 646/16; jeweils zit. n. juris; Senatsbeschluss vom 17. November 2011, VRS 122, 151) unzulässig.
Die Anfertigung der Urteilsgründe ist, wenn das Gericht ein so genanntes Protokollurteil aus dem inneren Dienstbereich herausgegeben hat, grundsätzlich unzulässig, es sei denn, es liegen die Voraussetzungen für eine nachträgliche Urteilsbegründung nach § 77b Abs. 2 OWiG vor (st.Rspr., vgl. nur BGH, Beschl. v. 08.05.2013 - 4 StR 336/12 = BGHSt 58, 243 = DAR 2013, 477 = NJW 2013, 2837 = NZV 2013, 557 = NStZ 2013, 730; OLG Bamberg, Beschl. v. 06.06.2016 - 3 Ss OWi 646/16 = StraFo 2016, 385; 30.08.2016 - 2 Ss OWi 1105/16 = DAR 2017, 384, jew. m.w.N.).
Urteilszustellung an die Staatsanwaltschaft ohne Zustellungswillen