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Timestamp: 2019-01-17 05:37:08
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Jansen, Zeuge und Aussagepsychologie – Strafverteidiger-Wiki
Jansen, Zeuge und Aussagepsychologie
Gabriele Jansen: „Zeuge und Aussagepsychologie“
2. neu bearbeitete und erweiterte Auflage 2012, 410 Seiten, broschiert, € 44,95, C.F. Müller, ISBN 978-3-8114-4861-2 (Aus der Reihe: Praxis der Strafverteidigung)
Zu bestellen direkt über den Verlag.
2 Angaben der Verlages
Teil 1: Zeugenaussage
I. Einführung in die Aussagepsychologie
2. Aufgabe und Zielsetzung aussagepsychologischer Begutachtung
3. Methodisches Prüfkonzept
4. Aufzeichnung der Originalaussage
5. BGH-Rechtsprechung zu aussagepsychologischen Gutachten
6. Qualität aussagepsychologischer Gutachten
7. Ausweitung des Anwendungsbereichs der Aussagepsychologie
8. Aussagepsychologische Fachliteratur
II. Glaubwürdigkeit des Zeugen – Glaubhaftigkeit der Aussage
III. Höchstrichterliche Rechtsprechung zur Beurteilung von Zeugenaussagen – unter Berücksichtigung aussagepsychologischer Aspekte
1. Die „ureigenste Aufgabe“ des Gerichts
2. BGH-Rechtsprechung: Gutachten ist Indiz für die Glaubhaftigkeit der Aussage
3. BGH-Rechtsprechung zur Hypothesenbildung
4. BGH-Rechtsprechung zur Beurteilung der Aussagekompetenz
5. BGH-Rechtsprechung zur Fehlerquellenanalyse
6. BGH-Rechtsprechung zur Aussageanalyse
7. BGH-Rechtsprechung zum Aussageverhalten
8. BGH-Rechtsprechung zu Merkmalen in der Aussage des Beschuldigten
IV. Gutachteneinholung
1. Zur Beurteilung der Aussagekompetenz
2. Zur Beurteilung der Aussagequalität
3. Leiten und Lenken des Sachverständigen, § 78 StPO
V. Aussagepsychologischer Sachverständiger
1. Zum Begriff des „Sachverständigen“
2. Der „Rechtspsychologe“
3. Nr. 70 RiStBV
VI. „Besondere“ Zeugen
1. Zeuge vom Hörensagen = Aussageempfänger
2. Opferzeuge
3. Nebenkläger als Zeuge
4. Der durch die Presse gesteuerte Zeuge
Teil 2: Zeugenvernehmung
I. Vernehmungsbedingungen
1. Ort der Vernehmung
2. Videovernehmung
3. Dauer der Vernehmung
4. Anwesenheit Dritter bei der Vernehmung
5. Hinzuziehung eines Sachverständigen zu der Vernehmung
6. Anwesenheit des Beschuldigten bei der Vernehmung des Zeugen
7. Ausschluss der Öffentlichkeit in der Hauptverhandlung
8. Gerichtliche Zeugenbegleitung
9. Hilfsorganisationen i.S.d. § 406h StPO
10. Zeugenschutzprogramme
11. Belastungserleben von Kindern vor Gericht
2. Person des Vernehmenden
3. Mehrere Fragesteller bei der Vernehmung
4. Erwartung an die Vernehmung
5. Kommunikationsprozess zwischen Fragendem und Befragtem
6. Einzelvernehmung § 58 Abs. 1 StPO
7. Vernehmungsablauf
III. Inhalte der Vernehmung
1. Aussageentstehung und Aussageentwicklung – Suggestionseffekte
2. Materiell-rechtliche Vorwürfe
3. Alternative Erklärungen für das Zustandekommen der Aussage
4. Aussagebestimmende Motive
5. Identifizierung von Beschuldigten
IV. Ausdrucksverhalten während der Aussage
V. Dokumentation der Vernehmung
1. Informatorisches Vorgespräch
2. Protokollerstellung
3. Verwendung von Vordrucken
4. Zeitpunkt der Protokollerstellung
5. Unterschrift auf dem Protokoll
6. Aufzeichnung auf Tonträger
7. Videovernehmung, Videoaufzeichnung
8. Eindrucksvermerk
Teil 3: Aussagepsychologische Begutachtung
2. Anknüpfungstatsachen
3. Freiwilligkeit der Begutachtung
4. Keine Belehrungspflicht des Sachverständigen gegenüber Zeugen
5. Rahmenbedingungen der Begutachtung
7. Informatorische Befragung Dritter
8. Berücksichtigung von Außenkriterien
9. Eigene Ermittlungen
II. Unterscheidung erlebnisbegründeter von nicht erlebnisbegründeter Aussage
1. Bewusste (intentionale) Falschaussage
2. Unbewusste Falschaussage (Irrtum)
III. Hypothesengeleitete Aussagebeurteilung
1. Hypothesengeleitetes Vorgehen – Nullhypothese
2. Ausschlussmethode
3. Relevante und eng am Sachverhalt ausgerichtete Hypothesenbildung
4. Pseudodiagnostisches Hypothesentesten – Konfirmatorische Teststrategie
5. Hypothesenbildung ist kein abgeschlossener Prozess
IV. Spezifizierungen der Nullhypothese
1. Hypothese: Vollständig erfundene bewusste Falschaussage (Fantasiehypothese)
2. Hypothese: Teilweise erfundene bewusste Falschaussage
3. Hypothese: Übergang von der bewussten zur autosuggestiven Falschaussage
4. Hypothese: Aggravation, Entharmlosung, Modifikation
5. Hypothese: Übertragung
6. Hypothese: Induktion
7. Hypothese: Suggestion
V. Die aussagepsychologische Leitfrage – fallübergreifende Analysebereiche
VI. Aussagekompetenz
VII. Qualitäts-Kompetenz-Vergleich – Erfindungskompetenz
VIII. Fehlerquellenanalyse
1. Entstehungsgeschichte der Aussage
IX. Realkennzeichenanalyse – Kriterienorientierte Inhaltsanalyse
2. Methodische Voraussetzungen
3. Keine Anwendung bei suggerierter Aussage
4. Zur Realkennzeichenanalyse in der Grundsatzentscheidung des BGH
5. Validität der Realkennzeichen
6. Spezielle Fragestellungen
7. Simulierbarkeit von Realkennzeichen
8. Realkennzeichen im Einzelnen
9. Konstanzanalyse
X. Berücksichtigung von Außenkriterien
XI. Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Aussage
XII. Dokumentation der Begutachtung
1. Benennen der Anknüpfungstatsachen
2. Benennen des Ortes der Begutachtung/der Anzahl der Explorationsgespräche
3. Benennen der Hypothesen
4. Benennen der Untersuchungs-, Testverfahren
5. Trennung von Datenbericht und psychologischer Interpretation
6. Dokumentation des Explorationsgespräches
XIII. Überprüfung des Gutachtens
XIV. Methodenkritische Stellungnahmen
XV. Besonderheiten
1. Gutachten ohne Exploration
2. Vorübergehende Vernehmungsunfähigkeit des Zeugen
4. Nur mündlich erstattetes Gutachten
5. Antrag auf Beiziehung der Unterlagen des Sachverständigen
6. Aufbewahrung der Untersuchungsmaterialien
7. Vorläufiges Gutachten
8. Begutachtung des Beschuldigten
9. Erstattung der Gutachtenkosten
10.Verhaltensauffälligkeiten
1. BGH-Grundsatzentscheidung zu aussagepsychologischen Gutachten
2. Mindeststandards für die Durchführung der Begutachtung
3. „Hilfen zur Beurteilung psychologischer Gutachten durch Fachfremde“
4. Anerkannte Standards des inhaltlichen Gutachtenaufbaus aussagepsychologischer Gutachten
Angaben der Verlages
Gabriele Jansen ist Rechtsanwältin und Fachanwältin für Strafrecht in Köln.
Dieses Werk ist wahrlich kein Lesebuch oder zum Schmökern geeignet. Es ist ein Arbeitsbuch. Das liegt sicherlich auch an der Materie, die uns Juristen nicht immer bekannt ist. Gleichwohl ist dieses Buch spätestens jetzt in der 2. Auflage ein Standardwerk für alle Strafjuristen, denen an der Wahrheitssuche etwas liegt, selbst wenn es Arbeit bereitet. Ob darunter auch Richter zu finden sind, muss die Praxis weisen. Es wäre aber wünschenswert.
Der Verteidiger kann mit diesem Buch immer wieder in die Untiefen der Zeugenaussage und Aussagepsychologie tauchen; und zwar nicht nur eintauchen sondern tief tauchen. Zu allen denkbaren Konstellationen finden sich Übersichten zur höchstrichterlichen Rechtsprechung mit Leitsätzen. Von dort aus muss man leider in die Rechtsprechungsdatenbanken. Aber zu allen benannten Urteilen auch noch deren Inhalt zu referieren, kann einem einbändigen Werk auch nicht abverlangt werden.
Aus meiner Sicht gibt es keine Alternative zu dem Buch, welche das Thema ähnlich kompakt und gleichermaßen umfassend bearbeitet.
Sascha Petzold 21:00, 11. Dez. 2012 (CET)
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