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Timestamp: 2016-10-26 19:25:32
Document Index: 382949869

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 96', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 108', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 65', 'Art. 66', 'Art. 61']

8C_241/2015 (18.11.2015)
8C_241/2015 � � Urteil vom 18. November 2015
Rechtsanwalt Martin Suenderhauf,
HOTELA Versicherungen AG,
Rue de la Gare 18, 1820 Montreux,
vertreten durch Rechtsanwalt Lorenz Fivian,
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 10. Februar 2015.
A.________, geboren 1962, arbeitete im Hotel B.________ als K�chenchef und war bei der Hotela Versicherungen AG (nachfolgend: Hotela) f�r die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen sowie Berufskrankheiten versichert. Nach der Unfallmeldung vom 17. Juni 2010 war er vom 8. bis zum 13. Juni 2010 arbeitsunf�hig gewesen, weil er am Arbeitsplatz von einer Leiter gest�rzt sei und sich dabei am Unterschenkel verletzt habe. Eine weitere Meldung erfolgte am 30. Oktober 2010, wonach sich A.________ bereits am 3. Juni 2010 auch eine Verletzung am linken Handgelenk zugezogen habe, welche nicht verheilt sei, und nunmehr am 7. Oktober 2010 auf einem Ger�st ausgerutscht und erneut auf die Hand gefallen sei. Am 11. November 2010 wurde die linke Hand mit der Diagnose eines Morbus Kienb�ck (Stadium IIIA) in der Klinik C.________ operiert (vaskularisierter Knochenspan zur Revitalisierung des Os lunatum, Radiusverk�rzungsosteotomie). Die Hotela lehnte ihre Leistungspflicht gest�tzt auf eine vertrauens�rztliche Stellungnahme mit Verf�gung vom 28. Januar 2011 ab mit der Begr�ndung, dass der im Arthro-MRI der Klinik C.________ am 25. Oktober 2010 erhobene Befund einer Lunatummalazie nicht �berwiegend wahrscheinlich unfallbedingt sei. Auf Einsprache hin holte sie ein Gutachten des PD Dr. med. D.________, Spital E.________, Klinik f�r Plastische Chirurgie und Handchirurgie, vom 13. M�rz 2013 ein und hielt gest�tzt darauf an ihrer Auffassung fest (Einspracheentscheid vom 13. August 2013).
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 10. Februar 2015 ab.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag auf R�ckweisung der Sache zu weiteren Abkl�rungen, eventualiter auf Zusprechung s�mtlicher gesetzlichen Versicherungsleistungen.
W�hrend die Hotela auf Abweisung der Beschwerde schliessen l�sst, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung.
1.1.�Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG). Das Bundesgericht pr�ft grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu pr�fen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen wurden. Es kann die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
Das kantonale Gericht hat die f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers massgeblichen Bestimmungen und Grunds�tze zutreffend dargelegt. Es wird darauf verwiesen.
Das kantonale Gericht hat erwogen, dass die ab Oktober 2010 erhobenen Befunde am linken Handgelenk nach den gutachtlichen Ausf�hrungen lediglich m�glicherweise in nat�rlichem Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom Juni 2010 stehen. Ausschlaggebend war nach den vorinstanzlichen Feststellungen zudem, dass der Beschwerdef�hrer weder in der ersten Unfallmeldung noch anl�sslich der Erstkonsultation nach dem Unfall vom Juni 2010 Beschwerden am Handgelenk erw�hnt hatte. Sein Hausarzt Dr. med. F.________ hatte die Behandlung der Knieschmerzen am 15. Juni 2010 abgeschlossen und ab dem 14. Juni 2010 eine volle Arbeitsf�higkeit bescheinigt. Das kantonale Gericht erachtete es nach Lage der Akten daher nicht mit der erforderlichen �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Versicherte bei Fallabschluss durch den Hausarzt im Juni 2010 unter anhaltenden Handgelenksbeschwerden gelitten habe, die durch den im gleichen Monat erlittenen Unfall verursacht worden w�ren (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360; 130 III 321 E. 3.2 und 3.3 S. 324 f.). Mangels eines traumatischen Ereignisses im Juni 2010 k�nne auch der Auffassung des Gutachters nicht gefolgt werden, wonach der im Juni erlittene Unfall mit einer entsprechenden Handgelenksverletzung Teilursache der sp�ter geklagten Beschwerden sei. Hinsichtlich des am 30. Oktober 2010 geltend gemachten zweiten Unfallereignisses vom 7. Oktober 2010 war nach den Erw�gungen des kantonalen Gerichts entscheidwesentlich, dass der Hausarzt Dr. med. F.________ in seinem �berweisungsschreiben vom 7. Oktober 2010 an das Spital G.________ den Verlauf seit der Erstkonsultation nach dem Sturz vom Juni 2010 nochmals eingehend schilderte. Der Beschwerdef�hrer habe ihn am 5. Oktober 2010 erneut aufgesucht und berichtet, dass er seither Probleme am linken Handgelenk versp�re. Ein weiteres Unfallereignis sei jedoch unerw�hnt geblieben, ebensowenig wie eine Exazerbation der Beschwerden im Oktober 2010. Dass sich mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit im Oktober 2010 ein weiterer Unfall ereignet habe und es dadurch zu einer Verschlimmerung der Beschwerden gekommen sei, lasse sich daraus nicht schliessen.
Was beschwerdeweise dagegen vorgebracht wird, vermag zu keiner anderen Beurteilung zu f�hren. Der Versicherte macht sinngem�ss im Wesentlichen geltend, dass die Vorinstanz zu den Unfallereignissen weitere Abkl�rungen h�tte t�tigen und wie beantragt Zeugen h�tte einvernehmen m�ssen. In antizipierter Beweisw�rdigung durfte die Vorinstanz jedoch davon ausgehen, dass auch aufgrund von Aussagen des Physiotherapeuten, welcher den Versicherten am 23. und 30. Juli sowie am 4. August 2010 behandelt habe, sowie von zwei Arbeitskollegen, die beide Unf�lle beobachtet h�tten, nicht abzuweichen sei von dem Sachverhalt, der anhand der echtzeitlichen Angaben des Hausarztes erstellt ist (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 11, 8C_283/2009 E. 2.2.2; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27, I 362/99 E. 4b; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: BGE 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162). Dieser best�tigte im �brigen am 28. November 2010, dass der Beschwerdef�hrer erst im Oktober 2010 von Handgelenksbeschwerden berichtet habe, und daran �ndert auch nichts, dass er am 5. Oktober 2010 R�ntgenaufnahmen des Handgelenks angefertigt hat, welche erst letztinstanzlich eingereicht werden; auf die Zul�ssigkeit des neuen Beweismittels ist daher nicht weiter einzugehen (Art. 99 Abs. 1 BGG). Demgegen�ber l�sst sich auch den Berichten der �rzte der Klinik C.________, wo der Beschwerdef�hrer erstmals am 25. Oktober 2010 untersucht und am 11. November 2010 operiert wurde, nicht entnehmen, dass sich im Oktober 2010 ein (weiterer) Unfall mit Handgelenksverletzung ereignet h�tte.
Zusammengefasst kann mit dem kantonalen Gericht nicht als erstellt gelten, dass sich der Beschwerdef�hrer bei den beiden St�rzen vom Juni und Oktober 2010 jeweils auch an der linken Hand verletzt h�tte. Aus diesem Grund kann der gutachtlichen Einsch�tzung des PD Dr. med. D.________ insoweit nicht gefolgt werden, als er davon ausgegangen ist, dass die Handgelenksbeschwerden zun�chst durch den Morbus Kienb�ck verursacht worden seien, sich aber durch die beiden Unfallereignisse verschlimmert h�tten. Der Unfallversicherer hat f�r die geklagten Handgelenksbeschwerden links und die Kosten des operativen Eingriffs vom 11. November 2010 nicht einzustehen.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 BGG). Die Gerichtskosten werden dem unterliegenden Beschwerdef�hrer auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG). Bei diesem Ausgang besteht auch kein Anspruch auf eine Parteientsch�digung im vorinstanzlichen Verfahren (Art. 61 lit. g ATSG).
Luzern, 18. November 2015