Source: https://issuu.com/kv_nordrhein/docs/kvno_aktuell102012
Timestamp: 2017-02-22 01:00:04
Document Index: 73765049

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 135', '§ 135', '§ 6', '§ 73', '§ 116', '§ 73', '§ 140', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

KVNO aktuell 9+10 | 2012 by KV Nordrhein - issuu
KVNO ■ 9+10 | 2012
Das Jahr 2025 | Ein Blick
in die Zukunft der Versorgung
VV der KVNO | Laborreform
verschoben, Härtefälle konkretisiert
Praxisgebühr | Mehr als
200.000 Protest-Unterschriften
Influenza | Welche Kassen
die Impfung für alle übernehmen
16	LKK NRW tritt
Strukturvertrag bei
2	17	IKK classic-Katarakt-
Kämpferische Ärzte
HVM: Laborreform
17	Große Praxen brauchen
18	D2D-Anwendung:
8	eine Futurologie
17	Elektronischer eA-light
6	24	Versorgung 2025 –
U-Teilnahmebescheinigung
18	Gynäkologische Zytologie
27	Organspende: Vertrauen
28	Abzocke mit ArztVerzeichnissen
18	Genexpressionsanalysen
18	BKK ALP plus wird
10	Infektionskrankheiten:
18	DMP Knappschaft:
Meldung per Mausklick
nur Praxisgebühr befreit
12	Schneisen im
18	Ausfüllhilfe zur
Formular-Dschungel
13	Protest gegen
19	EBM Änderungen zum
31	BFB – wie
32	Kodieren der primären
36	Kampagne der
14	Patientenquittung als
15	Transparenz darf keine
Einbahnstraße sein
36	Qualitätszirkel suchen
20	Neue Regeln für
20	ACE-Hemmer bleiben
21	Neue STIKO –
16	Influenza-Impfung
KVNO aktuell 9+10 | 2012
36	Achtung: Milzbrand bei
22	Ausfüllhilfe für
37	Köln und Düsseldorf:
HIV-Hochburgen
38	Qualitätsmanagement –
38	Harmonie im Haus der
40	Veranstaltungen für MFA
wenn Sie diese Zeilen lesen, liegt die vermutlich
entscheidende Verhandlungsrunde zwischen
und dem GKV-Spitzenverband zur Honorierung
der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte hinter uns. Unabhängig vom Ausgang der Auseinandersetzung dürfen wir eines schon heute als
großen Erfolg verbuchen: Die Ärzteschaft hat
über Fachgruppen und Berufsverbände hinweg
Einigkeit und Handlungsbereitschaft bewiesen.
Solidarisch wie selten zuvor haben Ärzte und
Psychotherapeuten auch in Nordrhein klar gemacht, dass sie bereit sind, für die Interessen
unseres Berufsstands zu streiten – und notfalls
auch zu streiken. Dass die KBV die Gespräche
mit dem GKV-Spitzenverband auf Eis legen
und wir schnell Protestmaßnahmen auf breiter Front beschließen konnten, war nur möglich, weil uns die Kassenärzte und -psychotherapeuten bundesweit den Rücken gestärkt haben. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken!
Die konsequente Haltung war ein deutliches
Signal an die Kassen, die diese Verhandlungen
mit einem Affront begonnen und offenbar gehofft haben, dass die Forderungen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte schnell vom
Tisch seien. Eine Fehleinschätzung, zumal der
Streit große öffentliche Aufmerksamkeit fand.
Natürlich wurde einmal mehr versucht, die
niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten als nimmersatte Absahner zu diskreditieren. In anderen Fällen wurde die unzureichen-
de Honorierung der Vertragsärzteschaft zwar
anerkannt, aber als bloßes Verteilungsproblem
innerhalb der Ärzteschaft dargestellt – ohne
die systematische Unterfinanzierung der ambulanten Versorgung zu berücksichtigen.
Doch auch diese Rechnung ging nicht immer
auf: Wir haben deutlich gemacht, dass wir
nicht allein für ein höheres Einkommen, sondern vor allem für vernünftige Arbeitsbedingungen, für Investitionen in die Praxen, für
den Erhalt von Arbeitsplätzen und für eine gute
Versorgung unserer Patienten kämpfen. Sie sind
daher unsere Verbündeten in diesem Konflikt.
Die ambulante Versorgung, deren Qualität
noch immer vorbildlich ist, muss auch ein Anliegen der Kassenvorstände sein. Sie sollten
sich ihrer vornehmsten Funktion als Anwälte der gesetzlich Versicherten erinnern und in
den Bestand und in die Zukunft dieser Versorgung investieren. Das gilt umso mehr in Nordrhein, wo wir uns immer schwerer tun, den
Mediziner-Nachwuchs für die Übernahme oder
Gründung einer Praxis zu gewinnen. Nur wenn
der Beruf als niedergelassener Arzt attraktiv
bleibt, werden wir das Vertrauen in das vertragsärztliche System erhalten können.
Kämpferische Ärzte zeigen Wirkung
Selten hat eine Debatte um die Vergütung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte so viel
Staub aufgewirbelt wie in den vergangenen Wochen. Selten haben sich die Spitzenvertreter der
Krankenkassen und der ärztlichen Selbstverwaltung so unversöhnlich gegenüber gestanden.
Und selten haben sich die Mitglieder der KVen so einig gezeigt, wenn es darum ging, ihren
Protest zu artikulieren und die Legitimität der eigenen Forderungen zu begründen. Das gilt auch
für die jüngste Vertreterversammlung der KV Nordrhein am 14. September.
Besonderes Reaktionsvermögen mussten
Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein,
und KV-Vorstand Bernhard Brautmeier am Tag
der Vertreterversammlung beweisen: Wenige
Minuten vor deren Beginn kam aus Berlin die
Kunde, dass die nächste Verhandlungsrunde
zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem GKV-Spitzenverband
nicht wie geplant am Folgetag, sondern erst
am 4. Oktober stattfinde – und bis dahin eine
Art Moratorium gelte.
Der verkündete Waffenstillstand, der von Medienberichten über ein verbessertes Angebot
der Krankenkassen begleitet wurde, änderte
freilich nichts an der Kampfbereitschaft der
Kassenärzte. Sie haben nicht vergessen, dass
Ihnen die Kassen nur eine marginale Erhöhung des Gesamthonorars zubilligen wollten,
die unter dem Strich sogar zu realen Einkommensverlusten geführt hätte.
Dr. Peter Potthoff sah daher auch keinen
Grund, seine mit deutlichen Ansagen gespickte Rede zum Honorarstreit zu ändern – jetzt
erst recht gelte es, die Protestbereitschaft zu
konservieren, auch wenn konkrete Streikabsichten und Protestaktionen zunächst ruhten. Potthoff verwies auf den Erfolg der bereits erfolgten „Nadelstiche“, die die Kassen
empfindlich träfen und meinte damit beson-
Der Streit ums Honorar 2013
n	8. August
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) fordert ein Honorarplus von
elf Prozent, insgesamt 3,5
Milliarden Euro. Die Kassen wollen 2,2 Milliarden
einsparen – trotz hoher
Milliarden-Überschüsse.
n	30. August
Schiedsspruch empört
Der Bewertungsausschuss
legt eine Steigerung des
Orientierungspunktwertes
um 0,9 Prozent fest. Die
Anhebung ist angesichts
und der Inflationsrate de
facto eine Minusrunde für
n	1. September
Sonder-VV in Berlin
Rund 700 Ärzte und Psychotherapeuten protestieren auf einer Sonder-VV in
Berlin. KBV-Chef Dr. Andreas Köhler fordert das Gesundheitsministerium auf,
den Beschluss des Bewertungsausschusses zu beanstanden.
n	3. September
KBV klagt
Das zweite Treffen im
Erweiterten Bewertungsausschuss bricht die KBV
ab und klagt gegen die
Honorar-Entscheidung.
KVNO-Vorsitzender
Dr. Peter Potthoff kündigt
an: „Was nicht bezahlt
wird, wird nicht mehr gemacht.“
ders den selbst verordneten Bürokratieabbau
in den Praxen: Kassenanfragen wurden eine
Woche lang nicht mehr oder nur noch zeitweilig beantwortet, Bonushefte nicht abgestempelt. Viele Ärzte beteiligten sich daran –
und bewiesen so, dass sich der Protest gegen
die Kassen richtet und nicht primär auf dem
Rücken der Patienten ausgetragen wird.
» Eine geschlossene und entschlossene
Ärzte- und Psychotherapeutenschaft
kann viel bewegen. «
Ärzteschaft vereint
Auch wenn sich mancher eine härtere Gangart gewünscht hatte: Für den KV-Vorstand
zählte vor allem, dass sich die Ärzte einig gezeigt hätten. „Ich danke Ihnen, den Mandatsträgern, und auch den Berufsverbänden für
ihre breite und starke Unterstützung“, sagte
Potthoff. „Die Gemeinsamkeit aller Verbände
ist eminent wichtig.“ Der KV-Vorsitzende begrüßte besonders, dass der Hausärzteverband
in Nordrhein zu Protestmaßnahmen bereit gewesen sei und nicht der „zunächst zögerlichen
Haltung von Herrn Weigeldt“ gefolgt sei, der
sich am Tag der Sonder-VV gegen Streiks ausgesprochen hatte.
Scharf ins Gericht ging Potthoff mit den Kassen, die Ärzte systematisch diffamierten:
„Fast gebetsmühlenartig tönt es: Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten sind zu
teuer, sie arbeiten mal zu wenig, mal zu viel,
und sie liefern schlechte Qualität. Und zu all-
n	6. September
Die Vorstände der 17 KVen
und der KBV-Vorstand beschließen „Nadelstiche“
und rufen alle Mitglieder zum Protest gegen die
dem ziehen sie als gierige Abzocker ihre Patienten über den Tisch.“
Die Delegierten waren sich einig: Trotz der vorübergehenden Windstille müsse die Protestbereitschaft aufrecht erhalten bleiben. „Wir
werden den Druck aufrecht erhalten – die Allianz der Berufsverbände funktioniert“, sagte Dr. Frank Bergmann, Vorsitzender der Vertreterversammlung der KV Nordrhein. Um ein
Zeichen zu setzen und Handlungsbereitschaft
zu demonstrieren, fasste die Vertreterversammlung einen bemerkenswerten Beschluss:
Mit großer Mehrheit angenommen wurde ein
Antrag, der die Honorarverteilung so verändern soll, dass der Leistungsbedarf oberhalb
der Budgetierung bei der Honorarver­teilung
künftig nicht mehr berücksichtigt wird. „Die
niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in
n	10.-14. September
Protest in den Praxen
Viele Praxen beteiligen
sich an den Aktionen.
Formlose Kassenanfragen
werden nicht schriftlich
beantwortet. Bonushefte
bleiben unausgefüllt.
Massen-Faxe an die
­Krankenkassen legen
deren Leitungen lahm.
n	13. September
Bei einer bundesweiten Abstimmung stimmen rund 75 Prozent der
gut 50.000 teilnehmenden
Ärzte für Praxisschließungen, falls die Kassen bei
den Verhandlungen nicht
n	14. September
Die KBV und der GKVSpitzenverband verschieben den angesetzten
Verhandlungstermin auf
„Die Kasse versucht, die Einkommen der Ärzte höher erscheinen zu lassen, als sie sind. So
wird verschleiert, wie viel Leistung die Ärzte
aller Fachgruppen regelmäßig erbringen, ohne dafür honoriert zu werden“, so Brautmeier.
» Wenn die AOK Patientenquittungen erstellt, dann aber wenigstens mit realistischen Zahlen. «
Vorstand KV Nordrhein
Nordrhein arbeiten im Durchschnitt ein Fünftel ihrer Zeit kostenlos – das kann nicht so
bleiben“, betonte Bergmann.
Quittung ohne Wert
Um den Kollisionskurs der Krankenkassen ging
es auch beim Reizthema „Patientenquittung“.
KV-Vorstand Bernhard Brautmeier kritisierte
den neuen Service der AOK Rheinland/Hamburg, die ihre Versicherten darüber informiert,
welche Leistungen ihr behandelnder Arzt im
Einzelfall abrechnet – und was er angeblich
dafür bekommt. Das ist aber leider nur die
halbe Wahrheit. „Wir haben uns sofort bei der
AOK Rheinland/Hamburg beschwert, weil die
Übersicht suggeriert, die angegebenen Summen seien das tatsächliche Arzthonorar“, so
Brautmeier. Die angegebenen Preise sind Fiktion, die Budgetierung bleibt unberücksichtigt.
n	28. September
Sicherstellungs­auftrag?
Die KBV-VV beschließt, alle KVMitglieder zu befragen, ob und
unter welchen Bedingungen der
Sicherstellungsauftrag noch akzeptabel ist. KBV-Chef Köhler legt einen
Forderungskatalog vor, der erfüllt
werden müsse, damit die KVen den
Sicherstellungsauftrag weiter wahrnähmen.
Offen blieb auf der Vertreterversammlung die
Frage der Neueinrichtung eines Strukturfonds,
wie ihn andere KVen bereits unterhalten. „Es
geht darum, in Bereichen, in denen Unterversorgung besteht oder droht, unseren Sicherstellungsauftrag erfüllen zu können“, erklärte Brautmeier. 0,1 Prozent sollen pro Haushaltsjahr für den Fonds abgezweigt werden,
jeweils zur Hälfte finanziert von KV und Kassen, um insbesondere Zuschüsse zu den Investitionskosten bei einer Neuniederlassung oder
der Gründung von Zweigpraxen, für Zuschläge zur Vergütung und zur Ausbildung sowie
für die Vergabe von Stipendien bereitzustellen – insgesamt stünden gut fünf Millionen
Euro bereit. Auch wenn die Mehrheit der KVDelegierten nicht den Sinn des Fonds in Frage stellte, so schien doch vielen ein solcher
Antrag unpassend vor dem Hintergrund der
aktuellen Auseinandersetzung ums Honorar.
Frank Bergmann zog den Antrag zur Einrichtung des Fonds zunächst einmal zurück – bis
zur Wiedervorlage auf der nächsten Vertreterversammlung am 30. November.
n	4. OKTOber
Die Verhandlungsrunde wird vertagt,
KBV und GKV-Spitzenverband konnten sich nicht einigen. Die Gespräche
gehen im Erweiterten Bewertungsausschuss weiter – also unter Leitung
von Prof. Jürgen Wasem.
Dies ist der Stand zum Redaktionsschluss.
Über den weiteren Verlauf informieren wir
Das ist neu in der Honorarverteilung
Laborreform verschoben –
Härtefallregelungen konkretisiert
Neben der Debatte über die Honorarverhandlungen auf Bundesebene war die Honorarverteilung
in Nordrhein das zweite zentrale Thema der Vertreterversammlung am 14. September. Das
hatte der Ausschuss Honorarverteilungsmaßstab (HVM) intensiv vorbereitet. Die Delegierten
beschlossen die vorgelegten Änderungen ohne Gegenstimme.
Mit Spannung erwartet wurden die Beschlüsse zur Laborreform und die neuen Bestimmungen zu den Härtefallregelungen. Wir haben die wichtigsten Punkte für Sie zusammengefasst.
Laborreform: Die Leistungen des allgemeinen Labors und des Speziallabors werden ab
dem vierten Quartal 2012 nicht mehr vollständig vergütet, sondern mit einer bundesweit einheitlichen Quote verrechnet. Die Quote wird jedes Quartal von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) neu ermittelt.
Im vierten Quartal 2012 beträgt die Quote
95,36 Prozent, im ersten Quartal 2013 liegt
sie bei 83,99 Prozent. Ausgenommen sind
Leistungen des Akutlabors. Beispiel: Für die
mit 27 Euro bewertete EBM-Nummer 32300
erhalten Sie im vierten Quartal 25,75 Euro.
Die Einführung eines Laborbudgets für Leistungen des Speziallabors wird dagegen zunächst ausgesetzt. Zu groß waren die Abweichungen der Labor-Fallwerte in Nordrhein
von denen, die die KBV bei der Neukonzeption zugrunde gelegt hat. Bei den Pneumologen zum Beispiel lag der Fallwert in Nordrhein
bei 18,39 Euro, der KBV-Referenzfallwert aber
bei nur 4,00 Euro. Bei den Gynäkologen dagegen setzte die KBV einen Referenzfallwert von
4,00 Euro an, während der tatsächliche Fallwert im Rheinland bei 85 Cent lag.
„Wir brauchen mehr Zeit, um zu prüfen, welche Auswirkungen Änderungen hätten“, sagte Dr. Frank Bergmann, Vorsitzender der Vertreterversammlung, der die vom HVM-Ausschuss entwickelten Änderungsvorschläge
präsentierte. Das Thema bleibt auf der Agenda
des Ausschusses, der der Vertreterversammlung Ende November einen Entwurf vorstellen
will. Zum 1. April 2013 solle der Laborbereich
auch in der KV Nordrhein neu gestaltet werden, kündigte Bergmann an.
Konvergenz: Der bisherige „Verlustausgleich“, der Praxen stützte, deren Umsatz
nach der Honorarreform 2009 eingebrochen
war, läuft langsam aus. „Einen dauerhaften
Ausgleich können wir über den HVM nicht
leisten“, referierte Bergmann. Für das vierte Quartal 2012 steigt die Verlustgrenze, ab
der die KV Nordrhein finanziell einspringt, auf
12,5 Prozent. Im ersten Quartal begrenzt die
KV Verluste von über 15 Prozent und im zweiten Quartal 2013 von über 17,5 Prozent. Danach endet die Konvergenzphase.
Härtefallregelungen: Die Regelungen für
Härtefälle (vormals Ausnahmeregelungen) hat
der HVM-Ausschuss überarbeitet. Die einzelnen Punkte wurden zwar schon früher berücksichtigt, sind aber nun klar im HVM dargelegt. Zum Teil waren Änderungen auch aufgrund von Urteilen des Bundessozialgerichts
nötig. Am Prozedere hat sich nichts geändert:
Die Entscheidungen über die Anträge trifft
der Vorstand der KV Nordrhein nach Anhörung des HVM-Ausschusses.
Geändert hat sich im HVM beispielsweise die
Bewertung für „außergewöhnliche Steigerungen der Fallzahl“. Dies ist nun der Fall, wenn
die Zahl der Fälle um mindestens 20 Prozent
gestiegen bzw. gesunken ist. Zusätzlich unterscheidet die neue Fassung des HVM den
Vergleichszeitraum: Liegen Gründe vor, die
zu einem Fallzahlanstieg im aktuellen Quartal führen, bestimmt der HVM, dass zum Vergleich das Vorjahresquartal heranzuziehen ist.
War der Fallzahlrückgang in der Vergangenheit, dann dient jetzt als Vergleich das entsprechende Quartal vor zwei Jahren.
Ein Beispiel: Ein Arzt erleidet im vierten Quartal des Jahres 2012 einen Bandscheibenvorfall und rechnet deswegen 20 Prozent weniger
Fälle ab als im Vorjahresquartal. Für das vierte
Quartal 2013 stellt er den Antrag, eine höhere
Fallzahl anzusetzen, da die im Vorjahresquartal wegen seiner Krankheit zu niedrig war. Gibt
die KV dem Antrag statt, kann die Fallzahl bis
zur aktuellen Fallzahl angehoben werden. Diese Regelung verhindert, dass Verluste sich negativ auf die Folgequartale auswirken.
Auch Fallzahlsteigerungen können anerkannt
werden. Angenommen, im vierten Quartal
2012 beendet ein Kollege um die Ecke seine
Tätigkeit und findet keinen Nachfolger für die
Praxis am Standort. Wenn Sie dann erheblich
mehr Patienten betreuen, um die Versorgung
vor Ort sicherzustellen, kann Ihnen auf Antrag
Ihre höhere Fallzahl zuerkannt werden.
Ebenfalls konkretisiert wurden die „Ausnahmen von der Abstaffelung“. Dies ist möglich,
wenn eine Arzt mindestens die doppelte Fallzahl der Arztgruppe versorgt und gleichzeitig weniger als drei Praxen im Einzugsgebiet
existieren, die unter 150 Prozent der Fallzahlen aufweisen.
eines „besonderen Versorgungsbedarfs“ kann die KV
Nordrhein den Fallwert anheben. Dies
sieht der HVM vor,
wenn eine Praxis
sich spezialisiert hat
und mindestens 20
Prozent ihrer Leistungen in dem Spezialisierungs-Bereich
abrechnet. Diese
Häufung muss zudem atypisch für die Arztgruppe insgesamt sein, eine besondere Qualifikation und eine besondere Praxisausstattung erfordern. Oder aber die Leistung wird
aus Gründen der Sicherstellung in der Praxis
im Vergleich zum Fachgruppen-Durchschnitt
mindestens fünfmal so oft erbracht.
Die Vertreter verabschiedeten die HVMÄnderungen ohne
Neu im HVM ist die Auffangregelung (§ 6b
HVM). Demnach kann die KV Nordrhein die
Regelleistungsvolumen anpassen, wenn „Umstände vorliegen, die der Arzt nicht zu vertreten hat, und die dazu führen, dass das nach
den Bestimmungen des HVM berechnete RLV
im Einzelfall sowohl zu einer nachweislichen
Gefährdung der wirtschaftlichen Existenz der
Praxis als auch zu einem spezifischen Sicherstellungbedarf führt“. Die Gefährdung der
wirtschaftlichen Existenz der gesamten Praxis müssen Betroffene durch „geeignete Unterlagen“ darlegen.
BAG-Zuschläge: Ab dem 1.Oktober 2012
sieht der HVM nur noch eine maximale Förderung einer Berufsausübungsgemeinschaft
(BAG) von zehn Prozent vor. Jeder Standort
einer BAG mit mindestens zwei Ärzten erhält
diese Förderung für die kooperative Behandlung von Patienten. Der Kooperationsgrad
hat keine Bedeutung mehr. Die einheitliche
Regelung der Zuschläge war bereits von der
Vertreterversammlung im Mai beschlossen
worden. 
Alle Änderungen des
HVM sind in der Oktober-Ausgabe des Rheinischen Ärzteblatts veröffentlicht worden. Den
vollständigen HVM können Sie im Internet abrufen unter www.kvno.de
Die Vertreterversammlung (VV) der KV Nordrhein fasste am 14. September folgende
Begrenzte Leistung für begrenzte Mittel
Die Vertreterversammlung der KV Nordrhein unterstützt den diesjährigen Beschluss der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), nachdem begrenzte Mittel nur
begrenzte Leistungen ermöglichen.
zips aktiv zu werden. Entsprechende Möglichkeiten zur Umsetzung sollen bei der nächsten Sitzung der Vertreterversammlung vorgeschlagen
Antrag: Wieland Dietrich, Dr. Hans Wilhelmi, Gerd Ekkehard Höveler, Dr. Peter Loula, Dr. Ralph Krolewski, Dr. Jens
Vorstand und HVM-Ausschuss der KV Nordrhein
werden aufgefordert, zur Etablierung dieses Prin-
Gegen Diffamierung und Unterfinanzierung
Wir unterstützen die laufenden Protestmaßnahmen der Vertragsärzte in Nordrhein und auf
Bundesebene. Diese Proteste richten sich gegen
wiederholte Diffamierungen seitens der Krankenkassen und gegen die prekäre Unterfinanzierung
der ambulanten ärztlichen Versorgung. Diese Unterfinanzierung bedroht die ethisch und berufsrechtlich gebotene Versorgung unserer Patienten.
Erweiterten Bewertungsausschuss aufgefordert,
die Meinung der Vertragsärzteschaft in jedem Fall
einzubeziehen und umzusetzen. Am Ende muss
es Zielsetzung im Interesse der nordrheinischen
Vertragsärzteschaft und einer zukunftsfähigen
ambulanten Versorgung sein, dass ein festes und
betriebswirtschaftlich adäquates Honorar in Euro
für jede erbrachte Leistung bezahlt wird.
Die Spitzen von KV Nordrhein und der KBV werden
im Hinblick auf den Fortgang der Gespräche im
Antrag: Wieland Dietrich, Dr. Hans Wilhelmi, Dr. Peter
Loula, Gerd Ekkehard Höveler
Anteile des RLV/QZV-Leistungsbedarfs, die im 1. Quartal 2012 mit Prozentualer
ärz med
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Int haus
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ohn zt-In
e S ern
chw ist
Einzug der Praxisgebühr honorieren
Dem Vorstand der KV Nordrhein wird aufgegeben,
sich landes- und bundesweit im Konsens mit den
anderen Kassenärztlichen Vereinigungen bis zur
Abschaffung der Praxisgebühr der Krankenkassen
für eine Honorierung des Einzugs der Praxisge-
bühr in den Praxen der Vertragsärzte einzusetzen.
Antrag: Gerd Ekkehard Höveler, Wieland Dietrich, Martin Grauduszus, Dr. Peter Loula, Dr. Heidemarie PankowCulot, Dr. Catherina Stauch, Dr. Hans Wilhelmi
Überschüsse der Kassen ausschütten
Der Vorstand der KV Nordrhein wird aufgefordert,
sich dafür einzusetzen, dass unabhängig von den
aktuellen Honorarverhandlungen unverzüglich ein
Teil des von den gesetzlichen Krankenkassen angehäuften Überschusses von mittlerweile rund 22
Milliarden Euro an die KVen ausgeschüttet wird,
deren Versichertenpauschale unterhalb der des
Landes Berlin liegt, um die massiven Standortnachteile zwischen den benachteiligten Ländern/
KVen auszugleichen.
Antrag: Dr. Peter Loula, Martin Grauduszus, Dr. Hans
Wilhelmi, Gerd Ekkehard Höveler, Dr. Heidemarie PankowCulot, Wieland Dietrich, Dr. Catherina Stauch
Entwicklung von HVM-Strukturen
Der Ausschuss Honorarverteilungsmaßstab (HVM)
wird beauftragt, für die nächste Sitzung der Vertreterversammlung Strukturen zu entwickeln,
nach denen der Leistungsbedarf oberhalb praxis-
bezogener Regelleistungsvolumen bei der Honorarverteilung nicht mehr berücksichtigt wird.
Antrag: HVM-Ausschuss
Änderungen des Honorarverteilungsmaßstabs
Die Änderungen des Honorarverteilungsmaßstab (HVM)
sind in der Oktober-Ausgabe des Rheinischen Ärzteblatts abgedruckt. Die wesentlichen Punkte haben wir
abgestaffeltem Punktwert vergütet wurden
m e k le a
diz rine
Jug erend und
d - Jugen
psy dp
cho s y c
rap ter
für Sie auf den Seiten 4 und 5 dieser Ausgabe zusammengefasst. Den vollständigen HVM können Sie im Internet abrufen unter www.kvno.de
Infektionskrankheiten-Pilotprojekt im Rhein-Kreis Neuss
Der Rhein-Kreis Neuss hat sein Meldeverfahren bei Infektionskrankheiten beschleunigt.
In einem Pilotprojekt wurde ein Mail-System entwickelt, das eine schnelle Übermittlung
verspricht. Die bisherigen Ergebnisse des Tests sind vielversprechend. „Wir sind auf dem
richtigen Weg“, sagt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.
Im Frühjahr 2011 versetzte der EHEC-Erreger
Forscher und Gesundheitsbehörden in Alarmbereitschaft. Etwa 3000 Menschen bundesweit infizierten sich mit dem Keim, der lebensbedrohliche Darmentzündungen mit
blutigen Durchfällen und Nierenversagen
hervorrufen kann. Zusätzlich erkrankten weit
über 850 Patienten an dem gefährlich Hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS), das Nieren und Hirn schädigen kann.
Beim Ausbruch der Epidemie wurde deutlich:
Schnelle Meldungen an das Robert Koch-Institut sind wichtiger denn je. Experten kritisierten damals unter anderem die Verzögerung bei der Registrierung der Fälle. In dieser
Folge wurden zwar die gesetzlichen Meldefristen bei Infektionskrankheiten von zehn auf
drei Tage verkürzt – doch eine entscheidende Schwachstelle blieb: „Ärzte, Labore und
Krankenhäuser melden Infektionskrankheiten noch weitgehend auf dem traditionellen
Kommunikationsweg. Also zum Teil noch per
Brief oder Fax“, erklärt Dr. Michael Dörr, Leiter
des Neusser Kreisgesundheitsamtes. Dadurch
würde nicht selten wichtige Zeit verloren gehen. Im Jahr werden im Rhein-Kreis Neuss etwa 2000 Infektionen gemeldet, etwa Masern
oder Noroviren.
Da es im Rhein-Kreis Neuss bereits ein gut
funktionierendes Netzwerk zwischen Ärzten,
Krankenhäusern und Behörden gibt, wurde er
für ein landesweites Pilotprojekt ausgewählt.
Dessen Ziel ist es, das System zu verbessern
und auf ein elektronisches Mail-Verfahren
umzustellen. Bereits Anfang 2011 startete der
Kreis das Vorhaben unter Leitung des NRWGesundheitsministeriums. Mit beteiligt sind
das Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen (ZTG), die Kassenärztliche Vereinigung
(KV) Nordrhein sowie der Software-Hersteller
Duria. „Für das Verfahren haben wir bewährte
Sicherheitsmechanismen und Standardtechnologie aus dem KV-System eingesetzt“, erläutert Gilbert Mohr, Leiter der Abteilung IT
in der Arztpraxis der KV Nordrhein. Komponenten sind ein KV-SafeNet-Anschluss sowie
D2D-Technik für den verschlüsselten Versand
der sensiblen Daten.
Beim Pilotprojekt machen 18 Ärzte und zwei
Krankenhäuser mit, sie wurden mit den notwendigen Programmen ausgerüstet. „Die
Übermittlung funktioniert“, weiß Michael
Dörr, nachdem bereits mehrere „Dummy-Datensätze“ per Mausklick auf dem elektronischen Weg an das Kreisgesundheitsamt versandt wurden. Auch an den Wochenenden sei
eine schnelle Übermittlung garantiert: „Unsere Mitarbeiter sind mit Laptops ausgerüstet,
auf denen die Mails auflaufen“, so Dörr. Der
Unterschied zur Standard-Mail: Die sensiblen
Daten werden verschlüsselt übermittelt und
sollen gegen Hack-Angriffe und Spionage gefeit sein. Amtsleiter Dörr spricht in diesem Zusammenhang von einem sicheren Transportweg, „der eine vertrauliche und datenschutzrechtliche Übermittlung erlaubt“.
Es galt jedoch nicht nur technische Fragen zu
klären. Es ging auch darum, die Datensätze in
die Computersysteme der Ärzte, Labore und
Krankenhäuser zu integrieren. Das war kein
leichter Schritt, wie Gilbert Mohr von der KV
Nordrhein sagt. Denn die Ärzte mussten motiviert werden, die hochwerte Software auf ihrem System zu installieren – für durchschnittlich ein bis zwei Meldefälle im Jahr.
Standards fürs Land finden
Die Teilnehmer ziehen eine positive Zwischenbilanz. Für Landrat Hans-Jürgen Petrauschke
ist das Projekt „ein besonders schönes Beispiel
dafür, wie man die Möglichkeiten der elektronischen Datenverarbeitung so nutzen kann,
dass sie allen dienen“. Kreisgesundheitsdezernent Karsten Mankowsky ist ebenfalls zufrieden: „Wir waren in diesem Bereich schon
gut aufgestellt, aber jetzt wird das Verfahren
noch schneller, besser und kostengünstiger als
bisher.“ Und für ZTG-Geschäftsführer Reiner
Becker steht fest: „Hier wurde ein Standard
für NRW geschaffen.“ Bewährt sich das Projekt, ist eine landesweite Ausweitung denkbar.
n Wiljo Piel / NeuSS-Grevenbroicher Zeitung
Meldepflichtige Krankheiten und Erreger übermitteln
Ärzte, Labore und Kliniken in einem Pilotprojekt elektronisch. Der Rhein-Kreis Neuss stellte es Anfang des
einer Pandemie geht es um Ge­schwindig­
keit. Am schnellsten sind die Praxen per
Sie, Ihre E-Mail-Adresse, die im Mitglie-
derverzeichnis erscheint, zu kontrollieren.
Ist diese falsch, teilen Sie bitte den Arztregistern telefonisch, per Fax oder E-Mail
die richtige Adresse mit.
www.kvno.de | KV | 121011
Schneisen im Formular-Dschungel
Die meisten Hilferufe betreffen den Formular-Wildwuchs, den viele Krankenkassen in Nordrhein betreiben. Fast
täglich erreicht die Redaktion eine Mail oder ein Fax mit Anfragen, die von den vereinbarten Vordrucken abweichen.
Ärzte müssen auf solche Formulare nur unter bestimmten Voraussetzungen reagieren.
Anfragen der Krankenkassen auf vereinbarten Vordrucken müssen Ärzte beantworten. Doch vielfach modifizieren Kassen die Formulare, ergänzen beispielsweise einzelne Fragen. „Die Beantwortung derartiger ergänzender
oder geänderter Fragen können Vertragsärzte ablehnen“,
betont Steffen Franck, Jurist der Stabsstelle Recht der Bezirksstelle Düsseldorf der KV Nordrhein.
Fordern Kassen Informationen auf nicht vereinbarten Vordrucken, ohne die einschlägigen Bestimmungen des Sozialgesetzbuchs V oder anderer Rechtsvorschriften zu nennen oder ohne die Vergütung anzugeben, kann der Arzt die
Auskunft verweigern. Das gilt auch für Anfragen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK).
Zwar sind Vertragsärzte verpflichtet, auf Anforderung bestimmte Informationen über Patienten zur Verfügung zu
stellen, aber nur im Rahmen der Aufgabenerfüllung des
MDK. Dies setzt voraus, dass die Kasse den MDK im konkreten Fall zum Beispiel mit der Prüfung eines Leistungsanspruchs beauftragt hat. „Fordert die Kasse Patientenunterlagen nur aus dem Grund an, um im Vorfeld zu klären, ob der MDK einzuschalten ist, ist dies unzulässig“,
erläutert Franck.
mediziner (Kasse und Name des Arztes sind der Redaktion
bekannt) am 10. August 2012 auf, folgende Unterlagen
zu übersenden: „Angaben zur Medikation, akt. Beschwerdesymptomatik, Facharztberichte akt. ab Febr. 2012. Der
Arzt wandte sich am 28. August an die KV Nordrhein.
Schon einen Tag darauf stellte Franck in einem Schreiben
an die Praxis klar: „Sie sind zur Beantwortung der Anfrage nicht verpflichtet.“ Denn die Einsicht in die Behandlungsunterlagen im Zusammenhang mit der Beurteilung
einer Arbeitsunfähigkeit sei grundsätzlich dem MDK vor­be­halten – und zwar nach dessen Beauftragung. Zudem
fehle die Angabe der Rechtsgrundlage, zu der die Kasse
verpflichtet sei, da es sich um einen nicht-vereinbarten
Vordruck handele. Der Jurist bot dem Mediziner an, bei der
Kasse zu intervenieren, was dankbar angenommen wurde.
Am 3. September wandte sich die KV Nordrhein im Auftrag
des Allgemeinmediziners an die Kasse und wies sie auf das
„datenschutzrechtlich unzulässige“ Vorgehen hin. Denn es
sei eben nicht zulässig, als Kasse Daten anzufordern, die
„nach den maßgeblichen Bestimmungen des SGB V (…)
ausschließlich dem MDK vorbehalten“ seien.
Franck drohte an, den Fall in KVNO aktuell mit Nennung
des Namens der Kasse öffentlich zu machen, sollte sie
„sich nicht dazu in der Lage sehen, künftig
Anfragen an unsere Mitglieder ausschließlich
entsprechend der Vorgaben der maßgeblichen
sozialrechtlichen Bestimmungen zu richten.“
Die Kasse lenkte ein: In Zukunft würden solche Briefe einen Hinweis auf die RechtsgrundMelden Sie Ihren Fall der Redaktion
lage und ein Antwortkuvert für den MDK beTelefax 0211 5970 9108 | E-Mail redaktion@kvno.de
inhalten.
Das passiert in der Praxis aber immer häufiger. Eine Betriebskrankenkasse beispielsweise forderte einen Allgemein-
Ärzte sammeln Unterschriften
Protest gegen Praxisgebühr
Es ist ein Votum, das an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig lässt: Die Grenze von 200.000
Unterschriften zur Abschaffung der Praxisgebühr ist überschritten. Die Patienten in den nordrheinischen Arztpraxen bekunden in großer Zahl, dass sie die Zwangsabgabe lieber heute als
morgen los werden möchten – und sind nicht nur an dieser Stelle wichtige Verbündete ihrer Ärzte.
Mit einer eindrucksvollen Zahl wartete Bernhard Brautmeier auf der Vertreterversammlung Mitte September auf: Der Vorstand verkündete, dass allein bei der KV Nordrhein im
Rahmen der bundesweiten Kampagne der
KVen zur Abschaffung der Zwangsabgabe
schon fast 180.000 Unterschriften eingegangen seien. „Die Rückmeldung zeigt, dass sich
nicht nur die Ärzte, sondern auch Patienten
über Zwangsmaßnahmen der Kassen ärgern.“
120 Stunden Arbeit pro Praxis
Immer wieder fordern die Praxen Nachschub
an Formularen an. „Die hohe Zahl der Unterstützer zeigt, wie sehr die Zwangsabgabe den
Nerv der Versicherten trifft. Die Patienten
haben verstanden, dass die Gebühr die beabsichtigte Lenkungsfunktion nicht erfüllt und
in den Arztpraxen, in denen die Gebühr für
die Krankenkassen eingetrieben wird, viel Bürokratie und Kosten verursacht.“ Zudem fehle die Zeit, die für Verwaltungsaufgaben aufgewendet werden muss, für die Behandlung
Nach Berechnung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) wendet jede Arztpraxis
für das Eintreiben und Quittieren der Gebühr,
die den Kassen pro Jahr etwa zwei Milliarden
Euro bringt, etwa 120 Stunden Zeit per anno
auf. Die Kosten für den bürokratischen Aufwand durch die Praxisgebühr liegen bei rund
360 Millionen Euro – also über 4000 Euro pro
Praxis und Jahr. „Das sind inakzeptable Belastungen“, sagt Brautmeier.
Bundesweit waren
zum Redak tionsschluss dieser Ausgabe im Rahmen der
Kampagne, die Ende
Mai in Bayern gestartet worden war,
rund 1,2 Millionen
Unterschriften zusammengekommen.
Die Unterschriften­
Dann sollen die Listen an Politiker auf
Bundes- und Landesebene übergeben werden.
Noch steht die Front derer, die für den Erhalt
der Gebühr plädieren, doch sie bröckelt. Neben bekannten Befürwortern einer Abschaffung wie Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr gibt es inzwischen sogar Kritiker auf
Kassenseite. Mitte August forderte der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, als erster Kassenchef das Ende der Abgabe. Kassen und Gesundheitsfonds
stünden derzeit finanziell sehr gut da. Es gebe keinen Grund, den Kranken sinnlos in die
Tasche zu greifen, so Baas. Außerdem verhindere die Praxisgebühr keine unnötigen Arztbesuche und steuere keine Patientenströme.
Sie sei schlicht ein Ärgernis – für Kranke und
für Ärzte. 
Über 200.000 Patientenunterschriften zur
Praxisgebühr liegen der
KV Nordrhein schon vor.
Die Unterschriftenlisten gegen die Praxis­
gebühr können Sie auf
KV Nordrhein herunter­
laden: www.kvno.de
KV | 121013
Kritik an AOK Rheinland/Hamburg
Patientenquittung als Mogelpackung
Transparenz ist ein heute viel bemühtes Zauberwort – erst recht in Zeiten mündiger
Patienten. Die AOK Rheinland/Hamburg ermöglicht ihren Versicherten seit Anfang August,
ihre Arztabrechnungen im Internet einzusehen. Problem: Die Posten und Summen, die
dargestellt werden, entsprechen keineswegs dem tatsächlichen Honorar. Die Budgetierung
durch die Regelleitungsvolumen wird ebenso wenig berücksichtigt wie die Tatsache, dass der
Auszahlungspunktwert unterhalb des Orientierungspunktwertes liegt.
Dr. Thomas Weitershagen stellt einfache Fragen. Der Allgemein- und Palliativmediziner
aus Euskirchen möchte von seinem Ansprechpartner bei der AOK Rheinland/Hamburg wissen, ob denn dessen Versicherte auf ihrer Patientenquittung sehen können, was alles nicht
abgerechnet worden ist.
„Erfährt der Patient von seinen mehrfachen,
nicht abrechenbaren Besuchen? Erfährt er von
einem Regelleistungsvolumen, bei dessen Überschreitung abgestaffelt wird?“, lauten die Fragen des niedergelassenen Arztes, der auf den
Punkt bringt, was auch für die KV Nordrhein
ein großes Ärgernis darstellt: „Auf diesen Online-Quittungen werden für die abgerechneten
Leistungen Preise genannt, die die Ärzte nicht
realisieren können. Damit vermittelt die Übersicht ein völlig falsches Bild von den Leistungen und der Honorierung der Ärzte“, bemängelt
Bernhard Brautmeier, Vorstand der KV Nordrhein, die sich dafür eingesetzt hat, dass dieser
Geburtsfehler behoben wird. Ohne Reaktion.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Auseinandersetzung um eine angemessene Vergütung
kassenärztlicher Leistung stellt sich für viele
Ärzte die Frage, ob die für die Kassen sonst
so untypische Larmoyanz beim Umgang mit
Zahlen System hat – als weiterer Baustein bei
dem Versuch, die Einkommen der Ärzteschaft
höher erscheinen zu lassen, als sie sind. Denn
die Quittung erweckt den Eindruck, dass die
aufgeführten Preise auch ausgezahlt werden. „Das trifft aber nicht zu. In vielen Fällen liegt der Auszahlungspunktwert um mehr
als 20 Prozent unter dem Orientierungspunktwert“, erklärt Brautmeier. Die Budgetierung
durch die Regelleistungsvolumen findet auf
der Quittung überhaupt keine Erwähnung, die
unterschiedliche Vergütungssituation der Kassenärzte in den KVen auch nicht – so wird
Transparenz zur Mogelpackung.
Auch wenn die Versicherung im Kleingedruckten darauf verweist, dass „die angezeigten Beträge von den tatsächlich an den Leistungserbringer ausgezahlten Beträgen abweichen können“, bleiben Zweifel. „Ich bezweifle,
dass das Verfahren mehr bringt als erneute
Nachfragen, die mich vom Arbeiten abhalten“,
kritisiert Weitershagen, der in der Patientenquittung vor allem ein „spannendes Marketinginstrument“ sieht.
Zwar haben sich nach dem Start des Services binnen einer Woche 1500 Patienten (von
2,9 Millionen AOK-Versicherten in NordrheinWestfalen) als Nutzer registriert, doch soll das
Interesse bereits erlahmen. Nicht umsonst
verzichten andere große Kassen auf einen
solchen Service. Kritisiert wird, dass Patienten gar nicht erkennen, was einzelne Behandlungen kosten – und viele Abrechnungsposten
für den Laien unverständlich blieben.  n hsch
Transparenz darf keine Einbahnstraße sein
Von Dr. Andreas Gassen
Versicherte der AOK Rheinland/Hamburg können mithilfe einer „Patientenquittung“ nachvollziehen, welche Leistungen
ihr Arzt erbracht hat. Welches Honorar er dafür bekam, erfahren sie nur scheinbar. Die Kasse tut einfach so, als würde es
keine Budgetierung geben. Für Dr. Andreas Gassen, Mitglied der Vertreterversammlung der KV Nordrhein und Vizepräsident
des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU), ist das Vorgehen der Kasse kein Zufall: Die
Einnahmesituation der Ärzte soll positiver dargestellt werden als sie ist.
„Die Patientenquittung
Versicherten auf Information.
so nachvollziehen, welche LeistunDr. Andreas Gassen
Praxis oder
im Krankenhaus erbracht wurden.“ So vollmundig bewirbt die AOK auf Ihrer Homepage ihre neueste Erfindung: die „Patientenquittung“.
Nun: Transparenz ist an sich eine gute Sache. Aber leider ist Transparenz
bei Krankenkassen eine Einbahnstraße. Die Ärzte, im Jargon der Krankenkassen gern Leistungserbringer
genannt, sollen detailliert Auskunft
darüber geben, welche Leistungen
sie erbracht haben und der Logik gehorchend dann auch abrechnen. Spätestens hier ist es mit der Transparenz vorbei. Leistungen erbringen und
Leistungen mit der Folge von daraus
erwachsendem Honorar abzurechnen,
Auch wenn wir uns jetzt in der wohlklingenden Honorarsystematik der
„Regelleistungsvolumen“ bewegen,
hat auch dieser eher semantische
Wechsel der Systematik nicht dazu
geführt, die real wirkende Budgetierung abzulösen. Die AOK versucht indes mit der „Patientenquittung“ einen
anderen Eindruck zu erwecken: Alles,
was der Arzt an Behandlung, Beratung und somit Leistung erbringt,
wird auch vergütet – diesen Eindruck
muss der aufgeklärte Patient beim
Lesen der Quittung bekommen.
Das entspricht zum Leidwesen der
Ärzte aber nicht der Realität. Vielmehr ist es so, dass in vielen Fachgruppen das sogenannte Regelleistungsvolumen je Patient bereits mit
dem ersten Besuch, nämlich mit Auslösung der Grundpauschale, ausgeschöpft oder überschritten ist. Zwar
erbringen die Kolleginnen und Kollegen bei weiteren Patientenkontakten tapfer weiter Behandlungs- und
Beratungsleistungen, bezahlt werden
diese aber allenfalls zum sogenannten Restpunkwert, der bei knapp 10
Prozent des Orientierungspunktwertes (nominal rund 3,5 Cent) liegt. Hier
von Vergütung zu reden ist schon
Diese Strategie der Krankenkassen ist
nicht neu. Wir erleben im Augenblick
den Höhepunkt dieser Täuschungsmanöver. Es werden Gutachten veranlasst
und sehr frei interpretiert. Demnach ist
der Orientierungspunktwert noch viel
zu hoch: Es müsste eigentlich Honorar
gekürzt werden. Mit diesem Vorgehen,
garniert mit Attacken auf die ganze
Ärzteschaft, agieren Krankenkassen
vertreten durch Ihren Spitzenverband
in Honorarverhandlungen. Parallel
bunkern Krankenkassen mittlerweile,
nach Aussagen einiger rechtswidrig,
22 Milliarden Euro, die sie der Patientenversorgung vorenthalten.
Es ist an der Zeit, dass die Politik
Spielregeln für Transparenz bei Krankenkassen einführt. Die letzten Meldungen über Verschwendung von
Versichertengeldern durch Krankenkassen lassen Schlimmes befürchten.
Wahrscheinlich wird durch derartiges
Missmanagement der Krankenkassen
noch deutlich mehr Geld der Versorgung entzogen. Hier fordert die Ärzteschaft Transparenz und Aufklärung.
Sollten sich diese Verdachtsmomente
bestätigen, müssen die Verantwortlichen bei den Krankenkassen mit allen juristischen Konsequenzen zur
Einzelne Kassen übernehmen
Influenza-Impfung ohne Indikation
Für die beginnende Impfsaison 2012/2013 hat die KV
Nordrhein mit sechs nordrheinischen Krankenkassen eine
Vereinbarung zur Übernahme der Influenza-Impfung für
alle Versicherten ohne Altersbegrenzung und ohne STIKO-Indikation geschlossen. Die AOK Rheinland/Hamburg
übernimmt die Influenza-Impfung ohne Indikation für alle Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre. Die Impfaktion
beginnt am 1. Oktober 2012 und endet am 31. März 2013.
n	AOK Rheinland/Hamburg
(nur für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre)
n	BKK Saint Gobain
n	BKK dkm (DEMAG)
n	BKK24
n	pronova BKK
n	KKH Allianz
n	Techniker Krankenkasse
tritt Strukturvertrag bei
Seit Anfang 2012 läuft der neue Vertrag mit der AOK Rhein­land/Hamburg zur Versorgung von Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom. Die Landwirtschaftliche Krankenkasse NRW, die den alten Vertrag zur Integrierten Versorgung
zum 31. Dezember 2011 gekündigt hatte, ist zum 1. Oktober 2012 dem neuen Vertrag mit der AOK Rheinland/Hamburg beigetreten.
Im Gegensatz zu den Vorjahren kann der Impfstoff für
diese Satzungsleistung nicht wie bisher dem Sprechstundenbedarf für gesetzlich Krankenversicherte entnommen
werden. Bei Satzungs-Impfleistungen greifen die von den
Herstellern zu gewährenden Rabatte nicht, so dass für diese Patienten Einzelverordnungen auf den Namen des Patienten und seiner jeweiligen Krankenkasse ausgestellt werden müssen. Bitte nur in das Feld „Impfstoff“ eine „8“ eintragen, das Feld „Sprechstundenbedarf“ nicht markieren.
Ausnahme: Bei Grippe-Impfungen, die von der STIKOEmpfehlung bzw. der Schutzimpfungs-Richtlinie mit einer
Standardindikation abgedeckt werden, wird der Impfstoff
wie gewohnt über den Sprechstundenbedarf bezogen.
Hierzu zählen Personen über 60, Kinder und Jugendliche
mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung, Schwangere ab
dem zweiten Trimenon und Bewohner in Alters- und Pflegeheimen.
Für die Abrechnung der ärztlichen Leistungen verwenden
Sie bitte die Symbolnummer 89112T. Die Impfung wird mit
5,80 Euro außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung und der RLV vergütet. Folgende Kassen beteiligen
sich an der Vereinbarung:
Eine wesentliche Änderung dieses Vertrages ist die bessere
Versorgung der Patienten im häuslichen Umfeld durch speziell ausgebildete Wundassistenten. Daneben ist die Einführung eines Managements zur Optimierung der wirtschaftlichen Verordnung von Verbands- und Hilfsmitteln
ab 2013 vorgesehen.
Die Landwirtschaftliche Krankenkasse NRW finanziert
sämtliche Honorare zusätzlich zum Regelleistungsvolumen und zur morbiditätsbedingten Gesamtvergütung. Patienten, die bereits am alten Vertrag zur Integrierten Versorgung teilnahmen, können mit der Teilnahmeerklärung
des neuen Vertrages übernommen werden und haben Anspruch auf alle Leistungen des neuen Vertrages.
Mehr Informationen zum Vertrag finden Sie im Internet unter
www.kvno.de | KV | 121016
Honorierung von Beurteilungen
Die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses zu
Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in der vertragsärztlichen Versorgung sieht vor der Indikationsstellung zur LDL-Apherese eine ergänzende kardiologische
bzw. angiologische und lipidologische Beurteilung des
Patienten vor. Diese Beurteilung kann ab 1. Oktober 2012
in Nordrhein mit der modifizierten EBM-Nr. 13300A abgerechnet werden. Sie ist mit 1735 Punkten bewertet und
wird mit 60,81 Euro außerhalb der RLV/QZV honoriert. Die
Nr. 13300A kann zusätzlich zu weiteren notwendigen EBMLeistungen im Rahmen der Beurteilung abgerechnet werden. Die Abrechnung dieser modifizierten EBM-Nr. ist auf
die Vertragsärzte beschränkt, die im Rahmen der Richtlinie die Beurteilung vornehmen. Nach der Leistungslegende
kann diese Leistung nur einmal im Erlebensfall, das heißt,
einmal im Leben des Patienten abgerechnet werden.
Die Übergangsregelung zur Abnahmeprüfung von Ultraschallsystemen wird bis zum 31. März 2015 verlängert.
Die Kassenärztlichen Vereinigungen haben somit zwei Jahre länger Zeit, Ultraschallsysteme zu überprüfen. Die von
den Partnern der Bundesmantelverträge beschlossenen
Änderungen zur Ultraschall-Vereinbarung sind zum 1. Juli
apparative Ausstattung nach Paragraph 9 nicht erfüllen, dürfen nach diesem Zeitpunkt nicht mehr für die
vertragsärztliche Versorgung verwendet werden.
n	Ultraschallsysteme, die nach dem 31. März 2013 geprüft werden und die Anforderungen an die apparative
Ausstattung nicht erfüllen, dürfen noch vier Wochen
nach Bekanntgabe des Bescheides verwendet werden.
Die Ergebnisse von Überprüfungen der ärztlichen Dokumentation nach Paragraph 11 können für die Abnahmebeziehungsweise Konstanzprüfung verwendet werden,
wenn dabei keine Mängel festgestellt wurden.
Vergütungspauschalen des IKK
classic-Katarakt-Kontingentvertrages
Mit der IKK classic wurde mit Wirkung zum 1. Oktober
2012 eine Absenkung der Vergütungspauschalen vereinbart. Ab 1. Oktober 2012 wird die Kataraktoperation mit
einer Pauschale in Höhe von 709 Euro und die postoperative Behandlung nach der EBM-Nummer 31718 mit 36,31
Euro außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung und den RLVs/QZVs vergütet.
Sie finden die Vereinbarung unter www.kvno.de in der Rubrik Verträge
sowie im Rheinischen Ärzteblatt, Ausgabe Oktober 2012. KV | 121017
Elektronischer eA-light ohne Foto
Grund für die Verlängerung ist der erhebliche Aufwand, der
mit der Überprüfung der Ultraschallsysteme für die KVen
verbunden ist. Nach der Übergangsregelung müssen sämtliche Geräte, die bis zum Inkrafttreten der Ultraschall-Vereinbarung am 1. April 2009 verwendet wurden, einer technischen Prüfung unterzogen werden.
Die Verlängerung der Übergangsregelung bedeutet:
n	Für Ultraschallsysteme, die bis zum ursprünglichen
Stichtag 31. März 2013 geprüft werden, gilt weiterhin
dieser Stichtag. Systeme, die die Anforderungen an die
Für den elektronischen Arztausweis-light (eA-light) benötigen Sie kein Passfoto. Im Rahmen der Informationsveranstaltungen zur Online-Abrechnung ermöglicht die Ärztekammer Nordrhein ihren Mitgliedern, den elektronischen
Arztausweis-light direkt vor Ort zu beantragen und mitzunehmen, wenn sie einen gültigen Personalausweis oder
Reisepass vorzeigen können.
Die Termine der Informationsveranstaltungen zur Online-Abrechnung
finden Sie in dieser Ausgabe von KVNO aktuell auf Seite 23 und unter
www.kvno.de | KV | 121017
Große Praxen müssen einen
Viele Praxen in Nordrhein haben ein Schreiben eines Institutes erhalten, in dem ihnen die kostenpflichtige Stel-
lung eines Datenschutzbeauftragten angeboten wird. Auf
solche Angebote müssen die Praxen nicht reagieren. Zwar
schreibt das Bundesdatenschutzgesetz für sogenannte nicht-öffentliche Stellen die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten vor. Die Verpflichtung besteht allerdings nur für Stellen (zu denen auch Arztpraxen zählen),
die mehr als neun Angestellte beschäftigen. Darunter fällt
das gesamte Praxispersonal, also auch angestellte Ärzte;
Teilzeitkräfte werden als Vollzeitkräfte gezählt.
Die Person des Beauftragten kann nach dem Gesetzeswortlaut entweder ein Beschäftigter der Praxis (interner
Datenschutzbeauftragter) oder eine Person außerhalb der
verantwortlichen Stelle (externer Datenschutzbeauftragter) sein. Der Beauftragte hat zur Erfüllung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen die erforderliche Fachkunde und Zuverlässigkeit zu besitzen. Die Fachkunde kann
durch die Teilnahme an einem entsprechenden Kurs der
Nordrheinischen Akademie erworben werden.
Sie finden die Praxisinformation der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter | KV | 121018
Genexpressionsanalysen beim
Mammakarzinom: keine EBM-Leistung
Für Genexpressionsanalysen gibt es im EBM keine Gebührenordnungsposition, da es sich nicht um Nachweise einer genomischen Mutation handelt. Dies wird aber für die
EBM-Nummern 11320 bis 11322 gefordert. Damit ist die
Genexpressionsanalyse keine vertragsärztliche Leistung.
Diese Untersuchungen sollen für bestimmte Untergruppen von Patientinnen die Entscheidung für oder gegen eine Chemotherapie auf eine molekulargenetisch definierte
BKK ALP plus wird
Mehr Infos im Internet unter www.kvno.de | KV | 121017
D2D-Anwendung:
Seit April 2012 steht die neue D2D-Anwendung „Ärztliche
Bescheinigung über die Teilnahme an einer Kinder-Früherkennungsuntersuchung U5 bis U9“ (U-Teilnahmebescheinigung) zur Verfügung. Das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LGZ.NRW) – ehemals LIGA.NRW – erfasst
die durchgeführten Kinder-Früherkennungsuntersuchungen
in Nordrhein-Westfalen. Für jedes Kind, das an einer Früherkennungsuntersuchung teilgenommen hat, musste die Praxis
bisher eine Bestätigung auf Papier übersenden. Mit der neuen D2D-Anwendung kann dies komfortabel online erfolgen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.d2d.de | KV | 121018
Die gynäkologisch-zytologische Untersuchung der Zervix
kann mittels „konventioneller“ oder Dünnschichtzytologie
erfolgen. Wann welches Verfahren zulässig ist, finden Sie
in einer Praxisinformation der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Sie ist relevant für Gynäkologen, gynäkologische Zytologen und Pathologen, die die EBM-Nummern
01730, 01733, 01825, 01826 oder 19311 abrechnen.
Die BKK ALP plus heißt ab 1. September 2012 actimonda
Krankenkasse. Die neue Anschrift lautet:
Telefon 0241 900 660
Keine Praxisgebühr für DMP-Teilnehmer
Versicherte der Knappschaft, die an Disease-Management-Programmen teilnehmen, sind grundsätzlich von
der Praxisgebühr befreit. Diese Befreiung erstreckt sich
ausschließlich auf die Praxisgebühr und nicht auf eine
in der Apotheke vorzunehmende Zuzahlung bei Arzneimitteln.
Ausfüllhilfe zur
Zum leichteren Ausfüllen der Verordnung zur häuslichen
Krankenpflege hat die KV Nordrhein gemeinsam mit der
AOK Rheinland/Hamburg eine Ausfüllhilfe für die verordnenden Praxen erstellt. Diese soll mehr Sicherheit geben
und die Zahl der Rückfragen von Krankenkassen reduzieren. Die Ausfüllhilfe gilt selbstverständlich nicht nur für
AOK-Versicherte, sondern für alle
Die Ausfüllhilfe finden Sie zum Herunterladen unter
www.kvno.de | KV | 121018
EBM Änderungen zum
Änderung der Allgemeinen Bestimmungen 6.2.1
zur Nebeneinanderberechnung von EBM-Nummern der Abschnitte 4.4, 4.5 und/oder 13.3 des
Werden Leistungen der EBM-Abschnitte 4.4, 4.5 und/oder
13.3 durch einen Vertragsarzt abgerechnet, der seine Tätigkeit unter mehreren Schwerpunktbezeichnungen ausübt,
galt bislang ein Abschlag in Höhe von zehn Prozent auf die
Leistungen der Schwerpunktkapitel - mit Ausnahme der
Grundpauschalen im Behandlungsfall. Ab dem 1. Oktober
2012 erfolgt der Abschlag auch im Arztfall.
EBM-Nr. 15345
Aufnahme des ICD-10-Kodes C47.0 „Bösartige Neubildungen des Gesichtes und des Halses“
Änderung der Präambel 36.2.1 Nr. 4 zu beleg­
ärztlich abrechnungsfähigen EBM-Nummern
Da auch Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin nach
der Präambel 4.1 Nr. 7 belegärztliche Operationen abrechnen können, wurde die „Versichertenpauschale“ in der Aufzählung der abrechnungsfähigen Leistungen innerhalb von
drei Tagen nach erfolgter Operation ergänzt.
Änderung der Präambel zu Abschnitt 4.5.4 Nr. 2
Ab 1. Oktober 2012 sind die EBM-Nummern 04560 und
04561 auch für jene Kinder- und Jugendärzte mit der Zusatzweiterbildung Kinder-Nephrologie abrechnungsfähig, die
nicht über eine Genehmigung zur Durchführung von Blutreinigungsverfahren gemäß § 135 Abs. 2 SGB V verfügen.
Die Genehmigungspflicht für die EBM-Nummern 04562,
04564 bis 04566, 04572 und 04573 zu den Blutreinigungsverfahren und/oder zur ambulanten Durchführung
der LDL-Elimination als extrakorporales Hämotherapieverfahren gemäß § 135 Abs. 2 SGB V gilt unverändert fort.
Ergänzungen von ICD-10-Kodes in den
Zur Behandlung und/oder Betreuung eines Patienten mit
einer gesicherten onkologischen Erkrankung bei laufender onkologischer Therapie oder Betreuung im Rahmen der
Nachsorge wurde bei folgenden EBM-Nummern ein ICD10-Kode ergänzt:
EBM-Nr. 10345
Aufnahme des ICD-10-Kodes C84.0 „Mycosis fungoides“
Neue Regeln für Rezepturarzneimittel
Die neue Apothekenbetriebsordnung sieht
seit Juni 2012 umfangreiche Qualitätssicherungsmaßnahmen vor. So ist beispielsweise das Stellen von geteilten Tabletten in Heimen nicht mehr möglich (wir berichteten). Eine weitere Änderung betrifft die Herstellung
von individuellen Rezepturen, die zu verzögerten Belieferungen führen kann. Das betrifft
indirekt vor allem Hautärzte, da sie häufiger
Rezepturen vorordnen.
Der Apotheker muss bei individuell hergestellten Arzneimitteln eine Plausibilitätsprüfung
durchführen. Die Prüfung umfasst die pharmazeutische Beurteilung der Rezeptur hinsichtlich Dosierung, Applikationsart, Art, Menge
und Kompatibilität der Ausgangsstoffe untereinander sowie deren gleichbleibende Qualität im Haltbarkeitszeitraum. Außerdem ist auf
den Verordnungen immer eine Gebrauchsanweisung anzugeben. Für eine reibungslose Belieferung der Rezepturen empfehlen die Apothekerkammer und die KV Nordrhein:
n	Verordnen Sie möglichst standardisierte
Rezepturen zum Beispiel aus dem Neuen
Rezeptur-Formularium (NRF)
n	Geben Sie immer eine Gebrauchsanweisung auf dem Rezept an
n	Setzen Sie sich besonders bei neuen Rezepturen mit den Apotheken im Umfeld
Ihrer Praxis in Verbindung.
Im Einzelfall kann auch eine Rücksprache der
Apotheke mit dem vorordnenden Arzt nötig
sein, weil die Plausibilitätsprüfung zum Beispiel
zeigt, dass die Inhaltsstoffe nicht kompatibel
sind und der Apotheker die Rezeptur möglicherweise nicht wie verordnet herstellen darf.
Wenn Sie Fragen zu den Änderungen
haben, wenden Sie sich an die
Telefon	0211 83 88 100
ACE-Hemmer bleiben Mittel der Wahl
Hemmstoffe des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) gelten als Mittel der
ersten Wahl in der Behandlung der arteriellen Hypertonie. Mittlerweile sind fünf Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARB, Sartane) als
Generika verfügbar. Dennoch sollten ACEHemmer sowohl aus wirtschaftlichen Gründen als auch auf der Basis von Studienergebnissen weiterhin bevorzugt werden. Die ARB
sind eine Therapieoption, wenn unter der Anwendung von ACE-Hemmern Nebenwirkungen
wie beispielsweise Husten auftreten. Für die
ARBs konnten weder in direkten Vergleichsstudien noch in Metaanalysen ein genereller
Vorteil gegenüber den ACE-Hemmern gezeigt
In einer aktuellen Meta-Analyse im European
Heart Journal aus 20 randomisierten kontrollierten Studien wurde der Effekt von Hemmstoffen des RAAS im Vergleich zu anderen
Therapieregimen auf die Morbidität und Letalität in der Behandlung der arteriellen Hypertonie untersucht. Erwartungsgemäß konnte eine
Abnahme der Gesamtletalität und der kardiovaskulären Letalität gezeigt werden. Überraschend war, dass bei getrennter Betrachtung
von ACE-Hemmern und ARBs nur für ACEHemmer eine Reduktion der Gesamt- und kardiovaskulären Mortalität gezeigt werden konnte. Die Ergebnisse bekräftigen die bisherigen
Empfehlungen von Leitlinien, ACE-Hemmer bevorzugt gegenüber den ARBs einzusetzen.
Preisvergleich: ACE-Hemmer vs. Angiotensin Rezeptor-Blocker
Präparat	DDD	Preise
Enalapril	Generikum	10 mg	11,52 Euro
Ramipril	Generikum	2,5 mg	12,04 Euro
Lisinopril	Generikum	10 mg	13,20 Euro
Valsartan	Generikum	80 mg	20,96 Euro
Candesartan	Generikum	8 mg	20,69 Euro
Losartan	Generikum	50 mg	24,41 Euro
Irbesartan	Generikum	150 mg	33,46 Euro
Eprosartan	Generikum	600 mg	68,35 Euro
Telmisartan	Micardis	40 mg	82,53 Euro
Olmesartan	Olmetec, Votum	20 mg	93,34 Euro
*Preise je 98 oder 100 Stück für die angegebene Tagesdosis, Stand: 1. September 2012.
Neue STIKO – Empfehlungen
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Impf-Empfehlung aktualisiert. Sie müssen
nun vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) in die Schutzimpfungs-Richtlinie übernommen werden, ehe sie für die Verordnung
zu Lasten der Krankenkassen gültig sind (voraussichtlicher Termin Oktober 2012).
Meningokokken: Die Grundimmunisierung
gegen Meningokokken für Kinder im zweiten
Lebensjahr wird weiterhin mit einem monovalenten Impfstoff gegen die Serogruppe C
durchgeführt. Neu ist die Empfehlung, eine
fehlende Immunisierung mit einer einmaligen
Impfung bis zum 18. Geburtstag nachzuholen.
Der monovalente Meningokokkenimpfstoff
der Serogruppe C ist zu Lasten des Sprechstundenbedarfs verordnungsfähig.
Hingegen empfiehlt die STIKO die tetravalenten Meningokokken-Impfstoffe gegen die Serogruppen A, C, W135 und Y zu impfen:
n	als Indikationsimpfung für gesundheitlich gefährdete Personen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten (als
Sprechstundenbedarf verordnungsfähig)
n	zusätzlich für berufliche und ReiKontakt
seindikationen.
Für eine erhöhte beTelefax 0211 5970 8136
rufliche Gefährdung
bzw. als Reiseschutz
besteht kein GK VHilfsmittelberatung
Mumps: Die beDie tetravalenten Impfstoffe Nimenrix und
Menveo gegen die Serogruppen ACWY sind
für Kinder ab einem bzw. zwei Jahren zugelassen. Die STIKO sieht eine routinemäßige
Impfung gegen die seltenen Serogruppen A,
W135 und Y nicht vor.
r u f l i c h i n d i z i e rte Mumpsimpfung
hat die STIKO erweitert. Sie ist nun auch
möglich für Personen:
n	die in Gesundheitsberufen in der unmit-
telbaren Patientenversorgung
n	in Gemeinschaftseinrichtungen oder
n	in Ausbildungseinrichtungen für junge Erwachsene tätig sind.
Preise für Grippeimpfstoffe 2012/ 2013
Artikelname	Hersteller	Preis (in Euro)*
Xanaflu 2012/2013	Abbott	10,05**
Grippe Stada N	Abbott	11,24**
Afluria 2012/2013	CSL Biotherapies	11,27**
Grippeimpfst. Ratio12/13	Ratiopharm	11,80**
Intanza	Sanofi Pasteur	14,13**
Mutagrip	Sanofi Pasteur	16,85**
Influsplit Ssw 2012/2013 GlaxoSmithKline	19,51**
Mutagrip Kinder	Sanofi Pasteur	16,85**
Fluenz	MedImmune, AstraZeneca 23,00**
Adjuvantierte Impfstoffe
Inflexal V 2012/2013	Janssen-Cilag	20,02**
Fluad 2012/2013	Novartis	20,14**
* Preis für eine Zehnerpackung; Lauertaxe 1. September 2012.
** Für diese Impfstoffe zahlt die Kasse einen Preis, der unter dem hier genannten
Listenpreis liegt.
Auch in diesen Fällen können Sie den Impfstoff nicht über den Sprechstundenbedarf
verordnen. Monovalente Impfstoffe gegen
Mumps und Röteln sind nur in Restbeständen
verfügbar. Daher sollte Sie mit einem MMRKombinationsimpfstoff impfen.
Grippe: Die Empfehlungen zur Grippeimpfung bleiben unverändert. Die STIKO hat keine gesonderte Empfehlung für den neuen nasalen Grippeimpfstoff Fluenz ausgesprochen.
Der nasale Lebendimpfstoff ist für Kinder ab
zwei Jahren und für Jugendliche zugelassen.
Die Indikation zur Impfung besteht bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines
Grundleidens. Für diesen Patientenkreis kann
der Impfstoff bei medizinischer Indikation,
unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebotes in Nordrhein, über den Sprechstundenbedarf bezogen werden.
Laut Fachinformation ist Fluenz bei immungeschwächten Patienten kontraindiziert und
sollte bei bestimmten Erkrankungen wie
schwerem Asthma oder akutem Giemen nicht
eingesetzt werden. Das Vermeiden einer zusätzlichen Injektion allein kann angesichts anderer Impfungen, die ebenfalls i.m. appliziert
werden, kein ausreichender Grund sein, Fluenz einzusetzen.
Ausfüllhilfe für BtM-Rezepte
Dieser Ausgabe der KVNO aktuell liegt eine
Ausfüllhilfe für Betäubungsmittel-Rezepte
bei. Hier finden Sie die wichtigsten Aspekte
knapp und übersichtlich zusammengestellt.
Bei BtM-Rezepten sind viele Vorgaben zu beachten: So muss beispielsweise die Verordnung eindeutige Angaben zum Arzneimittel,
der Menge und der Gebrauchsanweisung enthalten. Die Ausfüllhilfe zeigt, wie es geht.
Sie finden Sie zum Herunterladen im Internet unter
www.kvno.de | KV | 121022
Die wichtigsten Punkte beim Ausstellen eines Betäubungsmittelrezeptes
Am Eck 1
55555 Bad Musterdorf
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Dr. M. Muster
Morphin-mustermann 20 mg
Retardtabletten, 20 St.
Gemäß schriftlicher Anweisung
Lactulose Sirup 200 ml
1 „Gebühr frei“ oder „Gebührenpflichtig“
Das Kästchen „Gebühr frei“ nur anzukreuzen:
 bei Patienten unter 18 Jahren
 bei Patienten, die unter die Härtefallregelung fallen und eine entsprechende Bescheinigung (Befreiung von der Zuzahlungspflicht)
 bei Verordnungen zu Lasten eines Unfallversicherungsträgers
(BG-Fall)
 wenn Arznei- und Verbandmittel bei Schwangerschaftsbeschwerden
oder in Zusammenhang mit der Entbindung verordnet werden.
„Geb.-pfl.“ in allen anderen Fällen ankreuzen.
2 „noctu“
Bei Verordnung zu Lasten eines sonstigen Kostenträgers anzukreuzen.
4 „Unfall“ | „Arbeitsunfall“ | „Unfalltag/Unfallbetrieb“
3 „Sonstige“
Wird das Arzneimittel innerhalb der Zeiten gemäß § 6 Arzneimittelpreisverordnung (Notdienst) abgeholt, so hat der Patient eine Gebühr
zu zahlen, sofern der Arzt nicht einen entsprechenden Vermerk (noctu)
Anzukreuzen bei Unfall oder Arbeitsunfall. Wenn eine Verordnung zu
Lasten eines Unfallversicherungsträgers ausgestellt wird, so sind neben der Bezeichnung des zuständigen Unfallversicherungsträgers auch
Unfalltag und Unfallbetrieb (ggf. Kindergarten, Schule, Hochschule) anzugeben. Erfolgt die Beschriftung des Personalienfeldes mittels
Krankenversichertenkarte, so ist unbedingt die Krankenkasse und die
Krankenkassen-Nr. zu streichen!
5 „aut idem“
Der Austausch von BtM-haltigen Arzneimitteln im Rahmen von aut
idem ist grundsätzlich möglich. Für den Austausch von BtM-haltigen
Pflastern kommt hinzu, dass neben der Freisetzungsrate und Applikationsdauer auch die Beladungsmenge der Pflaster identisch sein müssen.
6 „BVG“
Bei Verordnungen für Anspruchsberechtigte nach dem Bundesentschädigungsgesetz (BEG) sowie nach dem Bundesversorgungsgesetz
(BVG) ist das Feld 6 durch Eintragen der Ziffer 6 zu kennzeichnen.
77 „Vertragsarzt-Nr.“ | „VK gültig bis“
Angabe der Betriebsstätten-Nr. (BSNR) und der Lebenslangen Arztnummer (LANR) des verordnenden Arztes.
8 „Datum“
Hier wird das Ausstellungsdatum eingetragen. Das BtM-Rezept ist sieben Tage gültig, es kann noch am achten Tag beliefert werden. Beispiel:
Ausstellen des BtM-Rezeptes am Montag, den 06. Februar, Belieferung
bis einschließlich Montag, den 13. Februar möglich.
99 „Spr.-St.Bedarf“
Bei Verordnungen für den Sprechstundenbedarf ist das Feld 9 „Spr.-St.
Bedarf“ mit der Ziffer „9“ zu kennzeichnen, als Kostenträger ist „KVNOSSB 38999“ und als Kassennummer „2513583“ (Institutionskennzeichen) anzugeben.
10 „Personalienfeld“
Bei BtM-Verordnungen zu Lasten der GKV sind die VersichertenStammdaten gem. gültigem Behandlungsausweis oder gültiger Krankenversichertenkarte (KVK) anzugeben: Krankenkasse bzw. Kostenträger, Vertragskassennummer, Name, Vorname, Anschrift, Geburtsdatum
und Status des Versicherten, Gültigkeit der Krankenversichertenkarte,
Kassen-Nr. (IK), Versichertennummer. Bei Privatrezepten wird als Kostenträger „Privat“ eingetragen.
Ihre persönlichen BtM-Rezeptformulare
bestellen Sie bitte bei der Bundesopiumstelle
Telefon: 0228 207 4321
Online abrechnen – vor Ort informieren
Ab dem 3. Quartal 2013 ist die Online-Abrechnung auch in Nordrhein Pflicht.
Informieren Sie sich auf Veranstaltungen in Ihrer Nähe.
Vortrag	Möglichkeiten der Online-Abrechnung | Gilbert Mohr | KV Nordrhein
Beratung	Experten der KV Nordrhein beantworten Ihre Fragen rund um die Online-Abrechnung
und das KVNO-Portal. Ärzte aus Nordrhein können den eArztausweis light vor Ort bei
der Ärztekammer beantragen und erhalten.
Termine	2012 Die Veranstaltungen finden von 16 bis 19 Uhr statt.
24.10.	Wiehl | Hotel zur Post | AUSGEBUCHT
07.11.	Duisburg | Tectrum-Technologiezentrum | AUSGEBUCHT
21.11.	Bonn | Universitätsclub | AUSGEBUCHT
28.11.	Wuppertal | InterCityHotel | AUSGEBUCHT
05.12.	Aachen | Mayerschen Buchhandlung | AUSGEBUCHT
12.12.	Wesel | Hotel Haus Duden | AUSGEBUCHT
15.12.	Köln | Bezirksstelle KVNO | Sedanstraße 10 - 16
Die Veranstaltungen finden von 10 bis 14 Uhr statt, mit eToken-Ausgabe.
2013	16.02.	02.03.	04.05.	25.05.	Köln | Bezirksstelle KVNO | Sedanstraße 10-16
Düsseldorf | Haus der Ärzteschaft | Tersteegenstraße 9
Köln | Bezirksstelle KVNO | Sedanstraße 10-16
Angebot, Nachfrage und Finanzierung
Versorgung 2025 – eine Futurologie
Wie sieht die Versorgungslandschaft im Jahr 2025 aus? Und wie entwickelt sich die ambulante
Versorgung? Den Blick nach vorn riskierten Experten aus Praxis und Klinik bei den Biersdorfer
Krankenhausgesprächen.
Sicher ist: Die Gesundheitswirtschaft ist eine der innovativsten Dienstleistungsbranchen. Doch mittel- und langfristige Prognosen über die Prosperität und die Weiterentwicklung sind meist nur in groben Umrissen
möglich und im Detail mit Risiken behaftet.
Bei den jüngsten Biersdorfer Krankenhausmanagement-Gesprächen Mitte September in
Biersdorf bei Bitburg entwarf Bernhard Brautmeier, Vorstand der KV Nordrhein, ein Szenario, das auf einer Bestandsaufnahme der aktuellen Rahmenbedingungen, einer Projektion
und längerfristigen Prognosen basiert.
Mehr Alte, weniger
Junge: Der demogra­
fische Wandel lässt
Gesundheitsleistungen steigen. Er ist ein
Faktor von vielen –
und nicht die treibende Kraft.
Demnach kann keine Branche in Deutschland
von einer so gesicherten Nachfrage und einem stetigen Wachstum ausgehen wie der
Gesundheitssektor. Die für die nächsten 20
Jahre prognostizierbare demografische Entwicklung und die Verschiebungen im Krankheitsspektrum, die
Versorgungsstrukturen und Gestaltungselemente im
ambulanten und stationären Sektor lassen eine kontinuierliche, eine sogar progressiv zunehmende
Nachfrage erwarten
– obwohl sich die finanziellen Rahmenbedingungen verschlechtern dürften.
„Vor allem der medizinisch-technische Fortschritt, die Produkt- und Technologieinnovationen, forcieren die Nachfrage nach Gesundheitsleistungen“, sagte der ehemalige Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft,
Dr. Rudolf Kösters. Wie kaum in einem anderen Sektor werde in der Medizin weltweit so
intensiv geforscht und werden so viele Innovationen hervorgebracht.
Zügelung der Leistungsmengen
Die „Menge“ der Arbeit steigt infolge der
(Multi-)Morbidität, der Chronifizierung von
vielen Zivilisationskrankheiten, wegen der gestiegenen Leistungsansprüche der Patienten
und aufgrund des medizinischen Fortschritts.
Die Demografie-Komponente kommt natürlich auch hinzu, ist aber nicht der Hauptfaktor: Ein Fünftel des Ausgabenzuwachses ist
auf die Auswirkungen des demografischen
Wandels zurückzuführen.
In der Sozialgesetzgebung und in den allgemeinen Versicherungsbedingungen werde der Gesundheitsverbraucherschutz permanent erweitert. Brautmeier führte als Beispiel das Patientenrechtegesetz an, das zum
1. Januar 2013 in Kraft treten soll. Dadurch
könne eine „Amerikanisierung“ des Haftungsrechts resultieren – mit allen negativen Folgen. Mittelfristig sei mit einer verschärften
Konkurrenz etablierter und neuer nichtärztlicher Heil- und Gesundheitsberufe zu rechnen
– sowohl bei einer erweiterten Delegation als
auch mit dem Anspruch, die Rolle des Arztes
Künftig dürfte sich die paritätische Finanzierung der Gesundheitsleistungen immer mehr
zulasten der Versicherten und Patienten verschieben. Schon heute würden bereits 60 Prozent aller Gesundheitsleistungen über Versicherungsbeiträge, Zuzahlungen und privaten
Direktzahlungen finanziert. Die Einnahmenbasis der gesetzlichen Krankenversicherung
(GKV) werde weiter stagnieren, so Brautmeier.
Zudem steige die Zahl der gesetzlich Versicherten ohne kostendeckende Beiträge. Die Krankenversicherung der Rentner sei chronisch unterfinanziert, ebenso seien die Beiträge für geringfügig Beschäftigte und Transferempfänger
durch die Träger von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld 2 bei weitem nicht kostendeckend.
Finanzierung: Alles beim Alten
Trotz der drohenden Finanzierungslücken: Die
Experten prognostizierten bis 2025 keine gravierenden Änderungen der GKV-Finanzierung
und keine radikale Systemumstellung auf eine Bürgerversicherung, allenfalls eine Konvergenz des dualen Systems. Denn dies hätte eine zu große politische Sprengkraft. „Und zwar
unabhängig davon, welche Parteien und welche Koalition die Mehrheit in Bund und Ländern stellt“, bemerkte Prof. Dr. Harald Schmitz,
Generalbevollmächtigter der Bank für Sozialwirtschaft. Kurzfristig drohten keine Zusatzbeiträge, eher würden, wie bei der Techniker
Krankenkasse, Rückzahlungsprämien ab 2013
ausgelobt. Bereits ab 2014 könnte die „Beitragsautonomie der Krankenkassen“ wieder
hergestellt werden, je nach politischer Konstellation nach der Bundestagswahl, prognostizierte Wilfried Jacobs, der ehemaliger Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland/Hamburg.
Brautmeier prophezeit eine „schwindende
politische und gesellschaftliche Akzeptanz“
der privaten Krankenversicherung. Schon seit
Jahren sei diese von einer deutlich höheren
Ausgabendynamik im Vergleich zur GKV gekennzeichnet. Hinsichtlich der Prämienbelastung seien die Versicherten mit mittlerem
und geringerem Einkommen (etwa Landes-
bedienstete oder Polizisten) überfordert und
viele PKV-Tarife unzulänglich. Zudem müsse
mit heftigen Widerständen insbesondere der
Länder gegen steigende Beihilfelasten gerechnet werden. Allerdings sei aus Sicht der Ärzteschaft eine schleichende Veränderung der
PKV in Richtung der GKV – etwa im Hinblick
auf die anstehende Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) – kaum akzeptabel.
Grund-, Wahl- und IGe-Leistungen
Es sei damit zu rechnen, dass der Leistungskatalog der GKV weiter begrenzt und in Grundund Wahlleistungen gesplittet werde. Der
Sektor der individuell wählbaren und individuellen Gesundheitsleistungen werde immer größer (heutiges Volumen: circa 2 Milliarden Euro pro Jahr). Auch sei mit einer größeren Zahlungsbereitschaft der Versicherten
zu rechnen. Allerdings würden gleichzeitig die
Widerstände gegen eine vermeintliche „unsoziale Zwei-Klassen-Medizin“ zunehmen. Dies
fordere die Politik und die Selbstverwaltung
zu Abhilfemaßnahmen heraus.
Zum gewaltigen Problem entwickle sich der
Engpass bei den personellen Ressourcen.
Der Ärzte- und Fachkräftemangel sei heute
schon spürbar. Zudem sei zu erwarten, dass
die durchschnittliche Arbeitszeit pro Kopf der
Gesundheitsdienstleister abnehme, die Bereitschaft zur „Selbstausbeutung“ schwinde. Dies
gilt nach Überzeugung Brautmeiers vor allem
für die niedergelassenen Ärzte, die einen gesicherten Arbeitsplatz mit planbaren Zeiten und
die Möglichkeit zu mehr Teilzeitarbeit immer
höher einschätzten – und es durch angestellte Tätigkeiten in der ambulanten Versorgung
auch viel mehr Optionen gebe.
Die Personalknappheit werde sich in dem Maße
verschärfen, wie die Nachwuchsprobleme –
nicht nur in der Allgemeinmedizin – nicht adäquat gelöst werden können. Es sei zu erwarten, dass immer mehr Ärzte in nichtärztliche
Tätigkeiten abwandern oder den Ort ihrer Berufstätigkeit ins Ausland verlagern. Deshalb
der Arztzahlen
Veränderungen von 2009 auf 2010.
Quelle: KBV/
Psycholog. Psychotherapeuten
verschärfe sich die Konkurrenz der Sektoren um qualifizierte
Ärzte. Die Bereitschaft, sich in unattraktiven Regionen und
schlechter vergüteten Fachgebieten niederzulassen, nehme ab.
Versorgungslücke: 20 000 Ärzte fehlen
Nach einer Prognose der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ist bereits 2015 in Kliniken und Praxen mit einer Personallücke von zusammen 20 000 Vollzeitkräften zu
rechnen. Auf der anderen Seite gibt es aktuell kaum freie
Arztstellen, die dem Nachwuchs angeboten werden könnten. Im Bereich der KV Nordrhein waren Mitte 2012 lediglich 30 Sitze für Hausärzte und 22 Stellen für Psychotherapeuten sowie für Kinder- und Jugendlichentherapeuten
offen; ein offener Sitz entfiel auf die Radiologie.
Steigende Niederlassungszahlen sind hingegen in bis dato
nicht von der Bedarfsplanung erfassten Bereichen zu verzeichnen. Ausweislich der Zahlen des Bundesarztregisters
gab es beispielsweise 2010 im Fach Neurochirurgie 11,7
Prozent mehr Ärzte als 2009. Gleichzeitig nahm die Zahl
der Hausärzte um 0,9 und die der Pädiater um 0,1 Prozent
ab. Eine Entwicklung in die falsche Richtung.
Selbstverwalteten Ärztenetzen, Parallelorganisationen in
Konkurrenz und als Ergänzung zu den Kassenärztlichen
Vereinigungen prophezeite Brautmeier „große Schwierigkeiten“. Es sei illusionär anzunehmen, dass sie eine regi-
onale Voll-Versorgung in Eigenregie organisieren könnten. Denn es fehle an zukunftsträchtigen Geschäftsmodellen, an
Investitionskapital und an Manpower. Zudem kämen auch die Versicherungsträger
immer mehr auf den Plan. Mit anderen
Worten: Kassen wollten als Case- oder
Care-Manager auftreten.
Dagegen räumte Brautmeier der kooperativen Berufsausübung und sektorenübergreifenden Vertragsmodellen große
Entwicklungschancen ein. Die „schleichende Revolution“ werde weitergehen:
Medizinische Versorgungszentren, Berufsausübungsgemeinschaften (früher:
Gemeinschaftspraxen), die vermehrte
Möglichkeit der Anstellung von Ärzten in
Arztpraxen, Zweigpraxen und die zunehmende Nebentätigkeit im Krankenhaus durch Beleg-, Konsiliar- und Honorarärzte seien Modelle der Gegenwart und der Zukunft.
Brautmeier beurteilte die „populären Rezepte“ kritisch, die
derzeit für eine effizientere Versorgung in der Diskussion sind: eine präventive Ausrichtung der Versorgung unter Einschluss der medizinischen Rehabilitation, Steuerung
durch Primärarztmodelle, Managed Care und die integrierte, sektorenübergreifende Versorgung.
Zwar wiesen diese kooperativen Ansätze grund­sätzlich in die
richtige Richtung. Allerdings seien die rechtlichen und institutionellen Weichenstellungen für die neuen Versorgungsformen äußerst kritisch zu bewerten – und auch die bisherigen Erfahrungen damit. Die Kassenärztlichen Vereinigungen
drohten dabei zum „Restversorger und Erfüllungsgehilfen
für alles Unangenehme“ degradiert zu werden. Wenn die
hausärztliche Versorgung (§ 73b Sozialgesetzbuch V), hochspezialisierte und seltene Leistungen, die ambulant erbracht
werden (§ 116b), Teile der fachärztlichen Versorgung (§ 73c)
und die integrierte Versorgung (§ 140a ff.) zusammen die
Hälfte des Leistungsgeschehens ausmachten, dann wäre der
Sicherstellungsauftrag der KVen ad absurdum geführt. Und
damit stünde die einzige Institution außen vor, die heute
und auf absehbare Zeit in der Lage wäre, die ambulante vertragsärztliche Versorgung angesichts der schwierigen Aufgaben zu organisieren.
n Dr. Harald Clade, Journalist
Skandale um Organvergabe verunsichern die Menschen
Umfassende Informationen – das braucht das Thema Organspende nach den jüngsten Skandalen wegen der Vergabe
von Organen in Göttingen und Regensburg mehr denn je. Die KV Nordrhein lud am 5. und am 25. September Experten
ins Haus der Ärzteschaft, um Ärzte, Psychotherapeuten und Patienten zu informieren.
„Der Mangel ist das Geschäftsmodell derjenigen, die aus
der Organspende Kapital schlagen wollen“, so Dr. Frank
Bergmann, Vorsitzender der Vertreterversammlung der KV
Nordrhein. „Deshalb wollen wir intensiv die sehr speziellen
und sensiblen Punkte erörtern und dazu beitragen, dass
Patienten beim Gespräch über dieses Thema mit ihren Ärzten kompetente und vertrauensvolle Ansprechpartner haben.“ So könne Vertrauen gewonnen und die Bereitschaft
zur freiwilligen Spende unterstützt werden.
Lange Warteliste in NRW
Der Bedarf an Spenderorganen ist groß: 3.900 Menschen
warten allein in Nordrhein-Westfalen darauf. Die Bereitschaft, Organe zu spenden, ist zwar grundsätzlich vorhanden, doch nur ein Viertel der Bürger hat einen Organspende-Ausweis.
„Auch in NRW wird sich die Politik nochmals zu wichtigen Aspekten hinsichtlich Kontrolle und Transparenz bei
der Organspende besprechen“, kündigte Marlis Bredehorst,
Staatsekretärin im NRW-Gesundheitsministerium, bei der
Fortbildung am 5. September an. Dabei stünden Aspekte
wie einheitliche Kriterien für die Vergabe, ein Sechs-Augen-Prinzip, eine verlässlichen Feststellung des Hirntods,
Narkose bei Organentnahme und einer schnellen Reaktion
bei Fehlverhalten auf der Agenda der Gesundheitspolitik.
Die Patienten-Veranstaltung am 25. September führte die
KV Nordrhein in Kooperation mit dem Rhein-Boten durch,
dem mit 250.000 Exemplaren auflagenstärksten Medium
in der Landeshauptstadt – das in drei Ausgaben ausführlich berichtet. Wer entscheidet zurzeit wie bei der Organvergabe? Den Ist-Zustand erläuterte Sören Melsa, Chirurg
und Koordinator der Deutschen Stiftung Organtransplantation in Essen. Nach seinen Worten sind die rechtlichen
Voraussetzungen und Systematik bei Vergabe von Organen
streng geregelt. „Es bedarf jedoch
eines hohen Maßes an Koordination, ein spezielles Organ in einer
akuten Situation auch an einen
adäquaten Empfänger zu vermitteln“, so Melsa. Hier seien Dringlichkeit und Erfolgsaussicht „kanalisierende Parameter“.
Referenten auf der
(v. l.) Neurochirurg
Dr. Andreas Bertels
von der Selbsthilfe
Organtransplantierter
und DSO-Koordinator
Sören Melsa.
Der festgestellte Hirntod ist die Voraussetzung, Organe bei
einem Sterbenden entnehmen zu können. Er ist mit jährlich
rund 4000 Fällen bundesweit eigentlich ein seltenes Ereignis, betonte Dr. Andreas Bertels. Der Neurochirurg aus Ratingen schilderte, wie der Hirntod klinisch mittels standardisierter Untersuchung einwandfrei nachgewiesen werden
kann. Bertels machte deutlich, dass bei der Frage nach dem
Ende des Lebens nicht nur Ärzte gefragt seien – hier verläuft
die Grenze zwischen Naturwissenschaft und Philosophie.
Seit elf Jahren lebt Hans J. Schmolke mit einem neuen
Herzen. „Mit der Transplantation endete eine lange Leidenszeit“, sagte der ehemalige Ingenieur. Trotz einiger
Einschränkungen wie der dauerhaften Einnahme von Immunsuppressiva betonte der in der Selbsthilfe Organtransplantierter NRW aktive Schmolke: „Ich lebe wunderbar mit
dem Spenderherz.“
n nau | sig
BGH urteilt: Versteckte Kosten – nicht zahlen
Abzocke mit Arzt-Verzeichnissen
Arztpraxen gehören ins Beuteschema der Verzeichnis-Abzocker. Sie faxen, mailen oder schreiben
Praxen an, bieten einen Eintrag in ein Verzeichnis – und verstecken im Kleingedruckten die
Kosten. Der Bundesgerichtshof hat jüngst in Bezug auf Internet-Verzeichnisse entschieden:
Praxen müssen nicht zahlen, wenn die Kosten im Antragformular versteckt werden.
Eintragungsofferten in
Internet-Verzeichnisse
sind oft mit hohen versteckten Kosten verbunden. Das BGH und das
OLG Düsseldorf haben
dies als unzulässig beurteilt.
Mehr Infos und eine
Anleitung, wie Sie sich
wehren können, wenn Sie
ein Formular bereits unterschrieben und an den
Anbieter versandt haben,
finden Sie über unsere
Homepage www.kvno.de
KV | 121028
In dem zugrunde
liegenden Fall hatte der Betreiber eines Branchenverzeichnisses im Internet ein Formular
mit dem Titel „Eintr agungsunterlage Gewerbedatenbank“ versandt. Auf
des Formulars befand sich eine umrahmte Längsspalte, in der erst in der
Mitte des Textes auf
die Kosten hingewiesen wurde: 650 Euro netto im Jahr.
Der Betreiber hat keinen Anspruch auf Bezahlung, entschied der Bundesgerichtshof (BGH)
am 26. Juli 2012. Die „Entgeltabrede“ sei zwischen anderen Angaben so versteckt eingefügt worden, dass sie ohne weiteres übersehen
werden könne. Hinzu käme, dass der Verbraucher nicht damit rechnen müsse, da derartige Grundeintragungen in Internetverzeichnissen häufig kostenfrei seien. (Az. VII ZR 262/11)
Die Fälle häufen sich auch in der KV Nordrhein und die Anschreiben werden immer
aggressiver. Das „Branchenbuch der Region“ fordert etwa eine Essener Neurologin
per „Letzter Erinnerung !!!“ auf, ihren „Ein-
tragungsvorschlag“ zu unterzeichnen. Darin wird betont, dass der Standarteintrag kostenfrei sei. Im Kleingedruckten versteckt sich
der Hinweis, dass die Praxis mit der Unterschrift einen „kostenpflichtigen Premiumeintrag“ wünsche, der 960 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer kostet – und dies bei einer Laufzeit
von drei Jahren. Die Praxis wäre also mit einer
Unterschrift 3.427,20 Euro los.
Doch die Rechtsprechung stellt sich hier auf
die Seite der Praxen. So hat das Oberlandesgericht Düsseldorf (Az.: I-20 U 100/11) am 14.
Februar 2012 ein Urteil des Landgerichts Düsseldorf bestätigt, wonach in Umlauf gegebene
Formulare der GWE-Wirtschaftsinformations
GmbH in Düsseldorf zum Zwecke der Aufnahme von Ärzten in das Internetfirmenverzeichnis „Gewerbeauskunft-Zentrale - Erfassung gewerblicher Einträge“ als irreführend und damit
aus wettbewerbsrechtlicher Sicht als unzulässig
einzuordnen sind. Der Vorsitzende Richter wies
bei der Verkündung des Berufungsurteils ausdrücklich darauf hin, dass das Geschäftsmodell
nach Auffassung des Gerichts dazu diene, „Dinge dunkel zu halten“. Die Revision gegen diese
Entscheidung wurde nicht zugelassen.
Unser Tipp für die Praxis: Alle Dokumente, die
die Verwendung Ihrer Praxisdaten betreffen,
sollten auf eine versteckte Kostenfalle untersucht werden. Weisen Sie Ihr Praxispersonal
entsprechend an. Natürlich können Sie auch eine kleine Belohnung für jede vor Unterschriftsleistung entdeckte Kostenfalle ausloben. n nau
9 bis 14 Uhr | Bezirksstelle Köln | Sedanstraße 10-16
Perspektiven der Niederlassung
Möglichkeiten des Vorgehens bei einer Praxisabgabe
Ablauf der Praxisübergabe – Schritte in die Niederlassung
Strategien für Praxisabgeber
Der Landarzt: ein Erfahrungsbericht
Vorausschauende Finanzplanung im Vorfeld der Praxisabgabe
Betriebswirtschaftliche und steuerliche Grundlagen für die Arztpraxis
oder vorab faxen an 0211 5970 8639.
Gerne können Sie das ausgefüllte Inserat auch schon vorab an unsere Fax-Nr. 0211 5970 8639
BFB – wie funktioniert das?
Bei den Serviceteams der KV Nordrhein gehen pro Monat rund 7.000 Anrufe, Faxe und E-Mails ein.
Im September fragten viele Praxen nach, wie die Blankoformularbedruckung (BFB) funktioniert.
Bei der Blankoformularbedruckung werden
Formulare aus dem Praxisverwaltungssystem mit einem Laserdrucker auf Sicherheitspapier gedruckt. Die Vorteile liegen auf der
Hand: Zum einen entfällt die Bevorratung
mit sämtlichen vertragsärztlichen Formularen, zum andern werden veraltete Nadeldrucker ersetzt und der Geräuschpegel dadurch
Ausführliche Informationen finden Sie auf einem Merkblatt, das auf unserer Homepage zur Verfügung steht:
www.kvno.de KV | 121031
Die Teilnahme müssen Sie beantragen. Dafür
gibt es ein Formular, das Sie ebenfalls in unserem Internet-Angebot finden. Auf dem Formular geben Sie neben allgemeinen Angaben
der „Betriebsstätte“ (Adresse und Betriebsstätten-Nummer) Ihr Praxisverwaltungssystem und Ihren Drucker an.
Per Blankoformularbedruckung können Sie alle bundesweit vereinbarten Vordruckmuster
(GKV-Formulare) erstellen – mit Ausnahme
von Rezepten (Muster 16) und Betäubungsmittel-Rezepten. Diese können aus Sicherheitsgründen nicht mittels Blankoformularbedruckung ausgefüllt werden.
Das Sicherheitspapier erhalten Sie über unseren Formularversand in Krefeld. Sie dürfen
es nur für die Bedruckung von GKV-Formularen verwenden.
Mit welcher Überweisernummer gebe ich
eine Überweisung vom Truppenarzt oder
Polizeiarzt ein?
Für diese Fälle gibt es ein gesondertes Feld:
„Überweisung von anderen Ärzten“ (Feldkennung 4219), in welches Sie den Überweiser
namentlich eintragen. Zum Hintergrund: Truppen- bzw. Polizeiärzte haben weder eine lebenslange Arztnummer noch eine Betriebsstätten-Nummer. Daher können bei Überweisungen der Bundeswehr bzw. der Polizei diese
Nummern nicht in Ihre Praxissoftware eingegeben werden. Softwarespezifische Besonderheiten erfragen Sie bitte bei Ihrem Anbieter.
Kodieren der primären Hypertonie
Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems stehen seit Jahren an erster Stelle der Sterbefälle. Sie
sind auch in der „Spitzengruppe“ der Grunderkrankungen der deutschen Bevölkerung und stellen
für alle Fachgruppen eine wichtige Begleiterkrankung dar, die häufig die eigene Behandlung
beeinflusst – und damit als Behandlungsdiagnose zu verschlüsseln ist.
Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte können sich eine fehlerhafte oder ungenügende Kodierung spätestens seit Einführung des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (MorbiRSA) nicht mehr leisten. Durch den Gesundheitsfonds fließen den Krankenkassen unterschiedliche Zuschläge für bestimmte Erkrankungen zu. Die sachgerechte ambulante Kodierung hat direkte finanzielle Auswirkungen für die Krankenkassen. Somit auch mittelbare für die ambulante
Versorgung. Denn Honorarverteilungen sind auf regionaler Ebene gemäß des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes wieder verhandelbar. Nach Wegfall der Konvergenz ist ein höherer finanzieller Bedarf lediglich durch die präzise Darlegung der Morbidität zu belegen. Praxen in Nordrhein
sollen den ICD-10 folglich so exakt wie möglich anwenden.
Welche finanziellen Auswirkungen unterschiedliche Kodierungen haben können, zeigt das folgende Beispiel. Hier geht es um die Effekte von Zusatzkennzeichen wie Z statt G:
Akuter Myokardinfarkt Z – alter Myodardinfarkt G
I 25.29 G	alter Myokardinfarkt, nicht näher bezeichnet
Dieser Kode wird im Gesundheitsfonds berücksichtigt.
Der jährliche Zuschlag beträgt: 692,93 EUR/Jahr
I 21.9 Z akuter Myokardinfarkt, nicht näher bezeichnet
Als „Z“, also „Zustand nach“-Diagnose, fließt kein Zuschlag!
Als akuter Myokardinfarkt wird im ICD-10 nur derjenige betrachtet,
der maximal bis zu 28 Tage nach dem Ereignis vorliegt. Für längere
Zeiträume, also ab 29 Tagen, existieren eigenständige Kodes (I 25.20
bis I 25.29).
Richtiges Kodieren ist
wichtig. Praxen sollten
den ICD-10 exakt
anwenden – gerade bei
verbreiteten Krankheiten
wie der Hypertonie.
Hypertonie und deren Folge- und/oder Begleiterkrankungen
Bei Betrachtung der Hypertonie sind auch die auf dem Boden dieser Erkrankung entstehenden
Folge- und/oder Begleiterkrankungen relevant. Nach allgemeinen Kodierungstipps hinsichtlich
der Hypertonie folgen daher einige Beispiele zur Herzinsuffizienz und den Ein- und MehrgefäßErkrankungen des Herzens (KHK = Koronare Herzkrankheit).
Die Hypertonie ist im Kapitel I (I10 – I15) des ICD-10 abgebildet. Grundsätzlich sollten bei der
Kodierung der Hypertonie fünf Fragen beantwortet werden:
1.	2.	3.	4.	5.	Liegt eine primäre Hypertonie mit oder ohne Entgleisung vor?
Primäre Hypertonie –
mit/ohne Entgleisung
Die Entgleisung wird über die fünfte Stelle kodiert.
Monatliche Zu- und Abschläge
für Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Morbi-RSA
I10.00	Benigne essentielle Hypertonie,
ohne Angabe einer hypertensiven Krise
I10.01	Benigne essentielle Hypertonie,
mit Angabe einer hypertensiven Krise
I11.10	Maligne essentielle Hypertonie,
I10.11	Maligne essentielle Hypertonie,
Die Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in 22 Gruppen aufgeführt.
Die Übersicht zeigt die Höhe der monatlichen alters- und risiko­
adjustierten Zu- und Abschläge.
I10.90	Essentielle Hypertonie,
Herz-Kreislauf-Erkrankung	Zu- und Abschläge
Paroxysmale ventrikuläre Tachykardie	156,57
Pulmonale Herzkrankheit	256,05
Herzstillstand / Schock	206,08
Herzinsuffizienz	87,58
nicht näher bezeichnet,
Akuter Myokardinfarkt / instabile Angina pectoris und andere
akute ischämische Herzkrankheiten	163,58
I10.91	Essentielle Hypertonie,
Angina pectoris / Z. n. altem Myokardinfarkt	nicht näher bezeichnet,
Koronare Herzkrankheit / andere chronisch-ischämische
Erkrankungen des Herzens	73,90
Erworbene Erkrankungen der Herzklappen und rheumatische
Als hypertensive Herzkrankheit werden alle krankhaften Hypertoniefolgen am Herzen
verstanden. Bestehen bei einer Herzinsuffizienz bereits Stauungszeichen, wird diese Erkrankung auch als kongestive Herzinsuffizienz
bezeichnet. Der ICD-10 sieht für die Herzinsuffizienz, die auf dem Boden der Hypertonie entstanden ist, eigenständige Kodes vor:
Herzerkrankungen	43,74
Schwere angeborene Herzfehler (Alter < 18 Jahre)	540,59
Andere angeborene Herzfehler (Alter < 18 Jahre)	154,83
Hypertensive Herz- und Nierenerkrankung, Enzephalopathie
oder akutes Lungenödem	37,46
Hypertonie, Hypertensive Herzerkrankung ohne Komplikationen
und andere nicht näher bezeichnete Herzerkrankungen	67,23
Näher bezeichnete Arrhythmien	Zerebrale Blutung	389,05
Zerebrale Ischämie oder nicht näher bezeicheter Schlaganfall	150,12
Hypertensive Herzkrankheit mit
(kongestiver) Herzinsuffizienz
Nicht näher bezeichnete Erkrankungen peripherer Gefäße	I11.00 Ohne Angabe einer hypertensiven Krise
Diplegie der oberen Extremitäten, Monoplegie und
I11.01 Mit Angabe einer hypertensiven Krise
andere Lähmungen	85,47
Hemiplegie / Hemiparese	153,06
Nicht näher spezifizierte Spätfolgen zerebrovaskulärer Erkrankungen	65,35
Hypertensive Herzkrankheit ohne
(kongestive) Herzinsuffizienz
Atherosklerose mit Ulkus oder Gangrän	423,07
Lungenembolie / Periphere Gefäßerkrankungen (näher bezeichnet)	103,45
Atherosklerose, arterielles Aneurysma und sonstige,
I11.91 Mit Angabe einer hypertensiven Krise
nicht näher bezeichnete Krankheiten der Arterien und Arteriolen	15,79
Art der Herzkrankheit
Hierunter versteht der ICD-10 einerseits die klassische Rechts- oder Linksherzinsuffizienz, andererseits beispielsweise Komplikationen der Herzkrankheit. Diese beziehen sich vornehmlich
auf den Herzmuskel – und nicht auf die Herz-Kreislauf-Gefäße.
Die Herzinsuffizienz ist dabei mit der vierten Stelle aus dem Bereich I50.- zu verschlüsseln, zum
Beispiel: I50.12 Linksherzinsuffizienz, mit Beschwerden bei stärkerer Belastung, NYHA-Stadium
II. Führt die hypertensive Herzkrankheit zu einer Erkrankung des Herzmuskels, etwa einer Vergrößerung, ist diese zusätzlich anzugeben. Die spezifischen Zustände sind unter I 51.4 bis I 51.9
zusammengefasst, zum Beispiel 51.7 Kardiomegali.
Folgeerkrankungen (außer Beteiligung des Herzens)
n	Niereninsuffizienz aufgrund einer Hypertonie
I12.00 G	Hypertensive Nierenkrankheit mit Niereninsuffizienz
I12.01 siehe oben, zusätzlich Hochdruckkrise Herz- und Nierenkrankheit
I13.00 G	Hypertensive Herz- und Nierenkrankheit mit (kongestiver) Herzinsuffizienz
I13.01 G	s.o., zusätzlich hypertensive Krise
I13.20 G	Hypertensive Herz- und Nieren­krankheit mit (kongestiver) Herzinsuffizienz und
Niereninsuffizienz, ohne Angabe einer hypertensiven Krise
I13.21 G	s.o., zusätzlich hypertensive Kris
n	Hypertonie und Augenkrankheit
H35.0 G Retinopathien des Augenhintergrundes und Veränderungen der Netzhaut
n	Hypertonie und Hirngefäßbeteiligung (z. B. Folgen eines Hirninfarktes)
I69.3 G Folgen eines Hirninfarktes
I67.4 G Hypertensive Enzephalopathie
Primäre Begleiterkrankungen
Nierenkrankheit, nicht als Folge der Hypertonie: Kode aus dem Kapitel N, endstellig verschlüsselt [N17 – N19], zum Beispiel N18.4G: Chronische Nierenkrankheit, Stadium 4, glomeruläre Filtrationsrate 15 bis unter 30 ml/min./1.73m² Körperoberfläche, präterminale Niereninsuffizienz.
Kodierfälle
Ein 57-jähriger, normalgewichtiger starker Raucher klagt über seit Tagen rezidivierenden Kopfdruck. Beim üblichen Treppensteigen (4. Stock) stellt er fest, dass er außer Atem gerät. Die Blutdruckmessung erfolgt an beiden Armen: 150/95 mmHg. Die Laboruntersuchungen auf Mirkoalbuminurie, Kreatinin im Serum und die restlichen Elektrolyte sind nicht pathologisch verändert.
Weitere Risikofaktoren, wie erhöhte Blutzuckerwerte, erhöhtes Cholesterin sowie andere endokrinologische Erkrankungen werden ausgeschlossen. Die Auswertung der 24-stündigen Langzeitblutdruckmessung bestätigt die erhöhten Blutdruckwerte.
I10.00	G	Essentielle (primäre) Hypertonie, ohne Angabe einer hypertensiven Krise
Z01.3	G	Messung des Blutdrucks
Ein 78-jähriger Patient mit bekannter Hypertonie und chronischer Niereninsuffizienz, seit zwei
Jahren dialysepflichtig, kommt zur Langzeitblutdruckkontrolle.
N18.5	G	Chronische Nierenkrankheit, Stadium 5, dialysepflichte chronische Niereninsuffizienz
I12.00	G	hypertensive Nierenkrankheit mit Niereninsuffizienz, ohne Angabe einer hypertensive Krise
Ein 79-jähriger Patient hat vor sieben Wochen (≤ 49 Tage) einen Myokardinfarkt erlitten. Er war
in stationärer Behandlung. Dort wurde eine koronare Ein-Gefäß-Erkrankung festgestellt. Zur
Beratung und Medikamentenverordnung kommt er nun in die Praxis.
I25.11	G	Atherosklerotische Herzkrankheit: Ein-Gefäß-Erkrankung
I25.20	G	Alter Myokardinfarkt, 29 Tage bis unter 4 Monate zurückliegend
Z76.0	G	Ausstellung wiederholter Verordnung
Hinweis: Der akute Myokardinfarkt besteht nach ICD-10 bis zu einer Dauer von vier Wochen (28 Tagen). Ab dem
29. Tag sind eigenständige Kodes vorgesehen. Diese sind mit G zu kodieren.
Eine 74-jährige Patientin kommt zur Kontrolle und Verordnung der notwendigen Medikamente
in Ihre Praxis. Sie hat einen primären Hypertonus mit dadurch bedingter Linksherzinsuffizienz.
Gleichzeitig hat sie eine KHK ohne hämodynamisch wirksame Stenosen. Eine beginnende Niereninsuffizienz wurde durch Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate vor drei Monaten festgestellt.
I10.00	G	Benigne essentiellen Hypertonie, ohne Angabe einer hypertensiven Krise
I13.20	G	Hypertensive Herz- und Nierenkrankheit mit (kongestiver) Herzinsuffizienz und Niereninsuffizienz
I50.12	G	Linksherzinsuffizienz, mit Beschwerden bei stärkerer Belastung, NYHA-Stadium II
N18.1	G	Chronische Nierenkrankheit, Stadium I
(glomeruläre Filtrationsrate 90 mm/min/1,73 m² Körperoberfläche oder höher)
Hinweis: Ist die glomeruläre Filtrationsrate nicht bekannt und wurde die Diagnose der beginnenden Niereninsuffizienz kürzlich gestellt, lautet die Diagnose: N19 G nicht näher bezeichnete Niereninsuffizienz.
Aufgrund akuter präkordialer Schmerzen erfolgt bei einer Patientin eine komplexe kardiologische Abklärung zum Ausschluss eines Herzinfarktes. Hierbei werden eine instabile Angina Pectoris und eine koronare Zwei-Gefäß-Erkrankung gesichert.
I20.0	G	Instabile Angina Pectoris
I25.12	G	Atherosklerotische Herzkrankheit, Zwei-Gefäß-Erkrankung
Z13.6	G	Spezielle Verfahren zur Untersuchung auf kardiovaskuläre Krankheiten
Hinweis: Der Ausschluss des akuten Herzinfarktes ist in diesem Fall nicht zu kodieren.
Eine 67-jährige Patientin kommt zur echokardiographischen Untersuchung und Kontrolle der Medikation. Es ist eine mittelgradige Mitralinsuffizienz in Folge Dilatation des linken Ventrikels auf dem
Boden einer hypertensiven Herzkrankheit bekannt. Sie hat bereits Symptome nach NYHA-Stadium II.
I34.0	G	Mitralklappeninsuffizienz
I11.00	G	Hypertensive Herzkrankheit mit (kongestiver) Herzinsuffizienz, ohne Angabe einer hypertensiven Krise
I50.12	G	Linksherzinsuffizienz mit Beschwerden bei stärkerer Belastung, NYHA-Stadium II
Eine langjährige hypertensive Patientin wird mit ausgeprägter Luftnot bereits im Sitzen (Ruhedyspnoe) vorgestellt. Der Blutdruck liegt bei über 220/115 mmHg. Die Patientin klagt über Gewichtszunahme, Appetitlosigkeit und zunehmende symmetrische Beinödeme in den letzten Wochen. Eine Nierenerkrankung wird sonographisch und laborchemisch ausgeschlossen. Bei der vor
zwei Monaten erfolgten ambulanten Koronarangiographie wurde eine Ein-Gefäß-Erkrankung
diagnostiziert. Es erfolgt eine stationäre Einweisung.
I11.01	G	Hypertensive Herzkrankheit mit kongestiver Herzinsuffizienz, mit Angabe einer hypertensiven Krise
I25.11	G	Ein-Gefäß-Erkrankung
I50.14	G	Linksherzinsuffizienz mit Beschwerden in Ruhe (NHYA-Stadium IV)
I50.01	G	Sekundäre Rechtsherzinsuffizienz
Die KV Nordrhein übernimmt
keine Haftung für die Richtigkeit
Herz in Gefahr – Kampagne der Herzstiftung
Die Deutsche Herzstiftung veranstaltet
die bundesweiten
„Herzwochen“. Unter dem Motto „Herz
in Gefahr: Koronare
Herzkrankheiten erwww.herzstiftung.de
kennen und behandeln“ informieren
Kardiologen über
Themen wie: „Diagnostik heute: Alternativen
zum Herzkatheter“, „Medikamente: Welche?
Wann? Wie lange?“, „Behandlung mit Stents:
Was ist neu?“ und „KHK bei Frauen: Was ist
bei Frauen anders?“.
Ziel der Kampagne ist es, die Öffentlichkeit für
Ursachen und Gefahren der Koronaren Herzkrankheit zu sensibilisieren. Die Bevölkerung
soll darauf aufmerksam gemacht werden, wie
wichtig es ist, dieser Volkskrankheit vorzubeugen, sie zu erkennen und zu behandeln.
Unterstützt werden die Herzwochen von zahlreichen Partnern, darunter Herzzentren, niedergelassene Kardiologen, Krankenkassen und Gesundheitsämter. Insgesamt finden über 1 000
Veranstaltungen wie Vorträge, Seminare, Telefonaktionen und Gesundheitstage statt.
Veranstaltungstermine können Sie ab Mitte Oktober
im Internet abrufen oder unter Telefon 069 955128 333
erfragen. Infos zu den Herzwochen unter:
Bei Fragen zu den Proben
Achtung: Milzbrand bei Drogenkonsumenten
Telefon	030 18754 3173
bernardh@rki.de
Bei Fragen zur Diagnostik
Telefon	030 18754 2100
Das Robert Koch-Institut (RKI) und das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalen
haben über einen erneuten Milzbrandtodesfall
bei einem Drogenkonsumenten informiert. Der
Fall trat in Blackpool (England) auf. Es handelt
sich um den achten bestätigten Milzbrandfall
in Europa seit Juni 2012, davon drei Fälle in
der Bundesrepublik. Es besteht auch in Nordrhein-Westfalen die Gefahr, dass MilzbrandInfektionen durch verunreinigtes Heroin auftreten. Bei begründetem Verdacht bietet das
RKI Unterstützung bei der Untersuchung von
klinischem Material oder potenziellen Infektionsquellen an.
qualitaetszirkel@kvno.de
Thema Psychotherapeutischer
Qualitätszirkel Haan
Kontakt	Dipl.-Psych. Paul Rath
E-Mail	rath@paulrath.de
Termin	dienstags 8 Uhr bis 9:30 Uhr
Turnus	14-tägig
Ort	Praxis (Anschrift oben)
Thema Fallbesprechungen im Rahmen
Kontakt	Dipl.-Psych. Helmut Bambynek
Kaiserescher Straße 14
Telefon	0221 430 0535
E-Mail	helmut.bambynek@web.de
Termin	jeder 2. Mittwoch im Monat
Ort Praxis (Anschrift oben)
Köln und Düsseldorf: HIV-Hochburgen
Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist 2011
seit zehn Jahren erstmals gesunken. Sowohl
weltweit, als auch in Deutschland ist der Inzidenzwert niedriger als in den Vorjahren.
Das Robert Koch-Institut (RKI) sieht darin eine Trendwende.
Während sich in Nordrhein-Westfalen im Jahr
2010 rund 680 Menschen mit dem HI-Virus
infizierten, waren es 2011 noch 650. Köln und
Düsseldorf jedoch sind auf Bundesebene die
Hochburgen der Neuinfektionen: Auf 100.000
Einwohner kamen im vergangenen Jahr 15
Neuinfektionen. Damit übersteigen sie sogar
die Werte in Berlin, Hamburg oder München.
Allgemeine Fakten zur Erkrankung in Deutschland:
n	Den größten Anteil an Neuinfektionen
und Prävalenz haben Männer, die Sex
n	Am unwahrscheinlichsten ist die Übertragung von Mutter zu Kind in Schwangerschaft und Stillzeit.
n	Allein in Nordrhein-Westfalen leben
14.000 infizierte Männer – genauso viele
wie Frauen im gesamten Bundesgebiet.
Bemerkenswerte Unterschiede bezüglich der
Übertragung des Immundefizienz-Virus sind
auf internationaler Ebene zu beobachten. In
Deutschland übertragen vor allem homo- und
bisexuelle Männer die Erkrankung. Völlig anders sieht es dagegen in Afrika südlich der Sahara aus. Mehr als die Hälfte der Menschen,
die den HI-Virus in sich tragen sind Frauen
und der Hauptübertragungsweg ist der heterosexuelle Geschlechtsverkehr.
In Europa und Afrika ist jeweils ein anderer
Subtyp der Erkrankung verbreitet. Ob ein Zusammenhang zwischen Übertragungsweg und
Virus-Subtyp besteht ist unklar.
HIV-Neuinfektionen in Deutschland
Personen, die sich neu mit dem Humanen
Immunschwäche-Virus (HIV) angesteckt haben
Großstädte* mit den meisten HIV-Erstdiagnosen 2011
Fälle je 100 000 Einwohner
der HIV
dem Aid
1,7 Pro
lang un
*über 250 000 Einwohner
Internet: http://dpaq.de/mw9tq; siehe auch Grafik: 5111, 4666, 4536
Grafik: Diana Brkovic; Redaktion: Dr. Bettina Jütte
Qualitätsmanagement – neue Schulungen
Generelle Ziele bestimmen die Qualitätspolitik
einer Praxis. Die Fortbildungen helfen, konkrete Ziele für die Praxis zu
definieren und das QM
Die Nordrheinische Akademie für ärztliche
Fort- und Weiterbildung bietet ab Ende November neue Schulungen rund um das Qualitätsmanagement in der Praxis. Ein Vorteil: Die
Fortbildungen sind modular aufgebaut, sodass
sich jeder Teilnehmer
sein individuelles
Schulungspaket zusammenstellen kann.
Darüber hinaus setzen die Fortbildungen auf einen rund
30-prozentigen Online-Lernanteil. Alle
Zugang zur bewährten Lernplattform
der Nordrheinischen
Akademie mit abrufbaren Informationen und
Musterdokumenten. Die Plattform können die
Teilnehmer während der Kurse auch zum Austausch nutzen.
In die Kurse wurden die Erfahrungen mit Qualitätsmanagement (QM) eingearbeitet. Im
Mittelpunkt stehen praxisnahe Umsetzungsmöglichkeiten, die den Praxen helfen, ein erfolgreiches QM einzuführen und weiterzuentwickeln. Die ersten Kurse der neuen Reihe werden zu diesen Themen durchgeführt:
n	QM-Grundlagen und Instrumente
n	Datenschutz
n	Hygiene
n	Arbeitsschutz
n	Reden und Überzeugen in der Praxis
Mehr Infos finden Sie auf der Homepage der Nordrheinischen Akademie unter www.akademienordrhein.de
Harmonie im Haus der Ärzteschaft
Gastredner: Prof. Dr.
Der Sommerempfang ist ein wichtiger Treffpunkt für alle maßgeblichen Akteure im nordrheinischen Gesundheitswesen. Vor dem Hintergrund des aktuellen Honorarkonflikts zwischen Ärzteschaft und Krankenkassen durfte
man auf die Atmosphäre in diesem Jahr besonders gespannt
zu einer raschen Konfliktlösung, wies jedoch
auch auf die Legitimität der ärztlichen Forderungen hin. Die niedergelassenen Ärztinnen
und Ärzte in Nordrhein seien ohnehin benachteiligt und die Konvergenz daher Teil der Lösung. „Ich wünsche mir Ärzte, die ohne Bedacht ihrer finanziellen Situation Zeit für die
Patienten haben“, sagte Henke.
Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein, die
in diesem Jahr als
Veranstalter fungierte, fand kritische, aber auch versöhnliche Töne: Er
riet allen Beteiligten
Als Vertreter des Düsseldorfer Oberbürgermeisters Dirk Elbers erschien Prof. Dr. Andreas
Meyer-Falcke zum Empfang. Der neue Gesundheits- und Personaldezernent der Landeshauptstadt sprach unter anderem über den florierenden Gesundheitstourismus in der Stadt: Jeder
zehnte Besucher käme als Patient. Das Haus der
Ärzteschaft sei ein starkes Kompetenzzentrum
für die Gesundheit – und die Kultur.
Qualitätsmanagement-Richtlinie – Eine Bilanz
Die Richtlinie Qualitätsmanagement vertragsärztliche Versorgung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) ist vor sieben Jahren in
Kraft getreten. Qualitätsmanagement hat sich
in vielen Praxen bewährt und kontinuierlich
weiter entwickelt. Der G-BA berät auf Basis
der jährlichen Stichproben darüber, ob Praxen
sanktioniert werden sollten, wenn sie die Vor-
gaben der QM-Richtlinie nicht erfüllen und ob
die Richtlinien die einzelne QM-Systeme benennen sollte. Auf einer Fortbildung informiert der Qualitätssicherungsbeauftragte der
KV Nordrhein über den aktuellen Stand und
neue themenspezifische QM-Fortbildungen.
Anmeldung	Köln
Telefax 0221 7763 5508
Telefax	0211 5970 9908
Fünf Medikamente – mehr braucht kaum ein Patient?!
Das Institut für Qualität im Gesundheitswesen
Nordrhein (IQN) lädt zu einer Fortbildung zur
„Verordnungssicherheit“ ein. Im Blickpunkt
stehen aktuelle Fragen zur Qualität der medizinischen Versorgung älterer, multimorbider
und chronisch kranker Patienten. Viele dieser Patienten nehmen acht und mehr Medikamente ein. Das führt immer wieder zu Problemen. Auf der einen Seite wissen Ärztin-
Termin	Montag,
Ort Bezirksstelle Köln
Termin Dienstag,
nen und Ärzte, dass die Wechselwirkungen
bei mehr als fünf Medikamenten unkalkulierbar werden, auf der anderen Seite definieren Leitlinien für jede Erkrankung medikamen­
töse Standards. Wie sollen Ärzte mit diesem
Dilemma umgehen?
Mehr Infos unter www.iqn.de
Termin	Mittwoch, 7. Nov. 2012
Telefax	0211 4302-5751
E-Mail	iqn@aekno.de
Kinder	betreuung	Anmeldung
Telefon	0211 4302 1600
Mobil	0172 2020505
Reden Sie noch, oder kommunizieren Sie schon?“
Empathische Kommunikation zwischen Arzt
und Patient ist das Thema der nächsten Fortbildungsveranstaltung des Instituts für Qualität im Gesundheitswesen (IQN). Erlernen Sie
Deeskalationstechniken in Gesprächen, reflektieren und diskutieren Sie mit einem Kommu-
nikationstrainer Lösungsmöglichkeiten. Schärfen Sie Ihre Wahrnehmung für Patientenbedürfnisse und erfahren Sie, wie Sie Ihren
persönlichen Empathiefaktor steigern können.
ZERTIFIZIERT | n n n n n n n n n Punkte
Termin	Samstag, 17. Nov. 2012
n	24.10.	2012	KV Nordrhein: Infoveranstaltung „Online abrechnen“, Wiehl
24.10.	2012	Nordrheinische Akademie: IGe-Leistungen: Grundlagen, Voraussetzung, Probleme in der Praxis
n	24.	10.	2012	KV Nordrhein: „Die dringliche Versorgung von Kindern im Praxisalltag“, Düsseldorf
n	24.	10.	2012	KV Nordrhein: Einführungsworkshop „Rational und rationell verordnen für neu
niedergelassene Ärzte, Düsseldorf
27.	10.	2012	Nordrheinische Akademie: Ausbildung zum Moderator für Qualitätszirkel, Aufbaukurs, Düsseldorf
27.	10.	2012	Nordrheinische Akademie: EDV – Evidenzbasierte Internetrecherche, Düsseldorf
n	07.	11.	2012 KV Nordrhein: Infoveranstaltung „Online abrechnen“, Duisburg
07.	11.	2012	Nordrheinische Akademie/ GMG Gesundheitsmanagementgesellschaft mbH:
„Boxenstopp -Individual-Coaching für die Ärztin/den Arzt“, Düsseldorf
n	07.	11.	2012	KV Nordrhein: „Fünf Medikamente – mehr braucht kaum ein Patient?!“, Düsseldorf
n	10.	11.	2012	KV Nordrhein: Praxisbörsentag, Köln
n	12.	11.	2012	KV Nordrhein: Kreisstelle Düsseldorf: Mitgliederversammlung
n	15.	11.	2012	KV Nordrhein: Kreisstelle Essen: Mitgliederversammlung
15.	11.	bis	Kaiserin Friedrich-Stiftung für das ärztliche Fortbildungswesen:
18.	11.	2012	102. Klinische Fortbildung „Neues aus den Spezialfächern für hausärztlich tätige
Allgemeinmediziner und Internisten“, Berlin
17.	11.	2012	IQN/KV Nordrhein: „Reden Sie noch, oder kommunizieren Sie schon?“, Düsseldorf
21.	11.	2012	Nordrheinische Akademie/GMG Gesundheitsmanagementgesellschaft mbH:
„Honorarverteilung, Abrechnung, Regelleistungsvolumen“, Düsseldorf
n	21.	11.	2012	KV Nordrhein: Kreisstelle Wuppertal: Mitgliederversammlung
n	21.	11.	2012	KV Nordrhein: Infoveranstaltung „Online abrechnen“, Bonn
24.	10.	2012	Selbsthilfe – Unterstützung für Patient und Praxis,
Schwerpunkt: Psychische Störungen, Wesel
07.	11.	2012	Abrechnung Hausärzte, Düsseldorf
10.	11.	2012	EDV: Excel-Einführungskurs, Düsseldorf
14.	11.	2012	IGe-Leistungen, Köln
14.	11.	2012	Selbsthilfe – Unterstützung für Patient und Praxis,
Schwerpunkt: Psychische Störungen, Krefeld
21.	11.	2012	Pharmakotherapie, Düsseldorf
24.	11.	2012	EDV: PowerPoint, Düsseldorf
28.	11.	2012	Datenschutz-Aufbauseminar, Düsseldorf
28.	11.	2012	Praxisgebühr, Düsseldorf
Vorschau „KVNO aktuell“ 11+12 | 2012
n	Honorarvereinbarung 2013:
Wie entwickelt sich die Vergütung?
n	Neue Bedarfsplanung:
Wo können sich Ärzte niederlassen?
n	Arzneimittel-Vereinbarung:
Die neuen Richtgrößen im Überblick
n	Infektionen und Krebs:
Wie viel können Impfungen verhindern?
n	Infos zur Organspende:
Was spricht für das Hirntod-Kriterium?
erscheint am 17. Dezember 2012.
KVNO aktuell erscheint in zehn Ausgaben pro Jahr als Mitteilungsorgan für die Mitglieder der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem: VV der KV Nordrhein, Praxisgebühr und Influenza-Impfung