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Timestamp: 2016-10-25 06:55:10
Document Index: 303615389

Matched Legal Cases: ['Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 36', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 95', 'Art. 66']

8C_893/2013 (23.05.2014)
8C_893/2013 � � Urteil vom 23. Mai 2014
Die 1962 geborene A.________ war seit 1. September 2008 Lehrerin an der Schule C.________ und damit bei der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend Allianz) obligatorisch unfallversichert. Am 13. Oktober 2008 erlitt sie als Beifahrerin einen Autounfall. Hierbei zog sie sich ein Polytrauma mit u.a. Sch�delkontusion, Fraktur Os coccygis, zweizeitiger Milzruptur, undislozierter Fraktur linksseitig Massa lateralis C1 und instabiler Berstungsfraktur LWK 2 zu. Sie wurde mehrmals operiert (18. Oktober 2008: Splenektomie; 24. Oktober 2008: dorsale Stabilisierung LWK1-LWK3; 29. Oktober 2008: ventrale Spondylodese L1/2, Lumbotomie). Am 17. September 2009 erfolgte die Entfernung der dorsalen Stabilisierung. Die Allianz kam f�r die Heilbehandlung und das Taggeld auf. Sie holte ein interdisziplin�res (internistisches, orthop�disch-traumatologisches, neurologisches und psychiatrisches) Gutachten des medizinischen Abkl�rungsinstituts D.________ vom 28. Juni 2010 ein. Mit Verf�gung vom 22. November 2010 stellte sie die Taggeldleistungen per 30. April 2010 ein; sie sprach der Versicherten ab 1. Mai 2010 eine Invalidenrente bei einem versicherten Verdienst von Fr. 18'398.- und einem Invalidit�tsgrad von 20 % im Betrag von monatlich Fr. 246.- sowie eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 20 % im Betrag von Fr. 25'200.- zu. Die hiegegen erhobene Einsprache hiess sie teilweise gut, indem sie den versicherten Verdienst f�r die Bemessung der Rente auf Fr. 27'595.95 und diese auf monatlich Fr. 368.- festsetzte. Im �brigen wies sie die Einsprache ab (Entscheid vom 25. M�rz 2011).
Dagegen reichte die Versicherte beim Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden Beschwerde ein. Dieses holte ein Gutachten des Dr. med. E.________, Facharzt f�r Neurologie FMH, Leitender Arzt Neurologie, sowie einen neuropsychologischen Bericht des Dr. phil. F.________, Leit. Fachpsychologe f�r Neuropsychologie FSP/SVNP und Verkehrspsychologe VfV, und der Frau G.________, Fachpsychologin f�r Neuropsychologie FSP/SVNP/GNP�, Klinik B.________, vom 15. Oktober 2012 ein. Am 6. Februar 2013 reichte die Versicherte einen Bericht des Dr. med. H.________, FMH f�r ORL-, Hals- und Gesichtschirurgie, medizinisches Zentrum I.________, vom 9. August 2012 ein. Auf erg�nzende Nachfrage der Vorinstanz bezifferte Dr. med. E.________ am 11. M�rz 2013 den Integrit�tsschaden der Versicherten auf 25-30 %. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde hob die Vorinstanz den Einspracheentscheid insoweit auf, als sie die Allianz verpflichtete, der Versicherten ab 1. Mai 2010 bei einem Invalidit�tsgrad von 40 % eine der Teuerung anzupassende Invalidenrente von monatlich Fr. 736.- auszurichten; im �brigen wies sie die Beschwerde ab (Entscheid vom 5. Juni 2013).
Mit Beschwerde beantragt die Versicherte, in Ab�nderung des kantonalen Entscheides sei die Allianz zu verpflichten, ihr eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 30 % unter Anrechnung der bereits geleisteten Zahlung von Fr. 25'200.- zu gew�hren; eventuell sei die Sache in Aufhebung des kantonalen Entscheides zur Neubeurteilung des Anspruchs auf eine Integrit�tsentsch�digung im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Vorinstanz hat die Grundlagen �ber die Integrit�tsentsch�digung (Art. 24, Art. 25 Abs. 1 UVG; Art. 36 Abs. 1 und 2 UVV; BGE 124 V 29; vgl. auch BGE 133 V 224) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
3.1.�Die Vorinstanz hat in W�rdigung der medizinischen Akten mit einl�sslicher Begr�ndung - auf die verwiesen wird - richtig erkannt, dass die der Versicherten gest�tzt auf das Gutachten des medizinischen Abkl�rungsinstituts D.________ vom 28. Juni 2010 zugesprochene Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 20 % (Wirbels�ulenverletzung 10 %, Milzverlust 10 %) nicht zu beanstanden sei.
3.2.1.�Die Versicherte verlangt eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 30 %. Sie macht geltend, die neurologischen Untersuchungen und die neuropsychologischen Abkl�rungen des Dr. med. E.________ bzw. des Dr. phil. F.________ (Gutachten und Bericht vom 15. Oktober 2012) h�tten eine leichte bis mittelschwere Hirnfunktionsst�rung best�tigt. Hierf�r sei ihr gest�tzt auf die von der Medizinischen Abteilung der SUVA erarbeitete Tabelle 8 (Integrit�tsschaden bei Hirnfunktionsst�rungen nach Hirnverletzung) eine zus�tzliche Integrit�tsentsch�digung zuzusprechen. Dr. med. E.________ sei der Meinung, dass unter Ber�cksichtigung s�mtlicher Unfallfolgen eine Integrit�tseinbusse von 25-30 % anzunehmen sei (Erg�nzungsbericht vom 11. M�rz 2013).
3.2.2.�Gem�ss dem neurologischen/neuropsychologischen Gutachten der Klinik B.________ vom 15. Oktober 2012 sind die Einschr�nkungen des neurokognitiven Leistungsprofils der Versicherten auf das chronifizierte Schmerzsyndrom nach komplexer unfallbedingter Wirbels�ulenverletzung zur�ckzuf�hren. Eine Hirnverletzung als Mitursache f�r diese Einschr�nkungen ist nicht mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) erstellt. In diesem Lichte hat die Versicherte keinen Anspruch auf eine Integrit�tsentsch�digung wegen Hirnverletzung nach SUVA-Tabelle 8 (vgl. Urteil 8C_139/2009 vom 26. August 2009 E. 6.1).
Unbehelflich ist ihr pauschaler Einwand, die von der SUVA herausgegebenen Tabellen stellten keine Rechtss�tze dar und seien f�r das Gericht nicht verbindlich (vgl. Urteil 8C_826/2012 vom 28. Mai 2013 E. 2.2).
3.3.�Aus BGE 124 V 29 kann die Versicherte ebenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten, da dieses Urteil die Integrit�tsentsch�digung bei psychischen Unfallfolgen betrifft. Die Vorinstanz hat zutreffend erkannt, dass eine zus�tzliche psychische St�rung, welche ihrerseits einen Integrit�tsschaden gem�ss SUVA-Tabelle 19 zu begr�nden verm�chte, nicht besteht; dies ist unbestritten.
3.4.�Insgesamt erhebt die Versicherte keine R�gen, welche die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen zur Integrit�tseinbusse als unrichtig oder unvollst�ndig (Art. 97 Abs. 2 BGG) oder den angefochtenen Entscheid als rechtsfehlerhaft nach Art. 95 BGG erscheinen lassen.
Die unterliegende Beschwerdef�hrerin tr�gt die Verfahrenskosten (Art. 66 Abs. 1, 68 Abs. 2 BGG).