Source: https://www.teltarif.de/tippfehler-domain-bgh-urteil-werbe-masche/news/54172.html
Timestamp: 2019-05-26 09:05:11
Document Index: 3381295

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH urteilt über Tippfehler-Domains: Werbe-Masche nicht erlaubt - teltarif.de News
https://www.teltarif.de/tippfehler-domain-bgh-urteil-werbe-masche/news/54172.html
Home › Meldungen › Internet › Business › "Urteil"
BGH urteilt über Tippfehler-Domains: Werbe-Masche nicht erlaubt
Tippfehler-Domains können eine lukrative Einnahmequelle sein. Der BGH hat jetzt der Werbe-Masche einen Riegel vorgeschoben. Das Urteil wird diese Domains aber nicht aus der Welt schaffen.
Tippfehler beim Eingeben einer Internet-Adresse sind lästig. Oft landet man dann auf einer Webseite, die genau darauf spekuliert hat und so Geld aus Werbung einnehmen will. Der Betrieb einer solchen "Tippfehler-Domain" kann grundsätzlich möglich sein, muss aber nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) die Vorschriften des Wettbewerbsrechts einhalten (Aktenzeichen I ZR 164/12). Wenn jemand auf diese Weise Kunden abfange und andere im Geschäftsbetrieb störe, sei dies eine unlautere Behinderung, sagte Richter Wolfgang Büscher.
Teil-Erfolg für wetteronlin.de-Betreiber
BGH urteilt gegen Tippfehler-Domains Allerdings erzielte der Betreiber der Tippfehler-Domain wetteronlin.de aus Bonn einen Teilerfolg mit seiner Revision beim BGH. Der 1. Zivilsenat des Gerichts hob das Urteil des Oberlandesgerichts Köln vom Februar 2012 auf, wonach die Registrierung dieser Adresse die Namensrechte des Wetterdienstes wetteronline.de verletzt. Da "wetteronline" ein rein beschreibender Begriff sei, gebe es für diese Bezeichnung keine "für den Namensschutz erforderliche namensmäßige Unterscheidungskraft".
Tippfehler-Domain kann rechtmäßig betrieben werden
Für Internet-Nutzer, die sich vertippen, sei meist nicht klar gewesen, warum er auf einmal auf einer ganz anderen Seite gelandet sei, sagte der Richter bei der Verkündung des Urteils. Wenn Nutzer deswegen einen anderen Wetterdienst aufgerufen haben, sei dies zu Lasten von wetteronline.de gegangen. Anders hätte es sich verhalten, wenn der Betreiber einer Tippfehler-Domain auf diesen Umstand hinweise - "dann erkennt der Nutzer, dass er auf der falschen Internetseite ist", sagte Büscher.
Nun hat der BGH den Fall an das Oberlandesgericht zurückverwiesen. Wetteronline.de kann dann seine Klage so fassen, dass es nur noch um das Verbot unlauterer Behinderung nach dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb geht.
Orikalkos schreibt Wichtiges Urteil
Wird auch Zeit nicht nur das da auf Werbung umgeleitet wird, meist nutzen das auch Trojaner oder Scharlartane aus, um Unfug zu machen.
Wiewaldi antwortet auf Orikalkos
Bestes Beispiel: retdube.com Zitat anzeigen