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Timestamp: 2016-10-25 03:25:27
Document Index: 372555352

Matched Legal Cases: ['Art. 99', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 99', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

8C_631/2012 (14.12.2012)
Unfallversicherung (Kausalzusammenhang, R�ckfall),
B._________, geboren 1953, ist seit 1. Januar 2000 bei der G._________ AG, als Aussendienstmitarbeiter angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: SUVA) gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 26. Februar 2006 st�rzte er beim Skifahren und verletzte sich an der rechten Schulter. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Mit Verf�gung vom 3. April 2009 und Einspracheentscheid vom 22. Mai 2009 stellte die SUVA ihre Leistungen ein und sprach ihm eine Integrit�tsentsch�digung von Fr. 13'884.- bei einer Integrit�tseinbusse von 13 % zu. Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug (Entscheid vom 16. September 2010) und das Bundesgericht (Urteil 8C_911/2010 vom 10. M�rz 2011) best�tigten sowohl die Leistungseinstellung als auch die Integrit�tsentsch�digung.
Am 18. Mai 2011 meldete die Arbeitgeberin von B._________ einen R�ckfall per 28. Oktober 2009. Mit Verf�gung vom 22. Juli 2011 lehnte die SUVA weitere Leistungen mangels Kausalzusammenhang ab. Nachdem B._________ hatte Einsprache erheben lassen, f�hrte die SUVA in ihrem Einspracheentscheid vom 7. Dezember 2011 aus, das Bundesgericht habe in seinem Urteil vom 10. M�rz 2011 die bis 26. Januar 2010 ergangenen �rztlichen Berichte gew�rdigt und festgestellt, dass gest�tzt auf diese kein rechtsgen�glicher Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfall vom 26. Februar 2006 bestehe. Dr. med. T.________, Facharzt f�r Chirurgie, bringe in seinen verschiedenen Berichten keine neuen Tatsachen vor. Angesichts des identischen Leidens seien die weiteren Behandlungen ohne Relevanz f�r die SUVA.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Zug wies die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 13. Juni 2012 ab.
B._________ f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag, es seien ihm ab 28. Oktober 2009 die Leistungen f�r den gemeldeten R�ckfall zu erbringen.
Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 194). Solche Umst�nde k�nnen namentlich in formellrechtlichen M�ngeln des angefochtenen Entscheides liegen, mit denen die Partei nicht rechnete und nach Treu und Glauben nicht zu rechnen brauchte, oder darin, dass die Vorinstanz materiell in einer Weise urteilt, dass bestimmte Sachumst�nde neu und erstmals rechtserheblich werden. Der vorinstanzliche Verfahrensausgang allein bildet noch keinen hinreichenden Anlass im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG f�r die Zul�ssigkeit von unechten Noven, die bereits im kantonalen Verfahren ohne Weiteres h�tten vorgebracht werden k�nnen. Das Vorbringen von Tatsachen, die sich erst nach dem angefochtenen Entscheid ereigneten oder entstanden (echte Noven), ist vor Bundesgericht unzul�ssig (Urteil 8C_911/2010 vom 10. M�rz 2011 E. 2.1 mit Hinweis).
Vor Bundesgericht l�sst der Versicherte einen Bericht des Dr. med. T.________ vom 22. Juni 2012 auflegen. Dieser bezieht sich im Wesentlichen auf einen bereits vor der Vorinstanz strittigen Punkt (Leistungspflicht f�r den gemeldeten R�ckfall per 28. Oktober 2009). Damit stellt dieser Bericht ein unzul�ssiges Novum im Sinne von Art. 99 BGG dar. Auf ihn ist im Folgenden nicht weiter einzugehen.
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber das zeitlich anwendbare Recht (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220) und den massgebenden Sachverhalt (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220 mit Hinweisen), die Leistungsvoraussetzungen des nat�rlichen (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) und des ad�quaten Kausalzusammenhangs (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181 mit Hinweis) zutreffend dargelegt. Dasselbe gilt f�r die Begriffe des R�ckfalls und der Sp�tfolgen (Art. 11 UVV; BGE 118 V 293 E. 2c S. 296). Darauf wird verwiesen.
Anzuf�gen bleibt, dass die Verwaltung als verf�gende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen d�rfen, wenn sie von ihrem Bestehen �berzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit zu f�llen. Die blosse M�glichkeit eines bestimmten Sachverhalts gen�gt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die er von allen m�glichen Geschehensabl�ufen als die Wahrscheinlichste w�rdigt (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360 mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3 S. 324 f.).
Die Vorinstanz hat den Anspruch auf Leistungen im Rahmen eines R�ckfalls verneint, weil einerseits gem�ss dem Urteil 8C_911/2010 vom 10. M�rz 2011 gest�tzt auf die bis 26. Januar 2010 ergangenen �rztlichen Berichte kein rechtsgen�glicher Kausalzusammenhang zwischen den im Oktober 2009 noch geltend gemachten Beschwerden und dem Ereignis vom 26. Februar 2006 ausgewiesen sei und andererseits sich aus den ab diesem Datum erstellten �rztlichen Berichten nichts Neues bez�glich der �tiologie und dem Beschwerdebild ergebe. Dieser Ansicht ist beizupflichten.
Was der Versicherte dagegen vorbringt, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren: Das vom Versicherten geltend gemachte Telefon mit einem Sachbearbeiter der SUVA �ndert nichts an der - unbestrittenermassen - fehlenden Kostengutsprache f�r die Operation vom 28. Oktober 2009, so dass er aus dieser Kontaktaufnahme mit der SUVA nichts zu seinen Gunsten ableiten kann. Allein der Umstand, dass der Versicherte vor dem Ereignis vom 26. Februar 2006 keine Probleme mit der Schulter hatte, bedeutet noch nicht, dass alle danach auftretenden Beschwerden auf diesen Unfall zur�ckzuf�hren w�ren; dies k�me der unzul�ssigen Beweisregel "post hoc, ergo propter hoc" (BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34 E. 4.2.3 [U 290/06]) gleich. Was den Bericht des Prof. Dr. med. G.________, �rztlicher Direktor, Chefarzt Orthop�die, Klinik X.________ vom 20. Oktober 2010 betrifft, hat das Bundesgericht bereits mit E. 2.2 seines Urteils 8C_911/2010 vom 10. M�rz 2011 entschieden, dass dieser nicht den Anforderungen der Rechtsprechung (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232 mit Hinweis) gen�gt. Soweit sich der Versicherte auf die Berichte des Dr. med. T._________ und des Hausarztes Dr. med. B.________, Facharzt f�r allgemeine Medizin, beruft, legt er nicht in rechtsgen�glicher Weise dar, inwiefern diese - entgegen der vorinstanzlichen Ausf�hrungen - einen gegen�ber der Leistungseinstellung per April 2009 abweichenden Gesundheitszustand belegen k�nnen. Schliesslich ist mit der Vorinstanz im Rahmen der grunds�tzlich zul�ssigen antizipierten Beweisw�rdigung (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162) von der Einholung eines weiteren Gutachtens abzusehen, da angesichts der Umst�nde nicht zu erwarten ist, dass ein solches f�r den Oktober 2009 ein gegen�ber dem April 2009 wesentlich verschlechtertes Beschwerdebild oder bis anhin unerkannte, auf den Unfall vom 26. Februar 2006 zur�ckzuf�hrende Leiden nachweisen k�nnte.