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Timestamp: 2018-04-20 08:18:49
Document Index: 67762817

Matched Legal Cases: ['§ 404', '§ 404', '§ 404', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 404', 'BGH']

Schmerzensgeld im Adhäsionsverfahren | Rechtslupe
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13. April 2018 | Strafrecht, Zivilrecht
Ein Adhäsionsantrag genügt nicht den Zulässigkeitsanforderungen gemäß § 404 Abs. 1 Satz 2 StPO, wenn die Adhäsionsklägerin nur beantragt, den Angeklagten zu verurteilen, an sie ein in das Ermessen des Gerichts gestelltes Schmerzensgeld zu zahlen.
§ 404 Abs. 1 Satz 2 StPO verlangt die bestimmte Angabe des Gegenstandes und des Grundes des erhobenen Anspruchs sowie einen bestimmten Antrag. Bei einem unbezifferten Antrag müssen die tatsächlichen Grundlagen für die Ermessensausübung des Gerichts mitgeteilt werden. Wenn der Umfang der Leistung im richterlichen Ermessen steht, muss zwar kein konkreter Betrag geltend gemacht werden.
Deshalb fehlt es an der von § 404 Abs. 1 Satz 2 StPO geforderten Bestimmtheit des unbezifferten Adhäsionsantrags, wenn – wie hier – der Kläger keine Angaben zur Größenordnung des begehrten Schmerzensgeldes macht2.
vgl. BGH, Urteile vom 13.10.1981 – – VI ZR 162/80, NJW 1982, 340; vom 30.04.1996 – – VI ZR 55/95, BGHZ 132, 341, 350, 351; Beschluss vom 25.08.2016 – 2 StR 585/15, BGHR StPO § 404 Abs. 1 Antragstellung 9↩
vgl. BGH, Urteil vom 28.02.1984 – – VI ZR 70/82, NJW 1984, 1807, 1809↩
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