Source: https://www.rechtsportal.de/Rechtsprechung/Rechtsprechung/2011/BGH/Nochmalige-Entscheidung-einer-umstrittenen-Rechtsfrage-durch-den-Bundesgerichtshof-aufgrund-einer-Divergenzvorlage-zur-Wahrung-der-Rechtseinheit
Timestamp: 2020-07-08 08:08:35
Document Index: 300212644

Matched Legal Cases: ['§ 28', '§ 12', 'BGH', '§ 28', '§ 12', 'Art. 111', '§ 327', '§ 28', 'BGH', 'BGH', '§ 28', '§ 12', 'Art. 111', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 327', 'BGH']

Nochmalige Entscheidung einer umstrittenen Rechtsfrage durch den Bundesgerichtshof aufgrund einer Divergenzvorlage zur Wahrung der Rechtseinheit - Rechtsportal
FGG § 28 Abs. 2 S. 1
SpruchG § 12 Abs. 2 S. 2
AG 2011, 590
BGH, Beschluss vom 28.06.2011 - Aktenzeichen II ZB 10/10
DRsp Nr. 2011/13239
FGG § 28 Abs. 2 S. 1; SpruchG § 12 Abs. 2 S. 2; FGG -RG Art. 111 Abs. 1 ; AktG § 327b Abs. 1 S. 1;
Die Vorlagevoraussetzungen nach § 28 Abs. 2 Satz 1 FGG entfallen, wenn der Bundesgerichtshof nach dem Vorlagebeschluss die streitige Frage im Sinn des vorlegenden Oberlandesgerichts entscheidet. Die Wahrung der Rechtseinheit, der die Divergenzvorlage dient, erfordert nicht, dass der Bundesgerichtshof die umstrittene Rechtsfrage nochmals entscheidet (BGH, Beschluss vom 7. April 1952 - IV ZB 23/52, BGHZ 5, 356, 358; Beschluss vom 1. Juni 1955 - V ZB 38/54, WM 1955, 1203, 1204; Beschluss vom 27. Juni 1985 - VII ZB 25/84, WM 1985, 1325 , 1326; Beschluss vom 25. September 2003 - V ZB 40/03, NJW 2003, 3554 , 3555).
Die Zulässigkeit der Vorlage ist nach § 28 Abs. 2 Satz 1 FGG zu beurteilen, dessen entsprechende Anwendung in § 12 Abs. 2 Satz 2 SpruchG in der Fassung des Gesetzes vom 12. Juni 2003 (BGBl. I S. 838) angeordnet war. Nach Art. 111 Abs. 1 FGG -RG finden das Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit und das Spruchverfahrensgesetz in der bis zum 1. September 2009 geltenden Fassung weiter Anwendung, wenn das Verfahren in erster Instanz vor Inkrafttreten des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) am 1. September 2009 eingeleitet worden ist (BGH, Beschluss vom 19. Juli 2010 - II ZB 18/09, BGHZ 186, 229 Rn. 5 - STOLLWERCK). Das Spruchverfahren wurde bereits 2003 eingeleitet.
Die Rechtsfrage, die der Vorlage zugrunde lag, hat der Senat nach dem Vorlagebeschluss unter Aufgabe seiner früheren Rechtsprechung (BGH, Beschluss vom 12. März 2001 - II ZB 15/00, BGHZ 147, 108, 118) im Sinn des Oberlandesgerichts entschieden (BGH, Beschluss vom 19. Juli 2010 - II ZB 18/09, BGHZ 186, 229 Rn. 20 ff. - STOLLWERCK). Die Entscheidung betraf - ebenso wie die Vorlage - die Abfindung nach der Übertragung von Aktien auf den Hauptaktionär (§ 327b Abs. 1 Satz 1 AktG ).
Vorinstanz: OLG Frankfurt am Main, vom 30.03.2010 - Vorinstanzaktenzeichen 5 W 32/09
Zitieren: BGH - Beschluss vom 28.06.2011 (II ZB 10/10) - DRsp Nr. 2011/13239