Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F17-12-2007-5A_482-2007
Timestamp: 2016-10-27 12:57:28
Document Index: 94990837

Matched Legal Cases: ['Art. 308', 'Art. 277', 'Art. 72', 'Art. 103', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 34', 'BGE', 'Art. 34', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 133', 'Art. 133', 'Art. 133', 'BGE', 'Art. 301', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 3', 'Art. 133', 'Art. 76', 'BGE', 'Art. 133', 'Art. 273', 'Art. 133', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 134', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 75', 'Art. 111', 'BGE', 'Art. 273', 'BGE', 'Art. 274', 'Art. 274', 'Art. 274', 'Art. 97', 'Art. 308', 'Art. 273', 'Art. 308', 'Art. 66', 'Art. 64', 'Art. 64']

5A_482/2007 (17.12.2007)
5A_482/2007/bnm
B.________ (Beklagte),
vertreten durch Rechtsanw�ltin Muriel Houlmann,
vertreten durch Frau lic. iur. Marianne Berchtold,
Ehescheidung, Elternrechte und -pflichten,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Zivilkammer, vom 19. Juli 2007.
Nach kurzer Bekanntschaftszeit heirateten K.________ (Ehemann), Jahrgang 1959, und B.________ (Ehefrau), Jahrgang 1975, am xxxx 1999. Sie wurden Eltern der Tochter T.________ (Tochter), geboren am xxxx 2001. Die Ehefrau verliess am 11. November 2002 gemeinsam mit der Tochter die Wohnung der Familie. Das Getrenntleben musste gerichtlich geregelt werden. F�r dessen Dauer wurde das Kind unter die Obhut der Mutter gestellt, dem Vater ein Besuchsrecht an jedem Samstagnachmittag ab 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr einger�umt und der Unterhalt geregelt (Eheschutzverf�gungen vom 23. Januar 2003). �ber ein weitergehendes Besuchsrecht sollten sich die Eltern unter Wahrung der Kindesinteressen von Fall zu Fall verst�ndigen (Eheschutzverf�gungen vom 22. Mai 2003). Ein Begehren des Ehemannes auf �nderung der Obhutszuteilung konnte als durch R�ckzug erledigt abgeschrieben werden (Verf�gungen vom 19. November 2003). Die Ehefrau lebt mit einem neuen Partner zusammen.
Am 5. Dezember 2004 reichte der Ehemann die Klage auf Scheidung der Ehe ein. Die Ehefrau war mit der Scheidung und der Anordnung einer Beistandschaft f�r das Kind einverstanden. Dem Kind wurde ein Prozessbeistand bestellt (Verf�gungen vom 2. und vom 23. Februar 2005). Im Rahmen vorsorglicher Massnahmen w�hrend des Scheidungsverfahrens wurden die Eheschutzverf�gungen ge�ndert und dabei das Besuchsrecht auf mehrere ganze Tage im Monat erweitert, ein Beistand f�r Besuchsrechtsfragen eingesetzt und die Unterhaltsleistungen angepasst (Verf�gungen vom 13. und vom 23. Mai sowie vom 13. Oktober 2005). Ein Rekurs der Ehefrau gegen die Besuchsrechtsregelung blieb erfolglos (Beschluss vom 25. November 2005). Eine Nichtigkeitsbeschwerde des Ehemannes wurde f�r unzul�ssig erkl�rt (Beschluss vom 18. Januar 2006).
Im Hauptverfahren blieben die Scheidung der Ehe, die Feststellung, sich aus G�terrecht nichts mehr zu schulden, und der gegenseitige Verzicht auf nachehelichen Unterhalt unstreitig. In diesen Punkten wurde das erstinstanzliche Urteil am 19. Dezember 2006 rechtskr�ftig. Strittig war die Regelung der Kinderbelange. Die Einzelrichterin am Bezirksgericht Uster (Urteil vom 31. August 2006) und - auf Appellation des Ehemannes hin - das Obergericht des Kantons Z�rich wiesen das Begehren des Ehemannes ab, beiden Elternteilen die elterliche Sorge f�r das Kind T.________ gemeinsam zu belassen. Die obergerichtliche Regelung hat folgenden Wortlaut:
Die aus der Ehe der Parteien hervorgegangene Tochter T.________, geboren am xxxx 2001, wird unter die elterliche Sorge der Beklagten gestellt.
Die f�r die Tochter T.________ mit rechtskr�ftiger Verf�gung vom 13. Mai 2005 angeordnete Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB wird mit dem weiteren Auftrag an die Beist�ndin erg�nzt, die Parteien in Besuchsrechtsfragen zu beraten, zwischen ihnen zu vermitteln, die Modalit�ten des Besuchsrechts festzulegen, bei �bernachtungen des Kindes beim Kl�ger zu pr�fen, ob das Kind in einem vom Kl�ger separierten Raum eine �bernachtungsm�glichkeit hat, und diese Modalit�ten jeweils der ver�nderten Situation anzupassen, und wird aufrecht erhalten.
Der Kl�ger wird berechtigt erkl�rt, die Tochter T.________ jedes zweite Wochenende von Samstag 8.45 Uhr bis Sonntag 18.15 Uhr sowie in den Jahren mit gerader Jahreszahl an Ostern (Karfreitag 8.45 Uhr bis Ostermontag 18.15 Uhr) und Weihnachten (25. Dezember 8.45 Uhr bis 26. Dezember 18.15 Uhr) und in den Jahren mit ungerader Jahreszahl an Pfingsten (Pfingstsamstag 8.45 Uhr bis Pfingstmontag 18.15 Uhr) und Neujahr (31. Dezember 8.45 Uhr bis 1. Januar 18.15 Uhr) auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.
Weiter wird der Kl�ger berechtigt erkl�rt, die Tochter T.________ j�hrlich in den Schulferien w�hrend 14 Tagen auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen.
Der Kl�ger wird verpflichtet, der Beklagten die Aus�bung des Ferienbesuchsrechts mindestens drei Monate im Voraus anzumelden bzw. mit ihr abzusprechen.
Der Kl�ger wird mangels momentaner Leistungsf�higkeit von der Pflicht zur Zahlung von monatlichen Unterhaltsbeitr�gen f�r die Tochter T.________ befreit.
Erzielt der Kl�ger jedoch ein Fr. 3'300.-- �bersteigendes monatliches Nettoeinkommen, so ist der Fr. 3'300.-- �bersteigende Betrag als monatlicher Unterhaltsbeitrag f�r die Tochter T.________ bis zum Maximalbetrag von Fr. 650.-- geschuldet, zahlbar im Voraus, je auf den Ersten des Monats ab Rechtskraft des Urteils bis zum vollendeten 18. Lebensjahr der Tochter, vorbeh�ltlich fr�herer voller Erwerbsf�higkeit und l�ngstens bis die Erstausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann, unter Vorbehalt von Anspr�chen aus Art. 277 Abs. 2 ZGB.
Der Kl�ger wird verpflichtet, der Beklagten entsprechende Lohn�nderungen sofort und unaufgefordert mitzuteilen und ihr die entsprechenden Unterlagen zuzustellen.
Das Obergericht entschied ferner neu �ber die berufliche Vorsorge und die Gerichtsgeb�hr (Urteil vom 19. Juli 2007).
Dem Bundesgericht beantragt der Kl�ger (fortan: Beschwerdef�hrer), seine Berufung gutzuheissen und die Sache unter Vorgabe angemessener Anweisungen zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Seine Anfechtung beschr�nkt sich auf die Regelung der Kinderbelange und der Gerichtskosten. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt der Beschwerdef�hrer die Befreiung von der Bezahlung von Gerichtskosten und den Ausstand der Bundesrichter, die am Urteil 5C.11/2006 mitgewirkt haben. Es sind die Akten, hingegen keine Vernehmlassungen eingeholt worden.
Der Instruktionsrichter der II. zivilrechtlichen Abteilung hat dem Gesuch der Prozessbeist�ndin des Kindes T.________ um Aufnahme in den Mitteilungssatz entsprochen (Verf�gung vom 21. November 2007).
Die Beschwerde gem�ss Art. 72 ff. BGG ist grunds�tzlich zul�ssig. Sie richtet sich gegen die Gestaltung der Elternrechte und hat im Umfang der Begehren aufschiebende Wirkung (Art. 103 Abs. 2 lit. a BGG). Das Begehren lautet in der Sache auf R�ckweisung an das Obergericht und ist an sich unzul�ssig, wenn das Bundesgericht in der Sache - wie hier - selbst entscheiden kann (Art. 42 Abs. 1 BGG; BGE 133 III 489 E. 3.1). Auf Grund der Beschwerdebegr�ndung und des angefochtenen Urteils ist zu Gunsten des Beschwerdef�hrers anzunehmen, dessen Antr�ge lauteten in der Sache gleich wie vor Obergericht. Auf die Beschwerde kann eingetreten werden. Formelle Einzelfragen werden im Sachzusammenhang zu er�rtern sein.
Der Beschwerdef�hrer beantragt den Ausstand der Bundesrichter, die am Urteil 5C.11/2006 mitgewirkt haben. Er begr�ndet seinen Antrag damit, dass im besagten Urteil eine Rechtsfrage unrichtig beantwortet worden sei, die sich in seinem Verfahren erneut stelle. In Anbetracht dessen d�rfte f�r die damals mitwirkenden Bundesrichter ein Interessenkonflikt gem�ss Art. 34 BGG bestehen (S. 4 und S. 22 ff. Ziff. 3 der Beschwerdeschrift). Die Ausstandsgr�nde gem�ss Art. 34 Abs. 1 BGG erfassen das Handeln einer Gerichtsperson in eigener Sache oder in Angelegenheiten, in denen die betreffende Gerichtsperson bereits in anderer Stellung t�tig war. Die Mitwirkung in einem fr�heren Verfahren des Bundesgerichts bildet gem�ss Art. 34 Abs. 2 BGG f�r sich allein keinen Ausstandsgrund. Dass Gerichtspersonen eine reine Rechtsfrage beantwortet haben, noch dazu in einem Urteil, in das offenbar weder der Beschwerdef�hrer noch die Beschwerdegegnerin noch sonst Beteiligte des vorliegenden Verfahrens einbezogen waren, ist kein gesetzlich vorgesehener Ausstandsgrund. Diese Feststellung, dass keine nach Massgabe des Gesetzes geeigneten Ausstandsgr�nde geltend gemacht werden und dass damit die Eintretensvoraussetzung f�r ein Ausstandsverfahren fehlt, darf die in der Sache zust�ndige Abteilung treffen unter Mitwirkung auch der Gerichtspersonen, gegen die sich das unzul�ssige Ausstandsbegehren richtet. Diese unter Herrschaft des Bundesrechtspflegegesetzes von 1943 geltende Praxis (vgl. BGE 105 Ib 301 E. 1c S. 304; 114 Ia 278 E. 1) bleibt f�r den Ausstand von Gerichtspersonen gem�ss Art. 34 ff. BGG massgebend (Urteil 2F_2/2007 vom 25. April 2007, E. 3.2). Auf das Ausstandsbegehren des Beschwerdef�hrers ist somit nicht einzutreten.
Der Beschwerdef�hrer erhebt mehrere R�gen gegen das Verfahren. Er bem�ngelt die Durchf�hrung der Kindesanh�rung (S. 42 f. Ziff. 11) und mehrere unrichtige oder ungenaue Feststellungen des Obergerichts (S. 44 f. Nrn. 1-4 der Beschwerdeschrift).
3.1 Das Obergericht hat das Kind T.________, geboren am xxxx 2001, am 23. Mai 2007 angeh�rt (vgl. S. 27 des Protokolls, act. 155). Obgleich er eingeladen wurde, zum Protokoll der Anh�rung Stellung zu nehmen (act. 216), hat der Beschwerdef�hrer auf eine Stellungnahme verzichtet (act. 217). Heute r�gt er, das Gericht habe seine Tochter weder zur elterlichen Sorge noch dazu befragt, welcher Elternteil wichtige, das Kind angehende Entscheidungen treffen solle. Ungeachtet seiner fraglichen Zul�ssigkeit ist der Einwand unbegr�ndet. Im Sinne einer Richtlinie geht das Bundesgericht davon aus, dass die Kindesanh�rung grunds�tzlich ab dem sechsten Altersjahr m�glich ist (BGE 131 III 553 E. 1.2.3 S. 557; 133 III 553 E. 3 S. 554). Kleinere Kinder sind dabei nicht nach konkreten Zuteilungsw�nschen zu fragen, k�nnen sie sich doch hier�ber noch gar nicht losgel�st von zuf�lligen gegenw�rtigen Einflussfaktoren �ussern und in diesem Sinn eine stabile Absichtserkl�rung abgeben. Die Aussagen j�ngerer Kinder haben deshalb f�r die Zuteilungsfrage nur einen beschr�nkten Beweiswert. Bei ihnen geht es in erster Linie darum, dass sich das urteilende Gericht ein pers�nliches Bild machen kann und �ber ein zus�tzliches Element bei der Sachverhaltsfeststellung und Entscheidfindung verf�gt (BGE 131 III 553 E. 1.2.2 S. 557; 133 III 146 E. 2.6 S. 150/151). Allgemein ist davon auszugehen, dass hinsichtlich der Frage der Zuteilung der elterlichen Sorge ein Kind erst ab dem 12. Altersjahr urteilsf�hig ist (Urteil 5C.293/2005 vom 6. April 2006, E. 4.2, in: FamPra.ch 2006 S. 760). Das Obergericht hat das sechsj�hrige Kind insofern begr�ndet nicht die Fragen gestellt, die der Beschwerdef�hrer ihm h�tte stellen lassen wollen. Die obergerichtliche Kindesanh�rung kann nicht beanstandet werden.
3.2 Der Beschwerdef�hrer r�gt ferner unzutreffende Darstellungen des Obergerichts zu seinen Antr�gen, falsch angewendete Zitierregeln und eine fehlende Abmahnung des Bezirksgerichts wegen unrichtiger Rechtsprechung. Mangelhafte - unrichtige oder fehlende - Feststellungen behebt das Bundesgericht nur dann, wenn sie f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein k�nnen. Inwiefern diese Voraussetzung hier erf�llt sein k�nnte, ist weder ersichtlich noch dargetan (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 132 III 545 E. 3.3.2 S. 548).
3.3 Die Verfahrensr�gen des Beschwerdef�hrers erweisen sich nach dem Gesagten teils als unbegr�ndet und teils als unzul�ssig.
Hauptstreitpunkt bildet die Frage, ob die elterliche Sorge �ber das Kind T.________ beiden Elternteilen gemeinsam zu belassen oder einem Elternteil allein zu �bertragen ist. Mit der Beantwortung der Streitfrage auf Grund s�mtlicher Umst�nde in seinem Fall befasst sich der Beschwerdef�hrer eher am Rande (vorab S. 28 ff. Ziff. 5 und S. 40 f. Ziff. 8). Seine R�gen betreffen zur Hauptsache die angebliche V�lkerrechtswidrigkeit von Art. 133 Abs. 3 ZGB �ber die gemeinsame elterliche Sorge (S. 5 ff. und S. 10 ff. Ziff. 1-4 der Beschwerdeschrift).
4.1 F�r die Zuteilung der elterlichen Sorge sind gem�ss Art. 133 Abs. 2 ZGB alle f�r das Kindeswohl wichtigen Umst�nde massgebend. Haben die Eltern sich in einer genehmigungsf�higen Vereinbarung �ber ihre Anteile an der Betreuung des Kindes und die Verteilung der Unterhaltskosten verst�ndigt, so bel�sst das Gericht auf gemeinsamen Antrag gem�ss Art. 133 Abs. 3 ZGB beiden Eltern die elterliche Sorge, sofern dies mit dem Kindeswohl vereinbar ist.
4.1.1 Das Kindeswohl geniesst Verfassungsrang und gilt in der Schweiz als oberste Maxime des Kindesrechts in einem umfassenden Sinn (vgl. BGE 132 III 359 E. 4.4.2 S. 373 mit Hinweisen). Zentral f�r die Entscheidung �ber die elterliche Sorge ist deshalb das Wohl des betroffenen Kindes im konkreten Einzelfall und nicht das Interesse seiner Eltern oder die gesellschaftspolitische Forderung nach einer gleichm�ssigen Verteilung von Elternrechten.
4.1.2 Als wissenschaftlich erh�rtet darf gelten, dass jene Kinder die traumatischen Erfahrungen der Scheidung besser verarbeiten, die mit beiden Eltern weiterhin gute und enge Beziehungen unterhalten k�nnen. Solche Kontakte werden beg�nstigt, wenn beiden Eltern auch nach der Scheidung die elterliche Sorge zusteht. Eltern sollen deshalb - wenn immer m�glich - auch nach der Scheidung gemeinsam die volle Verantwortung f�r das Kind �bernehmen k�nnen, sofern sie dies wollen und dazu auch in der Lage sind. Vorausgesetzt ist, dass beide Eltern die Voraussetzungen f�r die alleinige Zuweisung des Sorgerechts erf�llen. Grundlegend ist weiter, dass die Eltern nicht nur kooperationswillig, sondern trotz der Scheidung auch zur Kooperation f�hig sind (vgl. Botschaft �ber die �nderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 15. November 1995, BBl 1996 I 1, S. 128 und S. 130, mit Hinweisen; seither: Urteil 5C.42/2001 vom 18. Mai 2001, E. 3b, in: FamPra.ch 2001 S. 824 f.).
4.1.3 Die Voraussetzungen f�r die alleinige Zuteilung der elterlichen Sorge erf�llt, wer das Verlangen des Kindes nach stabilen Lebensverh�ltnissen und unmittelbarer Betreuung und Pflege zu befriedigen vermag. Weitere wesentliche Kriterien sind die Beziehungen zwischen dem Kind und den Eltern, deren Pers�nlichkeit (z.B. Erziehungsf�higkeit, k�rperliche und geistige Gesundheit usw.) und Verh�ltnisse (z.B. eigene Betreuungsm�glichkeit, berufliche Situation und Belastung, neue Partnerschaften, allgemeine Lebenssituation usw.) sowie die Pers�nlichkeit des Kindes und allenfalls das Verh�ltnis mehrerer Kinder untereinander. Unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohls ist auch zu pr�fen, bei welchem Elternteil die Bereitschaft gr�sser ist, dem Kind den Kontakt zum anderen Elternteil zu erm�glichen. Es kommt somit entscheidend auf die Umst�nde des Einzelfalls an. Die einzelnen Kriterien vollst�ndig aufzuz�hlen und deren Gewichtung untereinander vorzuschreiben, ist deshalb weder m�glich noch notwendig. Dem Sachgericht muss ein erheblicher Ermessensspielraum einger�umt werden (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 124 f., mit Hinweisen; seither: Urteile 5C.238/2005 vom 2. November 2005, E. 2.1, und 5C.212/2005 vom 25. Januar 2006, E. 4.2, in: FamPra.ch 2006 S. 195 und S. 754 f.).
4.2 Beide kantonalen Gerichte sind davon ausgegangen, die elterliche Sorge den Parteien gemeinsam zu belassen, sei mit dem Wohl des Kindes T.________ unvereinbar.
4.2.1 Das Bezirksgericht hat ausgef�hrt, die �usserungen des Beschwerdef�hrers br�chten derart negative Empfindungen gegen�ber der Beschwerdegegnerin zum Ausdruck, dass das Kindeswohl geradezu gef�hrdet w�re, w�rde das Sorgerecht den Parteien gemeinsam belassen. Der Beschwerdef�hrer best�tige, dass es an Kooperation und Kommunikation zwischen den geschiedenen Ehegatten fehle. Das Bezirksgericht hat dem Kurzbericht des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes (KJPD) vom 24. Mai 2006 zugestimmt, wonach zu bef�rchten sei, dass die Konflikte zwischen den Parteien auch nach Vorliegen eines definitiven Gerichtsentscheids anhalten w�rden, wie auch immer dieser ausfalle (E. 1.3b S. 17 f.). Das Obergericht hat die Auffassung grunds�tzlich geteilt, eine gemeinsame elterliche Sorge k�nne keinesfalls im Interesse des Kindes sein, sofern sich die Eltern - wie vorliegend - �ber Erziehungsfragen in keiner Weise einig seien und es an Kooperation praktisch g�nzlich mangle, was im �brigen auch der Beschwerdef�hrer anerkenne, die Schuld daf�r jedoch fast ausschliesslich der Beschwerdegegnerin zuweise (E. II/1b S. 16). Das Obergericht ist davon ausgegangen, dass zwischen den Parteien nach wie vor Probleme im Bereich der Kooperation und Kommunikation best�nden, die sich negativ auf das Kindeswohl auswirken k�nnten, auch wenn das bis anhin noch nicht offensichtlich zu Tage getreten sei. Es hat den Einwand des Beschwerdef�hrers unter Hinweis auf den Kurzbericht des KJPD und den Bericht der Beist�ndin verworfen, Meinungsdifferenzen zwischen Elternteilen m�ssten keineswegs immer zwingend das Wohl des Kindes sch�digen (E. II/1d S. 20 des obergerichtlichen Urteils).
4.2.2 Stichhaltiges bringt der Beschwerdef�hrer dagegen nicht vor. Seine fehlende Bereitschaft zur Zusammenarbeit und seine innere Haltung belegen auch heute Aussagen der Art, es stehe "der Beklagten durchaus frei, sich (im Rahmen eines neuen Verfahrens beim Obergericht) doch noch f�r ein gemeinsames Sorgerecht zu entscheiden, unter �bernahme der Verfahrenskosten sowie unter Akzeptanz der Antr�ge des Kl�gers" (S. 7 der Beschwerdeschrift). Kooperationswille und -f�higkeit ist indessen Grundvoraussetzung daf�r, dass im wohlverstandenen Interesse des Kindes eine elterliche Sorge durch beide Elternteile �berhaupt in Betracht f�llt. Das unm�ndige Kind schuldet den Eltern Gehorsam, hat aber auch ein Recht darauf, dass die Eltern seine Pflege und Erziehung leiten und die n�tigen Entscheidungen treffen (vgl. Art. 301 Abs. 1 und 2 ZGB). Dieser Anspruch des Kindes auf einen festen Rahmen und F�hrung kann nicht erf�llt werden, wenn sich die Eltern sowohl im Grunds�tzlichen der Erziehung als auch in vielen Fragen des Alltags uneins sind. Die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers zur Stellung des heutigen Lebenspartners der Beschwerdegegnerin (z.B. S. 30 f. der Beschwerdeschrift) best�tigen nicht nur den Befund des KJPD, dass bei den Eltern ein gegenseitiges Misstrauen und eine grosse Verletztheit sp�rbar sind, sondern auch dessen Bef�rchtung, dass die nur vordergr�ndig mit der Frage der Sorgerechtszuteilung zusammenh�ngenden Konflikte auch nach Vorliegen eines definitiven Gerichtsentscheids anhalten werden und diesfalls psychische Beeintr�chtigungen bei T.________ zu erwarten sind (act. 134/1). Von einer k�nftigen Zusammenarbeit im Interesse des Kindes kann unter diesen Umst�nden nicht ausgegangen werden.
4.2.3 Aus den dargelegten Gr�nden verletzt die obergerichtliche Ermessensbet�tigung kein Bundesrecht, eine elterliche Sorge von Beschwerdef�hrer und Beschwerdegegnerin gemeinsam sei mit dem Wohl ihres Kindes T.________ nicht vereinbar.
4.3 Aus den Urteilen beider kantonalen Gerichte geht hervor, dass der Beschwerdef�hrer die Voraussetzungen f�r die alleinige Zuteilung der elterlichen Sorge nicht erf�llt und dass die elterliche Sorge der Beschwerdegegnerin zuzuweisen ist.
4.3.1 Trotz g�nstiger Faktoren (z.B. innige Beziehung und Zuneigung, Zeit f�r die pers�nliche Betreuung zufolge Arbeitslosigkeit und bessere Unterst�tzung in schulischen Belangen) hat das Bezirksgericht die Erziehungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers verneint auf Grund des Umstands, dass der Beschwerdef�hrer ein eher zur�ckgezogenes Leben f�hre. Seinen eigenen Erkl�rungen nach habe er eine Beziehung, n�mlich diejenige zu seiner Tochter. Er sehe es als seine Lebensaufgabe an, seiner Tochter einen guten Start ins Leben zu geben und sich in den n�chsten vierzehn Jahren viel um sie zu k�mmern. Er habe aus pers�nlichen Gr�nden mit seiner Familie keinen Kontakt und einen sehr guten und verl�sslichen Freund, den er etwa einmal im Monat treffe. Diesen Mangel an sozialen Kontakten hat das Bezirksgericht als Nachteil gewertet, weil ein Kind f�r seine Entwicklung den Kontakt zu anderen Menschen brauche. Das Kindeswohl verlange den Eltern mehr ab als eine systematische Planung des Lebens des Kindes, der Entscheidung von Fragen rein �ber seine berufliche Zukunft oder seine Religionszugeh�rigkeit. Umgekehrt ist das Bezirksgericht davon ausgegangen, die Beschwerdegegnerin biete ihrer Tochter ein sozial zutr�gliches Umfeld mit Kontakten zu Schulkameraden, der Tagesmutter, der Schwester der Mutter und auch zum Beschwerdef�hrer. Mit dem Partner der Beschwerdegegnerin habe das Kind einen unbeschwerten Umgang. Insgesamt sei das Kind T.________ unter die elterliche Sorge der Beschwerdegegnerin zu stellen (E. 1.3c S. 18 ff.). F�r das Obergericht war in dieser Frage entscheidend, dass der Beschwerdef�hrer nicht bereit sei, seine Tochter weitgehend pers�nlich zu betreuen und zu pflegen, und stets davon ausgegangen sei, das Kind werde weiterhin bei der Beschwerdegegnerin wohnen (E. II/1c S. 17). Auf Grund der Tatsache, dass sich das Kind seit der Trennung seiner Eltern bei der Beschwerdegegnerin befindet und es ihm offenbar gut gehe, hat das Obergericht keine plausiblen Gr�nde daf�r erkennen k�nnen, an diesem stabilen Umfeld etwas zu ver�ndern (E. II/1d S. 21 des obergerichtlichen Urteils).
4.3.2 Die Forderung des Kindes nach Stabilit�t und Kontinuit�t in seinen Lebensverh�ltnissen und nach unmittelbarer Betreuung und Pflege durch einen Elternteil sind entscheidende Faktoren f�r die Beurteilung der Erziehungsf�higkeit. Sie haben hier gegen den Beschwerdef�hrer gesprochen. Aber auch dessen Lebenssituation, die als eher isoliert und als praktisch ausschliesslich auf die Beziehung zu seiner Tochter hin orientiert bezeichnet werden durfte, hat vor allem das Bezirksgericht richtig in seine Gesamtw�rdigung einbezogen. Die kantonalen Gerichte haben damit die wesentlichen Kriterien genannt und - entgegen der R�ge des Beschwerdef�hrers - kein Recht verweigert, indem sie auf weitere Beurteilungskriterien nicht mehr n�her eingegangen sind (vgl. BGE 133 III 439 E. 3.3 S. 445). Dass der Lebenspartner der Beschwerdegegnerin, aber auch die Tagesmutter, die Lehrerin, die Tante und schlicht jede Drittperson, mit der das Kind n�her in Kontakt tritt, dessen Entwicklung und auch Erziehung mehr oder weniger stark beeinflussen und pr�gen, trifft zu, ist aber kein Nachteil f�r das Kindeswohl, soll doch das Kind in einem sozialen Umfeld aufwachsen, soziale Kompetenzen erwerben und in diesem Sinne bei der Beschwerdegegnerin ein nach heutigen Massst�ben "normales" Leben f�hren d�rfen. Der Beschwerdef�hrer wendet weiter ein, das Obergericht habe nicht beachtet, bei welchem Elternteil die Bereitschaft gr�sser sei, dem Kind den Kontakt auch zum anderen Elternteil zu erm�glichen. Die sog. Bindungstoleranz kann ein erheblicher Gesichtspunkt sein, wenn die Erziehungsf�higkeit beider Elternteile gegeben ist (vgl. BGE 115 II 206 E. 4b S. 210; 117 II 353 E. 4e S. 358). Letzteres durfte im vorliegenden Fall verneint werden, so dass auf dieses Kriterium nicht n�her einzugehen war.
4.3.3 Insgesamt verletzt die obergerichtliche Beurteilung kein Bundesrecht, die elterliche Sorge sei im wohlverstandenen Interesse des Kindes T.________ der Beschwerdegegnerin allein zuzuweisen.
4.4 Zur Hauptsache befasst sich der Beschwerdef�hrer mit der angeblichen V�lkerrechtswidrigkeit der schweizerischen Regelung �ber die gemeinsame elterliche Sorge beider Elternteile. Das Obergericht hat dazu einl�sslich Stellung genommen, gleichzeitig aber die bezirksgerichtliche Beurteilung best�tigt, auf Grund s�mtlicher Umst�nde des konkreten Einzelfalls widerspreche die gemeinsame elterliche Sorge dem Kindeswohl, das durch die alleinige Zuteilung der elterlichen Sorge an die Beschwerdegegnerin am besten gew�hrleistet werden k�nne (E. II/1 S. 11 ff. des angefochtenen Urteils). Die W�rdigung kann nach dem Gesagten nicht beanstandet werden. Eine Sorgerechtsregelung, die mit dem Kindeswohl unvereinbar w�re, wird indessen weder in ernstzunehmenden politischen Vorst�ssen verlangt noch in der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101; vgl. BGE 120 Ia 369 E. 4b S. 375) oder im Protokoll Nr. 7 zur EMRK vorgeschlagen (SR 0.101.07; vgl. Art. 5 Satz 2: "Dieser Artikel verwehrt es den Staaten nicht, die im Interesse der Kinder notwendigen Massnahmen zu treffen.") noch im �bereinkommen �ber die Rechte des Kindes bef�rwortet (KRK; SR 0.107; vgl. Art. 3 Abs. 1: "... ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu ber�cksichtigen ist."). Die vom Beschwerdef�hrer aufgeworfene Frage, ob die gemeinsame elterliche Sorge beider Elternteile gem�ss Art. 133 Abs. 3 ZGB von einer genehmigungsf�higen Vereinbarung und von einem gemeinsamen Antrag abh�ngig gemacht werden darf, ist rein theoretischer Natur, wenn sich hier die gemeinsame Sorge als mit dem Kindeswohl nicht vereinbar erweist. Zur Beantwortung bloss theoretischer Fragen aber ist die Beschwerde - wie bis anhin - nicht gegeben (Art. 76 Abs. 1 lit. b BGG; vgl. BGE 131 I 153 E. 1.2 S. 157; 131 II 649 E. 3.1 S. 651).
4.5 Soweit sie die elterliche Sorge betrifft, ist die Beschwerde aus den dargelegten Gr�nden abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Im kantonalen Verfahren hat der Beschwerdef�hrer ein Besuchsrecht an jedem Freitag von 12.00 Uhr bis Samstag 18.30 Uhr und an jedem dritten Freitag von 12.00 Uhr bis Sonntag 18.30 Uhr, ein Ferienrecht an sechs aufeinanderfolgenden Tagen w�hrend den Sport-, Fr�hlings-, Herbst- sowie Weihnachtsferien und an zw�lf aufeinanderfolgenden Tagen w�hrend den Sommerferien sowie eine Regelung f�r Geburts- und Weihnachtstage beantragt. Beide kantonalen Gerichte haben demgegen�ber auf Grund s�mtlicher Umst�nde des konkreten Einzelfalls das praxisgem�sse Besuchsrecht an jedem zweiten Wochenende, eine j�hrlich wechselnde Feiertagsregelung und ein zweiw�chiges Ferienrecht f�r angemessen gehalten. Der Beschwerdef�hrer fordert ein Besuchs- und Ferienrecht im Sinne seiner Antr�ge (S. 32 ff. Ziff. 6 und 7 der Beschwerdeschrift).
5.1 Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das unm�ndige Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen pers�nlichen Verkehr (Art. 133 Abs. 1 i.V.m. Art. 273 Abs. 1 ZGB). F�r dessen Regelung sind alle f�r das Kindeswohl wichtigen Umst�nde massgebend; auf einen gemeinsamen Antrag der Eltern und, soweit tunlich, auf die Meinung des Kindes ist R�cksicht zu nehmen (Art. 133 Abs. 2 ZGB). Was als angemessener pers�nlicher Verkehr zu gelten hat, beurteilt sich anhand s�mtlicher Umst�nde im konkreten Einzelfall. Als oberste Richtschnur f�r die Ausgestaltung des pers�nlichen Verkehrs gilt immer das Kindeswohl, vor dem allf�llige Interessen der Eltern zur�ckzustehen haben (BGE 130 III 585 E. 2.1 S. 587 f.). Weil das Gericht bei der Regelung des pers�nlichen Verkehrs auf sein Ermessen verwiesen ist (Art. 4 ZGB), �bt das Bundesgericht eine gewisse Zur�ckhaltung in der �berpr�fung daheriger Urteile (BGE 120 II 229 E. 4a S. 235; 131 III 209 E. 3 S. 210).
5.2 Beide kantonalen Gerichte haben ein Besuchsrecht an jedem zweiten Wochenende f�r angemessen gehalten.
5.2.1 Das Bezirksgericht hat erwogen, ein Beginn des Besuchsrechts am Freitagnachmittag sei mit Blick auf wechselnde Stundenpl�ne auf l�ngere Sicht nicht durchf�hrbar und widerspreche dem Bed�rfnis des Kindes, schulfreie Nachmittage mit seinen Kameraden zu verbringen. Es ist davon ausgegangen, die Einr�umung eines ausgedehnten Besuchsrechts, damit der Beschwerdef�hrer erzieherisch und ausbildnerisch einwirken und die Erziehung durch die Sorgerechtsinhaberin gegebenenfalls korrigieren k�nne, sei unzul�ssig und dem Kindeswohl nicht f�rderlich (E. 2.3 S. 26 f.). Das Obergericht hat insbesondere Erkenntnisse aus der Psychologie beigef�gt, wonach nicht die H�ufigkeit der Besuche, sondern die Qualit�t der Kind-Vater-Beziehung entscheidend sei (E. II/2c S. 23 ff. des obergerichtlichen Urteils).
5.2.2 Im Rahmen der Scheidung ist grunds�tzlich eine auf Dauer angelegte Regelung zu treffen, auch wenn im Bedarfsfall nachtr�gliche �nderungen m�glich bleiben (Art. 134 ZGB; vgl. BGE 130 III 585 E. 2.2.2 S. 590). Es erscheint deshalb nicht als sinnvoll, Besuchsrechte an schulfreien Nachmittagen einzur�umen, die gem�ss den Feststellungen der kantonalen Gerichte mit dem jeweiligen Stundenplan �ndern k�nnen. Weiter haben die kantonalen Gerichte zutreffend hervorgehoben, dass eine ausschliessliche oder einseitige Orientierung des heranwachsenden Kindes an Erwachsenen nicht w�nschenswert sein kann. Das Kind soll seine Freizeit auch mit seinen Kameraden verbringen d�rfen und insk�nftig altersgerecht eine gewisse Freiheit in der Gestaltung seiner Freizeit beanspruchen k�nnen. Was der Beschwerdef�hrer an unrichtigen und ungenauen Feststellungen und Unterstellungen den kantonalen Gerichten vorh�lt, ist f�r die Beurteilung des Besuchsrechts nicht entscheidend (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG). Es verletzt auch kein Bundesrecht, den W�nschen des sechsj�hrigen M�dchens keine ausschlaggebende Bedeutung beizumessen. Dessen �usserungen durften mit Blick auf die Mittel- und Langfristigkeit der Besuchsrechtsregelung als nicht gefestigt angesehen werden (f�r ein zehnj�hriges Kind: Urteil 5C.293/2005 vom 6. April 2006, E. 4.2, in: FamPra.ch 2006 S. 760). Soweit der Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang die Arbeit der Prozessbeist�ndin r�gt, ist hervorzuheben, dass das Gericht die Besuchsrechtsregelung trifft und nicht die Beist�ndin, auf deren Bericht und Vortrag aber beweisw�rdigend abgestellt werden darf. Inwiefern diese Beweisw�rdigung geradezu willk�rlich sein k�nnte (Art. 9 BV; vgl. BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9 und 173 E. 3.1 S. 178), vermag der Beschwerdef�hrer mit seinen Vorbringen nicht darzutun (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Darstellung, die Beist�ndin �bernehme unkritisch den Standpunkt der Beschwerdegegnerin und verhalte sich deswegen geschlechterdiskriminierend, beruht auf blossen Behauptungen des Beschwerdef�hrers selbst und wird nicht eigens belegt. R�gen gegen die Sachverhaltsfeststellung und die Beweisw�rdigung des Obergerichts sind im �brigen vor dem kantonalen Kassationsgericht vorzutragen. Darauf hat das Obergericht hingewiesen, dessen Urteil in diesen Punkten nicht letztinstanzlich ist (Art. 75 Abs. 1 und Art. 111 Abs. 3 BGG; vgl. BGE 133 III 585 E. 3.4 S. 588).
5.2.3 Gegen die H�ufigkeit der Besuchsrechtstage bringt der Beschwerdef�hrer nichts Stichhaltiges vor. Zum einen ist nicht einzusehen, weshalb die gleichm�ssige Aufteilung der Wochenenden unter beiden Elternteilen nicht sachgerecht sein soll (vgl. Schwenzer, Basler Kommentar, 2006, N. 15 zu Art. 273 ZGB, mit Hinweisen). Auf Grund der Beurteilung der kantonalen Gerichte steht fest, dass sich das Kind T.________ w�hrend der Trennungszeit - mit einmal w�chentlich stundenweise ausge�btem Besuchsrecht des Beschwerdef�hrers - gut entwickelt hat. Das ist unbestritten, �ndert aber nichts daran, dass auch die Beschwerdegegnerin als Sorgerechtsinhaberin das Kind an ganzen Wochenenden soll betreuen d�rfen und nicht bloss an den vom Beschwerdef�hrer angebotenen Sonntagen. Zum anderen wendet sich der Beschwerdef�hrer gegen die vom Obergericht zitierte Lehrmeinung, die veraltet sein soll, weil der Autor bei der Zweitauflage seines Werkes im Jahre 1994 bereits achtzig Jahre alt gewesen sei. Der Einwand ist unberechtigt, zumal das Obergericht seine Auffassung auch mit einem Literaturzitat aus dem Jahre 2006 begr�ndet hat, wonach h�ufige Kontakte der Kinder zum Vater nur dann vorteilhaft sind, wenn keine chronischen oder destruktiven Konflikte vorliegen (E. II/2c S. 25 mit Hinweis auf Bodenmann, Folgen der Scheidung f�r die Kinder aus psychologischer Sicht, in: Kind und Scheidung, Z�rich 2006, S. 73 ff.). Diese Bedingung ist im vorliegenden Fall offenkundig nicht erf�llt (vgl. E. 4.2.2 hiervor).
5.2.4 Schliesslich verletzt es kein Bundesrecht, dass namentlich das Bezirksgericht auf den Zweck des Besuchsrechts abgestellt hat. Es soll die Beziehung des Kindes zu beiden Elternteilen verwirklichen und damit der Identit�tsfindung des Kindes dienen (vgl. BGE 127 III 295 E. 4 S. 298 f.). Im Vordergrund steht nicht, dem besuchsberechtigten Elternteil zu erm�glichen, die Erziehung des Kindes durch den Sorgerechtsinhaber zu �berpr�fen und allenfalls korrigierend einzugreifen. Gem�ss Art. 274 Abs. 1 ZGB ist vielmehr alles zu unterlassen, was die Aufgabe der erziehenden Person erschwert. Dem Besuchsberechtigten ist es untersagt, das Kind gegen den Sorgerechtsinhaber einzunehmen, dessen Erziehung oder auch nur dessen Autorit�t in Frage zu stellen. Schwere Verst�sse des besuchsberechtigten Elternteils gegen diese Loyalit�tspflicht k�nnen gem�ss Art. 274 Abs. 2 ZGB Einschr�nkungen des pers�nlichen Verkehrs zur Folge haben, soweit sie das Kindeswohl gef�hrden (vgl. Schwenzer, a.a.O., N. 2 f. und N. 6 zu Art. 274 ZGB, mit Hinweisen). Die rechtlichen Annahmen des Bezirksgerichts treffen zu und gelten f�r den Beschwerdef�hrer, soweit er beabsichtigt, das von ihm geforderte Besuchsrecht auch dazu einzusetzen, um dem nach seiner Auffassung ungen�genden erzieherischen Einfluss der Beschwerdegegnerin "Paroli bieten zu k�nnen" (vgl. die Wiedergabe der bezirksgerichtlichen Ausf�hrungen in E. II/2b S. 23 f. des obergerichtlichen Urteils). Dass der Beschwerdef�hrer hier das Obergericht mit dem Bezirksgericht verwechselt (S. 34 f. Ziff. 7), �ndert nichts an der Richtigkeit der gerichtlichen Beurteilung.
5.2.5 Insgesamt kann die Regelung des Besuchsrechts - jedenfalls auf Grund der Beschwerdevorbringen - nicht beanstandet werden.
5.3 Die kantonalen Gerichte haben das Ferienbesuchsrecht auf zwei Wochen im Jahr beschr�nkt.
5.3.1 Das Bezirksgericht ist davon ausgegangen, es sei zu Gunsten des Kindeswohls eine klare Regelung zu treffen und namentlich der Meinung des Beschwerdef�hrers zu widersprechen, mit Ferienrechten k�nne man handeln (E. 2.3 S. 27). Das Obergericht hat das gerichts�blich auf j�hrlich zwei Wochen festgesetzte Ferienbesuchsrecht zus�tzlich damit begr�ndet, ein weitergehendes Besuchsrecht komme einstweilen nicht in Betracht, weil das Kind T.________ bis anhin noch praktisch nie beim Beschwerdef�hrer �bernachtet habe und mit ihm noch nie in den Ferien gewesen sei. Diese Auffassung habe auch die Prozessbeist�ndin vertreten. Sie habe es f�r nicht ausgeschlossen erachtet, dass die Ausschliesslichkeit des Kontakts zum Vater bei Aufenthalten bei ihm bei l�ngerer Dauer schwierig werden k�nnte (E. II/2d S. 27 des obergerichtlichen Urteils mit Hinweis auf act. 169 S. 6).
5.3.2 Die dagegen erhobenen Einw�nde des Beschwerdef�hrers sind unberechtigt. Die Ausf�hrungen des Obergerichts betreffen das Ferienbesuchsrecht an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen. Dass das Kind das bisher nur stundenweise zugelassene Besuchsrecht statt mit dem Vater auch mit anderen Personen h�tte verbringen sollen, wird entgegen der Darstellung in der Beschwerdeschrift (S. 38) nirgends behauptet. Sodann trifft es zwar zu, dass sich die wiedergegebene Auffassung der Prozessbeist�ndin nicht im zitierten act. 169 findet. Sie stammt praktisch w�rtlich aus der Stellungnahme, die die Prozessbeist�ndin an der Berufungsverhandlung vom 15. Februar 2007 verlesen und in schriftlicher Form zu den Akten gegeben hat (S. 23 des Protokolls, act. 155). Es heisst darin, T.________ habe sich zudem bisher nie mehr als einen Tag am St�ck beim Vater aufgehalten, weshalb der Mangel an Kontakten zu anderen Kindern oder Erwachsenen auch keine Rolle gespielt habe. Da T.________ als Sechsj�hrige die einzige Bezugsperson des Vaters sei, k�nne aber nicht ausgeschlossen werden, dass diese Ausschliesslichkeit des Kontakts bei einem l�ngeren - zu erg�nzen: als dem vom Bezirksgericht festgelegten - Aufenthalt schwierig f�r sie werde (act. 191). Die obergerichtliche Feststellung erweist sich damit - abgesehen von der Angabe des unzutreffenden Belegs - nicht als offensichtlich unrichtig (Art. 97 Abs. 1 BGG). Gegen die inhaltliche Richtigkeit der wiedergegebenen Auffassung wendet der Beschwerdef�hrer nichts ein. Sinngem�ss gilt auch hier das im Zusammenhang mit der elterlichen Sorge zur Notwendigkeit sozialer Kontakte Ausgef�hrte (E. 4.3.2 hiervor).
5.3.3 Auf die Urteilsbegr�ndung betreffend das Ferienbesuchsrecht nimmt der Beschwerdef�hrer im Weiteren keinen erkennbaren Bezug. Soweit er seine Ausf�hrungen zum Besuchsrecht an den Wochenenden auch auf das Ferienbesuchsrecht bezogen wissen will, muss auf Gesagtes (E. 5.2) verwiesen werden.
5.4 Das gerichtlich bestimmte Feiertagsbesuchsrecht schliesslich ist unangefochten geblieben.
5.5 Soweit sie sich gegen die Regelung des pers�nlichen Verkehrs richtet, muss die Beschwerde aus den dargelegten Gr�nden abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist.
Das Obergericht hat der Beist�ndin gem�ss Art. 308 Abs. 2 ZGB den zus�tzlichen Auftrag erteilt, bei �bernachtungen des Kindes beim Beschwerdef�hrer zu pr�fen, ob das Kind in einem vom Beschwerdef�hrer separierten Raum eine �bernachtungsm�glichkeit hat. Der Beschwerdef�hrer h�lt die Anordnung f�r bundesrechtswidrig, beleidigend und diskriminierend, weil ihm damit unterstellt werde, f�r seine eigene Tochter eine Gefahr im Sinne des sexuellen Missbrauchs darzustellen (S. 43 Ziff. 12 der Beschwerdeschrift).
6.1 Der Anspruch auf pers�nlichen Verkehr ist nicht absolut, sondern - neben dem Kindeswohl - insbesondere auch durch das Pers�nlichkeitsrecht des Kindes begrenzt (vgl. Hegnauer, Berner Kommentar, 1997, N. 56 zu aArt. 273 ZGB, mit Hinweisen). Dieses Pers�nlichkeitsrecht muss bei der gerichtlichen Festlegung der Besuchsrechtsordnung beachtet werden. Zu deren Umsetzung und Durchf�hrung k�nnen dem Beistand einzeln umschriebene Auftr�ge erteilt werden (vgl. Breitschmid, Basler Kommentar, 2006, N. 14 ff. zu Art. 308 ZGB, mit Hinweisen). Anordnungen betreffend die �bernachtung des Kindes kommen in der Praxis vor. Sie stehen - entgegen der Annahme des Beschwerdef�hrers - nicht zwingend vor dem Hintergrund des Verdachts auf sexuellen Missbrauch des Kindes und beinhalten deshalb auch keinen entsprechenden Vorwurf (vgl. Urteil 5C.209/2005 vom 23. September 2005, E. 2, in: FamPra.ch 2006 S. 191 f., wo das gut sechsj�hrige Kind bei den Grosseltern �bernachten sollte, weil der besuchsberechtigte Vater in einem besetzten Haus wohnte, das er gegebenenfalls kurzfristig verlassen musste, und weil eine gewisse Gefahr von gewaltt�tigen Auseinandersetzungen mit Rechtsradikalen oder Polizeikr�ften bestand).
6.2 Beide Beist�ndinnen des Kindes haben vor Obergericht den Anspruch des Kindes auf eine eigene Schlafm�glichkeit betont. Das Obergericht hat anerkannt, dass einem Kind im Alter von T.________ - mit zunehmendem Alter ohnehin - ein Recht auf eine gewisse Intimsph�re und eine R�ckzugsm�glichkeit f�r die Nacht zusteht (E. II/2c S. 26 f. des obergerichtlichen Urteils). Der Beschwerdef�hrer wendet dagegen nichts Stichhaltiges ein. Wie dieses Recht des Kindes und der Anspruch des Beschwerdef�hrers auf pers�nlichen Verkehr mit dem Kind letztlich gegeneinander abzuw�gen sind, kann hier dahingestellt bleiben. Denn in tats�chlicher Hinsicht steht unangefochten fest, dass der Beschwerdef�hrer allein in einer 3 oder 3 � - Zimmerwohnung mit einem Kinderzimmer, einem Wohn- und Essraum sowie einem Elternschlafzimmer lebt. Auf Grund der Wohnverh�ltnisse kann das berechtigte Bed�rfnis des Kindes nach einem eigenen Schlafraum problemlos befriedigt werden. Dass der Beschwerdef�hrer das Kinderzimmer als B�ro und Werkraum nutzt und das Wohnzimmer vollst�ndig m�bliert hat, �ndert daran nichts. Dem Obergericht kann vielmehr beigepflichtet werden, dass es dem Beschwerdef�hrer zumutbar ist, dem Kind in einem der Zimmer einen eigenen Schlafplatz einzurichten, und zwar f�r jede �bernachtung und nicht bloss im Falle mehrt�giger Aufenthalte des Kindes. Da der Beschwerdef�hrer dazu offenbar nur widerstrebend bereit ist, kann nicht beanstandet werden, dass das Obergericht der Beist�ndin einen darauf bezogenen �berwachungsauftrag erteilt hat.
6.3 Der Auftrag des Obergerichts an die Beist�ndin betreffend �bernachtungen des Kindes beim Beschwerdef�hrer verletzt aus den dargelegten Gr�nden kein Bundesrecht.
Die Regelung bzw. Bemessung der Unterhaltsbeitr�ge und der Gerichtskosten h�ngt nach Auffassung des Beschwerdef�hrers ausschliesslich von der Entscheidung �ber die elterliche Sorge und �ber den pers�nlichen Verkehr ab (S. 41 f. Ziff. 9 und 10 der Beschwerdeschrift). Da diesbez�glich keine �nderungen vorzunehmen sind (E. 2-6 hiervor), bleibt es auch beim obergerichtlichen Urteil, soweit es den Kindesunterhalt und die Gerichtskosten betrifft.
Die Beschwerde muss gesamthaft abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdef�hrer wird damit kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seinem Gesuch um Befreiung von der Bezahlung der Gerichtskosten kann entsprochen werden (Art. 64 Abs. 1 BGG). Der Beschwerdef�hrer hat der Gerichtskasse Ersatz zu leisten, wenn er sp�ter dazu in der Lage ist (Art. 64 Abs. 4 BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt, indes vorl�ufig auf die Gerichtskasse genommen.