Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XI%20R%2031/04
Timestamp: 2019-09-16 17:25:30
Document Index: 319456321

Matched Legal Cases: ['§ 163', '§ 10', '§ 10', '§ 101', '§ 101', '§ 163']

BFH, 11.01.2006 - XI R 31/04 - dejure.org
https://dejure.org/2006,9095
BFH, 11.01.2006 - XI R 31/04 (https://dejure.org/2006,9095)
BFH, Entscheidung vom 11.01.2006 - XI R 31/04 (https://dejure.org/2006,9095)
BFH, Entscheidung vom 11. Januar 2006 - XI R 31/04 (https://dejure.org/2006,9095)
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AO § 163; EStG § 10 Abs. 3 Nr. 2 S. 2 lit. a
Sachliche Unbilligkeit bei Einbeziehung von nichtsozialversicherungspflichtigem Arbeitslohn in die Bemessungsgrundlage für die Kürzung des Vorwegabzugs
Sonderausgaben - Vorwegabzug des GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführers
Sonderausgaben: Vorwegabzug eines GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführers
Sonderausgaben - Vorwegabzug eines GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführers
Kürzung des Vorwegabzugs im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen bei der Einkommensteuerveranlagung; Berücksichtigung von Besonderheiten bei einer nicht ganzjährigen sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit; Benachteiligungen aus der pauschalierenden Regelung des § 10 Abs. 3 ...
Gleichwohl kann das Gericht ausnahmsweise eine Verpflichtung des FA zum Erlass aussprechen (vgl. § 101 FGO), wenn der Ermessensspielraum im konkreten Fall derart eingeengt ist, dass nur eine Entscheidung als ermessensgerecht in Betracht kommt (vgl. zur sog. Ermessensreduzierung auf Null: z.B. BFH-Urteile vom 21. Januar 1992 VIII R 51/88, BFHE 168, 500, BStBl II 1993, 3; vom 11. Januar 2006 XI R 31/04, BFH/NV 2006, 943).
Der Kläger verweist auf die Entscheidung des BFH vom 11. Januar 2006 XI R 31/04, BFH/NV 2006, 943.
Insbesondere sei der Sachverhalt mit der vom Kläger zitierten Entscheidung des BFH vom 11. Januar 2006 XI R 31/04, BFH/NV 2006, 943 nicht vergleichbar und rechtfertige keine andere Entscheidung.
Gegenüber der seitens des Klägers vorgebrachten Entscheidung des BFH vom 11. Januar 2006 XI R 31/04, BFH/NV 2006, 943, unterscheidet sich die vorliegende Fallkonstellation so grundsätzlich, so dass das darin gefundene Ergebnis nicht auf den vorliegenden Sachverhalt übertragen werden kann.
Härten, die dem Besteuerungszweck entsprechen und die der Gesetzgeber bei der Ausgestaltung eines Tatbestandes bewusst in Kauf genommen hat, sind allenfalls durch eine Gesetzeskorrektur zu beheben (vgl. BFH-Urteile vom 26. Mai 1994 IV R 51/93, BFHE 174, 482, BStBl II 1994, 833; vom 11. Januar 2006 XI R 31/04, BFH/NV 2006, 943, jeweils m.w.N.; Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 13. Dezember 1994 2 BvR 89/91, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 1995, 220).
Gleichwohl kann das Gericht ausnahmsweise eine Verpflichtung des Finanzamtes zum Erlassen einer bestimmten Billigkeitsmaßnahme aussprechen (vgl. § 101 FGO), wenn der Ermessensspielraum im konkreten Fall derart eingeengt ist, dass nur eine Entscheidung als ermessensgerecht in Betracht kommt (vgl. zur sog. Ermessensreduzierung auf Null: BFH, Urteile vom 21. Januar 1992 VIII R 51/88, BStBl. II 1993, 3; vom 11. Januar 2006 XI R 31/04, BFH/NV 2006, 943).
vgl. jüngst BFH Urteil vom 11. Januar 2006 - XI R 31/04 -, zuvor etwa BFHE 174, 482 und BVerwG NVwZ 1984, 508 f.; vgl. auch Rüsken, a.a.O., Rn. 32, 127 m.w.Nw.
Die Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 11.01.2006 XI R 31/04 (…Sammlung amtlich nicht veröffentlichter Entscheidungen des BFH -BFH/NV- 2006, 943) zeige, in welch weitgehendem Umfang die Rechtsprechung Billigkeitsmaßnahmen gemäß § 163 AO zulasse.
Sachlich unbillig ist die Erhebung einer Steuer insbesondere dann, wenn sie im Einzelfall nach dem Zweck des zugrunde liegenden Gesetzes nicht mehr zu rechtfertigen ist und dessen Wertungen zuwiderläuft (vgl. BFH-Urteile vom 26. Mai 1994 IV R 51/93, BStBl II 1994, 833; vom 11. Januar 2006 XI R 31/04, BFH/NV 2006, 943;…18. Dezember 2007 VI R 13/05, BFH/NV 2008, 794 jeweils m.w.N.; Beschluss des Bundesverfassungsgerichts - BVerfG - vom 13. Dezember 1994 2 BvR 89/91, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR - 1995, 220).