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Timestamp: 2016-10-26 19:21:15
Document Index: 161862011

Matched Legal Cases: ['Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 30', 'Art. 72', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 92', 'Art. 76', 'Art. 19', 'Art. 30', 'Art. 95', 'Art. 100', 'Art. 44', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 107', 'Art. 107', 'Art. 30', 'Art. 3', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 19', 'Art. 19', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 69', 'Art. 53', 'Art. 10', 'Art. 679', 'Art. 10', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 82', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 23', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 55', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 19', 'Art. 30', 'Art. 190', 'Art. 19', 'Art. 67', 'Art. 66', 'Art. 68']

4A_119/2007 (09.10.2007)
4A_119/2007/wim
vertreten durch Frau Dr. Eva Druey Just,
vertreten durch Rechtsanwalt Diego Quinter.
Architekturvertrag; �rtliche Zust�ndigkeit,
Beschwerde in Zivilsachen gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden, Kantonsgerichtsausschuss, vom 7. M�rz 2007.
B.________ und A.X.________ (Beklagte; Beschwerdef�hrer) sind Eigent�mer einer Liegenschaft in C.________/GR; sie sind indes in D.________/SZ domiziliert. Im Jahre 2005 betrauten sie den Architekten Y.________ (Kl�ger, Beschwerdegegner) mit der Sanierung des Altbaus auf ihrem Grundst�ck in C.________.
A.a Der Kl�ger f�hrte verschiedene Architekturleistungen aus und zog Unternehmer bei, die Anfang November 2005 mit der Ausf�hrung von Bauarbeiten auf der Liegenschaft der Beklagten begannen. Am 13. November 2005 wiesen die Beklagten den Kl�ger an, die Bauarbeiten einzustellen. Sie beendeten mit Schreiben vom 20. Januar 2006 die Zusammenarbeit mit dem Kl�ger, worauf dieser am 31. Januar 2006 seine Schlussrechnung stellte, welche die Beklagten bestritten.
A.b Der Kl�ger meldete am 28. M�rz 2006 beim Kreisamt Berg�n seine Forderung gegen die Beklagten zur Vermittlung an; nach erfolglosem S�hneversuch gelangte er am 29. Mai 2006 an das Bezirksgericht Albula mit dem Rechtsbegehren, die Beklagten seien zur Bezahlung von Fr. 52'414.65 zuz�glich 5 % Zins seit 25. Januar 2006 zu verurteilen. Die Beklagten bestritten in der Antwort die �rtliche Zust�ndigkeit des Bezirksgerichts Albula, worauf der Bezirksgerichtspr�sident das Verfahren auf die Frage der Zust�ndigkeit beschr�nkte.
A.c Am 2. November 2006 erkl�rte sich das Bezirksgericht Albula gest�tzt auf Art. 19 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes vom 24. M�rz 2000 �ber den Gerichtsstand in Zivilsachen (Gerichtsstandsgesetz, GestG; SR 272) f�r die Beurteilung der Streitsache als �rtlich zust�ndig. Zur Begr�ndung f�hrte das Gericht aus, die behaupteten Leistungen wiesen einen Bezug von einer gewissen Intensit�t zum Grundst�ck der Beklagten auf.
Mit Urteil vom 7. M�rz 2007 wies das Kantonsgericht von Graub�nden, Kantonsgerichtsausschuss, die Beschwerde der Beklagten gegen den Entscheid des Bezirksgerichts Albula vom 2. November 2006 ab. Es bejahte f�r die Honorarforderung des Architekten den Gerichtsstand am Ort der gelegenen Sache, da sich die Leistungen nicht auf Planarbeiten beschr�nkt, sondern die Sanierung eines bestehenden Hauses betroffen h�tten, die einer n�heren Auseinandersetzung mit dem Grundst�ck bzw. dem darauf erstellten Haus bedurft habe.
Gegen das Urteil des Kantonsgerichtsausschusses reichten die Beschwerdef�hrer am 27. April 2007 beim Bundesgericht zivilrechtliche Beschwerde ein. Sie beantragen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass f�r die streitige Forderung im Gerichtsbezirk Albula kein Gerichtsstand bestehe. Im �brigen sei die Sache zur Neubeurteilung der Kosten und Entsch�digung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Sie r�gen eine falsche Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG und eine Verletzung der Garantie des Wohnsitzgerichtsstandes (Art. 30 Abs. 2 BV).
Das Kantonsgericht Graub�nden und der Beschwerdegegner beantragen die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.
1.1 Die Beschwerde in Zivilsachen ist in der vorliegenden verm�gensrechtlichen Streitigkeit grunds�tzlich zul�ssig (Art. 72 BGG), zumal der Streitwert mit mehr als Fr. 54'000.-- die Grenze von Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG deutlich �bersteigt. Der Kantonsgerichtsausschuss hat als letzte kantonale Instanz entschieden (Art. 75 Abs. 1 BGG). Sein Entscheid ist ein ohne weiteres anfechtbarer Zwischenentscheid �ber die Zust�ndigkeit (Art. 92 Abs. 1 BGG; vgl. Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 S. 4333). Die Beschwerdef�hrer, die am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen haben, haben ein rechtlich gesch�tztes Interesse an der materiellen �berpr�fung des Zust�ndigkeitsentscheids vom 7. M�rz 2007 (Art. 76 BGG). Die Beschwerdef�hrer r�gen neben einer Verletzung von Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG auch eine solche von Art. 30 Abs. 2 BV und erheben damit gem�ss Art. 95 lit. a BGG grunds�tzlich zul�ssige R�gen. Sie haben die Beschwerde gegen den ihnen am 28. M�rz 2007 zugestellten Entscheid der schweizerischen Post am 27. April 2007 �bergeben und damit die Beschwerdefrist von 30 Tagen nach Art. 100 Abs. 1 BGG eingehalten (vgl. Art. 44 ff. BGG).
1.2 Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Das Bundesgericht darf nicht �ber die Begehren der Parteien hinausgehen (Art. 107 Abs. 1 BGG). Heisst das Bundesgericht die Beschwerde gut, so entscheidet es in der Sache selbst oder weist diese zu neuer Beurteilung grunds�tzlich an die Vorinstanz zur�ck (vgl. Art. 107 Abs. 2 BGG).
Im schweizerischen Recht gilt als allgemeiner zivilrechtlicher Gerichtsstand der Wohnsitz der beklagten (nat�rlichen) Person (Art. 30 Abs. 2 BV; Art. 3 Abs. 1 lit. a GestG). Davon sieht das Gerichtsstandsgesetz im 3. Kapitel �ber "Besondere Gerichtsst�nde" Ausnahmen vor. Diese haben regelm�ssig zum Ziel, die gerichtliche Durchsetzung bestimmter Kategorien von Anspr�chen insbesondere durch eine sachbezogene Ankn�pfung zu vereinfachen. Sie beruhen einerseits auf dem Gedanken, dass sich diejenigen Gerichte mit einer Streitigkeit befassen sollen, die dem zu beurteilenden Sachverhalt r�umlich am n�chsten stehen; anderseits sollen dem Kl�ger Rechtswegbarrieren abgebaut werden, indem ihm erspart wird, den Beklagten am Wohnsitz zu suchen und wom�glich gegen mehrere Beklagte an je unterschiedlichen Gerichten vorzugehen (vgl. BGE 123 III 89 E. 3b S. 91 mit Hinweisen). Der 4. Abschnitt des 3. Kapitels des Gerichtsstandsgesetzes ist mit "Sachenrecht" �berschrieben und enth�lt in Art. 19 besondere Vorschriften f�r "Grundst�cke" sowie in Art. 20 f�r "Bewegliche Sachen". Nach Art. 19 Abs. 1 GestG ist das Gericht am Ort, an dem das Grundst�ck im Grundbuch aufgenommen ist oder aufzunehmen w�re, nicht nur zust�ndig f�r dingliche Klagen (lit. a) und f�r Klagen gegen die Stockwerkeigent�mergemeinschaft (lit. b), sondern auch f�r "andere Klagen, die sich auf das Grundst�ck beziehen" (lit. c). Streitig ist, welcher Art dieser Bezug zum Grundst�ck bei einer Vertragsklage sein muss, damit Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG zur Anwendung kommt.
2.1 Die Zust�ndigkeit f�r die Vertragsklagen am Ort der gelegenen Sache wurde vor Erlass des Gerichtsstandsgesetzes im interkantonalen Verh�ltnis nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts als Ausnahme vom verfassungsm�ssigen Wohnsitzgerichtsstand des Beklagten nur zur�ckhaltend bejaht. Grunds�tzlich galt f�r Klagen aus Vertrag der Wohnsitzgerichtsstand, auch wenn der Vertrag ein Grundst�ck zum Gegenstand hatte, wie etwa der Grundst�ckkauf (BGE 120 Ia 240 E. 3a S. 243 mit Hinweisen). Anerkannt war der Gerichtsstand am Ort der gelegenen Sache f�r umstrittene vertragliche Forderungen nur, wenn sie durch ein Pfand, ein Retentionsrecht oder eine Vormerkung im Grundbuch gesichert waren (BGE 120 Ia 240 E. 3a S. 244; 92 I 36 E. 2 S. 39), wenn gemischte Klagen sowohl auf Anerkennung einer Forderung des Bauhandwerkers und definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts zu beurteilen waren (BGE 95 II 31 E. 1 S. 33) sowie f�r den Ausschluss aus der Gemeinschaft der Miteigent�mer (BGE 120 Ia 240 E. 3a S. 244; 117 II 26 E. 3 S. 29 f., je mit Hinweisen). Das Bundesgericht lehnte es grunds�tzlich ab, aus prozess�konomischen oder sonstigen Zweckm�ssigkeitserw�gungen von der verfassungsm�ssigen Wohnsitzgarantie abzuweichen. Vor allem mit Blick auf die Rechtssicherheit, die es als besonders wichtig erscheinen l�sst, dass der Rechtssuchende zum Voraus mit Bestimmtheit weiss, an welchen Richter er sich zu wenden hat, wurde eine Ausdehnung auf weitere vertragliche oder sonstige mit dem Grundst�ck zusammenh�ngende Klagen abgelehnt (BGE 92 I 201 E. 4 S. 203 f.). Die Lehre wandte sich gegen diese restriktive Praxis und wollte auch vertragliche Anspr�che von der Wohnsitzgarantie ausnehmen, wenn sie auf Einr�umung dinglicher Rechte zielten (vgl. BGE 117 II 26 E. 3 S. 29 mit Hinweisen; siehe auch Oscar Vogel, Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Zivilprozessrecht im Jahre 1991, in: ZBJV 129/1993 S. 436 f.).
2.2 Im innerkantonalen Bereich gew�hrten verschiedene kantonale Prozessordnungen vor Inkrafttreten des Gerichtsstandsgesetzes den Gerichtsstand der gelegenen Sache auch f�r rein pers�nliche Klagen. Gewisse Kantone sahen den Gerichtsstand vor f�r Klagen, die sich auf Arbeitsleistungen an einem Grundst�ck bezogen (Art. 69 aZPO/FR; Art. 53 Ziff. 11 aZPO/VD; vgl. Oscar Vogel, Streit und Streiterledigung - Von der Beweissicherung zum Bauprozess, in: Baurechtstagung 1985, 1. Band, S. 70/86). Andere Kantone kannten den Gerichtsstand f�r Klagen, die mit dem Grundst�ck im Zusammenhang standen (vgl. etwa � 29 Abs. 2 aZPO/AG; Art. 10 Abs. 2 ZPO/GR; � 29 Abs. 2 aZPO/LU; � 7 Abs. 2 aZPO/TG; � 6 Abs. 2 aZPO/ZH). In den Kommentaren zu den kantonalen Prozessordnungen wurden dazu etwa genannt Klagen auf Erf�llung eines Grundst�ckkaufvertrags oder auf Bestellung eines beschr�nkten dinglichen Rechts, Klagen aus Realobligationen, gemischte (zu dinglichen Klagen akzessorische) Forderungen, Schadenersatzklagen gem�ss Art. 679 ZGB oder Forderungen aus widerrechtlicher Besch�digung von Grundst�cken sowie Klagen auf Unverbindlicherkl�rung eines Grundst�ckkaufvertrags (vgl. B�hler/Edelmann/Killer, Kommentar zur Aargauischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 1998, N. 6 zu � 29 Abs. 2 aZPO/AG; Giusep Nay, Zivilprozessordnung und Gerichtsverfassungsgesetz des Kantons Graub�nden, Chur 1986, S. 24 zu Art. 10 ZPO/GR; Studer/R�egg/Eiholzer, Der Luzerner Zivilprozess, N. 4 zu � 29 aZPO/LU; Barbara Merz, Die Praxis zur thurgauischen Zivilprozessordnung, N. 7 zu � 7 aZPO/TG; Frank/Str�uli/Messmer, Kommentar zur z�rcherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 1997, N. 23 ff. zu �� 6/7 aZPO/ZH). Die hier interessierende Konstellation der Klage eines Unternehmers oder eines Architekten aus einer Forderung, die ein Grundst�ck betrifft, fand lediglich in den Kommentaren zur z�rcherischen und zur aargauischen Zivilprozessordnung Erw�hnung (vgl. Frank/Str�uli/Messmer, a.a.O., N. 4 zu �� 6/7 aZPO/ZH; B�hler/Edelmann/Killer, a.a.O., N. 6 zu � 29 aZPO/AG). Obwohl die Normen praktisch gleich lauteten, unterschied sich ihr Anwendungsbereich betr�chtlich. So kam nach � 6 Abs. 2 aZPO/ZH der Gerichtsstand des Ortes des Grundst�cks laut einem Urteil des Z�rcher Kassationsgerichts vom 3. April 1989 (publ. in: ZR 88/1989 Nr. 36 und SJZ 86/1990 S. 13) nur zum Zug, wenn sich die Klage gegen den Eigent�mer richtete. Es sei nicht Sinn von � 6 Abs. 2 aZPO/ZH, dass grunds�tzlich jeder Prozess, der in Zusammenhang mit einem Grundst�ck stehe, am Ort dieses Grundst�cks gef�hrt werden k�nnte, auch wenn keine der Parteien Eigent�merin des Grundst�cks w�re. Die Bestimmung lehnte sich an Art. 4 des inzwischen aufgehobenen Vertrags zwischen der Schweiz und Frankreich �ber den Gerichtsstand und die Vollziehung von Urteilen in Zivilsachen vom 15. Juni 1869 an (Frank/Str�uli/Messmer, a.a.O., N. 23 zu �� 6/7 aZPO/ZH) und sollte - wie dieser - insbesondere die Rechtsverfolgung gegen Personen mit Wohnsitz im Ausland erleichtern, indem sie auch f�r rein pers�nliche Klagen den Gerichtsstand am Ort der gelegenen Sache zuliess, sofern sich diese gegen den Eigent�mer des Grundst�cks richteten (Hans Ulrich Walder-Bohner, Zivilprozessrecht nach den Gesetzen des Bundes und des Kantons Z�rich unter Ber�cksichtigung anderer Zivilprozessordnungen, 3. Aufl. 1983, S. 107, Fn. 30; vgl. auch die Botschaft des Bundesrathes an die Bundesversammlung zum neuen Staatsvertrage mit Frankreich, betreffend zivilrechtliche Verh�ltnisse vom 28. Juni 1869, BBl 1869 II 476/490). F�r � 29 Abs. 2 aZPO/AG gen�gte hingegen nach einem Urteil des Aargauer Obergerichts vom 28. Mai 1993 �ber eine Werklohnforderung (publ. in: AGVE 1993, S. 88, E. 1a) ein sachlicher Zusammenhang mit dem Grundst�ck unabh�ngig von der Person des Beklagten. Zur Begr�ndung f�hrte das Obergericht aus, der Gerichtsstand am Ort des Grundst�cks bezwecke, dem �rtlich zust�ndigen Gericht den Augenschein und den Verkehr mit dem Grundbuchamt zu erleichtern. Es sei daher nicht einzusehen, weshalb Klagen im Zusammenhang mit einem Grundst�ck, die sich nicht gegen den Grundeigent�mer oder den am Grundst�ck dinglich Berechtigten richteten, nicht auch am Ort des Grundst�cks zuzulassen seien.
Das Gesetz muss in erster Linie aus sich selbst heraus, das heisst nach dem Wortlaut, Sinn und Zweck und den ihm zu Grunde liegenden Wertungen auf der Basis einer teleologischen Verst�ndnismethode ausgelegt werden. Die Gesetzesauslegung hat sich vom Gedanken leiten zu lassen, dass nicht schon der Wortlaut die Norm darstellt, sondern erst das an Sachverhalten verstandene und konkretisierte Gesetz. Gefordert ist die sachlich richtige Entscheidung im normativen Gef�ge, ausgerichtet auf ein befriedigendes Ergebnis der ratio legis. Dabei befolgt das Bundesgericht einen pragmatischen Methodenpluralismus und lehnt es namentlich ab, die einzelnen Auslegungselemente einer hierarchischen Priorit�tsordnung zu unterstellen. Es k�nnen auch die Gesetzesmaterialien beigezogen werden, wenn sie auf die streitige Frage eine klare Antwort geben und dem Richter damit weiterhelfen (BGE 132 III 707 E. 2 S. 710 f. mit Hinweisen).
3.1 Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG sieht den besonderen Gerichtsstand allgemein f�r Klagen vor, die sich auf das Grundst�ck beziehen ("des autres actions en rapport avec l'immeuble", "le altre azioni inerenti al fondo"), und nennt die Klagen auf �bertragung von Grundeigentum oder auf Einr�umung beschr�nkter dinglicher Rechte nur beispielhaft. Aus dem Wortlaut allein l�sst sich damit nicht beantworten, welcher Art der Bezug einer Vertragsklage zum Grundst�ck sein muss, um den Gerichtsstand am Ort des Grundbuchs zu begr�nden.
3.2 Die geltende Formulierung von Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG wurde - trotz Kritik in der Vernehmlassung - vom Bundesrat vorgeschlagen (Botschaft zum Bundesgesetz �ber den Gerichtsstand in Zivilsachen [Gerichtsstandsgesetz, GestG] vom 18. November 1998, BBl 1999 S. 2829/2856). Der Bundesrat hielt dazu fest, die Neuregelung kn�pfe an eine moderne prozessrechtliche Tendenz an, die im kantonalen Recht begonnen und in j�ngeren Gerichtsstandsnormen des Bundesrechts ihre Fortsetzung gefunden habe. Auf Bundesebene verweist die Botschaft auf den damals geltenden Art. 82 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber das b�uerliche Bodenrecht (BGBB) vom 4. Oktober 1991 (SR 211.412.11), wonach f�r Klagen auf �bertragung von Eigentum an landwirtschaftlichen Gewerben oder Grundst�cken und auf Eintragung oder L�schung von Grundpfandrechten an landwirtschaftlichen Grundst�cken der Gerichtsstand am Ort der gelegenen Sache alternativ zur Verf�gung stand. F�r die hier interessierende Konstellation hilft dieser Hinweis nicht weiter, da er sich - wie die in Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG explizit genannten Beispiele - auf Klagen bezieht, die zu einer �nderung des Grundbuchs f�hren k�nnen. Die Botschaft zitiert dar�ber hinaus Bestimmungen kantonaler Prozessordnungen, darunter � 29 Abs. 2 aZPO/AG und � 6 Abs. 2 aZPO/ZH. Der Bezug der Klage zum Grundst�ck m�sse von einer gewissen Intensit�t sein; ein bloss entfernter sachlicher Zusammenhang w�rde nicht gen�gen. So w�re etwa die Klage eines Unternehmers aus Reparaturarbeiten am Haus gegen den Grundeigent�mer zul�ssig; ungen�gend w�re hingegen der Zusammenhang, w�rde sich die Klage gegen irgendeinen Dritten richten (z.B. gegen den Architekten), der weder das Eigentums- noch das Nutzungsrecht am Grundst�ck habe. Damit folgt die Botschaft hinsichtlich der genannten Beispiele der z�rcherischen Rechtsprechung zu � 6 Abs. 2 aZPO/ZH, ohne sich mit der ratio dieser kantonalen Norm auseinanderzusetzen und ohne plausibel zu begr�nden, warum der Zusammenhang einer Forderung mit einem Grundst�ck geringer sein soll, wenn der Kl�ger die Zahlung der Verg�tung statt vom Grundeigent�mer von einem Dritten verlangt (vgl. auch die Kritik von Georg Naegeli, in: M�ller/Wirth [Hrsg.], Gerichtsstandsgesetz, Kommentar zum Bundesgesetz �ber den Gerichtsstand in Zivilsachen, N. 31 zu Art. 19 GestG, und Yves Donzallaz, Commentaire de la loi f�d�rale sur les fors en mati�re civile, N. 38 ff. zu Art. 19 GestG). Der Botschaft ist damit keine klare Auskunft dar�ber zu entnehmen, welcher Art der Bezug der Vertragsklage zum Grundst�ck sein muss. Auch die parlamentarischen Beratungen helfen nicht weiter, da die vom Bundesrat vorgeschlagene Fassung von Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG unver�ndert verabschiedet wurde und zu keinen weiteren Diskussionen Anlass gab (vgl. AB 1999 N 1032, AB 1999 S 893).
3.3 Die Lehrmeinungen zur Auslegung von Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG lehnen sich zum Teil an die Botschaft an und f�hren ohne weitere Begr�ndung Werklohnforderungen von Unternehmern im Zusammenhang mit dem Grundst�ck an (vgl. Luca Tenchio, in: Sp�hler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zum Schweizerischen Zivilprozessrecht, N. 34 zu Art. 19 GestG; Dominik Vock, Besondere Gerichtsst�nde im Gerichtsstandsgesetz [GestG], in: Leuenberger/Pfister-Liechti [Hrsg.], Das Gerichtsstandsgesetz, La loi sur les fors, S. 41; Fabienne Hohl, Les fors sp�ciaux de la loi f�d�rale sur les fors, in: Leuenberger/Pfister-Liechti [Hrsg.], a.a.O., S. 61). Zum Teil wird der besondere Gerichtsstand auch f�r Klagen bef�rwortet, die Verg�tungen f�r Arbeiten im Zusammenhang mit Grundst�cken betreffen, unbesehen darum, ob sie sich gegen die Grundeigent�mer oder gegen Dritte richten (Naegeli, in: M�ller/Wirth, a.a.O., N. 31 zu Art. 19 GestG; Donzallaz, a.a.O., N. 38 zu Art. 19 GestG; Nicolas von Werdt, in: Kellerhals/von Werdt/G�ngerich, Gerichtsstandsgesetz, 2. Aufl., Bern 2005, N. 33 und 58 zu Art. 19 GestG).
3.4 Der 4. Abschnitt des Kapitels �ber die besonderen Gerichtsst�nde ist mit "Sachenrecht" �berschrieben. Nach der Botschaft spricht der Sachzusammenhang f�r die systematische Einordnung der hier massgebenden Norm, w�hrend an sich die Zust�ndigkeit f�r die rein obligatorischen Klagen im 5. Abschnitt bei den Klagen aus Vertrag zu regeln w�re (Botschaft zum GestG, a.a.O., S. 2856). Die Zust�ndigkeit am Ort des Grundst�cks ist denn auch f�r die rein obligatorischen Klagen aus Miete und Pacht von unbeweglichen Sachen in Art. 23 GestG im 5. Abschnitt �ber "Klagen aus besonderen Vertr�gen" geregelt. F�r diese Streitigkeiten besteht ebenfalls eine zust�ndigkeitsbegr�ndende Beziehung zu den Grundst�cken. W�re allein dieser Zusammenhang zu Grundst�cken f�r die �rtliche Zust�ndigkeit in Bezug auf Klagen aus Vertr�gen entscheidend, best�nde kein Sachzusammenhang zu dinglichen Verh�ltnissen und die systematische Einordnung von Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG w�re nicht nachvollziehbar. Aus der Gesetzessystematik ist zu schliessen, dass die streitigen Anspr�che einen dinglichen Bezug aufweisen m�ssen, um die �rtliche Zust�ndigkeit nach dieser Bestimmung zu begr�nden. Diese Voraussetzung trifft insbesondere f�r die in der Lehre erw�hnten Klagen zu, soweit sie nicht auf Vertrag beruhen (vgl. etwa Hohl, a.a.O., S. 61). Die in der Norm als Beispiele angef�hrten Klagen auf �bertragung von Grundeigentum oder auf Einr�umung beschr�nkter dinglicher Rechte an Grundst�cken k�nnen zu einer �nderung des Grundbuchs f�hren. Sowohl die Gesetzessystematik wie die Beispiele, anhand derer der erforderliche Bezug der Klage zum Grundst�ck im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG zu beurteilen ist, sprechen daf�r, dass f�r rein obligatorische Klagen ohne jeden sachenrechtlichen Bezug zum Grundst�ck die alternative �rtliche Zust�ndigkeit nicht zur Verf�gung steht.
3.5 Die ratio von Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG ist nicht leicht zu erkennen. Die Materialien sprechen sich nicht dazu aus, welcher Zweck mit der Norm in Bezug auf Vertragsklagen verfolgt wird. Der Hinweis in der Botschaft auf die "moderne prozessrechtliche Tendenz", die im kantonalen Recht begonnen habe (Botschaft zum GestG, a.a.O., S. 2856), hilft nicht weiter, da die zitierten kantonalen Normen trotz ihres praktisch identischen Wortlauts nicht notwendigerweise aus demselben Grund in das Gesetz aufgenommen worden waren (vgl. oben E. 2.2). Dass der Grundgedanke von Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG - wie bei den dinglichen Klagen - in der Beweisn�he des Gerichts liegen soll, das sich nahe am Streitgegenstand befindet (Donzallaz, a.a.O., N. 41 zu Art. 19 GestG; vgl. auch Tenchio, in: Sp�hler/Tenchio/Infanger, a.a.O., N. 1 zu Art. 19 GestG mit Bezug auf den Zweck von Art. 19 GestG ganz allgemein), erscheint inkonsequent. Der Gerichtsstand m�sste dann f�r s�mtliche pers�nlichen Klagen zugelassen werden, die sich auf ein Grundst�ck beziehen und in denen die Beweisn�he eine Rolle spielen kann; eine Beschr�nkung, etwa auf Klagen gegen den Eigent�mer, liesse sich nicht rechtfertigen. Es bestehen jedoch keine Hinweise daf�r, dass der Gesetzgeber in Anbetracht der bisherigen restriktiven Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. oben E. 2.1) den Gerichtsstand am Ort des Grundbuchs derart weit �ffnen wollte. Die Botschaft zum GestG sieht im Gegenteil eine Einschr�nkung vor, indem sie nur die Klage gegen den Eigent�mer, nicht aber gegen einen Dritten zulassen will (Botschaft zum GestG, a.a.O., S. 2856 f.). Die ratio liesse sich weiter in der Vereinfachung des Verkehrs mit dem Grundbuchamt sehen (Donzallaz, a.a.O., N. 41 zu Art. 19 GestG). Sie k�nnte schliesslich auch darin liegen, dass das Gericht am Ort des Grundbuchs besonders geeignet ist f�r die Beurteilung von Vertr�gen, die der �ffentlichen Beurkundung bed�rfen, da gem�ss Art. 55 Abs. 1 SchlT ZGB grunds�tzlich die Kantone bestimmen, wie zu beurkunden ist, und die Beurkundung regelm�ssig im Kanton vorgenommen wird, in dem das Grundst�ck liegt (vgl. auch Stauffer, Einige Bemerkungen zum Gerichtsstand der gelegenen Sache im bernischen Recht, in: ZBJV 58, S. 414/419). Da keine anderen gesetzgeberischen Motive ersichtlich sind, ist die ratio der Norm wohl in diesen beiden Gr�nden zu suchen.
3.6 Die Herstellung der Rechtssicherheit geh�rt zu den Zielen des Gerichtsstandsgesetzes (vgl. Fridolin M. R. Walther, Das Bundesgesetz �ber den Gerichtsstand in Zivilsachen [Gerichtsstandsgesetz] - Das erste Kapitel einer gesamtschweizerischen Zivilprozessordnung?, in: ZZPInt 5. Band 2000, S. 313 f.). Die Rechtssicherheit erfordert unver�ndert, dass der Rechtssuchende zum Voraus mit Bestimmtheit weiss, an welchen Richter er sich wenden kann (vgl. BGE 92 I 201 E. 4 S. 203 f.). Es bedarf deshalb eines objektiven Kriteriums f�r die Begr�ndung der �rtlichen Zust�ndigkeit. Das in der Botschaft erw�hnte Kriterium der Intensit�t ist daf�r nicht geeignet, m�sste doch im Rahmen der Prozessvoraussetzungen in jedem konkreten Fall gepr�ft werden, ob der Bezug des strittigen vertraglichen Anspruchs mit einem Grundst�ck hinreichend intensiv ist, um den Wahlgerichtsstand nach Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG zu begr�nden. Klagen aus Vertrag m�ssen einen dinglichen Bezug aufweisen, wie sich aus der systematischen Stellung der Gerichtsstandsnorm ergibt. Dieser Bezug kann insbesondere darin bestehen, dass der Entscheid �ber den strittigen Anspruch zu einer Grundbuch�nderung f�hren kann, wie dies f�r die ausdr�cklich erw�hnten Klagen auf �bertragung von Grundeigentum oder auf Einr�umung beschr�nkter dinglicher Rechte an Grundst�cken zutrifft. F�r rein obligatorische Forderungen, die keinen dinglichen Bezug aufweisen und insbesondere nicht zu einer �nderung des Grundbuchs f�hren k�nnen, steht der Wahlgerichtsstand am Ort des Grundbuchs auch dann nicht zur Verf�gung, wenn irgendwelche Leistungen im Zusammenhang mit dem Grundst�ck umstritten sind. Denn selbst wenn die �rtliche Zust�ndigkeit in diesen F�llen auf Klagen gegen die Grundeigent�mer beschr�nkt w�re, w�rde die dingliche Berechtigung des Beklagten nicht ausreichen, um den nach Gesetz erforderlichen Bezug der Klage zum Grundst�ck zu begr�nden. Die �rtliche Zust�ndigkeit k�nnte deshalb auch unter dieser Voraussetzung nicht ohne einzelfallweise Pr�fung der Art und Intensit�t der Beziehung der strittigen Arbeiten zum Grundst�ck bestimmt werden. Ein Entscheid �ber die �rtliche Zust�ndigkeit in W�rdigung aller Umst�nde des Einzelfalls ist aber mit dem Ziel von Zust�ndigkeitsvorschriften unvereinbar.
3.7 Das Ergebnis, dass die Klage einen dinglichen Bezug aufweisen muss, entspricht im �brigen auch der Ansicht, die der Bundesrat in seiner Botschaft zur schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) vom 28. Juni 2006 vertritt. Er h�lt fest, dass in diesem Zusammenhang im Gerichtsstandsgesetz eine Unklarheit besteht, und schl�gt deshalb f�r die bereits in Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG genannten "anderen" Klagen neu die Formulierung vor: "Klagen, die sich auf Rechte an Grundst�cken beziehen". Als Beispiele werden genannt die �bertragung des Eigentums, die Einr�umung einer Dienstbarkeit und die Vormerkung eines pers�nlichen Rechts. Damit wird klargestellt, dass - anders als die Botschaft des GestG vermuten liesse - nach Ansicht des Bundesrats ein bloss faktischer Bezug der Klage zum Grundst�ck nicht gen�gt, um den Gerichtsstand am Ort des Grundbuchs zu begr�nden (Botschaft zur ZPO, BBl 2006 S. 7221/7266).
3.8 Im vorliegenden Fall hat der Kl�ger einen rein vertraglichen Anspruch gegen die Eigent�mer des Grundst�cks eingeklagt, auf das sich die Architekturleistungen beziehen, deren Verg�tung er verlangt. Ein dinglicher Bezug der eingeklagten Forderung zum Grundst�ck ist nicht ersichtlich. Dem Kl�ger steht nach seinen Vorbringen ausschliesslich gest�tzt auf die vertragliche Vereinbarung mit den Beklagten eine Forderung f�r erbrachte Leistungen zu. Dass diese Leistungen mit einem Grundst�ck einen Zusammenhang aufweisen, dessen Eigent�mer die Beklagten sind, begr�ndet den Wahlgerichtsstand nach Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG nicht.
Der R�ge, die Garantie des Wohnsitzgerichtsstandes nach Art. 30 Abs. 2 BV sei verletzt, kommt gegen�ber Gesetzesnormen des Bundes keine eigenst�ndige Bedeutung zu (Art. 190 BV). Die Beschwerde ist wegen Verletzung von Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG gutzuheissen und das angefochtene Urteil ist aufzuheben. Zudem ist antragsgem�ss festzustellen, dass f�r die streitige Forderung im Gerichtsbezirk Albula kein Gerichtsstand besteht. Die Sache ist zur Neubeurteilung der Kosten und Entsch�digungen des kantonalen Verfahrens an die Vorinstanz zur�ckzuweisen (Art. 67 und 68 Abs. 5 BGG). Die Gerichtskosten und Parteientsch�digung f�r das bundesgerichtliche Verfahren sind dem unterliegenden Beschwerdegegner aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen und das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden, Kantonsgerichtsausschuss, vom 7. M�rz 2007 aufgehoben. Es wird festgestellt, dass f�r die streitige Forderung im Gerichtsbezirk Albula kein Gerichtsstand besteht.
Die Sache wird zur Neubeurteilung der Kosten und Entsch�digungen des kantonalen Verfahrens an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Der Beschwerdegegner hat die Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'500.-- zu entsch�digen.