Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F17-09-2015-9C_906-2014
Timestamp: 2016-10-28 06:44:09
Document Index: 53039965

Matched Legal Cases: ['Art. 99', 'Art. 37', 'Art. 12', 'Art. 99', 'Art. 42', 'Art. 29', 'Art. 53', 'Art. 53', 'Art. 74', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 95', 'Art. 65', 'Art. 48', 'Art. 65', 'Art. 44', 'Art. 62', 'Art. 62', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'Art. 65', 'Art. 83', 'Art. 31', 'Art. 65', 'Art. 47', 'Art. 48', 'Art. 65', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 68']

9C_906/2014 � � Urteil vom 17. September 2015
BVG- und Stiftungsaufsicht des Kantons Z�rich (BVS), Neum�hlequai 10, 8001 Z�rich.
A.a.�Die Pensionskasse B.________ (nachfolgend: Pensionskasse) bezweckt die Durchf�hrung der beruflichen Vorsorge f�r die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der B.________ AG und der mit dieser wirtschaftlich oder finanziell eng verbundenen Unternehmen.
Nachdem der Konzern, dem die B.________ AG angeh�rt, beschlossen hatte, sich von verschiedenen Gesellschaften der "B.________-Gruppe" zu trennen, wurde der Anschlussvertrag zwischen der Pensionskasse und der C.________ AG auf Ende 2010 aufgel�st, wobei die Rentner bei der Pensionskasse verblieben. Infolgedessen beschloss deren Stiftungsrat am 29. Juni 2011, eine Teilliquidation mit Stichtag 31. Dezember 2010 gem�ss entsprechendem Bericht der Vorsorgeexperten D.________ vom 23. Juni 2011 durchzuf�hren. Gleichzeitig stand fest, dass per 31. Dezember 2011 der Austritt "der meisten" aktiven Versicherten und damit eine "n�chste grosse" Teilliquidation bevorstand. Bei Verwendung eines technischen Zinssatzes von 3,5 % betrug der Deckungsgrad der Pensionskasse Ende 2010 98,3 % (gem�ss Jahresrechnung) resp. 98,42 % (gem�ss Teilliquidationsbilanz).�
Aufgrund der erfolgten und erwarteten Erh�hung des Rentneranteils bei der Pensionskasse verpflichtete sich die B.________ AG mit Contribution Agreement (Einlagenvertrag) vom 24. Februar 2011, im Anschluss an die Teilliquidation unter gewissen Voraussetzungen und in zeitlich limitiertem Umfang Zusch�sse nach Massgabe des Finanzierungsniveaus an die Pensionskasse zu leisten.
A.b.�A.________, Bez�ger einer Rente der Pensionskasse, ersuchte die zust�ndige BVG- und Stiftungsaufsicht des Kantons Z�rich (BVS) um �berpr�fung der Teilliquidation per 31. Dezember 2010 in Bezug auf Voraussetzungen, Verfahren und Verteilungsplan. Dazu stellte er folgende "konkrete Zusatzantr�ge": Zur Ermittlung der Deckungsl�cke seien im Auftrag der Pensionskasse bei zwei bis drei anerkannten Lebensversicherungsgesellschaften verbindliche Offerten f�r die �bernahme des gesamten Rentnerbestandes per 31. Dezember 2010 und 2011 einzuholen. Weiter seien im Auftrag der Pensionskasse bei zwei unabh�ngigen anerkannten Experten Gutachten �ber die Rechtm�ssigkeit des Verteilungsplanes einschliesslich Voraussetzungen und Verfahren einzuholen, wobei sich die Rentner mit deren Auswahl einverstanden erkl�ren m�ssten. Schliesslich seien durch die BVS beim Sicherheitsfonds alle n�tigen Informationen und Empfehlungen einzuholen, die zur Einleitung von Massnahmen zur langfristigen Sicherung der laufenden Rentenverpflichtungen der Pensionskasse beitragen k�nnten.
Die BVS wies "die Beschwerde" mit Verf�gung vom 19. April 2012 ab und stellte die Rechtm�ssigkeit des Entscheides des Stiftungsrates �ber die Teilliquidation vom 29. Juni 2011 fest.
A.________ beantragt mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, der Entscheid vom 12. November 2014 sei aufzuheben und die Sache an die Pensionskasse zur�ckzuweisen mit dem Auftrag, die Teilliquidation unter Beachtung gen�gender technischer Reserven f�r die Weiterf�hrung der Renten erneut durchzuf�hren; insbesondere sei der technische Zinssatz zu senken oder es sei eine bilanztechnisch gleichwertige Bildung einer reglementarischen R�ckstellung "f�r die Senkung des versicherungstechnischen Zinssatzes" vorzunehmen.
Die Pensionskasse, das Bundesverwaltungsgericht und die BVS schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichtet auf eine Stellungnahme. A.________ reicht eine weitere Eingabe ein.
1.1.�Nach Art. 99 Abs. 2 BGG sind neue Begehren unzul�ssig.
1.2.�Das Bundesverwaltungsgericht hat in seiner Stellungnahme darauf hingewiesen, dass der Beschwerdef�hrer die Frage nach der Bildung einer R�ckstellung "technischer Zinssatz" gem�ss Ziff. 2.3.3 des Reglements der Pensionskasse vom 11. September 2009 �ber die Bildung von R�ckstellungen und Schwankungsreserven (nachfolgend: R�ckstellungsreglement; E. 3.3.2) zumindest sinngem�ss bereits in der Replik des vorinstanzlichen Verfahrens aufgeworfen hatte. Dass dieses Vorbringen versp�tet gewesen sein soll, macht sie nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich (vgl. auch Art. 37 VGG [SR 173.32] in Verbindung mit Art. 12 VwVG [SR 172.021]). In diesem Zusammenhang ist der Antrag betreffend "Beachtung gen�gender technischer Reserven" nicht neu im Sinne von Art. 99 Abs. 2 BGG.
1.3.�Weiter verlangt der Beschwerdef�hrer - alternativ zur Senkung des technischen Zinssatzes (vgl. dazu E. 4.1.2) - die Bildung einer R�ckstellung "f�r die Senkung des technischen Zinssatzes". Im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren stellte er indessen keinen entsprechenden Antrag, und zwar weder explizit noch implizit durch entsprechende Ausf�hrungen. Ob das Rechtsbegehren im allgemein formulierten Antrag (des vorinstanzlichen Verfahrens) auf �berpr�fung der der Teilliquidation zugrunde liegenden versicherungstechnischen Bilanz aufgeht, oder ob es vielmehr - mangels Substanziierung im vorinstanzlichen Verfahren - neu und daher unzul�ssig ist, kann hier offenbleiben: Eine R�ckstellung "Senkung technischer Zinssatz", wie sie in Ziff. 2.4 R�ckstellungsreglement erw�hnt wird, begr�ndet der Beschwerdef�hrer in seinen - im vorliegenden Verfahren eingereichten - Eingaben mit keinem Wort, weshalb angesichts der Bestimmungen von Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG darauf ohnehin nicht einzutreten ist.
Die Vorinstanz hat unter Verweis auf Art. 29 Ziff. 2 des Reglements der Pensionskasse vom 11. September 2009 (nachfolgend: Reglement) und Art. 53b Abs. 1 lit. c BVG das Vorliegen eines Teilliquidationstatbestandes per 31. Dezember 2010 bejaht. Den Grundsatz der Rechtsgleichheit hat sie f�r gewahrt gehalten, und zwar mit Blick sowohl auf austretende und verbleibende Versicherte (bezogen auf die Teilliquidation 2010 und sp�tere Teilliquidationen) als auch auf die Methode der Verm�gensbewertung. Weiter ist sie der Auffassung, der Stiftungsrat habe bei der Festsetzung des technischen Zinssatzes auf 3,5 % und bei der Bewertung der Verpflichtungen der Pensionskasse sein Ermessen nicht �berschritten. Sodann habe es im Zusammenhang mit der Teilliquidation 2010 f�r die Stiftungsr�te der Pensionskasse keinen Ausstandsgrund gegeben und die Expertin f�r berufliche Vorsorge sei unabh�ngig gewesen. Den - auf den versicherungstechnischen Bericht vom 23. Juni 2011 und den Bericht vom gleichen Tag zur Teilliquidation per 31. Dezember 2010 gest�tzten - Entscheid des Stiftungsrates vom 29. Juni 2011 hat sie, wie auch die Verf�gung der BVS vom 19. April 2012, f�r rechtens gehalten.
Der Beschwerdef�hrer macht im Wesentlichen geltend, entweder h�tten anl�sslich der Teilliquidation 2010 zus�tzliche R�ckstellungen vorgenommen werden m�ssen oder es w�re ein geringerer technischer Zinssatz angezeigt gewesen. Dadurch w�re der Deckungsgrad gesunken. Dieser sei in der Teilliquidationsbilanz per Ende 2010 zu hoch ausgewiesen worden. Das habe zu hohe Anspr�che der austretenden Versicherten zur Folge gehabt; der Pensionskasse mit ihrem hohen Rentneranteil seien so zu wenig Mittel verblieben.
3.1.�Gem�ss Art. 53d Abs. 6 Satz 1 BVG haben die Versicherten und die Rentnerinnen und Rentner das Recht, die Voraussetzungen, das Verfahren und den Verteilungsplan bei der zust�ndigen Aufsichtsbeh�rde �berpr�fen und entscheiden zu lassen. Diesbez�glich hat die Vorinstanz zutreffend dargelegt, dass die Aufsichtsbeh�rde bei der konkreten Beurteilung einer Teilliquidation lediglich die Einhaltung der gesetzlichen und reglementarischen Bestimmungen (einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens) zu pr�fen hat. Ebenso hat sich das Bundesverwaltungsgericht als zust�ndige Rechtsmittelinstanz (Art. 74 Abs. 1 BVG) auf eine reine Rechtskontrolle zu beschr�nken, w�hrend ihm die Pr�fung der Angemessenheit versagt ist (BGE 139 V 407 E. 4.1.2 S. 411; Urteil 9C_756/2009 vom 8. Februar 2010 E. 5).
3.2.1.�Was den von der Pensionskasse f�r die Teilliquidation verwendeten technischen Zinssatz von 3,5 % anbelangt, so hat die Vorinstanz auf den Referenzzinssatz gem�ss Fachrichtlinie Technischer Zinssatz der Schweizerischen Kammer der Pensionskassen-Experten (FRP 4, http://www.skpe.ch/themen/fachrichtlinien.html), der 2010 4,25 % betrug, und das Contribution Agreement als ein die Finanzierung verst�rkendes Element verwiesen. Sie ist der Auffassung, unter den gegebenen Umst�nden stelle die Festlegung des technischen Zinssatzes durch den Stiftungsrat keine Ermessens�berschreitung dar.
3.2.2.�Der Beschwerdef�hrer legt nicht substanziiert dar (vgl. Art. 42 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit Art. 95 BGG), inwiefern dieser Standpunkt rechtsfehlerhaft sein soll. Diesbez�glich beschr�nkt er sich im Wesentlichen darauf, die Bedeutung des Contribution Agreements zu er�rtern. Darauf ist angesichts des fachm�nnisch durch die Schweizerische Kammer der Pensionskassen-Experten festgelegten Richtwertes f�r den technischen Zinssatz, der weit �ber dem tats�chlich verwendeten technischen Zinssatz liegt, (an dieser Stelle) nicht weiter einzugehen.
4.1.1.�Die Vorsorgeeinrichtungen m�ssen jederzeit Sicherheit daf�r bieten, dass sie die �bernommenen Verpflichtungen erf�llen k�nnen (Art. 65 Abs. 1 BVG). Die Vorsorgeeinrichtung legt in einem Reglement Regeln zur Bildung von R�ckstellungen und Schwankungsreserven fest. Dabei ist der Grundsatz der Stetigkeit zu beachten (Art. 48e der Verordnung vom 18. April 1984 �ber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVV 2; SR 831.441.1] in Verbindung mit Art. 65b BVG).
Technische R�ckstellungen sind, nebst dem Spar- und Deckungskapital, gebundene Mittel der Vorsorgeeinrichtung, die zum versicherungstechnisch notwendigen Vorsorgekapital im Sinne von Art. 44 Abs. 1 BVV 2 geh�ren (vgl. Anhang BVV 2).
4.1.2.�Ziff. 2.3.3 R�ckstellungsreglement (R�ckstellung "technischer Zinssatz") lautet wie folgt:
"Der zur Berechnung der Deckungskapitalien verwendete technische Zinssatz entspricht einem langfristig festgelegten Wert. Nimmt der Anteil der Rentner im Vergleich zu den aktiven Versicherten zu, so nimmt die Sanierungsf�higkeit der Pensionskasse ab. Zur Sicherstellung der eingegangenen Rentenverpflichtungen wird daher eine R�ckstellung technischer Zinssatz ge�ufnet.
Die H�he der R�ckstellung technischer Zinssatz ist von der erwarteten und eingetretenen Entwicklung des Verh�ltnisses zwischen den Rentnern und den aktiven Versicherten abh�ngig. Die R�ckstellung entspricht im Maximum der Differenz zwischen dem Vorsorgekapital der Rentner berechnet mit dem technischen Zinssatz von 3,5 % und demjenigen berechnet mit einem technischen Zinssatz in der H�he der Rendite der 10-j�hrigen Bundesobligationen am Bilanzstichtag.
Die H�he der R�ckstellung und ihr Sollbetrag werden periodisch sowie insbesondere bei Aufl�sung eines Anschlussvertrages durch den Experten f�r berufliche Vorsorge �berpr�ft und an die aktuellen Verh�ltnisse angepasst."
Es wird nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich, dass das R�ckstellungsreglement von der Aufsichtsbeh�rde nicht gepr�ft worden sei (vgl. dazu CHRISTINA RUGGLI, in: BVG und FZG, 2010, N. 7 zu Art. 62 BVG) oder im Widerspruch zu gesetzlichen Vorschriften stehen soll (vgl. Art. 62 Abs. 1 lit. a BVG).
4.2.�Streitig und zu pr�fen ist, ob Ziff. 2.3.3 R�ckstellungsreglement anl�sslich der Teilliquidation per Ende 2010 zwingend die Bildung einer R�ckstellung "technischer Zinssatz" verlangte oder ob es im Ermessen des Stiftungsrates lag, angesichts der konkreten Umst�nde darauf zu verzichten.
4.2.1.�Wie bei einem Vorsorgereglement geschieht auch die Auslegung des R�ckstellungsreglements einer privatrechtlichen Vorsorgeeinrichtung (als vorformulierter Inhalt des Vorsorgevertrages) nach dem Vertrauensprinzip. Dabei gilt es, ausgehend vom Wortlaut und unter Ber�cksichtigung des Zusammenhanges, in dem eine streitige Bestimmung innerhalb des Reglements als Ganzes steht, den objektiven Vertragswillen zu ermitteln, den die Parteien mutmasslich gehabt haben. Das Gericht hat zu ber�cksichtigen, was sachgerecht ist, weil nicht angenommen werden kann, dass die Parteien eine unvern�nftige L�sung gewollt haben (vgl. BGE 140 V 50 E. 2.2 S. 51 f.; 138 V 176 E. 6 S. 181; 131 V 27 E. 2.2 S. 29).
Das Bundesgericht verf�gt bei Auslegungsfragen �ber unbeschr�nkte Kognition (BGE 133 III 61 E. 2.2.1 S. 67; SVR 2012 BVG Nr. 3 S. 11, 9C_1024/2010 E. 4.1 in fine).
4.2.2.�Der Erlass eines Reglements bezweckt, bestimmte Tatbest�nde und ihre Rechtsfolgen von vornherein zu spezifizieren, so dass nicht in jedem konkreten Einzelfall neu und frei entschieden, sondern ein nachvollziehbares und rechtsgleiches Vorgehen in vergleichbaren Sachverhalten gew�hrleistet wird (vgl. BGE 140 V 22 E. 5.3 S. 28; 138 V 346 E. 6.3 S. 363). Durch ein R�ckstellungsreglement wird zudem das Ermessen des Stiftungsrates in der R�ckstellungs- und Reservepolitik eingeschr�nkt (J�RG BRECHB�HL, in: BVG und FZG, 2010, N. 4 zu Art. 65b BVG). Die Bestimmungen eines R�ckstellungsreglements sind auch anl�sslich einer Teilliquidation grunds�tzlich zu ber�cksichtigen (ERICH PETER, Die Verteilung von R�ckstellungen bei Teilliquidation - das korrekte Vorgehen, SZS 2014 S. 84 und 86 f.; PETER/ROOS, Technische R�ckstellungen aus rechtlicher Sicht, Der Schweizer Treuh�nder 6-7/2008 S. 460).
4.2.3.�Aus dem Wortlaut von Ziff. 2.3.3 Abs. 1 R�ckstellungsreglement geht hervor, dass f�r die Bildung einer R�ckstellung "technischer Zinssatz" entscheidend ist, ob der Anteil der Rentner im Vergleich zu jenem der aktiven Versicherten zu- und damit die Sanierungsf�higkeit der Pensionskasse abnimmt. Die eindeutige Formulierung, wonach die fragliche R�ckstellung bei Anstieg des Rentneranteils ge�ufnet "wird", kann nur als Verpflichtung, nicht aber als blosse M�glichkeit verstanden werden.
Ziff. 2.3.3 Abs. 2 R�ckstellungsreglement enth�lt Vorgaben zur Berechnung der R�ckstellung "technischer Zinssatz". Danach ist auf die "erwartete und eingetretene" Entwicklung des Verh�ltnisses zwischen Rentnern und (verbleibenden) aktiven Versicherten abzustellen. Die Bestimmung definiert lediglich eine obere, aber keine untere Grenze der R�ckstellung. Die H�he der zu bildenden R�ckstellung liegt somit grunds�tzlich im Ermessen des Stiftungsrates (vgl. Art. 83 ZGB in Verbindung mit Art. 31 Abs. 9 Reglement).
Ziff. 2.3.3 Abs. 3 R�ckstellungsreglement legt fest, dass "insbesondere" bei Aufl�sung eines Anschlussvertrages die "H�he der R�ckstellung und ihr Sollbetrag" zu �berpr�fen und anzupassen sind. Die Grunds�tze von Ziff. 2.3.3 Abs. 1 und 2 R�ckstellungsreglement werden dadurch nicht relativiert.
4.2.4.�Nach dem Gesagten sind die Vorsorgeeinrichtungen durch die gesetzlichen Vorgaben (E. 4.1.1) verpflichtet, ihr (e) Reglement (e) so zu gestalten, dass die von ihnen �bernommenen Verpflichtungen jederzeit gew�hrleistet sind. In diesem Sinne erliess die Pensionskasse u.a. die Bestimmungen von Ziff. 2.3.3 R�ckstellungsreglement. Daraus geht klar hervor und es ist auch sachlich begr�ndet, dass die Bildung der R�ckstellung "technischer Zinssatz" nicht vom Gutd�nken einer der beteiligten Parteien - vor allem jenem der Pensionskasse - im Zeitpunkt der Teilliquidation abh�ngt, sondern zwingend vorzunehmen ist, sofern die entsprechenden (reglementarischen) Voraussetzungen erf�llt sind. Im Ermessen des Stiftungsrates liegt in diesem Zusammenhang allein, aber immerhin, die H�he der R�ckstellung (vgl. E. 4.2.3).
4.3.�Die Vorsorgeexperten hielten in Bezug auf die R�ckstellung "technischer Zinssatz" in Ziff. 5.5.4 des versicherungstechnischen Berichts per 31. Dezember 2010fest, dass auf dieses Datum 389 Versicherte mit einer Austrittsleistung von 57,702 Mio. Franken austr�ten, was einer Reduktion des Vorsorgekapitals der aktiven Versicherten um 12,3 % entspreche. Es sei davon auszugehen, dass in den n�chsten Jahren Anschlussvertr�ge weiterer Unternehmen aufgel�st w�rden. Somit seien die Voraussetzungen f�r die Bildung einer R�ckstellung "technischer Zinssatz" grunds�tzlich erf�llt. Aufgrund des Contribution Agreements werde vorl�ufig darauf verzichtet.
4.4.1.�In concreto ist der Bedarf zur Bildung der fraglichen R�ckstellung nachgewiesen (E. 4.3). Als notwendiges Vorsorgekapital (vgl. E. 4.1.1) ist er - nach den Regeln der Transparenz - separat auf der Passivseite der Bilanz auszuweisen (vgl. Art. 65a BVG sowie Art. 47 Abs. 2 [auch in der bis 31. Dezember 2013 geltenden Fassung] und Art. 48 BVV 2, konkretisiert in den Fachempfehlungen zur Rechnungslegung Swiss GAAP FER 26 [http://www.fer.ch/inhalt/home/home /news-details/article/medienmitteilung-62-sitzung-der-fachkommission-fer-26.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=28&cHash=a20ae6db57] und in der Fachrichtlinie Vorsorgekapitalien und technische R�ckstellungen der Schweizerischen Kammer der Pensionskassen-Experten [FRP 2, http://www.skpe.ch/themen/fachrichtlinien.html]). Die im Contribution Agreement vereinbarten Zusch�sse ber�hren demgegen�ber die Aktivseite der Bilanz. Die gesetzlich erforderliche Bilanzierung der notwendigen R�ckstellungen l�sst sich damit nicht substituieren. Die aufgrund des Contribution Agreements geschuldeten Zahlungen bei einer Unterdeckung kompensieren den Fehlbetrag der Pensionskasse, dessen H�he vom gebotenen Vorsorgekapital abh�ngt.
4.4.2.�Im Weiteren ist der konkrete Bedarf zur Bildung der fraglichen R�ckstellung langfristig, ist doch unbestritten, dass bereits Ende 2010 Klarheit �ber die erwartete Entwicklung herrschte und nicht eine Senkung, sondern eine weitere erhebliche Erh�hung des Rentneranteils in Aussicht stand (E. 4.3). Demgegen�ber sind die Anspr�che der Pensionskasse aus dem Contribution Agreement auf zwei Phasen von je 72 Monaten Dauer, d.h. insgesamt auf zw�lf Jahre befristet, was mit Blick auf die weiteren Austritte von aktiven Versicherten "in den n�chsten Jahren" und die weit l�nger dauernden Verpflichtungen der Pensionskasse zur Ausrichtung von Alters- und Hinterlassenenleistungen (an die verbleibenden Rentner resp. deren Hinterlassene) einem eher kurzen Zeithorizont entspricht. Zudem ist die Einbringlichkeit der Zusch�sse gem�ss Contribution Agreement von der Bonit�t des Verpflichteten abh�ngig. Auch wenn diese gegenw�rtig ausser Frage steht, �ndert dies nichts daran, dass keine entsprechenden Sicherheiten bestehen.
4.4.3.�Die Bildung von technischen R�ckstellungen hat eine Senkung der freien Mittel resp. eine Erh�hung des Fehlbetrages und somit einen geringeren Deckungsgrad zur Folge (BRECHB�HL, a.a.O., N. 4 und 6 zu Art. 65b BVG). Dies hindert einen Arbeitgeber indessen nicht, sich freiwillig zu verpflichten, eine allf�llige Unterdeckung auszufinanzieren. Will er die Ausfinanzierung in der H�he begrenzt halten, hat er dies im Rahmen des (vertraglichen) Verpflichtungsgesch�fts zu regeln. Ein solches Ergebnis darf nicht dadurch erreicht werden, dass die Pensionskasse auf die Bildung notwendiger Reserven verzichtet.
4.4.4.�Soweit die Beschwerdegegnerin vorbringt, anl�sslich der Teilliquidation per Ende 2010 sei dem Abgangsbestand kein Anteil der technischen R�ckstellungen mitgegeben worden, kann sie nichts f�r sich ableiten. In Ziff. 5.1.1 bis 5.1.3 des Berichts zur Teilliquidation per 31. Dezember 2010 wurde dargelegt, dass auch keine entsprechenden versicherungstechnischen Risiken �bertragen wurden. In diesem Zusammenhang kann daher nicht von einer Erh�hung der finanziellen Sicherheit gesprochen werden.
4.5.�Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der Abschluss des Contribution Agreements kein gleichwertiger Ersatz f�r die Bildung einer R�ckstellung "technischer Zinssatz" darstellt. Er erlaubt daher auch kein Abweichen vom Gebot von Ziff. 2.3.3 R�ckstellungsreglement. Folglich hat die Pensionskasse die Teilliquidation per Ende 2010 zu erg�nzen, indem unter angemessener Ber�cksichtigung der Entwicklung des Rentneranteils eine entsprechende R�ckstellung "technischer Zinssatz" gebildet und miteinbezogen wird. Insoweit ist die Beschwerde begr�ndet.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat die Beschwerdegegnerin die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der obsiegende Beschwerdef�hrer hat keinen Anspruch auf Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 2 BGG), da er nicht anwaltlich vertreten ist und keine besonderen Verh�ltnisse vorliegen, die eine Entsch�digung f�r weitere Umtriebe rechtfertigen (Urteil 9C_1094/2009 vom 31. Mai 2010 E. 4 mit Hinweisen; THOMAS GEISER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 5 f. zu Art. 68 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist. Der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 12. November 2014 und die Verf�gung der BVG- und Stiftungsaufsicht des Kantons Z�rich (BVS) vom 19. April 2012 werden aufgehoben. Die Beschwerdegegnerin wird angewiesen, die Teilliquidation per Ende 2010 im Sinne der Erw�gungen durchzuf�hren.