Source: https://www.gesetze-im-internet.de/altholzv/BJNR330210002.html
Timestamp: 2018-04-24 10:35:02
Document Index: 333771492

Matched Legal Cases: ['Art. 62', 'Art. 5', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 2', '§ 5', '§ 3', '§ 3', '§ 6', '§ 3', '§ 1', '§ 1', '§ 3', '§ 12', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 3', '§ 6', '§ 7', '§ 5']

AltholzV - Verordnung über Anforderungen an die Verwertung und Beseitigung von Altholz
"Altholzverordnung vom 15. August 2002 (BGBl. I S. 3302), die zuletzt durch Artikel 62 des Gesetzes vom 29. März 2017 (BGBl. I S. 626) geändert worden ist"
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 62 G v. 29.3.2017 I 626
(+++ Textnachweis ab: 1.3.2003 +++)
Die V wurde als Artikel 1 d. V v. 15.8.2002 I 3302 von der Bundesregierung nach Anhörung der beteiligten Kreise, unter Wahrung der Rechte des Bundestages mit Zustimmung des Bundesrates erlassen. Sie tritt gem. Art. 5 dieser V mWv 1.3.2003 in Kraft.
von Altholz.
Erzeuger und Besitzer von Altholz,
Betreiber von Anlagen, in denen Altholz verwertet oder beseitigt wird,
öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger, soweit sie Altholz verwerten oder beseitigen und
Dritte, Verbände und Selbstverwaltungskörperschaften der Wirtschaft, denen nach § 16 Abs. 2, § 17 Abs. 3 oder § 18 Abs. 2 des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes vom 27. September 1994 (BGBl. I S. 2705), das zuletzt durch Artikel 5 des Gesetzes vom 6. Oktober 2011 (BGBl. I S. 1986) geändert worden ist, Pflichten zur Verwertung oder Beseitigung von Altholz übertragen worden sind.
(3) Diese Verordnung gilt nicht für eine stoffliche Verwertung von Altholz, die von Absatz 1 in Verbindung mit § 2 Nr. 7 nicht erfasst wird. Diese Verordnung gilt auch nicht für Anlagen nach § 5 der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen.
Industrierestholz und Gebrauchtholz, soweit diese Abfall im Sinne des § 3 Absatz 1 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sind;
Industrierestholz:
die in Betrieben der Holzbe- oder -verarbeitung anfallenden Holzreste einschließlich der in Betrieben der Holzwerkstoffindustrie anfallenden Holzwerkstoffreste sowie anfallende Verbundstoffe mit überwiegendem Holzanteil (mehr als 50 Masseprozent);
Gebrauchtholz:
gebrauchte Erzeugnisse aus Massivholz, Holzwerkstoffen oder aus Verbundstoffen mit überwiegendem Holzanteil (mehr als 50 Masseprozent);
Altholzkategorie:
naturbelassenes oder lediglich mechanisch bearbeitetes Altholz, das bei seiner Verwendung nicht mehr als unerheblich mit holzfremden Stoffen verunreinigt wurde,
verleimtes, gestrichenes, beschichtetes, lackiertes oder anderweitig behandeltes Altholz ohne halogenorganische Verbindungen in der Beschichtung und ohne Holzschutzmittel,
Altholz mit halogenorganischen Verbindungen in der Beschichtung ohne Holzschutzmittel,
mit Holzschutzmitteln behandeltes Altholz, wie Bahnschwellen, Leitungsmasten, Hopfenstangen, Rebpfähle, sowie sonstiges Altholz, das aufgrund seiner Schadstoffbelastung nicht den Altholzkategorien A I, A II oder A III zugeordnet werden kann, ausgenommen PCB-Altholz;
PCB-Altholz:
Altholz, das PCB im Sinne der PCB/PCT-Abfallverordnung ist und nach deren Vorschriften zu entsorgen ist, insbesondere Dämm- und Schallschutzplatten, die mit Mitteln behandelt wurden, die polychlorierte Biphenyle enthalten;
bei der Be- und Verarbeitung des Holzes eingesetzte Stoffe mit biozider Wirkung gegen Holz zerstörende Insekten oder Pilze sowie Holz verfärbende Pilze, ferner Stoffe zur Herabsetzung der Entflammbarkeit von Holz;
stoffliche Verwertung von Altholz:
Aufbereitung von Altholz zu Holzhackschnitzeln und Holzspänen für die Herstellung von Holzwerkstoffen,
Gewinnung von Synthesegas zur weiteren chemischen Nutzung und
Herstellung von Aktivkohle/Industrieholzkohle;
energetische Verwertung von Altholz:
Verwertung von Altholz im Sinne des § 3 Absatz 23 in Verbindung mit dem Verfahren R 1 der Anlage 2 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes;
Altholzbehandlungsanlage:
Anlage zur stofflichen oder energetischen Verwertung von Altholz sowie Anlagen zur Sortierung oder sonstigen Behandlung von Altholz einschließlich jeweils zugehöriger Lagerung;
Störstoffe:
anorganische oder organische holzfremde Stoffe, insbesondere Bodenmaterial, Steine, Beton, Metallteile, Papier, Pappe, Textilien, Kunststoffe oder Folien, die dem Altholz anhaften, beigemengt oder mit diesem verbunden sind, soweit diese die Verwertung behindern.
(1) Zur Gewährleistung einer schadlosen stofflichen Verwertung von Altholz sind die Anforderungen des Anhangs I einzuhalten. Gemäß Anhang I dürfen für die in Spalte 1 bezeichneten Verwertungsverfahren nur die in Spalte 2 genannten Altholzkategorien unter Beachtung der in Spalte 3 aufgeführten besonderen Anforderungen an die stoffliche Verwertung eingesetzt werden. Die zum Zwecke der Herstellung von Holzwerkstoffen aufbereiteten Holzhackschnitzel und Holzspäne dürfen die in Anhang II genannten Grenzwerte nicht überschreiten. Diese gelten als eingehalten, wenn der Grenzwert im gleitenden Durchschnitt der vier zuletzt nach § 6 Abs. 2 durchgeführten Untersuchungen nicht überschritten wird und kein Analyseergebnis den Grenzwert um mehr als 25 von Hundert überschreitet.
(2) Die energetische Verwertung von Altholz hat entsprechend den Regelungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und den auf seiner Grundlage ergangenen Rechtsverordnungen zu erfolgen.
(3) Bei einem Gemisch von Altholz unterschiedlicher Altholzkategorien richten sich die Anforderungen an die Verwertung nach den Absätzen 1 und 2 nach der jeweils höchsten Altholzkategorie. Für die Herstellung von Holzwerkstoffen dürfen unterschiedliche Altholzkontingente nur miteinander vermischt werden, wenn für jedes der Kontingente die Anforderungen des Anhangs II erfüllt sind.
Die Verfahren zur stofflichen Verwertung von Altholz sind hochwertig. Satz 1 gilt entsprechend für die Verfahren zur energetischen Verwertung von Altholz.
Altholz darf zum Zwecke der stofflichen und energetischen Verwertung nur in den Verkehr gebracht werden, um es einer Altholzbehandlungsanlage zuzuführen, in der die Anforderungen nach den §§ 3, 5 bis 7 und 12 eingehalten werden.
Die nach § 1 Abs. 2 Verpflichteten haben Altholz, das nicht verwertet wird, zum Zwecke der Beseitigung einer dafür zugelassenen thermischen Behandlungsanlage zuzuführen.
Die nach § 1 Abs. 2 Verpflichteten haben Altholz, das in Mengen von insgesamt mehr als 1 Kubikmeter loses Schüttvolumen oder 0,3 Tonnen pro Tag anfällt, sowie PCB-Altholz, kyanisiertes oder mit Teeröl behandeltes Altholz an der Anfallstelle nach Herkunft und Sortiment gemäß Anhang III oder nach Altholzkategorien getrennt zu erfassen sowie getrennt zu sammeln, bereitzustellen, zu überlassen, einzusammeln, zu befördern und zu lagern, soweit dies zur Erfüllung der Anforderungen nach den §§ 3, 8 und 9 erforderlich ist.
entgegen § 12 Absatz 3 eine Angabe nicht oder nicht mindestens fünf Jahre speichert und ein Einzelblatt nicht oder nicht mindestens fünf Jahre aufbewahrt oder eine Angabe oder ein Einzelblatt nicht oder nicht rechtzeitig vorlegt.
Anhang I (zu § 3 Abs. 1)
Verfahren für die stoffliche Verwertung von Altholz
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2002, 3306
Zugelassene Altholzkategorien
1 Aufbereitung von Altholz zu Holzhackschnitzeln und Holzspänen für die Herstellung von Holzwerkstoffen ja ja (ja) Die Aufbereitung von Altholz der Altholzkategorie A III ist nur zulässig, wenn Lackierungen und Beschichtungen durch eine Vorbehandlung weitgehend entfernt wurden oder im Rahmen des Aufbereitungsprozesses entfernt werden.
2 Gewinnung von Synthesegas zur weiteren chemischen Nutzung ja ja ja ja Eine Verwertung ist nur in hierfür nach § 4 des Bundesimmissionsschutzgesetzes genehmigten Anlagen zulässig.
3 Herstellung von Aktivkohle/Industrieholzkohle ja ja ja ja Eine Verwertung ist nur in hierfür nach § 4 des Bundesimmissionsschutzgesetzes genehmigten Anlagen zulässig.
Anhang II (zu § 3 Abs. 1)
Grenzwerte für Holzhackschnitzel und Holzspäne zur Herstellung von Holzwerkstoffen
Element/Verbindung
Konzentration (Milligramm je Kilogramm Trockenmasse)
Quecksilber 0,4
Chlor 600
Fluor 100
Pentachlorphenol 3
Polychlorierte Biphenyle 5
Zuordnung gängiger Altholzsortimente im Regelfall
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2002, 3307 - 3308
Zuordnung im Regelfall
Holzabfälle aus der Holzbe- und -verarbeitung Verschnitt, Abschnitte, Späne von naturbelassenem Vollholz A I 03 01 05
Verschnitt, Abschnitte, Späne von Holzwerkstoffen und sonstigen behandeltem Holz (ohne schädliche Verunreinigungen) A II 03 01 05
Verpackungen Paletten Paletten aus Vollholz, wie z. B.: Europaletten, Industriepaletten aus Vollholz A I 15 01 03
Paletten aus Holzwerkstoffen A II 15 01 03
Sonstige Paletten, mit Verbundmaterialien A III 15 01 03
Transportkisten, Verschläge aus Vollholz A I 15 01 03
Transportkisten aus Holzwerkstoffen A II 15 01 03
Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenkisten sowie ähnliche Kisten aus Vollholz A I 15 01 03
Munitionskisten A IV 15 01 10 *
Kabeltrommeln aus Vollholz (Herstellung vor 1989) A IV 15 01 10 *
Kabeltrommeln aus Vollholz (Herstellung nach 1989) A I 15 01 03
Altholz aus dem Baubereich Baustellensortimente naturbelassenes Vollholz A I 17 02 01
Holzwerkstoffe, Schalhölzer, behandeltes Vollholz (ohne schädliche Verunreinigungen) A II 17 02 01
Altholz aus dem Abbruch und Rückbau Dielen, Fehlböden, Bretterschalungen aus dem Innenausbau (ohne schädliche Verunreinigungen) A II 17 02 01
Türblätter und Zargen von Innentüren (ohne schädliche Verunreinigungen) A II 17 02 01
Profilblätter für die Raumausstattung, Deckenpaneele, Zierbalken usw. (ohne schädliche Verunreinigungen) A II 17 02 01
Altholz aus dem Baubereich (Fortsetzung) Altholz aus dem Abbruch und Rückbau (Fortsetzung) Dämm- und Schallschutzplatten, die mit Mitteln behandelt wurden, die polychlorierte Biphenyle enthalten Beseitigung 17 06 03 *
Bauspanplatten A II 17 02 01
Konstruktionshölzer für tragende Teile A IV 17 02 04 *
Holzfachwerk und Dachsparren A IV 17 02 04 *
Fenster, Fensterstöcke, Außentüren A IV 17 02 04 *
Imprägnierte Bauhölzer aus dem Außenbereich A IV 17 02 04 *
Bau- und Abbruchholz mit schädlichen Verunreinigungen A IV 17 02 04 *
Imprägniertes Altholz aus dem Außenbereich Bahnschwellen A IV 17 02 04 *
Leitungsmasten A IV 17 02 04 *
Sortimente aus dem Garten- und Landschaftsbau, imprägnierte Gartenmöbel A IV 17 02 04 *
Sortimente aus der Landwirtschaft A IV 17 02 04 *
Möbel Möbel, naturbelassenes Vollholz A I 20 01 38
Möbel, ohne halogenorganische Verbindungen in der Beschichtung A II 20 01 38
Möbel, mit halogenorganischen Verbindungen in der Beschichtung A III 20 01 38
Altholz aus dem Sperrmüll (Mischsortiment) A III 20 03 07
Altholz aus industrieller Anwendung (z. B. Industriefußböden, Kühltürme) A IV 17 02 04 *
Altholz aus dem Wasserbau A IV 17 02 04 *
Altholz von abgewrackten Schiffen und Waggons A IV 17 02 04 *
Altholz aus Schadensfällen (z. B. Brandholz) A IV 17 02 04 *
Feinfraktion aus der Aufarbeitung von Altholz zu Holzwerkstoffen A IV 19 12 06 *
Vorgaben zur Analytik für Holzhackschnitzel und Holzspäne zur Herstellung von Holzwerkstoffen
(Fundstelle: BGBl. I 2002, 3309 - 3313;
Die Probenahme nach § 6 ist von Personen durchzuführen, die über die für die Durchführung der Probenahme erforderliche Fachkunde verfügen. Die zu untersuchenden Proben sind aus der laufenden Produktion zu entnehmen. Aus dem Materialstrom ist wenigstens alle 10 t eine Einzelprobe von mindestens 2 l zu entnehmen, zum Beispiel mit einem Gefäß mit Stiel, das in den Abwurf des Förderbandes gehalten wird. Die Probenahme ist schriftlich oder elektronisch zu dokumentieren. Die Dokumentation enthält mindestens das Datum der Probenahme, die Angabe der beprobten Charge sowie den Namen des Probenehmers. Probentransport und Probenlagerung haben so zu erfolgen, dass eine Beeinflussung der chemischen, physikalischen und biologischen Beschaffenheit des Probenmaterials soweit wie möglich ausgeschlossen wird.
Herstellung der Laborprobe
Je zu untersuchender Charge ist eine Laborprobe für die analytischen Untersuchungen zu erstellen. Dazu werden die Einzelproben auf einer sauberen, glatten Unterlage zu einer Mischprobe vereinigt und durch wiederholtes Umsetzen homogenisiert. Aus der Mischprobe ist eine Laborprobe von 500 g mit geeigneten Probenteilern oder durch Aufkegeln und Vierteln nach DIN 51701, Teil 3 (Ausgabe August 1985) zu entnehmen. Die Laborprobe ist nach Trocknung zu teilen. Eine Hälfte der Laborprobe ist als Rückstellprobe zu verwenden. Diese ist mit Datum und Analysennummer zu kennzeichnen und mindestens sechs Monate aufzubewahren.
Die für die Analyse aufzubereitende Laborprobe soll lufttrocken sein. Feuchtes Material ist vor der Aufbereitung an einem gut belüfteten Platz oder in einem Labortrockenschrank (Trocknungstemperatur maximal 40 Grad C) zu trocknen. Die Laborprobe wird in einer geeigneten Mühle (Kreuzschlag- oder Schneidmühle) gegebenenfalls unter Kühlung mit flüssigem Stickstoff auf eine Korngröße von < 2 mm gemahlen.
Für jeden Untersuchungsparameter sind mindestens zwei parallele Bestimmungen durchzuführen.
Bestimmung des Feuchtigkeitsgehaltes
Die Bestimmung des Feuchtigkeitsgehaltes erfolgt nach DIN 52183 (Ausgabe November 1977). Die Ergebnisse sind in Gewichtsprozent anzugeben.
Bestimmung des Chlor- und Fluorgehaltes
Die lufttrockenen, gemahlenen Altholzproben werden nach DIN 51727 (Ausgabe Juni 2001) oxidativ aufgeschlossen. Die Chlorid- und Fluoridgehalte in der Aufschlusslösung werden mit Ionenchromatographie gemäß DIN EN ISO 10304, Teil 1 (Ausgabe April 1995) bestimmt. Die Ergebnisse sind in Milligramm je Kilogramm Trockenmasse anzugeben.
Bestimmung der Elemente Arsen, Blei, Cadmium, Chrom, Kupfer und Quecksilber
Die lufttrockenen, gemahlenen Altholzproben werden nach DIN EN 13657 (Entwurf Oktober 1999) mit Königswasser aufgeschlossen. Die Messung der Elementkonzentrationen in der Aufschlusslösung erfolgt nach einer der folgenden Untersuchungsmethoden:
Pentachlorphenol und seine Salze werden mit Methanol im Ultraschallbad extrahiert und nach Acetylierung mittels Gaschromatographie mit Elektroneneinfangdetektion (GC-ECD) quantifiziert. Dieses Verfahren ist anwendbar für die Bestimmung von PCP in zerkleinertem Holz im Konzentrationsbereich von 0,1 mg/kg bis 100 mg/kg.
Die Reinigung der Glasgeräte erfolgt durch Waschen mit reinigungsmittelhaltigem Wasser und destilliertem Wasser sowie anschließendes Spülen mit Aceton und n-Hexan.
Herstellung der Kalibrierlösungen
Die Stammlösungen werden durch Einwaage fester Substanzen höchster Reinheit hergestellt und bei -20 Grad C im Dunkeln aufbewahrt.
Die Kalibrierung erfolgt über das gesamte Verfahren. Dazu werden 20 myl, 50 myl, 100 myl, 200 myl und 500 myl der PCP-Standardlösung jeweils mit 250 myl der TBP-Standardlösung auf 5 g Seesand gegeben und wie nachfolgend für die Durchführung der Analyse beschrieben aufgearbeitet (das heißt, statt Holz wird Seesand verwendet).
Es werden je nach der zu erwartenden Konzentration 1 g, 3 g oder 4 g Holz jeweils in einen Erlenmeyerkolben eingewogen. Auf das Holz werden 250 myl TBP-Lösung (ISTD 1) gegeben. Diese Lösung lässt man 30 Minuten einwirken. Nun wird das Holz mit 50 ml Methanol versetzt und zwei Stunden bei 40 Grad C einer Ultraschallbehandlung unterworfen. Nach dem Absetzen der Feststoffe wird der Extrakt (cirka 25 ml) vorsichtig mit einer Pasteurpipette abgenommen, in ein verschließbares Glasgefäß überführt und für die Weiteraufarbeitung aufbewahrt.
In einem 150 ml Schütteltrichter werden 30 ml einer 0,1 molaren K(tief)2CO(tief)3-Lösung vorgelegt, mit einem Aliquot des Extraktes (zum Beispiel 1 ml) versetzt und fünf Minuten geschüttelt. Auf die Zugabe von 2 ml Essigsäureanhydrid erfolgt zweiminütiges Schütteln. Dann sind 20 ml Cyclohexan hinzuzufügen und zehn Minuten zu schütteln. Die wässrige Phase wird verworfen; die organische Phase wird über eine mit Na(tief)2SO(tief)4 gefüllte Glassäule in einen 25 ml Messkolben filtriert. Nach Zugabe von 10 myl der Lösung des ISTD 2 wird auf 25 ml genau aufgefüllt. Diese Lösung wird für die GC-ECD-Analyse verwendet. Die PCP-Konzentration im Extrakt muss innerhalb des von den Kalibrierlösungen abgedeckten Bereiches liegen.
Analyse mittels GC-ECD
GC-Bedingungen (Beispiel):
Säule: HP-5 30 m; 0,25 mym; 0,32 mm ID
Zunächst erfolgt die Erstellung einer Kalibriergeraden mit den Standardlösungen (siehe Abschnitt 1.4.4.7.2), nachfolgend schließt sich die Bestimmung des PCP-Gehaltes in einem Probenextrakt mittels dieser Kalibriergeraden an (siehe Abschnitt 1.4.4.7.3).
Kalibrierung über das gesamte Verfahren
Zur Erstellung der Kalibriergeraden wird das Peakflächenverhältnis von acetyliertem PCP-Standard zu acetyliertem TBP gegen das entsprechende Konzentrationsverhältnis gemäß folgender Gleichung aufgetragen:
Die lufttrockene, gemahlene Altholzprobe wird nach Zugabe eines internen Standards mit n-Hexan im Soxhlet oder durch ein vergleichbares Extraktionsverfahren extrahiert. Im Extrakt enthaltene PCB-Kongenere werden durch geeignete Reinigungsschritte, insbesondere eine Kombination einer Benzolsulfonsäure-Trennsäule mit einer Silicagel-Säule, von störenden Begleitstoffen weitgehend befreit. Die Bestimmung der PCB-Kongenere (Ballschmiter Nr. 28, 52, 101, 138, 153, 180) erfolgt durch Kapillargaschromatographie mit Elektroneneinfangdetektor (ECD) in Anwendung von DIN 38414, Teil 20 (Ausgabe Januar 1996). Der Gesamtgehalt an PCB ergibt sich aus der Summe des für jedes der PCB-Kongenere ermittelten Massenanteils, bezogen auf die Trockenmasse der Altholzprobe, multipliziert mit dem Faktor fünf und auf 0,1 mg/kg gerundet.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit kann für die Bestimmung von polychlorierten Biphenylen andere wissenschaftlich anerkannte Prüfverfahren im Bundesanzeiger bekannt geben, wenn entsprechende wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen.
Die zuständige Behörde soll andere Methoden zulassen, wenn deren Gleichwertigkeit nachgewiesen wird.
Die Ergebnisse der jeweiligen zwei parallelen Bestimmungen und ihr arithmetischer Mittelwert sind anzugeben. Zur Prüfung der Einhaltung der in Anhang II genannten Grenzwerte ist auf den arithmetischen Mittelwert abzustellen. Die Mittelwertbildung ist nur zulässig, wenn die Differenz der beiden Einzelwerte die methodenübliche Wiederholbarkeit nach DIN ISO 5725, Teil 1 (Ausgabe November 1997) nicht überschreitet. Im Falle einer derartigen Überschreitung sind eine Überprüfung auf mögliche Ursachen der überhöhten Differenz und eine dritte Messung erforderlich. Sofern die Überprüfung der überhöhten Differenz keine eindeutige Ursache erbracht hat, ist für die Prüfung der Einhaltung der in Anhang II genannten Grenzwerte der mittlere der drei der Größe nach geordneten Einzelwerte (Median) heranzuziehen.
Die Untersuchungsstellen sind verpflichtet, die Analysenergebnisse durch geeignete Maßnahmen zur internen und externen Qualitätssicherung nach DIN EN ISO/IEC 17025 (Ausgabe April 2000) abzusichern. Dazu gehören unter anderem die Führung von Qualitätsregelkarten, der Einsatz von Referenzmaterialien und die erfolgreiche Teilnahme an Ringversuchen.
Untersuchung von Altholz zur energetischen Verwertung
Die Probenahme nach § 7 ist von Personen durchzuführen, die über die für die Durchführung der Probenahme erforderliche Fachkunde verfügen. Die zu untersuchenden Proben sind aus dem laufenden Altholzdurchsatz von vorgebrochenem Altholz zu entnehmen. Je höchstens 10 t der zu beprobenden Charge ist aus dem Materialstrom jeweils mindestens 20 kg Altholz über eine Abwurfeinrichtung zu entnehmen. Aus der so entnommenen Altholzprobe sind Altholzanteile nicht zugelassener Altholzkategorien entsprechend den Vorgaben nach § 5 auszusortieren und deren Masse festzustellen.
Anlieferungsschein für Altholz
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2002, 3314 - 3315
Anlieferer                                          Datum:
(Firma/Ansprechpartner):
Gängige Altholzsortimente         I Zuordnung    I Altholz-    I   Menge
I im Regelfall I kategorie   I
I zu Altholz-  I des an-     I
I kategorie    I gelieferten I     I
I              I Altholzes   I (t)  (cbm)
Verschnitt, Abschnitte, Späne von I     A I      I             I     I
naturbelassenem Vollholz          I              I             I     I
Verschnitt, Abschnitte, Späne von I     A II     I             I     I
Holzwerkstoffen und sonstigem     I              I             I     I
behandeltem Holz (ohne schädliche I              I             I     I
Verunreinigungen)                 I              I             I     I
Paletten aus Vollholz, wie z. B.: I     A I      I             I     I
Europaletten, Industriepaletten   I              I             I     I
aus Vollholz                      I              I             I     I
Paletten aus Holzwerkstoffen      I     A II     I             I     I
Sonstige Paletten, mit            I     A III    I             I     I
Verbundmaterialien                I              I             I     I
Transportkisten, Verschläge aus   I     A I      I             I     I
Vollholz                          I              I             I     I
Transportkisten aus Holzwerkstoffen     A II     I             I     I
Obst-, Gemüse- und Zierpflanzen-  I     A I      I             I     I
kisten sowie ähnliche Kisten aus  I              I             I     I
Munitionskisten                   I     A IV     I             I     I
Kabeltrommeln aus Vollholz        I     A IV     I             I     I
(Herstellung vor 1989)            I              I             I     I
Kabeltrommeln aus Vollholz        I     A I      I             I     I
(Herstellung nach 1989)           I              I             I     I
Baustellensortimente aus          I     A I      I             I     I
Baustellensortimente aus Holz-    I     A II     I             I     I
werkstoffen, Schalhölzern,        I              I             I     I
behandeltem Vollholz (ohne        I              I             I     I
schädliche Verunreinigungen)      I              I             I     I
Dielen, Fehlböden, Bretter-       I     A II     I             I     I
schalungen aus dem Innenausbau    I              I             I     I
(ohne schädliche Verunreinigungen)               I             I     I
Türblätter und Zargen von         I     A II     I             I     I
Innentüren (ohne schädliche       I              I             I     I
Profilbretter für die Raum-       I     A II     I             I     I
ausstattung, Deckenpaneele,       I              I             I     I
Zierbalken usw. (ohne schädliche  I              I             I     I
Dämm- und Schallschutzplatten,    I Beseitigung  I             I     I
die mit Mitteln behandelt wurden, I              I             I     I
die polychlorierte Biphenyle      I              I             I     I
enthalten                         I              I             I     I
Bauspanplatten                    I     A II     I             I     I
Konstruktionshölzer für tragende  I     A IV     I             I     I
Teile                             I              I             I     I
Holzfachwerk und Dachsparren      I     A IV     I             I     I
Fenster, Fensterstöcke,           I     A IV     I             I     I
Außentüren                        I              I             I     I
Imprägnierte Bauhölzer aus dem    I     A IV     I             I     I
Außenbereich                      I              I             I     I
Bau- und Abbruchholz mit          I     A IV     I             I     I
schädlichen Verunreinigungen      I              I             I     I
Bahnschwellen                     I     A IV     I             I     I
Leitungsmasten                    I     A IV     I             I     I
Sortimente aus dem Garten- und    I     A IV     I             I     I
Landschaftsbau, imprägnierte      I              I             I     I
Gartenmöbel                       I              I             I     I
Sortimente aus der Landwirtschaft I     A IV     I             I     I
Möbel, naturbelassenes Vollholz   I     A I      I             I     I
Möbel, ohne halogenorganische     I     A II     I             I     I
Verbindungen in der Beschichtung  I              I             I     I
Möbel, mit halogenorganischen     I     A III    I             I     I
Altholz aus Sperrmüll             I     A III    I             I     I
(Mischsortiment)                  I              I             I     I
Altholz aus industrieller         I     A IV     I             I     I
Anwendung (z. B. Industrie-       I              I             I     I
fußböden, Kühltürme)              I              I             I     I
Altholz aus dem Wasserbau         I     A IV     I             I     I
Altholz von abgewrackten Schiffen I     A IV     I             I     I
und Waggons                       I              I             I     I
Altholz aus Schadensfällen        I     A IV     I             I     I
(z. B. Brandholz)                 I              I             I     I
Feinfraktion aus der Aufarbeitung I     A IV     I             I     I
von Altholz zu Holzwerkstoffen    I              I             I     I
Holzhackschnitzel, Holzspäne      I              I             I     I
Sonstige (nähere Bezeichnung      I              I             I     I
nachfolgend)                      I              I             I     I
I              I             I     I
................................. I              I             I     I
Betreiber der Altholzbehandlungs-
anlage (soweit erforderlich):
Empfänger                           Straße:
(Firma/Ansprechpartner):            PLZ und Ort:
(Unterschrift des Anlieferers)