Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20204/09
Timestamp: 2019-03-21 00:29:04
Document Index: 274887366

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 15.06.2010 - VI ZR 204/09 - dejure.org
BGH, 15.06.2010 - VI ZR 204/09
Arzthaftung: Eingriffsaufklärung des Patienten in einem Telefonat
Einwilligung und telefonische Aufklärung eines Elternteils bei einer Routineoperation; Aufklärungspflichtig eines Arztes für die in seinem Fachgebiet selber durchgeführten Eingriffsmaßnahmen und Behandlungsmaßnahmen
Patientenaufklärung durch Arzt mittels Telefon zulässig?
Arztrecht - Aufklärung über Eingriff durch den Arzt auch telefonisch möglich
christmann-law.de (Entscheidungsanmerkung und ausführliche Zusammenfassung)
Telefonische Aufklaerung von Patienten ausreichend bei einfachem Fall
Patientenaufklärung per Telefon
Zulässigkeit einer ärztlichen Aufklärung in einem Telefongespräch
Säugling bei der Narkose schwer geschädigt - Bei einem Routinefall darf der Anästhesist Patienten bzw. Eltern am Telefon über das Risiko informieren
dentalundmedizinrecht.de (Pressebericht)
Patienten an der Strippe - BGH-Urteil zur telefonischen Patientenaufklärung
Richter billigen telefonische Aufklärung bei "Routinefällen"
Telefonische Aufklärung (bei einfach gelagerten Fällen) mit Zustimmung des Patienten zulässig
Bei unkomplizierten Eingriffen kann auch telefonische Aufklärung über die bestehenden Risiken ausreichen
Telefonische Aufklärung von Patienten
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 15.06.2010, Az.: VI ZR 204/09 (Grundsätzliche Zulässigkeit einer telefonischen Risikoaufklärung in "einfach gelagerten Fällen")" von RA Dr. Markus Finn, original erschienen in: MedR 2010, 857 - 861.
Kurznachricht zu "Bundesgerichtshof lässt erstmals telefonische Aufklärung genügen - der Anfang vom Ende des Aufklärungsgesprächs?" von RA/FAMedR/FAArbR Dr. Bernhard Debong, original erschienen in: ArztR 2011, 4 - 6.
LG Traunstein, 16.04.2008 - 3 O 2127/04
NJW 2010, 2430
MDR 2010, 923
VersR 2010, 1183
JR 2012, 30
Deshalb muss sich der Arzt in einem solchen Fall die Gewissheit verschaffen, dass der nicht erschienene Elternteil mit der vorgesehenen Behandlung des Kindes einverstanden ist (vgl. BGH-Urteil v. 15.06.2010 - VI ZR 204/09 -, Juris-Veröffentlichung unter Rz.15).
Zwar bedarf es für einen ärztlichen Heileingriff bei einem minderjährigen Kind, in den Fällen, in denen die elterliche Sorge beiden Eltern gemeinsam zusteht, stets der Einwilligung beider Elternteile (BGH GesR 2010, 479 (480)).
Dies entspricht der obergerichtlichen Rechtsprechung (zuletzt BGH GesR 2010, 479-481 unter Hinweis auf die rechtlich gebotene Einräumung von Fragemöglichkeiten), auch wenn die von der Klägerin zur Unterstützung dieser Auffassung herangezogene Entscheidung (OLG Stuttgart, GesR 2008, 41-43) insoweit nicht aussagekräftig ist.