Source: http://enev-online.org/enev_2009_praxisdialog/100223_dibt_berechnung_primaerenergiebedarf_anbau_ausbau.htm
Timestamp: 2017-03-29 13:17:19
Document Index: 36584850

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 3', '§ 4', '§ 9', '§ 3', '§ 4', '§ 3', '§ 4', '§ 6', '§ 7']

DIBt: Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs bei Erweiterung oder Ausbau im Bestand - Auslegung zur EnEV 2009 § 9 Absatz 5
Auslegung 12-5 zur EnEV 2009
Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs im
Falle von Erweiterungs- oder Ausbaumaßnahmen
Diese Auslegung wurde ersetzt durch
die 3. Auslegung der 14. Staffel zu § 9 Absatz 5 EnEV 2009.
Frage: Nach § 9 Absatz 5 EnEV 2009 sind bei der Erweiterung und dem Ausbau eines Gebäudes um beheizte oder gekühlte Räume mit zusammenhängend mehr als 50 m² Nutzfläche die betroffenen Außenbauteile so auszuführen, dass der neue Gebäudeteil die Vorschriften für zu errichtende Gebäude nach § 3 oder § 4 EnEV 2009 einhält. Wie ist in diesen Fällen bei der Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs zu verfahren?
§ 9 Absatz 5 EnEV beschränkt die Anforderungen an den neuen Gebäudeteil ausdrücklich auf die von der Erweiterungs- oder Ausbaumaßnahme betroffenen Außenbauteile und hier auf
Anforderungen nach den § 3 (Wohngebäude) und § 4 EnEV (Nichtwohngebäude).
Die § 3 und § 4 EnEV stellen Anforderungen an den Jahres-Primärenergiebedarf, die Qualität der Gebäudehülle (auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogener Transmissionswärmeverlust oder mittlere Wärmedurchgangskoeffizienten), den sommerlichen Wärmeschutz sowie an die Verwendung der Berechnungsverfahren.
die Anlagen der Heizungs- , Kühl- und Raumlufttechnik nach Abschnitt 4 der EnEV, soweit sie nicht ohnehin für Maßnahmen im Bestand gelten,
die Dichtheit und den Mindestluftwechsel nach § 6 EnEV sowie
den Mindestwärmeschutz und die Wärmebrücken nach § 7 EnEV.
Die Anforderungen an den Jahres-Primärenergiebedarf von zu errichtenden Gebäuden werden jeweils mittels eines Referenzgebäudes gestellt, dessen energetische Eigenschaften mit der EnEV 2009 gegenüber dem bisherigen Stand bei Neubauten sowohl bei den Außenbauteilen als auch bei den
zentralen anlagentechnischen Komponenten (Wohngebäude: Wärme- und Warmwassererzeugung, Lüftungsanlage; Nichtwohngebäude: Wärme- und Warmwassererzeugung, Lüftungsanlage, Kälteerzeugung) deutlich verbessert sind. Im Vergleich zu den entsprechenden Bauteilen und Komponenten üblicher bestehender Gebäude fallen die Verbesserungen noch deutlich stärker aus.