Source: https://gesetze-in-app.de/UrhG/95a
Timestamp: 2020-02-26 07:11:06
Document Index: 73210418

Matched Legal Cases: ['§ 95', 'Art. 6', '§ 95', '§ 53', 'BGH', 'EuG', 'BGH', '§ 95', '§ 97', '§ 98', 'BGH', 'BGH', '§ 95', '§ 823', 'BGH', 'BGH', '§ 95', '§ 823', 'BGH', 'BGH', '§ 95', '§ 97', 'BGH', '§ 98', 'BGH', '§ 95', '§ 823', '§ 823', '§ 95', '§ 95', '§ 95', '§ 95', '§ 82', 'BGH', '§ 95', 'BGH', '§ 95', '§ 108', '§ 823', '§ 95', '§ 95', '§ 95']

§ 95a UrhG: Schutz technischer Maßnahmen
OLG München, vom 4.0.2015, Az. 6 Sch 10/08 42 In gleicher Weise lässt auch die bloße Möglichkeit einer Anwendung technischer Schutzmaßnahmen i. S. d.Art. 6 der RL 2001/29/EG (bzw. des § 95a UrhG) die Vergütungspflicht (als Bedingung für die in § 53 Abs.1, Abs. 2 UrhG a. F. vorgesehene Beschränkung des allein dem Rechtsinhaber vorbehaltenen Vervielfältigungsrechts) dem Grunde nach nicht entfallen (BGH GRUR 2014, 984 Tz. 72 - PCIII unter Rekurs auf EuGH GRUR 2013, 812 Tz. 59 - VG Wort).
BGH, URTEIL vom 4.10.2014, Az. I ZR 124/11 e)	Ein Verstoß gegen § 95a Abs.3 UrhG verletzt weder das Urheberrecht noch ein anderes nach dem Urheberrechtsgesetz geschütztes Recht im Sinne von § 97 Abs. 1 Satz 1, § 98 Abs. 1 Satz 1 UrhG (Fortführung von BGH, Urteil vom 17. Juli 2008 -1 ZR 219/05, GRUR 2008, 996 = WRP 2008, 1149 - Clone-CD).
BGH, URTEIL vom 4.10.2014, Az. I ZR 124/11 Die Bestimmung des § 95a Abs.3 UrhG ist ein Schutzgesetz im Sinne von § 823 Abs. 2 BGB zugunsten der Inhaber von Rechten an urheberrechtlich geschützten Werken oder anderen urheberrechtlich geschützten Schutzgegenständen (BGH, Urteil vom 17. Juli 2008 -1 ZR 219/05, GRUR 2008, 996 Rn. 14 bis 16 = WRP 2008, 1149 - Clone-CD).
BGH, URTEIL vom 4.10.2014, Az. I ZR 124/11 68	Bei der Bestimmung des § 95a Abs.3 UrhG handelt es sich zwar um ein Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 Satz 1 BGB zugunsten der Inhaber von Urheberrechten und Leistungsschutzrechten, die wirksame technische Maßnahmen zu dem Schutz ihrer urheberrechtlich geschützten Werke und Leistungen einsetzen (BGH, GRUR 2008, 996 Rn. 14 bis 16 - Clone-CD).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.2013, Az. I ZR 124/11 Die Frage, ob ein Verstoß gegen § 95a Abs.3 UrhG ein „anderes nach diesem Gesetz geschütztes Recht“ im Sinne des § 97 Abs. 1 Satz 1 UrhG verletzt (offengelassen in BGH, GRUR 2008, 996 Rn. 12 - Clone-CD) und die Klägerin daher auch befugt ist, den von ihr geltend gemachten Anspruch auf Vernichtung der Karten (§ 98 Abs. 1 Satz 1 UrhG) zu erheben, kann beim derzeitigen Stand des Verfahrens offenbleiben.
BGH, URTEIL vom 4.6.2008, Az. I ZR 219/05 14	b) Bei der Bestimmung des § 95a Abs.3 UrhG handelt es sich, wie das Berufungsgericht zutreffend angenommen hat, um ein Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 Satz 1 BGB (ebenso OLG München GRUR-RR 2005, 372; Palandt/Sprau aaO § 823 Rdn. 71; Dreier in Dreier/Schulze, UrhG, 2. Aufl., § 95a UrhG Rdn. 5; Dreyer in Dreyer/Kotthoff/Meckel aaO § 95a UrhG Rdn. 105 und 45; Schricker/Götting aaO § 95a UrhG Rdn. 40; Wandtke/Bullinger/ Wandtke/Ohst aaO § 95a UrhG Rdn. 88; Schack, Urheber- und Urhebervertragsrecht, 4. Aufl., Rdn. 7321; Spieker, GRUR 2004, 475, 481; Trayer aaO S. 138; vgl. auch Peukert in Loewenheim aaO § 82 Rdn. 6).
BGH, URTEIL vom 4.6.2008, Az. I ZR 219/05 32	aa) Der Verstoß des Klägers gegen § 95a Abs.3 UrhG begründet die tatsächliche Vermutung für seine Wiederholung (vgl. - zu dem Wettbewerbsrecht -BGH, Urt. v. 16.1.1992 -1 ZR 84/90, GRUR 1992, 318, 319 f. = WRP 1992, 314 -Jubiläumsverkauf; Urt. v. 26.10.2000 -1 ZR 180/98, GRUR 2001, 453, 455 = WRP 2001,400 - TCM-Zentrum).
LG Köln, Urteil vom 3.10.2005, Az. 28 S 6/05 36Teilweise wird aufgrund des auf ein Verbot beschränkten Wortlauts ('dürfen … nicht', 'Verboten sind …') und der systematischer Stellung in Teil 4 des UrhG die Regelung in § 95a UrhG nur so gedeutet, dass Sanktionsmöglichkeiten lediglich durch die Vorschriften des Straf- und Ordnungswidrigkeitenrechts (§§ 108b und 111a Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 UrhG) gegeben seien (Spieker, GRUR 2004, 475 ff., nur auf § 823 Abs. 2 BGB abstellend auch OLG München, Urt. v. 28.7.2005 - 29 U 2887/05, BeckRS 2005 10116 für Linkhaftung).
LG Köln, Urteil vom 3.10.2005, Az. 28 S 6/05 40bb) Bedenken an der Verfassungsmäßigkeit des § 95a UrhG bestehen im Nachgang an BVerfG, Beschl. v. 25.7.2005 – 1 BvR 2182/04 und OLG München, Urt. v. 28.7.2005 - 29 U 2887/05, BeckRS 2005 10116 und entgegen Stimmen aus dem Schrifttum (Ulbricht, CR 2004, 674, 679; differenzierend Holznagel/Brüggemann, MMR 2003, 767, 773) nicht.
LG Köln, Urteil vom 3.10.2005, Az. 28 S 6/05 Dieser kommt den Inhabern solcher Rechte zugute, die sich wirksamer technischer Schutzmaßnahmen i.S. von § 95a I UrhG bedienen (vgl. auch OLG München, Urt. v. 28.7.2005 - 29 U 2887/05, BeckRS 2005 10116).
LG Köln, Urteil vom 3.10.2005, Az. 28 S 6/05 Nichts anders gilt, soweit das BVerfG den Instanzgerichten eine verfassungskonforme Auslegung der Vorschrift nahegelegt hat: Selbst wenn man Stimmen im Schrifttum folgen wollte, die aus verfassungsrechtlichen Gründen eine einschränkende Auslegung von § 95a Abs.3 UrhG dahingehend befürworten, dass die Herstellung, der Vertrieb und die Werbung derjenigen Erzeugnisse gestattet sei, mit denen im Wesentlichen nur Privatkopien hergestellt werden (vgl. Holznagel/Brüggemann, MMR 2003, 767, 772), hinderte dies eine Verurteilung hier nicht.