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Timestamp: 2020-07-10 02:18:01
Document Index: 157889229

Matched Legal Cases: ['Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 3', 'Art. 5', 'Art. 6', 'Art. 8', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 13', 'Art. 72', 'Art. 19', 'Art. 21', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 30', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 34', 'Art. 35', 'Art. 37', 'Art. 38', 'Art. 51', 'Art. 54', 'Art. 48', 'Art. 62', 'Art. 62', 'Art. 704', 'Art. 65', 'Art. 77', 'Art. 73', 'Art. 75', 'Art. 72', 'Art. 55', 'Art. 70', 'Art. 75', 'Art. 82', 'Art. 72', 'Art. 91', 'Art. 69', 'Art. 105', 'Art. 107', 'Art. 107', 'Art. 107', 'Art. 107', 'Art. 107', 'Art. 965', 'Art. 967', 'Art. 92']

Lawbrary | KKV - Verordnung über die kollektiven Kapitalanlagen
Zweck und Geltungsbereich (1 - 4)
Kollektive Kapitalanlagen (5 - 6)
Bewilligung und Genehmigung
Allgemein (7 - 18)
Bewilligungsvoraussetzungen für nach schweizerischem Recht organisierte Vermögensverwalter kollektiver Kapitalanlagen (19 - 29)
Bewilligungsvoraussetzungen für nach ausländischem Recht organisierte Vermögensverwalter kollektiver Kapitalanlagen (29 - 29)
Bewilligungsvoraussetzungen für Vertriebsträger (30 - 30)
Verhaltensregeln (31 - 34)
Mindestvermögen (35 - 35)
Fondsvertrag (35 - 41)
Fondsleitung (42 - 50)
Allgemeine Bestimmungen (51 - 62)
Organisation (63 - 66)
Arten der offenen kollektiven Kapitalanlagen und Anlagevorschriften
Gemeinsame Bestimmungen (67 - 69)
Effektenfonds (70 - 85)
Immobilienfonds (86 - 98)
Übrige Fonds für traditionelle und alternative Anlagen (99 - 102)
Depotbank (102 - 105)
Prospekt und vereinfachter Prospekt (106 - 107)
Wesentliche Informationen für die Anlegerinnen und Anleger für Effektenfonds und übrige Fonds für traditionelle Anlagen (107 - 111)
Offene kollektive Kapitalanlagen mit Teilvermögen (112 - 113)
Umstrukturierung und Auflösung (114 - 116)
Kommanditgesellschaft für kollektive Kapitalanlagen (117 - 121)
Investmentgesellschaft mit festem Kapital (122 - 126)
Genehmigung (127 - 130)
Vertreter ausländischer kollektiver Kapitalanlagen (131 - 133)
Prüfung (134 - 138)
Aufsicht (141 - 142)
Schluss- und Übergangsbestimmungen (143 - 145)
Art. 1 Nach ausländischem Recht qualifizierte Anlegerinnen und Anleger
Als nach aus­län­di­schem Recht qua­li­fi­ziert im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Ab­satz 1 Buch­sta­be e des Ge­set­zes gel­ten die fol­gen­den An­le­ge­rin­nen und An­le­ger:
in­sti­tu­tio­nel­le An­le­ger mit pro­fes­sio­nel­ler Tre­so­re­rie wie na­ment­lich be­auf­sich­tig­te Fi­nan­zin­ter­me­di­äre und Ver­si­che­rungs­ein­rich­tun­gen, öf­fent­lich-recht­li­che Kör­per­schaf­ten, Vor­sor­ge­ein­rich­tun­gen und Un­ter­neh­men mit pro­fes­sio­nel­ler Tre­so­re­rie;
ver­mö­gen­de Pri­vat­per­so­nen, die im Zeit­punkt des Er­werbs Vor­aus­set­zun­gen er­fül­len, die mit den­je­ni­gen von Ar­ti­kel 6 ver­gleich­bar sind;
Pri­vat­per­so­nen, die einen Ver­mö­gens­ver­wal­tungs­ver­trag mit ei­nem be­auf­sich­tig­ten Fi­nan­zin­ter­me­di­är ab­ge­schlos­sen ha­ben, der für ih­re Rech­nung An­tei­le kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen er­wirbt.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
Art. 1a Investmentclub
Un­ab­hän­gig von sei­ner Rechts­form muss ein In­vest­ment­club die fol­gen­den Vor­aus­set­zun­gen er­fül­len:
Die Mit­glied­schafts­rech­te sind in dem für die ge­wähl­te Rechts­form mass­ge­ben­den kon­sti­tu­ti­ven Do­ku­ment auf­ge­führt.
Die Mit­glie­der oder ein Teil der Mit­glie­der fäl­len die An­la­ge­ent­schei­de.
Die Mit­glie­der wer­den re­gel­mäs­sig über den Stand der An­la­gen in­for­miert.
Die Zahl der Mit­glie­der darf 20 nicht über­schrei­ten.
1 Ur­sprüng­lich Art. 1
Art. 1b Nicht unterstellte Vermögensverwalter kollektiver Kapitalanlagen
1Für die Be­rech­nung der Schwel­len­wer­te der vom Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ver­wal­te­ten Ver­mö­gens­wer­te im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Ab­satz 2 Buch­sta­be h Zif­fern 1 und 2 des Ge­set­zes gel­ten fol­gen­de Grund­sät­ze:
Als ver­wal­te­te Ver­mö­gens­wer­te gel­ten sämt­li­che schwei­ze­ri­schen und aus­län­di­schen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen, die vom sel­ben Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ver­wal­tet wer­den, un­ab­hän­gig da­von, ob er die­se di­rekt oder über ei­ne De­le­ga­ti­on ver­wal­tet oder über ei­ne Ge­sell­schaft, mit der er ver­bun­den ist:
über ei­ne ein­heit­li­che Ge­schäfts­füh­rung;
über ein ge­mein­sa­mes Kon­troll­ver­hält­nis; oder
durch ei­ne we­sent­li­che di­rek­te oder in­di­rek­te Be­tei­li­gung.
Der Wert wird un­ter Be­rück­sich­ti­gung ei­ner all­fäl­li­gen He­bel­wir­kung min­des­tens auf Quar­tals­ba­sis er­rech­net.
Für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, die vor mehr als zwölf Mo­na­ten auf­ge­setzt wur­den, kann der Schwel­len­wert auf der Ba­sis des Durch­schnitts­werts der Ver­mö­gens­wer­te der letz­ten vier Quar­ta­le er­rech­net wer­den.
Der Wert der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 2 Ab­satz 2 Buch­sta­be h Zif­fer 2 des Ge­set­zes be­rech­net sich auf­grund der Ka­pi­tal­zu­sa­gen oder des No­mi­nal­wer­tes der be­tref­fen­den Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­fäs­se, so­fern die die­sen zu­grun­de lie­gen­den An­la­gen kei­nen Preis ha­ben, der sich aus dem Han­del an ei­nem ge­re­gel­ten Markt er­gibt.
2Die FIN­MA re­gelt die Ein­zel­hei­ten zur Be­rech­nung der Ver­mö­gens­wer­te und der He­bel­wir­kung nach Ab­satz 1.
3Über­schrei­tet ein Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ein Schwel­len­wert ge­mä­ss Ar­ti­kel 2 Ab­satz 2 Buch­sta­be h Zif­fern 1 und 2 des Ge­set­zes, so muss er dies in­ner­halb von 10 Ta­gen der FIN­MA mel­den und ihr in­ner­halb von 90 Ta­gen ein Be­wil­li­gungs­ge­such ge­mä­ss Ar­ti­kel 14 ff. des Ge­set­zes ein­rei­chen.
4Als Kon­zern­ge­sell­schaf­ten der Un­ter­neh­mens­grup­pe im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Ab­satz 2 Buch­sta­be h Zif­fer 3 des Ge­set­zes gel­ten un­ab­hän­gig von ih­rer Rechts­form öf­fent­lich- oder pri­vat­recht­li­che Un­ter­neh­men, die durch ei­ne wirt­schaft­li­che Ein­heit un­ter­ein­an­der ver­bun­den sind.
5Un­ter­neh­men bil­den ei­ne wirt­schaft­li­che Ein­heit, wenn das ei­ne Un­ter­neh­men di­rekt oder in­di­rekt mit mehr als der Hälf­te der Stim­men oder des Ka­pi­tals am an­de­ren be­tei­ligt ist oder die­ses auf an­de­re Wei­se be­herrscht.
Art. 1c Freiwillige Unterstellung
1Ein Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen nach Ar­ti­kel 2 Ab­satz 2 Buch­sta­be h des Ge­set­zes kann bei der FIN­MA ein Be­wil­li­gungs­ge­such ge­mä­ss Ar­ti­kel 14 ff. des Ge­set­zes stel­len, wenn er:
sei­nen Sitz in der Schweiz hat; und
das schwei­ze­ri­sche oder das an­wend­ba­re aus­län­di­sche Recht vor­sieht, dass die Ver­mö­gens­ver­wal­tung kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen nur an einen be­auf­sich­tig­ten Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen de­le­giert wer­den kann.
2Er muss die glei­chen Be­wil­li­gungs­vor­aus­set­zun­gen er­fül­len wie ein Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, der ei­ne Be­wil­li­gung ein­ho­len muss.
Neu ge­grün­de­te In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten, de­ren Emis­si­ons­pro­spekt die Ko­tie­rung an ei­ner Schwei­zer Bör­se vor­sieht, wer­den ko­tier­ten Ge­sell­schaf­ten gleich­ge­stellt, so­fern die Ko­tie­rung bin­nen ei­nes Jah­res voll­zo­gen ist.
Art. 3 Vertrieb
1Das An­bie­ten von kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen oder das Wer­ben für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen um­fasst jeg­li­che Art von Tä­tig­keit, die den Er­werb von An­tei­len kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen durch ei­ne An­le­ge­rin oder einen An­le­ger bezweckt.
2Auf Ver­an­las­sung oder Ei­genini­tia­ti­ve der An­le­ge­rin oder des An­le­gers im Sin­ne von Ar­ti­kel 3 Ab­satz 2 Buch­sta­be a des Ge­set­zes wer­den In­for­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung ge­stellt oder kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen er­wor­ben, wenn:
die In­for­ma­ti­on im Rah­men von Be­ra­tungs­ver­trä­gen nach Ab­satz 3 ab­ge­ge­ben oder die kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen im Rah­men sol­cher Ver­trä­ge er­wor­ben wer­den;
die An­le­ge­rin oder der An­le­ger oh­ne vor­gän­gi­ge Ein­wir­kung oder Kon­takt­nah­me na­ment­lich des Ver­mö­gens­ver­wal­ters kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, des Ver­triebs­trä­gers oder des Ver­tre­ters In­for­ma­tio­nen an­for­dert oder An­tei­le ei­ner be­stimm­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge er­wirbt.
3Be­ra­tungs­ver­trä­ge im Sin­ne von Ar­ti­kel 3 Ab­satz 2 Buch­sta­be a des Ge­set­zes sind Ver­trä­ge, die:
ein lang­fris­ti­ges ent­gelt­li­ches Be­ra­tungs­ver­hält­nis bezwe­cken; und
schrift­lich ab­ge­schlos­sen wer­den mit ei­nem be­auf­sich­tig­ten Fi­nan­zin­ter­me­di­är im Sin­ne von Ar­ti­kel 10 Ab­satz 3 Buch­sta­be a des Ge­set­zes oder mit ei­nem un­ab­hän­gi­gen Ver­mö­gens­ver­wal­ter im Sin­ne von Ar­ti­kel 3 Ab­satz 2 Buch­sta­be c des Ge­set­zes.
4An­ge­bo­te von kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen und Wer­bung für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, die aus­sch­liess­lich An­le­ge­rin­nen und An­le­gern im Sin­ne von Ar­ti­kel 10 Ab­satz 3 Buch­sta­ben a und b des Ge­set­zes vor­be­hal­ten sind, dür­fen für die üb­ri­gen qua­li­fi­zier­ten und für nicht qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger nicht ein­seh­bar sein.
5Nicht als Ver­trieb gilt die Pu­bli­ka­ti­on von Prei­sen, Kur­sen, In­ven­tar­wer­ten und Steu­er­da­ten durch be­auf­sich­tig­te Fi­nan­zin­ter­me­di­äre nur, wenn die Pu­bli­ka­ti­on kei­ne Kon­takt­an­ga­ben ent­hält.
6Mit­ar­bei­ter­be­tei­li­gungs­plä­ne ge­mä­ss Ar­ti­kel 3 Ab­satz 2 Buch­sta­be e des Ge­set­zes müs­sen:
ei­ne di­rek­te oder in­di­rek­te In­ves­ti­ti­on in das Un­ter­neh­men des Ar­beit­ge­bers oder in ein an­de­res Un­ter­neh­men dar­stel­len, das durch Stim­men­mehr­heit oder auf an­de­re Wei­se un­ter ein­heit­li­cher Lei­tung mit dem Un­ter­neh­men des Ar­beit­ge­bers zu­sam­men­ge­fasst ist (Kon­zern);
sich an Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter rich­ten:
die im Zeit­punkt des An­ge­bots in un­ge­kün­dig­ter Stel­lung ar­bei­ten,
für die der Mit­ar­bei­ter­be­tei­li­gungs­plan einen Lohn­be­stand­teil dar­stellt.
7Für struk­tu­rier­te Pro­duk­te gel­ten die Ab­sät­ze 4 und 5 sinn­ge­mä­ss.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
1Ein struk­tu­rier­tes Pro­dukt darf in der Schweiz oder von der Schweiz aus nur an nicht qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ver­trie­ben wer­den, wenn es von:
ei­nem Fi­nan­zin­ter­me­di­är nach Ar­ti­kel 5 Ab­satz 1 Buch­sta­be a Zif­fern 1-3 des Ge­set­zes aus­ge­ge­ben, ga­ran­tiert oder auf gleich­wer­ti­ge Wei­se ge­si­chert wird;
ei­nem be­auf­sich­tig­ten Fi­nan­zin­ter­me­di­är ge­mä­ss Ar­ti­kel 5 Ab­satz 1 Buch­sta­be a Zif­fer 4 des Ge­set­zes, der ei­ne Nie­der­las­sung in der Schweiz hat, aus­ge­ge­ben, ga­ran­tiert oder auf gleich­wer­ti­ge Wei­se ge­si­chert wird, es sei denn, das struk­tu­rier­te Pro­dukt ist an ei­ner Schwei­zer Bör­se ko­tiert, wel­che die Trans­pa­renz im Sin­ne von Ab­satz 2 und Ar­ti­kel 5 Ab­satz 2 des Ge­set­zes si­cher­stellt.1
1bis Als gleich­wer­ti­ge Si­cher­heit im Sin­ne von Ar­ti­kel 5 Ab­satz 1 so­wie Ab­satz 1bis des Ge­set­zes gilt ins­be­son­de­re:
je­de recht­lich durch­setz­ba­re Zu­si­che­rung ei­nes be­auf­sich­tig­ten Fi­nan­zin­ter­me­di­ärs ge­mä­ss Ar­ti­kel 5 Ab­satz 1 Buch­sta­be a des Ge­set­zes:
für die Leis­tungs­ver­pflich­tun­gen des Emit­ten­ten ei­nes struk­tu­rier­ten Pro­duk­tes ein­zu­ste­hen,
den Emit­ten­ten fi­nan­zi­ell so aus­zu­stat­ten, dass die­ser die An­sprü­che der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger be­frie­di­gen kann; oder
die Be­reit­stel­lung ei­ner in der Schweiz be­le­ge­nen, recht­lich durch­setz­ba­ren ding­li­chen Si­cher­heit zu­guns­ten der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger.2
1ter Als Son­der­zweck­ge­sell­schaft gilt ei­ne ju­ris­ti­sche Per­son, de­ren aus­sch­liess­li­cher Zweck die Aus­ga­be struk­tu­rier­ter Pro­duk­te ist und de­ren Mit­tel nur im In­ter­es­se der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ver­wen­det wer­den dür­fen.3
2Wird ein struk­tu­rier­tes Pro­dukt nicht von ei­nem be­auf­sich­tig­ten Fi­nan­zin­ter­me­di­är ge­mä­ss Ar­ti­kel 5 Ab­satz 1 des Ge­set­zes aus­ge­ge­ben, ga­ran­tiert oder gleich­wer­tig ge­si­chert, so ist im ver­ein­fach­ten Pro­spekt aus­drück­lich dar­auf hin­zu­wei­sen.4
3Die Fi­nan­zin­ter­me­di­äre ge­mä­ss Ar­ti­kel 5 Ab­satz 1 Buch­sta­be a des Ge­set­zes kon­kre­ti­sie­ren die An­for­de­run­gen an den ver­ein­fach­ten Pro­spekt in Selbst­re­gu­lie­rung. Die­se un­ter­liegt der Ge­neh­mi­gung durch die Eid­ge­nös­si­sche Fi­nanz­mark­tauf­sicht (FIN­MA).5
4Die Pflicht zur Er­stel­lung ei­nes ver­ein­fach­ten Pro­spekts ent­fällt, wenn das struk­tu­rier­te Pro­dukt:
an ei­ner Schwei­zer Bör­se ko­tiert ist, wel­che die Trans­pa­renz im Sin­ne von Ab­satz 2 und Ar­ti­kel 5 Ab­satz 2 des Ge­set­zes si­cher­stellt; oder
nicht in der Schweiz, aber von der Schweiz aus an nicht qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ver­trie­ben wird und auf­grund aus­län­di­scher Re­ge­lun­gen die Trans­pa­renz im Sin­ne von Ar­ti­kel 5 Ab­satz 2 des Ge­set­zes si­cher­ge­stellt ist.
5Der vor­läu­fi­ge ver­ein­fach­te Pro­spekt hat die nur in­di­ka­ti­ven An­ga­ben als sol­che zu kenn­zeich­nen und die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger auf das Aus­ga­be­da­tum des de­fi­ni­ti­ven ver­ein­fach­ten Pro­spekts hin­zu­wei­sen. Die An­for­de­run­gen an den vor­läu­fi­gen ver­ein­fach­ten Pro­spekt rich­ten sich nach Ab­satz 3.7
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
5 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 der Fi­nanz­markt­prüf­ver­ord­nung vom 15. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5363).
6 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
7 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
Art. 5 Begriff der kollektiven Kapitalanlage
1Als kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen gel­ten, un­ab­hän­gig von ih­rer Rechts­form, Ver­mö­gen, die von min­des­tens zwei von­ein­an­der un­ab­hän­gi­gen An­le­ge­rin­nen oder An­le­gern zur ge­mein­schaft­li­chen Ka­pi­tal­an­la­ge auf­ge­bracht und fremd­ver­wal­tet wer­den.
2An­le­ge­rin­nen und An­le­ger sind von­ein­an­der un­ab­hän­gig, wenn sie recht­lich und tat­säch­lich von­ein­an­der un­ab­hän­gig ver­wal­te­te Ver­mö­gen auf­brin­gen.
3Für Kon­zern­ge­sell­schaf­ten der­sel­ben Un­ter­neh­mens­grup­pe im Sin­ne von Ar­ti­kel 1b Ab­satz 4 gilt das Er­for­der­nis der Un­ab­hän­gig­keit der Ver­mö­gen im Sin­ne von Ab­satz 2 nicht.
4Das Ver­mö­gen ei­ner kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge kann von ei­nem ein­zi­gen An­le­ger auf­ge­bracht wer­den (Ein­an­le­ger­fonds), wenn es sich um einen An­le­ger im Sin­ne von Ar­ti­kel 10 Ab­satz 3 Buch­sta­be b oder c des Ge­set­zes han­delt.
5Die Be­schrän­kung des An­le­ger­krei­ses auf die An­le­ge­rin oder den An­le­ger nach Ab­satz 4 ist in den mass­ge­ben­den Do­ku­men­ten nach Ar­ti­kel 15 Ab­satz 1 des Ge­set­zes of­fen­zu­le­gen.
1Als ver­mö­gen­de Pri­vat­per­son im Sin­ne von Ar­ti­kel 10 Ab­satz 3bis des Ge­set­zes gilt je­de na­tür­li­che Per­son, die im Zeit­punkt des Er­werbs kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ei­ne der fol­gen­den Vor­aus­set­zun­gen er­füllt:
Die An­le­ge­rin oder der An­le­ger weist nach, dass sie oder er:
auf­grund der per­sön­li­chen Aus­bil­dung und der be­ruf­li­chen Er­fah­rung oder auf­grund ei­ner ver­gleich­ba­ren Er­fah­rung im Fi­nanz­sek­tor über die Kennt­nis­se ver­fügt, die not­wen­dig sind, um die Ri­si­ken der An­la­gen zu ver­ste­hen; und
über ein Ver­mö­gen von min­des­tens 500 000 Fran­ken ver­fügt.
Die An­le­ge­rin oder der An­le­ger be­stä­tigt schrift­lich, dass sie oder er über ein Ver­mö­gen von min­des­tens 5 Mil­lio­nen Schwei­zer Fran­ken ver­fügt.
2Dem Ver­mö­gen im Sin­ne von Ab­satz 1 zu­zu­rech­nen sind Fi­nanz­an­la­gen, die di­rekt oder in­di­rekt im Ei­gen­tum der An­le­ge­rin oder des An­le­gers ste­hen, na­ment­lich:
Bank­gut­ha­ben auf Sicht oder auf Zeit;
Treu­hand­ver­mö­gen;
Ef­fek­ten ein­sch­liess­lich kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen und struk­tu­rier­te Pro­duk­te;
De­ri­va­te;
Edel­me­tal­le;
Le­bens­ver­si­che­run­gen mit Rück­kaufs­wert.
3Nicht als Fi­nanz­an­la­gen im Sin­ne von Ab­satz 2 gel­ten na­ment­lich di­rek­te An­la­gen in Im­mo­bi­li­en und An­sprü­che aus So­zi­al­ver­si­che­run­gen so­wie Gut­ha­ben der be­ruf­li­chen Vor­sor­ge.
4Das Ver­mö­gen im Sin­ne von Ab­satz 1 Buch­sta­be b kann im­mo­bi­le Ver­mö­gens­wer­te von höchs­tens 2 Mil­lio­nen Fran­ken um­fas­sen. Die im­mo­bi­len Ver­mö­gens­wer­te sind zu ih­rem Net­to­wert an­zu­rech­nen. Der Net­to­wert er­rech­net sich ge­stützt auf den Ver­kehrs­wert un­ter Ab­zug al­ler auf der Im­mo­bi­lie las­ten­den Schul­den.
5Die An­le­ge­rin oder der An­le­ger muss die Ver­mö­gens­wer­te ge­mä­ss Ab­satz 1 im Zeit­punkt des Er­werbs nach­wei­sen.
Art. 6a Schriftliche Erklärung
1Ver­mö­gen­de Pri­vat­per­so­nen, die als qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ge­mä­ss Ar­ti­kel 10 Ab­satz 3bis des Ge­set­zes gel­ten wol­len, müs­sen dies schrift­lich er­klä­ren. Ist für ei­ne ver­mö­gen­de Pri­vat­per­son oder für meh­re­re ver­mö­gen­de Pri­vat­per­so­nen ei­ne pri­va­te An­la­ge­struk­tur er­rich­tet wor­den, so kann die Er­klä­rung von ei­ner für die Ver­wal­tung der An­la­ge­struk­tur ver­ant­wort­li­chen Per­son ab­ge­ge­ben wer­den, so­weit sich ei­ne ent­spre­chen­de Er­mäch­ti­gung aus der An­la­ge­struk­tur er­gibt.2
2Der Fi­nan­zin­ter­me­di­är und der un­ab­hän­gi­ge Ver­mö­gens­ver­wal­ter:
in­for­mie­ren die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger im Sin­ne von Ar­ti­kel 10 Ab­satz 3ter des Ge­set­zes, dass sie als qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin oder An­le­ger gel­ten;
klä­ren sie über die da­mit ein­her­ge­hen­den Ri­si­ken auf; und
wei­sen sie auf die Mög­lich­keit hin, schrift­lich er­klä­ren zu kön­nen, nicht als qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin oder An­le­ger gel­ten zu wol­len.
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 3 der Fi­nanz­markt­prüf­ver­ord­nung vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4295).
Wer ei­ne Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 13 des Ge­set­zes be­an­tragt, muss der FIN­MA fol­gen­de Do­ku­men­te un­ter­brei­ten:
die Sta­tu­ten und das Or­ga­ni­sa­ti­ons­re­gle­ment im Fall der Fonds­lei­tung, der SI­CAV und der SI­CAF;
den Ge­sell­schafts­ver­trag im Fall der Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen;
die ein­schlä­gi­gen Or­ga­ni­sa­ti­ons­do­ku­men­te im Fall der Ver­mö­gens­ver­wal­te­rin, des Ver­mö­gens­ver­wal­ters, des Ver­tre­ters aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen und des Ver­triebs­trä­gers.
Art. 8 Befreiung von der Bewilligungspflicht
1Wer ei­ne Be­wil­li­gung als Bank im Sin­ne des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 19342, als Ef­fek­ten­händ­ler im Sin­ne des Bör­sen­ge­set­zes vom 24. März 19953 oder als Ver­si­che­rungs­ein­rich­tung im Sin­ne des Ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­set­zes vom 17. De­zem­ber 20044 hat, ist von der Be­wil­li­gungs­pflicht für Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen so­wie für Ver­triebs­trä­ger be­freit.5
1bisWer ei­ne Be­wil­li­gung als Fonds­lei­tung hat, ist von der Be­wil­li­gungs­pflicht für Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, Ver­triebs­trä­ger so­wie für Ver­tre­ter aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen be­freit.6
2Wer ei­ne Be­wil­li­gung als Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen hat, ist von der Be­wil­li­gungs­pflicht für Ver­triebs­trä­ger be­freit.7
3Ver­tre­ter aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen sind von der Be­wil­li­gungs­pflicht für Ver­triebs­trä­ger be­freit.8
4Agen­ten von Ver­si­che­rungs­ein­rich­tun­gen, die auf­grund des Agen­tur­ver­tra­ges recht­lich und fak­tisch in die Or­ga­ni­sa­ti­on der Ver­si­che­rungs­ein­rich­tung ein­ge­bun­den sind, un­ter­ste­hen der Be­wil­li­gungs­pflicht für Ver­triebs­trä­ger nicht. Die FIN­MA re­gelt die Ein­zel­hei­ten.
5 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
7 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
8 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, mit Wir­kung seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
1Die für die Ver­wal­tung und die Ge­schäfts­füh­rung ver­ant­wort­li­chen Per­so­nen müs­sen auf­grund ih­rer Aus­bil­dung, Er­fah­rung und ih­rer bis­he­ri­gen Lauf­bahn für die vor­ge­se­he­ne Tä­tig­keit aus­rei­chend qua­li­fi­ziert sein.
2Die FIN­MA be­stimmt die Vor­aus­set­zun­gen für den Nach­weis des gu­ten Ru­fes, der Ge­währ für ei­ne ein­wand­freie Ge­schäfts­füh­rung so­wie der er­for­der­li­chen fach­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen.
3Sie be­rück­sich­tigt für die Be­mes­sung der An­for­de­run­gen un­ter an­de­rem die vor­ge­se­he­ne Tä­tig­keit beim Be­wil­li­gungs­trä­ger so­wie die Art der be­ab­sich­tig­ten An­la­gen.
4Sie kann in be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len von die­sen An­for­de­run­gen Ab­wei­chun­gen ge­wäh­ren.
Die FIN­MA be­stimmt die Vor­aus­set­zun­gen für den Nach­weis des gu­ten Ru­fes der qua­li­fi­ziert Be­tei­lig­ten. Fer­ner be­stimmt sie die Vor­aus­set­zun­gen für den Nach­weis, dass sich ihr Ein­fluss nicht zum Scha­den ei­ner um­sich­ti­gen und so­li­den Ge­schäftstä­tig­keit aus­wir­ken kann.
1Die Ge­schäfts­lei­tung muss aus min­des­tens zwei Per­so­nen be­ste­hen. Die­se müs­sen an ei­nem Ort Wohn­sitz ha­ben, wo sie die Ge­schäfts­füh­rung tat­säch­lich und ver­ant­wort­lich aus­üben kön­nen.
2Die für den Be­wil­li­gungs­trä­ger un­ter­schrifts­be­rech­tig­ten Per­so­nen müs­sen kol­lek­tiv zu zwei­en zeich­nen.
3Der Be­wil­li­gungs­trä­ger muss sei­ne Or­ga­ni­sa­ti­on in ei­nem Or­ga­ni­sa­ti­ons­re­gle­ment fest­le­gen.1
4Er hat das sei­ner Tä­tig­keit an­ge­mes­se­ne und ent­spre­chend qua­li­fi­zier­te Per­so­nal zu be­schäf­ti­gen.
5Die FIN­MA kann, so­fern Um­fang und Art der Tä­tig­keit es er­for­dern, ei­ne in­ter­ne Re­vi­si­on ver­lan­gen.
6Sie kann in be­grün­de­ten Fäl­len von die­sen An­for­de­run­gen Ab­wei­chun­gen ge­wäh­ren.
Art. 12a Riskmanagement, internes Kontrollsystem und Compliance
1Der Be­wil­li­gungs­trä­ger muss ein zweck­mäs­si­ges und an­ge­mes­se­nes Risk­ma­na­ge­ment, ein in­ter­nes Kon­troll­sys­tem (IKS) und ei­ne Com­plian­ce ge­währ­leis­ten, wel­che die ge­sam­te Ge­schäftstä­tig­keit er­fas­sen.
2Das Risk­ma­na­ge­ment muss so or­ga­ni­siert sein, dass sich al­le we­sent­li­chen Ri­si­ken hin­rei­chend fest­stel­len, be­wer­ten, steu­ern und über­wa­chen las­sen.
3Der Be­wil­li­gungs­trä­ger trennt die Funk­tio­nen des Risk­ma­na­ge­ments, des in­ter­nen Kon­troll­sys­tems und der Com­plian­ce funk­tio­nal und hier­ar­chisch von den ope­ra­ti­ven Ge­schäfts­ein­hei­ten, ins­be­son­de­re von der Funk­ti­on der An­la­ge­ent­schei­de (Port­fo­lio­ma­na­ge­ment).
4Die FIN­MA kann in be­grün­de­ten Fäl­len von die­sen An­for­de­run­gen Ab­wei­chun­gen ge­wäh­ren.
Aus­rei­chen­de fi­nan­zi­el­le Ga­ran­ti­en lie­gen vor, wenn der Be­wil­li­gungs­trä­ger die mass­ge­bli­chen Be­stim­mun­gen be­tref­fend Min­dest­ka­pi­tal oder Min­de­stein­la­ge ein­hält.
Art. 13a Dokumente ausländischer kollektiver Kapitalanlagen
Für aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen müs­sen der FIN­MA fol­gen­de Do­ku­men­te zur Ge­neh­mi­gung un­ter­brei­tet wer­den:
der Pro­spekt;
der ver­ein­fach­te Pro­spekt oder die we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger;
der Kol­lek­ti­v­an­la­ge­ver­trag der ver­trag­li­chen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen;
die Sta­tu­ten und das An­la­ge­re­gle­ment oder der Ge­sell­schafts­ver­trag von ge­sell­schafts­recht­lich or­ga­ni­sier­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen;
an­de­re Do­ku­men­te, die für ei­ne Ge­neh­mi­gung nach dem an­wend­ba­ren aus­län­di­schen Recht not­wen­dig wä­ren und den­je­ni­gen für schwei­ze­ri­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 15 Ab­satz 1 des Ge­set­zes ent­spre­chen.
1Für Än­de­run­gen in der Or­ga­ni­sa­ti­on ist ei­ne Be­wil­li­gung der FIN­MA ein­zu­ho­len. Der FIN­MA sind die Do­ku­men­te nach Ar­ti­kel 7 zu un­ter­brei­ten.
2Än­de­run­gen der Do­ku­men­te ge­mä­ss Ar­ti­kel 15 des Ge­set­zes sind der FIN­MA zur Ge­neh­mi­gung zu un­ter­brei­ten, aus­ge­nom­men:
die ent­spre­chen­den Do­ku­men­te aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen;
die Än­de­rung der Hö­he der Kom­man­dit­sum­me des Ge­sell­schafts­ver­trags der Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen;
die Än­de­run­gen der ge­neh­mi­gungs­pflich­ti­gen Do­ku­men­te ei­ner in­län­di­schen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge, die aus­sch­liess­lich Be­stim­mun­gen über Ver­kaufs- und Ver­triebs­re­strik­tio­nen be­tref­fen und die im Rah­men von aus­län­di­schen Ge­set­zen, Staats­ver­trä­gen, zwi­schen­staat­li­chen oder auf­sichts­recht­li­chen Ver­ein­ba­run­gen und der­glei­chen er­for­der­lich sind.
1Die Be­wil­li­gungs­trä­ger mit Aus­nah­me der De­pot­bank mel­den:
die Än­de­rung der für die Ver­wal­tung und Ge­schäfts­füh­rung ver­ant­wort­li­chen Per­so­nen;
Tat­sa­chen, die ge­eig­net sind, den gu­ten Ruf oder die Ge­währ für ei­ne ein­wand­freie Ge­schäfts­füh­rung der für die Ver­wal­tung und Ge­schäfts­füh­rung ver­ant­wort­li­chen Per­so­nen in Fra­ge zu stel­len, na­ment­lich die Ein­lei­tung von Straf­ver­fah­ren ge­gen sie;
die Än­de­rung der qua­li­fi­ziert Be­tei­lig­ten, aus­ge­nom­men die An­le­gerak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre der SI­CAV und die Kom­man­di­tä­rin­nen und Kom­man­di­täre der Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen;
Tat­sa­chen, die ge­eig­net sind, den gu­ten Ruf der qua­li­fi­ziert Be­tei­lig­ten in Fra­ge zu stel­len, na­ment­lich die Ein­lei­tung von Straf­ver­fah­ren ge­gen sie;
Tat­sa­chen, die ei­ne um­sich­ti­ge und se­ri­öse Ge­schäftstä­tig­keit der Be­wil­li­gungs­trä­ger auf­grund des Ein­flus­ses der qua­li­fi­ziert Be­tei­lig­ten in Fra­ge stel­len;
Än­de­run­gen hin­sicht­lich der fi­nan­zi­el­len Ga­ran­ti­en (Art. 13), ins­be­son­de­re das Un­ter­schrei­ten der Min­dest­an­for­de­run­gen.
2Die De­pot­bank mel­det den Wech­sel der mit den Auf­ga­ben der De­pot­bank be­trau­ten lei­ten­den Per­so­nen (Art. 72 Abs. 2 KAG).
3Zu mel­den sind fer­ner Än­de­run­gen des Pro­spekts, des ver­ein­fach­ten Pro­spekts oder der we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ei­nes An­la­ge­fonds, ei­ner SI­CAV, ei­ner KGK1 so­wie ei­ner SI­CAF.2
4Die Ver­tre­ter aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, die nicht aus­sch­liess­lich an qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ver­trie­ben wer­den, müs­sen mel­den:3
Mass­nah­men ei­ner aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­de ge­gen die kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge, na­ment­lich den Ent­zug der Ge­neh­mi­gung;
Än­de­run­gen der Do­ku­men­te aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 13a.
5Die Mel­dung ist der FIN­MA un­ver­züg­lich zu er­stat­ten. Die­se stellt die Ge­set­zes­kon­for­mi­tät fest.
1 Seit dem 1. Ju­li 2016: KmGK.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
4 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 der Fi­nanz­markt­prüf­ver­ord­nung vom 15. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5363).
6 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, mit Wir­kung seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
1Das ver­ein­fach­te Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren kann nur durch­ge­führt wer­den, wenn das Fonds­re­gle­ment:
ei­ner Vor­la­ge ent­spricht, wel­che die FIN­MA als Min­dest­stan­dard an­er­kannt hat, wie Mus­ter­re­gle­men­te und -pro­spek­te ei­ner Bran­chen­or­ga­ni­sa­ti­on; oder
ei­nem Stan­dard ent­spricht, wel­chen die FIN­MA ge­gen­über dem je­wei­li­gen Be­wil­li­gungs­trä­ger als ver­bind­lich an­er­kannt hat.
2Die FIN­MA be­stä­tigt dem Ge­such­stel­ler den Ein­gang des Ge­suchs.
3Sind zur Be­ur­tei­lung des Ge­suchs wei­te­re In­for­ma­tio­nen er­for­der­lich, so kann die FIN­MA den Ge­such­stel­ler auf­for­dern, die­se nach­zu­rei­chen.
1Of­fe­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen für qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger gel­ten nach Ab­lauf fol­gen­der Fris­ten als ge­neh­migt:
Ef­fek­ten­fonds, Im­mo­bi­li­en­fonds und üb­ri­ge Fonds für tra­di­tio­nel­le An­la­gen: nach Ein­gang des Ge­suchs;
üb­ri­ge Fonds für al­ter­na­ti­ve An­la­gen: vier Wo­chen nach Ein­gang des Ge­suchs.
2Die FIN­MA ge­neh­migt of­fe­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, die sich ans Pu­bli­kum rich­ten, spä­tes­tens in­ner­halb fol­gen­der Fris­ten:
Ef­fek­ten­fonds: vier Wo­chen nach Ein­gang des Ge­suchs;
Im­mo­bi­li­en­fonds und üb­ri­ge Fonds für tra­di­tio­nel­le An­la­gen: sechs Wo­chen nach Ein­gang des Ge­suchs;
üb­ri­ge Fonds für al­ter­na­ti­ve An­la­gen: acht Wo­chen nach Ein­gang des Ge­suchs.
3Die Frist be­ginnt einen Tag nach Ein­gang des Ge­suchs zu lau­fen.
4Ver­langt die FIN­MA wei­te­re In­for­ma­tio­nen, so ist der Fort­lauf der Frist ab dem Zeit­punkt der Auf­for­de­rung bis zum Ein­gang der In­for­ma­tio­nen bei der FIN­MA auf­ge­scho­ben.
1Die FIN­MA kann für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen für qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger bis drei Mo­na­te nach der ver­ein­fach­ten Ge­neh­mi­gung ei­ne nach­träg­li­che Än­de­rung der Do­ku­men­te ver­lan­gen.
2Die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger sind:
auf die Mög­lich­keit ei­ner Än­de­rung vor­gän­gig auf­merk­sam zu ma­chen;
über nach­träg­li­che Än­de­run­gen in den Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­nen zu in­for­mie­ren.
2. Abschnitt: Bewilligungsvoraussetzungen für nach schweizerischem Recht organisierte Vermögensverwalter kollektiver Kapitalanlagen
Art. 19 Mindestkapital und Sicherheitsleistung
1Das Min­dest­ka­pi­tal von Ver­mö­gens­ver­wal­tern kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, die aus­sch­liess­lich Auf­ga­ben im Sin­ne von Ar­ti­kel 18a Ab­sät­ze 1, 2 und 3 Buch­sta­ben b-d des Ge­set­zes aus­üben, muss 200 000 Fran­ken be­tra­gen und bar ein­be­zahlt sein.
2Das Min­dest­ka­pi­tal von Ver­mö­gens­ver­wal­tern kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, die für aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen das Fonds­ge­schäfts im Sin­ne von Ar­ti­kel 18a Ab­satz 3 Buch­sta­be a des Ge­set­zes aus­üben, muss 500 000 Fran­ken be­tra­gen und bar ein­be­zahlt sein.
3Die FIN­MA kann Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten ge­stat­ten, an­stel­le des Min­dest­ka­pi­tals ei­ne Si­cher­heit, na­ment­lich ei­ne Bank­ga­ran­tie oder ei­ne Ba­r­ein­la­ge, auf ei­nem Sperr­kon­to bei ei­ner Bank zu hin­ter­le­gen, die dem Min­dest­ka­pi­tal ge­mä­ss den Ab­sät­zen 1 und 2 ent­spricht.
4Sie kann in be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len einen an­de­ren Min­dest­be­trag fest­le­gen.
5Das Min­dest­ka­pi­tal ist dau­ernd ein­zu­hal­ten.
1Das Ka­pi­tal ent­spricht bei der Ak­ti­en­ge­sell­schaft und der Kom­man­dit-Ak­ti­en­ge­sell­schaft dem Ak­ti­en- und Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tal, bei der Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung dem Stamm­ka­pi­tal.
2Bei Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten ent­spricht das Ka­pi­tal:2
den Ka­pi­tal­kon­ten;
der Kom­man­di­te; und
den Gut­ha­ben der un­be­schränkt haf­ten­den Ge­sell­schaf­ter.
3Die Ka­pi­tal­kon­ten und die Gut­ha­ben der un­be­schränkt haf­ten­den Ge­sell­schaf­te­rin­nen und Ge­sell­schaf­ter kön­nen nur dem Ka­pi­tal zu­ge­rech­net wer­den, so­fern aus ei­ner un­wi­der­ruf­li­chen schrift­li­chen Er­klä­rung, die bei ei­ner zu­ge­las­se­nen Prüf­ge­sell­schaft hin­ter­legt ist, her­vor­geht, dass:3
sie im Fal­le der Li­qui­da­ti­on, des Kon­kur­ses oder des Nach­lass­ver­fah­rens den For­de­run­gen al­ler üb­ri­gen Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger im Rang nach­ge­hen; und
sich der Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ver­pflich­tet hat:4
sie we­der mit ei­ge­nen For­de­run­gen zu ver­rech­nen noch aus ei­ge­nen Ver­mö­gens­wer­ten si­cher­zu­stel­len,
kei­nen der Ka­pi­tal­be­stand­tei­le ge­mä­ss Ab­satz 2 Buch­sta­ben a und c oh­ne vor­gän­gi­ge Zu­stim­mung der Prüf­ge­sell­schaft so weit her­ab­zu­set­zen, dass das Min­dest­ka­pi­tal un­ter­schrit­ten wird.
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 3 der Fi­nanz­markt­prüf­ver­ord­nung vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4295).
Art. 21 Höhe der eigenen Mittel
1Die er­for­der­li­chen ei­ge­nen Mit­tel be­tra­gen:
0,02 Pro­zent des Ge­samt­ver­mö­gens der vom Ver­mö­gens­ver­wal­ter ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen, der 250 Mil­lio­nen Fran­ken über­steigt;
stets min­des­tens einen Vier­tel der Fix­kos­ten der letz­ten Jah­res­rech­nung; und
höchs­tens 20 Mil­lio­nen Fran­ken.
2Als Fix­kos­ten gel­ten:
be­trieb­li­cher Ge­schäfts­auf­wand (Sach­auf­wand);
Ab­schrei­bun­gen auf dem An­la­ge­ver­mö­gen;
Auf­wand für Wert­be­rich­ti­gun­gen, Rück­stel­lun­gen und Ver­lus­te.
3Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen müs­sen zu­dem:
zu­sätz­li­che Ei­gen­mit­tel von 0,01 Pro­zent des Ge­samt­ver­mö­gens der vom Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen hal­ten; oder
ei­ne Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung ab­sch­lies­sen. Die FIN­MA re­gelt die Ein­zel­hei­ten.
4Der­je­ni­ge Teil des Per­so­nal­auf­wan­des, wel­cher aus­sch­liess­lich vom Ge­schäfts­er­geb­nis ab­hän­gig ist oder auf wel­chen kein Rechts­an­spruch be­steht, ist in Ab­satz 2 Buch­sta­be a in Ab­zug zu brin­gen.
5Die vor­ge­schrie­be­nen ei­ge­nen Mit­tel sind dau­ernd ein­zu­hal­ten.
6Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen mel­den der FIN­MA un­ver­züg­lich die feh­len­den ei­ge­nen Mit­tel.
7Die FIN­MA kann in be­grün­de­ten Fäl­len Er­leich­te­run­gen ge­wäh­ren.
1Ju­ris­ti­sche Per­so­nen kön­nen an die ei­ge­nen Mit­tel an­rech­nen:
das ein­be­zahl­te Ak­ti­en- und Par­ti­zi­pa­ti­ons­ka­pi­tal bei der Ak­ti­en- und der Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft und das Stamm­ka­pi­tal bei der Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung;
die ge­setz­li­chen und an­de­ren Re­ser­ven;
den Ge­winn­vor­trag;
den Ge­winn des lau­fen­den Ge­schäfts­jah­res nach Ab­zug des ge­schätz­ten Ge­win­naus­schüt­tungs­an­teils, so­fern ei­ne prü­fe­ri­sche Durch­sicht des Zwi­schen­ab­schlus­ses mit ei­ner voll­stän­di­gen Er­folgs­rech­nung vor­liegt;
stil­le Re­ser­ven, so­fern sie auf ei­nem be­son­de­ren Kon­to aus­ge­schie­den und als ei­ge­ne Mit­tel ge­kenn­zeich­net wer­den. Ih­re An­re­chen­bar­keit ist im Prüf­be­richt1 zu be­stä­ti­gen.
2Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten kön­nen an die ei­ge­nen Mit­tel an­rech­nen:2
die Ka­pi­tal­kon­ten;
die Kom­man­di­te;
die Si­cher­hei­ten nach Ar­ti­kel 19 Ab­satz 2;
die Gut­ha­ben der un­be­schränkt haf­ten­den Ge­sell­schaf­ter, wenn die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 20 Ab­satz 3 er­füllt sind.
3Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen dür­fen zu­dem ih­nen ge­währ­te Dar­le­hen, ein­sch­liess­lich Ob­li­ga­tio­nen­an­lei­hen mit ei­ner Lauf­zeit von min­des­tens fünf Jah­ren, an die ei­ge­nen Mit­tel an­rech­nen, wenn aus ei­ner un­wi­der­ruf­li­chen schrift­li­chen Er­klä­rung, die bei ei­ner zu­ge­las­se­nen Prüf­ge­sell­schaft hin­ter­legt ist, her­vor­geht, dass:3
die Dar­le­hen im Fal­le der Li­qui­da­ti­on, des Kon­kur­ses oder des Nach­lass­ver­fah­rens den For­de­run­gen al­ler üb­ri­gen Gläu­bi­ge­rin­nen und Gläu­bi­ger im Rang nach­ge­hen; und
sie sich ver­pflich­tet ha­ben, die Dar­le­hen we­der mit ih­ren For­de­run­gen zu ver­rech­nen noch aus ih­ren Ver­mö­gens­wer­ten si­cher­zu­stel­len.
4Die ei­ge­nen Mit­tel nach den Ab­sät­zen 1 und 2 müs­sen min­des­tens 50 Pro­zent der ins­ge­samt er­for­der­li­chen ei­ge­nen Mit­tel aus­ma­chen.
1 Aus­druck ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 der Fi­nanz­markt­prüf­ver­ord­nung vom 15. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5363).
Bei der Be­rech­nung der ei­ge­nen Mit­tel sind ab­zu­zie­hen:
der Ver­lust­vor­trag und der Ver­lust des lau­fen­den Ge­schäfts­jah­res;
ein un­ge­deck­ter Wert­be­rich­ti­gungs- und Rück­stel­lungs­be­darf des lau­fen­den Ge­schäfts­jah­res;
bei Dar­le­hen ge­mä­ss Ar­ti­kel 22 Ab­satz 3 für die letz­ten fünf Jah­re vor der Rück­zah­lung pro Jahr 20 Pro­zent des ur­sprüng­li­chen No­mi­nal­be­tra­ges;
im­ma­te­ri­el­le Wer­te (in­klu­si­ve Grün­dungs- und Or­ga­ni­sa­ti­ons­kos­ten so­wie Good­will) mit Aus­nah­me von Soft­wa­re;
bei der Ak­ti­en­ge­sell­schaft und bei der Kom­man­di­tak­ti­en­ge­sell­schaft die von ih­nen auf ei­ge­nes Ri­si­ko ge­hal­te­nen Ak­ti­en der Ge­sell­schaft;
bei der Ge­sell­schaft mit be­schränk­ter Haf­tung die von ihr auf ei­ge­nes Ri­si­ko ge­hal­te­nen Stam­man­tei­le der Ge­sell­schaft;
der Buch­wert der Be­tei­li­gun­gen, so­fern nicht ei­ne Kon­so­li­die­rung nach Ar­ti­kel 29 vor­ge­nom­men wird.
1Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen müs­sen ih­ren Ge­schäfts­be­reich in den Sta­tu­ten, den Ge­sell­schaft­ver­trä­gen oder den Or­ga­ni­sa­ti­ons­re­gle­men­ten sach­lich und geo­gra­fisch ge­nau um­schrei­ben.2
2Wol­len sie ei­ne Toch­ter­ge­sell­schaft, ei­ne Zweignie­der­las­sung oder ei­ne Ver­tre­tung im Aus­land be­trei­ben, so lie­fern sie der FIN­MA al­le An­ga­ben, die die­se für die Be­ur­tei­lung der Auf­ga­ben be­nö­tigt, na­ment­lich:
Na­me und Adres­se der Toch­ter­ge­sell­schaft, Zweignie­der­las­sung oder Ver­tre­tung;
den Na­men der mit der Ver­wal­tung und Ge­schäfts­füh­rung be­trau­ten Per­so­nen;
die Prüf­ge­sell­schaft3;
Na­me und Adres­se der Auf­sichts­be­hör­de im aus­län­di­schen Sitz- oder Do­mi­zil­staat.
3Sie mel­den der FIN­MA un­ver­züg­lich je­de we­sent­li­che Än­de­rung bei ih­ren Toch­ter­ge­sell­schaf­ten, Zweignie­der­las­sun­gen oder Ver­tre­tun­gen im Aus­land.
3 Aus­druck ge­mä­ss An­hang Ziff. 6 der Fi­nanz­markt­prüf­ver­ord­nung vom 15. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5363). Die Änd. wur­de im gan­zen Text be­rück­sich­tigt.
Art. 24a Aufgaben
Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen dür­fen zu­sätz­lich zu den Auf­ga­ben nach Ar­ti­kel 18a des Ge­set­zes na­ment­lich Dienst­leis­tun­gen und ad­mi­nis­tra­ti­ve Tä­tig­kei­ten aus­üben wie die An­nah­me und Über­mitt­lung von Auf­trä­gen im Na­men und für Rech­nung von Kun­din­nen und Kun­den, die Fi­nan­z­in­stru­men­te zum Ge­gen-stand ha­ben.
Art. 25 Vereinbarung
Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen müs­sen mit ih­ren Kun­din­nen und Kun­den ei­ne schrift­li­che Ver­ein­ba­rung ab­sch­lies­sen, wel­che die Rech­te und Pflich­ten der Par­tei­en so­wie die üb­ri­gen we­sent­li­chen Punk­te re­gelt.
Art. 26 Delegation von Aufgaben
Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, die die Port­fo­lio­ver­wal­tung und das Risk­ma­na­ge­ment für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen wahr­neh­men, dür­fen die­se Auf­ga­ben nicht an an­de­re Un­ter­neh­men de­le­gie­ren, de­ren In­ter­es­sen mit de­nen der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger oder des Ver­mö­gens­ver­wal­ters kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen kol­li­die­ren kön­nen.
Art. 27 Richtlinien von Branchenorganisationen
Die FIN­MA kann die Be­wil­li­gungs­er­tei­lung da­von ab­hän­gig ma­chen, ob beim Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen die Ein­hal­tung von Ver­hal­tens­re­geln von Bran­chen­or­ga­ni­sa­tio­nen si­cher­ge­stellt ist.
Art. 28 Rechnungslegung
1Auf Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen kom­men die Rech­nungs­le­gungs­vor­schrif­ten des Ob­li­ga­tio­nen­rechts2 zur An­wen­dung.3
2Un­ter­lie­gen die Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen stren­ge­ren spe­zi­al­ge­setz­li­chen Rech­nungs­le­gungs­vor­schrif­ten, so ge­hen die­se vor.
3 Fas­sung ge­mä­ss An­hang 2 Ziff. 3 der Ban­ken­ver­ord­nung vom 30. April 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 1269).
1Als aus­län­di­scher Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen gilt je­des nach aus­län­di­schem Recht or­ga­ni­sier­te Un­ter­neh­men, das:
im Aus­land ei­ne Be­wil­li­gung als Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen be­sitzt;
in der Fir­ma, in der Be­zeich­nung des Ge­schäfts­zweckes oder in Ge­schäfts­un­ter­la­gen den Be­griff «Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen» oder einen Aus­druck ver­wen­det, der auf die Er­brin­gung von Ver­mö­gens­ver­wal­tung von kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen hin­weist; oder
die Ver­mö­gens­ver­wal­tung im Sin­ne der Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­setz­ge­bung be­treibt.
2Wird der aus­län­di­sche Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen tat­säch­lich in der Schweiz ge­lei­tet oder wi­ckelt er sei­ne Ge­schäf­te aus­sch­liess­lich oder über­wie­gend in oder von der Schweiz aus ab, so muss er sich nach schwei­ze­ri­schem Recht or­ga­ni­sie­ren. Zu­dem un­ter­steht er den Be­stim­mun­gen über die in­län­di­schen Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen.
1Ein aus­län­di­scher Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen be­darf ei­ner Be­wil­li­gung der FIN­MA, wenn er in der Schweiz Per­so­nen be­schäf­tigt, die für ihn dau­ernd und ge­werbs­mäs­sig in oder von der Schweiz aus die Ver­mö­gens­ver­wal­tung im Sin­ne der Kol­lek­ti­v­an­la­gen­ge­setz­ge­bung be­trei­ben (Zweignie­der­las­sung).
2Die FIN­MA er­teilt dem aus­län­di­schen Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen ei­ne Be­wil­li­gung zur Er­rich­tung ei­ner Zweignie­der­las­sung, wenn:
er hin­rei­chend or­ga­ni­siert ist und über ge­nü­gend fi­nan­zi­el­le Mit­tel und qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal ver­fügt, um in der Schweiz ei­ne Zweignie­der­las­sung zu be­trei­ben;
er ei­ner an­ge­mes­se­nen Auf­sicht un­ter­steht, wel­che die Zweignie­der­las­sung mit ein­sch­liesst;
die zu­stän­di­gen aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den kei­ne Ein­wän­de ge­gen die Er­rich­tung ei­ner Zweignie­der­las­sung er­he­ben;
die zu­stän­di­gen aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den mit der FIN­MA ei­ne Ver­ein­ba­rung über Zu­sam­men­ar­beit und In­for­ma­ti­ons­aus­tausch ab­ge­schlos­sen ha­ben;
die zu­stän­di­gen aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­den sich ver­pflich­ten, die FIN­MA un­ver­züg­lich zu be­nach­rich­ti­gen, wenn Um­stän­de ein­tre­ten, wel­che die In­ter­es­sen der Kun­din­nen und Kun­den, von de­ren Ver­mö­gens­wer­ten oder der von ihm ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ernst­haft ge­fähr­den könn­ten;
die Zweignie­der­las­sung die Be­wil­li­gungs­vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 14 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a-c und 2 des Ge­set­zes so­wie Ar­ti­kel 10 ff. die­ser Ver­ord­nung er­füllt und über ein Re­gle­ment ver­fügt, das den Ge­schäfts­kreis ge­nau um­schreibt und ei­ne ih­rer Ge­schäftstä­tig­keit ent­spre­chen­de Be­triebs­or­ga­ni­sa­ti­on vor­sieht; und
der aus­län­di­sche Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen nach­weist, dass die Fir­ma der Zweignie­der­las­sung im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­gen wer­den kann.
3Bil­det der aus­län­di­sche Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen Teil ei­ner im Fi­nanz­be­reich tä­ti­gen Grup­pe, so kann die FIN­MA un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 18 Ab­satz 2 des Ge­set­zes die Be­wil­li­gung von der Vor­aus­set­zung ab­hän­gig ma­chen, dass er ei­ner an­ge­mes­se­nen kon­so­li­dier­ten Auf­sicht durch die zu­stän­di­gen aus­län­di­sche Auf­sichts­be­hör­den un­ter­steht.
4Die FIN­MA kann die Zweignie­der­las­sung zur Leis­tung ei­ner Si­cher­heit ver­pflich­ten, wenn der Schutz der Kun­din­nen und Kun­den es er­for­dert.
5Der aus­län­di­sche Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen darf die Zweignie­der­las­sung erst zur Ein­tra­gung ins Han­dels­re­gis­ter an­mel­den, wenn ihm die FIN­MA die Be­wil­li­gung zu ih­rer Er­rich­tung er­teilt hat.
1Er­rich­tet ein aus­län­di­scher Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen meh­re­re Zweignie­der­las­sun­gen in der Schweiz, so muss er:
2Die­se Zweignie­der­las­sun­gen müs­sen die Vor­aus­set­zun­gen des Ge­set­zes und die­ser Ver­ord­nung ge­mein­sam er­fül­len. Es ge­nügt ein Prüf­be­richt.
1Die Zweignie­der­las­sung kann ih­re Jah­res­rech­nun­gen und Zwi­schen­ab­schlüs­se nach den Vor­schrif­ten er­stel­len, die auf den aus­län­di­schen Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen An­wen­dung fin­den, so­weit sie den in­ter­na­tio­na­len Stan­dards zur Rech­nungs­le­gung ge­nü­gen.
2Ge­son­dert aus­zu­wei­sen sind For­de­run­gen und Ver­pflich­tun­gen:
ge­gen­über dem aus­län­di­schen Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen;
der aus­län­di­sche Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen mit ih­nen ei­ne wirt­schaft­li­che Ein­heit bil­det, oder
an­zu­neh­men ist, dass der aus­län­di­sche Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen recht­lich ver­pflich­tet oder fak­tisch ge­zwun­gen ist, ei­nem sol­chen Un­ter­neh­men bei­zu­ste­hen.
4Die Zweignie­der­las­sung über­mit­telt ih­re Jah­res­rech­nun­gen und Zwi­schen­ab­schlüs­se der FIN­MA. Ei­ne Ver­öf­fent­li­chung ist nicht er­for­der­lich.
Art. 29e Prüfbericht
1Die Prüf­ge­sell­schaft fasst ih­ren Be­richt in ei­ner schwei­ze­ri­schen Amtss­pra­che ab und stellt ihn der FIN­MA zu. Ei­ne Ko­pie geht an die ver­ant­wort­li­che Lei­te­rin oder den ver­ant­wort­li­chen Lei­ter der Zweignie­der­las­sung.
2Die Zweignie­der­las­sung über­mit­telt die Ko­pie des Prüf­be­richts der­je­ni­gen Stel­le des aus­län­di­schen Ver­mö­gens­ver­wal­ters kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, die für die Ge­schäftstä­tig­keit der Zweignie­der­las­sung zu­stän­dig ist.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 3 der Fi­nanz­markt­prüf­ver­ord­nung vom 5. Nov. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4295).
Der aus­län­di­sche Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen holt vor der Auf­he­bung ei­ner Zweignie­der­las­sung die Ge­neh­mi­gung der FIN­MA ein.
1Die FIN­MA er­teilt ei­ner na­tür­li­chen Per­son, die An­tei­le ei­ner kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge ver­trei­ben will, die Be­wil­li­gung da­zu, wenn sie sich aus­wei­sen kann über:1
den Ab­schluss ei­ner ih­rer Ge­schäftstä­tig­keit an­ge­mes­se­nen Be­rufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung von min­des­tens 250 000 Fran­ken, die ih­re Tä­tig­keit als Ver­triebs­trä­ger um­fasst, oder die Hin­ter­le­gung ei­ner an­ge­mes­se­nen Kau­ti­on in glei­cher Hö­he;
zu­läs­si­ge Ver­triebs­mo­da­li­tä­ten; und
einen schrift­li­chen Ver­triebs­ver­trag mit der Fonds­lei­tung, der SI­CAV, der Kom­man­dit­ge­sell­schaft für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen oder der SI­CAF be­zie­hungs­wei­se dem Ver­tre­ter ei­ner aus­län­di­schen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge, in dem ihr die Ent­ge­gen­nah­me von Zah­lun­gen zum Er­werb von An­tei­len aus­drück­lich un­ter­sagt ist.
2Sie er­teilt ju­ris­ti­schen Per­so­nen und rechts­fä­hi­gen Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten die Be­wil­li­gung, wenn die­se be­zie­hungs­wei­se die ge­schäfts­füh­ren­den Per­so­nen die Vor­aus­set­zun­gen nach Ab­satz 1 er­fül­len.
3Sie kann die Er­tei­lung der Be­wil­li­gung aus­ser­dem da­von ab­hän­gig ma­chen, ob der Ver­triebs­trä­ger ent­spre­chen­den Richt­li­ni­en ei­ner Bran­chen­or­ga­ni­sa­ti­on un­ter­steht.
Art. 30a Vertrieb durch Finanzintermediäre
1Ein Fi­nan­zin­ter­me­di­är darf aus­län­di­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen an qua­li­fi­zier­te An­le­ge­rin­nen und An­le­ger in der Schweiz ver­trei­ben, so­fern er in sei­nem Sitz­staat zum Ver­trieb kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen zu­ge­las­sen ist und einen schrift­li­chen Ver­triebs­ver­trag mit ei­nem Ver­tre­ter nach Ar­ti­kel 131a ab­sch­liesst, auf den schwei­ze­ri­sches Recht an­wend­bar ist.
2Der Ver­triebs­ver­trag ver­pflich­tet den Fi­nan­zin­ter­me­di­är, aus­sch­liess­lich Fonds­do­ku­men­te zu ver­wen­den, die den Ver­tre­ter, die Zahl­stel­le so­wie den Ge­richts­stand an­ge­ben.
1Die Be­wil­li­gungs­trä­ger und ih­re Be­auf­trag­ten dür­fen von kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen An­la­gen auf ei­ge­ne Rech­nung nur zum Markt­preis er­wer­ben und ih­nen An­la­gen aus ei­ge­nen Be­stän­den nur zum Markt­preis ver­äus­sern.
2Sie ha­ben für an Drit­te de­le­gier­te Leis­tun­gen auf die ih­nen ge­mä­ss Fonds­re­gle­ment, Ge­sell­schafts­ver­trag, An­la­ge­re­gle­ment oder Ver­mö­gens­ver­wal­tungs­ver­trag zu­ste­hen­de Ent­schä­di­gung zu ver­zich­ten, so­fern die­se nicht zur Be­zah­lung der Leis­tung des Drit­ten ver­wen­det wird.
3Wer­den An­la­gen ei­ner kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge auf ei­ne an­de­re An­la­ge des glei­chen oder ei­nes ihm na­he ste­hen­den Be­wil­li­gungs­trä­gers über­tra­gen, so dür­fen kei­ne Kos­ten be­las­tet wer­den.
4Die Be­wil­li­gungs­trä­ger dür­fen kei­ne Aus­ga­be- oder Rück­nah­me­kom­mis­si­on er­he­ben, wenn sie Ziel­fonds er­wer­ben, die:
sie un­mit­tel­bar oder mit­tel­bar selbst ver­wal­ten; oder
von ei­ner Ge­sell­schaft ver­wal­tet wer­den, mit der sie ver­bun­den sind durch:
ei­ne ge­mein­sa­me Ver­wal­tung,
Be­herr­schung, oder
ei­ne we­sent­li­che di­rek­te oder in­di­rek­te Be­tei­li­gung.1
5Für die Er­he­bung ei­ner Ver­wal­tungs­kom­mis­si­on bei An­la­gen in Ziel­fonds nach Ab­satz 4 gilt Ar­ti­kel 73 Ab­satz 4 sinn­ge­mä­ss.2
6Die Auf­sichts­be­hör­de re­gelt die Ein­zel­hei­ten. Sie kann die Ab­sät­ze 4 und 5 auch für wei­te­re Pro­duk­te an­wend­bar er­klä­ren.3
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. Jan. 2009, in Kraft seit 1. März 2009 (AS 2009 719).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 28. Jan. 2009, in Kraft seit 1. März 2009 (AS 2009 719).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 28. Jan. 2009, in Kraft seit 1. März 2009 (AS 2009 719).
1Die Be­wil­li­gungs­trä­ger be­rech­nen die Ho­no­ra­re an na­tür­li­che oder ju­ris­ti­sche Per­so­nen, die ih­nen na­he ste­hen und die für Rech­nung der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge bei der Pla­nung, der Er­stel­lung, dem Kauf oder dem Ver­kauf ei­nes Bau­ob­jek­tes mit­wir­ken, aus­sch­liess­lich zu bran­chen­üb­li­chen Prei­sen.
2Der Schät­zungs­ex­per­te über­prüft die Ho­no­rar­rech­nung vor de­ren Be­glei­chung und er­stat­tet nö­ti­gen­falls Be­richt an den Be­wil­li­gungs­trä­ger und die Prüf­ge­sell­schaft.
3Wer­den Im­mo­bi­li­en­an­la­gen ei­ner kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge auf ei­ne an­de­re An­la­ge des glei­chen oder ei­nes ihm na­he ste­hen­den Be­wil­li­gungs­trä­gers über­tra­gen, so dür­fen kei­ne Ver­gü­tun­gen für Kaufs- und Ver­kaufs­be­mü­hun­gen be­las­tet wer­den.
4Die Leis­tun­gen der Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten an die Mit­glie­der ih­rer Ver­wal­tung, die Ge­schäfts­füh­rung und das Per­so­nal sind auf die Ver­gü­tun­gen an­zu­rech­nen, auf wel­che die Fonds­lei­tung und die SI­CAV nach dem Fonds­re­gle­ment An­spruch ha­ben.
Art. 32a Ausnahmen vom Verbot von Geschäften mit nahestehenden Personen
1Die FIN­MA kann nach Ar­ti­kel 63 Ab­satz 4 des Ge­set­zes in be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len Aus­nah­men vom Ver­bot von Ge­schäf­ten mit na­he­ste­hen­den Per­so­nen nach Ar­ti­kel 63 Ab­sät­ze 2 und 3 des Ge­set­zes be­wil­li­gen, wenn:
die­se Mög­lich­keit in den mass­ge­ben­den Do­ku­men­ten der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge vor­ge­se­hen ist;
die Aus­nah­me im In­ter­es­se der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ist;
zu­sätz­lich zu der Schät­zung der stän­di­gen Schät­zungs­ex­per­ten des Im­mo­bi­li­en­fonds ein von die­sen be­zie­hungs­wei­se de­ren Ar­beit­ge­ber und von der Fonds­lei­tung oder SI­CAV so­wie der De­pot­bank des Im­mo­bi­li­en­fonds un­ab­hän­gi­ger Schät­zungs­ex­per­te ge­mä­ss Ar­ti­kel 64 Ab­satz 1 des Ge­set­zes die Markt­kon­for­mi­tät des Kaufs- und Ver­kaufs­prei­ses des Im­mo­bi­li­en­wer­tes so­wie der Trans­ak­ti­ons­kos­ten be­stä­tigt.
2Nach Ab­schluss der Trans­ak­ti­on er­stellt die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV einen Be­richt, der Fol­gen­des ent­hält:
An­ga­ben zu den ein­zel­nen über­nom­me­nen oder über­tra­ge­nen Im­mo­bi­li­en­wer­ten und de­ren Wert am Stich­tag der Über­nah­me oder Ab­tre­tung;
die Schätz­be­rich­te der stän­di­gen Schät­zungs­ex­per­ten;
den Be­richt über die Markt­kon­for­mi­tät des Kaufs- oder Ver­kaufs­prei­ses der Schät­zungs­ex­per­ten nach Ab­satz 1 Buch­sta­be c .
3Die Prüf­ge­sell­schaft be­stä­tigt im Rah­men ih­rer Prü­fung der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV die Ein­hal­tung der be­son­de­ren Treue­pflicht bei Im­mo­bi­li­en­an­la­gen;
4Im Jah­res­be­richt der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge wer­den die be­wil­lig­ten Ge­schäf­te mit na­he­ste­hen­den Per­so­nen er­wähnt.
5Für Im­mo­bi­li­en­wer­te, an de­nen die Fonds­lei­tung, die SI­CAV oder die­sen na­he­ste­hen­de Per­so­nen Bau­pro­jek­te durch­füh­ren lies­sen, darf die FIN­MA kei­ne Aus­nah­men vom Ver­bot von Ge­schäf­ten mit na­he­ste­hen­den Per­so­nen be­wil­li­gen.
Art. 32b Interessenkonflikte
Die Be­wil­li­gungs­trä­ger müs­sen wirk­sa­me or­ga­ni­sa­to­ri­sche und ad­mi­nis­tra­ti­ve Mass­nah­men zur Fest­stel­lung, Ver­hin­de­rung, Bei­le­gung und Über­wa­chung von In­ter­es­sen­kon­flik­ten tref­fen, um zu ver­hin­dern, dass die­se den In­ter­es­sen der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger scha­den. Las­sen sich In­ter­es­sen­kon­flik­te nicht ver­mei­den, so sind die­se den An­le­ge­rin­nen und An­le­gern ge­gen­über of­fen­zu­le­gen.
1Die Be­wil­li­gungs­trä­ger sor­gen für ei­ne wirk­sa­me Tren­nung der Tä­tig­kei­ten des Ent­schei­dens (Ver­mö­gens­ver­wal­tung), der Durch­füh­rung (Han­del und Ab­wick­lung) und der Ad­mi­nis­tra­ti­on.
2Die FIN­MA kann in be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len Aus­nah­men ge­stat­ten oder die Tren­nung wei­te­rer Funk­tio­nen an­ord­nen.
1Die Be­wil­li­gungs­trä­ger wei­sen die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ins­be­son­de­re auf die mit ei­ner be­stimm­ten An­la­ge­art ver­bun­de­nen Ri­si­ken hin.
2Sie le­gen sämt­li­che Kos­ten of­fen, die bei der Aus­ga­be und Rück­nah­me von An­tei­len und bei der Ver­wal­tung der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge an­fal­len. Zu­dem le­gen sie die Ver­wen­dung der Ver­wal­tungs­kom­mis­si­on so­wie die Er­he­bung ei­ner all­fäl­li­gen er­folgs­ab­hän­gi­gen Kom­mis­si­on (Per­for­man­ce Fee) of­fen.
2bisDie In­for­ma­ti­ons­pflicht hin­sicht­lich Ent­schä­di­gun­gen beim Ver­trieb um­fasst Art und Hö­he al­ler Kom­mis­sio­nen und an­de­ren geld­wer­ten Vor­tei­le, mit de­nen die Tä­tig­keit des Ver­triebs­trä­gers ent­schä­digt wer­den soll.1
3Sie ge­währ­leis­ten bei der Aus­übung von Mit­glied­schafts- und Gläu­bi­ger­rech­ten die Trans­pa­renz, wel­che den An­le­ge­rin­nen und An­le­gern den Nach­voll­zug von de­ren Aus­übung er­mög­licht.
4Die Fonds­lei­tung so­wie die Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, die An­tei­le ei­ner von ih­nen ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge für Kun­din­nen und Kun­den er­wer­ben, müs­sen die­sen die da­für er­hal­te­nen Leis­tun­gen of­fen­le­gen.2
Art. 34a Protokollierungspflicht
1Die Pflicht zur Er­stel­lung ei­nes Pro­to­kolls ge­mä­ss Ar­ti­kel 24 Ab­satz 3 des Ge­set­zes gilt für Ver­triebs­hand­lun­gen im Sin­ne von Ar­ti­kel 3 des Ge­set­zes.
2Form und In­halt des Pro­to­kolls rich­ten sich nach den Ver­hal­tens­re­geln ei­ner Selbst­re­gu­lie­rung, die von der FIN­MA nach Ar­ti­kel 7 Ab­satz 3 des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 20072 als Min­dest­stan­dard an­er­kannt sind.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, in Kraft seit 1. Jan. 2014 (AS 2013 607).
1Der An­la­ge­fonds be­zie­hungs­wei­se das Teil­ver­mö­gen ei­nes Um­brel­la-Fonds ist in­nert ei­nes Jah­res nach Ge­neh­mi­gung durch die FIN­MA zur Zeich­nung (Lan­cie­rung) auf­zu­le­gen.
2Der An­la­ge­fonds be­zie­hungs­wei­se das Teil­ver­mö­gen ei­nes Um­brel­la-Fonds muss spä­tes­tens ein Jahr nach Lan­cie­rung über ein Net­to­ver­mö­gen von min­des­tens 5 Mil­lio­nen Fran­ken ver­fü­gen.
3Die FIN­MA kann die Fris­ten auf ein ent­spre­chen­des Ge­such hin er­stre­cken.
4Nach Ab­lauf der Frist ge­mä­ss den Ab­sät­zen 2 und 3 mel­det die Fonds­lei­tung ei­ne Un­ter­schrei­tung un­ver­züg­lich der FIN­MA.
Art. 35a Mindestinhalt des Fondsvertrags
1Der Fonds­ver­trag ent­hält ins­be­son­de­re fol­gen­de An­ga­ben:
die Be­zeich­nung des An­la­ge­fonds so­wie die Fir­ma und den Sitz der Fonds­lei­tung, der De­pot­bank und des Ver­mö­gens­ver­wal­ters kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen;
den An­le­ger­kreis;
die An­la­ge­po­li­tik, die An­la­ge­tech­ni­ken, die Ri­si­ko­ver­tei­lung so­wie die mit der An­la­ge ver­bun­de­nen Ri­si­ken;
die Un­ter­tei­lung in Teil­ver­mö­gen;
die An­teils­klas­sen;
das Kün­di­gungs­recht der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger;
das Rech­nungs­jahr;
die Be­rech­nung des Net­to­in­ven­tar­wer­tes und der Aus­ga­be- und Rück­nah­me­prei­se;
die Ver­wen­dung des Net­to­er­trags und der Ka­pi­tal­ge­win­ne aus der Ver­äus­se­rung von Sa­chen und Rech­ten;
die Art, die Hö­he und die Be­rech­nung al­ler Ver­gü­tun­gen, die Aus­ga­be- und Rück­nah­me­kom­mis­sio­nen so­wie die Ne­ben­kos­ten für den An- und Ver­kauf der An­la­gen (Cour­ta­gen, Ge­büh­ren, Ab­ga­ben), die dem Fonds­ver­mö­gen oder den An­le­ge­rin­nen und An­le­gern be­las­tet wer­den dür­fen;
die Lauf­zeit des Ver­trags und die Vor­aus­set­zun­gen der Auf­lö­sung;
die Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­ne;
die Vor­aus­set­zun­gen des Rück­zah­lungs­auf­schubs so­wie des Zwangs­rück­kaufs;
die Stel­len, bei de­nen der Fonds­ver­trag, der Pro­spekt, die we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger, der ver­ein­fach­te Pro­spekt so­wie der Jah­res- und Halb­jah­res­be­richt kos­ten­los be­zo­gen wer­den kön­nen;
die Rech­nungs­ein­heit;
die Um­struk­tu­rie­rung.
2Bei der Ge­neh­mi­gung des Fonds­ver­trags prüft die FIN­MA aus­sch­liess­lich die Be­stim­mun­gen nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben a-g und stellt de­ren Ge­set­zes­kon­for­mi­tät fest.
3Auf An­trag der Fonds­lei­tung prüft die FIN­MA bei der Ge­neh­mi­gung ei­nes ver­trag­li­chen An­la­ge­fonds sämt­li­che Be­stim­mun­gen des Fonds­ver­trags und stellt de­ren Ge­set­zes­kon­for­mi­tät fest, so­fern die­ser im Aus­land ver­trie­ben wer­den soll und das aus­län­di­sche Recht es ver­langt.
4Die FIN­MA kann den In­halt des Fonds­ver­trags un­ter Be­rück­sich­ti­gung der in­ter­na­tio­na­len Ent­wick­lun­gen kon­kre­ti­sie­ren.
1Der Fonds­ver­trag um­schreibt die zu­läs­si­gen An­la­gen:
nach ih­rer Art (Be­tei­li­gungs­rech­te, For­de­rungs­rech­te, de­ri­va­ti­ve Fi­nan­z­in­stru­men­te; Wohn­bau­ten, kom­mer­zi­ell ge­nutz­te Lie­gen­schaf­ten; Edel­me­tal­le; Mas­sen­wa­ren usw.);
nach Län­dern, Län­der­grup­pen, Bran­chen oder Wäh­run­gen.
2Für üb­ri­ge Fonds nach den Ar­ti­keln 68 ff. des Ge­set­zes ent­hält er zu­dem die den Be­son­der­hei­ten und Ri­si­ken der je­wei­li­gen An­la­gen ent­spre­chen­den An­ga­ben in Be­zug auf de­ren Cha­rak­te­ris­tik und Be­wer­tung.
3Der Fonds­ver­trag um­schreibt die zu­läs­si­gen An­la­ge­tech­ni­ken und -in­stru­men­te.
Art. 37 Vergütungen und Nebenkosten
1Dem Fonds­ver­mö­gen oder all­fäl­li­gen Teil­ver­mö­gen kön­nen be­las­tet wer­den:
die Ver­wal­tungs­kom­mis­si­on für die Ver­gü­tung der Tä­tig­keit der Fonds­lei­tung;
die Ver­wah­rungs­kom­mis­si­on und an­de­re Kos­ten für die Ver­gü­tung der De­pot­bank­tä­tig­keit ein­sch­liess­lich der Kos­ten für die Auf­be­wah­rung des Fonds­ver­mö­gens durch Dritt- oder Sam­mel­ver­wah­rer;
die Ver­wal­tungs­kom­mis­si­on so­wie all­fäl­li­ge er­folgs­ab­hän­gi­ge Kom­mis­sio­nen für die Ver­gü­tung des Ver­mö­gens­ver­wal­ters kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen;
all­fäl­li­ge Ver­triebs­kom­mis­sio­nen für die Ver­gü­tung der Ver­triebs­trä­ger­tä­tig­keit;
die Ge­samt­heit der in Ab­satz 2 auf­ge­führ­ten Ne­ben­kos­ten.
2So­fern der Fonds­ver­trag dies aus­drück­lich vor­sieht, kön­nen fol­gen­de Ne­ben­kos­ten dem Fonds­ver­mö­gen oder den Teil­ver­mö­gen be­las­tet wer­den:
Kos­ten für den An- und Ver­kauf von An­la­gen, na­ment­lich marktüb­li­che Cour­ta­gen, Kom­mis­sio­nen, Steu­ern und Ab­ga­ben, so­wie Kos­ten für die Über­prü­fung und Auf­recht­er­hal­tung von Qua­li­täts­stan­dards bei phy­si­schen An­la­gen;
Kos­ten für den An- und Ver­kauf von Im­mo­bi­li­en­an­la­gen, na­ment­lich marktüb­li­che Cour­ta­gen, An­walts­ho­no­ra­re und No­tar­ge­büh­ren, Mu­ta­ti­ons­ge­büh­ren;
Ab­ga­ben der Auf­sichts­be­hör­de für die Grün­dung, Än­de­rung, Li­qui­da­ti­on, Fu­si­on oder Ver­ei­ni­gung des Fonds oder all­fäl­li­ger Teil­ver­mö­gen;
Jah­res­ge­bühr der Auf­sichts­be­hör­de;
Ho­no­ra­re der Prüf­ge­sell­schaft für die jähr­li­che Re­vi­si­on so­wie für Be­schei­ni­gun­gen im Rah­men von Grün­dun­gen, Än­de­run­gen, Li­qui­da­ti­on, Fu­si­on oder Ver­ei­ni­gung von Fonds oder all­fäl­li­ger Teil­ver­mö­gen;
Ho­no­ra­re für Rechts- und Steu­er­be­ra­ter im Zu­sam­men­hang mit Grün­dun­gen, Än­de­run­gen, Li­qui­da­ti­on, Fu­si­on oder Ver­ei­ni­gung von Fonds oder all­fäl­li­ger Teil­ver­mö­gen so­wie der all­ge­mei­nen Wahr­neh­mung der In­ter­es­sen des Fonds und sei­ner An­le­ge­rin­nen und An­le­ger;
No­ta­ri­ats- und Han­dels­re­gis­ter­kos­ten für die Ein­tra­gung von Be­wil­li­gungs­trä­gern der Kol­lek­ti­v­an­la­ge­ge­setz­ge­bung ins Han­dels­re­gis­ter;
Kos­ten für die Pu­bli­ka­ti­on des Net­to­in­ven­tar­werts des Fonds oder sei­ner Teil­ver­mö­gen so­wie sämt­li­che Kos­ten für Mit­tei­lun­gen an die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ein­sch­liess­lich der Über­set­zungs­kos­ten, wel­che nicht ei­nem Fehl­ver­hal­ten der Fonds­lei­tung zu­zu­schrei­ben sind;
Kos­ten für den Druck ju­ris­ti­scher Do­ku­men­te so­wie Jah­res- und Halb­jah­res­be­rich­te des Fonds;
Kos­ten für ei­ne all­fäl­li­ge Ein­tra­gung des Fonds bei ei­ner aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­de, na­ment­lich von der aus­län­di­schen Auf­sichts­be­hör­de er­ho­be­ne Kom­mis­sio­nen, Über­set­zungs­kos­ten so­wie die Ent­schä­di­gung des Ver­tre­ters oder der Zahl­stel­le im Aus­land;
Kos­ten im Zu­sam­men­hang mit der Aus­übung von Stimm­rech­ten oder Gläu­bi­ger­rech­ten durch den Fonds, ein­sch­liess­lich der Ho­no­rar­kos­ten für ex­ter­ne Be­ra­te­rin­nen und Be­ra­ter;
Kos­ten und Ho­no­ra­re im Zu­sam­men­hang mit im Na­men des Fonds ein­ge­tra­ge­nem geis­ti­gen Ei­gen­tum oder mit Nut­zungs­rech­ten des Fonds;
Ver­gü­tung der Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes der SI­CAV und Kos­ten für die Haft­pflicht­ver­si­che­rung;
al­le Kos­ten, die durch die Er­grei­fung aus­ser­or­dent­li­cher Schrit­te zur Wah­rung der An­le­ger­in­ter­es­sen durch die Fonds­lei­tung, den Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen oder die De­pot­bank ver­ur­sacht wer­den.
3Der Fonds­ver­trag gibt die Ver­gü­tun­gen und Ne­ben­kos­ten in ei­ner ein­heit­li­chen und um­fas­sen­den Über­sicht an und glie­dert sie nach Art, ma­xi­ma­ler Hö­he und Be­rech­nung.
4Die Ver­wen­dung der Be­zeich­nung «All-in-fee» ist nur zu­läs­sig, so­fern die­se sämt­li­che Ver­gü­tun­gen mit Aus­nah­me der Aus­ga­be- und Rück­nah­me­kom­mis­sio­nen, aber ein­sch­liess­lich der Ne­ben­kos­ten um­fasst. Wird die Be­zeich­nung «Pau­schal­kom­mis­si­on» be­nutzt, ist aus­drück­lich auf­zu­füh­ren, wel­che Ver­gü­tun­gen und Ne­ben­kos­ten nicht dar­in ent­hal­ten sind.
5Die Fonds­lei­tung, der Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen und die De­pot­bank kön­nen nur dann Re­tro­zes­sio­nen zur De­ckung der Ver­trieb­stä­tig­keit des Fonds be­zah­len, wenn dies im Fonds­ver­trag aus­drück­lich vor­ge­se­hen ist.
Art. 38 Ausgabe- und Rücknahmepreis; Zuschläge und Abzüge
1Den An­le­ge­rin­nen und An­le­gern kön­nen be­las­tet wer­den:
die pau­scha­li­sier­ten Ne­ben­kos­ten, die bei Aus­ga­be, Rück­nah­me oder Um­tausch von An­tei­len für den An- und Ver­kauf der An­la­gen ent­ste­hen;
ei­ne Kom­mis­si­on für Zeich­nun­gen, Um­wand­lun­gen oder Rück­zah­lun­gen an den Ver­trei­ber zur De­ckung der mit dem Ver­trieb ver­bun­de­nen Kos­ten.
2Der Fonds­ver­trag um­schreibt auf ver­ständ­li­che und trans­pa­ren­te Wei­se die Kom­mis­sio­nen, die den An­le­ge­rin­nen und An­le­gern be­las­tet wer­den kön­nen, so­wie de­ren Hö­he und Be­rech­nungs­wei­se.
1Im Pro­spekt des An­la­ge­fonds sind ein oder meh­re­re Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­ne zu be­zeich­nen, in de­nen die vom Ge­setz und von der Ver­ord­nung ge­for­der­ten In­for­ma­tio­nen den An­le­ge­rin­nen und An­le­gern zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den. Als Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­ne kön­nen Print­me­di­en oder öf­fent­lich zu­gäng­li­che und von der FIN­MA an­er­kann­te elek­tro­ni­sche Platt­for­men be­zeich­net wer­den.2
2Sämt­li­che pu­bli­ka­ti­ons­pflich­ti­gen Tat­be­stän­de, bei wel­chen An­le­ge­rin­nen und An­le­gern ein Ein­wen­dungs­recht bei der FIN­MA zu­steht, so­wie die Auf­lö­sung ei­nes An­la­ge­fonds sind in den da­für vor­ge­se­he­nen Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­nen zu ver­öf­fent­li­chen.
1Die Fonds­lei­tung kann mit Zu­stim­mung der De­pot­bank und Ge­neh­mi­gung der FIN­MA An­teils­klas­sen schaf­fen, auf­he­ben oder ver­ei­ni­gen. Sie ori­en­tiert sich da­bei na­ment­lich an fol­gen­den Kri­te­ri­en: Kos­ten­struk­tur, Re­fe­renzwäh­rung, Wäh­rungs­ab­si­che­rung, Aus­schüt­tung oder The­sau­rie­rung der Er­trä­ge, Min­de­st­an­la­ge oder An­le­ger­kreis.
2Die Ein­zel­hei­ten wer­den im Pro­spekt ge­re­gelt. Dar­in ist na­ment­lich das Ri­si­ko, dass ei­ne Klas­se un­ter Um­stän­den für ei­ne an­de­re haf­ten muss, of­fen zu le­gen.
3Die Fonds­lei­tung pu­bli­ziert die Schaf­fung, Auf­he­bung oder Ver­ei­ni­gung von An­teils­klas­sen in den Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­nen. Nur die Ver­ei­ni­gung gilt als Än­de­rung des Fonds­ver­trags und un­ter­liegt Ar­ti­kel 27 des Ge­set­zes.
4Ar­ti­kel 112 Ab­satz 3 Buch­sta­ben a-c ist sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.
1Die Fonds­lei­tung hat je­de Än­de­rung des Fonds­ver­trags in den Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­nen des je­wei­li­gen An­la­ge­fonds in der vom Ge­setz vor­ge­se­he­nen Form zu pu­bli­zie­ren. In der Pu­bli­ka­ti­on in­for­miert die Fonds­lei­tung die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger in kla­rer und ver­ständ­li­cher Wei­se dar­über, auf wel­che Fonds­ver­trags­än­de­run­gen sich die Prü­fung und die Fest­stel­lung der Ge­set­zes­kon­for­mi­tät durch die FIN­MA er­stre­cken.1
1bisDie FIN­MA kann von Ge­set­zes we­gen er­for­der­li­che Än­de­run­gen, wel­che die Rech­te der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger nicht be­rüh­ren oder aus­sch­liess­lich for­mel­ler Na­tur sind, von der Pu­bli­ka­ti­ons­pflicht aus­neh­men.2
2Die Frist zur Er­he­bung von Ein­wen­dun­gen ge­gen die Än­de­rung des Fonds­ver­tra­ges be­ginnt am Tag nach der Ver­öf­fent­li­chung in den Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­nen zu lau­fen.
2bisBei der Ge­neh­mi­gung der Fonds­ver­trags­än­de­rung prüft die FIN­MA aus­sch­liess­lich die Än­de­run­gen der Be­stim­mun­gen nach Ar­ti­kel 35a Ab­satz 1 Buch­sta­ben a-g und stellt de­ren Ge­set­zes­kon­for­mi­tät fest.3
2terHat die FIN­MA bei der Ge­neh­mi­gung ei­nes Fonds­ver­trags ge­mä­ss Ar­ti­kel 35a Ab­satz 3 sämt­li­che Be­stim­mun­gen ge­prüft und de­ren Ge­set­zes­kon­for­mi­tät fest­ge­stellt, so prüft sie auch bei der Än­de­rung die­ses Fonds­ver­trags al­le Be­stim­mun­gen und stellt de­ren Ge­set­zes­kon­for­mi­tät fest, so­fern der An­la­ge­fonds im Aus­land ver­trie­ben wer­den soll und das aus­län­di­sche Recht es ver­langt.4
3Die FIN­MA legt in ih­rem Ent­scheid das Da­tum des In­kraft­tre­tens der Fonds­ver­trags­än­de­rung fest.
4 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
Die Haupt­ver­wal­tung der Fonds­lei­tung liegt in der Schweiz, wenn fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind:
Die un­über­trag­ba­ren und un­ent­zieh­ba­ren Auf­ga­ben des Ver­wal­tungs­ra­tes ge­mä­ss Ar­ti­kel 716a des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 wer­den in der Schweiz wahr­ge­nom­men.
Für je­den von ihr ver­wal­te­ten An­la­ge­fonds wer­den min­des­tens fol­gen­de Auf­ga­ben in der Schweiz wahr­ge­nom­men:
Ent­scheid über die Aus­ga­be von An­tei­len,
Ent­scheid über die An­la­ge­po­li­tik und die Be­wer­tung der An­la­gen,
Be­wer­tung der An­la­gen,
Fest­le­gung der Aus­ga­be- und Rück­nah­me­prei­se,
Fest­set­zung der Ge­win­naus­schüt­tun­gen,
Fest­le­gung des In­hal­tes des Pro­spek­tes, des ver­ein­fach­ten Pro­spek­tes, des Jah­res- be­zie­hungs­wei­se Halb­jah­res­be­rich­tes so­wie wei­te­rer für An­le­ge­rin­nen und An­le­ger be­stimm­ter Pu­bli­ka­tio­nen,
Füh­rung der Buch­hal­tung.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2008, in Kraft seit 1. März 2008 (AS 2008 571).
Die Fonds­lei­tung muss ein bar ein­be­zahl­tes Ak­ti­en­ka­pi­tal von min­des­tens 1 Mil­li­on Fran­ken auf­wei­sen.
1Der Ver­wal­tungs­rat der Fonds­lei­tung um­fasst min­des­tens drei Mit­glie­der.
2Die Fonds­lei­tung ver­fügt in der Re­gel über min­des­tens drei Voll­zeit­stel­len mit Zeich­nungs­be­rech­ti­gung.
1Die gleich­zei­ti­ge Mit­glied­schaft im Ver­wal­tungs­rat von Fonds­lei­tung und De­pot­bank ist zu­läs­sig.
2Nicht zu­läs­sig ist die gleich­zei­ti­ge Mit­glied­schaft in der Ge­schäfts­lei­tung von Fonds­lei­tung und De­pot­bank.
3Die Mehr­heit der Ver­wal­tungs­rä­tin­nen und Ver­wal­tungs­rä­te der Fonds­lei­tung muss von den bei der De­pot­bank mit Auf­ga­ben ge­mä­ss Ar­ti­kel 73 des Ge­set­zes be­trau­ten Per­so­nen un­ab­hän­gig sein. Nicht als un­ab­hän­gig gel­ten die mit Auf­ga­ben ge­mä­ss Ar­ti­kel 73 des Ge­set­zes be­trau­ten Per­so­nen der De­pot­bank auf Ge­schäfts­lei­tungs­ebe­ne.
4Kei­ne der für die Fonds­lei­tung un­ter­schrifts­be­rech­tig­ten Per­so­nen darf gleich­zei­tig bei der De­pot­bank für Auf­ga­ben ge­mä­ss Ar­ti­kel 73 des Ge­set­zes ver­ant­wort­lich sein.
1Zum Fonds­ge­schäft ge­hö­ren ne­ben den Auf­ga­ben nach Ar­ti­kel 30 des Ge­set­zes na­ment­lich:
die Ver­tre­tung aus­län­di­scher kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen;
der Er­werb von Be­tei­li­gun­gen an Ge­sell­schaf­ten, de­ren Haupt­zweck das kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen­ge­schäft ist;
die Füh­rung von An­teils­kon­ten;
der Ver­trieb von kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen;
das Er­brin­gen von ad­mi­nis­tra­ti­ven Dienst­leis­tun­gen für kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen und ähn­li­che Ver­mö­gen wie in­ter­ne Son­der­ver­mö­gen, An­la­ge­stif­tun­gen und In­vest­ment­ge­sell­schaf­ten.
2Die­se Tä­tig­kei­ten so­wie die wei­te­ren Dienst­leis­tun­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 29 des Ge­set­zes darf die Fonds­lei­tung nur aus­üben, so­fern die Sta­tu­ten dies vor­se­hen.
3Die FIN­MA re­gelt die Ein­zel­hei­ten.
Für die an­re­chen­ba­ren ei­ge­nen Mit­tel gel­ten die Ar­ti­kel 22 und 23 sinn­ge­mä­ss.
1Die er­for­der­li­chen ei­ge­nen Mit­tel be­tra­gen höchs­tens 20 Mil­lio­nen Fran­ken.
2Sie wer­den in Pro­zen­ten des Ge­samt­ver­mö­gens der von der Fonds­lei­tung ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen wie folgt be­rech­net:
1 Pro­zent für den Teil, der 50 Mil­lio­nen Fran­ken nicht über­steigt;
¾ Pro­zent für den Teil, der 50, nicht aber 100 Mil­lio­nen Fran­ken über­steigt;
½ Pro­zent für den Teil, der 100, nicht aber 150 Mil­lio­nen Fran­ken über­steigt;
¼ Pro­zent für den Teil, der 150 Mil­lio­nen, nicht aber 250 Mil­lio­nen Fran­ken über­steigt;
⅛Pro­zent für den Teil, der 250 Mil­lio­nen Fran­ken über­steigt.
3Er­bringt die Fonds­lei­tung wei­te­re Dienst­leis­tun­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 29 Ab­satz 1 des Ge­set­zes, so wer­den die ope­ra­tio­nel­len Ri­si­ken aus die­sen Ge­schäf­ten nach dem Ba­sisin­di­ka­toran­satz ge­mä­ss Ar­ti­kel 92 der Ei­gen­mit­tel­ver­ord­nung vom 1. Ju­ni 20121 be­rech­net.2
4Wird die Fonds­lei­tung mit der Ad­mi­nis­tra­ti­on und der Port­fo­lio­ver­wal­tung des Ver­mö­gens ei­ner SI­CAV be­auf­tragt, so ist de­ren Ge­samt­ver­mö­gen für die Be­rech­nung der ei­ge­nen Mit­tel nach Ab­satz 2 mit ein­zu­be­zie­hen.3
4bisWird die Fonds­lei­tung aus­sch­liess­lich mit der Ad­mi­nis­tra­ti­on ei­ner SI­CAV be­auf­tragt, so muss sie zu­sätz­li­che Ei­gen­mit­tel von 0,01 Pro­zent des Ge­samt­ver­mö­gens der SI­CAV hal­ten.4
5Die Fonds­lei­tung zieht von den ei­ge­nen Mit­teln den Buch­wert ih­rer Be­tei­li­gun­gen ab.
6Die vor­ge­schrie­be­nen ei­ge­nen Mit­tel sind dau­ernd ein­zu­hal­ten.
7Die Fonds­lei­tung mel­det der FIN­MA un­ver­züg­lich die feh­len­den ei­ge­nen Mit­tel.
1Die Fonds­lei­tung reicht den ei­ge­nen Ge­schäfts­be­richt in­ner­halb von zehn Ta­gen nach der Ge­neh­mi­gung durch die Ge­ne­ral­ver­samm­lung der FIN­MA ein.
2Sie legt dem Ge­schäfts­be­richt ei­ne Auf­stel­lung über die am Bi­lanz­stich­tag vor­ge­schrie­be­nen und die vor­han­de­nen ei­ge­nen Mit­tel bei.
3Für die Er­stel­lung und die Glie­de­rung der Jah­res­rech­nung sind die Vor­schrif­ten des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 mass­ge­bend.
1Für den Wech­sel der Fonds­lei­tung ist Ar­ti­kel 41 sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.
2Die Fu­si­on von Fonds­lei­tun­gen oder fu­si­ons­ähn­li­che Tat­be­stän­de gel­ten als Wech­sel im Sin­ne von Ar­ti­kel 34 des Ge­set­zes.
Art. 51 Selbst- und fremdverwaltete SICAV
1Die selbst­ver­wal­te­te SI­CAV führt die Ad­mi­nis­tra­ti­on sel­ber aus. Sie darf die Port­fo­lio­ver­wal­tung nach Ar­ti­kel 36 Ab­satz 3 des Ge­set­zes an einen Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen de­le­gie­ren, der ei­ner an­er­kann­ten Auf­sicht un­ter­steht.
2Die fremd­ver­wal­te­te SI­CAV de­le­giert die Ad­mi­nis­tra­ti­on an ei­ne be­wil­lig­te Fonds­lei­tung. Die Ad­mi­nis­tra­ti­on bein­hal­tet auch den Ver­trieb der SI­CAV. Zu­sätz­lich de­le­giert die fremd­ver­wal­te­te SI­CAV die Port­fo­lio­ver­wal­tung an die­sel­be Fonds­lei­tung oder an einen Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen, der ei­ner an­er­kann­ten Auf­sicht un­ter­steht.
3Vor­be­hal­ten bleibt Ar­ti­kel 64.
Die SI­CAV darf aus­sch­liess­lich ihr Ver­mö­gen be­zie­hungs­wei­se ih­re Teil­ver­mö­gen ver­wal­ten. Na­ment­lich ist es ihr ver­bo­ten, Dienst­leis­tun­gen im Sin­ne von Ar­ti­kel 29 des Ge­set­zes für Drit­te zu er­brin­gen.
Für das Min­dest­ver­mö­gen der SI­CAV gilt Ar­ti­kel 35 sinn­ge­mä­ss.
Art. 54 Mindesteinlage
1Für die selbst­ver­wal­te­te SI­CAV und die fremd­ver­wal­te­te SI­CAV, wel­che die Ad­mi­nis­tra­ti­on an ei­ne be­wil­lig­te Fonds­lei­tung und die Port­fo­lio­ver­wal­tung an einen an­de­ren Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen de­le­giert, müs­sen die Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre im Zeit­punkt der Grün­dung ei­ne Min­de­stein­la­ge von 500 000 Fran­ken ein­zah­len.
2De­le­giert die fremd­ver­wal­te­te SI­CAV die Ad­mi­nis­tra­ti­on und die Port­fo­lio­ver­wal­tung an die­sel­be be­wil­lig­te Fonds­lei­tung, so müs­sen die Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre im Zeit­punkt der Grün­dung ei­ne Min­de­stein­la­ge von 250 000 Fran­ken ein­zah­len.
3Die Min­de­stein­la­ge ist dau­ernd ein­zu­hal­ten.
4Die SI­CAV mel­det der FIN­MA un­ver­züg­lich ei­ne Un­ter­schrei­tung.
1Als ei­ge­ne Mit­tel wer­den die ein­be­zahl­ten Ein­la­gen der Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre an­ge­rech­net.
2Von den ei­ge­nen Mit­teln ab­zu­zie­hen sind:
der den Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­nären zu­re­chen­ba­re Bi­lanz­ver­lust;
der den Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­nären zu­re­chen­ba­re Wert­be­rech­ti­gungs- und Rück­stel­lungs­be­darf;
im­ma­te­ri­el­le Wer­te (in­klu­si­ve Grün­dungs- und Or­ga­ni­sa­ti­ons­kos­ten so­wie Good­will) mit Aus­nah­me von Soft­wa­re.
3Die selbst­ver­wal­te­te SI­CAV be­rech­net die Hö­he der not­wen­di­gen ei­ge­nen Mit­tel nach Ar­ti­kel 48 sinn­ge­mä­ss.
3bisDie fremd­ver­wal­te­te SI­CAV, wel­che die Ad­mi­nis­tra­ti­on an ei­ne be­wil­lig­te Fonds­lei­tung und die Port­fo­lio­ver­wal­tung an einen Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen de­le­giert, be­rech­net die Hö­he der not­wen­di­gen ei­ge­nen Mit­tel sinn­ge­mä­ss nach Ar­ti­kel 48. Von die­sem Be­trag kann sie 20 Pro­zent ab­zie­hen.1
3terDie FIN­MA kann die fremd­ver­wal­te­te SI­CAV, wel­che die Port­fo­lio­ver­wal­tung an ei­ne Bank im Sin­ne des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 19342 oder an einen Ef­fek­ten­händ­ler im Sin­ne des Bör­sen­ge­set­zes vom 24. März 19953 mit Sitz in der Schweiz de­le­giert, von der Pflicht be­frei­en, das Ver­mö­gen mit ei­ge­nen Mit­teln zu un­ter­le­gen.4
4De­le­giert die fremd­ver­wal­te­te SI­CAV die Ad­mi­nis­tra­ti­on und die Port­fo­lio­ver­wal­tung an die­sel­be be­wil­lig­te Fonds­lei­tung, so muss sie das Ver­mö­gen nicht mit ei­ge­nen Mit­teln un­ter­le­gen (Art. 48 Abs. 4).5
5Das vor­ge­schrie­be­ne Ver­hält­nis zwi­schen ei­ge­nen Mit­teln und Ge­samt­ver­mö­gen der selbst­ver­wal­te­ten SI­CAV so­wie der fremd­ver­wal­te­ten SI­CAV, wel­che die Ad­mi­nis­tra­ti­on an ei­ne be­wil­lig­te Fonds­lei­tung und die Port­fo­lio­ver­wal­tung an einen Ver­mö­gens­ver­wal­ter kol­lek­ti­ver Ka­pi­tal­an­la­gen de­le­giert, ist dau­ernd ein­zu­hal­ten.6
6Die SI­CAV mel­det der FIN­MA un­ver­züg­lich die feh­len­den ei­ge­nen Mit­tel.
7Die FIN­MA re­gelt die Ein­zel­hei­ten.
Al­le Ak­ti­en ha­ben, un­ab­hän­gig da­von, ob sie un­ter­schied­li­chen Ka­te­go­ri­en an­ge­hö­ren, zum Zeit­punkt der Ers­te­mis­si­on ih­rer Ka­te­go­rie den­sel­ben Net­to­e­mis­si­ons­preis. Die­ser ent­spricht dem von den An­le­ge­rin­nen und An­le­gern zu zah­len­den Aus­ga­be­preis bei der Emis­si­on ab­züg­lich all­fäl­li­ger Ver­gü­tun­gen und Ne­ben­kos­ten.
1Die Ar­ti­kel 37 und 38 gel­ten sinn­ge­mä­ss.
2Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre kön­nen ih­re Ak­ti­en zu­rück­ge­ben, so­fern:
das an­ge­mes­se­ne Ver­hält­nis zwi­schen Ein­la­gen und Ge­samt­ver­mö­gen der SI­CAV auch nach der Rück­nah­me ein­ge­hal­ten ist; und
die Min­de­stein­la­ge nicht un­ter­schrit­ten wird.
An­la­gen ei­nes Teil­ver­mö­gens in an­de­ren Teil­ver­mö­gen der­sel­ben SI­CAV stel­len kei­ne An­la­ge in ei­ge­nen Ak­ti­en dar.
Ar­ti­kel 39 gilt sinn­ge­mä­ss.
1So­fern die Sta­tu­ten es vor­se­hen, kann die SI­CAV mit der Ge­neh­mi­gung der FIN­MA An­teils­klas­sen schaf­fen, auf­he­ben oder ver­ei­ni­gen.
2Ar­ti­kel 40 gilt sinn­ge­mä­ss. Die Ver­ei­ni­gung be­darf der Zu­stim­mung der Ge­ne­ral­ver­samm­lung.
3Das Ri­si­ko, dass ei­ne An­teils­klas­se für ei­ne an­de­re haf­ten muss, ist im Pro­spekt of­fen zu le­gen.
1Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre sind stimm­be­rech­tigt für:
das Teil­ver­mö­gen, an dem sie be­tei­ligt sind;
die Ge­sell­schaft, wenn der Ent­scheid die SI­CAV als Gan­zes be­trifft.
2Weicht der ei­nem Teil­ver­mö­gen zu­re­chen­ba­re Stim­man­teil deut­lich von dem die­sem Teil­ver­mö­gen zu­re­chen­ba­ren Ver­mö­gensan­teil ab, so kön­nen die Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung ge­mä­ss Ab­satz 1 Buch­sta­be b über die Zer­le­gung oder Zu­sam­men­le­gung der Ak­ti­en ei­ner Ak­ti­en­ka­te­go­rie ent­schei­den. Die FIN­MA muss die­sem Ent­scheid zu sei­ner Gül­tig­keit zu­stim­men.
3Die FIN­MA kann die Zer­le­gung oder die Zu­sam­men­le­gung von Ak­ti­en ei­ner Ak­ti­en­ka­te­go­rie an­ord­nen.
Art. 62a Depotbank
Für die De­pot­bank gel­ten die Ar­ti­kel 15 Ab­satz 2 und 45 sinn­ge­mä­ss.
Art. 62b Inhalt des Anlagereglements
1Der In­halt und die Ge­neh­mi­gung des An­la­ge­re­gle­ments rich­ten sich nach den Be­stim­mun­gen über den Fonds­ver­trag, so­weit das Ge­setz oder die Sta­tu­ten nichts an­de­res vor­se­hen.
2Die SI­CAV in­for­miert die Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre mit der Ein­be­ru­fung der Ge­ne­ral­ver­samm­lung schrift­lich dar­über:
wel­che Än­de­run­gen des An­la­ge­re­gle­ments die FIN­MA ge­prüft hat; und
für wel­che die­ser Än­de­run­gen die FIN­MA fest­ge­stellt hat, dass sie ge­set­zes­kon­form sind.
3Die Ab­sät­ze 1 und 2 gel­ten sinn­ge­mä­ss für die Sta­tu­ten, so­fern die­se In­hal­te des An­la­ge­re­gle­ments re­geln.
1Die Sta­tu­ten kön­nen für ein­zel­ne Teil­ver­mö­gen Ge­ne­ral­ver­samm­lun­gen vor­se­hen, wenn es um Ent­schei­de geht, wel­che le­dig­lich die­se Teil­ver­mö­gen be­tref­fen.
2Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre, die zu­sam­men über min­des­tens 10 Pro­zent der Stim­men sämt­li­cher be­zie­hungs­wei­se ein­zel­ner Teil­ver­mö­gen ver­fü­gen, kön­nen die Trak­tan­die­rung ei­nes Ver­hand­lungs­ge­gen­stan­des an der Ge­ne­ral­ver­samm­lung der SI­CAV be­zie­hungs­wei­se der Teil­ver­mö­gen ver­lan­gen.
3Die Ge­ne­ral­ver­samm­lung der SI­CAV be­zie­hungs­wei­se der Teil­ver­mö­gen ist zu­stän­dig für die Än­de­rung des An­la­ge­re­gle­ments, so­fern die Än­de­rung:
nicht von Ge­set­zes we­gen er­for­der­lich ist;
die Rech­te der Ak­tio­nä­rin­nen und Ak­tio­näre be­rührt; oder
nicht aus­sch­liess­lich for­mel­ler Na­tur ist.
4Die SI­CAV ver­öf­fent­licht in den Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­nen die von der Ge­ne­ral­ver­samm­lung be­schlos­se­nen und von der FIN­MA ge­neh­mig­ten we­sent­li­chen Än­de­run­gen des Fonds­re­gle­ments mit dem Hin­weis auf die Stel­len, wo die Än­de­run­gen im Wort­laut kos­ten­los be­zo­gen wer­den kön­nen.
5Die Be­stim­mung über die wich­ti­gen Be­schlüs­se der Ge­ne­ral­ver­samm­lung ei­ner Ak­ti­en­ge­sell­schaft (Art. 704 OR2) fin­det kei­ne An­wen­dung.3
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2008, in Kraft seit 1. März 2008 (AS 2008 571).
3 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 6 der Fi­nanz­markt­prüf­ver­ord­nung vom 15. Okt. 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 5363).
1Der Ver­wal­tungs­rat hat fol­gen­de Auf­ga­ben:
die Wahr­neh­mung der Auf­ga­ben nach Ar­ti­kel 716a des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1;
die Fest­le­gung der Grund­sät­ze der An­la­ge­po­li­tik;
die Be­zeich­nung der De­pot­bank oder ei­nes In­sti­tuts ge­mä­ss Ar­ti­kel 44a Ab­satz 2 des Ge­set­zes;
die Schaf­fung neu­er Teil­ver­mö­gen, so­fern die Sta­tu­ten dies vor­se­hen;
die Aus­ar­bei­tung des Pro­spek­tes und des ver­ein­fach­ten Pro­spek­tes;
die Ad­mi­nis­tra­ti­on.
2Die Auf­ga­ben nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben a-c kön­nen nicht de­le­giert wer­den.
3In ei­ner selbst­ver­wal­te­ten SI­CAV kön­nen die Auf­ga­ben nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben d und e so­wie Tei­le der Ad­mi­nis­tra­ti­on nach Ab­satz 1 Buch­sta­be f, na­ment­lich das Risk-Ma­na­ge­ment, die Aus­ge­stal­tung des in­ter­nen Kon­troll­sys­tems (IKS) und die Com­plian­ce, nur an die Ge­schäfts­lei­tung de­le­giert wer­den.
4Für die Or­ga­ni­sa­ti­on der selbst­ver­wal­te­ten SI­CAV gel­ten die Ar­ti­kel 44 und 45 sinn­ge­mä­ss.
Art. 65 Delegation von Aufgaben
1De­le­giert der Ver­wal­tungs­rat die Ad­mi­nis­tra­ti­on, die An­la­ge­ent­schei­de oder den Ver­trieb an Drit­te, so sind in ei­nem schrift­li­chen Ver­trag die Rech­te und Pflich­ten der Ver­trags­part­ner zu um­schrei­ben, na­ment­lich:2
die über­tra­ge­nen Auf­ga­ben;
all­fäl­li­ge Be­fug­nis­se zur Wei­ter­de­le­ga­ti­on;
die Re­chen­schafts­pflicht der Fonds­lei­tung;
die Kon­troll­rech­te des Ver­wal­tungs­ra­tes.
1bisDie Ar­ti­kel 30 und 31 Ab­sät­ze 1-5 des Ge­set­zes sind sinn­ge­mä­ss auf die De­le­ga­ti­on der Auf­ga­ben an­wend­bar.3
2Die FIN­MA re­gelt die Ein­zel­hei­ten.
1Die pro­zen­tua­len Be­schrän­kun­gen die­ses Ka­pi­tels be­zie­hen sich, so­weit nichts an­de­res be­stimmt wird, auf das Fonds­ver­mö­gen zu Ver­kehrs­wer­ten; sie müs­sen stän­dig ein­ge­hal­ten wer­den.
2Wer­den die Be­schrän­kun­gen durch Markt­ver­än­de­run­gen über­schrit­ten, so müs­sen die An­la­gen un­ter Wah­rung der In­ter­es­sen der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger in­ner­halb ei­ner an­ge­mes­se­nen Frist auf das zu­läs­si­ge Mass zu­rück­ge­führt wer­den.
3Ef­fek­ten­fonds und üb­ri­ge Fonds müs­sen die An­la­ge­be­schrän­kun­gen sechs Mo­na­te nach der Lan­cie­rung er­fül­len.
4Im­mo­bi­li­en­fonds müs­sen die An­la­ge­be­schrän­kun­gen zwei Jah­re nach der Lan­cie­rung er­fül­len.
5Die FIN­MA kann die Fris­ten der Ab­sät­ze 3 und 4 auf Ge­such der Fonds­lei­tung und der SI­CAV er­stre­cken.
1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV dür­fen für die Ver­wal­tung der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen Toch­ter­ge­sell­schaf­ten ein­set­zen, de­ren aus­sch­liess­li­cher Zweck das Hal­ten von An­la­gen für die kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge ist. Die FIN­MA re­gelt die Ein­zel­hei­ten.
2Die SI­CAV darf be­weg­li­ches und un­be­weg­li­ches Ver­mö­gen er­wer­ben, das für die un­mit­tel­ba­re Aus­übung ih­rer be­trieb­li­chen Tä­tig­keit un­er­läss­lich ist. Die FIN­MA re­gelt die Ein­zel­hei­ten.
1Um­brel­la-Fonds dür­fen nur Teil­ver­mö­gen der glei­chen Fonds­art um­fas­sen.
2Als Fonds­ar­ten gel­ten:
Ef­fek­ten­fonds;
üb­ri­ge Fonds für tra­di­tio­nel­le An­la­gen;
üb­ri­ge Fonds für al­ter­na­ti­ve An­la­gen.
3Bei kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen mit Teil­ver­mö­gen gel­ten die An­la­ge­be­schrän­kun­gen und -tech­ni­ken für je­des Teil­ver­mö­gen ein­zeln.
1Zu­läs­sig sind An­la­gen in:
Ef­fek­ten nach Ar­ti­kel 71;
de­ri­va­ti­ven Fi­nan­z­in­stru­men­ten nach Ar­ti­kel 72;
An­tei­len an kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen, wel­che die An­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 73 er­fül­len;
Geld­mark­t­in­stru­men­ten nach Ar­ti­kel 74;
Gut­ha­ben auf Sicht und auf Zeit mit Lauf­zei­ten bis zu zwölf Mo­na­ten bei Ban­ken, die ih­ren Sitz in der Schweiz oder in ei­nem Mit­glied­staat der Eu­ro­päi­schen Uni­on ha­ben oder in ei­nem an­de­ren Staat, wenn die Bank dort ei­ner Auf­sicht un­ter­steht, die der­je­ni­gen in der Schweiz gleich­wer­tig ist.
2Nicht zu­läs­sig sind:
An­la­gen in Edel­me­tal­len, Edel­me­tall­zer­ti­fi­ka­ten, Wa­ren und Wa­ren­pa­pie­ren;
Leer­ver­käu­fe von An­la­gen nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben a-d.
3In an­de­ren als in Ab­satz 1 ge­nann­ten An­la­gen dür­fen höchs­tens 10 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens an­ge­legt wer­den.
4Ei­ne Fonds­lei­tung, die auch die in­di­vi­du­el­le Ver­mö­gens­ver­wal­tung nach Ar­ti­kel 29 Buch­sta­be a des Ge­set­zes an­bie­tet, darf das Ver­mö­gen der An­le­ge­rin oder des An­le­gers we­der ganz noch teil­wei­se in An­tei­len der von ihr ver­wal­te­ten kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen an­le­gen, es sei denn, die Kun­din oder der Kun­de hat zu­vor ei­ne all­ge­mei­ne Zu­stim­mung ge­ge­ben.
1Als Ef­fek­ten gel­ten Wert­pa­pie­re und Wert­rech­te im Sin­ne von Ar­ti­kel 54 Ab­satz 1 des Ge­set­zes, die ein Be­tei­li­gungs- oder For­de­rungs­recht oder das Recht ver­kör­pern, sol­che Wert­pa­pie­re und Wert­rech­te durch Zeich­nung oder Aus­tausch zu er­wer­ben, na­ment­lich War­rants.
2An­la­gen in Ef­fek­ten aus Neu­e­mis­sio­nen sind nur zu­läs­sig, wenn de­ren Zu­las­sung an ei­ner Bör­se oder ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt in den Emis­si­ons­be­din­gun­gen vor­ge­se­hen ist. Sind sie ein Jahr nach dem Er­werb noch nicht an der Bör­se oder an ei­nem an­de­ren dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt zu­ge­las­sen, so sind die Ti­tel in­ner­halb ei­nes Mo­nats zu ver­kau­fen.
3Die FIN­MA kann die für einen Ef­fek­ten­fonds zu­läs­si­gen An­la­gen nach dem je­weils gel­ten­den Recht der Eu­ro­päi­schen Ge­mein­schaf­ten kon­kre­ti­sie­ren.1
1De­ri­va­ti­ve Fi­nan­z­in­stru­men­te sind zu­läs­sig, wenn:
ih­nen als Ba­sis­wer­te An­la­gen im Sin­ne von Ar­ti­kel 70 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a-d, Fi­nan­zin­di­zes, Zins­sät­ze, Wech­sel­kur­se, Kre­di­te oder Wäh­run­gen zu Grun­de lie­gen;
die zu Grun­de lie­gen­den Ba­sis­wer­te ge­mä­ss Fonds­re­gle­ment als An­la­gen zu­läs­sig sind; und
sie an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den.
2Bei Ge­schäf­ten mit OTC-De­ri­va­ten (OTC-Ge­schäf­ten) müs­sen zu­sätz­lich die fol­gen­den Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sein:
Die Ge­gen­par­tei ist ein be­auf­sich­tig­ter, auf die­ses Ge­schäft spe­zia­li­sier­ter Fi­nan­zin­ter­me­di­är.
Die OTC-De­ri­va­te sind täg­lich han­del­bar oder ei­ne Rück­ga­be an den Emit­ten­ten ist je­der­zeit mög­lich. Zu­dem sind sie zu­ver­läs­sig und nach­voll­zieh­bar be­wert­bar.
3Das mit de­ri­va­ti­ven Fi­nan­z­in­stru­men­ten ver­bun­de­ne Ge­sam­ten­ga­ge­ment ei­nes Ef­fek­ten­fonds darf 100 Pro­zent des Net­to­fonds­ver­mö­gens nicht über­schrei­ten. Das Ge­sam­ten­ga­ge­ment darf 200 Pro­zent des Net­to­fonds­ver­mö­gens nicht über­schrei­ten. Un­ter Be­rück­sich­ti­gung der Mög­lich­keit der vor­über­ge­hen­den Kre­dit­auf­nah­me im Um­fang von höchs­tens 10 Pro­zent des Net­to­fonds­ver­mö­gens (Art. 77 Abs. 2) darf das Ge­sam­ten­ga­ge­ment ins­ge­samt 210 Pro­zent des Net­to­fonds­ver­mö­gens nicht über­schrei­ten.
4War­rants sind wie de­ri­va­ti­ve Fi­nan­z­in­stru­men­te zu be­han­deln.
1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV dür­fen nur in Ziel­fonds an­le­gen, wenn:
de­ren Do­ku­men­te die An­la­gen in an­de­ren Ziel­fonds ih­rer­seits ins­ge­samt auf 10 Pro­zent be­gren­zen;
für die­se in Be­zug auf Zweck, Or­ga­ni­sa­ti­on, An­la­ge­po­li­tik, An­le­ger­schutz, Ri­si­ko­ver­tei­lung, ge­trenn­te Ver­wah­rung des Fonds­ver­mö­gens, Kre­dit­auf­nah­me, Kre­dit­ge­wäh­rung, Leer­ver­käu­fe von Wert­pa­pie­ren und Geld­mark­t­in­stru­men­ten, Aus­ga­be und Rück­nah­me der An­tei­le und In­halt der Halb­jah­res- und Jah­res­be­rich­te gleich­wer­ti­ge Be­stim­mun­gen gel­ten wie für Ef­fek­ten­fonds;
die Ziel­fonds im Sitz­staat als kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen zu­ge­las­sen sind und dort ei­ner dem An­le­ger­schutz die­nen­den, der schwei­ze­ri­schen gleich­wer­ti­gen Auf­sicht un­ter­ste­hen, und die in­ter­na­tio­na­le Amts­hil­fe ge­währ­leis­tet ist.
2Sie dür­fen höchs­tens:
20 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens in An­tei­len des­sel­ben Ziel­fonds an­le­gen; und
30 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens in An­tei­len von Ziel­fonds an­le­gen, die nicht den mass­ge­ben­den Richt­li­ni­en der Eu­ro­päi­schen Uni­on ent­spre­chen (Or­ga­nis­mus für ge­mein­sa­me An­la­gen in Wert­pa­pie­ren, OGAW), aber die­sen oder schwei­ze­ri­schen Ef­fek­ten­fonds nach Ar­ti­kel 53 des Ge­set­zes gleich­wer­tig sind.
3Für die An­la­gen in Ziel­fonds gel­ten die Ar­ti­kel 78-84 nicht.
4Darf ge­mä­ss Fonds­re­gle­ment ein we­sent­li­cher Teil des Fonds­ver­mö­gens in Ziel­fonds an­ge­legt wer­den, so:
müs­sen das Fonds­re­gle­ment und der Pro­spekt An­ga­ben dar­über ent­hal­ten, wie hoch die Ver­wal­tungs­kom­mis­sio­nen ma­xi­mal sind, die von der in­ves­tie­ren­den kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge selbst wie auch von den Ziel­fonds zu tra­gen sind;
ist im Jah­res­be­richt an­zu­ge­ben, wie hoch der An­teil der Ver­wal­tungs­kom­mis­sio­nen ma­xi­mal ist, den die in­ves­tie­ren­de kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge ei­ner­seits und die Ziel­fonds an­de­rer­seits tra­gen.
Art. 73a Master-Feeder-Strukturen
1Ein Fee­der-Fonds ist ei­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge, die ab­wei­chend von Ar­ti­kel 73 Ab­satz 2 Buch­sta­be a min­des­tens 85 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens in An­tei­len des­sel­ben Ziel­fonds (Mas­ter-Fonds) an­legt.
2Der Mas­ter-Fonds ist ei­ne schwei­ze­ri­sche kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge der­sel­ben Art wie der Fee­der-Fonds, ist sel­ber kein Fee­der-Fonds und hält kei­ne An­tei­le an ei­nem sol­chen.
3Ein Fee­der-Fonds kann bis zu 15 Pro­zent sei­nes Fonds­ver­mö­gens in flüs­si­ge Mit­tel (Art. 75) oder de­ri­va­ti­ve Fi­nan­z­in­stru­men­te (Art. 72) an­le­gen. Die de­ri­va­ti­ven Fi­nan­z­in­stru­men­te dür­fen aus­sch­liess­lich zum Zweck der Ab­si­che­rung ver­wen­det wer­den.
4Die FIN­MA re­gelt die Ein­zel­hei­ten.
1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV dür­fen Geld­mark­t­in­stru­men­te er­wer­ben, wenn die­se li­qui­de und be­wert­bar sind so­wie an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den.
2Geld­mark­t­in­stru­men­te, die nicht an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den, dür­fen nur er­wor­ben wer­den, wenn die Emis­si­on oder der Emit­tent Vor­schrif­ten über den Gläu­bi­ger- und den An­le­ger­schutz un­ter­liegt und wenn die Geld­mark­t­in­stru­men­te be­ge­ben oder ga­ran­tiert sind von:
der Schwei­ze­ri­schen Na­tio­nal­bank;
der Zen­tral­bank ei­nes Mit­glied­staa­tes der Eu­ro­päi­schen Uni­on;
der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank;
der Eu­ro­päi­schen Uni­on;
der Eu­ro­päi­schen In­ves­ti­ti­ons­bank;
der Or­ga­ni­sa­ti­on für wirt­schaft­li­che Zu­sam­men­ar­beit (OECD);
ei­nem an­de­ren Staat ein­sch­liess­lich des­sen Glied­staa­ten;
ei­ner in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­ti­on öf­fent­lich-recht­li­chen Cha­rak­ters, der die Schweiz oder min­des­tens ein Mit­glied­staat der Eu­ro­päi­schen Uni­on an­ge­hört;
ei­ner öf­fent­lich-recht­li­chen Kör­per­schaft;
ei­nem Un­ter­neh­men, des­sen Ef­fek­ten an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den;
ei­ner Bank, ei­nem Ef­fek­ten­händ­ler oder ei­nem sons­ti­gen In­sti­tut, die ei­ner Auf­sicht un­ter­ste­hen, die der­je­ni­gen in der Schweiz gleich­wer­tig ist.
Als flüs­si­ge Mit­tel gel­ten Bank­gut­ha­ben so­wie For­de­run­gen aus Pen­si­ons­ge­schäf­ten auf Sicht und auf Zeit mit Lauf­zei­ten bis zu zwölf Mo­na­ten.
1Ef­fek­ten­lei­he und Pen­si­ons­ge­schäft sind nur im Hin­blick auf ei­ne ef­fi­zi­en­te Ver­wal­tung des Fonds­ver­mö­gens zu­läs­sig. Die De­pot­bank haf­tet für die markt­kon­for­me, ein­wand­freie Ab­wick­lung der Ef­fek­ten­lei­he und des Pen­si­ons­ge­schäf­tes.
2Ban­ken, Bro­ker, Ver­si­che­rungs­ein­rich­tun­gen und Ef­fek­ten­clea­ring-Or­ga­ni­sa­tio­nen dür­fen bei der Ef­fek­ten­lei­he als Bor­ger her­an­ge­zo­gen wer­den, so­fern sie auf die Ef­fek­ten­lei­he spe­zia­li­siert sind und Si­cher­hei­ten leis­ten, die dem Um­fang und dem Ri­si­ko der be­ab­sich­tig­ten Ge­schäf­te ent­spre­chen. Un­ter den glei­chen Be­din­gun­gen darf das Pen­si­ons­ge­schäft mit den ge­nann­ten In­sti­tu­ten ab­ge­wi­ckelt wer­den.
3Die Ef­fek­ten­lei­he und das Pen­si­ons­ge­schäft sind in ei­nem stan­dar­di­sier­ten Rah­men­ver­trag zu re­geln.
(Art. 55 Abs. 1 Bst. c und d so­wie Abs. 2 KAG)
1Zu­las­ten ei­nes Ef­fek­ten­fonds dür­fen:
kei­ne Kre­di­te ge­währt und kei­ne Bürg­schaf­ten ab­ge­schlos­sen wer­den;
höchs­tens 25 Pro­zent des Net­to­fonds­ver­mö­gens ver­pfän­det oder zur Si­che­rung über­eig­net wer­den.
2Ef­fek­ten­fonds dür­fen für höchs­tens 10 Pro­zent des Net­to­fonds­ver­mö­gens vor­über­ge­hend Kre­di­te auf­neh­men.
3Die Ef­fek­ten­lei­he und das Pen­si­ons­ge­schäft als Re­ver­se Re­po gel­ten nicht als Kre­dit­ge­wäh­rung im Sin­ne von Ab­satz 1 Buch­sta­be a.
4Das Pen­si­ons­ge­schäft als Re­po gilt als Kre­dit­auf­nah­me im Sin­ne von Ab­satz 2, es sei denn, die er­hal­te­nen Mit­tel wer­den im Rah­men ei­nes Ar­bi­tra­ge-Ge­schäfts für die Über­nah­me von Ef­fek­ten glei­cher Art und Gü­te in Ver­bin­dung mit ei­nem ent­ge­gen­ge­setz­ten Pen­si­ons­ge­schäft (Re­ver­se Re­po) ver­wen­det.
1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV dür­fen ein­sch­liess­lich der de­ri­va­ti­ven Fi­nan­z­in­stru­men­te höchs­tens 10 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens in Ef­fek­ten oder Geld­mark­t­in­stru­men­ten des­sel­ben Emit­ten­ten an­le­gen.
2Der Ge­samt­wert der Ef­fek­ten und Geld­mark­t­in­stru­men­te der Emit­ten­ten, bei wel­chen mehr als 5 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens an­ge­legt sind, darf 40 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens nicht über­stei­gen. Die­se Be­gren­zung fin­det kei­ne An­wen­dung auf Gut­ha­ben auf Sicht und auf Zeit ge­mä­ss Ar­ti­kel 79 und auf Ge­schäf­te mit OTC-De­ri­va­ten ge­mä­ss Ar­ti­kel 80, bei wel­chen die Ge­gen­par­tei ei­ne Bank nach Ar­ti­kel 70 Ab­satz 1 Buch­sta­be e ist.
Fonds­lei­tung und SI­CAV dür­fen höchs­tens 20 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens in Gut­ha­ben auf Sicht und auf Zeit bei der­sel­ben Bank an­le­gen. In die­se Li­mi­te sind so­wohl die An­la­gen in Bank­gut­ha­ben (Art. 70 Abs. 1 Bst. e) als auch die flüs­si­gen Mit­tel (Art. 75) ein­zu­be­zie­hen.
1Fonds­lei­tung und SI­CAV dür­fen höchs­tens 5 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens in OTC-Ge­schäf­ten bei der­sel­ben Ge­gen­par­tei an­le­gen.
2Ist die Ge­gen­par­tei ei­ne Bank nach Ar­ti­kel 70 Ab­satz 1 Buch­sta­be e, so er­höht sich die­se Li­mi­te auf 10 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens.
3Die de­ri­va­ti­ven Fi­nan­z­in­stru­men­te und die For­de­run­gen ge­gen Ge­gen­par­tei­en aus OTC-Ge­schäf­ten sind in die Ri­si­ko­ver­tei­lungs­vor­schrif­ten nach den Ar­ti­keln 73 und 78-84 ein­zu­be­zie­hen. Dies gilt nicht für De­ri­va­te auf In­di­zes, wel­che die Vor­aus­set­zun­gen nach Ar­ti­kel 82 Ab­satz 1 Buch­sta­be b er­fül­len.
4Wer­den For­de­run­gen aus OTC-Ge­schäf­ten durch Si­cher­hei­ten in Form von li­qui­den Ak­ti­va ab­ge­si­chert, so wer­den die­se For­de­run­gen bei der Be­rech­nung des Ge­gen­par­tei­ri­si­kos nicht be­rück­sich­tigt. Die FIN­MA re­gelt die Ein­zel­hei­ten zu den An­for­de­run­gen an die Si­cher­hei­ten. Sie trägt da­bei den in­ter­na­tio­na­len Stan­dards Rech­nung.1
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013 (AS 2013 607). Fas­sung ge­mä­ss An­hang 4 Ziff. 1 der V vom 25. Ju­ni 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 2321).
1An­la­gen, Gut­ha­ben und For­de­run­gen ge­mä­ss den Ar­ti­keln 78-80 des­sel­ben Emit­ten­ten dür­fen ins­ge­samt 20 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens nicht über­stei­gen.
2An­la­gen und Geld­mark­t­in­stru­men­te ge­mä­ss Ar­ti­kel 78 der­sel­ben Un­ter­neh­mens­grup­pe dür­fen ins­ge­samt 20 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens nicht über­stei­gen.
3Die Be­schrän­kun­gen nach den Ar­ti­keln 78-80 und 83 Ab­satz 1 dür­fen nicht ku­mu­liert wer­den.
4Bei Um­brel­la-Fonds gel­ten die­se Be­schrän­kun­gen für je­des Teil­ver­mö­gen ein­zeln.
5Ge­sell­schaf­ten, die auf­grund in­ter­na­tio­na­ler Rech­nungs­le­gungs­vor­schrif­ten einen Kon­zern bil­den, gel­ten als ein­zi­ger Emit­tent.
1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV dür­fen höchs­tens 20 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens in Ef­fek­ten oder Geld­mark­t­in­stru­men­ten des­sel­ben Emit­ten­ten an­le­gen, wenn:
das Fonds­re­gle­ment die Nach­bil­dung ei­nes von der FIN­MA an­er­kann­ten In­dex für Be­tei­li­gungs- oder For­de­rungs­rech­te vor­sieht (In­dex­fonds); und
der In­dex hin­rei­chend di­ver­si­fi­ziert und für den Markt, auf den er sich be­zieht, re­prä­sen­ta­tiv ist und in an­ge­mes­se­ner Wei­se ver­öf­fent­licht wird.
2Die Li­mi­te er­höht sich auf 35 Pro­zent für Ef­fek­ten oder Geld­mark­t­in­stru­men­te des­sel­ben Emit­ten­ten, die auf ge­re­gel­ten Märk­ten stark do­mi­nie­ren. Die­se Aus­nah­me kann nur für einen ein­zi­gen Emit­ten­ten be­an­sprucht wer­den.
3Die An­la­gen nach die­sem Ar­ti­kel sind bei der Ein­hal­tung der Li­mi­te von 40 Pro­zent nach Ar­ti­kel 78 Ab­satz 2 nicht zu be­rück­sich­ti­gen.
1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV dür­fen höchs­tens 35 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens in Ef­fek­ten oder Geld­mark­t­in­stru­men­ten des­sel­ben Emit­ten­ten an­le­gen, so­fern die­se be­ge­ben oder ga­ran­tiert wer­den von:
ei­nem OECD-Staat;
ei­ner öf­fent­lich-recht­li­chen Kör­per­schaft aus der OECD;
ei­ner in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­ti­on öf­fent­lich-recht­li­chen Cha­rak­ters, der die Schweiz oder ein Mit­glied­staat der Eu­ro­päi­schen Uni­on an­ge­hört.
2Mit Be­wil­li­gung der FIN­MA dür­fen sie bis 100 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens in Ef­fek­ten oder Geld­mark­t­in­stru­men­ten des­sel­ben Emit­ten­ten an­le­gen. In die­sem Fall sind fol­gen­de Re­geln zu be­rück­sich­ti­gen:
Die An­la­gen sind in Ef­fek­ten oder Geld­mark­t­in­stru­men­te aus min­des­tens sechs ver­schie­de­nen Emis­sio­nen auf­ge­teilt.
Höchs­tens 30 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens wer­den in Ef­fek­ten und Geld­mark­t­in­stru­men­ten der­sel­ben Emis­si­on an­ge­legt.
Im Pro­spekt und in den Wer­be­un­ter­la­gen wer­den auf die spe­zi­el­le Be­wil­li­gung der FIN­MA hin­ge­wie­sen so­wie die Emit­ten­ten auf­ge­führt, bei de­nen mehr als 35 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens an­ge­legt wer­den kön­nen.
Im Fonds­re­gle­ment sind die Emit­ten­ten auf­ge­führt, bei de­nen mehr als 35 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens an­ge­legt wer­den kön­nen, und die ent­spre­chen­den Ga­ran­ten.
3Die FIN­MA er­teilt die Be­wil­li­gung, wenn da­durch der Schutz der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger nicht ge­fähr­det wird.
4Die An­la­gen nach die­sem Ar­ti­kel sind bei der Ein­hal­tung der Li­mi­te von 40 Pro­zent nach Ar­ti­kel 78 Ab­satz 2 nicht zu be­rück­sich­ti­gen.
1We­der die Fonds­lei­tung noch die SI­CAV darf Be­tei­li­gungs­rech­te er­wer­ben, die ins­ge­samt mehr als 10 Pro­zent der Stimm­rech­te aus­ma­chen oder die es ih­nen er­lau­ben, einen we­sent­li­chen Ein­fluss auf die Ge­schäfts­lei­tung ei­nes Emit­ten­ten aus­zuü­ben.
2Die FIN­MA kann ei­ne Aus­nah­me ge­wäh­ren, so­fern die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV nach­weist, dass sie den we­sent­li­chen Ein­fluss nicht aus­übt.
3Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV dür­fen für das Fonds­ver­mö­gen höchs­tens er­wer­ben:
je 10 Pro­zent der stimm­rechts­lo­sen Be­tei­li­gungs­pa­pie­re, der Schuld­ver­schrei­bun­gen oder der Geld­mark­t­in­stru­men­te des­sel­ben Emit­ten­ten;
25 Pro­zent der An­tei­le an an­de­ren kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen, wel­che die An­for­de­run­gen nach Ar­ti­kel 73 er­fül­len.
4Die Be­schrän­kung nach Ab­satz 3 gilt nicht, wenn sich im Zeit­punkt des Er­werbs der Brut­to­be­trag der Schuld­ver­schrei­bun­gen, der Geld­mark­t­in­stru­men­te oder der An­tei­le an an­de­ren kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen nicht be­rech­nen lässt.
5Die Be­schrän­kun­gen nach den Ab­sät­zen 1 und 3 sind nicht an­wend­bar auf Ef­fek­ten und Geld­mark­t­in­stru­men­te, die von ei­nem Staat oder ei­ner öf­fent­lich-recht­li­chen Kör­per­schaft aus der OECD oder von in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen öf­fent­lich-recht­li­chen Cha­rak­ters, de­nen die Schweiz oder ein Mit­glied­staat der Eu­ro­päi­schen Uni­on an­ge­hö­ren, be­ge­ben oder ga­ran­tiert wer­den.
1Im Pro­spekt ist an­zu­ge­ben, in wel­che Ka­te­go­ri­en von An­la­ge­in­stru­men­ten in­ves­tiert wird und ob Ge­schäf­te mit de­ri­va­ti­ven Fi­nan­z­in­stru­men­ten ge­tä­tigt wer­den. Wer­den Ge­schäf­te mit de­ri­va­ti­ven Fi­nan­z­in­stru­men­ten ge­tä­tigt, so ist zu er­läu­tern, ob die­se Ge­schäf­te als Teil der An­la­ge­stra­te­gie oder zur Ab­si­che­rung von An­la­g­e­po­si­tio­nen ge­tä­tigt wer­den und wie sich de­ren Ein­satz auf das Ri­si­ko­pro­fil des Ef­fek­ten­fonds aus­wirkt.
2Dür­fen die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV das Fonds­ver­mö­gen haupt­säch­lich in an­de­re An­la­gen als sol­che nach Ar­ti­kel 70 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und e in­ves­tie­ren oder bil­den sie einen In­dex­fonds (Art. 82), so ist im Pro­spekt und in den Wer­be­un­ter­la­gen be­son­ders dar­auf hin­zu­wei­sen.
3Weist das Net­to­fonds­ver­mö­gen ei­nes Ef­fek­ten­fonds auf­grund der Zu­sam­men­set­zung der An­la­gen oder der an­ge­wand­ten An­la­ge­tech­ni­ken ei­ne er­höh­te Vo­la­ti­li­tät be­zie­hungs­wei­se He­bel­wir­kung auf, so ist im Pro­spekt und in den Wer­be­un­ter­la­gen be­son­ders dar­auf hin­zu­wei­sen.
1Die An­la­gen von Im­mo­bi­li­en­fonds oder Im­mo­bi­li­en-SI­CAV sind im Fonds­re­gle­ment aus­drück­lich zu nen­nen.1
2Als Grund­stücke nach Ar­ti­kel 59 Ab­satz 1 Buch­sta­be a gel­ten fol­gen­de Grund­stücke, die ge­stützt auf die An­mel­dung der Fonds­lei­tung, der SI­CAV oder der von der SI­CAV be­auf­trag­ten Fonds­lei­tung ge­mä­ss Ab­satz 2bis ein­ge­tra­gen sind: 2
Lie­gen­schaf­ten, die aus­sch­liess­lich oder zu ei­nem über­wie­gen­den Teil kom­mer­zi­el­len Zwe­cken die­nen; über­wie­gend ist der kom­mer­zi­el­le An­teil, wenn der Er­trag dar­aus min­des­tens 60 Pro­zent des Lie­gen­schaft­s­er­tra­ges aus­macht (kom­mer­zi­ell ge­nutz­te Lie­gen­schaf­ten);
Bau­ten mit ge­misch­ter Nut­zung, die so­wohl Wohn- als auch kom­mer­zi­el­len Zwe­cken die­nen; ei­ne ge­misch­te Nut­zung liegt vor, wenn der Er­trag aus dem kom­mer­zi­el­len An­teil mehr als 20 Pro­zent, aber we­ni­ger als 60 Pro­zent des Lie­gen­schaft­s­er­tra­ges aus­macht;
Stock­werk­ei­gen­tum;
Bau­land (in­kl. Ab­bruch­ob­jek­te) und an­ge­fan­ge­ne Bau­ten;
Bau­rechts­grund­stücke.
2bisDie Grund­stücke sind auf den Na­men der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV un­ter An­mer­kung der Zu­ge­hö­rig­keit zum Im­mo­bi­li­en­fonds im Grund­buch ein­ge­tra­gen. Hat der Im­mo­bi­li­en­fonds oder die SI­CAV, auf des­sen oder de­ren Na­me das Grund­stück ein­ge­tra­gen ist, Teil­ver­mö­gen, so muss an­ge­merkt sein, zu wel­chem Teil­ver­mö­gen das Grund­stück ge­hört.3
3Als wei­te­re An­la­gen sind zu­läs­sig:
Schuld­brie­fe oder an­de­re ver­trag­li­che Grund­pfand­rech­te;
Be­tei­li­gun­gen an und For­de­run­gen ge­gen Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten nach Ar­ti­kel 59 Ab­satz 1 Buch­sta­be b des Ge­set­zes;
An­tei­le an an­de­ren Im­mo­bi­li­en­fonds (ein­sch­liess­lich Re­al Estate In­vestment Trusts) so­wie Im­mo­bi­lie­nin­vest­ment­ge­sell­schaf­ten und -zer­ti­fi­ka­te, die an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den, ge­mä­ss Ar­ti­kel 59 Ab­satz 1 Buch­sta­be c des Ge­set­zes;
aus­län­di­sche Im­mo­bi­li­en­wer­te ge­mä­ss Ar­ti­kel 59 Ab­satz 1 Buch­sta­be d des Ge­set­zes.
4Un­be­bau­te Grund­stücke ei­nes Im­mo­bi­li­en­fonds müs­sen er­schlos­sen und für ei­ne um­ge­hen­de Über­bau­ung ge­eig­net sein so­wie über ei­ne rechts­kräf­ti­ge Bau­be­wil­li­gung für de­ren Über­bau­ung ver­fü­gen. Mit der Aus­füh­rung der Bau­ar­bei­ten muss vor Ab­lauf der Gül­tig­keits­dau­er der je­wei­li­gen Bau­be­wil­li­gung be­gon­nen wer­den kön­nen.4
1Im­mo­bi­li­en­fonds müs­sen ih­re An­la­gen auf min­des­tens zehn Grund­stücke ver­tei­len. Sied­lun­gen, die nach den glei­chen bau­li­chen Grund­sät­zen er­stellt wor­den sind, so­wie an­ein­an­der gren­zen­de Par­zel­len gel­ten als ein ein­zi­ges Grund­stück.
2Der Ver­kehrs­wert ei­nes Grund­stückes darf nicht mehr als 25 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens be­tra­gen.
3Es gel­ten fol­gen­de An­la­ge­be­schrän­kun­gen be­zo­gen auf das Fonds­ver­mö­gen:
Bau­land, ein­sch­liess­lich Ab­bruch­ob­jek­te, und an­ge­fan­ge­ne Bau­ten bis höchs­tens 30 Pro­zent;
Bau­rechts­grund­stücke bis höchs­tens 30 Pro­zent;
Schuld­brie­fe und an­de­re ver­trag­li­che Grund­pfand­rech­te bis höchs­tens 10 Pro­zent;
An­tei­le an an­de­ren Im­mo­bi­li­en­fonds und Im­mo­bi­lie­nin­vest­ment­ge­sell­schaf­ten nach Ar­ti­kel 86 Ab­satz 3 Buch­sta­be c bis höchs­tens 25 Pro­zent.
4Die An­la­gen nach Ab­satz 3 Buch­sta­ben a und b dür­fen zu­sam­men höchs­tens 40 Pro­zent des Fonds­ver­mö­gens be­tra­gen.2
5Die FIN­MA kann in be­grün­de­ten Ein­zel­fäl­len Ab­wei­chun­gen zu­las­sen.
1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV üben einen be­herr­schen­den Ein­fluss aus, wenn sie über die Mehr­heit der Mit­ei­gen­tumsan­tei­le und Stim­men ver­fü­gen.
2Sie ha­ben sich in ei­ner Nut­zungs- und Ver­wal­tungs­ord­nung nach Ar­ti­kel 647 Ab­satz 1 des Zi­vil­ge­setz­bu­ches (ZGB)1 al­le in den Ar­ti­keln 647a-651 ZGB vor­ge­se­he­nen Rech­te, Mass­nah­men und Hand­lun­gen vor­zu­be­hal­ten.
3Das Vor­kaufs­recht nach Ar­ti­kel 682 ZGB darf ver­trag­lich nicht auf­ge­ho­ben wer­den.
4Mit­ei­gen­tumsan­tei­le an Ge­mein­schafts­an­la­gen im Zu­sam­men­hang mit Grund­stücken der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge, die zu ei­ner Ge­samt­über­bau­ung ge­hö­ren, müs­sen kei­nen be­herr­schen­den Ein­fluss er­mög­li­chen. In die­sen Fäl­len darf das Vor­kaufs­recht nach Ab­satz 3 ver­trag­lich auf­ge­ho­ben wer­den.
1Als Ver­bind­lich­kei­ten gel­ten auf­ge­nom­me­ne Kre­di­te, Ver­pflich­tun­gen aus dem Ge­schäfts­gang so­wie sämt­li­che Ver­pflich­tun­gen aus ge­kün­dig­ten An­tei­len.
2Als kurz­fris­ti­ge fest­ver­zins­li­che Ef­fek­ten gel­ten For­de­rungs­rech­te mit ei­ner Lauf­zeit oder Rest­lauf­zeit bis zu zwölf Mo­na­ten.
3Als kurz­fris­tig ver­füg­ba­re Mit­tel gel­ten Kas­se, Post-1 und Bank­gut­ha­ben auf Sicht und Zeit mit Lauf­zei­ten bis zu zwölf Mo­na­ten so­wie fest zu­ge­sag­te Kre­dit­li­mi­ten ei­ner Bank bis zu 10 Pro­zent des Net­to­fonds­ver­mö­gens. Die Kre­dit­li­mi­ten sind der Höchst­gren­ze der zu­läs­si­gen Ver­pfän­dung nach Ar­ti­kel 96 Ab­satz 1 an­zu­rech­nen.
1 In­fol­ge des BRB vom 7. Ju­ni 2013 der die An­stalt Post in die spe­zi­al­ge­setz­li­che Schwei­ze­ri­sche Post AG um­ge­wan­delt und die Post­Fi­nance in ei­ne pri­vat­recht­li­che Ak­ti­en­ge­sell­schaft aus­ge­glie­dert hat, ist der Hin­weis auf die Post­gut­ha­ben seit dem 26. Ju­ni 2013 ge­gen­stands­los.
Zur Si­cher­stel­lung von be­vor­ste­hen­den Bau­vor­ha­ben kön­nen fest­ver­zins­li­che Ef­fek­ten mit ei­ner Lauf­zeit oder Rest­lauf­zeit von bis zu 24 Mo­na­ten ge­hal­ten wer­den.
Zur Ab­si­che­rung von Zins-, Wäh­rungs-, Kre­dit- und Mark­tri­si­ken sind de­ri­va­ti­ve Fi­nan­z­in­stru­men­te zu­läs­sig. Da­bei kom­men die für Ef­fek­ten­fonds gel­ten­den Be­stim­mun­gen (Art. 72) sinn­ge­mä­ss zur An­wen­dung.
Art. 91a Nahestehende Personen
1Als na­he­ste­hen­de Per­so­nen gel­ten ins­be­son­de­re:
die Fonds­lei­tung, die SI­CAV, die De­pot­bank und de­ren Be­auf­trag­te, na­ment­lich von die­sen be­auf­trag­te Ar­chi­tek­tin­nen und Ar­chi­tek­ten und Bau­un­ter­neh­me­rin­nen und Bau­un­ter­neh­mer;
die Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes und die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Fonds­lei­tung oder der SI­CAV;
der Ver­wal­tungs­rat und die Mit­glie­der der Ge­schäfts­lei­tung so­wie die mit der Über­wa­chung der Im­mo­bi­li­en­fonds be­auf­trag­ten Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der De­pot­bank;
die Prüf­ge­sell­schaft und die mit der Prü­fung der Im­mo­bi­li­en­fonds be­trau­ten Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter;
die Schät­zungs­ex­per­ten;
die nicht zu 100 Pro­zent zum Im­mo­bi­li­en­fonds ge­hö­ren­den Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten so­wie die Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes und die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter die­ser Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten;
die mit der Ver­wal­tung der Im­mo­bi­li­en­wer­te be­auf­trag­ten Lie­gen­schafts­ver­wal­tun­gen so­wie die Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes und die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter die­ser Lie­gen­schafts­ver­wal­tun­gen;
die qua­li­fi­ziert Be­tei­lig­ten im Sin­ne von Ar­ti­kel 14 Ab­satz 3 des Ge­set­zes der oben in Buch­sta­ben a-g er­wähn­ten Ge­sell­schaf­ten.
2Be­auf­trag­te nach Ab­satz 1 Buch­sta­be a gel­ten nicht als na­he­ste­hen­de Per­so­nen, wenn nach­ge­wie­sen wer­den kann, dass sie we­der di­rek­ten noch in­di­rek­ten Ein­fluss auf die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV neh­men oder ge­nom­men ha­ben und die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV in der Sa­che nicht auf an­de­re Wei­se be­fan­gen ist.
1Grund­stücke, wel­che die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV er­wer­ben wol­len, sind vor­gän­gig schät­zen zu las­sen.1
2Für die­se Schät­zung be­sich­tigt der Schät­zungs­ex­per­te die Grund­stücke.
3Bei ei­ner Ver­äus­se­rung kann auf ei­ne neue Schät­zung ver­zich­tet wer­den, wenn:
die be­ste­hen­de Schät­zung nicht äl­ter 3 Mo­na­te ist; und
sich die Ver­hält­nis­se nicht we­sent­lich ge­än­dert ha­ben.2
4Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV müs­sen ei­ne Ver­äus­se­rung un­ter oder den Er­werb über dem Schät­zungs­wert ge­gen­über der Prüf­ge­sell­schaft be­grün­den.
1Der Ver­kehrs­wert der Grund­stücke, die zum Im­mo­bi­li­en­fonds ge­hö­ren, ist auf den Ab­schluss je­des Rech­nungs­jah­res durch die Schät­zungs­ex­per­ten über­prü­fen zu las­sen.
2Die Be­sich­ti­gung der Grund­stücke durch die Schät­zungs­ex­per­ten ist min­des­tens al­le drei Jah­re zu wie­der­ho­len.
3Die Schät­zungs­ex­per­ten ha­ben ih­re Schät­zungs­me­tho­de ge­gen­über der Prüf­ge­sell­schaft zu be­grün­den.
4Über­neh­men die Fonds­lei­tung und die SI­CAV den Schät­zungs­wert nicht un­ver­än­dert in ih­re Rech­nung, so ha­ben sie dies ge­gen­über der Prüf­ge­sell­schaft zu be­grün­den.
1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV las­sen bei Bau­vor­ha­ben durch min­des­tens einen Schät­zungs­ex­per­ten prü­fen, ob die vor­aus­sicht­li­chen Kos­ten markt­kon­form und an­ge­mes­sen sind.
2Nach Fer­tig­stel­lung der Bau­te las­sen die Fonds­lei­tung und die SI­CAV den Ver­kehrs­wert durch min­des­tens einen Schät­zungs­ex­per­ten schät­zen.
1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV ver­öf­fent­li­chen den Ver­kehrs­wert des Fonds­ver­mö­gens und den sich dar­aus er­ge­ben­den In­ven­tar­wert der Fondsan­tei­le gleich­zei­tig mit der Be­kannt­ga­be an die mit dem re­gel­mäs­si­gen börs­li­chen oder aus­ser­börs­li­chen Han­del der Im­mo­bi­li­en­fondsan­tei­le be­trau­te Bank oder den da­mit be­trau­ten Ef­fek­ten­händ­ler in den Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­nen.
2Bei Im­mo­bi­li­en­fonds, die an ei­ner Bör­se oder an ei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den, sind zu­sätz­lich die mass­ge­ben­den bör­sen­recht­li­chen Be­stim­mun­gen zu be­ach­ten.
1Bei der Ver­pfän­dung der Grund­stücke und der Si­che­rungs­über­eig­nung der Pfand­rech­te nach Ar­ti­kel 65 Ab­satz 2 des Ge­set­zes darf die Be­las­tung al­ler Grund­stücke im Durch­schnitt nicht mehr als ein Drit­tel des Ver­kehrs­wer­tes be­tra­gen.1
1bisZur Wah­rung der Li­qui­di­tät kann die Be­las­tung vor­über­ge­hend und aus­nahms­weie auf die Hälf­te des Ver­kehrs­wer­tes er­höht wer­den, so­fern:
das Fonds­re­gle­ment dies vor­sieht; und
die In­ter­es­sen der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ge­wahrt blei­ben.2
1terDie Prüf­ge­sell­schaft nimmt im Rah­men der Prü­fung des Im­mo­bi­li­en­fonds zu den Vor­aus­set­zun­gen ge­mä­ss Ab­satz 1bis Stel­lung.3
2Las­sen die Fonds­lei­tung und die SI­CAV Bau­ten er­stel­len oder füh­ren sie Ge­bäu­des­a­nie­run­gen durch, so dür­fen sie für die Zeit der Vor­be­rei­tung, des Baus oder der Ge­bäu­des­a­nie­rung der Er­trags­rech­nung des Im­mo­bi­li­en­fonds für Bau­land und an­ge­fan­ge­ne Bau­ten einen Bau­zins zum marktüb­li­chen Satz gut­schrei­ben, so­fern da­durch die Kos­ten den ge­schätz­ten Ver­kehrs­wert nicht über­stei­gen.
1Die Aus­ga­be von An­tei­len ist je­der­zeit mög­lich. Sie darf nur tran­chen­wei­se er­fol­gen.
2Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV be­stim­men min­des­tens:
die ge­plan­te An­zahl der neu aus­zu­ge­ben­den An­tei­le;
das ge­plan­te Be­zugs­ver­hält­nis für die bis­he­ri­gen An­le­ge­rin­nen und An­le­ger;
die Emis­si­ons­me­tho­de für das Be­zugs­recht.
3Die Schät­zungs­ex­per­ten über­prü­fen zur Be­rech­nung des In­ven­tar­wer­tes und zur Fest­le­gung des Aus­ga­be­prei­ses den Ver­kehrs­wert je­des Grund­stückes.
Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV kön­nen die wäh­rend ei­nes Rech­nungs­jah­res ge­kün­dig­ten An­tei­le nach Ab­schluss des­sel­ben vor­zei­tig zu­rück­zah­len, wenn:
die An­le­ge­rin oder der An­le­ger dies bei der Kün­di­gung schrift­lich ver­langt;
sämt­li­che An­le­ge­rin­nen und An­le­ger, die ei­ne vor­zei­ti­ge Rück­zah­lung ver­langt ha­ben, be­frie­digt wer­den kön­nen.
1Als An­la­gen von üb­ri­gen Fonds sind na­ment­lich zu­ge­las­sen:
Ef­fek­ten;
An­tei­le an kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen;
Geld­mark­t­in­stru­men­te;
Gut­ha­ben auf Sicht und auf Zeit mit Lauf­zei­ten bis zu zwölf Mo­na­ten;
de­ri­va­ti­ve Fi­nan­z­in­stru­men­te, de­nen als Ba­sis­wer­te Ef­fek­ten, kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, Geld­mark­t­in­stru­men­te, de­ri­va­ti­ve Fi­nan­z­in­stru­men­te, In­di­zes, Zins­sät­ze, Wech­sel­kur­se, Kre­di­te, Wäh­run­gen, Edel­me­tal­le, Com­mo­di­ties oder ähn­li­ches zu Grun­de lie­gen;
struk­tu­rier­te Pro­duk­te, die sich auf Ef­fek­ten, kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­gen, Geld­mark­t­in­stru­men­te, de­ri­va­ti­ve Fi­nan­z­in­stru­men­te, In­di­zes, Zins­sät­ze, Wech­sel­kur­se, Wäh­run­gen, Edel­me­tal­le, Com­mo­di­ties oder ähn­li­ches be­zie­hen.
2Für üb­ri­ge Fonds für al­ter­na­ti­ve An­la­gen kann die FIN­MA wei­te­re An­la­gen wie Com­mo­di­ties, Roh­stof­fe und die ent­spre­chen­den Roh­stoff­ti­tel zu­las­sen.1
3An­la­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 69 Ab­satz 2 des Ge­set­zes sind im Fonds­re­gle­ment aus­drück­lich zu nen­nen.
4Für An­la­gen in An­tei­le an kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen gilt Ar­ti­kel 73 Ab­satz 4 sinn­ge­mä­ss.
1Üb­ri­ge Fonds für tra­di­tio­nel­le An­la­gen dür­fen:
Kre­di­te in der Hö­he von höchs­tens 25 Pro­zent des Net­to­fonds­ver­mö­gens auf­neh­men;
höchs­tens 60 Pro­zent des Net­to­fonds­ver­mö­gens ver­pfän­den oder zur Si­che­rung über­eig­nen;
ein Ge­sam­ten­ga­ge­ment von höchs­tens 225 Pro­zent des Net­to­fonds­ver­mö­gens ein­ge­hen;
Leer­ver­käu­fe tä­ti­gen.
2Üb­ri­ge Fonds für al­ter­na­ti­ve An­la­gen dür­fen:
Kre­di­te in der Hö­he von höchs­tens 50 Pro­zent des Net­to­fonds­ver­mö­gens auf­neh­men;
höchs­tens 100 Pro­zent des Net­to­fonds­ver­mö­gens ver­pfän­den oder zur Si­che­rung über­eig­nen;
ein Ge­sam­ten­ga­ge­ment von höchs­tens 600 Pro­zent des Net­to­fonds­ver­mö­gens ein­ge­hen;
3Das Fonds­re­gle­ment nennt die An­la­ge­be­schrän­kun­gen aus­drück­lich. Es re­gelt zu­dem Art und Hö­he der zu­läs­si­gen Leer­ver­käu­fe.
(Art. 69-71 KAG)
Die FIN­MA kann im Ein­zel­fall Ab­wei­chun­gen zu­las­sen von den Be­stim­mun­gen über:
die zu­läs­si­gen An­la­gen;
die An­la­ge­tech­ni­ken;
die Be­schrän­kun­gen;
die Ri­si­ko­ver­tei­lung.
1Der Hin­weis auf die be­son­de­ren Ri­si­ken (Warn­klau­sel) be­darf der Ge­neh­mi­gung der FIN­MA.
2Die Warn­klau­sel muss auf der ers­ten Sei­te des Fonds­re­gle­ments und des Pro­spekts an­ge­bracht und stets in der Form ver­wen­det wer­den, in der sie von der FIN­MA ge­neh­migt wur­de.
1Die De­pot­bank muss ei­ne für die Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben ge­eig­ne­te Or­ga­ni­sa­ti­on ha­ben und Per­so­nal be­schäf­ti­gen, das ih­rer Tä­tig­keit an­ge­mes­sen und ent­spre­chend qua­li­fi­ziert ist.
2Sie ver­fügt für die Er­fül­lung ih­rer Tä­tig­keit als De­pot­bank über min­des­tens drei Voll­zeit­stel­len mit Zeich­nungs­be­rech­ti­gung.
Die De­pot­bank teilt der Prüf­ge­sell­schaft die mit den Auf­ga­ben der De­pot­bank be­trau­ten lei­ten­den Per­so­nen mit.
1Die De­pot­bank hat fol­gen­de Auf­ga­ben:
Sie ist für die Kon­to- und De­pot­füh­rung der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen ver­ant­wort­lich, kann aber nicht selbst­stän­dig über de­ren Ver­mö­gen ver­fü­gen.
Sie ge­währ­leis­tet, dass ihr bei Ge­schäf­ten, die sich auf das Ver­mö­gen der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge be­zie­hen, der Ge­gen­wert in­nert der üb­li­chen Fris­ten über­tra­gen wird.
Sie be­nach­rich­tigt die Fonds­lei­tung oder die kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge, falls der Ge­gen­wert nicht in­nert der üb­li­chen Frist er­stat­tet wird, und for­dert von der Ge­gen­par­tei Er­satz für den be­trof­fe­nen Ver­mö­gens­wert, so­fern dies mög­lich ist.
Sie führt die er­for­der­li­chen Auf­zeich­nun­gen und Kon­ten so, dass sie je­der­zeit die ver­wahr­ten Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de der ein­zel­nen kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen von­ein­an­der un­ter­schei­den kann.
Sie prüft bei Ver­mö­gens­ge­gen­stän­den, die nicht in Ver­wah­rung ge­nom­men wer­den kön­nen, das Ei­gen­tum der Fonds­lei­tung oder der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge und führt dar­über Auf­zeich­nun­gen.1
2Bei Im­mo­bi­li­en­fonds be­wahrt sie die un­be­lehn­ten Schuld­brie­fe so­wie die Ak­ti­en von Im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaf­ten auf. Für die lau­fen­de Ver­wal­tung von Im­mo­bi­li­en­wer­ten kann sie Kon­ten von Drit­ten füh­ren las­sen.
3Bei kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­gen mit Teil­ver­mö­gen ist für sämt­li­che Auf­ga­ben die­sel­be De­pot­bank ver­ant­wort­lich.
1Ar­ti­kel 41 ist für den Wech­sel der De­pot­bank ei­nes ver­trag­li­chen An­la­ge­fonds sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.
2Der Be­schluss zum Wech­sel der De­pot­bank wird un­ver­züg­lich in den Pu­bli­ka­ti­ons­or­ga­nen der SI­CAV ver­öf­fent­licht.
Art. 105a Aufgaben bei Delegation der Verwahrung
Über­trägt die De­pot­bank die Auf­be­wah­rung des Fonds­ver­mö­gens ei­nem Dritt- oder Sam­mel­ver­wah­rer im In- oder Aus­land, so prüft und über­wacht sie, ob die­ser:
über ei­ne an­ge­mes­se­ne Be­triebs­or­ga­ni­sa­ti­on, fi­nan­zi­el­le Ga­ran­ti­en und die fach­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen ver­fügt, die für die Art und die Kom­ple­xi­tät der Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de, die ihm an­ver­traut wur­den, er­for­der­lich sind;
ei­ner re­gel­mäs­si­gen ex­ter­nen Prü­fung un­ter­zo­gen und da­mit si­cher­ge­stellt wird, dass sich die Fi­nan­z­in­stru­men­te in sei­nem Be­sitz be­fin­den;
die von der De­pot­bank er­hal­te­nen Ver­mö­gens­ge­gen­stän­de so ver­wahrt, dass sie von der De­pot­bank durch re­gel­mäs­si­ge Be­stan­des­ab­glei­che zu je­der Zeit ein­deu­tig als zum Fonds­ver­mö­gen ge­hö­rend iden­ti­fi­ziert wer­den kön­nen;
die für die De­pot­bank gel­ten­den Vor­schrif­ten hin­sicht­lich der Wahr­neh­mung ih­rer de­le­gier­ten Auf­ga­ben und der Ver­mei­dung von In­ter­es­sen­kol­li­sio­nen ein­hält.
1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV füh­ren im Pro­spekt al­le we­sent­li­chen An­ga­ben auf, die für die Be­ur­tei­lung der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge von Be­deu­tung sind (An­hang 1). Der Pro­spekt ent­hält zu­dem das Fonds­re­gle­ment, so­fern den in­ter­es­sier­ten Par­tei­en nicht mit­ge­teilt wird, wo die­ses vor der Zeich­nung der An­tei­le se­pa­rat be­zo­gen wer­den kann.
2Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV da­tie­ren den Pro­spekt und rei­chen ihn und je­de Än­de­rung der FIN­MA spä­tes­tens bei der Ver­öf­fent­li­chung ein.
3Sie pas­sen ihn bei we­sent­li­chen Än­de­run­gen an, min­des­tens je­doch ein­mal jähr­lich.
1Der ver­ein­fach­te Pro­spekt für Im­mo­bi­li­en­fonds ent­hält die In­for­ma­tio­nen ge­mä­ss An­hang 2. Die FIN­MA kon­kre­ti­siert die­se An­for­de­run­gen.2
2Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV da­tie­ren den ver­ein­fach­ten Pro­spekt und rei­chen ihn und je­de Än­de­rung der FIN­MA spä­tes­tens bei der Ver­öf­fent­li­chung ein.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Ju­ni 2011, in Kraft seit 15. Ju­li 2011 (AS 2011 3177).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 29. Ju­ni 2011, in Kraft seit 15. Ju­li 2011 (AS 2011 3177).
3. Abschnitt: Wesentliche Informationen für die Anlegerinnen und Anleger für Effektenfonds und übrige Fonds für traditionelle Anlagen
Art. 107a Grundanforderungen
1Die we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger für Ef­fek­ten­fonds und üb­ri­ge Fonds für tra­di­tio­nel­le An­la­gen ent­hal­ten die In­for­ma­tio­nen ge­mä­ss An­hang 3.
2Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV da­tie­ren die we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger und rei­chen sie und je­de Än­de­rung un­ver­züg­lich der FIN­MA ein.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 29. Ju­ni 2011 (AS 2011 3177). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 13. Fe­br. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 607).
Art. 107b Bei mehreren Teilvermögen
Be­steht ei­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge aus meh­re­ren Teil­ver­mö­gen, so sind für je­des Teil­ver­mö­gen die we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger zu er­stel­len.
Art. 107c Bei mehreren Anteilsklassen
1Be­steht ei­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge aus meh­re­ren An­teils­klas­sen, so sind für je­de die­ser An­teils­klas­sen die we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger zu er­stel­len. So­fern die An­for­de­run­gen nach An­hang 3, ins­be­son­de­re die An­for­de­run­gen an die Län­ge des Do­ku­ments, ein­ge­hal­ten wer­den, kön­nen auch meh­re­re An­teils­klas­sen zu­sam­men­ge­fasst wer­den.
2Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV kön­nen für ei­ne An­teils­klas­se oder meh­re­re an­de­re An­teils­klas­sen ei­ne re­prä­sen­ta­ti­ve An­teils­klas­se aus­wäh­len, so­fern die­se Wahl für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger in den an­de­ren An­teils­klas­sen nicht ir­re­füh­rend ist. In sol­chen Fäl­len muss der Ab­schnitt «Ri­si­ko- und Er­trags­pro­fil» der we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger die Er­klä­rung des we­sent­li­chen Ri­si­kos ent­hal­ten, das auf je­de der zu ver­tre­ten­den An­teils­klas­sen An­wen­dung fin­det.
3Un­ter­schied­li­che An­teils­klas­sen dür­fen nicht zu ei­ner re­prä­sen­ta­ti­ven An­teils­klas­se nach Ab­satz 2 zu­sam­men­ge­fasst wer­den. Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV füh­ren Buch über die von der re­prä­sen­ta­ti­ven An­teils­klas­se ver­tre­te­nen An­teils­klas­sen nach Ab­satz 2 und die Grün­de die­ser Wahl.
Art. 107d Überprüfung
1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV über­prü­fen die we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger bei je­der we­sent­li­chen Än­de­rung der An­ga­ben, min­des­tens je­doch ein­mal jähr­lich.
2Geht aus ei­ner Über­prü­fung her­vor, dass die we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger ge­än­dert wer­den müs­sen, so ha­ben die Fonds­lei­tung und die SI­CAV un­ver­züg­lich ei­ne über­ar­bei­te­te Fas­sung zur Ver­fü­gung zu stel­len.
Art. 107e Veröffentlichung
Die we­sent­li­chen In­for­ma­tio­nen für die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger, ein­sch­liess­lich der an­ge­mes­sen über­ar­bei­te­ten Dar­stel­lung der bis­he­ri­gen Wert­ent­wick­lung der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge bis zum 31. De­zem­ber, sind von der Fonds­lei­tung und der SI­CAV in­nert der ers­ten 35 Werk­ta­ge des fol­gen­den Jah­res zu ver­öf­fent­li­chen.
1Als Zahl­stel­le ist ei­ne Bank im Sin­ne des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 19341 vor­zu­se­hen.2
2So­fern das Fonds­re­gle­ment die Aus­lie­fe­rung von An­teil­schei­nen vor­sieht, ver­ur­kun­det die De­pot­bank auf Ver­lan­gen der An­le­ge­rin oder des An­le­gers de­ren oder des­sen Rech­te in Wert­pa­pie­ren (Art. 965 OR3) oh­ne Nenn­wert, die auf den Na­men lau­ten und als Or­dre­pa­pie­re (Art. 967 und 1145 OR) aus­ge­stal­tet sind.4
3An­teil­schei­ne dür­fen erst nach Be­zah­lung des Aus­ga­be­prei­ses aus­ge­ge­ben wer­den.
4Die Aus­ga­be von Frak­ti­ons­an­tei­len ist nur bei An­la­ge­fonds er­laubt.
1Das Fonds­re­gle­ment ei­ner kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge mit er­schwer­ter Be­wer­tung oder be­schränk­ter Markt­gän­gig­keit kann vor­se­hen, dass die Kün­di­gung nur auf be­stimm­te Ter­mi­ne, je­doch min­des­tens vier­mal im Jahr, er­klärt wer­den kann.
2Die FIN­MA kann auf be­grün­de­ten An­trag das Recht auf je­der­zei­ti­ge Rück­ga­be in Ab­hän­gig­keit von An­la­gen und An­la­ge­po­li­tik ein­schrän­ken. Dies gilt na­ment­lich bei:
An­la­gen, die nicht ko­tiert sind und an kei­nem an­de­ren ge­re­gel­ten, dem Pu­bli­kum of­fen ste­hen­den Markt ge­han­delt wer­den;
Hy­po­the­ka­ran­la­gen;
Pri­va­te-Equi­ty-An­la­gen.
3Wird das Recht auf je­der­zei­ti­ge Rück­ga­be ein­ge­schränkt, so ist dies im Fonds­re­gle­ment, im Pro­spekt und im ver­ein­fach­ten Pro­spekt aus­drück­lich zu nen­nen.
4Das Recht auf je­der­zei­ti­ge Rück­ga­be darf höchs­tens fünf Jah­re aus­ge­setzt wer­den.
1Das Fonds­re­gle­ment kann vor­se­hen, dass die Rück­zah­lung vor­über­ge­hend und aus­nahms­wei­se auf­ge­scho­ben wird, wenn:
ein Markt, wel­cher Grund­la­ge für die Be­wer­tung ei­nes we­sent­li­chen Teils des Fonds­ver­mö­gens bil­det, ge­schlos­sen ist oder der Han­del an ei­nem sol­chen Markt be­schränkt oder aus­ge­setzt ist;
ein po­li­ti­scher, wirt­schaft­li­cher, mi­li­tä­ri­scher, mo­ne­tä­rer oder an­de­rer Not­fall vor­liegt;
we­gen Be­schrän­kun­gen des De­vi­sen­ver­kehrs oder Be­schrän­kun­gen sons­ti­ger Über­tra­gun­gen von Ver­mö­gens­wer­ten Ge­schäf­te für die kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge un­durch­führ­bar wer­den;
zahl­rei­che An­tei­le ge­kün­digt wer­den und da­durch die In­ter­es­sen der üb­ri­gen An­le­ge­rin­nen und An­le­ger we­sent­lich be­ein­träch­tigt wer­den kön­nen.
2Der Ent­scheid über den Auf­schub ist der Prüf­ge­sell­schaft und der FIN­MA un­ver­züg­lich mit­zu­tei­len. Er ist auch den An­le­ge­rin­nen und An­le­gern in an­ge­mes­se­ner Wei­se mit­zu­tei­len.
1Der Zwangs­rück­kauf im Sin­ne von Ar­ti­kel 82 des Ge­set­zes ist nur im Aus­nah­me­fall zu­läs­sig.
2Die Grün­de für einen Zwangs­rück­kauf sind im Fonds­re­gle­ment zu nen­nen.
(Art. 92-94 KAG)
1Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV er­stel­len für ei­ne kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge mit Teil­ver­mö­gen ein ein­zi­ges Fonds­re­gle­ment. Die­ses ent­hält de­ren Be­zeich­nung so­wie die Zu­satz­be­zeich­nun­gen der ein­zel­nen Teil­ver­mö­gen.
2Ha­ben die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV das Recht, wei­te­re Teil­ver­mö­gen zu er­öff­nen, be­ste­hen­de auf­zu­lö­sen oder zu ver­ei­ni­gen, so ist im Fonds­re­gle­ment be­son­ders dar­auf hin­wei­sen.
3Die Fonds­lei­tung und die SI­CAV wei­sen zu­dem im Fonds­re­gle­ment dar­auf hin, dass:
Ver­gü­tun­gen nur demje­ni­gen Teil­ver­mö­gen be­las­tet wer­den, dem ei­ne be­stimm­te Leis­tung zu­kommt;
Kos­ten, die nicht ein­deu­tig ei­nem Teil­ver­mö­gen zu­ge­ord­net wer­den kön­nen, den ein­zel­nen Teil­ver­mö­gen im Ver­hält­nis zum Fonds­ver­mö­gen be­las­tet wer­den;
An­le­ge­rin­nen und An­le­ger nur am Ver­mö­gen und Er­trag des­je­ni­gen Teil­ver­mö­gens be­rech­tigt sind, an dem sie be­tei­ligt sind be­zie­hungs­wei­se des­sen Ak­ti­en sie hal­ten;
für die auf das ein­zel­ne Teil­ver­mö­gen ent­fal­len­den Ver­bind­lich­kei­ten nur das be­tref­fen­de Teil­ver­mö­gen haf­tet.
4Kom­mis­sio­nen, die An­le­ge­rin­nen und An­le­gern beim Wech­sel von ei­nem Teil­ver­mö­gen zu ei­nem an­dern be­las­tet wer­den, sind im Fonds­re­gle­ment aus­drück­lich zu nen­nen.
5Ar­ti­kel 115 ist bei der Ver­ei­ni­gung von Teil­ver­mö­gen sinn­ge­mä­ss an­wend­bar.
Das Ri­si­ko, dass ein Teil­ver­mö­gen un­ter Um­stän­den für ein an­de­res haf­ten muss, ist im Pro­spekt of­fen zu le­gen.
1An­la­ge­fonds oder Teil­ver­mö­gen kön­nen von der Fonds­lei­tung ver­ei­nigt wer­den, so­fern:
die ent­spre­chen­den Fonds­ver­trä­ge dies vor­se­hen;
sie von der glei­chen Fonds­lei­tung ver­wal­tet wer­den;
die ent­spre­chen­den Fonds­ver­trä­ge be­züg­lich der Be­stim­mun­gen ge­mä­ss Ar­ti­kel 26 Ab­satz 3 Buch­sta­ben b, d, e, und i des Ge­set­zes grund­sätz­lich über­ein­stim­men;
am glei­chen Tag die Ver­mö­gen der be­tei­lig­ten An­la­ge­fonds be­wer­tet, das Um­tausch­ver­hält­nis be­rech­net und die Ver­mö­gens­wer­te und Ver­bind­lich­kei­ten über­nom­men wer­den;
we­der den An­la­ge­fonds be­zie­hungs­wei­se Teil­ver­mö­gen noch den An­le­ge­rin­nen und An­le­gern dar­aus Kos­ten er­wach­sen.
2Bei der Ver­mö­gens­über­tra­gung ei­ner SI­CAV kommt Ab­satz 1 sinn­ge­mä­ss zur An­wen­dung.
3Die FIN­MA kann die Ver­ei­ni­gung von An­la­ge­fonds und die Ver­mö­gens­über­tra­gung ei­ner SI­CAV, ins­be­son­de­re im Fall von Im­mo­bi­li­en­fonds, von zu­sätz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen ab­hän­gig ma­chen.
1Bei der Ver­ei­ni­gung zwei­er An­la­ge­fonds er­hal­ten die An­le­ge­rin­nen und An­le­ger des über­tra­gen­den An­la­ge­fonds An­tei­le am über­neh­men­den An­la­ge­fonds in ent­spre­chen­der Hö­he. Der über­tra­gen­de An­la­ge­fonds wird oh­ne Li­qui­da­ti­on auf­ge­löst.
2Der Fonds­ver­trag re­gelt das Ver­fah­ren der Ver­ei­ni­gung. Er ent­hält ins­be­son­de­re Be­stim­mun­gen über:
die In­for­ma­ti­on der An­le­ge­rin­nen und An­le­ger;
die Prü­fungs­pflich­ten der Prüf­ge­sell­schaft bei der Ver­ei­ni­gung.
3Die FIN­MA kann einen be­fris­te­ten Auf­schub der Rück­zah­lung be­wil­li­gen, wenn die Ver­ei­ni­gung vor­aus­sicht­lich mehr als einen Tag in An­spruch nimmt.
4Die Fonds­lei­tung mel­det der FIN­MA den Ab­schluss der Ver­ei­ni­gung.
5Bei der Ver­mö­gens­über­tra­gung ei­ner SI­CAV kom­men die Ab­sät­ze 2-4 sinn­ge­mä­ss zur An­wen­dung.
1Die kol­lek­ti­ve Ka­pi­tal­an­la­ge wird auf­ge­löst und darf un­ver­züg­lich li­qui­diert wer­den, wenn:
die Fonds­lei­tung oder die De­pot­bank ge­kün­digt hat;
die Un­ter­neh­me­rak­tio­nä­rin­nen und -ak­tio­näre ei­ner SI­CAV die Auf­lö­sung be­schlos­sen ha­ben.
2Hat die FIN­MA die Auf­lö­sung der kol­lek­ti­ven Ka­pi­tal­an­la­ge ver­fügt, so muss sie un­ver­züg­lich li­qui­diert wer­den.
3Vor der Schluss­zah­lung muss die Fonds­lei­tung oder die SI­CAV die Be­wil­li­gung der FIN­MA ein­ho­len.
4Der Han­del von An­tei­len an der Bör­se ist auf den Zeit­punkt der Auf­lö­sung ein­zu­stel­len.
5Die Kün­di­gung des De­pot­bank­ver­trags zwi­schen der SI­CAV und der De­pot­bank ist der FIN­MA und der Prüf­ge­sell­schaft un­ver­züg­lich zu mel­den.