Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=7%20C%2026.70
Timestamp: 2019-10-19 23:50:48
Document Index: 247349507

Matched Legal Cases: ['§ 58', '§ 138', '§ 54', '§ 41', '§ 54', '§ 41', '§ 81']

BVerwG, 18.09.1970 - VII C 26.70 - dejure.org
BVerwG, 18.09.1970 - VII C 26.70
https://dejure.org/1970,373
BVerwG, 18.09.1970 - VII C 26.70 (https://dejure.org/1970,373)
BVerwG, Entscheidung vom 18.09.1970 - VII C 26.70 (https://dejure.org/1970,373)
BVerwG, Entscheidung vom 18. September 1970 - VII C 26.70 (https://dejure.org/1970,373)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1970,373) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BVerwG, 26.06.1970 - VII C 26.70
Bei der Frage, was als längerer Zeitraum anzusehen ist, kann die Jahresfrist in § 58 Abs. 2 Satz 1 VwGO zunächst als Orientierung dienen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 4. Juni 2014 - 2 B 108/13 - Juris, Rn. 11; vgl. auch Urteil vom 18. September 1970 - VII C 26.70 - Juris, Rn. 24 f.; Urteil vom 13. November 2008 - 2 C 11/07 - Ju-.
In dem Urteil vom 18. September 1970 - BVerwG 7 C 26.70 - (…DVBl. 1970, 928 = Buchholz a.a.O. Nr. 42) hat er diese Überlegung auf eine durch Baulärm gestörte schriftliche Prüfung übertragen, indem er der Auffassung entgegengetreten ist, der Klageanspruch sei dadurch verwirkt worden, daß die Störung erst nach Ablegung einer Wiederholungsprüfung geltend gemacht worden sei.
Seinem Vorbringen steht bei Würdigung aller Umstände des Einzelfalls der Einwand unzulässiger Rechtsausübung (Verwirkung) entgegen (zur Anwendung dieses Grundsatzes im Prüfungsrecht vgl. Urteil vom 18. September 1970 - BVerwG 7 C 26.70 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 42;… Urteil vom 7. Oktober 1988, a.a.O., S. 286; Beschluss vom 29. Oktober 1996 - BVerwG 6 B 45.96 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 375).
BVerwG, 21.03.1974 - VI C 62.72
Auf die Revision des Klägers stellte das Bundesverwaltungsgericht durch Urteil vom 18. September 1970 - BVerwG VII C 26.70 - (Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 42 = DVBl. 1970, 928) das erstinstanzliche Urteil wieder her.
Es liege der Revisionsgrund des § 138 Nr. 2 VwGO vor, denn der Oberverwaltungsgerichtsrat Hacker, der Berichterstatter in der Berufungsinstanz gewesen sei, habe in dem vorangehenden Verwaltungsstreitverfahren, das durch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 18. September 1970 - BVerwG VII C 26.70 - entschieden worden sei, den Beklagten als Oberstaatsanwalt vertreten und sei deshalb kraft Gesetzes gemäß § 54 Abs. 1 VwGO in Verbindung mit § 41 Nr. 4 ZPO von der Ausübung des Richteramtes ausgeschlossen gewesen.
Oberverwaltungsgerichtsrat Hacker ist in dieser Sache nicht gemäß § 54 Abs. 1 VwGO in Verbindung mit § 41 Nr. 4 ZPO von der Ausübung des Richteramtes kraft Gesetzes ausgeschlossen gewesen, da der Streitgegenstand (vgl. zu diesem Begriff BVerwGE 14, 359 [362]; Urteil vom 26. April 1968 - BVerwG VI C 55.65 - [DÖV 1968, 843]; Urteil vom 10. Juni 1969 - BVerwG II C 17.66 - [Buchholz 237.2 § 81 LBG Berlin Nr. 1]) dieses Verwaltungsstreitverfahrens nicht der gleiche ist wie der des durch Urteil vom 18. September 1970 - BVerwG VII C 26.70 - entschiedenen, in welchen Oberverwaltungsgerichtsrat Hacker als Oberstaatsanwalt den Beklagten vertreten hat.
Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in den beiden Entscheidungen, die sich mit der Störung einer Prüfung durch Baulärm befassen (Urteile vom 17. Januar 1969 - BVerwG VII C 77.67 - [BVerwGE 31, 190] und vom 18. September 1970 - BVerwG VII C 26.70 - [Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 42]), als selbstverständlich vorausgesetzt.
Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in dem - bereits erwähnten - Urteil vom 17. Januar 1969 für eine mündliche Prüfung und in dem Urteil vom 18. September 1970 (a.a.O.) auch für eine schriftliche Prüfung verneint.
Aber auch bei einer schriftlichen Prüfung hat es der beschließende Senat in dem Urteil vom 18. September 1970 - BVerwG VII C 26.70 - (Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 42) für zulässig angesehen, daß der Prüfling den Mangel des Prüfungsverfahrens, den er in einer Beeinträchtigung durch Baulärm erblickte, erst nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses geltend machte.
Aber auch bei einer schriftlichen Prüfung hat es der beschließende Senat in dem Urteil vom 18. September 1970 - BVerwG VII C 26.70 - (Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 42) für zulässig angesehen, daß der Prüfling den Mangel des Prüfungsverfahrens, den er in einer Beeinträchtigung durch Baulärm erblickte, erst nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses geltend machte, in der damals entschiedenen Sache war die durch Baulärm gestörte Klausur am 24. April 1967 geschrieben, das Prüfungsergebnis am 6. September 1967 bekanntgegeben und der Mangel erst mit der nach zwei erfolglosen Wiederholungsversuchen am 5. September 1968 erhobenen Klage geltend gemacht worden.
Das Bundesverwaltungsgericht geht in ständiger Rechtsprechung von der rechtlichen Unbeachtlichkeit der Examenspsychose aus (Urteil vom 23. März 1963 - BVerwG 7 C 141.61 - [DVBl. 1964, 318]; ferner Urteil vom 18. September 1970 - BVerwG 7 C 26.70 - [Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 42] und Beschluß vom 21. August 1969 - BVerwG 7 B 127.68 - [Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 37]).
Für eine Verwirkung seines Klagerechts - bzw. des Rechts, sich auf den geltend gemachten Mangel berufen zu können - ist nichts ersichtlich (vgl. hierzu u.a. Urteil vom. 18. September 1970 - BVerwG 7 C 26.70 - [Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 42]).
BVerwG, 03.07.1996 - 2 B 122.95
Voraussetzungen für die grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache - Klärung der …