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Timestamp: 2019-08-24 15:45:47
Document Index: 299563003

Matched Legal Cases: ['§ 40', '§ 45', '§ 48', '§ 58', '§ 126', '§ 33', '§ 58']

BFH > 2011 > BFH, 09.08.2011 - VII R 2/11 - Vereinbarkeit der Tätigkeit als sog. Syndikus-Ste...
Urt. v. 09.08.2011, Az.: VII R 2/11
Steuerberater: Ein angestellter Vollzeitarbeitnehmer kann zusätzlich selbständig tätig bleiben
Ein ehemaliger freiberuflich tätiger Steuerberater, der zwischenzeitlich in einem Unternehmen als Angestellter steuerberatende Tätigkeiten ausübt, kann verlangen, zusätzlich wieder als selbstständiger Steuerberater tätig sein zu können. Die Steuerberaterkammer darf ihm dies nicht mit dem Argument abschlagen, für seine Klienten, die ihn in seinem eigenen Büro aufsuchten, habe er nicht genug Zeit, er könne allenfalls als „Feierabendsteuerberater“ tätig werden. Der BFH sah das anders: Kein (nur) selbständig tätiger Steuerberater sei verpflichtet, eine Mindestarbeitszeit einzuhalten. Jeder könne den Umfang seiner Tätigkeit frei bestimmen. Das könne der klagende Steuerberater auch neben seiner Angestelltentätigkeit in dem Unternehmen als „Syndikus-Steuerberater“.
Referenz: JurionRS 2011, 26277
FG Baden-Württemberg - 27.10.2010 - AZ: 2 K 1529/10
§ 40 Abs. 3 Nr. 2 StBerG
§ 45 Abs. 1 Nr. 2 StBerG
§ 48 Abs. 1 Nr. 1 StBerG
§ 58 S. 2 Nr. 5a StBerG
BFHE 234, 480 - 484
AnwBl 2011, 955-957
BB 2011, 6
BB 2011, 2773 (Pressemitteilung)
BBK 2012, 202-203
BFH/NV 2011, 2177-2178
BFH/PR 2012, 32
BStBl II 2012, 51-53 (Volltext mit amtl. LS)
DB 2011, 2545-2546
DStR 2011, 2266-2267
DStRE 2011, 1425-1426
GewArch 2012, 46
GmbHR 2011, 362
HFR 2011, 1317-1318
KÖSDI 2011, 17653
KP 2011, 213-214
NJW 2012, 479-480 ""Feierabend-Steuerberater""
NWB 2011, 3719
NZG 2011, 7-8
RdW 2012, 108-109
StBW 2011, 1048-1049
SteuerStud 2011, 677
StuB 2011, 928
StX 2011, 685-686
WPg 2012, 6 (Pressemitteilung)
WPg 2012, 59-60
ZAP 2012, 61
ZAP EN-Nr. 49/2012
Der Kläger und Revisionskläger (Kläger) übt eine Angestelltentätigkeit als Steuerreferent bei der X-AG aus und nimmt dort Aufgaben im Bereich Controlling und Steuern wahr, wie sie sich aus einer im Verwaltungsverfahren vorgelegten Tätigkeitsbeschreibung ergeben. Seine frühere Bestellung als Steuerberater ist am 1. August 2007 durch Verzicht erloschen.
Die Revision ist begründet. Sie führt zur Aufhebung der Vorentscheidung und des Bescheids der Steuerberaterkammer vom 29. März 2010 und zur Verpflichtung der Steuerberaterkammer, den Kläger als Steuerberater wiederzubestellen (§ 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung --FGO--).
1. Nach der vom FG sinngemäß in Bezug genommenen Tätigkeitsbeschreibung übt der Kläger ausschließlich Aufgaben i.S. des § 33 StBerG bei der X-AG aus, weshalb die Voraussetzungen des § 58 Satz 2 Nr. 5a Satz 1 StBerG erfüllt sind (vgl. Senatsurteil vom 17. Mai 2011 VII R 47/10, zur Veröffentlichung in BFHE bestimmt; BFH/NV 2011, 1621).
BFH, 17.08.2011 - VI R 75/1...
BFH, 09.08.2011 - VIII R 13...