Source: http://taxdocs.de/2013/02/gebuhren-fur-den-steuerberater-kosten-steigen-ab-2013/
Timestamp: 2017-10-23 04:09:47
Document Index: 136046050

Matched Legal Cases: ['§ 16', '§25', '§24', '§24', '§27', '§21', '§16']

Gebühren für den Steuerberater - Kosten steigen ab 2013 |
veröffentlicht am 15.02.2013 von Johannes Neumann
Die Steuerberatergebühren sollen somit an die aktuelle Situation angepasst werden. Jedes Jahr steigen die Kosten der EDV, die Kosten der Fortbildung, die Kosten des Personals, die Raumkosten, um nur einige zu nennen. Dennoch sind die Gebühren für einige Mandanten der Steuerberater gefühlt zu hoch. Meistens liegt das daran, dass der Zusammenhang zwischen der Leistung des Steuerberaters und den Gebühren nicht verstanden wird, nicht erklärt bzw. noch nie ein Steuerberater beauftragt wurde. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, erkläre ich in diesem Artikel die Gebühren der Steuerberater. Die Gebühren ab 2013 begründen sich übrigens auf der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV), vorher galt die Steuerberatergebührenverordnung (StBGebV). Im Durchschnitt sind die Kosten um 5% gestiegen.
Jede mögliche Leistung eines Steuerberaters ist in der StBVV aufgelistet. Jede Leistung wird einer Tabelle (insgesamt gibt es 5) zugeordnet, die in der einen Spalte Gegenstandswerte hat und in der anderen Spalte die entsprechenden Gebühren. Sollte also beispielsweise der Gegenstandswert für die Finanzbuchführung 200.000 Euro betragen, dann kann der Steuerberater Gebühren von 231 Euro als Grundlage für seine Abrechnung nutzen. Die Steuerberater-Gebühren müssen mindestens 10 Euro betragen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist noch zu wissen, was denn der Gegenstandswert für die Gebühren sind. Bei der Leistung Finanzbuchführung ist das eigentlich ganz klar – im Idealfall der Jahresumsatz. Im nicht ganz so idealen Fall ist der Gegenstandswert die Summe der Jahreskosten, falls diese höher als der Jahresumsatz ist.
Bei jeder Leistung des Steuerberaters gibt es jedoch immer einen auf den Mandanten bezogenen individuellen Aufwand. Sei es, weil die Unterlagen nicht geordnet sind, weil die Steuerrechtsmaterie komplex ist oder nicht ausreichend geregelt oder weil die Anzahl der Unterlagen bezogen auf den Gegenstandswert untypisch sind. Auch für diesen Faktor gilt die StBVV. Hier ist ganz klar geregelt, mit welchem Faktor man bei welcher Leistung die Gebühren beeinflussen kann. Die Aufsichtsbehörde der Steuerberater, die Steuerberaterkammer, gibt Empfehlungen für die Höhe bei einem durchschnittlichen Fall aus. Das ist die Mittelgebühr. Ein Beispiel? Der Faktor für Buchführung bewegt sich üblicherweise in den Grenzen 2/10 bis 12/10. Die Mittelgebühr beträgt 7/10. Üblicherweise wird der Steuerberater also 70% der Gebühren verlangen. Bei dem obigen Beispiel würden bei 200.000 Euro Jahresumsatz also 70% von 231 Euro (also 161,70) monatlich an Gebühren für Buchführung entstehen.
Steuerberater-Leistungen im Überblick
Für die alltäglichen Standard-Leistungen eines Steuerberaters habe ich einmal eine Übersicht erstellt. Diese Übersicht ist natürlich nur sehr grob, im Zweifel muss man die StBVV zu Rate ziehen.
Rat, Auskunft (Erstberatung) 1/10 - 10/10 Tabelle A (max. 190)
Einkommensteuererklärung 1/10 - 6/10 Tabelle A
Ermittlung der Werbungskosten 1/20 - 12/20 Tabelle A
Betriebseinnahmen über Betriebsausgaben 5/10 - 20/10 Tabelle B
Körperschaftsteuererklärung 2/10 - 8/10 Tabelle A
Gewerbesteuererklärung 1/10 - 6/10 Tabelle A
Selbstanzeige 10/10 - 30/10 Tabelle A
Buchführung 2/10 - 12/10 Tabelle C
Lohnbuchführung 5 - 25 Euro / AN
Steuerbilanz aus Handelsbilanz 5/10 - 12/10 Tabelle B
Bilanz + GuV 10/10 - 40/10 Tabelle B
Gebühren für den Steuerberater verringern
Jeder vernünftige Unternehmer will Kosten sparen. Warum dann nicht auch Steuerberatergebühren? Ich rate prinzipiell davon ab, einen Steuerberater nur aufgrund eines günstigen Preises zu beauftragen. Das wichtigste ist die Qualität der Leistung. Im Endeffekt bedarf es einer ständigen Weiterbildung und eines geeigneten EDV-Apparates, um qualitativ hochwertige Steuerberatung anzubieten. Dennoch bietet die StBVV natürlich einen gewissen Spielraum einerseits und andererseits natürlich auch unterschiedliche Gebühren. Wenn ich das Beispiel Buchführung wieder aufgreife, dann gibt die StBVV bei der typischen Buchführung ein Gebührenfaktor von 2/10 bis 12/10 vor. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, wenn der Mandant ein EDV-System des Steuerberaters nutzt und die Buchführung selbst pflegt (und zwar digital, elektronisch, online), dann betragen die Gebühren nur noch 1/20 bis 10/20. Ein Programm zur Rechnungserstellung benötigt üblicherweise jeder Unternehmer. Sobald kaufmännisches Personal vorhanden ist, ist mindestens eine Vorbereitung der Buchführung möglich. Bei der Anschaffung von einem solchen Programm lohnt vielleicht ein kurzes Gespräch mit dem Steuerberater, da ein geeignetes Programm gleichzeitig Kosten einsparen kann. Es gibt also auch Möglichkeiten der Kosteneinsparung unter Beibehaltung der qualitativ hochwertigen Leistungserbringung.
Einsortiert unter Unternehmen Schlagworte Buchführung, Gebühren, Gegenstandswert, Kosten, Leistung, Steuerberater.
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40 Kommentare vorhanden in “Gebühren für den Steuerberater – Kosten steigen ab 2013”
31. Mai 2013 at 18:09
wenn es möglich ist, würde ich gern zwei fragen dazu stellen.
Laut Ihrem Berechnungsbeispiel bei 200.000,00 € Jahresumsatz eines Unternehmens ergibt sich eine Mittelgebühr von 161,70 € monatlich.
Mein Steuerberater hat uns bei 165.000,00 € Jahresumsatz-Kalkulation für 2012 monatlich 207,06 € monatlich für die Buchführung berechnet, darin waren 20,00 € Netto für Auslagen nach § 16 enthalten, nach Abschluß des 4.Quartals kam dann noch eine zusätzliche Rechnung über 891,00 € für die Buchführung dazu, weil der tatsächliche Jahresumsatz 206.000,00 € gewesen sei. Wenn ich die 819,39 € durch 12 Monate teile, dann komme ich auf 68,28 € zusätzlich monatlicher Gebühr, also damit auf 275,34 € monatlicher Buchführungskosten bei 206.000,00 € Jahresumsatz – kann das denn korrekt sein?
Es gab auch keine Begründung vom Steuerberater, warum die Gebühren so hoch sind, ausser, das die Gebühren „Ausdruck des Bemessung an den Rahmenbedingungen wären“.
Dazu muß gesagt werden, das unsere Firma die Buchführung über „Datev Unternehmen online“ dem Steuerberater zur Verfügung gestellt hat, also mit Rechnungsausgang, Rechnungseingang und Kasse über meistens voreingerichtete Konten, die sicher hin und wieder korrigiert werden mußten vom Steuerberater.
Er hat also keine „Zettelbox“ bekommen, alles war eingescannt und zugeordnet.
Können Sie mir einen unverbindlichen Rat geben?
31. Mai 2013 at 18:58
hmm…, auf den ersten Blick sieht es tatsächlich so aus, als ob die Gebühren relativ hoch sind. Ob die Gebühren berechtigt sind oder nicht, lässt sich natürlich aus der Ferne nicht sagen. Ein anderer Steuerberater oder Rechtsanwalt kann die Rechnung jedoch auf Richtigkeit überprüfen. (vor allem, wenn Sie bereits vorher gebucht haben) Die Gebühren alleine sollten aber prinzipiell nicht das einzige Kriterium der Unzufriedenheit ggü. Ihrem Steuerberater sein. Denn der individuelle Aufwand ist bspw. je nach individueller IT-Ausstattung des Beraters auch anders. Vielleicht hilft Ihnen ja ein Angebot eines anderen Steuerberaters bei einer Verhandlung über die Gebühren. Wichtig ist, dass der Steuerberater aber über Ihre Unzufriedenheit in Kenntnis gesetzt wird. Nach dem Motto: Kann das korrekt sein? Letzten Endes ist der Vorteil von bspw. Datev Untenehmen Online ja der geringere Aufwand für den Steuerberater und den Mandanten und das Programm kostet ja selbst auch ein wenig. Vielleicht hilft aber auch ein üblicherweise vorher aufgesetzter Vertrag, um ganz klar die Leistung und dementsprechend auch die Gebühren des Steuerberaters zu fixieren. Die einzige Unbekannte wäre dann der Gegenstandswert.
Herr Selbstmacher sagt:
Entweder macht man es selbst, wie bei Ihrem kleinen Unternehmen oder bei einem großen Unternehmen stellt man sich jemand ein. Wer die beiden Wege nicht geht, hat das nachsehen. Denn die Steuerberater wollen auch auf ihre Kosten kommen.
Da ich mit meiner Firma selbst vor der Entscheidung stand und bei den Zahlen die der Steuerberater angab skeptisch war, habe ich es ein mal machen lassen und einmal selbst gemacht. Siehe da, für eine Arbeit von ca. 5 Std. hätte der Steuerberater einfach mal so ca. 1400 Euro abgerechnet. Denn sind die Unterlagen alle ordentlich und digital verbucht, ist die Hauptarbeit geleistet. Die meiste Zeit kostet das lernen. Buchhaltung, Bilanzierung, Steuererklärung. Das was der Steuerberater einfach drauf haben sollte. Jedoch rechtfertigt das keinen Tagessatz von 2000 Euro. Das weiß man natürlich nicht, wenn man es nicht selbst gemacht hat.
Der Lernaufwand für Buchführung Bilanzierung und Steuererklärung für den einfachen Fall liegt übrigens bei ca. 3Tagen – 1 Woche(oder lange),je nach Vorbildung und Aufnahmefähigkeit.
In Ihrem Fall schätze ich die Buchführung eher auf 50 Euro pro Monat. Wie der Herr Neumann aber sagt, kann man das nicht per Ferndiagnose feststellen. Jedoch lohnt es sich doch noch mal bei anderen Steuerberatern zu suchen.
Sonja Roolfs sagt:
Würden Sie auch eine Rechnungprüfen?
9. August 2013 at 14:44
Hallo Frau Roolfs,
ich darf es leider nicht. Einem Steuerberater oder Rechtsanwalt sollte das aber möglich sein.
9. September 2013 at 10:29
Schönen Guten Tag, ich muss knapp 170,00 Euro zahlen für eine ganz normale Steuererklärung. (durfte sogar noch 250,00 ans FA nachzahlen, entgegen den vorherigen Aussagen des Steuerberaters!) mir kommen die Kosten doch sehr hoch vor. Alle nötigen Unterlagen hatte ich fein in einer Mappe vorsortiert. Ist diese Rechnung denn wohl rechtens? Vielen Dank vorab.
9. September 2013 at 18:57
Hallo Frau Duddek,
je nach Gegenstandswert und Aufwand sind 170 Euro durchaus nicht unüblich. Der Aufwand hängt auch nicht immer damit zusammen, ob die Unterlagen geordnet sind. Die rechtliche Komplexität kann natürlich auch damit zusammenhängen. Die Abweichung sollten Sie sich allerdings erklären lassen. Vielleicht ist Sie ja gar nicht berechtigt? Ich darf Ihnen dabei allerdings leider nicht helfen, da ich noch kein Steuerberater bin.
Ich wünsche Ihnen trotzdem viel Erfolg,
Hallo Herr Neumann, dankeschön für Ihre Antwort. Ich werde mich dann mal schlau machen.
erich frömbgen sagt:
wie hoch darf der stundensatz des steuerberaters sein bei geordneter vorlage der belege unter angabe der beträge die nicht vesteuert wurden.
Ich bin geringfügig selbstständig also 450,- Euro.
Meine Steuerunterlagen gebe ich alle drei Monate ab und zwar komplett und sauber geordnet.
Dafür verlangt mein Steuerberater über 70,- Euro im Monat.
Ist das o.k oder zu viel.
Auch wenn ich die Fragen nachvollziehen kann, hier noch einmal der Hinweis – ich darf keine Beratung über einzelne Rechnungen durchführen. Ohne Rechnung und Kenntnis des Sachverhalts wäre das auch äußerst unseriös. Am ehesten bekommt man ein Gefühl für einen fairen Preis, wenn man Vergleichsangebote hat bzw. den Steuerberater selbst über die Höhe der Gebühren befragt. Letzten Endes kann ich aber auch keine Aussage darüber treffen, ob ein günstiger oder teurer Steuerberater besser oder schlechter ist. Die Qualität ist meines Erachtens eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl des geeigneten Steuerberaters.
Ein StB sagt:
11. Juli 2015 at 11:34
Hallo Herr Naumann und hallo an andere preisbewußte Leser,
mir ist bewußt, dass niemand Geld zu verschenken hat. Bedenken Sie aber bitte auch, dass das ebenfalls für Ihren Steuerberater gilt.
In Punkto Preisvergleich möchte ich Ihnen deshalb auf den Weg geben, dass ein geringerer Preis zu schlechterer Qualität der Leistung führen könnte. Der Grund liegt auf der Hand: die Angestellten bei Steuerberatern werden am bearbeiteten Umsatz gemessen. Wenn nun die von Ihnen beauftragte Leistung die „billigste“ ist, ist sie schlicht und einfach weniger interessant für den Angestellten (und auch den Steuerberater). Das kann dazu führen, dass andere, angemessener vergoltene Leistungen bevorzugt oder mit besserer Qualität bearbeitet werden.
ein StB
ich gebe Ihnen teilweise Recht und das aber ausdrücklich. Deswegen setze ich persönlich meine Gebühren auch so fest, dass einerseits regelmäßige Fortbildungen der Angestellten und natürlich von mir selbst einen hohen Qualitätsstandard sicherstellen, andererseits sind die Gebühren gleichmäßig anhand von „grob“ definiertem Aufwand (sprich: Zeit, Ordnung, rechtliche Komplexität, Risiko etc.). So stelle ich auch einen ausgeglichenen Anreiz zur Bearbeitung der Aufträge sicher. Auf eine Preisschlacht musste ich mich bisher noch nicht einlassen – das habe ich auch nicht vor. Dennoch muss ich bemerken, dass ich als Quereinsteiger aus dem Bereich Controlling natürlich andere Ansprüche an eine effiziente und kosteneffektive Arbeitsweise und Kanzleistruktur habe als manch anderer. Das kann sich bei gleichem Deckungsbeitrag auch auf die Rechnungshöhe auswirken. Ich bedanke mich trotzdem für Ihren Kommentar – möglicherweise ist der Hinweis, dass mit Dumpingpreisen im Endeffekt niemandem geholfen ist, etwas zu kurz gekommen.
26. Oktober 2013 at 15:30
ich habe eine kurze Frage. Gestern wurde ich von meinem Steuerberater über die Gebührenerhöhung informiert. Gleichzeitig waren drei Rechnungen dabei. Für das Jahr 2011, 2012 und 2013. Wenn die Erhöhung erst im Dezember 2012 beschlossen wurde, darf der Steuerberater jetzt rückwirkend Geld fordern? Für das 4.Quartal 2012 und für 2013 kann ich es ja nachvollziehen, aber 2011 und anteilig 2012? Das erscheint mir nicht korrekt. Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.
meines Erachtens kommt es auf den Zeitpunkt der Auftragsvergabe an bzw. auf die Vereinbarung mit Steuerberater bei Auftragsannahme.
Hallo,ich und mein Mann veranschlagen unsere Steuererklärung zusammen. Für 2012 haben wir heute den Bescheid von unserem Steuerbüro bekommen. Wir sind beide angestllt haben übersichtliche ausgaben und mussten nur 2 Sachen nachreichen die gefehlt haben. Sonst haben wir um die 300€ für die Steuererklärung bezahlt dieses Jahr 506 ist dan normal?
13. November 2013 at 20:30
die Steigerung ist natürlich ziemlich hoch. An der neuen Vergütungsverordnung kann das nicht liegen. Ich würde die Rechnung reklamieren und nachfragen, warum das plötzlich so viel mehr ist. Vielleicht haben Sie doppelt so viel wie das letzte Jahr verdient oder der Steuerberater hat eine Gebühr mehr erhoben? Ich wünsche Ihnen natürlich den ersten Fall, der zweite ist möglicherweise nicht berechtigt oder beabsichtigt…?
2. Juli 2014 at 12:29
ich möchte mich herzlich bei Ihnen für diesen Blog bedanken. Sehr viele in Ihrer Zunft scheuen Ihre Gebührenermittlung offen und transparent dem Kunden zu erklären. Schön ist es einmal leicht verständlich einen Einblick zu bekommen. Weiterhin hilfreich wären ein paar Rechenbeispiele. Natürlich anonymisiert. Z.B. Selbständiger mit Monatsumsatz ??? ohne Mitarbeiter und ohne Umsatzsteuerpflicht. Und der gleiche Fall mit Angestellte(n) und Umsatzsteuerpflicht. So kann man sich selbst leichter einschätzen. Danke für Ihre Mühen und freue mich, dass es noch Menschen gibt, die Dinge erklären auch wenn es manchmal nicht einfach ist. MfG Brigitt
Ziemlich frustriert sagt:
29. Dezember 2013 at 21:42
ich bin ziemlich ratlos was die Steuererklärung angeht.
Ich bin Beamte(A12) und mein Mann arbeitet als Angestellter.
Als ich die Steuererklärung noch unverheiratet machte, bekam ich über 500€ zurück.
Im nächsten Jahr verheiratet mussten wir 80€ nachzahlen.
Dann hatte mein Mann unverschuldet einen Unfall und in Folge seine Arbeit verloren. Also empfing er Krankengeld bzw. bekam Geld von der Arge.
Nachzahlung von 1002€!
Dieses Jahr möchte ich nun und ausschließlich zu einem Steuerberater gehen und mir graut vor den Kosten.
Können Sie mir sagen was mich in etwa erwartet?
2. Juli 2014 at 12:20
Hallo, bin heute auf diese Webseite gestoßen und möchte Ihnen wie folgt antworten. Gelder wie Krankengeld oder ähnliches unterliegen nicht der Einkommenssteuerpflicht. Somit braucht die auszahlende Stelle auch keine solche ans FA abführen. Doch hier die Falle, bei Ihnen werden die Einkünfte auch das Geld Ihres Mannes zusammengerechnet und der Teil, der den Grundbetrag Ihres Mannes übersteigt, wird mit dem Progessionsvorbehalt durch Sie versteuert. So sind die 1.002€ zu erklären. Als Trostpflaster Sie haben sich, da Sie die Steuererklärung wohl selbst gemacht haben wenigstens die Steuerberatergebühren gespart! In Ihrem Fall sagt mir mein Bauchgefühl wären das sicherlich nocheinmal min.350,-€ gewesen. Ein Steuerberater kann keine Steuern, die dem FA zustehen verhindern. Er kann Ihnen nur Rat geben, um alle Ausgaben richtig zu erfassen. Mein Tipp: kennen Sie niemanden, der Ihnen für einen kleinen Betrag (bis 100,-€ pro Erklärung)beim Belegesortieren und Ausfüllen der Steuererklärungsformulare behilflich ist? Sie brauchen ja keine Beratung, da Ihre Ausgaben und Einnahmen ziemlich klar sind. Hoffe auf einen positiven Ausgang für Sie.
15. Februar 2014 at 19:57
Ich brauche dringend einen Rat bin selbstständig und schicke meine Unterlagen gut geordnet immer zum Steuerberater .zahle alle 3 Monate 600€ und Ende des Jahres ca.1100€ ist ja ok .aber dies mal hat er mir für meine private 800€ letztes Jahr 239€ verlangt.ich Wechsel den Steuerberater da ich einen IND der nähe habe und bekomme eine Abschluss Rechnung von 1500.00 € obwohl ich alle 3 Monate die 600€ zahle und für 2012 die Abrechnung auch schon habe ich versteh nichts mehr auf alle fälle Will der jetzt 3200€ von mir ich weis nicht warum bitte um Hilfe
20. Februar 2014 at 19:58
wir sind ein kleines Unternehmen mit 5 Mitarbeitern und 1 Angestellten. Unsre Buchhaltung sortiere ich selber und übergebe es dem Steuerberater, Kosten 120 Euro monatlich. Dazu kommt die Lohnverrechnung die ich wieder selber ausrechne und per Mail schicke, kosten 280 Euro im Monat.
Der Steuerberater kostet mich im Monat schnitt um die 400 Euro. Ist das normal?? Jetzt bekam ich eine Rechnung weil er das Bilanzierungs Datum ändern lassen hat 1570 Euro??
Wo kann ich mich über die Kosten erkundigen bzw. nachprüfen lassen??
28. Juli 2014 at 09:54
ich lasse die Bilanz immer von einem RA machen, da ich selber davon keine Ahnung habe. In der Rechnung für die Erstellung der Bilanz und das versenden an das FA steht dann allerdings immer „Hilfeleistung“ in Steuersachen, EStE ohne Ermittlung der einzelnen Einkünfte?
Wie ist das zu verstehen, ist der RA dann bei einer Steuerprüfung ohne jegliche Haftpflicht bzw. Verantwortung?
nein – die Gebühr heißt tatsächlich so. Ein möglicher Versicherungsanspruch entfällt dadurch nicht.
28. Juli 2014 at 18:43
Hallo, wir haben eine 1 Mann Firma. Wir hatten jetzt Steuerpüfung! Der Steuerberater macht alles, vom Belege sammeln angefangen! Er berechnet jetzt Zusammenstellung der Daten für den Betriebsprüfer,Unterlagen während der Prüfung zusammenstellen,Sichtung der vom Mandanten eingereichten Unterlagen,Besuch vom Betriebsprüfer,Besprechung der vorläufigen Ergebnisse.Besuch und Fragen durch mich und meine Frau, Besprechung mit dem Finanzamtprüfer -Steuerberater- und mich! Macht 10 Stunden a. 100€ = 1000 €
Frage, ist das ok ?
fragen Sie doch am besten Ihren Steuerberater. Einen Preisvergleich anzustellen ist grundsätzlich schwierig. Der Steuerberater hat sich jedoch an seine Vergütungsverordnung zu halten. Er muss sich also prinzipiell vor Ihnen als Mandant rechtfertigen können. Sollte er von der Vergütungsverordnung abweichen, muss er das mit Ihnen schriftlich vereinbaren.
29. September 2014 at 12:00
Ich würde gerne die Kosten für meinen Steuerberater senken (Umsatzsteuervoranmeldungen und Einkommenssteuer) und überlege hierfür eine Software einzusetzen, die die Buchhaltung vorab bereits papierlos macht. Hierfür müssten die Belege gescannt werden, was natürlich zeitaufwändig ist. Dafür hätte ich den Vorteil alles bereits elektronisch verfügbar zu haben und entsprechend geordnet, sodass ich dem Steuerberater Arbeitszeit abnehmen kann (Datev Anbindung wäre auch vorhanden). Bevor ich diese Software jedoch anschaffe, wüsste ich gerne ob meine Rechnung ca aufgeht, dass wenn ich dem Steuerberater 2-3h Sortierarbeit erspare, er mir diese in Form seiner gesparten Arbeitszeit als Kostenreduzierung erlassen kann.
Sofern das möglich ist, wäre meine effektive Kostenersparnis ja die Differenz zwischen der Wertigkeit seiner Arbeitszeit und der meinigen oder übersehe ich da etwas?!
Eigenanteil: 3h Sortieren a 20€ = 60€
Steuerberater: 3h Sortieren a 40€ = 120€
Ersparnis 60€ für 3h eigene Arbeitszeit
24. November 2014 at 21:17
Ich habe eine Frage zu meiner Steuerberaterrechnung. Mein Mann und ich sind zusammen veranlagt und haben für 2013 erstmals einen Steuerberater beauftragt. Der Gegenstandswert sind 92 Teur. Was mir merkwürdig vorkommt ist der Satz von 6,5/20 für die Werbungskosten. Dabei haben wir nur die Entfernungspauschale und Versicherungsbeiträge. Das sehe ich als eine einfache Steuererklärung an. Rechtfertigt das den Mittelwert? Unsere Rechnung beläuft sich auf 1200€. 2700€ bekommen wir vom Finanzamt zurück.
tja, das hört sich tatsächlich merkwürdig an. Ich würde an Ihrer Stelle den Steuerberater einmal fragen, warum er denn die Mittelgebühr angesetzt hat. Sofern er Ihnen keine plausible Erklärung liefert, gibt es für solche Fälle immer noch die für das Gebiet zuständige Aufsichtsbehörde (Steuerberaterkammer). Bei Unstimmigkeiten über Rechnungen hilft die Kammer in der Regel. Sollte alles nichts helfen, können Sie mich gerne noch einmal direkt kontaktieren.
Ich würde auch gern ein paar Frage zu den Gebühren stellen. Ich bin Angestellter auf 500EUR Basis und betreibe nebenberuflich eine kleine Webseite, um mich über Wasser zu halten und erziele damit Werbeeinnahmen. Im Jahr hochgerechnet sind es um die 24.000 EUR Werbeeinnahmen. Mein Steuerberater berechnet mir dafür im Quartal 70-90 EUR, so verklangt es das Finanzamt. Am Jahresende kommt dann noch der Jahresabschluss dazu, welcher dann nochmal etwas über 470 EUR kostet. Ich zahle also ca. 800 EUR im Jahr an meinen Steuerberater, was mir hoch erscheint, bei nur 24.000 EUR Einnahmen. Meine Fragen wären daher:
1. Bei so geringen Einnahmen, ist da es wirklich notwendig und die Regel im Quartal eine Steuererklärung machen zu müssen? Reicht da Halb- oder nur Ganzjährig nicht aus?
2. Wieso fällt der Jahresabschluss zusätzlich so hoch aus? Die 4 Quartale wurden doch bereits alle Daten eingepflegt.
Beispiel einer Jahresabschlussrechnung:
1. Ermittlung des Überschusses der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben bei den Einkünften aus Gewerbebetrieb §25 Abs.1 StBVV (~24.000 EUR)
=> 170 EUR
2. Erklärung zur Gewerbesteuer §24 Abs1 Nr.5 StBVV (~18.000 EUR)
=> ~60 EUR
3. Umsatzsteuererklärung §24 Abs.1 Nr.8 StBVV (8.000 EUR)
=> ~40 EUR
Hier berechnet mir der Steuerberater 2011-2012
4a. Ermittlung des Überschusses der Einnahmen über die Werbekosten bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit (Steuerpflichtiger) §27 Abs.1 StBVV (18.000 EUR)
=> ~90 EUR
2013 berechnet er mir hier anstatt dem im Punkt 4a irgendeine Beratung(?):
4b. Steuerliche Beratung §21 Abs.1 StBVV
=> 100 EUR
5. Auslagen §16 StBVV
=> 20 EUR
=> ~470 EUR nur Jahresabschluss (+4x Quartalsrechnung von ~80 EUR)
=> ~800 EUR im Jahr
Muss man wirklich bei so wenig Einnahmen fast ein Monatsgehalt an den Steuerberater abdrücken? Ich lebe von der Hand in den Mund, daher würde mich das brennend interessieren. Danke. 🙂
Galvez sagt:
Guten Tag, bin auf der suche nach einen Steuerberater in München, habe ca. 300 Rechnungen Monatlich, geringer Rechnungsbetrag die mit PayPal, Klarna und Bank bezahlt werden.
21. Oktober 2015 at 19:12
Ich habe gerade ihren Eintrag gesehen und bin etwas schockiert. Ich habe bislang für die Buchführung (UmsatzSteuer voranmeldung)im Monat 214,20 Euro bezahlt
Bei der Abschlussrechnung für das Jahr 2014 war 92.550 Euro der Gegenstandswert (10/10). Dazu kamen kosten für die AnlageBuchführung einschließlich Konturen der Belege (8/10)und zusatzkosten für Mehrarbeit in Höhe von 1260 Euro Insgesamt war die rg für 1 Jahr 4901,28 Euro. Aufgrund der Berechnung muss ich nun 404,60 Euro inkl.MwSt Vorschuss gut Buchführung zahlen. Das ist doch dann Viel zu viel wenn ich mir ihr Beispiel mit 200.000 anschaue. Wie kann das sein das ich so viel zahle? Haben Sie eine Idee?
21. Oktober 2015 at 20:26
Ideen habe ich dazu viele, doch inwiefern die zugegebenermaßen hohe Steuerberaterrechnung gerechtfertigt ist, vermag ich nicht zu beantworten. Das ist wie immer von Ihrem individuellen Sachverhalt einerseits und der individuellen Kostenstruktur Ihres Steuerberaters andererseits abhängig. Dennoch erkenne ich einige Widersprüche der Gebühren in Ihren Ausführungen. Vielleicht hilft es, wenn Sie die Rechnung einmal durch einen Rechtsanwalt oder einen anderen Steuerberater prüfen lassen. Anschließend (oder direkt) fragen Sie Ihren Steuerberater nach den Gebühren. Entweder ist hier nur ein Fehler passiert (was nicht sein sollte) oder die Gebühren sind tatsächlich berechtigt.
Woznicki sagt:
11. Januar 2016 at 19:06
ich habe neuer Steuerberater und habe ich von ihn Liquidation Rechnung erhalten.In dieses Rechnung ist wie immer:Erklärung zur Gewerbesteuer,Umsatzsteuererklärung,Einkommensteuererklärung ohne Ermittlung der einzelnen Einkünfte,Ermittlung des Überschusses der Betriebseinnahmen.Und das ist klar,aber ist auch zusätzlich Erfassung der Buchführungswerte und Auslagenersatz.Warum muss ich das jeden Jahr bezahlen?Danke
13. Januar 2016 at 13:48
ich habe seit 2011 einen riesen Streit mit meinem Steuerberater über eine erhöhte Rechnung. Inzwischen stehen wir vor Gericht.
Ich bin Angestellter und beziehe Lohn habe 2 Eigentumswohnungen zur Kapitalanlage. Alle belege und Buchungen habe ich Digital und bereits vorsortiert, sodass nur noch die Summen in die Einkommensteuererklärung übernommen werden müssen. Ferner noch ein kleines Nebeneinkommen als Kleinunternehmer von verschiedenen Provisionen aus Internetaffiliätegeschäften. Meine Rechnug des Steuerberaters war bisher immer um die 800 Euro über mindestens 6 Jahre hinweg.
Ich wurde dann von meinem Arbeitgeber ins Ausland (Schweiz) gesendet und bekam im Zuge der Entsendung die Steuererklärung vom Arbeitgeber bezahlt.
Im September 2011 kam ich wieder zurück nach Deutschland und beauftragt meinen alten Steuerberater die Einkommensteuer etc. wie bisher auch zu machen……
seine Abrechnung lag in der Summe bei 3800 Euro und ich weitere mich zu zahlen.
Ich weiss dass durch die neue Gebührenordnung einige Dinge etwas teurer wurden, und durch eine Heirat war noch meine Freu zu erfassen (die hat aber keine Belege, da Hausfrau und Mutter). Es wurden Dinge berechnet die ich nicht beauftragt hatte und Recherchedienste verbucht weil man scheinbar nicht wusste wie mit einem schweizer Freizügigkeitsguthaben umzugehen ist. Ich bot einen Vergleich von 1000 Euro an, dieser wurde abgelehnt. Nun sind wir vor Gericht und Streiten. Was soll ich tun?
17. Februar 2016 at 10:50
meine Antwort kommt wahrscheinlich ein bisschen spät, kommt aber dennoch. In Ihrem Fall würde ich mir einen guten Anwalt, der sich im Berufsrecht der Steuerberater auskennt, nehmen. Der kann Sie sicherlich unterstützen. Mein Bauchgefühl sagt mir leider, dass der andere Steuerberater hier überhöhte Gebühren verlangt. Allerdings ist dabei auch das Zivilrecht, im Besonderen das Auftragsrecht, zu beachten. Auf jeden Fall hinterlässt eine solche unerwartete hohe Rechnung immer einen negativen Beigeschmack – daher wünsche ich Ihnen trotz Unkenntnis der Situation viel Erfolg.
13. April 2016 at 00:11
Hallo ich habe eine Frage ich verdiene zwischen 3500 und 4000 Euro im Monat davon muss ich meine Mitarbeiter knappschaft MwSt.und …….bezahlen. Meine Steuerberaterin hat mich von Januar bis März schon 2000 Euro gekostet jedesmal komme neue Rechnungen die ich nicht verstehe.wir haben telefonisch ich 280 Euro im Monat vereinbart diesen Monat bin ich laut ihrer Rechnung schon bei 400 Euro. Wir kann das sein.350 bis 400 Euro für die Steuerberaterin im Monat zu zahlen plus extra kosten für Abrechnungen und Buchhaltung. Sehe ich es richtig das dass zu viel ist.bei 4000 Euro Einkommen minus 500 knappschaft minus 670 MwSt minus 1500 für die Angestellten und dann noch 400 Euro an die Steuerberaterin kosten wie Miete Auto etc will ich gar ich erwähnen.meine frage ist ob die Summe der Steuerberaterin gerechtfertigt ist.lg und danke im vorraus
13. April 2016 at 08:12
das kommt ganz darauf an – wie hoch der Gegwenstandswert ist und was vereinbart wurde. Am Gewinn kann man die Steuerberatergebühren nicht festmachen. Selbst ein Unternehmer mit Verlusten hat mitunter auch hohe Gegenstandswerte, hohen Aufwand und entsprechend hohe Gebühren. Ich schätze, dass die Lohnrechnung (wie üblich) pro Mitarbeiter abgerechnet wird. Da Sie Beiträge an die Bundesknappschaft zahlen, haben Sie wahrscheinliche mehrere Mitarbeiter auf Minijobbasis. Das bedeutet aber auch höhere Lohnnebenkosten bei den Steuerberatergebühren. Möglicherweise zahlen Sie für den Jahresabschluss bereits pauschal im Voraus, damit am Ende des Jahres keine hohe Abschlussrechnung hinterherkommt? Vielleicht sind das die Gründe dafür. Lassen Sie sich die Steuerberaterrechnung am besten genau erklären und fragen Sie, was Sie tun können, um den Betrag zu verringern. In der Regel kann man als Mandant auch immer etwas dafür tun, dass der Aufwand und die Gebühren des Steuerberaters sich verringern…
Ich habe eine Frage zum Gegenstandswert.
Seit diesem Jahr muss ich die Umsatzsteuer jedes Quartal melden und nicht mehr wie sonst im Jahr da ich in 2014 wohl mal etwas höher gelegen habe.
Nun bekomme ich für jedes Quartal vom Steuerberater eine Rechnung mit der Buchführung für das jeweilige Quartal laut Tabelle C mit dem Gegenstandswert des Jahresumsatzes.
Was wird da als Gegenstandswert angenommen, der des Quartals oder des gesamten Jahres?
Nun ist das pro Quartal schon ähnlich viel wie ich sonst für die Buchführung für das gesamte Jahr bezahlt habe.
Die ganzen anderen kosten kommen dann auch noch dazu.
Gegenstandswert ist der hochgerechnete Jahresumsatz (oder Aufwand – ja nachdem, was höher ist). Buchführung wird allerdings regelmäßig monatlich abgerechnet. Jeder Monat bildet eine eigene Gebührengrundlage – egal ob Quartalszahler, Jahreszahler oder Monatszahler. Ich hoffe ich konnte Ihnen helfen,