Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NVwZ%201994,%20282
Timestamp: 2019-07-19 19:51:43
Document Index: 114156078

Matched Legal Cases: ['§ 113', '§ 24', '§ 26', '§ 24', '§ 113', '§ 113', 'Art. 19']

BVerwG, 26.04.1993 - 4 B 31.93 - dejure.org
https://dejure.org/1993,614
BVerwG, 26.04.1993 - 4 B 31.93 (https://dejure.org/1993,614)
BVerwG, Entscheidung vom 26.04.1993 - 4 B 31.93 (https://dejure.org/1993,614)
BVerwG, Entscheidung vom 26. April 1993 - 4 B 31.93 (https://dejure.org/1993,614)
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Voraussetzungen für die Ausübung eines gemeindlichen Vorkaufsrechts - Erwerb von Grundstücken zum Zwecke der Seelsorge und des Gottesdienstes - Zulässigkeit eines Widerspruchs nach tatsächlicher Ausübung eines Vorkaufsrechts - Anforderungen an die grundsätzliche Bedeutung einer Rechtssache - Klägerisches Feststellungsinteresse bei Wiederholungsgefahr
VG Stuttgart, 19.08.1992 - 3 K 3376/91
NJW 1994, 3178 (Ls.)
NVwZ 1994, 282
DÖV 1993, 917
ZfBR 1994, 48
Bei der Ermessensausübung ist entsprechend gewichtigen Belangen des Betroffenen ebenfalls Rechnung zu tragen (Beschluss vom 26. April 1993 - BVerwG 4 B 31.93 - Buchholz 310 § 113 VwGO Nr. 255 S. 105 = NVwZ 1994, 282).
Die Ausübung des Vorkaufsrechts ist nur dann vom Wohl der Allgemeinheit gerechtfertigt (§ 24 Abs. 3 Satz 1 BauGB), wenn - sollte es nicht bereits nach § 26 BauGB ausgeschlossen sein (…vgl. hierzu VGH Bad.-Württ., Urt. v. 01.03.1996 - 3 S 13/94 -) - damit im Einzelfall dem jeweils angegebenen, sich im gesetzlichen Zulässigkeitsrahmen bewegenden Verwendungszweck entsprochen wird; dies unterliegt in vollem Umfang der gerichtlichen Nachprüfung (vgl. BVerwG, Beschl. v. 15.02.1990, Buchholz 406.11 § 24 BauGB Nr. 3, Beschl. v. 26.04.1993 - 4 B 31.93 -, NVwZ 1994, 282;… auch BayVGH, Urt. v. 26.06.1985 - 1 B 84 A.1420 -, BayVBl. 1986, 181).
Eine Wiederholungsgefahr ist gegeben, wenn künftig unter im Wesentlichen unveränderten Umständen eine gleichartige behördliche Entscheidung wie der Verwaltungsakt ergehen wird, der Gegenstand des Fortsetzungsfeststellungsbegehrens ist (vgl. BVerwG, B.v. 16.10.1989 - 7 B 108/89 - NVwZ 1990, 360; BVerwG, B.v. 26.4.1993 - 4 B 31/93 - NVwZ 1994, 282 ff., juris Rn. 26;… BVerwG, U.v. 16.5.2013 - 8 C 20/12 - Rn. 12;… BayVGH, U.v. 25.2.2013 - 22 B 11.2587 - Rn. 43 a.E.).
Es muss also eine Präjudizwirkung für künftige vergleichbare Rechtsverhältnisse vorliegen (…vgl. BVerwG, B.v. 19.12.2013 - 8 B 8/13 - juris Rn. 6), weil sich dieselben kontroversen Rechtsfragen zwischen den Beteiligten in anderer Weise neu stellen werden (in diesem Sinne BVerwG, B.v. 26.4.1993 - 4 B 31/93 - NVwZ 1994, 282 ff., juris Rn. 27).
Es muss die Annahme begründet sein, dass die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse, wie sie zum Zeitpunkt des bereits erfolgten Verwaltungshandelns vorlagen, auch mit hinreichender Wahrscheinlichkeit bei dem zukünftigen Verwaltungshandeln gegeben sein werden (vgl. BVerwG vom 26.4.1993 NVwZ 1994, 282 m.w.N.).
Zu Unrecht meint der Kläger schließlich, das Berufungsurteil weiche von dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. Februar 1983 - BVerwG 3 C 56.30 - (Buchholz 310 § 113 VwGO Nr. 129) sowie dem Beschluß des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. April 1993 - BVerwG 4 B 31.93 - (Buchholz 310 § 113 VwGO Nr. 255) ab.
Es würde für den Kläger unzumutbar sein und seinen Anspruch auf effektiven Rechtsschutz (Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG) verletzen, ihn auf eine erneute, ihm nachteilige Behördenentscheidung zu verweisen (BVerwG, B.v. 26.4.1993 -4 B 31.93 - NVwZ 1994, 282/283).
VG Augsburg, 11.07.2013 - Au 5 K 12.528
VG Stade, 16.02.2011 - 1 A 899/09
Angelegenheit des Verwaltungsrates einer Sparkasse; Auskunftsrecht eines …