Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%2095/07
Timestamp: 2020-01-18 14:18:25
Document Index: 165807138

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 307', '§ 306', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 306', '§ 535', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 535', 'BGH']

BGH, 05.03.2008 - VIII ZR 95/07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,128
BGH, 05.03.2008 - VIII ZR 95/07 (https://dejure.org/2008,128)
BGH, Entscheidung vom 05.03.2008 - VIII ZR 95/07 (https://dejure.org/2008,128)
BGH, Entscheidung vom 05. März 2008 - VIII ZR 95/07 (https://dejure.org/2008,128)
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Unwirksamkeit einer für den Mieter nicht hinreichend verständlichen Quotenabgeltungsklausel für Schönheitsreparaturen
Wirksamkeit einer Klausel zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) bei so genannten verkürzten Fristen gegenüber dem im Mustermietvertrag des Bundesministeriums der Justiz vorgesehenen Zeitabstand; Anspruch auf Zahlung anteiliger Renovierungskosten aufgrund von ...
Kein Vertrauensschutz für den Verwender bei Unwirksamkeit seiner AGB aufgrund Rechtsprechungsänderung
Schönheitsreparaturen - Abgeltungsklausel
Intransparente Quotenklausel zur Abgeltung von Schönheitsreparaturen; kein Vertrauensschutz für Verwender von aufgrund Änderung höchstrichterlicher Rechtsprechung unwirksam gewordenen Klauseln; zeitanteilige Entschädigung von Renovierungsintervallen; Allgemeinen ...
Kein Vertrauensschutz bei Unwirksamkeit von AGB infolge Rechtsprechungsänderung
BGB § 307 Abs. 1 S. 2 § 306 Abs. 2
Formularmäßige Vereinbarung der zeitanteiligen Entschädigung für die Nichtvornahme von Schönheitsreparaturen in einem Wohnraummietvertrag; Vertrauensschutz zu Gunsten des Verwenders von AGB
Mietrecht - Unwirksamkeit einer für den Mieter nicht hinreichend verständlichen Quotenabgeltungsklausel für Schönheitsreparaturen
BGH beanstandet erneut Klausel zu Schönheitsreparaturen
Für den Mieter nicht hinreichend verständliche Quotenabgeltungsklauseln für Schönheitsreparaturen sind unwirksam
Schönheitsreparaturen: Quotenabgeltung gekippt
Vertrauensschutz bei Allgemeinen Geschäftsbedingungen? (IMR 2008, 148)
AGB: Unverständliche Abgeltungsklausel führt zur Unwirksamkeit! (IMR 2008, 147)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 05.03.2008, Az.: VIII ZR 95/07 (Schönheitsreparaturen und Quotenklausel)" von Assessor Edwin Schläger, original erschienen in: ZMR 2008, 529 - 531.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 05.03.2008, Az.: VIII ZR 95/07 (Rauchen in der Mietwohnung)" von Ass. iur. Edwin Schläger, original erschienen in: ZMR 2008, 524 - 527.
Selbst in Fällen, in denen eine vergleichbare Klausel zuvor nicht beanstandet worden ist, hat ihr Verwender aber - unbeschadet besonders gelagerter Sachverhalte - im Allgemeinen das Risiko zu tragen, dass die Klausel in späteren höchstrichterlichen Entscheidungen wegen unangemessener Benachteiligung des Vertragspartners als unwirksam beurteilt wird (Senatsurteile vom 5. März 2008 - VIII ZR 95/07, NJW 2008, 1438 Rn. 20;… vom 31. Juli 2013 - VIII ZR 162/09, BGHZ 198, 111 Rn. 63; jeweils mwN).
Das Risiko, dass eine zunächst unbeanstandet gebliebene Allgemeine Geschäftsbedingung in späteren höchstrichterlichen Entscheidungen wegen unangemessener Benachteiligung des Vertragspartners als unwirksam beurteilt wird, trägt aber grundsätzlich der Verwender (BGH, Urteile vom 18. Januar 1996 - IX ZR 69/95, BGHZ 132, 6, 11 f. mwN und vom 5. März 2008 - VIII ZR 95/07, WuM 2008, 278 Rn. 19 f.).
An die Stelle der unzulässigen Schönheitsreparaturklausel tritt gemäß § 306 Abs. 2 BGB die dispositive gesetzliche Bestimmung des § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB (…Senatsurteile vom 18. Oktober 2006, aaO, Tz. 27, sowie vom 5. März 2008 - VIII ZR 95/07, NZM 2008, 363, Tz. 20).
Richtig ist zwar, dass die Rechtsprechung aus diesem Grund in der Regel nicht gehindert ist, eine geänderte rechtliche Beurteilung auf einen zur Entscheidung stehenden Sachverhalt anzuwenden, obwohl die maßgebliche Formularklausel nach der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden Rechtsprechung als wirksam angesehen wurde (BGHZ 132, 6, 11 f.; BGH, Urteil vom 5. März 2008 - VIII ZR 95/07, NJW 2008, 1438, Tz. 19 f.).
Denn selbst in Fällen, in denen eine Klausel zuvor nicht beanstandet worden ist, hat der Verwender einer Klausel im Allgemeinen das Risiko zu tragen, dass die Klausel in späteren höchstrichterlichen Entscheidungen wegen unangemessener Benachteiligung des Vertragspartners als unwirksam beurteilt wird (BGH, Urteile vom 18. Januar 1996 - IX ZR 69/95, BGHZ 132, 6, 11 f.; vom 5. März 2008 - VIII ZR 95/07, WuM 2008, 278 Rn. 20;… vom 25. Juli 2012 - IV ZR 201/10, BGHZ 194, 208, Rn. 17; jeweils mwN).
Dem Verwender Allgemeiner Geschäftsbedingungen, die sich aufgrund einer Änderung der höchstrichterlichen Rechtsprechung als unwirksam erweisen, ist im Allgemeinen kein Vertrauensschutz zuzubilligen (BGH, Urteil vom 5. März 2008 - VIII ZR 95/07, NJW 2008, 1438 Rn. 20 mwN).
An die Stelle der unzulässigen Klausel tritt die dispositive gesetzliche Bestimmung des § 535 Abs. 1 Satz 2 BGB, die dem Vermieter die Instandhaltung auferlegt (…Senatsurteile vom 18. Oktober 2006 - VIII ZR 52/06, aaO Rn. 27; vom 5. März 2008 - VIII ZR 95/07, NJW 2008, 1438 Rn. 20 mwN).
Ein Verstoß gegen den Grundsatz des Vertrauensschutzes liegt in einer solchen Rechtsprechungsänderung jedenfalls dann nicht, wenn diese sich im Rahmen einer vorhersehbaren Entwicklung hält (vgl. nur BVerfG 4. August 2004 - 1 BvR 1557/01 - NVwZ 2005, 81, 82; BVerfG 6. Mai 2008 - 2 BvR 1926/07 - NZA-RR 2008, 607; BGH 5. März 2008 - VIII ZR 95/07 - NJW 2008, 1438, 1439;… sowie Senat 18. April 2007 - 4 AZR 652/05 - Rn. 47 mwN, BAGE 122, 74, 88 f.).
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