Source: https://rheinrecht.wordpress.com/2015/06/11/bgh-entscheidungen-zum-filesharing-werfen-fragen-auf/
Timestamp: 2016-12-03 17:42:04
Document Index: 73996913

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH-Entscheidungen zum Filesharing werfen Fragen auf | Rheinrecht
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Tagged with Abmahnkosten, Abmahnung, Abmahnungen, Anschlussinhaber, aufsichtspflichtverletzung, BGH, bit torrent, Darlegungslast, Filesharing, Schadensersatz, Sekundäre Darlegungslast, Täterschaftsvermutung, Urlaub	7 Responses to BGH-Entscheidungen zum Filesharing werfen Fragen auf	Matze H. sagt:	11. Juni 2015 um 19:22
„dürfte zu Jubelstürmen führen“… bezeichnend: Wenn ein Gericht eine Klage des Rechteinhabers abweist, ist das Gericht klug. Gibt dasselbe Gericht einer Klage aber statt, ist das plötzlich doof, und natürlich die Urteilsgründe sehr fragwürdig… Immerhin haben das Oberlandesgericht und der Bundesgerichtshof nahezu dieselbe Meinung – ganz sooo falsch kann sie also nicht sein.
Und: Nach diesen drei Urteilen werden die Abgemahnten (bzw. besser deren Anwälte) nunmehr einfach das vortragen, was nach diesen drei Urteilen nun „abmahnsicher“ ist. Ändern wird sich also nicht viel. Ein Rechteinhaber hat es m.E. genauso schwer wie vorher – vor allem, wenn der Abgemahnte von einem Anwalt vertreten ist, der die Entscheidungen kennt. Der Kollege von Rüden wurde in der BILD schon als „Anwalt für Abmahnrech“ bezeichnet😉
Sie fragen, warum man das Argument x nicht vorgetragen habe – vielleicht, weil der Beklagte einfach nur ehrlich war und nicht belehrt hat?
Antworten	Andreas Schwartmann sagt:	11. Juni 2015 um 19:35
Ich habe an keiner Stelle die Urteile kritisiert. Lesen Sie bitte genauer.
Antworten	Aika96 sagt:	11. Juni 2015 um 20:19
Wer die 3 Urteile des OLG Köln gelesen hat, fragt sich überhaupt, welche Anwälte die Abgemahnten zur Revision geraten bzw. vor dem BGH vertreten haben. Trotz erfreulicher (gesetzlicher) Entwicklung bei den Abmahnkosten, werden nun wohl mit höchstrichterlicher Genehmigung diverse Kanzleien (insbesondere im Süden der Republik) den Schadenersatz noch höher ansetzen. (15 x 200,00 € pro Musiktitel sind eben auch 3.000,00 €) Ist doch eigentlich egal woher der Profit kommt. Die (Honorar)Vereinbarungen zwischen Rechteverwerter bzw. Rechteinhaber und Rechtsanwälten wird man eher selten zu sehen bekommen. Aber, mal sehen was der BGH in seine Urteilsbegründung schreibt … I. Ü. stört mich nur das Abzockmodell der Abmahnanwälte und gewisser „Opfer“anwälte, die BGH-Urteile von heute waren nur folgerichtig. [allerdings völlig unnötig]
Antworten	Andreas Schwartmann sagt:	11. Juni 2015 um 20:21
Die heutigen Urteile waren vermeidbar. Ich stimme Ihnen da völlig zu.
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schneidermeister sagt:	12. Juni 2015 um 12:08
Richtig ist, dass die Urteile vermeidbar waren. Die 14jährige hätte besser vor der Polizei vom Schweigerecht Gebrauch gemacht.
Warum aber im Rahmen der sekundären Darlegungslast der Vortrag nicht ausreichen soll, im Urlaub gewesen zu sein und man das auch noch belegen soll, erschließt sich mir nicht. Denn wenn man sich ansieht, dass es für Rechtsanwälte, denen bei einem Schadenersatzprozess eine Falschberatung angelastet wird, und die sich im Rahmen der sekundären Darlegungslast damit verteidigen, richtig beraten zu haben., heißt „Keinesfalls wird verlangt, dass der Rechtsanwalt die Gespräche mit dem Mandanten nach Ort und Zeit genau einordnet. Grds. genügt die nähere Erläuterung, wie er die von ihm jeweils geschuldete Pflicht erfüllt haben will.“
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