Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHSt%202,%20169
Timestamp: 2019-07-22 13:26:35
Document Index: 139873182

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 332', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 359', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 351', '§ 357', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 08.01.1952 - 1 StR 527/51 - dejure.org
BGH, 08.01.1952 - 1 StR 527/51
https://dejure.org/1952,361
BGH, 08.01.1952 - 1 StR 527/51 (https://dejure.org/1952,361)
BGH, Entscheidung vom 08.01.1952 - 1 StR 527/51 (https://dejure.org/1952,361)
BGH, Entscheidung vom 08. Januar 1952 - 1 StR 527/51 (https://dejure.org/1952,361)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1952,361) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Strafbare Handlung als eine mit Strafe bedrohte Handlung - Irrtum durch einen Beamten über den wahren Sachverhalt, der der von ihm zu leistenden Amtshandlung zugrunde liegt - Merkmal der Pflichtwidrigkeit im Sinne des § 332 Strafgesetzbuch (StGB) - Darlehen aus der Gemeindekasse zu einem privaten Zweck - In mittelbarer Täterschaft begangene Amtsunterschlagung - Untreue in der Form des Treubruchstatbestands - Schwere passive Bestechung
BGHSt 2, 169
NJW 1952, 554
Der Bundesgerichtshof hat zwar in BGHSt 2, 169, 170; 30, 363, 364 ausgeführt, daß der mittelbare Täter die Tat durch einen anderen ausführe, der nicht selbst Täter sei.
In lexikalischen Abkürzungsverzeichnissen und in Abkürzungsverzeichnissen der juristischen Fachliteratur wird "BGHSt" mit der Bedeutung von "Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen" aufgeführt, zB Duden, Wörterbuch der Abkürzungen, 4. Aufl 1999, S 62; Kirchner, Abkürzungsverzeichnis der Rechtssprache, 4. Aufl 1993, S 40; Palandt, Bürgerliches Gesetzbuch, 62. Aufl 2003, S XVII. Auch die Internet-Recherche zu "BGHSt" ergibt in der Mehrzahl Hinweise auf Urteile des Bundesgerichtshofs in Strafsachen, zB www.uniwuerzburg.de - "Informationen zum Dokument BGHSt 39, 1 - Mauerschützen"; www.alpmannschmidt.de - "Der BGH hat zwar in BGHSt 2, 169, 170; 30, 363, 364..."; www.jura.unibonn.de - "Hinweise zum Aufbau von BGHSt 11, 268/Schuss auf den Verfolger".
Das Schwurgericht ist bei der Würdigung dieser Feststellung in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs davon ausgegangen, daß für die Abgrenzung von Täterschaft und Beihilfe die innere Haltung des Täters zur Tat entscheidend ist, also auch derjenige als bloßer Gehilfe angesehen werden kann, der alle Tatbestandsmerkmale eigenhändig erfüllt, sofern sein Wille dahin ging, nur eine fremde Tat zu unterstützen (BGHSt 2, 150, 156 [BGH 12.02.1952 - 1 StR 59/50]; 2, 169, 170 [BGH 08.01.1952 - 1 StR 527/51]; 4, 20, 21 [BGH 22.01.1953 - 4 StR 417/52]; 6, 226, 228 [BGH 25.06.1954 - 2 StR 298/53]; 6, 248, 249 [BGH 08.07.1954 - 4 StR 350/54]; 8, 70, 73 [BGH 21.06.1955 - 2 StR 271/54]; 18, 87, 89 ff. [BGH 19.10.1962 - 9 StE 4/62]; BGH NJW 1951, 120 Nr. 14; 1954, 1374, 1375 Nr. 17; BGH, Urteile vom 22.1.1963 - 1 StR 457/62 -, 10.12.1963 - 5 StR 432/63 -, 21.4.1967 - 4 StR 37/67 -).
Im übrigen kann er, obwohl er durch sein Verhalten dem T. die Unterschlagung erst ermöglicht und das gleiche Interesse an der Tat wie T. gehabt hat, nur wegen Beihilfe, und zwar, zur einfachen Unterschlagung, begangen in Tateinheit mit Urkundenfälschung, bestraft werden; denn Amtsunterschlagung ist ein uneigentliches Amtsdelikt, das auch in der Form der Beihilfe nur von dem begangen werden kann, der Beamter im Sinne des § 359 StGB ist und die Sache in amtlicher Eigenschaft erhalten oder in Gewahrsam hat (BGHSt 2, 169, 170) [BGH 08.01.1952 - 1 StR 527/51].
BGH, 23.11.1954 - 5 StR 131/54
So liegt es hier (vgl hierzu auch BGHSt 2, 169 [173]).
Seine Bestrafung nach § 351 StGB wäre, falls er mit der Führung dieser Belege nichts zu tun hatte, nach § 357 StGB möglich, soweit er die Falscheintragungen der Angeklagten G. angeordnet oder wissentlich zugelassen hat (u.a. BGHSt 2, 169, 171) [BGH 08.01.1952 - 1 StR 527/51].
BGH, 10.09.1953 - 2 StR 185/53
Unerheblich ist es, dass Ho. nach Auffassung des Landgerichts zur Entscheidung nach eigenem Ermessen nicht befugt war; es genügt, dass er sich für zuständig hielt und von dieser Vorstellung aus pflichtwidrig handelte (BGHSt 2, 169).