Source: http://www.rechtsberatunghamburg.com/2012/05
Timestamp: 2017-07-27 12:41:48
Document Index: 162902220

Matched Legal Cases: ['§ 2197', '§ 2299', '§ 2215', '§ 2210', '§ 2227', '§ 2227', '§ 2215', '§1922']

Mai, 2012 | rechtsberatunghamburg.com
Monatsarchive: Mai 2012	Zum Teufel mit den Kohlen: Bedingung und Auflage im ErbrechtPubliziert 9. Mai 2012 | Von RA Dirk Tietjen	Haben Sie den Film „Zum Teufel mit den Kohlen“gesehen?
Veröffentlicht unter Allgemein, Erben | Verschlagwortet mit Auflage, Bedingung, letztwillige Verfügung, Sittenwidrigkeit, Testament, Vor- und Nacherbschaft | Hinterlasse einen Kommentar	Wie beantragt man einen Erbschein?Publiziert 5. Mai 2012 | Von RA Dirk Tietjen	Nachdem Versterben eines Erblassers können Erben beim Nachlassgericht (das Amtsgericht, in dessen Bezirk der Verstorbene gemeldet war) einen Erbschein beantragen.
Veröffentlicht unter Allgemein, Erben | Verschlagwortet mit Erbschein, Nachlassgericht, notarielles Testament | Hinterlasse einen Kommentar	Das Ausschlagen der ErbschaftPubliziert 4. Mai 2012 | Von RA Dirk Tietjen	Eine als Erbe eingesetzte Person wird zum Zeitpunkt des Ablebens des Erblassers (des Verstorbenen) automatisch Erbe und damit Rechtsnachfolger der verstorbenen Person. Es bedarf hierzu keiner weiteren Maßnahmen oder Annahmeerklärungen mehr.
Veröffentlicht unter Allgemein, Erben | Verschlagwortet mit Ausschlagen der Erbschaft, Ausschlagung, Erbschaft, Nachlassgericht | Hinterlasse einen Kommentar	Die Aufgaben des Testamentsvollstreckers im ErbfallPubliziert 3. Mai 2012 | Von RA Dirk Tietjen	Die Umsetzung des letzten Willens eines Erblassers liegt in den Händen vor allem seiner Erben. Will der Erblasser sicherstellen, dass sein letzter Wille auch tatsächlich wie von ihm gewünscht umgesetzt wird, kann einen Testamentsvollstrecker einsetzen. Oft entspricht es auch dem Wunsch des Erblassers, den Nachlass im Falle der Anordnung einer Vor- und Nacherbschaft für den Nacherben als Einheit zu erhalten.
Der Testamentsvollstrecker kann dies sicherstellen und verhindert damit eine Belastung des oft komplizierten – von unterschiedlichen Interessen beeinflussten – Verhältnisses von Vor- und Nacherben. Dieser kann entweder in einem Testament (§ 2197 BGB) oder in einem Erbvertrag (§ 2299 BGB) vom Erblasser berufen werden. Er kann diese Auswahl aber auch einem Dritten oder dem Nachlassgericht übertragen.
Welche Aufgaben hat nun ein eigentlich ein Testamentsvollstrecker?
Dennoch haben die Erben Rechhe. Der Testamentsvollstrecker hat dem Erben unverzüglich nach der Annahme des Amts ein Verzeichnis der seiner Verwaltung unterliegenden Nachlassgegenstände und der bekannten Nachlassverbindlichkeiten mitzuteilen und ihm die zur Aufnahme des Inventars sonst erforderliche Beihilfe zu leisten, § 2215 BGB. Allerdings wird man dem Testamentsvollstrecker Gelegenheit geben müssen, sich zunächst selber einen Überblick über den Nachlass zu verschaffen.
Im Verhältnis zu Dritten kann er sich durch ein Testamentsvollstreckerzeugnis ausweisen, welches er beim Nachlassgericht beantragen kann. Die Einsetzung eines Testamentsvollstreckers ist auch im Erbschein zu vermerken.
Abweichend davon kann der Erblasser jedoch auch eine so genannte Dauervollstreckung anordnen. Dies hat zur Folge, dass der Nachlass noch für einen längeren Zeitraum unter Testamentsvollstreckung steht. Regelmäßig kann diese dauerhafte Testamentsvollstreckung nicht länger als 30 Jahre nach dem Tod des Erblassers andauern, § 2210 BGB.
Eine Entlassung des Testamentsvollstreckers ist nur dann möglich, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Er kann in einem solchen Fall auf Antrag vom Nachlassgericht gegen seinen Willen entlassen werden (2227 BGB). Dies ist zum Beispiel der Fall sein, wenn er seine Pflichten grob verletzt oder er zur ordnungsgemäßen Geschäftsführung nicht befähigt ist, § 2227 BGB.
Beispielhaft seien folgende Fälle genannt:
Ein Entlassungsgrund im Sinne des § 2227 BGB kann gegeben sein, wenn der Testamentsvollstrecker den Erben kein Verzeichnis ensprechend§ 2215 I BGB mitgeteilt, aber ein alle wesentlichen Nachlasswerte umfassendes Nachlassverzeichnis beim Nachlassgericht eingereicht hat (BayObLG, Urteil vom 08.06.2001).
Andererseits ist es kein Entlassungsgrund, wenn ein Testamentsvollstrecker in einer strittigen Auslegungsfrage eine ihm als Vermächtnisnehmer günstige Testamentsauslegung vertritt. Dieser Interessengegensatz für sich genommen ist für eine Entlassung nicht hinreichend, da alle Umstände des konkreten Einzelfalls zu berücksichtigen sind ((BayObLG, Urteil vom 11.07.2001).
Sie sehen, die Grenzen sind dort fließend. Festhalten kann man aber wohl, dass für eine Entlassung schon grobe Pflichtverletzungen nachweisbar sein müssten.
Welche Vergütung erhält nun eigentlich ein Testamentsvollstrecker bzw. mit welchen Kosten ist zu rechnen?
Ich hoffe, Sie konnten diesem Beitrag über Testamentsvollstrecker einige wertvolle Informationen entnehmen. Lassen Sie mich wissen, was Sie davon halten.
Veröffentlicht unter Allgemein, Erben | Verschlagwortet mit Abwicklungsvollstreckung, Aufgaben des Testamentvollstreckers, Dauervollstreckung, Entlassung, Testamentsvollstrecker, Vergütung des Testamentsvollstreckers | Hinterlasse einen Kommentar	Die Rolle des Nachlassgerichts bei der ErbschaftPubliziert 2. Mai 2012 | Von RA Dirk Tietjen	Verstirbt der Erblasser so geht der Nachlass als Ganzes auf die Erben über. Dies wird im BGB als Gesamtrechtsnachfolge bezeichnet (§1922 BGB).
Veröffentlicht unter Allgemein, Erben | Verschlagwortet mit Erben, Erbschein, Nachlassgericht, Nachlasspfleger, Nachlassverwalter, Sterbeurkunde, Testamentseröffnung | 2 Kommentare	Archive