Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=14.12.1983&Aktenzeichen=3%20StR%20367/83
Timestamp: 2019-12-09 13:44:54
Document Index: 393340923

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 211']

BGH, 14.12.1983 - 3 StR 367/83 - dejure.org
https://dejure.org/1983,2117
BGH, 14.12.1983 - 3 StR 367/83 (https://dejure.org/1983,2117)
BGH, Entscheidung vom 14.12.1983 - 3 StR 367/83 (https://dejure.org/1983,2117)
BGH, Entscheidung vom 14. Dezember 1983 - 3 StR 367/83 (https://dejure.org/1983,2117)
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Annahme des Merkmals der Heimtücke bei einem versuchten Mord - Entfallen der Arglosigkeit eines Tatopfers - Wohldurchdachtes Locken eines Opfers in einen Hinterhalt
NStZ 1984, 261
b) Heimtückische Begehungsweise wäre allerdings zu bejahen gewesen, wenn C. vom Angeklagten nach einem wohl überlegten Plan mit Tötungsvorsatz in dem Sinne eine Falle gestellt worden wäre, daß er ihn bewußt zu Tätlichkeiten provoziert hätte, um in scheinbarer Abwehr zustechen zu können (vgl. BGHSt 22, 77 ; BGH NStZ 1984, 261 mit weiteren Nachweisen).
Lauert der Täter - wie hier - seinem ahnungslosen Opfer auf, um an dieses heranzukommen, kommt es nicht darauf an, ob und wann es die von dem ihm gegenüber tretenden Täter ausgehende Gefahr erkennt (vgl. BGH NStZ 1984, 261; NStZ-RR 1996, 98).
Der Zeuge, der keinerlei Anhaltspunkte dafür hatte, daß für den Angeklagten der Streit noch nicht beendet war und sich deshalb auch keines tätlichen Angriffs mehr versah (vgl. dazu BGH NStZ 1984, 261;… BGHR § 211 Abs. 2 Heimtücke 21), stand mit dem Rücken zur Türe.