Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4%20U%20250/08
Timestamp: 2019-09-15 17:26:42
Document Index: 4555193

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 3']

OLG Bamberg, 26.10.2009 - 4 U 250/08 - dejure.org
OLG Bamberg, 26.10.2009 - 4 U 250/08
https://dejure.org/2009,5687
OLG Bamberg, 26.10.2009 - 4 U 250/08 (https://dejure.org/2009,5687)
OLG Bamberg, Entscheidung vom 26.10.2009 - 4 U 250/08 (https://dejure.org/2009,5687)
OLG Bamberg, Entscheidung vom 26. Januar 2009 - 4 U 250/08 (https://dejure.org/2009,5687)
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Instruktionspflicht des Herstellers von Fertigbeton gegenüber einem nichtgewerblichen Abnehmer/ Mitverschulden des den bestellten Frischbeton ohne geeignete Schutzkleidung verarbeitenden Heimwerkers
Neben- und Instruktionspflichten eines Fertigbetonherstellers
Schadensersatzpflichten eines Herstellers von Fertigbeton wegen des Erleidens alkalischer Verätzungen 3. Grades bei der Verarbeitung durch einen Verbraucher; Verletzung der Instruktionspflicht durch einen Hersteller von Fertigbeton wegen fehlender Hinweise bezüglich ...
Hinweispflicht bei gefährlichen Baumaterialien
Gefährlicher Frischbeton - Heimwerker verätzte sich: Betonhersteller muss auf das Risiko hinweisen
Fehlende Warnhinweise bei Fertigbeton: Hersteller hat Schadensersatz sowie Schmerzensgeld zu zahlen
Produkthaftung: Heimwerkerschutz bei Verletzung von Instruktionspflichten:
Hautverätzungen durch fehlerhaften Umgang mit Frischbeton: Betonhersteller muss wegen fehlender Warnung Schadenersatz und Schmerzensgeld leisten - Mangelnde Sorgfalt des Betonverwenders begründet Mitverschulden
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des OLG Bamberg vom 26.10.2009, Az.: 4 U 250/08 (Instruktionspflicht des Herstellers von Frischbeton gegenüber einem nichtgewerblichen Abnehmer/Mitverschulden des Heimwerkers ...)" von RiOLG a.D. Heinz Diehl, original erschienen in: ZfS 2010 ...
LG Bayreuth - 32 O 492/05
NJW-RR 2010, 902
VersR 2010, 403
Diese Pflicht entfällt nur dann, wenn das Produkt nach den berechtigten Erwartungen des Herstellers ausschließlich in die Hand von Personen gelangen kann, die mit den Gefahren vertraut sind, wenn die Gefahrenquelle offensichtlich ist oder wenn es um die Verwirklichung von Gefahren geht, die sich aus einem vorsätzlichen oder äußerst leichtfertigen Fehlgebrauch ergeben (BGH NJW 1999, 2815; BGHZ 116, 60; OLG Hamm, NZV 1993, 310; OLG Bamberg, NJW-RR 2010, 902).
Die Grenze der Instruktionspflicht ist bei einem - nach den objektiven Umständen - leichtfertigen Umgang des Verbrauchers mit dem Produkt bzw. den ihm beigefügten Instruktionen erreicht (vgl. BGH, Urteil vom 18.05.1999, VI ZR 192/98, NJW 1999, 2815; BGH, Urteil vom 07.07.1981, VI ZR 62/80, NJW 1981, 2514; OLG Bamberg, Urteil vom 26.10.2009, 4 U 250/08, VersR 2010, 403;… Münchener Kommentar-Wagner, a.a.O., § 3, Rn 4;… Palandt-Sprau, a.a.O., § 3 ProdHaftG, Rn 11).