Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BauR%201991,%20308
Timestamp: 2020-08-06 07:31:44
Document Index: 102840068

Matched Legal Cases: ['§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 136', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 136', '§ 34', '§ 34', '§ 34', '§ 34']

BVerwG, 12.12.1990 - 4 C 40.87 - dejure.org
https://dejure.org/1990,46
BVerwG, 12.12.1990 - 4 C 40.87 (https://dejure.org/1990,46)
BVerwG, Entscheidung vom 12.12.1990 - 4 C 40.87 (https://dejure.org/1990,46)
BVerwG, Entscheidung vom 12. Dezember 1990 - 4 C 40.87 (https://dejure.org/1990,46)
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Aufhebung eines optisch wahrnehmbaren Bebauungszusammenhangs - Von einer Straße ausgehender Verkehrslärm - Nichteinhaltung von gesunden Wohnverhältnissen - Belastung eines Baugrundstücks durch Verkehrslärm - Überschreitung der Zumutbarkeitsschwelle von Bestimmungen der ...
VG München, 10.04.1986 - M 11 K 84.6286
VGH Bayern, 05.08.1987 - 20 B 86.01500
NJW 1992, 328 (Ls.)
NVwZ 1991, 879
DVBl 1991, 810
BauR 1991, 308
ZfBR 1991, 126
Die für die Bestimmung des Bebauungszusammenhangs erforderliche wertende und bewertende Betrachtung der konkreten tatsächlichen Verhältnisse kann nach dem Sachzusammenhang, in den sie eingebettet ist, nur an äußerlich erkennbare, also mit dem Auge wahrnehmbare Gegebenheiten der vorhandenen Bebauung und der übrigen Geländeverhältnisse anknüpfen (Urteil vom 12. Dezember 1990 - BVerwG 4 C 40.87 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 138 S. 55).
Wie eng die Aufeinanderfolge von Baulichkeiten sein muss, um sich als zusammenhängende Bebauung darzustellen, ist nicht nach geografisch-mathematischen Maßstäben, sondern auf Grund einer umfassenden Würdigung der tatsächlichen örtlichen Gegebenheiten einzelfallbezogen zu entscheiden (Urteile vom 6. Dezember 1967 - BVerwG 4 C 94.66 - BVerwGE 28, 268 und vom 12. Dezember 1990 - BVerwG 4 C 40.87 - BRS 50 Nr. 72 S. 164).
Zwar endet der Bebauungszusammenhang in aller Regel am letzten Baukörper (Urteile vom 22. März 1972 - BVerwG 4 C 121.68 - BRS 25 Nr. 38 und vom 12. Oktober 1973 - BVerwG 4 C 3.72 - BRS 27 Nr. 56; Beschluss vom 12. März 1999 - BVerwG 4 B 112.98 - NVwZ 1999, 763); örtliche Besonderheiten können es aber rechtfertigen, dem Bebauungszusammenhang noch bis zu einem Geländehindernis, einer Erhebung oder einem Einschnitt (Damm, Böschung, Fluss, Waldrand o.ä.) ein oder mehrere Grundstücke zuzuordnen, die unbebaut sind (Urteil vom 12. Dezember 1990 a.a.O.; Beschlüsse vom 20. August 1998 - BVerwG 4 B 79.98 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 191 …und vom 17. Januar 2005 - BVerwG 4 B 3.05 - juris Rn. 7).
Der Senat hat in seinem Urteil vom 12. Dezember 1990 - BVerwG 4 C 40.87 - (Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 138) bereits geklärt, daß § 34 Abs. 1 Satz 2, 1. Halbsatz BauGB auf die Abwehr städtebaulicher Mißstände i. S. von § 136 Abs. 3 Nr. 1 BauGB beschränkt ist.
Zu berücksichtigen sind dabei nur äußerlich erkennbare Umstände, d.h. mit dem Auge wahrnehmbare Gegebenheiten der vorhandenen Bebauung und der übrigen Geländeverhältnisse (BVerwG, Urteil vom 12. Dezember 1990 - 4 C 40.87 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 138).
Die (be-)wertende Betrachtung der konkreten tatsächlichen Verhältnisse kann sich angesichts dieser vom Gesetzgeber vorgegebenen Kriterien nur nach optisch wahrnehmbaren Merkmalen richten (BVerwG, Urteil vom 12. Dezember 1990 - 4 C 40.87 - a.a.O.).
Er kann daher für die Frage des Vorliegens eines Bebauungszusammenhangs keine Rolle spielen (BVerwG, Urteil vom 12. Dezember 1990 - 4 C 40.87 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 138).
Zu berücksichtigen sind nur äußerlich erkennbare Umstände, d.h. mit dem Auge wahrnehmbare Gegebenheiten der vorhandenen Bebauung und der übrigen Geländeverhältnisse (BVerwG, Urteil vom 12. Dezember 1990 - BVerwG 4 C 40.87 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 138 - DVBl 1991, 810 (811) [BVerwG 12.12.1990 - 4 C 40/87]).
Die (be-)wertende Betrachtung der konkreten tatsächlichen Verhältnisse kann sich angesichts dieser vom Gesetzgeber vorgegebenen Kriterien nur nach optisch wahrnehmbaren Merkmalen richten (BVerwG, Urteil vom 12. Dezember 1990 - BVerwG 4 C 40.87 - a.a.O.).
Da zudem die Gefahrenintensität im Hinblick auf die potentiell betroffenen Rechtsgüter und das Schadensausmaß von der Art der Grundstücksnutzung abhängt (z.B. Dauerwohnnutzung oder Lagerplatz), wäre die Art der baulichen Nutzung von Bedeutung für die Grenze zwischen Innen und Außenbereich; ob aber ein Grundstück dem Innen- oder Außenbereich zugehört, kann nicht von der Art der auf ihm beabsichtigten baulichen Nutzung abhängig sein (so BVerwG, Urteil vom 12. Dezember 1990 - BVerwG 4 C 40.87 - a.a.O.).
Das Berufungsgericht hat jedoch in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des erkennenden Senats entschieden, daß das in § 34 Abs. 1 Satz 2 BauGB als äußerste Grenze einer Bebauung im Innenbereich bezeichnete Erfordernis, die Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse zu wahren, in seiner Anwendung auf die Abwehr städtebaulicher Mißstände (vgl. § 136 Abs. 3 Nr. 1 BauGB) beschränkt ist (BVerwG, Urteil vom 12. Dezember 1990 - BVerwG 4 C 40.87 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 138 (S. 53, 57) - DVBl 1991, 810 (812) [BVerwG 12.12.1990 - 4 C 40/87]).
§ 34 BauGB knüpft ausschließlich an die optisch wahrnehmbaren faktischen Verhältnisse an (vgl. BVerwG, Urteil vom 12. Dezember 1990 - BVerwG 4 C 40.87 - Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 138).
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