Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%20186/77
Timestamp: 2019-08-21 10:38:12
Document Index: 381940331

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 816', '§ 826', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 826', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 407', 'BGH', '§ 407']

BGH, 19.02.1979 - II ZR 186/77 - dejure.org
BGH, 19.02.1979 - II ZR 186/77
https://dejure.org/1979,2403
BGH, 19.02.1979 - II ZR 186/77 (https://dejure.org/1979,2403)
BGH, Entscheidung vom 19.02.1979 - II ZR 186/77 (https://dejure.org/1979,2403)
BGH, Entscheidung vom 19. Februar 1979 - II ZR 186/77 (https://dejure.org/1979,2403)
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Erlangen einer Wechselforderung auf Grund eines verlängerten Eigentumsvorbehalts - Übertragung einer Wechselurkunde bei Abtretung einer Wechselforderung - Nichtberechtigter im Sinne des § 816 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) - Verhältnis zwischen verlängertem Eigentumsvorbehalt zugunsten eines Lieferanten und der Globalzession von Kundenforderungen eines Käufers an seine Bank - Verhältnis zwischen Globalzession und echtem Factoring - Sittenwidrige Schadenszufügung durch den Erwerb eines Wechsels
Wechseldiskontkredit und verlängerter Eigentumsvorbehalt
NJW 1979, 1704
MDR 1979, 914
DB 1979, 1501
Das Berufungsgericht hat sich in dieser Ansicht durch die Entscheidung des II. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 19. Februar 1979 - II ZR 186/77 (WM 1979, 666) bestärkt gesehen.
Die Entscheidung des II. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 19. Februar 1979 - II ZR 186/77 = WM 1979, 666) betrifft eine andere Fallgestaltung (Wechseldiskontkredit) und gibt daher keine Veranlassung zu einer von den vorstehenden Erörterungen abweichenden Beurteilung der Bedeutung einer Einziehungsermächtigung in Bezug auf unechtes Factoring.
Auch wenn die Beteiligung eines Dritten an dem Vertragsbruch einer Vertragspartei beim Vorliegen besonderer Umstände eine zum Schadensersatz verpflichtende sittenwidrige Schädigung des anderen Vertragspartners im Sinne von § 826 BGB sein kann (stRspr, BGHZ 12, 308, 317 f mwN; vgl auch BGH vom 19.2.1979 - II ZR 186/77 - NJW 1979, 1704) , wird deshalb vorliegend nicht der Zivilrechtsweg eröffnet.
Auch die Sittenordnung hebt sie nicht auf die Ebene absoluter, gegen jedermann geschützter Rechtspositionen; grundsätzlich verpflichtet sie den außenstehenden Dritten nicht dazu, im Konfliktsfall die eigenen Interessen denen der Vertragspartner nachzusetzen (BGHZ 12, 308, 317 [BGH 24.02.1954 - II ZR 3/53]; BGH Urteil vom 19. Februar 1979 - II ZR 186/77 = NJW 1979, 1704 m.w.Nachw.).
In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist seit langem anerkannt, daß die Beteiligung eines Dritten an dem Vertragsbruch einer Vertragspartei beim Vorliegen besonderer Umstände eine zum Schadensersatz verpflichtende sittenwidrige Schädigung des anderen Vertragspartners im Sinne von § 826 BGB sein kann (BGHZ 12, 308, 317 f. m.w.N.; vgl. auch Urteil vom 19. Februar 1979 - II ZR 186/77 - NJW 1979, 1704 unter II).
Im Innenverhältnis war sie kraft der Verlängerungsklausel in der Eigentumsvorbehaltsabrede gegenüber ihren Lieferanten verpflichtet, die eingezogenen Erlöse an diese abzuführen, um damit ihre eigene Kaufpreisverbindlichkeit gegenüber ihren Lieferanten zu tilgen (BGH, Urteile vom 15. Dezember 1969 - II ZR 252/67 - WM 1970, 245 undvom 19. Februar 1979 - II ZR 186/77 - NJW 1979, 1704).
OLG Brandenburg, 12.01.2005 - 4 U 29/04
Zur Entstehung eines Anspruchs auf Darlehensrückgewähr bzw. eines …
Damit hat sie der Beklagten zu 1. zumindest stillschweigend eine Veräußerungsermächtigung hinsichtlich ihrer Lieferungen erteilt (vgl. BGHZ 69, 254; BGH, NJW 1979, 1704).
Unter den Begriff der Leistung iS § 407 Abs. 1 BGB fallen auch Leistungen an Erfüllungs statt und erfüllungshalber, insbesondere Wechsel- oder Scheckhingabe (BGH NJW 79, 1704; Palandt, BGB, 61.Auflage, § 407 Rdnr 4).