Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=SozR%203-2600%20%C2%A7%20248%20Nr.%208
Timestamp: 2020-01-20 18:37:19
Document Index: 109565575

Matched Legal Cases: ['§ 248', '§ 31', '§ 248', '§ 255', '§ 248', '§ 15', '§ 248', '§ 248', 'Art. 20', '§ 248', '§ 68', '§ 13', '§ 248', '§ 260']

BSG, 30.08.2001 - B 4 RA 62/00 R - dejure.org
https://dejure.org/2001,1450
BSG, 30.08.2001 - B 4 RA 62/00 R (https://dejure.org/2001,1450)
BSG, Entscheidung vom 30.08.2001 - B 4 RA 62/00 R (https://dejure.org/2001,1450)
BSG, Entscheidung vom 30. August 2001 - B 4 RA 62/00 R (https://dejure.org/2001,1450)
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Gleichstellung von Beitragszeiten im Beitrittsgebiet - Beitragszahlung - Rentenbezug
Rente - Rentenhöhe - Invalidenrente - Einkommen aus Erwerbstätigkeit - Rentenhöchstwertfestsetzung - Rangstellenwert - Beitragszeit
SG Neuruppin, 09.03.1999 - S 5 RA 81/98
LSG Brandenburg, 14.12.1999 - L 2 RA 122/99
NJ 2002, 502
Auch die erhobenen Klagen gegen die in den Bescheiden enthaltenen Rentenanpassungen zum 1. Juli des jeweiligen Jahres, die allein die wertmäßige Fortschreibung eines bereits zuerkannten Wertes des Rechts auf Rente (vgl BSG SozR 3-2600 § 248 Nr. 8 S 47 mwN; Urteil des Senats vom 30. Juli 2002 - B 4 RA 1/01 R - mwN, zur Veröffentlichung vorgesehen) betreffen, bilden jeweils selbstständige Streitgegenstände; denn insoweit wird nicht über den Geldwert des Rechts auf Rente, sondern ausschließlich über den Grad der Anpassung entschieden.
Die Rentenanpassungsmitteilungen enthalten allerdings selbstständig anfechtbare Verwaltungsakte, nämlich die wertmäßigen Fortschreibungen eines bereits zuerkannten Werts des Rechts auf Rente durch Feststellung des Veränderungsfaktors (…vgl BSG SozR 3-1300 § 31 Nr. 13 S 24, 28; BSG SozR 3-2600 § 248 Nr. 8 S 47;… BSG SozR 3-2600 § 255c Nr. 1 S 2 ff; Urteil des Senats vom 10. April 2003 - B 4 RA 41/02 R -, zur Veröffentlichung vorgesehen).
Zur Begründung verweist die Klägerin auf Rechtsprechung des Bundessozialgerichts - BSG - zu § 248 SGB VI a.F. (Hinweis auf Urt. v. 31. August 2001 - B 4 RA 62/00 R - ) und Rechtsprechung des Landessozialgerichts - LSG - und des Sozialgerichts - SG - Berlin, welche zunächst zu § 15 des Fremdrentengesetzes - FRG - und später auch zu § 248 SGB VI ergangen sei (Hinweis auf Urteile des LSG Berlin v. 9. März 1988 - L 9 An 10/87 - 31. Mai 1999 - L 16 RJ 65/97 - ; SG Berlin v. 1. Juli 1997 -S 26 J 1737/96 - v. 22. Januar 2002 - S 27 RJ 514/99 -).
Die Gesetzesänderung ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass das BSG durch Urteil vom 30. August 2001 ( - B 4 RA 62/00 R - ) zu § 248 Abs. 3 SGB VI a.F. entschieden hatte, dass nur Bezieher einer Vollrente wegen Alters von dem Ausschlusstatbestand erfasst werden.
Zwar würde es sich um einen Fall der (an dem Rechtsstaatsgebot des Grundgesetzes [Art. 20] zu messenden) echten Rückwirkung handeln, wenn in Übereinstimmung mit dem Urteil des BSG vom 30. August 2001 - B 4 RA 62/00 R - davon auszugehen wäre, dass bereits unter der Geltung von § 248 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 SGB VI a.F. Anspruch auf rentensteigernde Berücksichtigung der neben dem Bezug einer Invalidenrente zurückgelegtem Beschäftigungszeit bestanden hätte.
Jedenfalls bis zu der Entscheidung des BSG vom 30. August 2001 - B 4 RA 62/00 R - hat sich bei den Betroffenen kein berechtigtes Vertrauen auf eine sie begünstigende Rechtslage bilden können.
Darüber hinaus wurden in der DDR als hauptamtliche Mitarbeiter des Staatsapparates beispielsweise angesehen: wirtschaftsleitende Organe (BSG…, Urteil vom 9. April 2002 - B 4 RA 41/01 R -, Rdnr. 32, zitiert nach Juris), Experimentalphysiker bei der Staatlichen Plankommission (BSG, Urteil vom 30. August 2001 - B 4 RA 62/00 R -, Rdnr. 2, zitiert nach Juris), Berufsschulinspektoren (BSG…, Urteil vom 29. Juni 2000 - B 4 RA 63/99 R -, Rdnr. 2, zitiert nach Juris), ein wissenschaftlicher Oberassistent an der Deutschen Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft "Walter Ulbricht" (BSG…, Urteil vom 4. August 1999 - B 4 RA 1/99 R - Rdnr. 2 und 3, zitiert nach Juris), ein Ingenieur für die Triebfahrzeugvorhaltung der Deutschen Reichsbahn (BSG…, Urteil vom 3. August 1999 - B 4 RA 50/97 R - Rdnr. 1 und 2, zitiert nach Juris) , eine Lehrerin, die beim Rat der Stadt als Referentin für außerunterrichtliche Tätigkeit, Abteilung Volksbildung, beschäftigt war (BSG…, Urteil vom 23. Juni 1998 - B 4 RA 61/97 R -, Rdnr. 2, zitiert nach Juris) sowie eine Beschäftigte der Deutschen Post der DDR, Zeitungsvertriebsamt (LSG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 8. Mai 2008 - L 8 RA 94/04 -, Rdnr. 1 zitiert nach Juris).
Ermittlung von Entgeltpunkten für Beitragszeiten und Anrechnungszeiten nach …
Unabhängig davon, dass er mit Beginn der Invalidenrente von der Entrichtung seines Sozialversicherungsbeitragsanteils befreit war (vgl. § 68 Abs. 2 der Verordnung über die Sozialversicherung der Arbeiter und Angestellten vom 21. Dezember 1961 - GBl. II Nr. 83 Seite 533 -, Verordnung über die Sozialversicherung der Arbeiter und Angestellten vom 14. November 1974 - GBl. I Nr. 58 Seite 531 - sowie § 13 Abs. 3 der Verordnung zur Sozialpflichtversicherung der Arbeiter und Angestellten vom 17. November 1977 - GBl. I Seite 737 -), handelt es sich um Beitragszeiten, weil jedenfalls die Betriebe auch dann zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen verpflichtet waren, wenn der Werktätige wegen des Bezuges einer Invalidenrente von der eigenen Beitragsleistung befreit war (vgl. zum Ganzen Bundessozialgericht - BSG - Urteil vom 30. August 2001 - B 4 RA 62/00 R).
Wie bei z.B. Dynamisierungsbescheiden nach dem SGB III und bei Rentenanpassungen nach dem SGB VI (vgl. hierzu etwa: BSG, Urteil vom 25. März 2003 - B 7 AL 114/01 R, Rn 21; Urteil vom 30. August 2001 - B 4 RA 62/00 R, SozR 3-2600 § 248 Nr. 8, Rn 13;… Urteil vom 10. April 2003 - B 4 RA 41/02 R, SozR 4-2600 § 260 Nr. 1, Rn 12) erschöpft sich auch im vorliegenden Fall sowohl der Regelungsgehalt des angefochtenen Bescheides als auch der zulässigerweise im gerichtlichen Verfahren überprüfbare Streitgegenstand in der von der Behörde verfügten Abänderung der ursprünglichen - und im Übrigen gerade ausdrücklich nicht aufgehobenen - Leistungsbewilligung, d.h. vorliegend in der Leistungskürzung infolge der Berücksichtigung der Kindergelderhöhung.
Nicht von den Regelsätzen erfasst sind nach dem Urteil des BVerwG lediglich solche Bedürfnisse, die einem Hilfeempfänger von außen (von einem Dritten, beim Schulbedarf von der Schule) vorgegeben werden und denen er sich (im Rahmen der Schulpflicht) nicht entziehen kann (ähnlich BVerwG, Urt. v. 28.11.2001 - 5 C 9.01 - BVerwGE 115, 256 = NDV-RD 2002, 127 = ZfSH/SGB 2002, 340 = FEVS 53, 300 = DVBl. 2002, 914 = NJW 2002, 1284 = info also 2002, 127 m. Anm. v. Berlit, zu Breitbandkabelbenutzungskosten, wenn sie nicht zur Disposition des Mieters stehen).
14 Aus demselben Grund ist auch keine Divergenz zu den übrigen auf Seite 8 der Beschwerdebegründung genannten Entscheidungen des BSG vom 10.7.1985 - 5a RKn 14/84, 24.3.1998 - B 4 RA 27/97 R, 23.6.1998 - B 4 RA 61/97 R, 30.8.2001 - B 4 RA 62/00 R und 9.4.2002 - B 4 RA 31/01 R, B 4 RA 3/02 R, B 4 RA 41/01 R, B 4 RA 58/01 R - dargetan.
16 Die Klägerin hat ferner keine Divergenz zu den Entscheidungen des BSG vom 16.12.1997 - 4 RA 7/96 - und 30.8.2001 - B 4 RA 62/00 R sowie B 4 RA 116/00 R - schlüssig aufgezeigt.
LSG Bayern, 11.06.2008 - L 13 R 549/07
Eingriff in den Verfügungsatz als Regelung eines Verwaltungsaktes als Änderung …