Source: https://www.sifa-sibe.de/fachbeitraege/archiv-si/mythen-und-fakten-zur-elektrofachkraft/
Timestamp: 2019-10-22 09:45:14
Document Index: 107011640

Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 3', '§ 823', '§ 31', '§ 7', '§ 9', '§ 2', '§ 15', '§ 2']

Mythen und Fakten zur Elektrofachkraft. Erlangung und Erhalt der Elektrofachkraft-Qualifikation -
Startseite » Fachbeiträge » Archiv SI » Mythen und Fakten zur Elek­tro­fach­kraft
Abb. 1: Die „Schnittmenge“ macht die Elektrofachkraft aus.
Abb. 2: Anforderungskriterien Elektrofachkraft-Status.
In der Praxis herrscht bei Führungs­kräf­ten und selbst bei verant­wort­li­chen Elek­tro­fach­kräf­ten große Unsi­cher­heit, unter welchen Umstän­den Mitar­bei­ter – mit oder ohne absol­vierte Elektro-Ausbildung – als Elek­tro­fach­kraft einzu­stu­fen sind.
Der Begriff „Elek­tro­fach­kraft“ und seine Bedeu­tung
Beim Thema Erlan­gung und Erhalt der Fach­kunde im Bereich der Elek­tro­tech­nik gibt es verschie­denste Aspekte, die beach­tet werden soll­ten, wenn man eine möglichst rechts­si­chere Betriebs­or­ga­ni­sa­tion anstrebt. Die Diskus­sion wird in den Betrie­ben häufig nur an der Ober­flä­che geführt, elek­tro­tech­ni­sche Fach­be­griffe werden unscharf verwen­det und verschie­denste Aspekte häufig in einen Topf gewor­fen.
Häufige Fehl­ein­schät­zun­gen
Die größ­ten Irrtü­mer zum Thema Elektrofachkraft-Qualifikation lauten:
„Der Mitar­bei­ter hat doch mal Stark­strom­elek­tri­ker gelernt, der muss das doch können!“
„Jeder Mitar­bei­ter mit elek­tro­tech­ni­scher Berufs­aus­bil­dung ist grund­sätz­lich Elek­tro­fach­kraft!“
„Ein Mitar­bei­ter ohne elek­tro­tech­ni­sche Berufs­aus­bil­dung im klas­si­schen Sinne kann nie Elek­tro­fach­kraft sein!“
„Mitar­bei­ter mit Ausbil­dungs­be­ru­fen wie Mecha­tro­ni­ker, Fern­mel­de­tech­ni­ker oder Mess- und Regel­tech­ni­ker können den Elek­tro­fach­kraft­sta­tus nicht errei­chen!“
„Es ist unnö­tig Elek­tro­fach­kräfte schrift­lich zu bestel­len, die haben ihren Beruf doch gelernt und sind somit Elek­tro­fach­kräfte!“
„Unsere Mitar­bei­ter im Elek­tro­be­reich sind so quali­fi­ziert, dass jeder Mitar­bei­ter alle vorkom­men­den elek­tro­tech­ni­schen Tätig­kei­ten verrich­ten und mögli­che Gefah­ren erken­nen kann!“
Die inhalt­li­chen Aussa­gen der „Hitliste der Irrtü­mer“ werden bei dem einen oder ande­ren Leser zu spon­ta­ner Ableh­nung (wünschens­wert…) oder zu spon­ta­ner Zustim­mung (nicht wünschens­wert…) führen. Insbe­son­dere Letz­tere soll­ten unbe­dingt weiter­le­sen.
Ursprung und Quel­len des Begriffs Elek­tro­fach­kraft
Ursprung des Begriffs Elek­tro­fach­kraft
Der Begriff „Elek­tro­fach­kraft“ entspringt unter­schied­li­chen und vonein­an­der unab­hän­gi­gen Quel­len. Hier sei zuerst das Vorschrif­ten­werk des Verban­des der Elek­tro­tech­nik, Elek­tro­nik und Infor­ma­ti­ons­tech­nik (VDE) e.V. genannt, das den Begriff mehr­fach in verschie­de­nen Bestim­mun­gen gleich­lau­tend defi­niert. Hier wurde die Notwen­dig­keit gese­hen, dass (gefahr­ge­neigte) Tätig­kei­ten in der Elek­tro­tech­nik, die bei Errich­tung, Betrieb, Instand­hal­tung etc. von elek­tri­schen Anla­gen und Betriebs­mit­teln vorkom­men, spezi­el­len Fach­kräf­ten vorbe­hal­ten sein sollen. Auch die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung in Form von Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten und Unfall­kas­sen hat diese Notwen­dig­keit gese­hen und daher in ihr Vorschriftenwerk[1] „BGV A3/GUV‑V A3 – Elek­tri­sche Anla­gen und Betriebs­mit­tel“ eine gleich­lau­tende Forde­rung nebst Defi­ni­tion aufgenommen.[2]
Quel­len der Elektrofachkraft-Definition
Nach­fol­gend sind die wich­tigs­ten Vorschrif­ten, die die „Elektrofachkraft-Definition“ seit vielen Jahren nennen, aufgeführt:[3]
IEC 61140 / VDE 0140–1 (März 2007)
IEV 195–4–1 / EN 50110–1 / DIN VDE 0105–100 (Okto­ber 2009)
DIN VDE 1000-10 (Januar 2009)
BGV A3 (Januar 1997)
BGR A3 (Januar 2006)
Sowohl die Unfall­ver­si­che­rer als auch der private Normen­ge­ber im Bereich der Elek­tro­tech­nik sahen es als notwen­dig und wich­tig an, nicht zuletzt im Kontext eines immer stär­ker libe­ra­li­sier­ten euro­päi­schen Mark­tes auf die Bedeu­tung einer elek­tro­tech­ni­schen Fach­aus­bil­dung in ihren jeweils zentra­len Werken hinzu­wei­sen.
Defi­ni­tion des Begriffs Elek­tro­fach­kraft
Obwohl die Defi­ni­tion der Elek­tro­fach­kraft eigent­lich als bekannt voraus­ge­setzt werden sollte, wird sie im Folgen­den noch einmal kurz vorge­stellt: Gemäß § 2 Absatz 3 der Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrift BGV A3 gilt – seit dem Jahr 1979 – als Elek­tro­fach­kraft, wer auf Grund seiner
fach­li­chen Ausbil­dung,
Kennt­nisse und Erfah­run­gen sowie
Kennt­nis der einschlä­gi­gen Bestim­mun­gen[4]
die ihm über­tra­ge­nen Arbei­ten beur­tei­len und mögli­che Gefah­ren erken­nen kann. Dieser seit Jahr­zehn­ten bekannte „Drei­klang“ aus theo­re­ti­scher und prak­ti­scher Quali­fi­ka­tion zuzüg­lich der Kennt­nis des Regel­werks für das über­tra­gene Arbeits­ge­biet stellt die „Mess­latte“ für die Quali­fi­ka­tion der Elek­tro­fach­kraft dar.
Die Defi­ni­tion geht davon aus, dass die Quali­fi­ka­tion im Regel­fall auf dem erfolg­rei­chen Abschluss einer einschlä­gi­gen Ausbil­dung oder eines Studi­ums der Elek­tro­tech­nik grün­det. Es wird aber in den Durch­füh­rungs­an­wei­sun­gen bzw. Hinwei­sen zum Vorschrif­ten­werk auch deut­lich gemacht, dass es – quasi im Sinne einer Öffnungs­klau­sel – möglich ist, zur Beur­tei­lung der fach­li­chen Ausbil­dung auch eine mehr­jäh­rige Tätig­keit auf dem betref­fen­den Arbeits­ge­biet heranzuziehen.[5] Um die Öffnungs­klau­sel sinn­voll anwen­den zu können, muss der Fokus auf einer „mehr­jäh­ri­gen Tätig­keit“ im „betref­fen­den Arbeits­ge­biet“ liegen. Zudem sollte die Befä­hi­gung eines derart an das Tätig­keits­feld heran­ge­führ­ten Mitar­bei­ters in Theo­rie und Praxis über­prüft und doku­men­tiert werden. Damit wird deut­lich, dass ein Schlos­ser, der dem Elek­tri­ker mal zwei Wochen über die Schul­ter geschaut oder einen E‑Technik-Crashkurs besucht hat, noch lange keine Elek­tro­fach­kraft ist.
Es gibt eine Viel­falt an Beru­fen, die in den Bereich der Elek­tro­tech­nik fallen. Wann im Einzel­fall die erfor­der­li­chen Kennt­nisse für die Aufga­ben, die in dem jewei­li­gen Unter­neh­men, an eine Elek­tro­fach­kraft gestellt werden, damit bewerk­stel­ligt sind, kann nicht global beant­wor­tet werden. Hier muss der Unter­neh­mer nach entspre­chen­den Über­prü­fun­gen im Rahmen seiner Auswahl­ver­ant­wor­tung eine indi­vi­du­elle Entschei­dung tref­fen.
Ange­wandte Bedeu­tung des Begriffs Elek­tro­fach­kraft
Der Begriff „Elek­tro­fach­kraft“ ist zu aller­erst von einer Fach- oder Abschluss­be­zeich­nung abzu­gren­zen, wie sie durch eine Berufs- oder höhere Schul­aus­bil­dung erwor­ben werden kann. Solche Abschlüsse werden in der Regel nach dem Durch­lau­fen einer Ausbil­dung und dem Nach­weis der Fähig- und Fertig­kei­ten in einem Prüfungs­ver­fah­ren erwor­ben und in einem Abschluss­zer­ti­fi­kat doku­men­tiert. Dieses Abschluss­zer­ti­fi­kat in Form eines Gesellen‑, Facharbeiter- oder Meis­ter­brie­fes testiert dann zunächst ledig­lich, dass man einen Berufs­ab­schluss erreicht hat, analog gilt das Glei­che für Studi­en­ab­schlüsse, Techniker- Ingenieur‑, Bachelor- oder Master­ab­schlüsse. Sie doku­men­tie­ren das erfolg­rei­che Ende einer Fach- oder Hoch­schul­aus­bil­dung.
Keine Abschluss­be­zeich­nung
Elek­tro­fach­kraft ist jedoch keine solche Abschluss­be­zeich­nung, sondern ein „Quali­fi­ka­ti­ons­sta­tus“, der nach dem eigent­li­chen Ausbil­dungs­ab­schluss erwor­ben werden muss und unter bestimm­ten Voraus­set­zun­gen auch wieder verlo­ren gehen kann. Inso­fern kann man die Bezeich­nung mit einer Perso­nal­zer­ti­fi­zie­rung verglei­chen, die nach einer bestimm­ten Zeit abläuft bzw. neu erwor­ben werden muss.
Die oben genann­ten Schul- und Berufs­aus­bil­dungs­ab­schlüsse sind sozu­sa­gen nur die „Eintritts­karte“ in den Job. Die Quali­fi­ka­tion zur Elek­tro­fach­kraft voll­zieht sich dann im Laufe einer mehr oder weni­ger langen Einar­bei­tungs­zeit vor Ort im Unter­neh­men. Zur Doku­men­ta­tion der Einar­bei­tung bietet sich ein Praxis­pass an, in den die ausge­führ­ten Tätig­kei­ten schrift­lich einge­tra­gen werden.[6] Hier arbei­tet die zukünf­tige Elek­tro­fach­kraft dann unter der fach­li­chen Leitung von über­ge­ord­ne­ten (verant­wort­li­chen) Elek­tro­fach­kräf­ten.
Indi­vi­du­elle Beur­tei­lung erfor­der­lich
Nach Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrift BGV A3 § 3 hat der Unter­neh­mer dafür zu sorgen, dass seine elek­tri­schen Geräte, Maschi­nen und Anla­gen durch oder unter Aufsicht von Elek­tro­fach­kräf­ten instand gehal­ten werden. Für die Tätig­kei­ten in den elek­tro­tech­ni­schen Betriebs­tei­len sind daher Elek­tro­fach­kräfte einzu­set­zen. Da es keine „Berufs­aus­bil­dung zur Elek­tro­fach­kraft“ gibt und sich dieser Berufs­sta­tus aus mehre­ren Teil­as­pek­ten entspre­chend der Norm DIN VDE 1000-10:2009 Kap. 3.1[7] zusam­men­setzt, ist die Quali­fi­ka­tion durch die zustän­dige verant­wort­li­che Elek­tro­fach­kraft oder den nächst­hö­he­ren fach­li­chen Vorge­setz­ten zu beur­tei­len. Dabei sollte sie in alle Aufga­ben einge­führt werden, die künf­tig in ihrem Arbeits­be­reich anfal­len. Die Anfor­de­rung „Kennt­nisse und Erfah­run­gen“ vorwei­sen zu können, wird so erfüllt.
Schrift­li­che Bestel­lung
Über das Ergeb­nis der fach­li­chen und persön­li­chen Beur­tei­lung empfiehlt es sich, ein kurzes Dokument[8] anzu­fer­ti­gen. Die Bestellung[9] zur Elek­tro­fach­kraft sollte in einer Bestel­lungs­ur­kunde doku­men­tiert werden. Für beide Doku­mente gibt es keine gesetz­li­chen oder norma­ti­ven Vorga­ben bezüg­lich des Inhalts. Aus Grün­den der Beweis­si­che­rung gibt es jedoch kein besse­res Mittel als die schrift­li­che Aufga­ben­über­tra­gung in Form einer Bestel­lung. Einer­seits doku­men­tiert der Arbeit­ge­ber bzw. der Unter­neh­mer seine Auswahl­ver­ant­wor­tung in Bezug auf die Anfor­de­rungs­kri­te­rien. Ande­rer­seits gibt man dem Mitar­bei­ter durch Aushän­di­gung der Bestel­lung zu verste­hen, dass er eine wich­tige Rolle zur Gewähr­leis­tung der elek­tro­tech­ni­schen Sicher­heit wahr­nimmt. Es nützt nichts, wenn sich der Arbeit­ge­ber „im stil­len Kämmer­lein“ der Illu­sion hingibt, seine Mitar­bei­ter seien Elek­tro­fach­kräfte, ohne dass Letz­tere dieses über­haupt wissen – oder umge­kehrt.
Fach­li­che und persön­li­che Eignung von Bedeu­tung
Ziel der Vorga­ben und Normen ist eine Risi­ko­mi­ni­mie­rung aufgrund der fach­li­chen Quali­fi­ka­tion der täti­gen Perso­nen. Eine persön­li­che Eignung der zu bestel­len­den Person ist in der Regel nicht ausdrück­lich als wich­ti­ges Krite­rium in der Norm erwähnt, sollte aber in den meis­ten Fällen gleich­ge­wich­tet berück­sich­tigt werden. Das immer weitere Vordrin­gen der Elek­tro­tech­nik in alle Berei­che macht es erfor­der­lich eine im beson­de­ren Maße quali­fi­zierte Elek­tro­fach­kraft einzu­set­zen.
Risi­ko­mi­ni­mie­rung durch Quali­fi­ka­tion
Die in der Ausbil­dung erwor­be­nen Kennt­nisse allein reichen hier für viele Tätig­kei­ten nicht aus. Hier sind Spezi­al­kennt­nisse notwen­dig, um die Gefah­ren und deren Abwen­dung auf dem Stand der Tech­nik einzu­schät­zen und bewäl­ti­gen zu können. Dies kann nur durch geeig­nete Weiter­bil­dungs­maß­nah­men in Theo­rie und Praxis erreicht werden. Als Beispiel wären Spezi­al­aus­bil­dun­gen für Schalt­be­rech­ti­gung von Hoch­span­nun­gen, Arbei­ten unter Span­nung oder Prüfun­gen von elek­tri­schen Anla­gen und Arbeits­mit­teln zu nennen. Mit der stei­gen­den fach­li­chen Anfor­de­rung und/oder der stei­gen­den Eintritts­wahr­schein­lich­keit und Schwere von Gefähr­dun­gen stei­gen auch zwin­gend die Anfor­de­run­gen an die persön­li­che Eignung des Mitar­bei­ters.
Ergän­zend muss erwähnt werden, dass es, bedingt durch die Breite und Tiefe der heuti­gen elek­tro­tech­ni­schen Aufga­ben­stel­lun­gen, unmög­lich ist, eine umfas­send ausge­bil­dete Elek­tro­fach­kraft zu sein. Jede Elek­tro­fach­kraft kann demnach nur für ihren aktu­el­len Arbeits­be­reich, indem sie die Quali­fi­ka­ti­ons­an­for­de­run­gen erfüllt, als Fach­kraft gelten.
Organisations- und Auswahl­pflich­ten des Arbeit­ge­bers
Der Inha­ber eines Unter­neh­mens haftet dann unmit­tel­bar, wenn er es in vorwerf­ba­rer Weise unter­las­sen hat, Betriebs­vor­gänge so zu orga­ni­sie­ren, dass im Rahmen der Möglich­kei­ten niemand zu Scha­den kommt. Ein Orga­ni­sa­ti­ons­man­gel liegt auch dann vor, wenn für eine bestimmte Aufgabe beispiels­weise niemand vorge­se­hen ist oder wenn die Zahl der Sach­kun­di­gen zu gering bemes­sen wird, so dass im Einzel­fall auch uner­fah­rene Perso­nen mitwir­ken müssen. Die Anspruchs­grund­lage ist im § 823 BGB zu sehen. Bei arbeits­tei­li­gen Unter­neh­men (insbe­son­dere Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten) werden über den § 31 BGB neben den „verfas­sungs­mä­ßi­gen Vertre­tern“ (Vorstand, Geschäfts­füh­rer) auch Ange­stellte der mitt­le­ren Führungs­ebe­nen, die Hand­lungs­voll­macht haben, erfasst.[10]
Hier kommt die Auswahl­ver­ant­wor­tung von dem Unter­neh­mer bzw. Arbeit­ge­ber oder einer von ihm bestell­ten verant­wort­li­chen Elek­tro­fach­kraft zum Tragen; hier spre­chen Bürger­li­ches Gesetz­buch (BGB), Arbeits­schutz­ge­setz (ArbSchG) wie auch die BGV A1 eine klare Spra­che.
Auswahl geeig­ne­ter Mitar­bei­ter gefor­dert
Das Arbeits­schutz­ge­setz verpflich­tet den Unter­neh­mer ausdrück­lich nur geeig­nete Mitar­bei­ter mit einer Aufgabe zu betrauen. So heißt es im § 7 „Über­tra­gung von Aufga­ben“ im ArbSchG:
„Bei der Über­tra­gung von Aufga­ben auf Beschäf­tigte hat der Arbeit­ge­ber je nach Art der Tätig­kei­ten zu berück­sich­ti­gen, ob die Beschäf­tig­ten befä­higt sind, die für die Sicher­heit und den Gesund­heits­schutz bei der Aufga­ben­er­fül­lung zu beach­ten­den Bestim­mun­gen und Maßnah­men einzu­hal­ten.“
§ 9 ArbSchG führt dann bezüg­lich „beson­de­rer Gefah­ren“ weiter aus:
„(1) Der Arbeit­ge­ber hat Maßnah­men zu tref­fen, damit nur Beschäf­tigte Zugang zu beson­ders gefähr­li­chen Arbeits­be­rei­chen haben, die zuvor geeig­nete Anwei­sun­gen erhal­ten haben.
(2) Der Arbeit­ge­ber hat Vorkeh­run­gen zu tref­fen, dass alle Beschäf­tig­ten, die einer unmit­tel­ba­ren erheb­li­chen Gefahr ausge­setzt sind oder sein können, möglichst früh­zei­tig über diese Gefahr und die getrof­fe­nen oder zu tref­fen­den Schutz­maß­nah­men unter­rich­tet sind. Bei unmit­tel­ba­rer erheb­li­cher Gefahr für die eigene Sicher­heit oder die Sicher­heit ande­rer Perso­nen müssen die Beschäf­tig­ten die geeig­ne­ten Maßnah­men zur Gefah­ren­ab­wehr und Scha­dens­be­gren­zung selbst tref­fen können, wenn der zustän­dige Vorge­setzte nicht erreich­bar ist; dabei sind die Kennt­nisse der Beschäf­tig­ten und die vorhan­de­nen tech­ni­schen Mittel zu berück­sich­ti­gen. Den Beschäf­tig­ten dürfen aus ihrem Handeln keine Nach­teile entste­hen, es sei denn, sie haben vorsätz­lich oder grob fahr­läs­sig unge­eig­nete Maßnah­men getrof­fen.“
Leider zeigt es sich sehr häufig in der Praxis, dass diese Auswahl­ver­ant­wor­tung auf die leichte Schul­ter genom­men wird. Das geht so lange gut bis es zu einem Unfall kommt. Letzt­lich orga­ni­siert man nämlich sowohl für sich selbst, für den unter­stell­ten Mitar­bei­ter und nicht zuletzt für die Gerichts­bar­keit.
Orga­ni­sa­tion des Elek­tro­be­reichs
Eine Elek­tro­fach­kraft kann nicht im „luft­lee­ren“ Raum, das heißt ohne jegli­che Anlei­tung arbei­ten. Wer gibt ihr Aufträge und Weisun­gen? Wer unter­rich­tet über Neue­run­gen und Gefah­ren? Werden in einem Unter­neh­men Elek­tro­fach­kräfte beschäf­tigt, besitzt dieses Unter­neh­men zwei­fels­ohne einen elek­tro­tech­ni­schen Betriebs­teil – und sei er noch so klein (z.B. der Instand­hal­tungs­werk­statt zuge­ord­nete Elek­tri­ker). Wird bejaht, dass elek­tro­tech­ni­sche Arbei­ten anfal­len und man deshalb nach BGV A3 Elek­tro­fach­kräfte einset­zen muss, liegt ein solcher elek­tro­tech­ni­scher Betriebs­teil vor. Wird nun arbeits­tei­lig – das heißt durch Inter­ak­tion von mehre­ren Mitar­bei­tern – gear­bei­tet, benö­tigt man eine Orga­ni­sa­tion mit Struk­tu­ren und Regeln. Die Elek­tro­fach­kraft benö­tigt einen Chef, der sagt, wo es lang geht.
Natür­lich kann die Elek­tro­fach­kraft durch entspre­chende Ausbildung[11] diese Funk­tion auch in Perso­nal­union über­neh­men. Jedoch wird man für weni­ger komplexe elek­tro­tech­ni­sche Arbei­ten nicht den Inge­nieur beschäf­ti­gen und bezah­len wollen. Es muss also einge­schätzt werden, welche Arbei­ten anfal­len und welche Quali­fi­ka­tio­nen benö­tigt werden. Zur Anlei­tung der Elek­tro­fach­kräfte und zur verant­wort­li­chen Leitung ist also eine Person erfor­der­lich, die dies fach­lich leis­ten kann. Der Unter­neh­mer selbst ist dafür der soge­nannte „gebo­rene“ Verant­wort­li­che. Kraft seiner Stel­lung obliegt ihm die Organisations- und Rege­lungs­kom­pe­tenz. Ist der Unter­neh­mer selbst fach­lich in der Lage, leitet er den elek­tro­tech­ni­schen Betriebs­teil einfach mit. Dabei muss ihm noch nicht einmal bewusst sein, einen derar­ti­gen Betriebs­teil zu besit­zen. Fehlt dem Unter­neh­mer die fach­li­che Quali­fi­ka­tion für den Elek­tro­be­reich, ist er trotz­dem dafür verant­wort­lich. Hier muss er aller­dings die fach­li­chen Defi­zite erken­nen und ist verpflich­tet zu handeln (Stich­wort: Orga­ni­sa­ti­ons­ver­schul­den).
Eine Person mit der erfor­der­li­chen fach­li­chen Quali­fi­ka­tion muss an seiner Stelle die verant­wort­li­che Leitung der Elek­tro­tech­nik über­neh­men: die verant­wort­li­che Elek­tro­fach­kraft. Diese wird ausge­wählt und schrift­lich bestellt. Sie nimmt als soge­nann­ter „geko­re­ner“ Verant­wort­li­cher die Aufga­ben des Unter­neh­mers für den elek­tro­tech­ni­schen Betriebs­teil wahr. Insbe­son­dere obliegt der verant­wort­li­chen Elek­tro­fach­kraft die Organisation‑, Auswahl- und Kontroll­ver­ant­wor­tung im elek­tro­tech­ni­schen Betriebs­teil. Da es nicht selten einen Wider­streit zwischen Wirt­schaft­lich­keit und Sicher­heits­an­for­de­run­gen gibt, wird die verant­wort­li­che Elek­tro­fach­kraft auf dem Gebiet der Elek­tro­tech­nik weisungs­frei gestellt, das heißt ein diszi­pli­na­ri­scher Vorge­setz­ter, der elek­tro­tech­ni­scher Laie ist, kann und darf einer (verant­wort­li­chen) Elek­tro­fach­kraft keiner­lei Weisun­gen auf dem Fach­ge­biet der Elek­tro­tech­nik ertei­len. In welcher Form die Orga­ni­sa­tion des Elek­tro­be­reichs erfolgt, ist für deren Aufga­ben­er­le­di­gung ohne Belang: „Je nach Anfor­de­run­gen und Größe des Unter­neh­mens können von sehr einfa­chen Struk­tu­ren bis hin zu sehr komple­xen Orga­ni­sa­ti­ons­for­men alle Vari­an­ten ange­trof­fen werden. Von beson­de­rer Wich­tig­keit für alle Vari­an­ten ist dabei, dass die Verant­wort­lich­kei­ten nicht nur „auf dem Papier„ über­tra­gen wurden, sondern in der tägli­chen Praxis auch so ‚gelebt‘ und umge­setzt werden und die fach­lich verant­wort­li­chen Perso­nen mit den für die Aufga­ben­er­le­di­gung notwen­di­gen Kompe­ten­zen ausge­stat­tet werden.“
Wann gilt ein Mitar­bei­ter als Elek­tro­fach­kraft?
Die voran­ge­gan­ge­nen Ausfüh­run­gen haben verdeut­licht, dass man nicht auto­ma­tisch durch den Abschluss einer Ausbil­dung oder eines Studi­en­gangs die Quali­fi­ka­tion einer Elek­tro­fach­kraft besitzt. Man muss in der Regel zunächst Praxis­er­fah­rung und Vorschrif­ten­kennt­nis auf dem über­tra­ge­nen Aufga­ben­ge­biet sammeln, um anschlie­ßend als Elek­tro­fach­kraft zu gelten. Für neue Mitar­bei­ter in einem Unter­neh­men gilt übri­gens das glei­che: Erst nach erfolg­rei­cher Einar­bei­tung in das neue Aufga­ben­ge­biet können sie als Elek­tro­fach­kräfte ange­se­hen werden. Die Dauer von Einar­bei­tungs­pha­sen hängt in der Praxis neben ande­ren Rand­be­din­gun­gen wesent­lich von der Komple­xi­tät des Aufga­ben­ge­biets sowie von den Fähig­kei­ten und der Moti­va­tion des einzu­ar­bei­ten­den Mitar­bei­ters ab. Von Unter­neh­men werden in der Praxis häufig Zeit­räume genannt, die zwischen sechs und 24 Mona­ten vari­ie­ren. In Einzel­fäl­len können sehr gut ausge­bil­dete und moti­vierte Mitar­bei­ter (im Sinne einer abge­stuf­ten Frei­gabe) für bestimmte Tätig­kei­ten, für die die prak­ti­sche Einar­bei­tung bereits abge­schlos­sen ist, auch schon früher als Elek­tro­fach­kraft einge­setzt werden. Eine gute betrieb­li­che Praxis ist es in diesem Zusam­men­hang auch, neue Mitar­bei­ter im elek­tro­tech­ni­schen Betriebs­teil nach dem Abschluss der doku­men­tier­ten Einar­bei­tungs­phase schrift­lich zur Elek­tro­fach­kraft für ihr konkre­tes Arbeits­ge­biet zu bestel­len.
Zusam­men­fas­send ist fest­zu­hal­ten, dass der Mitar­bei­ter ab dem Moment als Elek­tro­fach­kraft gilt, zu dem es ihm der Arbeitgeber/Unternehmer anhand der drei Krite­rien („Drei­klang“) beschei­nigt. Die Verant­wor­tung der Bestel­lung und des rich­ti­gen Bestell­zeit­punk­tes nimmt dem Arbeit­ge­ber – oder bei entspre­chen­der Dele­ga­tion dem fach­li­chen Vorge­setz­ten – niemand ab; es gibt auch kein ferti­ges „Koch­re­zept“. Check­lis­ten sind ebenso nur begrenzt einsetz­bar und dürfen nicht den gesun­den Menschen­ver­stand des Bestel­len­den erset­zen. Ausdrück­lich gewarnt sei auch vor „Papier-Elektrofachkräften“, deren Bestel­lungs­do­ku­ment das Papier nicht Wert ist, weil hinter der „Fassade des forma­len Aktes“ der schrift­li­chen Bestel­lung – ähnlich wie bei einem Potemkin’schen Dorf, das nur aus aufge­stell­ten Haus­fas­sa­den besteht – kein Wissen oder keine Erfah­rung oder keine Normen­kennt­nis vorzu­fin­den ist.
Wann gilt ein Mitar­bei­ter nicht mehr als Elek­tro­fach­kraft?
Sowohl der Stand der Tech­nik als auch die Normung schrei­ten unauf­halt­sam fort. Dies bedingt eine laufende Fort­bil­dung für die tätig werden­den Perso­nen – sei es zu Neue­run­gen oder nur zum Auffri­schen bereits erwor­be­ner Kennt­nisse.
Die einmal erwor­bene Elektrofachkraft-Qualifikation kann verständ­li­cher­weise durch mangelnde Fort­bil­dung oder durch die Ausübung fach­frem­der Tätig­kei­ten über einen bestimm­ten Zeit­raum auch wieder verlo­ren gehen.[12] Ange­sichts der Schnell­le­big­keit von Tech­no­lo­gien bedeu­tet dies, dass der Elektrofachkraft-Status bereits nach einem Jahr ohne Fort­bil­dung „zu bröckeln“ beginnt.
Beide Entschei­dun­gen, sowohl die, ab welchem Zeit­punkt ein Mitar­bei­ter als Elek­tro­fach­kraft zu betrach­ten ist, als auch die, ab wann der Mitar­bei­ter die Quali­fi­ka­tion nicht mehr besitzt, liegt alleine beim Unter­neh­mer bzw. Arbeit­ge­ber oder der von ihm im fach­li­chen Bereich beauf­trag­ten Person. Um Will­kür vorzu­beu­gen, soll­ten verbind­li­che Rege­lun­gen – in Form einer indi­vi­du­el­len Betriebs­norm – aufge­stellt werden. In schwie­ri­gen Zeiten besteht sonst die Gefahr, dass Sicher­heit hinter Wirt­schaft­lich­keit zurück­tritt.
Natür­lich fällt es einer „Ex-Elektrofachkraft“ sehr viel leich­ter und das auch in viel kürze­rer Zeit, ihren Status wieder­zu­er­lan­gen, als dies einer Nicht-Elektrofachkraft auf dem Weg dort­hin gelin­gen wird. Gene­rell kann man noch ergän­zen, dass eine abge­schlos­sene Ausbil­dung auch in einem ande­ren, also nicht-elektrotechnischen Bereich vermu­ten lässt, dass die betref­fende Person gene­rell in der Lage ist Lern­in­halte, Praxis­as­pekte oder sicher­heits­ge­rech­tes Verhal­ten aufzu­neh­men und zu verste­hen, als ein voll­stän­dig unge­lern­ter Mitar­bei­ter.
Die voran­ge­gan­ge­nen Ausfüh­run­gen machen deut­lich, dass sich der Arbeit­ge­ber auch bei „ausge­bil­de­ten Elek­tri­kern“ gehö­rige Gedan­ken um deren „Elektrofachkraft-Status“ machen sollte. Dies gehört zur guten Orga­ni­sa­tion und einer Poli­tik des „rich­ti­gen Mitar­bei­ters am rich­ti­gen Ort“ einfach dazu. Die wich­tigste Erkennt­nis dabei ist, dass man den Begriff der Elek­tro­fach­kraft von der Berufs­aus­bil­dung entkop­peln und als Berufs­sta­tus betrach­ten muss.
Aller­dings muss aus Sicht der Verfas­ser neben den zitier­ten Vorschrif­ten und Normen, die ja immer notwen­di­ger­weise Unschärfen[13] und Inter­pre­ta­ti­ons­spiel­raum bieten, auf jeden Fall der gesunde Menschen­ver­stand einge­setzt werden, dann klärt sich ein Groß­teil der Fragen fast von alleine. Geht man dabei von einem anzu­stre­ben­den (hoffent­lich hohen) Schutz­ni­veau aus, wird jeder verant­wort­li­che Leiter, ob nun selbst Arbeit­ge­ber bzw. Unter­neh­mer oder die verant­wort­li­che Elek­tro­fach­kraft den indi­vi­du­ell notwen­di­gen Hand­lungs­be­darf ablei­ten können.
[1] Auch im berufs­ge­nos­sen­schaft­li­chen Bereich wird der Begriff gleich mehr­fach defi­niert. Neben seinem Erschei­nen in der BGV A3 / GUV‑V A3 „Elek­tri­sche Anla­gen und Betriebs­mit­tel“ in § 2 (3) wird er auch in der BGR A3 „Arbei­ten unter Span­nung an elek­tri­schen Anla­gen und Betriebs­mit­teln“ in Abschnitt 2 Nummer 6 defi­niert.
[2] Die BG- bzw. DGUV-Vorschriften finden ihre Ermäch­ti­gungs­grund­la­gen in § 15 SGB VII.
[3] Die deut­schen Regel­werke verwen­den weitest­ge­hend die glei­che Elektrofachkraft-Definition. Die Formu­lie­run­gen in den inter­na­tio­na­len Werken lauten anders, sind aber sehr stark sinn­ver­wandt.
[4] Hier sind unter dem Begriff der „einschlä­gi­gen Bestim­mun­gen“ nicht nur der enge Begriff der DIN-Normen oder DIN-VDE-Normen zu verste­hen, sondern auch Vorschrif­ten und Bestim­mun­gen ande­rer Regel­set­zer.
[5] Siehe hierzu die Ausfüh­run­gen in der Durch­füh­rungs­an­wei­sung zum § 2 (3) der BGV A3.
[6] Siehe hierzu die Beispiele im Kapi­tel 6.8.1 und 6.8.2 des Buchs „Die verant­wort­li­che Elek­tro­fach­kraft – Grund­züge und prak­ti­sche Aspekte beim Aufbau einer rechts­si­che­ren Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur im Bereich der Elek­tro­tech­nik nach DIN VDE 1000–10“ (Ensmann, Euler, Eber; VDE Verlag 2011, Schrif­ten­reihe 135, ISBN 978–3–8007–3149–7), Seite 211 ff.
[7] Inhalts­gleich mit DIN VDE 0105–100 Kap. 3.2.3.
[8] Siehe hierzu die Muster-Gesprächsleitfäden zur Quali­fi­ka­ti­ons­über­prü­fung sowie die Bestel­lun­gen im Kapi­tel sechs des Buchs „Die verant­wort­li­che Elek­tro­fach­kraft – Grund­züge und prak­ti­sche Aspekte beim Aufbau einer rechts­si­che­ren Orga­ni­sa­ti­ons­struk­tur im Bereich der Elek­tro­tech­nik nach DIN VDE 1000–10“ (Ensmann, Euler, Eber; VDE Verlag 2011, Schrif­ten­reihe 135, ISBN 978–3–8007–3149–7).
[9] Zum Thema der schrift­li­chen Bestel­lung haben die Verfas­ser ein sepa­ra­tes Doku­ment erar­bei­tet.
[10] Siehe hierzu auch Däub­ler, Wolf­gang – BGB kompakt, dtv 2008 – S. 980.
[11] Wie in DIN VDE 1000-10 Kap. 5.3 i. V. m. Kap. 5.2 beschrie­ben.
[12] Siehe DIN VDE 1000-10:2009–01 Anhang A (Erläu­te­rung zu 5.2).
[13] Dies darf nicht als Unrich­tig­kei­ten verstan­den werden. Viel­mehr soll eine Vorschrift oder Norm eine Viel­zahl von Lebens­sach­ver­hal­ten erfas­sen und „unter einen Hut“ brin­gen. Hier ist also zwangs­läu­fig ein höhe­rer Abstrak­ti­ons­grad zugrunde zu legen.
Ralf Ensmann Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. BDSH-geprüfter Sach­ver­stän­di­ger für die Orga­ni­sa­tion des elek­tro­tech­ni­schen Betriebs­teils. E‑Mail: ralf@ensmann.com
Markus Klar Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Staatlich-geprüfter Elek­tro­tech­ni­ker und Arbeitssystem-Organisator nach REFA E‑Mail: markus.klar@itccc.net
TagsArbeitsschutz Elektrofachkraft Elektrotechnischen Qualifikation Verantwortliche Elektofachkraft
EFKffT – Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten