Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?highlight_docid=aza%3A%2F%2F13-01-2015-6B_1171-2014&lang=de&type=show_document
Timestamp: 2017-06-27 07:11:38
Document Index: 354763250

Matched Legal Cases: ['Art. 97', 'Art. 9', 'Art. 108', 'Art. 66', 'Art. 64', 'Art. 65']

6B_1171/2014 (13.01.2015)
6B_1171/2014 Urteil vom 13. Januar 2015
Nichtanhandnahme, Verpassung der Antragsfrist,
Beschwerde gegen den Entscheid der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom 29. Oktober 2014.
1. Das Untersuchungsrichteramt Uznach nahm am 3. September 2014 zwei Strafverfahren nicht an die Hand, weil die Beschwerdeführerin die Strafantragsfrist verpasst hatte. Die Anklagekammer wies eine dagegen gerichtete Beschwerde am 29. Oktober 2014 ab. Die Beschwerdeführerin wendet sich ans Bundesgericht und beantragt eine gerechte Untersuchung.
Im vorliegenden Verfahren kann es nur um die Frage gehen, ob die Beschwerdeführerin die Strafantragsfrist verpasst hat. Dazu äussert sie sich vor Bundesgericht nicht (vgl. act. 1 S. 2). Ihre Ausführungen betreffen die materielle Seite der Angelegenheit und sind deshalb unzulässig. Es mag angemerkt werden, dass sie auch sonst den Anforderungen nicht genügen, weil sich daraus nicht ergibt, dass die kantonalen Behörden den Sachverhalt offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG festgestellt bzw. die Beweise willkürlich im Sinne von Art. 9 BV gewürdigt hätten. Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das nachträgliche Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage der Beschwerdeführerin ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).