Source: https://www.hh-datenschutz.de/gesetze/bundesrecht/tkuev/22-abweichungen-feldversuche-probebetriebe.html
Timestamp: 2019-05-25 18:56:46
Document Index: 198919471

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 8', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 13', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 17', '§ 18', '§ 19', '§ 20', '§ 21', '§ 22', '§ 23', '§ 24', '§ 25', '§ 26', '§ 27', '§ 28', '§ 29', '§ 30', '§ 31', '§ 19', '§ 19', '§ 11', '§ 19', '§ 11', '§ 11']

Verordnung über die technische und...
§ 22 Abweichungen, Feldversuche, Probebetriebe
§ 1 Gegenstand der Verordnung§ 2 Begriffsbestimmungen§ 3 Kreis der Verpflichteten§ 4 Grenzen des Anwendungsbereichs§ 5 Grundsätze§ 6 Grundlegende Anforderungen an die technischen Einrichtungen§ 7 Bereitzustellende Daten§ 8 Übergabepunkt§ 9 Übermittlung der Überwachungskopie§ 10 Zeitweilige Übermittlungshindernisse§ 11 Technische Richtlinie§ 12 Entgegennahme der Anordnung, Rückfragen§ 13 Störung und Unterbrechung§ 14 Schutzanforderungen§ 15 Verschwiegenheit§ 16 Protokollierung§ 17 Prüfung und Löschung der Protokolldaten, Vernichtung von Unterlagen§ 18 (weggefallen)§ 19 Nachweis§ 20 Änderungen der Telekommunikationsanlage oder der Überwachungseinrichtung§ 21 (weggefallen)§ 22 Abweichungen, Feldversuche, Probebetriebe§ 23 Funktionsprüfungen der Überwachungseinrichtungen oder der Aufzeichnungs- und Auswertungseinrichtungen der berechtigten Stellen§ 24 Anforderungen an Aufzeichnungsanschlüsse§ 25 (weggefallen)§ 26 Kreis der Verpflichteten§ 27 Grundsätze, technische und organisatorische Umsetzung von Anordnungen, Verschwiegenheit§ 28 Verfahren§ 29 Bereitstellung von Übertragungswegen zum Bundesnachrichtendienst§ 30 Übergangsvorschriften§ 31 Inkrafttreten, Außerkrafttreten
(1) Die Bundesnetzagentur kann im Rahmen des Nachweises nach § 19 im Benehmen mit den in § 19 Abs. 4 genannten Stellen auf Antrag des Verpflichteten bei einzelnen Telekommunikationsanlagen hinsichtlich der Gestaltung der Überwachungseinrichtungen Abweichungen von einzelnen Anforderungen der Technischen Richtlinie nach § 11 dulden, sofern
die Überwachbarkeit sichergestellt ist und die Durchführung von Überwachungsmaßnahmen nicht grundlegend beeinträchtigt wird und
ein hierdurch bedingter Änderungsbedarf bei den Aufzeichnungs- und Auswertungseinrichtungen der berechtigten Stellen nicht unverhältnismäßig hoch ist.
Der Verpflichtete hat der Bundesnetzagentur die Gründe für Abweichungen nach Satz 1, die genaue Beschreibung des Übergabepunktes mit Hinweisen auf die Abweichungen von den Vorschriften sowie die Folgen dieser Abweichungen mitzuteilen. Die Bundesnetzagentur ist unbeschadet möglicher Schutzrechtsvermerke des Verpflichteten befugt, Mitteilungen nach Satz 2 an die in § 19 Abs. 4 genannten Stellen zu übermitteln, damit die bei den berechtigten Stellen vorhandenen Aufzeichnungs- und Auswertungseinrichtungen gegebenenfalls angepasst werden können. Der Nachweisbescheid kann mit Auflagen verbunden werden. In der Technischen Richtlinie nach § 11 können für bestimmte Telekommunikationsanlagen oder Telekommunikationsdienste technische Voraussetzungen festgelegt werden, bei deren Einhaltung Abweichungen allgemein zulässig sind.
(2) Die Bundesnetzagentur kann für die Überwachungseinrichtungen in Telekommunikationsanlagen, die Versuchs- oder Probezwecken oder im Rahmen von Feldversuchen der Ermittlung der Funktionsfähigkeit der Telekommunikationsanlage unter tatsächlichen Betriebsbedingungen oder der bedarfsgerechten Ausgestaltung von am Telekommunikationsmarkt nachgefragten Telekommunikationsdiensten dienen, den Nachweis im Hinblick auf die befristet betriebene Telekommunikationsanlage oder den befristet oder einem begrenzten Teilnehmerkreis angebotenen Telekommunikationsdienst nach einem vereinfachten Verfahren annehmen. Sie kann dabei nach pflichtgemäßem Ermessen im Einzelfall vorübergehend auf die Einhaltung einzelner technischer Vorschriften dieser Verordnung oder einzelner Anforderungen der Technischen Richtlinie nach § 11 verzichten, sofern
der Versuchs- oder Probebetrieb oder der Feldversuch der Telekommunikationsanlage für nicht länger als zwölf Monate vorgesehen ist,
nicht mehr als 10.000 Teilnehmer oder sonstige Nutzungsberechtigte, die nicht zu dem Personal des Verpflichteten zählen, in den Versuchs- oder Probebetrieb oder in den Feldversuch einbezogen werden und
sichergestellt ist, dass eine Überwachung der Telekommunikation möglich ist.
Absatz 1 Satz 2 bis 4 gilt entsprechend.