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Timestamp: 2016-10-25 05:09:10
Document Index: 103764151

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 152', 'BGE']

U 175/00 (10.11.2000)
V.________, 1971, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Advokat Stephan Bl�si, Holeerebenweg 16, Allschwil,
Mit Verf�gung vom 18. Mai 1999, best�tigt mit Einspracheentscheid vom 1. Oktober 1999, stellte die Basler Versicherungs-Gesellschaft (im Folgenden: Basler) die V.________ (geboren 1971) f�r die Folgen eines am 13. April 1994 beim Transport einer Patientin erlittenen Verhebetraumas erbrachten Leistungen auf den 1. Mai 1999 ein, weil keine somatischen Unfallfolgen mehr vorl�gen, w�hrend die psychische Fehlentwicklung in keinem ad�quaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehe.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst V.________ das vorinstanzlich gestellte Rechtsbegehren erneuern; eventuell sei die Sache zu neuer Entscheidung an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen. Ferner ersucht sie um die Bewilligung der unentgeltlichen Verbeist�ndung.
W�hrend die Basler auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung. Die als Mitinteressierte beigeladene �ffentliche Krankenkasse Basel, bei der V.________ krankenversichert ist, beantragt, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei gutzuheissen.
1.- Aufgrund der medizinischen Unterlagen ist als erstellt zu betrachten, dass keine somatischen Folgen des Unfalls vom 13. April 1994 mehr vorliegen. Streitig und zu pr�fen ist einzig, ob das psychische Leiden der Beschwerdef�hrerin - laut Bericht der Psychiaterin Frau Dr. med. G.________ vom 3. M�rz 1999 handelt es sich um eine schwere Depression - in einem nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhang zum versicherten Unfallereignis steht.
2.- Die Vorinstanz hat die Frage, ob es sich bei der psychischen Gesundheitsst�rung um eine nat�rliche Folge des versicherten Unfalles (vgl. BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) handelt, offen gelassen. In der Tat kann diese Frage gest�tzt auf die zur Verf�gung stehenden medizinischen Akten nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit beantwortet werden. Eine R�ckweisung der Sache zwecks Einholung eines Gutachtens er�brigt sich aber; selbst wenn aufgrund zus�tzlicher Abkl�rungen der nat�rliche Kausalzusammenhang zu bejahen w�re, fehlt es - wie die nachstehenden Erw�gungen zeigen - an der Ad�quanz des Kausalzusammenhangs, die nach Massgabe von BGE 115 V 133 zu beurteilen ist.
3.- Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin ist im vorliegenden Fall angesichts des augenf�lligen Geschehensablaufs mit der Vorinstanz und in Einklang mit vergleichbaren Ereignissen (nicht ver�ffentlichtes Urteil T. vom 22. Oktober 1991, U 104/90) von einem leichten Unfall auszugehen: Die als Krankenschwester t�tige Versicherte wurde zu einer schnellen k�rperlichen Reaktion gezwungen, um eine von ihr betreute Patientin vor einem Sturz auf den Boden zu bewahren, was zu einer Lumboischialgie f�hrte. Bei derartigen Ereignissen ist die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsst�rungen in der Regel ohne weiteres zu verneinen. Aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse darf davon ausgegangen werden, dass ein banaler bzw. leichter Unfall nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen. Hier mangelt es dem Unfallereignis offensichtlich an der erforderlichen Schwere, welche allgemein geeignet w�re, zu einer psychischen Fehlentwicklung beispielsweise in Form einer reaktiven Depression zu f�hren. Es ist eine Erfahrungstatsache, dass bei dieser Gruppe von Unf�llen wegen der Geringf�gigkeit des Unfallereignisses auch der psychische Bereich nur marginal tangiert wird. Treten entgegen jeder Voraussicht dennoch nennenswerte psychische St�rungen auf, so sind diese mit Sicherheit auf unfallfremde Faktoren zur�ckzuf�hren, wie z.B. die ung�nstige konstitutionelle Pr�disposition. Unter solchen Umst�nden ist der Unfall nur eine Schein- oder Gelegenheitsursache f�r die psychischen St�rungen (BGE 115 V 139 Erw. 6a). Ein Grund, trotz Vorliegens eines leichten Unfalles die Ad�quanzbeurteilung in Anwendung der von der Rechtsprechung f�r mittelschwere Unf�lle entwickelten Kriterien (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa) vorzunehmen, ist nicht gegeben. Ein Ausnahmefall in dem Sinne, dass die unmittelbaren k�rperlichen Unfallfolgen eine psychische Fehlentwicklung nicht mehr als offensichtlich unfallunabh�ngig erscheinen lassen, liegt nicht vor (nicht ver�ffentlichtes Urteil S. vom 6. Juli 1993, U 93/91; vgl. auch RKUV 1998 Nr. U 297 S. 243).
Auf Aktenerg�nzungen, namentlich die Einholung zus�tzlicher �rztlicher Ausk�nfte, ist zu verzichten, da der rechtserhebliche medizinische Sachverhalt umfassend abgekl�rt ist und von weiteren Beweismassnahmen keine neuen Erkenntnisse erwartet werden k�nnen.
4.- Dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Verbeist�ndung ist nicht stattzugeben, da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als aussichtslos bezeichnet werden muss (Art. 152 OG; BGE 125 II 275 Erw. 4b, 124 I 306 Erw. 2c).
des Kantons Basel-Stadt, der �ffentlichen
Krankenkasse Basel und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung