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Timestamp: 2016-10-27 01:25:10
Document Index: 256328990

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 265', 'Art. 265', 'Art. 80', 'BGE', 'BGE', 'Art. 265', 'Art. 72', 'Art. 90', 'BGE', 'Art. 74', 'Art. 265', 'BGE', 'BGE', 'Art. 74', 'Art. 45', 'Art. 64', 'BGE', 'Art. 58', 'Art. 37', 'Art. 76', 'Art. 42', 'Art. 14', 'Art. 23', 'Art. 265', 'Art. 265', 'Art. 265', 'Art. 74', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 86', 'Art. 75', 'Art. 265', 'Art. 265', 'BGE', 'Art. 265', 'BGE', 'BGE', 'Art. 265', 'Art. 265', 'BGE', 'Art. 75', 'Art. 265', 'Art. 265', 'Art. 75', 'Art. 75', 'Art. 265', 'Art. 45', 'Art. 75']

134 III 52482. Auszug aus dem Urteil der II. zivilrechtlichen Abteilung i.S. Bank Z. gegen X. (Beschwerde in Zivilsachen)
Constatation du retour � meilleure fortune; d�cision rendue en proc�dure sommaire selon l'art. 265a al. 1 LP; qualification comme d�cision finale en mati�re de poursuite pour dettes et de faillite (art. 72 al. 2 let. a et art. 90 LTF); valeur litigieuse minimale (art. 74 al. 1 let. b LTF); �puisement des instances cantonales (art. 75 al. 1 LTF); pas de tribunal sup�rieur cantonal comme autorit� pr�c�dente (art. 75 al. 2 LTF). Une d�cision rendue selon l'art. 265a al. 1 LP constitue une d�cision finale en mati�re de poursuite pour dettes et de faillite (consid. 1.1). Le recours en mati�re civile contre une telle d�cision est soumis � la valeur litigieuse minimale de l'art. 74 al. 1 let. b LTF (consid. 1.2). Dans la mesure o� la question litigieuse peut �tre examin�e dans la proc�dure ordinaire de l'art. 265a al. 4 LP et qu'un d�faut �ventuel peut ainsi �tre �limin�, la d�cision rendue selon l'art. 265a al. 1 LP ne peut �tre attaqu�e s�par�ment, faute d'�puisement des instances cantonales. La d�cision est prise en derni�re instance cantonale lorsqu'est invoqu�e la violation du droit d'�tre entendu (consid. 1.3). Dans la proc�dure selon l'art. 265a al. 1 LP, le juge qui statue d�finitivement n'est pas un tribunal sup�rieur (consid. 1.4). Faits � partir de page 525
Die Bank Z. (nachfolgend: Beschwerdef�hrerin) betrieb X. (nachfolgend: Beschwerdegegner) in Prosequierung des Arrestes Nr. 622874 f�r Fr. 42'479'696.95 und Fr. 3'983'596.- sowie Arrestkosten von Fr. 887.40 und Kosten des Zahlungsbefehls von Fr. 410.-. In dieser Betreibung erhob der Beschwerdegegner am 6. August 2007 Rechtsvorschlag mit der Begr�ndung, nicht zu neuem Verm�gen gekommen zu sein. Am 4. September 2007 legte das Betreibungsamt des Seebezirks diesen Rechtsvorschlag dem Pr�sidenten des Zivilgerichts des Seebezirks zur Bewilligung vor. Mit Entscheid vom 31. Oktober 2007 bewilligte der Pr�sident des Zivilgerichts den Rechtsvorschlag des Beschwerdegegners.
Mit Beschwerde vom 26. November 2007 beantragt die Beschwerdef�hrerin dem Bundesgericht die Aufhebung des Entscheids des Pr�sidenten des Zivilgerichts sowie die Feststellung, dass der Beschwerdegegner zu neuem Verm�gen gekommen sei, eventualiter die R�ckweisung an die Vorinstanz. BGE 134 III 524 S. 526
Der Beschwerdegegner schliesst in seiner Vernehmlassung vom 12. M�rz 2008 auf Abweisung der Beschwerde.
1. Erhebt ein Schuldner Rechtsvorschlag mit der Begr�ndung, er sei nicht zu neuem Verm�gen gekommen, so legt das Betreibungsamt den Rechtsvorschlag dem Richter des Betreibungsortes vor, welcher die Parteien anh�rt und endg�ltig entscheidet (Art. 265a Abs. 1 SchKG). In diesem gerichtlichen Verfahren wird summarisch gepr�ft, ob neues Verm�gen vorliegt oder nicht (Botschaft, BBl 1991 III 158). Der Schuldner und der Gl�ubiger k�nnen innert 20 Tagen nach der Er�ffnung des Entscheides �ber den Rechtsvorschlag auf dem ordentlichen Prozessweg beim Richter des Betreibungsortes Klage auf Bestreitung oder Feststellung des neuen Verm�gens einreichen (Art. 265a Abs. 4 SchKG).
1.1 Wie ein Rechts�ffnungsentscheid nach Art. 80 bzw. 82 SchKG (vgl. dazu BGE 134 III 141 E. 2 S. 143; BGE 133 III 399 E. 1.2 S. 399, E. 1.4 S. 400) stellt auch ein Entscheid nach Art. 265a Abs. 1 SchKG einen Endentscheid in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen gem�ss Art. 72 Abs. 2 lit. a und Art. 90 BGG dar (so bereits unter der Herrschaft des OG BGE 126 III 110 E. 1b S. 111; implizit Urteile 5D_28/2007 und 5D_30/2007 je vom 11. April 2007).
1.2 Gem�ss Art. 74 Abs. 2 lit. b BGG ist die Beschwerde in Zivilsachen unabh�ngig vom Streitwert zul�ssig, wenn ein Bundesgesetz eine einzige kantonale Instanz vorschreibt. Die Regelung in Art. 265a Abs. 1 SchKG, wonach der Richter endg�ltig entscheidet, f�hrt im Ergebnis zu einer einzigen kantonalen Instanz, sind doch von Bundesrechts wegen jegliche kantonalen Rechtsmittel ausgeschlossen (BGE 131 I 24 E. 2.2 S. 28; BGE 126 III 110 E. 1b S. 112).
Indes hat Art. 74 Abs. 2 lit. b BGG - entsprechend der bisherigen Regelung in Art. 45 lit. a und c OG - diejenigen F�lle im Auge, in welchen das Bundesrecht spezialgesetzlich, namentlich auf dem Gebiete des Immaterialg�terrechts, explizit eine einzige kantonale Instanz vorschreibt, so dass das Bundesgericht als einzige und letzte Rechtsmittelinstanz entscheidet (Art. 64 Abs. 3 Urheberrechtsgesetz [SR BGE 134 III 524 S. 527231.1], Art. 58 Abs. 3 Markenschutzgesetz [SR 232.11], Art. 37 Designgesetz [SR 232.12], Art. 76 Abs. 1 Patentgesetz [SR 232.14], Art. 42 Abs. 1 Sortenschutzgesetz [SR 232.16], Art. 14 Abs. 1 Kartellgesetz [SR 251], Art. 23 Kernenergiehaftpflichtgesetz [SR 732.44]; siehe Botschaft, BBl 2001 S. 4311).
Demgegen�ber erfolgt der Ausschluss kantonaler Rechtsmittel beim Entscheid �ber den Rechtsvorschlag nach Massgabe von Art. 265a Abs. 1-3 SchKG mit Blick darauf, dass, wer mit dem Bewilligungsentscheid nicht einverstanden ist, nach Art. 265a Abs. 4 SchKG den ordentlichen Prozessweg beschreiten kann (Botschaft, BBl 1991 III 159). Dies rechtfertigt es, Beschwerden gegen Entscheide nach Massgabe von Art. 265a Abs. 1-3 SchKG nicht der Regelung in Art. 74 Abs. 2 lit. b BGG, sondern der Streitwertgrenze nach Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG zu unterstellen (in diesem Sinne Urteile 5D_28/2007 und 5D_30/2007 je vom 11. April 2007). Vorliegend betr�gt der Streitwert mehr als Fr. 30'000.-.
1.3 Gem�ss Art. 75 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde zul�ssig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen und des Bundesverwaltungsgerichts. Dabei kn�pft der Begriff der Letztinstanzlichkeit an jenen von Art. 86 Abs. 1 OG an (Urteil 5A_678/2007 vom 8. Januar 2008, E. 3.1). Letztinstanzlichkeit gem�ss Art. 75 Abs. 1 BGG bedeutet, dass der kantonale Instanzenzug f�r die R�gen, die dem Bundesgericht vorgetragen werden, ausgesch�pft sein muss (Urteil 5A_678/ 2007 vom 8. Januar 2008, E. 3; Botschaft, BBl 2001 S. 4310).
Die Regelung in Art. 265a Abs. 1 SchKG, wonach der Richter endg�ltig dar�ber entscheidet, ob ein Rechtsvorschlag bewilligt wird oder nicht, f�hrt zwar zu einem Ausschluss s�mtlicher ordentlicher und ausserordentlicher Rechtsmittel des kantonalen Rechts; indes beschneidet sie den Rechtsschutz der Parteien nicht, da diese das ordentliche Verfahren gem�ss Art. 265a Abs. 4 SchKG einleiten k�nnen (Urteil 5P.117/2005 vom 13. Oktober 2005, E. 1.2, publ. in: Pra 95/2006 Nr. 68 S. 492). Dementsprechend betrachtet die Lehre das zweite ordentliche Verfahren als eine Art Fortsetzung des Summarverfahrens (BR�NNIMANN, Neuerungen bei ausgew�hlten Klagen des SchKG, in: ZSR 115/1996 I S. 231) bzw. als zweite Stufe desselben Verfahrens (Botschaft, BBl BGE 1991 III 158 f.; HUBER, Basler Kommentar, N. 18 zu Art. 265a SchKG; GASSER, Nachlassverfahren, Insolvenzerkl�rung und Feststellung des neuen Verm�gens nach rev.SchKG, in: ZBJV 132/1996 S. 18), in welcher der Richter die Funktion einer BGE 134 III 524 S. 528zweiten Instanz �bernimmt (F�RSTENBERGER, Einrede des mangelnden und Feststellung neuen Verm�gens nach revidiertem Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz, Diss. Basel 1999, S. 97). Im Ergebnis dient die Klage auf Bestreitung bzw. auf Feststellung neuen Verm�gens somit als Rechtsbehelf zur �berpr�fung des Entscheides �ber die Bewilligung bzw. Nichtbewilligung des Rechtsvorschlages. Sie erf�llt im Verh�ltnis zum vorausgegangenen summarischen Entscheid �ber den Rechtsvorschlag die Funktion eines Rechtsmittels (BGE 131 I 24 E. 2.2 S. 29, E. 2.4 S. 30). Soweit eine bestimmte R�ge durch den Entscheid im ordentlichen Verfahren nach Art. 265a Abs. 4 SchKG behandelt und ein allf�lliger Mangel behoben werden kann, ist die gesonderte Anfechtung des Summarentscheides mit der Voraussetzung der Letztinstanzlichkeit unvereinbar (Urteil 5P.117/ 2005 vom 13. Oktober 2005, E. 1.2, a.a.O., S. 493).
Dies gilt nicht f�r die R�ge von Verletzungen des rechtlichen Geh�rs, kann doch die Klage auf Feststellung neuen Verm�gens nach Art. 265a Abs. 4 SchKG in einem nunmehr abgeschlossenen Verfahren begangene Geh�rsverletzungen nicht heilen (BGE 126 III 110 E. 1b S. 112). Letztinstanzlichkeit ist vorliegend somit nur mit Blick auf die Geh�rsr�ge gegeben.
1.4 Nach Art. 75 Abs. 2 BGG setzen die Kantone als letzte kantonale Instanzen obere Gerichte ein. Indes resultiert aus der spezialgesetzlichen Regelung des Verfahrens betreffend Feststellung des neuen Verm�gens, welche das Summarverfahren (Art. 265a Abs. 1 SchKG) und das darauf folgende ordentliche Verfahren (Art. 265a Abs. 4 SchKG) vorsieht, dass im Summarverfahren ein nicht oberes kantonales Gericht endg�ltig entscheidet. Insofern wird im SchKG eine Ausnahme zu Art. 75 Abs. 2 BGG geschaffen.
Das Gericht des Seebezirks erf�llt somit die Voraussetzungen einer Vorinstanz nach Art. 75 BGG.
134 III 141,
art. 72 al. 2 let. a et art. 90 LTF,
Art. 265a Abs. 1-3 SchKG,
Art. 45 lit. a und c OG,
Art. 75 BGG