Source: https://entscheidsuche.ch/kantone/zh_sozverger/IV.2007.01506.html
Timestamp: 2020-07-12 03:42:05
Document Index: 263299075

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 28', 'Art. 16', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 69']

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IV.2007.01506
1.1 A.___, geboren 1966, arbeitete seit 15. März 1983 vollzeitlich als Betriebsmitarbeiterin bei der B.___, bis die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis wegen Rationalisierungsmassnahmen und nach Einhaltung des gesetzlichen Kündigungsschutzes von 180 Tagen am 24. November 2005 per 28. Februar 2006 auflöste (Urk. 7/1 = Urk. 7/8/10, Urk. 7/2 Ziff. 6.3.1, Urk. 7/8/1 Ziff. 1-3, Ziff. 5, Urk. 7/8/2 Ziff. 8-9). Vom 21. August 2005 bis 22. Mai 2007 bezog die Versicherte ein Krankentaggeld (Urk. 7/27).
Am 16. Februar 2006 meldete sie sich wegen seit Mai 2005 bestehenden dauernden Schmerzen im Rücken, den Knochen, Muskeln und Beinen sowie eines Erschöpfungszustandes bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Rente) an (Urk. 7/2, Urk. 7/5 Ziff. 7.1-3, Ziff. 7.8). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte in der Folge Arztberichte (Urk. 7/7, Urk. 7/9), einen Arbeitgeberbericht (Urk. 7/8) sowie einen Auszug aus dem individuellen Konto der Versicherten (IK-Auszug; Urk. 7/6) ein und veranlasste eine medizinische Abklärung im Institut C.___ (C.___; Urk. 7/14).
1.2 Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 7/18, Urk. 7/22, Urk. 7/33) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2. November 2007 (Urk. 7/35 = Urk. 2) gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 19 % einen Anspruch der Versicherten auf eine Rente der Invalidenversicherung.
2. Gegen die Verfügung vom 2. November 2007 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 3. Dezember 2007 Beschwerde mit dem Antrag, diese sei aufzuheben und es sei ihr eine ganze Rente zuzusprechen (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 22. Januar 2008 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), worauf der Schriftenwechsel am 29. Januar 2008 geschlossen wurde (Urk. 8).
1.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 6. Oktober 2006, der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 28. September 2007, des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sowie das Bundesgesetz über die Schaffung und die Änderung von Erlassen zur Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) vom 6. Oktober 2006 in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 Erw. 1, 126 V 136 Erw. 4b, je mit Hinweisen). Weil die angefochtene Verfügung am 2. November 2007 erging, gelangen die revidierten materiellen Vorschriften des IVG, der IVV und des ATSG im vorliegenden Fall noch nicht zur Anwendung. Bei den im Folgenden zitierten Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen handelt es sich deshalb - soweit nichts anderes vermerkt wird - um die Fassungen, wie sie bis Ende 2007 in Kraft gewesen sind.
1.2 Die Verwaltung hat die massgebenden Gesetzesbestimmungen über die Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 28 Abs. 1 IVG) und die Bemessung der Invalidität aufgrund eines Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) zutreffend dargelegt (Urk. 2 S. 1). Darauf kann, mit den nachstehenden Ergänzungen, verwiesen werden.
1.4 Wie das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht in BGE 127 V 299 Erw. 5 unter Hinweis auf die Rechtsprechung präzisierend festgehalten hat, versichert Art. 4 Abs. 1 IVG (seit 1. Januar 2003: in Verbindung mit Art. 8 ATSG) zu Erwerbsunfähigkeit führende Gesundheitsschäden, worunter soziokulturelle Umstände nicht zu begreifen sind. Es braucht in jedem Fall zur Annahme einer Invalidität ein medizinisches Substrat, das (fach)ärztlich schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung mit Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von soziokulturellen Belastungssituationen zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 299 Erw. 5a).
1.5 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 130 V 398 ff. Erw. 5.3 und Erw. 6). Wie jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes auch eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, wie chronische körperliche Begleiterkrankungen, ein mehrjähriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung, ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens, ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"), das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person (BGE 130 V 352 Erw. 2.2.3 in fine). Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (Meyer-Blaser, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkeit und seine Bedeutung in der Sozialversicherung, in: Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 77).
1.6 In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc).
1.7 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c).
2.1 Strittig ist, ob ein Invaliditätsgrad vorliegt, bei dem die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat.
2.2 Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Begehrens um eine Rente damit, dass der Beschwerdeführerin eine körperlich leichte, wechselbelastende, un- oder angelernte Erwerbstätigkeit vollzeitlich zumutbar sei. Die Invaliditätsbemessung ergebe bei Berücksichtigung eines Abzuges von 10 % vom Invalideneinkommen einen Invaliditätsgrad von 19 %, weshalb kein Anspruch auf eine Rente bestehe. Da die Beschwerdeführerin trotz Vorliegens einer somatoformen Schmerzstörung viele Jahre gearbeitet habe, spreche auch nichts für eine Unüberwindbarkeit derselben (Urk. 2 S. 1 f.).
2.3 Die Beschwerdeführerin wandte im Wesentlichen ein, das C.___-Gutachten wie auch die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin überzeugten nicht, im Gegensatz zu den nachvollziehbaren und schlüssigen Ausführungen von Dr. med. D.___, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie. Es sei von einer therapeutisch weitgehend resistenten somatoformen Schmerzstörung auszugehen, welche von einer depressiven Störung mit Krankheitswert begleitet werde, was beides für eine Unüberwindbarkeit der Schmerzstörung spreche. Deshalb sei mit Dr. D.___ von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (Urk. 1 S. 7).
3.1 Dr. med. E.___, Facharzt Innere Medizin FMH, nannte in seinem zuhanden von Dr. med. F.___, Allgemeine Medizin FMH, verfassten Bericht vom 29. August 2005 (Urk. 7/7/20-21 = Urk. 7/7/23-24) folgende Diagnosen (Urk. 7/7/20):
- Epicondylopathie lateralis beidseits
- retropatelläre Arthrose
Insgesamt sei von einer Überlastungsdepression mit Weichteilreaktion auszugehen. Eine psychiatrische und antidepressive Medikation scheine notwendig, und die Periarthropathie an den Ellbogengelenken könne physiotherapeutisch behandelt werden; versuchsweise sei auch ein Cortisonstoss indiziert (Urk. 7/7/21).
Aus rheumatologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin für ihre bisherige Tätigkeit wegen der Ellbogengelenken zu 50 % arbeitsunfähig. Ebenfalls bestehe eine mehr als 50%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht (Urk. 7/7/21).
3.2 Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie, H.___, diagnostizierte basierend auf einer am 6. September 2005 durchgeführten Befragung der Beschwerdeführerin in seinem Bericht vom 16. September 2005 (Urk. 7/7/14-19) einen Verdacht auf Fibromyalgie sowie einen Verdacht auf depressives Geschehen. Bei der Fibromyalgie komme differenzialdiagnostisch auch ein „Chronic fatigue Syndrom“ in Frage, welches die gleichen Symptome zeige mit Schwerpunkt Müdigkeit und Erschöpfung (Urk. 7/7/17).
Die Arbeitsfähigkeit auf dem gesamten Arbeitsmarkt betrage aktuell 0 % (Urk. 7/7/18 Ziff. 3-4). Die Beschwerdeführerin sei wegen stark auftretender Schmerzen im ganzen Körper mit Müdigkeit und Erschöpfbarkeit nicht in der Lage, ihren Beruf als Betriebsmitarbeiterin auszuführen (Urk. 7/7/18 Ziff. 5). Die Prognose betreffend die Arbeitsfähigkeit sei schlecht; nur unter guter adäquater Therapie könne eventuell eine gewisse Arbeitsfähigkeit zurückgewonnen werden (Urk. 7/7/19 Ziff. 7b).
3.3 Dr. med. I.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, diagnostizierte in seinem Gutachten vom 28. September 2005 (Urk. 7/7/7-11) zuhanden des kollektiven Krankentaggeldversicherers eine Erschöpfungssymptomatik (ICD-10:F48.0) und ein Burn-out (Z73.0; Urk. 7/7/9).
Aus rein psychiatrischer Sicht liege eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % als Betriebsmitarbeiterin vor (Urk. 7/7/10-11 Ziff. 3 und 5). Die Beschwerdeführerin scheine aber auch aus somatischen Gründen eingeschränkt zu sein (Urk. 7/7/11 Ziff. 5). Unter Hinweis auf die familiäre Belastung mit chronifizierenden Krankheiten bzw. Invalidität sei die Prognose betreffend Krankheitsverlauf und Arbeitsfähigkeit eher ungünstig (Urk. 7/7/11 Ziff. 7).
3.4 Die Hausärztin der Beschwerdeführerin, Dr. F.___, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 6. März 2006 (Urk. 7/7/5-6) einen Verdacht auf Fibromyalgie und eine Depression (Urk. 7/7/5 lit. A).
Die Beschwerdeführerin sei in ihrer bisherigen Tätigkeit seit 23. Mai 2005 bis heute zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 7/7/5 lit. B). Aufgrund der Persistenz des Erschöpfungszustandes und der Schmerzen müsse von einer schlechten Prognose ausgegangen werden. Ihres Erachtens werde die Beschwerdeführerin nicht mehr in einen Arbeitsprozess integriert werden können und sei für jegliche Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. Auf längere Sicht müsse von einer 100%igen Invalidität ausgegangen werden (Urk. 7/7/6 lit. D Ziff. 7).
Mit Bericht vom 5. Juni 2007 (Urk. 7/19 = Urk. 7/26) attestierte Dr. F.___ der Beschwerdeführerin trotz Fehlens „harter“ medizinischer Fakten weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit; dies nicht weil die Beschwerdeführerin nicht wollte, sondern weil sie aus hausärztlicher Sicht nicht könne.
3.5 Dr. med. D.___, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, bei welcher die Beschwerdeführerin seit 6. Oktober 2005 in Behandlung steht, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 16. Mai 2006 (Urk. 7/9/3-6) eine seit Jahren bestehende rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2; Urk. 7/9/3 lit. A). Seit 6. Oktober 2005 und bis auf weiteres sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfähig; laut Anamnese bereits seit Mai 2005 (Urk. 7/9/4 lit. B).
Wegen ausbleibender positiver Wirkung und ausgeprägten Nebenwirkungen sei es nicht gelungen, eine längerfristige Medikation zu etablieren. Ausserdem seien die verhaltenstherapeutischen Strategien in der schwierigen Lebenssituation der Beschwerdeführerin nur sehr begrenzt umsetzbar. Insgesamt müsse die Prognose deshalb als ungünstig beurteilt werden (Urk. 7/9/5 Ziff. 7).
Wegen der jahrelangen Überforderung bestehe eine stark verminderte Belastbarkeit, und die Beschwerdeführerin sei nur noch eingeschränkt anpassungsfähig. Aktuell sei neben Haushalt und Betreuung von Ehemann und D.___ern keine andere Tätigkeit zumutbar (Urk. 7/9/6).
Dr. D.___ führte in ihrem Bericht vom 19. Juli 2007 (Urk. 7/32/1-2) zuhanden der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin aus, dass bei zwei depressiven Phasen in der Anamnese und aktuell erneut manifesten depressiven Symptomen gemäss ICD-10 die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung zu stellen sei (Urk. 7/32/1 Ziff. 1). Aktuell entspreche die Symptomatik einer mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom bei einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F33.11; Urk. 7/32/1-2 Ziff. 3). Angesichts des bisherigen Verlaufs wäre neben der rezidivierenden depressiven Störung auch die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) gerechtfertigt (Urk. 7/32/2 Ziff. 4).
3.6 Das im Auftrag der Beschwerdegegnerin von Dr. med. J.___, FMH Innere Medizin & FMH Rheumatologie, Dr. med. K.___, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. L.___, C.___, erstellte Gutachten vom 19. März 2007 (Urk. 7/14/2-23) basiert auf Untersuchungen vom 22. Januar und 8. Februar 2007 (Urk. 7/14/2). Im Gutachten wurden zuerst die beigezogenen Akten (Urk. 7/14/3-7) und die Anamnese (Urk. 7/14/7-9) wiedergegeben. Schliesslich wurden die spezialärztlichen Untersuchungen (Urk. 7/14/9-17) referiert.
Die beteiligten Ärzte nannten folgende Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/14/17 Ziff. 5.1):
- chronisches, unspezifisches multilokuläres Schmerzsyndrom (ICD-10 R52.9)
- mässige Haltungsinsuffizienz mit muskulärer Dekonditionierung (Abschwächung der abdominellen und rückenstabilisierenden Muskelgruppen); mässig ausgeprägte Myogelose der Suboccipital- und Trapeziusmuskulatur
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (Urk. 7/14/23-24 Ziff. 5.2):
- leichte Angststörung (ICD-10 F41.9)
- chronische Refluxerkrankung (ICD-10 K21.9)
- Status nach CTS-Operation rechts, zirka 1997 (ICD-10 G56.0)
Die aktuelle fachärztlich-psychiatrische Evaluation habe keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ergeben. Die festgestellte anhaltende somatoforme Schmerzstörung und die leichten, seit mehr als 20 Jahren vorhandenen Angststörungen schränkten die Arbeitsfähigkeit nicht ein. Neben der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung bestehe keine schwerere psychiatrische Komorbidität, die leichten depressiven Verstimmungen seien im Rahmen der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung zu sehen. Insbesondere könnten aus psychiatrischer Sicht keine Hinweise auf unbewusste Konflikte oder einen primären Krankheitsgewinn gefunden werden. Daher müsse festgestellt werden, dass es der Beschwerdeführerin zugemutet werden könne, dass sie trotz der geklagten Beschwerden die nötige Willensanstrengung aufbringen könne, um ihrer angestammten Tätigkeit wieder nachgehen zu können (Urk. 7/14/18 Ziff. 6.2).
Aus rheumatologisch-internistischer Sicht habe wie bereits bei der letzten rheumatologischen Evaluation im August 2005 keine eigentliche fassbare rheumatologisch relevante Pathologie festgestellt werden können. Es bestehe aktuell aber eine mässige Haltungsinsuffizienz mit muskulärer Dekonditionierung, insbesondere mit Abschwächung der abdominellen und rückenstabilisierenden Muskelgruppen mit einer mässig ausgeprägten reaktiven Myogelose im Bereich der Suboccipital- und Trapeziusmuskulatur. Der letzte Arbeitsplatz müsse als sicher körperlich mindestens regelmässig mittelschwer belastend beurteilt werden, und aus Sicht des Bewegungsapparates könne für eine solche regelmässige mittelschwere oder auch für sämtliche schwerbelastenden Tätigkeiten aufgrund der muskulären Dysbalance zur Zeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. Für eine nur intermittierend mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit bestehe zur Zeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit; hingegen könne eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit zu 100 % absolviert werden, sofern die Arbeitsposition der Beschwerdeführerin ermöglichte, ihre Position regelmässig wechseln zu können, das heisse, das längere fixierte Stehen und Sitzen sei zu vermeiden, ebenso das repetitive Heben und Tragen sowie Stossen und Ziehen von Lasten von mehr als 10 kg. Die Durchführung von stereotypen oder gar fliessbandähnlichen Bewegungsmustern mittels der Wirbelsäule oder der oberen Extremitäten sei ebenfalls ungünstig (Urk. 7/14/18-19 Ziff. 6.2).
Die ausgeprägte subjektive Krankheitsüberzeugung und der sekundäre Krankheitsgewinn liessen sich durch eine psychiatrische medizinische Therapie kaum beeinflussen, weshalb solche medizinischen Massnahmen aus psychiatrischer Sicht nicht zu empfehlen seien. Aus denselben Gründen erscheine es sehr fraglich, ob ein aus rheumatologischer Sicht äusserst sinnvoller, langsam durchzuführender, allgemeiner Kraftaufbau zur Besserung der muskulären Rekonditionierung von der Beschwerdeführerin umgesetzt werden könne. Es sei deshalb zu diskutieren, ob nicht eine stationäre interdisziplinäre Behandlung in einem geeigneten Rehabilitationszentrum durchgeführt werden sollte mit dem Ziel, dass die Beschwerdeführerin Coping-Strategien besser entwickeln könne, damit sie lerne, mit den Schmerzen besser umzugehen. Sollten die ambulant oder eventuell stationär durchzuführenden rehabilitativen Massnahmen adäquat umgesetzt werden können, wäre aus rheumatologisch-theoretischer Sicht zu erwarten, dass sich die allgemeine muskuläre Konditionierung nach einer Zeit von zirka 6-9 Monaten deutlich verbessern würde. Dementsprechend könnte im angestammten Beruf von einer normalen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden (Urk. 7/14/20-21 Ziff. 6.7).
4.1 Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte C.___-Gutachten vom 19. März 2007 (Urk. 7/14/2-23) ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein; die Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar begründet. Das C.___-Gutachten erfüllt in diesem Umfang somit die praxisgemässen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl. vorstehend Erw. 1.7), weshalb den darin enthaltenen Ausführungen voller Beweiswert zukommt.
4.2 Aufgrund der medizinischen Akten, insbesondere des C.___-Gutachtens vom 19. März 2007 (Urk. 7/14/2-23), steht fest, dass die Beschwerdeführerin aus rheumatologisch-internistischer Sicht an einer mässigen Haltungsinsuffizienz mit muskulärer Dekonditionierung, insbesondere mit Abschwächung der abdominellen und rückenstabilisierenden Muskelgruppen mit einer mässig ausgeprägten reaktiven Myogelose im Bereich der Suboccipital- und Trapeziusmuskulatur, leidet (Urk. 7/14/18-19), welche sie in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Die Befunde sind allerdings nicht derart schwerer Natur, dass sie die Beschwerdeführerin nach gutachterlicher Auffassung in ihrer Arbeitsfähigkeit in einer Weise beeinträchtigten, dass, obwohl sie in der bisher ausgeübten Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin zu 100 % arbeitsunfähig sei, eine weitere Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit im Umfang von 100 % unzumutbar wäre (Urk. 7/14/21).
Die ärztliche Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit hat zum einen das in funktioneller Hinsicht zumutbare Leistungsprofil zu umschreiben und zum andern allfälligen zeitlichen oder sonstigen Limitierungen innerhalb der betreffenden, leidensangepassten Tätigkeit Rechnung zu tragen. Dies geschieht im C.___-Gutachten in nachvollziehbarer und einleuchtender Weise, indem das unter Berücksichtigung sämtlicher Leiden aus medizinisch-theoretischer Sicht zumutbare Tätigkeitsfeld präzise umschrieben wird (Erw. 3.6 hievor) und die nur beschränkte Belastbarkeit der Beschwerdeführerin die Gutachter zur Anerkennung einer 100 %igen Arbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit führt. Dagegen entbehrt die von Dr. G.___ in seinem Bericht vom 16. September 2005 (Urk. 7/7/14-19) attestierte volle Arbeitsunfähigkeit auf dem gesamten Arbeitsmarkt einer überzeugenden Begründung.
Insbesondere fällt auf, dass Dr. G.___ einerseits lediglich Verdachtsdiagnosen stellte, nämlich einen Verdacht auf eine Fibromyalgie sowie einen Verdacht auf ein depressives Geschehen und anderseits als Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie fachfremde Beurteilungen abgab, indem er ein depressives Geschehen in die Diagnose einfliessen liess und von einer Depression mit körperlichen Beschwerden sprach (Urk. 7/7/17). Überdies liegt seiner Einschätzung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auf dem gesamten Arbeitsmarkt keine somatische Begründung zugrunde. Vielmehr wies er im Rahmen seiner Beurteilung darauf hin, dass die Beschwerdeführerin während vielen Jahren unter starkem Stress gestanden habe, familiär wie auch bei der Arbeit. Sie habe sich um einen kranken Ehemann, einen kranken Sohn und gleichzeitig um die Arbeit kümmern sowie den Haushalt versorgen müssen. In dieser Konstellation habe es einfach nicht immer so weitergehen können. Irgendwann sehe der Explorand keine Chance mehr auf Verbesserung, sehe keinen Ausweg mehr und flüchte dann quasi in die Depression mit körperlichen Beschwerden (Urk. 7/7/17). Inwiefern jedoch die von ihm festgestellten Druckschmerzen im Bereich der paravertebralen zervikalen Muskulatur beidseits, der Schädeldecke, der Oberschenkel, Waden, der Knochenknorpelgrenze der Rippen und des Sternums beidseits sowie die Schmerzhaftigkeit im Bereich beider Schulterblätter, den Schultern, der Weichteile beider Oberarme, Vorderarme, Ellbogengelenken, Handgelenken, der Lumbalgegend und den Knieinnenseiten beidseits die Beschwerdeführerin tatsächlich in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen, geht aus seinem Bericht nicht hervor. In diesem Lichte gesehen ist vielmehr davon auszugehen, dass Dr. G.___ nicht die erhobenen Befunde, sondern vielmehr die subjektiv geschilderte Schmerzsymptomatik der Beschwerdeführerin bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigte. Dr. G.___ vermochte also nicht schlüssig und nachvollziehbar darzulegen, weshalb die Beschwerdeführerin auf dem gesamten Arbeitsmarkt zu 100 % arbeitsunfähig sein soll. Auf seinen Bericht ist deshalb nicht abzustellen.
Vor diesem Hintergrund vermag die vom C.___-Gutachten abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. G.___ nicht zu überzeugen, weshalb sein Bericht nicht geeignet ist, die Schlüssigkeit des C.___-Gutachtens in Frage zu stellen. Aus rheumatologischer Sicht sind der Beschwerdeführerin somit nur intermittierend mittelschwer belastende und leichte, wechselbelastende Tätigkeiten im Umfang von 100 % zuzumuten.
Daran vermag auch der Bericht von Dr. E.___ vom 29. August 2005 (Urk. 7/7/20-21) nichts zu ändern, zumal die damaligen Laboruntersuchungen unauffällig ausfielen und das Röntgenbild der Lendenwirbelsäule praktisch normal war (Urk. 7/7/21). Dr. E.___ konnte demnach keine fassbare rheumatologisch relevante Pathologie für die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden feststellen. Ausserdem attestierte er der Beschwerdeführerin eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit als Betriebsmitarbeiterin wegen der diagnostizierten Epicondylopathie lateralis beidseits; zur Arbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit nahm er indessen keine Stellung.
4.3 Die Beschwerdeführerin machte gestützt auf die Berichte von Dr. D.___ vom 19. Juli 2007 (Urk. 7/32/1-2) und Dr. F.___ vom 5. Juni 2007 (Urk. 7/19) geltend, es sei von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (Urk. 1 S. 7).
Während die Beschwerdeführerin laut C.___-Gutachten vom 19. März 2007 (Urk. 7/14/2-23) aus psychiatrischer Sicht in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt sei, ging Dr. D.___ in ihrem Bericht vom 16. Mai 2006 (Urk. 7/9/3-6) davon aus, dass der Beschwerdeführerin keine Tätigkeit mehr zumutbar sei.
Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. D.___ vermag indessen nicht zu überzeugen. Die aus der M.___ stammende Beschwerdeführerin ist Mutter von zwei D.___ern (geboren 1991 und 1992; Urk. 7/2 Ziff. 3.1, Urk. 7/3/2). Sie reiste 1971 in die Schweiz ein und heiratete 1992 einen Landsmann (Urk. 7/2 Ziff. 1.5, Urk. 7/3/1, Urk. 7/14/8 Ziff. 3.2.2). Aktenkundig zeigte sie wiederholt Anzeichen rezidivierender depressiver Entwicklungen. Die behandelnde Psychiaterin Dr. D.___ berichtete am 16. Mai 2006 (Urk. 7/9/3-6), dass die Beschwerdeführerin im Alter von zirka 16 Jahren im Zusammenhang mit traumatischen Erlebnissen an einer ersten schweren depressiven Episode gelitten habe. Gewisse Symptome, wie Ängste und Schlaflosigkeit, persistierten mehr oder weniger seit damals (Urk. 7/9/4 lit. D, Ziff. 3). Eine weitere rezidivierende depressive Entwicklung trat anfangs 2005 ein, nachdem die Beschwerdeführerin während Jahren unter der Doppelbelastung ihrer Berufstätigkeit und ihrer Aufgaben als Hausfrau und Mutter litt. So unterstützte sie jahrelang ihren kurz nach der Heirat an Depressionen erkrankten Ehemann, während sie vollzeitlich bei der B.___ arbeitete und sich daneben um den Haushalt und die D.___er, wovon das Jüngere an einer Hyperaktivitätsstörung leidet, kümmerte (Urk. 7/9/4 lit. D, Ziff. 3, Urk. 7/14/12). Es fällt auf, dass Dr. D.___ als Grund für das Unvermögen der Beschwerdeführerin, neben Haushalt und Betreuung von Ehemann und D.___ern irgend einer Tätigkeit nachgehen zu können, eine Reihe persönlicher und familiärer Umstände auswies. Ähnlich äusserten sich Dr. I.___ in seinem Gutachten vom 28. September 2005 (Urk. 7/7/7-11) und Dr. F.___ in ihrem Bericht vom 5. Juni 2007 (Urk. 7/19), indem sie ebenfalls darüber berichteten, wie die über Jahre andauernde Mehrfachbelastung zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes geführt habe (Urk. 7/7/9, Urk. 7/19).
Entscheidend im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. D.___ ist, dass die Beschwerdeführerin offenbar trotz der von ihr diagnostizierten mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom bei einer rezidivierenden depressiven Störung in der Lage war, sich auch nach Aufgabe der Erwerbstätigkeit selbständig um den Haushalt, ihren Ehemann und die D.___er zu kümmern. Ein weiterer Hinweis dafür, dass die depressive Episode nicht derart schwer war, liegt im Absetzen zahlreicher antidepressiver Medikamente wegen ausgeprägten Nebenwirkungen (Urk. 7/9/5 Ziff. 7, Urk. 7/14/12). Ausserdem schilderte die Beschwerdeführerin selbst, wie sie trotz ihrer Ängste während 20 Jahren regelmässig habe arbeiten können (Urk. 7/14/10). Vor diesem Hintergrund ist vielmehr mit dem C.___-Gutachten von einer leichten depressiven Verstimmung im Sinne einer leichten Angststörung (ICD-10 F41.9) ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen, weshalb die von Dr. D.___ attestierte Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten nicht zu überzeugen vermag.
Daran vermögen auch die Berichte von Dr. F.___ vom 6. März 2006 und 5. Juni 2007 (Urk. 7/7/5-6 Urk. 7/19) nichts zu ändern, beruht doch ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit lediglich auf den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin, mithin deren eigenen Selbsteinschätzung und nicht auf eigenen erhobenen Befunden. Ausserdem eignen sich diese Angaben mangels schlüssiger und nachvollziehbarer Begründung nicht für eine objektivierte Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, und auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Dr. F.___ die vertrauensärztliche Stellung einer Hausärztin zukommt, sind ihre Arztberichte entsprechend zurückhaltend zu würdigen (vgl. vorstehend Erw. 1.6).
4.4 Die im C.___-Gutachten gestellte Diagnose der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (F45.4) vermag als solche in der Regel keine Invalidität im Sinne von Art. 4 IVG zu bewirken (vgl. vorstehend Erw. 1.5). In Würdigung der Aktenlage und insbesondere der obigen Ausführungen ist bezüglich der zusätzlich gestellten Diagnose einer leichten Angststörung (ICD-10 F41.9) davon auszugehen, dass es sich dabei nicht um eine selbständige psychische Störung hinreichender Intensität im Sinne einer psychischen Komorbidität handelt.
Die Angaben der Beschwerdeführerin lassen zudem nicht auf einen schwerwiegenden sozialen Rückzug in allen Belangen des Lebens schliessen, zumal sie sozial als gut eingebunden gilt, pflegt sie doch regelmässig Kontakte zu ihren Eltern und vier Geschwistern sowie deren Familien (Urk. 7/14/12). Auch die weiteren praxisgemässen Faktoren sind nicht in besonderer Ausprägung vorhanden. So liegt bei einer laut Gutachter in den letzten beiden Jahren, mithin seit August 2005, deutlich akzentuierten Schmerzsymptomatik noch kein langjähriger Krankheitsverlauf vor (Urk. 7/14/13 Ziff. 4.1.7, Urk. 7/14/21-22 Ziff. 1 und 3). Ausserdem sind dem C.___-Gutachten keine Anhaltspunkte dahingehend zu entnehmen, dass das diagnostizierte chronische, unspezifische multilokuläre Schmerzsyndrom (ICD-10 R52.9) eine ausgeprägte, die zumutbare Willensanstrengung negativ beeinflussende psychische Belastungssituation verursacht. Ein primärer Krankheitsgewinn liegt ebenso wenig vor wie ein Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung. Im Gegenteil geht aus den Akten hervor, dass die Beschwerdeführerin diverse antidepressive Therapien abgebrochen hat (Urk. 7/9/5 Ziff. 7, Urk. 7/14/12). Vor diesem Hintergrund deutet nichts auf eine Unzumutbarkeit der Schmerzüberwindung hin.
Aus rechtlicher Sicht sprechen demnach keine hinreichenden Gründe dafür, dass die psychischen Ressourcen es der Beschwerdeführerin nicht erlaubten, trotz ihrer Schmerzen eine nur intermittierend mittelschwer belastende und leichte, wechselbelastende Tätigkeit in vollem Umfange auszuüben.
4.5 Die dargelegte Würdigung der ärztlichen Beurteilungen führt zusammenfassend zur Sachverhaltsfeststellung, dass die Schlussfolgerungen im C.___-Gutachten durch keine anderslautenden Einschätzungen ernsthaft in Frage gestellt werden, so dass sie als einleuchtend und überzeugend zu werten sind. Massgebend ist somit die Feststellung im C.___-Gutachten, wonach die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in nur intermittierend mittelschwer belastenden und leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten 100 % beträgt.
5.1 Zu prüfen bleibt, wie sich die seit August 2006 bestehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
5.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Berechnung des Valideneinkommens auf den Arbeitgeberbericht der B.___ vom 27. März 2006, wonach die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall bei einem Pensum von 100 % inklusive Schichtzulage von Fr. 500.-- pro Monat im Jahr 2006 Fr. 55’250.-- (13 x Fr. 4’250.--) verdient hätte (Urk. 7/8/2 Ziff. 16, Urk. 7/16/4). Davon ist unbestrittenermassen auszugehen.
5.3 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/aa und bb, vgl. auch BGE 129 V 475 Erw. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 476 Erw. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, welcher Wert etwas tiefer ist als die bis 1998 betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von wöchentlich 41,9 Stunden, seit 1999 von 41,8 Stunden, seit 2001 von 41,7, seit 2004 von 41,6 und seit 2006 von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft 3-2009 S. 98 Tabelle B9.2; BGE 129 V 484 Erw. 4.3.2, 126 V 77 f. Erw. 3b/bb, 124 V 322 Erw. 3b/aa; AHI 2000 S. 81 Erw. 2a).
Die Beschwerdegegnerin stellte im Rahmen der Invaliditätsbemessung zu Recht auf die Tabellenlöhne der LSE ab (Urk. 7/16/4), erzielt doch die Beschwerdeführerin zur Zeit weder als Betriebsmitarbeiterin noch aus einer anderen ihr zumutbaren Berufstätigkeit ein Erwerbseinkommen.
Das im Jahr 2004 von Frauen im Durchschnitt aller einfachen und repetitiven Tätigkeiten erzielte Einkommen betrug Fr. 3’893.-- (LSE 2004 S. 53 Tabelle TA1, Total, Niveau 4), mithin Fr. 46'716.-- im Jahr (Fr. 3’893.-- x 12). Der durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,6 Stunden angepasst (Die Volkswirtschaft, 5-2009 S. 94 Tabelle B9.2), ergibt das den Betrag von Fr. 48’585.-- (Fr. 46’716.-- : 40 x 41,6). Unter Berücksichtigung der nominalen Lohnentwicklung für das Jahr 2005 von 1 % und für das Jahr 2006 von 1,2 % (Die Volkswirtschaft, 5-2009 S. 95 Tabelle B 10.2) ergibt dies bei einem zumutbaren Beschäftigungsgrad von 100 % ein hypothetisches Invalideneinkommen für das Jahr 2006 von Fr. 49’660.-- (Fr. 48’585.-- x 1,01 x 1,012).
5.4 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des sogenannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 Erw. 5.2).
Die Beschwerdegegnerin begründete den Abzug vom Tabellenlohn in der Höhe von 10 % damit, dass das noch in Frage kommende Tätigkeitsspektrum eingeschränkt sei (Urk. 2 S. 2).
Vorliegend kann die leidensbedingte Einschränkung zu Lohnnachteilen führen, da die Beschwerdeführerin gemäss C.___-Gutachten vom 19. März 2007 (Urk. 7/14/2-23) nur für intermittierend mittelschwer belastende und leichte, wechselbelastende Tätigkeiten eingesetzt werden kann, so dass sie auf dem Arbeitsmarkt in Konkurrenz mit einem Mitbewerber ohne physische Einschränkungen benachteiligt ist, was sich auf das Lohnniveau auswirkt (BGE 126 V 82 Erw. 7b). Diesen Lohnnachteilen wird mit einem Abzug von insgesamt 10 % vom Tabellenlohn angemessen Rechnung getragen. Es resultiert somit bei Vollzeitbeschäftigung nach Abzug von 10 % des Tabellenlohnes ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr. 44’694.-- (Fr. 49’660.-- x 0,9).
5.5 Der Vergleich des hypothetischen Valideneinkommens von Fr. 55’250.-- mit dem hypothetischen Invalideneinkommen von Fr. 44’694.-- ergibt eine Einkommenseinbusse von Fr. 10’556.--, was für die Zeit ab 1. September 2006 einem Invaliditätsgrad von gerundet 19 % entspricht.
Nach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung der Beschwerdegegnerin, mithin die Abweisung des Rentenbegehrens im Ergebnis als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
6. Gestützt auf Art. 69 Abs. 1bis IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung ist das Verfahren für die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig. Die Kosten sind unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) ermessensweise auf Fr. 700.-- festzusetzen.