Source: https://www.physik.tu-dresden.de/diplom/sto96.htm
Timestamp: 2020-02-27 14:18:49
Document Index: 382349413

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 4', '§ 19']

Gemäß § 25 (1) Sächsisches Hochschulgesetz vom 4. August 1993 stellt die Technische Universität Dresden die folgende Studienordnung auf.
Diese Ordnung wurde vom Senat der Technischen Universität Dresden am 13. Juli 1994 bestätigt und dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst angezeigt.
Die Änderungssatzung wurde vom Senat der Technischen Universität Dresden am 14. Februar 1996 beschlossen und dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst angezeigt.
§ 3 Studienbeginn/Studiendauer
§ 4 Studienziel
§ 5 Gliederung des Studiums (Grundstudium / Hauptstudium)
§ 6 Lehrveranstaltungen/Vermittlungsformen
§ 7 Prüfungen, Leistungsnachweise und Teilnahmebestätigungen
Anlage 1 Fächer und Anzahl der erforderlichen Leistungsnachweise
Anlage 2 Empfohlener Studienplan für den Studiengang Physik
Diese Studienordnung regelt auf Grundlage der Diplomprüfungsordnung Ziel, Inhalt und Aufbau des Studiums für den Studiengang Physik. Alle hier angeführten Semesterangaben beziehen sich auf den Regelstudienplan.
Für den Zugang zum Studiengang Physik sind die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife oder ein als gleichwertig anerkannter Abschluß erforderlich. Eignungsprüfungen zur Zulassung finden nicht statt.
(1) Das Studium beginnt in der Regel im Wintersemester.
(2) Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der Diplomprüfung zehn Semester.
(3) Nach dem 2. Semester wird mit leistungsschwachen Studenten eine Studienberatung durchgeführt.
Die Physik ist eine grundlegende Naturwissenschaft. Sie erforscht die Naturgesetze, die eine quantitative Naturbeschreibung ermöglichen und auf denen auch jede Technik beruht. Sie ist für das Verständnis unserer Welt und die Lösung ihrer technischen und ökologischen Probleme unabdingbar.
Der Diplom-Physiker ist in einem weiten Spektrum von Berufen tätig. Sein Berufsfeld reicht von der Grundlagen- und Industrieforschung über die anwendungsbezogene Entwicklung, auch im medizinischen Bereich, den technischen Vertrieb, die technische und administrative Planung, Führung, Betreuung und Prüfung bis hin zur Lehre in Schule und Hochschule.
Diese Tatsachen bedingen die Struktur des Studiums des Diplom-Physikers mit der breit angelegen Grundlagenausbildung und - in der letzten Phase - der Hinführung zu eigenständiger wissenschaftlicher Arbeit in der Diplomarbeit. Seine Ausbildung befähigt ihn, sich auch in solchen Fachgebieten einzuarbeiten und dort produktiv zu sein, mit denen er während des Studiums nicht direkt befaßt war. Beide Kennzeichen des Diplom-Physikers - seine breite Grundlagenausbildung und seine Fähigkeit zu selbständiger wissenschaftlicher Arbeit - sind für die Anbieter der Arbeitsplätze für Diplom-Physiker unverzichtbar.
Das Diplom ist der berufsqualifizierende Abschluß des Universitätsstudiums des Diplom-Physikers.
Gliederung des Studiums (Grundstudium/Hauptstudium)
das viersemestrige Grundstudium , das mit der Diplom-Vorprüfung abschließt,
das Hauptstudium, das einschließlich der Fachprüfungen und der Diplomarbeit sechs
Semester umfaßt.
Es wird empfohlen, während des Hauptstudiums (in der Regel nach dem 6. Semester) in der vorlesungsfreien Zeit eine berufspraktische Tätigkeit zu absolvieren und sich diese vom Betrieb bestätigen zu lassen.
(3) Freizügigkeit der Studiengestaltung
Der in der Anlage angegebene Studienplan sowie die Reihenfolge der Lehrveranstaltungen haben orientierenden Charakter. Jeder Student hat das Recht, seinen Studienablauf individuell zu regeln, wobei der Rahmen der durch die Prüfungsordnung gesetzten Bedingungen einzuhalten ist.
Die Einhaltung der Regelstudienzeit macht es empfehlenswert, in den ersten vier Semestern weitgehend den Vorgaben zu folgen, da hierbei die Erfahrungen vieler Jahre eingeflossen sind, eine innere Logik und Abstimmung der Fächer bewußt ausgenutzt wurde und damit in der Regel der optimale Weg für das Grundstudium aufgezeigt ist.
Zur Unterstützung der Studenten bei der individuellen Gestaltung des Studiums wird eine Studienfachberatung gewährleistet.
(4) Sprachausbildung
Eine gute Fachausbildung erfordert Fremdsprachenkenntnisse, insbesondere ausreichende Kenntnisse der englischen Sprache (Lesen und Erarbeiten von Fachtexten). Insgesamt stehen jedem Studenten der TU Dresden 10 Semesterwochenstunden (SWS) kostenlose Fremdsprachenausbildung zu. Um einen Leistungsnachweis zu erwerben, müssen mindestens 4 SWS belegt werden. Es ist empfehlenswert, dieses Angebot darüber hinaus zu nutzen, um ein TU-Fachsprachenzertifikat (6 SWS) oder ein UNICERT (10 SWS) zu erwerben. Studenten, die das Angebot auf zwei Sprachen verteilen, können in den beiden ausgewählten einen Leistungsnachweis (4 SWS) und ein TU-Zertifikat (6 SWS) erwerben.
(5) Studium generale
Zur Erweiterung der Allgemeinbildung und der Befähigung zur Beurteilung komplexer kultur- und gesellschaftswissenschaftlicher Zusammenhänge werden Lehrveranstaltungen zu geistes-, sozialwissenschaftlichen und Umweltproblemen mit einem für einen breiten Hörerkreis abgestimmten Programm angeboten. Aus diesen Vorlesungsangeboten zu spezifischen Themen, Ringvorlesungen und ausgewählten Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der Fakultäten können Lehrveranstaltungen frei gewählt werden. Es sind mindestens 4 SWS zu belegen.
Lehrveranstaltungen/Vermittlungsformen
(1) Lehrveranstaltungen des Grundstudiums:
Folgende Stoffgebiete werden im Kurs "Experimentalphysik" in den ersten drei Semestern im Umfang von jeweils 4 SWS Vorlesungen und 2 SWS Übungen dargeboten: Mechanik (einschließlich Schwingungen und Wellen), Wärmelehre, Elektrizität und Magnetismus, Optik, relativistische Physik und Quantenphysik.
Im 4. Semester wird die Lehrveranstaltung "Atom- und Molekülphysik" im Umfang von 4 SWS Vorlesungen und 1 SWS Übungen angeboten.
Die Übungen dienen der Vertiefung des Stoffes und der Herausbildung praktischer Fertigkeiten beim Lösen von Aufgaben.
2. Physikalisches Grundpraktikum
Die Lehrveranstaltung "Physikalisches Grundpraktikum" ist eng an die Lehrveranstaltung "Experimentalphysik" gebunden und hat folgende Zielstellungen:
den Erwerb grundlegender experimenteller Fertigkeiten,
erste Erfahrungen in der selbständigen Laborarbeit und
die Vertiefung, Erweiterung und Anwendung der Grundlagenkenntnisse in Experimental-physik und Mathematik
Als Versuchsdauer werden im Grundpraktikum 1 (2. Semester) 4 Stunden angesetzt, wobei das Protokoll in der Anwesenheitszeit anzufertigen ist. Im Grundpraktikum 2 (3. Semester) beträgt die Versuchsdauer 3 Stunden, wobei das Protokoll außerhalb der Anwesenheitszeit abzuschließen ist.
Von den zwei im Grundpraktikum vergebenen Leistungsnachweisen werden
der Praktikumsschein 1 erteilt nach erfolgreichem Abschluß von mindestens 11 Versuchen im Grundpraktikum 1;
der Praktikumsschein 2 erteilt nach erfolgreichem Abschluß von mindestens 23 Versuchen im Grundpraktikum 2.
In der vorlesungsfreien Zeit wird nach Absprache mit der Praktikumsleitung die Möglichkeit geboten, vertiefende Versuche durchzuführen. Ein fakultatives Einführungspraktikum wird im Umfang von 4 SWS als Blockpraktikum vor dem Beginn des 1. Semesters angeboten.2)
2) Laut Beschluß der Fachkommission vom 08.05.96 wird das Einführungspraktikum auch im 1. Semester angeboten.
3. Theoretische Physik
Es werden die Gebiete der Theoretischen Mechanik, Elektrodynamik und Quantentheorie 1 behandelt. Neben der Stoffdarstellung wird in Vorlesungen und Übungen besondere Aufmerksamkeit auf das physikalische Denken und die mathematischen Methoden der Theoretischen Physik gelegt. Der Kurs "Theoretische Physik" beginnt mit dem 2. Semester und umfaßt pro Semester 4 SWS Vorlesungen und 2 SWS Übungen.
Im Kurs "Mathematik 1-4" und in der Lehrveranstaltung "Lineare Algebra" werden grundlegende Kenntnisse zu den Gebieten Analysis, Lineare Algebra, Differentialgleichungen, Funktionentheorie, Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik sowie Funktionalanalysis in Form von Vorlesungen und Übungen vermittelt. Insgesamt stehen 30 SWS auf 4 Semester verteilt zur Verfügung (Mathematik 1-4 je Semester 4 SWS Vorlesungen und 2 SWS Übungen, Lineare Algebra im 1. Semester 4 SWS Vorlesungen und 2 SWS Übungen).
5. Nichtphysikalisches Wahlpflichtfach
Zur Erweiterung der allgemeinen Ausbildung im Grundstudium werden die Fächer "Chemie" und "Elektronik" im Umfang von 8 SWS angeboten (Anlage 1 zur Diplomprüfungsordnung). Chemie wird besonders empfohlen. In besonders begründeten Ausnahmefällen kann beim Prüfungsausschuß ein anderes Fach beantragt werden. Die näheren Festlegungen zu den einzelnen Lehrveranstaltungen treffen die zuständigen Hochschullehrer. Neben Vorlesungen sind Übungen und Praktika vorgesehen.
(2) Lehrveranstaltungen des Hauptstudiums
Im 5. und 6. Semester werden parallel die Stoffgebiete
mit jeweils 2 SWS Vorlesungen und 1 SWS Übungen angeboten. Im 7. Semester folgt die Vorlesung "Angewandte Physik" im Umfang von 2 SWS. Diese Lehrveranstaltungen sind mit den Lehrveranstaltungen "Experimentalphysik" im Grundstudium und mit dem Kurs "Theoretische Physik" abgestimmt.
Folgende Stoffgebiete werden jeweils im Umfang von 4 SWS Vorlesungen und 2 SWS Übungen je Semester angeboten:
Thermodynamik und Statistische Physik (5. Semester)
Quantentheorie 2 (6. Semester)
Theoretische Physik mit Wahlmöglichkeit (7. Semester)
3. Physikalische Praktika
Die praktische Ausbildung hat zwei unabhängige Bestandteile:
Fortgeschrittenenpraktikum: In diesem zweisemestrigen Praktikum (5. Semester 8 SWS und 6. Semester 6 SWS) führt der Student komplexe physikalische Experimente insbesondere zum Stoffgebiet des Kurses "Experimentalphysik" durch. Im 6. Semester ist ein 2stündiges Seminar enthalten, in dem die Studenten über durchgeführte Versuche vortragen. Für die Erteilung des Leistungsnachweises ist die erfolgreiche Durchführung einer vorgegebenen Zahl von Praktikumsversuchen sowie die Teilnahme am Seminar Voraussetzung. Die Modalitäten werden bei der Einschreibung bekanntgegeben.
Laborpraktikum: Dieses einsemestrige Praktikum (7. Semester 6 SWS) ist Bestandteil der Ausbildung in den experimentellen Wahlpflichtfächern. Inhalt, Art der Durchführung und des Leistungsnachweises werden durch den verantwortlichen Hochschullehrer festgelegt.
4. Physikalische Wahlpflichtfächer
Zur Vertiefung seines physikalischen Wissens hat der Student eines der physikalischen Wahlpflichtfächer:
Die zu einem Wahlpflichtfach angebotenen Lehrveranstaltungen richten sich nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft und der verfügbaren Lehrkapazität. Sie können im Laufe der Jahre verändert oder ergänzt werden.
Innerhalb der physikalischen Wahlpflichtfächer erfolgt eine Spezialisierung. Beispielsweise sind folgende Spezialisierungen möglich:
Atom- und Ionenphysik
Festkörpermagnetismus
Oberflächen- und Mikrostrukturphysik
Optoelektronik und Photophysik
Strahlenschutzphysik
Atom- und Clusterphysik
Der aktuelle Stand und die Zuordnung zu den Wahlpflichtfächern ist den Aushängen im Prüfungsamt zu entnehmen.
Die Lehrveranstaltungen zu den Physikalischen Wahlpflichtfächern sind in der Regel folgendermaßen aufgeteilt:
6 SWS Vorlesungen (4 SWS im 6. Semester, 2 SWS im 7. Semester) und 6 SWS Laborpraktikum im 7. Semester (vergleiche "Physikalisches Praktikum"). In theoretischen Wahlpflichtfächern treten an die Stelle des Laborpraktikums vorlesungsbegleitende Rechenübungen. Im 8. Semester ist eine Mitarbeit in der Forschungsgruppe im Umfang von einem Tag pro Woche vorgesehen, um einen effektiven Einstieg in die Phase der Diplomarbeit zu gewährleisten. Darin kann nach Vorgabe des verantwortlichen Hochschullehrers der Besuch einer Vorlesung und des Forschungsseminars des entsprechenden Instituts integriert sein. Es wird empfohlen, weitere Lehrveranstaltungen aus dem Angebot der physikalischen Wahlpflichtfächer zu belegen.
5. Hauptseminar
In dieser Lehrveranstaltung wird ein Teilgebiet der Physik durch Vorträge der Studierenden erarbeitet. Dabei übt sich der Student in der klaren Darstellung physikalischer Zusammenhänge. Das Hauptseminar wird von den Instituten gehalten. Das Hauptseminar kann unabhängig vom Wahlpflichtfach gewählt werden. Ein Leistungsnachweis wird erteilt, wenn der Studierende an den Seminaren teilgenommen und mindestens einen Vortrag gehalten hat.
6. Nichtphysikalische Wahlpflichtfächer
Um die Disponibilität der Physik-Absolventen zu erhöhen, wird eine Ausbildung in einem nichtphysikalischen Wahlpflichtfach im Umfang von 8 SWS durchgeführt. Die angebotenen Fächer aus mathematischen, (nichtphysikalischen) naturwissenschaftlichen sowie ingenieurwissenschaftlichen Bereichen sind in Anlage 4 zur Diplomprüfungsordnung zusammengestellt. Sonderregelungen sind auf Antrag möglich.
Lehrveranstaltungen, die für das nichtphysikalische Wahlpflichtfach im Grundstudium angeboten werden, sind für das Hauptstudium nicht anrechenbar.
Für theoretisch und mathematisch interessierte Studenten werden fakultativ mindestens 3 SWS Mathematik im Hauptstudium angeboten. Die Nutzung dieses Lehrangebots wird empfohlen.
(3) Diplomarbeit
Spätestens mit Beginn des 8. Semesters sollte sich der Student für einen Lehrstuhl bzw. ein Institut entschieden haben, wo er seine Diplomarbeit anfertigen will. Das Diplomthema wird in der Regel in Absprache zwischen dem betreuenden Hochschullehrer und dem Studenten festgelegt.
Nach Ablegen aller Fachprüfungen des Hauptstudiums (was in der Regel zu Anfang des 9. Semesters erfolgt sein sollte) schließen sich zwei Semester an, die eine dreimonatige forschungsbezogene Vorbereitung und Einarbeitung sowie die Anfertigung der Diplomarbeit mit einer Bearbeitungszeit von neun Monaten umfassen. Diese Arbeit ist Bestandteil sowohl der wissenschaftlichen Ausbildung als auch der Diplomprüfung. Mit der Diplomarbeit soll der Kandidat zeigen, daß er in der Lage ist, ein definiertes physikalisches Problem innerhalb einer vorgegebenen Frist unter Anleitung, jedoch zunehmend selbständig, wissenschaftlich zu bearbeiten und die Ergebnisse nachvollziehbar darzustellen.
Eine positive Beurteilung der Diplomarbeit durch die Gutachter ist Voraussetzung für den erfolgreichen Studienabschluß.
Prüfungen, Leistungsnachweise und Teilnahmebestätigungen
Die Prüfungsordnung verlangt für die Zulassung zu der Diplom-Vorprüfung und zu der Diplomprüfung Leistungsnachweise, mit denen der Student individuelle Leistungen nachgewiesen hat (Übersicht siehe Anlage 1 "Fächer und Anzahl der erforderlichen Leistungsnachweise"). Leistungsnachweise können u.a. durch Klausuren, Kolloquien, Testate, mündliche Prüfungen und Seminarvorträge erworben werden.
Der Student kann auf ausdrücklichen Wunsch eine Teilnahmebestätigung für den Besuch einer Lehrveranstaltung erhalten, wenn er mindestens an 80 % der Veranstaltungen teilgenommen hat. Eine solche Teilnahmebestätigung gilt nicht als Leistungsnachweis.
(2) Diplom-Vorprüfung
Die zur Diplom-Vorprüfung erforderlichen Fachprüfungen (Experimentalphysik, Theoretische Physik, Mathematik, Nichtphysikalisches Wahlpflichtfach) sollen in der Regel im Anschluß an die zugehörigen Lehrveranstaltungen abgelegt werden. Die Prüfungen können im Rahmen der Prüfungsordnung jedoch auch früher oder später erfolgen.
Anlage 2 zur Diplomprüfungsordnung enthält eine Liste der Lehrveranstaltungen, auf deren Gegenstände sich die Fachprüfungen der Diplom-Vorprüfung beziehen.
Die mündliche Prüfung in "Experimentalphysik" sollte nach dem 3. Semester erfolgen. Voraussetzung sind die Leistungsnachweise für das Grundpraktikum 1 und 2 und zwei Leistungsnachweise für Übungen zur Experimentalphysik.
Voraussetzung für die mündliche Diplom-Vorprüfung im Fach "Theoretische Physik" ist ein Leistungsnachweis in einer Übung zur Theoretischen Mechanik oder Elektrodynamik.
Die mündliche Prüfung im Fach "Mathematik" erfolgt nach dem 4. Semester. Voraussetzung sind ein Leistungsnachweis in "Linearer Algebra" und ein Leistungsnachweis im Fach "Mathematik 1" oder "Mathematik 2".
Die Prüfung im "Nichtphysikalischen Wahlpflichtfach" kann nach dem 2. Semester erfolgen. Voraussetzung ist ein Leistungsnachweis in dem entsprechenden Fach.
(3) Fachprüfungen der Diplomprüfung
Die Fachprüfungen in Experimentalphysik, Theoretischer Physik, einem physikalischen Wahlpflichtfach und einem nichtphysikalischen Wahlpflichtfach sind Teil der Diplomprüfung und in der Regel vor Beginn der Diplomarbeit abzulegen. Dabei sind die in § 4 (4) und § 19 (3) der Diplomprüfungsordnung festgelegen Fristen zu beachten.
Anlage 5 zur Diplomprüfungsordnung enthält eine Liste der Lehrveranstaltungen, auf deren Inhalt sich die Fachprüfungen der Diplomprüfung beziehen.
Voraussetzung für die Zulassung sind folgende Nachweise:
ein Leistungsnachweis zum Physikalischen Fortgeschrittenpraktikum,
ein Leistungsnachweis zum Hauptseminar,
zwei Leistungsnachweise aus den für das 4. bis 6. Semester angebotenen Lehrveranstaltungen im Kurs "Experimentalphysik"
zwei Leistungsnachweise aus den für das 4. bis 7. Semester angebotenen Lehrveranstaltungen im Kurs "Theoretische Physik"
ein Leistungsnachweis in einem physikalischen Wahlpflichtfach (bei experimentellen Fächern in der Regel für das Laborpraktikum),
ein Leistungsnachweis in einem nichtphysikalischen Wahlpflichtfach (mathematisch-naturwissenschaftlicher oder ingenieurwissenschaftlicher Bereich)
ein Nachweis über das Studium generale
ein Nachweis über Fremdsprachenkenntnisse oder eine Fremdsprachenausbildung, die mindestens einem Umfang von 4 SWS entspricht.
Die Form der Nachweise für das Studium generale und die Fremdsprachen legt der Prüfungsausschuß in Absprache mit den anbietenden Fakultäten fest.
(4) Vorfristiges Ablegen von Fachprüfungen der Diplomprüfung
Fachprüfungen der Diplomprüfung können vorfristig, d.h. bis zum Ende des 7. Fachsemesters abgelegt werden, sofern die auf das entsprechende Fach bezogenen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind. In diesem Fall gilt eine nicht bestandene Prüfung als nicht stattgefunden; eine bestandene Prüfung kann auf Antrag des Kandidaten zur Aufbesserung der Note einmal wiederholt werden. Gültig ist stets die bessere Note.
Studienleistungen des Hauptstudiums mit Ausnahme der Physikalischen Praktika (Fortgeschrittenen- und Laborpraktikum) können vor Bestehen der Diplom-Vorprüfung erbracht werden.
Diese Studienordnung tritt gemeinsam mit der Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Physik und der Änderungssatzung zur Diplomprüfungsordnung am 1. Oktober 1996 in Kraft.
Die geänderte Fassung der Studienordnung gilt für die ab Wintersemester 1996/97 immatrikulierten Studenten. Für alle früher immatrikulierten Studenten gilt die Studienordnung in der Fassung vom 23. November 1994.
Dresden, den 15.05.96
Die Begriffe Diplom-Physiker, Student usw. werden in dieser Ordnung aus Gründen der Lesbarkeit nur in maskuliner Form aufgeführt. Gemeint sind jedoch stets sowohl Frauen als auch Männer.
Anlage 1: Fächer und Anzahl der erforderlichen Leistungsnachweise
Experimentalphysik Mechanik, Wärmelehre
Elektrizität, Magetismus, Optik
Wellen, Quantenphysik
Praktikum Grundpraktikum 1 1
@ Grundpraktikum 2 1
Theoretische Physik Theoretische Mechanik
Mathematik Lineare Algebra 1
@ Mathematik 1
Nichtphysikalisches Wahlpflichtfach @ 1
Experimentalphysik Atom- und Molekülphysik
Fortgeschrittenenpraktikum @ 1
Theoretische Physik Quantentheorie1
Hauptseminar @ 1
Physikalisches Wahlpflichtfach @ 1
Anlage 2: Empfohlener Studienplan für den Studiengang Physik
Experimantalphysik
nichtphysikalisch
Mechanik, Wärmelehre 4/2 . .
. Lineare Algebra
4+(4)2)
Wellen, Quanten
4/2 - . Mathematik 4
Laborpraktikum /
Übungen 6)
8 7)
Hinzu kommen: Studium generale (4 SWS) und Fremdsprachenausbildung (4 SWS):
1) Einführungspraktikum fakultativ 5) Seminar zum Fortgeschrittenen-Praktikum
2) Blockpraktikum im Umfang von 4 SWS bzw. Verteilung auf zwei Semester 6) Laborpraktikum bzw. Rechenübungen je nach physikalischem Wahlpflichtfach
3) Grundpraktikum 1: Anfertigen der Protokolle in der Anwesenheitszeit 7) Mitarbeit in den Forschungsgruppen
4) Grundpraktikum 1: Anfertigen der Protokolle ausserhalb der Anwesenheitszeit 8) Theoretische Physik mit Wahlmöglichkeit (Physik von Vielteilchensystemen, Quantenfeldtheorie)