Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/orthausbvo
Timestamp: 2020-01-24 16:52:46
Document Index: 32238714

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 1', '§ 6', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4']

Verordnung über die Berufsausbildung zum Orthopädietechnik-Mechaniker und zur Orthopädietechnik-Mechanikerin
Der Ausbildungsberuf des Orthopädietechnik-Mechanikers und der Orthopädietechnik-Mechanikerin wird nach § 25 der Handwerksordnung zur Ausbildung für das Gewerbe Nummer 35 der Anlage A der Handwerksordnung staatlich anerkannt.
(1) Gegenstand der Berufsbildung sind mindestens die im Ausbildungsrahmenplan (Anlage) aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit). Eine von dem Ausbildungsrahmenplan abweichende Organisation der Ausbildung ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) Die Berufsausbildung zum Orthopädietechnik-Mechaniker und zur Orthopädietechnik-Mechanikerin gliedert sich in
Handhaben und Pflegen von Werkzeugen, Maschinen und technischen Einrichtungen,
Beurteilen, Messen, Prüfen und Einsetzen von Werkstoffen,
Manuelles und maschinelles Bearbeiten von Materialien und Behandeln von Oberflächen,
Beurteilen anatomischer, physiologischer, biomechanischer und pathologischer Gegebenheiten,
Betreuen von Patienten und Beraten von Fachkreisen,
Digitales und manuelles Messen, Analysieren und Abformen am menschlichen Körper,
Orthopädietechnische Hilfsmittel nach Aufbau, technischen Standards, Wirkungsweise und Verwendungszweck auswählen,
Digitales und manuelles Modellieren und Nachbilden von Körperteilen zur Herstellung orthopädietechnischer Hilfsmittel,
Durchführen von Maß-, Fertigungs- und Versorgungstechniken im Bereich Bandagen, Kompressionsstrumpfversorgung, Stoma, Inkontinenz und Dekubitus,
Konstruieren, Aufbauen und Anpassen von orthopädietechnischen Hilfsmitteln,
Instandhalten von Prothesen, Orthesen und rehabilitationstechnischen Geräten.
Betriebliche und technische Kommunikation, Patientendatenschutz,
Anwenden fachbezogener rechtlicher Vorschriften und Normen,
Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen.
(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 6, 7 und 8 nachzuweisen.
Die Gesellenprüfung besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2. Durch die Gesellenprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Gesellenprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen. Dabei sollen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Gesellenprüfung waren, in Teil 2 der Gesellenprüfung nur insoweit einbezogen werden, als es für die Feststellung der Berufsbefähigung erforderlich ist.
(3) Teil 1 der Gesellenprüfung besteht aus den Prüfungsbereichen:
Herstellen orthopädietechnischer Hilfsmittel nach Modell und Abgabe von Hilfsmitteln und
Werkstoffe und Fertigungstechnik.
(4) Für den Prüfungsbereich Herstellen orthopädietechnischer Hilfsmittel nach Modell und Abgabe von Hilfsmitteln bestehen folgende Vorgaben:
technische Unterlagen anzufertigen und anzuwenden,
Maße einzuhalten,
Materialien und Werkzeuge auszuwählen,
Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit zu beachten,
Materialien maschinell und manuell zu bearbeiten und zu fügen;
hierfür sind aus folgenden Tätigkeiten zwei auszuwählen:
Herstellen eines orthopädischen Hilfsmittels oder Bauteils für die unteren Extremitäten,
Herstellen eines orthopädischen Hilfsmittels oder Bauteils für die oberen Extremitäten,
Herstellen eines orthopädischen Hilfsmittels oder Bauteils für den Rumpf;
der Prüfling soll zwei Arbeitsproben durchführen, deren Prüfungszeit 6 Stunden und 30 Minuten beträgt;
darüber hinaus soll der Prüfling nachweisen, dass er in der Lage ist, Patienten in Gebrauch und Wirkungsweise eines Hilfsmittels einzuweisen;
der Prüfling soll eine Gesprächssimulation durchführen, deren Prüfungszeit höchstens 20 Minuten beträgt;
bei der Ermittlung des Ergebnisses für den Prüfungsbereich sind die Leistungen der beiden Arbeitsproben mit 50 Prozent und die Leistungen in der Gesprächssimulation mit 50 Prozent zu gewichten.
(5) Für den Prüfungsbereich Werkstoffe und Fertigungstechnik bestehen folgende Vorgaben:
technische Unterlagen zu interpretieren,
Werkstoffe und Hilfsstoffe nach Eigenschaften zu unterscheiden,
technische Berechnungen durchzuführen und Messverfahren darzustellen;
Konstruieren eines orthopädietechnischen Hilfsmittels nach Maßen des Patienten,
Versorgungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung von Anatomie, Pathologie und Biomechanik,
(3) Für den Prüfungsbereich Konstruieren eines orthopädietechnischen Hilfsmittels nach Maßen des Patienten bestehen folgende Vorgaben:
Patientenanamnesen und -beratungen durchzuführen,
Arbeitsschritte zu planen und Arbeitsabläufe zu organisieren,
Maße am Patienten zu nehmen und Körperteile abzuformen,
Positivmodelle zu erstellen,
orthopädietechnische Hilfsmittel passgenau und funktionell herzustellen,
Versorgungsdokumentationen zu erstellen;
hierfür ist unter Berücksichtigung des gewählten Schwerpunkts aus folgenden Gebieten eines auszuwählen:
individuelle Rehabilitationstechnik;
der Prüfling soll einen betrieblichen Auftrag durchführen, mit praxisbezogenen Unterlagen dokumentieren, die Durchführung und die Arbeitsergebnisse präsentieren und dazu ein auftragsbezogenes Fachgespräch führen. Das Fachgespräch wird auf Grundlage der praxisbezogenen Unterlagen geführt. Dem Prüfungsausschuss ist vor der Durchführung des betrieblichen Auftrags die Aufgabenstellung einschließlich eines geplanten Bearbeitungszeitraums zur Genehmigung vorzulegen;
die Prüfungszeit für den betrieblichen Auftrag beträgt 42 Stunden, für die Präsentation höchstens 15 Minuten sowie für das auftragsbezogene Fachgespräch höchstens 30 Minuten.
(4) Für den Prüfungsbereich Versorgungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung von Anatomie, Pathologie und Biomechanik bestehen folgende Vorgaben:
die anatomischen, pathologischen und biomechanischen Voraussetzungen des Patienten zu beurteilen,
die Krankheitsbilder zu erkennen und daraus resultierende spezifische Versorgungsmöglichkeiten abzuleiten und zu begründen,
Wirkungsweisen und Funktionen sowie Belastbarkeit von Hilfsmitteln darzustellen;
1. Herstellen orthopädietechnischer Hilfsmittel nach Modell und Abgabe von Hilfsmitteln mit 20 Prozent,
2. Werkstoffe und Fertigungstechnik mit 10 Prozent,
3. Konstruieren eines orthopädietechnischen Hilfsmittels nach Maßen des Patienten mit 40 Prozent,
4. Versorgungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung von Anatomie, Pathologie und Biomechanik mit 20 Prozent,
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche nach Absatz 1 Nummer 4 oder Nummer 5 durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2:1 zu gewichten.
Diese Verordnung tritt am 1. August 2013 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung zum Orthopädiemechaniker und Bandagisten/zur Orthopädiemechanikerin und Bandagistin vom 14. Juni 1996 (BGBl. I S. 847), die durch Artikel 1 der Verordnung vom 25. August 1998 (BGBl. I S. 2576) geändert worden ist, außer Kraft.
Anlage (zu § 4 Absatz 1)Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Othopädietechnik-Mechaniker und zur Orthopädietechnik-Mechanikerin
(Fundstelle: BGBl. I 2013, 1362 - 1368)
1 Anwenden von Techniken im Herstellungsprozess orthopädietechnischer Hilfsmittel
1.1 Anfertigen und Anwenden technischer Unterlagen
Stücklisten, Tabellen, Diagramme, Handbücher und Bedienungsanweisungen anwenden
Herstellerrichtlinien und Formblätter sowie die dazugehörigen technischen Unterlagen anwenden
1.2 Handhaben und Pflegen von Werkzeugen, Maschinen und technischen Einrichtungen
Werkzeuge, Messgeräte, berufstypische Bearbeitungsmaschinen und technische Einrichtungen reinigen und instand halten
Störungen an Messgeräten, Bearbeitungsmaschinen und technischen Einrichtungen feststellen und Maßnahmen zur Mängelbeseitigung ergreifen
1.3 Beurteilen, Messen, Prüfen und Einsetzen von Werkstoffen
Eigenschaften und berufsbezogene Einsatzmöglichkeiten von Werkstoffen beurteilen
Werkstoffe und Materialien unter Berücksichtigung ihrer fertigungstechnischen, gerätetechnischen und physiologisch unbedenklichen Eigenschaften einsetzen
Längen und Winkel mit Strichmaßstäben, Messschiebern und Winkelmessern unter Beachtung von systematischen und zufälligen Messfehlermöglichkeiten messen
elektronische Messsysteme anwenden
Bezugslinien, Bohrungsmittel und Umrisse an Werkstücken unter Berücksichtigung der Werkstoffeigenschaften und nachfolgender Bearbeitung anreißen und körnen
1.4 Manuelles und maschinelles Bearbeiten von Materialien und Behandeln von Oberflächen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 1 Buchstabe d)
Werkzeuge unter Berücksichtigung der Verfahren und Werkstoffe auswählen
Materialien durch manuelles Spanen und Trennen bearbeiten
Materialien durch Umformen und Thermoformen bearbeiten
Bleche und Profile biegen, treiben und richten
Silikone oder andere Elastomere im Auflegeverfahren anformen
Kunststoffe thermoplastisch verformen
Kunststoffe laminieren und schäumen
Materialien durch maschinelles Spanen bearbeiten
Maschinenwerte von handgeführten oder ortsfesten Maschinen bestimmen oder einstellen
Werkstücke oder Bauteile mit handgeführten oder ortsfesten Maschinen bohren oder senken
Verfahren zum Rund- und Plandrehen unterscheiden
Oberflächenbehandlung an Bauteilen unter Beachtung der Werkstoffeigenschaften durchführen
1.5 Fügen von Bauteilen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 1 Buchstabe e)
Nietverbindungen unter Beachtung der Oberflächenform und -beschaffenheit, der Werkstoffpaarungs- sowie der Materialfestigkeit herstellen
Bauteile kraftschlüssig mit Kopf- oder Stiftschrauben mit und ohne Mutter und Scheibe unter Beachtung der Oberflächenform und -beschaffenheit, sowie der Werkstoffpaarung, der Materialfestigkeit und Herstellerangaben verschrauben
Werkstücke oder Bauteile aus unterschiedlichen Werkstoffen und unter Beachtung der Verarbeitungsrichtlinien kleben und leimen
Textilien, Leder und Kunststoffe hand- und maschinennähen
2 Durchführen von orthopädietechnischen Maßnahmen im direkten Patientenkontakt
2.1 Beurteilen anatomischer, physiologischer, biomechanischer und pathologischer Gegebenheiten
(§ 4 Absatz 3 Nummer 2 Buchstabe a)
Aufbau und Funktion des Haltungs- und Bewegungsapparates, des Nervensystems, der Haut sowie des Herz-Kreislauf-Systems in Bezug auf den Einsatz orthopädietechnischer Hilfsmittel beurteilen
statische und dynamische Dysfunktionen des Bewegungsapparates insbesondere im Stand, beim Gang und im Sitz beurteilen
Krankheitsbilder und die daraus resultierenden versorgungsspezifischen Hilfsmittel beurteilen
Möglichkeiten der Versorgung unter Berücksichtigung der Beschaffenheit amputierter Extremitäten beurteilen
Möglichkeiten der Versorgung von Bruchpforten und künstlich angelegten Ausgängen beurteilen
2.2 Betreuen von Patienten und Beraten von Fachkreisen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 2 Buchstabe b)
Patienten situationsgerecht empfangen und betreuen
gesundheitsgefährdende Zustände bei Patienten erkennen, beurteilen und erforderliche Maßnahmen ergreifen
im interdisziplinären Team unter Berücksichtigung des individuellen Patientenwohls zusammenarbeiten
Patienten unter Beachtung der individuellen Situation beraten
Patienten in den Gebrauch und die Pflege der Hilfsmittel einweisen und im Hinblick auf die weitere individuelle Lebensführung beraten
Ärzte, medizinisches, pflegerisches und therapeutisches Personal im Hinblick auf die Versorgung mit orthopädietechnischen Hilfsmitteln beraten
2.3 Digitales und manuelles Messen, Analysieren und Abformen am menschlichen Körper
(§ 4 Absatz 3 Nummer 2 Buchstabe c)
orthopädietechnisches Maßnehmen und Messtechniken hilfsmittelspezifisch anwenden
Deformitäten, Fehlbildungen und Amputationen, auch unter Zuhilfenahme bildgebender Verfahren, analysieren und dokumentieren
Muskelstatus nach Bemessungsschlüssel ermitteln
Deformitäten, Fehlbildungen und Amputationsstümpfe abformen
2.4 Orthopädietechnische Hilfsmittel nach Aufbau, technischen Standards, Wirkungsweise und Verwendungszweck auswählen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 2 Buchstabe d)
individuell gefertigte orthopädietechnische Hilfsmittel nach biomechanischen Wirkungsweisen, Konstruktionsmerkmalen und technischen Standards auswählen
Passteile unter Berücksichtigung der Biomechanik, der Funktion, der Herstellerrichtlinien und des patientenspezifischen Verwendungszweckes auswählen
Funktion und Wirkungsweise mechanischer, pneumatischer, hydraulischer und elektronisch gesteuerter Gelenke und Passteile erläutern und ihren Einsatz begründen
konfektionierte Hilfsmittel insbesondere Bandagen, Bruchbänder, medizinische Hilfsmittel zur Kompressionstherapie, Leibbinden, Mieder und Hilfsmittel zur Stoma- und Inkontinenzversorgung nach Wirkungsweisen, Konstruktionsmerkmale und technische Standards auswählen
Wirtschaftlichkeitsgebot des Kostenträgers berücksichtigen
Patienten in Gebrauch und Wirkungsweise einweisen
3 Digitales und manuelles Modellieren und Nachbilden von Körperteilen zur Herstellung orthopädietechnischer Hilfsmittel
Gipspositivmodelle unter Beachtung gemessener Werte für Prothetik, Orthetik und Rehatechnik herstellen und modellieren
computergestütztes, digitales Positivmodell unter Beachtung gemessener Werte für Prothetik, Orthetik und Rehatechnik erstellen
4 Durchführen von Maß-, Fertigungs- und Versorgungstechniken im Bereich Bandagen, Kompressionsstrumpfversorgung, Stoma, Inkontinenz und Dekubitus
Schnittmuster herstellen und Nähfertigungstechniken anwenden
konfektionierte Hilfsmittel insbesondere Bandagen, Bruchbänder, medizinische Hilfsmittel zur Kompressionstherapie, Leibbinden und Mieder anpassen
individuell gefertigte Hilfsmittel insbesondere Bandagen, Bruchbänder, medizinische Hilfsmittel zur Kompressionstherapie, Leibbinden, Mieder und Hilfsmittel zur Stoma- und Inkontinenzversorgung anpassen und herstellen
5 Konstruieren, Aufbauen und Anpassen von orthopädietechnischen Hilfsmitteln
dreidimensionalen Lotaufbau für Prothesen und Orthesen durchführen
Prothesen und Orthesen montieren
mechanische Gelenke installieren und justieren
Bauteile mit textilen Stoffen, Leder und anderen Materialien polstern, füttern und beziehen
orthopädische Fußeinlagen abgabefertig herstellen
Hilfsmittel zur Rehabilitation, insbesondere Steh-, Mobilitäts-, Lagerungs- und Bettungshilfen, montieren
orthopädische Schuhzurichtungen als Ergänzung von Orthesen am Konfektionsschuh durchführen
6 Instandhalten von Prothesen, Orthesen und rehabilitationstechnischen Geräten
Prothesen, Orthesen, Geh- und Stehhilfen instand halten
Rehabilitationsmittel, insbesondere Rollstühle, Lifter und Betten instand halten
Wartungspläne und Hygienevorschriften beachten
2.1 Schwerpunkt Prothetik
pneumatische, hydraulische und elektronisch gesteuerte Gelenke installieren und justieren
Schaftanproben für die untere und für die obere Extremität durchführen
dynamische und funktionelle Prothesenanproben durchführen
elektronisch gesteuerte Prothesen anpassen und deren Funktion optimieren
Prothesen individuell kosmetisch gestalten
Epithesen auswählen und anformen
2.2 Schwerpunkt Individuelle Orthetik
elektronisch gesteuerte Gelenke installieren und einrichten
Korrekturorthesen für den Rumpf herstellen
Schuhmodifikationen als Ergänzung zur Orthese herstellen
dynamische und funktionelle Orthesenanproben durchführen
Orthesen kosmetisch gestalten
2.3 Schwerpunkt Individuelle Rehabilitationstechnik
Lagerungs- und Bettungshilfen für alle Körperregionen herstellen
vorgefertigte und individuell gefertigte Rehabilitations- und Therapiesysteme patientengerecht zurichten und einpassen
elektronisch gesteuerte Bauteile auswählen und instand halten
Rollstühle konfigurieren
5 Betriebliche und technische Kommunikation, Patientendatenschutz
fremdsprachliche Fachtermini anwenden
Gespräche mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und im Team situationsgerecht führen, Sachverhalte darstellen, Fachausdrücke verwenden
6 Anwenden fachbezogener rechtlicher Vorschriften und Normen
Arbeits- und Qualitätsrichtlinien des Orthopädietechnikerhandwerks anwenden
Hygienerichtlinien anwenden
fachbezogene Rechtsvorschriften insbesondere Regelungen der Sozialgesetzgebung, der Medizinprodukte und des Hilfsmittelverzeichnisses einhalten
7 Planen und Organisieren von Arbeitsabläufen
Arbeitsplatz vorbereiten, Arbeitsmittel, Werkzeuge und Geräte auswählen und bereitstellen
Arbeitsschritte unter Berücksichtigung konstruktiver und fertigungstechnischer Gesichtspunkte festlegen
8 Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen
zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsvorgängen im eigenen Arbeitsbereich beitragen, dabei Methoden und Techniken der Qualitätsverbesserung anwenden
2013, 1358: BGBl I