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Timestamp: 2019-06-20 16:27:09
Document Index: 76000411

Matched Legal Cases: ['Art. 3', 'Art. 12', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 161', 'Art. 191', 'Art. 22', 'Art. 23', 'Art. 24', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 16', 'Art. 16']

SR 412.101.220.02 Verordnung des SBFI vom 8. Dezember 2004 über die berufliche Grundbildung Detailhandelsassistentin/Detailhandelsassistent
Verordnung des SBFI1 über die berufliche Grundbildung Detailhandelsassistentin/Detailhandelsassistent mit eidgenössischem Berufsattest (EBA)2
vom 8. Dezember 2004 (Stand am 1. Januar 2018)
gestützt auf Artikel 19 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. Dezember 20024 (BBG) und auf Artikel 12 der Berufsbildungsverordnung vom 19. November 20035 (BBV),
1 Die Berufsbezeichnung ist Detailhandelsassistentin/Detailhandelsassistent.
2 Detailhandelsassistentinnen und Detailhandelsassistenten sind sich der Bedeutung der Kundinnen und Kunden für den Erfolg ihres Betriebes bewusst. Sie können kundengerecht bedienen und beraten. Sie kennen das Sortiment und die Produkte ihres Betriebes. Sie sind vertraut mit der Warenpräsentation und dem Warenfluss in ihrem Bereich. Sie verstehen die wichtigsten Systeme der Warenbewirtschaftung in ihrem Betrieb.
3 Die Ausbildungs- und Prüfungsbranche wird im Lehrvertrag festgehalten.
Art. 3 Handlungskompetenzen1
1 Fassung vom 4. Juli 2011
mündliche Kommunikationsfähigkeit in der lokalen Landessprache;
mündliche Ausdrucksfähigkeit in der Fremdsprache oder Förderung der Kommunikationsfähigkeit in der lokalen Landessprache;
Basiskenntnisse Wirtschaft;
Basiskenntnisse Gesellschaft;
Detailhandelspraxis;
allgemeine und spezielle Branchenkunde1.
Warenpräsentation;
mitverantwortliches Handeln;
1 Die Anbieter der Bildung geben den Lernenden zu Beginn und während der Bildung Vorschriften und Empfehlungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz ab und erklären sie ihnen1.
3 Die Lernenden besuchen in der Regel den Unterricht in der allgemeinen Branchenkunde gemeinsam mit den Lernenden der 3-jährigen Grundbildung.
4 Die überbetrieblichen Kurse umfassen insgesamt 8 Tage zu 8 Stunden. Im letzten Semester der beruflichen Grundbildung finden keine überbetrieblichen Kurse mehr statt.
1 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 7. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4821).
Der allgemein bildende Unterricht behandelt beruflich und gesellschaftlich relevante Grund-, Gegenwarts- und Zukunftsfragen. Er bezieht die Erfahrungen der Detailhandelsassistentinnen und Detailhandelsassistenten mit ein.
6. Abschnitt:6 Anforderungen an die Anbieter der betrieblich organisierten Grundbildung und Höchstzahl der Lernenden im Betrieb
Art. 12 Fachliche Anforderungen an Berufsbildnerinnen und Berufsbildner
Detailhandelsfachfrau EFZ oder Detailhandelsfachmann EFZ mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
gelernte Detailhandelsangestellte oder gelernter Detailhandelsangestellter mit mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
gelernte Verkäuferin oder gelernter Verkäufer mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
eidgenössisches Fähigkeitszeugnis eines verwandten Berufs mit den notwendigen Berufskenntnissen im Bereich der Detailhandelsfachfrau EFZ und des Detailhandelsfachmanns EFZ und mit mindestens 3 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
7. Abschnitt:7 Lerndokumentation, Bildungsbericht und Leistungsdokumentationen
1 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner hält am Ende jedes Semesters den Bildungsstand der lernenden Person in einem Bildungsbericht fest. Sie oder er stützt sich dabei auf die Leistungen in der beruflichen Praxis (Lehrbetrieb) und auf Rückmeldungen über die Leistungen in der Berufsfachschule und in den überbetrieblichen Kursen. Sie oder er bespricht den Bildungsbericht mit der lernenden Person.
Art. 14b1Leistungsdokumentation über die Bildung in beruflicher Praxis
1 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner dokumentiert die Leistungen der Lernenden in Form von Kompetenznachweisen gegen Ende der Lehrzeit.
2 Die Kompetenznachweise werden in einer Note ausgedrückt. Diese fliesst ein in die Berechnung der Note des Qualifikationsbereichs praktische Arbeiten.
1 Die Berichtigung vom 12. Dez. 2017 betrifft nur den französischen Text (AS 2017 7259).
Art. 15a Leistungsdokumentation in den überbetrieblichen Kursen
1 Die Anbieter der überbetrieblichen Kurse dokumentieren die Leistungen der Lernenden in Form von Kompetenznachweisen für die Kurse 1 und 2.
2 Die Kompetenznachweise werden in einer Note ausgedrückt. Diese fliesst ein in die Berechnung der Note des Qualifikationsbereichs praktische Arbeiten.1
Art. 161Zulassung
von dieser beruflichen Erfahrung mindestens 2 Jahre im Bereich der Detailhandelsassistentin EBA und des Detailhandelsassistenten EBA sowie in der angestrebten Ausbildungs- und Prüfungsbranche erworben hat, und
2 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 7. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4821).
2 In der Abschlussprüfung werden die Leistungen in den nachstehenden Qualifikationsbereichen wie folgt ermittelt:
praktische Arbeiten: praktische Prüfung sowie Note für die Bildung in beruflicher Praxis, Note der allgemeinen Branchenkunde und Note der in den überbetrieblichen Kursen vermittelten speziellen Branchenkunde;
lokale Landessprache: schriftliche und mündliche Prüfung und Einbezug der Erfahrungsnote;
Wirtschaft: schriftliche Prüfung und Einbezug der Erfahrungsnote;
Detailhandelspraxis: schriftliche Prüfung und Einbezug der Erfahrungsnote;
Gesellschaft: Erfahrungsnote.1
3 Wer obligatorischen Unterricht in einer Fremdsprache besucht hat, wird zusätzlich in dieser Fremdsprache qualifiziert. Die Qualifikation besteht in einer mündliche Prüfung; die Erfahrungsnote wird in die Bewertung einbezogen.
4 Die Erfahrungsnote ist das auf eine ganze oder eine halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der Semesterzeugnisnoten aus dem 2. Bildungsjahr2.
5 Die Abschlussprüfung dauert 4-6 Stunden.
2 Fassung vom 26. Februar 2010
1 Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Gesamtnote 4 oder höher erreicht wird.
2 Die Gesamtnote ist der Mittelwert der gewichteten Noten der Qualifikationsbereiche, gerundet auf eine Dezimale.
3 Für die Berechnung der Gesamtnote zählen die Qualifikationsbereiche nach Artikel 17 Absatz 2 mit folgender Gewichtung:
praktische Arbeiten: dreifach;
Detailhandelspraxis, lokale Landessprache, Wirtschaft, Gesellschaft: einfach.1
Art. 191Wiederholungen
2 Wird die Abschlussprüfung ohne erneuten Besuch der Berufsfachschule wiederholt, so werden die genügenden Erfahrungsnoten beibehalten. In Qualifikationsbereichen mit ungenügenden Erfahrungsnoten zählt die schriftliche Prüfung doppelt. Im Qualifikationsbereich «Gesellschaft» wird eine schriftliche Prüfung von 45-60 Minuten oder eine mündliche Prüfung von 20-30 Minuten abgelegt. In der allgemeinen Branchenkunde wird eine ungenügende Note beibehalten. Werden der berufliche Unterricht während mindestens 2 Semestern und die allgemeine Branchenkunde vollständig wiederholt, so zählen nur die neuen Noten.
3 Wird die Abschlussprüfung ohne erneute Bildung in beruflicher Praxis wiederholt, so wird die bisherige Note beibehalten. Wird die Bildung in beruflicher Praxis während mindestens 2 Semestern wiederholt, so zählt nur die neue Note.
4 Wird die Abschlussprüfung ohne erneuten Besuch der überbetrieblichen Kurse wiederholt, so werden die bisherigen Noten beibehalten. Werden die überbetrieblichen Kurse wiederholt, so zählen nur die neuen Noten.
1 Fassung vom 4. Juli 2011, in Kraft ab 1. Januar 2015
Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung nach dieser Verordnung erworben, so gilt Folgendes:
Im Qualifikationsbereich «praktische Arbeiten» zählt nur die Leistung der praktischen Prüfung.
Statt der Erfahrungsnoten in den Qualifikationsbereichen «Detailhandelspraxis», «lokale Landessprache» und «Wirtschaft» zählt die schriftliche Prüfung doppelt.
Im Qualifikationsbereich «Gesellschaft» tritt an die Stelle der Erfahrungsnote eine schriftliche Prüfung von 45-60 Minuten oder eine mündliche Prüfung von 20-30 Minuten.
2 Das Berufsattest berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Detailhandelsassistentin EBA»/«Detailhandelsassistent EBA» zu führen.
3 Im Notenausweis sind aufgeführt:
die Ausbildungs- und Prüfungsbranche;
die geprüfte Fremdsprache.
Art. 22 Gleichwertige Titel
Die Inhaberinnen und Inhaber eines kantonalen Attests, welches zwischen 2002 und 2008 im Rahmen der Pilotprojekte «berufspraktische Bildung im Detailhandel» abgegeben wurde, erhalten vom kantonalen Amt für Berufsbildung ab 2007 auf Antrag das eidgenössische Berufsattest «Detailhandelsassistentin EBA»/«Detailhandelsassistent EBA».
10. Abschnitt: Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität im Detailhandel; anerkannte Ausbildungs- und Prüfungsbranchen
Art. 23 Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität im Detailhandel
1 Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität im Detailhandel setzt sich zusammen aus:
4 Vertreterinnen oder Vertretern von Bildung Detailhandel Schweiz;
2 Vertreterinnen oder Vertretern der Detailhandelsschulen der Schweizerischen Konferenz kaufmännischer Berufsschulen (SKKBS);
1 Vertreterin oder 1 Vertreter des Kaufmännischen Verbandes Schweiz;
Sie überprüft die Bildungsverordnung und den Bildungsplan mindestens alle fünf Jahre, auf wirtschaftliche, technologische, ökologische und didaktische Entwicklungen; dabei berücksichtigt sie allfällige neue organisatorische Aspekte der beruflichen Grundbildung.
Sie nimmt Stellung zu Instrumenten zur Förderung der Qualität der beruflichen Grundbildung, insbesondere zu den Ausführungsbestimmungen über die Qualifikationsverfahren.4
5 Die Kommission nimmt überdies folgende Aufgaben wahr:
Sie erstellt den Aufgaben- und Kriterienkatalog für die Anerkennung von Ausbildungs- und Prüfungsbranchen und stellt dem SBFI Antrag auf Anerkennung.
Sie wählt die schweizerische Prüfungskommission und die sprachregionalen Subkommissionen. Sie beauftragt die schweizerische Prüfungskommission mit der Erstellung der Richtlinien für die Durchführung des Qualifikationsverfahrens.
Sie erstellt Kriterien für die Anrechnung bereits erbrachter Bildungsleistungen.
3 Fassung vom 26. Februar 2010
4 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 7. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4821).
Art. 24 Anerkannte Ausbildungs- und Prüfungsbranchen
1 Das SBFI anerkennt Ausbildungs- und Prüfungsbranchen des Detailhandels nach Anhörung der Kommission für Berufsentwicklung und Qualität im Detailhandel und der Kantone.
2 Die anerkannten Ausbildungs- und Prüfungsbranchen sind die Träger der überbetrieblichen Kurse. Sie sind für die Vermittlung der speziellen Branchenkunde verantwortlich und stellen den branchenspezifischen Teil der praktischen Prüfung sicher.
11. Abschnitt: Schlussbestimmungen8
Art. 24a1Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 7. August 2017
1 Lernende, die ihre Bildung als Detailhandelsassistentin oder Detailhandelsassistent vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 7. August 2017 begonnen haben, schliessen sie nach bisherigem Recht ab.
2 Wer die Abschlussprüfung für Detailhandelsassistentin oder Detailhandelsassistent bis zum 31. Dezember 2021 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden.
3 Artikel 18 Absatz 3 kommt ab dem 1. Januar 2020 zur Anwendung.
1 Eingefügt durch Ziff. I der V des SBFI vom 7. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4821).
Art. 25 Inkrafttreten1
1 Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2005 in Kraft.
2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 16-22) treten am 1. Januar 2007 in Kraft.
AS 2005 719
1 Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (AS 2004 4937) auf den 1. Jan. 2013 angepasst.2 Fassung vom 26. Februar 20103 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 7. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4821).4 SR 412.105 SR 412.1016 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 7. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4821).7 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 7. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4821).8 Fassung gemäss Ziff. I der V des SBFI vom 7. Aug. 2017, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 4821).