Source: https://www.rechtslupe.de/strafrecht/strafzumessung-btm-faellen-3111332?pk_campaign=feed&pk_kwd=strafzumessung-btm-faellen
Timestamp: 2019-08-18 22:11:35
Document Index: 6000570

Matched Legal Cases: ['in dubio', '§ 4', 'BGH', '§ 31', 'BGH', 'BGH', '§ 29']

Straf­zu­mes­sung in BTM-Fäl­len – und die Fest­stel­lung des Wirk­stoff­ge­halts | Rechtslupe
Das Unrecht einer Betäu­bungs­mit­tel­straf­tat und die Schuld des Täters wer­den maß­geb­lich durch die Wirk­stoff­kon­zen­tra­ti­on und die Wirk­stoff­men­ge des Rausch­gifts bestimmt.
Für eine sach­ge­rech­te schuld­an­ge­mes­se­ne Fest­set­zung der Stra­fen im Betäu­bungs­mit­tel­straf­recht kann auf nähe­re Fest­stel­lun­gen zum Wirk­stoff­ge­halt des­halb regel­mä­ßig nicht ver­zich­tet wer­den 1.
Ste­hen die Betäu­bungs­mit­tel nicht für eine Unter­su­chung der Wirk­stoff­kon­zen­tra­ti­on zur Ver­fü­gung, ist die­se – not­falls unter Anwen­dung des Zwei­fels­sat­zes – unter Berück­sich­ti­gung der sicher fest­ge­stell­ten Umstän­de (Her­kunft, Preis, Han­dels­stu­fe, Beur­tei­lung durch die Tat­be­tei­lig­ten, Begut­ach­tun­gen in Par­al­lel­ver­fah­ren etc.) durch eine „Schät­zung” fest­zu­le­gen 2.
Eine der­ar­ti­ge Fest­le­gung ist auch nicht in den Fäl­len ent­behr­lich, in denen der Straf­rich­ter jeweils zu Guns­ten der Ange­klag­ten davon aus­ge­gan­gen ist, dass Mona­te spä­ter auf­ge­fun­de­ne Betäu­bungs­mit­tel mit kon­kret ermit­tel­ten Wirk­stoff­ge­hal­ten nicht aus­schließ­bar aus vor­her fest­ge­stell­ten Taten stam­men. Denn damit hat er von sei­nem bis­he­ri­gen Aus­gangs­punkt aus ersicht­lich nur nach dem Zwei­fels­grund­satz einen Schluss zu Guns­ten der Ange­klag­ten zie­hen, nicht aber zu deren Las­ten die Wirk­stoff­kon­zen­tra­ti­on bestim­men wol­len.
Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 12. Mai 2016 – 1 StR 43/​16
In dubio pro reo – bei BTM-Deli­k­­ten Nach der Ent­schei­dungs­re­gel „in dubio pro reo” hat das Tat­ge­richt, wenn es nach Aus­schöp­fung aller Beweis­mit­tel nicht die vol­le Über­zeu­gung vom Vor­lie­gen einer für den Schuld- oder Straf­aus­spruch ent­schei­dungs­er­heb­li­chen Tat­sa­che…
BTM-Han­­del – und die Fest­stel­lung des Wirk­stoff­ge­halts Das Unrecht einer Betäu­bungs­mit­tel­straf­tat und die Schuld des Täters wer­den durch den Wirk­stoff­ge­halt und die Wirk­stoff­men­ge der jeweils gehan­del­ten Dro­gen maß­geb­lich bestimmt, wes­halb hier­zu regel­mä­ßig kon­kre­te Fest­stel­lun­gen zu tref­fen sind…
Betrieb­li­che Alters­ver­sor­gung – und die Benach­tei­li­gung von… Die Berech­nung des Ruhe­gelds unter Berück­sich­ti­gung eines auf die gesam­te anre­chen­ba­re Dienst­zeit zu ermit­teln­den Beschäf­ti­gungs­grads bei gleich­zei­ti­ger Höchst­be­gren­zung der Stei­ge­rungs­be­trä­ge auf 25 anre­chen­ba­re Dienst­jah­re ent­spricht dem in § 4 Abs.…
Der gleich­zei­ti­ge Besitz unter­schied­li­cher… Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ver­wirk­licht der gleich­zei­ti­ge Besitz unter­schied­li­cher Betäu­bungs­mit­tel­men­gen den Tat­be­stand des uner­laub­ten Besit­zes von Betäu­bungs­mit­teln nur ein­mal ((vgl. BGH, Beschlüs­se vom 25.02.2015 – 4 StR 516/​14, NStZ-RR…
Auf­klä­rungs­hil­fe – erst in der Haupt­ver­hand­lung Eine Straf­mil­de­rung wegen Auf­klä­rungs­hil­fe im Sin­ne von § 31 Satz 1 Nr. 1 BtMG kommt nicht in Betracht, wenn der Ange­klag­te Anga­ben zu dem mut­maß­lich am Betrieb der ver­fah­rens­ge­gen­ständ­li­chen Can­na­bis­plan­ta­ge…
st. Rspr.; vgl. nur BGH, Beschlüs­se vom 07.12 2011 – 4 StR 517/​11, NStZ 2012, 339; und vom 06.08.2013 – 3 StR 212/​13, StV 2013, 703, je mwN↩
BGH aaO; Körner/​Patzak/​Volkmer aaO, Vor §§ 29 ff. BtMG Rn. 331 ff. mwN↩
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