Source: http://www.vitan.ch/Aktuelles?q=eyJkIjp7ImkiOlswLDEwMF19fQ==
Timestamp: 2020-05-28 11:05:22
Document Index: 252694148

Matched Legal Cases: ['Art. 12', 'Art. 6', 'Art. 23', 'Art. 32', 'Art. 32', 'Art. 23', 'Art. 23', 'Art. 70']

Aktuelles | VITAN TREUHAND GMBH
Start / InfoCenter / Aktuelles
Aktuelle Themen und wichtige Termine – für Sie zusammengestellt
«Notlage» im Kanton Basel-Landschaft per 31. Mai 2020 aufgehoben
Der Regierungsrat hebt per 31. Mai 2020 für den Kanton Basel-Landschaft die «Notlage» auf. Mit dem Rückgang der Neuinfektionen und nach verschiedenen Beschlüssen des Bundesrats zur Lockerung der Corona-Massnahmen sind die Voraussetzungen für eine Weiterführung der «Notlage» für den Kanton Basel-Landschaft nicht mehr gegeben, weshalb der Regierungsrat diese per Ende Mai aufhebt. Auf den gleichen Zeitpunkt hin wird der kantonale Pandemieplan deaktiviert.
Mit der Öffnung der Wirtschaft und dem schrittweisen Ausstieg des Bundesrats aus den notrechtlichen Unterstützungsmassnahmen beendet auch der Regierungsrat das Massnahmenpaket zur Unterstützung der Baselbieter Wirtschaft. Die Corona-Notverordnung I und «Soforthilfen für die Wirtschaft» werden somit per 31. Mai 2020 aufgehoben. Gesuche um Soforthilfebeiträge müssen bis spätestens am 31. Mai 2020 bei der Standortförderung eingereicht werden, damit sie noch bearbeitet werden können. Unvollständig oder an einem späteren Datum eingereichte Gesuche können nicht mehr berücksichtigt werden. Bei den Unterstützungsbeiträgen an Lehrbetriebe erfolgt die letzte Zahlung im Mai und für den Monat Mai. Danach können keine weiteren Beiträge mehr ausbezahlt werden.
Schrittweiser Ausstieg aus den COVID-Massnahmen
Der Bundesrat hat am 20.05.2020 den schrittweisen Ausstieg aus den COVID-Massnahmen beschlossen.
Diese dienten der Abschwächung negativer Auswirkungen auf Arbeitnehmende infolge der behördlichen Verbote und Anordnungen im Rahmen der ausserordentlichen Lage gemäss Epidemiengesetz. Sie haben dazu beigetragen, Arbeitsplätze und Einkommen zu erhalten und den betroffenen Betrieben unbürokratisch und so rasch wie möglich Zahlungen zu gewährleisten. Ebenso wurden die kantonalen Durchführungsstellen der Arbeitslosenversicherung administrativ entlastet.
Die notrechtlich verordneten Massnahmen werden in Abstimmung mit den Lockerungsetappen zur Öffnung der Wirtschaft schrittweise wie folgt aufgehoben:
Für Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung sowie mitarbeitende Ehegatten oder eingetragene Partner und Partnerinnen entfällt der ausserordentliche Anspruch auf Kurzarbeit auf Ende Mai. Dies entspricht ungefähr dem Ende der COVID-Massnahmen für Erwerbsausfälle für direkt oder indirekt betroffene Selbständigerwerbende, die am 16. Mai aufgehoben wurden.
Weiter wird auch die Voranmeldefrist wieder eingeführt. Diese wurde aufgehoben, da die verordneten Einschränkungen für Unternehmen nicht vorhersehbar waren. Unterdessen sind die bundesrätlichen Massnahmen bekannt und deren Auswirkungen auf die Betriebe besser einschätzbar. Für die Unternehmen ist es somit möglich, die Voranmeldung unter Einhaltung der Voranmeldefrist vorzunehmen. Unternehmen, für welche Kurzarbeit bereits bewilligt wurde, müssen aufgrund dieser Anpassung kein neues Gesuch einreichen.
Medienmitteilung vom 20.05.2020
Kanton Baselland erweitert Soforthilfe für indirekt Betroffene
Der Regierungsrat weitet die nicht rückzahlbare Soforthilfe aus. Neu erhalten auch Unternehmungen einen Pauschalbetrag, die indirekt von den behördlichen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie betroffen sind. Der Kreis der neu Bezugsberechtigten entspricht dabei den Härtefällen gemäss der Regelung auf Bundesebene. Als Härtefall definiert der Bundesrat selbständig Erwerbende, deren AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen höher ist als 10’000 Franken, aber 90’000 Franken nicht übersteigt.
Indirekt betroffene selbständig Erwerbende, die gemäss der am 16. April 2020 angepassten COVID-19-Verordnung neu ebenfalls Anspruch auf Erwerbsersatz des Bundes haben, können beim Kanton pauschal 3'000 Franken an nicht rückzahlbarer Soforthilfe beantragen. Die Abwicklung der Gesuche erfolgt analog der bisherigen Soforthilfe. Hierzu verweisen wir auf unsere Mitteilung sowie den Link vom 09.04.2020
Medienmitteilung vom 22.04.2020
Bundesrat weitet den Erwerbsersatz-Anspruch auf Härtefälle aus
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 16. April 2020 beschlossen, den Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz auszuweiten. Eine Entschädigung erhalten neu auch die Selbständigerwerbenden, die nur indirekt von den behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie betroffen sind, weil sie zwar weiterarbeiten dürfen, aber wegen den Massnahmen weniger oder keine Arbeit mehr haben, wie beispielsweise Taxifahrer.
Die Entschädigung ist, wie die bereits bestehende Corona-Erwerbsausfallentschädigung, auf 196 Franken pro Tag, also auf 5'880 Franken pro Monat begrenzt. Der Anspruch entsteht rückwirkend ab dem 1. Tag des Erwerbseinbruchs, frühestens ab dem 17.3.2020, und endet nach zwei Monaten, spätestens aber mit der Aufhebung der Massnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie. Die Ausgleichskassen können unrechtmässig bezogene Leistungen zurückfordern. Das Formular soll ab Montag, 20. April zur Verfügung stehen.
Medienmitteilung vom 16.04.2020
Massnahmenpaket mit Soforthilfe für Selbständigerwerbende im Kanton Baselland
Der Kanton Baselland hat am 02.04.2020 das Massnahmenpaket zur Unterstützung der Baselbieter Unternehmen bestätigt und in Kraft gesetzt.
Soforthilfe können beantragen:
Juristische Personen, die zum Bezug von Kurzarbeitsentschädigung aufgrund von COVID-19 berechtigt sind;
Selbständigerwerbende im Sinne von Art. 12 ATSG, die aufgrund einer Massnahme nach Art. 6 Abs. 1 und 2 der COVID-19-Verordnung 2 des Bundesrats vom 13. März 2020 einen Erwerbsausfall erleiden.
Die Soforthilfe setzt sich aus einem fixen Beitrag von 7'500 Franken sowie einem variablen Beitrag von 250 Franken pro im Unternehmen arbeitende Person zusammen. Maximal werden pro Unternehmen 10'000 Franken ausbezahlt. Diese kantonalen Soforthilfen müssen nicht zurückbezahlt werden.
Ausserdem werden Lehrbetriebe, die sich in Kurzarbeit befinden, mit einem Pauschalbetrag pro Lernenden unterstützt. Der Bund hat bereits die Entschädigung für Kurzarbeit auf Lernende ausgeweitet. Mit dem kantonalen Betrag von monatlich 450 Franken pro Lernenden werden Betriebe mit Kurzarbeit von nicht gedeckten Lohnkosten sowie von Kosten für überbetriebliche Kurse entlastet.
Mit dem folgenden Link gelangen Sie zu den detaillierten Informationen und dem Gesuchsformular.
Sofortmassnahmen des Kantons Basel-Stadt zur Unterstützung der selbständig Erwerbenden
Der Kanton Basel-Stadt am 31.03.2020 beschlossen, mit Wirkung ab dem 01.04.2020 Entschädigungen an Selbständige auszurichten, welche nicht die vom Bund vorgegebenen Kriterien für Erwerbsersatzleistungen erfüllen, die aber auch wegen der Corona-Krise nachweislich einen namhaften Einbruch bei den Einnahmen erlitten haben bzw. weiterhin erleiden. Die Unterstützung gilt zunächst bis zum 31.05.2020.
Der Antrag ist beim Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt des Kantons Basel-Stadt zu stellen.
Mit dem folgenden Link gelangen Sie direkt zum Antragsformular und der E-Mail-Adresse für die Einreichung:
Sofern wir Sie mit bestimmten Angaben unterstützen können, melden Sie sich gerne.
Informationen zum Massnahmenpaket des Bundesrats zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen
Liebe Mandantinnen und Mandanten
Wir erleben gerade enorm herausfordernde Zeiten. Alles ist plötzlich in Frage gestellt. Viele Lieferketten in der ganzen Welt sind unterbrochen. Auch in unserem Land sind drastische Maßnahmen ergriffen worden. Zahlreiche Betriebe und Behörden fahren aktuell ihren Geschäftsbetrieb herunter oder wurden gar zur Schließung gezwungen. Wie und wann dies endet, ist gegenwärtig völlig offen.
Wir versuchen, so lange wie eben möglich und erlaubt für all unsere Mandaten Ansprechpartner zu bleiben. Um die Infektionsgefahr möglichst klein zu halten, werden wir bis auf weiteres lediglich Telefontermine anbieten, um die wichtigen Fragen für Sie klären zu können.
Lediglich zur Abgabe von Unterlagen in größeren Taschen oder Ordnern bleibt unser Empfang noch geöffnet. Weitere Termine bzw. Besuche sollen bis auf weiteres vermieden werden.
Der Bundesrat hat am 20. März 2020 zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus ergänzend zu den bisher bereits beschlossenen Massnahmen ein weiteres umfassendes Massnahmenpaket beschlossen. Ziel der auf verschiedene Zielgruppen ausgerichteten Massnahmen ist, die Beschäftigung zu erhalten, Löhne zu sichern und Selbständige aufzufangen. Auch im Kultur- und Sportbereich wurden Massnahmen ergriffen, um Konkurse zu verhindern und einschneidende finanziellen Folgen abzufedern. Mit den neuen Massnahmen sollen Härtefälle soweit wie möglich vermieden und die betroffenen Personen und Branchen im Bedarfsfall möglichst unbürokratisch, gezielt und rasch unterstützt werden.
Die wichtigsten Massnahmen haben wir Ihnen in der Anlage zusammengefasst, damit Sie auch die für Ihre Situation passende Unterstützungen finden können. Diese Massnahmen werden sicherlich noch weiter ausgebaut und präzisiert.
Natürlich unterstützen wir Sie gerne, wo immer wir können.
Wir wünschen Ihnen weiterhin gutes Durchhalten und dass Sie gesund bleiben!
Ab dem 25. Februar 2020 dürfen wir Sie in unserem neuen und grösseren Büro begrüssen.
Unsere neue Anschrift lautet dann:
Lörracherstrasse 60
Sie sehen, es ändert sich nur die Hausnummer. Wir hatten das Glück, direkt im Nebengebäude unseres bisherigen Standorts schöne und helle Räumlichkeiten zu finden, die uns ein kontinuierliches Wachstum, die künftige Weiterentwicklung sowie ein angenehmeres Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiter ermöglichen.
Bitte berücksichtigen Sie unsere neue Anschrift für den künftigen Schriftverkehr mit uns. An den sonstigen Kontaktmöglichkeiten ändert sich für Sie nichts. Telefonisch, per E-Mail und Fax sind wir unter den bestehenden Nummern und Adressen für Sie erreichbar.
Lediglich während des Umzugs wird unsere Erreichbarkeit kurzzeitig eingeschränkt sein, da wir unsere Telefonanlage und Netzwerk-Komponenten umziehen müssen. Vom 20. Februar bis zum 25. Februar werden wir daher nur dringende Anfragen bearbeiten. Am 24./25. Februar besteht nur eine eingeschränkte telefonische Erreichbarkeit.
Wir freuen uns sehr auf die neuen Räumlichkeiten und darauf, Sie bei der nächsten Gelegenheit dort zu begrüssen.
Für Rückerstattungsanträge der schweizerischen Verrechnungssteuer durch in Deutschland ansässige Personen steht ab dem 31. Januar 2020 eine Online-Applikation der Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) zur Verfügung.
Aus rechtlichen Gründen ist es weiterhin erforderlich, den Antrag auszudrucken und durch das zuständige deutsche Finanzamt unterzeichnen zu lassen. Der unterzeichnete Antrag muss der ESTV per Post zugestellt werden. Die mittels Online-Applikation erfassten Anträge gelten erst dann als eingereicht, wenn der ausgedruckte Antrag rechtsgültig unterzeichnet und fristgerecht bei der ESTV eingetroffen ist.
ESTV publiziert Kreisschreiben 48 «Verwirkung des Anspruchs von natürlichen Personen auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer gemäss Artikel 23 VStG»
Am 4. Dezember 2019 hat die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) das Kreisschreiben 48 betreffend die Verwirkung des Rückerstattungsanspruchs der Verrechnungssteuer von natürlichen Personen publiziert.
Gemäss dem Kreisschreiben gilt die Deklarationspflicht (Voraussetzung für Rückerstattung der Verrechnungssteuer) auch dann als erfüllt, wenn die der Verrechnungssteuer unterliegenden Einkünfte zwar nicht in der Steuererklärung, sondern nachträglich in einem noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Veranlagungs-, Revisions- oder Nachsteuerverfahren durch die steuerpflichtige Person deklariert oder von der zuständigen Steuerbehörde aus eigener Feststellung zu den Einkünften oder zum Vermögen hinzugerechnet werden (Art. 23 Abs. 2 VStG). Voraussetzung dafür ist, dass die Deklaration der Steuerfaktoren lediglich fahrlässig unterlassen worden ist.
Das neue Kreisschreiben definiert den Begriff der Fahrlässigkeit als pflichtwidrige Unvorsichtigkeit unter Berücksichtigung der Umstände und den persönlichen Verhältnissen (Bildung, Erfahrung, Intellekt). Sofern die fahrlässige Nicht-Deklaration aus den Akten erkennbar ist, gewährt die Steuerbehörde die Rückerstattung ohne weitere Überprüfung. Ansonsten muss die steuerpflichtige Person darlegen oder zumindest glaubhaft machen, dass die Unterlassung fahrlässig war. Der Untergang des Rückerstattungsanspruches nach 3 Kalenderjahren (Art. 32 Abs. 1 VStG) sowie die neue 60-tätige Frist nach Art. 32. Abs. 2 VStG kommen weiterhin unverändert zur Anwendung. Der neu eingefügte Absatz 2 des Art. 23 VStG kann auch bei Veranlagungen nach pflichtgemässen Ermessen zur Anwendung kommen. Zuletzt ist das Meldeverfahren mit Art. 23 Abs. 2 VStG nicht ausgeschlossen, wenn sämtliche übrige Voraussetzungen erfüllt sind.
Der neue Absatz 2 des Artikels 23 VStG ist anwendbar für Ansprüche seit 1. Januar 2014, über die noch nicht rechtskräftig entscheiden worden ist (Art. 70d VStG). Das Kreisschreiben Nr. 40 gilt weiterhin für Fälle, die unter das alte Recht fallen.
Das Kreisschreiben ist hier abrufbar.
Höhere AHV-Beiträge auf dem Lohn ab 1. Januar 2020
Am 19. Mai 2019 hat die Schweizer Stimmbevölkerung das Bundesgesetz über die Steuer­reform und die AHV-Finanzierung (STAF) angenommen. Diesestritt nach Bundesratsbeschluss am 1. Januar 2020 in Kraft. Ab diesem Datum fliessen zusätzlich rund CHF 2 Milliarden pro Jahr in die AHV, wovon CHF 800 Mio. aus der Bundeskasse stammen, den Rest finanzieren Unternehmen und Versicherte über höhere Beiträge.
Die neuen Beitragssätze ab 1. Januar 2020 wurden wie folgt festgesetzt:
Für Selbständigerwerbende gelten ab 2020 abgestufte AHV/IV/EO-Beitragssätze von 5,344 bis 9,95 Prozent (bisher 5,196 bis 9,65 Prozent).
Der Mindestbeitrag AHV/IV/EO steigt von CHF 482.00 auf CHF 496.00.
Für Nichterwerbstätige steigt der Mindestbeitrag AHV/IV/EO von CHF 482.00 auf CHF 496.00.
Zinssätze Direkte Bundessteuer 2020
Das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) hat am 10. Oktober 2019 entschieden, für das Kalenderjahr 2020 die Zinssätze im Vergleich zum Vorjahr unverändert zu belassen. Die Zinssätze werden im Anhang zur Verordnung vom 10. Dezember 1992 über Fälligkeit und Verzinsung der direkten Bundessteuer publiziert und lauten wie folgt:
• Verzugs- und Rückerstattungszins 3 %
• Vergütungszins für Vorauszahlungen 0 %
Steuerabzug der gebundenen Vorsorge – Säule 3a
Gemäss dem Rundschreiben der Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) vom 22. Oktober 2019 bleibt der Steuerabzug im Rahmen der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) für das Steuerjahr 2020 unverändert. Es gelten – gleich wie im Vorjahr – folgende Höchstabzüge:
• Höchstabzug Säule 3a für Steuerpflichtige mit 2. Säule CHF 6 826.–
• Höchstabzug Säule 3a für Steuerpflichtige ohne 2. Säule CHF 34 128.–
Die Höchstabzüge bilden zugleich die massgeblichen Einzahlungslimiten. Aufrundungen bei der Einzahlung sind nicht zulässig.
Bern, 28.06.2019 - Die private Nutzung des Geschäftsfahrzeugs soll gemäss Beschluss der Eidgenössischen Räte mit einer Pauschale besteuert werden können, die neu auch die Fahrkosten zum Arbeitsort umfasst. Das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) hat hierzu am 28. Juni 2019 eine Verordnungsänderung in die Vernehmlassung geschickt.
Das EFD schlägt in der Änderung der Berufskostenverordnung vor, dass die private Nutzung des Geschäftsfahrzeugs neu pro Monat mit 0,9 Prozent des Fahrzeugkaufpreises besteuert werden soll statt mit 0,8 Prozent wie bisher. Im Gegenzug entfallen die Aufrechnung für den Arbeitsweg und der Fahrkostenabzug. Dazu entfällt für Arbeitgeber die Pflicht, den Anteil Aussendienst auf dem Lohnausweis zu deklarieren. Die Vorlage regelt das Vorgehen bei der direkten Bundessteuer und ist so ausgestaltet, dass sie für einen Geschäftsfahrzeuginhaber bei einem Fahrzeugkaufpreis von 50'000 Franken, 30 Kilometer täglichem Arbeitsweg und rund 50 Prozent Aussendienstanteil aufkommensneutral ausfällt.
Trotz der Änderung bleibt es weiterhin möglich, effektiv abzurechnen und den Fahrkostenabzug geltend zu machen.
Neuer Einzahlungsschein mit QR-Code ab Juni 2020
Die QR-Rechnung, die ab 30. Juni 2020 alle heutigen Schweizer Einzahlungsscheine sukzessive ersetzt, ist ein wichtiger Beitrag für die Zukunftsfähigkeit des Zahlungsverkehrs in einer digitalen Schweiz. Die QR-Rechnung weist den QR-Code mit einem Schweizer Kreuz als Erkennungsmerkmal auf. Der Swiss QR Code enthält alle für die Zahlung notwendigen Informationen. Der Swiss QR Code bildet zusammen mit den aufgedruckten Informationen den Zahlteil der QR-Rechnung im Format A6. Er eignet sich für die Rechnungsstellung in CHF und in EUR und erfüllt vollumfänglich die regulatorischen Anforderungen im Zusammenhang mit der revidierten Geldwäschereiverordnung.
Sämtliche Zahlungsinformationen können beispielsweise per Smartphone oder Lesegerät erfasst und via E-/M-Banking an die Bank gesendet werden. Die manuelle Erfassung oder nachträgliche Ergänzung von Daten wird reduziert. Der Zahlteil kann aber auch am Postschalter zur Zahlung verwendet werden.
Mehr Informationen zur Einführung der QR-Rechnung sind abrufbar unter: www.paymentstandards.ch
Bern, 21.06.2019 - Der Bundesrat will auf die Verpflichtung zur Unterzeichnung der elektronisch eingereichten Steuererklärung verzichten. Zudem möchte er in einzelnen Steuerbereichen die Unternehmen zur elektronischen Einreichung der Unterlagen verpflichten können. Der Bundesrat hat dazu an seiner Sitzung vom 21. Juni 2019 die Vernehmlassung eröffnet.
Der Bundesrat schlägt vor, dass bei der elektronischen Steuererklärung auf die Unterschrift verzichtet werden kann. Dies sowohl auf Kantons- wie auch auf Bundesebene.
Im Bereich der indirekten Steuern auf eidgenössischer Ebene (Verrechnungssteuer, Stempelabgaben, Mehrwertsteuer) sowie im Bereich der internationalen Amtshilfe soll der Bundesrat die betroffenen Personen zum elektronischen Verkehr mit der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) verpflichten können.
Mit dieser Vorlage soll die Digitalisierung vorangetrieben werden. Damit wird auch die vom Parlament überwiesene Motion Schmid (17.3371) umgesetzt, welche die Pflicht zur Unterzeichnung der Steuererklärung beseitigen möchte.
Bei einer Stimmbeteiligung von 42,7 % haben die Schweizer Stimmberechtigten anlässlich der Volksabstimmung vom 19. Mai 2019 das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) mit 66,4 % Ja-Stimmen gegen 33,6 % Nein-Stimmen angenommen. Es soll bereits per 01.01.2020 in Kraft treten.
Die Reform der Unternehmensbesteuerung ist notwendig, weil gewisse Steuerprivilegien nicht mehr internationalen Anforderungen entsprechen.
Steuerprivilegien für überwiegend international tätige Unternehmen (Holding, gemischte Gesellschaft und Domizilgesellschaft) werden abgeschafft. Künftig gelten für alle Unternehmen die gleichen Besteuerungsregeln. Damit die Schweiz weiterhin ein attraktiver und wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort bleibt, werden Investitionen in Forschung und Entwicklung künftig mit neuen steuerlichen Sonderregelungen gefördert. Die Kantone erhalten vom Bund zudem zusätzliche Mittel aus der direkten Bundessteuer, um bei Bedarf ihre Gewinnsteuern zu senken. Sie setzen die Reform nach ihren Bedürfnissen autonom um und gelten den Städten und Gemeinden allfällige geringere Steuereinnahmen ab. Mit der Steuerreform werden Arbeitsplätze sowie mittel- und längerfristig Steuereinnahmen gesichert.
Im Sinne eines sozialen Ausgleichs werden die neuen steuerlichen Sonderregelungen für Unternehmen durch Massnahmen zur Finanzierung der AHV ergänzt. Die finanzielle Lage der AHV verschlechtert sich zusehends, weil die Ausgaben stärker steigen als die Einnahmen. Die Vorlage stellt sicher, dass der AHV bereits ab 2020 pro Jahr zusätzlich 2 Milliarden Franken zufliessen werden. Von den Mehreinnahmen steuert der Bund rund 800 Millionen Franken bei. Die restlichen 1,2 Milliarden Franken tragen die Unternehmen und die Versicherten. Erstmals seit über 40 Jahren werden die Beiträge für die AHV leicht angehoben. Die Erhöhung beträgt 0,3 Prozentpunkte. Der Beitragssatz von Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden wird um je 0,15 Prozent erhöht, also um je 1,50 Franken auf 1000 Franken Lohn.
Mit der Vorlage wird die Finanzierungslücke bei der AHV wesentlich verkleinert. Trotzdem bleibt die geplante strukturelle Reform der AHV (AHV 21) unumgänglich, um die AHV finanziell zu stabilisieren.
Anpassungen in der 1., 2. und 3. Säule per 01.01.2019
Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 21.09.0218 beschlossen, dass die AHV/IV-Renten werden per 1. Januar 2019 der aktuellen Preis- und Lohnentwicklung angepasst werden.
Die minimale AHV/IV-Rente steigt von 1'175 auf 1'185 CHF pro Monat, die Maximalrente von 2'350 auf 2'370 CHF (Beträge bei voller Beitragsdauer). Bei den Ergänzungsleistungen wird der Betrag für die Deckung des allgemeinen Lebensbedarfs von 19'290 CHF auf 19'450 CHF pro Jahr für Alleinstehende, von 28'935 CHF auf 29’175 CHF für Ehepaare und von 10'080 CHF auf 10'170 CHF für Waisen erhöht. Auch die Entschädigungen für Hilflose werden angepasst.
Die Mindestbeiträge der Selbständigerwerbenden und der Nichterwerbstätigen für AHV, IV und EO werden von 478 CHF auf 482 CHF pro Jahr erhöht, der Mindestbeitrag für die freiwillige AHV/IV von 914 CHF auf 922 CHF.
Hierdurch ändern sich die Grenzbeträge in der beruflichen Vorsorge wie folgt:
Bisher ab 01.01.2019
Eintrittsschwelle: 21‘150 CHF 21‘330 CHF
Koordinationsabzug: 24‘675 CHF 24‘885 CHF
BVG-Obergrenze: 84‘600 CHF 85‘320 CHF
Minimal versicherter Lohn 3‘525 CHF 3‘555 CHF
Maximal versicherter Lohn: 59‘925 CHF 60‘435 CHF
Erfreuliche Kehrtwende bei der RTV-Abgabe
Mit der letzten MWST-Abrechnung hatten wir Sie über Neuerungen bei der MWST Schweiz informiert und auf die neue Abgabe für Radio und Fernsehen (RTV-Abgabe) ab dem Jahr 2019 hingewiesen. Die RTV-Abgabe sollte für alle in der Schweiz MWST-pflichtigen Unternehmen anfallen.
Am 30. August 2018 hat die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hierzu jedoch eine erfreuliche Kehrtwende gemacht und beschlossen, dass ausländische Unternehmen, die keine Niederlassung in der Schweiz haben, nun doch nicht von der RTV-Abgabe betroffen sein sollen. D.h. ausländische Unternehmen ohne Sitz und ohne Betriebsstätte in der Schweiz, aber mit MWST-Pflicht in der Schweiz, werden nicht RTV-abgabepflichtig.
Für mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen mit einer Niederlassung in der Schweiz bleibt die Regelung dagegen unverändert: Bei einem weltweiten Mindestumsatz von CHF 500‘000 müssen sie die RTV-Abgabe entrichten.
Online-MWST-Abrechnung wird zum Standard
Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hat angekündigt, dass die MWST-Abrechnungen demnächst nur noch online eingereicht werden können. Wir gehen davon aus, dass die Umstellung auf die Online-MWST-Abrechnung bereits ab nächstem Jahr erfolgen wird. Das Papierformular wird somit abgelöst. Nur in Ausnahmefällen wird es in Zukunft möglich sein, dieses bei der ESTV zu bestellen und einzureichen.
Daher werden wir auch Ihre MWST-Abrechnungen in den nächsten Monaten gerne auf das Online-Verfahren umstellen.
Info-Kompakt "Umsatzsteuerliche Änderungen in der Schweiz ab 2018 und was vor allem Handwerker zu beachten haben"
Schweizer Kunden schätzen die hohe Handwerksqualität und die Zuverlässigkeit deutscher Betriebe und richten daher auch zunehmend Anfragen an Dienstleister aus Deutschland. Wer solche Aufträge annehmen will, sollte sich aber vorher mit den vielfältigen Bestimmungen, die ausländische Betriebe in der Schweiz beachten müssen und die schon bei der Kalkulation der Kosten eine wichtige Rolle spielen, vertraut machen.
Jürgen Brombacher und Ivan Sasso von der VITAN Treuhand in Weil am Rhein und Riehen geben einen Überblick über die aktuellen Regelungen in der Schweiz und in Deutschland.
Frau Dr. Pertschy, EU-Beraterin bei der Handwerkskammer, wird die Veranstaltung ergänzen mit Details zu melderechtlichen Bestimmungen, welche bei der Auftragsabwicklung in der Schweiz zu beachten sind.
Die Veranstaltung findet im Vortragsraum der Sparkasse Markgräflerland, Hauptstraße 279 in Weil am Rhein statt.
Die Unterlagen der Präsentationen können Sie bei Interesse gerne bei uns anfordern.