Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=22.03.2007&Aktenzeichen=IX%20ZB%2010/06
Timestamp: 2019-10-22 05:14:56
Document Index: 40067670

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 251', '§ 251', '§ 251', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 251', 'BGH', '§ 251', '§ 302', 'BGH', '§ 4', '§ 294', 'BGH', '§ 575', 'BGH', 'BGH']

BGH, 22.03.2007 - IX ZB 10/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,8397
BGH, 22.03.2007 - IX ZB 10/06 (https://dejure.org/2007,8397)
BGH, Entscheidung vom 22.03.2007 - IX ZB 10/06 (https://dejure.org/2007,8397)
BGH, Entscheidung vom 22. März 2007 - IX ZB 10/06 (https://dejure.org/2007,8397)
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Unterscheidung zwischen einem Widerspruch und dem Antrag gemäß § 251 Insolvensordnung (InsO) im Rahmen der Prüfung der Zulässigkeit einer Rechtsbeschwerde; Grundsetzliche Rechtsfrage bei in § 251 InsO verankertem Minderheitenschutz; Schlechterstellung durch einen ...
InsO § 251 Abs. 1 Nr. 1
AG Berlin-Charlottenburg, 25.08.2005 - 107 IN 5647/04
LG Berlin, 06.01.2006 - 86 T 446/05
NZI 2007, 522
Nach Absatz 2 dieser Vorschrift ist im Rahmen der Glaubhaftmachung eine Beweisaufnahme, die nicht sofort erfolgen kann, unstatthaft (BGH, Beschl. v. 22. März 2007 - IX ZB 10/06, ZInsO 2007, 442, 443 Rn. 14).
LG Berlin, 07.02.2008 - 86 T 919/07
Klage gegen einen durch den Insolvenzverwalter erstellten Insolvenzplan aufgrund …
Die Glaubhaftmachung erfordert die Darlegung der überwiegenden Wahrscheinlichkeit der Schlechterstellung im konkreten Fall (BGH MDR 2007, 1040 [BGH 29.03.2007 - IX ZB 204/05] ; ders. ZInsO 2007, 442 ).
Unter Berücksichtigung des Beschleunigungsgrundsatzes und der deutlichen Formulierung des Gesetzestextes ist der Antrag bei fehlender Glaubhaftmachung zurückzuweisen (BGH MDR 2007, 1040 [BGH 29.03.2007 - IX ZB 204/05] ; ders. ZInsO 2007, 442 ).
Es kann dahinstehen, ob ein förmlicher Widerspruch der Beteiligten zu 1 gem. § 251 Abs. 1 Nr. 1 InsO erforderlich war (vgl. dazu BGH ZInsO 2007, 442 ), denn jedenfalls hat die Beteiligte zu 1 dem Insolvenzplan mit dem dem Terminsprotokoll - Prüfungstermin - vom 5. November 2007 anliegenden Schriftsatz vom 2. November 2007 form- und fristgerecht i.S. des § 251 Abs. 1 Nr. 1 InsO widersprochen.
Diese Schlechterstellung ist nur dann vorstellbar, wenn eine Restschuldbefreiung die Forderung der Beteiligten zu 1 gem. § 302 Nr. 1 InsO nicht ergriffe (vgl. dazu auch BGH ZinsO 2007, 442).
Der Gläubiger muss also Tatsachen vortragen und glaubhaft machen, aus denen sich die überwiegende Wahrscheinlichkeit (§ 4 InsO, § 294 ZPO) einer Schlechterstellung durch den Insolvenzplan ergibt (BGH, Beschl. v. 22. März 2007 - IX ZB 10/06, ZInsO 2007, 442, 443 Rn. 9, 14).
Bei der kraft Gesetz statthaften Rechtsbeschwerde prüft das Rechtsbeschwerdegericht nur diejenigen Zulässigkeitsgründe, welche die Rechtsmittelbegründung nach § 575 Abs. 3 Nr. 2 ZPO schlüssig und substantiiert dargelegt hat (BGH, Beschl. v. 29. September 2005 - IX ZB 430/02, WM 2006, 59, 60; v. 22. März 2007 - IX ZB 10/06, NZI 2007, 522).
Dies ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ausreichend, weshalb es einer Beweiserhebung über den aktuellen Verkehrswert der Immobilie nicht bedarf (vgl. BGH, ZInsO 2007, 442).