Source: http://www.kanzlei-zech.de/entgeltfortzahlung-im-krankheitsfall-arbeitsrecht-nuernberg/
Timestamp: 2019-07-18 05:26:32
Document Index: 261124572

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 5', '§ 5', '§ 6']

Anwalt für Arbeitsrecht Nürnberg Rechtsanwalt Entgeltfortzahlung	| Dr.Zech Partnerschaft
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Der entsprechende Paragraph 3 dieses Gesetz lautet wie folgt:
Hieraus ergibt sich, dass jeder Arbeitnehmer, der mindestens vier Woche beschäftigt ist (Von dieser Frist kann in Tarifverträgen abgesehen werden) einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung aus diesem Gesetz hat; Also auch Teilzeitbeschäftigte, Aushilfen, oder Minijobber.
Voraussetzung ist, dass der Arbeitnehmer infolge unverschuldeter Krankheit arbeitsunfähig ist. Es kommt hier immer wieder zu Streit darüber, ob die Krankheit „unverschuldet“ war (z.B. Verletzung bei Extremsportarten, Schönheitsoperationen etc.) und ob der Arbeitnehmer in seinem konkreten Fall tatsächlich „arbeitsunfähig“ ist.
In Absatz 1, Satz 1, ist ausdrücklich geregelt, dass der Anspruch auf Entgeltfortzahlung für maximal sechs Wochen besteht.
Wer gesetzlich krankenversichert ist, der bekommt – wenn die Krankheit länger dauert – anschließend Krankengeld von der Krankenkasse.
Die Höhe der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall bemisst sich grundsätzlich danach, was der Arbeitnehmer bezogen hätte, wenn er nicht arbeitsunfähig erkrankt wäre (Lohnausfallprinzip).
Nach § 5 EntgFG ist der Arbeitnehmer verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen.
In § 6 EntgFG ist geregelt, dass Arbeitnehmer ihrem Arbeitgeber eine eventuelle Dritthaftung mitteilen müssen. Letzterer kann dann nämlich eventuelle Schritte zum Regress einleiten.
Nach § 7 Abs. 1 EntgFG ist der Arbeitgeber berechtigt, die Fortzahlung des Arbeitsentgelts zu verweigern, „solange der Arbeitnehmer die von ihm nach § 5 Abs. 1 vorzulegende ärztliche Bescheinigung nicht vorlegt oder den ihm nach § 5 Abs. 2 obliegenden Verpflichtungen nicht nachkommt“ oder „wenn der Arbeitnehmer den Übergang eines Schadensersatzanspruchs gegen einen Dritten auf den Arbeitgeber
(§ 6) verhindert.“
Dies gilt nicht, „wenn der Arbeitnehmer die Verletzung dieser ihm obliegenden Verpflichtungen nicht zu vertreten hat.“