Source: https://ra.de/urteil/polgzwe/1-owi-2-ss-bs-5418-1-owi-2-ssbs-5418-2018-07-24
Timestamp: 2020-01-25 03:11:42
Document Index: 325421135

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 79', '§ 80', '§ 72', '§ 344', '§ 79', '§ 72', '§ 72', '§ 79', '§ 79', '§ 79', '§ 79', '§ 72', '§ 72', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 80', '§ 79', '§ 344', '§ 35', '§ 346', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 145', '§ 260', '§ 344', '§ 344', '§ 344', '§ 79', '§ 79', '§ 79', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 72', '§ 79', '§ 79', '§ 79', '§ 79', '§ 79', '§ 80', '§ 80', '§ 72', '§ 72', '§ 344', '§ 344', '§ 79', '§ 79', '§ 72', '§ 72', '§ 79', '§ 79']

Beschluss 1 OWi 2 Ss Bs 54/18, 1 OWi 2 SsBs 54/18, Pfälzisches Oberlandesgericht Zweibrücken 24.07.2018 mit Referenzen
POLGZWE 1 OWi 2 Ss Bs 54/18, 1 OWi 2 SsBs 54/18
andere, Beweiserhebungsverbote / Beweisverwertungsverbote, Betäubungsmittelstrafrecht, Strafrecht
POLGZWE 1 Ws 228/18, 2 Ws 172/18
OLGHAM 4 RVs 156/18
AGK 612 AR 49/18
OLGHAM 1 Vollz (Ws) 78/18
OLGKOBL 1 OWi 6 SsRs 179/17
OLGHAM 5 RVs 149/18
OLGKOBL 1 OWiG 6 SsBs 155/18
OLGHH 2 Rev 92/18
BGH 5 StR 486/18
AGZWEIB 1 OWi 4285 Js 7167/18
AGZWEIB 1 OWi 4235 Js 7742/18
LGTRIER 2a Qs 29/18
OLGHH 2 Ws 183/18
EUGH C-234/17
OLGK 1 RBs 324/18
LGHH 616 Qs 15/18
OLGROST 20 RR 52/18
POLGZWE 1 Ws 207/18
OLGROST 20 Ws 180/18
OVGRLP 7 A 10084/18
OVGRLP 7 A 10256/18
BVERFG 2 BvR 708/18
BVERFG 2 BvR 745/18
BGH 1 StR 320/17
BVERWG 2 WDB 3/18
OLGHH 1 Ws 90/18
POLGZWE 1 OLG 2 Ss 29/18
BGH 2 StR 142/18
POLGZWE 1 OWi 2 Ss Bs 55/18, 1 OWi 2 SsBs 55/18
POLGZWE 1 Ws 151/18
BVERFG 2 BvR 745/14
POLGZWE 1 Ws 179/18
OLGHH 2 Rev 47/18
BVERFG 2 BvR 1228/16
BGH 2 ARs 121/18
POLGZWE 1 Ws 159/18
OVGHH 4 So 24/18
OLGHH 2 Rev 74/18
BGH 3 StR 47/18
LGHH 632 Qs 28/18
BGH 2 ARs 197/18
BGH 1 BGs 324/18
BGH 4 StR 68/18
AGFUE 471 OWi 704 Js 105668/18
AGLAND1 3 OWi 92/18
BGH 4 StR 129/18
OLGMUEN 4b Ws 8/18
BGH 1 StR 518/17
BGH 1 StR 34/18
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OLGBAMB 3 Ss OWi 870/18
OLGKOBL 2 Ws 326/18 Vollz
VGREGEN RO 10 DK 17.542
OLGKARL 2 Rv 4 Ss 332/18
BGH 1 StR 111/18
BGH 5 StR 180/18
AGFREIS 3 OWi 30/18
BGH 1 StR 244/18
POLGZWE 1 OLG 2 Ss 81/17
BGH 4 StR 621/17
BGH 4 StR 227/18
BGH 5 StR 38/18
OLGKOBL 2 Ws 324/18
BGH StB 10/18
BVERWG 1 WB 51/17
BGH AK 24/18, AK 25/18
BVERWG 6 C 39/16
BVERFG 2 BvR 1405/17, 2 BvR 1780/17
OLGMUEN 5 OLG 15 Ss 89/18
BGH 1 StR 208/18
OLGBAMB 3 OLG 110 Ss 41/18
OLGBAMB 3 Ss Owi 626/18
OLGBAMB 3 OLG 110 Ss 38/18
LGMAGDE 25 Qs 767 Js 8294/18 (56/18), 25 Qs 56/18
AGTIRSC 1 Ds 14 Js 2850/18
BGH 5 AR (Vs) 112/17
VGMAGDE 15 B 16/18
POLGZWE 1 OLG 2 Ss 3/18
OVGRLP 7 A 11935/17
BGH 3 StR 180/18
BGH 3 StR 61/18
ra.de / Pfälzisches Oberlandesgericht Zweibrücken / POLGZWE 1 OWi 2 Ss Bs 54/18, 1 OWi 2 SsBs 54/18
Pfälzisches Oberlandesgericht Zweibrücken Beschluss 1 OWi 2 Ss Bs 54/18, 1 OWi 2 SsBs 54/18, 24. Juli 2018
<div class="docLayoutText"> <div class="docLayoutMarginTopMore"><h4 class="doc"> <!--hlIgnoreOn-->Tenor<!--hlIgnoreOff--> </h4></div> <div class="docLayoutText"><div> <dl class="RspDL"> <dt></dt> <dd><p>1. Auf die Rechtsbeschwerde des Betroffenen wird der Beschluss des Amtsgerichts Speyer vom 22. Mai 2018 mit den Feststellungen aufgehoben.</p></dd> </dl> <dl class="RspDL"> <dt></dt> <dd><p></p></dd> </dl> <dl class="RspDL"> <dt></dt> <dd><p>2. Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens, an den Bußgeldrichter des Amtsgerichts zurückverwiesen.</p></dd> </dl> </div></div> <div class="docLayoutMarginTopMore"><h4 class="doc"> <!--hlIgnoreOn-->Gründe<!--hlIgnoreOff--> </h4></div> <div class="docLayoutText"><div> <dl class="RspDL"> <dt><a name="rd_1" id="nr_1">1</a></dt> <dd><p>Das Amtsgericht hat den Betroffenen auf dessen rechtzeitig erhobenen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid des Polizeipräsidiums Rheinpfalz vom 25. Oktober 2017 (Az.: 500.03789020.3) durch Beschluss vom 22. Mai 2018 wegen fahrlässigen Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 27 km/h mit einer Geldbuße von 80 EUR belegt. Die hiergegen gerichtete Rechtsbeschwerde des Betroffenen führt zur Aufhebung der angefochtenen Entscheidung und Zurückverweisung der Sache an das Amtsgericht.</p></dd> </dl> <dl class="RspDL"> <dt></dt> <dd><p></p></dd> </dl> <dl class="RspDL"> <dt><a name="rd_2" id="nr_2">2</a></dt> <dd><p>Das nach § 79 Abs. 1 Nr. 5 OWiG ohne die besonderen Voraussetzungen des § 80 OWiG zulässige Rechtsmittel ist in der Sache begründet. Die Rüge einer Verletzung von § 72 OWiG ist in einer den Anforderungen von § 344 Abs. 2 S. 2 StPO i.V.m. § 79 Abs. 3 S. 1 OWiG genügenden Weise erhoben. Der Rechtsbeschwerderechtfertigungsschrift kann insbesondere in noch hinreichender Weise entnommen werden, dass das Einspruchsschreiben des Verteidigers vom 3. November 2017 in der dem Gericht zugegangenen Bußgeldakte enthalten gewesen war (vgl. zu diesem Vortragserfordernis: Thüringer Oberlandesgericht, Beschluss vom 20. Januar 2006 - 1 Ss 298/05, juris Rn. 9).</p></dd> </dl> <dl class="RspDL"> <dt></dt> <dd><p></p></dd> </dl> <dl class="RspDL"> <dt><a name="rd_3" id="nr_3">3</a></dt> <dd><p>Die Generalstaatsanwaltschaft hat zur Begründetheit der Verfahrensrüge in ihrer Zuschrift vom 18. Juli 2018 ausgeführt:</p></dd> </dl> <dl class="RspDL"> <dt></dt> <dd><p></p></dd> </dl> <dl class="RspDL"> <dt><a name="rd_4" id="nr_4">4</a></dt> <dd><p style="margin-left:18pt">„Die Entscheidung im Beschlusswege gemäß § 72 Abs. 1 OWiG war nicht zulässig, da der Betroffene bereits in der Einspruchsschrift seines Verteidigers vom 3. November 2017 gegen den Bußgeldbescheid einer solchen Vorgehensweise widersprochen hat. Mit dem Eingang der Akten bei dem Amtsgericht Speyer ist der Widerspruch wirksam abgegeben. In dem Schweigen des Betroffenen auf die gerichtliche Anfrage vom 11. April 2018 kann keine Rücknahme des Widerspruchs gesehen werden (Seitz/Bauer in Göhler, Ordnungswidrigkeitengesetz, 17. Aufl., § 72 Rn. 11, 29 sowie z.B. OLG Köln, Beschl. vom 19.09.2016 - III-1 RBs 270/16, OLG Frankfurt am Main, Beschluss vom 13.03.2015, 2 Ss-OWi 240/15).“</p></dd> </dl> <dl class="RspDL"> <dt></dt> <dd><p></p></dd> </dl> <dl class="RspDL"> <dt><a name="rd_5" id="nr_5">5</a></dt> <dd><p>Dem schließt sich der Senat an.</p></dd> </dl> <dl class="RspDL"> <dt></dt> <dd><p></p></dd> </dl> <dl class="RspDL"> <dt><a name="rd_6" id="nr_6">6</a></dt> <dd><p>Es besteht kein Anlass, die Sache an eine andere Abteilung oder ein anderes Amtsgericht zu verweisen (§ 79 Abs. 6 OWiG).</p></dd> </dl> </div></div> </div>
1. Auf die Rechtsbeschwerde des Betroffenen wird der Beschluss des Amtsgerichts Speyer vom 22. Mai 2018 mit den Feststellungen aufgehoben.
Das Amtsgericht hat den Betroffenen auf dessen rechtzeitig erhobenen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid des Polizeipräsidiums Rheinpfalz vom 25. Oktober 2017 (Az.: 500.03789020.3) durch Beschluss vom 22. Mai 2018 wegen fahrlässigen Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit außerhalb geschlossener Ortschaften um 27 km/h mit einer Geldbuße von 80 EUR belegt. Die hiergegen gerichtete Rechtsbeschwerde des Betroffenen führt zur Aufhebung der angefochtenen Entscheidung und Zurückverweisung der Sache an das Amtsgericht.
Das nach § 79 Abs. 1 Nr. 5 OWiG
OWiG 1968 OWiG 1968 | Gesetz über Ordnungswidrigkeiten ,
§ 79 Rechtsbeschwerde § 79 Rechtsbeschwerde , Abs. 1
gegen den Betroffenen eine Geldbuße von mehr als zweihundertfünfzig Euro festgesetzt worden ist,
eine Nebenfolge angeordnet worden ist, es sei denn, daß es sich um eine Nebenfolge vermögensrechtlicher Art handelt, deren Wert im Urteil oder im Beschluß nach § 72 auf nicht mehr als zweihundertfünfzig Euro festgesetzt worden ist,
der Betroffene wegen einer Ordnungswidrigkeit freigesprochen oder das Verfahren eingestellt oder von der Verhängung eines Fahrverbotes abgesehen worden ist und wegen der Tat im Bußgeldbescheid oder Strafbefehl eine Geldbuße von mehr als sechshundert Euro festgesetzt, ein Fahrverbot verhängt oder eine solche Geldbuße oder ein Fahrverbot von der Staatsanwaltschaft beantragt worden war,
der Einspruch durch Urteil als unzulässig verworfen worden ist oder
durch Beschluß nach § 72 entschieden worden ist, obwohl der Beschwerdeführer diesem Verfahren rechtzeitig widersprochen hatte oder ihm in sonstiger Weise das rechtliche Gehör versagt wurde.
Gegen das Urteil ist die Rechtsbeschwerde ferner zulässig, wenn sie zugelassen wird (§ 80).
ohne die besonderen Voraussetzungen des § 80 OWiG
§ 80 Zulassung der Rechtsbeschwerde § 80 Zulassung der Rechtsbeschwerde
(1) Das Beschwerdegericht läßt die Rechtsbeschwerde nach § 79 Abs. 1 Satz 2 auf Antrag zu, wenn es geboten ist,
die Nachprüfung des Urteils zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zu ermöglichen, soweit Absatz 2 nichts anderes bestimmt, oder
das Urteil wegen Versagung des rechtlichen Gehörs aufzuheben.
gegen den Betroffenen eine Geldbuße von nicht mehr als einhundert Euro festgesetzt oder eine Nebenfolge vermögensrechtlicher Art angeordnet worden ist, deren Wert im Urteil auf nicht mehr als einhundert Euro festgesetzt worden ist, oder
der Betroffene wegen einer Ordnungswidrigkeit freigesprochen oder das Verfahren eingestellt worden ist und wegen der Tat im Bußgeldbescheid oder im Strafbefehl eine Geldbuße von nicht mehr als einhundertfünfzig Euro festgesetzt oder eine solche Geldbuße von der Staatsanwaltschaft beantragt worden war.
(3) Für den Zulassungsantrag gelten die Vorschriften über die Einlegung der Rechtsbeschwerde entsprechend. Der Antrag gilt als vorsorglich eingelegte Rechtsbeschwerde. Die Vorschriften über die Anbringung der Beschwerdeanträge und deren Begründung (§§ 344, 345 der Strafprozeßordnung) sind zu beachten. Bei der Begründung der Beschwerdeanträge soll der Antragsteller zugleich angeben, aus welchen Gründen die in Absatz 1 bezeichneten Voraussetzungen vorliegen. § 35a der Strafprozeßordnung gilt entsprechend.
(4) Das Beschwerdegericht entscheidet über den Antrag durch Beschluß. Die §§ 346 bis 348 der Strafprozeßordnung gelten entsprechend. Der Beschluß, durch den der Antrag verworfen wird, bedarf keiner Begründung. Wird der Antrag verworfen, so gilt die Rechtsbeschwerde als zurückgenommen.
(5) Stellt sich vor der Entscheidung über den Zulassungsantrag heraus, daß ein Verfahrenshindernis besteht, so stellt das Beschwerdegericht das Verfahren nur dann ein, wenn das Verfahrenshindernis nach Erlaß des Urteils eingetreten ist.
zulässige Rechtsmittel ist in der Sache begründet. Die Rüge einer Verletzung von § 72 OWiG
§ 72 Entscheidung durch Beschluß § 72 Entscheidung durch Beschluß
(1) Hält das Gericht eine Hauptverhandlung nicht für erforderlich, so kann es durch Beschluß entscheiden, wenn der Betroffene und die Staatsanwaltschaft diesem Verfahren nicht widersprechen. Das Gericht weist sie zuvor auf die Möglichkeit eines solchen Verfahrens und des Widerspruchs hin und gibt ihnen Gelegenheit, sich innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung des Hinweises zu äußern; § 145a Abs. 1 und 3 der Strafprozeßordnung gilt entsprechend. Das Gericht kann von einem Hinweis an den Betroffenen absehen und auch gegen seinen Widerspruch durch Beschluß entscheiden, wenn es den Betroffenen freispricht.
(2) Geht der Widerspruch erst nach Ablauf der Frist ein, so ist er unbeachtlich. In diesem Falle kann jedoch gegen den Beschluß innerhalb einer Woche nach Zustellung die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand unter den gleichen Voraussetzungen wie gegen die Versäumung einer Frist beantragt werden; hierüber ist der Betroffene bei der Zustellung des Beschlusses zu belehren.
(3) Das Gericht entscheidet darüber, ob der Betroffene freigesprochen, gegen ihn eine Geldbuße festgesetzt, eine Nebenfolge angeordnet oder das Verfahren eingestellt wird. Das Gericht darf von der im Bußgeldbescheid getroffenen Entscheidung nicht zum Nachteil des Betroffenen abweichen.
(4) Wird eine Geldbuße festgesetzt, so gibt der Beschluß die Ordnungswidrigkeit an; hat der Bußgeldtatbestand eine gesetzliche Überschrift, so soll diese zur Bezeichnung der Ordnungswidrigkeit verwendet werden. § 260 Abs. 5 Satz 1 der Strafprozeßordnung gilt entsprechend. Die Begründung des Beschlusses enthält die für erwiesen erachteten Tatsachen, in denen das Gericht die gesetzlichen Merkmale der Ordnungswidrigkeit sieht. Soweit der Beweis aus anderen Tatsachen gefolgert wird, sollen auch diese Tatsachen angegeben werden. Ferner sind die Umstände anzuführen, die für die Zumessung der Geldbuße und die Anordnung einer Nebenfolge bestimmend sind.
(5) Wird der Betroffene freigesprochen, so muß die Begründung ergeben, ob der Betroffene für nicht überführt oder ob und aus welchen Gründen die als erwiesen angenommene Tat nicht als Ordnungswidrigkeit angesehen worden ist. Kann der Beschluß nicht mit der Rechtsbeschwerde angefochten werden, so braucht nur angegeben zu werden, ob die dem Betroffenen zur Last gelegte Ordnungswidrigkeit aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen nicht festgestellt worden ist.
(6) Von einer Begründung kann abgesehen werden, wenn die am Verfahren Beteiligten hierauf verzichten. In diesem Fall reicht der Hinweis auf den Inhalt des Bußgeldbescheides; das Gericht kann unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls nach seinem Ermessen zusätzliche Ausführungen machen. Die vollständigen Gründe sind innerhalb von fünf Wochen zu den Akten zu bringen, wenn gegen den Beschluß Rechtsbeschwerde eingelegt wird.
ist in einer den Anforderungen von § 344 Abs. 2 S. 2 StPO
§ 344 Revisionsbegründung § 344 Revisionsbegründung , Abs. 2
(1) Der Beschwerdeführer hat die Erklärung abzugeben, inwieweit er das Urteil anfechte und dessen Aufhebung beantrage (Revisionsanträge), und die Anträge zu begründen.
(2) Aus der Begründung muß hervorgehen, ob das Urteil wegen Verletzung einer Rechtsnorm über das Verfahren oder wegen Verletzung einer anderen Rechtsnorm angefochten wird. Ersterenfalls müssen die den Mangel enthaltenden Tatsachen angegeben werden.
i.V.m. § 79 Abs. 3 S. 1 OWiG
§ 79 Rechtsbeschwerde § 79 Rechtsbeschwerde , Abs. 3
genügenden Weise erhoben. Der Rechtsbeschwerderechtfertigungsschrift kann insbesondere in noch hinreichender Weise entnommen werden, dass das Einspruchsschreiben des Verteidigers vom 3. November 2017 in der dem Gericht zugegangenen Bußgeldakte enthalten gewesen war (vgl. zu diesem Vortragserfordernis: Thüringer Oberlandesgericht, Beschluss vom 20. Januar 2006 - 1 Ss 298/05, juris Rn. 9).
Die Generalstaatsanwaltschaft hat zur Begründetheit der Verfahrensrüge in ihrer Zuschrift vom 18. Juli 2018 ausgeführt:
„Die Entscheidung im Beschlusswege gemäß § 72 Abs. 1 OWiG
§ 72 Entscheidung durch Beschluß § 72 Entscheidung durch Beschluß , Abs. 1
war nicht zulässig, da der Betroffene bereits in der Einspruchsschrift seines Verteidigers vom 3. November 2017 gegen den Bußgeldbescheid einer solchen Vorgehensweise widersprochen hat. Mit dem Eingang der Akten bei dem Amtsgericht Speyer ist der Widerspruch wirksam abgegeben. In dem Schweigen des Betroffenen auf die gerichtliche Anfrage vom 11. April 2018 kann keine Rücknahme des Widerspruchs gesehen werden (Seitz/Bauer in Göhler, Ordnungswidrigkeitengesetz, 17. Aufl., § 72 Rn. 11, 29 sowie z.B. OLG Köln, Beschl. vom 19.09.2016 - III-1 RBs 270/16, OLG Frankfurt am Main, Beschluss vom 13.03.2015, 2 Ss-OWi 240/15).“
Es besteht kein Anlass, die Sache an eine andere Abteilung oder ein anderes Amtsgericht zu verweisen (§ 79 Abs. 6 OWiG
§ 79 Rechtsbeschwerde § 79 Rechtsbeschwerde , Abs. 6
OWiG 1968OWiG 1968 | Gesetz über Ordnungswidrigkeiten,
§ 79 Rechtsbeschwerde§ 79 Rechtsbeschwerde, Abs. 1
§ 80 Zulassung der Rechtsbeschwerde§ 80 Zulassung der Rechtsbeschwerde
§ 72 Entscheidung durch Beschluß§ 72 Entscheidung durch Beschluß
§ 344 Revisionsbegründung§ 344 Revisionsbegründung, Abs. 2
§ 79 Rechtsbeschwerde§ 79 Rechtsbeschwerde, Abs. 3
§ 72 Entscheidung durch Beschluß§ 72 Entscheidung durch Beschluß, Abs. 1
§ 79 Rechtsbeschwerde§ 79 Rechtsbeschwerde, Abs. 6