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Timestamp: 2016-10-28 14:01:12
Document Index: 96112175

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 57', 'Art. 58', 'Art. 79', 'Art. 58', 'Art. 81', 'BGE', 'Art. 127', 'in fine', 'Art. 67', 'in fine']

Kantonale Steuerverwaltung Wallis, Kommission f�r die Einsch�tzung der juristischen Personen.
Die X.________ AG unterliess es in den Jahren 2001 bis 2003 irrt�mlicherweise, die L�hne ihres Direktoren-Ehepaars gegen�ber der zust�ndigen Sozialversicherungsanstalt anzugeben. Aufgrund dieses Irrtums berechnete die Ausgleichskasse auf den L�hnen des Ehepaars weder AHV- noch BVG-Beitr�ge. Aus dem gleichen Grund vers�umte es die Gesellschaft in ihren Steuererkl�rungen f�r die Staats- und die direkte Bundessteuer 2001 bis 2003, die f�r ihre Direktoren an sich jeweils geschuldeten Sozialbeitr�ge ertragsmindernd anzugeben. Bei einer im Jahr 2004 durchgef�hrten Kontrolle bemerkte die Ausgleichskasse den Irrtum und erliess f�r die genannten drei Jahre eine Nachzahlungsverf�gung im Gesamtbetrag von Fr. 249'207.--. Die Gesellschaft verbuchte den Betrag in ihren Gesch�ftsb�chern 2004 und deklarierte ihn auch in ihrer Steuererkl�rung f�r das gleiche Jahr als Betriebsaufwand.
Mit Veranlagungsverf�gung vom 6. Juli 2007 und Einspracheentscheid vom 7. M�rz 2008 verweigerte die Steuerverwaltung des Kantons Wallis den f�r 2004 geltend gemachten Abzug von Fr. 249'207.--, weil die ihm zugrunde liegende nachtr�gliche Aufwandverbuchung gegen das Periodizit�tsprinzip verstosse. Das best�tigte die kantonale Steuerrekurskommission mit Urteil vom 24. Februar 2010.
Am 17. Mai 2010 hat die X.________ AG Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht eingereicht. Sie stellt den Antrag, das Urteil der kantonalen Steuerrekurskommission in Bezug auf die Staats- und die direkte Bundessteuer 2004 aufzuheben.
Die kantonale und die Eidgen�ssische Steuerverwaltung sowie die Steuerrekurskommission schliessen auf Abweisung der Beschwerde.
Mit Verf�gung vom 25. Mai 2010 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung ein Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen.
Die Beschwerde ist zul�ssig (vgl. Art. 82 ff. BGG; siehe insb. auch ASA 79 691 E. 1).
2.1 Gegenstand der Gewinnsteuer der juristischen Personen ist der Reingewinn (vgl. Art. 57 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11]). Der steuerbare Reingewinn setzt sich gem�ss Art. 58 Abs. 1 DBG zusammen aus: dem Saldo der Erfolgsrechnung unter Ber�cksichtigung des Saldovortrags des Vorjahres (lit. a); allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teilen des Gesch�ftsergebnisses, die nicht zur Deckung von gesch�ftsm�ssig begr�ndetem Aufwand verwendet werden (lit. b) sowie aus den der Erfolgsrechnung nicht gutgeschriebenen Ertr�gen (lit. c). Das Gesetz stellt damit auf das Ergebnis eines handelsrechtskonformen Rechnungsabschlusses ab, der auch steuerrechtlich verbindlich ist, sofern die buchhaltungsrechtlichen Vorschriften beachtet wurden. Vorbehalten bleiben die steuerlichen Korrekturvorschriften, u.a. aufgrund des bundes- sowie kantonalrechtlich im Gesetz verankerten Periodizit�tsprinzips (vgl. Art. 79 in Verbindung mit Art. 58 DBG; siehe ebenfalls die inhaltlich damit �bereinstimmenden und hier f�r die Staatssteuer massgeblichen Bestimmungen von Art. 81 und 105 des Steuergesetzes des Kantons Wallis vom 10. M�rz 1976, [StG/VS; 642.1]). Danach hat ein Unternehmen im Steuerjahr denjenigen Gewinn zu versteuern, den es in der entsprechenden Periode erzielt hat. Es d�rfen also nicht nach freiem Belieben die Ergebnisse der Gesch�ftsperioden untereinander ausgeglichen werden, indem diejenigen einer Periode zugunsten oder zulasten einer andern vermindert oder erh�ht werden. Dasselbe ergibt sich aus den handelsrechtlichen Buchhaltungsvorschriften, in deren Rahmen das Prinzip unter der Bezeichnung "umfassender Periodisierungsgrundsatz" und im Einklang mit dem Realisierungsgrundsatz in dem Sinne gilt, dass s�mtliche Ertrags- und Kostenelemente, die in eine bestimmte Buchhaltungsperiode fallen, dieser Periode auch tats�chlich zuzuschreiben sind. Das Bundesgericht hat zum Periodizit�tsprinzip eine differenzierte Praxis entwickelt (vgl. zum Ganzen u.a. BGE 133 II 287 E. 3 S. 290 ff.; Pra 2010 Nr. 82 586 E. 2.2 u. 3.3; ASA 79 704 E. 2.4; 78 301 E. 5.4; 77 257 E. 3.3; StR 64/2009 886 E. 5.1 u. 810 E. 2.1; 63/2008 630 E. 5 f. u. 883 E. 2.1; RtiD 2007 II 622 E. 3; StE 2007 B 72.11 Nr. 14 E. 2.2; 2005 B 23.44.2 Nr. 5 E. 4.5; 2003 B 21.2 Nr. 17 E. 3).
2.2 In einem zur Ver�ffentlichung bestimmten Urteil 2C_628/2010 vom 28. Juni 2011 ist das Bundesgericht k�rzlich n�her auf seine Rechtsprechung zum Periodizit�tsprinzip eingegangen, und zwar im Zusammenhang mit ausserordentlichen Einmalabschreibungen, die vorgenommen werden, wenn zuvor unsichere Forderungen endg�ltig wertlos geworden sind:
2.2.1 Im genannten Urteil wird festgehalten, dass die steuerliche Ber�cksichtigung einmaliger und im Nachhinein get�tigter Abschreibungen grunds�tzlich mit einer Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf�higkeit gem�ss Art. 127 Abs. 2 BV im Einklang steht. Solche Abschreibungen bewirken n�mlich, dass endg�ltig gewordene Wertverluste auch buchhalterisch als solche anerkannt werden (vgl. dort einleitend vor E. 6.4.1 sowie E. 6.4.1 in fine). Daraus kann aber nicht geschlossen werden, dass derartige Abschreibungen ohne weitere Voraussetzungen zul�ssig w�ren. Zumindest steuerrechtlich gilt eine doppelte Einschr�nkung: Einerseits sind gegen�ber unsicher gewordenen Forderungen zuerst vor�bergehende Wertberichtigungen vorzunehmen, bevor Abschreibungen, d.h. dauerhafte Berichtigungen, get�tigt werden. Andererseits sind Abschreibungen im Normalfall periodisch vorzunehmen und k�nnen somit nur ausnahmsweise als ausserordentliche Einmalkorrekturen im Nachhinein erfolgen (vgl. E. 6.4.1 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung und die Lehre). Der Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf�higkeit darf also nicht in dem Sinne verstanden werden, dass es dem Pflichtigen freigestellt w�re, den steuerbaren Ertrag nach seinem individuellen und subjektiven Gutd�nken zu bestimmen. Genauso wenig kann das sog. Totalgewinnprinzip systematisch �ber den Periodizit�tsgrundsatz gestellt werden; der Gesetzgeber hat dieses Prinzip nur insoweit ber�cksichtigt, als er die Verrechnung von Verlustvortr�gen unter den Voraussetzungen von Art. 67 DBG zugelassen hat (vgl. E. 6.4.4; siehe dazu weiter E. 6.4.3 in initio, wo verschiedene Urteile aufgef�hrt werden, in denen das Bundesgericht dem Periodizit�tsgrundsatz in Einklang mit dem eben Gesagten entscheidendes Gewicht beigemessen hat).
2.2.2 Gleichzeitig hat das Bundesgericht aber den gerade genannten beiden Einschr�nkungen, die sich aus dem Periodizit�tsprinzip f�r die Tragweite einer Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf�higkeit ergeben, zwei andere Gesichtspunkte gegen�bergestellt, die sich spezifisch aus dem Sachverhalt wertlos gewordener unsicherer Forderungen ergeben: Zum einen kann unter solchen Umst�nden eine ausserordentliche Abschreibung steuerrechtlich nicht schon deshalb absolut und ausnahmslos verweigert werden, weil der Pflichtige es zuvor unterlassen hat, auf der unsicheren Forderung eine vor�bergehende Wertberichtigung vorzunehmen; eine solche H�rte liefe dem buchhalterischen Beurteilungsspielraum zuwider, �ber den der Pflichtige bei der Bewertung seiner Verlustrisiken verf�gen muss. Zum anderen erweist es sich in einem konkreten Einzelfall oft als schwierig, genau den Zeitpunkt festlegen, in dem eine zuvor unsichere Forderung (gegen�ber einem Schuldner in Zahlungsschwierigkeiten) endg�ltig wertlos geworden ist und der Schuldner als insolvent eingestuft werden muss (vgl. dazu schon ASA 15 217 E. 2 sowie 2C_628/2010 E. 6.4.3 in fine u. 6.4.5).
2.2.3 Gesamthaft schliesst das Urteil aus dem Periodizit�tsprinzip, wie es sowohl die handelsrechtlichen Buchhaltungsvorschriften als auch das Steuerrecht pr�gt, dass eine ausserordentliche und im Nachhinein vorgenommene Einmalabschreibung nur insoweit ber�cksichtigt werden kann, als die Abschreibung nach den Gesamtumst�nden des konkreten Einzelfalles in einer Steuerperiode get�tigt worden ist, in welcher der Gl�ubiger annehmen musste, dass seine Forderung wertlos geworden war. Der Wertverlust muss mit der gew�hlten Periode eine hinreichende Verbindung haben, so dass die buchhalterisch get�tigte Zuordnung sich rechtfertigen l�sst und nicht (bloss) eine Steuerminimierung bezweckt (vgl. E. 6.4.5). Das war im konkreten Einzelfall gegeben: Einerseits hatte die steuerpflichtige Gesellschaft bis zum Jahr 2000 (tats�chlich und zul�ssigerweise) die Hoffnung gewahrt, dass zwei zweifelhaft gewordene Forderungen doch noch einbringlich waren; in Bezug auf beide Forderungen nahm sie jeweils die massgebliche Einmalabschreibung erst unmittelbar danach vor, als ihr bewusst geworden war, dass ihre Schuldner nunmehr zahlungsunf�hig waren. Zudem bestanden keine Hinweise darauf, dass die Pflichtige einen f�r sie steuerlich (besonders) g�nstigen Zeitpunkt f�r diese Verbuchung gew�hlt h�tte (vgl. E. 6.4.6).
2.3 Im vorliegenden Fall ist die Steuerrekurskommission zu Recht von einem Sachverhalt ausgegangen, der vom eben erw�hnten Problem der im Nachhinein und ausserordentlich vorgenommenen Einmalabschreibungen wertlos gewordener Forderungen deutlich abweicht (vgl. dazu auch unten E. 2.3.3). Und f�r diesen von ihr konkret zu beurteilenden Sachverhalt hat die Vorinstanz ohne Gesetzesverstoss festhalten d�rfen, dass sich eine Durchbrechung des Periodizit�tsprinzips nicht rechtfertigt:
2.3.1 Es steht hier ausser Streit, dass die massgeblichen AHV- und BVG-Beitr�ge die Buchhaltungs- und Steuerperioden 2001 bis 2003 betrafen. In diesen Perioden h�tten sie an sich auch verbucht und in den jeweiligen Steuererkl�rungen ertragsmindernd angegeben werden m�ssen. Das ist jedoch - ebenfalls unbestrittenermassen - unterblieben, genauso wie eine R�ckstellung f�r noch nicht festgelegte bzw. bezahlte Sozialleistungen. Solche Unterlassungen k�nnen nach Massgabe des Periodizit�tsprinzips nicht in einer sp�teren Periode nachgeholt werden. Von diesem Prinzip abzuweichen, rechtfertigen die Umst�nde des konkreten Einzelfalls nicht, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat: Die dem Direktoren-Ehepaar ausbezahlten L�hne wurden u.a. aus Vertraulichkeitsgr�nden auf manuellen, vom informatisierten Lohnsystem unabh�ngigen Belegbl�ttern gef�hrt. In den Jahren 2001 bis 2003 wurden die separaten Bl�tter der Ausgleichskasse irrt�mlicherweise nicht eingereicht, weshalb diese auch die entsprechenden AHV- und BVG-Beitr�ge nicht berechnen konnte. Weiter unterliess es die Beschwerdef�hrerin in Verletzung ihrer Sorgfaltspflicht, die von der Kasse festgelegten Leistungsbetr�ge in irgendeiner Weise zu �berpr�fen, so dass die Falschberechnung erst der Kasse bei einer nachtr�glichen Kontrolle auffiel.
Die Beschwerdef�hrerin muss die genannten Vers�umnisse vollumf�nglich auf sich nehmen und kann sie insbesondere nicht (sei es auch nur teilweise) der Ausgleichskasse anlasten. Gegen�ber den Steuerbeh�rden sind diese Unzul�nglichkeiten zwar als (zumindest gesamthaft) folgenschweres Fehlverhalten einzustufen, ohne dass aber von einem geradezu offensichtlichen, in die Augen springenden Mangel der Steuererkl�rungen 2001 bis 2003 gesprochen werden k�nnte, der die Veranlagungsbeh�rde dazu h�tte veranlassen m�ssen, ihre Untersuchungspflicht auszu�ben und die Deklarationen jeweils zu korrigieren (vgl. dazu u.a. ASA 73 482 E. 3; StR 61/2006 442 E. 2).
2.3.2 Dazu kommt Folgendes: Als die Ausgleichskasse die ungen�gende Beitragsberechnung im Laufe des Jahres 2004 bemerkte, hatte die Beschwerdef�hrerin ihre Steuererkl�rung f�r 2003 noch nicht eingereicht. Die Vorinstanz hat daraus geschlossen, dass die Gesellschaft verpflichtet gewesen w�re, ihren Irrtum zumindest in Bezug auf die dritte Periode zu berichtigen.
Dagegen wendet die Betroffene ein, eine solche Sichtweise w�rde die gesch�ftlichen Gepflogenheiten und die bei einer Aktiengesellschaft �blichen Abl�ufe verkennen, sei es doch nicht einfach m�glich, aus einem derartigen Grund die Jahresrechnung bzw. den Revisionsbericht neu zu verfassen und gegebenenfalls sogar die Generalversammlung zu wiederholen.
Dem muss jedoch zweierlei entgegengehalten werden: Einerseits mag das angesprochene Problem insbesondere bei grossen Publikumsgesellschaften von Belang sein (vgl. aber hinsichtlich der selbst f�r solche Gesellschaften geltenden Berichtigungspflichten u.a. MARKUS BERGER, Probleme der Bilanzberichtigung, ASA 70 542 ff.); bei der hier zu beurteilenden Familienunternehmung, in der das Direktoren-Ehepaar das gesamte Aktienkapital innehatte, kann den behaupteten Unm�glichkeiten und Zw�ngen von allem Anfang an nicht (das gleiche) Gewicht beigemessen werden. Andererseits haben die verfahrensbeteiligten Beh�rden zutreffend hervorgehoben, dass die massgebliche Kontrolle der Ausgleichskasse, bei welcher diese den Irrtum aufdeckte, schon am 20. Juli 2004 im Beisein der Direktorin stattfand, der Revisionsbericht erst knapp einen Monat sp�ter erfolgte und die Steuererkl�rung nicht vor Ende Oktober 2004 eingereicht wurde. Vor allem daraus ist zu schliessen, dass eine Korrektur f�r das Jahr 2003 soweit ersichtlich nicht wegen der behaupteten Unab�nderlichkeiten ausblieb, sondern eher deswegen, weil die steuerrechtlichen Auswirkungen einer Nichtdeklaration damals noch nicht erkannt wurden oder die Beschwerdef�hrerin es darauf ankommen lassen wollte, bei der Veranlagungsbeh�rde eine Geltendmachung der gesamten Abz�ge 2001 bis 2003 im Jahr 2004 durchzusetzen. Wie es sich dabei im Einzelnen verh�lt, muss nicht weiter gepr�ft werden.
2.3.3 Unter den gegebenen Umst�nden hat die Vorinstanz also zu Recht festgehalten, dass es ungerechtfertigt w�re, vom Periodizit�tsprinzip abzuweichen. Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem erw�hnten Urteil 2C_628/2010 (vgl. oben E. 2.2 u. einleitend vor E. 2.3.1): Hier geht es nicht um unsichere und sp�ter wertlos gewordene Forderungen, bei denen der Wertverlust zeitlich nicht (gen�gend klar) bestimmt werden k�nnte. Vielmehr handelt es sich um Sozialbeitr�ge, die ohne jegliche Zweifel der jeweiligen Steuerperiode zuzuordnen waren. Von dieser klaren Zuordnung ist auch nicht deshalb abzuweichen, weil die Ausgleichskasse aufgrund der ihr gelieferten Angaben eine unvollst�ndige Beitragsbemessung vornahm; die Unvollst�ndigkeit h�tte von der Beschwerdef�hrerin n�mlich noch rechtzeitig (d.h. jeweils innerhalb derselben Periode) �berpr�ft bzw. korrigiert werden k�nnen und m�ssen (vgl. oben E. 2.3.1). Aus dem gleichen Grund kann weiter nicht argumentiert werden, eine fr�here buchhalterische Fehlbehandlung gen�ge nicht, um eine nachmalige Berichtigung absolut und ausnahmslos auszuschliessen (vgl. oben E. 2.2.2). Eine solche Nachberichtigung w�re hier sowohl m�glich als auch notwendig gewesen, aber eben im Zusammenhang mit der �berpr�fung der jeweiligen Beitragsbemessung durch die Sozialversicherungsanstalt. Die Beschwerdef�hrerin kann sich umso weniger auf einen allf�lligen Anspruch auf Nachkorrektur berufen (sofern ein solcher unter den hier gegebenen Umst�nden �berhaupt anzunehmen ist), als sie zumindest f�r die Periode 2003 noch eine zweite Gelegenheit zur Nachbesserung hatte, aber ebenfalls ungenutzt verstreichen liess (vgl. oben E. 2.3.2). Die erst im Jahr 2004 vorgenommene Aufwandverbuchung muss somit selbst unter Ber�cksichtigung des genannten Urteils auf jeden Fall als versp�tet eingestuft werden.
2.4 Dagegen beruft die Beschwerdef�hrerin sich in erster Linie auf ein in StR 63/2008 630 ff. ver�ffentlichtes Urteil:
2.4.1 Dort erwog das Bundesgericht in Bezug auf einen Einzelunternehmer, dass diesem grunds�tzlich zwei M�glichkeiten offengestanden h�tten, um die im Rahmen seines Betriebes angefallenen AHV-Leistungen steuermindernd geltend zu machen: Entweder h�tte er sie in demjenigen Jahr angeben k�nnen, in dem sie ihm von der Ausgleichskasse in Rechnung gestellt worden waren (was konkret im Februar 2005 erfolgt war); oder er h�tte den entsprechenden Abzug dann vornehmen k�nnen, als er die Sozialleistungen beglichen hatte (vgl. E. 5.4). Jedoch hatte er keine der beiden L�sungen gew�hlt, sondern den Abzug in seiner erst nach Februar 2005 eingereichten Abrechnung und Steuererkl�rung f�r 2004 verbucht (vgl. E. 6.1). Deshalb hiess das Bundesgericht die Beschwerde der kantonalen Steuerverwaltung gut.
2.4.2 Die Beschwerdef�hrerin vertritt nun die Auffassung, sie habe die vom Bundesgericht genannten Erfordernisse eingehalten: Zum einen habe sie die massgeblichen Beitr�ge, als sie von der Ausgleichskasse nachtr�glich festgelegt worden seien, noch im gleichen Jahr bezahlt und auch bei den Steuern ertragsmindernd zum Abzug gebracht; zum anderen habe sie sich an die so gew�hlte Vorgehensweise in den nachfolgenden Steuerperioden ausnahmslos gehalten. Wenn sie aber die von der Praxis aufgestellten Voraussetzungen vollumf�nglich erf�lle, d�rfe ihr nicht das Periodizit�tsprinzip entgegengehalten werden.
2.4.3 Mit dieser Argumentation l�sst die Beschwerdef�hrerin indessen ausser Acht, dass zwischen dem von ihr erw�hnten Urteil und ihrem eigenen Fall wohl �hnlichkeiten und sogar gewisse �bereinstimmungen bestehen, daneben aber auch mehrere bedeutende Unterschiede, die sich hier als entscheidwesentlich erweisen:
Grundlegend muss hervorgehoben werden, dass die im anderen Urteil zugestandenen zwei M�glichkeiten einen Einzelunternehmer betrafen, f�r den die im Steuerrecht geltenden buchhalterischen Erfordernisse weniger streng sind als diejenigen, denen eine Aktiengesellschaft unterworfen ist (vgl. u.a. StR 63/2008 630 E. 5.1 u. 6.2). Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund erweisen sich die schon dargelegten Vers�umnisse und Unzul�nglichkeiten, welche der Beschwerdef�hrerin bei der Erf�llung ihrer sozial- und steuerrechtlichen Pflichten unterlaufen sind (vgl. oben E. 2.3.1 u. 2.3.2), als folgenschwer. Dementsprechend kann die Beschwerdef�hrerin sich auch nicht auf das Massgeblichkeitsprinzip und das Erfordernis einer Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf�higkeit berufen. Diese Grunds�tze h�tten ihr wohl im Normalfall und bei korrekter Vorgehensweise ihrerseits helfen k�nnen, nicht aber in der konkret zu beurteilenden, ganz spezifisch gelagerten Ausnahmesituation, die vollumf�nglich auf den genannten Unzul�nglichkeiten bzw. Pflichtverletzungen der Betroffenen selber beruht.
Entgegen der behaupteten �bereinstimmung mit dem genannten Pr�zedenzfall kann auch keine Rede davon sein, dass hier eine neue Praxis ein- und danach konsequent weitergef�hrt worden w�re. Vielmehr wurden die den gesetzlich geschuldeten AHV- und BVG-Beitr�gen zugrunde liegenden Lohnbetr�ge w�hrend drei Jahren nur teilweise gemeldet, was von der Ausgleichskasse festgestellt und korrigiert werden musste, worauf die Beschwerdef�hrerin zu der zuvor befolgten Praxis einer vollst�ndigen Angabe der massgeblichen Lohnmasse zur�ckkehrte.
2.5 Was die Beschwerdef�hrerin sonst noch vorbringt, vermag ein anderes Ergebnis ebenfalls nicht zu rechtfertigen: Insbesondere kann der Steuerrekurskommission nicht vorgeworfen werden, sie habe die Unterschiede zwischen dem vorliegenden Fall und zwei von ihr zitierten Pr�zedenzf�llen (vgl. RtiD 2007 II 622 und StE 2005 B 23.44.2 Nr. 5) verkannt. In allen drei F�llen geht es um einen einkommens- bzw. ertragsmindernden Abzug, dessen Geltendmachung zu einem bestimmten Zeitpunkt h�tte erfolgen m�ssen, aber unterblieben ist und in einem sp�teren Moment nicht beliebig nachgeholt werden kann. Daran �ndert auch nichts, dass das Problem einer allenfalls missbr�uchlichen Steuerminimierung in der Bemessungsl�cke sich vorliegend unbestrittenermassen nicht stellt. Ebenso wenig rechtfertigt sich eine Ann�herung oder sogar eine Gleichstellung mit anderen Fragen, z.B. derjenigen der Abzugsf�higkeit von Nachsteuern oder jener einer perioden�bergreifenden Verlustverrechnung.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, der Kantonalen Steuerverwaltung Wallis, der Steuerrekurskommission des Kantons Wallis und der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.