Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%201997,%20313
Timestamp: 2018-06-20 07:59:47
Document Index: 66859403

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 4', '§ 1', '§ 13', '§ 1004', '§ 1004', '§ 4', '§ 1', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 661', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 25', 'BGH', 'BGH', '§ 17', '§ 25', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: GRUR 1997, 313 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 22.01.1987
Klage wegen eines Wettbewerbsverstoßes durch Ausschreibung eines Wettbewerbs zur Planung eines Bürogebäudes - Prozessführungsbefugnis der Architektenkammer bei Wettbewerbsverstößen nach der Neufassung der Verbandsklage - Störereigenschaft des ohne eigene Wettbewerbsabsicht Handelnden - Beschränkter Wettbewerb, Preisauschreiben, Gutachterverfahren, offener Wettbewerb für Planungsleistungen eines Architekten und Relevanz für bindende preisrechtliche Bestimmungen
HOAI § 4; UWG § 1; UWG § 13; BGB § 1004
BGB § 1004; HOAI § 4; UWG §§ 1, 13 Abs. 2 Nr. 2
WM 1997, 930
Hierbei ist zu berücksichtigen, ob die Rechtsverletzung eines Dritten aufgrund einer unklaren Rechtslage erst nach eingehender rechtlicher oder tatsächlicher Prüfung festgestellt werden kann (BGH, Urteil vom 10. Oktober 1996 - I ZR 129/94, GRUR 1997, 313, 316 = WRP 1997, 325 - Architektenwettbewerb; BGH…, Urteil vom 22. Juli 2010 - I ZR 139/08, GRUR 2011, 152 Rn. 39 ff. = WRP 2011, 223 - Kinderhochstühle im Internet I) oder ob sie für den Betreiber offenkundig oder unschwer zu erkennen ist (BGH…, Urteil vom 19. April 2007 - I ZR 35/04, BGHZ 172, 119 Rn. 46 - Internetversteigerung II).
Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen eine Prüfung zuzumuten ist (vgl. BGH, Urt. v. 10.10.1996 - l ZR 129/94, GRUR 1997, 313, 315 f. = WRP 1997, 325 - Architektenwettbewerb;… Urt. v. 30.6.1994 - l ZR 40/92, GRUR 1994, 841, 842 f. = WRP 1994, 739 - Suchwort;… Urt. v. 15.10.1998 - l ZR 120/96, GRUR 1999, 418, 419 f. = WRP 1999, 211 - Möbelklassiker; BGHZ 148, 13, 17 f. - ambiente.de, jeweils m.w.N.).
Die Frage, ob ein vorbeugender Unterlassungsanspruch gegen einen Störer auch dann in Betracht kommen kann, wenn (noch) nicht festgestellt ist, daß er bereits zu einer bestimmten rechtswidrigen Handlung eines Dritten beigetragen hat und eine Beeinträchtigung lediglich zu befürchten ist (vgl. BGH, Urt. v. 10.10.1996 - I ZR 129/94, GRUR 1997, 313, 315 = WRP 1997, 325 - Architektenwettbewerb;… Urt. v. 21.2.2002 - I ZR 281/99, GRUR 2002, 902, 904 = WRP 2002, 1050 - Vanity-Nummer), kann dahinstehen.
Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störer in Anspruch Genommenen nach den Umständen eine Prüfung zuzumuten ist (BGH, Urt. v. 10.10.1996 - I ZR 129/94, GRUR 1997, 313, 315 f. = WRP 1997, 325 - Architektenwettbewerb;… Urt. v. 15.10.1998 - I ZR 120/96, GRUR 1999, 418, 419 f. = WRP 1999, 211 - Möbelklassiker; BGHZ 148, 13, 17 f. - ambiente.de; BGHZ 158, 236, 251 - Internet-Versteigerung I).
Entsprechend den zur Störerhaftung entwickelten Grundsätzen kommt es entscheidend darauf an, ob und inwieweit dem in Anspruch Genommenen nach den Umständen eine Prüfung zuzumuten ist (vgl. BGH, Urt. v. 10.10.1996 - I ZR 129/94, GRUR 1997, 313, 315 f. = WRP 1997, 325 - Architektenwettbewerb; BGHZ 148, 13, 17 f. - ambiente.de; 158, 236, 251 - Internetversteigerung I, jeweils m.w.N.).
Das stößt schon deswegen auf Bedenken, weil mit Hilfe der Störerhaftung die einen eigenverantwortlich Handelnden treffende Pflicht, sich recht- und gesetzmäßig zu verhalten, nicht über Gebühr auf Dritte ausgedehnt werden darf (BGH GRUR 1997, 313 -Architektenwettbewerb).
Deren Umfang bestimmt sich danach, ob und inwieweit dem als Störer Inanspruchgenommenen nach den Umständen eine Prüfung zuzumuten ist (vgl. BGH, Urt. v. 10.10.1996 - I ZR 129/94, GRUR 1997, 313, 315 f. = WRP 1997, 325 - Architektenwettbewerb, zum UWG;… Urt. v. 30.6.1994 - I ZR 40/92, GRUR 1994, 841, 842 f. = WRP 1994, 739 - Suchwort, zum Kennzeichenrecht;… Urt. v. 15.10.1998 - I ZR 120/96, GRUR 1999, 418, 419 f. = WRP 1999, 211 - Möbelklassiker, zum Urheberrecht, jeweils m.w.N.).
aa) Wie weit die Prüfungspflichten eines möglichen Störers reichen, hat der Senat unter Berücksichtigung der Funktion und Aufgabenstellung des als Störer Inanspruchgenommenen sowie mit Blick auf die Eigenverantwortung des unmittelbar handelnden Dritten beurteilt (…vgl. BGH, Urt. v. 3.11.1994 - I ZR 122/92, GRUR 1995, 62, 64 f. - Betonerhaltung;… Urt. v. 18.2.1993 - I ZR 14/91, GRUR 1993, 561, 562 = WRP 1993, 476;… Urt. v. 30.6.1994 - I ZR 167/92, GRUR 1994, 819, 821 = WRP 1994, 728;… Urt. v. 18.10.1995 - I ZR 227/93, GRUR 1996, 71, 72 f. = WRP 1996, 98 - Produktinformation I bis III; GRUR 1997, 313, 315 f. - Architektenwettbewerb).
Internetrecht: Prüfungspflichten der denic in Bezug auf Zulässigkeit von …
Hamburg - gezielte Domain-Blockade unlauter
LG Köln, 09.04.2008 - 28 O 690/07
Haftung für Urheberrechtsverletzungen auf Internetplattform
Nimm2.com Bonbon zur Provider-Haftung
BVerfG, 25.05.1999 - 1 BvR 369/96
LG Frankfurt/Main, 27.11.2002 - 6 O 401/02
LG Frankfurt/Main, 12.09.2007 - 15 S 59/07
OLG München, 06.12.2001 - 6 U 2352/01
OLG Stuttgart, 29.09.2000 - 2 U 121/00
Wettbewerbswidriges Kundenabwerben bei Flirtdienst - Servicenummern-Anbieter als …
OLG Köln, 28.10.1998 - 11 U 69/98
Mindestsatzunterschreitung: Zulässiger Ausnahmefall?
LG Freiburg, 06.05.2002 - 12 O 29/02
Umgehung der Mindestsätz der HOAI?
LG Oldenburg, 16.05.2002 - 5 O 1319/02
Unterlassungsanspruch nach UWG: Vergabekammern zuständig!
BGH, 22.01.1987 - III ZR 271/85
Rechte des Gewinners eines Architektenwettbewerbs - Besonderheit, wenn das Projekt nicht vom Auslober, sondern von einem Dritten durchgeführt werden soll
BGB § 661; GRW Nr. 1.11
NJW 1987, 2369
MDR 1987, 741
GRUR 1987, 463
BauR 1987, 341
Zur Frage, wann ein triftiger (wichtiger) Grund vorliegt, der eine Gemeinde, die einen Architektenwettbewerb für ein öffentliches Bauvorhaben durchgeführt hat, berechtigt, sich von der Zusage zu lösen, dem Preisträger weitere Architektenleistungen für das Objekt zu übertragen (Fortführung der Senatsurteile BGHZ 88, 373 und vom 22. Januar 1987 - III ZR 281/85 = NJW 1987, 2369).
Das Berufungsgericht folgt damit der Beurteilung einer vergleichbaren (ebenfalls an der Nr. 5.1.1 GRW 1977 orientierten) Klausel durch den erkennenden Senat (Senatsurteile BGHZ 88, 373, 382 ff und vom 22. Januar 1987 - III ZR 281/85 = NJW 1987, 2369, 2370).
BGH, 06.04.2000 - VII ZR 455/98
Daß durch diese Regelung ein den Wettbewerb beeinträchtigender Druck auf den Erwerber ausgeübt werden sollte, ist nicht festgestellt (vgl. BGH Urteil vom 22. Januar 1987 - III ZR 271/85 = BauR 1987, 463 = ZfBR 1987, 190).
OLG Nürnberg, 31.07.2002 - 4 U 391/02
Schadensersatzansprüche wegen Nichtbeauftragung mit Architektenleistungen
Seit dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 3. November 1983 (NJW 1984, 1533; bestätigt durch Urteil vom 22.1.1987, NJW 1987, 2369) ist in Rechtsprechung und Literatur (Werner, Pastor, Der Bauprozeß, 9.Aufl., Rdnrn.639 ff. m.w.N.) anerkannt, daß die Nummern 5.1.1 und 5.1.2 der GRW 1977 eine rechtsgeschäftliche Verpflichtungserklärung des Auslobers und nicht nur eine unverbindliche Absichtserklärung enthalten, obwohl dort nur davon die Rede ist, daß "beabsichtigt sei, unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einem oder mehreren Preisträgern weitere Leistungen zu übertragen, soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe realisiert werden solle.
Die Regelung des § 25 Abs. 9 VOF geht auf die Rechtsprechung des BGH zu den GRW 1977 und den GRW 1995 zurück, welche die Interessen der Teilnehmer einerseits und die es Auslobers andererseits analysiert und einer Abwägung unterzieht (vgl. BGH, Urteil vom 27.05.2004, Az.: III ZR 433/02 = NZBau 2004, S. 250, Urteil vom 22.01.1987, Az.: III ZR 271/85 = NJW 1987, S. 2369).
Die Regelung des § 17 Abs. 1 VOF geht ebenso wie die Vorgängerregelung des § 25 Abs. 9 VOF a. F. auf die Rechtsprechung des BGH zu den Grundsätzen und Richtlinien für Wettbewerbe auf den Gebieten der Raumplanung, des Städtebaus und des Bauwesens - GRW 1977 und GRW 1995 - zurück, welche die Interessen der Teilnehmer einerseits und die des Auslobers andererseits analysiert und einer Abwägung unterzieht (vgl. BGH, Urteil vom 27.05.2004, Az.: III ZR 433/02 = NZBau 2004, S. 250, Urteil vom 22.01.1987, Az.: III ZR 271/85 = NJW 1987, S. 2369).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs schuldet der Gesellschafter - auch der ausgeschiedene - dasselbe wie die Gesellschaft, da der Gläubiger primär ein Interesse an der ordnungsgemäßen Erfüllung der geschuldeten Leistung - wie z. B. der Herausgabe einer Sache - hat (vgl. BGH, NJW 1987, 2369 ).
Der Zweck der Haftung erfordert daher, daß der Gesellschafter auch bei anderen als Geldverpflichtungen jedenfalls dann dasselbe wie die Gesellschaft schuldet, wenn die Erfüllung den Gesellschafter in seiner grundsätzlich freien Privatsphäre nicht wesentlich mehr als eine Geldleistungen beeinträchtigt (BGHZ 73, 221; NJW 1987, 2369 ).