Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=09.06.1983&Aktenzeichen=III%20ZR%20105/82
Timestamp: 2020-02-27 03:03:44
Document Index: 68655379

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 242', 'BGH', '§ 3', '§ 1205', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1205', 'BGH', '§ 242', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 09.06.1983 - III ZR 105/82 - dejure.org
https://dejure.org/1983,913
BGH, 09.06.1983 - III ZR 105/82 (https://dejure.org/1983,913)
BGH, Entscheidung vom 09.06.1983 - III ZR 105/82 (https://dejure.org/1983,913)
BGH, Entscheidung vom 09. Juni 1983 - III ZR 105/82 (https://dejure.org/1983,913)
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Sicherung von gegenwärtigen Ansprüchen einer Bank gegen einen Kunden - Sachen und Rechte, die im Rahmen einer bankmäßigen Geschäftsverbindung in den Besitz oder die Verfügungsgewalt der Bank gelangt sind - Pfandrecht zur Sicherung gegenwärtiger Ansprüche einer Bank gegen ...
Wirksamkeit der allgemeinen Pfandrechtsklausel; grundsätzlich kein Verzicht auf Pfandrecht bei Vereinbarung konkreter anderer Sicherungen
NJW 1983, 2701
ZIP 1983, 1053
WM 1983, 926
JR 1984, 67
Vielmehr spricht vieles dafür, die Zweckvereinbarung dieser Sicherungsrechte dahin zu verstehen, daß dem Kunden jedenfalls so lange, wie die Bank ihr Sicherungsrecht nicht geltend macht, die Möglichkeit der Verfügung über die belasteten Sachen und Rechte verbleiben soll (vgl. BGH, Urt. v. 9. Juni 1983 - III ZR 105/82, WM 1983, 926, 927).
Dieses Recht steht in seiner Ausübung allein unter dem Gebot von Treu und Glauben gemäß § 242 BGB (BGH, Urteil vom 9. Juni 1983 - III ZR 105/82 - WM 1983, 926 unter II 5 e).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (…Urt. v. 17. Dezember 1980 - VIII ZR 307/79 = LM Allg. Geschäftsbedingungen der Banken Ziff. 19 Nr. 14 = WM 1981, 162;Urt. v. 9. Juni 1983 - III ZR 105/82 = NJW 1983, 2701), der der erkennende Senat sich anschließt, stehen die Vorschriften der §§ 3 und 9 AGB-Gesetz der wirksamen Begründung dieses Pfandrechts nicht entgegen, soweit es - wie hier - um die Sicherung von Ansprüchen der Bank an Forderungen des Kunden geht, die im Rahmen einer bankmäßigen Geschäftsverbindung in ihre Verfügungsgewalt gelangt sind.
Die zur Begründung des Pfandrechts an dem Guthaben nach §§ 1205, 1274 BGB erforderliche Einigung über dessen Bestellung ist mit der Vereinbarung der Geltung der Allgemeinen Geschäftsverbindungen der Banken für die Geschäftsverbindung gegeben (vgl. BGH, Urt. v. 9. Juni 1983 aaO).
Die Beklagte konnte auch an ihrer eigenen Schuld ein Pfandrecht begründen (pignus debiti RGZ 116, 198, 207;… BGH, Urt. v. 20. Dezember 1955 - I ZR 171/53 = WM 1956, 217, 218;…Urt. v. 15. November 1961 - V ZR 52/60 = WM 1962, 183, 185; Urt. v. 9. Juni 1983 aaO).
Auch bei dem Urteil des Bundesgerichtshofes vom 9. Juni 1983 - III ZR 105/82 (WM 1983, 926) handelte es sich nicht um den Fall einer Globalzession ohne Deckungsgrenze.
Insoweit sind keine Unterschiede bei der Beurteilung der allgemeinen Pfandrechtsklausel in Nr. 19 Abs. 2 AGB-Banken durch den III. Zivilsenat in seinem Urteil vom 9. Juni 1983 (ZIP 1983, 1053) und der Klausel in Nr. 21 Abs. 5 AGB-Sparkassen durch den V. Zivilsenat vom 21. Dezember 1984 (NJW 1985, 849) erkennbar; denn das erweiterte Pfandrecht ist nicht allgemein an einer bestehenden Geschäftsbeziehung zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer ausgerichtet, sondern an früher durchgeführten Arbeiten, Ersatzteillieferungen und sonstigen Leistungen, soweit sie mit dem Auftragsgegenstand, also dem betreffenden Kraftfahrzeug, in Zusammenhang stehen.
Die gleichartige Regelung in den Zweckerklärungsformularen der Kreditinstitute und in Nr. 19 Abs. 2 (Pfandklausel) der Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Banken ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes regelmäßig dahin auszulegen, daß sich die Sicherheit nur auf Forderungen aus der bankmäßigen Geschäftsverbindung bezieht (…BGH Urt. vom 17. Dezember 1980, VIII ZR 307/79, NJW 1981, 756 und vom 21. Dezember 1984, V ZR 204/83, NJW 1985, 849; vgl. auch BGH Urt. vom 9. Juni 1983, III ZR 105/82, NJW 1983, 2701, 2702).
Aus der Vereinbarung einer bestimmten Sicherheit ergibt sich nicht, daß damit der Sicherungsnehmer eine schon für die gleiche Forderung erhaltene andere Sicherheit aufgibt (…vgl. BGH Urt. vom 18. Dezember 1980, III ZR 157/78, NJW 1981, 1363, 1364 und vom 9. Juni 1983, III ZR 105/82, NJW 1983, 2701, 2702).
Die dingliche Einigung im Sinne der §§ 1205, 1274 BGB, die in der Geltungsvereinbarung über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei Abschluß des Girovertrages zu sehen ist (BGH, Urt. v. 9. Juni 1983 - III ZR 105/82, NJW 1983, 2701, 2702), hat zwar mit Sicherheit vorher stattgefunden.
Das Wahlrecht steht in seiner Ausübung allein unter dem Gebot von Treu und Glauben gemäß § 242 BGB (BGH, Urteil vom 9. Juni 1983 - III ZR 105/82, Rn. 39, zitiert nach juris; BGH…, Urteil vom 3.07.2002 - IV ZR 227/01, Rn. 13, zitiert nach juris).
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