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Timestamp: 2016-10-23 08:04:32
Document Index: 346083388

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 4', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 6', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 497/05 (24.04.2006)
U 497/05
S._________, 1949, Beschwerdef�hrer, vertreten
durch F�rsprecher Pascal Zbinden, Bahnhofstrasse 15, 3250 Lyss,
(Entscheid vom 10. November 2005)
Mit Verf�gung vom 22. Februar 2005 lehnte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) ihre Leistungspflicht gegen�ber S._________, geboren 1949, hinsichtlich des laut Unfallmeldung vom 22. November 2004 w�hrend der T�tigkeit als Chauffeur beim "Auflad oder Ablad von Waren" erlittenen Sehnenabrisses der linken Schulter ab, mit der Begr�ndung, es liege weder ein Unfall noch eine unfall�hnliche K�rpersch�digung vor. Auf Einsprache des Versicherten sowie der Krankenkasse Universa hin hielt sie an ihrem Standpunkt fest (Einspracheentscheid vom 20. April 2005).
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern ab (Entscheid vom 10. November 2005).
S._________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheides sei die SUVA anzuweisen, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.
W�hrend das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung verzichtet, schliesst die SUVA auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze zur Leistungspflicht des Unfallversicherers (Art. 6 UVG), zum Unfallbegriff (Art. 4 ATSG) sowie insbesondere zum Begriffsmerkmal der Ungew�hnlichkeit (vgl. die zu Art. 9 Abs. 1 UVV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung, so auch BGE 122 V 233 Erw. 1 mit Hinweisen, 129 V 404 Erw. 2.1; zu Art. 4 ATSG: RKUV 2004 Nr. U 530 S. 576 [Urteil F. vom 5. Juli 2004, U 123/04]) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt f�r den Begriff der K�rpersch�digungen, die auch ohne ungew�hnliche �ussere Einwirkung Unf�llen gleichgestellt sind (Art. 6 Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV [in der seit 1. Januar 1998 g�ltigen Fassung]), sowie die zuletzt in BGE 129 V 466 mit Hinweisen best�tigte und pr�zisierte Rechtsprechung, wonach am Erfordernis des �usseren Faktors festzuhalten ist. Ebenfalls richtig sind die Ausf�hrungen zur Rechtsprechung, wonach die einzelnen Umst�nde des leistungsbegr�ndenden Geschehens vom Ansprecher glaubhaft zu machen sind (BGE 116 V 140 Erw. 4b mit Hinweis) sowie zum Grundsatz der "Aussagen der ersten Stunde" (BGE 121 V 47 Erw. 2a mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
2.1 Nach einl�sslicher und sorgf�ltiger W�rdigung der Akten ist die Vorinstanz in Nachachtung der Beweismaxime, wonach die so genannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverl�ssiger sind als sp�tere Darstellungen (BGE 121 V 47 Erw. 2b mit Hinweisen), zum Schluss gelangt, dass aufgrund der ersten Angaben des Beschwerdef�hrers weder ein Unfallereignis noch eine unfall�hnliche K�rpersch�digung ausgewiesen sei. Dies ist nicht zu beanstanden. Weder in der Unfallmeldung vom 22. November 2004 noch bei der Beantwortung des Fragebogens der SUVA vom 30. November 2004 noch anl�sslich der zus�tzlichen pers�nlichen Befragung durch den Schadensinspektor der SUVA vom 21. Januar 2005 wurde ein konkretes Unfallereignis geltend gemacht. Vielmehr f�hrte der Beschwerdef�hrer bei der letzten Befragung sogar aus, dass er entgegen den Angaben des Dr. med. L.________ im Bericht vom 19. Oktober 2004 und im Operationsbericht f�r die Sch�digung kein Ereignis anzuf�hren verm�ge. Dies best�tigte er unterschriftlich. Weshalb er das in der Einsprache erstmals geltend gemachte Vorkommnis vom 13. Januar 2004 nicht bereits seinerzeit auf dem Fragebogen oder anl�sslich der nochmaligen Befragung vorbrachte, ist mit Blick auf die Aktenlage nicht nachvollziehbar und l�sst sich mit Nachl�ssigkeit oder Missverst�ndnis, wie geltend gemacht wird, in keiner Weise erkl�ren. Den �berzeugenden Erw�gungen im angefochtenen Entscheid ist vollumf�nglich beizupflichten.
2.2 Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwendungen verm�gen, soweit sie nicht bereits durch das kantonale Gericht widerlegt wurden, zu keinem andern Ergebnis zu f�hren. Insbesondere er�brigen sich die von Seiten des Beschwerdef�hrers verlangten erg�nzenden medizinischen Abkl�rungen (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b; RKUV 2003 Nr. U 473 S. 50 Erw. 3.4). Selbst wenn n�mlich das beantragte Gutachten die Frage, ob der festgestellte Sehnenabriss �berhaupt anders als durch einen Unfall bzw. ein unfall�hnliches Ereignis erkl�rt werden k�nne, verneinte, k�nnte daraus nichts zu dessen Gunsten abgeleitet werde, ist doch das Vorliegen eines konkreten Unfallereignisses im Rechtssinne nicht mit dem Beweisgrad der �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt.
Luzern, 24. April 2006