Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=16.11.2006&Aktenzeichen=I%20ZR%20191/03
Timestamp: 2013-05-20 20:49:07
Document Index: 55811863

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

ZPO � 253 Abs. 2 Nr. 2, � 314 Abs. 1 Nr. 4; UWG � 7 Abs. 2 Nr. 2 Fall 2; UWG � 3Unbestimmter und damit unbegr�ndeter Antrag bei Wiederholung des Gesetzestextes [Wettbewerbsrecht]
Telefonwerbung gegen�ber gewerbetreibenden Marktteilnehmern ist wettbewerbswidrig - Keine mutma�liche Einwilligung des Marktteilnehmers bei Werbung f�r ein objektiv nachteiliges Angebot - Anforderungen an bestimmten Antrag auf Unterlassung
Wettbewerbswidrige Telefonwerbung gegen�ber Gewerbetreibenden ("Telefonwerbung f�r "Individualvertr�ge"")
Wettbewerbsrecht - Sind Bauunternehmen mit Werbeanrufen einverstanden?
Unerbetene Telefonwerbung gegen�ber Gewerbetreibenden ist wettbewerbswidrig
Telefonwerbung: Auch gegen�ber Gewerbetreibenden unzul�ssig
Telefonwerbung f�r "Individualvertr�ge"Telefonwerbung bei Gewerbetreibenden
Wird zitiert von ... (58) BGH, 10.02.2011 - I ZR 164/09 Double-opt-in-VerfahrenDiese Frage ist auch im Revisionsverfahren von Amts wegen zu pr�fen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Mai 2000 - I ZR 28/98, BGHZ 144, 255, 263 - Abgasemissionen; Urteil vom 16. November 2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Rn. 15 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung f�r "Individualvertr�ge").a) Nach � 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO darf ein Verbotsantrag nicht derart undeutlich gefasst sein, dass Gegenstand und Umfang der Entscheidungsbefugnis des Gerichts (� 308 Abs. 1 ZPO) nicht erkennbar abgegrenzt sind, sich der Beklagte deshalb nicht ersch�pfend verteidigen kann und letztlich die Entscheidung dar�ber, was dem Beklagten verboten ist, dem Vollstreckungsgericht �berlassen bleibt (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 17. Juli 2003 - I ZR 259/00, BGHZ 156, 1, 8 f. - Paperboy; Urteil vom 24. Februar 2005 - I ZR 128/02, GRUR 2005, 604, 605 = WRP 2005, 739 - F�rdermittelberatung; BGH, GRUR 2007, 607 Rn. 16 - Telefonwerbung f�r "Individualvertr�ge").Aus diesem Grund sind insbesondere Unterlassungsantr�ge, die lediglich den Wortlaut eines Gesetzes wiederholen, grunds�tzlich als zu unbestimmt und damit unzul�ssig anzusehen (vgl. BGH, Urteil vom 24. November 1999 - I ZR 189/97, GRUR 2000, 438, 440 = WRP 2000, 389 - Gesetzeswiederholende Unterlassungsantr�ge; Urteil vom 12. Juli 2001 - I ZR 261/98, GRUR 2002, 77, 78 = WRP 2002, 85 - Rechenzentrum; BGH, GRUR 2007, 607 Rn. 16 - Telefonwerbung f�r "Individualvertr�ge").b) Der Bundesgerichtshof hat bisher offengelassen, ob der in � 7 Abs. 2 Nr. 2 Altern. 1 UWG geregelte Fall unlauteren Verhaltens schon selbst als hinreichend eindeutig und konkret gefasst angesehen werden kann, um ohne weitere Konkretisierung in den Antrag �bernommen zu werden (BGH, GRUR 2007, 607 Rn. 17 - Telefonwerbung f�r "Individualvertr�ge"; BGH…, Urteil vom 5. Oktober 2010 - I ZR 46/09, GRUR 2011, 433, Rn. 13 = WRP 2011, 576 - Verbotsantrag bei Telefonwerbung; f�r eine hinreichende Bestimmtheit der Norm: OLG Hamm, MMR 2007, 54;… Urteil vom 30. Juni 2009 - 4 U 54/09, [...] Rn. 34;… K�hler in K�hler/Bornkamm, UWG, 29. Aufl., � 12 Rn. 2.40;… Mankowski in Fezer, UWG, 2. Aufl., � 7 Rn. 222).
BGH, 10.12.2009 - I ZR 201/07 Einwilligung in den Empfang von E-Mail-Werbungc) Entgegen der Ansicht der Revision bestanden im Streitfall keine Anhaltspunkte daf�r, dass trotz des Vorliegens der Tatbestandsmerkmale des � 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG 2004 eine unzumutbare Bel�stigung aufgrund einer Interessenabw�gung zu verneinen sein k�nnte (vgl. BGH, Urt. v. 16.11.2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Tz. 23 = WRP 2007, 795 - Telefonwerbung f�r "Individualvertr�ge"; OLG Naumburg K&R 2007, 274, 275 und 277 f. = DB 2007, 911 = OLG-Rep 2007, 753;… K�hler in Hefermehl/K�hler/Bornkamm, UWG, 26. Aufl., � 7 Rdn. 2;… Fezer/Mankowski, UWG, � 7 Rdn. 32;… Ohly in Piper/Ohly, UWG, 4. Aufl., � 7 Rdn. 4;… Koch in Ullmann, jurisPK-UWG, 1. Aufl., � 7 Rdn. 286).d) Das Berufungsgericht hat mit Recht angenommen, dass nach der Bejahung einer unzumutbaren Bel�stigung i.S. des � 7 Abs. 2 UWG 2004 die Frage eines Bagatellversto�es nicht mehr zu pr�fen ist (vgl. BGH GRUR 2007, 607 Tz. 23 - Telefonwerbung f�r "Individualvertr�ge";… BGH, Urt. v. 20.9.2007 - I ZR 88/05, GRUR 2008, 189 Tz. 23 = WRP 2008, 44 - Suchmaschineneintrag).Die Revision h�tte ohne die �bereinstimmende Erledigungserkl�rung der Parteien gleichwohl Erfolg gehabt und zur Zur�ckverweisung der Sache an das Berufungsgericht gef�hrt, weil der von der Kl�gerin gestellte und vom Berufungsgericht f�r zul�ssig und begr�ndet erachtete Unterlassungsantrag nicht die Voraussetzungen erf�llte, unter denen ein gesetzeswiederholender Unterlassungsantrag nach den in der Textziffer 16 der Senatsentscheidung "Telefonwerbung f�r 'Individualvertr�ge'" (GRUR 2007, 607) dargestellten Grunds�tzen ausnahmsweise als hinreichend bestimmt und damit zul�ssig anzusehen ist.Entgegen der Ansicht der Kl�gerin war es auch nicht Sache der Beklagten, schl�ssig darzulegen, wie anders als geschehen ein Verbot formuliert werden k�nnte, sondern w�re gegebenenfalls vom Berufungsgericht und zuvor von der Kl�gerin darzulegen gewesen, dass die Antragsformulierung trotz ihrer Auslegungsbed�rftigkeit zur Gew�hrleistung des Rechtsschutzes im Hinblick auf die in Rede stehende Werbemethode erforderlich war (vgl. BGH GRUR 2007, 607 Tz. 16 a.E. - Telefonwerbung f�r "Individualvertr�ge").
BGH, 01.12.2010 - I ZR 12/08 PerlentaucherDie mangelnde Bestimmtheit des Unterlassungsantrags hat entgegen der Ansicht der Revision nicht zur Folge, dass die Sache an das Berufungsgericht zur�ckzuverweisen ist, um der Kl�gerin aus Gr�nden der prozessualen Fairness Gelegenheit zu einer Neufassung ihres Antrags zu geben (vgl. BGH, Urteil vom 16. November 2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Rn. 18 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung f�r "Individualvertr�ge").
BGH, 11.03.2010 - I ZR 27/08 Telefonwerbung nach UnternehmenswechselNach der Rechtsprechung des Senats schloss eine unzumutbare Bel�stigung i.S. des � 7 Abs. 2 UWG 2004 einen Bagatellversto� von vornherein aus (vgl. BGH, Urt. v. 16.11.2006 - I ZR 191/03, GRUR 2007, 607 Tz. 23 = WRP 2007, 775 - Telefonwerbung f�r "Individualvertr�ge";… Urt. v. 20.9.2007 - I ZR 88/05, GRUR 2008, 189 Tz. 23 = WRP 2008, 44 - Suchmaschineneintrag; Beschl. v. 10.12.2009 - I ZR 201/07, [...] Tz. 11).bb) Das Berufungsgericht ist im rechtlichen Ansatz auch zutreffend davon ausgegangen, dass ein allgemeiner Sachbezug zu den vom angerufenen Unternehmen angebotenen Waren oder Dienstleistungen im Allgemeinen f�r die Annahme einer mutma�lichen Einwilligung nicht ausreicht, weil Telefonwerbung gegen�ber Gewerbetreibenden andernfalls nahezu unbeschr�nkt zul�ssig w�re (…vgl. BGH, Urt. v. 25.1.2001 - I ZR 53/99, GRUR 2001, 1181, 1182 = WRP 2001, 1068 - Telefonwerbung f�r Blindenwaren, zu � 1 UWG a.F.; BGH GRUR 2007, 607 Tz. 20 - Telefonwerbung f�r "Individualvertr�ge").
OLG Hamm, 14.05.2009 - 4 U 192/08 Anforderungen an die Fassung eines Verbotstenors; Wettbewerbswidrigkeit der …Allgemein gilt diesbez�glich, dass ein Verbotsantrag nach � 253 II Nr. 2 ZPO nicht derart undeutlich gefasst sein darf, dass Gegenstand und Umfang der Entscheidungsbefugnis des Gerichts (� 308 I ZPO) nicht erkennbar abgegrenzt sind, sich der Beklagte deshalb nicht ersch�pfend verteidigen kann und letztlich die Entscheidung dar�ber, was dem Beklagten verboten ist, dem Vollstreckungsgericht �berlassen bliebe (st. Rspr.; vgl. BGHZ 156, 1, 8 f. - Paperboy; BGH GRUR 2005, 604, 605 - F�rdermittelberatung; GRUR 2005, 692, 693 "statt"-Preis; GRUR 2007, 607 - Telefonwerbung f�r Individualvertr�ge).Abweichendes kann dann gelten, wenn entweder bereits der gesetzliche Verbotstatbestand selbst entsprechend eindeutig und konkret gefasst oder der Anwendungsbereich einer Rechtsnorm durch eine gefestigte Auslegung gekl�rt ist, sowie auch dann, wenn der Kl�ger hinreichend deutlich macht, dass er nicht ein Verbot im Umfang des Gesetzeswortlauts beansprucht, sondern sich mit seinem Unterlassungsbegehren an der konkreten Verletzungshandlung orientiert (BGH GRUR 2003, 886, 887 - Erbenermittler; GRUR 2007, 607 - Telefonwerbung f�r Individualvertr�ge).Eine auslegungsbed�rftige Antragsformulierung kann jedoch dann hinzunehmen sein, wenn dies zur Gew�hrleistung des Rechtsschutzes im Hinblick auf eine bestimmte Werbemethode erforderlich erscheint (BGH GRUR 2002, 1088, 1089 - Zugabenb�ndel; BGHZ 158, 174, 186 - Direktansprache am Arbeitsplatz; GRUR 2005, 443, 445 - Ansprechen in der �ffentlichkeit II; GRUR 2005, 604, 605 - F�rdermittelberatung; GRUR 2007, 607 - Telefonwerbung f�r Individualvertr�ge).Weder ist der Begriff "Werbemitteilungen" als zu unbestimmt anzusehen, da in aller Regel wie bei dem Begriff "werben" nicht unzweifelhaft ist, ob eine Ma�nahme als Werbung anzusehen ist oder nicht, noch stellt sich das Kriterium der fehlenden vorherigen Einwilligung als zu unzureichend bestimmt dar (vgl. OLG Hamm MD 2006, 1285;… Urt. vom 15.08.2006, Az. 4 U 78/06;… K�hler, in Hefermehl u.a., 25. Aufl. 2007, UWG � 12 Rn. 2.40; LG Stuttgart WRP 2005, 1041, zu � 7 II Nr. 2 Fall 1 UWG; s.a. Antragsfassung in der Sache BGH GRUR 2007, 607 - Telefonwerbung f�r Individualvertr�ge), das tats�chlich ohne weiteres gekl�rt und auch einer Beweiserhebung zugef�hrt werden kann.
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ArbG Berlin, 23.06.2008 - 2 Ga 9993/08 Zul�ssigkeit von im Zusammenhang mit einem Arbeitskampf stehenden Ma�nahmen; …
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