Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=16.04.2007&Aktenzeichen=AnwZ%20(B)%2040/06
Timestamp: 2019-12-06 00:20:07
Document Index: 257587573

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 46', '§ 46', '§ 223', '§ 46', '§ 223', '§ 46', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 73', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 223', '§ 184', '§ 223']

BGH, 16.04.2007 - AnwZ (B) 40/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,5887
BGH, 16.04.2007 - AnwZ (B) 40/06 (https://dejure.org/2007,5887)
BGH, Entscheidung vom 16.04.2007 - AnwZ (B) 40/06 (https://dejure.org/2007,5887)
BGH, Entscheidung vom 16. April 2007 - AnwZ (B) 40/06 (https://dejure.org/2007,5887)
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Zulässigkeit eines Antrags auf gerichtliche Entscheidung mit dem Ziel der Feststellung eines Rechtsverhältnisses im Anwaltsgerichtlichen Verfahren; Regelung des § 46 Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) als verfassungswidriger Eingriff in die Berufsausübungsfreiheit; Recht ...
Unzulässige Feststellungsklage im anwaltsgerichtlichen Verfahren
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§ 46 BRAO, § 223 BRAO
Keine Feststellungsklage in der BRAO
BRAO § 46 § 223 Abs. 1
Einhaltung des Vertretungsverbots nach § 46 Abs. 1 BRAO
AGH Nordrhein-Westfalen, 20.01.2006 - 1 ZU 76/05
NJW 2007, 3499
AnwBl 2007, 866
Nach der Rechtsprechung des Senats für Anwaltssachen des Bundesgerichtshofs ist die Rechtsanwaltskammer aber nicht gezwungen, auf einen Verstoß gegen eine berufsrechtliche Verbots- oder Verhaltensnorm mit anwaltsgerichtlichen Maßnahmen zu reagieren oder etwa eine Rüge auszusprechen, sondern hat vielmehr auch "die Möglichkeit, dem Rechtsanwalt nach dem eingetretenen Verstoß eine missbilligende Belehrung zu erteilen, die der Rechtsanwalt vor dem Anwaltsgerichtshof angreifen kann" (so BGH NJW 2007, 3499; vgl. auch BGHZ 153, 61, 63; BGH NJW 2002, 608; 2005, 2692).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann mit einer missbilligenden Belehrung nur auf einen Verstoß gegen eine berufsrechtliche Verbots- oder Verhaltensnorm reagiert werden (BGH NJW 2007, 3499).
Nach der Senatsrechtsprechung besteht insoweit für die Kammervorstände allerdings auch die Möglichkeit, bei berufsrechtswidrigem Verhalten als hoheitliche Maßnahme zwischen einfacher Belehrung und Rüge einen sogenannten belehrenden Hinweis bzw. eine missbilligende Belehrung zu erteilen (vgl. nur Beschlüsse vom 16. April 2007 - AnwZ (B) 40/06, NJW 2007, 3499 Rn. 9 und 23. April 2012 - AnwZ (Brfg) 35/11, AnwBl. 2012, 769 Rn. 5, jeweils m.w.N.).
§ 73 Abs. 2 Nr. 1, 4 BRAO ermächtigt die Rechtsanwaltskammer neben anwaltsgerichtlichen Maßnahmen oder Rügeverfahren auch zur Erteilung missbilligender Belehrungen (BGH, Beschluss vom 16. April 2007 - AnwZ (B) 40/06 -, NJW 2007, 3499 m.w.N.; BGH…, Urteil vom 3. Juli 2017 - AnwZ (Brfg) 45/15 -, NJW 2017, 2556 Rn. 17).
Insbesondere wird mit diesen Schreiben weder ein bestimmter zurückliegender Vorgang negativ bewertet, noch wird aus ihm ein Vorwurf gegen den Rechtsanwalt abgeleitet (BGH Beschluss vom 16.4.2007 - AnwZ (B) 40/06 NJW 2007, 3499).
Soweit der Bundesgerichtshof wiederholt die Zulässigkeit von Feststellungsanträgen in Abrede gestellt hat (vgl. z. B. BGH Beschluss vom 16.4.2007 - AnwZ (B) 40/06 NJW 2007, 3499; BGH Beschluss vom 6.3.2006 - AnwZ (B) 38/05 NJW 2006, 2926; a.A. AnwGH Schleswig Beschluss vom 12.12.2005 - 2 AGH 9/05 NJW 2006, 1218), steht diesen Entscheidungen die Neuregelung der Rechtsbehelfe in der BRAO entgegen.
OLG München, 22.09.2009 - PatA-Z 1/09
Patentanwaltssache: Rechtsschutz gegen Ablehnung der Veröffentlichung eines …
Ein Antrag auf gerichtliche Entscheidung setzt vielmehr voraus, dass die Patentanwaltskammer eine konkrete Maßnahme ergriffen hat, die geeignet ist, den Patentanwalt in seinen Rechten zu beeinträchtigen; nur diese ist angreifbar (vgl. BGH NJW 2007, 3499 Tz. 6 für die entsprechende Vorschrift des § 223 BRAO;… Feurich/Weyland , BRAO u. a., 7. Aufl. 2008, § 184 PAO Rz. 1 i. V. m. § 223 BRAO Rz. 19 m. w. N.).