Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=10.02.1953&Aktenzeichen=I%20113/52%20U
Timestamp: 2019-06-26 15:14:19
Document Index: 180933201

Matched Legal Cases: ['§ 29', '§ 6', '§ 6', 'BGH', 'Art. 20', 'Art. 56', 'Art. 97', '§ 6']

BFH, 10.02.1953 - I 113/52 U - dejure.org
https://dejure.org/1953,122
BFH, 10.02.1953 - I 113/52 U (https://dejure.org/1953,122)
BFH, Entscheidung vom 10.02.1953 - I 113/52 U (https://dejure.org/1953,122)
BFH, Entscheidung vom 10. Februar 1953 - I 113/52 U (https://dejure.org/1953,122)
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Auslegung von Steuergesetzen nach ihrem Wortlaut - Rechtscharakter einer Pensionszusage nach Ablauf einer bestimmten Dienstzeit - Abweichung der voraussichtlichen tatsächlichen Dienstzeit von der vertraglich vereinbarten Dienstzeit bis zum Erreichen der Pensionsgrenze - Wahlrecht des Arbeitgebers für die Bemessung der Höhe von Rückstellungsbeträgen bei der Rückstellung für die Pensionslast - Auslegung des § 29 Abs. 4 des D-Markbilanzgesetzes (DMBG)
BFHE 57, 254
DB 1953, 368
BStBl III 1953, 102
Denn der BFH hat sich der früheren Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs angeschlossen, nach der Pensionsrückstellungen nur insoweit zulässig waren, als sie für bereits geleistete Arbeit gebildet wurden (vgl. Urteil des BFH vom 10. Februar 1953 I 113/52 U, BStBl III 1953, 102).
Eine solche setzt voraus, daß eine wortgetreue Auslegung zu einem sinnwidrigen Ergebnis führt, das vom Gesetzgeber nicht beabsichtigt sein kann (vgl. außer der vom BdF zitierten Rechtsprechung BFH-Urteile I 113/52 U vom 10. Februar 1953, BFH 57, 254, BStBl III 1953, 102; III 193/60 S vom 11. Dezember 1964, BFH 81, 222, BStBl III 1965, 82).
Steuerrechtliche Behandlung von Zuwendungen an eine betriebliche …
§ 6a EStG 1955 hat nur den Zweck gehabt, die Folgerungen aus den Urteilen des Bundesfinanzhofs I 113/52 U vom 10. Februar 1953 (Slg. Bd. 57 S. 254, BStBl 1953 III S. 102) und I 174/55 S vom 27. September 1955 (Slg. Bd. 61 S. 431, BStBl 1955 III S. 366) betreffend der Einmalrückstellung auszuschließen.
Sie können aber auch von der letztgenannten Methode zur Bildung von Rückstellungen übergehen, allerdings mit der Einschränkung, daß sie die vorher unterlassenen Rückstellungen nicht nachholen dürfen (vgl. die Urteile des Senats I 113/52 U vom 10. Februar 1953, Slg. Bd. 57 S. 254, BStBl 1953 III S. 102, und I 174/55 S vom 27. September 1955, Slg. Bd. 61 S. 431, BStBl 1955 III S. 366).
Der BFH hatte in den Urteilen vom 10. Februar 1953 I 113/52 U (BFHE 57, 254, BStBl III 1953, 102) und vom 27. September 1955 I 174/55 S (BFHE 61, 431, BStBl III 1955, 366) einen inneren Zusammenhang zwischen den Zuführungen zur Pensionsrückstellung und den Anwartschaften der Arbeitnehmer bejaht und die Pensionszusagen als zusätzliches Arbeitsentgelt gewertet, das anteilig auch auf die bereits vor der Zusage abgeleistete Dienstzeit entfalle; er ließ eine Passivierung des entsprechenden Anteils bereits im Jahr der Erteilung des Pensionsversprechens zu.
Bis zum Inkrafttreten des § 6a des Einkommensteuergesetzes (EStG), also für die Veranlagungszeiträume bis einschließlich 1954, könne nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs I 113/52 U vom 10. Februar 1953 (BStBl 1953 III S. 102, Slg. Bd. 57 S. 254) für Pensionszusagen, die im Laufe der Dienstzeit gegeben würden, eine Einmalrückstellung gebildet werden, soweit sich die Pensionszusage als Entgelt für die bereits geleisteten Dienste darstelle.
BGH, 27.02.1961 - II ZR 292/59
Es beruft sich schließlich darauf, daß dieses Wahlrecht jedenfalls für die Steuerbilanz sowohl vom Reichsfinanzhof (RFH 24, 310; 36, 252; 42, 327; 43, 79) wie vom Bundesfinanzhof (BFH 57, 254; 61, 431;… Urt. v. 22.1.58 - WM 1958, 538 -) anerkannt sei.
Des weiteren hat die Rechtsprechung stets, insbesondere neuerdings Urteil des Bundesfinanzhofs I 113/52 U vom 10. Februar 1953, Bundessteuerblatt III S. 102, das Recht und die Pflicht der Verwaltung, die Gesetze selbst pflichtgemäß auszulegen, anerkannt (Art. 20 Abs. 3, Art. 56, Art. 97 des Grundgesetzes).
BFH, 24.02.1966 - V 115/63
Vertrieb von im Ausland hergestellter Ware im Inland durch einen ausländischen …
Eine wortgetreue Auslegung würde aus diesem Grunde zu einem sinnwidrigen Ergebnis führen (vgl. dazu Urteile des Bundesfinanzhofs IV 10/52 U vom 30. April 1952, BStBl 1952 III S. 164, Slg. Bd. 56 S. 420; I 113/52 U vom 10. Februar 1953, BStBl 1953 III S. 102, Slg. Bd. 57 S. 254; V 166/52 U vom 12. August 1954, BStBl 1954 III S. 293, Slg. Bd. 59 S. 220; V 48/62 U vom 22. Juli 1965, Slg. Bd. 83 S. 288).
BFH, 08.02.1973 - IV R 40/71
Zusätzlich Altersversorgung - Zusage des Arbeitgebers - Pensionszusage - …
In der Begründung zum Entwurf des Steuerneuordnungsgesetzes vom Jahre 1954 (Bundestags-Drucksache II/481 S. 77 ff.) ist ausgeführt, daß der Gesetzgeber durch die Einfügung des § 6a EStG für alle Arten von Versorgungszusagen die Möglichkeit einer "Einmalrückstellung" ausschließen wollte, die der BFH im Urteil vom 10. Februar 1953 I 113/52 U (BFHE 57, 254, BStBl III 1953, 102) für zulässig erklärt hatte.
BFH, 24.01.1958 - III 255/56 S
Bestimmung des Ausgangswertes für die Bildung der Rückstellung für …
BFH, 27.05.1964 - I 237/62 U
Zulässigkeit der Rückstellung von Pensionsverpflichtungen gegenüber den Witwen …
BFH, 05.12.1961 - I 106/60 U
Veranlagung eines nicht voll eingezahlten Grundkapitals oder Stammkapitals …
BFH, 13.05.1959 - VII 35/57 U
Begriffsbestimmungen für Destillate und Extrakte (Auszüge) - Zweck eines …