Source: http://vavrovsky.at/2009/01/hausverlosung-und-steuerrecht/
Timestamp: 2019-03-20 00:45:08
Document Index: 128325104

Matched Legal Cases: ['§ 33', '§ 33', '§ 28', '§ 28', '§ 30', '§ 30']

Hausverlosung und Steuerrecht | Rechtsanwälte Vavrovsky – Schrott
Die Verlosung eines Hauses löst Rechtsgeschäftsgebühren in Höhe von 12 % des Gesamtwertes aller Einsätze aus! Die Mitspieler (auch die Verlierer!) kann dafür eine Haftung treffen! Bei Wiederverkauf der Liegenschaft kann auch die Spekulationssteuer entstehen.
Achtung Rechtsgeschäftsgebühr in Höhe von 12%
Die Verlosung stellt ein Glücksspiel dar, welches eine an das Finanzamt abzuführende Gebühr auslöst. Bei einem Loserlös von z.B. € 1.000.000,– würde allein die Rechtsgeschäftsgebühr von 12 % nach § 33 Tarifpost 17 Absatz 1 Ziffer 7 litera a) Gebührengesetz € 120.000,– betragen.
Hier gehts zu § 33 Gebührengesetz!
Achtung Haftung aller Mitspieler
Zur Abwicklung der Verlosung schliessen die Los-Teilnehmer mit dem Los-Veranstalter jeweils einen Glücksvertrag ab. Wenn über solch einen Glücksvertrag eine Urkunde errichtet wird, haften gemäß § 28 Gebührengesetz beide Vertragspartner, also auch die Mitspieler, für die 12%ige Rechtsgeschäftsgebühr! Diese Haftung hängt nicht davon ab, ob man gewinn oder verliert.
Hier geht´s zu § 28 Gebührengesetz
Achtung Spekulationssteuer
Der Wiederverkauf der gewonnenen Liegenschaft vor Ablauf der Spekulationsfristen löst die sogenannte „Spekulationssteuer“ nach § 30 Einkommensteuergesetz aus. Wenn die Liegenschaft als Hauptwohnsitz genutzt wird, beträgt die Spekulationsfrist 2 Jahre, ansonsten 10 Jahre.
Hier geht´s zu § 30 Einkommensteuergesetz
Verlosungen bergen auch strafrechtliche Gefahren! Siehe dazu folgende Beiträge: