Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VI%20ZR%20250/67
Timestamp: 2020-03-30 01:46:10
Document Index: 178496984

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 208', '§ 208', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 28.02.1969 - VI ZR 250/67 - dejure.org
https://dejure.org/1969,2219
BGH, 28.02.1969 - VI ZR 250/67 (https://dejure.org/1969,2219)
BGH, Entscheidung vom 28.02.1969 - VI ZR 250/67 (https://dejure.org/1969,2219)
BGH, Entscheidung vom 28. Februar 1969 - VI ZR 250/67 (https://dejure.org/1969,2219)
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Schadensersatzansprüche aus einem Verkehrsunfall - Unterbrechung der Verjährung wegen "Anerkenntnisses" des Haftpflichtversicherers in der vorprozessualen Korrespondenz - Vorschussleistungen "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" - Begrenzung des Anerkenntnisses auf ...
VersR 1969, 567
Als die Verjährung unterbrechendes Anerkenntnis im Sinne des § 208 BGB a.F. gilt jede Handlung oder Äußerung gegenüber dem Berechtigten, aus der sich das Bewusstsein des Verpflichteten vom Bestehen des Anspruchs eindeutig ergibt (st.Rspr.; vgl. Senatsurteil vom 28. Februar 1969 - VI ZR 250/67 - VersR 1969, 567 m.w.N.).
Bei solcher Auslegung hinderte der Vorbehalt nicht die Feststellung des Berufungsgerichts, daß der Versicherer den Grund des Ersatzanspruchs anerkannt hatte (vgl. Senatsurteilevom 28. Februar 1969 - VI ZR 250/67 - VersR 1969, 567 undvom 17. September 1965 - VI ZR 227/64 - VersR 1965, 1149 m.w. Nachw.).
Als die Verjährung unterbrechendes Anerkenntnis i.S. des § 208 BGB gilt jede Handlung oder Äußerung gegenüber dem Berechtigten, aus der sich das Bewußtsein des Verpflichteten vom Bestehen des Anspruchs unzweideutig ergibt (st.Rspr.; vgl. Senatsurteil vom 28. Febuar 1969 - VI ZR 250/67 - VersR 1969, 567 m.w.N.).
Bei teilbaren Verbindlichkeiten hat ein Anerkenntnis, das sich auf einen bestimmten Teil der Forderung beschränkt, nicht die Kraft, die Verjährung über diesen Teil hinaus zu unterbrechen (…BGH Urt. v. 12. Juli 1960 - VI ZR 163/59 = VersR 1960, 831;v. 28. Februar 1969 - VI ZR 250/67 = VersR 1969, 567 m.w. Nachw.).
Es liegt auch kein Rechtsfehler darin, daß das Berufungsgericht aus dem Vermerk des Versicherers: "die Abschlagszahlung erfolge ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" nicht auf ein mangelndes Bewußtsein vom Bestehen eines Anspruchs schließt (BGH Urt.v. 28. Februar 1969 - VI ZR 250/67 - VersR 1969, 567).
OLG München, 29.10.1980 - 15 U 2395/80
Anspruch wegen entgangener Urlaubsfreude; Unterbrechung einer Verjährungsfrist …
Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs (VersR 1972, 398) steht dem nicht entgegen; denn sie bestätigt nur eine frühere Entscheidung desselben Senats (VersR 1969, 567), bei der einem Anerkenntnis "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" die Unterbrechungswirkung deshalb nicht versagt worden war, weil der Vorbehalt erst nach Erbringung von Teilzahlungen, d. h. im Zuge späterer Erörterungen erwähnt worden ist.
Bei solcher Auslegung hinderte der Vorbehalt nicht die Feststellung des Berufungsgerichts, dass der Versicherer den Grund des Ersatzanspruchs anerkannt hatte (vgl. Senatsurteile vom 28. Februar 1969 - VI ZR 250/67 -, VersR 1969, 567 und vom 17. September 1965 - VI ZR 227/64 -, VersR 1965, 1149 m.w. Nachw.).
Damit sind der Beklagten alle Einwendungen verschlossen, die sie zu diesem Zeitpunkt kannte (vgl. KG v. 27.2.06 - 12 U 3/06; BGH v. 29.10.95 - VI ZR 56/84; v. 28.2.69 - VI ZR 250/67; BGH NJW-RR 2004, 1475).