Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=29.02.2012&Aktenzeichen=B%2012%20KR%205%2F10%20R
Timestamp: 2019-04-19 21:21:45
Document Index: 41763484

Matched Legal Cases: ['§ 46', '§ 46', '§ 46', '§ 1', '§ 3', '§ 266', '§ 46', 'Art. 72', 'Art. 74']

BSG, 29.02.2012 - B 12 KR 5/10 R - dejure.org
Bundesagentur für Arbeit; Erstattung eines Aussteuerungsbetrages an den Bund in 2005 ist verfassungsgemäß; Beitragszahler in der Sozialversicherung; grundsätzlich kein Anspruch auf generelle Unterlassung einer bestimmten Verwendung von Beitragsmitteln gegenüber Gesetzgeber
§ 46 Abs 1 S 1 SGB 2 vom 30.07.2004, § 46 Abs 1 S 5 SGB 2 vom 30.07.2004, § 46 Abs 4 SGB 2 vom 30.07.2004, § 1 SGB 3, § 3 SGB 3
Milliarden-Zahlungen für Jobcenter nicht verfassungswidrig
Milliarden-Zahlungen der Bundesagentur für Arbeit für Eingliederungsmaßnahmen in Grundsicherung für Arbeitssuchende nicht verfassungswidrig - Klage auf Zahlung niedrigerer Pflichtbeiträge für Sozialversicherungen vor dem Bundessozialgericht erfolglos
Milliardenzahlungen der Arbeitsagentur an Jobcenter rechtmäßig // BSG weist Klagen auf geringeren Sozialversicherungsbeitrag ab
Eingliederungsbeitrag für Hartz IV-Empfänger: BSG billigt Milliardensubventionen aus Arbeitslosenversicherung
Auch spätere Rechtsprechung des Senats (…etwa BSG SozR 4-2500 § 266 Nr. 5 RdNr 6) nimmt in Fällen dieser Art eine "Aufteilung" von Klagebefugnis und/oder Rechtsschutzbedürfnis nach der Art der "materiell-rechtlichen Rügen" nicht vor (so zutreffend Bieback, Anmerkung zu dem im Revisionsverfahren B 12 KR 5/10 R angegriffenen SG-Urteil, juris PR-SozR 1/2010 Anm 4) .
Mit der Ersetzung des von der Beigeladenen zu erstattenden Aussteuerungsbetrags (s dazu näher Urteil des Senats vom 29.2.2012 zum Revisionsverfahren B 12 KR 5/10 R) durch einen von ihr zu leistenden Eingliederungsbeitrag verpflichtet der Gesetzgeber die Beigeladene weiterhin zu einer aufwandsbezogenen Zahlung an den Bund.
§ 46 Abs. 4 SGB II führte bei der Beigeladenen im Jahr 2008 zu Ausgaben in Höhe von 5 Mrd Euro (zitiert nach der im Revisionsverfahren B 12 KR 5/10 R abgegebenen Stellungnahme des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom 7.5.2010 S 8; im Jahr 2009: 4,9 Mrd Euro; im Jahr 2010: 5,5 Mrd Euro).
Auch ist die Verwendung von Mitteln der Verwaltungssteuerung mit Anreizfunktion nicht schon per se verfassungswidrig (s dazu Urteil des Senats vom 29.2.2012 zum Revisionsverfahren B 12 KR 5/10 R, dort unter 2.a) bb) (5)) .
das Urteil des Bundessozialgerichts vom 29. Februar 2012 - B 12 KR 5/10 R -,.
Durch Urteil vom 29. Februar 2012 - B 12 KR 5/10 R -, BSGE 110, 130, wies das Bundessozialgericht die Revision im Haupt- und Hilfsantrag als unbegründet zurück.
Entgegen der Auffassung der Klägerin ist die Gesetzgebungszuständigkeit des Bundes nach Art. 72 Abs. 1 Nr. 12 GG, auf die sich die Bundesregierung in der Begründung zum Entwurf eines Sechsten Gesetzes zur Änderung des Dritten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze ausdrücklich beruft (siehe Begründung Allgemeiner Teil, Teil. I, 2. Absatz, in: Bundestagsdrucksache 16/6741vom 18.10.2007, a.A. etwa Hase: Der neue Eingliederungsbeitrag, SozSicherheit 2008, 25 ff, 26), selbst dann gegeben, wenn es sich bei dem Gesetz über die Grundsicherung für Arbeitssuchende überwiegend um Regelungen über die öffentliche Fürsorge nach Art. 74 Abs. 1 Ziffer 7 GG handelt (wie hier bereits: SG Berlin, Urteil vom 17.06.2009 - S 72 KR 3322/06 - nicht rechtskräftig, da Sprungrevision zum BSG: B 12 KR 5/10 R).