Source: https://www.das.de/de/rechtsportal/testament-und-erbrecht/erbengemeinschaft/aufteilung-des-erbes.aspx
Timestamp: 2017-06-23 13:44:33
Document Index: 194053533

Matched Legal Cases: ['§ 2045', '§ 2043', '§ 2044', '§ 2042', '§ 313', '§ 749', '§ 15', '§ 180']

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» Aufteilung des Erbes
Die Auseinandersetzung des Erbes Endlich! Die Verteilung der Erbschaft steht an, denn alle Schulden aus dem Nachlass sind beglichen. Ein Kuchen für alle
Sind Sie sich - hoffentlich - über die Verteilung der Erbschaft einig, sollten Sie darüber eine schriftliche Vereinbarung (Auseinandersetzungsvertrag) schließen. Eine bestimmte Form ist aber gesetzlich nicht vorgesehen, Sie können sich also auch mündlich einigen. Die notarielle Beurkundung des Auseinandersetzungsvertrages ist allerdings zwingend, wenn Grundstücke zum Nachlass gehören wenn eine Übertragung von GmbH-Anteilen erfolgt. Dies ist zwar mit Kosten verbunden, dient aber der Rechtsklarheit. Außerdem informiert Sie der beurkundende Notar über die Reichweite und Folgen des Vertrages. Keine Einigung: Gerichtliche Auseinandersetzung Können Sie sich über die Verteilung des Nachlasses nicht einigen, können Sie eine Erbauseinandersetzungsklage einreichen. Sie ist gegen die Miterben zu erheben, die die Zustimmung zu einem vorgelegten Teilungsplan verweigert haben. Einen eigenen Teilungsplan darf das Gericht allerdings nicht vorschlagen. Steile Stufen zum Erbfrieden
Voraussetzung für die Zulässigkeit dieser Klage ist, dass der Nachlass teilungsreif ist, also in seinem Umfang feststeht. Die Nachlassverbindlichkeiten brauchen noch nicht beglichen worden zu sein. Es kann in die Klage einbezogen werden, dass sie vorrangig beglichen werden sollen. Je nach Höhe des Streitwertes ist das Amts- oder Landgericht zuständig, in dessen Bezirk der Erblasser zuletzt gewohnt hat.
Aus wichtigem Grund ( z. B. bei drohenden wirtschaftlichen Nachteilen für den Nachlass) können Sie unter Umständen dem Erblasserwillen auch ein Schnippchen schlagen und sich über das Teilungsverbot hinwegsetzen. Entscheidungsbefugt ist hier das Nachlassgericht oder bei Testamentsvollstreckung der Testamentsvollstrecker. Was nun ein wichtiger Grund ist, wird am Einzelfall entschieden. Verkauf des Erbteils: Gewinnerzielung für Ungeduldige
Sie haben weder Zeit, Lust noch Energie, sich mit Ihren Miterben auseinanderzusetzen? Niemand kann Ihnen verbieten, Ihren Erbanteil am noch ungeteilten Nachlass zu verkaufen. Der Volksmund kennt diese Prozedur unter dem Begriff "sich die Erbschaft auszahlen lassen". Gesetzlich gilt ein Vorkaufsrecht zugunsten Ihrer Miterben, um familienfremde Dritte aus der Erbengemeinschaft herauszuhalten. Allerdings müssen sich Ihre Miterben innerhalb von zwei Monaten zum Kauf Ihres Erbteiles entschließen. Der Weg zum Geld
Drei Wege führen Sie zu barer Münze. Der Auseinandersetzungsvertrag
Hier schließen Sie mit den Miterben eine Vereinbarung, in der die Nachlassgegenstände den einzelnen Mitgliedern der Erbengemeinschaft zugewiesen werden. Gelingt Ihnen eine Einigung nicht (z. B. über die Höhe einer Abfindung über ein Grundstück oder Gebäude), kann jeder von Ihnen das Nachlassgericht um Vermittlung bitten. Misslingt auch diese, bleibt Ihnen und Ihren Erben nur, durch eine Klage die Zustimmung des störrischen Erben zu erzwingen. In einigen Bundesländern ist der Notar und nicht das Gericht für die Vermittlung zuständig. Verkauf an einen Außenstehenden
§ 2045 BGB Aufschub der Auseinandersetzung § 2043 BGB Aufschub der Auseinandersetzung § 2044 BGB Ausschluss der Auseinandersetzung § 2042 BGB Auseinandersetzung § 313 BGB Störung der Geschäftsgrundlage § 749 BGB Aufhebungsanspruch § 15 GmbH-Gesetz Übertragung von Geschäftsanteilen § 180 Zwangsversteigerungsgesetz
Allgemeines Verwaltung Verbindlichkeiten Tags:
Verbindung mehrerer Erben 16.05.2017