Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VRR%202007,%20270
Timestamp: 2019-01-23 21:11:20
Document Index: 214434343

Matched Legal Cases: ['§ 29', '§ 24', '§ 24', 'Art. 2', '§ 24', 'Art. 2', '§ 24', '§ 24']

OLG Bamberg, 27.02.2007 - 3 Ss OWi 688/2005, 3 Ss OWi 688/05 - dejure.org
OLG Bamberg, 27.02.2007 - 3 Ss OWi 688/2005, 3 Ss OWi 688/05
Führen eines Kraftfahrzeugs unter der Wirkung eines berauschenden Mittels (Morphin)
Drogenfahrt (Morphin) - Fahrverbot und Fahruntüchtigkeit
BtMG § 29 Abs. 1 S. 1 Nr. 1; StVG § 24a Abs. 2
Straßenverkehrsrecht: Führen eines Fahrzeugs unter Wirkung berauschender Mittel, Morphin
Fahrlässiges Führen eines Kraftfahrzeugs unter der Wirkung eines berauschenden Mittels; Fahrverbot aufgrund des Führens eines Kraftfahrzeugs unter der Einwirkung eines berauschenden Mittels ; Voraussetzung der Verwirklichung des objektiven Tatbestandes des § 24a Abs. 2 Straßenverkehrsgesetz (StVG); Herrühren der nachgewiesenen Substanz aus einer bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels; Bewertung der Wirkungsdauer und Nachweisdauer bei den einzelnen Mitteln; Auswirkung des Art. 2 Abs. 1 GG auf die Auslegung und Anwendung von § 24a Abs. 2 StVG
Drogenfahrt - Tatsächliche Feststellungen
Art. 2 Abs. 1 GG; § 24a Abs. 2 StVG
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des OLG Bamberg vom 27.02.2007, Az.: 3 Ss OWi 688/05 (Führen eines Kraftfahrzeugs unter der Einwirkung berauschender Mittel)" von Martin Krause, original erschienen in: DAR 2007, 275 - 276.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des OLG Bamberg vom 27.02.2007, Az.: 3 Ss OWi 688/05 (Führen eines Kfz unter der Einwirkung berauschender Mittel (Morphin/Heroin)" von RiOLG Dr. Georg Gieg, original erschienen in: VRR 2007, 270 - 272.
NStZ-RR 2007, 186 (Ls.)
VRR 2007, 270
Dieses Normverständnis entspricht der Rechtsprechung des OLG Bamberg bereits seit dem Jahre 2007 (vgl. OLG Bamberg, Beschluss vom 27.02.2007 - 3 Ss OWi 688/05 = DAR 2007, 272 = ZfSch 2007, 287 = VRS 112 [2007], 262 = BA 44, 255 = OLGSt StVG § 24a Nr. 10 = VM 2007 Nr. 73 = VRR 2007, 270 m.w.N.; a.A. und durch die spätere Rspr. als überholt anzusehen noch die vereinzelt gebliebene Entscheidung OLG Bamberg, Beschluss vom 08.08.2005 - 2 Ss OWi 551/05 = Blutalkohol 43 [2006], 238 = BeckRS 2006, 502).
Denn an der Erkennbarkeit im Tatzeitpunkt kann es ausnahmsweise fehlen, wenn zwischen der Einnahme des Rauschmittels und der Fahrt längere Zeit vergeht (vgl. Senat NJW 2007, 309, 311; OLG Hamm, NJW 2005, 3299; OLG Bremen NZV 2006, 276; OLG Bamberg, Beschluss vom 27. Februar 2007 - 3 Ss OWi 688/2005 - zit. nach juris).
Bei den analytischen Grenzwerten handelt es sich somit aus wissenschaftlicher Sicht nicht um Wirkungsgrenzwerte, sondern um Qualitätsstandards (vgl. OLG München DAR 2006, 287; OLG Bamberg DAR 2007, 272 und BA 2007, 253).