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Timestamp: 2016-10-28 17:55:30
Document Index: 233458782

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 132', 'Art. 104', 'Art. 105', 'Art. 23', 'Art. 89', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 23', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'Art. 105', 'BGE', 'BGE', 'Art. 26', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'Art. 134', 'e contrario', 'Art. 159', 'Art. 135', 'Art. 159', 'Art. 135']

K 107/01 (13.05.2003)
2. Die Eidgen�ssische Gesundheitskasse, Brislach- strasse 2, 4242 Laufen,
3. Galenos Kranken- und Unfallversicherung, Mili�rstrasse 36, 8004 Z�rich,
4. Helsana Versicherungen AG, Stadelhofer- strasse 25, 8001 Z�rich,
7. Kolping Krankenkasse, Badenerstrasse 78, 8004 Z�rich,
15. �ffentliche Krankenkasse Luzern, Pilatus- strasse 28, 6003 Luzern,
16. Krankenkasse Sanitas, Lagerstrasse 107, 8004 Z�rich,
17. SKBH Schweizerische Krankenkasse f�r das Bau- und Holzgewerbe und verwandte Berufe,
20. SWICA Gesundheitsorganisation, Rechtsdienst, R�merstrasse 38, 8400 Winterthur,
21. CONCORDIA, Regionalagentur, Unitas Sch�nen- werd, Rechtsdienst, Weidengasse 3, 5012 Sch�nenwerd,
Beschwerdef�hrerinnen, alle vertreten durch den Verband Solothurnischer Krankenversicherer, Hans Huber Strasse 41, 4502 Solothurn, und dieser vertreten durch F�rsprech Dr. Peter Reinhart, Lagerhausstrasse 5, 4502 Solothurn,
durch F�rsprech Peter Meier, Schmiedengasse 33, 5012 Sch�nenwerd
W.________, Dr. med., Beschwerdef�hrer, vertreten
durch F�rsprech Peter Meier, Schmiedengasse 33, 5012 Sch�nenwerd,
Beschwerdegegnerinnen, alle vertreten durch den Verband Solothurnischer Krankenversicherer, Hans Huber Strasse 41, 4502 Solothurn, und dieser vertreten durch F�rsprech Dr. Peter Reinhart, Lagerhausstrasse 5, 4502 Solothurn
Dr. med. W.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin FMH, f�hrt seit 1984 eine eigene Praxis. In der Behandlungsfallstatistik des Konkordats der Schweizerischen Krankenversicherer (heute: sant�suisse; nachfolgend: KSK-Statistik) figuriert er in der Arztgruppe 50 (Allgemeinpraktiker mit R�ntgen). Am 13. April 1994 schlossen Dr. med. W.________ und die im Verband Solothurnischer Krankenversicherer (nachfolgend: Verband) zusammengeschlossenen Krankenversicherer vor dem Obmann des Schiedsgerichts in der Kranken- und Unfallversicherung des Kantons Solothurn einen Vergleich ab, in welchem sich die Parteien �ber einen R�ckforderungsbetrag zufolge ausgewiesener hoher �rztlicher Durchschnittskosten f�r die Zeit bis 31. Dezember 1993 auf der Basis eines Indexes von 175 einigten. Im Jahre 1994 wies die KSK-Statistik bez�glich der Arztkosten des Dr. med. W.________ noch einen Indexwert von 150 sowie 1995 von 142 auf.
Am 10. M�rz 1997 reichte der Verband in Vertretung der im Rubrum des vorliegenden Urteils aufgef�hrten Krankenversicherer beim Schiedsgericht Klage ein betreffend R�ckforderung wegen �berarztung im Jahre 1995 mit dem Rechtsbegehren, Dr. med. W.________ sei zu verpflichten, den Versicherern den Betrag von Fr. 73'043.60 nebst Zins zu 5 % seit 5. September 1996 zu bezahlen. Das Schiedsgericht stellte mit Verf�gung vom 6. November 1997 fest, dass die gleichentags durchgef�hrte Vermittlungsverhandlung erfolglos verlaufen sei, und forderte die Parteien auf, Antr�ge �ber das weitere Vorgehen einzureichen. Anl�sslich der auf den 5. November 1998 angesetzten Parteiverhandlung mit Parteibefragung/Verhandlung �ber die Beweisf�hrung kam das Schiedsgericht zum Schluss, dass die Bem�hungen um eine g�tliche Beilegung des Streites wiederum gescheitert seien, und beauftragte Dr. med. A.________, Innere Medizin FMH, spez. Gastroenterologie, mit der Erstellung eines Gutachtens nach der analytischen Methode. Dieses wurde am 14. Juli 1999 erstattet. Nach Durchf�hrung einer Hauptverhandlung mit Parteibefragung hiess das Schiedsgericht die Klage mit Entscheid vom 7. Juni 2001 teilweise gut und verpflichtete den Beklagten, den Versicherern den Betrag von Fr. 38'970.85 zu bezahlen. Soweit weitergehend wies es die Klage ab. Ferner auferlegte es die Verfahrenskosten zu einem Drittel den Versicherern und zu zwei Dritteln Dr. med. W.________, welcher den Versicherern zudem eine reduzierte Parteientsch�digung von Fr. 10'000.- zu entrichten hatte.
Die Versicherer lassen Verwaltungsgerichtsbeschwerde erheben und in der Hauptsache beantragen, in Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei Dr. med. W.________ zu verpflichten, einen R�ckforderungsbetrag von Fr. 73'043.60 nebst Zins zu 5 % seit 5. September 1996 zu bezahlen.
W�hrend die Vorinstanz und Dr. med. W.________ auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliessen, verzichtet das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung.
Gegen den Entscheid des Schiedsgerichts l�sst auch Dr. med. W.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Begehren um dessen Aufhebung sowie um Abweisung der Klage, eventuell R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz.
Das Schiedsgericht und die Versicherer schliessen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung hat keine Stellungnahme eingereicht.
Bei den im Rubrum des vorliegenden Urteils aufgef�hrten Krankenversicherern handelt es sich um jene, welche bereits im Entscheid des Schiedsgerichts vom 7. Juni 2001 als Kl�ger genannt werden. Einzelne dieser Krankenversicherer haben mit anderen Krankenversicherern fusioniert; insoweit gehen die mit dem vorliegenden Urteil begr�ndeten Rechte und Pflichten auf die jeweiligen Rechtsnachfolger der betreffenden Versicherer �ber.
3.1 Streitig und zu pr�fen ist, ob Dr. med. W.________ den Krankenversicherern f�r das Jahr 1995 einen Betrag von Fr. 73'043.60 nebst Zins zu 5 % seit 5. September 1996 zur�ckzuerstatten hat. Soweit die Versicherer anl�sslich der Hauptverhandlung vor dem Schiedsgericht vom 7. Juni 2001 - und damit jedenfalls nach Ablauf der vorliegend massgeblichen Verwirkungsfrist (BGE 103 V 152 Erw. 4; SVR 2001 KV Nr. 19 S. 51 f. Erw. 3; Urteil Z. vom 30. Juli 2001, K 50/00, Erw. 3a mit Hinweisen; nicht ver�ffentlichtes Urteil K. vom 18. Oktober 1999, K 152/98, Erw. 4c; vgl. auch Ueli Kieser, Formelle Fragen der pauschalen R�ckforderung gegen�ber Leistungserbringern, in: Schaffhauser/Kieser (Hrsg.), Wirtschaftlichkeitskontrolle in der Krankenversicherung, St. Gallen 2001, S. 141 ff.) - in Klageerg�nzung noch eine weitere Forderung in H�he von Fr. 2522.50 geltend gemacht haben, wurde die Klage im angefochtenen Entscheid zu Recht mangels eines den Eintritt der Verwirkung rechtzeitig hemmenden Rechtsbegehrens abgewiesen und eine entsprechende zus�tzliche R�ckerstattungsforderung durch die Krankenversicherer vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht denn auch nicht mehr erhoben.
3.2 Da nicht Versicherungsleistungen streitig sind, hat das Eidge-n�ssische Versicherungsgericht nur zu pr�fen, ob das Schiedsgericht Bundesrecht verletzt hat, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentli-cher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG).
4.1 In �bergangsrechtlicher Hinsicht gehen Schiedsgericht und Par-teien zu Recht davon aus, dass auf die vorliegende Streitsache die materiellrechtlichen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 13. Juni 1911 �ber die Krankenversicherung (KUVG), insbesondere Art. 23 KUVG, und in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Vorschriften des Bundesgesetzes vom 18. M�rz 1994 �ber die Krankenversicherung (KVG), insbesondere Art. 89 KVG, anwendbar sind (vgl. BGE 122 V 89 Erw. 3; RKUV 1998 Nr. KV 37 S. 316 Erw. 3b; SVR 2001 KV Nr. 19 S. 51 Erw. 2; Urteil Z. vom 30. Juli 2001, K 50/00, Erw. 2).
4.2 Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht indes grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1, 126 V 166 Erw. 4b), kommen im vorliegenden Fall jedenfalls die bis zum 31. Dezember 2002 geltenden Bestimmungen zur Anwendung.
Wie bereits im schiedsgerichtlichen Verfahren r�gt Dr. med. W.________ (nachfolgend: Beschwerdef�hrer 1) auch letztinstanzlich die fehlende Aktivlegitimation der Krankenversicherer mit dem Argument, das System des Tiers garant sehe den Versicherten und nicht den Krankenversicherer als Honorarschuldner vor, weshalb nur jener zur R�ckforderung allenfalls zu Unrecht ergangener Leistungsverg�tungen berechtigt sei. Da das Eidgen�ssische Versicherungsgericht in BGE 127 V 281 nunmehr jedoch ausdr�cklich festgestellt hat, dass die Versicherer gegen�ber einem Leistungserbringer auch dann einen eige-nen Anspruch auf R�ckerstattung von unrechtm�ssig bezogenen Zahlungen haben, wenn die versicherte Person im System des Tiers ga-rant Schuldnerin der Verg�tung ist, erweist sich dieser Einwand als unbegr�ndet.
6.1 Bei der Wirtschaftlichkeitspr�fung der �rztlichen T�tigkeit nach Art. 23 KUVG kann sowohl die statistische Methode (Durchschnittskostenvergleich) als auch die analytische Methode (Einzelfallpr�fung) - oder eine Kombination beider Methoden - zur Anwendung gelangen (BGE 119 V 454 Erw. 4d; SVR 2002 KV Nr. 31 S. 113 Erw. 3b mit Hinweisen; vgl. auch Christian Sch�rer, Honorarr�ckforderung wegen �berarztung bei ambulanter �rztlicher Behandlung - Materiellrechtliche Aspekte, in: Schaffhauser/Kieser (Hrsg.), Wirtschaftlichkeitskontrolle in der Krankenversicherung, St. Gallen 2001, S. 78 ff.). Auch wenn die vergleichende Methode der analytischen wo m�glich vorgezogen werden soll und die analytische Methode im Allgemeinen nur dann zur Anwendung gelangt, wenn es an zuverl�ssigen Angaben f�r einen Durchschnittskostenvergleich fehlt, sind die kantonalen Schiedsgerichte in der Wahl der Pr�fmethode grunds�tzlich frei (BGE 98 V 198 f.; SVR 2002 KV Nr. 31 S. 113 Erw. 3b; Sch�rer, a.a.O., S. 81 ff.).
6.2 Die Parteien hatten sich anl�sslich der Parteiverhandlung vom 5. November 1998 auf die Anordnung eines analytischen Gutachtens durch Dr. med. A.________ geeinigt. Nachdem die Expertise am 14. Juli 1999 erstattet worden war, billigte die Vorinstanz diesem, da der Gutachter es unterlassen hatte, - wie beauftragt - s�mtliche im Jahre 1995 durch die Visana (oder deren Rechtsvorg�ngerinnen) abgerechneten Rechnungen unter Beizug der jeweiligen Krankengeschichte zu pr�fen, nicht den Gerichtsgutachten f�r gew�hnlich zukommenden erh�hten Beweiswert zu (vgl. dazu BGE 125 V 352 f. Erw. 3b/aa mit Hinweisen) und f�hrte die Wirtschaftlichkeitskontrolle in der Folge nach der statistischen Methode durch.
6.2.1 Eine Einzelfallpr�fung anhand der in einem bestimmten Zeitraum ergangenen Honorarrechnungen kann sich nicht auf eine blosse Rechnungskontrolle beschr�nken, sondern hat sich auch darauf zu erstrecken, ob der Behandlungsaufwand unter Ber�cksichtigung des Krankheitsbildes und des angestrebten Heilerfolges notwendig und vertretbar war. Dies setzt wiederum voraus, dass f�r jeden Einzelfall Kenntnis �ber die Diagnose, die durchgef�hrten Untersuchungen und Behandlungen sowie das angestrebte diagnostische und therapeutische Ziel besteht (SVR 2002 KV Nr. 31 S. 113 Erw. 3b mit Hinweisen; vgl. auch Sch�rer, a.a.O., S. 78). Vor diesem Hintergrund ist der Entscheid des Schiedsgerichts, dem durch Dr. med. A.________ erstellten Gutachten eine - im Vergleich zu anderen Gerichtsgutachten - ledig-lich beschr�nkte Beweiskraft zuzuerkennen, nicht zu beanstanden und h�lt, entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers 1, auch vor dem Gebot einer willk�rfreien Beweisw�rdigung stand. Gleiches gilt sodann f�r die durch die Vorinstanz anschliessend auf Grund der statistischen Methode vorgenommenen Pr�fung der Wirtschaftlichkeit, sind die kantonalen Schiedsgerichte in der Wahl der Pr�fmethode doch, wie zuvor dargelegt, grunds�tzlich frei.
6.2.2 Wird der Entscheid dar�ber, ob und in welchem Umfang der Arzt die Vorschrift der Wirtschaftlichkeit der Behandlung verletzt hat, auf Grund der statistischen Methode (Durchschnittskostenvergleich) gef�llt, ist zu beachten, dass rechtsprechungsgem�ss keine Kontrolle aller Positionen s�mtlicher Rechnungen verlangt wird. Die Pr�fung kann sich vielmehr darauf beschr�nken, dass die durchschnittlichen Behandlungskosten des betreffenden Arztes mit denjenigen anderer �rzte unter �hnlichen Bedingungen verglichen werden. Voraussetzung zur Anwendbarkeit dieser Methode ist, dass sich das Vergleichsmaterial hinreichend �hnlich zusammensetzt und sich der Vergleich �ber einen gen�gend langen Zeitraum erstreckt, wodurch bloss zuf�llige Unterschiede mehr oder weniger ausgeglichen werden. Eine �berarztung liegt vor, wenn eine ins Gewicht fallende Zahl von Rechnungen desselben Arztes an eine Krankenkasse im Vergleich zur Zahl von Rechnungen von �rzten in geographisch gleichem T�tigkeitsbereich und mit etwa gleichem Krankengut im Durchschnitt erheblich h�her ist, ohne dass den Durchschnitt beeinflussende Besonderheiten geltend gemacht werden k�nnen (BGE 119 V 453 Erw. 4b mit Hinweisen; SVR 2001 KV Nr. 19 S. 52 Erw. 4b; nicht ver�ffentlichtes Urteil W. vom 14. Dezember 1995, K 45/95; vgl. auch Sch�rer, a.a.O., S. 82 f.). Falls die Wirtschaftlichkeit in Anwendung der statistischen Methode beurteilt wird, darf eine Unwirtschaftlichkeit nicht schon bei �berschreitung des statistischen Mittelwertes (100 Indexpunkte) vermutet werden. Vielmehr ist den �rzten und �rztinnen einerseits ein Toleranzbereich (BGE 119 V 454 Erw. 4c in fine) und zudem allenfalls ein Zuschlag zu diesem Toleranzwert (zu dem den Toleranzbereich begrenzenden Indexwert) zuzugestehen, um damit spezifischen Praxisbesonderheiten Rechnung tragen zu k�nnen (RKUV 1988 Nr. K 761 S. 92 Erw. 4c; SVR 2001 KV Nr. 19 S. 52 Erw. 4b; Urteile Z. vom 30. Juli 2001, K 50/00, Erw. 4b, und M. vom 29. Juni 2001, K 9/99, Erw. 6a; vgl. auch Sch�rer, a.a.O., S. 79 f.). Nach der Rechtsprechung liegt der Toleranzbereich zwischen 120 und 130 Indexpunkten (SVR 1995 KV Nr. 40 S. 125 Erw. 4b und c; Urteile Z. vom 30. Juli 2001, K 50/00, Erw. 4b/aa, und M. vom 29. Juni 2001, K 9/99, Erw. 6b, je mit Hinweisen; vgl. auch Sch�rer, a.a.O., S. 94).
7.1 Wie dem angefochtenen Entscheid zu entnehmen ist, hat das Schiedsgericht auf eine explizite Unterscheidung zwischen dem Toleranzbereich und dem Zuschlag zum Toleranzwert verzichtet und lediglich festgestellt, dass dem Beklagten nach richterlichem Ermessen eine �berschreitung des durchschnittlichen Indexes von 100 auf 130 Indexpunkte zugestanden werde. Aus dem vorinstanzlichen Begr�ndungskontext geht indessen deutlich hervor - darin ist der Betrachtungsweise der Krankenversicherer (nachfolgend: Beschwerdef�hrer 2) zu folgen -, dass die insgesamt zugebilligte �berschreitung um 30 Indexpunkte sowohl einen Toleranzwert (von 20 Indexpunkten) wie auch einen, auf den als einzige relevante Praxisbesonderheit anerkannten erh�hten Anteil an psychosomatischen Behandlungen zur�ckzuf�hrenden Zuschlag zum Toleranzbereich (von 10 Indexpunkten) umfasst. Von einer Nichtbeachtung des Toleranzindexes durch das Schiedsgericht, wie dies der Beschwerdef�hrer 1 mit dem Argument geltend macht, die �berschreitung des durchschnittlichen Indexes um 30 Punkte trage einzig der zugestandenen Praxisbesonderheit der vermehrten psychosomatischen Behandlungen Rechnung, ber�cksichtige aber nicht den Toleranzbereich, kann vor diesem Hintergrund nicht die Rede sein, zumal die Anerkennung lediglich einer Praxisbesonderheit kaum je einen Zuschlag im Umfang von 30 Indexpunkten rechtfertigen d�rfte.
7.2 Zu pr�fen ist im Weiteren, ob die Arztpraxis des Beschwerdef�hrers 1 Besonderheiten aufweist, welche einen Zuschlag zum - im rechtsprechungsgem�ssen Normbereich liegenden und daher weder in Verletzung von Bundesrecht noch in Ermessens�berschreitung festgestellten - Toleranzwert von vorliegend 120 Indexpunkten indizieren (vgl. die Aufz�hlung bisher vom Eidgen�ssischen Versicherungsgericht anerkannter spezifischer Praxisbesonderheiten: Urteil M. vom 29. Juni 2001, K 9/99, Erw. 6c; Sch�rer, a.a.O., 88 f.).
7.2.1 Der Beschwerdef�hrer 1 beruft sich in diesem Zusammenhang in erster Linie auf das - vom Schiedsgericht anerkannte und von den Beschwerdef�hrern 2 auch letztinstanzlich bestrittene - Argument, er habe sich seit der Er�ffnung seiner Praxis als Allgemeinpraktiker schwerpunktm�ssig auf die Behandlung psychosomatischer Leiden konzentriert, weshalb sein Patientenstamm nunmehr insbesondere aus multimorbiden Patienten bestehe, deren Jahresfallkosten vergleichsweise hoch seien.
Das von der Vorinstanz beigezogene Gutachten des Dr. med. A.________ hat diese Ausf�hrungen unter Hinweis auf die ausgewiesenen tiefen manuell-apparativen Leistungen im Wesentlichen best�tigt. Dessen Schlussfolgerungen hat sich das Schiedsgericht sodann in zus�tzlicher Ber�cksichtigung des indexerh�henden Umstands, wonach die in den Tarifpositionen 11 ("Vermehrter Zeitaufwand") sowie 760 ("Psychiatrische Exploration und Psychotherapie") verrechneten Leistungen deutlich �ber dem Gruppendurchschnitt liegen, angeschlossen und umfassend begr�ndet, weshalb diesbez�glich ein f�r einen Allgemeinarzt untypisches Praxismerkmal vorliege. Die von den Beschwerdef�hrern 2 erhobenen Einw�nde, die psychosomatischen Behandlungen fielen rein rechnerisch nicht ins Gewicht und stellten in Tat und Wahrheit einzig die den faktischen Gegebenheiten nicht entsprechende und daher unber�cksichtigt zu bleibende subjektive Wahrnehmung des Beschwerdef�hrers 1 dar, verm�gen zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren. Damit wird jedenfalls nichts vorgebracht, was die tats�chlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid als offensichtlich mangelhaft im Sinne von Art. 105 Abs. 2 OG erscheinen liesse. Vor diesem Hintergrund sowie der Tatsache, dass das Eidgen�ssische Versicherungsgericht u.a. die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit psychosomatischen Problemen bzw. polymorbiden Patientinnen und Patienten als Praxisbesonderheit anerkannt hat, da diese auf Grund ihrer Intensit�t bei Allgemeinmedizinern und -medizinerinnen zu einem �berdurchschnittlichen Behandlungsaufwand f�hre (RKUV 1993 Nr. K 908 S. 38 Erw. 6a, 1986 Nr. K 654 S. 4 Erw. 4c; nicht ver�ffentliches Urteil W. vom 14. Dezember 1995, K 45/95; vgl. auch Sch�rer, a.a.O., S. 89), erweisen sich die Erw�gungen des Schiedsgerichts als richtig.
7.2.2 Des Weitern macht der Beschwerdef�hrer 1 geltend, seine Praxis weise insofern spezifische Besonderheiten auf, welche einen Zuschlag zum Toleranzwert rechtfertigten, als er in seinem Patientenstamm �ber einen erh�hten Frauenanteil von 56 - 58 % verf�ge.
Das Schiedsgericht hat diesen Einwand gepr�ft und festgestellt, dass ein Frauenanteil in dieser H�he in einer Allgemeinpraxis nichts Ungew�hnliches darstelle bzw. dass selbst wenn er - wie dies der Beschwerdef�hrer 1 letztinstanzlich erneut bekr�ftigt - leicht �ber dem Durchschnitt liegen w�rde und einen gewissen Mehraufwand an �rztlicher Betreuung zur Folge h�tte, dadurch keine signifikant h�heren Behandlungskosten ausgewiesen w�ren. W�rden im �brigen - so die Vorinstanz im Weiteren - tats�chlich deutlich h�here Arztkosten aus diesem Umstand resultieren, w�re dem bereits im Rahmen des zu vergleichenden Krankengutes, welches, um einen Durchschnittskostenvergleich �berhaupt erst m�glich zu machen, hinreichend �hnlich zusammengesetzt sein muss, und nicht (erst) auf der Stufe einer spezifischen Praxisbesonderheit Rechnung zu tragen (vgl. dazu Erw. 6.2.2. hievor). Die R�ge des Beschwerdef�hrers 1, die Vorinstanz sei ihrer auch in diesem Punkt geltenden Untersuchungsmaxime nicht nachgekommen, erweist sich nach dem Gesagten als unbegr�ndet, zumal in R�ckforderungsverfahren wie dem vorliegenden, das auf kantonaler Ebene als Klageprozess ausgestaltet ist (� 9 Abs. 1 der Verordnung �ber das Verfahren vor dem Versicherungsgericht und �ber die Organisation und das Verfahren des Schiedsgerichts in der Kranken- und Unfallversicherung des Kantons Solothurn vom 22. September 1987 [BSG 125.922]; vgl. auch Kieser, a.a.O., S. 124), in einem besonderen Masse Mitwirkungspflichten der Parteien bestehen (Kieser, a.a.O., S. 130 mit Hinweis). Es liegen keine Anhaltspunkte vor, welche die Erw�gungen des Schiedsgerichts als rechtsfehlerhaft qualifizieren w�rden, weshalb das Eidgen�ssische Versicherungsgericht daran gebunden ist (vgl. Erw. 3.2 hievor).
7.2.3 Was sodann das Vorbringen des Beschwerdef�hrers 1 anbe-langt, er behandle �berdurchschnittlich viele Akutpatienten, hat die Vorinstanz zutreffend festgehalten, dass es sich dabei um eine nicht nachgewiesene Parteibehauptung handelt, da gest�tzt auf das Gutachten des Dr. med. A.________ vom 14. Juli 1999 zum einen lediglich unterdurchschnittlich viele Extrakonsultationen verrechnet wurden (Tarifposition 2) und zum anderen allein der Umstand, dass der Beschwerdef�hrer 1 gem�ss eigenen Angaben spezielle �ffnungszeiten aufweist, noch keine R�ckschl�sse auf eine besonders hohe Anzahl von Notfallpatienten zul�sst. Anzuf�gen bleibt, dass der Beschwerdef�hrer 1, selbst wenn ihm der entsprechende Nachweis gel�nge, daraus nichts zu seinen Gunsten abzuleiten verm�chte. Notfallpatienten und -patientinnen verbleiben in der Regel nur kurze Zeit beim Notfallarzt oder bei der Notfall�rztin, sodass sie vergleichsweise weniger Kosten verursachen und daher derjenige, der keine solchen Patienten und Patientinnen behandelt, sogar einen h�heren Kostendurchschnitt aufweist. Rechtsprechungsgem�ss kann folglich vielmehr diejenige Person eine Praxisbesonderheit geltend machen, die eben gerade �ber keinen derartigen Patientenstamm verf�gt (nicht ver�ffentlichtes Urteil K. vom 18. Oktober 1999, K 152/98, Erw. 5e; vgl. auch Sch�rer, a.a.O., S. 88).
7.2.4 Ferner f�hrt der Beschwerdef�hrer 1 aus, �berdurchschnittlich viele F�lle ambulanter Chirurgie zu behandeln. Auch diesbez�glich hat die Vorinstanz indessen mit umfassender Begr�ndung, von welcher abzuweichen f�r das Eidgen�ssische Versicherungsgericht kein Anlass besteht, zu Recht erkannt, dass der Beweis hierf�r ebenfalls nicht erbracht werden kann und die chirurgische T�tigkeit daher nicht ge-eignet ist, als spezifische Praxisbesonderheit gewichtet zu werden. Wie namentlich dem Gutachten des Dr. med. A.________ entnommen werden kann, beschr�nken sich die vom Beschwerdef�hrer 1 vorgenommenen chirurgischen Eingriffe vornehmlich auf die Inzision oberfl�chlicher Abszesse (Tarifposition 480), die Entfernung von Warzen sowie von oberfl�chlichen Geschw�lsten (Tarifpositionen 486 und 488) und auf die einfache Fremdk�rperentfernung (Tarifposition 496), wo-raus sich betragsm�ssig gegen�ber der �rztlichen Vergleichsgruppe keine erheblichen Abweichungen ergeben. Im �brigen machte der Beschwerdef�hrer 1 - wie seine Klageantwort vom 29. Juni 1998 belegt und worauf die Beschwerdef�hrer 2 hinweisen - den Umstand der �berdurchschnittlich hohen Anzahl an chirurgischer T�tigkeit zun�chst einzig im Zusammenhang mit den f�r das Jahr 1993 ausgewiesenen Arztkosten, nicht aber f�r den vorliegend zu beurteilenden Zeitraum des Jahres 1995 geltend.
7.3 Als einzige Praxisbesonderheit liegt folglich ein erh�hter Anteil an psychosomatischen Behandlungen vor, welcher einen Zuschlag zum festgestellten Toleranzwert rechtfertigt. Indem das Schiedsgericht einen solchen in H�he von 10 Indexpunkten gew�hrt und den f�r die R�ckforderung massgebenden Indexwert auf insgesamt 130 Punkte erh�ht hat, bewegt es sich in dem ihm zustehenden Ermessensspielraum (Erw. 3.2 hievor). Von weiteren Beweiserhebungen, wie sie der Beschwerdef�hrer 1 vor- wie auch letztinstanzlich gefordert hat, kann nach dem Gesagten abgesehen werden, da davon keine neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b). Rechtsprechungsgem�ss sind die kantonalen Schiedsgerichte, wie in Erw. 6.1 hievor dargelegt, in der Wahl der Pr�fmethode grunds�tzlich frei, weshalb insbesondere nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz auf ein erg�nzendes (analytisches) Zusatzgutachten durch Dr. med. A.________ verzichtet und die Wirtschaftlichkeitskontrolle der �rztlichen T�tigkeit des Beschwerdef�hrers 1 anhand der - im Allgemeinen ohnehin vorzuziehenden (vgl. Erw. 6.1 hievor) - statistischen Methode vorgenommen hat.
Die Krankenversicherer beantragen nebst einer R�ckforderung in H�he von Fr. 73'043.60 die Zusprechung eines Verzugszinses zu 5 % seit 5. September 1996.
8.1 Rechtsprechungsgem�ss werden im Bereich der Sozialversicherung keine Verzugszinsen geschuldet, sofern sie nicht gesetzlich vorgesehen sind; von diesem Grundsatz werden Ausnahmen in Einzelf�llen zugelassen, in denen das Rechtsempfinden in besonderer Weise tangiert ist (BGE 119 V 81 Erw. 3a mit Hinweisen; nicht ver�ffentlichtes Urteil K. vom 18. Oktober 1999, K 152/98, Erw. 7; vgl. auch Sch�rer, a.a.O., S. 95; anders nunmehr Art. 26 Abs. 2 des vorliegend nicht zur Anwendung gelangenden ATSG [vgl. Erw. 4.2 hievor]). Diese Praxis ist auch in schiedsgerichtlichen Forderungsstreitigkeiten aus geltend gemachter �berarztung in der Krankenversicherung zu befolgen (vgl. BGE 103 V 156 Erw. 7b in fine), wobei in solchen F�llen bei der Beurteilung des Verzugszinsanspruchs eine �ber die Folgen versp�teter Zahlung allenfalls getroffene Abmachung zwischen den Vertragspartnern zu beachten ist (BGE 117 V 351 f. Erw. 2).
8.2 Eine gesetzliche Verzugszinsregelung f�r schiedsgerichtliche Streitigkeiten zwischen Krankenversicherern und �rzten besteht nicht. Da ferner eine entsprechende vertragliche Abmachung weder geltend gemacht wird, noch auf Grund der diesbez�glich verbindlichen Feststellungen des Schiedsgerichts ersichtlich ist (vgl. Erw. 3.2 hievor) und auch keine besonderen Umst�nde auszumachen sind, welche eine ausnahmsweise Auferlegung von Verzugszinsen rechtfertigen w�rden, ist der vorinstanzliche Entscheid insofern ebenfalls rechtens. Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer 2 indiziert namentlich die lange Verfahrensdauer, welche in der Natur des aufw�ndigen Verfahrens begr�ndet und nicht vom Beschwerdef�hrer 1 zu verantworten ist, kein Abweichen vom Grundsatz.
Da vorliegend keine Versicherungsleistungen im Streite stehen (vgl. Erw. 3.2 hievor), ist das Verfahren kostenpflichtig (Art. 134 OG e contrario). W�hrend den Krankenversicherern gest�tzt auf Art. 159 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 135 OG eine Parteientsch�digung zu verwehren ist (SVR 2000 KV Nr. 39 S. 122 Erw. 3), hat Dr. med. W.________ f�r das Verfahren K 107/01 Anspruch auf eine solche (Art. 159 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG).
Die Gerichtskosten von ingesamt Fr. 6000.- werden den Parteien je zur H�lfte auferlegt. Sie sind durch die geleisteten Kostenvorsch�sse von Fr. 12'500.- (Krankenversicherer) und Fr. 3500.- (Dr. med. W.________) gedeckt; die Differenzbetr�ge von Fr. 9500.- (Krankenversicherer) und Fr. 500.- (Dr. med. W.________) werden zur�ckerstattet.
Die Beschwerde f�hrenden Krankenversicherer haben Dr. med. W.________ f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Schiedsgericht in der Kranken- und Unfallversicherung des Kantons Solothurn und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.