Source: http://www.landesrecht-bw.de/jportal/portal/page/bsbawueprod.psml?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&fromdoctodoc=yes&doc.id=VVBW-VVBW000027192&doc.part=X&doc.price=0.0
Timestamp: 2019-10-23 10:40:45
Document Index: 294953469

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 5', '§ 201', '§ 203', '§ 331', '§ 332', '§ 353', '§ 358', '§ 6', '§ 23']

Landesrecht BW Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums über die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrangehörigen in Baden-Württemberg (VwV-Feuerwehrausbildung) 3.2.3 | Verwaltungsvorschrift (Baden-Württemberg) | 3.2.3 | i. d. F. v. 05.02.2018 | gültig ab 01.01.2018 | gültig bis 31.12.2024
über die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrangehörigen in Baden-Württemberg
(VwV-Feuerwehrausbildung)
Vom 5. Februar 2018 – Az.: 6-1511.1/34 –
Fundstelle: GABl. 2018, S. 70
Verwaltungsvorschrift des Innenministeriums über die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrangehörigen in Baden-Württemberg (VwV-Feuerwehrausbildung) 05.02.2018
INHALTSÜBERSICHT 05.02.2018
1 Allgemeine Grundsätze 05.02.2018
1.1 Ausbildungsebenen 05.02.2018
1.2 Leitlinien für die Ausbildung 05.02.2018
1.3 Vergleichbarkeit von Lehrgängen 05.02.2018
2 Ausbildung auf Gemeinde- und Kreisebene 05.02.2018
2.1 Allgemeines 05.02.2018
2.1.1 Truppmannausbildung Teil 1 05.02.2018
2.1.2 Truppmannausbildung Teil 2 05.02.2018
2.1.3 Lehrgang »Truppführer« 05.02.2018
2.1.4 Lehrgang »Sprechfunker« 05.02.2018
2.1.5 Lehrgang »Atemschutzgeräteträger« 05.02.2018
2.1.6 Lehrgang »Maschinisten« 05.02.2018
2.2 Sonderregelungen für Gemeinden mit einer Abteilung Berufsfeuerwehr und für zugelassene Ausbildungsbehörden und -stellen 05.02.2018
2.3 Kostenregelung 05.02.2018
2.4 Organisatorisches 05.02.2018
2.4.1 Lehrgangsleitung 05.02.2018
2.4.2 Ausbilderinnen und Ausbilder auf Kreisebene 05.02.2018
2.4.3 Leistungsnachweise 05.02.2018
2.4.4 Lehrgangszeugnis, Teilnahmebestätigung 05.02.2018
2.4.5 Wiederholung von Lehrgängen 05.02.2018
2.4.6 Fehlstunden 05.02.2018
2.4.7 Ausschluss von der Lehrgangsteilnahme 05.02.2018
2.5 Dienstkleidung, Ausrüstung und Schutzkleidung 05.02.2018
3 Aus- und Fortbildung durch die Landesfeuerwehrschule 05.02.2018
3.1 Allgemeines 05.02.2018
3.2 Kostenregelungen 05.02.2018
3.2.1 Allgemeines 05.02.2018
3.2.2 Ehrenamtliche Angehörige von Gemeindefeuerwehren 05.02.2018
3.2.3 Andere Feuerwehrangehörige und Angehörige der Landesverwaltung 05.02.2018
3.2.4 Andere Personen 05.02.2018
3.2.5 Lehrgänge außerhalb der Landesfeuerwehrschule 05.02.2018
3.3 Anmeldeverfahren 05.02.2018
3.4 Lehrgangsbesuch, Ersatzteilnahme und Nachrücken 05.02.2018
3.5 Lehrgangszeugnis, Teilnahmebestätigung 05.02.2018
3.6 Wiederholung von Lehrgängen 05.02.2018
3.7 Ausschluss von der Lehrgangsteilnahme 05.02.2018
3.8 Dienstkleidung, Ausrüstung und Schutzkleidung 05.02.2018
4 Zulassung, Anerkennung und Ausnahmen 05.02.2018
4.1 Lehrgangsarten, Lehrgangsdauer, Lehrgangsvoraussetzungen 05.02.2018
4.2 Anerkennung von Lehrgängen anderer Bundesländer und anderer Ausbildungseinrichtungen 05.02.2018
4.3 Anerkennung von beruflichen Qualifikationen 05.02.2018
4.4 Regelungen für Laufbahnlehrgänge 05.02.2018
4.4.1 Allgemeines 05.02.2018
4.4.2 Andere Teilnehmende 05.02.2018
4.5 Führungsausbildung mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst 05.02.2018
4.5.1 Führungslehrgang I 05.02.2018
4.5.2 Führungslehrgang II 05.02.2018
5 Akademie für Gefahrenabwehr 05.02.2018
6 Inkrafttreten; Außerkrafttreten 05.02.2018
Anlage 1: Lehrgangsverzeichnis zur Ausbildung der Feuerwehrangehörigen in Baden-Württemberg 05.02.2018
Anlage 2: Anerkennung der hauptamtlichen Qualifikation als Ausbildung für ehrenamtliche Feuerwehrangehörige 05.02.2018
Vergleichbarkeit von Lehrgängen
Lehrgang »Truppführer«
Lehrgang »Sprechfunker«
Lehrgang »Atemschutzgeräteträger«
Lehrgang »Maschinisten«
Sonderregelungen für Gemeinden mit einer Abteilung Berufsfeuerwehr und für zugelassene Ausbildungsbehörden und -stellen
Ausbilderinnen und Ausbilder auf Kreisebene
Wiederholung von Lehrgängen
Ausschluss von der Lehrgangsteilnahme
Dienstkleidung, Ausrüstung und Schutzkleidung
Ehrenamtliche Angehörige von Gemeindefeuerwehren
Andere Feuerwehrangehörige und Angehörige der Landesverwaltung
Lehrgangsbesuch, Ersatzteilnahme und Nachrücken
Zulassung, Anerkennung und Ausnahmen
Lehrgangsarten, Lehrgangsdauer, Lehrgangsvoraussetzungen
Anerkennung von Lehrgängen anderer Bundesländer und anderer Ausbildungseinrichtungen
Regelungen für Laufbahnlehrgänge
Andere Teilnehmende
Führungsausbildung mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst
Auf Grund von § 3 Absatz 1 Satz 3 in Verbindung mit § 5 Nummer 1 des Feuerwehrgesetzes (FwG) in der Fassung vom 2. März 2010 (GBl. S. 333), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2015 (GBl. S. 1184), wird die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrangehörigen in Baden-Württemberg wie folgt geregelt:
Die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrangehörigen wird im regelmäßigen Ausbildungs- und Übungsbetrieb der Feuerwehren auf Gemeindeebene, in Lehrgängen auf Kreisebene und darauf aufbauend an der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg durchgeführt.
Die Ausbildung der Feuerwehrangehörigen erfolgt auf der Grundlage der jeweils geltenden rechtlichen Bestimmungen sowie der diese ergänzenden Vorschriften. Bei der Aus- und Fortbildung sind insbesondere zu beachten:
das Feuerwehrgesetz (FwG),
das Landeskatastrophenschutzgesetz (LKatSG),
das Jugendschutzgesetz (JuSchG) und das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)
die Feuerwehr-Dienstvorschriften (FwDV), die vom Innenministerium den Gemeinden bekannt gegeben worden sind,
inhaltliche Vorgaben, zum Beispiel Lernzielkataloge und Lehr- und Lernunterlagen, der Landesfeuerwehrschule,
die technischen Regelwerke, die Unfallverhütungsvorschriften und die zugehörigen Merkblätter,
die folgenden Bestimmungen des Strafgesetzbuches: § 201 »Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes«, § 203 »Verletzung von Privatgeheimnissen«, § 331 »Vorteilsannahme«, § 332 »Bestechlichkeit«, § 353 b »Verletzung des Dienstgeheimnisses«, § 358 »Nebenfolgen«.
Die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrangehörigen soll kompetenz- und handlungsorientiert stattfinden. Im Vordergrund steht die Aneignung von praxisrelevanten Fähigkeiten und Fertigkeiten. Leistungsnachweise müssen entsprechend gestaltet sein.
Die Vergleichbarkeit der Laufbahnausbildungen und der Lehrgänge für hauptamtliche Feuerwehrangehörige mit anderen Lehrgängen nach der VwV-Feuerwehrausbildung ist aus Anlage 2 ersichtlich.
Art, Inhalt und Organisation der Ausbildung auf Gemeinde- und Kreisebene ergeben sich aus der Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 (FwDV 2), den inhaltlichen Vorgaben, zum Beispiel Lernzielkataloge und Lehr- und Lernunterlagen, der Landesfeuerwehrschule und dem Lehrgangsverzeichnis zur Ausbildung der Feuerwehrangehörigen in Baden-Württemberg (Anlage 1) sowie aus den Nummern 2.1.1 bis 2.1.6.
Die Lehrgänge können über mehrere Wochen verteilt und in Modulen durchgeführt werden. Bei einem Lehrgang soll die Teilnehmerzahl nicht größer als 24 sein. Werden Lehrgangsgruppen gebildet, soll die Teilnehmerzahl acht pro Gruppe nicht überschreiten. Für einen Lehrgang müssen mindestens zwei Ausbilder zur Verfügung stehen. Je nach Ausgestaltung der praktischen Ausbildung können weitere erfahrene Feuerwehrangehörige zur Unterstützung und für die Überwachung eingesetzt werden. Für die Ausbildung müssen geeignete Geräte und Feuerwehrfahrzeuge, geeignete Räume und geeignetes Anschauungsmaterial zur Verfügung stehen.
Die Landesfeuerwehrschule ist berechtigt, zu Lehrgängen auf Gemeinde- und Kreisebene Ausbilderinnen oder Ausbilder der Landesfeuerwehrschule als Beobachter zu entsenden.
Die fachlichen Voraussetzungen für die Einsatztätigkeit werden durch die erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang »Truppmannausbildung Teil 1« erworben. Die Truppmannausbildung Teil 1 wird in den Gemeinden oder gemeindeübergreifend durchgeführt.
In den Lehrgang »Truppmannausbildung Teil 1« kann der Lehrgang »Sprechfunker« integriert werden. In diesem Fall verlängert sich der Lehrgang um zehn Stunden, in denen die Grundlagen des Sprechfunks nach Lernzielkatalog vermittelt werden. Die Lehrgänge »Truppmannausbildung Teil 1« und »Atemschutzgeräteträger« können miteinander kombiniert werden.
Personen, die noch nicht einer Feuerwehr angehören, an deren Mitarbeit in der Feuerwehr jedoch ein besonderes Interesse besteht, können an einem verkürzten Lehrgang »Truppmannausbildung Teil 1« teilnehmen. Voraussetzung hierfür ist, dass sie über eine mindestens einer Fachschulausbildung entsprechende abgeschlossene berufliche oder schulische Ausbildung verfügen wie beispielsweise Meister, Techniker, eine Hochschul- oder Fachhochschulausbildung oder eine vergleichbare Ausbildung. Die Festlegung der Ausbildungsinhalte, die entfallen, obliegt den Kreisbrandmeistern beziehungsweise den Feuerwehrkommandanten in Stadtkreisen.
Angehörige einer Musikabteilung können gemäß § 6 Absatz 3 FwG an einer feuerwehrspezifischen Grundausbildung teilnehmen. Diese besteht aus Teilen der Inhalte der Truppmannausbildung Teil 1, reduziert um die Stundenzahl des D1-Lehrgangs Musik nach der Richtlinie des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg zu den D-Lehrgängen für die Instrumentalmusik, und umfasst mindestens 70 Stunden. Die Ausbildung erfolgt gemäß den von der Landesfeuerwehrschule vorgegebenen Lerninhalten.
Die Truppmannausbildung Teil 2 wird in der Regel auf Gemeindeebene durchgeführt. Angehörige von Werkfeuerwehren sollen in die Ausbildung einbezogen werden.
Die Truppmannausbildung Teil 2 umfasst eine mindestens zweijährige Tätigkeit im Einsatz- und Ausbildungsdienst von mindestens 40 Stunden pro Jahr. Zeiten im Einsatzdienst können insgesamt mit bis zu zehn Stunden pro Jahr angerechnet werden.
Im Rahmen der Truppmannausbildung sollen der Lehrgang »Atemschutzgeräteträger« und eine Ausbildung in Übungseinrichtungen zur Brandbekämpfung (Heißausbildung) zusätzlich absolviert werden.
Die Ausbildung in der Jugendfeuerwehr kann mit bis zu einem Jahr angerechnet werden, wenn die Ausbildung gemäß dem Bildungsprogramm der Deutschen Jugendfeuerwehr durchgeführt wurde und die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr erworben wurde.
Bei der Ausbildung zum Truppführer ist zu berücksichtigen, dass dieser bei Übungen und im Einsatz die Verantwortung für die Einsatzmaßnahmen und die Sicherheit seines Truppmanns trägt.
Die notwendigen fachlichen Befähigungen sollen durch den Erwerb des Feuerwehr-Leistungsabzeichens Baden-Württemberg in Bronze nachgewiesen werden.
Der Lehrgang »Sprechfunker« soll vor Beginn der Lehrgänge »Atemschutzgeräteträger« und »Maschinisten« abgeschlossen sein.
Der Lehrgang »Atemschutzgeräteträger« wird an einer von der Landesfeuerwehrschule anerkannten Ausbildungsstätte mit Atemschutzübungsanlage durchgeführt. Die Teilnehmenden müssen vor Beginn des Lehrgangs eine Eignungsuntersuchung, zum Beispiel nach dem Grundsatz G 26 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), vorweisen. Bei der praktischen Ausbildung muss je Ausbildungsgruppe eine Ausbilderin oder ein Ausbilder für Atemschutzgeräteträger zur Verfügung stehen. Je nach Ausgestaltung der Atemschutzübungsanlage sind weitere im Atemschutz erfahrene Kräfte für die Überwachung der praktischen Ausbildung einzusetzen.
Die Teilnehmenden des Lehrgangs »Maschinisten« müssen im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis oder Fahrberechtigung sein, die zum Führen der Löschfahrzeuge, für die sie als Maschinist vorgesehen sind, notwendig ist.
Beim Lehrgang »Maschinisten« muss für jede Ausbildungsgruppe mindestens ein Löschfahrzeug zur Verfügung stehen. Es soll an in Feuerwehrfahrzeugen fest eingebauten Feuerlösch-Kreiselpumpen und an Tragkraftspritzen ausgebildet werden. Zusätzlich kann in den Lehrgang »Maschinisten« ein Fahrsicherheitstraining für Einsatzfahrer integriert werden.
Gemeinden mit einer Abteilung Berufsfeuerwehr und zugelassene Ausbildungsbehörden für den mittleren oder den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst können die Angehörigen ihrer Gemeindefeuerwehr in allen Lehrgängen gemäß Nummer 2.1 und zusätzlich in den Lehrgängen »Gruppenführer«, »Gerätewarte« und »Feuerwehrtaucher« auf eigene Kosten selbst ausbilden. Die Ausbildung muss nach der FwDV 2 sowie den von der Landesfeuerwehrschule vorgegebenen Lerninhalten stattfinden.
Die Landesfeuerwehrschule kann im Einvernehmen mit dem Innenministerium auf Antrag weitere Lehrgänge und Teilnehmende aus anderen Feuerwehren zulassen und andere geeignete Stellen als Ausbildungsstellen anerkennen.
Die Kosten für die Ausbildung auf Gemeinde- und Kreisebene und nach Nummer 2.2 tragen die Gemeinden beziehungsweise die Betriebe für die Lehrgangsteilnehmenden ihrer Feuerwehren.
Die Kreisbrandmeister beziehungsweise die Feuerwehrkommandanten in Stadtkreisen überwachen die Durchführung der Ausbildung auf Kreisebene. Sie benennen die Personen, die im Auftrag der Land- beziehungsweise Stadtkreise die Lehrgänge »Truppmannausbildung Teil 1«, »Truppführer«, »Sprechfunker«, »Atemschutzgeräteträger« und »Maschinisten« leiten. Diese müssen den entsprechenden Ausbilderlehrgang mit Erfolg abgeschlossen haben.
Beamtinnen und Beamte des gehobenen und des höheren feuerwehrtechnischen Dienstes können bei Lehrgängen ihrer Dienststelle auch ohne absolvierten Ausbilderlehrgang für die Lehrgangsleitung benannt werden.
Wer in der Feuerwehrmusik Lehrgänge leitet und Prüfungen abnimmt, muss das D3-Leistungsabzeichen besitzen.
Als Ausbilderinnen und Ausbilder auf Kreisebene dürfen nur Personen tätig werden, die den entsprechenden Ausbilderlehrgang mit Erfolg abgeschlossen haben, oder die durch eine Laufbahnausbildung oder Lehrgänge für hauptamtliche Feuerwehrangehörige eine vergleichbare Qualifikation haben (Anlage 2).
Abweichend davon können auch Truppführer, die aufgrund besonderer Fachkenntnisse, ihrer beruflichen Tätigkeit und persönlichen Kompetenzen für die Tätigkeit als Ausbildungskraft besonders geeignet sind, mit Zustimmung des Kreisbrandmeisters beziehungsweise des Feuerwehrkommandanten in Stadtkreisen als Ausbilderinnen und Ausbilder auf Kreisebene tätig werden.
Die Landesfeuerwehrschule kann auf Antrag auch andere geeignete Personen als Ausbilderinnen und Ausbilder zulassen.
Die Art der Leistungsnachweise ist von den Vorgaben der FwDV 2 und den von der Landesfeuerwehrschule vorgegebenen Lernzielen abhängig. Lernziele, die den Handlungs- oder Verhaltensbereich betreffen, erfordern praktische Leistungsnachweise. Die Leistungsnachweise hierzu können entweder innerhalb der Übungsstunden oder zusätzlich am Ende des Lehrgangs durchgeführt werden. Lernziele aus dem Erkenntnisbereich können im Rahmen von schriftlichen oder mündlichen Leistungsnachweisen ermittelt werden.
Die erbrachte Leistung wird von den Ausbilderinnen und Ausbildern bewertet.
Die Lehrgangszeugnisse und Teilnahmebestätigungen werden vom Kreisbrandmeister beziehungsweise vom Feuerwehrkommandanten eines Stadtkreises oder einer Gemeindefeuerwehr, die als Ausbildungsstelle anerkannt ist, und von der Lehrgangsleitung unterzeichnet.
Die abgeschlossene Ausbildung zum Truppmann (Truppmannausbildung Teil 2) ist vom Feuerwehrkommandanten schriftlich zu bestätigen.
Wurde der Lehrgang nicht mit Erfolg abgeschlossen, kann der Lehrgang einmal wiederholt werden. Die Wiederholung allein des Leistungsnachweises ist nicht möglich.
Ein Lehrgang gilt grundsätzlich erst dann als erfolgreich abgeschlossen, wenn die teilnehmende Person an allen Ausbildungseinheiten im vorgegebenen Stundensoll des Lehrgangs teilgenommen hat. Erfolgt die Ausbildung in Modulen, so kann die Teilnahme an den Ausbildungsmodulen einzeln bescheinigt werden. Einzelne Fehlstunden können in anderen Lehrgängen der gleichen Lehrgangsart nachgeholt werden. Die Entscheidung darüber trifft die Lehrgangsleitung.
Wer ohne zwingenden Grund einen Lehrgang verspätet antritt, nicht die geforderten Voraussetzungen erfüllt oder während des Lehrgangs Anlass zu schwerwiegenden Beanstandungen gibt, kann von der Lehrgangsleitung von der weiteren Teilnahme ausgeschlossen werden.
Die Lehrgangsleitung informiert den Feuerwehrkommandanten und in den Landkreisen zusätzlich den Kreisbrandmeister über den Ausschluss.
Während der Lehrgänge wird von den Feuerwehrangehörigen Feuerwehrbekleidung nach der VwV Feuerwehrbekleidung und während der praktischen Aus- und Fortbildung Feuerwehr-Schutzkleidung getragen. Ausnahmen hiervon werden in der Einladung ausdrücklich benannt.
Die im Einladungsschreiben genannte Ausrüstung und saubere Feuerwehr-Schutzkleidung ist mitzubringen.
Die Landesfeuerwehrschule führt die im Lehrgangsverzeichnis zur Ausbildung der Feuerwehrangehörigen in Baden-Württemberg (Anlage 1) unter Nummer 2 und 3 aufgeführten Lehrgänge durch. Darüber hinaus kann die Landesfeuerwehrschule bei Bedarf in Abstimmung mit dem Innenministerium weitere Lehrgänge und Seminare anbieten.
Soweit in den Nummern 3.2.2 bis 3.2.5 nichts anderes geregelt ist, trägt das Land die Kosten für die Durchführung der Lehrgänge und als freiwillige Leistung zusätzlich die Kosten der amtlichen Verpflegung und Unterkunft und erstattet Fahrtkosten nach den vom Innenministerium festgelegten Sätzen. Weiterhin werden als freiwillige Leistung des Landes die für die Aus- und Fortbildung notwendigen Lernunterlagen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Für alle anderen für den erfolgreichen Besuch des Lehrgangs notwendigen Aufwendungen hat die entsendende Stelle oder die teilnehmende Person zu sorgen.
Soweit das Land freiwillige Leistungen gewährt, werden hierdurch keine Ansprüche gegen das Land begründet.
Bei Lehrgängen von mehr als einer Woche Dauer erhalten die Lehrgangsteilnehmenden im Bedarfsfall für Wochenendheimfahrten einen Fahrtkostenersatz ebenfalls nach den vom Innenministerium festgelegten Sätzen.
Bei An- und Abreise mit dem Dienstwagen oder als Mitfahrer in einer Fahrgemeinschaft wird kein Fahrtkostenersatz gewährt.
Für hauptamtliche Angehörige von Gemeindefeuerwehren, Angehörige von Werkfeuerwehren, Angehörige der Landesverwaltung und feuerwehrtechnische Beamte nach § 23 FwG sind die Fahrtkosten von der entsendenden Stelle zu tragen.
Zur Teilnahme an Lehrgängen können von der Landesfeuerwehrschule darüber hinaus zugelassen werden:
Feuerwehrangehörige von Stellen außerhalb des Landes Baden-Württemberg,
Angehörige öffentlicher Verwaltungen.
Für die Lehrgangsteilnahme dieser Personen wird von der entsendenden Stelle eine Gebühr erhoben, es sei denn, dass sie ausdrücklich kostenfrei zum Lehrgang zugelassen sind.
Die Landesfeuerwehrschule ermittelt im Einvernehmen mit dem Innenministerium auf Grundlage einer Gesamtkalkulation nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen die Gebührenhöhe. Das Innenministerium legt die Gebührensätze in der Gebührenverordnung Innenministerium fest.
Die Anmeldung für alle Lehrgänge erfolgt über ein Anmeldesystem der Landesfeuerwehrschule.
Die Landesfeuerwehrschule regelt im Einvernehmen mit dem Innenministerium das Anmeldeverfahren und veröffentlicht Informationen hierüber auf ihrer Internetseite www.lfs-bw.de.
Die Landesfeuerwehrschule lädt zu einem Lehrgang in der Regel spätestens acht Wochen vor Lehrgangsbeginn ein.
Können eingeladene Feuerwehrangehörige am vorgesehenen Lehrgang nicht teilnehmen, müssen sie sich unverzüglich im Anmeldesystem abmelden und dies auch dem Feuerwehrkommandanten mitteilen. Der Feuerwehrkommandant benennt eine Ersatzperson, die die geforderten Voraussetzungen erfüllt. Diese kann sich im Anmeldesystem anmelden. Sofern keine Ersatzperson aus der gleichen Feuerwehr benannt werden kann, werden in Landkreisen die Lehrgangsplätze über den Kreisbrandmeister den anderen Feuerwehren im Landkreis zur Verfügung gestellt, im Übrigen unverzüglich an die Landesfeuerwehrschule zur weiteren Verwendung zurückgegeben.
Nicht in Anspruch genommene Lehrgangsplätze werden drei Wochen vor Lehrgangsbeginn in einer Restplatzbörse allen Land- und Stadtkreisen zur Verfügung gestellt.
Wer ohne zwingenden Grund einen Lehrgang verspätet antritt, nicht die geforderten Lehrgangsvoraussetzungen erfüllt oder während des Lehrgangs Anlass zu schwerwiegenden Beanstandungen gibt, kann von der Landesfeuerwehrschule von der weiteren Lehrgangsteilnahme ausgeschlossen werden. In diesen Fällen sowie beim vorzeitigen Verlassen eines Lehrgangs ohne Genehmigung der Landesfeuerwehrschule entfallen ab diesem Zeitpunkt freiwillige Leistungen des Landes.
Die Lehrgangsleitung informiert den Feuerwehrkommandanten und in den Landkreisen auch den Kreisbrandmeister über den Ausschluss.
Die Lehrgangsarten, deren Bezeichnung, die jeweiligen Lehrgangsvoraussetzungen, die jeweilige Lehrgangsmindestdauer sowie zusätzliche Regelungen sind aus dem Lehrgangsverzeichnis zur Ausbildung der Feuerwehrangehörigen in Baden-Württemberg (Anlage 1) ersichtlich.
Für die Laufbahnausbildungen finden die Ausbildungs- und Prüfungsordnungen für den mittleren, gehobenen und höheren feuerwehrtechnischen Dienst Anwendung.
Lehrgänge, die in für die Feuerwehr zuständigen Ausbildungseinrichtungen anderer Bundesländer und des Bundes besucht und gemäß der FwDV 2 durchgeführt wurden, werden anerkannt. Sofern Lehrgänge nicht nach den Vorgaben der FwDV 2 durchgeführt oder diese bei anderen Ausbildungseinrichtungen als der Feuerwehr oder bei Ausbildungseinrichtungen der Feuerwehr im Ausland absolviert wurden, kann nach Prüfung des Einzelfalls von der Landesfeuerwehrschule eine Lehrgangsanerkennung ausgesprochen werden.
Berufliche Qualifikationen, die von Inhalt und Umfang einem Lehrgang gemäß Anlage 1 entsprechen, können von der Landesfeuerwehrschule auf Antrag anerkannt werden. Die Landesfeuerwehrschule veröffentlicht ferner auf ihrer Homepage eine Übersicht über berufliche Qualifikationen, die auch ohne Antrag direkt anerkannt werden.
Die Laufbahnlehrgänge für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst werden nach der jeweils geltenden Ausbildungs- und Prüfungsordnung des Landes Baden-Württemberg an der Landesfeuerwehrschule oder in Stadtkreisen sowie kreisangehörigen Gemeinden mit einer Abteilung Berufsfeuerwehr durchgeführt.
Die Laufbahnlehrgänge für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst sowie der »Führungslehrgang II für den höheren feuerwehrtechnischen Dienst« werden nach den jeweils geltenden Ausbildungs- und Prüfungsordnungen des Landes Baden-Württemberg an der Landesfeuerwehrschule durchgeführt.
An den Laufbahnlehrgängen für den mittleren und den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst können außerhalb des Laufbahnrechts auch Feuerwehrangehörige teilnehmen, die, ohne im Beamtenverhältnis zu stehen, die Ausbildung nach den Vorgaben der jeweils geltenden Ausbildungs- und Prüfungsordnung durchlaufen.
Des Weiteren können außerhalb des Laufbahnrechts auch andere Personen am Laufbahnlehrgang für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst teilnehmen, sofern sie folgende Voraussetzungen erfüllen:
Ausbildung zum Rettungssanitäter,
die Teilnahme an den Lehrgängen: Truppmannausbildung Teil 1 und 2, »Sprechfunker«, »Atemschutzgeräteträger«, »Maschinisten«, »Truppführer«, »ABC-Einsatz«,
Kettensägenausbildung Modul A nach den Vorgaben der DGUV,
Ausbildungen »Absturzsicherung« und »Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen«,
Besitz des Deutschen Sportabzeichens mindestens in der Stufe Silber oder des Deutschen Feuerwehrfitnessabzeichens in Bronze. Die Ausstellung darf maximal ein Jahr vor Beginn der Lehrgangsprüfung erfolgt sein,
Besitz des Rettungsschwimmabzeichens in Bronze und
nach erfolgreicher Teilnahme am Lehrgang »Truppführer« eine mindestens sechsmonatige Tätigkeit als hauptberuflicher Feuerwehrangehöriger.
Personen von außerhalb Baden-Württembergs können an den Laufbahnlehrgängen teilnehmen, wenn sie die genannten Voraussetzungen erfüllen oder wenn sie die entsprechenden Vorgaben ihres Bundeslandes erfüllen.
Ausnahmen von den Zulassungsvoraussetzungen sind möglich. Über die Zulassung entscheidet die Landesfeuerwehrschule im Einvernehmen mit dem Innenministerium.
Für die Ausübung der Funktion eines Staffel- oder Gruppenführers oder eines stellvertretenden Wachabteilungsführers wird eine besondere Ausbildung empfohlen. Hierfür werden an der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg die Führungslehrgänge I und II durchgeführt.
Am »Führungslehrgang I« und am »Führungslehrgang II« können auch Feuerwehrangehörige teilnehmen, die, ohne im Beamtenverhältnis zu stehen, am Laufbahnlehrgang für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst gemäß Nummer 4.4.2 mit Erfolg teilgenommen haben.
Der Lehrgang »Führungslehrgang I« dient der Einweisung in die Führungsaufgaben des mittleren feuerwehrtechnischen Dienstes. Der »Führungslehrgang I« kann frühestens drei Jahre nach Ablegen der Laufbahnprüfung oder der erfolgreichen Teilnahme am Laufbahnlehrgang nach Nummer 4.4.2 besucht werden.
Der »Führungslehrgang I« wird nach den von der Landesfeuerwehrschule vorgegebenen Lerninhalten durchgeführt.
Der Lehrgang »Führungslehrgang II« dient der Vermittlung weiterer Kenntnisse, insbesondere in den Bereichen Einsatztaktik und Führungsverhalten, für hervorgehobene Aufgaben im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst, insbesondere die Übernahme der Funktion eines stellvertretenden Wachabteilungsführers.
Lehrgangsvoraussetzung ist der erfolgreiche Besuch des »Führungslehrgangs I«.
Der »Führungslehrgang II« wird nach den von der Landesfeuerwehrschule vorgegebenen Lerninhalten durchgeführt.
Der Landesfeuerwehrschule ist die Akademie für Gefahrenabwehr angegliedert.
Zusätzlich zum Lehrgangsbetrieb der Landesfeuerwehrschule werden an der Akademie für Gefahrenabwehr im Einvernehmen mit dem Innenministerium Seminare für Fach- und Führungskräfte durchgeführt.
Die Teilnahme an den Seminaren ist für Feuerwehrangehörige von Stellen innerhalb des Landes Baden-Württemberg kostenfrei, im Übrigen wird von der entsendenden Stelle eine Gebühr erhoben.
Bei besonderem Landesinteresse können im Einvernehmen mit dem Innenministerium Seminare auch unentgeltlich angeboten werden.
Die Anmeldung zu den Seminaren erfolgt über ein Anmeldesystem der Landesfeuerwehrschule.
(zu Nummern 1.3 und 2.4.2)
Anerkennung der hauptamtlichen Qualifikation
als Ausbildung für ehrenamtliche Feuerwehrangehörige
Laufbahnausbildung für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst
Laufbahnausbildung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst
Laufbahnausbildung für den höheren feuerwehrtechnischen Dienst
Truppmannausbildung Teil 1 und 2,
Einsatzleiter der Führungsstufe C