Source: https://www.nuerensdorf.ch/id/74
Timestamp: 2018-12-15 16:55:17
Document Index: 267527546

Matched Legal Cases: ['§ 313', '§ 311', '§ 319', '§ 13', '§ 319', '§ 319']

Bewilligungspflichtig sind die Erstellung neuer und die bauliche Veränderung bestehender Gebäude und gleichgestellter Bauwerke. Eine baurechtliche Bewilligung ist namentlich nötig für: die Erstellung neuer oder die bauliche Veränderung bestehender Gebäude und gleichgestellter Bauwerke; Bodenfläche 2 m, grösste Höhe 1,5 m überschritten. Nutzungsänderungen bei Räumlichkeiten und Flächen denen baurechtliche Bedeutung zukommt (wenn z.B. Estrich- oder Kellerräume zu Wohn-, Schlaf- oder Arbeitsräumen umgewandelt werden sollen) die Unterteilung von Grundstücken nach Erteilen einer baurechtlichen Bewilligung oder nach erfolgter Überbauung. Geländeveränderungen die nicht im Zusammenhang mit anderen bewilligungspflichtigen Bauvorhaben stehen und 1,0 m Höhe oder 500 m2 Fläche überschreiten. Mauern und Einfriedungen höher als 80 cm Fahrzeugabstellplätze, Werk- und Lagerplätze Aussenantennen über 80 cm (in allen Richtungen gemessen) Reklameanlagen, wenn 1/4 m2 Fläche überschritten wird Abbruch von Gebäuden in Kernzonen.
Erleichterte Bewilligungsverfahren bei Kleinstbauten ab 1. Juli 2016:
Neu bedürfen Bauten und Anlagen in Bauzonen -ohne Kernzonen-, deren Gesamthöhe nicht mehr als 2,5 m betragen und die eine Bodenfläche von höchstens 6 m2 überlagern keiner Baubewilligung mehr (Ausnahme Kernzonen, Heimatschutzobjekte und Bauten im Baulinienbereich). Zu beachten ist, dass trotz Erleichterung bei der Bewilligungspflicht die Grenzabstände (3,5 m für besondere Gebäude) eingehalten werden müssen oder das Näherbaurecht eingeholt werden muss.
Baugesuche sind an die Baukommission, 8309 Nürensdorf, mit den erforderlichen Unterlagen einzureichen. Baugesuche sind in der Regel mit speziellem Formular in dreifacher Ausfertigung einzureichen und haben alle erforderlichen Unterlagen zu enthalten.
Eingehende Gesuche werden von der örtlichen Baubehörde und den kantonalen Fachstellen auf ihre Vollständigkeit geprüft. Allfällige Änderungen oder Ergänzungen der Unterlagen werden innerhalb von drei Wochen beim Gesuchsteller nachgefordert (§ 313 PBG).
Publikation und Aussteckung
Das Bauvorhaben ist durch die Bauherrschaft auszustecken und wird durch die Gemeinde publiziert und während 20 Tagen öffentlich aufgelegt (§§ 311 und 314 PBG). Die Publikation erfolgt jeweils am Freitag im Zürcher Unterländer sowie im Amtsblatt des Kantons Zürich. Die Unterlagen liegen im 1. Stock des Gemeindehauses auf.
Wer Ansprüche aus der Baugesetzgebung wahrnehmen will, hat innerhalb der 20-tägigen Auflagefrist beim Bauamt schriftlich (aus Beweisgründen am besten per Einschreiben) um die Zustellung des Bauentscheides nachzusuchen. Der Entscheid wird dem Gesuchsteller zugestellt, sobald die Baukommission über das Bauvorhaben entschieden hat. Gegen den baurechtlichen Entscheid kann der Gesuchssteller innert 30 Tagen rekurrieren. Die Zustellung des Bauentscheides kostet in der Gemeinde Nürensdorf Fr. 35.—.
Nach Ablauf der Vorprüfung wird das Gesuch, je nach Art, Lage und Umfang, entweder im ordentlichen Verfahren oder im Anzeigeverfahren behandelt.
Im ordentlichen Verfahren (§ 319 - 321 PBG) treffen die Bewilligungsbehörden ihre Entscheide in der Regel innert zwei Monaten seit der Vorprüfung. Bei Neubauten und grösseren Umbauvorhaben steht eine Zeitspanne von vier Monaten seit der Vorprüfung zur Verfügung. Das Anzeigeverfahren (§§ 13 - 18 BVV) kann für Bauvorhaben von untergeortneter Bedeutung angewendet werden, sofern keine Interessen Dritter berührt werden. Das Bauvorhaben muss im Anzeigeverfahren weder ausgesteckt noch publiziert werden. Die Behandlungsfrist beträgt 30 Tage nach Abschluss der Vorprüfung.
Stehen dem Bauvorhaben keine planungs-, bau- und umweltrechtlichen Hindernisse entgegen, ist es zu bewilligen. Die Baubewilligung kann Auflagen, Bedingungen oder Befristungen enthalten (§§ 319 - 311 PGB). Gleichzeitig mit der Baubewilligung werden auch die allfällig notwendigen kommunalen und kantonalen Zusatzbewilligungen durch die Gemeinde eröffnet.
Mit der Bauausführung muss innert drei Jahren, nach Ablauf der letzten Rechtsmittelfrist, begonnen werden (§§ 319 - 321 PBG).
Die Baugebühren werden in unserer Gemeinde als Grundbetrag (Pauschale je nach Gebäudetyp) und Zuschlag (als Pauschale unter Berücksichtigung des Kontrollaufwandes) verrechnet.