Source: https://www.g-drg.de/inek_site_de/layout/set/standard/Pflegepersonaluntergrenzen_2019/Umsetzung_der_Verordnung_zur_Festlegung_von_Pflegepersonaluntergrenzen_in_pflegesensitiven_Bereichen_in_Krankenhaeusern_PpUGV/FAQ/(help)/8341
Timestamp: 2020-04-03 17:40:08
Document Index: 366045849

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 3', '§ 5', '§ 6', '§ 137', '§ 2', '§ 6', '§ 6']

Antwort: Bitte senden Sie uns den ausgefüllten und unterschriebenen Musterbrief mit der Änderung zu. Bitte verwenden Sie ausschließlich das aktualisierte Word-Dokument unter folgendem Link:
Der neue Mitarbeiter muss sich im InEK-Datenportal registrieren und kann nach Eingang des Musterbriefes für die Datenübermittlung freigeschaltet werden.
Frage 3.1: Wir haben kein Anschreiben erhalten, obwohl unser Krankenhaus Leistungen in den in der Verordnung genannten Leistungsbereichen erbringt. Was ist zu tun?
Antwort: Das InEK verschickt Anschreiben an sämtliche Krankenhäuser, für die nach den Ermittlungsvorschriften der PpUGV ein pflegesensitiver Bereich ermittelt wurde. Wenn Sie kein Anschreiben erhalten haben, spricht dies dafür, dass Ihr Krankenhaus für das Jahr 2019 nicht den Regelungen der PpUGV zu den Pflegepersonaluntergrenzen unterliegt.
Frage 3.2: Im Anschreiben des InEK sind auch die Leistungsbereiche Neurologie und/oder Herzchirurgie aufgeführt. Nach § 5 Abs. 3 PpUGV besteht für diese Bereiche keine Mitteilungspflicht. Müssen die geforderten Informationen zu diesen Leistungsbereichen im Datenportal eingetragen werden?
Frage 3.3: Wir haben in unserem Krankenhaus eine Fachabteilung Intensivmedizin und für diese Fachabteilung einen pflegesensitiven Bereich der Geriatrie, Unfallchirurgie, Kardiologie, Neurologie oder Herzchirurgie im Anschreiben genannt bekommen. Welche Angaben sind im Datenportal zu übermitteln?
Frage 3.4: Wir haben im Anschreiben für eine Fachabteilung mehr als einen pflegesensitiven Bereich genannt bekommen. Welche Angaben sind im Datenportal zu übermitteln?
Antwort: Die in § 3 PpUGV genannten Bedingungen zur Ermittlung pflegesensitiver Bereiche in Krankenhäusern sind nicht vollständig überschneidungsfrei. Bitte übermitteln Sie die nach § 5 PpUGV geforderten Angaben - wie im Datenportal hinterlegt - getrennt nach den jeweils ermittelten pflegesensitiven Bereichen. Wenn für eine Station mehr als ein pflegesensitiver Bereich im Krankenhaus ermittelt wurde, gilt nach § 6 Abs. 4 Satz 1 PpUGV schichtbezogen die Pflegepersonaluntergrenze mit der niedrigsten Anzahl von Patientinnen und Patienten im Verhältnis zu einer Pflegekraft mit dem zugehörigen Grenzwert für den Anteil von Pflegehilfskräften (d.h. die „strengere“ Untergrenze).
Frage 7.5: Wir haben nach der Veröffentlichung der Liste „Aufstellung der Angaben der Krankenhäuser über die pflegesensitiven Bereiche in den Krankenhäusern gem. § 137i Abs. 4a SGB V“ festgestellt, dass strukturelle Veränderungen in unserem Krankenhaus stattgefunden haben. Was ist zu tun?
Antwort: Eine Änderung im Datenportal ist seit dem 15.01.2019 nicht mehr möglich. Bitte senden Sie uns eine E-Mail an PpUGV-Umsetzung@inek-drg.de unter Angabe der gewünschten strukturellen Veränderungen. Nutzen Sie hierfür das folgende Formblatt:
9. Begriffsbestimmung Pflegekräfte
Frage 9.1: Welche Pflegehilfskräfte werden zum Nachweis der Einhaltung der PpUGV herangezogen? Schließen sich dieser Definition bspw. auch die Berufsbilder: Rettungsassistenten, Notfallsanitäter, medizinische Fachangestellte, operationstechnische Assistenten, Heilerziehungspfleger, chirurgisch-technische Assistenz an?
Antwort: Die Regelungen in § 2 Abs. 1 Satz 3 der Rechtsverordnung sind abschließend. Die Berufsbilder der Rettungsassistenten, Notfallsanitäter, medizinische Fachangestellte, operationstechnische Assistenten, Heilerziehungspfleger, chirurgisch-technische Assistenz gehören nicht zu den anrechenbaren Pflege(hilfs)kräften.
Frage 9.2: Werden ausländische Anerkennungspraktikanten (die bis zu ihrer Anerkennung als Pflegehilfskräfte eingesetzt sind und über eine Ausbildung im Ausland verfügen) im Rahmen der PpUGV berücksichtigt?
Antwort: Wenn durch die für die Anerkennung zuständige Behörde zunächst eine Anerkennung als Pflegehilfskraft mit mindestens einjähriger Ausbildungsdauer bestätigt wurde, können Anerkennungspraktikanten als Pflegehilfskräfte angerechnet werden. Fehlt eine solche Bestätigung, können Anerkennungspraktikanten nicht angerechnet werden.
Frage 9.3: Wie wird mit Pflegepersonal im Bereich von ComCentern und Hauptnachtwachen (Springer) umgegangen?
Antwort: Pflegepersonal in ComCentern und Hauptnachtwachen (Springer) kann in dem Umfang, in dem unmittelbare pflegerische Patientenversorgung am Bett durchgeführt wird, anteilig angerechnet werden. Die anteilige Anrechnung orientiert sich an der Inanspruchnahme des entsprechenden Pflegepersonals durch die Patienten auf bettenführenden Stationen der pflegesensitiven Bereiche i.d.R. auf Basis einer entsprechenden Leistungsdokumentation.
Frage 9.4: Wie sind Schulungszeiten während der Arbeitszeit zu beachten?
Antwort: Schulungsmaßnahmen, die während der Arbeitszeit auf der Station oder im stationsnahen Umfeld durchgeführt werden (bspw. Hygieneunterweisung) und die eine kurzfristig erforderliche Patientenversorgung ermöglichen können, sind bei der Berechnung der geleisteten Arbeitszeit zu berücksichtigen. Alle übrigen Schulungsmaßnahmen, insbesondere außerhalb der Klinik stattfindende Schulungen, können nicht angerechnet werden.
10. Patientenbelegung
Frage 10.1: Wie sind beurlaubte Patienten im Rahmen der Nachweisverpflichtung zu beachten?
Antwort: Bei beurlaubten Patienten ist wie folgt vorzugehen: Wird durch die Beurlaubung ein Kalendertag vollständig (volle 24 Stunden) umfasst, ist dieser Urlaubstag als Abwesenheitstag nicht zu berücksichtigen. Tage, an denen eine Beurlaubung beginnt oder endet (keine vollen 24 Stunden Abwesenheit), sind als Anwesenheitstage zu werten.
Frage 10.2: Werden im Rahmen der Nachweisvereinbarung nur die um 24:00 Uhr vollstationär auf einer Station untergebrachten Patienten gezählt oder müssen auch die sogenannten Stundenfälle, d.h. Patienten, die am gleichen Tag aufgenommen und entlassen wurden, und damit um Mitternacht nicht mehr da sind, dazu gezählt werden?
Antwort: Zur Ermittlung des Mitternachtsbestandes wird die Belegung um 24.00 Uhr herangezogen; Stundenfälle mit Aufnahme und Entlassung/Verlegung innerhalb des Kalendertages werden nicht gezählt.
Frage 10.3: Wie ist eine Kurzliegerstation nachzuweisen?
Auf einer Kurzliegerstation werden Patienten Montag aufgenommen und spätestens Samstag entlassen. D.h. die Mitternachtsbestände Samstag und Sonntag sind Null.
Für die Tagschicht am Montag wird Personal eingesetzt, es gibt aber keinen Mitternachtsbestand.
Antwort: In dieser Konstellation sind für die Tagschicht am Montag die Werte des Mitternachtsbestandes für die Nacht von Freitag auf Samstag der Vorwoche anzugeben. Sollte bereits der Mitternachtsbestand der Nacht von Freitag auf Samstag den Wert Null („0“) ausweisen (weil bereits alle Patienten im Laufe des Freitag entlassen wurden), ist der Mitternachtsbestand der Nacht von Donnerstag auf Freitag einzutragen.
Frage 10.4: Wie ist mit Renovierungsarbeiten umzugehen?
Antwort: Wenn bei Renovierungsarbeiten eine Station vorübergehend geschlossen wird, ist für die Zeit der Schließung der Station die Anzahl der Schichten in der Spalte „Anzahl Schichten (Summe)“ entsprechend zu reduzieren. Als Patientenbelegung für die erste Tagschicht nach Abschluss der Renovierungsarbeiten ist der letzte Mitternachtsbestand vor der vollständigen Schließung einzutragen.
Frage 10.5: Wie ist mit „Außenliegern“ umzugehen?
Antwort: Bei „Außenliegern“ ist die Betrachtung wie folgt vorzunehmen:
Wenn eine Station einem pflegesensitiven Bereich unterliegt (bspw. Kardiologie) dann sind alle Patienten dieser Station in der Nachweisvereinbarung zu betrachten. Dies gilt sowohl bei interdisziplinärer Belegung als auch dann, wenn auf der Station nur ausnahmsweise Patienten einer anderen Fachabteilung behandelt werden. Wird ein Patient, der eigentlich auf der Station des pflegesensitiven Bereichs pflegerisch betreut werden sollte auf einer anderen Station versorgt, die keinem pflegesensitiven Bereich zugeordnet ist, dann ist dieser Patient auf der anderen Station nicht zu zählen (und die andere Station unterliegt dann auch nicht temporär den Pflegepersonaluntergrenzen).
Anmerkung: Sind bei einer Station mit interdisziplinärer Belegung die Pflegepersonaluntergrenzen mehrerer pflegesensitiver Bereiche einzuhalten, unterliegt nach § 6 Abs. 4 PpUGV die Station mit allen Patienten nur einer Pflegepersonaluntergrenze - der Pflegepersonaluntergrenze „mit der niedrigsten Anzahl von Patientinnen und Patienten“ – dies gilt nicht für Intensivbetten, für die stets die Pflegepersonaluntergrenzen der Intensivmedizin nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 PpUGV einzuhalten sind.
Frage 10.6: Wir haben eine Station auf der Patienten, die dem DRG Entgeltsystem unterliegen, gleichermaßen behandelt werden wie Reha-Patienten. Die Personalbesetzung und -planung erfolgt für die gesamte Station; es erfolgt keine Trennung in die Entgeltbereiche. Wie ist dies im Nachweis anzugeben? Wie kann ich diese Information im Rahmen des Nachweises liefern?
Antwort: Wenn die Station einem pflegesensitiven Bereich unterliegt, dann geben Sie bitte alle Patienten dieser Station sowie die vollständige Personalbesetzung in der Nachweisvereinbarung an. Nähere Informationen beispielsweise zur Anzahl der Reha-Patienten können Sie im Anmerkungsfeld "Anmerkung" in Spalte O vermerken. Das "Anmerkungsfeld" kann auch für zusätzliche Informationen zu den Einträgen in die Tabellen der Nachweisvereinbarung bei weiteren Konstellationen verwendet werden. Dies gilt insbesondere für Stationen mit Kurzzeitpflege, mit Fällen in Kostenträgerschaft der Unfallversicherung (BG-Fälle), mit militärischen Patienten in Bundeswehrkrankenhäusern, sowie Tageskliniken und für Stationen mit temporärer Schließung (bspw. bei Renovierungsarbeiten). Die Aufzählung ist nicht abschließend.