Source: https://rd.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-32960-3_9
Timestamp: 2018-07-16 21:12:41
Document Index: 242494094

Matched Legal Cases: ['Art. 105', 'Art. 9', 'Art. 23', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 6', 'Art. 4', 'Art. 7', 'Art. 9', 'Art. 12', 'Art. 16', 'Art. 4', 'Art. 3', 'Art. 4', 'Art. 5']

Verwaltung der Gemeinde-Forsten | Springer for Research & Development
Geschichte des Waldeigenthums, der Waldwirthschaft und Forstwissenschaft in Deutschland pp 101-122 | Cite as
Verwaltung der Gemeinde-Forsten
August Bernhardt
Die germanische Gemeinde der alten Zeit war eine wirthschaftliche Einheit, eine Gesammtheit gleicher wirthschaftlicher Interessen, kein politisches Ganze, wie die Stadtgemeinde des Alterthums. Jene beruhete auf der Eintheilung des Bodens in Marken und war nur eine Genossenschaft, keine juristische Person im engeren Sinne des römischen Rechtes, noch viel weniger aber eine organisilte politische Gemeinschaft. Ein Unterschied zwischen Stadt- und Landgemeinden bestand nicht.
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Vergl. Bluntfchli u. Brater, Staatswörterbuch, Art. Gemeinde y. Brater. IV. S. 109 fgde.Google Scholar
Revidirte bayerifche Gemeinde-Ordnung v. 2. VII. 1834 (Gef. Samml. 2834 No. 15, S. 109 fgde.). Sie ift aufser Kraft gefetzt durch die Gemeindeordnung v. 29. IV. 1869 für die Provinzen oftwärts d. Rheins (Gef. S. 2869, S. 865 fgde.) und für die Pfalz (a. a. 0. S. 1009 fgde.).Google Scholar
Bluntfchli u. Brater, Staatswörterbuch, IV. S. 109 fgde.Google Scholar
Gemeinde-Verfaff. Gefetz vom 31. XII. 1831. Bluntfchli u. Brater a. a. 0. I. S. 644 fgde. Vollzugs-Verordnung v. 22. I. 1833 (Reg. Bl. No. V I ).Google Scholar
Städteordnung v. 2. II. 2832. (abgeändert am 9. XII. 1837 ) und Landgemeinde-Ordnung v. 7. XI. 2838. Ewe Eigenthümlichkeit der fächf. Städteordnung ill es, dafs der Stadtrath in gewiffer Beziehung als direktes Organ der Staatsverwaltung erfcheint.Google Scholar
H 42–48 der Verfall. Urk. vom 5. I. 1831. Gemeinde-Ordnung (für Städte und Landgemeinden) v. 23. X. 1834 (G. S. 1834, S. 181 fgde.).Google Scholar
Die revidirte übrigens nicht allgemein eingeführte Städteordnung v. 17. III. 1831 trat an Stelle der St. O. v. 2808 (Gef. S. 1831, S. 9) und brachte das Prinzip der Staatsoberaufficht zu fchärferer Ausprägung.Google Scholar
Landgemeinde-Ordnung für Weftfalen v. 32. X. 1841. (Gef. S. 1841, S..297 fgde.).Google Scholar
Gemeinde-Ordnung (f. Stadt- und Landgemeinden) v. 23. VII. 1845 (G. S. 2845, S. 523 fgde.).Google Scholar
Verf. enthält folgendes Programm: jede Gemeinde hat als Grundrecht ihrer Verfaffung a) die Wahl ihrer Vorfteher und Vertreter; b) die felbftändige Verwaltung ihrer Angelegenheiten mit Einfchlufs der Ortspolizei unter gefetzlich geordneter Oberaufficht d. Staates; c) die Veröffentlichung ihres Ge-meinde-Haushalts; d) Oeffentlichkeit der Gemeindeverhandlungen als Regel.Google Scholar
Gel.. v. 12. XII. 1848, betr. d. Verfaffung und Verwaltung d. Gemeinden (Verordn. Bl. 1848, S. 227 fgde.).Google Scholar
Allg. Städteordnung v. 1. V. 1851 (Gef. S. 1851, I. Abth. S. 63) und Landgemeindegefetz v. 4. V. 1852 (a. a. O. Abth. II. S. 3). Diele beiden Ge-fetze müffen als das gelungenfte Werk moderner Gemeindegefetzgebung betrachtet werden. Vergl. Brater im Staatswörterbuch v. Bluntfchli u. Brater, IV., S. 127.Google Scholar
Das verdienftvolle Werk des trefflichen Minifters v. Watzdorff.Google Scholar
So in Heffen-Homburg (Gem. Gef. v. 9. X. 1849, Reg. Blatt v. 21. X. 1849, No. 9), S.-Altenburg (Dorfordnung v. 16. IV. 1851 ), Holftein und Schleswig (allg. Städte-Ordnung v. 18. X. 1848, v. d. provif. Regierung erlaffen, indefs nicht zur Durchführung gelangt), vor allen in Oldenburg, wo die Gemeinde.Ordnpng v. I. VII. 1855 die Selbftverwaltung der Gemeinden vollkommen herftellte.Google Scholar
In Verbindung mit den gleichzeitig erlaffenen Kreis-, Bezirks- und Provin-zial-Ordnungen, erfchien am 11. März 1850 ein Gemeinde-Gefetz für den ganzen Umfang der Monarchie, welches den in der Verfaffungs-Urkunde vom 31. I. 185o niedergelegten Grundrechten der Gemeinden Ausdruck verlieh.Google Scholar
Gefetz - v. 24. V. 1853, Art. I. (Gef. S. 1853, S. 238). Auch Art. 105 d. Verf. Urk. wurde durch ein Gefetz v. demf. Tage (Gef. S. 1853, S. 228) aufgehoben und lediglich beftimmt, »dafs die Vertretung und Verwaltung der Gemeinden, Kreife und Provinzen durch befondere Gefetze näher beftimmt werde.»Google Scholar
Brater, a, a. O. IV. 127.Google Scholar
Städteordnung f. d. fechs öftl. Provinzen v. 3o. V. 1853 (mit Ausfchlufs v. Neuvorpommern und Rügen, Gef. S. S. 263); Gef. v. 31. V. 1853 betr. d. Verfaffung der Städte in Neuvorpommern und Rügen (G. S. S. 291); Städteordnung f. Weftfalen V. 19. III. 1856 (G. S. S. 237) und vom 15. V. 1856 für die Rheinprovinz (G. S. S. 406 v. 3857); Gef. v. 14. IV. 1856, betr. d. Landgemeinde-Verfaffungen in d. 6 öftl. Provinzen (G. S. S. 356), Landgemeinde- Ordnung für Weftfalen v. 19. III. 1856 (G. S. S. 265) und Gefetz v. 13. V. 1856 betr. die Gemeinde-Verfaffung in d. Rheinprovinz (G. S. 5. 435 ).Google Scholar
Revidirte Städteordnung v. 24. VI. 1858 (Gef. S. Abth. I, S. 141 v. 1858) und Landgemeinde-Gefetz v. 28. IV. 1859 (dal. 1859, Abth. I, S. 393 ).Google Scholar
Gel. betr. die Verfaffung und Verwaltung der Gemeinden, v. 26. VII. 3854 (Verordn. Blatt S. 166), in einigen Punkten abgeändert durch Gef. v. 26. IV. 1869 (a. a. O. S. 629).Google Scholar
Für Holftein ergingen dann die Städte-Ord. v. 11. II. 1854 (Gef. u. Minift. BI. 1854. Stück VII, S. 87) und die Flecken-Ordn. v. 29. X. 1864 (a. a. O. 3864, No. 63, S. 321). Beide find am 14. IV. 1869 durch eine neue Städte- und Flecken-Ordnung erfetzt.Google Scholar
Von 242 Qm. Landesfläche gehören 105 zum Domanium, 103 zu den ritterfchaftl. Gütern. Die Bevölkerung verminderte fich 185161 um etwa 1900 Perfonen in Mecklenburg-Schwerin, von da bis 1871 um faft 4000 Perfonen, in Mecklenburg-Strelitz v. 1864 (98,255) bis 1871 (96,982) um 1,273 Perfonen. Díe Geburten haben fich fchon feit 1835 vermindert; 1835 kam eine Geburt auf 27,5, 1859 auf 29,5 Perfonen. Die unehelichen Geburten verhielten fich zu den ehelichen: 1780 wie I: 17,35; 1820 wie I: 9,6: 1859 wie I: 3,87. Wer aus folchen Zahlen Nichts lernt, der ill überhaupt unfähig, belehrt zu werden.Google Scholar
Gemeinde-Ordnung vom 3o. VI. 1821 (Reg. Bl. 1821, S. 359); Gefetz v. B. I. 1852, betr. d. Bildung des Ortsvorftandes und d. Wahl des Gemeinderathes (daf. 1852, S. 33); Gef. v. ‘3. V. 1858, betr. die Bildung der Ortsvorftände (daf. 1858, S. 589). •Google Scholar
Gem. Ordn. v. 59. X. 1833 bei v. Rönne, Staatsrecht, II. Bd., 1.. Abth. S. 610 fgde. Für die Stadt Hechingen befteht eine Städte-Ordnung vom 15. I. 1833. Für Sigmaringen befteht die Gem. Ordn. v. 6. VI. 1840. v. Rönne a. a. O.Google Scholar
So in P.reufsen (vergl. 52 d. Städteordn. f. d. öftl. Prov., 5 i d.. Städte ordnung f. Weftfalen, 48 d. St. O. f. d. Rheinprovinz. Das Gef. v. 2. I II. 1867Google Scholar
hob die Befugnifs der Gemeinden, ein Einzugsgeld zum Erwerb der Gemeinde-Angehörigkeit zu erwerben, für ganz Preufsen auf.Google Scholar
Badifche Gem. Ordn. v. 1831 48; preufs. Gef. über die Polizeiverwaltung v. 11. III. 5o; preufs. Städte-Ordn. v. 1853 62 u. f. w. Nach dem preufs. Gef. v. I1. III. 50, begreift die Ortspolizei I) den Schutz-d. Perfonen und d. Eigenthums; a) Ordnung, Sicherheit, Leichtigkeit des Verkehrs; 3) die Markt-Polizei; 4) Ordnung bei Verfammlungen; 5) Fremden-Verkehr und Beherbergung; 6) Wirthshauspolizei; 7) Gefundheitspolizei; 8) Feuer- und Baupolizei; 9 ) Schutz der Fluren, Waldungen etc. Io) Alles andere, was im befonderen Intereffe der Gemeinden polizeilich geregelt werden mufs. Die Gewerbepolizei ift hier faft ganz unberückfichtigt geblieben.Google Scholar
U. 14 der Gern. Ordn. v. 1822.Google Scholar
Art. 9 und III der Gern. Ordn. v. 1854.Google Scholar
Braunfchweigifche Stadt- und Landgem. Ordn. (1850); I der Stadtgem.-Ordnung, i 3 d. Landgem. Ordn.Google Scholar
Bluntfchli u. Brater, Staatswörterbuch, IV. S. 139.Google Scholar
Vergl. hierzu Bluntfchli u. Brater, Staatswörterbuch, IV. S. 146 fgde. Weiske, Sammlung der neueren deutfchen Gemeindegefetze. 1848. (enthält die bis 1845 erfchienenen Gefetze). Stüve, Wefen und Verfaffung der Landgemeinden in Niederfachfen und Weftfalen. Jena 1851.Google Scholar
Vergl. den II. Band diefes Werkes, S. 235–239 und S. 276–287.Google Scholar
Vergl. d. Städte-Ordn. f. d. 6 öftl. Provinzen, 5o. 55; für WeftfalenGoogle Scholar
; für die Rheinprovinz 51. Betreffs der Gemeindewaldungen in den Land-gemeinden- der öftlichen Provinzen beftimmt 15 des Gefetzes v. 14. IV. 1856 (Gef. Samml. 1856, S. 364), dafs fie auch fernerhin ihrer Beftimmung zu erhalten, ferner, dafs Umwandlungen in Acker und Wiefe, fowie aufserordentliche Holzfchläge nur mit Genehmigung der Regierung zuläffig find. Hierbei ift zugleich verordnet, dafs die bereits erlaffenen Gefetze und Verordnungen (namentl. alfo d. Gef. v. 24. XII. 1816) in Kraft verbleiben.Google Scholar
Hiernach fteht bei ftädtifchen Forften (1 50 der Städteordnung v. 30. V. 3853) der Staatsgewalt eine Einwirkung auf die Gemeindewaldwirthfchaft nur infoweit zu, als überhaupt »zur Veräufserung von Grunditücken« und »zu -Verände-rungen im Genuffe der Gemeinde-Nutzungen« die Genehmigung der Auffichts-behörde (Regierung) erforderlich ift.Google Scholar
Vergl. auch meine »Waldwirthfchaft und Waldfchutz«. 1869. S. 358 fgde.Google Scholar
des Gemeinde-Waldgefetzes von 1816 unterwirft die von den Gemein-den zu wählenden Forftbeamten der Prüfung und Bettätigung durch die Regierung, ohne jedoch über den bei Anftellung der Gemeinde-Forftbeamten innezuhaltenden Modus genaue Beftimmung zu treffen. Die Königlichen Ordres vom 18. VIII. 1835 (für Trier und Koblenz) und v. 28. V. 1836 (für Arnsberg und Minden) ftellten demnächft als Grundfatz auf; dafs in Ermangelung freiwilliger Zuftimmung der Gemeinden zur Bildung angemeffener Kommunal-Forftverwaltungs-Verbände, die Miniftër d. Innern und der landwirthfchaftlichen Angelegenheiten Entfcheidung treffen follten. Hierauf ergingen die Ausführungs-Verordnungen v. 1839 und 1857 (am 31. VIII. 1839 für Arnsberg-Minden; vergl. Greiff, »d. preufs. Gefetze über Landeskultur und landwirthfchaftliche Polizei«. 1866. S. 669 fgde.).Google Scholar
Greiff a. a. O. S. 67o. Die Inftruktion v. 19. V. 1857 ift abgedruckt bei v. Hagen, die forftlichen Verhältniffe Preufsens, S. 55.Google Scholar
Art. 23 des Gefetzes v. 15. V. 1856 (G. S: S. 441) bei Greiff, a. a. O. S. 67o.Google Scholar
Chriftian Höffler, geb. am 7. IX. 1806 zu Koblenz, befuchte dort 1814–21 das Gymnafium, ftudirte dann 2 Jahre in Afchaffenburg, beftand 1833 die Prüfung als Forftreferendar und wurde 1835 Regierungs- und Forft-Affeffor, 3838 Regie-rungs- und Forft-Rath in Trier, 1847 Oberforftmeifter in Koblenz. Er ftarb am 24. VI. 1865. Vergl. forftl. Blätter (Grunert) i 1. Heft, S. 219 fgde.Google Scholar
v. Rönne, Staatsrecht, II. Bd., 1. Abth. S. 573•Google Scholar
Forft- und Jagd-Zeit. 1859, S. 358. 437. Gef. Samml. f. Hannover, 1859, Abth. I. S. 725. Burckhardt, forftl. Verhältniffe von Hannover, S. 16. AusführungsVerordnung des Minifters d. Innern v. 26. VII. 1859 ( G. S. S. 739 ).Google Scholar
A7) G. S. 186o. S. 564. Ausführungs-Verordnung v. so. XI. 1860 (G. S. S. 171).Google Scholar
Vergl. Burckhardt a. a. 0. Verordnung vom 25. I. 1815. Forft- und Jagd-Zeitung 185o (S. 475) Hier giebt der Forftmeifter Mühry eine Darftellung der wirthfchaftlichen Zutttinde in den Hildesheim’fchen Gemeinde-Forften, welche den günftigen Einflufs zeigt, den die Staatsaufficht geübt hat.Google Scholar
So Burckhardt a. a. 0. S. 42.Google Scholar
G. S. f. Kurheffen, 1824, S. 89.Google Scholar
Müller u. Fuchs, Sammlung kurheff. Gefetze. S. 811.Google Scholar
Alfred Klauhold, kurheff. Rechtsbuch, 1855, 5. 172. Meine »Waldwirthfchaft und Waldfchutz« S. 167.Google Scholar
Regulativ über d. Einleitung und Ausführung des Forftbetriebs und die Handhabung des Forftfchutzes in den gemeinheitlichen Waldungen v. 5. III. 1840 ( Finanz•Min.).Google Scholar
Müller u. Fuchs, a. a. 0. S. 1352.Google Scholar
Vergl. Braun (Referent f. Gemeinde-Forft-Sachen in der Centralftelle) in Baur’s Monatfchrift v. 1874, S. 247 fgde.Google Scholar
Verwaltungs-Ordnung f. d. Oberforft Darmftadt v. 20. IV. 1776 26 nach Braun a. a. O.Google Scholar
Vergl. d. II. Bd. diefes Werkes. S. 273. 286.Google Scholar
Forft- und Jagdzeitung, 185o, S. 67.Google Scholar
Forft- und Jagd-Zeit., 185o, S. 68.Google Scholar
d. Gefetzes.Google Scholar
Bd. II. dief. Werkes, S. 286.Google Scholar
Meine »Waldwirthfchaft und Waldfchutz«, S. 164. Das Einkommen der Gemeindeförfter wurde durch Gefetz v. 27. IX. 1849, das der Gemeinde- Ober.. förfter durch Gefetz v. 24. I. 1852 normirt. Letztere wurden ohne Mitwirkung der Gemeinden vom Staate beftellt.Google Scholar
Gefetze v. 24. VII. 1854, betr. die Amtsverwaltung und Errichtung eines Amts-Bezirksrathes und Inftruktion v. 35. III. 1862.Google Scholar
Meine »Waldwirthfchaft etc.« S. 165.Google Scholar
Vergl. «Die Forftverwaltung Bayern’s. 1861. S. 123 fgde. 371 fgde.«Google Scholar
Namentlich die Verordnung des Generalgouverneurs des Mittelrheins vom 26/28. V. 1814.Google Scholar
Regierungs-Verfügung v. 24. VII.’ 1822.Google Scholar
Vergl. Forft- und Jagd-Zeitung, 1846, S. 28. Unterm 12. I. 1841 erliefs die Regierung von Unterfranken eine Inftruktion, welche das dort geltende Forft_ hoheitsrecht codifizirte.Google Scholar
Vergl. über diefen Entwurf: “Grauer, Gefetzesvorlage über Bewirthfchaflung der Gemeinde- und Stiftungs-Waldungen in Würtemberg« in Baur’s Monatfchrift, 1874, S. 145. Der Entwurf ift am 2. I. 3874 eingebracht. Er ordnet die Aufficht über die Gemeindeforftverwaltung durch die Forftämter und die Forft-direktion, Abth. f. Körperfchaftswaldungen (beftehend aus einem Direktor, 3 forft-technifchen und 3 Räthen des Departements des Innern) an (Art. 1), fchreibt nachhaltige Nutzung auf Grund von Wirthfchaftsplänen, die von Auffichtswegen feftzuftellen find, bei ganz kleinen Waldungen von fummarifchen Gutachten vor (Art. 2. 3), fordert die Bewirthfchaftung der Gemeindeforftreviere durch Techniker.mit der Befähigung für die Staatsforftverwaltung (Art. 6), ordnet ‘Jahresbetriebs-plane an, bei deren Aufftellung die Eigenthümer eberi fo zu hören find, wie vor Feftftellung der allg. Wirthfchaftspläne (Art. 4. 8), überläfst die Wahl der Forftverwalter` den Eigenthümern (Art. 7), behält der Forftpolizeibehörde aber die Befugnifs vor, in den Fällen, wo die Eigenthümer die Anftellung eines geeigneten Sachverftändigen unterlaffen, die technifche Betriebsführung den königl. Revierförftern auf Zeit (15 Jahre) zu übertragen (Art. 9 io), in welchem Falle ein Jahres-Beitrag von o,8o M. Reichswähr. pro H. zur Staatskaffe zu zahlen ift (Art. u); überläfst ebenfo die Beftellung von Forft-Schutzbeamten den Eigenthümern und ordnet an, dafs Erftere durch gemeinfame. Verfügung des Forftamts und Oberamts entlaffen werden können, dais die Auffichtskoften auf ‘die Staatskaffe zu übernehmen find (Art. 12–14) und hebt alle entgegenftehenden Gefetze auf (Art. 16).Google Scholar
Ein neues Gemeindegefetz ift 1874 vereinbart und im Juli erfchienen.Google Scholar
II. Band diefes Werkes, S. 284.Google Scholar
Forftgefetz V. 15. XI. 1833, bef. amtliche Ausgabe 1834.Google Scholar
Forftgefetz v. 27. April 1854.Google Scholar
Vergl. Krutina (Forftrath) in Baur’s.Monatfchrift, 1874, S. 241 fgde. i9) 73–85 d. Gefetzes.Google Scholar
Die Gemeinden ftellen eine Holzbedarfslifte auf und können gegen den Wirthfchaftsplan Einfpruch erheben.Google Scholar
Regierungsblatt No. XIV.Google Scholar
Minifterial-Verordnung v.- 13. VI. 1856 (Verordn. Bl. S. 74 ).Google Scholar
Verordnung v. 17. V. 1861. Regierungsblatt S. 373.Google Scholar
Verordnung v. 15. II. 1866, a. a. O. S. 48.Google Scholar
Regierungsblatt No. XXXI, S. 449.Google Scholar
Namentlich dem Gefetze über die Organifation der inneren Verwaltung v. 5. X. 1863, Regierungsblatt S. 402 und der Vollzugs-Verordnung v. 1z. VII. 3864, Reg. Bl. S. 334, fowie der Verordnung v. 18. XII. 1868, Reg. Bl. S. 3, betr. die Aufhebung der Forftinfpektionen.Google Scholar
/72 wurden nach Krutina a. a. 0. von 85,945 H. Domänenwald (Stand v. 1. I. 1868) 397,070 Feftm. (pro H. 4,62 Feftm.), von 257,545 H. Gemeindewald (1..I. 1868) 1,192,190 Feftm. (pro H. 4,63 Feftm.) genutzt.Google Scholar
Verordnung v. 24. V. 1856.Google Scholar
Maron, Forftftatiftik, S. 287.Google Scholar
Maron, a. a. 0. S. 281.Google Scholar
Forftordnung v. 29. V. 1856 in der Ford- und Jagd-Zeit. 1861. S. 389, Art. 4–9.Google Scholar
In S. Koburg erging ein Gemeinde-Waldgefetz am 20. II. 1860 (Ford-und Jagd-Zeit. 1860 S. 244), welches die älteren Verordnungen v. 15. IX. 1807, 22. XI. 1813, 3. V. 1815, 6. VII. 1852 aufhob und beftimmte, dafs Rodungen in Parzellen von über 10 Acker von einer Genehmigung der Verwaltungsbehörde abhängig fein, diefe allerdings nicht verfagt werden foil, wenn die Fläche zur dauernden anderweitigen Benutzung geeignet il; dafs die Bewirthfchaftung der Gemeindeforden durch fachkundige Perfonen gefchehen (Art. 3) und für alle Forften von über 5o Acker auf einen Betriebsplan gegründet (Art. 4), auch durch Staatsforftbeamte kontrolirt werden foil (Art. 5) u. f. w.Google Scholar
Gefetz v. 13. III. 184o-(für Schw.-Rudolftadt).Google Scholar
Ford- und Malordnung v. 28. IX. 2840. Ford- und Jagd-Zeitung, 1841. S. 20.Google Scholar
Forftkalender f. d. deutfche Reich v. Schneider. 1874. S. 220.Google Scholar
Es befteht nur ein Rodungsverbot. Leo, Fordlatilik, S. 329.Google Scholar
In dem oben befprochenen würtemb. Gefetzentwurf.Google Scholar
© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1875
1.Hauptstation für das Forstliche VersuchswesenDeutschland
Bernhardt A. (1875) Verwaltung der Gemeinde-Forsten. In: Geschichte des Waldeigenthums, der Waldwirthschaft und Forstwissenschaft in Deutschland. Springer, Berlin, Heidelberg
DOI https://doi.org/10.1007/978-3-662-32960-3_9
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