Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=13.02.2007&Aktenzeichen=VI%20ZR%20105/06
Timestamp: 2019-05-23 00:04:31
Document Index: 10205846

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 287', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 287', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 287', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.02.2007 - VI ZR 105/06 - dejure.org
https://dejure.org/2007,295
BGH, 13.02.2007 - VI ZR 105/06 (https://dejure.org/2007,295)
BGH, Entscheidung vom 13.02.2007 - VI ZR 105/06 (https://dejure.org/2007,295)
BGH, Entscheidung vom 13. Februar 2007 - VI ZR 105/06 (https://dejure.org/2007,295)
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Schadensersatz aufgrund der nach dem Unfallersatztarif entstandenen Mietwagenkosten; Erstattungsfähigkeit so genannter Unfallersatztarife
Mietwagentarif - Unfallersatztarif und Zugänglichkeit eines günstigeren Tarifs
Ein Unfallersatztarif für Mietwagen ausreichend
Verkehrsrecht - Nur ein Tarif angeboten - keine Annahme des Unfallersatztarifs?
AG Würzburg, 29.06.2005 - 12 C 3746/04
LG Würzburg, 12.04.2006 - 43 S 2352/05
LG Würzburg, 22.08.2007 - 43 S 2352/05
NJW 2007, 1449
MDR 2007, 773
NZV 2007, 351
VersR 2007, 661
Für die Annahme, dem Geschädigten sei kein wesentlich günstigerer Tarif zugänglich gewesen, reicht es nicht aus, dass das Mietwagenunternehmen dem Geschädigten nur einen Tarif angeboten hat und ihm bei der Anmietung eines Ersatzfahrzeugs unter Offenlegung der Unfallsituation auch bei Konkurrenzunternehmen zunächst ausschließlich der Unfallersatztarif angeboten wird (vgl. Senatsurteil vom 13. Februar 2007 - VI ZR 105/06 - VersR 2007, 661, 662).
Darüber hinausgehende, mithin nicht erforderliche Mietwagenkosten kann der Geschädigte nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats (vgl. Senatsurteile BGHZ 160, 377; vom 9. Mai 2006 - VI ZR 117/05 - VersR 2006, 986; vom 4. Juli 2006 - VI ZR 237/05 - VersR 2006, 1425; vom 30. Januar 2007 - VI ZR 99/06 - VersR 2007, 516; vom 13. Februar 2007 - VI ZR 105/06 - VersR 2007, 661; vom 11. März 2008 - VI ZR 164/07 - VersR 2008, 699) aus dem Blickwinkel der subjektbezogenen Schadensbetrachtung nur ersetzt verlangen, wenn er darlegt und erforderlichenfalls beweist, dass ihm unter Berücksichtigung seiner individuellen Erkenntnis- und Einflussmöglichkeiten sowie der gerade für ihn bestehenden Schwierigkeiten unter zumutbaren Anstrengungen auf dem in seiner Lage zeitlich und örtlich relevanten Markt kein wesentlich günstigerer (Normal-) Tarif zugänglich war.
Zum anderen hätte eine solche Preisspanne dem Kläger - wenn sie ihm bekannt gemacht worden wäre - erst recht Veranlassung geben müssen, nach einem günstigeren Tarif als dem ihm zunächst angebotenen zu fragen und ggf. - bei anderen Anbietern - ein oder zwei Konkurrenzangebote einzuholen (vgl. Senatsurteile BGHZ 163, 19; 25; vom 14. Februar 2006 - VI ZR 126/05 - VersR 2006, 669, 671, vom 13. Februar 2007 - VI ZR 105/06 - VersR 2006, 661 und vom 11. März 2008 - VI ZR 164/07 - VersR 2008, 699; 701, jeweils m.w.N.).
OLG Saarbrücken, 22.12.2009 - 4 U 294/09
Jedoch darf die Schätzung nicht aufgrund zweifelhafter oder gar offenkundig falscher Markterhebungen beruhen Der Bundesgerichtshof hat mehrfach ausgesprochen, dass der Tatrichter in Ausübung seines Ermessens nach § 287 ZPO den "Normaltarif" auch anhand des "Schwacke-Mietpreisspiegels" ermitteln kann (BGH NJW 2007, 1449, 3782; 2006, 2106), so lange nicht aufgrund konkreter Tatsachen Mängel der betreffenden Schätzgrundlage aufgezeigt werden, die sich auf den zu entscheidenden Fall auswirken (BGH NJW 2009, 58; 2008, 1519).
Dass das Landgericht den "Normaltarif" im Gleichlauf mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung (vgl. nur: BGH, Urteile vom 26.06.2007 - VI ZR 163/06 - NJW 2007, 2916 f., 2917; 12.06.2007 - VI ZR 161/06 - NJW 2007, 2758 f., 2759; 13.02.2007 - VI ZR 105/06 - NJW 2007, 1449 f., 1450; 30.01.2007 - VI ZR 99/06 - NJW 2007, 1124 f., 1125) im Rahmen des ihm gem. § 287 ZPO eröffneten Ermessens auf der Grundlage des gewichteten Mittels des Schwacke-Mietpreisspiegels im Postleitzahlengebiet des Geschädigten ermittelt hat, beanstandet auch die Beklagte dem Grundsatz nach nicht.
Derselbe Senat hat indes stets klar gestellt, dass dem Geschädigten die Darlegungs- und Beweislast obliegt (vgl. etwa: Urteile vom 19.04.2005 - VI ZR 37/04 - NJW 2005, 1933 ff., 1935, und vom 13.02.2007 - VI ZR 105/06 - NJW 2007, 1449 f., 1450, Rn.13).
Entsprechend stellt dieses - auch nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (NJW 2007, 3782; NJW 2007, 1449) - eine geeignete Grundlage für die Schätzung des Normaltarifs dar.
Die von der Fa. Schwacke erstellte Mietpreisliste 2003 ist vom Bundesgerichtshof ausdrücklich als geeignete Schätzungsgrundlage anerkannt worden (vgl. BGH NJW 2007, 1449; NJW 2007, 1124; NJW 2006, 2693).
Entsprechend stellt dieses - auch nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (NJW 2007, 3782; NJW 2007, 1449) - eine geeignete Grundlage für die Schätzung des "Normaltarifs" dar.
Die von der Fa. Schwacke erstellte Mietpreisliste 2003 ist vom Bundesgerichtshof ausdrücklich als geeignete Schätzungsgrundlage anerkannt worden (vgl. BGH, NJW 2007, 1449; NJW 2007, 1124; NJW 2006, 2693).
Für die Annahme, dem Geschädigten sei kein wesentlich günstigerer Tarif zugänglich gewesen, reicht dabei noch nicht aus, dass das Mietwagenunternehmen dem Geschädigten nur einen Tarif angeboten hat und ihm bei der Anmietung auch im Bereich einer Stadt zunächst ausschließlich der Unfallersatztarif angeboten worden wäre (BGH Urteil vom 13.02.2007 - VI ZR 105/06 -).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann der Tatrichter in Ausübung seines Ermessens nach § 287 ZPO den "Normaltarif" anhand des "Schwacke-Mietpreisspiegels" ermitteln (BGH NJW 2007, 1449, 3782; 2006, 2106), so lange nicht auf Grund konkreter Tatsachen Mängel der betreffenden Schätzgrundlage aufgezeigt werden, die sich auf den zu entscheidenden Fall auswirken (BGH NJW 2009, 58; 2008, 1519).
Indes spiegelt sich der am Markt überwiegend geforderte Normaltarif am ehesten im Modus wieder (…vgl. LG Bonn, Urt. v. 28.02.2007 - 5 S 159/06;… LG Bielefeld, Urt. v. 19.12.2007 - 21 S 219/07 = NJW 2008, 1601, 1602;… AG Oldenburg, Urt. v. 06.10.2009 - 22 C 740/08) und stellt eine geeignete Grundlage für die Schätzung des Normaltarifs dar (BGH NJW 2007, 3782; 2007, 1449).
LG Würzburg, 21.11.2007 - 43 S 1123/07
OLG Hamm, 21.04.2008 - 6 U 188/07
Ersatzfähigkeit von Mietwagenkosten - Unfallersatztarif
LG Würzburg, 16.05.2007 - 42 S 79/07
Fiktive Abrechnung - Kosten für An-/Abmeldung und für Umbau von Zubehör
LG Detmold, 05.11.2008 - 10 S 54/08
LG Köln, 26.10.2016 - 9 S 100/16
LG Würzburg, 16.04.2008 - 42 S 234/08
LG Köln, 26.10.2016 - 9 S 103/16
AG Lemgo, 20.02.2008 - 19 C 160/07
LG Köln, 26.10.2016 - 9 S 106/16
LG Würzburg, 02.04.2008 - 42 S 2794/07
OLG Köln, 13.10.2009 - 15 U 49/09
AG Bamberg, 13.08.2007 - 5 C 2113/05
LG Würzburg, 23.05.2007 - 43 S 56/07 43
LG Würzburg, 23.05.2007 - 42 S 209/07 42
LG Würzburg, 23.05.2007 - 42 S 24/07 42
AG Schweinfurt, 01.12.2009 - 3 C 788/09
AG Schweinfurt, 28.04.2009 - 43 C 69/09
AG Würzburg, 27.01.2009 - 12 C 2052/08
LG Bonn, 02.07.2009 - 13 O 88/09
OLG München, 26.02.2010 - 10 U 4076/09
Schadensersatz aus Verkehrsunfall: Anspruch auf Übernahme der Kosten für einen …
LG Kempten, 28.05.2008 - 5 S 1837/07
Mietwagenkostenersatz bei Verkehrsunfall: Gerichtliche Schadensschätzung unter …
AG Köln, 11.01.2010 - 268 C 145/08
Mittelwert zwischen dem Fraunhofer-Mietpreisspiegel und der …
LG Nürnberg-Fürth, 23.05.2007 - 8 S 1002/07
Mietwagen - Not- und Eilsituation: Teures Auto behalten oder tauschen?
LG Frankfurt/Main, 21.10.2015 - 15 S 13/15
LG Stuttgart, 11.03.2009 - 5 S 240/08
Schwacke-Liste - Anwendung durch Gerichte
LG Ansbach, 30.06.2009 - 1 S 376/09
LG Stuttgart, 13.05.2009 - 5 S 278/08
Mietwagenkosten auf Basis der Schwacke-Liste
AG Nördlingen, 19.11.2008 - 3 C 350/08
AG Bruchsal, 27.08.2008 - 3 C 101/08
LG Würzburg, 07.03.2008 - 52 S 1633/07
AG Aschaffenburg, 18.11.2013 - 112 C 937/13
LG Stuttgart, 01.04.2009 - 5 S 369/08
AG Zwickau, 30.03.2009 - 4 C 1208/08
AG Bad Neuenahr-Ahrweiler, 13.08.2008 - 3 C 282/08
AG Passau, 10.01.2008 - 11 C 1717/07
AG Aschaffenburg, 11.08.2014 - 122 C 2285/13
AG Frankfurt/Main, 30.04.2014 - 31 C 3838/13
AG Kandel, 04.05.2007 - 2 C 207/06