Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2075/85
Timestamp: 2020-08-12 15:11:31
Document Index: 239998465

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 256', '§ 256', '§ 256', 'BGH', 'BGH', '§ 265', 'BGH', 'BGH', '§ 17', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 256', 'BGH', '§ 256', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.05.1987 - I ZR 75/85 - dejure.org
https://dejure.org/1987,1428
BGH, 13.05.1987 - I ZR 75/85 (https://dejure.org/1987,1428)
BGH, Entscheidung vom 13.05.1987 - I ZR 75/85 (https://dejure.org/1987,1428)
BGH, Entscheidung vom 13. Mai 1987 - I ZR 75/85 (https://dejure.org/1987,1428)
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"Videorechte"; Anforderungen an das Feststellungsinteresse einer negativen Feststellungsklage
Feststellungsklage - Negativ - Feststellungsinteresse - Videorechte
NJW-RR 1987, 1522
MDR 1988, 27
GRUR 1987, 938
Vielmehr genügt auch die Klärung eines Rechtsverhältnisses zwischen der - beklagten Partei und einem Dritten, wenn die Klagepartei aus besonderen Gründen ein berechtigtes Interesse an dieser Feststellung gerade gegenüber der beklagten Partei hat (vgl. BGH, Urteile vom 13. Mai 1987 - I ZR 75/85 - BGHR ZPO § 256 Abs. 1, negative Feststellung 1; 2. März 1960 - V ZR 131/58 - LM § 256 ZPO Nr. 59; 17. Oktober 1968 - III ZR 155/66 - NJW 1969, 136; 14. März 1956 - V ZR 169/54 - LM § 256 ZPO Nr. 34).
Vielmehr ist eine Feststellungsklage trotz der Möglichkeit, Leistungsklage zu erheben, zulässig, wenn die Durchführung des Feststellungsverfahrens unter dem Gesichtspunkt der Prozeßwirtschaftlichkeit zu einer sinnvollen und sachgemäßen Erledigung der aufgetretenen Streitpunkte führt (…BGH, Urt. v. 4.12.1986 - III ZR 205/85, BGHR ZPO § 265 Abs. 1 Feststellungsinteresse 2; Urt. v. 13.5.1987 - I ZR 75/85, GRUR 1987, 938, 939 - Videorechte).
Dieses fehlt, wenn der Kläger dasselbe Ziel mit einer Klage auf Leistung erreichen kann (BGHZ 5, 314, 315; BGH, Urt. v. 13.5. 1987 - I ZR 75/85, GRUR 1987, 938, 939 - Videorechte).
b) Aus Gründen der Prozesswirtschaftlichkeit sind aber von dem Grundsatz des Vorrangs einer Leistungsklage vor einer Feststellungsklage weitere Ausnahmen zuzulassen (vgl. BAG vom 18.03.1997 - AP Nr. 8 zu § 17 BErzGG; BAG vom 20.03.1991 - 4 AZR 455/90; BGH MDR 1988, 27).
Diese kann - was das Berufungsgericht im Ansatz nicht verkennt - auch in bezug auf "ein zwischen der Partei und einem Dritten - ja selbst zwischen Dritten überhaupt - bestehendes Rechtsverhältnis" zulässig sein (BGHZ 69, 37, 40; 83, 122, 125 f), "sofern der Kläger ein rechtliches Interesse an der baldigen Feststellung des streitigen Rechtsverhältnisses gerade gegenüber der anderen Prozeßpartei" hat (vgl. BGH, Urteil vom 13. Juli 1971 - VI ZR 275/69, LM ZPO § 256 Nr. 99 unter I 3 a; Urteil vom 13. Mai 1987 - I ZR 75/85, BGHR ZPO § 256 Abs. 1 - Negative Feststellung 1).
Auch in der BGH-Entscheidung in NJW-RR 1987, 1522 war das eigene Feststellungsinteresse des dortigen Klägers vorausgesetzt und bejaht worden, weil dessen eigene Rechte durch das durch die Feststellungsklage zu klärende Rechtsverhältnis (eine Video-Auswertung durch die dortige Beklagte) betroffen waren.
Die von Prof. Dr. A. in den Mittelpunkt seiner diesbezüglichen Erwägungen gerückte Entscheidung BGH GRUR 1987, 938 - Videorechte betrifft eine negative Feststellungsklage und ist daher für die hier zu entscheidende Fragestellung nicht aussagekräftig.
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