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Timestamp: 2018-08-14 17:10:46
Document Index: 311202281

Matched Legal Cases: ['§ 23', '§ 27', '§ 30', '§ 124', '§ 4', '§ 16', '§ 8', '§ 28', '§ 124', '§ 23', '§ 23', '§ 4', '§ 20', '§ 48', '§ 10', '§ 131', '§ 2', '§ 132', '§ 132', '§ 184', '§ 39', '§ 161', '§ 74', '§ 161']

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ausgewählte Themen Bgld. RAK
Veröffentlicht von:Rolf Frank Geändert vor 11 Monaten
Präsentation zum Thema: "ausgewählte Themen Bgld. RAK"— Präsentation transkript:
1 ausgewählte Themen Bgld. RAK 13.10.2015
StRefG 2015/2016 ausgewählte Themen Bgld. RAK
2 Agenda Ertragsteuern Umsatzsteuer Betrugsbekämpfung neuer Tarif
§§ ohne Quellenhinweis betreffen das EStG1988 Ertragsteuern neuer Tarif Kapitalvermögen und Rechtsformvergleich Immo-ESt Einlagenrückzahlung Änderungen Vermietung und Verpachtung § 23 a kapitalistischer Mitunternehmer Sonstiges Umsatzsteuer Betrugsbekämpfung Registrierkassen & Belegerteilungspflicht Kontenregister & Konteneinschau Kapitalab/zufluss-Meldegesetz
3 Rechtsquellen Gesetzesänderungen iRd StRefG 2015/2016, veröffentlicht im BGBl. I 118/2015, dazu ErlBem Sachbezugswerteverordnung, geändert per BGBl. II Nr. 243/2015 „Bankenpaket“ – BGBl I 116/2015, dazu ErlBem Barumsatzverordnung BarUV 2015, veröffentlicht im BGBl. II 247/2015 , dazu keine dezidierten Materialien Registrierkassensicherheitsverordnung, RKSV, derzeit im Notifikationsverfahren, dazu ErlBem
4 Ertragsteuern / Einkommensteuer / Tarif
Steuertarif aktuell Steuertarif NEU Tarifstufe Anzahl Personen je Stufe über bis Steuer-satz 11.000 0% 2,6 Mio. 18.000 25% 1,4 31.000 35% 1,8 60.000 42% 1,0 90.000 48% 0,2 50% 0,1 Gesamt 7,0 Tarifstufe über bis Steuer-satz 11.000 0% 25.000 36,50% 60.000 43,21% 50%
5 Ertragsteuern / Einkommensteuer / Tarif
Entlastung pro Jahr und monatlichem Einkommen Brutto (monatlich) Entlastung (jährlich) Entlastung % 1.200 € 174 € 332% 5.000 € 1.385 € 9% 1.500 € 485 € 43% 5.500 € 1.458 € 8% 2.000 € 882 € 30% 6.000 € 1.569 € 7% 2.500 € 956 € 20% 6.500 € 1.689 € 3.000 € 1.318 € 19% 7.000 € 1.809 € 3.500 € 1.497 € 17% 7.500 € 1.292 € 6% 4.000 € 1.557 € 14% 8.000 € 2.049 € 4.500 € 1.616 € 12% 8.500 € 2.143 €
6 Ertragsteuern / Einkommensteuer / Kapitalvermögen
KESt wird auf 27,5% erhöht (§ 27a Abs 1) EndBestG: Bandbreite von 20 bis 27,5% Alle Kapitalprodukte wie Dividenden, Aktien, GmbH-Anteile, Anleihen, etc. Nicht Sparbücher, Konten Körperschaften bleiben bei 25% Zwischensteuer bei Privatstiftungen FOLGEN: GmbH-Gesamtsteuerbelastung 45,6% (statt bisher 43,75%) Verlustverrechnung im betrieblichen Bereich gegen andere Einkünfte mit 55% möglich (bisher 50%)
7 Ertragsteuern / Einkommensteuer / Rechtsformvergleich
Einzelunternehmer GmbH Gewinn GF-Bezug LNK -3 792 GSVG Grundfreibetrag -3 900 Basis ESt 79 076 Basis KöSt 48 208 KöSt Basis KESt 36 156 ESt 2015 KEST 2015 -9 039 Belastung GF 2015 Nettozufluss 2015 53 203 56 878 KESt 2016 -9 943 ESt 2016 Belastung GF 2016 Nettozufluss 2016 55 340 57 484 DIFFERENZ 2 137 606
8 Ertragsteuern / Einkommensteuer / Immo-ESt
Anhebung auf 30% (bisher 25%); § 30b iVm § 124 b Z 276 bei Altvermögen 4,2% vom Kaufpreis (bisher 3,5%) Verbreiterung der Bemessungsgrundlage Inflationsabschlag entfällt FOLGEN: Verlustverrechnung mit 60% mit anderen Einkünften (statt bisher 50%) Im außerbetrieblichen Bereich ist der Verlust auf 15 Jahre zu verteilen; Antragsmöglichkeit auf sofortige Verrechnung Immo-ESt-Abzug für Körperschaften mit 25% möglich
9 Ertragsteuern / Einkommensteuer / Einlagenrückzahlung
„Primat der Gewinnausschüttung“ (§ 4 Abs 12 EStG) Bisher Wahlrecht, ob Gewinnausschüttung oder Einlagenrückzahlung Evidenthaltung von Innenfinanzierung (Gewinne) Aussenfinanzierung (Einlagen) umgründungsbedingten Beträgen Verdeckte Gewinnausschüttung stets Einkommensverwendung Ordentliche Kapitalherabsetzung als Einlagenrückzahlung Inkrafttreten: für WJ, die nach dem 31.Juli 2015 beginnen „Mausefalle für Eigentümer, Kapitalgeber“
10 Ertragsteuern / Einkommensteuer / Einlagenrückzahlung
11 Ertragsteuern / Einkommensteuer / Vermietung und Verpachtung
Abschreibung – Gebäudeanteil von 80% auf 60% (§ 16 Abs 1 Z 8 d ) VO-Ermächtigung %-Satz bleibt bei 1,5% (§ 8 Abs 1) Instandsetzungsaufwendungen: Verteilung auf 15 Jahre (§ 28 Abs 2) Inkrafttreten per ; gilt auch für Altfälle ! (§ 124 Z 291) Beispiel: Anschaffung 1.HJ 2006 mit 1 Mio – Gebäude ; Abschreibung 1,5% = ; 10 Jahre = ; BW = ; Es „wechseln“ 25% von Gebäude zu Grund BW Gebäude NEU= ; AfA Neu = 9.000
12 Ertragsteuern / Einkommensteuer / § 23a NEU
Einschränkung der Verrechnung von Verlusten aus Mitunternehmerschaften ab 2016 für sog. „kapitalistische Mitunternehmer“ gegenüber Dritten eingeschränkte Haftung insbes Kommandititst, atyp. stiller Gesellschafter UND keine ausgeprägte MU-Initiative lt. ErlB: mehr als Ausübung bloßer Kontrollrechte Arbeitsgesellschafter idR nicht betroffen Orientierung an ASVG/GSVG – Pflichtversicherung Mehr als 10 Wochenstunden idR ausreichend
13 Ertragsteuern / Einkommensteuer / § 23a NEU
Verluste bleiben auf Wartetaste, soweit ein steuerlich negatives Kapitalkonto entsteht bzw. sich erhöht Sonderbetriebsvermögen ist dabei nicht zu berücksichtigen, Dh SB-Verluste (zB: Abschreibung) können sofort geltend gemacht werden Die Verluste sind zu verrechnen mit Gewinnen späterer Wirtschaftsjahre soweit später Einlagen geleistet werden, die Entnahmen übersteigen Übernahme der unbeschränkten Haftung Inkrafttreten: WJ, die nach dem beginnen; nur für natürliche Personen
14 Ertragsteuern / Einkommensteuer / Sonstiges
Sachbezugs-VO – Änderungen bei Dienstautos Anhebung auf 2% (bisher 1,5%) Ausnahme: CO2-Ausstoß bis 130g/km: 1,5%; geringerer Ausstoß bis 2020 (118g) Elektromotor [nicht Hybrid]: kein Sachbezug (PLUS: Vorsteuerabzug) § 4/3: Verlustvortrag unbegrenzt Sonderausgaben – „Topfsonderausgaben“ eingeschränkt Wegfall von freiwilligen Versicherungen und Wohnraumschaffung/-sanierung (bei Vertrag vor noch 5 Jahre möglich) „Steuerbetrug“ – insbes. am Bau Abzugsverbot Barzahlungen für Bauleistungen über € 500 (§ 20 Abs 2) Keine Barzahlung für Arbeitslohn am Bau (§ 48)
15 Verbrauchsteuern / Umsatzsteuer
Änderung bei ermäßigtem Steuersatz (§ 10 UStG1994) -> Erhöhung auf 13% bei Beherbergung (ab und Buchung nicht vor ) Sonderregelung Frühstück: 10% Kultur, Museen, Filmvorführung (Übergangsfrist wie bei Beherbergung) Saatgut, Pfanzen usw. Wein ab Hof NICHT bei bspw. Lebensmittel, Wohnraummieten, Arzneien, Restaurants WEG: Vermietung von Abstellplätzen an Miteigentümer umsatzsteuerpflichtig
16 Betrugsbekämpfung / Registrierkassenpflicht
Aufzeichnungspflicht für einzelne „Bareinnahmen“ für fast alle Betriebe nachträgliche Manipulation von Aufzeichnungen technisch realiter nur äußerst schwer möglich [ab 2017 besonders starker Integritätsschutz für einmal erfasste Daten; außerdem Miterfassung der Uhrzeit jedes Kasseneinganges] Durchsetzung des Erfassungszwanges aufgrund Belegerteilungspflicht [einfache Kontrollmöglichkeit im laufenden Betrieb & hohe Entdeckungswahrscheinlichkeit von Malversationen]
17 Betrugsbekämpfung / Registrierkassenpflicht / § 131b BAO Allgemeine Einzelaufzeichnungs-(und Registrierkassen-)pflicht Wenn Betrieb und Jahresumsatzerlöse [netto] je Betrieb >= 15 TEUR und Barumsätze [netto] dieses Betriebs > EUR dann alle Bareinnahmen … mit elektronischer Registrierkasse, Kassensystem oder sonstigem elektronischen Aufzeichnungssystem … einzeln zu erfassen. …Barumsätze = Umsätze mit Gegenleistung durch „Barzahlung“, aber auch Bankomat- /Kreditkarte/Gutscheine/Bons/Geschenkmünzen/u.dgl. …Betrieb: keine gesetzliche Begriffsdefinition; EStR Rz 409 unter Verweis auf hgl RS: „…Zusammenfassung menschlicher Arbeitskraft und sachlicher Produktionsmittel in einer organisatorischen Einheit…wenn er der Erzielung von Einkünften iSd § 2 Abs. 3 Z 1 bis 3 EStG (betriebliche Einkunftsarten) dient…“
18 Betrugsbekämpfung / Registrierkassenpflicht / § 132a BAO Allgemeine Belegerteilungspflicht
Mindestinhalt [bei zulässiger händischer Ausstellung bzw bis Ende 2015 für registrierkassenpflichtige Umsätze] eindeutige Bezeichnung des liefernden oder leistenden Unternehmers eine fortlaufende Nummer mit einer oder mehreren Zahlenreihen, die zur Identifizierung des Geschäftsvorfalles einmalig vergeben wird, den Tag der Belegausstellung, die Menge und die handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder die Art und den Umfang der sonstigen Leistungen und den Betrag der Barzahlung. Als Beleg gilt auch ein entsprechender elektronischer Beleg, welcher unmittelbar nach erfolgter Zahlung für den Zugriff durch den die Barzahlung Leistenden verfügbar ist. Außerdem Mitnahmeverpflichtung für Empfänger bis außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten (Zuwiderhandeln bleibt zufolge der ErlBem sanktionslos).
19 Betrugsbekämpfung / Registrierkassenpflicht / Einführung in zwei Etappen
bis Ende 2016: Registrierkassen mit generischem Manipulationsschutz und Belegerteilungspflicht mit Mindestinhalt lt § 132a BAO ab : Registrierkassen gemäß Registrierkassensicherheitsverordnung(RKSV) mit Manipulationsschutz [verschlüsselte und signierte Hashwerte pro Barumsatz; Spezialfall „Gesamtsystem“], erweiterter Belegerteilungsverpflichtung mit 1. Kassenidentifikationsnummer 2. Datum und Uhrzeit der Belegausstellung 3. Betrag der Barzahlung getrennt nach Steuersätzen 4. Inhalt des maschinenlesbaren (QR- oder Strich-)Code: Kassenidentifikationsnummer, fortlaufende Nummer des Barumsatzes, Datum und Uhrzeit der Belegausstellung, Betrag der Barzahlung getrennt nach Steuersätzen, mit dem Verschlüsselungsalgorithmus AES 256 … verschlüsselten Stand des Umsatzzählers, Seriennummer des Signaturzertifikates, Signaturwert des vorhergehenden Barumsatzes des Datenerfassungsprotokolls [Verkettungswert] ) sowie neuer Anforderung an die Sicherung des DEP: zumindest vierteljährlich, unveränderlich, auf externem Medium, Aufbewahrungsfrist 7 Jahre [DEP gehört wie bisher zu den aufbewahrungspflichtigen Grundaufzeichnungen]
20 Betrugsbekämpfung / Registrierkassenpflicht / Ausnahmen
Keine Registrierkasse & keine Belegerteilung bei „kalte Hände“ (Jahresumsatzerlöse je Betrieb <= 30 TEUR) abgabenrechtlich begünstigte Körperschaft (eingeschränkt bei entbehrlichem Hilfsbetrieb oder begünstigungsschädlichem Geschäftsbetrieb) Warenausgabe- und Dienstleistungsautomaten Keine Registrierkasse bei Fahrausweisautomaten für Beförderungen im Personenverkehr Onlineshop mit Überweisung Keine vollumfängliche Belegerteilung bei Lieferungen und sonstigen Leistungen außerhalb einer Betriebsstätte (Belegerteilung mittels Paragon; Umsätze dürfen nach Rückkehr in die Betriebsstätte ohne unnötigen Aufschub in der Registrierkasse erfasst werden) Berechtigungsausweis (insbesondere bei Eintrittskarten und Fahrausweisen)
21 Betrugsbekämpfung / Registrierkassenpflicht / Sanktionen
schon bisher: Schätzungsbefugnis gemäß § 184 BAO [bei Nichtvorlage von zu führenden Aufzeichnungen oder bei formellen Mängeln von Aufzeichnungen, die geeignet sind, die sachliche Richtigkeit in Zweifel zu ziehen] mit bis zu 5 TEUR Geldstrafe zu ahndende Finanzordnungswidrigkeit bei Verletzung von Aufzeichnungs/Aufbewahrungs/Ausstellungspflichten [subsidiär zu Verkürzungsdelikten] NEU: Bei Manipulation zu Hinterziehungszwecken Qualifikation als Abgabenbetrug gem. § 39 Abs 1 lit c FinStrG (bei strafbest. Wertbetrag > 100 TEUR primäre Freiheitsstrafe) Geldstrafe bis zu Euro bei Manipulation[sversuchen], die noch zu keinem Verkürzungsdelikt geführt haben (lt ErlBem „hohe kriminelle Energie notwendig“)
22 Betrugsbekämpfung / [Bank-]Kontenregister & -einschau
Unter gewissen Voraussetzungen schon bisher für Zwecke der Strafverfolgung Durchbrechung des Bankgeheimnisses; Anforderungen je nach Verfahren unterschiedlich Blick über die Grenze: In Deutschland seit 2005 ohne besonderen Rechtsschutz Kontenabruf­verfahren für Finanzbehörde zulässig -> spielen im Steuerfestsetzungs­verfahren untergeordnete Rolle, im steuerlichen Erhebungs- und Vollstreckungs­verfahren von größerer Bedeutung. Im Finanzstrafverfahren wird der Abruf regelmäßig durchgeführt.
23 Betrugsbekämpfung / [Bank-]Kontenregister
Enthält Steuernummer (bPK SA) oder Vorname, Zuname, Geburtsdatum, Adresse und Ansässigkeitsstaat Kontonummer bzw. Depotnummer, vertretungsbefugte Personen, Treugeber und wirtschaftliche Eigentümer, Tag der Eröffnung und der Auflösung des Kontos bzw. des Depots, Bezeichnung des konto- bzw. depotführenden Kreditinstitutes. In Veranlagungsverfahren nur Einschau in Register wenn „Bedenken gegen die Richtigkeit der Abgabenerklärung“ (Einleitung Ermittlungsverfahren nach § 161 Abs 2 BAO) und Gelegenheit zur Stellungnahme für Abgabepflichtigen für Gerichte, Staatsanwaltschaften, Finanzstrafbehörden, Abgabenbehörden und das Bundesfinanz­gericht nur konkrete Personen oder Konten als Suchbegriffe Protokoll über Einsichtnahme 10 Jahre aufzubewahren Anspruch für Erfasste auf Information darüber, welche Daten im Kontenregister aufgenommen sind (via FinanzOnline) Verpflichtung zur Information des Betroffenen über eine durchgeführte Kontenregistereinsicht der Abgabenbehörde (via FinanzOnline) gemäß § 74a FinStrG bestellter Rechtsschutzbeauftragter mit umfassenden Einsichtsmöglichkeiten hat Prüfung der Protokollaufzeichnungen der Kontenregisterabfragen vorzunehmen und dem BMF jährlich bis spätestens 31. März des Folgejahres einen Bericht über seine Tätigkeit und Wahrnehmungen zu übermitteln
24 Betrugsbekämpfung / [Bank-]Konteneinschau
Schriftliche Auskunftsersuchen der Abgabenbehörde „über Tatsachen einer Geschäftsverbindung“, wenn nach wie vor begründete Zweifel an der Richtigkeit der Angaben des Abgabe­pflichtigen bestehen und zu erwarten ist, dass die Konteneinschau geeignet ist, die Zweifel aufzuklären. und Verhältnismäßigkeit der Maßnahme gegeben. und vom Leiter der Abgabenbehörde zu unterfertigen und einschließlich Begründung aktenmäßig zu dokumentieren Außerdem in Veranlagungsverfahren der Einkommen­steuer, Körperschaft­steuer und Umsatz­steuer grundsätzlich nicht zulässig (wiederum Vorbehalt der Einleitung eines Ermittlungs­verfahrens nach § 161 Abs 2 BAO). Der Abgabe­pflichtige soll in diesen Fällen vor einem Auskunftsverlangen anzuhören sein und diese Anhörung aktenmäßig zu dokumentiert werden. dann Entscheidung des BFG-Einzelrichters über Konteneinschau binnen 3 Tagen per Beschluss. Rekurs-Möglichkeit an BFG-Senat; Verwertungsverbot bei nachträglicher Feststellung der Unrechtmäßigkeit Wenn Inhaber des Kontos/Depots nicht Partei des Abgaben­verfahrens ist, dann ein Auskunftsverlangen erst nachdem Inhaber vorher Gelegenheit zur Stellungnahme geboten wird
25 Betrugsbekämpfung / Kapitalzufluss-Meldegesetz
Zuflüsse von zumindest Euro auf Konten und Depots von natürlichen Personen und von liechtensteinischen Stiftungen und stiftungsähnlichen Anstalten bei österreichischen Instituten, die bezüglich der Schweiz im Zeitraum zwischen und bezüglich Liechtensteins im Zeitraum zwischen und erfolgt sind. [Rückwirkung durch Verfassungsbestimmung abgesichert]
26 Betrugsbekämpfung / Kapitalabfluss-Meldegesetz
Meldepflicht für Kreditinstitute über Kapitalabflüsse über € ab dem 1. März 2015 an das BMF, Insbesondere über Auszahlungen und Überweisungen von Sicht-, Termin- und Spareinlagen, die Übertragung von Wertpapieren mittels Schenkung im Inland sowie die Verlagerung von Wertpapieren in ausländische Depots Meldung auch dann, wenn die €-Grenze in mehreren Vorgängen überschritten wird, sofern zwischen den Transaktionen eine Verbindung offenkundig ist. Geschäftskonten sind von der Meldepflicht nicht betroffen. Ausgenommen sind Kapitalabflüsse von Geschäftskonten von Unternehmern und von Anderkonten von Rechtsanwälten, Notaren oder Wirtschaftstreuhändern. [Rückwirkung durch Verfassungsbestimmung abgesichert]
27 Koordinaten www.rbp.at Univ. Lekt. Dr. iur. BRAUNER Peter
Steuer- und Unternehmensberater, Mitglied des Fachsenats für Steuerrecht der Kammer der Wirtschaftstreuhänder Mag. iur. RITTER Gernot, LL.M. (IT-Recht) Steuerberater, Mitglied des Fachsenats für Datenverarbeitung der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, LVP der KWT Bgld
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