Source: http://www.bfw-gohl.de/?Informationen:ZWA_wann%3F
Timestamp: 2013-05-25 11:41:44
Document Index: 311751466

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9']

BFW-B�ro f�r W�rmemesstechnik Heizkostenabrechnung Betriebskostenabrechnung Heizkostenverteiler - ZWA wann?
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ZWA wann?
Wann ist eine Zwischenablesung sinnvoll oder erforderlich?
Grunds�tzlich muss zwischen einer Zwischenablesung und einer Zwischenabrechnung unterschieden werden.
Viele Eigent�mer und Nutzer sind der Meinung, dass eine Zwischenablesung bei einem Nutzerwechsel generell erforderlich, bzw. sinnvoll ist. Bei Wasserz�hlern, W�rmemengenz�hlern und elektronischen Heizkostenverteilern ist dies sicher richtig. Bei Heizkostenverteilern nach dem Verdunstungsprinzip muss jedoch differenziert werden.
Zudem stellt sich die Frage, ob eine Zwischenablesung ausreicht, die St�nde also nur festgehalten werden sollen, oder ob auch eine Zwischenabrechnung gemacht werden soll, oder muss. Was hierbei zu beachten ist und wie Sie am Besten vorgehen, zeigt dieser Beitrag auf.
Von Bedeutung f�r Kostenaufteilung bei Nutzerwechsel ist die Heizkostenverordnung § 9 b:
§ 9 b Kostenaufteilung bei Nutzerwechsel
(1) Bei Nutzerwechsel innerhalb eines Abrechnungszeitraums hat der Geb�udeeigent�mer eine Ablesung der Ausstattung zur Verbrauchserfassung der von Wechsel betroffenen R�ume (Zwischenablesung) vorzunehmen.
(2) Die nach dem erfassten Verbrauch zu verteilenden Kosten sind auf der Grundlage der Zwischenablesung die �brigen Kosten des W�rmeverbrauchs auf der Grundlage der sich aus anerkannten Regeln der Technik ergebenden gradtagszahlen oder zeitanteilig und die �brigen Kosten des Warmwasserverbrauchs zeitanteilig auf Vor- und Nachnutzer aufzuteilen. (3) Ist eine Zwischenablesung nicht m�glich oder l�sst sie wegen des Zeitpunktes des Nutzerwechsels aus technischen Gr�nden keine hinreichend genaue Ermittlung der Verbrauchsanteile zu, sind die gesamten Kosten nach den nach Absatz 2 f�r die �brigen Kosten geltenden Ma�st�ben aufzuteilen.
(4) Von den Abs�tzen 1 bis 3 abweichende rechtsgesch�ftliche Bestimmungen bleiben unber�hrt.
Zwischenabrechnung bei Nutzerwechsel
Die Heizkostenverordnung gibt zu dieser Frage keine Antwort, jedoch wurde sie von richterlicher Seite bereits mehrfach gekl�rt (AG D�sseldorf WM 1975, 207 und LG Hamburg, NJW-RR 1988, 907)
Laut diesen Urteilen muss eine Zwischenabrechnung bei Nutzerwechsel w�hrend der Abrechnungsperiode nicht durchgef�hrt werden.
Eine anders lautende Auslegung h�tte auch gravierende praktische Nachteile, denn wenn in einer gro�en Wohnanlage nur ein einziger Nutzer auszieht, musste, da die g�ngigsten Erfassungsger�te keine absolute Mengenangabe liefern, die gesamte Anlage abgelesen werden. Hier w�rde sich dann die Frage stellen, wer f�r diese Kosten aufkommen soll.
Etwas anderes kann also nur gelten, falls Sie im Mietvertrag etwas anderes vereinbart h�tten. (§ 9 b Abs. 4) Der Nutzer muss demnach bis zum Ende des Abrechnungszeitraums auf die Abrechnung und damit auf den Ausgleich der geleisteten Vorauszahlungen warten.
Zwischenablesung bei Nutzerwechsel
Eine Zwischenablesung muss laut § 9 b Abs. 1 jedoch vorgenommen werden, um die nach dem erfassten Verbrauch zu verteilenden Kosten zwischen Vor- und Nachnutzer aufzuteilen. (§ 9 b Absatz 2) (Abweichende Vereinbarungen k�nnen Sie jedoch jederzeit Mietvertraglich vereinbaren).
Die �brigen Kosten des W�rmeverbrauchs sind auf der Grundlage der sich aus anerkannten Regeln der Technik ergebenden Gradtagszahlen oder zeitanteilig und die �brigen Kosten des Warmwasserverbrauchs zeitanteilig auf Vor- und Nachnutzer aufzuteilen. (§ 9 b Absatz 2)
Mit "Die �brigen Kosten des W�rmeverbrauchs" sind die Kosten gemeint, die nicht konkret erfasst werden, also die Grundkosten. Die Wahl, ob diese nach Gradtagszahlen oder Zeitanteilig umgelegt werden bleibt dem Vermieter �berlassen. Nach unserer Erfahrung ist die Aufteilung der verbrauchsunabh�ngigen W�rmekosten nach Gradtagszahlen jedoch wesentlich genauer und gerechter, da diese den unterschiedlichen Heizungsbedarf je nach Jahreszeit ber�cksichtigt.
Anders ist es mit "den �brigen Kosten des Warmwasserverbrauchs", da diese nicht jahreszeitabh�ngig sind. Diese Kosten werden einfach nach Tagen abgerechnet.
Zwischenablesung bei Nutzerwechsel mit Verdunstungsheizkostenverteilern
Findet der Nutzerwechsel kurz vor dem Jahreskundendienst statt, kann aufgrund der langsamen Verdunstung der Ampullenfl�ssigkeit kaum ein Unterschied zwischen den Werten der Zwischenablesung und denen der Jahresablesung festgestellt werden. �hnlich verh�lt es sich, wenn der Nutzer kurz nach der Jahresablesung auszieht.
Der f�r dieses Thema relevante Unterschied zwischen elektronischen Heizkostenverteilern, W�rmemengenz�hlern und Heizkostenverteilern nach dem Verdunstungsprinzip ist die Kaltverdunstungsvorgabe. Wie Sie an dieser Grafik sehen k�nnen, ist die Messampulle �ber den Nullpunkt hinaus �berf�llt. Diese �berf�llung reicht nach DIN 4713 f�r exakt 120 Tage bei 20� C Raumtemperatur aus. Zweck der �berf�llung ist, die Verdunstung der Fl�ssigkeit im Sommer auszugleichen wenn die Heizanlage au�er Betrieb ist. Wird der Jahreskundendienst im Sommer durchgef�hrt und die Zwischenablesung soll nun z. B. im August oder September erfolgen, ist die Kaltverdunstung noch nicht so weit vorangeschritten, dass bereits Ablesewerte entstanden sind.
Findet der Jahreskundendienst im Winter statt, hat der ausziehende Nutzer evtl. die Kaltverdunstungsvorgabe "verheizt" und der Verbrauch wurde nicht in den eigentlichen Verbrauchsanzeigen erfasst. Die Kaltverdunstung im Sommer f�hrt dann zu "echten" Verbrauchsanzeigen. Wenn in der Nutzeinheit kein Nutzerwechsel stattfindet, ist es unbedeutend wann die Kaltverdunstungsvorgabe "verbraucht" wird. F�r die genannten F�lle ist eine Aufteilung nach der Gradtagszahlentabelle vorgesehen. Wir nehmen diese Aufteilung gerne in Ihrem Auftrag vor. Hierzu m�ssen Sie nur auf dem Kostenvordruck das Datum des Wechsels und die Namen der beteiligten Parteien angeben.
Die Arbeitsgemeinschaft Heizkostenverteilung, h�lt eine Zwischenablesung nur dann f�r sinnvoll, wenn von der Abrechnungsperiode mindestens 400 und h�chstens 800 Promille an Gradtagszahlen verstrichen sind. Mit der Tabelle im PDF-Format k�nnen Sie selbst leicht errechnen, ob die Durchf�hrung einer Zwischenablesung erforderlich ist, oder ob eine Trennung nach der Gradtagszahlentabelle sinnvoller w�re. Klicken Sie auf die Grafik um eine Vorlage mit Beispielen auf Ihre Rechner zu laden.
Selbstverst�ndlich werden wir eine Zwischenablesung, auf ihren Wunsch hin, auch zu einem Termin durchf�hren, der unterhalb 400/1000 oder oberhalb 800/1000 liegt. Nach § 9 Absatz 4 der Heizkostenverordnung bleiben von den Abs�tzen 1 bis 3 abweichende rechtsgesch�ftliche Bestimmungen unber�hrt. Das hei�t, Sie k�nnen im Mietvertrag anders lautende Vereinbarungen treffen, welche dann Vorrang haben.