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Timestamp: 2018-09-24 17:42:24
Document Index: 378276115

Matched Legal Cases: ['§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 22', '§ 9', '§ 22', '§ 7']

Analoge Anwendung des § 9 Abs. 5 SGB II auf die Angemessenheitsgrenze? — SG Kiel vom 30. November 2016, Az. S 39 AS 289/16.ER | Infodienst Schuldnerberatung
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Analoge Anwendung des § 9 Abs. 5 SGB II auf die Angemessenheitsgrenze? — SG Kiel vom 30. November 2016, Az. S 39 AS 289/16.ER
Die aus § 9 Abs. 5 SGB II fließende Vermutungsregelung führt nicht dazu, dass hieraus Schlussfolgerungen für die Angemessenheitsgrenze der Kosten der Unterkunft im Sinne des § 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II zu ziehen sind.
§ 9 Abs. 5 SGB II stellt lediglich eine Regelung zur Einkommensberücksichtigung innerhalb der Haushaltsgemeinschaft von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit Verwandten oder Verschwägerten dar.
Für eine analoge Anwendung dieser Ausnahmevorschrift im Rahmen des § 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II besteht, wenn die Tochter der Antragstellerin nicht Mitglied der Bedarfsgemeinschaft ist, weil sie ihren existenznotwendigen Bedarf aus Unterhaltszahlungen, Kinderwohn- und Kindergeld voll und ganz decken kann, kein Raum (§ 7 Abs. 3 Nr. 4 SGB II). – Sobald dieses Kind bedürftig sein sollte, bildet es eine Bedarfsgemeinschaft mit ihrer Mutter und würde nach dieser Maßgabe Leistungen erhalten. mh
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