Source: https://notruf-westerburg.de/satzung/
Timestamp: 2020-04-04 10:48:43
Document Index: 99208292

Matched Legal Cases: ['§ 53', '§ 6', '§6', '§7', '§ 26', '§9']

Satzung – Notruf Westerburg
Der Verein führt den Namen „ Frauen gegen Gewalt e.V.“
Der Sitz des Vereins ist in Westerburg.
Aufgaben und Zweck des Vereins sind insbesondere:
die Beratung und Unterstützung der Frauen und Mädchen, die von Männern sexuelle und andere Formen von Gewalt erlebt haben,
zu versuchen, missbrauchten Frauen und Mädchen durch gezielte Maßnahmen zu befähigen, das Erlebte zu verarbeiten und zukünftig ein persönlich und wirtschaftlich selbstständiges Leben in eigener Entscheidung zu führen,
sich dafür einzusetzen, durch aufklärende Öffentlichkeitsarbeit auf die Lage und Schwierigkeiten dieser Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen und nachhaltige Besserung ihrer Lage anzustreben,
durch Präventionsarbeit der Gewalt vorzubeugen und langfristige eine gesellschaftliche Veränderung zu bewirken
Wesentlichstes Prinzip unseres Selbstverständnisses ist die Selbstverwaltung, die notwendigerweise Autonomie unserer Beratungsstelle gegenüber Staat, Parteien, kirchlichen und sonstigen Institutionen voraussetzt.
Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnittes „steuerbegünstigte Zwecke“ des § 53 der Abgabenordnung,
Die Mitglieder des Vereins erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder weder bei Bestehen noch bei der Auflösung Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
Der Verein beantragt bei der zuständigen Finanzbehörde die Anerkennung der Gemeinnützigkeit und ist somit berechtigt, Spendenquittungen auszustellen.
Aktives Mitglied des Vereins kann jede Frau werden.
Fördermitglied des Vereins kann jede natürliche und juristische Person werden.
Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle können Mitfrau im Verein sein.
Die Aufnahme aller Mitglieder erfolgt durch schriftliche Beitrittserklärung an die Vorstandsfrauen.
Bei Ablehnung eines Aufnahmeantrages sind der Antragstellerin die Gründe schriftlich mitzuteilen. Gegen diesen Bescheid ist innerhalb eines Monats Einspruch zulässig. Über den Einspruch entscheidet die dafür einberufene Mitfrauenversammlung.
bei juristischen Personen durch Verlust des Rechtsfähigkeit.
Die Mitgliedschaft erlischt durch schriftliche Austrittserklärung gegenüber den Vorstandsfrauen unter Einhaltung einer vierteljährigen Kündigungsfrist zum Jahresende. Ein Ausschluss erfolgt, wenn ein Mitglied zum Zweck oder den Interessen des Vereins zuwiderhandelt. Über den Ausschluss entscheidet die Mitfrauenversammlung mit 2/3 Mehrheit der Anwesenden. Bis zu dieser Entscheidung ruhen die Rechte des Mitgliedes. Dem Mitglied muss Gelegenheit gegeben werden, vor dem Ausschluss von der Mitfrauenversammlung angehört zu werden. Mit Mitglieder leisten Beiträge, deren Mindestsatz von der Mitfrauenversammlung festgesetzt wird. Fördermitglieder haben nicht die unter §§ 6 und 7 genannten Rechte.
Vorstandsfrauen und aktive Mitfrauen
§6 – Die Vereinsfrauenversammlung
Mindestens einmal im Jahr ist von den Vorstandsfrauen eine Mitfrauenversammlung einzuberufen. Sie muss mindestens drei Wochen vorher unter Angabe der Zeit, des Ortes und der Tagesordnung schriftlich den Mitfrauen mitgeteilt werden.
Eine außerordentliche Mitfrauenversammlung findet statt, wenn mindestens 3 Vereinsfrauen (schriftlich unter Angabe des Zweckes und der Gründe) dies beantragen, oder wenn das Vereinsinteresse dies erfordert. Die Versammlung muss innerhalb von vier Wochen stattfinden.
Die Aufgaben der Mitfrauen sind:
Beschluss des neuen Haushaltes
Wahl des Vorstandes und der zwei Kassenprüferinnen
inhaltliche Diskussion über die Ziele des Vereins und die geleistete Arbeit, Festlegung der Arbeitsvorhaben
Die Mitfrauenversammlung beschließt mit einfacher Mehrheit der Anwesenden. Über jede Mitfrauenversammlung ist ein Protokoll zu führen. Dieses muss von mindestens einer Vorstandsfrau und der Protokollführerin unterschrieben werden. Die Mitfrauenversammlung ist beschlussfähig, wenn ¼ der Mitfrauen anwesend sind. Ist die Mitfrauenversammlung nicht beschlussfähig, so ist innerhalb von 14 Tagen eine weitere Mitfrauenversammlung einzuberufen. Diese ist unabhängig von der Anzahl der erschienenen Mitfrauen mit einfacher Mehrheit beschlussfähig; auf die besondere Beschlussfähigkeit der zweiten Versammlung muss in der Einladung hingewiesen werden.
§7 – Die Vorstandsfrauen
Der Vorstand besteht aus mindestens drei Vereinsfrauen. Vorstandsfrauen im Sinne des § 26 BGB sind:
mindestens 3 gleichberechtigte Vorstandsfrauen, wobei Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle auch Vorstandsfrauen sein können
eine Vorstandsfrau ist als Finanzreferentin zu benennen
Je zwei Vorstandsfrauen vertreten den Verein in allen Rechtsgeschäften als auch in gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren.
Die Vorstandsfrauen werden von der ordentlichen Vereinsfrauenversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Ihre Wiederwahl ist zulässig. Sie bleiben bis zu Neu- bzw. Wiederwahl im Amt. Bei Ausscheiden einer Vorstandsfrau muss innerhalb von zwei Monaten eine Mitfrauenversammlung einberufen werden und eine neue Vorstandsfrau nachgewählt werden.
Den Vorstands- und aktiven Mitfrauen obliegt die Entscheidung über die Einstellung von Personal.
Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts- und Finanzbehörden aus formalen Gründen verlangt werden, können die Vorstandsfrauen von sich aus vornehmen. Die Satzungsänderungen sind durch die nächste Vereinsfrauenversammlung zu bestätigen.
Die Finanzreferentin verwaltet die Vereinskasse und führt Buch über alle Einnahmen und Ausgaben. Die Kassenführung ist jederzeit einsehbar.
Anträge auf Änderungen der Satzung sind schriftlich an die Vorstandsfrauen einzureichen.
Satzungsänderungsanträge müssen ein eigener Tagesordnungspunkt sein. Für die Satzungsänderung ist die 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitfrauen erforderlich.
§9 – Anonymität
Alle Organe sind verpflichtet, die Anonymität des Einzelfalles zu wahren.
Der Verein kann nur mit einer 2/3 Mehrheit der Mitfrauenversammlung aufgelöst werden. Die Mitfrauenversammlung ist in diesem Fall nur beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitfrauen anwesenden sind. Kommt ein Beschluss nach Nr. 1 wegen Fehlens der Beschlussfähigkeit nicht zustande, so hat der Vorstand binnen vier Wochen erneut zu einer Mitfrauenversammlung einzuladen. In der Einladung ist darauf hinzuweisen, dass in der nächsten Mitfrauenversammlung über die Auflösung des Vereins beschlossen werden kann, auch wenn weniger als die Hälfte der Mitfrauen anwesenden sind.
Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seines satzungsmäßigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins des Frauenhausträgerverein des Westerwaldes „Frauen gegen Gewalt e.V. Mit Sitz in Altenkirchen zu.