Source: https://books.google.com.eg/books?id=4Rb6xx92GNMC&pg=PA391&vq=Gesetz+Friedrichs&dq=editions:OXFORD600042471&lr=&hl=ar&output=html_text&source=gbs_search_r&cad=1
Timestamp: 2020-04-05 18:32:21
Document Index: 58244631

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 2', '§ 6', '§ 1', '§ 1', '§ 2', '§ 2', '§ 2']

Handschriften der Libri Feudorum".
1. Bamberg, Kgl. Bibliothek P I. 18 (C55), saec. XIII, spätestens XIV. perg.? Die sehr wichtige Hs, besteht aus 118 fol., von denen fol. 1–51, 55–115 kirchenrechtliche Stücke enthalten. Fol. 51Y–54" enthalten das erste Buch und Tit. I, II, III pr., § 1 und § 2 des zweiten Buches der Libri Feudorum, fol. 115–118 die Fortsetzung der Libri Feudorum bis II/24 incl., womit die Hs. schliesst, und zwar nicht etwa im Satze abbrechend, sondern, als ob die Rechtsquelle zu Ende wäre. Die Hs., im übrigen theilweise glossiert, ist bei den Libri Feudorum, mit Ausnahme einiger weniger Stellen, unglossiert. Rubriken und Titelnummern gehen den Libri Feudorum gänzlich ab, wenngleich an einigen Stellen Raum für Rubriken gelassen ist (so I/4 § 6, I/10, II/5). Dafür sind durch nicht ausgeführte, aber wenigstens skizzierte Initialen, durch Paragraphenzeichen, endlich mitunter durch längere Striche die einzelnen Stücke von einander abgegrenzt. Das zweite Buch ist vom ersten nicht unterschieden, II/6 und II/7 pr.
1) Ich lege zu Grunde die (unkritische und uncorrecte) Ausgabe bei Kriegel. Den Vulgattext nehme ich jedoch nicht nach Kriegel, sondern nach meinen Resultaten an. – Ich verfehle nicht, an dieser Stelle allen Behörden, Privaten, Collegen und Freunden für die gütigst auf Anfrage gewährte Auskunft, vor Allem aber denjenigen Bibliotheksbehörden, welche mir die oben aufgeführten Hss. bereitwilligst übersandt haben, meinen wärmsten Dank auszusprechen. Alle Orte aufzuführen, an denen sich nach meinen Nachforschungen keine Hss. befinden, unterlasse ich. Ich bemerke nur: a. Die nach dem Pertzschen Archiv IX, 552 zu Eichstätt befindliche Hs. ist nach einer Mittheilung des Herrn Professor Romstoeck daselbst weder auf der Seminarbibliothek noch auf der Staatsbibliothek zu Eichstätt zu eruieren. b. Die von Dieck im Rhein. Museum Bd. VI. erwähnte Hildesheimer Hs. ist auf der Beverinschen und Gymnasialbibl. zu Hildesheim nicht vorhanden. Vielleicht hat Dieck die werthlose Celler (n. 12) im Auge gehabt. Ueber sonstige Fälle des Untergangs oder irrthümlicher Angabe an den betr. Stellen. 2) Benutzt von Friedberg, Quinque compilationes antiquae, 1882, p. XXXV. Vgl. Friedberg, Corpus iuris canonici, Theil II, Prolegomena p. XLVII.
fehlen. Zwischen II/22 und II/23 Capitula Ugonis, II/23
Z. 1–15 hat die kurze Fassung: Obertus de Orto Anselmo
filio suo salutem. Cogis me etc. videamus quid sit beneficium
et quibus modis amittatur. Beneficium nihil aliud est quam
benevola actio u. s. w.
2. Bamberg, Kgl. Bibliothek P II, 4 (C. n. Ä
saec. XIII, spätestens XIV. perg.“ Die aus 89 fol. bestehende
Hs. enthält von verschiedenen Händen die Brocarda des Da-
masus, die Summa des Bernhard von Pavia, Quaestiones decre-
tales vom Schlusse des 12. Jahrh., andere Quaestiones decre-
tales, die Distinctionen des Albericus de Porta Ravennate,
Quaestiones iuris romani, die Libri feudorum (fol. 72–74 mit
ganz kleiner Hand), endlich Quaestiones des Damasus. Die
Libri Feudorum sind unglossiert und unrubriciert. Eine Reihe
von Titeln wird aber mit grossen Initialen begonnen". Das
zweite Buch wird vom ersten nicht unterschieden. Auf II/5
folgt II/7 § 1, II/6 folgt hinter II/56. Zwischen II/22 und
und II/23 Capitula Ugonis, II/52 und II/57 fehlen. II/24 hat
am Schlusse die Zusätze Laspeyres S. 429, II/58 am Schlusse
die unten (Anhang III.), II/28 Z. 19, die unten (Anhang I.)
abgedruckten Zusätze. In II/51 n. 16 ist die Lesart: secun-
dum Ste. sic..
3. Bamberg, Kgl. Bibliothek D II, 10. (D 7), saec.
XIV. perg. * Die glossierte Hs. enthält die Institutionen, kleine
Bruchstücke der Digesten, die Libri Feudorum und das Gesetz
Friedrichs II. (Ad decus). Die Hs. ist nur an wenigen Stellen
rubriciert. Das zweite Buch wird vom ersten nicht geschieden.
Auf II/5 folgt II,7 § 1, II/6 und II/7 pr. fehlen. II/51
m. 16–18: secundum Ste. sic secundum G. et O. similiter'.
Text im Grossen Vulgattext.
4. Berlin, Kgl. Bibliothek, Ms. lat. fol. 18 aus
dem J. 1344 perg. * Die glossierte Hs. enthält fol. 1–101 die
Institutionen, fol. 101–258 das Auth., dann die tres libri mit
der von Laspeyres angegebenen Lücke bis fol. 335, hierauf
fol. 335–370 die Libri Feudorum, fol. 371 einen Index von
1) Vgl. Dieck, Litterärgeschichte S. 332–334, der aber seine An-
sicht mit Recht aufgegeben hat im Rhein. Museum Bd. VI. 2) Benutzt
von Schulte, Litteraturgeschichte der Compilationes antiquae (Sitzungsber.
der philos. -histor. Klasse der Kais. Akad. der Wiss. zu Wien, Bd. 66,
p. 58–66, 147). Vgl. Savigny, Geschichte des röm. Rechts im Mittelalter,
2. Ausg., Bd. 4, S. 161. Auf dieser Hs. soll nach einem Vermerk der
Bibliotheksverwaltung die Ausgabe der Libri Feudorum im Corpus iuris
civ. Antwerpen 1726 beruhen. Dies ist unrichtig. 3) I/1, I5, I/7,
I/8, I9, I/10, I/11, I 13, I/14, I/15, I/25, II/1, II/11, II 12, II/23,
II/25, II 27, II/53, II/55, II/56, II 6, II/58. 4) Schrader, Prodromus
corporis iuris civilis, 1823, p. 38, n. IX. 5) Schrader 1. c., p. 40,
n. XVII; Laspeyres, Ueber die Entstehung und älteste Bearbeitung der
Libri feudorum, 1830, p. 453.
späterer Hand, fol. 372 ebenfalls ein späteres Stück. Am Schlusse der Libri Feudorum ist mit rother Tinte geschrieben: “Hic liber est scriptus qui scripsit sit benedictus. Qui scripsit scribat semper cum gratia dei et eius gloriose virginis matris marie vivas in secula seculorum amen. Ego Ramüos de burcgo novo clericus ville annhavi dyocesis Ruthenensis finivi istum librum seu volumen in textu et in glossa anno domini 1344 die V" kal. decembris. Qui ipse liber est nobilis et discreti viri domini Guilelmi de casa licentiati in legibus loco de paulhe dyocesis Babrensis. Die Hs. hat im Ganzen den Vulgattext. Besonderheiten sind: a. I/23 ist mit I/22 vereinigt; b. II/23 Z. 1–15 hat dieselbe Kürzung, wie oben n. 1; c. II/24 hat am Schlusse die Zusätze Laspeyres S. 429; d. II/39 den Zusatz Laspeyres S. 430; e. II/42 umfasst den ersten Satz des § 2 von II/41 incl.; f. In II/53 ist ein Stück von II/52 durch Irrthum des Schreibers nochmals hineingesetzt. Die Abweichungen in der Rubrikation, auf welche Laspeyres aufmerksam macht, verdienen nur zum Theil Beachtung. 5. Berlin, Kgl. Bibliothek, Ms. lat. fol. 19, saec. XIV. perg. Die glossierte Hs. enthält auf 253 fol. die Institutionen (fol. 1–66), Novellen (fol. 66"–169), denen das Gesetz Friedrichs in II/55 F. angehängt ist?, die Libri Feudorum nebst Gesetz Friedrichs II. (Ad decus) als Libero X. (fol. 169–191), endlich die tres libri (fol. 191–253). Die Hs, ein Prachtexemplar an Ausstattung, enthält im Grossen den Vulgattext. 6. Bremen, Stadtbibliothek, Ms cr. a. 132, saec. XIV. perg.* Die sehr schön ausgestattete, mit Accursischer Glosse * versehene Hs. enthält die Institutionen, Novellen, tres libri, die Consuetudines feudorum, das Gesetz Friedrichs II. (Ad decus, an dessen Schluss: Explicit liber usus feudorum'), endlich die Pax Constantie, welcher die Notiz angehängt ist: Isti sunt qui elligunt imperatorem Rex boemie marchio brandiburgensis. Dux saxonie comes regni. Archiepiscopus colomiensis, archiepiscopus trevirensis, archiepiscopus Magutinus. Von späterer Hand sodann die Verse: Nocte dieque leges, si vis adiscere leges. Si decretales nocte dieque leges, Sepe rogare, rogata tenere, retenta docere: Hec tria discipulum faciunt superare magistrum, In vicium nimium fertur convertitur omne; Sed non est mimium studium per tempora vite'.
1) Schrader 1. c. p. 40, n. XVII; Laspeyresp. 454. 2) Bemerkenswerther Weise mit anderen Lesarten, als in den Libri Feudorum. 3) Schrader, Corpus iuris eivilis, 1832, p. XI. 4) Dominus Accursius doctor, Dominus Accursius Florentinus, Accursius doctor legum'.
Zwischen II/51, Theil I. und Theil II. das Lehnsgesetz Konrads. Buch II. von Buch I. nicht geschieden. II/42 umfasst den § 2 von II/41. Sonst im Grossen Vulgattext. 7. Bremen, Stadtbibliothek, Ms cr. a. 148, saec. XIV. perg. Die glossierte Hs. enthielt ursprünglich die Institutionen, tres libri und Constitutiones feudorum nebst Gesetz Friedrichs II. (Ad decus). Die tres libri sind aber ausgefallen, wahrscheinlich ausgerissen. Die Libri Feudorum sind von anderer Hand, als die Institutionen geschrieben. Buch II. ist von Buch I. nicht geschieden. Der Text im Grossen der Vulgattext. Unterschrift der Glosse: Expliciunt constitutiones Frederici imperatoris amen', Unterschrift des Gesetzes Friedrichs II.: Explicit textus constitutionis Friderici Deo gratias'. 8. Breslau, (Rhe diger sche) Stadtbibliothek,
n. 216, 4", saec. XIV. perg.? Die mit Accursischer Glosse
versehene Hs. gehört zu den wenigen Hss., welche die Consuetudines feudorum allein enthalten (nur das Gesetz Friedrichs II. Ad decus ist noch darin). Die mit vorzüglicher Deutlichkeit geschriebene Hs. ist leider von einer späteren Hand vielfach corrigiert oder aufgefrischt. Diese spätere Hand hat auch zu II/23 nach den Worten Obertus de Orto ein Blatt eingeschoben, welches das ganze principium bis possit comprehendi' enthält. Das zweite Buch ist vom ersten nicht geschieden. Es fehlt II 52. Nach II/42 ist der erste Satz von II/41 § 2 herübergezogen. II/51: secundum Ste, sic.. Im Uebrigen ziemlich die regelmässige Textgestaltung. 9. Breslau, Universitätsbibliothek, II, F 3", saec. XV. chart. Enthält Casus summarum Digestorum infortiati dominibartoli de saxo ferrato legis doctoris excellentissimi, sodann Usus' feudorum, endlich Gesetz Friedrichs II. (Ad decus). Die Libri Feudorum sind glossiert und in drei Bücher Ä von denen das erste sich mit dem der Ausgaben eckt, das zweite bis Tit. 22 geht, das dritte den Rest von tit. 23 ab umfasst, worauf der Vermerk: Finitur liber feudorum'. Hiernach Gesetz Friedrichs II. 10. Breslau, Universitätsbibliothek, III, F 4 (2151"), saec. XV, genauer 1456–1463, chart. Enthält von verschiedenen Händen 1) Nova Vinea seu custodia sanitatis,
geschr. 1456, 2) Fol. 39–89 Constitutiones feudorum, 3) Ple
1) Schrader, Corpus iuris civilis, 1832, p. X1. 2) Die bekannte, von Gebauer benutzte Hs., mit welcher Dieck und Laspeyres zu viel aufstellen. Sie gehörte nach einer Notiz des 16. Jahrh. früher einem gewissen Martin Weynrich. Dass sie noch dem 13. Jahrh. angehört, ist nicht anzunehmen. 3) So dass man sich wundern muss, dass Gebauer nicht überall correcte Lesarten hat, von Kriegel ganz zu schweigen. Unrichtig ist, was Laspeyres S. 42 über die Rubricierung sagt. 4) Vgl. oben Hs. n. 1 und 4, unten n. 15.