Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:214753-2020:TEXT:DE:HTML
Timestamp: 2020-08-07 02:08:13
Document Index: 287456409

Matched Legal Cases: ['§ 123', '§ 9', '§ 160', '§ 160', '§ 160', '§ 168', '§ 134']

Dienstleistungen - 214753-2020 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 214753-2020
Submission deadline has been amended by: 262819-2020
2020/S 090-214753
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.meinauftrag.rib.de/public/DetailsByPlatformIdAndTenderId/platformId/2/tenderId/127239
Andere: landeseigenes Untenehmen
Die Howoge beabsichtigt, zur technischen und organisatorischen Verfahrensbetreuung der Wettbewerbe und VgV-Vergabeverfahren einen Rahmenvertrag mit 3 Rahmenvertragspartnern zu vergeben, die in einem Zeitraum von 4 Jahren alle kleinen und größeren Wettbewerbsverfahren (Beauftragung aus Rahmenvertrag Generalplaner für Bauvorhaben mit ca. 100-150 WE oder Verfahren nach VgV oder RPW für Bauvorhaben mit ca. 200-800 WE) betreuen sollen. Für 2020 ist mit ca. 5 zu betreuenden Verfahren, danach jährlich mit ca. 6 bis 12 Wettbewerbsverfahren inklusive städtebaulichen Wettbewerben, u. a. in Neukölln und Karow, zu rechnen.
Die Vergabe der Einzelaufträge auf Grundlage des Rahmenvertrags erfolgt im Rotationsprinzip, d. h. die 3 Vertragspartner werden abwechselnd nach ihrer Rangfolge bei der Vergabe des Rahmenvertrages jeweils einzeln beauftragt. Insgesamt ist vorgesehen, dass jeder Vertragspartner jeweils etwa 2-4 kleine Projekte (Vergabe aus Rahmenvertrag GP) und etwa einen großen Wettbewerb (VgV/RPW) pro Jahr bearbeitet.
Leistungsinhalte der Einzelaufträge sind in der Regel:
— Unterstützen und Zusammenfassen der Grundstücksparameter, „Radiusbetrachtung“, Bedarfsermittlung, Ziele;
— Konzept und Abstimmung des Wettbewerbsverfahrens, inkl. Schnittstelle zur Vergabe (VgV) von Planungsleistungen;
— Formulieren, Abstimmen der projektkonkreten Aufgabenstellung (auf Grundlage der bisherigen Verfahren) und der FLB;
— Option: Abstimmung mit der Architektenkammer Berlin (AK Berlin) bei RPW-Verfahren inkl. Erstellung der Bekanntmachung, der Teilnahmeantragsunterlagen; etc.
— Verfahrenssteuerung/Wettbewerbsmanagement mit Erstellen und Verfolgen des Zeitplans, Einladung/Abstimmung und Organisation und Moderation von Juryterminen und Kolloquien, Leitung der Preisgerichtssitzungen/Jurytermine, Dokumentation; etc.
— Q+A, Vorprüfung und -bericht;
— Nachbereitung des Verfahrens;
— Option: Gestaltung/-skonzept und Organisation der Ausstellung nach RPW analog und digital.
Dem Auftraggeber bleibt vorbehalten, nur Teilleistungen aus dem Rahmenvertrag abzurufen. Eine Andienungspflicht des Auftraggebers besteht nicht. Die (Vergabe)rechtliche Betreuung der Verfahren gehört nicht zum Leistungsumfang sondern wird durch die Vergabestelle der Howoge übernommen, gleiches gilt für die federführende Durchführung der Verfahren und die wesentlichen Entscheidungen in den Verfahren.
Die Vertragslaufzeit beträgt zunächst ein Jahr und verlängert sich, soweit die Parteien von ihrem Kündigungsrecht keinen Gebrauch machen, um jeweils ein weiteres Jahr. Die maximale Vertragslaufzeit beträgt 4 Jahre.
Die Auswahlmatrix ist unter www.vergabeplattform.berlin.de veröffentlicht (siehe auch Direktlink unter I.3)) und liegt den Bewerbungsunterlagen bei.
1. Formular „Angaben zum Bieter“,
2. Eigenerklärung zum Nichtvorliegen der Ausschlussgründe gem. §§ 123, 124 GWB sowie gem. MiLoG.
3. Angaben zum Umsatz mit vergleichbaren Leistungen.
Zu 3. Die Auswahl der Bewerber wird vom Erreichen eines Mindestumsatzes mit vergleichbaren Leistungen abhängig gemacht. Dazu haben die Bewerber den Umsatz mit vergleichbaren Leistungen in den letzten 3 Jahren (2019, 2018, 2017) anzugeben. Bei Bietergemeinschaften wird der Umsatz deren Mitglieder addiert. Entsprechendes gilt für Nachunternehmer. Es werden nur solche Bewerber berücksichtigt, die in dem vorgenannten Zeitraum einen mittleren Jahresumsatz von mindestens 100 000 EUR ohne Umsatzsteuer mit vergleichbaren Leistungen vorweisen können. Die Vergabestelle behält sich vor, zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit ggf. weitere Nachweise zu fordern.
4. Angaben zu Referenzen für die Betreuung von Wettbewerbsverfahren,
5a. Angaben zu Referenzen im Bereich Zertifizierung für nachhaltiges Bauen,
5b. Angaben zu Referenzen im Bereich Wettbewerbsverfahren für Bauvorhaben (RPW oder VgV) des sozialen Wohnungsbaus,
6. Angaben zur Expertise des Projektleiters im Bereich Verfahrensbetreuung,
7. Referenzschreiben von Bauherren,
8. Angaben zu Erfahrungen mit Wettbewerbsverfahren im Wohnungsbau im Neubau.
Nähere Anforderungen sind der Auswahlmatrix zu entnehmen, die den Bewerbungsunterlagen beiliegt (siehe auch Direktlink unter I.3)).
Zu 4. Die Vergabestelle erwartet den Nachweis von 5 Referenzprojekten bezüglich der Verfahrensbetreuung von RPW-Wettbewerben (RPW = Richtlinien für Planungswettbewerbe) und VgV-Verfahren (VgV = Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge). Dafür müssen:
a) mindestens 2 Projekte als Wettbewerbe nach RPW und
b) mindestens 3 Projekte als VgV-Verfahren mit Teilnahmewettbewerb kumulativ nachgewiesen werden. Ein Referenzprojekt wird jeweils als vergleichbar erachtet, wenn es sich um ein Verfahren bezüglich eines Bauvorhabens mit mindestens 100 WE, das in den letzten 3 Jahren (2019, 2018, 2017) im Bereich Städtebau oder Wohnungsbau durchgeführt wurde. Die Vergabestelle wird auch Referenzprojekte berücksichtigen, die in den letzten 5 Jahren fertig gestellt wurden. Ein Projekt gilt als fertig gestellt, wenn das Preisgericht/Auswahlgremium getagt hat. Der Bewerber muss das Verfahren jeweils federführend mit wesentlichen Leistungsanteilen betreut haben, dazu zählen wenigstens die Erstellung der Auslobung bzw. der Vergabeunterlagen und die Durchführung der Vorprüfung bzw. Angebotswertung.
Zu 5a) Die Vergabestelle erwartet einen Nachweis über Erfahrungen des Bewerbers mit Wettbewerbsverfahren für Bauvorhaben (RPW oder VgV), die mit einer Zertifizierung für nachhaltiges Bauen erstellt werden sollen. Der Nachweis kann durch Eigenerklärung mit Benennung des Referenzprojekts geführt werden.
Zu 5b) Die Vergabestelle erwartet den Nachweis, dass Erfahrungen in der Verfahrensbetreuung von Wettbewerben bzw. VgV-Verfahren im Neubau von sozialen Wohnungsbau vorliegen. Der Nachweis kann durch eine Eigenerklärung mit Nennung der konkreten Bauprojekte erfolgen.
Zu 6.) Die Vergabestelle erwartet den Nachweis, dass der/die vorgesehene Projektleiter/in des Bewerbers mindestens 5 Jahre Berufserfahrung im Bereich der Verfahrensbetreuung von Wettbewerbsverfahren für Bauvorhaben (RPW oder VgV) hat. Der Nachweis kann durch Eigenerklärung geführt werden.
Für die nachfolgenden Erklärungen liegen den Teilnahmeantragsunterlagen Muster bei:
2. Erklärung zu § 9 Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetz u. a.,
3. Verpflichtungserklärung zur Vertraulichkeit.
1. Für die Bewerbung stellt die Vergabestelle die Bewerbungsunterlagen (inkl. Teilnahmeantragsformular) elektronisch auf der Vergabeplattform des Landes Berlin unter dem Direktlink in I.3) zum Download zur Verfügung. Der darin enthaltene Teilnahmeantrag ist zwingend zu verwenden. Die Vergabestelle behält sich vor, Bewerbungen andernfalls nicht zu berücksichtigen. In jedem Falle werden interessierte Bewerbergebeten, sich auf der Vergabeplattform als Bewerber mit ihren Kontaktdaten registrieren zu lassen, damit sie gegebenenfalls über Antworten zu Bewerberfragen und Klarstellungen informiert werden können. Die Registrierung ist kostenfrei möglich.
3. Der Teilnahmeantrag ist ausschließlich in elektronischer Form auf der Vergabeplattform unter www.vergabeplattform.berlin.de einzureichen. Die Vergabestelle wird Teilnahmeanträge nicht berücksichtigen, die nicht form- und/oder fristgerecht eingereicht werden.
4. Im Falle einer Bewerbergemeinschaft ist mit dem Teilnahmeantrag eine Erklärung aller Mitglieder der Bewerbergemeinschaft abzugeben, wonach diese im Auftragsfalle eine Arbeitsgemeinschaft mitgesamtschuldnerischer Haftung gründen. Die Erklärung hat zudem ein Mitglied der Bewerbergemeinschaft zur Durchführung des Vergabeverfahrens zu bevollmächtigen.
Erkannte Verstöße gegen Vergabevorschriften sind gegenüber der Vergabestelle binnen 10 Kalendertagen zu rügen, § 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB. Bei Verstößen, die aus der Bekanntmachung oder den Vergabeunterlagen erkennbar sind, hat die Rüge gegenüber der Vergabestelle bis spätestens zum Ablauf der Angebots- oder Bewerbungsfrist zu erfolgen (§ 160 Abs. 3 Nr. 2 und 3 GWB). Teilt die Vergabestelle mit, dass der Rüge nicht abgeholfen wird, kann innerhalb von 15 Kalendertagen ein Nachprüfungsantragbei der oben genannten Vergabekammer schriftlich gestellt werden (§§ 160 Abs. 3 Nr. 4, 161 Abs. 1 GWB). Ein Nachprüfungsantrag ist zudem unzulässig, soweit der Nachprüfungsantrag der Vergabestelle erst nach Zuschlagserteilung zugestellt wird (§ 168 Abs. 2 GWB). Die Zuschlagserteilung ist möglich 10 Tage nach Absendung (per Fax oder elektronisch) der Bekanntgabe der Vergabeentscheidung (§ 134 Abs. 2 GWB).