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Timestamp: 2016-10-20 21:24:34
Document Index: 67130120

Matched Legal Cases: ['Art. 42', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 89', 'Art. 89', 'Art. 89', 'BGE', 'BGE', 'Art. 89', 'Art. 89', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 5', 'Art. 8', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 12', 'Art. 30', 'BGE', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 99', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68', 'Art. 66', 'Art. 65', 'Art. 65', 'Art. 65', 'Art. 65']

8C_53/2013 (14.06.2013)
8C_53/2013 {T�0/2} � � Urteil vom 14. Juni 2013
Bei D.________, geboren 2006, kam es Mitte Oktober 2011 in der Folge einer Erk�ltung zu einem sich rasch verschlechternden Allgemeinzustand mit verschiedenen Symptomen (unter anderem einem leichten Meningismus und Ateminsuffizienz), weshalb er am 18. Oktober 2011 in die Intensivstation des Spitals X.________ (nachfolgend: Kinderspital) eingeliefert werden musste, wo ein Guillain-Barr�-Syndrom mit entz�ndlichen Ver�nderungen des peripheren Nervensystems diagnostiziert wurde. Nachdem er bis zum 22. November 2011 im Kinderspital hospitalisiert blieb, musste er vom 22. November bis 6. Dezember 2011 station�r im Rehabilitationszentrum des Spitals Y.________ (nachfolgend: Rehabilitationszentrum) betreut werden. Anschliessend ben�tigte er ambulante Physiotherapie. Im Auftrag der zust�ndigen Krankenpflegeversicherung - der CONCORDIA Schweizerische Kranken- und Unfallversicherung AG (nachfolgend: CONCORDIA oder Beschwerdef�hrerin) - liess D.________ am 29. November 2011 durch seinen Vater bei der IV-Stelle des Kantons Appenzell Innerrhoden (nachfolgend: IV-Stelle oder Beschwerdegegnerin) medizinische Eingliederungsmassnahmen beantragen. Nach dem Beizug verschiedener medizinischer Berichte k�ndigte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 28. M�rz 2012 f�r die Dauer vom 6. Dezember 2011 bis 31. Dezember 2012 die �bernahme von maximal zwei bis drei Physiotherapiesitzungen pro Woche an. Mit Stellungnahme vom 20. April 2012 ersuchte die CONCORDIA demgegen�ber zus�tzlich um vollumf�ngliche �bernahme des station�ren Rehabilitationsaufenthalts vom 22. November bis 6. Dezember 2011. Nach Kenntnisnahme von weiteren Untersuchungsberichten verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf medizinische Massnahmen, weil sowohl der Rehabilitationsaufenthalt als auch die ambulante Physiotherapie der Leidensbehandlung an sich dienten (Verf�gung vom 2. Juli 2012).
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst die CONCORDIA unter Aufhebung des angefochtenen Gerichtsentscheids und der Verf�gung vom 2. Juli 2012 beantragen, die Invalidenversicherung habe sowohl die station�re Rehabilitation als auch die anschliessende ambulante Physiotherapie als medizinische Massnahme zu �bernehmen.
W�hrend das kantonale Gericht und die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde schliessen, verzichtet das Bundesamt f�r Sozialversicherungen (BSV) auf eine Vernehmlassung.
1.1.�Das Bundesgericht pr�ft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob und inwiefern auf eine Beschwerde einzutreten ist; immerhin muss die Eingabe auch bez�glich der Prozessvoraussetzungen hinreichend begr�ndet werden (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 134 II 120 E. 1 S. 121).
1.2.�Zur Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine M�glichkeit zur Teilnahme erhalten hat, durch den angefochtenen Entscheid besonders ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder �nderung besitzt (Art. 89 Abs. 1 BGG). Verlangt ist somit neben der formellen Beschwer (Art. 89 Abs. 1 lit. a BGG), dass die Beschwerdef�hrerin �ber eine spezifische Beziehungsn�he zur Streitsache verf�gt (Art. 89 Abs. 1 lit. b BGG) und einen praktischen Nutzen aus der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids zieht (Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG; BGE 133 II 400 E. 2.2 S. 404; vgl. auch BGE 133 V 188 E. 4.3.1 S. 191, 239 E. 6.2 S. 242).
1.3.�Die Beschwerde f�hrende CONCORDIA nahm als zust�ndige Krankenpflegeversichererin bereits am Verwaltungsverfahren sowie am Beschwerdeverfahren vor kantonalem Sozialversicherungsgericht teil (Art. 89 Abs. 1 lit. a BGG). Sie unterlag vor Vorinstanz und ist deshalb durch den angefochtenen Entscheid beschwert und besonders ber�hrt (Art. 89 Abs. 1 lit. b BGG), weil das kantonale Gericht die Verf�gung der IV-Stelle vom 2. Juli 2012 best�tigte, mit welcher Letztere ihre Leistungspflicht hinsichtlich der umstrittenen medizinischen Massnahmen verneint und diese Vorkehren damit de facto dem Aufgabenbereich der sozialen Krankenversicherung (SVR 2011 IV Nr. 40 S. 118, 9C_430/2010 E. 2.3), also der CONCORDIA, zugewiesen hatte. Die Beschwerdef�hrerin hat demnach ein schutzw�rdiges Interesse an der Aufhebung des angefochtenen Entscheides und ist folglich beschwerdelegitimiert.
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs 2 BGG). Offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 134 IV 36 E. 1.4.1 S. 39). Die entsprechende R�ge pr�ft das Bundesgericht nur insoweit, als sie in der Beschwerde explizit vorgebracht und substanziiert begr�ndet ist (SVR 2012 IV Nr. 50 S. 181, 9C_725/2011 E. 1.2).
3.1.�Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen zum Anspruch von Personen vor vollendetem 20. Altersjahr auf medizinische Massnahmen (Art. 12 Abs. 1 IVG, Art. 5 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 2 ATSG) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
3.2.�Erg�nzend ist auf die zu Art. 12 IVG (in der bis 31. Dezember 2007 g�ltig gewesenen Fassung) ergangene Rechtsprechung (BGE 120 V 279 E. 3a, AHI 2003 S. 104 E. 2, 2000 S. 64 E. 1) hinzuweisen, an welcher auch in Anwendung der seit 1. Januar 2008 g�ltigen Fassung von Art. 12 IVG festzuhalten ist (Urteil 9C_355/2012 vom 29. November 2012 E. 1). Vom strikten Erfordernis der Korrektur stabiler Funktionsausf�lle oder Defekte ist im Fall von Minderj�hrigen gegebenenfalls abzusehen. Hier k�nnen medizinische Vorkehren schon dann �berwiegend der beruflichen Eingliederung dienen und trotz des einstweilen noch labilen Charakters des Leidens von der Invalidenversicherung �bernommen werden, wenn ohne diese Vorkehren eine Heilung mit Defekt oder ein anderer stabilisierter Zustand eintr�te, welcher die Berufsbildung oder die Erwerbsf�higkeit voraussichtlich beeintr�chtigen w�rde. Die entsprechenden Kosten werden bei Minderj�hrigen also von der Invalidenversicherung getragen, wenn das Leiden mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu einem schwer korrigierbaren, die sp�tere Ausbildung und Erwerbsf�higkeit erheblich behindernden stabilen pathologischen Zustand f�hren w�rde (BGE 131 V 9 E. 4.2 S. 21 mit Hinweisen).
Strittig ist der Anspruch auf medizinische Massnahmen des minderj�hrigen Versicherten, bei welchem im Oktober 2011 ein Guillain-Barr�-Syndroms diagnostiziert wurde.
4.1.�Die Vorinstanz stellte zun�chst aufgrund der medizinischen Unterlagen fest, dass der Versicherte ab 18. Oktober 2011 zur Verhinderung eines Fortschreitens der akuten Polyradikulitis infolge des Guillain-Barr�-Syndroms w�hrend f�nf Tagen mit einer intraven�sen Immunglobulingabe behandelt und zur �berwachung der lebensbedrohlichen Atmungseinschr�nkung in der Intensivstation des Kinderspitals gepflegt werden musste. Anschliessend habe er noch �ber Schmerzen in den Beinen geklagt. Diese seien weiterhin medikament�s behandelt worden. Gem�ss Dr. med. M.________ h�tten sich die Paresen im station�ren Verlauf unter physiotherapeutischer Anleitung, Logotherapie und Ergotherapie deutlich gebessert. Infolge einer anhaltenden Schw�che der Rumpfextensoren und der unteren Extremit�ten habe sich der Versicherte nach dem f�nfw�chigen station�ren Aufenthalt im Kinderspital bei Verlegung ins Rehabilitationszentrum am 22. November 2011 nur auf dem Boden kriechend oder im Kniestand fortbewegen k�nnen. Sodann f�hrte das kantonale Gericht aus, die Heilung der Krankheit erfolge "in der Regel in umgekehrter Richtung, also absteigend, indem sich die Myelinscheiden langsam wieder aufbauen, worauf sich auch die L�hmungserscheinungen" wieder zur�ckbilden w�rden. Der Heilungsprozess k�nne sich auch spontan und ohne spezifische Therapie einstellen. Die Prognose sei in der Regel g�nstig. Mit Physiotherapie werde der Genesungsprozess bzw. die spontane Regeneration nur unterst�tzt. Diese Therapie stelle hier Nachbehandlung der Krankheit und somit Behandlung des Leidens an sich dar. Es liege jedoch "keine hinreichende Wahrscheinlichkeit vor, dass bei D.________ ohne die erfolgte Physiotherapie eine schwer korrigierbare, die sp�tere Ausbildung und Erwerbsf�higkeit erheblich [beeintr�chtigende] Gehf�higkeit zur�ckgeblieben w�re [...]. Die Therapie [sei] demnach keine medizinische Massnahme gem�ss Art. 12 IVG und somit nicht von der Beschwerdegegnerin zu �bernehmen."
4.2.�Die Beschwerde f�hrende CONCORDIA r�gt, die Vorinstanz habe den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt und unter Missachtung der h�chstrichterlichen Rechtsprechung Bundesrecht verletzt. Soweit das kantonale Gericht den angefochtenen Entscheid auf Ausf�hrungen seines Fachrichters abst�tzte und mit Blick auf den Gesundheitsschaden des Versicherten die Auffassung vertrat, der Heilungsprozess h�tte "sich auch spontan und ohne spezifische Therapie einstellen" k�nnen, macht die CONCORDIA geltend, nach der notfallm�ssigen Behandlung des akuten entz�ndlichen Geschehens w�hrend des station�ren Aufenthalts im Kinderspital w�re der Versicherte ohne anschliessende Fortsetzung der rehabilitativen Massnahmen auf einem Niveau der permanenten Hilfsbed�rftigkeit stehen geblieben. Unter Bezugnahme auf die medizinische Aktenlage legt die Beschwerdef�hrerindar, dass der akute Entz�ndungsprozess w�hrend der f�nfw�chigen intensiven Leidensbehandlung im Kinderspital habe gestoppt werden k�nnen. Ohne die �bernahme der anschliessenden station�ren und ambulanten Rehabilitation als medizinische Massnahme h�tte nicht mit einer "Spontanheilung", sondern vielmehr mit einem zur�ck bleibenden, stabilen Defektzustand gerechnet werden m�ssen, welcher die Eingliederung ins sp�tere Erwerbsleben beeintr�chtigt h�tte. Sowohl den station�ren Aufenthalt vom 22. November bis 6. Dezember 2011 im Rehabilitationszentrum wie auch die anschliessende ambulante Physiotherapie habe demzufolge praxisgem�ss die Beschwerdegegnerin als medizinische Massnahme im Sinne von Art. 12 IVG zu �bernehmen.
Vorweg zu pr�fen ist, ob Verwaltung und Vorinstanz zu Recht einen Anspruch auf ambulante Physiotherapie ab 6. Dezember 2011 verneint haben.
6.1.�Die IV-Stelle h�lt auch vor Bundesgericht an ihrer Auffassung fest, wonach die strittigen Leistungen zur Leidensbehandlung an sich geh�rten und deshalb im Rahmen der Grunderkrankung von der Krankenkasse zu �bernehmen seien. In medizinischer Hinsicht st�tzt sich die Beschwerdegegnerin auf zwei Kurzeinsch�tzungen des Regionalen �rztlichen Dienstes (RAD) der IV-Stelle, welchen zwar - wenn �berhaupt, dann nur - eine rudiment�rste Begr�ndung zu entnehmen ist, die jedoch eine Auseinandersetzung mit der nachvollziehbar erl�uterten prognostischen Beurteilung der behandelnden �rztin des Kinderspitals vom 12. Dezember 2011 vollst�ndig vermissen lassen. In seinem etwas ausf�hrlicheren Bericht vom 25. Mai 2012 hielt der RAD-Arzt Dr. med. S.________ demgegen�ber fest, die Invalidenversicherung k�nne die ambulante Rehabilitation nach Austritt aus dem Rehabilitationszentrum als medizinische Massnahme nach Art. 12 IVG �bernehmen. Das kantonale Gericht begn�gte sich - ohne im angefochtenen Entscheid auf die letztgenannte Aussage des Dr. med. S.________ einzugehen - mit dem Hinweis darauf, es sei nicht hinreichend wahrscheinlich, dass ohne Physiotherapie eine schwer korrigierbare, die sp�tere Ausbildung und Erwerbsf�higkeit erheblich beeintr�chtigende Einschr�nkung der Gehf�higkeit zur�ckgeblieben w�re.
6.2.�Weder Verwaltung noch Vorinstanz nahmen mit Vernehmlassungen vom 1. und 15. M�rz 2013 Bezug auf die von der Beschwerdef�hrerin angerufene Rechtsprechung des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts (EVG, heute: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts), wonach bei Polyradiculitis Guillain-Barr� ein Anspruch auf medizinische Massnahmen im Sinne von Art. 12 Abs. 1 IVG erfahrungsgem�ss in der Regel vier Wochen seit Beginn der L�hmung oder seit dem letzten Krankheitsschub entsteht, sofern nicht ein Ausnahmetatbestand hinreichend nachgewiesen werden kann (ZAK 1968 S. 693, Urteil des EVG vom 4. September 1968 in Sachen H.F.). Physiotherapie ist unter diesen Umst�nden als medizinische Massnahme von der Invalidenversicherung zu �bernehmen; Gleiches gilt in Bezug auf Physiotherapie bei poliomyelitischen L�hmungen Jugendlicher (vgl.�ULRICH MEYER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 2. Aufl. 2010, S. 131 mit Hinweis). W�hrend das Kreisschreiben des BSV �ber die medizinischen Eingliederungsmassnahmen (KSME) in der bis 31. Dezember 2007 g�ltig gewesenen Fassung unter Rz. 604 noch ausdr�cklich zur Krankheit "Polyradiculitis (Guillain-Barr�) " auf die fr�hestens vier Wochen nach der letzten L�hmung in Frage kommende Leistungspflicht nach Art. 12 IVG sowie auf die Rz. 603 (Poliomyelitis) verwies, ist die Rz. 604 im Gegensatz zur Rz. 603 mit der am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Fassung des KSME gestrichen worden, wobei das Stichwortverzeichnis der KSME immer noch den Hinweis auf dieses Leiden sowie einen Verweis auf die Rz. 604 enth�lt. Es ist kein Grund ersichtlich und wird von keiner Seite geltend gemacht, weshalb die Invalidenversicherung - insbesondere auch mit Blick auf Rz. 603 der KSME in der hier massgebenden, seit 1. Januar 2010 g�ltig gewesenen Fassung - nicht weiterhin entsprechend der erleichterten Voraussetzungen gem�ss BGE 131 V 9 E. 4.2 S. 21 (vgl. hievor E. 3.2 i.f.) bei Polyradiculitis Guillain-Barr� im Falle von nichterwerbst�tigen Minderj�hrigen als�vorbeugende Massnahme zur Verhinderung eines sp�teren stabilen Defektes fr�hestens ab einem Zeitpunkt vier Wochen nach der letzten L�hmung oder dem letzten Krankheitsschub grunds�tzlich Vorkehren wie Physiotherapie als medizinische Massnahme im Sinne von Art. 12 IVG �bernehmen kann.
6.3.�Soweit die Beschwerdef�hrerin beantragt, die Invalidenversicherung habe die ambulante Physiotherapie im Anschluss an den station�ren Aufenthalt im Rehabilitationszentrum vom 22. November bis 6. Dezember 2011 als medizinische Massnahme gem�ss Art. 12 IVG zu �bernehmen, hat das kantonale Gericht in Verkennung der nach wie vor anwendbaren Rechtsprechung und ohne Grundlage in tats�chlicher Hinsicht sowie entgegen der RAD-�rztlichen Empfehlung vom 25. Mai 2012 die entsprechenden Voraussetzungen zur �bernahme dieser Vorkehr zu Unrecht verneint. Insoweit ist demnach die Beschwerde gutzuheissen. Die Invalidenversicherung hat folglich - wie im Vorbescheid vom 28. M�rz 2012 vorgesehen war - ab 6. De-zember 2011 bis 31. Dezember 2012 die Kosten f�r h�chstens zwei bis drei ambulante Physiotherapiesitzungen pro Woche nach �rztlicher Verordnung zu �bernehmen und nach IV-Tarif zu verg�ten; eine allf�llige Verl�ngerung dieser Massnahme steht unter dem Vorbehalt der fr�hzeitigen Einreichung eines Verl�ngerungsgesuches und der entsprechenden Bewilligung dieses Gesuchs.
Soweit die CONCORDIA an ihrem Antrag festh�lt, wonach die Invalidenversicherung unter den konkreten Umst�nden des hier zu beurteilenden Falles nicht nur die ambulante Physiotherapie ab 6. De-zember 2011, sondern auch den station�ren Rehabilitationsaufenthalt vom 22. November bis 6. Dezember 2011 als medizinische Massnahme nach Art. 12 IVG zu �bernehmen habe, besteht aus folgenden Gr�nden weiterer Abkl�rungsbedarf:
7.1.�Ihrer k�rperlichen und geistigen Entwicklungsphase Rechnung tragend sind bei Jugendlichen medizinische Vorkehren trotz des einstweilen noch labilen Leidenscharakters von der Invalidenversicherung zu �bernehmen, wenn ohne diese in absehbarer Zeit eine Heilung mit Defekt oder ein sonst wie stabilisierter Zustand eintr�te, wodurch die Berufsbildung oder die Erwerbsf�higkeit oder beide beeintr�chtigt w�rden (BGE 98 V 214 E. 2 S. 214 f.; 105 V 19 S. 20). Die Invalidenversicherung hat daher bei Jugendlichen - die Erf�llung der �brigen Voraussetzungen vorbehalten - nicht nur unmittelbar auf die Beseitigung oder Korrektur stabiler Defektzust�nde oder Funktionsausf�lle gerichtete Vorkehren zu �bernehmen, sondern nach wiederholt best�tigter Rechtsprechung auch dann Leistungen zu erbringen, wenn es darum geht, mittels geeigneter Massnahmen einem die berufliche Ausbildung oder die k�nftige Erwerbsf�higkeit beeintr�chtigenden Defektzustand vorzubeugen (Urteil 9C_89/2011 vom 27. Juli 2011 E. 3.2 mit Hinweisen).
7.2.�Aufgrund einer prognostischen Beurteilung, wie sie bei der Pr�fung des Anspruchs auf medizinische Eingliederungsmassnahmen vorzunehmen ist (SVR 2011 IV Nr. 5 S. 15, 9C_287/2010 E. 5.2 mit Hinweis), kann der Erfolg der Behandlung mit Wiedergewinnung der Gehf�higkeit nach anf�nglicher L�hmung nicht ber�cksichtigt werden (Urteil 9C_355/2012 vom 29. November 2012 E. 3.1). Die f�r die Beurteilung der Leistungspflicht der Invalidenversicherung massgebliche fach�rztliche Prognose muss zwei Aussagen enthalten: Zun�chst muss erstellt sein, dass ohne die vorbeugende Behandlung in naher Zukunft eine bleibende Beeintr�chtigung eintreten w�rde; gleichzeitig muss ein ebenso stabiler Zustand herbeigef�hrt werden k�nnen, in dem vergleichsweise erheblich verbesserte Voraussetzungen f�r die sp�tere Ausbildung und Erwerbsf�higkeit herrschen. Daraus folgt, dass eine therapeutische Vorkehr, deren Wirkung sich in der Unterdr�ckung von Symptomen ersch�pft, nicht als medizinische Massnahme im Sinne des Art. 12 IVG gelten kann, selbst wenn sie im Hinblick auf die schulische und erwerbliche Eingliederung unabdingbar ist (Urteil 9C_393/2012 vom 20. August 2012 E. 3 mit Hinweisen).
7.3.�F�r die nach dem in Erw�gung 6 Gesagten noch strittige �bernahme des Rehabilitationsaufenthaltes durch die Invalidenversicherung spricht zun�chst die Praxis, wonach bei Polyradiculitis Guillain-Barr� ein Anspruch auf medizinische Massnahmen im Sinne von Art. 12 Abs. 1 IVG erfahrungsgem�ss in der Regel vier Wochen seit Beginn der L�hmung oder seit dem letzten Krankheitsschub entsteht (ZAK 1968 S. 693, Urteil des EVG vom 4. September 1968 in Sachen H.F.; vgl. E. 7.2 hievor), sowie die Tatsache, dass der Versicherte genau f�nf Wochen nach der notfallm�ssigen Einlieferung zur station�ren Behandlung des akuten Entz�ndungsprozesses, welche die Beschwerdef�hrerin unbestritten als Krankenpflegeleistung �bernommen hat, am 22. November 2011 vom Kinderspital ins Rehabilitationszentrum �bertreten konnte.
7.4.�Laut RAD-�rztlicher Beurteilung des Dr. med. S.________ vom 25. Mai 2012 bezweckten die therapeutischen Bem�hungen im Rehabilitationszentrum den Kraftaufbau und das Gehtraining. Die Rehabilitationsziele einer Verbesserung der Gehf�higkeit und des Treppensteigens seien erreicht worden. Die station�re Rehabilitation sei "im therapeutischen Kontext der Leidensbehandlung" gestanden. "Auch unabh�ngig von einer Beschulung" h�tte die grundlegende Funktion der Gehf�higkeit behandelt werden m�ssen. Das Wiedererlangen dieser F�higkeit sei ganz im Vordergrund gestanden, die schulische Eingliederungswirkung dagegen sekund�r gewesen. Der station�re Rehabilitationsaufenthalt k�nne daher - im Gegensatz zur anschliessenden ambulanten Physiotherapie (vgl. E. 6.3 hievor) - nicht als medizinische Vorkehr im Sinne von Art. 12 IVG �bernommen werden. Demgegen�ber l�sst sich der vertrauens�rztlichen Einsch�tzung des Dr. med. T.________ vom 12. Juli 2012 entnehmen, dass nach einer akuten Phase des Guillain-Barr�-Syndroms in 5% der F�lle signifikante Behinderungen zur�ck bleiben. Zwar sind Dr. med. T.________ und der RAD-Arzt insoweit gleicher Meinung, als nicht nur die sp�tere ambulante Physiotherapie, sondern auch der station�re Aufenthalt im Rehabilitationszentrum in erster Linie eine Verbesserung der Gehf�higkeit bezweckte. Der Vertrauensarzt der CONCORDIA betont jedoch, dass mit Abschluss der station�ren Behandlung des akuten Entz�ndungsprozesses und dem �bertritt vom Kinderspital ins Rehabilitationszentrum die "auf die Ursache ausgerichtete Behandlung des Gesundheitsschadens" beendet war. Die anschliessende Physiotherapie habe sowohl w�hrend des station�ren Aufenthaltes im Rehabilitationszentrum als auch w�hrend der darauf folgenden ambulanten Phase eine Einheit gebildet und ein und demselben Ziel gedient, n�mlich der Wiedereingliederung durch Verbesserung der Gehf�higkeit des den Kindergarten besuchenden Versicherten. Deshalb gehe nicht nur die ambulante Physiotherapie (vgl. E. 6.3 hievor), sondern auch der station�re Aufenthalt im Rehabilitationszentrum nach Art. 12 IVG zu Lasten der Invalidenversicherung.
7.5.�Wie es sich damit verh�lt, wird das kantonale Gericht in geeigneter Form abkl�ren und hernach �ber den noch strittigen Anspruch auf �bernahme des station�ren Rehabilitationsaufenthaltes vom 22. November bis 6. Dezember 2011 als medizinische Vorkehr im Sinne von Art. 12 IVG unter Ber�cksichtigung der massgebenden Rechtsprechung (vgl. hievor insbesondere E. 7.1-7.3) neu entscheiden. F�r die �bernahme des Rehabilitationsaufenthaltes durch einen der beiden am Recht stehenden Sozialversicherungstr�ger wird ausschlaggebend sein, wie aus fach�rztlicher Sicht die massgebenden Fragen gem�ss Erw�gung 7.2 hievor widerspruchsfrei, nachvollziehbar und �berzeugend beantwortet werden.
7.5.1.�Dabei wird die Vorinstanz nicht allein entscheidwesentlich gem�ss angefochtenem Entscheid auf die nicht in den Akten dokumentierten "Ausf�hrungen des [im Spruchk�rper mitwirkenden] Fachrichters" abstellen, wonach "keine hinreichende Wahrscheinlichkeit [vorliege], dass bei D.________ ohne die erfolgte Physiotherapie" - w�hrend des station�ren Aufenthalts im Rehabilitationszentrum vom 22. November bis 6. Dezember 2011 - "eine schwer korrigierbare, die sp�tere Ausbildung und Erwerbsf�higkeit erheblich beeintr�chtigte Gehf�higkeit zur�ckgeblieben w�re". In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Doppelfunktion der Fachmitglieder kantonaler Sozialversicherungsgerichte als Richter und Sachverst�ndige unter dem Blickwinkel von Art. 30 Abs. 1 BV nicht unproblematisch ist (vgl. BGE 138 II 77 E. 5.2 S. 86) und jedenfalls den Anspruch auf Unabh�ngigkeit des Sachverst�ndigen verletzt (BGE 137 III 289 E. 4.4 S. 292 mit Hinweisen; Urteil 5A_787/2011 vom 24. November 2011 E. 3.4 i.f.).
7.5.2.�Soweit sich die CONCORDIA durch den Entscheid des kantonalen Gerichts dazu veranlasst sah (Art. 99 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 135 V 194), vor Bundesgericht erstmals die nach Ausf�llung des angefochtenen Entscheides eingeholten und erstellten Berichte vom 24. Dezember 2012 des Leitenden Arztes der Neurop�diatrie des Kinderspitals O.________, Dr. med. A.________, sowie vom 9. Januar 2013 ihres Vertrauensarztes Dr. med. T.________, einzureichen, kann hier offen bleiben, ob es sich dabei um ausnahmsweise nach Art. 99 Abs. 1 BGG zul�ssige Noven handelte, weil die Sache diesbez�glich ohnehin zur weiteren medizinischen Abkl�rung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen ist. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass das kantonale Gericht eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r riskiert, soweit es seine Entscheidfindung ausschlaggebend auf medizinischen Tatsacheneinsch�tzungen gem�ss "Ausf�hrungen des [mitwirkenden] Fachrichters" abst�tzt, ohne der Beschwerdef�hrerin hiezu vorg�ngig die Gelegenheit zur Stellungnahme einzur�umen (vgl. Urteil 8C_837/2008 vom 26. Juni 2009 E. 6.3 mit Hinweisen).
Die R�ckweisung der Sache an das kantonale Gericht oder an den Versicherungstr�ger zur erneuten Abkl�rung (mit noch offenem Ausgang) gilt praxisgem�ss (BGE 132 V 215 E. 6.1 S. 235 mit Hinweisen) f�r die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientsch�digung als volles Obsiegen im Sinne von Art. 66 Abs. 1 sowie Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG, unabh�ngig davon, ob sie �berhaupt beantragt, oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder Eventualantrag gestellt wird. Die Gerichtskosten sind der IV-Stelle als der unterliegenden Partei aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Da sich zwei Sozialversicherungstr�ger gegen�berstehen, gilt f�r die Gerichtsgeb�hr der ordentliche Rahmen nach Art. 65 Abs. 3 BGG, w�hrend Art. 65 Abs. 4 lit. a BGG keine Anwendung findet (�Seiler/von Werdt/G�ngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], Bern 2007, S. 223,�N. 28 zu Art. 65 BGG;�Geiser, in: Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 20 zu Art. 65 BGG; Urteile 8C_648/2010 vom 12. Januar 2011 E. 4, 8C_712/2010 vom 16. No-vember 2010 E. 5, 8C_241/2008 vom 25. M�rz 2009 E. 9 mit Hinweisen).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der Entscheid des Kantonsgerichts Appenzell I.Rh., Abteilung Verwaltungsgericht, vom 20. November 2012 sowie die Verf�gung der IV-Stelle des Kantons Appenzell I. Rh. vom 2. Juli 2012 werden insoweit abge�ndert, als die Leistungspflicht der Invalidenversicherung im Sinne von Erw�gung 6.3 zu bejahen ist.
Im �brigen wird die Beschwerde insoweit teilweise gutgeheissen und der Entscheid des Kantonsgerichts Appenzell I.Rh., Abteilung Verwaltungsgericht, vom 20. November 2012 aufgehoben, als die Sache im Sinne der Erw�gung 7 zur weiteren Abkl�rung und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen wird.
Dieses Urteil wird den Parteien, D.________, dem Kantonsgericht Appenzell I.Rh., Abteilung Verwaltungsgericht, und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.