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Timestamp: 2020-04-05 19:45:51
Document Index: 174254212

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 1004', '§ 15', '§ 1004', '§ 15', '§ 10', '§ 15']

Heilpraktikerpraxis in Eigentumswohnung grds. unzulässig; §§ 14 Nr. 1, 15 Abs. 3 WEG; 1004 Abs. 1 BGB | München I, 1 S 9962/14, 26.01.2015 | iurado | Portal für Urteile und Gerichtsentscheidungen
Heilpraktikerpraxis in Eigentumswohnung grds. unzulässig; §§ 14 Nr. 1, 15 Abs. 3 WEG; 1004 Abs. 1 BGB
LG München I, AZ: 1 S 9962/14, 26.01.2015
Auch in einem reinen Wohngebäude besteht kein Anspruch auf Unterlassung jeglicher gewerblichen Tätigkeit in der Einheit eines Wohnungseigentümers.
Die Nutzung einer Wohnung als Heilpraktiker- bzw. Naturheilpraxis rechtfertigt bei der gebotenen typisierenden Betrachtungsweise die Annahme, dass die Nutzung über eine solche zu Wohnzwecken hinausgeht und für die anderen Wohnungseigentümer Nachteile, begründet, die über die mit einer zulässigen Wohnnutzung einhergehenden Nachteile hinausgehen und die von ihnen auch nicht gemäß § 14 Nr. 1 WEG im Interesse eines gedeihlichen Zusammenlebens in der Wohnanlage hinzunehmen sind.
Es liegt auf der Hand, dass die Frage der Mehrbeeinträchtigung nicht darauf reduziert werden kann, ob eine Praxis generell mehr stört als eine Wohnnutzung, sondern durchaus davon abhängig ist, welche Art von Praxis in den Räumlichkeiten betrieben wird und welchen Zuschnitt diese aufweist. Abzustellen ist hierbei auf den konkreten Zuschnitt der Praxis - insbesondere, ob diese als Einzel- oder Gemeinschaftspraxis und als Bestellpraxis betrieben wird -, den Umfang des Patientenverkehrs, auf die Sprechstundenzeiten und die jeweiligen örtlichen Verhältnisse.
Es kommt nicht darauf an, ob ein Wohnungseigentümer das Recht hätte, in seinem Wohnungseigentum täglich bis zu fünf Besucher zu empfangen, sondern ob ein derart ausgeprägter Besucherverkehr mit wechselnden und ggfs. erkrankten Personen als typisch für eine Wohnnutzung einer 2,5-Zimmer-Wohnung angesehen werden kann.
In einer kleinen Wohnanlage mit 16 Wohneinheiten fällt ein Patientenaufkommen von fünf Personen am Tag mehr ins Gewicht als in einem Wohnhaus mit 100 Wohnungen.
Heilpraktiker darf in einer Eigentumswohnung praktizieren; § 14 Nr. 1 WEG
AG München, AZ: 485 C 31869/13, 05.05.2014
Eigentumswohnung darf nicht als Ferienwohnung vermietet werden, §§ 1004 Abs. 1 Satz 1 BGB; 15 Abs. 3, 14 Nr. 1 und 2 WEG
KG Berlin, AZ: 24 W 276/06, 31.05.2007
Betrieb einer Gaststätte widerspricht der Zweckbestimmung als Ladenlokal in der Teilungserklärung; §§ 15 Abs. 1 u. 3, 22 Abs. 1 WEG; 1004, 242 BGB
OLG Celle, AZ: 4 W 138/03, 24.09.2003
Nutzung eines in der Teilungserklärung als Ladenlokal oder Hobbyraum ausgewiesenes Sondereigentum als Wohnraum ist nicht zulässig, §§ 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB, 15 Abs. 3, 14 Ziff. 1 WEG
OLG Frankfurt a. M., AZ: 20 W 319/08, 27.07.2011
Bezeichnung eines Teileigentums als Ladenlokal in der Teilungserklärung hat Zweckbestimmungscharakter; §§ 15 Abs. 1, § 10 Abs. 1 WEG
OLG München, AZ: 34 Wx 111/06, 08.12.2006
Die Bezeichnung eines Sondereigentums in der Teilungserklärung als Ladenlokal gestattet nicht den Betrieb eines Imbisses, §§ 15 Abs. 1, 14, 15 Abs. 3 WEG
OLG Zweibrücken, AZ: 3 W 150/05, 06.12.2005
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