Source: http://www.jurablogs.com/2014/01/03/bgh-runes-magic-urteilsbegruendung-liegt-kritische-wuerdigung
Timestamp: 2017-01-17 05:11:07
Document Index: 168879837

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1', '§ 4']

BlogsOnlinespielerechtJanuar 2014BGH: Runes of Magic Urteilsbegründung liegt vor – Eine kritische WürdigungBereits im Sommer hatte der BGH sein Urteil zur Werbung für virtuelle Items in einem Onlinespiel verkündet. Das höchste deutsche Zivilgericht hatte es dem Spielbetreiber verboten, mit einer bestimmten Formulierung zu werben, weil diese in wettbewerbswidriger Weise unmittelbare Kaufaufforderungen an Kinder enthalte. Nun haben die Richter (fast als „Weihnachtsgeschenk“) die vollständige Urteilsbegründung (Az. I ZR 34/12) geliefert.Diese ist allerdings teilweise in sich widersprüchlich und überzeugt nicht völlig. Das Urteil ist aber (ausnahmsweise) noch nicht rechtskräftig, so dass die weitere Entwicklung abzuwarten bleibt.Auslegung des Begriffs „Kind“Kritikwürdig sind zunächst die Ausführungen zur Auslegung des Begriffs „Kind“ in der UGP-Richtlinie. Nach deutschem Begriffsverständnis ist ein Kind nur eine Person unter 14 Jahren; fraglich ist, ob in der Richtlinie davon abweichend auch ältere Minderjährige (nach deutscher Terminologie: „Jugendliche“) gemeint sind. Das Gericht lässt die Frage offen, weil sich die Werbung angeblich „allgemein“ an Minderjährige richte. Im Folgenden wird dies dann – in angreifbarer Weise, s.u. – mit der Anrede in der 2. Person Singular begründet, ohne auf die Altersgrenze von 14 Jahren näher einzugehen. Mehrfach heißt es, die Erwägungen gelten gerade auch für Kinder unter 14 Jahren, doch wirkt dies fast wie ein Nachgedanke und wird nicht näher begründet.Insgesamt klingen die Ausführungen des Gerichts zum Adressatenkreis der Werbung nur dann schlüssig, wenn man den Begriff „Kind“ in der Richtlinie so auffasst, dass alle Minderjährigen gemeint sind ...Zum vollständigen Artikel20 LeserLampmann, Haberkamm & Rosenbaum:BGH: Wann richtet sich Werbung an Minderjährige?70 LeserOnlinespielerecht:Neues Urteil zu Werbung in Onlinespielen: “Kauft ein im Haustiershop” ist keine verbote...69 LeserOnlinespielerecht:KG Berlin: Nicht alle Computerspiele sind Kinderspiele – Keine verbotene Kinderwerbung ...10 verwandte ArtikelGameforge-Urteil: Gründe liegen vorBGH zur Internetwerbung: Vorsicht vor Duzen und SzenebegriffenUnzulässige Werbung für Computerspiel gegenüber KindernGameforge-Urteil: Gründe liegen vorUnzulässige Werbung gegenüber Kindern bei OnlinespielenBGH-Versäumnisurteil zu Runes of Magic: Die Kritik im ÜberblickBGH: Urteilsgründe liegen vor: Online-Rollenspiel "Runes of Magic": Unzulässige Werbung gegenüber KindernBGH: Unzulässige Werbung gegenüber Minderjährigen durch direkte Ansprache, Duzen und Anglizismen - Volltext der Runes of Magic Entscheidung
liegt vorBundesgerichtshof zu KinderwerbungRunes of MagicVerwandtes im Webeur-lex.europa.eu: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2005:149:0022:0039:de:PDFgoodyear.eu: Goodyear EfficientGrip Performance | Goodyear PKW-Reifenbosch-home.com: Robert Bosch Hausgeräte GmbH - CS/Wash-and-Coffeejohnniewalker.com: Home Pagemedien-internet-und-recht.de: BGH, Urteil17.07.2008 - I ZR 160/05 - Sammelaktion für Schoko-Riegel - Eine an Minderjährige gerichtete Sammelaktion konnte nach § 1 UWG a.F. und jedenfalls bis zum 12. Dezember 2007 auch nach § 4 Nr. 2 UWG nur wettbewerbswidrig sein, wenn sie in ihrer konkreten Ausgestaltung geeignet war, die Unerfahrenheit von Kindern und Jugendlichen auszunutzen.Über den ArtikelVeröffentlicht January 3, 2014 1:58pm im Blog Onlinespielerecht.ThemenRechtsprechung, Bgh, Werbung, Kinder, Game Politics, Legal Know How, Marketing, Runes Of Magic, Onlinespiel, VolltextTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresDie Turboquerulantin im freien Fallvon Fachanwalt für IT-RechtHirnlose Technokraten bei der Staatsanwaltschaftvon Carsten R. Hoenig / kanzlei-hoenig.deAls per Haftbefehl Gesuchter mit Fake-Ausweis zur Polizeivon Andreas Stephan / Justillon - kuriose RechtsnachrichtenSo viel Edelmutvon Udo Vetter / LawBlogGerichtsscheltevon Andreas Schwartmann / RheinrechtAls nächstes lesen - bislang 89 Leser:ArbG Köln: Keine Marzipantorte für Betriebsrentner zu Weihnachten