Source: http://www.ref-ag.ch/wikiref/pensionierung.html
Timestamp: 2018-04-25 20:00:48
Document Index: 236432272

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 29', '§ 14', '§ 29', '§ 14', '§ 29']

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchgemeinden erreichen mit 65 Jahren das Pensionsalter. Diese Regelung gilt seit dem 1. Januar 2016. Sie ist unabhängig vom AHV-Pensionierungsalter 64 für Frauen, das zurzeit noch gilt. Sie knüpft vielmehr an die Regelung der Pensionskasse der Reformierten Landeskirche Aargau (PKR) an: Bei der PKR haben Frauen und Männer ab 65 Anspruch auf eine volle Rente.
Bei der ordentlichen Pensionierung endet das Anstellungs- oder Dienstverhältnis ohne Kündigung durch eine der beiden Seiten am letzten Tag des Monats, in dem die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter ihren 65. Geburtstag gefeiert hat. (Dies gilt auch für Ordinierte, die für eine längere Amtsdauer gewählt wurden.)
Wenn sich Mitarbeitende frühzeitig pensionieren lassen, müssen sie dafür das Arbeitsverhältnis kündigen oder eine Aufhebungsvereinbarung mit der Kirchgemeinde abschliessen.
Eine frühzeitige Pensionierung ist unter Umständen für den Bezug der Altersrente der Pensionskasse attraktiv, weil zurzeit die Umwandlungssätze sinken.
§ 14 Abs. 2 DLD
§ 29 Abs. 2 DLM
Weiterarbeiten nach der Pensionierung?
Wer nach der ordentlichen oder frühzeitigen Kündigung das Arbeitsverhältnis fortsetzen möchte, kann dies grundsätzlich tun. Voraussetzung dafür ist aber die Zustimmung der Kirchenpflege.
Ordinierte werden in diesem Fall als Stellvertreterin oder Stellvertreter beschäftigt. Für Ordinierte und für nicht Ordinierte gilt: Das Anstellungsverhältnis wird befristet weitergeführt; es ist eine befristete Anstellungsverfügung zu erlassen. Die maximale Dauer solcher befristeter Anstellungsverhältnisse beträgt bei Ordinierten zwölf Monate. Bei nicht Ordinierten kann das Arbeitsverhältnis im Prinzip beliebig lange weitergeführt werden. Es wird aber dringend empfohlen, das Arbeitsverhältnis nicht über das 69. Altersjahr hinaus fortzusetzen, da die meisten Krankentaggeld- und Unfallversicherungen Personen über 70 von der Versicherung ausschliessen. Kirchgemeinden, die dies nicht beachten, laufen Gefahr, bei einen Unfall oder im Krankheitsfall grosse finanzielle Lasten tragen zu müssen.
Wer bei der ordentlichen oder frühzeitigen Kündigung die Altersleistung bezieht und das Arbeitsverhältnis fortsetzen möchte, ist sozialversicherungsrechtlich Rentner/in im Nebenerwerb. Auf ihren Löhnen werden deshalb keine Pensionskassenbeiträge mehr erhoben (nicht BVG-pflichtig). Bei AHV/IV/EO ist ihr Lohn erst aber einer gewissen Schwelle beitragspflichtig.
Wer länger arbeitet und den Bezug der Rente aufschieben kann, kann dadurch seinen Rentenanspruch erhöhen.
§ 14 Abs. 3 DLD
§ 29 Abs. 3 DLM
Frauen, die sich ordentlich mit 65 Jahren pensionieren lassen, können den Bezug der AHV-Rente um ein Jahr aufschieben. Sie erhalten dadurch für die gesamte Dauer des Rentenbezugs eine höhere Rente.
Merkblatt zur Angleichung des Pensionierungsalters von Frauen und Männern
§ 14 DLD
§ 29 DLM