Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=03.09.2002&Aktenzeichen=5%20StR%20139/02
Timestamp: 2019-05-20 03:37:19
Document Index: 375971083

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', '§ 201', '§ 200', '§ 201', '§ 200', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 03.09.2002 - 5 StR 139/02 - dejure.org
https://dejure.org/2002,2065
BGH, 03.09.2002 - 5 StR 139/02 (https://dejure.org/2002,2065)
BGH, Entscheidung vom 03.09.2002 - 5 StR 139/02 (https://dejure.org/2002,2065)
BGH, Entscheidung vom 03. September 2002 - 5 StR 139/02 (https://dejure.org/2002,2065)
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Mord (Heimtücke, Arglosigkeit, Wehrlosigkeit, niedrige Beweggründe, Hass, Wut, Ehre); besondere Schuldschwere (Verstrickung eines Jugendlichen in ein Kapitalverbrechen)
Mord - Besondere Schwere der Schuld - Aussetzung des Strafrestes - Lebenslange Freiheitsstrafe - Heimtücke - Niedrige Beweggründe
NStZ 2003, 146
Erforderlich ist vielmehr für die Beseitigung der Arglosigkeit auch bei einem vorausgegangenen Streit, daß das Opfer mit einem tätlichen Angriff rechnet (vgl. BGHSt 33, 363; 39, 353, 368;… BGHR StGB § 211 Abs. 2 Heimtücke 21; BGH NStZ 2003, 146).
(1) Eine Anklageschrift kann noch vor ihrer Mitteilung nach § 201 Abs. 1 StPO an die Staatsanwaltschaft zurückgegeben werden, wenn sie nicht den Vorgaben des § 200 Abs. 1 StPO entspricht (OLG Frankfurt NStZ 2003, 146;… Paeffgen in: SK-StPO 4. Aufl. § 201 Rdnr. 3;… Meyer-Goßner, StPO 53. Aufl. § 200 Rdnr. 26).
Erforderlich ist vielmehr für die Beseitigung der Arglosigkeit auch bei einem vorangegangenen Streit, dass das Opfer mit einem tätlichen Angriff rechnet (vgl. BGHSt 33, 363; 39, 353, 368;… BGHR StGB § 211 Abs. 2 Heimtücke 21; BGH NStZ 2003, 146).
Die Tötung von ... und ... ist als eine Tat im Rechtssinne (Tateinheit aufgrund natürlicher Handlungseinheit) zu werten, da die Tötungen auf einem einzigen, einheitlichen Tatentschluss beruhen und zwischen den Tathandlungen ein so außergewöhnlich enger zeitlicher,örtlicher, situativer und motivatorischer Zusammenhang besteht, dass eine Aufspaltung der beiden Tötungen in Einzeltaten willkürlich und gekünstelt erschiene (vgl. insofern BGH, NStZ-RR 2001, 82; BGH, NStZ 2003, 146 [BGH 03.09.2002 - 5 StR 139/02] ; BGH, NStZ 2006, 284 [BGH 11.10.2005 - 1 StR 195/05] ).