Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%201995,%20955
Timestamp: 2019-12-08 09:01:17
Document Index: 100644746

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 308', 'BGH', '§ 92', '§ 92', '§ 92', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW-RR 1995, 955 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Karlsruhe, 28.04.1994
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OLG Düsseldorf, 22.06.1994 - 22 W 28/94 (https://dejure.org/1994,3396)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 22.06.1994 - 22 W 28/94 (https://dejure.org/1994,3396)
OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 22. Juni 1994 - 22 W 28/94 (https://dejure.org/1994,3396)
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Bestimmtheitsgebot des Klageantrages; Bindung des Gerichts; Unbezifferte Schmerzensgeldklage; Mindestvorstellungsbetrag; Eingeräumter Spielraum
NJW-RR 1995, 955
Die - wegen der gebotenen Bestimmtheit des Klageantrags notwendige - Angabe der Größenordnung eröffnete für die gerichtliche Entscheidung einen Spielraum von höchstens 20 % nach beiden Seiten (vgl. BGH VersR 1977, 861; 1979, 472; NJW 1982, 340 = VersR 1982, 96; NJW 1983, 332 = VersR 1983, 151; VersR 1983, 1160, OLG Düsseldorf, Beschluss vom 22. Juni 1994 - 22 W 28/94 -, juris ).
Soweit darin eine Angabe der Größenvorstellung des begehrten Schmerzensgeldes liegt, sind dem Senat bei der Festsetzung des angemessenen Schmerzensgeldes im Hinblick auf § 308 ZPO keine Grenzen gesetzt (vgl. BGH NJW 1996, 2425, 2427; der Senat hält insoweit an seiner abweichenden Ansicht - vgl. den Senatsbeschluß vom 22.06.1994, 22 W 28/94, OLGReport Düsseldorf 1994, 239 = NJW-RR 1995, 955 - nicht mehr fest).
Um der mangelnden Gewissheit der Klägerin bei Klageerhebung Rechnung zu tragen, sind insoweit Abweichungen von bis zu 20 Prozent von der Angabe der Größenordnung ohne Kostentragungspflicht zu akzeptieren (vgl. OLG Düsseldorf NJW-RR 95, 955;… Zöller, ZPO, 32 Aufl., 2018, § 92 Rn. 12).
Der Kläger wäre jedoch nur dann von Kosten freizuhalten gewesen, wenn seine Zuvielforderung sich in einem Rahmen von etwa bis 20 % gehalten hätte (vgl. OLG Düsseldorf NJW-RR 1995, 955).
§ 92 Abs. 2 Nr. 2 ZPO ist nicht zu Gunsten des Klägers anwendbar, weil die vom Kläger geltend gemachte Größenordnung eines angemessenen Schmerzensgeldes das vom Gericht anerkannte Schmerzensgeld um mehr als 20% überschreitet (vgl. auch OLG Düsseldorf, Beschluss vom 22.06.1994, 22 W 28/94, zitiert nach Juris m.w.N., u.a. NJW-RR 1995, 955).
AG Essen, 24.08.2010 - 11 C 98/10
Haftungsverteilung bei Kollision eines Pkw mit einem die Straße ohne Beachtung …
(OLG Düsseldorf, Beschluss vom 22.06.1994 - 22 W 28/94).
LG Düsseldorf, 01.12.2006 - 15 O 488/05
Anspruch auf Zahlung eines Schmerzensgeldes bei einer vorsätzlich zugefügten …
Im Hinblick auf die Höhe der Zuvielforderung liegt ein Fall von § 92 Abs. 2 Nr. 2 ZPO nicht mehr vor (vgl. OLG Düsseldorf, NJW-RR 1995, 955).
Die Angabe eines Mindestbetrages und/oder einer Größenvorstellung - hier hat der Kläger einen Betrag von 12.000,- DM genannt - setzt dem Gericht bei der Bestimmung des für angemessen gehaltenen Schmerzensgeldes keine Grenzen (vgl. BGH NJW 1996, 2425, 2426; anders noch Senat, NJW-RR 1995, 955 = OLG-Report Düsseldorf 1994, 239: Beschränkung auf eine Grenze von 20 % nach oben).
Eine erhebliche Überschreitung kommt bei einer Größenordnung von 20 % in Betracht (vgl. OLG Düsseldorf, NJW-RR 1995, 955; OLG Koblenz, AnwBl 1990, 398).
OLG Karlsruhe, 28.04.1994 - 6 W 13/94
https://dejure.org/1994,8556
OLG Karlsruhe, 28.04.1994 - 6 W 13/94 (https://dejure.org/1994,8556)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 28.04.1994 - 6 W 13/94 (https://dejure.org/1994,8556)
OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 28. April 1994 - 6 W 13/94 (https://dejure.org/1994,8556)
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MDR 1994, 1245