Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201965,%201023
Timestamp: 2020-01-27 18:35:17
Document Index: 258697816

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', '§ 3', 'BGH', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 3', 'BGH', 'BGH', '§ 3']

BGH, 25.02.1965 - VII ZR 112/63 - dejure.org
BGH, 25.02.1965 - VII ZR 112/63
https://dejure.org/1965,949
BGH, 25.02.1965 - VII ZR 112/63 (https://dejure.org/1965,949)
BGH, Entscheidung vom 25.02.1965 - VII ZR 112/63 (https://dejure.org/1965,949)
BGH, Entscheidung vom 25. Februar 1965 - VII ZR 112/63 (https://dejure.org/1965,949)
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Bestehen einer Gebührenvereinbarung - Nichteinhaltung der Form - Bemessung des Honoras in das Ermessen eines anderen - Anwendung der Grundsätze von Treu und Glauben - Einrede der Arglist
NJW 1965, 1023
MDR 1965, 570
DB 1965, 552
aa) Für die Wirksamkeit einer Honorarvereinbarung ist es erforderlich, daß sie genügend bestimmt ist (BGH, Urt. v. 25. Februar 1995 - VII ZR 112/63, NJW 1965, 1023;… Urt. v. 12. Januar 1978 - III ZR 53/76, AnwBl. 1978, 227; OLG Hamm AnwBl. 1986, 452;… Gebauer/Schneider, BRAGO 2002 § 3 Rn. 19;… Riedel/Sußbauer/Fraunholz, BRAGO 8. Aufl. § 3 Rn. 26).
Als Rechtskundige hat sie nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes dafür Sorge zu tragen, daß jede Abweichung von gesetzlichen Gebühren eindeutig und unmißverständlich festgelegt wird, so daß der Mandant unschwer erkennen kann, was er zu bezahlen hat (BGH, Urt. v. 25. Februar 1965 - VII ZR 112/63, NJW 1965, 1023).
Eine solche Verteilung der Darlegungs- und Beweislast entspricht der Billigkeit; es ist Sache des Anwalts, der eine Honorarvereinbarung abschließt, durch die Einhaltung der in § 3 Abs. 1 Satz 1 BRAGO vorgesehenen Form von vornherein für eine tatsächlich und rechtlich eindeutige Vertragsgrundlage zu sorgen (BGHZ 18, 340, 347; BGH, Urt. v. 25. Februar 1965 - VII ZR 112/63, NJW 1965, 1023).
Der Umstand, daß die Parteien die Honorarabrede längere Zeit als gültig erachtet und behandelt haben, begründet nicht die Einrede der Treuwidrigkeit (…vgl. BGH, aaO; Urt. v. 25. Februar 1965, aaO; OLG Hamm NJW 1966, 561).
Denn die schriftliche Erklärung enthielt den gesamten für das Rechtsgeschäft wesentlichen Inhalt (vgl. BGH Urteile vom 25. Februar 1965 VII ZR 112/63 = NJW 1965, 1023 = LM BRAGebO § 3 Nr. 6 und BGHZ 57, 53, 57 ff.).
OLG Hamm, 28.01.1986 - 28 U 201/85
Wirksame Gebührenvereinbarung
Der Mandant muß aufgrund der Vereinbarung die ihn treffenden finanziellen Belastungen erkennen können (BGH NJW 1965, 1023).
Es wird insoweit auf das Urteil des Senats NJW 1965, 1023 verwiesen.
Wie der Senat in dem zur Veröffentlichung bestimmten Urteil vom 25. Februar 1965 - VII ZR 112/63 - dargelegt hat, entspricht eine Gebührenvereinbarung nur dann der Form des § 3 BRAGebO, wenn sich daraus die Höhe des Honorars ohne Schwierigkeiten ziffernmäßig bestimmen läßt; das ist nicht der Fall, wenn, wie hier, auf den "Verkehrswert" des Grundbesitzes verwiesen wird.