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Timestamp: 2016-10-28 10:32:24
Document Index: 179070799

Matched Legal Cases: ['BGE', 'Art. 71', 'Art. 48', 'Art. 89', 'Art. 89', 'Art. 89', 'Art. 73', 'Art. 35', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 105', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 99', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 28', 'Art. 94', 'BGE', 'in fine', 'Art. 2', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 110', 'Art. 1', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 106', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 2', 'Art. 1', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 9', 'Art. 66', 'Art. 68']

9C_975/2012 (15.04.2013)
9C_975/2012, 9C_976/2012 � � Urteil vom 15. April 2013
Stiftung f�r den flexiblen Altersr�cktritt im Bauhauptgewerbe (Stiftung FAR), vertreten durch
Rechtsanwalt Dr. Adrian von Kaenel,
9C_975/2012
B.________GmbH, vertreten durch
9C_976/2012
R.________ GmbH, vertreten durch
Beschwerden gegen die Entscheide des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Oktober 2012.
Die B.________ GmbH und die R.________ GmbH sind nicht Mitglieder des SBV. Laut Handelsregister bezwecken beide die Entwicklung, Planung, Produktion und Installation von Energie-Gewinnungsanlagen und alle damit zusammenh�ngenden T�tigkeiten. Die Gesellschaften k�nnen sich in beliebiger Form an anderen Unternehmungen beteiligen, die Fusion mit ihnen eingehen oder andere Unternehmungen selbst gr�nden, erwerben oder pachten, Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten und Grundst�cke erwerben und verwalten. Nachdem die Stiftung FAR im Oktober 2008 Abkl�rungen vor Ort getroffen hatte, teilte sie den Gesellschaften im August 2010 mit, sie seien seit dem 1. Januar 2007 dem GAV FAR unterstellt und h�tten die entsprechenden Beitr�ge zu bezahlen; die Gesellschaften vertraten den gegenteiligen Standpunkt und verweigerten die Beitragszahlung.
Die Stiftung FAR beantragte mit Klage vom 6. Juni 2011, die B.________ GmbH habe f�r den Zeitraum vom 1. Januar 2007 bis 31. Dezember 2010 Beitr�ge von Fr. 151'419.25 nebst Zins zu 5 % (f�r Fr. 35'015.30 ab 1. Januar 2008, f�r Fr. 38'841.05 ab 1. Januar 2009, f�r Fr. 44'798.85 ab 1. Januar 2010 und f�r Fr. 32'764.05 ab 1. Januar 2011) zu bezahlen, und mit jener vom 8. Juni 2011, die R.________ GmbH habe f�r den gleichen Zeitraum Beitr�ge von Fr. 162'348.70 nebst Zins zu 5 % (f�r Fr. 33'198.50 ab 1. Januar 2008, f�r Fr. 45'421.60 ab 1. Januar 2009, f�r Fr. 45'754.70 ab 1. Januar 2010 und f�r Fr. 37'973.90 ab 1. Januar 2011) zu bezahlen. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen wies die Klagen mit Entscheiden vom 18. Oktober 2012 ab.
Die Stiftung FAR l�sst mit Beschwerden in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten die vorinstanzlich gestellten Rechtsbegehren erneuern.
Die B.________GmbH und die R.________ GmbH lassen auf Abweisung der jeweiligen Beschwerde schliessen. Das kantonale Gericht und das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichten auf Vernehmlassungen.
Da beiden Beschwerden im Wesentlichen derselbe Sachverhalt zu Grunde liegt, es um gleichartige Anspr�che geht und die vorinstanzlichen Entscheide (abgesehen von der jeweiligen Kl�gerin bzw. Beschwerdef�hrerin, deren im Handelsregister eingetragene Organe indessen identisch sind) kongruent sind, rechtfertigt es sich, die zwei Verfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (BGE 128 V 124 E. 1 S. 126 mit Hinweisen; PHILIPP GELZER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl., 2011, N. 10 zu Art. 71 BGG).
2.1.�Bei der Stiftung FAR handelt es sich um eine nicht registrierte (vgl. Art. 48 BVG), ausschliesslich in der freiwilligen beruflichen Vorsorge t�tige Personalf�rsorgestiftung im Sinne von Art. 89a ZGB (urspr�nglich Art. 89
bis�ZGB; vgl. SZS 2008 S. 487, 9C_211/2008 E. 3.2; Urteil 9C_783/2011 vom 21. November 2011 E. 1.1). Die zweite sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts ist letztinstanzlich zust�ndig f�r den Entscheid �ber die streitige Beitragspflicht des Arbeitgebers (Art. 89a Abs. 6 Ziff. 19 ZGB; Art. 73 BVG und Art. 35 lit. e des Reglements f�r das Bundesgericht vom 20. November 2006).
2.2.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann u.a. die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Artikel 95 beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).
2.3.�Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden, weshalb es die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder abweisen kann (BGE 134 III 102 E. 1.1 S. 104; 132 II 47 E. 1.3 S. 50 mit Hinweisen).
3.1.�Die f�r den betrieblichen Geltungsbereich einschl�gige Bestimmung von Art. 2 Abs. 4 des Bundesratsbeschlusses vom 5. Juni 2003 �ber die Allgemeinverbindlicherkl�rung des GAV FAR (AVE GAV FAR; BBl 2003 4039) lautet wie folgt:
a.�������Hoch-, Tief-, Untertag- und Strassenbau (einschliesslich Belagseinbau);
b.�������Aushub, Abbruch, Deponie- und Recyclingbetriebe;
c.�������Steinhauer- und Steinbruchgewerbe sowie Pfl�stereibetriebe;
d.�������Fassadenbau- und Fassadenisolationsbetriebe, ausgenommen Betriebe,��������������die in der Geb�udeh�lle t�tig sind. Der Begriff �Geb�udeh�lle� schliesst��������������ein: geneigte D�cher, Unterd�cher, Flachd�cher und Fassadenbekleidun-��������������gen (mit dazugeh�rendem Unterbau und W�rmed�mmung);
e.�������Abdichtungs- und Isolationsbetriebe f�r Arbeiten an der Geb�udeh�lle im��������������weiteren Sinn und analoge Arbeiten im Tief- und Untertagbereich;
f.�������Betoninjektions- und Betonsanierungsbetriebe;
g.�������Betriebe, die Asphaltierungen ausf�hren und Unterlagsb�den erstellen;
h.�������Betriebe, die gesamtbetrieblich mehrheitlich Geleisebau- und Bahnunter-��������������haltsarbeiten ausf�hren, ausgenommen Betriebe, die Schienenschweiss-��������������und Schienenschleifarbeiten, maschinellen Geleiseunterhalt sowie Fahr-��������������leitungs- und Stromkreislaufarbeiten ausf�hren."
Massgebliches Kriterium f�r den betrieblichen Geltungsbereich ist somit die Branche, der ein Betrieb zuzuordnen ist. Daf�r ausschlaggebend sind die T�tigkeiten, die ihm das Gepr�ge geben, nicht hingegen der Handelsregistereintrag oder die Art und Weise, wie die T�tigkeiten ausgef�hrt resp. welche Hilfsmittel dabei eingesetzt werden (BGE 134 III 11 E. 2.1 S. 13 mit weiteren Hinweisen; Urteil 9C_374/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.6.1).
3.2.�F�r die Auslegung von Bestimmungen �ber die Allgemeinverbindlicherkl�rung von Gesamtarbeitsvertr�gen gelten die allgemeinen Grunds�tze der Gesetzesauslegung (BGE 127 III 318 E. 2a S. 322; Urteil des Bundesgerichts 4C.93/1997 vom 8. Oktober 1997 E. 3a, in: Jahrbuch des Schweizerischen Arbeitsrechts [JAR] 1998 S. 282 ff.; je mit Hinweisen). Es besteht weder ein Grund f�r eine besonders restriktive noch f�r eine besonders weite Auslegung. Besondere Bedeutung kommt jedoch dem Bed�rfnis nach Rechtssicherheit zu. Wenn der Gesamtarbeitsvertrag seine Schutzfunktion erf�llen soll, muss es f�r die Parteien leicht erkennbar sein, ob sie ihm unterstehen oder nicht. Durch die Allgemeinverbindlicherkl�rung sollen die Arbeitsbedingungen der bei Aussenseitern angestellten Arbeitnehmer gesichert, die Sozial- und Arbeitsbedingungen als Faktor des Konkurrenzkampfes ausgeschlossen und dem Gesamtarbeitsvertrag zu gr�sserer Durchsetzungskraft verholfen werden (Urteile 9C_374/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.3 und 4C.45/2002 vom 11. Juli 2002 E. 2.1.2).
3.3.�Tatfrage ist, welche T�tigkeiten in einem Betrieb oder selbstst�ndigen Betriebsteil in welchem Ausmass vorkommen. Hingegen ist frei �berpr�fbare Rechtsfrage (E. 2.2), welche der festgestellten T�tigkeiten dem Betrieb das Gepr�ge geben (SVR 2012 BVG Nr. 23 S. 92, 9C_378/2011 E. 7.3.1; Urteil 4A_377/2009 vom 25. November 2009 E. 3.1 Abs. 1 in fine) resp. nach welchen Gesichtspunkten die Zuordnung zu einem bestimmten Wirtschaftszweig erfolgt (vgl. Urteil 9C_433/2012 vom 13. Februar 2013 E. 4.2 mit Hinweisen).
4.1.�Es steht fest, dass beide Beschwerdegegnerinnen nicht mehrere selbstst�ndige Betriebsteile, sondern jeweils nur einen Betrieb f�hren, und dass die Betriebe in Bezug auf Organisation und T�tigkeiten identisch strukturiert sind. Streitig und zu pr�fen ist, welcher Branche sie zuzuordnen sind, wobei sich namentlich die Frage stellt, ob die T�tigkeit im Bereich der Erdw�rmesondenbohrungen ihnen das Gepr�ge gibt. Ist dies zu bejahen, ist sodann umstritten, ob solche Betriebe unter den Geltungsbereich von Art. 2 Abs. 4 AVE GAV FAR (E. 3.1) fallen.
4.2.1.�Die Vorinstanz hat festgestellt, die Beschwerdegegnerinnen verkauften nebst der Entwicklung, Planung und Produktion von Erdw�rmesonden deren Installation vor oder verkaufe sie an Dritte als Produkt. Die Erdw�rmesondenbohrung bilde dabei lediglich einen Teil der Installation. Das Schwergewicht liege bei der Installation von Heizungsanlagen f�r Neu- und Umbauten (einschliesslich Akquisition [7 % Zeitanteil], Avor [24 % Zeitanteil], Einrichten [17 % Zeitanteil], Erdw�rmesondenbohrung [18 % Zeitanteil], Installation W�rmetauscher [26 % Zeitanteil] und Abschluss [7 % Zeitanteil]). Die Bohrarbeiten einschliesslich Einrichten beanspruchten f�r sich allein mit 35 % keinen �berwiegenden Zeitanteil an den gesamten Arbeiten und der Anteil am Umsatz betrage 45 %. Sie ist daher der Auffassung, die Bohrarbeiten seien nicht geeignet, den Betrieben gesamthaft das Gepr�ge zu geben; diese konzentrierten sich in der W�rmebranche auf den Bereich der Energiegewinnungsanlagen einschliesslich der dazugeh�rigen Geb�udetechnik.
4.2.2.�In den Akten gibt es keine Hinweise daf�r, dass die Beschwerdegegnerinnen Erdw�rmesonden an sich (d.h. PE-Rohre resp. -Schl�uche) entwickeln, planen, produzieren oder verkaufen; an der entsprechenden Feststellung kann nicht festgehalten werden (E. 2.2). Ebenso fehlen Anhaltspunkte daf�r, dass die Herstellung oder der Verkauf und Einbau von W�rmepumpen zum eigentlichen T�tigkeitsbereich der Beschwerdegegnerinnen geh�ren. Vielmehr ist unbestritten und geht auch die Vorinstanz davon aus, dass die jeweiligen Betriebe im Wesentlichen Heizungsanlagen erstellen in dem Sinne, als sie (vertikale) Erdbohrungen vornehmen, Erdw�rmesonden einbringen und deren (horizontalen) Anschluss an das Geb�ude resp. die W�rmepumpe bewerkstelligen. Die Feststellungen betreffend Zeit- und Umsatzanteil der einzelnen T�tigkeiten gr�nden auf dem von den Beschwerdegegnerinnen eingereichten "Prozessablauf"; sie sind nicht offensichtlich unrichtig und beruhen auch nicht auf einer Rechtsverletzung, weshalb sie f�r das Bundesgericht verbindlich bleiben (E. 2.2).
4.2.3.�Ausgangspunkt f�r die Zuordnung eines Betriebes ist die auf dem Markt angebotene einheitliche (Arbeits-) Leistung; den dabei notwendigerweise und als integrierender Bestandteil anfallenden Hilfs- und Nebent�tigkeiten kommt keine eigenst�ndige Bedeutung zu, selbst wenn sie einen gr�sseren Arbeitsaufwand als die Grundleistung erfordern (Urteil 4A_377/2009 vom 25. November 2009 E. 5.2). Die Vorinstanz hat somit zutreffend den Bereich "Einrichtung", d.h. die Bereitstellung von Ger�t, Werkzeug und Material vor Ort, den Bohrarbeiten zugerechnet. Soweit sie indessen davon auszugehen scheint, dass eine bestimmte T�tigkeit mindestens 50 % aller anfallenden Arbeiten bzw. des Umsatzes ausmachen muss, um einem Betrieb das Gepr�ge zu geben, ist ihr nicht beizupflichten. Es geht vielmehr darum, welche Leistungen auf dem Markt angeboten werden und, bei mehreren, welche davon �berwiegt. In den Bereichen Akquisition, Arbeitsvorbereitung und Abschluss fallen weitere wesentliche Arbeitsschritte mit direktem Bezug zur eigentlichen Bohrt�tigkeit an. Selbst wenn davon auszugehen w�re, dass es sich bei den unter dem Punkt "Installation W�rmetauscher" erfassten Verrichtungen (gem�ss "Prozessablauf" u.a. Hinterf�llen der Sonde, Durchfluss- und Druckpr�fung, Montage des Verteilers bei W�rmepumpe, Anschluss der Verbindungsleitungen, Bef�llung mit W�rmetr�gerfl�ssigkeit) nicht um einen integrierenden Bestandteil der Bohrt�tigkeit, sondern um eigenst�ndig angebotene Leistungen handelte, ist der darauf entfallende Anteil an Zeitaufwand und Umsatz deutlich geringer. Ebenso liegt auf der Hand, dass die Bohrungen an sich wesentlich h�here Investitionen als die �brigen T�tigkeiten der Beschwerdegegnerinnen erfordern. Zudem ist nicht ersichtlich und wurde resp. wird nicht geltend gemacht, dass die Beschwerdegegnerinnen Auftr�ge ausf�hren, die nicht mit Bohrarbeiten verbunden sind. Laut dem vom Versicherungsgericht des Kantons Solothurn eingeholten Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/aa S. 352 f.) des F.________, Dipl. Ing. ETH, vom 28. November 2011 muss denn auch das Einbringen der Erdw�rmesonden, deren Pr�fung auf Funktionst�chtigkeit und das Verf�llen des Bohrlochs in der Regel unmittelbar nach der Bohrung erfolgen. Somit stellen die Erdbohrungen f�r Erdw�rmesonden und nicht die "Installation W�rmetauscher" resp. deren Anschluss an die W�rmepumpe die pr�genden T�tigkeiten in den Betrieben der Beschwerdegegnerinnen dar.
Diese Auffassung scheint das kantonale Gericht insofern (implizite) zu teilen, als sich andernfalls die ausf�hrlichen Erw�gungen zur Frage, ob solche Betriebe vom Geltungsbereich gem�ss Art. 2 Abs. 4 AVE GAV FAR erfasst werden, von vornherein er�brigt h�tten. Sie steht auch im Einklang mit dem Kontrollbericht vom 4. Oktober 2008. Weiter ist in Bezug auf die pr�gende T�tigkeit deren Zweck nicht von Belang. Diesem Aspekt und der Konkurrenzsituation zu Betrieben der Energie- resp. Geb�udetechnikbranche oder des Bauhauptgewerbes ist im Zusammenhang mit dem betrieblichen Geltungsbereich resp. der Auslegung von Art. 2 Abs. 4 AVE GAV FAR (E. 4.3) Rechnung zu tragen. Bietet der Betrieb - wie in den konkreten F�llen - h�chstens in untergeordnetem Ausmass weitere "branchenfremde" Leistungen an, ist es f�r die pr�gende T�tigkeit ebenfalls bedeutungslos, ob sie in einem sog. (unechten) Mischbetrieb ausge�bt wird, und folglich auch, ob diese Qualifikation klar erkennbar war.
4.3.1.�Ausschlaggebend f�r die Frage, ob Betriebe wie jene der Beschwerdegegnerinnen in den betrieblichen Geltungsbereich von Art. 2 Abs. 4 AVE GAV FAR fallen, ist die Auslegung dieser Bestimmung (E. 3.2). Die Vorinstanz hat zutreffend darauf verwiesen, dass sich daf�r weder aus der (Nicht-) Unterstellung unter den Landesmantelvertrag vom 13. Februar 1998 f�r das Bauhauptgewerbe (LMV; vgl. dazu E. 5.3.3) noch aus der generellen Einordnung einer Betriebsart durch die SUVA etwas ableiten lasse. Dies gilt auch f�r die von der SUVA f�r die Beschwerdegegnerinnen erstellten "Versicherungsausweise Berufsunfallversicherung": Sie betreffen ausschliesslich das Rechtsverh�ltnis zwischen Unfallversicherung und Arbeitgeberin, enthalten keine f�r die Auslegung sachdienlichen Ausf�hrungen und sind f�r das Gericht ohnehin nicht bindend.
4.3.2.�Die Begriffe "Erdbohrung" oder "Erdw�rmesondenbohrung" werden im Wortlaut von Art. 2 Abs. 4 AVE GAV FAR nicht erw�hnt. Der vorinstanzlichen Auffassung, wonach sich deshalb eine Unterstellung von Betrieben, deren pr�gende T�tigkeiten Erdw�rmesondenbohrungen sind, nicht begr�nden lasse, ist indessen nicht beizupflichten. Anders als das Plattenlegergewerbe, das typischerweise dem Ausbau und damit dem Baunebengewerbe zuzurechnen ist und von vornherein keinem der in Art. 2 Abs. 4 AVE GAV FAR genannten Bereiche zugeordnet werden kann (SZS 2010 S. 453, 9C_1033/2009 E. 2.5 und 2.9), sind die hier fraglichen Betriebe vom Wortlaut erfasst, wenn sie in den Bereich "Tiefbau" (Art. 2 Abs. 4 lit. a AVE GAV FAR) fallen.
F�r die Frage nach dem Gehalt des Ausdrucks "Tiefbau" ist nicht auf kantonales Vergaberecht abzustellen; als bundesrechtliche Bestimmung ist Art. 2 Abs. 4 lit. a AVE GAV FAR nach gesamtschweizerischem Verst�ndnis auszulegen (vgl. SZS 2010 S. 453, 9C_1033/2009 E. 2.7). Weiter ist nicht von Belang, dass die Arbeit auch "nach Fertigstellung der Baute", d.h. des an die Erdw�rmesonden anzuschliessenden Geb�udes, ausgef�hrt werden kann. Mit dieser Argumentation w�ren auch etwa nachtr�gliche Grabungsarbeiten zwecks Neuverlegung von Wasser- oder Stromleitungen nicht dem Tiefbau zuzurechnen, was nicht der Fall ist. Zudem l�sst sich das (verf�llte) Bohrloch selber als "Baute" mit "tragender Struktur" auffassen, geht es doch darum, W�rmesonden stabil und sicher im tiefen Erdreich zu installieren (vgl. etwa Norm 384/6, Erdw�rmesonden, des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins [SIA] S. 23 Ziff. 4.3).
Dass Erdbohrungen im Allgemeinen - von den nat�rlichen Gegebenheiten her ganz offensichtlich - dem Tiefbau zuzurechnen sind, stellen auch die Beschwerdegegnerinnen nicht in Abrede. Inwiefern sich die Bohrt�tigkeit f�r Erdw�rmesonden in grunds�tzlicher Hinsicht von anderen Bohrungen mit vergleichbarem Durchmesser (etwa f�r Sondierungen oder f�r sog. Mikropf�hle) unterscheiden soll, ist nicht nachvollziehbar und wird auch von den Beschwerdegegnerinnen nicht einleuchtend dargelegt. In Bezug auf den Arbeitsvorgang selber ist denn auch der Bohrungszweck nicht von Belang. So werden etwa das Imlochhammer- und das Rotationssp�l- Bohrverfahren (vgl. SIA-Norm 384/6, Erdw�rmesonden, S. 65 f.) nicht nur f�r Erdw�rmesonden-, sondern auch f�r Brunnenbohrungen angewendet (http://de.wikipedia.org/wiki/Bohrbrunnen, besucht am 25. M�rz 2013). Soweit Bohrungen der hier interessierenden Art als Arbeiten des "Spezialtiefbaus" zu bezeichnen sind, ergibt sich aus dem allgemeinen Sprachgebrauch, dass dieser eine Unterkategorie des "Tiefbaus" darstellt und somit vom Oberbegriff ohne Weiteres umfasst wird.
4.3.3.1.�In systematischer Hinsicht sind nebst der Konkurrenzsituation (E. 4.3.3.2) branchenspezifische Regelungen von Bedeutung. F�r die Frage des betrieblichen Geltungsbereichs ergibt sich aus dem Gehalt von Art. 2 Abs. 4 AVE GAV FAR keine Diskrepanz zu Art. 2 Abs. 1 lit. a GAV FAR (vgl. Urteil 9C_374/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.7.2.1).
Aus der SIA-Norm 384/6, Erdw�rmesonden, geht nicht hervor, ob Betriebe wie jene der Beschwerdegegnerinnen dem Tiefbau zuzurechnen sind. Dass die normativen Verweisungen (SIA-Norm 384/6, Erdw�rmesonden, S. 5) nach vorinstanzlicher Auffassung im Wesentlichen die Geb�udetechnik betreffen sollen, ist nicht ausschlaggebend; immerhin finden sich im Anhang zur Norm bedeutsame normative Regelungen, die den Bohrvorgang an sich betreffen (SIA-Norm 384/6, Erdw�rmesonden, S. 29 f. und 63 f.). Nach verbindlicher (E. 2.2) vorinstanzlicher Feststellung ist die SIA-Norm 384/6, Erdw�rme, innerhalb der SIA-Normenwerke thematisch im Bereich Heizung, L�ftung und Klimaanlagen angesiedelt. Daraus l�sst sich indessen nichts ableiten: Ausgangspunkt f�r die Branchenzuordnung ist, wie dargelegt (E. 4.2.3), die pr�gende T�tigkeit des Betriebs. Dass gerade dieses Kriterium ausschlaggebend war f�r die systematische Einordnung der Norm, ist nicht ersichtlich; vielmehr scheint der Bohrungszweck, d.h. die Heizung resp. K�hlung des angeschlossenen Geb�udes daf�r entscheidend gewesen zu sein. Gleiches gilt in Bezug auf den Normpositionen-Katalog (NPK) der Schweizerischen Zentralstelle f�r Baurationalisierung, dabei insbesondere auf die - neu eingereichte (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG) - NPK-Position 720.000, Erdw�rmesonden-Anlagen.
Im �brigen erstreckt sich der Geltungsbereich des GAV vom 31. M�rz 2009 in der Schweizerischen Geb�udetechnikbranche resp. seiner mit Bundesratsbeschluss vom 20. Oktober 2009 (BBl 2009 7995) allgemeinverbindlich erkl�rten Bestimmungen nur auf Arbeitgeber und -nehmer, welche innerhalb und an der Geb�udeh�lle t�tig sind (Art. 2 Abs. 2 des genannten Beschlusses). Das trifft auf die hier interessierenden Betriebe nicht resp. h�chstens in unwesentlichem Ausmass zu, was klar gegen deren Zuordnung zur Geb�udetechnikbranche spricht.
4.3.3.2.�Gem�ss Art. 1 Abs. 1 AVEG kann der Geltungsbereich eines zwischen Verb�nden abgeschlossenen Gesamtarbeitsvertrags auf Antrag aller Vertragsparteien durch Anordnung der zust�ndigen Beh�rde auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer des betreffenden Wirtschaftszweiges ausgedehnt werden, die am Vertrag nicht beteiligt sind. In verfassungskonformer Auslegung dieser Bestimmung ist darauf zu achten, dass direkte Konkurrenten in ihrer Wirtschaftsfreiheit gleichm�ssig eingeschr�nkt werden und im wirtschaftlichen Wettbewerb gleich lange Spiesse erhalten (vgl. Art. 28 und Art. 94 Abs. 4 BV). Zum selben Wirtschaftszweig sind Betriebe zu z�hlen, die zueinander insofern in einem direkten Konkurrenzverh�ltnis stehen, als sie Erzeugnisse oder Dienstleistungen gleicher Art anbieten (BGE 134 III 11 E. 2.2 S. 13 f. mit Hinweisen).
Zwar l�sst sich nicht von der Hand weisen, dass mit Blick auf den Bohrungszweck eine Konkurrenzsituation zu Herstellern anderer Geb�udeheiz- oder -k�hlsysteme besteht, die mangels T�tigkeit im Bauhauptgewerbe f�r ihre Arbeitnehmer keine zus�tzlichen Vorsorgebeitr�ge zu tragen haben. Der vorinstanzlichen, auf die allgemeine Lebenserfahrung gest�tzten Auffassung, wonach sich die T�tigkeit von Betrieben wie jenen der Beschwerdegegnerinnen vom Ablauf her grunds�tzlich nicht von derjenigen anderer Heizungsanlagenhersteller unterscheide, ist indessen - in Beantwortung einer Rechtsfrage (E. 3.3 in fine) - nicht beizupflichten. So haben diese namentlich keine Bohrungen vorzunehmen. Zudem sind die Erdw�rmesonden, resp. ist die darin zirkulierende Fl�ssigkeit, als Energietr�ger mit dem zu klimatisierenden Geb�ude verbunden, w�hrend bei anderen, konkurrierenden Systemen die Energie in der Regel in Form von Holz, Erd�l oder Elektrizit�t andernorts produziert und anschliessend dem System zugef�hrt wird. Insofern stehen die hier interessierenden Betriebe auch in Konkurrenz zu solchen aus dem Bereich Produktion von und Handel mit Energietr�gern, was aber nicht eine Zuordnung zu diesem Wirtschaftszweig nach sich zieht. Art und Kosten der Herstellung, des Betriebs, des Unterhalts und des Wirkungsgrades der verschiedenen gebr�uchlichen Heiz- oder K�hlsysteme differieren erheblich, ebenso die Umweltbelastung. In Bezug auf die Konkurrenz zu Herstellern anderer Systeme resp. zu Betrieben der Geb�udetechnikbranche kommt daher einer GAV FAR-Unterstellung keine vordringliche Bedeutung zu.
Hinsichtlich der Konkurrenz zu Betrieben des Tiefbaus, die "klassische" Bohrt�tigkeiten ausf�hren und somit vom Geltungsbereich gem�ss Art. 2 Abs. 4 lit. a AVE GAV FAR erfasst werden, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht nachvollziehbar dargelegt, dass manche davon nicht auch Erdw�rmesondenbohrungen vornehmen (vgl. etwa http://www.mengis.ch; http://www.kibag.ch/index.php?id=30&L=0&tx_kibagtabs_pi1[uid]=43; besucht am 27. M�rz 2013). Insofern kann nicht von konkurrenzloser Spezialt�tigkeit (vgl. BGE 134 III 11 E. 2.3 S. 14), die ohnehin nicht von vornherein zum Ausschluss einer Unterstellung f�hrt (BGE 134 III 11 E. 2.4 S. 15), gesprochen werden. F�r die eigentliche Bohrt�tigkeit sind denn auch in weiten Teilen vergleichbare bautechnische Kenntnisse und Ausr�stungen erforderlich (vgl. SIA-Norm 384/6, Erdw�rme, S. 63 f.). Zudem werden alle Betriebe, deren pr�gende T�tigkeit jener der Beschwerdegegnerinnen entspricht, im Sinne von Art. 2 Abs. 4 lit. a AVE GAV FAR der Tiefbaubranche zugerechnet. Somit spricht auch das systematische Element mit Blick auf den betrieblichen Geltungsbereich eher f�r deren Unterstellung unter die allgemeinverbindlich erkl�rten Bestimmungen des GAV FAR.
4.3.4.�Was die k�rperliche Belastung bei der Aus�bung der pr�genden T�tigkeit anbelangt, so ist dieser grunds�tzlich nicht im Rahmen des betrieblichen, sondern des pers�nlichen Geltungsbereichs (vgl. E. 5.3) Rechnung zu tragen (E. 3.1; Urteil 9C_374/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.6.1).
Schliesslich kommt dem Erfordernis der leichten Erkennbarkeit einer GAV-Unterstellung (E. 3.2) keine eigenst�ndige Bedeutung zu; vielmehr ist sie im Zusammenhang mit den klassischen Elementen der Gesetzesauslegung zu ber�cksichtigen. Jedenfalls kann aus dem blossen Umstand, dass �ber die einen Betrieb pr�gende T�tigkeit und �ber die Frage, ob eine bestimmte Betriebskategorie in den Geltungsbereich gem�ss Art. 2 Abs. 4 AVE GAV FAR f�llt, unterschiedliche Auffassungen vertreten werden k�nnen, nicht auf eine fehlende Unterstellung geschlossen werden. Dies gilt auch unter dem Aspekt der Rechtssicherheit: Einerseits liegen Abgrenzungsfragen in der Natur der Sache und anderseits h�tte es ansonsten ein Arbeitgeber in der Hand, sich der Beitragspflicht allein mit deren entsprechend begr�ndeten Bestreitung zu entziehen, was nicht Sinn und Zweck einer Allgemeinverbindlicherkl�rung gesamtarbeitsvertraglicher Bestimmungen (vgl. etwa Art. 110 BV; Art. 1 AVEG) sein kann. Im �brigen war in concreto zumindest die M�glichkeit einer GAV-Unterstellung leicht erkennbar.
4.3.5.�Nach dem Gesagten sind Betriebe wie jene der Beschwerdegegnerinnen (vgl. E. 4.2.2) dem Bereich Tiefbau im Sinn von Art. 2 Abs. 4 lit. a AVE GAV FAR zuzurechnen und somit vom (betrieblichen) Geltungsbereich der allgemeinverbindlich erkl�rten Bestimmungen des GAV FAR erfasst.
5.1.�Zu den weiteren Anspruchsvoraussetzungen und zur H�he der Forderungen hat sich die Vorinstanz nicht ge�ussert. Diese Punkte wurden indessen in den Klagen ausf�hrlich dargelegt, und die Beschwerdegegnerinnen haben weder im vorinstanzlichen noch im bundesgerichtlichen Verfahren etwas dagegen vorgebracht. Die Aktenlage erlaubt eine abschliessende Beurteilung (E. 2.2).
5.2.�Anhaltspunkte daf�r, dass die Beschwerdegegnerinnen nicht vom �rtlichen Geltungsbereich gem�ss Art. 2 Abs. 1 und 2 AVE GAV FAR erfasst sein sollen, sind nicht ersichtlich.
5.3.1.�Die allgemeinverbindlich erkl�rten Bestimmungen des GAV FAR gelten insbesondere f�r Spezialisten wie Maschinisten, Chauffeure, Magaziner und Isoleure sowie die Hilfskr�fte, sofern sie auch dem Geltungsbereich des Landesmantelvertrags vom 13. Februar 1998 f�r das Bauhauptgewerbe (LMV) unterstehen (Art. 2 Abs. 5 lit. e AVE GAV FAR; Urteil 9C_374/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.7.2.1) sowie f�r weitere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sofern sie Hilfst�tigkeiten in einem dem Geltungsbereich unterstellten Betrieb ausf�hren (Art. 2 Abs. 5 lit. f AVE GAV FAR). Ausgenommen ist das leitende Personal, das technische und kaufm�nnische Personal sowie das Kantinen- und Reinigungspersonal eines unterstellten Betriebes (Art. 2 Abs. 5 AVE GAV FAR). Eine Tatbestandsvoraussetzung f�r eine Unterstellung in dem Sinn, dass die Verrichtung k�rperlich schwerer Arbeit erforderlich w�re, besteht indessen nicht (Urteil 9C_374/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.7.2.2).
5.3.2.�Die Beschwerdegegnerinnen reichten der Beschwerdef�hrerin die Lohnbescheinigungen der Jahre 2007 bis 2010 ein. Aus den ebenfalls von den Beschwerdegegnerinnen erstellten Personallisten geht hervor, dass die in den Lohnbescheinigungen ber�cksichtigten Arbeitnehmer nicht unter die Ausnahmen gem�ss Art. 2 Abs. 5 AVE GAV FAR fallen. Soweit geltend gemacht wird, die "Anbindung" geschehe durch einen "eigenen Heizungs-/Sanit�rinstallateur" - was indessen aus den Personallisten nicht ersichtlich ist -, sind solche Mitarbeiter gem�ss Art. 2 Abs. 5 lit. f AVE GAV FAR vom pers�nlichen Geltungsbereich erfasst.
5.3.3.1.�Die Beschwerdegegnerinnen machen geltend, bisher sei die LMV-Unterstellung unklar. Was Spezialisten und Hilfskr�fte wie Bohrmeister und -gehilfen anbelangt, so ist ausschlaggebend, ob die betroffenen Arbeitnehmer bei rechtlich korrekter Betrachtung in betrieblicher und pers�nlicher Hinsicht vom LMV resp. von der entsprechenden Allgemeinverbindlicherkl�rung (Bundesratsbeschluss vom 10. November 1998; AVE LMV [BBl 2007 6069]; Urteil 4A_377/2009 vom 25. November 2009 E.3.2) erfasst werden, was vom Bundesgericht frei zu pr�fen ist (Art. 106 Abs. 1 BGG; Urteil 9C_374/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.7.3).
5.3.3.2.�Der betriebliche Geltungsbereich erstreckt sich laut Art. 2 Abs. 3 AVE LMV resp. gem�ss Art. 2 Abs. 1 lit. a LMV u.a. namentlich auf Betriebe des Tiefbaus. Aus dem vorstehend unter E. 4.3 Gesagten ergibt sich ohne Weiteres, dass die Beschwerdegegnerinnen vom betrieblichen Anwendungsbereich des LMV erfasst werden.
Was den pers�nlichen Geltungsbereich betrifft, so werden Spezialisten und Hilfskr�fte wie die in den konkreten F�llen betroffenen Bohrmeister und -gehilfen davon grunds�tzlich erfasst, ausser wenn sie einem anderen - f�r ihre Berufsgruppe spezifischeren - GAV unterstehen (Art. 2 Abs. 4 AVE LMV; Urteil 9C_374/2012 vom 7. Dezember 2012 E. 2.7.4.2). Dies wurde und wird nicht geltend gemacht, und Anhaltspunkte daf�r sind nicht ersichtlich. Insbesondere f�llt eine Unterstellung unter den GAV vom 31. M�rz 2009 in der Schweizerischen Geb�udetechnikbranche ausser Betracht (E. 4.3.3.1). F�r diese Personengruppe ist somit die Geltung der allgemeinverbindlich erkl�rten Bestimmungen des LMV und folglich auch des GAV FAR zu bejahen.
5.4.�Anhaltspunkte daf�r, dass allf�llige weitere Voraussetzungen f�r die Geltung der allgemeinverbindlich erkl�rten Bestimmungen des GAV FAR (Art. 1 AVE GAV FAR) nicht erf�llt sein k�nnten, sind nicht ersichtlich. Die Beschwerdegegnerinnen haben demnach f�r die mit den Lohnbescheinigungen (E. 5.3.2) gemeldeten Angestellten der Stiftung FAR Beitr�ge gem�ss Art. 8 und 9 GAV FAR zu entrichten.
5.5.1.�Der Beitrag der Arbeitnehmer betrug bis 31. Dezember 2007 1 % und betr�gt seither 1,3 % des massgeblichen Lohnes (Art. 8 Abs. 1 GAV FAR [in der bis 31. Dezember 2007 resp. ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung]). Der Beitrag des Arbeitgebers betr�gt 4 % des massgeblichen Lohnes (Art. 8 Abs. 2 GAV FAR). Als massgeblicher Lohn gilt der AHV-pflichtige Lohn bis zum UVG-Maximum (Art. 8 Abs. 4 GAV FAR). Der Arbeitgeber schuldet der Stiftung FAR die gesamten Beitr�ge von Arbeitgeber und Arbeitnehmer (Art. 9 Abs. 1 GAV FAR).
5.5.2.�Die von der Stiftung FAR geforderten Beitr�ge entsprechen 5 resp. 5,3 % der von den Beschwerdegegnerinnen gemeldeten massgeblichen L�hne der Jahre 2007 bis 2010. Deren H�he wurde und wird denn auch nicht beanstandet.
5.6.1.�Der Arbeitgeber hat viertelj�hrlich Akontozahlungen abzuliefern, f�llig 30 Tage nach der Rechnungsstellung, sp�testens jedoch per Quartalsende (Art. 9 Abs. 2 GAV FAR). Die Stiftung stellt einen Verzugszins von 5 % ab F�lligkeit in Rechnung (Art. 9 Abs. 3 GAV FAR).
5.6.2.�Dass im Wortlaut von Art. 9 Abs. 2 GAV FAR von der F�lligkeit von "Akontozahlungen" gesprochen wird, ist ohne Belang, zumal sich eine Akontoforderung und die definitive Beitragsforderung aus den gleichen Bestimmungen ergeben. Die Stiftung FAR verlangt jeweils eine Verzinsung der gesamten Jahresbeitr�ge ab Beginn des Folgejahres, was nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerden sind auch in diesem Punkt begr�ndet.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend haben die Beschwerdegegnerinnen die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG). Die obsiegende Beschwerdef�hrerin hat keinen Anspruch auf Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Die Verfahren 9C_975/2012 und 9C_976/2012 werden vereinigt.
Die Beschwerden werden gutgeheissen und die Entscheide des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Oktober 2012 aufgehoben. Die Klagen der Beschwerdef�hrerin vom 6. und 8. Juni 2011 werden gutgeheissen. Die B.________GmbH hat der Stiftung FAR Fr. 151'419.25 nebst Zins zu 5 % (f�r Fr. 35'015.30 ab 1. Januar 2008, f�r Fr. 38'841.05 ab 1. Januar 2009, f�r Fr. 44'798.85 ab 1. Januar 2010 und f�r Fr. 32'764.05 ab 1. Januar 2011) zu bezahlen. Die R.________ GmbH hat der Stiftung FAR Fr. 162'348.70 nebst Zins zu 5 % (f�r Fr. 33'198.50 ab 1. Januar 2008, f�r Fr. 45'421.60 ab 1. Januar 2009, f�r Fr. 45'754.70 ab 1. Januar 2010 und f�r Fr. 37'973.90 ab 1. Januar 2011) zu bezahlen.
Die Gerichtskosten von insgesamt Fr. 12'000.- werden den Beschwerdegegnerinnen je zur H�lfte auferlegt.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Parteientsch�digungen f�r die vorangegangenen Verfahren an das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen zur�ckgewiesen.