Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20StR%20160/14
Timestamp: 2019-04-21 01:13:04
Document Index: 376704743

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 22', '§ 23', '§ 211', '§ 261', 'BGH', 'BGH', '§ 211', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 24.09.2014 - 2 StR 160/14 - dejure.org
BGH, 24.09.2014 - 2 StR 160/14
Heimtückemord (Voraussetzungen: bewusstes Ausnutzen der Arg- und Wehrlosigkeit)
§ 22 StGB, § 23 StGB, § 211 StGB, § 261 StPO
Heimtückischer Mord: Bewusstes Ausnutzen von Arg- und Wehrlosigkeit eines ahnungslosen Opfers bei einem überraschendem Messerangriff
Heimtückische Tatbegehung durch Ausnutzen der Arg- und Wehrlosigkeit des Tatopfers
LG Fulda, 19.12.2013 - 12 Js 11801/13
NStZ 2015, 214
NStZ-RR 2015, 12
Für ein Ausnutzungsbewusstsein genügt es, wenn der Täter die Heimtücke begründenden Umstände nicht nur in einer äußerlichen Weise wahrgenommen, sondern in dem Sinne in ihrer Bedeutung für die Tatbegehung erfasst hat, dass ihm bewusst geworden ist, einen durch seine Arglosigkeit gegenüber dem Angriff schutzlosen Menschen zu überraschen (st. Rspr., vgl. BGH, Urteile vom 11. Dezember 2012 - 5 StR 438/12, NStZ 2013, 232, 233; vom 24. September 2014 - 2 StR 160/14, NStZ 2015, 214 f.).
Wesentlich ist, dass der Täter sein keinen Angriff erwartendes, mithin argloses Opfer überrascht und dadurch daran hindert, dem Anschlag auf sein Leben zu begegnen oder ihn wenigstens zu erschweren, wobei für die Beurteilung die Lage der Beginn des ersten mit Tötungsvorsatz geführten Angriffs maßgebend ist (Senat, Beschluss vom 24. September 2014 - 2 StR 160/14, NStZ 2015, 214, 215).
In subjektiver Hinsicht setzt der Tatbestand des Heimtückemordes nicht nur voraus, dass der Täter die Arg- und Wehrlosigkeit des Tatopfers erkennt; erforderlich ist außerdem, dass er die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst zur Tatbegehung ausnutzt (Senat, Urteil vom 24. September 2014 - 2 StR 160/14, NStZ 2015, 214, 215;… MüKo/Schneider 2. Aufl. 2012 Rn. 180).
BGH, 16.08.2018 - 1 StR 370/18
Heimtückemord (Ausnutzungsbewusstsein: Entnahme aus dem objektiven Geschehensbild …
In subjektiver Hinsicht setzt der Tatbestand des Heimtückemordes (§ 211 Abs. 2 StGB) nicht nur voraus, dass der Täter die Arg- und Wehrlosigkeit des Tatopfers erkennt; erforderlich ist außerdem, dass er die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst zur Tatbegehung ausnutzt (BGH, Urteil vom 24. September 2014 - 2 StR 160/14, NStZ 2015, 214, 215 …und Beschluss vom 16. Mai 2018 - 1 StR 123/18 Rn. 6).
BGH, 16.05.2018 - 1 StR 123/18
Heimtückemord (Ausnutzungsbewusstsein: Voraussetzungen, Feststellung aufgrund …
In subjektiver Hinsicht setzt der Tatbestand des Heimtückemordes nicht nur voraus, dass der Täter die Arg- und Wehrlosigkeit des Tatopfers erkennt; erforderlich ist außerdem, dass er die Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers bewusst zur Tatbegehung ausnutzt (BGH, Urteil vom 24. September 2014 - 2 StR 160/14, NStZ 2015, 214, 215).