Source: http://www.jurablogs.com/2012/11/27/olg-hamburg-hinweis-anzeige-genuegt-immer-werbung-ausreichend-kennzeichnen
Timestamp: 2017-03-28 04:31:29
Document Index: 130669606

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 3', '§ 3', '§ 3', 'OGH', 'BGH']

OLG Hamburg: Der Hinweis “Anzeige” genügt nicht immer, um Werbung ausreichend zu kennzeichnen
BlogsDr. Damm & Partner RechtsanwälteNovember 2012OLG Hamburg: Der Hinweis “Anzeige” genügt nicht immer, um Werbung ausreichend zu kennzeichnenOLG Hamburg, Beschluss vom 19.06.2012, Az. 5 W 58/12 § 8 Abs. 1, Abs. 3 Nr. 3 UWG, § 3 Abs. 3 UWGDas OLG Hamburg hat entschieden, dass der Hinweis “Anzeige” rechts oben auf einer als Zeitschriftencover getarnten ganzseitigen Werbung nicht zwangsläufig ausreicht, um den werbenden Charakter der Seite ausreichend erkennbar werden zu lassen. Es komme bei der Beurteilung, ob redaktionelle Beiträge und Werbung voneinander unterscheidbar seien, auf eine Würdigung der Gesamtumstände an. Vorliegend sei die Kennzeichnung für den Leser nicht eindeutig erkennbar oder dem Text zuzuordnen gewesen. Zitat:“b. Bei der angegriffenen Anzeige handelt es sich um eine unlautere geschäftliche Handlung in Form einer als Zeitschriftencover getarnten Werbung.Unstreitig ist der gesamte zusätzliche Umschlag (und damit auch die hier streitgegenständliche Vorderseite) der Zeitschrift „…” der Ausgabe 12/2012 eine von der Fa. N. bezahlte Anzeige. Nach § 3 III UWG in Verbindung mit Anh. Ziff.11 ist eine geschäftliche Handlung gegenüber Verbrauchern stets unzulässig, wenn redaktionelle Inhalte in Medien zu Zwecken der Verkaufsförderung eingesetzt werden, der Unternehmer diese Verkaufsförderung finanziert hat und dies weder aus dem Inhalt noch aus klar erkennbaren Bildern oder Tönen eindeutig hervorgeht. Ein Beitrag hat einen redaktionellen Inhalt, wenn er seiner Gestaltung nach als objektive neutrale Berichterstattung durch das Medienunternehmen selbst erscheint (vgl. Köhler /Bornkamm, UWG, 30. Aufl., Anh. zu § 3 III Rz. 11.2). Bewertungsmaßstab hierfür ist die Auffassung eines durchschnittlich informierten, situationsadäquat aufmerksamen und verständigen Verbrauchers (vgl. Urt. v. 4.8.2010, Az. 5 U 151/09). Die erforderlichen Feststellungen kann der Senat insoweit selbst treffen, da seine Mitglieder zu den von der Zeitschrift „…” angesprochenen Verkehrskreisen gehören ...Zum vollständigen Artikel45 LeserLampmann, Haberkamm & Rosenbaum:Schleichwerbung: Informierst Du noch oder wirbst Du schon?105 LeserOBLADEN GAESSLER Rechtsanwälte:Es kommt auf die Trennung an: Zur redaktionell (getarnten) Werbung60 Lesere-comm:"Einfach JA sagen" - zur Schleichwerbung? Zum OGH-Urteil über Gefälligkeitsartikel in e...142 LeserLampmann, Haberkamm & Rosenbaum:LG München I: Hinweis “Sponsored by” reicht zur Kennzeichnung redaktioneller Werbung ni...94 LeserDas Blog für IT-Recht:SEO, Linkbuilding & Recht – Was ist erlaubt und was nicht?64 LeserKathrin gibt dir Recht:OLG Jena zur Abgrenzung von redaktionellem Beitrag und Werbung283 LeserRechtsanwaltskanzlei Schwenke:Schleichwerbung – Rechtsbelehrung Folge 24 (Jura-Podcast & große FAQ)123 LeserKanzlei Plutte:Schleichwerbung: „Sponsored“ Hinweis reicht nicht aus10 verwandte ArtikelBGH: Zur Trennung von Werbung und redaktionellen Inhalten in Zeitschriften - Keine Irreführung, wenn der Werbecharakter deutlich erkennbar
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