Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20110621_OGH0002_0040OB00078_11S0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-01-21 02:22:43
Document Index: 82747601

Matched Legal Cases: ['OGH', '§1400', '§1431', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§371', '§1041', '§ 371', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 482', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 4Ob78/11s - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 1Ob702/81 4Ob570/80 7Ob...
RS0032940
1Ob702/81; 4Ob570/80; 7Ob796/81; 4Ob612/87; 6Ob204/02x; 2Ob107/08m; 9Ob3/08v; 4Ob78/11s; 1Ob17/15d
ABGB §1400 A
ABGB §1431 I
Kein Kondiktionsanspruch steht dem nur scheinbar Angewiesenen gegen den gutgläubigen Anweisungsempfänger zu, wenn der Anweisende dem Empfänger gegenüber in zurechenbarer Weise den Anschein erweckt und nicht rechtzeitig zerstört hat, er habe eine im Augenblick der Zahlung noch gültige Anweisung erteilt und der Anweisungsempfänger hierauf vertraut; zB bei Übergabe eines Schecks, der dann nur gegenüber dem bezogenen Kreditinstitut widerrufen wird, ohne dass der Scheckinhaber hievon verständigt wird (Ergänzung zu JBl 1981,324).
1 Ob 702/81
Entscheidungstext OGH 06.11.1981 1 Ob 702/81
Veröff: SZ 54/162 = JBl 1983,41 (zustimmend Koziol)
4 Ob 570/80
Entscheidungstext OGH 15.12.1981 4 Ob 570/80
nur: Kein Kondiktionsanspruch steht dem nur scheinbar Angewiesenen gegen den gutgläubigen Anweisungsempfänger zu, wenn der Anweisende dem Empfänger gegenüber in zurechenbarer Weise den Anschein erweckt und nicht rechtzeitig zerstört hat, er habe eine im Augenblick der Zahlung noch gültige Anweisung erteilt und der Anweisungsempfänger hierauf vertraut. (T1) Veröff: SZ 54/187 = EvBl 1982/44 S 156 = JBl 1982,372
7 Ob 796/81
Entscheidungstext OGH 04.03.1982 7 Ob 796/81
4 Ob 612/87
Entscheidungstext OGH 15.12.1987 4 Ob 612/87
Vgl; nur T1; Veröff: SZ 60/272 = WBl 1988,94 = ÖBA 1988,935 (Stephan Frotz) = RdW 1988,86
6 Ob 204/02x
Entscheidungstext OGH 27.11.2003 6 Ob 204/02x
nur T1; Beisatz: Hier: Banküberweisung. (T2); Beisatz: Dies wird insbesondere dann angenommen, wenn der Überweisende den Auftrag erteilte, dann widerrief und die Bank dem Empfänger den Überweisungsträger ausgehändigt hatte. (T3); Veröff: SZ 2009/18
Auch; nur T1; Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Auf die in der Vorentscheidung 2 Ob 107/08m aufgeworfene Frage einer von einer Anscheinsvollmacht unabhängigen Rechtsschein-(Risiko-)zurechnung muss bei der hier gegebenen Fallkonstellation nicht weiter eingegangen werden. Eine von einer Anscheinsvollmacht unabhängige Risikozurechnung käme aber - wenn überhaupt - nur im Falle einer ganz erheblichen Sorglosigkeit des Inhabers des belasteten Kontos in Betracht. Eine solche erhebliche Sorglosigkeit kann aber ohne näheres Sachvorbringen dem Opfer einer „Phishing"-Aktion selbst dann nicht ohne weiteres unterstellt werden, wenn der getäuschte Kontoinhaber aufgrund der (gelungenen) betrügerischen Aktion den „Tan-Code" - wie hier festgestellt - „herausgegeben" hat. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0032940
JJR_19811106_OGH0002_0010OB00702_8100000_002
Rechtssatz für 1Ob702/81 7Ob796/81 4Ob...
RS0032947
1Ob702/81; 7Ob796/81; 4Ob612/87; 1Ob535/93; 2Ob107/08m; 9Ob3/08v; 1Ob221/08v; 4Ob78/11s; 10Ob52/18x
Nach Lehre und Rechtsprechung ist eine gültige Anweisung notwendige Grundlage einer Zahlung an den Anweisungsempfänger. Der (vermeintlich) Angewiesene kann das Geleistete zurückfordern, wenn sich herausstellt, dass die Anweisung gefälscht ist, dass sie ungültig ist oder überhaupt fehlt.
Veröff: SZ 60/272 = WBl 1988,94 = RdW 1988,86 = ÖBA 1988,935 (Stephan Frotz)
1 Ob 535/93
Entscheidungstext OGH 25.08.1993 1 Ob 535/93
Auch; Beisatz: Die Wirksamkeit der Gutschrift auf dem Konto des Überweisungsempfängers setzt einen rechtsgültigen Überweisungsauftrag voraus. Fehlt es an einem solchen Überweisungsauftrag, geht auch die Annahmeerklärung der Bank, also die Gutschrift, ins Leere und ist daher wirkungslos. Dem scheinbar Überweisenden kann die Leistung nicht zugerechnet werden. Die bereicherungsrechtliche Rückabwicklung findet daher zwischen der vermeintlich angewiesenen Bank und dem Überweisungsempfänger statt. (T1); Veröff: SZ 2009/18
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: „Phishing". (T2)
1 Ob 221/08v
Entscheidungstext OGH 30.06.2009 1 Ob 221/08v
Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Mangels gültiger Zahlungsanweisung des Scheckausstellers begründet die Gutschrift der Inkassobank auf dem Konto des Scheckeinreichers - im zweipersonalen Verhältnis - keine abstrakte Verbindlichkeit. (T3); Bem: Siehe dazu auch RS0125046. (T4)
10 Ob 52/18x
Entscheidungstext OGH 23.10.2018 10 Ob 52/18x
Vgl auch; Beisatz: Hier: Entgelt für eine Bargeldbehebung an einem Geldausgabeautomaten eines Drittanbieters. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0032947
JJR_19811106_OGH0002_0010OB00702_8100000_003
Rechtssatz für 4Ob612/87 2Ob107/08m 9O...
RS0033817
4Ob612/87; 2Ob107/08m; 9Ob3/08v; 4Ob78/11s
Nach hA hat der (vermeintlich) Angewiesene bei Fehlen einer Anweisung grundsätzlich die unmittelbare "Durchgriffskondiktion" auch gegen den redlichen Anweisungsempfänger die Einwände, der Anweisungsempfänger werde von der Unwirksamkeit eines Rechtsverhältnisses betroffen, dessen Partei er nicht sei, dessen Mangel er vielfach nicht erkennen könne und auf das er keinen Einfluss zu nehmen vermöge; der Mangel entstamme nicht seiner Sphäre, sondern der Sphäre der Partner des Deckungsverhältnisses; die Möglichkeit, den Fehler zu erkennen oder zu vermeiden, liege grundsätzlich nicht bei ihm, sondern bei den Partnern des Deckungsverhältnisses reichen nicht aus, den gutgläubigen Anweisungsempfänger, der von seiner Warte aus berechtigterweise vom Vorliegen einer gültigen Anweisung ausgehen durfte, in jedem Fall gegen die Kondiktion des vermeintlich Angewiesenen zu schützen.
Auch; Veröff: SZ 2009/18
ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0033817
JJR_19871215_OGH0002_0040OB00612_8700000_006
Rechtssatz für 4Ob569/88 3Ob523/95 7Ob...
RS0010922
4Ob569/88; 3Ob523/95; 7Ob591/95; 1Ob353/97m; 4Ob78/11s
ABGB §371 A
ABGB §1041 A2
Dem Schutzzweck der Gutglaubensvorschriften entspricht es, gegen den gutgläubigen sachenrechtlichen Erwerber des Eigentums auch den obligatorischen Verwendungsanspruch des ehemaligen Eigentümers auszuschließen; daß gilt auch für den Gutglaubenserwerb von Geld nach § 371 ABGB.
4 Ob 569/88
Entscheidungstext OGH 28.06.1988 4 Ob 569/88
SZ 61/158 = ÖBA 1989,428 = JBl 1989,102 ( dort unrichtig mit 4 Ob 569/87 zitiert )
3 Ob 523/95
Entscheidungstext OGH 29.11.1995 3 Ob 523/95
7 Ob 591/95
Entscheidungstext OGH 13.03.1996 7 Ob 591/95
1 Ob 353/97m
Entscheidungstext OGH 28.07.1998 1 Ob 353/97m
Vgl auch; nur: Dem Schutzzweck der Gutglaubensvorschriften entspricht es, gegen den gutgläubigen sachenrechtlichen Erwerber des Eigentums auch den obligatorischen Verwendungsanspruch des ehemaligen Eigentümers auszuschließen. (T1); Beisatz: Hat ein (grundsätzlich) Bereicherter gutgläubig Eigentum von einem Mittelsmann erworben, ist er keinen Verwendungsanspruch ausgesetzt. Dies gilt auch bei untrennbar mit im Eigentum des Bereicherten stehenden vereinigten Sachen ( zum Beispiel unselbständige Bestandteile eines Hauses) und auch bei vereinbartem Eigentumsvorbehalt. (T2) Veröff: SZ 71/128
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0010922
JJR_19880628_OGH0002_0040OB00569_8800000_001
Rechtssatz für 1Ob334/98v 7Ob74/99d 2O...
RS0111271
1Ob334/98v; 7Ob74/99d; 2Ob265/99f; 5Ob186/00i; 7Ob48/01m; 1Ob140/05b; 5Ob27/06s; 2Ob127/05y; 3Ob38/07w; 6Ob127/07f; 3Ob197/07b; 7Ob277/07x; 3Ob209/08v; 3Ob133/09v; 9Ob29/08t; 9ObA125/08k; 9Ob71/09w; 9ObA15/09k; 8Ob67/09z; 5Ob209/09k; 5Ob64/10p; 8ObA24/11d; 4Ob78/11s; 1Ob72/11m; 8ObA47/11m; 8Ob124/11k; 9ObA135/12m; 8Ob42/13d; 10Ob28/13k; 1Ob125/13h; 1Ob117/13g; 4Ob154/13w; 8Ob49/14k; 6Ob128/14p; 1Ob10/15z; 10Ob32/15a; 5Ob122/15z; 1Ob121/15y; 4Ob57/16k; 10Ob60/16w; 8ObA39/16t; 1Ob65/17s; 3Ob173/17p; 5Ob11/18f; 1Ob45/18a; 5Ob113/18f; 5Ob51/18p; 8Ob140/18y; 4Ob217/18t; 3Ob235/18g; 5Ob6/19x; 8Ob85/19m
Eine erhebliche Rechtsfrage liegt nicht vor, wenn Fragen bloß rein theoretischer Natur gelöst werden sollen.
2 Ob 265/99f
Entscheidungstext OGH 05.10.1999 2 Ob 265/99f
5 Ob 186/00i
Entscheidungstext OGH 13.07.2000 5 Ob 186/00i
1 Ob 140/05b
Entscheidungstext OGH 02.08.2005 1 Ob 140/05b
5 Ob 27/06s
Entscheidungstext OGH 27.06.2006 5 Ob 27/06s
2 Ob 127/05y
Entscheidungstext OGH 22.02.2007 2 Ob 127/05y
3 Ob 38/07w
Entscheidungstext OGH 25.04.2007 3 Ob 38/07w
6 Ob 127/07f
Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 127/07f
3 Ob 197/07b
Entscheidungstext OGH 19.12.2007 3 Ob 197/07b
Auch; Beisatz: Hier: Frage, welche Neuerungen nach § 482 Abs 2 ZPO abstrakt zulässig sind. (T1)
3 Ob 133/09v
Entscheidungstext OGH 23.06.2009 3 Ob 133/09v
9 Ob 71/09w
Entscheidungstext OGH 16.11.2009 9 Ob 71/09w
Auch; Beisatz: Die Beantwortung bloß abstrakter Rechtsfragen ist nicht Aufgabe des Obersten Gerichtshofs. (T2)
8 ObA 24/11d
Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 ObA 24/11d
8 ObA 47/11m
Entscheidungstext OGH 29.06.2011 8 ObA 47/11m
8 Ob 124/11k
Entscheidungstext OGH 20.01.2012 8 Ob 124/11k
9 ObA 135/12m
Entscheidungstext OGH 19.03.2013 9 ObA 135/12m
8 Ob 42/13d
Entscheidungstext OGH 28.05.2013 8 Ob 42/13d
1 Ob 125/13h
Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 125/13h
1 Ob 117/13g
Entscheidungstext OGH 17.10.2013 1 Ob 117/13g
4 Ob 154/13w
Entscheidungstext OGH 17.12.2013 4 Ob 154/13w
8 Ob 49/14k
Entscheidungstext OGH 26.06.2014 8 Ob 49/14k
6 Ob 128/14p
Entscheidungstext OGH 17.09.2014 6 Ob 128/14p
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Keine vom OGH zu lösende Frage aufgrund des Neuerungsverbots. (T3)
10 Ob 32/15a
Entscheidungstext OGH 23.06.2015 10 Ob 32/15a
3 Ob 173/17p
Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 173/17p
5 Ob 113/18f
Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 113/18f
5 Ob 51/18p
Entscheidungstext OGH 03.10.2018 5 Ob 51/18p
8 Ob 140/18y
Entscheidungstext OGH 24.10.2018 8 Ob 140/18y
3 Ob 235/18g
Entscheidungstext OGH 20.03.2019 3 Ob 235/18g
8 Ob 85/19m
Entscheidungstext OGH 25.10.2019 8 Ob 85/19m
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0111271
JJR_19981215_OGH0002_0010OB00334_98V0000_001