Source: https://www.jusmeum.de/urteil/bverwg/bverwg_10-B-139-07
Timestamp: 2019-12-10 10:41:02
Document Index: 367413345

Matched Legal Cases: ['§ 132', '§ 133', '§ 73', 'Art. 1', '§ 73', '§ 133']

BVerwG, 10 B 139.07: Kommission, Unhcr, Entstehungsgeschichte, Veröffentlichung
Urteil des BVerwG vom 29.10.2007, 10 B 139.07
Aktenzeichen: 10 B 139.07
Kommission, Unhcr, Entstehungsgeschichte, Veröffentlichung
BVerwG 10 B 139.07 VGH A 2 S 96/07
hat der 10. Senat des Bundesverwaltungsgerichts am 29. Oktober 2007 durch den Vorsitzenden Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Mallmann, den Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. Dörig und die Richterin am Bundesverwaltungsgericht Fricke
Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision im Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 29. Mai 2007 wird verworfen.
(§ 132 Abs. 2 Nr. 1 VwGO) gestützte Beschwerde ist unzulässig. Die grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache wird nicht den Anforderungen des § 133
Abs. 3 Satz 3 VwGO entsprechend dargelegt.
2Die Beschwerde hält die Auslegung des § 73 Abs. 1 AsylVfG i.V.m. Art. 1 C
Nr. 5 GFK ungeachtet der hierzu ergangenen Grundsatzentscheidungen des
Bundesverwaltungsgerichts vom 1. November 2005 - BVerwG 1 C 21.04 -
(BVerwGE 124, 276), 18. Juli 2006 - BVerwG 1 C 15.05 - (BVerwGE 126, 243)
und 20. März 2007 - BVerwG 1 C 21.06 - (zur Veröffentlichung in den Entscheidungssammlungen BVerwGE und Buchholz vorgesehen) für „erneut klärungsbedürftig und daher grundsätzlich bedeutsam“. Zur Begründung beruft
sich die Beschwerde unter Bezugnahme auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln vom 12. Januar 2007 - 18 K 3234/06.A - auf die ihrer Auffassung nach vom Bundesverwaltungsgericht nicht hinreichend berücksichtigte
Entstehungsgeschichte der „Wegfall-der-Umstände-Klausel“, deren Auslegung
durch den UNHCR und die internationale Staatenpraxis sowie die mit der GFK
wortgleiche Beendigungsklausel in der Qualifikations-Richtlinie und die hierzu
vertretene Auffassung der Europäischen Kommission, ohne in diesem Zusammenhang jedoch eine konkrete, bisher nicht bedachte oder erneut klärungsbe-
dürftige Rechtsfrage zur Auslegung des § 73 AsylVfG aufzuwerfen und deren
Entscheidungserheblichkeit im vorliegenden Verfahren näher darzulegen. Dies
genügt nicht den Darlegungsanforderungen des § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO.
10 B 139.07