Source: https://www.sozialhilfe24.de/forum/thread/5395-mit-19-ausziehen-ohne-ausbildung/
Timestamp: 2019-11-17 14:49:21
Document Index: 84556399

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 12', '§ 14', '§ 22', '§ 7', '§ 7', '§97', '§ 98', '§100', '§98', '§ 102', '§ 102', '§101', '§ 7']

mit 19 ausziehen ohne ausbildung - Hartz IV 4: U 25 - Hartz IV Forum
mit 19 ausziehen ohne ausbildung
Ich glaub ich poste hier falsch aber ich weiß nciht wohin mit meinem thema
also ich bin 19 jahre alt ich mache 2 jährige berufsschule -sozialpflege
meine Mutter hat mich rausgeschmissen zurzeit wohne ich bei meiner freundin. Zu meinem Vater kann ich ebenfalls nicht ziehen.
Da ich noch zur schule gehe wollte ich fragen wie das mit einer kleinen wohung für mich aussieht? und was ich an zuschüsse und überhaupt an geldern bekommen würde..es wäre super lieb wenn ihr mir weiter helfen könnt
In erster Linie sind deine Eltern für deinen Unterhalt zuständig - egal, wo du wohnst. Gegebenenfalls musst du eben einen Rechtsanwalt einschalten, der deine Unterhaltsansprüche wahrnimmt.
ich hoffe das wird alles nicht so schwierig..
kann ich von dem geld was ich bekomme dann auch leben?
Keine Ahnung. Notfalls musst du darauf klagen, dass dich deine Mutter wieder aufnimmt.
Frag mal bei Jugendamt wegen der Berechnung Unterhalt nach.
Verpflichtet sind die Kollegen zwar nicht, weil Du über 18 bist, aber vielleicht helfen Sie dir weiter.
Andererseits was hast Du bisher vom Vater an Unterhalt erhalten - oder hast Du dich bisher nicht darum gekümmert?
Wie sich die aktuelle Situation beim BAFÖG - und ob überhaupt BAFÖG ?- auswirkt, weiß ich nicht.
ich hoffe das wird alles nicht so schwierig :confused:
Was ist mit Kindergeld - wer erhält das?
Auch das kannst Du bei der Familienkasse auf dich auszahlen lassen.
Deine Eltern sind dir bis zum Abschluß einer angemessenen Berufsausbildung zu Unterhalt verpflichtet. Dies könnten sie auch so tun daß sie dir eine kleine Schülerbude finanzieren. Müßten sie aber nicht wenn sie ihrer Unterhaltverpflichtung durch eine Wohnmöglichkeit für dich in der elterlichen Wohnung nachkommen. Also wie hier die Spezialisten sagen bleibt dir nur noch die Klage.
Falls es eventuell doch so ist daß du mehr die treibende Kraft beim Auszug warst sind die Eltern nicht verpflichtet diese kostenträchtige Lebensweise zu finanzieren. Dann hilft nur BitteBitte daß du wieder aufgenommen wirst. Vom Staat bekommst du deshalb nichts extra sondern nur das was dir ohnehin zusteht, wie z.B. Kindergeld.
Bin kein Bafögexperte, aber soviel zum Bafög: Dort gibt es leider bisher keine Härtefallregelung.
Während es im BAB grundsätzlich ab 18 die Möglichkeit für eigene Wohnung und BAB bei Ausbildung gibt, gibt es dies beim Bafög nicht. Selbst wenn man geschlagen, getreten und was noch von den Eltern wird: es gibt trotzdem kein Bafög.
Warum die Rechtsverordnung für Härtefälle, die nach § 14a BAföG durchaus möglich ist, bis heute nicht erlassen wurde, ist mir unverständlich. Bafögempfänger sind u. U. daher im Haushalt der Eltern "gefangen".
Es geht ja bei dieser Art von Bafög nur um das Schülerbafög.
Denn Studenten mit ihrem Bafög können sich selbstverständlich auch eine angemessene Unterkunft finanzieren.
Eine Schüler-Bafög Berechtigung gibt es grundsätzlich nicht wenn der Schüler bei den Eltern wohnt.
Und eine Art Härtefallregelung gibts ja bereits bei Schüler-Bafög, wenn der Schulweg zu weit ist, wenn man verheiratet ist (!), wenn man eigene Kinder betreut.
Und ob die Schülerin hier geschlagen und getreten wurde wissen wir nicht. Es könnten vielleicht nur Umstimmigkeiten sein. Und die wären m.E. kein Grund daß die Allgemeinheit der Schülerin eine Wohnung bezahlt.
Ach Max...
ich finde ja deine Beiträge manchmal ganz erfrischend, aber vom rechtlichen Standpunkt: lass es sein, bitte...
Schon allein das stimmt nicht. Der Bedarf zuhause ist 212 Euro. Der Bedarf mit einer anerkannten Wohnung halt entsprechend mehr.
Du verwechselst das mit BAB, Azubis, die zuhause wohnen, bekommen kein BAB! BAB zuhause geht nur während einer BvB.
Davon war hier nicht die Rede. Das sind die ganz normalen Rechtsansprüche auf Bafög, geregel in § 12 und 13 BAföG. Hier geht es um eine mögliche Rechtsverordnung der Bundesregierung nach § 14a BAföG, wo geregelt werden könnte, ob Schüler in anderen Notsituationen Leistungen nach dem BAföG erhalten. Wenn eben nachgewiesenerweise kein Zusammenleben mit den Eltern möglich ist und sonst kein Grund (verheiratet, eigenes Kind, zu weiter Schulweg) greift. Oder wolltest du z. B. als Schülerin mit deinem Vater zusammenleben, der dich vielleicht geschlagen oder vergewaltigt hat????:mad:
Und ob die Schülerin hier geschlagen und getreten wurde wissen wir nicht. Es könnten vielleicht nur Umstimmigkeiten sein. Und die wären m.E. kein Grund daß die Allgemeinheit der Schülerin eine Wohnung bezahlt
Darum ging es jetzt gar nicht. Es ging um die fehlende Rechtsverordnung und nicht um den konkreten Fall!
Und dass der Gesetzgeber in der Lage ist, eine solche Rechtsverordnung zu erlassen, sieht man schon allein an der gesetzlichen Regelung des § 22, 2a SGB II. Adäquates könnte auch ins BAföG eingefügt werden. Schon allein, um die Kommunen zu entlasten, die solchen Schülern gem. § 7 Abs. 6 SGB II ALG 2 incl. KdU leisten müssen und damit unzulässigerweise (grundgesetzwidrig) eine Ausbildungsfinanzierungsleistung erbringen.
Spielt zwar hier keine Rolle, aber nur zur Info
Du verwechselst das mit BAB, Azubis, die zuhause wohnen, bekommen kein BAB!
BAB wird im Rahmen von beruflicher Reha gewährt, da darf der Jugendliche auch bei einer Ausbildung zu Hause wohnen, und hat trotzdem Anspruch auf BAB.
Ist das dann nicht das sogenannte Ausbildungsgeld? Direkt BAB ist es doch nicht, deshalb wird ja auch rumgestritten, ob dieser Personenkreis der behinderten Azubis nun doch unter § 7 Abs. 5 SGB II fällt oder nicht...
Da müßt ihr mal den Studis Online Bescheid sagen daß die so einen Unfug verbreiten.
Warum? Du musst nur richtig lesen:
Fachschulen bzw. Berufsfachschulen, die ohne vorher abgeschl. Berufsausbildung besucht werden können, mit einem berufsqualifizierenden Abschluss enden und deren Ausbildungsdauer mind. 2 Schuljahre beträgt
BAföG-Berechtigung, wenn Ihr bei den Eltern wohnt
(Der Förderbetrag ist allerdings sehr gering.)
Quote from Turtle1972;34809
nein, richtiges BAB
ich muss mal schauen, ich hatte hier im Forum am 02.06. mal eine schöne Antwort formuliert
Du hast Leistungen gem. §97 ff SGB III bewilligt bekommen.
Gem. § 98 SGB III können Dir allgemeine und besondere Leistungen bewilligt werden.
Zu den allgemeinen Leistungen zählt BAB (§100 SGB III).
Soweit diese nicht ausreichend sind, können Dir besondere Leistungen bewilligt werden (§98 i.V.m. § 102 SGB III).
Zu den besonderen Leistungen gehört das Dir bewilligte Ausbildungsgeld.
(§ 102 SGB III).
Ich hab jetzt nicht geschaut, aber im §101 müsste dann stehen, das BAB auch bei Unterbringung im Haushalt möglich ist.
Auch ein Thema, mit dem ich mich nur am Rande beschäftige.
Ich gehe aber mal davon aus, dass aufgrund dessen, was du da beschreibst, die Rechtsauffassung der BA eben die ist, dass auch die Reha-Azubis vom ALG 2 ausgeschlossen sind nach § 7 Abs. 5 SGB II...
Quote from Turtle1972;34833
Bei der BAB für behinderte Menschen gelten folgende Besonderheiten:
Anspruch aufBABbei einer beruflichen Ausbildung besteht auch, wenn der behinderte Mensch im Haushalt der Eltern oder eines Elternteils wohnt.
Die Berufsausbildungsbeihilfe für behinderte Menschen berechnet sich wie für nicht behinderte Menschen.
Die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) für behinderte Menschen berechnet sich nach den unter "Berufsausbildungsbeihilfe" beschriebenen Grundsätzen.
Da als Besonderheit zur "allgemeinen BAB" auch eine Unterbringung im Haushalt der Eltern, eines Elternteiles die Gewährung von BAB nicht ausschließt, gilt hier ein besonderer Bedarf.
In diesen Fällen beträgt der allgemeine Bedarf 310 Euro.
Wenn Sie verheiratet sind, eine Lebenspartnerschaft führen oder das 21. Lebensjahr vollendet haben, beträgt der allgemeine Bedarf 389 Euro.
Quote from Turtle1972;34824
Da hast du Recht. Es ging mir nicht um den konkreten Fall sondern um den normalen Schüler.
Wenns um den konkreten Fall geht "mit 19 ausziehen ohne ausbildung" bekommt sie bei Schülerbafög nichts für die Miete.
Im konkreten Fall wäre die Frage, ob die Berufsschule mit einem Berufsabschluss endet oder nicht.
Quote from Turtle1972;34845
Soweit mir bekannt ist, handelt es sich beim Sozialpflegeassistent um ein landesrechtlich anerkannten Abschluss, welcher jedoch nicht bundesweit einheitlich geregelt ist.
Meine Tochter hatte auch diese Ausbildung gemacht und BAFÖG-Anspruch lag vor.