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Timestamp: 2016-10-21 16:34:51
Document Index: 116950603

Matched Legal Cases: ['Art. 108', 'Art. 132', 'Art. 110', 'BGE', 'Art. 137', 'BGE', 'Art. 6', 'Art. 11', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 152', 'Art. 135', 'BGE', 'Art. 152']

P.________, 1937, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Marco Untern�hrer, Sempacherstrasse 6 (Schillerhof), 6003 Luzern,
Auf R�ckweisungsentscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Basel-Landschaft (ab 1. September 2002: Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht) vom 18. Februar 2000 hin holte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), welche ihre Leistungspflicht f�r einen am 23. Mai 1996 gemeldeten R�ckfall zu dem P.________, geb. 1937, am 1. M�rz 1992 zugestossenen Auffahrunfall und einem am 26. November 1992 erlittenen Sturz mangels Kausalzusammenhangs abgelehnt hatte (Verf�gung vom 12. Dezember 1997; Einspracheentscheid vom 28. Juli 1998), ein neuro-psychologisches Gutachten bei Dr. med. K.________ und Dr. phil. C.________, Spital X.________, Neurologische Klinik, vom 21. Juli 2000 sowie eine neurologische/neuropsychiatrische Expertise bei den Prof. Dres. med. R.________ und D.________, Klinik Y.________, vom 17. September 2001 ein. Gest�tzt darauf verneinte die SUVA mit Verf�gung vom 16. Oktober 2001, best�tigt durch Einspracheentscheid vom 17. Januar 2002, erneut ihre Leistungspflicht, da auch durch die zus�tzlichen gutachterlichen Abkl�rungen ein Zusammenhang zwischen den geklagten Kopf- und Nackenbeschwerden sowie Ged�chtnisst�rungen und den Unfallereignissen aus dem Jahre 1992 nicht mit der mindestens erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sei.
P.________ f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde und beantragt sinngem�ss die Aufhebung des angefochtenen Entscheides sowie des Einspracheentscheides vom 17. Januar 2002 und die R�ckweisung der Sache an die SUVA zur Vornahme erg�nzender medizinischer Abkl�rungen; insbesondere ersucht er um Erstellung eines "erneuten unabh�ngigen Gutachtens".
W�hrend die SUVA auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwer-de schliesst, soweit darauf einzutreten sei, verzichtet das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung.
Am 5. Juni 2003 l�sst sich die Ehefrau des Beschwerdef�hrers zur Sache vernehmen. Des Weitern weist sich Rechtsanwalt Marco Untern�hrer, Luzern, mit Schreiben vom 13. Juni 2003 samt Vollmacht neu als Rechtsvertreter von P.________ aus und ersucht um ausnahmsweise Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels sowie Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung. Als Reaktion auf die vom Eidgen�ssischen Versicherungsgericht zur Kenntnis- und allf�lligen Stellungnahme zugesandten Vernehmlassungen des kantonalen Gerichts und der SUVA l�sst P.________ durch seinen Vertreter eine nachtr�gliche Vernehmlassung vom 18. Juli 2003 einreichen, welcher ein Bericht des Dr. med. S.________, Innere Medizin FMH, vom 2. M�rz 2002 beiliegt.
1.1 Die mit Eingaben vom 23. und 27. Mai 2003 fristgerecht erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde erf�llt die gem�ss Art. 108 Abs. 2 und 3 in Verbindung mit Art. 132 OG hief�r geltenden Formvorschriften, sodass darauf ohne weiteres eingetreten werden kann.
1.2 Mit seinem nach Ablauf der Rechtsmittelfrist eingereichten Schreiben vom 13. Juni 2003 liess der Beschwerdef�hrer - nunmehr anwaltlich vertreten - um Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels ersuchen. Gem�ss Art. 110 Abs. 4 OG wird ein zweiter Schriftenwechsel indessen nur ausnahmsweise durchgef�hrt. Dies ist dann aus Gr�nden des rechtlichen Geh�rs geboten, wenn in einer vorangegangenen Rechtsschrift neue tats�chliche Behauptungen oder Beweismittel vorgetragen werden, deren Richtigkeit nicht ohne weiteres aktenkundig ist und die f�r die Entscheidung von wesentlicher Bedeutung sind. Was allf�llige neue rechtliche Argumente anbetrifft, ist zu ber�cksichtigen, dass das Eidgen�ssische Versicherungsgericht das Recht von Amtes wegen anzuwenden hat (BGE 119 V 323 Erw. 1 mit Hinweisen; AHI 2000 S. 304 Erw. 1; Urteil D. vom 7. Juli 2003, I 69/03, Erw. 1). Ein zweiter Schriftenwechsel kann sodann in keinem Falle dazu dienen, in der Beschwerdefrist Vers�umtes nachzuholen (nicht ver�ffentlichtes Urteil D. vom 6. Juni 1995, H 68/95). Dies gilt auch bei einer kurzfristigen Mandatierung eines Rechtsvertreters, k�me die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels diesfalls doch einer unzul�ssigen Erstreckung der gesetzlichen Beschwerdefrist gleich. Vorliegend h�tte der Beschwerdef�hrer das Sachdienliche denn auch vor Ablauf der Rechtsmittelfrist vorkehren k�nnen und m�ssen, woran - wie dargelegt - auch der nachtr�gliche Beizug eines Rechtsbeistandes grunds�tzlich nichts zu �ndern vermag. �berdies enthalten die dem Beschwerdef�hrer zugestellten Vernehmlassungen der Vorinstanz vom 3. Juni 2003 und der Beschwerdegegnerin vom 25. Juni 2003 keine neuen tats�chlichen oder rechtlichen Gesichtspunkte, welche eine ausnahmsweise Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels im Lichte der hievor aufgef�hrten Grunds�tze rechtfertigen w�rden.
1.3 Ferner fehlt es sowohl der nach Ablauf der Beschwerdefrist ohne Ansetzung eines zweiten Schriftenwechsels eingereichten Eingabe der Ehefrau des Beschwerdef�hrers vom 5. Juni 2003 wie auch der Vernehmlassung des Rechtsvertreters vom 18. Juli 2003 an neuen erheblichen Tatsachen oder schl�ssigen Beweismittel, welche eine Revision im Sinne von Art. 137 lit. b OG herbeizuf�hren verm�chten, weshalb sie rechtsprechungsgem�ss bei der Entscheidfindung ausser Acht zu lassen sind (BGE 127 V 353). Der letztinstanzlich aufgelegte Bericht des Dr. med. S.________ vom 2. M�rz 2002 wurde bereits im kantonalen Beschwerdeverfahren beigebracht und stellt folglich ebenfalls keine neue Tatsache dar, die revisionsweise zu ber�cksichtigen w�re. Vielmehr ist diesem bei der Feststellung des medizinischen Sachverhalts im Rahmen der W�rdigung der einzelnen �rztlichen Unterlagen ohnehin Rechnung zu tragen.
Das kantonale Gericht hat in seinen Entscheiden vom 18. Februar 2000 und 20. November 2002 die Bestimmungen und Grunds�tze zu den Begriffen Unfall (Art. 6 Abs. 1 UVG) sowie R�ckfall und Sp�tfolgen (Art. 11 UVV; BGE 118 V 296 f. Erw. 2c und d), zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 123 V 45 Erw. 2b, 121 V 329 Erw. 2a, 119 V 337 Erw. 1, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 126 V 361 Erw. 5c), zur im Weiteren erforderlichen Ad�quanz des Kausalzusammenhangs (BGE 127 V 102 Erw. 5b/aa, 125 V 461 f. Erw. 5a), zu dem im Sozialversicherungsrecht allgemein �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlickeit (BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen) sowie zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung �rztlicher Berichte und Gutachten (BGE 125 V 352 ff. Erw. 3a und b, 122 V 160 Erw. 1c; AHI 2001 S. 114 f. Erw. 3b) richtig wiedergegeben. Darauf wird verwiesen. Zu erg�nzen ist, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (hier: 17. Januar 2002) eingetretene Rechts- und Sachverhalts�nderungen vom Sozialversi-cherungsgericht nicht ber�cksichtigt werden (BGE 127 V 467 Erw. 1, 121 V 366 Erw. 1b).
3.1 Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Urteil eingehend mit den im Nachgang zu ihrem R�ckweisungsentscheid vom 18. Februar 2000 durch die SUVA veranlassten neuropsychologischen sowie neurologischen/neuropsychiatrischen Gutachten des Dr. med. K.________ und des Dr. phil. C.________ vom 21. Juli 2000 sowie der Prof. Dres. med. R.________ und D.________ vom 17. September 2001 befasst. Sie ist dabei zum �berzeugenden Ergebnis gelangt, dass gest�tzt auf die umfassend begr�ndeten, in Kenntnis der Anamnese abgegebenen, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtenden und auf eigenen Untersuchungen beruhenden Schlussfolgerungen (zu den rechtsprechungsgem�ss erforderlichen Kriterien f�r beweiskr�ftige �rztliche Entscheidungsgrundlagen: BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis) ein nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen den am 1. M�rz sowie 26. November 1992 erlittenen Unf�llen und den mit Meldung vom 23. Mai 1996 als R�ckfall geklagten gesundheitlichen St�rungen nicht mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist.
3.2 Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen erhobenen Einw�nde sind nicht geeignet, die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und die daraus abgeleiteten Schl�sse in Zweifel zu ziehen oder zu entkr�ften.
3.2.1 Namentlich weisen die Prof. Dres. med. R.________ und D.________ zu Recht darauf hin, dass sich in den Akten initial nur wenige Angaben zum Gesundheitszustand des Beschwerdef�hrers nach den Traumen vom 1. M�rz und 26. November 1992 befinden. So sind nach dem Auffahrunfall anfangs M�rz 1992 einzig die haus�rztliche Erstbehandlung bei Dr. med. M.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin FMH (Arztzeugnis UVG vom 6. M�rz 1992), sowie eine Untersuchung durch das R�ntgeninstitut des Spitals Z.________ (Bericht vom 9. Dezember 1992) dokumentiert. Die n�chste Akteneintragung - ein neurologisches Konsilium des Dr. med. T.________, Neurologe FMH - datiert demgegen�ber erst vom 24. Januar 1995. Wie sodann auch dem zuhanden der IV-Stelle Basel-Landschaft erstellten Gutachten des Dr. med. A.________, Spezialarzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 21. August 1995 zu entnehmen ist, standen zu diesem Zeitpunkt allf�llige Folgen der beiden Unf�lle aus dem Jahre 1992 noch nicht im Vordergrund des vom Versicherten geklagten Beschwerdebildes. Dr. med. M.________ erkl�rte erst nachtr�glich in seiner Stellungnahme vom 19. August 1996 gegen�ber der SUVA, dass auch in den Jahren 1993 und 1994 weitere haus�rztliche Konsultationen stattgefunden h�tten. Der Umstand, dass sich Jahre nach den Unfallereignissen immer detailliertere Ausf�hrungen zu stets zahlreicheren Symptomen finden lassen, deutet, wie in der Expertise der Prof. Dres. med. R.________ und D.________ einl�sslich und nachvollziehbar dargetan wird, auf eine massive Symptomausweitung hin.
3.2.2 Ferner sprechen auch Dr. med. K.________ und Dr. phil. C.________ von unspezifischen neuropsychologischen Defiziten, welche aetiologisch nicht mit Sicherheit eingeordnet werden k�nnten. Der Versicherte habe zudem erstmals elf (recte: zehn) Monate nach dem Auffahrunfall vom 1. M�rz 1992 - am 9. Dezember 1992 gegen�ber seinem Hausarzt - auf eine zunehmende Vergesslichkeit hingewiesen, was bei einem Distorsionstrauma der Halswirbels�ule (HWS) ungew�hnlich sp�t sei.
3.2.3 Zu �bersehen scheint der Beschwerdef�hrer im �brigen, dass auch Dr. med. T.________ einen nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen den Unf�llen und den geklagten gesundheitlichen Leiden nicht ohne weiteres bejahte, sondern in seinem ausf�hrlichen neurologischen Gutachten vom 18. August 1997 ausdr�cklich daf�r hielt, dass nur eine sehr ausgedehnte neuropsychologische Testabkl�rung, auf deren Durchf�hrung er zufolge einer in ungen�gendem Masse vorhandenen Kooperationsbereitschaft des Versicherten verzichtet habe, eine genauere Differenzierung zwischen organisch-neuropsychologischen Defiziten und rein depressions- oder psychogen-bedingten Beeintr�chtigungen erm�gliche.
3.2.4 Was sodann den Bericht des Dr. med. S.________ vom 2. M�rz 2002 anbelangt, wonach mittels nachtr�glich durchgef�hrter MRI-Untersuchung der HWS eine allenfalls traumatisch verursachte Wurzeltaschenzyste C7/Th1 rechts habe gefunden werden k�nnen, ist zu vermerken, dass bereits in den Berichten des R�ntgeninstituts vom 16. April und 26. Juni 1997 ein entsprechender Befund erhoben und auch am 27. November 2001 best�tigt worden war, die traumatische Genese indessen nicht ausdr�cklich bejaht werden konnte. Dr. med. T.________ kam in seinen Ausf�hrungen vom 18. August 1997 demgegen�ber klar zum Schluss, dass die Wurzeltaschenzyste C7 rechts kaum traumatischer Natur sein d�rfte, da kein radikul�rer Ausfall und damit kein Status nach Wurzelanriss oder -ausriss vorliege, wenngleich sie m�glicherweise bei gelegentlicher C7-Irritationssymptomatik die entsprechenden Beschwerden habe beg�nstigen k�nnen. Folglich ist eine unfallbedingte Ursache dieser Diagnose - und damit der darauf zur�ckzuf�hrenden gesundheitlichen Beeintr�chtigungen - jedenfalls nicht �berwiegend wahrscheinlich.
3.2.5 Ferner kann auch aus dem Umstand, dass vor dem Unfall keine der beklagten Beschwerden bestanden haben, nicht einfach in Anwendung der Formel "post hoc ergo propter hoc", wonach eine gesundheitliche Sch�digung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. BGE 119 V 341 f.), auf einen rechtsgen�glichen Zusammenhang geschlossen werden.
3.3 Auf erg�nzende Beweisvorkehren - wie in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt - kann nach dem Gesagten verzichtet werden, lassen sich hievon doch keine zus�tzlichen Aufschl�sse erwarten (antizipierte Beweisw�rdigung; SVR 2001 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 4b mit Hinweisen auf BGE 124 V 94 Erw. 4b und 122 V 162 Erw. 1d).
Da Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Dem Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung kann entsprochen werden, da die hief�r nach Gesetz (Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG) und Rechtsprechung (BGE 125 V 202 Erw. 4a und 372 Erw. 5b, je mit Hinweisen) erforderlichen Voraussetzungen erf�llt sind. Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist. Ferner ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass der Vertretungsaufwand im Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren vergleichsweise gering war (Aktenstudium; Eingabe vom 13. Juni 2003), weil insbesondere die Vernehmlassung durch den Rechtsvertreter vom 18. Juli 2003 ausser Acht zu lassen ist (Erw. 1.3 hievor; vgl. f�r den Fall einer Parteientsch�digung: Urteil S. vom 9. Juli 2002, C 431/00, Erw. 4).
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Rechtsanwalt Marco Untern�hrer, Luzern, f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 200.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.