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Timestamp: 2019-05-22 03:26:27
Document Index: 322296382

Matched Legal Cases: ['§ 76', '§ 115', '§ 115', '§ 115', '§ 116', '§ 26']

Aktenzeichen: VIII B 41/18
ECLI: ECLI:DE:BFH:2019:B.310119.VIIIB41.18.0
Normen: § 76 Abs 1 FGO, § 115 Abs 2 Nr 1 FGO, § 115 Abs 2 Nr 2 FGO, § 115 Abs 2 Nr 3 FGO, § 116 Abs 3 S 3 FGO, § 26b EStG 2002
Zitiervorschlag: BFH, Beschluss vom 31. Januar 2019 – VIII B 41/18 –, juris
Nichtzulassungsbeschwerde - Grundsätzliche Bedeutung - Divergenz - Verfahrensmängel - Verletzung der Sachaufklärungspflicht - Tatsächliche Verständigung - vGA
1. NV: Die Rechtsfrage, ob in einer tatsächlichen Verständigung, die im Rahmen einer Außenprüfung bei einer GmbH zum Vorliegen von vGA abgeschlossen wird, auch geregelt werden kann, welchem der Gesellschafter die vGA zuzurechnen sind, ist nicht klärungsbedürftig(Rn.5).
2. NV: In der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist geklärt, dass eine vGA auch ohne tatsächlichen Zufluss bei einem Gesellschafter anzunehmen sein kann, wenn der Vorteil dem Gesellschafter mittelbar in der Weise zugewandt wird, dass eine ihm nahe stehende Person aus der Vermögensverlagerung Nutzen zieht(Rn.12).
3. NV: Kein Zulassungsgrund wird mit Einwendungen gegen die materielle Richtigkeit des angefochtenen Urteils dargetan, die nur im Rahmen einer Revisionsbegründung erheblich sein können(Rn.11)(Rn.13).
4. NV: Beweisermittlungs- oder -ausforschungsanträge, die so unbestimmt sind, dass erst die Beweiserhebung selbst die entscheidungserheblichen Tatsachen und Behauptungen aufdecken kann, brauchen regelmäßig dem FG eine Beweisaufnahme nicht nahezulegen(Rn.16).
5. NV: Das FG verletzt nicht den Grundsatz der Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme, wenn es sich Feststellungen aus einem in das finanzgerichtliche Verfahren eingeführten Strafurteil zu eigen macht, falls die Verfahrensbeteiligten keine substantiierten Einwendungen vortragen und keine entsprechenden Beweisanträge stellen(Rn.20).
NV: Für die Frage, ob die Einkünfte der Ehefrau aus der ihr zugerechneten vGA zutreffend ermittelt wurden, ist es ohne Bedeutung, ob der Ehemann als Gesellschafter der GmbH an dem Abschluss der tatsächlichen Verständigung beteiligt war und diese deshalb auch gegenüber ihm Bindungswirkung entfalten konnte; dies gilt auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Ehegatten zusammen zur Einkommensteuer veranlagt worden sind(Rn.6).
vorgehend Finanzgericht Berlin-Brandenburg, 24. Januar 2018, Az: 8 K 3174/14, Urteil
Vergleiche BFH, 16. September 2014, Az: VIII R 1/12
Vergleiche BFH, 12. März 2014, Az: XI B 97/13
Vergleiche BFH, 9. September 2013, Az: III B 26/13
Vergleiche BFH, 25. März 2010, Az: X S 27/09 (PKH)
Vergleiche BFH, 15. Januar 2008, Az: VIII B 222/06
Vergleiche BFH, 16. Januar 2007, Az: X B 5/06
Vergleiche BFH, 6. Dezember 2005, Az: VIII R 70/04
Vergleiche BFH, 6. September 2005, Az: IV B 14/04
Vergleiche BFH, 30. Mai 2005, Az: X B 149/04
Vergleiche BFH, 17. September 2003, Az: XI B 220/02
Vergleiche BFH, 23. Januar 2001, Az: V B 129/00
Vergleiche BFH, 20. April 2000, Az: V B 156/99
Vergleiche BFH, 20. August 1999, Az: VII B 6/99
Vergleiche BFH, 22. Juli 1997, Az: VIII R 57/95
Vergleiche BFH, 31. Juli 1996, Az: XI R 78/95
Vergleiche BFH, 1. Oktober 1993, Az: III R 32/92
Vergleiche BFH, 3. August 1993, Az: VIII R 82/91
Vergleiche BFH, 21. November 1989, Az: IX R 170/85
Vergleiche BFH, 18. März 1986, Az: VIII R 316/84
Vergleiche BFH, 11. Dezember 1984, Az: VIII R 131/76
Vergleiche BFH, 29. November 1982, Az: GrS 1/81
Vergleiche BFH, 13. Mai 1980, Az: VIII R 63/79
Vergleiche BFH, 19. Januar 1977, Az: I R 188/74
Die Beschwerde der Kläger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 24. Januar 2018 8 K 3174/14 wird als unbegründet zurückgewiesen.