Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHSt+53%2C+122
Timestamp: 2019-10-22 13:00:52
Document Index: 204609469

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 103', '§ 265', '§ 265', '§ 265', '§ 265', '§ 121', '§ 265', 'BGH', '§ 265', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 265', 'BGH', 'BGH', '§ 265', 'BGH', '§ 265', 'BGH', '§ 265', 'BGH', '§ 265', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 265']

BGH, 08.01.2009 - 4 StR 117/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,821
BGH, 08.01.2009 - 4 StR 117/08 (https://dejure.org/2009,821)
BGH, Entscheidung vom 08.01.2009 - 4 StR 117/08 (https://dejure.org/2009,821)
BGH, Entscheidung vom 08. Januar 2009 - 4 StR 117/08 (https://dejure.org/2009,821)
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Art. 103 Abs. 2 GG; § 265a StGB
Auslegung des Erschleichens einer Beförderungsleistung (Analogieverbot; Wortlautgrenze; Bestimmtheitsgrundsatz; Strafbarkeit des Schwarzfahrens; historischer Wille des Gesetzgebers)
StGB § 265 a Abs. 1
Auslegung des Tatbestandsmerkmales "Erschleichen" i.S.d. § 265a Abs. 1 des Strafgesetzbuches (StGB)
Schwarzfahren als strafbares "Erschleichen"
StGB § 265a Abs. 1; GVG § 121 Abs. 2
Sog. Schwarzfahren
Erlangen von Beförderungsleistungen durch unauffälliges Vorgehen genügt zur Strafbarkeit nach § 265 a StGB wegen Erschleichens von Leistungen - Überwindung von Schutzvorrichtungen oder Umgehung von Kontrollen nicht erforderlich
Der BGH bestätigt die Strafbarkeit der "einfachen Schwarzfahrt" - Zu Unrecht und mit problematischen Weiterungen (Dr. Karsten Gaede)
Auslegung des Erschleichens einer Beförderungsleistung im Sinne des § 265a Abs. 1 StGB
Auch schlichtes Schwarzfahren ist Beförderungserschleichung
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 08.01.2009, Az.: 4 StR 117/08 (Schwarzfahren als strafbares "Erschleichen")" von Prof. Dr. Heiner Alwart, original erschienen in: JZ 2009, 478 - 480.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BGH v. 8.1.2009 - 4 StR 117/08 (Strafbares Schwarzfahren? - Grenzen der Leistungserschleichung)" von Prof. Dr. Nikolaus Bosch, original erschienen in: JA 2009, 469 - 471.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 8.1.2009, Az.: 4 StR 117/08 (Straftatbestand des Erschleichens einer Beförderungsleistung)" von RiAG Dr. Frank Zschieschack und StA Dr. Ingo Rau, original erschienen in: JR 2009, 244 - 245.
OLG Naumburg, 06.02.2008 - 2 Ss 410/07
BGHSt 53, 122
NJW 2009, 1091
NStZ 2009, 211
NZV 2009, 299
NJ 2009, 252
StV 2009, 358
JR 2009, 242
OLG Köln, 02.09.2015 - 1 RVs 118/15
Fahren ohne Fahrschein bleibt auch bei Tragen einer Mütze mit Aufschrift "Ich …
Nach der Rechtsprechung wird eine Beförderungsleistung bereits dann im Sinne des § 265a Abs. 1 StGB erschlichen, wenn der Täter ein Verkehrsmittel unberechtigt benutzt und sich dabei allgemein mit dem Anschein umgibt, er erfülle die nach den Geschäftsbedingungen des Betreibers erforderlichen Voraussetzungen (vgl. BGH, Beschluss vom 08.01.2009 - 4 StR 117/08 -, zitiert nach juris, Leitsatz und Rn. 13).
OLG Frankfurt, 20.07.2010 - 1 Ss 336/08
Beförderungserschleichung: Abgrenzung zwischen Versuch und Vollendung; notwendige …
Er muss darüber hinaus für einen objektiven Beobachter den Anschein ordnungsgemäßer Erfüllung der Geschäftsbedingungen erregt haben (vgl. BGH Beschl. v. 8.1.2009 - Az.: 4 StR 117/08; Beschl. d. Oberlandesgerichts des Landes Sachsen-Anhalt v. 6.4.2009 - Az.: 2 Ss 313/07).
KG, 02.03.2011 - 1 Ss 32/11
Beförderungserschleichung bei Überzeugungstäter
Eine Beförderung wird dann im Sinne von § 265 a Abs. 1 StGB erschlichen, wenn der Täter ein Verkehrsmittel unberechtigt benutzt und sich dabei allgemein mit dem Anschein umgibt, er erfülle die nach den Geschäftsbedingungen des Betreibers erforderlichen Voraussetzungen (vgl. BGH NStZ 2009, 211; OLG Frankfurt NJW 2010, 3107; OLG Hamburg NStZ 1991, 587; OLG Düsseldorf NStZ 1992, 84; NJW 2000, 2120; OLG Stuttgart NStZ 1991, 41; BayObLG StV 2002, 428; OLG Naumburg StraFo 2009, 343).
OLG Hamm, 10.03.2011 - 5 RVs 1/11
Entscheidung über das Vorliegen des Erschleichens einer Beförderung ist auch bei …
a) Das Tatbestandsmerkmal des "Erschleichens" i. S. d. § 265 a StGB ist bereits dann erfüllt, wenn der Täter ein Verkehrsmittel unberechtigt nutzt und sich dabei allgemein mit dem Anschein umgibt, er erfülle die nach den Geschäftsbedingungen des Betreibers erforderlichen Voraussetzungen (vgl. den auf Vorlage ergangenen Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 08. Januar 2009 in 4 StR 117/08 = BGHSt 53, 122 = NStZ 2009, S. 211 = StV 2009, S. 358).
OLG Hamm, 02.02.2012 - 3 RVs 4/12
Voraussetzungen für die Wirksamkeit einer Berufungsbeschränkung; Feststellungen …
Insoweit ist zumindest die Feststellung unter näherer Angabe der angewandten Tatsachen erforderlich, dass der Angeklagte sich (vertragswidrig) "mit dem Anschein der Ordnungsmäßigkeit" umgeben hat (…vgl. Fischer, StGB, 57. Aufl., Rdnr. 21 zu § 265 a m.w.N.; BGHSt 53, 122).
Das Tatbestandsmerkmal des "Erschleichens" i.S.d. § 265a StGB ist bereits dann erfüllt, wenn der Täter ein Verkehrsmittel unberechtigt nutzt und sich dabei allgemein mit dem Anschein umgibt, er erfülle die nach den Geschäftsbedingungen des Betreibers erforderlichen Voraussetzungen (vgl. den auf Vorlage ergangenen Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 08. Januar 2009 in 4 StR 117/08 = BGHSt 53, 122 = NStZ 2009, 211 = StV 2009, 358).
OLG München, 09.06.2009 - 5St RR 128/09
Verhängung einer kurzen Freiheitsstrafe wegen Beförderungserschleichung durch …
Eines Eingehens auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 8. Januar 2009 (NJW 2009, 1091 f. = JZ 2009, 479 m. krit. Anm. Alwart) bedarf es in diesem Zusammenhang deshalb nicht.
Der Wortsinn des "Erschleichens" beinhaltet lediglich die Herbeiführung eines Erfolgs auf unrechtmäßigem, unlauterem oder unmoralischem Weg (BGH NJW 2009, 1091 = JZ 2009, 477 m. krit. Anm. Alwart).
OLG München, 23.07.2009 - 5St RR 180/09
Der Wortsinn des "Erschleichens" beinhaltet lediglich die Herbeiführung eines Erfolgs auf unrechtmäßigem, unlauterem oder unmoralischem Weg (BGH NJW 2009, 1091).
OLG Naumburg, 07.06.2012 - 2 Ss 68/12
Revisionsgerichtliche Überprüfung der Feststellungen eines Gerichts hinsichtlich …
Dies setzt nach allgemeiner Auffassung voraus, dass sich der Täter mit dem Anschein der Ordnungsmäßigkeit umgibt (BGHSt 53, 122;… Fischer, StGB, 59. Aufl., Rdnr. 4 a zu § 265 a).