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Timestamp: 2016-10-22 19:51:31
Document Index: 201764608

Matched Legal Cases: ['Art. 82', 'Art. 73', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 102', 'Art. 34', 'Art. 9', 'Art. 33', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 33', 'Art. 34', 'BGE', 'Art. 34', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 34', 'Art. 9', 'Art. 34', 'Art. 7', 'Art. 17', 'Art. 9', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 34', 'Art. 9', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 34', 'Art. 34', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 33', 'BGE', 'Art. 34', 'Art. 9', 'Art. 34', 'in fine', 'Art. 34', 'Art. 42', 'Art. 34', 'Art. 34', 'in fine', 'Art. 65']

2C_565/2011 (26.10.2012)
2C_565/2011
A. und B.X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch KPMG AG, Financial Services Tax,
Steuerverwaltung des Kantons Freiburg, rue Joseph-Piller 13, Postfach, 1701 Freiburg.
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Freiburg, Steuergerichtshof, vom 27. Mai 2011.
A. und B.X.________ machten in ihrer Steuererkl�rung f�r die Periode 2006 einen Schuldzinsenabzug von Fr. 44'854.-- im Zusammenhang mit zwei Darlehen geltend, die ihnen durch eine australische Finanzgesellschaft gew�hrt worden waren.
Der Schuldzinsenabzug wurde durch die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg in ihrer Veranlagungsverf�gung vom 19. Juni 2008 und ihrem Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2008 als missbr�uchlich eingestuft und infolge Steuerumgehung beim steuerbaren Einkommen der Eheleute A. und B.X.________ f�r die Staats- und die direkte Bundessteuer 2006 aufgerechnet. Dagegen gelangten die Pflichtigen an den Steuergerichtshof des Kantonsgerichts Freiburg; dieser sch�tzte mit Urteil vom 27. Mai 2011 die Einsch�tzung der Steuerverwaltung hinsichtlich der Kantons- und Gemeindesteuern 2006, hiess aber die Beschwerde in Bezug auf die direkte Bundessteuer der gleichen Periode mit folgender Begr�ndung gut: F�r das australische Anlagekonzept sei im Vorfeld die Zusage der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung erwirkt worden, dass der geplante Schuldzinsenabzug zul�ssig sei; an diese Zusage seien auch die kantonalen Beh�rden bei der Anwendung der direkten Bundessteuer unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben gebunden.
Am 5. Juli 2011 haben die Ehegatten A. und B.X.________ beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten eingereicht. Sie stellen in Bezug auf die Staatssteuer 2006 den Antrag, das kantonsgerichtliche Urteil aufzuheben und den Schuldzinsenabzug zu gew�hren, eventuell teilweise; subeventuell sei die Sache zur Neufestsetzung des abziehbaren Schuldzinses an die Veranlagungsbeh�rde zur�ckzuweisen. Weiter sei festzustellen, dass das Urteil des Steuergerichtshofs insoweit in Teilrechtskraft erwachsen sei, als es die direkte Bundessteuer 2006 betreffe.
Die Steuerverwaltung und das Kantonsgericht des Kantons Freiburg sowie die Eidgen�ssische Steuerverwaltung schliessen auf Abweisung der Beschwerde (soweit darauf �berhaupt einzutreten sei).
Mit Replik vom 22. November 2011 haben die Beschwerdef�hrer an ihrem Rechtsstandpunkt festgehalten.
1.1 Die Beschwerde ist grunds�tzlich zul�ssig (vgl. Art. 82 ff. BGG in Verbindung mit Art. 73 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]).
1.2 Nicht eingetreten werden kann allerdings auf den Antrag, es sei festzustellen, dass das vorinstanzliche Urteil in Bezug auf die direkte Bundessteuer in Rechtskraft erwachsen sei, denn ein schutzw�rdiges Interesse (vgl. dazu statt vieler BGE 126 II 300 E. 2c S. 303) an einer solchen Feststellung ist unter den vorliegend zu beurteilenden Umst�nden nicht gegeben.
1.3 Die Beschwerdeschrift hat gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG die Begehren und deren Begr�ndung zu enthalten; im Rahmen der Begr�ndung ist dabei in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Vorbringen m�ssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (vgl. u.a. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.). Eine diesen Anforderungen gen�gende Begr�ndung ist im vorliegenden Fall nicht in allen Punkten zu erkennen. Soweit eine hinreichende Begr�ndung fehlt, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.
1.4 Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist daher weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann die Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen oder sie mit einer vom angefochtenen Entscheid abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 130 III 136 E. 1.4 S. 140 mit Hinweis).
2.1 Die Beschwerdef�hrer machen geltend, der Schuldzinsenabzug sei schon deswegen zu bejahen, weil in dieser Sache �bereinstimmende sog. "Rulings" der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung sowie einiger kantonaler Steuerbeh�rden ergangen seien, welche das gew�hlte Vorgehen als zul�ssig und den geltend gemachten Abzug als rechtskonform eingestuft h�tten. Dagegen hat die Vorinstanz indessen �berzeugend festgehalten, dass im hier zu beurteilenden Bereich der Staats- und Gemeindesteuern einzig die Steuerbeh�rden des Kantons Freiburg zust�ndig gewesen w�ren, im Vorfeld �ber die Zul�ssigkeit eines gegebenenfalls problematischen Sachverhalts zu befinden. Da diese Beh�rden jedoch nicht angefragt wurden, sind sie nun durch die Zusagen anderer Steuerverwaltungen nicht gebunden.
Entgegen dieser Sichtweise heben sowohl die kantonale als auch die Eidgen�ssische Steuerverwaltung zutreffend hervor, dass die in Art. 102 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) vorgesehene Aufsichtsfunktion der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung nur die direkte Bundessteuer betrifft. Im vorliegend zu beurteilenden Bereich der Staatssteuer kann eine Stellungnahme der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung f�r den Kanton Freiburg selbst unter dem Gesichtspunkt des Grundsatzes von Treu und Glauben nicht verbindlich sein.
3.1 Nach Massgabe von Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 1 des Gesetzes des Kantons Freiburg vom 6. Juni 2000 �ber die direkten Kantonssteuern (DStG; SGF 631.1) k�nnen von den Eink�nften die privaten Schuldzinsen im Umfang der steuerbaren Verm�gensertr�ge und weiterer Fr. 50'000.-- abgezogen werden (�bereinstimmend: Art. 9 Abs. 2 lit. a StHG und Art. 33 Abs. 1 lit. a Satz 1 DBG). Satz 2 derselben kantonalrechtlichen Bestimmung lautet: "Nicht abzugsf�hig sind Schuldzinsen f�r Darlehen, die eine Kapitalgesellschaft einer an ihrem Kapital massgeblich beteiligten oder ihr sonstwie nahestehenden nat�rlichen Person zu Bedingungen gew�hrt, die erheblich von den im Gesch�ftsverkehr unter Dritten �blichen Bedingungen abweichen." Dieser zweite Satz ist in Art. 9 Abs. 2 lit. a StHG nicht enthalten, was unter dem Gesichtspunkt der vertikalen Steuerharmonisierung (vgl. dazu u.a. BGE 133 II 314 E. 3.2 S. 116; ASA 80 617 E. 2.2; 75 253 E. 6-7; StR 67/2012 683 E. 2.2; je mit weiteren Hinweisen) aber nicht gegen die Vorschrift kantonalen Rechts spricht. Denn derselbe Satz 2 ist - mit dem genau gleichen Wortlaut - auch in Art. 33 Abs. 1 lit. a DBG enthalten. Diese �bereinstimmung rechtfertigt es, in der Folge f�r die Auslegung der kantonalrechtlichen Bestimmung ebenfalls Lehrmeinungen zur DBG-Vorschrift zu zitieren.
3.2 Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR bezieht sich von Wortlaut und Inhalt her auf die allgemeine Praxis zu geldwerten Leistungen und auf den daf�r massgeblichen sog. Drittvergleich. In diesem Bereich gelten namentlich folgende Grunds�tze: Es ist einer Aktiengesellschaft an sich unbenommen, sogar ihrem Alleinaktion�r ein Darlehen in dem Umfang und zu den Bedingungen zu gew�hren, in deren Genuss auch ein unbeteiligter Dritter unter gleichen Umst�nden gekommen w�re (sog. Prinzip des "dealing at arm's length"). Dabei wird - unter Ber�cksichtigung aller konkreten Umst�nde des abgeschlossenen Gesch�fts - gepr�ft, ob die zu beurteilende Leistung im Vergleich zu �blichem und marktgerechtem Gesch�ftsgebaren als derart ungew�hnlich einzustufen ist, dass sie (so) nicht erbracht worden w�re, wenn der Leistungsempf�nger der Gesellschaft oder dem Anteilsinhaber nicht nahestehen w�rde (vgl. u.a. BGE 138 II 57 E. 2.2, 2.3 u. 3.1 S. 59 f. mit weiteren Hinweisen). Im Darlehensbereich gilt als geldwerte Leistung nicht nur der Verzicht auf Darlehens- und Verg�tungszinsen zugunsten von Aktion�ren oder ihnen nahestehenden Dritten (vgl. u.a. StR 66/2011 62 E. 3; 60/2005 24 E. 3.3 u. 4.2). Dar�ber hinaus kann sich die Leistung - ganz oder nur teilweise (vgl. u.a. StR 60/2005 24 E. 3.3 u. 4.2 sowie ASA 53 54 E. 7) - auf den Darlehensbetrag als solchen erstrecken, ob nun das Darlehen von Anfang an als simuliert einzustufen und mit dessen R�ckerstattung von Beginn weg nicht zu rechnen ist (vgl. ASA 72 736 E. 2.2) oder weil die Gesellschaft gegen�ber ihrem Anteilsinhaber oder der nahestehenden nat�rlichen Person erst im Nachhinein auf die R�ckerstattung des Darlehens verzichtet (vgl. u.a StE 2001 B 24.4 Nr. 58 E. 3).
Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR bezieht sich nicht auf die Aufrechnung von als Aufwendungen deklarierten Ertr�gen, sondern nur auf die Frage, ob der geltend gemachte Schuldzinsenabzug als zul�ssig anerkannt werden kann. Dabei geht es nicht so sehr um bevorzugte Zinskonditionen, sondern um F�lle, in denen die Darlehensgew�hrung als solche dem Drittvergleich nicht standh�lt (vgl. dazu schon ASA 53 54 E. 3-5 sowie PETER AGNER/BEAT JUNG/GOTTHARD STEINMANN, Kommentar zum Gesetz �ber die direkte Bundessteuer, 1995, Rz 3 zu Art. 33 DBG; PETER LOCHER, Kommentar zum DBG, Teil I, 2001, Rz 11 zu Art. 33; RAINER ZIGERLIG/GUIDO JUD, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht [I/2a], Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer [DBG], 2. Aufl., 2008, Rz 6 zu Art. 33; YVES NO�L, in: Danielle Yersin/Yves No�l [Hrsg.], Commentaire romand, Imp�t f�d�ral direct, 2008, Rz 12 zu Art. 33).
3.3 Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR beschr�nkt sich weiter auf solche Darlehensgestaltungen, bei denen der Kredit durch eine Gesellschaft an eine nat�rliche Person vergeben wird. Diese Beschr�nkung ergibt sich direkt aus dem Zweck und der Systematik von Art. 9 Abs. 2 lit. a StHG sowie Art. 34 Abs. 1 lit. a DStG/FR, d.h. der Notwendigkeit einer Begrenzung des Schuldzinsenabzugs gegen�ber grunds�tzlich ungerechtfertigten Inanspruchnahmen der im Privatverm�gensbereich an sich vorgesehenen Steuervorteile. Das gilt namentlich gegen�ber Schuldzinsen, die f�r ertragslose, nur auf die Erzielung von steuerfreien privaten Kapitalgewinnen (vgl. Art. 7 Abs. 4 lit. b StHG und Art. 17 Abs. 3 DStG/FR) ausgerichtete Investitionen aufgewendet werden und dem Pflichtigen bei uneingeschr�nkter Abzugsgew�hrung einen doppelten Steuervorteil verschaffen w�rden (vgl. BBl 1999 I 84 f.; MARKUS REICH, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht [I/2a], Bundesgesetz �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG], 2. Aufl., 2002, Rz 32 zu Art. 9; NO�L, a.a.O., Rz 5 zu Art. 33; ZIGERLIG/JUD, a.a.O., Rz 8 zu Art. 33; GION CLOPATH, La d�duction de la charge d'int�r�ts dits priv�s, ST 1999 247 f.).
Gegen�ber einer doppelten Inanspruchnahme von Steuervorteilen im Privatverm�gensbereich kann Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 1 DStG/FR (d.h. die Begrenzung des Schuldzinsenabzugs auf Fr. 50'000.--) bestenfalls bestimmte, besonders krasse Ausw�chse unterbinden (vgl. REICH, a.a.O., Rz 32 zu Art. 9; NO�L, a.a.O., Rz 5 zu Art. 33; ZIGERLIG/JUD, a.a.O., Rz 8 zu Art. 33). Diese Regelung stellt aber nur eine erste �ussere Grenze dar, innerhalb derer zwei weitere und strengere Einschr�nkungen zum Tragen kommen m�ssen: Zum einen der Ausschluss rechtsmissbr�uchlicher Schuldzinsenabz�ge unter dem Gesichtspunkt der Steuerumgehung, zum anderen eben die in Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR festgehaltene Verweigerung des Zinsenabzugs bei Darlehen, welche gegen�ber Beteiligten oder Nahestehenden unter erheblicher Abweichung von zwischen unabh�ngigen Dritten �blichen Gesch�ftsbedingungen gew�hrt worden sind.
3.4 Im Rahmen von Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR geht es vorab um "Schuldzinsen f�r Pseudodarlehen" (vgl. LOCHER, a.a.O., Rz 11 zu Art. 33, siehe auch FELIX RICHNER/WALTER FREI/STEFAN KAUFMANN/HANS ULRICH MEUTER, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl., 2009, Rz 25 zu Art. 33), d.h. um F�lle, in denen sich Pflichtige mit einer beherrschenden Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft von dieser formell Darlehen einr�umen lassen, deren Zweck letztlich darin liegt, bei der Gesellschaft angeh�ufte Gewinne steuerfrei in das pers�nliche Verm�gen zu �berf�hren und dabei gleichzeitig noch vom Abzug der vereinbarten Schuldzinsen zu profitieren (vgl. ZIGERLIG/JUD, a.a.O., Rz 6 zu Art. 33; NO�L, a.a.O., Rz 12 zu Art. 33).
Der Ausschluss der Abzugsf�higkeit soll aber keineswegs nur gegen�ber direkten Anteilsinhabern bei der Darlehensgeberin gelten, sondern auch f�r Kredite an nahestehende Personen, d.h. solche, zu denen wirtschaftliche oder pers�nliche (u.a. verwandtschaftliche) Verbindungen bestehen, welche nach den gesamten Umst�nden als eigentlicher Grund der zu besteuernden Leistung betrachtet werden m�ssen. Nahestehend sind auch Personen, denen der Aktion�r erlaubt, die Gesellschaft wie eine eigene zu benutzen (vgl. zum Ganzen BGE 138 II 57 E. 2.2 u. 2.3 S. 59f.; StR 66/2011 62 E. 2.2; 65/2010 66 E. 2.2; 64/2009 588 E. 3.2; ASA 72 736 E. 1; ASA 68 596 E. 2; ASA 65 397 E. 2a; je mit weiteren Hinweisen). Der Wortlaut von Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR bezieht sich auf "sonstwie nahestehende Personen". Diese weite Formulierung stimmt einerseits mit dem Zweck von Art. 9 Abs. 2 lit. a StHG und Art. 34 Abs. 1 lit. a DStG/FR insgesamt �berein, in bestimmten F�llen ungerechtfertigte Inanspruchnahmen des Schuldzinsenabzugs auch noch dort zu verhindern, wo die Beschr�nkung von Satz 1 zu kurz greift (vgl. oben E. 3.3 in fine). Andererseits wird deutlich, dass im hier massgeblichen Spezialbereich keine engere Betrachtungsweise als im Rahmen der allgemeinen Praxis gelten soll: Als nahestehende Personen der kreditgew�hrenden Gesellschaft k�nnen hier ebenfalls all diejenigen eingestuft werden, zu denen wirtschaftliche oder pers�nliche Verbindungen irgendwelcher Art bestehen, solange diese nur nach den gesamten Umst�nden als urs�chlich f�r die un�bliche Darlehensgestaltung zu betrachten sind.
4.1 Im vorliegend zu beurteilenden Fall stellt sich die Frage einer Verweigerung des Schuldzinsenabzugs namentlich deshalb, weil die zum Abzug geltend gemachten Schuldzinsen auf einem Anlagekonzept beruhten, das im Wesentlichen durch das Zusammenspiel zweier steuervermindernder Mechanismen gepr�gt war:
Die sich aus der Fremdfinanzierung zu 90 % ergebenden j�hrlichen Schuldzinsen wurden bei ihrer F�lligkeit nicht durch die Investoren entrichtet, sondern jeweils zur Schuld geschlagen und durch zus�tzliche Darlehen finanziert, welche die Limited Partnership ebenfalls bei der Finanzierungsgesellschaft f�r ihre Teilhaber aufnahm. Diese Gesch�ftsverh�ltnisse waren also auf eine Weise gestaltet, die es den Investoren erlauben sollte, die ihnen von der Limited Partnership belasteten Schulden und Schuldzinsen bei den Schweizer Steuern vollumf�nglich zum Abzug zu bringen.
Gem�ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist der Einsatz von erheblichen Fremdmitteln in der privaten Verm�gensverwaltung un�blich. Deshalb stuft die Praxis eine betr�chtliche Fremdfinanzierung regelm�ssig als gewichtiges Indiz gegen eine private Verm�gensverwaltung und f�r das Vorliegen eines gewerbsm�ssigen Wertschriftenhandels ein (vgl. u.a. StR 66/2011 950 E. 2.2; ASA 69 652 E. 3a u. 788 E. 2c). Vorliegend ist an sich unbestritten, dass die Beschwerdef�hrer nicht als gewerbsm�ssige Wertschriftenh�ndler zu qualifizieren sind und sie die in Australien investierten Anlagemittel in ihrem Privatverm�gen hielten. Dennoch wich das hier gew�hlte Gesch�ftsmodell entscheidend von einer �blichen Gestaltung privater Verm�gensverwaltung ab. Das geschah insofern, als private Investoren in ein von Wertschriftenh�ndlern entwickeltes Modell gewerbsm�ssiger Anlage miteinbezogen wurden, und zwar so, dass dieses Modell ganz gezielt die in der Schweiz f�r den Privatverm�gensbereich gesetzlich vorgesehenen Steuervorteile kumulativ und bis zur �ussersten Grenze ausnutzen sollte (vgl. oben E. 4.1.1 u. 4.1.2). Im genannten Rahmen ging es letztendlich nicht um b�rsenbezogene Faktoren (wie z.B. Anlagerentabilit�t oder -risiko), sondern um deren steuerminimierende Verwertung.
Dabei ergibt sich die hier anzunehmende Beziehungsn�he nicht nur aus der erheblichen Abweichung der Darlehensgestaltung gegen�ber den unter Unabh�ngigen und Marktverh�ltnissen geltenden Gesch�ftsbedingungen (in dem Sinne, dass bei Erf�llung der einen Voraussetzung gleichzeitig auch die andere gegeben w�re). Zum Verh�ltnis zwischen den beiden Voraussetzungen ergibt sich vielmehr Folgendes: Unter dem ersten Gesichtspunkt geht es im Wesentlichen um die Gew�hrung einer g�nzlich un�blichen Haftungsbeschr�nkung in einem nicht prim�r (nur) auf die Erzielung von B�rsengewinnen, sondern auf deren steuerminimierende Ausnutzung ausgerichteten Anlagemodell. Beim zweiten Aspekt steht im Vordergrund, dass das spezifische Anlagemodell auf dem ebenso aussergew�hnlichen Miteinbezug der Investoren in das innerhalb der australischen Bankengruppe herrschende Gesellschaftsgeflecht beruhte. Durch die den Investoren gebotene M�glichkeit, �ber die vom General Partner beherrschten Gesellschaften im genannten Sinn und Ausmass zu verf�gen, wurde eine besondere Beziehungsn�he geschaffen. Diese Beziehungsn�he, ohne welche die erheblichen Abweichungen von den Marktbedingungen nicht zugestanden worden w�ren, muss somit als wesentliche Ursache der un�blichen Gesch�ftsbedingungen betrachtet werden.
4.3 Die Vorinstanz hat sich auf die bundesgerichtliche Praxis zur Steuerumgehung gest�tzt, um den von den Beschwerdef�hrern beantragten Schuldzinsenabzug zu verweigern. Es er�brigt sich, den vorliegenden Fall unter diesem Gesichtspunkt n�her zu pr�fen, nachdem schon die Auslegung der spezifischen kantonalrechtlichen Bestimmung zum gleichen Ergebnis f�hren muss (vgl. dazu auch oben E. 1.4).
Was die Beschwerdef�hrer gegen die Aufrechnung der geltend gemachten Schuldzinsen bei ihrem steuerbaren Einkommen einwenden, vermag ein anderes Ergebnis nicht zu rechtfertigen:
Vorab ist festzuhalten, dass sie diesbez�glich nur unter dem Gesichtspunkt der Steuerumgehung argumentieren und den hier im Mittelpunkt stehenden Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR ausser Acht lassen. Es trifft zwar zu, dass sich auch die Vorinstanz nur auf den Aspekt der Steuerumgehung gest�tzt hat (vgl. oben E. 4.3). Die rechtskundig vertretenen Beschwerdef�hrer m�ssen indessen sowohl um ihre Begr�ndungspflicht gem�ss Art. 42 BGG (vgl. oben E. 1.3) als auch darum gewusst haben, dass das Bundesgericht das Recht von Amtes wegen anwendet (vgl. oben E. 1.4). Wer darzulegen hat, inwiefern das angefochtene Urteil die massgeblich anwendbaren Rechtsvorschriften verletzt, der muss das - innerhalb der gleichen Gesetzesbestimmung - auch in Bezug auf den zweiten Satz desselben Absatzes tun. Es er�brigt sich indessen, dieser Frage weiter nachzugehen, da die von den Beschwerdef�hrern vorgebrachten Argumente unter den gegebenen Umst�nden als auf beide Probleme bezogen betrachtet werden k�nnen und ohnehin nicht zu �berzeugen verm�gen.
Unzutreffend ist namentlich die Behauptung, es sei der Wille des Gesetzgebers gewesen, die von einem Steuerpflichtigen geltend gemachten Schuldzinsen bis zu einem die entsprechenden Verm�gensertr�ge um Fr. 50'000.-- �bersteigenden Betrag aus Gr�nden der Rechtssicherheit auf jeden Fall zum Abzug zuzulassen. Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 1 DStG/FR kann keineswegs so verstanden werden, dass in einem solchen vermeintlichen "Freibereich" u.a. nicht mehr gepr�ft werden d�rfte, ob die Inanspruchnahme des Schuldzinsenabzugs eine Steuerumgehung darstellt oder unter Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR f�llt (vgl. oben E. 3.3 in fine). Die von den Beschwerdef�hrern in diesem Sinne vorgebrachten Zitate aus dem Gesetzgebungsprozess bzw. aus der Lehre sagen denn auch nichts aus, was mit der genannten Behauptung �bereinstimmen w�rde.
Hier beruhte jeder der beiden steuervermindernden Mechanismen (vgl. oben E. 4.1.1 u. 4.1.2) auf dem Zusammenspiel mehrerer Elemente. Dann kann es aber nicht gen�gen, wie die Beschwerdef�hrer dies tun, in Bezug auf solche einzelne Elemente und bei isolierter Betrachtung zu argumentieren, es handle sich jeweils um durchaus markt�bliche bzw. keineswegs missbr�uchliche Vorg�nge. Das gilt umso mehr, als das erw�hnte Zusammenspiel der Elemente und Mechanismen in durchaus ausgekl�gelter Form auf die doppelte Inanspruchnahme bzw. Maximierung von Steuervorteilen ausgerichtet war. Durch einen aussergew�hnlichen Miteinbezug der Investoren in das Gesellschaftsgeflecht der australischen Bankengruppe erm�glichte das Anlagemodell als Ganzes, Darlehensbedingungen zu gew�hren, die erheblich von den g�ngigen Marktbedingungen abwichen.
F�r die Widerlegung zahlreicher anderer Argumente der Beschwerdef�hrer kann auf die verschiedenen Stellungnahmen der kantonalen und der eidgen�ssischen Steuerverwaltung verwiesen werden, sei es gegen�ber dem kantonalen Steuergerichtshof oder im vorliegenden Verfahren. Wenn z.B. die Argumentation der Vorinstanz, es liege kein ordentliches Darlehen vor, von den Beschwerdef�hrern als neu und deshalb unzul�ssig eingestuft wird, so ist dem zutreffend entgegengesetzt worden, dass das Kantonsgericht nicht an die Vorbringen der Parteien gebunden ist und auch nicht dem Novenverbot untersteht. �berzeugend sind die genannten Stellungnahmen auch insoweit, als sie aufzeigen, dass der hier massgebliche Sachverhalt nicht ohne weiteres mit der Fremdfinanzierung einer Kapitalversicherung mittels Einmalpr�mie gleichgesetzt werden darf, genauso wenig mit der von Banken verlangten Eigenmittelquote oder der steuerlichen Behandlung von Termingesch�ften.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde unbegr�ndet, soweit darauf einzutreten ist. Es besteht somit auch kein Raum f�r eine teilweise Gew�hrung des Schuldzinsenabzugs oder f�r eine R�ckweisung an die Veranlagungsbeh�rde. Dementsprechend werden die Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (vgl. Art. 65 f. BGG).
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, der Steuerverwaltung des Kantons Freiburg, dem Kantonsgericht Freiburg, Steuergerichtshof, sowie der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.