Source: https://www.ferner-alsdorf.de/gewerblicher-rechtsschutz/urheberrecht__fotorecht-die-panoramafreiheit-im-urheberrecht-59-urhg-rechtsanwalt__rechtsanwalt-alsdorf__8413/
Timestamp: 2020-04-08 02:13:48
Document Index: 227558232

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§59', '§51', '§51']

Das „Werk“, also etwa eine Skulptur oder ein Haus dessen Ansicht/Gestaltung Schutz genießen würde, muss sich an einem öffentlichen Weg etc. befinden. Das heisst im Umkehrschluss erst einmal, dass es sich nicht auf einem öffentlichen Platz befinden muss. Es reicht, dass es vom öffentlichen Weg aus sichtbar ist. Öffentlicher Weg ist dabei nicht nur, was der Öffentlichkeit gewidmet ist (also etwa der städtische Bürgersteig), sondern mitunter auch der frei zugängliche Privatweg. Die Öffentlichkeit endet aber dort, wo man Hilfsmittel braucht: Hubschrauber, Leitern, Flugdrohnen etc.
Diese Einschränkung klingt selbstverständlich, geht mit dem BGH aber noch etwas weiter: Geschützt ist wirklich nur, was vom öffentlichen Grund aus sichtbar ist. Damit ist auch die konkrete Ansicht gemeint. Wenn man z.B. mit Erlaubnis eines Wohnungsinhabers von dessen Balkon aus ein Haus aus einer Ansicht fotografiert, die es vom öffentlichen Grund aus nicht gibt, fällt dies nicht mehr unter die Panoramafreiheit. So entschied der BGH in der so genannten „Hundertwasserhaus“-Entscheidung (BGH, I ZR 192/00).
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Veröffentlicht am 19. Oktober 2012 27. Dezember 2019 Autor Rechtsanwalt Jens FernerKategorien UrheberrechtSchlagwörter drohne, Fotorecht, graffiti, Oberlandesgericht Köln, panoramafreiheit, schranke-urheberrecht, unterlassungsanspruch
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