Source: https://recht.sachsen.de/vorschrift/3981
Timestamp: 2019-04-23 15:02:40
Document Index: 138483792

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 18', '§ 38', '§ 30', '§ 7', '§ 31', '§ 31', '§ 31', '§ 75', '§ 19', '§ 18', '§ 38']

REVOSax Landesrecht Sachsen - Ausbildungs- und Prüfungsordnung für den höheren Forstdienst – APrOhFD
(Ausbildungs- und Prüfungsordnung für den höheren Forstdienst – APrOhFD) 1
Aufgrund von § 4 Abs. 3, § 18 Abs. 2 und § 38 Abs. 3 des Beamtengesetzes für den Freistaat Sachsen ( SächsBG ) vom 17. Dezember 1992 (SächsGVBl. S. 615) wird im Einvernehmen mit den Staatsministerien des Innern und der Finanzen verordnet:
(3) Vor der Einstellung in den Vorbereitungsdienst muß ein Führungszeugnis zur Vorlage bei einer Behörde (§ 30 Abs. 5 des Bundeszentralregistergesetzes) vorliegen, das bei der Entscheidung über die Zulassung nicht älter als drei Monate sein soll. Das Führungszeugnis ist vom Bewerber bei der Meldebehörde zur Vorlage bei dem Staatsbetrieb Sachsenforst zu beantragen.
(4) Es können nur soviele Bewerber zum Vorbereitungsdienst zugelassen werden, wie Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen. 3
(2) Das Staatsministerium teilt die Forstreferendare dem Staatsbetrieb Sachsenforst zur Ausbildung zu und führt die Aufsicht über die Ausbildung. Der Staatsbetrieb Sachsenforst weist die Forstreferendare den einzelnen Ausbildungsstellen zu (§ 7). 4
Ausbildungsstellen nach Maßgabe dieser Verordnung sind der Staatsbetrieb Sachsenforst, die Landkreise und die Kreisfreien Städte. 5
(1) Ausbildungsleiter und Dienstvorgesetzter ist der Geschäftsführer des Staatsbetriebes Sachsenforst. Er ist für die Ausbildung nach den Bestimmungen dieser Verordnung verantwortlich.
(2) Ausbildungsbediensteter ist derjenige Bedienstete des höheren Forstdienstes, dem der Forstreferendar zugewiesen ist. Ihm obliegt die Ausbildung des Forstreferendars im einzelnen. 6
(5) Das Staatsministerium kann die Reihenfolge und die Dauer der Ausbildungsabschnitte ändern. 7
(4) Der Forstreferendar hat acht vom Ausbildungsleiter gestellte Aufgaben aus dem Zuständigkeitsbereich eines Forstbezirkes schriftlich zu bearbeiten. Der Ausbildungsleiter bewertet die Arbeiten.
(5) Der Staatsbetrieb Sachsenforst kann die Ableistung des Vorbereitungsdienstes bei einem körperschaftlichen Forstamt oder einem privaten Forstbetrieb bis zur Dauer von drei Monaten zulassen. Voraussetzung ist jedoch, daß die Ausbildung von einer geeigneten Fachkraft geleitet wird, die die Laufbahnprüfung für den höheren Forstdienst bestanden hat. 8
(2) Der Forstreferendar hat zwei vom Ausbildungsbediensteten gestellte Aufgaben schriftlich zu bearbeiten. 9
(2) Der Forstreferendar hat während dieser Zeit selbständig eine praxisbezogene Projektarbeit zu fertigen. Das Thema wird vom Ausbildungsbediensteten festgelegt; dieser bewertet die Projektarbeit entsprechend § 31. 10
In diesem Ausbildungsabschnitt ist der Forstreferendar in die Verfahren der Forsteinrichtung und Standortskunde sowie in die Aufgaben einer Saatgutberatungsstelle einzuführen. Er hat selbständig ein Forsteinrichtungswerk zu fertigen. Die Zuweisung eines geeigneten Objekts erfolgt durch den Ausbildungsbediensteten. Der Ausbildungsbedienstete bewertet die Arbeit entsprechend § 31. 11
In diesem Ausbildungsabschnitt werden dem Forstreferendar allgemeine Verwaltungs- und Rechtsgrundlagen vermittelt. Außerdem wird der Forstreferendar in die Aufgaben des Staatsbetriebes Sachsenforst und der obersten Forstbehörde eingeführt. 12
Dieser Ausbildungsabschnitt dient der häuslichen Prüfungsvorbereitung und der Durchführung der Großen Forstlichen Staatsprüfung. Während dieser Zeit wird der Forstreferendar in der Regel dem Forstbezirk zugewiesen, in dem er den Ausbildungsabschnitt I absolviert hat. 13
Nach dem Ausbildungsabschnitt I beurteilt der Forstbezirksleiter, nach den Ausbildungsabschnitten II, III und IV der jeweilige Ausbildungsbedienstete die Eignung und fachliche Leistung des Forstreferendars. Die Beurteilung muß erkennen lassen, ob der Forstreferendar das Ziel des Ausbildungsabschnittes erreicht hat. Die Beurteilung enthält eine Bewertung entsprechend § 31. Sie ist ihm zu eröffnen und mit ihm zu besprechen. Die Eröffnung und etwaige Äußerungen des Forstreferendars sind aktenkundig zu machen. 14
Die Große Forstliche Staatsprüfung ist nicht öffentlich. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann weiteren Personen, bei denen ein dienstliches Interesse besteht, die Anwesenheit gestatten. § 75 des Sächsischen Personalvertretungsgesetzes (SächsPersVG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 25. Juni 1999 (SächsGVBl. S. 430), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 29. Januar 2008 (SächsGVBl. S. 137, 144) bleibt unberührt. 15
(3) Der Prüfungsausschusses besteht aus fünf Mitgliedern, die vom Staatsministerium berufen werden. Vier Mitglieder des Prüfungsausschusses müssen die Befähigung zum höheren Forstdienst und ein Mitglied muss die Befähigung zum Richteramt besitzen.
(8) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses leitet die Prüfung. Der Prüfungsausschuß ist beschlußfähig, wenn mindestens zwei Drittel der Mitglieder, darunter der Vorsitzende oder sein Stellvertreter, anwesend sind. Beschlüsse des Prüfungsausschusses werden mit Stimmenmehrheit gefaßt. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden oder seines Stellvertreters. Stimmenthaltung gilt als Ablehnung. 16
Übergangs- und Schlussvorschriften 17
Für Forstreferendare, die den Vorbereitungsdienst vor dem 5. Juni 2007 angetreten haben, gilt diese Verordnung in der am 31. Juli 2008 geltenden Fassung bis zur Beendigung des Beamtenverhältnisses gemäß § 19 Abs. 2 fort, sofern der Vorbereitungsdienst sich nicht aus den in § 18 oder § 38 Abs. 2 genannten Gründen verlängert. Verlängert sich der Vorbereitungsdienst, bestimmt das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft Dauer und Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte.
Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. März 1993 in Kraft. 18
Quelle: REVOSax http://recht.sachsen.de/vorschrift/3981 Stand vom 23.04.2019