Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BGH_20_10_2010_XII_ZR_53_09_Ermittlung_des_ehebedingten_Nach-d4158261.html
Timestamp: 2016-12-04 12:51:20
Document Index: 106943351

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1573', '§ 1574', '§ 1577', '§ 1578', '§ 1578', '§ 287', '§ 323', '§ 36', '§ 1573', '§ 287', '§ 36', '§ 1578', '§ 1574', '§ 287', '§ 1578', '§ 1578', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.10.2010 - XII ZR 53/09 - Ermittlung des ehebedingten Nachteils anhand der Differenz der Feststellungen zum angemessenen Lebensbedarf des Unterhaltsberechtigten und des von ihm erzielten oder erzielbaren Einkommens; Ausreichende Darlegung eines erzielbaren Einkommens durch den Unterhaltsberechtigten durch Vortrag einer als üblich anzusehenden Gehaltssteigerung in einer bestimmten Höhe mit zunehmender Berufserfahrung; Erforderlichkeit einer exakten Feststellung zum hypothetisch erzielbaren Einkommen des Unterhaltsberechtigten trotz feststehender Nachteile; Aufarbeitung eines ehelichen Fehlverhaltens bei der Abwägung i.R.d. Herabsetzung und zeitlichen Begrenzung des Unterhalts wegen Unbilligkeit | Urteile auf anwalt24.de
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BGH, 20.10.2010 - XII ZR 53/09 - Ermittlung des ehebedingten Nachteils anhand der Differenz der Feststellungen zum angemessenen Lebensbedarf des Unterhaltsberechtigten und des von ihm erzielten oder erzielbaren Einkommens; Ausreichende Darlegung eines erzielbaren Einkommens durch den Unterhaltsberechtigten durch Vortrag einer als üblich anzusehenden Gehaltssteigerung in einer bestimmten Höhe mit zunehmender Berufserfahrung; Erforderlichkeit einer exakten Feststellung zum hypothetisch erzielbaren Einkommen des Unterhaltsberechtigten trotz feststehender Nachteile; Aufarbeitung eines ehelichen Fehlverhaltens bei der Abwägung i.R.d. Herabsetzung und zeitlichen Begrenzung des Unterhalts wegen Unbilligkeit
BundesgerichtshofUrt. v. 20.10.2010, Az.: XII ZR 53/09Gericht: BGHEntscheidungsform: UrteilDatum: 20.10.2010Referenz: JurionRS 2010, 26380Aktenzeichen: XII ZR 53/09 Verfahrensgang:vorgehend:AG Hanau - 14.08.2008 - AZ: 63 F 1699/07OLG Frankfurt am Main - 03.03.2009 - AZ: 3 UF 275/08Rechtsgrundlagen:§ 1573 BGB§ 1574 BGB§ 1577 BGB§ 1578 BGB§ 1578b BGB§ 287 ZPO§ 323 ZPO a.F.§ 36 Nr. 1 EGZPOFundstellen:FamRB 2011, 2FamRZ 2010, 2059-2062FF 2011, 42-43FK 2011, 19FuR 2011, 100-103JurBüro 2011, 165JuS 2011, 177-178MDR 2010, 1461-1462MittBayNot 2011, 234-238NJ 2011, 158-159NJW-Spezial 2011, 5ZAP 2011, 11ZAP EN-Nr. 12/2011ZFE 2011, 67Amtlicher Leitsatz:BGB §§ 1573, 1574, 1578, 1578 b; ZPO §§ 287, 323 aF; EGZPO § 36 Nr. 1a)Um den ehebedingten Nachteil der Höhe nach bemessen zu können, muss der Tatrichter Feststellungen zum angemessenen Lebensbedarf des Unterhaltsberechtigten im Sinne des § 1578 b Abs. 1 Satz 1 BGB und zum Einkommen treffen, das der Unterhaltsberechtigte tatsächlich erzielt bzw. gemäß §§ 1574, 1577 BGB erzielen könnte. Die Differenz aus den beiden Positionen ergibt grundsätzlich den ehebedingten Nachteil. b)Der Unterhaltsberechtigte kann im Einzelfall seiner - sekundären - Darlegungslast genügen, wenn er vorträgt, dass in dem von ihm erlernten Beruf Gehaltssteigerungen in einer bestimmten Höhe mit zunehmender Berufserfahrung bzw. Betriebszugehörigkeit üblich sind. c)Bei feststehenden Nachteilen ist eine exakte Feststellung zum hypothetisch erzielbaren Einkommen des Unterhaltsberechtigten nicht notwendig. Die Tatsachengerichte können sich bei geeigneter Grundlage einer Schätzung entsprechend § 287 ZPO bedienen. Das Gericht muss in der Entscheidung jedoch die tatsächlichen Grundlagen seiner Schätzung und ihre Auswertung in objektiv nachprüfbarer Weise angeben. d)Bei den in § 1578 b BGB aufgeführten Kriterien handelt es sich um objektive Umstände, denen kein Unwerturteil bzw. keine subjektive Vorwerfbarkeit anhaftet, weshalb im Rahmen der Abwägung des § 1578 b BGB keine Aufarbeitung ehelichen Fehlverhaltens stattfindet. Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die mündliche Verhandlung vom 20. Oktober 2010 durch die Vorsitzende Richterin Dr. Hahne, die Richterinnen Weber-Monecke und Dr. Vézina sowie die Richter Schilling und Dr. Günter für Recht erkannt: Tenor:Auf die Revision des Klägers wird das Urteil des 3. Senats für Familiensachen des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 3. März 2009 aufgehoben. Der Rechtsstreit wird zur erneuten Verhandlung und Entscheidung - auch über die Kosten des Revisionsverfahrens - an das Oberlandesgericht zurückverwiesen. BGH, 20.10.2010BGH, 20.10.2010
19.04.2011 - 941 mal gelesen.Autor: Rechtsanwalt Mathias Henke aus DortmundRechtsanwalt – Tip – Unterhaltsrecht: Ehebedingter Nachteil bei freiwilliger Aufgabe der Erwerbstätigkeit während der Ehezeit ?Der Bundesgerichtshof (BGH) – XI ZR 108/09- hat in einer aktuellen Entscheidung hinsichtlich einer in der Praxis recht häufigen Fallgestaltung klargestellt, dass bei Aufgabe und Beendigung eines… mehr