Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20R%2046/15
Timestamp: 2019-03-23 15:49:04
Document Index: 24987252

Matched Legal Cases: ['§ 162', '§ 7', '§ 119', '§ 157', '§ 125', '§ 162', '§ 7', '§ 162', '§ 7', '§ 7', '§ 1', '§ 41']

BFH, 30.08.2017 - II R 46/15 - dejure.org
§ 162 Abs 1 AO, § 7 Abs 1 Nr 1 ErbStG 1997, § 119 Abs 1 AO, § 157 Abs 1 AO, § 125 Abs 1 AO
AO § 162 Abs. 1; ErbStG § 7 Abs. 1 Nr. 1
AO § 162 Abs. 1 ; ErbStG § 7 Abs. 1 Nr. 1
Keine Arbeitnehmerüberlassung: Sponsor schenkt Fußballverein Spieler
Sponsor finanziert Fußballspieler - Überlässt ein Sponsor Spieler kostenlos einem Fußballverein, muss der Verein dafür Schenkungssteuer zahlen
ErbStG § 7 Abs 1 Nr 1, ErbStG § 1 Abs 1 Nr 2, AO § 41 Abs 2 S 1
Schenkungsteuer, Scheinvertrag, Gehalt
Kurznachricht zu "Schenkung ohne Zuwendung: Der BFH im Abseits des Zivil- und Gesellschaftsrechts" von RA/FAStR Dr. Joachim Borggräfe und RAin/StBin Mona-Larissa Staud, original erschienen in: DStR 2018, 833 - 844.
BVerfG - 1 BvR 1599/18 (anhängig)
BFHE 259, 370
NJW 2018, 813
NZA 2018, 158
BB 2017, 2981
NZA-RR 2018, 109
Es kann dahingestellt bleiben, ob der angefochtene Schenkungsteuerbescheid den verwirklichten Steuertatbestand hinreichend konkret bezeichnet (vgl. dazu BFH-Urteil vom 30.08.2017 II R 46/15, BFHE 259, 370, BFH/NV 2018, 125).
Eine freigebige Zuwendung setzt in objektiver Sicht voraus, dass die Leistung zu einer Bereicherung des Bedachten auf Kosten des Zuwendenden führt und die Zuwendung objektiv unentgeltlich ist, und in subjektiver Hinsicht den Willen des Zuwendenden zur Freigebigkeit (BFH-Urteile vom 30.08.2017 II R 46/15, BFHE 259, 370, BFH/NV 2018, 125; vom 23.06.2015 II R 52/13, BFHE 250, 215, BStBl II 2015, 960; vom 27.08.2014 II R 43/12, BFHE 246, 506, BStBl II 2015, 241).
Wurde - wie hier - nicht ein eigentlich entgeltlicher Vertrag tatsächlich unentgeltlich durchgeführt und dadurch tatsächlich auf ein Entgelt bzw. Wertersatz verzichtet (vgl. BFH-Urteil vom 30.08.2017 II R 46/15, BFHE 259, 370), sondern im Valutaverhältnis eines Vertrags zugunsten Dritter auf Grundlage einer Gefälligkeit eine Reiseleistung von vornherein unentgeltlich verschafft, entsteht ohne die tatsächliche Ersparnis von Aufwendungen kein Wertersatzanspruch, auf den verzichtet werden könnte.
Die Rechtsprechung geht dann von dem Bestehen eines quasi-entgeltlichen Verhältnisses aus, in dem ein angemessener Ausgleichsanspruch besteht (vgl. BFH-Urteil vom 30.08.2017 II R 46/15, BFHE 259, 370, BFH/NV 2018, 125).
Revision eingelegt - BFH-Az.: II R 46/15.
Hierauf weist auch das Niedersächsische Finanzgericht in seinem Urteil vom 18.03.2015 (3 K 174/14, EFG 2016, Revision beim BFH anhängig unter II R 46/15) hin.
Erforderlich hierfür ist eine Vermögensverschiebung, d.h. eine Vermögensminderung auf der Seite des Zuwendenden und eine Vermögensmehrung auf der Seite des Zuwendungsempfängers (BFH-Urteil vom 30. August 2017 II R 46/15, BFHE 259, 370, Rz 29).