Source: https://www.diebewertung.de/kommanditgesellschaft-ms-cpo-trieste-offen-reederei-gmbh-co-viele-unbekannte-trotzdem-eine-ordentliche-bilanz/
Timestamp: 2017-12-12 13:56:55
Document Index: 317961714

Matched Legal Cases: ['§ 238', '§ 288', '§ 267', '§ 264', '§ 275', '§ 317']

Kommanditgesellschaft MS "CPO TRIESTE" Offen Reederei GmbH & Co-Viele Unbekannte trotzdem eine ordentliche Bilanz - Diebewertung
Kommanditgesellschaft MS „CPO TRIESTE“ Offen Reederei GmbH & Co-Viele Unbekannte trotzdem eine ordentliche Bilanz
Zumindest im Bereich der Schiffsfonds. Hier ist man ja seit Jahren eigentlich nur „Minus Ergebnisse“ von den Beteiligungen gewohnt. Hier ist es einmal ein ordentliches Plus. Trotzdem zeigt diese Bilanz auch einmal auf, wo die Gefahren und wie die aktuelle Situation der Schiffahrt im Gütertzransport steht.
Gegenstand der Kommanditgesellschaft MS “CPO TRIESTE“ Offen Reederei GmbH & Co., Hamburg (im Folgenden auch kurz „MS “CPO TRIESTE“ KG“ oder „Gesellschaft“ genannt) ist der Erwerb, der Betrieb, die Vercharterung oder sonstige Beschäftigung und die Veräußerung von Schiffen, insbesondere des MS “CPO TRIESTE“, sowie alle unmittelbar oder mittelbar diesem Geschäftszweck dienenden und ihn fördernden Geschäfte und Maßnahmen.
Das Containerschiff (ca. 154.664 tdw, Kapazität 13.050 TEU1) wurde von Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering Co., Ltd., Seoul / Südkorea, am 1. Dezember 2011 an die MS „CPO TRIESTE“ KG übergeben.
Zur teilweisen Finanzierung des Containerschiffes stellten die Deutsche Schiffsbank AG und die Bayerische Landesbank der Gesellschaft ein erstrangiges Schiffshypothekendarlehen in Höhe von USD 123,40 Mio (EUR 91,46 Mio) zur Verfügung, welches am 1. Dezember 2011 in voller Höhe in Anspruch genommen wurde. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 15 Jahren und ist vierteljährlich zu tilgen.
Des Weiteren wurde zur Finanzierung des Schiffes Kommanditkapital in Höhe von USD 64,80 Mio (EUR 47,5 Mio) eingeworben.
Nachdem das globale Bruttoinlandsprodukt im ersten Halbjahr 2014 nur sehr verhalten zugenommen hatte, legte es im dritten Quartal 2014 spürbar kräftiger zu. Auch der Welthandel, der in der ersten Jahreshälfte nur sehr schwach gestiegen war, zog spürbar an. Gemessen am mittelfristigen Trend ist die Zuwachsrate allerdings nach wie vor moderat.
Die weltwirtschaftliche Dynamik wird sich in den Jahren 2015 und 2016 allmählich verstärken. Der Anstieg der Weltproduktion gerechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten wird sich von 3,4 Prozent im Jahr 2014 auf 3,7 Prozent bzw. 3,9 Prozent in den Jahren 2015 und 2016 erhöhen. Bei diesem Expansionstempo dürfte die Auslastung der weltweiten Produktionskapazitäten im Durchschnitt der kommenden beiden Jahre leicht zulegen. Der Welthandel nahm 2014 mit einer Rate von knapp 3,2 Prozent nur schwach zu. Für 2015 und 2016 erwarten wir eine moderate Beschleunigung auf 4,5 bzw. 5,5 Prozent. Insbesondere für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften ist für die kommenden beiden Jahre 2015 und 2016 eine höhere Zuwachsrate in Sicht, als sie in den beiden vergangenen Jahren verzeichnet wurde.
Eine insgesamt weiter sehr expansive Geldpolitik und Anregungen vonseiten des Ölpreises begünstigen die Konjunktur und fallen angesichts fortschreitender Entschuldungsprozesse im privaten Sektor zunehmend auf fruchtbaren Boden. Zudem verlieren bremsende Einflüsse von der Finanzpolitik in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften insgesamt an Gewicht. Die Schwellenländer werden von der stärkeren Nachfrage in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften profitieren, strukturelle Probleme verhindern aber eine rasche Rückkehr zu hohen Expansionsraten.
Der starke Rückgang des Ölpreises bis Januar 2015 ist in einem strukturellen Angebotsüberschuss begründet. Dieser massive Preisverfall ist nicht auf verminderte Nachfrageerwartungen, etwa infolge eines aufkommenden Konjunkturpessimismus zurückzuführen, sondern auf steigende Produktion außerhalb der OPEC und hier insbesondere in den Vereinigten Staaten. Dafür, dass angebotsseitige Faktoren entscheidend sind, spricht auch, dass die Preise für andere Rohstoffe in den vergangenen Monaten nicht gesunken, sondern tendenziell sogar leicht gestiegen sind. Den Preissturz ausgelöst hatte die Entscheidung Saudi-Arabiens, auf diese Situation nicht mit einem Zurückfahren seiner Produktion zu reagieren, sondern niedrigere Preise zu akzeptieren, um die Anreize zur häufig sehr teuren Erschließung neuer Ölvorkommen zu vermindern und auf längere Sicht seinen Marktanteil zu schützen. Die niedrigeren Ölpreise regen die Konjunktur an, vor allem in den Importländern, aber auch weltweit.2
Anfang des Jahres 2015 umfasste die weltweite Containerflotte 5.035 Containerschiffe mit insgesamt 18,4 Millionen TEU. Davon entfallen 1,9 Prozent der Weltflotte beziehungsweise 96 Containerschiffe auf die Größenklasse 13.300 TEU und größer. Der Nachfragetrend (Orderbook) geht dabei in Richtung von Schiffen im oberen Größenklassensegment.3
Cellular Fleet Breakdown Cellular Orderbook Fleet Breakdown
All cellular ships All cellular ships
Size Range TEU Untis TEU Size Range TEU Units TEU
18.000 – 20.000 15 276.380 18.000 – 20.000 34 643.588
13.300 – 17.999 81 1.147.483 13.300 – 17.999 68 994.639
10.000 – 13.299 169 2.021.012 10.000 – 13.299 35 361.432
7.500 – 9.999 404 3.527.503 7.500 – 9.999 95 869.368
5.100 – 7.499 501 3.086.765 5.100 – 7.499 11 69.594
4.000 – 5.099 745 3.378.484 4.000 – 5.099 9 42.541
3.000 – 3.999 255 883.731 3.000 – 3.999 20 73.106
2.000 – 2.999 649 1.650.462 2.000 – 2.999 77 183.556
1.500 – 1.999 575 981.943 1.500 – 1.999 58 101.643
1.000 – 1.499 679 790.299 1.000 – 1.499 39 43.218
500 – 999 765 567.434 500 – 999 8 5.402
100 – 499 197 63.076 100 – 499
TOTAL 5.035 18.374.572 TOTAL 454 3.388.087
Das Verhältnis von Neubestellungen zum vorhandenen Flottenbestand (Orderbook-to-Fleet Development) normalisiert sich dabei weiter.4
Die derzeit immer noch andauernde hohe Verschrottungsaktivität wirkt sich bremsend auf das Flottenwachstum aus. Laut Howe Robinson Shipbrokers wurden im Berichtsjahr 2014 insgesamt 188 Containerschiffe mit einer Stellplatzkapazität von rund 436 Tsd. TEU verschrottet. Somit lag das Flottenwachstum im Jahr 2014 bei insgesamt 5,8 Prozent. Im Vergleich dazu stieg die weltweite Nachfrage nach Tonnage nur um 5,1 Prozent, was einen leichten Angebotsüberschuss impliziert.5
Die Entwicklung der Charterraten zeigt sich im Jahresverlauf 2014 absolut gesehen als stabil und ohne gravierende Veränderungen. Lediglich die Segmente 6.500 TEU und 8.500 TEU mussten übers Jahr gesehen mit 32,90 Prozent und 15,18 Prozent deutliche Abschläge hinnehmen. Dies zeigt sich auch im Hinblick auf das letzte Quartal des Jahres 2014 in dem die Schwankungen über alle Größenklassen moderat ausgefallen sind. Nur in den oberen Größenklassen kam es zu größeren Ausschlägen. So konnten die Containerschiffe der 4.400 TEU-Klasse im 4ten Quartal 2014 um rund 7 Prozent zulegen und verdienten somit zum Jahresende durchschnittlich 10.050 USD pro Tag. Dagegen schließen Frachter der Größenklasse 6.500 TEU und 8.500 TEU das Jahr mit einem Minus von 7 Prozent beziehungsweise 7,5 Prozent ab und verdienen damit im Durchschnitt 15.342 USD beziehungsweise 26.117 USD pro Tag.6
Containerschiffe in der Größenklasse des MS “CPO TRIESTE“ befinden sich überwiegend in langfristigen Festchartern, so dass hier keine Marktcharterraten erhoben wurden.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2014 ihre Geschäftstätigkeit im Rahmen der langfristigen Verträge mit MSC Mediterranean Shipping Company S.A., Genf / Schweiz (MSC), fortgesetzt und das MS “CPO TRIESTE“ gemäß Chartervertrag seit dem 1. Dezember 2011 für 12 Jahre an MSC zu einer festen Bruttotagescharterrate von TUSD 58 innerhalb der Festcharter verchartert. Darüber hinaus besteht für MSC die Option, dass MS “CPO TRIESTE“ für weitere drei Jahre zu einer Charterrate von TUSD 54 zu chartern.
Der Schiffsbetrieb des MS “CPO TRIESTE“ verlief im Geschäftsjahr 2014 – ungeachtet der Schwankungen auf den globalen Schiffsmärkten – über Plan. Im Berichtsjahr war das MS “CPO TRIESTE“ an 365 Tagen im Einsatz. Die Gesellschaft erzielte somit Umsatzerlöse aus der Vercharterung des MS “CPO TRIESTE“ in Höhe von insgesamt TEUR 16.022 bzw. TUSD 21.307.
3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Das MS “CPO TRIESTE“ stellt den wesentlichen Vermögensgegenstand der Gesellschaft dar. Das Containerschiff ist zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung von planmäßigen Abschreibungen mit EUR 110,78 Mio. bewertet.
Die Tilgung des Schiffshypothekendarlehens in Höhe von EUR 4,9 Mio. erfolgte vertragsgemäß. Im Berichtsjahr wurden keine Ausschüttungen geleistet. Die Fremdkapitalquote der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag 72,0 % (Vorjahr: 73,8 %). Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2014 28,0 % (Vorjahr: 26,2 %).
Die Finanzmittel entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Jahresüberschuss 2.648 6.099
Abschreibungen auf Sachanlagen 4.515 4.514
Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen 3.609 -2.221
Vorräte, Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände sowie des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens 295 -327
Rückstellungen -1 -17
übrigen Verbindlichkeiten 4 -19
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 11.070 8.029
Auszahlungen an Kommanditisten -2 -5
Auszahlungen für Darlehenstilgungen -4.876 -5.076
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -4.878 -5.081
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 6.192 2.948
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 9.103 6.155
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 15.295 9.103
Das MS “CPO TRIESTE“ weist für das Geschäftsjahr 2014 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.648 aus. Das Jahresergebnis der Gesellschaft resultiert im Wesentlichen aus den im Berichtsjahr erwirtschafteten Umsatzerlösen (TEUR 16.022). Den Umsatzerlösen stehen wie im Vorjahr im Wesentlichen Kosten des Schiffsbetriebs (TEUR 2.548), Abschreibungen (TEUR 4.515), Zinsen und ähnliche Aufwendungen (TEUR 4.051) sowie nicht liquiditätswirksame Aufwendungen und Erträge im Wesentlichen aus der Bewertung der Darlehen zum Bilanzstichtag (TEUR 3.447) gegenüber. Das Anlagevermögen ist weiterhin in voller Höhe durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt.
Wesentliche Steuerungsgröße der Gesellschaft ist die Liquidität. Die vorhandene Liquidität ist Basis der weiteren Mittelverwendung. Das laufende Geschäft wurde im Geschäftsjahr 2014 aus dem eigenen Cashflow der Gesellschaft finanziert (Eigenfinanzierung).
Für das Geschäftsjahr 2014 wurden Umsatzerlöse von EUR 15,6 Mio., Schiffsbetriebskosten von EUR 2,3 Mio. sowie ein Bruttoergebnis vom Umsatz vor Abschreibungen von EUR 13,3 Mio. prognostiziert. Die im Vergleich zum Budget höheren Ist-Schiffsbetriebskosten von EUR 2,55 Mio. konnten durch im Vergleich zum Budget höhere Umsatzerlöse (EUR 16,0 Mio.) überkompensiert werden, so dass das Bruttoergebnis vom Umsatz vor Abschreibungen mit EUR 13,45 Mio. leicht über Budget beträgt.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten, sind nicht eingetreten. Die Geschäftsführung geht von einem planmäßigen Geschäftsverlauf für das Geschäftsjahr 2015 aus.
Die Risikosituation der Gesellschaft blieb im Geschäftsjahr 2014 unverändert. Die Charterzahlungen seitens des MSC Mediterranean Shipping Company S.A. erfolgten im Berichtsjahr 2014 wie vertraglich vereinbart, jedoch leicht verspätet. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts sind alle fälligen Charterraten bezahlt.
Trotz langfristig, vertraglich fixierten Charterbedingungen besteht das Risiko, dass der Charterer seinen vertraglichen Pflichten nicht oder nicht vollständig nachkommt. Für diesen Fall besteht grundsätzlich das Risiko von Einnahmeausfällen oder, dass eine mögliche Anschlussvercharterung gar nicht, nicht sofort oder nicht zu den unterstellten Raten zustande kommt.
Es besteht grundsätzlich jederzeit das Risiko von längeren Charterausfällen aufgrund von technisch bedingten Ausfallzeiten, die vertragsgemäß zu Lasten der Gesellschaft gehen. Die Gesellschaft hat sich marktüblich gegen Einnahmeausfälle aufgrund längerer Ausfallzeiten (Loss of Hire) von mehr als 14 Tagen bis 180 Tage versichert sowie eine marktübliche Schiffskaskoversicherung (Hull & Machinery) abgeschlossen.
Den Ergebnisrisiken der MS “CPO TRIESTE“ KG, die Chartereinnahmen nicht an die Kostensteigerungen aus dem laufenden Betrieb anzupassen, trägt die Geschäftsführung durch ein Kostencontrolling und –management Rechnung. Die Liquiditätslage der MS “CPO TRIESTE“ KG berücksichtigt die verbleibenden Ergebnisrisiken angemessen. Den Risiken der Betriebsführung ist mit dem Abschluss von Versicherungen ausreichend Rechnung getragen.
Das globale Bruttoinlandsprodukt legte im dritten Quartal 2014 spürbar kräftig zu. Auch der Welthandel, der in der ersten Jahreshälfte nur sehr schwach gestiegen war, zog spürbar an. Für 2015 und 2016 wird eine moderate Beschleunigung des Welthandels auf 4,5 bzw. 5,5 Prozent erwartet.
Auch in 2015 ist mit Überkapazitäten auf dem Containerschiffsmarkt zu rechnen. Da das abnehmende Orderbuch und die hohe Verschrottungsaktivität zu besseren Marktbedingungen führen können und der Kaskadeneffekt ebenfalls seine Grenze erreicht haben müsste, kann man in 2015 mit einem gleichbleibenden Charterratenniveau rechnen.7
Damit hellen sich trotz der vorhandenen Überkapazitäten, der weiteren Ausweitung des Angebots an Tonnage sowie der nur moderat steigenden Nachfrage die wirtschaftlichen Aussichten für die gesamte Schifffahrt auf.
Jedoch würde selbst eine schwächere kurz- und mittelfristige weltwirtschaftliche Entwicklung voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Einnahmen der Gesellschaft haben, da diese durch den langfristigen Chartervertrag mit MSC für zwölf Betriebsjahre ab Ablieferung bis 2023 gesichert sind.
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im abgelaufenen Jahr durch eine ausreichende Liquiditätsausstattung gesichert. Auch für das Geschäftsjahr 2015 werden bei planmäßiger Geschäftsentwicklung keine Liquiditätsengpässe erwartet.
Die Einnahmen und Ausgaben sowie die Finanzierung der Gesellschaft sind überwiegend währungskongruent in US-Dollar. Dennoch war die Gesellschaft grundsätzlich nicht unwesentlichen Währungsrisiken ausgesetzt, da sie bereits mit Ablieferung des MS “CPO TRIESTE“ ca. 50 % der langfristigen Fremdmittel in japanischen Yen aufgenommen hat, welche ratierlich getilgt werden. Zur Reduzierung der Wechselkursrisiken im Zusammenhang mit der JPY-Finanzierung hat die Gesellschaft einen Währungsmanagementvertrag mit der Reederei Claus-Peter Offen abgeschlossen, mit dem die Reederei Claus-Peter Offen innerhalb eines festgelegten USD/JYP-Kurskorridors sämtliche Währungsrisiken und Währungschancen der Gesellschaft in Bezug auf den JPY-Kapitaldienst der MS “CPO TRIESTE“ KG übernimmt. Im Geschäftsjahr 2014 sind die Risiken aufgrund der JPY/USD Wechselkurse jedoch nicht eingetreten.
Als Maßnahmen zur Verminderung des Zinsänderungsrisikos wurden Swapgeschäfte über die gesamte Laufzeit des Chartervertrages abgeschlossen.
Wesentlicher Bestandteil der Finanzierung der Gesellschaft ist der Darlehensvertrag mit den finanzierenden Banken. Dieser sieht unter anderem die Einhaltung einer Loan-to-Value Klausel vor. Nach Auffassung der finanzierenden Banken ist diese Klausel derzeit verletzt und haben die Gesellschaft in diesem Zusammenhang zu einer Sondertilgung in Höhe von USD 11,0 Mio. aufgefordert. Des Weiteren würden Ausschüttungen an die Gesellschafter bis zur Zahlung der Sondertilgung nicht zugestimmt werden. Die finanzierenden Banken sind gemäß Darlehensvertrag im Falle einer Überschreitung des USD-Wertes der JPY-Finanzierung zum Auszahlungskurs um fünf Prozent (sogenannte 105-Prozent-Währungsklausel) vertraglich berechtigt, zusätzliche Sicherheiten oder Sondertilgungen von der Gesellschaft einzufordern. Sofern die Gesellschaft dieser Verpflichtung nicht nachkommt, sind die Banken zur Kündigung der Darlehen berechtigt.
Die Geschäftsführung der Gesellschaft ist der Rechtsauffassung, dass seitens der Banken weder ein Anspruch auf eine Sondertilgung besteht, noch dass die Banken einer Ausschüttung widersprechen dürften. Unabhängig davon befinden sich das Bankenkonsortium und die Geschäftsführung in Gesprächen zwecks Verständigung in dieser Angelegenheit. Eine Einigung wurde bislang nicht erreicht.
Den Risiken des Schiffsbetriebs ist mit dem Abschluss marktüblicher Versicherungen ausreichend Rechnung getragen worden.
Im Geschäftsjahr sind keine bestandsgefährdenden Risiken eingetreten. Die Risiken werden durch die geschäftsführenden Komplementärinnen, die Achtzehnte Oceanus Schiffahrts-GmbH, Hamburg, und die NAFIRINA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg, im Rahmen des Gesellschaftsvertrages der MS “CPO TRIESTE“ KG beobachtet und bewertet.
Die weltwirtschaftliche Dynamik wird sich in den kommenden beiden Jahren allmählich verstärken. Das Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel prognostiziert einen Anstieg der Weltproduktion gerechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten von 3,7 Prozent im Jahr 2015 auf 3,9 Prozent im Jahr 2016.8 Bei diesem Expansionstempo dürfte die Auslastung der weltweiten Produktionskapazitäten im Durchschnitt der kommenden beiden Jahre leicht zulegen. Für 2015 und 2016 wird eine moderate Beschleunigung des Welthandels auf 4,5 bzw. 5,5 Prozent erwartet. Diese Rate entspricht in etwa dem langfristigen Durchschnittstrend von rund 5,3 Prozent. Insbesondere für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften ist für die kommenden beiden Jahre eine höhere Zuwachsrate in Sicht, als sie in den beiden vergangenen Jahren verzeichnet wurde.
Auch in 2015 ist mit Überkapazitäten auf dem Containerschiffsmarkt zu rechnen. 221 weitere Containerschiffe mit einer Kapazität von insgesamt 1,72 Millionen TEU werden durch Ablieferungen von Schiffsneubauten auf den Containerschiffsmarkt in 2015 erwartet. Hiervon entfallen 65 Containerschiffe auf die Größenklasse 8.000 – 9.999 TEU. Mit einem erwarteten Verschrottungsvolumen von 300.000 TEU beträgt das Flottenwachstum im Jahr 2015 voraussichtlich 7,6 Prozent mit insgesamt 19,9 Millionen TEU beziehungsweise 5.725 Containerschiffe.9
Da das abnehmende Orderbuch und die hohe Verschrottungsaktivität zu besseren Marktbedingungen führen können und der Kaskadeneffekt ebenfalls seine Grenze erreicht haben müsste, kann man in 2015 mit einem gleichbleibenden Charterratenniveau rechnen.10
Die Gesellschaft wird ihre Geschäftstätigkeit im Rahmen der langfristigen Verträge mit dem Charterer MSC Mediterranean Shipping Company S.A. in den kommenden Jahren plangemäß fortsetzen.
Für das Geschäftsjahr 2015 rechnet die Geschäftsführung mit einem voraussichtlichen Bruttoergebnis vom Umsatz vor Abschreibungen von EUR 14,2 Mio. Dieses ergibt sich im Wesentlichen aus den kalkulierten Umsatzerlösen von EUR 17,8 Mio sowie erwarteten Schiffsbetriebskosten von EUR 2,67 Mio. Da die Umsatzerlöse sowie Schiffsbetriebskosten im Wesentlichen in USD anfallen, wird das in EUR ausgewiesene Bruttoergebnis vom Umsatz auch vom USD/EUR Wechselkurs bestimmt.
Unter Berücksichtigung der unterstellten Umsatzerlöse aus der Vercharterung des MS “CPO TRIESTE“ sowie der budgetierten Schiffsbetriebskosten wird für das Geschäftsjahr 2015 ein handelsbilanzieller Jahresüberschuss erwartet.
Hamburg, den 30. Juni 2015
Achtzehnte Oceanus Schiffahrts-GmbH
Jan Hendrik Offen, Geschäftsführer
Andreas Baron von der Recke, Geschäftsführer
Andreas Köhler, Geschäftsführer
1 „Twenty-foot Equivalent Unit“ als Maßeinheit zur Beschreibung der Ladekapazität von Containerschiffen
2 Vergleiche Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel, Weltkonjunktur im Dezember 2014, Kiel, 2014
3 Vergleiche Alphaliner Monthly Monitor Januar 2015, Seite 2
4 Vergleiche Alphaliner Monthly Monitor Januar 2015, Seite 7
5 Vergleiche Howe Robinson Shipbrokers, Fourth Quarter Containership Review 2014, 2014, S. 3f.
6 Vergleiche DFR Shipping Research Newsletter 1/2015
7 Vergleiche DFR Shipping Research Newsletter 1/2015
8 Vergleiche Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel, Weltkonjunktur im Dezember 2014, Kiel, 2014
9 Vergleiche Howe Robinson Shipbrokers, Fourth Quarter Containership Review 2014, 2014, S. 21.
10 Vergleiche DFR Shipping Research Newsletter 1/2015
1. MS „CPO TRIESTE“ 110.784.934,13 115.299.577,60
1. Hilfs und Betriebsstoffe 250.146,11 228.411,08
1. Forderungen aus Reedereibetrieb 819.222,54 1.134.798,40
2. Forderungen gegen Gesellschafter 2.189,97 0,00
3. Eingefordertes, noch nicht eingezahltes Kapital 72.397,36 72.397,36
4. Sonstige Vermögensgegenstände 115.177,52 106.631,57
1.008.987,39 1.313.827,33
III. KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN 15.294.953,60 9.102.585,33
16.554.087,10 10.644.823,74
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 46.244,25 57.899,49
127.385.265,48 126.002.300,83
I. KAPITALANTEILE DER PERSÖNLICH HAFTENDEN GESELLSCHAFTERINNEN 0,00 0,00
1. Kommanditkapital 47.507.331,38 47.507.331,38
2. Ausschüttungen (Kapitalkonto II) -1.820.107,39 -1.820.107,39
3. Verlustsonderkonten -10.018.400,13 -12.666.556,10
4. Entnahmen -10.061,61 -7.305,32
35.658.762,25 33.013.362,57
1. Steuerrückstellungen 14.390,00 28.537,00
2. Sonstige Rückstellungen 78.986,98 65.078,66
93.376,98 93.615,66
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 91.265.266,72 92.513.269,13
2. Verbindlichkeiten aus Reedereibetrieb 77.409,94 113.346,19
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 290.449,59 262.589,32
4. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 6.117,96
91.633.126,25 92.895.322,60
1. Umsatzerlöse 16.022.472,19 16.063.221,27
2. Kosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen
a) Befrachtung/Bereederung sowie Schiffsreisekosten -526.010,98 -525.249,06
b) Besatzungskosten -958.104,99 -954.669,39
c) Schiffsbetriebskosten -1.064.687,35 -1.237.838,07
d) Abschreibungen -4.514.643,47 -7.063.446,79 -4.514.643,47 -7.232.399,99
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 8.959.025,40 8.830.821,28
4. Allgemeine Verwaltungskosten -284.727,15 -289.262,20
5. Sonstige betriebliche Erträge 2.884.021,69 2.603.575,14
– davon aus Währungsumrechnung: EUR 2.812.495,10 (Vj.: EUR 2.436.639,81)
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.842.892,30 -678.806,81
– davon aus Währungsumrechnung: EUR 4.648.103,66 (Vj.: EUR 640.441,96)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10.751,37 19.451,94
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.051.265,94 -4.373.055,75
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.674.913,07 6.112.723,60
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -26.757,10 -13.991,16
11. Jahresüberschuss 2.648.155,97 6.098.732,44
Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften gemäß §§ 238 ff. HGB aufgestellt. Von den Erleichterungen für mittelgroße Gesellschaften gemäß § 288 Abs. 2 i.V.m. § 267 Abs. 2 und § 264a HGB wurde Gebrauch gemacht.
Die Gewinn und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.
II. BILANZIERUNGS UND BEWERTUNGSMETHODEN
Die Bilanzierungs und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Anschaffungskosten des Seeschiffes beinhalten Zahlungen in fremder Währung, die zum Kurs der ersten Baupreisrate von 1,3640 USD pro EUR bewertet wurden. Die Abschreibung des Schiffes erfolgte linear unter Berücksichtigung eines Schrottwertes in Höhe von EUR 11.772.000,00 (43.600 t zu je EUR 270,00) und einer unterstellten Nutzungsdauer von 25 Jahren.
In den Vorräten werden die Hilfs und Betriebsstoffe mit den Anschaffungs oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Anschaffungskosten der Schmierstoffe wird unterstellt, dass die zuerst angeschafften Schmierstoffe zuerst verbraucht werden (FiFoVerfahren).
Die Forderungen, sonstigen Vermögensgegenstände, der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten angesetzt. Fremdwährungsforderungen und guthaben wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
Das auf USD lautende Kommanditkapital wurde mit dem Kurs der ersten Baupreisrate von 1,3640 USD pro EUR bewertet.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und entsprechen dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.
Die Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips für Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem Anschaffungskostenkurs bzw. niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Solche mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurden ohne Berücksichtigung des Imparitätsprinzips mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Der Anlagenspiegel ist nachfolgend abgebildet:
SACH- ANLAGEN Stand 31.12.2013
TEUR Zugänge 2014
TEUR Stand 31.12.2014
MS „CPO TRIESTE“ 124.725 0 124.725
TEUR kumuliert 31.12.2014
MS „CPO TRIESTE“ 9.425 4.515 13.940
SACH- ANLAGEN Stand 31.12.2014
TEUR Stand 31.12.2013
MS „CPO TRIESTE“ 110.785 115.300
Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
3 . Eigenkapital
Das Gesellschaftskapital der Kommanditgesellschaft MS „CPO TRIESTE“ Offen Reederei GmbH & Co. beträgt USD 64.800.000,00. Das Haftkapital beträgt 10 % der in USD zu leistenden Einlagen der Kommanditisten, die zum Zwecke der Eintragung in das Handelsregister mit einem festen Wechselkurs von 1 EUR = 1 USD umgerechnet wurden.
4 . Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen wurden für Urlaubsrückstellungen für fremde Seeleute (TEUR 36), P+I Versicherung (TEUR 27), Jahresabschlusskosten (TEUR 10) sowie für ausstehende Rechnungen (TEUR 7) gebildet.
Die Gesellschaft beschäftigt keine eigenen Seeleute.
5 . Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2014 wie folgt zusammen:
Art der Verbindlichkeiten Höhe der Verbindlichkeiten
EUR davon mit einer Restlaufzeit von bis zu 1 Jahr
EUR davon mit einer Restlaufzeit von 1 bis zu 5 Jahren
EUR davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 91.265.266,72 5.418.110,91 24.620.687,92 61.226.467,89
(31.12.2013) (92.513.269,13) (5.074.867,69) (22.993.222,02) (64.445.179,42)
2. Verbindlichkeiten aus Reedereibetrieb 77.409,94 77.409,94 0,00 0,00
(31.12.2013) (113.346,19) (113.346,19) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 290.449,59 290.449,59 0,00 0,00
(31.12.2013) (262.589,32) (262.589,32) (0,00) (0,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00 0,00
(31.12.2013) (6.117,96) (6.117,96) (0,00) (0,00)
Gesamt 31.12.2014 91.633.126,25 5.785.970,44 24.620.687,92 61.226.467,89
(Gesamt 31.12.2013) (92.895.322,60) (5.456.921,16) (22.993.222,02) (64.445.179,42)
Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hat die Kommanditgesellschaft MS „CPO TRIESTE“ Offen Reederei GmbH & Co., Hamburg, folgende Sicherheiten gestellt:
erststellige Schiffshypothek;
Abtretung aller Chartereinnahmen;
Abtretung aller Versicherungsansprüche.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind im Wesentlichen den Sonstigen Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zuzuordnen.
Die Umsatzerlöse (EUR 16,02 Mio) wurden ausschließlich in Europa (Sitz des Charterers) getätigt. Das Containerschiff fährt unter dem Charternamen „MSC TRIESTE“.
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
a) Aufwendungen für Hilfs und Betriebsstoffe 389.006,02
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 281.345,02
670.351,04
Der Personalaufwand für fremde Seeleute betrug im Geschäftsjahr 2014 TEUR 958. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2014 kein eigenes Personal.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (TEUR 27) betreffen im Wesentlichen die Gewerbesteuer für den Veranlagungszeitraum 2014.
Die Gesellschaft hat zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus dem Schiffshypothekendarlehen folgende Zinssatzswapgeschäfte abgeschlossen, die als Bewertungseinheit, ermittelt durch den quantitativen Abgleich der Daten, bilanziert werden:
Risiko Grundgeschäft
Variable Art Art Betrag 31.12.14
Zinssatz (USDLIBOR) Zinsänderungsrisiko Variabel verzinsliches Darlehen TUSD 52.354
Zinssatz (JPYLIBOR) Zinsänderungsrisiko Variabel verzinsliches Darlehen Mio. JPY 5.099
Art Betrag 31.12.14 Art der Bewertungseinheit Prospektive Effektivität
1 Swapgeschäft TUSD Micro Hedge Laufzeit- und Volumen- kongruenz
1 Swapgeschäft Mio. JPY 5.070 Micro Hedge Laufzeit- und Volumen- kongruenz
Das USD-Zinsswapgeschäft hat eine Laufzeit bis zum 30. November 2023 und basiert auf dem LIBOR (Zinserträge) sowie auf einem festen Zinssatz (Zinsaufwendungen) von 5,542 %. Das JPY-Zinsswapgeschäft hat eine Restlaufzeit bis zum 30. November 2023 und basiert ebenfalls jeweils auf dem LIBOR (Zinserträge) sowie auf einem festen Zinssatz (Zinsaufwendungen) von 2,415 %. Die aus den Zinsswapgeschäften zu erwirtschaftenden Zinserträge gleichen künftige erhöhte Zinsaufwendungen auf Grund eines gestiegenen LIBORs (Marktzinssatz) aus den Darlehen vollständig aus. Die Übereinstimmung von Laufzeit und Volumen ist gegeben. Der künftige Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen und der Zahlungsströme wird anhand des quantitativen Abgleichs der Daten zeitnah überwacht. Der Marktwert der Zinsswaps beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TUSD -10.500 und TJPY -667.907. Der beizulegende Zeitwert der Zinsswapvereinbarungen beträgt bewertet mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag TEUR -13.251. Die Zinsswapvereinbarungen wurden nach der Mark-to-Market-Methode bewertet.
Des Weiteren hat die Gesellschaft zur Absicherung von Wechselkursänderungsrisiken aus dem JPY-Schiffshypothekendarlehen ein Währungsmanagementvertrag abgeschlossen, der als Bewertungseinheit, ermittelt durch den quantitativen Abgleich der Daten, bilanziert werden:
Wechselkurs JPY/USD Währungs-änderungsrisiko JPY Darlehen Mio. JPY 5.099
Währungsmanagementvertrag Mio. JPY 5.099 Micro Hedge Laufzeit- und Volumen- kongruenz
Der Währungsmanagementvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2029 und basiert auf einem Garantiekurs von 99,35 JPY/USD sowie einer Unter- und Obergrenze. Die aus dem Währungsmanagementvertrag zu erwirtschaftenden Währungsgewinne/-verluste gleichen künftige erhöhte Währungsaufwendungen/-erträge auf Grund eines veränderten Wechselkurses JPY/USD aus dem JPY-Darlehen aus. Die Übereinstimmung von Laufzeit und Volumen ist gegeben. Der künftige Ausgleich der gegenläufigen Wertänderungen und der Zahlungsströme wird anhand des quantitativen Abgleichs der Daten zeitnah überwacht. Der Marktwert des Währungsmanagementvertrags beläuft sich zum Bilanzstichtag auf ca. EUR -5,8 Mio. Der Währungsmanagementvertrag wurde nach der Mark-to-Market-Methode bewertet.
2 . Gesellschaftsorgane
Die Geschäftsführerinnen und persönlich haftenden Gesellschafterinnen der Gesellschaft sind die NAFIRINA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg, und die Achtzehnte Oceanus SchiffahrtsGmbH, Hamburg, die keine Kapitaleinlage zu erbringen haben. Das gezeichnete Kapital der persönlich haftenden Gesellschafterinnen beträgt jeweils EUR 25.000,00.
Geschäftsführer der NAFIRINA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH, Hamburg, sind:
Herr Andreas Köhler, Abteilungsleiter Commerz Real AG, Düsseldorf,
Herr Lüder Blanke, Vertriebsleiter Commerz Real AG, Hamburg, bis 30.06.2014.
Geschäftsführer der Achtzehnte Oceanus SchiffahrtsGmbH, Hamburg sind:
Herr ClausPeter Offen, Reeder und Geschäftsführer, Hamburg, bis 12.06.2015
Herr Claus Oliver Offen, Geschäftsführer, Hamburg, bis 12.06.2015
Herr Jan Hendrik Offen, Geschäftsführer, Hoisdorf,
Andreas Baron von der Recke, Geschäftsführer, Hamburg.
Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine Bezüge an die Geschäftsführer der Gesellschaft gezahlt.
Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Kommanditgesellschaft MS „CPO TRIESTE“ Offen Reederei GmbH & Co., Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der geschäftsführenden Komplementär-GmbHs der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter der geschäftsführenden Komplementär-GmbHs sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Hamburg, den 12. August 2015
ppa. Frank Uwe Anders, Wirtschaftsprüfer
Der Abschluss ist noch nicht festgestellt.