Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20288/64
Timestamp: 2020-01-29 14:34:25
Document Index: 334285850

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 4', '§ 123', '§ 123', 'BGH', '§ 123', 'BGH', '§ 123', '§ 123', '§ 119', 'BGH', 'BGH', '§ 123', 'BGH']

BGH, 20.03.1967 - VIII ZR 288/64 - dejure.org
BGH, 20.03.1967 - VIII ZR 288/64
https://dejure.org/1967,415
BGH, 20.03.1967 - VIII ZR 288/64 (https://dejure.org/1967,415)
BGH, Entscheidung vom 20.03.1967 - VIII ZR 288/64 (https://dejure.org/1967,415)
BGH, Entscheidung vom 20. März 1967 - VIII ZR 288/64 (https://dejure.org/1967,415)
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Gebrauchtes Kraftfahrzeug - Auskunftspflicht des Veräußerers - Beschädigung des Fahrzeugs
Offenbarungspflicht des Verkäufers eines gebrauchten Kraftfahrzeugs hinsichtlich Unfallschäden
NJW 1967, 1222
MDR 1967, 580
Für das Vorliegen einer Verschleierung im Sinne eines Schleichbezuges im Rahmen von § 4 Nr. 10 UWG kann es ebenso wenig wie für das Vorliegen einer Täuschung von § 123 BGB darauf ankommen, ob die Person, auf deren Vorstellungsbild eingewirkt wird, bei verständiger Würdigung aller Umstände die Fehlvorstellung vermeiden könnte (zu § 123 BGB : BGH NJW 1967, 1222, 1223).
Das ergibt sich auch daraus, daß die Vorschrift des § 123 Abs. 1 BGB lediglich verlangt, daß der Anfechtende durch die Täuschung zur Abgabe der Willenserklärung bestimmt worden ist, mithin die bloße subjektive Kausalität ausreichen läßt (vgl. BGH Urteil vom 20. März 1967 - VIII ZR 288/64 - NJW 1967, 1222, 1223; Urteil vom 2. Dezember 1977 - V ZR 155/75 - WM 1978, 221, 222;… MünchKomm-Kramer, BGB, 3. Aufl., § 123 Rz 1 m.w.N., 9, 40;… Soergel/Hefermehl, BGB, 12. Aufl., § 123 Rz 23, m.w.N.), während z.B. die Irrtumsanfechtung nach § 119 BGB voraussetzt, daß anzunehmen ist, daß der Erklärende die Erklärung bei Kenntnis der Sachlage und bei "verständiger" Würdigung des Falles nicht abgegeben haben würde.
Fragen des anderen Teils müssen in jedem Falle vollständig und richtig beantwortet werden (vgl. BGHZ 74, 383/392; NJW 1967, 1222;77,1914).
Denn es kann keinesfalls dem Ermessen des ausdrücklich um Aufklärung gebotenen Verkäufers oder seines Vertreters überlassen bleiben, den erlittenen Schaden für unerheblich, für den Käufer nicht wesentlich und deshalb nicht der Mitteilung für wert zu erachten (BGH Urteil vom 20. März 1967 - VIII ZR 288/64 = LM BGB § 123 Nr. 35 = NJW 1967, 1222 = VersR 1967, 858).
BGH, 28.02.1973 - VIII ZR 192/71
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