Source: https://www.neumuenster.de/wirtschaft-bauen/bauen/denkmalschutz/
Timestamp: 2019-07-16 06:30:59
Document Index: 103189713

Matched Legal Cases: ['§ 12', '§ 68', '§ 63', '§ 66', '§ 67', '§ 69']

Denkmalschutz · Stadt Neumünster
E-Mail: denkmalpflege@neumuenster.de
Arbeitsgruppe Denkmalschutz, Sondersachbearbeitung
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Telefon 04321 942 2687 E-Mail
Jörn Scheffler
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Telefon 04321 942 2479 E-Mail
Besprechungstermin möglichst telefonisch vereinbaren, ansonsten:
Sprechzeiten für das Archiv der Bauaufsicht
Denkmalschutz-Gesetz des Landes SH
Seiten des Landesamtes für Denkmalpflege Schleswig-Holstein
Förderung, Auskunft, Beratung, Genehmigung
Kulturdenkmale sind Sachen, Gruppen von Sachen oder Teile von Sachen vergangener Zeit, deren Erforschung und Erhaltung wegen ihres geschichtlichen, wissenschaftlichen, künstlerischen, städtebaulichen oder die Kulturlandschaft prägenden Wertes im öffentlichen Interesse liegen.
Die Untere Denkmalschutzbehörde der Stadt Neumünster gibt Ihnen Auskunft, ob es sich bei Ihrem Gebäude um ein nachrichtlich in die Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenes Kulturdenkmal handelt. Außerdem erhalten Sie hier Beratung und grundlegende Informationen über denkmalrechtlichen, fachlichen und finanziellen Fragen, die bei der praktischen Durchführung eines Bauvorhabens auftreten.
Der Genehmigung der unteren Denkmalschutzbehörde bedürfen nach § 12 Abs. 1 DSchG SH:
die Instandsetzung, die Veränderung und die Vernichtung eines Kulturdenkmals
die Überführung eines Kulturdenkmals von heimatgeschichtlich oder landschaftlich bedingter Bedeutung an einen anderen Ort
die Veränderung der Umgebung eines unbeweglichen Kulturdenkmals, wenn sie geeignet ist, den Eindruck wesentlich zu beeinträchtigen
Eine denkmalrechtliche Genehmigung direkt bei der unteren Denkmalschutzbehörde ist zu beantragen:
im Verfahren der Genehmigungsfreistellung nach § 68 LBO
Maßnahmen an Kulturdenkmalen oder in deren Umgebung, für die nach § 63 LBO keine Baugenehmigung erforderlich ist, z. B. Austausch von Fenstern.
Der Antrag auf eine denkmalrechtliche Genehmigung ist in dreifacher Ausfertigung formlos bei der unteren Denkmalschutzbehörde einzureichen und sollte eine Beschreibung der geplanten Maßnahme, Bauzeichnungen im erforderlichen Maßstab und eine Dokumentation des Bestandes in Form von Zeichnungen oder aussagekräftigen Fotos enthalten. Weitere Genehmigungstatbestände entnehmen Sie bitte dem aktuellen Denkmalschutzgesetz (vom 30.12.2014).
Im Rahmen von Bauantragsverfahren wird die untere Denkmalschutzbehörde automatisch beteiligt. Dies erfolgt
bei einem Vorbescheid nach § 66 LBO
bei einem Baugenehmigungsverfahren nach § 67 LBO
im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren nach § 69 LBO
Interessant für Denkmaleigentümer
Es gibt attraktive Steuererleichterungen, sofern Sanierungs- oder Instandhaltungsmaßnahmen vorher mit der oberen Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden.
Ist Ihr Gebäude ein Kulturdenkmal, bedarf jede Instandsetzung und bauliche Veränderung einer denkmalrechtlichen Genehmigung. Dies gilt z. B. für Fenstererneuerungen, Fassadenanstrich oder Dacheindeckung, aber auch für Veränderungen im Inneren des Gebäudes. Die Eintragung Ihres Gebäudes in das Denkmalbuch bedeutet nicht, dass zukünftig überhaupt keine Veränderungen zulässig sind, aber sie müssen abgestimmt und genehmigt werden. Dabei haben die Denkmalschutzbehörden ein Interesse daran, dass Gebäude durch Instandsetzungsarbeitungen oder behutsame Umbauten in ihrem Bestand gesichert und sinnvoll genutzt werden können.
Nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch seine Umgebung steht unter Schutz. Die Genehmigung für eine Maßnahme, die die Umgebung eines eingetragenen Kulturdenkmals beeinflusst, erhalten Sie in der unteren Denkmalschutzbehörde.
Wie bei jedem Neubauvorhaben sollte auch bei einer Sanierung vor Baubeginn eine solide Planung und Kostenberechnung erstellt werden. Die untere Denkmalschutzbehörde gibt Ihnen Auskunft über Möglichkeiten der finanziellen Förderung und der erhöhten steuerlichen Abschreibung von Erhaltungs- und Herstellungsaufwand.