Source: http://harald-birgfeld.de/Hochschulen%20Beurteilung.htm
Timestamp: 2019-07-17 12:29:13
Document Index: 120996742

Matched Legal Cases: ['§2', '§ 6', '§ 22', '§ 3', '§ 7', '§ 5', '§ 6', '§ 10', '§ 13', '§ 18', '§ 18', '§ 3', '§ 4', '§ 9', '§ 14', '§ 6', '§ 6', '§ 7', '§ 1', '§ 3', '§ 10', '§ 24', '§ 5', '§ 6']

Hochschulen - Arbeitsschutz - Kleine Fibel
41 zeitgen. Liebesgedichte, (illustriert), 48 S.
Im Innern der Sprache werden Kräfte freigesetzt.! 84 S.
Die Zeit der Gummibärchen ist vorbei, 2017, 76 zeitgenössische Gedichte, (illustriert), 108 S.
114 Gedichte aus meiner digitalen Welt, 68 S.
15 Augen-Blicke, 32 S.
14 fantastische Gedichte, dabei 14 farbige Seiten. 32 S.
Liebestestament, 2015, 37 Liebesgedichte, 44 S.
Mund aus Glas am Rand aus Fleisch, 2014, 114 Zeitgenössische Gedichte, 120 S.
Was macht meine Liebe an dir und an mir, 48 S.
89 zeitgenössische Gedichte
Wir gerieten in den Gürtel der Meteoriten, 10.000 Aufschläge,
„Die Entdeckung der eigenen Zeit“ versucht an Beispielen den spannenden Unterschied zwischen eigener Zeit und anderer Zeit herauszufinden und ein Bewusstsein über den Umgang damit zu schaffen.
2018, 132 S.
Trennung von B. 2017, 148 S.
„Hochschulen“, 2010, zum Inhaltsverzeichnis und zum Volltext
„Kindergärten“, 2010, zum Inhaltsverzeichnis und zum Volltext
„Schulen“, 2010, alle Schulformen,
Fünf Veröffentlichungen, 2014,
Über 135 „Empfohlene Maßnahmen“, 3. Auflage
Für Hochschulleiterinnen, Hochschulleiter,
Berufsfachschulleiterinnen, Berufsfachschulleiter, Sicherheitsbeauftragte,
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz an Hochschulen und an besonderen Berufsfachschulen,
120 Seiten mit mehr als 135 „Empfohlenen Maßnahmen“.
ISBN 978-3-8423-3249-2
Beschäftigte bei der Arbeit sind Arbeiter, Angestellte, Beamte, (Schüler sind den Arbeitnehmern im Sinne der Gefahrstoffverordnung, §2 (6), gleichgestellt), Studierende, Doktoranden, Stipendiaten und Teilzeitbeschäftigte.
Dokumentationen der Beurteilungen der Arbeitsbedingungen gem.
§ 6 des Arbeitsschutzgesetzes, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz,
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Allgemein an Hochschulen und
Arbeitsbereich: Laboratorien (L)
Arztraum s. Sanitätsraum in Hochschulen (Betrieben)
Auditorium, Hörsaal bzw. Festhalle mit Szenenfläche
Aufzugsanlagen für Personen und/oder Güter
Befahren von Pausenhöfen und Zutrittsflächen
Behindertengerechte Gestaltung der Hochschule
Bildschirmarbeitsplatz, BAP, für Schüler (an besonderen Berufsschulen) bzw. Studenten
Brennofen, Aufstellung
Brennofen, Glasuren
Ein-Aus-Taster für Arbeitsbereiche, Werkräumen, Fotolabors, in Räumen der Bildenden Kunst und in Computer- und Textilräumen
Elektrische lose Leitungen in Arbeitsbereichen
Ferienheizung
Feuergefahr, Entstehungsbrände
Infektionsgefahren, Merkblatt
Küchen als Nassbereich
Lärm: Werkstatt. u. Musikunterricht
Lichtschalter im Gebäude
Not-Aus-Schalter an Maschinen
Notruftelefon für gefährliche und isolierte Bereiche
Radierungen im Arbeitsbereich Kunst
Rettungsweg-, Brandschutz- und Erste-Hilfezeichen
Rettungswege und Verkehrswege
Rettungswegtüren und verstellte Türen
Röteln, Merkblatt
Sanitätsraum in Hochschulen (Betrieben)
Schutzkleidungsverzeichnis
Sicherheitsbeauftragte an Hochschulen
Standfestigkeit von Maschinen
Steckdosen, Anzahl in den Vorlesungsräumen, Hörsälen
Stopfpräparate, z.B. in Sammlungen der Biologie
Türen, Durchgangshöhen
Arbeitsbereich Laboratorien (L)
(L) Abluftleistung von Abzügen, Prüfungen
(L) Abzüge, Anzahl der Abzüge
(L) Alarmpläne (2 Muster)
(L) Aufbewahrung, Lagerung, Umfüllen und Transport
(L) Augenduschen
(L) Betriebsanweisungen, allgemein, für Hausmeister und Reinigungspersonal, Muster
(L) Betriebsanweisungen, allgemein, für Schüler/Studenten, Muster
(L) Betriebsanweisungen, arbeitsbereichsbezogen
(L) Betriebsanweisungen, stoffebezogen
(L) Betriebsanweisungen, Verhalten im Gefahrfall und Erste Hilfe
(L) Brandgefahr
(L) Brennofen, Glasuren
(L) Chemikalienschränke
(L) Druckgasflaschen und Armaturen
(L) Einzelarbeitsplatz
(L) Elektrische Betriebsmittel, Prüfungen
(L) Entsorgung gefährlicher Abfälle , Aufbewahrung über Griffhöhe
(L) Ermittlungspflicht
(L) Ersatzstoffpflicht, Mengen- und Stoffeminimierung
(L) Erste-Hilfe-Kästen
(L) Ersthelfer, Erste Hilfe und Verhalten im Notfall
(L) Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs), Aufbau von Apparaturen
(L) Feuergefahr, Entstehungsbrände (s. auch Brandgefahr)
(L) Feuerlöscher
(L) Fotolabor
(L) Fußböden von Fachräumen
(L) Gasschläuche
(L) Gefährdungsermittlung, z.B. Jugendliche, werdende Mütter, besondere Vorschriften für
(L) Gefährliche Flüssigkeiten, Aufbewahrung in Lebensmittelbehältern
(L) Gefahrstoffe, Lagerraum für leicht entzündliche Stoffe
(L) Gefahrstoffverzeichnis
(L) Heizbäder und Beheizung
(L) Holzstaub, Betriebsanweisung
(L) Holzwerkstatt
(L) Hygienemaßnahmen
(L) Körperduschen
(L) Kühlschränke und Kühltruhen
(L) Laserschutzbeauftragter, Formblatt
(L) Laserstrahlung, Laserschutzbeauftragter
(L) Lebensmittel im Laboratorium
(L) Lüftung, Luftmenge, Luftwechsel
(L) Mikroskope
(L) Mutterschutz
(L) Not-Aus-Schalter Laboratorien
(L) Notduschen/Körperduschen
(L) Notruftelefon
(L) Offset-Druckmaschine
(L) Potentialausgleich
(L) Radierungen im Arbeitsbereich Kunst
(L) Reinigung, Reinigungsmittel
(L) Reparaturarbeiten, Freigabeformular für
(L) Reparaturauftrag, Erklärung zu einem
(L) Rettungswege und Verkehrswege
(L) Rettungswegtüren im Rettungsweg
(L) Rettungsweg-, Brandschutz- und Erste-Hilfezeichen
(L) Schalter und Steckdosen an Labortischen
(L) Schalter und Steckdosen im Bereich von Notduschen
(L) Schutzkleidungsverzeichnis
(L) Sicherheitsschränke, Chemikalienschränke (Giftschränke)
(L) Steckdosen an Abzügen
(L) Stopfpräparate, z.B. in Sammlungen der Biologie
(L) Transformatoren bzw. Trenntransformatoren
(L) Türen, Fenster in Türen und Türbeschläge
(L) Unterweisungen
(L) Verpackung und Kennzeichnung beim Umgang
Weitere Vorschriften und Regeln:
GUV 19.17/GUV-SR 2005, Umgang mit Gefahrstoffen in Hochschulen, Anhang III und
GUV 16.17/GUV-R 120, Laboratorien, Anhang 2.
BildscharbV....Bildschirmarbeitsplatzverordnung http://www.gesetze-im-internet.de/bildscharbv/
GefStoffV…...Gefahrstoffverordnung
TRGS ……….Technische Richtlinien für Gefahrstoffe
UVV…………Unfall-Verhütungs-Vorschrift
KMK.............Kultusministerkonferenz der Länder
PSA-BV........Verordnung.....persönlicher Schutzausrüstungen bei der Arbeit
AMEV............Hinweise für Innenraumbeleuchtung, Arbeitskreis Maschinen- u.
Elektrotechnik, Hamburg.
IfL....................Institut für Lehrerfortbildung, Hamburg
MblSchul..........Mitteilungsblatt für Schulen, (Hamburg)
TR-Schulen......Technische Richtlinien der Baubehörde Hamburg
VwHdbSchul...Verwaltungshandbuch Schulen Hamburg
a) Regelung für den Brandfall
· der Alarmplan mit einem Ablauf der zu treffenden Maßnahmen,
· Pläne über die Flucht-und Rettungswege und
· die richtigen Rettungsweg- und Brandschutzzeichen.
· jeweils ein Alarmplan am Anfang von Fluren hängen,
· jeweils mindestens ein Plan über die Flucht- und Rettungswege in Fluren hängen und
· es sollten überall die richtigen Rettungswegzeichen, falls es sich einrichten lässt, in Fußbodenhöhe, nämlich außerhalb von Rauchbereichen, sonst oberhalb von Ausgangstüren und an Wänden von Treppenabsätzen, angebracht sein.
Notrufeinrichtungen sollten z.B. eingerichtet und im Betrieb stets erreichbar sein in: naturwissenschaftlichen Räumen, Küchen, Sporthallen, anderen Gebäuden, Werkstätten, Maschinenräumen und sämtlichen fachpraktischen Ausbildungsplätzen.
· In Verkehrs- und Rettungswegen sollte auf die nächste Notrufeinrichtung verwiesen werden.
· Regelmäßige Übungen, "Feuersicherheit", sind durchzuführen.
· Es sollten Gespräche mit der Feuerwehr, Brandschutzabteilung, geführt werden.
Störungen am Hausalarm sind sofort zu melden und sofort zu beheben. Auslöser/Melder für den Hausalarm, "Feuermelder", sind rot und in 1,5 m Höhe zu installieren.
Vgl.: DIN-EN 14675, VDE 0108 und GUV-V A1 § 22.
Vgl.: GUV 57.1.44/GUV-SI 8051, S. 8 (für Schulen) und GUV 0.7, Anhang 2 bzw. DIN 14096-1
Auditorium, Hörsaal bzw. Festsaal mit Szenenfläche
In vielen Auditorien oder sog. Festsälen mit Szenenflächen, halten sich zeitweise weit mehr als 100 Personen auf. Der Raum wird zur Versammlungsstätte, wenn die zugehörigen Versammlungsräume mehr als 100 Personen fassen. Für Versammlungsstätten sind besondere Anforderungen an Sicherheits- und Rettungseinrichtungen erforderlich. Die werden nicht überall erfüllt:
· Solche Räume müssen zusätzlich zur allgemeinen Beleuchtung über eine Sicherheitsbeleuchtung verfügen. Rettungszeichen-Leuchten sind kein Ersatz für eine Sicherheitsbeleuchtung.
· Solche Räume müssen immer über einen 2. Rettungsweg verfügen. Der darf z.B. nicht in den gleichen Flur, also denselben Brandabschnitt, wie der 1. Rettungsweg führen.
· Es ist eine ausreichende Rettungswegbeschilderung, die aus den Räumen bis ins Freie führt, vorzusehen. Der Hinweis „Ausgang" oder „Notausgang" an den Ausgangstüren reicht nicht aus.
· In Nebenräumen, Fluren und Kleiderablagen sind Feuerlöscher vorzusehen.
Um die Vorschriften für Versammlungsstätten zu erfüllen, ist mindestens folgendes einzuhalten:
1. Ein 2. Rettungsweg, der auf kürzestem Weg ins Freie führt, ist vorzusehen.
2. Es ist eine Sicherheitsbeleuchtung, die bis ins Freie führt, vorzusehen.
3. Es ist eine beleuchtete oder nachleuchtende Rettungswegbeschilderung, die bis ins Freie führt vorzusehen.
4. In Versammlungsräumen, in Nebenräumen und Fluren sowie in Kleiderablagen müssen jeweils mindestens jeweils ein 10-Liter Wasserfeuerlöscher vorhanden sein.
Vgl.: GUV 0.7/GUV-V A8 und GUV-V A1 § 3, ArbStättV § 7 (4) "Beleuchtung" DIN-EN 57108/VDE 0108 bzw. VDE 0108, Teil 1 sowie VersStättVO
Aufgaben der Hochschulleitung,
Befahren von Pausenhöfen und Zutrittsflächen mit Pkw oder Baufahrzeugen während der Vorlesungszeit,
Zutritts- und Aufenthaltsverbote und
behindertengerechte Gestaltung der Hochschule.
a) Aufgaben der Hochschulleitung
Auf Grund ihrer Stellung soll die Hochschulleitung alle organisatorischen Maßnahmen ergreifen, um Gefährdungen im Vorlesungsbetrieb auszuschließen.
· Der Arbeitgeber, das ist hier die Hochschulleitung, hat diejenigen Beschäftigten zu benennen, die Aufgaben der Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten übernehmen.
· Der Arbeitgeber , das ist hier die Hochschulleitung, kann zuverlässige und fachkundige Personen schriftlich damit beauftragen, ihm obliegende Aufgaben in eigener Verantwortung wahrzunehmen. Damit ist insbesondere die Gefährdungsbeurteilung sowie deren entsprechend dem ArbSchG zu verstehen.
· An jeder Hochschule ist mindestens einer der Hausmeister für die Belange der äußeren Einrichtungsangelegenheiten und wenigstens ein Lehrkörper für die Belange der inneren Einrichtungsangelegenheiten (z.B. Verwaltung), und es sollte wenigstens eine jeweils eine weitere Person aus Fachbereichen, z.B. der/die Gefahrstoffbeauftragte, der/die Strahlenschutzbeauftragte schriftlich zu Sicherheitsbeauftragten bestellt werden.
b) Befahren von Pausenhöfen und Zutrittsflächen mit Pkw oder Baufahrzeugen während der Vorlesungszeit
Die Hochschulleitung sollte ein Verbot des Befahrens des Hochschulgeländes bzw. von Pausenhöfen und Zutrittsflächen während der Vorlesungszeit aussprechen oder eine Trennung des Baustellenverkehrs vom Pausenhof erwirken.
Eine Absprache zwischen Hochschulleitung und der zuständigen Hochbauabteilung bzw. von Zulieferern ist durchzuführen.
Vgl.: ArbSchG z.B. § 5, § 6, § 10(2) und § 13 (2) sowie GUV 20.2.2/GUV-SI 8064 mit Anlage und
GUV-V A1, § 18
Der Unternehmer, hier die Hochschulleitung, hat dafür zu sorgen, dass unbefugte Dritte Betriebsteile nicht betreten, wenn dadurch eine Gefahr für Versicherte entsteht.
Während der Vorlesungszeit sollten z.B. keine Pkw das Hochschulgelände befahren oder dort abgestellt werden dürfen.
GUV-V A1. § 18
d) Behindertengerechte Gestaltung der Schule:
Der Arbeitgeber , das ist hier die Schulleiterin oder der Schulleiter bzw. die Einrichtungsleitung, haben die Schule bzw. die Hochschule, ein öffentliches Gebäude, behindertengerecht gestalten zu lassen. Die entsprechenden Länderbauverordnungen sind anzuwenden und einzuhalten. Die GUV’en, das Arbeitsschutzgesetz sowie die entsprechenden EN/DIN sind ebenfalls anzuwenden. Insbesondere gehören dazu die behindertengerechte Gestaltung von WC’s und das Einhalten der richtigen Neigung von Rampen mit max. 6 %. Automatische Türenöffner und –schließer können ebenfalls dazu gehören.
Die Schule bzw. die Hochschule muss als öffentliches Gebäude behindertengerecht gestaltet und
eingerichtet sein bzw. werden.
Vgl.: ArbSchG, z.B. § 3, § 4; GUV 6.3, III, § 9 Treppen und Rampen, des Weiteren z.B.
GUV 16.3, 3 Allgemeine Anforderungen sowie
EN/DIN 18024 und EN/DIN 58125.
In vielen Hochschulen befinden sich Aufzugsanlagen für Personen und/oder für Güter. Solche Aufzüge unterliegen grundsätzlich der Verordnung für Aufzugsanlagen (Aufzugsverordnung-AufzV). Ausgenommen sind z.B. nur kraftbetriebene Aufzugsanlagen mit einer Tragfähigkeit von höchstens 5 kg.
Alle Aufzugsanlagen müssen z.B. beim Amt für Arbeitsschutz (AfA), Hamburg, bzw. dem Gewerbeaufsichtsamt (andere Länder), gemeldet sein. Das ist üblicherweise bei der Errichtung durch eine Abnahmeprüfung erfolgt. Die Einrichtungsleitungen sind die Betreiber der Anlagen. Die wiederkehrenden Hauptprüfungen sowie Zwischenprüfung und Prüfung nach Schadensfällen und Unfällen werden daher im Auftrag der Einrichtungsleitung durchgeführt. Die fälligen Prüftermine werden in der Regel, der Hochschule, z.B. vom AfA, Hamburg, bzw. dem Gewerbeaufsichtsamt (andere Länder), mitgeteilt.
· Es sollte sichergestellt werden, dass die vorhandenen Aufzugsanlagen für Personen und/oder Güter, z.B. dem AfA, Hamburg, bzw. dem Gewerbeaufsichtsamt (andere Länder), gemeldet sind.
· Aufzugsanlagen sind durch sachkundige Personen in betriebssicherem Zustand zu erhalten und in erforderlichem Umfang warten und Instand setzen zu lassen. Dafür ist die Einrichtungsleitung verantwortlich.
· Für das Betreiben einer Aufzugsanlage, in welcher Personen befördert werden dürfen, ist wenigstens ein Aufzugswärter zu bestellen und anzuweisen. Dafür hat er in einer Prüfung, z.B. beim Sachverständigen, AfA, Hamburg, bzw. dem Gewerbeaufsichtsamt (andere Länder), die Sachkunde nachzuweisen.
· Jeder Unfall und jeder Schadensfall ist der Aufsichtsbehörde, z.B. AfA, Hamburg, bzw. dem Gewerbeaufsichtsamt (andere Länder), unverzüglich anzuzeigen. Es besteht eine Anzeigepflicht.
· Hauptprüfungen für Aufzugsanlagen in denen Personen befördert werden dürfen erfolgen wiederkehrend alle 2 Jahre und für Aufzugsanlagen, die ausschließlich der Güterbeförderung dienen und deren Tragfähigkeit höchstens 1.000 kg beträgt, alle 4 Jahre. Die Prüftermine werden durch das Amt für Arbeitsschutz, Hamburg, bzw. dem Gewerbeaufsichtsamt (andere Länder), bekannt gegeben und von dort eingehalten.
· Zwischenprüfungen sind nicht angemeldet und finden zwischen den Hauptprüfungen, z.B. durch den Sachverständigen (AfA) , Hamburg, bzw. dem Gewerbeaufsichtsamt (andere Länder), statt.
· Prüfungen nach einer Unfall- und einer Schadensanzeige erfolgen, z.B. durch das AfA, Hamburg, bzw. dem Gewerbeaufsichtsamt (andere Länder), und können zu Auflagen an der Anlage führen.
· Aufzüge dürfen im Brandfall nicht benutzt werden. Dafür ist ein Hinweisschild an jeder Tür jedes Aufzuges deutlich und gut lesbar an zu bringen. Solche Schilder bietet der Handel als Klebeschilder an.
· Mindestens 1 Fahrkorb ist in öffentlichen Gebäuden behindertengerecht gem. EN/DIN auszuführen.
Vgl.: Aufzugsverordnung-AufzV, Gerätesicherheitsgesetz, § 14, und Brandschutzordnung,
DIN-EN 14 096. Für Rückfragen kann z.B. das Amt für Arbeitsschutz (Hamburg), AS 41, Fachbereich Aufzüge, in anderen Ländern das Gewerbeaufsichtsamt angesprochen werden.
Bauliche Maßnahmen, Bestellung von Geräten
Vor Beginn einer Baumaßnahme sollte Rücksprache mit der zuständigen Bauabteilung erfolgen. Das wird damit begründet, dass sämtliche Bauaufträge bestimmte Bedingungen erfüllen müssen. Die sind aber zu häufig den Einrichtungsleitungen im Einzelnen nicht bekannt.
Bei der Bestellung von Geräten, ob elektrisch, motorisch oder mechanisch betrieben, ob z.B. Mikroskope, Rasenmäher, Werkzeug, Brennofen, Veraschungsofen, Laborgeschirrspüler, Kücheneinrichtung bzw. Küchenmöbel oder Sportgeräte, sollte immer die Forderung nach einem VDE-Prüfzeichen (für Elektrogeräte) bzw. das Einhalten des Gerätesicherheitsgesetzes und der Unfallverhütungsvorschriften verlangt werden. Bei der Anschaffung z.B. einer Tischkreissäge, Bandsäge, der Einrichtung von Schweiß- und Lötplätzen sowie Laboreinrichtungsgegenständen sind besondere Bedingungen einzuhalten.
· Bauzeichnungen und Leistungsverzeichnisse sollten z.B. deutliche Hinweise auf die Einhaltung der DIN-EN , VDE und GUV’en (sämtliche Unfallverhütungsvorschriften) haben.
· Teppiche und Vorhänge sollten schwerentflammbar und emissionsfrei sein.
· Bei der Vergabe von Aufträgen und dem Koordinieren von Arbeiten ist die GUV-V A1, §§ 6 u. 7,entsprechend einzuhalten. Es sind dem Auftragnehmer z.B. schriftlich die einzuhaltenden Bedingungen mitzuteilen und der Auftraggeber hat eine Person zu bestimmen, die die Arbeiten aufeinander abstimmt.
· Für Anstricharbeiten und z.B. für Bodenbelagarbeiten sowie für kleine Baumaßnahmen, gelten immer besondere VOB-Konditionen und behördliche Ausschreibungsunterlagen.
· Für die Freigabe von Reparaturarbeiten und die Erklärung zu einem Reparaturauftrag in Laboratorien sollte das Formblatt im Anhang der GUV 19.17/GUV-SR 2005 benutzt werden
Vgl.: GUV-V A1, § 6 und § 7 und Gerätesicherheitsgesetz sowie GUV 19.17/GUV-SR 2005, Anhang II (Mustererklärungen).
Bildschirmarbeitsplatz, BAP, für Schüler (an besonderen Berufsfachschulen) bzw. für Studenten
Bei der Einrichtung von BAP für Studenten sollten die von der KMK herausgegebene Handreichung und das vom BUK herausgegebene Faltblatt die Grundlage bilden. Dabei könnte die von der KMK herausgegebene Handreichung wesentlich informativer sein als das Faltblatt des BUK. Beide Informationsblätter nehmen jedoch umfangreich Stellung zu den Themen:
Anforderungen an den Vorlesungsraum,
Anforderungen an die Arbeitsplätze und
Anforderungen aus pädagogisch didaktischer Sicht.
Vgl.: GUV 20.48/GUV-SI 8009 "Sicher und fit am PC in der Schule"
Die Einrichtung von BAP an Hochschulen, sollte, wenn sie in Verbindung mit einer fachpraktischen Ausbildung steht, den sonst geltenden Vorschriften entsprechen. Dies wird damit begründet, dass es sich dann nicht um Unterricht am BAP sondern um eine Arbeit im Sinne der Vorschriften am BAP handelt.
Vgl.: GUV 17.7/GUV-R 1/535, ArbSchG und BildscharbV, z.B. § 1, (1) und GUV 50.12/GUV-I 8566.
Es ist häufig ein Brennofen aufgestellt und in Benutzung. Es muss eine Entlüftung ins Freie vorgesehen sein, weil davon ausgegangen werden kann, dass Fluor-Wasserstoff beim Brennen aus den Glasuren und aus dem Rohton entweicht. Diese Entlüftung ins Freie fehlt zu oft. Der Ofen kann so eine Gefährdung darstellen. Die ausströmenden Gase beinhalten möglicherweise Schwermetalle, die eingeatmet werden können.
· Als Provisorium kann bis zur Einrichtung einer Entlüftung ins Freie folgendermaßen verfahren werden:
· Der Ofen wird so selten wie möglich benutzt. Es werden keinerlei gefahrstoffhaltige Glasuren verwendet, wie z.B. mit den Inhaltsstoffen Blei, Barium, Cadmium, Selen, Fluor. Das Brennen erfolgt während unterrichtsfreier Zeit und der Aufstellungsraum muss gut zu belüften sein und gut durchlüftet werden. Unter solchen Vorsichtsmaßnahmen kann der Ofen in der Übergangszeit weiter betrieben werden. Der Umbau des Ofens sollte jedoch erfolgen.
· Die Entlüftung ins Freie kann dadurch bewirkt werden, dass oberhalb der seitlichen Abluftöffnung am Ofen ein Dünnblechrohr, mit der Nennweite 80 mm, ins Freie geführt wird. Das Rohr soll ca. 1 m senkrecht ansteigen und dann mit möglichst nicht mehr als ca. 2 m Länge horizontal ins Freie führen.
· Es sollte immer ein Ventilator eingebaut werden. Der ist am sinnvollsten mit dem elektrischen Schaltgerät zu koppeln und läuft auch in der Abkühlphase nach. Der Ventilator ‘drückt’ die austretenden Gase ins Freie. Außerdem ist ein Vogelschutzgitter vor dem Rohr im Freien anzubringen.
· Der Zwischenraum zwischen Gasaustritt am Brennofen und dem Eintritt in das senkrechte Rohr bleibt völlig frei. Er dient zur Erzeugung einer Kaminwirkung.
Vgl.: GUV 57.1.30.1/GUV-SI 8036 "Sicherheit im Technik-Unterricht, Keramik-Brennofen"
GUV 19.16/GUV-SR 2003, 5.2
Die chemischen Bestandteile der Glasuren sind nicht immer bekannt. Es kann sein, dass Fluor-Wasserstoff, Blei und/oder Cadmium mit den Abgasen beim Brennen austreten. Dabei handelt es sich um Gefahrstoffe mit möglicherweise krebserregender Wirkung. Nur Gebinde der Glasuren ohne "Gefahrensymbol" sind geeignet. Nicht nur die beim Brennen entstehenden Gase können Schwermetalle enthalten und mit eingeatmet werden, sondern eine ähnliche Gefährdung kann auch durch Einatmen schwermetallhaltiger Pigmente, z.B. beim Umfüllen, entstehen.
· Alle vorhandenen Glasuren und Pigmente mit "Gefahrensymbol" oder unbekannten Inhalts sollten entsorgt werden.
· Neueinkäufe sollten entsprechende Hinweise auf nicht mehr vorhandene Bestandteile, wie z.B. Blei und Cadmium berücksichtigen und haben.
Diese Information sollte auch an mögliche Fremdbenutzer weitergegeben werden!
Vgl.: GUV 19.16/GUV-SR 2003, 3.1.1 und 6.4
Drehstromsteckvorrichtungen nach DIN-EN
Z.B. im Bereich Werkstatt befinden sich häufig Drehstromsteckvorrichtungen, die nicht der Vorschrift entsprechen.
· Stecker und Steckdosen, die nicht der Norm entsprechen, sind gegen Drehstromsteckvorrichtungen gem. DIN-EN 49462/63 auszutauschen.
Diese Ausführung ist ab 01.01.1981 vorgeschrieben. Das Umrüsten "neuerer" Maschinen mit "Euro"-Steckern auf Perilex-Steckdosen ist verboten.
"Euro"-Steckern auf Perilex-Steckdosen ist verboten.
Steckvorrichtungen, Anschlusskabel
Richtige Drehstromsteckvorrichtung
nach DIN 49462/63 (ab 1.1.1981
vorgeschriebene Ausführungsform)
Drehstromflachsteckvorrichtung
(ab 1.1.1981 nicht mehr zulässig)
Beispiel für Mehrfachsteckdosen
Vgl.: GUV 2.10/GUV-V A2 § 3 und VDE 0100, Teil 550
In den Arbeitsbereichen: Küchen und Küchenzeilen, Werkräume, Fotolabor, Laboratorien, Bildende Kunst, Computerräume und Textilräume
Vgl.: DIN-EN VDE 0664 (s. auch Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs))
Elektrische lose Leitungen in Arbeitsbereichen.
In Arbeitsbereichen in denen beispielsweise mit Mikroskopen und z.B. PC’s gearbeitet wird, laufen häufig viel zu viele elektrische Leitungen lose über den Fußboden. Das ist eine erhebliche Stolpergefahr.
Entweder sollte einfach die Anzahl der elektrischen Steckdosen an geeigneter Stelle erhöht werden oder
es sollte die Möglichkeit eines von der Zimmerdecke herabhängenden Steckdosencontainers geprüft werden oder
die elektrische Zuleitung sollte unterhalb des Fußbodens direkt an die Maschine, die fest montiert sein muss, herangeführt werden oder
die vorhandene elektrische Zuleitung sollte in einem auf dem Fußboden befestigten, beidseitig abgeschrägten Kabelkanal sicher und fachmännisch verlegt werden.
Die Kennzeichnung der Schränke mit den Erste-Hilfe-Kästen und der Türen, die zu den Räumen mit den Erste-Hilfe-Kästen führen, erfolgt mit Klebeschildern, Größe = 10 x 10 cm, Best.-Nr. GUV 38.5/GUV-I 8577, "Weißes Kreuz auf grünem Grund" (E06). Diese, das "Merkblatt für Erste-Hilfe-Material" und das Verbandbuch sind kostenlos z.B. bei der Landesunfallkasse, Hamburg, und den Unfallkassen der Länder erhältlich:
Es sollte die Ausbildung aller Lehrkörper an Hochschulen zu Ersthelfern erfolgen. Die Ausbildung von wenigen Personen reicht nicht aus. Die Erste Hilfe ist während der Anwesenheit von Studenten sicherzustellen. "Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass ...bei bis zu 20 anwesenden Versicherten ein Ersthelfer," zur Verfügung steht. Insbesondere ist die Erste Hilfe sicherzustellen bei: Exkursionen, im Turn- und Sportunterricht sowie beim Umgang mit Gefahrstoffen im Hochschulbereich und an " Berufsschulen in Vollzeitform der biologischen, chemischen, medizinischen und pharmazeutischen Berufe".
Erste-Hilfe-Maßnahmen müssen auch für den Umgang mit Gefahrstoffen ausgerichtet sein! Hilfsorganisationen bieten diese Ausbildung an. Die Ersthelfer sollen dabei alle 2 Jahre an einem Lehrgang teilnehmen. Die Unterweisungen in den Sofortmaßnahmen am Unfallort (Führerschein) reichen hierfür nicht aus.
Der Arbeitgeber, das ist hier die Hochschulleitung, hat diejenigen Beschäftigten zu benennen, die Aufgaben der Ersten Hilfe, Brandbekämpfung und Evakuierung der Beschäftigten übernehmen. Es sollte die Bereitschaft aller Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer zur Ausbildung zu Ersthelfern erreicht werden.
Vgl.: GUV 20.2.2/GUV-SI 8064 sowie GUV 19.17/GUV-SR 2005, 9. und ArbSchG § 10(2) sowie GUV-V A1, § 24 (5)
Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) fehlen häufig. Sie haben eine wichtige Schutzfunktion für bestimmte Steckdosenbereiche sowie nichtstationären Anlagen und sind z.B. in nachstehenden Bereichen unbedingt vorzusehen.
a) z.B. Küchen und Küchenzeilen, Werkräume, Fotolabor, Bildende Kunst, Wasch- und Duschräume und Computerräume
Die entsprechenden Verteilungen sind über Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) abzusichern. Diese Schutzeinrichtungen müssen vorhanden sein.
b) Schutzmaßnahmen mit Fehlerstromschutzeinrichtungen in nichtstationären Anlagen
Eine Vielzahl von nichtstationären Einrichtungen müsste möglicherweise unbedingt über Fehlerstromschutzeinrichtungen verfügen.
Bei bestehenden Unsicherheiten darüber, welche Geräte möglicherweise ohne vorschriftsmäßige Schutzeinrichtung benutzt werden, muss unbedingt eine Fachfirma zu Rate gezogen werden.
· Die Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) sind alle 6 Monate, arbeitstäglich, auf einwandfreie Funktion durch Betätigen der Prüfeinrichtung durch den Benutzer zu überprüfen.
· Schutzmaßnahmen mit Fehlerstromschutzeinrichtungen in nichtstationären Anlagen sind jeden Monat durch eine Elektrofachkraft auf Wirksamkeit zu überprüfen.
Vgl.: GUV 2.10/GUV-V A2, § 5 sowie DIN-EN VDE 0664.
Ferienheizung im Bereich Verwaltung, z.B. im Schreibbüro der Sekretärin
In diesen Räumen fehlt häufig eine Ferienheizung. Die ist erforderlich, wenn hier während der vorlesungsfreien Zeit gearbeitet werden muss. Es kommt vor, dass an kalten Tagen, dieser Bereich unbeheizt bleibt, weil die Zentralheizung nicht eingeschaltet werden kann oder wird und weil eine Zusatzheizung fehlt.
Es sollte eine Übergangsheizung mit Zeitschaltuhr für 1 Stunde Heizbetriebsvorwahl eingebaut oder die Möglichkeit geschaffen werden, in den Ferien den zentralen Heizbetrieb einschalten zu können.
Vgl.: ArbStättV § 6
Die Anzahl der Feuerlöscher in Hochschulen ist nach der geltenden Vorschrift oftmals nicht mehr ausreichend. Die neue Vorschrift, DIN EN 3, beschreibt Löschmitteleinheiten, LE. Die LE richten sich nach der Brandgefährdung und der Grundfläche des zu schützenden Bereiches.
Die Brandgefährdung wird z.B. in den Bereichen: Werkstätten, Technik- und Arbeitslehreräumen als groß eingestuft. Es sind z.B. in einem Raum bis zu 50 m² Größe bis zu 3 Stck. 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher und in einem Raum
von 50 m² bis 100 m² Größe bis zu 4 Stck. 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher vorzusehen.
Die Brandgefährdung wird z.B. in den Bereichen: Büro bzw. Verwaltung, Hauswirtschaft und Küchen als mittel eingestuft. Es sind z.B. in einem Raum von 50 m²; bis 100 m² Größe bis zu 3 Stck. 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher vorzusehen.
Die Brandgefährdung wird z.B. in den Bereichen: Flure und Räume in Bühnennähe als gering eingestuft. Bei geringer Brandgefährdung sind Feuerlöscher der Brandklasse A vorzusehen. Bevorzugt werden dafür z.B. 10 Lit. Wasserfeuerlöscher in entsprechender Anzahl von der Feuerwehr festgelegt.
· Die sich neu ergebenden richtigen Feuerlöscher sollten nachgerüstet werden.
· Wasserfeuerlöscher dürfen nicht in naturwissenschaftlichen Bereichen, auch nicht in den Vorfluren, die dahin führen, verwendet werden.
· Vorlesungsräume für müssen jeweils mindestens einen 6 kg-ABC-Pulverfeuerlöscher haben.
· Feuerlöscher sind alle 2 Jahre zu überprüfen, s. Aufkleber.