Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=26.11.2008&Aktenzeichen=X%20R%2053/06
Timestamp: 2019-05-24 12:29:22
Document Index: 386105533

Matched Legal Cases: ['§ 32', 'Art. 3', '§ 32', '§ 44', '§ 47', '§ 32', '§ 8', '§ 44', '§ 3', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32', '§ 32']

BFH, 26.11.2008 - X R 53/06 - dejure.org
https://dejure.org/2008,670
BFH, 26.11.2008 - X R 53/06 (https://dejure.org/2008,670)
BFH, Entscheidung vom 26.11.2008 - X R 53/06 (https://dejure.org/2008,670)
BFH, Entscheidung vom 26. November 2008 - X R 53/06 (https://dejure.org/2008,670)
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EStG § 32b Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b; GG Art. 3
Progressionsvorbehalt bei öffentlich-rechtlichem Krankengeld; freiwillige Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse ist keine private Versicherung "unter dem Dach der Sozialversicherung"; Krankengeldanspruch ist Teil des Sozialversicherungsverhältnisses
EStG § 32b Abs. 1; SGB V § 44 Abs. 1; SGB V § 47
Verfassungsgemäßheit der Einbeziehung des Krankengeldes in den Progressionsvorbehalt bei einem freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versicherten Steuerpflichtigen; Vereinbarkeit der Einbeziehung des Krankengelds einer gesetzlichen Krankenversicherung und nicht auch das einer privaten Versicherung in den Progressionsvorbehalt mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz
Progressionsvorbehalt bei öffentlich-rechtlichem Krankengeld
Steuererklärung - Einbezug des Krankengelds in den Progressionsvorbehalt
Progressionsvorbehalt - Krankengeld für Selbstständige unterliegt der Progressionssteigerung
Krankengeld ist progressionsfähig
Progressionsvorbehalt: Einbeziehung des Krankengeldes
Einbezug des Krankengelds in den Progressionsvorbehalt
Einbeziehung in Progressionsvorbehalt bei Bezug aus gesetzlicher Krankenkasse
Krankengeld aus der gesetzlichen Krankenversicherung unterliegt dem Progressionsvorbehalt
GKV-Krankengeld erhöht Einkommensteuer
Krankengeld und Steuer
Progressionsvorbehalt gilt auch für Krankengeld
Krankengeld aus gesetzlicher Versicherung erhöht die Steuerlast - Krankengeld kann in den Progressionsvorbehalt einbezogen werden
Krankengeld aus gesetzlicher Versicherung erhöht Einkommensteuer
Progressionsvorbehalt (§ 32b Abs. 1 Nr. 1 EStG): Einbeziehung des Krankengelds
BFHE 223, 435
NJW 2009, 2080
BB 2009, 411
DB 2009, 937
BStBl II 2009, 376
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat für die Veranlagungszeiträume 1999 und 2002 entschieden, dass die Einbeziehung des Krankengeldes der gesetzlichen Krankenkassen in den Progressionsvorbehalt verfassungsgemäß ist, obwohl das Krankentagegeld aus einer privaten Krankenversicherung nicht dem Progressionsvorbehalt unterliegt (BFH-Urteile vom 26. November 2008 X R 53/06, BFHE 223, 435, BStBl II 2009, 376, und X R 59/06, BFH/NV 2009, 739, jeweils unter II.2.; krit. Hey in Tipke/ Lang, Steuerrecht, 21. Aufl., § 8 Rz 810).
BFH, 29.04.2009 - X R 31/08
Progressionsvorbehalt bei Zahlung von Geburtengeld durch eine schweizerische …
Der Gesetzgeber hat bei der Auswahl des Steuergegenstandes bzw. bei der Auswahl der Leistungen, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen sollen, den ihm zustehenden weiten Gestaltungsspielraum verfassungskonform ausgefüllt, indem er lediglich die Leistungen gesetzlicher Versicherungsträger dem Progressionsvorbehalt unterworfen hat (Senatsurteil vom 26. November 2008 X R 53/06, BStBl II 2009, 376).
Der Gesetzeswortlaut bietet keinen Anhaltspunkt für eine solche Einschränkung, zumal auch die freiwillig Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen das Krankengeld aufgrund von § 44 SGB V erhalten (vgl. dazu auch das zur amtlichen Veröffentlichung bestimmte Urteil des erkennenden Senats in der Rechtssache X R 53/06 vom 26. November 2008).
Leistungen aus einer privaten Krankenversicherung (…zu denen auch die Leistungen aus einer ausländischen [BFH-Urteil in BStBl II 1998, 581] Krankentagegeldversicherung gehören --vgl Bergkemper in: Herrmann/Heuer/Raupach, a.a.O., EStG § 3 Nr. 1 Rn. 11 [E 6]--) fallen dagegen nicht unter den Progressionsvorbehalt, weil sie nicht auf den in § 32b Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe b EStG 2002 genannten Sozialversicherungsgesetzen beruhen (Urteil des FG Düsseldorf vom 9. Oktober 2006 11 K 5157/04 E, EFG 2007, 418 [Revision eingelegt BFH-Az.: X R 53/06];… Lademann/Naujok, a.a.O., § 32b EStG Anm. 32c;… Probst in: Herrmann/Heuer/Raupach, a.a.O., § 32b EStG Rn.67 [E 55/E 56];… Frenz in: Kirchhof/Söhn/Mellinghoff, a.a.O., § 32b Rn. D 84;… Wied in: Blümich, EStG KStG GewStG Kommentar, EStG § 32b Rn. 37;… Schmidt/Heinicke, EStG, Kommentar, 26. Aufl., 2007, § 32b Rn. 43; Verfügungen der Oberfinanzdirektion --OFD-- Berlin vom 3. März 1993 St 4411 - S 2295 - 1/93, Der Betrieb 1993, 1009; der OFD Frankfurt vom 12. Februar 1993 S 2295 A - 6- St II 20, Deutsches Steuerrecht 1993, 839; Amtliches Einkommensteuer-Handbuch [seit] 1999 zu § 32b EStG R 185 Abs. 1 Satz 2 bezüglich des Krankentagegeldes aus einer privaten Versicherung;… a:A.: Lambrecht in: Kirchhof KompaktKommentar EStG § 32b Rn. 14 für den Fall, dass die Beiträge nicht vom Steuerpflichtigen/Arbeitnehmer --wie z.B. im Streitfall-- getragen wurden;… Küttner/Thomas, a.a.O., Stichwort: Krankengeld Rn. 11 a.E.).
Im Unterschied zum Krankengeld aus einer gesetzlichen Krankenversicherung unterliegt es auch nicht dem Progressionsvorbehalt gemäß § 32b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. b EStG (BFH 26. November 2008 - X R 53/06 - BFHE 223, 435) .
FG Baden-Württemberg, 12.12.2007 - 3 K 22/07
Qualifizierung der Beiträge eines Arbeitgebers zu einer …
Solche Leistungen unterliegen nicht dem Progressionsvorbehalt, weil sie nicht auf den in § 32b Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe b EStG 2001 (abschließend und ausschließlich) genannten Sozialversicherungsgesetzen beruhen (Urteil des FG Düsseldorf vom 9. Oktober 2006 11 K 5157/04 E, EFG 2007, 418 [Revision eingelegt -Az. BFH: X R 53/06-];… Probst in: Herrmann/Heuer/Raupach, Kommentar zur Einkommensteuer und Körperschaftsteuer, § 32b EStG Rn. 67;… Küttner/Macher, a.a.O., Stichwort: Lohnersatzleistungen, Rn 10, jeweils mit umfangreichen Nachweisen;… anderer Auffassung: Küttner/Thomas, a.a.O., Stichwort: Krankengeld Rn. 11 a.E.).
Denn bei einer dem Äquivalenzprinzip folgenden Vorsorgeeinrichtung (Pensionskasse) kann davon ausgegangen werden, dass einem (Arbeitgeber-)Beitrag ein äquivalenter/gleichwertiger Individualvorteil des versicherten Arbeitnehmers entspricht (BFH-Urteil vom 26. November 2008 X R 53/06, BFHE 223, 435, BStBl II 2009, 376, zu II. 2. c) und mithin der Beitrag durch den daraus sich ergebenden Vorteil in Gestalt (u.a.) eines höheren Rentenanspruchs veranlasst wird.