Source: https://www.menden.de/leben-in-menden/familie-soziales-sport/kinderschutz-in-menden/
Timestamp: 2020-07-14 01:02:49
Document Index: 66622296

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 2', '§ 3', '§ 8', '§ 1', '§ 42', '§ 8']

Frau U. Rosenthal Stabsstelle Abteilung 51
02373 903-1470 02373 903-1386 E-Mail schreiben
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Kinder und Jugendliche sollen geschützt aufwachsen
Im Alltag von Kindern und Jugendlichen gibt es Situationen und Lebensumstände, in denen es ihnen nicht gut geht und sie vielleicht gefährdet sind.
Nicht immer ist es Ihnen als Fachkraft in Kontakt mit diesen Kindern und Jugendlichen möglich Konkretes oder Fassbares zu erkennen, eine Gefährdung zu beschreiben, und dennoch-
es bleibt ein ungutes Gefühl zurück und Sie machen sich Sorgen.
In der Zusammenarbeit mit Familien haben Fachkräfte die Chance, den Schutz eines Kindes/ Jugendlichen bei einem Verdacht auf Gefährdung durch frühzeitige Beratung und Unterstützung der Eltern umzusetzen.
So kann durchaus eine mögliche Kindeswohlgefährdung verhindert werden. Diesen Auftrag hat der Gesetzgeber im Bundeskinderschutzgesetz für die folgende Fachkräfte formuliert:
Fachkräfte aus der Jugendhilfe
Fachkräfte an Schulen
Kinderschutz wird in Menden groß geschrieben
Damit Sie Handlungssicherheit im Umgang bei einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung haben, stehen Ihnen folgende Angebote zur Verfügung:
verbindliche abgestufte Verfahren zur Gefährdungsabwehr für unterschiedliche Berufgruppen
Beratung durch eine zertifizierte Kinderschutzfachkraft im schwierigen Prozess der Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung
In Fällen einer akuten Gefährdung eines Kindes oder Jugendlichen unterrichten Sie jedoch bitte umgehend den Allgemeinen Sozialdienst (ASD) des Jugendamtes der Stadt Menden:
Teamleitung ASD: Stefan Voss Tel: 02373 903-1467
Konkrete Ansprechpartner im ASD mit entsprechender Zuordnung zu Mendener Straßen finden Sie hier im Straßenverzeichnis.
Was ist eine Kindeswohlgefährdung und woran erkenne ich sie?
Kindeswohlgefährdung ist ein komplexes Thema, ein unbestimmter Rechtsbegriff und muss fachlich eingeschätzt werden.
"Als Kindeswohlgefährdung gilt bereits seit den 1950-er Jahren „eine gegenwärtige in einem solchen Maße vorhandene Gefahr, dass sich bei der weiteren Entwicklung eine erhebliche Schädigung mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lasst“ (BGH FamRZ. 1956, S. 350). Gemäß dieser Definition müssen drei Kriterien gleichzeitig erfüllt sein, damit von einer Kindeswohlgefährdung auszugehen ist:
Voraussetzung ist also nicht nur die Beeinträchtigung des Kindeswohls durch ein bestimmtes Verhalten oder Unterlassen, sondern auch und vor allem die nachhaltig negative Wirkung dieses Verhaltens/Unterlassens, genauer: die körperliche, geistige oder seelische Schädigung des betroffenen Kindes. Erst dann spricht man vom Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung."
(Quelle: Kinderschutz in NRW)
Hier finden Sie auch weitere, umfassende Informationen zur Thematik Kinderschutz, so z.B. zu unterschiedlichen Formen der Kindeswohlgefährdung:
https://www.kinderschutz-in-nrw.de/fachinformationen/kindeswohl-und-kindeswohlgefaehrdung/erscheinungsformen-der-kindeswohlgefaehrdung/
Wer berät in der Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung?
Beratende Kinderschutzfachkräfte in Menden
Fachkräfte der Jugendhilfe, Schule, Sozial- und Gesundheitswesen haben den gesetzlichen Auftrag, bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung tätig zu werden.
Bei der Abklärung von Kindeswohlgefährdung stehen ausgebildete Kinderschutzfachkräfte zur Beratung und Unterstützung zur Verfügung.
Fachkräfte von Trägern der freien Jugendhilfe wenden sich an ihre trägereigene Kinderschutzfachkraft.
Hier finden Sie eine Übersicht über die Kinderschutzfachkräfte der Träger der freien Jugendhilfe in Menden.
Fachkräfte der Stadt Menden
MitarbeiterInnen städt. Kindertageseinrichtungen
Städt. SchulsozialarbeiterInnen
Fachkräfte der Kinder- und Jugendtreffs
wenden sich an
Uschi Rosenthal, Tel: 02373 - 903 1470 u.rosenthal@menden.de
Berufsgeheimnis-und Amtsträger (Lehrer, Ärzte, Therapeuten, Sozialarbeiter, Psychologen etc.)
Alle, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben
Alle, die in einem Ehrenamt mit Kindern und Jugendlichen tätigen Personen
Petra Günnewig, Tel: 02373 - 903 8572 p.guennewig@menden.de
Damit Beratung für Fachkräfte im Gesundheitswesen 24 Stunden rund um die Uhr und auch an Wochenenden - besonders im Notfall- möglich ist gibt es außerdem seit dem 1. Juli 2017 eine Kinderschutzhotline.
ErzieherInnen in städt. Kindertageseinrichtungen
Erzieherinnen in Kindertageseinrichtungen von Trägern der freien Jugendhilfe
Fachkräfte in Kinder- und Jugendtreffs
Fachkräfte im Offenen Ganztag
Fachkräfte von Trägern der freien Jugendhilfe (z.B. Tagespflege, Ambulante Jugendhilfe)
Städtische SchulsozialarbeiterInnen
Die Verpflichtung zur Beratung durch eine Kinderschutzfachkraft nach § 8a SGB VIII ist für diese Fachkräfte gesetzlich hier geregelt:
www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__8a.html
Fachkräfte der städt. Drogenberatungsstelle
Fachkräfte der Schwangerschaftsberatungstelle
Der Anspruch auf eine Beratung dieser Fachkräfte (Berufsgeheimnisräger) durch eine Kinderschutzfachkraft nach §§ 8 b SGB VIII, 1-4 KKG ist hier gesetzlich geregelt:
www.gesetze-im-internet.de/kkg/__4.html
www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__8b.html
Fachkräfte in Allgemeinen Sozialdienst, Stadt Menden
Fachkräfte in den Ambulanten Hilfen, Stadt Menden
Diese Dienste verfügen über eigene zertifizierte Kinderschutzfachkräfte.
Fachkräfte der Frühförderstellen
Familiengesundheits- und Kinderkrankenpfleger/Innen
Psycholog(en)innen
Therapeut(en)innen
Der Anspruch auf eine Beratung von Berufsgeheimnis- und Amtsträgern durch eine Kinderschutzfachkraft nach §§ 8 b SGB VIII, 1-4 KKG ist gesetzlich geregelt:
Lehrer und Lehrerinnen an öffentlichen und privaten Schulen
Lehrer und Lehrerinnen an Grundschulen
Lehrer und Lehrerinnen an weiterführenden Schulen
Alle Personen, die beruflich mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt sind
Gruppenleiter in Vereinen
sowie ehrenamtlich Tätige im Sport und in der Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Flüchtlingshilfe.
Die gesetzliche Grundlage findet sich hier:
§ 8b SGB VIII Fachliche Beratung und Begleitung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen
§ 2 Information der Eltern über Unterstützungsangebote für die Kindesentwicklung
§ 3 Rahmenbedingungen für verbindliche Netzwerkstrukturen
Seit 2015 gibt es in Menden Kooperationsvereinbarungen mit allen Schulen vor Ort als Hilfestellung zur Gefährdungsabwehr bei Kindern und Jugendlichen. Sie beinhalten ein verbindliches Ablaufverfahren zwischen Schule und Jugendhilfe sowie hilfreiche (nützliche) Formularvorlagen für die interne Dokumentation in den Schulen.
Die einzelnen Dokumente zum Ausdrucken finden Sie hier:
Kooperationsvereinbarung (gem. §§ 8a, 8b SGB VIII, §§ 1-4 KKG und § 42 Abs. 6 SchlG NRW)
Ablaufdiagramm zur Gefährdungsabwehr in Mendener Schulen
Formular Gesprächsprotokoll
Formaler Dokumentationsbogen zur internen Gefährdungseinschätzung
Formular Gefährdungsmitteilung zur Weiterleitung an den Allgemeinen Sozialdienst (ASD)
Einschätzungsbögen für eine erste interne persönliche Einschätzung
Die MitarbeiterInnen des Allgemeinen Sozialdienstes (ASD), Bezirkssozialarbeiter, sind bestimmten Straßen zugeordnet. Das aktuelle Straßenverzeichnis finden Sie hier:
Straßenverzeichnis ASD
Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Frauen hat 2012 einen Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte herausgegeben, der auch für andere Fachkräfte hilfreich sein kann:
"Gewalt gegen Kinder und Jugendliche- Erkennen und Handeln"
Zum Thema "Kindesmisshandlung" hat die Polizeiliche Kriminalitätsprävention der Länder und des Bundes eine "Handreichung für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte entwickelt.
Die Regionale Schulberatungsstelle des Märkischen Kreises in Altena steht Lehrern und Lehrerinnen an Mendener Schulen mit verschiedenen Angeboten zur Verfügung:
Beratung für Schulentwicklungsprozesse
Ansprechpartner für schulische Krisen.
Individuellen Beratung im Bezug auf den Umgang mit bestimmten Schülern
Bei persönlichen Belangen im Bezug auf das Arbeitsfeld Schule
Für Eltern/Schüler:
Fragen der Schulwahl, sowie zu besonderen Begabungen
Frau Westermann-Klein (Psychologin) Telefon: 02352 / 54892930
Frau Sirringhaus (Psychologin) Telefon: 02352 / 54892930
Frau Walkowiak (Sekretariat) Telefon: 02352 / 54892930
Das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Märkischen Kreises gilt als erster Anlaufpunkt im Kreisgebiet für alle Fragen zur sozialen und schulischen Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.
Hier finden Sie auch Zugang zu einem Sprachmittlerpool.
02351 / 966-6450
Online-Kurs zum Thema "Kinderschutz in der Medizin"
Nähere Informationen zum Projekt finden Sie hier: https://www.uniklinik-ulm.de/kinder-und-jugendpsychiatriepsychotherapie/forschung-und-arbeitsgruppen/arbeitsgruppe-wissenstransfer-dissemination-e-learning/online-kurs-kinderschutz-in-der-medizin-ein-grundkurs-fuer-alle-gesundheitsberufe.html.
Veranstaltungshinweise zum Kinderschutz
Veranstaltungshinweise innerhalb Mendens
Kinderschutz aktiv - Fachtag für Fachkräfte
Anmeldungen bis 17.04.2020!
29. April 2020 "Datenschutz im Kinderschutz"
Nächstes Treffen Qualitätszirkel Schule - Jugendhilfe
Dienstag, 2. April 2020
14: 00- 16: 00 Uhr , Rathaus, Raum B 141
Termine Nachschulungen Kinderschutz Schule-Jugendhilfe
Damit das Verfahren zur Gefährdungsabwehr an allen Mendener Schulen sämtlichen Lehrkräften bekannt ist, bietet die Abteilung Jugend und Familie jährlich im Dezember Nachschulungen für (neue) Lehrer und Lehrerinnen an und ggf. gesonderte Nachschulungen auf Anfrage.
Petra Günnewig Tel: 02373 - 903 8572 Email: p.guennewig@menden.de
Nächstes Treffen Arbeitskreis der Kinderschutzfachkräfte
Veranstaltungshinweise außerhalb Mendens
Derzeit keine aktuellen Hinweise
Weiterführende Links zum Thema "Schutz gegen sexuelle Gewalt"
Arbeitskreis der Mendener Kinderschutzfachkräfte
Arbeitskreis der Kinderschutzfachkräfte
Der Arbeitskreis der Kinderschutzfachkräfte versteht sich als ein Gremium zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung der Fachberatung im Kinderschutz.
Hier treffen sich regelmäßig die in Menden tätigen Kinderschutzfachkräfte, die Beratung für Mitarbeiter von Kitas, OGS oder Trägern der Jugendhilfe nach § 8a Abs 4 SGB VIII anbieten.
Inhalte des Facharbeitskreises sind:
Austausch über Methoden und Instrumente der Beratung
Abgleich und Weiterentwicklung der Verfahren im Kinderschutz
Der Arbeitskreis trifft sich 2x jährlich sowie bei Bedarf.
Darüber hinaus entwickelt und veranstaltet der Arbeitskreis Fachtagungen und Veranstaltungen zu verschiedenen Kinderschutzthemen.
Uschi Rosenthal Tel: 02373 9031470 e-mail: u.rosenthal@menden.de
(Koordinierende Kinderschutzfachkraft)
Qualitätszirkel Schule- Jugendhilfe
Zur Umsetzung gemeinsam formulierter Ziele im kooperativen Kinderschutz trifft sich der Qualitätszirkel Schule- Jugendhilfe mindestens 2 x jährlich. Er setzt sich zusammen aus
Vertretern der Schule: Jede Schule benennt eine(n) Vertreter(in) als Kinderschutzbeauftragte(n)
Vertretern der Jugendhilfe: Städt. Kinderschutzfachkräfte, SchulsozialarbeiterInnen, Teamleitung ASD
Weiteren Akteure nach Bedarf
Reflexion des vereinbarten Verfahrens
Optimierung der Verfahrensabläufe
Verbesserung der Qualität der Risikoeinschätzung
Damit das Verfahren zur Gefährdungsabwehr an allen Mendener Schulen sämtlichen Lehrkräften bekannt ist, bietet die Abteilung Jugend und Familie jährlich Nachschulungen für (neue) Lehrer und Lehrerinnen an und ggf. gesonderte Nachschulungen auf Anfrage.
(Kinderschutzfachkraft)