Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/bodenlausbv
Timestamp: 2020-08-04 05:29:46
Document Index: 214092793

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 4', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

Verordnung über die Berufsausbildung zum Bodenleger/zur Bodenlegerin
Auf Grund des § 25 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 Satz 1 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBl. I S. 1112), der zuletzt durch Artikel 212 Nr. 2 der Verordnung vom 29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Der Ausbildungsberuf Bodenleger/Bodenlegerin wird staatlich anerkannt.
Gestalten und Verlegen von textilen und elastischen Bodenbelägen,
Verlegen von Fertigparkett und Schichtwerkstoffen,
Durchführen von Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten,
(3) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt höchstens sieben Stunden eine Arbeitsaufgabe sowie im schriftlichen Teil der Prüfung in insgesamt höchstens 120 Minuten die zur Arbeitsaufgabe gehörende Arbeitsplanung und Dokumentation bearbeiten. Hierfür kommt insbesondere das Herstellen eines Bodenbelages unter Anwendung manueller und maschineller Bearbeitungstechniken einschließlich des Prüfens der Verlegebedingungen sowie des Vorbereitens des Untergrundes in Betracht. Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er die Arbeitsschritte planen, Arbeitsmittel festlegen, technische Unterlagen nutzen sowie den Umweltschutz, die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei der Arbeit beachten kann.
(2) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt höchstens 14 Stunden eine Arbeitsaufgabe I sowie eine Arbeitsaufgabe II durchführen und dokumentieren sowie während dieser Zeit in höchstens 15 Minuten ein Fachgespräch über eine der Arbeitsaufgaben führen.
Für die Arbeitsaufgabe I kommt insbesondere das Gestalten und Verlegen eines textilen und eines elastischen Bodenbelages einschließlich des Herstellens des Untergrundes und des Anbringens von Abschlüssen in Betracht.
Verlegen eines Fertigparketts einschließlich des Herstellens des Untergrundes und des Anbringens von Abschlüssen,
Verlegen eines Schichtwerkstoffes einschließlich des Herstellens des Untergrundes und des Anbringens von Abschlüssen oder
Verlegen eines Korkbodens einschließlich des Herstellens des Untergrundes, des Behandelns der Oberfläche und des Anbringens von Abschlüssen.
(3) Der Prüfling soll im schriftlichen Teil der Prüfung in den Prüfungsbereichen Untergründe, Bodenbeläge sowie Wirtschafts- und Sozialkunde geprüft werden. In den Prüfungsbereichen Untergründe und Bodenbeläge soll der Prüfling praxisbezogene Fälle mit verknüpften technologischen, chemischen und mathematischen Inhalten lösen können. Dabei soll er zeigen, dass er die Arbeitssicherheits-, Gesundheitsschutz- und Umweltschutzbestimmungen berücksichtigen, die Verwendung von textilen und elastischen Bodenbelägen, Fertigparkett, Schichtwerkstoffen sowie von Werk- und Hilfsstoffen planen sowie Werkzeuge und Maschinen zuordnen und qualitätssichernde Maßnahmen einbeziehen kann.
Beschreiben der Vorgehensweise bei der Prüfung und Herstellung von Untergründen sowie zur Ermittlung und Eingrenzung von Fehlern und deren Behebung, Erstellen von Planungsunterlagen, Planen und Steuern von Arbeitsabläufen unter Berücksichtigung der Produktqualität.
Für den Prüfungsbereich Bodenbeläge kommt insbesondere in Betracht:
Beschreiben der Vorgehensweise bei der Verlegung, Instandhaltung und bei der Ermittlung und Behebung von Schäden textiler und elastischer Bodenbeläge sowie Fertigparkett oder Schichtwerkstoffen.
Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er die erforderlichen Maßnahmen unter Berücksichtigung verfahrensbedingter Abläufe planen, Unterlagen auswerten, Schäden bewerten und dokumentieren sowie Gestaltungsmerkmale darstellen und zuordnen kann.
2. im Prüfungsbereich Bodenbeläge 180 Minuten,
2. Prüfungsbereich Bodenbeläge 45 Prozent,
(7) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils im praktischen und im schriftlichen Teil der Prüfung mindestens ausreichende Leistungen erbracht sind. Wird die Prüfungsleistung in einer der Arbeitsaufgaben oder in einem der Prüfungsbereiche Untergründe und Bodenbeläge mit ungenügend bewertet, ist die Prüfung nicht bestanden.
Anlage (zu § 4) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Bodenleger/zur Bodenlegerin
(Fundstelle: BGBl. I 2002, 1864 - 1868)
Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes Fertigkeiten und Kenntnisse, die unter Einbeziehung selbständigen Planens, Durchführens und Kontrollierens zu vermitteln sind Zeitlicher Richtwert in Wochen im
1. - 18. Monat 19. - 36. Monat
b) Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes wie Angebot, Beschaffung, Fertigung und Verwaltung, erklären
5 Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken (§ 3 Nr. 5) a) Bedeutung und Nutzungsmöglichkeiten von Informations- und Kommunikationssystemen unter Einschluss des Internets für den Ausbildungsbetrieb erläutern 2*)
6 Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Auswerten von Informationen, Arbeiten im Team (§ 3 Nr. 6) a) Arbeitsauftrag erfassen und Vorgaben auf Umsetzbarkeit prüfen 4*)
f) technische Veränderungen feststellen und umsetzen 3*)
7 Anfertigen und Anwenden von technischen Unterlagen, Durchführen von Messungen (§ 3 Nr. 7) a) Skizzen anfertigen und anwenden 5*)
b) Bau- und Werkzeichnungen zur Einteilung von textilen und elastischen Bodenbelägen sowie Fertigparkett und Schichtwerkstoffen lesen und anwenden
c) Normen, Sicherheitsregeln, technische Vorschriften, Merkblätter, Zulassungsbescheide, Richtlinien und Arbeitsanweisungen lesen und anwenden
e) Messverfahren auswählen und anwenden, Messgeräte auf Funktion prüfen und lagern
g) Leistungsverzeichnisse anwenden 4*)
8 Vorbereiten, Einrichten, Sichern und Räumen von Arbeitsplätzen (§ 3 Nr. 8) a) Arbeitsplatz einrichten, sichern, unterhalten und auflösen, ergonomische Gesichtspunkte berücksichtigen 4*)
d) Maschinenwerkzeuge instand halten
e) Geräte, Maschinen und technische Einrichtungen warten 2
11 Prüfen der Verlegebedingungen, Herstellen von Untergründen (§ 3 Nr. 11) a) Untergründe auf Belegreife prüfen 21
d) Fugen und Risse bearbeiten
e) Untergründe säubern, sperren und vorstreichen
f) Fehlstellen in Estrichen ergänzen
g) Altbeläge entfernen und Entsorgung veranlassen
h) Spachtel- und Ausgleichsschichten herstellen
i) Höhenausgleich zu angrenzenden Bauteilen herstellen 12
k) Trenn- und Dämmschichten sowie Unterlagen zuschneiden und einbauen, Schüttungen einbringen
l) Fertigteilestrichelemente verlegen
12 Gestalten und verlegen von textilen und elastischen Bodenbelägen (§ 3 Nr. 12) a) textile und elastische Bodenbeläge nach Anforderungen auswählen 19
b) Klebstoffe auswählen und verarbeiten
c) Gefahren von lösemittelhaltigen Stoffen, insbesondere beim Verlegen, beachten
d) Haft- und Klebevliesmaterialien aufbringen
e) textile und elastische Bodenbeläge zuschneiden, einpassen und verkleben
f) textile Bodenbeläge verspannen und verkletten 22
g) Gestaltungsmerkmale bestimmen, Verlegemuster umsetzen
h) Verlegerichtung bestimmen, Platten und Bahnen einteilen
i) Sportboden aus Elastikschichten mit Oberbelag herstellen
k) Markierungen und Muster in Bodenbelägen einlegen und aufbringen
l) Kunstharzbeschichtungen auftragen
m) Bodenbeläge ableitfähig verlegen und Ergebnisse dokumentieren
n) Fugen von elastischen Bodenbelägen fräsen und verschließen
o) elastische Fugen herstellen
p) Treppen und senkrechte Flächen mit textilen und elastischen Belägen bekleben
q) Schablonen herstellen und Formen übertragen
13 Verlegen von Fertigparkett und Schichtwerkstoffen (§ 3 Nr. 13) a) Fertigparkett und Schichtwerkstoffe nach Anforderungen und Gestaltungsmerkmalen auswählen 18
b) Verlegerichtung und -muster bestimmen, Flächen einteilen, Fugen festlegen
d) Fertigparkett und Schichtwerkstoffe zuschneiden, einpassen und verkleben
e) Fertigparkett und Schichtwerkstoffe schwimmend verlegen, Elemente verbinden
f) Markierungen aufbringen
g) elastische Fugen herstellen
h) Treppen und senkrechte Flächen mit Fertigparkett und Schichtwerkstoffen belegen
14 Behandeln von Oberflächen (§ 3 Nr. 14) a) Erstpflege bei elastischen Bodenbelägen durchführen 4
c) Oberflächenbehandlungsarten festlegen und Oberflächenbehandlungsmittel auswählen 5
d) Schleifmittel auswählen, Kork schleifen
e) Korkoberflächen versiegeln, ölen und wachsen
f) Qualität von behandelten Oberflächen beurteilen
15 Be- und Verarbeiten von Profilen (§ 3 Nr. 15) a) Profile nach ihrer Funktion auswählen 4
b) Profile für Übergänge einpassen und anbringen
c) System-Sockelleisten anfertigen und anbringen 5
d) Profile für Treppen anbringen
16 Durchführen von Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten (§ 3 Nr. 16) a) Verschmutzungszustand und Schäden hinsichtlich ihrer Ursachen beurteilen und dokumentieren 4
b) Pflegeverfahren auswählen, Zwischen- und Grundreinigung durchführen
c) Instandsetzungsverfahren auswählen, Instandsetzungsarbeiten vorbereiten und ausführen
d) Treppenreparaturwinkel anbringen
17 Qualitätssichernde Maßnahmen, Kundenorientierung (§ 3 Nr. 17) a) Aufgaben und Ziele von qualitätssichernden Maßnahmen anhand betrieblicher Beispiele erläutern 2*)
d) Endkontrolle anhand des Arbeitsauftrages durchführen und Arbeitsergebnisse dokumentieren 3*)
2002, 1861: BGBl I