Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=17.12.2013&Aktenzeichen=4%20A%201.13
Timestamp: 2019-03-22 23:49:45
Document Index: 57269684

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 4', '§ 43', '§ 43', '§ 113', '§ 1', '§ 1', '§ 43', '§ 43', '§ 4', '§ 4', '§ 42', '§ 4', '§ 42', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 1', '§ 22', '§ 61', '§ 2', '§ 2', '§ 12', '§ 4', '§ 19']

BVerwG, 17.12.2013 - 4 A 1.13 - dejure.org
EnLAG § 1; UVPG § 3a, § 3c; UmwRG § 4 Abs. 1 und 3, § 4a Abs. 2; EnWG § 43, § 43e Abs. 4; 26. BImSchV (1996); VwGO § 113 Abs. 1 Satz 1
Gemeindliches Eigentum; Beurteilungsermächtigung; allgemeine Vorprüfung des Einzelfalls; erhebliche Umweltauswirkungen; Abwägungsgebot; Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz; Aufhebung; Feststellung der Rechtswidrigkeit und Nichtvollziehbarkeit; Planrechtfertigung; elektromagnetische Felder; Lärm; Schutzstreifen; Mastbruch; Erdkabel.
EnLAG § 1
§ 1 EnLAG, § 43 EnWG, § 43e Abs 4 EnWG, § 4 Abs 1 UmwRG, § 4 Abs 3 UmwRG
Zur Untergrenze der erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung
Klage einer Gemeinde gegen einen Planfeststellungsbeschluss für den Neubau einer 380-kV-Höchstspannungsfreileitung; Voraussetzungen für das Vorliegen erheblicher, nachteiliger Umweltauswirkungen
Verpflichtung zur Durchführung einer UVP; Erheblichkeitsschwelle
Die Gemeine, ihr Grundstück - und die Belange des Naturschutzes in der Planfeststellung
Umweltauswirkungen - und die Grenze zur Erforderlichkeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung
Umweltauswirkungen können erheblich im Sinne des UVPG sein, wenn sie an Zumutbarkeitsschwelle heranreichen
Bundesverwaltungsgericht zu kommunaler Klage gegen Höchstspannungsleitung
Mehr Rechte für Anwohner neuer Höchstspannungs-Stromleitungen
UVP-Vorprüfung bei Höchstspannungsfreileitung
BVerwGE 148, 353
NVwZ 2014, 669
DÖV 2014, 537
ZfBR 2014, 390 (Ls.)
vgl. BVerwG, Urteile vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353, juris Rn. 33 f. und 40; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 30. Oktober 2014 - 10 S 3450/11 -, juris Rn. 58; …
vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353, juris Rn. 32.
vgl. BVerwG, Urteile vom 13. Dezember 2007 - 4 C 9.06 -, BVerwGE 130, 83, juris Rn. 34, vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353, juris Rn. 37, und vom 25. Juni 2014 - 9 A 1.13 -, UPR 2014, 444, juris Rn. 21; Bay. VGH, Beschluss vom 17. November 2014 - 22 ZB 14.1035 -, juris Rn. 17; siehe auch OVG Rh.-Pf., Beschluss vom 2. April 2014 - 1 B 10249/14 -, DVBl. 2014, 940, juris Rn. 19.
vgl. BVerwG, Urteil vom 25. Juni 2014 - 9 A 1.13 -, UPR 2014, 444, juris Rn. 21-23, zu einem Planfeststellungsbeschluss; weitergehend Urteil vom 13. Dezember 2007 - 4 C 9.06 -, BVerwGE 130, 83, juris Rn. 34 f., siehe aber nunmehr auch Urteil vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353, juris Rn. 39.
Weder der 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts (…a.a.O. Rn. 36 ff.) noch der 4. Senat (BVerwG…, Beschluss vom 26. September 2013 - 4 VR 1.13 - juris Rn. 10 und Urteil vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 - BVerwGE 148, 353 Rn. 45) hat bisher Anhaltspunkte dafür gesehen, dass der Gesetzgeber mit der Bedarfsfeststellung für die jeweils zur Prüfung stehenden Leitungsvorhaben nach dem Energieleitungsausbaugesetz die Grenzen seines weiten Gestaltungs- und Prognosespielraums überschritten hätte.
Dass die Grenzwerte der 26. BImSchV von Rechts wegen nicht zu beanstanden sind, hat der Senat in seinem Urteil vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 - (BVerwGE 148, 353 Rn. 51 m.w.N.) bestätigt.
Die Planfeststellungsbehörde hat ferner erkannt, dass Immissionen durch elektromagnetische Felder, auch soweit die Grenzwerte der 26. BImSchV nicht erreicht oder überschritten sind, jedenfalls in der Abwägung zu bewältigen sind (BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 - BVerwGE 148, 353 Rn. 39).
Hieraus folgt, dass eine Genehmigungsentscheidung, die ohne die hierfür erforderliche UVP oder UVP-Vorprüfung getroffen worden ist, auf die Klage eines gemäß § 42 Abs. 2 VwGO klagebefugten Dritten nach § 4 Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 Satz 1 UmwRG allein wegen dieses Fehlers aufzuheben ist (BVerwG, Urteile vom 20. Dezember 2011 - 9 A 30.10 - Buchholz 310 § 42 Abs. 2 VwGO Nr. 33 Rn. 21 f., vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 - BVerwGE 148, 353 Rn. 41 …und vom 18. Dezember 2014 - 4 C 36.13 - BVerwGE 151, 138 Rn. 34;… Beschluss vom 27. Juni 2013 - 4 B 37.12 - BauR 2013, 2014, juris Rn. 10).
Der Planfeststellungsbeschluss, für dessen Beurteilung die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt seines Erlasses maßgeblich ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 - BVerwGE 148, 353 Rn. 25 m.w.N.), ist mit formellen Fehlern behaftet.
vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353 = juris Rn.37; Sangenstedt, in: Landmann/Rohmer, Umweltrecht, Band I, Stand: September 2016, § 3c UVPG Rn. 24, auch Rn. 36, wonach § 3c Satz 2 UVPG es nicht ausschließt, dass bei der standortbezogenen Vorprüfung auch die Kriterien der Nummer 1 und Nummer 3 der Anlage 2 zum UVPG benötigt werden, um die relevanten Umweltauswirkungen sachgerecht erfassen zu können; vgl. auch Philipp-Gerlach/Lukas, ZUR 2014, 548.
vgl. BVerwG, Urteile vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353 = juris Rn. 32 und vom 18. Dezember 2014 - 4 C 36.13 -, BVerwGE 151, 158 = juris Rn. 30.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 26. September 2013 - 4 VR 1.13 -, NuR 2013, 800 (803) = juris, Rn. 30, und Urteil vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353 (358) = juris, Rn. 25, jeweils m. w. N.
Denn dieses Ergebnis widerspräche dem Rechtsgedanken des in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, vgl. BVerwG, Urteile vom 12. August 2009 - 9 A 64.07 -, BVerwGE 134, 309 (319) = juris, Rn. 52, m. w. N., und vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353 (358) = juris, Rn. 25, entwickelten Grundsatzes, dass es keinen Anspruch auf Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses oder auf Feststellung seiner Rechtswidrigkeit und Nichtvollziehbarkeit geben kann, wenn er aufgrund einer Rechtsänderung mit gleichem Inhalt und gleicher Begründung erneut erlassen werden könnte.
Sie ist, weil sie keiner immissionsschutzrechtlichen Genehmigung nach § 4 Abs. 1 Satz 3 BImSchG i. V. m. § 1 Abs. 1 der 4. BImSchV bedarf, vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353 (366) = juris, Rn. 47, und Beschluss vom 22. Juli 2010 - 7 VR 4.10 -, NVwZ 2010, 1486 (1487) = juris, Rn. 23, nach § 22 Abs. 1 Satz 1 BImSchG so zu betreiben, dass schädliche Umwelteinwirkungen, die nach dem Stand der Technik vermeidbar sind, verhindert werden (Nr. 1), und nach dem Stand der Technik unvermeidbare schädliche Umwelteinwirkungen auf ein Mindestmaß beschränkt werden (Nr. 2).
vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353 (367) = juris, Rn. 49; OVG NRW, Urteil vom 6. September 2013 - 11 D 118/10.AK -, NWVBl.
vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 21. Januar 2016 - 4 A 5.14 -, NVwZ 2016, 844 (864) = juris, Rn. 188; s. a. ausführlich zu den bis zum 22. August 2013 geltenden Grenzwerten der 26. BImSchV 1996 BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353 (367 f.) = juris, Rn. 51 f.
vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353 (369) = juris, Rn. 53, m. w. N.
Rspr. vgl. BVerwG, Urteile vom 9. Juni 2004 - 9 A 11.03 -, Buchholz 406.400 § 61 BNatSchG 2002 Nr. 5 S. 33 (41) = juris, Rn. 57, vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353 (370) = juris, Rn. 58, und vom 21. Januar 2016 - 4 A 5.14 -, NVwZ 2016, 844 (862) = juris, Rn. 169, jeweils m. w. N.; OVG NRW, Urteil vom 6. September 2013 - 11 D 118/10.AK -, NWVBl.
Ungeachtet der Frage, ob eine Erdverkabelung von nicht nach § 2 Abs. 1 EnLAG zugelassenen Pilotprojekten im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens überhaupt rechtlich zulässig ist, vgl. insoweit offenlassend BVerwG, Urteile vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353 (372) = juris, Rn. 62, und vom 21. Januar 2016 - 4 A 5.14 -, NVwZ 2016, 844 (863) = juris, Rn. 182, sowie Beschluss vom 28. Februar 2013 - 7 VR 13.12 -, UPR 2013, 345 (348) = juris, Rn. 31, ergibt sich aus § 2 Abs. 2 EnLAG jedenfalls keine Verpflichtung, in den dort normierten Fällen eine Erdverkabelung auch bei anderen Vorhaben als den Pilotprojekten vom Vorhabenträger verpflichtend zu fordern.
vgl. BVerwG, Urteile vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353 (362 f.) = juris, Rn. 38, und vom 21. Januar 2016 - 4 A 5.14 -, NVwZ 2016, 844 (864) = juris, Rn. 189, sowie Beschluss vom 22. Juli 2010 - 7 VR 4.10 -, NVwZ 2010, 1486 (1489) = juris, Rn. 41.
vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 - BVerwGE 148, 353 (363) = juris, Rn. 39.
Nach § 12 UVPG zu berücksichtigen sind erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen nicht erst dann, wenn die Umweltauswirkungen so gewichtig sind, dass sie nach Einschätzung der Behörde zu einer Versagung der Zulassung führen können, weil materielle Genehmigungsvoraussetzungen nicht erfüllt sind (BVerwG, Urt. v. 13.12.2007 - 4 C 9.06 -, BVerwGE 130, 83, v. 17.12.2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353 und v. 25.6.2014 - 9 A 1.13 -, BVerwGE 150, 92).
Dabei ist zu berücksichtigen, inwieweit auf der Grundlage der im Vorprüfungsstadium zur Verfügung stehenden Unterlagen bereits geklärt ist und feststeht, dass eine Nebenbestimmung zur Vermeidung schädlicher Umwelteinwirkungen geeignet und ausreichend ist (vgl. BVerwG, Urt. v. 17.12.2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353;… Urt. v. 25.6.2014 - 9 A 1.13 -, BVerwG 150, 92).
Etwaige über die von der Beigeladenen vorgesehenen Vermeidungs- und Verminderungsmaßnahmen hinausgehenden Umweltschutzauflagen können jedoch ein Indiz für die Annahme darstellen, dass das auf der Grundlage des im Zeitpunkt der UVP-Vorprüfung vorhandenen Erkenntnisstands (vgl. dazu: BVerwG, Urt. v. 17.12.2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353;… OVG NRW, Urt. v. 25.2.2015 - 8 A 959/10 -, BauR 2015, 1138) gefundene Ergebnis, es drohten keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen, nicht plausibel erscheint.
Maßgeblich ist insoweit das materielle Zulassungsrecht (vgl. BVerwG, Urt. v. 17.12.2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353 m. w. N.).
In der Vergangenheit hat das Bundesverwaltungsgericht in dem Fall einer zu Unrecht unterbliebenen Umweltverträglichkeitsprüfung angenommen, dass dieser Mangel in einem nach Abschluss des Rechtsstreits stattfindenden ergänzenden Verfahren behebbar ist (…vgl. Urt. v. 20.12.2011 - 9 A 31.10 -, BVerwGE 141, 282; Urt. v. 17.12.2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353).
Das Bundesverwaltungsgericht führt in den zitierten Urteilen (…vgl. Urt. v. 20.12.2011, - 9 A 31.10 -, BVerwGE 141, 282; Urt. v. 17.12.2013 - 4 A 1.13 -, BVerwGE 148, 353) zur Rechtfertigung eines Rechtswidrigkeitsfeststellungs- und Nichtvollziehbarkeitsausspruchs anstelle eines Aufhebungsausspruchs aus, dass die Zulassungsentscheidung ja nicht ausgeführt werden dürfe, bevor die unterbliebene Umweltverträglichkeitsprüfung nachgeholt und die in ihrem Rahmen getroffenen Feststellungen und Bewertungen der Umweltauswirkungen des Vorhabens in einer erneuten Zulassungsentscheidung gewürdigt worden seien und dadurch eine Umgehung oder Nichtanwendung der Regelungen über die Umweltverträglichkeitsprüfung verhindert werde.
Die Argumentation der Antragstellerin entspricht der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Urteil vom 17.12.2013 - 4 A 1.13 - BVerwGE 148, 353, juris Rn. 41).
In der von ihr herangezogenen Entscheidung (Urteil v. 17.12.2013 - 4 A 1.13 - BVerwGE 148, 353) ist eine solche Aussage nicht enthalten.
Es genügt, wenn die Umweltauswirkungen an die Zumutbarkeitsschwelle heranreichen und ein Einfluss auf das Ergebnis der Entscheidung nicht ausgeschlossen werden kann (vgl. BVerwG, Urteil vom 17.12.2013 - 4 A 1.13 - BVerwGE 148, 353 für einen Planfeststellungsbeschluss).
Anknüpfend daran stellt § 4 a Abs. 2 UmwRG klar, dass die behördliche Entscheidung im gerichtlichen Verfahren darauf zu überprüfen ist, ob der Sachverhalt vollständig und richtig erfasst wurde, ob die Verfahrensregeln und die rechtlichen Bewertungsgrundsätze eingehalten wurden, ob das anzuwendende Recht verkannt wurde oder ob sachfremde Erwägungen vorliegen (vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 17.12.2013 - 4 A 1.13 - BVerwGE 148, 353).
Denn eine solche liegt vor, wenn die Vorprüfung des Einzelfalls zu dem Ergebnis hätte führen müssen, dass das Vorhaben doch erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen haben kann und deshalb eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen ist (vgl. BVerwG, Urteil v. 17.12.2013 - 4 A 1.13 - BVerwGE 148, 153).
Erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen, die die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich machen, liegen nicht erst dann vor, wenn die Umweltauswirkungen so gewichtig sind, dass sie nach Einschätzung der Behörde zu einer Versagung der Zulassung führen können (…BVerwG, Urteile vom 13. Dezember 2007 - 4 C 9.06 - BVerwGE 130, 83 Rn. 34…, vom 16. Oktober 2008 - 4 C 5.07 - BVerwGE 132, 123 Rn. 32 und vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 - BVerwGE 148, 353 Rn. 37).
Verfassungsrechtliche Bedenken gegen diese Grenzwerte bestehen nicht (BVerwG…, Beschluss vom 26. September 2013 - 4 VR 1.13 - NuR 2013, 800 Rn. 33 ff.; BVerwG, Urteile vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 - BVerwGE 148, 353 Rn. 51 ff. …und vom 21. Januar 2016 - 4 A 5.14 - BVerwGE 154, 73 Rn. 188 f.).
Dieser Belang ist umso gewichtiger, je näher die Belastung an die Grenzwerte heranreicht, sein Gewicht ist umso geringer, je weiter sie hinter dieser Schwelle zurückbleibt (BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 - BVerwGE 148, 353 Rn. 39).
Die normative Konkretisierung des gesetzlichen Maßstabs für die Schädlichkeit von Geräuschen ist jedenfalls insoweit abschließend, als sie bestimmte Gebietsarten und Tageszeiten entsprechend ihrer Schutzbedürftigkeit bestimmten Immissionsrichtwerten zuordnet und das Verfahren der Ermittlung und Beurteilung der Geräuschimmissionen vorschreibt (BVerwG, Urteile vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 - BVerwGE 148, 353 Rn. 53 …und vom 6. April 2017 - 4 A 1.16 - UPR 2017, 352 Rn. 30).
Ob diese Vorschriften daher dem Bau eines Erdkabels entgegenstehen, hat der Senat bisher offengelassen (BVerwG…, Beschluss vom 26. September 2013 - 4 VR 1.13 - NuR 2013, 800 Rn. 40 und Urteile vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 - BVerwGE 148, 353 Rn. 62 …und vom 6. April 2017 - 4 A 1.16 - UPR 2017, 352 Rn. 41) und bedarf weiterhin keiner Entscheidung.
Diese Darlegungen reichen aus, ein Erdkabel fehlerfrei abzulehnen (vgl. etwa BVerwG, Urteile vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 - BVerwGE 148, 353 Rn. 62 f. …und vom 6. April 2017 - 4 A 1.16 - UPR 2017, 352 Rn. 41).
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