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Timestamp: 2016-10-24 21:56:58
Document Index: 316704798

Matched Legal Cases: ['Art. 12', 'BGE', 'BGE', 'Art. 21', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 14', 'Art. 14']

100 V 70 18. Auszug aus dem Urteil vom 8. Juli 1974 i.S. Krankenkasse Gelterkinden gegen Del Vecchio und Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft
Art. 12 al. 2 ch. 1 lit. a LAMA. Qualification des traitements ex�cut�s par les dentistes dans l'assurance-maladie (en l'esp�ce, traitement de parodontose et gingivite). Consid�rants � partir de page 70
BGE 100 V 70 S. 70
1. Gem�ss BGE 98 V 70 Erw. 2 und RSKV 1974 S. 8 f. sind die Krankenkassen befugt, die zahn�rztlichen Verrichtungen ganz oder teilweise von der Krankenversicherung auszunehmen. Daher ist im jeweiligen Einzelfall zu pr�fen, ob eine zahn�rztliche Vorkehr unter den Begriff jener zahn�rztlichen Behandlung f�llt, deren Kosten die betreffende Krankenkasse auf Grund ihrer Statuten ganz oder teilweise �bernimmt. Wird dies verneint, so ist die Kasse dann eben deshalb nicht leistungspflichtig, weil die Zahn�rzte nicht zu den in Art. 21 KUVG erw�hnten �rzten, Chiropraktoren oder medizinischen Hilfspersonen z�hlen und somit keine nach Art. 12 KUVG zu Lasten der Krankenversicherung gehende Krankenpflege vorliegt.
2. Doch gibt es auch therapeutische Verrichtungen in der Mundh�hle, die nicht zahn�rztliche Vorkehren im engern Sinne sind und trotzdem heute fast ausschliesslich von Zahn�rzten BGE 100 V 70 S. 71vorgenommen werden. Bei jeder derartigen Behandlung ist der Zahnarzt einem Arzte gleichzustellen und die Krankenkasse somit im Rahmen des Art. 12 KUVG sowie des anwendbaren �rztlichen Tarifs leistungspflichtig, wie das Eidg. Versicherungsgericht in Ausf�llung einer gesetzlichen L�cke entschieden hat (BGE 98 V 72 ff.).
Mit einer solchen Behandlung hat man es im vorliegenden Falle zu tun. Antonio Del Vecchio hatte an "ausgesprochen schwerer" Parodontose mit Gingivitis und eitrigen Zahnfleischtaschen gelitten. Diese Zahnfleischkrankheiten (SAUERWEIN, Zahnerhaltungskunde, 2. Aufl., Stuttgart 1972, S. 199 ff. und 263 f.) waren im Dezember 1972 derart hochgradig, dass der Versicherte von seinem Hausarzt der Zahn�rztin Dr. F. zur Weiterbehandlung �berwiesen wurde. In der Folge hat die Zahn�rztin die betroffenen 18 Z�hne extrahiert und dabei - rechtlich besehen - nach Art einer �rztin gehandelt.
Bei diesem Sachverhalt geht die am 18. April 1973 gestellte Rechnung f�r 11 Injektionen und 18 Extraktionen im Rahmen des vom Bundesamt f�r Sozialversicherung erw�hnten Tarifs und des Art. 14bis KUVG zu Lasten der Krankenkasse.
98 V 70,
98 V 72
Art. 14bis KUVG