Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VerfGH%20Bayern&Datum=21.02.2018&Aktenzeichen=54-VI-16
Timestamp: 2019-07-22 05:03:01
Document Index: 392642832

Matched Legal Cases: ['§ 44', 'Art. 3', 'Art. 11', 'Art. 86', 'Art. 103', 'Art. 118', 'Art. 120']

VerfGH Bayern, 21.02.2018 - 54-VI-16 - dejure.org
https://dejure.org/2018,4029
VerfGH Bayern, 21.02.2018 - 54-VI-16 (https://dejure.org/2018,4029)
VerfGH Bayern, Entscheidung vom 21.02.2018 - 54-VI-16 (https://dejure.org/2018,4029)
VerfGH Bayern, Entscheidung vom 21. Februar 2018 - 54-VI-16 (https://dejure.org/2018,4029)
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BNatschG § 44 Abs. 1 Nr. 1; BV Art. 3 Abs. 1, Art. 11 Abs. 2, Art. 86 Abs. 1 S. 2, Art. 103 Abs. 1, Art. 118 Abs. 1, Art. 120
Erfolglose Verfassungsbeschwerde gegen die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb von Windkraftanlagen
Verfassungsbeschwerde gegen die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb von Windkraftanlagen; Überprüfung gerichtlicher Entscheidungen durch den Verfassungsgerichtshof (VGH)
VG Ansbach, 19.03.2015 - AN 11 K 14.1539
VG Ansbach, 25.08.2016 - AN 22 ZB 15.1334
VerfGH Bayern, 25.08.2016 - 22 ZB 15.1334
Befasst sich das Rechtsmittelgericht, wie hier der Verwaltungsgerichtshof, nicht mehr (vollumfänglich) mit der materiellen Rechtslage, sondern nur noch mit der Zulassungsfähigkeit des Rechtsmittels, kommt es daher auf die letzte Sachentscheidung an, hier also auf die angegriffenen Urteile des Verwaltungsgerichts, mit denen die Klagen der Beschwerdeführerin abgewiesen wurden (vgl. VerfGH vom 21.2.2018 - Vf. 54-VI-16 - juris Rn. 40 m. w. N.).
Tatsachenfeststellungen und Subsumtionsvorgänge innerhalb des einfachen Rechts sind der Nachprüfung durch den Verfassungsgerichtshof so lange entzogen, als nicht Mängel der Sachverhaltsermittlung oder Auslegungsfehler sichtbar werden, die auf einer grundsätzlich unrichtigen Anschauung von der Bedeutung eines verfassungsmäßigen Rechts, insbesondere vom Umfang seines Schutzbereichs, beruhen und auch in ihrer materiellen Bedeutung für den konkreten Rechtsfall von einigem Gewicht sind (ständige Rechtsprechung; vgl. VerfGH vom 21.2.2018 - Vf. 54-VI-16 - juris Rn. 42 f. m. w. N.).
Selbst eine zweifelsfrei fehlerhafte Anwendung des einfachen Rechts begründet deshalb für sich allein noch keinen Verstoß gegen das Willkürverbot (vgl. VerfGH vom 13.1.2005 VerfGHE 58, 37/41;… vom 18.7.2017 - Vf. 3-VI-16 - juris Rn. 25; vom 21.2.2018 - Vf. 54-VI-16 - juris Rn. 49).
Der Gleichheitssatz verbietet jedoch grundsätzlich nur, gleiche Sachverhalte in willkürlicher Weise ungleich und ungleiche Sachverhalte in willkürlicher Weise gleich zu behandeln (VerfGH vom 21.2.2018 - Vf. 54-VI-16 - juris Rn. 46).