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Timestamp: 2016-10-28 16:22:50
Document Index: 26869221

Matched Legal Cases: ['Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 82', 'Art. 86', 'Art. 83', 'Art. 89', 'Art. 141', 'Art. 4', 'Art. 12', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'Art. 112', 'Art. 113', 'Art. 91', 'Art. 5', 'Art. 7', 'Art. 33', 'Art. 33', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 33', 'BGE', 'Art. 5', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'Art. 38', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 1', 'Art. 9', 'Art. 38', 'Art. 41', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 38', 'Art. 9', 'BGE', 'Art. 38', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 38', 'Art. 66', 'Art. 68']

2C_711/2013 (07.01.2014)
2C_711/2013 � � Urteil 7. Januar 2014
vertreten durch Diego Clavadetscher, Rechtsanwalt, und Sonja Bossart Meier, Rechtsanw�ltin,
A.a.�Die A.________ AG mit Sitz in Burgdorf (BE) bezweckt den Betrieb eines Logistikunternehmens. Die Gesellschaft wurde per 15. Mai 2006 ins Register der Mehrwertsteuerpflichtigen eingetragen. Sie wird zu 100 % durch die B.________ AG gehalten, deren Alleinaktion�r X.________ ist. Dieser h�lt zudem rund 70 % der Anteile der b�rsenkotierten C.________ Holding AG, welche ihrerseits zu 100 % die C.________ AG h�lt. Die C.________-Gruppe ist Entwicklerin und Herstellerin von kundenspezifischen Injektions-Pens und Pen-Nadeln f�r Diabetes-, Wachstumshormon- und Infertilit�tstherapien sowie f�r weitere Indikationen.
A.b.�Anl�sslich einer Kontrolle am 28. Oktober 2009 betreffend die Steuerperioden vom 2. Quartal 2006 bis zum 2. Quartal 2009 stellte die Eidgen�ssische Steuerverwaltung (ESTV) fest, das Hauptaktivum in der Bilanz der A.________ AG, ein Flugzeug mit dem Kennzeichen xxxx, sei mittels zinsloser Darlehen der B.________ AG erworben und anschliessend der D.________ AG ins Aircraft-Management �bergeben worden. Die D.________ AG habe neben Flugleistungen f�r Drittkunden (sog. gewerbsm�ssige Operationen) auch Fl�ge f�r die A.________ AG (sog. private Operationen) erbracht. F�r die Fl�ge von Drittkunden habe die D.________ AG s�mtliche operationellen Kosten getragen und der A.________ AG eine nach Flugminuten ausgewiesene Mietentsch�digung bezahlt; f�r ihre eigenen Fl�ge seien der A.________ AG die Aufwendungen der D.________ AG sowie angefallene Drittkosten (weiter-) verrechnet worden. Da das Flugzeug auch f�r "private Operationen" genutzt geworden sei, habe auf dem Umfang der entsprechenden Aufwendungen kein Anspruch auf Vorsteuerabzug bestanden. Infolge eines Nachlassverfahrens �ber die D.________ AG habe die A.________ AG den Aircraft-Management-Vertrag im Dezember 2008 aufgel�st, das Flugzeug von der D.________ AG abgezogen und es dem Verein E.________ ins Aircraft-Management �bergeben.
A.c.�Mit Verf�gung vom 31. Mai 2012 auferlegte die ESTV der A.________ AG f�r die Steuerperioden vom 2. Quartal 2006 bis zum 4. Quartal 2009 (Zeitraum vom 1. April 2006 bis zum 31. Dezember 2009) Mehrwertsteuern im Betrag von Fr. 343'470.-- zuz�glich die gesetzlichen Verzugszinsen (Ziff. 1 des Verf�gungsdispositivs). Die (unter Vorbehalt geleistete) Zahlung von Fr. 60'000.-- wurde an die Steuerschuld angerechnet (Ziff. 2 des Verf�gungsdispositivs). Zur Begr�ndung f�hrte die ESTV an, es liege eine gemischte Verwendung des Flugzeugs vor, was zu einer K�rzung des Vorsteuerabzugs f�hren m�sse. Die A.________ AG habe nicht nachgewiesen, dass die Leistungsempf�nger die Fl�ge f�r gesch�ftsm�ssig begr�ndete Zwecke verwendet h�tten; bei den privaten Operationen fehle es an einem Leistungsaustausch. Dies gelte insbesondere auch f�r die Fl�ge der C.________ AG respektive die C.________ Holding AG.
Die A.________ AG focht die Ziff. 1 und 2 der Verf�gung der ESTV vom 31. Mai 2012 beim Bundesverwaltungsgericht an. Dieses hiess die Beschwerde mit Urteil vom 14. Juni 2013 "im Sinne der Erw�gungen" gut und hob die Ziff. 1 und 2 der angefochtenen Verf�gung auf.
�Das Bundesverwaltungsgericht erwog zun�chst, die gew�hlte Rechtsgestaltung stelle keine Steuerumgehung dar. Das quantitative Verh�ltnis zwischen Ums�tzen aus Fl�gen mit privatem Charakter und solchen mit gesch�ftlichem Charakter zeige, dass die A.________ AG - entgegen den Vorbringen der ESTV - zur aktiven Teilnahme am Wirtschaftsleben gegr�ndet worden sei bzw. gef�hrt werde. Weder im Vertragsverh�ltnis mit der D.________ AG noch in jenem mit dem Verein E.________ habe der A.________ AG ein ausschliessliches oder vorrangiges Benutzungsrecht des Flugzeugs zugestanden. Der Umstand, dass das Flugzeug auch durch den (indirekten) Alleinaktion�r der A.________ AG mitbenutzt worden sei, lasse nicht auf eine missbr�uchliche Rechtsgestaltung schliessen. Demzufolge sei auch das Halten des Flugzeugs mit Bezug auf die Ums�tze der A.________ AG aus den Fl�gen f�r X.________ und allenfalls ihm nahestehende Personen nicht als teilweise Steuerumgehung zu qualifizieren. Diese Ums�tze seien grunds�tzlich bei der A.________ AG steuerbare (bzw. steuerbefreite), unbestrittenermassen gegen Entgelt erbrachte Leistungen, welche nicht zu einer Vorsteuerabzugsk�rzung f�hren w�rden. Eine separate Beurteilung der Ums�tze aus Fl�gen privater Natur und solchen gesch�ftlicher Natur sei nur angezeigt, wenn eine Steuerumgehung vorliege; diesfalls w�re in Bezug auf die Ums�tze aus Fl�gen privater Natur eine (teilweise) Steuerumgehung anzunehmen.
�Weiter erwog das Bundesverwaltungsgericht, die von der B.________ AG gew�hrten Darlehen w�rden - entgegen der Ansicht der ESTV - keine Spenden im Sinn von Art. 38 Abs. 8 aMWSTG darstellen. Die Finanzierung einer Gesellschaft f�hre nicht zur verh�ltnism�ssigen K�rzung des Vorsteuerabzugs, sofern sie dazu diene, der Gesellschaft die Aus�bung einer mehrwertgenerierenden T�tigkeit nach den Gesetzen des Marktes zu erm�glichen. Die A.________ AG habe sich im relevanten Zeitraum von 2006 bis 2010 noch in der wirtschaftlichen Aufbauphase verbunden, w�hrend der Verluste nicht un�blich seien. Sie k�nne glaubhaft darlegen, dass sie zumindest bis zur Reorganisation des Aircraft-Managements im Jahr 2009 das Ziel verfolgte, mittels Durchf�hrung von Drittfl�gen eine mehrwertgenerierende T�tigkeit auszu�ben. Daf�r spreche insbesondere der relativ hohe Anteil an Drittfl�gen und der in den Anfangsjahren erzielte positive Cash Flow. Auch die nunmehr ge�usserte Absicht der A.________ AG, ihr Flugzeug zu ver�ussern und sich aufzul�sen, deute eher darauf hin, dass sie im Zeitpunkt der Gr�ndung wirtschaftlich erfolgreich habe sein wollen. Demgem�ss liege keine Spende im Sinn von Art. 38 Abs. 8 aMWSTG vor, so dass diesbez�glich keine Vorsteuerabzugsk�rzung vorgenommen werden d�rfe.
Die ESTV erhebt am 16. August 2013 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht mit dem Antrag, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zu neuem Entscheid �ber die Vorsteuerk�rzungen und Nutzungs�nderungen an das Bundesverwaltungsgericht, eventuell an sie selbst - die ESTV - zur�ckzuweisen.
�In der Beschwerdeschrift macht die ESTV geltend, das Bundesverwaltungsgericht habe die Beschwerde "im Sinne der Erw�gungen" gutgeheissen, wodurch die Erw�gungen des Urteils zum Streitgegenstand w�rden. Sie - die ESTV - akzeptiere zwar die Auffassung (nicht aber die Schlussfolgerungen) des Bundesverwaltungsgerichts, wonach die A.________ AG nicht "in erster Linie" oder "haupts�chlich" dem wirtschaftlich Berechtigten zu rein privaten Zwecken dienen sollte und auch nicht gedient habe. Deswegen k�nne der vorliegende Fall wohl nicht grunds�tzlich als Steuerumgehungsfall im Sinn der j�ngsten bundesgerichtlichen Rechtsprechung in sog. Flugzeugf�llen behandelt werden. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts werde insofern angefochten, als aufgrund der fehlenden Steuerumgehung die privaten Fl�ge des (indirekt) wirtschaftlich Berechtigten sowie die Fl�ge der ihm nahestehenden B.________ AG nicht zu einer K�rzung des Vorsteuerabzugs f�hren w�rden, obwohl der Nachweis der Verwendung f�r gesch�ftliche Zwecke nicht erbracht worden sei. Zudem h�tte eine Vorsteuerabzugsk�rzung infolge der spendenartigen Finanzierung der A.________ AG gest�tzt auf Art. 38 Abs. 8 aMWSTG erfolgen m�ssen. Schliesslich k�nne der vorliegende Fall auch nicht als "Normalfall" im Sinn des Urteils 2C_487/2011 vom 13. Februar 2013 E. 2.9 bezeichnetet werden; das Bundesgericht habe diesen Begriff bisher noch nicht definieren m�ssen.
�Die A._______ AG beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 11. Oktober 2013 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Eventuell sei festzustellen, dass die von der ESTV gew�hlte Methode zur K�rzung des Vorsteuerabzugs vorliegend nicht anwendbar sei, und die Sache an die ESTV zur�ckzuweisen, damit sie gest�tzt auf Weisungen des Bundesgerichts neue Berechnungen aufgrund einer sachgerechten Methode vornehme und eine neue Verf�gung erlasse.
�Die ESTV h�lt mit Replik vom 11. November 2013 an ihren Antr�gen fest.
�Die A.________ AG hat am 25. November 2013 auf Schlussbemerkungen verzichtet.
1.1.�Das angefochtene Urteil betrifft eine Angelegenheit des �ffentlichen Rechts (Art. 82 lit. a BGG) und wurde vom Bundesverwaltungsgericht als einer zul�ssigen Vorinstanz erlassen (Art. 86 Abs. 1 lit. a BGG). Eine sachliche Ausnahme gem�ss Art. 83 BGG liegt nicht vor. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist zul�ssig.
1.2.�Die ESTV ist als Verwaltungseinheit der zentralen Bundesverwaltung dem Eidgen�ssischen Finanzdepartement (EFD) unterstellt (Ziff. B.5.1.5 des Anhangs 1 zur Regierungs- und Verwaltungsorganisationsverordnung vom 25. November 1998 [RVOV; SR 172.010.1]. Soweit das Bundesrecht es vorsieht, sind die den Departementen untergeordneten Dienststellen zur Beschwerde berechtigt, wenn der angefochtene Akt die Bundesgesetzgebung in ihrem Aufgabenbereich verletzen kann (Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG). Gem�ss Art. 141 der Mehrwertsteuerverordnung vom 27. November 2009 (MWSTV; SR 641.201) ist die ESTV im Sinn von Artikel 89 Abs. 2 lit. a BGG zur Beschwerde an das Bundesgericht berechtigt. Gleiches sieht Art. 4 Abs. 1 der Organisationsverordnung vom 17. Februar 2010 f�r das Eidgen�ssische Finanzdepartement (OV-EFD; SR 172.215.1) in Verbindung mit Art. 12 und Art. 13 OV-EFD vor. Die Legitimation der ESTV ist damit gegeben.
1.3.�Auf die Beschwerde ist einzutreten.
Streitgegenstand ist die Frage, ob die Vorinstanz die Steuernachforderung gegen�ber der Beschwerdegegnerin zu Recht aufgehoben hat.
�Die Beschwerdef�hrerin tr�gt vor, die Erw�gungen des angefochtenen Urteils w�rden durch die Formulierung des Dispositivs Teil des Streitgegenstands. Die Wendung "im Sinn der Erw�gungen gutgeheissen" wird vorwiegend in den beiden folgenden Konstellationen verwendet:
�Fall 1: Ein angefochtener Entscheid wird aufgehoben und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen (kassatorisches Urteil). Obwohl der Ausgang des neuen Verfahrens grunds�tzlich offen ist, kann die Beschwerdeinstanz verbindliche Anweisungen geben, welche Grunds�tze die Vorinstanz bei der (neuerlichen) Entscheidfindung zu beachten hat. Durch den Verweis auf die Erw�gungen im Dispositiv des Beschwerdeentscheids wird angezeigt, dass diese an der Rechtskraft teilhaben sollen.
�Fall 2: Ein angefochtener Entscheid wird aufgehoben. Die Beschwerdeinstanz bejaht grunds�tzlich den geltend gemachten Anspruch, kann oder will jedoch �ber dessen Art und H�he nicht selbst entscheiden. Sie weist die Angelegenheit an die Vorinstanz zur�ck, damit diese einen neuen Entscheid "im Sinne der Erw�gungen" f�lle. Auch in dieser Konstellation verbleibt der unteren Instanz noch ein gewisser Entscheidungsspielraum, weshalb der neue Entscheid wiederum anfechtbar ist.
�Im hier zu beurteilenden Fall liegt keine der beschriebenen Konstellationen vor. Die Vorinstanz hat die Sache nicht an die Erstinstanz zur�ckgewiesen, sondern deren Steuernachforderung ersatzlos aufgehoben. Die Rechtsprechung, wonach die Erw�gungen an der Rechtskraft des Dispositivs infolge Verweises teilnehmen, betrifft die Konstellation, in der die Vorinstanz einen neuen Entscheid f�llen muss (vgl. Urteile 9C_58/2012 vom 8. Juni 2012 E. 4.2, nicht publiziert in: BGE 138 V 298; 9C_837/2011 vom 29. Juni 2012 E. 5.2). Weil dies hier nicht zutrifft, f�hrt die Wendung "im Sinne der Erw�gungen" nicht dazu, dass die Erw�gungen des vorinstanzlichen Urteils selbst�ndig anfechtbar w�ren. Die Formulierung kann im Sinn einer teilweisen Motivsubstitution verstanden werden. Es gilt der Grundsatz, dass nur das Dispositiv, nicht aber die Begr�ndung eines Entscheids anfechtbar ist (BGE 120 V 233 E. 1a S. 237 mit Hinweis).
4.1.�Am 1. Januar 2010 ist das Bundesgesetz vom 12. Juni 2009 �ber die Mehrwertsteuer (MWSTG; SR 641.20) in Kraft getreten. Der vorliegend zu beurteilende Sachverhalt erstreckt sich vom 1. April 2006 bis zum 31. Dezember 2009; er f�llt somit in die Zeit vor dem Inkrafttreten des MWSTG. Gem�ss Art. 112 Abs. 1 MWSTG bleiben die bisherigen gesetzlichen Bestimmungen sowie die gest�tzt darauf erlassenen Vorschriften grunds�tzlich weiterhin auf alle w�hrend ihrer Geltungsdauer eingetretenen Tatsachen und entstandenen Rechtsverh�ltnisse anwendbar. Das vorliegende Verfahren untersteht deshalb in materieller Hinsicht dem Mehrwertsteuergesetz vom 2. September 1999 (aMWSTG; AS 2000 1300) sowie der dazugeh�rigen Verordnung vom 29. M�rz 2000 (MWSTGV; AS 2000 1347).
4.2.�Das Verfahren vor der ESTV wurde im Oktober 2009 er�ffnet, indem diese bei der (heutigen) Beschwerdegegnerin eine Kontrolle durchf�hrte. Gem�ss Art. 113 Abs. 3 MWSTG ist das neue Verfahrensrecht (vorbeh�ltlich der Regeln �ber die Bezugsverj�hrung nach Art. 91 MWSTG) auf s�mtliche im Zeitpunkt des Inkrafttretens h�ngigen Verfahren anwendbar. In diesem Zeitpunkt (am 1. Januar 2010) war das Verfahren bereits vor der ersten Instanz h�ngig, so dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht das neue Recht anwendbar ist.
5.1.�Der Mehrwertsteuer unterliegen die im Inland gegen Entgelt erbrachten Lieferungen von Gegenst�nden und Dienstleistungen (Art. 5 Bst. a und b aMWSTG). Als Dienstleistung gilt jede Leistung, die keine Lieferung eines Gegenstands ist (Art. 7 Abs. 1 aMWSTG). Die Steuer wird vom Entgelt berechnet (Art. 33 Abs. 1 aMWSTG). Zum Entgelt geh�rt alles, was der Empf�nger oder an seiner Stelle ein Dritter f�r die Lieferung oder Dienstleistung aufwendet einschliesslich Spenden, die unmittelbar den einzelnen Ums�tzen des Empf�ngers als Gegenleistung zugeordnet werden k�nnen. Die Gegenleistung erfasst auch den Ersatz aller Kosten, selbst wenn diese gesondert in Rechnung gestellt werden (Art. 33 Abs. 2 aMWSTG).
5.2.�Eine steuerbare Leistung im Sinn von Art. 5 Bst. a und b aMWSTG setzt einen Leistungsaustausch voraus; fehlt es daran, ist die Aktivit�t mehrwertsteuerlich irrelevant und f�llt nicht in den Geltungsbereich der Mehrwertsteuer (BGE 132 II 353 E. 4.3 mit Hinweisen). Ein Leistungsaustausch ist anzunehmen, soweit zwischen der (Haupt-) Leistung (Lieferung oder Dienstleistung im Sinn von Art. 5 aMWSTG) und der Gegenleistung (Entgelt im Sinn von Art. 33 aMWSTG) ein Konnex besteht (Urteil 2C_487/2011 vom 13. Februar 2013 E. 2.4); verlangt wird eine "innere wirtschaftliche Verkn�pfung" (BGE 138 II 239 E. 3.2 S. 241; 132 II 353 E. 4.1 S. 357). Nach der neueren bundesgerichtlichen Rechtsprechung (ge�ndert mit Urteil 2A.264/2006 vom 3. September 2008 E. 3.3) ist ein Leistungsaustausch auch unter nahestehenden Personen m�glich. Dies ergibt sich aus dem Begriff des Leistungsaustauschs bei Lieferungen und Dienstleistungen im Sinn der Art. 5 ff. aMWSTG, welche diesbez�glich keine Ausnahme oder abweichende Behandlung vorsehen (BGE 138 II 239 E. 3.2 S. 241; Urteile 2C_146/2010 vom 15. August 2012 E. 4.1.2; 2C_732/2010 vom 28. Juni 2012 E. 3 und 4.2; 2C_129/2012 vom 15. Juni 2012 E. 4.1; 2C_836/2009 vom 15. Mai 2012 E. 5.1; 2C_476/2010 vom 19. M�rz 2012 E. 2.1). Deswegen ist der Leistungsaustausch zwischen einer juristischen Person und ihrem Beteiligten mit Bezug auf das Steuerobjekt im Grundsatz nicht anders zu behandeln als der Leistungsaustausch zwischen einer juristischen Person und einem unabh�ngigen Dritten (Urteil 2C_146/2010 vom 15. August 2012 E. 4.1.2).
5.3.�Art. 38 aMWSTG regelt die Grunds�tze zum Vorsteuerabzug. Verwendet die steuerpflichtige Person Gegenst�nde oder Dienstleistungen f�r einen gesch�ftlich begr�ndeten Zweck, so kann sie in ihrer Steuerabrechnung die in Art. 38 Abs. 1 lit. a-c aMWSTG genannten Steuern als Vorsteuern abziehen. Zum Vorsteuerabzug berechtigen - neben anderen - gem�ss Art. 38 Abs. 2 lit. a und b aMWSTG steuerbare Lieferungen und Dienstleistungen. Als "verwendet" im Sinn von Art. 38 Abs. 1 und 2 aMWSTG gilt ein (vor) steuerbelasteter Eingangsumsatz, der in steuerbare Ausgangsums�tze der steuerpflichtigen Person fliesst, mithin f�r einen gesch�ftlich begr�ndeten Zweck eingesetzt wird. Fehlt es an diesem Zweck, liegt hinsichtlich der Eingangsleistung Eigenverbrauch durch die steuerpflichtige Person vor (Urteil 2C_487/2011 vom 13. Februar 2013 E. 2.6 mit Hinweis auf BGE 132 II 353 E. 8.2 S. 364; DANIEL RIEDO, Vom Wesen der Mehrwertsteuer als allgemeine Verbrauchsteuer und von den entsprechenden Wirkungen auf das schweizerische Recht, 1999, S. 158 f.).
�Gem�ss Art. 38 Abs. 8 erster Satz aMWSTG ist der Vorsteuerabzug verh�ltnism�ssig zu k�rzen, soweit die steuerpflichtige Person Spenden erh�lt, die nicht einzelnen Ums�tzen des Empf�ngers als Gegenleistung zugeordnet werden k�nnen.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung von Art. 1 Abs. 2, Art. 9 Abs. 1 und 3, Art. 38 Abs. 1, 2, 4 und 8, Art. 41 und Art. 42 aMWSTG.
6.1.�Die Beschwerdef�hrerin r�umt ein, es liege in Bezug auf die Wahl der Rechtsform der Beschwerdegegnerin keine Steuerumgehung im Sinn der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 138 II 239; Urteile 2C_146/2010 vom 15. August 2012; 2C_732/2010 vom 28. Juni 2012) vor. Jedoch m�sse auf privaten Fl�gen, welche 5 % der Gesamtnutzung (in Flugminuten oder Ums�tzen) �bersteigen w�rden, trotz mehrwertsteuerlichen Leistungsaustauschs zwischen der steuerpflichtigen Person und ihrem wirtschaftlich Berechtigten eine K�rzung des Vorsteuerabzugs erfolgen. Dies gebiete die ratio legis von Art. 38 Abs. 1, 2 und 4 aMWSTG. In solchen F�llen m�sste auch der Einzelunternehmer eine Vorsteuerabzugsk�rzung infolge Eigenverbrauchs gem�ss Art. 9 Abs. 1 aMWSTG hinnehmen. Angesichts der wirtschaftlichen Identit�t der beteiligten Personen sei es nicht sachgerecht, deren Unabh�ngigkeit zu betonen. Folge man dem angefochtenen Urteil, f�hre eine private und nicht nachgewiesene gesch�ftliche Verwendung der Leistungen im Umfang von 5 % bis mutmasslich 50 % im vorliegenden Fall zu einer vollst�ndigen Steuerentlastung. Es sei offen, welche steuerrechtlichen Konsequenzen derartige F�lle (nicht �berwiegende Privatnutzung, Anerkennung der Struktur der steuerpflichtigen Person in Bezug auf Drittums�tze und auf nachgewiesene Verwendung zu gesch�ftlichen steuerbaren Zwecken durch die nahestehende Person) nach sich ziehen w�rden. Die Vorinstanz habe die K�rzung des Vorsteuerabzugs zu Unrecht ausgeschlossen.
6.2.�Wie die Vorinstanz korrekt dargelegt hat, spielt die private Verwendung der (Flug) Leistungen nur auf der Ebene der Steuerumgehung im Sinn einer missbr�uchlichen Rechtsgestaltung eine Rolle: Die �berwiegende oder fast ausschliessliche Nutzung eines Gegenstands bzw. einer Dienstleistung durch die wirtschaftlich berechtigte Person kann ein Indiz f�r eine missbr�uchliche Wahl der Rechtsform sein (Durchlaufgesellschaft, Umwegstruktur), wenn damit versucht wird, Steuern zu sparen (BGE 138 II 239 E. 4.3.3). F�r die Annahme einer Steuerumgehung m�ssen ausserdem die von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien (vgl. Urteil 2C_487/2011 vom 13. Februar 2013 E. 2.8) erf�llt sein. Wird nun - wie hier - eine Steuerumgehung verneint, stellt die "private" Verwendung von Leistungen der steuerpflichtigen Gesellschaft durch die wirtschaftlich berechtigte Person keinen Umgehungstatbestand dar. Es bleibt lediglich zu pr�fen, ob hinsichtlich aller Ums�tze ein Leistungsaustausch vorliegt bzw. ob die Leistungen die betriebliche Sph�re verlassen (vgl. E. 6.3 hiernach). Ist dies der Fall, wird die Frage, ob teilweise Eigenverbrauch vorliegt (gemischte Verwendung, vgl. Art. 41 Abs. 1 aMWSTG), hinf�llig.
�Im vorinstanzlichen Verfahren r�umte die (heutige) Beschwerdef�hrerin sinngem�ss ein, der Vorsteuerabzug sei hinsichtlich der Fl�ge f�r die C.________ AG bzw. die C.________ Holding AG zul�ssig. Demgem�ss ist im vorliegenden Verfahren die Frage streitig, ob die Vorinstanz den Vorsteuerabzug zu Recht (auch) auf jenen Anschaffungs- und Betriebskosten zugelassen hat, welche den Fl�gen von X.________ und der B.________ AG zuzuordnen sind. Schliesslich ist das Vorbringen zu pr�fen, es sei in Anwendung von Art. 38 Abs. 8 aMWSTG eine verh�ltnism�ssige K�rzung des Vorsteuerabzugs vorzunehmen.
�Nachdem die Beschwerdef�hrerin selbst einr�umt, es liege keine Steuerumgehung vor, ist auf das Vorbringen, wonach der vorliegende Fall nicht als "Normalfall" im Sinn des Urteils 2C_487/2011 vom 13. Februar 2013 E. 2.9 bezeichnet werden k�nne, nicht einzugehen.
6.3.1.�Der Auffassung, wonach trotz Vorliegens eines Leistungsaustauschs eine K�rzung des Vorsteuerabzugs vorzunehmen sei, kann nicht gefolgt werden. Die Beschwerdef�hrerin �bersieht, dass die Art der Verwendung der Leistung auf Seiten des Empf�ngers irrelevant ist. Sofern ein Leistungsaustausch vorliegt, spielt es keine Rolle, ob die Leistung zu privaten oder anderen Zwecken bezogen wird. Nicht der Empf�nger der Leistung, sondern die steuerpflichtige Person muss einen gesch�ftlich begr�ndeten Zweck verfolgen. Das Bundesgericht hat das Argument der "privaten Verwendung" im von der Beschwerdef�hrerin erw�hnten Sinn explizit verworfen, indem es erwog, es spiele keine Rolle, zu welchem Zweck der Leistungsbez�ger die Leistung verwende, relevant sei lediglich, ob die leistende Unternehmung nach den Gesamtumst�nden erkennbar um der Gegenleistung willen leiste (vgl. Urteil 2C_146/2010 vom 15. August 2012 E. 4.1.3 mit Hinweisen). Rechtsprechungsgem�ss ist im Verh�ltnis zwischen der Gesellschaft und der nahestehenden Person zu pr�fen, ob es sich bei der fraglichen Leistung um eine Innenleistung zur betrieblichen oder unternehmerischen Leistungserstellung handelt oder ob die Leistung bereits das Endprodukt darstellt, welches den betrieblichen Bereich verl�sst (Urteil 2C_836/2009 vom 15. Mai 2012 E. 5.2). Ist Letzteres der Fall, ist der nahestehende bzw. wirtschaftlich berechtigte Leistungsempf�nger wie ein Drittkunde zu behandeln. Deswegen spielt es keine Rolle, welchen Anteil diese Leistungen gemessen am Gesamtumsatz ausmachen; diese Frage ist nur auf der Ebene der Steuerumgehung relevant (vgl. E. 6.2).
6.3.2.�Nachdem nicht mehr strittig ist, dass hinsichtlich der Flugzeugnutzung ein Leistungsaustausch zwischen der Beschwerdegegnerin und X.________ bzw. der B.________ AG zu bejahen ist, steht die private Verwendung der Leistungen der Berechtigung zum Vorsteuerabzug nicht entgegen. Daran vermag auch der Einwand, der Einzelunternehmer h�tte im analogen Fall infolge Eigenverbrauchs gem�ss Art. 9 Abs. 1 aMWSTG eine K�rzung des Vorsteuerabzugs zu akzeptieren, nichts zu �ndern. Rechtsprechungsgem�ss ist es den steuerpflichtigen Personen freigestellt, ihre Verh�ltnisse so zu gestalten, dass m�glichst niedrige Steuern anfallen. Gegen eine solche Steuerplanung ist nichts einzuwenden, solange erlaubte Mittel eingesetzt werden (Urteil 2C_487/2011 vom 13. Februar 2013 E. 2.7 mit Hinweisen). Die Beschwerdef�hrerin erkl�rt ausdr�cklich, es liege keine Steuerumgehung vor in dem Sinn, dass die Beschwerdegegnerin einzig deswegen gegr�ndet worden sei, um den Bed�rfnissen von X.________ bzw. dessen B.________ AG zu dienen. Die unternehmerische Struktur ist daher zu akzeptieren (vgl. Urteil 2C_487/2011 vom 13. Februar 2013 E. 2.9).
6.3.3.�Zudem hat die Vorinstanz (f�r das Bundesgericht verbindlich) festgestellt, dass die Nutzung durch unabh�ngige Dritte in allen relevanten Gesch�ftsjahren die Nutzung durch X._______, die B._______ AG und die C._______ AG bzw. die C.______ Holding AG in zeitlicher Hinsicht deutlich �bersteigt. Die Tatsache, dass die Ums�tze ab Ende 2008 eingebrochen sind, vermag die Behauptung, die Beschwerdegegnerin habe nicht (mehr) erfolgreich am Markt auftreten wollen, nicht zu st�tzen. Eine Nutzungs�nderung (vgl. dazu B�HLER/ LOOSLI/L�THI, Die Mehrwertsteuer. Eine praxisorientierte Darstellung mit zahlreichen Beispielen, 2001, S. 34 f.), wie sie die Beschwerdef�hrerin sinngem�ss geltend macht, ist nicht dargetan.
6.4.�Aus den vorstehenden Erw�gungen ergibt sich, dass der Vorsteuerabzug auf den Eingangsums�tzen der Beschwerdegegnerin, welche in Leistungen an X.________ und die B.________ AG geflossen sind, zul�ssig sind. Es handelt sich dabei gerade nicht um "private", sondern um gesch�ftlich verwendete Ums�tze; die private Verwendung der Leistungen durch die - wenn auch nahestehenden - Kunden ist unerheblich (vgl. auch BGE 138 II 239 E. 3.3 S. 242).
6.5.�Die Beschwerdef�hrerin bringt weiter vor, unabh�ngig von einer allf�lligen K�rzung des Vorsteuerabzugs aus den genannten Gr�nden m�sse infolge der spendenartigen Finanzierung der Beschwerdegegnerin gest�tzt auf Art. 38 Abs. 8 aMWSTG eine K�rzung des Vorsteuerabzugs gepr�ft und ein sachgerechter K�rzungsschl�ssel gefunden werden. Die Beschwerdegegnerin sei weder in der �ra D.________ noch in der �ra E.________ kostendeckend t�tig gewesen; schon per 31. M�rz 2007 sei der Alleinaktion�r gezwungen gewesen, auf einem Teil seiner zinslosen Darlehen den Rangr�cktritt zu erkl�ren. Die Aufwendungen der Beschwerdegegnerin h�tten nicht nur der Erzielung von Drittums�tzen gedient, sondern seien auch f�r private und nicht nachgewiesene gesch�ftliche Zwecke verwendet worden. Den Beitr�gen des Gesellschafters w�rden somit keine Aufwendungen gegen�ber stehen, die in steuerbare oder steuerbefreite Ums�tze m�nden w�rden. Deswegen seien sie als Spenden zu qualifizieren.
�Diese Argumentation l�uft schon deshalb ins Leere, weil die Entgelte aus den Flugleistungen an X.________ und die B.________ AG wie dargelegt (vgl. E. 6.3.1) Drittums�tze darstellen. Aber auch davon abgesehen sind die Darlehen nicht als Spenden zu qualifizieren: Eine ausschliessliche Eigenfinanzierung ist nicht per se missbr�uchlich; vielmehr sind die am Gesellschaftsverh�ltnis Beteiligten hinsichtlich der Vertragsgestaltung frei. In Bezug auf die Finanzierung einer Gesellschaft kann auf die Grunds�tze verwiesen werden, welche auch f�r die Wahl der Rechtsform gelten (vgl. E. 6.3.2). Grunds�tzlich ist es somit zul�ssig, dass eine Gesellschaft durch Darlehensgelder ihres Alleinaktion�rs finanziert wird.
�Rechtsprechungsgem�ss f�hrt die Tatsache, dass Einlagen und Darlehen f�r die Anschaffung von steuerbelasteten G�tern oder Dienstleistungen verwendet werden, nicht zur K�rzung des Vorsteuerabzugs. Eine solche h�ngt im Grundsatz einzig davon ab, ob die Eingangsleistungen f�r einen gesch�ftlich begr�ndeten Zweck verwendet werden oder nicht (BGE 132 II 353 E. 7.1 S. 363). Demgem�ss f�hren Finanzierungsvorg�nge wie der vorliegende in der Regel nicht dazu, dass der Vorsteuerabzug gek�rzt werden m�sste (Urteil 2C_229/2008 vom 13. Oktober 2008 E. 5.4 mit Verweis auf BGE 132 II 353 E. 10 S. 370). Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerin kommt es auch nicht darauf an, ob die Gesellschaft unter Ber�cksichtigung betriebswirtschaftlicher Grunds�tze eine angemessene Rentabilit�t erzielt (BGE 132 II 353 E. 9.2 S. 368). Eine Qualifizierung des Darlehens als Spende ist zu verneinen, so dass eine K�rzung des Vorsteuerabzugs gest�tzt auf Art. 38 Abs. 8 aMWSTG ausser Betracht f�llt.
Zusammenfassend ergibt sich, dass f�r eine K�rzung des Vorsteuerabzugs auf den hier noch streitigen Leistungen keine Rechtsgrundlage besteht. Das vorinstanzliche Urteil ist zu best�tigen, und die Beschwerde ist als unbegr�ndet abzuweisen.
Da die Eidgenossenschaft in dieser Angelegenheit in ihrer Verm�genssituation betroffen ist, wird die beschwerdef�hrende Eidgen�ssische Steuerverwaltung kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 4 BGG); auch hat sie die Beschwerdegegnerin angemessen zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerdef�hrerin hat der Beschwerdegegnerin eine Parteientsch�digung von Fr. 8'000.-- zu bezahlen.