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Timestamp: 2016-10-26 06:05:39
Document Index: 52593176

Matched Legal Cases: ['Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 95', 'Art. 97', 'Art. 66', 'Art. 68']

9C_342/2007 (28.09.2007)
P.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch das Centro Consulenze, Direzione Centrale, Belpstrasse 11, 3007 Bern,
Mit Verf�gung vom 31. August 2006 verneinte die IV-Stelle Bern einen Anspruch des 1950 geborenen P.________ auf eine Invalidenrente mangels eines leistungsbegr�ndenden Invalidit�tsgrades.
P.________ f�hrt Beschwerde ans Bundesgericht mit dem Antrag auf Zusprechung einer Invalidenrente.
Mit Blick auf diese Kognitionsregelung ist aufgrund der Vorbringen in der Beschwerde ans Bundesgericht zu pr�fen, ob der angefochtene Gerichtsentscheid in der Anwendung der massgeblichen materiell- und beweisrechtlichen Grundlagen (u.a.) Bundesrecht, V�lkerrecht oder kantonale verfassungsm�ssige Rechte verletzt (Art. 95 lit. a-c BGG), einschliesslich einer allf�lligen rechtsfehlerhaften Tatsachenfeststellung (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 2 BGG).
Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen und die Rechtsprechung �ber den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 IVG) und die Bemessung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG; BGE 130 V 343 E. 3.4 S. 348, 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2a und b S. 136) richtig wiedergegeben. Darauf wird verwiesen.
3.1 Unter s�mtlichen Verfahrensbeteiligten ist unbestritten, dass der seit 1994 im Gipsergesch�ft A.________ als Gipser-Vorarbeiter t�tige Beschwerdef�hrer seinen bisherigen Beruf wegen eines R�ckenleidens (chronisches Lumbo- und Zervikovertebralsyndrom bei degenerativen Ver�nderungen der Wirbels�ule) nur mehr in h�lftigem Umfange auszu�ben vermag (wobei ihm der Arbeitgeber k�rperlich leichte Gipserarbeiten zuweist). Streitig und zu pr�fen ist hingegen, ob der Versicherte mit der Halbtagst�tigkeit an seinem angestammten Arbeitsplatz bestm�glich eingegliedert ist oder die ihm verbliebene Leistungsf�higkeit bei Verrichtung einer leidensangepassten T�tigkeit mit h�herem Arbeitspensum erwerblich besser aussch�pfen k�nnte.
3.2 Der Hausarzt des Beschwerdef�hrers, Dr. K.________, antwortete in seinem Bericht vom 9. November 2005 auf die Frage, "welche andern, dem Leiden angepassten T�tigkeiten (...) in welchem Ausmass noch zumutbar" seien, dahingehend, dass er dies "als Mediziner schlicht nicht beantworten" k�nne; "eine Arbeitsplatzanalyse k�nnte hier weiterhelfen". Die vom behandelnden Allgemeinpraktiker damit angeregte erg�nzende Abkl�rung (durch medizinische Fachpersonen bzw. solche der beruflichen Eingliederung) unter Einschluss einer eigentlichen Analyse der Arbeitsplatzsituationen in m�glichen Verweisungst�tigkeiten hat nicht stattgefunden. Vielmehr stellte der Regionale Aerztliche Dienst (RAD) in antizipierter Beurteilung ohne n�here Erl�uterungen fest, "eine Begutachtung w�rde auf (folgendes) Zumutbarkeitsprofil hinauslaufen": "Leichte Arbeit mit wechselnden Lasten bis 15 Kilo ohne repetitives Vorn�berneigen oder �berkopfarbeiten; keine l�nger fixierte Positionen; Stehen, Sitzen Gehen ohne zeitliche Limite gem�ss Hausarzt". Einer derartigen "optimierten Verweist�tigkeit" k�nne der Versicherte uneingeschr�nkt nachgehen (RAD-Berichte vom 19. Januar und 27. Juli 2006).
3.3 Entgegen der Auffassung von Verwaltung und Vorinstanz l�sst sich auf der Grundlage der angef�hrten medizinischen Akten die funktionelle Leistungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers in einer seinem R�ckenleiden angepassten Erwerbst�tigkeit nicht mit hinreichender Zuverl�ssigkeit beurteilen. Abgesehen davon, dass die beiden RAD-Berichte den von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen an beweistaugliche und beweiskr�ftige medizinische Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) offenkundig nicht gen�gen, stehen sie in unl�sbarem Widerspruch zur Schlussfolgerung des IV-Berufsberaters, der den Versicherten aufgrund einer Gesamtbeurteilung (nicht etwa bloss aus invalidit�tsfremden Gr�nden) in seiner aktuell ausge�bten 50%igen Erwerbst�tigkeit als Gipser als optimal eingegliedert erachtet (Schlussbericht vom 12. Juli 2006). Es weckt Bedenken, wenn - wie hier - die IV-interne Berufsberatung den Arbeitgeber eines Versicherten darin best�rkt, dessen h�lftige Weiterbesch�ftigung (unter Zuweisung m�glichst r�ckenschonender Arbeiten) aufrecht zu erhalten, w�hrend die IV-Stelle gleichzeitig in ihrer rentenablehnenden Verf�gung vom Versicherten letztlich verlangt, eine anderweitige (dem R�ckenleiden insgesamt besser angepasste) Ganztagsarbeit zu suchen. Ein solches Vorgehen verbietet sich jedenfalls solange, als aufgrund der Aktenlage nicht klar ist, ob (und gegebenenfalls in welchem Umfange) dem Beschwerdef�hrer aus medizinischer Sicht die Aufnahme einer Verweisungst�tigkeit �berhaupt zumutbar ist. Die diesbez�gliche unvollst�ndige Feststellung des entscheidwesentlichen Sachverhalts durch die Vorinstanz stellt eine vom Bundesgericht von Amtes wegen zu korrigierende (Art. 106 Abs. 1 BGG) Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 lit. a BGG dar (vgl. E. 1 hievor; Seiler, in: Seiler/von Werdt/ G�ngerich, Kommentar zum BGG, N 24 zu Art. 97). Die IV-Stelle wird aufgrund der nachzuholenden medizinischen Abkl�rungen hinsichtlich der Arbeitsf�higkeit des Versicherten in einer seinen R�ckenbeschwerden angepassten Erwerbst�tigkeit und unter Ber�cksichtigung des aktuellen Eingliederungsstandes erneut �ber den Rentenanspruch verf�gen.
Die Gerichtskosten werden der IV-Stelle als unterliegender Partei auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG). Diese hat dem Beschwerdef�hrer zudem eine Parteientsch�digung zu entrichten (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 30. April 2007 und die Verf�gung der IV-Stelle Bern vom 31. August 2006 aufgehoben werden und die Sache an die Verwaltung zur�ckgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber den Rentenanspruch des Beschwerdef�hrers neu verf�ge.
Die IV-Stelle Bern hat dem Beschwerdef�hrer f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, wird f�r das kantonale Verfahren �ber eine Neuverlegung der Gerichtskosten wie auch �ber eine Parteientsch�digung entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses zu befinden haben.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen und der AHV-Ausgleichskasse FER-CIFA, Fribourg, zugestellt.