Source: http://nms.ssr-wien.at/index.php/neue-leistungsrueckmeldung-in-der-nms/leistungsbeurteilung-und-berechtigungen
Timestamp: 2018-01-24 09:16:19
Document Index: 106165914

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 40', '§ 21', '§ 23', '§ 29']

Leistungsbeurteilung und Berechtigungen in der NMS
Empfehlungen zur Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung
Die Orientierung in Richtung Kompetenzen impliziert ein grundlegendes Umdenken der Schwerpunkte im Unterricht und muss demnach auch im Bewerten und Beurteilen der Leistungen der Schülerinnen Niederschlag finden.
Die ZAGs Deutsch, Englisch und Mathematik tragen mit Empfehlungen zur Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung dazu bei, sowohl die Schulleiterinnen, als auch die Kolleginnen, in ihrer Arbeit zu unterstützen. Diese Empfehlungen sind unter http://nms.ssr-wien.at abrufbar.
Zusammenfassend heißt das
Jede Schülerin hat bei jeder Schularbeit die Möglichkeit, eine Note in der vertieften Allgemeinbildung zu erreichen. Folglich gibt es keine „grundlegenden bzw. vertieften Schülerinnen“, sondern ausschließlich Noten in der grundlegenden bzw. vertieften Allgemeinbildung.
In der vertieften Allgemeinbildung gibt es kein „Nicht genügend“.
In der grundlegenden Allgemeinbildung gibt es kein „Sehr gut“ oder „Gut“.
Wenn die Leistungen eines Kindes in der 7. und 8. Schulstufe unvorhergesehen in dem Ausmaß nachlassen, dass es am Ende des Jahres nur mehr nach den Anforderungen der grundlegenden Allgemeinbildung zu beurteilen wäre, ist dies den Erziehungsberechtigten unverzüglich mitzuteilen und dem Kind sowie den Erziehungsberechtigten von der klassenführenden oder der unterrichtenden Lehrperson Gelegenheit zu einem beratenden Gespräch über die Fördermöglichkeiten im Sinne des § 19 Abs. 3a SchUG zu geben.
Für Schularbeiten als schriftliche Form der Leistungsfeststellung in den differenzierten Pflichtgegenständen gilt, wie für alle punktuellen Leistungsfeststellungen (in mündlicher und schriftlicher Form), dass es sich um Momentaufnahmen handelt. Diesen Prüfungssituationen sind Schülerinnen mehr oder weniger gut gewachsen.
Deshalb stellen Schularbeiten einen Teilbereich der Leistungsfeststellung und damit auch der Leistungsbeurteilung dar.
Der Gesetzgeber priorisiert die Feststellung der Mitarbeit gegenüber den punktuellen Formen der
§ 3 Abs. 1 LBVO nennt die Mitarbeitsfeststellung als erste Form der Leistungsbeurteilung, kennzeichnet alle anderen Formen als „besondere“ und signalisiert auf diese Weise, dass der Mitarbeitsfeststellung der Status einer tragenden diagnostischen Säule zukommt.
Die Mitarbeitsfeststellung ist den anderen Formen der Leistungsbeurteilung gleichwertig (§ 3 Abs. 5 LBVO).
Es sind nur so viele punktuelle Leistungsfeststellungen vorzusehen, wie für eine sichere Leistungsbeurteilung für ein Semester oder für eine Schulstufe unbedingt notwendig sind. Es gilt ein generelles „Sparsamkeitsgebot“ (vgl. § 3 Abs. 4 LBVO).
Schriftlich erbrachte Leistungen sind als einzelne Leistungen im Rahmen der Mitarbeit zu verstehen und dürfen gemäß § 4 Abs. 2 LBVO nicht gesondert benotet werden. Dies gilt nicht für Schularbeiten in den differenzierten Pflichtgegenständen bzw. für Tests in den nicht differenzierten Pflichtgegenständen.
In den Schularbeitsfächern beträgt der Zeitrahmen für deren Durchführung pro Schuljahr insgesamt vier bis sechs Unterrichtseinheiten und die Anzahl der Schularbeiten vier bis sechs. Im ersten Lernjahr einer Fremdsprache stehen für drei bis vier Schularbeiten drei bis vier Unterrichtseinheiten zur Verfügung. Die Lehrerinnen haben ihr Gesamtkonzept der Rückmeldung und Leistungsfeststellung den Schülerinnen sowie den Erziehungsberechtigten zu Beginn jedes Unterrichtsjahres in geeigneter und für alle Schulpartnerinnen verständlichen Weise bekannt zu geben.
An den Bestimmungen zum Wiederholen von Schularbeiten hat sich nichts geändert. D.h. die Verpflichtung, Schularbeiten nachzuholen, ist dann gegeben, wenn weniger als die Hälfte der Schularbeiten pro Semester erbracht werden.
Formen der kompetenzorientierten Rückmeldung und der kompetenzorientierten Beurteilung eignen sich für Aufzeichnungen der Mitarbeit und können als Grundlage für die Beurteilung von Schularbeiten herangezogen werden, müssen jedoch mit Hilfe eines „Notenschlüssels“ in Noten transferierbar sein.
Bezüglich Beurteilungspraxis wird empfohlen, sich am Standort für eine Art der Beurteilung zu entscheiden, so dass diese Beurteilungsform für alle Schulpartner/innen transparent und nachvollziehbar wird.
Übertritt der Schülerin vor der 7. Schulstufe:
Auf der 5. und 6. Schulstufe, wo keine Differenzierung in der Beurteilung nach grundlegender oder vertiefter Allgemeinbildung erfolgt, ist der Übertritt in eine AHS möglich, wenn die Schülerin im Jahreszeugnis in den Gegenständen Deutsch, Englisch und Mathematik mit „Sehr gut“ oder „Gut“ benotet worden ist; andernfalls ist im betreffenden Gegenstand eine Aufnahmeprüfung abzulegen (vgl. § 40 Abs. 2a Z 1 SchOG).
Übertritt während bzw. nach der 3. sowie während der 4. Klasse NMS:
Lt. § 21b Abs. 2 SchOG entspricht eine Beurteilung nach der vertieften Allgemeinbildung der NMS einer Beurteilung der AHS-Unterstufe.
Übertritte der Schülerin aus der AHS-Unterstufe in die NMS
Mit einer negativen Beurteilung in der AHS gibt es kein Aufsteigen in die nächsthöhere Klasse der NMS. Schülerinnen der AHS, die in einem oder zwei Gegenständen mit „Nicht genügend“ beurteilt sind, sind berechtigt, eine Wiederholungsprüfung abzulegen, wobei gemäß § 23 Abs. 3 SchUG die Wiederholungsprüfung auch an der NMS abgelegt werden darf. Bei negativer Beurteilung der Wiederholungsprüfung ist eine Klassenwiederholung auch in der NMS erforderlich (§ 29 Abs. 2 und 3 SchUG).
Übertritt in eine mindestens dreijährige mittlere Schule:
Wird die Berechtigung zum Besuch einer mindestens dreijährigen mittleren oder einer höheren Schule nicht erreicht, so besteht die Möglichkeit, eine Aufnahmeprüfung abzulegen.
Elternmusterbrief zur Leistungsbeurteilung an der NMS (DE)
Elternmusterbrief zur Leistungsbeurteilung an der NMS (EN)
Elternmusterbrief zur Leistungsbeurteilung an der NMS (BKS)
Elternmusterbrief zur Leistungsbeurteilung an der NMS (TK)
Mitteilungzur Leistungsbeurteilung an der NMS