Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/das-kryptische-gutachten-und-die-gewaehrung-rechtlichen-gehoers-384157
Timestamp: 2019-12-11 12:29:54
Document Index: 2094989

Matched Legal Cases: ['§ 286', '§ 407', '§ 404', '§ 280', '§ 97', '§ 98', '§ 412', '§ 1671', 'BGH', 'BGH']

Das kryp­ti­sche Gut­ach­ten – und die Gewäh­rung recht­li­chen Gehörs | Rechtslupe
Das kryptische Gutachten - und die Gewährung rechtlichen Gehörs
Das kryp­ti­sche Gut­ach­ten – und die Gewäh­rung recht­li­chen Gehörs
Die Gewäh­rung des recht­li­chen Gehörs erfor­dert auch, dass einer gericht­li­chen Ent­schei­dung nur sol­che Tat­sa­chen und Bewei­se zugrun­de gelegt wer­den, zu denen sich die Betei­lig­ten vor­her äußern konn­ten 1.
Wenn der vom Gericht ernann­te Sach­ver­stän­di­ge die wesent­li­chen tat­säch­li­chen Grund­la­gen sei­nes Gut­ach­tens nicht offen legt, kann nicht nur das Gericht sei­ner Pflicht aus § 286 ZPO, Gut­ach­ten gericht­li­cher Sach­ver­stän­di­ger sorg­fäl­tig und kri­tisch zu wür­di­gen, nicht nach­kom­men, son­dern ver­letzt die Ver­wer­tung die­ses Gut­ach­tens auch das Recht der Par­tei auf recht­li­ches Gehör 2, da es einer Ver­hin­de­rung des Vor­trags zu ent­schei­dungs­er­heb­li­chen Punk­ten gleich kommt, wenn der Par­tei nicht die Gele­gen­heit gege­ben wird, sich mit allen Grund­la­gen des Gut­ach­tens kri­tisch aus­ein­an­der­zu­set­zen.
Das Gericht muss daher den Gerichts­sach­ver­stän­di­gen gemäß § 407a Abs. 4 ZPO auf­ge­ben, die sei­nem Gut­ach­ten zugrun­de lie­gen­den wei­te­ren Gut­ach­ten her­aus­zu­ge­ben, und gemäß § 404 Abs. 1 Satz 1 ZPO die genann­ten Gut­ach­ter oder ande­re Sach­ver­stän­di­ge für die­se Fach­be­rei­che zu Sach­ver­stän­di­gen ernen­nen.
Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 16. Sep­tem­ber 2014 – VI ZR 118/​13
Die Qua­li­fi­ka­ti­on des Gut­ach­ters im Betreu­ungs­ver­fah­ren Gemäß § 280 Abs. 1 Satz 2 FamFG soll der in einem Betreu­ungs­ver­fah­ren mit der Erstel­lung eines Gut­ach­tens beauf­trag­te Sach­ver­stän­di­ge Arzt für Psych­ia­trie oder Arzt…
Der Orts­ter­min – und der Grund­satz der Par­tei­öf­fent­lich­keit Der Grund­satz der Par­tei­öf­fent­lich­keit (§ 97 Satz 1 VwGO) gilt auch für Orts­ter­mi­ne eines Sach­ver­stän­di­gen, die nicht der Auf­nah­me von Sin­nes­ein­drü­cken durch Ein­nah­me des Augen­scheins,…
Das nicht ein­ge­hol­te wei­te­re Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten Über Art und Zahl der ein­zu­ho­len­den Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten hat das Gericht nach pflicht­ge­mä­ßen Ermes­sen zu bestim­men (§ 98 VwGO, § 412 Abs. 1 ZPO). Ein vor­lie­gen­des…
Die strei­ten­den Eltern – und die Über­tra­gung der elter­li­chen… Nach § 1671 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 2 BGB ist dem Antrag eines Eltern­teils auf Über­tra­gung der elter­li­chen Sor­ge oder eines Tei­les der elter­li­chen…
BVerfGE 55, 95 ff.; BVerfGE 84, 188 ff.; BVerfG, NVwZ 2009, 580 f.[↩]
BGH, Urteil vom 12.11.1991 – KZR 18/​90, BGHZ 116, 47, 58[↩]
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