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Timestamp: 2016-10-28 02:37:55
Document Index: 305684316

Matched Legal Cases: ['Art. 19', 'Art. 82', 'Art. 83', 'e contrario', 'Art. 86', 'Art. 90', 'Art. 89', 'Art. 109', 'Art. 63', 'Art. 62', 'BGE', 'BGE', 'Art. 109', 'BGE', 'Art. 99', 'Art. 65', 'Art. 68']

2C_287/2013 (01.11.2013)
2C_287/2013 � � Urteil vom 1. November 2013
vertreten durch Rechtsanw�ltin Veronica Martin,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern (Verwaltungsrechtliche Abteilung)
vom 26. Februar 2013.
�Der aus dem Kosovo stammende X.________ (geb. 1982) reiste am 13. Oktober 2003 erstmals in die Schweiz ein und ersuchte erfolglos um Asyl. Nachdem er das Land zwischenzeitlich verlassen hatte, reiste er gest�tzt auf die am 1. Dezember 2004 mit der Schweizer B�rgerin Y.________ geschlossene Ehe im Rahmen des Familiennachzugs wieder ein. Er erhielt zun�chst eine Aufenthalts-, sp�ter die Niederlassungsbewilligung.
�X.________ trat mehrfach strafrechtlich in Erscheinung und wurde wie folgt verurteilt:
- am 13. Januar 2004 vom Untersuchungsrichteramt III Bern-Mittelland wegen Hehlerei zu einer bedingten Gef�ngnisstrafe von f�nf Tagen,
- am 25. M�rz 2004 vom Untersuchungsrichteramt Genf wegen Diebstahls, Sachbesch�digung und Hausfriedensbruchs zu einer bedingten Gef�ngnisstrafe von 60 Tagen,
- am 25. Mai 2007 vom Kreisgericht VIII Bern-Laupen wegen Verst�ssen gegen das Waffengesetz zu einer Busse von Fr. 300.--,
- am 26. Oktober 2010 vom Kreisgericht VIII Bern-Laupen wegen Verbrechens gegen das Bet�ubungsmittelgesetz ("schwerer Fall" im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 BetmG; Kauf und Transport von rund 548 g reinem Kokain, aus rein finanziellen Motiven), versuchten Diebstahls, Sachbesch�digung und einfacher K�rperverletzung (zum Nachteil seiner Ehefrau) zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten (davon 24 Monate bedingt vollziehbar).
�X.________ hat ab Mai 2005 mehrmals tempor�r als Bauarbeiter gearbeitet. Seit Mitte November 2010 ist er in einem unbefristeten Arbeitsverh�ltnis bei der Z.________ AG angestellt und auf den 1. Februar 2012 vom Bauisoleur zum Vorarbeiter bef�rdert worden.
�Mit Verf�gung vom 29. November 2011 widerrief das Amt f�r Migration und Personenstand des Kantons Bern (Migrationsdienst) die Niederlassungsbewilligung von X.________ und wies diesen aus der Schweiz weg. Die vom Betroffenen hiegegen erhobenen kantonalen Rechtsmittel blieben erfolglos (Entscheid der Polizeidirektion des Kantons Bern vom 28. Juni 2012, Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Februar 2013).
�Mit Eingabe vom 28. M�rz 2013 f�hrt X.________ beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit den Antr�gen, das letztgenannte Urteil aufzuheben und den Migrationsdienst des Kantons Bern anzuweisen, ihm - dem Beschwerdef�hrer - "eine neue Niederlassungsbewilligung auszustellen".
�Die kantonalen Instanzen sowie das Bundesamt f�r Migration beantragen die Abweisung der Beschwerde. Mit Verf�gung vom 4. April 2013 hat der Abteilungspr�sident dem Rechtsmittel - antragsgem�ss - aufschiebende Wirkung zuerkannt. X.________ hat sich am 5. Juli 2013 noch einmal ge�ussert.
�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist gegen den kantonal letztinstanzlichen Endentscheid betreffend den Widerruf der Niederlassungsbewilligung zul�ssig (Art. 82 lit. a, Art. 83 lit. c [e contrario], Art. 86 Abs. 1 lit. d und Art. 90 BGG). Der Beschwerdef�hrer ist hierzu legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Sein Rechtsmittel erweist sich indessen als offensichtlich unbegr�ndet und ist im vereinfachten Verfahren mit summarischer Begr�ndung (Art. 109 BGG) abzuweisen:
�Gem�ss Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, wenn die ausl�ndische Person zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Als "l�ngerfristig" gilt jede Freiheitsstrafe, deren Dauer ein Jahr �berschreitet (BGE 135 II 377 E. 4.2 und 4.5 S. 379 ff.). Dieses Erfordernis ist hier offensichtlich und unbestrittenermassen erf�llt. Der Beschwerdef�hrer beruft sich im Wesentlichen darauf, dass der angeordnete Bewilligungswiderruf unverh�ltnism�ssig sei und die kantonalen Instanzen eine qualifiziert falsche Interessenabw�gung vorgenommen h�tten. Diese R�ge geht jedoch ins Leere: Richtig ist wohl, dass ein Widerruf der Niederlassungsbewilligung aufgrund der gesamten Umst�nde des Einzelfalls verh�ltnism�ssig sein muss (BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381 f. m.w.H). Dies hat das Verwaltungsgericht aber nicht verkannt, sondern es hat die hier massgebenden �ffentlichen Interessen an einer Ausreise des Beschwerdef�hrers und dessen private Interessen an einem Verbleib in der Schweiz sachgerecht gew�rdigt und es f�r zumutbar erachtet, dass der Beschwerdef�hrer in seine Heimat zur�ckkehrt. In seinem Entscheid - auf den verwiesen werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG) - hat das Gericht die massgebenden Kriterien f�r einen Widerruf der Niederlassungsbewilligung korrekt dargestellt, sich mit allen relevanten Aspekten ausf�hrlich auseinander gesetzt und das Gesetz sowie die Rechtsprechung des Bundesgerichts (namentlich auch dessen strenge Praxis bei schwerwiegenden Drogendelikten, vgl. statt vieler BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34 mit Hinweisen) richtig angewendet. Soweit der Beschwerdef�hrer mit neuen, nach dem angefochtenen Urteil entstandenen Beweismitteln (Empfehlungsschreiben/Best�tigung Weiterbildungen) oder neuen Vorbringen (Bedrohung im Heimatland durch "Blutfehde") Gegenteiliges zu belegen versucht, ist er damit von vornherein nicht zu h�ren (Novenverbot, Art. 99 BGG). Auch sonst dringen seine Einw�nde nicht durch: Die Vorinstanz hat den Integrationsgrad des Beschwerdef�hrers durchaus gew�rdigt und auch nicht �bersehen, dass der Widerruf der Niederlassungsbewilligung sich nachteilig auf die eheliche Beziehung auswirken wird (S. 13 und 14 des angefochtenen Entscheides). Schliesslich ist auch die Beurteilung der Vorinstanz, beim Beschwerdef�hrer bestehe insbesondere angesichts der mehrfachen Delinquenz ein gewisses, ausl�nderrechtlich nicht hinnehmbares Restrisiko einer erneuten Straff�lligkeit, nicht zu beanstanden. Daran �ndern seine Beteuerungen nichts, er habe mit seiner Vergangenheit abgeschlossen und f�hre heute ein unauff�lliges Leben.
�Bei diesem Ausgang tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 65/66 BGG). Parteientsch�digungen sind nicht zuzusprechen (Art. 68 Abs. 3 BGG).
�Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Amt f�r Migration und Personenstand des Kantons Bern, der Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern (Verwaltungsrechtliche Abteilung) und dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.