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Timestamp: 2016-10-28 19:40:41
Document Index: 309770443

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 32', 'Art. 6', 'in dubio', 'Art. 189', 'Art. 190', 'Art. 200', 'Art. 249', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'Art. 32', 'Art. 6', 'in dubio', 'BGE', 'BGE', 'in dubio', 'Art. 277', 'Art. 277', 'Art. 51', 'BGE', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 64', 'BGE', 'BGE', 'Art. 70', 'Art. 64', 'Art. 64', 'Art. 64', 'Art. 64', 'BGE', 'Art. 200', 'Art. 200', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 156', 'Art. 278', 'Art. 152']

Art. 9, 29 Abs. 2, Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 6 Ziff. 2 EMRK (Strafverfahren; willk�rliche Beweisw�rdigung, Grundsatz "in dubio pro reo"),
X.________ wird vorgeworfen, an einem Abend im Winter 1993/1994 gemeinsam mit dem zwischenzeitlich verstorbenen Y.________ das Opfer A.________ sexuell missbraucht zu haben. X.________ soll das Opfer dabei nicht nur vaginal, sondern auch anal penetriert haben, w�hrend Y.________ erfolglos den Vaginalverkehr zu vollziehen versuchte. Ausserdem musste das Opfer sowohl X.________ als auch Y.________ oral befriedigen.
Das Kreisgericht VI Signau-Trachselwald erkl�rte X.________ am 21. November 2003 der sexuellen N�tigung gem�ss Art. 189 Abs. 1 StGB sowie der versuchten und vollendeten Vergewaltigung gem�ss Art. 190 Abs. 1 StGB unter Anwendung von Art. 200 StGB schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 27 Monaten Zuchthaus unter Anrechnung der dreit�gigen Untersuchungshaft.
Auf Appellation von X.________ hin best�tigte das Obergericht des Kantons Bern am 5. Mai 2004 das erstinstanzliche Urteil.
X.________ erhebt staatsrechtliche Beschwerde mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben. Er f�hrt ferner eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde und beantragt, das Urteil des Obergerichts sei bez�glich des Schuldspruchs wegen versuchter Vergewaltigung und der Verurteilung zu 27 Monaten Zuchthaus aufzuheben. Die Sache sei zur neuen �berpr�fung im Schuldpunkt und zur neuen Festsetzung der Sanktion an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Mit Verf�gung vom 23. Juli 2004 hat der Pr�sident des Kassationshofs den erhobenen Rechtsmitteln die aufschiebende Wirkung erteilt.
Der Beschwerdef�hrer wirft dem Obergericht Willk�r in der Beweisw�rdigung vor. Das Gericht st�tze seinen Schuldspruch in unzul�s-siger Weise auf ein methodisch nicht fachgerecht erstelltes aussagepsychologisches Gutachten, welches zu nicht verwertbaren Aussagen Stellung nehme. Der Experte habe seine eigenen wissenschaftlichen Standards bei der Gutachtenserstellung nicht eingehalten. Dadurch sei die �berzeugungskraft des vorliegenden Gutachtens ernstlich ersch�ttert. Obschon beantragt, habe das Obergericht keine Oberexpertise eingeholt. Dadurch habe es auch den Anspruch des Beschwerdef�hrers auf rechtliches Geh�r verletzt.
1.1 Das Gericht w�rdigt Gutachten grunds�tzlich frei (Art. 249 BStP). Erscheint dem Gericht die Schl�ssigkeit eines Gutachtens in wesentlichen Punkten zweifelhaft, hat es n�tigenfalls erg�nzende Beweise zur Kl�rung dieser Zweifel zu erheben. Als zus�tzliche Beweismittel bieten sich insbesondere die Erg�nzung des Gutachtens oder die Anordnung einer Oberexpertise an. Das Abstellen auf ein nicht schl�ssiges Gutachten bzw. der Verzicht auf die gebotenen zus�tzlichen Beweiserhebungen kann gegen das Willk�rverbot gem�ss Art. 9 BV verstossen (BGE 118 Ia 144 E. 1c). Willk�r liegt vor, wenn die Beh�rde in ihrem Entscheid von Tatsachen ausgeht, die mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch stehen, auf einem offenkundigen Fehler beruhen oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen. Dabei gen�gt es nicht, wenn das Urteil sich nur in der Begr�ndung als unhaltbar erweist; eine Aufhebung rechtfertigt sich erst, wenn es im Ergebnis verfassungswidrig ist (vgl. dazu auch BGE 129 I 49 E. 4; 128 I 81 E. 2; 127 I 38 E. 2 mit Hinweisen).
1.2 Gegenstand der Glaubhaftigkeitsbegutachtung ist die Analyse des vorhandenen Aussagematerials mit den Methoden der Aussagepsychologie. In deren Zentrum steht die Leitfrage zur Beantwortung an, ob die aussagende Person unter Ber�cksichtigung der konkreten Umst�nde, der intellektuellen Leistungsf�higkeit und der Motivlage die zu beurteilende Aussage auch ohne realen Erlebnishintergrund machen k�nnte. Methodisch wird die Pr�fung in der Weise vorgenommen, dass das im Rahmen eines hypothesengeleiteten Vorgehens durch Inhaltsanalyse (aussageimmanente Qualit�tsmerkmale, sogenannte Realkennzeichen) und der Bewertung der Entstehungsgeschichte der Aussage sowie des Aussageverhaltens insgesamt gewonnene Ergebnis auf Fehlerquellen �berpr�ft und die pers�nliche Kompetenz der aussagenden Person analysiert wird (BGE 129 I 49 E. 5, 128 I 81 E. 2, je mit zahlreichen Literaturhinweisen).
1.3 Das kritisierte Gutachten datiert vom 29. Januar 2001. Es ist mithin rund sieben Jahre nach der dem Beschwerdef�hrer zur Last gelegten Tat ausgearbeitet worden. Diese Zeitspanne wird vom Beschwerdef�hrer zu Recht als ausserordentlich lange bezeichnet. Seinem Vorbringen, der Experte h�tte schon von daher von einer entsprechenden Gutachtenserstellung absehen m�ssen, ist indes nicht beizupflichten. Denn der Umstand, dass das behauptete strafbare Ereignis zeitlich weit zur�ckliegt, steht einer fachgerechten aussagepsychologischen Begutachtung nicht grunds�tzlich entgegen. Problematisch w�re in dieser Hinsicht nur, wenn ein Sachverst�ndiger nach so langer Zeit eine eigene Exploration zur Sache vornehmen und sich im Rahmen seiner Analyse auf das dermassen gewonnene Aussagematerial st�tzen wollte (vgl. dazu BGE 129 I 49 E 6.1). Dies trifft vorliegend gerade nicht zu. Unter Hinweis auf den langen Zeitablauf seit Tatbegehung und die sich daraus ergebenden zahlreichen Sekund�reinfl�sse hat der beauftragte Experte n�mlich bewusst von einer nochmaligen Befragung des Opfers zur angeblichen Tat abgesehen. Er hat seiner Analyse vielmehr die ersten polizeilichen und untersuchungsrichterlichen Vernehmungsprotokolle des Opfers vom 13. April und 2. Mai 1998 zugrunde gelegt und den Inhalt dieser Aussagen im Rahmen des Gesamtkontexts beurteilt. Diese Vorgehensweise des Experten ist unter Ber�cksichtigung der wissenschaftlichen Standards seines Fachbereichs nicht zu beanstanden. Die Kritik geht mithin an der Sache vorbei.
1.4 Soweit der Beschwerdef�hrer einwendet, das vom Experten ber�cksichtigte Aussagematerial sei mangelhaft, da weder Wortprotokolle noch Tonband- oder Videoaufzeichnungen best�nden, ist seine R�ge ebenfalls unbegr�ndet.
Richtig ist, dass es unter aussagepsychologischen Gesichtspunkten besonders wichtig ist, bereits die Erstaussagen so detailgenau und w�rtlich wie m�glich protokolliert zu erhalten (Volker Dittmann, Zur Glaubhaftigkeit von Zeugenaussagen, in: Pl�doyer 2/1997, S. 28 ff., 33). Diese Kriterien erf�llen die fraglichen Vernehmungsprotokolle nur eingeschr�nkt: So enth�lt die erste polizeiliche Einvernahme des Opfers vom 13. April 1998 keine eigentliche Befragung zum Gewaltereignis. Die Schilderungen des Opfers, welche vorwiegend seine im Nachgang zur Tat erlebte psychische und physische Entwicklung sowie Reaktionen des sozialen Umfelds betreffen, werden lediglich zusammengefasst wiedergegeben, wobei weder Fragestellungen noch Frageformen aufscheinen. Am 2. Mai 1998 wurde das Opfer von der zust�ndigen Untersuchungsrichterin umfassend und systematisch zum Tatgeschehen und Tathergang befragt. Die entsprechende Einvernahme wurde - obschon in das Schriftdeutsche �bertragen - sinngem�ss w�rtlich protokolliert, wobei einzelne kleinere Aussagenausschnitte in Mundart festgehalten wurden. Die fraglichen Protokolle eignen sich unter diesen Umst�nden nur bedingt als Grundlage f�r eine aussagepsychologische Beurteilung. Der Experte hat diese Schwierigkeit nicht �bergangen, sondern ausdr�cklich festgehalten, dass die von ihm verwendeten polizeilichen und untersuchungsrichterlichen Vernehmungsprotokolle die aussagepsychologischen Kriterien im strengen Sinne nur eingeschr�nkt erf�llten. Diese Einschr�nkung hat er in der Folge in seine Analyse miteinbezogen: Er hat die von ihm benannten M�ngel gew�rdigt, deren Folgen erl�utert und begr�ndet, dass und weshalb eine fachgerechte Begutachtung dennoch m�glich sei. Die kritische Auseinandersetzung des Experten mit dem Aussagematerial zeichnet ein differenziertes Bild seiner Vorgehensweise und spricht insgesamt f�r die sorgf�ltige und transparente Durchf�hrung der Begutachtung. Vor diesem Hintergrund ergibt sich, dass das beanstandete Gutachten nach den Regeln der Kunst erstellt worden ist.
An dieser Einsch�tzung vermag auch nicht zu �ndern, dass die Erstbekundungen des Opfers weder in Form von Tonband- oder Videoaufzeichnungen noch in reinen Wortprotokollen dokumentiert sind. Denn solch strenge Anforderungen an die Dokumentation von Erstaussagen bzw. an die Darstellung der Aussagengenese gelten nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur f�r Kinder und unter Umst�nden f�r Erwachsene, deren sprachliches Ausdrucksverm�gen mangelhaft entwickelt ist oder deren Erinnerungsverm�gen zu ernsthaften Zweifeln Anlass gibt (BGE 129 I 49 E. 6.1). Anhaltspunkte daf�r, dass es sich beim erwachsenen Opfer um einen solchen Ausnahmefall handelt, bestehen indes nicht. Das beanstandete Gutachten erweist sich demnach auch in dieser Beziehung als methodisch fachgerecht erstellt. Das Obergericht hat daher, ohne in Willk�r zu verfallen, bei seiner Entscheidfindung auf dieses abstellen d�rfen. Unter diesen Umst�nden hat es auch auf die Einholung einer Oberexpertise verzichten d�rfen, ohne dadurch den Geh�rsanspruch des Beschwerdef�hrers nach Art. 29 Abs. 2 BV zu verletzen.
Der Beschwerdef�hrer r�gt, bei objektiver Betrachtung und Durchf�hrung aller gebotenen Beweismassnahmen h�tte das Obergericht zum Schluss kommen m�ssen, dass erhebliche und nicht zu unterdr�ckende Zweifel am festgestellten Sachverhalt best�nden. Wenn einzig auf die belastenden Aussagen des Opfers abgestellt werde und dabei zahlreiche Unstimmigkeiten und Widerspr�che einfach ausgeblendet w�rden, liege eine Verletzung des Grundsatzes in "dubio pro reo" vor.
2.1 Gem�ss der in Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK verankerten Maxime "in dubio pro reo" ist bis zum gesetzlichen Nachweis der Schuld zu vermuten, dass der wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte unschuldig ist (BGE 129 I 49 E. 4; 127 I 38 E. 2 mit Hinweisen). Als Beweisw�rdigungsregel besagt die Maxime, dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines f�r den Angeklagten ung�nstigen Sachverhalts �berzeugt erkl�ren darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdr�ckende Zweifel bestehen, dass sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Inwiefern dieser Grundsatz verletzt sein sollte, pr�ft das Bundesgericht unter dem Gesichtspunkt der Willk�r, das heisst, es greift nur ein, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver W�rdigung des Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche bzw. schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an dessen Schuld fortbestehen (BGE 127 I 38 E. 2a; 120 Ia 31 E. 2).
2.2 Das Obergericht hat die Bedeutung der Unschuldsvermutung nicht verkannt. Es hat den Beschwerdef�hrer verurteilt, weil es von dessen Schuld �berzeugt war. Dass es Unstimmigkeiten bzw. Widerspr�chlichkeiten in den Schilderungen des Opfers zu Lasten des Beschwerdef�hrers unber�cksichtigt gelassen hat, trifft nicht zu. So hat es nicht �bersehen, dass das Opfer M�he gehabt hat, die Gewalttat zeitlich exakt einzuordnen. Ebenso wenig hat es dessen Unsicherheit betref-fend die vaginale Penetration durch den Beschwerdef�hrer �ber-gangen. Vielmehr hat das Obergericht die erw�hnten Unstimmigkeiten unter Verweis auf die umfassende W�rdigung des Kreisgerichts und die hierzu schl�ssigen Erkl�rungen des Experten als unwesentliche Abweichungen in Nebenpunkten qualifiziert. Dazu ist auch die vom Beschwerdef�hrer hervorgehobene, in zeitlicher Hinsicht nicht stimmige Angabe des Opfers zu z�hlen, es habe nach dem Ereignis an einem Hautausschlag am Mund gelitten. Dass sich das Obergericht zu diesem Nebenpunkt nicht ausdr�cklich ausgesprochen hat, f�llt daher nicht ins Gewicht. Entscheidend ist, dass das Opfer das Kerngeschehen �ber die Jahre hinweg konstant und �bereinstimmend geschildert hat. Unter diesen Umst�nden musste das Obergericht keine schlechterdings nicht zu unterdr�ckenden Zweifel haben, dass sich der Sachverhalt so zugetragen hat, wie es ihn seinem Urteil zugrunde gelegt hat. Eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" liegt daher nicht vor.
Der Beschwerdef�hrer r�gt, dass die Vorinstanz zur versuchten Vergewaltigung keine tats�chlichen Feststellungen getroffen hat. Auch in ihrer rechtlichen Subsumtion f�nden sich keine Erw�gungen, die einen Versuch zum Gegenstand h�tten. Dennoch werde er nicht nur der vollendeten, sondern auch der versuchten Vergewaltigung schuldig erkl�rt. Mangels Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts k�nne die Gesetzesanwendung bez�glich des Versuchs nicht nachgepr�ft werden, was zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids im Sinne von Art. 277 BStP f�hren m�sse.
4.1 Die kantonalen Beh�rden haben ihre Entscheidung so zu begr�nden, dass das Bundesgericht die Gesetzesanwendung �berpr�fen kann (vgl. Art. 277 BStP). Dies setzt voraus, dass im Urteil das Ergebnis der Beweisf�hrung - soweit es f�r die Beurteilung der Sache von Bedeutung ist - festgestellt wird (so f�r die eidgen�ssische Berufung in Zivilsachen ausdr�cklich Art. 51 Abs. 1 lit. c Satz 1 OG). Aus dem Ergebnis der Beweisf�hrung muss ersichtlich sein, weshalb die Voraussetzungen eines Straftatbestandes bejaht wurden. In ein Urteil sind daher nicht in erster Linie abstrakte Ausf�hrungen �ber die in Frage stehenden Tatbestandsmerkmale aufzunehmen, sondern es sind die sich stellenden Rechtsfragen im jeweiligen Kontext des Anklagesachverhalts, soweit er beweism�ssig erstellt ist, zu er�rtern (BGE 129 IV 71 E. 1.5; unver�ffentlichtes Urteil 6S.476/1992 vom 28. Dezember 1993, E. 3a).
4.2 Der angefochtene Entscheid enth�lt zwar keine tats�chlichen Feststellungen zum Vorwurf der versuchten Vergewaltigung. Die Vorinstanz ist bei der Beurteilung des vorliegenden Falles jedoch ausdr�cklich von dem Sachverhalt ausgegangen, welchen das Kreisgericht als erste Instanz seiner Entscheidfindung zugrunde gelegt hat (angefochtener Entscheid, S. 43). Daraus geht hervor, dass der Beschwerdef�hrer das Opfer gegen den Kotfl�gel seines Autos gedr�ckt und den Vaginalverkehr vollzogen habe. Der verstorbene Y.________ habe das Opfer dabei festgehalten und es an den Br�sten ber�hrt. Danach habe er ebenfalls versucht, vaginal in das Opfer einzudringen, was ihm allerdings nicht gelungen sei. Weiter wird unmissverst�ndlich festgehalten, dass der Beschwerdef�hrer und Y.________ das Opfer gemeinsam sexuell missbrauchten. Sie h�tten denselben Tatentschluss gehabt und diesen in die Realit�t umgesetzt. Aufgrund ihres Zusammenwirkens st�nden beide T�ter als Hauptbeteiligte da (Urteil des Kreisgerichts VI Signau-Trachselwald vom 21. November 2003, S. 44 und 46).
Die erw�hnten Sachverhaltsausz�ge sprechen sich nicht nur �ber die von Y.________ begangene versuchte Vergewaltigung aus, sondern auch �ber die vorliegende gemeinschaftliche Tatbegehung der beiden Beteiligten. Es ist daher ohne weiteres ersichtlich, dass die Verurteilung des Beschwerdef�hrers wegen versuchter Vergewaltigung gest�tzt auf den in Mitt�terschaft (vgl. zur mitt�terschaftlichen Begehung der Vergewaltigung BGE 125 IV 134) begangenen Versuch von Y.________, in das Opfer einzudringen, erfolgte. Die R�ge erweist sich mithin als nicht stichhaltig.
Der Beschwerdef�hrer beanstandet die Strafzumessung in verschiedener Hinsicht. Zum Einen vertritt er die Ansicht, die Vorinstanz habe den Strafmilderungsgrund nach Art. 64 Abs. 8 StGB zu wenig gewichtet, zumal seit der Tat zehn Jahre vergangen seien und er sich w�hrend dieser Zeit wohl verhalten habe. Zum andern r�gt er eine mehrfache Verletzung des Doppelverwertungsverbots.
5.1 Gem�ss Art. 64 Abs. 8 StGB kann der Richter die Strafe mildern, wenn seit der Tat verh�ltnism�ssig lange Zeit verstrichen ist und der T�ter sich w�hrend dieser Zeit wohl verhalten hat. Dieser Milderungsgrund kn�pft an den Gedanken der Verj�hrung an. Die heilende Kraft der Zeit, die das Strafbed�rfnis geringer werden l�sst, soll in den F�llen, wo die Verj�hrungsfrist nahezu abgelaufen ist, die Strafmilderung erm�glichen, wenn sich der T�ter in dieser Zeit wohl verhalten hat. Als Massstab f�r die verh�ltnism�ssig lange Zeit gilt dabei nicht die absolute, sondern die relative ordentliche Verfolgungsfrist (BGE 92 IV 201 E. a und c), wobei die Ausf�llung des Sachurteils massgebend ist (BGE 115 IV 95 E. 3).
F�r die vom Beschwerdef�hrer begangenen Straftaten (versuchte und vollendete Vergewaltigung sowie sexuelle N�tigung) sind Zuchthausstrafen bis zu zehn Jahren bzw. Zuchthausstrafen bis zu zehn Jahren oder Gef�ngnis angedroht. Die ordentlichen Verj�hrungsfristen betrugen daher nach Art. 70 Abs. 1 aStGB f�r s�mtliche Handlungen zehn Jahre. Da die Straftaten im Winter 1993/1994 ver�bt wurden, waren die Fristen im Zeitpunkt der Ausf�llung des vorinstanzlichen Urteils bereits abgelaufen. Da sich der Beschwerdef�hrer seit der Ver�bung der Tat ausserdem wohl verhalten hat, ist der Strafmilderungsgrund von Art. 64 Abs. 8 StGB fraglos gegeben. Davon ist auch die Vorinstanz ausgegangen. Sie hat dabei betont, dass der langen Zeitdauer seit der Tatbegehung in Anwendung von Art. 64 Abs. 8 StGB erheblich strafmindernd Rechnung zu tragen sei. Dass sie dem fraglichen Milderungsgrund dabei zu wenig Gewicht beigemessen hat, trifft entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers nicht zu. Aus ihren Erw�gungen insbesondere zur Tatschwere und zum Verschuldensausmass des Beschwerdef�hrers ergibt sich, dass die Vorinstanz - bei einem anwendbaren Strafrahmen von bis zu 15 Jahren Zuchthaus - eine "Einsatzstrafe" von einigen Jahren Zuchthaus ins Auge gefasst hat. Der Strafmilderungsgrund von Art. 64 Abs. 8 StGB sowie die weiteren von der Vorinstanz genannten Strafminderungsgr�nde, namentlich die hohe Strafempfindlichkeit des Beschwerdef�hrers, haben sich daher offensichtlich im Umfang mehrerer Jahre und somit ausreichend auf das vorliegende Strafmass niedergeschlagen. Von einer zu geringen Gewichtung von Art. 64 Abs. 8 StGB bzw. einzelner weiterer Strafzumessungsfaktoren kann demnach nicht gesprochen werden. Die R�ge erweist sich insoweit als unbegr�ndet.
5.2 Das als verletzt ger�gte Doppelverwertungsverbot besagt, dass Umst�nde, die zur Anwendung eines h�heren bzw. tieferen Strafrahmens f�hren, innerhalb des ge�nderten Strafrahmens nicht noch einmal als Straferh�hungs- oder Strafminderungsgrund ber�cksichtigt werden d�rfen. Sonst w�rde dem T�ter der gleiche Umstand zweimal zur Last gelegt oder zu Gute gehalten. Indes darf der Richter zus�tzlich ber�cksichtigen, in welchem Ausmass ein qualifizierender oder privilegierender Tatumstand gegeben ist. Der Richter verfeinert damit nur die Wertung, die der Gesetzgeber mit der Festsetzung des Strafrahmens vorgezeichnet hat (BGE 120 IV 69 E. 2b; 118 IV 342 E. 2b).
Der Beschwerdef�hrer wirft der Vorinstanz vor, die gemeinsame Tatbegehung gem�ss Art. 200 StGB nicht nur strafsch�rfend, sondern auch straferh�hend zu seinen Ungunsten ber�cksichtigt und die Dem�tigung und Erniedrigung des Opfers sowohl bei der Verschuldens- als auch bei der weiteren Strafbemessung zu seinen Lasten veranschlagt zu haben. Dem ist nicht so. Auch wenn die Vorinstanz die gemeinschaftliche Tatbegehung in mehrfacher Hinsicht erw�hnt hat, ergibt sich daraus nicht, dass sie diesem Kriterium im Ergebnis ein zu starkes Gewicht beigemessen hat. Denn vorliegend ist - f�hrt man sich das konkrete Tatgeschehen und den Tatablauf vor Augen - von einem ausserordentlich schweren Fall im Rahmen von Art. 200 StGB auszugehen. Die Vorinstanz hat daher den in Mitt�terschaft begangenen sexuellen Missbrauch des Opfers nicht nur strafsch�rfend, sondern auch bei der Verschuldens- und Strafbemessung zu Lasten des Beschwerdef�hrers ber�cksichtigen d�rfen. Eine unzul�ssige Doppelverwertung liegt damit nicht vor.
Die Vorinstanz hat den Beschwerdef�hrer zu einer Zuchthausstrafe von 27 Monaten verurteilt. Da eine Freiheitsstrafe, die wie hier 21 Monate �bersteigt, nicht mehr an der Grenze von 18 Monaten f�r die Gew�hrung des bedingten Strafvollzugs liegt (BGE 127 IV 97 E. 3), hatte sie keinen Anlass, sich zur Frage des bedingten Strafvollzugs gem�ss Art. 41 Ziff. 1 StGB auszusprechen. Die diesbez�gliche R�ge ist demnach unbegr�ndet.
Aus diesen Gr�nden ist die Nichtigkeitsbeschwerde abzuweisen.
Diesem Verfahrensausgang entsprechend hat der Beschwerdef�hrer die Kosten f�r die bundesgerichtlichen Verfahren zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG und Art. 278 Abs. 1 BStP). Er hat zwar ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt (Art. 152 OG). Dieses kann indes nicht gutgeheissen werden, da seine Bed�rftigkeit gest�tzt auf die eingereichten Unterlagen nicht ausgewiesen ist.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Generalprokurator des Kantons Bern und dem Obergericht des Kantons Bern, 3. Straf-kammer, schriftlich mitgeteilt.