Source: https://dejure.org/BGBl/BGBl%20I%202005,%20239
Timestamp: 2020-01-21 19:39:07
Document Index: 150793885

Matched Legal Cases: ['§ 180', 'BGH', '§ 232', '§ 232', '§ 232', 'BGH', '§ 232', '§ 232', '§ 232', '§ 232', '§ 233', 'Art. 1', 'Art. 4', '§ 180', '§ 237', '§ 237', '§ 180', '§ 233', '§ 3', '§ 20', '§ 17', '§ 180', 'Art. 1', '§ 232', '§ 180', '§ 232', '§ 180', '§ 181', '§ 232']

BGBl. I 2005 S. 239 - Siebenunddreißigstes Strafrechtsänderungsgesetz - §§ 180b, 181 StGB - (37. StrÄndG) - dejure.org
BGBl. I 2005 S. 239
https://dejure.org/2005,48713
BGBl. I 2005 S. 239 (https://dejure.org/2005,48713)
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Bundesgesetzblatt Jahrgang 2005 Teil I Nr. 10, ausgegeben am 18.02.2005, Seite 239
vom 11.02.2005
05.05.2004 BT Regierungskoalition: Strafvorschriften gegen Menschenhandel neu fassen
28.06.2004 BT Anhörung zu Regierungsentwurf gegen Menschenhandel
30.06.2004 BT Experten begrüßen neue Strafvorschriften gegen den Menschenhandel
BGH, 29.10.2019 - 3 StR 437/19
Revisionsrechtliche Überprüfung einer Verurteilung wegen u.a. Beihilfe zur …
Dies hat der Gesetzgeber bis zur Gesetzesreform ohne weitere Differenzierungen - wie sich auch bereits aus der amtlichen Überschrift des § 232 StGB aF ergibt - ebenso als "Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung" benannt wie eine Erfüllung des § 232 Abs. 1 Satz 2 StGB aF (vgl. BT-Drucks. 15/3045, S. 6, 8 f.; BT-Drucks. 15/4048, S. 12; BT-Drucks. 18/9095, S. 18, 32;… s. zur Tenorierung Matt/Renzikowski/Eidam, StGB, § 232 Rn. 4).
Auch im Falle einer wie hier zeitweisen kumulativen Verwirklichung beider Varianten sollte sich nach dem bisherigen gesetzgeberischen Willen an der Deliktsbezeichnung nichts ändern (vgl. BT-Drucks. 15/4048, S. 12 ["Grundtatbestand"]; BT-Drucks. 18/9095, S. 32; zur Frage, ob in diesen Fällen Tateinheit oder eine Tat vorliegt, s. BGH…, Beschluss vom 9. Juni 2015 - 2 StR 530/14, juris Rn. 4;… LK/Kudlich, StGB, 12. Aufl., § 232 Rn. 61;… MüKoStGB/Renzikowski, 3. Aufl., § 232a Rn. 62;… NK-StGB/Böse, 5. Aufl., § 232 Rn. 30;… Schönke/ Schröder/Eisele, StGB, 30. Aufl., § 232 Rn. 78).
Die bisherigen Feststellungen vermögen den Schuldspruch wegen Menschenhandels zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft nach § 233 Abs. 1 Satz 1 StGB, in Kraft getreten am 19. Februar 2005 (Art. 1 Nr. 10, Art. 4 des 37. StrÄndG vom 11. Februar 2005; BGBl I 239), nicht zu tragen.
Tatbestandsmäßig ist deshalb nur ein Handeln, das gerichtet ist auf das Ziel, den Willen des - bereits in der Freiheit der Willensentschließung beeinträchtigten - Opfers zu beeinflussen und so den in der Aufnahme oder in der Fortsetzung der ausbeuterischen Beschäftigung bestehenden Erfolg herbeizuführen (…vgl. Renzikowski aaO § 180 b Rdn. 51 f.; BTDrucks. 15/3045 S. 8).
(3) Dies gilt gleichermaßen für den Regelungszweck des durch das 37. Strafrechtsänderungsgesetz im Jahre 2005 (BGBl. I, S. 239 f) eingeführten und mit dem Gesetz zur Bekämpfung der Zwangsheirat aus dem Jahre 2011 (BGBl. I, S. 1266 ) in § 237 StGB aufgegangenen vertypten Strafschärfungsgrund der Zwangsehe; auch dem lag das Bestreben zugrunde, die hiervon überwiegend betroffenen Mädchen und jungen Frauen gegen den - oftmals alle Lebensbereiche erfassenden - Druck aus dem auch zahlenmäßig überlegenen Familienverband - bis hin zum "Ehrenmord" - sowie mit der Verheiratung verfolgten finanziellen Interessen Dritter zu schützen (vgl. BT-Drucks. 17/4401, S. 8;… vgl. ferner MünchKomm-StGB/Wiek-Noodt, 3. Aufl., § 237 Rn. 6).
"Tatbestandsmäßig ist deshalb nur ein Handeln, das gerichtet ist auf das Ziel, den Willen des - bereits in der Freiheit der Willensentschließung beeinträchtigten - Opfers zu beeinflussen und so den in der Aufnahme oder in der Fortsetzung der ausbeuterischen Beschäftigung bestehenden Erfolg herbeizuführen (…vgl. Renzikowski aaO § 180 b Rdn. 51 f.; BTDrucks. 15/3045 S.8).
Der Tatbestand des § 233a StGB a.F. ist eingeführt worden, um verbliebene Strafbarkeitslücken bei der Umsetzung des Rahmenbeschlusses zu schließen (vgl. BTDrucks 15/4048, S. 13 f.).
Ebenso wenig ergibt sich aus § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 des Gesetzes zur Beschränkung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses (Artikel 10-Gesetz- G 10) vom 26. Juni 2001 (BGBl I S. 1254), zuletzt geändert durch Gesetz vom 11. Februar 2005 (BGBl I S. 239), dass der Straftatbestand des § 20 Abs. 1 Nr. 4 2. Alternative VereinsG zu denjenigen Strafgesetzen gehört, die gemäß § 17 Satz 1 Nr. 1 3. Alternative VereinsG zum Schutz des Staates erlassen sind.
Die Vorschriften der §§ 180 b, 181 StGB sind durch Art. 1 Nr. 6 des am 19. Februar 2005 in Kraft getretenen 37. Strafrechtsänderungsgesetzes vom 11. Februar 2005 (BGBl. I 2005 S. 239) aufgehoben und durch § 232 StGB ersetzt worden.
Intertemporales Strafrecht (Änderung des persönlichen Anwendungsbereichs einer …
§ 180 b StGB ist im übrigen durch das am 19. Februar 2005 in Kraft getretene 37. Strafrechtsänderungsgesetz vom 11. Februar 2005 (BGBl. I 2005 S. 239) aufgehoben und durch § 232 StGB ersetzt worden.
Intertemporales Strafrecht (milderes Gesetz; Anwendung als Ganzes); …
§ 180b und § 181 StGB sind durch das am 19. Februar 2005 in Kraft getretene 37. Strafrechtsänderungsgesetz vom 11. Februar 2005 (BGBl. I 2005 S. 239) aufgehoben und durch § 232 StGB ersetzt worden.