Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BSG&Datum=17.11.2015&Aktenzeichen=B%201%20KR%2020/15%20R
Timestamp: 2019-10-22 22:41:38
Document Index: 288577467

Matched Legal Cases: ['§ 39', '§ 11', '§ 109', '§ 2', '§ 2', '§ 11', '§ 12', '§ 39', '§ 11', 'Art. 6', '§ 39', '§ 16', '§ 39', '§ 109', '§ 39', '§ 39', '§ 39', '§ 109', '§ 109', '§ 109', '§ 109', '§ 39']

BSG, 17.11.2015 - B 1 KR 20/15 R - dejure.org
https://dejure.org/2015,33701
BSG, 17.11.2015 - B 1 KR 20/15 R (https://dejure.org/2015,33701)
BSG, Entscheidung vom 17.11.2015 - B 1 KR 20/15 R (https://dejure.org/2015,33701)
BSG, Entscheidung vom 17. November 2015 - B 1 KR 20/15 R (https://dejure.org/2015,33701)
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§ 39 Abs. 1 SGB V; § 11 Abs. 4 SGB V; § 109 Abs. 4 S. 3 SGB V
§ 2 Abs 1 S 1 SGB 5, § 2 Abs 2 S 3 SGB 5, § 11 Abs 4 S 2 SGB 5 vom 26.03.2007, § 12 Abs 1 SGB 5, § 39 Abs 1 S 2 SGB 5 vom 21.12.1992
Vergütung stationärer Krankenhausleistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung; Keine Erforderlichkeit der stationären Behandlung bei nahtloser Unterbringung eines alkoholkranken Versicherten in einer anderen Einrichtung; Keine Anspruchserweiterung durch Regelung ...
Krankenhäuser dürfen Alkoholabhängige nur akut behandeln
aerztezeitung.de (Pressemeldung, 11.12.2015)
Krankenversicherungsrecht | Krankenhausbehandlungsbedürftigkeit und Versorgungs- und Entlassmanagement
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BSG vom 17.11.2015 - B 1 KR 20/15 R - Versorgungs- und Entlassmanagementlstationäre Behandlung" von Dr. Christoph Zawade, original erschienen in: SGb 2017, 212 - 218.
BSGE 120, 82
NZS 2016, 265
Die betroffenen Leistungserbringer sorgen für eine sachgerechte Anschlussversorgung des Versicherten und übermitteln sich gegenseitig die erforderlichen Informationen (vgl § 11 Abs. 4 SGB V, hier anzuwenden idF durch Art. 6 Nr. 3 Pflege-Weiterentwicklungsgesetz vom 28.5.2008, BGBl I 874 mWv 1.7.2008; zu den Folgen für den Behandlungsanspruch vgl BSGE 120, 82 = SozR 4-2500 § 39 Nr. 26, LS 1) .
Zur Konkretisierung des Vergütungsanspruchs ist ergänzend auf die maßgebliche PSV iVm §§ 16, 17 KHG und den Vorschriften der BPflV zurückzugreifen, soweit die Vereinbarung nicht wegen Verstoßes gegen höherrangiges Recht unwirksam ist (vgl BSG Urteil vom 17.11.2015 - B 1 KR 20/15 R - Juris RdNr 9, vorgesehen für BSGE und SozR 4-2500 § 39 Nr. 26;… BSGE 102, 172 = SozR 4-2500 § 109 Nr. 13, RdNr 10 mwN) .
Unbeachtlich ist, dass richtige Klageart für den sozialhilferechtlichen Nothelferanspruch die kombinierte Anfechtungs- und Leistungsklage (vgl. BSG, Urteil vom 18.11.2014 - B 8 SO 9/13 R - juris RdNr. 10), für den krankenversicherungsrechtlichen Vergütungsanspruch des Krankenhauses dagegen die echte Leistungsklage ist (siehe nur BSG, Urteil vom 17.11.2015 - B 1 KR 20/15 R - juris RdNr. 8).
Dabei entstehen der Vergütungsanspruch des Krankenhauses und dazu korrespondierend die Zahlungsverpflichtung einer Krankenkasse - unabhängig von einer Kostenzusage - unmittelbar mit Inanspruchnahme der Leistung durch den Versicherten kraft Gesetzes, wenn die Versorgung in einem zugelassenen Krankenhaus durchgeführt wird sowie erforderlich und wirtschaftlich ist; soweit allein eine vollstationäre Behandlung in Betracht kommt, müssen auch die Voraussetzungen des § 39 Abs. 1 Satz 2 SGB V erfüllt sein (siehe nur BSG, Urteil vom 17.11.2015 - B 1 KR 20/15 R - juris RdNr. 10 m.w.N.).
Auch die traditionelle Krankenhausbehandlung beinhaltet ein Versorgungs- und Entlassungsmanagement (dazu eingehend BSG, Urteil vom 17. November 2015 - B 1 KR 20/15 R, juris).
Unbeachtlich ist, dass richtige Klageart für den sozialhilferechtlichen Nothelferanspruch die kombinierte Anfechtungs- und Leistungsklage (vgl. BSG , Urteil vom 18.11.2014 - B 8 SO 9/13 R - juris RdNr. 10), für den krankenversicherungsrechtlichen Vergütungsanspruch des Krankenhauses dagegen die echte Leistungsklage ist (siehe nur BSG , Urteil vom 17.11.2015 - B 1 KR 20/15 R - juris RdNr. 8).
Dabei entstehen der Vergütungsanspruch des Krankenhauses und dazu korrespondierend die Zahlungsverpflichtung einer Krankenkasse - unabhängig von einer Kostenzusage - unmittelbar mit Inanspruchnahme der Leistung durch den Versicherten kraft Gesetzes, wenn die Versorgung in einem zugelassenen Krankenhaus durchgeführt wird sowie erforderlich und wirtschaftlich ist; soweit allein eine vollstationäre Behandlung in Betracht kommt, müssen auch die Voraussetzungen des § 39 Abs. 1 Satz 2 SGB V erfüllt sein (siehe nur BSG , Urteil vom 17.11.2015 - B 1 KR 20/15 R - juris RdNr. 10 m.w.N.).
Dies ergebe sich auch aus dem Urteil des BSG vom 17. November 2015 (B 1 KR 20/15 R).
Die Klägerin setzt sich zudem nicht mit der dazu ergangenen ständigen höchstrichterlichen Rspr auseinander, nach der sich der Anspruch auf vollstationäre Krankenhausbehandlung allein nach den medizinischen Erfordernissen richtet (…vgl BSGE 99, 111 = SozR 4-2500 § 39 Nr. 10, RdNr 15;… BSGE 102, 172 = SozR 4-2500 § 109 Nr. 13, RdNr 17;… BSGE 102, 181 = SozR 4-2500 § 109 Nr. 15, RdNr 19 f;… BSGE 104, 15 = SozR 4-2500 § 109 Nr. 17, RdNr 33;… BSG SozR 4-2500 § 109 Nr. 59 RdNr 23; vgl auch BSGE 120, 82 = SozR 4-2500 § 39 Nr. 26, RdNr 13 ff zum Entlassmanagement).
Danach gehört es nicht zu den Aufgaben der gesetzlichen Krankenversicherung, die für eine erfolgreiche Krankenbehandlung notwendigen gesellschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen zu schaffen oder diesbezügliche Defizite (Unterversorgung) durch eine Erweiterung des gesetzlichen Leistungsspektrums auszugleichen (vgl etwa das - vor der Begründung der Beschwerde am 25.1.2016 veröffentlichte - Urteil des erkennenden Senats vom 17.11.2015 - B 1 KR 20/15 R - Juris, RdNr 11 mwN;… für BSGE und SozR vorgesehen).