Source: https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/5298-Behinderten-VO-Gartenbau
Timestamp: 2018-04-22 06:48:10
Document Index: 131745480

Matched Legal Cases: ['§ 44', '§ 25', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12', '§ 9', '§ 10', '§ 11', '§ 12']

REVOSax Landesrecht Sachsen - Behinderten VO/Gartenbau
31.12.2004 - 27.07.2017
Behinderten VO/Gartenbau
Vollzitat: Behinderten VO/Gartenbau vom 2. November 2004 (SächsGVBl. S. 624)
über die Berufsausbildung und Prüfung Behinderter im Gartenbau
(Behinderten VO/Gartenbau)
Aufgrund des § 44 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) vom 14. August 1969 (BGBl. I S. 1112), das zuletzt durch Artikel 40 des Gesetzes vom 24. Dezember 2003 (BGBl. I S. 2954, 2993) geändert worden ist, in Verbindung mit der Gemeinsamen Verordnung der Sächsischen Staatsministerien des Innern, der Finanzen, der Justiz, für Kultus, für Wissenschaft und Kunst, für Wirtschaft und Arbeit, für Soziales sowie für Umwelt und Landwirtschaft zur Neuordnung der landesrechtlichen Zuständigkeiten für die Berufsbildung im Freistaat Sachsen vom 29. Juli 2004 (SächsGVBl. S. 400) wird entsprechend dem Beschluss des Berufsbildungsausschusses vom 2. November 2004 verordnet:
(1) Der Ausbildungsberuf „Gartenbauwerker“ ist ein Ausbildungsberuf des Gartenbaus. Diese Berufsausbildung betrifft arbeits- und bildungsfähige Jugendliche und Erwachsene, bei denen auf Grund ihrer Behinderung auch bei unterstützenden Maßnahmen in der berufstheoretischen und in der berufspraktischen Ausbildung ein Ausbildungsabschluss in den nach § 25 BBiG anerkannten Ausbildungsberufen zunächst nicht erreicht werden kann. Die Berufsausbildung darf nur nach dieser Verordnung erfolgen.
(1) Die Berufsausbildung soll Behinderte befähigen, als Helfer Tätigkeiten in gärtnerischen Bereichen zu verrichten. Der nach dieser Verordnung auszubildende Personenkreis hat das Ausbildungsziel erreicht, wenn er unter Anleitung beziehungsweise auf Anweisung richtig handelt.
(2) Der Gartenbauwerker unterscheidet sich vom Gärtner insbesondere durch individuelle Einschränkungen der Leistungsfähigkeit entsprechend der behinderungsbedingten Defizite. Deshalb ist deren Kompensation und die Entwicklung der Stärken des Behinderten vorrangiges Ausbildungsziel, um ein hohes Arbeitsvermögen zu erreichen.
(3) Durchgehende Planungen, selbständiges Lösen von Komplexaufgaben und größere Kommunikationsleistungen sind nicht Schwerpunkt der Ausbildungsverordnung.
(1) Gegenstand der Berufsausbildung in der beruflichen Grundbildung sind insbesondere:
Ausbildungsbetrieb, einfache betriebliche Zusammenhänge und Abläufe,
Grundsätze des Natur- und Umweltschutzes und rationelle Energie- und Materialverwendung,
Grundlagen für die Kultur und Verwendung von Pflanzen,
Maschinen, Geräte und Betriebseinrichtungen sowie Materialien und Werkstoffe im Überblick.
Mitwirken beim Vorbereiten, Einrichten und Abwickeln von Baustellen,
Mitwirken beim Ausführen von Erdarbeiten sowie Be- und Entwässerungsmaßnahmen,
Befestigte Flächen unter Anleitung herstellen,
Mitwirken bei der Herstellung von Bauwerken in Außenanlagen,
in der Fachrichtung Obstbau
Mitwirken beim Anlegen von Obstpflanzungen,
bei der Durchführung von Produktionsverfahren mitwirken,
Mitwirken beim Ernten, Aufbereiten und Lagern
Mitwirken bei der Vermarktung.
Kulturräume, Kultureinrichtungen und Produktionsflächen im Überblick,
Mitwirken bei der Vermehrung und Jungpflanzenanzucht,
Mitwirken beim Ernten, Aufbereiten und Lagern,
in der Fachrichtung Gemüsebau
Die Berufsausbildung richtet sich nach dem Ausbildungsrahmenplan des Regierungspräsidiums Chemnitz (Anlage).
Der Auszubildende hat ein einfaches Berichtsheft in Form eines vom Regierungspräsidium Chemnitz festgelegten Ausbildungsnachweises zu führen. Ihm ist Gelegenheit zu geben, das Berichtsheft während der Ausbildungszeit zu führen. Der Ausbildende hat das Berichtsheft regelmäßig durchzusehen und dies schriftlich zu vermerken.
(4) Der Prüfling soll im praktischen Teil der Prüfung in insgesamt höchstens drei Stunden drei Aufgaben bearbeiten und jeweils in einem Prüfungsgespräch erläutern. Hierfür kommen insbesondere in Betracht:
Durchführung von Arbeiten an der Pflanze,
Durchführen von Pflegemaßnahmen an Maschinen, Geräten oder baulichen Anlagen.
Dabei soll er zeigen, dass er die Aufgaben auf seine spezifische Behinderung abgestimmt, durchführen und die Ergebnisse kontrollieren sowie Sicherheit und Arbeitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz und qualitätssichernde Maßnahmen einbeziehen kann.
Berufsausbildung, Aufbau und Organisation der Ausbildungsstätte,
Grundlage der Arbeitsorganisation, betriebliche Abläufe, wirtschaftliche und soziale grundlegende Zusammenhänge,
Grundkenntnisse der Botanik und Pflanzenkunde,
Bodenkunde, Materialkunde,
Pflegemaßnahmen an Maschinen und Geräten.
Innerhalb der theoretischen Prüfung sind Pflanzenkenntnisse bis zu 20 Minuten (15 Pflanzen) in der Regel mündlich zu prüfen.
(1) Die Abschlussprüfung in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau erstreckt sich auf die nach Maßgabe des Ausbildungsrahmenplanes im Ausbildungsbetrieb vermittelten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Sie wird praktisch, schriftlich und mündlich durchgeführt.
(2) Der Auszubildende soll in der praktischen Prüfung in insgesamt höchstens vier Stunden vier landschaftsgärtnerische Aufgaben bearbeiten. Die Aufgabenlösung ist in einem integrierten Prüfungsgespräch zu erläutern. Der Bereich Baustellenabwicklung und Bautechnik soll dabei mit mindestens zwei Aufgaben und der Bereich Vegetationstechnik mit mindestens einer Aufgabe vertreten sein. Der Auszubildende soll zeigen, dass er die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse praxisbezogen unter Verwendung geeigneter Maschinen, Geräte und technischer Einrichtungen anwenden kann. Dem Auszubildenden soll Gelegenheit gegeben werden, diese Maschinen, Geräte und technischen Einrichtungen vor der Prüfung kennen zu lernen. Bei der praktischen Prüfung sollen die betrieblichen Ausbildungsschwerpunkte angemessen berücksichtigt werden. Für die Prüfungsaufgaben kommen insbesondere in Betracht:
Durchführung von Erdarbeiten,
Herstellen befestigter Flächen, einschließlich Vermessung,
Bauen mit Betonfertigteilen;
Dabei sind Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Natur- und Umweltschutz, rationelle Energie- und Materialverwendung, Wahrnehmung und Beurteilen von Vorgängen sowie Beschaffen und Auswerten von Informationen einzubeziehen;
(3) Der Auszubildende soll in den Prüfungsfächern Landschaftsgärtnerische Arbeiten und Pflanzenkenntnisse mündlich, in den Prüfungsfächern Betriebliche Zusammenhänge sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. Im Prüfungsfach Landschaftsgärtnerische Arbeiten sollen landschaftsgärtnerische Außenanlagen im Mittelpunkt stehen. Es kommen Fragen und Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
Erkennen und Benennen von Pflanzen (20),
Grundlage der Auftragsbeschaffung,
Einflussfaktoren auf die menschliche Arbeit,
zeitliche Höchstwerte
1. im Prüfungsfach Landschaftsgärtnerische Arbeiten 30 Minuten,
2. im Prüfungsfach Pflanzenkenntnisse 30 Minuten,
3. im Prüfungsfach Betriebliche Zusammenhänge 60 Minuten,
Abschlussprüfung in der Fachrichtung Gemüsebau
(1) Die Abschlussprüfung in der Fachrichtung Gemüsebau erstreckt sich auf die nach Maßgabe des Ausbildungsrahmenplanes im Ausbildungsbereich vermittelten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Sie wird praktisch, schriftlich und mündlich durchgeführt.
(2) Der Auszubildende soll in der praktischen Prüfung insgesamt höchstens vier Stunden vier komplexe Prüfungsaufgaben durchführen und jeweils in einem Prüfungsgespräch erläutern. Der Bereich Pflanzenproduktion soll dabei mit mindestens zwei Aufgaben und der Bereich Ernte und Aufbereitung mit mindestens einer Aufgabe vertreten sein. Der Prüfling soll zeigen, dass er die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse praxisbezogen unter Verwendung geeigneter Maschinen, Geräte und technischer Einrichtungen anwenden kann. Dem Auszubildenden soll Gelegenheit gegeben werden, diese Maschinen, Geräte und technischen Einrichtungen vor der Prüfung kennen zu lernen. Bei der praktischen Prüfung sollen die betrieblichen Ausbildungsschwerpunkte angemessen berücksichtigt werden:
aus dem Bereich Pflanzenproduktion
Vermehren von Gemüsepflanzen,
Flächen zur Pflanzung beziehungsweise Aussaat vorbereiten,
Durchführen von Pflanzungen,
Durchführen von Direktsaaten per Hand,
Durchführen einfacher Pflanzenschutzmaßnahmen,
Durchführen einfacher Düngungs- und Bewässerungsmaßnahmen;
Dabei sind Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Natur- und Umweltschutz, rationelle Energie- und Material Verwendung, Wahrnehmen und Beurteilen von Vorgängen sowie Beschaffen und Auswerten von Informationen einzubeziehen;
aus dem Bereich Ernte und Aufbereitung:
Ernten von Gemüse,
Aufbereiten und Sortieren von Gemüse,
Kennzeichnen und Verpacken von Gemüse;
Dabei sind Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Natur- und Umweltschutz, rationelle Energie- und Materialverwendung, Wahrnehmen und Beurteilen von Vorgängen sowie Beschaffen und Auswerten von Informationen sowie Vermarkten einzubeziehen.
(3) Der Auszubildende soll in den Prüfungsfächern Anbau und Pflanzenkenntnisse mündlich, in den Prüfungsfächern Betriebliche Zusammenhänge sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. Im Prüfungsfach Anbau soll der Produktionsablauf verschiedener Gemüse im Mittelpunkt stehen. Es kommen Fragen und Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
im Prüfungsfach Anbau
Bau und Leben der Pflanzen,
Frucht- und Nutzungsfolgen,
Düngung und Bewässerung,
Ernte, Aufbereitung, Lagerung und Vermarktung,
Planen, Vorbereiten und Kontrollieren von Produktion, (Dienstleistung) und Arbeit,
Umgang mit einfachen Maschinen und Geräten;
Gattungen, Arten und Sorten von Gemüse, ihre Verwendung und Marktbedeutung,
Anbau- und Absatzzeiten,
Prüfungsfach Betriebliche Zusammenhänge:
Materialien und Betriebsmittel,
Aufwendungen und Erträge;
1. im Prüfungsfach Anbau 30 Minuten,
(1) Die Abschlussprüfung in der Fachrichtung Obstbau erstreckt sich auf die nach Maßgabe des Ausbildungsrahmenplanes im Ausbildungsbereich vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Sie wird praktisch, schriftlich und mündlich durchgeführt.
(2) Der Auszubildende soll in der praktischen Prüfung insgesamt höchstens vier Stunden vier komplexe Prüfungsaufgaben durchführen und jeweils in einem Prüfungsgespräch erläutern. Der Bereich Produktion soll dabei mit mindestens zwei Aufgaben und der Bereich Ernte und Aufbereitung mit mindestens einer Aufgabe vertreten sein.
Der Prüfling soll zeigen, dass er die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse praxisbezogen unter Verwendung geeigneter Maschinen, Geräte und technische Einrichtungen anwenden kann. Dem Auszubildenden soll Gelegenheit gegeben werden, diese Maschinen, Geräte und technischen Einrichtungen vor der Prüfung kennen zu lernen. Bei der praktischen Prüfung sollen die betrieblichen Ausbildungsschwerpunkte angemessen berücksichtigt werden.
Für die Prüfungsaufgaben kommen insbesondere in Betracht:
aus dem Bereich Produktion:
Flächen zur Pflanzung vorbereiten,
Pflanzungen durchführen,
Erstellen von einfachen Stützkonstruktionen,
Durchführen von Arbeiten an der Pflanze (Kronengestaltung und Erkennen sowie Bestimmen von Pflanzenkrankheiten/Schädlingen),
Mitwirken bei Pflanzenschutzmaßnahmen,
Mitwirken bei Düngungs- und Bewässerungsmaßnahmen;
Ernten von Obst,
Sortieren von Obst,
Kennzeichnen und Verpacken von Obst;
(3) Der Auszubildende soll in den Prüfungsfächern Anbau und Pflanzenkenntnisse mündlich, in den Prüfungsfächern Betriebliche Zusammenhänge sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. Im Prüfungsfach Anbau soll der Produktionsablauf verschiedener Obstarten im Mittelpunk stehen. Es kommen Fragen und Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
im Prüfungsfach Anbau:
Bau und Leben der Pflanze, Entwicklungsphasen der Obstgehölze,
Grundlagen der Züchtung/Sortenschutz,
Vermehrung und Anzucht,
Unterlagen und ihr Einfluss auf die Obstarten,
Anbau- und Pflanzsysteme,
Maßnahmen zur Wachstums- und Ertragsregulierung,
Maßnahmen zum Schutz der Pflanzung,
Standortbeurteilung,
Ernte, Aufbereitung, Lagerung und Vermarktung;
Arten und Sorten von Obst, ihre Verwendung und Marktbedeutung,
typische Absatz-, Blühtermine und Reifegruppen,
Sorten- und Unterlagenkombinationen,
(1) Die Abschlussprüfung in der Fachrichtung Zierpflanzenbau erstreckt sich auf die nach Maßgabe des Ausbildungsrahmenplanes im Ausbildungsbetrieb vermittelten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Sie wird praktisch, schriftlich und mündlich durchgeführt.
(2) Der Auszubildende soll in der praktischen Prüfung in insgesamt höchstens vier Stunden vier komplexe Prüfungsaufgaben durchführen und jeweils in einem Prüfungsgespräch erläutern. Der Bereich Pflanzenproduktion soll dabei mit mindestens zwei Aufgaben und der Bereich Pflanzenverwendung mit mindestens einer Aufgabe vertreten sein. Der Prüfling soll zeigen, dass er die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse praxisbezogen unter Verwendung geeigneter Maschinen, Geräte und technischer Einrichtungen anwenden kann. Dem Auszubildenden soll Gelegenheit gegeben werden, diese Maschinen, Geräte und technischen Einrichtungen vor der Prüfung kennen zu lernen. Bei der praktischen Prüfung sollen die betrieblichen Ausbildungsschwerpunkte angemessen berücksichtigt werden. Für die Prüfungsaufgaben kommen insbesondere in Betracht:
aus dem Bereich Pflanzenproduktion:
Vermehren von Zierpflanzen,
Vorbereiten und Durchführen von Pflanzungen,
Mitwirken bei Düngungs- und Bewässerungsmaßnahmen,
Durchführen von Ernte- und Aufbereitungsmaßnahmen;
aus dem Bereich Pflanzenverwendung:
Bepflanzen von Gefäßen,
Durchführen und Pflege von Innenraumbegrünungen,
Bepflanzen von Rabatten;
Dabei sind Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Natur- und Umweltschutz, rationelle Energie- und Materialverwendung, Wahrnehmen und Beurteilen von Vorgängen, Beschaffen und Auswerten von Informationen sowie Verkaufen einzubeziehen.
(3) Der Auszubildende soll in den Prüfungsfächern Kulturführung und Pflanzenkenntnisse mündlich, in den Prüfungsfächern Betriebliche Zusammenhänge sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. Im Prüfungsfach Kulturführung soll der Ablauf verschiedener Kulturen im Mittelpunkt stehen. Es kommen Fragen und Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
im Prüfungsfach Kulturführung:
kultursteuernde Maßnahmen,
Böden, Erde und Substrate,
Ernte, Aufbereitung und Lagerung;
Gattungen, Arten und Sorten marktwichtiger Zierpflanzen und ihre Verwendung,
typische Absatz- und Blühtermine,
Wildkräuter und Unkräuter/Laub- und Nadelgehölze/Gemüse,
Kulturräume und technische Einrichtungen,
1. im Prüfungsfach Kulturführung 30 Minuten,
(1) Innerhalb der praktischen Prüfung gemäß § 9 Abs. 2, § 10 Abs. 2, § 11 Abs. 2, § 12 Abs. 2 hat jede Prüfungsaufgabe und innerhalb der schriftlichen/mündlichen Prüfung gemäß § 9 Abs. 3, § 10 Abs. 3, § 11 Abs. 3, § 12 Abs. 3, hat jedes Prüfungsfach das gleiche Gewicht.
(2) Die einzelnen Leistungen des Auszubildenden sind mit ganzen Noten zu bewerten.
(3) Aus der Summe der Einzelnoten der praktischen und schriftlichen/mündlichen Prüfung ist jeweils das arithmetische Mittel mit zwei Dezimalstellen zu berechnen.
(4) Die Gesamtnote ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der praktischen und schriftlichen/mündlichen Prüfung. Die Note der praktischen Prüfung ist dabei dreifach, die Note der schriftlichen/mündlichen Prüfung einfach zu gewichten und auf zwei Dezimalstellen zu berechnen.
(5) Die Prüfung ist bestanden, wenn mindestens die Gesamtnote „ausreichend“ erreicht wird. Sie ist abweichend von Satz 1 nicht bestanden, wenn eine der Prüfungsaufgaben der praktischen Prüfung oder eines der Prüfungsfächer der schriftlichen/mündlichen Prüfung mit der Note „ungenügend“ bewertet worden ist.
Auf Berufsausbildungsverhältnisse, die bei In-Kraft-Treten dieser Verordnung bestehen, sind die bisherigen Vorschriften weiter anzuwenden, es sei denn, die Vertragsparteien vereinbaren die Anwendung der Vorschriften dieser Verordnung. Bis zum 31. Juli 2008 finden, außer in Fällen einer Vereinbarung nach Satz 1, auf Verlangen des Prüflings die bis zum In-Kraft-Treten dieser Verordnung geltenden Vorschriften über die Abschlussprüfung Anwendung.
Diese Verordnung tritt am 31. Dezember 2004 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten über die Berufsausbildung und Prüfung Behinderter im Gartenbau (Behinderten VO/Gartenbau) vom 8. September 1997 (SächsGVBl. S. 542) außer Kraft.
SächsGVBl. 2004 Nr. 14, S. 624
Fsn-Nr.: 712-10/2
Quelle: REVOSax http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/5298-Behinderten-VO-Gartenbau Stand vom 22.04.2018