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Timestamp: 2016-10-26 15:22:25
Document Index: 218873187

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 82', 'Art. 4', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 8', 'Art. 16', 'Art. 41', 'Art. 17', 'Art. 2', 'Art. 1', 'BGE', 'Art. 4', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 28', 'Art. 28', 'Art. 16', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 17', 'Art. 88', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 5', 'BGE', 'BGE', 'Art. 41', 'Art. 17', 'Art. 88', 'BGE', 'BGE', 'Art. 25', 'Art. 16', 'Art. 28', 'Art. 25', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 88']

I 316/04 (23.12.2004)
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter R�edi und nebenamtlicher Richter Meyer; Gerichtsschreiber Jancar
B.________, 1946, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch F�rsprecher Andreas Gafner, Nidaugasse 24, 2502 Biel,
B.________, geboren 1946, ist ausgebildete Malermeisterin und arbeitete seit 1975 im Malergesch�ft ihres Vaters, welches sie seit 1987 selbstst�ndig als Einzelfirma weiterf�hrte. Am 14. Februar 2001 erlitt sie einen Unfall, als sie in einen Bus einsteigen wollte, dessen T�ren sich unvermittelt schlossen und ihre Schultern einklemmten. In der Folge musste sie sich am 23. Mai 2001 einer operativen Revision der linken Schulter (Teilresektion des AC-Gelenkes links und Plastik der Rotatorenmanschette links) unterziehen, war in ihrem angestammten Beruf als Malerin nur noch beschr�nkt arbeitsf�hig und gab ihr Gesch�ft aus gesundheitlichen Gr�nden im Januar 2003 auf. Am 15. Januar 2002 meldete sich die Versicherte bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Bern holte verschiedene �rztliche Berichte ein, kl�rte die beruflichen Verh�ltnisse ab und zog Akten des beteiligten Privatunfallversicherers (Helsana) bei. Mit Verf�gung vom 19. September 2002 gew�hrte sie der Versicherten Berufsberatung und Abkl�rung der beruflichen Eingliederungsm�glichkeiten. Mit weiterer Verf�gung vom 3. Juni 2003 sprach sie der Versicherten f�r die Zeit vom 1. Februar 2002 bis 31. Mai 2003 auf Grund eines Invalidit�tsgrades von 100 % eine ganze Invalidenrente zu. Die Befristung der Rente begr�ndete sie damit, dass der Versicherten laut �rztlicher Feststellung ab 26. Februar 2003 eine angepasste T�tigkeit voll zumutbar sei und sie damit ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen verm�chte. Mit Verf�gungen vom 23. und 24. Juli 2003 erteilte die IV-Stelle der Versicherten Kostengutsprachen f�r die Umschulung zur Immobilien-Verwalterin. Die gegen die Rentenverf�gung vom 3. Juni 2003 erhobene Einsprache wies die IV-Stelle mit Entscheid vom 7. November 2003 ab.
Hiegegen erhob die Versicherte beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde und beantragte die Zusprechung einer Rente auch f�r die Zeit nach dem 31. Mai 2003. Am 11. Dezember 2003 reichte sie ein Gutachten des Dr. med. S.________, Facharzt FMH f�r Chirurgie spez. Allgemeinchirurgie und Unfallchirurgie Viszeralchirurgie, Chefarzt, Spital X.________, vom 19. November 2003 ein. Mit Entscheid vom 29. April 2004 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die Beschwerde ab.
Die Versicherte l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei ihr auch f�r die Zeit nach dem 31. Mai 2003 eine angemessene Invalidenrente auszurichten.
1.1 Das kantonale Gericht hat zutreffend erwogen, dass die am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen �nderungen des Bundesgesetzes �ber die Invalidenversicherung vom 21. M�rz 2003 und der Verordnung �ber die Invalidenversicherung vom 21. Mai 2003 nicht anwendbar sind (BGE 129 V 356 Erw. 1).
1.2 Die Beschwerdef�hrerin hat sich bereits im Jahre 2002 bei der Invalidenversicherung angemeldet; damit ist teilweise ein rechtserheblicher Sachverhalt zu beurteilen, der sich vor dem In-Kraft-Treten des Bundesgesetzes �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) am 1. Januar 2003 verwirklicht hat. Nach BGE 130 V 332 f. Erw. 2.2 und 2.3 kann in intertemporalrechtlicher Hinsicht aus Art. 82 Abs. 1 ATSG nicht etwa der Umkehrschluss gezogen werden, dass f�r die Anwendbarkeit materiellrechtlicher Bestimmungen des neuen Gesetzes bez�glich im Zeitpunkt seines In-Kraft-Tretens noch nicht festgesetzter Leistungen einzig der Verf�gungszeitpunkt ausschlaggebend sei. Vielmehr sind - von hier nicht interessierenden Ausnahmen abgesehen - die �bergangsrechtlichen Grunds�tze massgebend, welche f�r den Fall einer �nderung der gesetzlichen Grundlagen die Ordnung anwendbar erkl�ren, welche zur Zeit galt, als sich der zu Rechtsfolgen f�hrende Sachverhalt verwirklicht hat. Im vorliegenden Fall ist daher bei der Bestimmung des streitigen Rentenanspruchs (zumindest f�r den Zeitraum bis 31. Dezember 2002) auf die damals geltenden Bestimmungen des IVG abzustellen; dies betrifft namentlich - bez�glich des Invalidit�tsbegriffs - Art. 4 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2002 g�ltig gewesenen Fassung) und - bez�glich des Umfangs eines allf�lligen Rentenanspruchs - Art. 28 Abs. 1 und 1bis (Letzterer aufgehoben per 1. Januar 2004) IVG sowie - bez�glich der Invalidit�tsbemessung nach der Einkommensvergleichsmethode - Art. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2002 g�ltig gewesenen Fassung; noch nicht in der Amtlichen Sammlung ver�ffentlichtes Urteil M. vom 5. Juli 2004, I 690/03; zitiert in ZBJV 140/2004 S. 753). F�r den Verfahrensausgang ist dies indessen insofern von untergeordneter Bedeutung, als die im ATSG enthaltenen Umschreibungen der Arbeitsunf�higkeit (Art. 6 ATSG), der Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG), der Invalidit�t (Art. 8 ATSG), des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG) den bisherigen von der Rechtsprechung im Invalidenversicherungsbereich entwickelten Begriffen und Grunds�tzen entsprechen und daher mit dem In-Kraft-Treten des ATSG keine substanzielle �nderung der fr�heren Rechtslage verbunden war. Gleiches gilt hinsichtlich der bisherigen Rechtsprechung zur Rentenrevision nach alt Art. 41 IVG (seit 1. Januar 2003: Art. 17 Abs. 1 ATSG [in Verbindung mit Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1 IVG]; BGE 130 V 344 ff. Erw. 2-3.6).
2.1 Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber die Begriffe der Erwerbsunf�higkeit und Invalidit�t (alt Art. 4 Abs. 1 IVG; Art. 7 und 8 ATSG; BGE 130 V 346 f. Erw. 3.2 und 3.3 mit Hinweisen), die Voraussetzungen und zum Umfang des Rentenanspruchs (alt Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG), die Bemessung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (alt Art. 28 Abs. 2 IVG; Art. 16 ATSG; vgl. BGE 128 V 30 Erw. 1, 104 V 136 f. Erw. 2a und b), die Ermittlung des ohne Invalidit�t erzielbaren Einkommens (Valideneinkommen; BGE 129 V 224 Erw. 4.3.1), die Bestimmung des trotz Gesundheitssch�digung zumutbarerweise noch erzielbaren Einkommens (Invalideneinkommen) nach Tabellenl�hnen sowie die von diesen zul�ssigen Abz�ge (BGE 126 V 75 ff.; AHI 2002 S. 62 ff.) zutreffend dargelegt. Dasselbe gilt zur Revision der Invalidenrente und zu den dabei zu vergleichenden Sachverhalten (alt Art. 41 IVG; Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 88a IVV; BGE 130 V 349 ff. Erw. 3.5, 125 V 369 Erw. 2, 112 V 372 Erw. 2b und 390 Erw. 1b, 109 V 265 Erw. 4a), zur analogen Anwendung der f�r die Rentenrevision geltenden Bestimmungen bei F�llen, in welchen r�ckwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen wird (BGE 125 V 417 Erw. 2d, 109 V 126 Erw. 4a), sowie zum Beweiswert von Arztberichten (BGE 125 V 352 Erw. 3a; AHI 2001 S. 113 Erw. 3a).
2.2 Beizuf�gen ist Folgendes: Die Rechtsprechung leitet die Pflicht des Versicherten zur beruflichen Neueingliederung aus dem Gebot der Schadenminderung ab; der Versicherte soll alles ihm Zumutbare unternehmen, um die erwerblichen Folgen seines Gesundheitsschadens bestm�glich zu mindern, denn die Sozialversicherung soll nicht Sch�den ausgleichen m�ssen, welche der Versicherte durch zumutbare geeignete Vorkehren selbst beheben oder vermindern kann (BGE 130 V 99 Erw. 3.2, 114 V 285 Erw. 3a; in RKUV 2004 Nr. U 501 S. 179 nicht publ. Erw. 1.3). Die Frage, ob und gegebenenfalls welche berufliche Neueingliederung von einem Versicherten im Rahmen seiner Pflicht zur Schadenminderung verlangt werden kann, beantwortet sich nach dem Grundsatz der Zumutbarkeit, der als Teilgehalt im verfassungsm�ssigen Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit (Art. 5 Abs. 2 BV) enthalten ist (Thomas Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, � 4 Rz 26 ff.; Ulrich Meyer-Blaser, Zum Verh�ltnism�ssigkeitsgrundsatz im staatlichen Leistungsrecht, ASR 494, Bern 1985, S. 17; Rudolf R�edi, Im Spannungsfeld zwischen Schadenminderungspflicht und Zumutbarkeitsgrundsatz bei der Invalidit�tsbemessung nach dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt, in: Ren� Schaffhauser/Franz Schlauri, Rechtsfragen der Invalidit�t in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 33). Vom Versicherten kann daher nur eine berufliche Umstellung verlangt werden, die ihm unter Ber�cksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar ist (BGE 113 V 28 Erw. 4a; AHI 2001 S. 282 f. Erw. 5a/aa; Meyer-Blaser, a.a.O., S. 138 ff.), d.h. es darf sich nicht um realit�tsfremde und in diesem Sinne unm�gliche oder unzumutbare Vorkehren handeln (ZAK 1989 S. 321 Erw. 4a). F�r die Beurteilung der Zumutbarkeit eines Berufswechsels sind insbesondere das Alter des Versicherten, die Art und Dauer seiner bisherigen Berufst�tigkeit, deren selbstst�ndige oder unselbstst�ndige Aus�bung, die mit einer beruflichen Neueingliederung verbundene Ver�nderung der sozialen Stellung des Versicherten, seine pers�nlichen und famili�ren Verh�ltnisse sowie seine entsprechend gr�ssere oder geringere Flexibilit�t hinsichtlich seines Wohn- und Arbeitsortes massgebend. Ins Gewicht f�llt auch die Art und Dauer der beanspruchten Versicherungsleistungen sowie deren Kosten. Denn die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht sind zul�ssigerweise dort strenger, wo eine erh�hte Inanspruchnahme der Sozialversicherung in Frage steht, wie dies beispielsweise bei Rentenleistungen an relativ junge Versicherte der Fall ist, denen in einer neuen beruflichen T�tigkeit noch eine lange Aktivit�tsperiode verbleibt (BGE 113 V 32 f. Erw. 3d; AHI 2001 S. 283 f. Erw. 5a/aa und bb; Thomas Locher, Die Schadenminderungspflicht im Bundesgesetz vom 19. Juni 1959 �ber die Invalidenversicherung, in: Sozialversicherungsrecht im Wandel, Festschrift 75 Jahre Eidgen�ssisches Versicherungsgericht, Bern 1992, S. 425 f.).
3.1 Mit der streitigen Verf�gung vom 3. Juni 2003 hat die Verwaltung der Beschwerdef�hrerin r�ckwirkend ab 1. Februar 2002 eine ganze Invalidenrente zugesprochen, welche sie auf den 31. Mai 2003 befristet hat. Auf die verf�gte Befristung sind praxisgem�ss die Bestimmungen �ber die Rentenrevision (alt Art. 41 IVG, Art. 17 Abs. 1 ATSG und Art. 88a IVV) analog anwendbar (Erw. 2.1 hievor). Streitig ist lediglich, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die zugesprochene ganze Rente bis am 31. Mai 2003 befristet hat oder ob die Beschwerdef�hrerin auch danach Anspruch auf eine Invalidenrente hat. Zu pr�fen ist also, ob sich im Vergleich mit dem Zeitpunkt der Rentenzusprache per 1. Februar 2002 die gesundheitlichen oder die erwerblichen Verh�ltnisse am 1. Juni 2003 in anspruchsrelevantem Mass ver�ndert haben.
3.2 Die Verwaltung und die Vorinstanz bejahten das Vorliegen einer solchen �nderung mit der Begr�ndung, mit der Aufgabe des Malergesch�fts im Januar 2003 h�tten sich die erwerblichen Verh�ltnisse ver�ndert und in gesundheitlicher Hinsicht w�re der Beschwerdef�hrerin ab M�rz 2003 eine behinderungsangepasste T�tigkeit zu 100 % zumutbar, womit sie ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen erzielen k�nnte.
3.3 Die Beschwerdef�hrerin macht demgegen�ber geltend, in ihrer angestammten T�tigkeit als selbstst�ndige Malermeisterin sei sie weiterhin zu 75 % arbeitsunf�hig und es sei ihr nach der gesundheitsbedingten Aufgabe ihres Malergesch�fts angesichts ihres Alters und der langen selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit nicht zumutbar, eine einfache unselbstst�ndige T�tigkeit aufzunehmen. Soweit sie ihre Restarbeitsf�higkeit teilweise verwerte, erfolge dies im Rahmen der verbliebenen 25%igen Arbeitsf�higkeit im Bereich der angestammten T�tigkeit.
4.1 Gem�ss Bericht des PD Dr. med. L.________, Spezialarzt FMH f�r Chirurgie, vom 1. Februar 2002 erlitt die Beschwerdef�hrerin beim Unfall vom 14. Februar 2001 ein Schultertrauma beidseits, vor allem links, mit Partialruptur der Supra- sowie Infraspinatussehne sowie Dystension des AC-Gelenkes links. Sie war in ihrem bisherigen Beruf zun�chst zu 100 % und ab 7. Januar 2002 bis auf Weiteres zu 75 % arbeitsunf�hig; im Beiblatt zum Arztbericht erachtete PD Dr. med. L.________ B�roarbeiten als m�glich, hingegen keine Arbeiten �ber Schulterh�he, Kraftaufwendungen und kein Tragen von Lasten. Nach einer Untersuchung der Beschwerdef�hrerin am 26. Februar 2003 beurteilte PD Dr. med. L.________ die Arbeitsunf�higkeit von 75 % im bisherigen Beruf als Malermeisterin r�ckwirkend ab 21. Januar 2002 als definitiv; f�r eine andere geeignete T�tigkeit ohne Arbeiten �ber Schulterh�he attestierte er der Versicherten eine 100%ige Arbeitsf�higkeit (Bericht vom 7. M�rz 2003). Diese Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit wird von den Parteien nicht bestritten. Damit ist davon auszugehen, dass die Beschwerdef�hrerin ab 26. Februar 2003 in einer leidensangepassten T�tigkeit vollst�ndig arbeitsf�hig ist, was - wie auch die unbestrittene Gesch�ftsaufgabe per Januar 2003 - eine wesentliche �nderung der tats�chlichen Verh�ltnisse im Vergleich mit dem Zeitpunkt des Rentenbeginns am 1. Februar 2002 darstellt.
4.2 Die Beschwerdef�hrerin macht zun�chst geltend, ein Berufswechsel sei ihr nach jahrzehntelanger T�tigkeit als Malermeisterin mit eigenem Betrieb nicht zumutbar. Soweit sie in ihrem bisherigen Beruf zu 75 % arbeitsunf�hig ist, kann sie daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten, weil es f�r die Invalidit�tsbemessung nicht auf die Berufs-, sondern auf die Erwerbsunf�higkeit ankommt (BGE 109 V 29). Nachdem die Versicherte ihr Malergesch�ft aus gesundheitlichen Gr�nden aufgegeben hat, muss nicht gepr�ft werden, ob eine Gesch�ftsaufgabe zumutbar gewesen w�re. Es geht allein um die Frage, ob von ihr in Konkretisierung der Schadenminderungspflicht (vgl. Erw. 2.2 hievor) zumutbarerweise verlangt werden kann, eine leidensangepasste unselbstst�ndige Erwerbst�tigkeit aufzunehmen. Dies ist zu bejahen. In einer angepassten T�tigkeit ist sie voll arbeitsf�hig; lediglich Arbeiten �ber Schulterh�he sind ihr gesundheitsbedingt nicht mehr m�glich. Die Aufnahme einer leidensangepassten unselbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit mit vollem Pensum erm�glicht im Vergleich zur Arbeitsunf�higkeit von 75 % im bisherigen Beruf eine wesentlich bessere erwerbliche Verwertung der Arbeitsf�higkeit. Dieser berufliche Wechsel ist auch unter Ber�cksichtigung der weiteren Umst�nde (Alter, Aktivit�tsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen T�tigkeit, pers�nliche Lebensumst�nde) zumutbar (ZAK 1983 S. 256; Urteil F. vom 12. September 2001 Erw. 2b, I 145/01, mit Hinweisen). Als Kleinunternehmerin mit tempor�r angestellten Mitarbeitern hat die Beschwerdef�hrerin haupts�chlich handwerklich gearbeitet und dabei auch weniger qualifizierte Arbeiten ausgef�hrt (vgl. Bericht des PD Dr. med. L.________ vom 29. August 2002). Die Aufnahme einer unselbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit, selbst auf einer untergeordneten Stufe, stellt deshalb keine unzumutbare berufliche Ver�nderung dar (ZAK 1982 S. 495). Im Ergebnis wird die Zumutbarkeit durch die zwischenzeitlich - allerdings in geringem Umfang - erfolgte Aufnahme einer unselbstst�ndigen Teilzeiterwerbst�tigkeit (Bereich Immobilienverwaltung) durch die Beschwerdef�hrerin best�tigt. Als Selbstst�ndigerwerbende hat die Beschwerdef�hrerin �berdies kein besonders hohes Einkommen erzielt (Einkommen von 1990 bis 2000 zwischen Fr. 29'100.- und Fr. 79'700.-; vgl. IK-Auszug), weshalb der Verwertung der Restarbeitsf�higkeit erh�htes Gewicht zukommt. Dass die Beschwerdef�hrerin im Zeitpunkt der Rentenaufhebung (31. Mai 2003) fast das 57. Altersjahr erreicht hat, steht einem Berufswechsel bei einer Aktivit�tsperiode von immerhin noch sieben Jahren bis zur ordentlichen Pensionierung grunds�tzlich nicht entgegen (vgl. auch Urteil Z. vom 7. November 2003 Erw. 6, I 246+247/02, mit Hinweisen), umso mehr als von ihr auf Grund ihrer Ausbildung und Berufserfahrung eine im Vergleich zu weniger qualifizierten Personen erh�hte Anpassungsf�higkeit erwartet werden kann. Mit der Vorinstanz ist deshalb davon auszugehen, dass der Versicherten ein Berufswechsel und die Aufnahme einer behinderungsangepassten unselbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit zumutbar sind.
5.1.1 F�r die Ermittlung des Einkommens, welches die versicherte Person ohne Invalidit�t erzielen k�nnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was sie im massgebenden Zeitpunkt auf Grund ihrer beruflichen F�higkeiten und pers�nlichen Umst�nde nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tats�chlich verdient h�tte (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b). Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, n�tigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angekn�pft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige T�tigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden w�re. Ausnahmen m�ssen mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 224 Erw. 4.3.1; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 101 Erw. 3b). Bei Selbstst�ndigerwerbenden ist auf den w�hrend einer l�ngeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen, wenn das Valideneinkommen starke und verh�ltnism�ssig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen aufweist (ZAK 1985 S. 466 Erw. 2c; vgl. auch AHI 1999 S. 240 Erw. 3b mit Hinweisen).
Laut Art. 25 Abs. 1 IVV gelten als Erwerbseinkommen im Sinne von Art. 16 ATSG (bzw. alt Art. 28 Abs. 2 IVG) grunds�tzlich mutmassliche j�hrliche Erwerbseinkommen, von denen Beitr�ge gem�ss AHVG erhoben w�rden. Der Wortlaut dieser Verordnungsbestimmung verlangt (vorbeh�ltlich der in Satz 2 lit. a-c erw�hnten Ausnahmen) grunds�tzlich eine Gleichstellung des f�r die Invalidit�tsbemessung massgeblichen Einkommensbegriffs mit dem f�r die AHV-Beitragspflicht relevanten Erwerbseinkommensbegriff. Bei der Ermittlung der Vergleichseinkommen von Selbstst�ndigerwerbenden sind jedoch abweichend von der AHV-Beitragsbemessung invalidit�tsfremde Aufwendungen und Ertr�ge aufzurechnen oder auszuscheiden, soweit sie aus den vom Versicherten vorgelegten Bilanzen ersichtlich sind oder anhand der Buchhaltungsunterlagen nachgewiesen werden (SVR 1999 IV Nr. 24 S. 72 f. Erw. 4b).
5.1.2 Beim Valideneinkommen stellten Verwaltung und Vorinstanz auf den Durchschnitt der Gesch�ftsergebnisse der letzten f�nf Jahre (1996 bis 2000) ab, einerseits wegen erheblichen Einkommensschwankungen und anderseits weil die Gesch�ftsjahre 1999 und 2000 im Rahmen des �bergangs von der Vergangenheits- in die Gegenwartsbesteuerung in die steuerliche Bemessungsl�cke fielen.
Die Beschwerdef�hrerin verlangt hingegen ein Abstellen auf das Ergebnis des letzten Gesch�ftsjahres 2000 vor dem Unfall vom 14. Februar 2001, weil sich in den letzten Jahren das Betriebsergebnis kontinuierlich verbessert habe. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Gem�ss Auszug aus dem individuellen Konto weist das Einkommen der Beschwerdef�hrerin in den letzten zehn Jahren - wie bereits zuvor - erhebliche Schwankungen auf (das h�chste Einkommen wurde 1992 und 1993 mit je Fr. 79'700.- und das tiefste Einkommen 1994 und 1995 mit je Fr. 29'100.- erfasst). Das steuerrechtlich in eine Bemessungsl�cke fallende Gesch�ftsjahr 2000 mit einem Betriebsgewinn von Fr. 66'595.- weicht bei praktisch unver�ndertem Umsatz erheblich von den vier Vorjahren mit Betriebsergebnissen zwischen Fr. 35'931.- und Fr. 51'603.- ab (vgl. Abkl�rungsbericht f�r Selbstst�ndigerwerbende vom 15. Oktober 2003 sowie die Jahresrechnungen 1996 bis 2000), weshalb es nicht als repr�sentativ gelten kann und im Ergebnis auf den w�hrend einer l�ngeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen ist. Dass die Verwaltung und die Vorinstanz bei der Ermittlung des Valideneinkommens in Abweichung von der gem�ss Art. 25 Abs. 1 IVV an sich vorgesehenen Parallelisierung der invalidenversicherungsrechtlich massgebenden hypothetischen Vergleichseinkommen mit den AHV-rechtlich beitragspflichtigen Einkommen auf die sich aus den Jahresrechnungen ergebenden Gesch�ftsergebnisse und nicht auf die etwas tieferen IK-Eintr�ge abgestellt haben, wirkt sich zu Gunsten der Beschwerdef�hrerin aus, ist aber hier ohne entscheidende Bedeutung (die entsprechenden Meldungen der Steuerbeh�rden, welche f�r die IV-Stelle grunds�tzlich verbindlich sind [SVR 1999 IV Nr. 24 S. 73 Erw. 4b am Ende] liegen hier nicht vor). Im Durchschnitt der Jahre 1996 bis 2000 ergibt sich auf Grund der Gesch�ftsergebnisse (vgl. Abkl�rungsbericht f�r Selbstst�ndigerwerbende vom 15. Oktober 2003) ein Einkommen der Beschwerdef�hrerin als Selbstst�ndigerwerbende von Fr. 46'300.-, was rechnerisch unbestritten ist. Unter Ber�cksichtigung des seit 1993 erzielten Zusatzeinkommens von j�hrlich Fr. 1000.- als Unselbstst�ndigerwerbende (vgl. IK-Auszug) resultiert f�r das Jahr 2000 ein Valideneinkommen von Fr. 47'300.-. Da keine Anhaltspunkte daf�r bestehen, dass in den Folgejahren nach 2000 im Gesundheitsfall eine kontinuierliche Steigerung des Ertrages stattgefunden h�tte, ist von einer Erh�hung des Verdienstes im Rahmen der allgemeinen Einkommensentwicklung auszugehen, wobei auf die Nominall�hne abzustellen ist. Angepasst an die Nominallohnentwicklung f�r Frauen von 2,5 % f�r das Jahr 2001, von 2,3 % f�r das Jahr 2002 und von 1,7 % f�r das Jahr 2003 (Bundesamt f�r Statistik, Lohnentwicklung 2003, S. 39 T1.2.93; BGE 129 V 410 Erw. 3.1.2) ergibt sich per 2003 ein massgebendes Valideneinkommen von Fr. 50'441.-.
5.2 F�r die Bestimmung des trotz gesundheitlicher Beeintr�chtigung bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) k�nnen nach der Rechtsprechung Tabellenl�hne beigezogen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die versicherte Person - wie hier die Beschwerdef�hrerin mit einem reduzierten Pensum von ca. 20 % bis 25 % bzw. an zwei Halbtagen pro Woche - nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine neue Erwerbst�tigkeit aufgenommen hat, mit welcher sie die �rztlich best�tigte Rest-Arbeitsf�higkeit voll aussch�pft (BGE 126 V 76 f. Erw. 3b/bb). Die Vorinstanz hat daher zu Recht auf die vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) und hiebei auf den Durchschnittsverdienst "Total" f�r mit einfachen und repetitiven T�tigkeiten im privaten Sektor (bei einer w�chentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) besch�ftigte Frauen abgestellt (Tabelle A1). Im Jahr 2002 betrug dieses Einkommen monatlich Fr. 3820.- (inkl. 13. Monatslohn) bzw. j�hrlich Fr. 45'840.-. Angesichts der betriebs�blichen w�chentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden im Jahre 2003 (vgl. www.statistik.admin.ch: Betriebs�bliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, in Stunden pro Woche, 1999 bis 2003) sowie unter Ber�cksichtigung der Nominallohnentwicklung f�r Frauen von 1,7 % f�r das Jahr 2003 resultiert ein Einkommen von Fr. 48'601.-.
Der behinderungsbedingten Einschr�nkung sowie allf�lligen weiteren lohnmindernden Faktoren kann durch einen prozentualen Abzug von h�chstens 25 % Rechnung getragen werden (BGE 126 V 79 f. Erw. 5b mit Hinweisen). Bei Vornahme des Maximalabzugs, der in dieser H�he nicht gerechtfertigt sein d�rfte, resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 36'451.-. Wird dieser Betrag dem Valideneinkommen von Fr. 50'441.- gegen�bergestellt, ergibt sich ein Invalidit�tsgrad von 27,7 %, der keinen Rentenanspruch begr�ndet. Der vorinstanzliche Entscheid erweist sich demnach diesbez�glich im Ergebnis als rechtens.
5.3 Zu best�tigen ist schliesslich auch der Zeitpunkt der verf�gten Rentenaufhebung. Die Beschwerdef�hrerin war nach dem Bericht des PD Dr. med. L.________ vom 7. M�rz 2003 nach der Untersuchung vom 26. Februar 2003 ab sofort in einer leidensangepassten T�tigkeit wieder voll arbeitsf�hig. Gem�ss Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV ist die Rente daher zu Recht auf Ende Mai 2003 befristet bzw. aufgehoben worden.