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Timestamp: 2016-10-25 04:50:43
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Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 15', '§ 17']

Förderungsdauer und Überschreiten der FHD [Seite 3] - Studis Online
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Förderungsdauer und Überschreiten der Förderungshöchstdauer [Seite 3]
Zurück zu Seite 1Von Nicola Pridik
3. Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus bei Vorliegen gesetzlich anerkannter Verzögerungsgründe
In Ausnahmefällen besteht die Möglichkeit, über das Ende der Förderungshöchstdauer hinaus gefördert zu werden. Hierfür ist ein Antrag erforderlich, in dem mindestens einer der nachfolgend aufgeführten Gründe dargelegt und ggf. belegt werden muss. Hat die Verzögerung einen anderen Grund gehabt oder lässt sich ein gesetzlich anerkannter Grund nicht nachweisen, so besteht nur die Möglichkeit, Studienabschlusshilfe zu beantragen und auf Volldarlehensbasis gefördert zu werden. Mehr dazu hier.
Die meisten der nachfolgend aufgeführten gesetzlich anerkannten Gründe rechtfertigen auch eine spätere Vorlage des Leistungsnachweises, können also bereits nach dem 4. Semester zu einer Entscheidung über eine längere Förderung führen. Wichtig: Fallen die folgenden Gründe in den Zeitraum vor Beginn des 5. Semesters, so müssen sie bereits im Zusammenhang mit einer späteren Vorlage des Leistungsnachweises geltend gemacht werden, wenn sie am Ende des Studiums dazu führen sollen, dass ihr über die Förderungshöchstdauer hinaus gefördert werdet. Wer den Leistungsnachweis dagegen trotz Krankheit etc. rechtzeitig vorlegt, der bekommt am Ende des Studiums keine zusätzlichen Semester gefördert, weil die Krankheit dann nicht ursächlich für die Verzögerung des Studiums war. Der Leistungsnachweis wurde ja rechtzeitig vorgelegt.
Werdet ihr über die Förderungshöchstdauer hinaus gefördert und kommt es während der zusätzlichen Förderungszeit zu einer weiteren Verzögerung aufgrund eines neuen rechtfertigenden Grundes, werdet ihr also z. B. (erneut) krank oder schwanger, verlängert sich die Förderung erneut. Falls sich euer Studium allerdings wegen Kindeserziehung verzögert hat, könnt ihr nicht geltend machen, dass ihr das Kind in der Verlängerungszeit weiterhin betreuen musstet (VwV 15.3.11). a. Krankheit (§ 15 Abs. 3 Nr. 1 BAföG)
Die Krankheit muss ursächlich dafür sein, dass ihr das Studium nicht wie vorgesehen abschließen könnt. Dies setzt voraus, dass sie entweder länger gedauert hat oder durch sie ein Prüfungstermin nicht wahrgenommen werden konnte. In jedem Fall ist ein ärztliches Attest notwendig. Könnt ihr wegen einer Krankheit eure Ausbildung nicht fortsetzen, so zahlt das BAföG-Amt euch dennoch bis zu einem Zeitraum von drei Monaten weiter den gewohnten Förderbetrag. Nach VwV 15.2a.1 wird dabei der Monat, in den der Beginn des die Ausbildung hindernden Ereignisses fällt, nicht mitgezählt. Stellt sich heraus, dass ihr länger ausfallen werdet, so müsst ihr euch beurlauben lassen und ALG II beantragen.
b. Verschulden der Hochschule (§ 15 Abs. 3 Nr. 1 BAföG)
Grundsätzlich gilt bei diesem Grund, dass ihr wirklich keine Chance gehabt haben dürft, euch irgendwie anders zu behelfen und die Verzögerung innerhalb der Förderungshöchstdauer aufzuholen. So wird von euch erwartet, dass ihr euch zunächst einmal mit den – auch schlechten – Bedingungen an der Hochschule arrangiert. Nur wenn gar nichts mehr geht, lohnt es sich, hiermit eine Verzögerung des Studiums zu begründen. Ein weiteres Problem dürfte sein, einen schriftlichen Nachweis von der Hochschule zu eurem Vorbringen zu erhalten, denn wer gibt schon gern zu, dass Mängel im Ausbildungsangebot vorliegen. Hier ist wahrscheinlich Beharrlichkeit gefragt.
c. Mitwirkung in gesetzlich vorgeschriebenen Hochschulgremien (§ 15 Abs. 3 Nr. 3 BAföG)
d. Erstmaliges Nichtbestehen einer Modul- oder der Zwischenprüfung (§ 15 Abs. 3 Nr. 1 BAföG; VwV 15.3.3)
Falls ihr eine Modulprüfung oder die Zwischenprüfung erstmalig nicht besteht, werdet ihr über die Förderungshöchstdauer hinaus gefördert, wenn die Prüfung Voraussetzung für die Weiterführung der Ausbildung ist. Entsprechendes gilt, wenn ihr anstelle einer einzelnen Zwischen- oder Modulprüfung laufend Leistungsnachweise erbringen müsst und nunmehr ein Semester wiederholen müsst, weil das Ergebnis eines Leistungsnachweises erstmalig nicht gereicht hat. e. Erstmaliges Nichtbestehen der Abschlussprüfung (§ 15 Abs. 3 Nr. 4 BAföG)
Für das Nichtbestehen der Abschlussprüfung genügt es, wenn die Gesamtprüfung wegen Nichtbestehens eines Prüfungsteils als nicht bestanden gilt. Wird die Leistung allerdings deshalb als nicht bestanden bewertet, weil ihr nicht zur Prüfung erschienen seid oder euch Täuschung vorgeworfen wird, so rechtfertigt dies keine längere Förderung. Auf modularisierte Studiengänge ist die Vorschrift nur dann anzuwenden, wenn eine bestimmte Modulprüfung verbindlich als Abschlussprüfung vorgeschrieben ist (VwV 15.3.6). Eine Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus ist auch dann möglich, wenn ihr die Abschlussprüfung nur zum Teil bestanden habt und hinsichtlich der übrigen Teile zu einer Nachhol- oder Wiederholungsprüfung zugelassen werdet (VwV 15.3.6).
f. Behinderung (§ 15 Abs. 3 Nr. 5 BAföG)
g. Schwangerschaft/Erziehung eines Kindes unter 10 Jahren (§ 15 Abs. 3 Nr. 5 BAföG)
Die genannten Gründe sind nicht abschließend. Es kann nach § 15 Abs. 3 Nr. 1 BAföG weitere schwerwiegende Gründe geben, die eine Verlängerung der Förderung rechtfertigen. Dazu gehören aber jedenfalls nicht:
4. Besonderheiten hinsichtlich der Förderungsart zusätzlich gewährter Semester (§ 17 Abs. 2 BAföG)
Bei einem zweiten (!) Fachrichtungswechsel aus wichtigem Grund werden die im alten Studiengang „verbrauchten“ Semester auf den neuen angerechnet und nur noch mit verzinslichem Volldarlehen gefördert. (Mehr dazu hier.)
Die Studienabschlussförderung gibt es nur als verzinsliches Bankdarlehen.
Förderung über die Förderungs-höchstdauer hinaus wegen ...
ZuschussStaatsdarlehen
5. Förderungsdauer beim Schüler-BAföG
Bezieht ihr Schüler-BAföG, liegen die Dinge hinsichtlich der Förderungsdauer etwas einfacher. So etwas wie eine Förderungshöchstdauer gibt es nicht. Ihr werdet grundsätzlich für die Dauer der gesamten Ausbildung gefördert, vorausgesetzt ihr besucht die Ausbildungsstätte auch tatsächlich regelmäßig und habt keine erhöhten Fehlzeiten (ohne ärztliches Attest). Bei SchülerInnen wird vermutet, dass sie die nötige Eignung für die Ausbildung besitzen und sie erfolgreich abschließen werden, solange sie die Schule besuchen. Dies gilt selbst dann, wenn ihr eine Klasse wiederholen müsst. Deutet sich jedoch eine zweite Schuljahrswiederholung an, wird es kritischer. Hier wird es darauf ankommen, ob ihr das mangelnde Fortkommen überzeugend begründen könnt. Ist euch der Schulbesuch wegen Krankheit oder Schwangerschaft nicht möglich, so erhaltet ihr bis zur Dauer von drei Kalendermonaten trotzdem BAföG, wobei der Monat nicht mitzählt, in dem ihr krank oder schwanger geworden seid.
Eine Besonderheit gibt es beim Schüler-BAföG hinsichtlich der Förderung in der unterrichtsfreien Zeit (VwV 15.2.3). Diese darf im Jahr 77 Ferienwerktage nicht überschreiten. Tut sie das, so wird die Förderungsdauer wie folgt gekürzt: Je einen Kalendermonat kürzere Förderung für jeden angefangenen Zeitraum von 26 Ferienwerktagen. Schüler-BAföG wird übrigens immer als Vollzuschuss gezahlt.
Seite 1: Beginn der Förderung, Ende der Förderung (1. Teil): Regelstudienzeit entscheidend
Seite 2: Ende der Förderungsdauer (Fortsetzung): Besonderheiten bei Fernunterricht, Auslandsstudium, Fachrichtungswechsel; sonstige Gründe für die Einstellung der Förderung
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