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Timestamp: 2017-06-26 12:43:23
Document Index: 9643330

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 109']

9C_166/2015 (02.07.2015)
9C_166/2015 {T 0/2} Urteil vom 2. Juli 2015
des Bundesverwaltungsgerichts,
A. Die 1969 geborene A.________ wurde im November 2011 über den österreichischen Sozialversicherungsträger bei der schweizerischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet. Nach Abklärungen und Durchführung des Vorbescheidverfahrens verneinte die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) mit Verfügung vom 28. August 2012 einen Leistungsanspruch.
B. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesverwaltungsgericht mit Entscheid vom 6. Februar 2015 ab.
C. A.________ lässt mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragen, der Entscheid vom 6. Februar 2015 sei aufzuheben und die Sache sei im Sinne der Erwägungen an die IVSTA zur Neubeurteilung zurückzuweisen.
2. Die Vorinstanz hat den Einschätzungen des medizinischen Dienstes der IVSTA (Stellungnahmen des Dr. med. B.________ vom 20. April und 15. Juli 2012 sowie der Frau Dr. med. C.________ vom 24. August 2012) in Verbindung mit den Gutachten des Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, vom 19. Februar 2012 und des Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, vom 29. Februar 2012 Beweiskraft beigemessen. Gestützt darauf hat sie eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Erwerbstätigkeit und die Arbeit im Haushalt festgestellt und folglich einen Leistungsanspruch der Versicherten verneint.
3.2. Bei den vorinstanzlichen Feststellungen zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit der versicherten Person handelt es sich grundsätzlich um Entscheidungen über eine Tatfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397 ff.), welche das Bundesgericht seiner Urteilsfindung zugrunde zu legen hat (E. 1). Die konkrete Beweiswürdigung stellt ebenfalls eine Tatfrage dar. Dagegen ist die Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweiswürdigungsregeln Rechtsfrage (BGE 132 V 393 E. 3.2 und 4 S. 397 ff.; Urteil I 865/06 vom 12. Oktober 2007 E. 4 mit Hinweisen), die das Bundesgericht im Rahmen der den Parteien obliegenden Begründungs- bzw. Rügepflicht (Art. 42 Abs. 2 BGG und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.1 und 1.4.2 S. 254) frei überprüfen kann (Art. 106 Abs. 1 BGG).
3.3. Die Beschwerdeführerin rügt einzig eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes in dem Sinn, als Frau Dr. med. C.________ festgehalten habe, es gebe weder eine neurologische Untersuchung noch eine Untersuchung wie z.B. mittels EMG, um die Beschwerden zu objektivieren; zudem fehle ein klinischer Status, der mit dem MRT übereinstimme.
Daraus kann die Versicherte nichts für sich ableiten: Die Stellungnahme des medizinischen Dienstes kann nur so verstanden werden, dass die Berichte der behandelnden Ärzte (Dres. med. F.________ und G.________) vom 21. Juni resp. 26. Juli 2012 vorwiegend auf den Angaben der Versicherten beruhen und nichts enthalten, was die grundsätzlich gegebene Beweiskraft der Administrativgutachten der Dres. med. D.________ und E.________ erschüttert (E. 3.1; vgl. auch BGE 125 V 351 E. 3b/bb und cc S. 353). Insbesondere lässt sich den Ausführungen der Frau Dr. med. C.________ keine Notwendigkeit weiterer Untersuchungen entnehmen. Sie legte nachvollziehbar dar, dass auch die behandelnden Ärzte trotz des MRT-Befundes keine Einschränkungen objektivieren konnten. Somit stellt der vorinstanzliche Verzicht auf zusätzliche Abklärungen keine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes dar (antizipierende Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94), zumal die Versicherte bereits u.a. durch einen Neurologen untersucht worden war (E. 2). Die Beschwerde ist offensichtlich unbegründet (Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG).