Source: https://www.rechtslupe.de/beruf/die-fallzahlen-des-angehenden-fachanwalts-bei-fachgebietsuebergreifenden-mandaten-392263
Timestamp: 2020-01-22 03:31:36
Document Index: 134828893

Matched Legal Cases: ['§ 5', '§ 43', '§ 2', '§ 2', '§ 5', '§ 42', '§ 14', '§ 14', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 1922', '§ 10', '§ 14', '§ 1', '§ 5', '§ 5', '§ 14', '§ 5', '§ 14', '§ 362', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', '§ 14', 'BGH', '§ 31', '§ 10', 'BGH', 'BGH', '§ 5', 'BGH', '§ 5', '§ 5', '§ 81', '§ 72', '§ 31', '§ 631', '§ 631']

Die Fall­zah­len des ange­hen­den Fach­an­walts – bei fach­ge­biets­über­grei­fen­den Man­da­ten | Rechtslupe
Wer­den im Rah­men einer Fall­be­ar­bei­tung Rech­te aus oder im Zusam­men­hang mit einem Ver­trag gel­tend gemacht, der sowohl einem bestimm­ten Fach­ge­biet im Sin­ne von § 5 Abs. 1 FAO als auch ande­ren Rechts­ge­bie­ten zuge­hö­ri­ge Rege­lun­gen ent­hält, kann eine fach­ge­biets­be­zo­ge­ne Zuord­nung der Fall­be­ar­bei­tung nur erfol­gen, wenn sie ver­trag­li­che Rege­lun­gen oder Wir­kun­gen betrifft, die dem Fach­ge­biet zuzu­ord­nen sind.
Nach § 43c Abs. 1 Satz 1 BRAO, § 2 Abs. 1 FAO hat der Antrag­stel­ler für die Ver­lei­hung einer Fach­an­walts­be­zeich­nung beson­de­re theo­re­ti­sche Kennt­nis­se und beson­de­re prak­ti­sche Erfah­run­gen nach­zu­wei­sen. Sol­che lie­gen vor, wenn sie auf dem Fach­ge­biet erheb­lich das Maß des­sen über­stei­gen, das übli­cher­wei­se durch die beruf­li­che Aus­bil­dung und prak­ti­sche Erfah­rung im Beruf ver­mit­telt wird (§ 2 Abs. 2 FAO).
Fall­be­ar­bei­tun­gen genü­gen nur dann für den Erwerb der nach § 5 Abs. 1 Buchst. q FAO erfor­der­li­chen beson­de­ren prak­ti­schen Erfah­run­gen, wenn sie einen – kon­kret dar­zu­le­gen­den – Bezug zu dem betref­fen­den Fach­ge­biet auf­wei­sen.
Der Rechts­an­walt, der eine Fach­an­walts­be­zeich­nung führt, weist damit das recht­su­chen­de Publi­kum auf Spe­zi­al­kennt­nis­se hin, über wel­che er im Unter­schied zu ande­ren Rechts­an­wäl­ten ver­fügt, die kei­ne Fach­an­walts­be­zeich­nung füh­ren dür­fen 1. Im Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren wur­de die Ein­fü­gung der §§ 42a ff. BRAO a.F., wel­che die Fach­an­walt­schaft regel­ten, wie folgt begrün­det 2: "Wegen der raschen Zunah­me und wach­sen­den Kom­pli­ziert­heit des Nor­men­be­stan­des und der Fort­bil­dung des Rechts durch ver­schie­de­ne Zwei­ge der Gerichts­bar­keit bedarf die Beschäf­ti­gung des Rechts­an­walts mit Rechts­fra­gen außer­halb eines Kern­be­reichs, vor allem des Straf- und Zivil­rechts, auf den in der "All­ge­mein­pra­xis" immer wie­der ein­zu­ge­hen ist, einer nach­drück­li­chen Ein­ar­bei­tung in das betref­fen­de Rechts­ge­biet. Unter wirt­schaft­li­chen Gesichts­punk­ten ist sie häu­fig nur dann loh­nend, wenn die ein­mal erlang­ten Kennt­nis­se in stän­di­ger Beschäf­ti­gung mit dem Gebiet wei­ter ange­wandt und aus­ge­baut wer­den kön­nen. Eine nicht gerin­ge Zahl von Rechts­an­wäl­ten hat sich daher Spe­zi­al­ge­bie­ten zuge­wandt. Ihre beruf­li­chen Inter­es­sen tref­fen sich mit dem Ver­lan­gen der Recht­su­chen­den nach einer mög­lichst hohen Befä­hi­gung der Rechts­an­wäl­te, die sie bera­ten und ver­tre­ten sol­len."
Der Gesetz­ge­ber hat bei der Rege­lung der Fach­an­walt­schaft mit­hin aus­drück­lich dem Umstand Rech­nung getra­gen, dass beim recht­su­chen­den Publi­kum durch die Fach­an­walts­be­zeich­nung die Erwar­tung beson­de­rer, in einem for­ma­li­sier­ten Ver­fah­ren nach­ge­wie­se­ner theo­re­ti­scher und prak­ti­scher Kennt­nis­se erweckt wird 3. Dem­entspre­chend sind für die Aus­le­gung der eine Fach­an­walt­schaft betref­fen­den Vor­schrif­ten der Fach­an­walts­ord­nung die berech­tig­ten Erwar­tun­gen des recht­su­chen­den Publi­kums, für wel­ches die Fach­an­walts­be­zeich­nung maß­geb­lich bestimmt ist, von ent­schei­den­der Bedeu­tung 4. Inso­weit ist in Bezug auf das Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­recht zu beden­ken, dass es inner­halb des Rege­lungs­ge­fü­ges des den Fach­an­walt für Urhe­ber- und Medi­en­recht betref­fen­den § 14j FAO als Neben­ge­biet aus­ge­wie­sen ist, wäh­rend es in der Bestim­mung des den Fach­an­walt für Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie­recht betref­fen­den § 14k FAO als Kern­ge­biet erscheint. Dem ent­spricht es, dass, wer Bera­tung in aus­schließ­lich tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­recht­li­chen Ange­le­gen­hei­ten sucht, sich eher an einen Fach­an­walt für Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie­recht als einen Fach­an­walt für Urhe­ber- und Medi­en­recht wen­den dürf­te. Vor allem aber rech­net der­je­ni­ge, der einen Fach­an­walt für Urhe­ber- und Medi­en­recht auf­sucht, nicht damit, dass die­ser sei­ne beson­de­ren prak­ti­schen Erfah­run­gen zu wesent­li­chen Tei­len – § 5 Abs. 1 Buchst. q FAO lässt inso­weit bis zu 65 von 80 Fäl­len zu – durch tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­recht­li­che Fall­be­ar­bei­tun­gen erwor­ben hat, die kei­nen Bezug zum Urhe­ber- und Medi­en­recht auf­wei­sen 5. Er hegt viel­mehr die berech­tig­te Erwar­tung, dass die Fach­an­walts­be­zeich­nung ein Aus­weis beson­de­rer prak­ti­scher Erfah­rung auch auf den Kern­ge­bie­ten des jewei­li­gen Rechts­ge­biets ist. Die­se Erwar­tung wür­de ent­täuscht, wenn die Fach­an­walts­be­zeich­nung weit­ge­hend durch Fall­be­ar­bei­tun­gen ohne Bezug zu die­sen Kern­ge­bie­ten erwor­ben wer­den könn­te.
Der Erwerb beson­de­rer prak­ti­scher Erfah­run­gen setzt nach § 5 Abs. 1 FAO vor­aus, dass der Antrag­stel­ler die in § 5 Abs. 1 FAO jeweils gefor­der­te Anzahl von Fäl­len bear­bei­tet hat. Maß­ge­bend ist mit­hin aus­schließ­lich, ob der kon­kret vom Antrag­stel­ler bear­bei­te­te Fall einem der genann­ten Berei­che zuzu­ord­nen ist 6. Hier­für kön­nen die Rege­lun­gen eines Ver­tra­ges, aus dem im Rah­men einer Fall­be­ar­bei­tung Rech­te gel­tend zu machen oder abzu­weh­ren sind, wich­ti­ge Anhalts­punk­te bie­ten. Dies gilt indes nur, wenn die­se – einem bestimm­ten Fach­ge­biet im Sin­ne von § 5 Abs. 1 FAO zuzu­ord­nen­den – ver­trag­li­chen Rege­lun­gen auch Grund­la­ge der kon­kre­ten Fall­be­ar­bei­tung waren. Denn es ist der kon­kre­te Fall, nicht der zugrun­de lie­gen­de Ver­trag, der nach der Rege­lungs­sys­te­ma­tik des § 5 Abs. 1 FAO Gegen­stand der Zuord­nung ist.
Wer­den Rech­te aus einem Ver­trag gel­tend gemacht, des­sen Rege­lun­gen aus­schließ­lich einem der Fach­ge­bie­te im Sin­ne von § 5 Abs. 1 FAO zuzu­ord­nen sind, wird in der Regel auch die kon­kre­te Fall­be­ar­bei­tung die­sem Fach­ge­biet zuge­ord­net wer­den kön­nen. Wer­den dage­gen Rech­te aus oder im Zusam­men­hang mit einem Ver­trag gel­tend gemacht, der sowohl einem bestimm­ten Fach­ge­biet im Sin­ne von § 5 Abs. 1 FAO zuge­hö­ri­ge Rege­lun­gen als auch ande­ren Rechts­ge­bie­ten oder dem all­ge­mei­nen Zivil­recht zuge­hö­ri­ge Rege­lun­gen ent­hält, kann eine fach­ge­biets­be­zo­ge­ne Zuord­nung der Fall­be­ar­bei­tung nur erfol­gen, wenn sie ver­trag­li­che Rege­lun­gen oder Wir­kun­gen betrifft, die dem Fach­ge­biet zuzu­ord­nen sind. Weist mit­hin die Fall­be­ar­bei­tung kei­ne Berüh­rungs­punk­te zu den urhe­ber- oder medi­en­recht­li­chen (Teil)Regelungen des Ver­tra­ges auf, son­dern allein zu des­sen ande­ren Rechts­ge­bie­ten – etwa dem Dienst- oder Werk­ver­trags­recht oder dem all­ge­mei­nen Zivil­recht – zuzu­ord­nen­den Rege­lun­gen, han­delt es sich nicht um einen urhe­ber- oder medi­en­recht­li­chen Fall 7.
Glei­ches gilt, wenn bei einer – in ihrem Schwer­punkt ande­re Fra­gen betref­fen­den – Fall­be­ar­bei­tung nur am Ran­de oder bei einer rou­ti­ne­mä­ßi­gen Vor­prü­fung Aspek­te eines Fach­ge­biets im Sin­ne von § 5 Abs. 1 FAO berück­sich­tigt wer­den, die kei­ner nähe­ren Befas­sung bedür­fen, weil sie sich als unpro­ble­ma­tisch dar­stel­len. Denn ein Fall, der nicht schon ori­gi­när einem Fach­ge­biet zuge­ord­net wer­den kann, hat, um Aus­weis prak­ti­scher Erfah­rung auf die­sem Fach­ge­biet sein zu kön­nen, einen aus­rei­chen­den inhalt­li­chen Bezug zu dem Fach­ge­biet nur, wenn bei sei­ner Bear­bei­tung Fra­gen aus dem Fach­ge­biet für die argu­men­ta­ti­ve Aus­ein­an­der­set­zung tat­säch­lich eine Rol­le spie­len. Dem­entspre­chend ist es nicht aus­rei­chend, wenn im Rah­men einer sol­chen Fall­be­ar­bei­tung zwar Fra­gen aus dem Fach­ge­biet eine Rol­le spie­len kön­nen, tat­säch­lich aber nicht rele­vant wer­den 8. Ein Fall, des­sen Schwer­punkt in einem ande­ren Gebiet liegt, wird bei­spiels­wei­se nicht schon dadurch zu einem erbrecht­li­chen Fall im Sin­ne von § 5 Abs. 1 Buchst. m FAO, dass einem Anspruch eine unstrei­ti­ge Gesamt­rechts­nach­fol­ge gemäß § 1922 BGB zu Grun­de liegt. Der ver­schie­de­ne Rechts­ge­bie­te berüh­ren­de Fall muss viel­mehr eine für die juris­ti­sche Bear­bei­tung rele­van­te erbrecht­li­che Fra­ge auf­wer­fen, das heißt einen Bear­bei­tungs­schwer­punkt im Erbrecht ent­hal­ten 9.
Web­de­sign-Ver­trä­ge betref­fen in zahl­rei­chen Fäl­len auch das Recht der Tele­me­di­en und das Urhe­ber­recht. In ihnen sind häu­fig nach dem Tele­me­di­en­ge­setz bestehen­de Pflich­ten und die urhe­ber­recht­li­chen Nut­zungs­rech­te ver­trag­lich gere­gelt. Geht es in der kon­kre­ten Fall­be­ar­bei­tung um sol­che Pflich­ten und Rech­te, han­delt es sich frag­los um eine medi­en- bzw. urhe­ber­recht­li­che Fall­be­ar­bei­tung. Das ist etwa dann anzu­neh­men, wenn der Rechts­an­walt mit dem Ent­wurf eines Web­de­sign-Ver­trags beauf­tragt ist. Die Fall­be­ar­bei­tung umfasst bei einem der­ar­ti­gen Auf­trag auch die Ein­ar­bei­tung urhe­ber- und tele­me­di­en­recht­li­cher Rege­lun­gen in das Ver­trags­werk. Aber auch bei der Ver­trags­aus­füh­rung bzw. durch­set­zung kann es sich um eine urhe­ber- oder medi­en­recht­li­che Fall­be­ar­bei­tung han­deln, etwa wenn der die Zah­lung ver­wei­gern­de Ver­trags­part­ner des Man­dan­ten des Fach­an­walts­be­wer­bers die nicht hin­rei­chen­de Ein­räu­mung von Nut­zungs­rech­ten oder spe­zi­fisch medi­en­recht­li­che Män­gel wie zum Bei­spiel ein feh­len­des oder feh­ler­haf­tes Impres­sum gel­tend macht.
Web­de­sign-Ver­trä­ge kön­nen indes auch zahl­rei­che Rege­lun­gen ent­hal­ten, die inhalt­lich kei­nen Bezug zum Urhe­ber- und Medi­en­recht haben. Dies betrifft etwa Rege­lun­gen zu Umfang, Funk­tio­na­li­tät und Struk­tur der Inter­net­sei­te, zur Sach­män­gel­haf­tung, zur Kün­di­gung sowie zur Pfle­ge und War­tung der Inter­net­sei­te. Eine aus­schließ­li­che Zuord­nung des Web­de­sign-Ver­trags zum Urhe­ber- und Medi­en­recht ist daher nicht mög­lich. Sie fin­det sich – im Unter­schied zu ande­ren Ver­trags­ty­pen (vgl. § 10 Nr. 1 Buchst. a FAO (Arbeits­ver­trag) und § 14e Nr. 1 (Bau­ver­trag) ) – auch in der Fach­an­walts­ord­nung nicht.
Ent­spre­chen­des gilt für eine Fall­be­ar­bei­tung, die einen Web­de­sign-Ver­trag betrifft. Sie kann sich sowohl auf urhe­ber- oder medi­en­recht­li­che als auch auf sol­che Rege­lun­gen des Ver­trags bezie­hen, die kei­nen Bezug zum Urhe­ber- oder Medi­en­recht auf­wei­sen. Zum Nach­weis beson­de­rer prak­ti­scher Erfah­run­gen im Urhe­ber- oder Medi­en­recht sind nur Fall­be­ar­bei­tun­gen geeig­net, die einen urhe­ber- oder medi­en­recht­li­chen Bezug haben.
Im vor­lie­gen­den Rechts­streit, in dem es um die Fach­an­walts­be­zeich­nung für das Urhe­ber- und Medi­en­recht ging, umfass­te die Fall­lis­te u.a. einen Fall der For­de­rungs­ein­trei­bung aus Web­de­sign­ver­trag. Der zugrun­de­lie­gen­de Web­de­signvVer­trag ent­hält Rege­lun­gen, die ver­schie­de­nen Ver­trags­ty­pen zuzu­ord­nen sind. So beinhal­tet § 1 des Ver­tra­ges ("Ver­trags­ge­gen­stand") die Ver­pflich­tung der Man­dan­tin der Anwäl­tin zur "Erarbeitung/​Erstellung" einer Inter­net­prä­sen­ta­ti­on nach den in der zuge­hö­ri­gen Anla­ge 1 bestimm­ten Vor­ga­ben. Es han­delt sich mit­hin um eine werk- bzw. werk­lie­fe­rungs­ver­trag­li­che Rege­lung 10. Dage­gen ent­hält § 5 ("Eigen­tums­rech­te") mit der Ein­räu­mung von Nut­zungs­rech­ten an der erar­bei­te­ten Inter­net­prä­sen­ta­ti­on urhe­ber­recht­li­che Bestim­mun­gen 11. Da der Ver­trag sowohl die Her­stel­lung eines Werks als auch die urhe­ber­recht­li­che Ein­räu­mung von Nut­zungs­rech­ten ent­hält, ist auch die in einer Anla­ge zum Inter­net­prä­sen­ta­ti­ons­ver­trag gere­gel­te Ver­gü­tung die­sen sei­tens der Man­dan­tin der Anwäl­tin zu erbrin­gen­den Leis­tun­gen zuzu­ord­nen. Sie ist glei­cher­ma­ßen Werk­lohn bezie­hungs­wei­se Kauf­preis wie urhe­ber­recht­li­che Ver­gü­tung. Da mit­hin nicht nur die Ein­räu­mung von Nut­zungs­rech­ten an einer bereits vor Auf­trags­er­tei­lung erstell­ten Inter­net­prä­sen­ta­ti­on Gegen­stand des Inter­net­prä­sen­ta­ti­ons­ver­tra­ges ist, kann in der Gel­tend­ma­chung der ver­trag­lich geschul­de­ten Ver­gü­tung auch nicht aus­schließ­lich die Gel­tend­ma­chung einer urhe­ber­recht­li­chen Ver­gü­tung gese­hen wer­den, die eine urhe­ber­recht­li­che Fall­be­ar­bei­tung im Sin­ne von § 5 Abs. 1 q in Ver­bin­dung mit § 14j Nr. 1 FAO begrün­den wür­de. Ent­schei­dend ist viel­mehr die kon­kre­te von der Bear­bei­tung betrof­fe­ne Fra­ge­stel­lung 12, die im Rah­men der Gel­tend­ma­chung der Ver­gü­tungs­for­de­rung durch die Anwäl­tin eine Rol­le gespielt hat. Die eine Ver­gü­tungs­for­de­rung betref­fen­de Fall­be­ar­bei­tung muss mit­hin einen urhe­ber­recht­li­chen Bear­bei­tungs­schwer­punkt haben, um selbst dem Urhe­ber­recht zuge­ord­net wer­den zu kön­nen 13.
Nach der Dar­stel­lung der Anwäl­tin lag der "For­de­rungs­ein­trei­bung aus Web­de­si­gner­ver­trag" in der Bear­bei­tung von Fall 5 zugrun­de, dass der Kun­de ihrer Man­dan­tin mit der Gestal­tung und media­len Auf­be­rei­tung der zu erstel­len­den Anzei­ge nicht zufrie­den war bezie­hungs­wei­se Mar­ke­ting- und Syn­er­gie­ef­fek­te der Wer­bung anzwei­fel­te und des­halb die Zah­lung ver­wei­ger­te. Gegen­stand der Fall­be­ar­bei­tung war somit im Schwer­punkt die Prü­fung die­ser im Män­gel­recht begrün­de­ten Ein­wen­dun­gen. Letz­te­re betra­fen weder medi­en- noch urhe­ber­recht­li­che Pflich­ten der Man­dan­tin der Anwäl­tin, son­dern Män­gel, die aus­schließ­lich nach Werk­ver­trags- bzw. Kauf­recht und all­ge­mei­nem Zivil­recht zu beur­tei­len waren. Beson­de­re prak­ti­sche Erfah­run­gen auf dem Gebiet des Urhe­ber- oder Medi­en­rechts kön­nen durch sol­che Fall­be­ar­bei­tun­gen nicht erwor­ben wer­den. Zwar wird von dem Fach­an­walts­be­wer­ber erwar­tet, dass er die vor­ge­nann­ten all­ge­mei­nen Rechts­ge­bie­te eben­falls beherrscht. Ins­be­son­de­re muss er zur Bear­bei­tung von Fäl­len in der Lage sein, in denen die spe­zi­al­ge­setz­li­chen und zivil­recht­li­chen Mate­ri­en inein­an­der grei­fen. Gera­de auch mit sol­chen Fall­be­ar­bei­tun­gen wird er sei­ne beson­de­ren prak­ti­schen Erfah­run­gen im Fach­ge­biet nach­wei­sen kön­nen. Dies gilt indes nicht für Fall­be­ar­bei­tun­gen, die aus­schließ­lich all­ge­mei­ne zivil­recht­li­che Pro­blem­stel­lun­gen und nicht zugleich auch die spe­zi­al­ge­setz­li­chen Mate­ri­en betref­fen. Mit sol­chen Fall­be­ar­bei­tun­gen, die sich nicht von ande­ren, Män­ge­lein­re­den betref­fen­den Fall­be­ar­bei­tun­gen aus dem Werk- und Kauf­ver­trags­recht unter­schei­den, kön­nen beson­de­re Erfah­run­gen in dem Fach­ge­biet nicht belegt wer­den. Denn es sind die beson­de­ren Fähig­kei­ten des Fach­an­walts in dem jewei­li­gen Spe­zi­al­ge­biet, die ihn aus­zeich­nen, und nicht sei­ne all­ge­mei­nen Kennt­nis­se und Erfah­run­gen im Zivil­recht, die auch von in einer "All­ge­mein­pra­xis" täti­gen Rechts­an­wäl­ten erwar­tet wer­den kön­nen.
Dabei ver­kennt der Bun­des­ge­richts­hof nicht, dass der­je­ni­ge, der sich wegen Män­geln eines Web­de­sign-Pro­dukts – sei es als Unter­neh­mer, sei es als Bestel­ler – an einen Rechts­an­walt wen­det, von die­sem auch beson­de­re tat­säch­li­che und tech­ni­sche Kennt­nis­se betref­fend die Funk­ti­ons­wei­se und die Struk­tur des Inter­nets und einer Inter­net­sei­te erwar­tet. Er wird – zu Recht – der­ar­ti­ge Kennt­nis­se ins­be­son­de­re bei einem Fach­an­walt für Urhe­ber- und Medi­en­recht, aber auch bei einem Fach­an­walt für Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie­recht ver­mu­ten. Die Fach­an­walts­ord­nung ver­langt zum Erwerb der Fach­an­walts­be­zeich­nung sol­che beson­de­ren tat­säch­li­chen und tech­ni­schen Kennt­nis­se indes nicht. Sie stellt allein auf die Rechts­kennt­nis­se des Fach­an­walts­be­wer­bers in dem Fach­ge­biet Urhe­ber- und Medi­en­recht ab. Zwar wird das Ver­ständ­nis der Rechts­ma­te­rie des Fach­ge­biets durch das Ver­ständ­nis sei­ner tat­säch­li­chen und tech­ni­schen Grund­la­gen geför­dert. Sei­ne beson­de­ren prak­ti­schen Erfah­run­gen im Recht des Fach­ge­biets kann der Fach­an­walts­be­wer­ber mit ledig­lich tat­säch­li­chen und tech­ni­schen Kennt­nis­sen jedoch nicht nach­wei­sen.
Der Umstand, dass – wie die Anwäl­tin anführt – sie bei der Gel­tend­ma­chung von For­de­run­gen aus Inter­net­prä­sen­ta­ti­ons­ver­trä­gen immer rou­ti­ne­mä­ßig auch mög­li­che Ein­wen­dun­gen urhe­ber- und medi­en­recht­li­cher Art prüft, mag zwar anwalt­li­cher Vor­sicht ent­spre­chen. Sol­che Vor­prü­fun­gen begrün­den indes – wie aus­ge­führt – noch nicht einen urhe­ber- oder medi­en­recht­li­chen Bear­bei­tungs­schwer­punkt des betref­fen­den Falls. Der Bear­bei­tungs­schwer­punkt liegt viel­mehr in den Fra­ge­stel­lun­gen, die durch die Zah­lungs­ver­wei­ge­rung und ihre Begrün­dung im Ein­zel­fall kon­kret auf­ge­wor­fen wer­den. Vor­prü­fun­gen der von der Anwäl­tin beschrie­be­nen Art füh­ren dem­entspre­chend nicht zum Erwerb beson­de­rer prak­ti­scher Erfah­run­gen im Urhe­ber- oder Medi­en­recht. Andern­falls könn­te eine Fach­an­walts­be­zeich­nung allein durch das Fach­ge­biet betref­fen­de Vor­prü­fun­gen im Rah­men von Fall­be­ar­bei­tun­gen erwor­ben wer­den, die ihren Schwer­punkt in ande­ren, das Fach­ge­biet nicht berüh­ren­den Fra­gen haben. Dies ent­spricht weder der – maß­geb­li­chen – Erwar­tung des recht­su­chen­den Publi­kums noch dem Erfor­der­nis des Pra­xis­be­zu­ges der erwor­be­nen Erfah­rung. Wer einen Fach­an­walt für Urhe­ber- und Medi­en­recht auf­sucht, rech­net nicht damit, dass die­ser sei­ne auf das Fach­ge­biet bezo­ge­nen Erfah­run­gen nur oder im Wesent­li­chen mit ent­spre­chen­den Vor­prü­fun­gen erwor­ben hat. Ist dies der Fall, fehlt es der hier­durch gewon­ne­nen Erfah­rung auch an dem not­wen­di­gen Pra­xis­be­zug, der nur durch die Aus­ein­an­der­set­zung mit Fra­ge­stel­lun­gen her­ge­stellt wer­den kann, die durch den kon­kre­ten Fall auf­ge­wor­fen wer­den.
Ver­trag, deren Erfül­lung nach der Dar­stel­lung der Anwäl­tin unter Erhe­bung der vor­ge­nann­ten Män­ge­lein­re­den und nach unbe­rech­tig­ter Kün­di­gung ver­wei­gert wur­de. Im gericht­li­chen Ver­fah­ren wur­de neben der ver­trags- bezie­hungs­wei­se frist­ge­mä­ßen Kün­di­gung durch die Kun­din die ord­nungs­ge­mä­ße Leis­tungs­er­brin­gung der Man­dan­tin der Anwäl­tin pro­ble­ma­ti­siert. Es han­del­te sich erneut um Fra­gen, die aus­schließ­lich dem all­ge­mei­nen Zivil­recht und dem Werk­ver­trags- bezie­hungs­wei­se Kauf­recht zuzu­ord­nen sind. Der Umstand, dass der gel­tend gemach­te Man­gel die Erreich­bar­keit der erstell­ten Web­site betraf, lässt kei­ne hin­rei­chen­den urhe­ber- oder medi­en­recht­li­che Bezugs­punk­te erken­nen. Viel­mehr han­delt es sich auch hier allein um die nach werk­ver­trags- bezie­hungs­wei­se kauf­recht­li­chen und all­ge­mei­nen zivil­recht­li­chen Grund­sät­zen zu beur­tei­len­de Man­gel­haf­tig­keit des geschul­de­ten Werks und ihre recht­li­chen Fol­gen ein­schließ­lich der in den all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen der Man­dan­tin der Anwäl­tin gere­gel­ten Haf­tungs­be­schrän­kung für Stö­run­gen des Inter­nets.
Die Bear­bei­tung der Fäl­le 8 und 42 hat­te jeweils Kauf­preis­for­de­run­gen aus Inter­net­do­main-Kauf­ver­trä­gen zum Gegen­stand. Nach den vor­ste­hend näher aus­ge­führ­ten Grund­sät­zen führt – ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Anwäl­tin – allein der Umstand, dass Kauf­ge­gen­stand des Ver­tra­ges jeweils eine Inter­net­do­main und damit ein Bestand­teil eines Tele­me­di­en­diens­tes war, noch nicht zur Zuord­nung jed­we­der, Rech­te aus dem Inter­net­do­main-Kauf­ver­trag betref­fen­den Fall­be­ar­bei­tung zum Tele­me­di­en­recht. Ent­schei­dend ist viel­mehr, ob die kon­kre­te Fall­be­ar­bei­tung selbst einen (tele) medi­en­recht­li­chen Bear­bei­tungs­schwer­punkt auf­weist. Dies ist bei der Gel­tend­ma­chung einer Kauf­preis­for­de­rung aus einem Inter­net­do­main-Kauf­ver­trag gegen­über einem säu­mi­gen, kei­ne Ein­wen­dun­gen mit Bezug zum Medi­en­recht erhe­ben­den Ver­trags­part­ner nicht der Fall. Eine sol­che Fall­be­ar­bei­tung ist viel­mehr rein kauf- bezie­hungs­wei­se zivil­recht­lich ein­zu­ord­nen.
Eine medi­en­recht­li­che Zuord­nung kann auch nicht schon des­halb erfol­gen, weil beim Kauf einer Inter­net­do­main haf­tungs­recht­li­che Fra­gen aus dem Tele­me­di­en­ge­setz eine Rol­le spie­len kön­nen und vor Gel­tend­ma­chung des Kauf­prei­ses geprüft wur­de, ob Titel­schutz­rech­te Drit­ter in Bezug auf die Domain in Betracht kamen. Sol­che Vor­prü­fun­gen begrün­den noch nicht einen urhe­ber- oder medi­en­recht­li­chen Bear­bei­tungs­schwer­punkt. Bei Fall­ge­stal­tun­gen, in denen Rech­te aus einem Ver­trag gel­tend gemacht wer­den, der sowohl einem Fach­ge­biet im Sin­ne von § 5 Abs. 1 FAO als auch ande­ren Rechts­ge­bie­ten (hier: dem Kauf­recht bezie­hungs­wei­se all­ge­mei­nen Zivil­recht) zuge­hö­ri­ge Rege­lun­gen ent­hält, genügt es nach den vor­ste­hen­den Grund­sät­zen nicht, dass Fra­gen aus dem Fach­ge­biet eine Rol­le spie­len kön­nen, kon­kret aber nicht rele­vant wer­den. Erfor­der­lich ist viel­mehr, dass sie für die argu­men­ta­ti­ve Aus­ein­an­der­set­zung tat­säch­lich eine Rol­le spie­len und einen Bear­bei­tungs­schwer­punkt bil­den. Letz­te­res ist in Bezug auf die gericht­li­che Durch­set­zung von Kauf­preis­for­de­run­gen aus Inter­net­do­main-Kauf­ver­trä­gen in den Fäl­len 8 und 42 zu ver­nei­nen.
Auch die Bear­bei­tung des Falls 39 kann nicht dem Urhe­ber- oder Medi­en­recht zuge­ord­net wer­den. Gegen­stand der Fall­be­ar­bei­tung war nach Dar­stel­lung der Anwäl­tin die Abwehr einer For­de­rung aus dem Gast­spiel­ver­trag einer Sän­ge­rin zur Ver­mei­dung einer Dop­pel­zah­lung, ins­be­son­de­re die Beweis­bar­keit der bereits erfolg­ten Zah­lung. Es trifft zwar zu, dass in einem Gast­spiel­ver­trag häu­fig auch urhe­ber- und musik­ver­trags­recht­li­che Fra­gen der Ver­wer­tung der künst­le­ri­schen Dar­bie­tung gere­gelt wer­den 14. Dar­über hin­aus ent­hält der Gast­spiel­ver­trag jedoch auch rein dienst- bezie­hungs­wei­se werk­ver­trags­recht­li­che Bestim­mun­gen, die mit den in § 14j FAO genann­ten Rechts­be­rei­chen in kei­nem Zusam­men­hang ste­hen 15. Dem­entspre­chend han­delt es sich bei der aus einem Gast­spiel­ver­trag geschul­de­ten Ver­gü­tung auch nicht nur um ein urhe­ber­recht­li­ches Nut­zungs­ent­gelt, son­dern vor allem um die Ver­gü­tung für das von dem Künst­ler geschul­de­te Werk bezie­hungs­wei­se die von ihm geschul­de­te Dienst­leis­tung. Wird sie – wie in dem von der Anwäl­tin bear­bei­te­ten Fall – nach unmit­tel­ba­rer Ent­rich­tung an die Künst­le­rin ein zwei­tes Mal gefor­dert, liegt der Bear­bei­tungs­schwer­punkt nicht im Urhe­ber- oder Medi­en­recht, son­dern bei der all­ge­mei­nen zivil­recht­li­chen Ein­re­de der Erfül­lung (§ 362 Abs. 1 BGB) und der Beweis­bar­keit ihrer tat­säch­li­chen Vor­aus­set­zun­gen.
Soweit die Anwäl­tin den Gast­spiel­ver­trag auf wei­te­re mög­li­che Ein­wen­dun­gen – wie die Aktiv­le­gi­ti­ma­ti­on und das For­de­rungs­recht des Mana­gers der Künst­le­rin, die Wirk­sam­keit des Ver­tra­ges und die Mög­lich­keit von Anspruchs­aus­schlüs­sen unter­sucht hat – führt dies, soweit eine sol­che Prü­fung die in § 14j FAO genann­ten Berei­che berührt haben soll­te, nach den vor­ste­hen­den Grund­sät­zen noch nicht zu einer ent­spre­chen­den Zuord­nung der Fall­be­ar­bei­tung. Für die­se ist viel­mehr – wie aus­ge­führt – allein auf die­je­ni­gen Fra­gen abzu­stel­len, die in der kon­kre­ten argu­men­ta­ti­ven Aus­ein­an­der­set­zung tat­säch­lich eine Rol­le gespielt und einen Bear­bei­tungs­schwer­punkt gebil­det haben.
Schließ­lich weist auch Fall 41 kei­nen Bear­bei­tungs­schwer­punkt im Urhe­ber- oder Medi­en­recht auf. Er hat­te die Abwehr einer Ver­gü­tungs­for­de­rung aus einem vor­ge­täusch­ten bezie­hungs­wei­se mit­tels Täu­schung geschlos­se­nen Online-Anzei­gen­ver­trag ("Regis­ter­schwin­del") und die Rück­for­de­rung einer hier­auf bereits gezahl­ten Ver­gü­tung zum Gegen­stand. Inso­fern kann offen blei­ben, ob und inwie­weit Ver­trä­ge zur Ver­öf­fent­li­chung von Anzei­gen in Online-Por­ta­len ver­lags­recht­li­che, wett­be­werbs­recht­li­che, wer­be­recht­li­che oder auch tele­me­di­en­dienst­recht­li­che Inhal­te gemäß § 14j Nr. 2, 5 und 6 FAO haben kön­nen. Denn ent­schei­dend für die Zuord­nung der Fall­be­ar­bei­tung zu einem der in § 14j FAO genann­ten Fall­ge­bie­te ist – wie aus­ge­führt – nicht der zugrun­de lie­gen­de Ver­trag, son­dern der Fall selbst. Dies gilt jeden­falls dann, wenn der zugrun­de lie­gen­de Ver­trag nicht aus­schließ­lich einem der in § 14j FAO genann­ten Fach­ge­bie­te zuge­ord­net wer­den kann, son­dern dane­ben auch ande­ren, nicht in § 14j FAO genann­ten Rechts­ge­bie­ten. So berührt der Online-Anzei­gen­ver­trag – wie die Anwäl­tin nicht ver­kennt – nicht nur in § 14j FAO genann­te Berei­che. Er ist sei­ner Rechts­na­tur nach viel­mehr ein Werk­ver­trag und hat daher zahl­rei­che Bezugs­punk­te auch zum Werk­ver­trags­recht 16. Für die Zuord­nung des Schwer­punk­tes der kon­kre­ten Fall­be­ar­bei­tung ist daher zu prü­fen, ob Fra­gen der in § 14j FAO genann­ten Berei­che oder werk­ver­trag­li­che bezie­hungs­wei­se all­ge­mei­ne zivil­recht­li­che Fra­gen betrof­fen waren. Bei der – vor­lie­gend zu beur­tei­len­den – Anfech­tung und dem auf die Grund­sät­ze der cul­pa in con­tra­hen­do gestütz­ten Ver­lan­gen nach Rück­gän­gig­ma­chung eines mit­tels Täu­schung geschlos­se­nen Anzei­gen­ver­tra­ges liegt die argu­men­ta­ti­ve Aus­ein­an­der­set­zung aus­schließ­lich im all­ge­mei­nen Zivil­recht und ist ein Bear­bei­tungs­schwer­punkt in den Rechts­be­rei­chen des § 14j FAO nicht erkenn­bar. Soweit dar­über hin­aus eine "Viel­zahl von Ver­pflich­tun­gen" des Online-Ver­la­ges aus dem Tele­me­di­en­recht geprüft wur­de, die dem Anspruch ein­wen­dungs­wei­se hät­ten ent­ge­gen­ge­hal­ten wer­den kön­nen, ist nicht ersicht­lich, dass die­se – über eine Vor­prü­fung hin­aus­ge­hend – in der kon­kre­ten Fall­be­ar­bei­tung eine Rol­le gespielt haben. Auch sie ver­mö­gen daher eine urhe­ber- oder medi­en­recht­li­che Zuord­nung des Falls nicht zu begrün­den.
vgl. BGH, Urteil vom 10.03.2014 – AnwZ (Brfg) 58/​12, NJW-RR 2014, 752 Rn. 13 f.; Beschluss vom 20.04.2009 – AnwZ (B) 48/​08, BRAK-Mitt.2009, 177 Rn. 8[↩]
zur Anwend­bar­keit von Vor­schrif­ten ver­schie­de­ner Ver­trags­ty­pen auf einen Ver­trag, der – auch – Nut­zungs­rech­te regelt vgl. Schul­ze in Dreier/​Schulze, UrhG, 4. Aufl., Vorb. v. § 31 Rn. 5[↩]
vgl. für Fall­be­ar­bei­tun­gen aus den in § 10 Nr. 1 Buchst. e FAO auf­ge­führ­ten Neben­ge­bie­ten BGH, Urteil vom 10.03.2014, aaO Rn. 14 f.[↩]
BGH, Beschluss vom 20.04.2009, aaO Rn. 9; zur Erfor­der­lich­keit eines Bear­bei­tungs­schwer­punk­tes im Fach­ge­biet vgl. Hartung/​Scharmer, BORA/​FAO, 5. Aufl., § 5 FAO Rn. 58 ff.[↩]
zur Rechts­na­tur des Web­de­sign-Ver­trags vgl. Gen­nen in Pra­xis­hand­buch Medi­en, IT- und Urhe­ber­recht, 3. Aufl., 22. Kapi­tel Rn. 361 ff.[↩]
zur Ein­räu­mung von Nut­zungs- und Ver­wer­tungs­rech­ten im Rah­men eines Web­de­sign-Ver­tra­ges vgl. Gen­nen, aaO Rn. 370 ff.[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 10.03.2014, aaO Rn. 15 ff.; Beschluss vom 20.04.2009, aaO Rn. 7 ff.; Hartung/​Scharmer, aaO § 5 FAO Rn. 54, 67[↩]
Hartung/​Scharmer, aaO § 5 FAO Rn. 241[↩]
Stang in Beck­OK, Urhe­ber­recht [01.10.2014], § 81 UrhG Rn.20; Banasch in Hand­buch des Fach­an­walts Urhe­ber- und Medi­en­recht, Kap. 13 Rn. 76; vgl. auch Loewenheim/​Schlatter, Hand­buch des Urhe­ber­rechts, 2. Aufl., § 72 UrhG Rn. 82 f.; zu Begriff und Inhalt des Musik­ver­tra­ges vgl. Nor­de­mann in Fromm/​Nordemann, Urhe­ber­recht, 11. Aufl., UrhG, Vor­be­mer­kung vor §§ 31 ff. UrhG Rn. 358, 363[↩]
zur Rechts­na­tur des Gast- bezie­hungs­wei­se Gast­spiel­ver­trags vgl. BAG, NJOZ 2007, 4407, 4409; Opo­l­o­ny, ZUM 2007, 519; Loewenheim/​Schlatter, aaO Rn. 110; Palandt/​Sprau, BGB, 74. Aufl., Einf. v. § 631 Rn. 29 m.w.N.[↩]
zum Anzei­gen­ver­trag als Werk­ver­trag vgl. Münch­Komm-BGB/Bu­sche, 6. Aufl., § 631 Rn. 236[↩]