Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%201996,%20508
Timestamp: 2019-12-07 05:57:17
Document Index: 250490510

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 767', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1060', 'BGH', '§ 767', '§ 767', '§ 323', 'BGH', '§ 1060', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 1032', '§ 1060', 'BGH', '§ 767', '§ 767', '§ 323', 'BGH', '§ 1060', '§ 32', '§ 17', 'BGH', '§ 32', 'BGH', 'BGH', '§ 32', '§ 12', '§ 261', '§ 261', '§ 12', '§ 32', '§ 36', '§ 17', 'BGH', '§ 261', '§ 12', '§ 32', '§ 36', '§ 32', '§ 17', '§ 32']

Rechtsprechung: NJW-RR 1996, 508 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BayObLG, 31.08.1995
https://dejure.org/1995,3923
BGH, 19.12.1995 - III ZR 194/94 (https://dejure.org/1995,3923)
BGH, Entscheidung vom 19.12.1995 - III ZR 194/94 (https://dejure.org/1995,3923)
BGH, Entscheidung vom 19. Dezember 1995 - III ZR 194/94 (https://dejure.org/1995,3923)
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Schiedsvertrag - Vollstreckungsgegenklage
ZPO §§ 767 1027a
LG Hamburg, 08.07.1993 - 302 O 310/92
OLG Hamburg, 20.09.1994 - 7 U 154/93
NJW-RR 1996, 508
Etwas anderes gilt selbstverständlich, wenn der geltend gemachte Einwand seinerseits einer Schiedsabrede unterliegt; dann ist das Schiedsgericht und nicht das Oberlandesgericht zur Entscheidung berufen (BGH, Urteil vom 3. Dezember 1986 - IVb ZR 80/85, BGHZ 99, 143, 146 ff; Senat, Beschlüsse vom 19. Dezember 1995 - III ZR 194/94, NJW-RR 1996, 508 und 8. November 2007 aaO Rn. 19).
Im Rahmen einer Vollstreckungsgegenklage kommt es für die Einrede des Schiedsvertrages darauf an, ob die mit der Vollstreckungsgegenklage geltend gemachte Einwendung der Schiedsabrede unterliegt (BGH, Beschl. v. 19.12.1995 - III ZR 194/94, NJW-RR 1996, 508).
OLG Köln, 03.12.2004 - 9 Sch 9/04
Die von den Parteien aufgeworfenen Rechtsfragen, ob eine Aufrechnung im Rahmen des Verfahrens nach § 1060 ZPO zu berücksichtigen ist und welche Wirkungen eine --- hier möglicherweise - auch für die Aufrechnungsforderung geltende Schiedsabrede hat (vgl. hierzu z.B. BGH NJW-RR 96, 508;… Zöller/Herget, ZPO, 24. Aufl., § 767 Rn. 6 Stichwort "Schiedssprüche" m. Nachw.;… Schwab/Walter, Schiedsgerichtsbarkeit, 6. Aufl., Kap. 3, Rn. 13. m. Nachw.), wenn - wie hier - eine entsprechende Einrede erhoben wird, bedarf keiner Klärung, denn auch die Stimmen, die eine Aufrechnung im Verfahren der Vollstreckbarerklärung zulassen und die Verweisung eines früheren Schiedsbeklagten auf die Vollstreckungsgegenklage ablehnen, halten eine Aufrechnung nur dann für zulässig, wenn hinsichtlich der zur Aufrechnung gestellten Forderung die Voraussetzungen des § 767 Abs. 2 ZPO bzw. des § 323 ZPO vorliegen, wenn also der frühere Schiedsbeklagte im Schiedsverfahren, die (vermeintliche) Forderung noch nicht zur Aufrechnung stellen konnte (BGH MDR 1991, 132;… Baumbach/Lauterbach/Albers, ZPO, 61. Aufl., § 1060 Rn. 10;… Schwab/Walter, a. a. O. Kap. 27 Rn. 12 - jew. m. w. Nachw.).
Die von dem Antragsgegner erklärte Aufrechnung scheitert auch nicht schon daran, dass der von ihm geltend gemachte Kostenerstattungsanspruch ebenfalls der Schiedsabrede unterfallen würde, so dass er nicht vor den ordentlichen Gerichten, sondern vor dem Schiedsgericht geltend zu machen wäre (vgl. BayObLGZ 1929, 531, 552; BGHZ 38, 255; BGHZ 99, 143, BGH NJW-RR 1996, 508), denn die Antragsstellerin hat die Einrede des Schiedsvertrages hinsichtlich der Aufrechnungsforderung nicht bis zum Schluss der mündlichen Verhandlung vom 11.02.2004 gem. § 1032 Abs. 1 ZPO erhoben.
OLG Köln, 03.12.2004 - 9 Sch 8/04
Die von den Parteien aufgeworfenen Rechtsfragen, ob eine Aufrechnung im Rahmen des Verfahrens nach § 1060 ZPO zu berücksichtigen ist und welche Wirkungen eine - hier möglicherweise - auch für die Aufrechnungsforderung geltende Schiedsabrede hat (vgl. hierzu z.B. BGH NJW-RR 96, 508;… ZöllerlHerget, ZPO, 24. Aufl., § 767 Rn. 6 Stichwort "Schiedssprüche" m. Nachw.;… Schwab/Walter, Schiedsgerichtsbarkeit, 6. Aufl., Kap. 3, Rn. 13. m. Nachw.), wenn - wie hier - eine entsprechende Einrede erhoben wird, bedarf keiner Klärung, denn auch die Stimmen, die eine Aufrechnung im Verfahren der Vollstreckbarerklärung zulassen und die Verweisung eines früheren Schiedsbeklagten auf die Vollstreckungsgegenklage ablehnen, halten eine Aufrechnung nur dann für zulässig, wenn hinsichtlich der zur Aufrechnung gestellten Forderung die Voraussetzungen des § 767 Abs. 2 ZPO bzw. des § 323 ZPO vorliegen, wenn also der frühere Schiedsbeklagte im Schiedsverfahren, die (vermeintliche) Forderung noch nicht zur Aufrechnung stellen konnte (BGH MDR 1991, 132;… BaumbachlLauterbach/Albers, ZPO, 61. Aufl., § 1060 Rn. 10;… Schwab/Walter, a. a. 0. Kap. 27 Rn. 12 - jew. m. w. Nachw.).
BayObLG, 31.08.1995 - 1Z AR 37/95
https://dejure.org/1995,4252
BayObLG, 31.08.1995 - 1Z AR 37/95 (https://dejure.org/1995,4252)
BayObLG, Entscheidung vom 31.08.1995 - 1Z AR 37/95 (https://dejure.org/1995,4252)
BayObLG, Entscheidung vom 31. August 1995 - 1Z AR 37/95 (https://dejure.org/1995,4252)
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Klage wegen Anlagebetrugs
§ 32 ZPO, im Gerichtsstand der unerlaubten Handlung können auch Ansprüche aus cic aus dem gleichen Lebenssachverhalt mitentschieden werden (Arg.: Neufassung des § 17 Abs. 2 GVG) (Hinweis: ebenso BGH, «Klage am Deliktsort»)
Kognitionsbefugnis des Gerichts bei Zuständigkeitsbegründung nach § 32 ZPO - Gerichtsstand des Tatorts und des Sachzusammenhangs
MDR 1995, 1261
Damit würde es von einer Rechtsauffassung abweichen, die bislang in ständiger Rechtsprechung vom Bundesgerichtshof vertreten wurde (…vgl. BGH, Urt. v. 6.11.1973 - VI ZR 199/71, NJW 1974, 410, 411;… Urt. v. 11.2.1980 - II ZR 259/78, VersR 1980, 846, 847; Beschl. v. 3.3.1983 - I ARZ 682/82, NJW 1983, 1799;… Urt. v. 4.2.1986 - VI ZR 220/84, NJW 1986, 2436, 2437 …und Urt. v. 17.10.1986 - V ZR 169/85, BGHZ 98, 362, 368) und die auch in neuerer Zeit von verschiedenen Oberlandesgerichten geteilt wird (KG KGR 1995, 202; OLG Hamburg OLGR Hamburg 1996, 347, 348; OLG Karlsruhe TranspR 1997, 166; OLG Köln MDR 2000, 170; a. A. BayObLG NJW-RR 1996, 508, 509; OLG Koblenz ZMR 1997, 77; OLG Frankfurt NJW-RR 1996, 1341; OLG Hamburg MDR 1997, 884; OLG Köln NJW-RR 1999, 1081, 1082; OLG Hamm NJW-RR 2000, 727 f.; KG MDR 2000, 413).
OLG Köln, 06.11.1998 - 5 W 92/98
Zuständigkeit des Gerichts kraft Sachzusammenhangs
Insoweit wird nach der in Literatur und Rechtsprechung nach der vorbezeichneten Gesetzesänderung im Vordringen befindlichen Auffassung für die konkurrierenden Ansprüche ein Gerichtsstand des Sachzusammenhangs begründet (vgl. BayObLG NJW-RR 96, 508;… Zöller-Vollkommer, § 32 Rdnr. 20;… Thomas-Putzo, ZPO, 20. Aufl., vor § 12, Rdnr. 8 unter Aufgabe der noch in der Vorauflage vertretenen gegenteiligen Meinung;… Münchner Komm.-Lüke, § 261 Rdnr. 58 f).
Was im Verhältnis der verschiedenen Gerichtszweige gelte, solle danach erst recht für die sachliche und örtliche Zuständigkeit zwischen Gerichten desselben Gerichtszweiges im Zivilprozess gelten, sodass sie das Verfahren - auch soweit es verschiedene Anspruchsgrundlagen betreffe - bei einem zuständigen Gericht konzentrieren könne und Mehrfachentscheidungen vermieden würden (…MünchKomm-ZPO-Lüke, § 261 Rdn. 59;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 21. Aufl., § 12 Rdn. 21, § 32 Rdn. 20;… Rosenberg/Schwab/Gottwald, Zivilprozessrecht, 15. Aufl. 1994, § 36 VI 2;… Schwab, Festschrift für Zeuner, 1994, S. 499, 509;… Schilken, Zivilprozessrecht, 2. Aufl., Rdn. 319;… bereits früher Baur, Festschrift für Hippel, 1967, S. 1, 20; aus der Rechtsprechung: BayOblG NJW-RR 1996, 508; OLG Köln OLGR 1999, 143, 144).
Daß in der obergerichtlichen Rechtsprechung, gestützt auf § 17 Abs. 2 S. 1 GVG, eine umfassende Gerichtszuständigkeit kraft Sachzusammenhanges bejaht worden ist (vgl. BayObLG NJW-RR 1996, 508; OLG Frankfurt NJW-RR 1996, 1341; OLG Hamburg MDR 1997, 884), gibt schon deshalb zu keiner weiteren Erörterung Anlaß, weil diese Rechtsprechung sich nicht auf die ausschließlich nach dem EUGVÜ zu bestimmende internationale Zuständigkeit bezieht; im übrigen wird sie auch sonst höchstrichterlich nicht geteilt (BGH NJW 1996, 1413).
Was im Verhältnis der verschiedenen Gerichtszweige gelte, solle danach erst recht für die sachliche und örtliche Zuständigkeit zwischen Gerichten des selben Gerichtszweiges im Zivilprozess gelten, sodass sich das Verfahren - auch soweit es verschiedene Anspruchsgrundlagen betreffe - bei einem zuständigen Gericht konzentrieren könne und Mehrfachentscheidungen vermieden würden (…MünchKomm-ZPO-Lüke, § 261 Rdn. 59;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 21. Aufl., § 12 Rdn. 21, § 32 Rdn. 20;… Rosenberg/Schwab/Gottwald, Zivilprozessrecht, 15. Aufl. 1994, § 36 VI 2;… Schwab, Festschrift für Zeuner, 1994, S. 499, 509;… Schilken, Zivilprozessrecht, 2. Aufl., Rdn. 319;… bereits früher Baur, Festschrift für Hippel, 1967, S. 1, 20; aus der Rechtsprechung: BayOblG NJW-RR 1996, 508; OLG Köln OLGR 1999, 143, 144).
Auch die Entscheidungen des BayObLG (BayObLG v. 16.8.1995 - 1Z AR 35/95, MDR 1995, 1261 = BayObLGReport 1995, 88 = NJW-RR 1996, 52 und AnwBl. 2002, 430) stehen der vom Senat vertretenen Auffassung nicht entgegen, da Gegenstand der dortigen Entscheidungen Schadensersatzansprüche der Mandanten gegen den Rechtsanwalt wegen Schlechterfüllung anwaltlicher Vertragspflichten waren.
Andere bejahen eine erweiterte Zuständigkeit gemäß § 32 ZPO jedenfalls für den Fall, daß sich aus einem einheitlichen Lebenssachverhalt auch nichtdeliktische Ansprüche ergeben (vgl. BayObLG MDR 95, 1261 = NJW-RR 96, 508; OLG Hamburg - 13. Zivilsenat - MDR 97, 884 = OLGR 97, 202).
Zum einen entspricht es einer im Zusammenhang mit der Neufassung des § 17 Abs. 2 Satz 1 GVG im Vordringen befindlichen Ansicht, dass bei Vorliegen eines einheitlichen Lebenssachverhalts die Zuständigkeit des Gerichts der unerlaubten Handlung sich Kraft Sachzusammenhangs auch auf nichtdeliktische Ansprüche erstreckt (vgl. etwa BayObLG NJW-RR 1996, 508; OLG Hamburg, MDR 1997, 884; OLG Köln NJW-RR 1999, 1081 und MDR 2000, 170; OLG Hamm, NJW-RR 2000, 727; KG MDR 2000, 413;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 21. Aufl., § 32 Rdn. 20).