Source: http://fusg.ch/index.php?id=14
Timestamp: 2019-08-18 11:19:15
Document Index: 198263861

Matched Legal Cases: ['§ 1', 'Art. 7', 'Art. 31', 'Art. 56', 'Art. 71', 'Art. 8', 'Art. 7', 'Art. 31', 'Art. 56', 'Art. 7', 'Art. 56', 'Art. 56']

Fusg.ch — § 1 Einführung > III. Bewertungsgrundsätze > 1. Mitgliedschaftliche Kontinuität
III. Bewertungsgrundsätze1. Mitgliedschaftliche Kontinuität
2. Vermögen3. Methodenpluralismus4. Bewertung nach Discounted-Cashflow-Methode5. Ersatz oder Plausibilisierung der DCF-Bewertung6. Weitere Bewertungsgrundsätze7. Austauschverträge/Verhandlungen8. Information und Prüfung9. Transaktionssicherheit und Geschäftsgeheimnis
Der Grundsatz der mitgliedschaftlichen Kontinuität gilt bei der Fusion (Art. 7 Abs. 1 FusG),22 Spaltung (Art. 31 Abs. 1 FusG) und Umwandlung (Art. 56 Abs. 1 FusG).
Fusion, Spaltung und Umwandlung wirken sich auf die mitgliedschaftsrechtliche Position der Gesellschafter aus. Dabei sind die bisherigen Anteils- und Mitgliedschaftsrechte der Gesellschafter angemessen zu wahren.23 Zu berücksichtigen sind dabei das Vermögen der beteiligten Gesellschaften, die Verteilung der Stimmrechte sowie alle anderen relevanten Umstände.24 Bewertungsfragen stellen sich insbesondere bei der Ermittlung des Vermögens der beteiligten Gesellschaften.
Keine Bedeutung hat der Grundsatz der mitgliedschaftlichen Kontinuität bei der Vermögensübertragung, wirkt sich diese doch nicht auf die Anteils- und Mitgliedschaftsrechte der Gesellschafter aus.25 Die an dieser Stelle erläuterten Bewertungsfragen stellen sich aber auch bei dieser Transaktionsform, so etwa bei der Bestimmung des gesamten Werts der zur übertragenden Aktiven und Passiven gemäss Art. 71 Abs. 1 lit. c FusG.26
Bei der Fusion kann gemäss Art. 8 FusG anstelle von Anteils- oder Mitgliedschaftsrechten ausnahmsweise auch lediglich eine Abfindung zugesprochen werden. Die Bestimmung der Abfindungshöhe ist im Grundsatz denselben in diesem Text angesprochenen Bewertungsfragen unterworfen.
Im Einzelnen hiernach Rz 49 ff. (Fusion), Rz 414 ff. (Spaltung) und Rz 683 ff. (Umwandlung).
Vgl. Art. 7 Abs. 1 FusG (Fusion) und Art. 31 Abs. 1 FusG (Spaltung). Art. 56 FusG enthält für die Umwandlung keinen ausdrücklichen Verweis auf Art. 7 FusG. Dennoch gilt auch bei der Umwandlung der allgemeine Grundsatz, wonach die Zuteilung der Anteils- und Mitgliedschaftsrechte nach der neuen Rechtsform an die bestehenden Gesellschafter unter Berücksichtigung aller relevanten Umstände festzulegen ist. So auch BSK FusG-Gericke, Art. 56 N 8; Amstutz/Mabillard, FusG Kommentar, Art. 56 N 3.
Zur Vermögensübertragung im Einzelnen hiernach Rz 808 ff.
Zum Ermessensspielraum der obersten Leitungs- und Verwaltungsorgane bei der Vermögensübertragung hinsichtlich der Festlegung der Gegenleistung hiernach Rz 845 f.