Source: https://www.geschaeftsbericht.telekom.com/site0218/anhang/erlaeuterungen-zur-konzern-bilanz/eigenkapital.html
Timestamp: 2019-02-19 03:43:20
Document Index: 243608946

Matched Legal Cases: ['§ 71', '§ 71', '§ 17', '§ 17', '§ 53', '§ 272']

Telekom Geschäftsbericht 2017 - Anhang - Eigenkapital
Zum 31. Dezember 2017 beträgt das Grundkapital der Deutschen Telekom 12 189 Mio. €. Das Grundkapital ist in 4 761 458 596 nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt.
in Tsd. Stück in % in Tsd. Stück in %
Bundesrepublik Deutschland − Berlin, Deutschland 689 601 14,5 676 971 14,5
KfW Bankengruppe − Frankfurt am Main, Deutschland 829 179 17,4 818 992 17,5
Streubesitz 3 242 679 68,1 3 180 939 68,0
davon: BlackRock, Inc., Wilmington, DE, USA a 234 194 214 174
4 761 459 100,0 4 676 902 100,0
a Gemäß der letzten Mitteilung von BlackRock, veröffentlicht am 22. September 2017, wurde die Meldeschwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten. Die Beteiligung an der Deutschen Telekom betrug demnach am 15. September 2017 4,92 % der Stimmrechte.
Eigene Aktien. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 24. Mai 2021 Aktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1 179 302 878,72 € mit folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Ferner sind die Voraussetzungen des § 71 Abs. 2 Sätze 2 und 3 AktG zu beachten. Der Erwerb darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom AG im Sinn von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom AG oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom AG durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse. Er kann stattdessen auch mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kauf- oder Aktientauschangebots erfolgen, bei dem, vorbehaltlich eines zugelassenen Ausschlusses des Andienungsrechts, der Gleichbehandlungsgrundsatz ebenfalls zu wahren ist.
Aufgrund der vorstehend beschriebenen Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 und entsprechender Ermächtigungen durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2011 und vom 24. Mai 2012 wur- den im Juni 2011 110 Tsd. Aktien, im September 2011 206 Tsd. Aktien und im Januar 2013 268 Tsd. Aktien erworben. Das Gesamterwerbsvolumen betrug in den Geschäftsjahren 2011 und 2013 insgesamt 2 762 Tsd. € bzw. 2 394 Tsd. € (ohne Nebenkosten). Die Anzahl der eigenen Anteile erhöhte sich daraus um 316 Tsd. Stück bzw. 268 Tsd. Stück. Im September und Oktober 2015 wurden darüber hinaus 90 Tsd. Aktien bzw. 860 Tsd. Aktien mit einem Gesamterwerbsvolumen von 14 787 Tsd. € (ohne Nebenkosten) erworben; dies erhöhte die Anzahl der eigenen Anteile um 950 Tsd. Stück.
Im Zuge des Erwerbs der VoiceStream Wireless Corp., Bellevue, und der Powertel, Inc., Bellevue, im Jahr 2001 gab die Deutsche Telekom AG neue Aktien aus genehmigtem Kapital an einen Treuhänder aus, u. a. zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Im Geschäftsjahr 2013 sind diese Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte vollständig ausgelaufen. Damit bestand keine weitere Verpflichtung des Treuhänders zur Erfüllung der Ansprüche gemäß dem Zweck der Hinterlegung. Das Treuhandverhältnis wurde Anfang des Jahres 2016 beendet, und die hinterlegten Aktien wurden unentgeltlich auf ein Depot der Deutschen Telekom AG überführt. Die 18 517 Tsd. Stück vormals hinterlegten Aktien sind nach § 272 Abs. 1a HGB als eigene Anteile bilanziert. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital der Deutschen Telekom AG von 0,4 % bzw. einem Betrag am Grundkapital in Höhe von 48 Mio. €. Die unentgeltlich erworbenen eigenen Anteile können aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 für die gleichen Zwecke wie die entgeltlich erworbenen eigenen Aktien verwendet werden.
Stimmrechte. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Eingeschränkt sind diese Stimmrechte jedoch bei den eigenen Anteilen
(per 31. Dezember 2017: insgesamt rund 19 Mio. Stück).
Genehmigtes Kapital und bedingtes Kapital. Das genehmigte Kapital und das bedingte Kapital zum 31. Dezember 2017 setzen sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:
Betrag Mio. € Stückaktien Tsd. Stück Zweck
Genehmigtes Kapital 2017 a 3 600 1 406 Kapitalerhöhung gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen (bis 30. Mai 2022)
Bedingtes Kapital 2014 1 100 429 688 Bedienung von bis zum 14. Mai 2019 ausgegebenen Wandelschuld- und/oder Optionsschuldverschreibungen
a Die Zustimmung des Aufsichtsrats ist erforderlich.
Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit der Dividendenausschüttung in Aktien. Bei der für das Geschäftsjahr 2016 beschlossenen Dividende in Höhe von 0,60 € pro Aktie konnten die Aktionäre zwischen der Erfüllung des Dividendenanspruchs in bar oder dessen Umwandlung in Aktien der Deutschen Telekom AG wählen. Im Juni 2017 wurden Dividendenansprüche der Aktionäre der Deutschen Telekom AG in Höhe von 1,4 Mrd. € für Aktien aus Genehmigtem Kapital eingebracht und damit nicht zahlungswirksam substituiert. Dafür hat die Deutsche Telekom AG im Juni 2017 eine Kapitalerhöhung des Gezeichneten Kapitals in Höhe von 0,2 Mrd. € gegen Einlage von Dividendenansprüchen durchgeführt. Die Kapitalrücklage hat sich in diesem Zusammenhang um 1,2 Mrd. € erhöht. Die Anzahl der Aktien erhöhte sich um 84,6 Mio. Stück.
Der bei den Transaktionen mit Eigentümern ausgewiesene Gesamtbetrag von 1 341 Mio. € entfällt mit 364 Mio. € auf den Anteil des Eigenkapitals der Eigentümer der Muttergesellschaft sowie mit 977 Mio. € auf den Anteil anderer Gesellschafter. Diese Beträge resultieren zum einem aus der im Dezember 2017 bei T-Mobile US vollzogenen obligatorischen Umwandlung von im Dezember 2014 von T-Mobile US emittierten Vorzugsaktien (Mandatory Convertible Preferred Stock) in Stammaktien der T-Mobile US. Damit einhergehend wurden in diese Vorzugsaktien eingebettete Wandlungsrechte umgebucht. Insgesamt wurden
1 707 Mio. € aus den finanziellen Verbindlichkeiten zahlungsunwirksam in die Kapitalrücklagen umgebucht. Unter Berücksichtigung der aus der Umwandlung folgenden Verringerung der Beteiligungsquote an T-Mobile US um rund 2,4 Prozentpunkte entfallen davon 599 Mio. € auf den Anteil des Eigenkapitals der Eigentümer des Mutterunternehmens sowie 1 108 Mio. € auf den Anteil anderer Gesellschafter. Zum anderen wurden aus dem im Dezember 2017 begonnenen Aktienrückkaufprogramm der T-Mobile US bis zum 31. Dezember 2017 insgesamt Aktien im Volumen von 375 Mio. € zurückgekauft. Hieraus entfielen 133 Mio. € auf den Anteil des Eigenkapitals der Eigentümer des Mutterunternehmens sowie 242 Mio. € auf den Anteil anderer Gesellschafter. Die Effekte für das Berichtsjahr und das Vorjahr sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2017 ausgewiesen. Für 2018 beabsichtigt die Deutsche Telekom weitere Stammaktien an T-Mobile US zu erwerben.
Eigenkapital der Eigentümer des Mutter- unternehmens Anteile anderer Gesellschafter Gesamt Konzern- Eigenkapital Eigenkapital der Eigentümer des Mutter- unternehmens Anteile anderer Gesellschafter Gesamt Konzern- Eigenkapital
Veränderung Konsolidierungskreis ‒ 6 6 – – –
Sonstige Effekte ‒ 6 6 – – –
Transaktionen mit Eigentümern 364 977 1 341 (93) 117 24
Umwandlung Vorzugsaktien T-Mobile US 599 1 108 1 707 – – –
Aktienrückkauf T-Mobile US (133) (242) (375) – – –
Sonstige Effekte (102) 111 9 (93) 117 24
Weitere Informationen sind im Kapitel „Grundlagen und Methoden“ im Abschnitt „Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen“ enthalten.
Im kumulierten sonstigen Konzernergebnis der nicht beherrschenden Anteile sind im Wesentlichen Effekte aus der Neubewertung im Rahmen des Erwerbs der OTE-Gruppe (Sukzessiverwerb) in Höhe von 0,5 Mrd. € (31. Dezember 2016:
0,6 Mrd. €) sowie -0,5 Mrd. € (31. Dezember 2016: 0,4 Mrd. €) aus der Währungsumrechnung enthalten.
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-...