Source: https://gesetze-in-app.de/UrhG/24
Timestamp: 2019-09-23 12:58:22
Document Index: 181371462

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 24', 'BGH', 'BGH', '§24', '§85', '§24', 'BGH', 'BGH', '§ 24', 'BGH', 'BGH', '§ 24', 'BGH', 'BGH', '§ 24', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 24', 'BGH', '§ 24', '§ 23', 'BGH', 'BGH', '§ 24', 'BGH', '§24', 'BGH', '§ 24', 'BGH', '§ 24', 'BGH', 'BGH', '§ 24', 'BGH', '§ 24', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 24', 'BGH', '§ 24', '§ 23', 'BGH']

BGH, URTEIL vom 4.3.2015, Az. I ZR 225/12 72	aa) Um die Grenze zwischen den urheberrechtlich relevanten Benut- zungshandlungen in der Form der Vervielfältigung oder Bearbeitung (vgl. dazu näher BGH, Urteil vom 16. Mai 2013 -1 ZR 28/12, GRUR 2014, 65 Rn. 36 f. = WRP 2014, 68 - Beuys-Aktion) und der nach § 24 Abs. 1 UrhG zulässigen Verwertung eines in freier Benutzung geschaffenen Werkes zu ziehen, kommt es maßgeblich auf die Übereinstimmung im Bereich der objektiven Merkmale an, durch die die schöpferische Eigentümlichkeit des Originals bestimmt wird (BGH, GRUR 1981, 267, 269 - Dirlada, mwN).
BGH, URTEIL vom 4.11.2012, Az. I ZR 112/06 UrhG §24 Abs.1, §85 Abs. 1 Satz 1 Eine entsprechende Anwendung des §24 Abs. 1 UrhG ist bei der Benutzung fremder Tonaufnahmen ausgeschlossen, wenn es einem durchschnittlich ausgestatteten und befähigten Musikproduzenten zu dem Zeitpunkt der Benutzung der fremden Tonaufnahme möglich ist, eine eigene Tonaufnahme herzustellen, die dem Original bei einer Verwendung im selben musikalischen Zusammenhang aus Sicht des angesprochenen Verkehrs gleichwertig ist (Fortführung von BGH, Urteil vom 20. November 2008 - I ZR 112/06, GRUR 2009, 403 = WRP 2009, 308 -Metall auf Metall I).
BGH, URTEIL vom 4.11.2012, Az. I ZR 112/06 Eine entsprechende Anwendung des § 24 Abs. 1 UrhG scheidet nach der Rechtsprechung des Senats allerdings unter anderem dann aus, wenn es möglich ist, die auf dem Tonträger aufgezeichnete Tonfolge selbst einzuspielen (BGH, GRUR 2009, 403 Rn. 23 - Metall auf Metall I).
BGH, URTEIL vom 4.11.2012, Az. I ZR 112/06 Die im Vergleich zur freien Benutzung von Werken nach § 24 Abs. 1 UrhG zusätzliche Voraussetzung, dass der Entlehnende die Tonaufnahme nicht selbst herzustellen vermag, ist im Blick darauf gerechtfertigt, dass das Urheberrecht am Musikwerk und das Leistungsschutzrecht am Tonträger unterschiedliche Schutzgegenstände haben (BGH, GRUR 2009, 403 Rn. 16 - Metall auf Metall I, mwN).
BGH, URTEIL vom 4.11.2012, Az. I ZR 112/06 20	Der Senat hat in den von der Revision herangezogenen Entscheidungen allerdings ausgeführt, bei der entsprechenden Anwendung des § 24 Abs. 1 UrhG auf Laufbilder gälten grundsätzlich keine anderen Anforderungen als bei der unmittelbaren Anwendung auf Werke (BGH, Urteil vom 20. Dezember 2007 -1 ZR 42/05, GRUR 2008, 693 Rn. 25 = WRP 2008, 1121 - TV-Total) und komme es nicht auf die Erforderlichkeit der Übernahme an (BGH, Urteil vom 13. April 2000 - I ZR 282/97, GRUR 2000, 703, 704 = WRP 2000, 1243 - Mattscheibe).
BGH, URTEIL vom 3.11.2010, Az. I ZR 12/08 Genießt das Schriftwerk - wie in aller Regel eine Buchrezension - allein aufgrund seiner sprachlichen Gestaltung Urhe-berrechtsschutz, so stellt eine solche Zusammenfassung grundsätzlich eine urheberrechtlich unbedenkliche freie Benutzung dieses Schriftwerks im Sinne des § 24 Abs. 1 UrhG dar (vgl. BGH, Urteil vom 21. November 1980 -1 ZR 106/78, GRUR 1981, 352, 354 und 355 - Staatsexamensarbeit).
LG Köln, Urteil vom 3.0.2009, Az. 28 O 647/08 31Bei der Frage, ob eine zulässige freie Benutzung in Sinne des § 24 UrhG oder eine unzulässige Bearbeitung eines Werkes (§ 23 UrhG) vorliegt, ist zu untersuchen, durch welche - die urheberrechtliche Schutzfähigkeit begründenden - objektiven Merkmale die zitierten Textpassagen geprägt sind, und danach durch einen Vergleich der Vorlagen mit dem Theaterstück zu bestimmen, in welchem Umfang urheberrechtlich schutzfähige Elemente der Vorlagen für die Gestaltung des Stücks übernommen worden sind (vgl. BGH, GRUR 1981, 267, 269 - Dirlada).
BGH, URTEIL vom 4.10.2008, Az. I ZR 112/06 21	b) Die Regelung des § 24 Abs. 1 UrhG ist jedoch im Falle der Benutzung eines fremden Tonträgers grundsätzlich entsprechend anwendbar (Rehbinder, Urheberrecht, 15. Aufl., Rdn. 815 und 379; Wegener aaO S. 245; vgl. BGHZ 175, 135 Tz. 24 ff. - TV-Total, zur entsprechenden Anwendbarkeit des §24 Abs. 1 UrhG auf eine Benutzung von Filmträgern; a.A. Schack, Urheber- und Urhebervertragsrecht, 4. Aufl., Rdn. 624; Dierkes aaO S. 23 f.).
BGH, URTEIL vom 4.10.2008, Az. I ZR 112/06 Die für eine freie Benutzung nach § 24 UrhG erforderliche Selbständigkeit des neuen Werkes gegenüber dem benutzten Werk setzt zwar voraus, dass das neue Werk einen ausreichenden Abstand zu den entlehnten eigenpersönlichen Zügen des benutzten Werkes hält, wobei dies nur dann der Fall ist, wenn die entlehnten eigenpersönlichen Züge des älteren Werkes angesichts der Eigenart des neuen Werkes verblassen (BGHZ 122, 53, 60 - Alcolix; 141, 267, 280 - Laras Tochter; 175, 135 Tz. 29 - TV-Total).
LG Köln, Urteil vom 3.8.2008, Az. 28 O 530/05 Im Gegensatz dazu ist von einer zulässigen freien Benutzung nach § 24 UrhG auszugehen, wenn der Abstand zwischen den eigenpersönlichen Zügen des Ausgangswerks eingehalten wird, so dass angesichts der Eigentümlichkeit des neuen Werkes die entlehnten eigenpersönlichen Züge des geschützten älteren Werkes verblassen (vgl. BGH, GRUR 1980, 853, 854 - Architektenwechsel).
BGH, URTEIL vom 4.11.2007, Az. I ZR 42/05 Die Regelung des § 24 UrhG ist auf Laufbilder aber, wie der Senat bereits entschieden hat (BGH, Urt. v. 13.4.2000 -1 ZR 282/97, GRUR 2000, 703, 704 = WRP 2000, 1243 - Mattscheibe), entsprechend anwendbar.
LG Köln, Urteil vom 3.6.2004, Az. 28 O 303/04 Eine freie Benutzung im Sinne von § 24 UrhG setzt daher voraus, dass angesichts der Eigenart des neuen Werkes die entlehnten eigenpersönlichen Züge des geschützten älteren Werkes verblassten (BGH a.a.O.Laras Tochter).
BGH, Urteil vom 4.3.2000, Az. erin zu 11/20 Die benutzten Original-Laufbilder haben zusammen genommen nur eine kurze Dauer und bilden in der Gesamtbetrachtung einen integrierenden, für die Gesamtwirkung wesentlichen Bestandteil des neuen urheberrechtlich schutzfähigen Werkes, dies nicht zuletzt auch deshalb, weil sie für sich betrachtet nur einen geringen eigenschöpferischen Gehalt aufweisen (vgl. dazu auch BGH, Urt. v. 24.1.1991 -1 ZR 78/89, GRUR 1991, 531, 532 - Brown Girl I; Schricker/Loewenheim aaO § 24 UrhG Rdn. 12).
BGH, URTEIL vom 5.5.1981, Az. I ZR 95/79 12 - Benutzung (§ 24 Abs. 1 UrhG) oder eine in das Urheberrecht eingreifende Benutzungshandlung (z.B. § 23 UrhG) vorliegt, von vornherein alle außerhalb der geschlitzten konkreten Gestaltung liegenden Elemente außer Betracht zu bleiben haben; sie sind gemeinfrei und können von Jedem benutzt werden (vgl. BGH GRUR 1958, 500, 501 - Mecki-Igel I).