Source: https://www.studentische-versicherungen.de/krankenversicherung-student/25-jahre/
Timestamp: 2019-10-23 09:51:10
Document Index: 124485447

Matched Legal Cases: ['§ 6', '§ 9', '§ 58', '§ 1', '§ 2', '§ 5', '§ 6', '§ 7', '§ 5', '§ 188', '§ 19', '§ 9', '§ 173', '§ 9']

Du befindest dich hier: Startseite » Krankenversicherung für Studenten » Krankenversicherung für Studenten ab 25 Jahren
Die beitragsfreie Familienversicherung über ein Elternteil, das Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland ist, ist für Studenten unter Beachtung der weiteren Voraussetzungen regelmäßig nur bis einen Tag vor dem 25. Geburtstag durchführbar.
Wer 25 Jahre alt wird und die Familienversicherung in der GKV über ein Elternteil nicht verlängert werden kann, muss sich im Studium ab seinem Geburtstag gegen eigenen Beitrag krankenversichern, wenn auch keine Familienversicherung ohne Altersgrenze über den in einer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversicherten oder freiwillig versicherten Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz möglich ist.
Privat krankenversicherte Studenten haben zu ihrem 25. Geburtstag kein per se-Wechselrecht in die gesetzliche Krankenversicherung, selbst wenn eine Berücksichtigungsfähigkeit in der Beihilfe endet und die PKV in eine „100 %-Versicherung“ umgestellt wird. Die private Krankenversicherung kann jedoch gewechselt werden. Eine wirkende Befreiung von der Versicherungspflicht schließt sowohl die Familienversicherung in der GKV als auch im Regelfall eine zeitgleiche Versicherungspflicht aufgrund anderer Sachverhalte aus (§ 6 Abs. 3 Satz 1 SGB V). Nach Ende der Befreiungswirkung ist eine Versicherung in der GKV bei Eintreten einer Versicherungspflicht, einem vorliegenden Anspruch auf Familienversicherung oder einem Beitrittsrecht nach § 9 SGB V realisierbar.
Verlängerung der Familienversicherung in der GKV
Eine Verlängerung der Familienversicherung in der GKV über ein Elternteil ist möglich, wenn:
die Schul- oder Berufsausbildung, wie das Studium, durch Erfüllung einer gesetzlichen Dienstpflicht (Wehrdienst, Zivildienst) unterbrochen oder verzögert wurde → die Zeit der Familienversicherung verlängert sich damit um den entsprechenden Zeitraum des Dienstes, oder
die Schul- oder Berufsausbildung, wie das Studium, durch den freiwilligen Wehrdienst nach § 58b des Soldatengesetzes, einen Freiwilligendienst nach dem Bundesfreiwilligendienstgesetz, dem Jugendfreiwilligendienstegesetz oder einen vergleichbaren anerkannten Freiwilligendienst oder durch eine Tätigkeit als Entwicklungshelfer im Sinne des § 1 Absatz 1 des Entwicklungshelfer-Gesetzes unterbrochen oder verzögert wurde → die Zeit der Familienversicherung verlängert sich um die tatsächliche Dauer des Dienstes, höchstens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten (nach einem Urteil des LSG Rheinland-Pfalz, 20.08.2015 Az: L 5 KR 149/14 kann der Dienst übrigens auch vor dem 1. Juli 2011 absolviert worden sein), oder
du nach § 2 Abs. 1 SGB IX behindert und außerstande bist, dich selbst zu unterhalten → Familienversicherung über ein Elternteil ohne Altersgrenze (die Behinderung muss schon zu einem Zeitpunkt vorgelegen haben, in dem du über ein Elternteil familienversichert warst oder die Familienversicherung nur wegen einer Vorrangversicherung ausgeschlossen war).
Du musst dich selbst krankenversichern? Dann werde Mitglied bei Deutschlands bester gesetzlichen Krankenkasse!
Einfach das folgende Formular ausfüllen und wir schicken dir alles notwendige für deine Mitgliedschaft bei Deutschlands bester gesetzlichen Krankenkasse per E-Mail zu:
Was passiert, wenn eine Familienversicherung in der GKV nicht (mehr) möglich ist?
Wenn du dich nicht (mehr) über ein Elternteil, Ehegatten oder Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz beitragsfrei in der GKV mitversichern kannst, so sind folgende Konstellationen denkbar:
Du bist in der GKV versicherungspflichtig. Voraussetzungen für die Versicherungspflicht als Student nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V sind, dass du:
an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule eingeschrieben bist,
noch nicht 30 Jahre alt bist,
nicht mehr als 14 Fachsemester in deinem Studiengang studiert hast,
weder hauptberuflich selbstständig bist, keine andere Versicherungspflicht vorrangig greift und du auch nicht versicherungsfrei, mit Ausnahme von Versicherungsfreiheit nach § 6 Absatz 2 SGB V und § 7 SGB V, oder von der Versicherungspflicht befreit bist (ordentlich Studierende, die während des Studiums gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind, sogenannte Werkstudenten, sind zwar versicherungsfrei in der Beschäftigung, bleiben aber als Studierende grundsätzlich versicherungspflichtig) und
aufgrund über- oder zwischenstaatlichen Rechts kein Anspruch auf Sachleistungen besteht.
In diesem Fall versicherst du dich selbst gegen einen günstigen Beitrag bei einer zuständigen gesetzlichen Krankenkasse (Krankenversicherung der Studenten, KvdS). Einen Mitgliedschaftsantrag dafür stellen wir dir hier zur Verfügung.
Alternativ kannst du dich beim erstmaligen Eintritt der Versicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V im Studium deines Studiengangs von der Versicherungspflicht befreien lassen. Dies geht auf Antrag bei der Krankenkasse bis zu drei Monate nach Beginn der Versicherungspflicht. Wirkung entfaltet die Befreiung nur, wenn ein anderweitiger Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall nachgewiesen wird, der sich lückenlos an die vorherige Versicherung anschließt. Das heißt, du brauchst von deiner privaten Krankenversicherung bspw. eine entsprechende Bestätigung / Nachweis. Sofern du jedoch bereits Leistungen von der gesetzlichen Krankenkasse bezogen hast, gilt die Befreiung mit Beginn des Kalendermonats, der auf die Antragstellung folgt. Die Befreiung von der Krankenversicherungspflicht in der GKV kann nicht widerrufen werden.
Du bist freiwillig gesetzlich versichert: Wenn keine Versicherungspflicht in der GKV eintritt, bleibst du im Status freiwilliges Mitglied. Du kannst aber natürlich deine gesetzliche Krankenkasse wechseln oder dich beispielsweise privat versichern.
Nach dem Ende einer Versicherungspflicht oder Familienversicherung in der GKV setzt sich die Versicherung gemäß § 188 Absatz 4 SGB V automatisch als freiwillige Mitgliedschaft bei der bisherigen gesetzlichen Krankenkasse fort, sofern kein Ausschlusstatbestand vorliegt bzw. du nicht deinen Austritt erklärst. Als Ausschlusstatbestände kommen insbesondere ein neuer Tatbestand der Versicherungspflicht in der GKV, eine Familienversicherung in der GKV oder ein nachgehender Leistungsanspruch nach § 19 SGB V, an den sich eine anderweitige Absicherung im Krankheitsfall nachweisbar anschließt, infrage. Der Austritt kann innerhalb von zwei Wochen nach Hinweis der Krankenkasse über die Austrittsmöglichkeiten erklärt werden und wird nur wirksam, wenn du das Bestehen eines anderweitigen Anspruchs auf Absicherung im Krankheitsfall nachweist (zum Beispiel die „Folgeversicherungsbestätigung“ einer privaten Krankenversicherung). Alternativ zur neuen freiwilligen Mitgliedschaft bei deiner bisherigen Krankenkasse kannst du auch unter den Voraussetzungen des § 9 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bzw. 2 SGB V jeder nach § 173 SGB V wählbaren Krankenkasse als freiwilliges Mitglied beitreten (Bindungsfristen beachten). Ein Wechsel in die PKV ist ebenfalls anstelle einer freiwilligen Versicherung in der GKV möglich.
Du bist nicht gesetzlich krankenversichert: Besteht kein Anspruch auf Familienversicherung in der GKV, tritt keine Versicherungspflicht in der GKV ein und besteht auch kein Beitrittsrecht nach § 9 SGB V, kannst du dich nicht gesetzlich versichern.