Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201988,%20667
Timestamp: 2019-12-08 07:46:27
Document Index: 270774425

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 4', '§ 20', '§ 49', '§ 20', '§ 20', '§ 15']

BFH, 14.04.1988 - IV R 271/84 - dejure.org
BFH, 14.04.1988 - IV R 271/84
https://dejure.org/1988,536
BFH, 14.04.1988 - IV R 271/84 (https://dejure.org/1988,536)
BFH, Entscheidung vom 14.04.1988 - IV R 271/84 (https://dejure.org/1988,536)
BFH, Entscheidung vom 14. April 1988 - IV R 271/84 (https://dejure.org/1988,536)
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EStG § 15 Abs. 1 Nr. 2, § 4 Abs. 1 Satz 2; UmwStG § 20; UmwG § 49 Abs. 2
Personengesellschaft - Gesellschafter - Eigener Betrieb - Ausschließliche Tätigkeit für Gesellschaft - Betriebsvermögen - Sonderbetriebsvermögen - Umwandlung in Kapitalgesellschaft - Gewinnauswirkung - Freiberufliches Betriebsvermögen
1. Vermögen eines eigenen Betriebs des Gesellschafters einer Personengesellschaft als Sonderbetriebsvermögen 2. Keine Gewinnauswirkung durch Übergang von Sonderbetriebsvermögen in nicht gewerbliches Betriebsvermögen bei Umwandlung einer Personengesellschaft in eine ...
BFHE 153, 125
BB 1988, 1441
DB 1988, 1357
BStBl II 1988, 667
Nach der Rechtsprechung des BFH handelt es sich bei dem Sonderbetriebsvermögen um Wirtschaftsgüter, die einem Gesellschafter gehören und entweder in einem Zusammenhang mit dem Betrieb der Gesellschaft stehen (Sonderbetriebsvermögen I) oder zumindest der Beteiligung des Gesellschafters an der Gesellschaft förderlich sind (Sonderbetriebsvermögen II; vgl. BFH-Urteil vom 14. April 1988 IV R 271/84, BFHE 153, 125, BStBl II 1988, 667, m.w.N.).
Denn das Sonderbetriebsvermögen eines Mitunternehmers gehört zu seiner gewerblichen Tätigkeit und damit zum Betriebsvermögen der Mitunternehmerschaft (ständige Rechtsprechung des BFH, vgl. Urteile vom 19. Dezember 1979 II R 76/74, BFHE 129, 413, BStBl II 1980, 216; vom 12. November 1985 VIII R 286/81, BFHE 145, 62, BStBl II 1986, 55, m. w. N.; vom 14. April 1988 IV R 271/84, BFHE 153, 125, BStBl II 1988, 667; vom 19. März 1991 VIII R 76/87, BFHE 164, 260, BStBl II 1991, 635; vom 26. Januar 1994 III R 39/91, BFHE 173, 338, 343, BStBl II 1994, 458).
d) Der Senat weicht nicht von dem BFH-Urteil in BFHE 153, 125, BStBl II 1988, 667 ab.
Entscheidend sei lediglich, dass die Ursache für die Überlassung auch mehrerer Wirtschaftsgüter im Gesellschaftsverhältnis liege (vgl. BFH-Urteil vom 14. April 1988 IV R 271/84, BFHE 153, 125, BStBl II 1988, 667).
Dazu gehören insbesondere solche Wirtschaftsgüter, die ein Gesellschafter der Personengesellschaft zur betrieblichen Nutzung überlässt und die von ihr für ihre eigengewerbliche Tätigkeit eingesetzt werden (vgl. BFH-Urteile vom 30. März 1993 VIII R 8/91, BFHE 172, 19, BStBl II 1993, 864, unter Ziff. II. 5. a und b, m.umf.N.; in BFHE 153, 125, BStBl II 1988, 667, unter Ziff. 1. b, ständige Rechtsprechung).
a) Das ergibt sich allein schon daraus, daß zum Betriebsvermögen einer Mitunternehmerschaft nicht nur das Gesellschaftsvermögen, sondern auch die Sonderbetriebsvermögen der Mitunternehmer gehören (BFH-Urteile vom 12. November 1985 VIII R 286/81, BFHE 145, 62, BStBl II 1986, 55, m. w. N.; vom 14. April 1988 IV R 271/84, BFHE 153, 125, BStBl II 1988, 667).
Auf die Aufdeckung der stillen Reserven wird verzichtet, da aufgrund der Übertragung die spätere Erfassung derselben gesichert bleibt (z. B. Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 14. April 1988 IV R 271/84, BFHE 153, 125, BStBl II 1988, 667).
b) Die dargelegte Rechtsfolge des § 20 UmwStG gilt ebenso für die eingebrachten Grundstücksanteile, da sie im Sonderbetriebsvermögen der Klägerinnen als Mitunternehmerinnen der X-KG standen, auf die Y-GmbH zu Buchwerten übertragen und ebenfalls im Grundsatz durch die Gewährung von Gesellschaftsrechten abgegolten wurden (vgl. BFH in BFHE 153, 125, BStBl II 1988, 667;… Widmann/Mayer, Umwandlungsrecht, Rdnr. 6829;… Hübl in Herrmann/Heuer/Raupach, Einkommensteuer- und Körperschaftsteuergesetz mit Nebengesetzen, Kommentar, § 20 UmwStG Rdnr. 31;… Schmidt, Einkommensteuergesetz, 11. Aufl., 1992, § 15 Anm. 101 b zur Einbringung von Sonderbetriebsvermögen eines Mitunternehmers in eine Personengesellschaft).
In einem solchen Fall entspricht es der Rechtsprechung des BFH, von einer Besteuerung der stillen Reserven abzusehen, wenn dem Steuerpflichtigen nicht zugleich Mittel zur Steuerzahlung zufließen (vgl. z. B. BFH-Urteil in BFHE 153, 125, BStBl II 1988, 667).
BFH, 13.10.1998 - VIII R 46/95
Das kann auch für Grundstücke oder Grundstücksteile gelten, die zwar nicht in den Verfügungsbereich der Personengesellschaft übergehen, die der Gesellschafter aber für eine Tätigkeit benötigt, die er ausschließlich im Interesse der Gesellschaft ausübt (BFH-Urteil vom 14. April 1988 IV R 271/84, BFHE 153, 125, BStBl II 1988, 667).
Dazu gehören insbesondere solche Wirtschaftsgüter, die ein Gesellschafter der Gesellschaft zur betrieblichen Nutzung überläßt (BFH-Urteile vom 2. Dezember 1982 IV R 72/79, BFHE 137, 323, BStBl II 1983, 215; vom 14. April 1988 IV R 271/84, BFHE 153, 125, BStBl II 1988, 667; vom 13. September 1988 VIII R 236/81, BFHE 154, 358, BStBl II 1989, 37).
Eine Zurechnung von Wirtschaftsgütern zum Sonderbetriebsvermögen II setzt voraus, daß die Wirtschaftsgüter unmittelbar zur Begründung oder Stärkung der Beteiligung des Gesellschafters an der Gesellschaft eingesetzt werden (BFH-Urteile vom 15. Oktober 1975 I R 16/73, BFHE 117, 164, BStBl II 1976, 188; vom 11. Oktober 1979 IV R 125/76, BFHE 129, 40, 43, BStBl II 1980, 40, m.w.N.; vom 6. Oktober 1987 VIII R 137/84, BFHE 152, 446, BStBl II 1988, 679; in BFHE 153, 125, BStBl II 1988, 667).
Die GmbH-Anteile stärken die Stellung des Kommanditisten deshalb, weil der Kommanditist durch die Wahrnehmung seiner Rechte aus der Beteiligung an der Komplementär-GmbH die Möglichkeiten seiner Einflußnahme auf die KG erweitert (BFHE 153, 125, BStBl II 1988, 667).
Das kann auch für Grundstücke oder Grundstücksteile gelten, die zwar nicht in den Verfügungsbereich der Personengesellschaft übergehen, die der Gesellschafter aber für eine Tätigkeit benötigt, die er ausschließlich im Interesse der Gesellschaft ausübt (BFH-Urteile vom 14. April 1988 IV R 271/84, BFHE 153, 125, BStBl II 1988, 667, und in BFHE 187, 425, BStBl II 1999, 357).
Dementsprechend hat der BFH beispielsweise einen Grundstücksteil dem Sonderbetriebsvermögen einer KG zugeordnet, den der Gesellschafter für eine Tätigkeit benötigte, die er ausschließlich im Interesse der Gesellschaft ausübte (BFH-Urteil vom 14. April 1988 IV R 271/84, BFHE 153, 125, BStBl II 1988, 667).
Das kann auch für Räume zutreffen, die zwar nicht in den Verfügungsbereich der Gesellschaft übergehen, die der Gesellschafter aber für eine Tätigkeit benötigt, die er ausschließlich im Interesse der Gesellschaft ausübt (BFH-Urteil vom 14. April 1988 IV R 271/84, BFHE 153, 125, BStBl II 1988, 667;… vgl. auch BFH-Urteil vom 27. Oktober 1988 IV R 88/87, BFH/NV 1989, 439).
BFH, 30.03.1993 - VIII R 8/91
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FG Saarland, 02.07.1996 - 1 K 155/94