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Timestamp: 2016-10-23 20:26:25
Document Index: 251357731

Matched Legal Cases: ['Art. 10', 'Art. 21', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 22', 'BGE', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 11', 'Art. 21', 'Art. 22', 'BGE', 'BGE', 'Art. 48', 'Art. 61', 'Art. 37', 'Art. 37', 'BGE', 'Art. 37', 'Art. 48', 'Art. 61', 'Art. 48', 'Art. 61', 'Art. 48', 'Art. 61', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 134', 'Art. 135', 'Art. 159']

U 274/01 (23.08.2002)
U 274/01
Urteil vom 23. August 2002
Pr�sident Borella, Bundesrichter Meyer und Lustenberger; Gerichtsschreiber Jancar
A.________, 1959, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roland Ilg, R�mistrasse 5, 8001 Z�rich,
(Entscheid vom 9. Mai 2001)
Der 1959 geborene A.________ war bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) als Geleisemonteur angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Unfallfolgen versichert, als er am 16. September 1996 eine Knieverletzung links und am 8. April 1998 eine Handverletzung rechts erlitt. Vom 3. Februar bis 26. M�rz 1998 und vom 20. bis 26. Juli 1998 weilte der Versicherte im Spital X.________ (Berichte vom 8. April und 19. August 1998). Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verf�gung vom 25. Mai 1998 sprach ihm die SUVA f�r die Folgen der am 16. September 1996 erlittenen Knieverletzung links ab 1. Februar 1998 eine Invalidenrente auf der Grundlage eines Invalidit�tsgrades von 10 % und eine Integrit�tsentsch�digung von 5 % zu. Mit Verf�gung vom 28. August 1998 best�tigte die SUVA ihre Verf�gung vom 25. Mai 1998 betreffend das linke Knie und f�hrte weiter aus, bez�glich der rechten Hand sei der Versicherte in der bisherigen T�tigkeit nicht wesentlich behindert. Es sei keine unfallbedingte Arbeitsunf�higkeit ausgewiesen, weshalb kein Anspruch auf Taggelder bestehe. Nicht haftbar sei sie f�r die geklagten R�cken- und Schulterg�rtelschmerzen, da diese unfallfremd seien. Nicht einzustehen habe sie ebenfalls f�r die neu eingeleitete Behandlung in der Psychiatrischen Poliklinik Y.________. Der Versicherte weilte vom 2. bis 15. September 1998 im Kantonsspital Z.________, wo am 9. September 1998 eine Revision des medialen Bandapparates am linken Knie erfolgte. Am 11. September 1998 meldeten die SBB einen R�ckfall hinsichtlich des linken Knies. Die gegen die Verf�gung vom 28. August 1998 erhobene Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 13. Januar 1999 ab. Vom 7. bis 16. Februar 1999 war der Versicherte erneut im Kantonsspital Z.________ hospitalisiert, wo am 8. Februar 1999 eine Exostesenabtragung am linken Knie vorgenommen wurde. Vom 23. Juni bis 21. Juli 1999 hielt er sich in der Rehaklinik W.________ auf (Austrittsbericht vom 27. Juli 1999).
Die gegen den Einspracheentscheid vom 13. Januar 1999 erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht Basel-Stadt (heute: Sozialversicherungsgericht Basel-Stadt) mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenem Entscheid vom 9. Dezember 1999 ab.
Mit Verf�gung vom 18. November 1999 stellte die SUVA gest�tzt auf den Bericht der Rehaklinik W.________ vom 27. Juli 1999 die Taggeld- und Heilkostenleistungen betreffend das linke Knie per 30. November 1999 ein und hielt fest, der Versicherte sei ab 1. Dezember 1999 wieder im Rahmen der 10%igen Invalidenrente arbeitsf�hig. Die gegen diese Verf�gung erhobene Einsprache wies sie unter Einbezug der geklagten R�cken- und Schulterschmerzen, der psychischen Beschwerden sowie der Beschwerden an der rechten Hand ab, wobei sie auch den Anspruch auf eine zus�tzliche Integrit�tsentsch�digung verneinte (Entscheid vom 17. Mai 2000).
Gegen den Einspracheentscheid vom 17. Mai 2000 erhob der Versicherte beim Versicherungsgericht Basel-Stadt Beschwerde und beantragte die weitere volle Taggeldausrichtung und eventuell die Zusprechung einer vollen Invalidenrente sowie einer Integrit�tsentsch�digung von 50 %; vor Fallabschluss seien aktuelle Gutachten betreffend s�mtliche physische und psychische Beschwerden nach dem Unfall (recte: R�ckfall) vom 11. September 1998 einzuholen. Das kantonale Gericht wies die Beschwerde mit Entscheid vom 9. Mai 2001 ab.
Mit Vewaltungsgerichtsbeschwerde beantragt der Versicherte, die SUVA sei zu verpflichten, ihm eine Invalidenrente von 100 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung von 50 % auszurichten. Er legt die Verf�gung der IV−Stelle Basel-Stadt vom 6. April 2001 auf, wonach ihm ab 1. April 2001 eine ganze Invalidenrente gest�tzt auf einen Invalidit�tsgrad von 100 % zugesprochen wurde.
Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung verzichtet.
1.1 Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen und die Grunds�tze �ber den Anspruch auf Heilbehandlung (Art. 10 Abs. 1, Art. 21 Abs. 1 lit. b UVG; BGE 116 V 44 Erw. 2c), auf Taggelder (Art. 16 Abs. 1 und 2 UVG) und die Rentenrevision (Art. 22 Abs. 1 UVG; BGE 118 V 297 Erw. 2d, 112 V 372 Erw. 2b und 390 Erw. 1b, 109 V 265 Erw. 4a; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 Erw. 2, 1989 Nr. U 65 S. 70, 1988 Nr. U 50 S. 287) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
1.1.1 Zu erg�nzen ist, dass der Versicherte Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wenn er infolge des Unfalls invalid wird (Art. 18 Abs. 1 UVG in der vorliegend anwendbaren, bis 30. Juni 2001 g�ltig gewesenen Fassung; BGE 124 V 227 Erw. 1). Als invalid gilt, wer voraussichtlich bleibend oder l�ngere Zeit in seiner Erwerbsf�higkeit beeintr�chtigt ist (Art. 18 Abs. 2 Satz 1 UVG).
Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allf�llige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 Satz 1 und 2 UVG).
1.1.2 Gem�ss Art. 24 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine angemessene Integrit�tsentsch�digung, wenn er durch den Unfall eine dauernde erhebliche Sch�digung der k�rperlichen oder geistigen Integrit�t erleidet. Die Bemessung der Integrit�tsentsch�digung richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 Satz 2 UVG nach der Schwere des Integrit�tsschadens.
1.1.3 Nach Art. 11 UVV werden die Versicherungsleistungen auch f�r R�ckf�lle und Sp�tfolgen gew�hrt, f�r Bez�ger von Invalidenrenten jedoch nur unter den Voraussetzungen von Art. 21 des Gesetzes. R�ckf�lle und Sp�tfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbest�nde dar (Art. 22 UVG; BGE 118 V 297 Erw. 2d). Bei einem R�ckfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, sodass es zu �rztlicher Behandlung, m�glicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunf�higkeit kommt; von Sp�tfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe l�ngerer Zeit organische oder psychische Ver�nderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild f�hren k�nnen. R�ckf�lle und Sp�tfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend k�nnen sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur ausl�sen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitssch�digung ein nat�rlicher und ad�quater Kausalzusammenhang besteht (BGE 125 V 461 Erw. 5a, 119 V 337 Erw. 1, 118 V 296 f. Erw. 2c, je mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 Erw. 2).
1.1.4 Gem�ss Art. 48 Abs. 2 UVG werden die Versicherungsleistungen ganz oder teilweise verweigert, wenn sich der Versicherte trotz Aufforderung einer zumutbaren Behandlung oder einer von der Invalidenversicherung angeordneten Eingliederungsmassnahme f�r eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsf�higkeit entzieht. Entzieht sich ein Versicherter einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederungsmassnahme, so wird er nach Art. 61 UVV schriftlich auf die Rechtsfolgen der Weigerung unter Ansetzung einer angemessenen �berlegungsfrist aufmerksam gemacht (Abs. 1). Dem Versicherten, der sich ohne zureichenden Grund weigert, sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederungsmassnahme zu unterziehen, werden lediglich die Leistungen gew�hrt, die beim erwarteten Erfolg dieser Massnahmen wahrscheinlich h�tten entrichtet werden m�ssen (Abs. 2). Behandlungen und Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr f�r Leib und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Abs. 3).
Wenn der Versicherte keine Anordnung des Unfallversicherers missachtet, aber dennoch durch eigenes Verhalten das Heilungsergebnis beeintr�chtigt, kann analog zu Art. 37 Abs. 2 UVG bei Absicht oder grober Fahrl�ssigkeit eine Leistungsk�rzung erfolgen (RKUV 1996 Nr. U 244 S. 152 Erw. 7c). Art. 37 Abs. 2 UVG (in der seit 1. Januar 1999 geltenden, hier anwendbaren Fassung; Erw. 2.2.1 hiernach) l�sst nur noch eine K�rzung der Taggelder zu, die w�hrend den ersten zwei Jahren nach dem Unfall ausgerichtet werden. Die Zweijahresfrist ist eine Verwirkungsfrist und nimmt ihren Anfang mit dem Risikoeintritt. Sie schliesst auch allf�llige Sp�tfolgen oder R�ckf�lle mit ein. Danach auftretende ad�quat kausale Unfallfolgen bleiben von K�rzungen verschont, nicht jedoch solche, die auf einen weiteren Unfall zur�ckzuf�hren sind (unver�ffentlichtes Urteil S. vom 9. April 2002 Erw. 6/bb, U 368/01; Riemer-Kafka, Die Pflicht zur Selbstverantwortung, Freiburg 1999, S. 317 f. und 338).
1.1.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob er f�r die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden ber�cksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begr�ndet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis; RKUV 2000 Nr. KV 124 S. 214).
2.1 Der am 11. September 1998 gemeldete R�ckfall bezog sich auf einen operativen Eingriff im Kantonsspital Z.________ vom 9. September 1998, bei dem eine Revision des medialen Bandapparates am linken Knie erfolgte. Es handelte sich um einen R�ckfall zum Unfall vom 16. September 1996, bei dem der Versicherte w�hrend des Heruntersteigens von einem Eisenbahnwagen ausrutschte und ein Varisationstrauma am linken Knie erlitt. Am 8. Februar 1999 erfolgte im Kantonsspital Z.________ erneut eine Operation an diesem Knie (Exostosenabtragung).
Vom 23. Juni bis 21. Juli 1999 weilte der Beschwerdef�hrer in der Rehaklinik W.________. Gem�ss deren Bericht vom 27. Juli 1999 steht bez�glich des linken Knies ein diffuses Schmerzbild im Vordergrund, das vom Beschwerdef�hrer nicht weiter differenziert werden k�nne. Klinisch finde sich eine leichte anteriolaterale Instabilit�t mit minimer DD des medialen Gelenkspalts, einer Chondropathia patellae und einer beginnenden medialen Gonarthrose. Ebenso falle eine Atrophie des M. quadrizeps und eine Hyposensibilit�t im Bereich des N. infrapatellaris auf. Es sei nachvollziehbar, dass der Versicherte im Bereich des linken Knies Beschwerden haben m�sse; die Befunde erkl�rten aber nicht das Ausmass der geschilderten Schmerzen. Es stehe vor allem die muskul�re Dysbalance im Bereich des Knies im Vordergrund, was ihm aber nicht deutlich habe gemacht werden k�nnen, da er die Diskussion dar�ber ablehne. Die kritischen Anforderungen der angestammten Arbeit im Geleisbau erf�lle er nicht mehr. Wegen mangelnder Kooperation hinsichtlich der Ziele im Rehabilitationsprogramm h�tten keine konkreten Fortschritte erreicht werden k�nnen. Die aktuelle sehr geringe Belastbarkeit sei deshalb f�r die Beurteilung der Zumutbarkeit nicht verwertbar (ungen�gende Schadenminderungspflicht des Versicherten). Bei guter Leistungsbereitschaft und normalem Rehabilitationsverlauf w�re nach allgemeiner Erfahrung mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit die Belastbarkeit f�r eine wechselbelastende leichte Arbeit ganztags mit vermehrten Pausen erreichbar gewesen. Empfehlenswert w�ren kr�ftige und stabilisierende physiotherapeutische Massnahmen im Bereich beider Knie zur Verbesserung der Muskel- und Gelenkfunktion. Der Versicherte wolle von alledem aber nichts wissen und dr�nge nach weiteren spezial�rztlichen Untersuchungen und Abkl�rungen. Da dies bei ihnen aber bereits stattgefunden habe, w�rden sie empfehlen, dass diesbez�gliche Leistungen von der SUVA nicht mehr �bernommen werden sollten und zuerst die vorgeschlagenen Massnahmen konsequent und l�ngerfristig durchgef�hrt werden sollten. Die Arbeitsf�higkeit liege im Rahmen des Zumutbaren.
2.2.1 SUVA und Vorinstanz gehen davon aus, die Einstellung der Heilbehandlung und der Taggelder bez�glich des linken Knies per 30. November 1999 sei auf Grund der von der Rehaklinik W.________ im Bericht vom 27. Juli 1999 festgestellten fehlenden Kooperation des Versicherten bei der Rehabilitation gerechtfertigt. Zum Einen habe eine Besserung des Knieleidens unter diesen Umst�nden nicht mehr erwartet werden k�nnen, weshalb der Endzustand erreicht sei. Zum Anderen w�re dem Versicherten bei normalem Rehabilitationsverlauf nach allgemeinen Erfahrung eine wechselbelastende leichte Arbeit mit vermehrten Pausen voll zumutbar, weshalb keine Taggelder mehr zu gew�hren seien. Da das Knieleiden links unver�ndert sei, k�nne auch keine zus�tzliche Integrit�tsentsch�digung ausgerichtet werden.
2.2.2 Nach dem Gesagten ist der Leistungsstopp f�r die Zeit ab 30. November 1999 streitig. Die Zweijahresfrist nach Art. 37 Abs. 2 UVG (Unfall vom 16. September 1996) war demnach abgelaufen, weshalb eine Leistungseinstellung in analoger Anwendung dieser Bestimmung nicht m�glich ist.
2.2.3 Aus Art. 48 Abs. 2 UVG kann die SUVA ebenfalls nichts zu ihren Gunsten ableiten. Denn es wird nicht geltend gemacht und es geht auch nicht aus den Akten hervor, dass sie den Versicherten zur Kooperation bei der �rztlich empfohlenen Behandlung aufforderte und dass insbesondere ein schriftlicher Hinweis im Sinne von Art. 61 UVV erging. Deshalb kann keine Leistungsverweigerung oder -k�rzung nach Art. 48 Abs. 2 UVG und Art. 61 Abs. 2 UVV erfolgen.
Die SUVA hat deshalb betreffend das linke Knie die als sinnvoll erachteten Behandlungsmassnahmen anzuordnen und durchzuf�hren und danach - unter Ber�cksichtigung der Beeintr�chtigung der rechten Hand (Erw. 3.2.3 hiernach) - �ber die Invalidenrente und die Integrit�tsentsch�digung neu zu verf�gen. Sollte sich der Beschwerdef�hrer bez�glich der Kniebehandlung weiterhin renitent verhalten, ist das Verfahren nach Art. 48 Abs. 2 UVG und Art. 61 Abs. 1 UVV durchzuf�hren sowie - falls er nicht von seiner ablehnenden Haltung absieht - �ber die Einstellung der Heilbehandlung und des Taggeldes sowie �ber die weiteren Leistungsanpr�che erneut zu befinden.
3.1 Beim Unfall vom 8. April 1998 verletzte sich der Versicherte an der rechten Hand. Die Rehaklinik W.________ stellte im Bericht vom 27. Juli 1999 folgende Diagnose: chronische Restbeschwerden Hand rechts mit belastungsabh�ngigen Schmerzen im Vorderarm dorsal, Kraftminderung, leichtem aktivem Streckdefizit im PIP-III-Gelenk (2�) und leichtem ulnarem Verlauf der Strecksehne �ber dem MP-III-Gelenk, ohne Luxationstendenz der Strecksehne �ber dem MP-III-Gelenk und ohne neurologisches Defizit bei Status nach Ruptur und Naht des Extensorenretinaculums �ber dem MP-III-Gelenk rechts 04/98.
3.2.1 Diesbez�glich legte die Vorinstanz dar, die SUVA sei wegen fehlender Kausalit�t zum R�ckfallereignis zu keinen weiteren Abkl�rungen verpflichtet gewesen. Im �brigen habe der Versicherte die rechte Hand in seinen Rechtsschriften nicht erw�hnt.
3.2.2 Die SUVA f�hrte im angefochtenen Einspracheentscheid vom 17. Mai 2000 aus, die Vorinstanz habe im unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Entscheid vom 9. Dezember 1999 (der den Einspracheentscheid vom 13. Januar 1999 betraf) ausgef�hrt, der Bericht des Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH f�r Chirurgie, spez. Handchirurgie, vom 13. Oktober 1998 enthalte nichts, das f�r eine Zunahme der Beeintr�chtigung der rechten Hand spr�che. Auch die Rehaklinik W.________ verweise im Bericht vom 27. Juli 1999 auf denjenigen des Dr. med. M.________ vom 13. Oktober 1998 und gehe somit von einem seit damals unver�nderten Zustand aus. Es gebe daher keinen Grund f�r eine revisionsweise Erh�hung der 10%igen Invalidenrente und f�r die Ausrichtung einer zus�tzlichen Integrit�tsentsch�digung.
3.2.3 Entgegen den Ausf�hrungen der Vorinstanz hat die SUVA mithin nicht wegen fehlender Kausalit�t zum R�ckfallereignis weitere Abkl�rungen abgelehnt, sondern weil sie auf Grund des Berichts der Rehaklinik W.________ vom 27. Juli 1999 eine Verschlechterung des Zustandes der rechten Hand seit dem Einspracheentscheid vom 13. Januar 1999 ausschloss. Dem ist beizupflichten, hat doch die Rehaklinik W.________ den Bericht des Dr. med. M.________ vom 13. Oktober 1998 weiterhin als zutreffend qualifiziert. Damit hat es hinsichtlich der rechten Hand beim unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Entscheid vom 9. Dezember 1999 sein Bewenden (volle Arbeitsf�higkeit f�r leichte bis mittelschwere T�tigkeiten; Verneinung eines ausserhalb der Knieverletzung links liegenden Integrit�tsschadens), zumal der Versicherte auch keine neuen Tatsachen oder Beweismittel anruft, die zu einer Revision dieses Entscheides f�hren k�nnten.
Die Rehaklinik W.________ stellte im Bericht vom 27. Juli 1999 zus�tzlich ein progredientes Schmerzsyndrom am rechten Knie fest bei Status nach einer VKB-Plastik ca. im Jahre 1988. Gem�ss dem Bericht des Dr. med. J.________, Innere Medizin FMH, spez. Rheumaerkrankungen vom 16. Juli 1998 wurde das rechte Knie im August 1987 und im Februar 1988 traumatisiert; am 8. M�rz 1988 seien im Kantonsspital Basel eine Arthroskopie durchgef�hrt worden und der laterale Riss gen�ht worden.
�ber diese Beschwerden haben im Rahmen des vorliegenden Verfahrens weder die SUVA noch die Vorinstanz entschieden. Auch der Versicherte macht diesbez�glich keinerlei Ausf�hrungen. Dieser Gesundheitsschaden ist daher vorliegend nicht zu beurteilen (BGE 125 V 414 Erw. 1a mit Hinweisen).
Im Weiteren klagt der Versicherte seit September 1997 �ber R�cken- und seit Dezember 1997 �ber Schulterschmerzen (SUVA-Bericht vom 26. September 1997 und Bericht des Kreisarztes Dr. med. S.________ vom 9. Dezember 1997). Die Rehaklinik W.________ diagnostizierte diesbez�glich im Bericht vom 27. Juli 1999 Folgendes: Haltungsinsuffizienz mit relativ fixiertem oberen Rundr�cken und einer langgestreckten LWS-Hyperlordose, mit druckdolenten Tendinosen im Bereich der Ligg. iliolumbalia sowie �ber dem Processus der LWS mit punctum maximum L4/L5 und L3/4 sowie m�ssigen Ansatztendinosen und Myosen der kleinen Glut�en rechtsbetont, ohne klinisch verifizierbare eindeutige segmentale St�rung der LWS und ohne neurologische Ausf�lle, bei mangelndem Ausdauertrainigszustand der rumpfaufrichtenden Muskulatur, paramedianer linksseitiger Discushernie L2/L3 mit Kompression des Duralsackes sowie Protrusion der Bandscheibe L3/L4 und L4/L5.
Im unangefochten in Rechtskraft erwachsenem Entscheid vom 9. Dezember 1999, welcher den Einspracheentscheid vom 13. Januar 1999 betraf, hat die Vorinstanz die R�cken- und Schulterbeschwerden als unfallfremd qualifiziert, was mit den Feststellungen des Kreisarztes Dr. med. S.________ (Berichte vom 9. Dezember 1997 und 4. August 1998) und der Rehaklinik W.________ (Bericht vom 27. Juli 1999: kein �berwiegend wahrscheinlicher Zusammenhang mit der Knieproblematik) �bereinstimmt. Da die Kausalit�tsfrage mithin Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, war ein R�ckkommen hierauf im Rahmen der Wiedererw�gung nicht m�glich (BGE 126 V 400 Erw. 2b/aa mit Hinweisen). Im Weiteren wird nicht geltend gemacht und es ist auch in keiner Weise erstellt, dass zwischen dem Einspracheentscheid vom 13. Januar 1999 bzw. dem Bericht der Rehaklinik W.________ vom 27. Juli 1999 und dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 17. Mai 2000 neuartige R�cken- und Schulterbeschwerden aufgetreten sind, die als unfallkausal zu taxieren w�ren. Schliesslich werden auch keine neuen Tatsachen oder Beweismittel angerufen, die zu einer Revision des vorinstanzlichen Entscheides vom 9. Dezember 1999 f�hren k�nnten.
SUVA und Vorinstanz haben demnach die Neubeurteilung dieses Punktes zu Recht abgelehnt, weshalb die Verwaltungsgerichtsbeschwerde diesbez�glich abzuweisen ist.
Der Beschwerdef�hrer leidet schliesslich an einer anhaltenden somatoformen Schmerzst�rung mit Symptomausweitung und dysfunktionalem �berzeugungs- und Bew�ltigungsmuster (Bericht der Rehaklinik W.________ vom 27. Juli 1999 mit psychosomatischem Konsilium vom 13. Juli 1999).
Diesbez�glich ist der Vorinstanz beizupflichten, dass der ad�quate Kausalzusammenhang (BGE 125 V 461 Erw. 5a, 115 V 133 ff.) zwischen den psychischen Beschwerden und den streitigen Unf�llen zu verneinen ist. Beim ersten Unfall vom 16. September 1996 (Knieverletzung links) ist der Versicherte w�hrend des Heruntersteigens von einem Eisenbahnwagen auf dem Bankettschotter ausgerutscht. Am 8. April 1998 (Handverletzung rechts) ist der Beschwerdef�hrer beim n�chtlichen Gang auf die Toilette gest�rzt. Es handelte sich mithin um gew�hnliche St�rze bzw. leichte Unf�lle, die nicht geeignet sind, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 115 V 139 Erw. 6a). Mangels Ad�quanz des Kausalzusammenhangs er�brigt sich eine R�ckweisung der Sache zwecks Abkl�rung der nat�rlichen Kausalit�t (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c). Hinsichtlich der psychischen Problematik ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde demnach abzuweisen.
Da vorliegend weder die R�cken- und Schulterbeschwerden noch das Knieleiden rechts noch die psychische Problematik bei der Beurteilung mitzuber�cksichtigen sind, kann der von der IV-Stelle errechnete Invalidit�tsgrad von 100 % nicht als massgebend herangezogen werden (BGE 127 V 135 Erw. 4d mit Hinweisen).
Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Entsprechend dem teilweisen Obsiegen des Beschwerdef�hrers steht ihm eine reduzierte Parteientsch�digung zu (Art. 135 in Verbindung mit Art. 159 Abs. 3 OG).
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, dass der Entscheid des Versicherungsgerichts Basel-Stadt vom 9. Mai 2001 und der Einspracheentscheid vom 17. Mai 2000 aufgehoben werden und die Sache an die SUVA zur�ckgewiesen wird, damit sie im Sinne der Erw�gung 2.2.3 verfahre und �ber die Leistungsanspr�che des Beschwerdef�hrers neu verf�ge.
Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdef�hrer f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 1250.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.
Das Versicherungsgericht Basel-Stadt wird �ber eine Parteientsch�digung f�r das kantonale Verfahren entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses zu befinden haben.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht Basel-Stadt und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.
Luzern, 23. August 2002