Source: http://www.anwalt24.de/rund-ums-recht/BVerwG_03_03_2011_BVerwG_5_C_15_10_Entschaedigungsanspruch_l-d4408821.html
Timestamp: 2016-12-07 10:51:01
Document Index: 252159411

Matched Legal Cases: ['§ 41', '§ 6', '§ 6', '§ 52', '§ 6', '§ 52', '§ 7', '§ 15', '§ 22', '§ 82', '§ 15', '§ 22', '§ 82']

BVerwG, 03.03.2011 - BVerwG 5 C 15.10 - Entschädigungsanspruch liegt aufgrund der Verletzung eines Verbots der Benachteiligung Schwerbehinderter bei einer Bewerbung um eine Einstellung in den Richterdienst vor; Entschädigungsanspruch aufgrund der Verletzung eines Verbots der Benachteiligung Schwerbehinderter bei einer Bewerbung um eine Einstellung in den Richterdienst; Berücksichtigung der Grundsätze zur Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben bei gleicher fachlicher Eignung; Kausalzusammenhang zwischen einer Behinderung des Klägers und seiner Benachteiligung im Bewerbungsverfahren | Urteile auf anwalt24.de
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BundesverwaltungsgerichtUrt. v. 03.03.2011, Az.: BVerwG 5 C 15.10Gericht: BVerwGEntscheidungsform: UrteilDatum: 03.03.2011Referenz: JurionRS 2011, 17718Aktenzeichen: BVerwG 5 C 15.10 Verfahrensgang:vorgehend:VG Stuttgart - 25.01.2008 - AZ: 2 K 3727/07VGH Baden-Württemberg - 04.08.2009 - AZ: 9 S 3330/08Rechtsgrundlagen:§ 7 Abs. 1 AGG§ 15 Abs. 2 S. 1 AGG§ 22 AGG§ 82 SGB IXFundstellen:ArbRB 2011, 98 (Pressemitteilung)AuR 2011, 184AUR 2011, 184BayVBl 2011, 3DVBl 2011, 4 (Pressemitteilung)NJ 2011, 9-10NordÖR 2011, 270NVwZ 2011, 6NZA 2011, 8-9Redaktioneller Leitsatz:1.Ein Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot in § 15 Abs. 1 AGG ist auch Tatbestandsvoraussetzung für den Ersatz immaterieller Schäden.2.Für den nach § 22 AGG möglichen Nachweis, dass für die Nichteinladung eines Bewerbers entgegen § 82 S. 2 SGB IX ausschließlich andere Gründe als die Behinderung erheblich waren, können nur solche Gründe herangezogen werden, die nicht die fachliche Eignung betreffen.In der Verwaltungsstreitsache...hat der 5. Senat des Bundesverwaltungsgerichtsauf die mündliche Verhandlung vom 3. März 2011durch den Vizepräsidenten des Bundesverwaltungsgerichts Hund,den Richter am Bundesverwaltungsgericht Prof. Dr. Berlit,die Richterin am Bundesverwaltungsgericht Fricke unddie Richter am Bundesverwaltungsgericht Dr. Störmer und Dr. Häußlerfür Recht erkannt:Tenor:Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg vom 4. August 2009 aufgehoben.Die Sache wird zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an den Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg zurückverwiesen.Die Entscheidung über die Kosten bleibt der Schlussentscheidung vorbehalten.