Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201985,%201175
Timestamp: 2019-10-16 01:25:26
Document Index: 190694111

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 77', 'BGH', 'BGH', '§ 395', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 395', 'BGH', '§ 395', '§ 374', '§ 395', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 230', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW 1985, 1175 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 15.01.1985
https://dejure.org/1985,1101
BGH, 09.01.1985 - 3 StR 502/84 (https://dejure.org/1985,1101)
BGH, Entscheidung vom 09.01.1985 - 3 StR 502/84 (https://dejure.org/1985,1101)
BGH, Entscheidung vom 09. Januar 1985 - 3 StR 502/84 (https://dejure.org/1985,1101)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1985,1101) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Übergang der Nebenklagebefugnis hinsichtlich einer vorsätzlichen Körperverletzung beim Tode des Verletzten - Rüge der Verletzung formellen und materiellen Rechts - Voraussetzungen für eine zusätzliche Verurteilung wegen gefährlicher und schwerer Körperverletzung
BGHSt 33, 114
NJW 1985, 1175
MDR 1985, 510
NStZ 1985, 407 (Ls.)
Die durch den vorausgehenden Faustschlag verwirklichte (vorsätzliche) Körperverletzung tritt in Anbetracht des einheitlichen Tatgeschehens ebenfalls zurück (BGH NJW 1985, 1175, 1176).
Vor dem Inkrafttreten des Ersten Gesetzes zur Verbesserung der Stellung des Verletzten im Strafverfahren (Opferschutzgesetz) vom 18. Dezember 1986 (BGBl I S. 2496) konnte der Nebenkläger in Fällen dieser Art Revision einlegen, um eine höhere Bestrafung zu erreichen (BGHSt 33, 114, 118) [BGH 09.01.1985 - 3 StR 502/84].
Der damit innerhalb der Strafantragsfrist erfolgte Anschluß als Nebenklägerin genügt als Strafantrag (BGHSt 33, 114, 116) [BGH 09.01.1985 - 3 StR 502/84].
Da eine Beschränkung der von den geschädigten Frauen gewünschten Strafverfolgung nicht erklärt oder sonst eindeutig erkennbar war, umfaßt der Strafantrag jeweils den gesamten geschichtlichen Vorgang, welcher der Beschuldigung zugrundelag (BGHSt 33, 114, 116 [BGH 09.01.1985 - 3 StR 502/84] mit weiteren Nachweisen).
Zwar hat der Senat in seiner Entscheidung BGHSt 33, 114 ausgesprochen, daß die Nebenklagebefugnis hinsichtlich einer ohne Tötungsvorsatz zugefügten vorsätzlichen Körperverletzung beim späteren Tod des Verletzten auf die in § 77 Abs. 2 StGB bezeichneten nahen Angehörigen des Verletzten übergehen kann.
Ein Nebenkläger ist aber nicht beschwert, wenn der Angeklagte wegen des Nebenklagedelikts verurteilt worden ist (vgl. BGHSt 29, 216, 218; 33, 114, 115, 117) [BGH 09.01.1985 - 3 StR 502/84].
Der Nebenkläger ist, wie sich aus § 395 Abs. 4, 401 Abs. 1 Satz 1 StPO ergibt, zur Rechtsmitteleinlegung berechtigt, soweit er durch die Entscheidung in seiner Stellung als Nebenkläger beschwert ist (BGHSt 29, 216, 218; 33, 114, 115).
Eine solche Beanstandung steht der Nebenklägerin nicht zu (BGH, Beschluß vom 18. Mai 1976 - 5 StR 267/76; vgl. auch BGHSt 29, 216, 217 [BGH 13.02.1980 - 3 StR 57/80 S]/218; 33, 114, 115).
OLG Düsseldorf, 20.11.1996 - 1 Ws 999/96
Die vor der Neufassung des § 395 StPO durch das Opferschutzgesetz vom 18. Dezember 1986 ( BGB 1. I 2674) ergangene abweichende Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGHSt 33, 114 ff.) ist nach dem Wegfall der Verweisung in § 395 Abs. 1 S. 1 StPO a.F. auf § 374 Abs. 2 StPO überholt (…Meyer-Goßner a.a.O., § 395, Rdn. 4).
BGH, 03.11.1993 - 4 StR 583/93
Anforderungen an die Annahme einer Tateinheit beim jeweiligen Rückgriff auf den …
BGH, 10.02.1993 - 2 StR 608/92
https://dejure.org/1985,1672
BGH, 15.01.1985 - 1 StR 680/84 (https://dejure.org/1985,1672)
BGH, Entscheidung vom 15.01.1985 - 1 StR 680/84 (https://dejure.org/1985,1672)
BGH, Entscheidung vom 15. Januar 1985 - 1 StR 680/84 (https://dejure.org/1985,1672)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1985,1672) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Anforderungen an "vorübergehende Abtrennung" eines Strafverfahrens - Sinn und Zweck einer "vorübergehenden Abtrennung"
StPO (1975) §§ 230, 261, 338 Nr. 5
BGHSt 33, 119
NStZ 1985, 422 (Ls.)
StV 1985, 180
StV 1986, 3
Er hat deshalb ausgesprochen, daß ein Haschischhändler dann die späteren Einzelhandlungen seines Handeltreibens in den wesentlichen Grundzügen ihrer zukünftigen Gestaltung ins Auge gefaßt hat, wenn er sich eines eingespielten Einfuhr- und Verkaufssystems bedient, das ihm bei späteren Handlungen nicht zu jeweils neuen Tatentschlüssen nötigt (vgl. BGH, Urteil vom 12. November 1974 - 1 StR 538/74; BGH bei Holtz MDR 1979, 106 [OLG Stuttgart 07.02.1979 - 3 Ss 3 24/79]; BGH StV 1981, 125; BGHSt 33, 121, 122) [BGH 15.01.1985 - 1 StR 680/84].
Durch diese Vorgehensweise wurde das Anwesenheitsgebot nicht umgangen (vgl. dazu BGHSt 24, 257, 258 [BGH 25.10.1971 - 2 StR 238/71]; 33, 119, 120), [BGH 15.01.1985 - 1 StR 680/84]denn das Landgericht war bei dieser Sachlage rechtlich nicht gehindert, die abgetrennten Verfahren erneut zu verbinden.
Insofern unterschied sich die Verfahrenslage nicht von derjenigen, die sich ergibt, wenn zwei bisher völlig getrennt geführte Verfahren verbunden werden (BGHSt 33, 119, 120) [BGH 15.01.1985 - 1 StR 680/84].
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist eine vorübergehende Verfahrensabtrennung dann unzulässig, wenn in der inzwischen fortgesetzten Hauptverhandlung gegen den anderen Angeklagten Vorgänge verhandelt werden, die mit dem im abgetrennten Verfahren erhobenen und zur Verurteilung führenden Vorwürfen zusammenhängen (vgl. BGHSt 24, 257, 259 [BGH 25.10.1971 - 2 StR 238/71]; 30, 74, 75; 32, 100, 101 [BGH 05.10.1983 - 2 StR 298/83]; 33, 119, 120 [BGH 15.01.1985 - 1 StR 680/84]; Beschluß vom 3. Juni 1986 bei Pfeiffer/Miebach in NStZ 1987, 16).