Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%201996,%201210
Timestamp: 2019-05-19 09:47:51
Document Index: 162211359

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 26', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 115', '§ 91', '§ 3', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 511', '§ 133', '§ 545', '§ 542', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 485', 'BGH', '§ 546', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: NJW-RR 1996, 1210 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 18.06.1996
https://dejure.org/1996,604
BGH, 09.05.1996 - VII ZR 143/94 (https://dejure.org/1996,604)
BGH, Entscheidung vom 09.05.1996 - VII ZR 143/94 (https://dejure.org/1996,604)
BGH, Entscheidung vom 09. Mai 1996 - VII ZR 143/94 (https://dejure.org/1996,604)
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Streitwert - Einseitige Erledigung
NJW-RR 1996, 1210
WM 1996, 1563
Nach einseitiger Erledigungserklärung bestimmt sich der Wert der Beschwer nach der Summe der bis zum Zeitpunkt der Erledigungserklärung entstandenen Kosten (…Senatsbeschluß vom 30. September 1998 - XII ZR 163/98 - NZM 1999, 21 und BGH Beschlüsse vom 17. Juni 2003 - XI ZR 242/02 - BGHR Nebengesetze 1, 2. Folge EGZPO § 26 Nr. 8 Beschwer 1 sowie vom 9. Mai 1996 - VII ZR 143/94 - NJW-RR 1996, 1210 jeweils m.w.N.).
OLG Saarbrücken, 30.04.2008 - 1 U 461/07
Nachweis der Prozessvollmacht bei Rüge des Gegners im Verfahren des einstweiligen …
Demgegenüber gehen der Bundesgerichtshof (vgl. Beschluss vom 2.6.1999 - XII ZR 99/99 - NJW-RR 1999, 1385; Beschluss vom 9.5.1996 - VII ZR 143/94 - NJW-RR 1996, 1210) und ihm folgend zahlreiche Oberlandesgerichte sowie die Kommentarliteratur (vgl. die Nachweise im Beschluss des Saarländischen Oberlandesgerichts vom 9.11.2005 - 5 U 286/05 zitiert nach juris sowie KG NJOZ 2003, 2576, 2577) davon aus, dass sich der Streitwert der einseitigen Erledigungserklärung nach den bis dahin entstandenen Gerichts - und Parteikosten bemesse.
Nach der (einseitigen) Teilerledigungserklärung bemisst sich der Streitwert für den Kostenschutz für die 1. Instanz nach dem Kosteninteresse (vergl. BGH NJW-RR 1996, 1210).
Nur wenn die gesamte frühere Hauptsache - etwa durch übereinstimmende Erledigungserklärung oder durch Klagrücknahme - erledigt ist, tritt die Kostenentscheidung als einzig verbliebene Streitposition an die Stelle der früheren Hauptsache (vgl. BGH Urteile vom 15. März 1995 - XII ZB 29/95 - FamRZ 1995, 1137; vom 9. Mai 1996 - VII ZR 143/94 - WM 1996, 1563; vom 19. Oktober 2000 - I ZR 176/00 - NJW 2001, 230 und vom 13. Februar 2003 - VII ZR 121/02 - BauR 2003, 1075).
Für die teilweise Erledigungserklärung bemisst sich der Streitwert nach dem Kosteninteresse (BGH NJW-RR 1996, 1210).
der für den erledigten Teil entstandenen Kosten (BGH, Beschluss vom 9. Mai 1996 - VII ZR 143/94, NJW-RR 1996, 1210; Beschluss vom 18. Juni 2015 - V ZR 224/14, NJW 2015, 3173;… Hüßtege, in: Thomas/Putzo, ZPO 38. Aufl., § 91a Rn. 62).
Das auf den - zunächst mit weiteren 15.000,- Euro bewerteten - erledigten Teil entfallende Kosteninteresse ist durch eine Differenzrechnung zu ermitteln, die ergibt, um welchen Betrag diejenigen Kosten überschritten worden sind, die angefallen wären, wenn der Kläger den Rechtsstreit von Anfang an nur über den nicht erledigten Teil der Hauptsache geführt hätte (BGH, Beschluss vom 9. Mai 1996 - VII ZR 143/94, NJW-RR 1996, 1210; Beschluss vom 13. Juli 2005 - XII ZR 295/02, NJW-RR 2005, 1728).
OLG Saarbrücken, 09.11.2005 - 5 U 286/05
Lebensversicherung: Abwarten des Abschlusses sachverständiger Ermittlungen durch …
BGH, 17.06.2003 - XI ZR 242/02
Bemessung des Beschwerdewerts für die Nichtzulassungsbeschwerde; Streitwert bei …
OLG München, 13.08.2003 - 7 U 2927/02
OLG Düsseldorf, 27.12.2005 - 24 W 62/05
Bemessung des Gebührenstreitwerts eines Räumungsbegehrens
BGH, 17.04.2003 - III ZR 266/02
Streitwertfestsetzung nach Teilerledigung
OLG Stuttgart, 06.06.2002 - 20 U 94/99
Streitwert und Kostenentscheidung bei Nebenintervention: Beitritt eines Aktionärs …
LG Aachen, 25.09.2017 - 5 S 7/17
OLG Nürnberg, 04.05.2006 - 5 W 878/06
Bemessung des Streitwertes bei einseitiger (Teil-)Erledigungserklärung
OLG Düsseldorf, 22.12.2005 - 24 W 62/05
OLG Karlsruhe, 04.01.2018 - 12 W 37/17
Streitwert einer Vollstreckungsabwehrklage: Erhöhung bei verbundenem Antrag auf …
OLG Düsseldorf, 16.12.2010 - 6 U 44/10
Internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte; Begriff der rügelosen …
OLG Brandenburg, 04.05.2016 - 7 U 107/14
Provisionsanspruch: Auslegung und Wirksamkeit einer Provisionsvereinbarung
OLG Frankfurt, 24.04.2015 - 13 U 193/12
Baurecht: Schadenersatz für Feuchtigkeitsschäden im Keller einer Doppelhaushälfte
OLG Hamm, 26.03.1999 - 23 W 573/98
Anfechtung der Zuerkennung der Erstattung einer Verhandlungs- und Beweisgebühr …
OLG Koblenz, 10.09.1998 - 14 W 627/98
Streitwertfestsetzung vor Kostenfestsetzung; Zahlung nach Fälligkeit im Prozess …
BGH, 09.07.1998 - IX ZB 17/98
Bemessung von Streitwert und Rechtsmittelbeschwer nach einseitiger …
OLG Düsseldorf, 31.10.2016 - 9 U 28/16
LG Mainz, 31.01.2006 - 10 HKO 54/05
Wettbewerbsverstoß: Ausübung einer handelsgewerblichen Tätigkeit unter …
OLG München, 30.09.1997 - 24 W 212/97
GKG § 115; ZPO § 91a, § 3
https://dejure.org/1996,937
BGH, 18.06.1996 - VI ZR 325/95 (https://dejure.org/1996,937)
BGH, Entscheidung vom 18.06.1996 - VI ZR 325/95 (https://dejure.org/1996,937)
BGH, Entscheidung vom 18. Juni 1996 - VI ZR 325/95 (https://dejure.org/1996,937)
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Streitgegenstands-Verwechslung
§ 511 ZPO <Fassung bis 31.12.01>, Berufung ist nur zulässig, wenn sie die Beseitigung der Beschwer zum Ziel hat, keine Auswechslung des Streitgegenstands;
zur Auslegung von Prozeßerklärungen (§§ 133, 157 BGB): im Zweifel ist das gewollt, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und der recht verstandenen Interessenlage entspricht;
§§ 545 ff, 561 ZPO <Fassung bis 31.12.01> (§§ 542 ff, 559 ZPO <Fassung seit 1.1.02>), das Revisionsgericht kann Prozeßerklärungen selbständig auslegen
Anspruch auf Schmerzensgeld wegen eines Kunstfehlers - Zulässigkeit einer Berufung - Zubilligung einer "Schmerzensgeldrente"
MDR 1997, 94
Vielmehr ist zu ihren Gunsten stets davon auszugehen, daß sie im Zweifel mit ihrer Prozeßhandlung das bezweckt, was nach Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und ihrer recht verstandenen Interessenlage entspricht (BGH, Beschl. vom 22. Mai 1995, II ZB 2/95, NJW-RR 1995, 1183 f; Urt. v. 18. Juni 1996, VI ZR 325/95, NJW-RR 1996, 1210;… Urt. v. 17. Mai 2000, VIII ZR 210/99, WM 2000, 1512, 1514).
Denn es geht um die Auslegung einer Prozesserklärung, die das Revisionsgericht nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ohne Einschränkungen nachprüfen und in freier Würdigung selbst auslegen darf (BGH, Urteile vom 18. Juni 1996 - VI ZR 325/95, NJW-RR 1996, 1210 unter II 2; vom 2. Juli 2004 - V ZR 290/03, FamRZ 2004, 1712 unter II 1;… vom 21. Juni 2016 - II ZR 305/14, aaO;… Senatsbeschluss vom 30. Mai 2017 - VIII ZB 15/17, juris Rn. 13 mwN).
Dabei ist im Zweifel das als gewollt anzusehen, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und der recht verstandenen Interessenlage der erklärenden Partei entspricht (BGH, Urteile vom 18. Juni 1996 - VI ZR 325/95, aaO;… vom 2. Juli 2004 - V ZR 290/03, aaO unter II 1 a;… vom 2. Dezember 2015 - IV ZR 28/15, aaO Rn. 10;… vom 21. Juni 2016 - II ZR 305/14, aaO;… Beschlüsse vom 18. Dezember 2014 - IX ZB 50/13, NJW-RR 2015, 301 Rn. 10;… vom 27. Januar 2015 - II ZR 191/13, juris Rn. 10;… vom 20. Januar 2016 - I ZB 102/14, WM 2016, 1190 Rn. 15;… vom 30. Mai 2017 - VIII ZB 15/17, aaO Rn. 14; jeweils mwN).
Danach sind Prozesserklärungen der Parteien grundsätzlich so zu verstehen, dass sie auf die Herbeiführung einer prozessrechtlich zulässigen Rechtsfolge gerichtet sind (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juni 1996 - VI ZR 325/95, NJW-RR 1996, 1210, 1211).
Selbst wenn die Beklagten auf einen erst in der letzten mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht erfolgten Hinweis diesen Widerspruch zwischen Berufungsantrag und Berufungsbegründung nicht auflösen konnten, so blieb bei einer sachgerechten Auslegung der entsprechenden Prozeßerklärungen (vgl. Senatsurteil vom 18. Juni 1996 - VI ZR 325/95 - NJW-RR 1996, 1210, 1211) neben der Möglichkeit eines Versehens bei der Formulierung immer noch die Möglichkeit einer Hilfsbegründung im Rahmen des gestellten Berufungsantrages.
BGH, 09.07.2014 - VII ZB 9/13
Forderungspfändung aufgrund eines Arrestes: Nichtigkeit des …
Der Senat kann den Antrag der Gläubigerin als Prozesserklärung selbst auslegen (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juni 1996 - VI ZR 325/95, NJW-RR 1996, 1210, 1211 m.w.N.).
Anders als bei der Auslegung einer privatrechtlichen Willenserklärung ist, worauf die Rechtsbeschwerde zutreffend hinweist, der Senat bei der Überprüfung einer verfahrensrechtlichen Erklärung, um die es sich bei der Zustimmung im Sinne des § 485 Abs. 1 ZPO handelt, zwar nicht eingeschränkt (vgl. Senatsurteile vom 18. Juni 1996 - VI ZR 325/95 - NJW-RR 1996, 1210 f. und vom 30. Januar 1979 - VI ZR 45/78 - VersR 1979, 373 f.; BGH, Urteil vom 27. März 1996 - XII ZR 83/95 - NJW-RR 1996, 833 ff.;… Zöller/Gummer ZPO, 23. Aufl., § 546 Rdn. 11).
Bei der Auslegung von Prozesshandlungen, welche das Rechtsbeschwerdegericht selbst vornehmen kann (st. Rspr.; vgl. etwa BGH, Urteile vom 28. Februar 1996 - VIII ZR 241/94, NJW 1996, 1962 unter III 1 a; vom 18. Juni 1996 - VI ZR 325/95, NJW-RR 1996, 1210 unter II 2; jeweils mwN;… Beschlüsse vom 9. Juli 2014 - VII ZB 9/13, NJW 2014, 2732 Rn. 11;… vom 12. Juli 2016 - VIII ZB 55/15, WuM 2016, 632 Rn. 6), darf eine Partei nicht am buchstäblichen Sinn ihrer Wortwahl festgehalten werden, sondern es ist davon auszugehen, dass sie mit ihrer Prozesshandlung im Zweifel dasjenige erreichen will, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und der recht verstandenen Interessenlage der Prozesspartei entspricht (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteile vom 18. Juni 1996 - VI ZR 325/95, aaO; vom 19. Januar 2001 - V ZR 437/99, BGHZ 146, 298, 310;… vom 5. Oktober 2010 - VI ZR 257/08, NJW 2010, 3779 Rn. 4; jeweils mwN;… Beschlüsse vom 11. September 2012 - XI ZB 8/12, juris Rn. 8 mwN;… vom 12. Juli 2016 - VIII ZB 55/15, aaO).
Das ist aber entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts, an dessen Auslegung der Senat nicht gebunden ist (BGHZ 4, 328, 334; BGH, Urt. v. 18. Juni 1996, VI ZR 325/95, NJW-RR 1996, 1210, 1211), nicht der Fall.
Dabei ist der Auslegungsgrundsatz zu beachten, daß im Zweifel dasjenige gewollt ist, was nach den Maßstäben der Rechtsordnung vernünftig ist und der recht verstandenen Interessenlage entspricht (BGH, Urt. v. 18. Juni 1996, VI ZR 325/95, NJW-RR 1996, 1210, 1211 m.w.N.).
BGH, 12.07.2016 - VIII ZB 55/15
Berufungsbeschwer nach einseitiger Erledigungserklärung in einem …
BGH, 19.11.2009 - V ZB 118/09
Erteilung eines Zuschlags von Amts wegen nach einer rechtsfehlerhaften …
BGH, 16.10.1998 - V ZR 116/98
Anforderungen an die Berufungsbegründung bei Weiterverfolgung des …
BGH, 09.07.2002 - KZR 13/01
Zulässigkeit einer Klageänderung wegen zeitlicher Überholung im …
BFH, 08.11.1996 - VI R 37/94
Auslegung einer Prozesserklärung/Rechtsbehelfsschrift als Klageerhebung - …
OLG Frankfurt, 22.04.2008 - 5 U 29/07
GmbH: Amtsniederlegung eines Gesellschafter-Geschäftsführers; Umdeutung einer …
OLG Naumburg, 06.12.2013 - 12 Wx 42/13
Grundbuchberichtigung: Übernahme der in einem Bodensonderungsplan enthaltenen …
LAG Baden-Württemberg, 11.01.2000 - 3 Ta 4/00
Gegenstandswert der Kündigungsschutzklage bei mehreren Kündigungen
LAG Baden-Württemberg, 12.01.2000 - 3 Ta 3/00
Wert eines Anspruchs auf Erteilung eines Zeugnisses
LAG Baden-Württemberg, 05.04.2000 - 3 Ta 23/00
Wertfestsetzung im arbeitsgerichtlichen Beschlussverfahren bei Bestimmung des …
KG, 20.04.2007 - 7 U 163/06
Streitwertbemessung: Einseitige Erledigungserklärung des Klägers im …