Source: http://hozir.org/hauptsatzung-der-gemeinde-ilmtal-weinstrae.html
Timestamp: 2018-07-15 22:45:56
Document Index: 205424905

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 4', '§ 45', '§ 45', '§ 45', '§ 45', '§ 35', '§ 35', '§ 15']

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der Gemeinde Ilmtal-Weinstraße
vom 24. Juli.2014
Aufgrund der §§ 19 Abs. 1 und 20 Abs. 1 der Thüringer Gemeinde- und Landkreisordnung (Thüringer Kommunalordnung - ThürKO) vom 16. August 1993 (GVBl. S. 501) in der Fassung der Neubekanntmachung vom 28. Januar 2003 (GVBl. S. 41), zuletzt geändert durch Gesetz vom 23. Juni 2013 (GVBl. S. 194) hat der Gemeinderat der Gemeinde Ilmtal-Weinstraße in der Sitzung am 14.07.2014 die folgende Hauptsatzung beschlossen (Beschluss-Nr. 64/07/14)
Die Gemeinde führt den Namen „Ilmtal-Weinstraße“.
Das Dienstsiegel trägt im oberen Halbbogen die Umschrift „Thüringen“, im unteren Halbbogen die Umschrift „Gemeinde Ilmtal-Weinstraße“ und zeigt das Wappen des Freistaats Thüringen.
§ 4 Ortsteile mit Ortschaftsverfassung (Ortschaften)
(1) Die folgenden Ortsteile erhalten jeweils zusammengefasst eine Ortschaftsverfassung gemäß § 45a ThürKO:
Liebstedt und Goldbach werden zusammengefasst zur Ortschaft Liebstedt,
Pfiffelbach und Wersdorf werden zusammengefasst zur Ortschaft Pfiffelbach und
Oßmannstedt und Ulrichshalben werden zusammengefasst zur Ortschaft Oßmannstedt
Die folgenden Ortsteile erhalten, jeder für sich eine Ortschaftsverfassung gemäß § 45a ThürKO:
Niederroßla,
Nirmsdorf,
Oberreißen und
Die räumliche Abgrenzung der Ortsteile und Ortschaften ergibt sich aus der als Anlage beigefügten Karte, die Bestandteil der Hauptsatzung ist.
(2) Der Ortschaftsrat wird für die Dauer der gesetzlichen Amtszeit des Gemeinderats gebildet. Er besteht aus dem Ortschaftsbürgermeister und den weiteren Mitgliedern des Ortschaftsrats.
(3) Der Ortschaftsbürgermeister ist Ehrenbeamter der Gemeinde und wird gemäß § 45a Abs.2 ThürKO gewählt.
(4) Die Wahl der weiteren Mitglieder des Ortschaftsrats erfolgt nach folgenden Regelungen:
a) Für das aktive und passive Wahlrecht finden die Bestimmungen des Thüringer Kommunalwahlgesetzes (ThürKWG) und der Thüringer Kommunalwahlordnung (ThürKWO) in der jeweils geltenden Fassung entsprechend Anwendung, wobei an die Stelle des Begriffs "Gemeinde" der Begriff "Ortschaft" tritt.
b) Die Wahl der weiteren Mitglieder des Ortschaftsrats erfolgt entsprechend den Vorschriften für die Wahl der Gemeinderatsmitglieder gemäß dem ThürKWG und der ThürKWO in der jeweils geltenden Fassung.
(5) Der Ortschaftsrat wählt aus seiner Mitte einen Stellvertreter des Ortschaftsbürgermeisters.
Über den Antrag auf Zulassung eines Bürgerbegehrens entscheidet die Gemeindeverwaltung innerhalb von vier Wochen nach Eingang des schriftlichen Antrags bei der Gemeindeverwaltung. Vor einer ablehnenden Zulassungsentscheidung sollen die Vertreter des Bürgerbegehrens angehört werden.
(3) Die Eintragungen sind innerhalb einer Eintragungsliste fortlaufend zu nummerieren. Die Eintragung kann vom Unterzeichner ohne Angabe von Gründen bis zum letzten Tag der Eintragungsfrist schriftlich widerrufen werden. Für die Rechtzeitigkeit des Widerrufs kommt es auf den Eingang bei der Gemeindeverwaltung an. Eintragungen sind ungültig,
die von Personen stammen, die bei freier Unterschriftensammlung am letzten Tag der Sammlungsfrist oder bei Sammlung durch Eintragung in amtlich ausgelegte Eintragungslisten am letzten Tag vor der Auslegungsfrist nicht wahlberechtigt sind;
bei denen die eigenhändige Unterschrift fehlt oder
bei denen die eingetragenen Personen wegen undeutlicher Schrift oder unvollständiger Angaben nicht klar zu identifizieren sind.
(6) Die amtlichen Stimmzettel für den Bürgerentscheid müssen den Antrag im Wortlaut enthalten und so gestaltet sein, dass der Antrag mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden kann. Die Stimme darf nur auf "Ja" oder "Nein" lauten. Der Abstimmende kennzeichnet durch ein Kreuz oder auf andere Weise auf dem Stimmzettel, ob er den gestellten Antrag mit "Ja" oder "Nein" beantworten will.
Der Gemeinderat wählt aus seiner Mitte einen ehrenamtlichen Beigeordneten.
(1) Bei der Zusammensetzung der Ausschüsse hat der Gemeinderat dem Stärkeverhältnis der in ihm vertretenen Parteien und Wählergruppen Rechnung zu tragen, soweit Fraktionen bestehen, sind diese der Berechnung zugrunde zu legen. Übersteigt die Zahl der Ausschusssitze die Zahl der Gemeinderatsmitglieder, so kann jedes Gemeinderatsmitglied, das im Übrigen keinen Ausschusssitz besetzt, verlangen, in einem Ausschuss mit Rede- und Antragsrecht mitzuwirken. Der Gemeinderat entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit durch Beschluss, welchem Ausschuss dieses Gemeinderatsmitglied zugewiesen wird.
(2) Die Besetzung von Ausschüssen und sonstigen Gremien erfolgt einheitlich nach dem mathematischen Verhältnisverfahren Hare/Niemeyer.
Ortschaftsbürgermeister = Ehrenortschaftsbürgermeister,
Mitglied des Ortschaftsrates = Ehrenmitglied des Ortschaftsrates,
sonstige Ehrenbeamte = eine die ausgeübte ehrenamtliche Tätigkeit kennzeichnend
Amtsbezeichnung mit dem Zusatz "Ehren-".
(1) Die Gemeinderatsmitglieder erhalten für ihre ehrenamtliche Mitwirkung bei den Beratungen und Entscheidungen des Gemeinderats und seiner Ausschüsse als Entschädigung einen monatlichen Sockelbetrag von 15,00 Euro sowie ein Sitzungsgeld von 15,00 Euro für die notwendige, nachgewiesene Teilnahme an Sitzungen des Gemeinderats, eines Ausschusses, in dem sie Mitglied sind, oder einer Fraktion. Dabei dürfen nicht mehr als zwei Sitzungsgelder pro Tag gezahlt werden.
Mitglieder des Gemeinderats, die Arbeiter oder Angestellte sind, haben außerdem Anspruch auf Ersatz des nachgewiesenen Verdienstausfalls und der notwendigen Auslagen.
Selbstständig Tätige erhalten eine Pauschalentschädigung von 15,00 Euro je volle Stunde für den Verdienstausfall, der durch Zeitversäumnis in ihrer beruflichen Tätigkeit entstanden ist.
Sonstige Mitglieder des Gemeinderats, die nicht erwerbstätig sind, jedoch einen Mehrpersonenhaushalt von mindestens drei Personen führen, erhalten eine Pauschalentschädigung von 10,00 Euro je volle Stunde. Die Ersatzleistungen nach diesem Absatz werden nur auf Antrag sowie für höchstens acht Stunden pro Tag und auch nur bis 18.00 Uhr gewährt.
(4) Für ehrenamtlich Tätige, die nicht Mitglied des Gemeinderats sind, gelten die Regelungen hinsichtlich des Sitzungsgeldes, des Verdienstausfalls bzw. der Pauschalentschädigung und der Reisekosten (Abs. 1, 2 und 3) entsprechend.
(5) Die Mitglieder des Wahlausschusses erhalten für die Teilnahme an den Sitzungen eine pauschale Entschädigung von 15,00 Euro und die Mitglieder der Wahlvorstände bei der Durchführung der Wahlen am Wahltag sowie erforderlichenfalls für den folgenden Tag eine pauschale Entschädigung von 25,00 Euro. Für die Durchführung von Wahlen mit mehr als zwei Wahlhandlungen wird für den Wahltag eine zusätzliche Entschädigung von 5,00 Euro je weitere Wahlhandlung gewährt.
(6) Für die Wahrnehmung besonderer Funktionen und die hierdurch entstehenden höheren Belastungen und Aufwendungen erhalten eine zusätzliche monatliche Entschädigung:
der Vorsitzende eines Ausschusses von 20,00 Euro,
der Vorsitzende einer Gemeinderatsfraktion von 20,00 Euro.
(7) Die ehrenamtlichen kommunalen Wahlbeamten erhalten für die Dauer ihrer Tätigkeit folgende monatliche Aufwandsentschädigung:
- der ehrenamtliche Erste Beigeordnete von 300,00 Euro,
- der Ortschaftsbürgermeister
der Ortschaft Liebstedt von 330,00 Euro,
der Ortschaft Mattstedt von 330,00 Euro,
der Ortschaft Niederreißen von 330,00 Euro,
der Ortschaft Niederroßla von 700,00 Euro,
der Ortschaft Nirmsdorf von 330,00 Euro,
der Ortschaft Oberreißen von 330,00 Euro,
der Ortschaft Oßmannstedt von 700,00 Euro,
der Ortschaft Pfiffelbach von 500,00 Euro,
der Ortschaft Willerstedt von 330,00 Euro,
(8) Die weiteren Mitglieder der Ortschaftsräte erhalten für ihre ehrenamtliche Mitwirkung bei den Beratungen und Entscheidungen der Ortschaftsräte ein Sitzungsgeld in Höhe von 15,00 Euro.
(9) Der Stellvertreter des Ortschaftsbürgermeisters erhält für die Dauer seiner Tätigkeit folgende monatliche Aufwandsentschädigung:
in der Ortschaft Liebstedt 60,00 Euro,
in der Ortschaft Mattstedt 75,00 Euro,
in der Ortschaft Niederreißen 30,00 Euro,
in der Ortschaft Niederroßla 165,00 Euro,
in der Ortschaft Nirmsdorf 20,00 Euro,
in der Ortschaft Oberreißen 30,00 Euro,
in der Ortschaft Oßmannstedt 180,00 Euro,
in der Ortschaft Pfiffelbach 90,00 Euro,
in der Ortschaft Willerstedt 45,00 Euro.
Vertritt der Stellvertreter des Ortschaftsbürgermeisters den Ortschaftsbürgermeister als Teilnehmer in den die Belange der Ortschaft betreffenden Sitzungen des Gemeinderats und der Ausschüsse (§ 45 a Abs. 2 Satz 4 ThürKO), so erhält er hierfür ein Sitzungsgeld in Höhe von 15,00 €, wenn er dem Gremium nicht bereits selbst angehört.
(10) Für ehrenamtlich Tätige, die nicht Mitglied des Ortschaftsrats sind, gelten die Regelungen hinsichtlich des Sitzungsgeldes (Abs. 8) entsprechend.
Satzungen der Gemeinde werden öffentlich bekanntgemacht durch Veröffentlichung im Amtsblatt „Ilmtal-Weinstraße-Report“ der Gemeinde Ilmtal-Weinstraße. Auf der Urschrift der Satzungen sind die Form und der Tag der öffentlichen Bekanntmachung schriftlich zu vermerken.
Ist eine öffentliche Bekanntmachung in der durch Abs. 1 festgelegten Form wegen eines Naturereignisses oder anderer unabwendbarer Ereignisse nicht möglich, so erfolgt die Bekanntmachung in dringenden Fällen durch Aushang an folgenden Verkündungstafeln in den Ortsteilen der Gemeinde:
Standort der Verkündungstafel
am Gemeindebüro, Lange Straße 49
am Feuerwehrgerätehaus, Dorfstraße.
Busplatz / Parkplatz neben Haltestellenschild der Sparkasse
Oßmannstedter Straße 2
Dorfstraße 8 (vor dem Brunnen)
Hauptstraße/Ecke Kleine Kirchgasse 3
Bushaltestelle, Teichplatz 94 A
Dorfgemeinschaftshaus, Kirchgasse 5
Schlosshof - am Parkplatz
Wohngebiet - Ahornweg / Verbindung zur Apoldaer Straße
Dorfgemeinschaftshaus, Dorfstraße 21.
Bushaltestelle, Apoldaer Straße 20
Bushaltestelle „Am Plan“
Ist der Hinderungsgrund entfallen, wird die öffentliche Bekanntmachung der Satzung unverzüglich in der nach Abs. 1 geltenden Form nachgeholt, auf die Form der Bekanntmachung ist dabei hinzuweisen
Zeit, Ort und Tagesordnung der Sitzungen des Gemeinderates und seiner Ausschüsse (§ 35 Abs. 6 ThürKO) werden ortsüblich durch Aushang an den nach Absatz 2 bestimmten Verkündungstafeln der Gemeinde bekanntgemacht.
Zeit, Ort und Tagesordnung der Sitzungen der Ortschaftsräte werden ortsüblich durch Aushang an den nach Absatz 2 bestimmten Verkündungstafeln der jeweiligen Ortsteile bekanntgemacht.
Die Bekanntmachung von Zeit, Ort und Tagesordnung der Sitzungen des Gemeinderats seiner Ausschüsse und der Ortschaftsräte (§ 35 Abs. 6 ThürKO) ist mit dem Ablauf des ersten Tages des Aushangs an den Verkündungstafeln an diesem Tag vollendet. Die entsprechenden Bekanntmachungen dürfen jedoch erst am Tag nach der jeweiligen Sitzung abgenommen werden.
(3) Für sonstige gesetzlich erforderliche (öffentliche, amtliche oder ortsübliche) Bekanntmachungen gilt Abs. 1 entsprechend, sofern nicht Bundes- oder Landesrecht etwas anderes bestimmt. Im Übrigen findet die Thüringer Verordnung über die öffentliche Bekanntmachung von Satzungen der Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften und Landkreise (Bekanntmachungsverordnung) in ihrer jeweiligen Fassung Anwendung
Die Haushaltswirtschaft der Gemeinde wird nach den Grundsätzen der doppelten Buchführung geführt.
§ 15 Sprachform und Inkrafttreten
(2) Die Hauptsatzung tritt am 01.07.2014 in Kraft.
Ilmtal-Weinstraße, den 24. Juli 2014
Siegel Thomas Gottweiss
Rechtsaufsichtlich bestätigt: 23.07.2014
Bekanntgemacht:: Amtsblatt „Ilmtal-Weinstraße-Report“, 8. Ausgabe vom 09.08.2014
Anlage zur Hauptsatzung der Gemeinde Ilmtal-Weinstraße
Räumliche Abgrenzung der Ortsteile und Ortschaften