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Timestamp: 2016-10-25 20:59:14
Document Index: 17023047

Matched Legal Cases: ['Art. 90', 'Art. 74', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 95', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 106', 'Art. 42', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'Art. 97', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 156', 'Art. 156', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 960', 'Art. 6', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 18', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 18', 'BGE', 'Art. 18']

4A_627/2012 (09.04.2013)
4A_627/2012; 4A_629/2012
4A_627/2012
vertreten durch Rechtsanwalt Alex Wittmann
und Rechtsanw�ltin Nicole Griessen,
Kl�ger, Widerbeklagter und Beschwerdef�hrer,
Beklagte, Widerkl�gerin und Beschwerdegegnerin.
4A_629/2012
Beklagte, Widerkl�gerin und Beschwerdef�hrerin,
Kl�ger, Widerbeklagter und Beschwerdegegner.
Aktienkauf,
Beschwerden gegen das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 11. September 2012.
A.a A.________ (Kl�ger, Widerbeklagter) ist in der Reisebranche t�tig und war unter anderem Aktion�r sowie Mitglied des Verwaltungsrates der Y.________ AG. Im November 2006 fand zwischen ihm und der X.________ AG (Beklagte, Widerkl�gerin) erstmals ein Gespr�ch �ber eine Zusammenarbeit statt. Zwischen April und August 2007 wurde eine Due Diligence-Pr�fung durchgef�hrt. Nach einem Wechsel in der F�hrung der X.________-Gruppe und einem Unterbruch der Verhandlungen kam es am 24. Juni 2008 zum Abschluss eines Kaufvertrages. Mit diesem verkaufte der Kl�ger der Beklagten 3'150 Namenaktien der Y.________ AG (60 % des Aktienkapitals) zum Kaufpreis von Fr. 4'369'000.--. Der Kaufvertrag enthielt eine den Kaufpreis nachtr�glich unter gewissen Voraussetzungen reduzierende Klausel (Ziff. I Abs. 4) sowie eine Bestimmung betreffend Sachgew�hrleistung (Ziff. III.2.d).
Ebenfalls am 24. Juni 2008 schlossen die Parteien und die Y.________ AG eine Aktion�rbindungsvereinbarung (ABV) ab. Diese enthielt in Ziffer 2 eine Regelung betreffend den Verkauf von Aktien, namentlich ein Kaufrecht zugunsten der Beklagten (Ziff. 2.1), ein sog. Vorhandrecht ("right of first refusal", Ziff. 2.2) und ein Vorkaufsrecht ("right of preemption", Ziff. 2.3).
A.b Im September 2008 teilte der Kl�ger der Beklagten mit, er beabsichtige, seine 950 Namenaktien an eine Drittpartei zu verkaufen. Deshalb bot er der Beklagten sein Aktienpaket gem�ss Ziff. 2.2 ABV zum Kauf an. Diese beantragte eine Verl�ngerung der Frist "zur Aus�bung des Vorhandrechts" bis Ende November 2008, womit der Kl�ger einverstanden war. Da die Beklagte bis Fristablauf nicht reagiert hatte, erkundigte sich der Kl�ger am 1. Dezember 2008 per Mail nach dem Stand der Dinge. Am 2. oder 3. Dezember 2008 (das genaue Datum steht nicht fest) nahm B.________ von der X.________-Holding AG telefonisch mit ihm Kontakt auf. Im Anschluss an dieses Telefongespr�ch schrieben B.________ und C.________ von der X.________-Holding AG am 5. Dezember 2008 dem Kl�ger: "... Wie mit Herrn B.________ am Telefon besprochen, beabsichtigt X.________ AG, das Kaufrecht an den von Ihnen gehaltenen 18,1% des Aktienkapitals der Y.________ AG auszu�ben. ... ".
A.c Mit Brief vom 2. Februar 2009 wurde der Kl�ger darauf hingewiesen, dass gem�ss provisorischem Buchhaltungsabschluss der Y.________ AG f�r das Jahr 2008 ein Verlust von Fr. 8'484'995.05 und ein negatives Eigenkapital von Fr. 3'544'944.78 resultiere, womit wohl eine Kaufpreisreduktion gem�ss der vereinbarten Reduktionsklausel im Betrag von Fr. 2'172'472.39 f�llig werde.
A.d Aufgrund der schlechten finanziellen Situation der Y.________ AG wurden anl�sslich der Verwaltungsratssitzung vom 11. Februar 2009 Sanierungsmassnahmen beschlossen, namentlich eine Kapitalherabsetzung auf Null mit anschliessender Kapitalerh�hung. Diese wurde an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 8. April 2009 angenommen, und es wurden 5'250 Namenaktien zu Fr. 1'000.-- zur Beseitigung der Unterbilanz vernichtet. Gleichzeitig wurden bei der ordentlichen Kapitalerh�hung vom 8. April 2009 und 2. Juli 2009 500'000 voll liberierte Namenaktien zu Fr. 1.-- ausgegeben.
B.a Am 21. Juli 2009 reichte der Kl�ger beim Handelsgericht des Kantons Z�rich Klage ein. Er verlangte von der Beklagten Fr. 2'822'857.15 nebst Zins.
Er st�tzte seine Forderung auf das in der ABV enthaltene Kaufrecht. Die Beklagte habe dieses an den restlichen von ihm gehaltenen Aktien der Y.________ AG ausge�bt, in der Folge aber den Vollzug des Kaufs verweigert und nicht bezahlt. Die Beklagte bestritt die Kaufrechtsaus�bung und beantragte mit Eingabe vom 29. September 2009 Abweisung der Klage.
B.b Gleichzeitig erhob die Beklagte Widerklage mit dem Begehren, der Kl�ger und Widerbeklagte sei zu verpflichten, ihr Fr. 2'172'472.39 nebst 5 % Zins seit 15. April 2009 sowie Fr. 186'000.-- nebst 5 % Zins seit 13. Juli 2009 zu bezahlen.
Die Beklagte machte mit der Widerklage einerseits geltend, die Voraussetzungen der Kaufpreisreduktion gem�ss Ziff. I Abs. 4 des Vertrages seien erf�llt, weshalb der Kl�ger einen Teil des Kaufpreises zur�ckzuerstatten habe. Andererseits brachte die Beklagte einen Mangel und damit eine Verletzung der Gew�hrleistung vor.
Mit Widerklageantwort vom 6. April 2010 beantragte der Kl�ger Abweisung der Widerklage. Er machte geltend, die Beklagte habe die Bedingung f�r die Kaufpreisreduktion wider Treu und Glauben herbeigef�hrt. Die Gew�hrleistung greife nicht, da der Mangel der Beklagten bekannt gewesen sei.
B.c Mit Urteil vom 11. September 2012 sch�tzte das Handelsgericht des Kantons Z�rich Klage (Dispositivziffer 1) und Widerklage (Dispositivziffer 2). Es auferlegte die Kosten zu 45,5 % dem Kl�ger und zu 54,5 % der Beklagten (Dispositivziffer 4) mit entsprechender Parteientsch�digungspflicht (Dispositivziffer 5).
Beide Parteien haben gegen dieses Urteil beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen erhoben.
Der Kl�ger beantragt im Verfahren 4A_627/2012, Ziffer 2 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben und die Widerklage der Beschwerdegegnerin von Fr. 2'172'472.39 sei im Umfang von Fr. 738'000.--, eventualiter Fr. 448'200.--, und zus�tzlich im Umfang von Fr. 46'500.-- abzuweisen. Eventualiter sei Ziffer 2 des angefochtenen Urteils aufzuheben und die Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, unter Kostenfolge.
Die Beklagte beantragt dem Bundesgericht im Verfahren 4A_629/2012, das angefochtene Urteil sei hinsichtlich der Ziffern 1, 4 und 5 des Dispositivs aufzuheben und die Klage des Kl�gers sei abzuweisen. Eventualiter sei das angefochtene Urteil hinsichtlich der Ziffern 1, 4 und 5 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an das Handelsgericht zur�ckzuweisen.
Der Kl�ger schliesst in seiner Antwort zur Beschwerde der Beklagten auf deren Abweisung. Die Beklagte beantragt ihrerseits die Abweisung der Beschwerde des Kl�gers, soweit darauf einzutreten sei. Die Vorinstanz hat auf Vernehmlassung verzichtet. Obwohl kein zweiter Schriftenwechsel angeordnet wurde, hat die Beklagte eine Beschwerdereplik eingereicht. Zu dieser hatte der Kl�ger nichts zu bemerken, ausser dass die Gelegenheit, Bemerkungen anzubringen, nicht dazu missbraucht werden sollte, die bisher eingenommenen Positionen im Sinne eines "letzten Wortes" zusammenzufassen.
Wenn - wie hier - an den Verfahren dieselben Parteien beteiligt sind und den Beschwerden der gleiche Sachverhalt zugrunde liegt, behandelt das Bundesgericht die verschiedenen Beschwerden in der Regel in einem einzigen Urteil. Es rechtfertigt sich daher unter den gegebenen Umst�nden, die beiden Beschwerdeverfahren 4A_627/2012 und 4A_629/2012 zu vereinigen.
Das angefochtene Urteil des Handelsgerichts ist ein verfahrensabschliessender Endentscheid (Art. 90 BGG) der letzten und einzigen kantonalen Instanz. Die Beschwerde in Zivilsachen steht damit unabh�ngig vom Streitwert offen (Art. 74 Abs. 2 lit. b BGG; zur Publikation bestimmtes Urteil des Bundesgerichts 4A_435/2012 vom 4. Februar 2013 E. 1.2). Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist - unter Vorbehalt einer hinl�nglichen Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) - grunds�tzlich auf die Beschwerde einzutreten.
3.1 Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Nicht zu den in Art. 95 BGG vorgesehenen R�gegr�nden geh�rt hingegen die Verletzung kantonaler Verfahrensvorschriften, deren Anwendung und Auslegung vom Bundesgericht einzig unter dem Blickwinkel eines Verstosses gegen Bundesrecht bzw. gegen Bundesverfassungsrecht beurteilt werden (BGE 136 I 241 E. 2.4 S. 249; 135 III 513 E. 4.3 S. 521 f.). Das kantonale Verfahren richtete sich noch nach der nunmehr aufgehobenen Zivilprozessordnung des Kantons Z�rich vom 13. Juni 1976.
Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen oder eine Beschwerde mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen. Mit Blick auf die Begr�ndungspflicht des Beschwerdef�hrers (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) behandelt es aber grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind; es ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 135 III 397 E. 1.4 S. 400; 134 III 102 E. 1.1 S. 105).
3.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die beschwerdef�hrende Partei, welche die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.; 133 III 350 E. 1.3 S. 351, 393 E. 7.1 S. 398). Soweit die beschwerdef�hrende Partei den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile des Bundesgerichts 4A_275/2011 vom 20. Oktober 2011 E. 2, nicht publ. in: BGE 137 III 539; 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570).
Beschwerde des Kl�gers (4A_627/2012)
Die Vorinstanz erkannte, gest�tzt auf die im Kaufvertrag enthaltene Kaufpreisreduktionsklausel stehe der Beklagten ein Anspruch von Fr. 2'172'472.39 zu.
4.1 Die einschl�gige Klausel (Ziff. I Abs. 4 des Vertrages) lautet:
"Wenn unter Ber�cksichtigung der Abschreibungen der Initialisierungskosten und des Goodwills von insgesamt CHF 4,14 Mio. im Jahr 2008 und den Sanierungsmassnahmen von CHF 3,431 Mio. im Jahr 2008 das Eigenkapital per 31. Dezember 2008 nicht mindestens CHF 0,8 Mio. betragen sollte, so hat der Verk�ufer der K�uferin im Sinne einer Kaufpreisreduktion die H�lfte der Differenz zwischen dem per 31. Dezember 2008 ausgewiesenen Eigenkapital und CHF 0,8 Mio. innert 20 Tagen seit dem Datum des die Jahresrechnung 2008 testierenden Revisionsberichts zu leisten".
4.2 Unbestritten wies die Y.________ AG im Gesch�ftsjahr 2008 gem�ss Revisionsbericht der R.________ AG vom 25. M�rz 2009 ein negatives Eigenkapital von Fr. 3'544'944.78 aus. Die Differenz zum garantierten Eigenkapital von Fr. 0.8 Mio. betrug damit Fr. 4'344'944.78, die H�lfte davon gem�ss Reduktionsklausel somit Fr. 2'172'472.39. Der Kl�ger bestreitet diese Berechnungen als solche nicht.
In einer ersten R�ge macht der Kl�ger geltend, die Differenz sei zu einem Teil dadurch entstanden, dass f�r das Gesch�ftsjahr 2008 die Rechnungslegungsgrunds�tze f�r die Y.________ AG ver�ndert worden seien, namentlich betreffend die Verbuchung der Werbekosten.
5.1 Der Kl�ger f�hrt aus, bei der Y.________ AG seien bisher Gesch�ftsvorf�lle jener Periode zugeordnet worden, der sie wirtschaftlich angeh�rten. Die X.________-Gruppe dagegen verbuche Werbekosten gesamthaft in demjenigen Gesch�ftsjahr, in dem diese anfallen, auch wenn ein Teil davon wirtschaftlich betrachtet das n�chste Gesch�ftsjahr betreffe. Diese Umstellung habe dazu gef�hrt, dass dem Gesch�ftsjahr 2008 Werbekostenaufwand f�r mehr als ein Jahr belastet worden sei, n�mlich Fr. 1'383'000.--. F�r die Berechnung der Kaufpreisanpassung m�ssten aber einheitliche Rechnungslegungsgrunds�tze angewendet werden. Dies f�hre dazu, dass entweder - der X.________-Methodik folgend - Werbekosten in der H�he von Fr. 1'476'000 (entsprechend der Abgrenzung 2007/2008) vom Gesch�ftsjahr 2008 ins Gesch�ftsjahr 2007 zu verlagern seien, oder aber, konsistent mit der bisher vom Kl�ger angewandten Methodik, von den Werbekosten der Inserate f�r 2008/2009 die Kosten f�r 2009 im Umfang von Fr. 896'400.-- dem Gesch�ftsjahr 2009 zu belasten seien. Entsprechend beantragt er im Hauptantrag eine Reduktion des von der Beklagten eingeklagten Betrages um Fr. 738'000.-- (Fr. 1'476'000.-- / 2), eventualiter um Fr. 448'200.-- (Fr. 896'400.-- / 2). Die Beklagte k�nne nicht in guten Treuen davon ausgegangen sein, die Eigenkapitalgarantie sei nicht an die Einhaltung der bisherigen Rechnungslegungsgrunds�tze gebunden. Sinn und Zweck einer solchen Garantie setzten voraus, dass die bisherigen Buchhaltungsgrunds�tze unver�ndert blieben. Er selbst habe nur ein Eigenkapital garantieren wollen, welches er bei normalem Lauf der Gesch�fte erwartete. Da die Vorinstanz keinen �bereinstimmenden Parteiwillen feststellen konnte, h�tte sie den Sinn der Vereinbarung nach dem Vertrauensprinzip ermitteln m�ssen. Sie habe aber nur den Wortlaut der Vereinbarung ber�cksichtigt, nicht deren Zweck. Dadurch habe sie Art. 18 OR verletzt.
5.2 Die Beklagte h�lt diese Ausf�hrungen nicht f�r stichhaltig. Vor der Vorinstanz habe der Kl�ger zudem ganz anders argumentiert.
5.2.1 Sie wendet ein, in der im vorinstanzlichen Verfahren vorgetragenen Argumentation habe der Kl�ger geltend gemacht, er sei die Preisreduktionsvereinbarung nur unter der Bedingung eingegangen, dass die Rechnungslegungsgrunds�tze nicht ge�ndert w�rden, und er habe sich damit nur unter der Bedingung zur Kaufpreisanpassung verpflichtet, dass sich die Beklagte "vertragskonform" verhalten w�rde. Durch die Ver�nderung der Rechnungslegung habe die Beklagte diese vertragliche Verpflichtung verletzt. Die Vorinstanz halte in diesem Zusammenhang vom Kl�ger in seiner Beschwerde unbeanstandet fest, dass die vorgebrachten "Vertragselemente", die durch die Beklagte angeblich verletzt worden seien, gar nicht vorl�gen. Der Kl�ger - so die Vorinstanz - mache diesbez�glich n�mlich nicht geltend, es sei der Wille und das Verst�ndnis beider Parteien gewesen, die bisherige Praxis in Bezug auf die Rechnungslegung weiterzuf�hren. Damit verneine die Vorinstanz das Bestehen einer entsprechenden vertraglichen Verpflichtung, weil eine solche gem�ss den Ausf�hrungen des Kl�gers allein sein (nicht kommuniziertes) Verst�ndnis und sein Wille gewesen w�re, nicht aber das Verst�ndnis und der Wille der Beklagten. Mit dieser eingehenden Argumentation setze sich der Kl�ger nicht auseinander, weshalb bereits deswegen nicht auf seine Beschwerde hinsichtlich der Preisreduktion einzutreten sei. Aufgrund der vorinstanzlichen Vorbringen bestehe kein Raum f�r die Feststellung eines normativen Konsenses im Beschwerdeverfahren.
5.2.2 Im �brigen habe der Kl�ger im Vergleich zu den vorinstanzlichen Vorbringen seine Begr�ndung vollst�ndig ge�ndert. Vor Handelsgericht habe er vor allem argumentiert, die Beklagte h�tte die Vertragsbedingung treuwidrig herbeigef�hrt. Entsprechend habe die Vorinstanz gepr�ft, ob die Beklagte eine solche Pflichtwidrigkeit begangen und dadurch ihren Anspruch auf Reduktion verloren habe (Art. 156 OR). Dies habe die Vorinstanz verneint, weil eine Vertragsverletzung ohnehin nicht per se ein treuwidriges Verhalten im Sinne von Art. 156 OR darstellen w�rde. Mit diesen Erw�gungen der Vorinstanz setze sich der Kl�ger nicht auseinander. Vielmehr versuche er im Beschwerdeverfahren nun, die Kaufpreisanpassungsklausel aus dieser gesamten Argumentation herauszul�sen und deren Auslegung als eine einfache Rechtsfrage (normative Auslegung) hinzustellen.
5.2.3 Selbst wenn man aber die Klausel wie vom Kl�ger verlangt nach dem Vertrauensprinzip auslegen w�rde, w�re die Beschwerde nach Auffassung der Beklagten nicht begr�ndet. Dem Kl�ger als versiertem Gesch�ftsmann sei bekannt gewesen bzw. es h�tte ihm bekannt sein m�ssen, dass die Y.________ AG als Folge des Erwerbs der Mehrheitsbeteiligung in den X.________-Konzern eingebunden werde und dass im Zeitpunkt dieser Einbindung gewisse Rechnungslegungsgrunds�tze zu �ndern sein w�rden, da f�r die X.________-Gesellschaften obligatorisch die IFRS-Grunds�tze (international financial reporting standards) gelten. Gerade wenn wie hier der f�r die Preisanpassung relevante Stichtag ein halbes Jahr nach dem "Closing" (dem Vertragsvollzug) sei, in welchem Zeitraum der Verk�ufer die f�r die Preisreduktion relevante Bilanz nicht mehr beeinflussen k�nne, h�tte ein expliziter Hinweis im Vertrag erfolgen m�ssen, wenn die Bilanzierung nach den bisherigen Rechnungslegungsstandards gewollt gewesen w�re. Da man das nicht gemacht habe, habe sich der Verk�ufer uneingeschr�nkt dem Resultat gem�ss der von einer Revisionsstelle zu testierenden Bilanz per Ende 2008 unterworfen.
5.3 Es trifft zu, dass der Kl�ger vor Vorinstanz vornehmlich mit der treuwidrigen Herbeif�hrung eines Bedingungseintritts argumentiert hatte. Die Vorinstanz hielt - wie die Beklagte zutreffend bemerkt - fest, der Kl�ger habe nicht geltend gemacht, es sei der Wille und das Verst�ndnis beider Parteien gewesen, die Y.________ AG im Rahmen der bisherigen Praxis, insbesondere in Bezug auf die Rechnungslegungsgrunds�tze weiterzuf�hren. Der Kl�ger mache - so die Vorinstanz weiter - jeweils nur geltend, es sei sein Verst�ndnis und sein Wille hierzu gewesen. Daraus k�nne keine Vertragspflicht der Beklagten gelesen werden. Der schriftliche Aktienkaufvertrag spreche denn auch eine andere Sprache.
Indem der Kl�ger darlegte, eine Verpflichtung der Beklagten zur Bilanzabgrenzung nach der bisherigen bei der Y.________ AG gehandhabten Praxis habe seinem eigenen Willen entsprochen und gleichzeitig eine entsprechende vertragliche Bindung der Beklagten geltend machte, hat er sinngem�ss einen normativen Konsens in seinem Sinn geltend gemacht. Ob die Auslegung nach dem Vertrauensprinzip zu einem entsprechenden normativen Konsens f�hrt, ist eine vom Bundesgericht frei �berpr�fbare Rechtsfrage. Soweit im vorinstanzlichen Verfahren Ausf�hrungen zur Begr�ndung des normativen Konsenses fehlten, schadet dies dem Kl�ger nur insofern, als er im Beschwerdeverfahren keine neuen Tatsachen zu dessen Begr�ndung mehr vorbringen kann.
5.4 Darauf, dass der Vertragspartner eine Vereinbarung nach Treu und Glauben in einem gewissen Sinne h�tte verstehen m�ssen, darf sich eine Partei aber nur berufen, soweit sie selbst die Bestimmung tats�chlich so verstanden hat. Die Auslegung nach dem Vertrauensprinzip kann nicht zu einem normativen Konsens f�hren, der so von keiner der Parteien gewollt ist (Urteile des Bundesgerichts 4A_538/2011 vom 9. M�rz 2012 E. 2.2; 4A_219/2010 vom 28. September 2010 E 1, nicht publ. in: BGE 136 III 528). Wenn der Kl�ger im Hauptbegehren seiner Beschwerde eine Preisreduktion auf der Grundlage der Rechnungslegung nach "X.________-Standards" und im Eventualbegehren eine solche auf der Grundlage der bisherigen Rechnungslegung in der Y.________ AG verlangt, scheint dies der zitierten Rechtsprechung zu widersprechen, denn beide Begehren beruhen auf je einem unterschiedlichen Vertragsinhalt. Indessen f�hrt der Kl�ger gleichzeitig und wiederholt aus, eine Ver�nderung der Rechnungslegung gegen�ber der bisherigen Methode widerspreche dem vertraglich Vereinbarten. Damit macht er sinngem�ss geltend, er selber sei davon ausgegangen, es w�rden die bisherigen Rechnungslegungsgrunds�tze auf die Bilanzabgrenzung angewendet und auch die Beklagte h�tte dies nach Treu und Glauben so verstehen m�ssen. Das f�hrt indessen auch dazu, dass zum vornherein nur das Eventualbegehren zu pr�fen ist, welches auf der bisherigen Rechnungslegung beruht.
5.5 Zu pr�fen ist somit, ob der Kl�ger nach Treu und Glauben darauf vertrauen durfte, f�r die Berechnung der Differenz zum garantierten Eigenkapital w�rden die bisherigen Rechnungslegungsgrunds�tze beibehalten. Die Vorinstanz scheint dies mit Blick auf den Wortlaut des Vertrages zu verneinen. Der Wortlaut der Vertrages ist indessen f�r die Auslegung nach dem Vertrauensprinzip nicht allein ausschlaggebend. Zu ber�cksichtigen sind im Weiteren die Umst�nde, unter denen die Erkl�rungen abgegeben wurden (BGE 132 III 626 E. 3.1 S. 632 mit Hinweisen), und insbesondere der vom Erkl�renden verfolgte Regelungszweck, wie ihn der Erkl�rungsempf�nger in guten Treuen verstehen durfte und musste (BGE 132 III 24 E. 4 S. 28).
5.5.1 Die Preisreduktionsklausel in Ziffer I Abs. 4 des Vertrages h�lt nur fest, dass das Eigenkapital mindestens Fr. 0.8 Mio. betragen muss. Sie enth�lt keinen Hinweis auf die einzuhaltenden Rechnungslegungsstandards. Aufgrund des Wortlauts ist aber klar, dass der massgebliche Abschluss, da er ein halbes Jahr nach dem Vollzug des Kaufvertrages zu erstellen ist, von der Beklagten und daher nach den von ihr in ihren Unternehmen angewendeten Grunds�tzen zu erfolgen hat. Entscheidend ist daher, ob der Kl�ger aufgrund dieses Umstands nach Treu und Glauben davon ausgehen musste, dass eine Bewertung und Abgrenzung nach IFRS und damit nach fundamental anderen Grunds�tzen als nach dem OR (MARKUS R. NEUHAUS/J�RG BL�TTLER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 4. Aufl. 2012, N. 6f und 6h zu Art. 960 OR) erfolgen w�rde.
5.5.2 Das angefochtene Urteil enth�lt keine sachverhaltlichen Feststellungen zu den Umst�nden des Vertragsschlusses. Insbesondere ist daher nicht erstellt, ob der Kl�ger seitens der Beklagten auf die von ihr angewendeten Rechnungslegungsgrunds�tze hingewiesen worden war. Die Beklagte argumentiert daher auch, dass dem Kl�ger diese Tatsache als versiertem Gesch�ftsmann h�tte bewusst sein m�ssen. Als Mitglied des Verwaltungsrats der Y.________ AG musste er sich zwar zweifellos auch mit der Rechnungslegung als F�hrungsinstrument besch�ftigen, doch kann daraus nicht geschlossen werden, dass ihm bewusst war oder h�tte bewusst sein m�ssen, dass f�r b�rsenkotierte Unternehmen - anders als f�r KMU - die IFRS- oder die US GAAP-Grunds�tze anzuwenden sind (NOBEL, Schweizerisches Finanzmarktrecht, 2. Aufl. 2004 [Vorauflage], S. 901 � 11.IV.D.1 Rz. 164; vgl. heute Art. 6 der Richtlinie betr. Rechnungslegung [Richtlinie Rechnungslegung, RLR] vom 20. Juni 2012, http://www.six-exchange-regulation.com/admission_manual/06_13-DFR/de/index.html zuletzt besucht am 9. April 2013; NOBEL, Schweizerisches Finanzmarktrecht und internationale Standards, 3. Aufl. 2010, S. 873 f. � 10.IV.C.2 Rz. 356) und zudem, welche Unterschiede diesbez�glich bestehen.
5.5.3 In der Regel geht es bei Preisanpassungsklauseln auf der Basis eines garantierten Eigenkapitals (zu den in der Praxis verwendeten verschiedenen Arten: vgl. LOUIS SIEGRIST/LUISE KREMER, Kaufpreisanpassungen bei Unternehmensakquisitionen, in: M&A Recht und Wirtschaft in der Praxis, Liber amicorum f�r Rudolf Tsch�ni, 2010, S. 107 ff., S. 108 ff.; ROLF WATTER/MATTHIAS GSTOEHL, Preisanpassungsklauseln, in: Rudolf Tsch�ni [Hrsg.], Mergers & Acquisitions VI, 2004, S. 33 ff., S. 35 f.; RUDOLF TSCH�NI UND ANDERE, M&A-Transaktionen nach Schweizer Recht, 2. Aufl. 2013, S. 156 ff. Kap. 4.I.5.a Rz. 10 ff.) darum, Ver�nderungen des Unternehmenswerts zwischen Vertragsschluss und Vollzug Rechnung zu tragen, wo die �bergabestichtagsbilanz noch im Einflussbereich des Verk�ufers liegt. Wenn, wie hier, ein sp�terer Stichtag vereinbart ist und die K�uferin somit die M�glichkeit erh�lt, das Ergebnis massgeblich zu beeinflussen, ist nicht leichthin anzunehmen, dass eine vollst�ndige Neubewertung bzw. Periodenabgrenzung und gest�tzt darauf eine Preisreduktion dem Zweck der Klausel entsprach (RUDOLF TSCH�NI/HAROLD FREY, Streiterledigung in M&A-Transaktionen, in: Rudolf Tsch�ni [Hrsg.], Mergers & Acquisitions XIII, 2010, S. 33 ff., S. 79; vgl. auch WATTER/GSTOEHL, a.a.O., S. 46 f.). So auch hier. Aus lit. D der Vertragspr�ambel ergibt sich, dass erhebliche Sanierungsmassnahmen getroffen werden mussten. Das Eigenkapital von Fr. 0.8 Mio., welches dann in Ziff. I Abs. 4 des Vertrages garantiert ist, wird in lit. D der Pr�ambel als Zielgr�sse dargestellt, die nach den verschiedenen Sanierungsschritten erreicht werden soll ("... ergeben sollte"). Dies zeigt eine r�ckw�rtsgewandte Sichtweise, ausgehend von den bisherigen Zahlen. Der Kl�ger durfte daher nach Treu und Glauben damit rechnen, dass die Eigenkapitalgarantie aufgrund der bisherigen Rechnungslegung gemeint war. Der widerklageweise verlangte Betrag von Fr. 2'172'472.39 ist daher um den eventualiter geltend gemachten Betrag von Fr. 448'200.-- zu reduzieren.
Umstritten ist sodann, ob die Beklagte aus Gew�hrleistung (Ziff. III.2.d des Kaufvertrages: Gew�hrleistung f�r vollst�ndige und ausreichende R�ckstellungen) einen Minderungsanspruch von Fr. 186'000.-- und gleichzeitig den geltend gemachten Preisreduktionsanspruch hat.
6.1 Die Beklagte begr�ndete ihren Anspruch damit, dass gest�tzt auf einen Block Seat Contract eine Forderung der Fluggesellschaft Q.________ gegen�ber der Y.________ AG f�r im Zeitraum vom 4. Mai 2007 bis 10. November 2007 von Y.________ AG eingekaufte, aber nicht ben�tzte Sitzpl�tze im Umfang von Fr. 186'000.-- bestanden habe und weder der Jahresabschluss 2007 noch der Zwischenabschluss per 30. Juni 2008 R�ckstellungen f�r diese Forderung enthalten h�tten. Die Fluggesellschaft Q.________ habe am 4. November 2008 �ber das sogenannte IATA BSP Link Verfahren der Y.________ AG diesen Betrag belastet.
6.2 Die Vorinstanz bejahte im Grundsatz eine Gew�hrleistungspflicht im Betrag von Fr. 186'000.-- f�r nicht erfolgte R�ckstellungen. Als nicht begr�ndet erachtete sie die R�ge des Kl�gers, bei Gutheissung der Gew�hrleistung und gleichzeitig der Kaufpreisreduktion m�sse er zweimal f�r denselben Schaden zahlen. Rein rechnerisch habe dieses Argument zwar etwas f�r sich, juristisch sei es aber nicht haltbar, denn der Kaufvertrag halte die Preisreduktion und die Sachgew�hrleistung als zwei verschiedene Mechanismen auseinander.
6.3 Im Beschwerdeverfahren bestreitet der Kl�ger die Gew�hrleistungspflicht als solche nicht mehr. Er akzeptiert daher den Anspruch der Beklagten von Fr. 186'000.-- aus Gew�hrleistung und verlangt nur noch einen weiteren Abzug um Fr. 46'500.-- (Fr. 93'000.-- / 2) vom Preisreduktionsanspruch der Beklagten von Fr. 2'172'472.39 zufolge doppelter Ber�cksichtigung des gleichen Betrages sowohl unter dem Titel Preisreduktion wie aus Gew�hrleistung. Er r�gt, er habe bereits in der Replik/Erg�nzte Widerklageantwort geltend gemacht, die Beklagte h�tte in dem f�r die Preisreduktion massgeblichen Abschluss per 31. Dezember 2008 eine R�ckstellung f�r den "Streitfall Fluggesellschaft Q.________" im Umfang von Fr. 93'000.-- vorgenommen, w�hrend der Zwischenabschluss per 30. Juni 2008 diese R�ckstellung nicht enthielt, was sich aus der Widerklagebeilage 12 ergebe.
6.4 Auch wenn die Vorinstanz in dem von ihr festgestellten Sachverhalt nicht ausdr�cklich festhielt, dass die Bilanz per 31. Dezember 2008 diese R�ckstellung enthielt, kann davon ausgegangen werden, zumal die Beklagte dies in der Beschwerdeantwort nicht bestreitet. Das negative Eigenkapital von Fr. 3'544'944.78 bzw. die Differenz von Fr. 4'344'944.78 zum garantierten Eigenkapital von Fr. 0.8 Mio. per 31. Dezember 2008 enthielt somit einen Betrag von Fr. 93'000.--.
Der Vorinstanz ist ohne weiteres beizupflichten, dass die Wertgarantie und die Sachgew�hrleistung zwei voneinander unabh�ngige Mechanismen sind. Der Verk�ufer, der eine Garantie f�r einen bestimmten Unternehmenswert abgibt, geht eine eigenst�ndige Verpflichtung ein. Demgegen�ber beziehen sich Zusicherungen im Rahmen der Sachgew�hrleistung auf konkrete Eigenschaften des Kaufgegenstandes im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses (TSCH�NI/FREY, a.a.O., S. 79 Fn. 114; vgl. auch PETER B�CKLI, Gew�hrleistungen und Garantien in Unternehmenskaufvertr�gen, in: Mergers & Acquisitions, Rudolf Tsch�ni [Hrsg.], 1998, S. 59 ff., S. 87 f. und S. 95).
Auch der streitgegenst�ndliche Vertrag unterscheidet in diesem Sinn zwischen der in Ziffer I geregelten Eigenkapitalgarantie/Preisreduktionsklausel und dem in Ziffer III.3 enthaltenen Minderungsrecht, das sich systematisch nur auf die Gew�hrleistungen gem�ss den Ziffern III.1 und III.2 bezieht. Dass Garantie und Gew�hrleistungen dogmatisch zu unterscheiden sind, bedeutet jedoch nicht, dass nach Sinn und Zweck des Vertrages Positionen, die bei der Preisanpassung ber�cksichtigt wurden, auch noch als Gew�hrleistungsanspr�che geltend gemacht werden k�nnen. In der Literatur wird denn auch dargelegt, dass Unternehmenskaufvertr�ge, die eine Preisanpassung vorsehen, �blicherweise festhalten, dass Positionen, die bei der Preisanpassung ber�cksichtigt wurden, nicht noch als Gew�hrleistungsanspr�che geltend gemacht werden k�nnen (TSCH�NI/FREY, a.a.O., S. 79 Fn. 114).
Im zu beurteilenden Fall fehlt eine solche Klausel, und es kann auch offen bleiben, inwiefern generell die zahlreichen Sachgew�hrleistungen gem�ss Ziff. III.2 von der Wertgarantie abzugrenzen w�ren. Im Hinblick auf die streitgegenst�ndliche R�ckstellung ist jedenfalls davon auszugehen, dass diese nicht zweimal ber�cksichtigt werden darf. Der Kl�ger schuldet aus Gew�hrleistung Fr. 186'000.--, da die zugesicherte R�ckstellung bei Vertragsabschluss nicht bestand. Indem die Beklagte aber in der zweiten Jahresh�lfte 2008 - nach dem Vertragsvollzug - einen Teil dieser R�ckstellung selbst vornahm, erf�llte sie in diesem Umfang im Nachhinein gleichsam selbst die R�ckstellungsverpflichtung des Kl�gers und erh�hte entsprechend das negative Eigenkapital. Es ist daher auch zutreffend, dass der Kl�ger im Beschwerdeverfahren anders als noch vor Vorinstanz den Betrag von Fr. 46'500.-- (Fr. 93'000.-- / 2) nicht vom Minderungsbetrag, sondern von der geltend gemachten Kaufpreisreduktion von Fr. 2'172'472.39 abzieht.
Die Beschwerde des Kl�gers ist insgesamt im Umfang von Fr. 494'700.-- (Fr. 448'200.-- + Fr. 46'500.--) gutzuheissen und der widerklageweise zugesprochene Betrag von Fr. 2'172'472.39 entsprechend auf Fr. 1'677'772.39 zu reduzieren.
Beschwerde der Beklagten (4A_629/2012)
Umstritten ist, ob die Beklagte das Kaufrecht gem�ss ABV an den beim Kl�ger verbliebenen Aktien ausge�bt hat und der entsprechende Kaufpreis geschuldet ist.
8.1 Die entsprechenden Bestimmungen in der Vereinbarung lauten:
"2. �BERTRAGUNG VON AKTIEN
2.1 Kaufrecht der X.________ AG
Der Aktion�r A.________ r�umt dem Aktion�r X.________ AG unwiderruflich das Recht ein, s�mtliche von A.________ gehaltenen Aktien zu erwerben. Das Kaufrecht unterliegt keiner Befristung. X.________ AG ist frei in ihrer Entscheidung, wann und wie viele Aktien jeweils erworben werden.
Zur Berechnung des Kaufpreises wird jeweils von einem Basispreis von CHF 13'000'000.-- f�r 100% des gesamten Aktienkapitals der Y.________ AG ausgegangen, zuz�glich 20% auf den so errechneten Kaufpreis f�r die jeweilige Anzahl Aktien.
Die jeweilige �bertragung der Aktien wird nach der jeweiligen Kaufrechtsaus�bung Zug um Zug gegen Bezahlung des betreffenden Kaufpreises gem�ss den Zahlungsinstruktionen von A.________ vollzogen.
Das Kaufrecht von X.________ AG geht jedem anderen Recht gem�ss Ziffern 2.2 bis 2.5 vor.
2.2 Vorhandrecht ('right of first refusal')
Sofern ein Aktion�r seine Aktien vollst�ndig oder teilweise verkaufen will, hat er diese Aktien vorerst dem anderen Aktion�r schriftlich zum Kauf anzubieten. Zur Berechnung des Kaufpreises f�r [sic] bei Aus�bung des Vorhandrechts wird jeweils von einem Basispreis von CHF 13'000'000.-- f�r 100% des gesamten Aktienkapitals der Y.________ AG ausgegangen, zuz�glich 20% auf den so errechneten Kaufpreis f�r die jeweilige Anzahl Aktien.
Sofern die Aktion�re sich nicht innerhalb von 30 Tagen nach Empfang des schriftlichen Angebots auf einen Aktienkaufvertrag einigen k�nnen, ist der ver�usserungswillige Aktion�r berechtigt, seine Aktien einer Drittpartei anzubieten. Dieses Angebot muss jedoch unter der Bedingung eines Vorkaufsrechts zugunsten des anderen Aktion�rs gem�ss nachfolgender Ziffer 2.3 stehen. Ziffer 2.1 bleibt vorbehalten.
2.3 Vorkaufsrecht ('right of preemption')
Wird das Vorhandrecht gem�ss Ziffer 2.2 nicht ausge�bt, hat der ver�usserungswillige Aktion�r, bevor er die von ihm gehaltenen Aktien einer Drittpartei verkaufen darf, diese Aktien zuerst schriftlich dem anderen Aktion�r zum gleichen Preis und den gleichen Verkaufsbedingungen zum Kauf anzubieten. Der Name der Drittpartei, die bereit ist, die Aktien zu diesen Bedingungen zu kaufen, und die Verkaufsbedingungen des Verkaufs selbst sind in der Offerte an den Aktion�r offen zulegen. Innerhalb von 30 Tagen nach Empfang dieser schriftlichen Offerte kann der die [sic] Aktion�r s�mtliche der angebotenen Aktien zu genau diesen Bedingungen durch schriftliche Mitteilung an den anderen Aktion�r erwerben. Der Erwerb nur eines Teils der angebotenen Aktien durch die Aktion�re ist ausgeschlossen. Die Annahme hat die Bezahlung des angebotenen Kaufpreises zu enthalten und muss bedingungslos sein.
Sofern der Aktion�r nicht fristgem�ss das schriftliche Angebot des verkaufenden Aktion�rs akzeptiert, ist der verkaufende Aktion�r berechtigt, die angebotenen Aktien der Drittpartei, die in der Offerte genannt wurde, zu genau diesen Bedingungen innerhalb von 60 Tage [sic] nach Ablauf der obgenannten 30 Tagefrist zu verkaufen. ... "
8.2 Nach Ansicht der Vorinstanz hat die Beklagte das Kaufrecht ausge�bt.
8.2.1 Die Vorinstanz ging davon aus, die Kaufrechtsklausel in Ziffer 2.1 des Kaufvertrages weise der Beklagten ein allen anderen Rechten (gemeint seien das Vorhand-, das Vorkaufs- und das Mitverkaufsrecht gem�ss Ziff. 2.2-2.4) vorgehendes, unbefristetes, formfreies und gew�hnliches Kaufrecht zu. Die Klausel enthalte alle essentialia eines Kaufrechtsvertrages und begr�nde damit ein Gestaltungsrecht zugunsten der Beklagten. In Beantwortung der Mail-Anfrage des Kl�gers vom 1. Dezember 2008 an D.________ von der Beklagten habe B.________ von der X.________-Holding AG am 2. bzw. 3. Dezember 2008 dem Kl�ger telefonisch mitgeteilt, dass die Beklagte "das Kaufsrecht an den vom Kl�ger gehaltenen Aktien der Y.________ AG aus�be". Das Handelsgericht st�tzte sich dabei auf eine entsprechende Formulierung in der Replik. Diese vom Kl�ger aufgestellte "bestimmte und klare Tatsachenbehauptung" sei von der Beklagten nicht substanziiert bestritten worden. Weder der Kl�ger noch die Beklagte h�tten sich �berhaupt mit diesem Telefongespr�ch auseinandergesetzt. Vielmehr drehten sich ihre Argumente nur um das Verst�ndnis des Schreibens vom 5. Dezember 2008. Dieses Schreiben lautet:
"Aus�bung des Kaufrechts an Aktien der Y.________ AG
Sehr geehrter Herr A.________
Wie mit Herrn B.________ am Telefon besprochen, beabsichtigt X.________ AG, das Kaufrecht an den von Ihnen gehaltenen 18.1% des Aktienkapitals der Y.________ AG auszu�ben. Die Konditionen des Kaufs richten sich nach der Akton�rbindungs-Vereinbarung vom 24. Juni 2008.
Wie ebenfalls besprochen schlagen wir vor, den Kauf nach Vorliegen des definitiven Jahresabschlusses 2008 durchzuf�hren, was gegen Ende Januar 2009 der Fall sein wird.
Wenn Sie mit diesem Vorgehen einverstanden sind, retournieren Sie uns bitte ein von Ihnen unterzeichnetes Exemplar dieses Schreibens."
8.2.2 Diesem Schreiben kommt nach Meinung der Vorinstanz indessen keine massgebende Bedeutung zu. Mit seiner telefonischen Erkl�rung habe B.________ als Stellvertreter das Kaufrecht namens der Beklagten ausge�bt. Auch wenn B.________ Mitarbeiter der M&A Abteilung der X.________-Gruppe (X.________-Holding AG) und also nicht Mitarbeiter der Beklagten gewesen sei, habe der Kl�ger davon ausgehen d�rfen, dass er seine Stellungnahme im Namen der Beklagten abgegeben habe. Die Vorinstanz nahm an, die Erkl�rung pr�sentiere sich objektiv betrachtet als Kaufsrechtsaus�bung. "Abweichende innere Willen im Rahmen dieser Erkl�rung" seien nicht geltend gemacht worden, weshalb auf dieses objektive Verst�ndnis abzustellen sei. Unter dem Titel "Folge der Kaufrechtsaus�bung" f�hrte sie sodann aus, da mit der Gestaltungserkl�rung der Beklagten der Kauf unwiderruflich zustande gekommen sei, seien deren Behauptungen betreffend das sp�tere Verhalten des Kl�gers, namentlich dass er f�r seine Aktien eine Put-Option verlangt und weiterhin Memoranden zur Gesch�ftst�tigkeit der Y.________ AG verfasst habe, irrelevant. Auch wenn der Kl�ger selbst nicht von einer Kaufrechtsaus�bung ausgegangen sein sollte, h�tte die Beklagte hier doch geltend machen m�ssen, es sei nicht ihr Wille gewesen, das Kaufrecht anl�sslich des Telefonats auszu�ben. Auch die dem Telefonat folgenden Schreiben der Parteien seien vor dem Hintergrund der Wirkungen einer Gestaltungserkl�rung nicht von Belang.
8.3 Die Beklagte bestreitet vor Bundesgericht, dass das Kaufrecht von B.________ anl�sslich des Telefonats vom 2. oder 3. Dezember 2008 f�r die Beklagte ausge�bt worden ist.
8.3.1 Sie macht geltend, die Vorinstanz behaupte ohne weitere Begr�ndung, die Parteien h�tten in der ABV ein formfreies Kaufrecht vereinbart, was gem�ss Ziff. 5.1 der ABV nicht zutreffe. Der Kl�ger selbst habe nie eine Kaufrechtsaus�bung im Rahmen dieses Telefongespr�chs behauptet, sondern stets nur gest�tzt auf das Schreiben vom 5. Dezember 2008. Die von der Vorinstanz zitierte Passage aus der Replik sei aus dem Zusammenhang gerissen; es sei dort nur um die ebenfalls umstrittene Frage der Zurechenbarkeit des Handelns von B.________ gegen�ber der Beklagten gegangen. Selbst wenn der Kl�ger aber eine solche Behauptung aufgestellt h�tte, m�sste diese wegen der kontr�ren Darstellung der Beklagten als bestritten gelten.
8.3.2 Die Beklagte verweist auf ihre Klageduplik/Widerklagereplik, in der sie sich darauf berufen hat, dass sie mit dem Schreiben vom 5. Dezember 2008 nur ihre Absicht ge�ussert habe, das Kaufrecht auszu�ben. Sie zeigt zudem auf, dass sie unter Hinweis auf das Protokoll der Verwaltungsratssitzung vom 11. Februar 2009 dargelegt hat, der Kl�ger habe durch sein Verhalten nach dem 5. Dezember 2008 (u.a. Verlangen einer Put-Option �ber seine ganze Aktienposition) best�tigt, dass auch nach seiner "Meinung" - das heisst seinem tats�chlichen Willen - noch gar kein Kaufrecht ausge�bt bzw. ein Kauf zustande gekommen war.
8.4 Die Qualifikation der Vorbringen des Kl�gers zur Aus�bung des Kaufrechts als eine bestimmte und klare Tatsachenbehauptung, die von der Beklagten nicht substanziiert bestritten worden sei, ist nicht nachvollziehbar.
8.4.1 Zun�chst trifft zu, dass sich der Kl�ger an zahlreichen, von der Beklagten in ihrer Beschwerde im Einzelnen angef�hrten Stellen seiner vorinstanzlichen Rechtsschriften stets auf das Schreiben vom 5. Dezember 2008 als massgebliche Gestaltungserkl�rung der Beklagten bezog. Nur an einer einzigen Stelle, der von der Vorinstanz zitierten, ist von einer Aus�bung des Kaufrechts am Telefon die Rede. Auch Parteibehauptungen und Prozesserkl�rungen sind grunds�tzlich nach dem Vertrauensprinzip auszulegen (Urteil 4A_588/2009 vom 25. Februar 2010 E. 3.5 mit Hinweis). Angesichts des Widerspruchs zu den �brigen Ausf�hrungen und dem Umstand, dass es an der von der Vorinstanz zitierten Stelle in der Tat um die Zurechenbarkeit der Erkl�rung ging, kann von einer bestimmten und klaren Tatsachenbehauptung keine Rede sein.
8.4.2 Die Beschwerdef�hrerin zeigt zudem mit Aktenhinweis auf, dass sie im kantonalen Verfahren behauptet hat, mit dem Schreiben vom 5. Dezember 2008 habe die X.________-Holding AG das mit B.________ Besprochene best�tigt und damit die Absicht der Beklagten, das Kaufrecht (gemeint sei das Vorhandrecht) an den Aktien auszu�ben. Sie h�lt an der angegebenen Stelle ausdr�cklich fest, damit sei die Absicht (und nur diese) der Vorhandrechtsaus�bung durch die Beklagte von der X.________ AG best�tigt worden. Mit der Behauptung, das Schreiben best�tige das Besprochene, behauptete die Beklagte eine inhaltliche �bereinstimmung zwischen dem Besprochenen und dem schriftlich Best�tigten. Die Behauptung, das Schreiben best�tige das Besprochene und zwar die blosse Absicht der Vorhandrechtsaus�bung, ist mit einer m�ndlichen Aus�bung des Kaufrechts anl�sslich des Telefongespr�chs nicht vereinbar. Insoweit hat die Beklagte eine m�ndliche Kaufrechtsaus�bung eindeutig und mit dem Verweis auf das Schreiben vom 5. Dezember 2008 f�r den Inhalt des m�ndlich Besprochenen auch substanziiert bestritten. Die Annahme, die Behauptung des Kl�gers sei unbestritten geblieben, ist offensichtlich unzutreffend.
8.5 Auf einseitige empfangsbed�rftige (z.B. Gestaltungsrechte wie die hier strittige Aus�bung eines Kaufrechts) und nicht empfangsbed�rftige Willenserkl�rungen ist Art. 18 OR analog anwendbar (BGE 115 II 323 E. 2b S. 329; Urteil des Bundesgerichts 4A_544/2012 vom 28. Januar 2013 E. 4.2 mit Hinweis). Der Inhalt der Erkl�rungen bestimmt sich daher in erster Linie nach dem wirklichen Willen der Vertragsparteien (Art. 18 Abs. 1 OR). Kann eine tats�chliche Einigung nicht festgestellt werden, ist die Vereinbarung nach dem Vertrauensprinzip so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie den gesamten Umst�nden verstanden werden durfte und musste. F�r die Auslegung nach dem Vertrauensprinzip ist der Zeitpunkt des Empfangs der Willenserkl�rung massgeblich. Nachtr�gliches Parteiverhalten ist daf�r nicht von Bedeutung; es kann jedoch - im Rahmen der Beweisw�rdigung - auf einen tats�chlichen Willen der Parteien schliessen lassen. W�hrend das Bundesgericht die objektivierte Auslegung von Willenserkl�rungen als Rechtsfrage pr�fen kann, beruht die subjektive Auslegung auf Beweisw�rdigung, die vorbehaltlich der Ausnahme von Art. 105 Abs. 2 BGG der bundesgerichtlichen �berpr�fung entzogen ist (BGE 132 III 626 E. 3.1 S. 632 mit Hinweisen). Der Vorrang der empirischen oder subjektiven vor der normativen oder objektivierten Vertragsauslegung ergibt sich aus Art. 18 OR als Auslegungsregel. Die Verletzung dieses Grundsatzes kann deshalb als Bundesrechtsverletzung ger�gt werden (BGE 131 III 606 E. 4.1 S. 611; 121 III 118 E. 4b/aa S. 123).
8.6 Die Beklagte hat sowohl eine m�ndliche als auch eine schriftliche Aus�bung des Kaufrechts bestritten. Damit war �ber den Inhalt der Erkl�rungen Beweis abzunehmen. Wenn die Vorinstanz offen l�sst, ob der Kl�ger selbst von einer Kaufrechtsaus�bung ausgegangen ist, verkennt sie, dass in erster Linie der tats�chliche Parteiwille massgebend ist. Der Kl�ger selbst f�hrt zu seinen Darlegungen in den vorinstanzlichen Rechtsschriften aus, das Schreiben vom 5. Dezember 2008 sei in seinen Ausf�hrungen zentral gewesen, weil der Beweis eines m�ndlichen Vorganges h�ufig schwer falle. Er erg�nzt: "Wie gesch�ftlich �blich, wurde eine m�ndliche Erkl�rung schriftlich best�tigt". Die Parteien sind sich mithin einig, dass das m�ndlich Besprochene schriftlich best�tigt wurde. Angesichts der Schwierigkeiten eines zuverl�ssigen Nachweises des Inhalts des Gespr�chs h�ngt die Frage, ob es um ein Kaufrecht (Ziff. 2.1 ABV) oder ein Vorhandrecht (Ziff. 2.2. ABV) ging, und vor allem, ob ein Recht ausge�bt oder nur eine entsprechende Absicht erkl�rt wurde, beweism�ssig von der Interpretation des Schreibens vom 5. Dezember 2008 ab. Mit Blick auf das tats�chliche Verst�ndnis des Kl�gers kommt seinem nachtr�glichen Verhalten aber sehr wohl Bedeutung zu. Indem die Vorinstanz die diesbez�glichen Vorbringen der Beklagten nicht gepr�ft und die vorgelegten Beweise nicht gew�rdigt hat, sondern direkt eine objektivierte Auslegung vornahm, hat sie Art. 18 OR verletzt. Nachdem die Vorinstanz keine Feststellungen zum von der Beklagten behaupteten tats�chlichen Verst�ndnis des Kl�gers getroffen hat, ist die Sache entsprechend dem Eventualantrag der Beklagten an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Sollte sich auch unter Ber�cksichtigung des nachtr�glichen Parteiverhaltens kein tats�chlich �bereinstimmendes Verst�ndnis feststellen lassen und der Kl�ger tats�chlich angenommen haben, die Beklagte habe das Kaufrecht ausge�bt, bleibt zu pr�fen, ob er nach dem Vertrauensprinzip in seinem Verst�ndnis zu sch�tzen ist. Dies ist nur der Fall, wenn er gest�tzt auf die gesamten Umst�nde davon ausgehen durfte, die Beklagte habe das Kaufrecht bereits ausge�bt, obwohl das Schreiben vom 5. Dezember 2008 nach seinem Wortlaut lediglich davon spricht, die Beklagte beabsichtige, das Kaufrecht auszu�ben.
Der Kl�ger obsiegt mit seiner Beschwerde in einem Umfang von knapp 2/3. Es scheint daher gerechtfertigt, die Kosten f�r das von ihm eingeleitete Beschwerdeverfahren von Fr. 10'000.-- mit gerundet Fr. 6'500.-- der Beklagten und mit Fr. 3'500.-- dem Kl�ger aufzuerlegen und diesem eine reduzierte Parteientsch�digung von Fr. 4'000.-- zuzusprechen. Die Beklagte obsiegt mit ihrer Beschwerde grunds�tzlich, weshalb der Kl�ger die diesbez�glichen Kosten von Fr. 20'000.-- zu tragen und der Beschwerdef�hrerin die volle Parteientsch�digung von Fr. 22'000.-- auszurichten hat. Von dieser wird die ihm zustehende Parteientsch�digung in Abzug gebracht.
Die Verfahren 4A_627/2012 und 4A_629/2012 werden vereinigt.
In teilweiser Gutheissung beider Beschwerden wird das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 11. September 2012 aufgehoben.
Die Widerklage wird teilweise gesch�tzt, und der Kl�ger und Widerbeklagte wird verpflichtet, der Beklagten und Widerkl�gerin Fr. 1'677'772.39 zuz�glich Zins zu 5 % seit 15. April 2009 sowie Fr. 186'000.-- zuz�glich Zins zu 5 % seit 13. Juli 2009 zu bezahlen.
Die Sache wird zur Neubeurteilung der Klage an das Handelsgericht des Kantons Z�rich zur�ckgewiesen.
Die Gerichtskosten von Fr. 30'000.-- werden im Betrag von Fr. 23'500.-- dem Kl�ger und im Betrag von Fr. 6'500.-- der Beklagten auferlegt.
Der Kl�ger hat die Beklagte f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 18'000.-- zu entsch�digen.