Source: https://tba.zh.ch/internet/baudirektion/tba/de/laerm/laermvorsorge/neuanlagen/parkierungsanlagen.html
Timestamp: 2018-05-24 16:06:11
Document Index: 101405826

Matched Legal Cases: ['Art. 2', 'Art. 7', 'Art. 1', 'Art. 11', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 25']

Adliswil, Bushaltestellen
Dielsdorf, Bushaltestelle Wehntalerstrasse
Thalwil, Bushaltestelle Seehaldenstrasse
Wetzikon, Bushaltestelle Oberwetzikon
Opfikon, Wallisellerstrasse
Parkierungsanlagen (Ausgewählt)
Mit der Zunahme des Strassenverkehrs nimmt auch der Bedarf an Abstellflächen und Parkierungsanlagen zu. Nicht selten ergeben sich durch den Zufahrts- und den Parkverkehr Lärmprobleme.
Planungswerte einhalten
Die gesetzlichen Beschränkungen von Lärmimmissionen aus Parkierungsanlagen und ihre Beurteilung sind im Umweltschutzgesetz (USG) und in der Lärmschutzverordnung (LSV) sowie in der VSS-Norm "Lärmimmissionen von Parkierungsanlagen" (SN 640 578) festgehalten.
Bei einem neuen Parkhaus, einer neuen Tiefgarage oder einem neuen Parkplatz handelt es sich nach Art. 2 Abs. 1 LSV um eine neue ortsfeste Anlage. Zur Anwendung kommen die Planungswerte für Industrie- und Gewerbelärm. Massgebend ist die am Immissionsort geltende Empfindlichkeitsstufe (ES). Ausnahmen bei Grenzwertüberschreitungen können gemäss Art. 7 Abs. 2 LSV keine gewährt werden.
Vorsorgepflicht erfüllen
Gemäss USG und LSV sind Einwirkungen, die schädlich oder lästig werden könnten, vorsorglich zu begrenzen, soweit dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 1 Abs. 2 und Art. 11 Abs. 2 USG, Art. 7 Abs. 1a LSV). Falls die Planungswerte eingehalten sind, gelten zusätzliche Maßnahmen in der Regel dann als wirtschaftlich tragbar, wenn sich mit relativ geringem Aufwand eine wesentliche zusätzliche Reduktion der Emissionen erreichen lässt (BGE 124 II 521= URP 1998 728, Kommentar zum USG Art. 25 N 14). In diesem Sinn ist über die Einhaltung der Planungswerte hinaus die Entstehung und Verursachung von vermeidbarem Lärm immer zu verhindern oder zumindest einzuschränken, soweit dies möglich und verhältnismässig ist.
Im Fall von Parkierungsanlagen heisst das insbesondere:
Zufahrten zu Parkplätzen und Tiefgaragen müssen grundsätzlich möglichst kurz sein und dürfen nicht quer durch Wohngebiete führen.
Parkplätze sind, soweit aus Gründen der Verkehrssicherheit zulässig, möglichst in Strassennähe und abseits von lärmempfindlichen Räumen neuer oder bestehender Wohnhäuser zu erstellen.
Reflexionen von Tiefgaragen-Rampenwänden sowie von Wand- und Deckenbereichen der Einfahrt sind zu minimieren, indem diese Flächen schallabsorbierend ausgestaltet werden.
Regenrinnen müssen lärmarm ausgeführt werden.
Tiefgaragen von Wohnüberbauungen mit bis zu 200 Parkplätzen
Beurteilt wird der Lärm von Zufahrten, Rampen und Portalen.
Parkflächen von Wohnüberbauungen mit bis zu 40 Parkplätzen
Beurteilt wird der Lärm der Parkierungsvorgänge.
Tiefgaragen mit über 200 Parkplätzen, Parkflächen mit über 40 Parkplätzen und Parkhäuser
Beurteilt wird der Lärm der Zufahrten und der Parkierungsvorgänge.
Stefan Stauber
043 259 55 28
stefan.stauber@bd.zh.ch