Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VersR%202004,%201273
Timestamp: 2019-10-19 01:01:48
Document Index: 194589851

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 826', '§ 830', '§ 826', '§ 826', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 286', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 13.07.2004 - VI ZR 136/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,120
BGH, 13.07.2004 - VI ZR 136/03 (https://dejure.org/2004,120)
BGH, Entscheidung vom 13.07.2004 - VI ZR 136/03 (https://dejure.org/2004,120)
BGH, Entscheidung vom 13. Juli 2004 - VI ZR 136/03 (https://dejure.org/2004,120)
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Nutzung des Anlegerkapitals um Provisionen als Anlageberater zu schinden (churning) - Häufiger Umschlag eines Anlagekontos, der nicht im Interesse des Kunden steht - Deliktische Haftung des Brokers für die Verluste des Anlegers wegen Beteiligung an dem sittenwidrigen ...
Deliktische Haftung eines Brokers wegen Teilnahme an Provisionsschinderei des Anlageberaters
Zur deliktischen Haftung eines Brokers für eine gemeinsam mit einem Anlageberater zu Lasten des Anlegers betriebene Provisionsschinderei
BGB § 826 § 830 Abs. 1 S. 1, Abs. 2
Haftung des Brokers für Schinden von Provisionen durch den Anlageberater und - vermittler
Anlagerecht - Deliktische Haftung des Brokers
BGB §§ 826, 830 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2
Anlageberatung und Prospekthaftung, Anlageberatung und Warenterminoption, Haftung wegen sittenwidriger Schädigung gemäß § 826 BGB
Drehen bis das ganze Geld weg ist
Deliktische Haftung eines Brokers für eine gemeinsam mit einem Anlageberater zu Lasten des Anlegers betriebene Provisionsschinderei (churning)
Deliktische Haftung des Brokers für Provisionsschinden durch den Anlagebeater
Zusammenfassung von "Die Haftung der depotführenden Bank bei churning des Anlageberaters - Zugleich Besprechung der Entscheidung des BGH v. 13.7.2004 - VI ZR 136/03 - 'Brokerhaftung'" von RA Sebastian Barta, original erschienen in: BKR 2004, 433 - 440.
LG Frankfurt/Main, 10.03.1997 - 21 O 343/87
OLG Frankfurt, 03.04.2003 - 16 U 81/97
NJW 2004, 3423
ZIP 2004, 1699
VersR 2004, 1273
WM 2004, 1768
BB 2004, 2038
BB 2004, 2039
DB 2004, 2526
Eine solche tatrichterliche Schlüssigkeitsprüfung unterliegt nur eingeschränkter Nachprüfung durch das Revisionsgericht (…Senatsbeschluss vom 19. Juli 2011 - XI ZR 191/10, WM 2011, 1506 Rn. 9;… BGH, Urteile vom 5. März 2009 - III ZR 17/08, WM 2009, 739 Rn. 21 und vom 13. Juli 2004 - VI ZR 136/03, WM 2004, 1768, 1770).
Der Kläger, der Ansprüche wegen einer behaupteten Schmiergeldabrede geltend macht, genügt seiner Darlegungslast daher, wenn er ausreichende Anhaltspunkte dafür vorträgt, dass eine derartige Vereinbarung getroffen worden ist (vgl. BGH, Urteil vom 13. Juli 2004 - V ZR 136/03, NJW 2004, 3423, 3425).
Der Tatrichter ist bei einem auf Indizien gestützten Beweis grundsätzlich frei, welche Beweiskraft er den Indizien im Einzelnen und in einer Gesamtschau für seine Überzeugungsbildung beimisst (vgl. BGH, NJW 2004, 3423, 3424 mwN; BGH…, Urteil vom 11. Juni 2015 - I ZR 19/14, GRUR 2016, 176 Rn. 19 = WRP 2016, 57 - Tauschbörse I).
Allerdings kann das Revisionsgericht uneingeschränkt überprüfen, ob ein Verhalten als sittenwidrig anzusehen ist und das Berufungsgericht die Gesamtumstände des Falls insoweit in erforderlichem Umfang gewürdigt hat (vgl. BGH, Urteil vom 25. März 2003 - VI ZR 175/02, BGHZ 154, 269, 274 f.; BGH, NJW 2004, 3423, 3425 mwN).
Diese tatrichterliche Feststellung unterliegt nur einer eingeschränkten Überprüfung durch das Revisionsgericht dahin, ob der Streitstoff umfassend, widerspruchsfrei und ohne Verstoß gegen Denk- und Erfahrungsgesetze gewürdigt worden ist (st. Rspr. des BGH; vgl. nur Urt. v. 13.07.2004 - VI ZR 136/03, WM 2004, 1768).
Für den einzelnen Teilnehmer muss ein Verhalten festgestellt werden können, das den rechtswidrigen Eingriff in ein fremdes Rechtsgut unterstützt hat und das von der Kenntnis der Tatumstände und dem auf die Rechtsgutverletzung gerichteten Willen getragen war (vgl. BGHZ 137, 89, 102 f.; BGH, Urteil vom 13. Juli 2004 - VI ZR 136/03, WM 2004, 1768, 1771).
Da sich in Fällen der vorliegenden Art nur ausnahmsweise eine ausdrückliche Vereinbarung der Beteiligten zur Vornahme sittenwidriger Handlungen oder eine ausdrückliche Zusage eines Beteiligten zur Hilfeleistung wird feststellen lassen, ergibt sich die Notwendigkeit, die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalles, die möglicherweise auch Grundzüge bestimmter zu missbilligender branchentypischer Handlungsweisen aufzeigen, daraufhin zu untersuchen, ob sich ausreichende Anhaltspunkte für die Beteiligung an einem sittenwidrigen Verhalten ergeben (BGH, Urteil vom 13. Juli 2004 - VI ZR 136/03, WM 2004, 1768, 1771).
Beihilfe kann auch leisten, wer mit der Unterstützung des Täters andere Absichten und Ziele verfolgt, ja es innerlich ablehnt, dem Täter zu helfen (BGHZ 70, 277, 286; BGH, Urteil vom 13. Juli 2004 - VI ZR 136/03, WM 2004, 1768, 1771, jeweils m.w.N.).
Dem Tatrichter ist es insbesondere nicht verwehrt, den einer Partei obliegenden Nachweis - hier der Einlagenzahlung - aufgrund einer Gesamtbeurteilung unstreitiger oder erwiesener Indiztatsachen als geführt anzusehen (vgl. BGH, Urt. v. 13. Juli 2004 - VI ZR 136/03, NJW 2004, 3423 f.) und auf die Erhebung weiteren Hauptbeweises zu verzichten, wenn nicht gegenteilige Indizien dargelegt oder ersichtlich sind oder der Prozessgegner nicht seinerseits Gegenbeweis anbietet (…vgl. dazu BGH, Urt. v. 19. März 2002 - XI ZR 193/01, NJW-RR 2002, 1073).
Die revisionsrechtlich nur eingeschränkt überprüfbare Gesamtwürdigung der vorliegenden Umstände (vgl. BGH, Urt. v. 13. Juli 2004 aaO) ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden.
Für den einzelnen Teilnehmer muss ein Verhalten festgestellt werden können, das den rechtswidrigen Eingriff in ein fremdes Rechtsgut unterstützt hat und das von der Kenntnis der Tatumstände und dem auf die Rechtsgutverletzung gerichteten Willen getragen war (BGHZ 137, 89, 102 f.; 184, 365, Tz. 34; BGH, Urteil vom 13. Juli 2004 - VI ZR 136/03, WM 2004, 1768, 1771).
Da sich in Fällen der vorliegenden Art nur ausnahmsweise eine ausdrückliche Vereinbarung der Beteiligten zur Vornahme sittenwidriger Handlungen oder eine ausdrückliche Zusage eines Beteiligten zur Hilfeleistung wird feststellen lassen, ergibt sich die Notwendigkeit, die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalles, die möglicherweise auch Grundzüge bestimmter zu missbilligender branchentypischer Handlungsweisen aufzeigen, daraufhin zu untersuchen, ob sich ausreichende Anhaltspunkte für die Beteiligung an einem sittenwidrigen Verhalten ergeben (BGHZ 184, 365, Tz. 35; BGH, Urteil vom 13. Juli 2004 - VI ZR 136/03, WM 2004, 1768, 1771).
Sie kann lediglich daraufhin überprüft werden, ob der Streitstoff umfassend, widerspruchsfrei und ohne Verstoß gegen Denk- und Erfahrungssätze gewürdigt worden ist (BGHZ 184, 365, Tz. 35; BGH, Urteile vom 13. Juli 2004 - VI ZR 136/03, WM 2004, 1768, 1771 und vom 26. Oktober 2004 - XI ZR 211/03, WM 2005, 27, jeweils mwN).
Für den einzelnen Teilnehmer muss ein Verhalten festgestellt werden können, das den rechtswidrigen Eingriff in ein fremdes Rechtsgut unterstützt hat und das von der Kenntnis der Tatumstände und dem auf die Rechtsgutverletzung gerichteten Willen getragen war (BGHZ 137, 89, 102 f.; BGH, Urteil vom 13. Juli 2004 - VI ZR 136/03, WM 2004, 1768, 1771; Senatsurteil vom 9. März 2010 - XI ZR 93/09, WM 2010, 749, Tz. 34, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen, jeweils m.w.N.).
Da sich in Fällen der vorliegenden Art nur ausnahmsweise eine ausdrückliche Vereinbarung der Beteiligten zur Vornahme sittenwidriger Handlungen oder eine ausdrückliche Zusage eines Beteiligten zur Hilfeleistung wird feststellen lassen, ergibt sich die Notwendigkeit, die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalles, die möglicherweise auch Grundzüge bestimmter zu missbilligender branchentypischer Handlungsweisen aufzeigen, daraufhin zu untersuchen, ob sich ausreichende Anhaltspunkte für die Beteiligung an einem sittenwidrigen Verhalten ergeben (BGH, Urteil vom 13. Juli 2004 - VI ZR 136/03, WM 2004, 1768, 1771; Senatsurteil vom 9. März 2010 - XI ZR 93/09, WM 2010, 749, Tz. 35, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen, jeweils m.w.N.).
Sie kann lediglich daraufhin überprüft werden, ob der Streitstoff umfassend, widerspruchsfrei und ohne Verstoß gegen Denk- und Erfahrungssätze gewürdigt worden ist (BGH, Urteil vom 13. Juli 2004 - VI ZR 136/03, WM 2004, 1768, 1771; Senatsurteile vom 26. Oktober 2004 - XI ZR 211/03, WM 2005, 27 und vom 9. März 2010 - XI ZR 93/09, WM 2010, 749, Tz. 35, jeweils m.w.N.).
Er stellt die den Indizien zukommenden Wahrscheinlichkeitsgrade und somit die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen fest (BGH, Urteil vom 13. Juli 2004 - VI ZR 136/03 - NJW 2004, 3423, 3424) .
Revisionsrechtlich ist seine Beweiswürdigung gemäß § 286 ZPO nur darauf zu überprüfen, ob er alle Umstände vollständig berücksichtigt und nicht gegen Denk- oder Erfahrungssätze verstoßen hat (z.B.: BGH, Urteile vom 26. Oktober 2004 - XI ZR 211/03 -NJW-RR 2005, 558 m.w.N. und vom 13. Juli 2004 aaO;… vgl. auch Senatsurteil vom 13. Dezember 2007 - III ZR 163/07 - NJW 2008, 651, 652 Rn. 24).
aa) Die Qualifizierung eines Verhaltens als sittenwidrig ist eine Rechtsfrage, die der uneingeschränkten Kontrolle durch das Revisionsgericht unterliegt (Senatsurteile vom 25. März 2003 - VI ZR 175/02, BGHZ 154, 269, 274 f. mwN; vom 13. Juli 2003 - VI ZR 136/03, VersR 2004, 1273, 1275 …und vom 19. Oktober 2010 - VI ZR 248/08, juris Rn. 12 f.).
BGH, 19.06.2007 - X ZR 61/06
Voraussetzungen eines Schadensersatzanspruchs wegen der Vermittlung von …
BGH, 30.09.2014 - VI ZR 567/13
Eingeschränkte Überprüfbarkeit der Feststellung eines vorsätzlichen Handelns …
KG, 14.06.2010 - 24 U 12/08
Haftung der mit der Depotführung beauftragten Bank für Vermögensschäden der …
BAG, 09.10.2012 - 3 AZR 534/10
BAG, 09.10.2012 - 3 AZR 533/10
OLG Düsseldorf, 20.12.2007 - 6 U 225/06
BGH, 27.01.2010 - 5 StR 254/09
Verfall (Kurs- und Marktpreismanipulation; Insiderhandel; Vorrang der Ansprüche …
LG Düsseldorf, 24.07.2008 - 8 O 123/07
Kläger hat keinen Anspruch auf Schadensersatz wegen Verletzung von …
LG Düsseldorf, 13.09.2011 - 8 O 123/07
LG Düsseldorf, 29.07.2008 - 8 O 418/07
Internationale Zuständigkeit eines Gerichts bei Beteiligung eines Beklagten an …
Ansprüche gegen einen in den USA ansässigen Broker auf Schadensersatz wegen der …
LG Düsseldorf, 22.01.2008 - 14c O 111/07
Verpflichtung eines Wertpapierdienstleistungsunternehmens zur Aufklärung eines …
LG Regensburg, 18.12.2008 - 4 O 923/06
Vermittlung von Wertpapiergeschäften: Vorsätzliche sittenwidrige Schädigung eines …
LG Krefeld, 19.02.2009 - 5 O 407/07
Ersatzpflichtigkeit eines amerikanischen Börsenunternehmens hinsichtlich im …
LG Frankfurt/Main, 15.11.2007 - 18 O 172/07
Bankenhaftung bei bußgeldbewehrter Verwahrung von Kundengeldern durch einen …
OLG Düsseldorf, 17.08.2007 - 16 U 258/06
Haftung eines Brokerhauses für durch von Dritten vermittelte Wertpapiergeschäfte …
OLG Düsseldorf, 07.10.2010 - 6 U 116/09
Anspruch auf Schadensersatz bei Vermittlung von verlustbringenden …
OLG Hamm, 16.04.2013 - 27 U 139/12
LG Krefeld, 15.05.2009 - 5 O 407/07
OLG Düsseldorf, 27.10.2006 - 16 U 186/05
Schadensersatzpflicht des Vermittlers von Aktienoptionsgeschäften bei …
Haftung eines Brokers auf Schadensersatz wegen Verletzung der Beratungspflichten …
LG Krefeld, 02.04.2009 - 5 O 269/08
OLG Düsseldorf, 30.01.2009 - 16 U 32/08
Voraussetzungen für einen deliktischen Schadensersatzanspruch wegen angeblich …
OLG Düsseldorf, 24.11.2008 - 9 U 93/08
US-amerikanisches Online-Brokerunternehmen hat keinen Anspruch auf Ersatz von …
LG Düsseldorf, 14.10.2005 - 2b O 218/03
Streit um Schadensersatz für Verluste aus Optionsgeschäften an US-amerikanischen …
OLG Düsseldorf, 30.09.2009 - 6 U 63/08
Aufklärungspflichten des Vermittlers von im Daytrading als Kassageschäft …
LG Düsseldorf, 13.06.2008 - 6 O 317/06
Informationserteilungspflicht des kundennäheren …
LG Düsseldorf, 13.04.2007 - 16 O 365/06
Annahme eines kollusiven Zusammenwirkens oder einer zusätzlichen …
LG Düsseldorf, 21.07.2008 - 16 O 117/07
Anspruch auf Ersatz von Verlusten aus Börsentermingeschäften an der …
LG Düsseldorf, 25.05.2007 - 14c O 27/06
Rechtswegzuständigkeit bei der Durchführung von Börsentermingeschäften durch …
LG Düsseldorf, 09.05.2007 - 14c O 140/06
Bei Vertretung eines Anlegers durch einen gewerblich tätigen Vermögensverwalter …
LG Düsseldorf, 13.04.2007 - 6 O 212/06
Aufklärungspflichten bei Börsentermingeschäften sind auf Terminoptionsvermittler …
LG Düsseldorf, 09.11.2006 - 8 O 86/06
Schadensersatzansprüche sind mangels sittenwidriger Verletzung von …
AG Dinslaken, 05.10.2016 - 37 C 84/14