Source: https://www.urheberrecht.de/schule/
Timestamp: 2019-08-19 18:57:40
Document Index: 60921167

Matched Legal Cases: ['§ 60', '§ 52', '§ 52', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 60', '§ 51', '§ 60', '§ 52', '§ 60']

Urheberrecht in der Schule - Urheberrecht 2019 Urheberrecht in der Schule - Urheberrecht 2019
Um den Unterricht ansprechend und spannend zu gestalten, greifen Lehrer immer wieder auf urheberrechtlich geschützte Werke zurück. Mediale Elemente sind dafür fester Bestandteil des Lehrplans. Dabei darf das Urheberrecht in der Schule aber nicht ignoriert werden.
Urheberrecht in der Schule: Für Bildungszwecke gelten besondere Regelungen.
Urheberrecht in der Schule – kurz und kompakt
Um Bildung und Forschung zu fördern, gelten für das Urheberrecht in der Schule besondere Ausnahmen. Diese erlauben es Lehrern zum Beispiel, geschützte Werke für ihre Schüler zu kopieren.
Urheberrecht für Lehrer: Diese Regeln sollten Lehrkräfte beachten
Unterrichtsmaterial kopieren: Das Urheberrecht setzt konkrete Grenzen
Urheberrecht: Wer einen Film in der Schule zeigt, bewegt sich in einer Grauzone
Zusammenfassung - FAQ zum Urheberrecht in der Schule
Lehrer können ihren Unterricht durch viele Medien anreichern. Teilweise handelt es sich dabei allerdings um durch das Urheberrecht geschützte Werke. Einfluss auf das Urheberrecht in der Schule haben zum Beispiel folgende Unterrichtsmaterialen:
Für solches Unterrichtsmaterial kann das Urheberrecht gelten, sodass die Verwendung in der Schule das Einverständnis des Schöpfers bedarf. Allerdings greifen beim Urheberrecht in der Schule gewisse Sonderregelungen.
Das Urheberrecht erlaubt es, Unterrichtsmaterial unter bestimmten Voraussetzungen zu vervielfältigen.
Als alleiniger Inhaber der Urheberpersönlichkeits- und Verwertungsrechte – zu denen unter anderem auch das Vervielfältigungsrecht zählt – kann der Urheber über die Verwendung seines Werkes bestimmen. Allerdings können diese Rechte zugunsten der Allgemeinheit beschränkt werden.
Eine solche Option kommt beim Urheberrecht im Unterricht zu tragen. Denn gemäß § 60a Urheberrechtsgesetz (UrhG) dürfen zur Veranschaulichung des Unterrichts und der Lehre an Bildungseinrichtungen bereits veröffentlichte Werke in einem konkret definierten Umfang verwendet werden. Es muss sich dabei allerdings grundsätzlich um einen nicht kommerziellen Zweck handeln. Die Zustimmung der Rechteinhaber wird hingegen bei Schul- und Lehrbüchern sowie Noten benötigt.
Die Bundesländer zahlen für die öffentliche Zugänglichmachung geschützter Werke eine Vergütung an die unterschiedlichen Verwertungsgesellschaften.
Urheberrecht an Schulen: Lehrer sollten die Vorschriften kennen.
Das Urheberrecht in der Schule erlaubt es, Printmedien in Klassenstärke für den Unterricht und für Prüfungszwecke zu fotokopieren. Allerdings sieht das Urheberrecht für Unterrichtsmaterial einige Beschränkungen vor, zum Beispiel beim Umfang der Kopien.
Aus allen Werken, zu denen unter anderem auch Schulbücher, Arbeitshefte, Sachbücher und belletristische Romane zählen, dürfen Lehrer für ihre Schulklasse bis zu 15 Prozent kopieren. Dieses Kontingent gilt pro Werk für jeweils ein Schuljahr und eine Klasse.
Kleine Werke dürfen sogar vollständig vervielfältigt werden. Zusätzlich dazu ist es Lehrkräften erlaubt, ihren Schülern Kopien von Bildern, Fotos und sonstigen Abbildungen zur Verfügung zu stellen. Die Verwendung von Texten oder Abbildungen aus Tageszeitungen oder Zeitschriften ist hingegen nicht ohne weiteres erlaubt.
Das Urheberrecht an Schulen schreibt eine Quellenangabe bei Kopien vor. Diese muss Autor, Buchtitel, Verlag, Erscheinungsjahr sowie die entsprechende Seite enthalten.
Ist der Bedarf an Fotokopien für den Unterricht größer, können Verlage ergänzende Kopierlizenzen erteilen. Die Schule erwirbt in einem solchen Fall also Nutzungsrechte für ein Schulbuch.
Urheberrecht: Werden im Unterricht von Schülern Werke erschaffen, stehen auch diese unter Schutz.
Zeigen Lehrer Filmewerke auf DVD im Unterricht, kann dies problematisch aus Sicht des Urheberrechts sein. Denn grundsätzlich ist es nur zulässig, Filmwerke in einem nicht-öffentlichen Rahmen vor miteinander verbundenen Personen vorzuführen. Diese Regelung schließt die Familie und den Freundeskreis ein.
Unter Experten und Juristen ist es allerdings umstritten, ob auch für einen Klassenverband bzw. Schüler im Allgemeinen diese Vorschrift gilt. Zeigen Lehrer also ein durch das Urheberrecht geschützte Filmwerk im Unterricht, begeben sie sich in eine juristische Grauzone.
Solange noch keine eindeutige Rechtssprechung vorliegt, sollten Lehrer auf schulweite oder öffentliche Filmvorführungen verzichten.
Alternativ können Lehrkräfte auch auf Dienste zurückgreifen, die einen Filmverleih für Schulen ermöglichen oder Medien nutzen, für die die Schule spezielle Lizenzen erworben hat.
Zusammenfassung – FAQ zum Urheberrecht in der Schule
Können auch Arbeiten von Schülern unter das Urheberrecht fallen?
Das Urheberrecht gilt für alle Werke, die eine bestimmte Schöpfungshöhe erreichen. Dies kann auch bei Bildern aus dem Kunstunterricht oder Aufsätzen im Deutschkurs der Fall sein. Sollen solche Schülerarbeiten beispielsweise in der Schülerzeitung oder der Schulwebseite veröffentlicht werden, kann es laut dem Urheberrecht in der Schule sinnvoll sein, einen Vertrag über Nutzungsrechte abzuschließen.
Gilt das Urheberrecht auch bei einer kostenlosen Schülerzeitung?
Beim Urheberrecht ist es unwichtig, ob das Werk mit oder ohne Gewinnabsicht verbreitet wird. Die Verwertung fremder, urheberrechtlich geschützter Werke, bedarf auch bei einer Schülerzeitung die Einwilligung des Rechteinhabers. Liegt diese für Texte oder Bilder nicht vor, kann eine Abmahnung wegen einer Urheberrechtsverletzung drohen.
Drohen Probleme mit dem Urheberrecht, wenn Lehrer Schüler auf Ausflügen oder bei Projekten fotografieren?
Das Urheberrecht in der Schule greift in solchen Fällen eher nicht, stattdessen gilt es das Recht am eigenen Bild der Kinder zu beachten. So ist abhängig vom Alter, das Einverständnis der Eltern bzw. Schüler notwendig.
109 thoughts on “Muss das Urheberrecht in der Schule beachtet werden?”
Josey 13. März 2017
muss ich für ein Referat, das ich nur vor der Klasse halte, peinlich genau auf das Urheberrecht achten? Es wird ja nie veröffentlicht.
im Schulunterricht ist es ausreichend, wenn Sie Ihre Quellen angeben und darauf achten, nichts Wort für Wort abzuschreiben und als Ihr eigenes Gedankengut darzustellen. Zitate, die als solche eindeutig gekennzeichnet sind, verursachen keine Probleme. Sprechen Sie am besten zunächst mit Ihrem Lehrer oder Ihrer Lehrerin. Derjenige kann Ihnen sagen, auf welche Angaben Sie achten sollen.
Albert 7. Mai 2017
Meine Wirtschaftslehrerin will der Klasse die Prüfungsfrageblätter nicht abgeben, ihre Begründung ist, dass es ihr geistiges Eigentum sei. Nun wollte ich fragen, ob das stimmt. Wenn ja wo ist das gesetzlich verankert, oder ist es im Gesetzbuch ein ähnliches Beispiel niedergeschrieben.
bei solchen schulinternen Problemen können wir leider nicht direkt weiterhelfen. Wir raten Ihnen, sich mit dem zuständigen Vertrauenslehrer oder dem Direktor dazu zu verständigen. Geistiges Eigentum kann hier durchaus vorliegen. Es bleibt jedoch zu klären, wie die Schulleitung die Ausgabe von Prüfungsfragen regelt.
Nicola 11. Mai 2017
wenn ich also als Lehrerin auf einer Webseite eine Illustration finde, die ich für den Schulunterricht nutzen möchte,
a) muss ich den Urheber um Erlaubnis bitten und er muss sie mir erteilen, oder
b) kann oder muss ich den Urheber lediglich informieren (oder auch nicht), solange ich einen Quellenhinweis angebe?
2) Wenn ich ein Werk im Internet finde, das ich für Unterrichtszwecke gem. Gesetz nutzen darf, erstreckt sich das nur auf die Abbildung (bzw. Kopie) oder auch auf die Weiterverarbeitung (z.B. umfärben, Text hinzufügen etc.)?
Logisch: am besten ist immer, beim Urheber direkt mal nachzufragen, aber jetzt kommt
3) Es gibt Webseiten, die veröffentlichen fremde Werke und entfernen die originalen Urhebervermerke (weit verbreitet auf facebook etc.), was zwar schlecht, aber leider nicht zu ändern ist. Wenn ich ein solches Werk im Unterricht nutzen möchte, aber den ursprünglichen Urheber nicht ausmachen kann, wen frage ich um Erlaubnis bzw. welche Quellenangabe nutze ich?
Vielen Dank für eure kompetente Seite!
nutzen Sie die Bilder ausschließlich im Schulunterricht, sind Quellenangaben ausreichend. Hierbei müssen Sie die Urheber nicht extra kontaktieren. Als Quellenangabe bietet sich immer die Internetseite an, auf der Sie das Bild gefunden haben, wenn der Urheber nicht auffindbar ist.
Till 21. Mai 2019
Liebes urheberrecht.de-Team,
würde ich gegen das geltende Urheberrecht verstoßen, wenn ich klassenintern Foliensätze mit Abbildungen aus dem Netz über eine Lernplattform zur Verfügung stellen würde?
Der Kurs im Lernmanagement-System ist nicht öffentlich und auch schulintern nur für die jeweilige Klasse zugänglich.
ob es sich hierbei um eine Veröffentlichung im Sinne des Urheberrechts handelt, können wir pauschal nicht einschätzen. Wenden Sie sich daher an einen Anwalt für Urheberrecht.
Emma 17. Mai 2017
Sehr geehrtes Team von Urheberrecht.de,
im Rahmen einer schulinternen Veranstaltung, möchten wir gerne einen Spielfilm vor ca. 300 Schülerinnen und Schülern zeigen. Um uns rechtlich abzusichern würden wir gerne wissen, welche Auflagen wir beachten müssen.
Lehrer können in der Regel Filme ohne gesonderte Erlaubnis vor einer einzelnen Klasse vorführen. Eine Veranstaltung vor 300 Schülern sprengt diesen Rahmen jedoch deutlich und gilt als öffentliche Veranstaltung. Hier ist definitiv eine Erlaubnis beim Verleiher einzuholen.
[Antwort von Redaktion editiert]
Stefan 2. Juni 2017
Schüler gestalten Poster (digital) zu verschiedenen Themen (z.B. Energiewende). Dazu verwenden sie zur Visualisierung Bilder aus dem WWW (z.B. von Energieunternehmen, Zeitungen, Privatinitiativen), stellen sie neu zusammen, kommentieren sie, ordnen den Kontext ein etc.pp.
Quellenangaben werden auf dem Poster angegeben, eine Anfrage nach den Rechten für jedes einzelne Bild kann jedoch schon aus organisatorischen Gründen nicht eingeholt werden.
1. Dürfen die Poster außerhalb des Klassenraums im Schulgebäude ausgehängt werden?
2. Müssen die Poster an einem Tag der offenen Tür abgehängt werden wegen schulfremder Besucher, also Öffentlichkeit?
3. Dürfen die Posterdateien (üblicherweise pdf) auf die Homepage der Schule gestellt werden?
Urheberrecht.de 6. Juni 2017
§ 52a Urheberrechtsgesetz besagt mitunter “Zulässig ist, veröffentlichte kleine Teile eines Werkes, Werke geringen Umfangs sowie einzelne Beiträge aus Zeitungen oder Zeitschriften zur Veranschaulichung im Unterricht an Schulen, Hochschulen, nichtgewerblichen Einrichtungen der Aus- und Weiterbildung sowie an Einrichtungen der Berufsbildung ausschließlich für den bestimmt abgegrenzten Kreis von Unterrichtsteilnehmern […] öffentlich zugänglich zu machen, soweit dies zu dem jeweiligen Zweck geboten und zur Verfolgung nicht kommerzieller Zwecke gerechtfertigt ist [.]”
Innerhalb der Schule können die genannten Werke mit Quellenangaben auf die unter Punkt 1 und 2 beschriebene Art und Weise genutzt werden. Bei der Veröffentlichung im Internet kann es ohne Einwilligung der Urheber jedoch zu Problemen kommen. Lassen Sie sich diesbezüglich von einem Anwalt für Urheberrecht beraten.
Ulla 12. Juni 2017
darf ein/e Lehrer/in die im Kunstunterricht angefertigten Bilder von SchülerInnen kopieren und veräußern, ohne hierzu vorab die Genehmigung der Eltern einzuholen?
Sie sollten sich die Genehmigung der erziehungsberechtigten Personen geben lassen. Andernfalls kann es zu einer Klage wegen Urheberrechtsverletzung kommen.
Christina 16. Juni 2017
liegt das Urheberrecht für von mir erstellte Unterrichtsmaterialien bei mir oder bei meinem Arbeitgeber? Ist es rechtens, dass der Arbeitgeber mit meiner Tätigkeit als Lehrkraft die Rechte an meinen Unterlagen im Arbeitsvertrag automatisch übertragen bekommt und ich davon nichts behalten darf?
eine Anstellung ändert nichts an dem Urheberrecht, dass Sie bei Ihren eigenen Werken besitzen. Konsultieren Sie einen Anwalt für Urheberrecht, wenn sich Ihr Chef hier nicht einsichtig zeigt. Dieser kann auch unwirksame Vertragsklauseln für nichtig erklären, insofern diese bestehen.
Gerhard 13. September 2017
Frage: das im Klassenverband genutzte Arbeitsheft wird nicht mehr zum Verkauf angeboten. Darf für einen neuen Mitschüler das Arbeitsheft einmal vollständig kopiert werden, auch ohne Einverständnis des Verlages?
Urheberrecht lässt hier nur eine Kopie durch Lehrer in einem Umfang von 10 Prozent und maximal 20 Seiten zu. Vielleicht finden Sie das Arbeitsheft noch günstig im Modernen Antiquariat, also beispielsweise in Gebrauchthandlungen.
Stefan V. 29. Oktober 2017
darf man im Rahmen des Unterrichts einzelne Bilder aus einem Bilderbuch scannen und “herausschneiden” und für die Erstellung von Unterrichtsmaterialien verwenden?
Ist es erlaubt, nur Bildaussschnitte zu verwenden, um zB. einzelne Figuren zu verwenden?
Urheberrecht.de 1. November 2017
für den nicht-kommerziellen Zweck und den Unterrichtsgebrauch können Teile von Werken oder kleine Werke vervielfältigt werden. Die Menge ist jedoch begrenzt.
Arno 4. Dezember 2017
Mein Sohn hat aufgrund eines krankheitsbedingten Fehltags eine Kopie des Unterrichtmaterials vom Fehltag eines Mitschülers gemacht, dies nach dessen Zustimmung! ( würde und wird immer so praktiziert, damit Schüler, die nicht anwesend sind/waren, den Unterrichtsstoff haben)
Nun schreibt der Vater des Jungen die Schulleitung an, mit der Begründung, mein Sohn hätte das Urheberrecht und geistiges Eigentum verletzt!
Ist dies, trotz Zustimmung zutreffend?
Urheberrecht.de 18. Dezember 2017
ob hier tatsächlich eine Urheberrechtsverletzung vorliegt, können wir nicht endgültig beantworten. Möglicherweise ist ein Gespräch mit dem Vater ratsam und gegebenenfalls auch mit der Schulleitung.
Kay 5. Januar 2018
müssen Lehrer auf Arbeitsblättern, die einer Klasse ausschließlich in Papierform ausgegeben werden für dort verwendete Bilder Quellenangaben machen? Falls ja, müssen diese zwingend auf demselben Blatt Papier sein oder könnte es sogar ausreichen, diese in einer Art Quellenverzeichnis auf Nachfrage bereitzuhalten?
urheberrechte.de 8. Januar 2018
in § 52a Urheberrechtsgesetz (UrhG) wird die öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung erlaubt. Dies könnte Bilder auf Arbeitsblättern einschließen. Allerdings kann der Sachverhalt kompliziert sein, wenden Sie sich deshalb an einen Anwalt für Urheberrecht.
im Rahmen des Tages der offenen Tür an unserer Schule werde ich einen Probeunterricht in einer Fremdsprache anbieten. Dabei möchte ich gern einen Kurzfilm (ca 6 min) von Disney zeigen, der sich auf u.a. auf youtube befindet.
Wäre das auch eine Urheberrechtsverletzung?
Danke für Ihre Zeit und beste Grüße
Urheberrecht.de 15. Januar 2018
da es sich um eine öffentliche Vorführung handelt, findet auch hier das Urheberrecht Anwendung.
Ihr Team von Urheberrechte.de
Eric 31. Januar 2018
Sehr geehrte Damen und Herren, ab dem 1.3.2018 ist es nicht mehr möglich, für den Unterrichtsgebrauch Presseerzeugnisse zu verwenden, siehe Urteilsbegrüdnung (Drucksache 18/13014 – DIP ):
“Die Änderung in § 60a Absatz 2 UrhG-E bestimmt, dass nach § 60a UrhG-E für Unterricht und Lehre lediglich einzelne Beiträge aus Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Zeitschriften vollständig genutzt werden dürfen, nicht aber aus Zeitungen und aus Publikumszeitschriften.”
Frage: Was raten Sie nun Gemeinschaftskunde/Politiklehrer/innen, wie sie ihren Unterricht gestalten sollen? Es ist Gang und Gebe, Artikel aus der Tagespresse zu nutzen, dies scheint ab § 60a nur noch in Teilen möglich zu sein:
“Unberührt bleibt darüber hinaus das Recht, 15 Prozent eines einzelnen urheberrechtlich geschützten Beitrags erlaubnisfrei zu nutzen (§ 60a Absatz 1 UrhG-E), und aus Veröffentlichungen der Presse zu zitieren (§ 51 UrhG).”
Das bringt natürlich nichts bei einem Zeitungsartikel zum Brexit…
Urheberrecht.de 19. Februar 2018
in der Regel gibt es in Schulen eine Stelle, die sich mit dem Erwerb von Rechten für die Materialien beschäftigt. Diese können Sie besser beraten.
Kimm 27. Februar 2018
Können Sie mir sagen, ob es sich bei einer Blockflötenschule (Unterrichtswerk) um eine Musikedition (also max. 6 Seiten) handelt oder sie zur Kategorie “Schulbücher, Arbeitshefte, Sachbücher” (also max. 10%) zählt?
Urheberrecht.de 12. März 2018
leider könne wir nicht einschätzen, um was es sich bei dem von Ihnen geschilderten Werk handelt.
Kathrin B. 5. März 2018
bei uns in im Kindergarten waren immer die Lieder und Gedichte an der Wandzeitung veröffentlicht, damit wir Eltern wissen, was gerade aktuell mit den Kindern gesungen wird. Nun wurde davon Abstand genommen, mit der Begründung, es darf wegen dem Urheberrecht nicht mehr sein. Ist das tatsächlich eine Verletzung?
im Rahmen des Urheberrechts kann ein Veröffentlichung auch an einer Wandzeitung eine Verletzung darstellen. Absprachen mit den berechtigten Beteiligten über den Umgang mit den Werken, kann da schon Abhilfe schaffen.
Stefanie J. 7. März 2018
Ich möchte für einen Workshop unter Fachkkollegen (Mathematiklehrer) zur Veranschaulichung von Methodenwerkzeugen einzelne Seiten aus verschiedenen (fach)didaktischen Veröffentlichungen kopieren (es handelt sich jeweils um Beispielaufgaben, die dort ebenfalls der Illustration dienen).
Darf ich den Kollegen eine digitale Kopie dieser Zusammenstellung zur Verfügung stellen?
wie eine Verwendung, wie Sie sie beschreiben, gewertet wird, kann ein Anwalt für Urheber- und Verwertungsrechte beurteilen.
Martin W. 12. März 2018
Ich habe eine ganz andere Frage…
Ich bin Lehrer und erstelle oft in mühevoller Eigenarbeit Übersichtsblätter z.B. mit Tipps für die Prüfung.
Nun habe ich festgestellt, dass die örtliche Nachhilfeschule eben diese Blätter kopiert und ihren Nachhilfeschülern und auch -lehrern zur Verfügung stellt.
Mit den Matheunterlangen meines Kollegen wird das genauso praktiziert.
Wie schätzt ihr das ein? Ist das eine Urheberrechtsverletzung?
Urheberrecht.de 22. März 2018
leider können wir eine derartige Einschätzung nicht vornehmen, weil dies in den Bereich der Rechtsberatung fällt. Eine solche dürfen wir nicht leisten. Bitte wenden Sie sich an einen Anwalt für Urheberrecht.
Georg H. 14. April 2018
Ich möchte ein Lernprogramm erstellen und dies kostenlos verteilen. In diesem Lernprogramm sollen Schüler an verschiedenen “Orten” des Programms jeweils ein paar Seiten aus einem Kinderbuch lesen (maximal 5) und dazu dann Sinnfragen beantworten. Die Seiten des Kinderbuchs sollen in dem Programm sozusagen als “Kopien” vorhanden sein. Ziel des Programms ist die Förderung des sinnentnehmenden Lesens und gleichzeitig die Werbung, interessante Bücher zu lesen.
Ist das Vorhandensein von Auszügen aus Büchern erlaubt oder muss ich dazu die Verlage jeweils um Erlaubnis bitten. Falls das zweite zutrifft, wäre das Projekt sozusagen schon gestorben, weil ich im Netz gelesen habe, dass manche Verlage mindestens 60 Euro dafür berechnen.
auch für die Verwendung von Auszügen ist die Zustimmung des Verwertungsrechteinhabers nötig.
Heiko 18. April 2018
ich habe mit meinen Schülern Lernvideos im Politikunterricht gedreht. Leider habe ich die Urheberrechte überhaupt nicht weiter beachtet. Ein dummer Fehler, aber nun kann ich es leider nicht mehr ändern. Die Schüler sollten selbstständig eine Simple Show erstellen und sich die benötigten Materialien (Bilder) aus dem Internet besorgen. Das hat auch wunderbar geklappt.
Zwei Fragen hätte ich aber trotzdem noch:
– eine Veröffentlichung auf YouTube (wollen die Schüler gerne) ist nach meiner Meinung nicht möglich
– eine interne Verwendung z.B. durch einen geschützten Zugang ist nach meiner Meinung möglich (Intranet)
– eine Verwendung der Inhalte nur in der Klasse (z.B. per Dropbox) ist möglich.
Urheberrecht.de 24. April 2018
inwiefern eine von Ihnen beschriebene Nutzung zulässig ist, ist immer stark vom Einzelfall abhängig: Welche Art von urheberrechtlichem Material wurde verwendet und in welchem Umfang, Wie vielen Personen wird das Werk zugänglich gemacht etc.
Für eine konkrete Antwort bedarf es daher der Beratung durch eine Anwalt für Urheberrecht.
Eugen 25. April 2018
Meine Kommilitonen und ich planen ein Forum in dem wir nach dem Studium Unterrichtsmaterial austauschen können.
Das Forum soll passwordgeschützt sein und max. 20 regestrierte Nutzer (Lehrer) haben. Das Forum wird nur privat und nicht kommerziell genutzt.
Was darf dort geteilt werden?
-Textauszüge?
-Arbeitsblätter mit geschützten Grafiken?
-Kopien aus Lehrbüchern?
bitte lassen Sie sich zu Ihrem Vorhaben von einem Anwalt beraten. Wir dürfen eine solche Rechtsberatung nicht anbieten.
Marie 29. April 2018
darf ich für eine Lehrprobe ein Bild aus einem Schulbuch als Poster drucken lassen?
Urheberrecht.de 11. Mai 2018
sofern Sie das Poster in einem nicht-öffentlichen Kontext nutzen, sollte dies erlaubt sein. Hängen Sie es allerdings an einem Ort auf, der einem breiteren Publikum zugänglich ist, wie z. B. im Schulflur könnten sich rechtliche Probleme ergeben. Wenden Sie sich hier ggf. an einen Rechtsanwalt für Urheberrecht.
Tamara 15. Juni 2018
In unserer Schule organisieren wir ein Filmfestival, auf dem eine Auswahl von Schülervideos, welche sie im Rahmen des Schulunterrichts gedreht haben, präsentiert und von einer Jury, die auch aus Schüler besteht, bewertet wird. Das ganze dient Unterrichtszwecken und Präsentation der Abschlussarbeiten in einem feierlichen Rahmen.
Im Normalfall kennen wir Lehrer für Medien und Kommunikation das Urheberrecht und raten Schülern von Anfang an, keine Bilder- und Musikrechte zu verletzen. Aber nicht alle Lehrer kennen sich damit aus.
Zwei eingereichten Filme aus einem anderen Fach (Sprache) wären in die engere Auswahl gekommen, aber diese enthalten leider (teilweise) Musikmaterial, das von YouTube heruntergeladen wurde. Zu dem Zeitpunkt, als diese Filme gedreht wurden, war es nicht vorgesehen, dass diese außerhalb des Unterrichts gezeigt werden sollten. Ansonsten sind die Filme geistiges Eigentum der Schüler.
Nun haben wir Organisatoren die Filmchen gesichtet und für wertvoll erklärt, aber aus technischen und zeitlichen Gründen ist den Schülern nicht möglich, dieses Problem nachträglich zu ändern. Die Musik ist von eher unbekannten Autoren, diese lassen sich nicht leicht kontaktieren, um deren Erlaubnis zu bieten.
Das Filmfestival findet im Rahmen des Sommerfests statt, zu dem auch Eltern kommen können, aber sonst kein größeres Publikum. Eine Veröffentlichung der Videos ist nicht vorgesehen und die Schüler können nach den Sommerferien sich um die Rechte kümmern.
Wie sieht es denn aus, müssen wir diese Schülervideos von der Teilnahme abschließen? Gibt es nicht die Möglichkeit, dass die Musikautoren im Abspann vorerst ordentlich genannt werden, bis die Schüler die Rechte bekommen? Das wäre sehr schade.
Danke für einen baldigen Hinweis.
Urheberrecht.de 28. Juni 2018
in der Regel ist die öffentliche Vorführung urheberrechtlich geschützten Materials nicht gestattet, dies kann sich auch auf ein Schulfest beziehen.
Wir empfehlen Ihnen, die konkrete Rechtslage von einem Anwalt einschätzen zu lassen.
Julian A. 15. Juni 2018
Darf ich ein bei Amazon privat gekauftes Lied im Unterricht abspielen, auch mehrfach?
das Abspielen eines urheberrechtlich geschützten Liedes zu Unterrichtszwecken ist in der Regel ohne weitere Genehmigung erlaubt.
Gudrun 4. Juli 2018
Hallo urheberrecht.de -Team,
Wie verhält es sich mit Kunstwerken, die an einer staatl. Kunst-Fachschule im Unterricht hergestellt werden. Müssen die Schüler/Innen ihre Einwilligung geben, dass die Schule auf ihrer Internetseite, in Ausstellungen, auf Plakaten, im Flyer der Schule etc. im Unterricht hergestellte Werke verwendet. Müssen die Einwilligungen zu jeder einzelnen Arbeit eingeholt werden, genügt eine pauschale Erklärung beim Eintritt in die Schule? Oder ist eine Erlaubnis zu Veröffentlichzngen / Werbung für die Schule nicht erforderlich, da die Kunstwerke immer unter Anleitung und Zusammenarbeit mit den Lehrern geschieht. Das Ausbildungsziel der Schule (Berufsfachschule für Holzbildhauer) beinhaltet automatisch das Erstellen von Ausstellungen, Katalogen etc. Es kann also nicht vom Lehrplan gestrichen werden. Eine separate Einwilligung zu jedem einzelnen Werk (Skulptur / Objekt, Zeichnung, Grafik, Fotokunst, …) und Übungsstück würde einen unverhältnismäßig großen Verwaltungsaufwand bedeuten.
Urheberrecht.de 6. Juli 2018
in der Regel muss auch bei Schülerwerken die Erlaubnis von den Urhebern eingeholt werden, bevor diese genutzt bzw. veröffentlicht werden dürfen. Ob dies in Form einer pauschalen Erklärung ausreichend ist, kann ein Anwalt für Urheberrecht einschätzen.
Nils K. 16. Juli 2018
Darf ein Lehrer ein von mir erstelltes Handout ohne mein Einverständnis in einer anderen Klasse ausgeben?
ein Rechtsanwalt kann prüfen, ob hier eine Urheberrechtsverletzung vorliegt.
Melanie F. 18. Juli 2018
unsere Fachschaft Kunst möchte ein Jahrgangsstufen Kompendium des Lehrstoffs erstellen. Das Wissen haben wir aus Büchern/Wikipedia und gekauften, für den Unterricht ausgerichteten Lehrmaterial zusammengestellt.
Also- teilweise ganze Textpassagen kopiert.
Des Weiteren sind Bilder aus dem Internet zur Veranschaulichung genutzt worden.
Nachdem ich alle Beschränkungen g lesen habe, können wir unsere mühsam erstellten Kompendien einstampfen, oder?
Sie würden zudem nicht nur in einer Klasse, sondern der ganzen Jahrgangsstufe genutzt werden.
da Sie das Material an die gesamte Jahrgangsstufe verteilen möchten, kann hier wahrscheinlich nicht mehr von einem privaten Nutzen gesprochen werden, sondern von einer Veröffentlichung. Dies würde eine Urheberrechtsverletzung darstellen. Sie können die Rechtslage aber ggf. von einem Anwalt für Urheberrecht prüfen lassen.
Matthias 8. August 2018
seit Stunden versuche ich zu verstehen, was genau das Kopierecht “je Klasse und Schuljahr” bedeutet. Konkret gefragt:
Ich war bisher immer der Auffassung, dass ich als Lehrer ein Lehrbuch kaufen darf und daraus bis zu 15% für MEINE Klasse kopieren darf. Ein bekannter Schulleiter war jüngst der Auffassung, dass doch die Schule ein Buch kaufen dürfe, aus dem alle Lehrer bis zu 15% für alle relevanten Klassen kopieren dürften. Was stimmt nun? Noch konkreter gefragt war ich sogar der Auffassung, dass ich zwei gleiche Bücher kaufen müsste, wenn ich eine “a” und eine “b”-Klasse habe, damit ich 15% je “Klasse und Schuljahr” kopieren darf.
Wie viele Bücher muss nun die Schule oder der Lehrer kaufen, um urheberrechtlich korrekt zu handeln, wenn mehrere Lehrer Interesse an einem Lehrbuch oder Arbeitsheft haben? Ich will es noch tiefer erläutern. Manche Lehrwerke beziehen sich zugleich auf die Klassen 7 bis 9. Bei “a” und “b”-Klassen hat eine Schule dann 6 relevante Klassen und gegebenenfalls 6 am Werk interessierte Lehrer. Muss dann die Schule 1 Lehrbuch kaufen? Muss sich jeder Lehrer 1 Lehrbuch kaufen???
das Kopierrecht für Schulklassen ist ein sehr komplexes Thema. Daher sollten Sie diese Anlegenheit von einem fachkundigen Juristen einschätzen lassen. Wir dürfen keine kostenlose Rechtsberatung geben.
Frank 14. August 2018
ich habe einige Fragen aus dem Bereich der Berufsschule. Wir bilden Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Gestaltungstechnische Assistenten (GTA), im Beruflichen Gymnasium Gestaltungs- und Medientechnik (BGT) sowie in der Fachoberschule Gestaltung (FOG) aus.
In diesen Klassen werden nach Auftrag diverse kreative Arbeiten erstellt, erlangt die Schule automatisch ein Nutzungsrecht? Wahrscheinlich ja nicht… oder?
– In einigen Klassen der Berufsschule erstellten Schüler Flyer, Plakate, Grafiken, Logos, Fotos von sich und ihren Mitschülern oder Objekten, Landschaft, Architektur (Fotoübungen) usw. im Rahmen des Unterrichts. Diese Arbeiten werden teilweise im Schulgebäude oder z.B. in einem Schuljahrbuch veröffentlicht. Können wir für diese Fälle am Anfang des Schuljahres die Schüler bzw. deren Erziehungsberechtigte allgemein über diesen Umstand informieren. Bei der Veröffentlichung soll natürlich der Urheber genannt werden.
– Um den Unterricht realitätsnah zu gestalten erhalten wir hin und wieder Aufträge z.B. von anderen Schulen oder Vereinen (Nonprovit). Reicht dort auch eine allgemeine Nutzungsrechtsabtretung aus oder muss unter diesen Umständen ein konkreter Vertrag ausgearbeitet werden?
– Im Rahmen der Ausbildung der GTA müssen die Schüler sich einen “Kunden” aus dem Nonprofit- oder Lowbugetbereich suchen. Für diesen Kunden erstellen sie ein Logo, Briefpapier, Visitenkarten, Flyer, Plakate usw. Sind die Schüler für die Nutzungsabtretung selbst zuständig oder ist die Schule auch für diese Verträge zuständig? Natürlich geben wir ihnen Hilfestellung.
Einige Kollegen unserer Schule sind der Meinung das die Schüler an Arbeiten die die Schüler in Unterricht erstellen kein Urheberecht erlangen??? Das halte ich für sehr fragwürdig oder?
Ich hoffe Sie können mir auf meine Fragen einige Antworten geben, hoffentlich sind sie nicht zu speziell!
Vielen Dank für Ihre interessante Internetseite und Ihre Arbeit!
urheberrecht.de Post author 20. August 2018
zeichnen sich die Werke durch Kreativität und Individualität aus, können auch die Arbeiten von Schülern dem Schutz des Urheberrechts unterliegen. Eine automatische Übertragung der Nutzungrechte an die Schule erfolgt in der Regel nicht. Daher kann es durchaus sinnvoll sein, die Schüler und Erziehungsberechtigten über die Möglichkeit einer Veröffentlichung der Werke zu informieren und auch die Option einzuräumen, sich gegen eine Veröffentlichung zu entscheiden.
Ob für die im Unterricht erstellten Auftragsarbeiten konkrete Verträge notwendig sind, lässt sich pauschal nur schwer einschätzen. Allerdings kann es sinnvoll sein, Regelungen zu verschiedenen Szenarien zu treffen. Ist beispielsweise eine Veröffentlichung im Internet erlaubt, dürfen die Logos im Nachhinein (auch von Dritten) verändert werden, usw.
Bedenken Sie, dass wir keine individuelle Rechtsberatung geben dürfen. Wenden Sie sich daher für eine genaue Einschätzung an einen Anwalt.
Sonja 16. August 2018
Hallo urheberrecht. de Team,
Ich möchte einen Artikel aus der Tagespresse (in Papierform) für die meine Klasse kopieren, um diesen im Unterricht zu nutzen/ besprechen. Die Quellenangabe wird von mir natürlich gemacht.
laut unseres Kenntnisstandes dürfen Zeitungsartikel nicht mehr vollständig für den Unterricht genutzt werden, ohne dass dafür eine Vergütung zu zahlen ist. Ob an Ihrer Schule eine entsprechende Vereinbarung mit der Presse besteht, können wir nicht einschätzen. Wenden Sie sich daher an die zuständige Person.
Peter 20. August 2018
“Aus allen Werken, zu denen unter anderem auch Schulbücher, Arbeitshefte, Sachbücher und belletristische Romane zählen, dürfen Lehrer für ihre Schulklasse bis zu 15 Prozent kopieren. Dieses Kontingent gilt pro Werk für jeweils ein Schuljahr und eine Klasse.”
Ich beziehe mich hier auf die Formulierung “unter anderem auch Schulbücher”.
Steht diese Erlaubnis zum Kopieren im Umfang von 15% nicht im Widerspruch zu “(3) Nicht nach den Absätzen 1 und 2 erlaubt sind folgende Nutzungen: […] 2. Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines Werkes, das ausschließlich für den Unterricht an Schulen geeignet, bestimmt und entsprechend gekennzeichnet ist” ?
die Bundesländern und Verwertungsgesellschaften haben sich im Zuge eines Fotokopiervertrages geeinigt, sodass auch aus Schulbüchern an Schulen zu Unterrichtszwecken maximal 15 Prozent kopiert werden dürfen.
Mareike 23. August 2018
Liebes Team von urheberrecht.de,
danke für die kurzen aber klaren Informationen. Mir ist leider nicht ganz ersichtlich, ob der Lehrende für Schülerkopien die Originale besitzen muss oder ob es auch erlaubt ist, dass der Lehrende von Kopien vervielfältigt, sprich ob auch der Lehrerende das Recht hat jeweils 15% eines Buches als Kopie zu besitzen und das Original der Schule und/oder dem Lehrenden nicht vorliegen muss.
in § 60a UrhG steht, dass eine Vervielfältigung “für Lehrende und Teilnehmer der jeweiligen Veranstaltung” erlaubt ist. Ob dies auch für Ihren Einzelfall gilt, können wir allerdings nicht einschätzen.
Nina 27. August 2018
Hallo, Die kunstlehrerin hat ein Bild meines Sohnes abfotografiert und das Bild als Vorlage für ihr Tattoo genommen. Er sprach sie dann darauf an und sie meinte dass es von ihm sei sie hat aber vergessen ihn zu Fragen. Nun ist das Originalbild “verschwunden”. Ist das eine Urheberrechtsverletzung und was kann man tun?
grundsätzlich können Bilder dem Urheberrecht unterliegen, sodass eine unerlaubte Verwendung eine Urheberrechtsverletzung darstellen kann. Ob dies in Ihrem Fall so ist und wie Sie dagegen vorgehen können, sollten Sie mit einem Anwalt klären. Wir dürfen keine kostenlose Rechtberatung geben.
Sabine 2. September 2018
darf ich im Klassenverband (also einer nicht-öffentlichen Gruppe) im Fremdsprachunterricht Videos z.B. von BBC, CNN etc. zum Üben des Hörsehverstehens zeigen?
Und macht es einen Unterschied, ob ich diese Videoclips über die Originalseite im Netz (z.B. auf der Homepage der BBC) oder über YouTube abspiele?
grundsätzlich dürfen von einem Werk nur 15 Prozent für den Unterricht genutzt werden. Wie sich dies allerdings bei ausländischen Quellen gestaltet, sollten Sie ggf. mit einem Anwalt besprechen. Wir dürfen keine kostenlose Rechtsberatung geben.
Tamara 4. September 2018
Wenn ich mit Kindern im Schulunterricht eine Erzählung aus einem aktuellen literarischen Kinderbuch nachspiele und filme und dann ggf. auf Youtube oder einem Blog veröffentliche, muss ich dann angeben, um welches Original/welcher Quelle wir uns bedient haben bzw. die Verfasser vorher um Erlaubnis fragen?
für die öffentliche Darbietung urheberrechtlich geschützter Werke benötigen Sie in der Regel das Einverständnis der Rechteinhaber. Wenden Sie sich für eine individuelle Einschätzung an einen Anwalt für Urheberrecht.
Ich würde gerne im Unterricht Ausschnitte aus einem Spielfilm zeigen. Diesen habe ich privat und auf legalem Wege erworben.
Nun habe ich schon gelesen, das ich 15% eines Films im Klassenverband zeigen darf.
Nun muss ich den Film natürlich schneiden, wenn ich die Sequenzen vom Bildschirm mittels Software abfilme, begehe ich damit eine Urheberrechtsverletzung?
grundsätzlich dürfen Sie von rechtmäßig erstandenen Werken auch Privatkopien anfertigen. Ob diese allerdings im Unterricht gezeigt werden dürfen, ist rechtlich umstritten. Daher kann es sinnvoller sein, zu den entsprechenden Szenen vorzuspulen bzw. in den Abspielprogrammen entsprechende Markierungen zu setzen.
Christina 7. September 2018
ich möchte für den Unterrichtseinstieg einen Screenshot einer Szene verwenden. Die DVD habe ich gekauft, ich frage mich nun nur, ob ich den Screenshot erstellen darf. Dieser wird nicht veröffentlicht, sondern dient lediglich als Bildimpuls und bleibt in meinen Dateien. Da eine Prüfkommission mit anwesend sein wird, wäre es fatal, wenn mir dadurch ein Urheber-Verstoß unterliefe.
die Erstellung von Screenshots für den privaten Gebrauch ist grundsätzlich zulässig. Ob eine Veröffentlichung im Unterricht allerdings erlaubt ist, ist juristisch teilweise umstritten. Für eine individuelle Einschätzung sollten Sie sich ggf. an einen Anwalt wenden.
Susanne 15. September 2018
an unserer Schule wird immer wieder über private Kontos von Schülern und Lehrern Netflix und You Tube Serien und Filme vorgeführt. Aber keine Dokus sondern Serien.
Auch DVD werden mitgebracht und angesehen, wie Fuck you Göhte und Co.
Ist das eigentlich erlaubt ?
Die Schule überbrückt damit Stunden wenn Lehrer ausfallen und das ist nicht wenig.
urheberrecht.de Post author 17. September 2018
ob eine Vorführung im Klassenverband als “privat” gilt, ist rechtlich umstritten. Wenden Sie sich für eine genaue Einschätzung an einen Anwalt oder die Landesmedienanstalt.
Christine 18. September 2018
meine Frage bezieht sich auf das vervielfältigen von Liedtexten. Da ich weiß, dass es auch in der Schule verboten ist Noten zu kopieren, habe ich bisher die Texte für meinen Religionsunterricht abgetippt und dann kopiert.
Ist das in Ordnung oder verletze ich damit auch das Urheberrecht?
urheberrecht.de Post author 28. September 2018
wenden Sie sich für eine Einschätzung an einen Anwalt für Urheberrecht. Wir dürfen keine kostenlose Rechtsberatung geben.
Tatiana 22. September 2018
meine Tochter hat ein Plakat etstellt mit einigen Bilder und Textausschnitte, die aus verschiedenen Quellen aus Internet, auch Wikipedia, heruntergeladen wurden und ausgedruckt. Das Plakat ist für eine Präsentation vor ihrer Klasse gedacht. Ausserdem liest sie, immer einen zusammen gestellt Text vor. Der Text besteht aus höchsten 15 % der verschiedenen Quellen, darunter auch der Text aus Wikipedia. Verstößt sie gegen das Urheberrecht?
eine Präsentation im Klassenverband wird nach aktueller Rechtsauffassung nicht als Veröffentlichung gewertet, daher drohen in der Regel keine rechtlichen Konsequenzen. Eine Einschätzung des von Ihnen geschilderten Einzelfalls ist uns allerdings nicht möglich. Wenden Sie sich ggf. an einen Anwalt.
Heike 23. September 2018
Liebes Team von urheberrecht,de,
ich habe 2 Fragen zur Nutzung von Musik bei schulischen Feierstunden.
demnächst sollen einige neue Schulräume festlich eingeweiht werden. im Rahmen dieser Feierstunde möchte ich mit meiner Klasse ein Lied vortragen und zur musikalischen Unterstützung das Musikstück mittels der gekauften CD abspielen. Die Feier mit etwa 100 persönlich geladenen Gästen findet in der Aula der Schule statt. Ist die Veranstaltung schon öffentlich?
Verletze ich das Urheberrecht, wenn die Schüler oben erwähntes Lied zu meiner Klavierbegleitung während dieser Feierstunde singen? Herzlichen Dank für aufschlussreiche Antworten! Heike
in dem von Ihnen geschilderten Fall könnte grundsätzlich § 52 Abs. 1 UrhG Anwendung finden. Demnach ist eine öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zulässig, wenn die Wiedergabe keinem Erwerbszweck dient. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer entgeltfrei Zutritt und auch die ausübenden Künstler erhalten besondere Vergütung. Allerdings ist auch in diesem Fall für die Wiedergabe ist eine angemessene Vergütung zu zahlen.
Timo 12. Oktober 2018
als Lehrer würde mich interessieren, ob denn nun die Wiedergabe von urheberrechtlich geschützten Musikstücken auch in ganzer Länge a) im regulären Unterricht bzw. b) in Lehrproben rechtlich in Ordnung ist.
Außerdem frage ich mich, wie es mit der Aufführung von selbst erstellten Bearbeitungen (z.B. mit dem Schulorchester) urheberrechtlich geschützter Musik bei Schulkonzerten aussieht!? +
wenden Sie sich mit Ihrem Anliegen an den zuständigen Landesmediendienst. Wir dürfen keine kostenlose Rechtsberatung geben.
Claudia 16. Oktober 2018
Ist es illegal, wenn ich aus einem Schulbuch einen Liedtext kopiere und den Schülern zum Lernen mitgebe, um es Unterricht zu singen?
in der Regel dürfen Lehrer Werke zu Unterrichtszwecken im Umfang von maximal 15 Prozent, jedoch höchstens im Umfang von 20 Seiten je Werk, pro Schuljahr und Schulklasse vervielfältigt werden.
Silke 17. Oktober 2018
als Bibliothekarin einer IGS plane ich in unregelmäßigen Abständen ‘Hörbuch-sit-ins’ zu veranstalten.
Wird so aussehen, dass zu einem bestimmten Termin, der ausgehängt wird, Schüler in die Bibliothek kommen, um ‘Geschichten zu hören’.
Ich würde dafür meinen privaten audible Account nutzen und z.B. Kurzgeschichten oder Podcasts abspielen.
Ist das erlaubt oder missachte ich damit das Urheberrecht?
Aufschluss über die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Wiedergabe geben die Nutzungsbedingungen. Dort können Sie nachlesen, ob eine öffentliche Wiedergabe erlaubt ist.
Johannes 22. Oktober 2018
wie sieht es mit Situations- und Rechenaufgaben aud Büchern auf? Ich füge die Aufgeben meiner eigenen Sammlung bei, indem ich die Aufgaben in meinem eigenen Formeleditor selbst tippe, teilweise verändere ich Bezeichnungen, Worte, lässe Sätze weg. Ich mache also kein Foto/Bild/direktes Copy-Paste.
In wieweit ist das kritisch? Ich denke, Wissen an sich ist ja nicht geschützt, sondern im Schul- und Lehrbuchumfeld nur die Auswahl/Zusammenstellung und das Layout…
wir dürfen keine Rechtsberatung geben. Wenden Sie sich daher mit Ihrem Anliegen an einen Anwalt für Urheberrecht oder die zuständige Landesmedienanstalt.
Maren 26. Oktober 2018
im Text oben steht: “Kleine Werke dürfen sogar vollständig vervielfältigt werden. Zusätzlich dazu ist es Lehrkräften erlaubt, ihren Schülern Kopien von Bildern, Fotos und sonstigen Abbildungen zur Verfügung zu stellen.”
Wie genau werden “kleine Werke” definiert? Ich würde gerne im Englischunterricht ein Bilderbuch verwenden. Weil das Buch zu klein ist, würde ich die Bilder gerne groß kopieren und den Schülern hinterher 6 der Bilder in Kleinformat mit Quellenangabe als Kopie zur Verfügung stellen. Ist das rechtlich in Ordnung?
in der Regel dürfen von einem Werk 15 Prozent für den Unterricht kopiert werden. Allerdings darf es sich dabei nicht um mehr als 20 Seiten handeln. Wenden Sie sich für eine Einschätzung Ihres Vorhabens ggf. an die zuständige Landesmedienanstalt.
Robert 28. Oktober 2018
ich bin Lehrer einer Realschule und habe für meine Schule eine Grafik zur Veranschaulichung der AGs, Wahlpflichtkurse und Projekte erstellt. Liegt das Urheberrecht bei mir oder bei der Schule?
das Urheberrecht liegt grundsätzlich beim Schöpfer des Werkes.
Paulien 30. Oktober 2018
gilten an einer VHS die gleichen Regeln als an eine normale Schule?
das Urheberrechtsgesetz (UrhG) definiert für Unterricht und Lehre besondere Vorschriften. Diese gelten für Bildungseinrichtungen. Das Gesetz defineirt diese in § 60a Abs. 4 UrhG wie folgt: “Bildungseinrichtungen sind frühkindliche Bildungseinrichtungen, Schulen, Hochschulen sowie Einrichtungen der Berufsbildung oder der sonstigen Aus- und Weiterbildung.”
Jana 10. Dezember 2018
Es geht darum, mein Sohn soll ein Referat halten über
urheberrecht.de Post author 21. Dezember 2018
bei einem Referat im Unterricht handelt es sich in der Regel rechtlich nicht um eine Veröffentlichung.
Juliane 11. Dezember 2018
darf ich als Schüler urheberrechtlich geschützte Fotos in einer Arbeit verwenden, die ich im Rahmen des Geschichtsunterrichts bei einem landesweiten Wettbewerb einreichen möchte? (Dass ich die Quellen sorgfältig angeben muss, ist klar.)
wenden Sie sich mit diesem Anliegen an den Veranstalter des Wettbewerbs.
Teddy 14. Dezember 2018
Hallo liebes Team von Urheberrecht.de
Ein Lehrer Erstellt ein Arbeitsblatt als Hausaufgabe (selbst erstellte Aufgaben).
Dürfen Eltern dies mit dem Handy fotografieren und in eine Klassengruppe bei Whatsapp stellen?
in der Regel ist die Verbreitung von Fotos per WhatsApp als Veröffentlichung zu werten. Ob in diesem Fall allerdings eine Urheberrechtsverletzung vorliegt, können wir nicht pauschal einschätzen. Wenden Sie sich daher ggf. an einen Anwalt für Urheberrecht.
Amelie 10. Januar 2019
für eine Projektarbeit in der Schule möchte ich gerne aus YouTube verschiedene Videos zusammenschneiden. Die Filme sind jeweils ca. 10-30 Sekunden lang und mit Musik hinterlegt.
Die Vorführung findet im Klassenzimmer statt.
Darf ich das als Schüler?
Muss ich bestimmte Angaben noch zusätzlich machen?
urheberrecht.de Post author 11. Januar 2019
ob eine Präsentation im Klassenverband als Veröffentlichung gilt, ist rechtlich umstritten. Daher ist uns eine Einschätzung nicht möglich.
Sabine 11. Januar 2019
eine Klasse hat im Politikunterricht einen Film gedreht, den eine Schülerin aus der Klasse geschnitten hat. Dieser wurde vom Lehrer in einer Parallelklasse, die einen Film zum gleichen Thema gedreht hat, zum Vergleich gezeigt. Die Schülerin hat den Lehrer wegen Verletzung ihres Urheberrechts angezeigt, da sie meint, sie habe dieses Recht, da sie den Film geschnitten hat.
Julia 28. Mai 2019
ist es rechtlich erlaubt , dass eine Lehrkraft schriftliche Ergebnisse/Zeichnungen von Schüler_innen, die sie während des Unterrichts angefertigt haben, mit dem persönlichen Handy zu fotografieren, um es in dieser Klasse am Smartboard zu zeigen?
D. h. eigentlich würde das Handy die Fotos nur speichern, aufgenommen werden würden sie über die App [Angabe von der Redaktion entfernt]. Dieses Tool eignet sich gut, um Schüler_innnenergebnisse direkt am Smartboard zu projizieren, aber die Fotos sind dann wie gesagt auf dem Handy der Lehrkraft gespeichert, die nach dem Unterricht unmittelbar gelöscht werden würden.
eine pauschale Einschätzung ist uns dazu nicht möglich. Wenden Sie sich mit dem Anliegen an die Schulleitung oder einen Anwalt.
Daniel 8. August 2019
ich bin Lehrer für Sozialpädagogik an einer Berufsschule, nebenberuflich gebe ich Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher auf freiberuflicher Basis. Bin ich damit im Sinne des Urheberrechts Lehrender, gelten für mich also die Regelungen $$60a ff? Und wie verhält es sich hier, wenn ich neben Präsenz-Seminaren auch Online-Seminare anbiete?
urheberrecht.de Post author 12. August 2019
wenden Sie sich mit diesem Anliegen an den zuständigen Lehrerverband oder die Landesmedienanstalt.