Source: https://ted.europa.eu/udl?uri=TED:NOTICE:272179-2019:TEXT:DE:HTML
Timestamp: 2020-01-26 22:23:13
Document Index: 322439996

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 5', '§ 75', '§ 43', '§ 124', '§ 21', '§ 21', '§ 19', '§ 56', '§ 43']

Dienstleistungen - 272179-2019 - TED Tenders Electronic Daily
Dienstleistungen - 272179-2019
Deutschland-Dachau: Dienstleistungen im Bauwesen
2019/S 111-272179
Offizielle Bezeichnung: LRA Dachau Hochbau
Kontaktstelle(n): LRA Dachau – Submissionsstelle
E-Mail: hauptverwaltung@lra-dah.bayern.de
Fax: +49 813174209
Hauptadresse: www.landratsamt-dachau.de
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.staatsanzeiger-eservices.de/aJs/EuBekVuUrl?z_param=167310
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.staatsanzeiger-eservices.de/aJs/EuBekVuUrl?z_param=167310
Neubau 5-zügiges Gymnasium in Karlsfeld, mit 4 Sporthalleneinheiten und Freisportflächen
Gegenstand des Auftrags sind die Leistungen der Projektsteuerung nach HAV-KOM (Handbuch für Architekten- und Ingenieurverträge im kommunalen Hochbau) aktuelle Fassung.
Wert ohne MwSt.: 858 000.00 EUR
Der Landkreis Dachau beabsichtigt in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt München ein 5 zügiges Gymnasium in Karlsfeld zu errichten. Das Gymnasium soll auf der Grundlage des Münchner Lernhauskonzeptes geplant werden. Der geplante Neubau umfasst ca. 15 600 m2 BGF sowie 4 Sporthalleneinheiten mit ca. 3.800 m2 BGF, eine Tiefgarage mit 135 Stellplätze und Freisportflächen von ca. 2 600 m2.
Zur Optimierung der Planung führt der Landkreis Dachau derzeit einen Realisierungswettbewerb durch. Die Auslobung des Wettbewerbs liegt den Vergabeunterlagen als Anlage bei. Die Objektplanung Gebäude und Freianlagen wird an einen der Preisträger aus dem Wettbewerb vergeben. Derzeitiger Projektstand: Die Auftragsverhandlungen nach VgV sind für den Frühling 2020 vorgesehen.
Leistungen nach Handlungsbereichen:
A) Organisation, Information, Koordination und Dokumentation;
B) Qualitäten und Quantitäten;
C) Kosten und Finanzierung;
D) Termine und Kapazitäten;
E) Verträge.
Leistungen nach Projektsphasen:
0) Zielfindungsphase;
1) Projektvorbereitung;
2) Planung;
3) Ausführungsvorbereitung;
4) Ausführung;
5) Projektabschluss.
Die Beauftragung erfolgt stufenweisen, siehe Vertragsmuster § 3, 3.2. Zunächst werden die Leistungen der Zielfindungsphase und der Leistungsstufe 1 ergänzend durch die Vorplanung aus der Leistungsstufe 2 (vergl. Lph 2 nach HOAI und gemäß entsprechenden Texten Vertragsmuster § 5, 5.2) über alle Handlungsbereiche beauftragt. Über eine jeweils weitere Beauftragung der Leistungsstufen entscheidet der Auftraggeber im weiteren Verfahrensverlauf. Aus der stufenweisen Beauftragung können keine Forderungen auf die Übertragung weiterer Leistungsstufen oder weiterer Leistungen abgeleitet werden.
Nach derzeitigem Stand wird mit Gesamtkosten für das Projekt von ca. 60 Mio. EUR (Kostengruppen 200-700 nach DIN 276, netto) gerechnet. Die Projektsteuerung wird nach derzeitigem Kenntnisstand nach HAV-KOM gesamtheitlich in die Honorarzone II eingestuft.
Für die Bearbeitung sind folgende Termine vorgesehen: Leistungsbeginn erfolgt sofort nach Beauftragung, Durchführung der VgV Verfahren der weiteren Planer bis Frühjahr 2020, Fertigstellung bis Sommer 2025.
Ende: 31/08/2025
— die Teilnahmeanträge werden zunächst daraufhin untersucht, ob sie unterschrieben und vollständig sind. Die Entscheidung über das Nachfordern von Unterlagen steht im Ermessen des Auftraggebers. Die Bewerber haben hierauf keinen Anspruch,
— die Teilnahmeanträge werden daraufhin untersucht, ob die Mindestanforderungen an die Eignung erfüllt sind,
— die Teilnahmeanträge werden anhand der in der Eignungsmatrix benannten Kriterien bewertet:
(Kriterium 1) Erfahrung in Planung und Ausführung von Referenzprojekten mit vergleichbaren Planungs- und Beratungsanforderungen;
(Kriterium 2) Anzahl Mitarbeiter.
— der jeweilige Zielerreichungsgrad und Erwartungshorizont ergeben sich aus der Eignungsmatrix, die Bestandteil der Vergabeunterlagen ist,
— zur Angebotsabgabe aufgefordert werden die 3 bis 5 Bewerber mit den meisten Wertungspunkten. Unter Bewerbern mit derselben Anzahl an Wertungspunkten wird die Auswahl per Los getroffen (§ 75 Abs. 6 VgV).
A) Eigenerklärung zur Berufshaftpflichtversicherung im Teilnahmeantrag:
Es ist eine Berufshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen für Personenschäden von 3,0 Mio. EUR und Deckungssummen für sonstige Schäden von 5,0 Mio. EUR bei einem, in einem Mitgliedstaat der EU oder eines Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zugelassenen Versicherungsunternehmens vor Vertragsschluss abzuschließen und nachzuweisen. Die Berufshaftpflichtversicherung muss während der gesamten Vertragszeit unterhalten und nachgewiesen werden. Es ist zu gewährleisten, dass zur Deckung eines Schadens aus dem Vertrag Versicherungsschutz in Höhe der genannten Deckungssummen besteht. In jedem Fall ist der Nachweis zu erbringen, dass die Maximierung der Ersatzleistung pro Versicherungsjahr mindestens das Zweifache der Deckungssumme beträgt. Die geforderte Sicherheit kann auch durch eine Erklärung des Versicherungsunternehmens erfüllt werden, mit der dieses den Abschluss der geforderten Haftpflichtleistungen und Deckungsnachweise im Auftragsfall zusichert. Bei Versicherungsverträgen mit Pauschaldeckungen (also ohne Unterscheidung nach Sach- und Personenschäden) ist eine Erklärung des Versicherungsunternehmens erforderlich, dass beide Schadenskategorien im Auftragsfall nebeneinander mit den geforderten Deckungssummen abgesichert sind.
Kriterium 1: Erfahrung in Planung und Ausführung von Referenzprojekten mit vergleichbaren Planungs- und Beratungsanforderungen;
Kriterium 2: Anzahl Mitarbeiter.
Die Mindestanforderungen, der Zielerreichungsgrad und der Erwartungshorizont ergeben sich aus der Eignungsmatrix, die Bestandteil der Vergabeunterlagen ist.
Zu Kriterium 1 – Eigenerklärung zu Referenzprojekten des Bewerbers in der Anlage Referenzliste:
Es werden nur Referenzen gewertet, bei denen die Projektbearbeitung der Handlungsbereiche A, B, C, D und E in den Leistungsstufen 1-5 im Jahr 2014 oder später erfolgt ist und diese bis zum Zeitpunkt der Eignungsprüfung abgeschlossen wurde (Mindestanforderung).
Es werden nur Referenzen im Bereich Neubauten und Erweiterungen bestehender Gebäude bewertet (Mindestanforderung).
Referenzen werden nur gewertet, wenn die beauftragten Leistungen in die Honorarzone II nach HAV-KOM eingeordnet waren (Mindestanforderung).
Bei Referenzen, denen nicht das HAV-KOM zugrunde lag (z. B. aus dem Ausland), ist vom Bieter darzulegen, in welche Handlungsbereiche und Projektphasen die Leistung bei Anwendbarkeit dem HAV-KOM einzuordnen gewesen wäre.
Es werden alle Referenzprojekte gewertet, deren Projektbearbeitung (Projektverantwortung/Projektleitung) den sich bewerbenden Personen zuzurechnen ist (Mindestanforderung).
Für die Referenzprojekte sind jeweils die im Formblatt Referenzliste abgefragten Angaben zumachen. Bewerbergemeinschaften werden wie ein Einzelbewerber behandelt (§ 43 Abs. 2 S. 1 VgV). Bewerbergemeinschaften legen daher eine gemeinsame Referenzliste vor und geben an, welches Mitglied die Leistungen erbracht hat.
Die Bewerber sollen mit ihrem Teilnahmeantrag 3 Referenzen einreichen. Werden mehr als 3 Referenzen eingereicht, werden nur die aus Sicht des Auftraggebers besten 3 Referenzen anhand der Eignungskriterien gewertet.
Die Referenzen werden anhand nachfolgender Unterkriterien bewertet:
— Art der Bauaufgabe: Neubau,
— Art der Bauaufgabe: staatlich gefördertes Projekte mit Verwendungsnachweis unter Beachtung erforderlicher förder spezifischer Randbedingungen wie u. a. die Ausschreibung der Objekt- und Fachplaner nach VOB/A,
— Bauvorhaben vergleichbarer Größe.
Zu Kriterium 2 – Eigenerklärung zur Anzahl der Mitarbeiter des Bewerbers im Bewerbungsbogen: Anzugeben ist die Anzahl der Mitarbeiter und der Führungskräfte, die im Bereich der Projektsteuerung tätig sind (technische und wirtschaftliche Fachkräfte) und im Zusammenhang mit der Leistungserbringung eingesetzt werden können. Vollzeitkräfte werden als 1,00 Mitarbeiter gewertet. Teilzeitkräfte werden auf Vollzeitkräfte (40 h Woche) umgerechnet und auf 2 Dezimalen kaufmännisch gerundet.
A) Der Bewerber hat anzugeben, ob Ausschlussgründe nach §§ 124, 124 GWB vorliegen. Zusätzlich hat eranzugeben, ob er selbst bzw. ein nach Satzung oder Gesetz für den Bewerber Vertretungsberechtigter in den letzten 2 Jahren gem. § 21 Abs.1Satz 1 oder 2 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz oder gem. § 21 Abs. 1 Arbeitnehmerentsendegesetz oder gem. § 19 Abs. 1 Mindestlohngesetz mit einer Freiheitsstrafe von mehr als 3 Monaten oder einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder einer Geldbuße von mehr als 2 500 EUR belegt worden ist (Eigenerklärungen im Bewerberbogen);
B) Grundlage für die Beauftragung wird das Vertragsmuster des Auftraggebers. Die dort formulierten vertraglichen Vereinbarungen sind als Vorschlag des Auftraggebers zu verstehen.
Es gelten die den Vergabeunterlagen beiliegenden Bewerbungsbedingungen Teilnahmewettbewerb, diese enthalten folgende Punkte:
1) Mitteilung von Unklarheiten in den Teilnahmeunterlagen;
2) Unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen;
3) Bewerbung;
4) Bewerbergemeinschaften;
5) Kapazitäten anderer Unternehmen (Unteraufträge Eignungsleihe);
6) Eignung.
A) Als Bewerbung ist der Bewerberbogen (III.6 VHF), die Anlage der „Referenzen des Bewerbers bzw. der Bewerbergemeinschaft“, die Anlage „Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (III.7VHF)“ (falls zutreffend), die Anlage „Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen (III.8 VHF)“ (falls zutreffend), die Anlage „Erklärung der Bewerbergemeinschaft (III.9 VHF)“ falls zutreffend, vollständigausgefüllt in Textform über die Vergabeplattform einzureichen. Formlose Bewerbungen und nicht fristgerechteingegangene Teilnahmeanträge führen zum Ausschluss der Bewerbung;
B) Eingereichte Bewerbungsunterlagen verbleiben beim Auftraggeber und werden nicht zurückgegeben;
C) Die Nachforderung unternehmensbezogener Unterlagen nach § 56 Abs. 2 VgV wird vorbehalten. Die Bewerber haben keinen Rechtsanspruch auf Nachforderung;
D) Fragen zu den Bewerbungsunterlagen und/oder zum Verfahren sind über die Vergabeplattform einzureichen. Fragen zum Teilnahmewettbewerb, die nicht 8 Kalendertage vor Ablauf der Teilnahmefrist eingehen, werden nicht mehr beantwortet. Die Antworten auf Fragen von Bewerbern werden ausschließlich über die Vergabeplattform veröffentlicht, ebenso etwaige Änderungen der Bewerbungsunterlagen. Die Bewerber haben sich durch regelmäßige Kontrolle der Internetseite selbst über Antworten auf Bewerberfragen oder Änderungen der Bewerbungsunterlagen zu informieren;
E) Bewerbergemeinschaften werden wie ein Einzelbewerber behandelt (§ 43 Abs. 2 S.1 VgV). Alle Mitglieder einer Bewerbergemeinschaften füllen separate Bewerberbögen aus und legen aber eine gemeinsame Referenzliste vor. Mehrfachbeteiligungen einzelner Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft, die zugleich eine Bewerbung als Einzelbewerber oder Mitglied einer anderen Bewerbergemeinschaft einreichen, sind unzulässig. Eine Mehrfachbeteiligung kann zu einem Verstoß gegen den Geheimwettbewerb und einem Ausschluss aller Angebote, an dem das betreffende Unternehmen beteiligt ist, führen.
Offizielle Bezeichnung: Regierung von Oberbayern, Sachgebiet – Vergabekammer Südbayern
Internet-Adresse: www.landratsamt-dachau.de