Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=04.07.1994&Aktenzeichen=II%20ZR%20126%2F93
Timestamp: 2019-06-18 14:03:29
Document Index: 229195258

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 249', '§ 249', '§ 249', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Nach der Äquivalenztheorie ist jede Bedingung kausal, die nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass der Erfolg entfiele (allgemeine Meinung; vgl. nur BGH, Urteil vom 4. Juli 1994 - II ZR 126/93, NJW 1995, 126, 127 mwN;… MünchKomm-BGB/Oetker, aaO § 249 Rn. 98;… Bamberger/Roth/Schubert, aaO § 249 Rn. 45;… Medicus in Prütting/Wegen/Weinreich, aaO § 249 Rn. 48).
Dabei ist zu beachten, dass zur Feststellung des Ursachenzusammenhangs nur die pflichtwidrige Handlung hinweggedacht, nicht aber weitere Umstände hinzugedacht werden dürfen (BGH, Urteil vom 4. Juli 1994, aaO).
Notwendig ist ein innerer Zusammenhang mit der durch den Schädiger geschaffenen Gefahrenlage, nicht nur eine bloß zufällige äußere Verbindung (BGH, Urteil vom 4. Juli 1994 - II ZR 126/93, NJW 1995, 126, 127 f).
a) Im Zivilrecht haftet der Schädiger für die adäquaten Folgen seines Verhaltens (BGH, Urteile vom 14. März 1985 - IX ZR 26/84 - NJW 1986, 1329, 1331; vom 4. Juli 1994 - II ZR 126/93 - NJW 1995, 126, 127) .
Hieran kann es fehlen, wenn der Geschädigte oder ein Dritter in völlig ungewöhnlicher und unsachgemäßer Weise in den schadensträchtigen Geschehensablauf eingreift und eine weitere Ursache setzt, die den Schaden erst endgültig herbeiführt (…BGH, Urteile vom 14. März 1985 aaO.; vom 7. Januar 1988 - IX ZR 7/87 - NJW 1988, 1262, 1263; vom 18. März 1993 - IX ZR 120/92 - NJW 1993, 1779, 1780; vom 4. Juli 1994 aaO.; Senatsurteile vom 19. Mai 1988 - III ZR 32/87 - NJW 1989, 99, 100 und vom 29. Juni 1989 - III ZR 92/87 - NJW 1990, 176, 178).