Source: http://zuspieler.de/recht-kompliziert/
Timestamp: 2016-02-09 03:08:59
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Matched Legal Cases: ['§ 2', '§ 2', '§ 2', '§ 6', '§ 6', '§ 4']

Recht kompliziert | zuspieler.de über das Urheberrecht und Gesellschaftsspiele, Brettspiele sowie Kartenspiele
Autor: Gregor Theado · Rubriken: Wirtschaft · Datum: 16. Mai 2011
Die Wahrheit wird wie immer irgendwo dazwischen liegen, sodass man nie wird genaue Zahlen nennen können. Einen Anhaltspunkt, der deutlich mehr für die theoretische Natur der Diskussion spricht, geben die Spieleautoren jedoch selbst: in einer Pressemitteilung der Spieleautoren-Zunft (SAZ) wird das Nischendasein der Gesellschaftsspiele im Urheberrecht unter anderem damit begründet, dass es „bisher noch kaum Verstöße gegeben" habe und dass „innerhalb der Branche – zumindest bei allen renommierten Verlagen – [...] als unbestreitbar [gilt], dass Veröffentlichungen von Autorenspielen eine Einräumung von Nutzungsrechten durch den Spieleautor voraussetzen" (Quelle: „Ein Spiel ist keine Gebrauchsanweisung", Pressemitteilung der SAZ zum Urteil des LG Mannheim im Fall Knizia/Humboldt).
Ausgehend von der ablehnenden Haltung Ulmers, demzufolge „keine Werke [...] im Sinne des Gesetzes [...] neuartige Spiele" sind (Ulmer, Urheber- und Verlagsrecht, 3. Auflage, S. 132) und wonach diese „ungeachtet der geistigen Arbeit, mit der sie geschaffen oder ersonnen werden [...] urheberrechtlich nicht schutzfähig" sind, haben sich auch namhafte Urheberrechtler wie Loewenheim (Loewenheim, in: Schricker / Loewenheim, UrhG, 4. Auflage, § 2 Rn. 6) oder Schulze (Schulze, in: Dreier/Schulze, UrhG, 3. Auflage, § 2 Rn. 104) der Auffassung angeschlossen. Auch sie sind der Meinung: „Bei Spielen genießen nicht die Spielregeln, sondern allenfalls deren Beschreibung Urheberrechtsschutz". Spielsysteme für Gesellschafts- und sonstige Spiele und die Ideen, auf denen diese Spiele beruhen, seien als reine „Methoden oder das System als solches" nicht schutzfähig. Einig ist man sich somit darüber, dass die Beschreibung in Wort oder Bild, eine genügende Individualität und Gestaltungshöhe vorausgesetzt, urheberrechtlich geschützt werden kann. Lässt sich die Spielidee auf verschiedene und individuelle Weise verwirklichen, kann in der Kombination der Spielschritte ein schutzfähiges Regelwerk entstehen. Ähnlich sieht dies auch Bullinger (Bullinger, in: Wandtke / Bullinger, UrhG, 3. Auflage, § 2 Rn. 52), der die Schutzfähigkeit an der Komplexität der Spielregeln fest macht und deren Schutz sich sowohl auf die sprachliche Ausgestaltung der Spielregeln als auch auf deren phantasievollen Ablauf, den Inhalt der Spielregeln, beziehen soll.
Der Kläger als Autor mehrerer Würfelspiele wandte sich gegen den Verleger eines Lexikons, in dem die einschlägigen Spielregeln so detailliert dargestellt wurden, dass der Leser sie allein anhand dieser Texte nachvollziehen konnte. Das Gericht wies die Klage unter Verweis auf den nicht bestehenden Schutz abstrakter Spielregeln zurück und erörterte noch kurz den Schutz der Spielanleitung als Schriftwerk, was jedoch offen gelassen wurde, da es die Texte des Lexikons als völlig neue eigenständige Gestaltung bewertete. Es stellte aber klar, dass „die schriftlich niedergelegte Spielidee (Spielanleitung) [...] im Einzelfall urheberrechtlich geschützt sein [kann], wenn sie sich nicht als bloßer Gebrauchstext auf die konkreten Handlungsanweisungen an die Spieler beschränkt, sondern – etwa durch eine auf schöpferischer Tätigkeit beruhenden Fabel – darüber hinausgeht".
Externer Link: Homepage des Autors, Rechtsanwaltskanzlei Gregor Theado
Externer Link: Diverse Artikel zum Urheberrecht bei Gesellschaftsspielen in Tsaziki – Magazin für Spieleautoren Zum Lesen: So entsteht ein Spiel
Zum Sehen: Kunterbunt gegen Dobble
10 Kommentare zu “Recht kompliziert”	Christian Beiersdorf 16. Mai 2011 Zu diesem, ursprünglich auf anwalt.de erschienenen Artikel gibt es auf der Website der SAZ eine kurze Stellungnahme: http://www.spieleautorenzunft.de/newsreader-berichte/items/anwaltde-zum-urheberrechtlichen-schutz-der-spielidee.html
Sebastian Wenzel 9. Mai 2012 Hallo Christian,
danke für den Hinweis. Ich habe mir erlaubt, die Stellungsnahme zu Dokumentationszwecken auch direkt hier in den Kommentaren zu veröffentlichen. Grüße
Stellungsnahme der SAZ zum Artikel von Gregor Theado
Günter Cornett 29. Mai 2011 Es ist ja schön, dass inzwischen auch die SAZ sich dafür einsetzt, dass der – nicht unbedingt falsche aber missverständliche Begriff” Spielidee ersetzt wird. ‘Spielidee’ soll eigentlich für den nichtmateriellen Gehalt eines Spiels stehen, ist somit mehr als ein bloßes Konzept, was wiederum mehr ist als eine einzelne – juristisch nicht schützbare – Idee. Das ist unabhängig davon, welchen Begriff man verwendet. Deutlicher wird es aber, wenn man von Spiel (oder wenn man bei Angeboten an Verlagen genauer sein will) von Spielevorschlag spricht und den schwammigen Begriff Spielidee vermeidet.
Es fällt allerdings auf, dass ‘die SAZ’ eine öffentliche Erklärungen im o.g. Fall abgibt, intern Adlung schriftlich auffordert, den Begriff ‘Spielidee’ auf der Schachtel nicht zu verwenden (was ja durchaus sinnvoll ist), aber scheinbar nicht bemerkt, dass Vorstandsmitglied Christian Beiersdorf in seinen FAQ http://projekt-spiel.de/Autoren-Service/FAQ/faq.html über weite Strecken den begriff der Idee weiter verwendet (3x Spielidee, 6 mal Idee). Da er in einem Fall den Begriff ‘Idee’ vor einiger Zeit durch ‘Spiel’ ersetzt hat, kann man davon ausgehen, dass die weitere Verwendung absichtlich geschieht:
“ihre Idee … diesem Verlag vorstellen”
“meine Idee an PROJEKT SPIEL zu schicken
“bevor die Idee beim Ravensburger Spieleverlag präsentiert wird”
“damit PROJEKT SPIEL Ihre Spielidee international und professionell auch bei anderen Verlagen präsentieren kann”
“die Spielidee vertraulich zu behandeln”
“für die Einsendung von beispielsweise drei Spielideen 3 x € 65,00 = € 195,00 überweisen”
“Eine wirklich gute Idee … hat immer eine Chance. ”
“Letztlich kommt es auf die Idee an, nicht auf Ihr Design. ”
“Was passiert, wenn der Ravensburger Spieleverlag die Idee für weitere Überlegungen behält?”
So wie die SAZ Probleme damit hat, Autoren noch nicht breit erschienener Spiele korrekt als Autoren zu bezeichnen, so scheint zumindest ein Vorstandsmitglied Probleme damit zu haben, Spiele als Spiele zu bezeichnen, wenn sie noch nicht erschienen sind. Die Differenzierung, die die SAZ hinsichtlich des Stimmrechts macht, findet hier auch auf der Ebene des Spiels statt: Die Leistung eines Autors findet erst Anerkennung als Werk, wenn sie durch einen Verlag veröffentlicht wurde. Damit machen sich die SAZ und insbesondere Christian Beiersdorf zum Totengräber des Urheberrechts von Spielen. Denn zum Recht des Urhebers gehört es auch, darüber zu entscheiden, ob ein Werk veröffentlicht wird.
Wird es erst durch die Veröffentlichung zum Werk verlagert sich das Urheberrecht vom Urheber auf den Veröffentlicher. Die SAZ hat dem Rechnung getragen, indem sie – nach eingehender auch juristischer Diskussion – das Stimmrecht exakt denjenigen zugesteht, die ein Spiel veröffentlicht haben. Das Kriterium, dass man Autor sein muss, steht nicht mehr in den Statuten (nachdem es zwischenzeitlich – Satzungsänderung auf Antrag von Christian Beiersdorf – geheißen hatte: “SpieleautorIn ist, wer ein Spiel veröffentlicht hat.”) “Stimmberechtigt sind nur die Mitglieder, die ein Spiel veröffentlicht haben”. Interessant auch die – nie korrigierte – Pressemitteilung der SAZ vom 8.7.2008, der zu entnehmen ist, dass die Zahlung von Honorar für Spieleautoren derzeit keine rechtliche Basis hat sonden lediglich aufgrund eines ‘Ehrenkodex’ beruhe:
“Doch bisher hat es noch kaum Vorstöße gegeben, am
Stiefkind-Status der Spiele innerhalb des Urheberrechts etwas zu ändern. Das liegt unter
anderem daran, dass die prekäre Situation für Spieleautoren nur in der Theorie besteht, denn
innerhalb der Branche – zumindest bei allen renommierten Verlagen – gilt es als unbestreitbar,
dass Veröffentlichungen von Autorenspielen eine Einräumung von Nutzungsrechten durch den
Spieleautor voraussetzen. Dieser Ehrenkodex sollte aber auch auf eine rechtliche Basis gestellt
werden, um auch “Schwarzen Schafen” die Möglichkeit zu nehmen, sich der geistigen
Leistungen anderer zu bedienen.”
(Quelle: http://www.spieleautorenzunft.de/pressemitteilungen.html?file=tl_files/files/pressemitteilungen/2008-07-08%20PM%20Das%20Spiel%20ist%20keine%20Gebrauchsanweisung.pdf )
Urheberrecht von Spielen erscheint für die SAZ demanch als etwas Wünschenswertes, aber nicht als etwas Existierendes. Da ist der Beitrag von Gregor Theado wesentlich ergiebiger: Es kommt eben auf den Einzelfall darauf an, ob ein Spiel eine ausreichende Schöpfungshöhe hat und ob im Falle von Überschneidungen ein anderes Spiel genügend Eigenständigkeit aufweist. Auch im Fall Dobble-Kunterbunt sollte eine Interessenvertretung von Spieleautoren sich etwas differenzierter äußern können. Aber ist die SAZ noch eine Interessenvertretung von Spieleautoren? Das Gewicht hat sich in den letzten 8 Jahren stark zugunsten der Veröffentlicher verschoben.
Stefan Risthaus 1. Juni 2011 Das kann ich nicht nachvollziehen:
Die SAZ hat in der Pressemitteilung festgestellt, dass alle in der Branche das Urheberrecht an Spielen anerkennen und danach handeln, weil das Urheberrecht an Spielen eben die Grundlage der Verlagsverträge ist. Damit wird gerade keine Verneinung des Urheberrechts an Spielen vorgenommen.
Es schadet dem Anliegen der Autoren weit mehr, bewusst oder unbewusst am Wortlaut und der Intention der Erklärung vorbei zu interpretieren.
Dass der Urheber eines Werks mit Fertigstellung das Urheberrecht erwirbt, ist von der SAZ nie bestritten worden. Genausowenig hat die SAZ meines Wissens nie in Abrede gestellt, dass derjenige, der ein Spiel entwickelt hat, Urheber und Autor dieses Spiels un Inhaber aller Rechte ist – unabhängig von einer Veröffentlichung und/oder einem Erscheinen des Spiels.
Deine abweichende Interpretation der Satzung und diverser Äußerungen beruht darauf, dass die Gründer der SAZ den Begriff der “Veröffentlichung” nicht im Sinne des Urheberrechtsgesetzes, sondern in ihrem branchenüblichen Sprachgebrauch verwendet haben. Dort bedeutet Veröffentlichung Herausgabe durch einen Verlag, nicht bloß die Ermöglichung der Kenntnisnahme bzw. “Zugänglichmachung” durch die Öffentlichkeit im Sinne des § 6 UrhG. Dies ergibt sich nicht nur aus dem historischen Zusammenhang. Wir haben das auch ergänzend unter Beteiligung einiger Gründungsmitglieder recherchiert und mitgeteilt.
Ähnliches gilt für die Diskussion um die Stimmrechtsregelung. Dort wird das Stimmrecht geregelt, nicht die Frage nach dem Urheberrecht.
Auch Du verwendest übrigens zumindest teilweise den Begriff der Veröffentlichung, wenn Du Verlags-Veröffentlichung (Erscheinen im Sinne des § 6 UrhG) meinst, wenn Du der SAZ vorwirfst, das Gewicht zugunsten der “Veröffentlicher” verschoben zu haben.
Günter Cornett 1. Juni 2011 Wenn die SAZ fordert, dass der Ehrenkodex auch auf eine rechtliche Basis gestellt werden solle, dann ist damit gesagt, dass der Ehrenkodex eben noch keine rechtliche Basis habe.
Und natürlich hatte die SAZ auf der MV im Juni 2009 auf Antrag von Christian Beiersdorf und mit deiner argumentativen Unterstützung per Satzungsänderung ‘Autoren ohne Veröffentlichung’ (gemeint Verlagsveröffentlichung) das Recht abgesprochen, Autor zu sein:
“§ 4 Stimmrecht
1. Stimmberechtigt sind alle SpieleautorInnen; alle übrigen Mitglieder sind fördernde
Mitglieder ohne Stimmrecht. SpieleautorIn ist, wer ein Spiel veröffentlicht hat. Die
Veröffentlichung kann in einem Spieleverlag, im Selbstverlag oder in einem Buch
bzw. einer öffentlichen Zeitung/Zeitschrift erfolgt sein. Publizierungen nur zum
Zwecke der Dokumentation des Werks gelten nicht als Veröffentlichung.”
Dieser Antrag wurde in Kenntnis meiner Argumentation angenommen, dass mit einer Aberkennung des Autorenstatus auch das Urheberrecht aberkennt werde (Antrag angenommen mit 17 Ja-Stimmen 2-Nein-Stimmen bei 6 Enthaltungen). Auch du, als Anwalt u.a. mit Spezialgebiet für Urheberrecht, hast dich für diesen Antrag eingesetzt. Soweit ich mich erinnere wurde auch von dir argumentiert, Autor sei eine Berufsbezeichnung und damit etwas anderes als ein Urheber.
Ein paar Tage danach hatte ich euch einen Vorschlag gemacht, wie man die – von mir inhaltlich abgelehnte – Stimmrechtsregelung so formulieren kann, dass Autoren ohne (Verlags)Veröffentlichung der Autorenstatus nicht aberkannt wird:
|: “Stimmberechtigt sind alle SpieleautorInnen; alle übrigen
|: Mitglieder sind fördernde Mitglieder ohne Stimmrecht.
|: SpieleautorIn ist, wer ein Spiel veröffentlicht hat. …”
|: müsste demnach ersetzt werden durch etwas wie:
|: “Stimmberechtigt ist, wer als SpieleautorIn (mindestens)
|: ein erschienenes Werk aufzuweisen hat; alle übrigen
|: Mitglieder sind fördernde Mitglieder ohne Stimmrecht …” (meine Email vom 24.6.2009 an die Vorstandsmitglieder)
Sogar Christian Beiersdorf konnte sich mit dem Vorschlag anfreunden, wollte aber den Begriff Autor rausnehmen:
|: Man könnte auch schreiben “Stimmberechtigt sind alle Mitglieder,
|: die mindestens …”, dann wäre es noch neutraler.
(seine Antwort vom selben Tag))
Geworden ist daraus dann die jetztige seit Februar 2010 geltende Fassung:
|: 1. Stimmberechtigt sind nur die Mitglieder, die ein Spiel veröffentlicht haben.
|: Die Veröffentlichung kann in einem Spieleverlag, im Selbstverlag oder
|: in einem Buch bzw. einer öffentlichen Zeitung/Zeitschrift erfolgt sein.
|: Publizierungen nur zum Zwecke der Dokumentation des Werks gelten nicht als Veröffentlichung.
Ihr habt den Begriff ‘Spieleautor’ aus der Satzung entfernt, so dass – gemäß Wortlaut – auch Grafiker, Redakteure, Testspieler?, … die ein Spiel veröfentlicht haben, Stimmrecht haben. Es wäre ziemlich einfach, statt ‘Mitglieder’ ‘Spieleautoren’ zu schreiben. Da dies nach längerer Diskussion unter deiner Beteiligung (als Anwalt mit Spezialgebiet Urheberecht) erfolgte, unterstelle ich euch, dass dies bewusst geschah. Wenn du jetzt sagst, dass ihr euch darüber nicht im Klaren wart, muss ich das natürlich hinnehmen und mir meinen Teil denken …
Die Erklärung, dass der Begriff der Veröffentlichung in der Vergangenheit unterschiedlich verstanden wurde, ist für mich nachvollziehbar. Dass aber ausgerechnet ein Vorstand, in dem ein auf Urheberecht spezialisierter Anwalt Mitglied ist, einerseits hartnäckig an diesem falschen Verständnis festhält, andererseits eine Presseerklärung abgibt, in der er den Kollegen wegen des- nur missverständlichen aber nicht wirklichen falschen – Begriffs ‘Spielidee’ kritisiert, bleibt das Geheimnis derjenigen, die im Namen der SAZ sprechen. Immerhin hat Gregor Theado einen ausführlichen und gehaltvollen Artikel zum Urheberrecht von Spielen geschrieben. Ein SAZ-Vorstand, der in einer öffentlichen Erklärung Kritik an dem Begriff ‘Spielidee’ äußert, aber dazu schweigt, wenn ein Mitglied eben dieses Vorstands den Begriff öffentlich für ‘unveröffentlichte’ Spiele verwendet, muss entweder völlig konfus sein, und/oder drückt damit Geringschätzung für ‘unveröffentlichte’ Spiele aus, die als ‘Spielideen’ nach Ansicht des Vorstandsmitglieds eben noch keine Spiele sind.
Ich bin ja mal gespannt, ob die SAZ dazu auch ne öffentliche Erklärung hinbekommt, das Vorstandsmitglied die Begriffe stillschweigend austauscht oder das ganze auf sich beruhen lässt.
Zum Gebrauch des Begriffs ‘Veröffentlichung’ durch mich:
Jo, ich hätte diesen Begriff in “” setzen sollen.
Da es in der Satzung ‘Veröffentlichung’ und nicht ‘Verlagsveröffentlichung’ heisst,
ist rein sprachlich ‘Veröffentlicher’ konsequent – inhaltlich hast du aber recht:
Ich verwende den Begriff hier zumindest ungenau. Danke für den Hinweis.
Günter Cornett 1. Juni 2011 Das ist schön, dass Christian Beiersdorf es heute auf seiner Seite geändert hat.
Nun lasst es bitte auch noch auf http://www.ravensburger.de/start/service/autoren/fragen-und-antworten/index.html (26x ‘Spielidee’) ändern.
Und wenn ihr das mit der ‘Spielidee’ hinbekommen habt, wäre es schön, wenn Ihr auch nochmal den Begriff ‘Veröffentlichung’ korrigiertet. Im Änderungen der SAZung habt ihr ja inzwischen Routine. Anschließend vielleicht noch die Pressemitteilung zum ‘Ehrenkodex’ …
Christian Beiersdorf 2. Juni 2011 Anmaßend, mit lauter Stimme und teilweise diffamierend erhebt sich Günter Cornett mal wieder zum Cheflektor mit einem seiner berühmten Rundumschläge über andere. Die Kommentarfunktionen hier sind dafür sicher nicht der richtige Platz. Nun gut. Bisher fand ich zuspieler.de wohltuend anders, lesenswert und auf hohem Niveau unter all den Spiele-Websites.
Was die “Spielideen” angeht, waren mir tatsächlich ein paar durchrutscht – in einem Text, der sich weitgehend an Menschen richtet, die umgangssprachlich nichts anderes als “Spielidee” kennen. An Ravensburger muss er sich schon direkt wenden, über die Uralt-Texte dort bin ich auch nicht glücklich.
Was die Satzung der SAZ angeht, ist dies eine Angelegenheit der Mitglieder und des zuständigen Gremiums, der Mitgliederversammlung. Vielleicht hätte Günter Cornett schon bei seinem Eintritt und vor seinem Ausschluss wegen vereinschädigendem Verhalten diese mal lesen sollen, dann würde er jetzt vielleicht (!) keine Märchen erzählen.
Günter Cornett 2. Juni 2011 Klarstelung:
Es ist richtig, dass die unglückliche Formmulierung ‘Spieleautor ist, wer ein Spiel veröffentlicht hat’, schon vorher in der Satzung stand. Bis 2008 galt die Veröffentlichung allerdings lediglich als Beleg dafür, dass man Spieleautor ist. Die bloße Behauptung, man habe ein Spiel gemacht, sollte nicht ausreichen. Es musste für andere Mitglieder nachweisbar sein. Eine Veröffentlichung z.B. in der Spiel und Autor oder auf dem Spieleautorentreffen in Göttingen reichte als Beleg aus. Diese Ansicht ist umstritten wird aber nicht nur von mir vertreten (z.B. Wieland Herold auf der MV im Juni 2008). Dort wurde der Satz: “Die Veröffentlichung kann in einem Spieleverlag, im Selbstverlag oder in einem Buch bzw. einer öffentlichen Zeitung/Zeitschrift erfolgt sein.” nach Verlesung dahingehend uminterpretiert, dass es sich nicht um eine Kann- sondern um eine Muss-Bestimmung handelte (worauf Wieland Herold sein Stimmrecht verlor). Von Christian Beiersdorf stammt dann im nächsten Jahr die Ergänzung:”Publizierungen nur zum Zwecke der Dokumentation des Werks gelten nicht als Veröffentlichung.” (sowie die Einführung der auch weiblichen Form SpieleautorIn).
Die Kombination beider Sätze, dass eine Veröffentlichung immer ein Verlagsveröffentlichung sein muss und nur Autor ist, wer eine solche Veröffentlichung aufzuweisen hat, bedeutete nicht mehr nur eine unglückliche Formulierung sondern eine klare bewusste Aberkennung des Autorenstatus für Autoren, die noch kein erschienenes Werk aufzuweisen haben. Dies umsomehr als die MV trotz meines ausdrücklichem Hinweises auf diese Problematik so entschied.
Dass die SAZ auch in der Folge es bewusst vermeidet, von Autoren zu sprechen (im – geänderten – Vereinssziel von ‘angehenden Autoren’), macht deutlich, dass die SAZ weiterhin ein Problem hat, Autoren ohne Verlagsveröffentlichung Autoren zu nennen.
Was meinen Ausschluss betrifft, so sind die offiziellen Gründe und meine Entgegnung hier nachzuesen: http://www.spieleautorenseite.de/saz_ausschluss/ Das ‘vereinsschädigende Verhalten’ bestand in öffentlicher Kritik. Ein Ausschlussgrund ist da zum Beispiel:
“9. Spielbox-Autorenforum am 12.04.09
Zur Diskussion um die Löschung der von Dir initiierten Themen mit
deinen umstrittenen Beiträgen: “Und ja, irgendwann hat es mir(!)
gereicht und ich habe von internen Vorschlägen und Kritik zu
öffentlichen Berichten und Diskussionen gewechselt.”
Bekenntis zur Abkehr von der internen Meinungsbildung zur
öffentlichen Auseinandersetzung.”
(dieser ‘Anklagepunkt’ ist hier komplett zitiert. Er bezieht sich auf
http://spielbox.de/phorum4/read.php4?f=3&i=8388&t=8331&amp Günter Cornett 3. Juni 2011 Bis zur Freischaltung meines Kommentars von gestern hier schon mal die Version ohne Nennung der Links
Es ist richtig, dass die unglückliche Formulierung ‘Spieleautor ist, wer ein Spiel veröffentlicht hat’, schon vorher in der Satzung stand. Bis 2008 galt die Veröffentlichung allerdings lediglich als Beleg dafür, dass man Spieleautor ist. Die bloße Behauptung, man habe ein Spiel gemacht, sollte nicht ausreichen. Es musste für andere Mitglieder nachweisbar sein. Eine Veröffentlichung z.B. in der Spiel und Autor oder auf dem Spieleautorentreffen in Göttingen reichte als Beleg aus.
Diese Ansicht ist umstritten wird aber nicht nur von mir vertreten (z.B. Wieland Herold auf der MV im Juni 2008). Dort wurde der Satz: “Die Veröffentlichung kann in einem Spieleverlag, im Selbstverlag oder in einem Buch bzw. einer öffentlichen Zeitung/Zeitschrift erfolgt sein.” nach Verlesung dahingehend uminterpretiert, dass es sich nicht um eine Kann- sondern um eine Muss-Bestimmung handelte (worauf Wieland Herold sein Stimmrecht verlor). Von Christian Beiersdorf stammt dann im nächsten Jahr die Ergänzung:”Publizierungen nur zum Zwecke der Dokumentation des Werks gelten nicht als Veröffentlichung.” (sowie die Einführung der auch weiblichen Form SpieleautorIn).
Was meinen Ausschluss betrifft, so sind die offiziellen Gründe und meine Entgegnung hier nachzuesen: LINK Das ‘vereinsschädigende Verhalten’ bestand in öffentlicher Kritik. Ein Ausschlussgrund ist da zum Beispiel:
Sebastian Wenzel 3. Juni 2011 Kommentare mit mehr als zwei Links werden automatisch nicht veröffentlicht. Dies ist ein Schutz gegen Spammer.
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