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Timestamp: 2016-10-27 05:10:59
Document Index: 284498539

Matched Legal Cases: ['BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'in fine', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE']

U 151/01 (14.10.2004)
U 151/01
Pr�sident Ferrari, Bundesrichterin Widmer und nebenamtlicher Richter Maeschi; Gerichtsschreiber Widmer
K.________, 1941, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch F�rsprecher Franz M�ller, Casinoplatz 8, 3011 Bern,
(Entscheid vom 23. M�rz 2001)
Die 1941 geborene K.________ war ab 1978 als kaufm�nnische Angestellte bei der F.________ AG, Bauunternehmung, t�tig und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Unf�lle versichert. Nachdem sie am 29. M�rz, 5. Oktober und 7. Oktober 1989 kleinere Unf�lle mit Beteiligung des R�ckens erlitten und sich am 20. Oktober 1989 einer Diskushernien-Operation L5/S1 unterzogen hatte, verunfallte sie am 15. Dezember 1989 mit ihrem Personenwagen, als sie einem entgegenkommenden, unvermittelt �ber ihre Fahrspur nach links abbiegenden Fahrzeug ausweichen musste, auf die Gegenfahrbahn geriet und �ber ein Trottoir hinaus in eine B�schung fuhr. Wegen R�ckenbeschwerden insbesondere im Bereich der Halswirbels�ule (HWS) begab sie sich zu Dr. med. L.________ in Behandlung, welcher ein Schleudertrauma diagnostizierte. Am 26. Februar 1990 wurde sie wegen Kiefergelenksbeschwerden an Dr. med. S.________, Spezialarzt FMH f�r Plastische und Wiederherstellungs-Chirurgie, �berwiesen, welcher eine ausgepr�gte Subluxation rechts, eine Blockierung links sowie eine starke Seitabweichung nach links bei Mund�ffnung fand. Am 20. M�rz 1991 wurde im Spital Y.________ eine operative Korrektur (Arthroplastik) durchgef�hrt. Im M�rz/April 1990 war es zu paranoid-psychotischen St�rungen gekommen, die von Dr. med. C.________, Spezialarzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, als teilweise reaktiv beurteilt wurden. Nach einer kreis�rztlichen Untersuchung durch Dr. med. U.________ vom 7. Mai 1991 stellte die SUVA mit Verf�gung vom 30. Juli 1991 die Leistungen auf Ende Mai 1991 ein, weil aufgrund der reinen Unfallfolgen keine Arbeitsunf�higkeit mehr bestehe und die psychischen St�rungen nicht in einem ad�quat kausalen Zusammenhang mit dem Unfall st�nden. Auf Einsprache ordnete sie eine polydisziplin�re psychosomatische Begutachtung im Spital Y.________ (Prof. Dr. med. A.________) an. In der am 30. Dezember 1992 erstatteten Expertise wurden ein chronisches Schmerzsyndrom im Bereich des Nackens und Halses sowie im Kiefergelenk links nach Distorsionstrauma der HWS (Differenzialdiagnose: Schleudertrauma), posttraumatische Kiefergelenksbeschwerden bei Status nach nicht verschuldetem Autounfall am 5. Dezember 1989, eine Unfall- und Krankheitsverarbeitungsst�rung sowie ein Status nach Diskektomie L5 diagnostiziert und aufgrund der Nacken- und Kieferbeschwerden eine Arbeitsunf�higkeit von 50 % ab 1. Juni 1991 angegeben. Im Hinblick darauf, dass die Versicherte ab 1. November 1991 wieder voll erwerbst�tig war, kam es mit Verf�gung vom 6. Mai 1993 zu einer vergleichsweisen Erledigung der Einsprache, wonach sich die SUVA in Ab�nderung der Verf�gung vom 30. Juli 1991 verpflichtete, ein Taggeld auf der Grundlage einer Arbeitsunf�higkeit von 75 % f�r Juni und Juli 1991, von 50 % f�r August und September 1991 und von 25 % f�r Oktober 1991 auszurichten und weiterhin f�r die Behandlung der Kiefergelenksbeschwerden aufzukommen.
Bereits am 22. April 1993 hatte K.________ der SUVA einen R�ckfall wegen akuter Kopf- und Nackenbeschwerden melden lassen. Am 9. November 1993 berichtete Dr. med. P.________, dass sich der Gesundheitszustand stabilisiert habe und die Behandlung abgeschlossen sei. Am 15. Mai 1997 kam es zu einer weiteren R�ckfallmeldung wegen Kieferbeschwerden. Im Mai 1998 wurde im Spital Y.________ eine erneute Kieferoperation (Resektion des Processus muscularis links) durchgef�hrt, die zu keiner wesentlichen Besserung f�hrte. SUVA-Kreisarzt Dr. G.________ bejahte den Kausalzusammenhang zwischen den Kieferbeschwerden und dem Unfall vom 15. Dezember 1989, verneinte dagegen eine Arbeitsunf�higkeit sowohl aufgrund dieser Beschwerden als auch der neu geltend gemachten Kniebeschwerden. Am 1. August 1998 trat K.________ eine Vollzeitstelle als kaufm�nnische Angestellte bei der Firma M.________ an, welche T�tigkeit sie bereits am 4. August 1998 wegen Nackenbeschwerden aufgab. Eine ambulante Untersuchung in der Psychiatrischen Poliklinik des Spitals Y.________ vom 17. August 1998 f�hrte zur Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzst�rung (ICD-10 F45.4) bei zus�tzlich bestehender psychosozialer Belastungssituation. Am 26. Oktober 1998 nahm Dr. med. T.________, Oberarzt am Spital Y.________, eine Revisionsarthroplastik am Kiefergelenk links vor, welche eine leichte Verbesserung der beeintr�chtigten Mund�ffnung brachte. In einem Gutachten vom 3. Dezember 1998 zuhanden der als Haftpflichtversicherer mit dem Schadenfall befassten Z�rich Versicherungs-Gesellschaft gelangte er zum Schluss, ein Kausalzusammenhang zwischen den Kieferbeschwerden und dem Unfall vom 15. Dezember 1989 sei zwar m�glich, nicht aber �berwiegend wahrscheinlich. Nach weiteren kreis�rztlichen Untersuchungen erliess die SUVA am 17. Mai 1999 eine Verf�gung, mit welcher sie die Leistungen auf den 24. Mai 1999 einstellte und die Ausrichtung einer Invalidenrente sowie einer Integrit�tsentsch�digung mangels Unfallkausalit�t der Beschwerden ablehnte. Die von der Versicherten und der CSS Versicherung als beteiligtem Krankenversicherer eingereichten Einsprachen wies die Anstalt mit Entscheid vom 10. August 1999 ab.
Die von K.________ hiegegen eingereichte Beschwerde, mit welcher sie unter Beilage von Berichten der Rehaklinik Z.________ vom 21. Oktober und 1. Dezember 1999 hatte beantragen lassen, es seien ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen, wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 23. M�rz 2001 ab. Zur Begr�ndung hielt es im Wesentlichen fest, dass bez�glich des Kieferleidens im Fr�hjahr 1999 der Status quo sine erreicht gewesen sei, ein �berwiegend psychisches Beschwerdebild vorliege und hinsichtlich der psychischen Unfallfolgen die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zu verneinen sei.
K.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei die SUVA zu verpflichten, �ber den 24. Mai 1999 hinaus die gesetzlichen Leistungen zu erbringen; eventuell sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Akten seien zu erg�nzender Abkl�rung an das kantonale Gericht oder die SUVA zur�ckzuweisen.
Die SUVA beantragt Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung, Abteilung Unfallversicherung (seit 1. Januar 2004 im Bundesamt f�r Gesundheit) und die als Mitbeteiligte zur Vernehmlassung beigeladene CSS Versicherung verzichten auf eine Vernehmlassung.
Im vorinstanzlichen Entscheid werden die f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers massgebenden Voraussetzungen, insbesondere bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen, sowie die f�r die Beurteilung des nat�rlichen und ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem Gesundheitsschaden geltenden Regeln zutreffend dargelegt, sodass darauf verwiesen werden kann (vgl. auch BGE 122 V 416 Erw. 2a, 121 V 49 Erw. 3a, 119 V 337 Erw. 1, je mit Hinweisen).
2.1 Sowohl der erstbehandelnde Arzt Dr. med. L.________ (Berichte vom 14. M�rz und 16. Mai 1990), als auch das Spital X.________ (Berichte vom 19. und 27. M�rz sowie 23. April 1990) gingen davon aus, dass die Beschwerdef�hrerin beim Unfall vom 15. Dezember 1989 ein Schleudertrauma der HWS erlitten hat. Im polydisziplin�ren psychosomatischen Gutachten des Spitals Y.________ vom 30. Dezember 1992 wird die Diagnose eines Distorsionstraumas der HWS gestellt und als Differenzialdiagnose ein Schleudertrauma erw�hnt. Ob die Beschwerdef�hrerin beim Ereignis vom 15. Dezember 1989 ein eigentliches Schleudertrauma (Peitschenhiebverletzung) erlitten hat, ist aufgrund des Unfallverlaufs und des initial nicht n�her beschriebenen Beschwerdebildes fraglich. Wie es sich damit verh�lt, kann indessen dahingestellt bleiben, weil jedenfalls eine schleudertrauma�hnliche Verletzung der HWS ausgewiesen ist und die Kausalit�tsbeurteilung f�r solche Verletzungen praxisgem�ss nach den gleichen Regeln zu erfolgen hat, wie sie f�r Schleudertraumen Geltung haben (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2).
2.2 Mit der ersten R�ckfallmeldung vom 22. April 1993 hat die Beschwerdef�hrerin akute HWS- und Kopfschmerzen geltend gemacht, deren Behandlung noch vor Ende 1993 abgeschlossen werden konnte (Berichte des Dr. med. P.________ vom 9. November 1993 und des Dr. med. J.________ vom 13. April 1994). Die zweite R�ckfallmedlung vom 15. Mai 1997 erfolgte wegen Kieferbeschwerden. Sp�ter wurden auch Kniegelenksbeschwerden sowie ab August 1998 wiederum Kopf- und Nackenbeschwerden angegeben; zudem kam es erneut zu behandlungsbed�rftigen psychischen St�rungen. Aufgrund der Berichte des SUVA-Kreisarztes Dr. G.________ (vom 4. Dezember 1998 und 26. M�rz 1999) kann als erstellt gelten, dass seitens der Kniegelenke in dem f�r die Beurteilung massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides (BGE 116 V 248 Erw. 1a) keine wesentlichen Beschwerden mehr vorlagen. Aus organischer Sicht stand das Cervicalsyndrom mit Kopf- und Nackenschmerzen im Vordergrund; ferner bestanden noch leichte Beschwerden in den Kiefergelenken. W�hrend das Cervicalsyndrom zum typischen Beschwerdebild einer HWS-Distorsion geh�rt, kann dies f�r die Kieferbeschwerden nicht angenommen werden. Wie es sich hinsichtlich der Unfallkausalit�t dieser Beschwerden verh�lt, ist daher selbstst�ndig zu pr�fen.
3.1 �ber Schmerzen im rechten Kiefergelenk hat die Beschwerdef�hrerin ab Mitte Januar 1990 geklagt. Das Spital X.________ stellte eine Subluxation des Unterkiefers nach links beim �ffnen des Mundes fest und veranlasste eine MRI-Untersuchung im R�ntgeninstitut B.________, dessen �rzte den Verdacht auf eine Impressionsfraktur im latero-dorsalen Abschnitt des Tuberculum articulare des linken Kiefergelenks �usserten. Am 20. Juli 1990 �berwies Prof. Dr. med. H.________, Klinik f�r Zahnerhaltung, Pr�ventiv- und Kinderzahnmedizin der Universit�t Q.________, die Versicherte an die Abteilung f�r Kieferchirurgie des Spitals Y.________. Er hielt fest, dass die Beschwerdef�hrerin seit �ber 10 Jahren an Kiefergelenksknacken rechts mit Abweichung des Unterkiefers nach links bei Mund�ffnung sowie an reduzierter Mund�ffnung leide, wobei sich der Zustand seit dem Unfall von 1989 verschlimmert habe. Nachdem physiotherapeutische Massnahmen keine signifikante Besserung gebracht hatten, wurde am 20. M�rz 1991 eine Arthroplastik (mit Flachschleifen des Tuberculum articulare und Modellieren des Gelenkkopfes) durchgef�hrt, womit die Hypomobilit�t des Kiefergelenks nicht vollst�ndig behoben werden konnte. Nach erneuter Physiotherapie und Massnahmen zur Verbesserung der Mund�ffnung wurde die Behandlung am 25. Januar 1993 abgeschlossen. Wegen der gleichen Beschwerden kam es ab Januar 1998 zu erneuten Untersuchungen und Behandlungen. Am 5. Mai 1998 wurde im Spital Y.________ eine Resektion des Processus muscularis links vorgenommen, die ebenfalls zu keiner wesentlichen Verbesserung der Mobilit�t des Kiefergelenkes f�hrte. Schliesslich erfolgte am 26. Oktober 1998 eine Revisionsarthroplastik mit Entfernung von Narbengewebe und Verwachsungen. Weil sich wiederum nur eine leichte Verbesserung der Mund�ffnung ergab, nahm der operierende Arzt Dr. med. T.________ an, dass ein grosser Teil der bestehenden Einschr�nkung muskul�r bedingt sei. W�hrend Kreisarzt Dr. med. G.________ die Unfallkausalit�t der Kieferbeschwerden am 27. Februar und 7. September 1998 bejahte, gelangte Dr. med. T.________ im Gutachten vom 3. Dezember 1998 zum Schluss, dass eine degenerative Erkrankung der Kiefergelenke mit Kiefergelenksarthrose links und (kompensatorisch) habitueller Luxuation rechts sowie eine Myotendinose mit Verk�rzung der Kaumuskulatur links und wahrscheinlich dadurch bedingter Hypomobilit�t des linken Kiefergelenkes vorliege. Ein Kausalzusammenhang der Kieferbeschwerden mit dem Unfall vom 15. Dezember 1989 sei m�glich, nicht aber �berwiegend wahrscheinlich. Dr. med. G.________ kam in der Folge auf seine Beurteilung zur�ck und schloss sich der Auffassung des Dr. med. T.________ an, dass ein Kausalzusammenhang nicht �berwiegend wahrscheinlich sei.
3.2 Die Vorinstanz geht davon aus, dass im Fr�hjahr 1999 seitens der Kiefergelenke nur noch geringf�gige Beschwerden bestanden und unter Ber�cksichtigung des auch von der Versicherten anerkannten Vorzustandes der Status quo sine erreicht war, sodass die Leistungseinstellung per 24. Mai 1999 nicht zu beanstanden sei. Die Beschwerdef�hrerin bestreitet diese Feststellung und h�lt an der schon vorinstanzlich erhobenen R�ge fest, wonach sich die Verneinung der Unfallkausalit�t ausschliesslich auf ein unter Verletzung des rechtlichen Geh�rs ins Verfahren gebrachtes Gutachten st�tze.
Wird ein von dritter Seite in Auftrag gegebenes Gutachten beigezogen, sind die Rechte des Betroffenen dadurch zu wahren, dass ihm vor der entscheidenden Beh�rde umfassend Gelegenheit einger�umt wird, dazu Stellung zu nehmen. Dies beinhaltet die M�glichkeit, sich nachtr�glich zum Gutachten wie auch zur Person des Gutachters zu �ussern und gegebenenfalls Erg�nzungsfragen zu stellen (BGE 125 V 337 Erw. 4b; vgl. auch BGE 120 V 362 Erw. 1c in fine). Kommt einem solchen Gutachten entscheidwesentliche Bedeutung zu, kann die Verletzung der Mitwirkungsrechte nicht dadurch wieder gutgemacht werden, dass die betroffene Person sich nachtr�glich im Einsprache- oder Beschwerdeverfahren zum Inhalt des Gutachtens �ussern kann. Vielmehr ist darin eine schwere, die Heilung des Verfahrensmangels ausschliessende Geh�rsverletzung zu erblicken (vgl. RKUV 1999 Nr. U 350 S. 481 Erw. 3b/bb). Im vorliegenden Fall kommt der Expertise des Dr. med. T.________ in einem f�r die Beurteilung massgebenden Punkt entscheidwesentliche Bedeutung zu. Unbestritten ist zudem, dass die Mitwirkungsrechte der Beschwerdef�hrerin nicht gewahrt wurden. Zu ber�cksichtigen ist indessen, dass die SUVA kurz nach Erhalt des Gutachtens am 22. Dezember 1998 Kenntnis davon erhalten hat, dass die Versicherte nicht mehr durch den bisherigen Rechtsanwalt vertreten war. Am 9. M�rz 1999 zeigte der neue Rechtsvertreter der SUVA das Vertretungsverh�ltnis an und am 25. Mai 1999, nach Erlass der Verf�gung vom 17. Mai 1999, ersuchte er um Akteneinsicht. Im anschliessenden Einspracheverfahren hat sich die Beschwerdef�hrerin jedoch eingehend mit dem Gutachten des Dr. T.________ auseinandergesetzt, ohne eine Verletzung der Mitwirkungsrechte geltend zu machen. Erst in der Replik im kantonalen Beschwerdeverfahren hat sie nach erneutem Wechsel des Rechtsvertreters eine entsprechende R�ge vorgebracht, ohne indessen eine Aufhebung des Entscheids aus formellen Gr�nden zu beantragen. Auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird kein solches Begehren gestellt. Nach den gesamten Umst�nden rechtfertigt es sich daher, die Verletzung der Mitwirkungsrechte ausnahmsweise als geheilt zu betrachten.
3.3 In materieller Hinsicht besteht kein Anlass, von den Folgerungen im Gutachten des Dr. T.________ abzugehen, wonach die noch bestehenden Beschwerden nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis zur�ckzuf�hren sind. Gegen die Annahme eines Kausalzusammenhangs spricht zun�chst, dass schon lange vor dem Unfall Kieferprobleme bestanden haben und keine Anhaltspunkte daf�r vorliegen, dass die Beschwerdef�hrerin beim Unfall vom 15. Dezember 1989 einen Kopfaufprall mit Kiefertrauma erlitten hat. Die zun�chst erhobene Verdachtsdiagnose auf eine Impressionsfraktur im latero-dorsalen Abschnitt des Tuberculum articulare des linken Kiefergelenks konnte nicht best�tigt werden und ist nach den eingehenden und �berzeugenden Darlegungen des Dr. med. T.________ praktisch auszuschliessen. Anderseits sind degenerative Ver�nderungen gegeben, die zumindest teilweise vorbestanden haben, sowie eine Myotendinose der Kaumuskulatur, die wahrscheinlich f�r die Hypomobilit�t des linken Kiefergelenks urs�chlich ist. Laut Gutachten ist es zwar m�glich, dass sich hartn�ckige HWS-Beschwerden auch auf das muskul�re System des Kauapparates �bertragen und dort zu unphysiologischen Muskelzust�nden f�hren. Auch kann eine anhaltende therapieresistente Myotendinose der Kaumuskulatur theoretisch zu einer Verk�rzung der Muskulatur und damit zu einer St�rung der Mund�ffnung f�hren. Ein solcher indirekter Zusammenhang der Kiefergelenksbeschwerden ist nach Meinung des Gutachters jedoch nicht als �berwiegend wahrscheinlich zu betrachten. Kreisarzt Dr. med. G.________, der den Kausalzusammenhang am 7. September 1998 ausdr�cklich bejaht hatte, schloss sich dieser Beurteilung am 19. Januar 1999 an mit der Feststellung, dass entgegen der fr�heren Annahme keine impaktierte Fraktur vorgelegen habe und von einem degenerativen Vorzustand auszugehen sei.
Den medizinischen Akten l�sst sich zudem entnehmen, dass aufgrund der langdauernden ambulanten und wiederholten operativen Behandlung eine zumindest teilweise Besserung der Kieferbeschwerden eingetreten ist. Nach den �bereinstimmenden Angaben in den Berichten der Psychiatrischen Poliklinik des Spitals Y.________ vom 18. August 1998, des Kreisarztes Dr. G.________ vom 26. M�rz 1999 und der Rehaklinik Z.________ vom 1. Dezember 1999 ist erwiesen, dass in der fraglichen Zeit die Kieferbeschwerden gegen�ber den Nackenschmerzen eindeutig in den Hintergrund getreten sind. Gegen�ber Dr. med. N.________ gab die Beschwerdef�hrerin am 5. Februar 1999 an, dass die �Kieferangelegenheit� f�r sie eigentlich abgeschlossen sei. Daraus ist zu schliessen, dass jedenfalls im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids keine erheblichen und insbesondere keine die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit beeintr�chtigenden Beschwerden mehr bestanden haben. Es lag diesbez�glich auch keine Behandlungsbed�rftigkeit mehr vor. Soweit das Unfallereignis vom 15. Dezember 1989 zu einer Verst�rkung vorbestandener Beschwerden gef�hrt hat, ist mit der Vorinstanz anzunehmen, dass der Status quo ante bzw. quo sine eingetreten war, weshalb die Leistungen in diesem Punkt zu Recht eingestellt wurden.
4.1 Die Versicherte klagt �ber andauernde Nackenbeschwerden mit Ausstrahlungen in den Hinterkopf, die Schultern und den R�cken; ferner gibt sie Konzentrationsst�rungen sowie St�rungen im Denkverm�gen an. Eine objektivierbare traumatische Ursache f�r die Nackenbeschwerden konnte nicht gefunden werden. Es bestand eine volle Beweglichkeit der HWS, und es konnten weder Verspannungen der Nackenmuskulatur noch ein reaktives myofasziales Schmerzsyndrom festgestellt werden. Anderseits wurden im Spital X.________ bereits im Jahre 1990 degenerative Ver�nderungen an der HWS festgestellt. Bei einer MRI-Untersuchung im gleichen Spital vom 17. M�rz 1999 zeigte sich zus�tzlich eine Arthrose in den oberen Kopfgelenken. Auch hinsichtlich der geltend gemachten Hirnleistungsst�rungen fehlen konkrete Hinweise auf eine traumatische Ursache. Eine neuropsychologische Untersuchung vom 8. Oktober 1999 ergab leichte bis mittelschwere Minderfunktionen wahrscheinlich multifunktioneller �tiologie, wobei auch psychische Faktoren beteiligt sind. Diesbez�glich geht aus den Akten hervor, dass es schon im M�rz/ April 1990 zu einem paranoid-psychotischen Schub gekommen war, welcher als teilweise reaktiv beurteilt wurde (Bericht des Psychiaters Dr. C.________, vom 4. November 1990). Nachdem das Spital X.________ bereits im Jahre 1990 eine psychosomatische Komponente festgestellt hatte, wurde im Gutachten des Spitals Y.________ vom 30. Dezember 1992 eine Unfall- und Krankheitsverarbeitungsst�rung diagnostiziert. Im Sommer 1995 und erneut auf die zweite R�ckfallmeldung vom 15. Mai 1997 wurde die Beschwerdef�hrerin vom behandelnden Arzt Dr. N.________ einer psychiatrischen Untersuchung und Behandlung zugef�hrt. Am 21. September 1998 berichtete dieser Arzt �ber eine starke psychogene �berlagerung der bestehenden Schmerzen. Eine ambulante Untersuchung in der Psychiatrischen Poliklinik des Spitals Y.________ vom 17. August 1998 f�hrte zur Diagnose einer anhaltenden, aufgrund von psychosozialen Problemen exazerbierten somatoformen Schmerzst�rung (ICD-10 F 45.4). Im Bericht der Rehaklinik Z.________ vom 1. Dezember 1999 wird zus�tzlich eine depressive Entwicklung erw�hnt, wobei davon ausgegangen wird, dass der Unfall vom 15. Dezember 1989 eine posttraumatische Belastungsst�rung ausgel�st hat. Die SUVA bestreitet das Vorliegen dieses Beschwerdebildes unter Hinweis auf die nach der internationalen Klassifikation psychischer St�rungen (ICD-10, Kapitel V, 2. Aufl. 1995, F 43.1) hief�r geltende Umschreibung. Wie es sich hinsichtlich der genauen Diagnose verh�lt, kann indessen offen bleiben. Auch kann von weiteren Abkl�rungen hinsichtlich des nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen den vorstehend beschriebenen Beschwerden und dem Unfallereignis abgesehen werden, wie sich aus den nachstehenden Darlegungen ergibt.
4.2 Nach der Rechtsprechung ist f�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen Gesundheitsschaden und Unfallereignis nicht entscheidend, ob die im Anschluss an ein Schleudertrauma oder eine �quivalente Verletzung der HWS auftretenden Beschwerden medizinisch eher als organischer oder als psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 117 V 364 Erw. 5d/aa). Die Unterscheidung ist jedoch insoweit von Belang, als die Ad�quanzbeurteilung nicht nach den f�r Schleudertraumen und �quivalente Verletzungen der HWS (BGE 117 V 359 ff.), sondern nach den f�r psychische Unfallfolgen (BGE 115 V 138 ff.) geltenden Regeln zu erfolgen hat, wenn die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung geh�renden Beeintr�chtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zur vorliegenden ausgepr�gten psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten (BGE 123 V 99 Erw. 2a). Dies setzt indessen voraus, dass die psychische Problematik bereits unmittelbar nach dem Unfall eindeutige Dominanz aufweist (RKUV 2002 Nr. U 467 S. 438 Erw. 3a). Wird die Rechtsprechung gem�ss BGE 123 V 99 Erw. 2a in einem sp�teren Zeitpunkt angewendet, ist zu pr�fen, ob im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt die physischen Beschwerden gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind. Nur wenn dies zutrifft, ist die Ad�quanz nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) zu beurteilen (RKUV 2002 Nr. U 465 S. 439 Erw. 3b; Urteil G. vom 21. September 2004, U 132/01).
4.3 Die Beschwerdef�hrerin hat beim Unfall vom 15. Dezember 1989 ein Schleudertrauma der HWS erlitten. Unmittelbar nach diesem Ereignis litt sie jedoch nicht an den f�r diesen Unfallmechanismus typischen Beeintr�chtigungen (vgl. dazu BGE 117 V 360 Erw. 4b), sondern es standen Beschwerden im Bereich des Kiefergelenks und eine psychische St�rung im Vordergrund. Auch im weiteren Verlauf dominierten psychische Beschwerden, was Jahre sp�ter die �rzte der Psychiatrischen Poliklinik des Spitals Y.________ veranlasste, eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung bei zus�tzlich bestehender psychosozialer Belastungssituation zu diagnostizieren (Bericht vom 17. August 1998). Im Bericht der Rehaklinik Z.________ vom 1. Dezember 1999 wurde zus�tzlich eine depressive Entwicklung erw�hnt und davon ausgegangen, dass der Unfall eine posttraumatische Belastungsst�rung ausgel�st habe. Damit steht fest, dass die Ad�quanzbeurteilung nach den f�r psychische Unfallfolgen geltenden Rechtsprechung zu erfolgen hat, wovon im �brigen auch die Parteien ausgehen. Dabei ist das Unfallereignis aufgrund des augenf�lligen Geschehensablaufs mit der Vorinstanz dem mittleren Bereich zuzuordnen (vgl. auch RKUV 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.).
4.4 Der Unfall hat sich nicht unter besonders dramatischen Begleitumst�nden ereignet, noch war er von besonderer Eindr�cklichkeit. Auch hat die Beschwerdef�hrerin keine Verletzungen von besonderer Schwere und insbesondere keine Verletzungen erlitten, die erfahrungsgem�ss geeignet sind, eine psychische Fehlentwicklung auszul�sen. Dieser Schluss dr�ngt sich hier schon deshalb auf, weil die f�r ein Schleudertrauma der HWS oder eine �quivalente Verletzung typischen Symptome nach dem Unfall das Beschwerdebild in keiner Weise pr�gten, sondern, sofern manifest, klar im Hintergrund blieben. Von einer �rztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, sowie von einem schwierigen Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen kann nicht die Rede sein. Nicht erf�llt sind auch die Kriterien der ungew�hnlich langen Dauer der �rztlichen Behandlung sowie von Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit. Schon kurze Zeit nach dem Unfall waren die Beschwerden zunehmend psychisch �berlagert. Im November 1991 konnte der Fall abgeschlossen werden und war die Versicherte wieder voll arbeitsf�hig. Abgesehen von einer kurzfristigen Behandlung wegen erneuter, teilweise psychogener Beschwerden im Jahre 1993 erfolgte eine Behandlung zu Lasten des Unfallversicherers erst wieder Mitte 1997, wobei zun�chst Kieferbeschwerden und in der Folge wieder Nackenbeschwerden im Vordergrund standen. Nach Auffassung der untersuchenden und behandelnden �rzte war das Beschwerdebild in hohem Masse psychisch �berlagert. Soweit die Behandlungsbed�rftigkeit und die Arbeitsunf�higkeit aber psychisch bedingt waren, hat dies bei der Ad�quanzbeurteilung unber�cksichtigt zu bleiben. Weil eine weitgehend psychische Schmerzproblematik bestand, kann auch das Kriterium der k�rperlichen Dauerschmerzen nicht als erf�llt gelten. Selbst wenn die Beschwerdef�hrerin auch w�hrend der rund vier Jahre, in denen keine Behandlung zu Lasten der SUVA erfolgte, an k�rperlichen Beschwerden gelitten haben sollte, ist dieses Kriterium jedenfalls nicht in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt. Da somit weder ein Beurteilungskriterium in besonders ausgepr�gter Weise noch mehrere der massgebenden unfallbezogenen Kriterien gegeben sind, ist der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den �ber den Zeitpunkt des Einspracheentscheides hinaus anhaltenden Beschwerden zu verneinen. Die SUVA hat ihre Leistungen demnach zu Recht auf den 24. Mai 1999 eingestellt.
Zu einem anderen Ergebnis vermag entgegen den Ausf�hrungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde auch der Umstand nicht zu f�hren, dass der Versicherten mit Verf�gung vom 23. M�rz 2001 ab 1. August 1999 eine Rente der Invalidenversicherung aufgrund eines Invalidit�tsgrades von 57 % zugesprochen wurde. Abgesehen davon, dass die Verf�gung erst lange nach dem Einspracheentscheid der SUVA vom 10. August 1999 erging, besteht schon deshalb keine Bindungswirkung an die Rentenverf�gung der Invalidenversicherung (vgl. hiezu BGE 126 V 288 ff.), weil es beim Entscheid der SUVA nicht um die Invalidit�tsbemessung, sondern ausschliesslich um die Unfallkausalit�t der geltend gemachten Beschwerden ging.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, dem Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) und der CSS Versicherung zugestellt.