Source: http://dsjag.de/de/transparenzbericht-2018
Timestamp: 2020-05-29 20:29:44
Document Index: 226273579

Matched Legal Cases: ['§ 319', '§ 319', '§ 319', '§ 319', 'Art. 8', 'Art. 13', 'Art. 13', '§ 57']

Transparenzbericht 2018 | DSJ Revision und Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Im Kalenderjahr 2018 hat die Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft keine Abschlussprüfungen bei Unternehmen von öffentlichem Interesse i.S.d. § 319a Abs. 1 Satz 1 HGB durchgeführt. Der vorliegende Transparenzbericht wird daher freiwillig erstellt.
Die Vorstände erhalten ein vertraglich vereinbartes Festgehalt. Darüber hinaus erhalten sie variable Gehaltskomponenten in Abhängigkeit von dem erzielten Jahresgewinn.
Die Gesellschafter entscheiden jährlich über die Verwendung des erzielten Jahresüberschusses. Gewinnausschüttungen erfolgen im Verhältnis der Kapitalanteile.
4. Vergütungsstruktur der leitenden Angestellten
Die leitenden Angestellten erhalten ein vertraglich vereinbartes Festgehalt. Darüber hinaus erhalten sie variable Gehaltskomponenten in Abhängigkeit von dem erzielten Jahresgewinn.
6. Qualitätssicherungsprüfung
Im DSJ Qualitätshandbuch werden ausführlich die gesetzlichen und berufsrechtlichen Unabhängigkeitsregelungen dargestellt und praxisrelevante Hinweise zu Abgrenzungsfällen bei einzelnen Ausschlussgründen der §§ 319, 319 a HGB und der EU-VO 537/2014 aufgeführt. Die Verantwortung für Unabhängigkeitsfragen hat der jeweilige Niederlassungsleiter. Er ist für Zweifelsfragen im Rahmen der Auftragsannahme bzw. Auftragsfortführung zuständig und verantwortlich für die Überwachung der einzuhaltenden Unabhängigkeitsregelungen. Es besteht für alle Mitarbeiter eine Verpflichtung, die Vorstände umgehend über unabhängigkeitsrelevante Änderungen zu informieren.
Neu eingestellte Mitarbeiter werden zu Beginn ihrer Beschäftigung umfassend über die relevanten Unabhängigkeitsregelungen informiert und haben eine Unabhängigkeitserklärung abzugeben, in der sie die Kenntnisnahme der maßgebenden Unabhängigkeitsregelungen schriftlich bestätigen.
Die Unabhängigkeitsregelungen sehen die jährliche Abgabe einer Unabhängigkeitserklärung vor, die unter Verwendung der jeweils aktuellen Mandantenliste der Gesellschaft abzugeben ist. In der Unabhängigkeitserklärung sind potenzielle finanzielle und kapitalmäßige Interessenverknüpfungen und persönliche Beziehungen offen zu legen. Die jährliche Unabhängigkeitserklärung wird von sämtlichen Mitarbeitern und Organen der Gesellschaft abgegeben.
Zusätzlich erfolgt eine auftragsbezogene Abfrage bei den mit der Auftragsabwicklung befassten fachlichen Mitarbeitern. Dies gilt gleichermaßen für in Einzelfällen eingesetzte freie Mitarbeiter.
Bei Prüfungen von Unternehmen von öffentlichem Interesse i.S.v. § 319 a Abs. 1 S. 1 HGB sind spezielle Arbeitshilfen zur Überwachung der gesetzlichen Vorgaben zur internen Rotation (§ 319 a Abs. 1 Nr. 4 HGB, Art. 8 EU-VO 537/2014) obligatorisch zu verwenden.
Die Einhaltung der Unabhängigkeitsregelungen wird im Rahmen der regelmäßig erfolgenden Nachschau überwacht.
Durch die dargestellten Kontrollmaßnahmen ist sichergestellt, dass bei allen Abschlussprüfungen und sonstigen Aufträgen umfassend die maßgebenden Unabhängigkeitsregelungen beachtet werden.
Die Mitarbeiterentwicklung umfasst sowohl die Einstellung als auch die Beurteilung und Aus- und Fortbildung der fachlichen Mitarbeiter. Die Personaleinstellungen werden durch die für Personal zuständigen Vorstände vorgenommen. Mitarbeiter werden entsprechend den fachlichen Anforderungen der Kanzlei eingestellt. Die Beurteilung potentieller Mitarbeiter im Vorstellungsgespräch erfolgt anhand eines standardisierten Fragebogens. Vor Beendigung der Probezeit wird mit dem Mitarbeiter ein Beurteilungsgespräch ebenfalls anhand eines standardisierten Fragebogens zur Einschätzung der Leistungsentwicklung und Weiterentwicklung geführt. Die Mitarbeiter werden jährlich durch die Geschäftsleitung in einem Mitarbeitergespräch beurteilt, in welchem die Leistungen des Mitarbeiters anhand eines standardisierten Beurteilungsbogens besprochen werden. Das Beurteilungsgespräch hat die Zielsetzung einer Leistungsbeurteilung des Mitarbeiters für das abgelaufene Jahr, eine Zielvereinbarung für das folgende Jahr sowie Festlegung von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen aufgrund festgelegter Stärken bzw. Schwächen sowie Bestimmung von Mandanten- und Spezialisierungsschwerpunkten. Der Beurteilungsbogen wird von den Teilnehmern am Ende des Gesprächs unterzeichnet.
Die Aus- und Fortbildung unserer Vorstände und Mitarbeiter ist die Basis für die andauernde Leistungserbringung auf höchstem Niveau. Durch die stetige Anpassung der zugrunde liegenden Regelungen in Rechnungslegung, Berufsrecht sowie Steuer- und Gesellschaftsrecht ist der Ausbildung und Fortbildung ein sehr hoher Stellenwert beizumessen. Die Ausbildung unserer jungen Mitarbeiter erfolgt teilweise durch training on the job begleitet von erfahrenen Berufskollegen unmittelbar während der jeweils zu bearbeitenden Aufträge. Die Aufträge der DSJ werden in kleinen Prüfungsteams durchgeführt, so dass auch die fachliche Betreuung durch einen Berufsträger stets sichergestellt ist. Zum anderen werden sowohl interne als auch externe fachliche Aus- und Fortbildungskurse angeboten, welche Grundlagenschulungen zum Qualitätssicherungssystem, die Prüfungstechnik und die Anwendung der Datenanalyse-Software ACL vermitteln, aber auch Grundlagen des Steuerrechts sowie Berufsausbildungskurse des IDW in Prüfungswesen und Rechnungslegung umfassen. Es wird von den Mitarbeitern neben der Teilnahme an den Fortbildungen auch eine umfangreiche Inanspruchnahme der Lektüre der einschlägigen Fachzeitschriften erwartet. Um unser hohes Qualitätsniveau aufrecht zu erhalten, orientieren wir uns für die Berufsträger als auch die fachlichen Mitarbeit an den Vorgaben der Berufssatzung WP/vBP; entsprechend sind somit jährlich 40 Stunden Fortbildungszeiten nachzuweisen. Die durchgeführten Aus- und Fortbildungsmaßnahmen werden erfasst, dokumentiert und durch den jeweiligen Niederlassungsleiter überprüft.
Anleitung des Prüfungsteams
Die Gesellschaft hat Regelungen zur Anleitung des Prüfungsteams implementiert, die gewährleisten sollen, dass sämtliche Aufträge den gesetzlichen Vorschriften und fachlichen Regeln entsprechen und nach praxiseinheitlichen Arbeitsabläufen und Qualitätsgrundsätzen abgewickelt werden.
Den Mitgliedern des Prüfungsteams werden im Hinblick auf Größe und Schwierigkeitsgrad des Auftrags angemessen strukturierte und klar verständliche Prüfungsanweisungen vom verantwortlichen Wirtschaftsprüfer erteilt. Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer stellt zudem sicher, dass die Mitglieder des Prüfungsteams ihre Aufgaben unter Beachtung der Berufspflichten wahrnehmen. Darüber hinaus unterstützt der verantwortliche Wirtschaftsprüfer den fachlichen Austausch der weniger erfahrenen Mitglieder des Prüfungsteams über sich ergebende Fragen und Zweifelsfälle mit erfahreneren Teammitgliedern.
Laufende Überwachung und abschließende Durchsicht der Auftragsabwicklung
Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist an der Prüfungsdurchführung in dem Umfang beteiligt, dass er sich ein eigenverantwortliches Urteil bilden kann. Er überwacht das Prüfungsteam laufend in angemessener Weise, ob die Teammitglieder die ihnen übertragenen Aufgaben in sachgerechter Weise unter Beachtung der für sie relevanten Berufspflichten erfüllen und ob hierfür genügend Zeit zur Verfügung steht.
Die Überwachung der Auftragsabwicklung ist eine prüfungsbegleitende Maßnahme.
Das Prüfungsteam muss den verantwortlichen Prüfungspartner zeitnah über die Punkte unterrichten, die für die Durchführung der Prüfung und die Berichterstattung wesentlich sind. Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer entscheidet über ggf. zu ergreifende Maßnahmen und Berichterstattungspflichten sowie die Klärung offener Punkte oder genehmigt die vom Prüfungsteam vorgeschlagenen Lösungen.
Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer sieht grundsätzlich die nicht von ihm selbst erstellten Arbeitspapiere durch.
Einholung von fachlichem Rat
Lösungen von Fachfragen werden grundsätzlich zunächst innerhalb des Prüfungsteams selbständig erarbeitet.
Bei fachlichen Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Prüfungsteams, die nicht geklärt werden können, ist der verantwortliche Wirtschaftsprüfer beizuziehen. Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer hat sicherzustellen, dass die Meinungsverschiedenheiten – ggf. unter Einbeziehung des auftragsbegleitenden Qualitätssicherers und/oder der Praxisleitung – gelöst werden.
Bei wesentlichen Meinungsverschiedenheiten, die zwischen dem verantwortlichen Wirtschaftsprüfer und konsultierten Personen oder dem auftragsbezogenen Qualitätssicherer bestehen und die nach Abschluss des Konsultationsprozesses weiter bestehen, ist die Praxisleitung einzuschalten. Diese entscheidet gemeinsam mit dem verantwortlichen Wirtschaftsprüfer über den Sachverhalt und darüber, ob rechtlicher Rat einzuholen ist und welche weiteren Maßnahmen ggf. zu ergreifen sind.
Sämtliche Mitarbeiter, auch die für unsere Gesellschaft freiberuflich tätigen Mitarbeiter, werden zu Beginn ihrer Tätigkeit sowie bei Änderungen der Vorschriften und Regelungen über die Verschwiegenheitspflichten, Insidervorschriften und Datenschutzbestimmungen informiert. Bei Abschluss eines Arbeits- oder Dienstvertrags und bei Änderungen wird von allen Mitarbeitern eine schriftliche Erklärung zur Einhaltung der Verschwiegenheitspflicht, des Datenschutzes und der Insidervorschriften unterzeichnet. Des Weiteren werden an alle Mitarbeiter Verhaltensregeln für die Benutzung von IT-Systemen und zur Datensicherheit ausgegeben.
Um unsere Arbeitspapiere gegen unbefugten Zugriff und/oder Ergänzungen zu sichern, werden diese in den Kanzleiräumen und beim Mandanten unter Verschluss gehalten. Datenverarbeitungssysteme und Arbeitspapiere sowie sonstige mandantenbezogene Informationen, die in digitaler Form vorliegen und der Verschwiegenheitspflicht, dem Datenschutz oder Insidervorschriften unterliegen, sind durch angemessene Vorkehrungen vor unbefugtem Zugriff gesichert bzw. vor Verlust geschützt.
V. Erklärung der Geschäftsleitung
Durchsetzung des Qualitätssicherungssystems (Art. 13 Abs. 2 Buchstabe d) EU-VO 537/2014)
„Hiermit erklären wir, dass das von der Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG eingeführte und angewendete Qualitätssicherungssystem den gesetzlichen Anforderungen entspricht und die sich aus diesem System ergebenden Vorgaben in dem abgelaufenen Kalenderjahr eingehalten worden sind. Hiervon haben wir uns in geeigneter Weise überzeugt.“
Maßnahmen zur Wahrung der Unabhängigkeit (Art. 13 Abs. 2 Buchstabe g) EU-VO 537/2014)
„Hiermit erklären wir, dass die Maßnahmen zur Wahrung der Unabhängigkeit im abgelaufenen Kalenderjahr überprüft worden sind.“
Erfüllung der Fortbildungspflichten gem. Artikel 13 Abs. 2 Buchstabe h) EU-VO 537/2014
„Hiermit erklären wir, dass die Wirtschaftsprüfer der Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG zur Erfüllung der Fortbildungsverpflichtung verpflichtet sind und diese überwacht wird.“
Nach § 57a Absatz 1 WPO sind Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die gesetzlich vorgeschriebene Abschlussprüfungen durchführen, verpflichtet, sich regelmäßig einer Qualitätskontrolle zu unterziehen. Entsprechend wurde turnusgemäß im Jahr 2019 eine Qualitätskontrolle durchgeführt. Der Qualitätskontrollprüfer hat Gegenstand, Art und Umfang seiner Prüfung in einem Qualitätskontrollbericht zusammengefasst und kam zu dem Ergebnis, dass das bei Dohm Schmidt Janka Revision und Treuhand AG eingeführte Qualitätssicherungssystem im Einklang mit den gesetzlichen Anforderungen steht. Die Wirtschaftsprüferkammer hat zuvor mit Bescheinigung vom 19. April 2012 die Teilnahme an der Qualitätskontrolle bestätigt. Wegen des zeitlichen Zusammenhangs liegt eine darüber hinaus gehende Bescheinigung bis dato nicht vor.
Zuletzt hat die DSJ im Geschäftsjahr 2017 bei dem nachfolgenden Unternehmen von öffentlichem Interesse eine Abschlussprüfung durchgeführt:
Im Geschäftsjahr 2018 wurde keine Abschlussprüfung eines Unternehmens von öffentlichem Interesse durchgeführt.
Berlin, den 30. April 2019