Source: http://dedocz.com/doc/675413/20141216-botschaft-tourismusfinanzierung---tomils-im-doml.
Timestamp: 2017-01-19 08:50:51
Document Index: 160019490

Matched Legal Cases: ['Art. 655', 'Art. 13', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 11', 'Art. 12', 'Art. 13', 'Art. 14', 'Art. 13', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 20', 'Art. 80', 'Art. 21', 'Art. 22', 'Art. 8', 'Art. 23', 'Art. 24', 'Art. 25', 'Art. 26', 'Art. 27', 'Art. 28', 'Art. 29', 'Art. 30', 'Art.\n8', 'Art. 31', 'Art. 32', 'Art. 33', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 14', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 16', 'Art. 18', 'Art. 8']

20141216 Botschaft Tourismusfinanzierung - Tomils im Domleschg
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20141216 Botschaft Tourismusfinanzierung - Tomils im DomleschgEinbettenintegration code for your site or blogWidth: (Auto)
Tourismusfinanzierung in der Region Viamala
Botschaft an die Stimmb&uuml;rgerinnen und Stimmb&uuml;rger
Gesch&auml;tzte Stimmb&uuml;rgerinnen und Stimmb&uuml;rger der Gemeinde Domleschg
Der Tourismus ist in unserer Region von grosser Bedeutung. Jede/r von uns hat einen Bezug zum
Tourismus; sei es in Form unserer Arbeit, in der Begegnung mit unseren G&auml;sten oder bei der Ben&uuml;tzung
von Dienstleistungen und Infrastrukturen wie Veranstaltungen, Wanderwege, Bergbahnen usw. Der
Tourismus ist nach der Energiewirtschaft die Branche mit der zweith&ouml;chsten Wertsch&ouml;pfung in der
Region Viamala, jeder sechste Franken wird im Tourismus erwirtschaftet, Tendenz steigend. Mit der
vorliegenden Botschaft m&ouml;chten wir Sie &uuml;ber die Notwendigkeit einer fl&auml;chendeckenden und einheitlichen
Tourismusfinanzierung in unserer Region informieren.
In den 29 Gemeinden der Region Viamala werden j&auml;hrlich rund 100 Millionen Franken an touristischer
Wertsch&ouml;pfung erwirtschaftet. Als touristische Destination hat sich die Region in den letzten Jahren
erfolgreich im Segment des Natur- und Kulturnahen Tourismus positioniert. Zahlreiche, teils einzigartige
touristische Angebote (Weitwanderweg viaSpluga, Viamala- und Rofflaschlucht, Kirchen, Museen,
Skigebiete, Hotellerie/Gastronomie, etc.) bringen G&auml;ste aus Nah und Fern und damit bedeutende
Wertsch&ouml;pfung in die Region.
Es ist eine Tatsache, dass touristische Angebote keine Selbstl&auml;ufer sind. Im hartumk&auml;mpften globalen
Tourismusmarkt ist eine professionelle Marktbearbeitung entscheidend. Eine solche braucht
entsprechende Strukturen und finanzielle Mittel.
Die professionellen Strukturen wurden im Rahmen der Kantonalen Tourismusreform von 2007 bis 2012
geschaffen. In unserer Region haben sich die ehemals acht lokalen Verkehrsvereine n&ouml;rdlich und s&uuml;dlich
der Viamala-Schlucht per 1. Mai 2012 zu Viamala Tourismus zusammengeschlossen. Viamala
Tourismus bildet als Regionale Tourismusorganisation (ReTO) im Auftrag der 29 Gemeinden der Region
zusammen mit Graub&uuml;nden Ferien und Schweiz Tourismus das Bindeglied zwischen dem touristischen
Angebot der Region und dem globalen Markt.
Die den neuen Strukturen entsprechende Finanzierungsl&ouml;sung ist bis heute pendent. Nachdem die
Kantonale Tourismusabgabe am 25. November 2012 an der Urne gescheitert ist, entspricht die
Finanzierung bis heute den alten Strukturen; sie ist ungen&uuml;gend, teilweise ungerecht und l&uuml;ckenhaft. 18
von 29 Gemeinden verf&uuml;gen heute &uuml;ber ein Kurtaxengesetz, 6 davon haben zus&auml;tzlich ein Gesetz &uuml;ber
eine Tourismusf&ouml;rderungsabgabe (TFA), 11 Gemeinden haben bisher keine touristische Gesetzgebung.
Auch die freiwilligen Jahresbeitr&auml;ge der Mitglieder von Viamala Tourismus entsprechen noch immer den
alten Strukturen und sind je nach Subregion unterschiedlich, was zu Unmut f&uuml;hrt.
Die &Uuml;bergangsl&ouml;sung mit dem Regionalen Tourismusgesetz Viamala, welche bis zur Einf&uuml;hrung einer
Kantonalen Tourismusabgabe die erste Phase der Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit von Viamala Tourismus mit CHF
200‘000.- an zweckgebundenen Marketinggeldern sicherstellen konnte, hatte die Bev&ouml;lkerung der Region
Viamala im Herbst 2007 mit grosser Mehrheit beschlossen. Diese ist jedoch Ende 2012 ausgelaufen. Sie
wurde von der Regionsversammlung zwar schon zweimal um je ein Jahr bis Ende 2014 verl&auml;ngert. Sie
wird k&uuml;nftig aber definitiv wegfallen. Damit droht ab 1. Januar 2015 eine akute Finanzierungsl&uuml;cke im
regionalen Tourismus. Die fehlenden Mittel w&uuml;rden unweigerlich zu einem Leistungsabbau f&uuml;hren und
damit die grosse Aufbauarbeit der letzten Jahre gef&auml;hrden.
1.1 Mittelherkunft und Mittelverwendung bisher
2. Ausarbeitung einer neuen L&ouml;sung
Die Gemeinden haben den Handlungsbedarf erkannt und die regioViamala als Regionalverband am 7.
Februar 2013 beauftragt, eine Kommission einzusetzen, die einen Vorschlag f&uuml;r eine zeitgem&auml;sse
Tourismusfinanzierung erarbeitet. Die Kommission umfasst 18 Vertreter aus Politik, Tourismus,
Landwirtschaft und Gewerbe, welche von den Gemeinden vorgeschlagen wurden. Ein Ausschuss von 5
Personen hat die Grundlagen erarbeitet.
Da die Kantonale Gebietsreform nicht vorsieht, dass die Region Gesetze erlassen kann, muss ein
einheitliches Tourismusgesetz in jeder einzelnen Gemeinde separat eingef&uuml;hrt werden. Weil sich der
Gast nicht an Gemeindegrenzen orientiert und die touristische Vermarktung &uuml;ber die ganze Region
erfolgt, ist es wichtig, dass sich alle Gemeinden solidarisch an der Tourismusfinanzierung beteiligen.
Die Kommission hat das Gesetz nach eingehender Beratung und nach einer breit angelegten
Vernehmlassung zuhanden der Gemeinden verabschiedet. In zahlreichen Gespr&auml;chen mit verschiedenen
Gemeindevertretern konnten offene Fragen gekl&auml;rt und die Vorlage bereinigt werden, so dass das
Gesetz nun zur Abstimmung in den Gemeinden bereit ist.
2.1 Mittelherkunft und Mittelverwendung in Zukunft
2.2 Einsatz zus&auml;tzlicher Marketingmittel
Die Entwicklung auf dem Tourismusmarkt sowie der rasant voranschreitende technologische Fortschritt
erfordern gegen&uuml;ber heute zus&auml;tzliche Mittel in H&ouml;he von mindestens CHF 200‘000 pro Jahr. Deren
Einsatz ist in den Bereichen Technologie (Internet, Buchungssystem, Soziale Medien),
Angebotsentwicklung (z.B. Projekt Innovation durch Kultur), Marktbearbeitung und Medienarbeit
3. Grunds&auml;tze der neuen Tourismusfinanzierung
• Bemessung der Abgabegruppen nach Tourismusabh&auml;ngigkeit und Wertsch&ouml;pfung, d.h. die
Abgabepflichtigen leisten einen Beitrag entsprechend ihrem Nutzen, den sie potenziell aus dem
Tourismus ziehen
• Modell: G&auml;steabgabe (GA) und Tourismusf&ouml;rderungsabgabe (TFA)
- alle Abgabepflichtigen bezahlen entweder eine GA oder eine TFA
- Durchgehende Pauschalierung der Abgaben (kein Missbrauch, weniger administrativer Aufwand)
- Systemwechsel von der Frequenz- zur Kapazit&auml;tsbesteuerung (z.B. in der Beherbergung diente
bisher die Anzahl Logiern&auml;chte, neu die Anzahl Zimmer als Bemessungsgr&ouml;sse)
• Abstufung innerhalb der Region nach Tourismusintensit&auml;t (Einteilung der 29 Gemeinden in vier
Kategorien, vgl. Anhang A zu dieser Botschaft)
• Regelung der Aufgabenteilung, Zust&auml;ndigkeiten und Finanzstr&ouml;me in einer Leistungsvereinbarung
zwischen Gemeinden und Viamala Tourismus (ein Muster einer Leistungsvereinbarung am Beispiel
der Gemeinde Cazis liegt bei jeder Gemeindekanzlei auf oder kann unter www.regioviamala.ch
eingesehen werden)
4. Berechnungsgrundlagen
In Gemeinden, die bisher bereits ein Kurtaxen- und ein Tourismusf&ouml;rderungsabgabegesetz kennen, sind
die Beitr&auml;ge mit dem neuen Gesetz in einem vergleichbaren Rahmen. Zudem gilt es zu ber&uuml;cksichtigen,
dass die Ans&auml;tze in zahlreichen Gemeinden &uuml;ber l&auml;ngere Zeit nicht mehr angepasst wurden. In
Gemeinden, welche bisher nur ein Kurtaxengesetz oder gar keine Tourismusgesetzgebung hatten, sind
die Beitr&auml;ge erheblich h&ouml;her bzw. g&auml;nzlich neu. In Gemeinden ohne Tourismusf&ouml;rderungsabgabe (TFA)
wurden bisher teilweise erheblich h&ouml;here Mitgliederbeitr&auml;ge erhoben. Mit dem neuen Gesetz w&uuml;rden alle
Mitglieder in der gesamten Region gleichgestellt, was von verschiedenen Seiten immer wieder gefordert
wird. Der Vorstand von Viamala Tourismus hat der Generalversammlung im Hebst 2014 ein neues
Mitgliederreglement unterbreitet. Dieses wurde unter Vorbehalt der Einf&uuml;hrung des neuen
Tourismusgesetzes verabschiedet.
5. Zeitplan
Die Gemeinden in der Region Viamala werden vor Weihnachten 2014 abstimmen. Das neue Gesetz
kann im Jahr 2015 eingef&uuml;hrt werden, sofern 24 von 29 Gemeinden der Vorlage zustimmen, darunter die
Zentrumsgemeinden Spl&uuml;gen, Andeer und Thusis.
Die von den Gemeinden eingesetzte Kommission und der Vorstand der regioViamala empfehlen Ihnen,
dem Gesetz zuzustimmen. Wenn alle Gemeinden sich solidarisch engagieren, sind die Beitr&auml;ge f&uuml;r die
einzelnen Betriebe und Ferienwohnungsbesitzer tragbar. Eine stabile Tourismusfinanzierung sichert die
wirtschaftliche Entwicklung unserer Region und steigert die Lebensqualit&auml;t f&uuml;r unsere Bev&ouml;lkerung.
7. Weitere Ausk&uuml;nfte
F&uuml;r Fragen zum Gesetz bzw. zu den Berechnungsgrundlagen stehen Ihnen die Ausschussmitglieder der
von den Gemeinden eingesetzten Kommission gerne zur Verf&uuml;gung:
Hansj&uuml;rg Gredig, Tel. 079 236 75 93, gredig.sarn@bluewin.ch
Ueli Bleiker, Tel. 081 650 11 33, u.bleiker@bluewin.ch
Gion Fravi, Tel. 044 760 52 18, gion.fravi@fraviundfravi.ch
Philipp B&uuml;hler, Tel. 079 791 82 32, philipp_buehler@bluewin.ch
Gesetz &uuml;ber die Erhebung der G&auml;ste- und
Tourismusf&ouml;rderungsabgabe der Gemeinde Domleschg
(Tourismusgesetz Viamala)
Von der Gemeindeversammlung erlassen am ...
Von der Regierung genehmigt am ...
Personen-, Funktions- und Berufsbezeichnungen in diesem Gesetz beziehen sich auf beide Geschlechter,
soweit sich aus dem Sinn des Gesetzes nichts anderes ergibt.
Dieses Gesetz wird nach der Annahme gem&auml;ss Beschluss der Gemeindeversammlung Domleschg vom
1. Oktober 2014 noch geschlechterneutral umformuliert
Die Gemeinde Domleschg erhebt zur F&ouml;rderung des Tourismus G&auml;ste- und
Tourismusf&ouml;rderungsabgaben.
Subsidi&auml;res Recht
Schreibt dieses Gesetz nichts anderes vor, gelten das Steuergesetz des Kantons Graub&uuml;nden (StG)
sowie das Gesetz &uuml;ber die Gemeinde- und Kirchensteuern (GKStG) in der jeweils geltenden Fassung
subsidi&auml;r.
Das Gebiet der Tourismusregion Viamala wird in vier Tourismuszonen aufgeteilt:
Gemeinden/Fraktionen mit sehr hoher Tourismusintensit&auml;t (100%)
Gemeinden/Fraktionen mit hoher Tourismusintensit&auml;t (90%)
Gemeinden/Fraktionen mit mittlerer Tourismusintensit&auml;t (80%)
Gemeinden/Fraktionen mit geringer Tourismusintensit&auml;t (70%)
Die Gemeinde kann innerhalb ihres Perimeters Abstufungen zwischen einzelnen Fraktionen vornehmen.
Die Abstufung nach Tourismuszonen bzw. der entsprechende Prozentsatz kommt bei der Berechnung
der Abgabe in den Bereichen Beherbergung, Gastronomie und Landwirtschaft zur Anwendung.
II. G&Auml;STEABGABE
Steuersubjekt
Jeder Gast in der Gemeinde Domleschg unterliegt der G&auml;steabgabepflicht. Gast im Sinne dieses
Gesetzes ist jede Person, welche, ohne steuerrechtlichen Wohnsitz in der Gemeinde Domleschg zu
haben, in der Gemeinde &uuml;bernachtet.
Grundeigentum in der Gemeinde im Sinne von Art. 655 ZGB befreit nicht von der G&auml;steabgabepflicht.
Steuerobjekt
Als Berechnungsgrundlage f&uuml;r die Erhebung der G&auml;steabgabe dient die Logiernacht.
Die G&auml;steabgabe f&uuml;r G&auml;ste, die in Beherbergungsbetrieben gem&auml;ss Art. 13 a) und b) &uuml;bernachten, ist in
der Tourismusf&ouml;rderungsabgabe enthalten.
Befreiung von der G&auml;steabgabe
Von der G&auml;steabgabepflicht befreit sind:
a) Kinder unter 12 Jahren.
b) Personen, die unentgeltlich im Haushalt von Personen &uuml;bernachten, die in der Gemeinde
steuerrechtlichen Wohnsitz haben.
c) Personen, die sich in Aus&uuml;bung einer amtlichen, milit&auml;rischen, zivilschutzrechtlichen oder
polizeilichen Funktion in der Gemeinde aufhalten.
d) Personen, die ihrem Beruf unter Einhaltung der &uuml;blichen Arbeitszeit nachgehen, nicht aber
Teilnehmende an Veranstaltungen wie Sportanl&auml;sse, Kongresse, Seminare, Tagungen, Kurse,
auch wenn diese beruflichen Zielen dienen.
e) Wochenaufenthalter, Saisonangestellte sowie Bewohner von Alters- und Pflegeheimen.
f) Personen, die sich in der Gemeinde zum Besuch einer Schule oder zur Erlernung eines Berufs
aufhalten.
g) Nachweislich kostenlos logierende Personen im Rahmen von PR-Aktionen wie Medienschaffende,
Busfahrer, Reiseleiter, Vertreter von Reiseb&uuml;ros, die aus beruflichen Gr&uuml;nden in der Gemeinde
&uuml;bernachten.
Bemessung der individuellen G&auml;steabgabe
Die individuelle G&auml;steabgabe betr&auml;gt pro Logiernacht CHF 2.45 bis CHF 4.50.
Der Gemeindevorstand setzt die H&ouml;he der jeweils geltenden G&auml;steabgabe innerhalb dieses Rahmens auf
Antrag der Tourismusorganisation fest. F&uuml;r die Berechnung der Pauschalen gem&auml;ss Art. 10 wird mit einer
Eigennutzung von 30 bis 40 &Uuml;bernachtungen pro Person und Jahr gerechnet.
Obligatorische Pauschale f&uuml;r die G&auml;steabgabe
Eigent&uuml;mer und Dauermieter von Objekten gem&auml;ss Art. 10 haben f&uuml;r sich und ihre Familienangeh&ouml;rigen
unabh&auml;ngig von Dauer und H&auml;ufigkeit des Aufenthalts die G&auml;steabgabe in Form einer Jahrespauschale
zu entrichten (obligatorische Jahrespauschale). Diese Jahrespauschale schliesst auch Nutzniessende
ein, denen diese &Uuml;bernachtungsm&ouml;glichkeiten unentgeltlich zur Verf&uuml;gung gestellt werden.
Art. 10 Bemessung der Pauschalen
Die obligatorische G&auml;steabgabe f&uuml;r Wohnungen bzw. Camping-Stellpl&auml;tze betr&auml;gt pro Wohneinheit und Jahr
1 - 1.5 Zimmerwohnung
2 - 2.5 Zimmerwohnung
3 - 3.5 Zimmerwohnung
4 - 4.5 Zimmerwohnung
ab 5 Zimmerwohnung
Maiens&auml;ssh&uuml;tte
CHF 261
CHF 423
CHF 376
CHF 392
Maiens&auml;ssh&uuml;tten, welche vom Eigent&uuml;mer ausschliesslich zur landwirtschaftlichen Selbstbewirtschaftung
genutzt werden, sind abgabefrei.
Massgebend f&uuml;r die Steuerpflicht und die Bemessung sind die jeweils am Anfang des Kalenderjahres
bestehenden Eigentums- und Mietverh&auml;ltnisse.
Der Gemeindevorstand ist befugt, alle diese Ans&auml;tze je nach Bedarfslage bis maximal 10% zu erh&ouml;hen.
Die daraus resultierenden Mehreinnahmen d&uuml;rfen nur befristet und f&uuml;r spezielle touristische Projekte
Art. 11 Einzug der G&auml;steabgaben/F&auml;lligkeit
Die Pauschalen gem&auml;ss Artikel 10 werden per Ende April des jeweiligen Kalenderjahres f&auml;llig und sind
der Gemeinde von den Eigent&uuml;mern, Nutzniessern bzw. Dauermietern innert 30 Tagen seit
Rechnungsstellung zu bezahlen.
III. TOURISMUSF&Ouml;RDERUNGSABGABE
Art. 12 Steuersubjekt (Grundsatz)
Einer Tourismusf&ouml;rderungsabgabe unterliegen Gesellschaften mit oder ohne juristische Pers&ouml;nlichkeit
und selbst&auml;ndig erwerbende Personen, sofern sich der Sitz oder die tats&auml;chliche Verwaltung der
Gesellschaft bzw. der steuerrechtliche Wohnsitz oder Aufenthalt der selbst&auml;ndig erwerbenden Person in
der Gemeinde Domleschg befindet.
Personen, welche die Bedingungen von Absatz 1 nicht erf&uuml;llen, unterliegen ebenfalls der
Tourismusf&ouml;rderungsabgabe, wenn sie in der Gemeinde Inhaber, Teilhaber oder Nutzniesser von
Betrieben sind bzw. Betriebsst&auml;tten/Filialen, Gesch&auml;ftsstellen oder Briefkastenfirmen unterhalten.
Art. 13 Steuersubjekt (im Speziellen)
Der Tourismusf&ouml;rderungsabgabe unterliegen insbesondere:
Beherbergungsbetriebe wie Hotels, Aparthotels, Clubhotels, Pensionen, Gasth&ouml;fe, Bergh&auml;user,
Jugendherbergen, Gruppenunterk&uuml;nfte, Erholungsheime usw.
Vermieter von Ferienh&auml;usern, Ferienwohnungen, Privatzimmern, Maiens&auml;ssh&uuml;tten sowie von
Standpl&auml;tzen f&uuml;r Wohnwagen, Wohnmobile, Zelte usw.
Restaurants, Bars, Dancings, Clublokale, Diskotheken usw.
Bergbahn- und Skiliftunternehmungen, Thermalb&auml;der, Schluchtbetriebe usw.
Sportschulen und Anbieter von Freizeitaktivit&auml;ten wie Schneesportschulen, Bergf&uuml;hrer usw.
Handels-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe wie Banken, Versicherungsvertretungen, Kioske,
Imbissbuden, Caterer, Tankstellen, Reiseb&uuml;ros, Lebensmittelsmittelgesch&auml;fte, Telekommunikationsanbieter usw., ferner Selbst&auml;ndigerwerbende wie Anw&auml;lte, Architekten, &Auml;rzte, Consultants,
Immobilientreuh&auml;nder, Ingenieure, Notare, Treuh&auml;nder, Verm&ouml;gensverwalter usw.,
Handwerksbetriebe des Bauhaupt- und Nebengewerbes sowie Betriebe f&uuml;r Personen- und
G&uuml;tertransporte.
Art. 14 Steuerobjekt
Der Tourismusf&ouml;rderungsabgabe unterliegt jede unternehmerische bzw. freiberufliche T&auml;tigkeit in der
Gemeinde Domleschg. F&uuml;r jeden Betrieb mit eigener Rechtspers&ouml;nlichkeit wird die
Tourismusf&ouml;rderungsabgabe separat erhoben.
Abgabepflichtige mit Betriebsteilen in mehreren Branchen/Gruppen nach Art. 13 sind f&uuml;r jeden einzelnen
Betriebsteil steuerpflichtig. Betreibt ein Inhaber eines Beherbergungsbetriebes am gleichen Standort
einen zus&auml;tzlichen Betrieb/zus&auml;tzliche Betriebe in den Bereichen Gastronomie oder Gewerbe, so entf&auml;llt
f&uuml;r diese Betriebsteile die Grundtaxe, jedoch nicht die Abgabe nach Sitzpl&auml;tzen bzw. nach Anzahl im
Jahresdurchschnitt besch&auml;ftigte Mitarbeiter.
Bei Personengesellschaften ist der Betrieb als Gesamtes steuerpflichtig.
Art. 15 Ausnahmen
Folgende Betriebe sind von der Bezahlung der Tourismusf&ouml;rderungsabgabe befreit:
die Gemeinde, mit Ausnahme ihrer Betriebe mit Erwerbscharakter
die vom Gemeindevorstand bezeichnete Tourismusorganisation mit Ausnahme ihrer Betriebe mit
Museen, sofern sie &ouml;ffentlich zug&auml;nglich sind
Vereine, Stiftungen und weitere Institutionen, soweit sie von kommunalen, kantonalen und
eidgen&ouml;ssischen Steuern befreit sind, mit Ausnahme ihrer Betriebe mit Erwerbscharakter
In besonderen F&auml;llen, insbesondere wenn die Bezahlung der Tourismusf&ouml;rderungsabgabe f&uuml;r den
Pflichtigen eine unverh&auml;ltnism&auml;ssige H&auml;rte bedeutet, kann der Gemeindevorstand auf begr&uuml;ndetes
Gesuch hin Ausnahmen von der Abgabepflicht gew&auml;hren oder diese angemessen reduzieren.
Art. 16 Bemessung der Tourismusf&ouml;rderungsabgabe
Die Tourismusf&ouml;rderungsabgabe wird nach folgenden Massst&auml;ben pro Branche/Gruppe von
Abgabepflichtigen bemessen und betr&auml;gt pro Jahr f&uuml;r:
Inhaber von Beherbergungsbetrieben:
Pro Zimmer im 1*/2*-Hotel
Pro Zimmer im 3*-Hotel
Pro Zimmer im 4*-Hotel
Pro Zimmer im 5*-Hotel
Pro Bett/Lagerplatz in Gruppenunterkunft,
Bergh&auml;usern und Jugendherbergen
Camping-Stellplatz (pauschal)
CHF 36
Maiens&auml;ssh&uuml;tten (pauschal)
Maiens&auml;ssh&uuml;tten welche vom Eigent&uuml;mer ausschliesslich zur landwirtschaftlichen Selbstbewirtschaftung
Gastronomiebetriebe (Restaurants, Bars, Dancings, Clublokale, Diskotheken usw.)
Grundtaxe
Pl&auml;tze
CHF 231
CHF 333
-100 Pl.
-150 Pl.
-200 Pl.
&gt;200 Pl.
CHF 334
CHF 408
CHF 357
CHF 621
CHF 552
CHF 483
Gez&auml;hlt werden alle Innenpl&auml;tze, inkl. Saalpl&auml;tze bei maximaler Bestuhlung mit Tischen
Bergbahn- und Skiliftunternehmungen, Thermalb&auml;der, Schluchtbetriebe
0,7% der Bruttopersonenverkehrseinnahmen bzw. der Einnahmen aus Eintrittsgeldern pro Jahr
Sportschulen, Bergf&uuml;hrer, Handels-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe
Die Tourismusf&ouml;rderungsabgabe berechnet sich aus einer Grundtaxe pro Betrieb sowie einer
Abgabe pro im Jahresdurchschnitt besch&auml;ftigte Person. Die Handels-, Gewerbe- und
Dienstleistungsbetriebe werden aufgrund ihrer Tourismusabh&auml;ngigkeit und ihrer
Wertsch&ouml;pfungskraft in drei Abgabeklassen (Gewerbe I, Gewerbe II, Gewerbe III) eingeteilt.
Gewerbe I:
Gewerbe II:
Sportschulen, Bergf&uuml;hrer, Banken, Immobilienwesen
Versicherungen, Treuhandb&uuml;ros, Nahrungsmittel/Getr&auml;nke/Tabak, Imbissbuden, Cateringbetriebe, Eisenbahn- und Linienverkehr, Vermietung von Mobilien, Detailhandel, &Uuml;briger
Personenverkehr/Lagerei/Frachtumschlag, Unternehmensbezogene Dienstleistungen,
Bauhaupt und -nebengewerbe, Forstwirtschaft, Grosshandel, Garagengewerbe und
Tankstellen, Strahler
Gewerbe III: Energie- und Wasserversorgung, Reiseb&uuml;ros, Entsorgung von Abwasser und Abfall,
Unterrichtswesen ohne &ouml;ffentliche Schulen, Pers&ouml;nliche Dienstleistungen, Verlags- und
Druck-gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, Veterin&auml;rwesen, Unterhaltung/Kultur/Sport,
Abgabeklasse
Grundtaxe in CHF
Gewerbe I
Gewerbe II
Gewerbe III
Personalfaktor pro Mitarbeitenden in CHF
bis 10 Mitarbeitende
ab der/dem 11.
Direktzahlungsberechtigte Landwirtschaftsbetriebe
Beitrag pro bewirtschaftete Hektare in CHF
Lehrlinge werden bei der Ermittlung der Anzahl Besch&auml;ftigte nicht mitgerechnet.
Betriebe in der Beherbergungs- und Gastronomiebranche, die Lernende ausbilden, k&ouml;nnen folgende
Pauschalabz&uuml;ge geltend machen: CHF 150.00 bis drei Lernende; CHF 250.00 f&uuml;r vier bis sechs
Lernende; CHF 400.00 ab sieben Lernende.
Der Jahresdurchschnitt der besch&auml;ftigten Personen (Vollzeit&auml;quivalent) wird wie folgt ermittelt:
Besch&auml;ftigungsdauer aller Mitarbeitenden in Monaten
Betriebe, die in der obigen Umschreibung nicht aufgez&auml;hlt sind, werden in jener Kategorie erfasst, in
welche sie nach ihrer Unternehmensstruktur sinngem&auml;ss einzuordnen sind.
bestehenden Eigentums- bzw. Mietverh&auml;ltnisse.
Art. 17 Einzug der Tourismusf&ouml;rderungsabgaben/F&auml;lligkeit
Die Tourismusf&ouml;rderungsabgaben werden per Ende April des jeweiligen Kalenderjahres f&auml;llig und sind
der Gemeinde von den Abgabepflichtigen innert 30 Tagen seit Rechnungsstellung zu bezahlen.
Beherbergungsbetriebe entrichten die Abgaben in zwei Tranchen (je 50% per Ende April bzw. Ende
Oktober des jeweiligen Kalenderjahres).
IV. GEMEINDEBEITRAG
Art. 18 Gemeindebeitrag
Die Gemeinde entrichtet j&auml;hrlich eine Grundtaxe von Fr. 270.- sowie einen Beitrag von CHF 4.50 pro
Einwohner. In Gemeinden mit &uuml;ber 1‘500 Einwohnern betr&auml;gt der Beitrag CHF 2.50 pro Einwohner.
V. GEMEINSAME BESTIMMUNGEN
Art. 19 Verwendung der Abgaben
Die Ertr&auml;ge aus der G&auml;steabgabe sind zur Finanzierung des Unterhalts und f&uuml;r die Weiterentwicklung
touristischer Anlagen sowie zur Unterst&uuml;tzung von Veranstaltungen zu verwenden, welche f&uuml;r G&auml;ste
geschaffen und von ihnen in &uuml;berwiegendem Masse ben&uuml;tzt werden k&ouml;nnen.
Die Ertr&auml;ge aus der Tourismusf&ouml;rderungsabgabe sind im Interesse der steuerpflichtigen Personen,
insbesondere f&uuml;r die Finanzierung von Marketingaktivit&auml;ten, touristischer Infrastruktur sowie sportlichen
und kulturellen Anl&auml;ssen zu verwenden. Sie d&uuml;rfen nicht f&uuml;r die Finanzierung ordentlicher
Gemeindeaufgaben eingesetzt werden.
Art. 20 Vollzug und Verwaltung
Der Vollzug dieses Gesetzes mit allen damit verbundenen Vorkehrungen obliegt der Gemeinde
S&auml;mtliche rechtskr&auml;ftige Verf&uuml;gungen des Gemeindevorstandes gelten als Rechts&ouml;ffnungstitel im Sinne
von Art. 80 SchKG. Das Inkasso kann an Dritte ausgelagert werden.
Art. 21 Leistungsauftrag an die Regionale Tourismusorganisation
Die G&auml;steabgabe und die Tourismusf&ouml;rderungsabgabe sowie die Gemeindebeitr&auml;ge werden zur
Finanzierung der Aufgaben der Regionalen Tourismusorganisation sowie der tourismusrelevanten
Aufgaben der jeweiligen Gemeinde gem&auml;ss Leistungsauftrag verwendet.
Der Leistungsauftrag wird vom Gemeindevorstand mit der Regionalen Tourismusorganisation erarbeitet
und abgeschlossen. Er ist regelm&auml;ssig, mindestens aber alle vier Jahre, einer &Uuml;berpr&uuml;fung zu
unterziehen und bei Bedarf anzupassen.
Art. 22 Geldwert&auml;nderung
Die in diesem Gesetz festgelegten Ans&auml;tze entsprechen dem Stand des Landesindex der Konsumentenpreise Mai 2013. Ver&auml;ndert sich der Landesindex um mindestens 10 Punkte, kann das
Gemeindesteueramt die Ans&auml;tze gem&auml;ss Art. 8, 10 und 16 entsprechend der Teuerung anpassen.
Art. 23 Kontrolle und Auskunftspflicht
Die Veranlagungsbeh&ouml;rde ist berechtigt, die f&uuml;r die Erhebung der Abgaben erforderlichen Kontrollen
vorzu-nehmen oder Dritte damit zu beauftragen.
Die Kontrollorgane haben sich bei Aus&uuml;bung ihrer Funktion mit dem entsprechenden Ausweis zu legitimieren. Ihnen sind die gew&uuml;nschten Ausk&uuml;nfte zu erteilen und die verlangten Unterlagen vorzuweisen.
Der Veranlagungsbeh&ouml;rde bezeichnet die Art und Weise der Auskunftserteilung und die ihr zur Pr&uuml;fung
einzureichenden Unterlagen unter Ansetzung einer angemessenen Frist.
Art. 24 Anzeigepflicht
Soweit nichts anderes bekannt, haben alle abgabepflichtigen Personen von sich aus die
abgabepflichtigen Vorg&auml;nge anzuzeigen, insbesondere auch was die Nutzungsart der Wohneinheiten
(nicht bewirtschaftet, bewirtschaftet, dauervermietet) anbelangt.
Die erforderlichen Formulare f&uuml;r die Veranlagung der Abgaben k&ouml;nnen auf der Gemeindekanzlei
Art. 25 Feststellung der subjektiven Steuerpflicht
Bestreitet der Pflichtige die subjektive Steuerpflicht, kann er dar&uuml;ber einen Entscheid verlangen.
Art. 26 Ermessensveranlagung
Die G&auml;ste- und Tourismusf&ouml;rderungsabgaben werden nach pflichtgem&auml;ssem Ermessen veranlagt,
wenn der Abgabepflichtige seine Verfahrenspflichten trotz Mahnung und Androhung einer Ermessenseinsch&auml;tzung nicht erf&uuml;llt.
Die Ermessenstaxation kann nur mit dem Vorwurf der Willk&uuml;r angefochten werden.
Art. 27 Verzugs- und Verg&uuml;tungszins/Mahngeb&uuml;hren
F&uuml;r Taxen, die nicht innert der festgesetzten Zahlungsfrist beglichen werden, wird ein Verzugszins
zuz&uuml;glich allf&auml;lliger Mahngeb&uuml;hren berechnet.
Ergibt sich aufgrund eines erfolgreich ergriffenen Rechtsmittels, dass ein zu hoher Betrag bezahlt wurde,
ist der Differenzbetrag mit einem Verg&uuml;tungszins zu erstatten.
Verzugs- und Verg&uuml;tungszinsen entsprechen den kantonalen Ans&auml;tzen.
VI. WIDERHANDLUNGEN UND RECHTSMITTEL
Art. 28 Widerhandlungen
Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die der Veranlagungsbeh&ouml;rde nicht bekannt
waren, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskr&auml;ftige Veranlagung
unvollst&auml;ndig ist, wird die nicht bzw. zu wenig veranlagte Steuer nebst Zins als Nachsteuer erhoben.
Dasselbe gilt auch f&uuml;r die Rahmen der Selbstveranlagung zu entrichtenden Abgaben.
Wer seiner Pflicht, die ihm nach den Vorschriften dieses Gesetzes oder nach einer aufgrund dieses
Gesetzes getroffenen Anordnung obliegt, trotz Mahnung vors&auml;tzlich oder fahrl&auml;ssig nicht nachkommt,
wird vom Gemeindesteueramt mit einer Busse bis zu Fr. 10'000.– bestraft.
Wer vors&auml;tzlich oder fahrl&auml;ssig bewirkt, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben oder eine rechtskr&auml;ftige Veranlagung unvollst&auml;ndig ist, wird von der Veranlagungsbeh&ouml;rde mit einer Busse bestraft.
Deren H&ouml;he richtet sich nach dem jeweils geltenden kantonalen Steuergesetz.
Art. 29 Rechtsmittel
Verf&uuml;gungen der Veranlagungsbeh&ouml;rde sind mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen.
Verf&uuml;gungen der Veranlagungsbeh&ouml;rde k&ouml;nnen beim Gemeindevorstand innert 30 Tagen angefochten
Einspracheentscheide des Gemeindevorstandes, die zu begr&uuml;nden und mit einer Rechtsmittelbelehrung
zu versehen sind, k&ouml;nnen nach Massgabe des Gesetzes &uuml;ber die Verwaltungsrechtspflege (VRG) innert
30 Tagen beim Verwaltungsgericht angefochten werden.
VII. &Uuml;BERGANGS- UND SCHLUSSBESTIMMUNGEN
Art. 30 Anpassung der Abgaben
Der Gemeindevorstand kann die Ans&auml;tze der G&auml;ste- und Tourismusf&ouml;rderungsabgaben im Sinne von Art.
8, 10 und 16 anpassen.
Die angepassten Ans&auml;tze treten jeweils auf Beginn des neuen Kalenderjahres, jedoch fr&uuml;hestens drei
Monate nach Beschlussfassung in Kraft.
Alle Anpassungen sind im amtlichen Publikationsorgan der Gemeinde unter Angabe der Inkraftsetzung
bekannt zu geben.
Art. 31 &Uuml;bergangsbestimmungen
Das neue Recht findet auf alle abgaberechtlichen Tatbest&auml;nde Anwendung, welche sich nach dem 1. Mai
2015 verwirklicht haben. Dies gilt insbesondere auch hinsichtlich der Bestimmung der Steuerpflicht und
der steuerpflichtigen Personen.
Art. 32 Inkrafttreten
Das vorliegende Gesetz tritt nach Annahme durch die Gemeindeversammlung und Genehmigung durch
die Regierung des Kantons Graub&uuml;nden in Kraft.
Mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes werden alle Erlasse und Beschl&uuml;sse der Gemeinde, welche dem
vorliegenden Gesetz widersprechen, insbesondere das Gesetz &uuml;ber Kurtaxen und Tourismusf&ouml;rderungsabgaben der Gemeinde Tomils aufgehoben.
Art. 33 Gemeindeeinteilung in Tourismuszonen
Die Liste mit der Gemeindeeiteilung in Tourismuszonen bildet einen integrierenden Bestandteil dieses
Gesetzes.
Von der Gemeindeversammlung genehmigt am ...
Der Pr&auml;sident:
Der Aktuar:
Von der Regierung des Kantons Graub&uuml;nden genehmigt gem&auml;ss Beschluss RB ... vom ....
Der Kanzleidirektor:
Anhang A: Zoneneinteilung, Anteile und Beitr&auml;ge nach Gemeinden
Spl&uuml;gen
F&uuml;rstenau
Sils i.D.
Anteil an
ReTO/Marketing
Anteil Gemeinde/
(R&uuml;ckfluss)
209‘653.00
152‘019.00
188‘490.00
69‘721.00
54‘021.00
73‘498.00
51‘919.00
22‘320.00
25‘462.00
14‘293.00
39‘472.00
21‘808.00
20‘386.00
10‘461.00
19‘099.00
26‘915.00
148‘514.00
84‘142.00
28‘091.00
1‘899.00
11‘300.00
8‘130.00
17‘124.00
10‘474.00
16‘898.00
33‘879.00
9‘085.00
8‘752.00
27‘793.00
103‘758.00
66‘306.00
54‘342.00
33‘366.60
23‘490.00
30‘264.60
28‘690.20
9‘820.80
11‘769.60
6‘108.00
22‘044.00
11‘059.20
10‘214.40
4‘545.60
8‘100.00
12‘912.00
64‘154.00
37‘252.80
14‘937.60
3‘301.20
2‘990.40
4‘998.00
2‘314.20
4‘363.80
9‘861.60
2‘322.60
3‘620.40
8‘454.60
105‘895.00
85‘713.00
134‘148.00
36‘354.40
30‘531.00
43‘233.40
23‘288.80
12‘499.20
13‘692.40
8‘185.00
17‘428.00
10‘748.80
10‘171.60
5‘915.40
10‘999.00
14‘003.00
84‘359.60
46‘889.20
13‘153.40
1‘504.20
7‘998.80
5‘139.60
12‘126.00
8‘159.80
12‘534.20
24‘017.40
6‘762.40
5‘131.60
19‘338.40
1‘405‘618.00
595‘757.40
809‘860.60
Die in der Modellrechnung ver&ouml;ffentlichten Zahlen sind provisorisch und weisen aufgrund verschiedener
Quellen und unterschiedlicher Aktualit&auml;t eine gewisse Ungenauigkeit auf. Die Werte basieren auf
statistischen Angaben von Bund und Kanton, sie erm&ouml;glichen einen Grob&uuml;berblick.
Kriterien f&uuml;r die Zuteilung der Gemeinden nach Tourismuszonen
- Wie stark profitieren die G&auml;ste vom touristischen Angebot vor Ort?
- Wie gut ist das touristische Angebot zug&auml;nglich (Erreichbarkeit, Erschliessung)?
- Wie stark profitiert die lokale Wirtschaft vom Tourismus?
Gesamtbeitrag pro Gemeinde
- Abzurechnen sind die effektiv durch das Gesetz genierten Einnahmen.
- Die Gemeinden haften nicht f&uuml;r eine allf&auml;llige Differenz gegen&uuml;ber der Modellrechnung.
Anteil Gemeinde
- 60% der durch die Beherbergung mittels Gesetz generierten Mittel (entspricht bisheriger Praxis)
- Einsatz f&uuml;r tourismusrelevante Infrastrukturen und Dienstleistungen gem&auml;ss Leistungsvereinbarung mit
der Regionalen Tourismusorganisation (Ein Muster einer Leistungsvereinbarung am Beispiel der
Gemeinde Cazis liegt auf der Gemeindekanzlei auf oder ist unter www.regioviamala.ch einsehbar)
Anteil Regionale Tourismusorganisation
- Einsatz der Mittel zur Erf&uuml;llung des Grundauftrages gem&auml;ss Leistungsvereinbarung (Marketing,
Kommunikation, Entwicklung und Pfleger der Marke Viamala, G&auml;steinformation, G&auml;steprogramm,
Qualit&auml;tssicherung/Controlling, Tourismusentwicklung/Projekte/Kooperationen)
Anhang B: Berechnungsbeispiele
1. Berechnung der j&auml;hrlichen Beitr&auml;ge f&uuml;r die G&auml;steabgabe (GA)
Besitzer von nicht vermieteten Zweitwohnungen oder Dauermieter von Ferienwohnungen (Art. 10)
Beitrag nach Wohnungsgr&ouml;sse (Anzahl Zimmer) gem&auml;ss Tourismuszone der entsprechenden Gemeinde
Bsp. Zweit-/Ferienwohnung mit 3.5-Zimmern in Scharans: CHF 329.00 = CHF 329.00
Dauermieter eines Camping-Stellplatzes (Art. 10)
Beitrag pro Stellplatz gem&auml;ss Tourismuszone der entsprechenden Gemeinde
Bsp. Dauermieter auf dem Campingplatz Ander: CHF 200.00
2. Berechnung der j&auml;hrlichen Beitr&auml;ge f&uuml;r die Tourismusf&ouml;rderungsabgabe (TFA)
Hotellerie (Art. 16 a)
Anzahl G&auml;stezimmer x Beitrag pro Zimmer gem&auml;ss Tourismuszone der entsprechenden Gemeinde
Bsp. 3*-Hotel mit 30 Zimmern in Spl&uuml;gen: 30x CHF 470.00 = CHF 14‘100.00
Gruppenunterkunft (Art. 16 a)
Anzahl Betten/Lagerpl&auml;tze x Beitrag pro Bett/Lagerplatz gem&auml;ss Tourismuszone der entspr. Gemeinde
Bsp. Gruppenunterkunft mit 25 Betten im Avers: 25x CHF 40.50 = CHF 1‘012.50
Camping-Stellplatz (Art. 16 a)
Anzahl Stellp&auml;tze x Beitrag pro Stellplatz gem&auml;ss Tourismuszone der entsprechenden Gemeinde
Bsp. 10 Stellpl&auml;tze f&uuml;r Kurzaufenthalter auf dem Campingplatz Andeer: 10x CHF 200.00 = CHF 2‘000.00
Ferienwohnung (Art. 16 b)
Anzahl Zimmer x Beitrag pro Zimmer gem&auml;ss Tourismuszone der entsprechenden Gemeinde
Bsp. 1 vermietete 3.5-Zimmerwohnung in Scharans: 1x CHF 329.00 = CHF 329.00
Gastronomiebetrieb ohne Beherbergung (Art. 16 c)
Grundtaxe + Beitrag nach Sitzplatzkategorie gem&auml;ss Tourismuszone der entsprechenden Gemeinde
Bsp. 1 Dorfrestaurant mit 40 Sitzpl&auml;tzen in Zillis: CHF 396.00 + CHF 297.00 = CHF 593.00
Gastronomiebetrieb mit Beherbergung (Art. 14, 16 c)
Beide Betriebszweige unterstehen der TFA, f&uuml;r den Gastrobetrieb entf&auml;llt jedoch die Grundtaxe
Bsp. 1*-Hotel mit 10 Zimmer &amp; 50 Gastro-Pl&auml;tzen in Cazis: 10 x CHF 304.00 + CHF 264.00 = CHF 3‘304.00
Bergbahn- und Skiliftunternehmungen, Thermalb&auml;der, Schluchtbetriebe (Art. 16 d)
Verkehrsertrag bzw. Umsatz aus Eintrittsgeldern x 0.7%
Bsp. Bergbahnunternehmung mit einem Verkehrsertrag von CHF 1‘200‘000 bezahlt CHF 8‘400.00
Gewerbebetrieb (Art. 16 e)
Grundtaxe nach Abgabeklasse + Beitrag nach im Jahresdurchschnitt besch&auml;ftigten Personen
Bsp. Schreinerei mit 3 im Jahresdurchschnitt Besch&auml;ftigten: CHF 256.00 + 3x CHF 45.00 = CHF 391.00
Landwirtschaftsbetrieb (Art. 16 f)
Grundtaxe + Beitrag pro bewirtschaftete Fl&auml;che gem&auml;ss Tourismuszone der entsprechenden Gemeinde
Bsp. Betrieb mit einer Fl&auml;che von 25 Hektaren in Flerden: CHF 80.00 + 25x CHF 4.00 = CHF 180.00
Gemeinde (Art. 18)
Grundtaxe + Beitrag pro Einwohner
Bsp. Gemeinde Hinterrhein: CHF 270.00 + 71x CHF 4.50 = CHF 589.50
Bsp. Gemeinde Thusis: CHF 270.00 + 2877x CHF 2.50 = CHF 7462.50
Anhang C: Antworten auf oft gestellte Fragen
Weshalb stimmt die Bev&ouml;lkerung der Region Viamala bereits wieder &uuml;ber ein Tourismusgesetz ab,
nachdem die Kantonale Vorlage im November 2012 klar abgelehnt wurde?
Die Kantonale Tourismusabgabe war der letzte Baustein im Rahmen der B&uuml;ndner Tourismusreform.
Die organisatorischen Strukturen wurden bereinigt, die Finanzierung der touristischen Aufgaben
jedoch nicht gel&ouml;st. Der Handlungsbedarf in der Region Viamala ist akut, zumal die heutige
Tourismusfinanzierung ungen&uuml;gend, teilweise ungerecht und l&uuml;ckenhaft ist. Das als
&Uuml;bergangsl&ouml;sung geschaffene Regionale Tourismusgesetz l&auml;uft Ende 2014 aus und ist juristisch
nicht haltbar. Ohne neue L&ouml;sung ist die Aufbauarbeit der letzten 7 Jahre im Regionalen Tourismus
akut gef&auml;hrdet.
Das neu erarbeitete Gesetz ist definitiv keine Kopie der Kantonalen Tourismusabgabe TAG. Es
basiert auf den Grundlagen der Gemeinden Churwalden und Zuoz. Die Bemessungsgrundlagen sind
gr&ouml;sstenteils anders gew&auml;hlt als beim TAG, die Ans&auml;tze sind tiefer und entsprechen den
Verh&auml;ltnissen in unserer Region. Der Spielraum f&uuml;r die Gestaltung eines neuen Tourismusgesetzes
ist gering, der Rahmen ist durch das Kantonale Gemeinde- und Kirchensteuergesetz vorgegeben.
Weshalb braucht es eine Einteilung der Gemeinden nach Tourismuszonen und warum werden
nur bestimmte Branchen nach dieser Abstufung bemessen?
Die touristische Attraktivit&auml;t und die Abh&auml;ngigkeit vom Tourismus sind in unseren 29 Gemeinden
aufgrund ihrer Lage und ihrer Infrastruktur sehr unterschiedlich. Eine Ferienwohnung in Spl&uuml;gen
l&auml;sst sich zu einem h&ouml;heren Preis vermieten als eine vergleichbare Wohnung in Rothenbrunnen. Ein
Landwirt in Andeer hat es einfacher, seine Produkte touristisch zu vermarkten als ein Betrieb in
Trans (Gemeinde Tomils). Ein Gastronomiebetrieb in Thusis hat bessere Voraussetzungen f&uuml;r
Ums&auml;tze mit Touristen als ein vergleichbarer Betrieb in Lohn.
Die Abstufung nach Tourismuszonen kommt in den Bereichen Beherbergung, Gastronomie und
Landwirtschaft zur Anwendung, weil diese Betriebe standortgebunden sind. Gewerbebetriebe
hingegen weisen eine h&ouml;here Mobilit&auml;t auf. So kann ein Baugesch&auml;ft aus Cazis problemlos Auftr&auml;ge
in Thusis oder im Schams ausf&uuml;hren.
Weshalb wird bei der G&auml;steabgabe noch immer ein Beitrag pro Logiernacht festgelegt, obwohl die
Bemessung nach Anzahl Zimmer einer Wohnung pauschal erfolgt?
Der Beitrag pro Logiernacht dient nur als Referenzwert f&uuml;r die Berechnung der Pauschale (vgl.
Art. 8 ff). Auf Empfehlung des Kantons gehen wir von einer durchschnittlichen Belegung einer
Zweitwohnung von 30 bis 40 Tagen pro Jahr aus.
Bsp. 3.5-Zimmerwohnung in Nufenen (G&auml;steabgabe CHF 2.80) wird von 4 Personen w&auml;hrend 35
Tagen pro Jahr bewohnt: 4 x CHF 2.80 x 35 = CHF 392.00 (die Pauschale betr&auml;gt CHF 376.00).
Vermieter von Ferienwohnungen und Hoteliers k&ouml;nnen ihren G&auml;sten die G&auml;steabgabe aufgrund des
Referenzwertes separat verrechnen (analog zur heutigen Kurtaxe). In diesen F&auml;llen muss die
G&auml;steabgabe auf der Abrechnung ausgewiesen werden.
Anhang D: Details zur Mittelverwendung bei Viamala Tourismus: &Uuml;bersicht der zentralen Aufgaben