Source: http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/104415-vorabbericht-des-erbes-vor-annahme-erhalten
Timestamp: 2016-10-28 04:27:24
Document Index: 135899197

Matched Legal Cases: ['§ 2039', '§ 666', '§ 2038', '§ 745', '§ 2027', '§ 2362', '§ 2028', '§ 2050', '§ 564', '§ 564', '§ 1968', '§ 2197']

Vorabbericht des Erbes vor Annahme erhaltenOnline-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Mandy RiedelStand: 23.06.2011Frage: Im Januar 2011 wurde mir durch das Amtsgericht mitgeteilt das ich Miterbe von 20% des Nachlasses meine verstorbenen Tante bin, die Haupterbin ist mit 25% noch ein Erbe mit 20% ein Erbe mit 15% und zwei Erben 10% .Der Nachlass ist angeblich ein Haus, eine Wohnung, Vermögen ect.Der Verwalter ein Notar, Rechtsanwalt der den den Nachlass regelt.Der Notar mit Erbschein und Hauperbe haben mir jedoch noch in keiner weise eine Auskunft über den Nachlass erteit .Der Nachlass muss bis zum 19. Januar 2012 laut Testament abgehandelt werden. Meine Rechtsfrage :Kann ich ein Vorabbericht, Einsicht über Erbmasse ,Vermögen anfordern. E-Mail-Beratung:Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-141,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus MobilfunknetzenAntwort:Sehr geehrte Mandantin,Sie schildern, dass es nach dem Tod Ihrer Tante insgesamt 6 Erben, Sie eingeschlossen, gibt. Es gibt rechtlich betrachtet keinen Haupterben, gegen den sich allgemeine Auskunftsansprüche richten. Sie alle sind in einer Erbengemeinschaft verhaftet, der eine mit einer größeren, der andere mit einer geringeren Quote. In rechtlicher Hinsicht gibt es nach Auffassung des Bundesgerichtshofes in einer schon etwas betagteren Grundsatzentscheidung keine generelle Auskunftsverpflichtung zwischen den Miterben.Es gibt gesetzliche Auskunftsansprüche der Miterben, die der Erbengemeinschaft als solcher zustehen, die aber auch von dem einzelnen Miterben geltend gemacht werden können, § 2039 BGB.In Ihren Ausführungen deuten Sie an, dass der Haupterbe sich um die Angelegenheit kümmert? Oder habe ich Sie missverstanden? Wenn es so ist, dass einer der Erben sich um die Verwaltung des Erbes kümmert, dann gibt es einen Auskunftsanspruch gegen den verwaltenden Miterben. Der verwaltende Miterbe, der entweder sogar durch den Erblasser mit der Verwaltung beauftragt oder dem Vollmacht erteilt wurde, ist gegenüber der Erbengemeinschaft zur Auskunft und Rechenschaft verpflichtet, § 666 BGB. In gleicher Weise gilt dies für Miterben, die nach dem Erbfall Notverwaltungsmaßnahmen i. S. des § 2038 I BGB getroffen haben. Bei einer dauerhaften Verwaltung gemeinsamer Grundstücke durch einen Miterben, § 745 BGB kann nach Auffassung des Bundesgerichtshofes nur Auftragsrecht zur Anwendung kommen.Wenn einer der Erben das Erbe als solches in Besitz genommen und damit als Erbschaftsbesitzer im Sinne von § 2027 BGB zu qualifizieren ist, ist dieser Miterbe verpflichtet den anderen Miterben Auskunft über den Nachlassbestand und den Verbleib von Nachlassgegenständen zu erteilen. Behauptet dieser Miterbe, er habe aus dem Nachlass nichts in Besitz genommen, kann sich eine Auskunftspflicht aus § 2362 II BGB ergeben, falls ihm ein unrichtiger Erbschein erteilt wurde.Auch etwa mit der verstorbenen Tante zusammenlebende Bewohner,die nicht Erben geworden sind, sind gemäß § 2028 BGB den anderen Miterben gegenüber zur Auskunft verpflichtet. Hierbei ist zu beachten, dass die Auskunft „nur“ über geführte erbschaftliche Geschäfte und den Verbleib von Erbschaftsgegenständen, nicht also über den Nachlassbestand zu erteilen ist.Die Miterben sind untereinander auch verpflichtet Auskunft über Zuwendungen zu erteilen, die sie in der Vergangenheit erhalten haben und die gemäß §§ 2050 BGB – 2053 BGB auszugleichen wären.In Ihrem Fall wäre zu klären, wo sich die Erbschaft befindet und wer hierüber Auskunft erteilen kann, vermutlich nach Ihren Schilderungen der Haupterbe, der sich offenbar auch um die Verwaltung kümmert. Sie sollten daher entsprechend meinen obigen Ausführungen zunächst an diesen herantreten und Auskunft verlangen. Sie müssen beachten, dass die Ansprüche innerhalb von 3 Jahren, nicht wie früher von 30 Jahren verjähren, also auch das Zeitfenster Berücksichtigung finden muss.Sollte sich der verwaltende Miterbe weigern, müßte Stufenklage; erste Stufe Auskunftserteilung, zweite Stufe ggf. Abrechnung und Zahlung erhoben werden.
Interessante Fälle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu ErbenNießbrauchurkunde - Hausrat und Innenausstattung | Stand: 18.11.2013FRAGE: Bin im Besitz einer notariellen Nießbrauchurkunde für ein häusliches Anwesen.In dieser Urkunde ist der Hausrat- die Innenausstattung- nicht besonders erwähnt. Geht dieser automatisc...ANTWORT: Sie sind aufgrund des notariellen Überlassungsvertrages bereits Eigentümer der Immobilie geworden, die mit dem Nießbrauch des Überlassers Herrn X belastet ist. Sie haben hiermit kei ...weiter lesenAußerordentliche Kündigung der Wohnung bei Todesfall? | Stand: 27.07.2012FRAGE: Der Vater meiner Frau ist am 21.07. verstorben und sie ist die Erbin. Kann der Mietvertrag außerordentlich gekündigt werden? Ich habe § 564 BGB recherchiert und verstehe die gesetzlich...ANTWORT: Der von Ihnen erwähnte § 564 BGB ist hier in der Tat anzuwenden. Wenn das Mietverhältnis also nach Versterben des Mieters nicht durch Angehörige oder den Erben fortgesetzt werden soll ...weiter lesenTestament - Vermächtnisanordnung | Stand: 25.10.2011FRAGE: Im Rahmen meiner Funktion als Testamentsvollstrecker bitte ich ich zu dernachfolgenden Testamentspassage um eine rechtliche Prüfung und konkreteBeantwortung der Frage, welche Bestandteile des aufgelistetenNachlassgeldvermögen...ANTWORT: Es handelt sich zugunsten der Erben/ Patenkinder zu 1 und 2b um die Anordnung eines Vorausvermächtnisses, welches von den übrigen Erben – außer 1) und 2b) zu erfüllen ist.De ...weiter lesenTestament richtig verfassen | Stand: 30.03.2011FRAGE: Muss ich bei der Erstellung eines Testaments auf Gegenseitigkeit(Berliner Testament) genau Zahlen (Werte) angeben? Oder reicht es einen Sammelbegriffe" gesamtes Vermögen"einzusetzen? ...ANTWORT: Sehr geehrte Mandant,Fragestellung: Muss ich bei der Erstellung eines Testaments auf Gegenseitigkeit (Berliner Testament) genau Zahlen (Werte) angeben ? Oder reicht es einen Sammelbegriffe" gesamtes Vermögen"einzusetze ...weiter lesenErbe ausgeschlagen - Beteiligung an der Beerdigung ? | Stand: 16.03.2011FRAGE: Mutter verstarb am 26.12.2010. Meine Schwester hat zusammen mit ihrem Sohn das Erbe ausgeschlagen.Meine Mutter hatte Nachlaß in Höhe von 4098,00 Euro plus 234,00 euro Sterbevers. . Fü...ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Grundsätzlich trägt der bzw. die Erbe(n) gem. § 1968 BGB die Kosten der Beerdigung des Erblassers. Derzeit ist leider nicht ersichtlich, ob auch Sie das Erbe ausgeschlage ...weiter lesenSchmerzensgeldanspruch der verstorbenen Mutter als Erbe geltend machen | Stand: 15.03.2011FRAGE: Im August 2009 wurde meine Mutter auf Grund einer Krebsdiagnose in ein Krankenhaus eingewiesen. Bei Beginn der Behandlung wurde bei ihr ein Behandlungsfehler (Darmperforation) gemacht. Einen weiteren Einflus...ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Der Begriff der Erbschaft umfasst grundsätzlich das gesamte Vermögen, das ein Erblasser bei seinem Tod, dem sogenannten Erbfall, hinterlässt. Vielfach wird statt "Erbschaft ...weiter lesen
Rechtsbeiträge über Erbrecht / Erb- und SteuerrechtInteressante Beiträge zu ErbenErben Eltern den Facebook-Accounts des verstorbenen Kindes? | Stand: 04.02.2016Mit Urteil vom 17.12.2015, (Az. 20 O 172/15), hat das Landgericht Berlin entschieden, dass die Eltern ihres verstorbenen minderjährigen Kindes einen Rechtsanspruch auf Zugang des von dem Kind eingerichteten und unterhaltenen ...weiter lesenTestamentsvollstreckung und postmortale Vollmachten | Stand: 22.05.2015Da zwischen Amtsantritt des Testamentsvollstreckers und vor allem bis zur Erteilung des Testamentsvollstreckerzeugnisses ohne Weiteres mehrere Wochen bis Monate vergehen können, ist es aus Sicht des Erblassers sinnvoll, ...weiter lesenTücken bei der Vollstreckung des Behindertentestaments | Stand: 24.11.2014Das Behindertentestament ist im deutschen Erbrecht ein feststehender Begriff, der testamentarische Regelungen betrifft, die von den Erblassern gewählt werden, um einen behinderten Angehörigen abzusichern.
Diesem ...weiter lesenTestamentsvollstreckung und Gesamtrechtsnachfolge | Stand: 09.07.2014An sich widerspricht die Einrichtung der Rechtsfigur des Testamentsvollstreckers dem Prinzip der Gesamtrechtsnachfolge, das ein Grundsatz des deutschen Erbrechts ist. Denn grundsätzlich erwirbt nach deutschem Recht der ...weiter lesenTestamentsvollstreckung und Testierfreiheit | Stand: 16.06.2014Das Rechtsinstitut der Testamentsvollstreckung eignet sich besonders zur Regelung umfangreicher Nachlässe. Es ist kodifiziert in §§ 2197 bis 2228 BGB. Wenngleich sich hier teilweise sehr formal anmutende Regelungen ...weiter lesenDer Ablauf einer Testamentsvollstreckung | Stand: 16.06.2014Nach deutschem Recht ist die Anordnung einer Testamentsvollstreckung möglich, sie eignet sich besonders für die Regelung umfangreicher Nachlässe. Die Vollstreckung des Testaments kann durch letztwillige Verfügung ...weiter lesenÜberschuldeter Nachlass | Stand: 15.07.2013Ist der Erbe eines Nachlasses unbekannt, steht dem zwar amtlich bestellten Nachlasspfleger keine staatliche Prozesskostenhilfe zur gerichtlichen Klärung einzelner Fragen der Erbschaft zu. Jedenfalls bei einem überschuldeten ...weiter lesen
Rechtsanwalt für Erbrecht | Erbrecht | Steuerrecht | Erb- und Steuerrecht | Angehörige | Anwachsung | Erbanfall | Erbanspruch | Erbanteil | Erben und Vererben | Erbfolge | Erbmasse | Erbschaftsgegenstand | Erbschaftsrechner | Erbteil | Nachlass | Nachlassregelung | Nachlassverbindlichkeiten | Nachlassverwaltung | Pflichtteil | Realteilung Hilfreiche und viele kostenlose Produkte: