Source: https://www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Ordnungs_Bussgeld_Vollstreckung/Ordnungsgeldverfahren/Fragen/2.html
Timestamp: 2018-01-16 07:51:44
Document Index: 148445535

Matched Legal Cases: ['§ 267', '§ 264', '§ 326', '§ 327', '§ 325', '§ 325', '§ 23', '§ 160', '§ 23', '§ 135']

BfJ - Häufige Fragen - 2. Was ist zur Offenlegung einzureichen?
2. Was ist zur Offenlegung einzureichen?
Der Umfang der zur Offenlegung einzureichenden Rechnungslegungsunterlagen hängt grundsätzlich von der Größe des Unternehmens ab (§§ 267, 267a HGB).
Kleinstkapitalgesellschaften brauchen nur ihre Bilanz offenzulegen und können auf einen Anhang verzichten, wenn sie die in § 264 Absatz 1 Satz 5 HGB aufgeführten Angaben (z. B. zu Haftungsverhältnissen), soweit erforderlich, unter der Bilanz angeben. Dies gilt jedoch nur für Jahresabschlüsse ab dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2012.
Kleine Unternehmen müssen – bei Inanspruchnahme der Erleichterung des § 326 Absatz 1 HGB – nur Bilanz und Anhang einreichen, wobei es im Anhang keiner Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung bedarf.
Mittelgroße Gesellschaften müssen grundsätzlich die für große Gesellschaften geltenden Anforderungen erfüllen, können aber von den Erleichterungen nach § 327 HGB Gebrauch machen.
Große Gesellschaften müssen grundsätzlich sämtliche der in § 325 Absatz 1 HGB genannten Unterlagen einreichen. Das sind:
der Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang) mit dem Bestätigungs-/Versagungsvermerk des Abschlussprüfers oder der (IAS-) Einzelabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards;
der Bericht des Aufsichtsrats;
Bei Konzernen gilt Entsprechendes für die Offenlegung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes. Dieser muss zusätzlich eine Kapitalflussrechnung und einen Eigenkapitalspiegel umfassen. Für Konzernmuttergesellschaften ist im Regelfall ein gesonderter Einzelabschluss erforderlich.
Zweigniederlassungen bestimmter ausländischer Kapitalgesellschaften müssen gemäß § 325a HGB die Unterlagen der Rechnungslegung der Hauptniederlassung, die nach dem für die Hauptniederlassung maßgeblichen Recht erstellt, geprüft und im Ausland offengelegt worden sind, beim Betreiber des Bundesanzeigers offenlegen.
Emittenten von Vermögensanlagen nach § 23 Absatz 1 VermAnlG sowie geschlossene Publikumsinvestmentkommanditgesellschaften nach § 160 Absatz 1 KAGB müssen einen Jahresbericht offenlegen, dessen Bestandteile sich aus § 23 Absatz 2 VermAnlG bzw. § 135 Absatz 1 KAGB ergeben.