Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BAGE%2059,%20319
Timestamp: 2019-07-15 23:06:51
Document Index: 99883668

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 1', '§ 613', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 23', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 1', '§ 4', '§ 1', '§ 1', '§ 1']

BAG, 14.09.1988 - 7 ABR 10/87 - dejure.org
https://dejure.org/1988,366
BAG, 14.09.1988 - 7 ABR 10/87 (https://dejure.org/1988,366)
BAG, Entscheidung vom 14.09.1988 - 7 ABR 10/87 (https://dejure.org/1988,366)
BAG, Entscheidung vom 14. September 1988 - 7 ABR 10/87 (https://dejure.org/1988,366)
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Anzahl der zu wählenden Betriebsräte bei gemeinsamer Nutzung eines Verwaltungsgebäudes durch zwei Versicherungsunternehmen
ArbG Köln, 09.04.1986 - 9 BV 9/86
BAGE 59, 319
NZA 1989, 190
BB 1989, 495
DB 1989, 127
Vielmehr muß die Vereinbarung auf eine einheitliche Leitung für die Aufgaben gerichtet sein, die vollzogen werden müssen, um die in der organisatorischen Einheit zu verfolgenden arbeitstechnischen Zwecke erfüllen zu können (…BAG 29. April 1999 aaO;… 18. Januar 1990 aaO; 14. September 1988 - 7 ABR 10/87 - BAGE 59, 319, 324 f., zu B 2 der Gründe).
Die Annahme eines Gemeinschaftsbetriebes setzt zwar nicht voraus, daß die verschiedenen Unternehmen den gleichen Betriebszweck verfolgen, die Führungsvereinbarung muß aber auf eine einheitliche Leitung für die Aufgaben gerichtet sein, die vollzogen werden müssen, um die in der organisatorischen Einheit zu verfolgenden arbeitstechnischen Zwecke erfüllen zu können (…BAG 29. April 1999 - 2 AZR 352/98 - aaO, zu III 4 c cc der Gründe;… 18. Januar 1990 - 2 AZR 355/89 - aaO, zu III 1 der Gründe; 14. September 1988 - 7 ABR 10/87 - BAGE 59, 319, 325, zu B 3 der Gründe).
Vielmehr muß die Vereinbarung auf eine einheitliche Leitung für die Aufgaben gerichtet sein, die vollzogen werden müssen, um die in der organisatorischen Einheit zu verfolgenden arbeitstechnischen Zwecke erfüllen zu können (BAGE 59, 319, 324, 325 = AP, aaO, zu 2 und 3 der Gründe, m.w.N.).
Auf eine kompetente Führungsvereinbarung kann Regelmäßig erst dann geschlossen werden, wenn die Umstände des Einzelfalles ergeben, daß der Kern der Arbeitgeberfunktionen im sozialen und personellen Bereich von derselben institutionellen Leitung ausgeübt wird (vgl. BAGE 59, 319, 325 = AP, aaO, zu 3 der Gründe).
Vielmehr muß die Vereinbarung auf eine einheitliche Leitung für die Aufgaben gerichtet sein, die vollzogen werden müssen, um die in der organisatorischen Einheit zu verfolgenden arbeitstechnischen Zwecke erfüllen zu können (…Senatsurteil vom 18. Januar 1990, aaO; BAG Beschluß vom 14. September 1988 - 7 ABR 10/87 - BAGE 59, 319, 324, 325 = AP Nr. 9 zu § 1 BetrVG 1972, zu B 2 der Gründe, m.w.N.).
Immerhin hat der Senat stets betont, daß die Führungsvereinbarung auf eine einheitliche Leitung für die Aufgaben gerichtet sein muß, die vollzogen werden müssen, um die in der organisatorischen Einheit zu verfolgenden arbeitstechnischen Zwecke erfüllen zu können (…Senatsurteil vom 18. Januar 1990, aaO; BAG Beschluß vom 14. September 1988 - 7 ABR 10/87 - BAGE 59, 319, 324, 325 = AP Nr. 9 zu § 1 BetrVG 1972, zu B 2 der Gründe).
Unter "Betrieb" wird allgemein die organisatorische Einheit verstanden, innerhalb derer ein Unternehmer allein oder in Gemeinschaft mit seinen Mitarbeitern mit Hilfe von sächlichen und immateriellen Mitteln bestimmte arbeitstechnische Zwecke fortgesetzt verfolgt (vgl. BAGE 59, 319, 324; 68, 67, 71;… Staudinger/Richardi/Annuß, BGB 13. Bearb. § 613 a Rdn. 43).
Für das Bestehen eines gemeinsamen Betriebs kommt es weniger auf die Einheitlichkeit der arbeitstechnischen Zweckbestimmung, sondern in erster Linie auf die Einheit der Organisation an (st. Rspr., vgl. etwa BAG 14. September 1988 - 7 ABR 10/87 - BAGE 59, 319 = AP BetrVG 1972 § 1 Nr. 9 = EzA BetrVG 1972 § 1 Nr. 7, zu B 2 der Gründe mwN).
Auch dabei kommt es wesentlich auf die institutionelle Einheitlichkeit der Leitungsmacht an; ohne eine institutionalisierte einheitliche Leitungsmacht ist die Annahme, es liege ein gemeinsamer Betrieb vor, rechtlich nicht möglich (vgl. statt vieler: BAGE 59, 319, 324 = AP Nr. 9 zu § 1 BetrVG 1972, zu B 2 der Gründe, mit Anm. Reuter).
Vielmehr muss die Vereinbarung auf eine einheitliche Leitung für die Aufgaben gerichtet sein, die vollzogen werden müssen, um die in der organisatorischen Einheit zu verfolgenden arbeitstechnischen Zwecke erfüllen zu können (BAG, Urteil vom 23.03.1984 - AP KSchG 1969 § 23 Nr. 4; BAG, Beschluss vom 07.08.1986 - AP BetrVG 1972 § 1 Nr. 5; BAG, Beschluss vom 29.01.1987 - AP BetrVG 1972 § 1 Nr. 6; BAG, Beschluss vom 14.09.1988 - AP BetrVG 1972 § 1 Nr. 9; BAG, Beschluss vom 24.01.1996 - AP BetrVG § 1 Gemeinsamer Betrieb Nr. 8; BAG, Beschluss vom 31.05.2000 - AP BetrVG 1972 § 1 Gemeinsamer Betrieb Nr. 12; BAG, Beschluss vom 21.02.2001 - EzA BetrVG 1972 § 1 Nr. 11; LAG Düsseldorf, Urteil vom 20.05.1997 - NZA-RR 1998, 111;… Fitting, a.a.O., § 1 Rz. 78 ff., Kraft, GK-BetrVG, a.a.O., § 4 Rz. 12 ff., 23 ff. m.w.N.).
Der Kern der Arbeitgeberfunktionen im sozialen und im personellen Bereich liegt nicht in einheitlicher Hand und wird auch nicht von derselben institutionellen Leitung ausgeübt (vgl. BAG, Beschluss vom 14.09.1988 - AP BetrVG 1972 § 1 Nr. 9;… Fitting, a.a.O., § 1 Rz. 80).
BAG, 01.08.1990 - 7 ABR 91/88
Eine - auch konkludent mögliche - Vereinbarung der Träger mehrerer selbständiger Unternehmen über die einheitliche Leitung eines Betriebes kann zwar für die Annahme des Vorliegens eines einheitlichen Betriebes genügen (vgl. BAGE 59, 319, 325 = AP Nr. 9 zu § 1 BetrVG 1972, zu B 2 der Gründe, m.w.N.).
LAG Köln, 06.11.1991 - 7 Sa 627/91
ArbG Hamburg, 11.07.1991 - 25b BVGa 3/91