Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4113.htm
Timestamp: 2018-11-21 08:43:46
Document Index: 329038319

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 58', '§ 22', '§ 2', '§ 33', '§ 4', '§ 5']

4.113 Fohrenweiher
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet »Fohrenweiher« vom 15. Oktober 1983 (GBl. v. 29.11.1983, S. 676).
Auf Grund von § 21 und § 58 Abs.2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz-NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654) und von § 22 Abs. 2 Landesjagdgesetz in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBl. 1979 S. 12) wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Schlier, Landkreis Ravensburg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Fohrenweiher«.
Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 5,6404 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Ankenreute das Flurstück 419/3.
Wesentlicher Schutzzweck ist die Erhaltung des Fohrenweihers, eines überstauten natürlichen Sees, dessen Wasserspiegel stark abgesunken ist und der jetzt auf seiner ganzen Fläche verlandet. Die Verlandungsfläche ist ein wichtiger Lebensraum seltener Pflanzengesellschaften sowie gefährdeter Tierarten, die auf kleinräumige flache Wasserflächen angewiesen sind.
11. Stege zu errichten;
12. das Schutzgebiet zu betreten oder zu befahren;
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd unter größtmöglicher Rücksichtnahme auf die Wasservogelwelt, insbesondere während der Brut- und Zugzeit, wobei Wasserwild zwischen dem 1. Oktober und 15. Januar bejagt werden darf;
2. für die Ausübung der Fischerei vom Mönch aus;
3. für die sonstige bisher rechtmäßigerweise ausgeübte Nutzung des Grundstücks sowie der rechtmäßigerweise bestehenden Einrichtungen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang sowie deren Unterhaltung und Instandsetzung;
(2) Von den jagdrechtlichen Vorschriften dieser Verordnung kann das Regierungspräsidium Tübingen im Einzelfall Befreiung erteilen, wenn
(3) Die Befreiung kann unter Auflagen und Bedingungen sowie widerruflich oder befristet erteilt werden.
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 33 Abs.2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 und § 5 Nr. 1 dieser Verordnung die Jagd ausübt.