Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHZ%2058,%20184
Timestamp: 2019-04-22 01:07:51
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Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 812', 'BGH', '§ 812', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 24.02.1972 - VII ZR 207/70 - dejure.org
Voraussetzungen für das Vorliegen einer ungerechtfertigten Bereicherung - Anforderungen an den Abschluss eines Maklervertrages
§§ 812, 334 BGB
Bereicherungsausgleich beim echten (berechtigenden) Vertrag zugunsten Dritter
BGHZ 58, 184
NJW 1972, 1196 (Ls.)
NJW 1972, 864
DB 1972, 819
Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist unter einer Leistung im Sinne des § 812 Abs. 1 BGB eine bewußte und zweckgerichtete Vermehrung fremden Vermögens zu verstehen (BGH, Urteil vom 24. Februar 1972 - VII ZR 207/70 - BGHZ 58, 184, 188 m.w.N.).
Bei der Bestimmung des Leistungsverhältnisses kommt es entscheidend auf die Sicht aus der Position des Empfängers an (BGHZ 40, 272, 274 ff.; 58, 184, 188).
Das folgt aus dem bereicherungsrechtlichen Leistungsbegriff, wie er in nunmehr gefestigter Rechtsprechung auch vom erkennenden Senat angewendet wird (BGHZ 58, 184, 188 mit weiteren Nachweisen).
Wie der Senat im Anschluß an von Caemmerer (JZ 1962, 385, 386) schon mehrfach zum Ausdruck gebracht hat (BGHZ 50, 227, 229; 58, 184, 187), verbietet sich bei der bereicherungsrechtlichen Behandlung von Vorgängen, an denen mehr als zwei Personen beteiligt sind, jede schematische Lösung, Es kommt auf die Besonderheiten des einzelnen Falles an.
Der Empfänger, auf dessen Sicht es ankommt (BGHZ 40, 272, 278; 58, 184, 188), faßt das auf Grund der vom Aussteller mit der Übergabe des Schecks getroffenen Zweckbestimmung auch so auf.
Es kann deshalb auch auf sich beruhen, ob die Baulastbestellung als »Leistung« der A.-Bau gegenüber dem Beklagten angesehen werden könnte, mit der Folge, daß insoweit grundsätzlich nur in diesem Verhältnis ein Bereicherungsausgleich in Betracht käme (BGHZ 40, 272, 278; 58, 184, 188; 69, 186, 189) [BGH 20.06.1977 - II ZR 169/75].
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