Source: https://www.aok-business.de/niedersachsen/fachthemen/pro-personalrecht-online/datenbank/anzeigen/poc/docid/5460283/zurueck/1/
Timestamp: 2019-07-20 01:31:30
Document Index: 266834721

Matched Legal Cases: ['§ 611', '§ 17', '§ 26', '§ 26', '§ 17', '§ 26', '§ 1', '§ 26', '§ 22']

Arbeitsrechtslexikon > P > Pr > Praktikum - Vergütung
Soweit für den Vergütungsanspruch eines Praktikanten eine gesetzliche Grundlage in Frage kommt, ist sein Praktikum als Arbeitsvertrag (§§ 611, 612 BGB), Ausbildungsvertrag (§ 17 BBiG) oder anderes Vertragsverhältnis im Sinn des § 26 BBiG einzustufen. Individualrechtlich wäre der Praktikumsvertrag Anspruchsgrundlage für eine Vergütung, kollektivrechtlich ein Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung. Auch hier kommt es immer wieder auf die Frage an: welche Rechtsnatur hat das Praktikum denn nun. Zur Abgrenzung von einem Arbeitsvertrag gibt es eine Menge Anhaltspunkte.
ein anderes Vertragsverhältnis im Sinn des § 26 BBiG, gilt § 17 BBiG über § 26 BBiG ebenfalls.
Das MiLoG sieht für alle Arbeitnehmer in der Bundesrepublik seit dem 01.01.2015 einen gesetzlichen Mindestlohn vor (§ 1 Abs. 2 MiLoG). Dieser Mindestlohn betrug bis zum 31.12.2016 8,50 EUR/Stunde, bis zum 31.12.2018 8,84 EUR/Stunde, und beträgt ab dem 01.01.2019 9,19 EUR/Stunde, ab dem 01.01.2020 9,35 EUR/Stunde. Praktikanten i.S.d. § 26 BBiG - anderes Vertragsverhältnis mit der Einstellung zum Erwerb beruflicher Kenntnisse, Fähigkeiten oder beruflicher Erfahrung, ohne dass es sich um ein Berufsausbildungsverhältnis handelt - gelten als Arbeitnehmer i.S.d. MiLoG (§ 22 Abs. 1 Satz 2 MiLoG). Es sei denn, dass diese Praktikanten
Praktikum - vermeidbare Feh...