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Timestamp: 2020-07-10 02:52:47
Document Index: 161349332

Matched Legal Cases: ['Art. 9', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 728', 'Art. 1', 'Art. 755', 'Art. 38', 'Art. 19', 'Art. 752', 'Art. 13', 'Art. 15', 'Art. 730', 'Art. 20', 'Art. 43', 'Art. 1', 'Art. 43']

Lawbrary | RAG - Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichtigung der Revisorinnen und Revisoren
Allgemeine Bestimmungen über die Zulassung zur Erbringung von Revisionsdienstleistungen (3 - 6)
Besondere Bestimmungen über die Zulassung zur Erbringung von Revisionsdienstleistungen für Gesellschaften des öffentlichen Interesses (7 - 10)
Pflichten staatlich beaufsichtigter Revisionsunternehmen (11 - 14)
Zulassung und Aufsicht (15 - 21)
Amts- und Rechtshilfe (22 - 27)
Organisation der Aufsichtsbehörde (28 - 38)
Strafbestimmungen (39 - 40)
Schlussbestimmungen (41 - 45)
vom 16. Dezember 2005 (Stand am 1. Januar 2019)
1Die­ses Ge­setz re­gelt die Zu­las­sung und die Be­auf­sich­ti­gung von Per­so­nen, die Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen er­brin­gen.
2Es dient der ord­nungs­ge­mäs­sen Er­fül­lung und der Si­cher­stel­lung der Qua­li­tät von Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen.
3Spe­zi­al­ge­setz­li­che Vor­schrif­ten blei­ben vor­be­hal­ten.
Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen:
Prü­fun­gen und Be­stä­ti­gun­gen, die nach bun­des­recht­li­chen Vor­schrif­ten durch ei­ne zu­ge­las­se­ne Re­vi­so­rin, einen zu­ge­las­se­nen Re­vi­sor, ei­ne zu­ge­las­se­ne Re­vi­si­ons­ex­per­tin, einen zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten oder ein staat­lich be­auf­sich­tig­tes Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men vor­ge­nom­men wer­den müs­sen,
Prü­fun­gen, die nach Ar­ti­kel 24 Ab­satz 1 Buch­sta­be a des Fi­nanz­mark­tauf­sichts­ge­set­zes vom 22. Ju­ni 20072 (FIN­MAG) durch ei­ne zu­ge­las­se­ne Prüf­ge­sell­schaft vor­ge­nom­men wer­den;
Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men: im Han­dels­re­gis­ter ein­ge­tra­ge­ne Ein­zel­un­ter­neh­men, Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten oder ju­ris­ti­sche Per­so­nen, die Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen er­brin­gen;
Ge­sell­schaf­ten des öf­fent­li­chen In­ter­es­ses:
Pu­bli­kums­ge­sell­schaf­ten im Sin­ne von Ar­ti­kel 727 Ab­satz 1 Zif­fer 1 des Ob­li­ga­tio­nen­rechts (OR)4,
Be­auf­sich­tig­te im Sinn von Ar­ti­kel 3 FIN­MAG, die ei­ne nach Ar­ti­kel 9a des vor­lie­gen­den Ge­set­zes zu­ge­las­se­ne Prüf­ge­sell­schaft mit ei­ner Prü­fung nach Ar­ti­kel 24 FIN­MAG be­auf­tra­gen müs­sen.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
3 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
1Na­tür­li­che Per­so­nen und Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men, die Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be a er­brin­gen, be­dür­fen ei­ner Zu­las­sung.
2Na­tür­li­che Per­so­nen wer­den un­be­fris­tet, Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men für die Dau­er von fünf Jah­ren zu­ge­las­sen.
1Ei­ne na­tür­li­che Per­son wird als Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder Re­vi­si­ons­ex­per­te zu­ge­las­sen, wenn sie die An­for­de­run­gen an Aus­bil­dung und Fach­pra­xis er­füllt und über einen un­be­schol­te­nen Leu­mund ver­fügt.
2Die An­for­de­run­gen an Aus­bil­dung und Fach­pra­xis er­fül­len:
eid­ge­nös­sisch di­plo­mier­te Wirt­schafts­prü­fe­rin­nen und Wirt­schafts­prü­fer;
eid­ge­nös­sisch di­plo­mier­te Treu­han­d­ex­per­tin­nen und Treu­han­d­ex­per­ten, Steu­er­ex­per­tin­nen und Steu­er­ex­per­ten so­wie Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten in Rech­nungs­le­gung und Con­trol­ling, je mit min­des­tens fünf Jah­ren Fach­pra­xis;
Ab­sol­ven­tin­nen und Ab­sol­ven­ten ei­nes Uni­ver­si­täts- oder Fach­hoch­schul­stu­di­ums in Be­triebs-, Wirt­schafts- oder Rechts­wis­sen­schaf­ten an ei­ner schwei­ze­ri­schen Hoch­schu­le, Fach­leu­te im Fi­nanz- und Rech­nungs­we­sen mit eid­ge­nös­si­schem Fach­aus­weis so­wie Treu­hän­de­rin­nen und Treu­hän­der mit eid­ge­nös­si­schem Fach­aus­weis, je mit min­des­tens zwölf Jah­ren Fach­pra­xis;
Per­so­nen, die ei­ne den in den Buch­sta­ben a, b oder c auf­ge­führ­ten ver­gleich­ba­re aus­län­di­sche Aus­bil­dung ab­ge­schlos­sen ha­ben, die ent­spre­chen­de Fach­pra­xis auf­wei­sen und die not­wen­di­gen Kennt­nis­se des schwei­ze­ri­schen Rechts nach­wei­sen, so­fern ein Staats­ver­trag mit dem Her­kunfts­staat dies so vor­sieht oder der Her­kunfts­staat Ge­gen­recht hält.
3Der Bun­des­rat kann wei­te­re gleich­wer­ti­ge Aus­bil­dungs­gän­ge zu­las­sen und die Dau­er der not­wen­di­gen Fach­pra­xis be­stim­men.
4Die Fach­pra­xis muss vor­wie­gend auf den Ge­bie­ten des Rech­nungs­we­sens und der Rech­nungs­re­vi­si­on er­wor­ben wor­den sein, da­von min­des­tens zwei Drit­tel un­ter Be­auf­sich­ti­gung durch ei­ne zu­ge­las­se­ne Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder einen zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­ons­ex­per­ten oder durch ei­ne aus­län­di­sche Fach­per­son mit ver­gleich­ba­rer Qua­li­fi­ka­ti­on. Fach­pra­xis wäh­rend der Aus­bil­dung wird an­ge­rech­net, wenn die­se Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind.
1Ei­ne na­tür­li­che Per­son wird als Re­vi­so­rin oder Re­vi­sor zu­ge­las­sen, wenn sie:
über einen un­be­schol­te­nen Leu­mund ver­fügt;
ei­ne Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 4 Ab­satz 2 ab­ge­schlos­sen hat;
ei­ne Fach­pra­xis von ei­nem Jahr nach­weist.
2Die Fach­pra­xis muss vor­wie­gend auf den Ge­bie­ten des Rech­nungs­we­sens und der Rech­nungs­re­vi­si­on er­wor­ben wor­den sein, dies un­ter Be­auf­sich­ti­gung durch ei­ne zu­ge­las­se­ne Re­vi­so­rin oder einen zu­ge­las­se­nen Re­vi­sor oder durch ei­ne aus­län­di­sche Fach­per­son mit ver­gleich­ba­rer Qua­li­fi­ka­ti­on. Fach­pra­xis wäh­rend der Aus­bil­dung wird an­ge­rech­net, wenn die­se Vor­aus­set­zun­gen er­füllt sind.
1Ein Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men wird als Re­vi­si­ons­ex­per­te oder als Re­vi­sor zu­ge­las­sen, wenn:
die Mehr­heit der Mit­glie­der sei­nes obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gans so­wie sei­nes Ge­schäfts­füh­rungs­or­gans über die ent­spre­chen­de Zu­las­sung ver­fügt;
min­des­tens ein Fünf­tel der Per­so­nen, die an der Er­brin­gung von Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen be­tei­ligt sind, über die ent­spre­chen­de Zu­las­sung ver­fügt;
si­cher­ge­stellt ist, dass al­le Per­so­nen, die Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen lei­ten, über die ent­spre­chen­de Zu­las­sung ver­fü­gen;
die Füh­rungs­struk­tur ge­währ­leis­tet, dass die ein­zel­nen Man­da­te ge­nü­gend über­wacht wer­den.
2Fi­nanz­kon­trol­len der öf­fent­li­chen Hand wer­den als Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men zu­ge­las­sen, wenn sie die An­for­de­run­gen nach Ab­satz 1 er­fül­len. Die Zu­las­sung als staat­lich be­auf­sich­tig­te Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men ist nicht mög­lich.
3. Abschnitt: Besondere Bestimmungen über die Zulassung zur Erbringung von Revisionsdienstleistungen für Gesellschaften des öffentlichen Interesses
1Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men, die Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen für Ge­sell­schaf­ten des öf­fent­li­chen In­ter­es­ses er­brin­gen, be­dür­fen ei­ner be­son­de­ren Zu­las­sung und ste­hen un­ter staat­li­cher Auf­sicht (staat­lich be­auf­sich­tig­te Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men).
2An­de­re Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men wer­den auf Ge­such hin eben­falls als staat­lich be­auf­sich­tig­te Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men zu­ge­las­sen, wenn sie die ge­setz­li­chen Vor­aus­set­zun­gen er­fül­len.
1Ei­ner Zu­las­sung als staat­lich be­auf­sich­tig­tes Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men be­dür­fen auch Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men, die Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be a Zif­fer 1 oder die­sen ver­gleich­ba­re Dienst­leis­tun­gen nach aus­län­di­schem Recht er­brin­gen für:1
Ge­sell­schaf­ten nach aus­län­di­schem Recht, de­ren Be­tei­li­gungs­pa­pie­re an ei­ner Schwei­zer Bör­se ko­tiert sind;
Ge­sell­schaf­ten nach aus­län­di­schem Recht, de­ren An­lei­hen­sob­li­ga­tio­nen an ei­ner Schwei­zer Bör­se ko­tiert sind;
2Die Zu­las­sungs­pflicht ent­fällt, wenn das Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men ei­ner vom Bun­des­rat an­er­kann­ten aus­län­di­schen Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­de un­ter­steht.
3Die Zu­las­sungs­pflicht ent­fällt zu­dem für Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men, die Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen er­brin­gen für ei­ne Ge­sell­schaft nach Ab­satz 1 Buch­sta­be b, wenn:
de­ren An­lei­hen­sob­li­ga­tio­nen durch ei­ne Ge­sell­schaft ga­ran­tiert wer­den, die über ein Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men ver­fügt, das ent­we­der Ab­satz 1 oder 2 er­füllt; oder
die In­ves­to­rin­nen und In­ves­to­ren aus­drück­lich dar­auf hin­ge­wie­sen wer­den, dass das Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men nicht staat­lich be­auf­sich­tigt wird.4
4Die Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men, für die die Zu­las­sungs­pflicht nach Ab­satz 2 ent­fällt, müs­sen sich bei der Auf­sichts­be­hör­de mel­den. Der Bun­des­rat re­gelt die­se Mel­de­pflicht.5
5Die Auf­sichts­be­hör­de re­gelt, wie be­kannt ge­macht wer­den muss, dass ein Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men nicht staat­lich be­auf­sich­tigt wird.6
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), in Kraft seit 1. Okt. 2015 (AS 2014 4073, 2015 2437; BBl 2013 6857).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2016 (Ex­tra­ter­ri­to­ria­ler Gel­tungs­be­reich der Re­vi­si­ons­auf­sicht), in Kraft seit 1. Okt. 2017 (AS 2017 4859; BBl 2015 5717).
3 Nie in Kraft ge­tre­ten / ge­gen­stands­los
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2016 (Ex­tra­ter­ri­to­ria­ler Gel­tungs­be­reich der Re­vi­si­ons­auf­sicht), in Kraft seit 1. Okt. 2017 (AS 2017 4859; BBl 2015 5717).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2016 (Ex­tra­ter­ri­to­ria­ler Gel­tungs­be­reich der Re­vi­si­ons­auf­sicht), in Kraft seit 1. Okt. 2017 (AS 2017 4859; BBl 2015 5717).
6 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2016 (Ex­tra­ter­ri­to­ria­ler Gel­tungs­be­reich der Re­vi­si­ons­auf­sicht), in Kraft seit 1. Okt. 2017 (AS 2017 4859; BBl 2015 5717).
1Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men wer­den zur Er­brin­gung von Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen für Ge­sell­schaf­ten des öf­fent­li­chen In­ter­es­ses zu­ge­las­sen, wenn sie:
die Vor­aus­set­zun­gen für die Zu­las­sung als Re­vi­si­ons­ex­per­ten er­fül­len;
ge­währ­leis­ten, dass sie die recht­li­chen Pflich­ten1 ein­hal­ten;
für die Haf­tungs­ri­si­ken aus­rei­chend ver­si­chert sind.
2Die Auf­sichts­be­hör­de kann die Zu­las­sung ei­nes Re­vi­si­ons­un­ter­neh­mens auf der Grund­la­ge ei­ner aus­län­di­schen Zu­las­sung er­tei­len, wenn die An­for­de­run­gen die­ses Ge­set­zes er­füllt sind.
1 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857). Die Än­de­rung wur­de im gan­zen Text vor­ge­nom­men.
Art. 9a Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung nach den Finanzmarktgesetzen
1Ein Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men wird als Prüf­ge­sell­schaft für Prü­fun­gen nach Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be a Zif­fer 2 zu­ge­las­sen, wenn es:
nach Ar­ti­kel 9 Ab­satz 1 zu­ge­las­sen ist;
für die­se Prü­fun­gen aus­rei­chend or­ga­ni­siert ist; und
kei­ne an­de­re nach den Fi­nanz­markt­ge­set­zen (Art. 1 Abs. 1 FIN­MAG2) be­wil­li­gungs­pflich­ti­ge Tä­tig­keit aus­übt.
2Ei­ne Per­son wird zur Lei­tung von Prü­fun­gen nach Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be a Zif­fer 2 (lei­ten­de Prü­fe­rin oder lei­ten­der Prü­fer) zu­ge­las­sen, wenn sie:
als Re­vi­si­ons­ex­per­tin oder -ex­per­te nach Ar­ti­kel 4 zu­ge­las­sen ist; und
das nö­ti­ge Fach­wis­sen und die nö­ti­ge Pra­xi­ser­fah­rung für die Prü­fung nach den Fi­nanz­markt­ge­set­zen (Art. 1 Abs. 1 FIN­MAG) auf­weist.
3Für die Zu­las­sung nach Ab­satz 2 Buch­sta­be a kann in Ab­wei­chung von Ar­ti­kel 4 Ab­satz 4 auch Fach­pra­xis aus Prü­fun­gen nach Ar­ti­kel 24 Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b FIN­MAG an­ge­rech­net wer­den.
4Der Bun­des­rat kann er­leich­ter­te Vor­aus­set­zun­gen vor­se­hen für die Zu­las­sung von Prüf­ge­sell­schaf­ten so­wie von lei­ten­den Prü­fe­rin­nen und Prü­fern zur Prü­fung von der Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­mark­tauf­sicht (FIN­MA) di­rekt un­ter­stell­ten Fi­nan­zin­ter­me­di­ären nach Ar­ti­kel 2 Ab­satz 3 des Geld­wä­sche­rei­ge­set­zes vom 10. Ok­to­ber 19973 (GwG).
4bisDer Bun­des­rat kann er­leich­ter­te Vor­aus­set­zun­gen vor­se­hen für die Zu­las­sung von Prüf­ge­sell­schaf­ten so­wie von lei­ten­den Prü­fe­rin­nen und Prü­fern zur Prü­fung von Per­so­nen nach Ar­ti­kel 1b des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 19344.5
5Der Bun­des­rat legt die zur Wah­rung des Be­rufs­ge­heim­nis­ses not­wen­di­gen Mass­nah­men für An­wäl­tin­nen und An­wäl­te be­zie­hungs­wei­se No­ta­rin­nen und No­ta­re als lei­ten­de Prü­fe­rin­nen oder lei­ten­de Prü­fer bei der GwG-Kon­trol­le von An­wäl­tin­nen und An­wäl­ten be­zie­hungs­wei­se No­ta­rin­nen und No­ta­ren so­wie die be­son­de­ren Vor­aus­set­zun­gen für de­ren Zu­las­sung fest.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
5 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. II 3 des Fi­nan­z­in­sti­tuts­ge­set­zes vom 15. Ju­ni 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 5247; BBl 2015 8901).
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
1Über die all­ge­mei­nen ge­setz­li­chen Vor­schrif­ten zur Un­ab­hän­gig­keit der Re­vi­si­ons­stel­le hin­aus (Art. 728 OR1) müs­sen staat­lich be­auf­sich­tig­te Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men bei der Er­brin­gung von Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen für Ge­sell­schaf­ten des öf­fent­li­chen In­ter­es­ses fol­gen­de Grund­sät­ze ein­hal­ten:
Die jähr­li­chen Ho­no­ra­re aus Re­vi­si­ons- und an­de­ren Dienst­leis­tun­gen für ei­ne ein­zel­ne Ge­sell­schaft und die mit ihr durch ein­heit­li­che Lei­tung ver­bun­de­nen Ge­sell­schaf­ten (Kon­zern) dür­fen 10 Pro­zent ih­rer ge­sam­ten Ho­no­rar­sum­me nicht über­stei­gen.
Tre­ten Per­so­nen, die in ei­ner Ge­sell­schaft ei­ne Ent­scheid­funk­ti­on in­ne­hat­ten oder in lei­ten­der Stel­lung in der Rech­nungs­le­gung tä­tig wa­ren, in ein Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men über und über­neh­men sie dort ei­ne lei­ten­de Stel­lung, so darf die­ses wäh­rend zwei Jah­ren ab Über­tritt kei­ne Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen für die­se Ge­sell­schaft er­brin­gen.
Tre­ten Per­so­nen, die in ei­ner Ge­sell­schaft in der Rech­nungs­le­gung mit­ge­wirkt ha­ben, in ein Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men über, so dür­fen sie wäh­rend zwei Jah­ren ab Über­tritt kei­ne Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen für die­se Ge­sell­schaft lei­ten.
2Ei­ne Ge­sell­schaft des öf­fent­li­chen In­ter­es­ses darf kei­ne Per­so­nen be­schäf­ti­gen, die wäh­rend der zwei vor­aus­ge­gan­ge­nen Jah­re Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen für die­se Ge­sell­schaft ge­lei­tet ha­ben oder im be­tref­fen­den Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men ei­ne Ent­scheid­funk­ti­on in­ne hat­ten.
1Die staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men tref­fen al­le Mass­nah­men, die zur Si­che­rung der Qua­li­tät ih­rer Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen not­wen­dig sind.
2Sie stel­len ei­ne ge­eig­ne­te Or­ga­ni­sa­ti­on si­cher und er­las­sen ins­be­son­de­re schrift­li­che Wei­sun­gen über:
die An­stel­lung, die Aus- und Wei­ter­bil­dung, die Be­ur­tei­lung, die Zeich­nungs­be­rech­ti­gung und das ge­bo­te­ne Ver­hal­ten der Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter;
die An­nah­me neu­er und die Wei­ter­füh­rung be­ste­hen­der Auf­trä­ge für Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen;
die Über­wa­chung der Mass­nah­men zur Si­che­rung der Un­ab­hän­gig­keit und der Qua­li­tät.
3Sie ge­währ­leis­ten bei den ein­zel­nen Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen ins­be­son­de­re:
die sach­ge­rech­te Zu­tei­lung der Auf­ga­ben;
die Über­wa­chung der Ar­bei­ten;
die Ein­hal­tung der mass­ge­ben­den Vor­schrif­ten und Stan­dards zur Prü­fung und zur Un­ab­hän­gig­keit;
ei­ne qua­li­fi­zier­te und un­ab­hän­gi­ge Nach­kon­trol­le der Prü­fungs­er­geb­nis­se.
2Staat­lich be­auf­sich­tig­te Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men müs­sen der Auf­sichts­be­hör­de je­der­zeit Zu­tritt zu ih­ren Ge­schäfts­räu­men ge­wäh­ren.
2 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. I des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
1Staat­lich be­auf­sich­tig­te Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men müs­sen die Zu­las­sungs­un­ter­la­gen je­des Jahr je­weils per 30. Ju­ni ak­tua­li­sie­ren und bis zum 30. Sep­tem­ber bei der Auf­sichts­be­hör­de ein­rei­chen. Un­ver­än­dert gül­ti­ge Un­ter­la­gen müs­sen nicht er­neut ein­ge­reicht wer­den.
1Die Auf­sichts­be­hör­de ent­schei­det auf Ge­such hin über die Zu­las­sung von:
Re­vi­so­rin­nen und Re­vi­so­ren;
Re­vi­si­ons­ex­per­tin­nen und Re­vi­si­ons­ex­per­ten;
staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men;
Prüf­ge­sell­schaf­ten so­wie von lei­ten­den Prü­fe­rin­nen und Prü­fern zur Prü­fung nach den Fi­nanz­markt­ge­set­zen (Art. 1 Abs. 1 FIN­MAG2) ge­mä­ss Ar­ti­kel 9a.
1bisSie kann die Zu­las­sung auf die Er­brin­gung be­stimm­ter Ar­ten von Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen für be­stimm­te Ge­sell­schaf­ten des öf­fent­li­chen In­ter­es­ses be­schrän­ken.3
2Sie führt ein Re­gis­ter über die zu­ge­las­se­nen na­tür­li­chen Per­so­nen und Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men. Das Re­gis­ter ist öf­fent­lich und wird auf dem In­ter­net pu­bli­ziert. Der Bun­des­rat re­gelt den In­halt des Re­gis­ters.
3Die re­gis­trier­ten na­tür­li­chen Per­so­nen und Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men müs­sen der Auf­sichts­be­hör­de je­de Än­de­rung von ein­ge­tra­ge­nen Tat­sa­chen mit­tei­len.
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
1Fol­gen­de Per­so­nen und Un­ter­neh­men müs­sen der Auf­sichts­be­hör­de al­le Aus­künf­te er­tei­len und Un­ter­la­gen her­aus­ge­ben, die die­se für die Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben be­nö­tigt:
die zu­ge­las­se­nen na­tür­li­chen Per­so­nen und Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men;
die na­tür­li­chen Per­so­nen, die Mit­glied im obers­ten Lei­tungs- und Ver­wal­tungs­or­gan oder im Ge­schäfts­füh­rungs­or­gan ei­nes Re­vi­si­ons­un­ter­neh­mens sind und nicht über ei­ne Zu­las­sung der Auf­sichts­be­hör­de ver­fü­gen;
die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter des Re­vi­si­ons­un­ter­neh­mens und al­le Per­so­nen, die von die­sem für Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen bei­ge­zo­gen wer­den;
die ge­prüf­ten Ge­sell­schaf­ten;
al­le Ge­sell­schaf­ten, die mit der ge­prüf­ten Ge­sell­schaft einen Kon­zern bil­den und de­ren Jah­res­rech­nun­gen kon­so­li­diert wer­den müs­sen, so­wie de­ren Re­vi­si­ons­stel­len.
2Die Per­so­nen und Un­ter­neh­men nach Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b müs­sen der Auf­sichts­be­hör­de über­dies un­ver­züg­lich schrift­lich Vor­komm­nis­se mel­den, die für die Zu­las­sung oder die Auf­sicht re­le­vant sind.
1Die Auf­sichts­be­hör­de un­ter­zieht die staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men min­des­tens al­le drei Jah­re ei­ner ein­ge­hen­den Über­prü­fung.1
1bisStaat­lich be­auf­sich­tig­te Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men, die aus­sch­liess­lich Prüf­dienst­leis­tun­gen für Un­ter­neh­men nach Ar­ti­kel 9a Ab­satz 4 er­brin­gen, wer­den von der Auf­sichts­be­hör­de al­le fünf Jah­re über­prüft. Die Auf­sichts­be­hör­de kann den Über­prü­fungs­zy­klus in be­grün­de­ten Fäl­len ver­län­gern.2
1terBei Ver­dacht auf Ver­stös­se ge­gen recht­li­che Pflich­ten nimmt die Auf­sichts­be­hör­de un­ab­hän­gig von den Über­prü­fungs­zy­klen nach den Ab­sät­zen 1 und 1bis ei­ne ent­spre­chen­de Über­prü­fung vor.3
2Sie über­prüft:
die Rich­tig­keit der An­ga­ben in den Zu­las­sungs­un­ter­la­gen;
die Ein­hal­tung der recht­li­chen Pflich­ten, der von ihr an­er­kann­ten Stan­dards zur Prü­fung und Qua­li­täts­si­che­rung so­wie der Be­rufs­grund­sät­ze, Stan­des­re­geln und ge­ge­be­nen­falls des Ko­tie­rungs­re­gle­ments;
die Qua­li­tät der er­brach­ten Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen durch ein­zel­ne Stich­pro­ben;
die Ein­hal­tung und Um­set­zung der von ihr er­teil­ten An­wei­sun­gen.
3Sie er­stellt zu­han­den des obers­ten Lei­tungs- oder Ver­wal­tungs­or­gans des Re­vi­si­ons­un­ter­neh­mens einen schrift­li­chen Be­richt über das Er­geb­nis der Über­prü­fung.
4Stellt sie Ver­stös­se ge­gen recht­li­che Pflich­ten fest, so er­teilt sie dem staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men einen schrift­li­chen Ver­weis, gibt An­wei­sun­gen zur Wie­der­her­stel­lung des ord­nungs­ge­mäs­sen Zu­stands und setzt ihm da­für ei­ne Frist von höchs­tens zwölf Mo­na­ten. Aus wich­ti­gen Grün­den kann sie die Frist an­ge­mes­sen ver­län­gern.
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
4 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
1Die staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men müs­sen sich bei der Er­brin­gung von Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen nach Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be a Zif­fer 1 an Stan­dards zur Prü­fung und Qua­li­täts­si­che­rung hal­ten.
2Die Auf­sichts­be­hör­de be­zeich­net die an­wend­ba­ren na­tio­nal oder in­ter­na­tio­nal an­er­kann­ten Stan­dards. Be­ste­hen kei­ne Stan­dards oder sind die­se un­zu­rei­chend, so kann sie ei­ge­ne Stan­dards er­las­sen oder be­ste­hen­de Stan­dards er­gän­zen oder ab­än­dern.
1Er­füllt ei­ne zu­ge­las­se­ne na­tür­li­che Per­son oder ein zu­ge­las­se­nes Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men die Zu­las­sungs­vor­aus­set­zun­gen der Ar­ti­kel 4‒6 oder 9a nicht mehr, so kann die Auf­sichts­be­hör­de die Zu­las­sung be­fris­tet oder un­be­fris­tet ent­zie­hen. So­fern die Zu­las­sungs­vor­aus­set­zun­gen wie­der­her­ge­stellt wer­den kön­nen, ist der Ent­zug vor­her an­zu­dro­hen. Sie er­teilt einen schrift­li­chen Ver­weis, wenn der Ent­zug der Zu­las­sung un­ver­hält­nis­mäs­sig ist.1
2Er­füllt ein staat­lich be­auf­sich­tig­tes Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men die Zu­las­sungs­vor­aus­set­zun­gen nicht mehr oder ver­letzt es die recht­li­chen Pflich­ten wie­der­holt oder in gro­ber Wei­se, so kann ihm die Auf­sichts­be­hör­de die Zu­las­sung be­fris­tet oder un­be­fris­tet ent­zie­hen. Der Ent­zug ist vor­her an­zu­dro­hen; dies gilt nicht bei gro­ben Ver­stös­sen ge­gen das Ge­setz.
3Die Auf­sichts­be­hör­de in­for­miert die be­trof­fe­nen Ge­sell­schaf­ten und die Bör­se über den Ent­zug der Zu­las­sung.
4Wäh­rend der Dau­er des be­fris­te­ten Ent­zugs un­ter­liegt die be­trof­fe­ne na­tür­li­che Per­son oder das be­trof­fe­ne Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men wei­ter­hin den Aus­kunfts- und Mel­de­pflich­ten ge­mä­ss Ar­ti­kel 15a.2
Ver­letzt ei­ne na­tür­li­che Per­son, die für ein staat­lich be­auf­sich­tig­tes Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men tä­tig ist, die recht­li­chen Pflich­ten, so er­teilt ihr die Auf­sichts­be­hör­de einen schrift­li­chen Ver­weis. Bei wie­der­hol­ten oder gro­ben Ver­stös­sen kann ihr die Auf­sichts­be­hör­de die Aus­übung ih­rer Tä­tig­keit be­fris­tet oder un­be­fris­tet ver­bie­ten und ge­ge­be­nen­falls die Zu­las­sung nach Ar­ti­kel 17 Ab­satz 1 ent­zie­hen.
1Die Auf­sichts­be­hör­de ver­öf­fent­licht jähr­lich einen Be­richt über ih­re Tä­tig­keit und Pra­xis.
2Über lau­fen­de und ab­ge­schlos­se­ne Ver­fah­ren in­for­miert sie nur, wenn dies aus Grün­den über­wie­gen­der öf­fent­li­cher oder pri­va­ter In­ter­es­sen er­for­der­lich ist.
1Die Auf­sichts­be­hör­de kann zur Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben Dritt­per­so­nen bei­zie­hen.
2Die be­auf­trag­ten Dritt­per­so­nen müs­sen vom staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und von Ge­sell­schaf­ten, für die die­ses Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen er­bringt, un­ab­hän­gig sein.
3Sie ha­ben über Fest­stel­lun­gen, die sie im Rah­men ih­rer Tä­tig­keit ma­chen, das Ge­heim­nis zu wah­ren.
1Die Auf­sichts­be­hör­de er­hebt für ih­re Ver­fü­gun­gen, Über­prü­fun­gen und Dienst­leis­tun­gen Ge­büh­ren.
2Zur De­ckung der Auf­sichts­kos­ten, die nicht durch Ge­büh­ren ge­deckt sind, er­hebt die Auf­sichts­be­hör­de von den staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men ei­ne jähr­li­che Auf­sichts­ab­ga­be. Die­se wird auf der Grund­la­ge der Kos­ten des Rech­nungs­jah­res er­ho­ben und trägt der wirt­schaft­li­chen Be­deu­tung der staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men Rech­nung.
3Der Bun­des­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten, ins­be­son­de­re die Ge­büh­ren­an­sät­ze, die Be­mes­sung der Auf­sichts­ab­ga­be und de­ren Auf­tei­lung auf die be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men.
1Die Auf­sichts­be­hör­de und die an­de­ren schwei­ze­ri­schen Auf­sichts­be­hör­den müs­sen ein­an­der al­le Aus­künf­te er­tei­len und Un­ter­la­gen über­mit­teln, die sie für die Durch­set­zung der je­wei­li­gen Ge­setz­ge­bung be­nö­ti­gen.2 Sie ko­or­di­nie­ren ih­re Auf­sichtstä­tig­kei­ten, um Dop­pel­spu­rig­kei­ten zu ver­mei­den.
2Sie in­for­mie­ren sich ge­gen­sei­tig über hän­gi­ge Ver­fah­ren und Ent­schei­de, die für die je­wei­li­ge Auf­sichtstä­tig­keit von Be­lang sein kön­nen.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 des Kran­ken­ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­set­zes vom 26. Sept. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5137; BBl 2012 1941).
2 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 des Kran­ken­ver­si­che­rungs­auf­sichts­ge­set­zes vom 26. Sept. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5137; BBl 2012 1941).
1Die Bör­se und die Auf­sichts­be­hör­de ko­or­di­nie­ren ih­re Auf­sichtstä­tig­kei­ten, um Dop­pel­spu­rig­kei­ten zu ver­mei­den.
3Kön­nen Sank­tio­nen der Auf­sichts­be­hör­de bei Ver­stös­sen ge­gen die Ar­ti­kel 7 und 8 nicht durch­ge­setzt wer­den, so er­greift die Bör­se die er­for­der­li­chen Sank­tio­nen.
1Die Auf­sichts­be­hör­de und die Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den müs­sen ein­an­der al­le Aus­künf­te er­tei­len und Un­ter­la­gen über­mit­teln, die sie für die Durch­set­zung die­ses Ge­set­zes be­nö­ti­gen.
2Die Straf­ver­fol­gungs­be­hör­de darf von der Auf­sichts­be­hör­de er­hal­te­ne Aus­künf­te und Un­ter­la­gen nur im Rah­men des Straf­ver­fah­rens ver­wen­den, für das Rechts­hil­fe ge­währt wur­de. Sie darf Aus­künf­te und Un­ter­la­gen nicht an Drit­te wei­ter­ge­ben.
3Er­hält die Auf­sichts­be­hör­de in Aus­übung ih­rer dienst­li­chen Pflich­ten Kennt­nis von straf­ba­ren Hand­lun­gen, so be­nach­rich­tigt sie die zu­stän­di­gen Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den.
4Die Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den mel­den der Auf­sichts­be­hör­de sämt­li­che Ver­fah­ren, die im Zu­sam­men­hang mit ei­ner von ei­nem staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men er­brach­ten Re­vi­si­ons­dienst­leis­tung ste­hen; sie über­mit­teln ihr die Ur­tei­le und die Ein­stel­lungs­be­schlüs­se. Zu mel­den sind ins­be­son­de­re Ver­fah­ren, die fol­gen­de Be­stim­mun­gen be­tref­fen:
die Ar­ti­kel 146, 152, 153, 161, 166, 251, 253-255 und 321 des Straf­ge­setz­bu­ches1;
Ar­ti­kel 47 des Ban­ken­ge­set­zes vom 8. No­vem­ber 19342;
Ar­ti­kel 43 des Bör­sen­ge­set­zes vom 24. März 19953;
Ar­ti­kel 147 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 20155.
4 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 2 des Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ge­set­zes vom 19. Ju­ni 2015, in Kraft seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5339; BBl 2014 7483).
Die kan­to­na­len Zi­vil­ge­rich­te und das Bun­des­ge­richt mel­den der Auf­sichts­be­hör­de sämt­li­che Ver­fah­ren be­tref­fend die Re­vi­si­ons­haf­tung (Art. 755 OR1) im Zu­sam­men­hang mit ei­ner von ei­nem staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men er­brach­ten Re­vi­si­ons­dienst­leis­tung und stel­len ihr die Ur­tei­le so­wie an­de­re Ent­schei­de zu, wel­che ein sol­ches Ver­fah­ren ab­sch­lies­sen.
1Die Auf­sichts­be­hör­de kann zur Durch­set­zung die­ses Ge­set­zes aus­län­di­sche Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­den um Aus­künf­te und Un­ter­la­gen er­su­chen.
2Sie darf aus­län­di­schen Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­den nicht öf­fent­lich zu­gäng­li­che Aus­künf­te und Un­ter­la­gen über­mit­teln, so­fern die­se Be­hör­den:
die über­mit­tel­ten In­for­ma­tio­nen aus­sch­liess­lich zur di­rek­ten Be­auf­sich­ti­gung von Per­so­nen und Un­ter­neh­men ver­wen­den, die Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen er­brin­gen;
an das Amts- oder Be­rufs­ge­heim­nis ge­bun­den sind, wo­bei Vor­schrif­ten über die Öf­fent­lich­keit von Ver­fah­ren und die Ori­en­tie­rung der Öf­fent­lich­keit über sol­che Ver­fah­ren vor­be­hal­ten blei­ben;
die In­for­ma­tio­nen nur auf Grund ei­ner Er­mäch­ti­gung in ei­nem Staats­ver­trag oder mit vor­gän­gi­ger Zu­stim­mung der Auf­sichts­be­hör­de an Be­hör­den und an Or­ga­ne wei­ter­lei­ten, die im öf­fent­li­chen In­ter­es­se lie­gen­de Auf­sichts­auf­ga­ben wahr­neh­men und an das Amts- und Be­rufs­ge­heim­nis ge­bun­den sind.
3Die Auf­sichts­be­hör­de ver­wei­gert die Zu­stim­mung, wenn die In­for­ma­tio­nen an Straf­be­hör­den oder an Be­hör­den und Or­ga­ne mit ver­wal­tungs­recht­li­chen Sank­ti­ons­be­fug­nis­sen wei­ter­ge­lei­tet wer­den sol­len und die Rechts­hil­fe in Strafsa­chen we­gen der Art der Tat aus­ge­schlos­sen wä­re. Die Auf­sichts­be­hör­de ent­schei­det im Ein­ver­neh­men mit dem Bun­des­amt für Jus­tiz.
4Der Bun­des­rat ist im Rah­men von Ab­satz 2 be­fugt, die Zu­sam­men­ar­beit mit aus­län­di­schen Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­den in Staats­ver­trä­gen zu re­geln.
1Die Auf­sichts­be­hör­de kann zur Durch­set­zung die­ses Ge­set­zes aus­län­di­sche Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­den um die Vor­nah­me von Prü­fungs­hand­lun­gen im Aus­land er­su­chen. Auf Grund ei­ner Er­mäch­ti­gung in ei­nem Staats­ver­trag oder mit vor­gän­gi­ger Zu­stim­mung der aus­län­di­schen Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­de kann sie Prü­fungs­hand­lun­gen im Aus­land selbst vor­neh­men.
2Auf Er­su­chen aus­län­di­scher Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­den kann die Auf­sichts­be­hör­de für die­se Prü­fungs­hand­lun­gen im In­land vor­neh­men, wenn der er­su­chen­de Staat Ge­gen­recht hält. Ar­ti­kel 26 Ab­sät­ze 2 und 3 fin­den ent­spre­chen­de An­wen­dung.1
3Auf Grund ei­ner Er­mäch­ti­gung in ei­nem Staats­ver­trag oder mit vor­gän­gi­ger Zu­stim­mung der Auf­sichts­be­hör­de kön­nen aus­län­di­sche Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­den Prü­fungs­hand­lun­gen in der Schweiz selbst vor­neh­men, wenn der er­su­chen­de Staat Ge­gen­recht hält. Ar­ti­kel 26 Ab­sät­ze 2 und 3 fin­det ent­spre­chen­de An­wen­dung.
4Die Auf­sichts­be­hör­de kann die aus­län­di­sche Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­de bei de­ren Auf­sichts­hand­lun­gen in der Schweiz be­glei­ten. Die be­trof­fe­ne Per­son oder das be­trof­fe­ne Un­ter­neh­men kann ei­ne sol­che Be­glei­tung ver­lan­gen.
4bisFür Prü­fungs­hand­lun­gen für aus­län­di­sche Auf­sichts­be­hör­den (Abs. 2) und die Be­glei­tung aus­län­di­scher Auf­sichts­be­hör­den bei de­ren Auf­sichts­hand­lun­gen in der Schweiz (Abs. 4) ver­fügt die Auf­sichts­be­hör­de ge­gen­über dem be­trof­fe­nen Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und den be­trof­fe­nen ge­prüf­ten Un­ter­neh­men über die­sel­ben Be­fug­nis­se wie ge­gen­über den staat­lich be­auf­sich­tig­ten Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und den von die­sen ge­prüf­ten Un­ter­neh­men.2
5Der Bun­des­rat ist im Rah­men der Ab­sät­ze 2 und 3 be­fugt, die Zu­sam­men­ar­beit mit aus­län­di­schen Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­den in Staats­ver­trä­gen zu re­geln.
1Die Auf­sicht nach die­sem Ge­setz ob­liegt der Eid­ge­nös­si­schen Re­vi­si­ons­auf­sichts­be­hör­de (Auf­sichts­be­hör­de).
2Die Auf­sichts­be­hör­de ist ei­ne öf­fent­lich-recht­li­che An­stalt mit ei­ge­ner Rechts­per­sön­lich­keit. Sie übt die Auf­sicht un­ab­hän­gig aus (Art. 38).1
3Sie ist in ih­rer Or­ga­ni­sa­ti­on so­wie in ih­rer Be­triebs­füh­rung selbst­stän­dig und führt ei­ne ei­ge­ne Rech­nung.
4Die Auf­sichts­be­hör­de wird nach be­triebs­wirt­schaft­li­chen Grund­sät­zen ge­führt.2
5Sie ist im Be­reich die­ses Ge­set­zes zur Be­schwer­de an das Bun­des­ge­richt be­rech­tigt.3
Die Or­ga­ne der Auf­sichts­be­hör­de sind:
der Ver­wal­tungs­rat;
die Ge­schäfts­lei­tung;
die Re­vi­si­ons­stel­le.
1Der Ver­wal­tungs­rat ist das obers­te Lei­tungs­or­gan. Er be­steht aus höchs­tens fünf fach­kun­di­gen und von der Re­vi­si­ons­bran­che un­ab­hän­gi­gen Mit­glie­dern.
2Die Mit­glie­der wer­den für ei­ne Amts­dau­er von vier Jah­ren ge­wählt. Je­des Mit­glied kann zwei­mal wie­der­ge­wählt wer­den.
3Der Bun­des­rat wählt die Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes und be­stimmt die Prä­si­den­tin oder den Prä­si­den­ten.
4Die Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes müs­sen ih­re Auf­ga­ben und Pflich­ten mit al­ler Sorg­falt er­fül­len und die In­ter­es­sen der Auf­sichts­be­hör­de in gu­ten Treu­en wah­ren.
5Der Bun­des­rat kann ein Mit­glied oder meh­re­re Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes aus wich­ti­gen Grün­den ab­be­ru­fen.
6Er legt die Ent­schä­di­gun­gen der Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes fest. Für das Ho­no­rar der Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes und die wei­te­ren mit die­sen Per­so­nen ver­ein­bar­ten Ver­trags­be­din­gun­gen gilt Ar­ti­kel 6a Ab­sät­ze 1-4 des Bun­des­per­so­nal­ge­set­zes vom 24. März 20002 (BPG).
Der Ver­wal­tungs­rat hat fol­gen­de Auf­ga­ben:
Er er­lässt das Or­ga­ni­sa­ti­ons­re­gle­ment der Auf­sichts­be­hör­de.
Er er­lässt die stra­te­gi­schen Zie­le der Auf­sichts­be­hör­de, un­ter­brei­tet sie dem Bun­des­rat zur Ge­neh­mi­gung und er­stat­tet ihm jähr­lich Be­richt über de­ren Er­rei­chung.
Er er­lässt die der Auf­sichts­be­hör­de de­le­gier­ten Ver­ord­nun­gen.
Er trifft die or­ga­ni­sa­to­ri­schen Vor­keh­ren zur Wah­rung der In­ter­es­sen der Auf­sichts­be­hör­de so­wie zur Ver­hin­de­rung von In­ter­es­sen­kon­flik­ten.
Er schliesst den An­schluss­ver­trag mit der Pen­si­ons­kas­se des Bun­des (PU­BLI­CA) ab und un­ter­brei­tet ihn dem Bun­des­rat zur Ge­neh­mi­gung.
Er re­gelt die Zu­sam­men­set­zung, das Wahl­ver­fah­ren und die Or­ga­ni­sa­ti­on des pa­ri­tä­ti­schen Or­gans für das Vor­sor­ge­werk.
Er ent­schei­det über die Be­grün­dung, die Än­de­rung und die Auf­lö­sung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses mit der Di­rek­to­rin oder dem Di­rek­tor; die Be­grün­dung und die Auf­lö­sung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses mit der Di­rek­to­rin oder dem Di­rek­tor be­dür­fen der Ge­neh­mi­gung durch den Bun­des­rat.
Er ent­schei­det auf An­trag der Di­rek­to­rin oder des Di­rek­tors über die Be­grün­dung, die Än­de­rung und die Auf­lö­sung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses der wei­te­ren Mit­glie­der der Ge­schäfts­lei­tung.
Er be­auf­sich­tigt die Ge­schäfts­lei­tung.
Er sorgt für ein der Auf­sichts­be­hör­de an­ge­pass­tes in­ter­nes Kon­troll­sys­tem und Ri­si­ko­ma­na­ge­ment.
Er be­stimmt die Ver­wen­dung der Re­ser­ven.
Er ver­ab­schie­det das Bud­get.
Er er­stellt und ver­ab­schie­det für je­des Ge­schäfts­jahr einen Ge­schäfts­be­richt; er un­ter­brei­tet den re­vi­dier­ten Ge­schäfts­be­richt dem Bun­des­rat zur Ge­neh­mi­gung; gleich­zei­tig stellt er dem Bun­des­rat An­trag auf Ent­las­tung und ver­öf­fent­licht den Ge­schäfts­be­richt nach der Ge­neh­mi­gung.
1Die Ge­schäfts­lei­tung ist das ope­ra­ti­ve Or­gan. Sie steht un­ter der Lei­tung ei­ner Di­rek­to­rin oder ei­nes Di­rek­tors.
2Sie hat ins­be­son­de­re fol­gen­de Auf­ga­ben:
Sie führt die Ge­schäf­te.
Sie er­lässt die Ver­fü­gun­gen nach Mass­ga­be des Or­ga­ni­sa­ti­ons­re­gle­ments des Ver­wal­tungs­ra­tes.
Sie er­ar­bei­tet die Ent­scheid­grund­la­gen des Ver­wal­tungs­ra­tes.
Sie be­rich­tet dem Ver­wal­tungs­rat re­gel­mäs­sig, bei be­son­de­ren Er­eig­nis­sen oh­ne Ver­zug.
Sie ver­tritt die Auf­sichts­be­hör­de ge­gen aus­sen.
Sie ent­schei­det über die Be­grün­dung, die Än­de­rung und die Auf­lö­sung der Ar­beits­ver­hält­nis­se der An­ge­stell­ten der Auf­sichts­be­hör­de; vor­be­hal­ten bleibt Ar­ti­kel 30a Buch­sta­ben g und h.
Sie kann in in­ter­na­tio­na­len Or­ga­ni­sa­tio­nen und Gre­mi­en mit­wir­ken, die An­ge­le­gen­hei­ten der Re­vi­si­ons­auf­sicht be­han­deln.
Sie er­füllt al­le Auf­ga­ben, die die­ses Ge­setz nicht ei­nem an­de­ren Or­gan zu­weist.
1Die Eid­ge­nös­si­sche Fi­nanz­kon­trol­le ist die ex­ter­ne Re­vi­si­ons­stel­le.
2Für die Re­vi­si­ons­stel­le und die Re­vi­si­on sind die Be­stim­mun­gen des Ak­ti­en­rechts sinn­ge­mä­ss an­zu­wen­den.
1Die Auf­sichts­be­hör­de stellt ihr Per­so­nal pri­vat­recht­lich an.
3Für den Lohn der Di­rek­to­rin oder des Di­rek­tors so­wie der An­ge­hö­ri­gen des ge­schäfts­lei­ten­den Ka­ders und des wei­te­ren Per­so­nals, das in ver­gleich­ba­rer Wei­se ent­löhnt wird, so­wie für die wei­te­ren mit die­sen Per­so­nen ver­ein­bar­ten Ver­trags­be­din­gun­gen fin­det Ar­ti­kel 6a Ab­sät­ze 1-4 BPG2 ent­spre­chen­de An­wen­dung.3
1Die Ge­schäfts­lei­tung und das üb­ri­ge Per­so­nal sind bei PU­BLI­CA nach den Be­stim­mun­gen der Ar­ti­kel 32a-32m BPG2 ver­si­chert.
2Die Auf­sichts­be­hör­de ist Ar­beit­ge­be­rin nach Ar­ti­kel 32b Ab­satz 2 BPG.
1Die An­ge­stell­ten und Mit­glie­der der Or­ga­ne sind zur Ver­schwie­gen­heit über amt­li­che An­ge­le­gen­hei­ten ver­pflich­tet.
2Die Pflicht zur Ver­schwie­gen­heit bleibt nach Be­en­di­gung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses oder der Zu­ge­hö­rig­keit zu ei­nem Or­gan der Auf­sichts­be­hör­de be­ste­hen.
3Die An­ge­stell­ten und die Mit­glie­der der Or­ga­ne der Auf­sichts­be­hör­de dür­fen sich oh­ne Er­mäch­ti­gung der Auf­sichts­be­hör­de bei Ein­ver­nah­men und in Ge­richts­ver­fah­ren als Par­tei, Zeu­gin­nen und Zeu­gen oder Sach­ver­stän­di­ge nicht über Wahr­neh­mun­gen äus­sern, die sie bei der Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben ge­macht ha­ben und die sich auf ih­re amt­li­chen Auf­ga­ben be­zie­hen.
1Die An­ge­stell­ten sind ver­pflich­tet, al­le von Am­tes we­gen zu ver­fol­gen­den Ver­bre­chen oder Ver­ge­hen, die auf be­hör­den­in­ter­nen Sach­ver­hal­ten ba­sie­ren und die sie bei ih­rer amt­li­chen Tä­tig­keit fest­ge­stellt ha­ben oder ih­nen ge­mel­det wor­den sind, ih­ren Vor­ge­setz­ten, dem Ver­wal­tungs­rat, der Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­kon­trol­le oder den Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den an­zu­zei­gen.
2Die An­zei­ge­pflicht ent­fällt für Per­so­nen, die nach den Ar­ti­keln 113 Ab­satz 1, 168 und 169 der Straf­pro­zess­ord­nung2 zur Aus­sa­ge- oder Zeug­nis­ver­wei­ge­rung be­rech­tigt sind.
3Die An­ge­stell­ten sind be­rech­tigt, an­de­re Un­re­gel­mäs­sig­kei­ten, die sie bei ih­rer be­hör­den­in­ter­nen amt­li­chen Tä­tig­keit fest­ge­stellt ha­ben oder die ih­nen ge­mel­det wor­den sind, ih­ren Vor­ge­setz­ten, dem Ver­wal­tungs­rat oder der Eid­ge­nös­si­schen Fi­nanz­kon­trol­le zu mel­den.
4Wer in gu­ten Treu­en ei­ne An­zei­ge oder Mel­dung er­stat­tet hat, darf des­we­gen nicht in sei­ner be­ruf­li­chen Stel­lung be­nach­tei­ligt wer­den.
5Die An­zei­ge­pflicht bei be­hör­denex­ter­nen Sach­ver­hal­ten rich­tet sich nach Ar­ti­kel 24 Ab­satz 3.
1Der Ge­schäfts­be­richt ent­hält den Tä­tig­keits­be­richt (Art. 19 Abs. 1), die Jah­res­rech­nung und den Re­vi­si­ons­be­richt.
2Die Jah­res­rech­nung setzt sich zu­sam­men aus der Bi­lanz, der Er­folgs­rech­nung und dem An­hang.
1Der Vor­an­schlag und die Jah­res­rech­nung der Auf­sichts­be­hör­de wer­den un­ab­hän­gig vom Vor­an­schlag und von der Rech­nung des Bun­des ge­führt.
2Auf die Rech­nungs­le­gung sind die Be­stim­mun­gen zur kauf­män­ni­schen Buch­füh­rung und Rech­nungs­le­gung nach OR1 sinn­ge­mä­ss an­zu­wen­den.2
3Die Auf­sichts­be­hör­de bil­det die für die Aus­übung ih­rer Auf­sichtstä­tig­keit er­for­der­li­chen Re­ser­ven im Um­fang von höchs­tens ei­nem Jah­res­bud­get.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
1Die Auf­sichts­be­hör­de ver­fügt beim Bund über ein Kon­to­kor­rent und legt die über­schüs­si­gen Gel­der beim Bund zu Markt­zin­sen an.
2Der Bund ge­währt der Auf­sichts­be­hör­de für de­ren Auf­bau so­wie zur Si­cher­stel­lung ih­rer Zah­lungs­fä­hig­keit Dar­le­hen zu Markt­zin­sen.
1Die Ver­ant­wort­lich­keit der Auf­sichts­be­hör­de, ih­rer Or­ga­ne, ih­res Per­so­nals so­wie der von der Auf­sichts­be­hör­de bei­ge­zo­ge­nen Dritt­per­so­nen rich­tet sich un­ter Vor­be­halt von Ab­satz 2 nach dem Ver­ant­wort­lich­keits­ge­setz vom 14. März 19582.
2Die Auf­sichts­be­hör­de haf­tet nur, wenn:
sie we­sent­li­che Amts­pflich­ten ver­letzt hat; und
Schä­den nicht auf Pflicht­ver­let­zun­gen ei­ner Re­vi­so­rin, ei­nes Re­vi­sors, ei­ner Re­vi­si­ons­ex­per­tin, ei­nes Re­vi­si­ons­ex­per­ten oder ei­nes Re­vi­si­ons­un­ter­neh­mens zu­rück­zu­füh­ren sind.
2bis Die Ver­ant­wort­lich­keit der nach Ar­ti­kel 24 Ab­satz 1 Buch­sta­be a des FIN­MAG3 be­auf­trag­ten Prüf­ge­sell­schaf­ten rich­tet sich nach den Be­stim­mun­gen des Ak­ti­en­rechts (Art. 752-760 OR4).5
1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 3 des BG vom 23. Dez. 2011 (Rech­nungs­le­gungs­recht), in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 6679; BBl 2008 1589).
5 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 20. Ju­ni 2014 (Bün­de­lung der Auf­sicht über Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men und Prüf­ge­sell­schaf­ten), in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4073; BBl 2013 6857).
Die Auf­sichts­be­hör­de ist von je­der Be­steue­rung durch den Bund, die Kan­to­ne und die Ge­mein­den be­freit.
1Die Auf­sichts­be­hör­de er­füllt ih­re Auf­ga­ben fach­lich un­ab­hän­gig.
2Sie un­ter­steht der ad­mi­nis­tra­ti­ven Auf­sicht des Bun­des­rats. Die­ser übt sei­ne Auf­sicht ins­be­son­de­re aus durch:
die Wahl und die Ab­be­ru­fung der Mit­glie­der des Ver­wal­tungs­ra­tes und von des­sen Prä­si­den­tin oder Prä­si­den­ten;
die Ge­neh­mi­gung der Be­grün­dung und der Auf­lö­sung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses mit der Di­rek­to­rin oder mit dem Di­rek­tor;
die Ge­neh­mi­gung des An­schluss­ver­trags mit PU­BLI­CA;
die Ge­neh­mi­gung des Ge­schäfts­be­richts;
die Ge­neh­mi­gung der stra­te­gi­schen Zie­le;
die jähr­li­che Über­prü­fung der Er­rei­chung der stra­te­gi­schen Zie­le;
die Ent­las­tung des Ver­wal­tungs­ra­tes.
3Die Auf­sichts­be­hör­de er­ör­tert mit dem Bun­des­rat re­gel­mäs­sig ih­re stra­te­gi­schen Zie­le und die Er­fül­lung ih­rer Auf­ga­ben.
1Mit Bus­se bis zu 100 000 Fran­ken wird be­straft, wer ver­stösst ge­gen:
die Grund­sät­ze zur Un­ab­hän­gig­keit nach Ar­ti­kel 11 so­wie nach Ar­ti­kel 728 des OR1;
die Mel­de­pflich­ten nach Ar­ti­kel 15a Ab­satz 2;
die Mit­tei­lungs­pflicht nach Ar­ti­kel 15 Ab­satz 3;
ei­ne Aus­füh­rungs­be­stim­mung zu die­sem Ge­setz, de­ren Über­tre­tung vom Bun­des­rat für straf­bar er­klärt wird;
ei­ne Ver­fü­gung oder Mass­nah­me der Auf­sichts­be­hör­de, die un­ter Hin­weis auf die Straf­dro­hung die­ses Ar­ti­kels er­las­sen wur­de.
2Wird die Tat fahr­läs­sig be­gan­gen, so ist die Stra­fe Bus­se bis zu 50 000 Fran­ken.
3Die Auf­sichts­be­hör­de ver­folgt und be­ur­teilt die­se Wi­der­hand­lun­gen nach den Vor­schrif­ten des Bun­des­ge­set­zes vom 22. März 19743 über das Ver­wal­tungs­straf­recht.
4Die Ver­fol­gung von Über­tre­tun­gen ver­jährt nach sie­ben Jah­ren.
Von der Er­mitt­lung der straf­ba­ren Per­so­nen nach Ar­ti­kel 39 kann Um­gang ge­nom­men und an ih­rer Stel­le der Ge­schäfts­be­trieb zur Be­zah­lung der Bus­se ver­ur­teilt wer­den, wenn:
die Er­mitt­lung der Per­so­nen, die nach Ar­ti­kel 6 des Bun­des­ge­set­zes vom 22. März 19742 über das Ver­wal­tungs­straf­recht straf­bar sind, Un­ter­su­chungs­mass­nah­men be­dingt, wel­che im Hin­blick auf die ver­wirk­te Stra­fe un­ver­hält­nis­mäs­sig wä­ren; und
für die Wi­der­hand­lun­gen ge­gen die Be­stim­mun­gen die­ses Ge­set­zes ei­ne Bus­se von höchs­tens 20 000 Fran­ken in Be­tracht fällt.
1Mit Frei­heits­s­tra­fe bis zu drei Jah­ren oder Geld­stra­fe wird be­straft, wer:1
ei­ne Re­vi­si­ons­dienst­leis­tung oh­ne die er­for­der­li­che Zu­las­sung oder trotz Ver­bot zur Aus­übung sei­ner Tä­tig­keit er­bringt;
im Re­vi­si­ons­be­richt, im Prüf­be­richt oder in der Prüf­be­stä­ti­gung zu we­sent­li­chen Tat­sa­chen falsche An­ga­ben macht oder we­sent­li­che Tat­sa­chen ver­schweigt;
der Auf­sichts­be­hör­de den Zu­tritt zu sei­nen Ge­schäfts­räum­lich­kei­ten nicht ge­währt (Art. 13 Abs. 2), ihr die ver­lang­ten Aus­künf­te nicht er­teilt oder die ver­lang­ten Un­ter­la­gen nicht her­aus­gibt (Art. 15a Abs. 1) oder ihr ge­gen­über falsche oder un­voll­stän­di­ge An­ga­ben macht;
als staat­lich be­auf­sich­tig­tes Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men ge­gen die Pflich­ten zur Do­ku­men­ta­ti­on und zur Auf­be­wah­rung ver­stösst (Art. 730c OR4);
wäh­rend oder nach Be­en­di­gung der Tä­tig­keit als von der Auf­sichts­be­hör­de be­auf­trag­te Dritt­per­son (Art. 20) ein Ge­heim­nis of­fen­bart, das ihr in die­ser Ei­gen­schaft an­ver­traut wor­den ist oder das sie in die­ser Ei­gen­schaft wahr­ge­nom­men hat; vor­be­hal­ten blei­ben die eid­ge­nös­si­schen und kan­to­na­len Be­stim­mun­gen über die Zeug­nis­pflicht und die Aus­kunfts­pflicht ge­gen­über ei­ner Be­hör­de.
2Wird die Tat fahr­läs­sig be­gan­gen, so ist die Stra­fe Bus­se bis zu 100 000 Fran­ken.
3Straf­ver­fol­gung und Be­ur­tei­lung sind Sa­che der Kan­to­ne.
Der Bun­des­rat er­lässt die Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen. Er kann die Auf­sichts­be­hör­de er­mäch­ti­gen, wei­te­re Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen zu er­las­sen.
1Er­füllt ei­ne na­tür­li­che Per­son oder ein Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men die Auf­ga­ben ei­ner Re­vi­si­ons­stel­le, so gel­ten die Vor­schrif­ten die­ses Ge­set­zes, so­bald auf die zu prü­fen­de ju­ris­ti­sche Per­son die neu­en Vor­schrif­ten zur Re­vi­si­ons­stel­le vom 16. De­zem­ber 2005 An­wen­dung fin­den.
2Er­brin­gen na­tür­li­che Per­so­nen oder Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men an­de­re Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen, so fin­det das neue Recht mit In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes An­wen­dung.
3Na­tür­li­che Per­so­nen und Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men, die bis vier Mo­na­te nach In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes bei der Auf­sichts­be­hör­de ein Ge­such um Zu­las­sung als Re­vi­so­rin, Re­vi­sor, Re­vi­si­ons­ex­per­tin, Re­vi­si­ons­ex­per­te oder staat­lich be­auf­sich­tig­tes Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men ein­rei­chen, dür­fen bis zum Ent­scheid über die Zu­las­sung Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen im Sin­ne von Ar­ti­kel 2 Buch­sta­be a er­brin­gen. Die Auf­sichts­be­hör­de be­stä­tigt der Ge­such­stel­le­rin oder dem Ge­such­stel­ler schrift­lich die frist­ge­rech­te Ein­rei­chung des Ge­suchs. Sie macht der Bör­se Mit­tei­lung über die ein­ge­reich­ten Ge­su­che um Zu­las­sung als staat­lich be­auf­sich­tig­tes Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men.
4Fach­pra­xis, die bis zwei Jah­re nach In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes un­ter der Be­auf­sich­ti­gung von Per­so­nen er­wor­ben wur­de, wel­che die Vor­aus­set­zun­gen nach der Ver­ord­nung vom 15. Ju­ni 19921 über die fach­li­chen An­for­de­run­gen an be­son­ders be­fä­hig­te Re­vi­so­ren er­fül­len, gilt als Fach­pra­xis im Sin­ne von Ar­ti­kel 4.
5Fach­pra­xis, die bis zwei Jah­re nach In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes un­ter der Be­auf­sich­ti­gung von Per­so­nen er­wor­ben wur­de, wel­che die Vor­aus­set­zun­gen an die Aus­bil­dung nach Ar­ti­kel 4 Ab­satz 2 er­fül­len, gilt als Fach­pra­xis im Sin­ne von Ar­ti­kel 5.
6Die Auf­sichts­be­hör­de kann in Här­te­fäl­len auch Fach­pra­xis an­er­ken­nen, die den ge­setz­li­chen An­for­de­run­gen nicht ge­nügt, so­fern ei­ne ein­wand­freie Er­brin­gung von Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen auf Grund ei­ner lang­jäh­ri­gen prak­ti­schen Er­fah­rung nach­ge­wie­sen wird.
Art. 43a Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 20. Juni 2014
1Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen, für de­ren Durch­füh­rung das neue Recht ei­ne Zu­las­sung der Auf­sichts­be­hör­de vor­schreibt, dür­fen bis ein Jahr nach In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 20. Ju­ni 2014 noch mit der Zu­las­sung der FIN­MA nach bis­he­ri­gem Recht durch­ge­führt wer­den.
2Die Auf­sichts­be­hör­de über­nimmt al­le Ver­fah­ren der FIN­MA, die ge­gen Prüf­ge­sell­schaf­ten, die Prü­fun­gen nach den Fi­nanz­markt­ge­set­zen (Art. 1 Abs. 1 FIN­MAG2) durch­füh­ren, so­wie ge­gen lei­ten­de Prü­fe­rin­nen und lei­ten­de Prü­fer sol­cher Prü­fun­gen er­öff­net wur­den und die bei In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 20. Ju­ni 2014 noch nicht rechts­kräf­tig ent­schie­den sind.
Art. 43b Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 30. September 2016
Für Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men, die Re­vi­si­ons­dienst­leis­tun­gen für Ge­sell­schaf­ten nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 1 Buch­sta­be b er­brin­gen, de­ren An­lei­hen­sob­li­ga­tio­nen bei In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 30. Sep­tem­ber 2016 an ei­ner Schwei­zer Bör­se ko­tiert sind, gilt Fol­gen­des:
Ent­fällt die Zu­las­sungs­pflicht für sie nicht, so müs­sen sie spä­tes­tens sechs Mo­na­te nach In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 30. Sep­tem­ber 2016 über ei­ne Zu­las­sung als staat­lich be­auf­sich­tig­tes Re­vi­si­ons­un­ter­neh­men ver­fü­gen.
Ent­fällt für sie die Zu­las­sungs­pflicht, so müs­sen sie sich spä­tes­tens sechs Mo­na­te nach In­kraft­tre­ten der Än­de­rung vom 30. Sep­tem­ber 2016 bei der Auf­sichts­be­hör­de mel­den oder si­cher­stel­len, dass die In­ves­to­rin­nen und In­ves­to­ren aus­drück­lich auf die feh­len­de staat­li­che Be­auf­sich­ti­gung des Re­vi­si­ons­un­ter­neh­mens hin­ge­wie­sen wer­den.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 30. Sept. 2016 (Ex­tra­ter­ri­to­ria­ler Gel­tungs­be­reich der Re­vi­si­ons­auf­sicht), in Kraft seit 1. Okt. 2017 (AS 2017 4859; BBl 2015 5717).
Bis zum In­kraft­tre­ten des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 20051 wird der Rechts­schutz in Er­gän­zung zu den all­ge­mei­nen Be­stim­mun­gen über die Bun­des­rechts­pfle­ge wie folgt ge­re­gelt: Die Re­kurs­kom­mis­si­on EVD be­ur­teilt Be­schwer­den ge­gen Ver­fü­gun­gen der Auf­sichts­be­hör­de.