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Timestamp: 2016-10-24 20:09:25
Document Index: 119066156

Matched Legal Cases: ['Art. 292', 'Art. 292', 'Art. 82', 'Art. 89', 'Art. 95', 'BGE', 'Art. 43', 'Art. 7', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68', 'e contrario', 'Art. 66', 'Art. 68']

1C_148/2010 (06.09.2010)
1C_148/2010
Beschwerdef�hrer, beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Markus Siegrist,
Kantonsspital Aarau AG, Tellstrasse, 5001 Aarau, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt
Beschwerde gegen das Urteil vom 26. Januar 2010 des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 3. Kammer.
Die im Besitz des Kantons Aargau stehende Kantonsspital Aarau AG f�hrt seit Mai 2001 bzw. Oktober 2006 in den zuvor als Personalh�user genutzten Liegenschaften Westallee 9 und 13 in Aarau Kindertagesst�tten. F�r die Umnutzung der beiden in der Zone W3bis gelegenen Liegenschaften hatte die Kantonsspital Aarau AG keine Baubewilligungen eingeholt. Y.________ und X.________, die Eigent�mer der im Norden an die Liegenschaft Westallee 9 angrenzenden Wohnliegenschaft Parkweg 15, intervenierten am 10. Dezember 2006 beim Stadtbauamt Aarau wegen des von den Kindertagesst�tten verursachten L�rms. Dieses forderte in der Folge die Kantonsspital Aarau AG auf, f�r die Umnutzung der beiden Liegenschaften Westallee 9 und 13 Baugesuche einzureichen.
Am 5. Februar 2007 reichte die Kantonsspital Aarau AG ein nachtr�gliches Baugesuch f�r die Umnutzung der Liegenschaften Westallee 9 und 13 ein, gegen das Y.________ und X.________ Einsprache erhoben. Am 27. August 2007 bewilligte der Stadtrat Aarau das Baugesuch und wies die Einsprache ab.
Am 20. Juni 2008 wies das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau (BVU) die Verwaltungsbeschwerde von Y.________ und X.________ gegen diese Baubewilligung ab.
Am 26. Januar 2010 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau die Beschwerde von Y.________ und X.________ gegen den Entscheid des BVU ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragen Y.________ und X.________, dieses Urteil des Verwaltungsgerichts aufzuheben, die Baubewilligung f�r die Nutzungs�nderungen der Liegenschaften Westallee 9 und 13 aufzuheben, unter Androhung von Art. 292 StGB f�r den S�umnisfall die endg�ltige Einstellung der Nutzung als Kindertagesst�tten binnen dreier Monate zu verf�gen, die der Kantonsspital Aarau AG zugesprochenen Parteikosten aufzuheben, dieser die Verfahrenskosten aufzuerlegen und die Sache zur Neubeurteilung der Entsch�digungen des kantonalen Verfahrens an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen. Ausserdem beantragen sie, vorsorglich und unter Androhung von Art. 292 StGB f�r den S�umnisfall anzuordnen, die Nutzung der Liegenschaften Westallee 9 und 13 als Kindertagesst�tten binnen 30 Tagen einzustellen.
Am 16. April 2010 wies der Pr�sident der I. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts das Gesuch um aufschiebende Wirkung bzw. Erlass von vorsorglichen Massnahmen ab.
Y.________ und X.________ reichen einen Bericht der Mittelland Zeitung vom 22. M�rz 2010 ein, wonach die Umnutzung des Wohnhauses Westallee 20 in eine Kindertagesst�tte bewilligt worden sei.
Das BVU, das Verwaltungsgericht sowie die Kantonsspital Aarau AG beantragen mit ihren Vernehmlassungen, die Beschwerde abzuweisen.
In ihrer Replik halten Y.________ und X.________ an der Beschwerde fest.
Das Verwaltungsgericht verzichtet auf weitere Stellungnahme. Der Aarauer Stadtrat beantragt ohne weitere Begr�ndung, die Beschwerde abzuweisen. Die Kantonsspital Aarau AG h�lt an ihrem Standpunkt vollumf�nglich fest.
Y.________ und X.________ reichen eine Stellungnahme zur vom Vertreter der Kantonsspital Aarau AG dem Verwaltungsgericht eingereichten Kostennote vom 19. November 2009 ein.
Gegen den angefochtenen, kantonal letztinstanzlichen Entscheid �ber eine Baubewilligung steht die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen (Art. 82 ff. BGG). Die Beschwerdef�hrer haben am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, verf�gen als unmittelbare Nachbarn �ber eine spezifische Beziehungsn�he zur Streitsache und k�nnten aus der Aufhebung oder �nderung des angefochtenen Entscheids einen praktischen Nutzen ziehen, z.B. wenn die aus ihrer Sicht st�rende Umnutzung nicht zugelassen w�rde; sie sind damit zur Beschwerde befugt (Art. 89 Abs. 1 BGG). Sie r�gen die Verletzung von Bundesrecht, was zul�ssig ist (Art. 95 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.2.1). Die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist.
Die Beschwerdef�hrer werfen dem Verwaltungsgericht vor, es habe den Betrieb der Kindertagesst�tten f�r das Spitalpersonal in willk�rlicher Weise als in der Zone W3bis zul�ssige Nutzung bewilligt und zudem ihr rechtliches Geh�r verletzt bzw. eine Rechtsverweigerung begangen, indem es sich weder mit der f�r diese Zone massgebenden Bestimmung - � 7 der Bau- und Nutzungsordnung der Stadt Aarau vom 24. M�rz 2003 (BNO) - auseinandergesetzt noch seine �berpr�fungsbefugnis ausgesch�pft habe.
2.1 Die Gemeinden sind f�r den Erlass der Nutzungspl�ne und die Ausscheidung und Definition der verschiedenen Zonen zust�ndig (� 13 Abs. 1 und � 15 des Baugesetzes des Kantons Aargau vom 19. Januar 1993; BauG). Sie sind nach � 106 der Verfassung des Kantons Aargau vom 25. Juni 1980 befugt, derartige kommunale Aufgaben im Rahmen von Verfassung und Gesetz nach eigenem Ermessen zu erf�llen. Den Gemeinden kommt somit beim Erlass und der Ausgestaltung der Nutzungszonen verfassungsrechtlich gesch�tzte Autonomie zu. Es ist daher folgerichtig und keineswegs willk�rlich, dass sich das Verwaltungsgericht bei der �berpr�fung der Anwendung der einschl�gigen kommunalen Bestimmungen �ber die Nutzungszonen durch den Stadtrat eine gewisse Zur�ckhaltung auferlegt, soweit es um typisch lokale Angelegenheiten geht und weder �ber�rtliche Interessen noch �berwiegende Rechtsschutzinteressen ber�hrt werden. Hat der Stadtrat eine unter die Gemeindeautonomie fallende unbestimmte Regelung vertretbar ausgelegt, so ist das Verwaltungsgericht jedenfalls verfassungsrechtlich nicht zum Einschreiten verpflichtet, auch wenn andere Auslegungsergebnisse rechtlich ebenfalls vertretbar w�ren. Die R�ge, es habe seine �berpr�fungsbefugnis nicht ausgesch�pft und dadurch eine Rechtsverweigerung begangen, ist unbegr�ndet.
2.2 Nach � 6 Abs. 1 BNO sind Wohnzonen in erster Linie f�r Wohnbauten bestimmt. Der Anteil der Wohnnutzung an der realisierten Bruttogeschossfl�che in der Zone W3bis muss mindestens 60 % betragen (Abs. 3). Die Wohnzone W3bis dient der strukturellen Erhaltung und massvollen Verdichtung der zentrumsnahen, durch eine starke Begr�nung gepr�gten Wohnquartiere mit weitgehend einheitlicher Bebauungsstruktur (� 7 Abs. 1 BNO). Das fragliche Gebiet ist der Empfindlichkeitsstufe II gem�ss Art. 43 Abs. 1 lit. b der L�rmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 (SR 814.41; LSV) zugeordnet, welche keine st�renden Betriebe zul�sst (� 5 BNO).
2.2.1 Nach den unbestrittenen Feststellungen des Verwaltungsgerichts im angefochtenen Entscheid (E. II. 1 S. 6 f.) sind die beiden Kindertagesst�tten in den Liegenschaften Westallee 9 und 13 montags bis freitags von 06.30 bis 19.00 Uhr ge�ffnet. Abends sowie am Wochenende und an Feiertagen sind sie geschlossen. Erstere verf�gt �ber 10 Pl�tze f�r Kinder im Kindergarten- und Primarschulalter, letztere �ber 14 Pl�tze f�r Kinder von drei Monaten bis vier Jahren. �stlich angrenzend an die Liegenschaft Westallee 13 betreibt die Beschwerdegegnerin eine dritte, in der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen gelegene Kindertagesst�tte. Alle drei verf�gen �ber G�rten, in denen die Kinder spielen.
2.2.2 Das Verwaltungsgericht hat erwogen (E. 3.5.2 S. 10 f.), die Kinder w�rden jeweils einen halben oder einen ganzen Tag in der Kindertagesst�tte verbringen und dort essen, schlafen, spielen und teilweise den Kindergarten oder die Schule besuchen. Diese T�tigkeiten entspr�chen vollumf�nglich dem Charakter einer Wohnzone, weshalb der Betrieb der Kindertagesst�tten als zonenkonforme, zul�ssige Wohnnutzung zu betrachten sei. Keine Rolle spiele entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrer, dass nicht Quartierkinder betreut w�rden, sondern die Kinder des Spitalpersonals, welches sie vor der Arbeit hinbringe und danach wieder abhole. Entscheidend sei, dass Spiel und Bewegung feste Elemente im Tagesablauf von Kindern darstellten und die Ger�usche spielender Kinder damit mit der Wohnnutzung untrennbar verbunden seien. Da die Kinder im Durchschnitt zwei Tage bzw. vier Halbtage pro Woche anwesend seien, rechtfertige sich auch, von einer auf eine gewisse Dauer ausgerichteten Nutzung zu sprechen, was f�r eine Wohnnutzung typisch sei. Kindertagesst�tten w�rden dementsprechend in der Stadt Aarau in Wohnzonen generell zugelassen. Die Beschwerdegegnerin w�rde die Kindertagesst�tten zudem nicht zwecks Erzielung von Gewinn betreiben, sondern um ihren Mitarbeitern die Betreuung der Kinder w�hrend der Arbeitszeit anzubieten. Es liege deshalb kein Gewerbebetrieb vor, sondern eine soziale Einrichtung, deren Betrieb einer Wohnnutzung entspreche.
In Bezug auf den von den Kindertagesst�tten ausgehenden L�rm hat das Verwaltungsgericht erwogen (E. 4.3 f. S. 13 f.), diese stellten ortsfeste Anlagen im Sinne von Art. 7 Abs. 7 USG dar, deren Betrieb L�rmimissionen verursache. Da der Bundesrat f�r Kinderspielpl�tze keine Belastungsgrenzwerte erlassen habe, sei es an der Vollzugsbeh�rde, die L�rmimissionen im Einzelfall aufgrund einer objektivierten Betrachtungsweise, unter Ber�cksichtigung von Personen mit erh�hter Empfindlichkeit, zu beurteilen. In der hier interessierenden Zone der Empfindlichkeitsstufe II d�rften h�chstens geringf�gige St�rungen auftreten. Die Beschwerdef�hrer w�rden sich �ber den L�rm der im Garten spielenden Kinder - Jauchzen, Johlen, Schreien, Heulen, Kreischen, Weinen, Br�llen, Rufen und Quietschen - beklagen. Da Kinder in einer Wohnzone die M�glichkeit haben sollen, im Freien zu spielen, passe dieser L�rm in eine Wohnzone. Er geh�re zur �blichen Ger�uschkulisse und werde von der Bev�lkerung auch in einer ruhigen Wohnzone mehrheitlich als orts�blich akzeptiert und nicht als st�rend empfunden. Der L�rm spielender Kinder habe daher grunds�tzlich als sozialad�quat zu gelten und m�sse in einer Wohnzone hingenommen werden. St�rend w�re derartiger L�rm nur, wenn er eine besondere Lautst�rke erreiche, was hier nicht der Fall sei. Die beiden strittigen Kindertagesst�tten an der Westallee 9 und 13 b�ten insgesamt 24 Betreuungspl�tze an; rechne man noch die angrenzende, in der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen gelegene Kindertagesst�tte dazu, seien es insgesamt 46 Pl�tze. Da alle drei �ber grosse, mit unterschiedlichen Spielger�ten ausger�stete G�rten verf�gten, sei eine Konzentration von Kindern in einem Garten unwahrscheinlich. Gehe man mit den Beschwerdef�hrern von 8 bis 20 im Freien spielenden Kindern aus, so lasse sich die Situation mit einem kleineren Spielplatz vergleichen, welcher in der Wohnzone �blich und objektiv nicht st�rend sei. Der L�rm trete zudem wegen der eingeschr�nkten �ffnungszeiten und der Mittagsruhe von 12.00 bis 13.00 Uhr nur ausserhalb der Zeiten auf, die durch das st�dtische Polizeireglement besonders gesch�tzt seien. Eine relevante L�rmvorbelastung bestehe nach �bereinstimmender Einsch�tzung aller Beteiligten nicht. Zusammenfassend sei festzustellen, dass von den Kindertagesst�tten Westallee 9 und 13 h�chstens eine geringf�gige St�rung ausgehe, die das zul�ssige Immissionsniveau nicht �bersteige. Eine Begrenzung der Emissionen durch vorsorgliche Massnahmen - etwa die Auflage, dass sich maximal sechs Kinder gleichzeitig auf dem Kinderspielplatz aufhalten d�rften - sei nicht zu rechtfertigen.
2.2.3 Wohnzonen sind offensichtlich auch f�r den Aufenthalt von Kindern bestimmt, womit Kinderl�rm in ihnen grunds�tzlich zu dulden ist. Die Auffassung des Verwaltungsgerichts, kleinere Anlagen und Einrichtungen f�r den Aufenthalt oder die Betreuung von Kindern seien daher in Wohnzonen zonenkonform, ist ebenso wenig zu beanstanden wie seine Einsch�tzung, dass dies auf die vorliegend zu beurteilenden Kindertagesst�tten zutrifft. Auch in einer eher ruhigen Wohnzone ist den Nachbarn zuzumuten, von Montag bis Freitag zwischen 06.30 bis 12.00 und 13.00 bis 19.00 Uhr den L�rm von in der Regel nicht mehr als 20 im Garten spielenden Kindern zu dulden. Die Beschwerdef�hrer wenden zwar ein, das Verwaltungsgericht habe nicht ber�cksichtigt, dass sich die Kindertagesst�tten nicht in einer "gew�hnlichen" Wohnzone bef�nden, sondern in der Zone W3bis, welche der strukturellen Erhaltung zentrumsnaher, durch eine starke Durchgr�nung gepr�gter Wohnquartiere diene. Dem ist entgegenzuhalten, dass die bauliche Substanz der vorbestehenden Personalh�user der Liegenschaften Westallee 9 und 13 nicht wesentlich ver�ndert wurde und insbesondere auch die G�rten erhalten bleiben; insofern ist nicht ersichtlich, inwiefern ihre Umnutzung in Kindertagesst�tten dem in dieser Zone geltenden Gebot widerspricht, bestehende Strukturen zu erhalten. Aus � 7 Abs. 1 BNO k�nnen die Beschwerdef�hrer nichts zu ihren Gunsten ableiten. Damit hat das Verwaltungsgericht auch seine verfassungsrechtliche Begr�ndungspflicht nicht verletzt, indem es sich mit dieser f�r den Ausgang des Verfahrens nicht massgeblichen Bestimmung nicht ausdr�cklich auseinandersetzte.
2.2.4 Die Beschwerdef�hrer bringen vor, die Kindertagesst�tten w�rden nicht f�r die Betreuung der quartiereigenen, sondern ortsfremder Kinder des Spitalpersonals genutzt, weshalb es sich dabei um Infrastrukturbetriebe des Spitals handle, die ihren Platz auf dem Spitalareal und damit in der Zone f�r �ffentliche Bauten und Anlagen h�tten.
Bereits die vorbestehenden Personalh�user dienten im weiteren Sinne dem Betrieb des Spitals und geh�rten damit auch schon vor ihrer Umnutzung in Kindertagesst�tten zu dessen (erweiterter) Infrastruktur. Das ist indessen nicht entscheidend. Solange die Liegenschaften Wohnzwecken dienen, was sowohl f�r ihre Nutzung als Personalh�user als auch als Kindertagesst�ten zutrifft, sind sie in einer Wohnzone konform. Wohnzonen sind zudem keine abgeschlossenen, dem ausschliesslichen Gebrauch der Anwohner vorbehaltenen Gebilde, sondern f�r jedermann frei zug�nglich. Insofern ist das Argument der Beschwerdef�hrer, sie m�ssten unzul�ssigerweise den L�rm quartierfremder Kinder und damit quasi "zonenfremden" L�rm dulden, nicht stichhaltig, zumal sich die Verschiebung des Kinderl�rms von deren Wohnquartieren in die Kindertagesst�tten angesichts der beschr�nkten Anzahl der Betreuungspl�tze und den eingeschr�nkten Betriebszeiten in engen Grenzen h�lt. Unter diesen Umst�nden ist es jedenfalls vertretbar, die beiden Kindertagesst�tten in der ans Spitalareal angrenzenden Wohnzone als zonenkonform zuzulassen. Die Beschwerdef�hrer bef�rchten zwar, dass die Beschwerdegegnerin in unmittelbarer N�he weitere Kindertagesst�tten plane, was zu einer insgesamt �berm�ssigen L�rmbel�stigung f�hre. Dieser Einwand ist indessen von vornherein unbeachtlich, da die Errichtung weiterer Kindertagesst�tten nicht Gegenstand dieses Verfahrens ist.
2.2.5 Die Beschwerdef�hrer machen geltend, das Verwaltungsgericht habe sich stillschweigend dar�ber hinweggesetzt, dass � 6 Abs. 3 BNO einen Mindestwohnanteil von 60 % vorschreibe. Damit habe es gegen das Willk�rverbot verstossen und zudem seine verfassungsm�ssige Begr�ndungspflicht verletzt, da sie die Verletzung des Wohnanteils ausdr�cklich ger�gt h�tten.
Die Beschwerdef�hrer �bersehen, dass das Verwaltungsgericht die Nutzung der Liegenschaften als Kindertagesst�tten ausdr�cklich als Wohnnutzung qualifiziert hat (E. 3.5.3 S. 11). Damit geht es von einer 100-prozentigen Wohnnutzung aus und brauchte sich dementsprechend mit dem Mindestwohnanteil nicht weiter auseinanderzusetzen. Die Geh�rsverweigerungsr�ge ist unbegr�ndet. Die Beschwerdef�hrer bringen vor, dass der Betrieb von Kindertagesst�tten nicht als Wohnnutzung anerkannt werden sollte, weil dadurch der Zweck der Wohnanteilsregelung, die Erhaltung einer bestimmten Einwohnerzahl, nicht erreicht werde. Die Argumentation des Verwaltungsgerichts, der Aufenthalt der Kinder in den Kindertagesst�tten sei eine Wohnnutzung, ist ohne Weiteres vertretbar und jedenfalls nicht willk�rlich. Dass unter diesem Begriff nur das dauernde Bewohnen eines Geb�udes verstanden werden und der Aufenthalt der Kinder in der Kindertagesst�tte wegen seines tempor�ren Charakters nicht als Wohnnutzung gelten kann, wie die Beschwerdef�hrer darlegen, erscheint keineswegs zwingend. � 6 BNO enth�lt jedenfalls keine Bestimmung, wonach die bloss zeitweise Nutzung eines Geb�udes zu Wohnzwecken, etwa als Zweit- oder Ferienwohnung, nicht an den Wohnanteil anzurechnen w�re. Die R�gen sind unbegr�ndet.
2.2.6 Erweisen sich somit die Einw�nde gegen die Baubewilligung als unbegr�ndet, k�nnen die Beschwerdef�hrer auch aus der Eigentumsgarantie nichts zu ihren Gunsten ableiten.
Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid der Beschwerdegegnerin eine Parteientsch�digung zulasten der Beschwerdef�hrer zugesprochen.
3.1 Die Beschwerdef�hrer r�gen, nach der langj�hrigen Praxis des Verwaltungsgerichts zu � 36 des alten Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 9. Juli 1968 (aVRPG), welches auf dieses Verfahren unbestrittenermassen anwendbar sei, h�tten Gemeinwesen grunds�tzlich keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung. Die Beschwerdegegnerin geh�re zu 100 % dem Kanton Aargau. Wenn im Kanton Aargau die Gemeinden keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung h�tten, m�sse dies aus Gr�nden der Rechtsgleichheit auch f�r den Kanton und seine Anstalten, Organisationen und Aktiengesellschaften gelten, soweit sie �ffentlich-rechtliche Aufgaben wahrn�hmen. Der Kanton d�rfe nicht besser gestellt werden als kleine Gemeinden. Die Zusprechung einer Parteientsch�digung an die Beschwerdegegnerin sei unhaltbar.
3.2 Das Verwaltungsgericht best�tigt in seiner Vernehmlassung, dass dem Gemeinwesen unter der Herrschaft des aVRPG grunds�tzlich keine Parteientsch�digungen zugesprochen worden seien, namentlich wegen dessen im Vergleich zum Privaten besonderen Bef�higung zur Prozessf�hrung. Dieser Gedanke trage beim Kantonsspital nicht, sei dieses doch aufgrund seiner Aufgaben und Organisation nicht darauf ausgerichtet, Bauprozesse zu f�hren. Solche Verfahren geh�rten nicht zu den Aufgaben, die beim Rechtsdienst eines Kantonsspitals �blicherweise anfallen w�rden. Dazu komme, dass das Kantonsspital als Aktiengesellschaft und damit privatrechtlich organisiert sei.
3.3 Die vom Verwaltungsgericht f�r die Zusprechung einer Parteientsch�digung an die Beschwerdegegnerin angef�hrten Gr�nde sind nachvollziehbar. Erf�llt ein Gemeinwesen eine �ffentlich-rechtliche Aufgabe durch eine juristische Person des Privatrechts, so ist es jedenfalls nicht willk�rlich, diesem Umstand auch bei der Zusprechung von Parteientsch�digungen Rechnung zu tragen. Die Errichtung von Kindertagesst�tten durch die Beschwerdegegnerin geh�rt ohnehin nicht zu ihrem ausschliesslich vom �ffentlichen Recht beherrschten amtlichen Wirkungsbereich. Die Willk�rr�ge ist unbegr�ndet.
Die Beschwerdef�hrer werfen dem Verwaltungsgericht eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs vor, da sie keine Gelegenheit erhalten h�tten, zur Kostennote der Gegenpartei vom 8. M�rz 2010 Stellung zu nehmen. Diese sei ihnen weder zugestellt worden, noch sei ihnen mitgeteilt worden, dass eine solche eingereicht worden sei. Der gesamte diesbez�gliche Schriftverkehr zwischen dem Gericht und dem Gegenanwalt sei unter Umgehung ihres Anwalts erfolgt, welchem auch keine Orientierungskopien zugestellt worden seien.
4.1 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Anspruch auf rechtliches Geh�r ergibt sich, unter Vorbehalt von hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen zum Schutz von �berwiegenden Geheimhaltungsinteressen, aus Art. 29 Abs. 2 BV der Anspruch der Verfahrenspartei, in alle f�r den Entscheid wesentlichen Akten Einsicht zu nehmen und sich dazu zu �ussern (BGE 129 I 85 E. 4.1; 121 I 225 E. 2a; 119 Ib 12 E. 6b; vgl. auch BGE 125 II 473 E. 4c/cc).
4.2 Rechtsanwalt Baumann stellte am 19. November 2009 dem Gerichtsschreiber des Verwaltungsgerichts "aufforderungsgem�ss" seine Kostennote zu. Mit Schreiben vom 24. November 2009 teilte der Kammerpr�sident Rechtsanwalt Baumann mit, das Gericht beabsichtige, seine Rechnung gem�ss den beiliegenden Berechnungsbl�ttern zu k�rzen und gebe ihm Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen. Dieser setzte sich mit Eingabe vom 27. November 2009 gegen die beabsichtigten K�rzungen zur Wehr.
Das Verwaltungsgericht hat damit �ber die Entsch�digungsfolgen des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens mit einer Partei und unter Ausschluss der (f�r die Bezahlung der Parteientsch�digung vorgesehenen) Gegenpartei einen eigentlichen Schriftenwechsel durchgef�hrt. Ein solch einseitiges Vorgehen ist unter dem Gesichtspunkt des verfassungsrechtlich garantierten Anspruchs auf Gleichbehandlung und rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 1 und 2 BV) offensichtlich unstatthaft. Die Geh�rsverweigerungsr�ge ist begr�ndet.
4.3 Eine Verweigerung des rechtlichen Geh�rs f�hrt zwar in der Regel ohne Weiteres zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Der Verfahrensmangel kann indessen geheilt werden, wenn die Kognition des Bundesgerichts gegen�ber derjenigen der letzten kantonalen Instanz nicht eingeschr�nkt ist und dem Beschwerdef�hrer kein Nachteil erw�chst (BGE 125 I 209 E. 9; 107 Ia 1 E. 1). Die Heilung des Verfahrensmangels ist ausgeschlossen, wenn es sich um eine besonders schwerwiegende Verletzung der Parteirechte handelt, und sie soll die Ausnahme bleiben (BGE 126 I 68 E. 2; 124 V 180 E. 4a).
Vorliegend betrifft die Geh�rsverweigerung des Verwaltungsgerichts einen Nebenpunkt von untergeordneter Bedeutung, und das Bundesgericht ist in der Lage, die strittige Parteientsch�digung reformatorisch zu beurteilen, nachdem den Beschwerdef�hrern im bundesgerichtlichen Verfahren die Gelegenheit einger�umt wurde, sich dazu materiell zu �ussern. Eine R�ckweisung k�me daher einem prozessualen Leerlauf gleich, weshalb sich rechtfertigt, von der Aufhebung des angefochtenen Entscheids in diesem Punkt ausnahmsweise abzusehen und den Verfahrensmangel zu heilen.
4.4 Die Kritik der Beschwerdef�hrer an der Kostennote des Gegenanwalts wurde vom Verwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid (E. 2 S. 23 f.) bereits weitestgehend ber�cksichtigt. So geht es, wie die Beschwerdef�hrer, von einer Bausumme von Fr. 100'000.-- aus, nicht von Fr. 500'000.-- wie die Beschwerdegegnerin, was nach der unbestrittenen Praxis des Verwaltungsgerichts zur Annahme eines Streitwerts von Fr. 10'000.-- (10 % der Bausumme) f�hrt. Die Grundentsch�digung f�r diesen Streitwert betr�gt nach � 3 Abs. 1 lit. a des Anwaltstarifs vom 10. November 1987 (AnwT) Fr. 3'230.--. Dazu kommt nach � 6 Abs. 3 AnwT ein Zuschlag f�r eine zus�tzliche Rechtsschrift von 20 %, was ein Zwischentotal von Fr. 3'876.-- ergibt. F�r Rechtsmittelverfahren und damit auch f�r das verwaltungsgerichtliche Verfahren werden nach � 8 AnwT zwischen 25 und 100 % dieser (f�r erstinstanzliche Verfahren berechneten) Summe zugesprochen. Das Verwaltungsgericht hat sich dabei f�r einen Einschlag von 20 % entschieden, und die Beschwerdef�hrer legen unter Verletzung ihrer gesetzlichen Begr�ndungspflicht nicht substanziiert dar, weshalb es einen Einschlag von 37.5 % (auf 62.5 %, den Mittelwert zwischen 25 % und 100 %) h�tte vornehmen m�ssen. Dies ist auch nicht ersichtlich, die Entsch�digung von Fr. 3'576.10 f�r das mit einem vergleichsweise erheblichen Aufwand verbundene verwaltungsgerichtliche Verfahren - es wurde immerhin ein Augenschein durchgef�hrt - erscheint keineswegs zu hoch. In Bezug auf die Auslagen geht das Verwaltungsgericht mit den Beschwerdef�hrern davon aus, dass Fotokopien nur mit 50 Rappen zu entsch�digen sind, nicht mit einem Franken, wie von der Beschwerdegegnerin in Rechnung gestellt. Unerfindlich ist die Kritik an den Reisespesen, wurden unter diesem Titel doch lediglich Fr. 5.-- in Rechnung gestellt und zugesprochen. Die R�ge, das Verwaltungsgericht habe der Beschwerdegegnerin eine �berh�hte Parteientsch�digung zugesprochen, ist unbegr�ndet.
Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, da die von den Beschwerdef�hrern zu Recht beanstandete Geh�rsverweigerung vor Bundesgericht geheilt wurde.
Da der Streitgegenstand nicht den amtlichen Wirkungsbereich der Beschwerdegegnerin betrifft, ist sie in Bezug auf die Kosten- und Entsch�digungsfolgen wie eine Privatperson zu behandeln (Art. 66 Abs. 4 und Art. 68 Abs. 3 BGG e contrario). Damit tragen die unterliegenden Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG), wobei dem Umstand, dass sie in einem Nebenpunkt begr�ndeten Anlass zur Beschwerdef�hrung hatten, bei deren Festsetzung mit einem Einschlag Rechnung zu tragen ist. Dementsprechend haben sie der Beschwerdegegnerin eine (leicht) reduzierte Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerdef�hrer haben der Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 2'500.-- zu bezahlen.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Stadtrat Aarau sowie dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.