Source: https://www.ketreuhand.at/Newsletter-03-2020/Vorab-Informationen-seitens-des-BMF/Vorab-Informationen-seitens-des-BMF.htm
Timestamp: 2020-04-05 21:58:37
Document Index: 361127562

Matched Legal Cases: ['§ 45', '§ 206', '§ 45', '§ 206', '§ 212', '§ 217']

K&E Wirtschaftstreuhand - Vorab Informationen seitens des BMF
Vorab Informationen seitens des Bundesministeriums für Finanzen
Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen für 2020 können gemäß
§ 45 Abs. 4 EStG 1988 herabgesetzt oder mit Null Euro festgesetzt werden.
Darüber hinausgehend kommt eine gänzliche oder teilweise Nichtfestsetzung von Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen für 2020 gemäß § 206 Abs. 1 lit. a BAO in Betracht.
(§ 45Abs. 4 und 5 EStG 1988)
Steuerpflichtige, die von einer durch das SARS-CoV-Virus bedingten Ertragseinbuße betroffen sind, können bis 31.10.2020 einen Antrag auf Herabsetzung von Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen für das Kalenderjahr 2020 stellen.
In diesem Antrag hat der Steuerpflichtige die voraussichtliche Minderung der Bemessungsgrundlage auf Grund der konkreten Betroffenheit glaubhaft zu machen.
Der Antrag kann in FinanzOnline gestellt werden. Für Steuerpflichtige, die FinanzOnline nicht verwenden, wird ein Musterformular zur Verfügung gestellt.
Das Finanzamt hat die Vorauszahlungen für entsprechend zu reduzieren. Ergibt sich für das Kalenderjahr voraussichtlich keine Steuervorschreibung, hat das Finanzamt die Vorauszahlungen für das Kalenderjahr mit Null Euro festzusetzen.
Derartige Anträge sind sofort zu erledigen.
Sofern die Festsetzung von Einkommen- oder Körperschaftsteuervorauszahlungen für das Kalenderjahr gemäß Punkt 1.1. nicht ohnedies mit Null Euro erfolgt, ist die Vorauszahlung auf jenen Betrag herabzusetzen, der sich für das Kalenderjahr 2020 voraussichtlich ergeben wird.
Das Finanzamt hat den Betrag der Einkommensteuer- oder der Körperschaftsteuer-
vorauszahlung gemäß § 206 Abs. 1 lit. a BAO dementsprechend mit einem niedrigeren Betrag oder mit Null Euro festzusetzen.
Voraussetzung ist, dass der Steuerpflichtige die konkrete Betroffenheit von den Folgen des durch das SARS-CoV-2- Virus ausgelösten liquiditätsmäßigen Notstandes glaubhaft macht.
Derartige Anregungen sind sofort zu erledigen.
Das Finanzamt hat bei der Erledigung des Antrags im Rahmen der Ermessensübung auf die besondere Situation, die im Einzelfall durch das Auftreten des SARS-CoV-2-Virus entstanden ist, entsprechend Bedacht zu nehmen.
Der Antrag ist sofort zu bearbeiten.
Der Steuerpflichtige kann bei seinem Finanzamt (z.B. im Antrag auf Stundung oder Ratenzahlung) anregen, von der Festsetzung der nach § 212 Abs. 2 BAO anfallenden Stundungszinsen abzusehen.
Die konkrete Betroffenheit des Steuerpflichtigen ist glaubhaft zu machen.
Der Steuerpflichtige kann bei seinem Finanzamt beantragen, einen verhängten Säumniszuschlag gemäß § 217 Abs. 7 BAO herabzusetzen oder nicht festzusetzen.
Im Antrag ist die konkrete Betroffenheit des Steuerpflichtigen glaubhaft zu machen.
Ich bin in meiner betrieblichen Tätigkeit (Angabe der Branche...) von den Auswirkungen der SARS-CoV-2-Virus-Infektion betroffen. Das bewirkt, dass die bisherige Festsetzung von Vorauszahlungen für das Kalenderjahr 2020 zu hoch ist. Ich habe die Auswirkungen der SARSCoV-2-Virus-Infektion auf die Höhe der Steuerbemessungsgrundlage für 2020 sorgfältig abgeschätzt und beantrage .....
Ich bin in meiner betrieblichen Tätigkeit (Angabe der Branche...) von den Auswirkungen der der SARS-CoV-2-Virus-Infektion betroffen. Das bewirkt einen Liquiditätsengpass, der für mich einen Notstand darstellt. Ich beantrage daher ......