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Timestamp: 2016-06-27 07:46:45
Document Index: 364696151

Matched Legal Cases: ['§ 25', '§ 25', '§ 9', '§ 10', '§ 24', '§ 24', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 25', '§ 287', '§ 511', '§ 513', '§ 517', '§ 519', '§ 520', '§ 529', '§ 531', '§ 540', '§ 546', '§ 133', '§ 157', '§ 242', '§ 249', '§ 252', '§ 278', '§ 266', '§ 131', '§ 25', '§ 25']

SAARLAENDISCHES-OLG - 24.06.2008, 4 U 478/07 - JuraForum.de
JuraForum.de > Urteile > Saarländisches Oberlandesgericht Saarbrücken > Urteil vom 24.06.2008, Aktenzeichen: 4 U 478/07 SAARLAENDISCHES-OLG – Aktenzeichen: 4 U 478/07Urteil vom 24.06.2008
Leitsatz:a. Die in der Rechtsform einer GmbH tätigen Stadtwerke sind an die Vorgaben der VOB/A gebunden.
b. Die Wertungsentscheidung nach § 25 Nr. 3 Abs. 3 VOB/A hat sich an festen Kriterien zu orientieren. Bei nach den sonstigen Wertungskriterien inhaltlich gleichen Angeboten ist der Auftraggeber nicht frei, auch einem nur geringfügig höherem Angebot den Zuschlag zu erteilen.
c. Eine Entscheidung nach § 25 Nr. 3 Abs. 3 VOB/A darf nur auf Kriterien gestützt werden, die bei der Aufforderung zur Abgabe von Angeboten bekannt gemacht worden sind. Es ist unzulässig, nachträglich weitere Vergabekriterien einführen (im Fall: Mehrkosten einer über den ausgeschriebenen Bereich hinaus möglicherweise beabsichtigten Ausdehnung einer Kanalbaustrecke).
d. Eventualpositionen, welche mit Vordersätzen im Leistungsverzeichnis enthalten sind, sind aus Gründen der Transparenz und der Wettbewerbsgerechtigkeit in die Wertung einzubeziehen.
e. Nimmt der Auftraggeber ohne Kenntnis des Bieters an dessen Angebot Manipulationen vor, ist das Angebot ohne die vorgenommenen Manipulationen in der Wertung zu belassen.Rechtsgebiete:VOB/A, ZPO, BGBVorschriften:§ 9 Nr. 1 Satz 2 VOB/A, § 10a VOB/A, § 24 Nr. 1 Abs. 1 VOB/A, § 24 Nr. 3 VOB/A, § 25 VOB/A, § 25 Nr. 1 VOB/A, § 25 Nr. 2 Abs. 2 Satz 3 VOB/A, § 25 Nr. 3 Abs. 3 VOB/A, § 25 Nr. 3 Abs. 3 S. 2 VOB/A, § 25 Nr. 3 Abs. 3 S. 3 VOB/A, § 287 ZPO, § 511 ZPO, § 513 ZPO, § 517 ZPO, § 519 ZPO, § 520 ZPO, § 529 ZPO, § 531 ZPO, § 540 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, § 546 ZPO, § 133 BGB, § 157 BGB, § 242 BGB, § 249 Satz 1 BGB, § 252 BGB, § 278 BGBVerfahrensgang:LG Saarbrücken, 4 O 89/99 vom 26.07.2007
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Weitere Entscheidungen vom SAARLAENDISCHES-OLGSAARLAENDISCHES-OLG – Urteil, 4 U 478/07 vom 24.06.2008a. Die in der Rechtsform einer GmbH tätigen Stadtwerke sind an die Vorgaben der VOB/A gebunden.
e. Nimmt der Auftraggeber ohne Kenntnis des Bieters an dessen Angebot Manipulationen vor, ist das Angebot ohne die vorgenommenen Manipulationen in der Wertung zu belassen.SAARLAENDISCHES-OLG – Urteil, 4 U 324/07 vom 24.06.2008Erbringt der Schuldner Teilleistungen i.S.v. § 266 BGB und nimmt der Gläubiger diese an, so stellt dies keinen Fall inkongruenter Deckung dar, welcher zu einer Insolvenzanfechtung nach § 131 Abs. 1 Nr. 2 InsO berechtigt.SAARLAENDISCHES-OLG – Urteil, 4 U 478/07 - 162 vom 24.06.2008a. Die in der Rechtsform einer GmbH tätigen Stadtwerke sind an die Vorgaben der VOB/A gebunden.
b. Die Wertungsentscheidung nach § 25 Nr. 3 Abs. 3 VOB/A hat sich an festen Kriterien zu orientieren. Bei nach den sonstigen Wertungskriterien inhaltlich gleichen Angeboten ist der Auftraggeber nicht frei, auch einem nur geringfügig höherem Angebot den Zuschlag zu erteilen. c. Eine Entscheidung nach § 25 Nr. 3 Abs. 3 VOB/A darf nur auf Kriterien gestützt werden, die bei der Aufforderung zur Abgabe von Angeboten bekannt gemacht worden sind. Es ist unzulässig, nachträglich weitere Vergabekriterien einführen (im Fall: Mehrkosten einer über den ausgeschriebenen Bereich hinaus möglicherweise beabsichtigten Ausdehnung einer Kanalbaustrecke).
e. Nimmt der Auftraggeber ohne Kenntnis des Bieters an dessen Angebot Manipulationen vor, ist das Angebot ohne die vorgenommenen Manipulationen in der Wertung zu belassen.
SAARLAENDISCHES-OLG - 24.06.2008, 4 U 478/07 © JuraForum.de — 2003-2016