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Timestamp: 2019-12-11 06:24:18
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Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 4', '§ 33', '§ 42', '§ 61', '§ 32']

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Empfang DAB+, Livestream, Kurzwelle, Satellit und über DVB-C
Eigentümer Bundesrepublik Deutschland
Sendeanstalt Deutsche Welle
Programmchef Gerda Meuer
Nachrichtenchef Chefredakteurin
Sendestart 3. Mai 1953
Claim Made for minds.[1]
Die Deutsche Welle (kurz: DW) ist der Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland und Mitglied der ARD. Die deutschen Standorte befinden sich in Bonn und Berlin, wobei Bonn als Hauptsitz der Anstalt des öffentlichen Rechts fungiert. Die DW sendet in rund 30 Sprachen. Lange wurden die Programme ausschließlich über Kurz- und Mittelwelle ausgestrahlt.[2] Heute nutzt der Programmanbieter neben Kurzwellensendungen, die Satellitenübertragung[3], Internet-Livestream und in manchen Ländern lokal das UKW-Band. Die Deutsche Welle arbeitet heute trimedial[4]: Fernsehen (DW-TV), Radio und Internet (dw.com). Der Journalist Peter Limbourg ist seit 1. Oktober 2013 Intendant der Deutschen Welle.
Die Deutsche Welle sieht sich in der Tradition des ersten deutschen Auslandsrundfunks, des Weltrundfunksenders der Weimarer Republik.[5] Der Weltrundfunksender wurde 1933 vom NS-Regime in Deutscher Kurzwellensender umbenannt.
3.2 Aufsichtsgremien
3.2.1 Mitglieder des Rundfunkrats der Deutschen Welle (2014–2017)
3.2.2 Mitglieder des Verwaltungsrats der Deutschen Welle (2014–2017)
3.4 Personal und Personalvertretung
7 Verbreitungswege
7.3 Gezielte Störungen
7.4 Ehemalige Sendeanlagen
Die Aufgabe der DW ist es gemäß § 4 Deutsche-Welle-Gesetz (DWG),[6] Deutschland als europäisch gewachsene Kulturnation und freiheitlich verfassten demokratischen Rechtsstaat verständlich zu machen – und insgesamt das Verständnis und den Austausch der Kulturen und Völker zu fördern. Damit ist sie einer der Träger der auswärtigen Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland.
Die Planung ihrer Aufgaben übernimmt die DW selbst für einen Zeitraum von jeweils vier Jahren bei jährlicher Fortschreibung (§ 4a DWG). Diese Aufgabenplanung leitet sie nach dem Beschluss der Bundesregierung über den jeweils nächsten Bundeshaushalt und Finanzplan dem Deutschen Bundestag und der Bundesregierung zu.[7] Durch den Rundfunkrat mit Zustimmung des Verwaltungsrates und unter Einbeziehung von Stellungnahmen des Bundestages, der Bundesregierung und der interessierten Öffentlichkeit entscheidet die DW dann über diese Aufgabenplanung (§ 4b DWG).[8] Die Planung wird ergänzt durch eine fortlaufende Evaluierung, über die für jeden vierjährigen Planungszeitraum ein Bericht erstellt wird (§ 4c DWG).[9] Durch diese Regelung ist die DW als staatsunabhängiger Sender dem freien Journalismus verpflichtet. Der Intendant leitet daher die Deutsche Welle selbständig und ist für die Programmgestaltung und für den gesamten Betrieb der Anstalt allein verantwortlich.[10]
Als Anspruch an ihre Inhalte hat die DW formuliert, sie wolle eine „profundes und verlässliches Informationsangebot“ zur Verfügung stellen. Die Inhalte der Programme haben einen Schwerpunkt auf Nachrichten, Dokumentationen und Kulturberichterstattung. Derzeit werden Inhalte (Hörfunk, online und TV) in 30 Sprachen produziert (Stand 2018).[11]
Die DW sendet 24-stündige TV-Programme einem weltweiten Publikum auf Englisch sowie auf Deutsch, Spanisch und Arabisch.
Die Rundfunkanstalt des Bundesrechts DW ist eine gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts. Als solche untersteht sie der Rechtsaufsicht durch die Bundesregierung.[12] Zur Wahrung der Pressefreiheit der DW ist allerdings eine Fachaufsicht ausgeschlossen. Der Intendant untersteht lediglich dem Rundfunkrat und dem Verwaltungsrat und ist diesen gegenüber verantwortlich.[10]
Der besteht aus 17 Mitgliedern: je zwei vom Bundestag und vom Bundesrat gewählten, drei von der Bundesregierung benannten und zehn Mitgliedern, die ein festgelegter Kreis von Gruppen und Organisationen benennt.[13] Er wird vom Verwaltungsrat kontrolliert. Dieser besteht aus 7 Mitgliedern.[14] Die Mitglieder der Räte sind weder an Aufträge noch an Weisungen gebunden.[15]
Mitglieder des Rundfunkrats der Deutschen Welle (2014–2017)
Der Rundfunkrat vertritt die Interessen der Allgemeinheit und überwacht die Einhaltung der Programmgrundsätze. Er wählt den Intendanten und berät diesen in Programmangelegenheiten.[16]
Staatssekretär a. D. Günter Winands
Johann-Adolf Cohausz, Staatssekretär a. D.
N.N. vom DIHK im Einvernehmen mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)
Mitglieder des Verwaltungsrats der Deutschen Welle (2014–2017)
Der Verwaltungsrat überwacht die Geschäftsführung des Intendanten außerhalb der Programmgestaltung.[16]
Auch wenn die DW wie die übrigen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten eine Anstalt des öffentlichen Rechts ist, erhält sie keine Rundfunkbeiträge. Die Finanzierung der DW wird maßgeblich mit einem Zuschuss aus Steuergeldern aus dem Bundeshaushalt sichergestellt. Die Deutsche Welle erhält ihren Zuschuss über den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der seinerseits im Bundeshaushalt dem Einzelplan der Bundeskanzlerin und des Bundeskanzleramts zugeordnet ist.[17] Daneben ist es der Deutschen Welle erlaubt, sonstige Einnahmen zu erzielen, etwa aus Werbung und Sponsoring (in der Diktion des Deutsche-Welle-Gesetzes „Sponsern“). Der Etat 2016 betrug 301,8 Millionen Euro.[18]
Personal und Personalvertretung
In der DW-Zentrale Bonn und am Standort Berlin arbeiten rund 1.500 festangestellte und annähernd so viele freie Mitarbeiter aus 60 Nationen.[11] 350 sind im Deutschen Journalistenverband organisiert, dessen Liste auch in die Personalvertretung gewählt wurde. Die Wahlbeteiligung lag bei 64 %.[19]
Die römisch-katholische und die evangelische Kirche haben bei der Deutschen Welle ihren eigenen Internetauftritt: Die Rubrik Deutschland des Auslandssenders bietet drei Optionen: Deutschland verstehen, Deutschland entdecken und Deutschland evangelisch-katholisch. Die christlichen Seiten werden als sogenannte „Verkündigungsangebote“ allein von den Kirchen verantwortet.
Rundfunkratsvorsitzender und damit oberster DW-Kontrolleur ist seit 2014 Karl Jüsten. Der Prälat ist im Hauptberuf Leiter des katholischen Büros in Berlin, einer Lobbyorganisation der römisch-katholischen Kirche.[20]
Die DW Akademie ist das internationale Zentrum der Deutschen Welle für Medienentwicklung, Medienberatung und journalistische Aus- und Fortbildung. Sie arbeitet mit Partnersendern, Organisationen und Universitäten weltweit zusammen. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Aufbau und der Stärkung von freien Medien in über 50 Entwicklungs-, Schwellen- und Transformationsländern. Finanziert wird die Arbeit überwiegend durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.[21] Weitere Mittelgeber sind das Auswärtige Amt und die Europäische Union.
An den Standorten Bonn und Berlin führt die DW Akademie professionelle Medientrainings durch. International erfahrene Medienexperten bereiten in diesen Schulungen Fach- und Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Organisationen auf öffentliche Auftritte im In- oder Ausland vor und vermitteln Kompetenzen in Bereichen wie Social Media oder Krisenkommunikation.
Die bilinguale Volontärsausbildung der Deutschen Welle ist in der DW Akademie angesiedelt. Die Nachwuchsjournalisten durchlaufen hier eine 18-monatige Ausbildung und werden in den drei Bereichen Fernsehen, Radio und Online geschult. In Kooperation mit der Universität Bonn und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg bietet die DW Akademie den Masterstudiengang „International Media Studies“ an.
Leiter der DW Akademie seit September 2018 ist Carsten von Nahmen. Ab Februar 2017 berichtete er zuvor als Senior Correspondent für das DW Studio Washington. 2014 wurde von Nahmen stellvertretender Chefredakteur und Leiter der Hauptabteilung Nachrichten der DW. Bis Mai 2018 leitete Christian Gramsch als Direktor die DW Akademie, bis zum 1. November 2013 Multimediadirektor Regionen der DW. Er folgte auf Gerda Meuer, die unter anderem als Korrespondentin für die entwicklungspolitische Presseagentur Inter News Service und als stellvertretende Chefredakteurin im Radioprogramm der Deutschen Welle gearbeitet hat. Sie ist seit dem 1. November 2013 Programmdirektorin des Senders.[21]
Die DW Akademie geht auf das Deutsche Welle Ausbildungszentrum (DWAZ) zurück. Dieses nahm 1965 seine Arbeit auf und war zunächst als Instrument der Medienförderung für Afrika, Asien und Lateinamerika vorgesehen.[22] Im selben Jahr fand in Köln das erste Training für drei Hörfunktechniker von Radio Ruanda statt. Seit 1970 gibt es auch Schulungen für Fernsehmitarbeiter. Das dafür in Berlin gegründete DWAZ Fernsehen war an den Sender Freies Berlin angegliedert.
Im Jahr 1996 wurden die beiden Ausbildungszentren für Hörfunk und Fernsehen unter dem Dach der Deutschen Welle gebündelt. Die zusammengeführten Einrichtungen hießen fortan Fortbildungszentrum DWFZ. Infolge von Umstrukturierungen entstand 2004 die DW Akademie, die seit dieser Zeit auch regelmäßig Medientrainings für die Diplomatenschule des Auswärtigen Amtes durchführt. In der DW Akademie bündeln sich das DWFZ und die Bereiche der journalistischen Aus- und Fortbildung der DW. Gemeinsam mit ihren Partnern stärkt sie unabhängige Medien, Journalisten und Mediennutzer in allen Teilen der Welt.
Die Deutsche Welle ging am 3. Mai 1953 mit deutschsprachigem Hörfunk auf Kurzwelle erstmals auf Sendung. Die Grußadresse „an die lieben Landsleute in aller Welt“ wurde vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gesprochen.[23] Am 11. Juni 1953 wurde zwischen den Mitgliedern der ARD der Vertrag über die Einrichtung des gemeinsamen Kurzwellenprogramms „Deutsche Welle“ unterzeichnet. Die Verantwortung für das Programm lag zunächst beim damaligen Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR), später beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln, so dass dessen jeweiliger Intendant auch für die „Deutsche Welle“ verantwortlich war. Im Oktober 1954 startete die Deutsche Welle Radiosendungen auf Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Polnisch.[23]
Im Jahr 1960 wurde die „Deutsche Welle“ per Bundesgesetz eine eigenständige Anstalt des öffentlichen Rechts. Das am 26. Oktober 1960[24] vom Deutschen Bundestag verabschiedete Gesetz über die Errichtung von Rundfunkanstalten des Bundesrechts vom 29. November 1960 legte fest, dass die Deutsche Welle als Kurzwellensender Rundfunksendungen für das Ausland und der mit diesem Gesetz ebenfalls gegründete Deutschlandfunk Rundfunksendungen für (ganz) Deutschland und das europäische Ausland produzieren sollten.[25] Mit Inkrafttreten des Gesetzes am 16. Dezember 1960 galten die beiden neuen Anstalten nach § 33 als errichtet.[25] Der Auftrag der ARD an den WDR, die „Deutsche Welle“ als Gemeinschaftseinrichtung zu betreiben, erlosch. Die DW mit Sitz in Köln trat jedoch am 7. Juni 1962 der ARD bei, so dass die ursprüngliche Verbindung der ARD mit der DW wieder hergestellt wurde.
Deutsches Programm (1993)
Frequenzen und Sprachen (1993)
Im Jahr 2000 starteten Programme in ukrainischer Sprache, und 2001 begann die DW mit der Ausstrahlung des Fernsehprogramms „German TV“, das zunächst nur in Nordamerika über Pay-TV-Plattformen vermarktet und ab 2002 als Vollprogramm ausgestrahlt wurde. Allerdings konnten gerade deshalb nicht genügend Zuschauer gewonnen werden, so dass der Sender Anfang 2006 seinen Betrieb einstellte. Auf dem ehemaligen „German TV“-Programmplatz wird seitdem in Nordamerika das Fernsehprogramm DW-TV verbreitet. 2002 startete die Deutsche Welle ihr arabischsprachiges TV-Angebot. Via Nilesat ist es in mehr als 20 Ländern zu empfangen.[26]
Der Bundestag verabschiedete am 28. Oktober 2004 ein neues DW-Gesetz, das die Deutsche Welle im Gegensatz zu anderen öffentlich-rechtlichen Programmen als trimedial definiert und somit den Onlineauftritt DW.com zu einem gleichberechtigten Medium neben DW-TV und DW-Radio macht. Seit 2004 vergibt die Deutsche Welle durch eine internationale Jury die Blog-Awards The BOBs.
Am 6. Oktober 2006 wurden die Journalistin Karen Fischer und der Techniker Christian Struwe in Afghanistan erschossen.[27][28][29]
Mehrmals wurde der Transponder von DW-TV auf Hotbird absichtlich gestört, zuletzt vom 10. bis zum 13. Februar 2010 anlässlich des 31. Jahrestages der Islamischen Revolution. Nach Aussagen des Satellitenbetreibers Eutelsat konnte man den Störsender eindeutig in der Umgebung des Iran lokalisieren.[30]
2006 beschäftigte der Sender 1444 Mitarbeiter.[31] 2011 gab es je etwa 1500 festangestellte und freie Mitarbeiter.[32]
Die Sparten Radio, Fernsehen und Online sollen bis 2013 zusammengelegt werden.[32][33]
Die Ausstrahlung auf Kurzwelle in Europa bleibe noch bis zum Auslaufen der Sendermiet-Verträge bestehen.[34]
In der Aussprache wurde von der Linkspartei, die als einzige gegen den Entwurf gestimmt hatte, insbesondere kritisiert, dass sich der Sender bei der Programmgestaltung mit dem Auswärtigen Amt, dem Verteidigungsministerium sowie dem Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit abstimmen solle.[35]
Der Deutsche Journalisten-Verband bemängelt, dass gerade in zensierten Medienmärkten Informationsseiten im Internet leichter als Radioprogramme „restlos einzuschränken“ sind.[36]
Der Deutsche Kulturrat wies bei Einstellung der Kurzwellenausstrahlung Ende Oktober 2011 darauf hin, dass kein anderer Frequenzbereich eine so große Reichweite wie die Kurzwelle aufweise und „so autonom von Deutschland aus in die Welt strahlen“ könne: „Auch das Internet ist keine sichere Alternative zur Kurzwelle, da es durch Eingriffe in den Empfängerländern zensiert, behindert und sogar vollkommen abgeschaltet werden kann. Gerade in einer Zeit der gesellschaftlichen Umbrüche, nicht nur im arabischen Raum, ist es fahrlässig auf ein solches autonomes Übertragungsmedium wie die Kurzwelle für die Ausstrahlung des deutschsprachigen Programms zu verzichten.“[37]
Am 6. Februar 2012 unterzog sich die Deutsche Welle einem kompletten Relaunch und stellt seitdem in Ansagen die Abkürzung DW stärker als zuvor in den Vordergrund. Beim Relaunch wurde die spanischsprachige Sendestrecke DW (Español) für Lateinamerika von zwei auf 20 Stunden täglich ausgeweitet.[38] Zeitgleich wurde das neue Online-Angebot unter der Domain www.dw.de neu aufgesetzt.[39]
Im November 2013 forderte der neue Intendant Peter Limbourg mehr Geld für ein größeres Programmangebot in englischer Sprache.[40] Hintergrund ist eine zunehmende globale Konkurrenz von Auslandssendern, etwa des Iran.[41] Im Zuge dieser geostrategischen Neu-Ausrichtung strich die DW ihr Angebot auf Bengalisch und Portugiesisch für Afrika: Limbourg „möchte das Programm künftig stärker auf Entscheider in Großstädten ausrichten, Eliten also, die in für Deutschland wichtigen Ländern leben und Englisch verstehen.“[42]FliessTextRef Im September erklärte Limbourg: „Unsere Werte in der Welt zu verbreiten ist eine nationale Aufgabe… Oder wollen wir Russia Today, Al-Dschasira und CCTV-News die Deutungshoheit über die internationale Politik überlassen?“[43]FliessTextRef Das dreisprachige Online-Portal Qantara.de zum Dialog mit der arabischen Welt soll fortgeführt werden.
Anfang September 2014 gab Intendant Peter Limbourg bekannt, dass die Deutsche Welle mit dem chinesischen Staatsfernsehen China Central Television (CCTV) zusammenarbeitet.[44] Reporter ohne Grenzen protestierte dagegen.[45] Im August hatte die Deutsche Welle einer chinesischen Bloggerin gekündigt.[46]
Der englischsprachige Nachrichtensender DW News soll ab dem 22. Juni 2015 senden.[47][48]
1. März 1968 bis 29. Februar 1980:
1. April 2001 bis 30. September 2001: , kommissarisch als stellvertretender Intendant
Für ihre inhaltlichen Angebote nutzt die Deutsche Welle für ihre Hörfunkprogramme neben Kurzwellensendungen, die Satellitenübertragung[3], Internet-Livestream und in manchen Ländern lokal das UKW-Band. Nach eigenen Angaben arbeitete die DW mit 5000 Partnersendern zur lokalen Verbreitung der Programme zusammen. Für Teile Afrikas, wo nach Ansicht der DW viele Menschen nach wie vor über Radio zu erreichen seien, ist die DW weiterhin über Kurzwelle zu empfangen. Das TV-Programm wird über diverse Satellitenkanäle verbreitet und in Kabelnetze eingespeist. Die DW-App stellt online Inhalte der DW zur Verfügung.[11]
Die Deutsche Welle beteiligte sich stark an technischen Entwicklungen, um die Kurzwellenübertragung durch die Verwendung von Digitaltechniken heutigen Standards anzupassen und diesen Übertragungsweg weiter zu nutzen. Favorisiert wurde von der DW die Technik des Digital Radio Mondial-Konsortiums. 2008 startete sie mit der britischen BBC das Projekt BBC & DW. Dieses wurde aber mangels Erfolgs auf Hörerseite bald wieder eingestellt.
Am 25. August 2014 gab der Sender bekannt, dass die journalistischen Inhalte auch über das Satellitennetz von Outernet verbreitet werden sollen.
Im Jahr 2016 kann die Deutsche Welle auf Kurzwelle in Asien in den Sprachen paschtunisch und Dari sowie in Afrika in den Sprachen amharisch, englisch, Hausa, französisch und Swahili empfangen werden. Die Sendungen auf Portugiesisch für Afrika[49] werden seit Oktober 2014 nicht mehr auf Kurzwelle, sondern nur noch über Satellit und Partnersender ausgestrahlt. Die Sendungen auf UKW in der Region um die ruandische Hauptstadt Kigali sind im März 2015 mit der Schließung dieser letzten Relaisstation der DW eingestellt worden.[50]
Außerdem können die Radioprogramme der DW über sechs Satelliten aufgenommen werden, deren Empfangsgebiet dem terrestrischen Empfang entspricht (westliches Asien und Afrika; gleiches Programmangebot). Zusätzlich dazu besteht noch eine Ausstrahlung auf griechisch.[51]
Für den asiatischen Raum sendet die DW über Asiasat-7 (105,5° East) ihr Programm DW Deutsch und DW English.[52] Ab 2007 kann die Deutsche Welle Radio in den Sprachen Dari, Amharisch, Hausa, Paschtunisch und Swahili über Kurzwelle empfangen werden.
Das seit 1965 bestehende DW-Programm für Äthiopien war immer wieder von betroffen. 2007 intervenierte die deutsche Bundesregierung in Addis Abeba, nachdem monatelang DW-Programme gestört worden waren. 2010 beklagte Intendant Erik Bettermann erneut die gezielte Störung des Hörfunkprogramms für Äthiopien. Vor Beginn und während der Parlamentswahlen in Äthiopien um den 23. Mai 2010 wurde mit Störsendern auf die Kurzwellenfrequenzen des Amharischen Programms der Deutschen Welle eingewirkt. Die Inlandsmedien in Äthiopien werden laut Bettermann zensiert. Auch andere Auslandssender wurden in dieser Zeit in Äthiopien gestört.[53]
2011 protestierte Bettermann beim Iran gegen die gezielte Störungen von DW-TV über dessen Satellitenkanal dort. Gestört wurde der Satellit Hot Bird 8, der Signale für Europa und angrenzende Regionen ausstrahlt, u. a. auch den Iran. Da Hot Bird 8 auch als Zuspieler für den Satelliten Nilesat und den Provider des Live-Streams über DW-WORLD.DE genutzt wird, kam es auch hier zu Ausfällen. Auch die Hörfunk- und insbesondere die Internet-Angebote der Deutschen Welle waren von Zensurmaßnahmen des Iran betroffen.[54]
Bereits am 7. und 8. Dezember 2009 wurde der auch von DW-TV genutzte Transponder auf Hotbird 8 gestört. Nach Ansicht der Deutschen Welle, die sich auf den Satellitenbetreibers Eutelsat beruft, konnte man den Störsender eindeutig im Iran lokalisieren.[55] Eutelsat versuchte durch Hochfahren der Sendeleistung den störungsfreien Empfang zu ermöglichen. Daraufhin wurde auch das Störsignal verstärkt.[56] Als Ursache für die Störungen wird die Zensur der Berichterstattung über die Unruhen und die Proteste von Oppositionellen im Iran vermutet.[56] Vom 10. bis zum 13. Februar 2010, also im Umfeld des 31. Jahrestages der Islamischen Revolution kam es erneut zu Störungen.[57]
Auch in mehreren anderen Ländern beklagten mehrere Auslandssender aus dem Globalen Norden, darunter die DW, würden Ausstrahlungen über Satellit und Kurzwelle gestört und Internetseiten geblockt.[53]
Die Ausstrahlung des linearen deutschsprachigen Radioprogramms über Kurzwelle, sowie aller anderen Verbreitungswege wurde am 29. Oktober 2011 eingestellt.[58]
Die DW strahlte seit Anfang 2007 ihre Programme im Kurzwellenbereich von dem Standort in England durch den Provider aus. Bis dahin wurde in Deutschland die Kurzwellensendeanlage Wertachtal verwendet. Die Deutsche Welle sendete bis in die 1990er bzw. Anfang der 2000er Jahre ihre Hörfunkprogramme aus Deutschland auch von der Großfunkstelle Nauen und dem Kurzwellenzentrum Jülich.
Die DW betrieb in ihrer Geschichte mehrere Relaisstationen, darunter in Trincomalee – Sri Lanka, Kigali – Ruanda sowie in Sines – Portugal. Von dem Kurzwellenrelais in Sines wurden unter anderem auf 3995 kHz-Sendungen im DRM-Modus ausgestrahlt. Sender im LW-, MW- und UKW-Bereich wurden für die Verbreitung von Programmen der Deutschen Welle in Deutschland nicht eingesetzt. Hingegen wurden an manchen ausländischen Standorten der DW, wie der 1996 stillgelegten Relaisstation Cyclops in Malta, auch Mittelwellensender eingesetzt. Ebenfalls nicht mehr verwendet wird die Relaisstation in Antigua in der Karibik, da die DW die Kurzwellensendungen für Nord- und Südamerika eingestellt hat.
In Europa war zumeist ausreichender bis guter Empfang des deutschsprachigen Programms auf der Kurzwellenfrequenz 6075 kHz (49-Meter-Band) möglich. Einige afrikanische Dienste sollten vorläufig bis 2013 weiter auf Kurzwelle ausgestrahlt werden.[59]
Die ProSieben-Sketchshow Switch parodierte 1997 und 1998 die Deutsche Welle als Deutsche Welle Polen. Der Gruß lautete immer: „Hier ist deutsches Welle Polen. Mit Übertragung in Farbe. Und bunt.“ Der Spruch ist auch der Spruch der Switch-DVDs.[60]
Deutschsprachige Website der Deutschen Welle nebst Selbstdarstellung
Deutsche-Welle-Gesetz im Internetportal Gesetze im Internet (Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit juris)
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↑ Entwurf 2006–09: BT-Drs. 15/5200; 2010–13: BT-Drs. 17/1289; 2014–17: BT-Drs. 18/2536; 2018–21: BT-Drs. 19/372
↑ DW: Aufgabenplanung 2007–2010 (2006); Aufgabenplanung 2010–2013 (2011); Aufgabenplanung 2014–2017 (PDF; 2015)
↑ Evaluationsbericht 2010: BT-Drs. 17/1290 (180 S.); 2013: BT-Drs. 17/14285 (PDF, 432 S.); 2017: BT-Drs. 19/373 (PDF, 304 S.)
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Normdaten (Körperschaft): GND: 10085357-2 | LCCN: n80131716 | VIAF: 140092223
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Beschreibung: Der Sitz der Deutsche Welle in Bonn, Schürmann-Bau.
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Beschreibung: Bonn, Deutsche Welle (Schürmann-Bau), Luftaufnahme (2017); am unteren linken Bildrand das Sockelgeschoss des Post Towers und am oberen rechten der Lange Eugen
, Bild-Name: Deutsche_Welle_Dachmarke.svg, Lizenz: Public domain
Beschreibung: Logo for Deutsche Welle.
Urheber: Unbekannt, Bild-Name: DW-Radio.svg, Lizenz: Public domain
Beschreibung: Logo von dw-radio
Urheber: Der ursprünglich hochladende Benutzer war ElSaxo in der Wikipedia auf Englisch, Bild-Name: Deutsche_Welle_Television.svg, Lizenz: Public domain
Beschreibung: Detushe Welle Television logo
Urheber: Die Autorenschaft wurde nicht in einer maschinell lesbaren Form angegeben. Es wird THOMAS~commonswiki als Autor angenommen (basierend auf den Rechteinhaber-Angaben)., Bild-Name: DW-TV.jpg, Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Beschreibung: Die Jounalistin von Deutsche Welle TV, vor der Dresdner Semperoper, auf dem Theaterplatz Dresden. Im Hintergrund die Gemäldegalerie.
Urheber: Riadismat, Bild-Name: Deutsche_Welle_Funkhaus_Am_Raderberggürtel.jpg, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Beschreibung: Deutsche Welle Funkhaus Am Raderberggürtel
, Bild-Name: Deutsche_Welle_-_deutsches_Programm_(August_1993).jpg, Lizenz: Public domain
Beschreibung: Deutsche Welle - deutsches Programm (August 1993)
, Bild-Name: Deutsche_Welle_-_Frequenzen_und_Sprachen_(August_1993).jpg, Lizenz: Public domain
Beschreibung: Deutsche Welle - Frequenzen und Sprachen (August 1993)
, Bild-Name: Berlin_Voltastraße6_Deutsche_Welle.jpg, Lizenz: CC BY 3.0
Berlin-Gesundbrunnen, ehemaliges AEG-Fabrikgelände am Humboldthain, Voltastraße 6, Deutsche Welle
Urheber: Hans Weingartz, user on de.wikipedia, Bild-Name: Bonn_Deutsche_Welle_Studio.jpg, Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Beschreibung: Studios der Deutschen Welle im Schürmann-Bau in Bonn.
, Bild-Name: Sendeanlage_Deutsche_Welle_Berlin.JPG, Lizenz: CC BY-SA 3.0
Beschreibung: Auf dem Dach des Deutschen Welle Studios in Berlin