Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=II%20ZR%20185/61
Timestamp: 2019-12-08 20:48:14
Document Index: 132220666

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 826', 'BGH', '§ 826', 'BGH', 'BGH', '§ 826', 'BGH', '§ 826', '§ 826', 'BGH', '§ 826', 'BGH', '§ 826', 'BGH', '§ 826', 'BGH', '§ 826', 'BGH', '§ 826', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.06.1963 - II ZR 185/61 - dejure.org
BGH, 20.06.1963 - II ZR 185/61
https://dejure.org/1963,305
BGH, 20.06.1963 - II ZR 185/61 (https://dejure.org/1963,305)
BGH, Entscheidung vom 20.06.1963 - II ZR 185/61 (https://dejure.org/1963,305)
BGH, Entscheidung vom 20. Juni 1963 - II ZR 185/61 (https://dejure.org/1963,305)
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Sittenverstoß einer Bank - Ausführung eines Überweisungsauftrages durch Gutschrift auf einem Konto einer Bank, mit deren Zusammenbruch zu rechnen ist - Handeln auf Grund hoheitlicher Befugnisse im Giroverkehr - Der öffentlichen Zweck der Bundesbank - Ansprüche aus einem ...
NJW 1963, 1872
MDR 1963, 740
WM 1963, 829
Das ist der Fall, wenn der angerichtete Schaden außer Verhältnis zu dem erstrebten Nutzen steht (BGH, LM § 826 (Gc) BGB Nr. 2) oder wenn der durch das Verhalten eingetretene Schaden unausweichlich war, ohne daß ein Eintritt durch ein gerechtfertigtes Interesse gedeckt würde (BGH, NJW 1963, 1872 (1873) = LM § 826 (Cd) BGB Nr. 21).
Dies schließt die Annahme eines vorsätzlichen Sittenverstoßes aus (vgl. RGZ 71, 108, 113; BGHZ 101, 380, 386; BGH, Urt. v. 20.6.1963 - II ZR 185/61, NJW 1963, 1872, 1873;… Urt. v. 19.2.1986 - IVb ZR 71/84, NJW 1986, 1751, 1754).
Im Urteil vom 20. Juni 1963 (II ZR 185/61, WM 1963, 829) hat der erkennende Senat eine Schadensersatzpflicht der Deutschen Bundesbank gemäß § 826 BGB grundsätzlich für möglich gehalten, weil sie als Zwischenbank den Überweisungsbetrag dem Konto der Bank des Überweisungsempfängers gutgeschrieben hat, obwohl sie an die Möglichkeit einer Sanierung ernstlich nicht mehr glaubte und nicht mehr damit rechnete, die Empfangsbank werde ihren Geschäftsbetrieb noch fortsetzen können.
Der Beklagte könnte bei dieser Sachlage von dem Vorwurf der Sittenwidrigkeit allenfalls entlastet werden, wenn er der redlichen Überzeugung gewesen wäre, das Gesetz erlaube ihm dieses Vorgehen (RGZ 123, 271, 278 ff; 155, 234, 238; BGH Urteil vom 20. Juni 1963 - II ZR 185/61 = LM BGB § 826 (Gb) Nr. 21;… RGRK-Haager 11. Aufl. § 826 Rdz. 12).
Die fehlende Kenntnis der Rechtslage entschuldigt den Schädiger einer unerlaubten Handlung aber dennoch nur dann, wenn ihm seine Unkenntnis aufgrund seiner inneren Einstellung nicht vorwerfbar ist, weil er sein Verhalten ohne einen auf Gewissenlosigkeit beruhenden Irrtum ausnahmsweise für erlaubt halten darf (BGH NJW 1963, 1872 = WM 1963, 829 = juris Rn 14; Staudinger/Oechsler, Neubearbeitung 2003, § 826 BGB Rn 87ff m.w.N.).
Die fehlende Kenntnis der Rechtslage entschuldigt den Schädiger einer unerlaubten Handlung aber dennoch nur dann, wenn ihm seine Unkenntnis aufgrund seiner inneren Einstellung nicht vorwerfbar ist, weil er sein Verhalten ohne einen auf Gewissenlosigkeit beruhenden Irrtum ausnahmsweise für erlaubt halten darf (BGH NJW 1963, 1872 = WM 1963, 829 - juris Tz. 14;… Staudinger/Oechsler, Neubearbeitung 2003, § 826 BGB Rn. 87ff m.w.N.).
Die fehlende Kenntnis der Rechtslage entschuldigt den Schädiger einer unerlaubten Handlung aber dennoch nur dann, wenn diesem seine Unkenntnis aufgrund seiner inneren Einstellung nicht vorwerfbar ist, weil er sein Verhalten ohne einen auf Gewissenlosigkeit beruhenden Irrtum ausnahmsweise für erlaubt halten darf (BGH NJW 1963, 1872 = WM 1963, 829 = juris Rn 14; Staudinger/Oechsler, Neubearbeitung 2003, § 826 BGB Rn 87ff m.w.N.).
Die fehlende Kenntnis der Rechtslage entschuldigt den Schädiger einer unerlaubten Handlung aber dennoch nur dann, wenn ihm seine Unkenntnis aufgrund seiner inneren Einstellung nicht vorwerfbar ist, weil er sein Verhalten ohne einen auf Gewissenlosigkeit beruhenden Irrtum ausnahmsweise für erlaubt halten darf (BGH NJW 1963, 1872 = WM 1963, 829 = juris Rn 14; Staudinger/Oechsler, Bürgerliches Gesetzbuch, Neubearbeitung 2003, § 826 BGB Rn 87ff m.w.N.).
Die fehlende Kenntnis der Rechtslage entschuldigt den Schädiger einer unerlaubten Handlung aber dennoch nur dann, wenn ihm seine Unkenntnis aufgrund seiner inneren Einstellung nicht vorwerfbar ist, weil er sein Verhalten ohne einen auf Gewissenlosigkeit beruhenden Irrtum ausnahmsweise für erlaubt halten darf (BGH NJW 1963, 1872 = WM 1963, 829 = juris Rn 14; Staudinger/Oechsler, Neubearbeitung 2009, § 826 BGB Rn 67ff und 82ff, jeweils m.w.N.).
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