Source: http://nsg.naturschutzinformationen.nrw.de/nsg/de/fachinfo/gebiete/gesamt/BN-003
Timestamp: 2018-11-14 00:52:06
Document Index: 166537638

Matched Legal Cases: ['§ 23', '§ 23', '§ 32', 'Art. 2', '§ 32', 'Art. 3', '§ 32', '§ 23', '§ 23']

Naturschutzgebiete und Nationalpark Eifel in NRW - Fachinformation - Gebietslisten - Naturschutzgebiete gesamt - NSG Kottenforst
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Naturschutzgebiet Kottenforst (BN-003)
NSG Kottenforst
2.474,34 ha
2.300,00 ha
Die Unterschutzstellung des ca. 2.300 ha großen Gebietes erfolgt:
gemäß § 23 Abs. 1 Zif. 1 BNatSchG zur Erhaltung und Wiederherstellung
- eines ausgedehnten zusammenhängenden Laubwaldkomplexes, der aufgrund seiner Größe
und Ausstattung eine zentrale Bedeutung im landesweiten und somit europäischen Biotopver-
bundsystem einnimmt sowie seiner Lebensgemeinschaften und Lebensstätten von Tieren
- der seltenen und stark gefährdeten Arten - wobei dem Kottenforst die Funktion eines überregio-
nal bedeutsamen Regenerations- und Ausbreitungszentrums zukommt
- der Waldlebensgemeinschaften im Waldgebiet des Kottenforstes mit den für die natürlichen Laub-
waldgemeinschaften typischen Artenspektren in unterschiedlichen Bestandsaltern und standörtli-
chen Variationen wie den seltenen lindenreichen Eichen-Hainbuchenwäldern einschließlich Alt-
und Totholz
- artenreicher Offenlandbiotope, insbesondere Wiesen, Weiden, Saumbiotope sowie zum Erhalt
und zur Entwicklung der naturnahen eutrophen Stillgewässer und Maare sowie sonstiger Feucht-
bereiche des Kottenforstes
- zur Erhaltung und Wiederherstellung der Lebensstätten von seltenen und gefährdeten landschafts-
raumtypischen Tier- und Pflanzenarten in großen zusammenhängenden Waldökosystemen als Teil-
flächen eines Biotopverbundes von landesweiter Bedeutung - insbesondere als Lebensraum für
Amphibien wie und Springfrosch, für Vögel, wie Rotmilan, Eisvogel und Spechte,
sowie für Fledermäuse, Wespen- und Marderarten
gemäß § 23 (1) Zif. 1 BNatSchG zur Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung im Bereich der
Bachläufe, insbesondere
- des naturnahen Fließgewässersystems sowie angrenzender Flächen mit den für Bachtäler in
diesem Landschaftsraum typischen Lebensräume wie dem naturnahen Bach mit Kleinstrukturen
(zum Beispiel Prall-, Gleithang), Kleingewässern, der Quellvegetation und Hochstaudenfluren,
den Auenwäldern und anderen Gehölzbeständen,
- der überwiegend extensiv genutzten Grünlandflächen sowie der Obstwiesen in ihrer Funktion
als Lebensraum und Puffer für die Fließgewässer
- der strukturreichen, überwiegend naturnahen, artenreichen Gehölz- und Waldbestände auf teil-
weise kleinräumig wechselnden Standorten, insbesondere entlang der Gewässer, am Osthang
des Tales und verstreut in den Grünlandflächen
- der Leistungsfähigkeit der naturnahen Fließgewäs-ser und ihrer Quellbereiche
· der vielfältigen Biotopausstattung und des Strukturreichtums des Tales sowie der angrenzenden
Flächen, als Lebens- und Rückzugsräume von zahlreichen, teilweise in ihrem Bestand bedrohten,
wildlebenden und biotypischen Pflanzen und Tieren (insbesondere Amphibien, Vögel und Wirbellose)
und deren Lebensgemeinschaften
gem. § 32 Abs. 2 BNatSchG und Art. 2 u. 3 der FFH-RL (92/43/EWG) wegen der besonderen Bedeutung
des Gebietes zur
- Erhaltung der folgenden Lebensraumtypen von gemeinschaftlichem Interesse gemäß Anhang I
der FFH-RL in einem günstigen Erhaltungszustand:
- Erlen-Eschen und Weichholz-Auenwälder (91E0)*
- subatlantischer oder mitteleuropäischer Stieleichenwald oder Hainbuchenwald (9160)
* = Prioritäre Lebensräume i. S. der FFH-Richtlinie
- Erhaltung der (Habitate der) folgenden wild lebenden Tierart von gemeinschaftlichem Interesse
gemäß Anhang II der FFH-RL in einem günstigen Erhaltungszustand:
- Wiederherstellung von stabilen und überlebensfähigen Lebensgemeinschaften (des günstigen
Erhaltungszustands) der folgenden, wild lebenden Tierart von gemeinschaftlichem Interesse
gemäß Anhang II der FFH-Richtlinie
gem. § 32 Abs. 2 BNatSchG und Art. 3 der Vogelschutz-RL (2009/147/EG) zur Erhaltung der Lebens-
stätten und Lebensräume folgender wild lebender Vogelarten gemäß Anhang I (Vogelschutz-RL):
- Mittelspecht (Dendrocopos medius)
- Eisvogel ( Alcedo atthis)
- Schwarzstorch (Ciconia nigra)
gemäß § 32 BNatSchG und Artikel 4 Abs. 2 der Vogelschutz-RL zur Erhaltung von Vermehrungs-,
Mauser- und Überwinterungsgebieten sowie Rastplätzen regelmäßig auftretender Zugvogelarten:
gemäß § 23 Abs. 1 Zif. 2 BNatSchG wegen der wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen und landes-
kundlichen Bedeutung des an Natur- und Kulturdenkmälern reichen Kottenforstes als großflächiges,
usammenhängendes Waldareal, u. a. zur Erhaltung schutzwürdiger Böden (besonders Böden mit
hydrologischen Besonderheiten, Böden mit hoher natürlicher Ertragsfähigkeit und regionaltypische
bzw. besonders seltene Böden)
gemäß § 23 Abs. 1 Zif. 3 BNatSchG wegen der Seltenheit, besonderen Eigenart und hervorragenden
Schönheit der Laubwaldbestände des Kottenforstes und des naturnahen Katzenlochbachtals mit seinem abwechslungsreichen Mosaik aus verschiedenen, charakteristischen Biotoptypen, insbesondere Hoch-
staudenfluren, Grünland, Obstwiesen, Gehölz- und Waldbeständen
DE-5308-303
DE-5308-401
BK-5208-015
BK-5208-017
BK-5308-009
BK-5308-023
BK-5308-034
BK-5308-060
BK-5308-062
BK-5308-064
BK-5308-160
BK-5308-161
BK-5308-162
BK-5308-201
BK-5308-202
BK-5308-901
Katzenlochbachtal oestlich von Roettgen
Der hier beschriebene Abschnitt des Katzenlochbachtales erstreckt sich vom Kottenforst im Sueden bis unterhalb von Ippendorf im Norden und umfasst damit den wesentlichen Teil des Tales. Das Tal hat infolge tektonischer Prozesse einen asymmetrischen Querschnitt mit einem schwach geneigten, landwirtschaftlich genutzten, ostexponierten Hang und einem sehr steilen, bewaldeten, westexponierten Hang. Auch die schmale Talsohle ist ueberwiegend bewaldet. Der Bach weist einen weitgehend natuerlichen Verlauf mit Maeandern, Prall- und Gleithaengen, Steilufern, kleinen Schotterinseln, Altarmen und kleinen Erlensuempfen auf. Er wird zusaetzlich gespeist von mehreren Sickerquellen am rechten Talhang. Der ostexponierte, mit zunehmender Taleintiefung immer steiler werdende Talhang ist in den unteren Bereichen mit unterschiedlich strukturierten Laub- und Nadelmischwaldbereichen auf wechselfeuchten Schiefergebirgslehm- und frischen Feinlehmstandorten bestockt. Die unterschiedlichen Bodenverhaeltnisse geben der Waldbestockung auf den Haengen ein sehr unterschiedliches Gepraege. Die Palette reicht von Buchenwaeldern auf wechselfeuchten Schiefergebirgslehmen und Buchen-Eichenwaeldern auf maessig trockenen, kiesigen Terrassensanden bis zu den bachbegleitenden Erlen-Eschenwaldsaeumen und Quellfluren. Teilweise findet man Niederwaldbereiche mit Hainbuchenstockausschlag und Eichen und Linden als Ueberhaelter. Die Perlgrasbuchenwaelder an den Oberhaengen und Buchen-Eichenbestaende auf den kiesreichen Partien sind ehemalige, gut durchgewachsene Mittelwaelder. Der westliche Uferbereich grenzt meist an landwirtschaftlich genutzte Flaechen an. Hier handelt es sich an den Talflanken um teils extensiv, in juengerer Zeit aber auch zunehmend intensiv (Pferdeweiden) genutzte Gruenlandstandorte.
Lengsdorfer Bachtal suedlich von Lengsdorf
Der Lengsdorfer Bach bildet die Fortsetzung des Katzenlochbaches bis zum Ortsrand von Lengsdorf. Der Bach weist einen weitgehend natuerlichen Verlauf mit Maeandern, Prall- und Gleithaengen, Steilufern, kleinen Schotterinseln und Altarmen auf. Der Bach wird durchgehend von einem dichten Gehoelzsaum aus Erlen, Weiden, kleinflaechig Pappeln sowie nahezu undurchdringlichen Gebüschen und vereinzelt Brennessel- und Pestwurzfluren begleitet. Die steilen Talhaenge werden von Gruenland mit groesseren Resten von mittlerweile ueberalterten Obstbaumbestaenden eingenommen. Das Gruenland wird in zunehmendem Masse von Pferden beweidet. Das Weidegruenland beiderseits des Baches ist ueber ausgezaeunte Furten miteinander verbunden. Hier kommt es zu groesseren Trittschaeden an den steilen Uferboeschungen. Kleinflaechig treten an den unteren Talhaengen Reste von durchgewachsenen Niederwaeldern aus Eichen und Hainbuchen auf. Die Haenge des im Sueden linksseitig einmuendenden Mahlbergbachtales werden hauptsaechlich von Weidegruenland eingenommen, das in den Randbereichen durch gut entwickelte Gebueschstrukturen gegliedert wird. Eine sehr schoene Stieleichengruppe (Alter 100-150 Jahre) entlang des Baches bildet ein besonderes Landschaftselement.
NSG-Probstforst / Teilflaeche des Waldreservates Kottenforst
Der Probstforst bietet ein Beispiel fuer die natuerliche Waldgesellschaft des Maigloeckchen-Stieleichen-Hainbuchenwaldes ueber den wechselfeuchten Decklehmen im Kottenforst der im Plangebiet nur noch in wenigen Bestaenden in dieser typischen Ausbildung vertreten ist. Die Baumschicht bilden 130-190 jaehrige Stieleichen, 20-50- und 100-160 jaehrige Hainbuchen im Unter- und Zwischenstand sowie 20-40 jaehrige und 120-160 jaehrige Rotbuchen die z. T. vorwuechsig gegenueber der Stieleiche wird. Kennzeichnend ist ausserdem die besondere Wuechsigkeit der Winterlinde mit bis zu 150 jaehrigen Exemplaren. Die Strauchschicht bilden Rotbuche, Hainbuche und Winterlinde. Die Flaeche wurde ehemals in Mittelwaldwirtschaft betrieben, wovon noch einzelne Buchen- und Eichenueberhaelter zeugen. Den Untergrund bildet Pseudogley aus Loesslehm ueber der verfestigten Hauptterrasse mit starker Staunaessebildung von 0 - 1 m Tiefe. Im Ostbereich liegt ein kleiner, mit Grauweide, Hochseggen und Uferhochstauden verlandender, temporaer Wasserfuehrender Flachwassertuempel. Ein kleiner, lichter Altholzrest oestlich des Rennweges liegt ausserhalb der NWZ.
Naturwaldzelle "Oberm Jaegerkreuz"
Winterlinden-Eichen-Hainbuchenwald in typischer Ausbildung auf wechselfeuchtem Decklehm. In der Baumschicht stehen 140 bis 190-jaehrige Stieleichen, 110 bis 120-jaehrige Hainbuchen, 110 bis 120-jaehrige Winterlinden und 110 bis 210-jaehrige Rotbuchen. Der Bestand weist einen uneinheitlichen Charakter auf. Waehrend im Inneren groessere hallenwaldartige Bereiche auftreten, ist die Strauchschicht an Auflichtungen und Randbereichen staerker ausgebildet. Die Krautschicht ist grossflaechig schuetter, aber an etlichen Stellen besonders durch Kleinbluetiges Springkraut und Fuchs` Greiskraut ausgesprochen dicht. Eine Reihe von Eichen zeigt Wasserreiser. Der Kronenschluss betraegt ueber 80%, die Krautschicht deckt mehr als 20% des Bodens. Eine Reihe von Buchenueberhaeltern zeugt von ehemaligem Mittelwaldbetrieb (bis Mitte 19. Jahrhundets). Im SW ein weitgehend verlandeter und verbuschter, nur tempoaer Wasser fuehrender Flachwassertuempel, von Wildschweinen stark zertreten.
Alte Laubwaldreste und Tuempel suedwestlich von Villiprott (siehe unter Bemerkungen)
Bei den zwei kleineren Altholzbestaenden handelt es sich um alten Stechpalmen-Eichen-BuchenHochwaelder mit Eichenueberstaenden von 100 cm Stammdurchmesser sowie reicher Naturverjuengung und Krautschicht. Nahe der L 158 befindet sich ein etwa 600 qm grossen Flachwassertuempel. Dieses Amphibienlaichgewaesser verlandet mit Flutschwadenroehricht, Hochseggenbulten und Uferhochstaudengesellschaften. Auf den freien Wasserflaechen finden sich Wasserlinsenteppiche und sehr viel Wasserschlauch. 1997 war der Teich vollkommen ausgetrocknet. Der Teichboden wurde von einer Segge beherrscht und Brennessel und Wolfstrapp dominierten die Ufer. Der Teich war durch Totholz und Wildsuhlung beeintraechtigt. Die Naehe und der starke Verkehr der L 158 mindern den Wert als Amphibienbiotop betraechtlich.
Waldreservat Kottenforst oestlich A 565
Der oestliche Teilbereich des Waldreservates Kottenforst liegt zwischen der B 257 bzw. der A 565 im Westen und Bad Godesberg im Osten. Das geschlossene Waldgebiet mit mehr als 50 % Laubholzanteil stockt auf mehr oder minder staufeuchten Boeden der Rhein-Hauptterrasse, einer leicht nach N geneigten Ebene. Von den natuerlichen armen Buchenwaeldern existieren noch kleinere, meist isolierte Buchen-Altholzreste am Suedrand und im Osten. Im Wassereinzugsbereich der beiden Katzenlochbach-Quellaeufe zwischen Merl, Villiprott und Roettgen stocken noch grossflaechige, miteinander verbundene Maigloeckchen-Stieleichen-Hainbuchenwaelder. Die alten, ehemaligen Mittelwaelder mit Eichen- und Buchen-Ueberstaendern (Stammdurchmesser 70 - 120 cm) weisen meist eine gute Naturverjuengung von Hainbuche, Buche, z.T. auch Winterlinde und eine charakteristische Krautschicht mit Feuchte- und Naessezeigern auf. In diesem Bereich haeufen sich auch die sogenannten "Maare", meist temporaere Flachwassertuempel in natuerlichen Gelaendemulden, die durch Regenwasser oder einen der vielen zum Katzenlochbach hin entwaessernden Draingraeben gespeist werden. Einige laenger bis ganzjaehrig Wasser fuehrende Tuempel um den "Grossen Stern" sind mit geschlossenen Schwimmblattdecken (Teichlinse, Kleine oder Zierliche Wasserlinse, Riccia), Wasserschlauchbestaenden und z.T. breiten Seggen- und Flutschwaden-Roehrichtsaeumen bewachsen. Naturnahe, aber kleine, isolierte Eichen-Hainbuchenwaldreste existieren im Osten oberhalb des eigentlichen Talbeginnes einiger kleiner, in den Godesberger Bach einmuendenden Quellsiepen. Die Talhaenge dieser z.T. steil eingeschnittenen Kerbtaeler sind noch ueberwiegend mit altem, meist bodensaurem Hainsimsen- Buchenwald bedeckt. Alte artenarme Hainsimsen-Buchenwaelder am Venner Bach und am Rossiefenbach werden lokal durch bachbegleitende Perlgrasbuchenwaldsaeume abgeloest. Eine aehnliche Entwicklungstendenz ist in den noch jungen Buchen-Stangenforsten des Sandkaulenbachtales erkennbar. In den beiden Quellbereichen des Keltersbaumbaches und besonders in der weiten Quellmulde des vielzweigigen Quellbaches suedlich davon sind ausgezeichnete, flaechige Erlen-Quellsuempfe erhalten. Dominanzbestaende von Sumpfsegge und Riesenschachtelhalm unter jungen Erlen wechseln mit Kleinseggensaeumen (Carex remota, C. strigosa, C. pendula) oder Quellfluren entlang der kleinen Quellrinnsale. Die hier anschliessenden Eichen-Buchen-Altholz-Reste sind lokal durch Fichten- oder Roteichenforste unterbrochen. Waehrend im Westbereich die Umwandlung in Laubwald (Aufforstungen und Stangenholzforste mit Eiche, Buche, Linde, Bergahorn, Esche und Erle) bis auf wenige groessere Restflaechen schon durchgefuehrt wurde, ueberwiegen im Ostbereich noch Nadelholzforste, vor allem Fichten- und Kiefernbestaende. Die vielen Kahlschlaege werden aber auch hier zunehmend mit Laubholz bepflanzt.
Waldreservat Kottenforst westl. der A 565
Das Teilgebiet des Waldreservates westlich der Autobahn ist ein geschlossenes Waldgebiet mit hohem Laubholzanteil unterschiedlichen Alters auf mehr oder minder staufeuchten Boeden der Rhein-Hauptterrasse. Die beiden Naturwaldzellen am Westrand sind gesondert beschrieben. Es ueberwiegen Eichen- und Eichen-Mischbestaende: Neupflanzungen, Dickungen und junge Stangenforste. Herausragende Bedeutung besitzen die mehr oder minder grossflaechigen, alten, naturnahen Maigloeckchen-Linden-Stieleichen-Hainbuchenwaldreste, ehemalige Mittelwaelder mit Ueberstaendern von 70 - 100 cm Stammdurchmesser und naturnaher Krautschicht. Sie nehmen etwa ein Drittel der Flaeche ein und werden im Sueden z.T. noch von vielfach gipfelduerren Buchen-Ueberstaendern dominiert. Auch in Eichenbestaenden fortgeschrittenen Stangenholzalters entwickelte sich vor allem bei Beimischung von Linde, Esche und / oder Hainbuche eine fuer den Eichen-Hainbuchenwald charakteristische Strauch- und Krautschicht. Naturnahe, alte Hainsimsen-Buchenwaldreste sind nur selten vertreten. Bei den uebrigen Laubholzbestaenden handelt es sich meist um Stangenholzbestaende, in denen Winterlinde, Esche, Buche, Erle oder Bergahorn dominieren oder Reinbestaende bilden. Nadelholzforste (Fichte, Laerche, Kiefer) bedecken derzeit noch etwa 20 % der Flaeche. Im Sueden des Gebietes haeufen sich in natuerlichen Gelaendemulden sogenannte "Maare", d.h. meist sommertrockene Flachwasser-Tuempel, die ausschliesslich durch Regenwasser oder Draingraeben, die das gesamte Gebiet durchziehen und mehr oder weniger wirksam entwaessern, gespeist werden. Sie sind alle Amphibien-Laichgewaesser. Die laenger bis fast ganzjaehrig Wasser fuehrenden Kleingewaesser (z.B. Koenigsmaar, Rehsprungmaar, Maar am Festeberg) sind mit Wasserlinsen- und Schwimmoos-Decken, Wasserschlauchbestaenden und guten Roehrichtsaeumen ausgestattet. Die kleineren verlanden mit Seggen- und Flutschwadenroehricht oder Pioniergesellschaften im Trockenstadium. Die Hitelbach-Quellen am NW-Rand sind gefasst. Der Quellbach selbst und einige einmuendende Rinnsale fliessen mehr oder minder naturnah, flankiert von schmalen Traubenkirschen-Erlenwaldsaeumen, durch sehr artenreichen, feuchten Eichen-Hainbuchenwald. Im NO sind 3 kleine Feuchtgruenlandreste, teils extensiv beweidet, teils brachgefallen, einbezogen. Auf der Brachflaeche liegen zwei mit Roehricht und Uferhochstauden verlandete Kleinstgewaesser. Weitere Uferhochstaudensaeume mit gefaehrdeten Feuchtwiesen-Arten sind auch entlang des Forstweges am Fuss der Autobahntrasse entwickelt. Diese bis 5 m breiten Saeume werden z.T. als Holzlagerplatz genutzt oder im Herbst gemaeht.
Natuerliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions <3150> (0,18 ha)
stehende Binnengewaesser (natuerlich o. naturnah, unverbaut) (0,18 ha)
Buchenwald <AA0> (44,45 ha)
Eichen-Buchenmischwald <AA1> (0,83 ha)
Buchenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AA2> (44,45 ha)
Nadelbaum-Buchenmischwald <AA4> (50,08 ha)
Eichenwald <AB0> (104,36 ha)
Buchen-Eichenmischwald <AB1> (55,62 ha)
Eichenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AB3> (74,73 ha)
Nadelbaum-Eichenmischwald <AB5> (31,73 ha)
Erlenwald <AC0> (26,09 ha)
Eichen-Birkenmischwald <AD1> (5,64 ha)
Weiden-Auenwald <AE2> (1,02 ha)
Pappelwald <AF0> (5,64 ha)
Pappelmischwald <AF1> (14,82 ha)
Sonstiger Laubmischwald einheimischer Arten (ein Art dominat) <AG1> (59,91 ha)
Fichtenwald <AJ0> (448,82 ha)
Kiefernwald <AK0> (55,72 ha)
Kiefernmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <AK1> (59,26 ha)
Eschenmischwald <AM1> (20,45 ha)
Roteichenmischwald <AO1> (20,45 ha)
Hainbuchenwald <AQ0> (5,64 ha)
Eichen-Hainbuchenmischwald <AQ1> (0,91 ha)
Ahornmischwald <AR1> (26,09 ha)
Laerchenmischwald <AS1> (46,54 ha)
Schlagflur <AT0> (29,63 ha)
Wald, Jungwuchs <AU1> (16,91 ha)
Feldgehoelz <BA0> (1,02 ha)
Ufergehoelz <BE0> (0,68 ha)
Erlen-Ufergehoelz <BE2> (1,02 ha)
Baumgruppe, Baumreihe <BF0> (1,70 ha)
Kopfbaumgruppe, Kopfbaumreihe <BG0> (1,02 ha)
Fettweide <EB0> (15,99 ha)
Gruenlandbrache <EE0> (1,02 ha)
Lache, Wagenspur <FD3> (0,20 ha)
Fischteich <FF2> (0,23 ha)
Bachoberlauf im Mittelgebirge <FM1> (1,02 ha)
Bachmittellauf im Mittelgebirge <FM2> (0,23 ha)
Graben mit intakter Stillgewaesservegetation <FN2> (5,64 ha)
Graben mit extensiver Instandhaltung <FN3> (14,82 ha)
Rueckhaltebecken <FS0> (1,02 ha)
Obstanlage <HK0> (5,57 ha)
Eichen-Buchenmischwald <xAA1> (100,17 ha)
Buchenmischwald mit einheimischen Laubbaumarten <xAA2> (111,70 ha)
Eichen-Hainbuchenmischwald <xAQ1> (587,31 ha)
Fettwiese, Flachlandausbildung (Glatthaferwiese) <xEA1> (14,82 ha)
Erlen-Bruchwald <yAC4> (2,03 ha)
Bachbegleitender Erlenwald <yAC5> (3,41 ha)
Weiden-Auenwald <yAE2> (6,00 ha)
Nass- und Feuchtweide <yEC2> (5,64 ha)
Brachgefallenes Nass- und Feuchtgruenland <yEE3> (5,64 ha)
Tuempel (periodisch) <yFD1> (0,33 ha)
Sicker-, Sumpfquelle <yFK2> (16,06 ha)
Bachoberlauf im Mittelgebirge <yFM1> (23,28 ha)
Bachmittellauf im Mittelgebirge <yFM2> (1,14 ha)
Bachbegleitender Erlenwald <zAC5> (34,01 ha)
Tuempel (periodisch) <zFD1> (20,63 ha)
Wasserfenchel Sa. (Oenanthe aquatica agg.)
Erhalt und Optimierung eines naturnahen Bachtales mit Laubwaeldern
in Fortsetzung eines Bachlaufes im Waldreservat KottenforstErhalt und Optimierung eines Bachtales mit naturnahem Bachlauf und
von Gruenland und Gehoelzstrukturen eingenommenen HaengenErhalt und Entwicklung naturnaher Waelder innerhalb des Kottenforstes
insbesondere eines Waldbestandes mit dem hier typischen
Eichen-Hainbuchenwald in hohem Bestandesalter.Erhalt naturnaher, z.T. alter Eichen-Hainbuchen-Lindenwaelder innerhalb des Waldreservates KottenforstErhalt von alten Laubholzbestaenden mit stehendem Kleingewaesser als wichtiger Amphibienlaichplatz im Kottenforst.Erhaltung, naturnahe Bewirtschaftung und Entwicklung naturnaher LaubwaelderErhaltung, naturgemaesse Bewirtschaftung und Entwicklung naturnahen Laubwaldes.