Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=III%20ZR%20139/57
Timestamp: 2020-02-19 19:13:28
Document Index: 258114970

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 28', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'Art. 2', '§ 253', '§ 7', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 839', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 03.11.1958 - III ZR 139/57 - dejure.org
https://dejure.org/1958,248
BGH, 03.11.1958 - III ZR 139/57 (https://dejure.org/1958,248)
BGH, Entscheidung vom 03.11.1958 - III ZR 139/57 (https://dejure.org/1958,248)
BGH, Entscheidung vom 03. November 1958 - III ZR 139/57 (https://dejure.org/1958,248)
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Mögliche Amtspflichten eines Lehrers gegenüber einem Fährunternehmer infolge der schweren Gesundheitsschädigung eines Schülers bei einem Schulausflug - Haftung des Staates für durch fahrlässige Amtspflichtverletzung entstandene Schäden an Leben und Gesundheit bei ...
BGHZ 28, 297
NJW 1959, 334
MDR 1959, 108
DÖV 1959, 115
Eine anderweitige Bestimmung kann sich aus einer gesetzlichen Regelung, einer ausdrücklichen oder stillschweigenden Vereinbarung, der Natur der Sache oder dem Inhalt und Zweck des in Frage stehenden Rechtsverhältnisses ergeben (vgl. BGH, Urteile vom 3. November 1958 - III ZR 139/57, BGHZ 28, 297, 300 f., vom 4. Juli 1963 - VII ZR 41/62, NJW 1963, 2067, 2068, vom 10. November 1983 - IX ZR 34/82, WM 1983, 1386, 1387 und vom 11. Juni 1992 - IX ZR 161/91, WM 1992, 1312, 1313; OLG Köln, WM 1995, 249; Glöckner, ZIP 1999, 821, 825).
Das vom Kläger erbrachte Sonderopfer wird nicht bereits durch anderweitige Regelungen bestimmungsgemäß aufgefangen und ausgeglichen (zur Subsidiarität des Aufopferungsanspruchs gegenüber allen übrigen Anspruchsgrundlagen des öffentlich-rechtlichen Schadensausgleichs vgl. Bundesgerichtshof, Urteil vom 3. November 1958, BGHZ 28, S. 297 ff. = NJW 1959, S. 334, 335;… Urteil vom 31. Januar 1966, BGHZ 45, S. 58 ff. = NJW 1966, S. 1021, 1027;… Maurer, Allgemeines Verwaltungsrecht, 17. Auflage, § 28 Rn. 6).
In seiner grundlegenden Entscheidung vom 13. Februar 1956 (…BGHZ 20, S. 61 ff. = NJW 1956, S. 629 ff.; Urteil vom 3. November 1958, BGHZ 28, S. 297 ff. = NJW 1959, S. 334, 335;… siehe auch Urteil vom 31. Januar 1966, BGHZ 45, S. 58 ff. = NJW 1966, S. 1021, 1026;… Urteil vom 6. Juni 1966, BGHZ 45, S. 290 ff. = NJW 1966, S. 1859, 1861;… Urteil vom 8. Juli 1971, NJW 1971, S. 1881, 1883) hat der Bundesgerichtshof diese - seines Erachtens wegen der Wertung des Art. 2 Abs. 2 GG unbefriedigende - Beschränkung mit der damals entgegenstehenden Gesetzeslage erklärt: Das Schadensersatz- und Entschädigungsrecht sei beherrscht von dem in § 253 BGB festgelegten Grundsatz, dass ein Ausgleich in Geld nur für vermögensrechtliche (materielle) Einbußen verlangt werden könne.
Mit diesem Zweck, der auch besonderen Aufopferungsansprüchen innewohnt, läßt es sich weder vereinbaren, daß der von einer Strafverfolgungsmaßnahme Betroffene eine zusätzliche Bereicherung erlangt, indem er neben der Entschädigung nach § 7 StrEG noch von einem Dritten die Zahlung von Schadensersatz verlangen kann, noch daß der weitere Schädiger, der in rechtswidriger und schuldhafter Weise dem Betroffenen aus Anlaß der Strafverfolgungsmaßnahme Schaden zugefügt hat, durch die Leistung des Staates von seiner Ersatzpflicht entlastet wird (vgl. BGHZ 28, 297, 301) [BGH 03.11.1958 - III ZR 139/57].
Das alles entspricht einer gefestigten höchstrichterlichen Rechtsprechung (vgl. BGHZ 9, 83 [BGH 19.02.1953 - III ZR 208/51]; 13, 88 [BGH 10.04.1954 - II ZR 314/53]; 22, 43 [BGH 17.10.1956 - V ZR 27/56]; 28, 297 [BGH 03.11.1958 - III ZR 139/57]; 34, 13 [BGH 17.11.1960 - I ZR 110/59]; auch Kleinhoff DRiZ 1957, 225).
Der Anspruch auf Aufopferungsentschädigung für den Kläger muß schon daran scheitern, daß der Aufopferungsanspruch nach der Rechtsprechung ein äußerster Rechtsbehelf ist, der in diesem Sinne gelegentlich als subsidiär bezeichnet wird (BGHZ 28, 297, 301) [BGH 03.11.1958 - III ZR 139/57] und deshalb hier nicht zum Zuge kommen kann.
Es ist anerkannt, daß neben der Erteilung von Unterricht auch die Teilnahme an Schulwanderungen und sonstigen Veranstaltungen der Schulen zur Ausübung eines öffentlichen Amte gehören (BGHZ 28, 297, 299 [BGH 03.11.1958 - III ZR 139/57];… RGRK Kreft, BGB 12. Auflage § 839 Rn. 97 m. w. N.).
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