Source: http://www.meinmietrecht.de/artikel/category/mieterhoehung/
Timestamp: 2017-10-24 05:51:30
Document Index: 3729761

Matched Legal Cases: ['§ 559', '§ 559', '§ 558', '§ 558', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Mieterhöhung – Mietrecht Siegen
Schon die einmalige Zahlung der geforderten erhöhten Miete bzw. die mehrmalige Überweisung der erhöhten Miete durch den Mieter an den Vermieter, kann aus als Zustimmung des Mieters zum Mieterhöhungsverlangen des Vermieters gewertet werden. Zahlt der Mieter mehrfach vorbehaltslos die erhöhte [...]
Mieterhöhung wegen Fensteraustausch – Rechtmäßigkeit
Ersetzt der Vermieter vorhandene Isolierglasfenster durch neue Fenster, kann er die Miete aufgrund dieser Maßnahme nach § 559 Abs. 1 BGB nur dann erhöhen, wenn er in der Erläuterung der Mieterhöhung nach § 559 b Abs. 1 Satz 2 BGB [...]
Drei vorbehaltlose Zahlungen der erhöhten Grundmiete durch den Mieter sind als konkludente Zustimmung zu einem Mieterhöhungsverlangen des Vermieters zu werten. Dies gilt selbst dann, wenn von zwei Mietern nur noch einer in der streitgegenständlichen Wohnung wohnt und nicht eindeutig zugeordnet [...]
Mieterhöhungsverlangen basierend auf einem altem Mietspiegel unzulässig?
Ein veralteter Mietspiegel kann dann zur Begründung eines Mieterhöhungsverlangens nur dann herangezogen werden, wenn zum Zeitpunkt, in dem der Vermieter seine Erklärung abgibt, kein Mietspiegel vorhanden ist, bei dem § 558c Abs. 3 oder § 558d Abs. 2 eingehalten ist. [...]
Nimmt ein Mieter auf seine Kosten Wohnwertverbesserungen vor (z.B. Badsanierung, Heizungseinbau), so darf ein Vermieter diese bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete im Rahmen eines Mieterhöhungsverlangens nicht berücksichtigten (BGH, Urteil vom 07.07.2010, Az: VIII ZR 315/09). Die Mieter würden sonst [...]
Ein Vermieter kann ein Mieterhöhungsverlangen auf den Mietspiegel einer Nachbarstadt stützen, wenn es für die eigene Stadt keinen Mietspiegel gibt und das Mietniveau der Städte identisch ist (BGH, Urteil vom 16.06.2010, Az.: VIII ZR 99/09). Zur Bestimmung einer ortsüblichen Vergleichsmiete [...]
Ein Mieterhöhungsverlangen eines Vermieters kann auch auf ein Vergleichsgutachten einer nach Größe und Ausstattung ähnlichen Mietwohnung gestützt werden (BGH, Urteil vom 19.05.2010, Az.: VIII ZR 122/09). Ein solches „Typengutachten“ erfüllt die formalen Voraussetzungen zum Nachweis einer ortsüblichen Vergleichsmiete.