Source: https://dejure.org/Drucksachen/Bundestag/BT-Drucks%2015/2361
Timestamp: 2020-05-30 03:20:19
Document Index: 309112025

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 4', 'Art. 2', 'Art. 100', '§ 7', '§ 4', 'Art. 2', 'Art. 100', '§ 80', '§ 7', '§ 4', 'Art. 2', '§ 7', '§ 7', 'Art. 1', '§ 7', '§ 32', '§ 7', '§ 18', '§ 7', '§ 7', '§ 24', 'Art. 1', '§ 7', 'Art. 2', '§ 4', '§ 7', '§ 4', 'Art. 1', 'Art. 85', 'Art. 87']

BT-Drs. 15/3759
Im Gesetzgebungsverfahren rief der Bundesrat den Vermittlungsausschuss an, verlangte eine Überarbeitung des Gesetzes unter anderem dahingehend, dass die Überführung von Aufgaben in bundeseigene Verwaltung nur im Einvernehmen mit dem betroffenen Land stattfinden dürfe, und vertrat die Auffassung, das Gesetz zur Neuregelung von Luftsicherheitsaufgaben sei zustimmungsbedürftig (vgl. BTDrucks 15/3587).
Dem Bundesverfassungsgericht wird gemäß die Frage zur Entscheidung vorgelegt, ob § 7 Abs. 1 Nr. 4 Luftsicherheitsgesetz (LuftSiG) vom 11.01.2005 (BGBl. I S. 78) i. V. mit § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 Luftverkehrsgesetz (LuftVG) i.d.F. von Art. 2 Nr. 1 des Gesetzes zur Neuregelung von Luftsicherheitsaufgaben vom 11.01.2005 (BGBl. I S. 78) verfassungsgemäß ist.
Dem Bundesverfassungsgericht wird gem. Art. 100 Abs. 1 GG die Frage zur Entscheidung vorgelegt, ob § 7 Abs. 1 Nr. 4 Luftsicherheitsgesetz vom 11.01.2005 (BGBl. I S. 78) i. V. mit § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 Luftverkehrsgesetz i.d.F. von Art. 2 Nr. 1 des Gesetzes zur Neuregelung von Luftsicherheitsaufgaben vom 11.01.2005 (BGBl. I S. 78) verfassungsgemäß ist.
Das Verfahren ist gem. Art. 100 Abs. 1 Satz 1 GG , § 80 Abs. 1 BVerfGG auszusetzen und dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung der Frage vorzulegen, ob § 7 Abs. 1 Nr. 4 LuftSiG vom 11.01.2005 (BGBl. I S. 78) i. V. mit § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 LuftVG i.d.F. von Art. 2 Nr. 1 des Gesetzes zur Neuregelung von Luftsicherheitsaufgaben vom 11.01.2005 (BGBl. I S. 78 - im Folgenden: LuftSiNeuregG) mit dem Grundgesetz in Einklang steht.
Nach der durch das Fehlen einer Übergangsregelung für "Alt-Erlaubnisinhaber" deutlich gemachten Absicht des Gesetzgebers erfasst die Zuverlässigkeitsüberprüfung nach § 7 Abs. 1 Nr. 4 LuftSiG auch die Luftfahrer mit am 15.01.2005 schon vorhandenen Lizenzen (vgl. BT-Drs. 15/2361 S. 16 f. zu § 7; S. 26 f. zu Art. 1 [ § 7 Abs. 1 Nr. 4 LuftSiG ; Stellungnahme des Bundesrates]; S. 35 zu Nr. 6 a. E.).
Vielmehr sollten bis dahin die Vorschriften der noch auf der Grundlage des § 32 Abs. 2 b LuftVG a.F. ergangenen Verordnung zur Regelung des Verfahrens der Zuverlässigkeitsüberprüfung auf dem Gebiet des Luftverkehrs vom 08.10.2001 (BGBl. I S. 2625 - LuftVZÜV) gelten, soweit § 7 LuftSiG nicht ausdrücklich eine anderslautende Regelung trifft (BT-Drs. 15/2361, S. 22, zu § 18).
Zur Begründung führte er aus, die Einführung einer Zuverlässigkeitsüberprüfung nach § 7 LuftSiG schaffe ein Nebeneinander von zwei unterschiedlichen Verfahren, die sich nach unterschiedlichen Maßstäben (einerseits nach § 7 LuftSiG , andererseits nach den §§ 24 ff. LuftVZO ) richteten (Stellungnahme des Bundesrates zu Art. 1 [ § 7 Abs. 1 Nr. 4 LuftSiG ] und Art. 2 Nr. 1 [§ 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 LuftVG], BT-Drs. 15/2361, S. 26).
Mit der Erweiterung der Überprüfung durch die Einholung von Auskünften der Sicherheitsbehörden und anderer Stellen werde ein erheblicher Sicherheitsgewinn erzielt (Gegenäußerung der Bundesregierung, BT-Drs. 15/2361, zu Nr. 6 [S. 35]).
Nach Auffassung des vorlegenden Gerichts ist die den angefochtenen Bescheid rechtfertigende Vorschrift des § 7 Abs. 1 Nr. 4 LuftSiG i. V. mit § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 2. Altern. LuftSiG mit dem Grundgesetz nicht vereinbar, weil das LuftSiG (Art. 1 LuftSiNeuregG v. 11.01.2005 - BGBl. I S. 78) gem. Art. 85 Abs. 1 GG und Art. 87 d Abs. 2 GG der Zustimmung des Bundesrats bedurfte und diese nicht erteilt wurde (vgl. BR-Drs. 716/04 [Beschluss], zu BR-Drs. 716/04 [Beschluss]; BT-Drs. 15/3759).
In der Begründung vom 14.07.2004 (BT-Drs. 15/3587, S. 3) heißt es:.
In der Erwiderung des Bundesrates zur Regierungsvorlage heißt es (BT-Drs. 15/2361, S. 27).
Nunmehr hat es der Bund ohne Zutun eines Landes in der Hand, "durch einfachen Organisationsakt und nicht durch Gesetz" die Zuständigkeit an sich zu ziehen (Begründung des Bundesrates für die Anrufung des Vermittlungsausschusses [BT-Drs. 15/3587, S. 3]).
Dafür spricht auch die Begründung des Bundesrates für die Anrufung des Vermittlungsausschusses (BT-Drs. 15/3587, S. 1 f., zu Buchstabe c):.
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