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Timestamp: 2016-10-28 19:50:30
Document Index: 177101220

Matched Legal Cases: ['Art. 72', 'Art. 113', 'Art. 85', 'Art. 85', 'BGE', 'Art. 116', 'Art. 117', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 118', 'Art. 117', 'Art. 99', 'Art. 116', 'Art. 118', 'BGE', 'Art. 329', 'Art. 5', 'Art. 8', 'Art. 9', 'Art. 8', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 329', 'BGE', 'Art. 361', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 329', 'BGE', 'Art. 66', 'Art. 68']

8D_9/2013 � � Urteil vom 11. August 2014
A.________, Rechtsanw�ltin, sowie die Rechtsanw�lte D.________, B.________, E.________ und C.________ (nachfolgend Amtstr�ger oder Beschwerdef�hrer genannt) sind als Angestellte im Nebenamt f�r die X.________ Beh�rde t�tig. Sie sind betroffen von der per 1. Januar 2012 in Kraft getretenen kantonalen Rechts�nderung, mit welcher die Rechtsstellung der Mitglieder von Kommissionen und Angestellten mit bestimmten Funktionen im Nebenamt vereinheitlicht wurde. Beide Personalkategorien haben grunds�tzlich Anspruch auf Entsch�digung der Arbeitsleistung und Spesenersatz. Weitere verm�gensrechtliche Anspr�che - wie der Anspruch auf Ferienentsch�digung - haben sie nur, wenn das Arbeitspensum mehr als 180 Stunden pro Kalenderjahr betr�gt. Bis zum 31. Dezember 2011 erhielten Angestellte mit bestimmten Funktionen im Nebenamt - im Gegensatz zu Kommissionsmitgliedern - unabh�ngig vom Arbeitspensum zus�tzlich zur Entl�hnung der geleisteten Arbeitszeit einen Ferienentsch�digungsanteil verg�tet. Nachdem die Dienststelle Personal des Kantons Luzern (nachfolgend Dienststelle oder Beschwerdegegnerin) den hievor genannten Amtstr�gern auf deren Ersuchen hin am 6. Juni 2012 mitgeteilt hatte, dass eine Ausrichtung der Ferienentsch�digung ab 1. Januar 2012 nicht in Frage komme, weil die Rechts�nderung rechtm�ssig sei und keine wohlerworbenen Rechte entgegen stehen w�rden, gelangten diese Amtstr�ger mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde bzw. verwaltungsgerichtlicher Klage an das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern (heute: Kantonsgericht Luzern, 4. Abteilung), welches die Sache zust�ndigkeitshalber an den Regierungsrat des Kantons Luzern �berwies. Dieser best�tigte am 8. M�rz 2013 den Entscheid der Verwaltung.
Die hiegegen erhobene Beschwerde der Amtstr�ger wies das Kantonsgericht Luzern ab, soweit es darauf eintrat (Entscheid vom 23. Oktober 2013).
Mit subsidi�rer Verfassungsbeschwerde lassen die Amtstr�ger unter Aufhebung des angefochtenen Kantonsgerichtsentscheids beantragen, es sei festzustellen, dass sie Anspruch auf Ferienentsch�digung f�r die bei der X.________ Beh�rde erzielte Lohnsumme haben. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erw�gungen an das Kantonsgericht zur�ckzuweisen.
1.1.�Das Bundesgericht beurteilt Verfassungsbeschwerden gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen, soweit keine Beschwerde nach den Art. 72 bis 89 BGG zul�ssig ist (Art. 113 BGG). Unbestrittenen ist, dass die Streitwertgrenze von Art. 85 Abs. 1 lit. b BGG nicht erreicht wird und sich keine Rechtsfrage von grunds�tzlicher Bedeutung stellt (Art. 85 Abs. 2 BGG; BGE 138 I 232 E. 2.3 f. S. 236).
1.2.�Mit der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde kann nur die Verletzung von verfassungsm�ssigen Rechten ger�gt werden (Art. 116 BGG). Diesbez�glich gilt eine qualifizierte R�gepflicht. Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG). Der Beschwerdef�hrer muss klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darlegen, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen (BGE 135 III 232 E. 1.2 S. 234; 133 III 589 E. 2 S. 591 f.).
1.3.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 118 Abs. 1 BGG); neue Tatsachen und Beweismittel sind grunds�tzlich unzul�ssig (Art. 117 i.V.m. Art. 99 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie auf einer Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte beruht (Art. 116 i.V.m. Art. 118 Abs. 2 BGG). Wird Letzteres geltend gemacht, ist klar und detailliert darzutun, inwiefern diese verfassungswidrig, insbesondere willk�rlich, sein soll (BGE 133 III 393 E. 7.1 S. 398, 585 E. 4.1 S. 588 f.; je mit Hinweisen).
2.1.�� 5 Abs. 1 der Verordnung zum Personalgesetz des Kantons Luzern vom 24. September 2002 (PVO/LU; SRL [Systematische Rechtssammlung des Kantons Luzern] 52) lautet in der bis 31. Dezember 2011 g�ltig gewesenen Fassung (nachfolgend: aPVO/LU) einschliesslich Ingress:
" � 5 Kommissionsmitglieder
Kommissionsmitglieder haben Anspruch auf Verg�tung ihrer besonderen Arbeitsleistung sowie auf Spesenersatz. Weiter gehende Anspr�che bestehen nicht."
Die Verg�tung der Kommissionsmitglieder war in dem per 31. Dezember 2011 ersatzlos aufgehobenen Anhang 6 der Besoldungsverordnung f�r das Staatspersonal des Kantons Luzern vom 24. September 2002 (aBVO/LU; SRL 73a) geregelt. Im Gegensatz zur reinen Verg�tung der Arbeitsleistung und des Spesenersatzes bei der T�tigkeit von "Kommissionsmitgliedern" (� 5 Abs. 1 aPVO/LU und Anhang 6 aBVO/LU) fand sich in der aPVO/LU keine explizite Grundlage f�r "Angestellte im Nebenamt". Die Entl�hnung der T�tigkeit von Angestellten gem�ss Anhang 3 aBVO/LU - nach welcher sich die Verg�tung an die Beschwerdef�hrer als Mitglieder der X.________ Beh�rde bis Ende 2011 richtete - umfasste laut Regierungsratsentscheid vom 8. M�rz 2013 die gleichen Nebenrechte (Ferienentsch�digung, Lohnfortzahlung, besondere Sozialzulagen, Dienstaltersgeschenke, etc.), wie sie anderen Teilzeit-Angestellten zustanden.
2.2.�Durch die per 1. Januar 2012 in Kraft getretene revidierte Fassung von � 5 PVO/LU beabsichtigte der Regierungsrat gem�ss angefochtenem Entscheid, die hinsichtlich der Ferienentsch�digung nach der bis zum 31. Dezember 2011 g�ltig gewesenen Rechtsordnung bestehende Ungleichbehandlung von Kommissionsmitgliedern (ohne Ferienverg�tung) einerseits und von Angestellten mit bestimmten Funktionen im Nebenamt andererseits zu beseitigen. � 5 Abs. 1 PVO/LU einschliesslich Ingress lautet in der seit 1. Januar 2012 geltenden Fassung:
"� 5 Kommissionsmitglieder und Angestellte mit bestimmten Funktionen im Nebenamt
Kommissionsmitglieder und Angestellte, welche die im Anhang 3 der Besoldungsverordnung f�r das Staatspersonal vom 24. September 2002 aufgef�hrten Funktionen im Nebenamt aus�ben, haben Anspruch auf Entsch�digung ihrer Arbeitsleistung und auf Spesenersatz. Weitere verm�gensrechtliche Anspr�che haben sie nicht. Soweit das Arbeitspensum der Kommissionsmitglieder und der Angestellten im Nebenamt im Kalenderjahr mehr als 180 Stunden betr�gt, haben sie die gleichen Rechte wie die �brigen Angestellten."
Seit 1. Januar 2012 erhalten demnach beide Personalkategorien - das heisst, sowohl die Kommissionsmitglieder wie auch die Angestellten im Nebenamt - gleichermassen nur noch dann Ferienentsch�digung auf dem Stundenlohn verg�tet, wenn deren Arbeitspensum mehr als 180 Stunden pro Kalenderjahr betr�gt. Der Regierungsrat st�tzte diese Verordnungs�nderung auf � 1 Abs. 3 des Gesetzes �ber das �ffentlich-rechtliche Arbeitsverh�ltnis des Kantons Luzern vom 26. Juni 2011 (PG/LU; SRL 51).
3.1.�Das kantonale Gericht hat dargelegt, dass der Regierungsrat basierend auf der Delegationsgrundlage von � 1 Abs. 3 PG/LU befugt ist, die Dienstverh�ltnisse f�r einen bestimmten, eng begrenzten Adressatenkreis mit besonderen Funktionen, insbesondere f�r Mitglieder von Kommissionen, f�r Angestellte im Nebenamt und f�r Arbeitsverh�ltnisse mit Ausbildungscharakter, durch Verordnung abweichend von den auf die "�brigen" Kantonsangestellten anwendbaren Bestimmungen des Personalgesetzes zu regeln. Die Vorinstanz erachtete die Delegationsnorm als ausreichend daf�r, dass der Regierungsrat mit dem Erlass der per 1. Januar 2012 in Kraft getretenen revidierten Fassung von � 5 PVO/LU in Bezug auf einen klar definierten Teil der in � 1 Abs. 3 PG/LU ausdr�cklich genannten Personalkategorien - n�mlich nur bei denjenigen Kommissionsmitgliedern einerseits und denjenigen Angestellten mit bestimmten Funktionen im Nebenamt andererseits, welche pro Kalenderjahr ein Arbeitspensum von maximal 180 Stunden verrichten - neu gleichermassen einheitlich auf die Ausrichtung einer Ferienentsch�digung verzichten kann. Diese Arbeitsstundenzahl entspreche in etwa einem Kleinstpensum von 10 %. Die an dieses sachliche Unterscheidungskriterium ankn�pfende Ungleichbehandlung rechtfertige sich auch gegen�ber den "�brigen" Kantonsangestellten, weil diese - im Gegensatz zu den von der beanstandeten Regelung betroffenen Personalkategorien - ihren Haupterwerb mit der Anstellung beim Kanton erzielen w�rden. Dieses Kriterium sei praktikabel und gew�hrleiste eine rechtsgleiche Anwendung innerhalb der verschiedenen Personalkategorien von � 5 PVO/LU. Das Erholungsbed�rfnis m�sse bei solchen Kleinstarbeitspensen als wenig ausgepr�gt bezeichnet werden. Praxisgem�ss k�nne das kantonale �ffentliche Personalrecht von den Minimalgarantien des OR (insbesondere von Art. 329d Abs. 2 OR) abweichen. Eine punktuelle "Schlechterstellung" von Personen im kantonalen �ffentlichen Dienst sei daher auch mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung nicht zu beanstanden. Das prim�re Motiv des Regierungsrates f�r die beanstandete Revision von � 5 Abs. 1 PVO/LU seien nicht Spargr�nde gewesen. Vielmehr habe er damit in erster Linie beabsichtigt, eine langj�hrige Ungleichbehandlung von Kommissionsmitgliedern und Angestellten mit bestimmten Funktionen im Nebenamt hinsichtlich der Verg�tung von Ferienentsch�digungen zu beseitigen. Wie der Regierungsrat diese Vereinheitlichung vornehmen wolle, liege in seinem Ermessen. Die per 1. Januar 2012 in Kraft getretene Neufassung des revidierten � 5 PVO/LU gehe den in der urspr�nglichen Fassung unver�ndert weiter geltenden � 47 PG/LU und � 39 PVO/LU vor, weshalb es dabei bleibe, dass die betroffenen Personalkategorien erst ab einem Arbeitspensum von mehr als 180 Stunden pro Kalenderjahr einen Anspruch auf Ferienentsch�digung haben. Weder das Legalit�ts- noch das Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip werde dadurch verletzt. Der Regierungsrat habe in zutreffender Auslegung von � 5 Abs. 1 PVO/LU richtig erkannt, dass der Ferienanspruch bzw. der Anspruch auf Ferienentsch�digung zu den "weiteren verm�gensrechtlichen Anspr�chen" im Sinne dieser Bestimmung z�hle. � 5 Abs. 1 PVO/LU sehe nach dem klaren Wortlaut nur eine Entsch�digung der Arbeitsleistung und Spesenersatz vor, nicht aber einen Lohn. Zum "Lohn" geh�rten nebst anderen Bestandteilen wie Leistungs-, Funktions- und ausserordentliche Zulagen (vgl. � 31 PG/LU) auch Ferienentsch�digungen. Diese Lohnbestandteile w�rden �ber die Entsch�digung der Arbeitsleistung im engeren Sinn hinausgehen. Kommissionsmitglieder und Angestellte mit besonderen Funktionen im Nebenamt h�tten jedoch gem�ss � 5 Abs. 1 PVO/LU bei einem Pensum von maximal 180 Arbeitsstunden pro Kalenderjahr nur Anspruch auf Entsch�digung der Arbeitsleistung und Spesenersatz.
3.2.�Die Beschwerdef�hrer vertreten demgegen�ber die Auffassung, die mit Inkrafttreten des revidierten � 5 Abs. 1 PVO/LU sowohl f�r Kommissionsmitglieder wie auch f�r Angestellte in besonderer Funktion im Nebenamt eingef�hrte rechtsgleiche Verneinung eines Anspruchs auf Ferienentsch�digung bei einem Arbeitspensum von nicht mehr als 180 Stunden pro Kalenderjahr verletze das Legalit�tsprinzip (Art. 5 Abs. 1 BV), den Gleichbehandlungsgrundsatz (Art. 8 Abs. 1 BV) und das Willk�rverbot (Art. 9 BV).
4.1.�Das Gebot der rechtsgleichen Behandlung (Art. 8 Abs. 1 BV) - und der mit diesem eng verbundene Grundsatz des Willk�rverbots (Art. 9 BV) - ist verletzt, wenn ein Erlass hinsichtlich einer entscheidwesentlichen Tatsache rechtliche Unterscheidungen trifft, f�r die ein vern�nftiger Grund in den zu regelnden Verh�ltnissen nicht ersichtlich ist, oder wenn er Unterscheidungen unterl�sst, die sich aufgrund der Verh�ltnisse aufdr�ngen. Die Rechtsgleichheit ist verletzt, wenn Gleiches nicht nach Massgabe seiner Gleichheit gleich oder Ungleiches nicht nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird. Die Frage, ob f�r eine rechtliche Unterscheidung ein vern�nftiger Grund in den zu regelnden Verh�ltnissen ersichtlich ist, kann zu verschiedenen Zeiten unterschiedlich beantwortet werden, je nach den herrschenden Anschauungen und Zeitverh�ltnissen. Dem Gesetzgeber bleibt im Rahmen dieser Grunds�tze und des Willk�rverbots ein weiter Spielraum der Gestaltung, den das Bundesgericht nicht durch eigene Gestaltungsvorstellungen schm�lert (BGE 138 I 321 E. 3.2 S. 324; 137 V 121 E. 5.3 S. 125 mit Hinweisen).
4.2.�Dies gilt insbesondere auch in Besoldungsfragen im �ffentlich-rechtlichen Dienstrecht. Den politischen Beh�rden steht bei der Ausgestaltung der Besoldungsordnung ein grosser Spielraum zu. Innerhalb der Grenzen des Willk�rverbots und des Rechtsgleichheitsgebots sind sie befugt, aus der Vielzahl denkbarer Ankn�pfungspunkte die Tatbestandsmerkmale auszuw�hlen, die f�r die Einteilung und Besoldung massgebend sein sollen, und damit festzulegen, welche Kriterien eine Gleich- bzw. eine Ungleichbehandlung rechtfertigen. Verfassungsrechtlich wird verlangt, dass sich die f�r die Besoldungsh�he relevanten Ankn�pfungspunkte vern�nftig begr�nden lassen. In der Gerichtspraxis werden Motive wie Alter, Dienstalter, Erfahrung, Leistung, Aufgabenbereich oder �bernommene Verantwortung als sachliche Kriterien zur Festlegung der Besoldungsordnung erachtet (BGE 138 I 321 E. 3.3 S. 324 mit Hinweisen; Urteil 8C_6/2013 vom 13. November 2013 E. 3.4).
5.1.�Das Legalit�tsprinzip ist - abgesehen von seiner spezifischen Bedeutung im Strafrecht und im Abgaberecht - kein verfassungsm�ssiges Individualrecht, sondern ein Verfassungsgrundsatz, dessen Verletzung nicht selbstst�ndig, sondern nur im Zusammenhang mit der Verletzung des Grundsatzes der Gewaltentrennung, der Rechtsgleichheit, des Willk�rverbots oder eines speziellen Grundrechts ger�gt werden kann. In seiner Ausgestaltung als Rechtssatzvorbehalt dient das Legalit�tsprinzip gerade dazu, eine rechtsgleiche Behandlung vergleichbarer F�lle sicherzustellen. Zu diesem Zweck sollen sich denn auch Rechte und Pflichten der �ffentlichen Bediensteten im Grundsatz aus einem (zumindest materiellen) Gesetz ergeben. Es kann somit ger�gt werden, es werde das Rechtsgleichheitsgebot verletzt, weil die Besoldung nicht mit hinreichender Bestimmtheit in einem Gesetz festgelegt worden ist (BGE 129 I 161 E. 2.1 S. 163 mit Hinweisen; Urteil 8C_6/2013 vom 13. November 2013 E. 4.3).
5.2.�Das Legalit�tsprinzip verlangt, dass die angewendeten Rechtss�tze eine angemessene Bestimmtheit ausweisen m�ssen. Das Gebot der Bestimmtheit kann indessen nicht in absoluter Weise verstanden werden. Unbestimmte Regelungen k�nnen insbesondere dann gen�gen, wenn ein Rechtsverh�ltnis zur Diskussion steht, welches die Betroffenen freiwillig eingegangen sind oder bei dem die Rechte und Pflichten zwischen Staat und Privaten frei ausgehandelt werden k�nnen. Dem Bed�rfnis nach Rechtsgleichheit kann auch durch eine gleichm�ssige Beh�rdenpraxis entsprochen werden (BGE 129 I 161 E. 2.2 S. 163 mit Hinweis; Urteil 8C_6/2013 vom 13. November 2013 E. 4.4).
5.3.�Die Beschwerdef�hrer zeigen nicht auf, inwiefern die Begr�ndung des kantonalen Gerichts, wonach es sich bei der gest�tzt auf � 1 Abs. 3 PG/LU erlassenen Bestimmung im Sinne von � 5 Abs. 1 PVO/LU um eine Einschr�nkung von untergeordneter Bedeutung handle, bundesrechtswidrig sei. Die von der beanstandeten Bestimmung gem�ss � 5 Abs. 1 PVO/LU betroffenen, mit maximal 180 Arbeitsstunden pro Kalenderjahr besch�ftigten Beschwerdef�hrer schliessen in nicht nachvollziehbarer Weise aus ihrem "Recht auf Ferien" und dessen angeblicher h�chstrichterlicher Behandlung "als unantastbare heilige Kuh" direkt auf die mangelhafte Bestimmtheit der Delegationsnorm von � 1 Abs. 3 PG/LU. Demgegen�ber steht unbestritten fest, dass sie den in � 1 Abs. 3 PG/LU ausdr�cklich genannten Personalkategorien angeh�ren, f�r welche der Regierungsrat kompetenzgem�ss das Dienstverh�ltnis in � 5 Abs. 1 PVO/LU abweichend von den auf die �brigen Kantonsangestellten anwendbaren Vorschriften geregelt hat. Die Beschwerdef�hrer argumentieren unter Verweis auf Art. 329d Abs. 2 OR - und entgegen der praxisgem�ss unter bestimmten Voraussetzungen ausnahmsweise zul�ssigen Abweichungen (vgl. BGE 137 V 96 E. 6.3.1 S. 101 f.; 129 III 493 E. 3.2 S. S. 495; je mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 4A_463/2010 vom 30. November 2010 E. 3.1 mit Hinweisen) von dieser absolut zwingenden (vgl. Art. 361 Abs. 1 OR) Vorschrift - vielmehr sinngem�ss dahingehend, es sei keine Differenzierung zwischen Naturalbezug und finanzieller Abgeltung des Ferienanspruchs m�glich. Gemessen an der Arbeitsleistung sei "das Erholungsbed�rfnis des Arbeitnehmers gleich gross, ob er ein Teilpensum oder ein Vollpensum [leiste]". Diese Argumentation spricht f�r eine ausnahmslos zwingende Naturalbezugspflicht des gesamten Ferienanspruchs und gegen jede Abgeltung desselben, obwohl Letzteres nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zumindest "bei unregelm�ssigen Besch�ftigungen, namentlich bei Teilzeitstellen" (BGE 129 III 493 E. 3.2 S. 495 mit Hinweisen), unter bestimmten Voraussetzungen ausnahmsweise zul�ssig ist.
5.4.�An das gleiche Unterscheidungskriterium der Teilzeitlichkeit des Arbeitspensums kn�pft die Ungleichbehandlung der beiden Teilgruppen innerhalb der von � 5 Abs. 1 PVO/LU betroffenen Personalkategorien an. F�r die unterschiedliche Entsch�digung des Ferienanspruchs von Kommissionsmitgliedern und Angestellten im Nebenamt massgebend ist, ob diese mehr als, oder aber maximal nur 180 Arbeitsstunden pro Kalenderjahr leisten. Dieses konkret gew�hlte Kriterium des Umfangs des Arbeitspensums (vgl. zum analogen Differenzierungskriterium des Arbeitspensums die Rechtsprechung zur Abgeltung des Ferienanspruchs bei E. 5.3 hievor) ist sachlich begr�ndet und h�lt verfassungsm�ssig stand. Wie bereits dargelegt, besitzen die kantonalen Beh�rden bei der Ausgestaltung ihrer Besoldungsordnung einen erheblichen Spielraum (E. 4.2 hievor). Das Bundesgericht greift von Verfassungswegen bloss ein, wenn der Kanton mit den Unterscheidungen, die er trifft, eine Grenze zieht, die sich nicht vern�nftig begr�nden l�sst, die unhaltbar und damit in den meisten F�llen auch geradezu willk�rlich ist (BGE 138 I 321 E. 5.3.4 i.f. S. 328 f. mit Hinweisen). Die vom Regierungsrat bei einem Kleinstarbeitspensum von 180 Stunden pro Kalenderjahr gezogene Grenze, welche in etwa einem 10% Pensum entspricht, l�sst sich nach dem Gesagten jedenfalls nicht als verfassungswidrig beanstanden.
5.5.�In diesem Zusammenhang kann entgegen den Beschwerdef�hrern von einer Verletzung des Willk�rverbots keine Rede sein. Nach ihrer Logik ist jede Unterscheidung, die an ein quantitatives Element ankn�pft, willk�rlich, da ihrer Ansicht nach die Grenze statt bei 180 ebensogut bei 200 Stunden h�tte gezogen werden k�nnen. F�r die vom Regierungsrat bei einem ungef�hren Stunden�quivalent eines Kleinstarbeitspensums von 10% gezogene Grenze finden sich durchaus vern�nftige Gr�nde in den zu regelnden Verh�ltnissen (E. 4.1 hievor), leuchtet doch ohne Weiteres ein, dass je kleiner das Arbeitspensum, desto geringer auch der dadurch verursachte Erholungsbedarf ist. Dementsprechend ist jedenfalls nicht willk�rlich, dass der Regierungsrat die Nichtentsch�digung des Ferienanspruchs f�r die Personalkategorien im Sinne von � 1 Abs. 3 PG/LU in Verbindung mit � 5 Abs. 1 PVO/LU an die H�chstgrenze des Arbeitspensums von 180 Stunden pro Kalenderjahr gekn�pft hat. Die Beschwerdef�hrer legen nicht in einer der qualifizierten R�gepflicht (E. 1.2 hievor) gen�genden Weise dar und es sind keine Gr�nde ersichtlich, weshalb die vorinstanzliche Feststellung, wonach das Erholungsbed�rfnis bei einem Arbeitspensum von durchschnittlich maximal vier Stunden pro Woche von untergeordneter Bedeutung und die Nichtgew�hrung eines Ferienentsch�digungsanspruchs daher vertretbar sei, gegen Verfassungsrecht verstosse.
5.6.�Soweit die Beschwerdef�hrer argumentieren, die Nichtentsch�digung des Ferienanspruchs eines Kantonsmitarbeiters, welcher gleichzeitig verschiedene T�tigkeiten als Kommissionsmitglied oder als nebenamtlicher Angestellter in besonderer Funktion in Kleinstpensen von je weniger als 180 Stunden, aber insgesamt mehr als dieser Anzahl Arbeitsstunden pro Kalenderjahr aus�be, verletze das Willk�rverbot, wird nicht geltend gemacht und ist nicht ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin die strittige Bestimmung in der sinngem�ss ger�gten Weise anwendet. Vielmehr schliesst der Wortlaut von � 5 Abs. 1 PVO/LU - entgegen den Beschwerdef�hrern - eine willk�rfreie Anwendung dieser Bestimmung nicht aus, weil die Ermittlung des Mindestarbeitspensums von 180 Stunden pro Kalenderjahr nicht an die Ber�cksichtigung des Arbeitseinsatzes in einer einzigen Kommissions- oder nebenamtlichen T�tigkeit gebunden ist, sondern vielmehr eine Addition der w�hrend eines Kalenderjahres erf�llten Kleinstpensen zul�sst.
5.7.�Schliesslich ist auch die R�ge einer verfassungswidrigen Ungleichbehandlung (vgl. E. 4 hievor) durch Schaffung von "zwei Klassen von Kantonsangestellten" mit und ohne Ferienentsch�digungsanspruch unbegr�ndet. Zum einen beruht die unterschiedliche Regelung des Dienstverh�ltnisses f�r Kommissionsmitglieder und Angestellte im Nebenamt einerseits und die �brigen Kantonsangestellten andererseits - wie dargelegt - auf der ausreichenden gesetzlichen Delegationsnorm von � 1 Abs. 3 PG/LU. Zum anderen hat das Bundesgericht bereits in einem �hnlich gelagerten Fall entschieden hat, dass die Genfer Verkehrsbetriebe nicht verpflichtet sind, den Angestellten einen Ferienlohn unter Ber�cksichtigung der in BGE 132 III 172 mit Bezug auf Art. 329d OR entwickelten Grunds�tze auszurichten (BGE 138 I 232). Das �ffentliche Personalrecht kann somit eine von den Minimalgarantien des Privatrechts abweichende Regelung treffen, ohne deswegen in Willk�r zu verfallen (Urteil 8D_6/2013 vom 13. November 2013 E. 3.7).
5.8.�Da sich nach dem Gesagten die streitige Nichtentsch�digung des Ferienanspruchs bei Kleinstpensen von maximal 180 Arbeitsstunden pro Kalenderjahr f�r die in � 1 Abs. 3 PG/LU ausdr�cklich bezeichneten Personalkategorien gem�ss � 5 Abs. 1 PVO/LU auf eine gen�gende rechtliche Grundlage abst�tzen kann, die Konkretisierung auf sachlichen Gr�nden beruht und willk�rfreie Anwendung dieser Bestimmung jedenfalls nicht ausgeschlossen ist, erweist sich die Verfassungsbeschwerde als unbegr�ndet und ist abzuweisen.
Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten den unterliegenden Beschwerdef�hrern unter solidarischer Haftung aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 2000.- werden den Beschwerdef�hrern auferlegt.