Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=MDR%201964,%20996
Timestamp: 2019-06-17 21:52:04
Document Index: 379413320

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 126', '§ 566', '§ 571', '§ 581', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 566', '§ 126', 'BGH', '§ 126', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 305', 'BGH', 'BGH', '§ 311', '§ 305', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

Rechtsprechung: MDR 1964, 996 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 30.06.1964
BGH, 30.06.1964 - V ZR 7/63
https://dejure.org/1964,125
BGH, 30.06.1964 - V ZR 7/63 (https://dejure.org/1964,125)
BGH, Entscheidung vom 30.06.1964 - V ZR 7/63 (https://dejure.org/1964,125)
BGH, Entscheidung vom 30. Juni 1964 - V ZR 7/63 (https://dejure.org/1964,125)
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BGB § 126 § 566 § 571 § 581
BGHZ 42, 333
NJW 1964, 1851
DNotZ 1964, 687
Der Bundesgerichtshof hat die strengen Anforderungen an die Zusammengehörigkeit mehrerer Urkunden, die der V. Zivilsenat in seiner Entscheidung BGHZ 40, 255, 263 ff für den Regelfall eines für längere Zeit als ein Jahr geschlossenen Mietvertrages über ein Grundstück insbesondere im Hinblick auf den Schutz eines späteren Grundstückserwerbers aufgestellt hat, in der Folgezeit für bestimmte Fälle, insbesondere für Nachtrags- und Ergänzungsvereinbarungen, zunehmend gelockert (sogenannte Auflockerungsrechtsprechung, vgl. BGHZ 42, 333, 338 f; 52, 25, 28; Senatsurteil vom 26. Februar 1992 - XII ZR 129/90 - NJW 1992, 2283 m.w.N.).
Soweit § 566 BGB durch die Schriftform daneben auch die Beweisbarkeit langfristiger Abreden und eine gewisse Warnfunktion sicherstellen soll (…Emmerich aaO), sind diese Zwecke nachrangig und rechtfertigen keine über die vorstehende Erörterung zu § 126 BGB hinausgehenden Anforderungen (vgl. auch BGHZ 42, 333, 339).
Gerade für den Fall eines ("in sich formgerechten", d.h. für sich allein gesehen der Schriftform des § 126 BGB genügenden) Verlängerungsvertrages hat der V. Zivilsenat aber eine Ausnahme von dem von ihm zuvor (BGHZ 40, 255) aufgestellten Erfordernis körperlicher Verbindung mehrerer Urkunden zugelassen (BGHZ 42, 333, 338 f).
So reicht es aus, wenn der Vertrag bindend geschlossen wurde, die vertraglich vereinbarte Mietzeit aber erst nach Eigentumsübergang beginnt und die Mietsache dem Mieter schon vorher übergeben worden war (BGH, Urteil vom 30. Juni 1964 - V ZR 7/63 -, NJW 1964, 1851).
Zwar ist im Allgemeinen davon auszugehen, dass die Verlängerung eines befristeten Dauerschuldverhältnisses angesichts eines bevorstehenden Ablaufs des bisherigen Vertrages eine Vertragsänderung i.S. des § 305 BGB ist und diese das ursprüngliche Schuldverhältnis unter Wahrung seiner Identität fortbestehen lässt (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 30. Juni 1964 V ZR 7/63, BGHZ 42, 333/7;… Palandt, a.a.O., § 311 Rz. 3;… Löwisch in Staudinger, Kommentar zum Bürgerliches Gesetzbuch, § 305 Rdnr. 63, 64, 70).
BGH, 19.03.1969 - VIII ZR 66/67
Schriftform beim Mietverlängerungsvertrag
Das ist Jedenfalls dann rechtlich unbedenklich, wenn - wie hier - die Aufhebung der Kündigung noch während der Laufzeit des Vertrages, also vor Eintritt ihrer Wirkung, vereinbart wird (BGH NJW 1974, 1081; vgl. auch BGH VersR 1960, 707, 708, 709; NJW 1964, 1851, 1852).
So vermag das Schriftformgebot einen betrügerischen Veräußerer nicht daran zu hindern, dem Erwerber nach Ablauf das Mietzeitraums einen (auch formgerechten) Verlängerungsvertrag vorzuenthalten (BGH, Urt. v. 30.6.1964 - V ZR 7/63 = BGHZ 42, 333 = NJW 1964, 1851;… Urt. v. 19.3.1969 - VIII ZR 66/67= BGHZ 52, 25 = MDR 1969, 568 = NJW 1969, 1063 = WPM 1969, 700).
2004 - XII ZR 68/02 = MDR 2004, 1347 = NJW 2004, 2962 = NZM 2004, 738 = WM 2004, 535 = ZMR 2004, 804 = DWW 2004, 293; Urt. v. 7.5.2008 - XII ZR 69/06 aaO.); dies gilt auch dann, wenn - wie hier - zwischen Ausgangsvertrag und Änderungsvereinbarung ein Wechsel auf Mieter- oder Vermieterseite stattgefunden hat (BGH, Urt. v. 30.6.1964 - V ZR 7/63, 19.3.1969 - VIII ZR 66/67 und 23.2.2000 - XII ZR 251/97 aaO.).
Vor allem aber ist die die Frage, ob der (gegebenenfalls durch Auslegung zu ermittelnde) Inhalt des Vertrages in einer den Erfordernissen der gesetzlichen Schriftform genügenden Weise beurkundet worden ist, nach objektiven Kriterien zu beurteilen, weil diese Anforderungen nicht zur Disposition der Parteien stehen (…BGH, Urt. v. 30.6.1999 - XII ZR 55/97 und 7.7.1999 - XII ZR 15/97 aaO.); der Rückgriff auf außerhalb der der Urkunde liegende Umstände ist dabei nur dann zulässig, wenn wenigstens die Einigung über wesentliche Tatbestandsmerkmale des Rechtsgeschäfts beurkundet ist und ihr Inhalt bestimmbar bleibt (BGH, Urt. v. 30.6.1964 - V ZR 7/63 und 19.3.1969 - VIII ZR 66/67 aaO.;… Urt. v. 2.11.2005 - XII ZR 212/03 = MDR 2006, 561 = NJW 2006, 139 = NZM 2006, 54 = WPM 2006, 498 = ZMR 2006, 115 = DWW 2006, 62;… Urt. v. 7.5.2008 - XII ZR 69/06 aaO.;… Urt. v. 17.12.2008 - XII ZR 57/07 = NZM 2009, 198;… Senat aaO.).
BGH, 18.06.1969 - VIII ZR 88/67
Formelle Voraussetzungen für einen Mietvertrag - Schriftformerfordernis im …
Das Berufungsgericht hat ausgeführt, der Verlängerungsvertrag vom 16. April 1958 hätte, weil er weder den Mietzins noch das Mietobjekt angebe, nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGHZ 40, 255; 42, 333) [BGH 30.11.1964 - III ZR 82/63]mit dem Mietvertrag vom 12. November 1952 derart verbunden werden müssen, daß er mit diesem ein einheitliches Ganzes bildete.
Der erkennende Senat hat in seinem zur Veröffentlichung bestimmten Urteil vom 19. März 1969 - VIII ZR 66/67 - (WM 1969, 700 = Betrieb 1969, 965 = NJW 1969, 1063) im Anschluß an die Entscheidung BGHZ 42, 333 ausgeführt, Verlängerungsverträge, die von den Parteien des Hauptvertrages unterschrieben seien und aus denen sich ergebe, daß das Mietverhältnis über das im Hauptvertrag genannte Grundstück fortgesetzt werden solle, genügten auch ohne körperliche Verbindung der Urkunden jedenfalls dann der Schriftform, wenn der Nachtrag im übrigen die wesentlichen Geschäftsbestandteile eines Mietvertrages enthalte.
Auch für einen solchen Nachtrag gilt indessen, was der V. Zivilsenat in seiner Entscheidung BGHZ 42, 333 (339) [BGH 30.06.1964 - V ZR 7/63] zum Mietverlängerungsvertrag ausgeführt hat: Es entspricht einem praktischen Bedürfnis, bei bloßen Ergänzungen oder Nachträgen nicht die Wiederholung des Inhalts des gesamten Vertrages oder eine feste Verbindung von Haupturkunde und Nachtragsurkunde zu verlangen.
BGH, 27.03.1968 - VIII ZR 71/66
Formmangel beim Mietverlängerungsvertrag
BGH, 30.04.1974 - III ZR 144/72
Jagdpachtverlängerung und Entstehung eines Eigenjagdbezirks