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Timestamp: 2018-08-16 20:46:11
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Matched Legal Cases: ['§ 124', '§ 2', '§ 3', '§ 7', '§ 25', '§ 7', '§ 3', '§ 7']

Sittenwidriger Vertrag - Seite 2 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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22.07.2014, 00:12 #26
frieda59->Emailproblem
AW: Sittenwidriger Vertrag
diese Studie war mir nicht bekannt,aber da wird mir jetzt einiges klar das faengt so nach der 5 -6 Nacht an,danach läuft man rum wie im Tran.Da leidet oft die Dokumentation ,der An und Abreisen o. Therapieplaene zusaetzlich muss die Nachtwache Sonntag mit kreativen angeboten die Patienten bespassen .Ich mag meinen Job und mag die Insel aber die Stunden sind einfach zuviel,Ich hoffe das es klappt ,ich habe mir einen Beratungstermin besorgt.
frieda59
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22.07.2014, 00:48 #27
Zitat von frieda59
Ich arbeite in einer Reha Klinik in Ostfriesland, Nachtbereitschaft Vollzeit 160 std.,da gibt es schon den ersten Streitpunkt ,ich habe eine Dienstzeit von 14 und am we 16 Stunden also von 18uhr bis 8uhr oder am we bis 10uhr,da ich ewtl.von 23uhr bis 5 schlafen kann wenn ich keine Notfälle habe,wird diese Zeit nur mit 25% gerechnet also pro nacht 8,75 statt 14std.so das ich im Monat auf ca 280 o.mehr Stunden komme die weder bezahlt noch in einer Zeitrechnung auftauchen.geklaert habe ich das schon das dieses sittenwidrig ist,und da es in meinem Vertrag nicht auftaucht voll berechnet und bezahlt werden muss.Nur noch nicht eingefordert weil ich gerne noch etwas hierbleiben wuerde wegen des Klimas.Ich bekomme vom jobcenter einen Zuschuss ausdem vermittlungstopf,fuer das halbe Jahr, nun habe ich mir bei der Arbeit einen kahnbein bruch der re.hand zugezogen,da das eine laengerfristige Sache wird,frage ich mich wie mein Krankengeld berechnet wird? Mit 160std oder 280?denn die Stunden sind ja fest im Dienstplan aufgeschrieben!!oder erst nach der Anzeige beim Arbeitsgericht?D a der Vertrag sittenwidrig ist werde ich wohl auch bei einer selbstkuendigung keine Probleme mit dem Jobcenter bekommen zumal ich schwerbehindert bin und soviel naechte garnicht arbeiten darf.
Ich hoffe das ich das verstaendlich ruebergebracht habe.
Danke Frieda
Das alte Lied im privatisierten Gesunheitswesen.
Da hilft bestimmt Eurer Personal- oder Betriebsrat auch nicht weiter, weil der von einer CDU-Parteiengewerkschaft unternehmerverseucht ist, die Teil der christlichen Gewerkschaften angehört. Ich spreche von der "Berufsgewerkschaft" DHV - DHV ? Die Berufsgewerkschaft ? Wikipedia
Diese "christliche" Gewerkschaft ist völlig indiskutabel und belegschaftsschädigend. Also weg damit aus den Kliniken, Krankenhäusern, Rettungsdiensten, Pflegediensten mit diesem CDU-Parteiengewerkschaftsmüll.
Diese Belegschaften sollten sich besser an Ver.di, Fachbereich Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen wenden. --> http://gesundheit-soziales.verdi.de/
Zum Thema Arbeitszeit ist das Arbeitszeitgesetz anzuwenden. Das ist auch die Rechtsgrundlage für Eure zulässigen Arbeitsbelastungen auf Grundlage eines Arbeitsvertrags.
Wenn Eure Löhne und Gehälter oder im Krankheitsfall Euer Krankengeld auf falsch abgerechnete Arbeitszeitnachweise berechnet werden, geht mit diesen Arbeitszeitnachweisen und Lohn- oder Gehaltsabrechnungen zu Ver.dis genannten Fachbereich und vermittelt Euch weiter zur regionalen DGB Rechtsschutz GmbH.
So muß der Hase laufen. Alles andere ist vergebliche Liebensmüh und trifft auf taube Ohren bei der Geschäftsleitung der Reha-Klinik. Seid Euch in der Belegschaft einig und wehrt Euch gemeinsam und nicht jeder allein für sich.
Die Patienten werden es Euch danken, wenn ihr wieder unter weniger Stress und normaler Arbeitsbelastung arbeitet. Die merken es ja auch, wenns in der Belegschaft der Klinik kocht.
22.07.2014, 01:59 #28
Falsch. Das alte Lied im Gesundheitswesen. Man hat hierzulande schon immer auf der Gesundheit der Ärzte herumgetrampelt und auf die Sicherheit der Patienten gepfiffen. Geändert haben sich mit der Privatisierung nur das Motiv und der Umfang der Rechtsverstöße.
Ob das die Patienten mitkriegen oder nicht, ist dabei völlig egal: Sie haben ja im Inland keine Wahl. Nur wer Grenzgänger ist und sich im Zweifel bspw. für eine Schweizer Klinik entscheiden kann, registriert den Unterschied. Und seltsamerweise kommt das Schweizer Gesundheitswesen noch dazu mit einem Bruchteil des Geldes aus ...
22.07.2014, 12:41 #29
hier mal was die TE gerne hätte:
Ich arbeite in einer Reha Klinik in Ostfriesland, Nachtbereitschaft Vollzeit 160 std.,da gibt es schon den ersten Streitpunkt ,ich habe eine Dienstzeit von 14 und am we 16 Stunden also von 18uhr bis 8uhr oder am we bis 10uhr,da ich ewtl.von 23uhr bis 5 schlafen kann wenn ich keine Notfälle habe,wird diese Zeit nur mit 25% gerechnet also pro nacht 8,75 statt 14std.so das ich im Monat auf ca 280 o.mehr Stunden komme die weder bezahlt noch in einer Zeitrechnung auftauchen.geklaert habe ich das schon das dieses sittenwidrig ist,und da es in meinem Vertrag nicht auftaucht voll berechnet und bezahlt werden muss.
Ist es jetzt verständlicher.
Die TE möchte gerne die aus ihrem Vertrag zugesicherte Lohnleistung.
P123 hat natürlich vollkommen recht damit, dass ein Rechtsanwalt in solch einem Arbeitsprozeß einiges kosten dürfte.
Die Frage ist allerdings ob des Risikos den Prozeß zu verlieren, denn nur dann müsste die TE den Rcchtswalt auch voll bezahlen.
Abseits dessen steht aber im Raum, ob die TE ggf. eine Rechtschutzversicherung hat die solche Fälle abdeckt oder eben über einen Gewerkschaftsanwalt ein solches Verfahren führen lassen kann (Mitglied).
Mir z.B. war damals doppeltes Glück beschert, ich war noch in der Gewerkschaft und hatte/hab gleichfalls ein Rechtsschutzversicherungspaket das sowas abdeckt.
Im Falle der TE, welche nach eigener Aussage ja einen gültigen Arbeitsvertrag besitzt, in welchem alles geregelt ist, dürfte eine Klage auf entsprechende Einhaltung des Vertragswerkes sicher positiv verlaufen.
Hier wäre aber dennoch eine anwaltliche Beratung sicherlich vorteilhaft, schon um das Risiko besser abschätzen zu können.
Ich bin da der Meinung das es auch unerheblich ist, von wo aus ich einen guten Anwalt beschäftige, der dann ggf. eine lange Anreise zum Prozeßgericht hat (ja die Kostenfrage). Viel wichtiger erscheint mir da die Qualität des Anwaltes mit der Aussicht auf den Prozeßgewinn. Was nützt da ein mittelmäßiger bis schlechter RA vor Ort der dann wohlmöglich den Prozeß verliert.
Gurss saurbier
22.07.2014, 13:59 #30
für dich dann nochmals, weil du offensichtlich nicht lesen willst, was die TE schon lange von sich gegeben hat und ich deshalb nochmals wiederholte.
Ich arbeite in einer Reha Klinik in Ostfriesland, Nachtbereitschaft Vollzeit 160 std.,da gibt es schon den ersten Streitpunkt ,ich habe eine Dienstzeit von 14 und am we 16 Stunden also von 18uhr bis 8uhr oder am we bis 10uhr,da ich ewtl.von 23uhr bis 5 schlafen kann wenn ich keine Notfälle habe,wird diese Zeit nur mit 25% gerechnet also pro nacht 8,75 statt 14std.so das ich im Monat auf ca 280 o.mehr Stunden komme die weder bezahlt noch in einer Zeitrechnung auftauchen.geklaert habe ich das schon das dieses sittenwidrig ist,und da es in meinem Vertrag nicht auftaucht voll berechnet und bezahlt werden muss.Nur noch nicht eingefordert weil ich gerne noch etwas hierbleiben wuerde wegen des Klimas.Ich bekomme vom jobcenter einen Zuschuss ausdem vermittlungstopf,fuer das halbe Jahr, nun habe ich mir bei der Arbeit einen kahnbein bruch der re.hand zugezogen,da das eine laengerfristige Sache wird,frage ich mich wie mein Krankengeld berechnet wird? Mit 160std oder 280?denn die Stunden sind ja fest im Dienstplan aufgeschrieben!
Man achte dabei auf das Fett geschriebene.
Die TE erhält für die Zeit von 23:00 bis 05:00Uhr nur 25% weil sie in der Zeit angeblich Schlafen kann, gleichwohl dies nicht so in ihrem Arbeitsvertrag aufgeführt wurde.
Ist diese jetzt verständlich.
Dadurch erhält sie eben nur 160 der ansonsten 280 gearbeiteten Stunden bezahlt.
Und weiterhin war die Frage, wieviel ihr dann beim Krankengeld berechnet wird, denn laut aufgezeichneten Dienstplan arbeitet sie ja 208 Std./mtl..
22.07.2014, 15:30 #31
eigentlich ganz einfach,ich habe einen Arbeitsvertrag Vollzeit 160 std, bei einer Arbeitszeit von 14 bezw,16 std weil Bereitschaftsdienst als Arbeitszeit gilt waeren das 11,nochwas Tage,da ich aber nur 8,75std angerechnet bekomme habe ich 21Tage und die 10 Tage arbeite ich fuer umme? Ich moechte einfach nur das mein Vertrag eingehalten wird und wenn ich ueberstunden. Machen muss dann sollen sie Bezahlt werden,klar das man auf Dauer jenseits der 50 nicht lange monatlich140 ueberstunden machen kann,da ist das burn out schon in Sicht?Da meine Kollegen Angst um ihren Job haben,werde ich wohl das Bauernopfer sein.Da ich danach wahrscheinlich arbeitslos bin,werde ich wohl einen Zuschuss zum Prozess bekommen.
22.07.2014, 16:00 #32
Falsch. Die Spezialität deutscher Arbeitsgerichtsprozesse erster Instanz, daß jeder seins zahlt, sollte sich unter verständigen Menschen aber nun endlich einmal herumgesprochen haben!
Prinzipiell korrekt. Wobei die Meinungen über die Rechtsvertretung in den jeweiligen Gewerkschaftsbezirken leider soweit auseinander gehen, daß man da nichts verallgemeinern kann.
Prinzipiell schon. Gegen einen Beratungstermin für hundert Euro pauschal ist mal nichts einzuwenden. Darüber hinaus sollte man aber als Mandant schon in etwa eine Vorstellung davon haben, um welche Größenordnung es bei den Honorarforderungen geht. Und dazu muß man zunächst wissen, um wieviel man eigentlich streitet. Das zu verstehen, hat hier einige leider heillos überfordert.
Ein bißchen realitätsfern gedacht. Ein Anwalt ist zunächst eines: Unternehmer. Infolgedessen greift er natürgemäß keine verlustträchtigen Geschäfte an. Ein guter Anwalt verdient in seinem unmittelbaren Umfeld mit Beratungs- und Gerichtsterminen zweifellos mehr, als im Zug oder auf der Autobahn. Die Schmerzgrenze liegt da - je nach örtlichen Verhältnissen - in der Regel unter hundert, manchmal auch deutlich unter fünfzig Kilometern. Muß man sich also überlegen, ob man einen Anwalt beauftragt, der ggf. dann das Mandat zur gerichtlichen Vertretung ablehnt und diese Frage gleich zu Beginn klären.
22.07.2014, 16:06 #33
Gerade das, um was die TE streiten will, verstehe ich aber so.
Dir haben jetzt nun schon einige Leute gesagt, daß Du hier in diesem Fall nur Bahnhof verstehst. Fredstarterin hat geschrieben, daß ihre Nachtschrichten 14 bzw. 16 Stunden dauern und ihr davon jeweils nur 8 3/4 Stunden vergütet werden.
Sei bitte so nett und hör endlich auf, den Fred zu schreddern. Danke.
22.07.2014, 16:22 #34
eigentlich ganz einfach,ich habe einen Arbeitsvertrag Vollzeit 160 std, bei einer Arbeitszeit von 14 bezw,16 std weil Bereitschaftsdienst als Arbeitszeit gilt waeren das 11,nochwas Tage,da ich aber nur 8,75std angerechnet bekomme habe ich 21Tage und die 10 Tage arbeite ich fuer umme?
So ist das. Aber Du wirst es erleben, daß selbst so simple Wahrheiten für einige zu schwere Kost sind.
Ich moechte einfach nur das mein Vertrag eingehalten wird und wenn ich Ueberstunden machen muss, dann sollen sie bezahlt werden, ...
Du bist mit der Lebenserfahrung von Deinen fünfzig Lenzen und als Krankenschwester aber nicht mehr so naiv nicht zu wissen, daß man nicht ein bißchen bescheixxen kann. Die vollen Bierflaschen stehen zwar im Nachtschrank, die leeren liegen dann unterm Bett. Und genauso ist das hier: Man kann Dir nicht Monat für Monat dreihundert Stunden auszahlen, wenn das Arbeitszeitgesetz wöchentlich nur 48 zuläßt.
klar das man auf Dauer jenseits der 50 nicht lange monatlich140 ueberstunden machen kann, ...
Eine Truppe, die ihre Mitarbeiter derart drastisch übervorteilt, scheißt auch auf ihre Fürsorgepflicht ihnen gegenüber. Es ist also ganz allein an Dir, da rechtzeitig die Notbremse zu ziehen.
da ist das burn out schon in Sicht?
Ein Thema für Deinen Hausarzt. Ich hatte Dir etwas zu den Verjährungsfristen gesagt: Hast Du das schon gelesen? Frag den Anwalt bei dem Beratungstermin dazu, nach meiner Meinung hast Du noch bis in den Spätherbst Zeit, bevor Dir etwas anbrennt. Auf eine längerfristige AU sollte die Arbeitgeberkündigung kommen, ...
... werde ich wohl einen Zuschuss zum Prozess bekommen.
wo Du dann die Drei-Wochen-Frist für die Kündigungsschutzklage beachten mußt. Mit dem bewilligten ALG1-Bescheid in der Hand oder einem nachvollziehbaren Anspruch darauf kriegst Du dann vermutlich auch (leichter) PKH. Mit zukünftiger Bedürftigkeit brauchst Du dagegen nicht zu kommen. Solange Du etwas hast, mußt Du es einsetzen. Dazu kommt, daß man seine Rechte eigentlich nur dann einfordern kann, wenn man keine Rücksicht auf (nicht mehr mögliche) Verluste zu nehmen hat.
22.07.2014, 20:31 #35
[...] Man kann Dir nicht Monat für Monat dreihundert Stunden auszahlen, wenn das Arbeitszeitgesetz wöchentlich nur 48 zuläßt. [...]
... das Arbeitszeitgesetz interessiert sein Schwxxx, solange kein Unfall passiert.
Solche Argumente werden eigentlich nur von Arbeitgebern angeführt wenn sie den Arbeitgeber über den Tisch ziehen und der es wagt seine Bedenken zu äußern.
Damit will ich nicht sagen, dass Du zu der Sorte gehören könntest!
22.07.2014, 21:49 #36
Solche Argumente werden eigentlich nur von Arbeitgebern angeführt wenn sie den Arbeitnehmer über den Tisch ziehen und der es wagt seine Bedenken zu äußern.
Träumereien bringen nichts, ein bißchen Realitätssinn wäre durchaus angebracht. Schließlich gehen ihr die Schichten langsam an die Substanz.
Fredstarterin hat also zwei Möglichkeiten:
Weitermachen wie bisher und sich langsam aber sicher kaputtspielen lassen.
Ihre Kolleginnen schätzt sie ja so ein, daß die kneifen werden, wenn es darum ginge, dem Arbeitgeber Paroli zu bieten.
Beschließen, daß es ihr stinkt, die Hälfte der Arbeitszeit nicht bezahlt zu kriegen und dafür ihre Gesundheit zu opfern.
Bei der Option stellt sich dann nur noch die Frage, wie sie sich am teuersten verkauft. Und sich mit der Kohle dann noch während des ALG1-Bezuges ein kleines Appartment an Land ziehen, damit sie später mal nicht in die Verlegenheit kommt, irgendwelchen Vermietern für eine dreckige, schimmelige Bruchbude die Füße küssen zu müssen.
22.07.2014, 22:23 #37
Ich bedanke mich recht herzlich für die versuchte Hilfe...Ich werde morgen mit dem Anwalt reden und dann weiß ich mehr.Ich finde es etwas schwierig ,selbstverständliche Sachen zu erklären.ist doch voll egal wie es heißt; Schicht : Dienst,,,oder sonstwie--- es ist ARBEITSZEIT...die ich nach Dienstplan leisten muss .Fertig
"Nachtbereitschaft" gehört zur Arbeitszeit und ist anrechenbar auf gesetzliche Höchstarbeitszeit
BAG, Urteil vom 21.11.2006, Az. 9 AZR 176/06, Volltext-ID: 3K349430
Regelungen in Arbeitsverträgen, wonach Bereitschaftsdienste keine Arbeitszeit darstellen, sind nichtig. Mehrarbeit ist jede über 8 Stunden hinausgehende werktägliche Arbeitszeit. Seit der Neufassung des Arbeitszeitgesetzes 2004 gilt als Arbeitszeit auch der Bereitschaftsdienst. Eine sog. "Nachtbereitschaft" ist i.d.R. zu einem solchen Bereitschaftsdienst zu zählen, so dass er auf die gesetzliche Höchstarbeitszeit anzurechnen ist. Es ist zulässig, dass Schwerbehinderte die Freistellung von Mehrarbeit für einen unbestimmten Zeitraum verlangen. (csu)
SGB-IX § 124, ArbZG § 2 Abs. 1, ArbZG § 3 Abs. 1 a.F., ArbZG § 7, ArbZG § 25 Abs. 2 a.F., EGRichtl-1993/104
Wird Bereitschaftsdienst angeordnet, kann die Höchstarbeitszeit über zehn Stunden hinaus ausgeweitet werden. Die maximal zulässige Gesamtarbeitszeit ist dabei gesetzlich nicht geregelt, sie muss jedoch in einem Tarifvertrag begrenzt sein (§ 7 Abs. 1 Pkt. 1 AZG). Hierbei dürfen allerdings maximal zehn Stunden Vollarbeitszeit sein, dies ergibt sich aus § 3 AZG. Es ist zu beachten, dass es sich bei der gesamten Arbeitszeit am Stück um einen individuellen Arbeitstag handelt, auch dann, wenn sich die Arbeitszeit über zwei Kalendertage erstreckt. Beispiel: Vollarbeit von 12 bis 20 Uhr (= 7,5 Stunden plus 30 Minuten Pause), danach Bereitschaft von 20 bis 8 Uhr, danach wieder Vollarbeit von 8 bis 12 Uhr. Diese Arbeitszeit wäre unzulässig, da an diesem Arbeitstag die Vollarbeit 11,5 Stunden betragen würde.
Die maximal zulässige Wochenarbeitszeit beträgt 48 Stunden im Durchschnitt eines 52-Wochen-Zeitraums (= 2496 Stunden in 52 Wochen). Bereitschaftsdienst ist hierbei zu 100 % zu berücksichtigen, egal wie hoch er bewertet ist und wie viel in Freizeit abgegolten bzw. ausbezahlt wird (§ 7 Abs. 8 AZG).
23.07.2014, 08:55 #38
@Frieda99
Du hast dir die Antwort auf dein Problem mit deinen Zitaten doch eigentlich schon selbst gegeben.
Bereitschaftsdienst, ob mit oder ohne tatsächlicher Einsatzzeit, ist Arbeitszeit, soweit es um das Arbeitszeitgesetz geht. Das besagen alle deine Zitate. Zeiten der Dienstbereitschaft müssen also voll bei der Berechnung der zulässigen Höchstarbeitszeit und der notwendigen Ruhezeiten berücksichtigt werden.
Das heißt aber nicht, daß du auch für Zeiten innerhalb deines Bereitschaftsdienstes, in denen du nicht tätig werden mußt, sondern beispielsweise schlafen kannst, volle Bezahlung verlangen kannst.
23.07.2014, 10:19 #39
Hallo FritzFleißig,
da dürftest du sicherlich recht haben.
Aber hier ist dann die Frage, wie in ihrem Arbeitsvertrag die Bezahlung geregelt ist.
Wird dort expliziet die Bereitsschaftszeit (von 23:00 - 05:00Uhr) mit einem anderem Lohn berechnet, als die normale Arbeitszeit.
Das ist eine grundsätzliche Frage, die wir hier ja nicht klären können, weil wir eben nicht wissen wie der Arbeitsvertrag sowas regelt.
Ich möchte mal aus dem wie ich den Vortrag der TE verstehe unterstellen, dass dort ggf. eben nur drin steht das jede Stunde Arbeitszeit mit der Summe X zu vergüten ist.
Dies mag dann der Arbeitgeber der TE wieder ganz anders sehen, als das er den Bereitschaftsdienst eben nicht als volle Arbeitszeit anerkennt und eben nur deswegen dafür Anteilig zahlt.
Wie gesagt es bedürfte dazu den Arbeitsvertrag.
24.07.2014, 03:11 #40
Das Krankenhaus, in dem ich tätig war, hat das auch vorgehabt. Auf Station anwesend sein müssen, bei Ruhe schlafen zu können und am anderen Tag wieder vollen Tagdienst machen. Dabei aber auch nur einen geringeren Stundenlohn für die "Bereitschaftszeit".
Das haben wir sehr vehement abgelehnt, für jede Zeit, die ich auf der Arbeit anwesend sein muss, will ich die volle Bezahlung, sonst komme ich nicht. Die Klinik hat ihren Plan schnell wieder aufgegeben.
Der Job als Krankenschwester ist schon anstrengend genug, auch ohne dass man uns über den Tisch zieht!!!!
24.07.2014, 08:23 #41
Ich danke dir ganz herzlich für die kurze und absolut verständliche Zusammenfassung der letzten 40 Beiträge.
Tja, verstanden hast Du wieder nichts. Die Fredstarterin hat lediglich überhaupt irgendeine Bezahlung gewollt, von voller war nirgends die Rede, jedenfalls ihrerseits nicht. Das ist nun gut ein halbes Dutzend Mal herausgestrichen worden.
Langsam muß man davon ausgehen, daß Du das Anliegen der Fredstarterin bewußt zu verdrehen suchst, nur ist mir Dein Motiv dazu noch nicht ganz klar. Bist Du der Finanzchef in diesem Klinikladen?
24.07.2014, 08:32 #42
Wenn sich die Arbeitnehmer einig sind, kann sich eine Klinikführung auch an die Rechtslage halten. Und weil es in dem Laden, in dem die Fredstarterin arbeitet, gerade daran mangelt, muß man sich eher wundern, wenn die Leute dort überhaupt noch in regelmäßigen, vorhersehbaren Abständen Geld kriegen.
Denn das ist nach Aussagen von Leuten am hiesigen Arbeitsgericht und beim ortsansässigen Arbeitsamt längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Im Gegenteil, den Arbeitnehmern den Lohn vorzuenthalten, ist eine der billigsten Finanzierungen überhaupt. Das ist ein Kredit, der höchstens mal 5% Zinsen kostet, nicht beantragt und im Zweifel noch nicht mal bedient werden muß ...
24.07.2014, 12:05 #43
Tja die Gründe von Caso sind eben mitunter unergründlich, aber das kenne ich auch aus anderen Beiträgen.
Für die TE ergibt sich hier aber auch noch die Sachlage, dass ja ihr KG nach dem Lohn/Gehalt gezahlt wird.
Je höher das dann aber ausfallen dürfte (eben durch die Kürzungen seitens des Arbeitgebers) je höher wäre damit die Berechnungsgrundlage für das KG und damit ggf. auch ein folgendes ALG-I, wenn die Kündigung kommt/käme.
Da hängt dann schon ein gewisser Rattenschwanz dran.
Das Arbeitgeber immer mal wieder geneigt sind, bei der Lohnzahlung zu eigenen Gunsten zu agieren ist doch nichts neues. In meinen jungen Jahren im int. Güterfernverkehr wurde dies bereits perfide umgesetzt. Da gab es Firmen die zahlten ab Hof bis Hof je Tachoscheibe durch und andere eben nur die Lenkzeiten. Das ist heute dank einem festen Gehalt noch viel schlimmer geworden (ehemalige Freunde).
Ich mag der TE da nur Raten, den Kampf zu kämpfen, denn es geht um ihr Geld. Der Job dürfte eh futsch sein, was aber bei solch einem Stress eben nicht zu bedauern wäre.
24.07.2014, 16:24 #44
Korrekt. Denn selbst wenn man dem Arbeitgeber sozialversicherungsrechtlich über den Umweg "Phantomlohn" an den Karren führe, bleibt das für ihn ein lohnendes Geschaft.
Denn damit würden sich nur die Sozialkassen ihr Teil holen, der der den Leuten vorenthaltene Nettolohn wäre weiterhin purer Profit und an den Berechnungsgrundlagen für KG und ALG1 ändert sich damit überhaupt nichts. Dazu muß sie ihren Lohnanspruch schon durchsetzen.
28.07.2014, 20:33 #45
Hallo zusammen ,,,natürlich auch dem Klinikbesitzer:-)
Sorry hat was gedauert,ich habe einen schweren Krankheitsfall in der Familie und musste wieder auf die insel.
Vielen Dank das ihr versucht habt dem Klinikbesitzer es zu erklaeren. Die lernen es nie.
Ich war beim Anwalt.!!!Da ich beweisen kann mit Anwesendheitslisten,Stundenzetteln , bekomme ichlaut Gesetz jede Stunde die ueber meine Vertraglich festgelegteStundenzahl on 160 std angerechnet,und da es keine vereinbarung im Vertrag gibtauch voll gezahlt Plus Zulage.Da das dann auf dem Einkommensbescheid stehen muss ,da es keine Ausnahme ist,sondern gaengige Massnahmen wird es dann ,mit angerechnet.Anwalt und Gerichtskosten werden ca 2000Euro Kosten.! Alle Unklarheiten bereinigt? Lieber Klinikbesitzer legt dasGeld schonmal bereit,auch 6 Monate kann man einklagen
29.07.2014, 15:13 #46
Na das wirst Du ja nicht mehr erleben,wer seine eignen Tarife und Verträge nicht maechtig ist wird wohl dann bald einen Nachfolger haben,dann hast du genung Zeit deine 700 Mitbürger kennen zulernen und fuer ausgiebige Radtouren.Auf kosten der Allgemeinheit.Wenn du einen guten Bonner Anwalt brauchst sage Bescheid!
30.07.2014, 11:39 #47
Leider wird es wohl so kommen,denn ich kann mir nicht vorstellen,das die freiwillig ,zahlen.und die Verträge einhalten, die Bereitschaft als Arbeitzeit anrechnen,da die aenderung des Arbeitsschutzgesetzt bereits in 2004 geaendert wurde'..Iund nicht zum Einsatz kommt.ich war einfach froh eine Vollzeit stelle zuhaben die ich mit der Schwerbehinderung schaffen koennte.12 Tage a 16 Stunden haette ich geschafft aber keine 20 und mehr.Caso es liegt wahrscheinlich daran das du die User demotivierst ,das haben wir draußen schon genug hier erwartet man hilfe.Und ich muss mal eine Lanze brechen.mein SB ist im Rahmen seiner moeglichkeiten ganz in Ordnung gewesen,und ich hoffe das ich dann wieder bei ihm lande:-)
30.07.2014, 23:23 #48
Leider wird es wohl so kommen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass die freiwillig zahlen.und die Verträge einhalten ...
Natürlich nicht. Du wirst die von ihrer allerbesten Seite kennenlernen. Die werden mauern, was nur geht. Denn wenn sich rumspricht, daß Du den Prozeß gewinnst, könnten einige von den Kollegen auf "dumme Gedanken" kommen.
12.10.2014, 13:22 #49
Ich melde mal gerade die Fortschritte Natürlich wurde ich entlassen,nun gehts vors Arbeitsgericht.
Werde berichten wies nunweiter geht
ABER NUN MUSS ICH ERSTMAL ZU MEINEM LIEBLINGSAMT
sittenwidriger, vertrag
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