Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4110.htm
Timestamp: 2018-11-20 16:26:42
Document Index: 30810433

Matched Legal Cases: ['§ 21', '§ 58', '§ 2', '§ 64', '§ 4', '§ 5']

4.110 Egelsee-Ried
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen als höhere Naturschutzbehörde über das Naturschutzgebiet »Egelsee-Ried« vom 12. Juli 1983 (GBl. v. 12.08.1983, S. 390).
Auf Grund von § 21 und § 58 Abs.2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz-NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Anpassung des Landesrechts an das Landesverwaltungsverfahrensgesetz und zur Aufhebung entbehrlicher Rechtsvorschriften vom 4. Juli 1983 (GBl. S. 265), wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Pfullendorf, Landkreis Sigmaringen, werden zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung » Egelsee-Ried «.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 5,29 ha. Es umfaßt auf Gemarkung Großstadelhofen die Flurstücke 196, 196/1, soweit es nördlich der von Flurstück 1006/13 verlängerten südlichen Flurstücksgrenze liegt, und 1006/13.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 5. Januar 1982 im Maßstab 1:1500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt. Diese Karte ist nicht Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte kann beim Regierungspräsidium Tübingen in 7400 Tübingen und beim Landratsamt Sigmaringen in 7480 Sigmaringen durch jedermann während der Sprechzeiten kostenlos eingesehen werden,
Der wesentliche Schutzzweck ist die Erhaltung eines Feuchtgebietes (Niedermoor) und eines Sekundärbiotops (stillgelegte Kiesgrube) mit einer arten- und individuenreichen Feuchtbiotopsflora und -fauna. Durch die Kombination beider Gebiete entsteht eine Ausgleichs- und Regenerationsfläche inmitten der intensiv genutzten Agrarlandschaft.
Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 und § 5 Nr.2 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.
TÜBINGEN, den 12. Juli 1983