Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Bayern&Datum=25.08.2008&Aktenzeichen=3%20ZB%2007.3052
Timestamp: 2019-06-26 13:12:29
Document Index: 73170313

Matched Legal Cases: ['Art. 229', '§ 6', 'Art. 229', '§ 6', 'Art. 229', '§ 6', '§ 195', 'Art. 229', '§ 6', '§ 199', '§ 199', 'BGH']

VGH Bayern, 25.08.2008 - 3 ZB 07.3052 - dejure.org
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VGH Bayern, 25.08.2008 - 3 ZB 07.3052 (https://dejure.org/2008,74076)
VGH Bayern, Entscheidung vom 25.08.2008 - 3 ZB 07.3052 (https://dejure.org/2008,74076)
VGH Bayern, Entscheidung vom 25. August 2008 - 3 ZB 07.3052 (https://dejure.org/2008,74076)
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Läuft jedoch die im BGB a. F. bestimmte längere Frist früher als die im BGB n. F. bestimmte Frist ab, so ist gemäß Art. 229 § 6 Abs. 4 Satz 2 EGBGB die Verjährung mit dem Ablauf der im BGB a. F. bestimmten Frist vollendet (vgl. Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 18. Juni 2009 - 1 L 50/09 - Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Beschluss vom 25. August 2008 - 3 ZB 07.3052 -, Juris).
Gemäß Art. 229 § 6 Abs. 4 Satz 2 EGBGB ist die Verjährungsfrist des alten Rechts maßgebend, wenn sie vor der Frist des neuen Rechts endet (vgl. auch Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 18. Juni 2009 - 1 L 50/09 -; Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Beschluss vom 25. August 2008 - 3 ZB 07.3052 -, jeweils Juris;… Heinrichs, in: Palandt, BGB-Kommentar, 2007, Art. 229 § 6 EGBGB Rn. 6).
Die Verjährung der Besoldungsansprüche der Bundes - und Landesbeamten unterliegt - mangels spezieller beamtenrechtlicher Regelungen - den allgemeinen zivilrechtlichen Verjährungsvorschriften der §§ 195 ff BGB (BVerwG 15.06.2006 - 2 C 14/05 - ZBR 2006, 347; BayVGH 25.08.2008 - 3 ZB 07.3052 - juris).
Die Besoldungsansprüche, die auf die gesetzesvertretende Entscheidung des BVerfG v. 24.11.1998 gestützt sind, unterliegen daher wie andere Ansprüche auch den allgemeinen Verjährungsvorschriften (ebenso BayVGH 25.08.2008 - 3 ZB 07.3052 - juris).
Dann wären die Ansprüche des Beklagten hinsichtlich der Jahre 2000 und 2001 - ohne dass es hier darauf ankäme - bereits Ende 2004 bzw. 2005 verjährt; auf die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis des Gläubigers von der Person des Schuldners oder den den Anspruch begründenden Umständen kommt es nach altem Recht - auch im Anwendungsbereich von Art. 229 § 6 Abs. 4 Satz 2 EGBGB, vgl. Thüringer OVG, Urteil vom 29. Oktober 2009 - 2 KO 893/07 -, juris; OVG Sachsen-Anhalt, Beschlüsse vom 09. September 2010 - 1 L 204/10 -, juris, und vom 18. Juni 2009 - 1 L 50/09 -, juris; Bayerischer VGH, Beschluss vom 25. August 2008 - 3 ZB 07.3052 -, juris - nicht an.
Für den Fall, dass sich nach den Bestimmungen des BGB n. F. die Verjährungsfrist - hier möglicherweise aufgrund § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB n. F. mit der Voraussetzung der Kenntnis des Gläubigers von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners - verlängert, bleibt es danach beim Ablauf der Verjährung in der bis zum 31. Dezember 2001 geltenden Fassung (ebenso: BayVGH, Beschluss vom 25. August 2008 - Az.: 3 ZB 07.3052 -, zitiert nach juris).
Für den Fall, dass sich nach den Bestimmungen des BGB n. F. die Verjährungsfrist - hier möglicherweise aufgrund § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB n. F. mit der Voraussetzung der Kenntnis des Gläubigers von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners - verlängert, bleibt es danach beim Ablauf der Verjährung in der bis zum 31. Dezember 2001 geltenden Fassung ( ebenso: BayVGH, Beschluss vom 25. August 2008 - Az.: 3 ZB 07.3052 -, zitiert nach juris; OVG Thüringen, Urteil vom 29. Oktober 2009 - Az.: 2 KO 893/07 -, ZBR 2010, 280; siehe zudem: BGH, Urteil vom 27. Mai 2008 - Az.: XI ZR 132/07 -, NJW-RR 2008, 1495 ).