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Timestamp: 2018-02-22 10:52:30
Document Index: 267297734

Matched Legal Cases: ['§ 22', '§ 22', '§ 103', '§ 29', '§ 125', '§ 4', '§ 125', '§ 2']

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Auslegung des Begriffes "Unternehmensberater" im Sinne des § 22 EStG 1988. Erlass des Bundesministeriums für Finanzen vom 16.7.1992, AÖFV Nr. 265/1992
Im Interesse einer einheitlichen Vorgangsweise bei der Auslegung des Begriffes "Unternehmensberater" im Sinne des § 22 Z 1 lit. b EStG 1988 wird eröffnet:(1) Mit dem EStG 1988 wurden Unternehmensberater in den Katalog der freien Berufe aufgenommen. Unter die Gruppe der Unternehmensberater fallen Personen, die ihre Befähigung zur Unternehmensberatung durch ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder durch Ablegung einer Prüfung gemäß der Verordnung BGBl. Nr. 254/1978 erworben haben. Die Befähigung zur Unternehmensberatung kann aber auch aus einer vor 1978 erworbenen Berechtigung zur Ausübung des Berufes eines Betriebsberaters oder Betriebsorganisators abgeleitet werden.
(3) Da eine Berufstätigkeit, die sich bloß auf einzelne Teilbereiche eines der aufgezählten Beratungsgebiete erstreckt, dem im Abs. 2 dargestellten Berufsbild eines Unternehmensberaters nicht entspricht, sind zum Beispiel Werbeberater und EDV-Berater nicht als Unternehmensberater anzusehen. Auch Versicherungsberater sowie Vermögensberater, Anlageberater u. dgl. fallen nicht unter den Begriff "Unternehmensberater".
Das gebundene Gewerbe Unternehmensberater ("Betriebsberater einschließlich der Betriebsorganisatoren" nach § 103 Abs. 1 lit. b Z 4 Gewerbeordnung) gehört zu den gehobenen Dienstleistungsgewerben.Wie für eine Reihe anderer Gewerbe spielt auch für die Unternehmensberatung das Berufsbild eine große Rolle, da es vor allem Auskunft über den Umfang der Gewerbeberechtigung gibt. Das aktuelle Berufsbild wurde vom hiefür zuständigen Ausschuss des Fachverbandes Unternehmensberatung und Datenverarbeitung* der Bundeswirtschaftskammer am 21. Mai 1992 einstimmig genehmigt und verabschiedet.
Für den Umfang einer Gewerbeberechtigung sind nach § 29 Satz 2 der Gewerbeordnung insbesondere "… die dem Gewerbe eigentümlichen Arbeitsvorgänge, die historische Entwicklung sowie die in den beteiligten gewerblichen Kreisen bestehenden Anschauungen und Vereinbarungen maßgebend".
Das Berufsbild kodifiziert also gleichsam die aufgrund der historischen Entwicklung gewachsenen gegenwärtigen Auffassungen der Branche und schlüsselt auf dieser Grundlage die dem Gewerbe eigentümlichen Arbeitsvorgänge und Tätigkeitsfelder auf. Aufgrund der dynamischen Entwicklung des Berufsstandes kann diese demonstrative Aufzählung und Beschreibung keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit erheben, sondern wird im Zuge der Weiterentwicklung des Gewerbes inhaltliche Änderungen erfahren.In seiner Funktion entspricht das Berufsbild prinzipiell dem Normenwesen auf technisch-wirtschaftlichem Gebiet. Es repräsentiert den letzten "Stand der Technik".
Entwicklung und Anpassung von Unternehmenskonzeptionen Unternehmensanalyse (Schwachstellenanalyse) Strategische Unternehmensplanung Aufbau von Management-Informationssystemen Betriebswirtschaftliche, technische und organisatorische Beratung bei Unternehmensgründungen, -umwandlungen und -liquidationen Kooperationen Bewertung von Unternehmen Beteiligungsplanung Feasibility Studies Fusionsberatung Mergers & Aquisitions Consulting Beratung bei Unternehmensveräußerungen Fusionsberatung Beratung bei Management-Buyout Neukonstruktion von Unternehmen Nachfolgeregelung Entwicklung individueller Strategien und Konzepte zur Optimierung der Finanzierungsstruktur Beteiligungserwerb, Mitarbeiterbeteiligung Unternehmensverwaltung Sanierung von Unternehmen Controlling Management auf Zeit Projektmanagement Aktives und reaktives Krisenmanagement Risk - Management Projektmanagement begleitende Unterstützung, Steuerung, Überwachung und Abnahme von Investitionen bzw. von Projekten.
Analyse und Wirtschaftlichkeitsbeurteilung technischer Investitionen Produktentwicklung/Produktdesign Produktbezogene Innovationsberatung Ideenmanagement Wirtschaftlichkeitsbeurteilung neuer Produkte Erstellung von Organisationskonzepten für wertanalytische Forschung, Entwicklung und Produktgestaltung Produktionsplanung und -steuerung Erstellung von Produktionsplänen Materialplanung und -steuerung Kapazitätsplanung und -steuerung Personalplanung und -steuerung Durchlaufzeit- und Terminermittlung Ausarbeitung von Arbeitsunterlagen Werkstattsteuerung Qualitätsplanung und -sicherung Instandhaltungsplanung Produktions- und Fertigungstechnik Betriebswirtschaftlich-organisatorische Planung technischer Prozesse Optimierung produktions-, fertigungs- und verfahrenstechnischer Abläufe Betriebswirtschaftliche Beratung beim Einsatz flexibler Fertigungssysteme Technische Organisation und C-Techniken Wirtschaftlichkeitsbeurteilungen beim Einsatz von C-Techniken Planung und Auswahl von PPS - Systemen Einsatz EDV-gestützter Netzplantechnik Technologieberatung Bewertung der Einsatzmöglichkeiten und Auswahl neuer Technologien (wie z.B. Mikroelektronik, flexible Automation, neue Werkstoffe und Bearbeitungsverfahren usw.) Kosten-Nutzen-Analyse bei der Einführung neuer Technologien Einführungsplanung und -organisation Arbeitsvorbereitung und Arbeitstechnik Arbeitsanalyse und Zeitwirtschaft Arbeitsplanung und Arbeitsablauforganisation Aufbereitung arbeitstechnischer Kennzahlen und Statistiken Arbeitsplatzgestaltung und Ergonomie Betriebsstättenorganisation.
- der pagatorischen Buchhaltung (Geschäftsbuchhaltung) einschließlich der Lohnverrechnung und der Erstellung von Saldenlisten für Betriebe im Rahmen der doppelten Wertgrenzen des § 125 BAO und/oder der Einnahmen- und Ausgabenrechnung im Sinne des § 4 Abs. 3 EStG,
- dem Abschluss von Büchern (der Erstellung von Bilanzen) nach Handelsrecht oder anderen gesetzlichen Vorschriften im Rahmen der durch § 125 BAO festgesetzten Wertgrenzen,
- der Vertretung in Abgabe- und Abgabestrafverfahren für Bundes-, Landes- und Gemeindeabgaben, ausgenommen der Vertretung vor den Finanzbehörden, den Unabhängen Verwaltungssenaten und dem Verwaltungsgerichtshof,
- der Vertretung und der Abgabe von Erklärungen in Angelegenheiten der unterjährigen Umsatzsteuervoranmeldungen,
- der kalkulatorischen Buchhaltung (Kalkulation),
- der Beratung in Beitrags-, Versicherungs- und Leistungsangelegenheiten der Sozialversicherungen,
- der Beratung und Vertretung vor gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften in Beitragsangelegenheiten,
- der Vertretung bei den Einrichtungen des Arbeitsmarktservice, der Berufsorganisationen, der Landesfremdenverkehrsverbände und bei anderen in Wirtschaftsangelegenheiten zuständigen Behörden und Ämtern, soweit diese mit den für den gleichen Auftraggeber durchzuführenden Tätigkeiten gemäß § 2 Abs. 1 WTBG unmittelbar zusammenhängen, sowie den damit zusammenhängenden Beratungsleistungen.
Verkauf von Waren, die Personalverrechnungsberufe selbst verwenden (z. B. - Software)
GPLA - gemeinsame Prüfung der lohnabhängigen Abgaben
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Akademischer Finanzmanager
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