Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%206/11
Timestamp: 2018-09-21 10:42:23
Document Index: 363152349

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 32', '§ 32', '§ 32', 'BGH', 'BGH', '§ 705', 'BGH', 'BGH', '§ 705', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 23.02.2012 - I ZR 6/11 - dejure.org
UrhG § 32 Abs. 1 Satz 3
§ 32 Abs 1 S 3 UrhG
Urheberrechtlicher Anspruch auf Vergütungsanpassung für eine Nutzungsrechtsübertragung: Anspruch einer BGB-Gesellschaft mit den Urhebern als Alleingesellschafter - Kommunikationsdesigner
Anspruch von Urhebern gegen die Vertragspartner der Verwertungsgesellschaft auf Einwilligung in die Änderung des Vertrages zwecks Erreichens einer angemessenen Vergütung für die Werknutzung; Folgen einer Verwertung der Werke der Urheber durch eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts bei alleiniger Gesellschafterstellung durch die Urheber
Anspruch der Gesellschafter einer Urheber-GbR auf Anpassung der Vergütung für Werknutzung ("Kommunikationsdesigner")
Vergütungsanpassung einer Urheber-GbR
Direkter Anspruch des Urhebers auf angemessene Vergütung nach § 32 Abs. 1 Satz 3 UrhG auch wenn die Verwertung über eine GbR erfolgte
Urheberrechtsvergütung und die Verwertungs-GbR
Urheberrechte können durch GbR genutzt werden
BGB-Gesellschaft, GbR, Gesellschaftsrecht, OHG, Rechtsfähigkeit
Auch bei Verwertung über eine GbR besteht ein direkter Anspruch des Urhebers auf angemessene Vergütung
Angemessene Vergütung für Alleingesellschafter einer GbR
Urheber und Alleininhaber einer Verwertungsgesellschaft kann bei unangemessener Vergütung vom Vertragspartner der GbR Einwilligung in die Vertragsänderung verlangen
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 23.02.2012, Az.: I ZR 6/11 (Vertragsänderungsanspruch einer Miturhebergesellschaft auf angemessene Vergütung)" von RA Prof. Dr. Rainer Jacobs, original erschienen in: GRUR 2012, 1022 - 1026.
LG Stuttgart, 02.11.2007 - 17 O 734/05
LG Stuttgart, 23.02.2010 - 17 O 734/05
OLG Stuttgart, 22.12.2010 - 4 W 14/10
BVerfG, 17.02.2011 - 1 BvR 279/11
BGHZ 193, 49
NJW 2012, 2805
MDR 2012, 1427
GRUR 2012, 1022
MMR 2013, 49
NZG 2012, 986
aa) Der Abschluss eines Vertrages, durch den sich die Beteiligten gegenseitig verpflichten, die Erreichung eines gemeinsamen Zwecks in der durch den Vertrag bestimmten Weise zu fördern (§ 705 BGB), lässt eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts entstehen, wenn der Zusammenschluss keinen körperschaftlichen Charakter hat und die weiteren Voraussetzungen für eine andere Form der Personengesellschaft fehlen (BGH, Urteil vom 23. Februar 2012 - I ZR 6/11, BGHZ 193, 49 Rn. 19 - Kommunikationsdesigner;… Palandt/Sprau, BGB, 74. Aufl., § 705 Rn. 1).
Die Beklagte zu 1) nimmt daher mit der Verbindung von Zertifikat und Computer mit vorinstallierter Software ein nur der Markeninhaberin zustehendes Kennzeichnungsrecht für sich in Anspruch und erwecket den unzutreffenden Eindruck, die in der Verknüpfung zum Ausdruck kommende Herkunftsgarantie sei der Klägerin zuzurechnen (vgl BGH, Urteil vom 6.10.2011 - I ZR 6/11 - Echtheitszertifikat).
Als Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist die Klägerin nach außen rechtsfähig und parteifähig; eine Veränderung im Gesellschafterbestand führt nicht zu einem Parteiwechsel in einem Rechtsstreit der Gesellschaft (vgl. BGH, Urteil vom 29. Januar 2001 - II ZR 331/00, BGHZ 146, 341, 343 ff.; vgl. auch Urteil vom 23. Februar 2012 - I ZR 6/11, BGHZ 193, 49 Rn. 20 - Kommunikationsdesigner).
Es wurde beim Bundesgerichtshof Revision eingelegt unter dem Az.: I ZR 6/11.