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Timestamp: 2015-04-28 19:46:55
Document Index: 147096462

Matched Legal Cases: ['§ 26', '§ 26', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 11', '§ 26', '§ 9', '§ 6', '§ 26', '§ 4', '§ 2']

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Mit weniger Aufwand zur Steuerrückerstattung. Jetzt Steuererklärung starten Start Service Steuertipps Arbeitnehmer und Angestellte A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Miteigentumsanteile bei der Eigenheimzulage Inhaltsverzeichnis 1. Geltungsdauer der Eigenheimzulage 2. Selbstständige Objekte 3. Besonderheiten bei Ehegatten 4. Miteigentumsanteile 5. Besonderheiten beim Nießbraucher 6. Beispiele 7. Literaturhinweise 8. Verwandte Lexikonartikel Zurück zur Übersicht »M« 1. Geltungsdauer der Eigenheimzulage
Bei Ehegatten gelten die Miteigentumsanteile als ein Objekt, wenn sie die Voraussetzungen des § 26 Abs. 1 EStG erfüllen. Dies gilt auch, wenn außer den Ehegatten noch weitere Personen Eigentümer der Wohnung sind. Fallen bei Ehegatten die Voraussetzungen des § 26 Abs. 1 EStG fort, gilt für jeden Ehegatten wieder die Ein-Objekt-Grenze. Zudem sind ihre Anteile an einer gemeinsamen Wohnung wieder als selbstständige Objekte zu behandeln (Rz. 36 des BMF-Schreibens vom 21.12.2004, BStBl I 2005, 305; » Ehegatten-Miteigentumsanteile bei der Eigenheimzulage).
Beispiel 1:AlbertBeate2005: Kauf einer neuen Eigentumswohnung für 150 000 €1/2 – Miteigentumsanteil1/2 – Miteigentumsanteilgemeinsamer Fördergrundbetrag 1 250 €Fördergrundbetrag entsprechend dem Miteigentumsanteil: 625 €Fördergrundbetrag entsprechend dem Miteigentumsanteil: 625 €Heirat im Kalenderjahr 2007
Beispiel 2:AlbertBeatePaul, Vater von BeateSimone, Mutter von Beate2002: Kauf einer neuen Eigentumswohnung für 150 000 €1/2 – Miteigentumsanteil1/4 – Miteigentumsanteil1/4 – Miteigentumsanteilgemeinsamer Fördergrundbetrag 2 556 €Fördergrundbetrag entsprechend dem Miteigentumsanteil: 1 278 €Fördergrundbetrag entsprechend dem Miteigentumsanteil: 639 €Fördergrundbetrag entsprechend dem Miteigentumsanteil: 639 €Heirat im Kalenderjahr 2004Im Kalenderjahr 2005 erwirbt Albert die Miteigentumsanteil von Simone und Paul für 55 000 €.Ab dem Kalenderjahr 2006 ist die Festsetzung aufzuheben.Ab dem Kalenderjahr 2006 ist die Festsetzung aufzuheben.
Lösung 2:AlbertBeateAb dem Kalenderjahr 2005 ist die Eigenheimzulage erstmals festzusetzen. Der Fördergrundbetrag beträgt 1 % von 55 000 € = 550 €. Entsprechend seinem Miteigentumsanteil erhält Albert eine Eigenheimzulage i.H .v. 225 €.Entsprechend ihrem Miteigentumsanteil erhält Beate weiterhin eine Eigenheimzulage i.H.v. 1 278 €.Förderzeitraum: 2005 bis einschließlich 2012.Förderzeitraum: 2002 bis einschließlich 2009.
Durch das Gesetz zur Abschaffung der Eigenheimzulage vom 22.12.2005 (BGBl I 2005, 3680) wird die Eigenheimzulage ab dem 1.1.2006 abgeschafft. Danach ist auch die Förderung eines Folgeobjekts (» Folgeobjekt) ausgeschlossen.
Beispiel 5:KlausMutter von Klaus2005: Kauf einer neuen Eigentumswohnung für 207 038 €1/3-Miteigentumsanteil = 69 013 €.2/3-Miteigentumsanteil = 138 025 €. Die Wohnung wird von der Mutter zu eigenen Wohnzwecken genutzt.Die Mutter beantragt eine Eigenheimzulage von 1 250 €.
Die Lösung ergibt sich aus dem BFH-Urteil vom 29.3.2000 (BStBl II 2000, 352). Aus § 9 Abs. 2 Satz 3 EigZulG ergibt sich, dass bei mehreren Miteigentümern der Anspruchsberechtigte nur einen entsprechenden Anteil des Fördergrundbetrages in Anspruch nehmen kann. Dies gilt auch dann, wenn die auf einen Miteigentumsanteil entfallenden Herstellungs- oder Anschaffungskosten die Bemessungsgrundlage des vollen Fördergrundbetrages erreichen. Die Mutter erhält somit eine Eigenheimzulage i.H.v. 3/4 von 1 % von 138 025 = 1 035 €, höchstens 3/4 von 1 250 € = 938 €.
Bitte beachten Sie, dass die Eigenheimzulage ab dem 1.1.2006 abgeschafft ist. Betrachten Sie die im Beispiel angegebenen Jahreszahlen als »neutrale Jahre«. Anschaffungen und Herstellungen nach dem 1.1.2006 werden nicht mehr gefördert. Zur Abschaffung der Eigenheimzulage siehe unter » Eigenheimzulage.Abb.: Miteigentumsanteile bei Eheleuten
Ausgleichszahlungen werden nicht vereinbart. Fremde hätten auf Ausgleichszahlungen nicht verzichtet.Zweifamilienhaus Anschaffungskosten 300 000 €100 qm100 qmDoris 1/4Horst 1/4Karl 1/2Wohnung A von Doris und Horst 120 qmWohnung B von Karl 80 qmDoris zahlt 1/4 des Kaufpreises = 75 000 €Horst zahlt 1/4 des Kaufpreises = 75 000 €Karl zahlt 1/2 des Kaufpreises = 150 000 €
Hinsichtlich des für die Wohnung von Doris und Horst übernommen Kaufpreises i.H.v. 30 000 € liegt eine nicht begünstigte mittelbare Grundstücksschenkung vor. Der Fördergrundbetrag nach § 9 Abs. 2 EigZulG beträgt 1 % von 120 000 € = 1 200 €, höchstens i.H. seines Miteigentumsanteils von 50 % = 600 €.
Der Fördergrundbetrag für die Wohnung beträgt 1 % von 150 000 € = 1 500 €, höchstens 1 250 €.
Auf Horst entfallen1/4 von 1 250 € =313 €
Auf Doris entfallen1/4 von 1 250 € =313 €
Nach § 9 Abs. 5 EigZulG erhält Doris weiterhin eine Kinderzulage. Da nur sie Anspruch auf die Kinderzulage hat, kommt eine Aufteilung nicht in Betracht (Rz. 65 des BMF-Schreibens vom 21.12.2004, BStBl I 2005, 305).Kinderzulage800 €EigZul für Doris insgesamt1 113 €
Nach § 11 Abs. 6 Satz 3 EigZulG ist bei Ehegatten, die gemeinsam Eigentümer einer Wohnung sind, die Festsetzung der EigZul für Jahre des Förderzeitraums, in denen die Voraussetzungen des § 26 Abs. 1 EStG vorliegen, zusammen durchzuführen. Die für Doris und Horst jeweils getrennt durchgeführte Festsetzung der EigZul ist neu festzusetzen. Die bisherigen Einzelfestsetzungen sind nicht aufzuheben.Der gemeinsame Fördergrundbetrag beträgt 1/2von 1 250 € =625 €Nach § 9 Abs. 5 EigZulG erhalten die Eheleute die Kinderzulage i.H.v.800 €da Doris bzw. Horst einen Kinderfreibetrag oder Kindergeld erhält und der Sohn im Förderzeitraum zu ihrem inländischen Haushalt gehört.Förderzulage insgesamt1 425 €Förderzulage vor der Ehe: Horst312 €Doris1 113 €Insgesamt1 425 €
Beispiel 9:Die Eheleute sind zu je 1/2 Miteigentümereines Reihenhauseseines unbebauten GrundstücksIm Kj. 04 wird dieses Grundstück durch den Ehemann allein mit einem Einfamilienhaus bebaut. Ab 14.12.2004 nutzt der Ehemann das Haus allein zu eigenen Wohnzwecken. 15.12.04Eheleute leben dauernd getrennt16.4.07Ehemann überträgt durch notariellen Vertrag aus Anlass der bevorstehenden Scheidung seinen Miteigentumsanteil an dem Reihenhaus auf die Ehefrau. Gleichzeitig überträgt die Ehefrau ihren Miteigentumsanteil an dem Einfamilienhaus auf ihren Ehemann.
Die Lösung ergibt sich aus dem BFH-Urteil vom 18.7.2001 (X R 39/97, BStBl II 2002, 284). Im Kj. 04 erhalten die Eheleute eine EigZul von 1 250 € für das Einfamilienhaus. Die Miteigentumsanteile gelten als ein Objekt (§ 6 Abs. 2 Satz 2 EigZulG). Im Kj. 05 liegen die Voraussetzungen des § 26 Abs. 1 EStG nicht mehr vor. Die Miteigentumsanteile der Ehegatten gelten wieder als selbstständige Objekte. Der Ehemann und die Ehefrau erhalten jeweils eine EigZul i.H.v. 625 €. Die Ehefrau ist nach § 4 Satz 2 EigZulG begünstigt, da sie ihren Anteil an dem Einfamilienhaus unentgeltlich an ihren früheren Ehemann überlässt. Nach der Entscheidung des BFH (BFH Urteil vom 28.6.2002, IX R 37/01, BStBl II 2003, 119 und BFH Urteil vom 1.10.2002, IX R 9/02, BFH/NV 2/2003, 145) ist der räumliche Zusammenhang bei einer unentgeltlich an einen Angehörigen überlassenen Wohnung nicht anzuwenden (» Räumlicher Zusammenhang).
Beispiel 10:Die Eheleute A und B bewohnen gemeinsam ein Reihenhaus. Eigentümer des Hauses sindder Ehemann B zu 1/2 Miteigentumsanteildie Mutter des B zu 1/2 MiteigentumsanteilB hatte seinen Miteigentumsanteil von seinem verstorbenen Vater geerbt.
Autor(en): Josef Schneider Steuer-Rechner 15000 60000 120000 Bruttojahresgehalt (€): 0 5 10 Anzahl Ihrer Kinder: Weiter Verwandte Lexikonartikel Begünstigte Objekte nach § 2 EigZulG Eigenheimzulage Eigenheimzulage bei Tod eines Ehegatten Objektverbrauch Räumlicher Zusammenhang Ehegatten-Miteigentumsanteile bei der Eigenheimzulage Weitere Lexikonartikel mit »M« Mantelkauf Maßgeblichkeitsgrundsatz Mediator Mehrfacher Erwerb Mehrjährige Tätigkeit Mehrwertsteuerpaket Meldung nach der Fahrzeuglieferungs-Meldepflichtverordnung Mietereinbauten Mieterkaution Mieterzuschuss Interessante Steuertipps Kreditzinsen nach dem Hausverkauf Sonderwünsche beim Hausbau Feriendomizil besser nicht verschenken! Verbilligte Wohnungsvermietung Arbeitsecke als Arbeitszimmer? Verkauf eines Mietwohngrundstücks smartsteuer Blog In vier Schritten den Steuerbescheid prüfen Steuerliche Stolperfalle: Riesterrente Arbeiten von zuhause aus – was kann man dabei steuerlich geltend machen? Geld stinkt nicht. Oder: Was sind eigentlich Steuern? Kaffee oder Tee? Was alles versteuert wird Top-Themen bei smartsteuer Lohnsteuerklassen Vorsorgepauschale Entfernungspauschale Photovoltaikanlage Nebenberufliche Tätigkeit Einsatzwechseltätigkeit Eigenheimzulage Gewerbesteuerrechner Weitere Tipps Steuer online Abgabefristen Steuererklärung Steuererklärungspflicht Vorsorgeaufwendungen Altersentlastungsbetrag Doppelte Haushaltsführung Steuertipps Freiberufler Geringwertige Wirtschaftsgüter Technischer Support (Kundenservice) (0800) 7 238 222 7 Tage die Woche, rund um die Uhr –kostenfrei! Oder senden Sie uns einfach jederzeit eine E-Mail an die Adresse hilfe@smartsteuer.de Impressum AGB Presse Datenschutz Bestellung und Zahlung Partnerprogramm Jobs Newsletter Kann man das absetzen? steuern.de ©