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Timestamp: 2016-10-22 11:54:18
Document Index: 385567775

Matched Legal Cases: ['Art. 269', 'Art. 277', 'Art. 269', 'Art. 125', 'Art. 125', 'Art. 18', 'Art. 18', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 398', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 398', 'BGE', 'Art. 278', 'Art. 278']

6S.127/2003 (28.11.2003)
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bruno Beeler,
A.a Am Sonntag, den 1. August 1999, um ca. 03.20 Uhr fuhren B.________ auf seinem Kleinmotorroller (50 ccm) und A.________ auf seinem Rollbrett auf dem Trottoir von Brunnen in Richtung Schwyz. Bei dieser Fahrt liess sich A.________ von seinem Freund B.________ auf dem Motorroller bei einer Geschwindigkeit von 30 bis 35 km/h ziehen, indem er sich an dessen linkem Arm festhielt. In Ibach liess A.________ den Arm von B.________ los, um vom Trottoir auf die Strasse zu wechseln. Unmittelbar danach kam er zu Fall, st�rzte auf die Strasse und blieb regungslos liegen.
In der Folge verbrachte die von einem Automobilisten herbeigerufene Ambulanz A.________ zusammen mit seinem Freund notfallm�ssig ins Spital Schwyz. Aufgrund der Meldung des Rettungsdienstes, es werde ein ca. 26-j�hriger, stark alkoholisierter Mann nach einem Sturz ohne Rissquetschwunde eingeliefert, bot die zust�ndige Krankenschwester den f�r die medizinische Abteilung verantwortlichen Assistenzarzt Dr. med. X.________ auf, der in jener Nacht den Notfalldienst versah und zum Zeitpunkt der Einlieferung bereits rund 20 Stunden ununterbrochen im Dienst stand. Der Arzt wurde im Ambulatorium durch die Rettungssanit�terin und die Krankenschwester informiert, untersuchte den Patienten und liess sich sodann von B.________, der vor dem Ambulatorium wartete, den Unfallhergang schildern. Dabei gab Letzterer, wie bereits gegen�ber dem Rettungssanit�tspersonal, wahrheitswidrig an, er habe den auf dem Skateboard stehenden A.________ zu Fuss gestossen, worauf er vorn�ber gest�rzt sei. A.________ habe weder das Bewusstsein verloren noch sei er mit dem Kopf am Boden aufgeschlagen. B.________ verschwieg ferner, dass das Unfallopfer nach dem Sturz zun�chst nicht ansprechbar gewesen war.
Aufgrund des negativen Befundes seiner Untersuchung und den Ausk�nften von B.________ gelangte X.________ zum Schluss, es liege keine Kopfverletzung vor. Er sah daher vom Beizug eines Chirurgen, von weiteren Untersuchungen sowie von der Anordnung einer station�ren �berwachung im Spital ab, entliess A.________ um ca. 05.00 Uhr aus dem Spital und �bergab ihn in die Obhut seiner inzwischen herbeigerufenen Freundin. Diese fuhr zun�chst B.________ nach Ibach zu seinem Motorroller und brachte A.________ anschliessend zu sich nach Hause.
A.b Um ca. 08.45 Uhr wurde A.________ durch den Rettungsdienst in bewusstlosem Zustand erneut notfallm�ssig ins Spital Schwyz eingeliefert, wo nach einer zweiten Untersuchung ein grosses Epiduralh�matom diagnostiziert wurde. Daraufhin wurde das Unfallopfer durch die REGA ins Universit�tsspital Z�rich �berf�hrt und notfallm�ssig operiert. Dabei wurden ein Sch�del-Hirn-Trauma mit einer grossen Blutung aus einer verletzten Arterie zwischen der kn�chernen Sch�delkapsel und der Hirnhaut, ausgel�st durch einen Sch�delbruch, festgestellt, welche eine Durchblutungsst�rung des Hirngewebes sowie einen lebensgef�hrlichen Druck auf das Gehirn bewirkten. Diese Verletzungen f�hrten bei A.________ zu einer bleibenden Invalidit�t.
Aufgrund dieses Sachverhalts erkl�rte das Bezirksgericht Schwyz B.________ mit Urteil vom 30. Januar 2002 der fahrl�ssigen schweren K�rperverletzung schuldig und verurteilte ihn zu 20 Tagen Gef�ngnis mit bedingtem Strafvollzug bei einer Probezeit von zwei Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 1'000.--. X.________ sprach es von Schuld und Strafe frei. Das Kantonsgericht des Kantons Schwyz hob in teilweiser Gutheissung der von der Staatsanwaltschaft, dem Gesch�digten und dem Verurteilten erhobenen Berufungen das erstinstanzliche Urteil auf, erkl�rte X.________ am 21. Januar 2003 der fahrl�ssigen schweren K�rperverletzung schuldig und verurteilte ihn zu einer Busse von Fr. 2'000.--, bedingt l�schbar nach Ablauf einer Probezeit von zwei Jahren. Auf die erhobenen Zivilforderungen trat es nicht ein und verwies sie auf den Zivilweg. B.________ sprach es von Schuld und Strafe frei.
X.________ f�hrt eidgen�ssische Nichtigkeitsbeschwerde, mit der er beantragt, das angefochtene Urteil sei in den Ziffern 1 lit. a und d sowie Ziffer 2 aufzuheben.
Das Kantonsgericht des Kantons Schwyz beantragt in seinen Gegenbemerkungen die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Staatsanwaltschaft hat sich innert Frist nicht vernehmen lassen. Der Gesch�digte beantragt in seiner Vernehmlassung, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Ferner ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
Soweit der Beschwerdef�hrer r�gt, die Begr�ndung des angefochtenen Urteils beruhe auf einer widerspr�chlichen Beweisw�rdigung durch die Vorinstanz, kann auf die Nichtigkeitsbeschwerde nicht eingetreten werden. Diese kann nur damit begr�ndet werden, dass die angefochtene Entscheidung eidgen�ssisches Recht verletze (Art. 269 Abs. 1 BStP). Dasselbe gilt, soweit sich der Beschwerdef�hrer gegen die W�rdigung seiner Aussagen in der Untersuchung wendet. Der Kassationshof ist an die tats�chlichen Feststellungen der kantonalen Beh�rde gebunden (Art. 277bis Abs. 1 BStP). Die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ist mit staatsrechtlicher Beschwerde vorzutragen (Art. 269 Abs. 2 BStP).
2.1 Die Vorinstanz legt dem Beschwerdef�hrer zur Last, aufgrund der ihm zur Verf�gung stehenden Informationen habe er nicht mit Sicherheit ausschliessen d�rfen, dass der Gesch�digte den Kopf mit der m�glichen Folge einer Hirnblutung angeschlagen habe. Auf die Schilderung des Unfallhergangs durch den Kollegen des Verunfallten habe er nicht vorbehaltlos abstellen d�rfen. Als Folge seiner fehlerhaften Feststellungen habe der Beschwerdef�hrer den Gesch�digten in die Obhut seiner Freundin entlassen mit der Instruktion, ihn im Hinblick auf die Gefahr der Aspiration von Erbrochenem zu beobachten, anstatt die erforderliche station�re �berwachung im Spital anzuordnen. Durch dieses Fehlverhalten habe der Beschwerdef�hrer die Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Gesch�digten mitverursacht. Dass er bei der Erstuntersuchung des Gesch�digten die Prellmarke am Kopf nicht festgestellt, kein R�ntgen bzw. keine Computertomographie angeordnet und mithin den von jenem erlittenen Sch�delbruch �bersehen hat, wirft ihm die Vorinstanz hingegen ausdr�cklich nicht vor.
Die Vorinstanz st�tzt sich im Wesentlichen auf das vom Untersuchungsrichter in Auftrag gegebene Gutachten des Instituts f�r Rechtsmedizin des Kantonsspitals St. Gallen (IRM St. Gallen) vom 12. Oktober 2000. Dieses gelangt zum Schluss, der Beschwerdef�hrer habe in der gegebenen Ausgangslage - Alkoholisierung des Gesch�digten und konkreter Sturzverdacht - nicht die richtigen Massnahmen ergriffen. Ausserdem habe er, indem er das Notfallprotokoll des Rettungsdienstes nicht beachtet habe, keine vollst�ndige Anamnese (Vorgeschichte) durchgef�hrt (Gutachten, act. 82, S. 7/8).
2.2 Das Bezirksgericht Schwyz nahm demgegen�ber an, der Beschwerdef�hrer habe vom Unfallgeschehen ausgehen d�rfen, wie es ihm vom Kollegen des Verletzten geschildert worden sei. Die durchgef�hrten medizinischen Untersuchungen h�tten kein anderes Ergebnis aufgedr�ngt. Das gesamte Verhalten des Gesch�digten und alle erhobenen medizinischen Daten h�tten einzig und allein auf den �berm�ssigen Alkoholkonsum hingedeutet. Das Bezirksgericht gelangte daher zum Schluss, aufgrund der klaren und glaubw�rdigen Fremdanamnese und den damit korrespondierenden Ergebnissen der medizinischen Untersuchung erscheine die vom Beschwerdef�hrer gestellte Diagnose einer Alkoholintoxikation als nachvollziehbar und entsprechend seinem damaligen Kenntnisstand als sorgf�ltig.
Das Bezirksgericht folgte dabei der zuhanden des Bezirksamts Schwyz abgegebenen schriftlichen Stellungnahme des Instituts f�r Rechtsmedizin der Universit�t Z�rich-Irchel (IRM Z�rich) vom 2. Dezember 1999, nach welcher der Anamnese in der notfall�rztlichen T�tigkeit eine entscheidende und triagierende Bedeutung zukomme. Es w�re widersinnig und kaum vertretbar, bei jedem Patienten im Wissen um die M�glichkeit einer mangelhaften Anamnese die ganze zur Verf�gung stehende "Medizinmaschinerie" in Gang zu setzen. Dem Notfallarzt m�sse innerhalb vertretbarer Grenzen eine Gewichtung der erhobenen Befunde und der erhaltenen Informationen entsprechend seinem pers�nlichen Erfahrungsschatz zugestanden werden (Stellungnahme des IRM Z�rich, act. 34, S. 3).
3.1 Gem�ss Art. 125 Abs. 2 StGB wird mit Gef�ngnis oder Busse bestraft, wer fahrl�ssig einen Menschen schwer am K�rper oder an der Gesundheit sch�digt.
Die kantonalen Instanzen w�rdigen die vom Gesch�digten erlittenen Verletzungen als schwer im Sinne von Art. 125 Abs. 2 StGB. Die beim Gesch�digten erst bei der zweiten Einlieferung ins Spital Schwyz festgestellte Blutung aus einer verletzten, zwischen der kn�chernen Sch�delkapsel und der Hirnhaut verlaufenden Arterie habe, da das Blut unter dem Sch�del nicht ausweichen konnte, zu einem Druck auf lebenswichtige Hirnzentren gef�hrt und h�tte eine sofortige Einlieferung mit der REGA ins Universit�tsspital Z�rich erfordert. Als Folge des Sch�del-Hirn-Traumas mit grosser Epiduralblutung rechts und massiver Hirnschwellung habe eine Hirngewebsdurchblutungsst�rung sowie eine Hirnstamm-Epilepsie bestanden. Diese Verletzungen seien lebensgef�hrlich gewesen. Aufgrund dieser Umst�nde ist die Annahme einer schweren Sch�digung der Gesundheit des Gesch�digten nicht zu beanstanden und liegt auch ausser Streit.
3.2 Fahrl�ssig begeht der T�ter ein Verbrechen oder Vergehen, wenn die Tat darauf zur�ckzuf�hren ist, dass er die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedacht oder darauf nicht R�cksicht genommen hat (Art. 18 Abs. 3 Satz 1 StGB). Ein Schuldspruch wegen fahrl�ssiger schwerer K�rperverletzung setzt somit voraus, dass der T�ter den Erfolg durch Verletzung einer Sorgfaltspflicht verursacht hat. Sorgfaltswidrig ist die Handlungsweise, wenn der T�ter zum Zeitpunkt der Tat aufgrund der Umst�nde sowie seiner Kenntnisse und F�higkeiten die damit bewirkte Gef�hrdung der Rechtsg�ter des Opfers h�tte erkennen k�nnen und m�ssen und wenn er zugleich die Grenzen des erlaubten Risikos �berschritten hat (Art. 18 Abs. 3 Satz 2 StGB).
Erkennbar bzw. voraussehbar ist die Gefahr des Erfolgseintritts f�r den T�ter, wenn sein Verhalten geeignet ist, nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen des Lebens einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuf�hren oder mindestens zu beg�nstigen. Dabei m�ssen die zum Erfolg f�hrenden Geschehensabl�ufe f�r den konkreten T�ter mindestens in ihren wesentlichen Z�gen voraussehbar sein. Zun�chst ist daher zu fragen, ob der T�ter eine Gef�hrdung der Rechtsg�ter des Opfers h�tte voraussehen bzw. erkennen k�nnen und m�ssen. F�r die Beantwortung dieser Frage gilt der Massstab der Ad�quanz. Danach muss das Verhalten geeignet sein, nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen des Lebens einen Erfolg wie den eingetretenen herbeizuf�hren oder mindestens zu beg�nstigen. Die Vorhersehbarkeit der zu beurteilenden Ursache f�r den Erfolg ist nur zu verneinen, wenn ganz aussergew�hnliche Umst�nde, wie das Mitverschulden eines Dritten oder Material- oder Konstruktionsfehler, als Mitursache hinzutreten, mit denen schlechthin nicht gerechnet werden musste und die derart schwer wiegen, dass sie als wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursache des Erfolgs erscheinen und so alle anderen mitverursachenden Faktoren - namentlich das Verhalten des Angeschuldigten - in den Hintergrund dr�ngen. Damit der Eintritt des Erfolgs auf das pflichtwidrige Verhalten des T�ters zur�ckzuf�hren ist, gen�gt seine blosse Vorhersehbarkeit nicht. Vielmehr stellt sich die weitere Frage, ob der Erfolg auch vermeidbar war. Dabei wird ein hypothetischer Kausalverlauf untersucht und gepr�ft, ob der Erfolg bei pflichtgem�ssem Verhalten des T�ters ausgeblieben w�re. Dabei gen�gt es f�r die Zurechnung des Erfolgs, wenn das Verhalten des T�ters mindestens mit einem hohen Grad der Wahrscheinlichkeit oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Ursache des Erfolges bildete (Urteil 6S.81/2001 vom 29. November 2001, E. 2b nicht publ. in BGE 128 IV 49; BGE 127 IV 34 E. 2a; 122 IV 17 E. 2c; 121 IV 10 E. 3, 286 E. 3, je mit Hinweisen).
3.3 Wo besondere, der Unfallverh�tung und der Sicherheit dienende Normen ein bestimmtes Verhalten gebieten, richtet sich das Mass der im Einzelfall zu beachtenden Sorgfalt in erster Linie nach diesen Vorschriften (BGE 127 IV 34 E. 2a mit Hinweisen). Das Gleiche gilt f�r entsprechende allgemein anerkannte Verhaltensregeln, auch wenn diese von einem privaten oder halb�ffentlichen Verband erlassen wurden und keine Rechtsnormen darstellen.
Ausgangspunkt f�r das Mass der anzuwendenden Sorgfalt stellt in dem zu beurteilenden Fall die den Arzt treffende allgemeine Pflicht dar, die Heilkunst nach anerkannten Grunds�tzen der �rztlichen Wissenschaft und Humanit�t auszu�ben, alles zu unternehmen, um den Patienten zu heilen, und alles zu vermeiden, was ihm schaden k�nnte. Nach der Rechtsprechung liegt die Besonderheit der �rztlichen Kunst darin, dass der Arzt mit seinem Wissen und K�nnen auf einen erw�nschten Erfolg hinzuwirken hat, diesen aber nicht herbeif�hren oder gar garantieren muss. Die Anforderungen an die dem Arzt zuzumutende Sorgfaltspflicht richten sich nach den Umst�nden des Einzelfalles, namentlich nach der Art des Eingriffs oder der Behandlung, den damit verbundenen Risiken, dem Beurteilungs- und Bewertungsspielraum, der dem Arzt zusteht, sowie den Mitteln und der Dringlichkeit der medizinischen Massnahme. Die zivilrechtliche Haftung des Arztes beschr�nkt sich dabei nicht auf grobe Verst�sse gegen die Regeln der �rztlichen Kunst. Vielmehr hat er Kranke stets fachgerecht zu behandeln, zum Schutze ihres Lebens oder ihrer Gesundheit insbesondere die nach den Umst�nden gebotene und zumutbare Sorgfalt zu beachten, grunds�tzlich folglich f�r jede Pflichtverletzung einzustehen (BGE 120 Ib 411 E. 4a; 116 II 519 E. 3a; 115 Ib 175 E. 2b; 113 II 429 E. 3, je mit Hinweisen; vgl. auch Hans Wipr�chtiger, Die Strafbarkeit des Arztfehlers, in: Die Haftung des Arztes und des Spitals, Z�rich 2003, S. 247 f.; Heinz Hausheer, Unsorgf�ltige �rztliche Behandlung, in: Peter M�nch/Thomas Geiser [Hrsg.], Schaden-Haftung-Versicherung, Handb�cher f�r die Anwaltspraxis, Bd. V, N. 15.19; Walter Fellmann, Berner Kommentar, Art. 398 OR N. 380/384 f./388; Moritz Kuhn, Die rechtliche Beziehung zwischen Arzt und Patient, in: Heinrich Honsell [Hrsg.], Handbuch des Arztrechts, Z�rich 1994, S. 24). Dies gilt im selben Mass f�r die Bestimmung der Sorgfaltspflicht in strafrechtlicher Hinsicht.
Der Begriff der Pflichtverletzung darf jedoch nicht so verstanden werden, dass darunter jede Massnahme oder Unterlassung f�llt, welche aus nachtr�glicher Betrachtungsweise den Schaden bewirkt oder vermieden h�tte (vgl. BGE 57 II 196 E. 3 S. 202). Der Arzt hat im Allgemeinen nicht f�r jene Gefahren und Risiken einzustehen, die immanent mit jeder �rztlichen Handlung und auch mit der Krankheit an sich verbunden sind. Zudem steht dem Arzt sowohl in der Diagnose wie auch in der Bestimmung therapeutischer oder anderer Massnahmen nach dem objektiven Wissensstand oftmals ein Entscheidungsspielraum zu, welcher eine Auswahl unter verschiedenen in Betracht fallenden M�glichkeiten zul�sst. Der Arzt verletzt seine Pflichten nur dort, wo er eine Diagnose stellt bzw. eine Therapie oder ein sonstiges Vorgehen w�hlt, das nach dem allgemeinen fachlichen Wissensstand nicht mehr als vertretbar erscheint und daher den objektivierten Anforderungen der �rztlichen Kunst nicht gen�gt (BGE 120 Ib 411 E. 4a mit Hinweisen; Hausheer, a.a.O., N. 15.14; vgl. auch Kuhn, a.a.O., S. 27).
Bei der Diagnose einer Gesundheitsbeeintr�chtigung muss der Arzt mithin nicht die Erhebung eines zutreffenden Befundes garantieren. Dementsprechend ist zwischen einem Diagnosefehler und einer Fehldiagnose zu unterscheiden (vgl. Klaus Ulsenheimer, Arztstrafrecht in der Praxis, 3. Aufl., Heidelberg 2003, N. 41). Doch muss der Arzt f�r die Feststellung und Beurteilung der gesundheitlichen St�rung in jedem Fall fachgerecht vorgehen und die erforderlichen Mittel und Erkenntnisquellen nutzen. Mehrdeutige Krankheitsbilder muss er durch die ihm zur Verf�gung stehenden Mittel aufkl�ren. Der Arzt handelt unsorgf�ltig, wenn sich sein Vorgehen nicht nach den durch die medizinische Wissenschaft aufgestellten und generell anerkannten Regeln richtet und dem jeweiligen Stand der Wissenschaft nicht entspricht (BGE 57 II 196 E. 3 S. 202 f. mit Hinweisen; Hausheer, a.a.O., N. 15.21; Fellmann, a.a.O., Art. 398 OR N. 386; vgl. auch Adolf Laufs [Hrsg.], Handbuch des Arztrechts, 3. Aufl., M�nchen 2002, � 100 N. 6 ff.).
4.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz stelle an die aufzuwendende Aufmerksamkeit �berrissene und willk�rlich festgelegte Anforderungen, die fern jeder Praktikabilit�t l�gen. Der Notfallarzt m�sse wegen des permanenten Zeitdrucks und der Unplanbarkeit des Notfalldienstes zielorientiert vorgehen. Informationen, die er von einer Person glaubw�rdig erheben k�nne, m�sse er nicht hinterfragen. St�nden ihm mehrere Auskunftspersonen zur Verf�gung, d�rfe er sich an diejenige halten, die ihm am geeignetsten erscheine. Als prim�re Informationsquelle habe ihm hier B.________ gedient, der als origin�rer Zeuge den Verletzten mit der Rettungssanit�t ins Spital Schwyz begleitet habe. Dieser habe den Unfallhergang glaubw�rdig geschildert. Es stelle daher keine Sorgfaltspflichtverletzung dar, wenn er sich im Gespr�ch mit der Rettungssanit�terin auf die Umst�nde des eigentlichen Krankentransports beschr�nkt und sich f�r die Umst�nde der vorausgegangenen Ereignisse auf die verl�sslichen Ausk�nfte des Kollegen des Opfers konzentriert habe. Er habe auch davon absehen d�rfen, das Formular des Notfalldienstes zu beachten, da dieses �ber den Unfall selbst keine Aufschl�sse habe bieten k�nnen.
4.2 Die Vorinstanz nimmt an, der Beschwerdef�hrer habe sich unvorsichtig nur gest�tzt auf die im entscheidenden Punkt nicht aussagekr�ftigen und im Widerspruch zum Formular des Rettungsdienstes stehenden Angaben B.________s ein Bild vom Sturz des Gesch�digten gemacht. Aber auch gest�tzt auf dessen Aussagen h�tte der Beschwerdef�hrer nicht davon ausgehen d�rfen, dass sich der Gesch�digte nicht am Kopf verletzt haben k�nnte, weil dessen Aussagen ein Aufschlagen des Kopfes auf der Strasse nicht mit Sicherheit ausschlossen. Er h�tte daher die M�glichkeit, dass zus�tzlich zur Angetrunkenheit eine durch ein Sch�deltrauma ausgel�ste Hirnblutung vorhanden sein k�nnte, in Betracht ziehen m�ssen. Dies auch deshalb, weil die bei der Untersuchung festgestellten Anzeichen wie Torkeln, verwaschene Sprache, Schl�frigkeit, Ruhelosigkeit und Erbrechen sich wohl mit der Alkoholisierung erkl�ren liessen, das Vorliegen innerer Kopfverletzungen aber keineswegs ausschlossen. Zudem h�tte ihn der Umstand, dass die erfahrene Notfallschwester vom Verletzten einen zwiesp�ltigen Eindruck gewonnen hatte und gegen seine Entlassung Vorbehalte anbrachte, zu besonderer Vorsicht anhalten sollen.
4.3 Das angefochtene Urteil verletzt in diesem Punkt kein Bundesrecht. Zwar weist der Beschwerdef�hrer grunds�tzlich zu Recht darauf hin, dass in Notf�llen an die Sorgfaltspflichten des Arztes wegen der zeitlichen Dringlichkeit ein weniger strenger Massstab anzulegen ist als in F�llen, in denen dem Arzt f�r seine Diagnose und die Wahl der zu treffenden Behandlung oder der sonstigen Massnahmen gen�gend Zeit zur Verf�gung steht (vgl. f�r das Rettungswesen Patrick M. Lissel, Strafrechtliche Verantwortung in der pr�klinischen Notfallmedizin, Diss. T�bingen 2001, S. 139 f.). Doch hat die Vorinstanz auch unter Ber�cksichtigung des Umstands, dass der Beschwerdef�hrer als Notfallarzt gehandelt hat, zu Recht eine Verletzung der Sorgfaltspflicht bejaht. Im �brigen ist in diesem Zusammenhang danach zu differenzieren, in welchem Mass hinsichtlich der �rztlichen Entscheidungen Eile geboten ist. Im zu beurteilenden Fall stand der Beschwerdef�hrer, nachdem eine akute Vitalbedrohung beim Gesch�digten ausgeschlossen werden konnte, jedenfalls nicht unter erheblichem Zeitdruck (vgl. auch Stellungnahme des IRM St. Gallen zu Erg�nzungsfragen vom 4. September 2001, act. 119, S. 3 f.), auch wenn er grunds�tzlich damit rechnen musste, dass weitere Patienten in die Notfallstation des Spitals h�tten eingeliefert werden k�nnen.
Entscheidend ist, dass der Beschwerdef�hrer aufgrund der ihm bekannten Umst�nde des Unfalls davon ausgehen musste, der Gesch�digte sei bei seinem Sturz mit dem Kopf auf der Strasse aufgeschlagen. Nach den Erw�gungen der Vorinstanz hat der Beschwerdef�hrer denn auch selbst einen Sturz angenommen. Dass er aufgrund der besch�nigenden Schilderung des Unfallhergangs durch B.________ irrt�mlich unterstellt hat, der Gesch�digte h�tte dabei den Kopf "h�chstens leicht" angeschlagen, ist hierbei ohne Bedeutung.
Bei der notfall�rztlichen T�tigkeit wird der Anamnese eine entscheidende Bedeutung zugeschrieben (vgl. Stellungnahme des IRM Z�rich, act. 34 S. 2; vgl. auch G. Hempelmann/H.A. Adams/P. Sefrin [Hrsg.], Notfallmedizin, Stuttgart und New York 1999, S. 21/28). Dabei soll sich der Arzt nicht auf einzelne Komponenten beschr�nken, sondern muss s�mtliche ihm zur Verf�gung stehenden Informationen ber�cksichtigen und darf sie nicht unbesehen �bernehmen (Stellungnahme des IRM St. Gallen zu Erg�nzungsfragen vom 4. September 2001, act. 119, S. 2 f.). Der Beschwerdef�hrer h�tte sich daher bei der Stellung der Verdachtsdiagnose nicht allein auf die Darstellung der Ereignisse durch B.________ und die m�ndliche Orientierung der Rettungssanit�terin beschr�nken d�rfen, sondern h�tte insbesondere dem von der letzteren ausgef�llten Formular "Notruf 144" (act. 16) Beachtung schenken m�ssen. Denn dem Notfallprotokoll kommt entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers f�r die Erstdiagnose erhebliche Bedeutung zu, da es die Umst�nde, unter denen der Verletzte aufgefunden wird, festh�lt, was R�ckschl�sse auf die vorhandenen Verletzungen erlaubt. Ausserdem handelt es sich bei Rettungssanit�tern um medizinisch geschulte Fachkr�fte, welche aufgrund ihrer Ausbildung in der Lage sind, die erforderlichen ersten Hilfemassnahmen zu ergreifen und dementsprechend die f�r die Beurteilung des Sachverhalts entscheidenden Informationen zu erkennen und festzuhalten. Der Gutachter wertet daher die Informationen der Rettungssanit�terin im zu beurteilenden Fall zu Recht als die wichtigsten Fremdangaben bez�glich des Unfallgeschehens (Gutachten, act. 82, S. 5 und 8).
Pat war mit Roller-skate unterwegs, kam mit Brett vom Trottoir weg und st�rzte auf die Strasse - ist alkoholisiert - gibt keine Schmerzen an - keine sichtbaren Wunden - ist vor ein Auto gest�rzt, das konnte rechtzeitig stoppen. War mit Kollege unterwegs von Schwyz nach Brunnen [recte: von Brunnen nach Schwyz]" (act. 16).
Die Bewertung des Bewusstseinszustands durch die Einsatzverantwortliche des Rettungsdienstes nach dem Glasgow Coma Scale (GCS) ergab einen Wert von 13 (zum GCS vgl. act. 66; ferner G. Hempelmann/H.A. Adams/P. Sefrin [Hrsg.], a.a.O., S. 192 f.; C. Madler/K. Jauch/K. Werdan [Hrsg.], Das NAW Buch, Praktische Notfallmedizin, M�nchen etc. 1995, S. 525).
Der Beschwerdef�hrer h�tte damit den Sturz des Gesch�digten, der ihm - wenn auch besch�nigend - von B.________ geschildert und ihm auch durch die Rettungssanit�terin beschrieben worden war, ernst nehmen m�ssen und ihn nicht als Bagatelle abtun d�rfen. Dieses Sturzgeschehen - auch wenn hinsichtlich der Frage, wie schwer der Gesch�digte dabei den Kopf angeschlagen hatte, Unklarheit bestand - erlangte namentlich in Kombination mit dem Umstand, dass jener alkoholisiert war, besondere Bedeutung. Denn nimmt man an, dass die Diagnose des Beschwerdef�hrers, der Gesch�digte sei "schwerst alkoholisiert" gewesen, zutraf (vgl. act 11 S. 4; vgl. auch act. 22 S. 7: "deutlicher �thylischer foetor ex ore"), h�tte er im mindesten damit rechnen m�ssen, dass jener beim Sturz auch den Kopf angeschlagen haben k�nnte. Das ergibt sich, wie der Gutachter einleuchtend ausf�hrt, aus dem Umstand, dass St�rze von alkoholisierten Personen oftmals gef�hrliche Verletzungen, insbesondere am Kopf, verursachen, da diese im Fallen in ihrer Reaktion verz�gert sind und die Haltemuskulatur nicht rasch genug anspannen k�nnen, um den Aufprall zu d�mpfen (Gutachten, act. 82, S. 2; vgl. auch C. Madler/K. Jauch/K. Werdan [Hrsg.], a.a.O., S. 504 und 528 f.).
Bei dieser Sachlage h�tte der Beschwerdef�hrer die Bewusstseinstr�bung und das Erbrechen des Gesch�digten nicht allein dem zus�tzlich vorausgegangenen Alkoholkonsum zuschreiben d�rfen, sondern h�tte einen Kopfaufprall in Betracht ziehen m�ssen, selbst wenn ein solcher von niemandem beobachtet worden ist. Dementsprechend h�tte er seine Massnahmen nicht nur auf die Diagnose einer Alkoholintoxikation ausrichten d�rfen, sondern h�tte, wie der Gutachter festh�lt, den Gesch�digten jedenfalls im Hinblick auf allf�llige Ver�nderungen der Bewusstseinslage in der Klinik engmaschig �berwachen m�ssen, um eine m�gliche Blutung im Sch�delraum fr�hzeitig erfassen zu k�nnen (Gutachten, act. 82, S. 4/7/9; vgl. auch die Stellungnahmen des IRM St. Gallen zu Erg�nzungsfragen vom 25. Juni 2001, act. 114, S. 5 und vom 4. September 2001, act. 119, S. 5/6; vgl. ferner Parteigutachten des Notfallzentrums des Inselspitals Bern vom 13. Juni 2000, act. 65, S. 4; vgl. auch http://www.insel.ch/notfallzentrum/trauma/manual/02_sht.htm Sch�del-Hirn-Trauma Ziff. 6 a 1.). Im Grunde war dies auch dem Beschwerdef�hrer bewusst, zumal er in der untersuchungsrichterlichen Befragung ausgef�hrt hatte, in �hnlichen Entscheidungssituationen seien alkoholisierte Patienten, bei denen klar gewesen sei, dass sie den Kopf angeschlagen hatten, oder bei denen jedenfalls ein entsprechender Verdacht bestand, aus diagnostischen Gr�nden �berwacht worden (vgl. act. 72 S. 7 Ziff. 13).
Aufgrund der Umst�nde h�tte der Beschwerdef�hrer somit nicht davon ausgehen d�rfen, dass der Gesch�digte bei seinem Sturz den Kopf nicht angeschlagen hatte. Was der Beschwerdef�hrer hiegegen weiter einwendet, geht fehl. Dass der Zustand der Alkoholisierung, wie er im vorliegenden Zusammenhang in Frage steht, ein Mass an Alkoholkonsum voraussetzt, das �ber ein Glas Wein hinausgeht, bedarf keiner besonderen Er�rterungen. Ausserdem schliesst der Gutachter nicht vom blossen Umstand der Angetrunkenheit auf das Vorliegen eines Sturzes, sondern kn�pft seine Folgerungen hinsichtlich der zu treffenden medizinischen Massnahmen gerade an die hier vorliegende Kombination von Sturzgeschehen und Alkoholisierung.
Die Entlassung des Gesch�digten in die Obhut seiner Freundin lediglich mit der Instruktion, jenen im Hinblick auf die Gefahr der Aspiration von Erbrochenem bez�glich der Atmung zu �berwachen, stellt daher eine unsachgem�sse und unvertretbare �rztliche Massnahme dar. Der Beschwerdef�hrer hat daher schon aus diesem Grund seine unter medizinischen Gesichtspunkten gebotenen Sorgfaltspflichten verletzt.
Fragen k�nnte sich dar�ber hinaus, ob der Beschwerdef�hrer aufgrund der konkreten Informationen, die ihm zur Verf�gung standen, beim Gesch�digten �berhaupt eine "schwerste Alkoholisierung" diagnostizieren durfte. Immerhin musste er nach der Darstellung von B.________ voraussetzen, dass dieser und der Gesch�digte von Brunnen nach Schwyz zu Fuss bzw. auf dem Rollbrett unterwegs waren. Das Zur�cklegen eines derart langen Wegs zu Fuss oder auf dem Rollbrett w�re wohl bei einem Grad an Trunkenheit, den der Beschwerdef�hrer aufgrund der vorhandenen Symptome des Gesch�digten (vgl. act 11 S. 4 und act. 22 S. 7: verwaschene, leicht lallende Sprache; teilweise unverst�ndliches Murmeln als Antwort; unsicheres Gangbild; Erbrechen) annahm, gar nicht m�glich gewesen. Auch unter diesem Gesichtspunkt h�tte dem Beschwerdef�hrer der Verdacht auf die naheliegende Verletzung aufkommen m�ssen und h�tte er, wie die Vorinstanz zu Recht erkennt, die festgestellten Symptome nicht allein dem Alkoholrausch zuordnen d�rfen.
5.1 Der Beschwerdef�hrer bestreitet ferner, dass seine Sorgfaltspflichtverletzung f�r die schwere K�rperverletzung des Gesch�digten ad�quat kausal gewesen bzw. dass die schwere K�rperverletzung durch die �berwachung im Spital vermeidbar gewesen sei. Er beruft sich hief�r auf die schriftliche Stellungnahme des IRM Z�rich, nach welcher es fraglich sei, ob die Aufnahme ins Spital Schwyz im Anschluss an die Erstuntersuchung zu einer wesentlich fr�heren Verlegung ins Universit�tsspital Z�rich und somit zu einer erheblich fr�heren Einleitung der spezifischen Behandlung der Blutung gef�hrt h�tte (act. 34 S. 3 f.).
5.2 Die Vorinstanz nimmt in diesem Zusammenhang an, bei einem Epiduralh�matom spiele der Zeitfaktor f�r die Vermeidung von Hirnsch�digungen eine �usserst wichtige Rolle. Bei einer engmaschigen GCS-�berwachung im Spital w�re eine alarmierende Ver�nderung des Bewusstseinszustandes zweifellos fr�her bemerkt worden als durch die Freundin des Gesch�digten, die ohnehin in dieser Hinsicht nicht gen�gend instruiert worden sei. Es sei daher als h�chstwahrscheinlich anzusehen, dass das fehlerhafte Verhalten des Beschwerdef�hrers sich in einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Gesch�digten ausgewirkt habe, indem die in Entstehung begriffene epidurale Hirnblutung nicht fr�hzeitig erkannt und beseitigt worden sei. Zumindest sei dadurch die Gefahr einer versp�teten Feststellung des sich anbahnenden Epiduralh�matoms und der damit einhergehenden schwerwiegenden Hirnverletzung erheblich gesteigert worden.
5.3 Die Vorinstanz st�tzt sich auch in diesem Punkt auf das Gutachten des IRM St. Gallen, welches davon ausgeht, dass die neurologischen Sp�tfolgen der Hirnsch�digung bedeutend geringer ausgefallen w�ren, wenn der Gesch�digte im Spital Schwyz behalten und hier geeignet klinisch �berwacht worden w�re, so dass er bei den ersten Anzeichen eines sich entwickelnden Epiduralh�matoms h�tte in neurochirurgische Behandlung �bergeben werden k�nnen (Gutachten des IRM St. Gallen, act. 82, S. 7; Stellungnahme des IRM St. Gallen vom 25.6.2001, act. 114, S. 5).
Dass das sorgfaltswidrige Handeln des Beschwerdef�hrers nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und den Erfahrungen des Lebens geeignet waren, die schweren Verletzungen des Gesch�digten mit herbeizuf�hren, kann nicht ernsthaft in Frage stehen. Das ergibt sich daraus, dass bei derartigen Verletzungen der Zeitablauf f�r die weitere Entwicklung des Gesundheitszustandes eine wesentliche Rolle spielt. Die Folgen w�ren daher jedenfalls mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weniger schwerwiegend ausgefallen, wenn das Epiduralh�matom fr�her erkannt worden w�re. Dies w�re wiederum ohne jede vern�nftige Zweifel der Fall gewesen, wenn der Gesch�digte im Spital engmaschig im Hinblick auf allf�llige Ver�nderungen der Bewusstseinslage �berwacht worden w�re. Denn in diesem Fall w�re einerseits kein erneuter Transport des Gesch�digten von der Wohnung seiner Freundin ins Spital Schwyz notwendig gewesen, andererseits w�re eine Verschlechterung des Bewusstseinszustandes des Gesch�digten in der klinischen �berwachung zweifellos fr�her bemerkt worden als durch die nicht im Hinblick auf die M�glichkeit einer Hirnblutung instruierte Freundin. Damit w�re der Erfolg auch vermeidbar gewesen.
6.1 Im Weiteren macht der Beschwerdef�hrer geltend, die falsche Schilderung des Unfallhergangs durch den Freund des Gesch�digten stelle einen aussergew�hnlichen Umstand dar, mit dem er nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge nicht habe rechnen m�ssen. Bei richtiger Orientierung �ber das Unfallgeschehen h�tte er ohne Zweifel andere medizinische Massnahmen ergriffen. Die gezielte Irref�hrung habe daher den Kausalzusammenhang unterbrochen.
6.2 Die Vorinstanz nimmt zu Recht an, es k�nne keine Rede davon sein, dass die falschen und unvollst�ndigen Angaben von B.________ derart schwer w�gen, dass sie als wahrscheinlichste und unmittelbarste Ursache des Erfolgs erschienen und das Fehlverhalten des Beschwerdef�hrers derart in den Hintergrund r�ckten, dass eine Unterbrechung des Kausalzusammenhanges anzunehmen w�re.
Ob das Verhalten von B.________ als Sorgfaltspflichtverletzung zu werten ist, die eine Fahrl�ssigkeitshaftung zur Folge h�tte, muss hier nicht gepr�ft werden. Die unzutreffende Schilderung des Unfallhergangs erscheint jedenfalls nicht als konkurrierende Ursache, welche die durch das Verhalten des Beschwerdef�hrers in Gang gesetzte Kausalreihe abbrechen l�sst. Vielmehr geht der gegen den Beschwerdef�hrer erhobene Vorwurf der Sorgfaltspflichtverletzung gerade von dieser Schilderung aus. Was der Beschwerdef�hrer in diesem Punkt vorbringt, geht nicht �ber das hinaus, was er gegen die Annahme einer Sorgfaltspflichtverletzung einwendet. Dass er bei Kenntnis der wahren Sachlage m�glicherweise anders vorgegangen w�re, kann ihn nicht entlasten. Im �brigen weist die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass er auch verschiedene Anhaltspunkte hatte, aufgrund derer er die Angaben von B.________ unbedingt h�tte in Zweifel ziehen m�ssen.
Zuletzt macht der Beschwerdef�hrer geltend, es habe die Konstellation einer Pflichtenkollision vorgelegen, da er einerseits auf die Erhebung einer Fremdanamnese angewiesen sei und andererseits eine irref�hrende Fremdanamnese nie ganz ausgeschlossen werden k�nne. Der Notfallarzt m�sse auf eine korrekt erhobene Fremdanamnese vertrauen d�rfen.
Was der Beschwerdef�hrer in diesem Punkt vorbringt, geht an der Sache vorbei. Der �bergesetzliche Rechtfertigungsgrund der Pflichtenkollision liegt vor, wenn zwei Rechtspflichten in derselben Situation so zusammentreffen, dass der Verpflichtete keine von ihnen ohne Verletzung der anderen erf�llen kann. Wer bei zwei konkurrierenden Handlungspflichten die h�here oder auch nur gleichwertige Pflicht auf Kosten der anderen erf�llt, handelt somit nicht rechtswidrig (vgl. BGE 113 IV 4 E. 3 S. 8; G�nter Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Allg. Teil I: Die Straftat, 2. Aufl., Bern 1996, � 10 N. 63; Claus Roxin, Strafrecht, Allg. Teil, Bd. I, 3. Aufl., M�nchen 1997, � 16 N. 101 ff., 111).
Im zu beurteilenden Fall sind keine konkurrierenden Rechtspflichten ersichtlich. Den Beschwerdef�hrer traf hier einzig und allein die Pflicht, den ihm als Notfallpatient anvertrauten Gesch�digten nach den allgemein anerkannten Regeln der �rztlichen Wissenschaft und Heilkunst zu untersuchen und die medizinisch indizierten Massnahmen zu treffen. Gegen diese Pflicht hat er verstossen, indem er in falschem Vertrauen auf die Schilderungen von B.________ den eindeutigen Verdacht auf ein Verletzungsbild nicht erkannt und die Bedeutung der vom Gesch�digten gezeigten Symptome in unvertretbarer Weise gedeutet hat.
Aus diesen Gr�nden ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten (Art. 278 Abs. 1 BStP) und ist dem Gesch�digten eine angemessene Parteientsch�digung auszurichten, wof�r der Beschwerdef�hrer Ersatz zu leisten hat (Art. 278 Abs. 3 BStP). Das Gesuch des Gesch�digten um unentgeltliche Rechtspflege wird damit gegenstandslos.