Source: https://www.lebensmittelklarheit.de/forum/eugh-urteil-zum-veganen-kaese
Timestamp: 2019-05-27 00:08:14
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Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG']

EuGH-Urteil zum "veganen Käse" | Lebensmittelklarheit
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Wie kann ich denn jetzt entsprechende Ersatzprodukte erkennen?
Durch das Verbot veganen Käse „veganer Käse“ zu nennen haben ich jetzt ein Problem. Wie erkenne ich als Vegetarier denn jetzt, dass ein Produkt geschmacklich und in den Eigenschaften Käse ähnelt. Gibt es einen Alternativnamen nach dem ich schauen kann? Wie darf es denn noch benannt werden? Ich finde, dass dieses Urteil wirklich schrecklich ist und alles noch undurchschaubarer macht. Da haben sich die großen Milchlobbyisten wieder mal durchgesetzt, um die durchaus vernünftigen Alternativen zur Massentierhaltung und Tierausbeutung zu unterdrücken. Können Sie dagegen nicht vorgehen?
Die derzeitige Gesetzeslage zur Bezeichnung von Käse ist eindeutig und das Urteil des EuGH dementsprechend nachvollziehbar.
Ebenso nachvollziehbar ist jedoch Ihre Verärgerung über das Urteil, da Ihnen Bezeichnungen, die beispielsweise Käsesorten nennen, eine Orientierung hinsichtlich des Geschmacks geben.
Vegane und vegetarische Ersatzprodukte für tierische Lebensmittel liegen im Trend, das Angebot wächst stetig und somit auch die Vielfalt bei der Kennzeichnung. Dabei gibt es aktuell unterschiedliche Beurteilungen von Fleisch- und Wurstalternativen im Vergleich zum pflanzlichen Ersatz für Milchprodukte. Während die Lebensmittelüberwachung Bezeichnungen wie "Veggie-Schnitzel" und "Sojawürstchen" akzeptiert, ist die Lage für Milchersatzprodukte aufgrund der Rechtsvorschriften ungleich strenger.
Aus Sicht von lebensmittelklarheit.de ist eine Überarbeitung der Kennzeichnungsvorschriften dringend notwendig. Wichtig ist eine klare Gesetzesgrundlage für alle Produktgruppen, die als Ersatz für tierische Lebensmittel verwendet werden.
Da es zurzeit nicht einfach ist, korrekte und passende Bezeichnungen zu finden, nutzen Hersteller vor allem die typische Aufmachung ihrer Produkte, um die Beziehung zu ihren "tierischen Originalen" herzustellen. Beispielsweise werden ein "fermentiertes Sojaprodukt" im klassischen Joghurtbecher und die "Lebensmittelzubereitung auf Pflanzenfettbasis" oder die "Veganen Scheiben" in der üblichen Verpackung für Käseaufschnitt angeboten. Entsprechende anwendungsbezogene Abbildungen, beispielsweise eine "vegane Scheibe" als Brotbelag, erleichtern die Orientierung.
Die verschiedenen Siegel und Label, wie das V-Label, können beim Auffinden der Produkte helfen. In Supermarktregalen haben vegetarische und vegane Produkte zusätzlich häufig einen eigenen Regalplatz. Anhand der Zutatenliste lässt sich nicht zweifelsfrei erkennen, ob ein Produkt vegan oder vegetarisch ist.
Label „V“ für vegetarische Produkte
Wo sich das Tier versteckt
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Ich begrüße ehrlich gesagt dieses Urteil. Mir ging es nämlich auch schon einmal anders herum. Ich wollte einen Frischkäse kaufen und habe ein Ersatzprodukt auf der Basis von Soja gekauft. Auf dem Etikett war wirklich sehr klein der Vermerk vegan. Generell achtet man beim Kauf von Lebensmitteln eher auf prägnante Wörter und übersieht ggf. den Verweis auf vegan/vegetarisch. Für mich ist ein veganer Sojaaufstrich getarnt als Frischkäse eine gewisse Verbrauchertäuschung und geschmacklich (speziell in diesem Fall) nicht vergleichbar.
Geschrieben von Nielsen am 18.7.2017