Source: https://www.kollektivvertrag.at/kv/forstgartenbetriebe-t-arb
Timestamp: 2019-11-22 07:08:27
Document Index: 85348880

Matched Legal Cases: ['§ 7', '§ 4', '§ 5', '§ 7', '§ 7', '§ 11', '§ 11', '§ 8', '§ 14', '§ 9', '§ 5', '§ 14', '§ 14', '§ 15', '§ 16', '§ 16', '§ 253', '§ 253', '§ 19', '§ 22', '§ 20', '§ 7', '§ 9', '§ 14', '§ 18', '§ 19', '§ 9', '§ 5', '§ 80', '§ 14', '§ 4', '§ 9', '§ 9', '§ 13', '§ 14', '§ 16', '§ 18', '§ 11', '§ 14', '§ 19', '§ 32', '§ 9']

Forstgartenbetriebe T
Arb. Forstgartenbetriebe T / Rahmen - 01.03.2019
http://oegb-cache.go.intern.3sit.at/kv/forstgartenbetriebe-t-arb/forstgartenbetriebe-t-rahmen/286522 Arb. Forstgartenbetriebe T / Rahmen - 01.03.2019
Forstgartenbetriebe T / Rahmen
Kollektivvertrag für Forstgartenarbeiter
abgeschlossen zwischen der Landwirtschaftskammer Tirol, Brixner Straße 1, 6020 Innsbruck und dem Tiroler Land- und Forstarbeiterbund sowie der Landarbeiterkammer Tirol, beide Brixner Straße 1, 6020 Innsbruck.
für alle Forstgärten, nicht jedoch für die von den Österreichischen Bundesforsten verwalteten Forstgärten;
für alle in Forstgärten beschäftigten Arbeiter, Arbeiterinnen und Lehrlinge (Dienstnehmer), mit Ausnahme der Dienstnehmer, die in einem Betrieb der Österreichischen Bundesforste beschäftigt sind.
(1) Dieser Kollektivvertrag tritt am 1. März 2019 in Kraft.
(2) Jeder Vertragspartner kann den Kollektivvertrag oder Teile desselben innerhalb einer Frist von drei Monaten jeweils zum Ende eines Kalendervierteljahres mittels eingeschriebenen Briefes kündigen. Für die Kündigung der Lohnsätze gilt eine Frist von vier Wochen jeweils zum Monatsende.
II. Bestimmungen für Dauerarbeitskräfte
(1) Als Dauerarbeitskräfte gelten die Dienstnehmer, mit denen ein Dienstvertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen wurde.
(2) Der Dienstvertrag wird mündlich abgeschlossen. Die Dienstnehmer erhalten jedoch einen Dienstschein gemäß § 7 der Landarbeitsordnung 2000 (LAO 2000) in der jeweils geltenden Fassung.
(1) Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt im Jahresdurchschnitt 40 Stunden. Die Aufteilung auf die einzelnen Arbeitstage erfolgt im Einvernehmen zwischen Dienstgeber und Dienstnehmer (Betriebsrat).
(2) Wenn die Arbeit wegen Schlechtwetters mit Zustimmung des Dienstgebers oder dessen Beauftragten (Vorarbeiter) nicht aufgenommen wird, oder die begonnene Arbeit wegen Schlechtwetters mit Zustimmung des Dienstgebers oder dessen Beauftragten (Vorarbeiter) unterbrochen werden muss, so wird der angefangene halbe Tag mit dem Zeitlohn vergütet.
(3) Durchrechnung der Arbeitszeit:
1. Jänner (Neujahr), 6. Jänner (Heilige Drei Könige), Ostermontag, 1. Mai (Staatsfeiertag) Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam, 15. August (Maria Himmelfahrt), 26. Oktober (Nationalfeiertag), 1. November (Allerheiligen), 8. Dezember (Maria Empfängnis), 25. Dezember (Weihnachten), 26. Dezember (Stephanstag) und der Karfreitag – dieser jedoch nur für protestantische Dienstnehmer des A. und Hv. Bekenntnisses.
(1) Überstunden sind die ausdrücklich vom Dienstgeber angeordneten Arbeitsstunden, die über die jeweils festgesetzte Wochenarbeitszeit oder Tagesarbeitszeit (§ 4 Abs. 3 lit. b) hinausgehen.
(2) Für jede Überstunde gebührt ein Zuschlag von 50 % zum Stundenlohn.
(4) Für Arbeiten während der Nachtruhe und an Sonntagen gebührt ein Zuschlag von 100 % zum Stundenlohn.
(5) Für Arbeiten an Feiertagen gebührt außer dem regelmäßigen Entgelt gemäß § 5 Abs. 2 das auf die geleistete Arbeit entfallende Entgelt.
(6) Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr dürfen nicht zur Nacht- und Überstundenarbeit, zu Arbeiten an Sonn- und Feiertagen nur in besonders dringenden Fällen herangezogen werden.
(1) Die Löhne betragen:
1. Dienstnehmer bis 18 Jahre 8,46
2. Dienstnehmer über 18 Jahre 10,03
a) nach 3-jähriger Betriebszugehörigkeit 10,47
b) ab dem 9. Jahr der Betriebszugehörigkeit 10,89
3. Lastkraftwagenfahrer 11,68
a) nach 3-jähriger Betriebszugehörigkeit 12,06
b) ab dem 9. Jahr der Betriebszugehörigkeit 12,60
4. Hilfskräfte, die ausschließlich während der Sommerferien auf die Dauer von höchstens zwei Monaten beschäftigt werden 7,49
(2) Vorarbeiter(innen) erhalten zu ihrem Stundenlohn einen Zuschlag, dessen Höhe sich nach der Zahl der ihnen unterstellten Dienstnehmer richtet und auf volle Cent-Beträge aufgerundet wird.
10 Prozent, wenn ihnen bis zu 10 Dienstnehmer unterstellt sind;
15 Prozent, wenn ihnen mehr als 10 Dienstnehmer unterstellt sind.
(3) Der Lohn ist monatlich in Übereinstimmung mit dem Beitragszeitraum in der Sozialversicherung zu verrechnen und bis längstens 15. des folgenden Monats auszuzahlen. Am 25. jeden Monats ist auf Verlangen des Dienstnehmers ein entsprechender Vorschuss auszuzahlen.
§ 7a Minderleistungsfähigkeit
(1) Die im § 7 festgesetzten Löhne gelten grundsätzlich für alle Dienstnehmer.
(2) Jedoch ist für Dienstnehmer, die auf Grund körperlicher oder geistiger Gebrechen nicht in der Lage sind, die normale ortsübliche Arbeitsleistung zu erbringen (Minderleistungsfähigkeit), eine Minderentlohnung dann zulässig, wenn der Dienstgeber zum Ausgleich der ihm aus der Beschäftigung eines Behinderten erwachsenden Mehrbelastung keinen Zuschuss des Landes Tirol im Sinne des § 11 des Tiroler Rehabilitationsgesetzes in der jeweils geltenden Fassung erhält. Den Nachweis darüber, dass kein Zuschuss des Landes Tirol im Sinne des § 11 des Tiroler Rehabilitationsgesetzes gebührt bzw. gewährt wird, hat der Dienstgeber in geeigneter Form zu erbringen.
(3) Die Entscheidung, ob und in welchem Ausmaß Minderleistungsfähigkeit vorliegt, treffen über Antrag des Dienstgebers oder des Dienstnehmers die Bauernkammer für Tirol und die Landarbeiterkammer für Tirol gemeinsam.
(5) Die Grundlage für die Entscheidung bildet ein ärztliches Gutachten, das vom Gesundheitsamt der zuständigen Bezirkshauptmannschaft oder einer anderen durch die Bauernkammer und die Landarbeiterkammer gemeinsam zu bezeichnenden Stelle anzufordern ist.
§ 8 Fahrtkostenvergütung, Taggeld
(1) Der Dienstnehmer erhält eine Fahrtkostenvergütung, wenn der Weg vom Wohnsitz (Wohnung) zur Arbeitsstätte (Forstgarten) zwei Kilometer übersteigt.
(2) Die Vergütung beträgt monatlich bei einer Entfernung
a) von mehr als 2 bis einschließlich 10 km 12,00
b) von mehr als 10 bis einschließlich 15 km 18,00
c) von mehr als 15 bis einschließlich 20 km 23,00
d) von mehr als 20 bis einschließlich 25 km 29,00
e) von mehr als 25 km 33,00
(3) Die Entfernung ist dort, wo ein Massenbeförderungsmittel vorhanden ist, von der Wohnung zur Einsteigstelle, dann über die Strecke des Verkehrsmittels und von der Aussteigstelle zum Forstgarten zu berechnen. Ist ein Massenbeförderungsmittel nicht vorhanden, so ist die kürzeste Wegstrecke zugrundezulegen. Wird die Beschäftigung erst nach dem 15. eines Monats begonnen oder vor dem 15. eines Monats beendet, so gebührt nur die halbe Fahrtkostenvergütung.
(4) Benützt der Dienstnehmer ein Massenbeförderungsmittel, so sind ihm die hiebei aufgelaufenen Kosten zu ersetzen. In diesem Fall entfällt für die Fahrtstrecke des Massenbeförderungsmittels eine Vergütung gemäß Abs. 2.
(5) Für Dienstleistungen außerhalb des Dienstortes bei einer Entfernung von mehr als 25 km vom Dienstort gebührt dem Dienstnehmer ein Taggeld. Das volle Taggeld beträgt 12,00 Euro und gilt für 12 Stunden. Dauert eine Dienstreise länger als drei Stunden, so wird für jede angefangene Stunde 1/12 des Taggeldes gerechnet.
(5) Zeiten einer im Inland zugebrachten selbständigen Erwerbstätigkeit sind für die Bemessung des Urlaubsausmaßes anzurechnen, sofern sie mindestens je 6 Monate gedauert hat.
(6) Zeiten nach Abs. 4 und 5 sind insgesamt nur bis zum Höchstausmaß von 5 Jahren anzurechnen.
(5) Die Ersatzleistung im Sinne des Abs. 1, 3 und 4 gebührt den Erben, wenn das Dienstverhältnis durch Tod des Dienstnehmers endet.
(2) Übt ein Dienstnehmer während des Urlaubes eine dem Erholungszweck widersprechende Erwerbstätigkeit aus, so findet Abs. 1 keine Anwendung, wenn die Erkrankung (der Unglücksfall) mit dieser Erwerbstätigkeit in ursächlichem Zusammenhang steht.
(1) Dienstnehmern, die im Kalenderjahr beim gleichen Dienstgeber mindestens 1.044 Stunden gearbeitet haben, gebührt zum Urlaubsentgelt ein Urlaubszuschuss, der 180 Stundenlöhne der jeweiligen Lohnkategorie beträgt. Bei weniger als 1.044 Arbeitsstunden gebührt der aliquote Teil.
(2) Den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden sind gleichzuhalten:
Zeiten, für die Anspruch auf Entgeltfortzahlung (§§ 14 und 15) besteht, Urlaubstage (§ 9) und bezahlte Feiertage (§ 5).
(3) Der Urlaubszuschuss ist am 15. November bzw. mit Beendigung des Dienstverhältnisses zur Zahlung fällig.
(5) Wird ein Dienstnehmer durch Arbeitsunfall oder Berufskrankheit im Sinne der Vorschriften über die gesetzliche Unfallversicherung an der Leistung seiner Dienste verhindert, ohne dass er die Verhinderung vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt hat, so behält er seinen Anspruch auf das Entgelt ohne Rücksicht auf andere Zeiten einer Dienstverhinderung bis zur Dauer von acht Wochen. Der Anspruch auf das Entgelt erhöht sich auf die Dauer von zehn Wochen, wenn das Dienstverhältnis 15 Jahre ununterbrochen gedauert hat. Bei wiederholten Dienstverhinderungen, die im unmittelbaren ursächlichen Zusammenhang mit einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit stehen, besteht ein Anspruch auf Fortzahlung des Entgelts innerhalb 11 eines Dienstjahres nur insoweit, als die Dauer des Anspruches nach dem ersten oder zweiten Satz noch nicht erschöpft ist. Ist ein Dienstnehmer gleichzeitig bei mehreren Dienstgebern beschäftigt, so entsteht ein Anspruch nach diesem Absatz nur gegenüber jenem Dienstgeber, bei dem die Dienstverhinderung im Sinne dieses Absatzes eingetreten ist; gegenüber den anderen Dienstgebern entstehen Ansprüche nach Abs. 1.
(2) In den Fällen des § 14 Abs. 2 und 7 hat der Dienstnehmer eine Bescheinigung über die Bewilligung oder Anordnung sowie über den Zeitpunkt des in Aussicht genommenen Antrittes und die Dauer des die Arbeitsverhinderung begründenden Aufenthaltes vor dessen Antritt vorzulegen.
Wird der Dienstnehmer während einer Dienstverhinderung gemäß § 14 gekündigt, ohne wichtigen Grund vorzeitig entlassen oder trifft den Dienstgeber ein Verschulden an dem vorzeitigen Austritt des Dienstnehmers, so bleibt der Anspruch auf Fortzahlung des Entgelts für die nach § 15 Abs. 1, 5 und 6 vorgesehene Dauer bestehen, wenngleich das Dienstverhältnis früher endet.
a) eigene Hochzeit oder Eintragung der Partnerschaft 3 Tage;
b) Hochzeit oder Eintragung der Partnerschaft der Kinder 1 Tag;
c) schwere Erkrankung des Ehegatten, des eingetragenen Partners, des Lebensgefährten, sofern der gemeinsame Haushalt seit mindestens sechs Monaten besteht 3 Tage;
d) schwere Erkrankung der Kinder, Eltern oder Schwiegereltern 1 Tag;
e) notwendige Betreuung eines Kindes (Wahl- oder Pflegekindes) bis zum 12. Lebensjahr infolge Ausfalls der ständigen Betreuungsperson durch Erkrankung, Tod, Aufenthalt in einer Heil- oder Pflegeanstalt, Verbüßen einer Freiheitsstrafe – die tatsächliche Dauer der Dienstverhinderung;
f) Ableben des Ehegatten, des eingetragenen Partners, des Lebensgefährten, sofern der gemeinsame Haushalt seit mindestens sechs Monaten besteht 4 Tage;
g) Ableben eines Kindes oder der Eltern 3 Tage;
h) Ableben von Geschwistern, Schwiegereltern oder Großeltern 1 Tag;
i) Niederkunft der Ehegattin oder der Lebensgefährtin, sofern der gemeinsame Haushalt seit mindestens sechs Monaten besteht 2 Tage;
j) Wohnungswechsel 2 Tage;
k) Aufsuchen des Arztes oder des Zahnarztes (Dentisten) - die tatsächliche Dauer der Dienstverhinderung;
l) Teilnahme an Sitzungen und Tagungen als Mitglied öffentlich-rechtlicher Körperschaften - die tatsächliche Dauer der Dienstverhinderung;
m) Vorladung vor Gerichte, sonstige Behörden und öffentliche Ämter, sofern der Dienstnehmer keinen Anspruch auf Ersatz des Verdienstentganges hat – die tatsächliche Dauer der Dienstverhinderung;
n) Ausübung des Wahlrechtes – die tatsächliche Dauer der Dienstverhinderung.
§ 16 Kinderzulage
(1) Für jedes Kind, für das gemäß den Bestimmungen des Familienlastenausgleichsgesetzes in der jeweils geltenden Fassung Anspruch auf Familienbeihilfe besteht, gebührt eine Kinderzulage, vorausgesetzt, dass der andere Elternteil keine gleichwertige Zulage auf Grund dienstrechtlicher Vorschriften erhält.
(2) Die Kinderzulage beträgt je Kind und Monat Euro 24,00; sie wird gleichzeitig mit der monatlichen Lohnauszahlung fällig. Wird der Dienstnehmer nicht den ganzen Monat hindurch beschäftigt, so gebührt der aliquote Teil der Kinderzulage.
(3) Die Anspruchsberechtigung auf Kinderzulage ist durch Vorlage der Mitteilung des Finanzamtes über den Anspruch auf Familienbeihilfe nachzuweisen.
(1) Dienstnehmer, die im Kalenderjahr beim gleichen Dienstgeber mindestens 1.044 Stunden gearbeitet haben, erhalten ein Weihnachtsgeld in der Höhe von 180 Stundenlöhnen der jeweiligen Lohnkategorie. Für jedes Kind, für das eine Kinderzulage (§ 16) gebührt, erhält der Dienstnehmer einen Zuschuss in der Höhe von Euro 90,00.
(2) Bei weniger als 1.044 Arbeitsstunden gebührt der aliquote Teil.
(3) Den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden sind gleichzuhalten:
(5) Das Weihnachtsgeld ist spätestens am 1. Dezember auszubezahlen.
(1) War der Dienstnehmer durch eine bestimmte Zeit ununterbrochen bei demselben Dienstgeber oder in demselben Betrieb beschäftigt, so gebührt ihm bei Auflösung des Dienstverhältnisses oder wenn dieses unter Inanspruchnahme einer Gleitpension aus einer gesetzlichen Pensionsversicherung bei demselben Dienstgeber mit einem im § 253 c Abs. 2 ASVG genannten verminderten Arbeitsausmaß fortgesetzt wird, eine Abfertigung. Diese beträgt nach drei vollendeten Dienstjahren 12 v.H. des Jahresentgelts und erhöht sich für jedes weitere vollendete Dienstjahr um 4 v.H. bis zum vollendeten 25. Dienstjahr. Ab dem vollendeten 40. Dienstjahr erhöht sich die Abfertigung für jedes weitere vollendete Dienstjahr um 3 v.H.
(7) Die Abfertigung ist bis zu einer Höhe von 30 v.H. mit Beendigung des Dienstverhältnisses fällig. Bei Fortsetzung des Dienstverhältnisses bei demselben Dienstgeber unter Inanspruchnahme einer Gleitpension ist die Abfertigung mit dem Zeitpunkt der Herabsetzung der Arbeitszeit auf ein im § 253 c Abs. 2 ASVG genanntes Ausmaß fällig. Der Rest der Abfertigung bis zu 35 v.H. des Jahresentgelts ist mit Ablauf von vier Monaten und der verbleibende Rest mit Ablauf von neun Monaten nach Beendigung des Dienstverhältnisses bzw. nach dem Zeitpunkt der Herabsetzung der Arbeitszeit fällig.
§ 19 Jubiläumszuwendung
a) Bei Vollendung von 15 Dienstjahren 1 Monatsbruttolohn;
b) Bei Vollendung von 25 Dienstjahren 2 Monatsbruttolöhne;
c) Bei Vollendung von 35 Dienstjahren 2 Monatsbruttolöhne.
(3) Unbeschadet der Bestimmungen des § 22 entsteht der Anspruch auf Jubiläumszuwendung keinesfalls vor Ablauf der jeweiligen kalendermäßigen Zeit von 15, 25 oder 35 Kalenderjahren.
§ 20 Regenschutzkleidung
Für Arbeiten im Freien hat der Dienstgeber erforderlichenfalls Regenschutzkleidung kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Die Regenschutzkleidung bleibt Eigentum des Dienstgebers und darf vom Dienstnehmer nur für dienstliche Zwecke benützt werden.
III Bestimmungen für ständige Saisonarbeitskräfte
(1) Als ständige Saisonarbeitskräfte gelten die Dienstnehmer, die für eine Beschäftigung während der ganzen Saison aufgenommen werden.
(2) Das Dienstverhältnis wird auf bestimmte Zeit eingegangen, und zwar auf die Dauer des Forstgartensaisonbetriebes, der in der Regel am 1. April beginnt und am 31. Oktober endet. Die Dienstnehmer werden vom Beginn und vom Ende der Saison eine Woche vorher verständigt. Dies gilt auch dann, wenn der Saisonbetrieb zu einem früheren oder späteren als dem vorangeführten Zeitpunkt aufgenommen oder eingestellt wird.
(3) Der Dienstvertrag wird mündlich abgeschlossen. Die Dienstnehmer erhalten jedoch einen Dienstschein gemäß § 7 der Landarbeitsordnung 2000 (LAO 2000) in der jeweils geltenden Fassung.
(1) Für die Beurteilung der Ansprüche auf Urlaub (§ 9), Entgeltfortzahlung (§ 14), Abfertigung (§ 18) und der Jubiläumszuwendungen (§ 19) gilt das Dienstverhältnis ungeachtet der Tatsache, dass es auf bestimmte Zeit abgeschlossen wurde, dann als nicht unterbrochen, wenn der Dienstnehmer Jahr für Jahr durch die Saison, d.h. von Beginn bis zum Abschluss der Forstgartenarbeiten, in Verwendung steht.
(2) Die Zahl der Dienstjahre wird in der Weise ermittelt, dass die in den einzelnen aufeinander folgenden Kalenderjahren zurückgelegten Arbeitsstunden ohne Überstunden zusammengezählt und durch 1.333 (Jahresarbeitsstunden in einem nicht aussetzenden Betrieb mit 200 Arbeitstagen zu je 6,67 Stunden) geteilt werden. Je 200 Arbeitstage (1.333 Arbeitsstunden) werden als ein Dienstjahr gerechnet. Für das Ausmaß der Jubiläumszuwendung erfolgt keine Zusammenrechnung, sofern das Dienstverhältnis zuvor durch Dienstnehmerkündigung oder Entlassung beendigt wurde.
(3) Als Arbeitstage zählen nicht nur die tatsächlichen Arbeitstage, sondern auch Urlaubszeiten (§ 9), bezahlte Feiertage (§ 5), Freizeiten nach § 80 der Landarbeitsordnung 2000 (LAO 2000) und Zeiten, für die Anspruch auf Entgeltfortzahlung (§§ 14 und 15) besteht.
Hinsichtlich der Arbeitszeit einschließlich Schlechtwetterentschädigung, der Feiertage, der Überstunden, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, der Entlohnung und der Fahrtkostenvergütung gelten die Bestimmungen der §§ 4 bis 8.
(1) Hinsichtlich des Urlaubes und der Erkrankung während des Urlaubes gelten die Bestimmungen der §§ 9 bis 13 mit der Maßgabe, dass Voraussetzung für den Anspruch auf den vollen Urlaub eine jährliche Beschäftigungsdauer von 1.044 Arbeitsstunden ist. Beträgt die Beschäftigungsdauer innerhalb eines Kalenderjahres weniger als 1.044 Arbeitsstunden, so erhält der Dienstnehmer den aliquoten Teil des Urlaubsausmaßes (§ 9).
(2) Der Urlaub wird vereinbarungsgemäß in der Regel im Anschluss an die Beendigung der Beschäftigung gewährt und zwar so, dass das Urlaubsende mit dem Ende des Dienstverhältnisses zusammenfällt.
(3) Hinsichtlich des Urlaubszuschusses gelten die Bestimmungen des § 13.
Hinsichtlich des Anspruches auf Entgeltfortzahlung sowie bei weiteren Gründen der Dienstverhinderung und der Kinderzulage gelten die Bestimmungen der §§ 14 bis 16.
(1) Dienstnehmer, die im Kalenderjahr beim gleichen Dienstgeber mindestens 1.044 Stunden gearbeitet haben, erhalten anstelle eines Weihnachtsgeldes eine Sonderzahlung, die 180 Stundenlöhne der jeweiligen Lohnkategorie beträgt. Für jedes Kind, für das eine Kinderzulage (§ 16) gebührt, erhält der Dienstnehmer einen Zuschuss in der Höhe von Euro 90,00. Bei weniger als 1.044 Arbeitsstunden gebührt der aliquote Teil.
(3) Die Sonderzahlung wird am 15. November bzw. bei Beendigung des Dienstverhältnisses zur Zahlung fällig.
(4) Dienstnehmer, die unbegründet vorzeitig austreten, haben keinen Anspruch auf eine Sonderzahlung.
Hinsichtlich der Abfertigung und der Regenschutzkleidung gelten die Bestimmungen der §§ 18 und 19 sinngemäß.
IV Bestimmungen für nichtständige Saisonarbeitskräfte
(1) Als nichtständige Saisonarbeitskräfte gelten die Dienstnehmer, die nur für eine kurzfristige Beschäftigung für die Zeit eines vorübergehenden Bedarfes als Aushilfskräfte aufgenommen werden.
Dem Dienstnehmer gebührt eine (Urlaubs-) Ersatzleistung im Sinne des § 11 dieses Kollektivvertrages.
Hinsichtlich des Anspruches auf Entgeltfortzahlung sowie bei weiteren Gründen der Dienstverhinderung, der Kinderzulage und der Regenschutzkleidung gelten die Bestimmungen der §§ 14 bis 16 und des § 19.
§ 32 Verfall von Ansprüchen
Ansprüche aus einem diesem Kollektivvertrag unterliegenden Dienstverhältnis sind, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist (§ 9 Abs. 8), bei sonstigem Verfall bis zum Ablauf eines Jahres nach Ende des Kalendermonats, in dem sie entstanden sind, spätestens jedoch innerhalb von drei Monaten nach Beendigung des Dienstverhältnisses beim Dienstgeber geltend zu machen.
Innsbruck, den 7. Februar 2019