Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=29.10.2002&Aktenzeichen=VI%20ZR%20353/01
Timestamp: 2019-12-07 18:38:53
Document Index: 139876115

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 397', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 29.10.2002 - VI ZR 353/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,697
BGH, 29.10.2002 - VI ZR 353/01 (https://dejure.org/2002,697)
BGH, Entscheidung vom 29.10.2002 - VI ZR 353/01 (https://dejure.org/2002,697)
BGH, Entscheidung vom 29. Januar 2002 - VI ZR 353/01 (https://dejure.org/2002,697)
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Sachverständigenanhörung auf Antrag einer Partei - Erläuterungsbedarf des Gerichts hinsichtlich eines Gutachtens - Ärztlicher Behandlungsfehler - Operationsaufklärung des Patienten
Sachverständiger - Antrag auf Ladung wg Erläuterungen ist zu entsprechen
ZPO §§ 397 402 411 Abs. 3
Verfahrensrecht - Ladung des Sachverständigen aufgrund Parteiantrages
Sachverständiger muss auf Antrag geladen werden
NJW-RR 2003, 208
MDR 2003, 168
BB 2003, 124 (Ls.)
BauR 2003, 1448 (Ls.)
Dies gilt auch dann, wenn das Gericht nach den schriftlichen Ausführungen des Sachverständigen selbst keinen Erläuterungsbedarf mehr sieht (BGHZ 6, 398, 399;… Urt. v. 28. Juni 1972, IV ZR 61/71, VersR 1972, 927, 928;… Urt. v. 18. Juni 1997, XII ZR 96/95, NJW-RR 1997, 1487, 1488; Urt. v. 29. Oktober 2002, VI ZR 353/01, NJW-RR 2003, 208, 209).
Ausreichend ist, wenn sie angibt, in welcher Richtung sie durch ihre Fragen eine weitere Aufklärung herbeizuführen wünscht (vgl. Senatsurteil vom 29. Oktober 2002 - VI ZR 353/01 - VersR 2003, 926, 927 m.w.N.).
Beschränkungen des Antragsrechts - wie etwa aus dem Gesichtspunkt des Rechtsmissbrauchs oder der Prozessverschleppung (vgl. Senatsurteil vom 29. Oktober 2002 - VI ZR 353/01 - aaO) - sind nicht ersichtlich.
Beschränkungen des Antragsrechts ergeben sich nur aus den Gesichtspunkten des Rechtsmißbrauchs und der Prozeßverschleppung (Senatsurteil vom 29. Oktober 2002 - VI ZR 353/01 - aaO).
Beschränkungen des Antragsrechts können sich allenfalls aus dem - hier offensichtlich nicht vorliegendem - Gesichtspunkt des Rechtsmissbrauchs oder der Prozessverschleppung ergeben (BGH, Urteil vom 29. Oktober 2002 - VI ZR 353/01, NJW-RR 2003, 208, unter II 1).
Das Berufungsgericht wäre zur Behebung des Fehlers verpflichtet gewesen, dem in zweiter Instanz erneut gestellten Antrag auf Anhörung des Sachverständigen zu entsprechen (vgl. BGH, Urt. v. 24. Oktober 1995, VI ZR 13/95, NJW 1996, 788, 789 und v. 29. Oktober 2002, VI ZR 353/01, NJW-RR 2003, 208, 209).
BFH, 17.12.2009 - X B 189/08
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