Source: https://www.transparenz.bremen.de/vorschrift_detail/bremen2014_tp.c.132454.de
Timestamp: 2019-10-21 07:41:34
Document Index: 137814753

Matched Legal Cases: ['§ 110', '§ 87', '§ 12', '§ 62', '§ 38', '§ 33', '§ 2', '§ 4']

Veröffentlichungsdatum:14.06.2019 Inkrafttreten01.09.2019 FundstelleBrem.ABl. 2019, 583
Zitiervorschlag: "Bachelorprüfungsordnung der Hochschule Bremen für den Internationalen Studiengang Pflege (Fachspezifischer Teil) vom 7. Mai 2019 (Brem.ABl. 2019, 583)"
juris-Abkürzung: PflIStudBacPO BR
Ausfertigungsdatum: 07.05.2019
Fundstelle: Brem.ABl. 2019, 583
Die Rektorin der Hochschule Bremen hat am 21. Mai 2019 gemäß § 110 Absatz 3 des Bremischen Hochschulgesetzes (BremHG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 2007 (Brem.GBl. S. 339), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 5. März 2019 (Brem.GBl. S. 71), die vom Fakultätsrat der Fakultät 3 auf der Grundlage von § 87 Satz 1 Nummer 2 BremHG in Verbindung mit § 12 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 der Grundordnung der Hochschule Bremen vom 16. Dezember 2008 (Amtliche Mitteilungen der Hochschule Bremen 2/2010, 2/2019) sowie § 62 Absatz 1 BremHG beschlossene Bachelorprüfungsordnung der Hochschule Bremen für den Internationalen Studiengang Pflege (Fachspezifischer Teil) genehmigt.
(1) Die Regelstudienzeit beträgt acht Semester. Sie umfasst ein integriertes Auslandsstudium und Praxismodule, die Bachelorthesis und das Kolloquium.
(2) Das Studium beinhaltet theoretische und praktische Anteile gemäß § 38 des Gesetzes über die Pflegeberufe (Pflegeberufegesetz - PflBG) in Verbindung mit den Vorgaben der Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen.
(3) Das integrierte Auslandsstudium soll im fünften Semester absolviert werden.
(4) Die Prüfungsleistungen der Module 6.1, 7.1, 7.2, 8.1 sowie entweder 8.2 oder 8.3 nach den Sätzen 3 und 4 sind gleichzeitig Bestandteile der staatlichen Prüfung nach der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (Pflegeberufe- Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung - PflAPrV) in der jeweils geltenden Fassung. Die Durchführung und Bewertung dieser Modulprüfungen erfolgt nach der PflAPrV und obliegt dem Prüfungsausschuss nach § 33 PflAPrV ; dieser stellt das Bestehen oder Nichtbestehen der staatlichen Prüfung fest. Aus prüfungsorganisatorischen Gründen legen die Studierenden die praktische Prüfung, welche gleichzeitig Bestandteil der staatlichen Prüfung nach der PflAPrV ist, entweder im Modul 8.2 oder 8.3 ab, wobei das jeweils andere Modul mit einer Prüfungsleistung in der Form des Berichts (B) abgeschlossen wird. Die Studierenden werden rechtzeitig vor der Anmeldung zu den Modulen des achten Semesters über die erfolgte Zuordnung informiert.
(5) Der für den erfolgreichen Abschluss des Studiums erforderliche Umfang des Studiums beträgt 240 Leistungspunkte.
Integriertes Auslandsstudium / Praxisphase
(1) Das integrierte Auslandsstudium kann nur angetreten werden, wenn das Modul 3.3 sowie das Modul 5.1 (Vorbereitungsmodul) erfolgreich absolviert wurden.
(2) Das Auslandssemester ist nach Wahl des oder der Studierenden an einer Partnerhochschule im Ausland in dem Internationalen Studiengang für Pflege fachverwandten Modulen abzuleisten.
(3) An der Partnerhochschule sind Prüfungs- und Studienleistungen im Umfang von 18 Leistungspunkten zu absolvieren.
(4) In begründeten Ausnahmefällen, wenn aus familiären oder gesundheitlichen Gründen die Teilnahme an einem Auslandsstudium nicht möglich ist, können auf schriftlichen Antrag mit Genehmigung des Prüfungsausschusses statt eines Auslandssemesters international orientierte Studienmodule aus dem Angebot der Hochschule Bremen absolviert werden. Der Prüfungsausschuss bestimmt die formalen und zeitlichen Vorgaben zur Antragsstellung und stellt sicher, dass das zu absolvierende Ausweichangebot in den Anforderungen mit einem Auslandsstudium vergleichbar ist. In diesem Fall sind anstelle der Module 5.2/5.3/5.4 im Umfang von (mindestens) 18 Leistungspunkten überwiegend fremdsprachige Module, deren Inhalte den Kompetenzzielen des Studiengangs und dem Gedanken der Internationalisierung dienen, zu belegen; das geeignete Programm ist vorab durch den Prüfungsausschuss festzulegen.
(5) Die Praxismodule werden bei Kooperationspartnern der Hochschule absolviert. Die Koordination der Einsätze erfolgt über die Studiengangsleitung. In den Praxismodulen besteht Anwesenheitspflicht.
(1) Die im Rahmen der Module zu erbringenden Prüfungs- sowie Studienleistungen regelt Anlage 1 .
(2) Prüfungsleistungen werden neben den im AT-BPO genannten in folgenden Formen erbracht:
Projektbericht (PB): Im Projektbericht wird die Organisation des Projekts mit seinen einzelnen Schritten von der Planung bis zur Auswertung beschrieben und reflektiert. Der Bericht soll erkennen lassen, dass der oder die Studierende in der Lage ist, Projekte vorzubereiten, methodisch zu planen und durchzuführen. Dazu gehört die schriftliche Erstellung eines Projektstrukturplans (PSP) und eines Projektablaufplans (PAP) analog des simulierten Projekts sowie deren Präsentation zum Abschluss des Moduls. Die Prüfungsleistung kann als Gruppenarbeit erbracht werden.
Fallstudie (FS): Fallstudien stellen eine eigenständige schriftliche Ausarbeitung eines praxisorientierten Problembereichs dar. Die Themenstellung, die Form und der Umfang werden von dem oder der Lehrenden abschließend festgelegt.
Portfolio (PF): Ein Portfolio ist eine Sammlung von mehreren bearbeiteten Aufgaben, die zusammenfassend bewertet wird. Die Art des Portfolios wird dem jeweiligen Qualifikationsziel entsprechend differenziert und von der oder dem Lehrenden festgelegt.
Posterpräsentation (PO): Ausarbeitung und Darstellung einer Thematik in Form eines wissenschaftlichen Posters.
Praxisprüfung (PP): Praxisprüfungen erfolgen im Rahmen realer Situationen bei den Kooperationspartnern. Die Themenstellung, die Form und der Umfang werden von der oder dem Lehrenden abschließend festgelegt. Die Praxisprüfungen zielen auf die Überprüfung der Handlungskompetenz ab und werden in der Praxis mit einer vorher definierten Aufgabenstellung abgelegt und bewertet.
(3) Für Hausarbeiten (HA) können von den Studierenden Themen vorgeschlagen werden.
(4) Referate (RF), Fallstudien (FS) und Posterpräsentationen (PO) können durch eine Gruppe von maximal drei Studierenden angefertigt werden; Hausarbeiten können durch eine Gruppe von maximal zwei Studierenden in Zusammenarbeit angefertigt werden.
(5) Studienleistungen werden im Rahmen bestimmter, in der Anlage 1 näher bezeichneter Module erbracht. Die Form der Studienleistung wird durch die oder den Lehrenden zu Beginn einer Veranstaltung bekanntgegeben. Studienleistungen können in folgenden Formen erbracht werden:
Präsentation: Darstellung einer Thematik mit Hilfe von Medien unterschiedlicher Art in circa 10 Minuten, ohne schriftliche Ausarbeitung.
Fallanalyse: Erarbeitung einer beschreibenden Analyse eines in der Praxis der Pflege relevanten Sachverhaltes unter Nutzung der vermittelten Methoden sowie theoretischen Grundlagen.
Exzerpte (EZ): Die selbstständige schriftliche Zusammenfassung fachlicher oder wissenschaftlicher Literatur zu einem Thema.
(6) Die Prüfungsleistungen der Module 1.5 ,,Praxis I”, 4.4 ,,Praxis VI”, 5.2 ,,Auslandsstudium”, 5.3 ,,Internationale Pflegesysteme und deren Ansätze von Prävention und Gesundheitsförderung kennen lernen und übertragen” und 6.5 ,,Praxis IX” werden mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ bewertet.
(1) Die Bachelorthesis wird durch ein Kolloquium abgeschlossen.
(3) Der schriftliche Teil der Bachelorthesis ist in mindestens drei maschinengeschriebenen, gebundenen Exemplaren sowie digital zugänglich einzureichen.
Die Gesamtnote der Bachelorprüfung wird zu 15 % aus der Note Bachelorthesis, zu 5 % aus der Note des Kolloquiums sowie zu 80 % aus dem Durchschnitt der Noten für die übrigen Module nach Anlage 1 gebildet.
Diese Prüfungsordnung tritt am 1. September 2019 in Kraft. Sie gilt erstmals für Studierende, die bei oder nach Inkrafttreten dieser Ordnung das Studium an der Hochschule Bremen aufnehmen.
Bremen, den 21. Mai 2019
Körperfunktionen und -systeme kennen und verstehen
Grundlagen wissenschaftsbasierter pflegerischer Praxis
PF o. HA
Einführung in die Pflegewissenschaften
Kommunikation und Interaktion in professionellen Beziehungen gestalten
MP o. PO
Grundlagen verbaler/non-verbaler Kommunikation
Einführung in die professionelle Interaktion und Biographiearbeit
Praxisbegleitung: Arbeitsgebundenes Lernen
Praxisbegleitung: Arbeitsverbundenes Lernen und Skills-Training
Pflegeprozesse vor dem Hintergrund unterschiedlicher Lebenslagen und Settings planen und evaluieren
Grundlagen von Klassifikationssystemen
Einführung in das Gesundheitssystem und Versorgungsstrukturen
Akute und chronische Krankheitsprozesse erkennen und verstehen
Pflegebedarfe diagnostizieren und in den Pflegeprozess integrieren
Aufrechterhaltung von Ernährung und Umgang mit Ausscheidungen
Medizinische Grundlagen Urogenitalsystem, Gastroenterologie und Prophylaxen
FS o. PP
Akute Pflegebedarfe analysieren und adäquate Interventionen in den Pflegeprozess integrieren
Qualitätsdiskurse erfassen, kritisch reflektieren und im Pflegeprozess einbeziehen
R o. HA
Pflegepraktische Interaktionen in einer Fremdsprache gestalten (Englisch)
Menschen in ihren Entwicklungsphasen und -aufgaben begleiten
Versorgungsschwerpunkt Kinder und Jugendliche
Med. Grundlagen der Entwicklungsphasen bis zum Erwachsenenalter und deren Beeinträchtigungen
Menschen mit hoch komplexen gesundheitlichen Einschränkungen beraten, anleiten und schulen
Case-Management und Versorgungssteuerung
Vertiefung Schulungs- und Beratungskonzepte
Methodische Herangehensweisen der Pflegewissenschaften zur Beantwortung pflegerelevanter Fragestellungen und deren Bedeutung für die Pflegepraxis
Sensibilität für kulturelle Vielfalt und Diversität entwickeln und in die profess. Arbeit integrieren (Englisch)
Pflege und Gesundheit im internationalen Kontext
Internationale Pflegesysteme und deren Ansätze von Prävention und Gesundheitsförderung kennen lernen und übertragen (Englisch)
Gesundheitsförderung und Prävention im internationalen Kontext
Hochkomplexe Situationen im Alter verstehen und pflegerische Interventionen planen und evaluieren
Normalität und psychische Gesundheit in der Pflege erkennen, reflektieren und Lösungsstrategien entwickeln
KL o. HA
Versorgungsgestaltung von Konfliktfragen und Normalitätsdiskursen
Med. Grundlagen der Physischen Störungen
Wissenschaftliche Erkenntnisse in Entscheidungsprozesse einbeziehen
Vertiefung Methodik: Epidemiologie
Anwendung evidenzbasierten Handelns
Verantwortung für die Pflegeprozesse von hochbelasteten und kritischen Lebenssituationen übernehmen
Versorgungsschwerpunkt lebensbedrohliche Situationen und Lebensende
Med. Grundlagen der Anästhesie- und Intensivmedizin, Onkologie und Palliativmedizin
Konfliktsituationen lösungsorientiert begegnen
Pflegeethik und ethische Dilemmata
Pflegerelevante Rechtsgrundlagen
Gestaltung intra- und interprofessioneller Zusammenarbeit und Weiterentwicklung der pflegerischen Praxis (Teilmodul in Englisch)
Projektmanagement/Change Management (Englisch)
Praxis XI
Multiperspektivische Fallsteuerung von Menschen mit hochkomplexen Pflegebedarfen
Praxis XII
PP o. B
Praxisbegleitung: Arbeitsverbundenes Lernen
Formen der Prüfungsleistungen: B - Bericht, FS - Fallstudie, HA - Hausarbeit, KL - Klausur, MP - mündliche Prüfung, PA - Projektarbeit, PF - Portfolio, PB - Projektbericht, PO - Posterpräsentation, PP - Praxisprüfung, R - Referat. Die Modulprüfung findet in einer der angegebenen Prüfungsformen statt. Die Prüfungsleistungen der Module 6.1, 7.1, 7.2, 8.1 und 8.2 bzw. 8.3 sind gleichzeitig Modulprüfungen und Teil der staatlichen Prüfung zum Erwerb der Berufsbezeichnung Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann.
Studienleistung; die Form der Studienleistung wird durch die Lehrende oder den Lehrenden bekanntgegeben.
Bachelorprüfungsordnung der Hochschule Bremen für den Internationalen Studiengang Pflege (Fachspezifischer Teil) vom 7. Mai 2019 01.09.2019
§ 2 - Integriertes Auslandsstudium / Praxisphase 01.09.2019
§ 4 - Bachelorthesis und Kolloquium 01.09.2019
Anlage 1 - Anlage 1: Prüfungsleistungen der Bachelorprüfung 01.09.2019