Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20170928_OGH0002_0020OB00007_17V0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2019-12-06 13:12:53
Document Index: 180761381

Matched Legal Cases: ['OGH', '§ 484', '§ 484', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 484', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 484', 'OGH', 'OGH', '§ 484', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', '§ 13', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH', 'OGH']

RIS - Rechtssätze für 2Ob7/17v - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 7Ob244/65 1Ob60/67 4Ob5...
RS0011695
7Ob244/65; 1Ob60/67; 4Ob577/71 (4Ob578/71 -4Ob583/71); 4Ob630/71; 1Ob205/72; 1Ob70/75; 5Ob510/76; 5Ob542/76; 7Ob638/78; 1Ob775/78; 1Ob527/80; 1Ob5/82; 1Ob726/82; 6Ob663/82; 5Ob507/83 (5Ob508/83); 8Ob570/85; 1Ob684/87; 7Ob693/89; 6Ob716/89; 8Ob644/93; 9Ob1583/95; 1Ob622/95; 3Ob50/97t; 7Ob337/97b; 1Ob183/99i; 2Ob287/01x; 3Ob101/01a; 4Ob104/06g; 1Ob48/07a; 1Ob144/07v; 1Ob25/09x; 1Ob142/10d; 3Ob110/12s; 7Ob49/13a; 5Ob74/15s; 1Ob89/17w; 3Ob26/17w; 2Ob7/17v
Aus § 484 ABGB folgt, dass der Belastete berechtigt ist, den über sein Grundstück führenden Weg auch ohne Zustimmung des Berechtigten auf eine andere Stelle zu verlegen, wenn der neue Weg dem Zweck der Dienstbarkeit vollkommen entspricht. Das Recht zur Verlegung ergibt sich aus der Pflicht zur tunlichsten Schonung der Sache und daraus, dass sich der Berechtigte alle Maßnahmen des Verpflichteten gefallen lassen muss, welche die Ausübung nicht ernstlich erschweren oder gefährden (vgl Klang 2. Auflage zu § 484, Ehrenzweig I S 341; GlU 1634 und 15720, GlUNF 4636).
7 Ob 244/65
Entscheidungstext OGH 13.10.1965 7 Ob 244/65
Veröff: SZ 38/162
1 Ob 60/67
Entscheidungstext OGH 13.04.1967 1 Ob 60/67
Beisatz: Durch die Verlegung tritt kein Erlöschen der Dienstbarkeit und keine Unterbrechung der Ersitzung ein (vgl GlUNF 4636 u.a.). (T1)
4 Ob 577/71
Entscheidungstext OGH 13.07.1971 4 Ob 577/71
4 Ob 630/71
Entscheidungstext OGH 25.01.1972 4 Ob 630/71
1 Ob 70/75
Entscheidungstext OGH 02.07.1975 1 Ob 70/75
5 Ob 510/76
Entscheidungstext OGH 02.03.1976 5 Ob 510/76
Veröff: SZ 49/33
5 Ob 542/76
Entscheidungstext OGH 06.04.1976 5 Ob 542/76
Auch; Beisatz: Holzbringung. (T2)
1 Ob 775/78
Entscheidungstext OGH 10.01.1979 1 Ob 775/78
Veröff: EvBl 1979/166 S 459
1 Ob 527/80
Entscheidungstext OGH 19.03.1980 1 Ob 527/80
1 Ob 5/82
Entscheidungstext OGH 31.03.1982 1 Ob 5/82
Beisatz: Wasserleitung (T3)
1 Ob 726/82
Entscheidungstext OGH 01.09.1982 1 Ob 726/82
Auch; Solange eine Verlegung des Weges vom Belasteten nicht vorgenommen wurde, kann er sich nicht darauf berufen, dass eine Durchfahrt auf einem anderen als dem ausdrücklich vereinbarten Grundstücksteil möglich ist. (T4)
6 Ob 663/82
Entscheidungstext OGH 17.11.1982 6 Ob 663/82
Beisatz: Eine Interessenabwägung hat stattzufinden, wobei die der Dienstbarkeitsbestellung zugrundegelegte Verkehrsträgerfunktion des Weges jedenfalls gewahrt bleiben muss. (T5)
Veröff: MietSlg 34057
5 Ob 507/83
Entscheidungstext OGH 22.02.1983 5 Ob 507/83
nur: Aus § 484 ABGB folgt, dass der Belastete berechtigt ist, den über sein Grundstück führenden Weg auch ohne Zustimmung des Berechtigten auf eine andere Stelle zu verlegen, wenn der neue Weg dem Zweck der Dienstbarkeit vollkommen entspricht. (T6)
8 Ob 570/85
Entscheidungstext OGH 21.11.1985 8 Ob 570/85
1 Ob 684/87
Entscheidungstext OGH 21.10.1987 1 Ob 684/87
nur T6; Beisatz: Fernmeldekabel. (T7)
7 Ob 693/89
Entscheidungstext OGH 30.11.1989 7 Ob 693/89
6 Ob 716/89
Entscheidungstext OGH 21.12.1989 6 Ob 716/89
nur T6; Beisatz: Der Berechtigte hat keinen Anspruch darauf, dass der Weg an eine andere Stelle verlegt wird. (T8)
9 Ob 1583/95
Entscheidungstext OGH 31.01.1996 9 Ob 1583/95
1 Ob 622/95
Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 622/95
3 Ob 50/97t
Entscheidungstext OGH 21.05.1997 3 Ob 50/97t
7 Ob 337/97b
Entscheidungstext OGH 17.12.1997 7 Ob 337/97b
1 Ob 183/99i
Entscheidungstext OGH 05.08.1999 1 Ob 183/99i
2 Ob 287/01x
Entscheidungstext OGH 29.11.2001 2 Ob 287/01x
Auch; nur T6; Beisatz: Ob der angebotene Ersatzweg dem Servitutszweck zumindest im Wesentlichen entspricht, hängt von den besonderen Umständen des Einzelfalles ab. (T9)
3 Ob 101/01a
Entscheidungstext OGH 30.08.2002 3 Ob 101/01a
Auch; Beisatz: Eine Verlegung des Servitutswegs ist nur zulässig, wenn der neue Weg dem Zweck der Dienstbarkeit vollkommen entspricht und die Ausübung der Dienstbarkeit nicht erschwert. (T10)
Veröff: SZ 2002/111
4 Ob 104/06g
Entscheidungstext OGH 20.06.2006 4 Ob 104/06g
Auch; Beisatz: Der Servitutsberechtigte muss eine Verlegung des Dienstbarkeitsweges nur unter bestimmten, eng umschriebenen Voraussetzungen hinnehmen. (T11)
1 Ob 48/07a
Entscheidungstext OGH 27.03.2007 1 Ob 48/07a
Vgl auch; Beisatz: Der Servitutsberechtigte ist grundsätzlich nicht befugt, den Verlauf des Servitutsweges auf dem dienenden Gut eigenmächtig zu verändern. (T12)
1 Ob 144/07v
Entscheidungstext OGH 22.10.2007 1 Ob 144/07v
Auch; nur T6; Beisatz: Ergibt sich etwa eine erhöhte Belastung des dienenden Grundstücks daraus, dass ein ursprünglich selten und nur mit Fuhrwerken befahrener Weg entsprechend der fortschreitenden technischen Entwicklung später-zulässigerweise-häufiger und mit Kraftfahrzeugen befahren wird, ist eine „Verschiebung" der Wegtrasse durch den Verpflichteten etwa dann nicht ausgeschlossen, wenn er damit berechtigte eigene Interessen verfolgt und andererseits der Servitutszweck, nämlich die Möglichkeit in bestimmtem Umfang zur herrschenden Liegenschaft zuzufahren, nicht beeinträchtigt wird. (T13)
Ähnlich; nur T6; Beisatz: Hier: Dachtraufe. (T14)
3 Ob 110/12s
Entscheidungstext OGH 19.09.2012 3 Ob 110/12s
7 Ob 49/13a
Entscheidungstext OGH 17.04.2013 7 Ob 49/13a
5 Ob 74/15s
Entscheidungstext OGH 19.06.2015 5 Ob 74/15s
Auch; Beis wie T1; Beis ähnlich wie T9
1 Ob 89/17w
Entscheidungstext OGH 24.05.2017 1 Ob 89/17w
ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0011695
JJR_19651013_OGH0002_0070OB00244_6500000_001
Rechtssatz für 8Ob11/75 1Ob70/75 1Ob72...
RS0011740
8Ob11/75; 1Ob70/75; 1Ob721/77; 7Ob638/78; 8Ob508/80; 7Ob720/80; 7Ob725/81; 3Ob639/81; 7Ob681/88; 5Ob94/88; 1Ob15/94 (1Ob16/94); 1Ob533/95; 8Ob55/97i; 1Ob357/98a; 10Ob284/00p; 1Ob134/01i; 1Ob304/01i; 1Ob136/04p; 7Ob224/04y; 2Ob88/06i; 4Ob217/08b; 3Ob279/08p; 1Ob25/09x; 1Ob139/09m; 1Ob215/10i; 1Ob217/10h; 3Ob110/12s; 7Ob49/13a; 1Ob150/14m; 6Ob129/14k; 10Ob83/16b; 5Ob235/16v; 1Ob89/17w; 2Ob7/17v
Aus § 484 ABGB folgt, dass sich der Dienstbarkeitsberechtigte jene Einschränkungen des Belasteten gefallen lassen muss, welche die Ausübung der Dienstbarkeit nicht ernstlich erschweren oder gefährden. Eigenmächtige Maßnahmen, die die Ausübung der Dienstbarkeit ernstlich erschweren, muss aber der Berechtigte nicht auf sich nehmen.
8 Ob 11/75
Entscheidungstext OGH 12.03.1975 8 Ob 11/75
1 Ob 721/77
Entscheidungstext OGH 12.12.1977 1 Ob 721/77
Beisatz: Der Widerstreit der Interessen ist in ein billiges Verhältnis zu setzen. (T1)
nur: Aus § 484 ABGB folgt, dass sich der Dienstbarkeitsberechtigte jene Einschränkungen des Belasteten gefallen lassen muss, welche die Ausübung der Dienstbarkeit nicht ernstlich erschweren oder gefährden. (T2); Beisatz: Dienstbarkeiten müssen so ausgeübt werden, dass dies für den Belasteten möglichst wenig beschwerlich ist. (T3)
8 Ob 508/80
Entscheidungstext OGH 10.04.1980 8 Ob 508/80
7 Ob 720/80
Entscheidungstext OGH 13.11.1980 7 Ob 720/80
Entscheidungstext OGH 26.11.1981 7 Ob 725/81
3 Ob 639/81
Entscheidungstext OGH 27.01.1982 3 Ob 639/81
7 Ob 681/88
Entscheidungstext OGH 10.11.1988 7 Ob 681/88
nur T2; Veröff: ZVR 1990/5 S 29
5 Ob 94/88
Entscheidungstext OGH 05.09.1989 5 Ob 94/88
Beisatz: Hier: Frage des Abschreibungshindernisses nach § 13 Abs 5
LTG. (T4) Veröff: NZ 1990,101; hiezu Hofmeister NZ 1990,102
1 Ob 15/94
Entscheidungstext OGH 23.11.1994 1 Ob 15/94
8 Ob 55/97i
Entscheidungstext OGH 13.01.1998 8 Ob 55/97i
1 Ob 357/98a
Entscheidungstext OGH 19.01.1999 1 Ob 357/98a
nur T2; Beisatz: Der Eigentümer darf nicht beliebig und grundlos die mit einem Bestandrecht oder einem Wohnungsrecht belastete Liegenschaft betreten, es ist vielmehr jeweils im Einzelfall nach entsprechender Interessenabwägung zu prüfen, ob eine Duldungspflicht des Benutzers besteht. (T5)
10 Ob 284/00p
Entscheidungstext OGH 24.10.2000 10 Ob 284/00p
1 Ob 134/01i
Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 134/01i
Beisatz: Die Beschränkung der Rechtsausübung durch den Belasteten ist ohne zumindest schlüssige Zustimmung des Berechtigten nur dann zulässig, wenn die Ausübung des Rechts dadurch nicht ernstlich erschwert oder gefährdet wird. (T6)
Auch; Beisatz: Auch gemessene Servituten können eingeschränkt werden, wobei allerdings, in Anbetracht des durch die Vereinbarung klar manifestierten Parteiwillens, die Einschränkung nur bei nachträglicher wesentlicher Änderung der Umstände und klar überwiegender Interessenlage auf Seiten des Verpflichteten zulässig ist. (T7); Veröff: SZ 2002/86
1 Ob 136/04p
Entscheidungstext OGH 12.10.2004 1 Ob 136/04p
7 Ob 224/04y
Entscheidungstext OGH 20.10.2004 7 Ob 224/04y
2 Ob 88/06i
Entscheidungstext OGH 05.10.2006 2 Ob 88/06i
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Bei der Beurteilung, ob dem Dienstbarkeitsberechtigten Erschwernisse zumutbar sind, ist auf die Natur und den Zweck der Dienstbarkeit abzustellen. (T8)
4 Ob 217/08b
Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 217/08b
1 Ob 139/09m
Entscheidungstext OGH 08.09.2009 1 Ob 139/09m
Auch; Beisatz: Eine Einschränkung der Servitut kommt bei nachträglicher wesentlicher Änderung der Umstände in Frage, die klar für eine stärkere Berücksichtigung der Interessen des Verpflichteten sprechen. (T9)
Beisatz: Diese Grundsätze sind auch für die Beantwortung der Frage heranzuziehen, inwieweit der Servitutsverpflichtete gehalten ist, nachteilige Einwirkungen zu verhindern, die von seiner Liegenschaft aufgrund von Naturereignissen auf den Servitutsgegenstand einwirken. (T10)
Beisatz: Hier: Beeinträchtigung des Wegerechts durch herabfallende Äste bzw. umstürzende Bäume. (T11)
1 Ob 215/10i
Entscheidungstext OGH 25.01.2011 1 Ob 215/10i
nur T2; Beis wie T1; Beis wie T7
1 Ob 217/10h
Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 217/10h
Auch; nur T2; Beis wie T6; Beis wie T9
Auch; Beis ähnlich wie T7; Beis ähnlich wie T8
Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Die Errichtung einer Schrankenanlage muss der Fahrberechtigte nicht hinnehmen. (T12)
10 Ob 83/16b
Entscheidungstext OGH 24.01.2017 10 Ob 83/16b
Vgl auch; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Absperrung des Dienstbarkeitswegs durch eine versperrte Kette auch bei Ausfolgung von Schlüsseln an den Dienstbarkeitsberechtigten unzulässig. (T13)
5 Ob 235/16v
Entscheidungstext OGH 04.05.2017 5 Ob 235/16v
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0011740
JJR_19750312_OGH0002_0080OB00011_7500000_001
Rechtssatz für 5Ob510/76 1Ob527/80 5Ob...
RS0011751
5Ob510/76; 1Ob527/80; 5Ob524/80; 1Ob718/81; 7Ob551/86; 6Ob645/88 (6Ob646/88); 6Ob547/91; 7Ob47/98g; 1Ob183/99i; 2Ob69/00m; 7Ob224/04y; 6Ob123/09w; 2Ob7/17v
Eine in mäßigen und zumutbaren Grenzen gehaltene Veränderung des Verlaufes eines Servitutsweges auf einer Liegenschaft berührt die Identität des Rechtsobjektes als solches nicht. Dieser Grundsatz gilt auch für die Ersitzung eines Wegerechtes.
5 Ob 524/80
Entscheidungstext OGH 22.04.1980 5 Ob 524/80
nur: Eine in mäßigen und zumutbaren Grenzen gehaltene Veränderung des Verlaufes eines Servitutsweges auf einer Liegenschaft berührt die Identität des Rechtsobjektes als solches nicht. (T1)
7 Ob 551/86
Entscheidungstext OGH 13.03.1986 7 Ob 551/86
Veröff: SZ 59/50 = MietSlg 34056 = JBl 1986,644
Beisatz: Gleiches hat für die Ersitzung eines Pflugwenderechtes und Pflugschweberechtes zu gelten. (T2)
7 Ob 47/98g
Entscheidungstext OGH 24.02.1998 7 Ob 47/98g
2 Ob 69/00m
Entscheidungstext OGH 30.03.2000 2 Ob 69/00m
Auch; nur T1; Beisatz: Die Verlegung eines Servitutsweges, der voll oder im Wesentlichen dem ursprünglichen Weg entspreicht, bringt die Servitut nicht zum Erlöschen. (T3) Beisatz: Hier: Eine in mäßigen und zumutbaren Grenzen gehaltene Veränderung des Servitutsweges. (T4)
6 Ob 123/09w
Entscheidungstext OGH 02.07.2009 6 Ob 123/09w
Beis wie T3; Beisatz: Aus der in einem Verfahren zwischen den selben Parteien ergangenen Entscheidung 1 Ob 48/07a ist nichts Gegenteiliges abzuleiten. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0011751
JJR_19760302_OGH0002_0050OB00510_7600000_001
Rechtssatz für 1Ob502/82 1Ob4/82 1Ob50...
RS0010135
1Ob502/82; 1Ob4/82; 1Ob506/82; 7Ob1650/93; 7Ob637/94; 9Ob2020/96s; 5Ob106/97t; 9Ob406/97i; 6Ob54/00k; 7Ob269/00k; 6Ob255/00v; 5Ob249/04k; 9Ob92/06d; 1Ob33/09y; 6Ob85/10h; 3Ob36/13k; 4Ob123/14p; 1Ob115/14i; 1Ob137/14z; 8Ob38/14t; 1Ob181/14w; 10Ob14/15d; 8Ob59/17k; 7Ob149/17p; 2Ob7/17v; 8Ob101/17m; 10Ob54/17i; 9Ob51/17s; 9Ob76/17t
Die Besitzausübung muss beim Rechtsbesitz so beschaffen sein, dass derjenige, in dessen Besitz eingegriffen wird, erkennen kann, dass ein individuelles Recht ausgeübt wird. In welchem Umfang erworben wird, hängt davon ab, welches Recht der eine Teil ausüben und der andere dulden wollte.
Veröff: SZ 55/19
Veröff: SZ 55/30
Auch; nur: Die Besitzausübung muss beim Rechtsbesitz so beschaffen sein, dass derjenige, in dessen Besitz eingegriffen wird, erkennen kann, dass ein individuelles Recht ausgeübt wird. (T1); Beisatz: Und nicht eine bloß sich aus dem gutnachbarlichen Verhältnis ergebende Gestattung in Anspruch genommen wird. (T2)
nur T1; Beisatz: Auf die positive Kenntnis des Eigentümers der belasteten Sache kommt es nicht an. (T3)
9 Ob 406/97i
Entscheidungstext OGH 25.02.1998 9 Ob 406/97i
Auch; nur T1; Beis wie T3; Beisatz: Es kommt sohin nur auf die objektive Erkennbarkeit der Rechtsausübung durch denjenigen, in dessen Recht eingegriffen wird, aber nicht auf die subjektive Kenntnis des Eigentümers der belasteten Sache an. (T4)
Vgl auch; Beisatz: Hier: War den Beklagten bekannt, dass der Kläger auf die Nutzung der öffentlichen Wege zur Bewirtschaftung seines Gutes angewiesen ist und diese zu den angeführten Zwecken auch ununterbrochen in einer über den Gemeingebrauch hinausgehenden Art und Weise befahrt und bereitet. (T5)
nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4; Veröff: SZ 74/57
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Das bloße Mitbenützungsrecht des Wohnungseigentümers an allgemeinen Teilen der Liegenschaft kann nicht zum Inhalt einer Dienstbarkeit gemacht werden. (T6)
Vgl; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Begründung einer Dienstbarkeit (Feldservitut) durch Ersitzung. (T7)
Auch; nur T1; Beisatz: Für den Ersitzungsgegner muss jedenfalls erkennbar sein, welches individuelle Recht konkret in Anspruch genommen wird. (T8)
Auch; nur T1; Beisatz: Die bloße Ausübung des Gemeingebrauchs oder einer jedermann offenstehenden örtlichen Übung genügt für eine Ersitzung nicht. (T9)
8 Ob 101/17m
Entscheidungstext OGH 25.10.2017 8 Ob 101/17m
Vgl; Beisatz: Das Publizitätserfordernis bezieht sich auf die Ersitzung einer Dienstbarkeit, also auf deren Begründung, nicht aber auf die Ausübung einer bestehenden Servitut. (T10)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0010135
JJR_19820217_OGH0002_0010OB00502_8200000_002
Rechtssatz für 7Ob574/91 9Ob406/97i 6O...
RS0034224
7Ob574/91; 9Ob406/97i; 6Ob54/00k; 1Ob6/06y; 2Ob38/10t; 8Ob103/13z; 2Ob7/17v
Nimmt jemand fremden Grund für eigene Interessen in der irrigen Annahme, er benütze einen öffentlichen Weg, in Anspruch und deckt sich in Erscheinung treffende Art der Benützung mit jener, wie sie auch ein Dienstbarkeitsberechtigter an den Tag legen würde, so ist davon auszugehen, dass der Benützer für den Fall der Aufklärung seines Irrtums eventualiter ein Recht gegen den Eigentümer in Anspruch nehmen hätte wollen. Diesfalls ist von dem für die Ersitzung erforderlichen Besitz auszugehen, wenn der Eigentümer nicht beweist, dass sich der Wille zur Benützung ausschließlich auf die Inanspruchnahme eines öffentlichen Weges richtete und der Benützer einen privatrechtlichen Rechtsbesitz keinesfalls beabsichtigt hätte. (An einem öffentlichen Weg kann auf diese Weise keinesfalls eine Dienstbarkeit ersessen werden).
Veröff: JBl 1992,180
1 Ob 6/06y
Entscheidungstext OGH 20.06.2006 1 Ob 6/06y
Vgl auch; Beisatz: Im Zweifel ist von der Ausübung eines Individualrechts auszugehen. (T1); Beisatz: Es ist Sache des Grundeigentümers den ausschließlichen Willen zur Ausübung eines öffentlichen Rechts und das Fehlen eines privatrechtlichen Besitzwillens zu beweisen, beziehungsweise nachzuweisen, dass ihm die Eingriffe in sein Recht nicht hätten früher auffallen müssen. (T2)
2 Ob 38/10t
Entscheidungstext OGH 17.06.2010 2 Ob 38/10t
nur: Nimmt jemand fremden Grund in Anspruch ist von dem für die Ersitzung erforderlichen Besitz auszugehen. (T3); Beis wie T1
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0034224
JJR_19910926_OGH0002_0070OB00574_9100000_001
Rechtssatz für 1Ob542/93 8Ob579/92 3Ob...
RS0011655
1Ob542/93; 8Ob579/92; 3Ob560/95; 7Ob133/98d; 7Ob267/04x; 3Ob36/13k; 8Ob38/14t; 1Ob10/15z; 10Ob14/15d; 2Ob7/17v; 10Ob54/17i
Der zur Ersitzung führende Besitz kann auch durch Stellvertreter, Boten oder andere Besitzmittler ausgeübt werden. Als solche Mittelspersonen kommen gerade dann, wenn es um die Ersitzung des Rechts zur Benützung von Grundflächen als Kundenparkplätze oder Gästeparkplätze als Bestandteile des auf dem berechtigten Grundstück betriebenen Unternehmens geht, naturgemäß nur die Kunden bzw Gäste in Betracht, sofern diese Rechtsausübung vom Besitzwillen des Unternehmers getragen wird.
1 Ob 542/93
Entscheidungstext OGH 20.04.1993 1 Ob 542/93
Veröff: SZ 66/53 = EvBl 1993/175 S 737
8 Ob 579/92
Entscheidungstext OGH 19.11.1993 8 Ob 579/92
Auch; nur: Der zur Ersitzung führende Besitz kann auch durch Stellvertreter, Boten oder andere Besitzmittler ausgeübt werden. (T1) Beisatz: Für einen Erwerb von neuen Besitzrechten des Bestandgebers durch seinen Bestandnehmer als Besitzmittler ist erforderlich, daß sie ihrer äußeren Erscheinung nach zum Bestandgegenstand gehören und diesem wirtschaftlich zugeordnet sind (hier: Bestandgegenstand ist die Ausübung von Fischereirechten). (T2)
nur T1; Beisatz: Für den Besitzwillen ist das äußere Bild der Benützung ausschlaggebend. (T3)
Beisatz: Hier: Fahrrecht. (T4)
7 Ob 267/04x
Entscheidungstext OGH 15.12.2004 7 Ob 267/04x
Auch; nur: Der Rechtsbesitz kann auch durch Besitzmittler ausgeübt werden. (T5)
Auch; nur T1; Beisatz: Sofern diese Rechtsausübung vom Besitzwillen des Ersitzenden getragen wird. (T6)
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0011655
JJR_19930420_OGH0002_0010OB00542_9300000_002