Source: https://www.weka.ch/themen/steuern/private-personen/private-kapitalgewinne-und-beteiligungsrechte/article/steuererklaerung-tipps-die-moeglichen-abzuege-bei-unselbstaendiger-erwerbstaetigkeit/
Timestamp: 2018-02-20 01:53:30
Document Index: 375120562

Matched Legal Cases: ['Art. 9', '§ 27', '§ 24', '§ 24', 'BGE', 'Art. 26', '§ 23', 'Art. 26', '§ 26', '§ 35', 'Art. 39', '§ 27']

Steuererklärung Tipps: Beim Ausfüllen der Steuererklärung wird das Reineinkommen und schliesslich das steuerbare Einkommen ermittelt. Dabei werden von den gesamten, steuerbaren Einkünften die Aufwendungen und die allgemeinen Abzüge abgezogen. Nachfolgend soll eine Auswahl gewisser Abzüge unter Beleuchtung ausgewählter, kantonaler Bestimmungen erläutert werden.
Gemäss Art. 9 Abs. 1 StHG sind die Gewinnungskosten vom steuerbaren Einkommen abzuziehen. Gewinnungskosten sind diejenigen Aufwendungen, die dem Steuerpflichtigen bei der Erzielung seiner Einkünfte entstehen (vgl. z.B. die Definition der Finanzdirektion Bern: „Als Gewinnungskosten gelten alle Kosten im Zusammenhang mit der Erzielung von Einkünften, “Steuerportal, Glossar Steuerbegriffe). Gewisse Kantone, so z.B. der Kanton Basel-Stadt, gewähren anstelle der tatsächlich nachgewiesenen Berufskosten einen Pauschalabzug. In Basel-Stadt können ohne Nachweis CHF 4'000 abgezogen werden (vgl. § 27 Abs. 2 StG BS).
Bis im Steuerjahr 2013 konnte im Kanton Bern eine Berufskosten-Gesamtpauschale in der Höhe von 20% des Nettoeinkommens, maximal aber CHF 7'200 pro Jahr abgezogen werden. Waren die in der Steuererklärung ausgewiesenen Kosten tiefer, wurde die Gesamtpauschale automatisch berücksichtigt. Wenn indes der Arbeitgeber bereits die Berufskosten entschädigte, war die Pauschale ausgeschlossen. Bei Spesen galt dies nicht. Ab der Steuerperiode 2014 wird die Berufskosten-Gesamtpauschale indes abgeschafft.
Bei der direkten Bundessteuer gelten für die Berufskosten die Ansätze gemäss der Berufskostenverordnung des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD). Als übrige Berufskosten können 3% des Nettolohns bzw. mindestens CHF 2'000 und höchsten CHF 4'000 pro Jahr abgezogen werden. Wurde die Erwerbstätigkeit nicht während der gesamten Steuerperiode oder im Teilzeitpensum ausgeübt, wird die Pauschale anteilsmässig gekürzt.
Arbeitszimmerabzug
Der Abzug für ein Arbeitszimmer stellt keinen Pauschalabzug, sondern einen effektiven Abzug dar, der durch den Steuerpflichtigen nachgewiesen werden muss. Zunächst qualifizieren nur solche Steuerpflichtige für diesen Abzug, die auch die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen. So ist z.B. in Kanton Basel-Stadt erforderlich, dass der Steuerpflichtige aufgrund seiner beruflichen Situation auf ein eigenes (!) Arbeitszimmer angewiesen ist um die Berufsarbeit zu erledigen (vgl. § 24 Abs. 1 StV BS). Das Zimmer muss von der Einrichtung her vom übrigen Wohnraum quasi ausgeschieden sein, es darf also funktionell nicht auch wohntechnisch genutzt werden können. Mit anderen Worten muss der Raum dem Steuerpflichtigen zu Arbeitszwecken verloren gehen. Die feinen Abgrenzungen dürften im Einzelfall schwierig vorzunehmen sein. Meines Erachtens sollte das Arbeitszimmer noch als solches gelten, wenn nebst der gesamten, nachgewiesenen Büroeinrichtung noch ein Gästebett oder ein Hometrainer im gleichen Zimmer stehen, welche das Zimmer in untergeordnetem Mass noch für wohnliche Zwecke nutzbar machen (§ 24 Abs. 1 StV BS spricht von überwiegender und regelmässiger Nutzung für einen wesentlichen Teil der Berufsarbeit). Als „wesentlicher Teil der Berufsarbeit“ wird gefordert, dass 40% des Gesamtarbeitszeit, also zwei Tage das Zimmer beruflich genutzt wird.
Eine weitere Voraussetzung für das Arbeitszimmer ist, dass das entsprechende Zimmer für die Arbeit eingerichtet ist. Es müssen sich für die Berufsausübung notwendige Gerätschaften bzw. Utensilien (Schreibtisch, Computer, Drucker, Telefon, Medizingeräte o.ä.) in dem jeweiligen Raum befinden. Für die Überprüfung, ob der Steuerpflichtige an seinem Arbeitsplatz keine Möglichkeit, oder allenfalls keine hinreichende Möglichkeit hat, seinen Beruf auszuüben, stellt die Steuerverwaltung zunächst auf die Umstände ab. Wenn im Arbeitsvertrag eine Homeofficelösung vorgesehen ist, sollte dieser Umstand nicht umstritten sein. Ist indes die Angewiesenheit auf ein Arbeitszimmer nicht offensichtlich, wie dies z.B. bei Lehrpersonen der Fall ist, kann die Steuerverwaltung beim Steuerpflichtigen, oder allenfalls beim Arbeitgeber die Arbeitsumstände abfragen.
Ähnliche Voraussetzungen sieht der Kanton Bern für die Gewährung eines Arbeitszimmers vor: Danach hat die steuerpflichtige Person Anspruch auf ein Arbeitszimmer, wenn sie keine oder keine zumutbare Möglichkeit hat, Berufsarbeiten am Arbeitsplatz zu erledigen und infolge fehlender oder ungeeigneter Räume am Arbeitsplatz dazu veranlasst wird, Arbeiten in der Privatwohnung auszuführen. Das Zimmer muss ebenfalls „hauptsächlich und regelmässig“ für die Berufsarbeit benützt werden (vgl. Wegleitung zur Steuererklärung 2014, Ziff. 6.5, S. 43). Dieses Erfordernis deckt sich auch mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach ein Arbeitszimmer in einer Privatwohnung ein besonderer Raum sein muss, der zur Hauptsache beruflichen und nicht privaten Zwecken dient (vgl. BGE v. 12.12.2008, 2C_681/2008, E. 3.5.1).
Für die Berechnung des Abzugs muss der Mietvertrag herangezogen werden. Der effektive Abzug berechnet sich z.B. gemäss basel-städtischer Praxis nach folgender Formel:
Miete exkl. NK oder Eigenmietwert x 3 / Anzahl Zimmer x 4 (in Wohnung/Haus
Zu beachten ist, dass die Kosten für Beleuchtung, Reinigung, Heizung etc. in diesem Pauschalbetrag inbegriffen sind und nicht zusätzlich abgezogen werden können.
Eigene Wohnung/eigenes Haus: Raumeinheit (RE) des Arbeitszimmers und Ansatz in Franken pro Raumeinheit (ARE) gemäss Bewertungsprotokoll (kann bei der Gemeinde bezogen werden).
ARE × RE des Arbeitszimmers
Beispiel Steuererklärung Tipps:
CHF 2000.– (ARE) × 0,8 (RE) = CHF 1’600.– x Mietwertfaktor Kanton (gemäss Mietwertblatt, z.B. 76%)
Gemietete Wohnung/gemietetes Haus: Mietzins (ohne Nebenkosten); Anzahl Zimmer + 2 (Anteil Küche, Bad usw.)
Am 9. Februar 2014 hat das Schweizer Stimmvolk die FABI-Initiative (Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur) angenommen. Die Vorlage will den öffentlichen Verkehr unter anderem mit längeren Zügen und einer höheren Taktfrequenz stärken. Finanziert wird der Bahninfrastrukturfonds unter anderem durch den bisherigen FiöV-Fonds (LSVA, Mineralölsteuer und MWST), durch allgemeine Bundesmittel und durch die Begrenzung bzw. einem maximalen Fahrkostenabzug bei der direkten Bundessteuer. Voraussichtlich ab 2016 wird Art. 26 Abs. 1 lit. a DBG dahingehend abgeändert werden, dass als Berufskosten die notwendigen Kosten "bis zu einem Maximalbetrag von 3'000 Franken für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte" abzugsfähig sein werden. Abs. 2 genannter Bestimmung wird ebenfalls angepasst werden.
Da der Pendlerabzug nicht im Steuerharmonisierungsgesetz (StHG) geregelt ist, sind die Kantone frei, ihre aktuelle Regelung beizubehalten, die Bundeslösung zu übernehmen oder ihren Pendlerabzug anderweitig anpassen. Die nachfolgende Grafik zeigt die Verteilung zwischen denjenigen Kantonen, die eine Obergrenze des Pendlerabzugs bereits beschlossen oder beantragt haben, die einen solchen zu einem späteren Zeitpunkt beschliessen werden und solche, für welche der Pendlerabzug kein Thema ist, auf:
Zu Veranschaulichung: Hier klicken!
Die Folge dieser kantonal unterschiedlichen Regelungen werden unterschiedliche Veranlagungen innerhalb eines Kantons sein, weil der Pendlerabzug bei Bund und Kanton unterschiedlich hoch ist. Dies gilt nicht für Kantone, welche die Bundeslösung übernehmen werden. Im Übrigen wird eine Uneinheitlichkeit zwischen den Kantonen entstehen. Bei Steuerpflichtigen, denen ein Geschäftsfahrzeug zur Verfügung steht, wird der Privatanteil mit 0,8% abgerechnet. Von der Beschränkung des Fahrzeugkostenabzugs wären diese indes nicht betroffen, weil der Privatanteil nicht den Arbeitsweg betrifft. Mögliche Lösungen sind ein entsprechender Vermerk im Lohnausweis, die Erhöhung des Privatanteils oder eine individuelle Vereinbarung mit der zuständigen Steuerverwaltung. Es ist aber fraglich, ob aufgrund der grossen kantonalen Unterschiede eine gerechte Lösung tatsächlich möglich ist.
Effektive Fahrkosten - Steuererklärung Tipps:
Effektive Fahrkosten müssen hinreichend begründet sein, damit sie zum Abzug zugelassen werden. Z.B. reichen gesundheitliche Gebrechen, die die Mobilität einschränken oder eine rasche Einsatzbereitschaft (Pikett-Dienst) am Arbeitsplatz in der Regel aus, sofern diese Tatsachen mittels Arztzeugnis oder Bestätigung des Arbeitgebers belegt sind. Sind keine dieser Gründe vorhanden, kann sich die Berechtigung von effektiven Fahrkosten auch aus der Dauer des Arbeitswegs ergeben. In Basel-Stadt beispielsweise stützt sich die Steuerverwaltung auf die Verwaltungsgerichtspraxis ab, wonach zweieinhalb Stunden für den Arbeitsweg (Hin- und Rückfahrt) als zumutbar angesehen werden. Bei der Berechnung der Dauer werden die Wegzeit, die fahrplanmässigen Verbindungen sowie die Dauer des Aufenthalts berücksichtigt. Im Übrigen lässt sich sagen, dass bei der Beurteilung der Begründetheit eines persönlichen Fahrzeugs der Grad des Ausbaus des öffentlichen Verkehrs berücksichtigt ebenfalls berücksichtigt wird. Je besser das öV-Netz ausgebaut ist, desto triftiger muss die Begründung des Steuerpflichtigen ausfallen.
Als Gewinnungskosten abziehbar sind auch die auswärtigen Verpflegungskosten. Gemäss bernischer Wegleitung 2014 z.B. gelten folgende Ansätze:
CHF 15.– pro Arbeitstag, im Jahr max. CHF 3’200.–;
CHF 7.50 pro Arbeitstag, im Jahr max. CHF 1’600.–, wenn die Verpflegung durch den Arbeitgeber verbilligt wird (Kantine, Personalrestaurant, Lunch-Checks usw.).
Dabei ist zu beachten, dass der Abzug nicht möglich ist, wenn die Kosten durch Spesenentschädigungen (für Verpflegung auf Dienstreise) abgegolten werden. In Basel-Stadt sind gemäss § 23 Abs. 1 lit. a StV BS Mehrkosten für auswärtige Verpflegung abziehbar, „wenn die steuerpflichtige Person wegen grosser Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsstätte oder wegen kurzer Essenspause eine Hauptmahlzeit nicht zu Hause einnehmen kann.“ In beiden Kantonen richten sich die Ansätze nach denjenigen in der Berufskostenverordnung, welche für die direkte Bundesteuer anwendbar sind. Der Verpflegungskostenabzug wird eher restriktiv gewährt und die Mehrkosten müssen in der Regel nachgewiesen werden.
Viele Arbeitgeber haben von der zuständigen Steuerverwaltung genehmigte Spesenreglemente. Es handelt sich um eine Verständigung des Arbeitgebers mit der Steuerverwaltung gewisse Entschädigungen einheitlich zu behandeln. So z.B. Reise- und Fahrspesen (U-Abo, GA), Verpflegungskosten, Übernachtungskosten, Abgabe eines Geschäftsfahrzeuges, Vergünstigungen für Verpflegung und Naturalbezüge (Waren, Lebensmittel etc.). Dem Arbeitgeber gibt ein Spesenreglement eine gewisse Sicherheit, wie er diese Entschädigungen im Lohnausweis zu behandeln hat. Die zuständigen Steuerverwaltungen, die die Arbeitnehmer veranlagen, können den Lohnausweisen entnehmen, dass die Entschädigungen durch ein genehmigtes Spesenreglement abgedeckt sind. Sofern eine Position auf dem Lohnausweis entsprechend vermerkt ist, ist die Geltendmachung des entsprechenden Abzugs durch den Arbeitnehmer ausgeschlossen. Wenn der Arbeitgeber ein Umweltschutzabonnement zur Verfügung stellt, kann der Arbeitnehmer nicht noch zusätzlich einen entsprechenden Abzug in Anspruch nehmen. Dies ist daran ersichtlich, dass der Arbeitgeber in Feld F "Unentgeltliche Beförderung zwischen Wohn- und Arbeitsort" ein Kreuz setzt (weitere Spesen werden in den Ziff. 13.1.1 "Reise, Verpflegung, Übernachtung" und Pauschalspesen für Fahrzeuge in Ziff. 13.2.2 entsprechend vermerkt).
In der Regel halten sich die Steuerverwaltungen an das Musterspesenreglement von der Schweizerischen Steuerkonferenz (vgl. KS 25 vom 18. Januar 2008 der SSK; darin enthalten sind das Musterspesenreglement für Unternehmen, diejenigen für leitendes Personal und für Non-Profit-Organisationen).
Gemäss Art. 26 Abs. 1 lit. d DBG sind "die mit dem Beruf zusammenhängenden Weiterbildungs- und Umschulungskosten" abzugsfähig. Die kantonalen Steuergesetze kennen ähnliche oder sogar deckungsgleiche Formulierungen (vgl. z.B. § 26 Abs. 1 lit. d StG ZH; § 35 Abs. 1 lit e StG AG; Art. 39 Abs. 1 lit. d StG SG; § 27 Abs. 1 lit. d StG BS). Ausbildungskosten dagegen sind nicht abzugsfähig. Mit dem heute in den verschiedenen Berufszweigen herrschenden Schulungsangebot fällt die Qualifikation zwischen Aus- und Weiterbildung oft nicht einfach aus. Gleichwohl handelt es sich aufgrund der teilweise erheblichen Kosten für Semestergebühren und Schulungsmaterial um eine wichtige Abgrenzungsfrage für den Steuerpflichtigen.
Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass bei der Würdigung der Einzelfall betrachtet werden muss. D.h. es wird z.B. auf die aktuelle Berufssituation und das Vorleben des Steuerpflichtigen abgestellt. Ein spezifischer Fachlehrgang kann z.B. bei einem Uni-Abgänger ohne Berufserfahrung in der jeweiligen Branche als Ausbildung qualifizieren, während für eine Person mit einigen Jahren spezifischer Berufserfahrung als Weiterbildung. Dogmatisch kann auf die von Michael Beusch in seinem Aufsatz "Bildungskosten - Eine Analyse der Abgrenzung von Aus- und Weiterbildung anhand neuerer Entwicklungen in der Rechtsprechung (in: Zeitschrift für Schweizerisches und Internationales Steuerrecht, zsis 2004, Nr. 6) entwickelten vier Fallgruppen verwiesen werden:
Ausbildungslehrgänge an einer Fachhochschule, die von der fachlichen Ausrichtung und dem Inhalt her einem Universitätsstudium gleichzustellen sind (FH-Studiengänge);
Fachspezifische Weiterbildungen, für deren Zulassung bestimmte Vorkenntnisse erforderlich sind und mit einer (eidgenössisch) anerkannten Prüfung abgeschlossen werden (eidg. dipl. Steuerexperte);
Lehrgänge, die mit Bezug auf den Berufsalltag Hilfestellungen bzw. "Werkzeuge" darstellen und nicht das materielle Fachwissen betreffen (Sprachen, Kommunikationstechnologien);
Nachdiplomstudiengänge (LL.M., MBA).
Fallgruppe 1 qualifiziert per se immer als Ausbildung und ist steuerlich nicht abzugsfähig. Bei Fallgruppe 2 tendieren die Steuerverwaltungen davon auszugehen, dass beim Erwerb eines geschützten Titels eine Ausbildung bzw. Berufsaufstiegskosten vorliegen, welche steuerlich ebenfalls nicht abzugsfähig sind. Grundsätzlich mag dies zutreffen, im Einzelfall ist es aber durch aus denkbar, dass vor allem bei kürzeren Studiengängen – obwohl ein Titel erworben wird – eine abzugsfähige Weiterbildung vorliegt, z.B. ein Uni-Abgänger ohne Berufserfahrung, der noch eine FH-Weiterbildung absolviert, und dabei keine einschlägige Berufserfahrung während des Kurses sammelt (on the job). Bei Fallgruppe 3 ist ebenfalls auf die persönlichen Umstände abzustellen. Für die Abzugsfähigkeit eines Russischkurses ist darauf abzustellen, ob der Steuerpflichtige diese Sprache für seinen Beruf tatsächlich braucht (Berufserhaltungskosten = abzugsfähig, oder ob es sich eher um Lebenshaltung bzw. persönliches Interesse handelt = nicht abzugsfähig). In den Fallkonstellationen 4 sind die persönlichen Verhältnisse am stärksten zu berücksichtigen. Ein berufsspezifischer LL.M-Studiengang nach zwanzig Jahren Berufserfahrung qualifiziert als Weiterbildung während derselbe Studiengang bei einem Uni-Abgänger wohl als Ausbildung zählt, weil er sich neues Wissen aneignet (vgl. zum Ganzen Michael Beusch, zsis 2004, Nr. 6, Ziff. 39 ff.).