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Timestamp: 2020-04-10 10:14:49
Document Index: 86296210

Matched Legal Cases: ['§ 1', '§ 9', '§ 83', '§ 1', '§ 6', '§ 6']

1918 / 154 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger)
1918 / 154 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
Bekanntmachung über die Herstellung von Sauerkrauk. Auf Grund des § 1 der Verordnung über die Ver- arbeitung von Gemüse und Obst vom 23. Januar 1918 (Reichs-Geseßbl. S. 46) wird bestimmt:
& 1, Die gewerbsmäßige Verarbeitung von Weißklohl zu Sauerkraut ift verboten. Die Vorschrift des Absatzes 1 gilt nit, L 1) soweit an den Feischmärkien vecbletbende Ueberïtände von Weißkohl dur Eiusäurxen vor dem Verderb geshüßt werden müssen und 2) sowett Weißkohl auf Stund besonderen Auftrags der MRetsstelie für Gemüje und Obst, Geschästzabteilung, in
Berlin zur Deckung des Bedarfs von Hecr und Marine } 4 19 hg Garter, Wiesen und Aecker des Müller Andreas, Ackerer in
zu Sauetrkraut verarbeitet wird. 8 2,
Zuwtderhandlungen werden nah § 9 der erwähnten Verordnung mit Gefängnis bis zua einem Jahre und mit Geldstrafe bis zu 10 000 # oder mit etner diefer Strafen belegt. Neben der Strafe kann auf Einziehung der Vorräte erkannt werden, auf die sich die Me Handlung bezieht, ohne Unterschied, ob sfe dem Täter ge-
dren oder nicht. i
8 3. Diese Bekanntmachung tritt am 1, Juli 1918 in, am 20. August 1918 außer Kraft. Berlin, den 17. Juni 1918. Neichsstelle für Gemüse und Obst.
Der Borsihenve:! von Dilly. H wittels re4tskrästigen Beschlusses der unterzeichneten Behörde vom 28, Mai 1918 dem Händler August Menge tn Weimar, Atbach- straße 4, der Handel mit Kletnvieh untersagt.
Auf Grund der Bekanntmachungen des Reichskanzlers vom 26. Nooember 1914 (RGBl. S. 487), vom 13. Dezember 1917 (RGBIl. S. 1105), vom 24. November 1916 (RGBl. S. 1289) und vom 10. Februar 1916 (RGBl. S. 89) is für folgende Besißungen die zwangsweise Verwaltung an- geordnet worden:
1) Anwesen Hs. Ne. 7 am Kieblingerweg in Reichenboll, K. Bezirksamts Bercztesaaten, den amerikanischen Staatsangehörigen Ernest Paul Nene Tuck-rmann in Paris vnd Felix Lud@erma=n in Lovdon fowie den fransfishen Staatsangehörtgen Pauline Durand und Blanche Migiels zu Miteigentum gehörig (Verwalter: K. Rezierungsrat Dr. Heil in Berchteszaden);
2) Anwejen Hs. Nr. 17 in Pöckina, K. Beztirkzamts Starnberg, dem amerikanischen Staat8angehörigen Jakob Schmid in Pôding ge- hôrig (Verwalter: Bürgermeister Ruhdorfer in Pöôding);
3) Anwesen Hs. Nx. 54 in Herrsching, K. Bezirksamis Starn- berg, dem amerifanisden Staatsangehörigen Arthur Clark in ZJanta Bait aehözig (Verwalter: Postboie a. D. Johann Neustifter n Herrsching;
4) Anwesen Hs. Nr. 26 in Krallling, K. Beitrksamts Starnberg, dem amerikanishen Staatangehörigen Ludwig Kilger in Krailling ge- hörig (Verwalter: Gemeindejsekcetär Nagel in Krailling);
5) Anteil der amerikanischen Staat8angehörigen Hedwig, Oskar, Alfred und Albert Mussinan au den Anwesen Hs. Nr. 81 an der Köntginstraße in Münch-n und Hs. Nr. 252, 256, 297 und 258/9 in Starnberg (Verwalter: Nehtêavwalt und Bankdirektor Dr. Hermann Steininger in Vünchen);
6) Grundbesitz, Pl. Nr. 80, 1079, 467, 905, 1086, 1084, 79a, 79b, 93, 93 #& a, b, 94, 100, 463, 646, 703 a, b, 752, 756, 887, 906, 1078, 1083 a, b, 1085, 12684, 266, 1285, 1420, 1080 a, b, 1081 a, b, 464, 755 und 755 & ber Steuergemetnde Hzroldsberg, K. Bezirksamts Erlangen, den anrerilantschen Staatsangehörigen Sofie von Geuder, Charloite Huber in Hero!dsbera, Genrg Fretherr von Geuder, Charlotte Geuder-Müller, Else Geuder-Schneider, Agnes Geuder-Mehling und Herthx von Geuder in Cleveland (Ohto) in Erkhengemeinichaft gehörig (Verwalter: K. Steuerinspektor a. D. Julius Freiherr von &euxder tn Herolds8berg) ;
7) Anwesea Hs. Nr. 38 in Ramberg, Bezirkê?amts Traunstein, dem amerikarishen Staatsangehörigen Jotef Uhl, Kunstmaler ta Mamberg, gehörig (Verwalter: Sparkassenverwalter Ändreas Kaiser in
Traunstein) 8) Anwesen Hs. Nr. 47 an der Zamdorfersiraße n München,
den amerikanischen Staattangehörtgen Albert und Elisabeth Gerstea- dörfer, Nentnersehegaiten in München, gehêrig (Verwalter: Städt. Bauinspektor Josef Gerhart în München);
vom 26. November 1914 (NGBl. S. 487) ist für die folgenden Unternehmungen die Zwangsverwaltung angeordnet worden :
99,13 ha Aetker, Garten und Wohnhaus des Walter Stefan Witiwe,
53,23 ba Wiese, Ackerland und Wohnhaus des Walter Slefan
des NReihs-Gesepblatts enthält unter
Hülsenfrüchten, Buchweizen und Hirse aus der Ernte 1918 zu Saahzweden, vom 27. J
pre für Getreide, Hülsenfrüchte, Buchweizen und Hirse, vom
über Bierhefe, vom 28. Juni 1918, unter
der Entrichtung des Stempels nah § 83a des Reichsstempel- geseßes in der Fassung des Warenumsaßstempelgesezes vom 26. 4 1916, vom 26. Juni 1918, und unter
Anlage C zur Eisenbahn-Verkehrsordnung, vom 27. Juni 1918.
des Neichs-Gesezblatts enthält unter Finnland, unter Deutschland und Finnland, unter
des am 7. März 1918 in Berlin unterzeichneten Friedensver- trags zwischen Deutschland und Finnland und des am selben Tage in Berlin unterzeichneten Handels- und Schiffahrtsab- E zwischen Deutschland und Finnland, vom 28. Juni 1918, und unter
Häksel aus der Ernte 1918 vom 28. Juni 1918.
Auf Grund der Verordnung, betreffend die zwang3- eise Verwaltung französischer Unternehmungen,
763, Liste.
Ländliher Grundbesiß. Gemeinde Saareinsberg.
geb. Barbara Ehrmann, in Göyenbrück und, Miterben, teils in Paris, teils in Saarein9berg (Verrealter: Geheimer Justizrat Prinz in Saargemünd).
Gemeinde Folpersweiler.
Folpersweiler, geb. ain 29. 12. 1854 (Verwalter: derselbe). Gemeinde Gößenbrüdck.
Witwe, geb. Barbara Ehrmann, in Gögenbrück und Miterbén (Verwalter : derselbe). Straßburg, den 24. Mai 1918.
Ministerium für Elsaß-Lothringen. Abteilung des Jnnern. J. A.: Dittnar.
BekanntmackGung-.
Auf Grund des § 1 der Bundesratshekanntmahung zur Ferr- altung unzuver[ässiger Personen tm Handel vom 23. September 1915
Weimar, den 29. Funt 1918. Das Stadtpoltzeiamt. Dr. Donndorf.
Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 84 Nr. 6369 eine Verordnung über den Verkehr mit Getreide,
uni 1918, unter Nr. 6370 die Ausführungsbestimmungen über die Höchst-
ani 1918, unter Nr. 6371 eine Verordnung zur Aenderung der Verordnung
Nr. 6372 eine Bekanntmachung über die Befreiung von
r. 6373 eine Bekanntmachung, betreffend Aenderung der
Berlin W. 9, den 1. Juli 1918. Kaiserliches Postzeitungsamt.
an ——4
Die von heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer 85
Nr. 6374 den Friedensvertrag zwischen Deutschland und Nr. 6375 das Handels- und Schiffahrtsabkommen zwischen Nr. 6376 eine Bekanntmachung, betreffend die Ratifikation
Nr. 6377 eine Verordnung über die Preise für Stroh und
Berlin W. 9, den 2. Juli 1918. Kaiserlihes Postzeitungzamt. Krüer.
9) Anwesen Hs. Nr. 111 an der Nymphenburgerstraße in München, dem amerikanischen Staatsangehörigen Louis Nah in München ge- hörig (Verwalter: wie bei 8);
10) Anwesen Hs. Nr. 36 an der Plenzenauerstraße îtn München, der amerikanisGen Staz2tsangehörigen Paula Oertel, Profefsorsehefrau in München, gehörig (Verwalter: wie bet 8),
11) Hâlfteanteil der amerifanisGen Staatsangehörtgen Elise Neinemann, Privatiere in München, an dem Anwesen Hs. Nï. 87 an der Tegernseerlandstraße in München (Verwalter : wle bet 8);
: 12) Grundbesiß Pl. Nr. 34859 und 3483b der Steuergemeinde Augustenfeld, Bezirksamts Dachau, dem amerlkanischen Staats- angehörigen Charles Ehler Gberhard gehörig (Verwalter: Gerichts- vollzieber Nichard Haubold tn Daucau);
13) Grundbesig des Jtalieners Josef Gianna, bestehend aus den Anwesen Hs. Ne. 39 und 41 an der Blutevburg"iraße in München und Pl. Nr. 315 der Steuergemeinde Schliersee (Verwalter: Rechts- anwalt Justizrat Fuiedrih Becher in München).
München, den 18. Juni 1918.
Königliches Staatsministerium de3 Jnnern. J. A.: Neubert.
Dam aae Lau t T,
Auf Grund der Bekanntmachungen des Reichskanzlers vom 22. Dezember 1914 (RGBI. S. 556) und 10. Februar 1916 (RGBl. S. 89) ist für den Nachlaß der am 2. Juni 1917 in München veritorbenen Privatiere Katharina Feez die zwangs- weise Verwaltung angeordnet worden (Verwalter: Rechtsanwalt Dr. Panzer in München). München, 18. Juni 1918. Königliches Staatsministerium des Junern. : J. A.: Neubert.
Auf Grund der Bundesratsverordnungen vom 26. No- vember, 22. Dezember 1914 und 10. Februar 1916 ist der Anteil der englishen Staatsangehörigen Geschwister Herr- mann an dem Nachlaß der am 28. April 1918 verstorbenen Louisa Anne Charlotte Günther Wwe., geb. Köhler, unter zwangsweise Verwaltung gestellt. ris Zwanasver- walter ist der Bankbeamte Hermann Duhst, Hamburg, Nissens straße 17, bestellt.
Hamburg, den 2. Juli 1918. Die Deputation für Handel, Schiffahrt und Gewerbe. Strandes.
— —_— A
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht : dem Ministerialdirektor im Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Wirklihen Geheimen Oberregierungsrat Offen- berg die nachgesuchte Entlassung aus dem Staatsdienste unter Verleihung des Charakters als Wirklicher Geheimer Rat mit
dem Prädikat Exzellenz, j dem vortragenden Rat im gleichen Ministerium, Geheimen Oberbaurat Saal die nachgesuhte Entlassung aus dem Staatsdiensie unter Verleihung des Charakters als Wirk- Ra E Oberbaurat mit dem Range eines Rates ersier asse un dem vortragenden Rat im gleichen Ministerium, Geheimen Oberregierungsrat Renaud die nachgesuchte Entlassung aus
dem Staatsdienste zu erteilen, ferner den Regierungsrat Knebel, Mitglied des Königlichen
Eisenbahn-Zentralamts in Berlin, zum Geheimen Regierungsrat und vortragenden Rat im Ministerium der öffentlichen Ar-
beiten und i den Regierungs- und Baurat Block in Berlin zum Ge-
heimen Baurat und vortragenden Rat in demselben Ministerium zu ernennen.
dem Regierungsrat Kamlah in Düsseldorf aus Anlaß seines Uebertritts in den Ruhestand den Charakter als Geheimer
Regierungsrat zu verleihen.
Dem Direktorialassistenten bei den Sammlungen antiker Bildwerke und dem Antiquarium der Königlichen Museen in Berlin Dr. Bruno Schröder und dem Direktorialassistenten beim Königlichen Museum für Völkerkunde Dr. Max Schmidt ist der Titel Professor verliehen worden.
Ministerium für Handel und Gewerbe. Die Liquidation des in Deutschland" befindlichen Ver- mögens der Firma Scandinavia Belting Ltd. in London, insbesondere ihrer Beteiligung an der „Scandinavia“ Textil- Riemen G. m. b. H. in Cöln, ist beendet. Berlin, den 28. Juni 1918. Der Minister für Handel und Gerwverbe.
Bei dem Ministerium der öffentlichen Arbeiten ist der Regierungobausekretär Keil zum Geheimen expedierenden Sekretär und Kalkulator ernannt worden.
Dem Händler Heinrich Hellmich in Langendreer, Kolouie- strafe 1 a, habe id die Wiederaufnahme des Handels mit Lebensmitteln und souftigen Gegenständen des täglichen Bedarfs gestattet. i i Bochum, den 26, Junt 1918. ;
Der Landtat. Gerstein.
Dem Metgermeister Friedri Mahr, geboren am 11. August 1887 in Niederrad, und dessen Ehefrau Katharina Mahr, geb. Dürr tein, geboren am 15, Januar 1895 in Niederrad, wohnhaft in Ntederrav, eser dger tate Nr. 23, Geschäfstélokal ebenda, wird hierdurch der Handel mit Gegenständen des tägliden Be- darfs, insbesondere Nahrungb- nund Futtermitteln aller Art, ferner rohen Naturerzeugnissen, Hetz- und Leuchtstoffen vom heutigen Tage ab wieder gestattet.
Frankfurt a. M., den 29. Junt 1918.
Der Polize!präsident. von Rieß.
Auf Grund der Bekanntmachung zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 (RGBI. S. 603) habe |ch dem Albert Abrahamsohn in Berlin SW. 61, Blücher1traße 54, dur Verfügung vom heutigen Tage den Handel mit Gegenständen des täglihen Bedarfs und des Kriegs- bedarfs wegen Unzuverlässfigkeit in bezug auf diesen Handelsdbetiteh untersagt. ;
Berlin-Schöneberg, den 21. Funt 1918.
Der Polize\präsident zu Berlin. Kitegswucheräamt. J. V.: Dr. Fal ck.
E————G] Bekanntmachung.
Auf Srund der Bekanntwachung iur Fernbaltung urzuverlässiger Personen vom Handel vom 23. September 1915 (RGBI. S. 603) habe id dem Kaufmann Adolf Kauffmann în Berlin, Grün- straße 25/26, durch Verfügung vom heutigen Tage den Handel mit Gegenständen des täglihen Bedarfs wegen Unzuyer- lässigkeit in bezug auf diesen Handelsbetrieb untersagt. Berltn-Schö neberg, den 27. Juni 1918, Der Polizeipräsident zu Berlin. Kriegéwucheramt. I. V.: Dr. Fal ck.
NicGfamfliches,
Preußen. Berlin, 3. Juli 1918.
In der am 2. Juli unter dem Vorfiß des Stellver- treters des Reichskanzlers, Wirklichen GeheimenRats von P ay er abgehaltenen Vollsigzung des Bundesrats wurden der Di eines alicia betreffend Aenderung des Geseyes über den Abjsagz von Kalisalzen, und der Entwurf einer Verordnung
über die Kartoffelversorgung angenommen.
Der Staatssekretär des Reichskolonialamts Dr. Solf ist nach Berlin zurückgekehrt und hat die Geschäfte seines “Amts
wieder übernommen. Die Frage der Fürsorge für die von unseren Feinden immer noch festgehaltenen Kolonigldeutschen, die einen der Hauptgegenstände der Verhandlungen mit den Engländern im Hoag bildet, wird, wie „W. T. B.“ mitteilt, d Tätigkeit des Staatssekretärs ganz besonders in Anspruch nehmen.
Die im RNeichswirtschaftsamt zusammengestellten „Nach- rihten für Handel, Jndustrie und Landwirtschaft“ melden unter der Ueberschrift „Behandlung von deutschen Nachlaßsachen in den Vereinigten Staaten von Amerika“ folgendes:
Die shwetzeriihe Gesandtschaft in Washington, die die deztschen Interessen in den Vereinigten Staaten von Ametika wakbrnimmt, hatte das Staaisdepartement in Washington darauf aufmerksam ge“ macht, daß seit dem Inkrafttreten des Gesetzes über , Handel mit dem
einde“ die meisten schweijecischen Konsulate tin den Veretrigten
taaten weder unmittelbar noch dur ihre Rehtsbeijtönde von dén Nachlaßgerichien Auskunft über die geseylihen Bestimmungen in NaGwlakjachen, an denen Deutsche interessiert sind, er- halten köanten und daß auch die Gesandtshast von der Aus- ¿ahlung von Geldern vexrsto: bener Deutscher in. den Veretnigten Staaten an den ödôffentlihen Verwalter nicht benahrihtiigt worden f Die Gesandtschaft hatte deshalb das Staatsdepartement ersucht, hr viertel{ährllch Bertchte des „Alten Pt operty Custodian“ über ihm in Verwahrung gegebenes Etgentum (beweglihes und unbewegliches), das Deutschen in Deutschland zugesprcchen wurde oder woran Deulshe interessiert sind, zuzusteVden und {n dieten Berichten die Namen der Exblafser, Art und Größe des Cigentums sowie die Namen der an der Nachlaßsachhe interessierten Deutschen anzugeben. Auf dieses Ersucen hin hat das Staatgdepartemeot geantwortet, daß der „Alien Property Custodian* dle gewünschten Lislen der \{weizerischen Gesandtschaft in Washington vierteljährlich zustelloa
werde. i
Die behörölihe Regelung der Ersaßbeschaffung der beshlagnahmten Türklinken und Fenstergriffe dient, wie „W. T. B.“ schreibt, in erster Linie den Jnteressen der P selbst, einmal im Hinblick auf die dur die Knapp-
eit an Rohstoffen und Arbeitskräften bedingten Schwierig- keiten, andererseits auch im Hinblick auf die Gefahr einer Be- nachteiligung durch Preistreiberei der Lieferer und Zwischen- händler. Daher ist vorgesehen, daß kein Hausbesißer für die von der Heeresverwaltung gelieferten vollwertigen -Er- saßstückle mehr zu zahlea braucht, als er für die abgelieferten Stücke aus Messing und Bronze erhält. Vebersteigt der Metallübernahmepreis die Kosten des Er- saßes, N wird der Unterschied dem Ablieferer ausgezahlt. Jm gegenteiligen Falle wird er durch einen. Zushuß des Reichs ausgeglichen. Durch dieses weitgehende Entgegenkommen der Reichsfinanzoerwaltung is ein unmittelbarer finanzieller Schaden bei der Ersagbeschaffung für die Hausbesißzer aus-
J. A.: Neuhaus.
| und Vaterlandsliebe dur die Vechä!tnitte durhscblagen würden.
Diese Vergünstigungen gelten jedoch nur in dem Falle, in dem die Lieferung der Ersaßgegenstände, der Aus- und Einbau von der Behörde erfolgt, aber niht, wenn die Ersaßgegenstände selbst gekauft und eingebaut werden.
Jm einzelnen gelten für die Auswechselung der Tür- flinken und -griffe folgende Gesichtspunkte:
1) Die Abliefernng braucht erst zu erjolgen, wenn Ersaßstücke zur Verfügung tehen.
2) Der zur Ablieferung Verpflihtete kann die abzuliefernden Metall-Türklinken und -Fenstergriffe selbst ausbauen und die Ersatz- stude au selbst einbauen. HSür den Ausbau der abiullefernden Metall-Türklinken und -Fenstergriffe wird außer dem Ueb:rnahme- prets eine besondere Ausbauvergütung gewährt, dagegen für den von ihm selbst vorgenommenen Einbau ver Ersaßstücke nicht.
3) Im Falle der zur Ablieferung Veipflich!ete den Aus- uud Einbau felbit vornimmt, kann er sh die Ersaß#üdcke entweder im freien Handel beschaffen, soweit sie dort verfügbar sind, oder er kann die von der Behörde beshafften Ersaßstücke an den von den Kem- munalverbänden noch namhaft zu machenden Stellen kaufen.
4) Die von der Behörde beshafften Gisaßstücke werden zu folgenden Einheitopreisen abgegeben:
1 Paar Ersaytürdrücker chne Langsild zu 2,50 6 mit L ¿000 5
L “s » 1 ” " x o und Naßtricgel , 450 , 1 Fensterguiff . U 9 ¿ 4 SAREO0! 5) Wenn der zur Ablieferung Vei pflichtete selbst einbaut, so steht es thm frei, die Langchilder vor!äufiz ncch an den Türen zu elfen und nur die Türdrücker und die Kenflergriffe abzugeben. Er muß allerdings damit renen, daß möglicherweise nah elner gewifsen Zeit au die Langschilder von ihm ncch eingefordert werden; dann ift er dep us noch E s A IDAEEN ;) Wenn der zur eserung Verpflicdtete weder bte Ersatstücke selbit beihaffen noch den Aushau der Metall-Türklinken un» Rie griffe und den Efnbvau der E: saßftück? selbs vornebmen will, so kann er bet der beauftrogten Behörde die Liefervng der Er}iayftücke auf dem vorge sdrtebenen Meldevordruck und die Dur(hführung des Aut«-und Einbaues auf dem vorgeschriebenen Antragsvordruck verlangen. Jn diesem Falle werden ckvon der Behörde Ausbaukolonnen in die Häuser geschickt, welche die metallenen Türklinken einschlii:ßlih Lar g- \childer und die Fer stergriffe abnehmen und Zug um Zug die Ersayp- slúck2 anbringen. Bei dieser Art der Dur&führung erhält der Hauds- eigentümer lediglich den von der Behörde festgesezten Uebernahme- preis nah Abzug des Kaufpreises für die behördltch gelieferten Ersaßz- stède, aber Telne Ausbauvergütuyg, die der Ausbaustelle zufällt. Der Einbau der Ersagstück- wird von der Ausbaustelle für ven Be- troffenen foftevlos durhgefüht, Liese Art dex Auswecbfelung ist i deu zur Ablieferung Verpflichteten mlt der geringsten Mühe erli ,
i a Polen.
Die Beslimmung im § 6 der Währungsordnung vom 14 April 1917, welche seinerzeit auf den ausdrüdlichen Wunsch polnischer Finanzkreise aufgenommen wurde und nach der die alten, vor Jnkrafttreten der Verordnung entstandenen Zahlungs8- verbindlichkeiten nah wie vor in Nubeln bezahlt werden lonnten, erwies sich, nachdem der Rubel sih vom Höchstkurse um etwa 1,50 6 entfernt haite, als außerordentlih \{chädlich. Daher wurde die Forderung, den Rubel als Zahlungsmittel gänzlich auszuschalten, vielfa gestellt. Als Vorläufer der demnächstigen neuen Währungsmaßnahmen erließ „W. T. B.“ zufolge der Generalgouverneur eine Abänderung zu der genannten Währungsverordnung, die den § 6 aufhebt. Danach ist der Gläubiger bis auf weiteres nicht verpflichtet, ur Erfüllung von Zahlungsverbindlichkeiten, die vor dera 4. April 1917 entstanden sind, Rubel anzunehmen.
„Vie „Nieuwe Rotterdamshe Courant“ aus London er- fährt, wurde im Unterhause die Einberufung der Land- i zum Heere und ihr Einfluß auf die Ernte be-
Der Akbgeordnete Roh, der die Angelegenheit zur Sprache brate, eiflärte, daß er von Bavecen aus allen Teilen des Landes A pautigsten Veuchte über die’ verhängnisvollen Folgen des Boruehers N ¡Negterung empfarge. Ja einzelven Fällen seten sie aller Arbeita- I e beraubt. Das Heu bletbe auf dem Felde liegen. Viele Bauern B, en ibm gesaat, daß sie, wenn sie keine Arbeitskräfte bekämen, thr J M auf die Aecker treiben müßten. Der Landwirtsckafteminister oli ero erwiderte: Die wahren Grüute für die Aenderung tn der A der Negîteruvg sind, daß der Bedarf an Maunpnschaiten alle "1 Pen Interessen überwiegt. Jeder Mann wird einberufen, der L rufen werden kavn. Alle find nötig, und keiner darf zv spät ; E, Sie werden Mitte September an der Front sein. Vielleicht h as der entsceidente Augenblick. Der überwältigende Bedarf an Beihagtaften ift wichitger als alle anderen Erwägungea, setbst die daft affung von Lebenswitteln. Prothero futr fort, er könne nit fert dürgen, taß dle Authebung jo e:folgt sei, daß die Ernte gE- M wäre. Freilich seien alle die 30 000 Landarbetter, die ein- p en seten, Facharbeiter und ein großer Teil von thnen Leute, um Abe. alles drehe, Leute, ohne die die ungeschulte Masse der net nit auskommen könne. Trohdem glaube er, daß nickt viel a gr Ernte verloren gehen werde. Da dle Regierung einmal
eshluß gefaßt habe, so hoffe er, daß die Bauern ich mit Mur
In der folgenden Avs\prahe äußerte sih Lambert über di : r die nuefreulle Aussicht, doß Mann {Eu tes nah dret Mo- bemertt Ausbildung nah Frankreich gesandt würden. Dalziel | my €, es gebe Leute aus Schottland ven 19 bis 21 Jahren, die Le Rue 6 Wochen ivs Feuer gekommen seien. Bathurst warnte due erunp, da thr Verhalten 'nicht klug set; wenn die Nation de s mit Lebensmitt-lna versorgt werden jollte, dann sagte da Cal, die erste Pflicht der Regierung sei, daran zu denken, jebune and keine Niederlage erleide und in keiner anderen Be- Bürge 9 (als der Leben!miitelversorgung) zu leiden habe. “ Gr ver- Abe 4 dafür, daß dies in diesem Jahre n'cht der Fall sein werde. allein E Sade müßten die für die Kriegführung Verantwortlichen Monate e aé atn taaten ptres in Gygland dret , vßerster Not ze 0 danu noŸ etnen Monat in Frankretch. En E N
dew eine Anfrage über die Nohstof fe antwortete Bonar
Die Frage, wie am besten di i il i , e Verfügung über wlGtig? im britt- late Reihe erzeu-te Rohstoffe zu sichern ist, um die Sutèréfen Eng- ju f her seiner Verbündeten während der Zeit des Wiederaufbaues wärtigen ist von der Relhskriegskonferenz während threr gegen- Glü Sigzung ezwöaen worden. Sie bat darüber wihlige Be- inte gefaßt, Ich hoffe, daß diese Beshlüsse in der Folge die éliitin La n Erörterung zwischen den AÄlliierten bilden und zu
meinsamen Zusammerwirken zwischen ihnen führen werden.
Der Abgéord j fi vgeordnete King (liberal) fragte den Staatssekretär 9 ZuSwärtigen, ob ihm folgende Tatsachen bekannt seien: f lunlands cue Sowjetregierung habe die Unabhängatgkett ändishen, S. anerkannt. Diese Unabhängigkeit wurde einer finn- und Rußla prelelreglerung gewährt, die deutschfreundlih gesinnt war, defreitndei „trat ihr Petshenga an der Murimarküste ab, um einer M ¡den Deutschen feindlihen Macht einen Ausweg an das
es R e T D mit ehnte e ru e Sowjetregiceruug ab, natoke Finylands zu ratifizlerea und s ha L E Mete L gieruna Einfpruch dazegen, daß reutshe U-Boote die Mas manküste benußten, und daß die U-Boote mit finnländischer Unter- stüßung arbeiteten. King fragte, od England oder die Verbündeten der russischen Sowjetregiérung maritime und militärische Unterstützung angeboten hätten oder anbieten würden, um Rußland die Häfen der Purmanküste ggen Finnland und den demscchen Etnfl:ß zu erhalten.
Lord Robert Cecil antwortete: Die angeführten Tatsachen sind im wesentlichin richtig. Falls die Sowjetregierung eine Auffordervng zu maritimem oder militärishem Beistand ergehen läßt, um russishes Gebiet gegen Deutschland zu verteidigen, so wird sie eine wohlwollende Erwägung finden, aber ich bin zurzeic nicht n dec Lage, weitere Er- klärungen abzugeben.
+—-IE nteralliierte Parlamentarische Konferenz
wurde, wie Reuter meldet, gestern in der Royal Gallery des Parlamentsgebäudes eröffnet. Es sind vertreten : England, Frankreich, Belgien, Griechenland, Jtalien, Rumänien, Portugal, China, Japan und die Ver- einigten Staaten. Das Programm umfaßt die Erörterung der deutschen wirtschaftlihen Methoden, um die Vorherrschaft in der Welt zu erlangen, die Donauschiffahrt, den Kanal- tlunnel und zahlreihe andere Fragen von Handelsinteref}se. Unter den bei der Eröffnung Anwesenden waren Mitglieder des Kriegskabinetis und andere Minister, die alliierten Bot- schafter und Gesandten, die gegenwärtig in London weilenden Ministerpräsidenten der überseeishen Dominien und Nb- geordnete der alliierten Regierungen. Die Konferenz sandte eine Kundgebung an den König Georg, worin sie den un- abänderlihen Beschluß der vertretenen Nationen bekräftigte, alle ihre Anstrengungen der kräftigen und erfolgreichen Fort- seßung des Krieges zu widmen. Bonar Law hielt eine Willkommensrede an die Vertreter, in der er nach der Er- wähnung des Untergangs des Hospitalschiffes „Llandovery Castle“ sagte: ;
«Diese Besprechungen werden die zwischen den Alliierten kbe- stehenden Bande noch enger kaüyfen. Ste haben den Aliterten die Ueberzeugung betgebracht, baß sie si, ebenso wie sie sich jeyt Schulter an Sh:lter vor dem Feinde gegenseitig unterstützten, auch tin der S des Wiederausbaus nah dem Kriege wechselseitig helfen müssen.
ch bin sicher, daß die Vertceter mit der fi sten Neberzeugung nah Pause zurüdckehren werden, daß das englishe Voik niemals ent- s{lossener war als heute, den Krieg zu etnem siegreihen Ende zu aa Ln Mets die M H e A, zu deren Be-
; e Vertreter versammelt habey, find als die milttärisgen.“ E E E Bac
fFrankreih.
„Progrès de Lyon“ zufolge besprach die französische Kammer in der Sißung vom 28. Juni der Plan der Regie- rung, für den Ankauf von Lebensmitteln und Roh- stoffen im Ausland Gesellschaften zu gründen. Clemenutel trat sehr einbringlih für die Annahme der Vors lage ein. Dur Vereinheitlihung der Ankäufe seien Véilliarden ge- spa:t worden. Die dur) den freien Handel bedingten Preistreibereien seien zum Stillstand gebraht worden. Tardieu begründete in langen Ausführungen die ZroeEmäßtgkeit des Verfahrens, das von der Regterung der Vereinigten Staaten längst angewandt werde.
Ÿ Muß;land.
Reuter“ meldet aus Moskau: Die Volkskommissare haben einen Beschluß Gu] RELRA A Mun der be industrie gefaßt. ie Erzeugung und der Verkauf von Naphtha sollen Staaismonopol werden.
deutschber Hilfe beseitigt war,
- Ftalien.
ac italienischen Blättern ist ein Aus \chuß von 600 bis 700 Mitgliedern zur Prüfung der nah dem Kriege zu lôsenden Fragen gebildet worden, dem Persönlichkeiten aller Parteien aus Kammer und Senat, Finanz, Industrie, Land- wirtschaft und Verwaltung angehören.
: SUürkei. A e S der nier Md beträgt das Er- er ersten inneren Anle 5 t il: lionen türkische Pfund. da A Amerika,
Der Präsident Wilson kündigte dem Repräsentantenhause an, daß die Regierung Maßnahmen Gali des Sie: graphen-und Fernsprecherdienstes plane. Man wird, wie „Reuter“ mitteilt, versuchen, in dieser Woche ein Geseß durch- zubringen, das den Präsidenten ermächtigt, die notwendigen Schritte zu tun, um einem drohenden Ausstand auf den großen Telegraphenlinien zu begegnen.
Nach einer weiteren Reutermeldung- aus Washington er- stattete die Anleihekommission dem Repräsentantenhause einen günstigen Bericht über ein neues dringendes Gese, in dem eine Zusaßsumme von 927 Millionen Dollar für mili- tärische Einrichtungen vorgesehen wird.
Berlin, 2. Juli, Abends. (W. T. B.) Von den Kampffronten nichts Neues.
Großes Hauptquartier, den 3. Juli. (W. T. B.) Westlicher Kriegs\chauplagy. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Erfolgreihe Erkundungsgefehte. Stärkere Vorstöße der Engländer bei Merris und Moyenneville
(südlih von Arras) scheiterten. Jn örtlihen Kämpfen nordwestlih von Albert machten wir Sefaneên H
Nördlich der Aisne haben \i eute früh örtli Kämpfe entwickelt. , du Is E Zwischen A isne und Marne hielt rege Tätigkeit des Feindes an. Teilangriffe bei St. Pierre-Aigle und westlich von Chateau-Thierry wurden abgewiesen.
Aus einem amerikanishen Geshwader von 9 Ein-
heiten wurden 4 Flugzeuge abgeschossen. Leutnant Udet
E N va gp F ae, seinen 33.
un . Luftsieg. eutnan riedr und Vizefel
Thom schossen ihren 20. Gegner ab. 9 Ee
Vér Ersle Generalquartiermeister. Ludeéndorff.
C P R P P
‘er zu geben, Nachdem die finaläudische Sowjetregierung dur |
Oesterreihish-ungarisher Bericht. Wien, 2. Juli. (W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: Die Ariillerietätigkeit ist an der ganzen italienishen Front sehr rege. Sie steigerte sih heute früh zwischen Brenta und Piave und an der unteren Piave zu namhafter Stärke.
Größere Jnfanteriekampfhandlungen sind gestern tagsüber unterblieben. Der Chef des Generalstabs.
Bulgarischer Bericht. Sofia, 2. Juli. (W. T. B.) Generalstabsbericht.
Mazedonische Front: Auf beiden Ufern des Ochrida- sees und an mehreren Orten im Tschernabogen von beiden Seiten kurze Feuerüberfälle. Jn der Gegend der Moglena und östlih vom Wardar trieben unsere Posten mehrere feind- lihe Sturmtruppen mit Handgranaten zurück. Jn der Gegend vor den Stellungen westlich von Serres zerstreuten wir durh Feuer mehrere griehishe Aufklärungsabteilungen. Jm Tal der Struma beiderseits lebhafte Fliegertätigkeit.
Türkischer Beri {@t.
E DORE S 1. Juli. (W. T. B.) Amtlicher Tages-
Palästinafront: Oestlich der Küstenbahn eing in der Nacht vom 29./30. Juni eine feindlihe Kompagnie zum An- griff vor. Sie wurde nah kurzem Gefecht abgewiesen. Zu beiden Seiten der Straße Jerusalem— Nabulus lebte die Artillerietätigkeit auf. Mit sihtbarem Erfolge bekämpfte unsere Artillerie eine feindliche Batterie.
Von den anderen Fronten nichts von Bedeutung.
Berlin, 2. Juli. (W. T. B.) versenkien unsere U - Boote 4° Dampfer
15 000 Br.-N.-T. Der Chef des Admiralstabes der Marine.
__ Wien, 2. Juli. (W. T. B.) Amtlich wird verlautbart: Jn den Morgenstunden des 2, Juli stieß eine kleine Ab- teilung unserer Torpedoeinheiten in der Nordadria auf stark überlegene feindlihe Torpedobootsstreitkräfte. Es entwickelte sich ein lebhaftes Feuergefecht auf kurze Distanz, wobei es unseren Einheiten gelang, einen großen feind- lihen Zerstörer in Brand zu schießen und einen zweiten schwer zu beshädigen. Der Feind bra das Gefecht ab und zog sich mit überlegener Geschwindigkeit gegen seine Basis zurüdck. Unsere Einheiten erlitten nur ganz be- langlose Schäden und außer einigen Leichtverlezten keine Verluste. Flottenkommanto.
London, 1. Juli. (Reuter.) Die Admiralität teilt amilih mit, daß das Hospital\schiff „Llandovery Castel“ (11 423 Bruttotonnen) südwestlih von Fastnet am 27. Juni um 10 Uhr 30 Minuten Abends torpediert und versenkt wurde. 234 Mann der Besaßung werden vermißt.
Anmerkung des „W. T. B.“: Wie alle ähnlichen Behaup- fungen der englischen Admiralität dürfte es auc in diesem Falle nicht den Tatsachen entsprechen, daß ein deutsches U-Boot
Im Mittelmeer von rund
an dem Schicksal des Schiffes {huld ist. Wie aus späteren Nachrichten hervorgeht, hat niemand an Bord des Dampfers ein U-Boot oder einen Torpedo bemerkt. Jedenfalls wird die Ursache des Verlustes auf eine englishe Miene zurückzuführen sein.
Die Bautätigkeit und Herstellung von Wohnungen in den deutshcn Städten mit über 50000 Einwohnern im Jahre 1917.
In einem Beilagebeft zum „Neichsarbeits*latt“ setzt das Kaiser lihe Slatiflishe mt die seit 1903 alijährlich erstatteten Berichte über ti-* Bautätgkeit und den Wohnungsmarkt in den üker 90 000 Einwohnern zählenden St{dten des Deutsen Re!ches fort. Für ble Leermohnungezählurg fiyd von thm besondere Fragebegen versandt worden, die 93 Städte, tn denen Zäßlungen vorgenommen sind, tehtzeitig ausgefüllt haben; im übrigen wurden tite regelwäßig im „Ne ihêarbiit8blatt“ eistatteten Vierteljahrsberiht: über die Bau- têtiyfeit der Arbeit zugrunde gelegt. Von thren Ergebr issen fiad dite folgeäden bie wichtigsten.
Bei der allgemei en Lage tes Baumaiktes im Jahre 1917 kann es niht wundernehrmen, daß die zahlenmäßigen Fefistelunçen in noch höherem Grade als im Voijahre ein Daniederltegen der Bau- tätigkeit erkennen lassen. An Gebäuden überhaupt wcisen für das Zahr 1917 gegenüber 1916 etnen erhöhten Zugana nur 14 Städte auf: Nürnberg (+ 159), Düsseldorf (— 108), Manns beim (+ 56), Dessau (4+ 41), Mürhtn (—- 31), Gelsen- kirdien (+ 16), Augsburg (+ 15), Bohvm (+ 12), Cöln (+ 8), Koblenz (4+ 7), Crefeld und Charlottenburg (je + 4), LBaeilin - Schöneberg und Lüdeck (je —— 1). In allen anderen berihtenden Städten war der Zugang au Gebäuden im Jahre 1917 geringer als tm Jahre 1916, zum Teil sogar ganz erheblich, wie in Buer i. W. (— 126), Effen (— 111), Dortmund e 95), Breslau (— 70), Mülheim a. R. (— 65), Hamburg (— 62), Bremen (— 59), Elberfeld (— 57), Cassel (— 51), Es i deshalb lebhaft zu begrüßen, daß das Kitegsamt im Frühjahr 1918 neue Nichtlir ien für die Kriegcsamtsficllen zur Förderung der Vautätigkeit noch während des Kzi-ges aufgegeben und die Kr eg8amtsftellen an- gewtesen hat, soweit eine Wobnungênot wirklich best: ht und tie D inglichkeit ihrer Beseitigung naSgewiesen ift, die erforderl'ßen Bauten wirkíam zu unterftüßen und die nötigen Baustoffe freizugeben. Jn einer großen Zahl von Städten wird die Mehrzahl der tm Fabre 1917 neu erstellten Ge- bäude nicht Wcehnungszwecken zugeführt. Dies dürfte darin feinen Grund haben, daß — ofern übe: haupt gebaut werden konnte — eine große Anzahl von Neubauten für die Herstellung von Kriegebedarf errichtet werden mußte. Bel ‘einem Veraleih mit den Vorjahren zetat sich, daß 1915 no in 41, 1916 in 33, im Fabre 1917 nur noch in 14 der baihtendea Städte mehr als die Hâlfte der neuen Ge- bäude Wohnhäuser waren, daß also troß d s zunehmenden Mangels an Kle!lnwohnungen die Bautätkgkeit s in einem ven : Jahr zu U a La noen Umfange der Erstellung von Wohngebäuden zu- Den Zugang an Wohyngebäuden und Wobnungen | L E N tér Giibt folgenden Zahlen R E Es
n_ 37 deutschen en, ‘fü vécliegen, Heiter. für die vergleihbare Angaben
1912. 1913 1914 , 1915 ¿ 1916
Wohnungen 61 335 45 220 32 330 13171
Wohn"gébäude 8912 7017 5667 2464
L 428 1712,