Source: https://www.kzbv.de/beschluesse-der-8-vertreterversammlung-am-1-und-2.1403.de.html
Timestamp: 2020-08-13 17:15:54
Document Index: 44109832

Matched Legal Cases: ['§ 71', '§ 75', '§ 71', '§ 85', '§ 85', '§ 75']

Vertreterversammlung - Beschlüsse der 8. Vertreterversammlung am 1. und 2.7.2020
Resolution: Vertragszahnärzte sind systemrelevant!
Erhöhung der Bewertungszahl der Gutachtergebühren bei Mängelgutachten
Ablehnung von zusätzlichem Bürokratieaufwand durch das Patientendatenschutzgesetz
Nichtanwendung der Kriterien nach §§ 71 und 85 SGB V in Folge der Pandemie für die folgenden Vertragsjahre
Einführung einer zusätzlichen Leistungsposition für den Fall einer Pandemie
Regelungslücke TI schließen
Anpassung der Betriebskostenpauschale TI
Budgetfreiheit für die Jahre 2021 bis 2022
IT-Sicherheitsrichtlinie nach § 75b SGB V
Fortführung ZäPP
Die Vertreterversammlung der KZBV zeigt sich zutiefst enttäuscht über die COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung und fordert die Politik auf, anzuerkennen, dass Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte systemrelevant und ein wichtiger Teil der Daseinsvorsorge sind.
Die Vertreterversammlung der KZBV fordert den Vorstand auf, in Verhandlungen mit dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen eine Erhöhung der Bewertungszahl der Gutachtergebühren bei Mängelgutachten hinsichtlich der Versorgung mit Zahnersatz und Zahnkronen zu erwirken.
Die Vertreterversammlung der KZBV möge beschließen, den Vorstand der KZBV in seinem Bestreben zum Gesetzgebungsverfahren des Patientendatenschutzgesetz (PDSG) dahingehend zu unterstützen, dass zusätzliche bürokratische Verpflichtungen für die ZA-Praxen vermieden werden.
Die VV der KZBV bittet den Vorstand, beim Gesetz- bzw. Verordnungsgeber darauf hinzuwirken, dass für die Festlegung der Gesamtvergütungen der dem Jahr 2020 folgenden Vertragsjahre der in § 71 Abs. 3 SGB V genannte Bezugszeitraum nicht berücksichtigt wird und die in § 85 Abs. 3 SGB V enthaltenen Bezugnahmen auf Morbiditätsentwicklung und Kostenstruktur nicht in Relation zum Vertragsjahr 2020 betrachtet werden.
Die VV fordert mindestens kurzfristig als ersten Schritt die Einführung einer epidemiebezogenen Zuschlagsposition. Mit dieser neuen Zuschlagsposition, die bei Feststellung einer bundesweiten oder regionalen Epidemie abzurechnen ist, sollen die erhöhten Aufwendungen ausgeglichen werden.
Die Vertreterversammlung der KZBV möge beschließen, dass der Vorstand der KZBV im Gesetzgebungsverfahren darauf hinwirkt, dass das Zulassungsverfahren der gematik im Sinne der Investitionssicherheit und Nachhaltigkeit für die Praxen überarbeitet wird.
Die Vertreterversammlung der KZBV möge erneut beschließen, dass der Vorstand der KZBV in Verhandlungen mit dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen eintritt, um eine Anpassung der Pauschalenregelung für den Austausch zu erwirken.
Die VV der KZBV fordert den Gesetzgeber auf, insbesondere aufgrund der Corona-Pandemie in den Jahren 2021 bis 2022 in § 85 Abs. 2 SGB V zu regeln, dass der Zwang zur Vereinbarung der Höhe der Gesamtvergütung (Ausgabenobergrenze) für diese beiden Jahre ausgesetzt wird.
Die Vertreterversammlung der KZBV nimmt den Bericht über den Stand der Erstellung der IT-Sicherheitsrichtlinie nach § 75b SGB V zur Kenntnis und beschließt, über die Zustimmung und Freigabe der IT-Sicherheitsrichtlinie nach Abschluss der Benehmensherstellung und Vorliegen des Einvernehmens des Bundesinstituts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im schriftlichen Beschlussverfahren zu entscheiden.
Die Vertreterversammlung der KZBV beschließt, die Erhebungen des Zahnärzte-Praxis-Panel (ZÄPP) über das Jahr 2021 hinaus fortzuführen. Der Vorstand der KZBV wird beauftragt, die weitere Durchführung für den Erhebungszeitraum der Jahre 2020 bis 2022 sicherzustellen.