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Timestamp: 2018-05-26 09:22:47
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BEDIENERHANDBUCH Rev M Januar, x SCHOCK EKG CO2. Param. Kurve 2 ID-Nr. Alarm MONITOR AUS SCHRITTM. DEFIB ABL. AMPL. - PDF
BEDIENERHANDBUCH Rev M Januar, x SCHOCK EKG CO2. Param. Kurve 2 ID-Nr. Alarm MONITOR AUS SCHRITTM. DEFIB ABL. AMPL.
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1 BEDIENERHANDBUCH ABL. AMPL. HF CO2 m 31 Hg Sp02 % EKG x RR 100 PADS EKG CO2 ABL. AMPL. ALARM STOP REGISTR. MONITOR AUS LADEN ENERGIE- WAHL 1 DEFIB 2 3 ANALYSE SCHOCK SCHRITTM. Param. Kurve 2 ID-Nr. Alarm 12 abl. STROM ma 4:1 FREQUENZ ppm LADEEINHEIT EIN PROTOKOLL CODE- MARKIERUNG LOSLASSEN Rev M Januar, 2005
2 Das Ausgabe- bzw. Überarbeitungsdatum für dieses Handbuch befindet sich auf der Titelseite des Buchumschlags. Wenn dieses Datum mehr als drei Jahre zurückliegt, fragen Sie bei ZOLL Medical Corporation an, ob weitere aktualisierte Produktinformationen zur Verfügung stehen. ZOLL, PD, stat.padz, PowerCharger, Connect Alarm, RescueNet, Smart Alarms, Speed Pack und Preconnect sind Warenzeichen von ZOLL Medical Corporation. 12SL und Catalyst MUSE sind Warenzeichen von GE Medical Systems. Copyright, ZOLL Medical Corporation, Alle Rechte vorbehalten. ii
3 INHALTSVERZEICHNIS KAPITEL 1 ALLGEMEINE INFORMATIONEN Produktbeschreibung Anwendung dieses Handbuchs Aktualisierung des Handbuchs Auspacken Zubehör Am Gerät angebrachte Symbole Defibrillator-Funktion Beabsichtigte Verwendung - Manueller Betrieb Beabsichtigte Verwendung - Halbautomatischer Betrieb (AED) Halbautomatischer Betrieb - Kontraindikationen bei der Verwendung Defibrillator-Komplikationen Defibrillator-Ausgangsenergie (Leistung) Externer Schrittmacher (nur Schrittmacher-Versionen) Beabsichtigte Verwendung - Schrittmacher Schrittmacher-Komplikationen Elektrostimulation bei Kindern Monitor Drucker-Funktion Wahlmöglichkeit Paddles/MFE-Pads Akkus Internes Ladegerät Externes Ladegerät Diagnoseprogramm Sicherheitsvorkehrungen Warnhinweise Vorsicht Wiedereinschalten des Gerätes Richtlinien der Amerikanischen Lebensmittelbehörde Erfordernisse zur Rückverfolgbarkeit Mitteilung von Gegenwirkungen Software-Lizenzvereinbarung Kundendienst Defibrillator-Wellenformen Algorithmengenauigkeit bei der EKG-Analyse Leistungsergebnisse unter klinischen Bedingungen iii
4 BEDIENERHANDBUCH KAPITEL 2 BEDIENUNGSELEMENTE UND ANZEIGEN KAPITEL 3 Code-Markierungen Protokoll Zusammenfassung Formate für zusammenfassende Berichte Format Defibrillation Format Schrittmacher (nur Schrittmacher-Versionen) Format Herzfrequenz-Alarm aktiviert Format VF-Alarm aktiviert Format Drucker an Format Analyse Ausdrucken eines Protokolls Teilweises Ausdrucken eines Protokoll-Berichts Hinzufügen Von Patientennamen Und Id-Nr. Zu Einem Bericht Drucken Eines Ereignisprotokolls Löschen des Protokollspeichers MANUELLE DEFIBRILLATION Notfall-Defibrillationsverfahren mit Paddles Notfall-Defibrillationsverfahren mit MFE Pads Defibrillation am offenen Brustkorb mit internen Griffen und Elektroden KAPITEL 4 DEFIBRILLATION MIT BERATUNG Defibrillation mit Beratung Meldungen für die beratende Funktion Warnmeldungen KAPITEL 5 AUTOMATISCHER EXTERNER DEFIBRILLATOR-BETRIEB (AED) KAPITEL 6 KAPITEL 7 Einführung Halbautomatischer Betrieb Bedienungsmeldungen AED Manueller Betrieb SYNCHRONISIERTE ELEKTROKARDIOVERSION Allgemeine Informationen Synchronisierte Elektrokardioversion NICHTINVASIVE KURZZEITIGE ELEKTROSTIMULATION (NUR SCHRITTMACHER- VERSION) Nichtinvasive kurzzeitige Elektrostimulation Besondere Elektrostimulationsmethoden Elektrostimulation im Demandbetrieb Asynchrone Elektrostimulation Elektrostimulation bei Kindern iv
5 INHALTSVERZEICHNIS KAPITEL 8 EKG-ÜBERWACHUNG Einführung Vorbereitungen Elektrodenplazierung Anbringung der Überwachungselektroden Einstellung der Bedienungselemente Von implantierbaren Schrittmachern verursachte Zachen Alarm Einstellen von Alarm-Grenzwerten Alarm-Funktion Drucker-Betrieb Diagnose-Bandbreite Überwachung mit fünf (5) Ableitungen Paralleler Ausdruck von drei (3) Ableitungen Wechseln der EKG-Überwachung von fünf (5) auf drei (3) Ableitungen Vitalfunktionen-Trends Vitalfunktionen-Trenddaten am Bildschirm anzeigen Ausdrucken eines Vitalfunktionen-Trendberichts NIBD-Trendberichte Löschen von Vitalfunktionen-Trendaufzeichnungen KAPITEL 9 ALLGEMEINE WARTUNG Regelmäßige Prüfung Prüfung Reinigung Reinigen des Druckkopfes Prüfen des halbautomatischen Defibrillators Funktionsprüfung bei der Inbetriebnahme Defibrillator-Test Drucker-Prüfung (gegebenenfalls) Papierwechsel Prüfen des manuellen Defibrillators Funktionsprüfung bei der Inbetriebnahme Energieabgabe und Schock-Tasten Paddles-Einrichtung Multi-Function-Kabeleinrichtung Energieabgabe-Test (sowohl mit Paddles als auch mit MFE Pads) Schrittmacher-Betrieb (nur Schrittmacher-Version) Drucker-Prüfung Papierwechsel v
6 BEDIENERHANDBUCH Einstellung von Datum und Zeit Bediener-Schichtprüfliste (manuell) Bediener-Schichtprüfliste (halbautomatisch) KAPITEL 10 AKKU-MANAGEMENT Akkupflege Akku-Nutzungsdauer Meldung: Batterie schwach Wechseln des Akkumulators Laden und Prüfen von Akkumulatoren Optimieren der Akkumulator-Leistung KAPITEL 11 FEHLERSUCHE UND -BESEITIGUNG Allgemein Monitor Drucker Schrittmacher (nur Schrittmacher-Version) Defibrillator Wechselstrom-Ladeeinheit ANHANG A TECHNISCHE DATEN A-1 Allgemein A-1 Schrittmacher (nur Schrittmacher-Version) A-1 Defibrillator A-2 EKG-Überwachung A-2 Anzeige A-3 Drucker A-3 PCMCIA-Speicherkarte A-4 Akkumulatoren A-4 ANHANG B ERSTELLEN VON MEDIZINISCHEN BERICHTEN B-1 PCMCIA-Speicherkarte B-1 Einsetzen der PCMCIA-Speicherkarte B-1 Löschen einer Speicherkarte B-1 Datenübertragung auf einen PC mit PCMCIA-Speicherkartenleser B-1 Warnmeldungen B-2 Datenübertragung auf einen PC mit PCMCIA-Speicherkartenleser B-2 Daten über eine serielle Verbindung auf einen PC laden B-2 Fehlersuche und -beseitigung B-4 Bildschirmmeldungen B-4 vi
7 KAPITEL 1 ALLGEMEINE INFORMATIONEN HINWEIS: Es ist möglich, daß Ihr Gerät, je nach Konfiguration, nicht alle Eigenschaften aufweist, die in diesem Handbuch beschrieben sind. Produktbeschreibung Das ZOLL Gerät der M Series verbindet die Funktion eines Defibrillators, eines EKG-Monitors, und nichtinvasive transkutane Elektrostimulation (NTP) in einem einzigen, leichten tragbaren Gerät. Die Ausstattungsmerkmale wie Schrittmacher, Datenaufzeichnung, und Datenausdruck Datenübertragung entsprechen dem neuesten Stand der Technik. Das Gerät ist aufgrund seiner kleinen, kompakten und leichtgewichtigen Konstruktion ideal zur Mitführung beim Krankentransport. Es kann direkt ans Wechselstromnetz angeschlossen, oder von einem einfach zu wechselnden Batterie gespeist werden. Außerdem können die Batterien des Gerätes mit dem ZOLL PowerCharger wiederaufgeladen und geprüft werden. Das Gerät ist zur Verwendung sowohl im klinischen Bereich, als auch zum Einsatz im präklinischen Bereich der Notfallmedizin geeignet. Es ist ein vielseitig anwendbarer automatischer Extern-Defibrillator, das die Möglichkeit bietet in den Betriebsarten manuell, beratend und halbautomatisch konfiguriert zu werden. Halbautomatische Ausführungsformen des Gerätes weisen am übersichtlichen vorderen Bedienfeld eine einzige EIN -Stellung auf. Auch im stationären Betrieb verwendete Geräte, die auf manuellen, beratenden oder halbautomatischen Betrieb eingestellt werden können, weisen einstandardisiertes ZOLL-Bedienfeld auf. Bei Einsatz im manuellen Betrieb wird das Gerät als herkömmlicher Defibrillator betrieben, wobei die Ladung und Entladung des Gerätes vom Bediener gesteuert werden. Bei Einstellung auf beratenden, oder halbautomatischen Betrieb verlaufen einige der Gerätefunktionen automatisch. Kammerflimmern und defibrillationspflichtige Rhythmen werden mit Hilfe eines hochentwickelten Erfassungsalgorithmuses erkannt, bzw. die Abgabe des jeweils geeigneten Defibrillatorimpulses gesteuert. Entsprechend den vor Ort geltenden Verfahrensanweisungen können die Geräte zur automatischen Ladung, EKG-Analyse, und zur Anzeige der Aufforderung SCHOCK DRÜCKEN (incl. Sprachanweisung) konfiguriert werden. Zur erweiterten cardialen Wiederbelebung (ACLS) kann das Gerät vom beratenden, bzw. halbautomatischen Betrieb auf manuellen Betrieb umgeschaltet werden. Informationen Gerätefunktionen betreffen, das Patienten-EKG und andere- physiologische- Werte werden unter annähernd allen Beleuchtungsbedingungen klar (kontrastreich) und gut sichtbar auf einem Bildschirm angezeigt (elektrolumineszenz). Bedienungs- und Warnmeldungen werden ebenfalls am Bildschirm angezeigt; außerdem kann das Gerät auf akustische Bedienerführung eingestellt werden, um den Bediener auf den Gerätestatus aufmerksam zu machen. Selbstdiagnostische Funktionsprüfungen werden beim Einschalten des Gerätes sowie regelmäßig während des Betriebs des Gerätes durchgeführt. Verfügbar für diese Geräte sind ein Datensammelsystem, eine systeminterne Berichterstellungsfunktion mit Drucker und PCMCIA-Speicherkarten (optional erhältlich). Eine PCMCIA-Karte kann in das Gerät eingeschoben werden und dient bei eingeschaltetem Gerät zur Aufzeichnung von Elektrokardiogrammen und annähernd allen Gerätefunktionsdaten. Außerdem können Sprachaufnahmen in Gerätenähe aufgezeichnet werden. Die auf der PCMCIA-Karte gespeicherten Daten können betrachtet und mit einem entsprechend ausgerüsteten Computer und der ZOLL Data Control-Software archiviert werden. Ein Streifenschreiber zur sofortigen Dokumentation, oder zur Erstellung von zusammenfassenden Berichten über Patientenbehandlung und -therapie ist ebenfalls verfügbar. Die Geräte sind in halbautomatischer Ausführung für entsprechend ausgebildete Ersthelfer (bzw. First Responder-Einheiten) und in manueller Betriebsart konfigurierte Geräte für den Einsatz in professionellem Rettungsdienst und Klinik geeignet. Einige Produkte der M Series sind für die Verwendung im präklinischen Bereich der Notfallmedizin im Haus und im Freien vorgesehen, einschließlich First Responder-Fahrzeuge, Feuerwehrfahrzeuge, unterschiedlich ausgerüstete Krankenwagen sowie für die Durchführung von Maßnahmen zur grundlegenden Aufrechterhaltung vitaler Funktionen (BLS Basic Life Support) oder zu erweiterten kardialen Behandlungen (ACLS Advanced Cardiac Life Support) nach Protokoll in Krankenhäusern. 1-1
8 BEDIENERHANDBUCH Anwendung dieses Handbuchs Dieses Bedienerhandbuch für Geräte der M Series vermittelt dem Bediener Informationen, die zum sicheren und sachgemäßen Gebrauch und der Instandhaltung von Geräten der M Series erforderlich sind. Es ist wichtig, daß alle Personen, die dieses Gerät verwenden, das Bedienerhandbuch lesen und sich mit dessen Inhalt vertraut machen. Dieses Buch enthält Anleitungen zur Bedienung in den Betriebsarten manuell, mit Beratungsfunktion und halbautomatisch. Wenn Sie das Gerät nur im manuellen Betrieb oder im Betrieb mit Beratungsfunktion betreiben, brauchen Sie Kapitel 5 nicht zu lesen. Wenn Sie das Gerät im halbautomatischen Betrieb verwenden, brauchen Sie Kapitel 3, 4 bzw. 6 nicht zu lesen. Schenken Sie den Sicherheitsvorkehrungen und Warnhinweisen besondere Aufmerksamkeit. Verfahren zum täglichen Testen und Warten des Gerätes befinden sich im Kapitel Allgemeine Wartung. Dieses Handbuch wird durch Beilagen zu Optionen der M Series ergänzt. Diese Beilagen enthalten zusätzliche Warnhinweise, Vorsichtsmaßnahmen und Informationen zur Sicherheit. Aktualisierung des Handbuchs Bei Änderungen der das Gerät oder dessen Gebrauch betreffenden Informationen werden von ZOLL Medical entsprechend aktualisierte Unterlagen ohne besondere Anforderung an jeden registrierten Käufer eines Gerätes der M Series verschickt. Benutzern wird anheimgestellt, alle aktualisierten Unterlagen sorgfältig zu lesen, sie auszuwerten und dann im jeweiligen Kapitel im Handbuch zum späteren Nachschlagen einzuordnen. Auspacken Prüfen Sie jede- Verpackung auf Schäden. Ein beschädigte Verpackung bzw. beschädigtes Stoßdämpfungsmaterial sollte erst entsorgt werden, nachdem die Vollständigkeit des Packungsinhalts sowie die mechanische und elektrische Funktionsfähigkeit des Gerätes festgestellt wurde. Wenn der Packungsinhalt nicht vollständig ist, mechanische Schäden aufweist oder wenn das Gerät beim elektrischen Selbsttest versagt, benachrichtigen Sie den technischen Kundendienst von ZOLL. Bei Beschädigung des Versandbehälters sollte außerdem die Spedition bzw. das Postamt benachrichtigt werden. Zubehör Hinweis: Reparaturhandbuch Die Begriffe ZOLL Multi-Function Electrode (MFE) Pads und MFE Pads (Klebe- Elektroden) werden in diesem Handbuch abwechselnd und synonym verwendet. Interne Defibrillator-Handgriffe und Kabelbaugruppe* Interne Defibrillator-Elektroden Durchmesser: 3,0 (7.6 cm); 2,7 (6.8 cm); 2,0 (5.1 cm); 1,6 (4.0 cm) und 1,0 (2.5 cm)* Erwachsene Multi-Function Electrode Pads zur Elektrostimulation/Defibrillation (12 Paar/Packung) Kinder Multi-Function Electrode Pads zur Schrittmachung/Defibrillation (6 Paar/Packung) Erwachsene Multi-Function Stat Padz zur Schrittmachung/Defibrillation Multi-Function-Kabelbaugruppe zur Verwendung mit Multi-Function Electrode Pads zur Schrittmacheranwendung/Defibrillation* Base PowerCharger 4x4 Base PowerCharger 1x1 EKG-Simulator Handbuch zum Batterie-Managementprogramm Wechsel-Batterien* Smart Batteries AAMI Standard 3 poliges EKG-Patientenkabel und 5 poliges EKG-Patientenkabel IEC Standard 3 poliges EKG-Patientenkabel und 5 poliges EKG-Patientenkabel Tragtasche * Dieses Zubehör ist für die Betriebssicherheit der Komponenten von Bedeutung. 1-2
9 ALLGEMEINE INFORMATIONEN Am Gerät angebrachte Symbole Jeweils eines oder alle der folgenden Symbole können in diesem Handbuch oder an dem Gerät vorkommen: Patientenverbindung des Typs B Patientenverbindung des Typs BF Patientenverbindung des Typs CF Gegen Defibrillationen geschützte Patientenverbindung des Typs BF Gegen Defibrillationen geschützte Patientenverbindung des Typs CF VORSICHT: Siehe Handbuch für weitere Hinweise. Sicherung Schutzerdungsanschluß GEFAHR: Hochspannung Wechselstrom Conformité Européenne: entspricht den EU-Vorschriften für medizinische Geräte (Medical Device Directive 93/42/EEC). 1-3
10 BEDIENERHANDBUCH Defibrillator-Funktion Geräte der M Series verfügen über einen Defibrillator (Gleichstrom), der mit einer Energie von bis zu 360 Joule entladen werden kann. Er kann im Synchron-Betrieb zur synchronisierten Elektrokardioversion verwendet werden, wobei die R-Welle des Patienten-EKG als zeitliche Referenz verwendet wird. Zur Defibrillation werden Platten oder schon mit Gel befeuchtete Einmal-Klebeelektroden MFE Pads verwendet. Beabsichtigte Verwendung Manueller Betrieb Die Verwendung von Geräten der M Series im manuellen Defibrillationsbetrieb ist indiziert bei Kammerflattern/- flimmern, bestimmten atriellen und ventrikulären tachykarden Rhythmusstörungen, die von folgenden Symptome begleitet werden: Bewußtlosigkeit Atemstillstand Fehlen des Pulses Nur speziell geschultes medizinisches Personal darf dieses Gerät zur Umwandlung von Kammerflimmern und schnell Kammertachykardie in einen Sinusrhythmus oder andere Herzrhythmen, die hämodynamisch wirksame Herzaktionen erzeugen können, verwenden. Beabsichtigte Verwendung Halbautomatischer Betrieb (AED) Die Geräte der M Series dürfen nur von entsprechend ausgebildetem medizinischen Personal verwendet werden, das einen entsprechenden Schulungskurs zur Verwendung des Defibrillators erfolgreich abgeschlossen hat. Sie sind speziell zur Anwendung im Rahmen der Ersten Hilfe ausgelegt, bei denen die Abgabe eines Defibrillationsimpulses während der kardiopulmonalen Reanimation, während des Transports und während der nachfolgenden Therapie in der Klinik unter entsprechender ärztlicher, bzw. fachlicher Aufsicht. Die Verwendung eines Gerätes der M Series muß von einem Arzt verordnet werden. Die Verwendung des Gerätes im halbautomatischen Defibrillationsbetrieb ist indiziert bei Kammerflattern/- flimmern, das von folgenden Symptome begleitet wird: Bewußtlosigkeit Atemstillstand Fehlen des Pulses Technische Daten zur Auswertung des EKG-Rhythmusbefinden sich am Ende dieses Kapitels. Halbautomatischer Betrieb Kontraindikationen bei der Verwendung In Gegenwart eines implantierten Schrittmachers kann es vorkommen, daß die Rhythmusanalysefunktion bei der Erkennung von Kammerflimmern nicht zuverlässig ist. Die Überprüfung des Elektrokardiogramms und der klinische Diagnose eines kardiopulmonalen Stillstands sind die Voraussetzung bei der Behandlung von Patienten mit implantierten Schrittmachern. Bei der Bewegung des Patienten auf der Trage, im Krankenwagen oder einer anderen Transportvorrichtung soll keine Rhythmusanalyse durchgefchrt werden. Bei der EKG-Analyse darf sich der Patient nicht bewegen. Berühren Sie den Patienten während der Analyse nicht. Vor der EKG- Analyse müssen jegliche durch die Krankentrage oder den Rettungswagen verursachte Bewegungen verhindert werden. Bei Verwendung des Gerätes in einem Rettungswagen muß dieser vor Aktivieren der Analysefunktion angehalten werden. Die beratende Funktion des Gerätes darf bei weniger als 36 kg wiegenden pädiatrischen Patienten nicht zur Anwendung kommen. Defibrillator-Komplikationen Unsachgemäße Defibrillation oder Elektrokardioversion (z.b. ohne vorliegende maligne Herzrhythmusstörung) kann Kammerflimmern, Asystolie oder andere gefährliche Rhythmusstörungen verursachen. Bei unsachgemäßer Anbringung der Klebeelektroden (bzw. Pads) oder des Elektrodengels kann die Defibrillation wirkungslos bleiben oder Verbrennungen verusachen, vor allem wenn mehrere aufeinanderfolgende Impulse erforderlich sind. Hautrötungen und Hyperämie unter den Platten oder MFE Pads sind normal, wobei dieser Effekt am Umfang der Platten oder Elektrode gewöhnlich ausgeprägter ist. Derartige Rötungen sollten innerhalb von 72 Stunden wesentlich nachlassen. Defibrillator-Ausgangsenergie (Leistung) Geräte der M Series können mit einer Energie von bis zu 360 Joule bei einem Widerstand von 50 Ω entladen werden. Die durch die Brustwand entladene Energie wird jedoch von der transthorakalen Impedanz (Widerstand) des Patienten bestimmt. Zur Verringerung dieser Impedanz muß auf die Platten ausreichend Elektrolyt-Gel aufgetragen und ein Druck von 10 bis 12 kg auf jedes Paddle ausgeübt werden. Vergewissern Sie sich bei Verwendung von MFE Pads, daß diese richtig befestigt sind. (Siehe Anleitungen auf der Multi-Function Electrode-Packung.) 1-4
11 ALLGEMEINE INFORMATIONEN Externer Schrittmacher (nur Schrittmacher-Versionen) Die nichtinvasive transkutane Elektrostimulation bzw. Schrittmacheranwendung (NTP) ist eine anerkannte und erprobte Methode. Diese Therapie kann sowohl in Notfällen als auch in nicht akuten Situationen schnell und einfach durchgeführt werden, wenn eine kurzzeitige Herzstimulation erforderlich ist. Einige der Geräte der M Series können wahlweise einen bedarfsgesteuerten Demand-Schrittmacher, der aus einem Impulsgenerator und einer EKG-Detektorschaltung besteht, aufweisen. Der Ausgangsstrom des Schrittmachers ist jederzeit zwischen 0 und 140 ma und die Impulsrate jederzeit zwischen 30 und 180 Impulsen/Minute (IPM) veränderbar. Der Elektrostimulationsimpuls wird von den besonders gestalteten, am Rücken und auf der Brust plazierten ZOLL MFE Pads an das Herz abgegeben. Die charakteristischen Merkmale des Ausgangsimpulses, zusammen mit der besonderen Form und Plazierung der Elektroden, verringern die kutane Nervenstimulation und die Schwellenwertströme bei der Herzstimulation und vermindern Beschwerden, die auf die Kontraktion der Skelettmuskulatur zurückzuführen sind. Das einzigartige Design von Geräten der M Series ermöglicht die ungehinderte Betrachtung und Auswertung des Elektrokardiogramms (EKG) am Monitor ohne Überlagerung, oder Verzerrung während der externen Elektrostimulation. Für optimale Ergebnisse sind der sachgemäße Betrieb des Gerätes und die korrekte Plazierung der Elektroden unerlässlich. Der Bediener muß mit den hier enthaltenen Bedienungsanweisungen vollkommen vertraut sein. Beabsichtigte Verwendung Schrittmacher Dieses Gerät kann zur kurzzeitigen externen Elektrostimulation bzw. Schrittmacheranwendung bei wachen oder bewußtlosen Patienten als Alternative zur endokardialen Stimulation zum Einsatz kommen. Reanimation aus dem Stillstand oder der Bradykardie jeglicher Ätiologie: Die nichtinvasive Elektrostimulation ist bekannt bei der Reanimation aus dem Herzstillstand, Vagusreflex-Stillstand, durch Medikamente verursachtem Stillstand (verursacht durch Procainamid, Quinidin, Digitalis, Betarezeptorenblocker, Verapamil, usw.) und dem unerwarteten Kreislaufstillstand (verursacht durch Narkose, chirurgischen Eingriff, Angiographie und andere therapeutische oder diagnostische Verfahren). Weiterhin wird sie zur kurzzeitigen Beschleunigung der Bradykardie bei Adams-Stokes-Syndrom und Sick-Sinus-Syndrom verwendet. Diese Methode ist sicherer, zuverlässiger und bei Notfällen schneller als die Verwendung von endokardialen oder anderen kurzzeitig verwendeten Elektroden. Demand-Betrieb, wenn Stillstand oder Bradykardie möglicherweise zu erwarten sind: Die nichtinvasive Elektrostimulation kann im Demand- Betrieb nützlich sein, wenn die Möglichkeit eines Herzstillstandes oder symptomatischer Bradykardie durch akuten Myokardinfarkt, Arzneimittelvergiftung, Narkose oder operativen Eingriff besteht. Weiterhin geeignet ist die Methode zur kurzzeitigen Behandlung von Patienten, die auf die Implantierung eines Schrittmachers oder transvenöse Therapie warten. Im Demand-Betrieb kann die nichtinvasive Elektrostimulation eine Alternative zur transvenösen Therapie darstellen, wobei die mit der endokardialen Elektrostimulation verbundenen Risiken wie Verlagerung, Infektion, Blutung, Embolisation, Perforation, Phlebitis und mechanische oder elektronische Stimulation vermieden werden. Unterdrückung von Tachykardie: Erhöhte Herzfrequenzen aufgrund externer Elektrostimulation unterdrücken häufig ventrikulärektopische Aktivität und können Tachykardien verhindern. Dieses Gerät darf nicht an interne Schrittmacherelektroden angeschlossen werden. Die Elektrostimulation hat folgende Ziele: 1-5
12 BEDIENERHANDBUCH Schrittmacher-Komplikationen Die ventrikuläre Fibrillation spricht nicht auf Schrittmacherbehandlung an und erfordert die sofortige Defibrillation. Daher muß zur korrekten Behandlung des Patienten die Arrhythmie des Patienten sofort differenziert werden. Wenn sich der Patient in einem Zustand ventrikulärer Fibrillation befindet und die Defibrillation erfolgreich ist, aber ein Herzstillstand eintritt (Asystolie), muß der Schrittmacher verwendet werden. Eine ventrikuläre oder supraventrikuläre Tachykardie kann durch Schrittmacherbehandlung unterbrochen werden, jedoch ist die synchronisierte Elektrokardioversion in einer Notfallssituation oder bei einem Kreislaufkollaps schneller und sicherer. (Siehe Kapitel Synchronisierte Elektrokardioversion.) Eine elektromechanische Dissoziation (Entkoppelung) kann nach längerem Herzstillstand oder bei Erkrankungen mit Myokarddepression auftreten. Die Elektrostimulation kann dann EKG-Reaktionen ohne mechanisch wirksame Kontraktionen ergeben, was eine andere Behandlung erforderlich macht. Die Elektrostimulation kann unerwünschte Wiederholungsreaktionen, Tachykardie oder Kammerflimmern/-flattern mit generalisierter Hypoxie, Herzischämie, Toxizität von Herzmedikamenten, Elektrolyten-Verschiebungen oder anderen Herzerkrankungen hervorrufen. Die Elektrostimulation, hat ungeachtet der angewandten Methode, die Eigenschaft, die intrinsische Rhythmik zu hemmen (negativ chronotrope Wirkung). Das plötzliche Abbrechen der Elektrostimulation, vor allem bei hohen Herzfrequenzen, kann einen ventrikulären Stillstand verursachen und muß vermieden werden. Die nichtinvasive kurzzeitige Elektrostimulation kann Schmerzen unterschiedlicher Stärke verursachen; teilweise sind diese Schmerzen stark genug, daß die fortgesetzte Schrittmacherbehandlung des nicht bewußtlosen Patienten ausgeschlossen ist. In ähnlicher Weise kann die unvermeidbare Kontraktion von Skelettmuskeln bei Schwerkranken Probleme verursachen und dadurch die Dauertherapie auf wenige Stunden beschränken. Rötung und Hyperämie der Haut tritt häufig unter MFE Pads auf, wobei dieser Effekt am Umfang der Elektrode gewöhnlich ausgeprägter ist. Derartige Rötungen sollten innerhalb von 72 Stunden wesentlich nachlassen. Verbrennungen unter der vorderen Elektrode bei der Elektrostimulation von erwachsenen Patienten mit stark verminderter Blutzufuhr zur Haut wurden berichtet. In solchen Fällen sollte eine längere Schrittmacherbehandlung vermieden und die Haut regelmäßig geprüft werden. Bei Verwendung voriger Gerätemodelle wurde die vorübergehende Hemmung der spontanen Atmung bei bewußtlosen Patienten berichtet, wenn die vordere Elektrode zu weit unten am Bauch plaziert wurde. Das hier beschriebene Gerät darf nicht an interne Schrittmacherelektroden angeschlossen werden. Elektrostimulation bei Kindern Bei Kindern, die 15kg oder weniger wiegen, kann die Elektrostimulation unter Verwendung der besonderen ZOLL MFE Pads für pädiatrische Anwendungen vorgenommen werden. Längere Elektrostimulation (mehr als 30 Minuten) kann besonders bei Neugeborenen Verbrennungen verursachen. Daher wird die regelmäßige Prüfung der Haut unter den Elektroden empfohlen. Monitor Zur Überwachung des Patienten-EKG wird der Patient mittels 3- oder 4- poligen Ableitungskabeln, MFE Pads (Klebeelektroden) oder Platten an das Gerät angeschlossen. Am Monitor werden jeweils vier Sekunden des EKGs einschließlich folgender Daten angezeigt: Durchschnittsherzfrequenz durch Messung der R-R Intervalle; Ableitungswahl - I, II, III, avr, avl, avf, V (mit EKG- Kabel), PLATTEN (Platten) oder PADS; EKG-Größe (Amplitude) - 0,5; 1; 1,5; 2; 3 cm/mv; Schrittmacherausgangsleistung in ma (nur Schrittmacher-Version); Schrittmacher-Stimulationsfrequenz in ipm (nur Schrittmacher-Version); Defibrillator-Ausgangsleistung in Joule; zusätzliche Bedienerführung, Meldungen und Diagnosecodes. Die EKG-Bandbreite zur Überwachung/Diagnose ist wählbar. 1-6
13 ALLGEMEINE INFORMATIONEN Drucker-Funktion Ein Drucker (bzw. Streifenschreiber) wird zur Ereignisdokumentation bereitgestellt. Er ist gewöhnlich auf Verzögerungsbetrieb (6 Sekunden) eingestellt, um sicherzustellen, daß kritische EKG-Daten erfaßt werden. Der Drucker kann von Hand durch Drücken der REGISTR.- Taste aktiviert werden. Der Drucker wird bei Abgabe eines Defibrillator-SCHOCKS, bei Auslösen des Herzfrequenz- Alarms oder der Aktivierung der Rhythmusanalysefunktion automatisch eingeschaltet. Er kann jedoch auch so eingestellt werden, daß bei den genannten Ereignissen kein Ausdruck erstellt wird. Platten - MFE-Pads Wahlmöglichkeit Geräte der M Series können zur Defibrillation, Elektrokardioversion und Überwachung von Elektrokardiogrammen, sowohl mit Defibrillator-Platten, als auch mit ZOLL Multi-Function Electrode (MFE) Pads (Klebeelektroden) betrieben werden. Die Schrittmacher-Version der M Series kann ebenfalls mit ZOLL MFE Pads zur Elektrostimulation verwendet werden. Energiewahl-, Lade- und Schock-Steuerelemente befinden sich an den Platten und am vorderen Bedienfeld des Gerätes. Bei Verwenden von MFE Pads müssen die Steuerelemente am vorderen Bedienfeld des Gerätes verwendet werden. Zum Umschalten zwischen Platten und MFE Pads müssen Sie das Multi-Function-Kabel von der Apex- Platten trennen und an den MFE Pads anschließen. Die beratende Funktion kann nur bei Anschluß von MFE Pads an das Multi-Function-Kabel und deren Verwendung als EKG-Überwachungsableitung aktiviert werden. Hinweis: Die MFE Pads, Pediatric MFE Pads (für pädiatrische Anwendungen), Stat Padz und die EKG-Elektroden (nicht die EKG-Kabel) sind nicht wiederverwendbare Einmal-Produkte. Batterien Die Geräte der M Series verwenden einfach wechselbare versiegelte Blei-Batterien, die bis zu 2,5 Stunden Überwachung ermöglichen, vorausgesetzt sie sind neu und voll geladen. Durch Verwendung des Defibrillators, Druckers und Schrittmachers verringert sich diese Zeit. Bei Erscheinen der Meldung BATTERIE SCHWACH am Monitor und zwei aufeinanderfolgenden Piepsignalen innerhalb einer Minute muß der Batterie ausgewechselt und wiedergeladen werden. Internes Batterie-Ladegerät Die Batterieladung kann geräteintern durch Anschluß an das Wechselstromnetz, oder unter Verwendung eines externen Batterieladegerätes vorgenommen werden. Wenn Geräte der M Series an das Wechselstromnetz angeschlossen sind, weisen die orange-gelben Anzeigelampen LADEEINHEIT EIN auf folgende Zustände hin: Die orange-gelbe Anzeigelampe LADEEINHEIT EIN leuchtet ununterbrochen auf, wenn das Gerät AUS geschaltet ist und die Batterie geladen wird oder wenn das Gerät bei eingesetzter Batterie EIN geschaltet ist. Die grüne Anzeigelampe LADEEINHEIT EIN leuchtet ununterbrochen auf, wenn das Gerät AUS geschaltet und die eingesetzte Batterie voll auf die mögliche Kapazität geladen ist. Beide, die grüne und die orange-gelbe, Anzeigelampen LADEEINHEIT EIN leuchten immer dann abwechselnd auf, wenn kein Batterie im Gerät eingesetzt ist oder wenn bei eingesetztem Batterie ein Batterieladefehler erkannt wurde. Die Anzeigelampen LADEEINHEIT EIN leuchten nicht auf, wenn das Gerät nicht an das Wechselstromnetz angeschlossen ist. Wenn Ihr Gerät der M Series nicht erwartungsgemäß funktioniert, siehe Abschnitt zur Fehlerbehebung der Wechselstrom-Ladeeinheit auf Seite Externes Batterie-Ladegerät Die externe Batterieladung und Kapazitätsauswertung wird mit dem ZOLL Base PowerCharger 4x4 durchgeführt. Bis zu vier Batterie-Packs können gleichzeitig geladen werden, und die Prüfung erfolgt automatisch. Ausführlichere Informationen in Bezug auf technische Daten, Handhabung und Management von ZOLL Batterien gibt das Bedienerhandbuch für das ZOLL Batterieladegerät sowie das Batterie-Managementprogramm. Diagnoseprogramm Ein im Gerät integrierter Computer führt bei jedem Einschalten des Gerätes und regelmäßig während dessen Betriebs selbstdiagnostische Prüfungen durch. Wird ein Fehler während des Betriebs erkannt, erscheint die Meldung Funktion* FEHLER XX. In diesem Falle schalten Sie das Gerät aus und dann wieder ein und prüfen es nochmals auf Funktion. Bleibt die Meldung weiterhin angezeigt, wenden Sie sich an den zuständigen technischen Kundendienst. *Funktion: kann Drucker, Schrittmacher, Defibrillator, usw. betreffen. 1-7
14 BEDIENERHANDBUCH Sicherheitsvorkehrungen Die Geräte der M Series sind Hochleistungsgeräte, die mit einer Energie bis zu 360 Joule entladen werden können. Um ein Gerät vollkommen auszuschalten, muß der BETRIEBSARTENSCHALTER auf AUS stehen. Zum Deaktivieren des geladenen Defibrillators drehen Sie den BETRIEBSARTENSCHALTER auf MONITOR, AUS oder SCHRITTM. (nur für Schrittmacher-Versionen), ändern Sie die gewählte Defibrillator-Energieeinstellung. Aus Sicherheitsgründen schaltet das Gerät automatisch ab, wenn es für mehr als 60 Sekunden geladen bleibt. (15 Sekunden bei AED- Geräten). Hinweis: Die Begriffe ZOLL Multi-Function Electrode (MFE) Pads und MFE Pads werden in diesem Handbuch abwechselnd und synonym verwendet. oder WARNHINWEISE Allgemein Föderativ (USA.) Gesetz schränkt diese Vorrichtung ein, um durch oder auf den Auftrag eines Arztes zu verwenden. Die Verwendung externer Schrittmacher-/Defibrillator- Elektroden oder Adaptervorrichtungen anderer Lieferanten als ZOLL wird nicht empfohlen. ZOLL macht keine Zusicherungen bzw. bietet keine Gewährleistungen in Bezug auf die Leistung oder Wirksamkeit von ZOLL-Produkten, wenn diese gemeinsam mit Schrittmacher-/Defibrillator-Elektroden oder Adaptervorrichtungen anderer Lieferanten verwendet werden. Geräteversagen, das auf die Verwendung von nicht von ZOLL hergestellten Schrittmacher-/Defibrillator-Elektroden oder Adaptervorrichtungen zurückzuführen ist, kann die von ZOLL gebotene Garantie ungültig machen. Der vorschriftsgemäße Betrieb des Gerätes und die richtige Elektrodenplazierung sind Voraussetzung für optimale Ergebnisse. Daher müssen sich alle Bediener mit den Funktionen des Gerätes absolut vertraut machen. Das Gerät darf nicht im halbautomatischen Betrieb verwendet werden, wenn sich der Patient bewegt. Der Patient darf sich während der EKG-Analyse nicht bewegen. Berühren Sie den Patienten nicht während der Analyse. Vor Analysieren des EKGs muß jegliche Bewegung der Krankentrage bzw. des wagens eingestellt werden. Bei Verwendung des Gerätes in einem Rettungswagen muß dieser angehalten werden, bevor das Gerät im halbautomatischen Betrieb verwendet wird. Das Gerät ist gegen Hochfrequenz(HF)-Störemissionen von typischerweise im Rettungsdienst bzw. im BOS verwendeten Funkgeräten oder Mobiltelefonen (digital und analog) geschützt. Benutzer müssen die Geräteleistung unter Einsatzbedingungen auf die Möglichkeit von HF- Störemission von Hochstromquellen prüfen. HF-Störungen (Funkfrequenzstörungen) werden als Verschiebungen in der isoelektrischen Linie, Komprimierung der Spur, Helligkeitsänderungen, oder als Übergangszacken dargestellt. Gerät nicht ohne Batterie betreiben. Halten Sie immer einen weiteren voll geladenen Batterie zum Einsatz im Gerät bereit. Die regelmäßige Verwendung von nur teilweise und zwischen Anwendungen nie voll geladenen Batterien hat deren permanente Kapazitätsverringerung und verfrühten Ausfall zur Folge. Prüfen Sie Batterien regelmäßig. Batterien, die beim Kapazitätstest von ZOLL versagen, können unerwartet und ohne Vorwarnung ausfallen. Ersetzen Sie den Batterie sofort mit einem vollgeladenen Batterie, wenn die Meldung BATTERIE SCHWACH bzw. BATTERIE WECHSELN erscheint. Die Notfalldefibrillation darf nur von entsprechend geschultem und mit der Bedienung des Gerätes vertrautem Personal vorgenommen werden. Dabei muß vom anordnenden Arzt bestimmt werden, ob der Bediener zur Anwendung erweiterter cardialer Behandlungen (ACLS advanced cardiac life support), bzw. der grundlegenden Aufrechterhaltung vitaler Funktionen (BLS basic life support) befugt ist. 1-8
15 ALLGEMEINE INFORMATIONEN WARNHINWEISE (Fortsetzung) Die synchronisierte Elektrokardioversion darf nur von geschultem und mit dem Gerät vertrauten Personal auf Anweisung eins Arztes vorgenommen werden. Vor der Defibrillation muß die Herzrhythmusstörung genau bestimmt werden. Vor der synchronisierten Elektrokardioversion muß sichergestellt werden, daß das EKG-Signal aussagefähig ist und die Synchronisierungsmarkierungen für jeden QRS-Komplex angezeigt werden. Diese Bedienungsanleitung beschreibt die Funktionen und die sachgemäße Bedienung von Geräten der M Series. Sie gilt nicht als Ersatz für die Teilnahme an einem besonderen Schulungskurs. Vor Anwenden des Gerätes an Patienten müssen Bediener von entsprechend Befugten in der Gerätebedienung unterrichtet werden. Zerlegen Sie das Gerät nicht. Es besteht die Gefahr eines elektrischen Schlags. Richten Sie alle Fragen an befugtes technisches Personal. Befolgen Sie die empfohlenen Wartungsanweisungen. Wenden Sie sich bei Auftreten von Problemen umgehend an den technischen Dienst. Das Gerät darf erst nach der Überprüfung durch den technischen Dienst wieder verwendet werden. Verwenden Sie das EKG-Ausgangssignal des Gerätes nicht als Synchron-Impuls für einen anderen Defibrillator oder ein anderes Elektrokardioversionsgerät. Das EKG-Ausgangssignal wird mit einer Verzögerung bis zu 25 msek. erzeugt. Diese Verzögerung muß in Betracht gezogen werden, wenn das EKG- Ausgangssignal am Eingang anderer, eine R-Wellen- Synchronisation erfordernder Geräte angelegt wird. Wenn das Gerät der M Series bei außerhalb des oberen bzw. unteren Grenzwertes liegenden Temperaturen aufbewahrt und ohne Anwärmung eingesetzt wird, ist es möglich, daß dessen Leistung nicht den vorgegebenen Normen entspricht. Bedienersicherheit Verwenden Sie Geräte der M Series nicht in Gegenwart von sauerstoffangereicherter Luft, entflammbaren Narkosemitteln oder anderen brennbaren Reagenzien (z.b. Benzin). Die Verwendung des Gerätes in der Nähe von ausgelaufenem Benzin kann eine Explosion verursachen. Verwenden Sie das Gerät nicht in der Nähe von oder in Wasserpfützen. Bei Naßwerden des Gerätes kann dessen elektrische Sicherheit beeinträchtigt werden. Beim Entladen dürfen Platten oder MFE Pads nicht kurzgeschlossen oder der Luft ausgesetzt sein. Alle an der Behandlung des Patienten Beteiligten müssen vor der Defibrillator-Entladung zum ABSTAND HALTEN aufgefordert werden. Berühren Sie weder die Trage bzw. das Bett, den Patienten noch Geräte, an die der Patient während der Defibrillation angeschlossen ist. Die Gefahr eines schweren elektrischen Schlags besteht. Freigelegte Körperteile des Patienten dürfen nicht mit Metallgegenständen (z.b. Bettrahmen) in Berührung kommen, da dies unerwünschte Strompfade für den Defibrillatorstrom bilden könnte. Verwenden Sie bei der Defibrillation mit Platten wie vom Hersteller empfohlen ausschließlich stark leitendendes Elektrodengel. Lassen Sie Elektrodengel nicht an den Händen oder den Elektrodengriffen anhaften, um der Gefahr eines elektrischen Schlags vorzubeugen. Berühren Sie während der Elektrostimulation mit Gel bestrichene Bereiche der MFE Pads nicht, um der Gefahr eines elektrischen Schlags vorzubeugen. Verwenden Sie beim Defibrillieren mit Platten die Daumen zum Betätigen der SCHOCK-Tasten, um zu verhindern, daß dem Bediener unbeabsichtigt ein elektrischer Schlag versetzt wird. Kein Teil der Hände darf sich im Bereich der Platten befinden. Die SCHOCK-Tasten an den Platten dürfen nur mit den Daumen gedrückt werden. Nichtbeachten könnte die unbeabsichtige Betätigung der Energiewahl-Tasten zur Folge haben und der Defibrillator könnte sich selbst deaktivieren. Der Defibrillator darf nur wie angewiesen entladen werden. Der Defibrillator darf nicht entladen werden, wenn die MFE Pads nicht richtig am Patienten befestigt sind. Prüfen Sie vor Gebrauch immer, ob das Gerät vorschriftsgemäß funktioniert und in gutem Zustand ist. Trennen Sie den Patienten vor dem Defibrillieren von allen elektromedizinischen Geräten die keinen Defibrillationsschutz aufweisen. Die Verwendung von ZUBEHÖR, das den geltenden Sicherheitsbestimmungen nicht entspricht, kann zu einer Verringerung der Sicherheit des resultierenden Systems führen. 1-9
16 BEDIENERHANDBUCH WARNHINWEISE (Fortsetzung) Bei der Wahl des Zubehörs sollte folgendes beachtet werden: Verwendung des Zubehörs in der NÄHE DES PATIENTEN Nachweis, daß die Sicherheitszertifizierung des ZUBEHÖRS in Übereinstimmung mit den entsprechenden harmonisierten nationalen Normen IEC (EN) und/oder IEC (EN) erfolgte. Patientensicherheit Die bei Neugeborenen und Kindern angewandte Defibrillationsenergie sollte den geltenden Richtlinien entsprechen. Die beratende Funktion des Gerätes darf nicht an pädiatrischen Patienten mit einem Lebensalter unter acht (8) Jahren zur Anwendung kommen. * Das Gerät erfaßt ausschließlich elektrische EKG- Signale. Der Puls (d.h., die effektive Kreislaufperfusion) wird nicht erfaßt. Puls- und Herzfrequenzen müssen stets durch körperliche Untersuchung des Patienten bestätigt werden. Implantierte Schrittmacher können bewirken, daß der Herzfrequenzmesser die Schrittmacherfrequenz als Herzfrequenz zählt, während beim Patient in Wahrheit ein Herz-Kreislaufstillstand vorliegt. Daher müssen Patienten mit Schrittmacher genau beobachtet werden. Prüfen Sie den Puls des Patienten; verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Herzfrequenzmesser. Es ist möglich, daß die Schrittmacher-Detektorschaltungen nicht alle Zacken (Spikes) erkennen. Die Anamnese und körperliche Untersuchung des Patienten sind unerläßlich bei der Bestimmung, ob ein implantierter Schrittmacher vorhanden ist. Verwenden Sie nur qualitativ hochwertige EKG- Elektroden. EKG-Elektroden dienen nur zur Rhythmuserfassung. Die Defibrillation oder Schrittmacherbehandlung (Elektrostimulation) darf nicht über die EKG-Elektroden stattfinden. Die EKG-Rhythmusanalysefunktion warnt den Bediener nicht bei Auftreten von Patientenasystolie, da dieser Rhythmus nicht defibrillationspflichtig ist. Verwenden Sie die EKG-Elektroden bzw. MFE Pads nicht, wenn das Elekrodengel trocken ist, oder wenn Klebeelektrodenpflaster gerissen oder von der Folie abgelöst sind, da die Verwendung solcher Elektroden Verbrennungen verursachen kann. Schlechte Anhaftung und/oder Luft unter den MFE Pads kann Lichtbogenbildung und Hautverbrennungen zur Folge haben. Dichte Körperbehaarung oder nasse bzw. schweißige Haut kann die Klebefähigkeit der Elekroden und den elektrischen Kontakt behindern, wodurch es zu Lichtbogenbildung und Hautverbrennungen kommen kann. Rasieren Sie deshalb die Haare bzw. trocknen Sie den feuchten Bereich der Haut, an dem die Elektrode befestigt werden soll. Bei längerer Elektrostimulation sollten MFE Pads alle 8 Stunden (2 Stunden im Falle von strahlendurchlässigen Radiolucent stat padz) ausgewechselt werden, um die optimale Therapierung des Patienten zu gewährleisten. Vermeiden Sie durch elektrochirurgische Verfahren verursachte Verbrennungen an den Überwachungsstellen. Vergewissern Sie sich dabei, daß die Verbindung mit der Elektrochirurgie-Rückleitung sachgemäß ist, damit die Rückleitungspfade nicht durch die Überwachungselektroden oder sonden führen. Längere Elektrostimulation (mehr als 30 Minuten) kann besonders bei Neugeborenen oder Erwachsenen mit Durchblutungsstörungen Verbrennungen verursachen. In allen Fällen wird die regelmäßige Untersuchung der unter den Elektroden liegenden Haut empfohlen. Prüfen Sie vor dem Einsatz auf Leckstrom. Außergewöhnlich starker Leckstrom kann auftreten, wenn mehr als ein Überwachungsgerät oder ein anderes Teil der Ausrüstung am Patienten angeschlossen ist. AHA Guidelines 2000 for Cardiopulmonary Resuscitation and Emergency Cardiovascular Care, I-64,
17 ALLGEMEINE INFORMATIONEN VORSICHT Bei Nichtgebrauch des Gerätes den Batterie nicht mehr als 90 Tage im Gerät eingesetzt lassen. Batterie Beschädigung können auftreten. Die Zeitspanne zwischen der Anzeige BATTERIE SCHWACH und der Abschaltung kann bei niedrigem Energiepegel älterer Batterien weniger als eine Minute betragen. Geräte der M Series werden standardmäßig mit einer PD 4410-Batterie geliefert, können aber optional auch mit der XL-Batterie verwendet werden, wenn sie entsprechend konfiguriert werden. Inkorrekte Konfigurierung des Geräts für den Betrieb mit XL-Batterie bei eingesetzter PD 4410-Batterie verringert erheblich die Anzahl der Defibrillationsschocks, die zwischen dem Auftreten des Warnhinweises BATTERIE SCHWACH und dem Abschalten des Geräts der M Series abgegeben werden können (Siehe Konfigurationsanleitungen für die M Series, P/N , für weitere Informationen zur ordnungsgemäßen Konfigurierung des gewählten Batterietyps.) Das Gerät nicht sterilisieren. Geräteteile nicht in Wasser eintauchen. Keinen Spiritus (MEK, Aceton, usw.) am Gerät verwenden. Keine Scheuermittel (einschließlich Papierhandtücher) am Bildschirmfenster (Monitor) verwenden. Zuverlässige erdung kann nur durch anschluss an eine geerdete schuko-steckdose erreicht werden. Sollte die Schutzerdung des Netzkabels bzw. der Wechselstromsteckdose nicht sicher sein, muß auf Batteriebetrieb geschaltet werden. Nur EKG-Kabel (speziell mit internem Strombegrenzungswiderstand) wie von ZOLL Medical Corporation angewiesen bzw. mitgeliefert verwenden. Bei Geräten der M Series sorgen diese für Defibrillationsschutz und genaue EKG-Informationen und dienen zum Schutz gegen Signalrauschen und andere Störungen. Wiedereinschalten des Gerätes Es gibt bestimmte Ereignisse, die die Wiedereinschaltung von Geräten der M Series erfordern, nachdem sie sich ausgeschaltet oder deaktiviert haben. Ein Beispiel wäre das Ausschalten aufgrund niedrigen Batterieladezustan-des. Vor Entfernen des Batterien muß der Betriebsartenschalter stets in die AUS -Stellung gedreht werden. Der Betriebsartenschalter kann dann auf die gewünschte Betriebsart eingestellt werden, um den Betrieb nach Einsetzen eines neuen Batterien wiederaufzunehmen. Diese Reihenfolge muß beim Wiedereinschalten des Gerätes beachtet werden. Dieses Verfahren kann auch zum Löschen einiger X FEHLER XX -Meldungen dienen, wenn die sofortige Verwendung des Gerätes erforderlich ist. Dabei ist zu beachten, daß bei Wiederaufnahme des Betriebs manche Einstellungen (z.b. Alarm, Wahl der Ableitung, EKG-Größe) erhalten bleiben, wenn die Ausschaltdauer kleiner als 10 Sekunden war. Richtlinien Der Amerikanischen Lebensmittelbehörde (FDA) Erfordernisse zur Rückverfolgbarkeit Das Bundesgesetz (21 CFR 821) der USA erfordert die Rückverfolgbarkeit von Defibrillatoren. Aufgrund dieses Gesetzes sind Sie als Besitzer dieses Gerätes dafür verantwortlich, ZOLL Medical Corporation zu benachrichten, wenn Sie dieses Gerät erhalten haben, wenn es verloren ging, gestohlen oder zerstört wurde oder wenn es verschenkt, weiterverkauft oder anderweitig an einen neuen Besitzer weitergegeben wurde. Benachrichtigen Sie in diesen Fällen bitte ZOLL Medical Corporation schriftlich unter Angabe folgender Informationen: 1. Erstbesitzer - Firmenname, Adresse, Ansprechpartner und dessen Telefonnummer 2. Teilnummer/Modellnummer und Seriennummer 3. Übertragung des Gerätes (z.b. erhalten, verloren, stehlen, zerstört, Weitergabe an einen anderen Besitzer) Neuer Verwendungsort und/oder Besitzer (wenn anders als unter 1.) - Firmenname, Adresse, Ansprechpartner und dessen Telefonnummer 4. Datum, an dem die Übertragung in Kraft trat 5. Zusätzliche Hinweise oder Anmerkungen Senden Sie diese Informationen an: ZOLL Medical Corporation Attn: Tracking Coordinator 269 Mill Road Chelmsford, MA , USA Fax: + (978) Tel.: + (781)
18 BEDIENERHANDBUCH Mitteilung von Gegenwirkungen Als im Gesundheitswesen Tätige sind Sie möglicherweise verpflichtet, ZOLL (und gegebenenfalls die FDA) über bestimmte Vorkommnisse zu unterrichten. Davon betroffen sind die in 21 CFR, Teil 803, beschriebenen Vorkommnisse einschließlich Tod, schwerer Verletzungen oder Erkrankungen. Jedoch sollte ZOLL im Rahmen des Qualitätssicherungsprogramms in jedem Fall über Geräteausfälle oder -fehlfunktionen benachrichtigt werden. Diese Benachrichtigung ist erforderlich, um zu gewährleisten, daß ZOLL nur Produkte von höchster Qualität liefert. Software-Lizenzvereinbarung Hinweis: Lesen Sie das Bedienerhandbuch und die Lizenzvereinbarung für alle Geräte der M Series eingehend vor deren Verwendung. Die im Lieferumfang des Systems enthaltene Software ist urheberrechtlich und durch internationale Urheberrechtsabkommen sowie eigentumsrechtlich und durch internationale Eigentumsrechtsabkommen geschützt. Diese Software unterliegt einer Lizenz und ist nicht verkäuflich. Durch Annahme und Gebrauch dieses Systems erklärt der Käufer, daß er mit der Vereinbarung und folgenden Bedingungen einverstanden ist: 4. Verwendungsbeschränkungen: Als Käufer sind Sie berechtigt, dieses Produkt von einem Ort and einen anderen zu transportieren, vorausgesetzt, daß die Software/Firmware nicht kopiert wird. Sie sind nicht berechtigt, Kopien der Software/Firmware frei- oder weiterzugeben, zu veröffentlichen oder zu übersetzen oder an Andere zu verteilen. Weiterhin sind Sie nicht berechtigt, Weiterentwicklungen der Software/Firmware zu modifizieren oder anzugleichen, zu übersetzen, zurückzuentwickeln oder zu dekompilieren, kreuzkompilieren, disassemblieren oder zu erstellen. Kundendienst Das Gerät erfordert keine regelmäßige Kalibrierung oder Justierung. Entsprechend geschultes und qualifiziertes Personal sollte jedoch regelmäßig Gerätefunktionsprüfungen vornehmen, um den vorschriftsgemäßen Betrieb des Gerätes zu gewährleisten. (Siehe Kapitel Allgemeine Wartung.) Internationalen Kundendienst verständigen Sollte das Gerät den Kundendienst erfordern, muß dieses in der Originalpackung an das jeweils zuständige Kundendienstzentrum von ZOLL Medical Corporation gesendet werden. 1. Lizenzerteilung: Als Gegenleistung auf die Bezahlung der Lizenzvereinbahrungsgebühr, die im Kaufpreis dieses Produktes enthalten ist, gewährt ZOLL Medical Corporation dem Käufer eine einfache nicht-exklusiv Lizenz jedoch nicht das Recht der Vergebung einer Unterlizenz zur Verwendung der System-Software ausschließlich in Objektprogrammform. 2. Eigentümer der Software/Firmware: Rechtstitel, Eigentumsrechte und alle Rechte und Interessen an der System-Software sowie aller Kopien dieser Software verbleiben beim Hersteller und den Lizenzgebern von ZOLL Medical Corporation und gehen nicht auf den Käufer über. 3. Übertragung: Der Käufer erklärt sich damit einverstanden, seine auf ihn durch die Lizenzvereinbarung übertragenen Rechte nicht ohne die ausdrückliche, schriftliche Genehmigung von ZOLL Medical Corporation an Dritte zu übertragen oder abzutreten oder Dritten eine Unterlizenz zu gewähren. 1-12
19 ALLGEMEINE INFORMATIONEN Defibrillator-Wellenformen Allgemein Die im folgenden gezeigten Defibrillator-Wellenformen werden bei Entladung des Gerätes mit maximaler Energie bei einem Widerstand von 25, 50 und 100 Ω erzeugt. Jede vertikale Hauptunterteilung ist gleich 1000 V; jede horizontale Hauptunterteilung ist gleich 2 ms. Entladung bei einem Widerstand von 25 Ω Entladung bei einem Widerstand von 50 Ω Entladung bei einem Widerstand von 100 Ω 1-13
20 BEDIENERHANDBUCH Algorithmengenauigkeit bei der EKG-Analyse Die Genauigkeit des EKG-Analyse-Systems wird an Hand folgender Werte beurteilt und bewertet: - Empfindlichkeit, - Spezifizität, -falsche positive Herzfrequenz und -positive Voraussehbarkeit. Die Berechnung der einzelnen Werte wird im folgenden genauer beschrieben. Zusätzliche Daten erläutern die Genauigkeit des von einem unabhängigen Spezialisten geprüften Algorithmuses. Dieser Algorithmus: Aufteilung des EKG-Rhythmus in drei 3-Sekunden-Segmente Filterung und Messung von Geräuschen, Darstellungsfehlern (Artefakte) und Basislinienwandern Messung des Basislinieninhalts ('Welligkeit' bei korrekten Frequenzen - Frequenzwertbereichsanalyse) eines Signals Messung der QRS-Rate, -Breite und -Veränderlichkeit Messung der Amplitude und zeitlichen Regelmäßigkeit ('Auto-Korrelation') von Kurvenmaxima und Kurvenminima Erfassung von zwei aus drei zur Impulsabgabe geeigneten 3-Sekunden-Segmenten und Anzeige der Meldung SCHOCK EMPFOHLEN Die Algorithmenablaufzeit beträgt 9 Sekunden. Leistungsergebnisse unter klinischen Bedingungen Anwendungen: Anzahl von Analysen Anzahl von Patienten Zur Impulsabgabe geeignete Rhythmen Gesamtempfindlichkeit 95,7% Positive Voraussehbarkeit 100,0% Nicht zur Impulsabgabe geeigneter Rhythmus Gesamtspezifizität 100% Falsche positive Frequenz 0% Empfindlichkeit = Anzahl von "korrekt - Schock" Algorhitmenentscheidungen Gesamtanzahl von Rhythmen, bei denen eine Impulsabgabe klinisch empfohlen wird Spezifizität = Anzahl von "korrekt - kein Schock" Algorithmenentscheidungen Gesamtanzahl von Rhythmen, bei denen eine Impulsabgabe klinisch nicht empfohlen wird Falsche positive Frequenz = Anzahl von "nicht korrekt - Schock" Algorithmenentscheidungen Gesamtanzahl von Rhythmen, bei denen eine Impulsabgabe klinisch nicht empfohlen wird Positive Voraussehbarkeit = Anzahl von "korrekt - Schock" Algorhitmenentscheidungen Gesamtanzahl von Rhythmen, bei denen vom Gerät eine Impulsabgabe empfohlen wird 1-14
21 KAPITEL 2 BEDIENUNGSELEMENTE UND ANZEIGEN ABL. AMPL. HF CO2 m 31 Hg Sp02 % EKG x RR 100 PADS EKG CO2 ABL. AMPL. ALARM STOP REGISTR. MONITOR AUS LADEN ENERGIE- WAHL DEFIB ANALYSE SCHOCK Param. Kurve 2 Alarm STROM ma SCHRITTM. 4:1 FREQUENZ PPM LADEEINHEIT EIN PROTOKOLL CODE- MARKIERUNG LOSLASSEN BETRIEBSARTENSCHALTER Mit dem Betriebsartenschalter können je nach Gerätekonfiguration die folgenden Betriebsarten (Modi) ausgewählt werden: AUS; MONITOR, DEFIB und SCHRITTM. (nur Schrittmacher- Version). 2. DEFIB ENERGIEWAHL-Tasten Zwei Sätze Auf-/Hinunter-Pfeiltasten dienen zum Einstellen des Energiepegels, wobei sich entsprechende Tasten sowohl am vorderen Bedienfeld als auch am Sternum-Platten befinden. Halten Sie die jeweilige Auf- oder Hinunter- Pfeiltaste gedrückt, bis der gewünschte Energiepegel angezeigt wird. 3. DEFIB LADEN Bei Drücken der LADEN-Taste am vorderen Bedienfeld bzw. am Handgriff des Apexpaddles bei Verwenden von Platten wird der Defibrillator auf den gewählten Energiepegel geladen. 4. SCHOCK Die SCHOCK-Taste leuchtet auf, wenn der Defibrillator geladen und betriebsbereit ist. Halten Sie die Taste gedrückt, um den Defibrillator zu entladen. Die SCHOCK-Taste ist nur dann aktiviert, wenn MFE-Pads (Klebeelektroden), autoklavierbare externe Platten oder Elektroden für die interne Defibrillation ohne Entladungstaste verwendet werden. Die SCHOCK-Taste funktioniert nicht, wenn externe Platten an das Gerät angeschlossen sind. Jede der externen Platten hat eine SCHOCK-Taste am vorderen Ende des Griffes. Halten Sie zum Entladen des Defibrillators jeweils beide Tasten gedrückt. 2-1
22 BEDIENERHANDBUCH 5. ANALYSE Durch Drücken der ANALYSE-Taste wird die EKG- Analyse zur Bestimmung von defibrillationspflichtigen Rhythmen begonnen. 6. FUNKTIONSTASTEN Direkt unter dem Anzeigefeld befinden sich fünf unbezeichnete Tasten, die je nach Betriebsart zur Steuerung verschiedener Funktionen dienen. Die Bezeichnungen für die Funktionstasten erscheinen im unteren Bereich des Anzeigefelds direkt über der Taste zur Anzeige der jeweils zugewiesenen Funktion. 7. ABLEITUNG (ABL.) Die EKG-Ableitungen werden anhand der ABL.- Taste bestimmt. Durch Drücken dieser Taste werden die folgenden Ableitungen nacheinander angezeigt - "I", "II", "III", avr, avf, avl, PLATTEN" (Defibrillator-Platten) oder "PADS" [Multi-Function Electrode (MFE) Pads]. Die Wahl der PADS - oder PLATTEN (Paddles) - Ableitungseinstellungen findet automatisch statt, wenn das Gerät bei DEFIB-oder MONITOR-Betrieb eingeschaltet wird und die MFE Pads oder Platten an das Multi-Function-Kabel angeschlossen sind. Bei Einschalten des Gerätes der M Series im SCHRITTM.-Betrieb (nur Schrittmacher-Versionen) wird automatisch Ableitung II gewählt. Im SCHRITTM.-Modus ist der Monitorbetrieb über Pads oder Platten nicht möglich. 8. AMPLITUDE (AMPL.) Über diese Taste können Sie die Darstellungsgröße des EKG-Signals am Monitor einstellen. Mögliche Größen sind 0,5, 1, 1,5, 2 und 3 cm/mv; sie werden oben rechts in der Mitte des Monitors angezeigt. 9. ALARM STOP Die Taste ALARM STOP wird zum Aktivieren und Deaktivieren der Alarmfunktion und zur akustischen Alarmunterdrückung betätigt. Bei Aktivierung der Alarmfunktion erscheint ein Glockensymbol ( ) in der Mitte oben im Anzeigefeld. Bei akustischer oder dauernder Deaktivierung der Alarmfunktion erscheint das Glockensymbol durchgestrichen ( ). Bei Aktivierung der Alarmfunktion und Auftreten einer Alarmsituation ertönt ein akustisches Signal und das Glockensymbol blinkt. Die Verwechslung mit dem Tonsignal, das den vollen Ladezustand des Defibrillators anzeigt wird dadurch vermieden, daß der Herzfrequenz-Alarm in einer anderen Tonlage ertönt, wenn der Betriebsartenschalter auf DEFIB gestellt ist DRUCKER (REGISTR) Anhand dieses Bedienungselements wird der Streifenschreiber ein- oder ausgeschaltet. Es befindet sich jeweils eine REGISTR.-Taste am vorderen Bedienfeld des Gerätes und an der Sternum-Elektrodenplatte. Das Gerät kann auf EKG-Diagnose-Bandbreite (0, Hz) eingestellt werden, indem man die REGISTR.-Taste gedrückt hält. Die Diagnose-Bandbreite wird beibehalten, solange die REGISTR.-Taste gedrückt bleibt. Bei Loslassen der REGISTR.-Taste kehrt die Bandbreite auf Standard-Überwachung zurück. 11. SIGNAL-LAUTSTÄRKE (EKG) Über diese Taste kann die Lautstärke des QRS- Piepsignaltons von einer maximalen bis auf eine nicht hörbare Lautstärke eingestellt werden. (Die Lautstärke des Herzfrequenzalarms und des die volle Ladung anzeigenden Tons kann nicht verändert werden.) Durch Drücken dieser Taste wird ein Menü für die Anpassung der Lautstärke mittels Funktionstasten angezeigt. 12. HELLIGKEITS-/KONTRAST- EINSTELLUNG Bei Drücken dieser Taste erscheint ein Menü zur Einstellung der Anzeigehelligkeit mittels Funktionstasten am Monitor. 13. LADEEINHEIT EIN Wenn Geräte der M Series an das Wechselstromnetz angeschlossen sind, weisen die Anzeigelampen LADEEINHEIT EIN auf folgende Zustände hin: Die orange-gelbe Anzeigelampe LADEEINHEIT EIN leuchtet immer dann ununterbrochen auf, wenn das Gerät AUS geschaltet ist und die Batterie geladen wird oder wenn das Gerät bei eingesetzter Batterie EINgeschaltet ist. Die grüne Anzeigelampe LADEEINHEIT EIN leuchtet immer dann ununterbrochen auf, wenn das Gerät AUS geschaltet und die eingesetzte Batterie voll auf die gegenwärtige Kapazität geladen ist. Beide, die grüne und die orange-gelbe, Anzeigelampen LADEEINHEIT EIN leuchten immer dann abwechselnd auf, wenn keine Batterie im Gerät eingesetzt ist oder wenn ein Batterieladefehler erkannt wurde. Die Anzeigelampen LADEEINHEIT EIN leuchten nicht auf, wenn das Gerät nicht an das Wechselstromnetz angeschlossen ist. 14. PAPIERSCHUBLADE Sie enthält den Papiervorrat für den Schreiber. Drücken Sie die Verriegelung nach unten und ziehen Sie die Schublade zum Papierwechsel heraus.
23 BEDIENUNGSELEMENTE UND ANZEIGEN 15. PROTOKOLL (ZUSAMMENFASSUNG) Über die PROTOKOLL-Taste werden gespeicherte Patientendaten aufgerufen und als Protokoll-Bericht auf dem Schreiber des Geräts ausgedruckt. Die Protokoll-Bericht-Funktion ermöglicht die automatische Sammlung von EKG-Patientendaten, der Einstellung der Bedienungselemente, des Datums, der Zeit und der im Laufe bestimmter Situationen angewandten Behandlungen. Weitere Informationen sind im Abschnitt Protokoll Zusammenfassung enthalten. 16. CODE-MARKIERUNG Durch Betätigen der Taste CODE-MARKIERUNG werden ein Menü und Funktionstasten aktiviert, die Protokollierung von speziell verabreichten Medikamenten oder Behandlungen im Internspeicher des Gerätes ermöglichen. Weitere Informationen sind im Abschnitt Code- Markierungen enthalten. 17. PCMCIA-Speicherkartenschlitz Enthält die PCMCIA-Flash-Speicherkarte für Datenspeicherung und -abruf. 18. PC-Modemkartenschlitz (nur 12-Ableitungen-Option) Enthält die Modemkarte zur Übertragung von mit 12 Ableitungen erhaltenen EKG-Daten, wobei diese über das Festnetz oder ein Zellulartelefon an entfernte Zielgeräte gesendet werden. Weitere Informationen sind in der Beilage zur EKG- Überwachung mit 12 Ableitungen (Teilenr ) enthalten. Hinweis: Der Modemschlitz verbirgt sich hinter einer Kunststoffabdeckung. 19. STROM ma Schrittmacherausgang (nur Schrittmacherversion) Im Schrittmacherbetrieb (Option) wird anhand dieses Drehschalters die an den MFE Pads anliegende Stromstärke eingestellt. Bei Patienten, die bei Bewusstsein sind, sollte diese langsam, bis zur Erfassung erhöht werden. Die gewählte Stromeinstellung wird am Monitor angezeigt :1-TASTE (nur Schrittmacherversion) Dieses Bedienelement dient zum Prüfen auf Reizschwelle oder zum Bestimmen des Basisrhythmus des Patienten. Bei Drücken dieser Taste werden Reizimpulse mit einem Wert von ¼ der angezeigten Einstellung in PPM (Impuls/Minute) abgegeben. Bei Loslassen dieser Taste kehrt das Gerät in den normalen Stimulationsbetrieb zurück. 21. FREQUENZ PPM (Impuls/Minute) Schrittmacher-Rate (nur Schrittmacherversion) Im Schrittmacherbetrieb (Option) wird anhand dieses Drehschalters die Impulsfrequenz (Rate) 2-3 eingestellt, mit der der Schrittmacher betrieben wird. Diese Rate muß über der Eigenrate des Patienten eingestellt werden, damit der Schrittmacher die Elektrostimulation durchführen kann. Die gewählte Schrittmacher-Rate wird am Monitor angezeigt. 22. Systole- und Alarm-Lautsprecher Über diesen Lautsprecher werden während der EKG-Überwachung akustische Herzfrequenztöne und bei einem Alarmzustand ein akustischer Alarm ausgegeben. 23. Mikrofon (Option) Zeichnet Geräusche in der Nähe des Geräts der M Series auf, die im nichtflüchtigen Speicher und auf der PCMCIA-Speicherkarte gespeichert werden. LADUNGS-ANZEIGELAMPE (nicht abgebildet) Diese Anzeigelampe am Apex-Platte leuchtet auf, wenn der Defibrillator geladen und betriebsbereit ist. DEFIBRILLATOR-TESTANSCHLUSS (nicht abgebildet) Der Test-Steckverbinder am Multi-Function-Kabel wird zum Prüfen der Defibrillator-Ausgangsleistung nur bei Verwendung des Multi-Function-Kabels verwendet. PÄDIATRISCHE PLATTEN (nicht abgebildet) In der Platten-Baugruppe sind Kinder-Platten integriert. Diese liegen direkt unter den Platten für Erwachsene und können durch einfaches Drücken der schwarzen PEDI-Taste an der Vorderseite jeder Elektrodenplatte und durch Vorschieben der jeweiligen Elektrodenplatte für Erwachsene zugänglich gemacht werden. Beim Auswechseln von Elektroden für Erwachsene muß darauf geachtet werden, daß die Elektrode richtig im Handgriff der Platten eingerastet ist. Elektrode Kinder (Platte) PEDI-Taste Elektrode Erwachsene (Schuh) 1 VOLT EKG-AUSGANG (nicht abgebildet) Eine angezeigte EKG-Signalausgangsleistung von 1 V/cm kann mittels einer an der Geräterückseite vorhandenen Phono-Kleinbuchse abgenommen werden. Dieser Ausgang kann zum Anschluß von Patienten-Monitoren und fernmeßtechnischen Geräten dienen. Die Spitze leitet das EKG-Signal und die Hülse bildet die Erdung.
24 BEDIENERHANDBUCH Code-Markierungen Bei Betätigen der Taste CODE-MARKIERUNG wird am Gerät eine Reihe vorgegebener klinischer Maßnahmen angezeigt. Durch das Drücken der Funktionstaste wird das entsprechende Ereignis protokolliert und mit Datums- und Zeitstempel versehen gespeichert. Es können gleichzeitig bis zu fünf Code- Markierungen am Monitor angezeigt werden. Die Funktionstaste ganz rechts ist mit WEITER bezeichnet, wenn mehr als fünf Möglichkeiten zur Code-Markierung bestehen. Durch Drücken der WEITER-Taste wird die nächste Reihe Code- Markierungen über den jeweiligen Funktionstasten angezeigt. Für die Betriebsarten MONITOR, DEFIB und SCHRITTMACHER stehen jeweils verschiedene Code-Markierungs- Listen zur Verfügung (z.b. SCHRITTMACHER, EPI Atrop, MONITOR: Valium, LIDO, DEFIB: BRET, AMIO). Die Code-Markierungen verschwinden nach 10 Sekunden vom Anzeigefeld. Wurde während dieses Zeitraums keine Funktionstaste zur Code- Markierung gedrückt, wird eine MARKIERUNG für ein allgemeingültiges (generisches) Ereignis im Speicher des zusammenfassenden Protokoll- Berichts gespeichert. 2-4
25 BEDIENUNGSELEMENTE UND ANZEIGEN Protokoll Zusammenfassung Die Funktion PROTOKOLL ermöglicht Ihnen das Speichern und spätere Aufrufen wichtiger EKG- und Geräteereignisse. Nach Aktivierung des Streifenschreibers veranlaßt der Internspeicher des Gerätes automatisch die Aufzeichnung von Defibrillations- und Elektrokarioversionssegmenten, SCHRITTMACHER- Betrieb (nur Schrittmacher-Version), Herzfrequenz-Alarm und EKG-Sequenzen. Zusätzlich aufgezeichnet werden Ereignisdaten, einschließlich Bedienungseinstellung am Gerät, Patienten-EKG, Aufzeichnungsdatum und -zeit. Anmerkung: Die Diagnose-Bandbreitenaufzeichnungen erscheinen nicht in diesem zusammenfassenden Protokoll-Bericht. Das Betätigen von PROTOKOLL veranlaßt die automatische Daten-Aufzeichnung von sechs Ereignissen: Auslösung des VF-Alarms Defibrillator-Impulsabgabe Wahl von SCHRITTMACHER-Betrieb (nur Schrittmacher-Versionen) Auslösung des Herzfrequenz-Alarms Einschalten des Streifenschreibers (bzw. schnell aufeinanderfolgendes Ein- und Ausschalten) Beginn der EKG-Analyse Anhand von Protokoll wird jedes Ereignis in zeitlich geordneter Folge aufgezeichnet und bis zu 65 Defibrillationen oder 140 vom Schreiber aktivierte EKG-Ereignisse werden gespeichert. Alle Ereignisdaten bleiben gespeichert und bis zur manuellen Löschung zugriffsbereit. Eine neue Patientenaufzeichnung wird automatisch erstellt, wenn das Gerät für eine vom Bediener definierbare Zeit von 5 Minuten bis 36 Stunden ausgeschaltet blieb. Wenn der gesamte Speicherplatz für einen bestimmten Patienten belegt wurde, erscheint die Meldung "PROTOKOLL VOLL" im Anzeigefeld und es werden keine weiteren Daten aufgezeichnet. Formate für zusammenfassende Protokoll-Berichte Anhand von Protokoll wird ein Überblick über alle gegenwärtig im Speicher befindlichen Ereignisse ausgedruckt. Darin enthalten sind die Gesamtanzahl der abgegebenen Defibrillationsimpulse, die gesamte Elektrostimulationszeit (kumulativ), die Einschaltzeit und das Einschaltdatum des Gerätes (oder, wenn Sie gerade die Protokolle von Hand gelöscht haben, die Startzeit und das Datum des nächsten Protokolls), die Zeit des letzten Ereignisses sowie ein Bereich für Patientennamen, Erstellungszeit und Anmerkungen. Alle Segmente sind im Abstand von 21,6 cm (8,5 Inch) mit vertikalen Trennungslinien versehen, um das Einsetzen von Papier (Format: 8,5 x 11 ) zu vereinfachen. Der Aufdruck PROTOKOLLENDE erscheint auf dem zuletzt aufgezeichneten Ereignis links unten am Aufzeichnungsstreifen. NAME ANMERKUNGEN PROTOKOLL (ZUSAMM.) DATUM I I PROTOKOLLBEGINN 2 LETZT. EREIGNIS - ZEIT 38 SCHOCK INSGESAMT 1 SCHRITTM.-GESAMTZT. 00:01:23 2-5
26 BEDIENERHANDBUCH Format Defibrillation Anhand von Protokoll werden sechs (6) Sekunden lang Vor-Impuls- und acht (8) Sekunden lang Nach- Impuls-EKG-Daten aufgezeichnet. Zusätzlich aufgezeichnet werden die gewählte und entladene Energie in Joule, Synchronisation (einschließlich Synchronisations-Markierungen), falls aktiviert, die EKG-Ableitung, EKG-Amplitude, Patientenimpedanz (Widerstand), die Zeit und das Datum. Bei AED-Geräten wird zusätzlich die Anzahl der abgegebenen Schocks, sowie weitere AED-spezifische Informationen angezeigt und ausgegeben. JOULES NAME SELECTED VOR DEFI-SCHOCK 15:18: DEFIBRILLATION ECG-ABL. I I EKG-AMPL. 1 IMPEDANZ 65 JOULE GEWÄHLT 200 ENTLADUNG - JOULE 202 NACH SCHOCK 15:18:45 Format Schrittmacher (nur Schrittmacher-Versionen) Anhand von Protokoll werden sechs (6) Sekunden lang Vor-Schrittmacher-EKG-Daten aufgezeichnet. Zusätzlich aufgezeichnet werden die EKG-Ableitung, die EKG-Amplitude, die Herzfrequenz des Patienten, die Zeit und das Datum. NAME VOR-SCHRITTMACHER. 15:19: MAI 93 EKG-ABL. I I EKG-AMPL. 2 HERZFREQUENZ 38 Nach erfolgter Einstellung eines Schrittmacher-induzierten Herzrhythmus kann dieser Rhythmus für spätere Protokolle durch kurzes Einschalten des Schreibers aufgezeichnet werden. Ist die asynchrone Stimulation aktiviert, wird auch die Anmerkung ASYNC STIMULATION aufgezeichnet. NAME 15:19: FEB 98 REG. EKG EKG-ABL. I I EKG-AMPL> 2 HERZFREQUENZ 38 FREQUENZ IPM 62 STROM ma
27 BEDIENUNGSELEMENTE UND ANZEIGEN Format Herzfrequenz-Alarm aktiviert Anhand von Protokoll werden sechs (6) Sekunden des Vor-Alarm-Patienten-EKGs aufgezeichnet. Zusatzlich aufgezeichnet werden die EKG-Ableitung, EKG-Amplitude, die Herzfrequenz des Patienten, Zeit und Datum. Wenn der Schrittmacher während dieses Ereignisses eingeschaltet ist, werden die Elektrostimulationsrate und die Stärke des Elektrostimulationsstroms ebenfalls aufgezeichnet. NAME 15:21: MAI 93 HERZFREQUENZ-ALARM EKG-ABL. ABLEITUNG I I ECG 2 HERZFREQUENZ 41 Format VF-Alarm aktiviert (siehe Kapitel 8) Anhand von Protokoll werden fünfzehn (15) Sekunden lang EKG-Daten, die VF -Alarm betreffen aufgezeichnet. Zusätzlich aufgezeichnet werden die Anzahl der abgegebenen Schocks, die EKG-Ableitung, EKG-Amplitude, die Herzfrequenz des Patienten und akustische Ereignisse in der Nähe des Gerätes. NAME VFIB HALB-AUTOM.-BETRIEB SCHOCK-ANZAHL 1 EKG-ABL. ELEKTRODEN EKG-AMPL. 1 HERZFREQUENZ 283 EKG GESTOERT 0 PATIENT PRUEFEN PROTOKOLLENDE Format Drucker an Anhand von Protokoll wird ein Patienten-EKG sechs (6) Sekunden lang vor Einschalten des Schreibers aufgezeichnet. Zusätzlich aufgezeichnet werden die EKG-Ableitung, EKG-Amplitude, die Herzfrequenz des Patienten, die Zeit und das Datum. Wenn der Schrittmacher während dieses Ereignisses eingeschaltet ist. Ist die asynchrone Stimulation aktiviert, wird auch die Anmerkung ASYNC STIMULATION aufgezeichnet. Bei AED-Geräten wird zusätzlich die Anzahl der abgegebenen Schocks, sowie weitere AED-spezifische Informationen angezeigt und ausgegeben. NAME 15:19: FEB. 98 REG. EIKG EKG-ABL. I I EKG-AMPL. 2 HERZFREQUENZ 45 Format Analyse Anhand von Protokoll wird ein EKG sechs (6) Sekunden lang vor der Analyse und ein EKG neun (9) Sekunden lang während des Analyseintervalls mit der Anmerkung SCHOCK EMPFOHLEN oder KEIN SCHOCK EMPFOHLEN aufgezeichnet. Bei AED-Geräten wird zusätzlich die Anzahl der abgegebenen Schocks, sowie weitere AED-spezifische Informationen angezeigt und ausgegeben. NAME 09:56: FEB. 98 KEIN SCHOCK EMPFOHLEN DEFIB-ANWEISUNG EKG-ABL. ELEKTRODEN ECG 2 EKG GESTOERT 0 KEIN SCHOCK EMPFOHLEN 2-7
28 BEDIENERHANDBUCH Manuelle Betriebsart gewählt: Bei AED- Geräten, die ebenfalls in manueller Betriebsart betrieben werden können, wird im zusammenfassenden Bericht eine Meldung START MANU-BETR. ausgegeben, wenn vom AED-Betrieb (Grundeinstellung) in den manuellen Modus umgeschaltet wurde. Folgende Anmerkungen können ebenfalls am oberen Rand des Ausdrucks im Analyse-Format erscheinen: Anmerkung Beschreibung 1. PAD-KONTKT SCHLECHT: Wird ausgegeben, wenn eine schlechte Verbindung an den MFE Pads festgestellt wurde. 2. ANALYSE UNTERBR: Wird ausgegeben, wenn die EKG-Analyse durch Drücken der ANALYSE-Taste oder durch einen Fehlerzustand gestoppt wurde. 3. EKG GESTÖRT: Wird ausgegeben, wenn außergewöhnlich hohe Störfrequenzen festgestellt werden. 4. SCHOCK EMPF.: Wird ausgegeben am Ende der vom Bediener eingeleiteten EKG- Analyse, wenn ein stimulierbarer Rhythmus festgestellt wurde. 5. KEIN SCHOCK EMPFOHLEN: Wird ausgegeben am Ende der vom Bediener eingeleiteten EKG- Analyse, wenn kein stimulierbarer Rhythmus festgestellt wurde. 6. EKG ZU GROSS: Die Amplitude des EKG-Signals ist zu groß für eine gute Rhythmus- Analyse. 2-8
29 BEDIENUNGSELEMENTE UND ANZEIGEN Ausdrucken eines Protokolls Drücken Sie die PROTOKOLL-Taste unterhalb des Bildschirm-Anzeigefelds. Drücken Sie dann die dazugehörige Funktionstaste zum Ausdrucken der Konfigurationseinstellungen, des Diagramms oder des Protokolls. Alle gegenwärtig im Speicher befindlichen Ereignisse werden vom Schreiber in zeitlicher Reihenfolge ausgedruckt. Ist der Streifenschreiber eingeschaltet oder wird der Defibrillator geladen, ist das Ausdrucken des Protokoll-Berichts deaktiviert. Um das Ausdrucken eines Berichts zu unterbrechen, die REGISTR.-Taste drücken oder das Gerät ausschalten. Eine unbegrenzte Anzahl von Kopien des Berichts kann ausgedruckt werden, indem die PROTOKOLL-Taste und die entsprechende Druck-Funktionstaste gedrückt werden. Wird die REGISTR.-Taste beim Ausdrucken eines protokolls gedrückt, beendet das Gerät den Ausdruckvorgang. Drücken Sie die REGISTR.- Taste erneut, um mit dem Ausdrucken einer EKG-Kurve zu beginnen. Der Streifenschreiber läuft ohne Unterbrechung, bis die Taste wieder gedrückt wird. Durch das Drücken der PROTOKOLL-Taste und einer entsprechenden Druck-Funktionstaste während des Ausdruckens eines Berichts wird dieser abgebrochen und das Ausdrucken eines neuen Berichts beginnt. Das Drucken wird unterbrochen, wenn ein Vitalfunktionen-Alarm eintritt (d. h. HF, SpO 2 etc.), die ANALYSE-Taste gedrückt oder der Defibrillator geladen wird. Ist kein Papier mehr im Registrierer und die PROTOKOLL-Taste sowie eine entsprechende Druck-Funktionstaste werden gedrückt, wird die Meldung REGISTR. PRÜFEN angezeigt. Füllen Sie Papier nach und drücken Sie noch einmal PROTOKOLL, um den zu druckenden Bericht auszuwählen. Teilweises Ausdrucken eines Protokoll-Berichts Wenn Sie nur einen Teil des Protokoll-Berichts ausdrucken möchten, gehen Sie wie folgt vor: 1. Drücken Sie die PROTOKOLL-Taste. 2. Drücken Sie die Funktionstaste Bericht drucken. 3. Drücken Sie die Funktionstaste Bereich drucken. 4. Drücken Sie die Funktionstaste Vorig. Ereignis oder Nächst. Ereignis, um die Ereignisse zu durchlaufen. 5. Drücken Sie die Funktionstaste Drucken. Das Gerät der M Series druckt das angezeigte Ereignis und alle nachfolgenden Ereignisse aus. Hinzufügen Von Patientennamen Und Id-Nr. Zu Einem Bericht Zum Hinzufügen des Patientennamen und der Patientenkennnummer zum Protokoll-Bericht gehen Sie wie folgt vor: 1. Drücken Sie die Funktionstaste ID-Nr. 2. Drücken Sie die Funktionstaste Vorige Stelle oder Nächst. Stelle, um Buchstaben für den Patientennamen auszuwählen. 3. Durch Drücken der Funktionstaste Stelle auf oder Stelle ab wird jeweils die Stelle für den Buchstaben ausgewählt. Wiederholen Sie die Schritte 2 und 3, bis der vollständige Name des Patienten eingegeben ist. 4. Drücken Sie die Funktionstaste Name eingeben. 5. Druch Drücken der Funktionstaste Vorige Stelle oder Nächst. Stelle wählen Sie eine Ziffer oder einen Buchstaben für die Kennnummer aus. 6. Drücken Sie Stelle auf oder Stelle ab, um die Stelle der Ziffer zu ändern. Wiederholen Sie die Schritte 5 und 6, bis der vollständige Namen des Patienten eingegeben ist. 7. Drücken Sie die Funktionstaste ID-Eingb und Zurück. Hinweis: Der Patientenname kann nicht nachträglich zu Ereignissen des Protokoll- Berichts hinzugefügt werden, die bereits gespeichert sind. Der Patientenname wird nur mit Protokoll-Ereignissen gespeichert, wenn diese erst nach dem Eingeben des Patientennamens gespeichert werden. 2-9
30 BEDIENERHANDBUCH Drucken Eines Ereignisprotokolls In einem Ereignisprotokoll werden alle wichtigen Ereignisse, die im Protokoll-Bericht aufgezeichnet wurden, verkürzt aufgelistet. Sie können ein Ereignisprotokoll drucken, das die Eintrittszeit für die folgenden Ereignisse beeinhaltet: Gerät der M Series eingeschaltet. Beratende Meldungen bei Defibrillation (z. B. PATIENT PRÜFEN und SCHOCK EMPFOHLEN). Defibrillations-Schocks (einschließlich Energiepegel). Schrittmacher-Modus gewählt. Manuelle Betriebsart gestartet (nur AED). Alarme ausgelöst. Code-Markierungen. Analyse mit 12 Ableitungen begonnen. Übertragung der Daten von 12 Ableitungen. Registrierer eingeschaltet. NIBD-Messungen begonnen. Zusätzlich enthält das Ereignisprotokoll die folgenden Informationen: Startzeit des Berichts (Zeitpunkt, zu dem der Protokoll-Berichtspeicher gelöscht wurde). Letzte Ereigniszeit (Zeitpunkt des letzten Ereignisses im Speicher). Gesamtzahl Schocks. Gesamte Schrittmacher-Zeit. Seriennummer des Systems. Kennnummer des Geräts. Zum Drucken eines Ereignisprotokolls gehen Sie wie folgt vor: 1. Drücken Sie die PROTOKOLL-Taste. 2. Drücken Sie die Funktionstaste Protokoll drucken. Das Gerät der M Series druckt das Ereignisprotokoll. Löschen des Protokollspeichers Um alle im Speicher enthaltenen Daten zu löschen, halten Sie die PROTOKOLL-Taste ungefähr vier (4) Sekunden lang gedückt. Drücken Sie dann die entsprechende Funktionstaste, um das Protokoll, den Trend oder alle Ereignisberichte zu löschen. Die Meldung LÖSCHT PROTOKOLL erscheint im Anzeigefeld. Bleibt das Gerät länger als Fünfzehn (15) Minuten ausgeschaltet, werden der Protokoll- Speicher und der Trendbericht gelöscht (es sei denn, das Gerät ist anders konfiguriert). 2-10
31 KAPITEL 3 MANUELLE DEFIBRILLATION Platten, gegen Defibrillationen geschützte Patientenverbindung des Typs BF EKG-Ableitungen, gegen Defibrillationen geschützte Patientenverbindung des Typs CF Notfall-Defibrillationsverfahren mit Platten WARNUNG Um einem elektrischen Schlag vorzubeugen, darf sich kein Elektrolyt-Gel an den Händen oder Elektroden-Handgriffen ansammeln. Beim Defibrillieren mit Platten drücken Sie die SCHOCK-Tasten mit den Daumen, um die versehentliche Impulsabgabe an den Bediener zu vermeiden. Dabei dürfen sich die Hände nicht in der Nähe der Elektroden befinden. Diagnose entsprechend geltenden Standards Überprüfen Sie das Vorliegen folgender Symptome: Bewußtlosigkeit Atemstillstand Fehlen des Pulses Beginnen der kardiopulmonalen Reanimation (CPR) entsprechend geltender Standards Fordern Sie zusätzliche Hilfeleistung an; ggf. Notarztruf. 1 DEFIB wählen Drehen Sie den WÄHLSCHALTER auf DEFIB. Das Gerät schaltet automatisch auf den Vorgabewert von 200 Joule oder den ersten, vom Kundendienst vorkonfigurierten Impulsenergiewert. MONITOR AUS SCHRITTM. 1 DEFIB HINWEIS: Defibrillator- PLATTEN wird als EKG-Quelle gewählt, wenn das Gerät auf MONITOR oder DEFIB gestellt ist und die Platten mit dem Multi-Function-Kabel verbunden sind. Energiewahl Vergewissern Sie sich am Monitor, daß die gewählte Energieeinstellung richtig ist. Um die gewählte Defibrillationsenergie zu ändern, benutzen Sie bitte die Aufwärts-/Abwärts-Pfeiltasten entweder auf dem vorderen Bedienfeld, oder auf dem Sternum-Paddle. Die gewählte Energie wird auf dem Monitor als DEFIB XXXJ WAHL angezeigt. Wenn das Gerät der M Series entsprechend konfiguriert ist, setzt es automatisch die Energie auf den vorkonfigurierten Energiepegel: Die Einstellung Schock 1, 2, 3 erfolgt beim Start und jeweils nach den ersten beiden Schocks. Die Meldung ENERGIE WURDE ERHÖHT wird dabei angezeigt. Eine manuelle Änderung des Energiepegels außerhalb des programmierten Intervalls und die Abgabe eines Schocks schalten diese Funktion aus. Die Funktion wird auch dann ausgeschaltet, wenn interne Griffsätze angeschlossen werden. Siehe Konfigurationshandbuch der M Series für weitere Details. 3-1
32 BEDIENERHANDBUCH LADEN ENERGIE- WAHL 2 ANALYSE 3 SCHOCK Die Platten können zur EKG-Überwachung in Notfallsituationen verwendet werden, wenn keine Zeit zum Anschliuß normaler EKG-Überwachungselektroden bleibt. Wenn die Platten beim Einschalten des Gerätes mit dem Multi-Function-Kabel verbunden sind, ist die automatisch gewählte Vorgabeeinstellung PLATTEN. oder HINWEIS: Bei Neugeborenen oder Kindern zur Anwendung kommende Defibrillator-Energiepegel müssen auf das vor Ort geltende klinische Protokoll basiert werden. Vorbereiten der Platten Nehmen Sie die Platten aus ihren Halterungen, indem Sie die Handgriffe festhalten und die über jeder Platte angeordneten Elektroden-Entriegelungstaste nach unten drücken. Streichen Sie reichlich Elektrolyt-Gel auf die Oberfläche jeder Platte. (Statt auf den Platten aufgestrichenem Elektrolyt-Gel können auch Gel- Klebekissen verwendet werden.) Um das aufgebrachte Gel gleichmäßig zu verteilen, reiben Sie die Elektrodenoberflächen aneinander. Ansetzen der Platten am Brustkorb Setzen Sie die Platten fest an der vorderen Brustkorbwand an. Setzen Sie die Sternum - Paddle rechts des Patientensternums (rechte Seite des Patienten) direkt unter dem Schlüsselbein an. Setzen sie die Apex -Paddle an der Brustkorbwand direkt unter und links der Brustwarze entlang der vorderen Axillarlinie (Linea axillaris anterior) des Patienten an. STERNUM APEX Reiben Sie die Platten gegen die Haut, um die Berührungsfläche zwischen Patient und Platten zu optimieren. WARNUNG Bei Verwenden eines EKG-Kabels und von EKG-Elektroden drücken Sie die ABL.-Taste zum Wählen der gewünschten EKG-Ableitungskonfiguration - I, II, III or PLATTEN (auch avr, avf, avl und V bei entsprechender Gerätekonfiguration). 2 Defibrillator laden Drücken Sie die LADEN-Taste am vorderen Bedienfeld oder am Handgriff der Apex-Elektrode. oder LADEN ENERGIE- WAHL 2 ANALYSE 3 SCHOCK Bei Drücken der SCHOCK-Tasten an den Platten und gleichzeitig aktivierter LADEN-Taste, wird das Gerät nicht geladen und die Meldung SCHOCK-TASTE LOSLAS. oder eine andere Meldung wird am Monitor angezeigt. Wenn die LADEN-Taste gedrückt wurde und danach der Energiewert erhöht oder vermindert werden soll, drücken Sie die die Defibrillator-Wähltasten am Sternum- Paddle oder am vorderen Bedienfeld des Defibrillators. VORSICHT Bei Änderung des gewählten Energiewertes bei laufendem, oder abgeschlossenem Ladevorgang führt das Gerät automatisch eine interne Entladung durch. Drücken Sie in diesem Fall nochmals die LADEN-Taste, um das Gerät wiederzuladen. Wenn die gewählte Energieladung erreicht ist, leuchtet die Ladungsanzeigelampe an der Apex-Elektrode auf. Ein besonderes akustisches (Dauer-)Signal ertönt bei Ladebereitschaft und die Energiebereitschaftsmeldung DEFIB XXXJ BEREIT erscheint am Monitor. Jetzt ist der Defibrillator betriebsbereit. Es darf kein Gel zwischen den Platten an der Brustkorbwand vorhanden sein (Gel-Brücke). Dies könnte Verbrennungen verursachen und die an das Herz abgegebene Stimulationsenergie vermindern. Vergewissern Sie sich bei Verwenden von Defibrillator- Gel-Klebekissen, daß das Pflaster groß genug ist, um die gesamte Plattenfläche der Elektrode zu bedecken. 3-2
33 MANUELLE DEFIBRILLATION 3 SCHOCK drücken WARNUNG Vor der Defibrillatorentladung müssen alle an der Behandlung des Patienten Beteiligten zum ABSTAND HALTEN angewiesen werden. Das Bett des Patienten bzw. jegliche Geräte, an die der Patient angeschlossen ist, dürfen während der Defibrillation nicht berührt werden. Dies kann einen schweren elektrischen Schlag verursachen. Freigelegte Körperteile des Patienten dürfen nicht mit Metallgegenständen in Berührung kommen, da dadurch unerwünschte elektrische Pfade entstehen könnten. Reinigen der Platten Platten und Handgriffe müssen nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt werden. Im Kapitel Allgemeine Wartung wird beschrieben, wie bei der Reinigung vorzugehen ist. Halten Sie mit den Daumen gleichzeitig beide SCHOCK- Tasten gedrückt (jeweils eine an einer Plattenelektrode), bis die Energie an den Patienten abgegeben ist. Nach Abgabe der Energie erscheinen gleichzeitig die beiden Meldungen XXXJ ABGEGEBEN und DEFIB XXXJ WAHL. Nach ungefähr 5 Sekunden verschwindet die Meldung XXXJ ABGABE, während die Meldung DEFIB XXXJ WAHL weiterhin angezeigt bleibt, um den gewählten Energiepegel anzuzeigen. VORSICHT Drücken Sie die SCHOCK-Tasten nur mit den Daumen. Nichtbeachten dieser Maßnahme kann die unbeabsichtige Betätigung der Energiewahl-Tasten zur Folge haben, wodurch sich der Defibrillator selbst deaktiviert. Hinweis: Wird der Defibrillator nicht innerhalb von 60 Sekunden nach Erreichen des gewählten Energiepegels entladen, entlädt sich das Gerät intern automatisch selbst. Zehn (10) Sekunden vor der Deaktivierung ertönt ein intermittierendes Signal zur Anzeige der Ladebereitschaft. Der Ladebereitschaftston wird gestoppt, die Ladungsanzeigelampe geht aus und die auf dem Monitor erscheinende Meldung wechselt auf "DEFIB XXXJ WAHL". Drücken Sie die LADEN-Taste zum Wiederaufladen des Gerätes. 3-3
34 BEDIENERHANDBUCH Notfall-Defibrillationsverfahren mit Multi-Function-Electroden (MFE) Pads MFE Pads (Klebeelektroden), Defibrillationen geschützte Patientenverbindung des Typs BF EKG- Ableitungen, Defibrillationen geschützte Patientenverbindung des Typs CF Diagnose entsprechend geltenden Standards Überprüfen Sie das Vorliegen folgender Symptome: Bewußtlosigkeit Atemstillstand Fehlen des Pulses Pad Haut Beginnen der kardiopulmonalen Reanimation (CPR) entsprechend geltender Standards Fordern Sie zusätzliche Hilfeleistung an; ggf. Notarztruf. Vorbereiten des Patienten Entfernen Sie Kleidungsstücke, um den Brustkorb des Patienten freizulegen. Wenn nötig, trocknen Sie den Brustkorb. Bei übermäßiger Körperbehaarung des Patienten, rasieren Sie die Haare, um sicherzustellen, daß die Elektroden gut anhaften. Befestigen Sie MFE Pads entsprechend den auf der Packung angegebenen Anweisungen. Vergewissern Sie sich, daß die MFE Pads gut an der Haut des Patienten anhaften und keinen Teil der EKG- Elektroden bedecken. Verbinden Sie die MFE Pads gegebenenfalls mit dem Multi- Function-Kabel. Die Meldungen PADS PRÜFEN und PAD-KONTKT SCHLECHT erscheinten abwechselnd. Es wird keine Energie abgegeben, wenn der Kontakt zwischen der Haut des Patienten und den MFE Pads nicht gut ist. Die Meldung DEFIB-PAD KURZ erscheint bei Bestehen eines möglichen Kurzschlusses zwischen den MFE Pads. Anbringen der MFE Pads WARNUNG Hinweis: Wenn es nicht möglich ist, das für den RÜCKEN bestimmte MFE Pad am Rücken des Patienten anzubringen, muß dieses MFE Pad in der normalen Apex/Sternum-Konfiguration plaziert werden. Dadurch wird eine wirksame Defibrillation erreicht, jedoch ist die mit dem Gerät durchgeführte Elektrostimulation gewöhnlich weniger effektiv. 1 DEFIB wählen Drehen Sie den WÄHLSCHALTER auf DEFIB. Das Gerät schaltet automatisch auf den Vorgabewert von 200 Joule oder den ersten, vom Bediener vorkonfigurierten Impulsenergiewert. MONITOR AUS SCHRITTM. 1 DEFIB Hinweis: Multi-Function- PADS werden immer dann als EKG- Quelle gewählt, wenn das Gerät auf MONITOR oder DEFIB eingestellt ist und die Platten nicht mit dem Multi-Function-Kabel verbunden sind. Sie können auch andere EKG-Ableitungskonfigurationen - I, II, III (auch avr, avf, avl und V) bei entsprechender Gerätekonfiguration und Verwendung von EKG- Kabeln bzw. EKG-Elektroden wählen. Schlechtes Anhaften der MFE Pads und/oder Lufteinschluß unter den Pads kann Lichtbogenbildung oder Verbrennungen verursachen. 1. Setzen Sie eine Kante des Pads fest am Patienten an. 2. Rollen Sie das Pad von einer Kante zur anderen gleichmäßig ab, wobei keine Lufteinschlüsse zwischen dem Gel und der Haut gebildet werden dürfen. 3-4
35 MANUELLE DEFIBRILLATION Energiewahl Vergewissern Sie sich am Monitor, daß die gewählte Energieeinstellung richtig ist. Durch Betätigen der Auf-/Ab- Pfeiltasten am vorderen Bedienfeld können Sie die Energiewahl-Einstellung ändern. Der gewählte Energiepegel wird am Monitor als DEFIB XXXJ WAHL angezeigt. Wenn das Gerät der M Series entsprechend konfiguriert ist, setzt es automatisch die Energie auf den vorkonfigurierten Energiepegel. Die Einstellung Schock 1, 2, 3 erfolgt beim Start und jeweils nach den ersten beiden Schocks. Die Meldung ENERGIE WURDE ERHÖHT wird dabei angezeigt. Eine manuelle Änderung des Energiepegels außerhalb des programmierten Intervalls und die Abgabe eines Schocks schalten diese Funktion aus. Siehe Konfigurationshandbuch der M Series für weitere Details. Hinweis: Die an Kinder und Neugeborene abgegebene Energie muß gemäß den vor Ort geltenden Behandlungsrichtlinien gewählt werden. LADEN ENERGIE- WAHL 2 ANALYSE 3 SCHOCK Wenn die gewählte Energieladung erreicht ist, leuchtet die SCHOCK-Taste am vorderen Bedienfeld auf. Ein besonderes akustisches (Dauer-)Signal ertönt bei Ladebereitschaft und die Energiebereitschaftsmeldung DEFIB XXXJ BEREIT erscheint am Monitor. Jetzt ist der Defibrillator betriebsbereit. 3 SCHOCK drücken WARNUNG Vor der Defibrillatorentladung müssen alle an der Behandlung des Patienten Beteiligten zum ABSTAND HALTEN angewiesen werden. Das Bett des Patienten bzw. jegliche Geräte, an die der Patient angeschlossen ist, dürfen während der Defibrillation nicht berührt werden. Dies kann einen schweren elektrischen Schlag verursachen. Freigelegte Körperteile des Patienten dürfen nicht mit Metallgegenständen in Berührung kommen, da dadurch unerwünschte elektrische Pfade entstehen könnten. Halten Sie die SCHOCK-Taste am vorderen Bedienfeld gedrückt, bis die Energie an den Patienten abgegeben ist. LADEN ENERGIE- WAHL 2 ANALYSE 3 SCHOCK 2 Defibrillator laden Drücken Sie die LADEN-Taste am vorderen Bedienfeld. LADEN ENERGIE- WAHL 2 ANALYSE 3 SCHOCK Wenn die LADEN-Taste gedrückt wurde und danach der Energiewert erhöht oder vermindert werden soll, drücken Sie die Defibrillator-Wähltasten am vorderen Bedienfeld des Defibrillators. VORSICHT Bei Änderung des gewählten Energiewertes bei laufendem, oder abgeschlossenem Ladevorgang führt das Gerät automatisch eine interne Entladung durch. Drücken Sie in diesem Fall nochmals die LADEN-Taste, um das Gerät wiederzuladen. Nach Abgabe der Energie erscheinen gleichzeitig die beiden Meldungen XXXJ ABGEGEBEN und DEFIB XXXJ WAHL. Nach ungefähr 5 Sekunden verschwindet die Meldung XXXJ ABGEGEBEN, während die Meldung DEFIB XXXJ WAHL weiterhin angezeigt bleibt, um den gewählten Energiepegel anzuzeigen. Hinweis: Wird der Defibrillator nicht innerhalb von 60 Sekunden nach Erreichen des gewählten Energiepegels entladen, entlädt sich das Gerät intern automatisch selbst. Zehn (10) Sekunden vor der Deaktivierung ertönt ein intermittierendes Signal zur Anzeige der Ladebereitschaft. Der Ladebereitschaftston wird gestoppt, die Ladungsanzeigelampe geht aus und die auf dem Monitor erscheinende Meldung wechselt auf "DEFIB XXXJ WAHL". Drücken Sie die LADEN- Taste zum Wiederaufladen des Gerätes. 3-5
36 BEDIENERHANDBUCH Defibrillation am offenen Brustkorb mit internen Griffen und Elektroden Die zur Sterilisation im Autoklaven geeigneten internen Griffe und Elektroden von ZOLL (ZOLL Autoclavable Internal Handles) sind zur Verwendung mit einem von Hand bedienten Defibrillator von Zoll und internen Defibrillationselektroden zur Defibrillation des Herzens bei Eingriffen am offenen Brustkorb bestimmt. Bei Verwenden eines Defibrillators von ZOLL, dessen Ausstattungsmerkmale eine beratende Funktion oder EKG- Analysefunktion umfassen, ermöglichen die zur Sterilisation im Autoklaven geeigneten Griffe von ZOLL den Betrieb des Defibrillators als nur von Hand bedienbares Gerät. Bei Anschluß der Internen Griffsätze von ZOLL (ZOLL Internal Handle Sets) an den Defibrillator wird dieser automatisch auf eine Ausgangsenergie von maximal 50 Joule begrenzt. Eine schrittweise Anleitung zur Defibrillation am offenen Brustkorb enthält das entsprechende Bedienerhandbuch. Fehlersuche und -beseitigung Wenn Ihr Gerät der M Series nicht erwartungsgemäß funktioniert, siehe Abschnitt zur Fehlerbehebung des Defibrillators ab Seite
37 KAPITEL 4 DEFIBRILLATION MIT BERATUNG Multi-Function-Electroden (MFE) Pads, Defibrillationen geschützte Patientenverbindung des Typs BF Defibrillation mit Beratung WARNUNG Die ANALYSE-Funktion des Gerätes darf nicht verwendet werden bei Patient mit einem Lebensalter unter 8 Jahren. Das Gerät kann defibrillationspflichtige Rhythmen aufgrund der integrierten EKG-Analysefähigkeit bei Verwenden von MFE Pads zur EKG-Überwachung und Defibrillation erkennen. Der Bediener muß die beratenden Meldungen lesen, den Defibrillator laden auf den vorgegebenen oder vom Bediener gewählten Energiepegel aufladen (wenn die automatische Ladefunktion deaktiviert ist) und den Schock abgeben, wenn dies aufgrund der vor Ort geltenden Behandlungsrichtlinien erforderlich ist. Die beratende Funktion kann nur in folgenden Situationen aktiviert werden: Die MFE Pads sind angeschlossen und werden als EKG-Quelle gewählt. Die MFE Pads sind gut am Patienten befestigt, um Elektrodenstörungen oder Darstellungsfehler zu vermeiden. UND Der BETRIEBSARTENSCHALTER ist auf DEFIB gestellt. Diagnose entsprechend geltenden Standards Überprüfen Sie das Vorliegen folgender Symptome: Bewußtlosigkeit Atemstillstand Fehlen des Pulses Beginnen der kardiopulmonalen Reanimation (CPR) entsprechend geltender Standards Fordern Sie zusätzliche Hilfeleistung an; ggf. Notarztruf. Vorbereiten des Patienten Entfernen Sie Kleidungsstücke, um den Brustkorb des Patienten freizulegen. Wenn nötig, trocknen Sie den Brustkorb. Bei übermäßiger Körperbehaarung des Patienten schneiden Sie die Haare, um sicherzustellen, daß die Elektroden gut anhaften. Befestigen Sie die MFE Pads entsprechend den Anweisungen die auf der Packung angegeben sind. Vergewissern Sie sich, daß die MFE Pads gut an der Haut des Patienten anhaften und keinen Teil der EKG-Elektroden bedecken. Verbinden Sie die MFE Pads mit dem Multi-Function-Kabel. Die Meldungen PADS PRÜFEN und PAD-KONTKT SCHLECHT erscheinenabwechselnd. Es wird keine Energie abgegeben, wenn die Verbindung zwischen der Haut des Patienten und den MFE Pads nicht gut ist. Die Meldung DEFIB-PAD KURZ erscheint bei Bestehen eines möglichen Kurzschlusses zwischen den MFE Pads. Anbringen der MFE Pads WARNUNG Schlechtes Anhaften der MFE Pads und/oder Lufteinschluß unter den Pads kann Lichtbogenbildung und Hautverbrennungen verursachen. 1. Setzen Sie eine Kante des Pads fest am Patienten an. 2. Rollen Sie das Pad von einer Kante zur anderen gleichmäßig ab, wobei keine Lufteinschlüss zwischen dem Gel und der Haut gebildet werden dürfen. Pad Haut Anmerkung: Wenn es nicht möglich ist, das für den RÜCKEN bestimmte MFE Pad am Rücken des Patienten anzubringen, muß dieses MFE Pad in der normalen Apex/Sternum-Konfiguration plaziert werden. Dadurch wird eine wirksame Defibrillation erreicht, jedoch ist die so durchgeführte Elektrostimulation gewöhnlich weniger effektiv. 4-1
38 BEDIENERHANDBUCH 1 DEFIB wählen Drücken Sie die ANALYSE-Taste, um mit der Analyse des EKG-Rhythmus des Patienten zu beginnen und die Anwesenheit von stimulierbaren Rhythmen zu bestimmen. MONITOR 1 DEFIB Die Meldung EKG-ANALYSE LÄUFT erscheint für 9 Sekunden, während das Patienten-EKG analysiert wird. AUS SCHRITTM. Die Meldung DEFIB 200J WAHL erscheint am Monitor und bleibt angezeigt, bis der Bediener die ANALYSE-Taste drückt. Nach Beenden der Anlyse teilt das Gerät mit, ob eine Schockabgabe geraten wird oder nicht. Wird ein nicht stimulierbarer Rhythmus bestimmt, erscheint die Meldung "KEIN SCHOCK EMPFOHLEN. Energiewahl Schock 1 ist auf 200 Joule, Schock 2 auf 200 Joule und Schock 3 auf 360 Joule eingestellt. Zusätzliche Schockabgaben sind ebenfalls auf 360 Joule (Vorgabeeinstellung) eingestellt. Wenn die geltenden Behandlungs- und Verfahrensanweisungen das zulassen, kann der Bediener einen anderen Energiepegel durch Betätigen der Auf- und Ab- Tasten wählen. Die neue Energieeinstellung wird dann auf dem Bildschirm angezeigt. Eine manuelle Änderung des Energiepegels außerhalb der programmierten Schock-Abfolge 1, 2, 3 und die Abgabe eines Schocks schalten die automatische Energieerhöhung aus. Siehe Abschnitt zum Energiepegel: Schock 1, 2, 3 des Konfigurationshandbuchs der M Series für weitere Details. 2 ANALYSE-Taste drücken WARNUNG Der Patient darf sich während der EKG-Analyse nicht bewegen. Berühren Sie den Patienten nicht während der Anlayse. Vor Analysieren des EKGs muß jegliche Bewegung der Trage vermieden bzw. der Krankenwagen angehalten werden. Befolgen Sie vor Ort geltende Verfahrensanweisungen bei der Fortsetzung der kardiopulmonalen Reanimation (CPR) und wiederholen Sie die Analyse des EKGs nach geeigneten Zeitspannen. Wird ein defibrillationspflichtiger Rhythmus (ventrikuläre Fibrillation oder Tachykardie mit einer Herzfrequenz > 150) erkannt, wird der sich Defibrillator bei Geräten mit aktivierter automatischer Aufladung des Gerätes automatisch auf den vorgegebenen oder vom Bediener gewählten Energiepegel aufladen. 4-2
39 DEFIBRILLATION MIT BERATUNG Bei Geräten ohne automatische Aufladung werden bei Erkennen eines defibrillationspflichtigen Rhythmus abwechselnd die Meldungen SCHOCK EMPFOHLEN und LADEN DRÜCKEN angezeigt. Beobachten Sie die Reaktion des Patienten oder EKGs, um sicherzustellen, daß der Schock abgegeben wurde. Nach der Energieentladung am Patienten erscheint wiederum die Meldung DEFIB XXX J WAHL. Analyse wiederholen Drücken Sie die ANALYSE-Taste, um eine weitere EKG- Analyse einzuleiten und zu bestimmen, ob weitere Schockabgaben erforderlich sind. Hinweis: Eine weitere EKG-Analyse, manuell oder automatisch (siehe Konfigurationshandbuch der M Series), ist bis drei Sekunden nach einem Schock nicht möglich. Weiterbehandlung des Patienten 3 SCHOCK drücken WARNUNG Vor der Defibrillatorentladung müssen alle an der Behandlung des Patienten Beteiligten zum ABSTAND HALTEN angewiesen werden. Das Bett des Patienten bzw. jegliche Geräte, an die der Patient angeschlossen ist, dürfen während der Defibrillation nicht berührt werden. Dies kann einen schweren elektrischen Schlag verursachen. Freigelegte Körperteile des Patienten dürfen nicht mit Metallgegenständen in Berührung kommen, da dadurch unerwünschte elektrische Pfade entstehen könnten. Wenn die gewählte Energieladung erreicht ist, leuchtet die SCHOCK-Taste auf und die Meldung SCHOCK DRÜCKEN erscheint. Gleichzeitig erscheint die Meldung DEFIB XXXJ BEREIT auf dem Bildschirm, um die geladene Energie anzuzeigen. Befolgen Sie bei der Weiterbehandlung des Patienten bestehende Verfahrensanweisungen. Meldungen für die beratende Funktion DEFIB-BETR. WÄHLEN Diese Meldung erscheint, wenn die ANALYSE-Taste gedrückt wird, während sich das Gerät nicht im DEFIB-Betrieb befindet. Drehen Sie den BETRIEBSARTENSCHALTER auf DEFIB, um den Defibrillator und die beratende Funktion zu aktivieren. ELEKTR WÄHLEN Diese Meldung erscheint, wenn die ANALYSE-Taste gedrückt wird und "PADS" nicht als Ableitung gewählt wurde. Halten Sie die ABL.-Taste bedrückt, bis PADS gewählt ist. SYNC DEAKTIVIEREN Diese Meldung erscheint, wenn die ANALYSE-Taste gedrückt wird und sich das Gerät in Betriebsart SYNC DEFIB befindet. Das Gerät muß durch Drücken der SYNC-Funktionstaste aus dem SYNC-Betrieb entfernt werden. Drücken Sie die ANALYSE-Taste nochmals, um die Rhythmusanalyse einzuleiten. Ein Dauersignal ertönt 50 Sekunden lang; diesem folgt ein 10 Sekunden langes intermittierendes Piepsignal. Der Impuls muß innerhalb von 60 Sekunden abgegeben werden oder der Defibrillator deaktiviert sich selbst. Halten Sie die aufleuchtende SCHOCK-Taste am vorderen Bedienfeld gedrückt, bis die Energie an den Patienten abgegeben ist. Die Meldung XXXJ ABGEGEBEN wird ungefähr 5 Sekunden lang anzgezeigt. 4-3
40 BEDIENERHANDBUCH Warnmeldungen Warnmeldungen fordern den Bediener auf, den Patienten, das Gerät, die Elektroden und/oder die Verbindungen zu prüfen. Fehlersuche und -beseitigung Wenn Ihr Gerät der M Series nicht erwartungsgemäß funktioniert, siehe Abschnitt zur Fehlerbehebung des Defibrillators ab Seite WARNUNG Die Funktion EKG-Rhythmusanalyse warnt den Bediener nicht bei Auftreten einer Patienten-Aystolie, da diese keinen defibrillationspflichtigen Rhythmus darstellt. EKG GESTÖRT / ANALYSE WIEDERHOL. Die Meldungen EKG GESTÖRT und ANALYSE WIEDERHOL. erscheinen abwechselnd 5 Sekunden lang, wenn das Gerät ein gestörtes EKG-Signal erkennt. Prüfen und berichtigen Sie gegebenenfalls die Elektrodenplazierung und Kabelverbindungen, um diese möglichen Störungsquellen auszuschließen. Drücken Sie die ANALYSE-Taste nochmals, um mit der EKG-Analyse zu beginnen. EKG ZU GROSS / ANALYSE WIEDERHOL. Diese Meldung erscheint, wenn das EKG-Signal für die sachgemäße Rhythmusanalyse zu groß ist. Drücken Sie die ANALYSE-Taste nochmals, um mit der EKG-Analyse zu beginnen. PATIENT PRÜFEN Das Gerät erkennt stimulierbare Rhythmen während die EKG-Analyse im Hintergrund stattfindet, ohne eine Analyse einzuleiten (d.h., Smart Alarms ). Die Aufforderung zur Analyse wird gegeben, wenn die Herzfrequenz-Alarme aktiviert sind und das Gerät einen stimulierbaren Rhythmus erfaßt, oder wenn der Rhythmus von nicht defibrillationspflichtig auf defibrillationspflichtig wechselt. Die Meldung bleibt am Monitor angezeigt, solange ein stimulierbarer Rhythmus besteht. Drücken Sie die ANALYSE-Taste, um mit der EKG-Analyse zu beginnen. Anmerkung: Die Analysefunktion PATIENT PRÜFEN läuft automatisch, solange die Herzfrequenz-Alarmfunktionen aktiviert sind. Somit brauchen Sie in diesem Fall die ANALYSE-Taste nicht zu drücken um diese Funktion einzuschalten. PADS PRÜFEN / PAD-KONTKT SCHLECHT Die Multi-Function Pads sind nicht mehr richtig am Patienten befestigt oder die Kabelverbindungen haben sich gelöst. Vergewissern Sie sich, daß der Kontakt zwischen den MFE Pads und der Haut des Patienten gut ist und alle Kabelverbindungen fest sind. Diese Sprachaufforderung findet nur dann statt, wenn die MFE Pads vorher schon am Patienten befestigt waren. 4-4
41 KAPITEL 5 AUTOMATISCHER EXTERNER DEFIBRILLATOR-BETRIEB (AED) Multi-Function-Electroden (MFE) Pads, Defibrillationen geschützte Patientenverbindung des Typs BF Einführung WARNUNG Die beratende Funktion des Gerätes darf nicht verwendet werden bei Kindern mit einem Lebensalter unter acht (8) Jahren. In diesem Kapitel wird der vom Hersteller empfohlene Verfahrensmodus beschrieben. Sollten vor Ort abweichende Abläufe beschrieben sein, sind diese zu befolgen. Das Gerät analysiert den EKG-Herzrhythmus des Patienten auf zwei verschiedene Weisen. Die erste Analysemethode ist permanenet im Hintergrund aktive (Daueranalyse) im halb automatischen Betrieb wenn die MFE-Pads oder EKG-Kabel angeschlossen sind. Diese Methode funktioniert nicht nur wenn die MFE-Pads angeschlossen sind, sondern auch, wenn das 3-, oder 5- Pol-Kabel mit Überwachungselektroden angeschlossen sind. Die zweite Analysemethode ist eine vom Bediener aktivierte Analyse, die durch Drücken der ANALYSE-Taste begonnen wird. Die vom Bediener aktivierte Anlyse eines Patienten-EKGs kann nur in folgenden Situationen durchgeführt werden: Die MFE Pads sind angeschlossen. Die MFE Pads sind gut am Patienten befestigt, um Elektrodenstörungen oder Darstellungsfehler (Artefakte) zu vermeiden. Der BETRIEBSARTENSCHALTER ist auf EIN gestellt. Durch Drücken der ANALYSE-Taste im halbautomatischen Betrieb beginnt das Gerät die Analyse des Patienten- EKGs, um zu bestimmen, ob ein defibrillationspflichtiger Rhythmus vorhanden ist. Die Analysesequenz besteht aus drei aufeinanderfolgenden 3 Sekunden langen EKG-Rhythmusanalysen. Wenn zumindest zwei der drei Analysen ergeben, daß beim Patienten ein defibrillationspflichtiger Rhythmus vorliegt, lädt sich das Gerät automatisch auf den vorgegebenen Energiepegel und fordert den Bediener zur Schockabgabe auf. Wenn zwei oder mehr 3 Sekunden lange EKG-Analysen keinen defibrillationspflichtigen Rhythmus feststellen, meldet das Gerät dem Bediener, daß kein Schock empfohlen wird. (Kontinuierliche Analyse läuft in einem12-sekunden-gleitfenster mit EKG-Daten, wobei alle 3 Sekunden ein Ergebnis ausgegeben wird. Wenn drei (3) von vier (4) 3-Sekunden-Segmenten schockbar sind, wird die Meldung PATIENT PRÜFEN ausgegeben.) Nach Abschluß einer vom Bediener aktivierten Analyse, oder Entladung wird die Sprach- und Displayaufforderung PATIENT PRÜFEN für 70 Sekunden unterbrochen. Halbautomatischer Betrieb Diagnose entsprechend geltenden Standards Überprüfen Sie das Vorliegen folgender Symptome: Bewußtlosigkeit Atemstillstand Fehlen des Pulses Beginnen der kardiopulmonalen Reanimation (CPR) entsprechend geltender Standards Fordern Sie zusätzliche Hilfeleistung an; ggf. Notarztruf. Vorbereiten des Patienten Entfernen Sie Kleidungsstücke, um den Brustkorb des Patienten freizulegen. Wenn nötig, trocknen Sie den Brustkorb. Bei übermäßiger Körperbehaarung des Patienten, rasieren Sie die Haare, um sicherzustellen, daß die Elektroden gut anhaften. Befestigen Sie die MFE Pads entsprechend den auf der Verpackung der Elektroden angegebenen Anweisungen. Vergewissern Sie sich, daß die MFE Pads gut an der Haut des Patienten anhaften und keinen Teil der EKG-Elektroden bedecken. Verbinden Sie die MFE Pads mit dem Multi-Function-Kabel. Die Meldung PADS PRÜFEN erscheint wenn die Verbindung zwischen der Haut des Patienten und den MFE Pads nicht gut ist, oder wenn möglicherweise ein Kurzschluss zwischen den MFE Pads besteht. 5-1
42 BEDIENERHANDBUCH Anbringen der MFE Pads WARNUNG Schlechtes Anhaften der MFE Pads und/oder Lufteinschluß unter den Pads kann Lichtbogenbildung und Hautverbrennungen verursachen. 1. Setzen Sie eine Kante des Pads fest am Patienten an. 2. Rollen Sie das Pad von einer Kante zur anderen gleichmäßig ab, wobei keine Lufteinschlüsse zwischen dem Gel und der Haut gebildet werden dürfen. Energiewahl Für nichtbiphasisch Gerätes, Schock 1 ist auf 200 Joule, Schock 2 auf 200 Joule und Schock 3 auf 360 Joule eingestellt. Für biphasisch Gerätes, Schock 1 ist auf 120 Joule, Schock 2 auf 120 Joule und Schock 3 auf 200 Joule eingestellt. Wenn die geltenden Verfahrensanweisungen dies zulassen, kann der Bediener einen anderen Energiepegel durch Betätigen der Auf- und Ab- Pfeiltasten wählen. Die neue Energieeinstellung wird dann am Monitor angezeigt. 2 ANALYSE-Taste drücken WARNUNG Pad Anmerkung: Haut Wenn es nicht möglich ist, das für den "RÜCKEN" bestimmte MFE Pad am Rücken des Patienten anzubringen, muß dieses MFE Pad in der normalen Apex/Sternum-Konfiguration plaziert werden. Dadurch wird eine wirksame Defibrillation erreicht, jedoch ist die mit dem Gerät durchgeführte Elektrostimulation weniger effektiv. 1 EIN wählen EIN 1 Bei Verwenden des Gerätes im halbautomatischen Betrieb darf sich der Patient nicht bewegen. Gleichfalls darf sich der Patient während der EKG-Analyse nicht bewegen. Berühren Sie den Patienten nicht während der Analyse. Vor Analysieren des EKGs muß jegliche Bewegung der Trage vermieden bzw. der Krankenwagen angehalten werden. Bei Verwenden des Gerätes in einem Krankenwagen, muß dieser vor Einsatz des Gerätes im halbautomatischen Betrieb angehalten werden. Drücken Sie die ANALYSE-Taste, um mit der Analyse des EKG-Rhythmus zu beginnen. Die Meldung HÄNDE WEG wird vom Gerät angezeigt und angesagt. Wenn die MFE-Pads nicht richtig am Patienten angeschlossen sind, erscheint die Meldung PADS BENÜTZEN und die Aanalyse wird verhindert. Die Meldung EKG-ANALYSE LÄUFT erscheint für ungefähr 9 Sekunden, während das Patienten-EKG analysiert wird. AUS SCHRITTM. Ein Piepsignal ertönt viermal, um anzuzeigen, daß das Gerät den Strom-Selbsttest erfolgreich beendet hat. Ist die Audio-Aufzeichnungsfunktion aktiviert, beginnt das Gerät sofort mit der Aufzeichnung der Audio-Daten. Wenn keine MFE Pads oder EKG-Elektroden am Patienten befestigt bzw. am Gerät der M Series angeschlossen sind, erscheint die Meldung PADS AUFKLEBEN mit einer gleichzeitigen Sprachaufforderung. Nach Beenden der Analyse teilt das Gerät mit, ob eine Schockabgabe geraten wird oder nicht. Wird ein nicht defibrillationspflichtiger Rhythmus bestimmt, die Meldung KEIN SCHOCK EMPFOHLEN vom Gerät angesagt und angezeigt. 5-2
43 AED-BETRIEB Prüfen Sie sofort den Puls und die Atmung des Patienten und fahren Sie mit der Behandlung dem medizinischen Protokoll entsprechend fort. Wenn der Rhythmus des Patienten defibrillationspflichtig ist, erscheint die Meldung SCHOCK EMPFOHLEN am Monitor des Gerätes. Halten Sie die aufleuchtende SCHOCK-Taste am vorderen Bedienfeld gedrückt, bis die Energie an den Patienten entladen ist. Beobachten Sie die Reaktion des Patienten oder EKGs, um sicherzustellen, daß der Schock abgegeben wurde. Nachdem die Energie an den Patienten entladen wurde, erscheint die Meldung "XXX J WAHL SCHOCKS: 1" am Monitor des Gerätes und zeigt die Anzahl der an den Patienten abgegebenen Schocks an. Der Defibrillator beginnt automatisch mit der Ladung auf die vorgegebene Energie-Einstellung und die Meldung LADEN XXXJ erscheint. Nach Beenden des Ladevorgangs wird der Energiepegel, auf den der Defibrillator geladen wurde, mit der Meldung XXXJ BEREIT am Monitor angezeigt. 3 SCHOCK drücken WARNUNG Vor der Defibrillatorentladung müssen alle an der Behandlung des Patienten Beteiligten zum ABSTAND HALTEN angewiesen werden. Das Bett des Patienten bzw. jegliche Geräte, an die der Patient angeschlossen ist, dürfen während der Defibrillation nicht berührt werden. Dies kann einen schweren elektrischen Schlag verursachen. Freigelegte Körperteile des Patienten dürfen nicht mit Metallgegenständen in Berührung kommen, da dadurch unerwünschte elektrische Pfade entstehen könnten. Analyse wiederholen Drücken Sie die ANALYSE-Taste, um eine weitere EKG- Analyse einzuleiten und zu bestimmen, ob weitere Schockabgaben erforderlich sind. Hinweis: Eine weitere EKG-Analyse, manuell oder automatisch (siehe Konfigurationshandbuch der M Series), ist bis drei Sekunden nach einem Schock nicht möglich. Weiterbehandlung des Patienten Befolgen Sie bei der Weiterbehandlung des Patienten bestehende vor Ort geltende Handlungs- und Verfahrensanweisungen. Wenn die gewählte Energieladung erreicht ist, leuchtet die SCHOCK-Taste auf und die Meldung SCHOCK DRÜCKEN erscheint und wird angesagt. Ein Dauersignal ertönt 10 Sekunden lang; danach folgt ein 5 Sekunden langes Piepsignal. Der Schock muß innerhalb von 15 Sekunden abgegeben werden oder der Defibrillator entlädt sich selbst. 5-3
44 BEDIENERHANDBUCH Bedienungsmeldungen Das Gerät verwendet visuelle und akustische Bedienerführung, um dem Bediener wichtige Hinweise zu vermitteln. Im folgenden wird die Vorgabekonfiguration des Gerätes beschrieben. Wenn Ihr Gerät speziell konfiguriert wurde, können einige der Leistungsmerkmale anders sein. Im halbautomatischen Betrieb stehen 9 gesprochene Aufforderungen zur Verfügung. Diese Aufforderungen werden von einer am Monitor angezeigten Meldung begleitet. Die gesprochenen Aufforderungen erfolgen nur einmal, jedoch bleibt die Meldung weiterhin am Monitor angezeigt, bis der Bediener eine neue Handlung vornimmt oder bis eine Änderung des Gerätestatus eintritt. Außerdem gibt das Gerät akustische Signale zur Anzeige des Gerätestatus ab. Vier unmittelbar nach Einchalten des Geräts ertönende Piepsignale zeigen an, daß die Selbstdiagnose beendet und das Gerät betriebsbereit ist. Weitere akustische Signale werden noch beschrieben. Der Monitor ist in Anzeigefelder für Meldungen unterteilt. Die jeweils erscheinende Meldung hängt von der vom Gerät gerade durchgeführten Funktion, der gewählten Betriebsart und den vom Patienten erhaltenen EKG-Daten ab. Bei Feststellung von zwei Zuständen werden zwei verschiedene Meldungen abwechselnd in demselben Feld des Bildschirms angezeigt. Beispielsweise würde die Meldung "BATTERIE SCHWACH" mit der Meldung PADS PRÜFEN auf der gleichen Monitorzeile abwechselnd angezeigt. Im oberen Bereich des Monitors werden Aufforderungen und Fehlermeldungen angezeigt. Im mittleren Bereich des Monitors werden ca. 4 Sekunden der EKG-Kurve dargestellt. Im unteren Bereich werden die gewählten Energiepegel, die Anzahl der während des Ereignisses abgegebenen Schocks, die Betriebszeit (wenn aktiviert) sowie die Bezeichnungen der Funktionstasten angezeigt. Zudem erscheinen weitere Statusinformationen am Monitor. Akustische und visuelle Meldungen Im folgenden werden bei halbautomatischer Betriebsart am Monitor erscheinende Meldungen und Ansagen zur akustischen Bedienerführung beschrieben. PADS AUFKLEBEN Wird das Gerät eingeschaltet und die MFE-Pads, bzw. die Standard-Ableitungskabel sind nicht angeschlossen, erscheint die Meldung PADS AUFKLEBEN und eine Sprachaufforderung. 70 Sekunden nach einer erfolgten Analyse die das Ergebnis `KEIN SCHOCK EMPFOHLEN zur Folge hatte, vorausgesetzt, Auto-Analyse wurde konfiguriert, 70 Sekunden nach der Abgabe des dritten Schocks einer 3- Analyse-Sequenz, ebenfalls unter der voraussetzung, das Auto-Analyse konfiguriert wurde. EKG-ANALSE LÄUFT / HÄNDE WEG Diese Meldung erscheint nach Drücken der ANALYSE-Taste. Sie zeigt an, daß eine EKG-Analyse vorgenommen wird. EKG ZU GROSS / ANALYSE WIEDERHOL Diese Meldung erscheint, wenn das EKG-Signal für die sachgemäße Rhythmusanalyse zu groß ist. Drücken Sie die ANALYSE-Taste, um die Analyse nochmals zu beginnen. LADEN XXXJ Die EKG-Analyse läuft noch und ein defibrillationspflichtiger Rhythmus wurde festgestellt. Die aktuell geladene Energie und eine Meldung, daß das Gerät geladen wird, werden angezeigt. SCHOCK EMPFOHLEN / LADEN Bei der EKG-Analyse wurde ein schockbarer Rhythmus festgestellt und Defibrillation wird empfohlen. Der ausgewählte Ladungspegel wurde noch nicht erreicht. Der aktuelle Ladungspegel sowie eine Meldung, dass das Gerät aufgeladen wird, werden angezeigt. SCHOCK EMPFOHLEN / XXX BEREIT Durch EKG-Analyse wurde bestimmt, daß ein defibrillationspflichtiger Rhythmus besteht und die gewählte Energie zur Verfügung steht. SCHOCK DRÜCKEN Durch EKG-Analyse wurde --ein defibrillationspflichtiger Rhythmus erkannt. Die gewählte Energie kann jetzt entladen werden und eine Meldung SCHOCK DRÜCKEN erscheint. Halten Sie die SCHOCK-Taste am vorderen Bedienfeld gedrückt, um den Schock abzugeben. SCHOCK LOSLAS. Wird die SCHOCK-Taste während des Ladevorgangs (vor erscheinen der Meldung DEFIB XXXJ BEREIT ) gedrückt, erscheint die Meldung SCHOCK-TASTE LOSLAS und ein Piepton wird vom Gerät abgegeben. Wenn die SCHOCK-Taste für 15 Sekunden nach dem Einsetzen des Bereitschaftstons gedrückt gehalten wird, deaktiviert sich das Gerät selbst. Wenn die SCHOCK-Taste vor Ablauf von 15 Sekunden gedrückt wird, erscheint die Meldung SCHOCK DRÜCKEN und ein Schock kann abgegeben werden. ANALYSE-TASTE DRÜCKEN Das Gerät wird unter folgenden Bedingungen zum ANALYSE-TASTE DRÜCKEN auffordern: wenn der Defibrillator geladen, aber kein Schock abgegeben wurde, 5-4
45 AED-BETRIEB SCHOCK: XX Damit wird angezeigt, wieviele Impulse (Schockabgaben) seit Einschalten des Gerätes abgegeben wurden. Diese Zahl wird auf 0 zurückgesetzt, wenn das Gerät für mehr als 10 Sekunden ausgeschaltet war. (Damit wird das Auswechseln der Batterie ohne Rücksetzen des Impulszählers ermöglicht). KEIN SCHOCK EMPF. Diese Meldung erscheint und bleibt für 10 Sekunden nach Beenden der Analyse angezeigt, wenn durch ein nicht defibrillationspflichtiger Rhythmus durch EKG-Analyse festgestellt wurde. Drücken Sie die ANALYSE-Taste, um eine weitere EKG- Analyse zu beginnen. PADS PRÜFEN Die MFE Pads bzw. das MFC Kabel sind nicht mehr am Patienten angeschlossen. PATIENT PRÜFEN / ANALYSE DRÜCKEN Bei der im Hintergrund laufenden EKG-Analyse wurde ein defibrillationspflichtiger EKG-Rhythmus erfaßt. Drücken Sie die ANALYSE-Taste zur EKG-Analyse und starten Sie gegebenenfalls die Defibrillator-Ladung. BETRIEBS ZEIT ANZEIGEN Bei Aktivieren dieser Funktion wird angezeigt, wieviel Zeit seit dem ersten Einschalten des Gerätes vergangen ist. Diese Zeit wird links unten am Monitor angezeigt. Die verstrichene Zeit wird in MM:SS bis zu 99:59 dargestellt. Bleibt das Gerät mehr als 100 Minuten eingeschaltet, setzt sich die verstrichene Zeit auf 0 zurück. Die verstrichene Zeit wird bis zu 10 Sekunden nach dem Ausschalten des Gerätes beibehalten. Dies gibt dem Bediener genügend Zeit zum Akkuwechsel, ohne daß die vergangene Zeit zurückgesetzt wird. MONITOR Diese Meldung erscheint, wenn das EKG-Kabel an seine Eingangsbuchse angeschlossen ist und das Multi-Function- Kabel nicht verwendet wird. Das Gerät Ableitung II ausgewählt hat und die EKG-Größe (Amplitude) automatisch eingestellt hat. (Der Bediener kann die Einstellung der Ableitung und EKG-Größe nicht ändern). 5-5
46 BEDIENERHANDBUCH AED Manueller Betrieb Drücken Sie die Funktionstaste Manuell-Betrieb am vorderen Bedienfeld des Gerätes zur manuellen Betriebsart zu wechseln. Bei Konfigurierung ohne die Abfrage eines Zugangscodes erscheint die Meldung MANU-BETR. BESTÄTIG und die Funktionstastenbezeichnung Bestätigen. Drücken Sie die Funktionstaste Bestätig zum Wechsel in die manuelle Betriebsart. Wird die Funktionstaste Bestätig nicht innerhalb von 5 Sekunden gedrückt, schaltet das Gerät automatisch auf halbautomatischen Betrieb zurück. Unter MANUELE DEFIBRILLATION, DEFIBRILLATION MIT BERATUNG, ELEKTROSTIMULATION und EKG- ÜBERWACHUNG finden Sie entsprechende Hinweise zum sachgemäßen Einsatz bei manueller Betriebsart. AED-Sprachaufforderungen Nachfolgend sind die AED-Sprachaufforderungen aufgelistet: PADS AUFKLEBEN Je nachdem, ob das Gerät mit einem Zugriffscode konfiguriert wurde oder nicht, kann einer der folgenden beiden Monitoranzeigen erscheinen: HÄNDE WEG SCHOCK DRÜCKEN PADS PRÜFEN PULS PRÜFEN PATIENT PRÜFEN FALLS KEIN PULS, REANIMATION DURCHFÜHREN ANALYSE DRÜCKEN KEIN SCHOCK EMPF. Fehlersuche und -beseitigung Bei Erscheinen der obigen Anzeige muß ein dreistelliger Zugriffscode eingegeben werden um Zugriff auf die manuelle Betriebsart zu erhalten (bei entsprechender Konfigurierung). Um die Zahlen einzugeben, drücken Sie die Funktionstaste unter den angezeigten Zahlen. (Die Zahlen müssen zwischen 0 und 3 liegen.) Das hervorgehobene Feld bewegt sich automatisch auf die nächste Stelle. Wiederholen Sie diesen Vorgang, bis der Zugriffscode richtig eingegeben ist und das Gerät auf manuelle Betriebsart umschaltet. Durch das Drücken der Funktionstaste Zurück zu Halb-Autom. wird das Gerät auf die halbautomatische Betriebsart zurückgeschaltet. Wenn Ihr Gerät der M Series nicht erwartungsgemäß funktioniert, siehe Abschnitt zur Fehlerbehebung des Defibrillators ab Seite
47 KAPITEL 6 SYNCHRONISIERTE ELEKTROKARDIOVERSION Platten gegen Defibrillationen geschützte Patientenverbindung des Typs BF EKG-Ableitungen gegen Defibrillationen geschützte Patientenverbindung des Typs CF WARNUNG Die synchronisierte Elektrokardioversion darf nur von geschulten und mit dem Betrieb des Gerätes vertrauten Personen vorgenommen werden. Vor der Defibrillation muß die Art der Herzrhythmusstörung unbedingt genau bestimmt werden. Vor dem Versuch, eine synchronisierte Kardioversion durchzuführen, muß ein qualitativ hochwertiges EKG-Signal sichergestellt sein, um das Risiko eines Synchronisationsartefaktes gering zu halten. Allgemeine Informationen Bei bestimmten Herzrhythmusstörungen wie ventrikulärer Tachykardie (VT), Vorhofflimmern und Vorhofflattern muß die Defibrillatorentladung mit der EKG-R-Zacke synchronisiert werden, um Kammerflimmern zu verhindern. In diesem Fall erfaßt ein im Gerät integrierter Synchronschaltkreis (SYNC) die R-Zacken des Patienten. Wenn die SCHOCK-Taste gedrückt gehalten wird, entlädt sich das Gerät bei der nächsten erkannten R-Zacke, wodurch das empfindliche T-Wellensegment (vulnerable Phase) des Herzzyklus vermieden wird. Bei SYNC-Betrieb fügt das Gerät über der EKG-Kurve Markierungen ein, um anzuzeigen, an welchen Stellen im Herzzyklus eine Entladung stattfindet. Die Sync- Markierungen werden als über der EKG- Kurvenaufzeichnung dargestellt. Vergewissern Sie sich, daß Markierungen gut sichtbar am Monitor angezeigt werden und daß die Stelle von Herzschlag zu Herzschlag richtig und einheitlich ist. Wenn nötig, können Sie das Gerät mittels ABL.-Taste und AMPL.-Taste zur optimalen Anzeige einstellen. Bei der synchroniserten Elektrokardioversion mit MFE Pads wird genauso vorgegangen wie bei Verwendung von Platten, nur die SCHOCK-Tastenanordnung ist anders. Synchronisierte Elektrokardioversion Diagnose entsprechend geltender Standards. Vorbereiten des Patienten Entfernen Sie Kleidungsstücke, um den Brustkorb des Patienten freizulegen. Wenn nötig, trocknen Sie den Brustkorb. Bei übermäßiger Körperbehaarung des Patienten rasieren Sie die Haare, um sicherzustellen, daß die Elektroden gut anhaften. Legen Sie die EKG-Elektroden an. Ein Standard-EKG-Kabel und EKG-Elektroden werden bei der Elektrokardioversion empfohlen. MFE Pads können als EKG- Quelle verwendet werden. In diesem Fall gleicht die Signalleistung zwar der mit Standard-Ableitungen erhaltenen Signalleistung, allerdings mit der Ausnahme, daß unmittelbar nach der Impulsabgabe mehr Störungen durch Muskelzittern auftreten können, insbesondere, wenn die Klebeelektorde nicht gut mit der Haut in Kontakt ist. Befestigen Sie die MFE Pads entsprechend den auf der Verpackung der Elektroden angegebenen Anweisungen. Vergewissern Sie sich, daß die Elektroden gut an der Haut des Patienten anhaften und keinen Teil der anderen Elektroden bedecken. Verbinden Sie die MFE Pads mit dem Multi-Function-Kabel. 6-1
48 BEDIENERHANDBUCH Bei Verwenden von Platten zur synchronisierten Elektrokardioversion finden Sie weitere Hinweise zum Vorbereiten und Anwenden von Platten, Laden des Defibrillators und der Impulsabgabe unter Notfall- Defibrillationsverfahren mit Platten Betriebsartenschalter auf MONITOR drehen SYNC-Funktionstaste drücken Der gewählte Energiepegel wird am Monitor angezeigt. Die SYNC-Markeirung erscheint am Monitor über jeder festgestellten R-Zacke, um anzuzeigen, wo die Entladung stattfinden wird. MONITOR AUS SCHRITTM. 1 DEFIB Vergewissern Sie sich, daß die Markierungen am Monitor gut sichtbar und von einer Herzaktion zur nächsten richtig und einheitlich gesetzt sind. Wenn nötig, können Sie Monitor- Einstellungen durch Betätigen der ABL.- und AMPL.-Tasten optimieren. Die Meldung SYNC XXXJ WAHL erscheint am Monitor. Bei Erscheinen von DEFIB XXXJ WAHL betätigen Sie die SYNC-Taste. Hierbei ertönen zwei kurze Pieptöne. Drücken Sie die ABL.-Taste, um die gewünschte EKG- Ableitung zu wählen. Die gewählte Ableitung wird am Monitor oben rechts angezeigt. Die synchronisierte Entladung mit PLATTEN (Paddles) als EKG-Quelle wird nicht geraten, da durch Bewegen des Platten Artefakte erzeugt werden können, die R-Zacken ähnlich sehen und die Defibrillation möglicherweise zum falschen Zeitpunkt auslösen. Für die Kardioversion werden EKG-Standard-Ableitungen empfohlen, da deren Signalqualität dem Defibrillationselektrodensignal überlegen ist. Darüber hinaus ermöglicht die Verwendung normaler EKG- Standard-Ableitungen die Wahl von mehreren Ableitungen zur EKG-Überwachung, während Multi-Function Pads nur eine bieten. Der Zustand EKG-ELEKTRODE AB verhindert die synchronisierte Entladung, wenn Ableitungen als EKG- Quelle gewählt werden. Dadurch wird die Verwendung des Defibrillators nicht verhindert sondern nur dessen synchrone Verwendung. 1 DEFIB wählen Drehen Sie den BETRIEBSARTENSCHALTER auf DEFIB. Wählen Sie den gewünschten Energiepegel durch Betätigen der. Auf- und Ab- Pfeiltasten am vorderen Bedienfeld oder an der Sternum-Plattenelektrode. Multi-Function Pads können als EKG-Quelle verwendet werden und eine Signalleistung erbringen, die im wesentlichen der Leistung von EKG-Leitungen gleicht. Nach jeder Impulsabgabe oder nach Stellen des Betriebsartenschalters auf SCHRITTMACHER oder AUS wird der Sync-Betrieb des Gerätes automatisch deaktiviert, wenn das Gerät nicht anders konfiguriert ist. Drücken Sie die SYNC-Taste nochmals, um den SYNC-Betrieb wieder zu aktivieren. Durch Ändern des gewählten Energiepegels wird das Gerät nicht aus dem SYNC-Betrieb geschaltet. Wenn gewünscht, kann das Gerät so konfiguriert werden, daß der SYNC-Betrieb nach der Defibrillation beibehalten wird. MONITOR 1 DEFIB LADEN 2 ANALYSE AUS ENERGIE- WAHL 3 SCHOCK SCHRITTM. und 6-2
49 SYNCHRONISIERTE ELEKTROKARDIOVERSION 2 Defibrillator laden Drücken Sie die LADEN-Taste am vorderen Bedienfeld oder am Handgriff der Apex-Elektrode. LADEN ENERGIE- WAHL 2 ANALYSE 3 SCHOCK oder VORSICHT Bei Änderung des gewählten Energiewertes bei laufendem, oder abgeschlossenem Ladevorgang führt das Gerät automatisch eine interne Entladung durch. Drücken Sie in diesem Fall nochmals die LADEN-Taste, um das Gerät wiederzuladen. Um die angewählte Energie nach Betätigung der Ladetaste noch zu verändern, kann mit den Energiewahl-Pfeiltasten auf dem Bedienfeld, bzw. am Sternum-Platten ein andere Defibrillationsenergie gewählt werden. Drücken Sie in diesem Fall nochmals die LADEN-Taste, um das Gerät wiederzuladen. Wenn die gewählte Energieladung erreicht ist, leuchtet die SCHOCK-Taste am vorderen Bedienfeld oder die Ladungsanzeigelampe am Apex-Platten auf. Ein besonderes akustisches Signal ertönt und die Meldung SYNC XXXJ BEREIT erscheint am Monitor. Jetzt ist der Defibrillator betriebsbereit. Nach der Energieentladung schaltet zeigt das Gerät gleichzeitig die Meldungen XXXJ ABGEGEBEN und DEFIB XXXJ WAHL gleichzeitig an. Nach ungefähr 5 Sekunden verschwindet die Meldung XXXJ ABGEGEBEN und die Meldung DEFIB XXJ WAHL bleibt angezeigt, um die gewählte Energie zu bestätigen. Wenn zusätzliche Kardioversionen erforderlich sind, gleichen Sie den Energiepegel entsprechend an; drücken Sie die SYNC- Funktionstaste und wiederholen Sie den Vorgang. Bitte beachten: Vor Drücken der LADEN-Taste muß die Meldung SYNC XXXJ WAHL angezeigt sein. Sollte die Entladung des geladenen Defibrillators erforderlich sein, drehen Sie den Betriebsartenschalter auf MONITOR, oder ändern Sie die gewählte Energie. Gegegebenenfalls gespeicherte Energie wird dann geräteintern entladen. Bei Drücken der ANALYSE-Taste, während sich das Gerät in SYNC-Betrieb befindet, erscheint die Meldung "SYNC DEAKTIVIEREN" und verhindert die EKG-Rhythmusanalyse, bis das Gerät aus dem SYNC-Betrieb geschaltet wird. Wird der Defibrillator nicht innerhalb von 60 Sekunden nach Erreichen des gewählten Energiepegels entladen, entlädt er sich selbst. Zehn (10) Sekunden vor der internen Entladung wird ein intermittierender Ladebereitschaftston abgegeben. Danach wird der Ladebereitschaftston gestoppt, und der Defibrillator verbleibt im SYNC-Betrieb. Fehlersuche und -beseitigung Wenn Ihr Gerät der M Series nicht erwartungsgemäß funktioniert, siehe Abschnitt zur Fehlerbehebung des Defibrillators ab Seite SCHOCK drücken WARNUNG Vor der Defibrillatorentladung müssen alle an der Behandlung des Patienten Beteiligten zum ABSTAND HALTEN angewiesen werden. Vergewissern Sie sich, daß niemand mit dem Patienten, den Monitor-Kabeln oder -leitungen, dem Bettgeländer oder anderen -- elektrisch leitenden Gegenständen in Berührung ist. Vergewissern sie sich, daß die EKG-Wellenform gleichbleibend ist und eine Markierung nur bei jeder R- Zacke erscheint. Halten Sie die beleuchtete SCHOCK-Taste am vorderen Bedienfeld gedrückt oder halten Sie beide SCHOCK- Tasten (jeweils eine an einem Platten) gleichzeitig gedrückt, bis die Energie an den Patienten abgegeben ist. Der Defibrillator entlädt sich bei Erkennen der nächsten R- Zacke. 6-3
50 BEDIENERHANDBUCH (Diese Seite bleibt leer) 6-4
51 KAPITEL 7 NICHTINVASIVE KURZZEITIGE ELEKTROSTIMULATION (NUR SCHRITTMACHER-VERSION) Platten, gegen Defibrillationen geschützte Patientenverbindung des Typs BF EKG-Ableitungen, gegen Defibrillationen geschützte Patientenverbindung des Typs CF WARNUNG Während der Elektrostimulation darf die mit Gel bestrichene Seite der MFE Pads nicht berührt werden, um die Gefahr eines elektrischen Schlags zu vermeiden. Um die optimale Behandlung des Patienten zu gewährleisten, sollten MFE Pads nach 8 Stunden Dauerstimulation (2 Stunden im Fall von strahlendurchlässigen Radiolucent stat padz) gewechselt werden. Längzeitige Elektrostimulation (mehr als 30 Minuten) kann besonders bei Neugeborenen oder Erwachsenen mit schweren Durchblutungsstörungen Verbrennungen verursachen. Die Haut unter den Pads muß regelmäßig geprüft werden. Wenn das Gerät nicht ausgeschaltet war und seit der letzten Elektrostimulation mehr als 10 minuten vergangen sind, kann die Wiederaktivierung der Schrittmacher- Betriebsart die sofortige Wiederaufnahme der Elektrostimulation mit den zuletzt eingestellten Leistungswerten für ma und ppm (ipm) zur Folge haben. Nichtinvasive kurzzeitige Elektrostimulation Einige Geräte der M Series sind mit einem bedarfsgesteuerten VVI-Demand-Schrittmacher ausgestattet eine sichere und wirksame Konstruktion für nichtinvasive Kurzzeit-Schrittmacher. Gute bedarfsgesteuerte Elektrostimulation bzw. Schrittmacheranwendung erfordert absolut zuverlässige EKG-Ableitungen. Diagnose entsprechend geltender Standards. Vorbereiten des Patienten Entfernen Sie die den Brustkorb des Patienten bedeckende Kleidung. Wenn nötig, trocknen Sie den Brustkorb. 1 Elektroden und MFE Pads anbringen Bringen Sie die EKG-Elektroden (siehe Kapitel EKG- ÜBERWACHUNG) an. Verbinden Sie die EKG-Kabel. Stellen Sie die EKG-Amplitude (Größe) und die Ableitung auf eine geeignete Anzeige ein. Vergewissern Sie sich, daß die R- Zacke richtig erkannt wird. Wenn die Erfassung richtig ist, leuchtet das herzförmige Symbol bei jeder R-Zacke auf. Anbringen der MFE Pads Befestigen Sie die MFE Pads entsprechend den Anleitungen auf der Packung. Vergewissern Sie sich, daß der Kontakt zwischen den MFE Pads und der Haut des Patienten gut ist und daß sie keine anderen Elektroden bedecken. Verbinden Sie die MFE Pads mit dem Multi-Function-Kabel. 7-1
52 BEDIENERHANDBUCH 2 Betriebsartenschalter auf SCHRITTMACHER drehen Der Schrittmacher-Strom wird durch Drehen des Betriebsartenschalters in Schritten von jeweils 2 ma erhöht bzw. verringert. MONITOR 1 DEFIB 4:1 AUS STROM ma FREQUENZ PPM SCHRITTM. Schrittmacher-Strom auf 0 ma stellen Unmittelbar nach dem Einschalten des Gerätes wird der SCHRITTMACHER-STROM automatisch auf 0 ma eingestellt. 3 Schrittmacher-Frequenz einstellen Stellen Sie die SCHRITTMACHER-FREQUENZ auf einen Wert ein, der um PPM (Impuls/Minute) höher ist als die Eigenrate des Patienten. Besteht keine Eigenrate, verwenden Sie 100 PPM. Die Schrittmacher-Frequenz wird durch Drehen des Betriebsartenschalters in Schritten von jeweils 2 PPM erhöht bzw. verringert. STROM ma 4:1 FREQUENZ PPM ANMERKUNG: Wenn das Gerät vom Schrittmacher-Betrieb auf Defib- oder Monitor-Betrieb geschaltet wird und dann wieder zurück in den Schrittmacher-Betrieb, bleiben die Schrittmacher-Einstellwerte unverändert. Bleibt das Gerät länger als 10 Sekunden ausgeschaltet, wird es auf die Schrittmacher-Vorgabeeinstellungen rückgesetzt. 5 Erfassung bestimmen Es ist wichtig, daß erkannt wird, wenn bei der Elektrostimulation eine ventrikuläre Reaktion (Erfassung) hervorgerufen wurde. Wird eine erfaßte Reaktion bestimmt, muß diese sowohl auf elektrische als auch auf mechanische Weise ausgewertet werden, um sicherzustellen, daß ein hämodynamisch wirksamer Kreislauf besteht. Die Erfassung auf elektrische Weise wird von der Anwesenheit eines verbreiterten QRS-Komplexes, dem Verlust des grundlegenden Eigenrhythmus und dem Erscheinen einer verbreiterten und manchmal vergrößerten T- Welle bestimmt. WARNUNG Betrachten Sie die Reizimpulsmarkierung (Schrittmacherspike) am Monitor oder auf dem Streifenausdruck ( ) und vergewissern Sie sich, daß sie richtig in der Diastole liegt. Die elektrische Erfassung sollte nur durch Betrachten der EKG-Darstellung am Monitor des Gerätes bei Direktanschluß des EKG-Kabels am Patienten stattfinden. Die Verwendung von EKG-Überwachungsgeräten anderer Hersteller könnte aufgrund von Schrittmacher- Artefakten irreführende Informationen darstellen. Die mechanische Erfassung wird durch Palpieren des peripheren Pulses vorgenommen. Reizimpulsanzeige 4 Schrittmacher-Strom einstellen Erhöhen Sie den Wert des SCHRITTMACHER-STROM ma, bis die Elektrostimulation wirksam ist (Erfassung). Der Ausgangswert in ma wird angezeigt. Um die Verwechslung von Muskelreaktionen mit Stimulationen für arterielle Pulsationen zu vermeiden, werden NUR die folgenden Stellen zum Palpieren des Pulses während der Elektrostimulation empfohlen: Oberschenkelarterie rechte Armarterie oder radial Pulsader. Die ventrikuläre Reaktion ist normalerweise durch die Unterdrückung der ursprünglichen Form des QRS-Komplexes gekennzeichnet. 7-2
53 NICHTINVASIVE KURZZEITIGE ELEKTROSTIMULATION Wirksame Elektrostimulation Die folgenden EKG-Darstellungen sind typisch- für die wirksame Elektrostimulation bzw. Schrittmacheranwendung: Negative R-Zacken und große T-Wellen Der verbreiterte positive QRS-Komplex sieht aus wie eine ektopische Kontraktion. Eine stimulierte Kontraktion wird als ventrikulärerektopische Kontraktion bezeichnet. Negative T-Wellen bei Abwesenheit von P-Wellen Durch Gedrückthalten der 4:1-Taste kann die Elektrostimulation vorübergehend auf ein Viertel der eingestellten Frequenz reduziert werden, wodurch die Beobachtung des Grundrhythmus und der Morphologie ermöglicht wird. Stimulationsfehler Tritt während es Schrittmacherbetriebes einer der folgenden Fehler auf: Multi-Function-Kabel nicht am Gerät angeschlossen, Kabel defekt, MFE Pads nicht an das Multi-Function-Kabel angeschlossen, oder kein Kontakt zwischen MFE Pads und Haut, erscheinen abwechselnd die Meldungen PADS PRÜFEN und PAD-KONTKT SCHLECHT am Monitor und ein Alarm ertönt. Dieser Alarm ertönt, bis die Funktionstaste (Stimu.- Alarm aus) gedrückt wird. In manchen Fällen kann das Wechseln der EKG-Ableitung und -Größe bei der Erfassung hilfreich sein. Anmerkung: Die Form und Größe der EKG-Wellenform kann aufgrund der gewählten EKG-Ableitung von Fall zu Fall verschieden sein. Unterschiede zwischen Patienten sind ebenfalls zu erwarten. 6 Optimalen Schwellenwert bestimmen Der ideale Impulsstromwert ist der niedrigste zur permanenten Erfassung erforderliche Wert. Gewöhnlich liegt dieser ungefähr 10% über der Reizschwelle. Die typische Reizschwelle liegt zwischen 40 und 80 ma. Die Anbringungsstelle der MFE Pads beeinflußt die zur ventrikulären Erfassung erforderliche Stromstärke. Die MFE Pad-Plazierung, die die beste direkte Stromabgabe zum Herzen gewährleistet und gleichzeitig die großen Muskeln des Brustkorbes vermeidet, ergibt gewöhnlich die niedrigsten Werte. Schwache Stimulationsströme verursachen geringere Kontraktionen der Skelettmuskulatur und werden besser vertragen. 4:1 Betrieb STROM ma 4:1 FREQUENZ PPM Besondere Elektrostimulationsmethoden Die nichtinvasive kurzzeitige Schrittmacheranwendung kann in Herzkatheterlabors entweder für die Schrittmacher- Behandlung in Notfällen oder im Demand-Betrieb vorgenommen werden. Strahlendurchlässige Radiolucent stat padz-klebelektroden vereinfachen die Elektrostimulation bei Arbeiten am Röntgen- bzw. Fluoreszenzschirm. Die nichtinvasive kurzzeitige Schrittmacheranwendung kann auch im Operationssaal unter Verwendung von sterilen Klebeelektroden Sterile stat padz, vorgenommen werden. VORSICHT Unter bestimmen Umständen kann es vorkommen, daß die richtige Überwachung oder Elektrostimulation nicht möglich ist, wenn elektrochirurgische Geräte in Betrieb sind. Prüfen Sie das Gerät genauestens auf vorschriftsgemäßen Betrieb. 7-3
54 BEDIENERHANDBUCH Elektrostimulation im Demandbetrieb Bei manchen Patienten besteht die Gefahr der Entwicklung einer symptomatischen Bradykardie. In diesen Fällen ist es ratsam, das Gerät im Demandbetrieb zu verwenden. Bei Verwenden des Gerätes im Demandbetrieb, dann ein Schrittmacherimpuls abgegeben, wenn die Herzfrequenz einen vorbestimmten Wert unterschreitet. Bei dieser Methode muß das Patienten-EKG mittels einer EKG- Standard-Ableitung und Patientenkabel überwacht werden. Zum Betrieb des Gerätes in Bereitschaftsbetrieb gehen Sie wie folgt vor: 1. Stellen Sie (wie schon beschrieben) eine wirksame Elektrostimulation ein. Beachten Sie die Ausgangsleistung (ma) bei Erfassung, und erstellen Sie eine Aufzeichnung auf einem EKG-Streifen, um die EKG-Morphologie während des Erfassungsvorganges zu dokumentieren. 2. Stellen Sie die Impulsstärke (ma) 10% über die Reizschwelle ein. 3. Stellen Sie die Elektrostimulationsfrequenz (PPM) niedriger ein als die Herzfrequenz des Patienten. Dadurch wird die Elektrostimulation ausgesetzt, außer die Eigenfrequenz des Patienten unterschreitet die eingestellte Stimulationsfrequenz. Diese Stimulationsfrequenz muß auf einen Wert eingestellt werden, der für ein suffizientes Herzzeitvolumen ausreicht. 4. Prüfen Sie den Schwellenwert regelmäßig. Asynchrone Elektrostimulation Wenn keine EKG-Elektroden vorhanden sind, oder bestimmte Umstände eine Standard-EKG-Ableitung verhindern oder stören, kann der asynchrone Betrieb des Schrittmachers erforderlich werden. Die asynchrone Elektrostimulation sollte nur in Notfallsituationen vorgenommen werden, die keine anderen Behandlungsmöglichkeiten erlauben. Zur asynchronen Elektrostimulation: Drücken Sie die Funktionstaste Async. Stimu. Ein/Aus. Die Meldung ASYNC. STIMULATION erscheint, um anzuzeigen, daß die asynchrone Elektrostimulation aktiviert wurde. Die Anmerkung ASYNC STIMULATION wird auf den Streifen gedruckt, wenn diese Funktion durch die Registrierer-Taste aktiviert wurde. Diese Anmerkung wird auch auf den entsprechenden Protokoll-Bericht gedruckt. Zur Rückkehr zur bedarfsgesteuerten Schrittmacheranwendung (Demandbetrieb) drücken Sie die Funktionstaste Async. Stimu. Ein/Aus nochmals und die Anzeige springt auf SCHRITTMACHER zurück. Die asynchrone Schrittmacheranwendung findet außerdem statt, wenn das EKG-Kabel nicht mit dem Gerät verbunden ist. (Meldung des Gerätes: EKG-ELEKTRODE AB) Dabei ist zu beachten: Bei dieser Stimulationsmethode wird keine EKG-Aktivität am Monitor des Gerätes angezeigt, und es müssen andere Methoden zur Bestimmung Schrittmachererfolges angewandt werden z.b. das Prüfen des Pulses. Dazu ist ein ma-wert als Impulsstärke zu wählen, der eine zuverlässige Herzstimulation gewährleistet, bzw. der auf alle Fälle hoch genug ist (100 ma). Elektrostimulation bei Kindern Die zur nichtinvasiven Elektrostimulation bei Kindern geschieht auf gleiche Weise wie bei Erwachsenen. Für Patienten unter 15 kg Körpergewicht stehen kleinere MFE- Pads zur Verfügung. Bitte beachten: Langzeitige Elektrostimulation bei Neugeborenen kann Hautverbrennungen verursachen. Bei Elektrostimulation von mehr als 30 Minuten wird die regelmäßige Prüfung der Haut unter den Klebeelektroden dringend empfohlen. Die auf der Verpackung der Elektroden angegebenen Anweisungen sind genau zu befolgen. Fehlersuche und -beseitigung Wenn Ihr Gerät der M Series nicht erwartungsgemäß funktioniert, siehe Abschnitt zur Fehlerbehebung des Schrittmachers ab Seite
55 KAPITEL 8 EKG-ÜBERWACHUNG EKG-Ableitungen gegen Defibrillationen geschützte Patientenverbindung des Typs CF Einführung Geräte der M Series können zur kurzzeitigen oder langzeitigen EKG-Überwachung verwendet werden. Geräte der M Series weisen eine interne Schutzschaltung auf, die eine Beschädigung der EKG- Überwachungsschaltkreise bei Defibrillationsversuchen verhindert. Überwachungselektroden können während der Defibrillationsentladung polarisiert werden, wodurch die EKG-Wellenform kurz vom Anzeigebildschirm verschwindet. Qualitativ hochwertige Silber/Silberchlorid- Elektroden (Ag/AgCl) vermindern diesen Effekt, und die im Gerät integrierte Schaltung bringt die Kurvenanzeige in wenigen Sekunden auf den Bildschirm zurück. Die EKG-Überwachung kann mittels EKG-Patientenkabel, Multi-Function Pads (Klebeelektroden) oder mit normalen Defibrillations-Plattenelektroden errecht werden. Jedoch ist für die Überwachung während der Elektrostimulation die Verwendung eines EKG-Patientenkabels - erforderlich. Vorbereitungen Die richtige Anwendung und Plazierung von Elektroden ist für eine optimale EKG-Überwachung unabdinglich. Ein guter Kontakt zwischen Elektrode und der Haut verringert das Auftreten von Bewegungsartefakten und Signalstörungen. Elektrodenplazierung Entsprechend örtlichen Standards werden die EKG- Ableitungen entweder mit LA (linker Arm),RA (rechter Arm), LL (linkes Bein, engl. left leg), RL (rechtes Bein, engl. right leg) und V oder L, R, F, N und C bezeichnet. Entsprechende Markierungen und Farbcodierungen für die verschiedenen Ableitungen sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt. VORSICHT: Um Verbrennungen an den Überwachungsstellen durch elektrochirurgische Verfahren zu vermeiden, vergewissern Sie sich, daß die Verbindung mit der Elektrochirurgie-Rückleitung korrekt verläuft, damit durch die Überwachungselektroden keine Kurzschlüsse entstehen. Beachten Sie folgende Richtlinien während des elektrochirurgischen Verfahrens, um durch elektrostatische Einheiten verursachte Störungen zu vermindern und die größtmögliche Sicherheit für den Bediener sowie den Patienten zu gewährleisten: Bringen Sie die zur Patientenüberwachung verwendeten Kabel nicht mit Erdungsverbindungen und chirurgischen Messern bzw. Rückleitungen in Berührung. Verwenden Sie elektrochirurgische Erdungselektroden, deren Berührungsfläche so groß wie möglich ist. Stellen Sie außerdem immer sicher, daß die elektrochirurgische Erdungselektrode richtig am Patienten angeschlossen ist. R/Rote Elektrode L/Gelbe Elektrode F/Grüne Elektrode N/Schwarze Elektrode C/Weiße Elektrode RA V RL IEC-Farbencode AHA-Farbencode RA/Weiße Elektrode LA/Schwarze Elektrode LL/Rote Elektrode RL/Grüne Elektrode V/ Braune Elektrode LL LA Plazierung der Elektroden Plazierung in der Nähe der rechten Klavikularlinie direkt unter dem Schlüsselbein Plazierung in der Nähe der linken Klavikularmittellinie direkt unter dem Schlüsselbein Plazierung zwischen dem 6. und 7. Interkostalraum an der linken Klavikularmittel-linie Plazierung zwischen dem 6. und 7. Interkostalraum an der rechten Klavikularmittel-linie Einzige bewegliche Brustelektrode 8-1
56 BEDIENERHANDBUCH Anbringung der Überwachungselektroden Lösen Sie die Folie von der EKG-Elektrode. Dabei darf kein Elektrolyt-Gel auf die Klebefläche kommen. Befestigen Sie die EKG-Elektroden gut an der Haut des Patienten, indem Sie den gesamten Umfang der Elektroden andrücken. Schließen Sie die Kabel mit den Druckknopfverbindungen an und prüfen, ob EKG-Elektroden guten Kontakt haben. Stecken Sie den Stecker des Patientenkabels in die EKG- Eingangsbuchse (am hinteren Bedienfeld des Gerätes). Fehlersuche und -beseitigung Wenn Ihr Gerät der M Series nicht erwartungsgemäß funktioniert, siehe Abschnitt zur Fehlerbehebung des Monitors ab Seite Einstellung der Bedienungselemente Drehen Sie den WÄHLSCHALTER auf MONITOR. MONITOR AUS SCHRITTM. 1 DEFIB Stellen Sie die Lautstärke des QRS-Piepsignals durch Betätigen der Lautstärkentaste wie gewünscht ein. WARNUNG Bei Patienten mit einem implantierten Schrittmacher kann es vorkommen, daß der Herzfrequenzmesser die Schrittmacherfrequenz des implanitierten Schrittmachers zählt, obwohl beim Patient ein Herzstillstand oder eine andere Herzrhythmusstörung vorliegt. Daher müssen Patienten mit implantierten Schrittmachern genau beobachtet werden. Prüfen Sie den Puls des Patienten, und verlassen Sie sich nicht ausschließlich auf Herzfrequenzmesser. Die eingebauten Schrittmacher-Detektorschaltungen können nicht alle von implantierten Schrittmachern herrührende Zacken erkennen. Die Patientenanamnese und eine körperliche Untersuchung sind wichtig bei der Bestimmung, ob ein implanierter Schrittmacher vorhanden ist. Von implantierbaren Schrittmachern verursachte Zacken Das Gerät kann bei Patienten mit einem implantierbaren Schrittmacher die von diesem abgegebenen Schrittmacher- Impulse erfassen und am Monitor darstellen. Auf dem Bildschirm erscheint eine schmale ununterbrochene Linie in der Darstellung der EKG-Kurve, wenn das Gerät einen Schrittmacher-Impuls erfaßt (Schrittmacher-Spike). Drücken Sie die ABL.-Taste, bis die gewünschte Ableitung gewählt ist. (Die gewählte Ableitung wird oben rechts angezeigt). ABL. AMPl. ALARM STOP REGISTR. Erscheint die Meldung EKG-ELEKTRODE AB auf dem Monitor prüfen Sie die EKG-Elektroden, Kabel und die entsprechenden Verbindungen. Erscheint die Meldung PADS PRÜFEN oder PAD-KONTKT SCHLECHT prüfen Sie die MFE Pads, das Kabel und die entsprechenden Verbindungen. Bei Erscheinen der Meldung EKG-ABL. WÄHLEN ist der Herzfrequenz-Alarm aktiviert und Platten sind gewählt. Bei Erscheinen dieser Meldung wählen Sie Extremitäten- oder Brustwandableitungen. Drücken Sie die AMPL.-Taste, bis die gewünschte Amplitude angezeigt wird. Alarm Einstellen von Alarm-Grenzwerten Wenn nicht anders konfiguriert, sind die Herzfrequenzalarme auf 30 bpm (Bradykardie) bzw. auf 150 bpm (Tachykardie) eingestellt. (bpm = beats per minute: Schläge pro Minute.) Einzelheiten finden Sie unter Alarmfunktionen in der Anlage "Physiologische Überwachungsparameter". (Siehe Konfigurationsanleitungen der M Series für weitere Informationen zur Einstellung von Alarm-Grenzwerten beim Start.) Zur Alarm-Einstellung gehen Sie wie folgt vor: 8-2
57 EKG-ÜBERWACHUNG 1. Drücken Sie die Funktionstaste Alarm unter dem Monitor. Es erscheint die Bildschirmanzeige Alarm einstellen und die entsprechenden Funktionstasten. 2. Drücken Sie nun die Funktionstaste Param Wählen. Dadurch wechselt die Hervorhebung zwischen den verschiedenen möglichen Parametern. Wählen Sie das Feld für den Parameter, den Sie ändern wollen. Dieses Feld wird dann zusammen mit den dazugehörigen Werten hervorgehoben. 3. Drücken Sie die Funktionstasten Auf oder Ab um AKTIV., DEAKTIV. oder AUTO" im Feld Status auszuwählen. Wird AKTIV. oder DEAKTIV. eingestellt, kann mit der Taste Nächstes Feld der gewählte Wert verändert werden. Danach wird das nächste Feld hervorgehoben (Nied -Feld für oberen Grenzwert). Wenn "AUTO" gewählt wurde, und danach die Funktionstaste Nächstes Feld gedrückt wird, stellt das Gerät den unteren Grenzwert auf 80% und den oberen Grenzwert auf 120% der zu diesem Zeitpunkt gemessenen Herzfrequenz ein. Voraussetzung dafür ist, daß eine entsprechende Herzfrequenz zu diesem Zeitpunkt vorhanden ist. ( wie abweichende Prozentangaben eingestellt werden können, finden Sie in der Beilage "Physiolgische Überwachungsparameter"). Danach wird das nächste Paramenter -Feld hervorgehoben. Anmerkung: Um die oberen und unteren Grenzwerte im Auto-Alarmmodus zu aktualisieren, schalten Sie mit den Funktionstasten Auf oder Ab durch die AKTIVIEREN - und DEAKTIVIEREN -Einstellungen, bis wieder "AUTO" erscheint; dann betätigen Sie die Taste Nächst. Feld.. Die Grenzwerte stellen sich dann neu ein, auf der Basis der aktuellen Werte. 4. Wenn nicht AUTO gewählt wurde, drücken Sie die Funktionstasten Auf oder Ab zum Einstellen des unteren Alarm-Grenzwertes (Nied). Drücken Sie dann die Funktionstaste Nächst. Feld zur Bestätigung des gewählten Wertes. Die Anzeige wechselt auf das nächste Feld (Hoch-Feld für oberen Grenzwert). Wiederholen Sie den oben beschriebenen Schritt zum Einstellen des oberen Alarm-Grenzwertes (Hoch). 5. Drücken Sie die Funktionstaste Zurück zur Bestätigung der eingestellten Werte und zur Rückkehr zur normalen Betriebsart. Alarm-Funktion Das Gerät der M Series weist drei Alarmstufen auf: 1. Hohe Priorität: Wenn aktiviert, zeigen diese Alarme außerhalb des zulässigen Bereichs liegende physiologische Paramenter an. Ein Dauerton wird vom Gerät abgegeben, die Alarm-Parameter leuchten auf, und das dazugehörige Alarmglockensymbol blinkt. 2. Normale Priorität: Diese Alarme zeigen Fehler wie EKG- ELEKTRODE AB und SPO2-SENSOR PRÜFEN an. Vom Gerät wird ein Doppel-Piepton abgegeben, und eine Meldung erscheint für eine bestimmte Zeit. 3. Niedrige Priorität: Dies bezieht sich ausschließlich auf an den Bediener gerichtete Hinweismeldungen. Die akustische Alarmanzeige ist identisch mit der von Alarmen normaler Priorität. Alarm-Grenzwerte Der untere Grenzwertbereich für die Herzfrequenz ist einstellbar zwischen 20 und 100 bpm (bpm = beats per minute: Schläge pro Minute), wobei die Vorgabeeinstellung 30 bpm beträgt. Wenn die Herzfrequenz eines Patienten mittels EKG überwacht wird, ist der obere Grenzwertbereich für den Herzfrequenzalarm zwischen 60 und 280 bpm einstellbar, wobei die Vorgabeeinstellung 150 bpm beträgt. Bei Überwachung der Herzfrequenz mit einem Puls-Oxymeter wird der obere Grenzwert für den Herzfrequenzalarm automatisch auf 235 bpm heruntergesetzt, auch wenn er vorher für die EKG-Überwachung höher eingestellt war. Bei Wiederaufnahme der Überwachung mittels EKG wird das Gerät auf den ursprünglichen oberen Alarmgrenzwert zurückgestellt. Alarm ausschalten Wenn ein Alarm hoher Priorität auftritt, ertönt ein Dauersignal, der Wert des Alarm-Parameters wird hervorgehoben, und das dem jeweiligen Parameter zugeordnete Glockensymbol blinkt. Drücken Sie die Taste ALARM STOP, um den Alarm für auszuschalten. Ein X erscheint über dem blinkenden Glockensymbol ( ) um anzuzeigen, daß die dem betroffenen Parameter zugehörigen Alarme akustisch deaktiviert sind. Der Wert des Parameters, der sich in einem Alarmbereich befindet, bleibt hervorgehoben. Durch wiederholtes Drücken der Taste ALARM STOP oder Korrektur der Alarmüberschreitung wird der Alarm wieder aktiviert. Beim Auftreten eines zweiten Alarms während der erste ausgeschaltet ist, drücken Sie die Taste ALARM STOP, um den zweiten Alarmton auszuschalten. 8-3
58 BEDIENERHANDBUCH Aktivieren bzw. Deaktivieren von Alarmfunktionen Durch Gedrückthalten der Taste ALARM STOP für ungefähr 3 Sekunden werden die Alarmfunktionen deaktiviert. Dies wird dadurch angezeigt, daß alle Glockensymbole ( ) mit einem X durchgestrichen sind. Bei Deaktivierung aller Alarmfunktionen und kurzem Drücken der Taste ALARM STOP werden alle eingeschalteten Alarmfunktionen wieder aktiviert. In DEFIB-, MONITOR, oder EIN-Betriebsart werden die Leistungsmerkmale von EKG bzw. Herzfrequenz durch eine Smart Alarms genannte Defibrillator- Beratungsfunktion ergänzt. Bei aktivierten Alarmen wird dann ein hörbarer Alarm ausgelöst, wenn Kammerflimmern oder eine ventrikuläre Tachykardie mit breiten Komplexen erfaßt wurde. -Außerdem erscheint in diesem Fall die zusätzliche Meldung PATIENT PRÜFEN auf dem Bildschirm, und dem Streifenschreiber. Wenn die Alarme in Betriebsart SCHRITTMACHER (nur Schrittmacher-Version) aktiviert sind, erscheint die Meldung "VF-ALARM AUS", wodurch angezeigt wird, daß die Funktion Smart Alarms deaktiviert wurde. Wenn die Herzfrequenz-Alarme bei Verwendung mit Platten aktiviert sind, erscheint die Meldung EKG-ABL. WÄHLEN. Verwenden Sie in diesem Fall eine Standard- EKG-Ableitung (Brustwand-, oder Extremitäten-Ableitung) um bessere EKG-Signale zu erhalten. Wenn die Überwachung und Defibrillation bei aktivierten Herzfrequenz-Alarmen stattfinden soll, verwenden Sie bitte MFE Pads. Drucker-Betrieb (REGISTR.) Der Streifenschreiber dokumentiert alle EKG- Aufzeichnungen mit einer 6 Sekunden langen Verzögerung. Zum Einschalten des Streifenschreibers drücken Sie die REGISTR.-Taste. Der Streifenschreiber läuft solange, bis die Taste wieder gedrückt wird. Bei jedem Neustart des Streifenschreibers werden die Zeit, das Datum, die EKG-Ableitung, die Amplitude und Herzfrequenz im oberen Bereich des Papierstreifens ausgedruckt. Bei Verwendung des Gerätes als Schrittmacher wird auch die Impulsstromstärke ausgedruckt. Auf ähnliche Weise wird bei Entladen des Defibrillators der abgegebene Energiewert ausgedruckt. Anmerkung: Der Papiervorrat sollte bei Schichtwechsel und nach jeder Verwendung geprüft werden, um die Funktionsfähigkeit des Druckers sicherzustellen. Eine Farblinie auf dem Papier weist auf einen niedrigen Papiervorrat hin. Die Meldung "REGISTR. PRÜFEN" erscheint am Monitor, wenn der Drucker beim Einschalten kein Papier enthält. Der Drucker schaltet automatisch aus, wenn kein Papier vorhanden ist. Drücken Sie die REGISTR.-Taste, um den Drucker nach Einlegen des Papiers wieder einzuschalten. Wenn Ihr Gerät der M Series nicht erwartungsgemäß funktioniert, siehe Abschnitt zur Fehlerbehebung des Registrierers ab Seite Diagnose-Bandbreite Durch Drücken und Halten der REGISTR.-Taste kann die Einheit auf Diagnose-Bandbreite (0, Hz) umgeschaltet werden, wenn ein Standard-Ableitungskabel verwendet wird. Die Diagnose-Bandbreite wird beibehalten, solange Sie die REGISTR.-Taste gedrückt halten. Sobald Sie die REGISTR.- Taste loslassen, schaltet das Gerät auf die normale Überwachungsbandbreite zurück. Überwachung mit fünf (5) Ableitungen Ziehen Sie das 3 polige EKG-Patientenkabel aus der Rückseite des Gerätes heraus. Schließen Sie das 5 polige EKG- Patientenkabel an der Rückseite des Gerätes an. Die vor der Verwendung eines Fünf-Pol-Kabels erforderlichen Vorbereitungsmaßnahmen (d.h., Plazierung der Elektroden, Ansetzen der Elektroden, Einstellen der Bedienelemente, usw.) sind am Anfang dieses Kapitels erläutert. Sollte sich ein EKG-Kabel während der Überwachung lösen, erscheint die Meldung EKG-ELEKTRODE AB am Monitor. Das Merkmal Smart Alarms ist während der Überwachung bei der Auswahl von erweiterten Ableitungen (AVR, AVF, AVL) oder V-Ableitungen immer deaktiviert. Werden die Alarmfunktionen aktiviert, erscheinen die Meldungen VF-ALARM AUS und EKG-ABL. WÄHL abwechselnd auf dem Bildschirm, wenn andere, als die Extremitätenableitungen I, II, oder III gewählt wurden (das Glockensymbol erscheint im oberen Teil der Bildschirmanzeige). Diese Meldungen erscheinen nur bei der ersten Wahl erweiterten Ableitungen undr V-Ableitungen. Sie werden nicht nochmals angezeigt, wenn die Ableitungen durchgeschaltet werden. Paralleler Ausdruck von drei (3) Ableitungen (bei entsprechender Konfigurierung) Wenn in der Konfiguration die Option BEI ABL.-WAHL 3 ABL. DRUCKEN (3 Ableitungen bei entsprechender Auswahl drucken) mit JA gewählt wurde, können parallel drei Ableitungen ausgedruckt werden. Voraussetzung ist allerdings die Verwendung eines 5-Pol-Kabels. (Siehe Konfigurationsanleitungen der M Series für weitere Informationen.) Die am Bildschirm angezeigte Ableitung entspricht immer der oberen auf dem EKG-Registrierstreifen ausgedruckten Ableitung. Die gleichzeitig in den anderen Ableitungen aufgezeichneten Signale werden unterhalb dieser Kurve ausgedruckt. Wird beispielsweise AVR gewählt, zeichnet der Schreiber die Werte für AVR (oben) gefolgt von AVL (Mitte) und AVF (unten) gleichzeitig auf. 8-4
59 EKG-ÜBERWACHUNG Wechseln der EKG-Überwachung von fünf (5) auf drei (3) Ableitungen Zum Wechseln der EKG-Überwachung von fünf (5) auf drei (3) Ableitungen gehen Sie wie folgt vor: Schalten Sie das Gerät mindestens 10 Sekunden lang AUS. Ziehen Sie das 5 polige EKG-Patientenkabel aus der Rückseite des Gerätes heraus. Schließen Sie das 3 polige EKG-Patientenkabel an der Rückseite des Gerätes an. Schalten Sie das Gerät EIN. Anmerkung: Die Meldung EKG-ELEKTRODE AB erscheint am Bildschirm, wenn das Gerät nicht mindestens 10 Sekunden lang nach Entfernen des 5poligen EKG-Kabels AUS geschaltet war, selbst wenn die Ableit-ungen richtig am Patienten angebracht sind. Vitalfunktionen-Trends Einige Modelle der M Series beinhalten eine Trendfunktion für Vitalfunktionen, die Einzelwerte der überwachten physiologischen Parameter sammelt und in einem Protokoll speichert, das die Zeit beinhaltet, zu der diese Werte aufgezeichnet wurden. Diese Vitalfunktionen beinhalten die Herzfrequenz des Patienten, SpO 2, endtidales CO 2, Respirationsrate und nichtinvasive systolische, diastolische sowie durchschnittliche Blutdruckwerte. Gespeicherte Trenddaten können dann in Tabellenform durch den Streifenschreiber des Geräts der M Series angezeigt werden. Wenn das Gerät der M Series so konfiguriert wurde, daß Trends aktiviert wurden, werden die Werte der überwachten Vitalfunktionen einmal pro Minute gesammelt und im Trend-Speicher des Geräts gespeichert. Die Trendaufzeichnungen werden 24 Stunden lang gespeichert. Ist die Speicherkapazität ausgeschöpft, ersetzt der neueste Trend die jeweils älteste Trendaufzeichnung. Zusätzliche Trendaufzeichnungen werden gespeichert, wenn ein Parameter-Alarm auftritt oder eine NIBD- Messung vorgenommen wird. Beachten Sie, daß diese zusätzlichen Aufzeichnungen die Gesamtzahl der Minuten- Trendaufzeichnungen, die in den Speicher des Geräts aufgenommen werden können, verringern. Vitalfunktionen-Trenddaten am Bildschirm anzeigen Die Anzeige für Vitalfunktionen-Trenddaten zeigt immer die Zeit der aufgezeichneten Daten, Herz-/Pulsfrequenz sowie SpO 2 -Wert an. Das Datum der Aufzeichnung steht oberhalb der Trendanzeige. EtCO 2 und NIBD werden optional angezeigt, je nach Konfiguration des Geräts. Um EtCO 2 - oder NIBD-Daten zur Ansicht auszuwählen: 1. Drücken Sie die PROTOKOLL-Taste. 2. Drücken Sie die Trend-Taste im Protokoll-Menü. 3. Verwenden Sie die Wählen-Taste, um entweder EtCO 2 oder NIBD zu markieren. 4. Drücken Sie die Eingabe-Taste, um die gewünschte Option auszuwählen. Um nur SpO 2 -Daten anzuzeigen, wenn mehrere Parameter am Gerät installiert sind, verwenden Sie die Wählen-Taste, um SpO 2 im Trend-Untermenü zu markieren. Drücken Sie dann die Eingabe-Taste. Wenn nur ein Parameter am Gerät installiert ist, wird der Trend- Bildschirm automatisch angezeigt, sobald die Trend-Taste gedrückt wird. 30-Aug-01 ZEIT 5 MIN HF/PF SpO2 CO2 EtCO2 Resp Drucken Neuere Altere Zoom Zurück Nicht alle Trenddaten können gleichzeitig am Monitor angezeigt werden. Die Ansicht kann jedoch so verändert werden, daß weitere aufgezeichnete Daten angezeigt werden. Mit Hilfe der Zoom-Taste kann der Benutzer Trendaufzeichnungen ansehen, die in Intervallen von einer Minute, 5, 10, 15, 30 und 60 Minuten aufgenommen wurden. Die Daten werden so dargestellt, daß sich die neuesten oben und die ältesten unten in der Anzeige befinden. Tritt ein Alarm auf, während das Gerät Vitalfunktionen überwacht, z. B. ein NIBD-Alarm, zeichnet das Gerät die Daten im Augenblick des Alarms unabhängig vom standardmäßigen einminütigen Intervall auf. Ein Alarmzustand wird in der Trendanzeige durch das Setzen des/der betroffenen Parameter/s in Klammern angegeben. Ungültige Daten werden in der Anzeige durch eine gestrichelte Linie anstelle der aktuellen Daten angezeigt. Ungültige Daten können beispielsweise auftreten, wenn die Meßsonde oder das Gerät nicht ordnungsgemäß am Patienten angeschlossen sind. Die zuletzt aufgezeichneten Werte werden durch die Hervorhebung des zu den Trenddaten gehörenden Zeitstempels angezeigt. Ist keine Zeitangabe hervorgehoben, werden ältere Daten angezeigt. Um die neuesten Werte der aufgezeichneten Daten zu sehen, drücken Sie die Neuere-Taste, bis die hervorgehobene Zeit angezeigt wird. Beim Anzeigen der neuesten Daten wird die Anzeige automatisch aktualisiert, wenn neue Trendaufzeichnungen aufgenommen werden. Um ältere Werte der aufgezeichneten Daten zu sehen, drücken Sie die Ältere-Taste, bis die gewünschten Daten angezeigt werden. Sind drei Minuten nach 8-5
60 BEDIENERHANDBUCH dem letzten Betätigen einer Funktionstaste vergangen, während Sie ältere Daten ansehen, wird das Menü zur physiologischen Überwachung wieder angezeigt. Ausdrucken eines Vitalfunktionen- Trendberichts Der Trendbericht wird mit dem Zoompegel der Anzeige auf den Streifen gedruckt. Wird der Zoom auf eine Minute eingestellt, werden durch Drücken der Drucken-Taste in der Trendanzeige alle Trenddaten ausgedruckt. Die Daten werden so auf den Streifen gedruckt, daß die neuesten Daten zuerst und die ältesten Daten zuletzt gedruckt werden. Alarmzustände werden auf dem Streifen angezeigt, indem diejenigen Parameter in Klammern dargestellt werden, die sich in einem Alarmbereich befinden. Wie am Bildschirm werden ungültige Daten durch eine gestrichelte Linie anstelle der aktuellen Daten angezeigt. NIBD-Messwerte werden nur für eine Trendaufzeichnung als gültig angesehen. Alle anderen Trendaufzeichnungen zeigen ungültige NIBD-Messwerte an. NIBD-Trendberichte Bei der NIBD-Trendanzeige werden nur diejenigen Aufzeichnungen angezeigt, die aktuelle NIBD-Messwerte enthalten. Angezeigte NIBD-Trendberichte enthalten alle NIBD- Aufzeichnungen, unabhängig vom Zoompegel. Löschen von Vitalfunktionen- Trendaufzeichnungen Es können bis zu 24 Stunden Trenddaten gespeichert werden, bevor sie überschrieben werden. Wird das Gerät während der Trenddatenaufzeichnung ausgeschaltet, wird die entsprechende Zeitlücke am Bildschirm durch eine Reihe von Sternchen im Zeitfeld dargestellt. Auf dem Streifen wird diese Lücke durch einen Vorlauf des Streifenpapiers und den Beginn einer neuen Seite von Trenddaten angezeigt. Bleibt das Gerät länger als vom Benutzer definiert ausgeschaltet, werden alle Vitalfunktionen-Trenddaten automatisch gelöscht. Wird der Zoom bspw. auf fünf Minuten eingestellt, wird durch Drücken der Drucken-Taste in der Trendanzeige ein entsprechend angepasster Bericht ausgedruckt. Um Trenddaten zu löschen, drücken Sie die PROTOKOLL- Taste und halten sie gedrückt, bis am Bildschirm die Funktionstasten Protok. löschen, Trend löschen und Alles löschen angezeigt werden. Drücken Sie die Trend löschen- Taste. Die Meldung LÖSCHT PROTOKOLL wird angezeigt, und die Trenddaten werden gelöscht. 8-6
BEDIENERHANDBUCH. x1.5 72 SCHOCK EKG DEFIB MONITOR CO2 AUS SCHRITTM. Param. Kurve 2 ID-Nr. Alarm ABL. AMPL. HF ANALYSE LADEN AMPL.
BEDIENERHANDBUCH ABL. AMPL. HF CO2 m 31 Hg Sp02 % EKG x1.5 72 17RR 100 PADS EKG CO2 ABL AMPL. ALARM STOP REGISTR. MONITOR AUS LADEN ENERGIE- WAHL 1 2 3 DEFIB ANALYSE SCHOCK SCHRITTM. Param. Kurve 2 ID-Nr.
E Series Bedienerhandbuch
E Series Bedienerhandbuch Februar 2011 9650-1210-08 Rev G Das Ausgabe- oder Revisionsdatum für dieses Handbuch wird auf der Vorderseite angegeben. Wenn dieses Datum mehr als drei Jahre zurückliegt, fragen
Bedienerhandbuch September 2007 9650-0350-08 Rev. D
Bedienerhandbuch Bedienerhandbuch September 2007 9650-0350-08 Rev. D Erscheinungsdatum und Überarbeitungsversion dieses Handbuchs sind auf der Titelseite vermerkt. Wenn dieses Datum mehr als drei Jahre
Vorwort. Wir bitten um Verständnis, dass der Inhalt des Handbuchs ohne Ankündigung wegen Weiterentwicklungen des Produkts geändert werden kann.
Inhalt Vorwort... II Kapitel 1 Hinweis...1 1.1 Allgemeiner Hinweis...1 1.2 Messhinweis...1 1.3 Sicherheitshinweis...1 1.4 EMV-Hinweis...1 Kapitel 2 Einführung...2 2.1 Eigenschaften...2 2.2 Anwendung...2