Source: https://rechtsanwaelte-gsp.de/lp/unternehmen-erben-und-vererben-5/
Timestamp: 2020-08-06 11:04:51
Document Index: 368305808

Matched Legal Cases: ['§ 15', '§ 55', '§ 34', '§ 237', '§15', '§23', '§15', '§7', '§119', '§544']

Unternehmen erben und vererben - Dr. Glaser & Scheidt - Rechtsanwälte | Notar | Steuerberatung
Unternehmen erben und vererben
Wer Inhaber oder Gesellschafter einer Firma ist, wird sich irgendwann mit seiner Nachfolge beschäftigen müssen – egal ob diese zu Lebzeiten oder nach dem Tode erfolgt. Dabei ist es ratsam, sich rechtzeitig mit diesem Thema zu beschäftigen, denn es hat unter Umständen große steuerliche Auswirkungen auf die Erben, aber auch auf die Liquidität des Unternehmens.
Möchten Sie ein Unternehmen vererben, sollten Sie entsprechende Regelungen in einem Testament festhalten. Andernfalls greift die gesetzliche Erbfolge und das ist häufig nicht die beste Lösung für die Firma. Eine Übertragung der gesamten Firma ist jedoch auch schon vor dem Tod im Rahmen einer Schenkung möglich.
Eine Schenkung kann steuerlich durchaus interessant sein, aber auch Probleme mit sich bringen. Wird beispielsweise nur eines der Kinder als Nachfolger eingesetzt, steht den anderen kein finanzieller Ausgleich zu. Allerdings können Sie nach dem Tod des Erblassers ihren gesetzlichen Pflichtteil einfordern und der ist vom Unternehmensnachfolger möglicherweise aus dem Betriebsvermögen zu zahlen. Für die Firma kann das eine große Belastung darstellen. Und auch wenn Sie einen Erben für ungeeignet halten, sollten Sie vorsorgen und ihn beispielsweise abfinden und zu einem Erbverzicht bewegen.
GmbH-Anteile vererben
Denkbar ist auch, lediglich Teile eines Unternehmens (z. B. bei einer GmbH) oder Aktien einer AG zu vererben. So sieht es § 15 Abs. 1 GmbHG bzw. § 55 Abs. 1, 68 AktG vor. Nach dem Tod eines Gesellschafters gehen seine Geschäftsanteile in den Nachlass über und damit auf seine Erben. Die Gesellschaft erlischt also nicht, sondern erhält lediglich neue Gesellschafter, die sich nach er Erbfolge richten.
Das Vererben von GmbH-Anteilen lässt sich nicht durch einen Gesellschaftervertrag ausschließen. Allerdings ist es uns als Anwälten möglich, die Satzung dahingehend zu gestalten, dass die gesetzliche Erbfolge außer Kraft gesetzt wird. Dann kommen beispielsweise nur noch bestimmte Personen als Erben der Geschäftsanteile infrage. Ein nichtberechtigter Erbe muss den Anteil bzw. die Aktie abgeben und bekommt dafür unter Umständen eine Abfindung, wenn die Satzung dies so vorsieht. Rechtens ist das durch § 34 GmbHG bzw. § 237 AktG. Doch Achtung: Ist die Abfindung geringer als der geerbte Verkehrswert des GmbH-Anteils, handelt es sich um eine Schenkung in Höhe der Differenz – ein Fall für das Finanzamt.
Steuerrechtliche Beratung empfehlenswert
Denkbar ist auch eine Abtretung der Anteile, die vor allem aus steuerrechtlichen Gründen sinnvoll sein kann. Denn hier lauern einige Stolperfallen beim Erben von Geschäftsanteilen oder Aktien. Diese können durch ein Testament vermieden werden. Es empfiehlt sich jedoch dringend, einen darauf spezialisierten Anwalt aufzusuchen. Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema. Bei der Vererbung von GmbH-Anteilen drohen den Gesellschaftern zudem Einbußen beim Verlustabzug. Auch hierzu können Sie mit uns Kontakt aufnehmen und sich steuerrechtlichen Rat holen.
Wie sie sehen gibt es zahlreiche Fallstricke, wenn Sie ein Unternehmen vererben wollen. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Gemeinsam finden wir eine Lösung für Sie und Ihre Erben, um die Nachfolge zu regeln.
Eine Schenkung im Wege der vorweggenommenen Erbfolge stellt grds. keinen gewerblichen Grundstückshandel iSd §15 EstG dar, soweit dessen Weitergabe nicht der Gewinnerzielung dient. Liegt ein gewerblicher Grundstückshandel vor, kann es zur Gewerbssteuerpflicht führen. Im Übrigen kann ein Verkauf innerhalb der zehn-Jahresfrist iSd §23 EstG Einkommenssteuern auslösen. Fraglich ist folglich, wann ein gewerblicher Grundstückshandel iSd §15 II EstG vorliegt. Zur Abgrenzung ...
Ein mit „Entwurf Testament“ bezeichnetes Schriftstück stellt ein wirksames Testament dar, wenn ein solcher Erblasserwille feststellbar ist. Es muss feststehen, dass der Erblasser das Schriftstück als wirksames Testament gelten lassen wollte. Hat der Erblasser Regelungen offengelassen, obwohl eine derartige Bestimmung vorgesehen war, so ist von einem Entwurf auszugehen. (OLG Frankfurt 30.8.19, 10 W 38/19) Standorte Mit Standorten in Duisburg, Düsseldorf ...
Aus §7 a I Nr.6 GVG folgt, dass für die Landgerichte, sowie für die Oberlandesgerichte nach §119 a I Nr.6 GVG ab dem 1.1.21 Zivilkammern/ Zivilsenate für erbrechtliche Streitigkeiten eingerichtet werden. Zudem wurde die Wertgrenze für Nichtzulassungsbeschwerden in Zivilsachen in §544 ZPO auf 20.000 € festgesetzt. Standorte Mit Standorten in Duisburg, Düsseldorf und Bochum sind wir im ganzen Rhein- und ...
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