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Timestamp: 2018-01-18 23:33:34
Document Index: 186524617

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', '§ 335', 'BGH', '§ 283', '§ 283', 'BGH']

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Der BGH hat sich in einer Entscheidung vom 25. Oktober 2017 (1 StR 310/16) erneut zur Strafzumessung im Zusammenhang mit sog. Schwarzarbeit – der Steuerhinterziehung und des Vorenthaltens von Sozialabgaben – geäußert. Die Entscheidung zeigt verbreitete Fehlerquellen auf und verdeutlicht, dass und in welcher Weise entsprechende erstinstanzliche Urteile in der Revision angreifbar sein können. Zudem bietet die Entscheidung Ansätze für die Verteidigung, bereits in der Instanz oder im Ermittlungsverfahren auf eine präzise Bestimmung des Schuldumfangs zu drängen.
Der Bundesgerichtshof hat mit Beschluss vom 25. Juni 2017 (5 StR 46/17) ein Urteil des Landgerichts Hamburg, welches im sogenannten Kontrastmittel-Skandal ergangen war, bestätigt. Der Beschluss betrifft eine besonders herausgehobene Konstellation, in welcher ein Arzt wirtschaftliche Vorteile aus dem eigenen Verordnungsverhalten gezogen hat. Bemerkenswert ist an der Fallgestaltung insbesondere, dass nicht lediglich ein unzulässiger finanzieller Vorteil aus einzelnen, im übrigen aber medizinisch vertretbaren Verordnungen gezogen worden ist, sondern die Verordnungen an sich keinen anderen Zweck hatten, als Profite in Millionenhöhe zu generieren.
Der BGH hat mit Beschluss vom 9. März 2017 (1 StR 350/16) ein Urteil des Landgerichts Mannheim bestätigt, dem gerade mit Blick auf den Vermögensschaden im Sinne des Betrugstatbestands eine schwierige Konstellation zugrunde lag. Vereinfacht stellte sich der Sachverhalt wie folgt dar: Die Angeklagten beherrschten zwei Gesellschaften. Die eine Gesellschaft (A) täuschte einer Leasinggesellschaft wahrheitswidrig vor, sie wolle Hard- und Software von der anderen Gesellschaft (B) erwerben.
Der Bundesgerichtshof hat ein Urteil des Landgerichts Rostock, mit welchem ein Radiomoderator wegen Betruges und Bankrottstraftaten verurteilt worden ist, nunmehr mit Beschluss vom 31. Mai 2017 (2 StR 489/16) bestätig. Das Landgericht hatte festgestellt, dass der Angeklagte ihm nahestehende Personen über Einzelheiten eines Gewinnspiels des Senders vorab informierte, um so die Auszahlung der Gewinne an diese zu erreichen. Sodann erhielt der Angeklagte den weit überwiegenden Teil der Gewinne selbst.
Der Ausschuss hatte beantragt, verschiedene Geschäftsräume einer Anwaltskanzlei zu durchsuchen. Der Untersuchungsausschuss war mit dem Ziel eingesetzt worden, Gestaltungsmodelle so genannter Cum/Ex-Geschäfte mit Leerverkäufen um den Dividendenstichtag zu untersuchen.
Dem lag folgender Verfahrensgang zu Grunde: die Beschwerdeführerin war ein Unternehmen, welches im Bereich der Vermögensverwaltung tätig ist. Gestützt auf eine Daten-CD aus Luxemburg wurde einen Ermittlungsverfahren gegen mehrere Mitarbeiter der Beschwerdeführerin wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung geführt.
Bandenabrede bei Bestechungsdelikten
24 Mrz, 2017 Schlagworte: § 335 StGB, Bandenabrede, Bestechung, Korruption, Vorteilsgewährung
Der BGH hat in einer jüngeren Entscheidung (Urteil v. 25.01.2017; 5 StR 364/16) an die Voraussetzungen einer bandenmäßigen Begehungsweise – im konkreten Fall bei Bestechungsdelikten – erinnert. Dem lag im Wesentlichen Folgender Sachverhalt zugrunde: Der Angeklagte 1 hatte als verantwortlicher Mitarbeiter der zuständigen Behörde über einen langen Zeitraum gegen Bezahlung Fahrerlaubnisse auch dann ausgestellt, wenn die Voraussetzungen für ihre Erteilung nicht vorlagen.
Kausalität bei Bankrottdelikten
17 Mrz, 2017 Schlagworte: § 283 StGB, Bankrottdelikte, Insolvenzstraftaten, Überschuldung
Eine Strafbarkeit wegen Bankrotts nach § 283 Abs. 2 StGB setzt voraus, dass die Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit zumindest auch auf eine der konkret bezeichneten Handlungen des Abs. 1 zurückgeht. Der BGH hat nunmehr in einer Entscheidung vom 28.09.2016 (4 StR 293/16) darauf hingewiesen, dass sich eine solche Kausalität nicht von selbst versteht.
Dem lag Folgendes zugrunde: Die Angeklagten hatten über eine GmbH Verkaufsflächen in Supermärkten angemietet und diese an sog.
In dem zugrundeliegenden Fall war die Verurteilung durch das Tatgericht nicht zu beanstanden: Der angeklagte Steuerberater war als Testamentsvollstrecker eingesetzt worden und hatte sich insgesamt ca. 480.000 € aus der Erbmasse zur eigenen Verwendung überwiesen.