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Timestamp: 2016-10-24 10:35:48
Document Index: 77006221

Matched Legal Cases: ['Art. 97', 'Art. 95', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 29', 'BGE', 'Art. 15', 'Art. 22', 'Art. 146', 'BGE', 'Art. 15', 'Art. 22', 'Art. 66', 'BGE', 'Art. 64', 'Art. 65']

6B_531/2012 (23.04.2013)
6B_531/2012
Betrug, Betrugsversuch; Willk�r, rechtliches Geh�r,
des Kantons Z�rich, I. Strafkammer,
A.a X.________ erlitt am 16. Dezember 2005 ohne eigenes Verschulden einen Verkehrsunfall, bei welchem ein von einer Drittperson gelenkter Personenwagen auf der Autobahn N1 in Richtung Z�rich kurz nach der Einfahrt Winterthur-T�ss auf sein Fahrzeug auffuhr. Neben Sachschaden machte er in der Folge auch K�rperverletzung (Verletzung der Halswirbels�ule) und eine seit dem Unfall bestehende vollst�ndige bzw. im Umfang von 75 % bestehende Arbeitsunf�higkeit geltend. X.________ wird vorgeworfen, er habe durch unwahre Angaben �ber seinen Gesundheitszustand, Verschweigen diverser Aktivit�ten sowie durch weitere t�uschende Machenschaften bewirkt, dass ihm von der SUVA Versicherungsleistungen (insbesondere Taggelder) ausgerichtet wurden, die ihm in dieser H�he nicht zustanden. Bei der regressierten Haftpflichtversicherung A.________ Versicherungen kam es trotz Vorlage medizinischer Gutachten bzw. unwahrer Dokumente nicht zur Auszahlung eines Geldbetrages.
A.b Zwischen dem 14. Dezember 2006 bis zum 17. M�rz 2007 wurde X.________ im Auftrag der A.________ Versicherungen an sechs Tagen observiert. Dabei wurde er bei verschiedensten T�tigkeiten beobachtet, bei welchen er keinerlei Anzeichen von Bewegungseinschr�nkungen oder Schmerzen zeigte. Im Einzelnen wirkte er zwischen dem 25. Februar 2006 und dem 27. April 2007 als Gitarrist und Bandleader seiner damaligen Rockband "B.________" an insgesamt 11 Konzerten in verschiedenen Orten der Schweiz mit, welche - ohne An- und R�ckreise, Vorbereitungen und Aufr�umarbeiten, etc. - bis zu zweieinhalb Stunden dauerten und an welchen er eine aktive B�hnenshow bot. Noch vor dem ersten dieser Konzerte verbrachte er am 11./12. Februar 2006 zusammen mit seiner Lebensgef�hrtin und Freunden ein Schlittelwochenende in Berg�n. Im August 2006 nahm er im Auftrag der Firma C.________ GmbH in verschiedenen Schweizer St�dten an 12 Werbeaktionen mit Tageseins�tzen zwischen 6 � und 16 � Stunden und von Januar bis April 2007 an weiteren Verteilaktionen teil, wobei er �ber die korrekte Verteilung von Flyern zu wachen hatte. Am 27. Juli 2006 absolvierte er im Verkehrssicherheitszentrum Hinwil ein ganzt�giges Intensivfahrtraining. Schliesslich unternahm er mit seiner Lebensgef�hrtin Reisen mit dem Flugzeug nach Punta Cana, Dominikanische Republik, wo er vom 19. Januar bis 3. Februar 2007 Ferien verbrachte, und mit dem Auto nach Brno, Tschechische Republik, wo er sich vom 25. M�rz 2007 bis 8. April 2007 aufhielt.
A.c X.________ wird weiter vorgeworfen, er habe der SUVA am 27. Januar 2006, in der Absicht, �berh�hte Taggelder zu erhalten, zusammen mit der Schadensmeldung zwei fingierte Arbeitsvertr�ge mit der D.________ GmbH vom 14. Dezember 2005 und der C.________ GmbH vom 6. Dezember 2005, mit G�ltigkeit ab 3. Januar 2006, eingereicht. Gem�ss diesen Vertr�gen sollte er bei der D.________ GmbH bei einem Arbeitspensum von 100 % monatlich Fr. 15'000.-- (brutto), zuz�glich 7 % Provision vom Gesamtumsatz, und gleichzeitig bei der C.________ GmbH bei 50 %-Pensum Fr. 7'500.-- (brutto) verdienen.
Das Bezirksgericht Winterthur sprach X.________ am 9. September 2011 des Betruges und des Betrugsversuches schuldig und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 300 Tagess�tzen zu Fr. 30.--, wovon es 26 Tagess�tze als durch Haft erstanden erkl�rte. Den Vollzug der Geldstrafe schob es bedingt auf, unter Auferlegung einer Probezeit von 2 Jahren. Die Zivilforderung der Privatkl�gerin verwies es auf den Zivilweg. Ferner entschied es �ber die beschlagnahmten Gegenst�nde und Verm�genswerte.
Das Obergericht des Kantons Z�rich best�tigte auf Berufung des Beurteilten hin mit Urteil vom 30. M�rz 2012 das erstinstanzliche Urteil im Schuldpunkt sowie in den Nebenpunkten und setzte die Geldstrafe auf 240 Tagess�tze zu Fr. 30.-- herab, unter Anrechnung der ausgestandenen Haft von 26 Tagen und mit bedingtem Strafvollzug bei einer Probezeit von 2 Jahren.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht, mit der er beantragt, das angefochtene Urteil sei aufzuheben und er sei von Schuld und Strafe freizusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die mit Verf�gung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 23. M�rz 2011 beschlagnahmte Barschaft von Euro 36'000.-- sei zu seiner freien Verf�gung herauszugeben. Ferner ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
1.1.1 Der Beschwerdef�hrer macht Willk�r und eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r geltend. Die Vorinstanz habe sich lediglich auf die in der Anklageschrift genannten, in den ersten sechs Monaten seit dem Unfall erstellten Arztberichte gest�tzt, welche ein Beschleunigungstrauma mit muskul�rer Verspannung diagnostizierten. Diese Berichte zeichneten ein unvollst�ndiges und damit falsches Bild seiner Verletzungen und Beschwerden. Die von ihm in der zweitinstanzlichen Verhandlung eingereichten, sp�ter angefertigten medizinischen Berichte belegten, dass er beim Unfall neben einem Schleudertrauma zus�tzlich objektivierbare, komplexe Hirnverletzungen erlitten habe, welche seine Arbeitsf�higkeit stark einschr�nkten. Diese Verletzungen h�tten die erstbehandelnden �rzten nicht erkannt. Die Vorinstanz habe diese sp�ter erstellten �rztlichen Berichte nicht gew�rdigt. Die zentrale Frage sei, ob die ihm vorgeworfenen Aktivit�ten und die Schilderung seiner Beschwerden mit den objektivierten Verletzungen vereinbar seien oder nicht. Hief�r h�tte die Vorinstanz zun�chst kl�ren m�ssen, welche Verletzungen er genau erlitten habe (Beschwerde S. 4 ff.).
In Bezug auf seine Konzertt�tigkeit bringt er vor, diese sei wie die �brigen ihm vorgehaltenen Aktivit�ten im Rahmen seiner Restarbeitsf�higkeit erfolgt. Es treffe zwar zu, dass er die Musikauftritte gegen�ber den �rzten und Versicherungen verschwiegen habe. Er sei aber davon ausgegangen, dass diese nicht relevant seien. Die �rzte h�tten, nachdem sie Kenntnis von der Strafuntersuchung erlangt h�tten, an der Arbeitsunf�higkeit im Umfang von 75 % und an einer Erwerbsf�higkeit in einer angepassten T�tigkeit von ca. 50 % festgehalten. Dies bedeute, dass er durchaus berechtigt gewesen sei, gewisse Aktivit�ten, wie eben Musikkonzerte, auszu�ben. S�mtliche beobachteten Bet�tigungen seien mit seinen Beschwerden und Einschr�nkungen vereinbar. Im �brigen seien auch die nach seiner Haftentlassung als Zeugen einvernommenen �rzte der Meinung gewesen, dass die Konzertauftritte mit einem Schleudertrauma bzw. mit den neurologisch und psychologisch vorhandenen Hirnverletzungen durchaus m�glich seien, wenn der Betroffene entsprechende Medikamente eingenommen habe (Beschwerde S. 19 ff.).
1.1.2 In Bezug auf den Schuldspruch des Betrugsversuches bringt der Beschwerdef�hrer vor, es stehe fest, dass er mit E.________ von der C.________ GmbH einen Arbeitsvertrag abgeschlossen und einen Lohn von Fr. 7'500.-- pro Monat vereinbart habe. E.________ habe als Beschuldigter mehrmals ausgesagt, dass dieser Arbeitsvertrag dem Willen der Parteien entsprochen habe und ernst gemeint gewesen sei. Die Feststellungen der Vorinstanz seien willk�rlich (Beschwerde S. 32 ff.).
1.2.1 Die Vorinstanz nimmt an, die Aktivit�ten, bei welchen der Beschwerdef�hrer beobachtet worden sei, st�nden in frappantem und unaufl�slichem Widerspruch zu seiner eigenen Schilderung gegen�ber dem Schadeninspektor der A.________ vom 12. Februar 2007, wonach sein Tagesablauf seit dem Unfall unver�ndert sei, er am Abend immer zu Hause bleibe und am Wochenende nur Spazierg�nge mit der Partnerin mache, und dass er sich wie ein 80-j�hriger Mann f�hle. In Bezug auf geltend gemachten Kopfschmerzen habe der Beschwerdef�hrer uneinheitlich ausgesagt. Trotz der angeblich t�glich stechenden Kopfschmerzen habe er offenbar die verschriebenen Medikamente lediglich in einer Frequenz von 2-3 Mal pro Woche eingenommen. Im �brigen falle auf, dass der Beschwerdef�hrer eine gr�ssere Zahl von �rzten konsultiert habe. Von eher kritischen Stimmen, welche von einer guten Prognose mit einer weitgehenden Restitution ab Sommer 2006 ausgingen und ihm zur�ckhaltend keine 50 % �bersteigende Arbeitsunf�higkeit attestierten, habe er sich alsbald mit dem Hinweis distanziert, er sei nicht ernst genommen und nicht richtig untersucht worden. Ein dauerhaftes Vertrauensverh�ltnis habe sich demgegen�ber zu jenen �rzten gebildet, die ihn gest�tzt auf das durch ihn geschilderte Beschwerdebild mit Wirkung ab 2. Juni 2006 zu 75 % arbeitsunf�hig schrieben. Dabei seien diese �rzte allerdings nicht �ber seine schon kurz nach dem Unfall regelm�ssig stattfindenden mehrst�ndigen Auftritte mit seiner Musikband und die weiteren Aktivit�ten im Bild gewesen. Sie h�tten auch nicht um seine berufliche Biografie gewusst, namentlich dass er seit dem 10. Mai 2004 als arbeitslos gemeldet, Bez�ger von Arbeitslosen-Taggeld und von der Arbeitslosenkasse per 31. Dezember 2005 ausgesteuert war (angefochtenes Urteil S. 10 ff.).
Die Videoaufnahmen der Konzerte zeigten den Beschwerdef�hrer als Gitarrist und Bandleader bei einer sehr aktiven B�hnenshow. Aufgedreht und voller Elan wippe er mit seinem Kopf und bewege den Oberk�rper beinahe ununterbrochen in alle Richtungen, ohne Anzeichen von Schmerzen oder Bewegungseinschr�nkungen zu zeigen. Hals, Nacken, Kopf und der beidseitige Schulterbereich w�rden bei dem engagierten Gitarrenspiel, dem wiederholten Wippen, Nicken, Neigen sowie dem teilweise lebhaften Gestikulieren stark und praktisch dauerhaft beansprucht. Zum Teil zeige der Beschwerdef�hrer mit offenem Haar auch ein richtiggehendes "Headbangen". Selbst bei seinem fulminanten Auftritt als Schlagzeuger gegen Ende des Konzerts vom 17. Februar 2007 in I.________ wirke der Beschwerdef�hrer rundum energiegeladen und locker, ohne Anzeichen von Schmerzen, Behinderung oder Erm�dung. Die schwungvolle B�hnenshow sei mit den gegen�ber den �rzten und Versicherungen geschilderten Schmerzen und Einschr�nkungen nicht vereinbar. Erg�nzend sei zu beachten, dass sich solche Konzertauftritte nicht nur in der eigentlichen, vorliegend ca. 1 � bis 2 � Stunden dauernden B�hnenshow ersch�pften, sondern auch nicht zu untersch�tzende Anstrengungen im Zusammenhang mit den Vorbereitungs-, Aufbau- und Abr�umarbeiten unter Mitwirkung der Bandmitglieder umfassten. Ausserdem bedingten sie mehrst�ndige Hin- und R�ckreisen.
Hinweise auf Schmerzen im Kopf, am Nacken, Hals- oder Schulterbereich erg�ben sich auch nicht aus dem Observationsvideo vom 14./15. Dezember 2006, welches den Beschwerdef�hrer u.a. beim Verteilen von Flyers zeige. Auch bei dieser T�tigkeit wirke der Beschwerdef�hrer lebhaft, spreche und gestikuliere unter ausdrucksstarkem Einbeziehen des Kopfes mit Bewegungen in alle Richtungen. Bei sichtlich ausgelassener Stimmung und ohne erkennbare Schmerzen und Leiden, wie es angesichts des behaupteten Gesundheitszustandes zu erwarten gewesen w�re, sei der Beschwerdef�hrer schliesslich auch beim eingehend dokumentierten Schlittelwochenende in Berg�n vom 11./12. Februar 2006 zu sehen.
Insgesamt habe der Beschwerdef�hrer Aktivit�ten ausge�bt, welche bei seinem Schmerzbild denkbar ungeeignet seien. Es k�nne ihm zwar nicht unterstellt werden, dass er unter keinerlei Schmerzen gelitten und bloss simuliert habe, er habe aber offensichtlich gr�ssere Einschr�nkungen geltend gemacht als effektiv vorhanden gewesen seien (angefochtenes Urteil S. 29 ff.).
1.2.2 In Bezug auf die Arbeitsvertr�ge des Beschwerdef�hrers mit den Firmen D.________ GmbH und C.________ GmbH nimmt die Vorinstanz an, es handle sich bei diesen um ein eigentliches L�genkonstrukt. So sei die Firma D.________ GmbH vom Beschwerdef�hrer bewusst so errichtet worden, um zu verschleiern, dass er die Firma finanzierte und alle wesentlichen Entscheidungen traf. Dies habe er bereits getan, um die Arbeitslosenkasse zu t�uschen, weil ihm bekannt gewesen sei, dass er keine Taggelder erhalten h�tte, wenn die Arbeitslosenkasse �ber die wahren Verh�ltnisse bei der D.________ GmbH informiert gewesen w�re. Der Vertrag mit der C.________ GmbH habe nach dem Willen der Parteien darauf basiert, dass der Lohn lediglich bezahlt w�rde, wenn der Beschwerdef�hrer die Leistungen bzw. Vermittlungen f�r die Firma tats�chlich h�tte erbringen k�nnen. Es erscheine aber als absolut unwahrscheinlich, dass der Beschwerdef�hrer solche Vermittlungen h�tte t�tigen k�nnen (angefochtenes Urteil S. 36 f.).
2.1 Gem�ss Art. 97 Abs. 1 BGG kann die Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich ist oder auf einer Verletzung von schweizerischem Recht im Sinne von Art. 95 BGG beruht. Die R�ge der willk�rlichen Feststellung des Sachverhalts pr�ft das Bundesgericht gem�ss Art. 106 Abs. 2 BGG nur insoweit, als sie in der Beschwerde explizit vorgebracht und substantiiert begr�ndet worden ist. In der Beschwerde muss im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet. Auf eine bloss appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 138 I 171 E. 1.4; 136 II 489 E. 2.8; 133 IV 286 E. 1.4; je mit Hinweisen).
Der Anspruch auf rechtliches Geh�r gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV umfasst u.a. das Recht des Betroffenen, mit erheblichen Beweisantr�gen geh�rt zu werden. Danach muss das Gericht rechtzeitig und formrichtig angebotene erhebliche Beweismittel abnehmen. Dies verwehrt es ihm indes nicht, einen Beweisantrag abzulehnen, wenn es in willk�rfreier W�rdigung der bereits abgenommenen Beweise zur �berzeugung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei gen�gend abgekl�rt, und es �berdies in willk�rfreier antizipierter W�rdigung der zus�tzlich beantragten Beweise zur Auffassung gelangen durfte, die abgelehnten Beweisantr�ge verm�chten nichts an seiner �berzeugung zu �ndern (BGE 136 I 229 E. 5.3; 134 I 140 E. 5.3; 131 I 153 E. 3; 124 I 208 E. 4a; je mit Hinweisen).
2.2.1 Die Vorinstanz stellt nicht in Frage, dass der Beschwerdef�hrer bei dem Autounfall gesundheitliche Sch�den davongetragen hat. Sie nimmt aber zu Recht an, dass die genaue Diagnose dieser gesundheitlichen Beeintr�chtigungen bzw. das genaue Ausmass der Beschwerden und damit der konkrete Umfang der Einschr�nkung in der Arbeitsf�higkeit nicht Gegenstand des Verfahrens bilden (angefochtenes Urteil S. 28). Ob der Beschwerdef�hrer tats�chlich eine Hirnsch�digung erlitten hat, kann daher letztlich offen bleiben. Im �brigen weichen die gesundheitlichen Beschwerden und Einschr�nkungen, wie sie in den Berichten beschrieben werden, welche eine Hirnverletzung diagnostizieren, von denjenigen der Erstberichte nicht ab. Alle �rztlichen Berichte umschreiben die gesundheitlichen Beschwerden und Einschr�nkungen des Beschwerdef�hrers ausgehend von seiner eigenen Darstellung im Wesentlichen einheitlich als persistierende Kopf-, Nacken- und Schulterschmerzen, �belkeit sowie Schwindel und gehen von einer Minderbelastbarkeit mit starken Konzentrations- und Strukturierungsst�rungen, kognitiver Leistungsminderung mit deutlicher Verlangsamung sowie von Defiziten im Bereich der spezifischen Aufmerksamkeitskontrolle, reduzierter Informationsverarbeitung und h�ufigem raschem Erm�den aus (vgl. Gutachten F.________ vom 10. Juli 2007, Beschwerdebeilage 4, S. 14/15; neurologischer Abschlussbericht F.________ vom 27. Januar 2009, Beschwerdebeilage 5, S. 2; neurologischer Abschlussbericht F.________, Beschwerdebeilage 5, S. 2; Bericht G.________ vom 9. April 2012, act. 90/8, S. 2; Bericht H.________ vom 27. Februar 2012, act. 90/17, S. 14 f.).
Aus diesen Gr�nden ist nicht zu beanstanden, dass sich die Vorinstanz mit den vom Beschwerdef�hrer vorgetragenen Argumenten zum abweichenden Verletzungsbild nicht n�her auseinandersetzt. Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt daher nicht vor.
2.2.2 Wesentliche Frage ist, ob die vom Beschwerdef�hrer erlittenen Unfallverletzungen seine Arbeitsf�higkeit tats�chlich in dem Masse einschr�nken, wie es die untersuchenden �rzte aufgrund seiner Schilderungen bescheinigt haben bzw. ob die beobachteten Aktivit�ten, namentlich die Konzertt�tigkeit als Rockmusiker mit dem Beschwerdebild, wie es den �rztlichen Berichten zugrunde gelegt worden ist, vereinbar sind. Dies hat die Vorinstanz zu Recht verneint. Wie sich aus den Observationen ergibt, zeigte der Beschwerdef�hrer bei den Konzerten eine aktive B�hnenshow und liess keinerlei Anzeichen von Bewegungseinschr�nkungen, Leistungsminderungen oder einer Verlangsamung erkennen. Namentlich sein ununterbrochenes Wippen und Nicken mit dem Kopf im Rhythmus der Musik l�sst sich mit dem gegen�ber den �rzten und den Versicherungen beschriebenen ausgepr�gten subjektiven Leidensdruck nicht in �bereinstimmung bringen. Dar�ber hinaus erscheint auch der hohe L�rmpegel an Rockkonzerten bei einer Dauer von um die zwei Stunden f�r eine von Kopfschmerzen geplagte Person nicht ertr�glich. Insgesamt kommt die Vorinstanz zu Recht zum Schluss, dass die �rzte trotz Vorliegens von unbestrittenen k�rperlichen Beeintr�chtigungen dem Beschwerdef�hrer bei Kenntnis der wahren Umst�nde niemals eine Arbeitsunf�higkeit von 75 % attestiert und dass die Versicherungen eine Arbeitsunf�higkeit in dieser H�he nicht als plausibel erachtet h�tten (angefochtenes Urteil S. 32). Dieser Schluss ist jedenfalls nicht schlechterdings unhaltbar.
3.1.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt im Weiteren eine Verletzung von Bundesrecht. Er habe keine falschen Angaben zu seinem Gesundheitszustand gemacht und daher die �rzte nicht get�uscht. Diese h�tten seine Beschwerden und Verletzungen mit objektiven Methoden festgestellt und gest�tzt darauf den Grad seiner Arbeitsunf�higkeit festgesetzt. Ausserdem sei das Tatbestandsmerkmal der Arglist nicht erf�llt. Zudem setze die Bejahung des Verm�gensschadens voraus, dass eine Arbeitsf�higkeit in h�herem Grade feststehe, als sie von den �rzten bescheinigt worden sei. Ein solcher Nachweis sei indes nicht erbracht. Seine Konzertt�tigkeit f�hre zu keiner anderen Beurteilung. Damit sei nicht nachgewiesen, dass die SUVA h�here Leistungen ausgerichtet habe, als ihm tats�chlich zustanden (Beschwerde S. 27 ff.).
3.1.2 In Bezug auf die Arbeitsvertr�ge macht der Beschwerdef�hrer geltend, es k�nne gar kein Betrugsversuch vorliegen. Denn gem�ss Art. 15 UVG i.V.m. Art. 22 UVV sei der versicherte Verdienst nach oben begrenzt. Der H�chstbetrag habe im Zeitpunkt des Unfalls Fr. 106'800.-- betragen. Der Beschwerdef�hrer h�tte bei der C.________ GmbH ein monatliches Einkommen von Fr. 7'500.-- erzielt, was einem Jahresverdienst von Fr. 90'000.-- entspreche. Selbst wenn man annehmen wollte, dass der mit der D.________ GmbH vereinbarte Lohn unrealistisch hoch angesetzt sei, komme dem in diesem Kontext keine Bedeutung zu, da er bereits bei einem monatlichen Verdienst von Fr. 1'400.-- das volle Taggeld der SUVA erhalten h�tte (Beschwerde S. 34).
3.2.1 Die Vorinstanz nimmt an, der Beschwerdef�hrer habe durch Vort�uschen einer zu weit gehenden Arbeitsunf�higkeit und dem darauf gest�tzt erfolgten Bezug von �berh�hten Versicherungsleistungen den Tatbestand des Betruges erf�llt. Er habe sowohl die SUVA als auch die untersuchenden �rzte durch das Verschweigen seiner Aktivit�ten arglistig get�uscht. Dabei sei zu seinen Gunsten davon auszugehen, dass seine Beeintr�chtigungen in einem gewissen Ausmass glaubhaft seien. Es sei ihm aber vorzuwerfen, dass er gr�ssere als die effektiv vorhandenen Einschr�nkungen angegeben und weder die �rzte noch die Versicherungen �ber ihm noch m�gliche und auch tats�chlich ausgef�hrte Aktivit�ten informiert habe. Dies habe er in der Absicht getan, von den Versicherungen h�here Leistungen zu erhalten, als sie ihm zustanden. Die �berzeichneten Beschwerden im Zusammenhang mit der behaupteten, deutlich �berh�hten Berufsaus�bung seien Grundlage f�r die �rztliche Beurteilung gewesen. Durch seine Vorspiegelungen habe er ein falsches Gesamtbild entstehen lassen bzw. habe dieses bekr�ftigt, was eine aktive Irref�hrung durch konkludentes Verhalten darstelle. Der Beschwerdef�hrer habe leistungsrelevante Umst�nde unterdr�ckt und wahrheitswidrig zum Ausdruck gebracht, dass seine Situation seit dem Unfall unver�ndert geblieben und die Anspruchsvoraussetzungen f�r den Bezug von Versicherungsleistungen erf�llt seien. Seinem Schweigen sei insoweit ein positiver Erkl�rungsinhalt zugekommen. Durch die Auszahlung von Versicherungsleistungen, auf welche der Beschwerdef�hrer in dieser H�he keinen Anspruch gehabt habe, sei der SUVA ein Verm�gensschaden entstanden, wobei die genaue Schadensh�he offenbleiben k�nne (angefochtenes Urteil S. 34 ff.).
3.2.2 In Bezug auf den Betrugsversuch im Zusammenhang mit den Arbeitsvertr�gen nimmt die Vorinstanz an, der Beschwerdef�hrer habe die Aus�bung einer viel anspruchsvolleren T�tigkeit angegeben, als er tats�chlich habe aus�ben wollen und k�nnen. Bez�glich der Arbeitsvertr�ge habe insofern ebenfalls ein Irrtum bei den Versicherungen vorgelegen, als diesen die Hintergr�nde seitens der Arbeitgeber nicht bekannt waren. Bez�glich der vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten Verdienstm�glichkeiten h�tten sie sich indessen nicht t�uschen lassen, da sie diese von Anfang an nicht f�r plausibel hielten und daher gest�tzt darauf auch keine Leistungen erbrachten. Insofern liege daher nur ein Versuch vor (angefochtenes Urteil S. 39 f.).
3.3 Gem�ss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich des Betrugs schuldig, wer in der Absicht, sich oder einen anderen unrechtm�ssig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdr�ckung von Tatsachen arglistig irref�hrt oder ihn in einem Irrtum arglistig best�rkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen anderen am Verm�gen sch�digt.
Der Tatbestand erfordert eine arglistige T�uschung. Als T�uschung gilt jedes Verhalten, das darauf gerichtet ist, bei einem andern eine von der Wirklichkeit abweichende Vorstellung hervorzurufen. Dar�ber hinaus muss der T�ter mit einer gewissen Raffinesse oder Durchtriebenheit t�uschen. Einfache L�gen, plumpe Tricks oder leicht �berpr�fbare falsche Angaben gen�gen nicht. Die Arglist der T�uschung beurteilt sich im Weiteren unter Ber�cksichtigung der Eigenverantwortlichkeit des Opfers. Danach scheidet Arglist aus, wenn das Opfer den Irrtum bei Inanspruchnahme der ihm zur Verf�gung stehenden Selbstschutzm�glichkeiten h�tte vermeiden bzw. sich mit einem Mindestmass an Aufmerksamkeit selbst h�tte sch�tzen k�nnen. In diesem Sinne wird Arglist von der Rechtsprechung bejaht, wenn der T�ter ein ganzes L�gengeb�ude errichtet oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffe (manoeuvres frauduleuses; mise en sc�ne) bedient. Einfache falsche Angaben sind arglistig, wenn ihre �berpr�fung nicht oder nur mit besonderer M�he m�glich oder nicht zumutbar ist, wenn der T�ter den Get�uschten von der m�glichen �berpr�fung abh�lt oder nach den Umst�nden voraussieht, dass dieser die �berpr�fung der Angaben auf Grund eines besonderen Vertrauensverh�ltnisses unterlassen werde. Auch bei einem L�gengeb�ude oder bei betr�gerischen Machenschaften ist das T�uschungsopfer zu einem Mindestmass an Aufmerksamkeit verpflichtet und scheidet Arglist aus, wenn es die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet hat. Dabei ist im Einzelfall der jeweiligen Lage und Schutzbed�rftigkeit des Betroffenen bzw. seiner Fachkenntnis und Gesch�ftserfahrung Rechnung zu tragen (BGE 135 IV 76 E. 5.2; 128 IV 18 E. 3a; 126 IV 165 E. 2a; 125 IV 124 E. 3; 122 IV 246 E. 3a).
Nach der im Bereich der Sozialhilfe ergangenen Rechtsprechung handelt eine Beh�rde leichtfertig, wenn sie die eingereichten Belege nicht pr�ft oder es unterl�sst, die um Sozialhilfe ersuchende Person aufzufordern, die f�r die Abkl�rung der Einkommens- und Verm�gensverh�ltnisse relevanten Unterlagen wie beispielsweise die letzte Steuererkl�rung und Steuerveranlagung oder Kontoausz�ge einzureichen. Hingegen kann ihr eine solche Unterlassung nicht zum Vorwurf gemacht werden, wenn diese Unterlagen keine oder voraussichtlich keine Hinweise auf nicht deklarierte Einkommens- und Verm�genswerte enthalten (vgl. Urteile 6B_1071/2010 vom 21. Juni 2011 E. 6.2.3; 6B_22/2011 vom 23. Mai 2011 E. 2.1.2 m.w.H.). Leichtfertigkeit wird namentlich angenommen, wenn die Beh�rde den Gesuchsteller nicht zu den von ihm vorgetragenen widerspr�chlichen Angaben befragt (Urteil 6B_576/2010 vom 25. Januar 2011 E. 4.2, in: SJ 2011 I S. 288). Diese Grunds�tze gelangen auch im Sozialversicherungsrecht zur Anwendung (Urteil 6B_125/2012 vom 28. Juni 2012 E. 5.3.3).
3.4 Das angefochtene Urteil verletzt kein Bundesrecht. Die Rechtsprechung hat betr�gerische Machenschaften im Rahmen der Ausrichtung von Versicherungsleistungen etwa angenommen, wenn dem Gutachter anl�sslich der Exploration jedenfalls im vorgegebenen Ausmass nicht vorhandene Schmerzen und Beeintr�chtigungen in einer eigentlichen Inszenierung vorgespielt wurden (Urteil 6B_46/2010 vom 19. April 2010 E. 4.3). Im Zusammenhang mit einem geltend gemachten Schleudertrauma hat das Bundesgericht Arglist wiederholt mit der Begr�ndung bejaht, der Betroffene habe tats�chlich nicht bestehende Beschwerden vorget�uscht (vgl. Urteile 6B_188/2007 vom 15. August 2007 E. 6.4; 6B_225/2009 vom 13. Juli 2009 E. 1.5; vgl. auch Urteile 6B_299/2007 vom 11. Oktober 2007 und 6S.379/2004 vom 29. November 2004 E. 2). Auch dem Beschwerdef�hrer wird eine T�uschung �ber das Ausmass der Beschwerden und damit �ber den Umfang der Einschr�nkung in der Arbeitsf�higkeit vorgeworfen. Es mag zutreffen, dass es grunds�tzlich am Arzt und nicht am Patienten ist, das Krankheitsbild festzustellen und gest�tzt darauf die Arbeitsf�higkeit zu ermitteln (Urteil 6B_125/2012 vom 28. Juni 2012 E. 5.4.1). Doch sind die �rzte bei der Feststellung des Grades der Arbeitsunf�higkeit in hohem Masse auf das Ergebnis der Befragung des Patienten zu seinen Beschwerden und Einschr�nkungen angewiesen (vgl. Urteil 6B_188/2007 vom 15. August 2007 E. 6.4).
Im zu beurteilenden Fall sind nach den vom Beschwerdef�hrer eingelegten �rztlichen Bescheinigungen die Verletzungen zwar objektivierbar. Gleichwohl sind die vorgegebenen Beschwerden und Schmerzen nicht �berpr�fbar. Die Festsetzung des Umfangs der Arbeitsunf�higkeit war auch hier von den Schilderungen des Beschwerdef�hrers abh�ngig, so dass die �rzte auf die subjektiven Angaben des Beschwerdef�hrers angewiesen waren und sich grunds�tzlich darauf verlassen durften und mussten. Indem der Beschwerdef�hrer gegen�ber den �rzten seine Aktivit�ten verschwieg und stets vorgab, in einem Masse gesundheitlich beeintr�chtigt zu sein, das in diesem Umfang nicht den tats�chlichen Verh�ltnissen entsprach, hat er die �rzte und mittels deren Bescheinigungen die Versicherung arglistig get�uscht. Dabei kann offen bleiben, ob und gegen�ber welchen �rzten allenfalls ein Vertrauensverh�ltnis bestand. Zu Recht bejaht die Vorinstanz auch den Verm�gensschaden. Ein solcher wird von der Rechtsprechung bejaht, wenn die �rzte und Gutachter in Kenntnis der falschen Vorbringen des Beschwerdef�hrers und den von ihm verheimlichten Aktivit�ten zu einer anderen Beurteilung gelangt w�ren und die SUVA gest�tzt darauf geringere Leistungen ausgerichtete h�tte (Urteil 6B_519/2011 vom 20. Februar 2012 E. 3.2).
Nicht zu beanstanden ist auch der Schuldspruch wegen versuchten Betruges im Zusammenhang mit den eingereichten Arbeitsvertr�gen. Was der Beschwerdef�hrer hiegegen einwendet, geht an der Sache vorbei. Dass der versicherte Verdienst gem�ss Art. 15 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 UVV der H�he nach begrenzt ist, ist im vorliegenden Kontext ohne Bedeutung. Denn die Vorinstanz h�lt mit guten Gr�nden schon den im Vertrag mit der C.________ GmbH vereinbarten Lohn von Fr. 7'500.-- bei einem Arbeitspensum von 50 % als unrealistisch. Beide Arbeitsvertr�ge dienten dazu, die Versicherungen �ber sein k�nftiges Einkommen, welches Berechnungsgrundlage f�r die auszubezahlenden Versicherungsleistungen bildete, zu t�uschen. Der Schuldspruch des versuchten Betruges verletzt ebenfalls kein Bundesrecht.
4.1 Zuletzt beanstandet der Beschwerdef�hrer die Bejahung des subjektiven Tatbestandes. Er habe nie die Absicht gehabt, unrechtm�ssig Taggelder der SUVA zu erlangen. Er habe seine Einschr�nkungen und Beschwerden den �rzten korrekt und nach bestem Wissen und Gewissen geschildert. Eine Bereicherungsabsicht sei nicht nachgewiesen (Beschwerde S. 35).
4.2 Das angefochtene Urteil verletzt auch in diesem Punkt kein Bundesrecht. Wie die Vorinstanz zutreffend annimmt (angefochtenes Urteil S. 39), beabsichtigte der Beschwerdef�hrer, sich von den Versicherungen Leistungen erbringen zu lassen, welche ihm nicht zustanden. Bei pflichtgem�sser Anzeige der ihm m�glichen und auch tats�chlich ausge�bten T�tigkeiten sowie bei wahrheitsgem�ssen Angaben �ber seinen Gesundheitszustand w�re keine Arbeitsunf�higkeit im bescheinigten Ausmass festgehalten und die ausgerichteten Taggelder entsprechend gek�rzt worden. Dies verhinderte der Beschwerdef�hrer durch seine unwahren Angaben. Daraus ergeben sich zwanglos Vorsatz und Bereicherungsabsicht.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG). Da sein Rechtsbegehren von vornherein als aussichtslos (vgl. BGE 138 III 217 E. 2.2.4) erschien, ist sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG). Seinen eingeschr�nkten finanziellen Verh�ltnissen kann bei der Festsetzung der Gerichtsgeb�hr Rechnung getragen werden (Art. 65 Abs. 2 BGG).