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Timestamp: 2016-10-23 06:18:08
Document Index: 225428473

Matched Legal Cases: ['Art. 71', 'Art. 24', 'Art. 404', 'BGE', 'Art. 72', 'BGE', 'Art. 74', 'Art. 75', 'Art. 76', 'Art. 90', 'BGE', 'BGE', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 93', 'Art. 93', 'Art. 93', 'BGE', 'Art. 100', 'Art. 604', 'BGE', 'BGE', 'Art. 602', 'Art. 602', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 542', 'BGE', 'Art. 602', 'Art. 602', 'Art. 602', 'Art. 602', 'Art. 602', 'Art. 66', 'Art. 68']

5A_416/2013 (26.07.2013)
5A_416/2013 + 5A_424/2013 � � Urteil vom 26. Juli 2013
Beklagte und Beschwerdef�hrer im Verfahren 5A_416/2013 sowie Beteiligte im Verfahren 5A_424/2013,
amtlich bestellter Vertreter der Erbengemeinschaft Y.________, Erbenvertreter und Beschwerdef�hrer im Verfahren 5A_424/2013 sowie Beteiligter im Verfahren 5A_416/2013,
Kl�ger und Beschwerdegegner in den Verfahren 5A_416/2013 und 5A_424/2013,
A.a.�Am 21. Februar 2000 starb X.________, Jahrgang 1919 (Erblasser). Als gesetzliche Erben blieben zur�ck seine Ehefrau Y.________ und seine Kinder A.________, B.________, C.________, D.________ und E.________. Die letztwillige Verf�gung des Erblassers vom 14. September 1999 wurde am 14. M�rz 2000 amtlich er�ffnet.
A.b.�Am 21. Juni 2000 wurde Rechtsanwalt U.________ zum Erbenvertreter der Erbengemeinschaft X.________ ernannt. Er legte sein Amt am 11. Oktober 2001 nieder und wurde am 21. M�rz 2002 durch F�rsprecher und Notar V.________ ersetzt. Die Erbenvertreter hatten sich unter anderem mit dem Wiederaufbau eines zum Nachlass geh�renden Bauernhauses zu befassen, das vor dem Tod des Erblassers abgebrannt war. Aufsichtsbeschwerdeverfahren f�hrten bis vor Bundesgericht (Urteil 5P.83/2003 vom 8. Juli 2003, Beschl�sse 5C.41/2003, 5P.53/2003 und 5P.85/2003 vom 8. Juli 2003 sowie Urteil 5P.107/2004 vom 26. April 2004).
A.c.�Am 7. August 2000 klagten Y.________, C.________, D.________ und E.________ auf Erbteilung. A.________ und B.________ stellten Begehren zur Erbteilung und erhoben eine Ung�ltigkeits- und Herabsetzungsklage. Die Ung�ltigkeitsklage wurde abgewiesen. Die dagegen eingereichten Rechtsmittel blieben erfolglos (Urteil 5P.208/2004 vom 16. September 2004).
A.d.�Am 11. November 2003 starb Y.________, Jahrgang 1923. Ihre gesetzlichen Erben sind C.________, D.________ und E.________ (Kl�ger) sowie A.________ und B.________ (Beklagte).
A.e.�Am 31. M�rz 2006 legte V.________ als Erbenvertreter der Erbengemeinschaft X.________ sein Amt nieder. Vom 7. September 2006 bis 19. November 2006 war W.________ als Erbenvertreter der Erbengemeinschaften X.________ und Y.________ eingesetzt. Seit 25. April 2008 ist Z.________ der Erbenvertreter beider Erbengemeinschaften. Er verf�gt �ber Generalvollmacht.
A.f.�Am 22. September 2010 f�llte das Zivilgericht des Sensebezirks sein Urteil im Herabsetzungs- und Erbteilungsprozess. Es f�hrte vorweg die g�terrechtliche Auseinandersetzung zwischen den Ehegatten X.________-Y.________ durch (E. II/B/II S. 16 ff.), ermittelte ein Nachlassverm�gen des Erblassers X.________ im Zeitpunkt seines Todes von Fr. 6'009'732.-- (E. II/B/III-VI S. 22 ff.) und stellte fest, dass die letztwillige Verf�gung des Erblassers die Pflichtteile der Beklagten verletzt (E. II/B/VII S. 72 ff.). Das Zivilgericht teilte den Nachlass des Erblassers X.________ (E. II/C S. 75 ff.) und bestimmte namentlich die G�terrechtsforderung der Erbengemeinschaft Y.________ gegen die Erbengemeinschaft X.________ sowie den Erbanteil der Erbengemeinschaft Y.________ am Nachlass des Erblassers X.________ (E. II/C/V/D/7 S. 117 f.). Das Urteil wurde unter anderem dem Erbenvertreter Z.________ zugestellt (S. 120).
B.a.�Die Kl�ger reichten am 15. Februar 2011 gegen die Beklagten eine Berufung ein (Verfahren 101 2011 19). Die Beklagten und der Erbenvertreter der Erbengemeinschaft Y.________ wurden zur Berufungsantwort eingeladen. Sie beantragten, auf die Berufung der Kl�ger nicht einzutreten, subsidi�r sie abzuweisen. Zur Hauptsache machten sie gelten, die Kl�ger h�tten es vers�umt, die Erbengemeinschaft Y.________, bestehend aus den drei Kl�gern und den zwei Beklagten und handelnd durch den Erbenvertreter, als Miterbin in das Berufungsverfahren einzubeziehen. A.________ erkl�rte zudem Anschlussberufung.
B.b.�Der Beklagte B.________ reichte am 16. Februar 2011 eine Berufung ein (Verfahren 101 2011 21) gegen die Kl�ger, den Erbenvertreter der Erbengemeinschaft Y.________ und gegen die Mitbeklagte A.________. Die Kl�ger, der Erbenvertreter und A.________ wurden zur Berufungsantwort eingeladen. A.________ erkl�rte den Streitabstand gegen�ber den Berufungsbegehren. Der Erbenvertreter schloss auf teilweise Abweisung und stellte Teilungsbegehren betreffend den Anteil der Erbengemeinschaft Y.________. Die Kl�ger beantragten die Abweisung der Berufung und erkl�rten Anschlussberufung, wobei sie als mitbeteiligte Erben die Beklagte A.________ sowie die Erben der Y.________, n�mlich die drei Kl�ger und die beiden Beklagten auff�hrten. Mit Bezug auf die Anschlussberufung der Kl�ger schlossen der Beklagte B.________ auf Nichteintreten, subsidi�r Abweisung, und der Erbenvertreter auf Abweisung.
B.c.�Das Kantonsgericht Freiburg beschr�nkte das Berufungsverfahren der Kl�ger (101 2011 19) auf die Frage der Sachlegitimation (Pr�sidialverf�gung vom 27. November 2012). Es wies den Einwand der Beklagten, die Berufungsschrift fasse nicht alle Erben ins Recht, ab (Dispositiv-Ziff. 1) und erkl�rte die Rechtsbegehren des Erbschaftsverwalters (recte: Erbenvertreters) f�r unzul�ssig (Dispositiv-Ziff. 2 des Urteils vom 2. Mai 2013).
C.a.�Mit Eingabe vom 31. Mai 2013 beantragen die Beklagten dem Bundesgericht, die Berufung der Kl�ger abzuweisen (5A_416/2013).
C.b.�Mit Eingabe vom 4. Juni 2013 beantragt der Erbenvertreter dem Bundesgericht, die Berufung der Kl�ger abzuweisen (5A_424/2013).
C.c.�Es wurden die kantonalen Akten, hingegen keine Vernehmlassungen eingeholt.
�In verfahrensrechtlicher Hinsicht ergibt sich Folgendes:
1.1.�Die beiden Beschwerden richten sich gegen dasselbe Urteil. Wird die Frage, ob die Kl�ger mit ihrer Berufung nebst den beiden Beklagten die Erbengemeinschaft Y.________, handelnd durch den Erbenvertreter, ins Recht h�tten fassen m�ssen, verneint (so Dispositiv-Ziff. 1), ist gleichzeitig �ber die Frage entschieden, ob der Erbenvertreter f�r die Erbengemeinschaft Y.________ vor Kantonsgericht selbstst�ndig Begehren stellen kann (verneint in Dispositiv-Ziff. 2 des angefochtenen Urteils). Insofern h�ngen die beiden Beschwerden eng zusammen und k�nnen im gleichen Urteil erledigt werden (Art. 71 BGG i.V.m. Art. 24 BZP).
1.2.�Das Zivilgericht hat sein Urteil am 22. September 2010 gef�llt und den Parteien zwei Tage sp�ter im Dispositiv er�ffnet. Auch wenn die Urteilsbegr�ndung erst im Januar 2011 und damit nach Inkrafttreten der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) am 1. Januar 2011 versendet wurde, ist der Zeitpunkt des Dispositivs massgebend und damit im erst- und zweitinstanzlichen Verfahren die kantonale Zivilprozessordnung vom 28. April 1953 (ZPO/FR) anzuwenden gewesen (Art. 404 f. ZPO; BGE 137 III 127 E. 2 S. 130).
1.3.�Das angefochtene Urteil betrifft eine Herabsetzungs- und Erbteilungsklage und damit eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG) in einer verm�gensrechtlichen Angelegenheit (BGE 115 II 211 E. 4 S. 213 und 127 III 396 E. 1b/cc S. 398), deren Streitwert mit rund Fr. 500'000.-- (E. 1c S. 9 des angefochtenen Urteils) den gesetzlichen Mindestbetrag von Fr. 30'000.-- �bersteigt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Es ist kantonal letztinstanzlich (Art. 75 BGG) und lautet zum Nachteil aller Beschwerdef�hrer (Art. 76 Abs. 1 BGG), so dass sich die Beschwerde in Zivilsachen als zul�ssiges Bundesrechtsmittel erweist.
1.4.�Das angefochtene Urteil ist f�r den Erbenvertreter ein Endentscheid, zumal es seine Begehren f�r unzul�ssig erkl�rt (Dispositiv-Ziff. 2) und damit f�r ihn das Berufungsverfahren abschliesst (Art. 90 BGG; BGE 137 I 161 E. 4.4 S. 165). Jeder Erbe ist nach der Rechtsprechung berechtigt, das Urteil �ber die Erbteilung unabh�ngig von seinen Miterben anzufechten, muss aber vor der oberen Gerichtsbeh�rde aufgrund notwendiger Streitgenossenschaft alle Miterben belangen, ansonsten sein Rechtsmittel abzuweisen ist (BGE 130 III 550 E. 2.1.2 S. 552 f.). Das angefochtene Urteil verwirft den daherigen Einwand der Beklagten, die Kl�ger h�tten nicht alle Miterben in das Berufungsverfahren einbezogen (Dispositiv-Ziff. 1). Es ist damit ein selbstst�ndig er�ffneter Zwischenentscheid, der nur unter den Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG der Beschwerde an das Bundesgericht unterliegt (BGE 133 III 629 E. 2.2 S. 631). Als fraglich erscheint, ob die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeif�hrt und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten f�r ein weitl�ufiges Beweisverfahren erspart w�rde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG), wie es die Beklagten behaupten, muss doch das Kantonsgericht ungeachtet der Berufung der Kl�ger aufgrund der selbstst�ndigen Berufung des Beklagten B.________ und gegebenenfalls der Anschlussberufungen so oder anders ein Urteil im Erbteilungsprozess zwischen den Parteien f�llen. Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) kann hingegen nicht verneint werden. Beantwortet das Bundesgericht auf Beschwerde des Erbenvertreters die Frage, ob der Erbenvertreter nebst den Kl�gern und Beklagten in das Berufungsverfahren einzubeziehen ist und eigene Rechtsbegehren f�r die Erbengemeinschaft Y.________ stellen darf, kann es darauf in einem sp�teren Verfahren nicht mehr zur�ckkommen. Der heute von den Beklagten angefochtene Zwischenentscheid k�nnte auf ihre Beschwerde gegen den Endentscheid hin (Art. 93 Abs. 3 BGG) insoweit nicht mehr �berpr�ft werden, was als nicht wieder gutzumachender Nachteil gilt (BGE 133 III 629 E. 2.3.1 S. 632).
1.5.�Auf die - im Weiteren fristgerecht erhobenen (Art. 100 Abs. 1 BGG) - Beschwerden kann eingetreten werden.
�Jeder Erbe kann gem�ss Art. 604 Abs. 1 ZGB die Teilung der Erbschaft verlangen. Seine Erbteilungsklage muss sich gegen alle anderen Erben richten und f�hrt zu einem Urteil mit Wirkung f�r alle Erben (BGE 130 III 550 E. 2.1.1 S. 552). Jeder Erbe ist auch berechtigt, das Urteil �ber die Erbteilung unabh�ngig von seinen Miterben anzufechten, doch muss er alle vor der oberen Gerichtsbeh�rde belangen, ansonsten das Rechtsmittel abgewiesen wird (BGE 130 III 550 E. 2.1.2 S. 552 f.). Die Erbengemeinschaft X.________ hat aus dessen Ehefrau Y.________ und den f�nf gemeinsamen Nachkommen bestanden. Auf Erbteilung geklagt haben Y.________ und drei Nachkommen (Kl�ger) gegen die beiden anderen Nachkommen (Beklagte). W�hrend des erstinstanzlichen Erbteilungsprozesses ist Y.________ gestorben. Der Erbengemeinschaft Y.________, bestehend aus den f�nf Nachkommen, n�mlich den drei Kl�gern und den zwei Beklagten, wurde eine Erbenvertretung mit Generalvollmacht bestellt. Das erstinstanzliche Urteil nennt den Erbenvertreter nicht als Partei. Es ist zwischen den drei Kl�gern und den zwei Beklagten ergangen, dem Erbenvertreter aber zugestellt worden. Die drei Kl�ger haben das erstinstanzliche Urteil mit Berufung angefochten und ihre Berufungsbegehren nur gegen�ber den beiden Beklagten gestellt. Streitig und zu pr�fen sind die Fragen, ob die Kl�ger ihre Berufung auch gegen die Erbengemeinschaft Y.________, handelnd durch den Erbenvertreter, h�tten richten m�ssen und ob der Erbenvertreter in eigenem Namen f�r die Erbengemeinschaft Y.________ am Berufungsverfahren betreffend die Teilung des Nachlasses von X.________ als Partei teilnehmen und Rechtsbegehren stellen darf.
�F�r die Erbengemeinschaft X.________ besteht seit 2000 mit gewissen zeitlichen Unterbr�chen bis heute eine Erbenvertretung, die das zust�ndige Friedensgericht im Jahre 2006 auf die Erbengemeinschaft Y.________ ausgedehnt hat. Seit 2008 nimmt der heutige Erbenvertreter das Amt mit Generalvollmacht f�r beide Erbengemeinschaften wahr.
3.1.�Nach Art. 602 Abs. 3 ZGB kann die zust�ndige Beh�rde auf Begehren eines Miterben f�r die Erbengemeinschaft bis zur Teilung eine Vertretung bestellen. Die Vertretung kann f�r bestimmte einzelne Handlungen bestellt werden, �ber die sich die Erben nicht zu einigen verm�gen. Die Beh�rde kann dem Vertreter aber auch einen generellen Auftrag geben und ihm die ganze Verwaltung der Erbschaft anvertrauen, in welchem Fall sich seine Rechtsstellung derjenigen des amtlichen Erbschaftsverwalters angleicht. Der Erbenvertreter ist im Rahmen seines Auftrags gesetzlicher Vertreter der Erbengemeinschaft, die er ohne ihre Zustimmung oder nachtr�gliche Genehmigung berechtigen und verpflichten kann (E. 1 des die Parteien betreffenden Urteils 5P.83/2003 vom 8. Juli 2003). Er schliesst im ihm �bertragenen T�tigkeitsbereich eigenes Handeln der Erben f�r den Nachlass aus, k�nnen doch die Erben nur "unter Vorbehalt der vertraglichen oder gesetzlichen Vertretungs- und Verwaltungsbefugnisse �ber die Rechte der Erbschaft gemeinsam verf�gen" (Art. 602 Abs. 2 ZGB). Prozesse f�hrt er in eigenem Namen anstelle der materiell Berechtigten als Partei. Nach heutiger Begrifflichkeit handelt es sich dabei im technischen Sinne nicht um die Zuerkennung der Aktiv- und Passivlegitimation (so noch BGE 53 II 202 E. 4 S. 208), sondern um einen Fall von Prozessstandschaft (Urteil 5C.172/1997 vom 18. November 1997 E. 2).
3.2.�Nicht zu seinen Aufgaben geh�ren die Liquidation und die Erbteilung (E. 1 des die Parteien betreffenden Urteils 5P.83/2003 vom 8. Juli 2003). Der Erbenvertreter hat weder Erbschaftssachen zu liquidieren noch die Erbteilung durchzuf�hren oder die Aufl�sung der Erbengemeinschaft zu beschleunigen (Urteil 5D_133/2010 vom 12. Januar 2011 E. 5.2.2 mit Hinweis auf BGE 113 II 121 E. 3c S. 128). In der Auseinandersetzung zwischen den einzelnen Miterben gen�gt es, wenn daran alle Miterben auf der Aktivseite oder auf der Passivseite beteiligt sind. Die Bestellung eines Erbenvertreters ist nicht erforderlich (BGE 54 II 243; 109 II 400 E. 2 S. 403; Urteil 5C.172/1997 vom 18. November 1997 E. 2).
3.3.�Der Erbenvertreter kann die Aufl�sung der Erbengemeinschaften X.________ und Y.________ somit weder bewirken noch verhindern und ist bez�glich der Erbteilungsklage nicht legitimiert.
�Nach Auffassung der Beklagten und des Erbenvertreters verh�lt es sich anders, wenn w�hrend des Erbteilungsprozesses ein Miterbe stirbt. Diesfalls soll der Erbenvertreter f�r die Erbengemeinschaft des gestorbenen Miterben im h�ngigen Erbteilungsprozess handeln, hier also f�r die Erbengemeinschaft Y.________ als Kl�gerin im Erbteilungsprozess �ber den Nachlass von X.________.
4.1.�Stirbt ein Erbe, nachdem er den Erbgang erlebt hat, so vererbt sich gem�ss Art. 542 Abs. 2 ZGB sein Recht an der Erbschaft auf seine Erben. Dieses "sein Recht an der Erbschaft" umfasst namentlich die Rechte des Erben als Mitglied der Erbengemeinschaft. Der Erbeserbe - und im Falle mehrerer Erbeserben jeder derselben - wird somit seinerseits Mitglied der Erbengemeinschaft mit genau denselben Rechten, wie sie sein Rechtsvorg�nger besessen hat. Als Mitglied der Erbengemeinschaft kann jeder Erbeserbe die Teilung verlangen und grunds�tzlich die gleichen Rechte geltend machen wie die direkten Erben (BGE 75 II 196 E. 2b S. 201; STEINAUER, Le droit des successions, 2006, S. 558 N. 1192, mit Hinweisen). Eine eigene Erbengemeinschaft im Sinne von Art. 602 ZGB bilden die Erbeserben hingegen in Bezug auf die Erbschaft ihres unmittelbaren Erblassers, zu der auch dessen - ihnen zugefallene - Anteil an der unverteilten Erbschaft geh�rt. Die Auseinandersetzung der (zweiten) Erbengemeinschaft der Erbeserben setzt in der Regel die vollst�ndige oder teilweise Liquidation der ersten Erbengemeinschaft voraus, deren Mitglieder auch die Erbeserben sind. Die Erbschaften der beiden Gemeinschaften sind zu unterscheiden und haben je ihr eigenes Schicksal ( ROSMARIE FELBER, Aufgeschobene und partielle Erbteilung nach schweizerischem Recht, 1939, S. 37 f.; TUOR/PICENONI, Berner Kommentar, 1964, N. 4 zu Art. 602 ZGB).
4.2.�Gest�tzt auf ein nicht ver�ffentlichtes Urteil des Bundesgerichts halten verschiedene Kommentatoren fest, dass ein Erbenvertreter insbesondere dann zu bestellen ist, wenn in einem Erbteilungsprozess eine Partei stirbt und deren Rechtsnachfolger aus beteiligten Kl�gern und Beklagten besteht ( WEIBEL, in: Praxiskommentar Erbrecht, 2011, N. 60, und SCHAUFELBERGER/KELLER L�SCHER, Basler Kommentar, 2011, N. 44, je zu Art. 602 ZGB). Danach hat der Erbenvertreter die (zweite) Erbengemeinschaft der Erbeserben in der gerichtlichen Auseinandersetzung der ersten Erbengemeinschaft zu vertreten, deren Mitglieder auch die Erbeserben sind. Das Urteil 5C.40/2001 vom 23. Mai 2001, dessen E. 1 die Kommentatoren richtig wiedergeben, hat einen besonders gelagerten Fall betroffen. Wie vorliegend ist auch dort ein Erbteilungsprozess unter Beteiligung der Ehefrau des Erblassers und dessen vier Nachkommen h�ngig gewesen und die Ehefrau gestorben. Da die Ehefrau aber bereits vor Einleitung des Erbteilungsprozesses ihren "g�terrechtlichen und erbrechtlichen Anteil am Nachlass" einem Sohn abgetreten hatte (Bst. A des Urteils 5C.40/2001), war im h�ngigen Erbteilungsprozess zus�tzlich streitig, ob ihre Nachkommen einen Anspruch an den Nachlass zu stellen haben. Zu diesem Urteilspunkt, der bereits rechtskr�ftig erledigt war, hat das Bundesgericht gleichsam "obiter dictum" festgehalten, die Bestellung eines Erbenvertreters f�r die Erbengemeinschaft der Ehefrau des Erblassers "h�tte Irrungen vermieden" (E. 1 des Urteils 5C.40/2001). Nicht abgewichen werden wollte damit von der st�ndigen Rechtsprechung, dass es in Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Miterben gen�gt, wenn daran alle Miterben auf der Aktivseite oder auf der Passivseite beteiligt sind, und dass unter dieser Voraussetzung ein Erbenvertreter nicht erforderlich ist (E. 3.2). In solchen F�llen - wie auch dem vorliegenden - bedarf die Bestellung eines Erbenvertreters vielmehr einer besonderen Rechtfertigung, sei es, dass aufgrund erbrechtlicher Vertr�ge oder letztwilliger Verf�gungen zugunsten einzelner Miterben eine besondere Zerstrittenheit oder Schwierigkeit in der Auseinandersetzung besteht, oder sei es, dass die Interessen Dritter zu wahren sind, die - wie z.B. Verm�chtnisnehmer - am Erbteilungsprozess nicht teilnehmen k�nnen.
4.3.�Besondere Umst�nde sind im vorliegenden Fall nicht ersichtlich. Die Beklagten r�umen ein, dass die Mitglieder der Erbengemeinschaft Y.________ und der Erbengemeinschaft X.________ identisch sind und aus den drei Kl�gern und den zwei Beklagten bestehen (S. 13 f. Ziff. 2b der Beschwerdeschrift). Dass die Parteien im h�ngigen Erbteilungsprozess unterschiedliche Interessen und verschiedene Meinungen dar�ber vertreten, was der Anteil ihrer Mutter am Nachlass des Vaters ist (S. 14 Ziff. 2c der Beschwerdeschrift), �ndert daran nichts. Interessenunterschiede und Meinungsverschiedenheiten geh�ren zur erbrechtlichen Auseinandersetzung und rechtfertigen die Bestellung eines Erbenvertreters f�r sich allein nicht, solange - wie hier - alle Miterben beider Erbengemeinschaften am Erbteilungsprozess beteiligt sind, jeder Miterbe seine eigenen Begehren stellen kann und keine besonderen Umst�nde vorliegen.
�Mit seiner Beschwerde verlangt der Erbenvertreter, dass er im eigenen Namen f�r die Erbengemeinschaft Y.________ als Partei und mit seinen Rechtsbegehren im Berufungsverfahren zugelassen wird. Er verweist auf seine Generalvollmacht. Die Beklagten unterst�tzen den Vortrag und erw�hnen, dass der Erbenvertreter vom Kantonsgericht auch als Partei behandelt worden sei.
5.1.�Nach der Lehre kann der Erbenvertreter in einen h�ngigen Nachlassprozess eintreten und ihn weiterf�hren. Wird seine Legitimation bestritten, gen�gt der Beweis, dass das fragliche Prozessrechtsverh�ltnis in den T�tigkeitsbereich f�llt, der ihm durch die beh�rdliche Ernennung �bertragen worden ist (vgl. WALTER SCHICKER, Die Rechtsstellung des nach Art. 602/III ZGB f�r eine Erbengemeinschaft ernannten Vertreters, 1951, S. 119; JENNIFER PICENONI, Der Erbenvertreter nach Art. 602 Abs. 3 ZGB, 2004, S. 77 und S. 79).
5.2.�Der beh�rdliche Ernennungsakt als Amtshandlung der freiwilligen Gerichtsbarkeit ist f�r das Sachgericht bindend und seiner Nachpr�fung entzogen, ausser sie w�re absolut nichtig oder das positive Recht sehe ausdr�cklich einen Rechtsweg der gerichtlichen �berpr�fung vor (GULDENER, Grundz�ge der freiwilligen Gerichtsbarkeit der Schweiz, 1954, S. 14 Ziff. II/2a und S. 68 ff. Ziff. III; KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Aufl. 1984, S. 23 Ziff. 4; f�r die Prozessf�hrungsbefugnis des Erbschaftsverwalters: Urteil 5C.145/1994 vom 11. Oktober 1995 E. 1, mit Hinweisen).
5.3.�Der Ernennungsakt des Friedensgerichts vom 3. Juli 2008 (Beilage Nr. 1 zur Beschwerde 5A_424/2013) lautet auf "Erbenvertreter mit Generalvollmacht". Weitere Schreiben und Verf�gungen des Friedensgerichts enthalten die Bezeichnung "Generalerbenvertreter" (act. 215) und "Generalmandatierung" (S. 7, act. 224a/143). Eine verbindliche Anweisung zur Prozessf�hrung in einem bestimmten Verfahren liegt nicht vor, so dass die Sachgerichte dar�ber entscheiden durften und entschieden haben. Dass das Zivilgericht dem Erbenvertreter sein Urteil mitgeteilt hat, ist richtig, zumal das Teilungsergebnis aus dem Nachlass des Erblassers zugunsten der Erbengemeinschaft Y.________ unter der Verwaltung des Erbenvertreters steht, und dass das Kantonsgericht den Erbenvertreter informiert und zu Vernehmlassungen eingeladen hat, versteht sich von selbst, war seine Prozessstellung doch bereits vor Zivilgericht streitig (S. 16 Ziff. 6b der Beschwerdeschrift der Beklagten). Die Beschwerden erweisen sich als unbegr�ndet.
�Aus den dargelegten Gr�nden verletzt es kein Bundesrecht, dass die Kl�ger mit ihrer kantonalen Berufung den Erbenvertreter f�r die Erbengemeinschaft Y.________ nicht belangt haben und dass der Erbenvertreter in eigenem Namen als Partei im Erbteilungsprozess �ber den Nachlass von X.________ keine Rechtsbegehren stellen darf. Bei diesem Ergebnis werden die Willk�rr�gen gegen�ber der Anwendung kantonalen Rechts gegenstandslos. Sie betreffen die Parteibezeichnung und den Bestand der Anschlussberufung f�r den hier nicht eingetretenen Fall, dass die Kl�ger den Erbenvertreter als Partei mit Berufung h�tten belangen m�ssen (S. 17 ff. der Beschwerdeschrift der Beklagten).
�Insgesamt m�ssen die Beschwerden abgewiesen werden. Die Beklagten und der Erbenvertreter werden damit kosten-, hingegen nicht entsch�digungspflichtig, zumal keine Vernehmlassungen eingeholt wurden (Art. 66 Abs. 1 und 5 sowie Art. 68 Abs. 1 und 4 BGG).
Die Gerichtskosten von insgesamt Fr. 16'000.-- werden mit Fr. 8'000.-- unter solidarischer Haftbarkeit den Beschwerdef�hrern im Verfahren 5A_416/2013 und mit Fr. 8'000.-- dem Beschwerdef�hrer im Verfahren 5A_424/2013 auferlegt.