Source: https://schulbegleithunde.de/2018/12/20/%C2%A7-11-tierschg-2/
Timestamp: 2019-05-20 05:36:13
Document Index: 327821123

Matched Legal Cases: ['§ 11', '§ 11', '§ 1', '§ 2', '§ 3', '§ 4', '§ 5', '§ 11', '§ 11']

§ 11 TierSchG – schulbegleithunde.de
Veröffentlicht am 20. Dezember 2018 20. Dezember 2018 von lydia
Der § 11 TierSchG erregt zurzeit immer wieder die Gemüter…..
Aus meiner Sicht ist aber nicht die Einhaltung des Tierschutzgesetzes ein Problem, sondern die sehr unterschiedliche Umsetzung der Überprüfung durch die kommunalen Veterinärämter.
Nach dem Gesetz werden Hunde leider immer noch als Sache gesehen und auch in der Gesellschaft ist ein respektvoller, artgerechter Umgang mit dem Hund als Lebewesen noch nicht immer gegeben.
Für uns als Hupäschlerin sollte es in meinen Augen selbstverständlich sein, dass wir unseren Partner Hund tierschutzgerecht behandeln und die entsprechende Sachkunde auch zum Einsatz in der Schule besitzen!
Das Tierschutzgesetz vom 24.07.1972 (letzte Änderung 29.03.2017) besagt, dass wir
Tiere schützen und ihnen keine Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen sollen (§ 1)
Tiere angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen und die entsprechenden Kenntnisse und Fähigkeiten dazu besitzen (§ 2)
bei Tieren Leistungen nicht mit Zwang, Druck und Leiden eingefordert (§ 3)
an Tieren nur unter Betäubung und nicht leichtfertig Eingriffe vornehmen oder sie töten (§ 4, § 5 Und 6)
natürlich die entsprechende Sachkunde zum Halten und Einsetzen von Schulhunden besitzen (§ 11)
Diese Punkte muss ich als Pädagogin besonders auch den Schülern vermitteln und muss sie ihnen im praktischen Umgang mit dem Schulhund auch durchgängig vorleben!!
Aus Sicht der meisten Hupäschlerinnen und der bisher vom Verein erhaltenen Antworten der Sachverständigen der Bundesländer ist eine Genehmigung nach § 11 TierSchG durch das Veterinäramt für Schulbegleithunde nicht erforderlich, da sie nach der allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Durchführung des Tierschutzgesetzes nicht gewerbsmäßig eingesetzt werden. Gewerbsmäßig „handelt, wer die Tätigkeit(en) selbstständig, planmäßig, fortgesetzt und mit der Absicht der Gewinnerzielung ausübt.“
Wir haben als Verein die zuständige Bundesministerin Frau Klöckner und die zuständigen Ministerien der Bundesländer zu dem Thema angeschrieben und sind sehr gespannt, welche Antworten wir weiterhin erhalten…
Viele Grüße! Lydia
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