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Timestamp: 2016-10-21 11:22:06
Document Index: 283649817

Matched Legal Cases: ['Art. 337', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 77', 'Art. 106', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 77', 'Art. 97', 'Art. 105', 'Art. 190', 'BGE', 'BGE', 'Art. 190', 'Art. 49', 'Art. 49', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 190', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 186', 'BGE', 'Art. 49', 'BGE', 'Art. 177', 'BGE', 'Art. 177', 'Art. 176', 'Art. 190', 'BGE', 'BGE', 'Art. 177', 'BGE', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 27', 'BGE', 'Art. 187', 'BGE', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 187', 'Art. 190', 'Art. 190', 'Art. 190', 'BGE', 'Art. 190']

4A_654/2011 (23.05.2012)
A.a M.________ (Kl�ger, Beschwerdegegner) ist ein professioneller Fussballtrainer. Nach Beendigung seiner aktiven Fussballkarriere begann er im Jahr 1988 seine Trainerlaufbahn und war lange in Spanien t�tig, unter anderem als Trainer von Real Saragossa, Real Madrid, Atl�tico Madrid und FC Barcelona. M.________ hat seinen gesetzlichen Wohnsitz seit beinahe 30 Jahren in Spanien und hat - zus�tzlich zu seiner serbischen Nationalit�t - die spanische Staatsb�rgerschaft angenommen.
Der Serbische Fussballverband (Beschwerdef�hrer, Beklagter) mit Sitz in Belgrad ist der Nationalverband f�r den Fussballsport der Republik Serbien und als solcher Mitglied der F�d�ration Internationale de Football Association (FIFA) sowie der Union des Associations Europ�ennes de Football (UEFA).
A.b Am 25. August 2008 schloss M.________ mit dem Serbischen Fussballverband einen Arbeitsvertrag ab, mit dem er w�hrend der Qualifikationsrunde (1. September 2008 - 30. November 2009) f�r die FIFA-Weltmeisterschaft 2010 als Cheftrainer der serbischen Nationalmannschaft angestellt wurde.
Nachdem sich das Nationalteam in der Folge f�r die Weltmeisterschaft in S�dafrika qualifiziert hatte, verhandelten die Parteien im Dezember 2009 �ber eine Weiterf�hrung der Zusammenarbeit. Am 16. Dezember 2009 unterzeichneten sie einen neuen Arbeitsvertrag f�r den Zeitraum vom 1. Januar 2010 bis 30. Juni 2012, der die Vereinbarung vom 25. August 2008 ersetzte. Der neue Vertrag sah f�r die Zeitperiode von Januar 2010 bis Oktober 2011 eine monatliche Entsch�digung von EUR 70'000.-- und f�r die restliche Vertragsdauer ein monatliches Gehalt von EUR 100'000.-- vor, zahlbar in der serbischen Landesw�hrung Dinar (RSD), berechnet nach dem Verkaufskurs der serbischen Nationalbank am Zahlungstag. Vereinbart war zus�tzlich ein Bonus in Form einer Marketinggeb�hr ("marketing fee"), welche die bisherigen Bem�hungen des Kl�gers im Hinblick auf die erfolgreiche Positionierung des Serbischen Fussballverbands sowie dessen Eink�nfte infolge der Qualifikation f�r die FIFA-Weltmeisterschaft 2010 abgelten sollte. Die Marketinggeb�hr war auf EUR 660'000.-- festgesetzt, zahlbar in zwei Raten, jeweils per Ende 2009 und 2010.
A.c Aufgrund einer Beschimpfung des Schiedsrichters anl�sslich eines Spiels gegen Australien im Rahmen der Weltmeisterschaft wurde der Kl�ger am 3. Juli 2010 von der FIFA-Disziplinarkommission f�r vier Spiele mit einer Sperre (sog. "touchline bar") belegt und mit einer Busse von Fr. 14'000.-- bestraft. Die Beschwerdekommission der FIFA best�tigte diesen Entscheid am 29. Juli 2010. Am 15. August 2010 bezahlte der Beklagte die dem Kl�ger auferlegte Busse.
Die Parteien verhandelten in der Folge erfolglos �ber eine Ab�nderung der vertraglich vereinbarten Entsch�digung. Unter anderem unterbreitete der Beklagte dem Kl�ger am 10. September 2010 einen Zusatz zum Arbeitsvertrag mit einer neuen Entsch�digungsregelung, zusammen mit der Aufforderung zur Unterzeichnung innert f�nf Tagen nach Empfang des Dokuments.
Am 15. September 2010 liessen die Rechtsvertreter des Kl�gers dem Beklagten per E-Mail ihre Bemerkungen zum vorgeschlagenen Vertragszusatz zukommen. Noch am gleichen Tag k�ndigte der Beklagte den Arbeitsvertrag mit dem Kl�ger per sofort, unter anderem wegen angeblicher grober Verletzung vertraglicher Pflichten.
B.a Am 20. September 2010 reichte M.________ beim Tribunal Arbitral du Sport (TAS) Schiedsklage ein, im Wesentlichen mit dem (im Laufe des Verfahrens ge�nderten) Antrag, es sei der Serbische Fussballverband zur Zahlung von netto EUR 2'150'000.-- zu verurteilen, zu �berweisen in Dinar nach dem Durchschnittskurs der serbischen Nationalbank, und zur Zahlung einer Entsch�digung im Gegenwert von EUR 280'000.-- nach Art. 337c Abs. 3 des schweizerischen Obligationenrechts, jeweils zuz�glich Zins zu 5 %:
B.b Mit Schiedsentscheid vom 23. September 2011 erachtete das TAS die K�ndigung des Arbeitsverh�ltnisses durch den Beklagten als unrechtm�ssig und hiess die Klage weitgehend gut:
Der Beschwerdef�hrer reichte dem Bundesgericht am 17. Februar 2012 eine Replik, der Beschwerdegegner am 7. M�rz 2012 eine Duplik ein.
Mit Verf�gung vom 16. Januar 2012 wies das Bundesgericht das Gesuch des Beschwerdef�hrers um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung ab.
2.2 Zul�ssig sind allein die R�gen, die in Art. 190 Abs. 2 IPRG abschliessend aufgez�hlt sind (BGE 134 III 186 E. 5 S. 187; 128 III 50 E. 1a S. 53; 127 III 279 E. 1a S. 282). Nach Art. 77 Abs. 3 BGG pr�ft das Bundesgericht nur die R�gen, die in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden sind; dies entspricht der in Art. 106 Abs. 2 BGG f�r die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht vorgesehenen R�gepflicht (BGE 134 III 186 E. 5 S. 187 mit Hinweis). Appellatorische Kritik ist unzul�ssig (BGE 134 III 565 E. 3.1 S. 567; 119 II 380 E. 3b S. 382).
2.3 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den das Schiedsgericht festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung des Schiedsgerichts weder berichtigen noch erg�nzen, selbst wenn diese offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (vgl. Art. 77 Abs. 2 BGG, der die Anwendbarkeit von Art. 97 BGG sowie Art. 105 Abs. 2 BGG ausschliesst). Allerdings kann das Bundesgericht die tats�chlichen Feststellungen des angefochtenen Schiedsentscheids �berpr�fen, wenn gegen�ber diesen Sachverhaltsfeststellungen zul�ssige R�gen im Sinne von Art. 190 Abs. 2 IPRG vorgebracht oder ausnahmsweise Noven ber�cksichtigt werden (BGE 138 III 29 E. 2.2.1 S. 34; 134 III 565 E. 3.1 S. 567; 133 III 139 E. 5 S. 141; je mit Hinweisen). Wer sich auf eine Ausnahme von der Bindung des Bundesgerichts an die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz beruft und den Sachverhalt gest�tzt darauf berichtigt oder erg�nzt wissen will, hat mit Aktenhinweisen darzulegen, dass entsprechende Sachbehauptungen bereits im vorinstanzlichen Verfahren prozesskonform aufgestellt worden sind (vgl. BGE 115 II 484 E. 2a S. 486; 111 II 471 E. 1c S. 473; je mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer bringt vor, das Schiedsgericht habe sich zu Unrecht f�r zust�ndig erkl�rt (Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG), da es sich bei der beurteilten Angelegenheit um eine nicht schiedsf�hige Streitsache handle.
3.1 Er bringt hierzu vor, er habe bereits im Schiedsverfahren darauf hingewiesen, dass nach Art. 49 Abs. 1 des serbischen Gesetzes �ber das Internationale Privatrecht zwei Parteien nur dann eine Zust�ndigkeit eines ausl�ndischen Gerichts vereinbaren k�nnten, wenn mindestens eine von ihnen eine ausl�ndische nat�rliche oder juristische Person sei.
Im zu beurteilenden Fall seien beide Parteien in der Republik Serbien domiziliert, wie sich aus der ersten Seite des Arbeitsvertrags ohne weiteres ergebe. Die Vereinbarung eines ausl�ndischen (Schieds-)Gerichts sei diesen somit nach zwingendem serbischem Recht verboten, weshalb sie f�r Streitigkeiten aus ihrem Arbeitsvertrag kein ausl�ndisches Schiedsgericht h�tten vereinbaren k�nnen. Die zu beurteilende Angelegenheit beschlage eine ausschliesslich interne serbische Streitsache; beide Parteien h�tten ihren Sitz bzw. Wohnsitz "zur fraglichen Zeit" in Serbien gehabt, "und der Hintergrund - die Aus�bung des Amtes als Trainer der serbischen Fussball-Nationalmannschaft durch den Beschwerdegegner - k�nnte trotz internationaler Turniere 'serbischer' nicht sein".
Im �brigen stehe ausser Zweifel, dass der angefochtene Schiedsentscheid zufolge klarer Verletzung von Art. 49 Abs. 1 des serbischen IPR-Gesetzes aufgrund von Art. V(1) (a) und V(2) (a) des New Yorker �bereinkommens �ber die Anerkennung und Vollstreckung ausl�ndischer Schiedsspr�che (SR 0.277.12) in Serbien nicht vollstreckbar sein werde. Mit einem nicht vollstreckbaren Schiedsentscheid sei keiner der Parteien gedient; damit w�rde der Grundsatz verletzt, dass ein (Schieds-)Gerichtsverfahren den Parteien eine effektive Justiz, d.h. eine tats�chliche L�sung ihres Streits, bringen m�sse.
3.2 Der Einwand der mangelnden Schiedsf�higkeit der Streitsache ist im Rahmen der Zust�ndigkeitsbeschwerde (Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG) zu pr�fen (BGE 133 III 139 E. 5 S. 141; 118 II 353 E. 3a S. 355). Das Bundesgericht pr�ft die Zust�ndigkeitsr�ge nach Art. 190 Abs. 2 lit. b IPRG einschliesslich materieller Vorfragen, von deren Beantwortung die Zust�ndigkeit abh�ngt, in rechtlicher Hinsicht frei. Demgegen�ber �berpr�ft es die tats�chlichen Feststellungen des angefochtenen Schiedsentscheids auch im Rahmen der Zust�ndigkeitsr�ge nur, wenn gegen�ber diesen Sachverhaltsfeststellungen zul�ssige R�gen im Sinne von Art. 190 Abs. 2 IPRG vorgebracht oder ausnahmsweise Noven ber�cksichtigt werden (BGE 138 III 29 E. 2.2.1 S. 34 mit Hinweisen). Zu beachten ist im Weiteren, dass der Einwand der fehlenden Schiedsf�higkeit nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung - wie die Einrede der Unzust�ndigkeit (vgl. Art. 186 Abs. 2 IPRG) - im fr�hest m�glichen Zeitpunkt und vor der Einlassung auf die Hauptsache zu erheben ist; andernfalls ist eine entsprechende R�ge vor Bundesgericht nicht mehr zul�ssig (Urteile 4A_370/2007 vom 21. Februar 2008 E. 5.2.2; 4P.217/1992 vom 15. M�rz 1993 E. 5, nicht publ. in BGE 119 II 271).
3.3 Die Vorbringen des Beschwerdef�hrers, mit denen er die angeblich fehlende Schiedsf�higkeit der Streitsache begr�ndet, lassen sich - worauf in der Beschwerdeantwort zutreffend hingewiesen wird - nicht auf den im angefochtenen Schiedsentscheid verbindlich festgestellten Sachverhalt st�tzen. Das Schiedsurteil h�lt lediglich fest, dass der Beschwerdegegner seinen gesetzlichen Wohnsitz seit 30 Jahren in Spanien habe und f�hrt diesen auch im Rubrum auf. Dem angefochtenen Entscheid lassen sich keine tats�chlichen Feststellungen entnehmen, die auf einen serbischen Wohnsitz des Beschwerdegegners zu einem bestimmten Zeitpunkt, geschweige denn im Zeitpunkt des Vertragsschlusses schliessen liessen. Soweit der Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht behauptet, dies ergebe sich aus dem unterzeichneten Vertragsdokument, ist er nicht zu h�ren, zumal er diese Behauptung nicht mit einer Sachverhaltsr�ge verbindet. Der Beschwerdef�hrer zeigt im �brigen auch nicht auf, inwiefern er sich im Schiedsverfahren auf den Umstand des angeblichen Wohnsitzes des Beschwerdegegners in Serbien berufen und gest�tzt darauf die Schiedsf�higkeit bestritten h�tte.
Auf das Vorbringen des Beschwerdef�hrers, aufgrund des serbischen Wohnsitzes des Beschwerdegegners "zur fraglichen Zeit" sei das TAS unter Ber�cksichtigung von Art. 49 Abs. 1 des serbischen IPR-Gesetzes mangels Schiedsf�higkeit nicht zust�ndig gewesen, kann nicht eingetreten werden.
3.4 Die R�ge der fehlenden Schiedsf�higkeit w�re ohnehin unbegr�ndet. Nachdem er sich im Schiedsverfahren noch darauf berufen hat, es sei den Parteien verwehrt, ihre Streitigkeit vor ein Schiedsgericht zu bringen, da ein Rechtsstreit aus einem Arbeitsverh�ltnis zwingend von einem staatlichen Gericht zu beurteilen sei, bestreitet er die Schiedsf�higkeit arbeitsrechtlicher Streitigkeiten im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren zu Recht nicht mehr (vgl. BGE 136 III 467 E. 4.2 S. 470 f.) und best�tigt �berdies, dass solche Streitigkeiten auch nach serbischem Recht schiedsf�hig seien. Er bringt auch nicht etwa vor, der Beschwerdegegner oder er selbst sei nach serbischem Recht nicht parteif�hig bzw. generell nicht f�hig, in einem gerichtlichen oder schiedsgerichtlichen Verfahren Partei zu sein; vielmehr beruft er sich darauf, als "reiner Binnensachverhalt" k�nne die vorliegende Angelegenheit nach serbischem Recht nicht einem ausl�ndischen Schiedsgericht zur Beurteilung unterbreitet werden. Indem er seinen Einwand damit begr�ndet, die konkrete Streitigkeit weise keinerlei Bezugspunkte zu einem anderen Land oder einer anderen Rechtsordnung auf, beruft er sich auf bestimmte Eigenschaften der Streitsache. Ob solche die Schiedsf�higkeit ausschliessen, beurteilt sich - wie bereits das TAS zutreffend erkannt hat und auch der Beschwerdef�hrer nicht grunds�tzlich in Abrede stellt - nach Art. 177 Abs. 1 IPRG.
Die erw�hnte Bestimmung enth�lt eine materielle Regelung der Schiedsf�higkeit; auf die Aufnahme einer Kollisionsnorm hat der Gesetzgeber bewusst verzichtet, um die mit einer solchen L�sung verbundenen Schwierigkeiten bei der Bestimmung des anwendbaren Rechts zu vermeiden (BGE 118 II 353 E. 3a S. 355). Dass es sich bei der vom TAS beurteilten Schiedsklage auf Zahlung von Schadenersatz infolge einer Verletzung des Arbeitsvertrags um einen verm�gensrechtlichen Anspruch im Sinne von Art. 177 Abs. 1 IPRG handelt, stellt der Beschwerdef�hrer zu Recht nicht in Frage. Soweit diese Bestimmung nach den Voraussetzungen von Art. 176 Abs. 1 IPRG anwendbar ist, l�sst sich die Schiedsf�higkeit nicht mit dem Argument in Abrede stellen, es liege aus der Sicht eines anderen Staats ein reiner Binnensachverhalt vor. Zwar hat das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung die M�glichkeit in Betracht gezogen, die Schiedsf�higkeit einer konkreten Angelegenheit gegebenenfalls zu verneinen, sofern ausl�ndische Bestimmungen zwingend die staatliche Gerichtsbarkeit vorschreiben und deren Ber�cksichtigung unter dem Blickwinkel des Ordre public (Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG) geboten ist (BGE 118 II 353 E. 3c S. 357; Urteil 4A_370/2007 vom 21. Februar 2008 E. 5.2.2). Dass dies angesichts der von ihm ins Feld gef�hrten Bestimmung des serbischen IPR-Gesetzes der Fall w�re, zeigt der Beschwerdef�hrer jedoch nicht auf. Er bringt im Gegenteil vor, die vorliegende Streitigkeit k�nne auch von einem serbischen Schiedsgericht beurteilt werden; ausgeschlossen sei nach zwingendem serbischem Recht lediglich die Beurteilung durch ein ausl�ndisches Gericht oder Schiedsgericht. Der Beschwerdef�hrer vermag keine Verletzung eines Rechtsgrundsatzes aufzuzeigen, der dem Ordre public angeh�rt (vgl. BGE 132 III 389 E. 2.2.1 mit Hinweisen; Urteil 4A_558/2011 vom 27. M�rz 2012 E. 4.1, zur Publikation vorgesehen), und im konkreten Fall eine Beurteilung des Rechtsstreits durch das TAS aufgrund der Bezugspunkte zu einem bestimmten Staat ausschliessen w�rde.
Dem Beschwerdef�hrer kann auch nicht gefolgt werden, wenn er vorbringt, es sei die angeblich fehlende Vollstreckbarkeit des angefochtenen Schiedsentscheids des TAS in der Republik Serbien zu ber�cksichtigen. Dass Entscheide internationaler Schiedsgerichte mit Sitz in der Schweiz, die gest�tzt auf Art. 177 Abs. 1 IPRG einen Streitgegenstand als schiedsf�hig erachtet haben, in einem bestimmten Land gegebenenfalls nicht vollstreckt werden k�nnen, ist nach dem Willen des Gesetzgebers, der sich ganz bewusst f�r eine materielle Regelung der Schiedsf�higkeit ausgesprochen hat, hinzunehmen (BGE 118 II 353 E. 3c S. 357 und E. 3d S. 358).
Der Beschwerdef�hrer r�gt hinsichtlich der Anwendung des schweizerischen Rechts durch das Schiedsgericht eine Verletzung des Ordre public (Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG).
4.1 Die materiellrechtliche �berpr�fung eines internationalen Schiedsentscheids durch das Bundesgericht ist auf die Frage beschr�nkt, ob der Schiedsspruch mit dem Ordre public vereinbar ist (BGE 121 III 331 E. 3a S. 333). Gegen den Ordre public verst�sst die materielle Beurteilung eines streitigen Anspruchs nur, wenn sie fundamentale Rechtsgrunds�tze verkennt und daher mit der wesentlichen, weitgehend anerkannten Wertordnung schlechthin unvereinbar ist, die nach in der Schweiz herrschender Auffassung Grundlage jeder Rechtsordnung bilden sollte. Zu diesen Grunds�tzen geh�ren die Vertragstreue (pacta sunt servanda), das Rechtsmissbrauchsverbot, der Grundsatz von Treu und Glauben, das Verbot der entsch�digungslosen Enteignung, das Diskriminierungsverbot, der Schutz von Handlungsunf�higen und das Verbot �berm�ssiger Bindung (vgl. Art. 27 Abs. 2 ZGB), wenn diese eine offensichtliche und schwerwiegende Pers�nlichkeitsverletzung darstellt. Zur Aufhebung des angefochtenen Schiedsentscheids kommt es nur, wenn dieser nicht nur in der Begr�ndung, sondern auch im Ergebnis dem Ordre public widerspricht (BGE 132 III 389 E. 2.2 S. 392 ff. mit Hinweisen; Urteil 4A_558/2011 vom 27. M�rz 2012 E. 4.1 sowie E. 4.3.1 und 4.3.2, zur Publikation vorgesehen).
4.2 Der Beschwerdef�hrer verkennt den Begriff des Ordre public, wenn er dem Schiedsgericht vorwirft, es habe willk�rlich angenommen, die Parteien h�tten sich auf die Anwendung des schweizerischen Rechts geeinigt, es wende Art. 187 Abs. 1 IPRG unzutreffend an oder seine Erw�gungen st�nden im Widerspruch zu den eigenen Feststellungen. Weder ist der Ordre public mit Willk�r gleichzusetzen (BGE 132 III 389 E. 2.2.2 S. 393) noch bezweckt der Beschwerdegrund nach Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG, die fehlende bzw. unzutreffende Anwendung des in der Sache anwendbaren Rechts (BGE 132 III 389 E. 2.2.2 S. 394) oder einen inneren Widerspruch in der Begr�ndung des Urteils zu sanktionieren (Urteile 4A_320/2009 vom 2. Juni 2010 E. 4.3; 4A_612/2009 vom 10. Februar 2010 E. 6.2.2; 4A_464/2009 vom 15. Februar 2010 E. 5.1).
Der Beschwerdef�hrer zeigt auch keine Missachtung des Grundsatzes von Treu und Glauben auf, mit der eine Ordre public-Widrigkeit begr�ndet werden k�nnte, wenn er in appellatorischer Weise vorbringt, die konkrete Vereinbarung der Parteien in Ziffer 13 des Arbeitsvertrags vom 16. Dezember 2009 k�nne entgegen dem angefochtenen Entscheid nicht als Zustimmung zur Anwendung des Schweizer Rechts interpretiert werden. Im �brigen wirft er dem Schiedsgericht lediglich eine unzutreffende Anwendung von Art. 187 Abs. 1 IPRG vor, zeigt jedoch nicht auf, inwiefern die Annahme einer indirekten Rechtswahl der Parteien zugunsten des schweizerischen Rechts, die sich gem�ss dem angefochtenen Entscheid aus der von den Parteien gew�hlten Schiedsordnung - konkret R45 des TAS-Code - ergibt, gegen einen Rechtsgrundsatz verst�sst, der zur wesentlichen, weitgehend anerkannten Wertordnung geh�rt, die nach in der Schweiz herrschender Auffassung Grundlage jeder Rechtsordnung bilden sollte.
Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht l�sst auch der Umstand, dass Ziffer 13 des Arbeitsvertrags alternativ die Zust�ndigkeit weiterer Institutionen vorsieht, deren Verfahrensordnungen keine R45 TAS-Code entsprechende Bestimmung �ber die Anwendbarkeit des schweizerischen Rechts kennen, womit sich das auf einen konkreten Rechtsstreit anwendbare Recht wom�glich je nach angerufener Instanz unterscheidet, nicht auf eine Missachtung des Ordre public durch das Schiedsgericht schliessen. Nach der erw�hnten Vertragsbestimmung stand die Wahl der konkreten Schiedsinstitution ausdr�cklich der klagenden Partei zu. Die vom Beschwerdef�hrer ins Feld gef�hrte Unsicherheit hinsichtlich des anwendbaren Rechts liegt in der von den Parteien konkret vereinbarten Regelung begr�ndet, insbesondere der fehlenden direkten Rechtswahl. Der Vorwurf, das Schiedsgericht habe den Grundsatz von Treu und Glauben missachtet, ist nicht gerechtfertigt.
Die R�ge, der angefochtene Schiedsentscheid sei mit dem Ordre public unvereinbar (Art. 190 Abs. 2 lit. e IPRG), ist unbegr�ndet.
Der Beschwerdef�hrer r�gt, das Schiedsgericht habe �ber einen Streitpunkt entschieden, der ihm nicht unterbreitet worden sei (Art. 190 Abs. 2 lit. c IPRG).
5.1 Er bringt vor, das Schiedsgericht habe dem Beschwerdegegner mit Dispositiv-Ziffer 3 seines Entscheids die Summe von EUR 300'000.-- zuz�glich Zins seit dem 15. September 2010 zugesprochen, mithin einen Betrag in Euro. Verlangt habe der Beschwerdegegner im Schiedsverfahren jedoch eine Zahlung in serbischen Dinar. Damit verletze der Schiedsentscheid den Grundsatz "ne eat iudex ultra petita partium".
5.2 Gem�ss Art. 190 Abs. 2 lit. c IPRG kann entsprechend der franz�sischen Fassung des Gesetzestextes gegen einen Schiedsentscheid eingewendet werden, das Schiedsgericht habe einer Partei mehr oder anderes zugesprochen, als verlangt worden sei (BGE 116 II 639 E. 3a S. 642). Das Rechtsbegehren im Zusammenhang mit der vertraglich vereinbarten Marketinggeb�hr lautete auf Zahlung von EUR 300'000.--, zu �berweisen in serbischen Dinar ("EUR 300,000 in Dinar counter value"). Das Schiedsgericht erwog, dass die "marketing fee" nach Ziffer 9 des Arbeitsvertrags in Euro geschuldet und - im Gegensatz zum Lohn - auch in dieser W�hrung zahlbar sei, weshalb eine Umrechnung in Landesw�hrung ausser Betracht falle. Nachdem der Beschwerdegegner die Zahlung von EUR 300'000.-- beantragt hatte, kann dem Schiedsgericht nicht vorgeworfen werden, sein Schiedsspruch sei nicht mehr vom Rechtsbegehren gedeckt, wenn es den geforderten Euro-Betrag zusprach, wenn auch ohne die zus�tzlich beantragte Umrechnung.
Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht hat das Schiedsgericht dem Beschwerdegegner weder mehr noch anderes zugesprochen, als dieser verlangte. Der Vorwurf, das TAS habe die in Art. 190 Abs. 2 lit. c IPRG verankerten Grunds�tze missachtet, ist ungerechtfertigt.
Die Gerichtskosten von Fr. 18'000.-- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt.
Der Beschwerdef�hrer hat den Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 20'000.-- zu entsch�digen.