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Timestamp: 2017-08-18 06:53:36
Document Index: 215707338

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 49', '§ 49', '§ 49', 'BGH', '§ 28', '§ 888', 'BGH']

Der Wohnungseigentümer 04/2016 | die-online-bibliothek.de
Elektromobilität in Wohnungseigentümergemeinschaften - Der Wohnungseigentümer 04/2016, Seite 136
Rechtsprechung - kurz gefasst - Der Wohnungseigentümer 04/2016, Seite 142
Schadensregulierung durch Gebäudeversicherung - Der Wohnungseigentümer 04/2016, Seite 146
Ursächlichkeit von Beratungsfehlern beim Kauf von Eigentumswohnungen und Haftung des Beraters - Der Wohnungseigentümer 04/2016, Seite 148
Die Vermutung der Ursächlichkeit eines Beratungsfehlers des Verkäufers für den Entschluss des Käufers zum Erwerb einer als Kapitalanlage angebotenen Immobilie (Kausalitätsvermutung) ist auch anzuwenden, wenn sich der Käufer bei richtiger Information in einem Entscheidungskonflikt befunden hätte (Aufgabe der entgegenstehenden Rechtsprechung des Senats u.a. in den Urteilen vom 6. April 2001 - V ZR 402/99, NJW 2001, 2021, 2022; vom 30. November 2007 - V ZR 284/06, NJW 2008, 649 Rn. 10; vom 1. März 2013 - V ZR 279/11, NJW 2013, 1873 Rn. 20 und vom 25. Oktober 2013 - V ZR 9/13, Grundeigentum 2014,118 Rn. 17).
Unterbrechung einer Wohnungseigentümerversammlung - Der Wohnungseigentümer 04/2016, Seite 153
Autor: BGH, Urteil vom 8.7.2016 - V ZR 261/15
Die Unterbrechung einer Wohnungseigentümerversammlung für ein Mandantengespräch zwischen
den von einem Beschlussanfechtungsverfahren betroffenen Wohnungseigentümer und ihrem Prozessbevollmächtigten entspricht nur bei Vorliegen besonderer Umstände ordnungsmäßiger Durchführung der Versammlung.
Auferlegung der Prozesskosten auf den Verwalter - Der Wohnungseigentümer 04/2016, Seite 155
Gegen eine im ersten Rechtszug erfolgte Kostenentscheidung, mit der die Kosten des Rechtsstreits gemäß § 49 Abs. 2 WEG dem Verwalter der Wohnungseigentümergemeinschaft auferlegt worden sind, kann sich der Verwalter mit der sofortigen Beschwerde wenden; wird erstmals im Berufungsrechtszug eine solche Kostenentscheidung getroffen, ist die Rechtsbeschwerde statthaft, sofern diese zugelassen worden ist. Auch nach einer übereinstimmenden Erledigungserklärung kann die Kostenentscheidung grundsätzlich auf § 49 Abs. 2 WEG gestützt werden. Eine Kostenentscheidung gemäß § 49 Abs. 2 WEG setzt das Bestehen
eines gegen den Verwalter gerichteten materiell-rechtlichen Schadensersatzanspruchs des unterlegenen Wohnungseigentümers wegen der (grob verschuldeten) Verletzung von Pflichten bei der Verwaltung voraus.
Im Hinblick auf die Voraussetzungen des Schadensersatzanspruchs ist dem Gericht ein Ermessen nicht eingeräumt; vielmehr müssen sämtliche hierfür erheblichen Tatsachen feststehen.
Zwangsmittel zur Erfüllung der Jahresabrechnung und des Wirtschaftsplans - Der Wohnungseigentümer 04/2016, Seite 159
Autor: BGH, Beschluss vom 23.10.2016 - 1 ZB 5/16
a) Die Verurteilung des Verwalters einer Wohnungseigentümergemeinschaft zur Erstellung einer Jahresabrechnung nach § 28 Abs. 3 WEG für Kalenderjahre, in denen er die Verwaltung geführt hat, ist als Verurteilung zur Vornahme einer nicht vertretbaren Handlung gemäß § 888 Abs. 1 Satz 1 ZPO durch Androhung von Zwangsmitteln und nicht als Verurteilung zur Vornahme einer
Kosten des Betriebsstroms der zentralen Heizungsanlage - Der Wohnungseigentümer 04/2016, Seite 162
In der Jahresabrechnung einer Wohnungseigentümergemeinschaft müssen die Kosten des Betriebsstroms der zentralen Heizungsanlage nach Maßgabe der Heizkostenverordnung verteilt werden; wird der Betriebsstrom nicht über einen Zwischenzähler, sondern über den allgemeinen
Stromzähler erfasst, muss geschätzt werden, welcher Anteil an dem Allgemeinstrom hierauf entfällt.
Schadensersatzanspruch wegen fehlerhafter Beratung beim Kauf einer Eigentumswohnung - Der Wohnungseigentümer 04/2016, Seite 164
Autor: BGH, Versäumnisurteil vom 17.6.2016 - V ZR 134/15
Bei einem Schadensersatzanspruch wegen einer fehlerhaften Beratung über die Höhe der monatlichen Zuzahlung im Fall des Erwerbs einer Eigentumswohnung als Kapitalanlage liegt die erforderliche Kenntnis anspruchsbegründender Umstände erst vor, wenn der Käufer nachvollziehen kann, worauf die höhere Zuzahlung zurückzuführen ist. Dies ist ihm regelmäßig erst nach Erhalt der Jahresabrechnung der Wohnungseigentümergemeinschaft bzw. des Mietpools für den betroffenen Zeitraum möglich.
a) Wird als Kaufanreiz für eine Immobilie auf deren wirtschaftliche Rentabilität hingewiesen, muss der Verkäufer auch über die hierfür bedeutsamen tatsächlichen Umstände richtig und vollständig informieren. Er verletzt daher seine Beratungspflichten, wenn er ein in tatsächlicher Hinsicht unzutreffendes Bild der Ertragserwartung oder des Wertsteigerungspotenzials gibt und den Interessenten dadurch zum Vertragsschluss veranlasst (Bestätigung von Senat, Urteil vom 15. Oktober 2004 - V ZR 223/03, NJW 2005, 983).
b) Wird eine langfristige Finanzierung eines Immobilienkaufs mit damit einhergehenden Steuervorteilen und zugleich ein Annuitätendarlehen vorgeschlagen, ist über eintretende negative Auswirkungen des sich Jahr für Jahr verringernden Zinsanteils der Darlehensraten auf den Steuervorteil aufzuklären.
Erstellung der Jahresabrechnung beim Verwalterwechsel - Der Wohnungseigentümer 04/2016, Seite 167
Autor: LG Dortmund, Beschluss vom 5.10.2016 - 2 S 205/16
Gerichtliche Zuständigkeit bei Streit zwischen ehemaligen Wohnungseigentümern - Der Wohnungseigentümer 04/2016, Seite 168
Autor: LG Dortmund, Urteil vom 30.8.2016 - 1 S 410/15
Keine Beschlusskompetenz für Beauftragung eines Notars mit dem Entwurf einer Änderung der Teilungserklärung - Der Wohnungseigentümer 04/2016, Seite 169
Anfechtung über Beschlussfiktion - Der Wohnungseigentümer 04/2016, Seite 170
Autor: AG Kassel, Urteil vom 30.6.2016 - 800 C 4322/15
Fehlt es an Anhaltspunkten für eine förmliche Beschlussfassung in der Eigentümerversammlung, so ist eine Beschlussanfechtungsklage jedenfalls unbegründet. Wird mit der Einladung zur Eigentümerversammlung sowohl die Jahresabrechnung als auch eine Tagesordnung versendet,
in der eine Beschlussfassung über die Jahresrechnung angekündigt wird, so kann eine in der Gemeinschaftsordnung ermöglichte Beschlussfiktion nicht mehr herbeigeführt werden.
Rechtsposition des Nacherwerbers von aufgeteilten Miteigentumsanteilen - Der Wohnungseigentümer 04/2016, Seite 173