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Timestamp: 2020-02-21 06:32:36
Document Index: 336128170

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 3', '§ 3', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 3', '§ 8', '§ 3', '§ 9', '§ 14', '§ 13', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 9', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 9', '§ 8']

Dötsch/Pung/Möhlenbrock (D/P/M), Kommentar zum KStG und ... / 5.2.3 Rechtsfolgen | Steuer Office Gold | Steuern | Haufe
Dötsch/Pung/Möhlenbrock (D/P/M), Kommentar zum KStG und ... / 5.2.3 Rechtsfolgen
Tz. 266
Liegt ein sog Streubesitzanteil vor, sind die Bezüge iSd § 8b Abs 1 S 1 KStG in voller Höhe stpfl. GlA s Watermeyer (in H/H/R, § 8b KStG Rn 132), s Joisten/Vossel (FR 2014, 794) und s Weber-Grellet (DStR 2013, 1412, 1416). Eine außerbilanzielle Korrektur unterbleibt. Wegen der Frage, welche Bezüge von § 8b Abs 1 S 1 KStG erfasst werden, s Tz 20ff. Dies gilt uE entspr für die Bezüge iSd § 8b Abs 1 S 5 KStG (s Tz 32), auch wenn diese in § 8b Abs 4 S 1 KStG nicht ausdrücklich genannt sind. Denn auch bei diesen Bezügen handelt es sich um Bezüge iSd § 8b Abs 1 S 1 KStG. Wegen der Anwendung auf Bezüge iR einer Umwandlung oder auf einen Übernahmegewinn s Tz 297. Damit erhöhen sie auch das EBITDA iRd Zinsschranke. Ebenfalls hierzu s Benz/Jetter (DStR 2013, 489, 493).
Beyme (NWB 2014, 867) und Rathke/Ritter (DStR 2014, 1207) gehen demgegenüber davon aus, dass die Bezüge nicht in voller Höhe stpfl sind, sondern über den allgemeinen Anwendungsgrundsatz des EStG für das KSt-Recht das Teil-Eink-Verfahren Anwendung findet. Ebenfalls hierzu s Brinkmeier (GmbH-StB 2014, 246). UE ist dem nicht zuzustimmen, da auch § 8b Abs 4 KStG, der ausdrücklich anordnet, dass die Bezüge bei der Ermittlung des Einkommens zu berücksichtigen sind, lex specialis zu § 3 Nr 40 und § 3c Abs 2 EStG ist und somit diese Vorschriften nach § 8 Abs 1 S 1 2. HS KStG nicht anwendbar sind. Etwas anderes kann uE auch nicht aus der Bezugnahme des Abs 4 auf den Abs 1 des § 8b KStG geschlossen werden. Ebenso s Rüsch/Moritz (DStR 2015, 2305), s Maciejewski/Rehr (DStR 2015, 1481), s Frotscher (in F/D, § 8b KStG Rn 469), s Gosch (in Gosch, 3. Aufl, § 8b Rn 287b) und s Joisten/Vossel (FR 2014, 794), die darüber hinaus uE zutr noch folgende Argumente gegen eine Anwendung des § 3 Nr 40 EStG anführen:
Die Dividenden iSd § 8b Abs 4 KStG sind nach dessen Wortlaut noch im Einkommen der Kö enthalten. Die St-Befreiung des § 3 Nr 40 EStG setzt aber bereits auf der Vorstufe, dh bei der Eink-Ermittlung an.
Der Telos der Norm spricht für eine volle StPflicht der Bezüge.
Tz. 267
Die Bezüge sind bei einer nur unmittelbaren Beteiligung idR auch gewstpfl. Sie sind in der Ausgangsgröße Gewerbeertrag enthalten und die Voraussetzungen des gewstlichen Schachtelprivilegs nach § 9 Nr 2a bzw Nr 7 GewStG liegen bei einer nur unmittelbaren Beteiligung mangels einer qualifizierten Beteiligung zu Beginn des EHZ (= Kj, s § 14 GewStG) nicht vor (s Tz 47ff). Krit hierzu s Lemaitre (IWB 2013, 269, 273).
Umwandlungsfälle:
§ 13 Abs 2 S 2 UmwStG ist bei der GewSt, anders als bei der KSt (s Tz 259) zu beachten. Beträgt die Beteiligung an der Überträgerin mind 15 % und die Beteiligung an der Übernehmerin weniger als 10 %, ist eine von der Übernehmerin geleistete GA zwar kstpfl, nicht hingegen gewstpfl. GlA s Haisch/Helios (DB 2013, 724, 728) und s Watermeyer (in H/H/R, § 8b KStG Rn 133). AA s Herlinghaus (in R/H/N, § 8b KStG Rn 450).
Fälle der Wertpapierleihe:
Da die Anteile nur für Zwecke des § 8b Abs 4 KStG dem Verleiher und nicht dem Entleiher zugerechnet werden (s Tz 276), sind die Dividenden gewstfrei, soweit die Voraussetzungen einer gewstlichen Schachtelbeteiligung vorliegen (s Tz 47ff). GlA s Haisch/Helios (DB 2013, 724, 728).
Über eine Pers-Ges gehaltene Beteiligung:
Hier ist uE wie folgt zu differenzieren:
Ebene der MU-Kö: Bei dieser ist auf über Pers-Ges gehaltene Anteile an Kö nicht § 9 Nr 2a bzw Nr 7 GewStG, sondern § 9 Nr 2 GewStG anzuwenden (s Tz 402). Dh unabhängig von der Beteilgungsquote ist die im Gewinnanteil der Pers-Ges enthaltene stpfl Streubesitzdividende iRd § 9 Nr 2 GewStG zu kürzen.
Ebene der Pers-Ges: Die Pers-Ges ist selbständiges GewSt-Subjekt und bei ihr ist § 9 Nr 2a und Nr 7 GewStG anzuwenden (s Tz 401). Für die Prüfung, ob bei dieser die vorgenannten Kürzungsvorschriften zur Anwendung kommen ist auf deren Beteiligungsquote an der ausschüttenden Kö und nicht wie iRd § 8b Abs 4 KStG (s § 8b Abs 4 S 5 KStG, s Tz 281ff) auf die durchgerechnete Beteiligungsquote des MU abzustellen. Liegen bei der Pers-Ges die Voraussetzungen einer gewstlichen Schachtelbeteiligung vor (s Tz 47ff), ist die GA gewstfrei. Dabei sind auch mittelbare Beteiligungen zu berücksichtigen. Ebenfalls hierzu s Watermeyer (in H/H/R, § 8b KStG Rn 136), s Hechtner/Schnitger (Ubg 2013, 269, 274), s Haase/Dorn (DStR 2017, 134), s Fahrenhorst (DB 2015, 2779, 2780) und s Schönfeld (DStR 2013, 937, 940), der uE nicht hinreichend zwischen der Ebene der MU-Kö und der Pers-Ges differenziert.
Mittelbare Beteiligung über eine Kö:
Ist die AE-Kö nicht nur unmittelbar, sondern auch mittelbar über Kö an der leistenden Kö beteiligt, kann es sein, dass die Kürzungsvorschrift des § 9 Nr 2a bzw 7 GewStG greift, da hier anders als iRd § 8b Abs 4 S 2 KStG auch mittelbare Beteiligungen für die Ermittlung der Beteiligungsquote berücksichtigt werden (s Tz 47). GlA s Kusch (NWB 2013, 1068, 1073) und s Grefe (DStZ 2013, 573, 576).
Tz. 268