Source: http://www.gold-solar-schadenhilfe.de/cms/rechtsanwalt-reime-de/article/336/prokon-insolvenz-seit-1-05-2014-was-anleger-nun-beachten-sollten
Timestamp: 2019-04-25 02:30:32
Document Index: 284676380

Matched Legal Cases: ['§ 57', '§ 207', '§ 160', '§ 160', '§ 10', '§ 5']

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PROKON – INSOLVENZ: Was Anleger nun beachten sollten
Über die Firma Prokon Regenerative Energien GmbH ist am 1. Mai das Insolvenzverfahren eröffnet worden, nachdem am 22. Januar das Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt hatte. Das Amtsgericht Itzehoe entschied nunmehr, das viertgrößte Verfahren zu eröffnen (Aktenzeichen 28 IE 1/14).
Was Anleger wissen sollten?
Die Prokon Regenerative Energien GmbH ist zahlungsunfähig und überschuldet.
Termin zur Gläubigerversammlung, in der auf Grundlage eines Berichts des Insolvenzverwalters über den Fortgang des Verfahrens beschlossen wird (Berichtstermin) ist am
Ort der Gläubigerversammlung (Berichtstermin) ist:
Hamburg Messe, Halle B6 (Eingang Süd), Karolinenstraße 1, 20355 Hamburg
Der Termin dient zugleich der Beschlussfassung der Gläubiger über die in den §§ 57 (Wahl eines anderen Insolvenzverwalters), 66 (Rechnungslegung), 68 (Einsetzung und Besetzung eines Gläubigerausschusses), 149 (Wertgegenstände), 157 (Fortgang des Verfahrens), 159 bis 162 (Verwertung der Masse, besonders bedeutsame Rechtshandlungen, Betriebsveräußerung an besonders Interessierte), 218 (Ausarbeitung eines Insolvenzplans), 270, 271 InsO (Eigen-verwaltung) bezeichneten Angelegenheiten und unter Umständen zur Anhörung über eine Verfahrenseinstellung mangels Masse (§ 207 InsO). Ist die Gläubigerversammlung beschlussunfähig, gilt die Zustimmung nach § 160 InsO als erteilt (§ 160 Abs. 1 Satz 3 InsO).
Gläubiger müssen bis zum 15. September 2014 ihre Forderungen anmelden.
Bis zum 15. Mai möchte der Insolvenzverwalter zudem eine Rückmeldung, wer zur ersten Gläubigerversammlung kommen möchte.
Sie ist für den 22. Juli um 11 Uhr in der Hamburg Messe, Halle B6, Eingang Süd, Karolinenstraße 1 in Hamburg angesetzt. Die Prüfung der Forderungen wird dann bis Januar 2015 dauern.
Müssen Anleger Zahlungsrückforderungen befürchten?
Bei einem Insolvenzverfahren kann der Insolvenzverwalter unter Umständen Zahlungen zurückfordern, die ein Unternehmen in den Wochen vor der Insolvenzanmeldung an Gläubiger geleistet hat.
Wie ist die Lage von Anlegern, die ihre Genussrechte gekündigt haben?
Mit Insolvenzeröffnung spielt es keine Rolle, ob jemand seine Genussrechte gekündigt hat oder nicht, alle Verbindlichkeiten gelten als fällig.
Wie viel Geld bekommen Anleger zurück?
Anleger müssen zwar keinen Totalverlust befürchten, sie dürfen aber auch nicht erwarten, dass sie ihre gesamten Forderungen erfüllt bekommen. Die Quote kann bei 30 Prozent liegen.
Daher soll die erste Gläubigerversammlung darüber entscheiden, ob er einen Insolvenzplan ausarbeiten soll oder nicht. Die zweite Gläubigerversammlung soll dann darüber abstimmen, ob dieser umgesetzt wird oder nicht. Bei dieser Versammlung würden die Gläubiger wohl in Klassen eingeteilt. Die verschiedenen Gläubigerklassen müssten den Plan dann absegnen.
Staatshaftung und Haftung der Fondsgeschäftsführung ?
Wollen Anleger 100% ihres Kapitals zurückhaben, führt kein Weg vorbei an der Prüfung weiterer Ansprüche:
Laut Penzlin wurden Rechnungswesen und Controlling wissentlich seit Jahren vernachlässigt. Nicht ohne Grund wurden fälschlich stille Reserven angegeben. Wir prüfen die persönliche Haftung der maßgeblich verantwortlichen Personen. Sie können sich nicht hinter dem GmbH – Mantel verstecken.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat die Emissionsprospekte lediglich auf ihre Vollständigkeit hin überprüft. Sofern es sich nicht um erlaubnispflichtige Bankgeschäfte handele, sollen der BaFin die Hände gebunden sein. Nach unserer Auffassung muss die BaFin im Fall Prokon Mitverantwortung gegenüber den Anlegern tragen im Rahmen einer Staatshaftungsklage. Denn es wäre ihr ein Leichtes gewesen festzustellen, dass die Genussrechtsbedingungen in Form der Nachrangklausel (§ 10) und der Verlustzuweisungsklausel (§ 5 Abs. 7) intransparent sind. Das Transparenzgebot beinhaltet insbesondere das Bestimmtheitsgebot. Der Verstoß gegen das Bestimmtheitsgebot folgt bei der Nachrangklausel schon aus der Formulierung, dass das Genussrechtskapital nachrangig dem „sonstigen Eigenkapital“ der Schuldnerin haften solle. Hinsichtlich der Verlustzuweisungsklausel folgt der Verstoß gegen das Bestimmtheitsgebot aus der unklaren Berechnung der Verlustzuweisung.
Das alles hätten die Prüfer der BaFin erkennen können.
Was wir zur Mandatierung benötigen / Kosten
Wir vertreten Irhe Interessen auf den Gläubigerversammlungen und prüfen individuell die Durchsetzung Ihrer Schadnesersatzansprüch gegen weitere Beteiligte.,
Bitte übermitteln Sie uns Abschriften Ihrer Zeichnungsscheine samt der Angabe zu Ihrer Rechtsschutzversicherung. Wir geben Ihnen dann einen Kostenvoranschlag bekannt.