Source: https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/legalisierung-cannabis-sucht-verbot-betaeubungsmittel-aufklaerung-droge/
Timestamp: 2018-08-14 23:02:35
Document Index: 1561639

Matched Legal Cases: ['§ 12', 'Art. 2', '§ 12', 'Art. 2', 'Art.2', '§ 12']

Zur Cannabis-Legalisierung: Ein gefährliches Experiment
Zur Forderung des BDK nach Cannabis-Legalisierung: Ein gefähr­li­ches Expe­ri­ment
Die gesellschaftliche Debatte um den Ge- und Missbrauch von Cannabis wird bereits seit Jahrzehnten wenig konstruktiv geführt. Besonders in der medialen Öffentlichkeit dominieren – allen Bemühungen von Experten aus Medizin und Recht zum Trotz – nach wie vor interessengesteuerte und "postfaktische" Behauptungen.
Wer volljährig ist, ist nicht unbedingt erwachsen
Was die Gesellschaft daher gerade bei solch sensiblen Themen benötigt, ist eine seriöse Aufklärung (auch über das noch Ungesicherte), eine konstruktive Debatte und einen seriösen Journalismus, der sich nicht als Akklamationsorgan für populistische Propaganda versteht. Dann wäre aber vor allem anderen eine intensive und detaillierte Auseinandersetzung mit der wachsenden Zahl von Studien und Publikationen, die die kognitiv-neurologischen wie sozial-kriminogenen Risiken eines dauerhaften Cannabiskonsums vor allem bei Jugendlichen aufzeigen, unverzichtbar. Diese zentrale Ausgangsfrage wird aber einfach übergangen und stattdessen das gewünschte Ergebnis zum Fixpunkt genommen, für den Argumente gesammelt werden.
Der BDK argumentiert, dass zu einem selbstbestimmten Leben auch die Freiheit jedes Bürgers gehöre, selbst darüber zu entscheiden, inwieweit er berauschende Mittel nimmt. Das blendet aber aus, dass zum einen die Volljährigkeit nicht garantiert, dass Bürger auch verantwortungsvoll handeln. Zum anderen müssten überhaupt erst einmal effektive Zugangshindernisse für Minderjährige geschaffen werden. Zu letzterem sprechen die weitverbreiteten Alkoholprobleme von Jugendlichen eine überdeutliche Sprache, zu ersterem die Gift-Notzentralen und Psychiatrien.
Im Übrigen ist die Reifeentwicklung eines Menschen auch mit Blick auf eine besondere Anfälligkeit des Gehirns für gesundheitliche Schäden keineswegs mit dem 18. Lebensjahr abgeschlossen. Aber auch in Bezug auf wirklich "Erwachsene" ist der Verweis auf deren Mündigkeit im Rahmen der Suchtproblematik eine hohle Floskel, die mit der realen Lebenswelt wenig gemein hat. Denn wenn trotz der an sich bekannten – aber offenbar allzu gerne verdrängten – Gesundheitsrisiken ein wachsender Teil der Bevölkerung von dem Lockruf Cannabis nicht lassen will, so spricht dies ganz gewiss nicht für einen aufgeklärten Umgang mit der Droge.
Lebenszerstörende Suchtkarrieren nicht einfach in Kauf nehmen
Das beliebte Argument der reinen Selbstgefährdung lässt sich schon angesichts der Folgewirkungen für die begrenzten Ressourcen der Krankenversorgung (vgl. § 12 SGB V: "Wirtschaftlichkeitsgebot") bezweifeln, von den Gefahren für die Sicherheit anderer Menschen - etwa im Straßenverkehr - ganz zu schweigen. Dass das Verbot von Cannabis "historisch betrachtet willkürlich erfolgt und weder intelligent noch zielführend sei", wie es der BDK schlussfolgert, kann angesichts jenes Anteils an Jugendlichen und Jungerwachsenen, die kein Cannabis konsumieren, nicht überzeugend behauptet werden; im internationalen Vergleich liegen die Konsumentenzahlen keineswegs im Spitzenfeld.
Zweifelsohne ist es vernünftig und wichtig, über Reformen des geltenden Betäubungsmittelrechts nachzudenken. Eine solche muss jedoch stets empirisch und wertbezogen begründet, d.h. der heutigen gesamtgesellschaftlichen Realität angemessen sein. Eine breite Legalisierung des Zugangs zu Cannabis wäre nach aktuellem Stand der Erkenntnisse aber unverantwortlich. Man sollte daher nicht nur die strafrechtlichen Sanktionen aufrechterhalten, sondern auch unbedingt verstärkt Präventionsarbeit leisten und besser über die Realität der Drogensucht aufklären.
Für eine effektive Prävention kann gerade die strafrechtliche Sanktionierung förderlich sein, denn nur so wird die Warnung vor dem Konsum überhaupt glaubwürdig; ein effektives Zusammenspiel von (Straf-)Recht und Haltung der Gesellschaft würde schließlich auch die Strafverfolgungsorgane entlasten – allerdings nicht, indem achselzuckend lebenszerstörende Suchtkarrieren in Kauf genommen werden. Denn die Gesundheit der Bürger und insbesondere der jungen Generation ist überragend wertvolles Gut, für das einzutreten unser aller Verantwortung ist.
Prof. Dr. Gunnar Duttge ist Geschäftsführender Direktor des Göttinger Zentrums für Medizinrecht sowie Direktor der Abteilung für strafrechtliches Medizin- und Biorecht der Juristischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen. Rechtsanwältin Melanie Steuer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin ebenda. Jüngst veröffentlichten beide anlässlich eines eigens ausgerichteten Expertenworkshops den Tagungsband "Verantwortungsvoller Umgang mit Cannabis - Medizinische, juristische und psychosoziale Perspektiven" (2017, Universitätsverlag Göttingen, 227 Seiten, ISBN 978-3-86395-328-7).
Prof. Dr. Gunnar Duttge und Melanie Steuer, Zur Forderung des BDK nach Cannabis-Legalisierung: Ein gefährliches Experiment . In: Legal Tribune Online, 10.03.2018 , https://www.lto.de/persistent/a_id/27441/ (abgerufen am: 14.08.2018 )
10.03.2018 11:05, M.D.
So ist es, aber in die entsprechenden Kampagnen werden Millionen gebuttert. Gegen diese mediale Dauerbeschallung lässt sich mit Vernunft leider nur schwer ankämpfen.
Es ist im Übrigen auch nicht so, dass diese Verbote vom Himmel gefallen sind. Ende des 19. Jahrhunderts konnte man Drogen legal in Drogerien erwerben. Die Verbote kamen aufgrund der negativen Erfahrungen, die man mit Drogen gemacht hat. Diese Gründe sind natürlich 100 Jahre später komplett vergessen.
Dieser sog. "Bund deutscher Kriminalbeamter" ist übrigens eine NGO, die 1968 in Berlin gegründet wurde. Bei solchen Statements überrascht das wohl auch nicht.
10.03.2018 11:09, M.D.
Es ist schon fast absurd, was man zu Tage fördert, wenn man diesen Verein googelt.
10.03.2018 11:53, NGOs auflösen!
Glaubt keiner NGO! Keiner ausländischen, aber auch keiner deutschen, die so um 1968 gegründet wurde! Glauben kann man allenfalls dem Staat, denn der meint es gut mit senen Bürgern und würde nicht lügen. Nich glauben sollte man der Lügen- und der Systempresse. Verlassen kann man sich dagegen auf M.D. - denn es gibt keine Trolle auf LTO.
10.03.2018 13:35, M.D.
Es überrascht nicht, dass die Kritiker von NGOs von bezahlten Trolls öffentlich angegriffen werden. Das Gegenteil wäre überraschend. Heutzutage ist das im Internet völlig normal und deshalb stört es mich auch nicht.
Es gibt mittlerweile sogar staatlich bezahlte Trolle, die auf Internetforen z.B. EU-Kritiker diskreditieren sollen.
10.03.2018 13:55, RA G. Eimer
Cannabis ist eine Einstiegsdroge. Ich könnte mich wieder aufregen vor Wut. Was soll noch alles legalisiert werden unter diesen 68ern. Erst wird der schwule Sex legalisiert, dann die schwule Ehe und jetzt Drogen. Wo soll das alles hinfüren? Was kommt als nächstes? Darf ich in 5 Jahren den Wellensittich meines Nachbarn heiraten und auf Meth den Geschlechtsakt an ihm vollziehen? Cannabis ist eine Droge und gehört verboten. Man muss nur mal nach Holland fahren um zu sehen was die Legalisierung von Cannabis mit einer Gesellschaft anstellt.
10.03.2018 13:59, RA G. Eimer
Prof. Dr. Gunnar Dutschke ist sicher einer dieser Lobbyisten, die im Interesse ihrer Auftraggeber veröffentlichen. Dem müsste man nur genug Geld bieten und der würde in der nächsten Woche gebau das Gegenteil veröffentlichen.
10.03.2018 14:04, Camarche
Also in Holland sieht`s doch nicht schlechter aus als bei uns?! Sie sollten mal aus Ihrem Kaff raus. Gerade Düsseldorf ist sowas von durch. Von den günstigen Käffern drumherum will ich gar nicht erst anfangen. Schlimmer als Berlin mittlerweile. Die sollten Legalisieren, damit der Vertriebsstamm wegbricht u. die Typen auf legale Weise zu Geld kommen müssen.
10.03.2018 14:14, @G.Eimer
"Darf ich in 5 Jahren den Wellensittich meines Nachbarn heiraten und auf Meth den Geschlechtsakt an ihm vollziehen?" - Ja, so wird es kommen. Und das Beste daran: Sie werden es lieben!
10.03.2018 14:38, Camarche
warum 5 Jahre warten? In Frankfurt und Düsseldorf ist das aktuell schon möglich.
10.03.2018 15:40, DM
@ Camarche:
Ihre persönliche Erfahrung mit der Heirat eines Wellensittichs interessiert ich überhaupt nicht.
M.D. hat völlig Recht. Wir haben keine legalen Drogen in Deutschland. Alkohol und Tabak sind verboten. Warum dann Cannabis legalisieren?
10.03.2018 16:33, RA G. Eimer
Sehr geehrter Herr Camarche,
ich möchte, dass sie es in zukunft unterlassen zu behaupten, ich käme aus einem Kaff.
10.03.2018 17:14, endlich enthüllt
RA G. Eimer ist das neue Pseudonym von Heinrich V. Noch irgendwelche Fragen?
10.03.2018 19:09, ThC
Lasst doch die Leute einfach rauchen!!!
Wird seit tausend Jahren gemacht.
10.03.2018 22:50, Stimme der Vernunft
Das Verbot ist weder intelligent noch zielführend!Damit hat der BDK vollkommen recht.Die größten Drogenexperten der Welt fordern schon lange das Verbot abzuschaffen weil es eben kein bisschen intelligent ist!
Und wer es befürwortet ist es auch nicht,bzw kennt sich nicht aus mit Genussmitteln wie Cannabis!
12.03.2018 19:32, RA Müll Eimer
Immer wieder unterhaltsam unser Dauer-Troll...
17.04.2018 21:40, An
Das ist absoluter Unfug. Cannabis wurde illegal auf Grund des von Nixon eingeleiteten "War on Drugs", welcher lediglich aus finanziell und politisch motivierter Propaganda bestand. Neben Cannabis wurden noch diverse weitere Substanzen verboten die in wissenschaftlichen Studien sehr positive Wirkungen zeigten.
10.03.2018 11:32, Alex
In dem Beitrag wird kein einziges Argument genannt, das nur ein weiterhin bestehendes Cannabisverbot rechtfertigt. Mit jedem Argument der Autoren könnte man genau so gut Alkohol und Tabak verbieten.
Die Gegner einer Legalisierung können nicht aus einer Argumentationsstruktur ausbrechen, mit der man potentiell alle „gefährlichen Substanzen“ (was auch immer man darunter verstehen mag), verbieten könnte. Genau das führt zu ihrer Widersprüchlichkeit, die sie wegen Inkonsequenz disqualifiziert.
10.03.2018 11:42, M.D.
Ein medizinisches Argument wäre, dass eine auffällige Korrelation zwischen dem Gebrauch von Cannabis und Schizophrenie besteht.
Natürlich finden Sie dazu - wie immer - zwei Meinungen. Eine ist zutreffend, die andere ist der typische mediale Bullshit, mit dem Ihr Gehirn gewaschen werden soll. Welche welche ist, dürfen Sie allerdings selbst herausfinden.
10.03.2018 11:55, Alex
ich bezweifle keineswegs, dass Cannabis für vorbelastete Konsumenten zu psychischen Störungen führen kann. Ich versage Cannabis auch nicht das potentielle Suchtpotenzial.
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man mit der gleichen Argumentation auch Alkohol, Tabak und sogar Schmerzmittel verbieten müsste, was aber nicht getan wird.
Am Ende wird man sich immer die Frage stellen müssen, was man gesamtgesellschaftlich bevorzugt: Mehr oder weniger Freiheit.
Ich persönlich bin im Zweifel für mehr Freiheit. Wenn Sie das anders sehen, ist es ihr gutes Recht einer widersprüchlichen Argumentation anzuhängen.
10.03.2018 13:00, Dr. R
Das Wirtschaftlichkeitsgebot des Sozialrechts ist ein selten unsinniges "Argument" zur Rechtfertigung verfassungswidriger Substanzverbotsgesetze, die unstreitig nicht auf evidenzbasierten Untersuchungen zur vermeintlichen Schädlichkeit von Cannabiskonsum beruhen. Die Steuereinnahmen durch eine legale Cannabisabgabe wären exorbitant. Demgegenüber existieren keine Daten zu den vermeintlichen Folgekosten von Cannabiskonsum. Cannabis wird als Suchtmittel von Medizinern (außer bei psychisch kranken bzw. vorbelasteten Personen) weit überwiegend als harmlos betrachtet. Dass ein rennomierter Gesundheitsrechtler den vorstehenden Beitrag (s.o.) in einem solchen Stil ("Lebenszerstörende Suchtkarrieren") freigibt, ist traurig, verdeutlicht aber das Problem der grundlos stark emotionalisierten Debatte.
Nur zur Erinnerung: Deutsche dürfen sich gem. Art. 2 Abs. 1 GG selbst schädigen! Deswegen ist Skifahren genauso erlaubt wie Zuckerkonsum, Zigarettenrauch, Alkoholkonsum und Fettleibigkeit. Ich nehme dem ein oder anderen rotbackig-fetten Juraprofessor auch nicht mit erhobenem Zeigefinger sein Glas Pinot Noir aus der Hand und die Spaghetti vom Teller. Die seit Jahren überkommene Theorie von Cannabis als Einstiegsdroge konnte nie belegt werden. Dass Deutschland hier so weit hinter Kanada, der Schweiz und aufgeklärten amerikanischen Bundesstaaten hinterherhinkt, muss nicht so bleiben! Ein klares Ja zu kontrolliertem Anbau, kontrollierter Abgabe und freiem Konsum von Cannabis in Deutschland zum Wohle der Selbstbestimmung und der Volksgesundheit! Die Autoren machen sich hier mitverantwortlich dafür, dass weiter bleigestrecktes Gras auf dem Schulhof vertickt wird. Letzteres zum Nutzen internationaler Verbrecherbanden, die unsere Kinder vergiften.
10.03.2018 14:12, M.D.
ich stimme Ihnen zu, dass man mit dem Argument der Schädlichkeit eigentlich auch Alkohol und Tabak verbieten könnte/sollte/müsste. Hier greift jedoch eine typische juristische Begründungsschablone: Es gibt keine Gleichheit im Unrecht!
Einen Punkt möchte ich noch erwähnen, es gibt bei Zigaretten und Alkohol kaum eine Steigerungsform. Das heißt, weder Zigaretten noch Alkohol sind klassische Einstiegsdrogen. Hier wird allenfalls das Volumen gesteigert. Bei Cannabis sieht es anders aus. Dort folgt nicht selten der Umstieg auf lebensgefährliche harte Drogen. Deshalb könnte man sogar eine Ungleichbehandlung rechtfertigen.
10.03.2018 15:02, Alex
Die Gleichbehandlung im Unrecht würde ja wegfallen, wenn man Cannabis legalisierte, worum es gerade geht. Dieses Argument ist daher nur zirkelschlüssig und nicht zielführend.
Zu Ihrem zweiten Punkt: Alkohol ist genauso als Einstiegsdroge zu sehen. Es gibt genügend Suchtkranke, die später einen anderen „Kick“ haben wollen und von Alkohol auf andere bewusstseinsverändernde Substanzen wechseln. Die Substitution von Suchtmitteln ist fließend. Daher wird man nur mit Präventionsarbeit etwas ändern können.
Außerdem ist eine „Volumensteigerung“ bei Alkohol und Tabak nicht weniger lebensverkürzend, wenn nicht sogar lebensgefährlich.
10.03.2018 16:37, M.D.
Ich erspare mir an dieser Stelle zu erklären, was ein Zirkelschluss ist.
Unterstellt Cannabis, Alkohol und Tabak sind allesamt schädlich, so ist es kein Grund, Cannabis nur deshalb zu legalisieren, weil Alkohol und Tabak noch nicht verboten sind. Es ist allenfalls ein Grund, Alkohol und Tabak demnächst wegen ihrer Schädlichkeit auch zu verbieten. Dass man es bislang noch nicht getan hat, ist ein anderes Thema. Darüber kann man gerne an anderer Stelle diskutieren.
Interessant wird das Thema an einer ganz anderen Stelle, nämlich warum sich in Holland weder positive noch negative Effekte der Freigabe von Cannabis zeigen. Das hieße in der Tat, dass es völlig egal ist, ob man Cannabis verbietet, oder nicht. Auch daraus ergäbe sich zwar nicht zwingend ein Grund für eine Freigabe, aber auch kein zwingender Grund für ein Verbot. Das Verbot wäre damit lediglich eine politische Entscheidung.
10.03.2018 17:49, Marvin
Schön M.D. dass Sie das Wort Zirkelschluss erklären können, auch wenn an dieser Stelle keiner danach gefragt hat, dann sollten Sie aber auch die Argumente von dem Herrn Alex verstanden haben. Ansonsten kann auch ich Ihnen die Bedeutung in diesem Zusammenhang gerne erklären.
Ihre Annahme ist im wesentlichen Punkt falsch. Es gibt Leute die Cannabis konsumieren und auch diese Leute arbeiten und habe ein geregeltes Leben. Es sind Kassierer, Lehrer Juristen und Ärzte. Und durch ein Verbot werden diese Leute kriminalisiert und können durch direkte wie indirekte Folgen ihre Arbeit und somit sogar ihr geregeltes Leben verlieren. Wollen Sie verantworten, dass Lehrer mit 40 Jahren wegen 0,01 Gramm ihren Job verlieren und selbst wenn die Anklage fallen gelassen durch den Eintrag in ihrer Akte ein 10-ähriges Berufsverbot erhalten? Meinen Sie solche Leute finden einen anderen Job? Wegen einer Sache die keinem schadet, verlieren die Menschen ihren Job, bekommen ihr Leben lang Arbeitslosengeld und das können Sie mitbezahlen.
Vielen Dank, ich hoffe Sie fühlen sich dadurch sicherer.
Deshalb wäre, selbst wenn es die Konsumzahlen in keiner Weise beeinflusst, die Entkriminalisierung/Legalisierung der einzig richtige Weg.
Und natürlich kann man Alkohol auch verbieten.
Es gibt jedoch keine Gesellschaft ohne Drogen. Und wieso sollte es die auch geben. Und wenn ich die Wahl hätte, würde ich direkt von einem Nervengift wie Alkohol auf das harmloser Cannabis umsteigen.
Ach und bezüglich Alkoholverbot. Das wurde bereits versucht. Wenn Sie sich für Geschichte interessieren, oder für Logik, sollte Sie sich die Folgen der Alkoholprohibition in den USA der 1920 Jahren anschauen. Wahrscheinlich wird es Sie wundern, dass nach der Prohibition die Todesfälle durch Alkohol signifikant angestiegen sind. Und in diesem Zusammenhang die Mafia, von Al Capone haben Sie sicher gehört. Die Alkoholprohibition war der Treibstoff für seinen Erfolg.
10.03.2018 22:26, M.D.
"Ihre Annahme ist im wesentlichen Punkt falsch. Es gibt Leute die Cannabis konsumieren und auch diese Leute arbeiten und habe ein geregeltes Leben. Es sind Kassierer, Lehrer Juristen und Ärzte. Und durch ein Verbot werden diese Leute kriminalisiert und können durch direkte wie indirekte Folgen ihre Arbeit und somit sogar ihr geregeltes Leben verlieren. Wollen Sie verantworten, dass Lehrer mit 40 Jahren wegen 0,01 Gramm ihren Job verlieren und selbst wenn die Anklage fallen gelassen durch den Eintrag in ihrer Akte ein 10-ähriges Berufsverbot erhalten?"
Soll das ein Scherz sein? Es gibt Leute, die begehen Straftaten. Durch den Straftatbestand werden diese Leute kriminalisiert und können durch direkte wie indirekte Folgen ihre Arbeit und somit sogar ihr geregeltes Leben verlieren. Wollen Sie verantworten...?
Nein, ich will gar nichts verantworten. Wer einen Straftatbestand erfüllt, ist selbst schuld. Deshalb heißt es auch "Schuldspruch". Wie wäre es damit, wenn diese Kassierer, Lehrer (tolles Beispiel), Juristen und Ärzte es einfach bleiben lassen?
10.03.2018 22:28, M.D.
Nur nochmal zur Erinnerung: Sie wollen mir erklären was ein Zirkelschluss ist und fordern Straflosigkeit, weil sich die Täter sonst strafbar machen. Brillant!
11.03.2018 11:25, Alex
M.D., ich erkläre Ihnen mal Ihren Zirkelschluss. Sie sagen, es gibt keine Gleichbehandlung im Unrecht. Ob Cannabiskonsum Unrecht sein soll, ist gerade Gegenstand der Debatte.
Dadurch, dass Sie ihr gewünschtes Ergebnis (Cannabiskonsum ist Unrecht) zur Prämisse machen (Es gibt keine Gleichbehandlung im Unrecht), nehmen Sie das Ergebnis in der Prämisse vorweg. Ergo: Zirkelschluss.
Damit sind Sie auf einer Linie mit den Menschen, die sagen, es ist illegal, weil es verboten ist.
14.03.2018 14:10, GrafLukas
Zum Stichwort "Einstiegsdroge": Warum gilt es denn als Einstiegsdroge? So wie ich es verstanden habe auch deshalb, weil ich bei der Beschaffung aufgrund der Illegalität mit Dealern in Kontakt komme, die ein Interesse haben, mich auf die "harten Sachen" zu bringen. Vor allem ist dann bereits eine "Hemmschwelle" des Konsumenten überschritten: Der gezielte Schritt in die Illegalität. Außerdem ist das Zeug teuer, weil es illegal ist, was Beschaffungskriminalität begünstigt.
Wenn aber die Illegalität wegfällt und ich Cannabis legal in der Apotheke oder sonstwo beziehen kann, ist das nicht der Fall. Deshalb würde mich sehr interessieren, ob es nicht nur so lange eine Einstiegsdroge ist, solange es illegal ist. Das käme dann vielleicht einfach mal auf den Versuch an.
10.03.2018 11:45, Unverständnis
"Was die Gesellschaft daher gerade bei solch sensiblen Themen benötigt, ist eine seriöse Aufklärung (auch über das noch Ungesicherte), eine konstruktive Debatte und einen seriösen Journalismus, der sich nicht als Akklamationsorgan für populistische Propaganda versteht."
Schade... Das hat vorliegend jedenfalls nicht funktioniert.
Unverständnis Auf diesen Kommentar antworten
10.03.2018 12:01, Jan
Konsequenterweise sollte man dann bitte auch Alkohol verbieten! Ich wäre schwer dafür. Beide Substanzen sind auf ihre Art gesundsheitsschätlich und suchtgefährdend.
Die gesellschaftliche und politische Aufgabe ist es neben der Aufklärung aber vor allem auch, die soziale Ungleichheit zu bekämpfen, derentwegen viele Menschen sich in die Welt der Drogen flüchten; zumindest ist die Suchtgefahr bei Menschen mit einem geordneten sozialen Umfeld (Familie, Freunde, Arbeit mit ausreichenden Einkünften, einen lebenswürdigen Alltg bestreiten zu können) geringer.
10.03.2018 12:34, Marc E.
komisch. wo ist der Beitrag derselben Autoren, dass auch Alkohol und Tabak verboten gehört. Diese Suchterscheinungen werden ja auch achselzuckend hingenommen. und an Nikotin und Alkohol sterben jährlich tausende Leute. An Cannabis überraschenderweise nicht. Und wieso ist eigentlich bei allen Straftatdelikten die Eigenschädigung nicht strafbar, beim Cannabiskonsum aber schon?? fragen über fragen, die die Autoren nciht beantworten.
10.03.2018 13:04, Atheist
Ist es bei Cannabis aus nicht. Strafrechtlich wird Besitz, Verkauf und Einfuhr geahndet, aber gerade nicht der Konsum.
10.03.2018 18:40, Marvin
Das ist natürlich eine Spitzfindigkeit Ihrerseits.
Jedoch ist ein Konsum ohne Erwerb nicht möglich. Daher geht das eine nahezu immer mit dem anderen einher. Natürlich haben Sie recht. Das heißt aber nicht, dass man nicht trotzdem für den Konsum bestraft wird.
Haben Sie Tage zuvor einen Joint konsumiert und fahren nüchtern und nicht auffällig Auto können Sie bei einer Kontrolle ihren Führerschein verlieren und müssen eventuell sogar eine MPU an sich ergehen lassen.
Und für einen Anfangsverdacht für eine Urinprobe reicht eine dumme Antwort auf die Frage: "Haben Sie jemals in Ihren Leben einen Joint geraucht, Sie können es ruhig zugeben das hat doch jeder Mal gemacht". Oder ein Aufkleber oder Anhänger mit einer Hanfpflanze.
Ebenfalls gleiches Szenario zu Fuß möglich. Und bei Erwischt werden mit einer geringen Menge wird ebenfalls die Führerschein Stelle benachrichtigt.
Und das würde ich schon als indirekte Bestrafung des Konsums sehen.
10.03.2018 12:45, Marvin
Selten so einen schlecht geschriebenen und schlecht agrumentierenden Kommentar gelesen.
Allein die Vorwurf der vorschnellen Legalisierung. Es ist ja nicht so, dass mindestens 10 Länder/Staaten eine Legalisierung/Entkriminalisierung bereits seit Jahren haben und dort merkwürdigerweise nicht Nazis auf Haien durch die Gegend fliegen. (Siehe Portugal, Spanien und diverse Staaten der USA wie Oregon).
Und Sie halten den Antrag auf Modellprojekte und damit verbundenen Erkenntnisgewinn wohl auch für eine vorschnelle Legalisierung, was?
Es ist sogar so, dass die Zahlen der Jugendlichen Konsumenten in Ländern mit einer Entkriminalisierung zum Teil geringer ist als in Ländern mit strikteren Gesetzen ( z.B. Frankreich).
Man merkt dass sie sich entweder nicht mit dem Thema auseinander gesetzt haben oder auf ihr "Bauchgefühl" bzw auf schlechte reden und Argumente der CDU/CSU/AFD setzen und die Argumente der Legalisierungbefürworter entweder gekonnt ignorieren oder nicht sehen wollen.
Wahrscheinlich ist Ihnen nicht einmal bewusst, dass es Studien dazu gibt, dass die Kiminalitätsrate in Staaten mit Legalisierung runtergegangen sind?
Und falls Sie wieder vorschnell antworten: es geht nicht um Drogenkriminalität sondern Mord und Totschlag.
Es ist unverantwortlich, dass Sie Drogenhandeln nicht stoppen wollen und so keinen Jugendschutz bieten. Oder meinen Sie, Dealer fragen nach dem Ausweis?
Seit Jahrzehnten wird versucht den Drogenhandel zu unterbinden, jedoch sind weder Zahlen junger Konsumenten noch allgemeine Verkaufszahlen runtergegangen. Ist es da nicht sinnvoll zumindest eine andere Herangehensweise zu versuchen? Ist Erkenntnisgewinn denn so schändlich? Wenn damit im Zweifelsfall viele Menschen vor missbräuchlichem Drogengebrauch geschützt werden können?
Und eine kontrollierte Abgabe (ungleich Legalisierung) heißt nicht, dass es nicht weiterhin harte Strafen für Abgaben an Jugendliche geben soll.
Lebenszerstörende Suchtkarrieren werden mit der Herangehensweise wie Sie befürworten gefördert, da die Hemmschwelle sich zu outen durch den sozialen/familiären Druck oder die Angst vor Strafe (insbesondere bei Jugendlichen) zu hoch sind.
Bitte informieren Sie sich das nächste Mal, bevor sie einen Artikel schreiben.
Marvin Auf diesen Kommentar antworten
10.03.2018 16:59, KarlLagerfeld
Es ist traurig zu sehen, das in diesem Forum tatsächlich Menschen für die Freigabe von Rauschgift eintreten. Cannabis ist eine weiche Droge, aber es ist eine Droge. Jeder Heroinsüchtige hat auch Erfahrungen mit Cannabis. Man muss diesem Dreck konsequent entgegen treten. Anstatt über Freigabe des Hanfs zu diskutieren, sollte vielmehr über eine striktere Strafverfolgung und die Erhöhung der Strafbarkeit diskutiert werden. Auch Freiheitsstrafen sollten meines Erachtens diskutiert werden und schon auf Stufe derjenigen die nur geringere Mengen zum Eigenverbrauch mit sich führen.
10.03.2018 17:27, Marvin
Darauf erst einmal eine Maß Nervengift!
Jeder Heroinsüchtige hat Brot gegessen.
Selbe Debatte wie bei Killerspielen, leider gibt es überall debile leute.
Möchten Sie sehen was die Folgen Ihres Wahnsinns sind, empfehle ich Ihnen das Buch "Kiffen und Kriminalität" geschrieben von Jugendrichter Andreas Müller.
10.03.2018 12:46, Anwalt P. S.
Das beliebte Argument der reinen Selbstgefährdung lässt sich schon angesichts der Folgewirkungen für die begrenzten Ressourcen der Krankenversorgung (vgl. § 12 SGB V: "Wirtschaftlichkeitsgebot") bezweifeln, von den Gefahren für die Sicherheit anderer Menschen - etwa im Straßenverkehr - ganz zu schweigen.
Grundsätzlich müssen reine selbstgefährdende Handlungen straffrei sein. Grundlage hierfür ist die allgemeine Handlungsfreiheit. Nicht die Legalisierung von Cannabis muss gerechtfertigt sein, sondern die Strafbarkeit des Umgangs mit Cannabis. Wenn man eine Strafbarkeit damit rechtfertigen würde, dass aufgrund des Umgangs mit Cannabis erhöhte Kosten für Krankenversicherungen auftreten würden (was bezweifelt werden darf), dann müsste man auch Alkohol, Nikotin, Barfußlaufen, übermäßigen Sport, Fettleibigkeit usw. unter Strafe stellen.
Der Sicherheit im Straßenverkehr kann dadurch Genüge getan werden, dass wie bei Alkohol auch Grenzwerte eingeführt werden, die nicht den Konsum an sich bestrafen, sondern das Fahren unter Einfluss berauschender Mittel. Eine Rechtfertigung für die Strafbarkeit des Umgangs mit Cannabis ist das nicht.
Anwalt P. S. Auf diesen Kommentar antworten
10.03.2018 17:22, M.D.
Art. 2 Abs. 1 GG klingt zunächst ganz toll, aber nach dem Komma kommt der Haken.
10.03.2018 12:55, wenig überzeugend
Um die Relationen von Prof. Duttges Argumentation aufzuzeigen:
Der Herr befürwortet auf dieser Grundlage auch ein Verbot von Alkohol und Tabak:
Das ist dann sicherlich konsequent. Will man diese Konsequenz nicht ziehen, dann bedeutet das im Umkehrschluss, dass sich mit dieser Argumentation auch kein Verbot von Cannabis rechtfertigen lässt.
wenig überzeugend Auf diesen Kommentar antworten
10.03.2018 13:05, Paddington
"Zweifelsohne ist es vernünftig und wichtig, über Reformen des geltenden Betäubungsmittelrechts nachzudenken. Eine solche muss jedoch stets empirisch und wertbezogen begründet, d.h. der heutigen gesamtgesellschaftlichen Realität angemessen sein."
Nachweisbar ist auf Grundlage der Statistiken zu bspw. Krankenhausbehandlungen wegen der mit dem Cannabiskonsum assoziierten Erkrankungen, dass hier eine Steigerung der Behandlungen um ca. 20% (2000-2016) festzustellen ist. Insofern müssen sich die Autoren fragen lassen, wie denn die in den letzten Jahren erfolgten Entwicklungen erklärt werden, wenn doch an der rechtlichen Grundlagen keinerlei Änderung vorgenommen worden ist. Es ist doch offensichtlich das die Prohibitionspolitik genau das Gegenteil dessen bewirkt was sie eigentlich bewirken soll. Und es ist auch offensichtlich das die "Präventionsprogramme" ihr Ziel verfehlt haben, denn die Zahl der Konsumenten steigt seit Jahren, trotz besserer Aufklärung, kontinuierlich an. Wirft man einen Blick in die PKS und den destatis-Daten zu den Verurteilungen nach dem BtMG stellt man fest, dass auch hier keinerlei Entwicklung zu einem Rückgang der Zahlen erkennbar ist.
"Für eine effektive Prävention kann gerade die strafrechtliche Sanktionierung förderlich sein, denn nur so wird die Warnung vor dem Konsum überhaupt glaubwürdig; ein effektives Zusammenspiel von (Straf-)Recht und Haltung der Gesellschaft würde schließlich auch die Strafverfolgungsorgane entlasten – allerdings nicht, indem achselzuckend lebenszerstörende Suchtkarrieren in Kauf genommen werden. Denn die Gesundheit der Bürger und insbesondere der jungen Generation ist überragend wertvolles Gut, für das einzutreten unser aller Verantwortung ist."
Das sie das eben nicht ist und das belegen die o.g. Zahlen. Das Problem ist aus meiner Sicht eher das Suchterkrankungen ganz offensichtlich nicht als chronische Erkrankung vergleichbar Diabetes oder Asthma verstanden und behandelt werden, sondern man meint mit strafrechtlichen Mitteln ein medizinisches Problem lösen zu müssen. Das genauso albern wie anzunehmen das die Todesstrafe vor Tötungsdelikten schütze.
10.03.2018 13:20, Thomas
Sie schreiben als würde die Legalisierung Cannabis für alle frei zugänglich machen. Das stimmt aber bei weitem nicht. Erst die regulierte Abgabe bestimmt den jugendschutz. Heute kann sich jeder noch so kleine zwerg sich ungesund gestrecktes Cannabis von seinen schulkollegen beziehen, was erst die Kriminalisierung wahr macht.
Erst durch die Kriminalisierung wird man ins Abseits gedrängt und darf auf keinen Fall seine Sucht zugeben, da man gleich strafen noch und nöcher bekommt.
Ich habe als jugendlicher selbst so eine Phase durchgemacht. Was mir damals geholfen hätte wär ein umfassende Aufklärung in der Schule und Verantwortungsvolle Personen die meinen Konsum kennen (ein geschulter Verkäufer) und nicht irgend ein dealer, der mir noch ganz anderes zeug verkaufen will.
Genau daran muss sich was ändern und das geht nur in dem man Cannabis aus der dunklen Ecke hohlt.
10.03.2018 19:56, FS
"in dem man Cannabis aus der dunklen Ecke hohlt." war etwas zweideutig. Habe ein paar Sekunden gebraucht
10.03.2018 13:22, K.M.
Anstatt Millionen Gelegenheits- bzw. Dauerkonsumenten von Cannabis dauerhaft zu stigmatisieren u. kriminalisieren ist es zwingend an der Zeit, über eine Änderung der derzeit geführten restriktiven Drogenpolitik nachzudenken. Das Problem ist, dass sehr viel darüber diskutiert wird, aber de facto wenig passiert.
Dass ein regulierter Umgang damit möglich ist, haben in jüngster Zeit "einige westliche Industrienationen
mehr" doch bewiesen.
Selbst gut durchdachte Modelle, wie sie von den Städten Düsseldorf oder Münster geplant waren, scheinen keine Chance mehr zu haben. Wobei gerade hier, zumindest im Ansatz, auch wissenschaftliche Erkenntnisse darüber gewonnen werden können,
wie das Konsumentenverhalten sich von Schwarzmarkt (verunreinigte Produkte/kriminelles Milieu/Underground) zum legalen Markt (saubere Produkte/keine Angst haben zu müssen, eine kriminelle Straftat zu begehen/kein kriminelles Milieu) unterscheidet.
Nur die Illegalität begünstigt die für Normalkonsumenten damit verbundene Kriminalität und den damit "verbundenen "an der Steuer vorbei-Schwarzmarkt.
Man stelle sich nur vor, Zucker u. seine artverwandten Produkte unterlaegen ab nächstem Monat der Illegalität.....
K.M. Auf diesen Kommentar antworten
10.03.2018 13:29, C.P.
Ja, Cannabis verursacht gesundheitliche Schäden. Ja, Cannabis kann zu Suchtproblemen führen. Aber ist das nicht schon der Fall?
Obwohl die Droge illegal ist, ist die Zahl der Konsumenten teilweise höher als in jenen Ländern, die die Droge entkrimminalisiert oder legalisiert haben - z.B. Niederlande oder Teile der USA.
Der Unterschied: Diese Länder haben die Möglichkeit die Droge staatlich zu kontrollieren. Cannabis - welches gewöhnlicherweise von Straßendealern mit Substanzen versehen wird, um dessen Gewicht zu erhöhen - wird ohne Zusatzstoffe unter kontrollierter Abgabe ausgegeben. Dort bekommen unsere Kindern kein Heroin vom Dealer, bei dem sie ihr Cannabis holen.
Konsumieren werden die Menschen so oder so.
Aber wenn mein Sohn schon Cannabis konsumieren muss, dann soll dieser zumindest nicht in den Kontakt mit Heroin oder anderen Drogen kommen.
Weiteres könnte das Geld, das für die aussichtslose Verfolgung von Konsumenten verwendet wird, für Aufklärung oder medizinische Behandlungen verwendet werden. Das Geld, das dem Schwarzmarkt zugeht, würde der Staat erhalten und so könnte es wiederum anders und vorallem besser verwendet werden.
Und unsere Jugendlichen, die sich für Cannabis interessieren, werde von einem derartigen Verbot sicherlich nicht abgehalten.
Es ist Zeit! Wir müssen neue und bessere Wege finden, die Drogenproblematik in unserem Land zu KONTROLLIEREN. Ein weiter bestehendes Verbot führt meiner Meinung nach nur zur Verschlächterung der Lage.
PS: Als Cannabis verboten wurde, standen nicht die gesundheitlichen Probleme im Vordergrund (die wurden damals nicht mal ansatzweise erforscht). Es wahr wohl eher die große Konkurrenz gegenüber Baumwollunternehmen und der Pharmaindustrie, die halfen Cannabis zu verbieten.
C.P. Auf diesen Kommentar antworten
10.03.2018 13:54, DM
Herr Profesdor Duttge hat neulich auch im Spiegel ein Interview gegeben und hat sich dabei schlicht gesagt blamiert. (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/cannabis-legalisierung-warum-jurist-gunnar-duttge-dagegen-ist-a-1192739.html)
Dieser Mann verteidigt trotzig eine seine erzkonservative Ideolgie und blendet dabei sämtlich Erkenntnisse aus, die in den letzten Jahrzehnten gemacht wurden.
Prohibition funktioniert einfach nicht. Dies Erkenntnis hatte jetzt schon 80 Jahre Zeit um zu wirken!
Wenn man sich die Schätzungen über den Umfang der internationalen Cannabismärkte zu Gemüte führt (etliche Milliarden!) und dabei bedenkt, dass all dieses Geld in den Taschen der Mafia verschwindet, dann kann einem schlecht werden. Dieses "Konjunkturprogramm" verschärft alle Probleme im Zusammenhang mit Drogen, beschneidet die Freiheit der Menschen und ist letztlich demokratiegefährdend.
Ein kleiner Blick nach Mexiko reicht um sich das Problem zu verdeutlichen.
Prohibition ist nachweislich einfach nicht geeignet um gesellschaftliche Schäden zu minimieren. Das belegbare Gegenteil ist der Fall. Das Strafrecht hat in der Gesundheitspolitik einfach nichts verloren!
10.03.2018 14:06, Nicefielder
Der Beitrag belegt ein weiteres Mal, woran das Jura-Studium in Deutschland am meisten krankt: Realitätsnähe. Da stehen reihenweise Professoren, die nichts besseres zu tun haben, als sich in Ihren „Elfenbeintürmen“ die 29. Theorie zu irgendwelchen Rechtsproblemen auszudenken und Generationen von Studenten mit diesem intellektuellen Dünnsch... zu zermürben.
Die Leute im Polizeidienst und diejenigen, die sich der BtMG-Realität tagtäglich stellen müssen, sind da sicherlich die besseren Referenzen, als ein Professor und sein Schreiberling.
Der Artikel liefert kein einziges stichhaltiges Argument contra Legalisierung von Cannabis. Insofern schließe ich mich meinen Vorrednern an.
Die Unvernunft des mündigen Bürgers muss straffrei sein. Das garantiert das Grundgesetz.
Jeder, der den juristischen Vorbereitungsdienst durchläuft oder durchlaufen hat, schüttelt als Vertreter der Staatsanwaltschaft regelmäßig den Kopf darüber, dass mindestens 2 Volljuristen (und zuvor die Polizei) damit beschäftigt werden, im 15-Minuten-Takt irgendwelche armen Schweine zu veruteilen, weil sie mit ein paar Gramm Gras erwischt wurden. Meistens wird es - ggfs. gegen Auflagen - sogar eingestellt. Da werden personelle und finanzielle Ressourcen einfach nutzlos verbrannt.
Warum nicht das Zeug an Leute ab 21 kontrolliert abgeben? Zum Vergleich: In Deutschland kann sich jeder ab 16 vollkommen legal so viel Bier, Wein und Sekt im Supermarkt besorgen, wie sein Geldbeutel hergibt und so viel davon trinken, wie reinpasst. Man wird wohl nicht ernsthaft argumentieren können, dass Alkoholkonsum in diesem Alter keinen negativen Einfluss auf das Gehirn, seine Entwicklung sowie die kognitiven Fähigkeiten eines jungen Menschen hat. Das wird jedoch allenthalben unter Verweis auf die „Kultur“ hingenommen. Alkohol ist nachweislich eines der schwersten frei verkäuflichen Nervengifte. Die finanziellen Belastungen der Allgemeinheit durch den Alkoholkonsum sind beträchtlich. Niemand hat - soweit ersichtlich - bisher die Forderung artikuliert, Gras legal an 16-jährige verkaufen zu dürfen. Die bekanntermaßen starke Winzer- und Brauer-Lobby versteht es im Gegensatz dazu jedoch vorzüglich, ihre Pfründe zu sichern. Oder warum ist nach wie vor Alkoholwerbung in Rundfunk und Fernsehen erlaubt, während z.B. Tabakwaren schon seit Ewigkeiten nicht mehr beworben werden dürfen? Die Bierbrauer aus dem Sauerland und anderswoher dürfen sogar als Sponsoren von Sportveranstaltungen auftreten, so dass den jungen Zuschauern schon von Anfang an suggeriert wird, Alkohol (Drogen) und Sport gehörten untrennbar zusammen. Während also Alkohol verharmlost wird, wird Cannabis als „Einstiegsdroge“ verschrien, die unweigerlich zu einer „lebenszerstörenden Suchtkarriere“ führt.
Nicefielder Auf diesen Kommentar antworten
11.03.2018 10:59, dr.hast
Das Lesen des Artikels ist eine Sache.
Das Verstehen des gelesenen Artikels ist eine andere Sache.
Einen nicht verstandenen Artikel in dieser Art und Weise zu kommentieren ist offensichtlich nur absurdistanern möglich.
11.03.2018 15:02, Paddington
Nicefielder hat den Artikel durchaus verstanden. Mir scheint eine unsubstantiierte Kritik auf einen in der Sache fundierten Kommentar zu äußern, nicht der beste Weg zu sein Kritik zu äußern.
10.03.2018 14:11, S. K.
Man merkt dass die Autoren weder jemals Cannabis konsumiert haben noch dass sie objektiv recherchiert haben. Ich habe in meinem Leben nur wenige "journalistische" Artikel gelesen die so voreingenommen und subjektiv sind wie dieser. Ich denke die Autoren lehnen im allgemeinen die Idee von jeglichen bewusstseinsverändernden Drogen ab, natürlich abgesehen von koffein (weil es gesellschaftlich zur Zeit akzeptabel ist). Cannabis verursacht weder physische Abhängigkeit noch "Lebenszerstörende Suchtkarrieren" nur psychische Abhängigkeit ist möglich (was man von jeglicher substanz oder objekten dieser welt behaupten kann). Es ist sehr schädlich was dieser Artikel anrichtet. Unwissende Menschen im Umgang von Konsumenten könnten mit diesem Artikel Cannabis mit Heroin gleich setzen. Als Verfasser dieses Artikels würde ich mich in Grund und Boden schämen auf einer Seite propaganda in den Medien zu verteufeln und auf der anderen Seite genau diese Dinge zu verkörpern.
S. K. Auf diesen Kommentar antworten
11.03.2018 15:06, Paddington
Fairer Weise muss man an dieser Stelle darauf verweisen, dass die LTO-Redaktion das ganze als "Gastkommentar" gekennzeichnet hat.
10.03.2018 14:20, Marco
Hallo ich finde das cannabis legalisiert gehört. Alkohol ist legal und richtet so viel Schäden an. Finde Alkoholkonsum noch viel gefährlicher als cannabis! Nur stört das ja keinen,das man Alkohol nimmt. Ist ja hier in Deutschland Kult!
10.03.2018 14:46, crackchick
haste Recht, Junge. Brauen sowieso alle schon Crystal in Omas Küche. Weed gehört legalized - bitte aber mit inkludierter Möglichkeit selbst anzubauen u. deutsche Äcker wieder zu bewirtschaften.
10.03.2018 15:47, Jurafreak
Ich liebe die Theoretiker, die in ihrem Glaushaus sitzen und völlig praxisferne Lösungen entwickeln.
Während des Studiums habe ich bewusst die Meinungen der Lehre dargestellt, um mich im Ergebnis dem BFH anzuschließen.
10.03.2018 20:53, Noah
"Zum anderen müssten überhaupt erst einmal effektive Zugangshindernisse für Minderjährige geschaffen werden."
Spannend. Ein wie auch immer gestaltetes staatliches Abgabesystem ist also ein weniger effektives Zugangshindernis als der Dealer um die Ecke. Man liest die Zeitung und staunt. Nach den veröffentlichten Zahlen haben in ihrem Leben 13 Millionen der in Deutschland lebenden einmal Cannabis konsumiert. Die Kriminalisierung scheint also echt ein geradezu beeindruckendes Zugangshindernis zu sein. Und daran scheitert die ganze Debatte. Die Befürworter einer Legalisierung wollen keineswegs Cannabis auf die Bevölkerung loslassen (denkt denn niemand mehr an die Kinder!). Sie verschließen nur nicht wie die Gegner wie kleine Kinder die Augen davor, dass jeder der Cannabis konsumieren will, dies auch kann Strafrecht hin oder her, weil es weder möglich noch in einer demokratischen Gesellschaft wünschenswert ist die gesamte Bevölkerung die ganze Zeit so zu kontrollieren, dass keiner sich diese Drogen besorgen kann. Und dass die Gefahren nach einer Legalisierung größer wären als so ohnehjn schon, ist nicht dargetan. Die Beweislast liegt aber in einer demokratischen Gesellschaft beim Verbot und beim Grundrechtseingriff. Nicht umgekehrt.
11.03.2018 00:41, Skeptiker
Es ist bedauerlich wie jemand, der sich als Stimme der Vernunft im Artikel zu inszenieren versucht, auf Stammtisch-Niveau mit seinen Argumenten sinkt. Mehr als ein Wirrwarr in Gefühlen und ad-hominem-Argumentation in Richtung einer "Kifferlobby" konnte ich da nicht sehen. Auch die Alternativlosigkeit, mit der sich der Autor zu präsentieren versucht, zeugt mehr von schlampiger Recherche als von dem Interesse an einem ernsthaften Diskurs. Ich mag auch kein Experte sein aber ich erkenne zmd methodische Schlampereien.
Das Argument der Einstiegsdroge ist ein zweischneidiges Schwert, da der Bezug zur Droge nicht zwingend sein muss: Es können auch die "Handelsbedingungen" und vermeintliche "Schnäppchen" zur nächsten Stufe führen. Es könnte Qualität und Zusätze des "Stoffes" sein. Es könnte ein suchterregender Stoff sein. Es könnte vieles sein.
Das "Wirtschaftlichkeitsgebot" als Argumentationstopos zur Rechtfertigung einer Strafnorm heranzuziehen halte ich ebenfalls für sehr fragwürdig. Ein kaum konturiertes Rechtsgut soll plötzlich für die Rechtfertigung des "schärfsten Schwerts" des Gesetzgebers herhalten? Klar, kommt in der neueren Gesetzgebung gut an aber ein bisschen mehr Respekt vor dem Strafrecht wäre angebracht: Dass das GG sich im Grds für den freien Menschen entschied, heißt, dass eine Volkswirtschaft gewisse Restrisiken wegstecken muss (siehe Autofahren, Alkohol, Fettleobigkeit, Alter u.Ä.) . Und dies sollte ein aufgeklärter Umgang mit dem Strafrecht und seinen gesellschaftlichen Implikationen auch widerspiegeln. Die paternalistische Prämisse halte ich auf dem Boden des Art.2 I GG nicht für haltbar, aber gut, das ist ne Glaubensfrage, das sehe ich ein.
Falls sich der Autor von der Strafnorm bei der Prävention Hilfe erhofft, kann er nur die Generalprävention meinen, deren Wirksamkeit bei Alltagskriminalität auch mehr Fiktion als Fakt sein dürfte. Allein die Prämisse des Konzepts ist fragwürdig, da sie selbstreferenziell ist ("Je weniger Daten es gibt, desto effektiver ist es").
Auch gibt es mehr Möglichkeiten als ein ersatzloses Verbot: Ein leicht gelockertes, abgestuftes Konzept mit weiterhin restriktiver Genehmigungsbasis und strengem Kontrollverfahren kann ein denkbarer Kompromiss sein.
Sicher, man sollte die Gefahren keinesfalls verharmlosen, die von Cannabis ausgehen und muss einen sachlichen Diskurs führen können, um nüchtern eine Risikoeinschätzung mit anschließender Abwägung vornehmen zu können. Nur sollte hierzu auch vom Autor selbst die Diskussionskultur vorgelebt werden, die er in seinem Gegenüber vermisst und nicht auf das von ihm wahrgenommene Niveau sinken.
11.03.2018 00:41, Da Fiesch
Nette Diskussionen, sehr amüsant zu lesen. Im Angesicht aktueller ökologischer und gesellschaftspolitischer Probleme der Menschheit allerdings recht unbedeutend. So lange wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen und damit verbunden allerhand Schaden an unserer Lebensgrundlage entsteht, ist eine Legalisierung kein wirklicher Aufreger. Wünsche mir viel lieber, dass ich im Alter auf einer Bank im Park genüsslich einen Rauchen kann und meine Nachkommen auf eine verheißungsvolle Zukunft blicken können.
Da Fiesch Auf diesen Kommentar antworten
11.03.2018 01:15, Kulturheini
Der Bundestag sollte dieses Thema mal in einer gemütlichen Sitzrunde, ohne Schuhe, Krawatte und Sorgen besprechen. Und in der Mitte, ein paar dicke Tüten.
Kulturheini Auf diesen Kommentar antworten
11.03.2018 09:42, M.D.
Was die breite Masse der Legalisierung-Fans nicht versteht, ist die Denkweise in Upsides und Downsides.
Das Verbot von Drogen hat die Upside, dass es theoretisch klappen könnte und die Bevölkerung drogenfrei lebt. Die Downside ist, dass das Verbot nicht effektiv durchgesetzt werden kann und lediglich Kosten erzeugt. Diese Kosten lassen sich jedoch im Wege von Verurteilungen zu Geldstrafen zu einem beträchtlichen Teil auf die überführten Täter umlegen. Auf diesem Prinzip basiert letztlich das gesamte Konzept der Geldstrafen: Verurteilte Straftäter bezahlen im Idealfall die gesamte Strafverfolgung.
Die Freigabe von Drogen hat keine Upside, weil Drogengebrauch zumindest nicht dem Kant'schen Kategorischen Imperativ entspricht. Sie hat jedoch die Downside, dass dieser Gebrauch von Drogen weiter zunimmt und zu individuellen und gesellschaftlichen Problemen führt, die letztlich das Gesundheits- und Sozialsystem belasten.
Es ist daher sinnvoll, den Status Quo beizubehalten, nicht zuletzt, weil wir den aktuellen Zustand kennen, jedoch nicht wissen, wie sich die Situation nach einer Freigabe entwickelt. Es kann gut laufen, es kann aber auch im Chaos enden.
Mit einer Gesellschaft experimentiert man nicht, denn es gibt nur einen Versuch! Dies gilt umso mehr, wenn man dabei eine funktionierende Gesellschaft auf's Spiel setzt. Solche Experimente wären sogar so grob falsch, dass man über eine mögliche Amtsunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen nachdenken könnte. Vgl. zum Fall der Geisteskrankheit des Bundeskanzlers: Isensee "Handbuch des Staatsrechts, Band XII", S. 920. Risikobereitschaft ist im Übrigen ein starkes Indiz für Dummheit. Auch das wäre bei politischen Entscheidungsträgern nicht unbedingt eine wünschenswerte Eigenschaft und käme allenfalls den Interessen von Dritten entgegen.
Im Übrigen ist das Risiko bei der Freigabe von Drogen nicht anders als das Risiko bei der Freigabe von Waffen. Es kann völlig unproblematisch sein, wie in der Schweiz, es kann aber auch zu Massenmorden führen, wie in den USA. Dieses Risiko möchte man aus diversen Gründen nicht eingehen. Das ist schlichtweg eine politische Entscheidung.
11.03.2018 15:16, Paddington
Sie werfen da einiges durcheinander. Zunächst geht es nicht um eine komplette Freigabe aller Substanzen, sondern lediglich um Cannabis. Insofern greifen weite Teile Ihrer Argumentation nicht.
Ihre These "dass dieser Gebrauch von Drogen weiter zunimmt und zu individuellen und gesellschaftlichen Problemen führt, die letztlich das Gesundheits- und Sozialsystem belasten" ist so ziemlich "an den Haaren herbeigezogen". Die Statistiken zeigen, dass die bisherigen politischen Maßnahmen sowohl im Bereich Prohibition, Sanktion und Prävention wirkungslos sind/waren.
Das Problem an dieser Stelle sind die durch das System induzierten Verzerrungseffekte. Die Mediziner bezeichnen das als "nosokomial". Die sozialen und medizinischen Auswirkungen ergeben sich zwar auch aus der Sucht (an sich), aber vor allem aus dem gesellschaftlichen Umgang damit. Insofern wäre es sinnvoll die Suchterkrankungen auf das zu reduzieren was sie sind, nämlich ein rein medizinisches Problem.
12.03.2018 22:03, S.W
Das mit der Chancen Risiko Abwägung oder Upside Downside, wie Sie es nennen, sollten Sie wohl lieber nochmal üben. Generell ist Ihre Argumentationsweise ein Trauerspiel.
Das Upside der Prohibtion einer Drogenfreien Welt ist einfach lächerlich.
Zunächst einmal negiert es die Tatsache, dass es zu den Grundlegenden wesenszügen des Menschen gehört sich in Rauschzustände zu versetzen und Rauschmittel zu konsumieren. Hierzu muss man nur mal ein Blick auf Verbreitung von Rauschmitteln weltweit werfen.
Außerdem ist dieses Upside erstmal eine These, die Sie belegen müssten mit einem Argument. Dafür, dass die Prohibition theoretisch zu einer Drogenfreien Welt führen könnte, gibt es nicht ein empirisches Indiz
Tatsächlich zeigt sich zum Beispiel an der Alkohol Prohibition in den USA, dass eher das Gegenteil der Fall ist.
Bei dem Downside Argumentieren Sie mit dem Idealfall der Kostenumlegung.
Dies ist aus mehreren Gründen absurd. Zunächst einmal trifft dieser Idealfall nicht zu und in der Realität entstehen erhebliche Kosten.
Zweitens wird hier nicht berücksichtigt, dass Zeit Geld ist vor allem bei der Überlasteten Justiz und der Polizei wird nicht nur Geld sondern auch Ressourcen und Zeit gespart.
Die Argumentationsweise des Kategorischen Imperativs ist absurd. Wie Hegel schon ausführte kann man mit ihm ausgehend vom.eigenen Interesse jeden Scheiß begründen was er am Beispiel Existenz von Privateigentum und desseb nicht Existenz ausführte.
Folgerung dass die Legalisierung kein Upside hätte, selbst wenn der Drogenkonsum nicht durch den Kategorischen Imperativ zu rechtfertigen wäre ist mehr als absurd.
Upsides sind vielfältig zum Beispiel die Zurückdrängung des Drogenschwarzmarktes aus diesem sich Terrorismus Mafia und andere hoch Kriminelle Organisationen finanzieren.
Außerdem steigt die Sicherheit für die Konsumenten, da legales Gras nicht durch Streckungsmittel verunreinigt ist...
Dazu kommen Steuereinnahmen die Zweckgebunden in die Prävention fließen können.
Wie mein Vorredner schon deutlich gemacht hat ist Ihre These zur Steigerung der Konsumenten nach einer Legalisierung empirisch nicht haltbar.
Der Vergleich zu Tötungswerkzeugen am Ende führt dann Ihre Ausführungen völlig ins Schwachsinnige und disqualifiziert Sie für die Debatte entgültig.
11.03.2018 09:42, Rudas
Selten so einen schlechten Artikel gesehen. Ist der Herr tatsächlich Jurist? Was sind das für Argumente, die er hier vorträgt. Abgesehen davon, ob man für eine Legalisierung ist oder nicht: führen Sie sich mal das " ERWACHSENEN Argument" vor Augen. Wenn ich das richtig verstanden habe müsste nach der Logik des Autors die Volljährigkeit bei, puh, 20, 21, 34 beginnen? Wenn man mit 18 meistens noch nicht erwachsen ist, wieso verleiht einem das BGB die volle Geschäftsfähigkeit ab dem Alter? Oder müssen Mama und Papa so lange meine Geschäfte genehmigen, bis ein Gutachter feststellt, dass ich erwachsen bin? Was ist das für ein Schwachsinn, den der Autor verfasst? Die Konzeption des BGB nicht verstanden oder doch zu viel Jugendstrafrecht gemacht, wo man tatsächlich prüft, ob ein 18 Jähriger nach Jugendstrafrecht oder "Erwachsenen Strafrecht" verurteilt werden soll. Das ein Volljähriger nicht verantwortungsvoll Handeln kann nennt man Lebensrisiko. Juristisch unfassbar schwaches Argument.
Wirtschaftslichkeitsgebot des § 12.... Ich werfe mich weg. Was ist denn wirtschaftlicher? Den Konsumenten, welcher kontrolliertes Cannabis raucht und aufgeklärt wird, weil das Monopol beim Staat liegt, zu behandeln ODER den Konsumenten zu behandeln, welcher in dunkeln Dealer Kreisen natürlich auch andere Waren angeboten bekommt und meistens doch eine Sucht nach "härteren" Drogen nach sich zieht?
Natürlich zerstört Cannabis Leben. Tun Autos auch. Und Zucker. Und Kohlekraftwerke. Und vor allem Alkohol.
Aber abgesehen von diesem Argument. Der Polizei vorzuwerfen, sie habe ihren gesellschaftlichen Auftrag nicht im Blick und wollen sich Arbeit ersparen ist nicht nur furchtbar Unverschämt, sondern zeugt auch von mangelnder Weitsichtigkeit des Autors. Denn wie soll sich die Polizei um ihren gesellschaftlichen Auftrag kümmern, wenn sie ständig damit beschäftigt ist, Anzeigen gegen Konsumenten zu schreiben, welche eh eingestellt werden, undzwar meistens nach 153 glatt, nicht mal 153a. Nicht nur die Polizei wäre entlastet, sondern auch vor allem die Justiz. Oder ist es verhältnismäßig, Personal Geld und Zeit in einen Vorgang zu stecken, der eh in einer Sackgasse endet, anstatt Ressourcen sinnvoll zu nutzen? Ich dachte die Wirtschaftlichkeit liegt dem Autor so am Herzen? Nein, lieber die Polizei und Justiz beschäftigen und richtige Verbrecher, die wirkliche Straftaten begehen, mangels Personal und daraus folgender langer Verfahren aus der U Haft lassen. Oder erst gar nicht die Straftat aufklären, denn die Kollegen müssen noch Sven, den sie mit einem gramm erwischt haben, erkennungsdienstlich behandeln.
Schrei nach mehr Härte? Dann verlagert sich die Arbeit noch mehr in die Justiz, denn so werden kriminelle Karrieren gefördert. Das hat auch schon ein Zusammenschluss von über 100 Strafrechtsprofs erkannt und fordert auch die Freigabe. Aber wahrscheinlich wirft der Autor auch ihnen vor, unverantwortlich zu handeln und den gesellschaftlichen Auftrag nicht für voll zu nehmen.
Dass der Autor mit empirisch gesicherten Erkenntnissen Arbeiten will ist ja schön. Das gibt mir Hoffnung, dass der promovierte Jurist zumindest einen Hauch von Wissenschaft versteht. Leider liest der Autor wohl kaum Studien zu dem Thema: Wie zwar Cannabisfahrren in Colorado zugenommen haben aber die Aufklärungsrate für Mordfälle gestiegen ist, jedoch die Zahl der Unfalltoden sinkt.
Allem in einem glaubt man, ein Polemiker hätte den Artikel verfasst. Kein Jurist. Ich hoffe, dass der Autor nicht sonst solche Ausfälle hat. Bevor ich mir mein abschließendes Urteil bilde lese ich nochmal andere Artikel. Dieser hier lässt aber nichts Gutes erwarten.
On Pro oder Contra, bitte demnächst das argumentieren üben, Herr Prof.
11.03.2018 11:23, dr.hast
Das Lesen eines Artikels ist eine Sache.
Das Verstehen eines Artikels ist eine andere Sache.
Solche Kommentare zu diesem Artikel, dessen Inhalt offensichtlich einigen Lesern verborgen geblieben ist, bleibt ist offensichtlich nur Absurdistanern vorbehalten.
Wes Geistes Kind muss man sein, um dem Konsum von Cannabis mit dem
Konsum von Alkohol oder Rauchwaren zu vergleichen, ja sogar soweit zu gehen, den Vergleich mit dem geheimen Wunsch Geschlechtsverkehr mit Schmetterlingen zu praktizieren, anzudeuten.
dr.hast Auf diesen Kommentar antworten
11.03.2018 12:31, Icke
meine einstiegsdroge war definitiv Alkohol. Aber der tag nach einem Alkoholkonsum finde ich einfach widerlich. Kopfschmerzen, kotzen u.s.w.. das kenn ich von gras nicht. Alkohol ist einfach eckelhaft.
11.03.2018 12:50, Anwalt P.+S.
Zitat aus obigem Kommentar von Noah:
"Die Beweislast liegt aber in einer demokratischen Gesellschaft beim Verbot und beim Grundrechtseingriff. Nicht umgekehrt."
So ist es. Wenn der Staat Personen für ein Verhalten bestrafen möchte, muss der Staat dies rechtfertigen. Das gilt auch dann, wenn das entsprechende Gesetz bereits in Kraft ist. Dementsprechend hat das BVerfG auch in seinem Cannabis-Beschluss darauf abgestellt, dass der Staat bestimmten Umgang mit Cannabis (bspw. reine selbstschädigende Handlungen) nicht verbieten darf (!) und dies derzeit (1994!) gerade noch zulässig ist, weil die StA einstellen kann (und in solchen Fällen auch muss!). Gleichzeitig hat das BVerfG dem Staat aufgegeben, für einheitliche Verhältnisse zu sorgen und das Thema dahingehend zu beobachten, ob nicht eine Legalisierung angezeigt ist.
Anwalt P.+S. Auf diesen Kommentar antworten
11.03.2018 13:19, M.D.
Wir haben das Thema dahingehend beobachtet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Legalisierung nicht angezeigt ist. Und nun?
11.03.2018 18:44, K. S.
Der Stellungnahme "Keine Macht der Droge" ist vollständig zuzustimmen! Nur verstehe ich den Einstieg in dem Gastbeitrag nicht: Warum wird der Bund Deutscher Kriminalbeamter kritisiert? Hat er nicht lobenswerterweise das Thema nach oben geholt, den Finger in die Wunde gelegt: Die Kriminalpolizei kapituliert und möchte, dass sie die hinterher ignorierte Arbeit gar nicht erst machen muss! Das LKA Hannover schreibt:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/105578/3861497 - "7. Die Freigabe von Cannabis ist unnötig, da der reine Konsum bis zu einer Eigenbedarfsmenge von 6 Gramm Cannabis, in Niedersachsen nach aktueller Rechtslage straffrei bleibt."
Auf der LKA-Homepage zu "Drogen" steht zusätzlich: "was nach derzeitigem Stand ca. 40 Konsumeinheiten entspricht".
Das heißt: Die Justiz versagt! Lässt die Kriminalpolizei so tun, als würden strafbare Sachverhalte verfolgt - tatsächlich werden die Akten aber geschreddert! Warum kritisiert Prof. Dr. Duttge dieses Verhalten nicht?
Abgesehen davon: Ich hoffe, ein Journalist hat im Untertitel "Entkriminalisierung" und "Legalisierung" durcheinandergeworfen, einem Professor an einem Institut für Kriminalwissenschaften sollte so etwas nicht passieren.
Und: In den Stellungnahmen des Bund Deutscher Kriminalbeamter auf www.bdk.de ist nirgends die Forderung nach "Legalisierung" zu finden, im Gegenteil, klare Positionierung dagegen! Woher kommt diese Behauptung? Es sieht eher so aus, als steht der Bund Deutscher Kriminalbeamter auf Seiten von Prof. Dr. Duttge, kapituliert allerdings wegen der Handhabung bei der Justiz. Straffrei ist Realität, selbst das LKA hält deswegen Freigabe für unnötig.
Herr Prof. Dr. Duttge, erklären Sie die Problematik der Justizministerin - dort schafft man sich anscheinend die Arbeit vom Hals!
K. S. Auf diesen Kommentar antworten
11.03.2018 20:51, BBB
Leider erklären die Kommentatoren mit keinem Wort, warum gerade eine Entkriminalisierung von Cannabis „unverantwortlich“ sein soll. Das hat schon die Cannabis-Entscheidung des BVerfG nicht vermocht. Selbstverständlich wäre es falsch, wenn der Verzicht auf das Instrument des Strafrechts mit dem Abbau von Präventionsbemühungen oder unter Vermachlässigung des Jugendschutzes erfolgen würde. Aber die Legitimation des Strafrechts darin zu sehen, dass „die Warnung vor dem Konsum überhaupt glaubwürdig“ bleibt, ist schon ein starkes Stück! So macht man den Einzelnen vollends zum bloßen Objekt staatlichen Handelns: Bestrafung als bloßes Exempel ohne Verletzung von echten Rechtsgütern. Denn außer dem ominösen Rechtsgut der sog. „Volksgesundheit“ (dessen ideologische Herkunft für sich spricht) gibt es rein gar nichts, was die (umfassende) Kriminalisierung des Umgangs mit Drogen in einer freiheitlichen Gesellschaft rational rechtfertigen könnte. Daneben bleiben natürlich noch die im Kommentar aufgelisteten „Argumente“: Des hammer schon immer so gemacht! Wo kämen wir denn da hin! Da könnte ja jeder kommen!
BBB Auf diesen Kommentar antworten
12.03.2018 01:38, BS
Um Himmels Willen. Ich habe ja schon viele Artikel gelesen. Aber dieser hier ist mit großem Abstand der schwachsinnigste Artikel. Der Verfasser hat wohl so recht keine Ahnung warum Cannabis einmal verboten wurde. Cannabis würde in Deutschland doch nicht wegen der Suchtgefahr verboten. Vielmehr würde es in der BRD verboten als Ägypten 1928 mit Importverboten für medizinisch verwendbare Opiate gedroht worden. Mit dem Cannabis Verbot (seit 10.12.1929 im BTMG aufegenommen) wurden die Importbeschränkungen damit umgangen.
Auch nicht vergessen darf man, dass in den USA der „Genuss“ von Cannabis von Lobbyisten mit rassistischen Motiven bekämpft wurde. Aber nicht der Suchtgefahr wegen, sondern weil mit der Hanfproduktion ein gefährlicher Wettbewerber in der Papierherstellung heranwuchs. Der amerikanische Papierhersteller DuPont war damals größter Papierhersteller und fürchtete erhebliche Umsatzeinbußen, da sich das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt nämlich Nylon als Konkurrenz zum Hanf patentieren ließ.
Man sollte sich also ersteinm mit einem Thema befassen und nicht solch unredigierten Schwachsinn in die Welt setzen.
Ach und noch eines: der Herr Prof., der diesen Artikel verfasst hat, beschreibt die Selbstbestimmung des Menschen so abstruss, dass man fast meinen könnte, er wüsste nicht was im Grundgesetz steht.
Er muss also sehr sehr alt sein. Und unwissend.
12.03.2018 11:10, PH
Zu den ganzen Schreiern von "Cannabis ist eine Einstiegsdroge":
Ich persönlich empfinde es als relativ offensichtlich dass dies zumindest zu einem signifikanten Teil daran liegt, dass Cannabiskonsumenten aufgrund des Verbotes zu einem Dealer müssen, welcher meistens auch andere Drogen anbietet,
und hier auch versucht, den Kiffer schmackhaft zu machen.
Dieser Faktor würde bei einer staatlich organisierter Ausgabestelle völlig wegfallen.
PH Auf diesen Kommentar antworten
12.03.2018 14:02, cand. iur.
Dem Autor bzw. den Autoren hier eine mangelnde Rechtskenntnis oder Lobbyismus zu unterstellen finde ich unredlich. Diese, sehr umstrittene, Meinung zu präsentieren ist immerhin mutig und trägt zu einer sachlichen Diskussion bei.
Ich nehmen Herrn Prof. Dr. Duttge eine ehrliche Sorge um Jugendschutz und Volksgesundheit ab, allerdings teile ich seine Einschätzung nicht.
Strafrecht hat einen fragmentarischen Charakter und muss aus rechtsstaatlichen Gesichtspunkten ultima ratio sein. Das Rechtsgut der "Volksgesundheit" sowie damit verbunden der Schutz einer wirtschaftlichen Überlastung des Gesundheitssystems (damit Schutz aller Beitragszahler vor steigenden Gesundheitskosten /Vermögen) können für eine Strafbegründung angeführt werden.
Das Cannabis, mit den heutigen hohen Wirkstoffkonzentrationen, keine harmlose Substanz ist würde ich unterschreiben. Gesundheits- und Rechtspolitik sollten hier also das Ziel verfolgen möglichst viele Menschen aber insbes. Jugendliche und Heranwachsende vom Konsum abzuhalten.
Ob der repressive Charakter des Strafrechts, diese besonders gefährdete Gruppe, von einem Konsum abhält würde ich stark bezweifeln. Jugendschutzgesetze sind hier m.E. ausreichend oder zumindest gleich effektiv.
Wir können nicht mit Sicherheit sagen, welche Auswirkungen eine Legalisierung oder eine Entkriminalisierung von Cannabis auf die Gesellschaft hat. Wenn wir uns allerdings die gesellschaftlichen Realitäten anschauen halte ich dieses Risiko für überschaubar.
Cannabis hat in der medialen Rezeption, Streaming von US-Serien (bspw. Weeds), dt. Kiffer-Komödien etc. vermutlich einen stärkeren Einfluss auf das Konsumverhalten bei Heranwachsenden als eine legale Abgabe an Erwachsene.
Eine gute schulische Bildung, Betreuungsangebote, Sportvereine und soziale Arbeit sind sinnvolle Anknüpfungspunkte um Suchtkarrieren zu vermeiden.
Die Besteuerung eines bisherigen Schwarzmarktes kann ohne weiteres in eine stärkere Prävention oder Finanzierung von Gesundheitseinrichtungen fließen. Erwachsene Konsumenten können so viel effektiver an sozialen Kosten beteiligt werden, als dies bisher der Fall ist.
Ein weiteres Ziel muss die Austrocknung des Schwarzmarktes und die Bekämpfung organisierter Kriminalität sein. Wenn man hier einen Blick auf den Handel im Darknet wirft, welcher den Straßenmarkt gerade rechts überholt, drängt es sich geradezu auf über neue Konzepte nachzudenken.
Im Ergebnis sehe ich nicht, dass eine legale Abgabe und Straflosigkeit zwangsläufig zu einer Verharmlosung führt und ein gefährliches gesellschaftliches Experiment ist. Als worst case Szenario ändert eine Legalisierung nichts am status quo und sollte daher ernsthaft in Erwägung gezogen werden. Der Gesetzentwurf von den Grünen bildet eine solide Diskussionsgrundlage.
cand. iur. Auf diesen Kommentar antworten
12.03.2018 15:55, Springcoming
Ich muss echt manchmal lachen, wie ihr hier ewig über 10 Seiten die sonnigen Tage wegdiskutiert. Es macht -gerade in Deutschland- doch sowieso schon jeder was er will?! Ich kiffe zwar nicht, würde die Legalisierung aber begrüßen und vermutlich gleich selbst im großen Stil anbauen.
Springcoming Auf diesen Kommentar antworten
13.03.2018 09:34, 13.03.2018 09:20 AK
Guten Tag lieber Autor dieses Textes.
Ihre Ansicht über dieses Thema finde ich zutiefst absurd und lächerlich.
Cannabis ist eine Droge wie Alkohol und Nikotin auch.
Warum soll man kriminalisiert werden wenn man Cannabis konsumieren möchte?
Es gibt einfach so viele schwerwiegende Punkte die gegen das Verbot sprechen.
Sie wollen Prävention und sprechen von lebenszerstörender Sucht. Da Frage ich mich in welcher Welt sie leben? Ich lebe in einer Welt wo die 14 Jährigen zum Ticker gehen und erste mal Gras kaufen und danach noch chemische Drogen angeboten bekommen. Wollen sie als Präventionsmaßnahme den dann erklären das sie kein Pep o.ä kaufen sollen weil es noch viel gefährlicher ist? Ist doch Schwachsinn. Der Staat verballert Millionen um Kiffer zu jagen anstatt einen geregelten Konsum plus Qualität zu garantieren und zusätzlich noch Millionen zu verdienen anstatt ausgeben. Für mich unbegreiflich wie man eine Droge die nicht schlimmer als Alkohol ist so verteufeln kann. Das spricht eigentlich dafür das der Autor wahrscheinlich noch nie Kontakt mit Gras hatte, was hier in Deutschland schon unwahrscheinlich ist weil die Repressionen hier eh keinen interessieren.
13.03.2018 09:20 AK Auf diesen Kommentar antworten
13.03.2018 11:18, Piet
Kann man den Artikel bewerten? Es werden 1 von 100 Sternen vergeben. Ja, der eine Stern ist, weil kein leeres Blatt abgegeben wurde. Inhaltlich völlig absurd - Thema verfehlt, bitte vorher erst über alle Seiten informieren, bevor so ein Schmarrn im Internet landet. Verantwortungsvoller Umgang mit dieser Substanz? Ja, geht aber definitiv auch besser.
Piet Auf diesen Kommentar antworten
13.03.2018 19:06, Juergen
E N D O C A N N A B I N O I D S Y S T E M
Juergen Auf diesen Kommentar antworten
14.03.2018 17:52, Chris
Es gibt genügend Alkohol-Süchtige, vor allem unter Akademikern, die sich zum Teil nicht mehr anders zu helfen wissen, wenn es darum geht, dem permanenten Druck stand zu halten. Und es gab genügend Süchtige, die aufgrund ihrer Alkoholsucht gestorben sind.
Was ist mit rezeptfreien Schmerzmitteln?
Da gibt es ebenfalls eine Dunkelziffer an Süchtigen und jenen, die daran zugrunde gegangen sind.
Es ist ja nicht so, dass man bei einer Legalisierung den Genuss in Verbindung mit anschließendem Autofahren oder ähnlichem aus dem StGB streicht.
Und, es ist keinesfalls bewiesen, dass Cannabis stets die Einstiegsdroge zu härteren, zum Teil synthetischen Drogen ist. Es gibt genügend Konsumenten, die kein Interesse an anderen Drogen haben.
15.03.2018 18:08, HU
- Fressen und Saufen ist legal und doch genauso schädlich und für die Krankenkassen teuer, egal ob als Kind oder Erwachsener.
- Im Strassenverkehr sterben bzw. verletzen sich mehr Menschen und verursachen immense Kosten.
- Sportunfälle, Skifahren, Bungee, Mountainbiken, ...
- Dieselautos ....
Ist nur alles legal, gesetzlich nicht verboten!
04.04.2018 16:08, dr.hast
warum werden infantile und inhaltlose kommentare, die den inhalt des artikels nicht im leisesten tangieren, ja sogar total divergent sind, nicht verboten?
03.07.2018 08:51, agt
Wahrscheinlich weil dieser Artikel selbst so inhaltsleer und infantil ist, dass man sich fragt, wieso ein seriöses Medium wie die LTO so einen Unsinn überhaupt veröffentlicht. Professor Duttge hat sich neulich schon im SPIEGEL mit einem Beitrag blamiert, der frei von jeglicher Sachkenntnis war. Anscheinend glauben manche Redaktionen, dass ein Professorentitel einen Menschen befähigt, sich zu jedem Thema zu äußern.