Source: http://swb-energienetze.de/Einspeisung/Einspeisemanagement/Einspeisemanagement.html
Timestamp: 2017-03-24 23:59:46
Document Index: 308716487

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 11', '§ 12', '§ 9', '§ 25', '§ 9', '§ 9', '§ 6']

Das Einspeisemanagement beschreibt die temporäre Beeinflussung der Einspeiseleistung von Erneuerbare Energien-, Kraft-Wärmekopplungs- und Grubengasanlagen. Gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz § 14 EEG 2014 (§ 11 EEG 2012) sind die Netzbetreiber dazu berechtigt, unbeschadet ihrer Pflicht nach § 12 EEG 2014 (§ 9 EEG 2012), an ihr Netz angeschlossene Anlagen je nach Erfordernis zu regeln.
Gesetzliche Vorgaben gemäß EEG 2014 zum Einspeisemanagement
§ 25 Verringerung der Förderung bei Pflichtverstößen gegen § 9 Technische Vorgaben
VDE-Anwendungsregel: VDE-AR-N 4105:2011-08 1) Anforderungen an Zählerplätze in elektrischen Anlagen im Niederspannungsnetz; Abschnitt 5.7.3.2 Erzeugungsmanagement/Netzsicherheitsmanagement
Im Netzgebiet der Bonn-Netz GmbH (BonnNetz) erfolgt die ferngesteuerte Regelung der Einspeiseleistung über die, in ein bidirektionales Kommunikationsnetz eingebundene, „intelligente“ Erzeugungs-Messeinrichtung [Ze] als Smart-Metering-System mit Schaltbox. Die Smart Meter fungieren als Bindeglied zwischen Energiedatenerfassungs- und Netzleitsystem und ermöglichen eine sichere und kostengünstige Umsetzung des Einspeisemanagement über die vorhandene Infrastruktur. Es wird kein zusätzlicher Platz für die Steuer- und Datenübertragungseinrichtung im Zählerschrank benötigt.Die Smart Meter mit EinsMan-Schaltbox können für Erzeugungsanlagen größer 30 kW(p) zur Steuerung der Regelstufen mit vier potentialfreien Schaltausgängen bereitgestellt werden.Optional kann für PV-Anlagen bis zu 30 kW(p) zur einfachen Reduzierung der Einspeiseleistung der Erzeugungszähler [Ze] als Smart Meter mit einem Schaltausgang für eine 2-stufige Regelung (Ein/Aus) beauftragt werden.
Die Regelung der Einspeiseleistung bei Erzeugungsanlagen über 100 kW erfolgt in vier Leistungsstufen: 100% → keine Reduzierung der Einspeiseleistung
Die Regelung der Einspeiseleistung bei Erzeugungsanlagen ≤ 100 kW(p) erfolgt in vier Leistungsstufen: 100% → keine Reduzierung der Einspeiseleistung
Bei PV-Anlagen in Kombination mit Strom-Speichersystemen können restriktiverer Grenzen für die Wirkleistungseinspeisung am Netzanschlusspunkt, abhängig vom jeweiligen KfW-Programm Erneuerbare Energien "Speicher" und der installierten Leistung der PV-Anlage, gelten. Bitte setzen Sie sich für die fachgerechte Umsetzung des Einspeisemanagement in Ihrer Erzeugungsanlage mit einem in das Installateurverzeichnis eingetragenen Elektro-Fachunternehmen bzw. dem Anlagenerrichter in Verbindung.
Anlagenleistung Neuanlagen mit Inbetriebnahme ab 01.01.2012
Bestandsanlagen mit Inbetriebnahme bis 31.12.2011
PV + KWK-Anlagen > 100 kW alle
alle mit Inbetriebnahme zw. 01.01.2009 und 31.12.2011 bis zum 01.01.2014
alle, alternativ Leistungsbegrenzung auf 70%
Der Anlagenbetreiber ist zur Aus- oder Nachrüstung einer Einrichtung zur ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung gesetzlich verpflichtet. Bei Neuanlagen ist die Vorhaltung einer technischen Einrichtung zur Umsetzung des Einspeisemanagement ab der Inbetriebnahme verbindlich gefordert. Für Bestandsanlagen gelten je nach Leistungsgröße entsprechende Übergangsfristen (vgl. Tabelle). Bei Überschreitung der Leistungsgrenzen durch Zusammenlegung gemäß § 9 Abs. 3 EEG 2014 (§ 6 Abs. 3 EEG 2012) findet diese Regelung bei jeder Einzelanlage, auch wenn die Einzelanlage die jeweilige Leistungsgrenze selbst nicht überschreitet, Anwendung.
Unter einer Einrichtung zur Abrufung der Ist-Einspeisung ist ein technisches Gerät zur Erfassung von mindestens ¼-h-Leistungsmittelwerten zu verstehen. Die Abrufung der Ist-Einspeiseleistung erfolgt bei der BonnNetz über die Fernauslesung der installierten Erzeugungs-Messeinrichtung [Ze] mit ¼-h-registrierender Leistungsmessung (RLM). Wird die Erzeugungs-Messeinrichtung [Ze] bei Erzeugungsanlagen über 100 kW(p) nicht von der BonnNetz betrieben, lässt der Anlagenbetreiber, auf seine Kosten, einen weiteren Messwandlersatz und Zählerwechselschrank zur Übergabe der Ist-Werte für eingespeiste Wirkarbeit (P) und Blindarbeit (Q), sowie falls erforderlich die aktuelle Spannung (U), Strom (I) und Frequenz (f) Messwerte, in unmittelbarer Nähe des Zählerwechselschranks der Erzeugungs-Messeinrichtung [Ze] errichten. Die Anbindung an die Netzleitstelle erfolgt grundsätzlich über eine GSM-Datenübertragungseinrichtung des Netzbetreibers. Abhängig von den örtlichen und technischen Gegebenheiten kann es erforderlich sein, die Datenübertragung zur BonnNetz alternativ über einen geeigneten Telekommunikationsanschluss (IP-Anschluss) herzustellen. Die Kosten für die Errichtung und den Betrieb des Telekommunikationsanschlusses trägt in diesem Fall der Anlagenbetreiber. Hierzu hat in der Planungsphase eine Abstimmung mit der BonnNetz zu erfolgen.
Die nachfolgenden Informationen zeigen die technische Umsetzung des Einspeisemanagements imNetzgebiet der BonnNetz auf. Die BonnNetz behält sich vor, das technische Konzept zur Umsetzung der ferngesteuerten Reduzierung der Einspeiseleistung von Erzeugungsanlagen zukünftig anzupassen.Umsetzung bei Erzeugungsanlagen > 100 kW
Abrufung der Ist-Einspeisung bei Erzeugungsanlagen > 100 kW Bei allen Neuanlagen und Bestandsanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 100 kW sind die Erzeugungs-Messeinrichtungen [Ze] mit einer ¼-h-registrierenden Leistungsmessung (RLM) und entsprechender Kommunikationsschnittstelle auszustatten bzw. nachzurüsten.
mit einer Begrenzung der maximalen Wirkleistungseinspeisung auf 70 % der installierten Leistung am Verknüpfungspunkt der Anlage mit dem Netz durch den Anlagenbetreiber auszurüsten. Bei PV-Anlagen in Kombination mit Strom-Speichersystemen können restriktiverer Grenzen für die Wirkleistungseinspeisung am Netzanschlusspunkt, abhängig vom jeweiligen KfW-Programm Erneuerbare Energien "Speicher" und der installierten Leistung der PV-Anlage, gelten. Seitenbeginn