Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20StR%20393/14
Timestamp: 2019-12-10 04:25:43
Document Index: 376843235

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 243', '§ 212', '§ 344', '§ 349', '§ 243', '§ 243', '§ 263', '§ 473', '§ 243', 'BGH', '§ 243', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 27.01.2015 - 1 StR 393/14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,5973
BGH, 27.01.2015 - 1 StR 393/14 (https://dejure.org/2015,5973)
BGH, Entscheidung vom 27.01.2015 - 1 StR 393/14 (https://dejure.org/2015,5973)
BGH, Entscheidung vom 27. Januar 2015 - 1 StR 393/14 (https://dejure.org/2015,5973)
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§ 243 Abs. 4 StPO; § 212 StPO; § 344 StPO
Mitteilungspflicht über Verständigungsgespräche (Zeitpunkt; Anforderungen an die Revisionsbegründung)
§ 349 Abs. 2 StPO, § 243 Abs. 4 Satz 1 StPO, § 243 Abs. 4 Satz 2 StPO, § 263 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 StGB, § 473 Abs. 1 StPO
§ 243 Abs 4 S 2 StPO
Strafverfahren: Mitteilung über Verständigungsgespräch
Strafbarkeit wegen Betrugs aufgrund der Abrechnung einer nur zeitweilig anwesenden Pflegekraft als Vollzeitpflege
Abrechnungsbetrug zulasten der Krankenkasse - und die Schadensberechnung
LG Nürnberg-Fürth, 24.10.2013 - 3 KLs 213 Js 8670/10
NStZ 2015, 353
Dabei ist über die stattgefundenen Erörterungen jedenfalls in der Regel unverzüglich zu informieren (BGH, Beschlüsse vom 5. Oktober 2010 - 3 StR 287/10, wistra 2011, 72, 73; vom 27. Januar 2015 - 1 StR 393/14, NStZ 2015, 353).
Auch wenn § 243 Abs. 4 Satz 2 StPO nach seinem Wortlaut keinen Zeitpunkt für die Mitteilung vorschreibt, ist in der Regel eine umgehende Information nach dem Verständigungsgespräch geboten (vgl. Senat, Beschluss vom 27. Januar 2015 - 1 StR 393/14, NStZ 2015, 353).
Zwar ist eine solche Mitteilung gegenüber dem Angeklagten in der Regel unverzüglich zu machen (…vgl. BGH, Beschlüsse vom 10. Dezember 2015 - 3 StR 163/15, Rn. 26 und vom 27. Januar 2015 - 1 StR 393/14, NStZ 2015, 353).
Zwar ist nach dem Zweck des Gesetzes regelmäßig eine umgehende Information im Anschluss an Verständigungsgespräche geboten, doch sind davon auch Ausnahmen möglich (BGH, Beschluss vom 27. Januar 2015 - 1 StR 393/15, NStZ 2015, 353).
Ungeachtet dessen, dass die sich aus den Tabellen des Strafurteils ergebenden Beträge nicht deckungsgleich mit den Beträgen sind, in deren Höhe die Beihilfebescheide zurückgenommen wurden, dürfte eine faktische Bindungswirkung vorliegend deshalb nicht gegeben sein, weil der Bundesgerichtshof im Revisionsverfahren des ehemaligen Betreuers der Antragstellerin Darlegungsmängel der maßgeblichen strafgerichtlichen Urteilsgründe bei der jeweiligen Schadensberechnung zu den Betrugstaten gerügt hat (vgl. BGH, B.v. 27.1.2015 - 1 StR 393/14 - NStZ 2015, 353 Rn. 14).