Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Hamburg&Datum=25.06.2014&Aktenzeichen=10%20U%2024/13
Timestamp: 2019-07-16 17:48:41
Document Index: 93186233

Matched Legal Cases: ['§ 309', '§ 1', '§ 287', '§ 309', '§ 309', 'BGH']

OLG Hamburg, 25.06.2014 - 10 U 24/13 - dejure.org
https://dejure.org/2014,33549
OLG Hamburg, 25.06.2014 - 10 U 24/13 (https://dejure.org/2014,33549)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 25.06.2014 - 10 U 24/13 (https://dejure.org/2014,33549)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 25. Juni 2014 - 10 U 24/13 (https://dejure.org/2014,33549)
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BGB § 309 Nr. 5; UKlaG § 1; ZPO § 287
Unwirksamkeit einer Mahnkostenpauschalen-Klausel (hier i.H.v. 5,95 EUR)
Mahnkostenpauschale - Beweislast bzgl. der tatsächlich angefallenen Kosten
BGB § 309 Nr. 5a
Zulässigkeit von pauschalierten Mahnkosten
LG Hamburg, 18.03.2013 - 312 O 574/12
NJW 2015, 85
Sie wird auch in der obergerichtlichen Spruchpraxis durchgängig befolgt (z.B. OLG München…, Urteil vom 28. Juli 2011 - 29 U 634/11, juris Rn. 54 ff.; OLG Hamburg, NJW 2015, 85, 86; OLG Koblenz…, Urteil vom 30. Juni 2016 - 2 U 615/15, juris Rn. 97).
Der Klauselverwender muss nachweisen, dass der vereinbarte Betrag seinem typischen Schadensumfang entspricht (Hanseatisches OLG, NJW 2015, 85, 86).
Dies bedeutet nicht, dass die Antragsgegnerin ihre interne konkrete Preisgestaltung offen legen muss (Hanseatisches OLG, NJW 2015, 85, 86).
Berücksichtigungsfähig sind nur solche Kosten, die im Schadensfall auch erstattungsfähig sind (Hanseatisches OLG, NJW 2015, 85 zu Personalkosten; ebenso OLG Brandenburg, MMR 2012, 812, 813).
In welcher Höhe eine Mahnkostenpauschale in AGB nach § 309 Nr. 5a BGB unwirksam sind, hängt von den Umständen des Einzelfalles und den tatsächlich durchschnittlich anfallenden Kosten ab (Hanseatisches Oberlandesgericht, Beschluss vom 25. Juni 2014 - 10 U 24/13 -, Rn. 20, juris).
Der Verweis der Beklagten in erster Instanz auf die jüngere Rechtsprechung des OLG Hamburg (NJW 2015, 85, juris-Tz. 16) trägt insoweit nicht.
Der Klauselverwender hat in diesem Zusammenhang nachzuweisen, dass der vereinbarte Betrag seinem typischen Schadensumfang entspricht (BGH NJW-RR 2015, 690; Hanseatisches OLG NJW 2015, 85, 86; Hervorhebung diesseits).