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Timestamp: 2020-06-05 12:39:41
Document Index: 395627958

Matched Legal Cases: ['OGH', 'OGH', 'EuG', '§ 10', 'OGH', 'EuG', '§ 10', 'Art 31', 'Art 7', '§ 10', '§ 10', 'EuG', 'Art 31', 'Art 7', '§ 10']

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OGH | 9 ObA 137/19s | 29.04.2020 | Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH
Der Arbeitnehmer begehrt mit seiner Klage von der Arbeitgeberin als Urlaubsersatzleistung € 322,06 samt Zinsen. Er vertritt im Verfahren den Standpunkt, dass § 10 Abs 2 UrlG gegen Art 31 Abs 2 Charta der Grundrechte der Europäischen Union (GRC) und Art 7 Arbeitszeit-Richtlinie 2003/88/EG verstoße und daher nicht zur Anwendung komme.
Die beklagte Arbeitgeberin beantragte unter Hinweis auf § 10 Abs 2 UrlG die Abweisung der Klage. Die Bestimmung widerspreche nicht dem Unionsrecht.
Die Vorinstanzen wiesen die Klage ab. Sie vertraten die Rechtsauffassung, § 10 Abs 2 UrlG sei unionsrechtskonform.
Der Oberste Gerichtshof unterbrach das Verfahren und legte dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) die Frage vor, ob mit Art 31 Abs 2 GRC und Art 7 Arbeitszeit-Richtlinie eine nationale Vorschrift vereinbar ist, wonach eine Urlaubsersatzleistung für das laufende (letzte) Arbeitsjahr nicht gebührt, wenn der Arbeitnehmer ohne wichtigen Grund vorzeitig einseitig das Dienstverhältnis beendet („Austritt“). Diese Frage zielt darauf ab, ob § 10 Abs 2 UrlG unionsrechtlich unbedenklich ist.
(https://www.ogh.gv.at/entscheidungen/vorabentscheidungsersuchen-eugh/vorabentscheidungsersuchen-zur-unionsrechtskonformitaet-des-%C2%A7-10-abs-2-urlaubsgesetz/)