Source: https://www.knauf.de/profi/wir-bei-knauf/stoerfallverordnung/
Timestamp: 2018-09-19 06:57:55
Document Index: 107672311

Matched Legal Cases: ['§ 8', '§8', '§11', '§7', '§ 17', '§ 17']

Knauf - Störfallverordnung
Öffentlichkeitsinformation gem. § 8a der Störfallverordnung betreffend das Werk Stadtoldendorf, Holeburgweg 47, 37627 Stadtoldendorf
Warum geben wir diese Information heraus?
Als verantwortungsbewusstes und bürgernahes Unternehmen liegt uns viel daran, mit allen unseren Mitmenschen in guter Nachbarschaft zu leben. Aus diesem Grund geben wir Ihnen als Teil unseres Sicherheitskonzeptes und nach Störfallverordnung §8a die Informationen, die Ihnen Hilfestellung geben sollen, für den Fall, dass die Auswirkungen eines Störfalles die Werksgrenzen überschreiten sollten.
In enger Zusammenarbeit mit den Behörden und dem Technischen Überwachungsverein passen wir unsere umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen ständig dem neuesten Stand der Technik an. Mit regelmäßigen und systematischen Überprüfungen der Anlagen durch geschulte Mitarbeiter und den Aufsichtsbehörden sowie durch regelmäßige Begehungen, die durch unser technisches Gefahrenmeldesystem unterstützt werden, runden wir unser Sicherheitskonzept ab. Dadurch minimieren wir ein eventuelles Restrisiko für uns, unsere Mitarbeiter und unsere Nachbarn. Dies beweist nicht zuletzt der über 30jährige unfall- und störungsfreie Betrieb des älteren Flüssiggaslagers, welches das Werk bereits seit Anfang der 1980er Jahre unter hohen Sicherheitsauflagen betreibt.
Unser Gipskarton-Plattenwerk in Stadtoldendorf
Die Firma Knauf Gips KG betreibt am Standort Stadtoldendorf ein Gipskarton-Plattenwerk. Als Rohstoffe werden überwiegend Gips, Wasser sowie geringe Mengen Zuschlagsstoffe eingesetzt, die zu Gipskartonplatten verarbeitet werden. Für den Trocknungsprozess der Gipsplatten wird Erdgas verwendet. Im Falle der Abschaltung vom Erdgasnetz erfolgt die Energieversorgung über einen Flüssiggastank, der sich auf dem Betriebsgelände der Knauf Gips KG befindet. Die nebenstehende Luftaufnahme zeigt die Knauf Gips KG und das unmittelbare Gebiet der Stadt Stadtoldendorf sowie die einzelnen Gefährdungsradien.
Information nach §11 der Störfallverordnung
In der vorliegenden Informationsschrift beschreiben wir den Betriebsbereich, den eingesetzten Stoff, was bei einem Störfall passieren kann und vor allem, wie Sie im Fall einer Störung informiert und geschützt werden.
1. Name des Betreiber und Angabe des Standortes
Knauf Gips KG, Postfach 10, 97343 Iphofen
Werk Stadtoldendorf, Holeburgweg 47, 37627 Stadtoldendorf
Gemäß Teil 1 Nr. 2 Anhang V 12. BImSchV liegt ein Betriebsbereich vor, der der 12. BImSchV unterliegt. Dem Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim liegt eine Anzeige gemäß §7 Abs. 1 vor.
Für die Trocknung der Gipskartonplatten wird im Regelfall Erdgas eingesetzt. Im Falle der Abschaltung vom Erdgasnetz bei Verbrauchsspitzen erfolgt die Energieversorgung über ein Flüssiggaslager, das sich auf dem Betriebsgelände der Knauf Gips KG befindet.
4. Gebräuchliche Bezeichnung der relevanten gefährlichen Stoffe
Im Flüssiggastank am nördlichen Ende des Werksgeländes befindet sich Butan, welches im Bedarfsfall im Plattentrockner zur Erzeugung der nötigen Wärme eingesetzt wird. Butan ist extrem entzündbar und kann bei Erwärmung explodieren. Der Tank ist erdgedeckt eingebaut und wird ständig hinsichtlich relevanter Sicherheitsparameter kontrolliert.
5. Informationen an die Öffentlichkeit im Störfall
Das Flüssiggaslager ist nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) genehmigt. Das Werk Stadtoldendorf der Knauf Gips KG unterliegt den Bestimmungen der Störfall-Verordnung (StörfallV) für Betriebsbereiche der unteren Klasse.
Eine mögliche Gefährdung von Menschen in unmittelbarer Umgebung durch das Butan liegt in der Ausbreitung einer entzündlichen Gaswolke bzw. durch thermische und Druckauswirkungen in einem Umkreis von ca. 1000m um das Flüssiggastank-lager. Im Brandfall sind Beeinträchtigungen durch Ruß- und Rauchbildung zu erwarten. Jährliche Übungen mit der Feuerwehr finden statt.
Sollte trotz aller technischen und organisatorischen Vorkehrungen ein Störfall eintreten, wird sofort ein interner Alarm ausgelöst und die zuständigen Personen informiert. Im Bedarfsfall wird durch öffentliche Stellen die etwaige betroffene Bevölkerung informiert, den Aufforderungen von dieser Stelle ist dann zu Ihrer eigenen Sicherheit Folge zu leisten. Es wird empfohlen, im Gebäude zu bleiben, Fenster und Türen geschlossen zu halten, Zündquellen zu vermeiden sowie auf Hinweise zu warten.
6., 7. Weitere Informationen
Betriebe, die unter die Störfall-Verordnung (12. BImSchV) fallen, sind gemäß § 17 Abs. 2 StörfallV regelmäßig durch Vor-Ort-Besichtigungen von der zuständigen Behörde auf der Grundlage eines Überwachungsplans nach § 17 Abs. 1 StörfallV zu überprüfen.
Der Überwachungsplan wurde vom niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz erstellt und im niedersächsischen Ministerialblatt Nr. 10/2017 vom 15.03.2017 veröffentlicht. Die letzte Vor-Ort-Besichtigung dieses Betriebes durch das staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim fand am 07.11.2016 statt.
Für weiterführende Informationen zur Vor-Ort-Besichtigung und über den Zugang zu Umweltinformationen können Sie sich an das staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim (05121 / 163-0 oder poststelle@gaa-hi.niedersachsen.de ) wenden.