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Timestamp: 2016-10-25 06:48:22
Document Index: 30537019

Matched Legal Cases: ['Art. 100', 'Art. 4', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'Art. 104', 'Art. 114', 'in fine', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 17', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 17', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 17', 'Art. 8', 'Art. 13', 'BGE', 'in fine', 'Art. 156', 'Art. 153', 'Art. 153', 'Art. 159']

2A.469/2001 (06.03.2002)
2A.469/2001/sch
Urteil vom 6. M�rz 2002
X.________, geboren 1965,
Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprech J�rg Walker, Solothurnerstrasse 101, 4600 Olten,
Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Regierungsgeb�ude, Rathausstr. 2, 4410 Liestal,
Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs
(Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Basel-Landschaft vom
22. August 2001)
Der t�rkische Staatsangeh�rige X.________, geb. 1965, war in der T�rkei in lediglich religi�s geschlossener Ehe (sog. Imam-Ehe) mit einer Landsfrau verheiratet. Aus dieser Beziehung stammen vier Kinder: A.________, geb. 1. September 1982, B.________, geb. 20. April 1983, C.________, geb. 2. Juni 1984, und D.________, geb. 13. April 1987. Im Jahre 1989 reiste X.________ als Asylbewerber in die Schweiz ein und liess die Kinder bei der Mutter in der T�rkei. Gegen die Ablehnung seines Asylgesuchs erhob er 1990 Beschwerde. Am 27. August 1993 ehelichte er eine Schweizer B�rgerin, worauf ihm die Fremdenpolizei des Kantons Basel-Landschaft (im Folgenden: Fremdenpolizei), welche zun�chst eine Scheinehe angenommen hatte, 1995 eine Aufenthaltsbewilligung erteilte. Nach dem R�ckzug der Beschwerde wurde sein Asylverfahren im selben Jahr abgeschrieben. X.________ erhielt 1998 die Niederlassungsbewilligung.
Im September 1999 ersuchte X.________ die Fremdenpolizei, seine Kinder aus der T�rkei f�r drei Monate besuchsweise in die Schweiz kommen lassen zu d�rfen. Ende Dezember 1999 reisten die Kinder mit Besuchervisa ein. Am 25./ 28. Januar 2000 begehrte X.________ den Familiennachzug (Einbeziehung in die Niederlassungsbewilligung) f�r die Kinder. Die Fremdenpolizei wies das Gesuch am 18. Mai 2000 ab und setzte den Kindern eine Ausreisefrist. Die Beschwerden an den Regierungsrat und an das Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Landschaft wurden am 8. Januar 2001 bzw. 22. August 2001 abgewiesen.
Am 19. September 2001 hat X.________ beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht mit dem sinngem�ssen Antrag, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 22. August 2001 aufzuheben, den Kindern A.________, B.________, C.________ und D.________ die Niederlassungsbewilligung zu erteilen, eventuell die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft sowie das Bundesamt f�r Ausl�nderfragen schliessen auf Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Landschaft hat auf Vernehmlassung verzichtet.
Auf das mit Einreichung der Beschwerde gestellte Gesuch um aufschiebende Wirkung bzw. vorsorgliche Massnahmen hat der Pr�sident der II. �ffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts am 22. November 2001 verf�gt, dass die Kinder bis zum Abschluss des bundesgerichtlichen Verfahrens nicht zur Ausreise verpflichtet sind.
1.1 Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG schliesst die Verwaltungsgerichtsbeschwerde aus gegen die Erteilung oder Verweigerung von fremdenpolizeilichen Bewilligungen, auf die das Bundesrecht keinen Anspruch einr�umt. Gem�ss Art. 4 des Bundesgesetzes vom 26. M�rz 1931 �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder (ANAG, SR 142.20) entscheidet die zust�ndige Beh�rde, im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Vertr�ge mit dem Ausland, nach freiem Ermessen �ber die Bewilligung von Aufenthalt und Niederlassung. Der Ausl�nder hat damit grunds�tzlich keinen Anspruch auf Erteilung bzw. Verl�ngerung einer Aufenthaltsbewilligung, und die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist ausgeschlossen, soweit er sich nicht auf eine Norm des Bundesrechts oder eines Staatsvertrags berufen kann, die ihm einen Anspruch auf eine solche Bewilligung einr�umt (BGE 126 I 81 E. 1a S. 83; 124 II 361 E. 1a S. 363 f., mit Hinweisen).
Gem�ss Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG haben ledige Kinder von Ausl�ndern, die in der Schweiz niedergelassen sind, Anspruch auf Einbezug in die Niederlassungsbewilligung ihrer Eltern, wenn sie mit diesen zusammenwohnen und noch nicht 18 Jahre alt sind. Die Kinder waren im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung, auf den es in diesem Zusammenhang ankommt (BGE 124 II 361 E. 4b S. 370; 120 Ib 257 E. 1f S. 262), noch nicht 18 Jahre alt. Die form- und fristgerecht eingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts als kantonal letztinstanzlicher Entscheid ist daher zul�ssig (Art. 97 und 98 lit. g OG). Ob die begehrte Bewilligung verweigert werden durfte, betrifft nicht das Eintreten, sondern bildet Gegenstand der materiellen Beurteilung (vgl. BGE 126 II 265 E. 1b S. 266, mit Hinweisen).
1.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes ger�gt werden (Art. 104 lit. a und b OG). Das Bundesgericht wendet das Bundesrecht bei der Verwaltungsgerichtsbeschwerde von Amtes wegen an, ohne an die Begr�ndung der Parteibegehren gebunden zu sein (Art. 114 Abs. 1 in fine OG). Es kann die Beschwerde daher auch aus andern als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder den Entscheid mit einer Begr�ndung best�tigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (BGE 121 II 473 E. 1b S. 477; 117 Ib 114 E. 4a S. 117, mit Hinweis).
Im Fremdenpolizeirecht stellt das Bundesgericht auf die aktuellen tats�chlichen und rechtlichen Umst�nde ab, ausser wenn eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden hat. Diesfalls gilt die Regelung von Art. 105 Abs. 2 OG, wonach das Bundesgericht an die Feststellung des Sachverhalts gebunden ist, wenn die richterliche Vorinstanz diesen nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen erhoben hat (BGE 124 II 361 E. 2a S. 365; 122 II 385 E. 2 S. 390). Da im vorliegenden Fall der angefochtene Entscheid durch ein Gericht erging, gelangt Art. 105 Abs. 2 OG zur Anwendung.
2.1 Der Familiennachzug nach Art. 17 Abs. 2 ANAG soll das Leben in der Familiengemeinschaft erm�glichen. Der Gesetzeswortlaut verdeutlicht, dass dabei die rechtliche Absicherung des Zusammenlebens der Gesamtfamilie gemeint ist: Verlangt wird ausdr�cklich, dass die Kinder mit ihren Eltern (Plural) zusammenleben werden. Auch die innere Systematik von Art. 17 Abs. 2 ANAG geht vom Zusammenleben mit Mutter und Vater aus. Die Nachzugsregelung ist daher auf Familien zugeschnitten, in denen die (leiblichen) Eltern einen gemeinsamen ehelichen Haushalt f�hren (BGE 126 II 329 E. 2a S. 330). F�r diese F�lle hat das Bundesgericht entschieden, dass innerhalb der allgemeinen Schranken von Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG der Nachzug jederzeit zul�ssig ist; vorbehalten bleibt einzig das Verbot des Rechtsmissbrauchs. Je l�nger mit der Aus�bung des Nachzugsrechts ohne sachlichen Grund zugewartet wird und je knapper die verbleibende Zeit bis zur Vollj�hrigkeit ist, umso eher kann ein solcher vorliegen (BGE 126 II 329 E. 3b S. 333).
2.2 Sind die Eltern voneinander getrennt oder geschieden und h�lt sich der eine Elternteil in der Schweiz, der andere aber im Ausland auf, kann es nicht um die Zusammenf�hrung einer Gesamtfamilie gehen. Insoweit besteht kein bedingungsloser Anspruch auf Nachzug der Kinder (BGE 126 II 329 E. 2b S. 331): Hier f�hrt der Umzug in die Schweiz nicht ohne weiteres zu einer engeren Einbindung in die Familiengemeinschaft. Es wird vielmehr lediglich eine Obhut durch eine andere ersetzt, ohne dass die Familie als Ganzes n�her zusammengef�hrt w�rde. In solchen F�llen setzt der sp�tere Nachzug daher voraus, dass eine vorrangige Bindung zum in der Schweiz lebenden Elternteil nachgewiesen ist und stichhaltige famili�re Gr�nde, zum Beispiel eine �nderung der Betreuungsverh�ltnisse, dieses Vorgehen rechtfertigen bzw. gebieten (BGE 126 II 329 E. 3a S. 332). Dem stehen weder Art. 8 EMRK (SR 0.101) noch Art. 13 Abs. 1 BV entgegen: Diese Bestimmungen r�umen grunds�tzlich nicht demjenigen Elternteil ein Recht auf Nachzug des Kindes ein, der freiwillig ins Ausland gezogen ist, ein weniger enges Verh�ltnis zum Kind hat als der andere Elternteil oder sonstige Verwandte, die f�r dieses sorgen, und der seine bisherige Beziehung zum Kind - im bis anhin gewohnten Rahmen - weiterhin pflegen kann (BGE 125 II 585 E. 2c S. 589; 124 II 361 E. 3a S. 366; vgl. Michele de Salvia, Compendium de la CEDH, Kehl/Strassburg/Arlington 1998, Rz. 101 zu Art. 8 EMRK; zur Tragweite von Art. 13 BV: BGE 126 II 377 E. 7 S. 394). Ein Nachzugsrecht des in der Schweiz lebenden Elternteils bedingt auch gest�tzt auf Art. 8 EMRK, dass das Kind zu diesem die vorrangige famili�re Beziehung unterh�lt und sich der Nachzug als zu dessen Pflege notwendig erweist (BGE 125 II 585 E. 2c S. 589; 124 II 361 E. 3a und 4d S. 366 und 371, mit Hinweisen). Dabei kommt es nicht allein auf die bisherigen Verh�ltnisse an, sondern es k�nnen auch nachtr�glich eingetretene oder k�nftige Umst�nde wesentlich erscheinen (BGE 124 II 361 E. 3a S. 366; 122 II 385 E. 4b S. 392). Es ist zu pr�fen, ob im Herkunftsland alternative Betreuungsm�glichkeiten zur Verf�gung stehen, die dem Kindeswohl besser entsprechen; beispielsweise, weil dadurch bei schon �lteren Kindern vermieden werden kann, dass sie aus ihrer bisherigen Umgebung und dem ihnen vertrauten Beziehungsfeld gerissen werden. Der in der Schweiz ans�ssige Elternteil soll sein Kind umgekehrt aber auch nicht erst dann nachziehen k�nnen, wenn es an einer alternativen Betreuungsm�glichkeit im Heimatland �berhaupt fehlt (BGE 125 II 633 E. 3a S. 640, mit Hinweisen). Die Verweigerung der Bewilligung ist mit Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV vereinbar, wenn die Familientrennung von den Betroffenen urspr�nglich selber freiwillig herbeigef�hrt worden ist, f�r die �nderung der bisherigen Verh�ltnisse keine �berwiegenden famili�ren Interessen bestehen bzw. ein Wechsel sich nicht als zwingend erweist und die Fortf�hrung bzw. Pflege der bisherigen famili�ren Beziehungen nicht beh�rdlich verhindert wird (BGE 122 II 385 E. 4b S. 392 f., mit Hinweisen).
3.1 Der Beschwerdef�hrer macht sinngem�ss geltend, es habe sich eine wesentliche �nderung in den Beziehungsverh�ltnissen ergeben, die eine Pflege durch ihn notwendig mache. Die Kindesmutter sei "nicht mehr in der Lage bzw. nicht mehr Willens", die Kinder weiter zu betreuen; sie habe in einer notariell beurkundeten Erkl�rung (vom 20. Januar 2000) ausdr�cklich auf die Obhut �ber die Kinder verzichtet. Die Grossmutter v�terlicherseits, die sich um die Kinder gek�mmert habe, nachdem sich die leibliche Mutter geweigert habe, die Kinderbetreuung fortzusetzen, sei im Januar 1999 verstorben. Psychische Probleme bei der Mutter h�tten dazu gef�hrt, dass die Beziehung der Kinder zu ihr massiv gest�rt worden seien. Dadurch habe "sich das Gewicht zu Gunsten des Beschwerdef�hrers" verschoben. Ausserdem hielten sich die Kinder nun seit rund zwei Jahren in der Schweiz auf, was das Verwaltungsgericht zu Unrecht nicht ber�cksichtigt habe.
Das Verwaltungsgericht hat die Bindung der Kinder zur Mutter und nicht zum Vater als vorrangig angesehen. Ausserdem hat es die Notwendigkeit des Nachzugs verneint.
3.2 Der Beschwerdef�hrer ist 1989 in die Schweiz eingereist und hat die Kindesmutter, mit der er eine so genannte Imam-Ehe eingegangen war, samt den vier gemeinsamen Kindern in der Heimat zur�ckgelassen. Letztlich gibt er selber zu, dass, nachdem er die Heimat verlassen hatte, die Mutter bis 1999 die vorrangige Beziehung zu den Kindern unterhielt und sie betreute. Dies soll ihn nach seiner eigenen Darstellung sogar davon abgehalten haben, die Kinder vor 1999 zu Besuchsaufenthalten in die Schweiz zu holen, obwohl er zwischen 1995 und 1997 f�r drei andere Personen Besuchervisa beantragt hatte. Wenn der Beschwerdef�hrer sodann behauptet, die Grossmutter habe sich um die Kinder gek�mmert, nachdem sich die leibliche Mutter geweigert haben soll, die Kinderbetreuung weiterhin zu �bernehmen, erscheint der Vorhalt des Verwaltungsgerichts berechtigt, er habe trotzdem bis Ende 1999 mit dem Nachzugsgesuch zugewartet. Unwidersprochen geblieben ist weiter die Annahme der Vorinstanzen, die Mutter habe nach dem Tod der Grossmutter im Januar 1999 die Betreuungsaufgabe bis zur Ausreise der Kinder Ende 1999 allein wahrgenommen. Laut Verwaltungsgericht hat der Beschwerdef�hrer nicht in nachvollziehbarer Weise erl�utert, weshalb er mit dem Gesuch bis Ende 1999 zuwartete. Er habe nicht bewiesen, dass die Beziehung der Kinder zu ihm vorrangig sei. Zwar gilt im Verwaltungsverfahren grunds�tzlich die Untersuchungsmaxime. Diese wird jedoch durch die Mitwirkungspflicht der Parteien relativiert, welche namentlich insoweit greift, als eine Partei das Verfahren durch eigenes Begehren einleitet und darin eigene Rechte geltend macht. Angesichts der Schwierigkeiten der schweizerischen Beh�rden, im Ausland Erhebungen durchzuf�hren, kommt der Mitwirkungspflicht erhebliche Bedeutung zu. Im vorliegenden Zusammenhang trifft das insbesondere auf die vom Beschwerdef�hrer behaupteten pers�nlichen Umst�nde in seiner Heimat zu (BGE 122 II 385 E. 4c/cc S. 394; 124 II 361 E. 2b S. 365).
Gemessen hieran ist die Schlussfolgerung des Verwaltungsgerichts, wonach die vorrangige Beziehung der Kinder bis zu ihrer Einreise in die Schweiz zur Mutter und nicht zum Vater bestand, nicht offensichtlich unrichtig (Art. 105 Abs. 2 OG). Das gleiche gilt f�r die Bemerkung der Vorinstanz, es sei nicht erstellt, weshalb die Mutter die Betreuung der Kinder nicht mehr gew�hrleisten k�nne und diese nun vom Vater �bernommen werden m�sse:
Zun�chst erkl�rte der Beschwerdef�hrer, die Mutter m�chte ein neues Leben beginnen, einen Mann heiraten, wobei die Kinder im Wege st�nden. Im Folgenden behauptete er, die Mutter sei "psychisch und physisch so krank, dass sie sich nicht mehr l�nger um die Kinder k�mmern" konnte, weshalb zun�chst die Grossmutter die Betreuung habe �bernehmen m�ssen. Wie erw�hnt, betreute jedoch nach dem Tod der Grossmutter wieder die Mutter allein die Kinder bis zu deren Einreise im Dezember 1999. In zwei schriftlichen Erkl�rungen vom 20. Januar 2000 und 2. Februar 2001 teilte die Kindesmutter ohne weitere Begr�ndung mit, sie m�chte ihre Kinder nicht betreuen bzw. sie befinde sich "in einer schwierigen Lage" und k�nne nicht zu den Kindern schauen. In einer schriftlichen Erkl�rung vom 8. Februar 2001 f�hrte sie - ohne eingehendere Angaben - eine zwischen ihr und den Kindern bestehende Konfliktsituation an. Anl�sslich der schriftlichen Anh�rung der Kinder im Verfahren vor dem Regierungsrat im August 2000 erw�hnten diese vor allem zwischen dem Beschwerdef�hrer und der Mutter bestehende Unruhen, die das Familienverh�ltnis gest�rt h�tten. Gegen�ber dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst des Kantons Basel-Landschaft beschwerten sich die Kinder im Juni 2001 �ber mangelnde F�rsorge der Mutter; nachdem der Vater 1989 in die Schweiz ausgereist sei, soll sich die Mutter nicht mehr um sie gesorgt und sie der Pflege durch die Grossmutter �berlassen haben. Da der Beschwerdef�hrer, der nach seinen eigenen Angaben den Kontakt zu seinen Kindern in der T�rkei aufrechterhalten hatte und sie dort besuchte und somit �ber die tats�chlichen Verh�ltnisse im Bilde war, jedoch selber einr�umt, die vorrangige Beziehung der Kinder habe bis 1999 zur Mutter bestanden, durfte das Verwaltungsgericht zul�ssigerweise davon ausgehen, dass es sich bei den Unstimmigkeiten zwischen Mutter und Kinder um in der Entwicklungsphase der Kinder nicht aussergew�hnliche Vorkommnisse handelte. Andernfalls h�tte der Beschwerdef�hrer wohl nicht bis Ende 1999 mit dem Nachzugsbegehren f�r die Kinder zugewartet bzw. zuwarten d�rfen. Mangels belegter stichhaltiger Gr�nde ist eine �nderung der Betreuungsverh�ltnisse nicht anzunehmen. Insbesondere sind die pauschalen Erkl�rungen der Mutter nicht geeignet, eine andere Beurteilung herbeizuf�hren. Demnach ist die Annahme des Verwaltungsgerichts, der Nachzug der Kinder sei Ende 1999 auch nicht notwendig gewesen, nicht zu beanstanden.
3.3 Der Beschwerdef�hrer wendet ein, auch der Umstand, dass die Kinder seit nun rund zwei Jahren in "intensiver Hausgemeinschaft" mit ihm lebten, sei zu ber�cksichtigen.
3.3.1 Dies lehnte das Verwaltungsgericht ab. Der Beschwerdef�hrer habe die besuchsweise Einreise der Kinder in missbr�uchlicher Art und Weise beantragt, indem er die Kinder mit Besuchervisa in die Schweiz geholt habe in der Absicht, anschliessend ein Familiennachzugsgesuch zu stellen. Daher sei bei der Beurteilung, ob die Bedingungen f�r einen Familiennachzug erf�llt seien, von den tats�chlichen Gegebenheiten zum Zeitpunkt der Einreise der Kinder in die Schweiz, d.h. 1999, auszugehen.
F�r seine Ansicht verweist das Verwaltungsgericht auf die Erw�gung 4c/aa von BGE 122 II 385. Dort hatte das Bundesgericht jedoch lediglich festgehalten, dass die Betroffenen aus dem Umstand, dass sie nach illegaler Einreise seit rund drei Jahren zusammenlebten, nichts zu ihren Gunsten ableiten k�nnten. Es h�tten daher die tats�chlichen Gegebenheiten im Zeitpunkt der illegalen Einreise "im Vordergrund" zu stehen. Damit hat das Bundesgericht aber nicht gesagt, dass allein von den tats�chlichen Gegebenheiten zum Zeitpunkt der Einreise auszugehen sei. Vielmehr hat es nur zum Ausdruck gebracht, dass gewisse Umst�nde je nach Situation nicht ausschlaggebend sein k�nnen (vgl. in diesem Sinne auch Urteile des Bundesgerichts 2A.257/2000 vom 2. Oktober 2000, E. 2b, sowie 2A.145/1998 vom 26. Juni 1998, publ. in RDAT 1998 II Nr. 41 S. 150 E: 3c). Wie bereits in E. 2.2 ausgef�hrt, bleibt es dabei, dass grunds�tzlich auch nachtr�glich eingetretene oder k�nftige Umst�nde wesentlich erscheinen k�nnen.
3.3.2 Der Beschwerdef�hrer hat zugegeben, zun�chst Besuchervisa f�r die Kinder im Hinblick auf den sp�ter gestellten Nachzugsantrag begehrt zu haben. Er sei jedoch davon ausgegangen, dass sein Vorgehen rechtens sei.
Grunds�tzlich h�tte der Beschwerdef�hrer den Nachzugsantrag stellen m�ssen, w�hrend sich seine Kinder noch in der Heimat befanden, bzw. h�tten diese den Ausgang des Bewilligungsverfahrens dort abwarten m�ssen; dies ist der vom Gesetz vorgesehene Verfahrensablauf (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.367/ 2000 vom 4. Oktober 2000, E. 2b/bb). Besondere Gr�nde, die ein Abweichen hievon rechtfertigen k�nnten, hat der Beschwerdef�hrer nicht geltend gemacht (vgl. erw�hntes Urteil vom 26. Juni 1998 in RDAT 1998 II Nr. 41 S. 150 E. 3c). Aus dem Umstand, dass die Kinder mit Besuchervisa eingereist sind, kann nicht gefolgert werden, sie d�rften f�r die Dauer des danach eingeleiteten Verfahrens in der Schweiz bleiben. Entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers ist auch nicht erheblich, dass er den Nachzugsantrag schon kurz nach Beginn des Besuchsaufenthaltes gestellt hat. Ebensowenig kommt es darauf an, ob bereits ein entsprechender Antrag abgelehnt worden war oder nicht. Zudem haben die Beh�rden von Anfang an verlangt, dass die Kinder nach Ablauf der Besuchervisa ausreisen und den Ausgang des Bewilligungsverfahrens im Ausland abwarten. Auch das Verwaltungsgericht lehnte die Antr�ge des Beschwerdef�hrers ab, den Kindern f�r die Dauer des Bewilligunsverfahrens den Aufenthalt in der Schweiz zu gestatten.
Damit kann dem Umstand, dass die Kinder rund zwei Jahre mit dem Beschwerdef�hrer in der Schweiz gelebt haben, unter Beachtung der gesamten Erw�gungen hier keine entscheidende Bedeutung zukommen. Ansonsten w�rden im �brigen diejenigen benachteiligt, die ordnungsgem�ss ein Nachzugsgesuch stellen und sich dabei an die Auflagen der Beh�rden halten. Ob der vom Verwaltungsgericht gegen den Beschwerdef�hrer gerichtete Vorwurf des Rechtsmissbrauchs zutrifft, kann hierbei offen gelassen werden.
3.4 Zwar ist f�r die Frage des Eintretens auf ein Gesuch um Familiennachzug gem�ss Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG grunds�tzlich auf das Alter der Kinder im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung abzustellen (BGE 120 Ib 257 E. 1f S. 262 f.). Bei der Pr�fung der materiellen Rechtslage darf indes - ebenso bei dem auf Art. 8 EMRK gest�tzten Nachzugsfall - ber�cksichtigt werden, dass zwei T�chter im Zeitpunkt des verwaltungsgerichtlichen Entscheids das 18. Lebensjahr vollendet hatten und der Sohn kurz vor der Vollj�hrigkeit stand. Ein besonderes Abh�ngigkeitsverh�ltnis zum Vater wurde nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Unter diesen Umst�nden bed�rfen diese, wenn �berhaupt, nicht mehr st�ndig einer pers�nlichen Betreuung wie ein Kind (vgl. BGE 124 II 361 E. 4b S. 370). Zwar ist die j�ngste Tochter erst 15 Jahre alt. Nach dem Gesagten kann sie aber noch von der Mutter in der Heimat betreut werden. Dass der Heimatort seit rund sieben Jahren teilweise zerst�rt sein soll, ist vorliegend nicht von Belang, nachdem es den Kindern offenbar m�glich war, dort jahrelang mit der Mutter zu leben. Zudem kann der Beschwerdef�hrer seinen Kindern von der Schweiz aus die notwendige Unterst�tzung zukommen lassen. Den Kindern des Beschwerdef�hrers, die ihre Wurzeln schwerpunktm�ssig in der T�rkei haben, ist es zuzumuten, weiterhin in diesem Land zu leben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.438/2000 vom 8. Januar 2001, E. 2b). Die R�ckkehr der Kinder in die T�rkei hindert den Beschwerdef�hrer schliesslich unstreitig nicht daran, seine pers�nlichen Beziehungen zu ihnen mindestens im gleichen Umfange wie vor ihrer Einreise in die Schweiz zu pflegen. Demnach kann vorliegend weder aus Art. 17 Abs. 2 Satz 3 ANAG noch aus Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV ein Anspruch auf Familiennachzug durchgesetzt werden.
Die vom Beschwerdef�hrer erhobenen R�gen der Verletzung des rechtlichen Geh�rs stossen ins Leere (vgl. dazu BGE 125 I 127 E. 6c/cc in fine S. 135, 417 E. 7b S. 430): Das Verwaltungsgericht ist zu Gunsten des Beschwerdef�hrers davon ausgegangen, dass er seine Kinder regelm�ssig in der T�rkei besucht hat. Daher war es nicht gehalten, ihm Gelegenheit zur Vorlage von Beweisen f�r seine Besuchsaufenthalte zu geben. Wie der Beschwerdef�hrer sodann selber festh�lt, handelt es sich beim Urteil des Zivilgerichts Pazarcik vom 12. Juli 2001 nicht um die �bertragung des Sorgerechts auf ihn, sondern lediglich um die Feststellung seines bereits bestehenden Sorgerechts f�r die Kinder; das Sorgerecht der Mutter wird davon nicht ber�hrt; eine �nderung der Verh�ltnisse trat dadurch also offenbar nicht ein. Insoweit kommt diesem Entscheid vorliegend keine Bedeutung zu und er konnte im Ergebnis als unbeachtlich behandelt werden. Fehl geht auch der Einwand, das Verwaltungsgericht habe Beweismittel, die erst nach der Einreise der Kinder erh�ltlich gemacht worden seien, bei seiner Beurteilung ausser Acht gelassen und damit den Sachverhalt unrichtig festgestellt. Vielmehr hat die Vorinstanz auch die erw�hnten Beweismittel ber�cksichtigt, diese indessen entsprechend seinem zu Grunde gelegten Ausgangspunkt gewertet (vgl. obige E. 3.3.1). Darin liegt aber nicht bereits eine unrichtige Sachverhaltsfeststelllung.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde erweist sich damit als unbegr�ndet. Entsprechend dem Verfahrensausgang wird der unterliegende Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 153 und Art. 153a OG). Parteientsch�digungen sind nicht geschuldet (vgl. Art. 159 OG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft und dem Verwaltungsgericht des Kantons Basel-Landschaft sowie dem Bundesamt f�r Ausl�nderfragen schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 6. M�rz 2002