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Timestamp: 2018-12-10 05:59:09
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Piraten fordern: das Renteneintrittsalter für Minister muss fairerweise von 62 auf 67 Jahre steigen! › Flaschenpost
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Piraten fordern: das Renteneintrittsalter für Minister muss fairerweise von 62 auf 67 Jahre steigen!
Gefällt mir | CC BY Michael Renner
Das Renteneintrittsalter steigt seit Jahren für alle Arbeitnehmer in Deutschland. In der Regel sind mittlerweile 67 Jahre die Norm für das Recht, ohne Abzüge in Rente gehen zu können.
Politiker aller Parteien verteidigen die gesetzliche Regelung als Zugeständnis an die zunehmende Vergreisung der deutschen Bevölkerung, die sich aus schwindenden Geburtenraten und der wachsenden Anzahl an Rentnern ergibt. Im Zuge dessen werden drohender Fachkräftemangel und die Sicherung des Wirtschaftsstandorts Deutschland als weitere Argumente angeführt. Die meisten Menschen mussten sich wohl oder übel mit der gesetzlichen Regelung zur Erhöhung des Renteneintrittsalters abfinden.
Es sei denn, sie haben einen ganz besonderen Beruf und sind Minister in Schleswig-Holstein! In diesem speziellen Fall dürfen sich Ex-Minister nämlich auf eine Verrentung mit 62 Jahren freuen.
„Wie sind in solchen Zeiten Privilegien für Minister noch zu rechtfertigen?“, fragte ein Schleswig-Holsteiner und bat auf OpenAntrag die Piratenfraktion: „Führen Sie ein Renteneintrittsalter parallel zu dem der anderen Rentner und Pensionäre ein. Alles andere wäre ungerecht. Nur Sie haben den Mut dazu!“
Den entsprechenden Antrag zur Änderung des Ministergesetzes haben die Piraten entworfen und am 14.1.15 im Kieler Landtag eingereicht. Demnach sollen Minister ab dem Jahrgang 1966 zukünftig erst mit 67 Jahren ihre Pension erhalten wie alle anderen Arbeitnehmer und Beamte auch. Außerdem beinhaltete das alte Ministergesetz eine Bevorzugung der Minister, die bevor sie Minister wurden, bereits verbeamtet waren. Ihre Dienstzeiten als Beamte wurden angerechnet, sodass diese Minister einen weiteren Vorteil genossen, der Ministern, die zuvor in der Privatwirtschaft gearbeitet hatten, vorenthalten wurde. Auch damit soll nun Schluss sein, wenn der Kieler Landtag der Initiative der Piraten folgt. An eine Übergangsregelung für Minister, die nicht mit der Erhöhung des Rentenalters gerechnet haben, ist ebenfalls gedacht.
Wenn sich die Politiker in Kiel nicht dem Vorwurf aussetzen wollen, mit zweierlei Maß zu messen oder sich ungerechte Vorteile zu verschaffen, müssten sie dem Gesetzesentwurf der Piratenfraktion zustimmen. Sechs Bundesländer (Thüringen, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Bremen, Bayern, Brandenburg) und der Bund haben jedenfalls das Rentenalter für Minister auf 67 Jahre bereits angehoben! Den Gesetzentwurf im Wortlaut gibt es als pdf, die zugrundeliegende Bürgeranregung kann ebenfalls noch abgerufen werden.
Das Renteneintrittsalter steigt seit Jahren für alle Arbeitnehmer in Deutschland. In der Regel sind mittlerweile 67 Jahre die Norm für das Recht, ohne Abzüge in Rente gehen zu können. Politiker...
Autor: Christiane Kategorie: Parlamentsarbeit, Piratenpartei. Tags: Ministerrente, Piratenpartei.
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14 Kommentare zu Piraten fordern: das Renteneintrittsalter für Minister muss fairerweise von 62 auf 67 Jahre steigen!
28. Januar 2015 um 9:19 pm Folgendes:
Und wem nützt ein solcher Antrag? Es hat doch keiner einen Nutzen, nur weil ein anderer sein Privileg verliert. Umgekehrt hätte man doch viel besser nach dem Gleichheitsgrundsatz den Antrag stellen können wieder mit 62 in Rente gehen zu dürfen. Aber nur, weil es einem anderen schlechter geht, hat die Mehrheit doch keinen Nutzen?
29. Januar 2015 um 9:13 pm Folgendes:
Ja, ich finde das hohe Rentenalter auch schlimm und du hast auch recht, aber ein solcher Antrag liegt nicht im politischen Wirkungsbereich der Landtagsfraktion. Gut fände ich an der Heraufsetzung des Rentenalters für Minister, dass dann der Eindruck wegfiele, dass Politiker ihre Funktion missbrauchen, um sich Privilegien zu sichern, besonders die Minister, die bereits vorher verbeamtet waren und dies noch anrechnen lassen.
30. Januar 2015 um 7:59 am Folgendes:
gilt das nur für Schleswig Holstein? Dann könnte ich dieses in “Facebook” o.ä. nicht teilen, da meine Leser nur in NRW wohnen.
Sollte es für ALLE Bundesländer geben, dann solltet Ihr Euren Text nochmal überdenken.
30. Januar 2015 um 8:17 am Folgendes:
Hi Ralf, einige Bundesländer haben ähnliche Gesetze auf den Weg gebracht, aber das müssen die Landtage alle selber beschließen. NRW ist leider nicht dabei, soweit ich weiß. Ich hoffe, allerdings, dass die Piratenfraktion in NRW den Antrag aus SH überarbeitet und übernimmt wie beim Winterabschiebungsstopp für Flüchtlinge. Dann gibt es einen neuen Artikel darüber 🙂
2. Februar 2015 um 12:30 am Folgendes:
Danke Christiane! Deine Antwort wirkt beruhigend auf mich.
Denn bis 67 arbeiten hat doch letztlich nur den Sinn, den Menschen das Geld zu kürzen, um sie abhängig und sozial unzufrieden zu halten.
Ist naives denken eine Profession der Piraten? In diesem Fall könnte ich das denken.
Probleme werden durch Symptome angezeigt. Indem u.a. die Piraten häufig untergeordnete Symptome angehen, bestehen die symptomverursachenden Probleme weiterhin und können sich sogar vergrößern.
Wer sozial unzufrieden ist, oder Keime sozialer Unzufriedenheit erkennt, der sieht genauer hin und bemerkt zwingend den Schwindel dahinter am ehesten, je älter er ist!
Mir kommt es so vor, als dienten gerade die Systembedingten Probleme in der Finanzwelt, wieder einmal dazu, soziale Unruhen teils absichtlich teils unwissentlich mit unterschiedlichen Mitteln zu schaffen. Sind soziale Unruhen erst einmal erreicht, dann ist es ein leichtes, bezahlte Einheiten unter die Menschen zu mischen, um Eskalationen gezielt herbeizuführen. Beispiele gibt es genügend. Die Beispiele rücken immer näher an unsere Region. Kaum einer wird dann, danach diese tatsächlichen Zusammenhänge je nutzvoll erkennen, wenn wir uns nicht früh genug, nämlich schon jetzt mit ihnen befasst haben!
Jedenfalls werden sehr viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage sein, bis 67 zu arbeiten. Es werden lieber ein paar mehr Güter weggeworfen, als es einem Rentner zu ermöglichen, sich diese Güter weiterhin leisten zu könnten.
Beschäftigungstherapie bis 67 ist gut und schön. Für die, die dies noch so brauchen, oder für die, die ihr Hobby bereits zum Beruf haben und außerordentlich gesund sind. Für alle anderen sollte das Bedingungslose Grundeinkommen schon längst die passende Alternative sein!
Mir geht es zusammenfassend darum:
Es werden genügend Güter von Maschinen produziert und es sind ergänzend genügend menschliche Arbeitsstunden vorhanden.
Jetzt sollen diese Güter vernünftigerweise bei denen ankommen und auch von denen bezahlt werden können, die sie wirklich benötigen. Dafür braucht es, dass Zusammenhänge anders, vielseitig und durchaus unterschiedlich begriffen werden.
Wer insbesondere als Politiker und als Finanzierer, “soziale Unzufriedenheit” frühzeitig vorbeugt und berechtigte Anliegen aus der Bevölkerung immer ernst nimmt, der stellt die ins Abseits die mit Geld und Macht ihr gefährliches Süppchen kochen wollen, denn sie sind dann wenigstens eher dazu gezwungen, sich für jeden sichtbar zu outen, indem sie relativ offen auftreten müssen. Auch dafür lassen sich genügend Beispiele entdecken.
Wer kritiklos zusieht, wie fortwährend die Zukunft belastet wird, der sieht letztlich zu, wie unsere Kinder belastet werden und hat einen Anteil an einem der größten Untaten. Denn wer neu ins Leben tritt, der sollte doch wohl immer frei und unbelastet beginnen dürfen.
2. Februar 2015 um 9:30 pm Folgendes:
Lieber Rüdiger, was das Renteneintrittsalter und das Rentensystem anbelangt, bin ich völlig einer Meinung mit dir. In vielen Berufen ist eine so lange Berufstätigkeit bis in dieses hohe Alter schlicht nicht machbar. Die Erhöhung des Rentenalters ist eine versteckte Kürzung und insofern ist es auch klar, dass die Menschen unzufriedener werden. Hinter PEGIDA steht meiner Meinung nach auch viel Frustration und Unzufriedenheit mit Missständen, z.B. dem hohen Renteneintrittsalter oder der Höhe der Rente beziehungsweise der eigenen Hilflosigkeit gegen drohende Altersarmut mit privater Vorsorge ansparen zu müssen usw. Das lässt sich in Kurzform gar nicht aufzählen. Insofern bin ich der Meinung, dass wir im Minimum eine Rentenreform benötigen, zukunftsfähiger fände ich das BGE, aber das setzt ein grundsätzliches Umdenken in der Gesellschaft voraus. Deinen Gedanken, dass die “Finanzwelt” “soziale Unruhen” unterwandert und forciert, um vom wachsenden Reichtum abzulenken, der sich nachweislich auf immer weniger Menschen verteilt, kann ich mir nicht vorstellen, denn ich fürchte, dass ist angesichts der Macht dieser Menschen solche verschwörerischen Aktionen gar nicht nötig sind.
10. Februar 2015 um 12:14 pm Folgendes:
Die Forderung ist richtig.
Zu den Gegenargumenten: “Es hat doch keiner einen Nutzen, nur weil ein anderer sein Privileg verliert”: doch, es werden Steuergelder gespart.
“Lieber Rente ab 62 für alle fordern”: Ist Wunschdenken und wenn man es machen würde, müssten es die Jüngeren mit einem sehr hohen Preis bezahlen. Aber selbst wenn man das anders sieht, man kann die Gleichbehandlung für Minister fordern UND gleichzeitig eine Senkung auf 62. Das ist kein Widerspruch. Für Minister wäre es auch schnell wieder geändert, wenn wenn es für alle anderen auch geändert würde.
10. Februar 2015 um 7:27 pm Folgendes:
Armut gemessen am Schnitt der Bevölkerung, darf ein bestimmtes Maß auf keinen Fall überschreiten. Armut und Unzufriedenheit kann sich durch unachtsame oder schlechte Politik vermehren. Das Finanzsystem steht zum Beispiel deshalb in der Kritik, weil sich zu viel Geld ohne Deckung im Umlauf befindet und dieser Anteil gegen Ende eines Zyklus (alle 70 – 100 Jahre) immer schneller größer wird. Geld ohne Deckung finden wir letzten Endes in der Staatsverschuldung wieder. Geld entsteht zum einen Teil gegen eine Sicherheit als Schuld. Der größte Teil des Geldes entsteht aber durch Zins und Zinseszins und hat keine Deckung, deshalb landet genau dieser Teil am Ende in der Staatsverschuldung. Es wird in diesem Zusammenhang auch viel von “Giralgeld, Buchgeld oder Geldschöpfung” gesprochen. Mit Schuld kann eine Gesellschaft hervorragend in jede Richtung manipuliert werden. Dafür braucht es lange keine Unterwanderung. Erst wenn der Schwindel auffliegt und ein Krieg entstehen soll, ändert sich etwas. Bevor es zu größeren Verwerfungen kommt sind auch die Mächtigen gezwungen sich zu positionieren. (Stehen Anzahl der Schulden mit der Anzahl an Konflikten, Kriegen in Zusammenhang?) Es versteht sich von selbst, dass normale Medien alleine, kein rundes Bild der Lage ergeben können.
Zum Glück haben wir unser eigenes Verständnis und finden jede Menge “Alternative Medien” im Internet.
Die Frage ob mit 60 jeder in Rente gehen kann, aber nicht muss, könnte lauten ja, aber nicht so, bzw. nicht am Ende, dieses Geldsystems. [ sondern immer nur am Anfang ] Das ganze ist ein Verrechnungsspiel und hat keinen Realitätsbezug zur Machbarkeit. Viele Potenziale sehe ich in der Zusammenarbeit, während mir die Potenziale durch das Ellenbogenprinzip schon stark ausgereizt erscheinen. Potenziale sind immer da wo Kartelle den Wettbewerb verhindern und da, wo eine Gruppe der anderen Gruppe keine Auskunft gibt. Potenziale stecken in jedem von uns, nur brauchen wir eine effektive Plattform dafür. Für jede gute Lösung könnte es eine Ausschreibung, eine Meinungsaufbereitung, eine offene Konstruktive Diskussion geben. Auch Anreize dazu, können das Ergebnis verbessern.
Viele denken in total veralteten Strukturen. Gewerkschaften gehören leider auch dazu. Ich bin davon überzeugt, das wird sich gigantisch ändern. Die Zauberwörter heißen: Miteinander, Frieden, Offenheit, Transparenz, Harmonie und Liebe für die Sache. Wer sich im gegeneinander verstrickt, der hat leider schon verloren. Die große Politik befindet sich deshalb in einer Sackgasse.
11. Februar 2015 um 12:05 pm Folgendes:
Danke für deinen treffenden Kommentar 🙂
12. Februar 2015 um 12:46 am Folgendes:
@Rüdiger: Eine riesige Ansammlung von Unsinn.
Armut gemessen am Schnitt der Bevölkerung, darf ein bestimmtes Maß auf keinen Fall überschreiten. Usinn. In einem Land mit lauter Millionären wäre einer mit 100.000 sehr arm; was aber kein Problem ist
Das Finanzsystem steht zum Beispiel deshalb in der Kritik, weil sich zu viel Geld ohne Deckung im Umlauf befindet Unsinn, wenn zu viel Geld “ohne Deckung” (sprich ohne kaufbare Güter) im Umlauf wäre, hätten wir eine Inflation.
Der größte Teil des Geldes entsteht aber durch Zins und Zinseszins und hat keine Deckung Was für ein Schwachfug. Das Geld “entsteht” nicht durch Zins, es ist schon vorhanden. Eine Bank bezahlt Zinsen, soweit richtig. Woher hat sie das Geld? Es “entsteht” nicht, sondern wird (z.B.) von Häusebauern bezahlt, die einen Kredit bekommen, und für diesen Kredit vorhandenes Geld bezahlen (aus ihrem Arbeitslohn); es muss keins dafür gedruckt werden.
Ich höre mal auf, man muss diesen Mist nicht durchgehend kommentien, schon gar nicht in einem Thread über Ministerrenten.
12. Februar 2015 um 2:18 pm Folgendes:
Die Antwort Bezieht sich auf Falco; Jeder hat bekanntlich unterschiedliche Glaubenssätze, Wissensstand, Erfahrungen, Beweggründe, das müssen wir wohl beide bzw. alle akzeptieren:
Gute Formulierungen sind eine hohe Kunst! Und verstanden zu werden hängt von dieser Kunst zum großen Teil ab. Meine Definition von Armut bezieht sich nicht allein auf Zahlen sondern auch auf die gefühlte Zufriedenheit innerhalb einer Gesellschaft. Transparents, Fairness, Gerechtigkeit, aber auch Toleranz gegenüber Minderheiten oder Einzelpersonen, welche friedlich und aufrichtig, ehrlich nach neuen Wegen suchen und ähnliches spielen eine Rolle. Wenn allein Geld im Vordergrund steht, steht vielleicht auch Konsum zu sehr im Vordergrund. Eine Gesellschaft ist aber nicht Reich nur weil jeder konsumiert, sondern vielleicht auch, weil sie noch einige und hoffentlich sehr viele andere Dinge (Werte, Kultur, Vielfalt) zu vermitteln hat! Sind die Bedingungen für den einzelnen dazu schon völlig ausgereizt oder bedarf es nicht alle Anstrengungen um uns “wirklich noch viel Reicher” werden zu lassen?
Geld und Deckung, Deckung bedeutet eine Sicherheit gegenüber zu haben. Das sind z.B. Edelmetalle, Grundstücke, Normale Konsumgüter gehören dazu leider nicht, weil diese ja schnell wertlos werden können. Ob wir eine Inflation oder Deflation haben lässt sich für den “Nichtfachmann” gar nicht so einfach bemerken, weil ja ständig in das Geldsystem eingegriffen werden muss. Das läuft ja nicht irgendwie offen und demokratisch ab.
Ich will zwar nicht zu tief einsteigen, nehmen wir mal einen Kredit um eine Kaution zu hinterlegen, die XY-Bank zahlt Dir zum allerersten Mal gegen eine Sicherheit 5000 XY aus und verlangt von Dir einen Zins von 5 XY, weil sie die 5 XY gar nicht in den Umlauf gebracht hat hast Du ein Problem! (Die XY-Bank könnte Deine Sicherheit einbehalten und die Schuld würde weiterhin bestehen.)Am Ende steht der “Staat” und meint es gut mit Dir, er Bürgt für Dich mit 5 XY Staatsschulden, die Bank zahlt Dir 5 XY aus, damit Du 5005 XY zurückzahlen kannst. Und weil die Staatsschulden erhalten bleiben, kann die Bank mit dem Staat machen was sie möchte.
Das Thema ist sehr komplex, es entscheidet über Krieg (Rüstung) und Frieden (Wiederaufbau) aber es ist nicht unbekannt, Dirk Müller, Franz Hörmann und einige weitere möglichst unabhängige Fachleute beschreiben dies noch viel ausführlicher und kompetenter als ich es hier als Meinung und Kommentar hier tun möchte.
Es geht mir nicht um Unsinn, sondern um die Frage, wie kommen wir aus veralteten Strukturen, auch Denk-Strukturen, in ein anderes Potenzial. Schließlich leben wir in einer visionären Welt, deren Potenzial nur von wenigen bereits erkannt, geschweige denn gelebt wird oder werden kann.
12. Februar 2015 um 11:07 pm Folgendes:
“die XY-Bank zahlt Dir zum allerersten Mal gegen eine Sicherheit 5000 XY aus und verlangt von Dir einen Zins von 5 XY, weil sie die 5 XY gar nicht in den Umlauf gebracht hat hast Du ein Problem!”
Wo soll da ein Problem sein und warum sollte die Bank die 5XY in den Umlauf bringen !?
Ein Schuster repariert meine Schuhe (Dienstleistung) und ich bezahle 5 XY. Der Schuster hat die 5 XY nicht in Umlauf gebracht, so what ? Eine Bank leiht mir Geld (Dienstleistung) und ich bezahle 5 XY. Die Bank hat die 5 XY nicht “in Umlauf gebracht”, so what ?
Auch Geld ist eine Ware.
16. Februar 2015 um 1:05 pm Folgendes:
Lieber Falco, ich bin fleißig am schreiben gewesen. Ich hoffe es ist etwas ansprechendes für Dich und natürlich auch für den ein oder anderen dabei. Da alles von allem abhängig ist, können Kontroverse Gedanken gelegentlich sehr nützlich sein.
Das Problem sind die Zinsen und die Zinseszinssen. Dirk Müller erklärt dies an Hand des Josefspfennigs und stellt die Frage: ” Wenn man zu Jesus Zeiten einen Pfennig ungefähr so angelegt hätte, dass er sich nach ca. 6 Jahren über die Zinsen und Zinseszinsen verdoppelt hätte. Wieviel Kapital hätte sich aus diesem einen Pfennig bis heute angesammelt? Nach dieser Rechnung kam er auf ca. 6 Erdkugeln aus purem Gold!
Das Problem sind die Staatsschulden und wer sie wie und auf welche Weise und in welchem Verhältnis zurückfordern kann oder regulieren lassen kann.
Das Problem ist, ob das private Bankmonopol über weitere Monopole und als Gläubiger über Schuldner, die Richtlinien der Politik und somit über nahezu alles bestimmt, (z.B. Rente / Rentenalter) oder ob eine freie friedliche Gesellschaft ihre Politik, ihre Zukunft, ihre Kultur, nach unabhängigen Gesichtspunkten selber bestimmen kann. (Wie soll es unabhängige Gesichtspunkte geben, wenn z.B. sogar das Bildungssystem finanziell abhängig ist?…)
Zu berücksichtigen ist, dass sich unzählig viele Weltweit mit einander vernetzte Drei-Punkt Organisations-Strukturen durchgesetzt haben, bei der die tragende Basis nie ganz Bescheid weiß, welchen Sachzwängen der jeweils höchste Punkt ihrer eigenen Organisation unterlegen ist. Das kann z.B. problematisch sein, wenn es um Demokratie oder Politik geht oder wenn der jeweils höchste Punkt ein ganz anderes Ziel verfolgt, als die Basis darunter meint, dass dieser Punkt verfolgen würde.
Das Problem ist, dass im Grunde die gesamte Geldschöpfung ein privates Privileg ist. (Kennedy hatte als Staat völlig legal von seiner Möglichkeit “zinsfreie Dollars” zu drucken Gebrauch gemacht, weil er die Geldschöpfung für eine Staatliche Angelegenheit hielt.) Und für Alternativen zu wenig geforscht, geworben und informiert wird.
p>Wenn nur 5 XY in Umlauf sind und der Schuster gibt sie nicht weiter, dann ist das Geld-Spiel zu Ende, dann kannst Du tauschen.
16. Februar 2015 um 1:16 pm Folgendes:
Übertragungsfehler deshalb die Fortsetzung: Wenn nur 5 XY in Umlauf sind und der Schuster gibt sie nicht weiter, dann ist das Geld-Spiel zu Ende, dann kannst Du tauschen. Würde der Schuster eine Lizenz (ähnlich der Zinsen) für seine Arbeit verlangen dann käme ein Ähnliches Problem auf. Denn dann stündest Du immer in der Schuld des Schusters. Ob das notieren von Schuldgeld eine Dienstleistung sein kann ist eine Spannende Frage. Ich meine Nein! Denn wenn eine Bank Dir (Schuld)Geld gibt, dann schreibt sie Dich ins Minusguthaben (Soll) und sich den gesamt Betrag aufgrund Deiner hinterlegten Sicherheiten schon mal Gut (Haben) Während Du erst mal einen Bausparvertrag abschließen musst und dann erst Deine Raten zurück zahlen kannst, kann Deine Bank aufgrund Deiner hinterlegten Sicherheit aus dem Vollen Schöpfen und damit arbeiten. Denn Du Bürgst ja für die volle Summe bis der letzte Cent bezahlt ist! Deine “Dienstleistung” dient je nach Zinshöhe dazu, dass Du unter Umständen Deinen Kredit doppelt und dreifach zurück zahlen tust und Du für die Bank weiterhin zum vollen Darlehen bürgen tust. Was wirklich geschieht und was wirklich in vollem Umfang möglich ist, gehörte noch vor wenigen Jahrzehnten zum großen Bankgeheimnis. Inzwischen lüften sich zur Ernüchterung ganz viele Geheimnisse aus nahezu allen Bereichen. ( v. Heinz Erhard kannst Du einen dazu passenden alten Schwarz-weiß Film über Kredithaie finden )
Ich möchte darauf hinweisen, das sind rein meine Erfahrungen und hat wenig mit professionellem fachlichem Schul-Wissen zu tun. Dich scheint das Thema Geldsystem zu interessieren und das ist ab und zu gut so! Nüchtern betrachtet gibt es wichtigeres im Leben, schau die Vögel im Himmel ….. und der Herr ernährt sie doch. Und schon zu Jesus Zeiten waren Zinsen ein großes übel der Knechtschaft… Die Geldwechsler waren zumindest in der Kirche unerwünscht…
http://www.youtube.com/watch?v=QBa3psgqTKc —— [ Prof.Dr. Rainer Rothfuss der Uni Tübingen hat ebenfalls ein bemerkenswertes Interview gegeben.] [ Mein Buchtipp: “Silicon Valley” Aktuell vom Springerverlag ]
Es geht längst nicht mehr um das zurückzahlen der “Schulden” sondern höchstens noch um die Eintreibung der Zinsen und darum über kostspielige Projekte die Schulden prozentual anders auf die Regionen zu verteilen. (Wo was zu holen ist, (z.B. Stuttgart) müssen die Schulden höher sein, als dort wo eh nichts ist.) Für den, der wirklich viel Kapital hat, ergeben selbst 0,005 Prozent Zinsen als Ertrag noch eine stolze Summe. Während einer der wenig Ersparnisse hat selbst für 100000 nur eine relativ kleine Summe von 500 erhält.
Die Bank erhält in meinem Model (in Anlehnung: des österreichischen Finanzexperten Franz Hörmann) ihre Dienstleistung über ein Buchgeld indem sie dem Staat (einem Land) eine Schuld einträgt (Staatsschulden) und sich den gleichen Betrag als Guthaben Bucht. Die Bank generiert Geld aus dem nichts und fordert dafür auch noch “Zins und Zinseszins” Zu berücksichtigen ist, dass prozentual nur sehr wenig Bargeld in Umlauf kommt. Es wird im realen Maßstab somit fast alles Digital verbucht. Schon allein deshalb, weil die existierende Geldmenge mangels genügend Papier gar nicht in 500 € Papiergeld ausgedruckt werden könnte. Dass die Sache dennoch funktioniert ist für mich ein Phänomen, wahrscheinlich funktioniert es deshalb, weil fast alle sich dazu verpflichten, sehr gutgläubig und vertrauensselig zu sein. Und, weil nur ein unbedeutender Teil ( welcher durchaus höher sein müsste) der Geldmenge tatsächlich von unten nach oben durchläuft. Anders kann ich mir es nicht erklären. Aber vielleicht fällt Dir ja was dazu ein.
Ich habe mir noch ein Modell ausgedacht. Stell Dir vor, Du willst das Gold der anderen, Du sagst das Gold wäre bei Dir sicher, ihr braucht es nur auf meinem Grünen Roulett-Teppich zu Parken. Jeder der dies tut bekommt als Anreiz die unterschiedlichsten Gewinnmöglichkeiten geboten und anteilig Geld für Euer Gold, welches ihr nicht einzusetzen braucht. Im ersten Zyklus verlieren alle Beteiligten Ihr Gold an Dich, weil keiner an den Zins gedacht hatte, welcher von Dir über die grüne Null eingezogen werden kann. Und die, die daran gedacht haben, haben mitgemacht, weil sie meinten es wäre fair, weil ja im Grunde jeder auf die grüne Null spekulieren kann. Wieviel Jahre (10 Jahre ist eine Spielrunde / spätestens nach etwa 10 Spielrunden ist ein Zyklus erreicht) bzw. wie lange der Zyklus tatsächlich dauert kann Dir egal sein, denn Du alleine weißt, all zu lange kann es nicht Dauern und Du gehst als Sieger hervor.
Nun kannst Du völlig entspannt sagen: “Leute macht euch nichts daraus, über das Gold verfüge ich und ihr, ihr habt ja noch Euer Geld als Sicherheit, das Spiel geht weiter. Auch dieser Zyklus endet natürlich ähnlich wie der erste, nur dass die Sicherheit nähmlich das Gold und zudem nun auch noch das Geld in Deiner alleinigen Macht steht.
Ab dem Dritten Zyklus entscheidest Du, wer wie lange (z.B. bis 67 ohne Abzug ) und unter welchen Bedingungen noch mitspielen darf. Du verteilst das Geld und vielleicht sogar wer Gold bekommt!
Falco, es geht mir nicht darum Dir ein Wasserdichtes Model zu liefern, sondern darum, dass wir über Zusammenhänge, über Programmabläufe, über “systemisches” mehr nachdenken.
Da wir sonst den systemischen Sachzwängen hinterherhecheln und den wesentlichen Hebel übersehen.- Ist der Verstand, die freie Wissenschaft, oder einfache Notwendigkeiten, “der guten Politik” usw., die Chancen zur Umsetzung versagt, dann sollte doch mal gründlich nachgedacht werden, ob sich irgend was zu frühere Zeiten geändert hat.
Alles hat unter bestimmten Bedingungen eine normale Abfolge. Beispiel: wenn nachhaltige Forstwirtschaft bedeutet: alle dicke Bäume in einem Revier müssen abgeerntet werden, dann werden unsere Kinder und Kindeskinder fast keinen einzigen 1000 Jährigen Baum in ihrer näheren Umgebung mehr sehen. (Früher war es üblich die wichtigsten Samenbäume stehen zu lassen und für die Nachwelt auch noch ein paar stehen zu lassen.)
Eine nützliche systemische Order könnte lauten: “In jedem Revier, in jedem Park müssen pro 100000 qm, mindestens 10 für immer geschützte und Digital registrierte Bäume stehen bleiben, die älter sind als zweihundert Jahre und erst dann darf frei über das restliche Nutzholz verfügt werden. ” Tatsächlich kommt eine solche Initiative leider schon fast zu spät, weil es seit wenigen Jahren nun fast keine älteren Bäume mehr bei uns gibt. ( Ich würde mich sehr freuen meine Beobachtungen lägen falsch.)
Wenn ich ein Rentenalter mit 60 oder 62 gut und richtig finde, dann finde ich das auch richtig für die, die dieses Privileg noch haben oder schon haben. Die Ungerechtigkeit besteht nämlich darin, dass für die anderen, für die, die 5 Jahre darüber liegen, die Rente mit 62 nur durch eine Rentenkürzung erreicht werden kann.- Oder sollen als nächstes andere Berufsgruppen die noch mehr davon entfernt liegen, wie Piloten, Soldaten, Rettungspersonal… ebenfalls folgen?
Ich neige ja viel eher zu der Meinung, nämlich das Bedingungslose Grundeinkommen mal endlich an einer Gruppe zu erproben bei der das BGE relativ problemlos funktioniert. Das könnten zum Beispiel Rentenberechtigte Menschen von 50 und darüber sein. Jeder bekommt ein BGE von dem man gesund und sehr gut leben kann und wer weiter arbeiten will der soll sich mit einem Teil was er mehr verdient am BGE beteiligen. Schließlich wollen einige, die etwas gerne tun dies auch möglichst lange tun dürfen, um sich vielleicht geistig oder körperlich fit zu halten oder um soziale Kontakte zu haben, oder einfach mehr Spaß zu haben… Für die Teilnahme am BGE könnte mit guten Argumenten geworben werden und jeder kann dann wählen, ob er nach dem alten System in Rente gehen will, oder ob er die flexibleren Optionen des Bedingungslosen Grundeinkommen nutzen möchte. Entscheidungsfreiheit halte ich für sehr wichtig! Die Bedingungslosigkeit auf weitere Gruppen auszuweiten wäre der nächste Schritt. Wichtig ist, das BGE muss großzügig definiert sein und beständig, dem entsprechend angepasst werden.