Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/308
Timestamp: 2018-12-12 07:22:09
Document Index: 366354986

Matched Legal Cases: ['§ 308', '§ 355', 'BGH', '§ 308', 'BGH', '§ 150', 'BGH', 'BGH', '§ 308', '§ 147', '§ 146', 'BGH', 'BGH', '§ 308', '§ 10', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 308', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 308', 'BGH', '§ 308', '§ 10', 'BGH', 'BGH', '§ 308', '§ 242', '§ 308', 'BGH', '§ 308', 'BGH', '§ 308', '§ 308', 'BGH', '§ 308', '§ 308', '§ 308', 'BGH', '§ 308', 'BGH', '§ 308', '§ 308', '§ 308', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 308', '§ 308', 'BGH', 'BGH', '§ 308', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 308', 'BGH', '§ 308', 'BGH', 'BGH', '§ 308', 'BGH', '§ 308', 'Art. 3', '§ 308', '§ 308', '§ 308', 'BGH', 'BGH', '§ 308', 'BGH', '§ 308', '§ 308', '§ 10', 'BGH', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 308', '§ 310', 'BGH', '§ 308', 'BGH']

§ 308 BGB: Klauselverbote mit Wertungsmöglichkeit
1.(Annahme- und Leistungsfrist)eine Bestimmung, durch die sich der Verwender unangemessen lange oder nicht hinreichend bestimmte Fristen für die Annahme oder Ablehnung eines Angebots oder die Erbringung einer Leistung vorbehält; ausgenommen hiervon ist der Vorbehalt, erst nach Ablauf der Widerrufsfrist nach § 355 Absatz 1 und 2 zu leisten;
BGH, URTEIL vom 4.0.2016, Az. III ZR 160/15 wegen des nicht limitierten Zeitraums, in dem die Verkäufer das Angebot noch annehmen konnten, ungeachtet der Widerrufsmöglichkeit für die Klägerin, nach § 308 Nr. 1 BGB unwirksam (vgl. BGH, Versäumnisurteil vom 7. Juni 2013 - V ZR 10/12, NJW 2013, 3434 Rn. 21 ff). Infolgedessen war das Angebot der Klägerin nach Ablauf der Bindungsfrist erloschen und stellte die am 18. Februar 2008 beurkundete - verspätete - Annahmeerklärung der Verkäufer nach § 150 Abs. 1 BGB ein neues Angebot dar (vgl. BGH, Versäumnisurteil vom 7. Juni 2013 aaO Rn. 27).
BGH, URTEIL vom 4.0.2016, Az. III ZR 160/15 Ausgangspunkt für die Prüfung der Angemessenheit unbefristeter Fortgeltungsklauseln nach § 308 Nr. 1 BGB ist der in § 147 Abs. 2, § 146 BGB bestimmte Zeitraum, in dem ein Antragender üblicherweise die Entscheidung des Angebotsempfängers erwarten darf (BGH, Versäumnisurteil vom 7. Juni 2013 - V ZR 10/12, NJW 2013, 3434 Rn. 22).
BGH, URTEIL vom 4.0.2016, Az. III ZR 160/15 Dass Klauseln in Kaufverträgen, die für die Annahme des Angebots des Käufers eine unangemessen lange Annahmefrist des Verkäufers vorsehen, nach § 308 Nr. 1 BGB beziehungsweise § 10 Nr. 1 AGBG unwirksam sein konnten, war im Zeitpunkt der Beurkundung höchstrichterlich seit langem geklärt (Senat, Urteile vom 6. März 1986 - III ZR 234/84, NJW 1986, 1807, 1808 [Darlehen] und vom 24. März 1988 - III ZR 21/87, NJW 1988, 2106, 2107 [Darlehen]; BGH, Urteil vom 13. September 2000 - VIII ZR 34/00, BGHZ 145, 139, 141 ff [Möbelkauf]).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2015, Az. III ZR 183/14 Insbesondere musste er nicht prüfen, ob die Klausel in Ziff.3 Abs. 1 der Angebotsurkunde einer Inhaltskontrolle am Maßstab des § 308 Nr. 1 BGB standhielt (s. dazu BGH, Urteile vom 11. Juni 2010 - V ZR 85/09, NJW 2010, 2873 Rn. 8 ff und vom 17. Januar 2014 - V ZR 5/12, NJW 2014, 857 Rn. 8 ff; Versäumnisurteil vom 7. Juni 2013 - V ZR 10/12, NJW 2013, 3434 Rn. 13 ff).
BGH, Urteil vom 2.0.2014, Az. XI ZR 424/12 21	(1)	Die	in Nr. 7 Abs.3 Satz 2 AGB-Sparkassen statuierte Genehmi- gungsfiktion steht, was der Senat zu der im wesentlichen gleichlautenden Nr. 7 Abs.3 Satz 2 AGB-Sparkassen in der ab dem Jahr 1993 geltenden Fassung (abgedruckt WM 1993, 711, 715) bereits entschieden hat (Senatsurteil vom 6. Juni 2000 - XI ZR 258/99, BGHZ 144, 349, 355), in Einklang mit § 308 Nr. 5 BGB.
BGH, Urteil vom 2.0.2014, Az. XI ZR 424/12 Einen solchen Hinweis 'bei Fristbeginn' ordnet Nr. 7 Abs.3 Satz 4 AGB-Sparkassen in Übereinstimmung mit § 308 Nr. 5 BGB, was der Senat für eine wortgleiche frühere Fassung im Verhältnis zu § 10 Nr. 5 AGB-Gesetz a.F. bereits ausgesprochen hat (Senatsurteil vom 6. Juni 2000 - XI ZR 258/99, BGHZ 144, 349, 355), ausdrücklich an.
BGH, URTEIL vom 5.5.2013, Az. V ZR 10/12 Wegen der Widerrufsmöglichkeit verstoße es nicht gegen § 308 Nr. 1 BGB, dass der Verwender das Angebot auch noch nach mehreren Monaten oder gar Jahren annehmen könne (OLG Dresden, aaO; Cremer/ Wagner, aaO; ebenso Walter, NotBZ 2012, 81, 84, der allerdings nach Ablauf von zwölf Monaten von einer verspäteten und nach § 242 BGB unzulässigen Annahme ausgeht).
OLG Nürnberg, Urteil vom 2.0.2012, Az. 1 U 1522/11 bb) Zwar erstreckt sich die Inhaltskontrolle Allgemeiner Geschäftsbedingungen typischerweise auf den Inhalt eines Vertrages; die Bestimmung des § 308 Nr. 1 BGB unterstellt aber auch bestimmte Vertragsabschlussklauseln - die nicht den Inhalt, sondern eine Modalität des Vertragsabschlusses betreffen - der Inhaltskontrolle (BGH NJW 2010, 2873; OLG Dresden BauR 2005, 559).
OLG Nürnberg, Urteil vom 2.0.2012, Az. 1 U 1522/11 Durch § 308 Nr. 1 BGB soll der Vertragspartner lediglich vor den Nachteilen bewahrt werden, die sich aus einer zu langen Annahmefrist ergeben; von dem Schutzzweck der Regelung erfasst sind daher nur solche Schäden, die gerade und lediglich durch die überlange Bindung des Vertragspartners verursacht worden sind (BGH NJW 2010, 2873)
LAG Hamm, Urteil vom 4.10.2011, Az. 8 Sa 1021/11 Anders als bei der Vereinbarung eines Widerrufsrechts, welches auf die Änderung oder Beseitigung eines rechtsverbindlichen Leistungsversprechens gerichtet ist und welches deshalb aus Gründen der Transparenz Angaben dazu enthalten muss, welche Umstände den Arbeitgeber zur Änderung der eingegangenen Verpflichtung berechtigen sollen (BAG 12.01.2005, 5 AZR 364/04, AP § 308 BGB Nr. 1 = NZA 2005,1820), ist das hier zu beurteilende Leistungsbestimmungsrecht erst auf die Ausgestaltung der Leistung und damit auch auf die Festlegung derjenigen Gesichtspunkte gerichtet, anhand derer Voraussetzungen und Höhe der Leistung unter Berücksichtigung von Leistungsvolumen und Verteilungsgrundsätzen bestimmt werden soll.
LG Dortmund, Urteil vom 5.0.2011, Az. 25 O 230/11 Eine Klausel, die hingegen allein die Form einer Angebotsannahme und nicht deren Frist regelt, fällt nicht in den Anwendungsbereich von § 308 Nr. 1 BGB (vgl. hierzu LG Essen, NRW-RR 2003,1207).
BGH, URTEIL vom 3.11.2010, Az. VIII ZR 343/09 Einige Autoren führen - ohne nähere Begründung - aus, dass aufschiebende Bedingungen am Maßstab des § 308 Nr. 1 BGB zu prüfen seien (Dammann in Wolf/Lindacher/Pfeiffer, AGB-Recht, 5. Aufl., § 308 Nr. 3 BGB Rn. 17; vgl. auch Staudinger/Coester-Waltjen, aaO, § 308 Nr. 1 Rn. 9).
BGH, URTEIL vom 3.11.2010, Az. VIII ZR 343/09 Demgegenüber wird in einer vereinzelten Entscheidung aus der Instanzrechtsprechung - ebenfalls ohne nähere Begründung - angenommen, dass auch aufschiebende Bedingungen unter § 308 Nr. 3 BGB fallen (AG Forchheim, NJW-RR 2000, 725).
BGH, URTEIL vom 5.5.2010, Az. V ZR 85/09 Dabei erfasst § 308 Nr. 1 BGB auch sog. Vertragsabschlussklauseln, die - wie hier die Bindungsfrist - nicht den Inhalt des Vertrages, sondern eine Modalität des Vertragsschlusses betreffen (vgl. nur Staudin-ger/Coester-Waltjen, BGB [2006], § 308 Nr. 1 Rdn. 6; H. Schmidt in: Ul-mer/Brandner/Hensen, AGB-Recht, 10. Auflage 2006, § 308 Rdn. 2; zu dem AG BGB vgl. auch BGH, Urt. v. 23. März 1988, VIII ZR 175/87, NJW 1988, 1908, 1909 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 5.5.2010, Az. V ZR 85/09 8	Unter Berücksichtigung der für den Vertragsgegenstand typischen Umstände ergibt die Abwägung der Interessen der Verhandlungspartner (dazu etwa BGH, Urt. v. 6. März 1986, III ZR 234/84, NJW 1986, 1807, 1808; Stau-dinger/Coester-Waltjen, aaO, Rdn. 10; Dammann in Wolf/L./P., AGB-Recht, 5. Aufl., § 308 Nr. 1 Rdn. 10 ff.) vorliegend, dass die in dem Angebot enthaltene Bindungsfrist von vier Monaten und drei Wochen den Käufer unangemessen lang in seiner Dispositionsfreiheit beeinträchtigt und daher nach § 308 Nr. 1 BGB unwirksam ist.
BGH, URTEIL vom 5.5.2010, Az. V ZR 85/09 Aber die Klausel über diese Frist, die sich aus ihrem Wortlaut heraus verständlich und sinnvoll von der nachfolgenden Fortgeltungsklausel trennen lässt, so dass es auf deren Wirksamkeit oder Unwirksamkeit nicht ankommt (vgl. nur BGH, Urteil vom 13. Januar 2010 - VIII ZR 48/09, NJW 2010, 674 Rn. 13), ist nach § 308 Nr. 1 BGB unwirksam.
BGH, URTEIL vom 5.5.2010, Az. V ZR 85/09 10	b)	Unter	Berücksichtigung	der	für	den	Vertragsgegenstand	typischen Umstände ergibt die Abwägung der Interessen der Verhandlungspartner (vgl. BGH, Urteil vom 13. September 2000 -VIII ZR 34/00, BGHZ 145, 139, 141 f. mwN) hier, dass die in dem Angebot enthaltene Bindungsfrist von vier Monaten und zwei Wochen den Kläger unangemessen lang in seiner Dispositionsfreiheit beeinträchtigt hat und deshalb nach § 308 Nr. 1 BGB unwirksam ist.
LAG Düsseldorf, Urteil vom 1.9.2009, Az. 16 Sa 501/09 Einseitige Leistungsbestimmungsrechte, die dem Arbeitgeber in einem von ihm vorformulierten Arbeitsvertrag das Recht einräumen, seine Verpflichtung zur Zahlung der vereinbarten Vergütung einzuschränken, zu verändern, auszugestalten oder zu modifizieren, unterliegen damit einer gerichtlichen Inhaltskontrolle nach § 308 Nr. 4 BGB (BAG v. 30.07.2008 - 10 AZR 606/07 - NZA 2008, 1173; BAG v. 25.04.2007 - 5 AZR 627/06 - AP Nr. 7 zu § 308 BGB).
LAG Köln, Urteil vom 4.1.2009, Az. 7 Sa 1088/08 Diese Ungewissheit gehört nämlich zu dem typischen unternehmerischen Risiko, das nicht auf die Arbeitnehmer verlagert werden darf (BAG NZA 2004, 719 ff.; BAG NZA 2006, 40 ff.; BAG AP § 308 BGB Nr. 1).
BGH, URTEIL vom 3.1.2009, Az. VIII ZR 32/08 -11 - se - ebenso wirkungsvoll wie bei der Stellung Allgemeiner Geschäftsbedingungen - etwa einen AGB-rechtlich unzulässigen Änderungsvorbehalt (§ 308 Nr. 4 BGB) einzuräumen (vgl. BGHZ 162, 294, Ls. und 299 ff.).
BGH, URTEIL vom 3.9.2008, Az. VIII ZR 258/07 Dies gilt auch bei den - sonst vom Anwendungsbereich des § 308 Nr. 3 BGB ausgenommenen - Dauerschuldverhältnissen für Lösungsrechte für die Zeit vor Beginn der Vertragsabwicklung (vgl. BGHZ 99, 182, 190 f.)
AG Düsseldorf, Urteil vom 2.9.2008, Az. 232 C 8790/08 Einen Verstoß gegen § 308 Nr. 4 BGB bzw. das Transparentgebot vermag das Gericht in diesen Klauseln nicht zu erblicken, da ein solcher Änderungsvorbehalt dem Wesen des Charterflugverkehrs entspricht (vgl. AG Bad Homburg NJW-RR 2002, 636).
AG Köln, Urteil vom 2.4.2007, Az. 128 C 633/06 ABB bestätigten, nachdem sie diesen entsprechend den auf europäischen Vorgaben beruhenden AGB-Regelungen hin überprüft hätten, ist darauf hinzuweisen, dass der nach deutschem Recht für die Beurteilung der Zulässigkeit des Art. 3.3.1 ABB zu berücksichtigende § 308 Nr. 7 BGB gerade nicht auf der Richtlinie EG 93/13 beruht (ausführlich dazu MünchKommBGB/Basedow, Bd. 2a, 4. Aufl., § 308 Nr. 7, Rn. 2).
LG Duisburg, Urteil vom 5.3.2007, Az. 10 O 581/05 Der gegenüber Verbrauchern verwendete Selbstbelieferungsvorbehalt muss ausdrücklich auf den Fall beschränkt sein, dass der Verwender von seinem Lieferanten trotz Abschlusses eines kongruenten Deckungsgeschäfts im Stich gelassen wird (vgl. in:, § 308 BGB Rn. 18; a.a.O.Rn. 20; BGH, NJW 1995, 1959).
LG Arnsberg, Urteil vom 2.9.2006, Az. 3 S 119/06 28Nach der Rechtsprechung des BGH (aaO) folgt aus der Fassung des § 308 Nr. 4 BGB, dass eine Vermutung für die Unwirksamkeit der Änderungsklausel spricht und der Verwender die Vermutung durch Darlegung und Nachweis der Zumutbarkeit des Änderungsvorbehalts entkräften muss.
BGH, URTEIL vom 3.9.2006, Az. VIII ZR 23/06 Um eine ('echte') Nachfrist im Sinne des § 308 Nr. 2 BGB handelt es sich hier nicht, sondern um die Einräumung einer zusätzlichen Lieferfrist (sogenannte 'unechte' Nachfrist), durch die bereits der Eintritt der Fälligkeit hinausgeschoben wird und deren Angemessenheit nach § 308 Nr. 1 BGB zu beurteilen ist (vgl. Senatsurteil vom 7. Oktober 1981 -VIII ZR 229/80, NJW 1982, 331 = WM 1982, 9, unter IV 2, zu § 10 Nr. 1 AGBG, insoweit in BGHZ 82, 21 nicht abgedruckt).
LAG Köln, Urteil vom 1.9.2006, Az. 17 Ca 621/05 Eine Vertragsklausel in einem Formulararbeitsvertrag, wonach dem Arbeitgeber das Recht zustehen soll, zugesagte Jubiläumszahlungen jederzeit unbeschränkt widerrufen zu können, ist gemäß § 308 Nr. 4 BGB rechtsunwirksam (im Anschluss an BAG, Urteil vom 12.01.2005 – 5 AZR 364/04, NZA 2005, 465 ff.).
LAG Köln, Urteil vom 1.9.2006, Az. 17 Ca 621/05 51 Eine Vertragsklausel in einem Formulararbeitsvertrag, nach der dem Arbeitgeber das Recht zustehen soll, übertarifliche Lohnbestandteile jederzeit unbeschränkt zu widerrufen, ist gemäß § 308 Nr. 4 BGB rechtsunwirksam (siehe BAG Urteil vom 12.01.2005 – 5 AZR 364/04 -, NZA 2005, Seite 465).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 4.4.2005, Az. 5 Ca 4187/04 67aa) Die Annahme eines stillschweigenden Widerrufsvorbehalts - sofern ein solcher nach § 308 Abs. 1 Nr. 4 BGB in einem Formulararbeitsvertrag überhaupt noch rechtlich wirksam sein kann (vgl. hierzu BAG 12.01.2005 - 5 AZR 364/04 - NZA 2005, 465 ff.) - ist dogmatisch nur im Wege einer ergänzenden Vertragsauslegung möglich.
LAG Hamm, Urteil vom 1.8.2004, Az. 8 Sa 721/04 Auch wenn dies nach neuer Rechtslage im Falle der Verwendung allgemeiner Arbeitsbe-dingungen im Hinblick auf die Vorschrift des § 308 Ziff.4 BGB Zweifelsfragen aufwirft (vgl. die Darstellung bei Richardi, NZA 2002,1057, 1063; demgegenüber stellt nach LAG Berlin, Urteil vom 30.03.2004 – 3 Sa 2206/03 – EzA-SD 2004 Nr.16 – die Vereinbarung eines Widerrufsrechts ohne Benennung von Widerrufsgründen eine 'Besonderheit des Arbeits-rechts' im Sinne des § 310 Abs.4 S. 2 BGB dar ), ist damit die Möglichkeit, das Gratifika-
BGH, URTEIL vom 2.1.2004, Az. XI ZR 140/03 bb) Aus der Fassung des § 308 Nr. 4 BGB sowie aus dem das Vertragsrecht beherrschenden Rechtsgrundsatz der Bindung beider Vertragspartner an eine von ihnen getroffene Vereinbarung (vgl. BGHZ 89, 206, 211) ergibt sich, daß gegen Klauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die zugunsten des Verwenders ein Recht zur Änderung seiner Leistung vorsehen, die Vermutung der Unwirksamkeit spricht.