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Timestamp: 2018-11-17 18:10:51
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Matched Legal Cases: ['Art. 4', '§ 10', '§ 12', '§ 12', '§ 16', '§ 21', '§ 16', '§ 20', '§ 21', '§ 7', '§ 9', '§ 2', '§ 2', '§ 23', '§ 3', '§ 6', '§ 18', '§ 2', '§ 9', '§ 7', '§ 6', '§ 6', '§ 6', '§ 13', '§ 13', '§ 14', '§ 10', '§ 14', '§ 20', '§ 21', '§ 21', '§ 16', '§ 20']

Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (EnEV 2007)
BGBl I: 2007, 1519
Art. 4 G v. 5.12.2012 I 2449
Abschnitt 2 - Zu errichtende Gebäude
(1) Zu errichtende Wohngebäude sind so auszuführen, dass der Jahres- Primärenergiebedarf für Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung und Kühlung den Wert des Jahres-Primärenergiebedarfs eines Referenzgebäudes gleicher Geometrie, Gebäudenutzfläche und Ausrichtung mit der in Anlage 1 Tabelle 1 angegebenen technischen Referenzausführung nicht überschreitet.
(1) Zu errichtende Nichtwohngebäude sind so auszuführen, dass der Jahres-Primärenergiebedarf für Heizung, Warmwasserbereitung, Lüftung, Kühlung und eingebaute Beleuchtung den Wert des Jahres- Primärenergiebedarfs eines Referenzgebäudes gleicher Geometrie, Nettogrundfläche, Ausrichtung und Nutzung einschließlich der Anordnung der Nutzungseinheiten mit der in Anlage 2 Tabelle 1 angegebenen technischen Referenzausführung nicht überschreitet.
Abschnitt 3 - Bestehende Gebäude und Anlagen
(3) Eigentümer von Wohngebäuden sowie von Nichtwohngebäuden, die nach ihrer Zweckbestimmung jährlich mindestens vier Monate und auf Innentemperaturen von mindestens 19 Grad Celsius beheizt werden, müssen dafür sorgen, dass bisher ungedämmte, nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume so gedämmt sind, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke 0,24 Watt/(m 2 ·K) nicht überschreitet. Die Pflicht nach Satz 1 gilt als erfüllt, wenn anstelle der Geschossdecke das darüber liegende, bisher ungedämmte Dach entsprechend gedämmt ist.
(5) Bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung am 1. Februar 2002 selbst bewohnt hat, sind die Pflichten nach den Absätzen 1 bis 4 erst im Falle eines Eigentümerwechsels nach dem 1. Februar 2002 von dem neuen Eigentümer zu erfüllen. Die Frist zur Pflichterfüllung beträgt zwei Jahre ab dem ersten Eigentumsübergang. Sind im Falle eines Eigentümerwechsels vor dem 1. Januar 2010 noch keine zwei Jahre verstrichen, genügt es, die obersten Geschossdecken beheizter Räume so zu dämmen, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke 0,30 Watt/(m ² ·K) nicht überschreitet.
Abschnitt 4 - Anlagen der Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik sowie der Warmwasserversorgung
(2) Heizkessel dürfen in Gebäuden nur dann zum Zwecke der Inbetriebnahme eingebaut oder aufgestellt werden, wenn die Anforderungen nach Anlage 4a eingehalten werden. In Fällen der Pflicht zur Außerbetriebnahme elektrischer Speicherheizsysteme nach § 10a sind die Anforderungen nach Anlage 4a auch auf sonstige Wärmeerzeugersysteme anzuwenden, deren Heizleistung größer als 20 Watt pro Quadratmeter Nutzfläche ist. Ausgenommen sind bestehende Gebäude, wenn deren Jahres-Primärenergiebedarf den Wert des Jahres- Primärenergiebedarfs des Referenzgebäudes um nicht mehr als 40 vom Hundert überschreitet.
Abschnitt 5 - Energieausweise und Empfehlungen für die Verbesserung der Energieeffizienz
an einem Gebäude Änderungen im Sinne der Anlage 3 Nr. 1 bis 6 vorgenommen oder
Abschnitt 6 - Gemeinsame Vorschriften, Ordnungswidrigkeiten
entgegen § 12 Abs. 1 eine Inspektion nicht oder nicht rechtzeitig durchführen lässt,
entgegen § 12 Abs. 5 Satz 1 eine Inspektion durchführt,
entgegen § 16 Abs. 2 Satz 1, auch in Verbindung mit Satz 2, einen Energieausweis nicht, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig zugänglich macht,
entgegen § 21 Abs. 1 Satz 1 einen Energieausweis oder Modernisierungsempfehlungen ausstellt.
(6) Zur Ausstellung von Energieausweisen für bestehende Wohngebäude nach § 16 Abs. 2 und von Modernisierungsempfehlungen nach § 20 sind ergänzend zu § 21 auch Personen berechtigt, die am 25. April 2007 über eine abgeschlossene Weiterbildung zum Energieberater des Handwerks verfügt haben. Satz 1 gilt entsprechend für Personen, die eine solche Weiterbildung vor dem 25. April 2007 begonnen haben, nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung.
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 960 - 964)
Der Höchstwert des Jahres-Primärenergiebedarfs eines zu errichtenden
Wohngebäudes ist der auf die Gebäudenutzfläche bezogene, nach einem
der in Nr. 2.1 angegebenen Verfahren berechnete Jahres-
Primärenergiebedarf eines Referenzgebäudes gleicher Geometrie,
Gebäudenutzfläche und Ausrichtung wie das zu errichtende Wohngebäude,
das hinsichtlich seiner Ausführung den Vorgaben der Tabelle 1
Soweit in dem zu errichtenden Wohngebäude eine elektrische
Warmwasserbereitung ausgeführt wird, darf diese anstelle von Tabelle 1
Zeile 6 als wohnungszentrale Anlage ohne Speicher gemäß den in Tabelle
5\.1-3 der DIN V 4701-10 : 2003-08, geändert durch A1 : 2006-12,
gegebenen Randbedingungen berücksichtigt werden. Der sich daraus
ergebende Höchstwert des Jahres-Primärenergiebedarfs ist in Fällen des
Satzes 2 um 10,9 kWh/(m
2                   ·a) zu verringern; dies gilt nicht bei
Durchführung von Maßnahmen zur Einsparung von Energie nach § 7 Nummer
2 in Verbindung mit Nummer VI.1 der Anlage des Erneuerbare-Energien-
Wärmegesetzes.
Referenzausführung/Wert (Maßeinheit)
Außenwand, Geschossdecke gegen Außenluft
U = 0,28 W/(m 2 ·K)
Außenwand gegen Erdreich, Bodenplatte, Wände und Decken zu unbeheizten Räumen (außer solche nach Zeile 1.1)
U = 0,35 W/(m 2 ·K)
U = 0,20 W/(m 2 ·K)
U w = 1,30 W/(m 2 ·K)
g* = 0,60
U w = 1,40 W/(m 2 ·K)
U w = 2,70 W/(m 2 ·K)
g* = 0,64
U = 1,80 W/(m 2 ·K)
∆U WB = 0,05 W/(m 2 ·K)
Bemessungswert n 50
* • Wärmeerzeugung durch Brennwertkessel (verbessert), Heizöl EL, Aufstellung:
–   für Gebäude bis zu 2 Wohneinheiten innerhalb
–   für Gebäude mit mehr als 2 Wohneinheiten
•   Auslegungstemperatur 55/45 °C, zentrales Verteilsystem innerhalb der
wärmeübertragenden Umfassungsfläche, innen liegende Stränge und
Anbindeleitungen, Pumpe auf Bedarf ausgelegt (geregelt, ∆p konstant),
Rohrnetz hydraulisch abgeglichen, Wärmedämmung der Rohrleitungen nach
•   Wärmeübergabe mit freien statischen Heizflächen,
* • zentrale Warmwasserbereitung
•   gemeinsame Wärmebereitung mit Heizungsanlage
•   Solaranlage (Kombisystem mit Flachkollektor)
entsprechend den Vorgaben nach DIN V 4701-10 :
2003-08 oder DIN V 18599-5 : 2007-02
•   Speicher, indirekt beheizt (stehend), gleiche Aufstellung
wie Wärmeerzeuger, Auslegung nach DIN V 4701-10 :
2003-08 oder DIN V 18599-5 : 2007-02 als
–   kleine Solaranlage bei A
N                                  < 500 m
–   große Solaranlage bei A
N*                                 500 m
•   Verteilsystem innerhalb der wärmeübertragenden
Umfassungsfläche, innen liegende Stränge, gemeinsame
Installationswand, Wärmedämmung der Rohrleitungen nach Anlage 5, mit
Zirkulation, Pumpe auf Bedarf ausgelegt (geregelt, ∆p konstant)
Der spezifische, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogene
Transmissionswärmeverlust eines zu errichtenden Wohngebäudes darf die
in Tabelle 2 angegebenen Höchstwerte nicht überschreiten.
Höchstwerte des spezifischen, auf die wärmeübertragende
Umfassungsfläche bezogenen Transmissionswärmeverlusts
mit A N* 350 m 2
H* T = 0,40 W/(m 2 .K)
mit A N > 350 m 2
H* T = 0,50 W/(m 2 .K)
H* T = 0,45 W/(m 2 .K)
H* T = 0,65 W/(m 2 .K)
Erweiterungen und Ausbauten von Wohngebäuden gemäß § 9 Absatz 5
1.3.1 Die wärmeübertragende Umfassungsfläche A eines Wohngebäudes in m 2 ist nach Anhang B der DIN EN ISO 13789 : 1999-10, Fall „Außenabmessung“, zu ermitteln. Die zu berücksichtigenden Flächen sind die äußere Begrenzung einer abgeschlossenen beheizten Zone. Außerdem ist die wärmeübertragende Umfassungsfläche A so festzulegen, dass ein in DIN V 18599-1 : 2007-02 oder in DIN EN 832 : 2003-06 beschriebenes Ein-Zonen-Modell entsteht, das mindestens die beheizten Räume einschließt.
1.3.2 Das beheizte Gebäudevolumen V e in m 3 ist das Volumen, das von der nach Nr. 1.3.1 ermittelten wärmeübertragenden Umfassungsfläche A umschlossen wird.
1.3.3 Die Gebäudenutzfläche A N in m 2 wird bei Wohngebäuden wie folgt ermittelt:
N                    = 0,32 m
-1                   ·V
N   Gebäudenutzfläche in m
e   beheiztes Gebäudevolumen in m
Beträgt die durchschnittliche Geschosshöhe h
G                    eines Wohngebäudes, gemessen von der Oberfläche
des Fußbodens zur Oberfläche des Fußbodens des darüber liegenden
Geschosses, mehr als 3 m oder weniger als 2,5 m, so ist die
Gebäudenutzfläche A
N                    abweichend von Satz 1 wie folgt zu ermitteln:
N                              = (
*   *1*
*   – 0,04 m
–1                             ) · V
*        *   h
G   Geschossdeckenhöhe in m
2.1.1 Der Jahres-Primärenergiebedarf Q p ist nach DIN V 18599 : 2007-02 für Wohngebäude zu ermitteln. Als Primärenergiefaktoren sind die Werte für den nicht erneuerbaren Anteil nach DIN V 18599-1 : 2007-02 zu verwenden. Dabei sind für flüssige Biomasse der Wert für den nicht erneuerbaren Anteil „Heizöl EL“ und für gasförmige Biomasse der Wert für den nicht erneuerbaren Anteil „Erdgas H“ zu verwenden. Für flüssige oder gasförmige Biomasse im Sinne des § 2 Absatz 1 Nummer 4 des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes kann für den nicht erneuerbaren Anteil der Wert 0,5 verwendet werden, wenn die flüssige oder gasförmige Biomasse im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang mit dem Gebäude erzeugt wird. Satz 4 ist entsprechend auf Gebäude anzuwenden, die im räumlichen Zusammenhang zueinander stehen und unmittelbar gemeinsam mit flüssiger oder gasförmiger Biomasse im Sinne des § 2 Absatz 1 Nummer 4 des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes versorgt werden. Für elektrischen Strom ist abweichend von Satz 2 als Primärenergiefaktor für den nicht erneuerbaren Anteil der Wert 2,6 zu verwenden. Bei der Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs des Referenzwohngebäudes und des Wohngebäudes sind die in Tabelle 3 genannten Randbedingungen zu verwenden.
Verschattungsfaktor F S
F S = 0,9 soweit die baulichen Bedingungen nicht detailliert berücksichtigt werden.
* – Emissionsgrad der Außenfläche für Wärmestrahlung: ε = 0,8
–   Strahlungsabsorptionsgrad an opaken Oberflächen:
2.1.2 Alternativ zu Nr. 2.1.1 kann der Jahres-Primärenergiebedarf Q ^f771304_02_BJNR151900007BJNE003501377 p für Wohngebäude nach DIN EN 832 : 2003-06 in Verbindung mit DIN V 4108-6 : 2003-06 und DIN V 4701-10 : 2003-08, geändert durch A1 : 2006-12, ermittelt werden; § 23 Absatz 3 bleibt unberührt. Als Primärenergiefaktoren sind die Werte für den nicht erneuerbaren Anteil nach DIN V 4701-10 : 2003-08, geändert durch A1 : 2006-12, zu verwenden. Nummer 2.1.1 Satz 3 bis 6 ist entsprechend anzuwenden. Der in diesem Rechengang zu bestimmende Jahres-Heizwärmebedarf Q h ist nach dem Monatsbilanzverfahren nach DIN EN 832 : 2003-06 mit den in DIN V 4108-6 : 2003-06*) Anhang D.3 genannten Randbedingungen zu ermitteln. In DIN V 4108-6 : 2003-06*) angegebene Vereinfachungen für den Berechnungsgang nach DIN EN 832 : 2003-06 dürfen angewendet werden. Zur Berücksichtigung von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sind die methodischen Hinweise unter Nr. 4.1 der DIN V 4701-10 : 2003-08, geändert durch A1 : 2006-12, zu beachten.
Bei Wohngebäuden ist der Energiebedarf für Warmwasser in der
Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs wie folgt zu
a)  Bei der Berechnung gemäß Nr. 2.1.1 ist der Nutzenergiebedarf für
Warmwasser nach Tabelle 3 der DIN V 18599-10 : 2007-02 anzusetzen.
b)  Bei der Berechnung gemäß Nr. 2.1.2 ist der Nutzwärmebedarf für die
Warmwasserbereitung Q
W                          im Sinne von DIN V 4701-10 : 2003-08,
geändert durch A1 : 2006-12, mit 12,5 kWh/(m
2                         ·a) anzusetzen.
Transmissionswärmeverlust H*
T                    in W/(m
2                   ·K) ist wie folgt zu ermitteln:
*        *   H*
T                              =
*   in W/(m
2                             ·K)
T   nach DIN EN 832 : 2003-06 mit den in DIN V 4108-6 : 2003-06\*) Anhang
D genannten Randbedingungen berechneter Transmissionswärmeverlust in
W/K. In DIN V 4108-6 : 2003-06\*) angegebene Vereinfachungen für den
Berechnungsgang nach DIN EN 832 : 2003-06 dürfen angewendet werden;
A   wärmeübertragende Umfassungsfläche nach Nr. 1.3.1 in m
2                         .
Bei der Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs nach Nr. 2.1.1 ist
das beheizte Luftvolumen V in m
3                    gemäß DIN V 18599-1 : 2007-02, bei der Berechnung
nach Nr. 2.1.2 gemäß DIN EN 832 : 2003-06 zu ermitteln. Vereinfacht
darf es wie folgt berechnet werden:
–   V = 0,76·V
e                          in m
3                          bei Wohngebäuden bis zu drei Vollgeschossen
–   V = 0,80·V
3                          in den übrigen Fällen
mit  V
e                    beheiztes Gebäudevolumen nach Nr. 1.3.2 in m
Werden Gebäude nach Plänen errichtet, die für mehrere Gebäude an
verschiedenen Standorten erstellt worden sind, dürfen bei der
Berechnung die solaren Gewinne so ermittelt werden, als wären alle
Fenster dieser Gebäude nach Osten oder Westen orientiert.
Bei der Berechnung von aneinandergereihten Gebäuden werden
a)  zwischen Gebäuden, die nach ihrem Verwendungszweck auf
Innentemperaturen von mindestens 19 Grad Celsius beheizt werden, als
nicht wärmedurchlässig angenommen und bei der Ermittlung der
wärmeübertragenden Umfassungsfläche A nicht berücksichtigt,
b)  zwischen Wohngebäuden und Gebäuden, die nach ihrem Verwendungszweck
auf Innentemperaturen von mindestens 12 Grad Celsius und weniger als
19 Grad Celsius beheizt werden, bei der Berechnung des
Wärmedurchgangskoeffizienten mit einem Temperatur-Korrekturfaktor F
^f771304_04_BJNR151900007BJNE003501377 nb nach DIN V 18599-2 : 2007-02 oder nach DIN V 4108-6 : 2003-06 gewichtet und
c)  zwischen Wohngebäuden und Gebäuden mit wesentlich niedrigeren
Innentemperaturen im Sinne von DIN 4108-2 : 2003-07 bei der Berechnung
des Wärmedurchgangskoeffizienten mit einem Temperatur-Korrekturfaktor
u                          = 0,5 gewichtet.
Werden beheizte Teile eines Gebäudes getrennt berechnet, gilt Satz 1
Buchstabe a sinngemäß für die Trennflächen zwischen den Gebäudeteilen.
Werden aneinandergereihte Wohngebäude gleichzeitig erstellt, dürfen
sie hinsichtlich der Anforderungen des § 3 wie ein Gebäude behandelt
werden. Die Vorschriften des Abschnitts 5 bleiben unberührt.
Im Rahmen der Berechnung nach Nr. 2 ist bei mechanischen
Lüftungsanlagen die Anrechnung der Wärmerückgewinnung oder einer
regelungstechnisch verminderten Luftwechselrate nur zulässig, wenn
a)  die Dichtheit des Gebäudes nach Anlage 4 Nr. 2 nachgewiesen wird und
b)  der mit Hilfe der Anlage erreichte Luftwechsel § 6 Absatz 2 genügt.
Die bei der Anrechnung der Wärmerückgewinnung anzusetzenden Kennwerte
der Lüftungsanlagen sind nach anerkannten Regeln der Technik zu
bestimmen oder den allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen der
verwendeten Produkte zu entnehmen. Lüftungsanlagen müssen mit
Einrichtungen ausgestattet sein, die eine Beeinflussung der
Luftvolumenströme jeder Nutzeinheit durch den Nutzer erlauben. Es muss
sichergestellt sein, dass die aus der Abluft gewonnene Wärme vorrangig
vor der vom Heizsystem bereitgestellten Wärme genutzt wird.
Wird die Raumluft gekühlt, sind der nach DIN V 18599-1 : 2007-02 oder
der nach DIN V 4701-10 : 2003-08, geändert durch A1 : 2006-12,
berechnete Jahres-Primärenergiebedarf und die Angabe für den
Endenergiebedarf (elektrische Energie) im Energieausweis nach § 18
nach Maßgabe der zur Kühlung eingesetzten Technik je m
2                    gekühlter Gebäudenutzfläche wie folgt zu erhöhen:
a)  bei Einsatz von fest installierten Raumklimageräten (Split-,
Multisplit- oder Kompaktgeräte) der Energieeffizienzklassen A, B oder
C nach der Richtlinie 2002/31/EG der Kommission zur Durchführung der
Richtlinie 92/75/EWG des Rates betreffend die Energieetikettierung für
Raumklimageräte vom 22. März 2002 (ABl. L 86 vom 3.4.2002, S. 26)
sowie bei Kühlung mittels Wohnungslüftungsanlagen mit reversibler
der Jahres-Primärenergiebedarf um 16,2 kWh/(m
2                         ·a) und der Endenergiebedarf um 6 kWh/(m
2                         ·a),
b)  bei Einsatz von Kühlflächen im Raum in Verbindung mit
Kaltwasserkreisen und elektrischer Kälteerzeugung, z. B. über
reversible Wärmepumpe,
der Jahres-Primärenergiebedarf um 10,8 kWh/(m
2                         ·a) und der Endenergiebedarf um 4 kWh/(m
c)  bei Deckung des Energiebedarfs für Kühlung aus erneuerbaren
Wärmesenken (wie Erdsonden, Erdkollektoren, Zisternen)
der Jahres-Primärenergiebedarf um 2,7 kWh/(m
2                         ·a) und der Endenergiebedarf um 1 kWh/(m
d)  bei Einsatz von Geräten, die nicht unter den Buchstaben a bis c
der Jahres-Primärenergiebedarf um 18,9 kWh/(m
2                         ·a) und der Endenergiebedarf um 7 kWh/(m
2                         ·a).
3.2 Der Sonneneintragskennwert ist nach dem in DIN 4108-2 : 2003-07 Abschnitt 8 genannten Verfahren zu bestimmen. Wird zur Berechnung nach Satz 1 ein ingenieurmäßiges Verfahren (Simulationsrechnung) angewendet, so sind abweichend von DIN 4108-2 : 2003-07 Randbedingungen zu beachten, die die aktuellen klimatischen Verhältnisse am Standort des Gebäudes hinreichend gut wiedergeben.
Geändert durch DIN V 4108-6 Berichtigung 1 2004-03.
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 965 - 973)
1.1.1 Der Höchstwert des Jahres-Primärenergiebedarfs eines zu errichtenden Nichtwohngebäudes ist der auf die Nettogrundfläche bezogene, nach dem in Nr. 2 oder 3 angegebenen Verfahren berechnete Jahres- Primärenergiebedarf eines Referenzgebäudes gleicher Geometrie, Nettogrundfläche, Ausrichtung und Nutzung wie das zu errichtende Nichtwohngebäude, das hinsichtlich seiner Ausführung den Vorgaben der Tabelle 1 entspricht. Die Unterteilung hinsichtlich der Nutzung sowie der verwendeten Berechnungsverfahren und Randbedingungen muss beim Referenzgebäude mit der des zu errichtenden Gebäudes übereinstimmen; bei der Unterteilung hinsichtlich der anlagentechnischen Ausstattung und der Tageslichtversorgung sind Unterschiede zulässig, die durch die technische Ausführung des zu errichtenden Gebäudes bedingt sind.
1.1.2 Die Ausführungen zu den Zeilen Nr. 1.13 bis 7 der Tabelle 1 sind beim Referenzgebäude nur insoweit und in der Art zu berücksichtigen, wie beim Gebäude ausgeführt. Die dezentrale Ausführung des Warmwassersystems (Zeile 4.2 der Tabelle 1) darf darüber hinaus nur für solche Gebäudezonen berücksichtigt werden, die einen Warmwasserbedarf von höchstens 200 Wh/(m 2 ·d) aufweisen.
Raum-Soll- temperaturen im Heizfall
Raum-Soll- temperaturen im Heizfall von 12 bis < 19 °C
Wärmedurchgangs- koeffizient
Vorhangfassade (siehe auch Zeile 1.14)
U = 1,40 W/(m 2 ·K)
U = 1,90 W/(m 2 ·K)
g* = 0,48
τ D65 = 0,72
τ D65 = 0,78
Wand gegen Erdreich, Bodenplatte, Wände und Decken zu unbeheizten Räumen (außer Bauteile nach Zeile 1.4)
g* = 0,63
τ D65 = 0,76
U W = 2,4 W/(m 2 ·K)
g* = 0,55
τ D65 = 0,48
τ D65 = 0,59
Fenster, Fenstertüren(siehe auch Zeile 1.14)
U W = 1,90 W/(m 2 ·K)
Dachflächenfenster(siehe auch Zeile 1.14)
U = 2,90 W/(m 2 ·K)
∆U WB = 0,1 W/(m 2 ·K)
Tageslichtversorgungsfaktor C TL, Vers, SA nach DIN V 18599-4 : 2007-02
* • kein Sonnen- oder Blendschutz vorhanden: 0,70
•   Blendschutz vorhanden: 0,15
Sonnenschutz- vorrichtung
Für das Referenzgebäude ist die tatsächliche Sonnenschutzvorrichtung des zu errichtenden Gebäudes anzunehmen; sie ergibt sich ggf. aus den Anforderungen zum sommerlichen Wärmeschutz nach Nr. 4. Soweit hierfür Sonnenschutzverglasung zum Einsatz kommt, sind für diese Verglasung folgende Kennwerte anzusetzen:
* • anstelle der Werte der Zeile 1.2
* – Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung g*
g* = 0,35
* – Lichttransmissionsgrad der Verglasung τ D65
τ D65 = 0,58
* • anstelle der Werte der Zeilen 1.8 und 1.9:
τ D65 = 0,62
* –^f771304_05_BJNR151900007BJNE003601377 in Zonen der Nutzungen 6 und 7 : wie beim ausgeführten Gebäude
* – ansonsten: direkt/indirekt
Regelung der Beleuchtung
* – in Zonen der Nutzungen 4, 15 bis 19, 21 und 31
* – ansonsten
tageslichtabhängige Kontrolle:
Konstantlichtregelung (siehe Tabelle 3 Zeile 6)
* * * – in Zonen der Nutzungen 1 bis 3, 8 bis 10, 28, 29 und 31 :
* * * – ansonsten
Heizung (Raumhöhen* 4 m) – Wärmeerzeuger
Brennwertkessel „verbessert“ nach DIN V 18599-5 : 2007-02, Gebläsebrenner, Heizöl EL, Aufstellung außerhalb der thermischen Hülle, Wasserinhalt > 0,15 l/kW
Heizung (Raumhöhen* 4 m) – Wärmeverteilung
* – bei statischer Heizung und Umluftheizung (dezentrale Nachheizung in RLT-Anlage):
Zweirohrnetz, außen liegende Verteilleitungen im unbeheizten Bereich,
innen liegende Steigstränge, innen liegende Anbindeleitungen,
Systemtemperatur 55/45 °C, hydraulisch abgeglichen, ∆p konstant,
Pumpe auf Bedarf ausgelegt, Pumpe mit intermittierendem Betrieb,
keine Überströmventile, für den Referenzfall sind die Rohrleitungs-
länge mit 70 vom Hundert der Standardwerte und die Umgebungs-
temperaturen gemäß den Standardwerten nach DIN V 18599-5 :
2007-02 zu ermitteln.
–   *bei zentralem RLT-Gerät:*
Zweirohrnetz, Systemtemperatur 70/55 °C, hydraulisch abgeglichen,
∆p konstant, Pumpe auf Bedarf ausgelegt, für den Referenzfall
sind die Rohrleitungslänge und die Lage der Rohrleitungen wie
beim zu errichtenden Gebäude anzunehmen.
Heizung (Raumhöhen* 4 m) – Wärmeübergabe
* – bei statischer Heizung:
freie Heizflächen an der Außenwand mit Glasfläche mit Strahlungs-
schutz, P-Regler (1K), keine Hilfsenergie
–   *bei Umluftheizung (dezentrale Nachheizung in RLT-Anlage):*
Heizsystem: Warmluftheizung mit normalem Induktionsverhältnis, Luftauslass seitlich, P-Regler (1K) (nach DIN V 18599-5 : 2007-02)
Warmwasser – zentrales System
Wärmeerzeuger: Solaranlage nach DIN V 18599-8 : 2007-02 Nr. 6.4.1, mit
– Flachkollektor: A c = 0,09·(1,5·A NGF ) 0,8
– Volumen des (untenliegenden) Solarteils des Speichers:
– V s,sol = 2·(1,5·A NGF ) 0,9
– bei A NGF > 500 m 2 „große Solaranlage“
(A NGF : Nettogrundfläche der mit zentralem System versorgten Zonen) Restbedarf über den Wärmeerzeuger der Heizung Wärmespeicherung: indirekt beheizter Speicher (stehend), Aufstellung außerhalb der thermischen Hülle Wärmeverteilung: mit Zirkulation, ∆p konstant, Pumpe auf Bedarf ausgelegt, für den Referenzfall sind die Rohrleitungslänge und die Lage der Rohrleitungen wie beim zu errichtenden Gebäude anzunehmen.
Warmwasser – dezentrales System
Raumlufttechnik – Abluftanlage
spezifische Leistungsaufnahme Ventilator
P SFP = 1,0 kW/(m 3 /s)
– Zu- und Abluft- anlage ohne Nachheiz- und Kühlfunktion
– Zuluftventilator
P SFP = 1,5 kW/(m 3 /s)
Zuschläge nach DIN EN 13779 : 2007-04 Abschnitt 6.5.2 können nur für den Fall von HEPA-Filtern, Gasfiltern oder Wärmerückführungs- klassen H2 oder H1 angerechnet werden.
* – Wärmerückgewinnung über Plattenwärmeübertrager (Kreuzgegen- strom)
*   Rückwärmzahl
* t = 0,6
*   Druckverhältniszahl
f P = 0,4
– Zu- und Abluft- anlage mit geregelter Luft- konditionierung
– Zuluftventilator P SFP = 1,5 kW/(m 3 /s)
– Abluftventilator P SFP = 1,0 kW/(m 3 /s)
Zuschläge nach DIN EN 13779 : 2007-04 Abschnitt 6.5.2 können nur für den Fall von HEPA-Filtern, Gasfiltern oder Wärmerück- führungsklassen H2 oder H1 angerechnet werden
*   Zulufttemperatur
– Nur-Luft- Klimaanlagen
als Variabel-Volumenstrom-System ausgeführt:
Druckverhältniszahl
* – Kältesystem:
*   Kaltwasser Fan-Coil, Brüstungsgerät
*   Kaltwassertemperatur
* – Kaltwasserkreis Raumkühlung:
*   Überströmung
spezifische elektrische Leistung der Verteilung hydraulisch abgeglichen, geregelte Pumpe, Pumpe hydraulisch entkoppelt, saisonale sowie Nacht- und Wochenend- abschaltung
P d,spez = 30 W el /kW Kälte
Erzeuger: Kolben/Scrollverdichter mehrstufig schaltbar, R134a, luftgekühlt Kaltwassertemperatur:
* – bei mehr als 5 000 m 2 mittels Raumkühlung konditionierter Nettogrundfläche, für diesen Konditionierungsanteil
spezifische elektrische Leistung der Verteilung hydraulisch abgeglichen, ungeregelte Pumpe, Pumpe hydraulisch entkoppelt, saisonale sowie Nacht- und Wochenend- abschaltung, Verteilung außerhalb der konditionierten Zone. Der Primärenergiebedarf für das Kühlsystem und die Kühlfunktion der raumlufttechnischen Anlage darf für Zonen der Nutzungen 1 bis 3, 8, 10, 16 bis 20 und 31 nur zu 50 % angerechnet werden.
P d,spez = 20 W el /kW Kälte
Bezugsfläche der energiebezogenen Angaben ist die Nettogrundfläche
gemäß § 2 Nummer 15.
Die Wärmedurchgangskoeffizienten der wärmeübertragenden
Umfassungsfläche eines zu errichtenden Nichtwohngebäudes dürfen die in
Tabelle 2 angegebenen Werte nicht überschreiten. Satz 1 ist auf
Außentüren nicht anzuwenden.
Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten der
wärmeübertragenden Umfassungsfläche von Nichtwohngebäuden
Zonen mit Raum-Soll- temperaturen im Heizfall
Zonen mit Raum-Soll- temperaturen im Heizfall von 12 bis < 19 °C
Opake Außenbauteile, soweit nicht in Bauteilen der Zeilen 3 und 4 enthalten
Ū = 0,35 W/(m 2 ·K)
Ū = 0,50 W/(m 2 ·K)
Transparente Außenbauteile, soweit nicht in Bauteilen der Zeilen 3 und 4 enthalten
Ū = 1,90 W/(m 2 ·K)
Ū = 2,80 W/(m 2 ·K)
Ū = 3,00 W/(m 2 ·K)
Glasdächer, Lichtbänder, Lichtkuppeln
Ū = 3,10 W/(m 2 ·K)
2.1.1 Der Jahres-Primärenergiebedarf Q p für Nichtwohngebäude ist nach DIN V 18599-1 : 2007-02 zu ermitteln. Als Primärenergiefaktoren sind die Werte für den nicht erneuerbaren Anteil nach DIN V 18599-1 : 2007-02 anzusetzen. Anlage 1 Nr. 2.1.1 Satz 3 bis 6 ist entsprechend anzuwenden.
2.1.2 Als Randbedingungen zur Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs sind die in den Tabellen 4 bis 8 der DIN V 18599-10 : 2007-02 aufgeführten Nutzungsrandbedingungen und Klimadaten zu verwenden. Die Nutzungen 1 und 2 nach Tabelle 4 der DIN V 18599-10 : 2007-02 dürfen zur Nutzung 1 zusammengefasst werden. Darüber hinaus brauchen Energiebedarfsanteile nur unter folgenden Voraussetzungen in die Ermittlung des Jahres-Primärenergiebedarfs einer Zone einbezogen zu werden:
a)  Der Primärenergiebedarf für das Heizungssystem und die Heizfunktion
der raumlufttechnischen Anlage ist zu bilanzieren, wenn die Raum-
Solltemperatur des Gebäudes oder einer Gebäudezone für den Heizfall
mindestens 12 Grad Celsius beträgt und eine durchschnittliche
Nutzungsdauer für die Gebäudebeheizung auf Raum-Solltemperatur von
mindestens vier Monaten pro Jahr vorgesehen ist.
b)  Der Primärenergiebedarf für das Kühlsystem und die Kühlfunktion der
raumlufttechnischen Anlage ist zu bilanzieren, wenn für das Gebäude
oder eine Gebäudezone für den Kühlfall der Einsatz von Kühltechnik und
eine durchschnittliche Nutzungsdauer für Gebäudekühlung auf Raum-
Solltemperatur von mehr als zwei Monaten pro Jahr und mehr als zwei
Stunden pro Tag vorgesehen sind.
c)  Der Primärenergiebedarf für die Dampfversorgung ist zu bilanzieren,
wenn für das Gebäude oder eine Gebäudezone eine solche Versorgung
wegen des Einsatzes einer raumlufttechnischen Anlage nach Buchstabe b
für durchschnittlich mehr als zwei Monate pro Jahr und mehr als zwei
Stunden pro Tag vorgesehen ist.
d)  Der Primärenergiebedarf für Warmwasser ist zu bilanzieren, wenn ein
Nutzenergiebedarf für Warmwasser in Ansatz zu bringen ist und der
durchschnittliche tägliche Nutzenergiebedarf für Warmwasser wenigstens
0,2 kWh pro Person und Tag oder 0,2 kWh pro Beschäftigtem und Tag
e)  Der Primärenergiebedarf für Beleuchtung ist zu bilanzieren, wenn in
einem Gebäude oder einer Gebäudezone eine Beleuchtungsstärke von
mindestens 75 lx erforderlich ist und eine durchschnittliche
Nutzungsdauer von mehr als zwei Monaten pro Jahr und mehr als zwei
f)  Der Primärenergiebedarf für Hilfsenergien ist zu bilanzieren, wenn er
beim Heizungssystem und der Heizfunktion der raumlufttechnischen
Anlage, beim Kühlsystem und der Kühlfunktion der raumlufttechnischen
Anlage, bei der Dampfversorgung, bei der Warmwasseranlage und der
Beleuchtung auftritt. Der Anteil des Primärenergiebedarfs für
Hilfsenergien für Lüftung ist zu bilanzieren, wenn eine
durchschnittliche Nutzungsdauer der Lüftungsanlage von mehr als zwei
Monaten pro Jahr und mehr als zwei Stunden pro Tag vorgesehen ist.
2.1.3 Abweichend von DIN V 18599-10 : 2007-02 Tabelle 4 darf bei Zonen der Nutzungen 6 und 7 die tatsächlich auszuführende Beleuchtungsstärke angesetzt werden, jedoch für die Nutzung 6 mit nicht mehr als 1 500 lx und für die Nutzung 7 mit nicht mehr als 1 000 lx. Beim Referenzgebäude ist der Primärenergiebedarf für Beleuchtung mit dem Tabellenverfahren nach DIN V 18599-4 : 2007-02 zu berechnen.
2.1.4 Abweichend von DIN V 18599-2 : 2007-02 darf für opake Bauteile, die an Außenluft grenzen, ein flächengewichteter Wärmedurchgangskoeffizient für das ganze Gebäude gebildet und bei der zonenweisen Berechnung nach DIN V 18599-02 : 2007-02 verwendet werden.
2.1.5 Werden in Nichtwohngebäude bauliche oder anlagentechnische Komponenten eingesetzt, für deren energetische Bewertung keine anerkannten Regeln der Technik oder gemäß § 9 Absatz 2 Satz 2 Halbsatz 3 bekannt gemachte gesicherte Erfahrungswerte vorliegen, so sind hierfür Komponenten anzusetzen, die ähnliche energetische Eigenschaften aufweisen.
Verbauungsindex I V
I V = 0,9 Eine genaue Ermittlung nach DIN V 18599-4 : 2007-02 ist zulässig.
* – Heizsysteme in Raumhöhen* 4 m: Absenkbetrieb mit Dauer gemäß den Nutzungsrandbedingungen in Tabelle 4 der DIN V 18599-10 : 2007-02
–   Heizsysteme in Raumhöhen > 4 m:
Abschaltbetrieb mit Dauer gemäß den Nutzungsrandbedingungen in Tabelle
4 der DIN V 18599-10 : 2007-02
* – Emissionsgrad der Außenfläche für Wärmestrahlung:
* – Strahlungsabsorptionsgrad an opaken Oberflächen:
*   für dunkle Dächer kann abweichend
Wartungsfaktor der Beleuchtung
* – in Zonen der Nutzungen 14, 15 und 22
mit 0,6
mit 0,8
Dementsprechend ist der Energiebedarf für einen Berechnungsbereich im Tabellenverfahren nach DIN V 18599-4 : 2007-02 Nr. 5.4.1 Gleichung (10) mit dem folgenden Faktor zu multiplizieren:
* – für die Nutzungen 14, 15 und 22
mit 1,12
mit 0,84.
Bei Einsatz einer Konstantlichtregelung ist der Energiebedarf für einen Berechnungsbereich nach DIN V 18599-4 : 2007-02 Nr. 5.1 Gleichung (2) mit dem folgenden Faktor zu multiplizieren:
* –^f771304_13_BJNR151900007BJNE003601377 für die Nutzungen 14,15 und 22
mit 0,9.
2.2.1 Soweit sich bei einem Gebäude Flächen hinsichtlich ihrer Nutzung, ihrer technischen Ausstattung, ihrer inneren Lasten oder ihrer Versorgung mit Tageslicht wesentlich unterscheiden, ist das Gebäude nach Maßgabe der DIN V 18599-1 : 2007-02 in Verbindung mit DIN V 18599-10 : 2007-02 und den Vorgaben in Nr. 1 dieser Anlage in Zonen zu unterteilen. Die Nutzungen 1 und 2 nach Tabelle 4 der DIN V 18599-10 : 2007-02 dürfen zur Nutzung 1 zusammengefasst werden.
a)  die Nutzung 17 der Tabelle 4 in DIN V 18599-10 : 2007-02 verwendet
b)  eine Nutzung auf der Grundlage der DIN V 18599-10 : 2007-02 unter
Anwendung gesicherten allgemeinen Wissensstandes individuell bestimmt
In Fällen des Buchstabens b sind die gewählten Angaben zu begründen
und dem Nachweis beizufügen.
Bei der Berechnung des Mittelwerts des jeweiligen Bauteils sind die
Bauteile nach Maßgabe ihres Flächenanteils zu berücksichtigen. Die
Wärmedurchgangskoeffizienten von Bauteilen gegen unbeheizte Räume oder
Erdreich sind zusätzlich mit dem Faktor 0,5 zu gewichten. Bei der
Berechnung des Mittelwerts der an das Erdreich angrenzenden
Bodenplatten dürfen die Flächen unberücksichtigt bleiben, die mehr als
5 m vom äußeren Rand des Gebäudes entfernt sind. Die Berechnung ist
für Zonen mit unterschiedlichen Raum-Solltemperaturen im Heizfall
getrennt durchzuführen. Für die Bestimmung der
Wärmedurchgangskoeffizienten der verwendeten Bauausführungen gelten
die Fußnoten zu Anlage 3 Tabelle 1 entsprechend.
3.1.2 Im vereinfachten Verfahren darf der Jahres-Primärenergiebedarf des Nichtwohngebäudes abweichend von Nr. 2.2 unter Verwendung eines Ein- Zonen-Modells ermittelt werden.
a)  Bürogebäude, ggf. mit Verkaufseinrichtung, Gewerbebetrieb oder
b)  Gebäude des Groß- und Einzelhandels mit höchstens 1 000 m
2                          Nettogrundfläche, wenn neben der
Hauptnutzung nur Büro-, Lager-, Sanitär- oder Verkehrsflächen
c)  Gewerbebetriebe mit höchstens 1 000 m
d)  Schulen, Turnhallen, Kindergärten und -tagesstätten und ähnliche
e)  Beherbergungsstätten ohne Schwimmhalle, Sauna oder Wellnessbereich und
f)  Bibliotheken.
In Fällen des Satzes 1 kann das vereinfachte Verfahren angewendet
a)  die Summe der Nettogrundflächen aus der Hauptnutzung gemäß Tabelle 4
Spalte 3 und den Verkehrsflächen des Gebäudes mehr als zwei Drittel
der gesamten Nettogrundfläche des Gebäudes beträgt,
b)  in dem Gebäude die Beheizung und die Warmwasserbereitung für alle
Räume auf dieselbe Art erfolgen,
c)  das Gebäude nicht gekühlt wird,
d)  höchstens 10 vom Hundert der Nettogrundfläche des Gebäudes durch
Glühlampen, Halogenlampen oder durch die Beleuchtungsart „indirekt“
nach DIN V 18599-4 : 2007-02 beleuchtet werden und
e)  außerhalb der Hauptnutzung keine raumlufttechnische Anlage eingesetzt
wird, deren Werte für die spezifische Leistungsaufnahme der
Ventilatoren die entsprechenden Werte in Tabelle 1 Zeilen 5.1 und 5.2
Abweichend von Satz 2 Buchstabe c kann das vereinfachte Verfahren auch
a)  nur ein Serverraum gekühlt wird und die Nennleistung des Gerätes für
den Kältebedarf 12 kW nicht übersteigt oder
b)  in einem Bürogebäude eine Verkaufseinrichtung, ein Gewerbebetrieb oder
eine Gaststätte gekühlt wird und die Nettogrundfläche der gekühlten
Räume jeweils 450 m
2                          nicht übersteigt.
3.2.1 Abweichend von Nr. 2.2.1 ist bei der Berechnung des Jahres- Primärenergiebedarfs die entsprechende Nutzung nach Tabelle 4 Spalte 4 zu verwenden. Der Nutzenergiebedarf für Warmwasser ist mit dem Wert aus Spalte 5 in Ansatz zu bringen.
Randbedingungen für das vereinfachte Verfahren für die
Berechnungen des Jahres-Primärenergiebedarfs
Nutzung (Nr. gemäß DIN V 18599-10 : 2007-02 Tabelle 4)
Nutzenergiebedarf ^f771304_06_BJNR151900007BJNE003601377 Warmwasser
Einzelbüro (Nr. 1) Gruppenbüro (Nr. 2) Großraumbüro (Nr. 3) Besprechung, Sitzung, Seminar (Nr. 4)
Gebäude des Groß- und Einzelhandels bis 1 000 m 2 NGF
Groß-, Einzelhandel/Kaufhaus
Einzelhandel/ Kaufhaus (Nr. 6)
Gewerbebetriebe bis 1 000 m 2 NGF
Werkstatt, Montage, Fertigung (Nr. 22)
1,5 kWh je Beschäftigten und Tag
Schule, Kindergarten und -tagesstätte, ähnliche Einrich- tungen
Klassenzimmer/ Gruppenraum (Nr. 8)
ohne Duschen: 85 Wh/(m 2 ·d) mit Duschen: 250 Wh/(m 2 ·d)
Beherbergungsstätte ohne Schwimmhalle, Sauna oder Wellnessbereich
250 Wh/(m 2 ·d)
Lesesaal, Freihand- bereich
Bibliothek, Lesesaal (Nr. 28)
30 Wh/(m 2 ·d)
3.2.2 Bei Anwendung der Nr. 3.1.3 sind der Höchstwert und der Referenzwert des Jahres-Primärenergiebedarfs wie folgt zu erhöhen:
a)  in Fällen der Nr. 3.1.3 Satz 3 Buchstabe a pauschal um 650 kWh/(m
2                         ·a) je m
2                          gekühlte Nettogrundfläche des Serverraums,
b)  in Fällen der Nr. 3.1.3 Satz 3 Buchstabe b pauschal um 50 kWh/(m
2                          gekühlte Nettogrundfläche der
Verkaufseinrichtung, des Gewerbebetriebes oder der Gaststätte.
3.2.4 Der ermittelte Jahres-Primärenergiebedarf ist sowohl für den Höchstwert des Referenzgebäudes nach Nr. 1.1 als auch für den Höchstwert des Gebäudes um 10 vom Hundert zu erhöhen.
4.2 Der Sonneneintragskennwert des zu errichtenden Nichtwohngebäudes ist für jede Gebäudezone nach dem dort genannten Verfahren zu bestimmen. Wird zur Berechnung nach Satz 1 ein ingenieurmäßiges Verfahren (Simulationsrechnung) angewendet, so sind abweichend von DIN 4108-2 : 2003-07 Randbedingungen anzuwenden, die die aktuellen klimatischen Verhältnisse am Standort des Gebäudes hinreichend gut wiedergeben.
Nutzungen nach Tabelle 4 der DIN V 18599-10 : 2007-02
Nettogrundfläche des Gebäudes.
(Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2007, 1544 - 1548; bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)
* 1 Außenwände
a)  ersetzt, erstmalig eingebaut
b)  Bekleidungen in Form von Platten oder plattenartigen Bauteilen oder
c)  Dämmschichten eingebaut werden oder
d)  bei einer bestehenden Wand mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten
größer 0,9 W/(m
2                                x K) der Außenputz erneuert wird,
sind die jeweiligen Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten nach
Tabelle 1 Zeile 1 einzuhalten. Bei einer Kerndämmung von mehrschaligem
Mauerwerk gemäß Buchstabe c gilt die Anforderung als erfüllt, wenn der
bestehende Hohlraum zwischen den Schalen vollständig mit Dämmstoff
ausgefüllt wird. Beim Einbau von innenraumseitigen Dämmschichten gemäß
Buchstabe c gelten die Anforderungen des Satzes 1 als erfüllt, wenn
der Wärmedurchgangskoeffizient des entstehenden Wandaufbaus 0,35 W/(m
2                         ·K) nicht überschreitet. Werden bei
Außenwänden in Sichtfachwerkbauweise, die der
Schlagregenbeanspruchungsgruppe I nach DIN 4108-3 : 2001-06 zuzuordnen
sind und in besonders geschützten Lagen liegen, Maßnahmen gemäß
Buchstabe a, c oder d durchgeführt, gelten die Anforderungen gemäß
Satz 1 als erfüllt, wenn der Wärmedurchgangskoeffizient des
entstehenden Wandaufbaus 0,84 W/(m
2                         ·K) nicht überschreitet; im Übrigen gelten
bei Wänden in Sichtfachwerkbauweise die Anforderungen nach Satz 1 nur
in Fällen von Maßnahmen nach Buchstabe b. Werden Maßnahmen nach Satz 1
ausgeführt und ist die Dämmschichtdicke im Rahmen dieser Maßnahmen aus
technischen Gründen begrenzt, so gelten die Anforderungen als erfüllt,
wenn die nach anerkannten Regeln der Technik höchstmögliche
Dämmschichtdicke (bei einem Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λ =
0,040 W/(m·K)) eingebaut wird.
**2** **Fenster, Fenstertüren, Dachflächenfenster und Glasdächer**
Soweit bei beheizten oder gekühlten Räumen außen liegende Fenster,
Fenstertüren, Dachflächenfenster und Glasdächer in der Weise erneuert
a)  das gesamte Bauteil ersetzt oder erstmalig eingebaut wird,
b)  zusätzliche Vor- oder Innenfenster eingebaut werden oder
c)  die Verglasung ersetzt wird,
sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 2 einzuhalten. Satz 1 gilt
nicht für Schaufenster und Türanlagen aus Glas. Bei Maßnahmen gemäß
Buchstabe c gilt Satz 1 nicht, wenn der vorhandene Rahmen zur Aufnahme
der vorgeschriebenen Verglasung ungeeignet ist. Werden Maßnahmen nach
Buchstabe c ausgeführt und ist die Glasdicke im Rahmen dieser
Maßnahmen aus technischen Gründen begrenzt, so gelten die
Anforderungen als erfüllt, wenn eine Verglasung mit einem
Wärmedurchgangskoeffizienten von höchstens 1,30 W/(m
2                         ·K) eingebaut wird. Werden Maßnahmen nach
Buchstabe c an Kasten- oder Verbundfenstern durchgeführt, so gelten
die Anforderungen als erfüllt, wenn eine Glastafel mit einer
infrarotreflektierenden Beschichtung mit einer Emissivität
Epsilon(tief)n <= 0,2 eingebaut wird. Werden bei Maßnahmen nach Satz 1
1.  Schallschutzverglasungen mit einem bewerteten Schalldämmmaß der
Verglasung von
R(tief)w,R <= 40 dB nach DIN EN ISO 717-1 : 1997-01 oder einer
vergleichbaren Anforderung oder
2.  Isolierglas-Sonderaufbauten zur Durchschusshemmung, Durchbruchhemmung
oder Sprengwirkungshemmung nach anerkannten Regeln der Technik oder
3.  Isolierglas-Sonderaufbauten als Brandschutzglas mit einer
Einzelelementdicke von mindestens 18 mm nach DIN 4102-13 : 1990-05
oder einer vergleichbaren Anforderung verwendet, sind abweichend von
Satz 1 die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 3 einzuhalten.
**3** **Außentüren**
Bei der Erneuerung von Außentüren dürfen nur Außentüren eingebaut
werden, deren Türfläche einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 2,9
W/(m(hoch)2 x K) nicht überschreitet. Nr. 2 Satz 2 bleibt unberührt.
**4** **Decken, Dächer und Dachschrägen**
Soweit bei Steildächern Decken unter nicht ausgebauten Dachräumen
sowie Decken und Wände (einschließlich Dachschrägen), die beheizte
oder gekühlte Räume nach oben gegen die Außenluft abgrenzen,
b)  die Dachhaut bzw. außenseitige Bekleidungen oder Verschalungen ersetzt
oder neu aufgebaut werden,
c)  innenseitige Bekleidungen oder Verschalungen aufgebracht oder erneuert
d)  Dämmschichten eingebaut werden,
e)  zusätzliche Bekleidungen oder Dämmschichten an Wänden zum unbeheizten
sind für die betroffenen Bauteile die Anforderungen nach Tabelle 1
Zeile 4 a einzuhalten. Wird bei Maßnahmen nach Buchstabe b oder d der
Wärmeschutz als Zwischensparrendämmung ausgeführt und ist die
Dämmschichtdicke wegen einer innenseitigen Bekleidung oder der
Sparrenhöhe begrenzt, so gilt die Anforderung als erfüllt, wenn die
nach anerkannten Regeln der Technik höchstmögliche Dämmschichtdicke
eingebaut wird. Die Sätze 1 und 2 gelten nur für opake Bauteile.
sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 4 b einzuhalten. Werden
bei der Flachdacherneuerung Gefälledächer durch die keilförmige
Anordnung einer Dämmschicht aufgebaut, so ist der
Wärmedurchgangskoeffizient nach DIN EN ISO 6946 : 1996-11 Anhang C zu
ermitteln. Der Bemessungswert des Wärmedurchgangswiderstandes am
tiefsten Punkt der neuen Dämmschicht muss den Mindestwärmeschutz nach
§ 7 Abs. 1 gewährleisten. Werden Maßnahmen nach Satz 1 ausgeführt und
ist die Dämmschichtdicke im Rahmen dieser Maßnahmen aus technischen
Gründen begrenzt, so gelten die Anforderungen als erfüllt, wenn die
(bei einem Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit λ= 0,040 W/(m·K))
eingebaut wird. Die Sätze 1 bis 4 gelten nur für opake Bauteile.
**5** **Wände und Decken gegen unbeheizte Räume, Erdreich und nach unten an
Außenluft**
Soweit bei beheizten Räumen Decken oder Wände, die an unbeheizte
Räume, an Erdreich oder nach unten an Außenluft grenzen,
b)  außenseitige Bekleidungen oder Verschalungen, Feuchtigkeitssperren
oder Drainagen angebracht oder erneuert,
c)  Fußbodenaufbauten auf der beheizten Seite aufgebaut oder erneuert,
d)  Deckenbekleidungen auf der Kaltseite angebracht oder
e)  Dämmschichten eingebaut werden,
sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 5 einzuhalten, wenn die
Änderung nicht von Nr. 4.1 erfasst wird. Werden Maßnahmen nach Satz 1
**6** **Vorhangfassaden**
Soweit bei beheizten oder gekühlten Räumen Vorhangfassaden in der
Weise erneuert werden, dass das gesamte Bauteil ersetzt oder erstmalig
eingebaut wird, sind die Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 2d
einzuhalten. Werden bei Maßnahmen nach Satz 1 Sonderverglasungen
entsprechend Nr. 2 Satz 2 verwendet, sind abweichend von Satz 1 die
Anforderungen nach Tabelle 1 Zeile 3 c einzuhalten.
**7** **Anforderungen**
Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten bei erstmaligem
Einbau, Ersatz und Erneuerung von Bauteilen
Zonen von Nichtwohngebäuden mit Innentemperaturen von 12 bis < 19 °C
Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten U ^f771304_07_BJNR151900007BJNE003701377 max
0,24 W/(m 2 ·K)
0,35 W/(m 2 ·K)
1,30 W/(m ^f771304_08_BJNR151900007BJNE003701377 2 ·K)
1,90 W/(m 2 ·K)
1,40 W/(m 2 ·K)
1,10 W/(m ^f771304_09_BJNR151900007BJNE003701377 2 ·K)
1,50 W/(m ^f771304_10_BJNR151900007BJNE003701377 2 ·K)
2,00 W/(m 2 ·K)
2,70 W/(m 2 ·K)
Außen liegende Fenster, Fenstertüren, Dach- flächenfenster mit Sonderverglasungen
2,80 W/(m 2 ·K)
1,60 W/(m 2 ·K)
2,30 W/(m 2 ·K)
3,00 W/(m 2 ·K)
0,20 W/(m 2 ·K)
0,30 W/(m 2 ·K)
0,50 W/(m 2 ·K)
Die Berechnungsverfahren nach Anlage 1 Nr. 2 sind bei bestehenden
Wohngebäuden mit folgenden Maßgaben anzuwenden:
8.1 Wärmebrücken sind in dem Falle, dass mehr als 50 vom Hundert der Außenwand mit einer innen liegenden Dämmschicht und einbindender Massivdecke versehen sind, durch Erhöhung der Wärmedurchgangskoeffizienten um ∆U WB = 0,15 W/(m 2 ·K) für die gesamte wärmeübertragende Umfassungsfläche zu berücksichtigen.
8.2^f771304_11_BJNR151900007BJNE003701377 Die Luftwechselrate ist bei der Berechnung abweichend von DIN V 4108-6 : 2003-06 Tabelle D.3 Zeile 8 bei offensichtlichen Undichtheiten, wie bei Fenstern ohne funktionstüchtige Lippendichtung oder bei beheizten Dachgeschossen mit Dachflächen ohne luftdichte Ebene, mit 1,0 h -1 anzusetzen.
8.3^f771304_12_BJNR151900007BJNE003701377 Bei der Ermittlung der solaren Gewinne nach DIN V 18599 : 2007-02 oder DIN V 4108-6 : 2003-06 Abschnitt 6.4.3 ist der Minderungsfaktor für den Rahmenanteil von Fenstern mit F F = 0,6 anzusetzen.
Wärmedurchgangskoeffizient des Bauteils unter Berücksichtigung der neuen und der vorhandenen Bauteilschichten; für die Berechnung opaker Bauteile ist DIN EN ISO 6946 : 1996-11 zu verwenden. Bemessungswert des Wärmedurchgangskoeffizienten des Fensters ist technischen Produkt-Spezifikationen zu entnehmen oder gemäß den nach den Landesbauordnungen bekannt gemachten energetischen Kennwerten für Bauprodukte zu bestimmen. Hierunter fallen insbesondere energetische Kennwerte aus europäischen technischen Zulassungen sowie energetische Kennwerte der Regelungen nach der Bauregelliste A Teil 1 und auf Grund von Festlegungen in allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen. Bemessungswert des Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasung ist technischen Produkt-Spezifikationen zu entnehmen oder gemäß den nach den Landesbauordnungen bekannt gemachten energetischen Kennwerten für Bauprodukte zu bestimmen. Hierunter fallen insbesondere energetische Kennwerte aus europäischen technischen Zulassungen sowie energetische Kennwerte der Regelungen nach der Bauregelliste A Teil 1 und auf Grund von Festlegungen in allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen. Regeln der Technik zu ermitteln.
Anlage 4 (zu § 6) Anforderungen an die Dichtheit und den Mindestluftwechsel
(Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2007, 1549; bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)
1 Anforderungen an außen liegende Fenster, Fenstertüren und Dachflächenfenster
Außen liegende Fenster, Fenstertüren und Dachflächenfenster müssen den
Klassen nach Tabelle 1 entsprechen.
Klasse der Fugendurchlässigkeit nach DIN EN 12 207-1 : 2000-06
Wird bei Anwendung des § 6 Absatz 1 Satz 3 eine Überprüfung der
Anforderungen nach § 6 Abs. 1 durchgeführt, darf der nach DIN EN 13
829 : 2001-02 bei einer Druckdifferenz zwischen innen und außen von 50
Pa gemessene Volumenstrom – bezogen auf das beheizte oder gekühlte
Luftvolumen – bei Gebäuden
– ohne raumlufttechnische Anlagen
3,0 h-(hoch)1 und
– mit raumlufttechnischen Anlagen
1,5 h-(hoch)1
Anlage 4a (zu § 13 Absatz 2) Anforderungen an die Inbetriebnahme von Heizkesseln und sonstigen Wärmeerzeugersystemen
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 975) In Fällen des § 13 Absatz 2 sind der Einbau und die Aufstellung zum Zwecke der Inbetriebnahme nur zulässig, wenn das Produkt aus Erzeugeraufwandszahl e g und Primärenergiefaktor f p nicht größer als 1,30 ist. Die Erzeugeraufwandszahl e g ist nach DIN V 4701-10 : 2003-08 Tabellen C.3-4b bis C.3-4f zu bestimmen. Soweit Primärenergiefaktoren nicht unmittelbar in dieser Verordnung festgelegt sind, ist der Primärenergiefaktor f p für den nicht erneuerbaren Anteil nach DIN V 4701-10 : 2003-08, geändert durch A1 : 2006-12, zu bestimmen. Werden Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel als Wärmeerzeuger in Systemen der Nahwärmeversorgung eingesetzt, gilt die Anforderung des Satzes 1 als erfüllt.
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 975 - 976)
Wärmedämmung von Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen,
2 In Fällen des § 14 Absatz 5 ist Tabelle 1 nicht anzuwenden, soweit sich Leitungen von Zentralheizungen nach den Zeilen 1 bis 4 in beheizten Räumen oder in Bauteilen zwischen beheizten Räumen eines Nutzers befinden und ihre Wärmeabgabe durch frei liegende Absperreinrichtungen beeinflusst werden kann. In Fällen des § 10 Absatz 2 und des § 14 Absatz 5 ist Tabelle 1 nicht anzuwenden auf Warmwasserleitungen bis zu einer Länge von 4 m, die weder in den Zirkulationskreislauf einbezogen noch mit elektrischer Begleitheizung ausgestattet sind (Stichleitungen).
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 977 - 980)
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 981 - 984)
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 985)
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 986)
Anlage 10 (zu § 20) Muster Modernisierungsempfehlungen
(Fundstelle: BGBl. I 2009, 987)
Anlage 11 (zu § 21 Abs. 2 Nr. 2) Anforderungen an die Inhalte der Fortbildung
(Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2007, 1562 - 1563; bzgl. der einzelnen Änderungen vgl. Fußnote)
Die nach § 21 Abs. 2 Nr. 2 verlangte Fortbildung soll die Aussteller
von Energieausweisen für bestehende Gebäude nach § 16 Abs. 2 und 3 und
von Modernisierungsempfehlungen nach § 20 in die Lage versetzen, bei
der Ausstellung solcher Energieausweise und
Modernisierungsempfehlungen die Vorschriften dieser Verordnung
einschließlich des technischen Regelwerks zum energiesparenden Bauen
sachgemäß anzuwenden. Die Fortbildung soll praktische Übungen
einschließen und insbesondere die im Folgenden genannten
Fachkenntnisse vermitteln.
Ermittlung, Bewertung und Dokumentation des Einflusses der
geometrischen und energetischen Kennwerte der Gebäudehülle
einschließlich aller Einbauteile und Wärmebrücken, der Luftdichtheit
und Erkennen von Leckagen, der bauphysikalischen Eigenschaften von
Baustoffen und Bauprodukten einschließlich der damit verbundenen
konstruktiv-statischen Aspekte, der energetischen Kennwerte von
anlagentechnischen Komponenten einschließlich deren
Betriebseinstellung und Wartung, der Auswirkungen des Nutzerverhaltens
und von Leerstand und von Klimarandbedingungen und
Witterungseinflüssen auf den Energieverbrauch.
Ermittlung von Eingangs- und Berechnungsgrößen für die energetische
Berechnung, wie z. B. Wärmeleitfähigkeit, Wärmedurchlasswiderstand,
Wärmedurchgangskoeffizient, Transmissionswärmeverlust,
Lüftungswärmebedarf und nutzbare interne und solare Wärmegewinne.
Durchführung der erforderlichen Berechnungen nach DIN V 18599 oder DIN
V 4108-6 sowie Anwendung vereinfachter Annahmen und Berechnungs- und
Beurteilungsmethoden. Berücksichtigung von Maßnahmen des sommerlichen
Wärmeschutzes und Berechnung nach DIN 4108-2, Kenntnisse über
Luftdichtheitsmessungen und die Ermittlung der Luftdichtheitsrate.
Detaillierte Beurteilung von Komponenten einer Heizungsanlage zur
Wärmeerzeugung, Wärmespeicherung, Wärmeverteilung und Wärmeabgabe.
Kenntnisse über die Interaktion von Gebäudehülle und Anlagentechnik,
Durchführung der Berechnungen nach DIN V 18599 oder DIN V 4701-10,
Beurteilung von Systemen der alternativen und erneuerbaren Energie-
und Wärmeerzeugung.
Bewertung unterschiedlicher Arten von Lüftungsanlagen und deren
Konstruktionsmerkmalen, Berücksichtigung der Brand- und
Schallschutzanforderungen für lüftungstechnische Anlagen, Durchführung
der Berechnungen nach DIN V 18599 oder DIN V 4701-10, Grundkenntnisse
über Klimaanlagen.
Kenntnisse über energetische Anforderungen an Wohngebäude und das
Bauordnungsrecht (insbesondere Mindestwärmeschutz), Durchführung der
Nachweise und Berechnungen des Jahres-Primärenergiebedarfs, Ermittlung
des Energieverbrauchs und seine rechnerische Bewertung einschließlich
der Witterungsbereinigung, Ausstellung eines Energieausweises.
Kenntnisse und Erfahrungswerte über Amortisations- und
Wirtschaftlichkeitsberechnung für einzelne Bauteile und Anlagen
einschließlich Investitionskosten und Kosteneinsparungen, über
erfahrungsgemäß wirtschaftliche (rentable), im Allgemeinen
verwirklichungsfähige Modernisierungsempfehlungen für kostengünstige
Verbesserungen der energetischen Eigenschaften des Wohngebäudes, über
Vor- und Nachteile bestimmter Verbesserungsvorschläge unter
Berücksichtigung bautechnischer und rechtlicher Rahmenbedingungen (z.
B. bei Wechsel des Heizenergieträgers, Grenzbebauung, Grenzabstände),
über aktuelle Förderprogramme, über tangierte bauphysikalische und
statisch-konstruktive Einflüsse, wie z. B. Wärmebrücken,
Tauwasseranfall (Kondensation), Wasserdampftransport,
Schimmelpilzbefall, Bauteilanschlüsse und Vorschläge für weitere
Abdichtungsmaßnahmen, über die Auswahl von Materialien zur Herstellung
der Luftdichtheit (Verträglichkeit, Wirksamkeit, Dauerhaftigkeit) und
über Auswirkungen von wärmeschutztechnischen Maßnahmen auf den Schall-
und Brandschutz. Erstellung erfahrungsgemäß wirtschaftlicher
(rentabler), im Allgemeinen verwirklichungsfähiger
Modernisierungsempfehlungen für kostengünstige Verbesserungen der
energetischen Eigenschaften.
Zusätzlich zu den unter Nr. 2 aufgeführten Schwerpunkten soll die
Fortbildung insbesondere die nachfolgenden Fachkenntnisse zu
Nichtwohngebäuden vermitteln.
Energetische Modellierung eines Gebäudes (beheiztes/gekühltes Volumen,
konditionierte/nicht konditionierte Räume, Versorgungsbereich der
Anlagentechnik), Ermittlung der Systemgrenze und Einteilung des
Gebäudes in Zonen nach entsprechenden Nutzungsrandbedingungen,
Zuordnung von geometrischen und energetischen Kenngrößen zu den Zonen
und Versorgungsbereichen, Zusammenwirken von Gebäude und
Anlagentechnik (Verrechnung von Bilanzanteilen), Anwendung
vereinfachter Verfahren (z. B. Ein-Zonen-Modell), Bestimmung von
Wärmequellen und -senken und des Nutzenergiebedarfs von Zonen,
Ermittlung, Bewertung und Dokumentation der energetischen Kennwerte
von raumlufttechnischen Anlagen, insbesondere von Klimaanlagen, und
Ermittlung von Eingangs- und Berechnungsgrößen und energetische
Bewertung von Fassadensystemen, insbesondere von Vorhang- und
Glasfassaden, Bewertung von Systemen für den sommerlichen Wärmeschutz
und von Verbauungs- und Verschattungssituationen.
Berechnung des Endenergiebedarfs für Heizungs- und Warmwasserbereitung
einschließlich der Verluste in den technischen Prozessschritten nach
DIN V 18599-5 und DIN V 18599-8, Beurteilung von Kraft-Wärme-
Kopplungsanlagen nach DIN V 18599-9, Bilanzierung von Nah- und
Fernwärmesystemen und der Nutzung erneuerbarer Energien.
Berechnung des Kühlbedarfs von Gebäuden (Nutzkälte) und der
Nutzenergie für die Luftaufbereitung, Bewertung unterschiedlicher
Arten von raumlufttechnischen Anlagen und deren
Schallschutzanforderungen für diese Anlagen, Berechnung des
Energiebedarfs für die Befeuchtung mit einem Dampferzeuger, Ermittlung
von Übergabe- und Verteilverlusten, Bewertung von
Bauteiltemperierungen, Durchführung der Berechnungen nach DIN V
18599-2, DIN V 18599-3 und DIN V 18599-7 und der Nutzung erneuerbarer
Berechnung des Endenergiebedarfs für die Beleuchtung nach DIN V
18599-4, Bewertung der Tageslichtnutzung (Fenster, Tageslichtsysteme,
Beleuchtungsniveau, Wartungswert der Beleuchtungsstärke etc.), der
tageslichtabhängigen Kunstlichtregelung (Art, Kontrollstrategie,
Funktionsumfang, Schaltsystem etc.) und der Kunstlichtbeleuchtung
(Lichtquelle, Vorschaltgeräte, Leuchten etc.).
Kenntnisse über energetische Anforderungen an Nichtwohngebäude und das
Erstellung von erfahrungsgemäß wirtschaftlichen (rentablen), im
Allgemeinen verwirklichungsfähigen Modernisierungsempfehlungen für
kostengünstige Verbesserungen der energetischen Eigenschaften für
Der Umfang der Fortbildung insgesamt sowie der einzelnen Schwerpunkte
soll dem Zweck und den Anforderungen dieser Anlage sowie der
Vorbildung der jeweiligen Teilnehmer Rechnung tragen.