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Timestamp: 2019-12-09 11:01:51
Document Index: 326351503

Matched Legal Cases: ['§ 44', '§ 21', '§ 60', 'Art. 20', 'EuG', '§ 558', '§ 22', '§ 22', '§ 22', '§ 20']

Tacheles Rechtsprechungsticker KW 44/2013 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht Rechtsanwalt in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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Erstellt: Montag, 04.11. 08:24
1.1 BSG, Urteil vom 30.10.2013 – B 7 AY 7/12 R
2.1 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 12.09.2013 – L 7 AS 1235/13 B ER rechtskräftig
Zur Übernahme von Einlagerungskosten im einstweiligen Rechtsschutzverfahren – Anordnungsgrund
2.2 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 19.09.2013 – L 7 AS 1050/13
Es handelt sich um eine Nachleistungsbegrenzungsregelung zu § 44 Abs. 4 SGB X. Verfassungsrechtliche Bedenken greifen insoweit nicht durch (BSG, Urteil vom 26.06.2013 – B 7 AY 6/12 R ).
Anmerkung: Ebenso – Hessisches Landessozialgericht, Beschluss vom 15.01.2013 – L 6 AS 364/12 B
2.3 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 19.09.2013 – L 7 AS 1591/13 B ER und – L 7 AS 1592/13 B rechtskräftig
2.4 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 02.10.2013 – L 2 AS 1690/13 B rechtskräftig
2.5 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen L 19 AS 771/13 13.09.2013
Anhaltspunkte für eine kurze Anspruchsdauer nach der Antragstellung auf ALG II, die eine besondere Härte begründen kann, wenn bereits bei Antragstellung die konkret begründete Aussicht bestanden hat, dass Leistungen nur für einen kurzen Zeitraum in Anspruch genommen werden, sind nicht ersichtlich (vgl. BSG Urteil vom 06.05.2010 – B 14 AS 2/09 R).
Der Umstand, dass der Antragsteller durch eigene Rechtshandlungen sein Vermögen gemindert hat und dies vom Jobcenter akzeptiert worden ist, was zu einer einmonatigen Anspruchslücke geführt hat, begründet eine besondere Härte – abweichend zur Entscheidung des Sozialgerichts – nicht.
2.6 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 04.09.2013 – L 12 AS 692/12
2.7 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 16.10.2013 – L 12 AS 582/12
2.8 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 09.10.2013 – L 12 AS 1708/13 B ER und – L 12 AS 1709/13 B rechtskräftig
2.9 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 25.10.2013 – L 12 AS 1590/13 B ER rechtskräftig
Vereinnahmte Umsatzsteuer, die steuerrechtlich nur ein durchlaufender Posten darstellt, ist, sofern nicht nachgewiesen wird, dass sie im Bedarfszeitraum auch abgeführt wurde, als bedarfsbereites Mittel zur Deckung des Lebensunterhalts einzusetzen (vgl. hierzu: Urteil des BSG vom 22.08.2013 – B 14 AS 1/13 R – im Terminsbericht Nr. 41/13 vom 23.08.2013 lfd. Ziff. 4).
2.10 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 17.10.2013 – L 7 AS 836/13 B rechtskräftig
2.11 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 12.09.2013 – L 7 AS 177/13 B rechtskräftig
2.12 Landessozialgericht Baden-Württemberg, Beschluss vom 24.10.2013 – L 13 AS 4917/12 B
3.1 SG Ulm, Beschluss vom 30.10.2013 – S 4 AS 3138/13 ER
1. Die vorläufige Zahlungseinstellung kann ausweislich des Wortlautes des Gesetzes nur auf die "Kenntnis von Tatsachen", nicht hingegen auf einen reinen Verdacht gestützt werden (vgl. LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 29.01.2007 – L 5 B 1173/06 AS ER, SG Reutlingen, Beschluss vom 16.10.2007 – S 12 AS 3770/07). Des Weiteren hat das Jobcenter kein Ermessen bei seiner Entscheidung ausgeübt.
3.2 SG Schleswig, Urteil vom 22.3.2013 – S 9 AS 1059/09
3.3 Sozialgericht Hildesheim, Urteil vom 30.09.2013 – S 33 AS 215/10 nicht rechtskräftig Es wurde das Rechtsmittel der Berufung eingelegt.
Normen: § 21 Abs. 3 Nr. 1 SGB II, – Schlagworte: Alleinerziehendenzuschlag im Haushalt der Eltern, Einzelfallprüfung, Versicherungspauschale für Kinder
1. Die Bestimmung der grundsicherungsrechtlichen Angemessenheit einer privaten Unfallversicherung für Kinder und Jugendliche hängt davon ab, ob eine solche Vorsorgeaufwendung üblicherweise von Beziehern von Einkommen knapp oberhalb der Grundsicherungsgrenze getätigt wird oder die individuellen Lebensverhältnisse den Abschluss einer derartigen Versicherung bedingen (vgl. BSG, Urteil vom 16.02.2012 – AZ.: B 4 AS 89/11 R). Eine private Unfallversicherung ist für Bezieher von Einkommen knapp oberhalb der Grundsicherungsgrenze nicht üblich. Dies lässt sich insbesondere an den vorgelegten- Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft erkennen, wonach für Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren nur in rund 36 % aller Fälle eine Unfallversicherung abgeschlossen wird.
2. Nach der Rechtsprechung des BSG können besondere Umstände in einer besonderen Gefährdung des jungen Menschen Hegen. Als Beispiele nennt das BSG neben Krankheit und Behinderung eine sonstige besondere Gefährdungen hervorrufende Lebenssituation (vgl. dazu BSG, Urteil vom 10.05.2011 – Az.: B 4 AS 139(10 R). Eine solche Lebenssituation liegt jedoch beim Kind–auch wenn er „wild" ist und keine Angst kennt- nicht vor, denn das Kind hat keinerlei andere Lebensumstände oder Lebenssituationen als jedes andere Kind auch. Allein ein ungeschicktes oder ungestümes Verhalten ist keine von jedem anderen Kind abweichende Lebenssituation.
3.6 SG Kiel, Urteil vom 19.09.2013 – S 31 AS 1261/11 – Das Urteil ist nicht rechtskräftig, da das Jobcenter Berufung eingelegt hat.
Ein Beitrag von RA Stephan Felsmann, Kiel, zum Beitrag hier: http://www.anwalt-kiel.com/sozialrecht/kind-im-internat-ist-teil-der-bedarfsgemeinschaft/
3.7 Sozialgericht Schleswig, Beschluss vom 22. Oktober 2013 (Az.: S 16 AS 158/13 ER):
Weiterlesen bitte hier: http://www.luisa-milazzo.de/wordpress/keine-zwangsbehandlung-fuer-hartz-iv-empfaenger-per-eingliederungsbescheid/
4. OVG Hamburg, Beschl. v. 17.10.2013 – 3 So 119/13
5.1 Landessozialgericht Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 22.10.2013 – L 9 SO 30/13 B PKH
2. Ein „förmlicher“ Weitergewährungsantrag ist nicht zwingende Voraussetzung für eine Fortzahlung von Leistungen nach dem SGB XII (BSG, Urteil vom 29. September 2009 – B 8 SO 13/08 R). Rechtsirrig nimmt der Antragsteller aber an, er sei überhaupt nicht verpflichtet substanziierte Angaben zu seinen wirtschaftlichen Verhältnissen zu machen. Es ist sehr wohl zu prüfen , ob und welcher Bedarf aktuell besteht, da Leistungen der Sozialhilfe keine rentengleichen Dauerleistungen sind. Ein Mangel an Mitwirkung i. S. der §§ 60 ff. SGB I kann sehr wohl zulasten des jeweiligen Leistungsberechtigten gehen.
Quelle: Juris, Entscheidung hier abrufbar: http://www.landesrecht-mv.de/jportal/portal/page/bsmvprod.psml;jsessionid=F4D83DFC0FE80D2AB032EFDBDCC212E3.jp15?showdoccase=1&doc.id=JURE130017579&st=ent
6.1 Sozialgericht Dresden, Beschluss vom 15. Oktober 2013 (Az.: S 19 SO 237/13 ER):
7. Anmerkung zu: BVerwG 1. Senat, Urteil vom 30.07.2013 – 1 C 15/12
Die Verweigerung einer Aufenthaltserlaubnis gegenüber einem nachzugswilligen Mitglied einer "Patchwork-Familie" kann in seltenen Ausnahmefällen einen Verstoß gegen Art. 20 AEUV darstellen (im Anschluss an EuGH, Urt. v. 06.12.2012 – C-356/11 "O. und S.").
10. Anmerkung zu: LSG Stuttgart 1. Senat, Urteil vom 21.06.2013 – L 1 AS 19/13
Autor: Dr. Steffen Luik, RiLSGSG, Quelle: juris, Aufsatz hier abrufbar: http://www.juris.de/jportal/portal/t/22ci/page/homerl.psml?nid=jpr-NLSR000011313&cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp
1. Qualifizierte Mietspiegel i.S.d. § 558d BGB – wie hier die Freiburger Mietspiegel 2009 und 2011 – können Grundlage der Bestimmung der angemessenen Miete nach § 22 Abs. 1 SGB II sein.
2. Wird der Durchschnittsmietpreis (Basismiete) eines qualifizierten Mietspiegels zugrunde gelegt, bedarf es keiner weiteren Ermittlungen, ob es Wohnungen zu den abstrakt angemessenen Quadratmeter-Nettokaltmieten im örtlichen Vergleichsraum in einer bestimmten Häufigkeit gibt; dies steht vielmehr aufgrund der qualifizierten Mietspiegel, der zur Bestimmung des angemessenen Quadratmeterpreises für die Kaltmiete zugrunde gelegt wurden, und der Anwendung des Durchschnittswerts dieser Mietspiegel fest (Anschluss an BSG, Urt. v. 13.04.2011 – B 14 AS 106/10 R – SozR 4-4200 § 22 Nr. 46 Rn. 30).
3. § 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II genügt als gesetzliche Anspruchsgrundlage den verfassungsrechtlichen Vorgaben, die das BVerfG (Urt. v. 09.02.2010 – 1 BvL 1/09 u.a. – SozR 4-4200 § 20 Nr. 12) beschrieben hat (entgegen SG Mainz, Urt. v. 08.06.2012 – S 17 AS 1452/09; SG Dresden, Urt. v. 25.01.2013 – S 20 AS 4915/11; SG Leipzig, Urt. v. 15.02.2013 – S 20 AS 2707/12).