Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%202010,%20302
Timestamp: 2019-07-17 05:44:41
Document Index: 115259152

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 5', '§ 1', '§ 5', '§ 3', '§ 5', '§ 3', '§ 6', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 5', '§ 6', '§ 1', '§ 6', '§ 5', '§ 6', '§ 6', '§ 3']

BFH, 07.10.2009 - II R 58/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,1257
BFH, 07.10.2009 - II R 58/08 (https://dejure.org/2009,1257)
BFH, Entscheidung vom 07.10.2009 - II R 58/08 (https://dejure.org/2009,1257)
BFH, Entscheidung vom 07. Januar 2009 - II R 58/08 (https://dejure.org/2009,1257)
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Anwendung des § 3 Nr. 2 GrEStG im Rahmen des § 5 Abs. 3 GrEStG | Veröffentlichungen:
GrEStG §§ 1 Abs. 2a, 3 Nr. 2, 5 Abs. 1, 2 u. 3
Keine Anwendung von § 5 Abs. 3 GrEStG, wenn Steuerumgehung objektiv ausscheidet
Entfallen der Grunderwerbsteuer trotz der der Grundstücksübertragung nachfolgenden Anteilsverminderung mangels Steuerumgehung (Anteilsschenkung)
Zur Anwendung des § 3 Nr. 2 GrEStG im Rahmen des § 5 Abs. 3 GrEStG
GrESt beim Übergang auf eine Gesamthand?
Grundstücksschenkung trotz Anteilsminderung steuerfrei
Einbringung von Grundstücken in eine Personengesellschaft grunderwerbsteuerbefreit, wenn Gesellschaftsanteil anschließend verschenkt wird
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 07.10.2009, Az.: II R 58/08 (GrESt beim Übergang auf eine Gesamthand?)" von RA StB Dr. Stefan Behrens, FAStR, und RA Rainer Schmitt, original erschienen in: BB 2010, 291 - 294.
BFHE 226, 404
BB 2010, 291
BStBl II 2010, 302
Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus dem von der Klägerin angeführten BFH-Urteil vom 7. Oktober 2009 II R 58/08 (BFHE 226, 404, BStBl II 2010, 302).
Für die Zurechnung der persönlichen Eigenschaften der Gesamthänder sowie für die teleologische Reduktion in den in § 3 Nr. 2 GrEStG genannten Fällen des Grundstückserwerbs von Todes wegen bzw. der Grundstücksschenkungen unter Lebenden i.S. des ErbStG gilt für § 6 Abs. 3 Satz 2 GrEStG nichts anderes als für die vergleichbare Vorschrift des § 5 Abs. 3 GrEStG (hierzu BFH-Urteil vom 7. Oktober 2009 II R 58/08, BFHE 226, 404, BStBl II 2010, 302;… Viskorf, a.a.O., § 5 Rz 61 ff., 100; G. Hofmann, Betriebs-Berater --BB-- 2000, 2605, 2607; Behrens/ Schmitt, BB 2009, 818, 819).
Auf das BFH-Urteil vom 7. Oktober 2009 (II R 58/08, BFHE 226, 404) werde verwiesen.
Vor diesem Hintergrund ist auch die von der Klägerin ins Feld geführte BFH-Rechtsprechung zur einschränkenden Auslegung von Missbrauchsvermeidungsnormen in Fällen, in denen die objektive Möglichkeit einer Steuerumgehung ausscheidet (BFH-Urteil vom 7. Oktober 2009 II R 58/08, BFHE 226, 404), auf den Streitfall nicht übertragbar.
Das Finanzgericht Saarland habe in dem nicht rechtskräftigen Urteil vom 12.08.2008 2 K 2417/04 (EFG 2004, 364, Rev. eingelegt II R 58/08) die Steuerfreiheit eines derartigen Erwerbsvorgangs zugunsten des Steuerpflichtigen bestätigt.
Bei summarischer Prüfung ist allerdings auch der Schluss möglich, dass eine einschränkende Auslegung des § 5 Abs. 3 GrEStG ebenfalls dann geboten ist, wenn der nachfolgende Übertragungsvorgang zwar nicht der Grunderwerbsteuer, dafür aber der Schenkungsteuer unterliegt (im Ergebnis auch FG des Saarlandes, Urteil vom 12.08.2008 2 K 2417/04, EFG 2008, 1740, nicht rkr., Revision beim BFH II R 58/08).
Der Begründung des Finanzgerichts des Saarlandes (Urteil vom 12.08.2008 2 K 2417/04, EFG 2008, 1740, nicht rkr., Revision beim BFH II R 58/08), dass eine durch die anschließende schenkweise Übertragung eines Anteils erfolgte Anteilsminderung nach der Einbringung eines Grundstücks in eine Gesamthand im Rahmen von § 5 GrEStG unschädlich sei, soweit der Anteilserwerber das Grundstück von dem Einbringenden hätte steuerfrei erwerben können, wird jedoch nicht gefolgt.
So findet die Sperrfrist des § 6 Abs. 4 GrEStG keine Anwendung, wenn der Erwerb der gesamthänderischen Mitberechtigung des Gesellschafters, auf den ein Gesellschaftsgrundstück übergeht, bereits nach § 1 Abs. 2a GrEStG steuerbar war (…Pahlke, GrEStG, 6. Aufl., § 6 Rz. 82), auch wenn dieser Erwerbsvorgang von der Grunderwerbsteuer befreit war (BFH-Urteil vom 07.10.2009 II R 58/08, BStBl II 2010, 302, für § 5 Abs. 3 GrEStG;… Viskorf in Boruttau, GrEStG, 18. Aufl., § 6 Rz. 95 f.;… Pahlke, GrEStG, 6. Aufl., § 6 Rz. 79).
Zudem verweist der Kläger auf das Urteil des BFH vom 07.10.2009 II R 58/08 in BFH/NV 2010, 114, woraus sich ergebe, dass auch im Streitfalle eine teleologische Auslegung des § 3 Nr. 2 GrEStG zu erfolgen habe, das heißt Grundstücksschenkungen im Sinne des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes von der Grunderwerbsteuer freizustellen seien.