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Timestamp: 2016-10-26 15:26:13
Document Index: 144871999

Matched Legal Cases: ['Art. 291', 'Art. 197', 'Art. 197', 'Art. 200', 'Art. 204', 'Art. 240', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 288', 'Art. 288', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 288', 'Art. 63', 'Art. 55', 'Art. 55', 'Art. 671', 'Art. 754', 'Art. 219', 'Art. 725', 'Art. 670', 'BGE', 'Art. 725', 'Art. 757', 'BGE', 'Art. 156', 'Art. 159']

5C.29/2000 (19.09.2000)
2. F.B.________, Beklagte und Berufungskl�ger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Dietsche, Eisenbahnstrasse 41, Postfach 228, 9401 Rorschach,
A.________ AG in Konkurs, Konkursverwalterin: Provida Treuhand AG, 8280 Kreuzlingen, Kl�gerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Robert F�rer und Hans Hofstetter, Rheinstrasse 10, Postfach 374, 8501 Frauen-feld,
A.- B.W.________ war Verwaltungsratspr�sidentin und F.B.________ Verwaltungsratsvizepr�sident der A.________ AG.
Am 21. Juni 1994 erteilte B.W.________ der A.________ AG ein Darlehen von Fr. 2'300'000.--. In der Folge wurde das Darlehen in zwei Tranchen am 13. bzw. 15. Juli 1994 von der X.________ Finanz AG, zu deren Verwaltungsrat B.W.________ und F.B.________ geh�rte, der A.________ AG ausbezahlt.
Am 13. Februar 1995 verkaufte die A.________ AG diese Parzelle B.W.________ zum Preis von Fr. 1'782'000.--. Zur Tilgung des Kaufpreises zedierte die A.________ AG ihre Kaufpreisforderung an die X.________ Finanz AG, welche ihrerseits die Forderung mit dem bestehenden Darlehen verrechnete, womit die Darlehensr�ckforderung im Umfang von Fr. 1'782'000.-- getilgt wurde. In Bezug auf die verbleibende Forderung �berwies die A.________ AG B.W.________ am 26. April 1995 Fr. 537'962. 80. Am 15. Juni 1995 wurde �ber A.________ sowie - deren Muttergesellschaft A.________ Holding AG - der Konkurs er�ffnet.
Grundbuch auf die Kl�gerin zu �bertragen.. "
Mit Urteil vom 23. April 1998 hiess das Bezirksgericht Steckborn die Klage der A.________ AG in Konkurs teilweise gut und verpflichtete B.W.________ zur R�ckgabe der Parzelle Nr. xx im Sinn von Art. 291 Abs. 1 SchKG.
C.- Gegen dieses Urteil erhoben alle Beteiligten Berufung ans Obergericht des Kantons Thurgau. B.W.________, F.B.________ und die X.________ Finanz AG beantragten, die Klage abzuweisen, soweit �berhaupt darauf einzutreten sei.
Die A.________ AG in Konkurs beantragte, dass nebst der bereits von der Vorinstanz angeordneten Verpflichtung zur R�ckgabe der fraglichen Parzelle B.W.________ und die X.________ Finanz AG, eventuell B.W.________ und F.B.________, je unter solidarischer Haftung zur Bezahlung von Fr. 521'870. 80 nebst Zins von 5% seit 14. Juni 1995 zu verpflichten seien. Subeventuell seien B.W.________ zur Bezahlung von Fr. 2'303'870. 80 nebst 5% Zins seit 14. Juni 1995 bzw. lediglich B.W.________ zur Bezahlung von Fr. 1'782'000.- nebst 5% Zins seit 13. Februar 1995 zu verpflichten. Mit Urteil vom 21. September 1999 hat das Obergericht des Kantons Thurgau wie folgt entschieden:
"1.Die Klage wird gesch�tzt, und B.W.________ wird zur
R�ckgabe der Parz. Nr. und E.Bl. xx im Sinn von
R�ckgriff auf die solidarisch haftenden
erstinstanzlichen Verfahrens von Fr. 20'000.-- sowie f�r das Berufungsverfahren eine Verfahrensgeb�hr
b)B. W.________ und F.B.________ bezahlen f�r das
Berufungsverfahren eine Verfahrensgeb�hr von
AG in Konkurs f�r das gesamte Verfahren unter solidarischer
Haftbarkeit mit Fr. 125'550.-- zuz�glich
7,5% MWST zu entsch�digen.. "
D.-Mit Berufung vom 21. Januar 2000 beantragen B.W.________ und F.B.________ dem Bundesgericht, das Urteil des Obergerichtes des Kantons Thurgau vom 21. September 1999 aufzuheben und die Klage vollumf�nglich abzuweisen. Die A.________ AG in Konkurs beantragt, die Berufung abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Das Obergericht des Kantons Thurgau schliesst auf Abweisung der Berufung.
Mit Urteil vom heutigen Tag hiess das Bundesgericht die gleichzeitig erhobene staatsrechtliche Beschwerde teilweise - bez�glich der Kosten- und Entsch�digungsregelung - gut, soweit darauf einzutreten war.
1.-Die Beklagten machen zun�chst geltend, dass der Kl�gerin die Aktivlegitimation fehle. Anstatt der Gemeinschuldnerin - der A.________ AG in Konkurs - h�tte die Konkursmasse der A.________ AG die Anfechtungsklage erheben m�ssen. Die Vorinstanz habe Art. 197, 200, 204, 240 SchKG dadurch verletzt, dass sie die Aktivlegitimation der Kl�gerin bejaht habe.
a) Nach dem Eintritt des Konkurses bildet s�mtliches pf�ndbare Verm�gen, das dem Gemeinschuldner zur Zeit der Konkurser�ffnung geh�rt oder bis zum Schluss des Konkursverfahrens anf�llt, die Konkursmasse (Art. 197 SchKG); ferner geh�ren die Anfechtungsanspr�che, die nach Massgabe der Artikel 214 und 285-292 SchKG Gegenstand der Anfechtungsklage bilden, zur Konkursmasse (Art. 200 SchKG). In Bezug auf die Verm�genswerte, die zur Konkursmasse geh�ren, verliert der Gemeinschuldner nach der Konkurser�ffnung sein Verf�gungsrecht (Art. 204 SchKG); die Konkursmasse wird w�hrend des Konkursverfahrens durch die Konkursverwaltung vertreten (Art. 240 SchKG).
b) Entgegen der Auffassung der Beklagten kann keine Rolle spielen, dass im vorliegenden Fall die Gemeinschuldnerin und nicht die Konkursmasse die Anfechtungsklage erhoben hat. Das Bundesgericht hat in BGE 97 II 403 ff. eine Klage der Gemeinschuldnerin in Liquidation, welche durch die Konkursverwaltung vertreten war, f�r zul�ssig erkl�rt (E. 2, S. 409). Auch wenn die Auffassung zutreffend ist, dass die Konkursmasse in Prozessen, welche die Aktiven und Passiven des Gemeinschuldners betreffen, parteif�hig ist (so BGE 110 III 99 ff.; Hans-Ulrich Walder-Richli, Zivilprozessrecht,
4. Auflage, Z�rich 1996, � 8 Rz. 3; Oscar Vogel, Grundriss des Zivilprozessrechts, 6. Auflage, Bern 1999, � 25 Rz. 5 ff.), schliesst dies nicht aus, dass der Gemeinschuldner in seiner Eigenschaft als Tr�ger des die Konkursmasse bildenden Verm�gens - vertreten durch die Konkursverwaltung - parteif�hig sein kann (so BGE 97 II 403 ff.; Max Guldener, Schweizerische Zivilprozessrecht, S. 126; Str�uli/Messmer, Kommentar zur z�rcherischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Z�rich 1982, N. 20 zu �� 27/28; offen lassend in der 3. Auflage, Z�rich 1996, N 71 zu �� 27/28). Anders als bei nat�rlichen Personen kann eine juristische Person im Konkurs neben der Masse kein Eigenleben mehr f�hren, so dass das Handeln der Konkursverwaltung im Namen der Gemeinschuldnerin in Liquidation dem Handeln der Konkursverwaltung im Namen der Konkursmasse gleichgesetzt werden kann (Walder, a.a.O., � 8 Rz. 4).
Soweit die Beklagten dem Obergericht eine Bundesrechtsverletzung vorwerfen, weil die Aktivlegitimation der Kl�gerin zu Unrecht bejaht worden sei, erweist sich die Berufung als unbegr�ndet.
2.-Die Beklagten kritisieren die Auffassung des Obergerichtes als bundesrechtswidrig, dass das im Darlehensvertrag vereinbarte Kaufsrecht mangels �ffentlicher Beurkundung ung�ltig gewesen sei und die A.________ AG deshalb das Grundst�ck freiwillig verkauft habe, weil die Anrufung der Ung�ltigkeit durch die Kl�gerin rechtsmissbr�uchlich gewesen w�re.
Dieser Einwand ist unbehelflich. Das Obergericht hat unangefochten festgehalten, dass alle Beteiligten im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses der Auffassung waren, es k�nne ohnehin auf die Einr�umung eines Kaufsrechtes verzichtet werden, weil - insbesondere aufgrund der personellen Verkn�pfung der A.________ AG mit der Beklagten 1 - ein Kauf jederzeit ausgel�st werden k�nne. Wenn somit der Verkauf des Grundst�cks - mit oder ohne Kaufrecht - ohnehin in der Macht der Beklagten 1 lag, so kam es letztlich auch nicht darauf an, ob aufgrund eines Kaufrechts die A.________ AG zum Verkauf "verpflichtet" war oder nicht.
3.-Im Zusammenhang mit der Anfechtungsklage macht die Beklagte 1 geltend, dass ihr das Obergericht zu Unrecht eine Beg�nstigungs- bzw. Benachteiligungsabsicht vorgeworfen und dadurch Art. 288 SchKG falsch angewendet habe.
a) Gem�ss Art. 288 SchKG sind alle Rechtshandlungen anfechtbar, welche der Schuldner innerhalb der letzten f�nf Jahre vor der Konkurser�ffnung in der dem anderen Teil erkennbaren Absicht vorgenommen hat, seine Gl�ubiger zu benachteiligen oder einzelne Gl�ubiger zum Nachteil anderer zu beg�nstigen.
Dass in objektiver Hinsicht durch den Verkauf des Grundst�ckes und die R�ckzahlung des Darlehensrestbetrages an die Beklagte 1 Verm�gen vermindert wurde, das der Zwangsvollstreckung unterliegt, ist unbestritten. Umstritten ist hingegen in subjektiver Hinsicht, ob die A.________ AG mit der Absicht handelte, Gl�ubiger zu benachteiligen bzw. einzelne Gl�ubiger zum Nachteil anderer zu beg�nstigen; diesbez�glich geht die Rechtsprechung davon aus, dass eine Sch�digungsabsicht gegeben ist, wenn der Schuldner voraussehen konnte und musste, dass die anfechtbare Handlung Gl�ubiger benachteiligt bzw. einzelne Gl�ubiger gegen�ber anderen bevorzugt (BGE 83 III 82 E. 3a S. 85 f. m.w.H.). Im Folgenden ist daher zu pr�fen, ob die Organe der A.________ AG aufgrund der tats�chlich festgestellten Umst�nde die sch�digende Wirkung h�tten voraussehen k�nnen und m�ssen. Wenn die subjektive Voraussetzung der Sch�digungsabsicht zu bejahen ist, muss ohne weiteres auch davon ausgegangen werden, dass die sch�digende Wirkung f�r die Beklagte 1 angesichts ihrer Funktion als Verwaltungsratspr�sidentin der A.________ AG subjektiv erkennbar gewesen war.
b) Soweit die Beklagte 1 geltend macht, die Vorinstanz habe Art. 8 ZGB und Art. 288 SchKG dadurch verletzt, dass sie die Anfechtungsklage gutgeheissen habe, obwohl die Kl�gerin ihrer Substantiierungspflicht nicht nachgekommen sei, erweist sich die Berufung als offensichtlich unbegr�ndet.
Nachdem die Kl�gerin vor erster Instanz ihren Subsubeventualantrag, in welchem sie ihre Anfechtungsanspr�che geltend gemacht hatte, die Benachteiligungs- bzw. Beg�nstigungsabsicht noch sehr kurz begr�ndet hatte, hat sie sich im Verfahren vor Obergericht in der Berufungsantwort vom 24. Februar 1998 auf mehreren Seiten dazu ge�ussert. Dass die Beklagte 1 nunmehr im Verfahren vor Bundesgericht immer noch an ihrem Standpunkt der ungen�genden Substantiierung festh�lt, ist schwer verst�ndlich, hat doch das Obergericht ausdr�cklich auf die erg�nzenden kl�gerischen Ausf�hrungen hingewiesen und diese unangefochten als - nach kantonalem Prozessrecht - zul�ssig bezeichnet.
c) Im Zusammenhang mit der Frage des Vorliegens einer Beg�nstigungs- bzw. Sch�digungsabsicht hat das Obergericht in tats�chlicher Hinsicht u.a. festgehalten, dass die Thurgauer Kantonalbank die A.________ AG bereits in einem Rapport vom 8. Juli 1994 auf zu geringe Eigenmittel hingewiesen habe, dass die A._________ AG im Herbst 1994 bei der "Abteilung Spezialfinanzierung" der damaligen SBG - zust�ndig f�r Gesellschaften in wirtschaftlich heiklen Situationen - gelandet war, dass im Gesch�ftsjahr 1994 stille Reserven in der H�he von Fr. 8,193 Mio. aufgel�st werden mussten und dass auf der Passivseite das kurz- und mittelfristige Fremdkapital von Fr. 52,6 Mio. auf Fr. 72,9 Mio. zugenommen habe, w�hrend auf der Aktivseite f�r betr�chtliche Guthaben gegen�ber Gruppengesellschaften von Fr. 34 Mio. weder Wertberichtigungen noch R�ckstellungen vorgenommen worden seien. Aufgrund dieser hier beispielhaft wiedergegebenen Umst�nde hat das Obergericht in rechtlicher Hinsicht ausgef�hrt, dass "dem Verwaltungsrat der A._________ AG sp�testens Ende 1994/anfangs 1995 bewusst sein musste, dass eine �ussert kritische finanzielle Situation" vorgelegen habe, so dass davon ausgegangen werden m�sse, dass die A.________ AG bei der Vornahme der angefochtenen Rechtsgesch�fte mit der Absicht gehandelt habe, die Beklagte 1 als Gl�ubigerin zu beg�nstigen und die anderen Gl�ubiger entsprechend zu benachteiligen.
d) Die Beklagte 1 macht geltend, dass die Feststellung des Obergerichtes, die stillen Reserven h�tten per Ende 1994 Fr. 140'000.-- betragen, auf einem offensichtlichen Versehen beruhten, weil tats�chlich stille Reserven in der H�he von Fr. 16'135'000.-- und zus�tzlich dazu Eigenkapital von Fr. 5'305'000.-- verf�gbar gewesen sei, so dass angesichts der intakten finanziellen Situation der A._________ AG von einer Sch�digungs- bzw. Beg�nstigungsabsicht keine Rede sein k�nne. Die Beklagte 1 weist zwar zu Recht darauf hin, dass es sich beim Betrag von Fr. 140'000.- nicht um stille, sondern gesetzliche Reserven handelt. Dieses offensichtliche Versehen ist zu berichtigen (Art. 63 Abs. 2 Satz 2 OG), doch �ndert dies nichts daran, dass das Obergericht die Sch�digungs- bzw.
Beg�nstigungsabsicht zutreffend bejaht hat. Soweit die Beklagten n�mlich geltend machen, dass in der Jahresrechnung 1994 ein Eigenkapital von Fr. 5,305 Mio. ausgewiesen sei, sind ihre Einwendungen unzul�ssig, weil dem angefochtenen Urteil diesbez�glich keine Feststellungen entnommen werden k�nnen und erg�nzende Sachverhaltsfeststellungen unzul�ssig sind (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Desgleichen ist die Behauptung unzul�ssig, dass stille Reserven von Fr. 16'135'000.-- vorhanden gewesen seien, weil dem angefochtenen Urteil im Zusammenhang mit den stillen Reserven lediglich entnommen werden kann, dass im Gesch�ftsjahr 1994 unbestrittenermassen Reserven in der H�he von Fr. 8,193 Mio. aufgel�st worden seien (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Wie sich im Beschwerdeverfahren ergeben hat, war es nicht willk�rlich, dass sich das Obergericht in tats�chlicher Hinsicht nicht zur angeblichen "Aufwertungsreserve Liegenschaft" (Fr. 10'300'000.--) und "Warenreserve" (Fr. 2'700'000.--) sowie zu den "R�ckstellungen" (Fr. 1'800'000.--) ge�ussert hat (vgl. Erw. 5c/aa).
Wenn aber keine stillen Reserven festgestellt wurden, ist die R�ge von vornherein unbegr�ndet, dass die Vorinstanz mit dem Ausserachtlassen der Reserven Art. 671 Abs. 3, 669, 670 und 671b OR verletzt habe. Auch wenn per Ende 1994 noch gewisse stille Reserven vorhanden gewesen sein m�gen, �ndert dies nichts daran, dass das Obergericht aufgrund der unter lit. b zusammengefassten Umst�nden davon ausgehen durfte, dass die Beklagte 1 in ihrer Funktion als Verwaltungsratspr�sidentin der A.________ AG den Verkauf des Grundst�cks in der Absicht vorgenommen hat, sich zu beg�nstigen und andere Gl�ubiger entsprechend zu benachteiligen. Insbesondere kann damit auch keine Rede davon sein, dass die Beklagten bis kurz vor dem Konkurs von einer v�llig intakten finanziellen Situation der A.________ AG ausgegangen waren und der Konkurs nur auf die K�ndigung von Krediten durch die Banken zur�ckzuf�hren gewesen war.
e) Die Vorinstanz hat die gegen die Beklagte 1 gerichtete Anfechtungsklage somit zu Recht gutgeheissen und diese verpflichtet, die Parzelle Nr. xx der Konkursmasse zur�ckzugeben. Ob die Anfechtungsklage auch hinsichtlich des von der A.________ AG an die Beklagte 1 zur�ckbezahlten Darlehensrestbetrages von Fr. 521'870. 80 zuz�gl. Zinses gutzuheissen w�re, kann offen gelassen werden, da die Klage in diesem Punkt gest�tzt auf die aktienrechtliche Verantwortlichkeit sowohl hinsichtlich der Beklagten 1 wie auch des Beklagten 2 gutzuheissen ist, wie nachfolgend darzulegen ist.
4.-Art. 754 Abs. 1 OR bestimmt, dass die Mitglieder des Verwaltungsrates sowohl der Gesellschaft als auch den einzelnen Aktion�ren und Gesellschaftsgl�ubigern f�r den Schaden verantwortlich sind, den sie durch absichtliche oder fahrl�ssige Verletzung ihrer Pflichten verursachen.
a) Die Vorinstanz erwog, dass die Beklagten im Zeitpunkt der R�ckzahlung des Restdarlehens begr�ndete Besorgnis einer �berschuldung gehabt haben bzw. gehabt haben mussten.
Unter diesen Umst�nden sei die R�ckzahlung des Restdarlehens an die Beklagte 1 pflichtwidrig gewesen, umso mehr als daf�r ein neuer Kredit habe beansprucht werden m�ssen. Die Beklagten sind der Auffassung, dass durch die Restamortisation des Darlehens gar kein Schaden eingetreten sei und dass den Verwaltungsr�ten auch keine Pflichtverletzung vorgeworfen werden k�nne.
b) Zun�chst ist zu pr�fen, ob die Restamortisation des Darlehens den Beklagten als Verletzung ihrer Pflichten als Verwaltungsr�te der A.________ AG anzulasten ist.
aa) Wenn sich bei einem Unternehmen ein starker Kapitalverlust oder eine �berschuldung abzeichnet, wenn unabwendbare Liquidit�tsengp�sse bestehen oder das Unternehmen seinen Verpflichtungen nicht mehr vertragskonform nachzukommen vermag und eine Sanierung praktisch als aussichtslos erscheint, bestehen ernsthafte Zweifel, dass die Fortf�hrung des Unternehmens noch m�glich ist. In einer solchen Situation rechtfertigt sich die Bilanzierung zu Fortf�hrungswerten nicht mehr; vielmehr wird die Bilanzierung zu Ver�usserungswerten aktuell, weil die Liquidation nicht deshalb verz�gert werden darf, weil nach der zu Fortf�hrungswerten erstellten - und damit praktisch belanglosen - Bilanz keine �berschuldung ausgewiesen ist (Peter B�ckli, Schweizer Aktienrecht, Z�rich 1996, N 840 und 1680a; Franz Broger, Fortf�hrung der Unternehmenst�tigkeit (going concern), in: Der Schweizer Treuh�nder 1994, S. 711 ff.; Lukas Handschin, Die Pflichten und die Verantwortlichkeit des Verwaltungsrates im Sanierungsfall, ZBJV 2000, S. 436 ff.). W�hrend bei einer aufrechtstehenden Gesellschaft f�llige Schulden ohne weiteres bezahlt werden d�rfen, verh�lt es sich dann anders, wenn sich eine Gesellschaft in einer wirtschaftlichen und finanziellen Situation befindet, in welcher zu Liquidationswerten bilanziert werden muss und daraus eine �berschuldung der Gesellschaft resultiert; diesfalls habe die Gl�ubiger nach Massgabe der gesetzlichen Rangordnung gem�ss Art. 219 SchKG Anspruch auf Gleichbehandlung.
Jede bevorzugte Befriedigung eines Gl�ubigers stellt eine Pflichtverletzung dar.
bb) Wie bereits erw�hnt hat die Vorinstanz verbindlich festgestellt, dass "dem Verwaltungsrat der A.________ AG sp�testens Ende 1994/anfangs 1995 bewusst sein musste, dass eine �usserst kritische finanzielle Situation" vorgelegen habe (vgl. Erw. 3c). In den folgenden Monaten hatte sich die Situation weiter versch�rft. Nach den Feststellungen der Vorinstanz waren den Beklagten 1 und 2 im Zeitpunkt der Restamortisation des Darlehens am 26. April 1995 die Jahresrechnung 1994 vom 24. M�rz 1995 bekannt. Die Revisionsstelle kam diesbez�glich in ihrem Bericht vom 29. Mai 1995 zu folgenden Schl�ssen: "Die Bewertung erfolgte ... zu Fortf�hrungswerten.
Wie aus dem Anhang zur Jahresrechnung hervorgeht, hat die Gesellschaft im Gesch�ftsjahr 1994 effektiv einen sehr hohen Verlust von 8,2 Mio. Franken erlitten. Aufgrund des Budgets 1995 und angesichts der im laufenden Gesch�ftsjahr nochmals stark gesunkenen Wechselkurse der f�r A.________ AG wichtigsten W�hrungen muss davon ausgegangen werden, dass nochmals ein sehr hoher Verlust anfallen wird. Diese Verluste lassen berechtigte Zweifel an der �berlebensf�higkeit der Gesellschaft aufkommen. Der andauernde Geldabfluss f�hrt zudem - ohne Erschliessung neuer Finanzquellen - unweigerlich zur kurz bevorstehenden Zahlungsunf�higkeit. " Weiter f�hrte die Revisionsstelle aus, eine zu Liquidationswerten erstellte Bilanz "w�rde sicher eine �berschuldung zeigen", und wies auf Art. 725 Abs. 2 OR hin. Dass den Beklagten 1 und 2 der Bericht der Revisionsstelle erst Ende Mai 1995 zur Verf�gung stand, �ndert nichts daran, dass sie �ber die relevanten Informationen - namentlich Bilanz und Jahresrechnung 1994 - im Zeitpunkt der Restamortisation bereits verf�gten. Mit einer Entsch�rfung der kritischen Situation war nicht zu rechnen, war doch im Gegenteil gem�ss dem Revisionsstellenbericht eine Verschlimmerung zu erwarten. Im M�rz und April 1995 hatten Besprechungen mit der SBG stattgefunden, an denen es u.a. um die Ben�tzung der Kreditlimite ging. Im selben Zeitraum erfolgten Rangr�cktritte gegen�ber den deutschen bzw. �sterreichischen Gruppengesellschaften. Im April sprach die Beklagte 1 bei der CS vor und sandte dieser eine Liste der am Dringendsten zu bezahlenden Kreditoren. Am 27. April 1995, am Tage nach der umstrittenen Kreditr�ckzahlung, einigten sich die Beteiligten, die Banken zu einem Meeting einzuladen, an welchem der Beklagte 2 zus�tzliche Liquidit�t von 20 Mio. verlangte. Ihrerseits waren die Beklagten aber zu keinen weiteren finanziellen Beitr�gen an eine Sanierung bereit, obwohl sie wussten, dass die Banken nur im Rahmen einer ernsthaften Sanierung zu weiteren Kreditvergaben bereit sein w�rden, sobald sie im Besitz des Jahresabschlusses 1994 sein w�rden. Dass den Beklagten der Ernst der Situation bekannt war, geht auch daraus hervor, dass der Beklagte 2 zur Beklagten 1 gesagt haben soll, dass der Konkurs angemeldet oder um Nachlassstundung ersucht werden m�sse, wenn die Banken die bestehenden Kreditlinien nicht innerhalb weniger Tage freigeben w�rden.
cc) Waren bei dieser wirtschaftlichen Situation des Unternehmens ernsthafte Sanierungsbestrebungen in keiner Weise in Angriff genommen worden, die Banken seit Monaten sensibilisiert, die Einr�umung zus�tzlicher Kredite nicht zu erwarten und vielmehr mit der konkreten Gefahr von Kreditk�ndigungen zu rechnen, so fiel im Zeitpunkt der Restamortisation eine dauerhafte Fortsetzung der gesellschaftlichen T�tigkeit nicht mehr ernsthaft in Betracht. Damit h�tten die Beklagten 1 und 2 aber sp�testens nach Kenntnis der Jahresrechnung vom 24. M�rz 1995, die sie laut Vorinstanz sp�testens Anfang April 1995 erlangt hatten, zu Liquidationswerten bilanzieren m�ssen, wenn sie ihren Pflichten als Verwaltungsr�te h�tten nachkommen wollen. Mit der Umstellung der Bilanzierung auf Liquidationswerte m�ssen in aller Regel massive Wertkorrekturen nach unten vorgenommen werden. Eine Ausnahme gilt allenfalls, wenn das Unternehmen als Ganzes ver�ussert werden kann. Entsprechende Bestrebungen waren aber im vorliegenden Fall gescheitert. Einen h�heren Liquidations- als Fortf�hrungswert weisen unter Umst�nden noch nicht aufgewertete (vgl. Art. 670 OR) Grundst�cke auf, wobei vorliegend zu beachten ist, dass nach dem Zusammenbruch des Immobilienmarkts nicht mehr grunds�tzlich von einem Ansteigen der Grundst�ckspreise ausgegangen werden konnte (vgl. BGE 125 III 1 E. 5c S. 7) und zudem die Grundst�cke der A.________ AG schwer ver�usserlich waren. Die Revisionsstelle nahm denn auch in ihrem Kurzbericht vom 11. Mai 1995 an, dass die Immobilienwerte im Falle einer Umstellung auf Ver�usserungswerte tiefer zu veranschlagen w�ren als bisher. Sie errechnete nach Liquidationswerten eine �berschuldung von rund 74 Mio. Franken.
Auch wenn jener Bericht den Beklagten 1 und 2 am 26. April 1995 noch nicht vorlag, so musste ihnen jedenfalls bewusst sein, dass die Ver�usserungsbilanz eine massive �berschuldung ausweisen w�rde. Angesichts ihrer verwaltungsr�tlichen Pflicht, �ber die finanzielle Situation der Gesellschaft im Bild zu sein, k�nnten sie sich nicht damit entlasten, diesen Umstand nicht erkannt zu haben. Mit der Notwendigkeit, massive Wertberichtigungen nach unten vorzunehmen, war die begr�ndete Besorgnis einer entsprechenden �berschuldung manifest und die �berschuldungsanzeige an den Richter (Art. 725 Abs. 2 OR) stand unabweislich im Raume. Unter diesen Umst�nden liessen sich aber die Beklagten 1 und 2 mit der umstrittenen Restamortisation eine Verletzung des Gebots, die Gl�ubiger gleich zu behandeln, zu Schulden kommen.
c) Damit ist ohne weiteres auch davon auszugehen, dass die Darlehensr�ckzahlung zu einer Sch�digung der Gl�ubiger f�hrte. Der Einwand der Beklagten, dass den anderen Gl�ubigern kein Schaden entstanden sei, weil der Verminderung der Aktiven eine entsprechende Verminderung der Passiven gegen�ber gestanden habe, �berzeugt nicht. Die Sch�digung der Gl�ubiger besteht darin, dass durch die vollumf�ngliche Tilgung einer einzelnen Schuld und der damit einhergehenden Verminderung des Verwertungssubstrates die Werthaltigkeit ihrer Forderungen beeintr�chtigt wurde. Diesfalls ist die Konkursverwaltung befugt, durch Verantwortlichkeitsklage das zur Masse geh�rende Verm�gen im Interesse der Gesamtheit der Gesellschaftsgl�ubiger erh�ltlich zu machen (Art. 757 Abs. 1 Satz 2 OR; BGE 117 II 432 E. 1b/ee S. 439).
d) Ergibt sich, dass den Beklagten ein pflichtwidriges Verhalten vorzuwerfen ist, das ad�quat kausal zur Sch�digung von Gl�ubigern f�hrte, hat das Obergericht zu Recht auch die Verantwortlichkeitsklage gutgeheissen und die Beklagten 1 und 2 dazu verpflichtet, unter solidarischer Haftbarkeit der Konkursmasse der A.________ AG Fr. 521'870. 80 zuz�gl. Zins zu bezahlen.
5.-Aus diesen Gr�nden ist die Berufung abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und Ziff. 1 des Urteils des Obergerichtes des Kantons Thurgau vom 21. September 1999 ist zu best�tigen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich, die Gerichtsgeb�hr zu 3/4 der Beklagten 1 und zu 1/4 unter solidarischer Haftbarkeit den Beklagten 1 und 2 aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 2 OG). Entsprechend sind die Beklagten zu verpflichten, die Kl�gerin f�r das Verfahren vor Bundesgericht zu entsch�digen (Art. 159 Abs. 2 OG).
1.-Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird und sie nicht gegenstandslos geworden ist, und Ziff. 1 des Urteils des Obergerichtes des Kantons Thurgau vom 21. September 1999 wird best�tigt.
2.-Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 12'000.-- wird im Umfang von Fr. 9'000.-- der Beklagten 1 und im Umfang von Fr. 3'000.-- dem Beklagten 2 unter solidarischer Haftbarkeit mit der Beklagten 1 auferlegt.
3.-Die Beklagte 1 wird verpflichtet, die Kl�gerin f�r das Verfahren vor Bundesgericht mit Fr. 11'250.-- zu entsch�digen.
Zus�tzlich wird der Beklagte 2 verpflichtet, die Kl�gerin f�r das Verfahren vor Bundesgericht unter solidarischer Haftbarkeit mit der Beklagten 1 mit Fr. 3'750.-- zu entsch�digen.