Source: https://bmoc85.wordpress.com/2014/06/18/qualitatsmanagement-und-prekare-beschaftigung-in-den-integrationskursen-des-bundesamtes-fur-migration-und-fluchtlinge/
Timestamp: 2017-11-24 22:19:17
Document Index: 346391289

Matched Legal Cases: ['§ 19', '§ 19', '§ 20', '§ 20', '§ 20', '§ 266', 'EGMR', '§ 266']

Qualitätsmanagement und prekäre Beschäftigung in den Integrationskursen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge | Integrationskurs
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Integrationslotsen und Berufsberatung →
Posted on June 18, 2014	by georg67
© 2013 Günter Riecke – riecke@posteo.at
“1. Einleitung
Eine „Erfolgsgeschichte“ – so bezeichnen die Verantwortlichen und Mitglieder der Bundesregierung regelmäßig das Programm der Integrationskurse für Zuwanderer in Deutschland. Unter einem anderen Blickwinkel sehen das Programm die Lehrkräfte in diesen Deutschsprachkursen: Von „Hungerlöhnen“ ist die Rede (DaZ-Netzwerk NRW: 1). Diese Unstimmigkeit will die vorliegende Arbeit untersuchen.
Denn: Wie wäre eine beklagenswerte Bezahlung der Lehrkräfte mit einer erfolgreichen sprachlichen Bildung in den Deutschkursen für Migranten in Deutschland vereinbar? Entweder ist die Bezahlung weniger beklagenswert als dargestellt oder die Erfolgsgeschichte ist lediglich eine Behauptung ohne sicheres Fundament. Denn unwahrscheinlich ist, dass Lehrkräfte in Sprachkursen mit einem Netto-Stundenlohn von 3.50 Euro aufwärts (GEW 2012: 9) eine Erfolgsgeschichte hervorbringen, die diese Bezeichnung verdient.
Gefragt werden soll also: Ist die Vergütung und die Beschäftigung der Lehrkräfte so nachteilig, wie es ihre Vertreterinnen darstellen? Und sind die Integrationskurse erfolgreich und an welchem Kriterium misst sich dieser Erfolg? Ist es möglich, mit Monatsgehältern an der Armutsgrenze eine gute Bildungsarbeit zu leisten? Und was bedeutet „gut“ und „erfolgreich“ in diesem Zusammenhang?
Diesen beiden Fragen will diese Arbeit in Ansätzen beantworten. Dazu betrachtet die Arbeit das System der „Integrationskurse“ und versucht zunächst die Frage zu klären, inwieweit die Beschäftigungssituation der Lehrkräfte unzureichend genannt werden kann.
In Bezug auf den Erfolg der Kurse wird das Qualitätsmanagement des verantwortlichen Bundesamts für Migration dargestellt und sein Verhältnis zu der Forderung nach einer besseren Vergütung für die Lehrkräfte.
Zum Schluss werden als Teil des Qualitätsmanagements des Bundesamts drei Gutachten zum System der Integrationskurse ausführlich besprochen, um zu klären, wie erfolgreich die Integrationskurse und wie schwierig die Situation der Lehrkräfte sich in diesen Gutachten darstellen. So kann die Frage geklärt werden, ob mit einer von vielen Lehrkräften als unzureichend charakterisierten Vergütung ein erfolgreiches Programm sprachlicher Integration erwartet werden kann.
Mit dem Begriff „Integrationskurs“ ist in dieser Arbeit der Deutschkurs in dem System der Integrationskurse des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge gemeint. Der sich an diese Sprachkurse anschließenden Orientierungskurs behandelt landeskundliche Fragen; dieser Orientierungskurs ist nicht Gegenstand dieser Arbeit1. Ebenfalls ausgeschlossen sind die sogenannten Berufs-Integrationskurse, die aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert werden.
Mit „Qualitätsmanagement“ werden hier alle Maßnahmen gefasst, die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zur Sicherung der Qualität in den Integrationskursen durchführt – also ein staatliches Regime von Kontrolle, Begutachtung, Evaluation und Konzeption durch das BAMF. Das hat seinen Grund darin, dass das Bundesamt einem unabhängigen System von Qualitätsmanagement wenig Bedeutung zumisst und sein eigenes Qualitätsmanagement in den Vordergrund stellt.”
“6.3 Eine alternative Deutung
Aus dem Ergebnis dieser Korrelationsanalyse wäre allerdings auch eine andere Schlussfolgerung zu ziehen: Das System der Integrationskurse böte in dieser Erklärung derart ungünstige Lehrbedingungen, dass auch ein professionelles und gut motiviertes Unterrichten nur wenig ausrichtet. Eine höhere Vergütung und die damit induzierte Anstrengung der Lehrkraft würden gleichermaßen vom Integrationskurs fast folgenlos absorbiert. Wenn also statistisch gesehen die Einflussvariable „Vergütung“ einen kaum messbaren Effekt auf den Kurserfolg hat, kann dies auch bedeuten, dass die Architektur der Integrationskurse kaum Platz für
einen nennenswerten Einfluss der Lehrkraft auf den Kurserfolg lässt. In den Integrationskursen würde die Höhe der Lehrkraftvergütung als Motivationsfaktor keine Rolle spielen, weil andere Einflussfaktoren Effekte einer höheren Vergütung
der Lehrkraft neutralisieren. Diese Einflussfaktoren wären: … unter anderem die Kursgröße, die Heterogenität der Teilnehmerschaft in
Bezug auf Lernstand und Lernkompetenz und die Heterogenität der Teilnehmenden in Bezug auf ihren kulturellen Hintergrund … (BAMF 2009: 6).
So könnte das System der Integrationskurse keinen Einfluss für die Anstrengung des Lehrpersonals auf den Kurserfolg lassen, da die anderen Einflussfaktoren diesen Anteil neutralisieren, der über eine Vergütung in einem anderen System von Integrationskursen durchaus zu steigern wäre. Ist der Kurs beispielsweise zu heterogen, kann auch eine gute Lehrerin im Setting der Integrationskurse wenig ausrichten. Ihr Unterricht hätte zwar noch Wirkung, wäre aber in Bezug auf den Kurserfolg zu vernachlässigen. Nachweisbar wäre der Zusammenhang von Vergütung und Kurserfolg in diesem Fall deshalb nicht, weil das vom BAMF installierte System diesen Zusammenhang konzeptionell ausschließt: Eine erhöhte Vergütung der Lehrkräfte würde zwar die Motivation der Lehrkräfte steigern, dies hätte Auswirkungen auf die Kursqualität, nicht aber auf den Lernerfolg, Diese alternative Erklärung würde auch die niedrigen Vergütungen erklären: Warum sollten die Lehrkräfte besser bezahlt werden, wenn eine höhere Vergütung eine bessere Lehrtätigkeit und damit bessere Kursqualität nach sich ziehen würde, die Kurserfolgsquote von einer höheren Qualität dadurch nicht beeinflusst würde? Von all den Faktoren, die für den Kurserfolg wesentlich sind, wären die durch eine höhere Vergütung der Lehrkräfte zu beeinflussenden Faktoren nur wenig ausschlaggebend und gegenüber den anderen Faktoren gleichsam zu vernachlässigen.”
43 Responses to Qualitätsmanagement und prekäre Beschäftigung in den Integrationskursen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge
Günther Riecke:
S. 24:“(…) Das ist bemerkenswert, weil es zeigt, dass das Bundesamt auch hier überkontrollierend verfährt. Wenn anspruchsvolle Qualitätsmanagement-Systeme mit ihren externen Prüfungen, Kontrollen, Audits und Zertifizierungen im Prinzip für das BAMF zu vernachlässigen sind und auf der Punkteskala nur 6% aller Zulassungsvoraussetzungen ausmachen, zeigt sich, wie groß die Vormachtstellung des Bundesamtes in Bezug auf das Qualitätsmanagement der Kurse ist. Angesichts überlegener und besserer, weil branchenspezifischer Qualtitätsmanagement-Systeme scheint das System des Bundesamts aber unterlegen, weil es kontrollierend und nicht motivierend und also nicht beteiligungsorientiert (Vormberg: 17) verfährt. Im Zentrum der Kontrollmechanismen steht die Anwesenheitsliste, die von jeder/m Teilnehmer-in eigenhändig zu unterschreiben ist;(…)“
BAMF-Anwesenheitsliste „Tägliche Signatur“, bei der die Teilnehmer_innen zu Unterrichtsbeginn und -ende, genaue Zeitangabe ihres Eintreffens und Entfernens! unterschreiben und der/die Kursleiter_in per Unterschrift dies bestätigt!
„(…) Krankmeldungen, Entschuldigungsschreiben flankieren diese tägliche Erinnerung an die Anwesenheitspflicht. So wirkt dieses System deutlich, dem Paradigma staatlicher Kontrolle verhaftet. (…) Die Zuordnung von Integrationskursen zu dem Politikfeld Innere Sicherheit mag diese Inkonsistenzen in Bezug auf die Wertung von anderen Systemen des Qualitätsmanagement erklären, ansonsten würden angemessenere Qualitätsmanagementssysteme wie das LQW stärker berücksichtigt werden. Im Vordergrund scheint eine umfassende Kontrolle als das Paradigma der sprachlichen Weiterbildung in den Integrationskursen zu stehen. (…)“
S. 6: (…) Diese Deutschsprachkurse sind im Bereich der Bildung angesiedelt, ihre Durchführung obliegt einer Behörde des deutschen Innenministeriums, dem BAMF. Dieser Aspekt sichert eine genaue Dokumentation der Unterrichtsleistungen, der Teilnahme der Lerner_innen und der Leistung der Kursleiter_innen. Statistisch erfasst werden sowohl die Bedingungen, unter denen die Kurse stattfinden und ausgewertete werden als auch die Kursergebnisse im Rahmen einer am Kursende stattfindenden Zertifikationsprüfungen mit bundeseinheitlichen Standards. Die genaue Erfassung jedes Kurses, jeder/s Kursteilnehmenden und Kursleiter_in, jedes Kursraumes und jedes Trägers mitsamt seines Qualitätsmanagement-Systems und seinen Honorarvergütungen generiert im Zulassungsverfahren eine breite Datenbasis im internen System BAMF. (…)“
Die BAMF-zugelassenen Lehrkräfte hingegen dürfen nicht in ihren eigenen Räumen, mit ihren eigenen Lehrbüchern und -materialien Integrationskurse unterrichten. Sie dürfen auch nicht wie jede andere Selbstständige ihre eigene/gleichzeitige Bürokraft sein (§ 19 Abs. 2 Nr. 5 IntV (Dez. 2012) “Personelle Kapazitäten im Verwaltungsbereich”)! Das nenne ich wahre BAMF-Selbstständigkeit!
(Kursive Änderungen von mir. Wer Fragen dazu hat, bekommt eine biologische Erklärung. Kursiv wurde nicht übernommen, also: ratet)
Heijei, zwar habe ich schon früh auf das Staatsmonopol der ersten 3 Sprachniveau-Stufen (A1 – A2 – B1) = IntV- Integrationskurs hingewiesen, z.B., dass für Träger und Lehrkräfte ab 01.01.2005 galt: Entweder Integrationskurse zu BAMF-Bedingungen oder kein Kurs – deswegen im Juli 2007 Klage erhoben -, aber wie rigide dieses staatliche Kontrollsystem agiert, zeigt sich durch Günther Rieckes Abschlussarbeit, die wiederum mein „Projekt“ aus Februar 2014 bestätigt.
Bei den Integrationskursen geht es nicht vorrangig um „Bildung“, wie ich sie als empathische Pädagogin verstand. Es geht um Rundum-Kontrolle der Migrant_innen zum Dumpingpreis. Deswegen sind die Integrationskurse nicht dem Ministerium für Bildung etc. zugeordnet, sondern dem Ministerium für Innere Sicherheit, dem BMI.
Was für ein “Erfolgsmodell”, was für eine Politk!!!
Was für eine „Integration“, auch der Träger und Lehrkräfte…
Oooh, oh: Aus der Geschichte zu lernen, bedeutet Zukunft bewahren!
Der Lauscher im Netz bekommt seine eigene Hetz…
Wenn ich daran denke, dass Vizekanzler SPD-Gabriel während der WM das bundesweite Fracking durchboxen will… (dagegen gibt`s `ne Unterschriftenaktion), kann ich nur sagen: Macht doch euren Lebensraum, euer Kinderzimmer kaputt! Aber beschwert euch nicht. Vom Hof, der Erdscholle werden „Macht-Trunckene“ mit der Mistgabel verscheucht. Gerade spezielle Erz-Fracking-Putten-BEngel.
Schau`n wir mal, was Menschen lernen…
“Sehr geehrter Herr Kampeter,
Folgende Beispiele beweisen:”Leistung lohnt sich” nicht bei derzeit ca. 17.000 IntV-Integrationskurs-Lehrkräften (hoch qualifiziert, Schäuble 2007).
Roswitha Haala”
Oder als 2. Möglichkeit, siehe oben mein Kommentar vom 21.06.2014: Es geht nicht um (adäquat bezahlte) Unterrichtsqualität, sondern um ausufernde BAMF-Kontrolle.
Auch meine E-Mail vor den Bundestagswahlen an Bundeskanzlerin Merkel, Parole: “Leistung muss sich wieder lohnen!”, blieb unbeantwortet.
Weit entfernt von dem Einstiegsgehalt einer Erzieher_in.
Das unterfinanzierte Betreuungspersonal sollte einmal den Zoll einladen.
Aus der “Zweiten Verordnung zur Änderung der Integrationskursverordnung”, S. 17:
“Zu Nummer 15 (§ 19) und Nummer 16 (§ 20)
Bei der Erteilung der Zulassung weist das Bundesamt den Träger auf die Rechte seiner Lehrkräfte, beispielsweise die Rechtsprechung zu Ansprüchen von freiberuflich, aber arbeitnehmerähnlich Tätigen auf Urlaubsentgelt, hin.
Zu Nummer 17 (§ 20a)
Die Aufnahme eines gesonderten Zulassungsverfahrens für die Abnahme des Deutsch-Tests für Zuwanderer ist eine im Dialogforum 7 „Sprache – Integrationskurse“ des Nationalen Aktionsplans Integration benannte Maßnahme. Da außerdem durch den neu eingeführten skalierten Test „Leben in Deutschland“ nunmehr im Integrationskurs auch die für
die Einbürgerung erforderlichen Kenntnisse nachgewiesen werden können, müssen die erhöhten Anforderungen an die Zulassung auch für diesen Test gelten.
Zu Nummer 18 (§ 20b)
Die Aufnahme einer auf die Besonderheiten der Integrationskurse zugeschnittenen Widerrufs- und Erlöschensregelung wird den Bedürfnissen der Praxis gerecht und dient der Bekämpfung von Missbrauch.”
Merke besonders grell:”(…) wird den Bedürfnissen der Praxis gerecht und dient der Bekämpfung von Missbrauch.”
Haha! Der neue Schuhschmunzeluh von Rechtsverständnis:Wird den Bedürfnissen der BAMF-Praxis gerecht, dient der Bekämpfung von Gesetzen und ermöglicht den behördlichen Missbrauch.
„Bei der Erteilung der Zulassung weist das Bundesamt den Träger auf die Rechte seiner Lehrkräfte, beispielsweise die Rechtsprechung zu Ansprüchen von freiberuflich, aber arbeitnehmerähnlich Tätigen auf Urlaubsentgelt, hin.“
Was “vergessen” wurde: Und berät sie, wie sie dieses Recht umgehen können, da aus der BAMF-Pauschale nicht finanzierbar.
Der Datenschutz wird jetzt gar betont und es wird sogar vermehrt auf Datenschutz z.B. bzgl. der Abschlussprüfung DTZ geachtet! Lest euch mal im BAMF-Portal das Trägerrundschreiben vom 17.04.2014 samt Anlage 1 “telc-Prüfungsdurchführung” durch. Mit Wirkung zum 1. Mai 2014! Haha, 13 Tage-Frist! Spurt gefälligst!!! Staatlicher geht keine Prüfung!
Heijei, das BAMF… Da mein damaliger GEW-Anwalt u.a. meine umfangreiche Stellungnahme auf die vielen Fragen der Richterin aus Sept. 2010 nicht weitergeleitet hatte, schickte ich sie ihr Anfang 2011 mit Kopie aus dem BAMF-Portal und Hinweis, dass bis 22.12.2010 insgesamt 389 BAMF-Trägerrundschreiben rausgegangen waren. Teilt das mal durch 6 laufende Jahre: 389 : 6 = 64,83 = aufgerundet 65 pro Jahr : 12 Monate =
5,41 BAMF-Trägerrundschreiben pro Monat. Reine Liebesbriefe einer Behörde an die IntV-Träger! Und hat mit den IntV-Lehrkräften rein gar nix zu tun…
Ahja, der GEW-Anwalt drohte mir damals aufgrund meiner Ei – Gen – Mächtigkeit mit der Mandatsniederlegung… Siehe auch “Hase und Igel” vom 17.8.2013.
Kaum lag meine 389-Anschreiben-Kopie dem Gericht und durch Weiterleitung desselben auch ans BAMF, da beim 1. Gerichtstermin Febr. 2012 noch mit beigeladen, vor, änderte das BAMF sein Trägeranschreiben-Portal. Nicht mehr alle – schon gar nicht in der oberen Stolz-Leiste die Anzahl seit Jan. 2005 – wurden öffentlich aufgeführt.
“Hier finden Sie alle im Jahr 2009 an die Integrationskursträger und Lehrkräfte versandten Trägerrundschreiben zum Download.” Das BAMF sendet keine Trägerrundschreiben an die Lehrkräfte. Der Träger leitet den Inhalt an selbige weiter.
Das hochverehrte BAMF ist sich seiner absoluten Machtposition sicher und scheut sich nicht öffentlich schlichtweg zu lügen! Aber, wen schert`s?…
Das BAMF ist der Hirte und führt eine radikal-dogmatische Schafschur durch.
Ich erhielt kürzlich die 20-seitige Stellungnahme der beigeladenen VHS, sprich des DVV-Anwalts. Hat er sich Mühe gegeben, scheint zu pressieren… Wirft mir/uns u.a. “gerichtstaktische Gründe” vor. Ja, ja, die liebe Projektion aber viel – leicht überlegenswert. Also: Danke für den Hinweis!
Natürlich „Langstrumpf“!
Tau – F-r-isch:
Die beklagte Deutsche Rentenversicherung Bund schließt sich den Ausführungen/der Rechtsauffassung des DVV-Anwalts an und beantragt ebenfalls Klageabweisung.
Kompott…
Es taut der Tau, es taut das Tau in Sommerhitze, auf dass das Häschen f-l-i-l-tze. On-Sense – nonsense.
Qualitativ höchstwertig:
Tja, allein für die Jungs, die da kommen!
De Maiziere 2010:“(…) und nicht eine möglichst gute Bezahlung der Lehrkräfte zu ermöglichen.“ Wovon sprach der damalige und heutige Innenminister???
“Kurzgutachten (…)” aus Dezember 2009, Ramboll, S. 14:”Am deutlichsten ist der Unterschied zu Lehrkräften im Schuldienst, deren Einstiegsarbeitnehmerentgelt bereits um 71 Prozent über dem Entgelt für Lehrkräfte im Integrationskurs liegt.” Obwohl bei dieser Berechnung der „versteckte“ Arbeitgeberanteil, Sonderzahlungen etc. unberücksichtigt blieben.
Im Integrationskurs sind dafür (B1) ca. 10 Monate – bei landesüblichen Ferien – / 600 Unterrichtseinheiten/UE vorgesehen!
Ab 2009 45 UE / 9 Tage je 5 Stunden. Derzeit 60 UE bzw. 12 Tage volles Programm in der frisch erlernten Sprache…
Während die Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen (gut) von ihrem Einkommen leben können, sozialversicherungsmäßig abgesichert sind, erhalten die Integrationskurslehrkräfte in Vollzeit monatlich maximal 990,85 € netto/Single (45 Jahresarbeitswochen). Kein AlG I – Anspruch.
Und im Gegensatz zur Englischlehrkraft an allgemeinbildenden Schulen z.B. NRW/NDS müssen die Integrationskurslehrkräfte gegen ihre politisch gewollte Scheinselbstständigkeit langatmig, geduldig vorgehen!
R.Haala@web.de says:
Den Vorschlag des “Ex-Dozenten” könnt ihr im DaF-Forum unter nachlesen:
“Re: Illegale Beschäftigung – Strafanzeige gegen Sprachschulbetreiber
Datum: 27. August 2014 16:39″
Meine Antwort dort, falls sie veröffentlicht wird (moderiertes Forum):
Re: Illegale Beschäftigung – Strafanzeige gegen Sprachschulbetreiber
Datum: 02.09.14 18:01
Hallo Ex-Dozent,
deinen Ausführungen kann ich nur zustimmen und herzlichen Dank!!!
Ex-Dozent:”4.Geschütztes Rechtsgut der § 266a Abs. 1 u. 2 StGB sind die Vermögensinteressen der Sozialversicherungsträger, und somit letztlich die Funktionsfähigkeit der Sozialversicherung insgesamt.”
Genau darin liegt unser “Rechtsstaat” begraben: Den “Vermögensinteressen der Sozialversicherungsträger” stehen die Vermögensinteressen der Bundesregierung, die sich mal locker mehr als 80 Millionen Euro für den G7-Gipfel im Juni 2015 feudal feudalistisch genehmigt*, rein gar nicht entgegen! Dumpingpreise für Integrationskurse, daraus resultierende Dumping-Honorare für die Lehrkräfte alles bestens kalkuliert.
Und die IntV-Verpflichteten (priv. Träger – aber keineswegs die VHSen für ihre Verwaltungs-Angestellten; / Lehrkräfte) müssen ihre Sozialversicherungen fürs bundesrepublikanische Sparmodell selbst bezahlen! Hartz IV-Aufstockung, die mögliche Grundsicherung im Alter, falls sie es erleben, alles billiger, als die angemessene Bezahlung.
Da zeigt Finanzminister Schäuble nicht nur Journalistinn_en his tongue.
Die “Vermögensinteressen der Sozialversicherungsträger” greifen offensichtlich nur bei privaten Unternehmen, die nicht im Auftrag der Bundesregierung agieren. Jedoch, kippt eine priv. Sprachschule bzgl. IntV-Integrationskurse, kippt auch der größte Partner des BAMF, der DVV. Dies gilt es zu verhindern.
Am besten wie im Fall einer Kollegin, bei der die DRV Bund selbst ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis feststellte: Hier ruht die Klage der DRV Bund, sanft. Die Kollegin ist – wie sonst der IntV-Träger, bei mir VHS – Beigeladene. Warten auf ein Bundes-Urteil?!
Die Staatsanwaltschaft untersteht dem Bundesjustizministerium und ist somit weisungsgebunden. Dennoch unterstütze ich unbedingt deinen “Praxistipp” als Test der “Rechtsstaatlichkeit”:
Ex-Dozent:”Praxistipp: Mehrere, sich ähnelnde Strafanträge einreichen, in regelmäßigen Abständen, z.T. anonym, z.T. mit vollständiger Anschrift – soweit der Mut dazu vorhanden ist. Die Masse machts, ansonsten wird sich kein Staatsanwalt finden, der seine Nase mal ein bischen tiefer in die uns allen bekannten Sachverhalte steckt.”
Kolleginn_en macht es. Zieht den Vergleich, den ihr hier im Forum unter “Antrag zur Statusfeststellung” zum Fach Englisch/GER an allgemeinbildenden Schulen findet.
“Schulpflichtige Kinder/Jugendliche” sind kein wirkliches Argument, denn die Teilnehmenden am IntV-Integrationskurs sind ebenfalls zum größten Teil über ABH/Ausländerbehörde und TGS/Träger der Grundsicherung/Hartz IV samt Eingliederungsvereinbarung verpflichtet.
2010 laut BAMF-Integrationskursstatistik insgesamt 54,4 %.
Alle Teilnehmer_innen müssen vom BAMF zugelassen werden.
Wer was braucht, kann sich bei mir melden. “Undercover” erfahren Vergnügliches.
*”Zahl des Tages”, Mindener Tageblatt vom 30.08.2014
gegen-hartz.de:„Klagedauer an Sozialgerichten begrenzt
Das Grundgesetz sowie die Europäische Menschenrechtskonvention billigt jedem Staatsbürger zu, Gerichtsverfahren in „angemessener Zeit“ zu erhalten. Dauerte die Eröffnung übermäßig lang, konnten die Kläger zu damaliger Zeit nur den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte anrufen. Auf Drängen des EGMR trat allerdings Ende 2011 das Gesetz über den Rechtsschutz bei überlangen Gerichtsverfahren Ende 2011 in Kraft. Laut Gesetz können die Kläger bei Stillstand des Verfahrens eine sogenannte Verzögerungsrüge erheben. Nach frühestens sechs Monaten kann dann eine Entschädiungsklage erhoben werden. Für jeden Monat, der verzögernd angesehen wird, beträgt der Entschädigungsanspruch 100 Euro.
Alle Klagen wegen überlanger Verfahrensdauer wurden nun an die Landessozialgerichte zurück verwiesen. Diese müssen nun über eine jeweilige Entschädigung entscheiden. Teilweise dauern die Verfahren bereits schon acht Jahre. (wm)“
Tja, Juli 2007 Klage eingereicht. Februar 2012 der 1. Gerichtstermin bzgl. VHS 1.
Und ist im doppelten Sinne zu verstehen.
Gegen-hartz.de: „CSU-Abgeordneter verhöhnt Hartz IV Bezieher
Erwerbslose seien sogenannte “Grüppel”
Wie weit ist eine Partei gesunken, die sich nicht nur christlich sondern obendrein auch noch sozial nennt. Es gab keinen Widerspruch, als der CSU Bundestagsabgeordnete Stracke bei seiner Rede Erwerbslose als „faule Grüppel“ bezeichnete. Was auch immer das bedeutet, “Krüppel” oder “Rüpel” (?), es ist eine Herabwürdigung von Menschen, die in bitterer Not sind.
Einzig und allein die Linken-Co-Vorsitzende Katja Kipping äußerte Kritik daran. Allerdings folgenlos; einen Rüffel gab es für den CSU Volksvertreter allerdings nicht. Stattdessen dürfte dieser in einer Kurzintervention noch einmal seine “Position” erneut darlegen.
Meine (Katja Kipping) Replik auf CSU Mitglied Stracke, der sich bemüßigt fühlte Erwerbslose als “faule Grippel” (sic.) zu verunglimpfen und dies anschließend in einer Kurzintervention auch noch einmal bekräftigte.“
MdB Stracke “verhöhnt” damit u.a. auch die Arbeit der IntV-Lehrkräfte! Was für ein überaus reflektierter Hohn!!!
Meine Güte, wer wählt so was und finanziert ihm damit ein sehr gutes Einkommen? Auf zur Verbraucher_innen-Beratung!
Hartz IV entspräche real seinem geistigen Erkenntnisvolumen, fern ab der Welt …
Heijei, Stephan Stracke/CSU ist Jurist und auch noch “Obmann” für folgenden:
“Ausschuss für Arbeit und Soziales
Kerstin Griese © SPD Parteivorstand / Susie Knoll / Florian Jaenicke”
Welch ein “Bund” für die Bevölkerung!
Was macht ein bayrischer Bundestagsabgeordneter im Integrationskurs?
Was machen der bayrische Bundestagsabgeordnete sowie diverse Bundesminister_innen im Orientierungskurs?
Speziell die Themengebiete Verfassungsprinzipien, Grundrechte – hier besonders wichtig die Unterschiede zwischen Feudalherrschaft und Demokratie, Aufgaben des Staates und seine Pflichten, Recht und Alltag, Migrationsgeschichte, Interkulturelles Zusammenleben, das Sozialsystem – hier vor allem den § 266a StGB verstehen, geistig umsetzen und anschließend praktisch anwenden lernen.
Die diese extravagante Lerngruppe unterrichtende IntV-Lehrkraft muss davon ausgehen, dass sie aufgrund der persönlichen Problematik der Lernenden für den (fast unmöglich erscheinenden) Lernerfolg viel Geduld und Durchhaltevermögen aufbringen muss.
Um Sozialmissbrauch schnell zu erkennen und gegen ihn vorzugehen, würden einige Jobcenter mittlerweile eigene Fachleute beschäftigen, schreibt das onlineportal der Schweriner Volkszeitung. Dafür würden die sogenannten Aufstocker unter die Lupe genommen. Also die Arbeiter, die wegen ihres niedrigen Lohns auf staatliche Zuwendungen angewiesen sind, um mit ihrem Einkommen wenigstens auf den Arbeitslosengeld-II-Satz zu kommen. Ihr Gehalt würde dabei mit dem branchenüblichen Standard verglichen – liege es deutlich darunter, werde bereits gezahltes Geld zurückgefordert. Wenn der Arbeitgeber es nicht zurückgeben wolle drohten Klage, Verhandlung – und notfalls der Gerichtsvollzieher. “Wenn jemand zu wenig Geld zahlt, dann zahlen wir zu viel – aus Steuergeldern”, so der Geschäftsführer des Jobcenters in Berlin-Spandau, Winfried Leitke über das strenge Vorgehen gegenüber Unternehmen, die Dumpinglöhne zahlen. Schließlich würden diese damit auch anderen Unternehmen ihrer Branche schaden.”
“Redaktion Mindestlohn” DGB:
Anscheinend weiß DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell noch nichts von den Dumpinghonoraren der IntV-Lehrkräfte und der Nicht-Vergabe-Praxis des BAMF!
Ganz anders folgendes, von mir gekürztes Stellenangebot vom 24.09.14 bei Campact:
Online-Fundraiser/in bei Campact überwiegend in Verden/ Aller, Homeoffice in Norddeutschland oder Berlin auch möglich.
Das Campact-Angebot
– eine unbefristete Stelle (39 Std./Woche)
– ein Gehalt in Anlehnung an den TVÖD 13 plus Kinderzuschläge (360 Euro für das erste Kind und 320 Euro für das zweite Kind)
– die Möglichkeit, an drei von fünf Tagen in der Woche im Home-Office zu arbeiten
Daran können sich Bundesregierung und BAMF ein Beispiel nehmen!
Sodele: TV-L 13
Quelle: oeffentlicher-dienst.info“
Also TV-L 12 oder 13. Bei Berufserfahrung allerdings eine höhere Stufe, s.o..
“gegönnt” in Anführungszeichen, da mir auf die Schnelle kein besseres Wort einfiel.
Das Wort “gönnen” an sich, mag ich nicht. Es wirkt aus dem Defizit.
Vgl. gönnerhaft, Gunst, begünstigen, (…) günstig wird zuletzt daraus. Und da sind wir wieder bei den IntV-Integrationskursen.
Eine Spanierin, ein Spanier mit abgeschlossenem Studium “Deutsch als Fremdsprache” muss, um in IntV-Integrationskursen unterrichten zu dürfen, gemäß der Beschränkung der Berufsausübungsfreiheit/Grundgesetz, die verkürzte BAMF-Zusatzquali erfolgreich, auf eigene Kosten, in ihrer Freizeit abschließen. Kann aktuell in IntV-Integrationskursen in Vollzeit (25 Unterrichtsstunden/UE/Wo.) monatlich maximal 990,85 € netto/Single verdienen.
Ergibt monatlich ca. 1.615,31 € netto bei 20 UE/Wo statt 25 UE/Wo.-Integrationskurs ohne Einbeziehung der landesüblichen, zusätzlichen Sonderzahlungen. Krankheit, Ferien – kein finanzielles Problem! Der € rollt. Zusätzlich Arbeitslosengeld /ALG 1 – Anspruch.
Das Herz ist das Kraftzentrum, der Lebensmuskel der Person. Die Gebärmutter u.a. das lebensspendende Zentrum auch für Andere. Lässt sich auch auf die Chakren beziehen.
Es ist schon arg, was im staatlichen Auftrag so alles geschieht. Wie das Recht gebeugt wird. Humor, persönliche Ausgewogenheit und selbige, freie Entscheidungsmöglichkeiten, samt Einzelpersönlichkeiten und IBP schenken Kraft!
Hier ein Link zum weiteren, “rechtsstaatlichen” Vorgehen einer VHS:
Nicht einschüchtern lassen! Wer möchte schon ein schüchternes, angepasstes Leben, das doch nur eine öde Existenz darstellt?
Aber, nur “gemeinsam sind wir stark”!
Noch einmal der treffendere Link: http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/luneburg/195796-ein-bitterer-sieg
Doppelt hält/prägt besser:
GEW-Webseite http://www.gew.de/Schwerpunkt_Wilder_Westen_Weiterbildung.htm mit Zensur?:
“Sehr geehrte Moderator_innen,
wieso wurde mein folgender Beitrag vom 11.11.14 noch nicht freigeschaltet?
Roswitha Haala”:
Uschi Martens-Berkenbrink:”Allein: Die Gerichte in Kiel oder Hannover z.B. haben uns nicht Recht gegeben.”
Verschieben wollte der GEW-Anwalt damals nicht, da “gute Aussichten auf Erfolg” bestanden und die Berliner Runde nahte. Ich hatte ihm allein aufgrund seiner GEW-Zugehörigkeit vertraut! Und wurde eines Besseren belehrt.
Ich kündigte dem GEW-Anwalt daraufhin sein Mandat und wechselte zurück zu meiner
1., privaten Kanzlei aus 2007, mit der ich den geplatzten Gerichtstermin gegen die VHS 1 erneut bearbeite. Statt “guter Aussichten auf Erfolg” bescheinigte der GEW-Anwalt per Mail – kurz nach LSG 2013 – für dieses Verfahren nun “geringe Aussichten”! Danke!
GEW-Antwort:
Sehr geehrte Frau Haala,
Sie berichten über einen Rechtsschutzfall und lasten dabei der GEW bzw. dem von der GEW beauftragten Rechtsanwalt schwere Fehler und Versäumnisse an. Mit der Nichtveröffentlichung Ihres Beitrages wollen wir vermeiden, dass die GEW auf der Grundlage des Presserechts ggf. Rechtsmittel gegen Ihre Darstellung des Falls einlegt.
U…..de
U…..e
Te.: 069/78973-1…
Fax: 069/78973-2…
u…r….@gew.de
Sehr geehrter Herr R….,
ich denke, Sie werden sich nicht darüber wundern, dass ich in Ihrer Begründung bzgl. der Nichtveröffentlichung meines Beitrages eine “Androhung” bzgl. GEW-Möglichkeiten sehe.
“Ggf. Rechtsmittel” äußerte damals auch der GEW-Anwalt. Meine Antwort damals und heute: “Wenn Sie mir die Wahrheit verbieten wollen, können Sie mich gerne verklagen.”
Meine “schweren Vorwürfe” gegen den GEW-Anwalt lassen sich schriftlich be- und nachweisen. Von daher scheue ich mit Sicherheit nicht die gerichtliche Auseinandersetzung mit der GEW bzw. “dem GEW-Anwalt”.
Ist/war dies ein erneuter Einschüchterungsversuch oder ergibt sich daraus nicht auch folgende, mögliche Fragestellung:
Bestätigt die GEW mit ihrer Antwort „(…) lasten dabei der GEW bzw. dem von der GEW beauftragten Rechtsanwalt schwere Fehler und Versäumnisse an. (…)“ nicht, dass der GEW-Anwalt „ schwere Fehler und Versäumnisse“ beging?
Knittelreim mit bekannter Melodie:
Der wird sich selber jagen!
Fidelrallala, Fidelrallala, ja, ja!
… Klageabweisungsantrag (…)“. Keine detaillierte Begründung, sondern Ansage:
Die Erde ist eine Scheibe und wer das nicht glaubt… wird an vergangen/verarbeitet geglaubte Zeiten erinnert.
Vergleichbar mit folgendem Satz aus GEW-Stellungnahme bzgl. IBP, Frühjahr 2014 „(…) Wie schön, wenn man alles bekäme, wenn man nur mit dem Fuß aufstampft !“ Genau das macht die DRV Bund. Sie ist ja auch eine staatliche somit Macht – volle Institution/Behörde…
Um kein Missverständnis, sondern ein Miss* Verständnis aufkommen zu lassen, eine Ergänzung: “Genau das macht die DRV Bund.” Sie stampft mit dem staatlich “macht – vollen” Fuß auf und sitzt aus.
* und Mister
Redaktion Mindestlohn 13.1.15:
“Mindestlohnhotline
* zum Festnetztarif”
Linda Sulimma hat auch ihren Prozess gegen die VHS Lüneburg in 2. Instanz beim Landesarbeitsgericht Hannover mit dem Anwalt ihres Vetrauens, den die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft/GEW nicht bezahlen wollte, gewonnen!!!
Mit ihrem Mut, das Risiko der (hohen) Kosten nach GEW-Absage auf sich zu nehmen, hat sie vielen Anderen den Weg ins angemessen bezahlte Angestelltenverhältnis geöffnet!
Es sind bereits einige weitere Prozesse anhängig oder in Vorbereitung. Nach Lindas 1. Urteil/Arbeitsgericht auch anderenorts durch die GEW vertreten (s. GEW online). Nun, ein Leichtes dank Lindas Vorlage für diese GEW-Anwälte. Kann nix mehr so schief gehen, wie z.B. bei mir…. 🙂
Der damalige “bittere Sieg” ist jetzt ein freudiger, denn die Kündigungsschutzklage wurde rechtzeitig von dem Anwalt ihres Vertrauens eingereicht.
“Mein GEW-Anwalt” hatte mich damals nicht über die Möglichkeit einer Kündigungsschutzklage informiert bzw. als “meine” anwaltliche Vertretung, die ja rechtlich kompetent sein müsste, so wie es sich eigentlich gehört, die Inititative dafür ergriffen.
Web.de 24.1.15:“Berlin (dpa) – Immer mehr Erwerbstätige können laut Statistischem Bundesamt kaum von ihrem Einkommen leben. Ende 2013 bezogen rund 3,1 Millionen Erwerbstätige ein Einkommen unterhalb der Armutsschwelle.
Das waren 25 Prozent mehr als im Jahr 2008, als diese Zahl noch bei rund 2,5 Millionen lag, wie die “Saarbrücker Zeitung” unter Berufung auf eine Sonderauswertung der Statistiker berichtete.
Als armutsgefährdet gilt dem Bericht zufolge, wer einschließlich aller staatlichen Transfers wie zum Beispiel Wohn- oder Kindergeld weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens erzielt. 2013 lag diese Schwelle in Deutschland bei 979 Euro netto im Monat.“ © dpa
Ab Mitte 2013 erzielten IntV-Integrationskurslehrkräfte in Vollzeit – 45 Jahresarbeitswochen – maximal 990,85 € netto/Single. Also knapp über der Armutsgrenze von 979 €. Bei Krankheit weniger. Berufliche Qualifikation und Weiterbildung lohnt sich für im staatlichen Auftrag Tätige nicht! Da muss erst gegen öffentliche Institutionen geklagt werden (s.mein vorheriger Kommentar)!
Zum LAG-Urteil bzgl. VHS Lüneburg
Zitat von Erwin Denzler/GEW aus DaF-Forum:
“(…) Aber überraschend ist eher, dass die VHS sich überhaupt erst verklagen hat lassen.
Denn es geht um den “Bereich der Vorbereitungskurse auf den Haupt- und Realschulabschluss”. Spätestens seit dem Urteil Bundesarbeitsgericht, 12.09.1996, Az.: 5 AZR 104/95, ist das feststehende Rechtsprechung. Und auch damals ging es um schulische Maßnahmen einer VHS. “Das für Lehrer an allgemeinbildenden Schulen Ausgeführte gilt auch für Lehrkräfte, die – wie die Klägerin – in schulischen Lehrgängen, etwa der Volkshochschule oder eines privaten Abendgymnasiums, unterrichten”, sagte damals das BAG.
Überraschend ist eher, dass nach dem Bericht des NDR in einem anderen Verfahren das Arbeitsgericht gegenteilig entschied. (…)”
Warum handelt ein öffentlich rechtlicher Anbieter jahrelang bewusst – hat einen engagierten DVV-Justiziar – gegen geltendes Recht?
Wie handelt die Rechtsstaatsbehörde “Staatsanwaltschaft” in einem solch öffentlich rechtlichen Fall im Vergleich zu Privatunternehmen?
http://www.ndr.de/…/VHS-Lehrerin-klagt-erfolgreich-Festeins…
Datum: 16.02.15 23:33
“Ich möchte Sie bitten, das Bundesamt stets über künftige Adressänderungen unter o.g. Mailadresse zu unterrichten.”
Ohje! Die Kontrolle über angeblich selbstständige Lehrkräfte, die angeblich rein gar nix mit dem BAMF zu tun haben, ist alles 😉 .
Das Vertragsverhältnis besteht angeblich nur zwischen Träger und BAMF. Deswegen ja auch dieses höfliche Bittgesuch 😉 .
“Allgemeine Nebenbestimmungen” zur Trägerzulassung, BAMF 13.11.2008, S. 2, 2.2.:”Ein Wechsel der Lehrkraft/Lk ist dem Bundesamt unverzüglich mitzuteilen.” Unbezahlte Krankheit, unbezahlter Urlaub, jeder wie immer unbezahlte Fehltag der “selbstständigen Lk” muss vom Träger an das BAMF unverzüglich weitergeleitet werden. Dies erzähl mal einer wirklich selbstständigen Person!
Dass von dieser unerlaubten Datenweitergabe die meisten LK nichts wussten/wissen, für sie somit kein Datenschutz besteht, ist diesem “Rechtsstaat” und seinen dafür zuständigen Behörden mehr als egal, da politisch gewollt. Siehe unten Link zur Rechtsbeugung.
Das einzig Zutreffende, was “mein” damaliger GEW-Anwalt äußerte, war seine an mich gerichtete Frage beim 1. Treffen Dez. 2010 in seiner Kanzlei:
“Wissen Sie, was das für ein politischer Sprengstoff ist?”
Ja, und ich weiß auch, wer immer wieder seinen politischen Einfluss missbräuchlich nutzt, um diesen “Sprengstoff” zu vertuschen:TTT.
Mehr als 3 Igel fragen sich:”Wo bleibt der Hase???”
Die Häsin wiederum mümmelt derweil genüsslich ihren Streifen 😉 …
Zum Thema Rechtsstaat und Rechtsbeugung von Marion IBP:
http://de.wikipedia.org/wiki/Landgericht_Stuttgart#Kritik_vom_ehemaligen_Richter_Frank_Fahsel
Zum Thema Rechtsstaat und Rechtsbeugung…
Von gegen-hartz-de:
Das Vorgehen des Ministeriums wird von Seiten des Sozialrechtlers und Erwerbslosen-Aktivisten Harald Thomé (Tacheles e.V.) scharf kritisiert: „Hier muss ich mal sagen, dass mir in meiner langjährigen Beratungs- und Behördenbeobachtungspraxis eine derart offene Anordnung höchstrichterliche Urteile zu ignorieren bisher nicht untergekommen ist, das ist einmalig.“ Das Dokument des Bundesarbeitsministeriums hat Thomé hier veröffentlicht. (sb)”
Im ersten Monat nach Inkrafttreten des Mindestlohns wurden dem DGB bereits zahlreiche Verstöße über die eigens eingerichtete Telefon-Hotline gemeldet. Davon berichtet der Nordkurier. So hätten “im vergangenen Monat Tausende Beschäftigte in ihren Anrufen bei der DGB-Hotline Hinweise auf Versuche gegeben, weniger als die vorgeschriebenen 8,50 Euro pro Stunde zu zahlen”. Dazu habe beispielsweise der Versuch gezählt, “die fällige Lohnerhöhung aus dem zuvor eingesammelten Trinkgeld zu bezahlen”, wird Uwe Polkaehn, Vorsitzender des DGB Nord, im Nordkurier zitiert. Verstöße gegen das Mindestlohngesetz werden allerdings mit bis zu 500.000 Euro Strafe geahndet, so Polkaehn weiter: “Lohnraub steht seit Jahresbeginn genauso unter Strafe wie Bankraub”.”
Nur der Lohnraub der Bundesregierung und BAMF bei ca. 17.000 IntV-Integrationskurs-Lehrkräften wird bewusst nicht geahndet… Herr_schafts_Zeiten 😉 .
Redaktion Mindestlohn:“
Weitere Auswirkungen des zu Jahresbeginn eingeführten Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde erwarte Alt nicht. Zwar würde es für eine erste Bilanz noch zu früh sein, wird Alt von dpa zitiert. “Aber eines kann man schon jetzt sagen: Für die Horrorprognosen des Münchner Ifo-Instituts, das mit dem Mindestlohn eine Million Arbeitsplätze verloren gehen, gibt es bislang keine Hinweise.”
Also wäre jetzt bald sogar zusätzliches Geld für die angemessene Bezahlung der IntV-Lehrkräfte vorhanden!
“(…) Beispiel: Wenn das monatliche Medianmittel der Nettoeinkommen (wovon dann 60% die Armutsrisikogrenze bildet) bei 1750 Euro liegt, und alle sozialen Mindestleistungen bei 1050 Euro netto monatlich, wäre Armut abgeschafft. Durch Umverteilung von Einkommen weit oberhalb des Medianmittels wären die sozialen Mindestleistungen finanziert. Wenn einige Jahre später das Medianmittel bei 2000 Euro läge, und die Armutsrisikogrenze und Höhe der sozialen Mindestleistungen bei 1200 Euro (finanziert durch o. g. Umverteilung), dann wäre diese Mindestleistung in Bezug auf das mittlere Einkommensniveau ebenfalls Einkommensarmut abschaffend und zugleich die nötige Kaufkraft schaffend, um die Existenz und gesellschaftliche Teilhabe zu sichern – denn bekanntlich steigen ja nicht nur die mittleren Einkommen sondern auch die Preise. (Katja Kipping)”
IntV-Integrationskurslehrkräfte in Vollzeit monatlich maximal 990,85 € netto/Single (GEW Weiterbildung Dez. 2013).
Heutige Anfrage eines Büromitgliedes der GEW-Bayern zu meinen Gerichtsverfahren:“(…) Wenn Du mir da was neues sagen kannst, tät das vielleicht anderen helfen.“
1. Mein geplatztes Verfahren – VHS 1:”übersehener” Formfehler des GEW-Anwalts.
2. Behindertes Verfahren – VHS 2: Trotz 2-er Aufforderungen des LSG-Richters übersandte der GEW-Anwalt nicht meine diesbezügliche Stellungnahme sowie gerichtsrelevante Unterlagen. Beim LSG-Termin selbst wirkte der GEW-Anwalt unvorbereitet und verhielt sich mehr als defensiv.
4. Im Verfahren gegen die VHS Lüneburg (2. Bildungsweg, freiwillige Erwachsene) gewann die Klägerin Linda Sulimma – vertreten durch einen von ihr privat bezahlten Anwalt, den die GEW nicht akzeptierte – auch in 2. Instanz. Während ihre Kollegin, vertreten durch einen GEW-Anwalt – gleich in 1. Instanz verlor. In ihren Veröffentlichungen darüber weist die GEW nicht auf diesen Anwaltsunterschied hin. Sodass für Uninformierte der Eindruck entsteht, beide Fälle – der eine erfolgreich, der andere erfolglos – würden durch die GEW vertreten.
Ich agiere noch im ursprünglichen gewerkschaftlichen Sinne 😉 auch ohne GEW. Das hätte Stefanie Odenwald vielleicht auch getan.
360 Millionen € für ein paar Tage ohne besondere Ergebnisse? So ist`s im Feudalismus 😉 :
http://web.de/magazine/politik/g7-gipfel/g7-gipfel-elmau-anton-hofreiter-interview-30686310
“(…) Der Bund der Steuerzahler Bayern rechnet mit Kosten von 360 Millionen Euro für den G7-Gipfel. Halten Sie die Zahlen für realistisch? Die Bayerische Landesregierung behauptet das Gegenteil.
Ich gehe mal davon aus, dass der bayrische Bund der Steuerzahler gut rechnen kann.
Hubschrauberlandeplatz, neue Autos, neue Sicherheitsausrüstungen… Wie verhältnismäßig sind die Kosten für den G7-Gipfel eigentlich?
Der Gipfel droht zu einem Protz-Gipfel zu verkommen. Es muss ein Arbeitsgipfel in guter Atmosphäre sein. Klar ist aber auch, dass so ein Gipfel teuer ist. Wo man genau hätte sparen können, kann ich nur schwer beurteilen. Mir ist viel wichtiger, dass nicht – wie schon in Heiligendamm – butterweiche Erklärungen mit null Konsequenzen das Ergebnis des Gipfels werden. An den Ergebnissen wird man diesen Gipfel messen müssen. (…)”
“Protzgipfel” mhm, so ist`s im Feudalismus 😉
Vom 1.5.2005 bis Juli 2010 wurden für IntV-Integrationskurse fast 1 Milliarde € ausgegeben. Hat der damalige und heutige Innenminister de Maiziere in einem Rundschreiben ganz stolz verkündet ;-).
360 Millionen € für G7-Tage beginnend in sommerlicher Hitze mit einem halben Liter Weizenbier (vielleicht auch mehr)… – bei mir wäre der Tag gelaufen.
Oder war`s alkoholfrei?
Diese traditionell tradierte Tradition könnte dazu führen, dass “das Ergebnis des Gipfels” dem – diesmal weizenheiligen – von Heiligendamm gleicht 😉 .