Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=I%20ZR%2067/18
Timestamp: 2019-12-11 03:35:14
Document Index: 332892533

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 10', '§ 4', 'BGH', '§ 4', '§ 10', '§ 4', 'BGH']

MDR 2019, 1395
Für die Auslegung einer Gesetzesvorschrift ist jedoch der in dieser zum Ausdruck kommende objektivierte Wille des Gesetzgebers maßgeblich, so wie er sich aus dem Wortlaut der Gesetzesbestimmung und dem Sinnzusammenhang ergibt, in den diese hineingestellt ist (vgl. BGH, Urteil vom 6. Juni 2019 - I ZR 67/18, WM 2019, 1608 Rn. 66 mwN).
Zu diesen Personen gehören die registrierten Personen nach § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 RDG (Inkassodienstleister) jedoch nicht, so dass auf sie § 4 Abs. 2 Satz 2 Halbs. 1 und 2 RDGEG schon nach dem Wortlaut nicht anwendbar ist (…ebenso Tolksdorf, aaO S. 1405 f.;… Remmertz, aaO; ders., BRAK-Mitt 2019, 219, 220; jeweils mwN; siehe auch BGH, Urteil vom 6. Juni 2019 - I ZR 67/18, WRP 2019, 1304 Rn. 45).
Diese Ausführungen zeigen ebenso wie bereits der Wortlaut des § 4 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 2 RDGEG, dass der Gesetzgeber die registrierten Inkassodienstleister (§ 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 RDG) von dem in § 4 Abs. 2 Satz 2 RDGEG enthaltenen Verboten der Vereinbarung eines Erfolgshonorars und/oder einer Kostenübernahme ausnehmen wollte (so auch BGH, Urteil vom 6. Juni 2019 - I ZR 67/18, aaO Rn. 44).