Source: https://mitglieder.kvhessen.de/fuer-unsere-mitglieder/qualitaet/qualitaetssicherung-und-genehmigungspflicht/spezielle-laboratoriumsuntersuchungen/
Timestamp: 2018-11-19 17:37:52
Document Index: 235976861

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 5', '§ 5', '§ 4', '§ 6', '§ 39', '§ 5']

Spezielle Laboratoriumsuntersuchungen (Abschnitt 32.3 EBM) | Kassenärztliche Vereinigung Hessen
Die Labormedizin befasst sich mit der Untersuchung (humaner) Körpermaterialien (Blut, Stuhl, Urin, Liquor, Abstriche) zum Ausschluss oder der Bestätigung einer Erkrankung oder zur (Therapie-)Kontrolle einer Erkrankung.
Neue Qualitätssicherungsvereinbarung Spezial-Labor: Inkrafttreten zum 01.04.2018
Verfahren bei bereits vorliegender Genehmigung
Genehmigungsverfahren ab dem 01.04.2018
Die Anforderungen an die fachliche Befähigung orientieren sich eng an den bisherigen Vorgaben: Ärzte, die Leistungen des Spezial-Labors erbringen wollen, müssen an einem Kolloquium teilnehmen. Fachärzte für Laboratoriumsmedizin – für ausgewählte Leistungen auch Mikrobiologen, Transfusionsmediziner und entsprechend EBM weitere Facharztgruppen – sind von der Teilnahme am Kolloquium ausgenommen (vgl. § 3 der QS-Vereinbarung Spezial-Labor). Erstmalig ist die Ausnahme vom Kolloqium nun auch für einzelne im EBM genannte Fachärzte und/oder Ärzte mit einer bestimmten Zusatzbezeichnung für die jeweils im EBM genannten Untersuchungen (z.B. Humangenetiker/Ärzte mit Zusatzbezeichnung Medizinische Genetik sowie Pathologen/Neuropathologen, vgl. Präambeln zu den Abschnitt 11.1 und 19.1 EBM) möglich.
Um zu überprüfen, ob die Anforderungen der RiliBÄK an die interne und externe Qualitätssicherung erfüllt werden, sind jährliche Stichprobenprüfungen von 15 % der abrechnenden Ärzte vorgesehen (vgl. § 5 Abs. 3 der QS-Vereinbarung Spezial-Labor). Dabei sind Dokumentationen vorzulegen, aus denen Inhalte über das interne Qualitätsmanagement-System (z.B. QM-Handbuch, Gerätenachweise, Mitarbeiterqualifikation, Fehlermanagement) sowie die Teilnahme an der externen Qualitätssicherung (Ringversuche) hervorgehen.
Ärzte, die die Anforderungen der RiliBÄK an die interne und externe Qualitätssicherung erfüllen und hierzu bei den Stichprobenprüfungen ohne Beanstandungen geprüft wurden, werden für einen Zeitraum von fünf Jahren von den Stichprobenprüfungen ausgenommen. Legen Ärzte eine gültige Akkreditierungsurkunde nach DIN EN ISO 15189 (Medizinische Laboratorien – Anforderungen an die Qualität und Kompetenz) vor, entfällt sowohl die Nachweispflicht innerhalb von zwölf Monaten als auch die Teilnahme an den Stichprobenprüfungen (vgl. § 5 Abs. 7 und 5 der QS-Vereinbarung Spezial-Labor).
Erfolgreiche Teilnahme an einem Kolloquium (kollegiales Fachgespräch),
Laboratoriumsmedizin - bei Beantragung des gesamten Abschnitts 32.3 EBM und entsprechender laboratoriumsmedizinischer Leistungen des Abschnitts 1.7 EBM
Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie - bei Beantragung von: mikroskopischer, biochemischer, immunologischer und molekularbiologischer Leistungen zum Nachweis von Bakterien, Viren, Pilzen und anderen übertragbaren Agenzien des Abschnitts 32.3 EBM und entsprechender laboratoriumsmedizinischer Leistungen des Abschnitts 1.7 EBM
Ggf. zusätzlich: Weiterbildungszeugnis, in dem bestätigt wird, dass ein mindestens 12-monatiger Weiterbildungsabschnitt im Gebiet Laboratoriumsmedizin abgeleistet wurde und in diesem Zeitraum Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten zur Durchführung mikroskopischer Untersuchungen, Funktions-, Gerinnungs-, klinisch-chemischer und immunologischer laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen bescheinigt werden.
Transfusionsmedizin – bei Beantragung von: immungenetischer, immunhämatologischer und/oder infektionsimmunologischer Leistungen des Abschnitts 32.3 und entsprechender laboratoriumsmedizinischer Leistungen des Abschnitts 1.7 EBM einschließlich der Verträglichkeitsuntersuchungen an korpuskulären und plasmatischen Bestandteilen des Blutes sowie an blutbildenden Zellen
Humangenetik oder vorliegende Zusatzbezeichnung Medizinische Genetik- bei Beantragung von: molekulargenetischer Leistungen nach Abschnitt 32.3.14 EBM und immungenetische Leistungen nach Abschnitt 32.3.15 EBM
Pathologie oder Neuropathologie - bei Beantragung von: molekularbiologischen Leistungen nach GOP 32819, 32820, 32825, 32826 und 32859 EBM
Für die Zulassung zum Kolloquium sind vorzulegen:
Zeugnisse als Nachweis über den Erwerb eingehender Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten für die jeweils beantragte(n) labormedizinische(n) Untersuchung(en). Die Zeugnisse müssen von dem zur Weiterbildung ermächtigten Arzt unterzeichnet sein.
Folgende Angaben sollten in den Zeugnissen enthalten sein:
Überblick über angewandte labormedizinische Methoden und untersuchte Parameter der Einrichtung, in der die Weiterbildung erfolgte und Aufstellung der selbstständig und unter Anleitung durchgeführten speziellen Laboratoriumsuntersuchungen inkl. aufgewendete Ausbildungszeit (Antragssteller).
Erfüllung der Anforderungen der Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen (RiliBÄK) (vgl. § 4 der Qualitätssicherungsvereinbarung Spezial-Labor, QSV Spezial-Labor)
Angaben zur räumlichen und technischen Ausstattung der geplanten Einrichtung und
Angaben zur geplanten personellen Struktur der Einrichtung (vgl. § 6 Abs. 3 S. 1 Nr. 3 QSV Spezial-Labor)
Das durch die Genehmigung zu erhaltende Abrechnungsspektrum entnehmen Sie bitte der Liste zu den genehmigungspflichtigen Leistungen (GELE-Liste, siehe Downloads unten).
Der quantitative immunologische Test zum Nachweis von occultem Blut im Stuhl (iFOBT) ersetzt seit dem 1. April 2017 den bisher verwendeten Guajak-basierten Test (gFOBT). Nach § 39 Absatz 5 der Krebsfrüherkennungsrichtlinie sind Laborärzte ab dem 1. Quartal 2018 verpflichtet, die Ergebnisse der von iIhnen durchgeführten Untersuchungen in Quartalsberichten zusammenzustellen und mit der Quartalsabrechnung der KV Hessen zu übermitteln.
Details zum Vorgehen finden Sie in dem unter Downloads bereitgestellten Rundschreiben „Rundschreiben iFOBT Februar 2018“. Ferner erhalten Sie hier weitere Informationen und Hinweise zu dem von den Laborarztpraxen zu verwendenden Datenformular.
Ebenso wird Ihnen das zu befüllende Excel-Dokument „nnnnnnnnn_JJJJQ_N_46_ifobt.xlsx“ sowie ein Musterdokument mit Ausfüllhinweisen zum Quartalsbericht iFOBT („Ausfüllhinweis Datenerhebung iFOBT“) zum Download zur Verfügung gestellt.
Der Quartalsbericht iFOBT ist mit der Quartalsabrechnung elektronisch zu übermitteln (e-Doku).
Nachweis zum internen Qualitätsmanagement innerhalb von 12 Monaten nach Genehmigung
Teilnahme an Ringversuchen nach Bereich B1 RiliBÄK
zufallsgesteuerte Stichprobenprüfungen (pro Jahr mindestens 15 Prozent der Ärzte, die Laborleistungen erbringen und abrechnen)
⇒ Ausnahme: Vorlage Akkreditierungsurkunde gemäß DIN EN ISO 15189
(Einzelheiten in § 5 der QSV Spezial-Labor)
Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (GBA)
Laboratoriumsuntersuchungen (KBV)
Richtlinie zur QS Laboruntersuchungen (BÄK)
Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (G-BA)
Datei herunterladenAntragsformular Labor 32.3 EBM QS-V (pdf 323 KB )
Datei herunterladenRundschreiben zur neuen QS-Vereinbarung Labor ab 01.04.2018 (pdf 17 KB )
Datei herunterladenRundschreiben iFOBT Februar 2018 (pdf 61 KB )
Datei herunterladenAusfüllhinweis Datenerhebung iFOBT (pdf 103 KB )
Datei herunterladennnnnnnnnn JJJJQ 1 46 ifobt (xlsx 24 KB )
Datei herunterladenAnschreiben zum Versand - Anleitung iFOBT (pdf 44 KB )
Datei herunterladenAnleitung eDoku iFOBT (pdf 1.3 MB )
Datei herunterladenGELE-Liste (inkl. Ansprechpartner) (pdf 196 KB )