Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=11.11.2004&Aktenzeichen=4%20StR%20349/04
Timestamp: 2019-10-18 20:28:37
Document Index: 129061826

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 211', '§ 15', '§ 16', '§ 22', '§ 24', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH']

BGH, 11.11.2004 - 4 StR 349/04 - dejure.org
https://dejure.org/2004,5453
BGH, 11.11.2004 - 4 StR 349/04 (https://dejure.org/2004,5453)
BGH, Entscheidung vom 11.11.2004 - 4 StR 349/04 (https://dejure.org/2004,5453)
BGH, Entscheidung vom 11. November 2004 - 4 StR 349/04 (https://dejure.org/2004,5453)
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§ 211 StGB; § 15 StGB; § 16 StGB; § 22 StGB; § 24 StGB
Versuchter Mord (Heimtücke; Bewusstsein der Ausnutzung der Arglosigkeit und der Wehrlosigkeit bei Drogeneinfluss; niedrige Beweggründe: krasses Missverhältnis zwischen Tatentschluss und Tötung); Rücktritt (Abgrenzung von beendetem und unbeendetem Versuch: korrigierter ...
Verwerfung der Revision; Anforderungen an das Vorliegen der Mordmerkmale "Heimtücke" und "niedrige Beweggründe"; Strafbefreiender Rücktritt vom Versuch des Totschlags; Tatbegehung unter Alkoholeinfluss und Drogeneinfluss
Niedriger Beweggrund bei spontanem Tatentschluss
NStZ 2005, 331
Ein solcher Umstand kann geeignet sein, die Vorstellung des Täters zu erschüttern, alles zur Erreichung des gewollten Erfolgs getan zu haben (BGH, Urteil vom 11. November 2004, aaO; Beschluss vom 8. Juli 2008 - 3 StR 220/08, NStZ-RR 2008, 335, 336).
Denn es bedarf zudem - und das ist hier entscheidend - zweifelsfreier Feststellung, dass sich der Angeklagte bei Begehung der Tat der besonderen Verwerflichkeit seines Tuns bewusst war (vgl. BGH NStZ 2005, 331).
So liegt es nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs etwa in dem Fall, dass das Opfer noch in der Lage ist, sich vom Tatort wegzubewegen (BGH, Beschluss vom 19. Dezember 2000 - 4 StR 525/00; Urteil vom 11. November 2004 - 4 StR 349/04, NStZ 2005, 331 f.; Urteil vom 17. Juli 2014 - 4 StR 158/14, NStZ 2014, 569, 570 mwN).
Ein solcher Umstand kann geeignet sein, die Vorstellung des Täters zu erschüttern, alles zur Erreichung des gewollten Erfolgs getan zu haben (vgl. BGH NStZ 2005, 331).
So liegt es nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs etwa in dem Fall, in dem das Opfer noch in der Lage ist, sich vom Tatort wegzubewegen (BGH, Beschluss vom 19. Dezember 2000 - 4 StR 525/00; Urteile vom 11. November 2004 - 4 StR 349/04, NStZ 2005, 331 f.; …und vom 17. Juli 2014 - 4 StR 158/14 aaO mwN).
Diese Kenntnis versteht sich jedoch nicht von selbst, wenn das Opfer nach der letzten Ausführungshandlung noch in der Lage ist, sich ohne erkennbare Beeinträchtigungen vom Tatort wegzubewegen (vgl. BGH, Urteil vom 11. November 2014, 4 StR 349/04, juris Rn. 16 f.).