Source: https://www.wko.at/service/kollektivvertrag/KV-ArbeiterInnen-Brunnenmeister-Tiefbohrunternehmen-2016.html
Timestamp: 2019-08-17 10:50:35
Document Index: 312494156

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 3', '§ 4', '§ 3', '§ 2', '§ 105', '§ 82', '§ 3', '§ 3']

Kollektivvertrag für ArbeiterInnen der Brunnenmeister-, Grundbau- und Tiefbohrunternehmer Stand vom 1.5.2016 - WKO.at
Kollektivvertrag für ArbeiterInnen der Brunnenmeister-, Grundbau- und Tiefbohrunternehmer Stand vom 1.5.2016
WIEN II; JOHANN – BÖHM – PLATZ 1
Kollektivvertrag für
§ 3 A Andere Verteilung der Normalarbeitszeit
§ 3 B Flexible Arbeitszeit
Anhang (siehe Beilage)
c) fachlich: auf alle Betriebe der Brunnenmeister und Tiefbohrunternehmer, deren Inhaber Mitglieder der Bundesinnung der Bauhilfsgewerbe sind.
d) Soweit in diesem Kollektivvertrag personenbezogene Bezeichnungen nur in männlicher Form angeführt sind, beziehen sie sich auf Frauen und Männer in gleicher Weise. Bei der Anwendung auf bestimmte Personen ist die jeweils geschlechtsspezifische Form zu verwenden.
3. Die wöchentliche Arbeitszeit gem. Abs. 1 und 2 wird im Allgemeinen auf nicht weniger als 4 aufeinanderfolgende Werktage verteilt, ausgenommen im Mehrschichtbetrieb.
Bei Schichtarbeit kann die durchschnittliche Wochenarbeitszeit im Schichtturnus bis zu 40 Stunden betragen. Wird die sich ergebende Zeitdifferenz gegenüber der durchschnittlichen kollektiv-vertraglichen wöchentlichen Normalarbeitszeit nicht von vornherein im Schichtplan berücksichtigt, ist für Zeitguthaben ein Zeitausgleich in Form von Freischichten innerhalb der auf den Schichtturnus folgenden 13 Wochen zu gewähren. Durch Betriebsvereinbarung bzw. Individualvereinbarung kann dieser Zeitraum bis zu 52 Wochen (1 Jahr) ausgedehnt werden.
§ 4 Überstunden-, Sonntags-,
Feiertags-, Nacht- und Schichtarbeit
5. Als gesetzliche Feiertage gelten der 1. Jänner, 6. Jänner, Ostermontag, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam, 15. August, 26. Oktober, 1. November, 8., 25. und 26. Dezember. Der Karfreitag gilt im Sinne des Arbeitsruhegesetzes - (ARG) - BGBl. Nr. 144/83 als Feiertag für die Angehörigen der evangelischen Kirchen AB und HB, der altkatholischen Kirche und der Methodistenkirche.
8. a) Schichtarbeit ist dann gegeben, wenn die regelmäßige Arbeitszeit gemäß § 3 dieses Kollektivvertrages für mindestens zwei Wochen in ablösender Folge und in zeitlich gleichbleibendem Wechsel festgesetzt wird.
b) Kurzfristige Arbeiten, welche nur in einem Arbeitsgang durchgeführt werden können und nicht länger als zwei Tage dauern, gelten auch als Schichtarbeit, wenn die Merkmale von lit. a) zutreffen.
c) Sollte in besonderen Ausnahmefällen das im vorhergehenden Absatz genannte Zeitausmaß nicht ausreichend sein, ist die Zustimmung des Betriebsrates einzuholen.
a) Für Überstunden in der Zeit von 5 bis 20 Uhr sowie für Mehrarbeit ...................... 50%
b) für Überstunden in der Zeit von 20 bis 5 Uhr ........................................................... 100%
c) für Schichtarbeit in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr .................................................... 50%
für Überstunden im Anschluss an die Nachtschichtarbeit (22 Uhr bis 6 Uhr) ........... 100%
d) für Arbeitsstunden (mit Ausnahme von Überstunden und Schichtarbeit) in der Zeit
von 20 Uhr bis 5 Uhr ........................................................................................................ 50%
e) für Sonntagsarbeit ...................................................................................................... 100%
aa) wenn er auf einen Werktag fällt, an dem zufolge des Feiertages an sich Anspruch auf Arbeitsruhe unter Fortzahlung des Entgeltes besteht ................................................................................ 50%
bb) wenn er auf einen Werktag fällt, an dem auf Grund der wöchentlichen Arbeitszeiteinteilung regelmäßig nicht gearbeitet wird ....................................................................................................... 100%
1. Wasserarbeiten
Für Arbeiten, bei denen der Arbeitnehmer im Wasser oder Schlamm oder in nicht stampffähiger Betonmasse (zum Beispiel Gussbeton) steht oder in erheblichem Maße mit Wasser in Berührung kommt ............................................................................................................................................ 10%
2. Erschütterungsarbeiten
Arbeitnehmer erhalten für Arbeiten mit Bohrhämmern (ausgenommen Schlagbohrmaschinen) sofern diese zumindest 6,5 kg schwer sind ........................................................................................ 10%,
3. Schachtarbeiten
Für Arbeiten in Schächten, die einen Durchmesser von weniger als 90cm
haben ................................................................................................................................. 10%
4. Arbeiten unter Tag
Für Arbeiten in Tunnels, Stollen und oben geschlossenen Kanälen ........................... 25%
5. Mülldeponien
Bei Arbeiten, bei denen der Arbeitnehmer bei der Entsorgung von Altlasten auf Mülldeponien eingesetzt ist ........................................................................................................................................... 10%.
6. Künettenarbeiten
Arbeitnehmer auf öffentlichen Verkehrsflächen (als solche gelten auch das Gleisplanum, Zufahrtsstraßen und Wege, Höfe von Garagen, Straßen in Fabriksgeländen, Wohnhausanlagen und Anlagen ähnlicher Art) bei Herstellung von Erdgräben für Kabel-, Gas-, Wasser-, Telefon-, Ölleitungen und dergleichen mit einer oberen Weite bis 80 cm und einer Tiefe von mehr als 60 cm sowie beim Verlegen von Kabeln oder Leitungsrohren in der Künette; weiters Kanalarbeiter, die in einer Tiefe von mehr als 2 m, bei einer Breite bis zu 2 m beschäftigt sind, erhalten ............ 10%
7. Lawinengefährdung und Steinschlag
Für Arbeiten an steinschlag- oder lawinengefährdeten Hängen ................................. 10%
8. Höhenzulage
von 800 m bis 1200 m ..................................................................................................... 9%
über 1200 m bis 1600 m ................................................................................................. 14%
über 1600 m bis 2000 m ................................................................................................. 18%
über 2000 m ..................................................................................................................... 22%
über 1600 m bis 2000 m .................................................................................................. 9%
über 2000 m ..................................................................................................................... 11%
Für Bauzwecke errichtete Wohnlager gelten nicht als geschlossene Wohnsiedlung. Für Ausnahmefälle sind Sonderregelungen möglich. Ebenso kann auf Baustellen eine baulosweise Festsetzung der Höhenzulage sinngemäß erfolgen. Solche örtliche Regelungen haben im Einvernehmen mit dem Betriebsrat zu geschehen.
9. Arbeiten mit Atemschutzgeräten
a) Für Arbeiten mit Atemschutzgeräten(-masken) gebührt eine Zulage auf den jeweiligen kollektivvertraglichen Stundenlohn in Höhe von ............................................................ 15%
b) bei gesetzlich vorgeschriebenem und tatsächlichem Tragen von Feinstaub-
masken ............................................................................................................................... 5%.
b) Wohnort ist das Gemeindegebiet des Ortes, in dem der Arbeitnehmer seinen Hauptwohnsitz in Österreich hat. Einem Hauptwohnsitz in Österreich sind ausländische Hauptwohnsitze in Grenzbezirken gleich­gestellt (Grenzgänger), sofern der Arbeitnehmer über keinen Haupt­wohnsitz in Österreich verfügt.
a) bei einer Arbeitszeit von mehr als 3 Stunden ab 1. Mai 2016 € 10,30 pro Arbeitstag, für Lehrlinge ab 1. Mai 2016 € 5,15 und ab 1. Mai 2017 € 10,30 pro Arbeitstag
b) bei einer Arbeitszeit von mehr als 9 Stunden ab 1. Mai 2016 € 16,50 pro Arbeitstag, für Lehrlinge ab 1. Mai 2016 € 5,15 und ab 1. Mai 2017 € 16,50 pro Arbeitstag
Die Übernachtung ist jedenfalls erforderlich und der Auftrag zur Übernach­tung gilt als erteilt, wenn die Wegstrecke zwischen Baustelle und Wohnort gemäß Z 3 mindestens 100 km beträgt oder die Heimfahrt zum Wohnort nachweislich nicht zugemutet werden kann. Für Lehrlinge beträgt das Taggeld in diesem Fall ab 1. Mai 2016 € 16,50 und ab 1. Mai 2017 € 26,40 pro Arbeitstag..
5a. Das Taggeld in Höhe von Euro 26,40 je Arbeitstag steht auch dann zu, wenn die Arbeit wegen Krankheit oder Schlechtwetter entfallen ist und der Arbeit­nehmer in der Nacht nach dem entfallenen Arbeitstag auswärts tatsächlich nächtigt und diese Nächtigung auch nachweist.
6. Arbeitnehmer, die am ständig ortsfesten Betrieb, für den sie aufgenommen wurden, Arbeitsleistungen erbringen, erhalten ein Taggeld in der Höhe von € 26,40, sofern ihr Wohnort gemäß Z 3 mindestens 100 km vom ständig ortsfesten Betrieb entfernt ist oder eine auswärtige Übernachtung erforderlich ist und die Heimfahrt zum Wohnort nachweislich nicht zugemutet werden kann oder der Arbeitgeber den Auftrag zur Übernachtung erteilt hat. In diesem Fall kommt Abschnitt II Über­nachtungsgeld zur Anwendung. Für Lehrlinge beträgt das Taggeld in diesem Fall Euro 16,50 und ab 1. Mai 2017 € 26,40.
1. Für den Fall, dass der Arbeitgeber keine zeitgemäße Unterkunft zur Ver­fügung stellt, erhalten die Arbeitnehmer unter den Voraussetzungen des Abschnittes I Z 5 und 6 ein Übernachtungsgeld ab 1. Mai 2016 von € 12,66 je Kalendertag, sofern eine auswärtige Übernachtung tatsächlich stattfindet und auch nachgewiesen wird.
b) Bezahlung der Reisestunden zum kollektivvertraglichen Stundenlohn ohne Aufzahlung, jedoch nicht mehr als 9,33 Stunden je Kalendertag.
b) der angeordneten oder üblichen Arbeitsbereitschaft, insbesondere bei Arbeitnehmern, deren regelmäßige Arbeitszeit mehr als 39 Stunden in der Woche beträgt, § 2, Ziffer 5 c), d),
1. Geltungsbereicha) Diese Bestimmung gilt soferne nicht die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Gewährung einer Schlechtwetterentschädigung (BGBl.Nr.174/54) in der jeweils geltenden Fassung Anwendung findet.
b) Diese Bestimmung gilt nicht für Lehrlinge.
a) für Arbeitsstellen, die 1500 m oder höher gelegen sind, ein Anspruch für höchstens 144 ausfallende Arbeitsstunden
b) für alle übrigen Arbeitsstellen ein Anspruch für höchstens 96 Arbeitsstunden.
a) arbeitsbehindernde atmosphärische Einwirkungen (Regen, Schnee, Frost, dgl.) so stark oder so nachhaltig sind, dass die Arbeit nicht aufgenommen oder fortgesetzt oder die Aufnahme oder Fortsetzung der Arbeit den Arbeitnehmern nicht zugemutet werden kann,
b) die Folgewirkungen dieser arbeitsbehindernden atmosphärischen Einwirkungen die Arbeit so erschweren, dass die Aufnahme und die Fortsetzung der Arbeit technisch unmöglich ist oder den Arbeitnehmern nicht zugemutet werden kann.
Nach einer ununterbrochenen Betriebszugehörigkeit von 4 Wochen hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Freistellung von der Arbeit unter Fortzahlung des Lohnes, wenn er durch folgende Fälle an der Leistung seiner Dienste gehindert wird:
a) anlässlich des Ablebens und der Teilnahme an der Bestattung eines Elternteiles, des Ehegatten oder Lebensgefährten sowie eines Kindes. Bei Stief- oder Adoptivkindern nur, sofern sie mit dem Arbeitnehmer im gemeinsamen Haushalt lebten ................... 3 Arbeitstage
b) Anlässlich der eigenen Eheschließung ........................ 3 Arbeitstage
c) Anlässlich des Ablebens und der Teilnahme an der Bestattung einer Schwester, eines Bruders bzw. Stief-, Groß- oder Schwiegerelternteiles, auch wenn mit dem Arbeitnehmer keine Hausgemeinschaft bestanden hat. Bei sonstigen Familienangehörigen nur dann, wenn sie mit dem Arbeitnehmer im gemeinsamen Haushalt lebten ....................................... 1 Arbeitstag
d) Anlässlich der Entbindung der Ehefrau bzw. der
Lebensgefährtin ................................................. 1 Arbeitstag
e) Bei Teilnahme an Abordnungen zu Begräbnissen, wenn eine solche im Einvernehmen mit dem Arbeitgeber erfolgt ...................... die nachweislich erfolgte Zeit.
f) Anlässlich seines Wohnungswechsels mit eigenem Mobiliar ........ 1 Arbeitstag
g) Anlässlich der Eheschließung einer Kindes, Stief- oder
Adoptivkindes .................................................... 1 Arbeitstag
h) Anlässlich der Eheschließung eines Bruders oder einer Schwester, wenn diese auf einen Arbeitstag des Arbeitnehmers fällt ......................... 1 Arbeitstag
i) Bei Vorladung zur Musterung gebührt die notwendige Zeit,
längstens jedoch .............................................. 2 Arbeitstage
Bis zum Höchstausmaß von 39 Stunden innerhalb eines Dienstjahres hat der Arbeitnehmer auch Anspruch auf Freistellung von der Arbeit unter Fortzahlung des Lohnes, wenn er durch andere wichtige, seine Person betreffende Gründe ohne sein Verschulden während einer verhältnismäßig kurzen Zeit an der Leistung seiner Dienste gehindert wird. Dies gilt insbesondere für nachstehende Fälle:
a) Bei Aufsuchen eines Arztes, Dentisten oder Ambulatoriums, falls dies nicht außerhalb der Arbeitszeit möglich ist ............. die nachweislich notwendige Zeit.
b) Bei Vorladung vor Behörden, Ämtern
und Gerichte .............................. die nachweislich notwendige Zeit.
Der Anspruch und das Ausmaß der Abfertigung richten sich nach den Bestimmungen des Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetzes (BUAG) 1987 (BGBl. Nr. 618 vom 23.12.1987) in der jeweils geltenden Fassung.
KV-Stundenlohn x 1,20 x 3,41 x 52,18= anteiliges Weihnachtsgeld
1. Das Arbeitsverhältnis kann sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer unter Einhaltung einer einwöchigen Kündigungsfrist gelöst werden. Nach einer 10-jährigen Betriebszugehörigkeit gilt eine Kündigungsfrist von zwei Wochen und nach einer 20-jährigen Betriebszugehörigkeit eine Kündigungsfrist von 3 Wochen. Vor Ausspruch der Kündigung hat der Arbeitgeber gemäß § 105 des Arbeitsverfassungsgesetzes den Betriebsrat von seiner Kündigungsabsicht zu verständigen.
Wird auf Grund betrieblicher Regelung die Unterbrechung von 120 Tage überschritten, gilt diese längere Unterbrechungsfrist.
2. Bei Lösung des Arbeitsverhältnisses durch Kündigung seitens des Arbeitgebers ist dem Arbeitnehmer die notwendige Freizeit zum Aufsuchen eines neuen Arbeitsplatzes bis zur Höchstdauer von vier Stunden ohne Schmälerung des Entgelts zu gewähren. Die Bestimmungen der §§ 82 und 82a der Gewerbeordnung[1] bleiben dabei unberührt.
[1] RGBl Nr. 227 vom 20 Dezember 1859 in der derzeit gültigen Fassung
3. Eine Kündigungsfrist entfällt während der höchstens vierwöchigen Probezeit, ferner bei Arbeitseinstellung infolge Witterungseinflüssen oder über Veranlassung des Auftraggebers.
1a. Auf Grund der Einführung der neuen Arbeitszeitbestimmungen im § 3B mit 1.5.2016, kann der erste Durchrechnungszeitraum des 52-Wochen-Zeitraumes gem. § 3B Ziffer 2 ab 1.1.2016 festgelegt werden.
Brunnenmeister, Brunnen- und Grundbautechniker 14,69
Brunnen- und Grundbauvorarbeiter, Bohrmeister 14,16
Facharbeiter 12,84
Angelernte Arbeitnehmer 11,96
Hilfsarbeiter 10,85
Lehrlinge im 1. Jahr 40% des FA 5,14
Lehrlinge im 2. Jahr 60% des FA 7,70
Lehrlinge im 3. Jahr 80% des FA 10,27
Arbeitnehmer mit Brunnenmeisterprüfung, mit und ohne Abschluss einer entsprechenden Hochschulausbildung, Fachhochschule oder Abschluss einer HTL.
Der Arbeitnehmer muss inhaltlich so anspruchsvolle Arbeiten selbstständig ausführen, dass er dafür praktische und theoretische Fachkenntnisse besitzen muss, die über das im Rahmen der Berufsausbildung (Lehrabschlussprüfung) vermittelte Fachwissen hinausgehen. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet auf der Baustelle mitzuarbeiten. Alle genannten Qualifikationen müssen entsprechend nachgewiesen werden.
3. Facharbeiter:
4. Angelernte Arbeitnehmer:
5. Hilfsarbeiter:
Lohntafel Brunnenmeister-, Grundbau- und Tiefbohrunternehmer gültig ab 1.5.2016 PDF
Lohntafel Brunnenmeister-, Grundbau- und Tiefbohrunternehmer gültig ab 1.5.2017 PDF