Source: https://www.ipwiki.de/urheberrecht:uebertragung_von_rechten
Timestamp: 2020-04-08 20:45:04
Document Index: 249989554

Matched Legal Cases: ['§ 137', '§ 31', '§ 137', '§ 64', '§ 137', '§ 137', '§ 137', '§ 137', 'Art. 1', 'Art. 10', 'BGH']

urheberrecht:uebertragung_von_rechten [ipwiki]
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§ 137 UrhG (1)
Soweit das Urheberrecht vor Inkrafttreten dieses Gesetzes auf einen anderen übertragen worden ist, stehen dem Erwerber die entsprechenden Nutzungsrechte (§ 31) zu. Jedoch erstreckt sich die Übertragung im Zweifel nicht auf Befugnisse, die erst durch dieses Gesetz begründet werden.
§ 137 UrhG (2)
Ist vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes das Urheberrecht ganz oder teilweise einem anderen übertragen worden, so erstreckt sich die Übertragung im Zweifel auch auf den Zeitraum, um den die Dauer des Urheberrechts nach den §§ 64 bis 66 verlängert worden ist. Entsprechendes gilt, wenn vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes einem anderen die Ausübung einer dem Urheber vorbehaltenen Befugnis erlaubt worden ist.
§ 137 UrhG (3)
In den Fällen des Absatzes 2 hat der Erwerber oder Erlaubnisnehmer dem Veräußerer oder Erlaubnisgeber eine angemessene Vergütung zu zahlen, sofern anzunehmen ist, daß dieser für die Übertragung oder die Erlaubnis eine höhere Gegenleistung erzielt haben würde, wenn damals bereits die verlängerte Schutzdauer bestimmt gewesen wäre.
§ 137 UrhG (4)
Der Anspruch auf die Vergütung entfällt, wenn alsbald nach seiner Geltendmachung der Erwerber dem Veräußerer das Recht für die Zeit nach Ablauf der bisher bestimmten Schutzdauer zur Verfügung stellt oder der Erlaubnisnehmer für diese Zeit auf die Erlaubnis verzichtet. Hat der Erwerber das Urheberrecht vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes weiterveräußert, so ist die Vergütung insoweit nicht zu zahlen, als sie den Erwerber mit Rücksicht auf die Umstände der Weiterveräußerung unbillig belasten würde.
§ 137 UrhG (5)
Absatz 1 gilt für verwandte Schutzrechte entsprechend.
Die Vorschrift des § 137f UrhG ist durch Art. 1 Nr. 26 des Dritten Ge-setzes zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes vom 23. Juni 1995 (BGBl. I S. 842) zur Umsetzung der Schutzdauerrichtlinie in das Urheberrechtsgesetz eingefügt worden. Sie ist deshalb nicht nur im Licht des Art. 10 Abs. 2 der Richt-linie auszulegen, sondern gegebenenfalls auch entsprechend anzuwenden, wenn dies erforderlich ist, um das nationale Recht der Richtlinie anzupassen.1)
1) BGH, Beschl. v. 29. März 2007 - I ZR 80/04 - Tonträger aus Drittstaaten
urheberrecht/uebertragung_von_rechten.txt · Zuletzt geändert: 2017/01/24 14:11 (Externe Bearbeitung)