Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20BvR%20864/12
Timestamp: 2019-04-23 19:18:05
Document Index: 257787163

Matched Legal Cases: ['Art 3', 'Art 3', '§ 93', '§ 47', '§ 108', '§ 109', 'Art 3', '§ 108', '§ 109', '§ 109', '§ 109', '§ 467']

BVerfG, 16.08.2013 - 2 BvR 864/12 - dejure.org
Verletzung von Art 3 Abs 1 GG in seiner Ausprägung als Verbot willkürlicher Gerichtsentscheidungen
Art 3 Abs 1 GG, § 93c Abs 1 S 1 BVerfGG, § 47 Abs 1 OWiG, § 108a Abs 1 OWiG, § 109a Abs 2 OWiG
Stattgebender Kammerbeschluss: Verletzung von Art 3 Abs 1 GG in seiner Ausprägung als Verbot willkürlicher Gerichtsentscheidungen - hier: Kostenentscheidung zu Lasten des Betroffenen trotz Einstellung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens <§§ 108a Abs 1, 109a Abs 2 OWiG> - Gegenstandswertfestsetzung
Verfassungsrechtliche Überprüfung einer Entscheidung über die notwendigen Auslagen des Betroffenen im Bußgeldverfahren
Staatskasse muss Auslagen für eingestelltes Ordnungswidrigkeitsverfahren übernehmen, wenn Nichtmitwirkung des Betroffenen nicht ursächlich für deren Entstehung ist
Zwei Töchter, ein Bußgeld und das Amtsgericht Darmstadt
AG Darmstadt, 31.01.2012 - 214 OWi 19/11
AG Darmstadt, 03.04.2012 - 214 OWi 19/11
NJW 2013, 3569
NZV 2014, 95
(2) Die Voraussetzungen für eine Ermessensentscheidung nach § 109a Abs. 2 OWiG waren hier nicht gegeben, denn dem Beschwerdeführer sind ersichtlich keine vermeidbaren Auslagen dadurch entstanden, dass er entlastende tatsächliche Umstände (vgl. BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 16. August 2013 - 2 BvR 864/12 -, juris, Rn. 23 m.w.N.;… Gürtler, in: Göhler, OWiG, a.a.O., § 109a Rn. 10;… Heidrich, in: Karlsruher Kommentar OWiG, 4. Aufl. 2014;… § 109a Rn. 10) nicht rechtzeitig vorbrachte.
AG Soltau, 06.03.2017 - 10 OWi 230/16
Entscheidung über die notwendigen Auslagen des Betroffenen nach …
Die - hier übertragbare - Rechtsprechung zu § 467 Abs. 3 S. 2 Nr. 1 StPO lässt den Schutz eines nahen Angehörigen vor Verfolgung als billigenswerten Grund gelten, entlastende Umstände zunächst zurückzuhalten (BVerfG NJW 2013, 3569).