Source: https://www.gruender-mv.de/2019/11/25/ertragsteuerliche-behandlung-von-heil-und-heilhilfsberufen/
Timestamp: 2020-05-30 05:18:56
Document Index: 97079775

Matched Legal Cases: ['§ 18', '§ 15', '§ 124', '§ 140', '§ 124', '§ 140']

Ertragsteuerliche Behandlung von Heil- und Heilhilfsberufen | GründerNews |
Das Bundesministerium der Finanzen hat in einem Schreiben vom 20.11.2019 festgelegt,wann bei Heil- und Heilhilfsberufen eine freiberufliche Tätigkeit ausgeübt wird.
Ziel ist es, die Einkünfte aus der Tätigkeit im Rahmen eines Heil- oder Heilhilfsberufs als Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit (§ 18 EStG) oder als Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG) festlegen zu können.
Bei der Prüfung der Vergleichbarkeit ist regelmäßig auf die Katalogberufe des Heilpraktikers oder Krankengymnasten abzustellen.
Dies bedeutet für die einzelnen Tatbestandsmerkmale Folgendes:
3. Zulassung des Steuerpflichtigen oder der Berufsgruppe
Ergänzend zu den unter 1. dargestellten Grundsätzen stellt die Zulassung des jeweiligen Steuerpflichtigen oder die regelmäßige Zulassung seiner Berufsgruppe nach § 124 Absatz 1 SGB V durch die zuständigen Stellen der gesetzlichen Krankenkassen ein ausreichendes Indiz für das Vorliegen einer dem Katalogberuf des Krankengymnasten ähnlichen Tätigkeit dar.
Gleiches gilt für die Zulassung zur Teilnahme an Verträgen zur Integrierten Versorgung mit Anthroposophischer Medizin nach §§ 140a ff. SGB V.
Fehlt es an einer solchen Zulassung, kann durch ein Gutachten nachgewiesen werden, ob die Ausbildung, die Erlaubnis und die Tätigkeit des Steuerpflichtigen mit den Erfordernissen des § 124 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 SGB V oder § 140a ff. SGB V vergleichbar sind.
Das Schreiben des BMF tritt an die Stelle des Schreibens vom 22. Oktober 2004 – IV B 2 – S 2246 – 3/4 – (BStBl I S. 1030) und ist auf alle offenen Fälle anzuwenden.
Bundesfinanzministerium, Schreiben GZ IV C 6 – S 2246/19 (Das Schreiben wird zeitnah im Bundessteuerblatt Teil I veröffentlicht.)