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Timestamp: 2019-03-26 08:33:51
Document Index: 133729616

Matched Legal Cases: ['EuG', 'EuG', 'Art. 135', 'Art. 135', 'Art. 135', 'Art. 131', 'Art. 135', 'Art. 13', 'Art. 135', 'Art. 13', '§ 1', '§ 4', '§ 1']

EuGH Urteil vom 10.06.2010 - C-58/09 | Finance Office Professional | Finance | Haufe
EuGH Urteil vom 10.06.2010 - C-58/09
Steuerbefreiung, Umsätze mit Geldspielautomaten, Keine Pflicht zur Steuerbefreiung
EGRL 112/2006 Art. 135 Abs. 1 Buchst. i
Leo-Libera GmbH (Leo-Libera)
BFH (Beschluss vom 17.12.2008; Aktenzeichen XI R 79/07; BFH/NV 2009, 671)
„Vorabentscheidungsersuchen ‐ Mehrwertsteuer ‐ Richtlinie 2006/112/EG ‐ Art. 135 Abs. 1 Buchst. i ‐ Befreiung für Wetten, Lotterien und sonstige Glücksspiele mit Geldeinsatz ‐ Bedingungen und Beschränkungen ‐ Festlegungsbefugnis der Mitgliedstaaten“
In der Rechtssache C-58/09
unter Mitwirkung des Kammerpräsidenten A. Tizzano, der Richter E. Levits, A. Borg Barthet und J.-J. Kasel (Berichterstatter) sowie der Richterin M. Berger,
‐ der Leo-Libera GmbH, Prozessbevollmächtigter: Rechtsanwalt B. Hansen,
‐ der deutschen Regierung, vertreten durch M. Lumma, C. Blaschke und B. Klein als Bevollmächtigte,
‐ der belgischen Regierung, vertreten durch L. Van den Broeck und C. Pochet als Bevollmächtigte im Beistand von P. Vlaemminck, Y. T’Jampens und A. Hubert, advocaten,
‐ Irlands, vertreten durch D. O’Hagan als Bevollmächtigten im Beistand von N. Travers, BL,
‐ der Regierung des Vereinigten Königreichs, vertreten durch S. Ossowski als Bevollmächtigten im Beistand von N. Shaw, Barrister,
Das Vorabentscheidungsersuchen betrifft die Auslegung von Art. 135 Abs. 1 Buchst. i der Richtlinie 2006/112/EG des Rates vom 28. November 2006 über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (ABl. L 347, S. 1).
Dieses Ersuchen ergeht im Rahmen eines Rechtsstreits zwischen der Leo-Libera GmbH (im Folgenden: Leo-Libera) und dem Finanzamt Buchholz in der Nordheide (im Folgenden: Finanzamt) über die Erhebung von Umsatzsteuer auf Einnahmen aus der Veranstaltung von Glücksspielen mit Geldspielautomaten.
Art. 131 der Richtlinie 2006/112 lautet:
Art. 135 Abs. 1 Buchst. i der Richtlinie 2006/112 sieht vor:
Vor Inkrafttreten der Richtlinie 2006/112 war die einschlägige Bestimmung des Gemeinschaftsrechts Art. 13 Teil B Buchst. f der Sechsten Richtlinie 77/388/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern ‐ Gemeinsames Mehrwertsteuersystem: einheitliche steuerpflichtige Bemessungsgrundlage (ABl. L 145, S. 1, im Folgenden: Sechste Richtlinie). Art. 135 Abs. 1 Buchst. i der Richtlinie 2006/112 und Art. 13 Teil B Buchst. f der Sechsten Richtlinie haben denselben Wortlaut.
§ 1 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 des Umsatzsteuergesetzes 2005 (BGBl. 2005 I S. 386) in der auf den Ausgangssachverhalt anwendbaren Fassung (im Folgenden: UStG) sieht vor, dass „die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt“, der Umsatzsteuer unterliegen.
Nach § 4 Nr. 9 Buchst. b UStG in der bis einschließlich 5. Mai 2006 geltenden Fassung waren von den unter § 1 Abs. 1 Nr. 1 fallenden Umsätzen steuerfrei
„die Umsätze, die unter das Rennwett- und Lotteriegesetz fallen, sowie die Umsätze der zugelassenen öffentlichen Spielbanken, die durch den Betrieb der Spielbank bedingt sind. Nicht befreit sind die unter das Rennwett- und Lotteriegesetz fallenden Umsätze, die von der Rennwett- und Lotteriesteuer befreit si...