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Timestamp: 2017-11-21 18:18:51
Document Index: 359221007

Matched Legal Cases: ['§3', '§ 3', '§ 56', '§ 125', '§ 19', '§ 17', '§ 13']

Lohnabrechnungen bei ZAF - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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23.02.2013, 22:32 #1
Lohnabrechnungen bei ZAF
weiß jemand, wie es bei den Lohnabrechnungen bei ZAF (und anderen Arbgeber) mit den Zuschlägen ausschaut?
Welche Zuschläge werden besteuert und welche nicht?
Habe ZAF gewechselt. Bei der alten hatte ich nur Sonntags- und Nachtschichtzuschläge, die nicht besteuert waren.
Bei der neuen bin ich erst seit zwei Monaten, bis jetzt hatte ich nur Überstundenzuschläge, und die sind jetzt laut meiner Lohnabrechnung besteuert.
Und andere Frage bezüglich Urlaub: Werden die Urlaubstage nur nach einem vollen gearbeiteten Monat zugerechnet?
Habe nach 2 Wochen seit dem Arbeitsbeginn aus Familiengründen kündigen müssen (in 3 Wochen wieder angefangen, aber mit nem neuen Arbeitsvertrag). Habe ich in 2 Wochen keinen Anspruch auf einen Urlaubstag? (Ausgehend davon, dass dem Zeitarbeiter pro Monat 2 Tage zustehen?)
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23.02.2013, 23:29 #2
AW: Lohnabrechnungen bei ZAF
Hallo maisonette,
Überstunden werden im Gegensatz zu Sonntags - und Nachtarbeit besteuert.
Anteilsmäßig steht dir immer Urlaub zu , auch bei nur 2 Wochen Arbeit.
Der gesetzliche Mindesturlaub sind 1,667 Tage pro Monat.
24.02.2013, 00:05 #3
§3 BUrlG
(1) Der Urlaub beträgt jährlich mindestens 24 Werktage.
24.02.2013, 00:14 #4
Wenn dann schon richtig, bei einer 6 Tagewoche sind es 24 Werktage Urlaub,
bei einer 5 Tagewoche 20 Tage usw.........
Nach § 3 Abs. 1 BUrlG beträgt der gesetzliche Mindesturlaub 24 Werktage. Weitere bundesgesetzliche Bestimmungen zur Dauer des Urlaubs finden sich in §§ 56 und 57 SeemannsG, § 125 SGB IX, § 19 JArbSchG und in § 17 BErzGG. In einem Tarifvertrag oder im Arbeitsvertrag kann ein höherer als der gesetzliche Mindesturlaub vereinbart werden (häufig), jedoch kein ungünstigerer (§ 13 Abs. 1 S. 1 BUrlG).
Der gesetzliche Mindesturlaub ist bezogen auf eine 6-Tage-Woche. Bei einer anderen Verteilung der Wochenarbeitszeit ist der Anspruch im Dreisatz umzurechnen. Im Fall einer 5-Tage-Woche beträgt der gesetzliche Urlaubsanspruch daher umgerechnet 20 Arbeitstage. In allen Fällen entspricht er also vier Arbeitswochen.
Gewährt ein Tarifvertrag einen übergesetzlichen Urlaubsanspruch ist dieser im Zweifel bezogen auf eine 5-Tage-Woche[2]. Bei einer anders gelagerten Arbeitszeit ist der Anspruch entsprechend umzurechnen.
Bei flexiblen Arbeitszeiten, bei denen die regelmäßige tarifliche Arbeitszeit in einem mehrwöchigen Zyklus oder im Jahr erreicht wird, ist nicht auf das Verhältnis der geleisteten Arbeitsstunden, sondern auf die Zahl der mit Arbeitspflicht belegten Arbeitstage abzustellen[3].
Lassen sich die mit Arbeitspflicht belegten Arbeitstage nur auf Grund eines Jahresvergleichs ermitteln, so sind diese Tage ins Verhältnis zu den gesetzlich möglichen Arbeitstagen zu setzen. Dabei geht das BAG für die 6-Tage-Woche von 312 und für die 5-Tage-Woche von 260 möglichen Arbeitstagen im Jahr aus. Bei Änderungen der Verteilung der Arbeitszeit innerhalb des jeweiligen Bezugszeitraum sind diese zu berücksichtigen. Es kann sein, dass dann die Urlaubsdauer mehrfach berechnet werden muss[4].
24.02.2013, 00:16 #5
@Hartzeola Werktage gehen von Montag bis Samstag.
24.02.2013, 00:22 #6
Stimmt, es fehlte nur Zusatz "bei 5 Tage/ Woche"...
Bei 2-Tage/Woche sind es 8 Tage.
Immer 4 Wochen Mindesturlaub, wenn verträglich nicht anders vereinbart, bei einer Behinderung noch 5 Tage zusätzlich.
24.02.2013, 17:05 #7
Danke, hab ich gestern auch gefunden, dass die Überstunden doch bvesteuert werden... Die wurden mir halt unverständlich für mich ausgerechnet. AUs meiner Sicht sollten es 5,75 sein, in der Abrechnung stehen 3,75
Es war so: Im Januar habe ich 1. KW 3 Tage gearbeitet: von 02.01 bis 04.01, bei uns sinds 7,6 Stunden/Tag, gesamt also 22,8 pro Woche.
In der 2. KW habe ich dann von 07.01 bis 11.01 je 7,6 Stunden geschafft und am 12.01 waren es 5,75 Überstunden, also ein Tag mehr (Sonderschicht), da bei uns normal eine
5 Tage /Woche ist. Daher sehe ich auch diese 5,75 Std als Überstunden. In der Abrechnung sind aber nur 3,75.
Und nichts vom Urlaub.
Dann werde ich mich an meine ZAF wenden und beide Fragen klären.
26.02.2013, 20:41 #8
Habe meine ZAF angerufen...
Kein Urlaub steht mir zu, da ich weniger als 1 Monat gearbeitet habe... Da kann ich nix dagegen. Habe extra noch mal nachgefragt, ob es auf meine 9 gearbeitet Tage nicht umgerechnet wird (mit diesen 1,6 pro Monat)--nein...
Und die Überstunden zählen ab 40 Std/Woche
26.02.2013, 21:20 #9
Bei mir ist das Fahrgeld steuerfrei. Was steht in deinem Vertrag, wie viele Wochenstunden hast du? Wenn du einen 40 Stunden Vertrag hast ist das schon richtig. Am besten du machst dir eine Excel Datei damit du immer sehen kannst wie viele Stunden du hast. Und schau dir den Tarifvertrag an damit du nicht verschaukelt wirst.
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28.02.2013, 20:20 #10
Im Arbeitsvertrag steht allgemein:
Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt aussschließlich der Pausen 35 Stunden, richtet sich jedoch nach dem Arbeitszeitvolumen des Kundenbetriebs.
Unsere IST-Arbeitszeit beträgt 38 Stunden...
01.03.2013, 06:23 #11
Die 35 Stunden müssen Dir auf jeden Fall bezahlt werden, egal ob Du weniger oder mehr arbeitest.
Alles was über die 35 Stunden liegt, geht wohl aufs Zeitkonto.
Mache denen klar, dass nur Du allein über die Stunden vom Zeitkonto zu bestimmen hast.
Und unterschreibe nie irgendwelche Urlaubsanträge oder ähnliches, wenn sie keinen Einsatz für Dich haben.
01.03.2013, 20:51 #12
Habe kein Zeitkonto. Mir wird alles 100%ig ausgezahlt. Und wenn weniger als 35, dann wird auch weniger bezahlt, nur die gearbeiteten Stunden.
Es ging halt um die Überstunden. Ich dachte, es wird ab 38 St/Wo gerechnet--was wir tatsächlich auch arbeiten, und die Bürodame hat gesagt-ab 40...
Da werde ich meinen Personaldisponent noch mal nachfragen... Es lässt mich trotzdem nicht los...
01.03.2013, 21:19 #13
Zitat von maisonette
würd an deiner stelle mal deinen arbeitsvertrag nach schauen
wie das geregelt ist mit den überstunden
einige schreiben wie z.b 38stunden
überstunden zuschlag gibts laut vertrag ab der 50stunden z.b
viel anzufinden im gross und einzelhandels tarifverträgen
dein dispo würd ich nicht fragen weil der wird dir irgentwas erzählen was dir nicht passt^^
02.03.2013, 19:32 #14
AM Arbeitsvertrag liegt wohl das Problem. Da ist nämlich NIX dazu geschrieben
Der war früher ausgestellt, wo die ZAF noch mit dem Zeitkonto gearbeitet hat, jetzt aber nicht mehr... Bei meiner alten ZAF war der Arbvertrag viel ausführlicher, bei dieser dagegen nicht... Deswegen kann ich ja auch keine Infos finden, weil die eben net drin vorgeschrieben sind...
02.03.2013, 19:38 #15
dann ist alles über 40h/woche überstunden und hat auch so vergütet zu werden !
klauseln wie "überstunden sind mit dem lohn abgegolten" sind nur ab einem bestimmten betrag zulässig und gültig
Zu ihrer Entscheidung gelangten die Richter, obwohl sie eine Überstunden-Klausel im Arbeitsvertrag für glatt unwirksam erklärten. Darin hieß es: "Durch die zu zahlende Bruttovergütung ist eine etwaig notwendig werdende Über- oder Mehrarbeit abgegolten" - nach Auffassung des BAG zu intransparent und darum rechtswidrig.
Arbeitsrecht: Bei hohem Gehalt sind Überstunden inklusive - SPIEGEL ONLINE
02.03.2013, 20:22 #16
könntest Du bitte erklären, wie die auf die Zahl 40 kommen?
Ist es gesetzlich geregelt?
Warum nicht ab 39 (da bei uns im Betrieb 38St/Wo)? Wieso 40?
Ich möchte nur für sich selbst rausfinden, ob es sich für mich lohnt, bei Gelegenheit mehr zu arbeiten, wenn es sich die Möglichkeit ergibt...
Und natürlivh faire Auszahlung:) (bei ZAF :) )
02.03.2013, 21:24 #17
wenn nichts anderes vereinbart wurde, hat ein arbeitstag 8h und eine arbeitswoche geht von montag-freitag
Ziel war eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden (5 Tage à 8 Stunden). Im gleichen Jahr wurde die 40-Stunden Woche für die Zigarettenindustrie als erster Branche vereinbart. Auch in den anderen Branchen wurden Arbeitszeitverkürzungen durchgesetzt. 1965 wurde die 40-Stunden Woche in der Druckindustrie eingeführt. 1967 folgte die Metallindustrie und die Holzverarbeitung. Damit war der Weg für die 40-Stundenwoche als Standard für die Mehrzahl der Branchen frei. Sie wurde 1969 in der Bauindustrie, 1970 bei Chemie, Papier und Textil, 1971 im Einzelhandel, 1973 bei den Versicherungen, 1974 bei den Banken und im öffentlichen Dienst eingeführt. 1983 folgte die Landwirtschaft
02.03.2013, 21:40 #18
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