Source: http://www.richterverein.de/aktuell/akad01.htm
Timestamp: 2017-11-24 22:21:28
Document Index: 75146051

Matched Legal Cases: ['§ 73', '§ 43', '§ 111', 'BGH', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'EuG', '§ 24', 'EuG', 'EuG', 'EuG', '§ 261', 'in dubio', 'BGH', '§ 43', '§ 51']

Richterakademie 2001
Tagungen der Deutschen Richterakademie in Trier 2001
Tagung / Termin / Thema / Veranstaltendes Land Sprung zur Wustrau-Übersicht
7.-13.1.2001
Menschen vor Gericht I Nordrhein-Westfalen
Justizmanagement Niedersachsen
15.-20.1.2001
Strafrechtliche Gewinnabschöpfung Schleswig-Holstein
Kollektives Arbeitsrecht und Arbeitsmarkt Bayern
22.-27.1.2001
Verhandlungs- und Fragetechnik Nordrhein-Westfalen
Rechtsfragen des Leasing-, Kredit- und gewerblichen Mietrechts Baden-Württemberg
29.1.-3.2.2001
Schnittstellen zwischen Arbeits- und Sozialrecht am Beispiel des SGB III Niedersachsen
Tagung zur Notarprüfung Sachsen
5.-9.2.2001
Leitbild und Organisationsentwicklung Nordrhein-Westfalen
Markenrecht Bund
12.-17.2.2001
Stressbewältigung am Arbeitsplatz Baden-Württemberg
Rhetorik, Gesprächs- und Verhandlungsführung, Plädoyer und Sprachtechnik (Grundseminar) Hessen
19.-24.2.2001
Recht und Internet Niedersachsen
28.2.-10.3.2001
Entwicklungen und Tendenzen im Strafrecht Bayern
Einführung in das Familienrecht Baden-Württemberg
12.-17.3.2001
EDV am Richterarbeitsplatz und in der Gerichtsorganisation Nordrhein-Westfalen
Deutsche Rechtsgeschichte in ihren Ursprüngen und im Vergleich Hamburg
19.-24.3.2001
Europarecht in der arbeitsgerichtlichen Praxis Sachsen
Immissionsschutz in der verwaltungsgerichtlichen Praxis Baden-Württemberg
26.-31.3.2001
Moderne Führung Saarland
1.-7.4.2001
Ermittlungstechnik, Ermittlungstaktik Baden-Württemberg
Prozessspiel und Selbsterfahrung für Ziviljuristen Bayern
22.-28.4.2001
Mediation im familiengerichtlichen Verfahren – Konfliktbehandlung ohne gerichtliche Entscheidung (Grundkurs) Thüringen
Das Schwurgerichtsverfahren – Besondere Probleme und Kompetenzkonflikte Hessen
29.4.-5.5.2001
Probleme des Haftungsrechts Bremen
Der Umgang mit Opfern sexueller Gewalt innerhalb des Strafverfahrens, insbesondere mit Kindern und Jugendlichen Brandenburg
7.-12.5.2001
Frauen in der Justiz Rheinland-Pfalz
Arbeitsrecht aus betriebs- und volkswirtschaftlicher Sicht Mecklenburg-Vorpommern
14.-19.5.2001
Der junge Mensch im Konflikt mit dem Strafrecht Bayern
Europarecht; Recht der europäischen Gemeinschaften Bayern
20.-26.5.2001
Einführung in das Verkehrsstraf- und OWi-Recht Sachsen-Anhalt
Ausgewählte Probleme der familiengerichtlichen Praxis – Wahrnehmung und Verständnis der Konfliktdynamik Hessen
28.5.-2.6.2001
Buchführung, Bilanzwesen, Steuerrecht (Aufbaukurs) Thüringen
Einführung in das Betreuungsrecht Bayern
5.-9.6.2001
Aktuelle Fragen zur Praxis des Handelsregisters Sachsen
Interdependenzen von Arzthaftungs- und Krankenversicherungsrecht (insbes. Vertragsarztrecht) Bund
17.-23.6.2001
Einführung in das Asyl- und Ausländerrecht Nordrhein-Westfalen
Neue Entwicklungen im Zivilrecht Bayern
25.-30.6.2001
Aktuelle Rechtsprobleme des Gewerbe-, Gaststätten- und Spielrechts Berlin
Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) und Schadenswiedergutmachung im Strafverfahren Niedersachsen
8.-18.8.2001
Justiz und Öffentlichkeit Nordrhein-Westfalen
Einführung in das Verkehrsunfallrecht Sachsen-Anhalt
19.-25.8.2001
Einführung in das Wirtschaftsstrafrecht Sachsen
Gewalt in der Familie (Kriminologische, familienrechtliche und strafrechtliche Aspekte eines vielschichtigen Themas) Hessen
27.8.-1.9.2001
Rechtsinformatik: Methodischer Umgang des Juristen mit Informationen und der Informationstechnologie Mecklenburg-Vorpommern
3.-8.9.2001
Gerichtsorganisation und Justizmanagement Nordrhein-Westfalen
Computerkriminalität und Produktpiraterie Sachsen
10.-15.9.2001
Anforderungsprofile im Wandel: Richter als Führungskräfte Baden-Württemberg
Strafrechtspflege in Europa Bayern
17.-21.9.2001
Insolvenzrecht für Fortgeschrittene Nordrhein-Westfalen
Ius commune Europaeum Bund
23.-29.9.2001
Ausgewählte Fragen des Mietrechts Rheinland-Pfalz
Europa und Zivilrecht Niedersachsen
8.-12.10.2001
Herbstakademie Bremen
Herbstakademie Hessen
15.-19.10.2001
Herbstakademie Nordrhein-Westfalen
Herbstakademie Hamburg
21.-27.10.2001
Reisevertragsrecht Berlin
Justizkultur im Umbruch Nordrhein-Westfalen
29.10.-3.11.2001
Tagung für Dezernenten in Wirtschaftsstrafsachen Brandenburg
EDV und Organisation Nordrhein-Westfalen
5.-10.11.2001
Von innen und außen betrachtet: Richterbilder in Deutschland und in europäischen Nachbarstaaten Niedersachsen
Fragen und Vernehmen Baden-Württemberg
Der Sexualstraftäter: Ermittlungsverfahren – Hauptverhandlung – Vollzug Baden-Württemberg
Rechtsextremismus – Herausforderung für Gesellschaft und Justiz Hessen
19.-24.11.2001
Sozialer Wandel und Jugendkriminalität Schleswig-Holstein
Auswirkungen des EG-Binnenmarktes und der Europäischen Währungsunion (EURO) auf nationales Wirtschaftsrecht Rheinland-Pfalz
26.11.-1.12.2001
Menschen vor Gericht II Nordrhein-Westfalen
25.11.-1.12.2001
Organisierte Kriminalität Bayern
2.-8.12.2001
Der EDV-Prozess Nordrhein-Westfalen
10.-15.12.2001
Einführung in das private Baurecht Berlin
Tagungen der Deutschen Richterakademie in Wustrau 2001
8.-13.1.2001
Führung und Zusammenarbeit Sachsen
Buchführung, Bilanzwesen, Steuerrecht (Grundkurs) Thüringen
Grundlagen der Tatsachenfeststellung und Vernehmungslehre (Aufbautagung) Nordrhein-Westfalen
Deutsch-niederländische Tagung Bund
Jugendkriminalität Brandenburg
Zivilrechtliche Fragen des Internet Sachsen
Beamtenrecht Mecklenburg-Vorpommern
5.-10.2.2001
Beweisrecht in der Praxis Thüringen
Zeugen- und Opferschutz im Strafprozess Bayern
11.-17.2.2001
Familienrecht (Fortgeschrittene) Nordrhein-Westfalen
Globalisierung des Wirtschaftsrechts Hessen
"... über die Unabhängigkeit der Justiz" Nordrhein-Westfalen
Mietrecht Sachsen-Anhalt
Ausgewählte Fragen des Strafrechts und Strafverfahrens Berlin
Kommunikation und Begegnung Nordrhein-Westfalen
Rechtsstreitigkeiten in Bausachen Brandenburg
Erscheinungsformen der Korruption und ihre Bekämpfung Bayern
Internationale Zusammenarbeit in strafrechtlichen Angelegenheiten Niedersachsen
28.3.-7.4.2001
Probleme der zivilrichterlichen Praxis Baden-Württemberg
Die nationalsozialistische Justiz und ihre Aufarbeitung Niedersachsen
Aktuelle Fragen aus dem Handels- und Gesellschaftsrecht Baden-Württemberg
Der Psychomarkt Nordrhein-Westfalen
2.-12.5.2001
Buchführung und Bilanz Hamburg
Recht, Gewalt, Aggression Schleswig-Holstein
Forensische Rhetorik und Kommunikation Baden-Württemberg
Deutsch-französische Tagung Bund
20.-24.5.2001
Kontakt mit den Medien (Presseseminar) Bayern
Rückblick und Ausblick – deutsches Recht und Justiz im 20. Jahrhundert Niedersachsen
Aktuelle Probleme der Betäubungs- und Arzneimittelkriminalität Mecklenburg-Vorpommern
Das neue Arbeitsförderungsrecht Berlin
6.-16.6.2001
Einführung in das Steuerrecht Nordrhein-Westfalen
Zwei deutsche Justizvergangenheiten und ihre Aufarbeitung Niedersachsen
18.-23.6.2001
Kommunikation im Gerichtssaal Nordrhein-Westfalen
Rechtsfindung – Möglichkeiten und Grenzen Brandenburg
Aktuelle rechtliche und medizinische Probleme des Fahrerlaubnisrechts Mecklenburg-Vorpommern
Die verwaltete Dritte Gewalt in Europa – Justizstrukturen und Gerichtsverfassungen im europäischen Vergleich Schleswig-Holstein
2.-7.7.2001
Kommunikation im beruflichen Alltag Baden-Württemberg
Deutsch-tschechische Tagung Bund
9.-14.7.2001
Verhandlungs- und Vernehmungspsychologie Berlin
Recht und Justiz in Mittel- und Osteuropa Nordrhein-Westfalen
22.8.-1.9.2001
Justiz und Judentum Nordrhein-Westfalen
Einführung in das Mietrecht Sachsen-Anhalt
Aktuelle Probleme des Arbeitsrechts und des arbeitsgerichtlichen Verfahrens Brandenburg
Störungen der Hauptverhandlung Thüringen
10.-20.9.2001
Prozessspiel und Selbsterfahrung für Strafjuristen Bayern
Aktuelle kriminalistische und kriminologische Bezüge der Strafrechtspflege Rheinland-Pfalz
Stellung und Funktion der Staatsanwaltschaft im europäischen Vergleich Hessen
Wohnungseigentumsrecht Brandenburg
Herbstakademie Thüringen
Herbstakademie Niedersachsen
Herbstakademie Bayern
Herbstakademie Sachsen
Privates Baurecht Baden-Württemberg
Mediation im familiengerichtlichen Verfahren – Konfliktbehandlung ohne gerichtliche Entscheidung (Aufbaukurs) Thüringen
31.10.-10.11.2001
Recht und Medizin Nordrhein-Westfalen
Rechtsstaat im Aufbau – Zur Justizgeschichte der Bonner Republik Sachsen
12.-17.11.2001
Faires Verfahren Thüringen
Rhetorik, Gesprächs- und Verhandlungsführung, Plädoyer und Sprachtechnik (Aufbauseminar) Hessen
Aufbautagung "Moderne Führung" Saarland
Verhandlungsführung und forensische Rhetorik Nordrhein-Westfalen
Psychologie der Zeugenaussage Berlin
Internationales Familienrecht Bayern
3.-8.12.2001
Gesellschaftsrecht, Spruchstellenverfahren und Unternehmensbewertung Hamburg
Aktuelle Fragen des Asyl- und Ausländerrechts Bayern
Kindschaftsrecht Sachsen-Anhalt
Im Mittelpunkt der Tagung stehen Beiträge zu Kommunikation, Gesprächs- und Verhandlungsführung, die mit Übungen vor Gericht verdeutlicht werden. Weitere Themen der Tagung sind Fragen der Tatsachenfeststellung und Vernehmungslehre.
Teil II findet als Tagung 36a/2001 vom 26. November bis zum 1. Dezember 2001 statt. Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen wird erwartet.
Die Veranstaltung wendet sich an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, die mit Aufgaben der Justizverwaltung oder der Personalvertretung befasst sind.
Die Tagung will in die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Justizverwaltung und -strukturen einführen. Themen werden z. B. Kostenleistungsrechnung, Personalentwicklung und Einsatz moderner Techniken, ggf. aber auch aktuelle Justizreformversuche sein. Dabei sollen die Modelle nicht nur vorgestellt, sondern - insbesondere im Hinblick auf die richterliche Unabhängigkeit - kritisch betrachtet werden.
Strafrechtliche Gewinnabschöpfung
Diese Veranstaltung wendet sich an im Strafrecht tätige Richterinnen und Richter und an Staatsanwältinnen und Staatsanwälte.
Dargestellt und diskutiert werden sollen die Möglichkeiten der Abschöpfung von Verbrechensgewinnen, insbesondere:
Verfahrensintegrierte Finanzermittlungen
Rechtliche Möglichkeiten der §§ 73 ff. StGB
Vermögensstrafe nach § 43a StGB
Sicherungsmechanismen zur Vorbereitung des späteren Verfalls, des Verfalls von Wertersatz und der Vermögensstrafe (§§ 111b ff. StPO).
Auch das taktische rechtliche Vorgehen im Rahmen der Vermögensabschöpfung wird behandelt.
Tagung 2b:
Kollektives Arbeitsrecht und Arbeitsmarkt
Der betriebsverfassungsrechtliche und kündigungsschutzrechtliche Betriebsbegriff - insbesondere bei Auslandsbezug
Privatautonomie und kollektive Regelungsmacht
Stand der Vereinheitlichungsbestrebungen im EG-Bereich
Beitrag der Tarifpartner zur Behebung der Arbeitsplatzmisere
Abkehr vom Verbandstarifvertrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen durch
Firmentarifverträge, Betriebsvereinbarungen oder vertragliche Einheitsregelungen
Neudefinition des sog. "Günstigkeitsprinzips".
Verhandlungsführung und Atmosphäre
Gerichtsinterne Kommunikation
Harvard-Konzept, Mediation.
Zur Festlegung der in der Veranstaltung konkret angebotenen Schwerpunkte werden den Teilnehmenden mit den Einladungsschreiben Fragebögen übersandt, die ausgefüllt der Referentin Johanna Busmann, Trainerin für Rhetorik und Kommunikation, vor Veranstaltungsbeginn zugeleitet werden können.
Rechtsfragen des Leasing-, Kredit- und gewerblichen Mietrechts
Aktuelle Fragen des Leasingrechts
Ausgewählte Probleme des gewerblichen Miet- und Pachtrechts
Rechtsfragen des Geschäfts- und Verbraucherkredits.
Schnittstellen zwischen Arbeits- und Sozialrecht am Beispiel des SGB III
Die Veranstaltung wendet sich an Richter und Richterinnen der Arbeits- und der Sozialgerichtsbarkeit.
Arbeits- und Sozialrecht stehen seit immer in einer zwitterhaften Wechselbeziehung. Die Gestaltung des Arbeitsverhältnisses, insbesondere dessen Beendigung, hängt vielfach von sozialrechtlichen Normen ab (Geringfügigkeitsgrenze, Sperrzeit, Anrechnung von Abfindungen). Andererseits bedürfen beschäftigungsfördernde Maßnahmen einer arbeitsrechtlichen Flankierung. Schaffung und Rettung von Arbeitsplätzen wird immer mehr der staatlich bzw. solidarisch finanzierten Förderung überlassen. Das bedingt zwangsweise eine stärkere Implementierung des Arbeitsverhältnisses durch das Sozialrecht. Mit dieser Tagung sollen gemeinsame Probleme der Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit anhand des Arbeitsförderungsrechts (SGB III) als Steuerungsinstrument behandelt werden.
Tagung zur Notarprüfung
Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter, die in der Notarprüfung tätig sind oder werden sollen.
Die Veranstaltung soll den Teilnehmern die Möglichkeit geben, ihre Kenntnisse in den für die Notarprüfung wesentlichen Fragen zu vertiefen. Zentraler Bestandteil soll die Behandlung des Dienst- und Disziplinarrechts der Notare sein. Ferner wird die Gelegenheit geboten, bei der Diskussion von rechtlichen und praktischen Problemen der Notarprüfung Erfahrungen auszutauschen.
Tagung 5a:
Leitbild und Organisationsentwicklung
Die Tagung wendet sich insbesondere an Gerichts- und Behördenleiterinnen und -leiter, aber auch Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte.
Wirtschaftsunternehmen, Behörden und auch Gerichte unternehmen es seit einiger Zeit, mit Hilfe verschiedener Instrumente ihre Organisation zu überprüfen und zu modernisieren. Neben den in der Justiz dazu gewonnenen Erfahrungen sollen bei der Tagung Nutzen oder Schaden von Leitbildern, Benchmarking und Qualitätsdiskussionen diskutiert und ihre Funktionen und Bestimmungsmerkmale untersucht werden. Ferner soll geklärt werden, welche Voraussetzungen für den Einsatz von Instrumenten der Organisationsentwicklung gegeben sein müssen, welche Barrieren und Chancen es in einem solchen Prozess gibt und wie sich etwaige Probleme vermeiden lassen können.
Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter der Zivilgerichtsbarkeit und des Bundespatentgerichts.
Die Einführung des neuen Markenrechts im Jahr 1995 und die mittlerweile hierzu ergangene Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs, des Bundesgerichtshofs und des Bundespatentgerichts haben Informations- und Diskussionsbedarf geschaffen.
Folgende Themen sollen deshalb sowohl aus wissenschaftlicher Sicht als auch aus der Sicht der Gerichtspraxis behandelt werden:
Probleme der Verwechslungsgefahr
Fragen der rechtserhaltenden Benutzung von Marken
Aktuelle Probleme im Verletzungsprozess
Kennzeichenrechtliche Probleme des Internet: Domain-Verletzungen.
Darüber hinaus soll ein Überblick über die aktuelle Rechtsprechung des BGH und des EuGH sowie der Beschwerdekammern beim Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt (Alicante) gegeben werden.
Begleitet von Psychologen sollen die Teilnehmer in Kleingruppen und im Plenum Methoden zur Stressbewältigung kennenlernen. Eine aktive Beteiligung an praktischen Übungen ist erforderlich.
Voraussichtlich werden folgende Themen angesprochen werden:
Analyse der persönlichen Stresssituation
Kennenlernen verschiedener alltagstauglicher Methoden zur aktiven Entspannung und Stressbewältigung
Ansatzpunkte für ein persönliches Anti-Stress-Programm
Vorbeugung vor Stressfolgeschäden.
Die Bedeutung des Internet nimmt zu. Seine Struktur und Nutzung wirft vielschichtige praktische und rechtliche Probleme auf und stellt besondere Anforderungen an die juristische Praxis und Gesetzgebung. Die Tagung will - begleitet von Demonstrationen und Übungen im Internet - eine Einführung in die Nutzung des Netzes und die sich hieraus ergebenden zivil- und strafrechtlichen Probleme leisten. Außerdem soll sie den Stand der Gesetzgebung auf diesem Gebiet vermitteln.
Erörtert werden sollen folgende Problem- und Themenbereiche:
Grundlagen des Strafrechts als Spiegelbild des Verhältnisses von Recht und Gesellschaft
Neue Entwicklungen im Strafrecht sowohl unter rechtspolitischen Gesichtspunkten als auch unter solchen der täglichen Praxis
Geistes- und sozialgeschichtliche Entwicklung des Strafrechts auch in anderen Staaten
Fragen der modernen Strafrechtsdogmatik und der Strafzumessung
Entwicklung im Jugendstrafrecht
Antworten des Strafrechts auf neue Formen kriminellen Verhaltens
Fragen des Zeugen- und Opferschutzes.
Tagung 8b:
Die Tagung wendet sich an Familienrichterinnen und Familienrichter, die erst seit kurzem im Familienrecht tätig sind (Dezernatsanfänger und –wechsler).
Vermögensrechtliche Auseinandersetzung bei der Scheidung, insbesondere Zugewinnausgleich
Gesetzliche Rentenversicherung im Versorgungsausgleich/ Durchführung des Versorgungsausgleichs
Zuweisung der Ehewohnung und Hausratsverteilung.
Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten, die nicht mit der Einführung von EDV-Projekten befaßt sind.
Dargestellt und diskutiert werden sollen die Möglichkeiten und Grenzen der Ausstattung des Richterarbeitsplatzes und –umfeldes mit Informations- und Kommunikationstechnik.
Der Stand der EDV-Entwicklung und -Anwendung im Bereich der Gerichtsbarkeiten in den verschiedenen Bundesländern soll zunächst aufgezeigt, Konzepte zur Gerichts- und Arbeitsorganisation in Verbindung mit dem Einsatz moderner Informationstechnik sollen exemplarisch dargestellt werden. Einen weiteren Schwerpunkt der Tagung werden die konkreten Möglichkeiten des EDV-Einsatzes am richterlichen Arbeitsplatz mit praktischen Übungen bilden; auch dem Erfahrungsaustausch soll Raum gegeben werden. So sollen auch Innovationsanstöße für das organisatorische Umfeld der Arbeitsplätze der Richterschaft vermittelt werden.
Deutsche Rechtsgeschichte in ihren Ursprüngen und im Vergleich
Es soll die Rechtsbildung und –entwicklung als Teil der allgemeinen Kulturgeschichte im Rahmen der Menschheitsgeschichte dargestellt werden. Die Rechtsgeschichte des durch Kultur und Sprache verbundenen Volkes reicht in die germanische Zeit bis zu den Staatsgründungen um 500 n. Chr., über die fränkische Zeit, das Mittelalter und schließlich in die Neuere Zeit ab 1500 n. Chr. Ein Vergleich mit anderen Rechtsräumen wird die historischen Voraussetzungen der heutigen weltpolitischen Situation einsichtig machen.
Europarecht in der arbeitsgerichtlichen Praxis
Die Tagung soll einen Überblick über die Auswirkungen des Rechts der Europäischen Union auf das nationale Arbeitsrecht geben. In Referaten und Diskussionen sollen auch einzelne Richtlinien und ihre Umsetzung sowie das Verfahren vor dem EuGH und dem Gericht erster Instanz einschließlich des Vorlageverfahrens besprochen werden. Die Teilnahme an einer Sitzung des EuGH mit anschließendem Gespräch mit einem Richter oder Generalanwalt ist vorgesehen.
Immissionsschutz in der verwaltungsgerichtlichen Praxis
Die Tagung wendet sich an Verwaltungsrichterinnen und Verwaltungsrichter aller Instanzen.
In der Tagung sollen nicht nur rechtliche, sondern auch technisch-naturwissenschaftliche Fragen des Immissionsschutzes angesprochen werden.
Voraussichtlich werden folgende Themen behandelt werden:
Die technische Bewertung von Immissionen (Lärm, Luftschadstoffe)
Altlasten im Immissionsschutz
Rechtsschutz gegen die Zulassung von Anlagen
Die Überwachung bestehender Anlagen
Anwendungsfragen in Zusammenhang mit Lärmschutzverordnungen.
Die in dieser Tagung gewonnenen Erkenntnisse und aufgeworfenen Problemstellungen sollen in einer Aufbautagung vertieft behandelt werden. Die Aufbautagung findet als Tagung 31d/2001 (Wustrau) statt.
Ansätze zur Täterermittlung
Spurensicherung und Spurenanalyse
Die DNA-Analyse in der Kriminaltechnik
Der Einsatz von verdeckten Ermittlern und Vertrauenspersonen bei der Aufklärung von Straftaten
Vernehmungspsychologie unter Berücksichtigung kriminaltaktischer Aspekte
Praktische Probleme bei der Telefonüberwachung.
Mediation im familiengerichtlichen Verfahren – Konfliktbehandlung ohne gerichtliche Entscheidung (Grundkurs)
Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten, insbesondere mit familienrechtlichem Zuständigkeitsbereich, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte.
Die Tagung, für die im Laufe des Jahres eine Vertiefungsveranstaltung angeboten werden soll, will Mediation als Möglichkeit der Streitbeilegung mit Schwerpunkt auf dem familiengerichtlichen Verfahren vorstellen. Wegen der zunehmenden Bedeutung dieser Art der Beilegung von Streitigkeiten sollen jedoch auch Bezüge zu den Bereichen Verwaltungsrecht, Strafrecht und Wirtschaftsrecht dargestellt werden. Ziel des Grundkurses ist die Darstellung der Mediation als Methode zur Beilegung von Streitigkeiten unter Einschaltung eines neutralen Dritten, der den Parteien bei der Suche nach einer individuellen, eigenverantwortlichen Konfliktlösung hilft.
Der Mediator zeichnet sich neben juristischen Fachkenntnissen auch durch psychologische Kenntnisse und soziale und kommunikative Kompetenz aus.
Anforderungen an psychiatrisch-psychologische und medizinische Gutachten
Revisionsrechtliche Anforderungen und typische Probleme im Schwurgerichtsverfahren
In Vorträgen und Diskussionen sollen u.a. folgende Einzelthemen behandelt werden:
Haftung von Rechtsanwälten, Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Notaren
Haftung im Arzneimittelbereich (Staatshaftung, Unternehmenshaftung, Arzthaftung)
Probleme der Produkthaftung
Allgemeine Probleme der Arzthaftung
Neue Entwicklungen im Schadensersatzrecht
Der Umgang mit Opfern sexueller Gewalt innerhalb des Strafverfahrens, insbesondere mit Kindern und Jugendlichen
Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter der Strafgerichtsbarkeit, insbesondere der Jugendschutzkammern, Jugendstaatsanwältinnen und Jugendstaatsanwälte, aber auch an Vormundschaftsrichterinnen und Vormundschaftsrichter.
Neben Justizpraktikern und psychologischen Sachverständigen sollen Vertreter von Beratungsstellen zu Wort kommen.
Es sollen folgende Schwerpunkte in der Tagung diskutiert werden:
Ausgewählte Probleme der Hauptverhandlung, insbesondere bei der Vernehmung kindlicher Opferzeugen
Fragen der Glaubwürdigkeitsbegutachtung
Sexualverhalten und Sexualwissen von Kindern als möglicher Hinweis auf sexuellen Missbrauch
Probleme der Täterbegutachtung, der Täterpersönlichkeit und Täterpsychologie
Möglichkeiten der Therapierbarkeit von Opfern und Tätern.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die berufliche Situation der Frauen in der Justiz, insbesondere das Spannungsfeld zwischen Beruf und Familie. Zum Themenkreis, inwieweit die Doppelbelastung die berufliche Entwicklung erschwert, liegen rechtstatsächliche Forschungen vor, anhand derer die Problematik und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden sollen. Einen weiteren Schwerpunkt der Tagung bilden Zeit- und Stressmanagement sowie Fragen der Arbeitsorganisation.
Von den Teilnehmern wird die Bereitschaft zur Mitwirkung bei Kleingruppenarbeit erwartet.
Arbeitsrecht aus betriebs- und volkswirtschaftlicher Sicht
07.-12.5.2001
Es sollen folgende Fragen behandelt werden:
Einführung in das betriebswirtschaftliche Rechnungswesen
Grundbegriffe wie z. B. Lohnstückkosten, Lohnnebenkosten
Der betriebswirtschaftliche Stellenwert von Lohn- und Lohnnebenkosten
Kostenreduzierung durch Lohnkostensenkung
Unternehmenspolitische Standortentscheidungen und Arbeitsrecht, Rechtsvergleich mit anderen europäischen Staaten
Arbeitszeitmodelle aus betriebswirtschaftlicher Sicht.
Der junge Mensch im Konflikt mit dem Strafrecht
Folgende Themen und Problembereiche sollen behandelt werden:
Normen und Wertvorstellungen in der Jugend- und Erwachsenenwelt
Kriminalität als Integrationsproblem von Ausländern der zweiten oder dritten Generation und von deutschen Aussiedlern aus dem Osten
Ursachen für qualitative Veränderungen in der Jugenddelinquenz (weggebrochene Familienstrukturen, sog. "Wertewandel", Situation in Ausbildung und Beruf)
Erklärungsversuche und (außer-) justizielle Gegenstrategien zur zunehmenden
Pathologische Anteile in problematischen Täterpersönlichkeiten
(z.B. jugendlicher Sexualstraftäter oder Brandstifter), Behandlungsmöglichkeiten, Prognosebegutachtung.
Soweit vorstehend von "Jugendlichen" die Rede ist, umfasst dies auch "Heranwachsende".
In Vorträgen und Diskussionen ist die Behandlung folgender Themen vorgesehen:
Materielle Grundlage des EG-Rechts
Einwirkungen des EG-Rechts auf die innerstaatliche Zivilrechtsordnung
Auswirkungen auf die nationale Rechtsprechung
Vorlageverfahren zum EuGH
Darstellung der Grundlagen der Rechtsprechung des EuGH
Einwirkungen des Gemeinschaftsrechts auf die Rechtsordnungen anderer Mitgliedstaaten.
Daneben ist eine Fahrt zum Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften in Luxemburg geplant.
Einführung in das Verkehrsstraf- und OWi-Recht
Die Tagung wendet sich an Strafrichterinnen und Strafrichter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, die erst seit kurzem im Dezernat tätig sind (Dezernatswechsler und -anfänger).
Ziel der Tagung ist es, Grundkenntnisse zum Verkehrsstrafrecht und zum OWi-Recht zu vermitteln und bereits vorhandene Kenntnisse und Erfahrungen zu vertiefen. Dazu gehört es, für die Aufklärung des Sachverhalts wichtige medizinische und technische Grundbegriffe und Forschungsergebnisse kennenzulernen, das Verständnis für entsprechende Gutachten zu entwickeln und Beispiele aus der Praxis zu erörtern.
Die Bedeutung des Verkehrsrechts in der Strafrechtspflege
Alkohol, Medikamente und Drogen (absolute und relative Fahrunsicherheit, Schuldformen, Blutalkohol-Messungen, Begleitstoffanalyse)
Die Atemalkoholmessung - ein forensisch sicheres Beweismittel ?
Der Bußgeldtatbestand des § 24 a StVG
Unerlaubtes (Sich-)Entfernen vom Unfallort
Methodik der Zeugenvernehmung, Aussagebeurteilung
Rekonstruktion von Verkehrsunfällen, Geschwindigkeitsrückrechnung aus technischen Befunden
Rechtsfolgen einer Verkehrsstraftat (Strafrahmen, Strafaussetzung zur Bewährung, Einstellung des Verfahrens, Absehen von Strafe)
Die Nebenklage im Verkehrsstrafprozess
Verteidigungsstrategien des Angeklagten/Betroffenen und des Verteidigers.
Ausgewählte Probleme der familiengerichtlichen Praxis - Wahrnehmung und Verständnis der
Interkulturelle Familienkonflikte
Umgang der Familiengerichte mit einem Verdacht sexuellen Missbrauchs.
Die einzelnen Themen sollen anhand konkreter Fälle aus der Praxis unter Einbeziehung verschiedener Disziplinen und Sichtweisen in Referaten, Diskussionen, ggf. auch Gruppenarbeit und Rollenspielen, behandelt werden.
Das Seminar baut auf dem Grundkurs auf. Es wendet sich daher in erster Linie an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, die an dem Grundkurs teilgenommen haben. Im Aufbaukurs sollen folgende Themen behandelt werden:
Bilanzsteuerrecht (Bilanzierungsgrundsätze, Jahresabschluss)
Aufzeichnungen, Rechnungslegung im Konkurs
Besteuerung der Personengesellschaften und der Mitunternehmen
Besteuerung der Kapitalgesellschaften und der Kapitaleigner.
In Vorträgen und Diskussionen sollen insbesondere folgende Themenkomplexe behandelt werden:
Aktuelle Rechtsprechung zum materiellen und formellen Betreuungs- und Unterbringungsrecht
Zusammenarbeit mit Rechtsanwälten, Verbänden und Behörden
Fragen der Referatsarbeit, insbesondere der Anhörung.
Aktuelle Fragen zur Praxis des Handelsregisters
Die Tagung wendet sich an Zivilrichterinnen und Zivilrichter, insbesondere aus dem Bereich der Registergerichte.
Aktuelle Rechtsprobleme aus der Praxis
Aktuelle Fragen des Rechts der Kapital- und Personengesellschaften
Probleme der Einreichung und Prüfung notarieller und anderer Unterlagen
Fragen aus dem Gesetz zur Bereinigung des Umwandlungsrechts
Anerkennung der Beurkundungen und Belehrungen ausländischer Notare.
(insbesondere Vertragsarztrecht)
Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter der Zivil- und Sozialgerichtsbarkeit.
Die Tagung soll einem Erfahrungsaustausch zwischen den betroffenen Senaten des Bundesgerichtshofs und des Bundessozialgerichts sowie den mit diesen Fragen befassten Richterinnen und Richter der Zivil- und Sozialgerichtsbarkeit dienen.
Die Tagung wendet sich an Verwaltungsrichterinnen und Verwaltungsrichter, die als Dezernatsanfänger bzw. –wechsler mit Asylverfahren befasst sind.
Sie soll in deren materiell-rechtliche und kommunikationsbezogene Probleme einführen. Folgende Themen sollen angesprochen werden:
EU-Harmonisierung im Asylrecht
Fragen des einstweiligen Rechtsschutzes
Umgang mit den Prozessbeteiligten im Asylverfahren
Sprach-/Verständigungsprobleme.
Sie behandelt neue Entwicklungen im Zivilrecht unter rechtspolitischen Gesichtspunkten und solchen der täglichen Praxis. In Vorträgen und Diskussionen ist die Behandlung folgender Schwerpunkte vorgesehen:
Computer und Zivilrecht
Einwirkungen des europäischen Rechts auf das deutsche Zivilrecht.
Aktuelle Rechtsprobleme des Gewerbe-, Gaststätten- und Spielrechts
Es sollen u.a. folgende Themen behandelt werden:
Rechtsprobleme des Gewerberechts
Die praktische Umsetzung des Gewerbe- und Gaststättenrechts durch die Gewerbebehörde
Rechtsprobleme der Gewerbeuntersagung
Aktuelle Fragen aus dem Gaststätten-, Handwerks- und Spielrecht.
Die Neuregelung im allgemeinen Strafrecht, Modelle und Methodik der Konfliktberatung, -schlichtung und -vermittlung sind Inhalt der Tagung.
Einführung in das Verkehrsunfallrecht
Die Tagung wendet sich an Zivilrichterinnen und Zivilrichter (Dezernatswechsler und
–anfänger).
Ziel der Tagung ist es, Kenntnisse zur Aufklärung des Sachverhalts und zur Entscheidung in Haftpflichtprozessen nach Straßenverkehrsunfällen zu vermitteln bzw. zu vertiefen.
Dazu gilt es, für die Erfassung des Verkehrsgeschehens wichtige technische und medizinische Grundbegriffe und Forschungsergebnisse kennenzulernen, das Verständnis für entsprechende Gutachten zu entwickeln und Beispiele aus der Praxis zu erörtern.
Grundlagen der Haftung nach Unfällen im Straßenverkehr
Anscheinsbeweis, Beweiserhebung, Beweiswürdigung
Das Quotenvorrecht in der Kaskoversicherung
Grobe Fahrlässigkeit im Kaskorecht (z.B. Missachtung roten Ampellichts, Fahren unter Alkohol und Drogen)
Manipulierte Versicherungsschäden
Die Aufklärung manipulierter Versicherungsschäden durch den technischen Sachverständigen
Schadensausgleichsrecht, Schmerzensgeld
Das "HWS-Schleudertrauma" aus unfallmechanischer und orthopädisch-traumatologischer Sicht.
Die Tagung wendet sich an Strafrichter und Staatsanwälte, die seit kürzerer Zeit in Wirtschaftsstrafsachen tätig sind.
Insolvenz als Anknüpfungspunkt der Wirtschaftskriminalität
Probleme der GmbH-Untreue
Feststellung der Zahlungsunfähigkeit aus betriebswirtschaftlicher Sicht
Das Ermittlungsverfahren in Wirtschaftsstrafsachen
Materiell- und verfahrensrechtliche Fragen aus dem Zoll- und Steuerstrafrecht
Die Verständigung in Wirtschaftsstrafverfahren
Strafzumessung im Bereich der Wirtschafts- und Steuerkriminalität.
Gewalt in der Familie (Kriminologische, familienrechtliche und strafrechtliche Aspekte
eines vielschichtigen Themas)
Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter der Straf- und Familiengerichtsbarkeit sowie an Staatsanwältinnen und Staatsanwälte.
Unter Einbeziehung der für das Thema relevanten nachbarwissenschaftlichen Erkenntnisse aus Soziologie und Psychologie werden folgende Themen angesprochen:
Gewalt im Geschlechter- und Generationskonflikt
Psychische und familiäre Situation der Opfer
Erfahrungen von Vergewaltigungsopfern mit Polizei und Justiz
Gewalt in Familien aus dem islamischen Kulturkreis
Reaktion des Familiengerichts auf Gewalt in der Familie
Reaktionen der Strafjustiz auf nichtsexuelle Gewalt in der Familie ("Passauer Modell"
Verfahren wegen sexueller Gewaltkriminalität aus der Sicht von Staatsanwaltschaft und Gericht
Beurteilungsverfahren bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch.
Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte
Es soll bewusst gemacht werden, wie der Jurist mit fallrelevanten Informationen (Fakten und Regeln) umgeht. Die Tagung verfolgt den Zweck, die Sicht auf die Grundlagen der täglichen Rechtsanwendungen unter Einsatz der Möglichkeiten der Informationstechnik in der Justiz zu verstärken. Es sollen Denkanstöße vermittelt werden, die dem Rechtspraktiker mögliche Wege aufzeigen, wie er unter Berücksichtigung von Aspekten der Rechtsinformatik zu folgerichtigen und arbeitsökonomisch sinnvollen Lösungen gelangen kann.
Angesichts knapper Haushaltskassen sind Struktur und Organisation der Rechtspflege immer stärker in das Blickfeld gerückt. Die gewachsene Organisationsstruktur der Justiz vermag den heutigen Anforderungen an eine effektive Rechtspflege nicht mehr gerecht zu werden. Die Tagung will über den Stand der Strukturreformbemühungen informieren und Zukunftstendenzen aufzeigen. Daneben soll sie dazu anregen, vorhandene Probleme vor Ort zu überdenken und ggf. zu lösen.
Tagung 26a:
Anforderungsprofile im Wandel: Richter als Führungskräfte
Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten.
Die Einführung neuer Steuerungssysteme in der Justiz bedeutet nicht nur mehr eigenverantwortliche Selbststeuerung in der Gerichtsorganisation, sondern auch eine stärkere Einbindung der Richterschaft in die Gestaltung der Arbeitsabläufe und damit letztlich Führungsverantwortung für den einzelnen Richter, insbesondere im Verhältnis zum Unterstützungsbereich. Ziel der Veranstaltung ist es, über Konzepte zur partiellen Delegation von Führungsverantwortung zu informieren und diese zu diskutieren. Gleichzeitig sollen den neuen Führungsaufgaben korrespondierende Führungskompetenzen vermittelt werden.
Der Kreis richterlicher Führungsaufgaben
Elemente neuer Steuerung und richterliche Unabhängigkeit
Dienstliche Beurteilung und Beurteilungsbeiträge
Mitarbeitermotivation und professionelles Kommunizieren mit Mitarbeitern.
Die Tagung soll durch Vorträge und Diskussionen mit erläuternden Videoaufnahmen von Strafverfahren benachbarter ausländischer Rechtsordnungen gestaltet werden, wobei folgende Themenbereiche die Schwerpunkte bilden sollen:
Institute des formellen Strafrechts (Legalitätsprinzip/Opportunitätsprinzip; Ablauf der Hauptverhandlung; Beweisrecht) im benachbarten europäischen Ausland
Rechtsvergleichende Vorstellung anderer Strafrechtsordnungen.
Erörtert werden sollen aktuelle Fragen und Probleme der Unternehmensinsolvenz und des Insolvenzverfahrens für Kleingewerbetreibende und Verbraucher.
Das römische Recht ist die Grundlage der meisten europäischen Zivilrechtsordnungen. Die Tagung soll durch einen Rückblick auf das römische Recht und seine Wirkungsgeschichte gemeinsame Wurzeln aufdecken und zum Verständnis des geltenden deutschen und ausländischen Rechts sowie des sich neu entwickelnden europäischen Gemeinschaftsrechts beitragen.
Im Rahmen der Veranstaltung werden aktuelle Themen des Mietrechts und des Verfahrens in Mietsachen ebenso behandelt wie Grundfragen der täglichen Praxis. Ein Schwerpunkt soll auch die Vermittlung technischen Wissens zum besseren Verständnis entsprechender Gutachten sein. Darüber hinaus soll die Tagung dem Erfahrungs- und Meinungsaustausch dienen.
Europa und Zivilrecht
Die Tagung soll einen Überblick über die Vereinheitlichung des Zivilrechts in Europa geben. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Recht der europäischen Gemeinschaften und seinen Auswirkungen auf das einzelstaatliche Recht. Das Zusammenwirken zwischen den nationalen Gerichten und dem EuGH soll dargestellt werden. Teil der Tagung ist ein Besuch des EuGH in Luxemburg.
Sie wird sich mit ausgewählten Problemen des Reisevertragsrechts (einschließlich neuerer Entwicklungen, z.B. "e-commerce") befassen. Dabei soll auch auf Rechtsfragen eingegangen werden, die bei grenzüberschreitenden Sachverhalten, insbesondere bei mit ausländischen Reiseveranstaltern geschlossenen Reiseverträgen entstehen. Die Tagung soll ferner Hintergrundinformationen aus der Sicht von Vertretern von reiseveranstaltenden Unternehmen einerseits und verbraucherschützenden Organisationen andererseits vermitteln.
Die Tagung wendet sich Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte.
Die Justiz steht vor großen Herausforderungen, die sich in gewachsenen Ansprüchen der rechtsuchenden Bürgerinnen und Bürger, größerer Öffentlichkeit und Kritik in den Medien, wachsenden Belastungen der Gerichte und Staatsanwaltschaften sowie knappen finanziellen Ressourcen manifestieren. Zu deren Bewältigung werden verschiedene Maßnahmen ergriffen: gesetzliche Änderungen, die Stärkung der außergerichtlichen Streitschlichtung sowie Reorganisations- und Modernisierungsbestrebungen, die von der Einführung moderner Informations- und Kommunikationstechnik flankiert werden - so soll eine effektive, schnelle und bürgerfreundliche Rechtsgewährung ermöglicht werden.
Die Tagung will einen Blick auf den dadurch bedingten Wandel der Justiz und der sie bestimmenden Verhaltensnormen ("Justizkultur") lenken. Im Mittelpunkt dabei sollen Rolle, Selbstverständnis und Einflussnahme der Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte stehen.
Tagung für Dezernenten in Wirtschaftsstrafsachen
Die Tagung richtet sich an Staatsanwältinnen und Staatsanwälte der Wirtschaftsabteilungen.
In Vorträgen von erfahrenen Praktikern sollen folgende Schwerpunkte behandelt werden:
Strukturierung der Ermittlungen in umfangreichen Wirtschaftsstrafsachen – Strategien zur Bearbeitung vom Eingang des Verfahrens bis zur Anklageerhebung
Alte und neue Probleme im Insolvenzstrafrecht
Untreue – insbesondere Organuntreue und Bankuntreue
Einziehung und Verfall.
Die Veranstaltung wendet sich an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, die mit der Einführung von moderner IuK-Technik in der Justiz befasst sind (Behörden-/ Projektleiterinnen und -leiter, Dezernenten).
Im Rahmen der Veranstaltung sollen die Möglichkeiten für eine EDV-gestützte Weiterentwicklung der Gerichts-/ Behördenorganisation und die damit verbundenen Problemstellungen diskutiert werden. Im Vordergrund wird ein Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden stehen. Die Teilnahme an den bisherigen Grund- und Aufbautagungen zu dem Thema "EDV und Organisation" ist erwünscht, wird aber nicht vorausgesetzt.
Von innen und außen betrachtet: Richterbilder in Deutschland und in europäischen Nachbarstaaten
Gegenstand der Tagung sind:
Das richterliche Selbst- und Rollenverständnis
Das Richterbild in der Öffentlichkeit
Vorstellungen von Justiz und Richterschaft in anderen europäischen Ländern.
Fragen und Vernehmen
Kommunikationstheoretische Erkenntnisse und psychologische Techniken des Fragens und Zuhörens sind wichtige Hilfsmittel, um bei der Vernehmung von Zeugen und Verfahrensbeteiligten optimale Ergebnisse zu erzielen. In dem Seminar sollen diese Kenntnisse und Techniken vermittelt und praktisch eingeübt werden.
Im Einzelnen sind folgende Themen vorgesehen:
Enthemmung und Deblockierung von Aussagenden
Gedächtnispsychologisch fundierte Fragestrategien
Aussagemotivierendes Zuhörverhalten
Fragearten und deren Einsatz in der Vernehmung
Spezielle Fragestrategien zur Überprüfung von Hypothesen.
Der Sexualstraftäter: Ermittlungsverfahren - Hauptverhandlung - Vollzug
Die Tagung wendet sich an Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, Strafrichterinnen und Strafrichter sowie Angehörige des höheren Strafvollzugsdienstes.
Der Sexualstraftäter aus kriminologischer Sicht
Probleme bei der Ermittlung von Sexualstraftaten, insbesondere Vernehmung des Opfers
Die psychiatrische Begutachtung des Sexualstraftäters in der Hauptverhandlung: Schuldfähigkeit und Gefährlichkeitsprognose
Der Sexualstraftäter im Straf- und Maßregelvollzug
Behandlung und Resozialisierung von Sexualstraftätern (Psychiatrie, Psychotherapie, Sozialtherapie)
Rückfälligkeit von Sexualstraftätern.
Die Tagung wendet sich an Strafrichterinnen und Strafrichter sowie an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten und an Staatsanwältinnen und Staatsanwälte.
Die Tagung will Schwerpunkte der Entwicklung von Jugendkriminalität in einer veränderten Gesellschaft aufgreifen und hierzu insbesondere die Auseinandersetzung mit der Frage fördern, ob der bisherige jugendstrafrechtliche Umgang mit Jugenddeliquenz den neuen Verhältnissen angemessen ist.
Auswirkungen des EG-Binnenmarktes und der Europäischen Währungsunion (EURO) auf nationales Wirtschaftsrecht
Die Tagung soll den Einfluss des Prozesses der europäischen Einigung und des Zusammenschlusses der Märkte auf die nationale Rechtsentwicklung aufzeigen. Darüber hinaus sollen Grundstrukturen dargestellt und das Verständnis für die "Europäisierung" des deutschen Rechts gefördert werden.
Gegenstand der Tagung sollen auch die Erörterung aktueller rechtlicher Fragen in Zusammenhang mit der Einführung des EURO sein. Zu wirtschaftsrechtlichen Fragen im Zusammenhang mit dem EG-Binnenmarkt soll sich ein Vertreter der Wirtschaft äußern.
Weiterhin ist ein Besuch beim EuGH sowie ein Gespräch mit einer Richterin oder einem Richter bzw. einer Generalanwältin oder einem Generalanwalt geplant.
Teil I findet als Tagung 1a/2001 in der Tagungsstätte Trier statt. Die Teilnahme an beiden Veranstaltungen wird erwartet.
In Vorträgen, Diskussionen und Arbeitsgruppen bilden folgende Themen die Schwerpunkte:
Strukturformen und typisches Täterverhalten
Organisatorische Maßnahmen zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität durch Polizei und Justiz
Neue Mittel und Methoden der Aufklärung und Fahndung
Spezifische Probleme in der Hauptverhandlung
Gewinnabschöpfung und Vermögensverfall
Zusammenarbeit von Polizei und Justiz mit anderen Institutionen
Der EDV-Prozess
Die Tagung will rechtliche und praktische Hilfestellungen bei der Bewältigung komplexer EDV-Prozesse geben. Im Mittelpunkt wird die Beweisstation (insbesondere Fragen des Sachverständigengutachtens) stehen; behandelt werden aber auch materiell-rechtliche sowie vollstreckungs- und urheberrechtliche Problemstellungen.
Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter der Zivilgerichtsbarkeit, insbesondere Dezernatsanfängerinnen und –anfänger, die mit privaten Baurechtsstreitigkeiten befasst sind und noch nicht über Spezialkenntnisse im Bereich des privaten Baurechts verfügen.
Anhand von Referaten und Diskussionen sollen u.a. folgende Themen erarbeitet werden:
Der VOB-Bauvertrag und seine wesentlichen Abweichungen von der BGB-Regelung
Probleme der Leistungsbestimmung und Abrechnung beim Bauvertrag
Gewährleistungsrechte und Abnahme
Verzug, Behinderung und Vertragsstrafe
Haftungs- und Honorarfragen beim Architektenvertrag
Prozessuale Besonderheiten des Bauprozesses.
Die Tagung soll sich in Referaten, Diskussionen und durch praktische Übungen mit den zentralen Begriffen der Führung befassen:
Führungsbegriff und -prozess
Führungseigenschaften und -verhalten
Merkmale kooperativer Führung
Das Seminar, für das im Verlauf des Jahres eine Aufbautagung vorgesehen ist, behandelt u. a. folgende Themen:
Technik und gesetzliche Grundlagen der kaufmännischen Buchführung
Besondere steuerrechtliche Buchführungs- und Aufzeichnungspflichten
Jahresabschluss in verschiedenen Unternehmensformen, steuerliche, betriebswirtschaftliche und unternehmenspolitische Motive für deren Organisation.
Erwartet wird die Teilnahme am Grund- und Aufbaukurs.
Grundlagen der Tatsachenfeststellung und Vernehmungslehre (Aufbautagung)
Die Wahrheitsfindung vor Gericht ist primäre Aufgabe in der gerichtlichen Praxis. Darauf bereitet die juristische Ausbildung indessen unzureichend vor. Tatsachenfeststellung, Verhandlungsführung und Vernehmungstechnik, die eine bessere Beweiswürdigung ermöglichen, können erlernt werden. Anknüpfend an die Grundtagung, bei welcher Kriterien und Methoden der Tatsachenfeststellung im Mittelpunkt standen, werden bei dieser Tagung folgende Themen behandelt:
Die aktive Mitarbeit der Teilnehmenden ist unerlässlich.
Tagung 2d:
Die Tagung richtet sich an Richterinnen und Richter der Zivilgerichtsbarkeit aus Deutschland und den Niederlanden.
Die Veranstaltung wird sich voraussichtlich mit Fragen des Verbraucherschutzes befassen; insoweit erfolgt eine gesonderte Information. Die Tagung soll mit Referaten, insbesondere aus dem Kreis der Teilnehmer, und Diskussionen durchgeführt werden. Die Tagungssprache ist Deutsch.
In Vorträgen von Wissenschaftlern und Praktikern und in der Diskussion sollen folgende Themen behandelt werden:
Aktuelle Entwicklungen und neue Projekte im Jugendstrafrecht
Das Jugendstrafverfahren zwischen obergerichtlichen Qualitätsanforderungen, Konfliktverteidigung, Massenerledigungszwang und Erziehungsauftrag
Die Wirksamkeit von Sanktionen im Jugendstrafverfahren bei persönlichkeitsorientierten Reaktions- und Vorbeugungsformen
Probleme des Jugendstrafvollzugs und Haftwirkung
Reformpädagogische Wege zur Haftvermeidung und Prävention.
Im Rahmen der Tagung ist eine Exkursion in eine Jugendstrafanstalt vorgesehen.
Zivilrechtliche Fragen des Internet
Mit der zunehmenden Bedeutung des Internet steigt auch die Zahl der hierdurch bedingten rechtlichen Probleme. Die Tagung will einen Einblick in die durch die Nutzung des Internet entstehenden zivilrechtlichen Fragestellungen und deren Lösung in der Praxis geben sowie Möglichkeiten, Notwendigkeiten und Grenzen neuer Gesetzgebung aufzeigen.
Die Tagung wendet sich an Verwaltungsrichterinnen und Verwaltungsrichter sowie Personalreferenten der Landesjustizverwaltungen.
Leistungsbezogene Besoldungsinstrumente und deren Überprüfung im Rechtsschutzverfahren
Die Umsetzung der Dienstrechtsreform
Die Reform der Beamtenversorgung
Personalauswahlverfahren, Erprobungszeit in Führungspositionen, Assessment-Center-Verfahren und dessen gerichtliche Nachprüfbarkeit, Konkurrentenverfahren, auch zwischen Beamten und Angestellten.
Die Tagung wendet sich an Straf- und Zivilrichterinnen und –richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte der neuen Länder und Berlins.
Aus dem Bereich des Strafprozessrechts sollen die Ladung und Vernehmung von Zeugen und Sachverständigen, die Protokollierung von Aussagen, die Behandlung von Beweisanträgen, Beweisermittlungsanträgen und Beweisanregungen, die Überzeugungsbildung im Sinne von § 261 StPO, der Begründungszwang hinsichtlich der Beweiswürdigung und der Grundsatz "in dubio pro reo" behandelt werden. Aus dem Bereich des Zivilrechts sollen die Substantiierung, der Beweisantritt, die Thematik der Beweisbeschlüsse, die Beweislast und die Frage der Präklusion zur Diskussion gestellt werden.
Zeugen- und Opferschutz im Strafprozess
Darstellung von Maßnahmen, die nach geltendem Recht zum Schutz von
Opferzeugen möglich sind
Schutz gefährdeter Zeugen, insbesondere im Bereich der Organisierten Kriminalität
Gesetzgeberische Maßnahmen für einen wirksamen Opferschutz
Schutz kindlicher Opferzeugen im Strafverfahren
Mögliche Einschränkung von Grundprinzipien des Strafprozesses
Deeskalation von Gefährdungssituationen.
Globalisierung des Wirtschaftsrechts
Das Wirtschaftsrecht befindet sich im Umbruch. Jenseits des Nationalstaats und auch der Europäischen Union sind mit dem Recht der WTO neue rechtliche Strukturen entstanden, die den Alltag des Wirtschaftsteilnehmers zunehmend bestimmen, die nationalen Rechtsordnungen überlagern und die nationalen Gerichte vor gänzlich neue Rechtsanwendungsprobleme stellen.
Kann sich etwa ein Wirtschaftsteilnehmer vor Gericht gegenüber Handelsbeschränkungen auf die Vorschriften des Rechts der WTO als Individualrechte berufen? Welche Bedeutung haben die Entscheidungen der Streitschlichtungsgremien der WTO für Rechtsstreitigkeiten vor nationalen Gerichten? Vermögen die Vorschriften der WTO das nationale Gerichtsverfahrensrecht zu beeinflussen?
Der Erfolg des Internet und die damit verbundene Entwicklung des elektronischen Handels eröffnet Verbrauchern und Wirtschaftsunternehmen nicht nur grenzenlose Möglichkeiten, sondern er verstärkt auch die Globalisierung der Wirtschaft und erfordert einen neuen transnationalen rechtlichen Rahmen, der die Bereiche Vertragsrecht, Haftungsrecht, Recht am geistigen Eigentum und Steuerrecht umfasst.
"... über die Unabhängigkeit der Justiz"
Die Rechtsprechung ist als eigenständige dritte Gewalt konstituiert und unabhängigen Richtern anvertraut. Welcher institutionellen Voraussetzungen die Wahrung dieser Unabhängigkeit bedarf, soll bei der Veranstaltung erörtert werden; insbesondere soll erörtert werden, welche Bedeutung die Organisation der Gerichtsverwaltung, deren Strukturen zur Zeit vielerorts überprüft werden, für die Verwirklichung dieses Verfassungsprinzips hat. Fragen der richterlichen Selbstverwaltung und des Richterbildes in Deutschland und in anderen Ländern werden im Focus der Veranstaltung stehen.
In der Veranstaltung sollen folgende Themen erörtert werden:
Gewährleistungsrechte im Mietrecht
Grundzüge des Betriebskostenrechts.
Tagung 8 d:
Die Tagung wendet sich an Strafrichterinnen und Strafrichter sowie an Staatsanwältinnen und Staatsanwälte.
Sie soll im Wesentlichen in Form von Referaten, soweit es sich anbietet, aber auch in Kleingruppenarbeit durchgeführt werden. Es sollen neben aktuellen Themen u.a. folgende Problembereiche angesprochen werden:
Die gerichtliche Aufklärungspflicht und das Beweisantragsrecht einschließlich des Rechts der Ablehnung von Beweisanträgen
Verfahrensfehler und revisionsrechtliche Konsequenzen
Das Recht der Straftatenfolgen, insbesondere Probleme der Strafzumessung
Die gestörte Hauptverhandlung.
Denken und Handeln in der beruflichen Tätigkeit sind determiniert von vielfältigen persönlichen Prägungen aus der eigenen Lebensgeschichte und dem Beziehungssystem des Berufsumfelds. Individuelle berufliche und private Erfahrungen, aber auch die Anpassungen an die Institution Justiz kommen in der Verhandlungsführung zum Ausdruck und wirken sich bis in die Beweiswürdigung und Entscheidungsfindung aus.
Um dem Anspruch der Unparteilichkeit und inneren Unabhängigkeit gerecht zu werden, müssen diese Anteile bewusst gemacht und in die Auseinandersetzung eingebunden werden.
Die Tagung will dazu beitragen, die eigene Person besser wahrzunehmen und das Selbstbild mit dem Fremdbild zu konfrontieren. Nachgegangen werden soll ferner der Frage, welche Folgen die beruflichen Eindrücke und Belastungen für die eigene Entwicklung und das eigene Verhalten haben.
In kurzen Referaten sollen diese Bedingungen des beruflichen Wirkens aufgezeigt werden, um sie – und sich - dann in sanften Gruppenübungen und Körperarbeit intensiv erleben zu können.
Die Tagung wendet sich besonders an diejenigen, die bereits an kommunikationsbezogenen Tagungen mit Selbst- und Körpererfahrung teilgenommen haben oder sonst dafür offen sind. Vorausgesetzt bei allen Teilnehmenden wird die Bereitschaft, sich auf gruppendynamische Prozesse einzulassen und Selbsterfahrungsübungen mitzumachen.
Folgende Themen sollen in Vorträgen von Praktikern und in der Diskussion behandelt werden:
Besonderheiten bei der Abnahme sowie Gewährleistungsansprüche beim Bauvertrag
Ansprüche der Beteiligten bei Bauverhinderungen und Bauverzögerungen
Kündigung des Bauvertrags und ihre Rechtsfolgen
Entstehung von Mehrkosten und Kalkulationsgrundlagen
Vergütung und Nachträge beim Bauvertrag
Der Architektenvertrag – vertragsrechtliche Grundsätze und Haftung
Gundlegende und aktuelle Fragen aus dem Honorarrecht der Architekten.
Die Tagung wendet sich an Strafrichterinnen und Strafrichter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, die schon länger mit dieser Geschäftsaufgabe befasst sind.
In Vorträgen, Diskussionen und einer Podiumsdiskussion ist die Behandlung folgender Themen vorgesehen:
Erscheinungsformen und Straftatbestände
Spezielle materiellrechtliche Probleme
Kriminologische Zusammenhänge
Ermittlungstaktik und Gestaltung prozessualer Maßnahmen
Beweisprobleme in der Hauptverhandlung.
Internationale Zusammenarbeit in strafrechtlichen Angelegenheiten
Die Tagung richtet sich an Strafrichterinnen und Strafrichter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte.
Gegenstand sind:
Grundlagen des Auslieferungs- und Vollstreckungshilfeverkehrs sowie der sonstigen Rechtshilfe in strafrechtlichen Angelegenheiten
Neuerungen durch Übereinkommen des Europarates und der Europäischen Union
Recht ausgewählter Staaten und der Europäischen Union, soweit dies für die internationale Zusammenarbeit bedeutsam ist
Gewinnabschöpfung bei Fällen mit Auslandsberührung.
Tagung 11c:
Probleme der zivilrichterlichen Praxis
Die Tagung wendet sich an Zivilrichterinnen und Zivilrichter, die allgemeine Zivilsachen bearbeiten.
AGB-Gesetz in der Praxis
Recht des bargeldlosen Zahlungsverkehrs
Aktuelle Fragen des Mietrechts
Vertragsrecht der Datenverarbeitung
Aktuelle Fragen des Maklerrechts
Ausgewählte Fragen des Versicherungsvertragsrechts und des Haftpflichtprozesses
Tagung 11d:
Sie ist ein Versuch, die Justizvergangenheit im Nationalsozialismus aufzuarbeiten; Betrachtung, wie die Auseinandersetzung mit der NS-Justiz in der Zeit nach 1945 erfolgte.
Aktuelle Fragen aus dem Handels- und Gesellschaftsrecht
Die Tagung richtet sich an Vorsitzende der Kammern für Handelssachen, Richterinnen und Richter der Obergerichte, die mit Handels- und Gesellschaftsrecht befasst sind, sowie an sonstige Zivilrichterinnen und Zivilrichter.
Die Tagung wird sich mit aktuellen Fragen aus dem Bereich des Handels- und Gesellschaftsrechts befassen, die in der Praxis von Bedeutung sind. Neben einem Erfahrungsaustausch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden voraussichtlich folgende Themen behandelt werden:
Ausgewählte Fragen aus dem Recht der GmbH
Das einheitliche UN-Kaufrecht
Streitigkeiten im Innenverhältnis der Personengesellschaften
UWG und EG-Recht
Sie verfolgt das Ziel, sogenannte Sekten und andere Erscheinungsformen auf dem Psychomarkt und der Esoterikszene mit ihren psychologischen, soziologischen und rechtlichen Implikationen darzustellen.
Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter aus der Zivil-, Straf-, Familien- und Finanzgerichtsbarkeit sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte.
Die Tagung behandelt die Grundzüge der Gewinn- und Überschussermittlung und beschäftigt sich mit dem Erkennen von Finanzmanipulationen.
Die Tagung wird mit Referaten, praktischen Beispielsfällen und Übungsaufgaben durchgeführt.
Psychologische Überlegungen zu Entstehungsweisen und Formen von Aggressionen bilden einen Schwerpunkt der Tagung. Auch aus medizinischer, psychiatrischer und soziologischer Sicht werden Gewaltursachen dargestellt. Ein ganzer Tag wird sich mit der Bestandsaufnahme der Gewalt in unserer Gesellschaft und den Perspektiven für Opfer und Täter befassen. Ein weiterer Tagungsabschnitt ist einem psychoanalytisch orientierten Beitrag zu den Ursachen individueller Gewaltbereitschaft gewidmet. Unter anderem werden Fragen der Schuldfähigkeit, der Therapie und der Prognose behandelt. Besondere aktuelle Erscheinungsformen wie Gewalt in der Familie, Aggression im Straßenverkehr und in der Schule, rechtsextremistische Gewalt werden exemplarisch erörtert. Die Frage der Verursachung von Gewalt durch Medien wird behandelt werden.
Zwischenmenschliche Kommunikation im Gerichtssaal und Tatsachenfeststellung
Gesprächsführung und Verhandlungsleitung.
In erster Linie wird in Kleingruppen mit Rollenspielen und Videoaufzeichnungen gearbeitet werden. Die aktive Mitarbeit der Teilnehmer ist gefordert.
Die Tagung richtet sich an Richterinnen und Richter der Zivilgerichtsbarkeit aus Deutschland und Frankreich.
Die Veranstaltung wird sich voraussichtlich mit einem zivilrechtlichen Thema befassen; über das genaue Thema erfolgt eine gesonderte Information. Die Tagung soll mit Referaten, insbesondere aus dem Kreis der Teilnehmer, und Diskussionen durchgeführt werden. Tagungssprachen sind Deutsch und Französisch; Referate und Diskussionsbeiträge werden übersetzt.
Neben kurzen Einführungsvorträgen und einem Erfahrungsaustausch soll der Schwerpunkt des Seminars auf der Durchführung praktischer Übungen liegen. Folgende(r) Themen/Seminarverlauf sind/ist vorgesehen:
Erwartungen der Justiz an die Medien
Sinn und Unsinn von Pressekonferenzen
Einstellung auf den Interviewpartner
Praktische Interviewübungen
Umgang mit Hintergrundinformationen
Abfassung von Presseerklärungen.
Rückblick und Ausblick - deutsches Recht und Justiz im 20. Jahrhundert
Die Jahrtausendwende bietet Anlass, sich auf die wesentlichen Veränderungen im deutschen Rechts- und Justizsystem in den letzten 100 Jahren zu besinnen und dies mit einem Ausblick auf das 21. Jahrhundert zu verbinden. Wegen der begrenzten Zeit soll dies schlaglichtartig an ausgewählten Themen (z.B. Deutsche Einheit, NS-Justiz, Wandel im Richterbild) geschehen.
Aktuelle Probleme der Betäubungs- und Arzneimittelkriminalität
Die Tagung wendet sich an Strafrichterinnen und Strafrichter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte der neuen Länder und Berlins.
Die Tagung soll sich mit folgenden Themen befassen:
Aufklärung und Bekämpfung von Betäubungsmitteldelikten unter Berücksichtigung der aktuellen Gesetzeslage und neueren Rechtsprechung
Wirkungsweisen, Verlaufsformen von Abhängigkeiten
Betäubungsmittelabhängigkeit im Strafvollzug
Organisierte internationale Bezüge der Betäubungsmittelkriminalität
Straftaten nach dem Arzneimittelgesetz, insbesondere strafrechtliche Probleme bei der Verfolgung der Verwendung von Doping-Mitteln im Kraftsport.
Das neue Arbeitsförderungsrecht
Die Tagung wendet sich gleichermaßen an Richterinnen und Richter aus der Sozialgerichtsbarkeit und aus der Arbeitsgerichtsbarkeit.
Es sollen u.a. folgende Themenkreise behandelt werden:
Aktive Arbeitsförderung einschließlich Arbeitgeberleistungen in der Praxis des Arbeits-amtes
Arbeitsrechtliche Aspekte des neuen Arbeitsförderungsrechts
Anrechnung der Entlassungsentschädigung als Folge der Arbeitsaufgabe
Sperrzeiten wegen Arbeitsaufgabe oder vertragswidrigen Verhaltens
Arbeitsgenehmigung für Ausländer und Arbeitsrecht
Berufliche Rehabilitation – Wiedereingliederung in den Betrieb
Neugestaltung des Anspruchs auf Arbeitslosengeld.
Am Anfang der Tagung stehen ein Überblick und eine Einführung in die Systematik des Steuerrechts. Wichtige steuerliche Einzelgebiete wie Einkommen-, Vermögen- und Kapitalertragsteuer, Umsatzsteuer, Abgabenordnung sowie die Besteuerung der Kapital- und Personengesellschaften sollen näher behandelt werden. Ferner ist eine Einführung in die Bilanzanalyse vorgesehen.
Justizvergangenheit und Regierungskriminalität in der ehemaligen DDR
Funktion der Justiz in totalitären Systemen
Versuch einer Gegenüberstellung von NS-Justiz und Justiz in der DDR.
Rechtsfindung – Möglichkeiten und Grenzen
Sie soll als Querschnittsveranstaltung den richterlichen Alltag von einer grundsätzlichen Sicht aus angehen. Dabei ist geplant, die Gestaltungsspielräume richterlicher Tätigkeit in subjektiver (persönliche Vorgaben bei der Rechtsfindung) und objektiver (Rechtsfindung zwischen Norm und Einzelfallgerechtigkeit) Hinsicht zu behandeln.
Nachfolgende Themen werden im Mittelpunkt der Tagung stehen:
Unendliche Auslegung?
Inhalt und Grenzen der Auslegung
Gesetzeswortlaut und Einzelfallbeurteilung
Normzweck und Gestaltungsgrenzen
Missbräuchliche Gestaltung
Entstehung, Wesen, Bedeutung
Umgang mit dem Rechtsgefühl
Grundgesetz und Richteralltag
Verfassungsrechtliche Vorgaben für die Rechtsfindung
Technik der Richtervorlage
Aktuelle rechtliche und medizinische Probleme des Fahrerlaubnisrechts
Die Tagung wendet sich an Verwaltungsrichterinnen und Verwaltungsrichter und Strafrichterinnen und Strafrichter.
Es sollen insbesondere folgende Problembereiche behandelt werden:
Inhalt und erste Erfahrungen mit der Neuregelung des Fahrerlaubnisrechts seit dem 1.1.1999
Medizinische Erkenntnisse der Auswirkung von Alkohol bei der Begehung von Verkehrsstraftaten
Aktuelle Probleme der Bedeutung des Alkoholkonsums bei der verwaltungsrechtlichen Entziehung bzw. Wiedererteilung von Fahrerlaubnissen
Medizinische Erkenntnisse über den Einfluss von Rauschgiften auf die Fähigkeit zum Führen von Kraftfahrzeugen
Medizinische Erkenntnisse über die Bedeutung anderer wichtiger Erkrankungen (z. B. epileptische Erkrankungen) für die Geeignetheit zum Führen von Kraftfahrzeugen im Straßenverkehr.
Die verwaltete Dritte Gewalt in Europa - Justizstrukturen und Gerichtsverfassungen im europäischen Vergleich
Anhand praktischer Beispiele, bei denen die aktive Mitarbeit der Teilnehmer gefordert ist, sollen in Kleingruppen typische Kommunikationssituationen im beruflichen Alltag dargestellt werden.
Gesprächsführung/Verhandlungsleitung
Konferenz/Sitzung/Beratung
Kommunikation mit den Mitarbeitern.
Deutsch-tschechische Tagung
Die Tagung richtet sich an Strafrichterinnen und Strafrichter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte aus Deutschland und der Tschechischen Republik.
Die Veranstaltung wird sich voraussichtlich mit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Strafsachen befassen; über das genaue Thema erfolgt eine gesonderte Information. Die Tagung soll mit Referaten, insbesondere aus dem Kreis der Teilnehmer, und Diskussionen durchgeführt werden. Tagungssprachen sind Deutsch und Tschechisch; Referate und Diskussionsbeiträge werden übersetzt.
Die Tagung richtet sich an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte aus den neuen Ländern und Berlin. Es sollen sich dabei nicht nur Berufsanfänger angesprochen fühlen.
Die Tagung soll der Bedeutung psychologischer Fähigkeiten im gerichtlichen Alltag Rechnung tragen. Es sollen insbesondere die folgenden Themenkreise behandelt werden:
Glaubwürdigkeits- und Irrtumslehre
Forensische Rhetorik
Argumentationslehre und Verhandlungsführung.
Recht und Justiz in Mittel- und Osteuropa
Die Umwälzungen im früheren Ostblock betreffen auch den gesamten Justizbereich, über dessen Entwicklung zur Rechtsstaatlichkeit die Tagung informieren will. Als Referenten werden Vertreter einzelner mittel- und osteuropäischer Länder erwartet.
Die Tagung wendet sich an Zivilrichterinnen und Zivilrichter, die erst seit kurzem im
Mietrecht tätig sind (Dezernatswechsler und –anfänger).
Grundzüge des Betriebskostenrechts
Aktuelle Probleme des Arbeitsrechts und des arbeitsgerichtlichen Verfahrens
In Vorträgen und in der Diskussion sollen voraussichtlich nachfolgende Schwerpunkte behandelt werden:
Aktuelle Fragen der Rechtsprechung des BAG
Gesetzliche Neuregelungen im Bereich des materiellen Arbeitsrechts und des arbeitsgerichtlichen Verfahrens
Eingruppierungsstreitigkeiten unter materiell-rechtlichen und verfahrensrechtlichen Aspekten
Handels- und gesellschaftsrechtliche Probleme im arbeitsgerichtlichen Verfahren
Ausgewählte Probleme des arbeitsgerichtlichen Beschlussverfahrens.
Störungen der Hauptverhandlung
Die Tagung wendet sich an Strafrichterinnen und Strafrichter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, insbesondere bei erstmaliger Übernahme eines solchen Dezernats.
Gerade Berufsanfängern bereitet es häufig Schwierigkeiten, angemessen auf Störungen der Hauptverhandlung durch Angeklagte, Zeugen oder Personen aus den Reihen der Öffentlichkeit zu reagieren. Zweckmäßige Reaktionen auf Störungen der Hauptverhandlung sollen daher trainiert und das gesetzliche Instrumentarium behandelt werden. Die Tagung stellt zudem neuere Entwicklungen in der Rechtstheorie dar. Ein weiterer Schwerpunkt wird Fragen der Sicherheitsvorkehrungen bei den Gerichten, insbesondere vor und in der Hauptverhandlung betreffen.
Die Tagung soll über neue Entwicklungen im Bereich Prävention und Strafverfolgung informieren. Aktuelle kriminologische Erkenntnisse werden voraussichtlich ebenso Gegenstand der Tagung sein wie praktische Probleme polizeilicher Maßnahmen und fortschreitender Technologien. Auch die neue Rechtsprechung des BGH zu ausgewählten Einzelproblemen soll dargestellt werden. Darüber hinaus soll die Tagung dem Erfahrungs- und Meinungsaustausch dienen.
Stellung und Funktion der Staatsanwaltschaft im europäischen Vergleich
Die Tagung wendet sich in erster Linie an Staatsanwältinnen und Staatsanwälte.
Die Teilnahme einiger Kolleginnen und Kollegen aus anderen europäischen Ländern ist vorgesehen.
In Vorträgen und Diskussionen sollen aus deutscher und ausländischer Sicht Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Status und der Funktion herausgearbeitet werden, um den eigenen Standort besser einschätzen zu können und Hintergrundwissen für die im zusammenwachsenden Europa immer wichtiger werdende Kooperation über Ländergrenzen hinweg zu gewinnen.
Behandelt werden sollen insbesondere Ausbildung, Status und Laufbahn, Unabhängigkeit und Weisungsgebundenheit, Legalitätsprinzip und Opportunitätsprinzip, Verhältnis zu Polizei und Gerichten, europäische Zusammenarbeit.
Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter, die mit der Bearbeitung von Wohnungseigentumssachen befasst sind.
In Vorträgen und in der Diskussion sollen nachfolgende Themen von Praktikern erörtert werden:
Die Wohnungseigentümerversammlung – ihr Beschluss und seine Wirksamkeit
Ausgewählte Fragen der Wirtschaftsführung durch den Verwalter
Nutzung des gemeinschaftlichen und des Sondereigentums
Das gerichtliche Verfahren nach §§ 43 ff. WEG.
Folgende Themen sollen voraussichtlich behandelt werden:
Ansprüche der am Bau Beteiligten aus Behinderungen oder Bauverzögerungen
Baurecht und AGB-Gesetz
Leistungspflicht und Haftung des Architekten
Honorarrecht der Architekten
Typische Fehler bei der Planung und Errichtung von Gebäuden aus der Sicht des Sachverständigen
Bauträgerschaft und Baubetreuung.
Mediation im familiengerichtlichen Verfahren – Konfliktbehandlung ohne gerichtliche Entscheidung (Aufbaukurs)
Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter, insbesondere mit familienrechtlichem Zuständigkeitsbereich, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte.
Das Seminar baut auf dem Grundkurs auf. Es wendet sich daher in erster Linie an Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, die an dem Grundkurs teilgenommen haben. Ausgehend von den dort gewonnenen Erkenntnissen sollen sich die Teilnehmer anhand von Übungen, Rollenspielen und vertiefenden Vorträgen erweiterte Kenntnisse der Thematik erarbeiten.
Ein Schwerpunkt der Tagung werden Rechtsfragen der Arzthaftung und des Arzthaftungsprozesses bilden. Daneben sollen folgende weitere Problemkreise angesprochen werden:
Aspekte der ärztlichen Schweigepflicht
Gentechnologie und Fortpflanzungsmedizin
Rechtsstaat im Aufbau - Zur Justizgeschichte der Bonner Republik
Ausgehend von der Erkenntnis, dass die heutige Justiz der Bundesrepublik nur zutreffend beurteilt werden kann, wenn auch ihre Entstehungsgeschichte mitreflektiert wird, soll die Entwicklung nachgezeichnet werden, die nach dem Ende der Pervertierung der Justiz im Nationalsozialismus - nicht ohne Probleme, Rückschläge und Umwege - zur Ausprägung eines stabilen, freiheitlichen und demokratischen Rechtsstaats geführt hat.
Gegenstand der Tagung sollen neben den historischen, politischen und insbesondere personellen Rahmenbedingungen des Wiederaufbaus der Justiz nach 1945 die für die weitere Entwicklung bedeutsamen Konzeptionen, Ereignisse und Auseinandersetzungen in Gesetzgebung, Rechtsprechung und Rechtswissenschaft der frühen Bundesrepublik sein. Thematisiert werden u. a. Umbrüche und Kontinuitäten nach 1945, der Umgang der Justiz mit ihrer Vergangenheit, ihre Rolle in den politischen und gesellschaftlichen Konflikten der 50er und der 60er Jahre, insbesondere bei der Auseinandersetzung mit rechts- und linksextremen Bestrebungen, die Ausformung der Grundrechte durch das Bundesverfassungsgericht, Entwicklungen im Zivil-, insbesondere Ehe- und Familienrecht, im Straf- und Arbeitsrecht, die Suche nach einem neuen beruflichen Selbst- und Rollenverständnis, Justizkritik.
Die Tagung soll die Position der freien Medien als "vierte Gewalt" beleuchten. Hierzu zählen sowohl deren gesetzliche Einbindung in unser Rechtssystem als auch die Darstellung einzelner, typischer Konfliktsituationen und deren rechtliche Aufarbeitung. Die Probleme der praktischen Zusammenarbeit zwischen Presse und Justiz sollen ebenso erörtert werden wie Rechtsfragen, die sich aus der zunehmenden Verbreitung neuer Medien ergeben.
Darüber hinaus ist auch ein Workshop geplant, der die praktische Pressearbeit bei Gerichten und Staatsanwaltschaften zum Gegenstand hat, insbesondere soll hier die Erstellung einer Pressemitteilung erarbeitet werden.
Geplant ist auch ein Besuch bei der Axel-Springer-Verlag AG in Berlin.
Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter aller Gerichtsbarkeiten sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte aus den neuen Ländern und Berlin.
Ziel der Tagung ist es, übergreifende Betrachtungsweisen von Verfahrensgrundsätzen zu ermöglichen. Ausgangspunkt ist die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum Grundsatz des fairen Verfahrens. Behandelt werden sollen auch das verwaltungsgerichtliche, das zivilprozessuale und das strafrechtliche Verfahren.
Geplant ist ferner die Behandlung der Rolle der Anwaltschaft.
Rhetorik, Gesprächs- und Verhandlungsführung, Plädoyer und Sprachtechnik
Die Tagung wendet sich an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Grundseminars "Rhetorik, Gesprächs- und Verhandlungsführung, Plädoyer und Sprachtechnik" (6b/2001) bzw. der Tagungen 21d/96, 9e/97 und 8a/2000.
Rhetorische Kompetenz ist das Resultat eines ständigen Verbesserungsprozesses. Ziel der Aufbautagung ist deshalb die Vertiefung und Erweiterung der bisher erworbenen rhetorischen Kenntnisse und deren Anwendung in der juristischen Praxis.
Auch in diesem Seminar stehen die Erwartungen und Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Vordergrund; folgende Themenkomplexe können in näherer Abstimmung mit ihnen bearbeitet werden:
Austausch über Erfahrungen mit der Anwendung rhetorischer und sprachtechnischer Fertigkeiten
Umgang mit schwierigen Kommunikationspartnern
Sprachliche und nichtsprachliche Signale zur Beurteilung der Glaubwürdigkeit
Gespräche kooperativ und zielorientiert gestalten
Kritik üben und Kritik aufnehmen.
Tagung 31e:
Die Tagung richtet sich an Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte.
Es sollen sich dabei nicht nur Berufsanfänger angesprochen fühlen. Die Zeugenvernehmung kann mitunter auch dem erfahrensten Praktiker Schwierigkeiten bereiten. Die Tagung wird grundlegende Erkenntnisse aus dem Bereich der Vernehmungslehre und Aussagenpsychologie vermitteln bzw. wieder auffrischen.
Es sollen insbesondere folgende Themenkreise behandelt werden:
Irrtumslehre.
Die Tagung wendet sich an Familienrichterinnen und Familienrichter.
Grundzüge des internationalen Privatrechts mit Bezug zum Familienrecht
Vertiefende Behandlung von Fragen des internationalen Familienrechts
Praktische Fragen bei der Umsetzung der Sorgerechtsübereinkommen und
des Auslandsunterhaltsgesetzes
Für deutsche Gerichte relevante familienrechtliche Fragen ausländischer
Internationales Verfahrensrecht in Familiensachen.
Tagung 33d:
Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter aus der Zivil- und Finanzgerichtsbarkeit sowie interessierte Strafrichterinnen und Strafrichter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte.
Aktuelle Fragen des asylrechtlichen Verfahrens mit den damit zusammenhängenden Fragen des Ausländerrechts (§§ 51 ff. AuslG)
Informationsgewinnung und Entscheidungspraxis des Bundesamts für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge
Vollzugsprobleme, Identitätsprüfung, Passbeschaffung, Abschiebung
Einzelfragen des Asylbewerberleistungsgesetzes
Immigration und Staatsangehörigkeit aus sozialwissenschaftlicher Sicht
Perspektiven der europäischen Ausländer- und Asylpolitik; Asylrecht in Europa.
Die Tagung wendet sich an Richterinnen und Richter, die mit Familiensachen befasst sind.
Unterhaltsrecht, allgemeines Unterhaltsrecht, Dynamisierung des Unterhalts, Unterhaltsverfahrensrecht
Möglichkeiten der Beratung und Schlichtung (Mediation).
Für die Tagungen der Herbstakademie (29a, 29b, 30a, 30b, 26c, 26d, 27c und 27d) sind noch keine Kurzbeschreibungen erstellt. Wegen der Aktualität der Themen, mit welchen sich diese Tagungen beschäftigen sollen, werden diese erst im Frühsommer 2001 festgelegt. Es erfolgt sodann eine gesonderte Ausschreibung.
Die Veranstaltungen 1c, 3c, 5c, 8c, 9d, 16c, 21c und 30d sind in erster Linie für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den neuen Ländern und Berlin vorgesehen. Sofern bei einer der Tagungen nicht alle Plätze belegt sind, ist jedoch eine Teilnahme von Bediensteten aus den alten Bundesländern möglich. Bei Interesse an den Themen der "überregionalen Tagungen" empfiehlt sich daher auch insoweit eine Bewerbung.
Das Jahresprogramm enthält eine Reihe sogenannter Einführungskurse, die sich speziell an Dezernatswechsler/-anfänger richten und den betroffenen Kolleginnen und Kollegen den Einstieg in ihre neue Tätigkeit durch eine zeitnahe Fortbildungsmaßnahme erleichtern wollen (vgl. Tagungen 8b, 17a, 18b, 20a, 22b, 23a, 38a, 17c und 22d).
Für die externen Veranstaltungen (7b, 11b, 24b, 37b, 38b , 4c, 7c und 33c) ist eine Meldung nicht möglich.
In der Vergangenheit ist es des Öfteren vorgekommen, dass wegen kurzfristiger Absagen einzelner Teilnehmer einige wenige Plätze frei blieben. Andererseits können bei vielen Tagungen nicht alle Interessenten berücksichtigt werden. Bei besonderem Interesse an einer Tagung empfiehlt es sich daher, kurzfristig bei der Deutschen Richterakademie anzurufen und nach frei gewordenen Plätzen zu fragen.
Sowohl in Trier als auch in Wustrau besteht grundsätzlich die Möglichkeit, noch nicht schulpflichtige Kinder in einem nahe gelegenen Kindergarten betreuen zu lassen. Wenn Sie von der Möglichkeit der Kinderbetreuung Gebrauch machen wollen, setzen Sie sich bitte rechtzeitig mit der jeweiligen Tagungsstätte in Verbindung.