Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BAGE%20136,%2030
Timestamp: 2019-10-19 04:09:07
Document Index: 113019776

Matched Legal Cases: ['§ 17', '§ 5', '§ 17', '§ 17', '§ 5', '§ 4', '§ 4', '§ 5', '§ 7', '§ 233', '§ 5', '§ 234', '§ 233', '§ 1', 'BGH', 'BGH', '§ 5', '§ 5', '§ 5']

BAG, 06.10.2010 - 7 AZR 569/09 - dejure.org
https://dejure.org/2010,6562
BAG, 06.10.2010 - 7 AZR 569/09 (https://dejure.org/2010,6562)
BAG, Entscheidung vom 06.10.2010 - 7 AZR 569/09 (https://dejure.org/2010,6562)
BAG, Entscheidung vom 06. Januar 2010 - 7 AZR 569/09 (https://dejure.org/2010,6562)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2010,6562) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Nachträgliche Zulassung einer Befristungskontrollklage - Verlust der Klageschrift auf dem Postweg
Nachträgliche Zulassung einer Befristungskontrollklage; Verlust der Klageschrift auf dem Postweg
§ 17 S 2 TzBfG, § 5 Abs 3 S 1 KSchG, § 17 S 1 TzBfG
Nachträgliche Zulassung einer Befristungskontrollklage; Anwaltsverschulden durch dauerhaftes Freistellen einer Rechtssache von der Wiedervorlage
TzBfG § 17 S. 1, 2; KSchG § 5 Abs. 3 S. 1
ArbG Berlin, 19.11.2008 - 56 Ca 12576/08
BAGE 136, 30
NJW 2011, 1246
MDR 2011, 624
NZA 2011, 477
DB 2011, 716
cc) Der besondere, auch materiell-rechtliche Charakter der Klagefrist gem. § 4 Satz 1 KSchG hindert es im Übrigen nicht, solche Fallgestaltungen, die nach Sinn und Zweck von § 4 Satz 1, § 5 Abs. 1 Satz 1 und § 7 KSchG keine Abweichung von den von der Rechtsprechung zu § 233 ZPO entwickelten Grundsätzen gebieten, im Rahmen von § 5 Abs. 1 Satz 1 KSchG gleichzubehandeln, wie etwa allgemeine Probleme im Zusammenhang mit der Übermittlung fristwahrender Schriftsätze (nur insoweit BVerfG 25. Februar 2000 - 1 BvR 1363/99 - zu B I 1 c der Gründe; BAG 6. Oktober 2010 - 7 AZR 569/09 - Rn. 10, BAGE 136, 30 betrifft dagegen allein die Übertragung von § 234 Abs. 2 ZPO) .
Nur wenn ein konkreter Anlass gegeben ist, an dem fristgemäßen Zugang eines Schriftstückes zu zweifeln, wie dies etwa bei einem Poststreik der Fall sein kann, kann ein Anwalt gehalten sein, bei Gericht nach dem rechtzeitigen Eingang des fristgebunden Schriftsatzes zu fragen (BAG 05.05.1995 - 4 AZR 258/95 - AP ZPO 1977 § 233 Nr. 38; BAG 23.02.2005, 10 AZR 413/04 - AP TVG § 1 Tarifverträge: Bau Nr. 271; BAG 06.10.2010 - 7 AZR 569/09 - NZA 2011, 477 Rn. 13; BVerfG 12.01.2000 - 1 BvR 222/99 - NZA 2000, 446; BGH 06.07.2000 - VII ZB 4/00 - NJW 2000, 2823; BGH 01.07.2002 - II ZB 11/01 - NJW-RR 2002, 1289 m.j.w.N.).
Sie beginnt vielmehr bereits dann zu laufen, wenn der Arbeitnehmer aufgrund konkreter Anhaltspunkte bei gehöriger Sorgfalt erkennen muss, dass die Frist möglicherweise versäumt ist (BAG vom 06.10.2010, 7 AZR 569/09; LAG Köln vom 23.03.2005, 7 Ta 43/05; LAG Hamburg vom 04.11.1996, LAGE § 5 KSchG 1969 Nr. 81;… KR-Friedrich, § 5 KSchG Rn. 110;… Erfurter Kommentar/Kiel, § 5 KSchG Rn. 26).
LAG Sachsen-Anhalt, 14.04.2015 - 6 Sa 358/14
Bestandsstreitigkeit - Allgemeines Kündigungsrecht
Eine solche Verpflichtung entsteht erst nach Ablauf einer angemessenen Wiedervorlagefrist, die regelmäßig vier Wochen beträgt (BAG 06.10.2010 - 7 AZR 569/09).