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Timestamp: 2018-02-22 08:55:02
Document Index: 361953613

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 7', 'Art. 11', 'Art. 14', 'Art. 15', 'Art. 16', 'Art. 17', 'Art. 18', 'Art. 19', 'Art. 18']

SR 412.101.220.36 Verordnung des SBFI vom 1. Dezember 2006 über die berufliche Grundbildung Forstwartin/Forstwart mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung Forstwartin/Forstwart mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
vom 1. Dezember 2006 (Stand am 1. Januar 2018)
1 Die Berufsbezeichnung ist Forstwartin EFZ oder Forstwart EFZ.
2 Forstwartinnen und Forstwarte EFZ arbeiten als handwerkliche Fachleute im Wald und in den angrenzenden Ökosystemen. Sie zeichnen sich insbesondere durch folgende Tätigkeiten und Haltungen aus:
Sie erfüllen Aufgaben und lösen Probleme bei der Holzernte, bei der Verjüngung und Pflege von Wald, Waldrändern, Hecken und anderen Biotopen, im Bereich des Forstschutzes sowie im forstlichen und ingenieurbiologischen Bauwesen.
Sie arbeiten rücksichtsvoll in und mit der Natur und wenden die geeigneten Arbeitstechniken und Arbeitsmittel fachgerecht und selbständig an.
Sie zeichnen sich durch ein hohes Sicherheitsbewusstsein aus, sind teamfähig und kommunikationsbereit.
1 Die Ziele und Anforderungen der beruflichen Grundbildung werden in Form von Handlungskompetenzen nach den Artikeln 4-7 beschrieben.
Holzernte;
Verjüngung und Pflege von Wald und anderen Ökosystemen;
Forstschutz;
forstliches Bauwesen;
Einsatz und Unterhalt von Arbeitsmitteln;
Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit;
ökologisches Denken und Handeln im Umgang mit Arbeitsmitteln und Betriebseinrichtungen;
Art. 6 Sozialkompetenz
Die Sozialkompetenz umfasst Kenntnisse und Fähigkeiten in folgenden Bereichen:
Konfliktfähigkeit und Zusammenarbeit;
Gesundheits- und Sicherheitsbewusstsein.
Art. 7 Selbstkompetenz
Die Selbstkompetenz umfasst Kenntnisse und Fähigkeiten in folgenden Bereichen:
1 Fassung gemäss Ziff. II 25 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).
2 Die schulische Bildung im obligatorischen Unterricht erfolgt in 1080 Lektionen1. Davon entfallen auf den Sportunterricht 120 Lektionen.
3 Die überbetrieblichen Kurse umfassen insgesamt mindestens 47 Tage und höchstens 52 Tage zu 8 Stunden. Im letzten Semester der beruflichen Grundbildung finden keine überbetrieblichen Kurse mehr statt.
Art. 11 Bildungsplan1
1 Fassung vom 6. Juli 2015 in Kraft seit 1. August 2015.
2 Fassung gemäss Ziff. III 8 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).
Die fachlichen Mindestanforderungen im Sinne von Artikel 44 Absatz 1 Buchstaben a und b BBV an eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner erfüllt, wer Forstwartin oder Forstwart mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis ist, mindestens 2 Jahre Berufspraxis hat und die praktischen Arbeiten im Betrieb ausführt.
Art. 14 Höchstzahl der Lernenden1
Art. 15 Im Betrieb
1 Die lernende Person führt eine Lerndokumentation in Form eines Arbeitsbuches, in der sie laufend alle wesentlichen Arbeiten, die erworbenen Fähigkeiten und ihre Erfahrungen im Betrieb festhält.
2 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner kontrolliert und unterzeichnet die Lerndokumentation mindestens einmal pro Semester und bespricht sie mit der lernenden Person.
3 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner hält den Bildungsstand in einem Bildungsbericht fest und benotet am Ende jedes Semesters die Leistung des oder der Lernenden.
Art. 16 In den überbetrieblichen Kursen
1 Die Anbieter überbetrieblicher Kurse dokumentieren und benoten die Leistungen der Lernenden in den im Bildungsplan vorgesehenen Kursen.
Art. 17 In der schulischen Bildung und in der schulisch organisierten Grundbildung
1 Die lernende Person führt eine Lerndokumentation in Form eines Herbariums.
2 Die Anbieter der schulischen Bildung und die Anbieter schulisch organisierter Grundbildungen dokumentieren die Leistungen der Lernenden in den unterrichteten Bereichen und stellen ihnen am Ende jedes Semesters ein Zeugnis aus.
Art. 18 Zulassung zum Qualifikationsverfahren
2 Von der für die Zulassung zu einem Qualifikationsverfahren nach Artikel 32 BBV geforderten beruflichen Praxis müssen mindestens 3 Jahre im Bereich der Forstwartin oder des Forstwarts erworben worden sein.
Art. 19 Gegenstand, Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens
1 Im Qualifikationsverfahren ist nachzuweisen, dass die Kompetenzen nach den Artikeln 4-7 erworben worden sind.
Praktische Arbeit «Holzernte» im Umfang von 8 Stunden. Die lernende Person muss zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. Die Lerndokumentation und die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.
Praktische Arbeit «Waldbau und andere Forstarbeiten» im Umfang von 8 Stunden. Die lernende Person muss zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. Die Lerndokumentation und die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.
Berufskenntnisse im Umfang von gesamthaft 3 Stunden. Die lernende Person wird schriftlich oder sowohl schriftlich wie mündlich befragt. Wird eine mündliche Prüfung durchgeführt, so dauert diese höchstens 1 Stunde.
Allgemeinbildung. Die Abschlussprüfung im Qualifikationsbereich Allgemeinbildung richtet sich nach der Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.
der Qualifikationsbereich «Holzernte» sowie der Qualifikationsbereich «Waldbau und andere Forstarbeiten» je mit der Note 4 oder höher bewertet werden; und
praktische Arbeit «Holzernte»: einfach;
praktische Arbeit «Waldbau und andere Forstarbeiten»: einfach;
Erfahrungsnote: einfach;
die Bildung in beruflicher Praxis.
4 Die Note für den berufskundlichen Unterricht ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe aller sechs Semesterzeugnisnoten des berufskundlichen Unterrichts (6/7) sowie der Note für das Herbarium (1/7).
5 Die Note für die überbetrieblichen Kurse ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe aller bewerteten Leistungen.
6 Die Note für die Bildung in beruflicher Praxis ist das auf eine ganze oder halbe Note gerundete Mittel aus der Summe der Noten der Bildungsberichte der ersten 5 Semester.
2 Wird das Qualifikationsverfahren ohne erneuten Besuch des berufskundlichen Unterrichts oder der überbetrieblichen Kurse wiederholt, so werden die bisherigen Noten für die Berechnung der Erfahrungsnote beibehalten. Werden der berufskundliche Unterricht während mindestens 2 Semestern oder die letzten zwei überbetrieblichen Kurse wiederholt, so zählen die neuen Noten.
Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung nach dieser Verordnung erworben, so wird statt der Erfahrungsnote der Qualifikationsbereich Berufskenntnisse doppelt gewichtet.
9. Abschnitt: Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis
2 Das Fähigkeitszeugnis berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Forstwartin EFZ/Forstwart EFZ» zu führen.
das Reglement vom 14. Februar 19831 über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Forstwartin/Forstwart;
der Lehrplan vom 5. Juli 19932 für den beruflichen Unterricht der Forstwartin/Forstwart.
2 Die Genehmigung des Reglements vom 15. Juni 19933 über die Einführungskurse für Forstwartin/Forstwart wird widerrufen.
1 BB 1983 II 297
2 BBl 1993 762
3 BBl 1993 762
1 Lernende, die ihre Bildung als Forstwartin/Forstwart vor dem 1. Januar 2007 begonnen haben, schliessen sie nach dem bisherigen Recht ab.
2 Wer die Lehrabschlussprüfung für Forstwartin/Forstwart bis zum 31. Dezember 2011 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden.
2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 18-23) treten am 1. Januar 2010 in Kraft.
3 Die Änderungen vom 6. Juli 2015 treten am 1. August 2015 in Kraft.1
1 SR 412.102 SR 412.1013 SR 822.1154 Fassung gemäss Ziff. I 25 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).5 Fassung vom 6. Juli 2015 in Kraft seit 1. August 2015.