Source: https://rechtsberaterhaftung.de/urteilShow.php?ID=148&Urteil=Schadensersatz
Timestamp: 2019-08-22 10:44:08
Document Index: 239913656

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 49', 'BGH', 'BGH', '§ 628', 'BGH']

Ein Klick auf das Stichwort zeigt die Urteile an. Stand: 21.08.2019
Inhalt: 12.296 Urteile
BGH - 12.02.2019 - X ZR 24/18
Ein vor der Mängelbeseitigung geltend gemachter Anspruch auf Schadensersatz statt der Leistung wegen der Mängel an einem Bauwerk umfaßt nicht die auf die voraussichtlichen Mängelbeseitigungskosten entfallene Umsatzsteuer.
BGH - 22.07.2010 - VII ZR 176/09
Eine Anrechnung von Steuervorteilen, die sich aus einer Kapitalanlage ergeben, kommt im Schadensersatzprozeß des Anlegers grundsätzlich nicht in Betracht, wenn auch die Schadensersatzleistung der Besteuerung unterliegt.
BGH - 15.07.2010 - III ZR 336/08
Sind in der Sphäre des Anwalts bei vorzeitiger Beendigung des Pachtvertrages fällig werdende Ansprüche des Pächters verjährt, hat er dem Mandanten Schadensersatz u.a. in Höhe des Werts der bei Beendigung nach den Regeln einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung noch nicht getrennten Früchte (Halmtaxe) zu leisten.
OLG Celle - 29.06.2010 - 3 W 54/10
Empfiehlt der Rechtsberater einem Gesellschafter zur Durchführung einer Kapitalerhöhung bei einer GmbH den verbotenen Weg einer verdeckten Sacheinlage, bemißt sich der Schadensersatzanspruch des Gesellschafters, falls die von ihm und der Gesellschaft im Zuge des verdeckten Geschäfts erbrachten Zahlungen bereicherungsrechtlich zu saldieren sind, nach der Höhe der von ihm noch zu erbringenden Bareinlage zuzüglich eines Wertverlusts an den von ihm verdeckt eingebrachten Sachwert.
Nur das, worauf ein Mandant nach der Rechtsordnung einen Anspruch hat, stellt einen Schaden dar, wenn er dies durch den Fehler eines beauftragten Rechtsanwalt nicht erhält; denn der Mandant soll im Wege des Schadensersatzes durch einen Anwaltsfehler nicht in den Genuß eines Vorteils kommen, den er ohne jenen Fehler nach der materiellen Rechtslage nicht hätte erlangen dürfen.
OLG Karlsruhe - 15.07.2008 - 7 O 311/06
Schadensersatz, den ein Steuerberater und/oder sein Haftpflichtversicherer zum Ausgleich dafür leisten, daß aufgrund einer Nicht- oder Schlechterfüllung des Beratungsvertrages Einkommensteuer festgesetzt wird, die bei ordnungsgemäßer Erfüllung des Vertrages nicht angefallen wäre, stellt keine Betriebseinnahme dar.
FG Hamburg - 02.04.2008 - 1 V 44/08
Im Internet begangene unerlaubte Handlungen führen nicht dazu, daß Schadensersatzklagen an einem beliebigen Gericht in Deutschland oder weltweit eingereicht werden können. Die Annahme eines weltweit für den Geschädigten wählbaren Gerichtsstandes verstößt gegen das Willkürverbot und das Gebot des gesetzlichen Richters.
AG Krefeld - 18.10.2007 - 4 C 305/06
Eine Verletzung der in § 49 b Absatz 5 Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) normierten Hinweispflicht ist grundsätzlich geeignet einen Schadensersatzanspruch gegen den Rechtsanwalt wegen Verletzung einer Aufklärungspflicht zu begründen.
Ein Rechtsanwalt hat für solche Nachteile einzustehen, die im Schutzbereich der verletzten vertraglichen Pflichten liegen. Zu ersetzen sind solche Schadensfolgen, zu deren Abwendung die verletzte Vertragspflicht übernommen wurde.
KG - 14.12.2006 - 1 U 55/06
Ein Rechtsanwalt hat für solche Nachteile einzustehen, die im Schutzbereich der verletzten vertraglichen Pflichten liegen. Zu ersetzen sind die Schadensfolgen, zu deren Abwendung sich der beauftragte Rechtsanwalt verpflichtet hat.
Der Schadensersatzanspruch eines Mandanten gegen einen fehlerhaft arbeitenden Rechtsanwalt umfaßt die nutzlos aufgewandten Kosten der Prozeßführung, die er der Honorarforderung des Rechtsanwalt durch Aufrechnung entgegenhalten kann.
Die unbegründete Verwarnung aus einem Kennzeichnungsrecht kann ebenso wie eine sonstige unberechtigte Schutzrechtsverletzung unter dem Gesichtspunkt eines rechtwidrigen und schuldhaften Eingriffs in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb zum Schadensersatz verpflichten.
BGH - 15.07.2005 - GSZ 1/04
Der Rechtsberater, der seinem Auftraggeber wegen positiver Vertragsverletzung zum Schadensersatz verpflichtet ist, hat diesen durch die Schadensersatzleistung so zu stellen, wie er bei pflichtgemäßem Verhalten des Rechtsberaters stünde. Danach muß die tatsächliche Vermögenslage derjenigen gegenüber gestellt werden, die sich ohne Fehler des Rechtsberaters ergeben hätte. Das erfordert einen Gesamtvermögensvergleich, der alle von dem haftungbegründenden Ereignis betroffenen finanziellen Positionen umfaßt.
BGH - 20.01.2005 - IX ZR 416/00
Die bloße Anmeldung von Schadenersatzansprüchen ist noch keine Verhandlung mit der Folge der Verjährungshemmung, selbst wenn der Anspruchsgegner eine Erklärung abgibt, mit der er vorläufig auf die Einrede der Verjährung verzichtet.
Der Schadensersatzanspruch des Mandanten aus einem fristlos gekündigtem Dienstvertrag gem. § 628 Abs.2 BGB setzt ein Verschulden des Rechtsanwalts voraus.
OLG Köln - 19.12.2001 - 19 U 116/01
Wird ein Versicherungsnehmer einer Rechtsschutzversicherung aufgrund eines Fehlers seines Prozeßbevollmächtigten mit Prozeßkosten belastet, gehen insbesondere diese Kosten als Schadensersatzanspruch des Versicherungsnehmers vertraglich (ARB) und gesetzlich (VVG) auf den Versicherer über.
LG Kiel - 28.04.1992 - 10 S 2/92
Durch den Verlust eines Prozesses, der ohnehin nicht gewonnen werden konnte, entsteht einer Prozeßpartei, die verloren hat, kein Schaden, den er seinem Rechtsanwalt als haftpflichtbegründenden Schadensersatzanspruch vorwerfen kann.
BGH - 20.11.1984 - IX ZR 9/84