Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VII%20ZR%2026/12
Timestamp: 2019-05-23 06:14:35
Document Index: 129077271

Matched Legal Cases: ['BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 634', '§ 640', '§ 640', '§ 635', '§ 640', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 634', '§ 634', 'BGH', 'BGH']

BGH, 20.02.2014 - VII ZR 26/12 - dejure.org
https://dejure.org/2014,4087
BGH, 20.02.2014 - VII ZR 26/12 (https://dejure.org/2014,4087)
BGH, Entscheidung vom 20.02.2014 - VII ZR 26/12 (https://dejure.org/2014,4087)
BGH, Entscheidung vom 20. Februar 2014 - VII ZR 26/12 (https://dejure.org/2014,4087)
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§ 634a Abs 1 Nr 2 BGB, § 640 Abs 1 S 1 BGB
Werkvertrag - Abnahme, konkludente
BGB § 640 Abs. 1 S. 1
Konkludente Werkabnahme bei im Wesentlichen mangelfreier Fertigstellung; Verhalten des Auftraggebers als Billigung der erbrachten Leistungen; Abfordern von Bauplänen zur Archivierung; Sekundärhaftung des Architekten; Werkvertrag; Verjährung von Ansprüchen aus Bauvertrag
BGB § 635; BGB § 640 Abs. 1 S. 1
Konkludente Abnahme von Architektenleistungen durch die Entgegennahme von angeforderten Bauunterlagen; Verjährung von Schadensersatzansprüchen gegen Architekten
Konkludente Abnahme setzt nicht zwingend Vollendung des Werkes voraus
Noch einmal: Zur konkludenten Abnahme des Architektenwerks
Verjährungsbeginn ohne vollständige Leistungserbringung?
Werkvertrag - Zur konkludenten Abnahme
Wann wird eine Planerleistung schlüssig abgenommen? (IBR 2014, 216)
LG Görlitz, 06.04.2011 - 1 O 166/10
OLG Dresden, 15.12.2011 - 10 U 638/11
MDR 2014, 458
BauR 2014, 1023
ZfBR 2014, 362
Erforderlich ist ein tatsächliches Verhalten des Bestellers, das geeignet ist, seinen Abnahmewillen dem Unternehmer gegenüber eindeutig zum Ausdruck zu bringen (BGH, Urteil vom 20. Februar 2014 - VII ZR 26/12, BauR 2014, 1023 Rn.15).
Ob eine konkludente Abnahme vorliegt, beurteilt sich grundsätzlich nach den Umständen des Einzelfalls (BGH, Urteil vom 20. Februar 2014 - VII ZR 26/12, BauR 2014, 1023 Rn. 15).
Eine solche kann auch vorliegen, wenn die Leistung Mängel hat oder noch nicht vollständig fertiggestellt ist (BGH, Urteil vom 20. Februar 2014 - VII ZR 26/12, VersR 2015, 1257 Rn. 18).
Ob eine konkludente Abnahme vorliegt, beurteilt sich grundsätzlich nach den Umständen des Einzelfalls (BGH…, Urteil vom 12. Mai 2016 - VII ZR 171/15, ZIP 2016, 1634 Rn. 52, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen; Urteil vom 20. Februar 2014 - VII ZR 26/12, BauR 2014, 1023 Rn. 15).
Wie der BGH mit Urteil vom 20.02.2014 (VII ZR 26/12 - Rn. 18) überzeugend ausgeführt hat, ist die Vollendung des Werks nicht ausnahmslos Voraussetzung für eine konkludente Abnahme; entscheidend ist vielmehr, ob nach den gesamten Umständen das Verhalten des Auftraggebers vom Auftragnehmer dahin verstanden werden kann, er billige die erbrachte Leistung als im Wesentlichen vertragsgemäß.
Insbesondere ist ein konkreter Anknüpfungspunkt, wie er in dem vom BGH am 20.02.2014 (a.a.O.) entschiedenen Fall in Form der Anforderung von Bauunterlagen durch den Auftraggeber zum Zwecke der Archivierung vorlag, nicht ersichtlich.
Abnahme bedeutet die - auch konkludent mögliche - Billigung des Werkes als im Wesentlichen vertragsgerechte Leistung (vgl. BGH, Urt. v. 20.02.2014 - VII ZR 26/12 = BauR 2014, 1023 Rz. 15 mwN).
Es kommt nicht darauf an, ob tatsächlich Mängel bestehen, sondern ob der Auftragnehmer annehmen darf, dass aus Sicht des Auftraggebers das Werk im Wesentlichen mangelfrei hergestellt ist, etwa weil sich Mängel noch nicht gezeigt haben und er durch sein Verhalten die Billigung des Werks zum Ausdruck gebracht hat (vgl. BGH, Urteil vom 20.02.2014, VII ZR 26/12, BauR 2014, 1023).
Ob eine konkludente Abnahme vorliegt, beurteilt sich grundsätzlich nach den Umständen des Einzelfalls (BGH, Urteil vom 20. Februar 2014 - VII ZR 26/12 -, Rn. 15, juris, m.w.Nachw.).
Das kann auch dann der Fall sein, wenn die Leistung Mängel hat oder noch nicht vollständig fertig gestellt ist (BGH, Urteil vom 20. Februar 2014 - VII ZR 26/12 -, Rn. 18, juris).
Ob eine konkludente Abnahme vorliegt, beurteilt sich grundsätzlich nach den Umständen des Einzelfalls (BGH, Urteil vom 20. Februar 2014 - VII ZR 26/12 -, Rz. 15, juris).
Der Lauf der fünfjährigen Verjährungsfrist (§ 634 a Abs. 1 Nr. 2 BGB) konnte erst mit der Abnahme des Architektenwerkes beginnen (§ 634 a Abs. 2 BGB; vgl. BGH BauR 2014, 1023, 1024 = IBR 2014, 216 = BeckRS 2014, 05632 Rn. 13).
Eine konkludente Abnahme ist dann anzunehmen, wenn das Werk des Architekten nach den Vorstellungen des Auftraggebers im Wesentlichen mangelfrei fertiggestellt und der Auftragnehmer das Verhalten des Auftraggebers als Billigung seiner erbrachten als im Wesentlichen vertragsgerecht verstehen darf (BGH BauR 2014, 1023, 1025 = IBR 2014, 216 = BeckRS 2014, 05632 Rn. 18).
OLG Celle, 23.12.2014 - 14 U 78/14
Architektenvertrag im Altfall: Mündliche Beauftragung des Architekten mit …