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Timestamp: 2019-07-22 22:08:08
Document Index: 14634704

Matched Legal Cases: ['§ 42', '§ 80', '§ 166', '§ 114', 'Art. 14', 'Art. 14', '§ 32', '§ 32', '§ 261', '§ 48', '§ 49', '§ 42', '§ 113', '§ 146', '§ 166', '§ 114', '§ 118', '§ 121', '§ 1', '§ 24', '§ 32', '§ 48', '§ 261', '§ 170', 'Art. 14', '§ 42', 'Art. 14', 'Art. 19', '§ 1', '§ 170', '§ 1']

VGH Bayern, 17.09.2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434 - dejure.org
VGH Bayern, 17.09.2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434
https://dejure.org/2015,27192
VGH Bayern, 17.09.2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434 (https://dejure.org/2015,27192)
VGH Bayern, Entscheidung vom 17.09.2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434 (https://dejure.org/2015,27192)
VGH Bayern, Entscheidung vom 17. September 2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434 (https://dejure.org/2015,27192)
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§ 42 Abs. 1 VwGO; § ... 42 Abs. 2 VwGO; § 80 Abs. 5 S. 1, 3 VwGO; § 166 Abs. 1 S. 1 VwGO; § 114 Abs. 1 ZPO; Art. 14 Abs. 1 S. 2 GG; Art. 14 Abs. 2 GG; § 32b Abs. 1 ZFdG; § 32b Abs. 2 ZFdG; § 261 Abs. 1 StGB; § 48 Abs. 2 S. 3 BPolG; § 49 Abs. 2 BPolG
EVwGO, ZPO, GG, ZFdG, StGB, BPolG
§ 42 Abs. 1 und 2, § ... 80 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4, Abs. 5 Satz 1 und 3, § 113 Abs. 1, Satz 1, § 146 Abs. 4 Satz 6, § 166 Abs. 1 Satz 1 VwGO; § 114 Abs. 1, § 118 Abs. 1 Satz 4, § 121 Abs. 1 ZPO; § 1 Abs. 1, § 24 Abs. 2, § 32b ZFdG; §§ 48 bis 50 BPolG; § 261 Abs. 1 StGB; § 170 Abs. 2 StPO; Art. 14 Abs. 1 GG
Antragsbefugnis und Klagebefugnis des (behaupteten) Eigentümers von präventiv sichergestelltem Bargeld; Verletzung des Grundrechts der Eigentumsfreiheit eines Nichtadressaten durch Sicherstellungsverfügung
Sicherstellung von Bargeld zur Gefahrenabwehr
§ 42 VwGO, Art. 14 I GG, Art. 19 IV GG
Präventive Sicherstellung von Bargeld
NVwZ-RR 2016, 48
VG Aachen, 19.12.2017 - 6 K 3136/17
Polizei; Sicherstellung; Bargeld; gegenwärtige Gefahr; Betäubungsmittel; Drogen; …
vgl. Bayerischer VGH, Beschluss vom 17. September 2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434 -, juris Rn. 21; OVG Bremen, Urteil vom 24. Juni 2014 - 1 A 255/12 -, juris Rn. 25; Niedersächsisches OVG, Urteil vom 2. Juli 2009 - 11 LC 4/08 -, juris Rn. 38; VG Aachen, Urteil vom 15. Februar 2007 - 6 K 1757/05 -, juris Rn. 33 m.w.N.
vgl. Bayerischer VGH, Beschluss vom 17. September 2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434 -, juris Rn. 21; Niedersächsisches OVG, Urteil vom 7. März 2013 - 11 LB 438/10 -, juris Rn. 36; VG Aachen, Urteil vom 15. Februar 2007 - 6 K 1757/05 -, juris Rn. 35 m.w.N.
vgl. Bayerischer VGH, Beschluss vom 17. September 2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434 -, juris Rn. 21; OVG Bremen, Urteil vom 24. Juni 2014 - 1 A 255/12 -, juris Rn. 25, und Beschluss vom 8. Oktober 2012 - 1 B 102/12 -, juris Rn. 29; VG Düsseldorf, Urteile vom 7. November 2014 - 18 K 3377/14 -, juris Rn. 24., und vom 29. April 2014 - 18 K 9709/13 -, juris Rn. 20.
Im Rahmen der vorzunehmenden Gesamtwürdigung dieser konkreten Anhaltspunkte, vgl. zu deren Eignung zum Nachweis einer Herkunft eines sichergestellten Bargeldbetrages aus dem Drogenhandel: Bayerischer VGH, Beschluss vom 17. September 2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434 -, juris Rn. 22; Niedersächsisches OVG, Urteile vom 7. März 2013 - 11 LB 438/10 -, juris Rn. 36 f., und vom 2. Juli 2009 - 11 LC 4/08 -, juris Rn. 43, hat der Beklagte zu Recht eine gegenwärtige Gefahr, der Kläger werde dieses Geld unmittelbar für illegale Drogengeschäfte im Bereich des D1.
VG Aachen, 08.05.2017 - 6 K 1405/15
Polizei; Bargeld; Sicherstellung; gegenwärtige Gefahr; Drogenhandel; …
vgl. Bayerischer VGH, Beschluss vom 17. September 2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434 -, juris Rn. 21; OVG Bremen, Urteil vom 24. Juni 2014 - 1 A 255/12 -, juris Rn. 25; OVG Lüneburg, Urteil vom 2. Juli 2009 - 11 LC 4/08 -, juris Rn. 38; VG Aachen, Urteil vom 15. Februar 2007 - 6 K 1757/05 -, juris Rn. 33 m.w.N.
vgl. Bayerischer VGH, Beschluss vom 17. September 2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434 -, juris Rn. 21; OVG Lüneburg, Urteil vom 7. März 2013 - 11 LB 438/10 -, juris Rn. 36; VG Aachen, Urteil vom 15. Februar 2007 - 6 K 1757/05 -, juris Rn. 35 m.w.N.
Im Rahmen der vorzunehmenden Gesamtwürdigung dieser konkreten Anhaltspunkte, vgl. zu deren Eignung zum Nachweis einer Herkunft eines sichergestellten Bargeldbetrages aus dem Drogenhandel: Bayerischer VGH, Beschluss vom 17. September 2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434 -, juris Rn. 22; OVG Lüneburg, Urteile vom 7. März 2013 - 11 LB 438/10 -, juris Rn. 36 f., und vom 2. Juli 2009 - 11 LC 4/08 -, juris Rn. 43, hat der Beklagte zu Recht eine gegenwärtige Gefahr, der Kläger werde dieses Geld unmittelbar für illegale Drogengeschäfte im Bereich der Q.--gasse verwenden, angenommen.
Nach dieser Vorschrift können die Behörden des Zollfahndungsdienstes, hier das nach § 1 Abs. 1 ZFdG zuständige Zollfahndungsamt München, im Zuständigkeitsbereich der Zollverwaltung zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr eine Sache, darunter Bargeld (vgl. BayVGH, B. v. 17. September 2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434 - juris Rn. 21 m. w. N.), sicherstellen.
Die Sicherstellung von Bargeld zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr kommt unter anderem dann in Betracht, wenn - wovon die Antragsgegnerin hier ausgegangen ist - das Bargeld zur Begehung von Straftaten verwendet werden soll, wobei sowohl die besondere zeitliche Nähe als auch ein besonders hoher Grad an Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts erforderlich ist (BayVGH, B. v. 17. September 2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434 - juris Rn. 21).
Letzteres bedingt eine entsprechend abgesicherte Prognose, d. h. es müssen hinreichend konkrete und nachvollziehbare tatsächliche Anhaltspunkte (…BayVGH, B. v. 19. November 2010 - 10 ZB 10.1707 - juris Rn. 19) dafür vorliegen, dass das Geld unmittelbar oder in allernächster Zeit zur Vorbereitung oder Begehung von Straftaten verwendet werden wird; ein bloßer Gefahrenverdacht oder bloße Vermutungen reichen dafür nicht (BayVGH, B. v. 17. September 2015 - a. a. O.).
Allerdings gilt ein mit zunehmendem Ausmaß des möglichen Schadens abgesenkter Grad der Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts (BayVGH, B. v. 17. September 2015, a. a. O. unter Hinweis auf OVG Bremen, U. v. 24. Juni 2014 - 1 A 255/12 - juris Rn. 25;… NdsOVG, U. v. 7. März 2013 - 11 LB 438/10 - juris Rn. 36).
Darüber hinaus bestehen Zweifel daran, ob eine präventive Sicherstellung des Buchgeldes (noch) nach Einstellung der strafrechtlichen Ermittlungen nach § 170 Abs. 2 StPO allein aufgrund der ungeklärten Herkunft der beschlagnahmten Geldscheine zulässig war (vgl. zur Situation einer Sicherstellung von Bargeld, bei dem nach der konkreten Auffindesituation alles für die Herkunft aus Drogengeschäften und eine weitere Verwendung für Drogengeschäfte spricht: BayVGH, B. v. 17.9.2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434 - juris).
VGH Bayern, 01.02.2016 - 10 CS 15.2689
Kontaktverbot zum Schutz von Kindern vor sexuellem MIssbrauch
Allerdings gilt ein mit zunehmendem Ausmaß des möglichen Schadens abgesenkter Grad der Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts (st. Rspr.; vgl. z. B. BayVGH, B. v. 17.9.2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434 - juris Rn. 21).
VG München, 28.11.2018 - M 7 K 16.6006
Aufhebung einer Sicherstellungsverfügung - Rechtswidrige Sicherstellung von …
Danach können die Behörden des Zollfahndungsdienstes (hier nach § 1 Abs. 1 ZFdG das zuständige Zollfahndungsamt) im Zuständigkeitsbereich der Zollverwaltung eine Sache sicherstellen, um eine gegenwärtige Gefahr abzuwehren - wobei auch Bargeld (Banknoten, Münzen) als bewegliche Sache bei Vorliegen der tatbestandlichen Voraussetzungen präventiv sichergestellt werden kann (vgl. BayVGH, B.v. 17.9.2015 - 10 CS 15.1435 - juris Rn. 21 m.w.N.).
Die Sicherstellung von Bargeld zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr kommt dabei insbesondere auch dann in Betracht, wenn das Bargeld zur Begehung von Straftaten verwendet werden soll (vgl. BayVGH, B.v. 17.9.2015 - 10 CS 15.1435 - juris Rn. 21).
Letzteres bedingt eine entsprechend abgesicherte Prognose, d.h. es müssen hinreichend konkrete und nachvollziehbare tatsächliche Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass das Geld unmittelbar oder in allernächster Zeit zur Vorbereitung oder Begehung von Straftaten verwendet werden wird; ein bloßer Gefahrenverdacht oder bloße Vermutungen reichen dafür nicht; allerdings gilt - wie ausgeführt - ein mit zunehmendem Ausmaß des möglichen Schadens abgesenkter Grad der Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts (vgl. BayVGH, B.v. 17.9.2015, a.a.O. m.w.N.).
Ein bloßer Gefahrenverdacht oder bloße Vermutungen reichen dafür nicht aus; allerdings gilt ein mit zunehmendem Ausmaß des möglichen Schadens abgesenkter Grad der Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts (vgl. zuletzt BayVGH, B.v. 17.9.2015 - 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434 - juris Rn. 21 m.w.N.).
Ein bloßer Rechtsreflex vermag indes ebenso wenig eine Rechtsposition bzw. eine Antrags-/Klagebefugnis zu begründen (vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 18.10.2010 - 1 S 2029/10 - n.v.) wie eine rein faktisch ermittelte "Betroffenheit" (vgl. BayVGH, Beschluss vom 17.09.2015 - 10 CS 15.1435 - NVwZ-RR 2016, 48 = juris Rn. 14).
Bei präventiv-polizeilicher Betrachtung kann allein aufgrund verbliebener Verdachtsmomente ein Bedürfnis für die Aufrechterhaltung von polizeilichem Gewahrsam an beschlagnahmtem Geld bestehen (vgl. BayVGH, Beschluss vom 17. September 2015 - 10 CS 15.1435 -, juris, Rn. 23; Nds. OVG…, Urteil vom 2. Juli 2009 - 11 LC 4/08 -, juris, Rn. 34).
VG Hamburg, 09.02.2016 - 4 K 6243/14
Jagdpächter; Drittanfechtungsklage; Klagebefugnis
Grundsätzlich obliegt es dem einfachen Gesetzgeber, bei einem Zusammentreffen zweier grundrechtlich geschützter Rechtspositionen von Privatpersonen eine sachgerechte ausgleichende Lösung des Konflikts zu finden und Art und Umfang des (Dritt-) Schutzes zu bestimmen mit der Folge, dass eine Herleitung der Klagebefugnis unmittelbar aus den Grundrechten regelmäßig ausscheidet (vgl. VGH München, Beschl. v. 17.9.2015, 10 CS 15.1435, 10 C 15.1434, juris - Rn. 16).
VGH Bayern, 27.06.2016 - 10 CS 16.895