Source: https://www.gesetze-im-internet.de/schsiservausbv/BJNR094000008.html
Timestamp: 2020-08-15 09:09:12
Document Index: 183235486

Matched Legal Cases: ['§ 4', '§ 7', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3', '§ 3']

SchSiServAusbV - Verordnung über die Berufsausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit
SchSiServAusbV
Ausfertigungsdatum: 21.05.2008
"Verordnung über die Berufsausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit vom 21. Mai 2008 (BGBl. I S. 940)"
(+++ Textnachweis ab: 1.8.2008 +++)
Der Ausbildungsberuf Servicekraft für Schutz und Sicherheit wird nach § 4 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.
(2) Die Berufsausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit gliedert sich wie folgt (Ausbildungsberufsbild):
Rechtsgrundlagen für Sicherheitsdienste;
Sicherheitsbereiche,
Arbeitsorganisation; Informations- und Kommunikationstechnik,
Kundenorientierte Kommunikation;
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage für das erste Ausbildungsjahr aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Die Zwischenprüfung findet im Prüfungsbereich Schutz und Sicherheit nach Absatz 4 statt.
(4) Für den Prüfungsbereich Schutz und Sicherheit bestehen folgende Vorgaben:
Gefährdungspotenziale erkennen,
Maßnahmen der Sicherung durchführen und dokumentieren,
sein Verhalten an sicherheitsrelevante Situationen anpassen sowie
den rechtlichen Handlungsrahmen beachten
Situationsgerechtes Verhalten und Handeln,
Anwendung von Rechtsgrundlagen für Sicherheitsdienste,
Durchführung von Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen.
(4) Für den Prüfungsbereich Situationsgerechtes Verhalten und Handeln bestehen folgende Vorgaben:
Gefährdungs- und Konfliktpotenziale feststellen und bewerten sowie sein Verhalten und Handeln entsprechend anpassen,
Möglichkeiten der Teamarbeit und Kommunikation nutzen,
Tätermotive und -verhalten beurteilen,
Maßnahmen zum Eigenschutz ergreifen und Methoden der Deeskalation anwenden sowie
bei Unfällen und Zwischenfällen erforderliche Hilfsmaßnahmen einleiten
(5) Für den Prüfungsbereich Anwendung von Rechtsgrundlagen für Sicherheitsdienste bestehen folgende Vorgaben:
Gefährdungssituationen und Rechtsverstöße erkennen und rechtlich bewerten sowie
Handlungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der Rechte von Personen und Institutionen darstellen
(7) Für den Prüfungsbereich Durchführung von Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen bestehen folgende Vorgaben:
Gefährdungspotenziale im operativen Einsatz beurteilen,
die Funktionsweise von sicherheitstechnischen Einrichtungen darstellen,
Sicherheitsbestimmungen berücksichtigen sowie
die Einhaltung von Arbeits-, Brand- und Umweltschutz sowie Vorschriften des Daten- und Informationsschutzes feststellen und bei Mängeln Maßnahmen einleiten
die Prüfungszeit beträgt 45 Minuten;
der Prüfling soll ferner nachweisen, dass er
Maßnahmen der Sicherung und präventiven Gefahrenabwehr durchführen einschließlich melden und berichten,
kunden- und serviceorientiert handeln und kommunizieren sowie
der Prüfling soll ein fallbezogenes Fachgespräch führen; Grundlage des Fachgesprächs ist eine von zwei von ihm durchgeführten und dokumentierten betrieblichen Aufgaben aus seinem Einsatzbereich; die Dokumentationen sollen eine Beschreibung der Aufgabenstellung, der Vorgehensweise bei der Ausführung sowie eine Bewertung des Ergebnisses beinhalten; jede Dokumentation soll drei Seiten nicht überschreiten; betriebsübliche Unterlagen sind beizufügen; die Dokumentationen sind dem Prüfungsausschuss vor der Durchführung der Prüfung zuzuleiten; hieraus wählt der Prüfungsausschuss eine aus; der Ausbildende hat zu bestätigen, dass die Aufgaben von dem Prüfling im Betrieb selbstständig durchgeführt worden sind; die Dokumentation wird nicht bewertet;
die Prüfungszeit für das fallbezogene Fachgespräch beträgt höchstens 20 Minuten;
das Ergebnis der schriftlichen Aufgabenbearbeitung ist mit 30 Prozent, das fallbezogene Fachgespräch mit 70 Prozent zu gewichten.
1. Prüfungsbereich Situationsgerechtes
Verhalten und Handeln 20 Prozent,
2. Prüfungsbereich Anwendung von Rechtsgrundlagen für
Sicherheitsdienste 30 Prozent,
3. Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 10 Prozent,
4. Prüfungsbereich Durchführung von
Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen 40 Prozent.
in dem Prüfungsbereich Anwendung von Rechtsgrundlagen für Sicherheitsdienste mit mindestens „ausreichend“,
in mindestens zwei der übrigen Prüfungsbereiche mit mindestens „ausreichend“ und
(10) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche, in denen Prüfungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2 : 1 zu gewichten.
§ 7 Fortsetzung der Berufsausbildung
Die erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung im Ausbildungsberuf „Servicekraft für Schutz und Sicherheit“ kann im Ausbildungsberuf „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ nach den Vorschriften für das dritte Ausbildungsjahr fortgesetzt werden.
(Fundstelle: BGBl. I 2008, 943 - 946)
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 1)
Rechtsgrundlagen des Handlungsrahmens für Sicherheitsdienste beachten und anwenden
Rechte von Personen und Institutionen beachten
Gefährdungssituationen rechtlich bewerten
Rechtsverstöße erkennen und beurteilen
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 2)
2.1 Sicherheitsbereiche
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 2.1)
Sicherheitsdienste in den gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang einordnen
Aufgaben, Organisation und Leistungen der unterschiedlichen Sicherheitsbereiche beschreiben und Schnittstellen darstellen
Stellung des Ausbildungsbetriebes innerhalb der Sicherheitsdienste bewerten
2.2 Arbeitsorganisation;
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 2.2)
Kommunikations- und Informationstechnik aufgabenbezogen nutzen
Daten sichern und pflegen
Regelungen zum Datenschutz anwenden
Dienst- und Arbeitsanweisungen beachten
Dokumentationen anfertigen, beim Melde- und Berichtswesen mitwirken
2.3 Qualitätssichernde
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 2.3)
Ziele, Aufgaben und Methoden des betrieblichen Qualitätsmanagements berücksichtigen
den Zusammenhang zwischen Qualität und Kundenzufriedenheit beachten und die Auswirkungen auf das Betriebsergebnis berücksichtigen
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 3)
3.1 Teamarbeit und Kooperation
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 3.1)
Möglichkeiten der Teamarbeit nutzen und gegenseitige Informationen gewährleisten
Kommunikationsregeln anwenden; bei Kommunikationsstörungen Lösungsmöglichkeiten aufzeigen
interne und externe Kooperationsprozesse beachten, Kommunikationswege nutzen
Selbst- und Zeitmanagement in der Teamarbeit beachten
Auswirkungen von Information und Kommunikation auf Betriebsklima und Arbeitsleistung beachten
3.2 Kundenorientierte
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 3.2)
über Sicherheitsbestimmungen und Sicherheitsdienstleistungen informieren
Auskünfte auch in einer Fremdsprache erteilen
Auswirkungen von Information und Kommunikation mit dem Kunden auf den Geschäftserfolg berücksichtigen
Kundenkontakte herstellen, nutzen und pflegen
Kommunikationsmittel und -regeln im Umgang mit dem Kunden situationsgerecht anwenden
Zufriedenheit von Kunden überprüfen; Beschwerden weiterleiten
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 4)
Maßnahmen zur präventiven Gefahrenabwehr durchführen
Gefährdungspotenziale im operativen Einsatz beurteilen und Sicherungsmaßnahmen einleiten
Sicherheitsbestimmungen anwenden
Wirkungsweise und Gefährdungspotenzial von Waffen, gefährlichen Gegenständen und Stoffen identifizieren
Einhaltung objektbezogener Arbeitsschutzvorschriften überprüfen, Arbeitsschutzeinrichtungen überwachen und bei Mängeln Maßnahmen einleiten
Einhaltung von Brandschutzvorschriften überprüfen, Brandschutzeinrichtungen überwachen und bei Mängeln Maßnahmen einleiten
Einhaltung objektbezogener Umweltschutzvorschriften überprüfen, Umweltschutzeinrichtungen überwachen und bei Mängeln Maßnahmen einleiten
Vorschriften zum Datenschutz und zur Datensicherheit beachten; Schutz betriebsinterner Daten überwachen
Großschadensereignisse erkennen und situationsbezogene Maßnahmen berücksichtigen
5 Verhalten und Handeln
bei Schutz- und
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 5)
Wirkung des eigenen Verhaltens auf Betroffene und die Öffentlichkeit berücksichtigen
Konfliktpotenziale feststellen und bewerten, Verhalten anpassen und Maßnahmen zur Konfliktvermeidung oder -bewältigung ergreifen
Methoden der Deeskalation anwenden
ordnende Anweisungen erteilen, auch in englischer Sprache
Maßnahmen zum Eigenschutz ergreifen
Hilfsmaßnahmen einleiten und Erstmaßnahmen durchführen
Unfälle und Zwischenfälle melden, insbesondere Angaben zu Verletzten, Schäden und Gefahren
Verhaltensnormen und -muster von Personen und Gruppen situationsabhängig berücksichtigen
Tätermotive und -verhalten beurteilen; Besonderheiten von Tätergruppen berücksichtigen
6 Sicherheitstechnische
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 6)
technische Hilfsmittel auswählen, handhaben, pflegen und deren Funktionsfähigkeit prüfen
Funktionsweise von sicherheitstechnischen Einrichtungen darstellen
Bedienelemente sowie Leitstellen- und Kommunikationstechnik handhaben, Kontrollinstrumente ablesen, Informationen auswerten und Maßnahmen ergreifen
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 1)
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 2)
Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes wie Angebot, Beschaffung, Absatz und Verwaltung erklären
Beziehungen des ausbildenden Betriebes und seiner Beschäftigten zu Wirtschaftsorganisationen, Berufsvertretungen und Gewerkschaften darstellen
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 3)
(§ 3 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere