Source: https://www.elo-forum.org/alg-widerspueche-klagen/179856-aerger-sachbearbeiterin-alg.html
Timestamp: 2017-10-19 04:06:11
Document Index: 7798032

Matched Legal Cases: ['§ 14', '§ 14', '§ 146', '§ 140', '§ 140', '§ 45']

Ärger mit der Sachbearbeiterin ALG 1 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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27.01.2017, 13:19 #1
Ärger mit der Sachbearbeiterin ALG 1
hätte da mal ne Frage, bezüglich meines Problems mit der Arbeitsagentur. Seit dem 01.05.2016 beziehe ich Alg1. Leider endete diese am 18.12.2016 krankheits bedingt, wodurch ich erstmal Krankengeld bekam. Am 18.01.2017 meldete ich mich wieder Persönlich beim Amt und gab meinen erneuten Antrag auf Alg1 ab für die restliche Zeit . Gestern hatte ich einen Termin bei meinem SB obwohl bis heute immer noch keine Bewilligung eingegangen ist.
Nach einem kurzen Gespräch drückte der SB mir eine Maßnahme auf mit beginn am 06.02.2017 bis 05.05.2017 bei der ich lernen soll, wie man bewerbungen schreibt. Auf die Frage, wieso ich zu so einer Maßnahme hinsoll, die mir nichts bringen wird und Sie mich gerne anders unterstützen sollten, bekam ich zu hören, das dies das Amt so vorgibt, falls man die letzten 3 monate immer noch in keinem Arbeitsverhältniss ist.
Als ich dann sagte, das ich diese EGV nicht sofort unterschreiben werde sondern mir zuhause in ruhe durchlesen möchte meinte Sie. das dass ok wäre und drückte mir anstatt der EGV einen VA in die Hand. In der steht drinne, das ich mich 15 x im Monat bewerben muss und die sache mit der Maßnahme.
1. Darf die SB mir am gleichen Tag anstatt der EGV einen VA aushändigen nur weil ich meinte, das ich mir diese zuhause in ruhe durchlesen möchte?
2. War dieser Termin rechtens , obwohl noch gar keine Alg 1 Bewilligung eingangen ist?
und 3. Gibt das Amt wirklich vor, das man die letzten 3 Monate zu so einer Maßnahme muss, weil Sie anscheinend nichts besseres wissen was Sie mit einem anfangen sollen?
Danke schonmal im voraus und entschuldige den langen Text.
AW: Ärger mit der Sachbearbeiterin ALG 1
Ist es dir möglich die EGV hier mal Anonym einzustellen?
15 Bewerbungen ist schon ganz schön heftig.
Maßnahmen sind reine Geldverschwendung und bringen einen nicht weiter.
28.01.2017, 12:57 #3
Die EGV zwar nicht, jedoch die VA. Habe anstelle der EGV gleich die VA mitbekommen. Lade Sie dann etwas später Hoch.
Hier der VA :
28.01.2017, 14:24 #4
ganz allgemein mal, ohne den VA gelesen zu haben: eine EGV muss zunächst zwischen ELO und SB ausgehandelt werden. Da du sofort einen VA erhalten hast, würde ich deshalb schon Widerspruch dagegen erheben.
15 Bewerbungen ist in der Tat seht happig. Ist gesetzlich nicht die Höchstanzahl von 10 pro Monat festgelegt?
28.01.2017, 15:41 #5
Widersprechen werde ich aufjedenfall, eine Verhandlung hat erst garnicht stattgefunden. Ich MUSS und das wars, laut aussage des SB.
Es ist wohl vorgeschrieben, das man in den letzten 3 Monaten das
Alg 1 eine Maßnahme aufgedrückt bekommt, meinte Sie zumir. 15 Stück im Monat finde ich auch ganz schön viel, der Arbeitsmarkt ist ja nicht gerade überflutet von Arbeit in meinem Bereich.
Wie fange ich am besten diesen Widerspruch an?
28.01.2017, 17:03 #6
-Gibt das Amt wirklich vor, das man die letzten 3 Monate zu so einer Maßnahme muss, weil Sie anscheinend nichts besseres wissen was Sie mit einem anfangen sollen?
-EGV...Ich MUSS und das wars, laut aussage des SB.
-Es ist wohl vorgeschrieben, das man in den letzten 3 Monaten das
Alg 1 eine Maßnahme aufgedrückt bekommt, meinte Sie zumir.
Als Empfehlung für dich. Der Sachbearbeiter (SB) hat dir gegenüber eine Beratungs- und Auskunftspflicht, gemäß §§ 14, 15 SGB I. Jeder hat gemäß §§ 14, 15 SGB I (Beratungs- und Auskunftspflichten) einen Anspruch gegenüber den zuständigen Ämtern und Behörden auf Beratung über die sich aus den Sozialgesetzbüchern ergebenden Rechte und Pflichten. Wenn dein SB nächste Mal eine Behauptung in den Raum stellt, dann forderst du eine justiziable Erklärung, schriftlich unter Nennung gültiger Gesetze. Darauf hast du ein Anrecht.
Der SB hat dir frech in das Gesicht gelogen.
Zu den Bewerbungen. Blindbewerbungen sind nicht rechtens.
Es ist unzumutbar einem Hilfebedürftigen aufzubürden monatlich eine starre Mindestanzahl (Fiktiv: 15 Stück) an Bewerbungen vorzulegen und ihn damit zu verpflichten, aussichtslose Blindbewerbungen abzuschicken. Es ist zumindest geboten, die Verpflichtung zu einer bestimmten Anzahl von Bewerbungen als Durchschnittswert vorzugeben, um eine flexible Handhabung zu ermöglichen.
Bei 15 Bewerbungen sind das meiner Meinung nach Blindbewerbungen. Anhand der Bewerbungskostenübernahme von höchstens 260,-€ im Jahr und die Tatsache das pro Bewerbung pauschal circa 5,-€ erstattet werden, ergibt sich pro Monat 4-5 Bewerbungen. Was Gerichte in ähnlichen Fällen bestätigt haben.
Gegen den VA würde ich Widerspruch einlegen. Sollte der Widerspruch erfolglos bleiben, sollte der kostenlose Klageweg vor dem Sozial Gericht (SG) bestritten werden. Der SB braucht dringend eine Sensibilisierung im Umgang mit dem SGB.
Der Widerspruch kann einfach gehalten werden:
Ich erhebe hiermit Form und Fristgerecht Widerspruch gegen den Eingliederungsverwaltungsakt vom xx.xx.xxxx
Es gab keine vorherige Verhandlung über eine Eingliederungsvereinbarung (EGV). Der EGV-VA wurde demnach rechtswidrig erlassen.
Doppeloma, serhudi bedankte(n) sich...
hätte da mal ne Frage, bezüglich meines Problems mit der Arbeitsagentur. Seit dem 01.05.2016 beziehe ich Alg1. Leider endete diese am 18.12.2016 krankheits bedingt, wodurch ich erstmal Krankengeld bekam.
Dann wurde dein Bezug ja nach § 146 SGB III ganz regulär aufgehoben, wegen Ende der Leistungsfortzahlung, ruhen des ALGI (und damit auch aller Verpflichtungen der AfA gegenüber) wegen Anspruch auf Krankengeld von der KK nach 6 Wochen AU.
Am 18.01.2017 meldete ich mich wieder Persönlich beim Amt und gab meinen erneuten Antrag auf Alg1 ab für die restliche Zeit . Gestern hatte ich einen Termin bei meinem SB obwohl bis heute immer noch keine Bewilligung eingegangen ist.
In der Regel ist bei einer Unterbrechung des Bezuges UNTER 6 Wochen Dauer kein neuer Antrag notwendig, schon hier wurdest du falsch /gar nicht beraten und OHNE vorliegenden (neuen) Bescheid mag ein EGV-Vorschlag rechtlich schon möglich sein aber ein (einseitig verpflichtender) VA darf erst erstellt werden wenn du einen Leistungsbescheid auch erhalten hast.
Das ist also bereits ein ausreichender Grund den VA anzugreifen, weil das rechtlich so noch gar nicht zulässig war.
Nach einem kurzen Gespräch drückte der SB mir eine Maßnahme auf mit beginn am 06.02.2017 bis 05.05.2017 bei der ich lernen soll, wie man bewerbungen schreibt.
Dazu sollte zunächst mal besprochen werden wofür diese Maßnahme bei dir erforderlich scheint, dass du aktuell "noch immer nicht in Arbeit bist" ist kein ausreichender Grund dafür, zumal du ja auch gerade erst längere Zeit AU krank gewesen bist.
Da sollte das ja logisch nachvollziehbar sein, wenn man noch immer nicht in Arbeit ist, was konkret hat SIE denn VORHER dafür getan, dass du in Arbeit kommen kannst, ist ja etwas spät wenn du schon seit Mai 2016 arbeitslos bist, dir jetzt beibringen lassen zu wollen, wie man richtig Bewerbungen schreiben sollte ...
Wie viele VV hast du denn bisher (also bis du krank geworden bist) von deiner SB / von der AfA erhalten, gibt es sinnvolle Weiterbildungen in deiner Berufsrichtung, hast du dazu "Angebote" bekommen ???
Ist denn daraus (oder woraus sonst) anzunehmen, dass es an deinen Bewerbungen gelegen haben wird, dass du nicht genommen wurdest ???
Auf die Frage, wieso ich zu so einer Maßnahme hinsoll, die mir nichts bringen wird und Sie mich gerne anders unterstützen sollten, bekam ich zu hören, das dies das Amt so vorgibt, falls man die letzten 3 monate immer noch in keinem Arbeitsverhältniss ist.
Wenn du zuletzt (fast 4 Monate) krank gewesen bist ist ja nachvollziehbar warum du "in den letzten 3 Monaten" nicht vermittelt werden konntest ... das ist Unsinn was sie dazu als AfA -Vorgabe behauptet, Maßnahmen sollen (eigentlich) immer zielgerichtet und auf die persönlichen Bedarfe abgestimmt sein.
Aber vermutlich sind jetzt am Jahresbeginn wieder einige Bewerbungs-Maßnahmen zu belegen, die man sonst nicht voll bekommen kann, auch die MT (Maßnahmeträger) wollen schließlich leben und weiterhin ihre Daseinsberechtigung beweisen können.
Wenn du konkrete andere Fortbildungs-Interessen benennen kannst, warum hast du das noch nicht schriftlich (nachweislich !!!) eingereicht und verlangt, dass man dir gezielte Weiterbildung ermöglicht, um bessere Aussichten am Arbeitsmarkt zu haben ???
Von alleine bekommst du da NIX, das musst du aus dem Vermittlungsbudget einfordern und einen baldigen Bescheid dazu verlangen.
Passende Weiterbildung kannst du dir hier dafür heraussuchen ...
Gut begründet schriftlich beantragen (mit Maßnahme-Beginn am XX die Enscheidung dringend machen) und den Eingang deines Antrages auf einer Kopie bestätigen lassen ...
Dann musst du auch einen schriftlichen Bescheid dazu bekommen, mach es ruhig DRINGEND, denn du bekommst ja auch nicht mehr sehr lange ALGI, das Ende verschiebt sich jetzt allerdings nach hinten (ca. 4 Wochen) wegen der Krankengeldzahlungen von der KK ...
In diesem VA steht noch sehr viel mehr drin, was (angeblich) mit dir besprochen wurde und so teilweise nicht zulässig ist UND auch NICHT ohne dein Einverständnis "angeordnet" werden darf ...
Die Maßnahme wird darin zwar erwähnt aber es gibt keine konreten Ausführungen dazu welche Inhalte dir dort überhaupt vermittelt werden sollen und warum die so wichtig für dich sind ... es steht nur der MT dabei (der ist schon seit vielen Jahren eher negativ im Gespräch) und der Zeitraum in dem das stattfinden soll.
Du bekommst also noch weitere Informationen dazu (lt. VA), von wem und auf welchem Wege ist allerdings unklar und das darf in einem VA gar nicht sein, bisher lese ICH das "als unverbindliches Angebot" von was auch immer ...
NEIN, denn eine EGV soll ja "gemeinsam" erarbeitet werden, zudem hast du auch Anspruch auf das EGV-Formular sonst kannst du ja gar nicht überprüfen, ob die Inhalte übereinstimmend sind ... hast du das überhaupt lesen können ???
Ein VA soll ja (bis auf die RFB) möglichst "deckungsgleiche" Inhalte haben ... sonst ist es ja kein "Ersatz" der vorgelegten EGV mehr.
Zudem ist eine EGV ein Vertragsvorschlag und den darfst du vor einer Unterschrift immer prüfen (oder prüfen lassen), dafür ist dir eine ausreichende Frist (in der Regel 10 - 14 Tage) einzuräumen, die aber leider nicht gesetzlich konkret irgendwo festgelegt ist.
Der Temin mag rechtens gewesen sein, du möchtest ja wieder Leistungen der AfA in Anspruch nehmen, wann hast du denn deinen Antrag abgegeben, kann ja nicht so schwer sein den Bescheid dazu wieder zu erstellen, es hat sich ja im Prinzip nichts geändert, du bist wieder gesund und Vermittlungsfähig ... rein rechtlich gesehen wäre eine neue Antragstellung gar nicht erforderlich gewesen ...
Auch eine EGV darf man dir bereits vorschlagen und mit dir besprechen, allerdings ist ein VA erst rechtlich verbindlich zu erstellen wenn du bereits einen Leistungsbescheid erhalten hast ... nur Leistungsempfängern darf man was per einseitigem amtlichen Bescheid "aufdrücken" ...
Diese Frage solltest du vielleich besser der AfA mal direkt stellen, es gibt auch ein Beschwerde-Management über Nürnberg, das bringt immer (wenigstens) etwas "Unruhe" in die örtliche AfA ...
Melde mich gerne später noch mal dazu, zerpflücke den VA mal gründlicher und schreibe dir wie ICH jetzt dagegen vorgehen würde.
Den Hinweis eine sinnvolle Fortbildung SELBER zu beantragen, solltest du auf alle Fälle ernst nehmen, dafür brauchst du auch keinen Termin bei der AfA, das kannst du auch zwischendurch (gegen Empfangs-Bestätigung auf einer Kopie) beim Empfang einreichen oder per "Übergabe-Einschreiben" per Post an die AfA senden.
Denn damit zeigst du ja, dass du durchaus Interesse hast deine Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern ... mit den "Angeboten" dieser Maßnahme wird doch nur sinnlos die Zeit "verplempert", die du noch bei der AfA hast ... das siehst du völlig richtig.
Bis später wenn du magst ...
serhudi bedankte(n) sich...
28.01.2017, 19:20 #8
Soweit hast du meine volle Zustimmung aber der Klageweg dürfte überflüssig werden, wenn auf die Tatsache hingewiesen wird (im Widerspruch), dass es noch gar keinen Leistungsbescheid gibt ... der VA daher schon als rechtswidrig zu betrachten ist.
Zudem würde ich direkt und parallel den Widerspruch (natürlich mit dieser "VA-Glanzleistung" im Anhang) an das KRM senden und noch einige Fragen zu den Inhalten des Gespräches UND des VA gleich beifügen.
Ich denke mal es wird schnell eine "Aufhebung" / Stattgabe des Widerspruches erfolgen, weil der noch gar nicht zulässig war ...
Der Rest ist dabei eigentlich schon fast nebensächlich aber natürlich sollten (in Nürnberg) schon einige direkte Fragen dazu gestellt werden (dürfen), ich würde auch das "Terminprotokoll" verlangen, vielleicht gibt das ja Auskunft zur Notwendigkeit des VA und natürlich auch die gedruckte Vorlage dieser EGV ...
Deine Grußformel solltest du aber mal aktualisieren und modernisieren, das schreibt man schon lange nicht mehr so "unterwürfig" ...
Es genügt völlig die Schlussformel "Mit freundlichem Gruß", schon die "freundlichen Grüße" (Mehrzahl) sind in vielen Fällen "zuviel des Guten", die erste Variante lässt schon "durchblicken", dass man nur die Höflichkeitsregeln nicht verletzen wollte ...
"Hochachtung" habe ich schon lange vor KEINER Behörde mehr geäußert, wenn sie mal sehr fleißig waren (oder werden sollten ) dann bedanke ich mich vorher noch / schon "für Ihre Bemühungen", manchmal soll sogar das nur ein (noch) freundlicher Hinweis sein, dass ich auch "ganz anders KANN", wenn man mich weiter hinhalten will.
MfG Doppeloma (ich meine die Mehrzahl )
28.01.2017, 20:48 #9
mache mal gleich weiter, kannst (und solltest) ja selber auswählen (können), was du für dein weiteres Vorgehen verwerten möchtest von den Informationen hier.
Es gibt weitere und wichtigere Widerspruchsgründe, die zunächst mal dafür sorgen sollten, dass der VA samt "angebotener" Maßnahme vom Tisch kommt ...
Habe mich mal etwas dazu umgelesen hier und den MT gibt es nun doch schon viel zu lange, vielleicht schaust du dir mal dieses Thema an, da erfährst du so einige sehr nachdenkenswerte Sachen dazu ...
Da findet (so scheint es) nicht nur Bewerbungstraining statt, sondern eher so eine Art "Arbeitslosen-Gehirnwäsche", ursprünglich wohl mehr auf ALGII-Empfänger / SGB II ausgerichtet, braucht man nun wohl auch den "Nachschub" aus dem ALGI / SGB III um sich weiter am "Maßnahme-Markt (und bei der EU für Fördermittel ???) behaupten zu können ...
https://www.elo-forum.org/weiterbild...-wae-gmbh.html
Diese Betreiber möchten eben auch möglichst nicht arbeitslos werden ... wenn die alle so erfolgreich arbeiten wie es immer beschrieben wird dürfte es doch schon längst KEINE Arbeitslosen mehr geben in D ... nun werden also auch die aus dem SGB III schon damit "beglückt", weil man die auch nicht mehr schafft selber in Arbeit zu bringen ...
Gewöhne dir an immer die Rechtsgrundlagen zu verlangen wenn man dir so was erzählt, es ist nicht deine Aufgabe zu raten, ob es das geben könnte (als Vorschrift), es ist Aufgabe deiner SB dich zu informieren WO das IM GESETZ steht, wenn es so wäre (bitte aufschreiben für meinen Anwalt) ...
Wer alles glaubt und nicht nachfragt wird dazu auch keine Antworten bekommen ...
15 Stück im Monat finde ich auch ganz schön viel, der Arbeitsmarkt ist ja nicht gerade überflutet von Arbeit in meinem Bereich.
Genau das hat deine SB aber zu beachten wenn sie dir bestimmte Zahlen vorgibt, SIE hat den Überblick zu haben ob das überhaupt realistisch ist mit deiner Ausbildung und deinen Kenntnissen aus dem bisherigen Berufsleben.
Gerade das sehen Sozialrichter in der Regel auch so, es kommt darauf an, ob es eine so hohe Zahl von Arbeitsangeboten in deinem Tagespendelbereich überhaupt geben könnte ... darum ist gesetzlich auch GAR KEINE feste Anzahl von monatlichen "Pflichtbewerbungen" gefordert ... weil das eben individuell sehr verschieden sein kann mit den Möglichkeiten ...
Im ALGI gelten für dich noch die Zumutbarkeits-Bedingungen des § 140 SGB III, hast du dir die schon mal angesehen ... ich frage natürlich lieber nicht, ob deine SB dich dazu informiert hat ...
Schau dir das GENAU an im Bezug auf deine letzte Tätigkeit / dein letztes Einkommen und die Zumutbarkeit bei den Entfernungen zum Arbeitsplatz (Pendelzeit täglich), wie viele VV (von der AfA) hast du denn bisher bekommen, es soll ja ein annäherndes "Gleichgewicht herrschen im "Fordern und Fördern" ...
Bekommst du also auch 15 Vorschläge von der AfA im Monat ???
Gemäß deinem VA eher NICHT, da steht nur das übliche dazu drin, dass man dir VV zusenden wird wenn man welche "finden sollte" ... viellicht bin ich gerade "blind" aber nicht mal diese "allgemeine Floskel" dazu kann ich finden ...
Die AfA hat also GAR NICHTS zu bieten in der Hinsicht aber du sollst auf dem gleichen Arbeitsmarkt 15 Stellenangebote im Monat finden können ... ???
Du darfst dafür sogar kostenlos die technischen Einrichtungen der AfA benutzen, wie freundlich, kannst du deine AfA zu Fuß erreichen oder wer übernimmt dann die Fahrtkosten dafür ???
Dann mal Seite 2, da wird es richtig "interessant" ... schon im ersten Absatz (vermutlich) 3 "Lügen" ...
Man stellst dir also (auf Antrag, anders geht das sowieso nicht) einen Vermittlungs-Gutschein aus ... du weißt was du damit machen kannst / sollst ???
Man hat mit dir über die "Möglichkeiten" einer "Maßnahme bei einem Arbeitgeber" gesprochen und dir ein "Merkblatt" überreicht ... (magst du das bitte mal einstellen?) ...
Du weißt also WAS das bedeutet = unbezahlte "Praktika" und /oder unbezahlte "Probearbeiten" ... die von der AfA dann als "Maßnahme" legalisiert werden (müssen), weil es sonst Schwarzarbeit wäre ...
Weitet sich inzwischen auch "ungebremst" von ALG II in ALGI aus, gibt wahrscheinlich immer mehr AG, die diesen kostengünstigen Weg (ohne Einstellung regulär bezahlter Mitarbeiter) gehen möchten ...
Na-Ja, die Leute im ALGI sind zudem meist noch nicht so lange raus aus der Praxis ... du bist aber nicht verpflichtet dich dafür auch noch "anzubieten", die AfA soll dich in bezahlte Arbeit vermitteln und nicht als "ZAF" fungieren, um umliegenden AG die Personal-Engpässe stopfen zu helfen.
Warum bitte sollst du über eine "Nebentätigkeit" den Einstieg in den Arbeitsmarkt finden müssen, die AfA soll in VOLLZEIT-ARBEIT vermitteln, von der man wieder leben könnte ... da stört ein "Nebenjob" meist eher dann eine Vollzeitstelle aufnehmen zu können.
So wird es jedenfalls denen erzählt die bereits einen Nebenjob haben wenn sie aus dem Hauptjob arbeitslos werden und ALGI beantragen müssen ... man müsse sich darauf einrichten den Nebenjob dann aufgeben zu müssen, weil Vollzeitvermittlung Vorrang hat.
Kannst du dich überhaupt daran erinnern, dass man dazu wirklich mit dir gesprochen haben will, dich dazu beraten hat ???
Im nächsten Absatz hat man dich "zu den Möglichkeiten" für einen Eingliederungs-Zuschuss beraten, stimmt das auch und welche Gründe ergeben sich dafür aus deiner Person, dass du das einem AG "anbieten" sollst, damit er dich (vielleicht) einstellen würde um dann Geld vom Amt zu bekommen ???
Der nächste Absatz ist eine Unverschämtheit und ohne deine Einwilligung gar nicht zulässig, man (AG) darf dich also zu Hause anrufen (die Möglichkeit der telefonischen Kontakt-Aufnahme wurde aktiviert), das entscheidet deine SB im VA ohne dich zu fragen... du solltest deine Kontakt-Daten (Festnetz/ Handy/ Mail) umgehend wieder löschen lassen, du musst NUR auf dem Postwege erreichbar sein, das gilt auch für AG UND die AfA.
Für die Maßnahme wird nicht mal die zutreffende Rechtsgrundlage angeben, von wem du dann den Termin bekommen sollst dafür ist auch nicht klar, der MT hat dich jedenfalls NICHT eigenständig einzuladen ...
Ich nehme immer noch an, dass es sich eigentlich um eine freiwillige Maßnahme handelt, die in der Regel nur mit einer EGV und deiner (freiwilligen) Unterschrift möglich ist ... im VA ist das alles "viel zu dünn", ein Flyer ist auch keine "amtliche Zuweisung" sondern nur eine unverbindliche Information ...
Dann mal weiter zu deinen "Aktivitäten" ...
Sehr allgemein gehalten, zumal du weder PC noch Telefon besitzen musst (ich weiß, dann darfst du ja zur AfA kommen), auch Tageszeitungen kosten Geld und wen sollst du bitte "pers. Anfragen" ob es Arbeit für dich gibt ... letztlich ist es deine Angelegenheit auf welchen Wegen du nach Arbeit suchst ...
15 Bewerbungen sind klar ZU VIEL, dabei wurden deine individuellen Möglichkeiten und der örtliche Arbeitsmarkt überhaupt nicht berücksichtigt, ob AG dir antworten werden kannst du nicht beeinflussen und OB sie dir geantwortet haben (und was konkret) geht den SB eigentlich NICHTS an .... kann SB auch gar nicht kontrollieren ...
Warum bitte sollst du "potentiellen" AG deine Arbeitskraft kostenlos (unter Weiterzahlung des ALGI) "anbieten" müssen ... ein "potenzieller AG ist für mich nur einer der mir anbietet mich einzustellen und nicht nur (bis zu 6 Wochen) "ausprobieren" will ... dafür gibt es die gesetzliche Probezeit.
Dazu kann man dich auch NICHT per VA verpflichten, zumal inzwischen sogar gesetzlich klar gestellt ist, dass es Praktika NUR im Zusammehang mit einer Ausbildung / Weiterbildung geben darf und NICHT als separate "Einzelmaßnahme" ... um sich (vielleicht) zukünftige Mitarbeiter mal auszuprobieren.
Mit einer Vermittlung in bezahlte Vollzeit-Arbeit durch die AfA hat das eher gar nichts mehr zu tun, deine SB scheint schon intensiv beim JC "reingeschnuppert" zu haben ...
Darauf weist auch der letzte Absatz hin, dass du mindestens 2 ZAF kontaktieren sollst und dann über deine "Erfahrungen" berichten darfst ... die hat wohl den "Knall" noch nicht gehört...
Ich gehe mal davon aus, dass ein Einkommen bei einer ZAF nicht annähernd der Zumutbarkeit des § 140 SGB III (aktuelles ALGI) entsprechen dürfte ... das besagen jedenfalls unsere Erfahrungen hier, zumindest machen die schonmal KEINE Vollzeit-Verträge ... und lt. Ziel auf Seite 1 sollst du doch Vollzeit-Arbeit finden ...
Offen bleibt dabei schon wieder, ob die bei den 15 Bewerbungen dabei sind oder zusätzlich gefordert werden ... zumindest bleibt völlig offen wie lange du Zeit dafür hast, denn du weißt ja noch nicht wann "der nächste Termin" geplant ist, oder ???
Insgesamt kann ich zur Übernahme von Bewerbungskosten überhaupt NICHTS Konkretes finden, ich denke mal bei 15 Bewerbungen (+ X VV) ist die Eigenleistungsfähigkeit erreicht und überschritten, das von deinem ALG I alleine finanzieren zu müssen.
Soviel erst mal für jetzt von mir ...
28.01.2017, 22:16 #10
Ersteinmal Vielen Dank für deine ausführliche Hilfe " Doppeloma "
Ich versuche auf all deine Fragen einzugehen.
Die eigentliche EGV wurde erst gar nicht gedruckt, da Sie anfing von einer Maßnahme zureden und ich Ihr das dann bitte gleich unterschreiben solle. Darauf hin meinte ich Ihr, das ich mir die ganze Sache in Ruhe zuhause anschauen wolle und dann gegebenenfalls Unterschreibe. Naja, anstatt der EGV ratterte dann die VA aus dem Drucker :D
Habe noch ein gesondertes Blatt Papier bekommen zur Maßnahme, werde ich gleich mal heraus suchen und hochladen.
Meine Krankschreibung endete am 17.01.2017, habe mich dann am 18.01.2017 persönlich vorgestellt und den erneuten Antrag bekommen. Am selben Tag ausgefüllt und auch abgegeben. Gestern am 27.habe ich angerufen und nachgefragt, was nun sache ist. Die Dame am Telefon meinte das der Antrag erst am 24. eingescannt worden ist ... Frage mich auch, wieso es solange dauern kann, müsste ja nur wieder reaktiviert werden.
Komme aus Berlin und suche im Bereich Maschinenführer bzw. Anlagenführer was, habe eine Ausbildung vorzuweißen, jedoch gestaltet sich die Suche sehr schwierig. Das einzige was man findet sind Helfer tätigkeiten, die von Leihfirmen und Zeitarbeitsfirmen angeboten werden. Diese sendete mir auch die AFA zu, jedoch waren es bis zum heutigen Zeitpunkt keine 10 Stück in den letzten 8-9 Monaten !
Hatte dennen aber auch von Anfang an klargemacht, das Sie mir mit sowas nicht ankommen bräuchten, da ich mit meinem ALG 1 höher liege, als wenn ich in einer Leih- bzw. Zeitarbeitsfirma arbeiten würde.
Habe erst gestern die AFA angerufen und gefragt, ob Sie denken, das ich die geforderten Bewerbungen von meinem ALG 1 bezahlen soll? Wenn man schon von mir SOVIELE Bewerbungen im Monat erwartet. Keine 20min später, redete meine SB mir auf den AB :) . Sie schickt mir sofort das Formular zu, um meine Bewerbungskosten erstatten lassen zukönnen. Klärte mich auch gleich auf, Bewerbung a 5Euro und im Jahr Maximal 260Euro......
Könnte man auch Onlinebewerbungen erstatten lassen ? Vielleicht nicht mit 5 Euro gleich, aber mit 2-3 Euro ??
Werde mich morgen gleich an den Widerspruch machen.
28.01.2017, 22:37 #11
Hier das Schreiben zur Maßnahme.
29.01.2017, 19:03 #12
Nach 6-monatiger Arbeitslosigkeit (plus 2,5 Monate Krankheit) hat die SB vermutlich gedacht, dass man mal was Neues überlegen sollte. Außerdem ist jetzt grob gesagt, ein Nettoeinkommen in Höhe des Alg zumutbar.
Eine Bewerbungsmaßnahme wird nach § 45 SGB III gefördert („Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung“). Vielleicht wurde die Maßnahme mit Blick auf den Begriff aktivieren vorgeschlagen, weil Arbeit bei ZAF bisher abgelehnt wurde (was ich allerdings verstehe). Oder es haben ihr die Zahl oder die Zielrichtung (Tätigkeit) der eigenen Bewerbungen nicht genügt. Müsste sie dann aber auch sagen und sich nicht hinter Allgemeinplätzen verschanzen.
Die Zahl von 15 Bewerbungen finde ich auch zu hoch, aber auch einfach erreichbar, zumal keine bestimmte Tätigkeit vorgeschrieben wird. Eine Straße im Industriegebiet von Anfang bis Ende durchgegangen, und schon habe ich 10 persönliche Bewerbungen (incl. Absagen). Macht keinen Sinn, erfüllt aber den Zweck.
Gegen den Bescheid ankämpfen kann/sollte man trotzdem. Kann aber dauern.
Ergänzung: Evtl. liegt trotz Ausbildungsberuf zwischenzeitlich der Tatbestand "wieder ungelernt" vor. Dann könnte evtl. eine Umschulung gefördert werden. Kann aber nur die SB sagen.
31.01.2017, 12:15 #13
Hättet Ihr einen Tipp wie ich den Widerspruch anfangen könnte? Hatte mal einen Thread von jemandem gefunden gehabt, der das selbe Problem hatte jedoch finde ich es nicht mehr.
Furchtbarer Ärger mit der Finanz Sachbearbeiterin Alundra ALG II 42 08.11.2012 07:04