Source: https://www.steuerberater-center.de/news_gmbh_recht.htm
Timestamp: 2018-04-22 06:22:05
Document Index: 392281

Matched Legal Cases: ['§ 7', 'Art. 3', '§ 15', '§ 49', '§ 2', '§ 32', '§ 17', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 8', '§ 6']

Die EinfÃ¼hrung der Gewerbesteuerpflicht fÃ¼r Gewinne aus der VerÃ¤uÃŸerung von Anteilen an einer Mitunternehmerschaft durch Â§ 7 S. 2 Nr. 2 GewStG im Juli 2002 verstÃ¶ÃŸt nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG. Dass die Personengesellschaft als Mitunternehmerschaft dabei die Gewerbesteuer schuldet, obwohl der Gewinn aus der VerÃ¤uÃŸerung des Mitunternehmeranteils beim verÃ¤uÃŸernden Gesellschafter verbleibt, verletzt nicht das LeistungsfÃ¤higkeitsprinzip. Auch das rÃ¼ckwirkende Inkraftsetzen der Vorschrift fÃ¼r den Erhebungszeitraum 2002 ist verfassungsgemÃ¤ÃŸ.
Eine nach Â§ 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG gewerblich geprÃ¤gte (inlÃ¤ndische) KG vermittelt ihren (auslÃ¤ndischen) Gesellschaftern eine BetriebsstÃ¤tte i.S.v. Â§ 49 Abs. 1 Nr. 2 a EStG i.V.m. Â§ 2 Nr. 1 KStG. Die Abgeltungswirkung fÃ¼r den Kapitalertragsteuerabzug (Â§ 32 Abs. 1 Nr. 2 KStG) ist insoweit ausgeschlossen.
Transparenzregister: Neue Offenlegungspflichten bei GmbH und GmbH & Co. KG? (Löhrer, GmbH-StB 2018, 91)
Die mit dem 1.10.2017 durch eine Anpassung des GeldwÃ¤schegesetzes (GWG) gesetzlich angeordnete Pflicht zur Mitteilung zum neu geschaffenen Transparenzregister gilt auch fÃ¼r Gesellschaften in der Rechtsform der GmbH und GmbH & Co. KG. In diesem zweigeteilten Beitrag (Fortsetzung in GmbH-StB 4/2018) werden die aus Sicht der GmbH und GmbH & Co. KG â€“ sowie ihren Gesellschaftern und GeschÃ¤ftsfÃ¼hrern â€“ praktisch wichtigsten Aspekte in Bezug auf das Transparenzregister zusammengefasst und auf zu beachtende Gesichtspunkte wird hingewiesen.
FG DÃ¼sseldorf 22.2.2018, 9 K 280/15 H(U)
Eine Organgesellschaft haftet fÃ¼r solche Steuern des OrgantrÃ¤gers, fÃ¼r welche die Organschaft zwischen ihnen steuerlich von Bedeutung ist. Die Haftung der im Organkreis untergeordneten Organgesellschaft fÃ¼r Steuerschulden des die Organgesellschaft beherrschenden OrgantrÃ¤gers soll die steuerlichen Risiken ausgleichen, die mit der Verlagerung der steuerlichen RechtszustÃ¤ndigkeit auf den OrgantrÃ¤ger verbunden sind.
Auf der Ebene des verÃ¤uÃŸernden Gesellschafters stellt der entgeltliche Erwerb eigener Anteile durch die GmbH ein VerÃ¤uÃŸerungsgeschÃ¤ft i.S.d. Â§ 17 Abs. 1 EStG dar. Die rein gesellschaftsintern wirkende Umgliederung einer freien GewinnrÃ¼cklage in eine zweckgebundene RÃ¼cklage fÃ¼hrt nicht zu nachtrÃ¤glichen Anschaffungskosten auf den GeschÃ¤ftsanteil des verÃ¤uÃŸernden Gesellschafters.
Mit BMF-Schreiben v. 23.2.2018 hat die Finanzverwaltung ihr Anwendungsschreiben v. 11.11.2011 zum Umwandlungssteuergesetz an das Ã¼berarbeitete BMF-Schreiben zu Â§ 8c KStG v. 28.11.2017 angepasst.
Was nutzt das neue BMF-Schreiben vom 28.11.2017 zu § 8c KStG? (Dr. Klaus Olbing, GmbH-StB 2018, 54)
Nicht nur in dieser Fachzeitschrift musste wiederholt Ã¼ber die "Leidensgeschichte" des Â§ 8c KStG berichtet werden. Das Schicksal dieser Vorschrift steht beispielhaft fÃ¼r das gesamte Sanierungs- und Insolvenzsteuerrecht: Die wenigen Vorschriften/Regeln, die es bisher gab - und gibt -, lÃ¶sen sich zunehmend im Nichts auf - wie z.B. steuerfreier Sanierungsgewinn, auslÃ¤ndische BetriebstÃ¤ttenverluste. Ob das - lang ersehnte - BMF-Schreiben vom 28.11.2017 zu Â§ 8c KStG fÃ¼r die Beratungspraxis "Licht ins Dunkel" bringt, bleibt abzuwarten. Es sieht jedoch zunÃ¤chst nicht danach aus.
VerÃ¤uÃŸert eine Personengesellschaft ein Wirtschaftsgut des GesamthandsvermÃ¶gens an eine andere Personengesellschaft, an der einer ihrer Gesellschafter ebenfalls als Mitunternehmer beteiligt ist, kann der auf den Doppelgesellschafter entfallende VerÃ¤uÃŸerungsgewinn unter den Voraussetzungen des Â§ 6b EStG im Umfang des Anteils des Doppelgesellschafters am GesamthandsvermÃ¶gen der Schwestergesellschaft auf die Anschaffungskosten des nÃ¤mlichen Wirtschaftsguts Ã¼bertragen werden.
Bilanzierung von Verbindlichkeiten bei Rangrücktritt in der Liquidationsschlussbilanz (GmbH-StB 2018, 17)
Erfolgt die Finanzierung der GmbH (auch) durch Gesellschafterdarlehen, so stellt sich bei einem krisenbedingten Ausfall des Darlehens auch die Frage des bilanzsteuerlichen Schicksals der Gesellschafterverbindlichkeit auf Seiten der GmbH. Insoweit gilt es eine Ausbuchung der Verbindlichkeit verbunden mit einem (Buch-)Gewinn zu verhindern. Auf diese Fragen wird eingegangen. Im Vordergrund steht dabei die Frage der Bilanzierung von Verbindlichkeiten bei RangrÃ¼cktritt in der Liquidationsschlussbilanz auf Grundlage der VerfÃ¼gung der OFD Frankfurt/M. v. 30.6.2017 â€“ S 2743 A - 12 - St 525.