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Timestamp: 2016-10-26 15:36:53
Document Index: 373486142

Matched Legal Cases: ['Art. 8', 'in casu', 'BGE', 'Art. 2', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 21', 'Art. 21', 'BGE', 'Art. 14', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 21', 'BGE', 'Art. 9', 'Art. 8', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 19', 'Art. 8', 'Art. 11', 'Art. 41', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 1', 'Art. 1', 'Art. 2', 'in fine', 'Art. 5', 'Art. 2', 'Art. 3', 'Art. 7', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 8', 'Art. 7', 'Art. 19', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 21', 'Art. 2', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 9', 'BGE', 'BGE', 'Art. 8', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 2', 'BGE', 'Art. 5', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 12', 'Art. 2', 'Art. 19', 'Art. 8', 'Art. 10', 'Art. 19', 'Art. 12', 'BGE', 'BGE', 'Art. 2', 'in fine', 'BGE', 'Art. 19', 'BGE', 'Art. 13', 'Art. 12', 'BGE', 'Art. 19', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 10', 'Art. 10', 'Art. 10', 'BGE', 'Art. 8', 'BGE', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 19', 'Art. 8', 'BGE', 'Art. 10', 'Art. 2', 'Art. 10', 'Art. 8', 'Art. 1', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8', 'Art. 8']

131 V 93. Urteil i.S. A. gegen IV-Stelle des Kantons Aargau und Versicherungsgericht des Kantons Aargau
Art. 8 al. 1, 2 et 4 Cst.; art. 21 al. 2 LAI en relation avec art. 2 al. 1 OMAI et ch. 15.02 de l'annexe � l'OMAI; art. 12 et 13 LAI; art. 19 LAI en relation avec l'art. 8ter al. 2 let. c et art. 10 al. 2 let. c RAI: Prise en charge par l'assurance-invalidit� d'un appareil de communication �lectronique pour une personne mineure atteinte de trisomie 21. Les appareils de communication �lectriques et �lectroniques - in casu un appareil "B.A. Bar" - ne tombent pas sous le coup de la notion de moyen auxiliaire d�s lors qu'ils servent � l'apprentissage du langage (consid. 3.3). Le fait qu'ils ne sont pas pris en charge par l'assurance-invalidit� n'est pas critiquable d'un point de vue constitutionnel (interdiction de la discrimination; �galit� de traitement; libert� personnelle), ni sous l'angle des mesures visant � �liminer les in�galit�s qui frappent les personnes handicap�es; cela d'autant moins qu'il y a lieu de prendre en consid�ration les mesures entrant dans le cadre de la formation scolaire sp�ciale (consid. 3.4.3 et 3.5; aussi consid. 5). Pour l'entretien des contacts quotidiens avec l'entourage, l'octroi de la mesure ne se r�v�le pas n�cessaire. (consid. 3.6) Raisons pour lesquelles la prise en charge de l'appareil � titre de mesures m�dicales n'entre pas non plus en ligne de compte. (consid. 4) L'appareil est-il � la charge de l'assurance-invalidit� � titre de mesure de nature p�dago-th�rapeutique comprise dans la formation scolaire sp�ciale (en consid�ration de l'�ge pr�-scolaire de l'assur� au titre de mesure d'�ducation pr�coce) (consid. 5.2 et 5.3)? Renvoi � l'administration pour instruction et nouvelle d�cision sur ce point. (consid. 5.4) Faits � partir de page 10
A. Der am 10. M�rz 1998 geborene A. ist von einer Trisomie 21 (Down-Syndrom) betroffen. Die Invalidenversicherung sprach ihm Leistungen f�r medizinische Massnahmen und eine heilp�dagogische Abkl�rung zu, richtete Pflegebeitr�ge aus und �bernahm die BGE 131 V 9 S. 11Kosten f�r eine heilp�dagogische Fr�herziehung in der Stiftung S. Diese Institution ersuchte im Juni 2001 um Abgabe eines "B.A.Bar"Ger�ts zuhanden des Versicherten. Dabei handelt es sich um einen Apparat, durch welchen Tonaufnahmen mit Hilfe von auf Gegenst�nden oder Bildern angebrachten Strichcodes abgerufen werden k�nnen. Die IV-Stelle des Kantons Aargau lehnte den Anspruch gest�tzt auf eine Stellungnahme des Bundesamtes f�r Sozialversicherung (BSV) ab (Verf�gung vom 29. Oktober 2001).
C. Die Eltern von A. lassen Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Hauptbegehren, es sei ihrem Sohn, in Aufhebung von angefochtenem Entscheid und strittiger Verf�gung, ein B.A.BarGer�t zuzusprechen. Vorfrageweise sei die Verfassungs- und Gesetzm�ssigkeit von Art. 2 Abs. 1 der Verordnung �ber die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) und Ziffer 15.02 des Anhanges zur HVI zu pr�fen.
1. Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche Bestimmungen im Bereich der Invalidenversicherung ge�ndert worden. Weil in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1), und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grunds�tzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verf�gung (hier: 29. Oktober 2001) eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 121 V 366 Erw. 1b), sind im vorliegenden Fall die bis zum 31. Dezember 2002 geltenden Bestimmungen anwendbar (BGE 129 V 4 Erw. 1.2). Entsprechendes gilt f�r die auf den 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Bestimmungen gem�ss der �nderung des IVG vom 21. M�rz 2003 (4. IV-Revision).
2. 2.1 Nach Art. 8 Abs. 1 Satz 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidit�t unmittelbar bedrohte Versicherte Anspruch auf BGE 131 V 9 S. 12Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsf�higkeit wieder herzustellen, zu verbessern, zu erhalten oder ihre Verwertung zu f�rdern. Gem�ss Art. 8 Abs. 2 IVG besteht der Leistungsanspruch nach Massgabe der Artikel 13 (medizinische Massnahmen bei Geburtsgebrechen), 19 (Sonderschulung), 20 (Pflegebeitr�ge f�r hilflose Minderj�hrige) und 21 (Hilfsmittel) unabh�ngig von der M�glichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben.
2.2 Zu beurteilen ist, ob ein Anspruch auf Abgabe des B.A.BarGer�tes durch die Invalidenversicherung besteht. Der Apparat kommt u.a. bei Personen mit Autismus, Trisomie 21 und gewissen Sprachst�rungen (so bei Aphasie) zum Einsatz. Nach Angaben der Stiftung f�r elektronische Hilfsmittel (Fondation Suisse pour les T�l�th�ses, FST) schafft das Ger�t eine Verbindung zwischen einem auf einer Klebeetikette befindlichen Strichcode, der auf einen Gegenstand angebracht werden kann, und einer digitalen Tonaufnahme. Die beliebig repetierbare Wiedergabe erm�gliche es, die p�dagogisch-therapeutische T�tigkeit einer Fachperson selbstst�ndig oder unter Anleitung von Angeh�rigen fortzusetzen.
2.3 Die Stiftung S. f�hrte im Leistungsgesuch vom 9. Juni 2001 aus, das beantragte Ger�t werde beim Versicherten zum Aufbau des passiven und aktiven Wortschatzes eingesetzt. So h�tten Bezugspersonen Ordner mit Fotos von Alltagsgegenst�nden sowie von Personen angelegt und mit Codes versehen; das Kind h�re die entsprechenden Informationen mit Hilfe des B.A.Bar-Ger�ts selbstst�ndig und mit guter Konzentration ab. Es handle sich um eine ideale Erg�nzung der logop�dischen Therapie.
Das BSV, welchem die Sache zur Stellungnahme unterbreitet wurde, teilte der IV-Stelle mit Schreiben vom 23. August 2001 mit, das B.A.Bar-Ger�t k�nne grunds�tzlich als Hilfsmittel abgegeben werden, sofern es als direkte Kommunikationshilfe eingesetzt werde. Vorliegend aber diene das Ger�t erkl�rtermassen als "Stimulierung zum Erlernen der Sprache im Sinne eines 'elektronischen Lehrers'"; f�r diesen Anwendungsbereich k�nne es nicht �bernommen werden.
3. Verwaltung und Vorinstanz haben den strittigen Anspruch ausschliesslich unter dem Rechtstitel der Abgabe von Hilfsmitteln (Art. 21 IVG) gepr�ft.
3.1 Nach Art. 21 Abs. 2 IVG hat der Versicherte, der infolge seiner Invalidit�t f�r die Fortbewegung, f�r die Herstellung des Kontaktes BGE 131 V 9 S. 13mit der Umwelt oder f�r die Selbstsorge kostspieliger Ger�te bedarf, im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne R�cksicht auf die Erwerbsf�higkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel. In Ausf�hrung dieser Grundsatznorm und gest�tzt auf eine Subdelegation (Art. 14 IVV) erliess das Eidgen�ssische Departement des Innern die Verordnung �ber die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI). Die dort angef�gte Liste sieht die Abgabe von elektrischen und elektronischen Kommunikationsger�ten f�r sprech- und schreibunf�hige Versicherte vor, die zur Pflege des t�glichen Kontakts mit der Umwelt auf ein solches Ger�t angewiesen sind und �ber die notwendigen intellektuellen und motorischen F�higkeiten zu seiner Verwendung verf�gen (Ziff. 15.02 HVI Anhang).
3.2 Der Beschwerdef�hrer l�sst geltend machen, der "restriktive" Wortlaut der Verordnung sehe die Abgabe von Kommunikationsger�ten f�r sprech- und schreibunf�hige Versicherte nur vor, wenn diese Ger�te zur Pflege des t�glichen Kontakts mit der Umwelt notwendig seien. Die Kommunikationsf�higkeit als solche m�sse demnach bereits gegeben sein. Es widerspreche aber Sinn und Zweck des Gesetzes, die Abgabe von Hilfsmitteln auszuschliessen, sofern diese f�r das Erlernen der Kommunikation eingesetzt w�rden. Die Zweckbestimmung der von Ziff. 15.02 des Anhangs zur HVI erfassten Ger�te sei daher auf die Aneignung der Sprechf�higkeit auszudehnen. Dies erscheine auch aufgrund des verfassungsm�ssigen Diskriminierungsverbotes (Art. 8 Abs. 2 BV) und der Gesetzgebung zur Gleichstellung Behinderter geboten.
3.3 Praxisgem�ss ist unter einem Hilfsmittel im Sinne des IVG ein Gegenstand zu verstehen, dessen Gebrauch den Ausfall gewisser Teile oder Funktionen des menschlichen K�rpers zu ersetzen vermag (BGE 115 V 194 Erw. 2c).
Beim Einsatz des B.A.Bar-Kommunikationsger�ts geht es nicht haupts�chlich darum, ein behinderungsbedingt bleibendes Defizit auszugleichen; vielmehr soll der wegen Trisomie 21 erschwerte - insbesondere verz�gerte - Prozess des Spracherwerbs beg�nstigt werden. Diese Anwendung ist nicht mit dem beschriebenen Begriff des Hilfsmittels zu vereinbaren. Insoweit besteht kein Spielraum, die in Ziff. 15.02 HVI Anhang umschriebenen Einsatzzwecke im beschwerdeweise beantragten Sinne zu erweitern. Im Zusammenhang mit anderen Indikationen (so als Kommunikationshilfe bei Autismus oder Aphasie) kann demselben Ger�t dagegen durchaus BGE 131 V 9 S. 14Hilfsmittelcharakter zukommen (vgl. das Schreiben des BSV vom 23. August 2001 [Erw. 2.3 hievor]).
3.4 Zu pr�fen bleibt, ob �bergeordnetes Recht erfordert, dass in vorliegender Konstellation ein weiter gefasster Hilfsmittelbegriff zur Anwendung kommt. Nach der Rechtsprechung kann das Eidgen�ssische Versicherungsgericht Verordnungen des Bundesrates (oder - im Rahmen zul�ssiger Subdelegation - des Departementes) grunds�tzlich auf ihre Rechtm�ssigkeit hin �berpr�fen.
3.4.1 Bei unselbstst�ndigen (nicht direkt auf die Verfassung abgest�tzten) Verordnungen geht es in erster Linie darum zu beurteilen, ob sie sich im Rahmen der Delegationsnorm halten. Besteht ein sehr weiter Spielraum des Ermessens f�r die Regelung auf Verordnungsebene, muss sich das Gericht auf die Pr�fung beschr�nken, ob die umstrittenen Vorschriften offensichtlich aus dem Rahmen der im Gesetz delegierten Kompetenzen herausfallen oder aus andern Gr�nden gesetzes- oder verfassungswidrig sind. Es kann jedoch sein eigenes Ermessen nicht an die Stelle desjenigen des Bundesrates oder Departementes setzen, und es hat auch nicht die Zweckm�ssigkeit zu untersuchen (BGE 126 V 71 Erw. 4a, BGE 125 V 30 Erw. 6a, BGE 124 II 245 Erw. 3).
3.4.2 Art. 21 IVG beschr�nkt den Leistungsanspruch ausdr�cklich auf Hilfsmittel, die in der entsprechenden Liste enthalten sind. Der Gesetzgeber hat dem Bundesrat damit die Kompetenz �bertragen, in der aufzustellenden Liste aus der Vielzahl zweckm�ssiger Hilfsmittel eine Auswahl zu treffen. Dabei nahm er in Kauf, dass mit einer solchen Aufz�hlung nicht s�mtliche sich stellenden Bed�rfnisse gedeckt werden. Der Bundesrat oder das Departement sind daher durch das Gesetz nicht verpflichtet, s�mtliche Hilfsmittel, derer ein Invalider zur Eingliederung bedarf, in die Hilfsmittelliste aufzunehmen. Vielmehr kann der Verordnungsgeber eine Auswahl treffen und die Zahl der Hilfsmittel beschr�nken; dabei steht ihm ein weiter Gestaltungsspielraum zu, da das Gesetz keine weiterf�hrenden Auswahlkriterien enth�lt. Die Liste der von der Invalidenversicherung abzugebenden Hilfsmittel ist insofern abschliessend, als sie die in Frage kommenden Hilfsmittelkategorien aufz�hlt; dagegen ist innerhalb der einzelnen Kategorien jeweils zu pr�fen, ob die Aufz�hlung der einzelnen Hilfsmittel ebenfalls abschliessend oder bloss exemplifikatorisch ist. L�sst sich ein Hilfsmittel keiner der im HVI Anhang aufgef�hrten Kategorien zuordnen, ist es nicht zul�ssig, den Anspruch auf Kosten�bernahme durch die Invalidenversicherung direkt BGE 131 V 9 S. 15aus der Zielsetzung des Gesetzes abzuleiten, da damit das dem Bundesrat bzw. dem Departement einger�umte Auswahlermessen durch dasjenige der Verwaltung und des Gerichts ersetzt w�rde (SVR 1996 IV Nr. 90 S. 269 f. Erw. 2b und 3b; Urteil B. vom 15. Januar 2001, I 267/00, Erw. 4c).
3.4.3 Liegt die Nichtaufnahme eines bestimmten Behelfs im Einzelfall nicht offensichtlich ausserhalb des Rahmens der delegierten Kompetenzen und ist auch keine andere Gesetzwidrigkeit gegeben, die auch unter Ber�cksichtigung des sehr weiten Spielraums des Verordnungsgebers in der Auswahl der Hilfsmittel und in der Ausgestaltung der Hilfsmittelliste nicht mehr hinzunehmen ist, so darf das Gericht nur dann eine schwerwiegende, durch richterliches Eingreifen auszuf�llende L�cke der HVI annehmen, wenn die Nichtaufnahme der fraglichen Massnahmen in die Hilfsmittelliste das Willk�rverbot (Art. 9 BV), das Gebot der rechtsgleichen Behandlung (Art. 8 Abs. 1 BV) oder das Diskriminierungsverbot (Art. 8 Abs. 2 BV) und dadurch die Bundesverfassung verletzt.
Willk�r liegt vor, soweit die Ausgestaltung der Hilfsmittelliste sinn- oder zwecklos erscheint oder sich das Fehlen der beantragten Massnahmen nicht auf ernsthafte Gr�nde st�tzen l�sst. Ein Eingreifen ist danach zul�ssig und geboten, wenn die Nichtaufnahme eines bestimmten Behelfs das Erreichen der gesetzlichen Eingliederungsziele in einem bestimmten Bereich in schlechthin unannehmbarer, stossender und innerlich unbegr�ndeter Weise in Frage stellt (SVR 1996 IV Nr. 90 S. 270 Erw. 3c; vgl. BGE 117 V 183 Erw. 3c). Rechtsungleiche Behandlung ist gegeben, wenn der Verordnungsgeber sich aufdr�ngende Unterscheidungen unterl�sst oder aber Unterscheidungen trifft, f�r die sich ein vern�nftiger Grund nicht finden l�sst (vgl. BGE 126 V 52 f. Erw. 3b, BGE 124 I 299 Erw. 3b; RKUV 1999 Nr. KV 94 S. 501 f. Erw. 3a). Dies ist der Fall, wenn das Departement durch die Nichtaufnahme der fraglichen Massnahmen in die Hilfsmittelliste sachlich unbegr�ndete Unterscheidungen getroffen oder sonstwie unhaltbare, nicht auf ernsthaften Gr�nden beruhende Kriterien aufgestellt hat (BGE 117 V 182 Erw. 3b; SVR 1996 IV Nr. 90 S. 270 Erw. 3b). Die Diskriminierung schliesslich stellt eine qualifizierte Art der Ungleichbehandlung von Personen in vergleichbarer Lage dar; sie entspricht einer Benachteiligung, die als Herabw�rdigung oder Ausgrenzung einzustufen ist, weil auf ein Unterscheidungsmerkmal (Herkunft, Geschlecht, Alter, Behinderung etc.) abgestellt wird, das einen wesentlichen und BGE 131 V 9 S. 16nicht oder nur schwer aufgebbaren Bestandteil der Identit�t der betreffenden Person bildet (vgl. etwa J�RG PAUL M�LLER, Grundrechte in der Schweiz, 3 Aufl., Bern 1999, S. 418 ff.). Dem Diskriminierungsverbot zufolge sind in der Hilfsmittelliste getroffene Leistungsabgrenzungen, die an entsprechende Eigenschaften ankn�pfen, nur zul�ssig, wenn sie mit besonders qualifizierten Gr�nden gerechtfertigt werden k�nnen (BGE 126 II 392 f. Erw. 6, BGE 126 V 73 f. Erw. 4c, je mit Hinweisen).
3.5 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Ausgestaltung von Ziff. 15.02 HVI Anhang verletze das Diskriminierungsverbot, das Gebot der rechtsgleichen Behandlung und das "Grundrecht auf Kommunikation".
3.5.1 Nach Art. 8 Abs. 2 BV darf niemand (u.a.) wegen einer k�rperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung diskriminiert werden.
3.5.1.1 Es erscheint fraglich, ob der Umstand, dass Massnahmen zum Spracherwerb nicht als Hilfsmittel anerkannt sind, den Schutzbereich dieser grundrechtlichen Garantie �berhaupt tangiert: Die Umschreibung des Kreises von Leistungsadressaten und die Eingrenzung zu gew�hrender Leistungen in Ziff. 15.02 HVI Anhang erfolgt nicht in direkter Weise aufgrund eines "verp�nten" Kriteriums im Sinne der in Art. 8 Abs. 2 BV exemplarisch aufgez�hlten Unterscheidungsmerkmale; die Behinderung wird nicht als leistungsausschliessendes Merkmal herangezogen. Zu diskutieren w�re allenfalls, ob der Ausschluss des Spracherwerbs als Hilfsmittelzweck auf eine mittelbare Diskriminierung hinauslaufen k�nnte, weil von dieser Regelung faktisch vorab Minderj�hrige betroffen sind. Die Frage kann indes offen bleiben, weil das Gef�ge erwerbsunabh�ngiger Leistungen zugunsten von Kindern und Jugendlichen dem Anliegen des Beschwerdef�hrers nach grunds�tzlicher Bereitstellung von F�rderungsmassnahmen im Zusammenhang mit dem Spracherwerb geistig behinderter Kinder auch ohne die beantragte Ausdehnung der Abgabevoraussetzungen f�r Kommunikationsger�te insgesamt gerecht zu werden vermag, da auch die Massnahmen f�r die Sonderschulung (Art. 19 IVG) miteinzubeziehen sind (vgl. Erw. 5 hienach).
3.5.1.2 Das Diskriminierungsverbot wird durch einen F�rderungsauftrag zugunsten von Behinderten, und erst recht behinderten Kindern, erg�nzt (Art. 8 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 11 Abs. 1 sowie Art. 41 Abs. 1 lit. f und g BV). Diese Verfassungsnormen enthalten BGE 131 V 9 S. 17indes einen Gesetzgebungsauftrag oder weisen (bloss) programmatischen Gehalt auf, weshalb aus ihnen auf gerichtlichem Wege direkt keine Anspr�che abgeleitet werden k�nnen (vgl. MEYER-BLASER/ G�CHTER, Der Sozialstaatsgedanke, in: TH�RER/AUBERT/M�LLER, Verfassungsrecht der Schweiz, Z�rich 2001, � 34 Rz 21 ff.). Dennoch sind sie im Rahmen der verfassungskonformen oder verfassungsbezogenen Auslegung (vgl. ERNST H�HN, Die Bedeutung der Verfassung f�r die Auslegung der Gesetze, in: Festschrift f�r Ulrich H�felin zum 65. Geburtstag, Z�rich 1989, S. 262) beachtlich. Soweit eine sachbez�gliche Gesetzgebung vorliegt, ist diese als (zus�tzliche) Auslegungsrichtlinie heranzuziehen im Rahmen der Entscheidung, ob die in der IVV vorgesehenen Arten von F�rdermassnahmen im Hinblick auf den Eingliederungszweck (Erm�glichung des Kontaktes mit der Umwelt und Zugang zur Schulbildung) hinreichend sind.
3.5.1.3 Am 1. Januar 2004 ist gest�tzt auf Art. 8 Abs. 4 BV das Bundesgesetz vom 13. Dezember 2002 �ber die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz, BehiG) grossenteils in Kraft getreten. Dessen Bestimmungen sind auf den vorliegenden Fall aus geltungszeitlichen Gr�nden nicht direkt anwendbar (vgl. Erw. 1 hievor).
Zu pr�fen bleibt, ob der im BehiG verfolgte Zweck bei der Auslegung und Konkretisierung des Diskriminierungsverbotes im Sinne einer Vorwirkung zu ber�cksichtigen sei, wie beschwerdeweise geltend gemacht wird. Nach Art. 1 Abs. 2 BehiG sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es Menschen mit Behinderungen erleichtern, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und insbesondere selbstst�ndig soziale Kontakte zu pflegen, sich aus- und fortzubilden und eine Erwerbst�tigkeit auszu�ben. Eine nach Art. 1 Abs. 1 BehiG zu verhindernde, zu verringernde oder zu beseitigende Benachteiligung liegt auch dann vor, wenn eine unterschiedliche Behandlung Behinderter fehlt, die zur tats�chlichen Gleichstellung mit nicht Behinderten notwendig ist (Art. 2 Abs. 2 in fine; vgl. auch Art. 5 Abs. 2). Bei der Inanspruchnahme von Aus- und Weiterbildung ist eine Benachteiligung u.a. gegeben, wenn die Verwendung behindertenspezifischer Hilfsmittel oder der Beizug notwendiger pers�nlicher Assistenz erschwert wird (Art. 2 Abs. 5 lit. a; vgl. auch Art. 3 lit. f). Direkt durchsetzbare Rechtsanspr�che ergeben sich aus dem BehiG indes im Wesentlichen im Zusammenhang mit baulichen Gegebenheiten, mit dem �ffentlichen Verkehr oder mit Dienstleistungen (Art. 7 f.). Ansonsten enth�lt das BGE 131 V 9 S. 18Gesetz lediglich Kompetenzzuweisungen und andere Rahmenbestimmungen (Art. 13 ff.). Die Frage, ob das BehiG grunds�tzlich Anhaltspunkte f�r die Auslegung des Hilfsmittelbegriffs bzw. der einschl�gigen Bestimmungen von IVG und HVI zu bieten vermag, kann offen bleiben, weil das spezifische Eingliederungsanliegen des Beschwerdef�hrers unter einem andern Anspruchstitel erfasst wird (vgl. Erw. 3.5.3 und Erw. 5 hienach).
3.5.2 Der Grad der Hilfsmittelversorgung f�r Kinder mit Trisomie 21 unterscheidet sich im Hinblick auf deren verz�gerte Sprachentwicklung nicht von den Leistungen, die an Versicherte mit vergleichbaren Behinderungen ausgerichtet werden. Somit erfolgt gegen�ber weiteren Gruppen von Behinderten keine Ungleichbehandlung im Sinne von Art. 8 Abs. 1 BV. Auch diesen stehen nicht alle denkbaren, an sich w�nschenswerten Hilfsmittel zur Verf�gung.
3.5.3 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird zu Recht hervorgehoben, dass die sp�tere Aus�bung des Kontaktes mit der Umwelt massgeblich von einer rechtzeitigen F�rderung der kommunikativen Fertigkeiten abh�ngt. Nach dem Gesagten fallen auf diesen Zweck hin gerichtete Vorkehren aber nicht unter den gesetzlichen Hilfsmittelbegriff (Erw. 3.3 hievor). Das beschwerdeweise angesprochene menschliche Grundbed�rfnis, in seinem sozialen Kontext zu kommunizieren, kommt im Sinne einer Auspr�gung der pers�nlichen Freiheit - als elementare Erscheinung der Pers�nlichkeitsentfaltung - und letztlich im Rahmen der Menschenw�rde (Art. 7 BV) zum Tragen. Es kann aber nicht die Rede davon sein, die beanstandete Ausgestaltung der Hilfsmittelliste - oder letztlich der Hilfsmittelbegriff - verletze den Kerngehalt dieser grundrechtlichen Garantien, soweit ein Lernf�rderungsmittel von der Invalidenversicherung nicht �bernommen wird. Dies folgt bereits daraus, dass die Massnahmen f�r die Sonderschulung (Art. 19 IVG und Art. 8 ff. IVV) diesbez�glich eine komplement�re Funktion �bernehmen (Erw. 5 hienach). Insoweit ist die R�ge, die strittige Verf�gung verletze das "verfassungsm�ssige Recht auf Kommunikation", unbegr�ndet.
3.6 Vorgebracht wird schliesslich, das B.A.Bar-Ger�t werde nicht allein zu Lernzwecken, sondern auch zur �berbr�ckung von behinderungsbedingten L�cken im Ausdrucksverm�gen und zur Umsetzung von Mitteilungsbed�rfnissen - so hinsichtlich von Erlebnissen in der Spielgruppe - eingesetzt. Hierbei gehe es um die BGE 131 V 9 S. 19Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt im Sinne von Art. 21 Abs. 2 IVG.
3.6.1 Selbst eine solche zus�tzliche Funktion des Ger�tes f�hrt aber nicht ohne weiteres zum Schluss, damit sei unter dem Rechtstitel des Hilfsmittels ein Anspruch begr�ndet. Dieser erstreckt sich nur auf Vorkehren, die f�r den Kontakt mit der Umwelt notwendig sind (Art. 2 Abs. 1 HVI). Das Erfordernis ergibt sich aus dem allgemein f�r Eingliederungsmassnahmen geltenden Grundsatz, dass die versicherte Person in der Regel nur Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen hat, nicht aber auf die nach den gegebenen Umst�nden bestm�glichen Vorkehren (vgl. Art. 8 Abs. 1 IVG). Das Gesetz will die Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch gen�gend ist (BGE 124 V 110 Erw. 2a, BGE 122 V 214 f. Erw. 2c, je mit Hinweisen).
3.6.2 Der Einsatz des hier beantragten Ger�ts erscheint im Zusammenhang mit der Kontaktnahme mit der Umwelt zwar als w�nschenswertes, weil n�tzliches Mittel. Im Rahmen dieser Zielsetzung ist es aber bei einem Kind, das wegen Trisomie 21 im Vergleich mit nichtbehinderten Altersgenossen einen Entwicklungsr�ckstand hinsichtlich Wortschatz und Artikulationsf�higkeit aufweist, nicht im Sinne der anwendbaren Bestimmungen notwendig: Auch nichtbehinderte Kleinkinder haben bloss beschr�nkte verbale M�glichkeiten zur Kommunikation. Die Auseinandersetzung mit der Umwelt erfolgt - gerade bei kleinen Kindern - nicht allein auf der verbalen Ebene. Die Sprache ist hierzu nur ein, wenn auch ein wichtiges Mittel. Hinzu kommt, dass mit dem beantragten Ger�t nur vordefinierte und eigens programmierte W�rter und S�tze wiedergegeben werden k�nnen. Die Kontaktherstellung mit der Umwelt und damit der Eingliederungserfolg bedingt aber eine Form der Kommunikation, die es dem Kind erm�glicht, sich spontan und situationsbezogen auszudr�cken. Das B.A.Bar-Ger�t ist zufolge der in Erw. 2.2 hievor beschriebenen Einsatzm�glichkeiten zwar ein geeignetes Instrument, um gewisse standardisierte Informationen zum Ausdruck zu bringen. Ganz im Vordergrund steht jedoch die Verfestigung logop�disch vermittelter (Wort-)Kenntnisse und F�higkeiten; das Ger�t erweist sich damit als sinnvolle Erg�nzung zu therapeutischen Anstrengungen. Dagegen kommt ihm bei der eigentlichen Kommunikation im Alltag keine wesentliche selbstst�ndige Bedeutung zu. Wichtige Aspekte kommunikativer BGE 131 V 9 S. 20F�higkeiten - so die assoziative Verkn�pfung von Begriffen - k�nnen nur mit Hilfe einer Betreuungsperson erschlossen werden. Dasselbe gilt auch f�r die Vermittlung der emotionalen Dimension einer Mitteilung, deren Bedeutung f�r die Speicherung der entsprechenden W�rter und Wendungen nicht zu untersch�tzen ist. F�rdernde und motivierende Elemente wie Anerkennung und Best�tigung k�nnen ebenfalls nur im Rahmen unvermittelter zwischenmenschlicher Auseinandersetzung zum Tragen kommen. Auf diesem Weg besteht am ehesten Gew�hr, dass sich beim Kind wegen der behinderungsbedingt eingeschr�nkten M�glichkeiten der sprachlichen Ausdrucksf�higkeit nicht Frustrationen einstellen, die zu einer R�ckzugstendenz f�hren k�nnten. Angesichts der grossen Bedeutung unmittelbarer Zuwendung ist schliesslich die immanente Gefahr eines allzu starken Abstellens auf mechanisierte, statische Kommunikationsformen mitsamt den sich daraus m�glicherweise ergebenden kontraproduktiven Effekten im Auge zu behalten.
3.7 Der Beschwerdef�hrer wendet unter Berufung auf das Gebot rechtsgleicher Behandlung (Art. 8 Abs. 1 BV) und von Treu und Glauben (Art. 9 BV) ein, in einem anderen, fast identischen Fall habe die IV-Stelle das Vorliegen der Abgabevoraussetzungen bejaht. Nach der Rechtsprechung geht der Grundsatz der Gesetzm�ssigkeit der Verwaltung in der Regel der R�cksicht auf die gleichm�ssige Rechtsanwendung vor. Der Umstand, dass das Gesetz in andern F�llen nicht oder nicht richtig angewendet worden ist, gibt dem B�rger und der B�rgerin grunds�tzlich keinen Anspruch darauf, ebenfalls abweichend vom Gesetz behandelt zu werden. Das gilt jedoch nur, wenn lediglich in einem einzigen oder in einigen wenigen F�llen eine abweichende Behandlung dargetan ist. Wenn dagegen die Beh�rden die Aufgabe der in andern F�llen ge�bten, gesetzwidrigen Praxis ablehnen, k�nnen der B�rger oder die B�rgerin verlangen, dass die gesetzwidrige Beg�nstigung, die Dritten zuteil wird, auch ihnen gew�hrt werde (BGE 126 V 392 Erw. 6a, BGE 122 II 451 Erw. 4a, je mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung). Vorliegend ist keine konstant rechtswidrige Verwaltungspraxis feststellbar. Demgem�ss fehlt ein Anlass, dem Beschwerdef�hrer gest�tzt auf Art. 8 Abs. 1 BV eine Leistung ohne Rechtsgrundlage auszurichten.
4. Erf�llt der Behelf nach dem Gesagten den Hilfsmittelbegriff nicht, so ist weiter zu pr�fen, ob im Rahmen medizinischer Massnahmen nach Art. 12 oder 13 IVG ein Anspruch gegen�ber der Invalidenversicherung besteht (MEYER-BLASER, Bundesgesetz �ber die BGE 131 V 9 S. 21Invalidenversicherung [IVG], in: MURER/STAUFER [Hrsg.], Die Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Z�rich 1997, S. 158).
4.2 Nach Art. 12 IVG und Art. 2 Abs. 1 IVV besteht ein Anspruch auf �bernahme medizinischer Massnahmen durch die Invalidenversicherung, wenn durch diese Vorkehr stabile oder wenigstens relativ stabilisierte Folgezust�nde von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall - im Einzelnen: Beeintr�chtigungen der K�rperbewegung, der Sinneswahrnehmung oder der Kontaktf�higkeit - behoben oder gemildert werden, um die Erwerbsf�higkeit dauernd und wesentlich zu verbessern oder vor wesentlicher Beeintr�chtigung zu bewahren (BGE 120 V 279 Erw. 3a; AHI 2003 S. 104 Erw. 2; SVR 1995 IV Nr. 34 S. 89 f. Erw. 1a; R�EDI, Die medizinischen Massnahmen gem�ss Artikel 12 des Bundesgesetzes �ber die Invalidenversicherung [unter besonderer Ber�cksichtigung der Rechtsprechung des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts], Diss. Bern 1974, S. 83 ff.).
Vom strikten Erfordernis der Korrektur stabiler Funktionsausf�lle oder Defekte ist im Falle von Minderj�hrigen gegebenenfalls abzusehen (vgl. Art. 5 Abs. 2 IVG; vgl. fortan auch Art. 8 Abs. 2 ATSG). Hier k�nnen medizinische Vorkehren schon dann �berwiegend der beruflichen Eingliederung dienen und trotz des einstweilen noch labilen Charakters des Leidens von der Invalidenversicherung �bernommen werden, wenn ohne diese Vorkehren eine Heilung mit Defekt oder ein anderer stabilisierter Zustand eintr�te, welcher die Berufsbildung oder die Erwerbsf�higkeit voraussichtlich beeintr�chtigen w�rde. Die entsprechenden Kosten werden bei Minderj�hrigen also von der Invalidenversicherung getragen, wenn das Leiden mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu einem schwer korrigierbaren, die sp�tere Ausbildung und Erwerbsf�higkeit erheblich behindernden stabilen pathologischen Zustand f�hren w�rde (AHI 2000 S. 64 Erw. 1; BGE 105 V 19 f.; ZAK 1981 S. 548 Erw. 3a).
4.3 Vorliegend indes f�llt ein Anspruch nach Art. 12 IVG ausser Betracht. Zun�chst erweisen sich die Einschr�nkungen im sprachlichen Ausdruck zufolge von Trisomie 21 nicht als Folgezustand von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall. Im Weitern kann der Einsatz des im Streit stehenden Ger�ts zwar zu einer Beschleunigung des Spracherwerbs f�hren, womit das behinderungsbedingt erreichbare Mass an Sprachkompetenz zu einem fr�heren Zeitpunkt erf�llt wird. Nach Lage der Akten scheint aber klar, dass die entsprechenden Kapazit�ten nicht signifikant erweitert werden. Schliesslich tr�gt die beantragte Vorkehr - im Gegensatz etwa zu chirurgischen, physiotherapeutischen und psychotherapeutischen Vorkehren (Art. 2 Abs. 1 IVV) - nicht den Charakter einer medizinischen Massnahme. Die mit dem Einsatz des B.A.Bar-Ger�ts bezweckte Unterst�tzung der behinderungsbedingt erschwerten bzw. verz�gerten Lernf�higkeit entspricht allenfalls einer p�dagogisch-therapeutischen Massnahme im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. c IVG und Art. 8ter Abs. 2 lit. c bzw. Art. 10 Abs. 2 lit. c IVV (vgl. sogleich Erw. 5).
5. Art. 19 IVG sieht Massnahmen f�r die Sonderschulung bildungsf�higer Versicherter vor. Unter diesem Rechtstitel werden Versicherten, die das 20. Altersjahr noch nicht vollendet haben und denen infolge Invalidit�t der Besuch der Volksschule nicht m�glich oder nicht zumutbar ist, Beitr�ge gew�hrt. Anders als bei den medizinischen Massnahmen (Art. 12 ff. IVG), die als Naturalleistung erbracht werden, beschr�nkt sich die Rolle der Invalidenversicherung im Bereich der Sonderschulung auf die - nicht notwendigerweise kostendeckende - Subventionierung (BGE 114 V 26 f. Erw. 2d).
5.2 5.2.1 Nach der Rechtsprechung sind heilp�dagogische Massnahmen bei Trisomie 21 unabh�ngig von einem Mindestalter ab jenem BGE 131 V 9 S. 23Zeitpunkt zu gew�hren, in dem angenommen werden kann, dass sie im Einzelfall nach dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis eine angemessene F�rderung des Behinderten nach der Zielsetzung der Sonderschulung erwarten lassen. Aufgrund der vergleichbaren Natur der medizinischen und p�dagogisch-therapeutischen Massnahmen ist Art. 2 Abs. 1 in fine IVV, wonach die Massnahmen gem�ss bew�hrter Erkenntnis der (medizinischen) Wissenschaften angezeigt sein (und �berdies den Eingliederungserfolg in einfacher und zweckm�ssiger Weise anstreben) m�ssen, sinngem�ss anwendbar (BGE 114 V 26 Erw. 2c). Massgebend ist dabei nicht der Begriff der medizinischen, sondern der p�dagogischen Wissenschaften; p�dagogischer Art sind Vorkehren, bei denen der Aspekt der Erziehung im Sinne der g�nstigen Beeinflussung des Verhaltens und der anlagem�ssig gegebenen M�glichkeiten im Vordergrund steht und gegen�ber dem medizinischen Moment �berwiegt. Sie dienen nicht unmittelbar der Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten in schulischen Belangen, sondern sind haupts�chlich darauf ausgerichtet, die Schulung beeintr�chtigende Auswirkungen der Invalidit�t zu mildern oder zu beseitigen. Wie die in Art. 19 Abs. 2 lit. c IVG aufgez�hlten Massnahmen zeigen (Sprachheilbehandlung f�r schwer Sprachgebrechliche, H�rtraining und Ableseunterricht f�r Geh�rgesch�digte, Sondergymnastik zur F�rderung gest�rter Motorik f�r Sinnesbehinderte und hochgradig geistig Behinderte), geht es dabei vornehmlich um die Verbesserung gewisser k�rperlicher oder psychischer Funktionen im Hinblick auf den Sonderschulunterricht (BGE 114 V 25 f. Erw. 2c und 27 Erw. 3a).
5.2.2 Fraglich ist, ob eine Apparatur wie das hier beantragte B.A.BarGer�t in grunds�tzlicher Weise unter den Begriff der p�dagogisch-therapeutischen Massnahmen gefasst werden darf.
5.2.2.1 Die mit Bezug auf medizinische Massnahmen f�r Minderj�hrige (nach Art. 13 oder Art. 12 IVG; vgl. Erw. 4.2 hievor) geltenden Anspruchsvorgaben k�nnen, wie hinsichtlich des Erfordernisses der Wissenschaftlichkeit bereits ausgef�hrt (Erw. 5.2.1 hievor), sinngem�ss auf den Bereich p�dagogischer Vorkehren �bertragen werden, soweit die beiden Leistungsarten ihrer Natur und Wirkung nach vergleichbar sind. Was die medizinischen Massnahmen angeht, so schliessen diese auch den Anspruch auf die erforderlichen Behandlungsger�te mit ein, wenn Letztere zu deren Durchf�hrung notwendig sind, mithin in einem engen, unmittelbaren Zusammenhang mit der von der Invalidenversicherung �bernommenen BGE 131 V 9 S. 24medizinischen Vorkehr stehen (SVR 1996 IV Nr. 91 S. 273 mit Hinweis; Urteil D. vom 16. Dezember 2003, I 514/02, Erw. 2 Ingress und Erw. 2.1.1). In gleicher Weise sind Ger�te unter dem Rechtstitel p�dagogisch-therapeutischer Massnahmen von der Invalidenversicherung zu �bernehmen, wenn ihr Gebrauch gewissermassen als Bestandteil einer einschl�gigen Therapie erscheint und alle �brigen Anspruchsvoraussetzungen erf�llt sind.
5.2.2.2 Vorliegend wird das B.A.Bar-Ger�t im Rahmen der in der Stiftung S. durchgef�hrten heilp�dagogischen Fr�herziehung sowie einer logop�dischen Behandlung verwendet, so dass es grunds�tzlich als Teil einer in den Zust�ndigkeitsbereich der Invalidenversicherung fallenden p�dagogisch-therapeutischen Massnahme zu betrachten ist.
5.3 5.3.1 Nach Art. 19 Abs. 3 IVG bezeichnet der Bundesrat die Voraussetzungen f�r die Gew�hrung von Beitr�gen und setzt deren H�he fest. Ausserdem erl�sst er u.a. Vorschriften �ber die Gew�hrung von Beitr�gen an Massnahmen f�r invalide Kinder im vorschulpflichtigen Alter. Gem�ss Art. 8ter Abs. 1 IVV (in der Fassung vom 25. November 1996, in Kraft seit 1. Januar 1997) �bernimmt die Invalidenversicherung die Kosten f�r Massnahmen p�dagogisch-therapeutischer Art, die zus�tzlich zum Sonderschulunterricht notwendig sind. Darunter fallen nach Art. 8ter Abs. 2 lit. c IVV Massnahmen zum Spracherwerb und Sprachaufbau f�r geistig behinderte Versicherte, deren Intelligenzquotient nicht mehr als 75 betr�gt. Diese spezifische Leistungskategorie fehlt im Katalog des Art. 10 IVV, welcher die Vorkehren p�dagogisch-therapeutischer Art nennt, die - bei Notwendigkeit - zur Vorbereitung auf den Besuch des Sonder- oder Volksschulunterrichts, also im vorschulpflichtigen Alter, zu erbringen sind.
5.3.2 Mit Blick auf den im Verf�gungszeitpunkt dreieinhalbj�hrigen Versicherten fragt sich damit, ob Massnahmen zum Spracherwerb und Sprachaufbau f�r vorschulpflichtige Kinder als heilp�dagogische Fr�herziehung gem�ss Art. 10 Abs. 2 lit.c IVV zu gelten haben.
5.3.2.1 F�r die Bestimmung der grunds�tzlich als heilp�dagogische Fr�herziehung im Sinne von Art. 10 Abs. 2 lit. c IVV zu anerkennenden Leistungen ist ein weiter Begriff der Erziehung heranzuziehen: Der Adressatenkreis umfasst s�mtliche Gruppen von BGE 131 V 9 S. 25Versicherten, die f�r Massnahmen der Sonderschulung in Frage kommen (Art. 8 Abs. 4 lit. a-g IVV). Der Umstand, dass sich darunter etwa auch blinde und sehbehinderte sowie geh�rlose und h�rbehinderte Versicherte befinden, schliesst ein enges Verst�ndnis des Begriffes der heilp�dagogischen Fr�herziehung aus; diese beschr�nkt sich mithin nicht auf verhaltenstherapeutische und andere auf die Schaffung g�nstiger Sozialisierungsvoraussetzungen gerichtete Vorkehren bei verhaltensauff�lligen Versicherten. Die Rechtsprechung zu den p�dagogisch-therapeutischen Massnahmen verwendet denn auch einen Erziehungsbegriff, der die g�nstige Beeinflussung anlagem�ssig gegebener M�glichkeiten mit umfasst (Erw. 5.2.1 hievor), und schreibt eine umfassende W�rdigung der im Einzelfall gegebenen Bed�rfnisse des Kindes vor (BGE 126 V 283 Erw. 4b). Auch nach den einschl�gigen Verwaltungsweisungen des BSV wird unter heilp�dagogischer Fr�herziehung "eine gezielte, familienorientierte und ganzheitliche F�rderung der Gesamtpers�nlichkeit behinderter Kinder in ihrem sozialen Umfeld verstanden. Die heilp�dagogische Fr�herziehung hat zum Ziel, nicht nur die Fertigkeiten und Funktionen in Wahrnehmung, Motorik und Sprache, sondern auch die Entwicklung von Selbstwertgef�hl, Kreativit�t, Handlungs- und Kontaktf�higkeit zu f�rdern. (...) Nicht zur heilp�dagogischen Fr�herziehung geh�ren die im Rahmen des Unterrichts im Kindergarten und in der Schule durchgef�hrten heilp�dagogischen St�tz- und F�rdermassnahmen (...). Hingegen geh�ren die Massnahmen zum Spracherwerb (Sprachanbahnung) und Sprachaufbau bei Geistigbehinderten zur heilp�dagogischen Fr�herziehung" (IV-Rundschreiben Nr. 136 vom 28. April 1998).
5.3.2.2 Was den (rechtzeitigen) Erwerb des sprachlichen R�stzeuges angeht, so ist dieser f�r die Eingliederungszwecke der Invalidenversicherung, namentlich f�r die soziale Kontaktf�higkeit schlechthin und jede sp�tere Schulung, von grundlegender Bedeutung. Vermutungsweise ist die Wirkung einer Massnahme dabei umso nachhaltiger, je fr�her sie einsetzt. Auch ist in Betracht zu ziehen, dass ein beschleunigter Abbau des behinderungsbedingten R�ckstandes in der sprachlichen Entwicklung zu einer besseren Aussch�pfung des anlagem�ssig vorhandenen Bildungspotentials f�hren kann (vgl. ZAK 1989 S. 43). Die Ergebnisse einer von der FST im Juni 2001 durchgef�hrten Evaluation des B.A.Bar-Ger�ts bringen die im Versuchszeitraum bei 93 % der Kinder mit Trisomie 21 verzeichnete sp�rbare Verbesserung der Aussprache mit der BGE 131 V 9 S. 26"Echofunktion" des Apparats in Verbindung. Zudem weisen die Resultate auf m�gliche Zusammenh�nge zwischen der F�rderung kommunikativer F�higkeiten und einer Verbesserung des Verhaltens hin.
5.3.2.3 Nach dem Gesagten ist nicht auszuschliessen, dass das beantragte Ger�t mit der Zielsetzung des Spracherwerbs und -aufbaus eine Massnahme der heilp�dagogischen Fr�herziehung im Sinne von Art. 10 Abs. 2 lit. c IVV darstellen k�nnte.
5.4 5.4.1 Im bisherigen Verfahren wurde der strittige Anspruch nicht unter dem Titel des Art. 19 IVG und der Art. 8 ff. IVV behandelt. Die beteiligten Parteien haben Anspruch auf vorg�ngige Anh�rung, wenn eine Beh�rde ihren Entscheid mit einem Rechtssatz oder einem Rechtstitel zu begr�nden beabsichtigt, der im bisherigen Verfahren nicht herangezogen wurde, auf den sich die Parteien nicht berufen haben und mit dessen Erheblichkeit im konkreten Fall sie nicht rechnen konnten (BGE 128 V 278 Erw. 5b/bb). Angesichts des verbleibenden Abkl�rungsbedarfs ist die Angelegenheit stattdessen an die Verwaltung zur�ckzuweisen, damit sie - nach Einholung einer Stellungnahme des BSV - �ber die Sache unter dem Aspekt des Anspruchs auf Massnahmen der Sonderschulung neu befinde.
5.4.2 Zu kl�ren sein wird zun�chst, ob der Einsatz des B.A.Bar-Ger�ts, der im Rahmen einer heilp�dagogischen Fr�herziehung und einer logop�dischen Therapie erfolgt, grunds�tzlich unter Art. 10 IVV subsumierbar ist. Massgebend f�r den Leistungsentscheid wird sodann namentlich auch das Kriterium der p�dagogischen Wissenschaftlichkeit sein. Zu beurteilen bleibt schliesslich die Notwendigkeit einer entsprechenden Vorkehr. In Erw. 3.6.2 hievor wurde zwar festgestellt, die Abgabe eines B.A.Bar-Ger�ts erweise sich, soweit geltend gemacht werde, der Versicherte sei zur Pflege des t�glichen Kontakts mit der Umwelt auf ein solches Hilfsmittel angewiesen, nicht als notwendig im Sinne von Art. 2 Abs. 1 HVI und Ziff. 15.02 HVI Anhang. Dieser Schluss ist indes nicht von vornherein auf den hiesigen Zusammenhang �bertragbar; der Begriff der Notwendigkeit muss anhand der unterschiedlichen Zielsetzungen der Hilfsmittelabgabe sowie der (vorbereitenden) Massnahmen f�r die Sonderschulung - hier namentlich der heilp�dagogischen Fr�herziehung - gesondert interpretiert werden.
114 V 26,
117 V 183,
124 I 299,
117 V 182,
126 II 392,
126 V 73,
122 V 214,
126 V 392,
122 II 451,
120 V 279,
105 V 19,
114 V 25,
126 V 283,
128 V 278
Art. 10 Abs. 2 lit. c IVV,
Art. 8 al. 1, 2 et 4 Cst.,
art. 8ter al. 2 let,
Art. 1 Abs. 2 BehiG,
Art. 8 Abs. 2 ATSG,
Art. 8ter Abs. 1 IVV,
Art. 8ter Abs. 2 lit. c IVV,
Art. 8 Abs. 4 lit. a-g IVV