Source: https://www.datenschutz.org/personenbezogene-daten/comment-page-3/
Timestamp: 2019-06-16 01:27:26
Document Index: 154351079

Matched Legal Cases: ['Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 6', 'Art. 15', 'Art. 17']

Ich arbeite als freiberuflicher Bauingenieur für verschiedene Bauträger projektbezogen als eigenverantwortlicher Tragwerksplaner. In den letzten Jahren haben sich dabei unterschiedlich zusammengesetzte Teams aus weiteren Freiberuflern für andere Gewerke und verschiedenste ausführende Unternehmen (juristische Personen und deren Mitarbeiter), deren Arbeiten ich teilweise überwache, herausgebildet.
Von all diesen Projektbeteiligten habe ich Kontaktdaten gespeichert. Es kommen auch immer wieder neue Beteiligte hinzu.
Darf ich diese Daten weiterhin nutzen, bzw. Neue nutzen, ohne die Personen mit jedem neuem Projekt eine Einverständniserklärung abzuverlangen bzw. überhaupt um Einverständnis zu bitten? Muss ich auch meine AG um Einverständsnis bitten ihre Daten zu nutzen ( was mir doch sehr seltsam erschiene da ich doch von ihnen Aufträge erhalte).
Die Daten sind im Allgemeinen öffentlich zugänglich oder wurden mir von den Personen selbst mitgeteilt ( per email oder Telefonanruf).
sofern keine gesetzliche Grundlage die Datenverarbeitung gestattet, ist in der Regel die Einwilligung der Betroffenen hierin erforderlich. Dabei ist der jeweilige Zweck der Verarbeitungstätigkeit anzugeben. Im Falle einer Zweckentfremdung kann es ggf. zur Annahme eines Datenschutzverstoßes kommen. Bitte wenden Sie sich für eine umfangreiche Beratung an einen Datenschutzbeauftragten oder kundigen Anwalt.
ich arbeite in einem Handwerksbetrieb. Wir haben einen festen Kundenstamm von denen wir Name Anschrift und Kontaktdaten gespeichert haben. Ebenfalls sind einige dieser Kunden in einem Kundendienstprogramm und werden jährlich zur Terminvergabe angerufen. Muss ich alle Kunden noch mal anschreiben und ihr Einverständnis dazu einholen ? Des Weiteren muss ich meine Kunden darüber Informieren dass ihre Daten nicht nach 2 Jahren gelöscht werden können – da bei uns aus finanzrechtlichen Gründen die Unterlagen mind. 10 Jahre aufbewahrt werden müssen? Gibt es hierzu Vordrucke ?
in der Regel dürfen personenbezogene Daten erhoben werden, wenn es eine rechtliche Grundlage für die Datenverarbeitung gibt (z. B. Vertragserfüllung, berechtigtes Interesse). Bitte wenden Sie sich an die Handwerkskammer, diese kann ggf. entsprechende Hinweise zur Datenverarbeitung für ihre Mitglieder herausgeben.
Joachim B. says
Hallo ich bin im Vorstand eines Karnevalsverein.
Wir haben als Daten nur die Namen Telefonnummern und mailadressen und Anschrift gespeichert. Was muss ich hierbei beachten?
Ihre Frage ist sehr allgemein gefasst. Im Umgang mit personenbezogenen Daten sind die im obigen Text genannten Aspekte zu beachten.
Daniele G. says
wenn ich in meinem Kundenstamm die wichtigsten Ansprechpartner des Kunden hinterlegt habe wie z.B.:
Produktionsleitung, Buchhaltung, Einkauf, … :
Tel.(betrieblich): +49 123 456 789 0
muss ich nach der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) eine Einwilligung von dieser Person Anfordern um diese Kontaktdaten im Kundenstamm stehen zu lassen?
Ebenso habe ich eine Menge Visitenkarten die ich erhalten habe, muss ich diese vernichten wenn ich keine Rückmeldung/Einwilligung erhalte?
in der Regel können gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO personenbezogene Daten, die für die Erfüllung von Verträgen erforderlich sind, ohne gesonderte Einwilligung verarbeitet werden.
darf man für geschäftliche E-Mails (Bestellungen, Anfragen) noch Freemail Accounts verwenden wie z.B. gmx.de oder web.de?
Wenn nein würde ich mich über eine schriftliche Quelle freuen.
uns ist bisher nichts anderweitiges bekannt geworden.
Habe ich das richtig verstanden? Zur Erfüllung eines Auftrages/Vertrages in einem Geschäftsverhältnis darf ich auch personengebundene Daten ohne zusätzliche eingeholte Erlaubnis an einen Dritten weiter geben, der für die Erfüllung notwenig ist?
An vor Jahren gesammelte Mailadressen für einen Newsletter (es gab damals keine eingeholte Erlaubnis) darf ich keine Mailing mehr schicken ohne eine nachträglich eingeholte Erlaubnis?
zu Ihrer ersten Frage: ja (vgl. Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO).
zu Ihrer zweiten Frage: Wenn keine Einwilligungen für den Newsletterversand vorliegen, müssten diese nun eingeholt werden.
wenn ich z.B. auf einer Messe oder bei einem Lieferantenbesuch eine Visitenkarte erhalte weil ich einen bestimmten Artikel beziehen möchte, so darf ich diese so lange verwenden bis der Zweck erfüllt wurde. In diesem Fall der Artikel geliefert wurde.
Wenn ich nun aber vermute, dass ich in mehreren Monaten diesen Kontakt wieder benötige um einen anderen Artikel anzufragen darf ich diese Kontaktdaten dann behalten? Reicht es aus zu sagen, dass man die Kontaktdaten weiterhin archviert um bei späteren Anfragen etc. nicht von neuem auf Lieferanten / Kontaktsuche gehen muss?
bei Visitenkarten, die in gegenseitigem Einvernehmen ausgetauscht werden, steht zu vermuten, dass keine großen datenschutzrechtlichen Probleme auftreten. Zur Abklärung dieser Frage können Sie aber einen Anwalt aufsuchen.
Bianca M. says
Wir sind im Bereich Immobilien tätig ( 2 Mann Betrieb). Nun wird für uns nicht verständlich wie zukünftig mit Anfragen, Mieterselbstauskünften ect. umgegangen werden soll. Kunden senden uns Anfragen über Portale mit persönlichen Daten. Zur Anmietung von Immobilien müssen wir persönliche Unterlagen wie Mieterselbstauskunft, SCHUFA, Einkommensnachweise per Mail, Post, Fax oder persönlich an die Vermieter/Hausverwaltungen weitergeben.-das gleiche bei Verkäufen an den Notar. Wie müssen wir uns jetzt hier rechtlich korrekt ab dem 25.5. absichern? Müssen Kunden uns eine Einwilligung zur Weitergabe Ihrer Daten unterschreiben damit wir diese an die entsprechenden Eigentümer/HV weiterleiten können? Wo kann man dann so einen Vordruck bekommen?
in der Regel können Daten verarbeitet werden, die für die Erfüllung eines Vertrags erforderlich sind. Um für Ihre Art der Datenweitergabe eine verbindliche Auskunft zu erhalten, sollten Sie sich aber an einen Anwalt oder die zuständige Aufsichtsbehörde wenden.
Frage 1: Wenn in einer einen Auftrag betreffenden geschäftlichen Email der Name eines Mitarbeiters des Auftraggebers steht (z.B. Hinweis auf Vertretung während Abwesenheit), so ist dieser Name sicher nicht zwingend für die Ausführung des Auftrages erforderlich und darf wohl daher nicht ohne dessen explizite Zustimmung gespeichert werden. Die Email muss ich aber speichern (Nachweis- und Aufbewahrungsfrist). Aus rechtlichen Dokumentationsgründen darf ich den Inhalt der Email auch nicht verändern, kann also den Namen nicht entfernen oder anonymisieren.
Darf ich nun diese Email speichern oder nicht?
Frage 2: (ähnliche Frage vor 5 Monaten von “Uho”leider ohne Antwort): Für einen Newsletter habe ich Namen legal mit Zustimmung gespeichert. Wenn nun einer der Abonnenten nach zwei Jahren die Löschung seiner personenbezogenen Daten fordert, ist es sicher kein Problem, diesen aus der aktuellen Adressliste zu entfernen. Was aber mache ich mit den Datensicherungen (wöchentlich auf DVD – gesamtes System). Muss ich auf jeder DVD diesen Namen entfernen – was ja gar nicht geht, da eine DVD ja nicht geändert werden kann. Muss ich dann die Daten aufwändigst (!) auf rund 100 DVDs suchen, löchen und auf 100 neuen DVDs speichern?
1. wenn die Angabe im Rahmen der Geschäftskorrepondenz für einen Auftrag auftritt, scheint die Rechtsgrundlage aus Art. 6 Abs. 1 lit. b erfüllt zu sein. Da wir aber keine Juristen sind und keine Rechtsberatung geben können und dürfen, sollten Sie sich für eine verbindliche Auskunft an einen Anwalt wenden.
2. Wie dies im Detail durchgeführt werden muss, können wir Ihnen leider nicht sagen. Möglicherweise kann Ihnen die Aufsichtsbehörde mit konkreten Hinweisen zur Umsetzung weiterhelfen.
Ich betreibe ein Nachhilfeinstitut mit ca 15 Honorarkräften, die als Nachhilfelehrer Protokolle über die Nachhilfestunden verfassen, genauer über Lerninhalte und Lernverhalten. Die NHL sehen nur den Namen des Schülers, ihre eigenen Einträge sowie die Einträge, die ich mit den Eltern als “Elterngespräche” protokolliere. Also keinerlei Adressdaten, Geburtsdaten oder Daten der Erziehungsberechtigten. Sind diese (spärlichen ?) Informationen trotzdem “personenbezogene Daten, die Rückschlüsse auf deren Persönlichkeit” zulassen?
personenbezogene bzw. personenbeziehbare Daten sind neben allgemeinen Personendaten auch Informationen zu persönlicher Entwicklung, Lernverhalten und -fortschritt und vieles mehr.
Geht es bei dieser Datengeschicht nur um digital verwaltete Daten? Wir arbeiten als Gold und Silber An und Verkäufer.
Wir sind dabei verpflichtet von allen Privatverkäufern von Schmuck und Edelmetallen die genauen Adressdaten und Personalausweisnummern zu notieren. Diese Ankaufszettel werden von uns wie vorgeschrieben 10 Jahre lang aufbewahrt aber nicht digital erfasst und auch nicht an Dritte weitergegeben. Sind wir zu irgendwelchen weiteren Maßnahmen verpflichtet?
die DSGVO bezieht sich auf jede Verarbeitung personenbezogener Daten, nicht nur die automatisierte. Entsprechend sind im geschäftlichen Umfeld z. B. in einem Verarbeitungsverzeichnis die unterschiedlichsten Tätigkeiten aufzuführen.
unsere Firma vermietet Hotelzimmer, die möglichen Kunden treten mit uns per E-Mail, Kontaktformular und telefonisch in Verbindung und teilen uns ihre zur Buchung notwendigen Daten auf diesen Wegen mit. Wenn dies per E-Mail oder dem Buchungsformular geschieht meine ich mittlerweile Bescheid zu wissen wie ich das mit dem Datenschutz machen muss, aber was passiert mit den wenigen Kunden die nur Telefon und kein Internet haben? Muss und in welcher Form müsste ich mir die Zustimmung der Kunden zur Speicherung ihrer Daten einholen und dokumentieren?
ein berechtigtes Interesse kann als Erlaubnistatbestand die Datenverarbeitung auch ohne Einwilligung des Betroffenen begründen und gestatten. Allerdings muss in der Regel auch bei telefonischer (Erst-)Kontaktaufnahme auf die Datenverarbeitung hingewiesen werden. Praktikable Lösungen für den telefonischen Kontakt sind derzeit jedoch schwer zu gestalten.
Darf ich den Kunde per Email fragen ob er mit der Weitergabe seiner Telefonnummer an die Spedition einverstanden ist ?
Wenn ja, wie mache ich dies DSGVO konform ?
in der Regel ist bei der Einwilligungserklärung ein entsprechender Hinweis auf den Zweck der Verarbeitung, die Pflichten des Verarbeitenden sowie die Rechte des Betroffenen einzubauen.
“Angaben über rassische sowie ethnische Herkunft” – schreiben Sie. Sicher haben Sie den Text aus dem Gesetz entnommen. Ist Ihnen aber bekannt, dass wir nicht mehr von Menschenrassen sprechen oder schreiben? Der Begriff “Rasse” ist mittlerweile ein rassistischer Begriff.
das Wort “rassisch” entstammt in der Tat dem Gesetzestext und ist in diesem Zusammenhang in keinster Weise als rassistischer Begriff zu verstehen, sondern einzig als biologischer Terminus (vgl. auch die Dudeneinträge zu diesem und weitere Wörter dieser Wortfamilie).
wenn ich im Rahmen einer Directory-Webseite lediglich Firmennamen und die dazugehörigen Firmenadressen veröffentliche, welche aus öffentlichen Quellen stammen, handelt es sich dann um personenbezogene Daten nach der DSGVO/BDSG? Ich habe gelesen, dass Daten, welche nur Unternehmen beschreiben, nicht darunter fallen, da kein Bezug zu einer natürlichen Person (Mensch) besteht?
die Datenschutzgrundverordnung dient dem Schutz personenbezogener Daten einer jeden natürlichen Personen. Juristische Personen wie Unternehmen sind hiervon nicht erfasst. Zudem können öffentlich zur Verfügung gestellte Daten oftmals auch ohne Einverständnis der Betroffenen verwendet werden.
ich arbeite in Vertrieb und Marketing einer deutschen Niederlassung einer Firma mit Hauptsitz außerhalb der EU. Ich verstehe es so, dass wir bisher erhaltene/erfasste personenbezogene Daten von Kunden und Interessenten (Namen, Adressen und Funktionen, Emails und Korrespondenz, Gesprächsnotizen …) weiter verwenden dürfen, da wir ja vorvertragliche Maßnahmen durchführen oder Verträge (Kaufverträge) abschließen wollen (Art. 6 Abs. 1b DSGVO).
Stimmt das so und gilt das gleichermaßen für ab dem 25. Mai erfasste personenbezogene Daten ?
Dürfen wir z.B. weiterhin Besucher einer früheren Veranstaltung auf eine nächste Veranstaltung einladen?
Beinhaltet das Verbot der Weitergabe von Daten an Dritte bereits auch eigene Schwesterfirmen (meist im EU-Ausland) oder den Hauptsitz der Firma im Ausland (z.B. die Kontakte ausländischer Besucher einer deutschen Fachmesse) ?
Was hat es auf sich mit der Beschränkung des Zugriffs auf 10 Personen (im Sinne eines DSB)?
Vielen Dank und schöne Grüße, Jochen
wenn Sie Ihre Datenverarbeitungen auf eine gesetzliche Grundlage, z. B. wie von Ihnen genannt auf Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO, zurückführen können, sind sie in der Regel zulässig. Für Detailfragen müssten Sie sich an einen Anwalt oder einen Datenschutzbeauftragten wenden.
Als Vermieter erhalte ich jährlich Verbrauchsdaten (Frischwasser, Abwasser, Müllbehältervolumen) für ein vermietetes Objekt von der zuständigen Stadtverwaltung.
Die Stadtverwaltung bezieht die Datenübermittlung dabei auf das Mietobjekt (Adresse) und nicht auf die in dem Objekt wohnende Familie (drei Personen). Es ist nicht bekannt, ob der Stadtverwaltung die Mieter namentlich überhaupt bekannt sind.
Die Verbrauchsdaten lassen sich technisch/organisatorisch nicht auf die einzelnen Personen in Bezug setzen, die das Mietobjekt bewohnen. Handelt es sich hier trotzdem um personenbezogene Daten?
personenbezogen sind Daten nur dann, wenn sie sich auf konkrete Personen beziehen lassen.
Lilian V. says
Wenn ich auf meiner Webseite Organisationen oder Vereine benenne, mit denen ich zusammen Projekte gestaltet habe, muss ich diese auch immer um Erlaubnis fragen? Publicity kann da noch eigentlich nicht schaden, oder?
der Datenschutz (Schutz personenbezogener Daten) bezieht sich auf natürliche Personen, nicht auf Organisationen. Die Frage, ob Sie um Erlaubnis fragen müssen, liegt also außerhalb des Datenschutzrechts.
Jürgen S. says
Unser Verein erhebt personenbezogene Daten um
a) Rechnungen zu verschicken (Name und Adresse)
b) Alter zu bestimmen für die Rechnung (Geburtsdatum)
c) im Falle einer Havarie (Wasserrohrbruch) zu informieren (Telefon)
d) Arbeitseinsätze effektiv zu gestalten (Beruf)
e) Newsletter zum Vereinsleben zu verschicken (E-Mail)
Dürfen wir gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO ohne Einwilligung diese Daten verarbeiten?
Falls Nein: Muss eine Einwilligung jetzt nachgeholt werden? (Für Newsletter haben wir dieses bereits durchgeführt)
wenn Ihre Erhebungszwecke alle unter Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO fallen, können diese Daten in der Tat ohne Einwilligung verarbeitet werden. Falls Sie im Einzelnen Fragen oder Zweifel haben, müssten Sie sich zum Beispiel an einen Anwalt wenden, da wir keine Rechtsberatung geben dürfen.
wenn ich Sammler Briefumschläge (Heimatbelege) mit Name und Adresse von Firmen und Vereinen (keine einzelnen private Personen) aus den 60er-Jahren oder früher auf Online-Plattformen zum Verkauf anbiete, muss ich dann die Adressen abdecken ?
Bis zu welchem Jahr greift der Datenschutz ?
Oder ist er bei solchen alten Sammlerbelegen, bei denen davon auszugehen ist, dass die Adresse nicht mehr korrekt ist, nicht relevant ?
die DSGVO ist mit Wirkung zum 25.05.2018 für alle europäischen Länder umzusetzen. Eine rückwirkende Geltung ist nicht möglich, da die Bewertung von Datenschutz-Verstößen auf diesem Wege unmöglich wäre. Zudem ist zu berücksichtigen, dass sich die DSGVo auf personenbezogene Daten jeder natürlichen Person bezieht, nicht die von juristischen personen.
Bei rein geschäftlichen Kontaktdaten unserer Ansprechpartner (Name, E-Mail, Telefon-Durchwahl, ggfs. Funktion) von unseren Kunden / Lieferanten:
Fallen diese Daten unter personenbezogene Daten?
sofern hiervon natürliche und nicht nur juristische Personen betroffen sind, fallen die personenbezogenen Daten in der Regel unter den Datenschutz.
Seit über 10 Jahren mache ich Bilder von Veranstaltungen und veröffentliche sie auf meiner Internetseite. Da ich in der Szene bekannt bin, und die fotografierten Personen von der Veröffentlichung wissen, nehme ich das Lächeln in die Kamera oder das Posieren als Zustimmung. Kann ich die vor dem 25.5.18 veröffentlichten Fotos weiterhin präsentieren oder fallen diese Aufnahmen auch unter die DSGVO?
die DSGVO greift nicht rückwirkend für alle in den letzten Jahrzehnten erstellten Fotografien (das ist technisch und rechtlich nicht umsetzbar). Wichtig ist der Stichtag 25.05.2018. Ab diesem Datum müssen bei allen neuen Vorgängen die Vorgaben der DSGVO berücksichtigt werden – die im Übrigen nicht sämtliche andere gesetzliche Grundlagen aufhebt oder gar überlagert.
Wenn ich einer Verarbeitung meiner persönlichen Daten zustimme, gilt das dann auch für die Weitergabe an Dritte?
Habe ich ein Recht darauf, zu erfahren an wen meine Daten weitergegeben werden?
wenn Sie im Rahmen der Einwilligung der Weitergabe an Dritte zustimmen, erfasst die Erlaubnis der Datenverarbeitung auch diese Vorgänge. Ein Recht auf Auskunft besteht in aller Regel.
mein Unternehmen nutzt eine Web-Applikation, um Zielvorgaben, Zielerreichung, Berwertungen der Vorgesetzten von unterstellten Mitarbeitern zu verarbeiten und zu speichern. Dort werden auch weitere Daten (z.B. Gehaltseinstufung, persönliche Daten) gespeichert.
Sowohl der Vorgesetzte, die Personalabteilung und der Mitarbeiter können über das Internet die Anwendung erreichen.
Der Zugang erfolgt über ein mind. 8 stelliges Passwort.
Meine Frage: Ist für diese Dateninhalte eine starke Authentisierung bzw. die Zwei-Faktor-Authenifizierung vorgeschrieben?
diese Frage können wir an dieser Stelle nicht beantworten. Bitte wenden Sie sich an den Datenschutzbeauftragten Ihres Unternehmens.
Was much ich beachten, wenn mich eine Person als Firma nach Art. 15 DSGVO anschreibt und die Auskunft und Löschung der bei mir gespeicherten Daten mit Frist anfordert, diese Person aber nie mit uns im Kontakt stand? (Der Eindruck nach einer professionell angelegten Mail mit der Möglichkeit eine Klage zu starten liegt hier deutlich vor)
wenn zu einem Betroffenen keine personenbezogenen Daten gespeichert oder erhoben wurden, kann im Zweifel nur genau das in der erteilten Auskunft stehen (bzw. inklusive Hinweis auf die Daten aus der erstmaligen Kontaktaufnahme) Wenden Sie sich an einen Anwalt, um die Forderung prüfen zu lassen.
Ralf. says
Sind Usernamen in Foren in denen der Vorname enthalten sind personenbezogene Daten? Wenn andere User den Usernamen schon länger kennen? Woraus ergibt sich das?
Es scheint ich muss einen Forenbetreiber zwingen meinen Usernamen zu löschen.
Besteht mit der DSGVO jetzt ein Anspruch auf Löschung von Forenbeiträgen?
Das steht ohne Beleg weiter oben in einer kurzen Antwort, könnte auch ein Missverständnis sein.
Gibt es vorformulierte Auskunfts- und Löschforderungsschreiben? Ich finde nur Antwortschreiben.
gemäß Art. 17 DSGVO haben Sie unter Umständen ein Recht auf Löschung Ihrer Daten. Dieses können Sie formlos unter Hinweis auf die gesetzliche Grundlage in Anspruch nehmen. Auch Usernamen gelten in der Regel als personenbezogene Daten, da sie sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen.
Darf eine Firma/Behörde/Organisation E-Mails an mehrere Empfänger versenden, wenn alle ‘an’ oder ‘cc’ angeschrieben werden?
Müssen alle einverstanden sein?
Wäre ein Anschreiben ‘bcc’ eine rechtssichere Lösung?
viel Grüße Tamme
das richtet sich nach dem jeweiligen Einzelfall und kann nicht pauschal beantwortet werden. Bitte wenden Sie sich für eine Klärung an den Datenschutzbeauftragten Ihres Unternehmens.
Akoranga says
Was ist mit Daten, wie vollen Namen und Wohnort, die ohne Prüfung von anderen Seiten einfach übernommen worden sind, wenn diese publiziert wurden OHNE Zustimmung des Genannten auf Facebook, YouTube oder Blogs. Hintergrund ist ein politischer Verdachtsbericht eines Fernsehsenders, der neben einem Foto dessen Urheberschaft beim Abgebildeten liegen auch seinen Namen und seinen Wohnort bekannt gibt. Andere Betreiber von Blogs und Facebook und YouTube, kopieren diesen Verdachtsbericht ungefragt und ungeprüft ob es wahr es ist oder nicht auf eigene Seiten? Wie kann sich der zu unrecht verdächtige wehren?
Hallo Akoranga,
in einem solchen Fall sollten Sie einen Anwalt konsultieren.
ich bin selbständige Friseurin und würde gerne wissen ob Telefonnummern,die mir meine Kunden für Terminabsprachen oder Terminänderungen überlassen haben, auch unter personenbezogene Daten fallen .
Telefonnummern gehören ebenfalls zu den personenbezogenen Daten. Wenn sie für die Vertragserfüllung erforderlich sind (etwa zur Terminvereinbarung), ist in der Regel keine Einwilligung zu ihrer Nutzung notwendig.
S. Klaus says
wo finde ich ein vorgefertigtes Formular/Muster, das meine Arbeitnehmer bezüglich des neuen Datenschutzgesetzes unterschreiben können.
falls Sie sich auf Einwilligungserklärungen beziehen: Diese können Sie selbst formulieren, da sie sich stets auf die konkreten Arten der Datenverarbeitung, die Sie durchführen möchten, und die konkreten Zwecke beziehen müssen. Ein pauschales Muster ist daher nicht möglich.