Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=17.10.2013&Aktenzeichen=2%20BvR%201978/13
Timestamp: 2019-04-25 11:32:42
Document Index: 5195408

Matched Legal Cases: ['§ 235', '§ 32', '§ 253', '§ 23', '§ 32', '§ 92', '§ 235', '§ 251', '§ 235', '§ 32', '§ 253', '§ 32', '§ 32']

BVerfG, 17.10.2013 - 2 BvR 1978/13 - dejure.org
Durchführung des Erörterungs- und Abstimmungstermins (§ 235 InsO) im Insolvenzverfahren begründet für Gesellschafter keinen schweren Nachteil iSd § 32 BVerfGG - Geltendmachung rechtlicher Bedenken im Rahmen des fachgerichtlichen Rechtsschutzes (§§ 253 InsO; 4 InsO iVm 574 ZPO) möglich
§ 23 Abs 1 S 2 BVerfGG, § 32 Abs 1 BVerfGG, § 92 BVerfGG, § 235 Abs 1 S 1 InsO, § 251 InsO vom 07.12.2011
Ablehnung des Erlasses einer einstweiligen Anordnung: Durchführung des Erörterungs- und Abstimmungstermins (§ 235 InsO) im Insolvenzverfahren begründet für Gesellschafter keinen schweren Nachteil iSd § 32 BVerfGG - Geltendmachung rechtlicher Bedenken im Rahmen des fachgerichtlichen Rechtsschutzes (§§ 253 InsO; 4 InsO iVm 574 ZPO) möglich
Anforderungen an die Darlegung eines schweren Nachteils bei einem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung
Keine einstweilige Anordnung der Aufhebung des Termins zur Abstimmung über den Suhrkamp-Insolvenzplan
Keine einstweilige Aussetzung des Termins zur Abstimmung über den Insolvenzplan im Verfassungsbeschwerdestreit um den eingeschränkten Rechtsschutz gegen den Insolvenzplan
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BVerfG vom 17.10.2013 - 2 BvR 1978/13 (Keine einstweilige Anordnung des BVerfG gegen die Beschlussfassung und Bestätigung eines Insolvenzplans)" von RA Dr. Philipp Fölsing, original erschienen in: ZInsO 2013, 2261 - 2264.
Kurznachricht zu "Die Feststellung des Vermögensschadens - auf dem Weg zum Sachverständigenstrafrecht?" von Prof. Dr. Roland Hefendehl, original erschienen in: wistra 2012, 325 - 331.
ZIP 2013, 2163
NZI 2013, 1072
WM 2013, 2172
Danach ist ein Einschreiten des Bundesverfassungsgerichts in der Regel nicht dringend geboten, wenn vorläufiger Rechtsschutz auch auf anderem Wege, insbesondere durch Anrufung der ordentlichen Gerichte, erlangt werden kann (vgl. BVerfGE 37, 150 ; 86, 46 ; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 17. Oktober 2013 - 2 BvR 1978/13 -, juris, Rn. 7).
a) Der Antrag gemäß § 32 Abs. 1 BVerfGG ist nur zulässig, wenn die Voraussetzungen für den Erlass einer einstweiligen Anordnung substantiiert dargelegt werden (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 17. Oktober 2013 - 2 BvR 1978/13 -, juris, Rn. 9).
Es sind nicht nur die Interessen des Antragstellers, sondern alle in Frage kommenden Belange und widerstreitenden Interessen zu berücksichtigen und gegeneinander abzuwägen (BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 18. Dezember 2014 - 2 BvR 1978/13 -, juris, Rn. 13).
Bei der Prüfung der Voraussetzungen des § 32 Abs. 1 BVerfGG ist ein strenger Maßstab anzulegen (vgl. BVerfGE 87, 107 ; BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 18. Dezember 2014, a.a.O.).