Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=11.12.2001&Aktenzeichen=KZB%2012/01
Timestamp: 2019-04-22 23:03:12
Document Index: 388131048

Matched Legal Cases: ['BGH', '§ 215', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', 'BGH', '§ 91', '§ 91', '§ 17', 'BGH', '§ 17', 'BGH', '§ 256']

BGH, 11.12.2001 - KZB 12/01 - dejure.org
Vereinbarung über die Bezahlung ambulanter "LDL-Eliminations-Behandlungen" - Kartellstreitsache - Rechtswegzuständigkeit - Grundsatz der Fortdauer der einmal begründeten Zuständigkeit ("perpetuatio fori")
Rechtsweg - Grundsatz der perpetuatio fori - Sofortige Beschwerde - Rechtswegzuständigkeit - Zuständigkeit der Kartellgerichte - Zuständigkeit der Sozialgerichte - Kartellrechtliche Unterlassungsansprüche
NJW 2002, 1351
GRUR 2002, 464
VersR 2003, 794 (Ls.)
BB 2002, 416
DB 2002, 1049
§ 215 VVG berührt nicht die Zulässigkeit von Klagen, die bei einem nach bisheriger Rechtslage örtlich zuständigen Gericht erhoben worden sind, weil insoweit ohnehin der Grundsatz der Fortdauer der einmal begründeten Zuständigkeit (perpetuatio fori) gilt (st. Rspr.; statt aller: BGH, Beschluss vom 11. Dezember 2001 - KZB 12/01, NJW 2002, 1351 unter 1 m.w.N.).
Maßgebend ist hier die Zulässigkeit des Rechtswegs am 27. August 2001, dem Zeitpunkt, an dem der vorliegende Antrag rechtshängig geworden ist (vgl. BGH, Beschluß vom 11. Dezember 2001 - KZB 12/01 - NJW 2002, 1351 m.w.N.).
Der sich hieraus ergebende Grundsatz der Fortdauer der einmal begründeten Zuständigkeit gilt auch in Fällen einer nachträglichen Veränderung der gesetzlichen Grundlagen (BGH 11. Dezember 2001 - KZB 12/01 - NJW 2002, 1351, zu 1 der Gründe).
Der Grundsatz der Fortdauer der einmal begründeten Zuständigkeit ("perpetuatio fori") gilt auch in Fällen einer nachträglichen Veränderung der gesetzlichen Grundlagen (im Anschluss an BGH, Beschl. v. 11.12.2001 - KZB 12/01 -, NJW 2002, 1351).
Der Grundsatz der Fortdauer der einmal begründeten Zuständigkeit ("perpetuatio fori") gilt auch in Fällen einer nachträglichen Veränderung der gesetzlichen Grundlagen (BGH, Beschl. v. 11.12.2001 - KZB 12/01 -, NJW 2002, 1351).
Der Grundsatz der Fortdauer der einmal begründeten Zuständigkeit ("perpetuatio fori") gilt auch in Fällen einer nachträglichen Veränderung der gesetzlichen Grundlagen (BGH, Beschluss v. 11.12.2001 - KZB 12/01 -, NJW 2002, 1351)".
Den Wert der Beschwerde hat der Senat auf etwa ein Viertel der Hauptforderung geschätzt (vgl.: BGH WRP 2002, 333/334 - LDL-Behandlung - mit weiteren Nachweisen), die Kostenentscheidung folgt aus §§ 91, 100 Abs. 4 ZPO (vgl. zur Anwendung von § 91 ZPO ff im Rechtsmittelverfahren nach § 17 a Abs. 4 GVG: BGH NJW 1993, 2541, 2542).
Bezüglich der Rechtswegzuständigkeit ist gemäß § 17 Abs. 1 S. 1 GVG auf den Zeitpunkt abzustellen, in dem die Klage rechtshängig geworden ist (Bundesgerichtshof -BGH-, Beschl. vom 11.12.2001, Az: KZB 12/01, Neue Juristische Wochenschrift -NJW- 202, 1351 ff., m. w. N.), also auf den 31.07.1998.
Da sie die Höhe des ihnen entstandenen Schadens vor einer Auseinandersetzung der Gesellschaft gegenwärtig noch nicht beziffern können, steht den Klägern angesichts der drohenden kurzen Verjährungsfrist ihrer Ansprüche (vgl. hierzu NGH NJW 2002, 1351 m.w.N.) das erforderliche Feststellungsinteresse zu, § 256 ZPO.
VG Frankfurt/Oder, 05.12.2007 - 6 K 1732/04
Feststellung der Erwerbsminderung und fehlende Therapiewilligkeit des Betroffenen