Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=10%20U%20505/08
Timestamp: 2019-05-22 06:06:22
Document Index: 288751135

Matched Legal Cases: ['§ 242', '§ 488', '§ 1', '§ 9', '§ 3', 'BGH']

OLG Koblenz, 29.05.2009 - 10 U 505/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,7591
OLG Koblenz, 29.05.2009 - 10 U 505/08 (https://dejure.org/2009,7591)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 29.05.2009 - 10 U 505/08 (https://dejure.org/2009,7591)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 29. Mai 2009 - 10 U 505/08 (https://dejure.org/2009,7591)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2009,7591) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 242 BGB, § 488 Abs 1 S 1 BGB, § 1 Abs 1 Nr 1 HTürGG, § 9 Abs 3 VerbrKrG, § 3 Abs 2 Nr 2 VerbrKrG
Bankenhaftung beim finanzierten Immobilienerwerb zu Kapitalanlagezwecken; Kausalitätserfordernis nach HWiG; Institutionalisiertes Zusammenwirken der Bank mit dem Verkäufer oder Vertreiber des finanzierten Objekts als Voraussetzung der Aufklärungspflicht
Zulässigkeit einer Zahlungsklage bei vorliegendem notariellen Schuldanerkenntnis; Anforderungen an den Nachweis der Kausalität der Haustürsituation für den Abschluss eines Darlehensvertrages; Aufklärungspflichten einer Bank im Rahmen der Finanzierung einer zu Steuersparzwecken erworbenen Immobilie
LG Bad Kreuznach, 07.04.2008 - 2 O 370/06
Gleiches gilt etwa für die Äußerung, die Wohnung würde stetig im Wert steigen und könne jederzeit mit Gewinn verkauft werden (…BGH Urteil vom 13.03.2007 - XI ZR 159/05 - Rdn. 30; OLG Koblenz, Urteil vom 29.05.2009 - 10 U 505/08 - Rdnr. 113 - jeweils zitiert nach juris).
Um die Vermutung der Kenntnis aufgrund institutionalisierten Zusammenwirkens zu begründen, muss die Anzahl der Finanzierungen so groß sein, dass sie sich typischerweise durch eine besondere Verflechtung zwischen Bank und Anlageobjekt erklärt (so auch OLG Koblenz, Urteil vom 29.05.2009 - 10 U 505/08, Tz. 106, das bei der Finanzierung acht von 26 Wohnungen keine Indizwirkung annimmt) und nicht auch auf z.B. günstige Konditionen der Bank zurückführen lässt.
Demgemäß hat der Senat im Beschluss vom 23.03.2015 ( 8 U 70/14) die Finanzierung von 4 von 6 Fällen (trotz der rechnerischen Quote von 2/3) nicht als ausreichend angesehen (…vgl. ferner: Senat, Urt. v. 12.03.2012 - 8 U 10/11, UA S. 17: 22 von 106 Fällen -21 %- genügt nicht; OLG Koblenz, Urt. v. 29.05.2009 - 10 U 505/08, juris Tz 106: 9 von 26 Fällen -35 % - genügt nicht).