Source: https://soehnchen-brandschutz.de/rubrik/rwa_anlagen.php
Timestamp: 2018-06-21 02:41:41
Document Index: 7723732

Matched Legal Cases: ['§ 3', '§ 14', '§ 11', '§ 12', '§ 16', '§ 16']

Rauchwärmeabzugsanlagen ermöglichen im Brandfall die Ableitung von Rauch und Wärme aus dem vom Brand betroffenen Raum. Man unterscheidet zwischen natürlichen Rauchabzügen und maschinellen Rauchabzügen. Natürliche Rauchabzüge können im Dach oder in der Außenwand angeordnet sein, maschinelle Rauchabzugsanlagen stellen sich in Form von speziellen Rauchgasventilatoren dar.
Anlagen und Einrichtungen für den Rauchabzug erfüllen unter Berücksichtigung der anzunehmenden Toxizität der Rauchgase besonders folgende Schutzziele:
Rauchfreihaltung und damit sichere Nutzbarkeit der Flucht- und Rettungswege im Sinne der §§ 3 und 14 MBO
Sicherstellung einer schnellen Brandbekämpfung durch Einsatzkräfte der Feuerwehr durch ausreichend günstige Sichtverhältnisse
Schutz der Einsatzkräfte vor Beeinträchtigung durch die gefährlichen Rauchgase
Anforderungen in Bezug auf Maßnahmen zur Rauchableitung lassen sich aus der Muster-Bauordnung nach § 14 ableiten. Danach sind bauliche Anlagen so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und in Stand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird.
Gleichzeitig müssen eine wirksame Brandbekämpfung und die Rettung von Menschen und Tieren möglich sein. Hierfür sind entsprechende Voraussetzungen in Bezug auf die Sichtverhältnisse und damit in Bezug auf Maßnahmen für den Rauchabzug abzuleiten.
Weitergehende konkrete Anforderungen ergeben sich für Treppenräume. Hiernach müssen ausreichende Vorkehrungen zur Rauchableitung für in den Treppenraum eindringende Rauchgase getroffen werden.
Vergleichbare Anforderungen ergeben sich für Aufzugsschächte, für welche ebenfalls zur Verhinderung einer Rauchausbreitung in die angrenzenden Geschosse Rauchableitungsmöglichkeiten im oberen Abschluss der Aufzugsschächte vorgesehen werden müssen.
Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von RWA-Anlagen für Industriebauten (meist pneumatische Version) und für Treppenhausanlagen (meist elektrische Version)
Wartung, Instandsetzung und Erweiterungen von bestehenden Anlagen
Für bestimmte Gebäude ist der Einbau von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen vorgeschrieben. Wartungen und Instandhaltungen müssen nach den geltenden DIN- und VDS-Vorschriften jährlich erfolgen.
Gesetzesvorgaben/Verordnungen
§§ 11 und 13 Allgemeine Ausführungsverordnung zur Landesbauordnung (LBOAVO) in der Fassung vom 17.11.1995/2007
Die konkreten Anforderungen aus dem Landesrecht für Sonderbauten ergeben sich aus:
§ 12 Garagenverordnung (GaVO) in der Fassung vom 07.07.1997
Ziffer 5.6 Industriebaurichtlinie (IndBauRL) in der Fassung März 2000
§ 16 Verkaufsstätten Verordnung (VkVO) in der Fassung vom 11.02.1997
§ 16 Versammlungsstätten Verordnung (VStättVO) in der Fassung vom 28.04.2004
Für alle übrigen Sonderbauten wurden i.d.R. die Forderungen aus den Muster-Verordnungen der Fachkommission Bauaufsicht der ARGEBAU übernommen.
Die grundlegenden technischen Anforderungen an Rauch- und Wärmeabzugsanlagen – sowohl natürliche Rauchabzüge (NRA) als auch maschinelle Rauchabzüge (MRA) – sind in den einzelnen Teilen der DIN 18232 geregelt.
DIN 18232-1 – Begriffe, Aufgabenstellung
DIN 18232-2 – Natürliche Rauchabzugsanlagen (NRA) – Bemessung, Anforderungen und Einbau
DIN 18232-4 – Wärmeabzüge (WA), Prüfverfahren
DIN 18232-5 – Maschinelle Rauchabzugsanlagen (MRA) – Anforderungen, Bemessung
DIN 18232-6 (Vor Norm) – Anforderungen an Einzelbauteile und Eignungsnachweise für maschinelle Rauchabzüge (MRA)
Verkauf, Inbetriebnahme, Instandhaltung und Wartung von RWA Anlagen aller Hersteller
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