Source: http://fv-frohnleiten.com/content/gesetze.html
Timestamp: 2019-02-20 14:06:54
Document Index: 261177991

Matched Legal Cases: ['§9', '§9', '§9', '§6', '§13', '§13']

Informationsblatt für Fischerinnen und Fischer
Das Fischereirecht ist im Bundesland Steiermark im Steiermärkischen Fischereigesetz samt dazu erlassenen Verordnungen geregelt. Den Gesetzestext ﬁnden Sie unter www.ris.bka.gv.at/lr-steiermark/ unter dem Suchbegriff „Fischereigesetz“.
Das Fischereirecht besteht in der ausschließlichen Berechtigung, in jenen Gewässern, auf die sich das Recht räumlich erstreckt (Fischwasser), Fische, Krustentiere, Muscheln und Neunaugen (Wassertiere) in weidgerechter Art und Weise zu hegen, zu fangen und sich anzueignen.
Gemäß §9 des Flschereigesetzes benötigt jedermann für die Ausübung des Fischfanges eine gültige (jährlich einzubezahlende) Fischerkarte. Dies gilt auch für Privatteiche. Eine Ermäßigung der Fischerkartenabgabe kann bei Vorliegen einer der angeführten Voraussetzungen des §9 Abs. 5 bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde beantragt werden. Für bestimmte Fischwässer können von der Bezirksverwaltungsbehörde auch Fischergastkarten für eine Dauer von 4 Wochen ausgestellt werden. 10 Prozent der Fischerkartenabgabe wird gemäß §9 Abs. 6 für die Förderung der Fischerei, z.B. für Projekte, verwendet.
Auf landwirtschaftliche Betriebe in Form von Telchwirtschaften und Fischzuchtanlagen findet das Fischereigesetz mit Ausnahme des §6 Abs. 2 und §13 Abs. 2 keine Anwendung.
Wichtiger Hinweis: Die Durchführung des Fischfanges im Rahmen von Wettbewerben (z.B. Wettfischen, Preisfischen) ist gemäß §13 Abs. 2 in Fließgewässern generell und in stehenden Gewässern dann verboten, wenn eine Verwertung der entnommenen Fische nicht erfolgt. Unter Verwertung ist die Tötung des Fisches und die Verwendung als Lebensmittel zu verstehen.Überdies sind derartige Veranstaltungen auch aus tierschutzrechtlicher Sicht abzulehnen, da dabei den Tieren - vor allem, wenn sogenannte „Setzkescher“ zum Einsatz gelangen - unnötige Qualen zugefügt werden. Wird dabei der Tatbestand der „Tierquälerei“ verwirklicht, unterliegt dies der strafgerichtlichen Verfolgung und widerspricht der Weidgerechtigkeit. Die Verwendung lebender Wirbeltiere als Köder ist verboten.
Fischereirecht, Fischwasser
(2) Die Fischereiberechtigten haben eine Liste der von ihnen ausgestellten Erlaubnisscheine zu führen, in die die Behörden jederzeit Einsicht nehmen können.
Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 24.01.2000 über die Durchführung der Fischerprüfungen: