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Timestamp: 2016-10-22 13:30:22
Document Index: 103204275

Matched Legal Cases: ['Art. 292', 'Art. 292', 'Art. 292', 'Art. 292', 'Art. 292', 'Art. 292', 'Art. 90', 'Art. 72', 'Art. 75', 'Art. 42', 'Art. 106', 'Art. 95', 'Art. 42', 'Art. 106', 'BGE', 'Art. 42', 'BGE', 'BGE', 'Art. 105', 'Art. 95', 'Art. 105', 'BGE', 'Art. 97', 'Art. 95', 'BGE', 'BGE', 'Art. 97', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 116', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 16', 'Art. 22', 'Art. 16', 'Art. 2', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 2', 'EuG', 'EuG', 'EuG', 'Art. 2', 'Art. 31', 'Art. 23', 'Art. 23', 'BGE', 'Art. 31', 'Art. 183', 'Art. 17', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 31', 'Art. 236', 'Art. 337', 'Art. 343', 'in fine', 'Art. 3', 'Art. 3', 'Art. 55', 'Art. 27', 'BGE', 'Art. 3', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'BGE', 'Art. 107', 'Art. 107', 'BGE', 'BGE', 'Art. 107', 'Art. 4', 'BGE', 'BGE']

4A_589/2011 (05.04.2012)
4A_589/2011 � � Urteil vom 5. April 2012
Swatch AG,
Rechtsanw�ltin Dr. Magda Streuli-Youssef
und Rechtsanwalt Dr. Demian Stauber,
vertreten durch Rechtsanwalt Pierre Kobel,
und F�rsprecherin Dr. B�atrice Pfister,
Obligationenrecht; Markenrecht,
Beschwerde gegen den Entscheid des Handelsgerichts des Kantons Bern vom 28. April 2011.
Die Swatch SA (Beschwerdef�hrerin) ist eine schweizerische Aktiengesellschaft, deren Zweck die Herstellung von und der Handel mit Uhren, Bijouterieartikeln, elektronischen Ger�ten wie auch von Konsumg�tern jeder Art ist. Sie ist Inhaberin der als Gemeinschaftsmarke eingetragenen Wortmarke "swatch" mit dem Priorit�tsdatum vom 15. April 1996.
Die X.________ SA (Beschwerdegegnerin) ist eine Aktiengesellschaft aus Y.________, deren Gesellschaftszweck sich �ber alle T�tigkeiten der Entwicklung, der Produktion und des Ein- und Verkaufs von G�tern und Dienstleistungen an etwelche m�gliche nationale und internationale Abnehmer erstreckt. Im Handelsregister werden in der Rubrik "Werbung" auch Wertgegenst�nde wie namentlich Schmuck und Uhren genannt. Die Beschwerdegegnerin ist Inhaberin der Gemeinschafts (wort) marke "Icewatch" mit dem Priorit�tsdatum vom 13. Dezember 2006 bzw. Inhaberin der Wort-/Bildmarke "Ice-Watch". Nachdem sie im Jahre 2005 entschied, Uhren in ihr Werbegeschenksortiment aufzunehmen, meldete sie am 13. Dezember 2006 beim europ�ischen Harmonisierungsamt f�r den Binnenmarkt (Harmonisierungsamt, HABM) die Wortmarke "icewatch" als Gemeinschaftsmarke in der Klasse 14 gem�ss Nizza-Klassifikation an. Am 20. August 2008 erhob die Beschwerdef�hrerin dagegen Einspruch. Den betreffenden Streit legten die Parteien mit dem Abschluss einer "Abgrenzungsvereinbarung" vom 15./20. Mai 2008 bei, die den Eintrag der strittigen Marke erlaubte und wie folgt lautet:
"The following is concluded:
1.�X.________ is the holder of CTM application n� AAA.________ for the word trademark ICEWATCH in the international class 14.
2.�SWATCH objected to the use and registration of the trademark ICEWATCH and introduced an opposition procedure with OHIM against aforementioned application (opposition n� BBB.________).
3.�X.________ acknowledges the prior trademark rights for SWATCH on the term SWATCH and will never derive any rights against the use, registration or renewal by SWATCH of the trademark SWATCH.
4.�X.________ undertakes to use the trademark ICEWATCH only as a device trademark where the term "ICE" and the term "WATCH" are represented on two separate text lines. When referring to the product e.g. in commercial literature or in an article the applicant will be entitled to refer to the trademark as "ICE-WATCH" or "ice-watch", the two words always divided by a hyphen.
5.�X.________ untertakes to file for new trademark applications only as device trademark where the term "ICE" and the term "WATCH" are represented on two separate text lines.
6.�With regard to points 4 and 5, SWATCH consents especially to the use and registration of the trademark ICEWATCH as shown below:
7.�According to point 4, X.________ undertakes to adapt its websitewww.ice-watch.com and to delete all references to the term ICEWATCH, except for those references in conformity with point 4 of the present agreement.
8.�SWATCH declares having no objection against the use of the website www.ice-watch.com and any mention of the term www.ice-watch.com.
9.�At latest within 10 days from the moment X.________ executed point 7 of the present agreement, SWATCH will withdraw the CTM opposition n� BBB.________.
10.�X.________ undertakes to refund the opposition fee and the costs incurred by the withdrawal of the opposition, costs fixed in a contractual way and limited to 550EUR.
11.�The present agreement has world wide validity. It is granted for a duration corresponding to the duration of preservation of the titles protecting the tradmarks "ICEWATCH" and "SWATCH" and/or the use of the designation "ICE-WATCH".
12.�This agreement is governed by Swiss Law. Any dispute ensuing from the present agreement and especially concerning its conclusion, its validity, its interpretation, its execution, its violation or its cancellation, as well as any extra contractual complaint, will be in the exclusive competence of the courts of the Canton Bern, Switzerland.
13.�Should one ore more conditions of the present agreement be invalid, the contents of the other conditions of this agreement should not be affected. Possible ineffective conditions are to be replaced by effective ones which are in close relationship in the spirit and aim of this agreement."
Die Beschwerdegegnerin bem�hte sich in der Folge, die Konditionen aus der Abgrenzungsvereinbarung auch ihren Detaillisten weiterzugeben und diese vertraglich an die korrekte Verwendung der Marke "Ice-Watch" zu binden. Sie erzielte mit ihrem Uhrenabsatz grosse Erfolge und ist mittlerweile an allen grossen Ausstellungen und Messen pr�sent.
Mit K�ndigungsschreiben vom 5. Juni 2009 erkl�rte die Beschwerdef�hrerin die fristlose Aufl�sung der Abgrenzungsvereinbarung. Zur Begr�ndung nannte sie folgende "offenkundige Verst�sse" gegen die Abgrenzungsvereinbarung, die sie aus der Webseite "www.ice-watch.com" der Beschwerdegegnerin ersehen hatte:
-�Die "Neon Collection 2009" werde gross mit der Marke "ICE-WATCH" auf einer Zeile geschrieben pr�sentiert.
-�Im "Corporate Catalogue" werde den Kunden die M�glichkeit geboten, die Uhren mit der Wortmarke "ICE-WATCH" auf der L�nette anzupassen.
-�Die Marktst�nde der Beschwerdegegnerin seien in New York im Januar 2009, in London im Februar 2009 und in Seoul im Mai 2009 gross mit der Wortmarke "ICE-WATCH" oder "Ice-Watches" auf einer Zeile angeschrieben gewesen.
Dar�ber hinaus verwies die Beschwerdef�hrerin, ohne konkrete Beispiele zu nennen, auf zahlreiche weitere Markenverwendungen durch die Beschwerdegegnerin, die der Abgrenzungsvereinbarung widerspr�chen.
Vorg�ngig dem K�ndigungsschreiben waren seitens der Beschwerdef�hrerin keine R�gen oder Mahnungen gegen�ber der Beschwerdegegnerin betreffend ihre Markenverwendung erfolgt.
Mit Schreiben vom 3. Juli 2009 bestritt die Beschwerdegegnerin die K�ndigung "f�rmlich". Sie bat die Beschwerdef�hrerin, ihr Kopien der wesentlichen Elemente und Dokumente, auf die sich die Vorw�rfe st�tzten, zukommen zu lassen, damit sie geh�rig Stellung nehmen k�nne. Die Beschwerdef�hrerin verwies mit Schreiben vom 10. Juli 2009 auf die im K�ndigungsschreiben vorgebrachten Gr�nde und bemerkte, dass die Beschwerdegegnerin zwischenzeitlich die Verletzungen behoben habe, weshalb sie sich ihrer Verst�sse genau bewusst gewesen sei. Am 8. Januar 2010 erfuhr die Beschwerdegegnerin davon, dass die Beschwerdef�hrerin gegen die Anmeldung ihrer Wort-/Bildmarke "ICE-WATCH", gem�ss Abgrenzungsvereinbarung auf zwei Zeilen geschrieben, am 17. September 2008 in den USA Widerspruch erhoben hatte. Seither erfolgten zahlreiche Widerspr�che der Beschwerdef�hrerin gegen Markeneintragungsgesuche der Beschwerdegegnerin.
B.a.�Die Beschwerdegegnerin erhob am 14. Juli 2010 beim Handelsgericht des Kantons Bern Klage gegen die Beschwerdef�hrerin. Sie beantragte mit anl�sslich der Hauptverhandlung ge�nderten und erg�nzten Rechtsbegehren, es sei festzustellen, dass die am 5. Juni 2009 ausgesprochene K�ndigung der Abgrenzungsvereinbarung wirkungslos sei (Ziff. 1) und dass die Abgrenzungsvereinbarung betreffend die Marken ICE-WATCH und SWATCH g�ltig und f�r die Parteien rechtsverbindlich sei (Ziff. 2). Ferner sei der Beschwerdef�hrerin unter Androhung von Straffolgen gem�ss Art. 292 StGB f�r den Widerhandlungsfall zu verbieten, Widerspruch zu erheben gegen s�mtliche bereits h�ngigen oder zuk�nftigen Markeneintragungsgesuche der Beschwerdegegnerin f�r die Wort-/Bildmarke oder dreidimensionale "Ice-Watch"-Marke, welche die Worte Ice und Watch ausschliesslich in folgender Darstellung enthalten (Ziff. 3) :
In Ziffer 4 des Rechtsbegehrens beantragte die Beschwerdegegnerin weiter, die Beschwerdef�hrerin sei unter Androhung von Straffolgen gem�ss Art. 292 StGB f�r den Widerhandlungsfall zu verurteilen, 18 im Begehren im Einzelnen bezeichnete, in verschiedenen L�ndern erhobene Widerspr�che und jeden anderen Widerspruch gegen die Markeneintragungen der Beschwerdegegnerin f�r ihre Wort-/Bild-Marke ICE-WATCH, der m�glicherweise von der Beschwerdef�hrerin bereits eingereicht sei oder bis zum Ergehen des Urteils im vorliegenden Verfahren eingereicht werde, zur�ckzuziehen.
Sodann verlangte die Beschwerdegegnerin (Ziff. 5), die Beschwerdef�hrerin sei unter Androhung von Straffolgen gem�ss Art. 292 StGB f�r den Widerhandlungsfall zu verurteilen, 8 im Begehren im Einzelnen bezeichnete, in verschiedenen L�ndern erhobene Widerspr�che und jeden anderen Widerspruch gegen die Markeneintragungen der Beschwerdegegnerin f�r ihre dreidimensionale Marke Ice-Watch, der m�glicherweise von der Beschwerdef�hrerin bereits eingereicht sei oder bis zum Ergehen des Urteils im vorliegenden Verfahren eingereicht werde, zur�ckzuziehen. Schliesslich beantragte die Beschwerdegegnerin, die Beschwerdef�hrerin sei zu verurteilen, die Bestimmungen der Abgrenzungsvereinbarung einzuhalten, unter Androhung von Straffolgen gem�ss Art. 292 StGB f�r den Widerhandlungsfall (Ziff. 6).
B.b.�Mit Entscheid vom 28. April 2011 stellte das Handelsgericht fest, dass die K�ndigung vom 5. Juni 2009 wirkungslos und die Abgrenzungsvereinbarung f�r die Parteien rechtsverbindlich sei (Dispositiv Ziff. 1a/1b). Sodann verbot es der Beschwerdef�hrerin unter Androhung von Straffolgen gem�ss Art. 292 StGB f�r den Widerhandlungsfall, Widerspruch zu erheben gegen s�mtliche bereits h�ngigen oder zuk�nftigen Markeneintragungsgesuche der Beschwerdegegnerin f�r die Wort-/Bildmarke, welche die Worte "Ice" und "Watch" ausschliesslich in folgender Darstellung enthalten (Dispositiv Ziff. 2a) :
Weiter verurteilte das Handelsgericht die Beschwerdef�hrerin unter Androhung von Straffolgen gem�ss Art. 292 StGB f�r den Widerhandlungsfall, 18 im Einzelnen bezeichnete, in verschiedenen L�ndern erhobene Widerspr�che gegen die Markeneintragungen der Beschwerdegegnerin f�r ihre Wort-/Bild-Marke "Ice-Watch" zur�ckzuziehen (Dispositiv Ziff. 2b).
Im Mehrumfang wies das Handelsgericht die Klage ab, soweit es darauf eintrat (Dispositiv Ziff. 3). Die Gerichtskosten auferlegte es zu drei Vierteln der Beschwerdef�hrerin und zu einem Viertel der Beschwerdegegnerin. Im gleichen Verh�ltnis verteilte es die Parteikosten (Dispositiv Ziffern 4 und 5).
Die Beschwerdef�hrerin beantragt mit Beschwerde in Zivilsachen, es seien die Dispositiv Ziffern 1, 2, 4 und 5 des Urteils des Handelsgerichts aufzuheben und es sei auf die Klage vom 14. Juli 2010 nicht einzutreten, eventuell sei sie abzuweisen. Subeventuell sei die Streitsache zur Vervollst�ndigung des Sachverhalts und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Beschwerdegegnerin schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Vernehmlassung.
Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen einen Endentscheid (Art. 90 BGG) in einer Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG), der von einem oberen kantonalen Gericht im Sinne von Art. 75 Abs. 2 lit. b BGG erging.�Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde - unter Vorbehalt einer rechtsgen�glichen Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) - einzutreten.
2.1.�Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Die Beschwerde ist hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten. In der Beschwerdeschrift ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht kann das Bundesgericht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1; 133 III 439 E. 3.2).
Unerl�sslich ist im Hinblick auf Art. 42 Abs. 2 BGG, dass die Beschwerde auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt. Der Beschwerdef�hrer soll in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die er im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigen, sondern mit seiner Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ansetzen (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.). Die Begr�ndung hat ferner in der Beschwerdeschrift selbst zu erfolgen und der blosse Verweis auf Ausf�hrungen in anderen Rechtsschriften oder auf die Akten reicht nicht aus (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 400).
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 135 III 397 E. 1.5). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG).
Der Beschwerdef�hrer, der die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 136 II 508 E. 1.2; 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3, 393 E. 7.1, 462 E. 2.4 S. 466). Soweit der Beschwerdef�hrer den Sachverhalt erg�nzen will, hat er zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass er entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570; 4A_470/2009 vom 18. Februar 2010 E. 1.2). �berdies ist in der Beschwerde darzutun, inwiefern die Behebung des ger�gten Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3).
Zu beachten ist, dass das Bundesgericht in die Beweisw�rdigung des Sachgerichts nur eingreift, wenn diese willk�rlich ist. Willk�r liegt nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls in Betracht zu ziehen oder gar vorzuziehen w�re, sondern nur, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 134 II 124 E. 4.1; 132 III 209 E. 2.1; 131 I 57 E. 2, 467 E. 3.1). Die Beweisw�rdigung ist mithin nicht schon dann willk�rlich, wenn vom Sachrichter gezogene Schl�sse nicht mit der Darstellung des Beschwerdef�hrers �bereinstimmen, sondern bloss, wenn sie offensichtlich unhaltbar ist (BGE 135 II 356 E. 4.2.1; 129 I 8 E. 2.1 S. 9; 116 Ia 85 E. 2b). Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn das Sachgericht offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst (vgl. BGE 129 I 8 E. 2.1; 120 Ia 31 E. 4b). Inwiefern die Beweisw�rdigung willk�rlich sein soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (BGE 134 II 244 E. 2.2; 130 I 258 E. 1.3). Namentlich gen�gt es nicht, einzelne Beweise anzuf�hren, die anders als im angefochtenen Entscheid gewichtet werden sollen, und dem Bundesgericht in appellatorischer Kritik die eigene Auffassung zu unterbreiten, als ob diesem freie Sachverhaltspr�fung zuk�me (vgl. BGE 116 Ia 85 E. 2b).
Da die Beschwerdegegnerin ihren Sitz in Y.________ hat, liegt ein internationaler Sachverhalt vor und ist die Frage nach dem anwendbaren Recht von Amtes wegen zu pr�fen (BGE 137 III 481 E. 2.1). Nach den vorinstanzlichen Feststellungen haben die Parteien die Abgrenzungsvereinbarung dem schweizerischen Recht unterstellt und war es im vorinstanzlichen Verfahren unbestritten, dass die vorliegende Streitigkeit nach Schweizer Recht zu beurteilen ist. Davon ist auch vorliegend auszugehen (Art. 116 IPRG; vgl. BGE 130 III 417 E. 2.2.1).
Strittig ist zun�chst, ob die Vorinstanz f�r die bei ihr gestellten Rechtsbegehren Ziff. 1 (Feststellung der Wirkungslosigkeit der K�ndigung der Abgrenzungsvereinbarung) und Ziff. 2 (Feststellung der Rechtsverbindlichkeit der Abgrenzungsvereinbarung) zu Recht ein Feststellungsinteresse bejaht hat und insoweit auf die Klage eingetreten ist.
4.1.�Unter welchen Voraussetzungen die gerichtliche Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens bundesrechtlicher Anspr�che verlangt werden kann, ist eine Frage des Bundesrechts, da das materielle Recht auch den f�r seine Durchsetzung erforderlichen Rechtsschutz garantiert. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die Feststellungsklage zuzulassen, wenn der Kl�ger an der sofortigen Feststellung ein erhebliches schutzw�rdiges Interesse hat, das kein rechtliches zu sein braucht, sondern auch bloss tats�chlicher Natur sein kann. Diese Voraussetzung ist namentlich gegeben, wenn die Rechtsbeziehungen der Parteien ungewiss sind und die Ungewissheit durch die richterliche Feststellung behoben werden kann. Dabei gen�gt nicht jede Ungewissheit; erforderlich ist vielmehr, dass ihre Fortdauer dem Kl�ger nicht mehr zugemutet werden darf, weil sie ihn in seiner Bewegungsfreiheit behindert (BGE 136 III 102 E. 3.1; 135 III 378 E. 2.2 S. 380; 129 III 295 E. 2.2 je mit Hinweisen).
Ein Feststellungsinteresse fehlt in der Regel, wenn eine Leistungsklage zur Verf�gung steht, mit der ein vollstreckbares Urteil erwirkt werden kann (BGE 135 III 378 E. 2.2 S. 380; 123 III 49 E. 1a S. 52). Die Feststellungsklage ist aber nicht schlechthin als der Leistungsklage nachgehend zu betrachten, so dass sie immer ausgeschlossen w�re, wenn auf Leistung geklagt werden kann (BGE 84 II 685 E. 2 S. 692). Vielmehr kann sich auch bei M�glichkeit der Leistungsklage ein selbst�ndiges Interesse an gerichtlicher Feststellung ergeben. Dies ist namentlich der Fall, wenn es darum geht, nicht nur die f�llige Leistung zu erhalten, sondern die G�ltigkeit des ihr zugrunde liegenden Rechtsverh�ltnisses auch f�r dessen k�nftige Abwicklung feststellen zu lassen (BGE 84 II 685 E. 2 S. 692 mit Hinweisen).
4.2.�Die Vorinstanz bejahte, dass die Beschwerdegegnerin ein sehr grosses Interesse an der Kl�rung der Rechtslage habe. Mit der Ungewissheit �ber die G�ltigkeit der Abgrenzungsvereinbarung wisse sie nicht, ob sie ihre Marke, deren Einf�hrung zwischenzeitlich mit Erfolg gelungen sei, in zul�ssiger Weise verwende oder nicht, ob sie sinnvollerweise an dieser festhalten oder eine neue Marke kreieren solle. Sie m�sse ausser f�r die bestehenden Widerspr�che der Beschwerdef�hrerin gegen ihre Markeneintragungsgesuche auch f�r k�nftige zivilrechtliche Streitigkeiten betreffend ihre Marke Klarheit �ber die bestehende Grundkonstellation zwischen ihrer Marke und derjenigen der Beschwerdef�hrerin haben. Da die Abgrenzungsvereinbarung der einzige und damit fundamentale Verbindungspunkt zwischen den Parteien sei und deren Ung�ltigkeit f�r die Beschwerdegegnerin einschneidende Konsequenzen h�tte, liege eine sehr grosse Unsicherheit vor und k�nne es der Beschwerdegegnerin nicht l�nger zugemutet werden, in der Ungewissheit zu bleiben.
4.3.�Die Beschwerdef�hrerin machte im vorinstanzlichen Verfahren geltend, es fehle an einem Feststellungsinteresse, da dieses durch die gleichzeitig offen stehende Leistungsklage konsumiert werde.
Dieser Argumentation folgte die Vorinstanz nicht. Sie hielt daf�r, das Interesse der Beschwerdegegnerin an der Feststellung der G�ltigkeit oder Ung�ltigkeit der Abgrenzungsvereinbarung wie sie in den Ziffern 1 und 2 des Rechtsbegehrens beantragt werde, gehe �ber das Rechtsschutzinteresse an den vorliegend m�glichen Leistungsbegehren hinaus. Sie hielt dazu sinngem�ss fest, die bestehende Ungewissheit �ber die Rechtsbeziehung der Parteien k�nne nur ausger�umt werden, wenn dar�ber im Dispositiv des Entscheids, das allein in Rechtskraft erw�chst, entschieden w�rde; es w�re zur Ausr�umung der Ungewissheit unzureichend, wenn das Gericht bloss in seinen Erw�gungen von der G�ltigkeit oder Ung�ltigkeit der Abgrenzungsvereinbarung ausgehen w�rde und in der Folge einem Leistungsbegehren statt gegeben w�rde oder nicht. Diese zutreffende Argumentation (vgl. dazu BGE 121 III 474 E. 4a) stellt die Beschwerdef�hrerin vorliegend nicht in Frage, so dass darauf nicht weiter eingegangen werden muss.
4.4.�Die Vorinstanz hielt daf�r, die Ziffern 1 und 2 des Rechtsbegehrens bedingten sich gegenseitig und seien sowohl bez�glich des Rechtsschutzinteresses als auch materiell gemeinsam zu beurteilen.
Die Beschwerdef�hrerin macht dagegen geltend, das Rechtsbegehren Ziffer 1 gehe in Rechtsbegehren Ziffer 2 auf und habe neben diesem keinen Bestand. Es fehle deshalb an einem Rechtsschutzinteresse an Rechtsbegehren Ziffer 1.
Es trifft zwar zu, dass das Rechtsbegehren 1 im Rechtsbegehren 2 insoweit aufgeht, als die G�ltigkeit der Abgrenzungsvereinbarung bzw. deren weiterbestehende Rechtsverbindlichkeit f�r die Parteien vorliegend einzig voraussetzt, dass die am 5. Juni 2009 ausgesprochene K�ndigung unwirksam ist; den vorinstanzlichen Feststellungen l�sst sich nicht entnehmen, dass die Beschwerdef�hrerin die G�ltigkeit der Abgrenzungsvereinbarung bzw. deren Rechtsverbindlichkeit f�r die Parteien im vorinstanzlichen Verfahren oder vorprozessual aus anderen Gr�nden als wegen der von ihr ausgesprochenen K�ndigung bestritt (vgl. Beispiele f�r solche Gr�nde bei�Hans Neubauer, Markenrechtliche Abgrenzungsvereinbarungen aus rechtsvergleichender Sicht, Berlin 1983, S. 202 ff.). Mit R�cksicht auf das weitgehend unbestrittene (vgl. dazu nachfolgend) Interesse der Beschwerdegegnerin, f�r k�nftige Streitigkeiten Klarheit �ber die bestehende Rechtsbeziehung zwischen den Parteien zu erhalten, ist es aber nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz ein Interesse an der im Rechtsbegehren 1 verlangten Feststellung der Ung�ltigkeit der K�ndigung bejahte. Damit kommt auch im Dispositiv ihres Entscheids zum Ausdruck, dass die verbindliche Beurteilung der fortbestehenden G�ltigkeit der Abgrenzungsvereinbarung mit Blick auf die von der Beschwerdef�hrerin ausgesprochenen K�ndigung vom 5. Juni 2009 erfolgte. Die Beschwerdef�hrerin tut nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich, inwieweit sie durch die Mitbeurteilung von Rechtsbegehren Ziffer 1 zusammen mit dem Rechtsbegehren Ziffer 2 in sch�tzenswerten Interessen tangiert sein k�nnte, die f�r den Ausschluss eines Feststellungsbegehrens sprechen k�nnten. Namentlich stellt sich insoweit weder die Frage einer missbr�uchlichen Prozessf�hrung, noch besteht wegen der Mitbehandlung von Rechtsbegehren Ziffer 1 die Gefahr, dass es zu einer mehrfachen Prozessf�hrung kommt (vgl. dazu�Max Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Aufl. 1979, S. 209 f.). Im Gegenteil.
4.5.�Entgegen der Beschwerdef�hrerin ist die in Ziffer 1 des Rechtsbegehrens beantragte Feststellung auch nicht unzul�ssig, weil nur der Bestand oder der Nichtbestand eines Rechts oder eines Rechtsverh�ltnisses Gegenstand eines Feststellungsbegehrens sein k�nne. Bei einer K�ndigung handelt es sich um ein Gestaltungsrecht, das zu einer einseitigen Umgestaltung eines Rechtsverh�ltnisses f�hrt (BGE 135 III 441 E. 3.3 S. 444; 133 III 360 E. 8.1.1; 128 III 129 E. 2a), wenn auch die Umgestaltung des Rechtsverh�ltnisses von gewissen gesetzlichen Ausnahmen abgesehen nur eintritt, wenn das Gestaltungsrecht zu Recht ausge�bt wird (vgl. BGE 133 III 360 E. 8.1.2/8.1.3; 135 III 441 E. 3.3 S. 444). Die Frage, ob dem K�ndigenden im Einzelfall wirklich ein Recht auf K�ndigung, mithin ein entsprechendes Gestaltungsrecht, zustand, beschl�gt demnach den Bestand oder Nichtbestand eines Rechts und kann grunds�tzlich Gegenstand einer Feststellungsklage sein.
4.6.�Die Beschwerdef�hrerin macht sodann geltend, die Vorinstanz habe zu Unrecht ein Interesse an der in Rechtsbegehren Ziffer 2 beantragten Feststellung bejaht. Dabei habe sie verkannt, dass der Beschwerdegegnerin die Fortdauer der Ungewissheit zumutbar sei. Allerdings bestreitet die Beschwerdef�hrerin die Erw�gungen der Vorinstanz nicht, wonach die Beschwerdegegnerin ein sehr grosses Interesse an der Kl�rung der Rechtslage habe, da mit Blick auf die massiven Konsequenzen, die eine Ung�ltigkeit der Abgrenzungsvereinbarung f�r sie h�tte, eine sehr grosse Ungewissheit vorliege. Bei dieser Ausgangslage ist die Unzumutbarkeit einer Fortdauer der Ungewissheit zu bejahen, besteht doch mit der Ungewissheit �ber die M�glichkeit, ihre erfolgreich eingef�hrte Marke, unter der sie operiert, weiterzuverwenden, eine Unsicherheit, welche die wirtschaftliche Bewegungsfreiheit der Beschwerdegegnerin erheblich behindert.
An dieser Beurteilung vermag nichts zu �ndern, dass die Beschwerdegegnerin die K�ndigung erst am 3. Juli 2009, also rund einen Monat nach der K�ndigungserkl�rung, bestritt und dass zwischen den Parteien, nachdem die Beschwerdef�hrerin am 10. Juli 2009 an der K�ndigung festhielt, bis zum Auss�hnungsversuch vom 17. Mai 2010 "Funkstille" geherrscht habe, wie die Beschwerdef�hrerin geltend macht. Die Beschwerdegegnerin hatte auf das Schreiben der Beschwerdef�hrerin vom 10. Juli 2009 hin keinen Anlass, ihren bereits klar ge�usserten Standpunkt, dass sie die K�ndigung der Abgrenzungsvereinbarung f�rmlich bestreite (formally disputed), zu wiederholen. Nachdem sie am 8. Januar 2010 vom Widerspruch der Beschwerdef�hrerin gegen die Anmeldung ihrer gem�ss Abgrenzungsvereinbarung auf zwei Zeilen geschriebenen Wort-/Bildmarke "ICE-WATCH" in den USA erfuhr, mithin davon, dass die Beschwerdef�hrerin die ausgesprochene K�ndigung tats�chlich umsetzte, leitete sie den vorliegenden Prozess am 17. Mai 2010 mit einem Gesuch um Vorladung zur Auss�hnungsverhandlung ein. Damit handelte sie jedenfalls innerhalb einer Zeitspanne, die es keinesfalls erlaubt, daraus abzuleiten, es sei ihr gleichg�ltig gewesen, ob die Abgrenzungsvereinbarung noch gilt, und ihr sei infolge langen Zuwartens eine Fortdauer der Ungewissheit zuzumuten.
Inwieweit die Beschwerdegegnerin die Ungewissheit bewusst in Kauf genommen haben soll und diese ihr damit weiter zumutbar sein soll, wie die Beschwerdef�hrerin weiter geltend macht, ist angesichts des von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalts nicht nachvollziehbar. Insbesondere geht die Berufung auf das Urteil 4A_516/2010 vom 2. Dezember 2010, E. 7.2, sic! 2011 S. 315 ff., fehl. In diesem Urteil war ein Fall zu beurteilen, in dem eine Partei auf Feststellung der Rechtsbest�ndigkeit ihrer Firma und Marke klagte, die sie, obwohl sie sich damit in die N�he einer ber�hmten Marke begeben hatte und von der Inhaberin derselben verwarnt worden war, in den betreffenden Registern eingetragen hatte, und zwar noch bevor sie gr�ssere Investitionen get�tigt oder einen Ruf aufgebaut hatte. Damit ist der vorliegende Sachverhalt nicht vergleichbar.
5.1.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt sodann, die Vorinstanz habe Bundesrecht sowie Staatsvertragsrecht verletzt, indem sie auf die Rechtsbegehren Ziffern 3 und 4 eingetreten sei, mit denen die Beschwerdegegnerin beantragte, der Beschwerdef�hrerin sei unter Straffolge zu verbieten, Widerspruch gegen s�mtliche h�ngigen und zuk�nftigen Markeneintragungsgesuche der Beschwerdegegnerin bez�glich der Wort-/Bildmarke "Ice-Watch" (fig.) zu erheben, und der Beschwerdef�hrerin sei zu befehlen, zahlreiche bereits eingereichte Widerspr�che zur�ckzuziehen. Bei der von der Vorinstanz angeordneten Verpflichtung, Widerspr�che gegen Markeneintragungsgesuche zur�ckzuziehen bzw. nicht zu erheben, handle es sich um unzul�ssige Prozessf�hrungsverbote (anti-suit injunctions). Nach schweizerischem Recht d�rfe ein Gericht generell keine Prozessf�hrungsverbote aussprechen, und zwar unabh�ngig davon, ob ein Binnen- oder ein internationaler Sachverhalt vorliege. Ein Prozessf�hrungsverbot bedeute einen unzul�ssigen Eingriff in die Kompetenz des Zielgerichts, selber �ber seine Zust�ndigkeit entscheiden zu k�nnen (sog. Kompetenz-Kompetenz). Namentlich soweit Widerspruchsverfahren im Anwendungsbereich des Lug� (SR 0.275.12) betroffen seien, sei zu beachten, dass der vorliegend anwendbare Art. 16 Abs. 4 Lug� in der Fassung vom 16. September 1988 (aLug�), gleich wie der Art. 22 Ziffer 4 des revidierten Lug� vom 30. Oktober 2007 vorsehe, dass Bestandesklagen �ber Immaterialg�terrechte, zu denen auch die Widerspruchsklagen z�hlten, von den Gerichten desjenigen Mitgliedstaats zu behandeln seien, in dem die Hinterlegung des Immaterialg�terrechts beantragt oder vorgenommen worden sei. Somit verstosse namentlich die Verpflichtung, die Widerspr�che f�r Markeneintragungsgesuche im Lug�-Raum zur�ckzuziehen bzw. in Mitgliedstaaten des Lug� keine Widerspr�che zu erheben, gegen Art. 16 Ziff. 4 aLug�.
5.2.�Die Vorinstanz erwog dazu, die Antwort auf die Frage, ob ein schweizerisches Gericht ein Urteil mit Wirkungen �ber die eigenen Landesgrenzen hinaus f�llen k�nne, sei in der Abgrenzungsvereinbarung zwischen den Parteien zu suchen. Vorliegend k�nne die Vorinstanz gest�tzt auf schweizerisches Recht ein Urteil �ber konkrete vertragliche Verpflichtungen f�llen. Es k�nne und m�sse im Rahmen der gesetzlichen Schranken formell zul�ssige Rechtsbegehren, wenn sie begr�ndet seien, zusprechen, und zwar so wie unter den Parteien vereinbart. Vorliegend h�tten die Parteien die weltweite G�ltigkeit der Abgrenzungsvereinbarung vorgesehen, so dass sich die Beschwerdef�hrerin verpflichtet habe, weltweit keine Widerspr�che gegen die Wort-/Bildmarke der Beschwerdegegnerin gem�ss Abgrenzungsvereinbarung zu erheben. Gest�tzt darauf k�nne die Beschwerdef�hrerin zum R�ckzug der weltweiten Widerspr�che verurteilt werden.
5.3.�Es stellt sich zun�chst die Frage, ob die Vorinstanz gegen�ber der Beschwerdef�hrerin ein Prozessf�hrungsverbot der behaupteten Art (sog. anti-suit injunction) ausgesprochen hat.
5.3.1.�Anti-suit injunctions sind Prozessf�hrungsverbote, mit denen das Gericht, das sich zur Entscheidung einer internationalen Streitigkeit als zust�ndig ansieht, einer Partei eines bei ihm anh�ngigen Verfahrens untersagt, eine Klage vor einem anderen (ausl�ndischen) Gericht zu erheben, dessen Zust�ndigkeit es als nicht gegeben oder zumindest weniger begr�ndet als seine eigene betrachtet, oder ein dortiges Verfahren weiterzubetreiben (�Domenico Acocella, in: Lugano-�bereinkommen zum internationalen Zivilverfahrensrecht, Kommentar, Anton K. Schnyder [Hrsg.], 2011, N. 29 zu Vorbem. Art. 2 Lug�;�Favalli/Augsburger, in: Basler Kommentar, Lugano-�bereinkommen, 2011, N. 50 zu Art. 31 Lug�;�Yves Derains, L'abus des "anti-suit injunctions" en mati�re d'arbitrage international et la convention de New York, in: De lege ferenda, �tudes pour le Professeur Alain Hirsch, 2004, S. 105 f.;�Kaufmann-Kohler/Rigozzi, Arbitrage international, 2. Aufl. 2010, Rz. 457a;�Emmanuel Gaillard, Introduction, in: Anti-suit injunctions in international arbitration, New York 2005, S. 1;�Olivier Luc Mosimann, Anti-suit injunctions in international commercial arbitration, Den Haag 2010, S. 7). Es geht dabei um Klagen mit einem identischen oder konnexen Verfahrensgegenstand bzw. um "Parallelverfahren" (�Favalli/Augsburger, a.a.O., N. 50 zu Art. 31 Lug�;�Schnyder/Liatowitsch, Internationales Privat- und Zivilverfahrensrecht, 3. Aufl. 2011, Rz. 328;�Manuel Liatowitsch, Schweizerische Schiedsgerichte und Parallelverfahren vor Staatsgerichten im In- und Ausland, 2002, S. 146;�Liatowitsch/Bernet, Probleme bei parallelen Verfahren vor staatlichen Gerichten und vor Schiedsgerichten, in: Karl Sp�hler [Hrsg.], Internationales Zivilprozess- und Verfahrensrecht IV, 2005, S. 162). Entsprechende Prozessf�hrungsverbote sind dem Zust�ndigkeitsrecht und damit dem Prozessrecht zuzuordnen; sie bilden eine Erscheinungsform des Kampfes um den (vorteilhaften) Gerichtsstand (�Marco Stacher, Prozessf�hrungsverbote zur Vermeidung von sich widersprechenden Entscheiden, ZZZ 2006 S. 61 ff., 62 Rz. 4;�Michael K�hr, Der Kampf um den Gerichtsstand - Forum Shopping im internationalen Verfahrensrecht der Schweiz, 2010, S. 11;�Liatowitsch, a.a.O., S. 147 spricht von einer "prozessualen Offensivwaffe"; ebenso�Liatowitsch/Bernet, a.a.O., S. 162; vgl. dazu auch�Acocella, a.a.O., N. 29 ff., 36 zu Vorbem. Art. 2 Lug�;�Berger/Kellerhals, International and domestic arbitration in Switzerland, 2. Aufl. 2010, Rz. 616 f.;�Kaufmann-Kohler/Rigozzi, a.a.O., Rz. 457a). Insbesondere Gerichte aus dem angels�chsischen Raum erlassen anti-suit injunctions denn auch, um ein missbr�uchliches forum-shopping zu verhindern. Als Anwendungsf�lle zu nennen sind insbesondere die drohende oder bereits eingeleitete missbr�uchliche Prozessf�hrung vor ausl�ndischen Gerichten oder die drohende oder bereits erfolgte Verletzung von Gerichtsstands- und Schiedsvereinbarungen oder in einem Vergleich geschlossenen Vereinbarungen, �ber den verglichenen Streitgegenstand nicht mehr zu prozessieren; weitere Fallgruppen bilden Konstellationen, in denen mehrere alternative Gerichtsst�nde zur Verf�gung stehen oder das Prozessieren im Ausland als grob unbillig empfunden wird (�Gion Jegher, Abwehrmassnahmen gegen ausl�ndische Prozesse, 2003, S. 93 ff.;�Kaufmann-Kohler/Rigozzi, a.a.O., Rz. 457a/b;�Liatowitsch, a.a.O., S. 147;�Liatowitsch/Bernet, a.a.O., S. 163).
Anti-suit injunctions bzw. Prozessf�hrungsverbote wurden vom EuGH in einer Vorabentscheidung aus dem Jahre 2004 als mit dem Br�sseler �bereinkommen (�bereinkommen vom 27. September 1968 �ber die gerichtliche Zust�ndigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen; EuGV�) im Widerspruch stehend und damit unzul�ssig beurteilt, und zwar selbst f�r den Fall, dass die Partei, gegen die das Prozessf�hrungsverbot ausgesprochen wird, mit der Prozesseinleitung beim anderen Gericht wider Treu und Glauben zu dem Zweck handelt, das bereits anh�ngige Verfahren zu behindern (Urteil des EuGH vom 27. April 2004 Rs. C-159/02 i.S. Turner c. Grovit, Slg. 2004 I-03565; vgl. dazu�Acocella, a.a.O., N. 30 ff. zu Vorbem. Art. 2 Lug�;�Stacher, a.a.O., S. 69 f.; kritisch:�Favalli/Augsburger, a.a.O., N. 54 f. zu Art. 31 Lug� sowie�Bernhard Berger, in: Basler Kommentar, Lugano-�bereinkommen, 2011, N. 58 zu Art. 23 Lug�; s. ferner�Laurent Killias, in: Dasser/Oberhammer [Hrsg.], Lugano-�bereinkommen, Kommentar, 2. Aufl. 2011, N. 155 zu Art. 23 Lug�). Der Gerichtshof erwog dazu, es sei wesentlicher Bestandteil des Grundsatzes des gegenseitigen Vertrauens zwischen den Vertragsstaaten, dass im Anwendungsbereich des �bereinkommens dessen Zust�ndigkeitsregeln, die allen Gerichten der Vertragsstaaten gemeinsam seien, von jedem dieser Gerichte mit gleicher Sachkenntnis ausgelegt und angewandt werden k�nnten. Das �bereinkommen gestatte - von begrenzten Ausnahmen abgesehen - die Pr�fung der Zust�ndigkeit eines Gerichts durch das Gericht eines anderen Vertragsstaats nicht. Das von einem Gericht an eine Partei gerichtete Verbot, eine Klage bei einem ausl�ndischen Gericht zu erheben oder ein dortiges Verfahren weiterzubetreiben, beeintr�chtige dessen Zust�ndigkeit f�r die Entscheidung des Rechtsstreits (Ziffer 24 ff. des zit. Entscheids).
Diese Rechtsprechung ist grunds�tzlich auch von den schweizerischen Gerichten zu beachten, soweit im Lug� geregelte Zust�ndigkeiten im Raum stehen (BGE 135 III 185 E. 3.2; 129 III 626 E. 5.2.1, je mit Hinweisen; zweifelnd:�Favalli/Augsburger, a.a.O., N. 55 zu Art. 31 Lug�). Zur Zul�ssigkeit des Erlasses von Prozessf�hrungsverboten durch Schweizer Gerichte ausserhalb des Anwendungsbereichs des Lug� hat sich das Bundesgericht noch nie ge�ussert.
Die schweizerische Lehre steht einer solchen wohl �berwiegend ablehnend gegen�ber, da zivilrechtlichen und staatsrechtlichen Prinzipien widersprechend (�Schnyder/Liatowitsch, a.a.O., Rz. 328;�Berger/Kellerhals, a.a.O., Rz. 616;�Jegher, a.a.O., S. 103;�Stacher, a.a.O., S. 77 f., insbesondere Rz. 56; differenzierend aber:�Olivier LucMosimann, anti-suit injunctions in international arbitration, Den Haag 2010, S. 40 ff.;�Andreas Bucher, in: Commentaire Romand, Loi sur le droit international priv� - Convention de Lugano, 2011, N. 5 zu Art. 183 IPRG; vgl. auch das Urteil des Tribunal de premi�re instance des Kantons Genf vom 2. Mai 2004 E. C, ASA-Bull 2005 S. 728 ff., in dem eine anti-suit injunction als mit der schweizerischen Rechtsordnung im Widerspruch stehend beurteilt wurde). Es wird namentlich argumentiert, Prozessf�hrungsverbote seien �berfl�ssig, um dem Problem widersprechender Entscheide beizukommen. Die Grunds�tze �ber die Litispendenz und die res iudicata sowie die Bestimmungen �ber die Anerkennung und Vollstreckung ausl�ndischer Entscheidungen reichten dazu aus, so dass es an einem Rechtsschutzinteresse f�r die Anordnung von Prozessf�hrungsverboten fehle, die dem Prinzip der Kompetenz-Kompetenz widerspr�chen; solche Massnahmen seien unter dem Gesichtspunkt der internationalen R�cksichtnahme (comity) problematisch und beinhalteten �berdies ein Eskalationspotential. Es bestehe die Gefahr, dass das Zielgericht in der Folge seinerseits ein Wider-Prozessf�hrungsverbot (anti-anti-suit injunction) ausspreche, womit den Parteien der Zugang zu beiden angerufenen Gerichten abgeschnitten w�rde, mit der Folge, dass nicht nur keine widersprechenden Urteile gesprochen w�rden, sondern gar keine (�Stacher, a.a.O., S. 74 ff. insbes. Rz. 42, 51, 57;�Jegher, a.a.O., S. 103;�Kaufmann-Kohler-Rigozzi, a.a.O., Rz. 458b;�Schyder/Liatowitsch, a.a.O., Rz. 328).
5.3.2.�Vorliegend er�brigt sich eine Stellungnahme zur Zul�ssigkeit von Prozessf�hrungsverboten der umschriebenen Art. Denn in den Klagebegehren Ziffern 3 und 4 kann kein Antrag um Erlass eines solchen, dem Prozessrecht zuzuordnenden Prozessf�hrungsverbots erblickt werden und die Vorinstanz hat kein solches Prozessf�hrungsverbot erlassen, soweit sie diese Begehren guthiess.
Es liegt vorliegend namentlich kein Fall vor, in dem sich f�r einen bestimmten Streitgegenstand die Frage stellte, welches Gericht daf�r die Zust�ndigkeit beanspruchen k�nne, oder in dem eine missbr�uchliche Klageerhebung im Raum stand. Namentlich war und ist unumstritten, dass die Vorinstanz - gem�ss der in der Abgrenzungsvereinbarung enthaltenen und nach dem vorliegend anwendbaren Art. 17 aLug� g�ltigen Gerichtsstandsklausel - ausschliesslich zur Beurteilung von Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Abgrenzungsvereinbarung zust�ndig ist; es geht mit den ausgesprochenen Befehlen bzw. Verboten nicht darum, den Gerichtsstand bei der Vorinstanz abzusichern. Selbstredend geht es ebenso wenig um die Bestimmung von Zust�ndigkeiten f�r allf�llige Widerspruchsverfahren.
In der Abgrenzungsvereinbarung stimmte die Beschwerdef�hrerin dem weltweiten Gebrauch und weltweiten Registrierungen der Wort-/Bildmarke "Ice-Watch" in der Form gem�ss Abgrenzungsvereinbarung durch die Beschwerdegegnerin zu. Sie ging mit anderen Worten, wie auch die Vorinstanz unwidersprochen festhielt, die Verpflichtung ein, den Gebrauch und Registrierungen der Marke in der erw�hnten Form zu dulden bzw. nicht zu behindern, d.h. alles zu unterlassen, was ihren Gebrauch und ihre Registrierung beeintr�chtigen k�nnte, namentlich keine Einsprachen gegen Registrierungen zu erheben. Damit ging die Beschwerdef�hrerin eine vertragliche, dem materiellen Recht zuzuordnende Duldungs- bzw. Unterlassungsverpflichtung ein und schloss nicht eine prozessrechtliche Vereinbarung ab, �ber einen bestimmten Streitgegenstand, namentlich eine individuell bestimmte Markeneintragung in einem bestimmten Land keinen Prozess oder nur einen Prozess an einem bestimmten Ort einzuleiten. Es geht nicht um die Regelung der Zust�ndigkeit zur Beurteilung eines konkreten Markeneintragungsgesuchs, sondern um die generelle Verpflichtung der Beschwerdef�hrerin, jeglichen zuk�nftigen Markeneintragungsgesuchen in beliebigen L�ndern, die je f�r sich einen eigenen Streitgegenstand bilden k�nnten, nicht zu opponieren, mithin um eine Unterlassungsverpflichtung, die dem materiellen Recht zuzuordnen ist (vgl. dazu�Christian K�lz, Die Zwangsvollstreckung von Unterlassungspflichten im schweizerischen Zivilprozessrecht, 2007, S. 11 Rz. 16;�Lucas David, Basler Kommentar, Markenschutzgesetz, Muster- und Modellgesetz, 1999, N. 53 zu Art. 3 MSchG). Damit liegt namentlich auch nicht die in der Literatur als Anwendungsfall von anti-suit injunctions genannte Konstellation vor, in der es um die Durchsetzung einer in einem Vergleich geschlossenen Vereinbarung ginge, �ber den bestimmten, verglichenen Streitgegenstand nicht mehr zu prozessieren (�Jegher, a.a.O., S. 93).
Daran �ndert nichts, dass die Abgrenzungsvereinbarung aus Anlass eines von der Beschwerdef�hrerin angestrengten Widerspruchsverfahrens abgeschlossen wurde, geht sie doch in ihrem Gehalt weit �ber die vergleichsweise Einigung �ber den konkreten Streitgegenstand�bzw. den vereinbarten R�ckzug des entsprechenden Widerspruchs hinaus. Die Beschwerdef�hrerin verzichtete damit generell, nicht bloss in einem bestimmten Verfahren, auf die Geltendmachung ihrer Priorit�tsrechte gegen�ber der Wort-/Bild-Marke "Ice-Watch" gem�ss Abgrenzungsvereinbarung.�berdies ist davon auszugehen, dass im Rahmen von inl�ndischen und wohl auch von ausl�ndischen Widerspruchsverfahren nur markenrechtliche, nicht aber vertragsrechtliche Anspr�che beurteilt werden k�nnen, wie sie vorliegend strittig sind, mithin zur Durchsetzung von vertraglichen Anspr�chen ausschliesslich der Zivilprozess in Frage kommt (�David, a.a.O., N. 53 zu Art. 3 MSchG und N. 5 zu Art. 31 MSchG;�Christoph Willi, Kommentar zum MSchG, 2002, N. 15 zu Art. 31 MSchG;�Gregor Wild, in: Noth/B�hler/Thouvenin [Hrsg.], Markenschutzgesetz, 2009, N. 9 zu Art. 31 MSchG; vgl. auch�Butz/Gordon, Die �bertragung von Abwehrbefugnissen als wirksameres Sicherungsmittel im Rahmen einer markenrechtlichen Abgrenzungsvereinbarung-, sic! 2003 S. 485 ff., 489; f�r Widerspruchsverfahren nach der Gemeinschaftsmarkenverordnung beim Harmonisierungsamt:�Harte-Bavendamm/von Bomhard, Abgrenzungsvereinbarungen und Gemeinschaftsmarken, in: GRUR 1998 S. 530 ff., 537 f.), f�r den die Parteien vorliegend den Gerichtsstand in Bern vereinbart haben. Eine Qualifikation der von der Vorinstanz an diesem Gerichtsstand erlassenen Anordnungen als (unzul�ssige) anti-suit injunctions w�rde demnach dazu f�hren, dass die Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit Widerspruchsverfahren jeglichen Mittels zur Durchsetzung ihrer Anspr�che aus der Abgrenzungsvereinbarung beraubt w�rde.
5.4.�Die Vorinstanz ist unbestrittenermassen international zust�ndig, �ber Anspr�che aus der Abgrenzungsvereinbarung, der die Parteien weltweite Geltung verliehen haben, zu entscheiden. Damit steht ihr nach einem allgemeinen Grundsatz des Bundesprivatrechts auch zu, Befehle und Verbote zu erlassen, die zur grenz�berschreitenden Durchsetzung von als zu Recht bestehend erkannten Unterlassungsanspr�chen erforderlich sind, und f�r den Fall der Nichtbeachtung derselben strafrechtliche Sanktionen anzudrohen, (vgl. dazu�K�lz, a.a.O., S. 12 Rz. 16, S. 122 Rz. 142; vgl. ferner�David, a.a.O., N. 5 zu Art. 31 MSchG und�Harte-Bavendamm/von Bomhard, a.a.O., S. 538, wo von der Zul�ssigkeit einer entsprechenden Leistungsklage ausgegangen wird), soweit Letzteres in der anwendbaren Prozessordnung vorgesehen ist, was vorliegend nicht bestritten ist (vgl. dazu nunmehr Art. 236 Abs. 2, Art. 337 Abs. 1 und Art. 343 Abs. 1 lit. a der Schweizerischen ZPO). W�rde dies verneint, drohte der Unterlassungsanspruch seines Inhalts entleert zu werden und m�sste sich die Beschwerdegegnerin auf die Geltendmachung ihrer vertraglichen Rechte in unz�hligen Verfahren in verschiedenen L�ndern (soweit �berhaupt zul�ssig [vgl. vorstehende Erw�gung 5.3.2 in fine]), und allenfalls auf die Erhebung von Schadenersatzanspr�chen wegen Vertragsverletzung beschr�nken.
Der Vorinstanz ist damit weder ein Verstoss gegen Bundesrecht noch gegen Staatsvertragsrecht vorzuwerfen, weil sie auf die Rechtsbegehren Ziffern 3 und 4 eintrat. Die R�ge ist unbegr�ndet.
Mit dem streitbetroffenen Vertrag verpflichtete sich die Beschwerdegegnerin u.a., ihre Marke "Ice-Watch" nur in bestimmter Form bzw. grafischer Ausgestaltung, d.h. mittels Darstellung der Worte "Ice" und "Watch" auf zwei separaten Zeilen, in Registern eintragen zu lassen (Ziff. 5) und abgesehen von im Einzelnen umschriebenen Ausnahmen in entsprechender Form bzw. Ausgestaltung zu benutzen (Ziff. 4 und 8). Darauf hin gab die Beschwerdef�hrerin ihre Zustimmung zum entsprechenden Gebrauch und entsprechenden Registrierungen der Wort-/Bildmarke "Ice-Watch" (Ziff. 6). Es ist unbestritten und zutreffend, dass die Parteien damit eine sog. Abgrenzungsvereinbarung getroffen haben, mit der typischerweise der Inhaber der �lteren Marke auf eine vollumf�ngliche Durchsetzung seines Ausschliesslichkeitsanspruchs verzichtet und der Inhaber der j�ngeren Marke ihm im Gegenzug garantiert, dass er dieselbe nie ausserhalb des vereinbarten Einsatzbereichs bzw. ausschliesslich auf die vereinbarte Art und Weise verwenden wird, regelm�ssig verbunden mit der Zusicherung, gest�tzt auf das j�ngere Zeichen keine Abwandlungen oder Neuanmeldungen der �lteren Marke anzugreifen (sog. Vorrechtserkl�rung; vgl. Ziffer 3 der vorliegend strittigen Vereinbarung). Ausgangssituation f�r eine solche Vereinbarung ist ein rechtlicher Konflikt zwischen markenrechtlichen Schutz beanspruchenden Kennzeichen, die identisch oder zumindest verwechslungsf�hig sind (vgl. Art. 3 Abs. 1 MSchG [SR 232.11]). Die Parteien grenzen damit die Einsatzbereiche ihrer Marken ab und verpflichten sich regelm�ssig, die Marke des Vertragspartners in deren vertraglich festgelegtem Einsatzbereich nicht zu behindern. Damit ist regelm�ssig beiden Parteien gedient. Der Inhaber des j�ngeren Zeichens kann sein Zeichen zumindest wie vereinbart ben�tzen, w�hrend der Inhaber der �lteren Marke den Kernbereich seines Zeichens frei halten kann, ohne sich in eine vielleicht unsichere Auseinandersetzung einlassen zu m�ssen. Es handelt sich bei solchen Vertr�gen um synallagmatische Innominatkontrakte, die durch eine stark vergleichs- und verzichts�hnliche Struktur charakterisiert sind. Sie sind auf eine endg�ltige und dauerhafte Beilegung eines bestehenden oder zumindest nicht auszuschliessenden Konflikts ausgerichtet und m�ssen, um diesen Zweck zu erf�llen, grunds�tzlich unk�ndbar sein; nur so kann das Wiederaufflammen des Konflikts verhindert werden (�Eugen Marbach, Markenrecht, in: SIWR, Bd. III/1, 2. Aufl. 2009, Rz. 714 ff. mit Hinweis auf ein Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 19. Juni 1980, SMI 1980 S. 139 ff., 150;�Gallus Joller, in: Noth/B�hler/Thouvenin [Hrsg.], Markenschutzgesetz, 2009, N. 358 ff. zu Art. 3 MSchG;�Yvan Cherpillod, Le droit suisse des marques, 2007, S. 142;�Lucas David, Lexikon des Immaterialg�terrechts, SIWR, Bd. I/3, 2005, S. 2 f.;�Willi, a.a.O., N. 15 f. zu Art. 55 MSchG;�Claudia Maradan, Les accords de coexistence en mati�re de marques, 1994, S. 46 ff.;�Neubauer, a.a.O., S. 7 ff., 75 ff.;�Butz/Gordon, a.a.O., S. 486;�Karl-Heinz Fezer, Markenrecht, 4. Aufl., M�nchen 2009, N. 1088 ff. zu � 14 MarkenG).
Die Zul�ssigkeit von Abgrenzungsvereinbarungen unter dem geltenden MSchG vom 28. August 1992 wird in der schweizerischen Lehre einhellig bejaht, namentlich auch unter dem Gesichtswinkel von Art. 27 ZGB (s. die vorstehend zitierten Autoren; vgl. aber BGE 99 II 104 E. 5d S. 114, der unter dem nicht mehr geltenden Bundesgesetz vom 26. September 1890 betreffend den Schutz der Fabrik- und Handelsmarken, der Herkunftsbezeichnungen von Waren und der gewerblichen Auszeichnungen [aMSchG] erging; vgl. auch�Joller, a.a.O., N. 362 zu Art. 3 MSchG,�David, SIWR, Bd. I/3, a.a.O., S. 3 und�Cherpillod, droit des marques, a.a.O., S. 143 f., die darauf hinweisen, dass Abgrenzungsvereinbarungen wettbewerbsrechtlich problematisch sein k�nnen).
Mit einer Abgrenzungsvereinbarung werden nach dem Ausgef�hrten im Wesentlichen dauernde Unterlassungspflichten statuiert, die sich immerhin im Bereich des Inhabers des j�ngeren Zeichens insoweit als Pflicht zu einem Tun auswirken, als dieser innerhalb seiner Organisation dauerhaft zu �berwachen hat, dass der Gebrauch seiner Marke sich innerhalb der Grenzen der Vereinbarung h�lt. Vorliegend kann offenbleiben, ob es sich dabei um ein eigentliches Dauerschuldverh�ltnis handelt, in dem sich die typische Hauptleistungspflicht des Vertrags als Dauerschuld qualifiziert (BGE 128 III 428 E. 3b S. 430), die ein fortdauerndes oder wiederholtes Leistungsverhalten verlangt, solange die Schuld besteht (4A_141/2007 vom 20. August 2007 E. 4.1;�Peter Gauch, System der Beendigung von Dauervertr�gen, 1968, S. 5 ff.;�Gauch/Schluep/Schmid/Rey, a.a.O., Nr. 94 und 263; vgl. auch�Ivan Cherpillod, La fin des contrats de dur�e, 1988, S. 11 ff.), oder bloss um ein Schuldverh�ltnis, das wie ein Dauerschuldverh�ltnis wirkt, wie die Vorinstanz mit Hinweis auf�Cherpillod�(droit des marques, a.a.O., S. 142) und�Maradan�(a.a.O., S. 59 ff.) angenommen hat. Die Vorinstanz hat jedenfalls zutreffend erkannt und es ist unbestritten, dass auf einen entsprechenden Vertrag mit dauerhafter Wirkung die allgemeinen Regeln �ber die Aufl�sung von Dauerschuldverh�ltnissen anzuwenden sind (vgl. dazu�Cherpillod, contrats de dur�e, a.a.O., S. 13 Rz. 6), mithin auch die Regeln �ber die Aufl�sung eines Dauerschuldverh�ltnisses aus wichtigem Grund (vgl. dazu�Maradan, a.a.O., S. 139 ff.;�Cherpillod, droit des marques, a.a.O., S. 143;�Neubauer, a.a.O., S. 209 Fn. 1000 m.H. auf Handelsgericht des Kantons Z�rich, a.a.O., SMI 1980 S. 149).
Es entspricht einem allgemeinen Grundsatz, dass Dauerschuldverh�ltnisse von einer Partei bei Vorliegen von wichtigen Gr�nden, welche die Vertragserf�llung f�r sie unzumutbar machen, vorzeitig gek�ndigt werden k�nnen (BGE 128 III 428 E. 3 S. 429 f.; 122 III 262 E. 2a/aa S. 265 f.). Ein wichtiger Grund zur Aufl�sung eines Dauerschuldverh�ltnisses liegt nach der Rechtsprechung vor, wenn die Bindung an den Vertrag f�r die Partei wegen ver�nderter Umst�nde ganz allgemein unzumutbar geworden ist, also nicht nur unter wirtschaftlichen, sondern auch unter anderen die Pers�nlichkeit ber�hrenden Gesichtspunkten (BGE 128 III 428 E. 3c S. 432). Bei Vorliegen eines wichtigen Grundes, nach dem einer Partei eine Weiterf�hrung des Vertrags nicht mehr zugemutet werden kann, besteht ohne weiteres ein Recht dieser Partei auf eine sofortige Aufl�sung eines Dauervertrages. Es muss ihr unter dieser Voraussetzung m�glich sein, sich vom Vertrag zu l�sen (Urteil 4A_148/2011 vom 8. September 2011 E. 4.3.1). Bei besonders schweren Vertragsverletzungen ist ein wichtiger Grund regelm�ssig zu bejahen. Auch weniger gravierende Vertragsverletzungen k�nnen aber eine Fortsetzung des Vertrags f�r die Gegenpartei unzumutbar machen, wenn sie trotz Verwarnung oder Abmahnung immer wieder vorgekommen sind, so dass nicht zu erwarten ist, weitere Verwarnungen w�rden den Vertragspartner von neuen Vertragsverletzungen abhalten (vgl. z.B. BGE 127 III 153 E. 1a S. 155; 117 II 560 E. 3b S. 562).
Im vorliegenden Fall ist der strittigen K�ndigung keine Verwarnung vorangegangen, so dass nur zu pr�fen ist, ob der von der Vorinstanz festgestellte Gebrauch des Zeichens "ice-watch" durch die Beschwerdegegnerin bis zur K�ndigung, soweit er der Abgrenzungsvereinbarung widerspricht, so schwer wiegt, dass der Beschwerdef�hrerin die Weiterf�hrung des Vertrags objektiv nicht mehr zumutbar war und sie zur Vertragsbeendigung mit sofortiger Wirkung berechtigt war.
Entgegen der Ansicht der Vorinstanz, welche die Beschwerdef�hrerin zu Recht r�gt, darf das Recht auf K�ndigung bei Vorliegen eines wichtigen Grundes nicht von der weiteren Voraussetzung abh�ngig gemacht werden, dass die k�ndigende Partei zuvor eine Frist zur Behebung des vertragswidrigen Zustands bzw. zur Vertragserf�llung im Sinne von Art. 107 OR ansetzt. Bei Vorliegen eines wichtigen Grundes besteht die M�glichkeit zu einer sofortigen Vertragsaufl�sung vielmehr unabh�ngig von einem - im vorliegenden Fall nicht erfolgten - Vorgehen nach Art. 107 ff. OR, und nicht bloss als subsidi�re M�glichkeit, wie die Vorinstanz zu Unrecht angenommen hat (BGE 92 II 299 E. 3b S. 300; Urteil 4C.35/1988 vom 11. April 1989 E. 3, nicht in BGE 115 II 1;�Marie-No�lle Venturi-Zen-Ruffinen; La r�siliation pour justes motifs des contrats de dur�e, 2007, S. 85 Rz. 243 mit Hinweisen;�Gauch, a.a.O., S. 150, 195 f.;�Cherpillod, contrats de dur�e, S. 140 Rz. 269 f.).
Allerdings trifft es nicht zu, dass die Vorinstanz aufgrund ihrer unzutreffenden Annahme, es w�re ein Vorgehen nach Art. 107 ff. OR erforderlich gewesen, �berh�hte Anforderungen an das Vorliegen eines wichtigen Grundes gestellt h�tte, wie die Beschwerdef�hrerin weiter geltend macht. So pr�fte die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid selbst�ndig, ob die von ihr (zu Recht) f�r eine sofortige Vertragsaufl�sung aus wichtigem Grund aufgestellte (erste) Voraussetzung gegeben sei, d.h. ob Vertragsverletzungen vorliegen, die so schwerwiegend sind, dass der Beschwerdef�hrerin eine Fortsetzung des Vertragsverh�ltnisses unzumutbar ist, und die mithin eine Aufl�sung aus wichtigem Grund (ohne vorherige Abmahnung bzw. Fristansetzung zur Vertragserf�llung) rechtfertigen. Dies verneinte sie nach eingehender W�rdigung der zu ber�cksichtigenden Vertragsverletzungen. Allein gest�tzt darauf durfte sie die Wirksamkeit der strittigen K�ndigung verneinen, vorausgesetzt, ihre W�rdigung sei bundesrechtskonform, was nachfolgend zu pr�fen ist.
7.1.�Ob im Einzelfall ein wichtiger Grund vorliegt, entscheidet das Gericht nach seinem Ermessen (Art. 4 ZGB). Es geht dabei um eine Billigkeitsentscheidung, die auf objektiver Interessenabw�gung unter Beachtung der Umst�nde des beurteilten Falles beruht (BGE 128 III 428 E. 4 S. 432 mit Hinweisen). Ermessensentscheide dieser Art �berpr�ft das Bundesgericht an sich frei; es �bt dabei aber Zur�ckhaltung und greift nur ein, wenn die kantonale Instanz von dem ihr zustehenden Ermessen einen falschen Gebrauch gemacht hat, das heisst wenn sie grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgegangen ist, wenn sie Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn sie umgekehrt rechtserhebliche Umst�nde ausser Acht gelassen hat. Aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, die sich als im Ergebnis offensichtlich unbillig, als in stossender Weise ungerecht erweisen (BGE 135 III 121 E. 2 S. 123 f.; 133 III 201 E. 5.4 S. 211; 128 III 428 E. 4 S. 432, je mit Hinweisen).
7.2.�Die Vorinstanz qualifizierte drei von der Beschwerdef�hrerin als Verletzung der Abgrenzungsvereinbarung geltend gemachte Tatbest�nde, die vor dem Stichtag der K�ndigung vom 5. Juni 2009 erfolgt und damit bei der Beurteilung der Rechtm�ssigkeit der K�ndigung zu ber�cksichtigen seien, als Vertragsverletzungen:
-eine einzeilige Darstellung der Marke "ice-watch" auf der Titelseite des "Neon Catalogue",
-ein Werbebeispiel im "Corporate Catalogue" anhand einer einzeiligen Beschriftung einer Uhrenkrone mit dem Schriftzug "ICE-WATCH" bzw. die Nichtbereinigung eines entsprechenden Beispiels im Katalog,